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GastroJournal 11/2007

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SOMMAIRE

Jürg Schmid Ohne 2 Fussball

Martin Kallen Mit 7 Fussball

F. Haenni Brillamment 13 réélu

AZA/JAA 8046 Zürich/Zurich

I N H A LT ■ Aktuell

Entspannung bieten Im Gastgewerbe wird viel gearbeitet. Gerade für Familien kann dies eine grosse Belastung darstellen. Das neue Handbuch «Beruf und Familie» soll Wege zu einer familienfreundlichen Mitarbeiterpolitik zeigen. SEITE 3

■ Gros Plan

G. Agassiz Au top pour «Le» salon 15

Hôtelier ambitieux «Attention, les jeunes sauvages appuient sur le champignon.» Telle est la devise de Hans Gosteli, un jeune hôtelier ambitieux fraîchement catégorisé Hot C. PAGE 13

Donnerstag/Jeudi, 15. 3. 2007 Nr./N 11 CHF 4.30 ■

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Mehr Ah,l’eau schmecken minérale !

■ Restauration

L’IVV a des ambitions Après les efforts portés sur la qualité, c’est le marketing des vins valaisans qui sera amélioré. Un défi de taille pour Jacques-Alphonse Orsat (à dr.), le successeur de Jacques Disner, qui lui a cédé la présidence de l’IVV, l’Interprofession de la vigne et du vin. PAGE 15

Wasser ist langweilig, behauptet der Volks- L’eau minérale est-elle vraiment enmund.Wieso verkauft sich ein langweiliges nuyeuse? Les chiffres des ventes augmenGetränk dann derart gut? tent et les eaux aromatisées ratrappent.

■ Restauration

Geschmack bieten

■ Hôtellerie & Tourisme

Des vœux pour l’avenir

Samnaun galt bisher als idealer Ferienort und war bekannt als zollfreie Zone. Nun soll es auch Feinschmecker-Mekka werden. Mit dem neuen Restaurant La Miranda im Hotel Chasa Montana sollen kulinarische Gipfel gestürmt werden. SEITE 5

Interrogées par GastroJournal lors de la Journée Economie et Tourisme, des personnalités latines présentes ont donné leur avis sur la communication de la Suisse. PAGE 17

■ Tourismus Das Gelbe vom Ei – unsere Oster-Special

Hand bieten

Inserate Markt Stellen Liegenschaften Weiterbildung

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www.gastroprofessional.ch SWISS-IMAGE

Das Verhältnis von Politik und Tourismus ist derzeit etwas angespannt. Mit dem Tag der Tourismuswirtschaft letzte Woche in Bern könnte vielleicht ein wenig Ruhe eingekehrt sein. SEITE 9

Le nec plus ultra – notre rubrique Pâques

Natürlich,immer erotischer und umsatzträchtiger als man denkt:Wasser. Immer nur Mineralwasser sei langweilig, heisst es bei einem der vielen Abfüller in der Schweiz, deshalb würden immer mehr aromatisierte Wasser getrunken. Tatsächlich steigt deren Marktanteil ständig. Allerdings nicht auf Kosten der

«geschmacklosen» Mineralwasser, sondern auf jene der Süssgetränke. «In» ist auch kohlensäurehaltiges Wasser. Zum Wein, dessen Umsätze im Gastbetrieb sinken, will jeder Wasser ohne Aroma. Hintergründe, Tipps und Tricks auf SEITE 11

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Plus naturelle,plus érotique et plus vendue: c’est l’eau minérale. Boire toujours de l’eau minérale serait ennuyeux et expliquerait que les eaux aromatisées ont de plus en plus la cote, affirment les embouteilleurs. Il est vrai que la part du marché de ces dernières ne cesse de croître. Non pas aux dépens des eaux

minérales «sans goût», mais des boissons sucrées. Les eaux enrichies de gaz carbonique sont également tendance. Chacun veut de l’eau sans arôme pour accompagner le vin. Ce qui se cache derrière tout ça, conseils et trucs en PAGE 19

9 771422 137001 Insertion Marché Offres d’emploi Immobilier Formation continue

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GastroJournal, offizielle Wochenzeitung von GastroSuisse/Hebdomadaire officiel de GastroSuisse, Auflage/Tirage: 23 680 Ex., WEMF/REMP, Internet: www.gastrojournal.ch

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■ Aktuell

GastroJournal

Donnerstag, 15. 3. 2007 ■ Nr. 11

Kein EM-Fieber an der ITB

EDITORIAL

Merci und auf Wiedersehen

Grosser Publikumsmagnet am Stand von Schweiz Tourismus (ST) an der diesjährigen ITB (Intern.Tourismus Börse Berlin) war die Skulptur «Switzerball». Für das Thema Fussball ist es gemäss ST-Direktor Jürg Schmid noch zu früh.

Achtlos daran vorbeigehen war unmöglich, gedrängter Terminplan hin oder her. Kaum ein ITB-Besucher, der in Halle 17 nicht zumindest für einen kurzen Moment innehielt. Viele verweilten sogar länger. Beobachteten, staunten, schmunzelten und zollten dem Spektakel ihre Anerkennung. «Der Switzerball ist ein riesiger Erfolg», konstatierte denn auch ein zufriedener Jürg Schmid. Und diese euphorische Beurteilung des Direktors von Schweiz Tourismus war nicht einmal übertrieben. Nicht selten verfolgten mehr als 50 Beobachter den Lauf der Metallkugel an der von Charles Morgan erbauten Skulptur. Auf diese ebenso kreative wie spielerische Art präsentierten sich die Vorzüge der Schweiz in wenigen Minuten. Genau das ist es, was an einer derart mit Angeboten, Terminen, langen Wegen, grossen und lärmigen Hallen überladenen Messe zählt. Schmid: «Wir bekommen so die fünf Minuten Aufmerksamkeit.»

Für Anpfiff zu früh Bei aller Begeisterung über den erfolgreichen Publikumsmagneten. Manch ein ITB-Besucher hatte 15 Monate vor der Euro 08 am Schweizer Stand den Fokus wohl eher auf Fuss- denn auf Switzerball erwartet. Deutschland beispielsweise tat dies schon mehr als zwei Jahre vor der WM bei sämtlichen sich bietenden Gelegenheiten. Und selbst der Stand von Südafrika stand an der diesjährigen ITB bereits ganz im Zeichen des Fussballs – dies mehr als drei Jahre vor der WM, welche 2010 im südlichen Afrika stattfinden wird. Von einem so frühen Vorgehen hält Jürg Schmid, selbst auch nur noch 15 Monate vor dem EM-Ereignis, nicht viel: «Gegenüber einem breiten Publikum würde ein solcher Auftritt noch nichts bringen.» So richtig los mit der Euphorie gehe es ohnehin erst nach dem 2. Dezember, dem Tag der Auslosung der Gruppenspiele. Schmid wies jedoch darauf hin, dass in den

M. HUTSCHNEKER

MICHAEL HUTSCHNEKER

Der «Switzerball» entpuppte sich als Publikumsmagnet. Fachkanälen die entsprechenden Gespräche längst laufen würden. Und sowohl die ST-Medienkonferenz als auch der gemeinsame Presseanlass mit Österreich standen ganz im Zeichen der Euro 08.

Neuer ST-Auftritt Schmid versicherte gegenüber dem GastroJournal, dass an der nächsten ITB der Schweizer Stand ganz auf Fussball, die Euro 08, fokussiert werde. Details mochte er noch nicht nennen. Ebenso zu früh sei es, um über das neue Standkonzept von Schweiz Tourismus an der ITB zu spekulieren. Spätestens 2010, eventuell aber auch schon anlässlich der ITB 2009, komme der neue Auftritt erstmals zum Einsatz. Gerade was das von der «MesseAussenwelt» abgeschottete Schweizer Restaurant betrifft, wünscht sich Schmid grundsätzlich einen offeneren, einladender wirkenden Stand. Dennoch sollte aber auch die Gemütlichkeit beibehalten werden können. Man darf gespannt sein.

Agil und offene Augen Das Echo von Schweizer Ausstellern kurz vor Ende der drei Fachbesucher-Tage kann als verhalten positiv bezeichnet werden. Bernhard Rhyn beispielsweise sprach von einem Auf

und Ab des Interesses an den ersten beiden Tagen. Den Freitag indes erlebte der Verkaufsdirektor von Bern Tourismus als erfreulich gut: «Wir spüren, dass Bern bei den Städtereisenzielen als attraktive Nische wahrgenommen wird.» So stünden die Chancen gut, dass die Hauptstadt erstmals im Städtereisenkatalog 2008 von Neckermann/Thomas Cook Einzug halten werde. «Für uns ist die ITB eine perfekte Networking-Plattform», resümierte Ferdinand Salverda den fachlichen Messeteil. Der Direktor des Parkhotels du Sauvage in Meiringen betonte, dass man aber sehr agil und mit offenen Augen präsent sein müsse, und dies nicht nur am eigenen Stand. Sofortiges Business dürfe man nicht erwarten. Vielmehr sei die Präsenz als mittelfristige Investition zu betrachten.

Alle wollen Heidi Zufrieden, überhaupt mal an einen echten Entscheidungsträger gelangen zu können, zeigte sich Piotr Caviezel. Gemäss dem Geschäftsführer der Appenzellerland Tourismus AG seien diese bereits mit zahllosen Verpflichtungen zugedeckt. Trotzdem seien einige interessante Kontakte zu verzeichnen gewesen. Verbunden auch mit dem guten Gefühl, dass die

Schweiz in Deutschland derzeit wesentlich höher im Kurs sei, als dies noch vor einigen Jahren der Fall gewesen sei. Ein ohne Einschränkungen ganz und gar positives Fazit konnten schon nach drei von fünf ITB-Tagen Nina Beriger und Alexia Diggelmann ziehen. Die beiden Zürcher Studentinnen spielten ihre Rolle als hilfsbereites, liebenswertes «Heidi» mit beispielhaftem Einsatz und Begeisterung. «Wir wollen Gastfreundschaft und Offenheit demonstrieren», definierten die beiden jungen Damen ihre Präsenz. Das unbekümmerte und sympathische Auftreten löste, wie Beobachtungen schnell zu bestätigen vermochten, durchwegs positive Reaktionen aus. Und als Tipp an Schweiz Tourismus für künftige Messeauftritte richtete Nina Beriger die folgende Feststellung: «Alle wollen das Heidi-T-Shirt …!»

A LA MINUTE Die Euro 08 wird am Schweizer Stand der ITB erst nächstes Jahr zum Thema. Die Aussteller zeigten sich nach den Fachbesuchertagen verhalten optimistisch. Vor allem Bern hat gepunktet.

Liebe GastroSuisseMitglieder, liebe Inserenten, liebe Leserinnen und Leser, mit dieser Ausgabe des GastroJournals verabschiede ich mich als Chefredaktor und Gesamtleiter der Abteilung Verlage GastroJournal und GastroEdition von Ihnen. Ende Juli werde ich, nach genau 16 Jahren, offiziell aus den Diensten von GastroSuisse austreten. Wie einigen von Ihnen schon bekannt ist, suche ich deshalb eine neue berufliche Herausforderung. Ab 1. August 1991 durfte ich die im Januar 1991 vom damaligen Schweizer Wirteverband neu lancierte deutschsprachige Zeitung «Schweizer Gastronomie» als Chefredaktor führen. Die Jahre bis und mit 1999 waren geprägt von der Rezession und damit einhergehendem Umsatzverlust bei den Anzeigen, wie übrigens bei den meisten Printprodukten. Im Verlaufe des Jahres 1999 erhielt ich die Gelegenheit, als verantwortlicher Projektleiter die in dieser Form vor Ihnen liegende, mehrsprachige Fach- und Verbandszeitung «GastroJournal» zu konzipieren. Stolz darf ich feststellen, dass sich der jahrelange Einsatz des ganzen Teams gelohnt hat. Das GastroJournal ist und bleibt der Branchenleader. Die stets steigende Auflage und die Beliebtheit der Wochenzeitung sprechen für sich. Danke, oder berndeutsch: Merci! john_wittwer@gmx.ch

BLICKPUNKTE Mövenpick Hotels & Resorts

Trennung von Jolie Ville Betrieben Die Mövenpick Hotels & Resorts trennen sich per Ende 2007 von den ägyptischen Jolie Ville Betrieben. Die Zusammenarbeit dauerte 18 Jahre und erleichterte Mövenpick den Einstieg in den Mittleren Osten. Künftig wollen die Mövenpick Hotels & Resorts nur noch Management-Verträge und keine technischen Vereinbarungen oder Franchise-Verträge mehr abschliessen. Grund dafür ist das schnelle Wachstum der Hotelkette.

Swiss

Die EU denkt umweltfreundlich Die Europäische Union will ihren CO2-Ausstoss massiv senken Die EU will ihren Kohlendioxidausstoss bis 2020 um einen Fünftel senken. Davon ist auch der Tourismus betroffen. Letzte Woche haben sich die Regierungschefs der EU zu einem Klimagipfel in Brüssel getroffen. Und sie haben einen Entscheid für die Umwelt und gegen die globale Klimaerwärmung getroffen: Bis 2020 will die

CO2-Reduktion: Machen wir auch mit?

EU ihren CO2-Ausstoss um 20 Prozent reduzieren. Sollten sich andere grosse Industriestaaten wie die USA ebenfalls zu einer Reduktion des Kohlendioxidausstosses entschliessen, will die EU ihre Reduktion gar auf 30 Prozent heraufschrauben.

Schweiz und Tourismus betroffen Vom EU-Beschluss ist auch die Schweiz betroffen. Ob und wann sich der Bundesrat jedoch für ein CO2-Gesetz entscheiden wird, ist noch unklar. Bis im Herbst will das Bundesamt für Umwelt der Regierung einen Bericht zur künftigen Klimastrategie vorlegen. Sollte die Schweiz einen anderen (weniger rigorosen) Weg als die Europäische Union wählen, könnte das auch Auswirkungen auf den Tourismus haben. Gerade in der Luftfahrt, welche vom Entscheid der EU direkt betroffen ist, macht man sich Gedanken über den CO2-Ausstoss und eine mögliche Verteuerung von Flugzeugrei-

sen. Die Lufthansa drohte vor Wochenfrist gar damit, ihr Destinationsnetz zu ändern. Will heissen, die Deutschen würden ihre Frequenzen im Flughafen Zürich-Kloten verstärken, um Kosten zu sparen. Diese Massnahme kämen dem Schweizer Tourismus zu Gute, brächten jedoch andere Probleme mit sich. Einerseits kann man davon ausgehen, dass die EU politischen Druck auf die Schweiz ausüben würde, um sie bezüglich der Klimamassnahmen auf die europäische Linie zu «prügeln». Andererseits hätten mehr Flugfrequenzen zur Folge, dass die andauernde Diskussion um den Fluglärm in der Region Kloten neuen Zündstoff erhalten würde. Die Chancen, dass sich die Schweiz den EU-Massnahmen anschliesst, stehen deshalb gut. Wie die 20-prozentige Reduktion allerdings erreicht werden soll, ist noch niemandem so ganz klar. Es bleibt uns nichts anderes übrig, als abzuwarten. aa

Bürgenstock Ehrgeiziger Zeitplan Es tut sich was bei den Bürgenstock-Hotels. Die Besitzerin Rosebud hat erste Verhandlungen mit der Gemeinde Ennetbürgen und dem Kanton Nidwalden geführt. Die Bürgenstock-Hotels, die im Jahre 2000 von der luxemburgischen Rosebud Héritage gekauft worden sind, sollen 2010 ihre Tore wieder öffnen. Bis dann werden laut Rosebud rund 150 Millionen Franken für die Sanierung der Anlage investiert werden. Erste Gespräche mit der Gemeinde Ennetbürgen und dem Kanton Nidwalden haben nun stattgefunden. Allerdings müssen die Luxemburger den Gestaltungsplan für das geplante Projekt ändern. Der 1999 genehmigte Plan ist mit den Visionen von Rosebud nicht mehr vereinbar. Den angepassten Gestaltungsplan will die Hotel-Gruppe Ende April einreichen. Ziel ist es, noch in diesem Jahr darüber abzustimmen. Trotz diesem ehrgeizigen Zeitplan bleibt die Skepsis in der Region. Zuviel hat Rosebud versprochen und nicht eingehalten. aa

Erstmals schwarze Zahlen Die Swiss hat 2006 erstmals in ihrer jungen Geschichte schwarze Zahlen geschrieben. Der Gewinn des letzten Jahres beträgt 263 Millionen Franken. Gründe für das positive Resultat sind die höhere Auslastung in Europa, höhere Preise im interkontinentalen Flugsegment und Synergien mit der Lufthansa. Trotzdem mag man in Zürich-Kloten nicht jubeln. Das Resultat sei zwar gut, es brauche jedoch wenig, um wieder in die roten Zahlen zu rutschen, heisst es bei der Swiss. Damit sind nicht zuletzt die Personalkosten und die dieses Jahr auslaufenden Verträge gemeint. ANZEIGE

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■ Aktuell

Donnerstag, 15. 3. 2007 ■ Nr. 11

GastroJournal

Nichts ist unmöglich… Viele KMU-Betriebe scheuen sich davor, Arbeitsmodelle, welche Beruf und Familie unter einen Hut bringen, anzubieten. Das seco hat darum das Handbuch «Beruf und Familie» lanciert.

derungen häufig Chancen liegen. Was als Problem erscheint, kann der Anlass zu einer Verbesserung werden. Ein Unternehmen kann die Gelegenheit ergreifen, seine Arbeitsorganisation zu überdenken und zu optimieren und damit erst noch seine unternehmerischen Risiken verringern.

Support

DANIELA OEGERLI Die kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) sind ein wichtiges Rückgrat der Schweizer Wirtschaft, beschäftigen sie doch rund zwei Drittel aller Arbeitskräfte. Das Staatssekretariat für Wirtschaft (seco) hat einen Leitfaden für KMU-Betriebe erarbeitet. Entstanden ist das KMU-Handbuch Beruf und Familie. Es bietet KMU-Unternehmern im konkreten Betriebsalltag eine zielgerichtete Hilfe bei der Umsetzung von familienfreundlichen Massnahmen. Im Handbuch sind 25 Betriebe aus diversen Branchen porträtiert, welche eine familienfreundliche Personalpolitik betreiben. Sie wurden nach den Kriterien Sprachregion, Grösse des Unternehmens und Branche ausgewählt. Keiner dieser Betriebe hat diesen Schritt bereut. Praktisch alle sind der Ansicht, dass sich die Massnahmen für den Betrieb auszahlen und dass sie auf dem eingeschlagenen Weg gut fahren.

Vor- und Nachteile aufgezeigt Das Handbuch ist in vier Kapitel aufgeteilt: Gewinn, Massnahmen, Ja, aber … und Support. Im Kapitel Gewinn sind die Vorteile für den Betrieb aufgelistet: • Eine breitere Verteilung der Ver-

A LA MINUTE Dank dem Handbuch «Beruf und Familie» soll es KMU-Betrieben leichterfallen, eine familienfreundliche Mitarbeiterpolitik einzuführen. Das Handbuch kann beim seco gratis bezogen werden.

antwortlichkeiten und Fachkenntnisse reduziert die Risiken für das Unternehmen. • Die höhere Motivation und die grössere Leistungsbereitschaft der Mitarbeitenden steigern ihre Produktivität. • Weniger Abwesenheiten und eine geringere Fluktuationsrate erlauben eine Senkung der Kosten für Personalsuche und Einarbeitung. • Familienfreundliche Massnahmen erhöhen die Attraktivität des Unternehmens auf dem Arbeitsmarkt.

