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Bassenge Kunstauktion 127: Post War & Zeitgenössische Kunst II

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BASSENGE

POST WAR UND ZEITGENÖSSISCHE KUNST II

agam, yaacov (1928 Rischon Le Zion, lebt in Tel Aviv) 8150 Geometrische Komposition Farbserigraphie auf Kupferdruckkarton.

42,5 x 47 cm (58 x 76 cm).

Signiert „Agam“. Auflage 50 röm. num. Ex. 300 €

Ganz prachtvoller Druck mit breitem Rand.

anderle, jirí (1936 Pavlikov, Böhmen, lebt in Prag) 8151 Cogito ergo sum Farbige Kaltnadel und Mezzotinto à la poupée auf BFK Rives-Velin. 1971.

59 x 44,6 cm (77,3 x 64 cm).

Signiert „Anderle“. Auflage 91 num. Ex. Spangenberg 2005, 21, WV 96.

400 €

Aus dem Zyklus „Perspectives No. 4“. Ganz prachtvoller, in den Farben wunderbar differenzierter Druck mit dem vollen Rand, unten mit dem Schöpfrand.

anderle, jirí

8152 Summer I

Farbiges Vernis mou, Mezzotinto und Kaltnadel auf festem Holland-Velin. 1982.

29 x 30,5 cm (64 x 48 cm).

Signiert „Anderle“. Auflage 70 num. Ex. Spangenberg 2005.130, WV 210.

500 €

Motiv nach Giuseppe Archimboldo, aus dem Zyklus „Dialogue with the Great Masters“, erschienen in einer Gesamtauflage von 103 Exemplaren. Die unregelmäßigen Ränder der Radierplatte erzeugen im Druck eine effektvolle Wirkung von reliefhafter Plastizität. Prachtvoller Druck mit deutlich zeichnender Plattenkante und dem vollen, sehr breiten Rand, oben mit dem Schöpfrand

8153 La Source, d‘après Ingres Vernis mou auf Velin. 1983.

67 x 49,4 cm (82 x 64 cm).

Signiert „Anderle“. Auflage 70 num. Ex. Spangenberg 2005.143, WV 227.

300 €

Erschienen in einer Gesamtauflage von 100 Exemplaren, aus dem Zyklus “Dialogue with the Great Masters”. Ausgezeichneter, toniger und fein differenzierter Druck mit dem vollen Rand, rechts und links mit dem Schöpfrand.

anderle, jirí

8154 Ohne Titel

Vernis mou und Kaltnadel auf Velin. 1983/86.

15,3 x 20 cm (47,7 x 32,2 cm).

Signiert „Anderle“. Auflage 70 num. Ex. Nicht bei Spangenberg, WV 259.

300 €

Prachtvoller, feiner Druck mit dem wohl vollen Rand, rechts mit dem Schöpfrand.

8155 Quid faciemus? Farbiges Vernis mou und Kaltnadel auf genarbtem Van Gelder Zonen-Velin. 1984.

59,7 x 44,6 cm (82 x 64,5 cm).

Signiert „Anderle“. Auflage 70 num. Ex. Nicht bei Spangenberg, WV 266.

300 €

Aus dem Zyklus „Horace: Beware of Asking What Tomorrow May Bring“. Prachtvoller Druck des großformatigen Blattes mit schön zeichnender Plattenkante und mit dem vollen Rand, rechts und links mit dem Schöpfrand.

8156 Mutter und Kind Radierung auf Velin. 1984.

16,7 x 36,5 cm (32 x 48 cm).

Signiert „Anderle“. Auflage 70 num. Ex. Nicht bei Spangenberg, WV 279.

300 €

Ausgezeichneter Druck mit dem wohl vollen Rand, unten mit dem Schöpfrand.

anderle, jirí

8157 Turm zu Babel, oder: Hommage to Milan Sládek Farbradierung mit Vernis mou auf Velin. 1985.

66 x 48,3 cm (81 x 64 cm).

Signiert „Anderle“. Auflage 50 num. Ex. Nicht bei Spangenberg, WV 303.

600 €

Großformatiges Blatt, gewidmet dem Pantomimen, Regisseur und Autor Milan Sládek. Prachtvoller, farblich fein abgestimmter Druck mit dem vollen Rand.

8158 L‘Inconstance Farbiges Vernis mou und Radierung à la poupée auf festem Velin. 1985.

49 x 32,8 cm (64,4 x 47,7 cm).

Signiert „Anderle“. Auflage 70 num. Ex. Spangenberg 2005.187, WV 306.

300 €

Erschienen in einer Gesamtauflage von 100 Exemplaren. Prachtvoller Druck in fein abgestimmter Farbigkeit mit dem vollen Rand.

8157
8158

arakawa, shusaku (1936 Nagoya, lebt in New York) 8159 „Landscapes“ Farbserigraphie auf Velin. 1970. 87,5 x 113,5 cm (Rahmenausschnitt).

Signiert „Arakawa“, datiert und betitelt. Auflage 75 num. Ex. 400 €

Prachtvoller Druck der formatfüllenden Komposition.

arp, hans (1886 Straßburg - 1966 Basel) 8160 Composition mit fünf Formen Farblithographie auf BFK Rives-Velin. 1964. 50 x 35 cm.

Signiert „Arp“. Auflage 150 Ex. Arntz 358 c. 800 €

Erschienen in einer Gesamtauflage von 200 Exemplaren in der Mappe „20 Jahre Galerie d‘Art Moderne“, herausgegeben von der Galerie d‘Art Moderne, Basel 1965. Ausgezeichneter Druck der formatfüllenden Komposition.

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artschwager, richard (1923 Washington - 2013 Albany)

8161 Matrosen

Serigraphie auf BFK Rives-Velin. 1972. 37,8 x 33,5 cm (63 x 45 cm).

Signiert „Richard Artschwager“ und datiert. Auflage 180 num. Ex.

300 €

Herausgegeben vom Styria Studio, New York, unten rechts mit dessen Blindstempel. Prachtvoller, kräftiger und kontrastreicher Druck mit breitem Rand.

augustin, edgar (1936 Recklinghausen - 1996 Hamburg)

8162 Verhüllte Figur

Bronze mit dunkelbrauner Patina. 1980. 22 x 4,6 x 9,4 cm.

An der Basis verso signiert „E Augustin“.

500 €

Die Reifen des Rockes erinnern an die bei Augustins Figuren häufig auftretenden Schnürungen. Edgar Augustin, ursprünglich als Goldschmied ausgebildet, studierte ab 1958 an der Werkkunstschule Münster bei Karl Ehlers, dann an der Hochschule für bildende Künste Hamburg bei Gustav Seitz. Schön ziselierter Guss, entstanden wohl bei Barth, Elmenhorst, mit gleichmäßiger Patina.

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baumeister, willi (1889-1955, Stuttgart)

8163 Ohne Titel (Urzeitgestalten)

Lithographie über beigefarbener Tonplatte, aquarelliert, auf festem Velin. 1947.

13,8 x 20,2 cm (16,2 x 22,2 cm).

Signiert „Baumeister“ und bezeichnet „Litho“. Auflage 105 Ex. Spielmann 139, Spielmann/Baumeister 91 b.

350 €

Blatt 5 der Mappe „Willi Baumeister - 8 Originallithos“, gedruckt von der Eidos-Presse, Stuttgart, in einer Auflage von 105 Exemplaren, die handkolorierten ohne Nummer. Ausgezeichneter, stimmig aquarellierter Druck mit Rand.

8164 Nicht lässt das Schicksal sich hindern

Farblithographie in Schwarz und hellem Olivgrün auf Similijapan. 1947.

28,1 x 36,1 cm (34,5 x 43 cm).

Signiert „Baumeister“. Auflage 100 num. Ex. Spielmann 151 b.

300 €

Blatt 5 der Mappe „Sumerische Legende“, dieses Exemplar ohne die laufende Nummer. Prachtvoller Druck mit dem vollen Rand.

8165 Ideogramm

Farbserigraphie auf Velin. 1952. 48 x 34 cm (61,5 x 43 cm).

Signiert „WBaumeister“ und bezeichnet „Probedruck“. Spielmann/Baumeister 180 b.

750 €

Erschienen in einer Auflage von 70 Exemplaren, gedruckt bei Domberger, Stuttgart. Luitpold Domberger hatte 1950 seine Werkstatt zufällig in derselben Ruine eingerichtet, in der sich Baumeisters Atelier befand. In ihm fand Baumeister einen Drucker, mit dem er hervorragend zusammenarbeiten und seinen handwerklich und künstlerisch hohen Anspruch an die Technik der Serigraphie umsetzen konnte. Bereits im Jahr 1938 entstand ein der Graphik entsprechendes Gemälde „Ideogramm mit Kammzug“. Ganz prachtvoller, farbsatter Druck mit Rand.

baumeister, willi

8166 Tänzerin IV

Farbserigraphie auf leichtem Velinkarton. 1954. 39,8 x 26 cm (61 x 43,3 cm).

Signiert „Baumeister“. Auflage 70 num. Ex. Spielmann/Baumeister 100.

400 €

Herausgegeben vom Kunstverlag Fingerle, Esslingen. Kräftiger und klar zeichnender Druck mit dem wohl vollen, sehr breiten Rand.

beckmann, otto (1908 Wladiwostok - 1997 Wien)

8167 Computerchoreographie

Farbige Computergraphik auf Aluminium. 1967.

28 x 18,3 cm.

Datiert und betitelt „Computerchoreographie: strukturbild Aplomb“.

300 €

Frühe computergenerierte Arbeit des Künstlers, der Bildhauer und Pionier der Verwendung von Computertechnologie in den Künsten war (vgl. zkm.de). „1965 bekam Otto Beckmann die Gelegenheit, die technischen Ausrüstungen der Technischen Universität Wien zu nutzen und fand dort Wissenschaftler, die sich für künstlerische Experimente begeisterten. In diesem Umfeld gründete er die Experimentalarbeitsgruppe ars intermedia. In Zusammenarbeit mit Alfred Grassl wurden die ersten Computergrafiken erstellt. Die vom Bildschirm aufgenommenen Fotos wurden auf Papier oder Offset-Aluminiumplatten übertragen.“ (archiv-otto-beckmann.com, Zugriff 02.03.2026). Sehr selten, möglicherweise Unikat.

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8167

beckmann, otto

8168 Computergraphik

Laser-Computergraphik auf Aluminium. 1971.

33 x 56 cm.

Signiert „Beckmann/Koepf“, datiert und bezeichnet.

300 €

Frühe computergenerierte Arbeit Beckmanns, auch mit dem Namen des beteiligten Ingenieurs. „Otto Beckmann kooperierte bei seinen Experimenten mit Computertechnologie mit unterschiedlichen Spezialisten: den Ingenieuren Alfred Graßl und Gerd Koepf sowie dem Kameramann Gerhard Schedl. Spätestens ab Anfang 1969 verwendete Beckmann für die Gruppe die Bezeichnung ‚Experimentalgruppe ars intermedia‘.“ (zkm.de, Zugriff 27.04.2026). Sehr selten Beigegeben: Ein signierter Lichtdruck des Künstlers, 1982.

bertoia, harry

(1915 Arzene - 1978 Barto, Pennsylvania)

8169 Entwurf Metallobjekt

Feder in Schwarz auf unregelmäßig imprägniertem Bütten. 1950er Jahre.

24,3 x 10,9 cm.

300 €

Entwurf für ein Metallobjekt. Bereits 1953 stellte Bertoia im Auftrag von Eero Saarinen für das General Motor Technical Center, Michigan, das erste Wandschirmobjekt fertig, und im Jahr 1959 entstand für die First National Bank of Miami eine Reihe vergleichbarer Skulpturen mit ähnlichem antennenartigen Aufbau. Bald nach dem Zweiten Weltkrieg begann Bertoia mit seinen ersten Experimenten zu Metallskulpturen. In Kalifornien arbeitete er mit Ray und Charles Eames zusammen, später Hans und Florence Knoll. Seine erste Skulpturenausstellung fand 1951 im Knoll Showroom in New York statt.

Provenienz:

Rago Auctions, Lambertville, Auktion 18.05.2022, Lot 147

Sammlung Henning Lohner, Berlin

bertoia, harry

8170 Entwurf für Metallobjekt Faserschreiber in Schwarz auf Velin. Um 1960-70.

43 x 35,3 cm.

300 €

Bertoia spielt mit Varianten der Kreisform, jeweils mit zwei mittigen Löchern, und sammelt Ideen für unterschiedliche Gestaltungsmöglichkeiten.

Provenienz:

Rago Auctions, Lambertville, Auktion 18.05.2022, Lot 173

Sammlung Henning Lohner, Berlin

beuys, joseph (1921 Kleve - 1986 Düsseldorf)

8171 Rettet den Wald (Überwindet endlich die Parteiendiktatur)

Offset auf Velin. 1972.

36 x 50 cm (49 x 50 cm).

Signiert „Joseph Beuys“. Auflage 200 num. Ex. Schellmann 45.

300 €

Die Aufnahme entstand 1971 während einer Aktion des Künstlers als Demonstration gegen die geplante Erweiterung einer Tennisanlage im Grafenberger Wald, Düsseldorf. Herausgegeben vom Heinz Moos Verlag, München. Prachtvoller Druck mit dem vollen Rand.

8172 wer nicht denken will Multiple. Feder in Schwarz und Stempel auf gelber Karteikarte. 1977.

10,5 x 14,8 cm.

Unten rechts mit Bleistift signiert „Joseph Beuys“. Auflage 30 num. Ex. Schellmann 193.

300 €

Winzig klein ergänzen die gestempelten Worte „sich selbst“ den handschriftlichen Text „wer nicht denken will fliegt raus“. In kleiner Auflage herausgegeben von der Edition Staeck, Heidelberg.

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8171
8172

beuys, joseph

8173 Aus: Hommage à Arthur Köpcke Farboffset auf gestrichenem Papier. 1980.

37,8 x 30 cm (42 x 30 cm).

Signiert „Joseph Beuys“ und gestempelt „Wählt die Grünen“.

Auflage 100 num. Ex. Schellmann 332.

400 €

Aus der 18 Blatt umfassenden Mappe „Hommage à Arthur Köpcke“, herausgegeben von Den Danske Radeerforening, Kopenhagen.

Ausgezeichneter Druck der nahezu formatfüllenden Darstellung.

bluth, manfred (1926-2002, Berlin)

8174 „Leviathan“ (die „Orei“ nach Tsushima) Öl auf Leinwand. 1965.

90 x 100 cm.

Unten links mit Pinsel in Olivgrün signiert „Bluth“ und datiert, verso auf dem Keilrahmen (von fremder Hand?) mit Bleistift betitelt.