Betrieb und Mitarbeitende berücksichtigen Im Kapitel Massnahmen sind diverse Möglichkeiten aufgezeigt, wie man flexibel auf die Bedürfnisse der Mitarbeitenden reagieren kann und dabei gleichzeitig den betrieblichen Erfordernissen Rechnung trägt. Patentrezepte gibt es hingegen keine. Die Massnahmen müssen massgeschneidert sein, damit sie zu den Verhältnissen im Betrieb passen und den Mitarbeitenden auch wirklich dienen.

Daher wird im Handbuch eine breite Ideenpalette präsentiert. Ausgeführt ist jedoch nicht nur, was es alles gibt, sondern auch, welchen Nutzen die einzelnen Massnahmen bringen und mit welchen Kosten zu rechnen ist. Bei konkreten HinHinweisen für die Umsetzung werden auch Stolpersteine thematisiert, die zu beachten sind.

Ja, aber … Jeder Betrieb ist anders. Nicht überall sind die Grundvoraussetzungen für die Verbesserung der Vereinbarkeit von Beruf und Familie gleich. Dennoch haben zahlreiche Unternehmende den Nutzen einer familienfreundlichen Betriebsführung bereits erkannt. Es gibt aber immer noch viele, die denken, in ihrem Betrieb sei die Einführung solcher Massnahmen nicht möglich. Das Kapitel «Ja, aber …» zeigt auf, dass es auch in den ungünstig scheinenden Situationen oft eine Lösunggibt und gerade in diesen Herausfor-

Dieses Kapitel enthält praktische Hilfestellungen für die Umsetzung. Zunächst sind Leitfragen skizziert, die bei der Realisierung einer besseren Vereinbarkeit von Beruf und Familie Schritt für Schritt zeigen, was zu bedenken ist. Zwei tabellarische Darstellungen verhelfen zu einem schnellen Überblick und dienen als Entscheidungsgrundlage. Eine erste Tabelle zeigt die gesamte Palette der Massnahmen auf, eine zweite Tabelle fasst Nutzen, Kosten und weitere praktische Hinweise zu den Massnahmengruppen zusammen. Die Checkliste «Regelungen Arbeitsschutz und Sozialversicherungen» weist auf wichtige Punkte hin, an die bei Arbeitnehmenden mit Familie gedacht werden sollte. Es folgen Hinweise auf fachliche Beratung, Links und praktisch ausgerichtete Literatur. Erfahrungsaustausch ermöglichen zudem die Adressen der für dieses Handbuch befragten Firmen, die jeweils mit Kontaktperson und einer kurzen Beschreibung ihrer Erfahrungen aufgeführt sind.

SERVICE Das Handbuch kann bei Martina Schläpfer, seco, Effingerstr. 1, 3003 Bern, Tel. 031 322 15 24, Fax 031 322 84 47, E-Mail: martina.schlaepfer@seco.admin.ch, gratis bezogen oder vom Internet als PDF auf den eigenen PC heruntergeladen werden. Dokumentation: www.seco.admin.ch > Themen > Arbeit > Vereinbarkeit von Beruf und Familie > KMU-Handbuch Beruf und Familie Für weitere Auskünfte: Anne Küng Gugler, seco, Verantwortliche für das Dossier Vereinbarkeit Beruf und Familie, Tel. 031 322 27 85.

Freihandel und Cassis-de-Dijon-Prinzip che Öffnung der Schweiz; dazu gehört der Abschluss eines Freihandelsabkommens mit der EU im Agrar- und Lebensmittelbereich. Die Verbände erhoffen sich davon tiefere Lebensmittelpreise. Vor allem die Fleischpreise machen der Gastrobranche Sorgen.

Der SBV appelliert, einheimische Qualitätsprodukte im Hochpreissegment zu positionieren: Die Produzentenpreise seien nur in geringem Masse an den hohen Gestehungskosten der Gastrobranche schuld. Einem Freihandelsabkommen steht der SBV

skeptisch gegenüber. Einig ist man sich hingegen beim Cassis-de-DijonPrinzip: Langfristig muss Gegenseitigkeit gegeben sein. GastroSuisse und Hotelleriesuisse können sich allerdings eine vorerst einseitige Einführung vorstellen. GJ

MEINE MEINUNG

S

imon Ammann ist Weltmeister, die alpinen Skirennfahrer stehen wieder auf dem Treppchen, die Eishockey-Nati ist erfolgreich, Viktor Röthlin holt sich Marathon-EM-Silber und im letzten Sommer wurde das Schweizerkreuz bis weit über die Grenzen hinaus zum Modeartikel. Der Erfolg der Fussball-Nationalmannschaft bescherte Köbi Kuhn gar den Titel «Schweizer des Jahres». Sport scheint mehr zu sein als die schönste Nebensache der Welt – Sport wird immer wichtiger. Die neuste Univox-Umfrage von GfS und FIF der Uni Bern liefert den empirischen Beleg dafür: Auf die Frage, welche Bedeutung unterschiedliche Lebensbereiche haben, steht Sport bereits auf dem 5. Rang. Noch wichtiger sind für Herr und Frau Schweizer Familie/Freunde, Gesundheit, Freizeit sowie Arbeit/Beruf. Doch dann folgt bereits der Sport, gleichauf mit Bildung/Weiterbildung, erstmals seit der Messung 1987 vor Kultur, traditionsgemäss auch vor Religion/Kirche und vor Politik. Sport ist der einzige Lebensbereich, der eine kontinuierlich steigende Bedeutungskurve aufweist. 33 Prozent der Schweizer Bevölkerung sagen aus, der Sport sei für sie sehr wichtig und für weitere 48 Prozent ist er eher wichtig. Natürlich sind es vor allem die Jungen, für die der Sport im Leben

Hansruedi Müller *

Sport auf Siegeskurs eine grosse Rolle spielt, doch gewinnt er auch in anderen Altersgruppen an Terrain. Fragt sich nur, ob damit aktiver oder passiver Sport gemeint ist. Darauf gibt die Untersuchung keine Antwort, doch kann spekuliert werden, dass durch die Fussballeuphorie im letzten Jahr vor allem der Passivsport für die Steigerung zuständig war. Und im Hinblick auf die Euro 2008 könnte dieser Trend noch anhalten. Die repräsentative Befragung enthält noch einen zweiten Beleg für den sportlichen Steigerungslauf: Auf die Frage, wo man sich finanziell einschränken würde, wenn man 1000 Franken pro Jahr weniger in der Haushaltskasse hätte, ist Sport im Vergleich zur letzten Befragung 2002 der einzige Bereich, bei dem sich weniger Schweizer und Schweizerinnen einschränken würden. Durch

BLICKPUNKTE 25h Hotel Company

Ein Haus für Schöne und Junge Die junge deutsche Hotelgruppe 25h will in Zürich-West 2008 ein neues Haus eröffnen. Sie ist zurzeit auf der Suche nach einem geeigneten Standort. 25h plant, bis 2010 mindestens 10 Hotels in ganze Europa zu führen. Momentan gehören drei Häuser in Hamburg und Frankfurt zur Gruppe. Models und Gäste unter 25 Jahren sollen bis zu 25 Prozent Rabatt auf die normalen Zimmerpreise erhalten. www.25hours-hotels.com

KMU-Frauen Schweiz

Tagung für engagierte Frauen Am 18. April findet im Gasthof zum Schützen in Aarau die zweite Tagung für engagierte KMU-Frauen in Verbänden statt. Die erste wurde im November 2005 mit der damaligen CVP-Präsidentin und heutigen Bundesrätin Doris Leuthard mit grossem Erfolg durchgeführt. Heuer werden die Hauptthemen die Nachfolgeplanung sein sowie die Vorstellung des neuen KMU-Handbuches Beruf und Familie (siehe nebenstehenden Artikel). Infos: www.kmufrauenschweiz.ch

Klima-Debatte

Linke fordern mehr Klimaschutz Umweltorganisationen, SP und Grüne lancierten diese Woche eine Klima-Initiative. Sie fordern, dass der Ausstoss von Treibhausgasen in der Schweiz gegenüber dem Stand von 1990 bis ins Jahr 2020 um 30 Prozent gesenkt wird. Damit dies gelinge, müsse das Land sich voll auf eine effizientere Nutzung der Energie und auf erneuerbare Energien konzentrieren. Das alles könnte starke Auswirkungen auf Gastgewerbe und Tourismus haben, fahren doch viele Gäste mit dem Auto durch die Schweiz – und stossen dabei Treibhausgase aus. Auch das Gastgewerbe mit seinen vielen Küchen und Lichtern wäre betroffen.

Schweizer Wirtschaft

GastroSuisse, Hotelleriesuisse und Schweizerischer Bauernverband tauschten sich aus Die Verbandsspitzen von GastroSuisse, Hotelleriesuisse und dem Schweizerischen Bauernverband (SBV) trafen sich zu einem Gedankenaustausch. Die beiden gastgewerblichen Verbände verlangen eine aussenwirtschaftli-

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die verbesserte Konjunktur und damit Konsumstimmung hat die Bereitschaft, sich einzuschränken, generell leicht zugenommen. 84 Prozent würden vor allem bei den Wohnungseinrichtungen, 75 Prozent bei den Kleidern, 67 Prozent bei der Unterhaltung, 47 Prozent bei den Ferien, ebenfalls 47 Prozent beim Auto und 43 Prozent bei der Weiterbildung sparen. Aber eben: Im Sport würden sich nur 39 Prozent einschränken. Das ist leicht weniger als 2002. Diese Resultate sollten nicht überinterpretiert, aber sie sollten zur Kenntnis genommen werden, denn Sport hat viel mit Tourismus und mit dem Gastgewerbe zu tun. Und man bedenke, dass – Adolf Ogi sei Dank – die Schweiz erst seit kurzer Zeit ein Bundesamt für Sport hat, dass Sportevents erst seit der Euro 2008 als nationale Aufgabe betrachtet werden, dass der Sport in der Standortpromotion der Schweiz noch ein Mauerblümchendasein fristet und dass demzufolge die schweizerische Sportförderung dringend eine Neuorientierung, aber auch eine Stärkung braucht. * Hansruedi Müller ist Professor an der Universität Bern und leitet des Forschungsinstitut für Freizeit und Tourismus (FIF). Seit 2006 ist er auch Präsident von Swiss Athletics.

6152 neue Firmen in zwei Monaten Die Schweizer Wirtschaft ist fulminant ins neue Jahr gestartet. Im Januar und Februar 2007 sind 6152 neue Firmen eingetragen worden. Gelöscht wurden in der gleichen Zeit 4113 Unternehmen. Das Nettowachstum betrug also 2039 Firmen, was einem Plus von 18 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Bei den Konkursen sieht es ebenfalls gut aus. In den ersten beiden Monaten des neuen Jahres gingen «nur» 708 Unternehmen Pleite. Das sind 3,5 Prozent weniger als 2006. Bei den Privatpersonen geht der Negativtrend allerdings weiter. Anzeige

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■ Restauration

Donnerstag, 15. 3. 2007 ■ Nr. 11

GastroJournal

Kulinarisch auf Gipfelkurs

SZENE Über Wabern tut sich was

Eltern John up at the Gurten

Samnaun, Ferienort für Sommer- und Winterträume, liegt im Dreiländereck angrenzend an Österreich und Italien. Es ist das einzige zollfreie Gebiet der Schweiz, wo Shopping wegen günstiger Preise für Luxusartikel Spass macht. Spass macht noch anderes.

Der Frühling hat sich bereits mit aller Kraft angekündigt. Alle Vögel sind schon da, und die zwitschern nicht nur im Mittelland kräftig. Auf dem Berner Hausberg, dem Gurten, tun sie dies verstärkt, weil auch 2007 in gastronomisch-kultureller Hinsicht ein gutes werden soll. Nach dem Start vor einer Woche organisiert Jüre Hofer am 13. April nochmals einen ausgefallenen Disco-Plausch für gestandene Jahrgänge, die neben Kulinarischem auch musikalisch Spass haben sollen. Und der kommende Sonntag dient einem grossen Familienfest, um den riesigen Spielplatz standesgemäss eröffnen zu können. Die tun was, die Gurtener.

JO STEIMEN Samnaun hat sich auch dank intensiver TV-Werbung zu einem im Winter bis zu 85 Prozent ausgebuchten Ferienort gemausert, verfügt über 31 Hotels mit 2500 Betten, über 25 Restaurants, 4 Pizzerias, 7 Bars/Pubs und über eine Disco. Obwohl das 800 Einwohner zählende Dorf am Ende eines schmalen Tales auf einem sonnigen Plateau auf 1800 m über Meer nur über das Engadin oder über Österreich erreichbar ist, zählt es unbescheidene 350 000 Logiernächte. Im Winter (200 km präparierte Pisten) oder im Sommer (250 km gut ausgebaute Wanderwege), Samnaun ist immer eine Reise wert. Auch dank ausgewogener Preis-Leistungs-Verhältnisse in Hotels und über 2500 Ferienwohnungen. Und wer nur des Entspannens wegen nach Samnaun

A LA MINUTE Im Chasa Montana in Samnaun wurde als zusätzliches Restaurant das La Miranda eingerichtet. Das Ziel Samnaun auch für Feinschmecker attraktiv zu machen, dürfte dank eines klaren Konzeptes erreicht werden. kommt, dem stehen die drei Viersterne-Hotels Chasa Montana, Post und Silvretta mit ihren grossen und modernen Wellnessbereichen zur Verfügung. Zudem bieten einige der lokalen Restaurants in kulinarischer Hinsicht viel.

Mehr gerade gut genug Gerade in kulinarischer Hinsicht soll Samnaun noch attraktiver werden. Einer der Gründe, weshalb Eliane und Hubert Zegg vom Hotel Chasa Montana keine Mühen gescheut ha-

Hiltl saniert und erweitert

Mehr Groove und mehr Grösse

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B

ier bietet nämlich eine gewaltige Palette an Möglichkeiten zum Differenzieren. Von den Rohstoffen her mit Reis, Mais, Dinkel, Hafer. Und natürlich auch von den Gewürzen her. Die Belgier machen es uns vor. Mit Bitterorangenschalen, Koriander, Kardamom bringt man in-

Nach einem guten Jahr der Umund Ausbauzeit ist das Zürcher Restaurant Hiltl neu eröffnet worden. Mit mehr Platz, mehr Licht, einem noch grösseren Angebot sowie mit einer stimmigen Lounge-Bar. Es gehört zu Zürich wie die Limmat. Das bewiesen die zur Mittagszeit nicht selten bis auf das Trottoir reichenden Warteschlangen für frei werdende Tische im ehemaligen Hiltl. «Gesunder Genuss» sei auch

Drei Kochkreateure mit klarem Ziel: Johannes Bartoll, Josef Siess (Küchenchef) und Robert Plank zuständig für das La Miranda. ben ihre bisherigen Restaurants, La Pasta (für ital. Spezialitäten), La Grotta (Raclette und Fondue) und das Restaurant für Hotelgäste, durch ein völlig neues, modern gestaltetes Gourmet-Restaurant namens La Miranda ergänzt zu haben. Das Konzept für das neue, rauchfreie Restaurant beinhaltet aber nicht alleine die Gestaltung. Gleichzeitig nämlich wurde ein von der Grossküche abgetrennter Bereich mit den heute gängigsten, modernsten Küchengeräten ausgerüstet, sodass für das La Miranda ein reservierte Küchenteil zur Verfügung steht. Gleichzeitig wurden dem für den gesamten Küchenbereich zuständigen Chef Josef Siess zwei Köche zur Seite gestellt, die in Sachen Gourmet auf der Basis der Haute Cuisine bereits einschlägige Erfahrung mitbringen. Johannes Bartoll und Robert Plank heissen die beiden Gourmetköche, denen es nicht schwerfällt, im La Miranda Feinschmecker verwöhnen zu können. Am meisten Erfahrung bringt da Robert Plank mit. Immerhin hat er bereits in zwei Küchen sein Wissen und Können erweitert, die je mit zwei Guide-Michelin-Sternen höchste Dotation auszuweisen haben: Plank hat neben David Boulet in New York

ebenso wie in Salzburgs Hangar 7 und in der Villa Joya in Portugal gewirkt.

Resultate, die sich sehen lassen dürfen Das La Miranda wurde vor wenigen Wochen eröffnet, und bereits ist eine frühzeitige Reservation empfehlenswert. Mit einer guten und schnellen Nachfrage hat Küchenchef Josef Siess gerechnet: «Nachdem unsere Hoteleigner uns ein geschmackvolles Gourmet-Restaurant eingerichtet und zwei gut ausgewiesene Köche zusätzlich engagiert haben, hofften wir natürlich, unter Feinschmeckern rasch bekannt zu werden. Allerdings haben wir nicht mit einem derart tollen Schnellstart gerechnet. Jetzt liegt es an uns, unter Beweis zu stellen, dass selbst im fernen Samnaun Spitzenküche gefragt sein und geboten werden kann.» Das La-Miranda-Team demonstriert tatsächlich ohne sichtliche Mühe, was Frische, geschmackliche Ausgewogenheit und Perfektion in Sachen Zubereitung und Präsentation sein kann. Ob ein Hummer-Süppchen, Gänseleber mit Trüffelscheiben, Kalbskopf im Paniermehlmantel, Rinds-Ribey-Steak oder Turbot:

SERVICE Um erstklassige Qualität im Restaurant bieten zu können, müssen die eingekauften Produkte immer auch erstklassig und frisch sein. Kompromisse sollten keine gemacht werden: Der Einkauf muss minuziös überwacht und regionale Anbieter dürfen bevorzugt werden. Angebote können so präsentiert werden, dass der Gast sein Menü weitestgehend selber zusammenstellen kann. Zum Beispiel mit je zwei bis drei Vorspeisen und Desserts und mit frei wählbaren Hauptspeisen. Durchwegs jedes der einzelnen Gerichte ist geschmacklich ausgezeichnet und harmonisch abgestimmt und die gefühlvolle Zubereitung lässt keine Zweifel, dass Samnaun auch in Sachen Kulinarik auf Gipfelkurs ist.

weiterhin das Motto, betonen Rolf und Marielle Hiltl, Besitzer in bereits vierter Generation. Und so wird das Hiltl weiterhin Lokalmatador in Sachen vegetarischer Küche bleiben. Insgesamt sechs Millionen Franken wurde in den Um- und Erweiterungsbau gesteckt. Jetzt verfügt das Hiltl über 430 Sitzplätze, über eine Lounge-Bar, eine Kochschule, eine Bäckerei und einen Take-away.

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BIERSZENE as steht doch fast auf jeder Flasche Bier: «Gebraut nach dem Reinheitsgebot», getreu der bayrischen Brauer-Regeln von Wilhelm dem IV. von 1516 – nur aus Gersten- oder Weizenmalz, Hopfen und Wasser. In Bayern, sagt man, ist das Reinheitsgebot wichtiger als die 10 Gebote nach Moses. Gelobt sei die Bierqualität. Nur, das hat eine Kehrseite: Gleiche Rohstoffe, gleiche Hefen, gleiche Rezepte, das ergibt auch fast gleiche Biere. Der geschmackliche Unterschied zwischen den Hunderten von hellen und halbhellen Reinheitsgebots-Bieren bewegt sich in so engen Grenzen, dass es für den Laien nicht wirklich nachvollziehbar ist. Und für Gastronomen und ihre Mitarbeiter wird es zur verbalen Gratwanderung, wenn man dem Gast den geschmacklichen Unterschied zwischen verschiedenen Hellen detailliert erklären soll.

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Know-how online. Martin Wartmann *

Von der Vielfalt und vom Reinheitsgebot teressante Geschmacksnoten ins Bier. Aber auch durch Fruchtzusätze, durch rote Kirschen zum Beispiel. Und gar über die Hefestämme. In dieser Beziehung laufen uns die Amerikaner die Ränge ab, mit einer schier unglaublichen Vielfalt von Hefestämmen, die sie auf der halben Welt zusammenklauten und jetzt hemmungslos selber weiterzüchten.