800 €

Erst die Winzigkeit des Ruderbootes unten rechts verdeutlicht die leviathanhafte, bedrohliche Größe und Massigkeit des Dampfschiffs Orei, das in der Baltischen Flotte im Russisch-Japanischen Krieg 1904/05 eingesetzt war. Das gelbe Licht der untergehenden Sonne wirft Reflexe über Himmel und Meer. Manfred Bluth war 1947 Meisterschüler bei Willi Geiger in München. Bereits 1963 veranstaltete die Galerie Gerda Bassenge in Berlin eine der ersten Einzelausstellungen des Künstlers.

Provenienz: Privatbesitz Italien (direkt beim Künstler erworben)

Ausstellung: Manfred Bluth, Neuer Berliner Kunstverein, Berlin 1972, Kat.-Nr. 49 (mit Abb.)

bluth, manfred

8175 „Bäreninsel mit schiffbrüchigem Weib“

Öl auf Leinwand. 1968.

85 x 105 cm.

Unten links mit Pinsel in Schwarz signiert „Bluth“ und datiert, verso auf dem Keilrahmen nochmals signiert „Manfred Bluth“, datiert und betitelt.

800 €

Unter deutlichem Einfluss von Max Ernst entstand die großformatige und zugleich miniaturhaft gestaltete Landschaftskomposition, in der sich Mikroskopisches und Makroskopisches, feinste Details und amorphe Formen verbinden. Bluth gründete 1973 mit Johannes Grützke und Matthias Koeppel die Künstlergruppe „Schule der neuen Prächtigkeit“, die sich mit einem von Ironie geprägten Realismus von der abstrakten Kunst abgrenzen wollte.

Provenienz:

Privatbesitz Italien (direkt beim Künstler erworben)

Ausstellung:

Große Kunstausstellung München 1971 (mit deren Klebeetikett verso auf dem Keilrahmen, dort handschriftlich bezeichnet)

Manfred Bluth, Neuer Berliner Kunstverein, Berlin 1972, Kat.-Nr. 62 (mit Abb.)

8176 „Dorf Kalckreuth mit Sportflugzeug“

Aquarell, Deckweiß und Feder in Schwarz und Sepia auf festem Velin. 1970.

38,8 x 29,3 cm.

Unten mittig rechts mit Feder in Sepia signiert „Bluth“ und datiert, unten links betitelt.

300 €

Die Zeitlosigkeit der altmeisterlich anmutenden dörflichen Landschaft mit der wie erstarrt stehenden Frau durchbricht das hell leuchtende, durch den dunkel bewölkten Himmel ziehende Sportflugzeug. Bluths souveräne Aquarelltechnik in den Wolken verstärkt den bedrohlichen Eindruck des Gewitters.

Beigegeben: Eine signierte Radierung von Manfred Bluth, 1971. Provenienz:

Privatbesitz Italien (direkt beim Künstler erworben)

braque, georges (1882 Argenteuil - 1963 Paris)

8177 Corbeille de fleurs Radierung auf Velin. 1951. 15,4 x 27,3 cm (31,3 x 41 cm).

Signiert „G Braque“. Auflage 20 num. Ex. Vallier 71.

800 €

Neben der kleinen Auflage entstanden weitere zehn überfirnisste Exemplare sowie wenige Künstlerexemplare. Erschienen bei Maeght, Paris, Druck Signovert, Paris. Prachtvoller, tiefdunkler Druck mit lebendigem Plattenton und breitem Rand. Selten

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brauer, arik (1929-2021, Wien)

8178 The Words of wise Men are heard in the Quiet more than the Cry of Him that ruleth among Fools Farbaquatinta auf Japan. 1970/71.

31,6 x 39,9 cm (44,6 x 56,2 cm).

Signiert „BRAUER“ und bezeichnet „E.(preuve d‘)A(rtiste)“.

Auflage 15 röm. num. Ex. Koschatzky G-57-III.

350 €

Künstlerdruck, vor der Normalausgabe von 50 arabisch numerierten Exemplaren, aus der Folge von Farbradierungen „Aus den Sprüchen Salomos“, herausgegeben von der Marlborough Gallery, New York, gedruckt bei Finger, Wien. Prachtvoller Druck mit breitem Rand.

bravo, justo gonzález (1944 Badajoz/Spanien, lebt in Lissabon)

8179 Ohne Titel Öl auf Malpappe. Wohl 1986. Ca. 28 x 23 cm.

Unten rechts mit Kreide in Blau signiert „Bravo“, oben links mit Pinsel in Schwarz (schwer lesbar) datiert und bezeichnet.

300 €

Mit seiner abstrakten, dichten und farbintensiven Komposition bewegt sich der Künstler in der Tradition des Informel.

Provenienz: Privarbesitz Nordrhein-Westfalen

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breitling, gisela (1939-2018, Berlin)

8180 „Selbst - diesmal fast rothaarig“ Aquarell, Deckweiß und Bleistift auf Velin. 1982. 24 x 16,4 cm.

Unten rechts mit Bleistift monogrammiert „GB“ und datiert sowie unten mittig betitelt und bezeichnet „AUCH DIES“.

500 €

Wie auf einer Tafel präsentiert die Künstlerin den Titel im Vordergrund des psychologisch dicht erfassten Selbstbildnisses. Gisela Breitling, wichtige Vertreterin des Phantastischen Realismus, trat seit den 1960er Jahren für die Anerkennung von Frauen in der Kunst ein. Zusammen mit Evelyn Kuwertz gründete sie das Verborgene Museum in Berlin, in dem seit 1987 vorwiegend Werke vergessener europäischer Künstlerinnen ausgestellt werden.

Provenienz: Privatbesitz Berlin

breusing, ima (1886-1968, Berlin)

8181 Steiniges Ufer Gouache und Spritztechnik auf Velin. 44 x 76 cm.

Oben und unten rechts zweifach mit Bleistift signiert „I. Breusing“.

400 €

Ornamentale Kringel des Pinsels beschreiben die Wellen, scharfe Kratzer in der nassen Farbe die Grasbüschel an der Uferböschung, dazwischen liegen die mächtigen, dunkel konturierten Steine und musterartig angeordnete Kiesel. Breusing, Schülerin von Johannes Itten am Staatlichen Bauhaus Weimar, zeichnet den Uferabschnitt variantenreich und in stimmiger Balance von Detailfreude und Abstraktion.

Provenienz: Privatbesitz Berlin

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bruni, bruno

(1935 Gradara bei Pesaro, lebt in Hannover)

8182 La Calma

Bronze mit goldener Patina auf hellem Travertinsockel. 9,5 x 9 x 4,5 cm.

An der Unterseite signiert „Bruno Bruni“ und mit dem Gießerstempel Stierkopf (ARA Kunst).

300 €

Ausgezeichneter Guss mit schön schimmernder Patina. Gesamthöhe mit Sockel: 10,5 cm.

buchheister, carl (1890-1964, Hannover)

8183 „Komposition Kuge“

Feder in Schwarz, Aquarell, Gouache und Bleistift auf Bütten. 1953. 36 x 26,1 cm.

Verso mit Bleistift signiert „Carl Buchheister“, datiert, betitelt und bezeichnet.

400 €

Die organisch-abstrakte Komposition verbindet biomorphe Formen mit strukturierten Mustern und Farbflächen sowie feinen Linien und ist ein typisches Zeugnis von Buchheisters experimenteller Bildsprache mit surrealistischen Einflüssen.