M

ich ärgert diese veraltete Geschichte mit dem Reinheitsgebot, die man als alleinseligmachende Bierbrauerweisheit den Kunden aufs Auge drückt und damit alles andere Wichtige diffamiert. Ich meine: Soll sich doch daran halten, wer will! Mir hat noch niemand erklären können, was an der Gerste rein ist und am Reis unrein. Auch niemand vermag auszudeutschen, wieso man nur mit Hop-

fen würzen darf und nicht mit andern Kräutern. Entscheiden soll doch der Gast, was ihm schmeckt und was nicht. Und das kann ich jedem Wissbegierigen verraten: Die Gäste interessiert nicht wie man Bier braut, sondern wie dieses schmeckt. Sie sind begeistert, wenn man ihnen zeigt, was es alles gibt. Honey Brown Ale zum Beispiel oder Schwarzbier mit Rauchgeschmack, Barley Wines etwa, leicht gewürzt und mit 10 Prozent Alkohol. Vielleicht aber auch Choco Stout oder Kirschenbier. Sie schütteln den Kopf? Sie denken, das trinkt niemand? Nun, lieber Herr Wirt, haben Sie sich mal das Biersortiment der grossen Coop und Manor genau angesehen? Waren Sie schon mal in einem der Bier-Spezialgeschäfte? Haben Sie mal verkostet, was da so im Regal steht? Sie vielleicht nicht. Dafür Ihre Gäste. Sie kaufen es auch und trinken es. Zuhause versteht sich. Das könnte auch anders sein ... E-Mail: wartmann@brauhaus.ch * Martin Wartmann ist aktiver Bierbrauer in Frauenfeld, www.wartmanns.com

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Donnerstag, 15. 3. 2007 ■ Nr. 11

■ Hotellerie

GastroJournal

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Bettgeflüster

ZVG

Jetzt auch Pasta.

Martin Kallen freut sich auf die Euro 2008 und ist überzeugt, dass die Schweiz bereit sein wird.

Die Euro 2008 rückt näher und näher.Wie weit steht eigentlich die Planung bezüglich den Übernachtungsmöglichkeiten? ANDREJ ABPLANALP «An Spitzentagen werden in Zürich vor und nach dem Spiel etwa 1400 Zimmer benötigt», sagt Martin Kallen, operativer Verantwortlicher der Euro 2008. In Basel seien es rund 2100, in Genf und Bern je 1100 Zimmer. Eine stolze Zahl. In Bern wurde davon gesprochen, ins Berner Oberland auszuweichen und in Basel sollen zwei Hotelschiffe mit insgesamt 136 Zimmern helfen, den Bedarf zu decken. In der Rheinstadt denkt man ebenfalls darüber nach, mindestens 2500 Schlafgelegenheiten in Fan Camps zu schaffen. Mögliche Standorte dafür sind Pratteln und Rheinfelden. Die vier Spielorte Bern, Basel, Genf und Zürich sind auch auf private Übernachtungsmöglichkeiten angewiesen. Diesbezügliche Projekte sind bereits initiiert (siehe Kasten).

Verträge mit 450 Hotels Weniger Sorgen um mögliche Hotelzimmer müssen sich die von der Euro 2008 als Zielgruppen erklärten Gäste machen. Dazu

A LA MINUTE Die Planung der Euro läuft in guten Bahnen – auch bezüglich der Übernachtungsmöglichkeiten. Lücken gibt es noch bei den Fans.

Einsprachen Hotelabbruch in Ingenbohl In der Gemeinde Ingenbohl-Brunnen sollte ein modernes Hotel am See entstehen. Allerdings gingen mehrere private Einsprachen gegen das Projekt ein. Die Bauherrin will nun ein neues Baugesuch einreichen. Das Hotel Bellevue am See wurde kürzlich von Werner Achermann an die Brunnag Immobilien AG in Immensee verkauft. Diese hatte bei der Gemeinde Ingenbohl-Brunnen ein Gesuch um Abbruch des Bellevues eingereicht. Sie wollte an der Stelle des jetzigen Hotels einen modernen Kubus aus Beton und Glas bauen.

Neues Baugesuch wird eingereicht Die neue Besitzerin hat die Rechnung allerdings ohne die Bevölkerung von Ingenbohl-Brunnen gemacht. «Es sind mehrere private Einsprachen eingegangen», bestätigt ein Sprecher der Gemeinde. Wie geht es nun in Ingenbohl-Brunnen weiter? «Das Projekt ist momentan gestorben», sagt Fritz Bolliger vom Architekturbüro Fink in Lauerz. Dieses ist für die Planung des neuen Hotels verantwortlich. Nun soll ein völlig neues Baugesuch bei der Gemeinde eingereicht werden. «Wir hoffen, dass wir bis im Sommer soweit sind», meint Bolliger. Die Chancen, dass auf dem Bellevue-Grundstück ein neuer Beherbergungsbetrieb entstehen wird, stehen trotz der Verzögerung nicht schlecht. «Die Mehrheit der Bevölkerung würde einen neuen Beherbergungsbetrieb begrüssen», weiss Fritz Bolliger. Die Hoffnung auf ein neues Hotel in IngenbohlBrunnen bleibt also bestehen. aa

gehören unter anderem die teilnehmenden Mannschaften, die Schiedsrichter, Medienleute und die Sponsoren. Für sie ist Kuoni als Accommodation Agency verantwortlich. Die Agentur hat insgesamt 450 Hotels in Österreich und der Schweiz gebucht. «Insgesamt werden in diesem Segment etwa 100 000 Logiernächte verbucht», meint Kallen. Vereinzelt schliesst Kuoni immer noch Verträge mit Hotels ab, das Gros der Vereinbarungen ist jedoch bereits gemacht worden. Insgesamt steht die Planung für die Übernachtungen während der Euro 2008 also gut da. Bezüglich den Fans, die nicht zu den Zielgruppen gehören, gibt es jedoch noch Lücken. Diese zu schliessen liegt in erster Linie bei den vier Austragungsorten.

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Private Unterkunft Während der Euro 2008 können sich anreisende Fans entweder ein Hotelzimmer oder eine private Unterkunft suchen. Um letzteres zu kanalisieren, wurde kürzlich eine entsprechende Internetseite aufgeschaltet. Private Gastgeber haben die Möglichkeit, sich dort registrieren zu lassen und ihr Angebot zu platzieren. Dieses kann von Zimmern mit Betten bis zu Campingabstellplätzen reichen. Mit Zusatzinfos wie Sprachen, die der Gastgeber spricht, Raucher-NichtraucherSchlafgelegenheit oder Distanz zum Stadion wird den Gästen ausserdem ein individuelles Suchinstrument angeboten. Die Registrierung für Gastgeber ist kostenlos. www.sleep-in.ch

Accor-Hotellerie Starke Zahlen, grosse Pläne Das französische Unternehmen Accor hat ein starkes Jahr hinter sich und will seine Expansionspolitik unvermindert fortsetzen. Der Konzernumsatz stieg 2006 um 6,6 Prozent auf insgesamt 7,6 Milliarden Euro. Der Unternehmensgewinn stieg sogar um gut 50 Prozent auf 501 Millionen Euro. Auch in Zukunft will Accor glänzen. Dafür werden noch bis 2010 rund drei Milliarden Euro investiert. In den nächsten vier Jahren will das Unternehmen insgesamt 180 000 neue Hotelzimmer eröffnen. Dafür wird einerseits die neue Marke All Seasons eingeführt, andererseits soll Sofitel noch stärker in der internationalen Luxus-Hotellerie positioniert werden. Mit All Seasons will Accor ihr Angebot im Zweisterne-Segment noch verstärken. aa

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Im «Accor-Land» ist der Himmel zurzeit blau.


■ Tourismus

Donnerstag, 15. 3. 2007 ■ Nr. 11

GastroJournal

Emotionen und Identität

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FLASH St. Galler Hotellerie

Ein Hotel für die Gemeinde Amden?

Am Tag der Tourismuswirtschaft in Bern fragte GastroJournal, wie das Bild der Schweiz präsentiert werden sollte.

FOTOS: M. NOLD

INTERVIEWS: PETER M. GRUNDER

Klaus Künzli, Zentralpräsident GastroSuisse: Zur Landeskommunikation gehört grundsätzlich alles, was den Namen der Schweiz, den Ruf ihre Produkte und Dienstleistungen in die Welt hinausträgt. Das beinhaltet nicht nur Touristisches, Gastgewerbliches oder Wirtschaftliches im industriellen Sinn, sondern auch unsere gut funktionierenden Systeme etwa im Bereich Verkehr oder unser Staat mit seinem teilweise perfektionistischen Anspruch. Dass es nun im ersten Anlauf nicht gelungen ist, vorerst die Bereiche der eigentlichen Landeswerbung zusammenzuführen, also Schweiz Tourismus, Präsenz Schweiz und Location Switzerland, hat vielleicht auch mit dieser Überperfektion zu tun. Es sollte uns nicht daran hindern, weiter auf eine bessere Koordination hinzuarbeiten.

Zusammenstehen am Tag der Tourismuswirtschaft: Franz Steinegger, Hansruedi Müller, Mario Lütolf, Jürg Schmid. Franz Steinegger, Präsident Schweizer Tourismus-Verband: Zur Landeskommunikation im weitesten Sinn gehören natürlich nicht nur die Organisationen, von denen in letzter Zeit viel die Rede war. Landeskommunikation machen zum Beispiel auch Unternehmen, vor allem natürlich solche, welche die Schweiz im Namen tragen. Und nicht zu vergessen alle Produkte, die mit der Schweiz in Verbindung stehen: Uhren, Schokolade, Käse. Vor diesem Hintergrund scheint es sinnvoll, nur die Markenführung unter einen Hut zu bringen, anderes geht wohl nicht; da sind einfach zu viele Kommunikationskanäle, die ja meist gut genutzt werden. Was mir insgesamt auffällt, ist die Vernachlässigung von Tourismus als Triebkraft. Ob es nun um landwirtschaftliche Produkte geht oder um Naturparks: Der Tourismus sollte häufiger die Führung übernehmen und andere mitnehmen können.

Barbara Schneider-Regli, Vorstandsmitglied GastroSuisse: Grundsätzlich gehört zur Landeskommunikation sehr viel: von den Schweizer Medien bis zu den Schweizer Vertretungen im Ausland, von Schweiz Tourismus bis zu landwirtschaftlichen Produkten. Gerade mit Bezug auf die Landwirtschaft, die dem Gastgewerbe ja eigentlich sehr nahesteht, könnte man nicht nur hinsichtlich der Landeswerbung noch sehr viel herausholen.

Christophe Darbelley, Nationalrat VS: Einerseits müssen wir weiter stark in Schweiz Tourismus investieren, weil das ein wichtiger Pfeiler für die Konkurrenzfähigkeit der Schweiz ist. Andererseits gibt es bei Präsenz Schweiz und Location Switzerland wahrscheinlich noch Synergien. Und schliesslich müssen wir entschlossen den Attacken auf InnoTour entgegentreten, die aus jener Ecke kommen, welche früher einmal einen Franken für den Schweizer Tourismus als ausreichend erachtete. Wir dürfen die tragende volkswirtschaftliche Bedeutung des Tourismus in der Schweiz nicht vergessen und müssen uns hier im öffentlichen Interesse subsidiär engagieren.

Urs Kessler, Marketingchef Jungfraubahnen: Bezüglich Marketing ist Basiswerbung am wichtigsten: Emotionen wecken, Swissness pflegen, Nachfrage auslösen. Der Wert der Marke Schweiz wird dabei in der Schweiz stark unterschätzt: die intakte Umwelt, die schöne Landschaft, die reichhaltige Kultur und Imageträger wie Uhren, Schokolade oder Käse. Gerade im landwirtschaftlichen Bereich, wo die Schweiz Vielfalt und Qualität bietet, ist der Nachholbedarf riesig: Wir sind hier viel zu wenig vernetzt und schöpfen das Potenzial bei Weitem nicht aus.

Guglielmo L. Brentel, Präsident Hotelleriesuisse: Grundsätzlich gilt: Wenn etwas nicht kaputt ist, sollte man es nicht flicken. Will heissen: Schweiz Tourismus leistet im internationalen Vergleich hervorragende Arbeit und ist in jeder Hinsicht wirkungsvoll und effizient. Bezogen auf die schwierige Neuorganisation der ganzen Landeskommunikation ist hinsichtlich Tourismus zu berücksichtigen, dass er eine klassische Querschnittbranche ist, die praktisch mit allem zu tun hat, was die Schweiz ausmacht. Einerseits wirkt Tourismus darum eher in die Breite als in die Tiefe. Andererseits ergeben sich daraus falsche öffentliche Wahrnehmungen. Mit Blick auf die Landwirtschaft, die grundsätzlich ein ganz wichtiger Partner des Tourismus ist, erscheint in der öffentlichen Wahrnehmung die Landwirtschaft gut für den Tourismus. Dabei ist es hinsichtlich der Kommunikation gerade umgekehrt.

Hansruedi Müller, Professor Institut für Fremdenverkehr und Tourismus: Man kann bekanntlich nicht nur kommunizieren, und auch deshalb ist Landeskommunikation mehr als Werbung: von Schweizer Produkten bis zu Schweizer Botschaften, womit wir tief im EDA sind. Deshalb erscheint mir auch eine Koordination über die eigentliche Markenführung hinaus fraglich. Wir haben vom Tourismus bis in die Landwirtschaft eine breite Palette von starken Marken, und nicht zuletzt deshalb sind wir auch stark. Hans Höhener, Präsident Seilbahnen Schweiz: Bezüglich Landeswerbung sind Schweiz Tourismus, Location Switzerland und Präsenz Schweiz zentral. Hier steht die Kommunikation im Vordergrund, hier ist eine Koordination sinnvoll. Weitere Bereiche sind institutionell kaum unter einen Hut zu bringen. Aber das Beispiel Appenzell zeigt nicht nur mit Bezug auf den Appenzeller Käse, dass die verschiedenen Bereiche einander stärken, wenn man das Ganze im Auge hat. Dabei ist Tourismus zentral, weil er Emotionen weckt und Identität schafft.

Peter Vollmer, Direktor Verband Öffentlicher Verkehr und Seilbahnen Schweiz: Eigentlich gehört unendlich viel zur Landeskommunikation: von Pro Helvetia über Präsenz Schweiz bis zum ganzen Landwirtschaftsbereich. Und nachdem man politisch nicht den Mut zu einem grossen Wurf hatte, ist jetzt auch die kleine Lösung mit der Verbindung von Schweiz Tourismus, Präsenz Schweiz und Location Switzerland abgestürzt. Wobei mir allerdings der Status quo lieber ist als eine Zwangsverheiratung. Filippo Lombardi, Ständerat TI: Meines Erachtens muss man wie vorgesehen die drei Organisationen Schweiz Tourismus, Präsenz Schweiz und Location Switzerland zusammenführen. Das ist aber nur ein erster Schritt, denn Organisationen wie etwa SwissInfo gehören auch zur Landeskommunikation. Peter Spuhler, Nationalrat Thurgau: Es kann nicht sein, dass zehn Organisationen losgelöst voneinander die Schweiz verkaufen, die Kräfte sind zu bündeln, und Osec, Location Switzerland, SOFI und SIPO sollen ja nun zusammengeführt werden. Auch für mich als Unternehmer ist das Image der Schweiz ein wichtiger Punkt, und man sollte sich da nicht in zu vielen Gefässen verlieren.

Casimir Platzer, Vorstand Schweiz Tourismus, Präsident GastroBern und Berner Hotellerie: Die Fusion im Kernbereich, also die Verbindung von Schweiz Tourismus, Präsenz Schweiz und Location Switzerland, habe ich als guten Anfang unterstützt. Offenbar spielen hier aber Interessen mit, die eine entsprechende Koordination verunmöglichen. Nun hoffe ich zum einen, dass keine Retourkutschen kommen, und zum anderen unterstütze ich nach wie vor die Fusion der drei Organisationen.

Ruedi Lustenberger, Nationalrat Luzern: Die Konzentration der Kräfte, wie sie vorgesehen war, erscheint mir sinnvoll. Allerdings kann man sie nicht erzwingen, sondern muss die Beteiligten überzeugen. Insofern müssen wir zurück auf Feld eins und ein zweites Mal beginnen.

Jürg Stucki, UBS: Wir haben eine Riesenchance vertan, und eine Lehre daraus ist meines Erachtens, dass wir den politischen Einfluss in den Institutionen zurrückbinden sollten: Die Politik sollte nicht als Spaltpilz wirken.

Hans Fehr, Nationalrat ZH: Man muss die Kräfte besser bündeln und sollte nicht nur die Landschaft positiv darstellen, sondern auch unsere kulturellen, wirtschaftlichen und politischen Errungenschaften.

Die Gemeinde Amden (Foto) passte ihren Zonenplan an und verfügt nun über 72 Hektaren Bauland. 22 Hektaren sind unbebaut. Der Gemeinderat will damit unter anderem den Grundstein für eine touristische Zukunft legen. Speziell für ein Hotelprojekt wurde eine Parzelle als Kurzone ausgeschieden. Zurzeit wird ein Investor für das Projekt gesucht.

Logiernächtezahlen

BFS weist ziemlich guten Januar aus Wie das Bundesamt für Statistik (BFS) mitteilt, sind die Logiernächte im Januar leicht gestiegen (+1,4%). Während die desolate Schneesituation die ausländischen Gäste wenig beeindruckt hat (+5%), reagierte die Binnennachfrage sensibel darauf, sie schwächte sich um 3 Prozent ab. Die beiden am stärksten frequentierten Regionen waren Graubünden und das Wallis, sie verbuchten gemeinsam 43 Prozent des Logiernächtetotals von 2,8 Millionen Übernachtungen. Allerdings gingen dabei im Graubünden die Logiernächte leicht zurück (–2%), während sie im Wallis fast stagnierten (+0,4%).

Trendsportarten

Skitouren stressen wilde Tiere enorm Eine neue Studie einer schweizerisch-österreichischen Forschungsgruppe belegt, dass Trendsportar-

ten wie Variantenskifahren, Skitouren und Schneeschuhlaufen das Leben von Wildtieren gefährden und diese zurückdrängen. Besonders an der Studie ist, das zum ersten Mal der Stresspegel der Tiere quantitativ erfasst werden konnte. Die Ergebnisse zeigen, dass sich selbst mässige Störungen als problematisch erweisen, die Forscher fordern nun die Schaffung winterlicher Ruhezonen für Wildtiere.

Einbürgerungs-Tourismus

Die Walliser machen Schluss Eine ganz besondere Form des Tourismus scheint es bislang im Wallis gegeben zu haben: den Einbürgerungs-Tourismus. Diesem wurde letztes Wochenende ein Riegel geschoben, nachdem die Walliser Stimmbürger die Kompetenz der Einbürgerung von Ausländern von der Burgergemeinde an die Einwohnergemeinde übertragen haben. Bisher mussten Ausländer für ihre Einbürgerung im Wallis neben dem kantonalen Bürgerrecht auch eine Gemeindeburgerschaft erwerben, die Walliser Burgergemeinden hatten diese Regelung anscheinend für einträgliche Geschäfte genutzt.