Provenienz: Andreas Sturies, Düsseldorf, Auktion 10.05.2003, Lot 30

Van Ham, Köln, Auktion 22.06.2020, Lot 15

Privatsammlung Rheinland

buthe, michael (1944 Sonthofen - 1994 Köln)

8184 Nacht in Marrakesch Mischtechnik und Glitter auf schwarzem Velin. 1973. 70 x 100 cm.

Unten links mit Bleistift signiert „Buthe“ und datiert. 1.800 €

Michael Buthe lebte seit den 1970er Jahren zwischen Köln und Marrakesch, ein Wanderer zwischen den Welten, der seine ganz eigenen inneren Visionen des Orients ins Bild setzt. „Und so sind es seine höchst eigenen Rituale, Zeichen und Sterne, aus denen Michael Buthe sich seine Kosmologie zimmert und malt. Diese Kosmologie ist nicht nur exotisch, sie vertritt auch ein Wertesystem in dem Spiritualität, Spiel und der Umgang mit dem Unvorhersagbaren zu Potenzialen des Menschlichen erklärt werden.“ (Natalie Göltenboth, goethe.de, Zugriff 28.03.2026).

Provenienz:

Van Ham, Köln, Auktion 14.05.2025, Lot 106 Privatbesitz Nordrhein-Westfalen

calder, alexander (1898 Philadelphia - 1976 New York)

8185 Santa Claus III Radierung auf Richard de Bas-Velin. 1974. 34,7 x 47,5 cm (51,5 x 67 cm).

Signiert „Calder“. Auflage 175 Ex.

400 €

Erschienen bei L‘Herne, Paris. Prachtvoller, kräftiger Druck mit zartem, homogenem Plattenton und dem vollen Schöpfrand.

claus, carlfriedrich (1930 Annaberg - 1998 Chemnitz)

8186 „Bewusstwerdende Janus-Sensorien. Für Gerhard Wolf“ Lithographie auf Hahnemühle-Velin. 1998. 31 x 23,5 cm (49,5 x 40 cm).

Signiert „Carlfriedrich Claus“, datiert und betitelt. Auflage 30 num. Ex.

300 €

Prachtvoller Druck von zwei Steinen mit dem vollen Rand, rechts und unten mit dem Schöpfrand.

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8185 8186

cocteau, jean (1892 Maison-Laffitte - 1963 Paris) 8187 Trait de feu Farblithographie auf schwarzem Velin. 1958.

50,5 x 34.6 cm (60,6 x 48 cm).

Signiert „Jean Cocteau“ und mit dem Künstlersignet. Auflage 100 num. Ex.

400 €

Die Lithographie entstand für eine Keramikausstellung in der Galerie Pont des Arts von Lucie Weill, Paris, hier Exemplar avant la lettre. Druck Mourlot, Paris. Prachtvoller, kreidiger Druck mit dem wohl vollen Rand.

corradin, inos (1929 Vogogna - 2025 Jundiaí, Brasilien) 8188 Landschaft am Meer Öl auf Leinwand. Ca. 1985-1995.

70 x 50 cm.

Unten rechts mit Pinsel in Schwarz signiert „Inos“.

700 €

Wie ein stilisiertes Bühnenbild in kräftigen Grüntönen erscheint der langgestreckte Baum vor geometrisch-flächigem Hintergrund, humorvoll mit wenigen kleinen Häusern und einem Segelboot ergänzt. Corradin zeigte seine farbintensiven Landschaften, Figuren und Stilleben in einfacher, stilisierter Malweise in zahlreichen Einzelausstellungen u.a. in Italien, Israel, Deutschland, der Schweiz, den Vereinigten Staaten, Argentinien und Kanada.

Provenienz: Privatbesitz Norddeutschland

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croissant, michael (1928 Landau - 2002 München)

8189 Figürliche Komposition Zimmermannsbleistift auf glattem festen Velin. 65 x 50 cm.

300 €

Mit der Zeichnung lotet Croissant die Verteilung von Volumina und Gewichten einer Skulptur aus. Die torsohafte Gestalt schildert er mit einer Vielzahl vibrierender, schwingender Linien, die er vehement und tiefdunkel mit dem Zimmermannsbleistift auf das Blatt bringt.

Provenienz:

Hauswedell & Nolte, Hamburg, Auktion 09.06.2006, Lot 586

Privatbesitz Rheinland

dahn, walter (1954 St. Tönis/Krefeld - 2024 Köln)

8190 Kopf Tempera, Tuschfarben und Stoffabdruck auf Bütten. 1987. 23 x 20 cm.

Unten rechts mit der gestempelten Signatur „Walter Dahn“.

350 €

Der stark reduzierte und zugleich ausdrucksvolle Kopf ist in der Spontaneität seiner Entstehung typisch für Dahns figürliche Bildmotive, die immer wieder geprägt sind durch eine Konzentration auf das Wesentliche.

Provenienz: Privatsammlung Nordrhein-Westfalen

dahn, walter 8191 Mensch im Menschenstrudel Tempera auf Bütten. 1991. 43 x 60,7 cm.

Unten rechts mit der gestempelten Signatur „Walter Dahn“, unten links mit Stempel „Waage“, verso mit Feder in Blau datiert.

500 €

Walter Dahn, ein wichtiger Vertreter der Jungen Wilden der 1980er Jahre, studierte 1971-79 an der Kunstakademie Düsseldorf, wo er Meisterschüler von Joseph Beuys war. Wiederkehrendes Motiv in Dahns Werken ist der Mensch mit seiner Hilflosigkeit, seinen Sehnsüchten und Ängsten.

Provenienz: Privatsammlung Nordrhein-Westfalen

dion, mark

(1961 New Bedford, lebt in Beach Lake und New York) 8192 Galgenvogel Kunststoff und Bitumen. 1999.

12,5 x 23 x 39 cm.

Am Fußring signiert „Dion“. Auflage 100 num. Ex. 350 €

Erschienen als Edition Texte zur Kunst 36, Dezember 1999, in einer Gesamtauflage von 115 Exemplaren. „‘Natur‘ ist das zentrale Thema Mark Dions. Aus unterschiedlichen Blickwinkeln untersucht der amerikanische Künstler die Frage, wie Vor- und Darstellungen von ‚Natur‘ unseren Umgang mit ihr prägen (...). Sein Objekt in Form einer Krähe erinnert an ein Schauobjekt in naturwissenschaftlichen Museen. Sein ‚Galgenvogel‘, so der Titel der Arbeit, ist jedoch ein mit Bitumen bestrichener Kunststoff-Lockvogel aus dem professionellen Jagdbedarf. Er ruft Schreckensbilder von Ölkatastrophen wach. Mit spielerischem Ernst fügt Dion dem Begriff des ‚Galgenvogels‘ eine neue Bedeutung hinzu.“ (textezurkunst.de/de/artisteditions/mark-dion, Zugriff 29.04.2026).

dischinger, rudolf (1904-1988, Freiburg im Breisgau)

8193 Stilleben mit antikem Kopf, Krug und Apfel Tempera über Bleistift auf dünnem Velin. 1947.

30 x 42,3 cm.

Verso mit dem Nachlaßstempel sowie datiert.

800 €

Stimmig abstrahiertes Stilleben des badischen Künstlers. Als Schüler von Karl Hubbuch und Georg Scholz studierte Rudolf Dischinger 1924-27 an der Badischen Landeskunstschule. In den 1920er und 1930er Jahren machte sich der Künstler als Vertreter der Neuen Sachlichkeit einen Namen. Nach 1945 begann er mit der abstrakten Malerei, wandte sich spät jedoch wieder der gegenständlichen Bildwelt zu.

Provenienz: Privatbesitz Hessen

8194 „Farbige Reihung: Grauprofil I“ Tempera über Bleistift auf Velin. 1958.

Ca. 40 x 97,5 cm.

Verso mit Bleistift zweifach signiert „Dischinger“, zweifach datiert und betitelt.

700 €

In geometrische Farbflächen von feinsinnig abgetönter Tonalität zerlegt Dischinger die charakteristische, spannungsreiche Komposition aus seiner abstrakten Schaffensphase. Seit den 1930er Jahren unterhielt der Künstler engen Kontakt mit Julius Bissier.

Provenienz: Privatbesitz Hessen

ebert, albert (1906-1976, Halle a. S.)

8195 Mädchenakt mit Tuch Radierung mit Roulette und Aquatinta auf Velin. 1965/69. 17 x 9 cm (20,7 x 12,5 cm).

Signiert „Albert Ebert“ und später datiert sowie gewidmet, zudem bezeichnet „II“. Auflage 20 num. Ex. Brade/Stula R 40.

300 €

Prachtvoller Druck mit tief eingeprägter Plattenkante und kleinem Rand.

8196 Frühlingsblumen im Glas Radierung mit Aquatinta, aquarelliert, auf Velin. 1969/70. 14,2 x 9,4 cm (21 x 15,3 cm).

Gewidmet, dort signiert „Albert Ebert“ und datiert. Brade/Stula R 50.

300 €

Ausgezeichneter Druck mit Rand und zarter, stimmiger Aquarellierung.

8198 Der Maler

Lithographie auf Velin. 1970. 13,6 x 15 cm (21,2 x 16 cm).

Signiert „Albert Ebert“, datiert und gewidmet. Brade/Stula L 49.

300 €

Ganz ausgezeichneter Druck mit Rand.

ebert, albert

8197 Das schüchterne Modell II Lithographie auf festem Velin. 1970. 15,8 x 29 cm (24,5 x 37,5 cm).

Signiert „Albert Ebert“ und datiert. Auflage 30 num. Ex. Brade/Stula L 47.

300 €

Ausgezeichneter Druck mit deutlich zeichnender Steinkante, mit Rand.

8199 In Gesellschaft

Lithographie auf Velin. 1970. 12,5 x 12,5 cm (19 x 15,8 cm).

Signiert „Albert Ebert“ und datiert. Brade/Stula L 56.

240 €

Prachtvoller Druck mit Rand.

8198
8199
8197

eglau, otto

(1917 Berlin - 1988 Sylt)

8200 Fischernetze

Aquarell auf faserigem Japan. 1962.

44 x 61,3 cm.

Unten rechts mit Graphit signiert „Eglau“ und datiert.

240 €

Mit sparsamen Mitteln fängt Eglau die in leichtem Nebel liegende Szenerie ein, die zarten Übergänge zwischen Blau- und Grüntönen und die kontrastierenden graphischen Strukturen. Im Herbst 1962 reiste der Künstler nach Japan, wo möglicherweise die vorliegende Zeichnung entstand. Beigegeben: Ein Aquarell, (unleserlich) signiert.

Provenienz:

Privatbesitz Berlin

ernst, max

(1891 Brühl - 1976 Paris)

8201 Zu: Werner Spies, Max Ernst - Collagen. Inventar und Widerspruch

Farblithographie auf Arches-Velin. 1974.

32,5 x 44,9 cm (76,5 x 56,4 cm).

Signiert „max ernst“. Auflage 69 num. Ex. Spies/Leppien 251 A (von D).

600 €

Entstanden für die Vorzugsausgabe des Buches von Werner Spies, hier eines der Exemplare der beigelegten Mappe. Erschienen bei DuMont Schauberg, Köln, Druck Pierre Chave, Cence. Prachtvoller Druck mit dem vollen, sehr breiten Rand, links mit dem Schöpfrand.

8200
8201

fiedler, arnold (1900-1985, Hamburg)

8202 „Abstraktes Bild auf Grau“ Tempera und Collage mit textilen Elementen auf Velin, auf Untersatzkarton aufgezogen. 1976.

28 x 17 cm (35 x 27 cm, Karton).

Unten links mit Bleistift und Feder in Schwarz sowie oben rechts mit Feder in Schwarz jeweils signiert „Arnold Fiedler“ und datiert, auf dem Karton unten links und verso nochmals signiert, datiert und betitelt sowie bezeichnet „Tech. Collage bemalt“ und „3“.

600 €

Arnold Fiedlers Schaffen wird dem expressiven Realismus und der abstrakten Kunst zugeordnet. Er war früh bereits Mitglied der Hamburger Sezession, erhielt jedoch nach einem erfolgreichen Auftakt seiner künstlerischen Karriere unter den Nationalsozialisten ein Ausstellungsverbot. Im Anschluss an den Krieg entdeckte er die informelle Kunst und ging 1959 für zehn Jahre nach Paris.

Provenienz:

förg, günther (1952 Füssen - 2013 Freiburg)

8203 Grüner Kopfschmerz

Farbserigraphie auf Arches-Velin. 1997. 100,5 x 67,5 cm (121,5 x 80,5 cm).

Signiert „Förg“ und datiert. Auflage 100 num. Ex.

500 €

Prachtvoller Druck der großformatigen Komposition mit dem vollen Rand, oben und unten mit dem Schöpfrand.

Privatbesitz Hessen 8202 8203

foth, detlev (1959 Münster, lebt in Düsseldorf und Iasi/Rumänien)

8205 Gruiten mit Düssel Öl auf Leinwand. 1989.

50 x 60,4 cm.

Unten rechts mit Pinsel in Rot signiert „Foth“ und datiert.

600 €

Detlev Foth studierte ab 1979 an der Düsseldorfer Kunstakademie bei Luise Kimme, Bernhard Lüthi, Siegfried Cremer, Tony Cragg und anderen, ab 1985 war er dann Meisterschüler von Risse (Karin Götz). Nicht weit von Düsseldorf liegt das Dorf Gruiten mit einem historisch malerischen Dorfkern im Tal der Düssel, das Foth hier mit gestisch-pastosem Pinselstrich und in herbstlich leuchtenden Primärfarben und deren Abstufungen skizziert.

Provenienz: Privatsammlung Rheinland

8206 Bäume, Kalksteintagebau, Grube 7 Öl auf Leinwand. 1992.

60 x 60 cm.

Unten rechts mit Pinsel in Rot signiert „Foth“ und datiert.

600 €

Foths Werke bewegen sich zwischen abstraktem und figurativem Expressionismus und bleiben überwiegend gegenständlich. Nicht zuletzt aufgrund seines sehr pastosen, dynamischen Pinselduktus weisen sie oft einen hohen Abstraktionsgrad auf und geben dem Betrachter Spielraum für Interpretation sowie beim Erkennen von Details.

Provenienz: Privatsammlung Rheinland

förg, günther

8204 Baum

Farbradierung auf festem Velin. 2003.

79,3 x 59,6 cm (100 x 75 cm).

Signiert „Förg“ und datiert. Auflage 100 num. Ex.