■ Impulse

Donnerstag, 15. 3. 2007 ■ Nr. 11

GastroJournal

Seite 11

Aroma macht das Wasser attraktiv Die Schweizer trinken immer lieber Mineralwasser. Ganz besonders gerne konsumieren sie aromatisierte Wasser mit wenig Kalorien. MATTHIAS NOLD Seit bald 20 Jahren steigen Verbrauch und inländische Produktion von Mineralwassern fast ständig. 1989 produzierten die Abfüller der Schweiz 378 Millionen Liter Mineralwasser, 2005 waren es schon 617 Millionen Liter, im gleichen Zeitraum hat sich der Konsum mehr als verdoppelt: von 438 auf 907 Millionen Liter. So heisst es denn auch bei Feldschlösschen, der Wasserverkauf sei

A LA MINUTE Der Mineralwassermarkt legt weiter zu. Aromatisierte Wasser liegen stark im Trend, eine Sortimentsanpassung ist dringend zu empfehlen. 2006 um 2,1 Prozent gestiegen. «Viel davon ist auf Rhäzünser Plus zurückzuführen», sagt Feldschlösschen-Mediensprecher Markus Werner. Das Bedürfnis nach aromatisierten Wassern ist gross – und steigt laufend. So meint Werner: «Das ist eine gesellschaftliche Entwicklung, die mit der gesundheitsbewussteren Ernährung zusammenhängt; die Gäste wollen einfach weniger Zucker im Getränk.» Bei Feldschlösschen geht der grosse Zuwachs an aromatisierten Wassern folglich zulasten der Süssgetränke.

Anders bei Coca-Cola: «Wir haben in allen Bereichen Zunahmen», stellt Pia Lehmann, Presseverantwortliche, unter anderem für Valser fest. Allerdings seien die aromatisierten Wasser tatsächlich sehr gefragt, «deshalb sind wir auch mit Valser Viva eingestiegen». Immer nur reines Wasser zu konsumieren sei halt langweilig, aro-

Neuheiten 2007 Verschiedene Abfüller bringen heuer Produkte-Neuheiten auf den Markt: Von Feldschlösschen kommt etwa im April Rhäzünser Plus Holunderblüte. Coca-Cola wartet im Mai/Juni mit einem neuen Geschmack für Valser Viva auf: Blueberry Honey. Und auch Henniez will im Frühjahr die neue Geschmacksrichtung PassionsfruchtKiwi lancieren.

O. KREJCI

«Alle Bereiche ziehen an»

Gute Laune können die Gäste auch mit Wasser haben: Mit und ohne Kohlensäure und immer häufiger auch aromatisiert. matisierte Getränke seien deshalb die perfekte Antwort darauf. Fast gleicher Ansicht ist ein Innerschweizer Mineral- und Süssgetränkehersteller, dessen Produkte wie Sinalco, Pepsi, Granador, Ramseier und Elmer bestens positioniert sind. Die Firma führt bei den Eigenmarken dennoch keine aromatisierten Wasser, obwohl die derzeit einem verstärkten Bedürfnis der Konsumenten entsprechen. Man vertritt hier die Ansicht, dass man mit einer erst jetzt startenden Produktion von aromatisierten Getränken nur «einer unter vielen» sein würde. Erfolg mit seinen aromatisierten Wassern hat auch Henniez SA. Im-

merhin wurden im Mai 2005 die Geschmacksrichtungen Mango-Yuzu und Zitrone-Minze erfolgreich lanciert. Passionsfrucht-Kiwi wird folgen. Henniez geht es darum, dass die aromatisierten Wasser vor allem erfrischend sind und dennoch durch Fruchtigkeit zu gefallen wissen.

Auf Gäste hören Alle Befragten sind sich einig, dass man als Gastronom unbedingt auf den Trend hin zu aromatisierten Wassern achten sollte. «Letztendlich sollte man aber möglichst die ganze Bandbreite anbieten», meint Markus Werner. Zweifelsohne haben die Konsumenten das Bedürfnis nach mehr Natürlich-

keit, aber auch nach möglichst Schweizerischem und Unkompliziertem. Gefragt sind echte, authentische, gesunde Produkte mit weniger Süsse, und nichts Exotisches. Auch Getränke wie Apfelsaft-Schorle sind nach wie vor trendy. Pia Lehmann von Coca-Cola weist ferner darauf hin, dass aromatisierte Wasser auch gut zum Essen passen: «Sie haben nur einen leichten Geschmack. Das kann gerade zum Essen gut und harmonisch und während der warmen Monate sehr erfrischend sein.» Am wichtigsten scheint jedoch, dass Gastronomen mit den Gästen im Gespräch bleiben und auf ihre Bedürfnisse auch in Sachen Wasser einge-

hen: «Letztlich entscheidet der Konsument», hält Markus Werner fest.

K O N TA K T E Coca-Cola Company, www.coca-cola.ch Feldschlösschen, www.feldschloesschen.ch Gefako, www.gefako.ch Heidiland Wasser, www.heidilandwater.ch Henniez S.A., www.henniez.ch Nestlé Waters (Suisse) SA, www.nestle.ch Sole, www.solewater.com Thurella, www.thurella.ch

Wasser muss nicht zwangsläufig langweilig sein Im Seeblick,Boniswil,verkauft Rita Schlegel ihren Gästen 10 verschiedene Mineralwasser: Mit einer extra kreierten Karte Kohlensäure angereichert als «Boniswilerwasser». 3 dl kosten 3 Franken 50, «so haben wir ein günstiges Angebot im Offenausschank, nicht alle Gäste möchten Wasser aus Flaschen», erläutert Schlegel.

Als Rita Schlegel in ihrem Betrieb am Hallwilersee vor zwei Jahren eine Wasserkarte einführte, war sie wohl eine der ersten in der Schweiz. Der Erfolg gibt ihr Recht. Nach wie vor ist kohlensäurehaltiges Wasser Herr und Frau Schweizer am liebsten. «Aber das Stille ist im Vormarsch», bestätigt Rita Schlegel, was auch die Abfüller immer wieder sagen. Die Gastgeberin im Gildebetrieb Seeblick, Boniswil, hat vor gut zwei Jahren eine Wasserkarte eingeführt. «Wasser ist für uns zum wichtigen Umsatzträger geworden», sagt sie. Dies nicht zuletzt weil weniger Wein zum Essen konsumiert werde, «müssen wir das Mineral pushen und verkaufen».

Light-Getränke leiden

Weniger Hahnenwasser Ihre Karte zeigt auch andere Folgen: So wird im Seeblick beispielsweise weniger Hahnenwasser konsumiert. Für jene, die dies doch möchten, steht es allerdings auf der Karte: Mit

Die durchsichtige Wasserkarte animiert zum Lesen und ist sympathisch.

Auf der Wasserkarte «H2O-H-O-O-O» im Seeblick stehen insgesamt 10 verschiedene Produkte, vier davon sind aromatisierte Wasser. Diese kommen laut Rita Schlegel vor allem bei jüngeren Leuten gut an, «und wir verkaufen sie auch als Apéro». Man müsse die Gäste aber auf diese Art von Getränken aufmerksam machen, damit sie sich gut verkaufen liessen. Auch bei Schlegel geht der Mehrumsatz der aromatisierten Wasser auf Kosten der Süssgetränke. Am stärksten betroffen sind die Light-Getränke, was mit dem Kalorienbewusstsein zahlreicher Gäste zu tun hat. Schlegel betont, sie achte auch auf das Aussehen der Flaschen oder

auch auf Namensgebungen, weil auch dies für den Verkauf wichtig sei. Der Erfolg zeigt, dass sie auf dem richtigen Weg ist: «Der Wasserumsatz ist gestiegen, vor allem seit wir keine Literflaschen mehr anbieten.» Heute gibt es im Seeblick nur noch 33-cl-, 50-cl- und 75-cl-Flaschen. Ausserdem: «Bei vier Personen wird oft eine zweite 75-cl-Fla-

sche Mineral bestellt und zwei Gäste sind damit ideal bedient. Auch an Banketten wird heute viel mehr Wasser verkauft als früher. Übrigens: Wie eine normale Menükarte ändert der Seeblick seine Wasserkarte je nach Saison. Im Sommer gibt es eher zitronige Aromen, im Winter wärmeres wie Mango. mn

SERVICE Seit der Einführung der 0,5-Promille-Grenze achten immer mehr Leute darauf, weniger Alkohol zu konsumieren. Ein gutes Wasserangebot kann ein gutes Mittel sein, wenigstens einen Teil der Einbussen aufzufangen. Laut Rita Schlegel vom Restaurant Seeblick, Boniswil, sollte man dabei auf folgende Punkte achten: Nicht nur Premiumwasser führen, sondern alle Preisseg-

mente berücksichtigen. Mut zu aromatisierten Wassern zeigen und diese zu guten Preisen abgeben. Aromen für alle Altersklassen bereithalten; dabei vor allem auch an jüngere Gäste denken. Auf das Aussehen der Flaschen achten; Wasser auch nach dem Design wählen; Gäste trinken lieber aus gut aussehenden Flaschen.


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■ GastroSuisse

GastroJournal

Donnerstag/Jeudi, 15. 3. 2007 ■ Nr./No 11

Nicht nur rund ums Pizza-Backen Die GastroSuisse Weiterbildung bietet dieses Jahr zum ersten Mal ein Intensivseminar für Pizzaiolos und jene, die es noch werden wollen, an. GastroSuisse Berufsbildung bietet gemeinsam mit der Pizzafachschule in Zürich einen Pizzaiolokurs an, welcher fünf Tage dauert. «Der Kurs dauert so lange, weil vieles mehr als nur die Herstellung von Pizza zum Kursinhalt gehört», erklärt Rafael Saupe, Trainer und Projektleiter der GastroSuisse Weiterbildung. In diesem Seminar erlerne man zum einen das klassische Handwerk des Pizzabackens und zum anderen die Kunst der Herstellung von Focaccia, mediterranen Antipasti und anderen südländischen Kreationen. Also interessante Ideen, um den Zusatzverkauf zu erhöhen.

Wer ist angesprochen «Primär sprechen wir für dieses Seminar Köche und Pizzaioli an. Es können aber auch Hilfsköche und Personen, welche mindestens ein

Jahr im Gastgewerbe tätig sind, teilnehmen», sagt Rafael Saupe weiter. Voraussetzung seien aber gute mündliche Deutschkenntnisse. So sei gewährleistet, dass alle den Kursinhalt verstehen und die Diplomprüfung verstehen.

Italianità ein wichtiges Thema Neben der klassischen Pizzaherstellung ist die italienische Tafelkultur ein wichtiges Kursthema. «Zur Pizza gehört nicht nur was drauf ist, sondern auch das Drumherum», sagt Rafael Saupe. Die Italiener hätten eine sehr spezielle und ansprechende Art, Gastfreundschaft zu zelebrieren. Darum sei es wichtig, ein abgerundetes Bild dieser Italianità zu vermitteln. Dazu zähle aber auch die Geschichte und die Tradition der Pizza. Weiter lernen die Kursteilnehmenden den Unterschied zwischen Focaccia, Ciabatta und Piadina ken-

FOTOS: ARCHIV GJ

DANIELA OEGERLI MÜLLER

Im Pizzaiolokurs erhalten die Teilnehmenden auch Einblick in die Pizza-Akrobatik. nen. Diese Brotsorten erfreuen sich in der Schweiz einer immer grösseren Beliebtheit. Ausserdem werden in diesem Intensivseminar die klassischen italienischen Antipasti sowie der moderne italienische Fingerfood thematisiert. Neben den praktischen Themen sind Hygiene und Organisation ein Bestandteil des Kurses.

A LA MINUTE

Cosimo Bruno ist Kursleiter und Gründer der Pizzafachschule in Zürich.

Im Herbst findet das erste Pizzaiolo-Intensivseminar von GastroSuisse statt. Die Kursthemen beinhalten nicht nur Pizza und was dazu gehört, sondern auch verschiedene Brotsorten, Antipasti und Fingerfood.

G A S T R O - R AT G E B E R

Marketinginstrument Internet Was bringt ein Internetauftritt für mein Hotel oder Restaurant? Ist es wichtig einen zu haben? K.J., Sion

Corinne Huber

Vor allem im Tourismus, das heisst auch im Gastgewerbe, wird das Internet zu einem immer bedeutenderen Marketinginstrument und ist in Zukunft kaum wegzudenken.

Wie soll der Internetauftritt aussehen? Unterstützung von Fachleuten holen Falls man kein absoluter InternetFreak ist, ist der Rat einer Fachperson nicht teuer, im Gegenteil. Er weiss, wie man eine Internetseite professionell aufbaut und betreut. Generell sollte ein Internetauftritt benutzerfreundlich und schnell im Aufbau sein. Ziel festsetzen Wie bei jedem Marketinginstrument sollte man auch beim Internetauftritt ein Ziel festlegen, welches laufend überprüft werden sollte. Das heisst, was möchte man mit dem Auftritt erreichen: Gäste informieren, Angebote und Dienstleistungen verkaufen, Adressen und Gäste gewinnen … Zielgruppen definieren Es muss klar sein, wen man mit dem Internetauftritt ansprechen möchte:

eher jüngeres oder älteres Publikum, Ferien- oder Businessgäste, Restaurant- und/oder Hotelgäste. Dies sollte im Restaurant- oder Hotelkonzept festgelegt sein. Der Adressat ist wichtig, um den Inhalt, die Sprache und das Design der Internetseite zu wählen. Inhalt bestimmen Als Erstes sollte man die Rubriken bestimmen: Hotel, Zimmer, Restaurant, Tages- und Wochenmenü, Spezial-Angebote, Highlights, Aktuelles, Presse und Bilder, Anreise, Newsletter-Service, Geschenkvoucher, Reservationen und Kontaktformular usw. Ausserdem sollte man die Sprachen festlegen, in welchen die Seite verfügbar ist etc. Die Rubriken werden nun mit Text und Bild gefüllt. In wenig Worten soll das Wichtigste gesagt sein, damit das Interesse für das Angebot oder die Dienstleistung geweckt wird. Man sollte dabei darauf achten, dass die Texte kurz, in einer lebendigen Sprache, lesefreundlich und zielgruppenspezifisch verfasst sind. Die Bilder sollen für sich sprechen, professionell sein und die Gäste animieren, das Angebot oder die Dienstleistung in Anspruch zu nehmen. Wichtig ist, dass die Bilder und die Daten aktuell sind. Design festlegen Das Design muss zur Zielgruppe, zum Betrieb und zum Konzept passen. Es lohnt sich, Internetseiten anderer Restaurateure oder Hoteliers anzuschauen, um eine Idee für den eigenen Auftritt zu erhalten. Internetseite vermarkten und neue Gäste gewinnen Der Name der Internetseite ist be-

deutend für die Vermarktung. Am besten wählt man den eigenen Betriebsnamen, dies führt den Nutzer direkt zum Betrieb. Falls dieser besetzt ist, sollte man auf einen dem Betrieb nahestehenden Namen ausweichen. Der Internetauftritt muss den Gästen bekannt sein, darum gehört er auf alle Printprodukte des Betriebes. Ausserdem sollte der Name der Seite auf allen elektronischen Telefonbüchern wie Twixtel ersichtlich sowie in den gängigen Suchmaschinen zu finden sein. Nützlich sind auch Links zur eigenen Internetseite auf bekannten und zum Betrieb passenden Partner-Internetseiten wie lokale oder regionale Tourismusorganisationen sowie touristische Leistungsträger, Zeitungs-Internetseiten, Partnerfirmen, Partnerhotels oder -restaurants usw. Zusätzliche Besucher auf der Internetseite und somit Gäste gewinnt man, indem man Wettbewerbe mit monatlicher Verlosung lanciert, einen Newsletter-Service anbietet und laufend Neues, Aktuelles und Spezialaktionen publiziert. Denn der Internetauftritt soll leben. Diese Ausführungen sollen eine Idee geben, wie man eine Internetseite gestalten kann, sie sind aber nicht abschliessend. Für Fragen steht Corinne Huber, Stab Direktion/Tourismus, E-Mail: corinne.huber@gastrosuisse.ch, Tel. 0848 377 111, Fax 0848 377 112, www.gastrosuisse.ch zur Verfügung.

Um die Wichtigkeit des Kurses sichtbar zu machen, findet am letzten Kurstag eine theoretische und praktische Diplomprüfung statt. «Da die Teilnehmerzahl aufgrund der Platzverhältnisse auf 12 beschränkt ist, ist es uns wichtig, nur motivierte Personen in den Kurs aufzunehmen», erklärt der Trainer von GastroSuisse.

Die Referenten Die Kursleitung hat Cosimo Bruno, Schulleiter und Gründer der PizzaFachschule in Zürich inne. Der Pizzaakademiker ist davon überzeugt, dass ein Pizzaiolo in der Lage sein muss, alle Arbeitsprozesse in einer Pizzeria zu beherrschen. Giancarlo Tarantino ist seit 2001 ungeschlagener Schweizer-MeisterPizzaiolo. Er entführt die Teilnehmenden in die Welt der Pizza-Akrobatik. Rafael Saupe, dipl. Hôtelier Restaurateur HF, Trainer und Projektleiter der GastroSuisse Weiterbildung, begleitet den Kurs und vermittelt den Teilnehmenden das Thema Verkauf und «Italianità».

SERVICE Das Intensivseminar dauert fünf Tage und findet von Montag, 3. bis Freitag, 7. September 2007 statt. Die Kurszeiten sind jeweils von 9.00 bis 17.00 Uhr und der Durchführungsort ist die Pizzafachschule Zürich, Uetlibergstrasse 22 in 8045 Zürich Die Kurskosten betragen 1100 Franken. Darin inbegriffen sind folgende Leistungen: – 5 Tage Seminar – sämtliche Seminarunterlagen – Pausenverpflegung – Arbeitskleidung – Diplomprüfung Gastro Learning Club-Mitglieder erhalten 2 Punkte. Weitere Informationen und Anmeldung bei GastroSuisse, Berufsbildung, 8046 Zürich Tel. 0848 377 111, Fax 0848 377 112, E-Mail: info@gastrosuisse.ch, www.gastrosuisse.ch

AGENDA GastroSocial Caisse de compensation sur rendez-vous: Fribourg: 16 mars, de 8h30 à 11h, tél. 026 424 65 29 Neuchâtel: 16 mars, de 14h à 16h30, tél. 032 717 80 80 Vaud: 15 mars, de 8h30 à 11h30, tél. 021 721 07 07 Genève: 15 mars, de 14h à 16h30, tél. 022 329 97 22 Valais: 30 mars, de 14h à 16h30, tél. 027 322 47 47 Ligne directe droit du travail: tous les matins, de 9h30 à 11h30, Marcel Coquoz répond gratuitement par tél.: 021 729 10 10, par fax: 021 721 08 31 ou par courriel: servicejuridique@gastrosuisse.ch. Consultations juridiques. L’avocatconseil de GastroVaud sera à disposition sur rendez-vous le 20 mars, de 14h à 15h à Pully. Renseignements juridiques par téléphone à Zurich du lundi au jeudi de 9h30 à 11h30 et de 14h à 16h au 0848 377 111. courriel: info@gastrosuisse.ch. Beratung durch Gastroconsult AG im Bildungszentrum Unterentfelden jeden Montag von 14 bis 17 Uhr ohne Voranmeldung. Erste Kontaktnahme ist kostenlos. Tel. 062 296 77 30.

Telefonische Rechtsauskunft in Zürich 0848 377 111. Rechtsauskünfte: Mo–Do 9.30–11.30 Uhr und 14–16 Uhr, Fax 0848 377 112, E-Mail: info@gastrosuisse.ch. GV und DV der Kantonalsektionen: 20. März GV GastroNidwalden 2. April GV GastroGlarnerland 2. April DV GastroZürich 23. April DV GastroGraubünden 23. April GV GastroThurgau 23. April GV GastroSolothurn 23. April GV GastroBaselland 23. April GV Wirteverband BaselStadt 23. April HV GastroAppenzellerland AR 24. April GV GastroSchaffhausen 24. April DV GastroSchwyz 24. April DV GastroAargau 30. April GV GastroZug 2 mai AG GastroNeuchâtel 7 maggio AD GastroTicino 7. Mai DV Schweizer Gilde 8. Mai GV GastroUri 9. Mai DV GastroLuzern 14. Mai DV GastroSt. Gallen 15. Mai DV GastroBern 15 mai AG GastroFribourg 29 mai AG GastroJura 6 juin AG GastroVaud


Organe officiel de GastroSuisse et de ses sections cantonales

Jeudi, 15. 3. 2007 No 11

Société des Cafetiers, Restaurateurs et Hôteliers de Genève

HEBDOMADAIRE

Jeune et sans crainte

PHOTOS: A. ABPLANALP

Développer des intérêts communs

Hans Gosteli dirige depuis un an l’hôtel-restaurant Kreuz, à Leissigen, et malgré son jeune âge établit des projets à long terme.