300 €

Prachtvoller, großformatiger Druck in schön abgestimmter Farbigkeit mit ganz zartem Plattenton und dem vollen Rand.

8204
8205
8206

friedrichs-friedlaender, michael (1950 München, lebt in Berlin) 8207 „Eisen-Stahl VI“

Prägedruck auf dicken, weichem Velin. 1985.

69 x 49 cm (84,5 x 65 cm).

Signiert „Michael Friedrichs-Friedlaender“, datiert und betitelt. Auflage 5 num. Ex.

300 €

Behutsamer und dennoch kräftiger Prägedruck mit teils tiefem Relief und durch Rostspuren hervorgerufener, sanft-erdiger Farbigkeit. Michael Friedrichs-Friedlaender ist Metallplastiker und Bildhauer, den man vor allem als Hersteller der Berliner Stolpersteine kennt, dennoch zeigt er in dieser Graphik auch ein großes Gespür für den Umgang mit Papier. Prachtvolles Exemplar mit dem vollen Rand.

fussmann, klaus (1938 Velbert, lebt in Berlin und Gelting)

8208 Abstraktes Blumenstilleben

Aquarell und Deckweiß auf dickem, weichem Karton.

8 x 20 cm.

Unten rechts mit Pinsel in Blau monogrammiert „Fu“.

700 €

Fast wie in einer Unterwasserwelt schlängeln sich die stark abstrahierten Pflanzenformationen neben kleinen Luftblasen an die Oberfläche. Die Farbwahl ist wie immer bei Fußmann von herrlicher Leuchtkraft.

Beigegeben: Eine DVD „Es ist Zeit. Der Maler Klaus Fußmann. Ein Film von Wilfried Hauke“.

Provenienz:

Privatbesitz Berlin

geccelli, johannes (1925 Königsberg - 2011 Blankenfelde-Mahlow) 8209 Ohne Titel (Schreitende Figur)

Farbige Kreiden über Bleistift auf Bütten. 1971.

76,3 x 56,3 cm.

Unten rechts mit Kreide in Orange signiert „Geccelli“ und datiert.

900 €

Erst bei genauer Betrachtung erkennt man Umrisse einer Figur in Bewegung - eines der Hauptmotive im Oeuvre von Johannes Geccelli. Mitten ins Bild gesetzt, beginnt sie sich durch eine Fragmentierung der Farbfläche aufzulösen, weiße, rote und blaue Akzente verstärken einen spiegelnden Effekt. Verso das Fragment einer weiteren Bleistiftzeichnung. Wir danken Daniela Nicklas, Berlin, für freundliche Hinweise.

Provenienz: Privatbesitz Süddeutschland

8207
8208
8209

geiger, rupprecht (1908-2009, München)

8210 Ohne Titel

Farbserigraphie auf Schoellershammer-Velin. 1986.

71 x 90,3 cm.

Verso signiert „Geiger“. Auflage 100 num. Ex. Geiger Plakate S. 203.

800 €

Plakat, hier ohne die Schrift, zur Ausstellung „Rupprecht GeigerBilder, Zeichnungen, Graphik“ in der Galerie Wolfgang Ketterer, München 1986. Gedruckt bei SeriTec, München. Prachtvoller Druck der formatfüllenden Komposition.

gietz, martin (1949 Berlin)

8211 Diverse Titel

2 Farbholzschnitte und 6 (4 farbige) Radierungen auf verschiedenen Papieren. 1976-2004.

Bis ca. 65 x 50 cm (Blattgröße).

Sämtlich signiert „Martin Gietz“, datiert und betitelt.

300 €

Dabei die Motive „Vincents Sternenhimmel“ (2 Varianten), „Metropol - Disco Dance“, „Tagebuchnotizen“, „Landschaft am Ende des Regenbogens“, „Stadt, Dickicht, Ende“, „Basis des Rasens“ und „Schlangentanz“. Jeweils prachtvolle Drucke mit kleinem Rand.

8212 Diverse Titel

9 (8 farbige) Farbholzschnitte und 1 Farbsiebdruck auf verschiedenen Papieren. 1979-2022.

Bis ca. 49,5 x 62,5 cm (Blattgröße).

Sämtlich signiert „Martin Gietz“, datiert und teils betitelt.

300 €

Dabei u.a. die Motive „Sängerpaar“, „Tina T.“, „Gitarrist und Sänger“, „Vincents Sternenhimmel“ und „Die Lady vor der Stadt“. Jeweils prachtvolle Drucke, teils mit Rand.

8210
8211
8212

girke, raimund

(1930 Heinzendorf - 2003 Köln)

8213* Ohne Titel Farbserigraphie auf leichtem Karton. 1970.

78 x 57 cm (86 x 61 cm).

Signiert „Girke“ und datiert. Auflage 20 röm. num. Ex.

800 €

Prachtvoller, fein nuancierter Druck mit dem vollen Rand.

graphik & handzeichnungen

8214 Ca. 12 Blatt Druckgraphik 10 (6 farbige) Lithographien und 2 (1 farbige) Radierungen. 1958-68.

Bis ca. 54 x 67 cm (Blattgröße).

Alle signiert, meist datiert und betitelt.

300 €

Dabei sieben Arbeiten von Wolfgang Kunde, vier von Dietmar Lemcke und eine von Hans Wolfgang Schulz. Beigegeben: Drei signierte Plakate von Wolfgang Kunde.

graphik & handzeichnungen

8215 Ca. 13 Blatt Druckgraphik

6 Lithographien, 3 Farbserigraphien, 1 Farboffset-Collage und 3 (2 farbige) Radierungen. Um 1962-98.

Bis ca. 54 x 67 cm (Blattgröße).

Alle signiert, meist datiert.

300 €

Dabei Arbeiten von Hans Borchert, Edwin Dickmann, Henri Goetz, Maxim Kantor, Horst Lerche, Beate Nowak (3 Bl.), Heinz Otterson, Frank Reske, Wolfgang Roloff und Günter Wirth (2 Bl.).

Beigegeben: Ein signiertes Plakat von Beate Nowak und ein signiertes Offset von Günter Wirth.

8216 Sechs Blatt Druckgraphik

3 Radierungen, 2 Holzschnitte und 1 Farblithographie auf verschiedenen Papieren. 1963-82.

Bis 35 x 46 cm (Blattgröße).

Alle signiert bzw. monogrammiert, meist datiert.

300 €

Dabei Arbeiten von Julius Conrad, Walter Herzog, Heidi Manthey, Volker Pfüller, Robert Rehfeldt und Hans Scheib

8215
8216

graphik & handzeichnungen

8217 Fünf Blatt Druckgraphik und eine Zeichnung

Verschiedene Techniken auf unterschiedlichen Papieren. 1963-84. Bis 42 x 59 cm (Blattgröße).

Jeweils signiert, teils datiert.

500 €

Dabei Arbeiten von Horst Antes (3 signierte Druckgraphiken, um 1965-72, dabei Lutze 537), Albert Hennig (Winterlandschaft mit Häusern, signiertes Aquarell, 1984), Ida Kerkovius (Schlange mit Punkten, signierte Farbserigraphie, 1963) und Gerhard Marcks (Segelschiffe, signierte Lithographie, 1977, Lammek L 182).

graphik & handzeichnungen

8218 Zehn Blatt Druckgraphik und zwei Zeichnungen Verschiedene Techniken auf unterschiedlichen Papieren. Ca. 1965-76.

Bis ca. 68,5 x 52,5 cm. Alle signiert, teils datiert.