HOT-C HOTEL CATEGORICAL BY GASTROSUISSE n’est pas seulement l’évaluation d’un établissement. C’est aussi un défi consistant en des améliorations. Un exemple dans l’Oberland bernois. ANDREJ ABPLANALP De l’hôtel-restaurant Kreuz, à Leissigen, on jouit d’une vue superbe sur le lac de Thoune. La maison avec ses trente chambres dispose même de son accès au lac. Ce joyau est dirigé par Hans Gosteli (27 ans). Il avait repris l’établissement il y a un an. Avant lui, cette entreprise familiale que dirigent Hans Gosteli, son frère et la mère sous la forme d’une société en nom collectif, avait été louée pendant dix ans.

Des spécialistes à l’aide Au cours de sa première année, l’hôtelier du Kreuz a d’abord analysé la situation de l’entreprise. «Je ne disposais d’aucun moyen financier.» Aujourd’hui, il sait où il en est et peut donc

SERVICE Le système de catégorisation de GastroSuisse est le même dans toute la Suisse. On distingue entre hôtel (hôtel-restaurant) et hôtel garni (avec petit-déjeuner). La catégorisation hôtelière est valable trois ans. Son coût annuel jusqu’à 15 chambres est de 150 francs (membre de GastroSuisse) ou 230 francs (nonmembre); de 16 à 30 chambres 180 ou 280 francs; dès 31 chambres 220 ou 330 francs.

A LA MINUTE De grands chambardements attendent l’hôtel-restaurant Kreuz, à Leissigen: l’objectif est d’obtenir la catégorisation C3. établir des projets à long terme. La première étape, au début 2008, consistera à rénover l’établissement. Dans ces réflexions, les spécialistes de HOT-C HOTEL CATEGORICAL BY GASTROSUISSE ont aussi joué un rôle. «Je voulais étudier à fond tout ce qu’il fallait entreprendre», explique Hans Gosteli. La catégorisation hôtelière de GastroSuisse l’a beaucoup aidé. Avec son hôtel-restaurant Kreuz, Hans Gosteli avait en principe visé une classifica-

tion C3, mais les vœux de l’hôtelier n’étaient pas toujours en accord avec les jugements des experts. Actuellement, l’établissement est surtout fonctionnel et a donc été classifié dans la catégorie C2. Hans

La fin des cabarets vaudois Les restrictions de l’octroi du permis L créent l’incompréhension «Cette mesure est censée lutter contre les trafics d’êtres humains, mais en fin de compte, elle aura pour effet d’inciter les patrons de cabarets à transformer leurs établissements en salons de prostitution ouvrant la voie à la clandestinité aussi bien des boîtes que des filles. Les patrons de cabaret déclarent leur personnel et paient un salaire net mensuel de 2000 francs au minimum, tout déduit.»

De patron à maquereau «Dans les salons, il n’y a aucune règle. Les indépendantes

F. DI FRANCO

La suppression des permis de séjour L aux non-membres de la CE va à l’encontre du but recherché, selon les patrons de cabarets vaudois et d’agences artistiques. Vaud est le neuvième canton à prendre une telle mesure. En Suisse romande, déjà le Valais n’octroie plus de permis L aux ressortissantes de pays noneuropéens. Le canton du Jura est en passe de prendre le même chemin. «C’est incompréhensible», s’exclame P.-A. Grigoletto, patron de l’agence Globe production artistique à Lausanne.

Sans permis L, les filles sont condamnées à la clandestinité ou à la rue.

qui y travaillent doivent donner le plus souvent une part de 50% par passe», poursuit le patron d’agence. «Certains vont même jusqu’à recruter à coup de 2000 ou 3000 dollars dans les pays de l’Est, des filles prêtes à tout pour quitter leur ghetto. Une fois en Suisse, elles travaillent en indépendantes mais en clandestines!» dénonce P.-A. Grigoletto. Ce tableau dépeint par l’employeur est le même du côté de plusieurs associations de défense des droits de la femme ou de structures d’accueil pour prostituées comme Fleur de Pavé. Sa coordinatrice, Anne Ansermet-Pagot, dénonce, dans les colonnes du quotidien 24 heures, «une politique de l’autruche typiquement vaudoise. Cela ne les empêchera pas de travailler au noir ou dans la rue. Nous étions pour le maintien d’un permis L qui avait au moins l’avantage de procurer un cadre». Même son de cloche du côté du Gouvernement grison qui craint, en plus, une augmentation des mariages blancs. fdf

Il y a cinq catégories: C1 (simple), C2 (fonctionnel, pratique), C3 (de bon niveau, équipement cohérent, agréable), C4 (première classe) et C5 (luxueux). Information et conseils: GastroSuisse Blumenfeldstrasse 20 8046 Zurich Tél. 0848 377 111 Fax 0848 377 112 info@gastrosuisse.ch www.gastrosuisse.ch www.hot-c.ch Gosteli et sa jeune équipe sont motivés et leur objectif est d’obtenir aussi rapidement que possible la catégorisation C3. Avec les données de base et la farouche détermination de s’améliorer, cela ne devrait pas poser de problème. Librement selon la devise: «Attention, les jeunes sauvages appuient sur le champignon.» www.kreuz-leissigen.ch

Elections Deux pour la branche

La représentation de la branche au Grand Conseil vaudois a doublé. Frédéric Haenni pourra compter avec le soutien de Martine FioraGutmann. Brillament réélu le week-end dernier, dans le district de la Broye-Vully, le président de GastroVaud, Frédéric Haenni, pourra dorénavant compter sur l’appui de l’hôtelière lausannoise Martine FioraGutmann: «Je suis ravie d’avoir été élue et de pouvoir donner un coup de main à mon collègue Haenni», assure la nouvelle élue radicale. «Je m’en réjouis, reprend le président de GastroVaud. La branche double sa présence mais il faut noter que 25% des sortants n’ont pas été réélus. C’est donc, on peut dire, un Grand Conseil nouveau qui nous attend.» fdf

Les directions de hotelleriesuisse, de GastroSuisse et de l’Union Suisse des Paysans (USP) se sont réunies récemment pour un échange d’idées et d’informations. Objectif: examiner les nombreux défis actuels à relever pour les trois branches et développer ensemble les domaines d’intérêts communs. GastroSuisse et hotelleriesuisse exigent une ouverture de la politique économique suisse impliquant la conclusion d’un accord de libre échange avec l’UE dans le domaine de l’agriculture et des denrées alimentaires dans le but d’une baisse des prix des aliments. Ce sont surtout les prix de la viande qui inquiètent la branche gastronomique et qui devraient impérativement être revus à la baisse. L’USP lance un appel pour que les produits suisses de qualité soient positionnés dans le segment des prix élevés. Elle fait aussi remarquer que les prix à la production ne contribuent que pour une part minime aux coûts élevés des prix de revient de la branche gastronomique. L’USP envisage avec scepticisme la conclusion d’un accord de libre échange avec l’UE. Elle ne prendra position qu’au terme des discussions exploratoires au Parlement. Les organisations sont d’accord sur le fait que dans le cas d’un tel accord, toute la filière de l’alimentation doit être prise en compte. Autre point commun: l’exigence concernant l’introduction d’importations parallèles afin de réussir à diminuer les coûts, tant pour l’agriculture que pour d’autres branches. Concernant le principe du cassis de Dijon, les trois branches sont d’accord sur le fait qu’à long terme la réciprocité doit être garantie. Afin de faire un peu bouger les choses, hotelleriesuisse et GastroSuisse envisagent dans un premier temps une introduction unilatérale, alors que l’USP s’efforce d’obtenir la réciprocité dès le début. L’USP est intéressée par des projets régionaux communs de l’agriculture aussi bien avec l’hôtellerie qu’avec la branche gastronomique. Ils devraient apporter une plus grande valeur ajoutée à toutes les parties concernées. Des projets appropriés contribueraient à améliorer la situation économique, surtout dans les régions limitrophes et les zones rurales. Les trois organisations précisent dans un communiqué commun qu’elles sont unanimes à reconnaître qu’une politique fiscale et budgétaire favorisant la croissance soutient une politique libérale du travail ainsi qu’une politique de formation porteuse d’avenir. Elles veulent collaborer plus étroitement et intensément sur ces questions, raison pour laquelle des rencontres régulières sont prévues.

Jura bernois: Grock à Saint-Imier Le site de loisirs et de découvertes dédié au clown Grock sera réalisé à St-Imier. Les responsables de ce projet ont écarté les candidatures de Porrentruy et de Delémont. Ils doivent maintenant trouver le financement de leur projet. Ce projet initié par Laurent Diercksen s’inscrit dans un concept culturel et touristique qui entend utiliser la renommée de ce clown pour valoriser la région ainsi que le monde du spectacle. L’artiste Grock, de son véritable nom Adrien Wettach, a vu le jour à Loveresse, dans le Jura bernois, le 10 janvier 1880. L’association Grockland a seulement annoncé le site retenu pour accueillir ce parc consacré à l’artiste Grock ainsi qu’aux arts du spectacle. Elle dévoilera ce vendredi les raisons de son choix et le contenu de son «Fun Palace». www.grockland.ch

Valais: quota contre les lits froids Les citoyens des six communes du Haut-Plateau (Icogne, Chermignon, Lens, Mollens, Montana et Randogne) ont largement accepté le nouveau Règlement intercommunal des quotas et du contingentement (RQC). Ce règlement a été avalisé par 3273 oui contre 1385 non. L’adoption du RQC permettra de réduire le nombre de lits froids et de rétablir l’équilibre entre les résidences secondaires d’une part, les hôtels, commerces et résidences principales d’autre part. Le RQC servira aussi à freiner la surchauffe immobilière en station. Le RQC introduit un contingent annuel de mètres carrés alloués aux résidences secondaires. Toute nouvelle construction devra désormais respecter un quota de 70% affecté aux résidences principales. Ce rapport pourra être inversé par le paiement d’une taxe. Un quota est aussi fixé pour les hôteliers.

Ticino: nuovo segretario cantonale GastroTicino si è dato un nuovo segretario generale e responsabile della Scuola esercenti: si tratta di Gabriele Beltrami (1962), entrato in carica il 1o marzo dopo aver svolto il compito ad interim dalla fine dello scorso anno; succede a Fabio Bernaschina. Beltrami, già presidente della sezione di Lugano, è originario della Leventina ma da 20 anni è attivo come esercente nel Luganese. Prima dell’importante incarico in seno a GastroTicino era a capo della ristorazione della City Carburoil nonché responsabile marketing del ristorante sul Monte Tamaro. Tra i primi obiettivi che si è dato figurano la ristrutturazione interna di GastroTicino e lo studio per una più moderna impostazione della scuola sul modello di altri Cantoni.


■ Restauration

Jeudi, 15. 3. 2007 ■ No 11

GastroJournal

L’IVV promeut ses vins

PIERRETTE WEISSBRODT Il s’agissait pour Jean-Michel Cina de présenter les objectifs «horizon 2015» destinés à améliorer la démarche marketing pour la vitiviniculture valaisanne. Une très étroite collaboration s’est en effet instaurée entre l’Etat et l’Interprofession de la Vigne et du Vin, afin d’adopter une ligne de conduite commune et efficace dans le sens d’un meilleur positionnement des vins du Valais sur les marchés. Un budget de 500 000 francs a été débloqué pour l’étude Viti 2015 dont les résultats seront dévoilés à fin 2008, sans compter qu’une loi cadre vient d’être adoptée par le Grand Conseil. A qui s’étonne de voir l’Etat s’immiscer ainsi dans ce type de réflexion, Jean-Michel Cina cite des exemples chez les voisins européens et fait comprendre que le Valais n’a le choix que de devenir leader suisse et de trouver des solutions marketing adaptées. Les vins valaisans sont aujourd’hui de très haute qualité. Une approche entrepreneuriale est nécessaire à l’échelle de toute la région pour les faire connaître et les écouler. Alors que Pierre Devanthéry, directeur de l’IVV, déclare: «Il faut oser faire parler du Valais pour faire décoller la notoriété de nos vins autoch-

A gauche, Pierre Devanthéry, directeur de l’IVV et Jean-Michel Cina, Ministre de l’économie, déterminés à améliorer le marketing des vins du Valais. Après deux années de présidence, Jacques Disner cède la présidence de l’IVV à Jacques-Alphonse Orsat (à dr.). première association faîtière du secteur agricole valaisan et du secteur vitivinicole suisse à bénéficier des trois labels de certification ISO 9001 (management qualité) ISO 14001 (management environnemental) et Marque «Valais» (label Valais-Excellence). En 2006, l’IVV a procédé, pour la deuxième édition, à des contrôles de la vigne dans les 69 communes viticoles du canton. Sur quelque 17 000 parcelles examinées, moins de 2% n’étaient pas conformes. La grande majorité des vignes du Valais sont donc cultivées dans le respect de la tradition et du savoir-faire.

A LA MINUTE Une très étroite collaboration entre l’Etat et l’IVV a été instaurée. Une conduite commune et efficace permettra de mieux positionner les vins du Valais sur les marchés. tones et consolider l’image de marque du premier canton vitivinicole de Suisse, et ainsi contribuer à la prospérité des vignerons et des encaveurs du canton», le ministre de l’économie fait remarquer que la vitiviniculture est aussi une aubaine pour le tourisme, qu’il y a tout un potentiel de loisirs gourmands à développer notamment le long du chemin du vignoble, et que les vignerons-encaveurs ne seront pas les seuls à en profiter! Pourquoi le Valais ne seraitil pas la Toscane de la Suisse!

Une approche plus scientifique Parmi les grandes questions posées aujourd’hui au monde vitivinicole valaisan, celle de savoir sur quels produits communiquer revêt une importance capitale. Communiquer sur tous les cépages, sur les cépages autochtones ou sur des marques? Pour l’heure, Petite Arvine et Cornalin ont obtenu l’AOC et représentent deux fers de lance. De même, quels marchés viser, alors qu’aujourd’hui les 99% des vins

Une démarche basée sur la qualité S’inquiéter de rendre les vins valaisans plus lisibles sur les marchés constitue la suite logique à tous les efforts déployés ces dernières années pour élever la qualité. L’IVV est la

L’appétit au Salon de l’Auto Avec vingt tonnes de viandes, Expo Gourmet à de quoi voir venir

Avant les 72000 visiteurs attendus, les stands ont accueilli des milliers de journalistes.

valaisans sont vendus en Suisse? Et, quels prix pratiquer? Pierre Devanthéry cite l’exemple de la Belgique pour laquelle le prestige passe par les vins français, et s’exclame: «Notre défi est de changer les clichés!» La Faculté des Hautes études commerciales de Lausanne apportera un éclairage scientifique à la problématique, sous la responsabilité du professeur Bernard Catry. Il s’agira également de parvenir à une unité de vue entre partenaires!

L’IVV en 2007 • A partir du 3 mai, nouvel univers graphique et publicitaire pour les Vins du Valais dont les mérites seront «Elégance» et «Caractère». • Week-end de l’Ascension (17-19 mai): quelque 85 caves valaisannes ouvertes au public. • Site Internet beaucoup plus dynamique et plus proche des jeunes consommateurs (30 à 45 ans). • Les Etoiles du Millésime (concours des vins AOC du Valais)…

EuroGastro Le Challenge reprend

Merci et au revoir

A LA CARTE A Delémont le 21 mars 2007

Cours de cuisson à basse température Il reste encore quelques places libres pour le cours de cuissons à basse température de GastroSuisse qui aura lieu à Delémont, le 21 mars prochain. Au programme: démonstrations et préparations de poissons, coquillages, viandes, volailles et légumes. Inscrivez-vous dès maintenant par courriel ou par téléphone: Eliane.Solioz@gastrosuisse.ch 021 721 08 30

Le Louis Villa a fermé ses portes

Quelques chiffres Que représentent en chiffres un Salon de l’Auto pour la restauration? Ceux de 2006 sont parlants: Pour 720 000 visiteurs et 3800 places assises de restauration, 25 000 repas ont été préparés (et mangés). Pour cela, il a fallu 2 tonnes de filet de bœuf, 20 tonnes de viandes, 30 tonnes de légumes frais, 8 tonnes de pâtes, 28 000 mini-canapés, 190 000 bouteilles de Coca-Cola, 200 000 bières, 7,6 tonnes d’oranges à presser, 200 000 ballons, 45 000 croissants… pour ne citer que ces éléments. Envers du décor: on a dénombré 6000 verres cassés et la perte de 7000 cuillères à café! Comment se présente l’évolution de la restauration du Salon de l’Auto? Gérard Agassiz est formel: «Les gens dépensent moins et passent moins de temps à manger. Le 0,5 pour mille se ressent aussi dans le débit des boissons…» Autre nouveauté dans le secteur des restaurants: le bar «L’Everest», avec un coup d’œil imprenable sur les halles 4 et 5. Situé à 6 m de hauteur, il propose boissons, viennoiseries, sandwiches, hamburgers et paninis. Là et ailleurs, tout est prévu dans le Salon pour que personne ne manque de quoi se restaurer. rh

Chers membres de GastroSuisse, chers annonceurs, chers lectrices et lecteurs. Avec ce numéro de GastroJournal, je prends congé de vous comme rédacteur en chef et directeur des éditions GastroJournal et GastroEdition. Après exactement seize ans, à fin juillet, je quitterai officiellement les services de GastroSuisse. Comme le savent déjà certains d’entre vous, je cherche donc un nouveau défi professionnel. Dès le 1er août 1991, j’ai été appelé à diriger, comme rédacteur en chef, le nouveau journal de langue allemande «Schweizer Gastronomie». Il avait été lancé en janvier 1991 par l’ancienne Fédération Suisse des Cafetiers. Jusqu’en 1999, les années avaient été marquées par la récession et la perte de chiffre d’affaires des annonces qui lui était liée, une évolution que subissaient, d’ailleurs, la plupart des media imprimés. Dans le courant de l’année 1999, j’ai saisi l’opportunité qui m’était présentée de concevoir, comme chef de projet responsable, GastroJournal, le journal plurilingue de la Fédération, tel que vous l’avez devant vous. C’est avec fierté que je peux constater que l’engagement tout au long de ces années de toute une équipe a valu la peine. GastroJournal est et reste le leader de la branche. Le tirage en constante augmentation et l’appréciation que portent ses lecteurs à cet hebdomadaire en sont la preuve évidente. Merci donc, à vous tous. john_wittwer@gmx.ch

A Lausanne

visions venus du monde entier pour l’occasion.

presse, une étape qui s’est préparée depuis le mois de novembre dernier, qui représente à peu près la moitié des prestations qui ont été proposées au public les jours suivants. En effet, les 600 collaborateurs de Gérard Agassiz, directeur d’Expo Gourmet, étaient au service des exposants et concoctaient les cocktails dînatoires et autres spécialités au top de la qualité à l’intention des représentants de la presse écrite, de radios et télé-

R. HUG

Le Salon de l’Auto bat son plein à Palexpo. Pour sustenter les milliers de visiteurs parcourant les stands, Expo Gourmet dispose de 16 points de restauration qui sont disposés au gré des halles. Nouveauté: un guide gourmand indique aux intéressés exactement ce qu’ils peuvent manger, où et à quel prix. A la veille de l’ouverture de cette grande messe de l’automobile, deux journées étaient réservées à la

EDITORIAL

PHOTOS: P. WEISSBRODT

«Faisons le plus de jaloux possible!», s’est exclamé Jean-Michel Cina, ministre de l’économie, lors d’une conférence de presse donnée à Fully la semaine dernière, dans le cadre de l’assemblée de printemps de l’Interprofession de la Vigne et du Vin (IVV). JacquesAlphonse Orsat (cave Taillefer) et Jacques Evéquoz (Provins) ont été élus respectivement président et vice-président de l’IVV.