400 €

Dabei u.a. Arbeiten von Gerhard Feest (Gleich), Rudolf Hradil, Ernst Neukamp, Hans Georg Rauch, Karl Rössing, Armin Sandig und Rolf Szymanski

graphik & handzeichnungen

8219 Sieben Blatt Graphik und fünf Zeichnungen

Verschiedene Techniken auf unterschiedlichen Papieren. 1965-2003.

Bis 73 x 53 cm (Blattgröße).

Meist signiert bzw. monogrammiert oder mit Signaturstempel, teils datiert.

500 €

Dabei Arbeiten von Max Ackermann (Ohne Titel, Farbserigraphie, 1965/67), Erich Buchholz (Geometrische Kompositionen, 6 Holzschnitte), Georg Engst (4 Unikate, Tempera, teils mit Blattgold, 2000-03) und David Hazelwood („Interlocking Browns“, Aquarell, Acryl und collagierte Kartons, 1987).

8219
8219

graphik & handzeichnungen

8220 Großgörschen 35 8 (6 farbige) Radierungen und 6 Farblithographien. 1969-2002. Bis 86 x 65,5 cm (Blattgröße).

Alle signiert und datiert, teils betitelt.

400 €

Arbeiten von Mitgliedern der Berliner Künstlergruppe Großgörschen 35: Wolfgang Petrick (dabei die Motive „Die Neue“, „Ehepaar“, „Mitglied“, „Deutsche Hunde“, „0:0“, „Versuchsanordnung“ und „Mädchen mit kleiner Schwimmweste“), Peter Sorge und Klaus Vogelgesang. Allesamt prachtvolle Drucke. Beigegeben: Zwei Plakate (eines signiert) von Wolfgang Petrick, 1969-71, und ein signiertes Plakat von Eduard Franoszek, 1968.

hartung, hans (1904 Leipzig - 1989 Antibes)

8221 L 32, 1957

Farblithographie auf BFK Rives-Velin. 1957.

50,5 x 33,5 cm (66 x 50 cm).

Signiert „Hartung“. Auflage 100 num. Ex. RMM 108 B d (von h).

350 €

Exemplar des zweiten, farbigen und endgültigen Zustands. Gedruckt bei Jean Pons, Paris. Prachtvoller Druck mit dem vollen Rand, rechts mit dem Schöpfrand.

heerich, erwin (1922 Kassel - 2004 Meerbusch)

8223 Kartonplastik Brauner Karton. 1995. 25,5 × 50 × 34 cm.

Auf beiliegendem Zertifikat signiert „Heerich“. Auflage 20 Ex.

600 €

In kleiner Auflage herausgegeben von der Edition Staeck, Heidelberg.

heidelbach, karl (1923 Hanau - 1993 Köln)

8224 „Lissy stehend“ Öl auf Sperrholz, im Künstlerrahmen. 1965.

77,5 x 37 cm.

Oben links mit Bleistift signiert „Heidelbach“, verso mit Feder in Blau datiert, betitelt sowie mit den Maßangaben.

600 €

Surreal anmutende Darstellung der skurrilen stehenden Figur mit menschlichen Elementen. Effektvoll kommt die Maserung der ungrundierten Holzplatte im Hintergrund zum Tragen.

Provenienz:

Margot Schütte (mit deren Besitzvermerk verso) Privatbesitz Nordrhein-Westfalen

hartung, hans

8222 L 112, 1963

Lithographie in Dunkelbraun auf BFK Rives-Velin. 1963.

53,2 x 73,5 cm (56 x 76 cm).

Signiert „Hartung“. Auflage 100 num. Ex. RMM 190 B l (von p).

400 €

Die erste Hälfte der numerierten Auflage wurde in Schwarz, die zweite in Braun gedruckt. Herausgegeben von der Erker Presse, St. Gallen, mit deren Blindstempel unten links. Prachtvoller Druck mit dem vollen Rand.

8222
8223
8224

heidelbach, karl

8225 Rückenakt liegend Öl auf Holz, im Künstlerrahmen. 1968.

37 x 86 cm.

Unten links mit Pinsel in Dunkelgrün signiert „Heidelbach“ und datiert, verso mit Faserstift in Rot (von fremder Hand?) bezeichnet „110“.

600 €

Die Eleganz und Sanftheit der fließenden Linien und weichen Oberflächen von Stoff und Inkarnat wird durchbrochen von dem groben, um beide Beine gewundenen Strick. In akribischer, hyperrealistischer Malweise schildert Heidelbach die Szene mit weichem Pinsel und reduzierter Palette und setzt sich mit dem (männlichen) Blick auf die Frau auseinander.

Literatur:

Wolfgang Zemter (Hrsg.), Karl Heidelbach, Bönen 1994, S. 86 Axel Hinrich Murken (Hrsg.), Phantastische Welten. Vom Surrealismus zum Neosymbolismus, Herzogenrath 2012, S. 46-47

Provenienz: Privatbesitz Nordrhein-Westfalen

heldt, werner (1904 Berlin - 1954 San Angelo/Ischia)

8226 Häuser und Trümmer

Lithographie auf Velin. 1947. 29,3 x 20,5 cm (42 x 29,5 cm).

Monogrammiert „WH.“. Auflage 100 num. Ex. Seel 462.

600 €

Ausgezeichneter Druck mit dem vollen Rand.

heldt, werner

8227 Häuser

Pinsellithographie auf Velin. 1949. 33,5 x 26 cm (42 x 29,5 cm).

Monogrammiert „WH.“ und datiert. Auflage 110 num. Ex. Seel 630.

500 €

Erschienen in der Edition Seel, Berlin, als Blatt 1 der Folge „Berlin“ (Seel 629-635). Prachtvoller Druck mit dem vollen Rand.

8228 Berlin am Meer

Pinsellithographie auf Velin. 1949. 19 x 30 cm (30 x 41,8 cm).

Monogrammiert „WH.“ und datiert. Auflage 110 num. Ex. Seel 632.

300 €

Erschienen in der Edition Seel, Berlin, als Blatt 3 der Folge „Berlin“ (Seel 629-635). Ausgezeichneter Druck mit dem vollen Rand.

8229 Stadtbild

Pinsellithographie auf Velin. 1949. 22 x 33,4 cm (30 x 41,8 cm).

Monogrammiert „WH.“ und datiert. Auflage 110 num. Ex. Seel 635.

400 €

Erschienen in der Edition Seel, Berlin, als Blatt 6 der Folge „Berlin“ (Seel 629-635). Prachtvoller Druck mit dem vollen Rand

8227
8228
8229

hoffmeister, adolf (1902 Prag - 1973 Rícky u Brna) 8230 Stilleben mit einer Note Papiercollage und Feder in Schwarz auf festem Velin. 1967. 31,3 x 44,1 cm (Papiergröße).

Unten rechts in der Darstellung mit Bleistift monogrammiert „A H“ und datiert.

500 €

Die ovale Collage mutet wie der Teil einer Wohnzimmerdekoration aus den 1960er Jahren an: beigefarbene Töne unterschiedlicher Abstufungen neben pastelligem Blau und Grün, dazwischen klebt das Spitzenornament einer alten Papiertischdecke und ganz klein prangt mittig links eine umgedrehte Sechzehntelnote in Schwarz. Adolf Hoffmeister war ein äußerst vielseitiger tschechischer Künstler, Karikaturist, Buchillustrator Kulturfunktionär und auch Diplomat.