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Avec le soutien de nombreux chefs. L’Euro-Gastro Challenge revient, après une année de pause. Il rassemblera des équipes de Suisse (Jura, Valais et Neuchâtel), du Luxembourg, de France et d’Italie. La dimension multiprofessionnelle de l’Euro-Gastro Challenge est l’élément le plus original du concours et justifie son appellation «Esprit d’équipe». En effet, chaque équipe est formée de trois apprenants cuisiniers, d’une apprenante du service et d’un apprenant boulanger-pâtissier, préparera et servira un menu gastronomique à une table de 10 convives. Soutenu par plusieurs chefs renommés, ce cinquième concours gastronomique, organisé par l’Ecole des arts et métiers du CPLN, aura lieu dans ses murs à Neuchâtel, les 19 et 20 mars prochain. La remise des prix aura lieu à 17h30 à l’Hôtel Beau-Rivage à Neuchâtel. fdf

Selon une information du quotidien 24 heures, Le Louis, Villa & Dépendances – restaurant, bar à vin et restaurant gastronomique (14 pts GaultMillau) ouvert au printemps 2003 et situé dans le quartier du Flon – a été fermé. En proie à de graves problèmes financiers, l’exploitant du restaurant a été expulsé. La justice a posé les scellés sur l’établissement. Le restaurant gastronomique situé au premier étage et les importants investissements dont il a fait l’objet sont notamment mis en cause. Un repreneur se profile déjà. Selon différentes sources de GastroJournal, cette faillite serait également due aux lourds investissements consentis au sous-sol de l’établissement pour l’aménagement d’une discothèque. Cette dernière n’a jamais pu être ouverte suite à plusieurs recours de concurrents voisins.


■ Hôtellerie & Tourisme

Jeudi, 15. 3. 2007 ■ No 11

GastroJournal

L’art de bien communiquer A la Journée Economie et Tourisme, la semaine passée à Berne, GastroJournal a demandé comment doit se présenter la future communication de la Suisse. NICOLAS MICHEL Thérèse Meyer-Kaelin, conseillère nationale, FR: «Il faut présenter les endroits pittoresques, les villes, les paysages qui font le charme de la diversité.» Dick Marty, conseiller aux Etats, TI, président de Suisse Tourisme: «Pour moi, il faut exploiter au maximum les synergies potentielles. Ne pas le faire serait une faute grave.»

Attilio Bignasca, conseiller national, TI: «Les intérêts en présence sont tellement divers qu’il faut les respecter. La communication doit être sectorielle. Elle ne doit pas être l’œuvre d’un organe unique de communication.»

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FLASH Tourisme mondial

Progresser avec du sur-mesure Les dépenses mondiales pour le tourisme et les voyages devraient croître de 3,9% cette année pour atteindre quelque 5400 milliards d’euros, selon une étude publiée la semaine dernière par le Conseil mondial du voyage et du tourisme (WTTC) et par l’agence de conseil Accenture. Dans les dix prochaines années, les dépenses devraient progresser en moyenne de 4,3% par an pour atteindre plus de 9900 milliards d’euros (15 800 milliards de francs) en 2017, selon cette étude dont les résultats étaient communiqués à l’occasion du Salon international du tourisme de Berlin (ITB). Les Etats-Unis devraient rester cette année le pays le plus dépensier en matière de tourisme et de voyages, tant privés que d'affaires, suivi du Japon, de l'Allemagne et de la Chine. Cette dernière devrait toutefois arriver d’ici 2017 à la deuxième place. L’étude distingue aussi la Russie qui devrait se hisser d’ici 2017 dans la liste des 10 pays les plus dépensiers. La croissance du secteur devrait toutefois profiter uniquement aux groupes de tourisme et aux organisations capables de réagir le plus rapidement et avec le plus de flexibilité aux mutations de la demande, selon l’étude. Une solution est le développement d’offres sur-mesure, de plus en plus prisées contrairement au classique forfait tout compris. Les fusions et acquisitions sont également un moyen de se développer sur de nouveaux marchés.

Plan d’action Watch Valley

Maurice Chevrier, conseiller national, VS: « Il faut une communication marquée d’émotions fortes. Montrer aux gens ce qu’ils ont envie de voir. Les incontournables paysages des montagnes et des lacs. Il faut les conforter dans leurs certitudes. Quant aux organisations qui font de la promotion, il convient de les grouper, centraliser dans la diversité.»

rangs de ceux qui, jadis, estimaient un franc suffisant pour le tourisme suisse. Nous ne devons pas oublier l’importance du tourisme pour l’économie nationale et nous engager, selon le principe de la subsidiarité, et cela dans l'intérêt du pays.»

Christophe Darbellay, conseiller national, VS: «Nous devons, d’une part, poursuivre les investissements massifs dans Suisse Tourisme, car il s’agit d’un pilier important pour la compétitivité de la Suisse. D’autre part, il y a probablement encore des synergies à exploiter chez Présence Suisse et Location Switzerland. Enfin, nous devons contrer avec conviction les attaques contre Innotour qui proviennent des

Jean-Paul Glasson, conseiller national, FR: «La communication nationale doit être attrayante, ouverte et joyeuse.»

Klaus Künzli, président central de GastroSuisse: «En principe, tout ce qui fait connaître dans le monde le nom de la Suisse, la renommée de ses produits et de ses prestations de service, fait partie de la communication du pays. Celle-ci ne comprend donc pas seulement ce qui touche au tourisme, à l’hôtellerie-restauration ou à l’économie, mais aussi nos systèmes qui fonctionnent bien, par exemple dans le domaine de la circulation, aussi notre Etat et ses prétentions qui frisent parfois le perfectionnisme. Si, dans un premier temps, il n'a pas été possible de réunir les domaines de la promotion du pays proprement dite, soit Suisse Tourisme, Présence Suisse et Location Switzerland, cela ressort peut-être aussi de ce perfectionnisme. Mais rien ne doit nous empêcher de travailler en vue d’une meilleure coordination.»

Charles-André Ramseier, directeur de l’Office du tourisme du canton de Vaud: «La communication du pays doit s’appuyer sur la structure actuelle de Suisse Tourisme avec ses collaborateurs, avec Présence Suisse et Location Switzerland. Il faut un rapprochement à tous les niveaux.»

Tobias Zbinden, trésorier de GastroSuisse: «En Suisse, nous avons trop tendance à mettre en exergue ce qui ne fontionne pas parfaitement. La communication du pays doit, au contraire, mettre en évidence tous les avantages de notre belle Suisse.»

Séduisant et percutant Les partenaires de Watch Valley, Tourisme neuchâtelois, Jura Tourisme et Jura bernois Tourisme, viennent de ficeler le plan marketing 2007. Etendu ponctuellement

au Nord vaudois et au Pays des Trois-Lacs, il se veut aussi offensif que séduisant. Avec un catalogue riche de 63 actions, mobilisant un budget d’environ 1,8 million de francs, Watch Valley s’apprête à conquérir non seulement le marché suisse (80% de ses nuitées) mais aussi les marchés étrangers. Avec en pointe l’Espagne, le Benelux et le Danemark. Si en matière de public cible Watch Valley vise prioritairement les familles, les sportifs et les seniors se voient proposer aussi toute une palette d’actions spécifiques propres à les séduire.

Euro 2008 à Bâle

Bientôt dix ans de collaboration avec Swissôtel qui exploite deux cinq étoiles dans la cité de Calvin

Bâle veut augmenter sa capacité d’accueil en prévision de l’Euro 2008 qui devrait générer 110 000 nuitées dans la région. Plusieurs milliers de lits supplémentaires seront à disposition dans les cantons de Bâle-Ville et Bâle-Campagne. Deux hôtels flottant (130 chambres) sont notamment prévus sur le Rhin à Bâle, ont indiqué les responsables du projet. L’Uefa, organisatrice de l’Euro 2008, est en discussion avec des armateurs pour installer d'autres hôtels sur le fleuve. Bâle veut aussi créer des «fans camp» qui offrent des lits à bas prix ou des places de camping, comme pendant la Coupe du monde en Allemagne.

R. HUG

La Ville de Genève a choisi la bonne solution

Hôtels flottant prévus sur le Rhin

Stefan Winistoerfer, Pierre Muller, Thierry Lavalley et Olivier Samson, chef des cuisines du Parc des Eaux-Vives.

Exploités par Swissôtel, le restaurant-hôtel du Parc des Eaux-Vives et l’hôtel Métropole appartiennent tous deux à la Ville de Genève. Raison pour laquelle Pierre Muller, conseiller administratif de la Ville, s’est joint à Thierry Lavalley, directeur général du 5 étoiles, et à Stefan Winistoerfer, directeur du restaurant du Parc des EauxVives, pour présenter les résultats d’exploitation 2006 des deux établissements. Après avoir coûté très cher à la Ville, le restaurant du Parc des Eaux-Vives est maintenant géré par Swissôtel et les résultats prouvent que la solution est la bonne. Si en 2003 et 2004, les comptes ont dû éponger une ardoise

de 1,5 millions de francs, le bénéfice net a atteint, à la fin de l’an dernier, 236 000 francs (+3,9%) pour un chiffre d’affaires de 6 531 000 francs et un bénéfice brut de 801 000 francs (+12,3%). La partie hôtel de l’établissement (le plus petit 5 étoiles de Suisse avec seulement cinq chambres) a connu un taux d’occupation de 56% mais sa clientèle est essentiellement celle du restaurant qui ne souhaite pas rentrer après une bonne soirée à cette table de renom. Pour son directeur, Stefan Winistoerfer, la fréquentation est meilleure à midi que le soir. Au cours de 2006, le restaurant a accueilli 46 mariages et son service traiteur a

participé à plusieurs soirées importantes. Lorsque l’on connaît les bons résultats de l’hôtellerie genevoise, on n’est pas surpris que le taux d’occupation du Métropole ait atteint 78 pour cent! Le bénéfice net dégagé en 2006 est de 4 945 000 francs (+21%), pour un chiffre d’affaires de 23 531 000 francs et un bénéfice brut de 9 971 000 francs (+42,4%). Thierry Lavalley a relevé qu’il était très important que les collaborateurs s’identifient à l’entreprise. La Ville avait confié la gestion de l’hôtel à Swissôtel en 1998 et Pierre Muller a profité de cette présentation des résultats pour se féliciter du partenariat engagé depuis bientôt dix ans. rh


■ Impulsion

Jeudi, 15. 3. 2007 ■ No 11

GastroJournal

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L’arôme rend l’eau attractive Les Suisses aiment de plus en plus boire de l’eau minérale. Ils ont une prédilection pour les eaux aromatisées pauvres en calories. MATTHIAS NOLD Depuis bientôt vingt ans, la consommation et la production indigènes d’eaux minérales ne cesse de grimper. En 1989, les embouteilleurs suisses produisaient 378 millions de litres d’eau minérale. En 2005, 617 millions de litres. Entre ces deux dates, la consommation totale d’eau en Suisse a plus que doublé, passant de 438 à 907 millions de litres. Pas étonnant dès lors que chez Feldschlösschen on annonce que la vente d’eau a augmenté, en 2006, de 2,1 pour cent. «Une bonne part est à mettre au compte de Rhäzünser Plus», commente Markus Werner, l’attaché de presse de Feldschlösschen. Le besoin d’eaux aromatisées est grand et ne cesse de croître. Selon Markus Werner, «il s’agit d’une évolution de la société. Elle doit être mise en relation avec la conscience croissante de l’importance de l’alimentation pour la santé. Les clients veulent tout simplement moins de sucre dans leurs boissons.» Chez Feldschlösschen, la forte croissance des eaux aromatisées se fait donc sur le dos des boissons sucrées.

Il en va autrement chez Coca-Cola: «Nous connaissons une croissance dans tous les domaines», constate Pia Lehmann, responsable des media, notamment pour Valser. Les eaux aromatisées sont réellement très demandées, «raison pour laquelle nous y avons fait notre entrée avec Valser Viva.» Boire toujours que de l’eau est ennuyeux. Les boissons

C O N TA C T S Sources minérales Henniez SA, www.henniez.ch Coca-Cola Company, www.coca-cola.ch Feldschlösschen, www.feldschloesschen.ch Gefako, www.gefako.ch Heidiland Wasser, www.heidilandwater.ch Nestlé Waters (Suisse) SA, www.nestle.ch Sole, www.solewater.com Thurella, www.thurella.ch

PIXEL.QUELLE.DE

«Tous les domaines en hausse»

L’eau ne nuit pas à la bonne humeur des clients. On peut en obtenir avec ou sans gaz carbonique et de plus en plus fréquemment avec les arômes les plus divers. aromatisées constituent la réponse parfaite.

Ecouter les clients Les deux entreprises interrogées sont d’avis qu’un cafetier doit absolument suivre de près la tendance vers les eaux aromatisées. «En fin de compte, il faudrait, si possible, présenter toute la palette», estime Markus Werner. La demande va vers les produits vrais, authentiques et sains avec peu de douceur et rien d’exotique. Par ailleurs, des boissons telles que les boissons gazeuses au jus de pomme restent tendance, même si elles ne sont pas des nouveautés. Pia Leh-

mann de Coca-Cola ajoute encore que les eaux aromatisées conviennent très bien aux repas. «Elles n’ont que peu de goût ce qui peut se révéler très rafraîchissant au repas, surtout pendant les mois chauds.» Le plus important est cependant, ce que confirment avec force tous les deux interlocuteurs, de discuter avec les clients pour comprendre leurs besoins en matière d’eau: «La décision appartient finalement au consommateur», relève Markus Weber. Le principal fournisseur d’eaux minérales à la restauration, les Sources minérales Henniez SA, n’a pas encore publié les chiffres défini-

A LA MINUTE La consommation d’eaux minérales légèrement aromatisées est en constante augmentation. Les cafetiers doivent offrir un choix pour répondre à la demande. tifs pour l’an passé, mais confirme que les deux eaux aromatisées à la mangue et Yuzu ainsi qu’au citron et extraits naturels de menthe connaissent une progression réjouissante. Une troisième eau aromatisée au fruit de passion et au kiwi vient s’ajouter à cette gamme tendance.

Nouveautés 2007 Divers embouteilleurs mettent des produits nouveaux sur le marché: Feldschlösschen avec Rhäzünser Plus à la fleur de sureau, probablement en avril. En mai/juin, Coca-Cola présentera pour Valser Viva un nouvel arôme, le Blueberry Honey. Les deux sont des accompagnants idéaux pour les affaires estivales sur la terrasse. Henniez lance ce printemps un nouveau goût fruit de la passion et kiwi.

L’eau ne doit pas forcément être ennuyeuse Au Seeblick, Rita Schlegel vend à ses clients dix eaux minérales différentes. Avec une carte créée spécialement à cet effet Il y a deux ans, lorsque Rita Schlegel a introduit une carte des eaux dans son établissement au bord du lac de Hallwil, elle était sans doute une des premières en Suisse. Le succès lui donne raison. Comme par le passé, la Suissesse et le Suisse préfèrent l’eau minérale gazeuse. «Mais les eaux sans gaz vont de l’avant», affirme Rita Schlegel, ce que confirment aussi les embouteilleurs. L’hôte du Seeblick, à Boniswil, a introduit sa carte pour les eaux il y a plus de deux ans. «Pour nous, l’eau est devenue un support important du chiffre d’affaires», affirme Rita Schlegel. Une des raisons est que l’on boit moins de vin en mangeant. «Nous devons booster les minérales et les vendre.»

Moins d’eau du robinet

Une carte des eaux transparente et sympathique qui invite à lire.

La carte a aussi d’autres conséquences: on consomme moins d’eau du robinet. Pour ceux qui n’en voudraient pas, on trouve la mention «eau de Boniswil» qui est enrichie de

gaz carbonique. Trois dl coûtent 3.50 francs. «Ainsi, nous avons une offre avantageuse au débit, car tous les clients n’aiment pas l’eau de la bouteille», commente Rita Schlegel.

Boissons light durement touchées Sur la carte des eaux «H2O-H-O-O-O» du Seeblick figurent au total dix produits différents dont quatre eaux aromatisées. Celles-ci intéressent surtout les clients plus jeunes «et nous les vendons aussi comme apéritifs». Il faut cependant rendre attentifs les clients à ce genre de boissons afin de les vendre vraiment bien. Chez Rita Schlegel, le chiffre d’affaires supplémentaire des eaux aromatisées se fait sur le dos des boissons sucrées. Les boissons light sont les plus durement touchées, ce qui doit être mis en relation avec l’attention croissante que les clients portent aux calories. Rita Schlegel souligne qu’il vaut la peine de toujours veiller à l’aspect des bouteilles ou aussi à leurs noms.

Le succès démontre qu’elle est sur la bonne voie: «Le chiffre d’affaires des eaux a augmenté, surtout depuis que nous n’offrons plus de bouteilles d’un litre.» Aujourd’hui, au Seeblick, il y a des bouteilles de 33, de 50 et de 75 cl, ce qui est plus attractif pour les clients. De plus, «lorsqu’il y a quatre personnes, elles commandent souvent une deuxième bouteille de 75 cl

et deux clients sont servis idéalement avec une bouteille.» Selon Rita Schlegel, lors de banquets, elle vend beaucoup plus d’eau que jadis. Par ailleurs, le Seeblick modifie sa carte des eaux comme une carte normale de menus en fonction de la saison. En été, il y a plutôt des arômes citronnés et en hiver des goûts plus chauds comme la mangue. mn

SERVICE Depuis l’introduction de la limite du 0,5 pour mille, de plus en plus de gens veillent à consommer moins d’alcool. Une bonne offre d’eaux peut être un bon moyen pour compenser au moins une partie des pertes. Selon Rita Schlegel, du restaurant Seeblick, à Boniswil, il faudra être attentif aux points suivants: Ne pas tenir seulement de l’eau premium, mais prendre en compte tous les segments de prix.

Prouver son courage avec des eaux aromatisées et les vendre à un bon prix. Tenir des arômes pour toutes les classes d’âge; penser, notamment, aux jeunes clients. Veiller à l’aspect des bouteilles; choisir aussi l’eau en fonction du design de la bouteille; on sait que les clients préfèrent boire des eaux minérales sortant de jolies bouteilles.


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■ Idées Gastro

GastroJournal

EN BREF Emmi Schweiz AG

Partenariat avec DJ Bobo

DJ Bobo donne son visage à Energy Milk d’Emmi depuis neuf ans. Le groupe laitier lucernois et le musicien ont maintenant décidé de poursuivre leur collaboration ces deux prochaines années. Les points forts de leurs activités communes seront la participation de DJ Bobo au Concours européen de la chanson à Helsinki ainsi que sa tournée mondiale qui aura lieu au cours de la 10e année de collaboration. Assurant la promotion de la boisson Energy Milk depuis 1998, René Baumann, alias DJ Bobo, constitue un partenaire à la fois déterminant et loyal du groupe laitier depuis le lancement de ce produit et compte le rester. C’est la raison pour laquelle Emmi et DJ Bobo ont prolongé leur contrat de collaboration de deux années. «Par son engagement, son dynamisme et sa popularité, DJ Bobo a fortement contribué au succès d’Energy Milk», souligne Walter Huber, CEO du groupe Emmi. Depuis le lancement d’Emmi Energy Milk en 1998 elle est un grand coup de vente. A tel point qu’en Suisse on l’appelle parfois même le «lait Bobo»! Emmi s’estime chanceuse de pouvoir célébrer l’année prochaine le dixième anniversaire de cette collaboration. www.emmi.ch

Concours GastroJournal

Participez pour gagner ! C’est aujourd’hui qu’est lancé le nouveau concours Internet de GastroJournal. Douze prix attractifs sont à gagner, un par mois. Ce sont des produits des éditions de GastroEdition qui attendent les heureux vainqueurs. Pour gagner, il faut évidemment participer. Et rien n’est plus simple: il suffit d’un clic sur www.gastrojournal.ch. Il vous mène tout droit sur le site où vous trouverez facilement la question du mois. A vous de jouer! www.gastrojournal.ch

Jeudi, 15. 3. 2007 ■ No 11

Un vrai partenaire

Bell SA

Des steaks cuits au micro-onde

«Petit», fin et surtout compétent. Ce sont les qualités des terminaux pour cartes de crédit d’Aduno. Mais Aduno offre surtout le tout en un. «Nous n’avons qu’un an et demi, mais nous sommes issus d’une tradition de cartes de crédits de plus de trente ans», déclare Gerhard Fehr, Head Business Developments & Marketing chez Aduno. Pour cette raison, la maison offre non seulement des terminaux pour cartes de crédit, mais est aussi acquéreur. Son objectif: «Nous voulons relancer le marché.»

Partenaire de l’hôtellerie-restauration Elle semble réussir. En effet, Aduno connaît le succès. Plusieurs milliers d’établissements de l’hôtellerie-restauration mais aussi d’autres prestataires de service – au total quelque 48 000 – misent déjà sur les prestations d’Aduno. «Nous sommes particulièrement forts dans le domaine des PME mais nous avons aussi de gros clients comme Swiss, Manor, Jelmoli ou Bucherer», explique Gerhard Fehr. Entre autres innovations, Aduno veut aussi rendre plus attractif pour la restauration le marché des cartes Maestro. Par transaction, le restaura-

teur ne paye plus que 15 centimes et dès 50 francs seulement 29 centimes. Gerhard Fehr souligne cependant «que nous ne sommes pas des discounters mais nous offrons à nos clients des prestations de service avantageuses. Nous préférons offrir une prestation de premier choix.» C’est ainsi qu’Aduno se voit comme partenaire de ses clients et essaie de répondre au mieux à leurs besoins. Non sans raison, ses prestations sont toujours copiées.

Plateforme sur le web pour les partenaires «Par le biais de l’issuing, nous avons près d’un million de cartes sur le marché. Nous pouvons ainsi offrir ce qu’il n’est pas possible d’obtenir chez d’autres», affirme Gerhard Fehr. Ainsi, une plateforme pour les entreprises partenaires est en cours de réalisation sous

Deux terminaux de carte de crédit proposés par Aduno. www.mymarket.ch, où ces dernières peuvent se présenter. «Nous voulons créer une page Internet qui vend réellement les entreprises», affirme Gerhard Fehr. C’est, spécialement pour les établissements de l’hôtellerie-restauration, une opportunité idéale d’atteindre leurs hôtes par Internet. De plus, quelques nouvelles prestations de service pour les clients d’Aduno viendront s’y ajouter cette année. Gerhard Fehr résume la philosophie d’Aduno comme suit: «Pour nos clients, nous

assurons des gains et sommes sympathiques. De plus, nous sommes fiables et humains, une combinaison convaincante.» Avec une large palette de services au client et un vrai «tout en un», Aduno devrait être particulièrement intéressant pour les établissements de l’hôtellerie-restauration. Ceux qui travaillent avec Aduno peuvent évidemment poursuivre leur collaboration avec leur acquéreur. www.aduno.ch

Gagner avec Aduno Parmi les lecteurs de GastroJournal qui, jusqu’au 30 avril s’intéressent à un terminal des marques Hypercom ou Verifone chez Aduno, Aduno tirera cinq terminaux au sort. Envoyez un courriel à l’adresse gastrosuisse@aduno,ch ou une carte postale avec vos coordonnées exactes à l’adresse Aduno SA, Via alle Fornaci 1, 6939 Bedano, mot de reconnaissance: GastroSuisse.

Croissance soutenue pour Nespresso Progression constante depuis six ans pour la société du groupe Nestlé Conformément aux prévisions, Nespresso a franchi pour la première fois le cap du milliard de francs de chiffre d’affaires en 2006. Avec une croissance supérieure à 30% pour la sixième année consécutive, Nestlé Nespresso est l’entité du Groupe Nestlé qui connaît le développement le plus rapide, venant ainsi rejoindre le portefeuille des marques milliardaires du groupe. D’ici à 2010, Nespresso devrait réaliser un chiffre d’affaires de 2 milliards de francs et parvenir ainsi à atteindre son objectif: devenir l’icône mondiale du café parfait. Le chiffre d’affaires global progresse de pour Gerhard Berssen- 42% s’établir à brügge, pdg de Nestlé Nespresso. 1,16 milliard

IMPRESSUM Gegründet/fondation 1895 Bis/jusqu’au 04/2000 «Schweizer Gastronomie» AUFLAGE/TIRAGE 26 500 Druckexemplare/exemplaires imprimés 23 680 Ex. WEMF-beglaubigt/tirage contrôlé FRP/REMP 105 000 Leser/lecteurs Zustellung an alle GastroSuisse-Mitglieder Envoi à tous les membres GastroSuisse HERAUSGEBER/EDITEUR GastroSuisse Verband für Hotellerie und Restauration Fédération de l’hôtellerie et de la restauration HERAUSGEBERRAT/CONSEIL D’ÉDITION Dr. Florian Hew, Jürg Ingold, Alessandro Pesce Michael Vuillemin, Tobias Zbinden GESAMTLEITUNG, CHEFREDAKTOR/RESPONSABLE GENERAL, REDACTEUR EN CHEF John Wittwer (JW)

de francs, contre 819 millions en 2005. Le nombre de machines à café vendues augmente de 32% et dépasse ainsi le million d’unités. Cette progression conforte la position de leader mondial de Nestlé Nespresso sur le marché des machines à espresso. Sa part de marché progresse de 4,8% pour atteindre 22,7 pour cent. En 2006, Nespresso a conquis plus de 1,1 million de nouveaux membres contre 770 000 en 2005. Le Club Nespresso compte désormais plus de 3,1 millions de membres à travers le monde. «La clé de notre succès est la trilogie Nespresso qui associe des grands crus de cafés de très haute qualité, des machines ingénieuses au design élégant et un service client sans égal», déclare Gerhard Berssenbrügge, président-directeur général de Nestlé Nespresso. Avec la commercialisation des machines Nespresso Siemens Essenza, Le Cube et Siemens Nespresso by Porsche Design, les clients peuvent

REDAKTION DEUTSCHSPRACHIG Matthias Nold (mn) Redaktionsleitung Tourismus/Thema der Woche Andrej Abplanalp (aa) Hotellerie/Impulse Peter Mathias Grunder (pg) Front/Schlusspunkt Olga Krejci (okr) Produktion/Layout Daniela Oegerli Müller (doe) GastroSuisse Jo Steimen (js) Restauration/Gastro-Ideen E-Mail: redaktion@gastrojournal.ch REDACTION FRANÇAISE Francesco Di Franco (fdf) Restauration/Impulsion E-mail: redaction-romande@gastrojournal.ch 42, avenue Général-Guisan, case postale 169, 1009 Pully – tél. 021 711 45 55, fax 021 711 45 57 Marie-Thérèse Page Pinto (mtpp) Gros Plan/Hôtellerie & Tourisme Blumenfeldstrasse 20, 8046 Zurich Tél. 044 377 53 19, fax 044 377 50 70 E-mail: redaktion@gastrojournal.ch FREIE MITARBEITER/COLLABORATEURS FREE-LANCE Franz Bamert (fb), Martina Gradmann (mg), Karin Huber (kh), Michael Hutschneker (hu), Patrick M. Lucca (pl), Laurence Carducci (lc), René Hug (rh), Elizabeth Kaufmann (ek) Paris, Nicolas Michel (nm), Jacques Stadelmann (stad), Pierrette Weissbrodt (pw), André Winckler (aw)

Bell a développé et mis sur le marché des nouveautés. Trois variantes de steaks et de brochettes sont disponibles dans cette ligne de produits toute récente. La préparation est on ne peut plus simple: sortir le plat de viande de l’emballage et, sans le piquer, le placer dans le micro-onde. Il faut 90 à 150 secondes de cuisson à puissance moyenne à 600 watts, laisser reposer quelque peu et le steak est prêt. Goûteux comme

sorti de la poêle mais plus rapide, plus simple et aussi sans salir la cuisine. Un procédé spécial de production et une nouvelle génération de feuilles d’emballage ont permis d’assurer que les steaks frais choisis restent extraordinairement tendres. Les produits peuvent aussi être conservés dans le réfrigérateur et peuvent être obtenues sous le label Bell Easy Gourmet: Black Pepper Steak, Porc Curry Sticks, Beef Exotic Sticks, Farmer Steaks, Thai Chicken et Chicken Barbecue. Par ailleurs, Bell offre actuellement un concours attractif pour les lecteurs sous www.belleasygourmet.ch Plus d’infos: www.bell.ch

NOTICE

Plusieurs bars et restaurants utilisent la Gemini CS 200 ou 220 (photo). choisir parmi une gamme complète de fonctionnalités, de design et de prix. En 1986, Nestlé Nespresso a fait figure de pionnier sur le marché du café portionné et a initié une nouvelle tendance qui sera adoptée dans le monde entier. Selon AC Nielsen Europe & Amérique du Nord, le segment du café en portionné ne représente en 2006 que 3% en volume et 7% en valeur de la quantité totale de café

consommée dans le monde. Le potentiel de développement de Nespresso est donc considérable. La société table sur un doublement de la part de marché du café portionné d’ici à 2010, date à laquelle Nestlé Nespresso prévoit de réaliser un chiffre d’affaires de 2 milliards de francs. La phase IV du plan d’expansion mondiale, lancée en 2006, sera ainsi achevée. www.nespresso.ch

Redaktionsschluss: Montag 12 Uhr. Clôture rédactionnelle: lundi à 12 heures.

Inseratenschluss: Montag 11 Uhr/date limite pour les annonces: lundi à 11 heures.

VERLAG/EDITIONS Marianne Huber, Verlagsleiterin/ responsable des éditions E-Mail: verlag@gastrojournal.ch

ABONNEMENTE/ABONNEMENTS Sonja Bernet, Tel./tél. 044 377 53 17

ANZEIGEN/ANNONCES Kontakte Deutschschweiz: Stellen und Liegenschaften: Claudia Antener, Tel. 044 377 53 11 Sonja Bernet, Tel. 044 377 53 17 E-Mail: anzeigen@gastrojournal.ch

Abonnementspreise/Prix d’abonnement: 12 Monate/mois Fr. 135.– Einzelnummer/exemplaire Fr. 3.80 E-Mail: verlag@gastrojournal.ch

Contacts Suisse romande: Publi Annonces, Rue Jacques-Grosselin 25, 1227 Carouge GE Tél. 022 308 68 78, fax 022 342 56 12 E-mail: gastro@publi-annonces.ch

OFFIZIELLES ORGAN/ORGANE OFFICIEL Schweizerische Gilde etablierter Köche/ Guilde suisse des RestaurateursCuisiniers/Gilda svizzera dei Ristoratori-Cuochi Blumenfeldstrasse 20 8046 Zürich Tel. 044 377 52 90 Fax 044 377 55 14 gilde@gastrosuisse.ch www.gilde.ch

Verlangen Sie den vollständigen Anzeigentarif. Demandez la liste de prix complète des annonces.

DRUCK UND SPEDITION/IMPRESSION ET ENVOI Ringier Print Adligenswil AG, 6043 Adligenswil

Geschäftsanzeigen: Heinz Bachmann, Tel. 044 377 53 12 Mary-Anne Maczassek, Tel. 044 377 53 18

SWISSPASTA: les Suisses ont été moins friands de pâtes l’an dernier. La consommation par habitant a reculé de 600 grammes à 9,4 kilos, a annoncé l’Association de l’industrie suisse des pâtes alimentaires SwissPasta. C’est la plus faible quantité depuis onze ans. Avec 62 assiettes de pâtes par habitant, la Suisse occupe cependant toujours la 2e place en Europe, derrière l’Italie. La consommation intérieure a reculé de 6% par rapport à l’année record 2005. Elle a atteint 70 900 tonnes, contre 75 300 l’année précédente. Pour la première fois, la part de marché des pâtes importées dépasse la barre des 40 pour cent. Il y a 20 ans, on comptait encore quinze entreprises dans ce secteur. Aujourd’hui, il n’y en a plus que sept. La production globale des entreprises helvétiques a fléchi de 10,2% à un peu plus de 47 000 tonnes.

KONTAKTE/CONTACTS GastroJournal Blumenfeldstrasse 20, 8046 Zürich Tel./tél. 044 377 53 05, Fax 044 377 50 70 Der Abdruck von Artikeln aus dem GastroJournal ist nur nach Rücksprache mit der Redaktion gestattet. Für unverlangte Manuskripte und Bilder wird jede Haftung abgelehnt. Honoriert werden nur publizierte Berichte. Die im GastroJournal publizierten Inserate dürfen von Dritten weder teilweise noch ganz kopiert und in Printoder anderen Medien weiterverbreitet werden. La reproduction díarticles du GastroJournal n’est permise qu’après autorisation expresse de la rédaction. Le journal décline toute responsabilité pour les textes et illustrations non commandés. Seuls les textes publiés seront honorés. Les annonces parues dans le GastroJournal ne peuvent être ni copiées ni reproduites sous quelque forme que ce soit. GastroJournal erscheint jeden Donnerstag/ paraît tous les jeudis


■ Gastro-Ideen

Donnerstag, 15. 3. 2007 ■ Nr. 11

IN KÜRZE Schweizer Erfolgsgeschichte

Seit 100 Jahren: Electrolux In einer echt starken Position feiert Electrolux mit seiner Fabrikation im glarnerischen Schwanden seinen 100. Geburtstag. Die damit verbundenen Feierlichkeiten markieren nicht etwa das Ende einer Entwicklung, sondern den Start in eine neue Ära. Ziel ist es, die Fabrik mit Innovationen, Qualität und Fleiss weiterhin auf Erfolgskurs zu halten. Ein Blick zurück: Am 16. Februar 1907 gründeten Samuel Blumer und Niklaus Zweifel einen Betrieb für elektrische Heizap-

parate in Schwanden. Die «Therma – Fabrik für electrische Heizung AG» war bereits 1931 unbestrittener Marktleader für elektrische Haushaltund Küchenapparate. Nach mehreren Produktionserweiterungen geriet die Firma in eine Finanzkrise, so dass die Electrolux Schweiz die Aktien der Therma AG 1978 übernahm. Seither werden in Schwanden jährlich gegen 200 000 hochwertige Grossgeräte produziert, die den Weg in Schweizer Haushalts-, aber auch in kleinere Gastronomieküchen finden, im In- und Ausland. Infos: www.electrolux.ch

Cointreaupolitan

Verführerisch auch im Film Cointreau ist nicht nur seit «Sex in the City» als essentieller Liqueur für Cocktails beliebt. Jetzt macht er auch im angesagten Kinofilm «The Devil wears Prada» Karriere. Die Zeitschriftenmacher im Film haben mit dem Cointreaupolitan einen eigenen Glamour-Cocktail entwickelt. Man nehme: 5 cl Cointreau, 3 cl Preiselbeerund 1 cl Limettensaft. Mit etwas Eis im Shaker schütteln und in einem passenden Glas servieren. Infos: www.cointreau.com

Mitmachen und gewinnen

Lukrativer Wettbewerb Der Internet-Wettbewerb 2007 für alle GastroJournal-Leserinnen und -Leser ist in vollem Gange. Wieder dürfen Wettbewerbsteilnehmerinnen und -teilnehmer Monat für Monat Fragen beantworten, die nicht allzu schwer zu lösen sind. Trotzdem wartet jeden Monat als Belohung ein Gutschein der Schweizerischen Gilde etablierter Köche im Wert von je 200 Franken. Das heisst: Die Gewinnerin oder der Gewinner darf in einem der rund 300 Gilde-Gastbetriebe einkehren und für den entsprechenden Betrag genussvoll konsumieren.Die Sache ist wirklich ganz einfach: Reinklicken auf www.gastrojournal.ch, mitmachen und die Wettbewerbsfrage beantworten. Alle Details unter: www.gastrojournal.ch

GastroJournal

Für farblichen Dialog Um der steigenden Nachfrage nach Obst- und Gemüsegetränken auch in Zukunft gerecht zu werden, plant die Thurella AG an ihrem Hauptproduktionsstandort Eglisau ein neues Hochregallager. Die Planung der Thurella AG entspricht einer zukunftsträchtigen Optimierung des bedeutenden Getränkeunternehmens. So geht es bei der derzeitigen Planung um ein künftiges Logistikzentrum für die Schweiz und den umliegenden EU-Raum. Aus diesem Grund wurde der private Gestaltungsplan der Gemeinde Eglisau bereits anfangs Februar eingereicht und liegt nun bis anfangs April zur öffentlichen Einsichtsnahme auf. Das neue Hochregallager soll sich auf seine Umgebung beziehen und mit ihr im Dialog stehen.

Namhafte Künstler zum Wettbewerb eingeladen Die Thurella AG hat in Zusammenarbeit mit Paul Bürki, Ar-

In der Grobplanung ist ersichtlich, wie das Hochregallager der Thurella AG dereinst aussehen und in die bestehende Umgebung und Landschaft eingepasst werden soll. chitekt und Dozent für Gestalten und Visualisierung an der ZHW, sechs Objekt- und Farbkünstler aus der Deutschschweiz eingeladen, sich an einem Farbgestaltungswettbewerb zu beteiligen. Der Wettbewerb umfasst die farbliche Gestaltung des geplanten Hochregallagers im Dialog mit der aus landschaftlicher Sicht empfindlichen Umgebung. Der bewaldete südliche Uferhang des Rheins und

der Laubberg sind geschützter Landschaftsraum, zu dem es durch die farbliche Gestaltung einen harmonischen Bezug herzustellen gilt. Die farbliche Gestaltung muss aber auch die konstruktive Gebäudestruktur, den Aufbau und die Materialien der Fassaden berücksichtigen. Jeder eingeladene Künstler wird für sein bis zum 27. April einzureichendes Projekt mit 5000 Franken entschädigt. Der Preis des Siegerprojektes

ist mit weiteren 5000 Franken dotiert. Alle Wettbewerbsprojekte werden nach dem Entscheid einer siebenköpfigen Jury am 3. Mai in der Tagesund Fachpresse publiziert. Die beteiligten Künstler sind: Renée Levi (Basel), Libby Raynham (Zürich), Beat Zoderer (Wettingen), Thomas Rutherfoord (Winterthur), Bernard Tagwerker (St. Gallen) und Blanca Blarer (Zürich). Infos: www.thurella.ch

Glacen – für echte Gaumenfreuden Mövenpick of Switzerland präsentiert neue, leichte Gourmetkreationen Kein Zweifel: Ein süsses Dessert zur Krönung eines königlichen Mahls ist unabdingbar. Und etwas Süsses und Kühles für Zwischendurch schon fast ein Muss. Mövenpick hat es – und erst noch kalorienarm. Mit Plaisir de Yoghourt lanciert der über die Landesgrenzen hinaus bekannte Hersteller von Premium Ice Cream – Mövenpick of Switzerland – eine Kreation für alle Gesundheits- und Linienbewusste, die dennoch nicht auf himmlischen Glace-Genuss verzichten möchten. Frisches Schweizer Joghurt bildet die Basis der neusten Glace-Kollektion. Angereichert mit feinstem Fruchtsorbet, Waldbeeren, Mango oder Walderdbeeren und – wahlweise – mit Moccasorbet aus

Die vier neuen Joghurt-Glacen von Mövenpick: Forest Fruits, Mango, Mocca und Wild Strawberry. aromatischem Arabica-Kaffee aus Kolumbien bedeutet Genuss pur, ohne jegliche Reue. Denn einer internationalen Marktanalyse zufolge gilt Fett bei gesund und bewusst leben-

BUCHTIPP

Für eine gute,schnelle Küche Im AT Verlag Baden ist das Buch Schnelle Küche für Gäste erschienen, welches eine ganze Reihe von Rezepten beinhaltet, die auch für die Gästebewirtung im Restaurant schnell und professionel nachvollziehbar sind. Donna Hay, erfolgreiche australische Kochbuchautorin und Herausgeberin eines gefragten Koch-Magazins, hat das neue Buch darauf ausgerichtet, als Gastgeber, privat oder professionell, einfache, aber äusserst schmackhafte Menüs unkompliziert herstellen zu können. Selbst wenn Gäste unter Zeitdruck stehen, soll ihre zufrie-

denstellende Bewirtung sozusagen zu einem leichten Spiel werden. Auf 192 Seiten werden Rezepte mit sinnreichen Bildern preisgegeben, die im Zusammenhang mit ganzen Menüvorschlägen aufgelistet werden. Ob für Menüs unter der Woche, für besondere Anlässe als auch für den Grillplausch. Das Buch kostet Fr. 34.–. Buchbestellung: GastroEdition Fachverlag Blumenfeldstrasse 20 8046 Zürich Tel. 0848 377 111 Fax 0848 377 112 E-Mail: info@gastrosuisse.ch

den Menschen als Feind Nr. 1. Mit Plaisir de Yoghourt Forest Fruits, Mango, Mocca und Wild Strawberry verspricht der traditionsreiche Schweizer GlaceHersteller sinnliche, leichte

Genussmomente. Sämtliche Mövenpick-Neuheiten weisen gerade mal maximal vier Prozent Fett auf. Dennoch schmeckt das wunderbar. Info: www.moevenpick.ch

Die Bio-Box bringt es Freshbox.ch liefert Feines direkt ins Büro Früchte sind gesund. Das ist eine Tatsache und findet dennoch zu wenig wirkliche Beachtung. Abhilfe will jetzt der Früchtekurier Freshbox schaffen: Frisches wird einfach ins Büro geliefert. Die Nachfrage von Bio-Früchten bei Freshbox.ch ist in den vergangenen Monaten gestiegen, und deshalb wurde das bisherige Sortiment um eine weitere Box – die Bio-Box – erweitert, die es in drei verschiedenen Grössen gibt. Weil Früchte und Gemüse viele Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelemente und Nahrungsfasern enthalten, gar lebenswichtig sind und zur Vitalität beitragen, lancierte die Schweizer Krebsliga die Kampagne «5 am Tag» mit dem Ziel, den durchschnittlichen Genuss von Früchte oder

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IN KÜRZE Raclette AOC

Ursprungsschutz sicherer denn je Was bei vielen weltweit bekannten und traditionellen Schweizer Landwirtschaftsprodukten verpasst wurde, soll bei Raclettekäse definitiv realisiert werden: der nationale und internationale Schutz der Herkunftsbezeichnung. Der Walliser Milchverband setzt alles daran, den Begriff «Raclette» mit der Ursprungsbezeichung AOC für das Wallis und die Schweiz definitiv zu schützen. Nachdem zwischen den Schweizer Racletteproduzenten und dem Walliser Milchverband bis zum 31. Januar keine Einigung über die betreffende Ursprungsbezeichnung erzielt werden konnte, ist der Schutz dieser Bezeichnung nun sicherer denn je. Das Wallis ist nach wie vor der Ansicht, dass eine aussergerichtliche Lösung, und damit die Ursprungsbezeichnung «Raclette AOC» zusammen mit einer Koexistenzvereinbarung mit der Sortenbezeichnung Raclette Suisse für alle Beteiligten das Beste wäre.

Österreichs Bio-Weine

International erfolgreich Österreichs Bio-Winzer konnten beim grössten Bio-Weinwettbewerb einmal mehr die Qualität ihrer eigenen Erzeugnisse unter Beweis stellen. Insgesamt erhielten 85 Bio-Weine aus Österreich beim Internationalen Weinpreis der BioFach 2007 in Nürnberg eine der begehrten Auszeichnungen. Die höchste Prämierung «Grosses Gold» ging dabei zweimal an Österreich, und zwar für Weine aus den Weinbaugebieten Carnuntum und Neusiedler See. «Dieser Erfolg ist ein weiteres Zeichen dafür, dass die österreichische BioWeinszene auch international absolut zur qualitativen Spitze gehört», kommentiert Willi Klinger, neuer Geschäftsführer des Österreichischen Weinmarketing, stolz die Ergebnisse der BioFach 2007. Infos: www.weineausoesterreich.at

NOTIZEN

Gemüse pro Tag auf fünf Portionen anzuheben. Deshalb hält Freshbox.ch inzwischen sechs verschieden zusammengestellte Früchteboxen bereit, die als Einzellieferung oder im Abonnement, in drei verschiedenen Grössen bestellt werden können. Individuelle Zusammenstellung inbegriffen. Infos: www.freshbox.ch

HIESTAND HOLDING AG: Die Hiestand-Gruppe kann für 2006 einen Quantensprung im Umsatz von 14,8 Prozent auf 516,1 Millionen Franken vermelden. Die Steigerung erzielte die Gruppe sowohl durch das starke organische Wachstum als auch mit dem akquisitorischen Wachstum durch den Kauf der deutschen FricopanGruppe. Somit konnte erstmals in der Unternehmensgeschichte die «Schallmauer» von einer halben Milliarde Franken Umsatz überschritten werden. In allen bestehenden Märkten verzeichnete die Gruppe ein organisches Wachstum von 9,4 Prozent auf 491,7 Millionen Franken.


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Schlusspunkt ■ Point Final

GastroJournal

Donnerstag/Jeudi, 15. 3. 2007 ■ Nr./No 11

Auf Tour mit …

LAST MINUTE

Exigences des syndicats Le syndicat Hotel & Gastro Union ainsi que Unia et Syna ont fait connaître leurs exigences en vue des prochaines négociations sur la CCNT. Leur principale revendication concerne, outre la compensation complète du renchérissement, l'introduction, dès le 1er jour de travail, du 13e salaire complet dans l’hôtellerie-restauration. La Conférence des présidents, qui a siégé à Sarnen, a pris connaissance de cette revendication.

…Ursina Barandun und Thomas Baer

Nomen est manchmal wirklich omen. Der Gastgeber des Hotels Weisses Kreuz in Bergün heisst Thomas Baer, sieht wie ein solcher aus und auch seine Stimme kommt von tief unten. Mit wachen Augen sitzt er hinter dem Stammtisch und sagt Sätze wie: «Im Tourismus soll alles noch grösser, noch schöner, noch verrückter, noch … ‹nocher› werden.» Dem Hotelier ist es einfach nicht mehr wohl bei obrigkeitlich verordneten und mit teuren Studien unterfütterten Destinationsstrategien und Marketingpapieren. «Das alles erinnert fatal an die gegroundete Swissair, den Mystery Park oder eben auch an das gescheiterte Destinationsmarketing im Berner Oberland.» Baer schaut auf Bergün

Plus d’étrangers,moins de Suisses L’hôtellerie suisse a enregistré en janvier une faible augmentation des nuitées par rapport à janvier 2006. La hausse – de 1,5% – recouvre une progression de 5,1% chez les hôtes étrangers, mais une baisse de 3,0% chez les hôtes suisses. La clientèle suisse a été davantage rebutée que les touristes étrangers par les conditions d’enneigement médiocres. Par rapport au même mois de l’an dernier, le nombre de nuitées hôtelières a progressé de 40 000 à 2,79 millions de nuitées. Avec 89 300 nuitées, les touristes russes affichent la plus forte progression. Les hôtes allemands (+1,9%), français (+10,2%), britanniques (+0,5%) et américains (+6,8%) restent les principaux clients. Il en va de même des hôtes italiens et suisses, malgré une baisse du nombre de nuitées de 3,2% à 95 456 pour les clients transalpins. Les Grisons et le Valais ont enregistré le plus grand nombre de séjours, avec respectivement 739 000 et 468 000 nuitées. Les deux cantons totalisent 43% des nuitées en Suisse.

«Im Tourismus muss alles noch … ‹nocher› werden» und sagt: «Wir haben hier kein Geld und darum sind wir so reich. Darum sieht Bergün immer noch so aus, wie es die Werbeleute auf ihren Prospekten für den ganzen Alpenbogen gerne hätten.» Und tatsächlich, Bergün wirkt auf den ersten Blick immer noch wie ein altes Engadiner Dorf. Auf den zweiten auch. Architektonische Monstrositäten fehlen fast ganz. Auf der Südseite des Weissen Kreuzes, welches um Fünfzehnhundertirgendwann für die Ewigkeit gebaut wurde, sitzen die Gäste an der Sonne. Auf dem Gegenhang führen die Skipisten ins Tal. «Wir hatten Glück mit dem Winter», sagt Baer. «Es reicht immer noch zum Skifahren und wir sind mit dem Buchungsstand zufrieden.» Zufrieden? Andernorts würde man sich alle Finger ablecken. Baers Frau Ursina Barandun nennt Zahlen, die an die Wiederwahl eines stalinistischen Despoten gemahnen: «Etwas mehr als 95 Prozent in den letzten acht Wochen. Das hätten wir wohl auch, wenn die Schneeverhältnisse nicht so gut wären», setzen die beiden noch eins drauf. Doch es tönt gar nicht überheblich. Woher kommt diese Sicherheit? Und woher die Gäste?

NAMEN & NOTIZEN

■

Der Bundesrat will in den nächsten drei Jahren keine neuen Spielbanken in der Schweiz. Die derzeit 19 Casinos sind genug, findet die Schweizer Regierung. Mit diesem Entscheid stärkt die Exekutive die bestehenden Spielbanken. In Zürich, das gleich drei CasinoProjekte am Laufen hatte, ist die Ernüchterung gross. René Imoberdorf, Lehrer aus Visp, wird im Herbst voraussichtlich neuer Ständerat aus dem Oberwallis und Nachfolger von Rolf Escher aus Brig. Ob er sich ebenso stark wie Escher für den Tourismus einsetzen wird, bleibt abzuwarten. Claire und Wolfgang Pinkwart, Direktionsehepaar im Seiler Hotel Mont Cervin Palace in Zermatt, ziehen sich nach insgesamt 40 Jahren aus dem Unternehmen zurück. Nachfolger

F. BAMERT

Le Valais préféré aux Grisons

Thomas Baer und Ursina Barandun: erfolgreich als zugezogene Quereinsteiger im «Crusch Alva» in Bergün. Die beiden kramen in der Vergangenheit, in der Baer Verlagsbuchhändler, Kulturtäter und Radiomann war. Als solcher hat er so beliebte Sendungen wie das «ÄlplerWunschkonzert» von Schweizer Radio DRS1 in die Welt und den Äther gesetzt. Irgendwann haben sich die Wege der Buchhändlerin Ursina Barandun aus dem benachbarten Filisur und von Thomas Baer gekreuzt. Nicht in Bergün. In Basel. Aber das sind wieder ganz andere Geschichten. Also zurück an den Stammtisch im Weissen Kreuz oder «Crusch Alva», wie das Hotel mit seinen 25 Zimmern und 4 Ferienwohnungen auf Romanisch heisst. «Wir haben das Haus vor gut drei Jahren als Quereinsteiger übernommen»,

«Wir haben hier kein Geld und darum sind wir so reich» erzählt Baer. «Was uns an Fachwissen fehlte, haben wir dank der Erfahrung unserer 13 Angestellten wettgemacht.» Dass das Crusch Alva so gut belegt ist, hat viele Gründe: Die

Selon un sondage online effectué par le «SonntagsBlick», 60% de ses lecteurs préfèrent le Valais pour y passer leurs vacances alors que seul le 40% choisit les Grisons. «Où passez-vous le plus volontiers vos vacances?», telle était la question posée. Les lecteurs avaient le choix entre les Grisons et le Valais. Résultat: 60% ont voté pour le Valais et 40% seulement pour les Grisons, indique Urs Zenhäusern, directeur de Valais Tourisme, qui s’en réjouit.

beiden Neo-Hoteliers können auf einen riesigen Bekanntenkreis zählen, der gerne in Bergün Ferien macht. «Dazu kommt, dass wir bereits sehr viele Stammgäste haben, die schon im Voraus fürs nächste Jahr buchen», meint Barandun. Für gute Frequenzen sorgt eine Küchenbrigade, die sich nach Möglichkeit auf Produkte aus der Region verlässt, einiges davon in Knospe-Qualität. In dem von Baer persönlich betreuten Keller gibt es – aus ökologischen Gründen – nur europäische Gewächse. Der grösste Trumpf des Hotels aber ist etwas völlig Altmodisches – die Gastfreundschaft: «Das Haus ist gross, es hat Raum für alle», sagen Baer und Barandun. «Das Restaurant ist wieder zur Dorfbeiz im besten Sinn des Wortes geworden. Während die Hotelgäste sich in einem der historischen Speiseräume verwöhnen lassen, sitzen am Stammtisch SPund SVP-Mitglieder diskutierend zusammen.» Ab und zu treten Volksmusiker auf. Aber nicht dieser unerträgliche Anton-aus-Tirol-Verschnitt, der die Alpen akustisch verseucht, sondern traditionelle Forma-

tionen aus der ganzen Schweiz. «Ob Blues oder Ländler – wir mögen alles, was urchig ist», sagt Baer, der auch mal als DJ in einer benachbarten

beliebten Zürcher Hausberg ausgearbeitet werden.

Le célèbre cuisinier de la Cour de Suède, Werner Vögeli, est décédé à l’âge de 77 ans dans un hôpital de Stockholm. Originaire de l’Emmental, ce chef légendaire était au service du roi depuis 1977. C’est à lui que revenait la préparation des menus exclusifs servis par la maison royale à l’occasion de la remise des prix Nobel durant ces dernières décennies. Né en 1930 à Langnau, Werner Vögeli a émigré dans les années 1950 en Suède. Il s’est distingué comme chef cuisinier des caves de l’opéra de Stockholm et s’est rendu célèbre pour avoir été l’un des premiers à donner ses recettes à la télévision.

veau directeur connaît déjà Champéry où il a travaillé en 2005 pour le Festival Olympique de la Jeunesse européenne. Après avoir collaboré à une entreprise ferroviaire canadienne, il est venu en Suisse et a été adjoint spécial au directeur marketing de l’Expo.02.

L’actuel coordinateur touristique de la station des Marécottes, le Québécois Eric Bélanger, dirigera Champéry Tourisme dès le 15 mai. Il succédera à Steve Theytaz. Le nou-

égyptiens de Charm el-Cheikh et Louxor. L’accord échoit fin 2007 et ne sera pas reconduit. La cessation de cette collaboration d’assistance et de marketing a été décidée d’un com-

«Das Restaurant ist wieder zur Dorfbeiz im besten Sinne geworden» Bar fungiert oder mit den «Bergüner Ländlerfründa» ein Album produziert hat. Daneben ist er auch noch im Vorstand von Bergün-Tourismus. Und während Baer und Barandun erzählen – von ihren Gästen, von Bergün, vom Leben in den Bergen, von ihrem Engagement für das «Crusch Alva» und die Kultur, von den 15Stunden-Tagen, von ihrem Gastwirtsdasein, ja, da tönen Ausdrücke wie Destinationsmarketing, Online-Buchungsplattform oder Kundenfrequenzsteigerungsprogramm wie nicht von dieser Welt. Und man hat plötzlich das Gefühl, das Gastronomie und Tourismus von ganz anderen Dingen abhängen. Von echter Gastfreundschaft eben. Franz Bamert

Privater und beruflicher Neustart 32 Jahre wirkte Armin Amrein als hochbenoteter Küchenchef vom Bürgenstock Le Club, viele Jahre davon als Küchendirektor für die zwischenzeitlich geschlossenen BürgenstockHotels. Jetzt feierte der kreativ-meisterliche Koch Hochzeit mit seiner langjährigen Partnerin Corina, die bis vor kurzem als Bankettchefin im Luzerner Hotel Montana wirkte. Für das mit der Gastronomie aufs Engste verbundene Paar bedeutete die Hochzeit nur einer ihrer gemeinsamen Neustarts. In Kürze nämlich werden sie Beat und Gabi Bolligers Hotel Walserhof in Klosters übernehmen. Während sich die Bolligers nach 25-jähriger, erfolgreicher Tätigkeit aus ihrem berühmt gewordenen Hotel zurückziehen, werden Armin und Corina Amrein künftig für die Erhaltung des guten Rufs des Walserhofs sorgen: Armin in kulinarischer Hinsicht, Corina in Sachen Gästebetreuung.

Forderungen der Gewerkschaften Die Gewerkschaft Hotel & Gastro Union sowie Unia und Syna haben ihre Forderungen für die kommenden Vertragsverhandlungen bekannt gegeben. Sie wollen, dass neben dem vollen Teuerungsausgleich im Gastgewerbe ab dem 1. Arbeitstag der 13. Monatslohn eingeführt wird. Die Präsidentenkonferenz von GastroSuisse hat anlässlich ihrer Sitzung am Dienstag in Sarnen von den Vorstellungen der Gewerkschaft Kenntnis genommen.

NOMS & NOTICES werden Karin und Kevin Kunz, die zuletzt das Club Hotel Giverola in Tossa de Mar in Spanien geleitet haben. Zu einem Wechsel kommt es auch in den Häusern Monte Rosa und Schweizerhof: Fritz Leutenegger, seit acht Jahren Direktor im Schweizerhof, übernimmt das Monte Rosa sowie weitere Aufgaben in der Seiler-Gruppe. Das bisherige Direktionsehepaar Kim und Martin Sonderegger seinerseits wechselt ins Monte Rosa. Schliesslich und nicht zuletzt wird das Hotel Nicoletta Ende Saison saniert und im nächsten Winter als Le Petit Cervin dem Palace eingegliedert. Giusep Fry, Gastgeber im Hotel Uto Kulm auf dem Zürcher Uetliberg, muss über die Bücher. Die Zürcher Regierung will den umtriebigen Hotelier an die kurze Leine nehmen. Dazu soll ein Nutzungsplan für den

Remo Wehrli wird per Anfang April neuer Human Resources Director von SV Schweiz in Dübendorf und nimmt Einsitz in die Geschäftsleitung. Wehrli ersetzt Esther Röthlisberger, welche das Unternehmen letztes Jahr für eine neue Herausforderung verlassen hat. Gérald Rentsch aus Kriens wird Geschäftsführer der Sportbahnen Marbachegg im Luzerner Hinterland. Um ein Vollpensum zu erreichen, wird Rentsch zusätzliche Aufgaben bei Marbach Tourismus übernehmen. Sein Vorgänger bei den Bahnen, Adolf Zihlmann, wechselt voll in den eigenen Dachdeckerbetrieb zurück.

Le groupe Mövenpick met un terme, après dix-huit ans, à sa collaboration avec les exploitants de ses hôtels Jolie Ville dans les lieux touristiques

mun accord, a indiqué Mövenpick Hotels & Resorts. Dès 2008, les hôtels Jolie Ville Mövenpick Resort & Casino Charm el-Cheikh, Jolie Ville Mövenpick Golf & Resort Charm el-Cheikh et Jolie Ville Mövenpick Louxor Resort ne feront ainsi plus partie du groupe hôtelier suisse. Ce changement est dû à la rapide croissance de la chaîne hôtelière internationale Mövenpick Hotels & Resorts. Pour l’avenir, la direction a décidé de ne plus conclure que des contrats de gestion.

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