Provenienz: Privatbesitz Rheinland

hofschen, edgar (1941 Tapiau - 2016 Radevormwald) 8231 Modifikation

Tempera auf Leinwand. 1989.

69 x 57 cm.

Verso mit Pinsel in Schwarzgrün signiert „Hofschen“ sowie mit dem Künstlersignet und datiert.

750 €

Geometrische Formen, voneinander abgegrenzt mit feinen, geritzten Linien, bestimmen die Farbfelder in Schattierungen von Blau und Schwarz. Edgar Hofschen war ein Vertreter der „Analytischen Malerei“, einer internationalen Bewegung der Kunst der 1970er Jahre, die die Relationen zwischen Malgrund, Farbmaterial und Farbauftrag ebenso untersucht wie die Bedingungen, die der Malerei vom Bildträger und der Bildfläche gesetzt werden.

Provenienz: Privatbesitz Schweden

holmead

(d.i. Clifford Holmead Phillips, 1889 Shippensburg/Pennsylvania - 1975 Brüssel)

8232 Mädchen in Rückenansicht

Öl auf Leinwand, aufgezogen auf Sperrholz. 1973.

22,6 x 17 cm.

Unten links mit Pinsel in Rot monogrammiert und datiert, verso mit Zimmermannsbleistift signiert „Holmead“, bezeichnet „Pinx“ und datiert.

1.000 €

Charakteristische, reliefartige, kleine Ölstudie eines Mädchens in Rückenansicht, entstanden durch einen dynamisch-pastosen Farbauftrag. Ohne die Physiognomie des Kindes zu verraten, tritt Holmead als genauer Beobachter der Bewegung beim Binden eines Zopfes auf. In seinem Spätwerk widmet sich Holmead zunehmend dem menschlichen Gesicht und malt Anfang der 1970er Jahre neben Landschaften und Architekturen fast ausschließlich Köpfe. Die Arbeit wird von Birgid und Christoph Groscurth, Frankfurt, in das in Vorbereitung befindliche Werkverzeichnis aufgenommen.

Provenienz:

Privatbesitz Belgien

hüppi, alfonso

(1935 Freiburg, lebt in Baden-Baden und Namibia) 8233 Drei Druckgraphiken

3 Bl. Farbserigraphie, 1 Bl. mit collagiertem Holz, auf Velin. Um 1967-72.

Bis 61,3 x 86,5 cm.

Jeweils signiert „Hüppi“. Auflage 180, 45 bzw. 100 num. Ex. 240 €

Charakteristische Blätter des Künstlers, die die Ästhetik der konkreten Kunst und einen surrealistischen Humor miteinander verbinden. Prachtvolle Drucke.

8232

hundertwasser, friedensreich

(d.i. Friedrich Stowasser, 1928 Wien - 2000 auf einer Schiffsfahrt im Pazifik)

8234 Die fünfte Augenwaage Farbserigraphie mit Metallprägung auf festem Schoeller-Stern-Velin. 1972.

46,3 x 57,7 cm (49,3 x 67 cm).

Auflage 3000 num. Ex. Koschatzky 44.

700 €

Blatt 1 des Portfolios „Look at it on a rainy day“. Herausgegeben von Ars Viva, Zürich 1971/72, gedruckt bei Dietz Offizin, Lengmoos. Der Drucker Dietz erreichte mit diesen Blättern „eine Druckqualität erstaunlichster Art“ (Koschatzky S. 108). Mit dem Prägestempel „Hundertwasser Regentag“ und drei japanischen Prägestempeln (inkan) sowie mit den Prägestempeln von Drucker und Verleger. Kräftiger, farbfrischer Druck mit Rand.

8235 Olympische Spiele München 1972 (Posterversion) Farbserigraphie mit Metallprägung auf grünbraunem Velin. 1972. 102 x 63,8 cm.

Auflage 3999 num. Ex. Koschatzky 54 II.

800 €

Erschienen anlässlich der Olympischen Spiele in München 1972. Damals wurden mehrere Künstler mit der Gestaltung von Plakaten beauftragt, so auch Friedensreich Hundertwasser. Mit den Goldprägestempeln der „Dietz Offizin“ und „Kurz-Präge Folien“, dem Grüngoldprägestempel „This Poster is not signed Hundertwasser Lengmoos 1971“, zwei japanischen Prägestempeln (inkan) sowie dem goldgeprägten Olympia-Signet. Prachtvoller Druck der formatfüllenden Komposition.

hundertwasser, friedensreich

8236 Hommage à Schröder Sonnenstern Farbserigraphie mit Metallprägung auf grauem Bütten. 1972. 84,6 x 59 cm (99,3 x 69,8 cm).

Auflage 4200 num. Ex. Koschatzky 56 b.

600 €

Mit den Stempelsignaturen von Hundertwasser und SchröderSonnenstern. Gedruckt bei Dietz, Lengmoos, herausgegeben von Ars Viva, Zürich. Prachtvoller Druck mit dem wohl vollen Rand.

janssen, horst (1929-1995, Hamburg)

8237 „Guten Morgen“ Feder in Schwarz, Graphitstift und Farbstifte auf alt beschriftetem, dünnem Maschinenbütten, auf Unterlagekarton montiert. 1969. 19,9 x 27,8 cm.

Unten rechts mit Feder in Schwarz signiert „Janssen“, mittig betitelt und datiert und auf dem Unterlagekarton mit einer Widmung von Gesche Tietjens.

700 €

Surreal anmutende und grotesk übersteigerte Zeichnung aus dem vielseitigen zeichnerischen Schaffen Horst Janssens, mit präzisen Linien und teils fein differenzierten Farbflächen.

Provenienz: Privatbesitz Berlin (Geschenk von Gesche Tietjens)

8236
8237

jones, allen (1937 Southampton, lebt in London) 8238 Night and Day Farblithographie auf Velin. 1976.

77,5 x 57 cm.

Signiert „allenjones“. Auflage 200 num. Ex. Lloyd 74.

500 €

Erschienen in einer Gesamtauflage von 210 Exemplaren bei der Galerie Ariadne, Wien. Prachtvoller, farbsatter Druck der blattfüllenden Komposition.

8239 Cue Farblithographie auf Velin. 1981.

106,5 x 72 cm.

Signiert „allenjones“ und datiert. Auflage 75 num. Ex. Lloyd 83.

500 €

Großformatige Darstellung, erschienen in einer Gesamtauflage von 85 Exemplaren bei Waddington Graphics, London, mit deren Blindstempel unten links; Druck Jack Lemon, Landfall Press, Chicago. Prachtvoller, formatfüllender, in den Farben schön nuancierter Druck.

kaufmann, herbert (1924 Aachen - 2011 Düsseldorf)

8240 „Trikolore“

Collage auf festem Velinkarton. 1967. 52,2 x 40,2 cm.

Unten mittig mit Bleistift signiert „H. KauFmann“ und datiert, verso oben links erneut mit Bleistift signiert „H. KauFmann“, betitelt und mit Maßangaben.

500 €

Nach seinem Studium an der Kunstakademie in Düsseldorf war Kaufmann neben Peter Brüning, Gerhard Hoehme und Friedrich Werthmann Mitbegründer der „Künstlergruppe 53“, die einen großen Einfluss auf die Entwicklung der Kunst im Nachkriegsdeutschland hatte und aus der die legendäre Vereinigung ZERO hervorging. Bereits Ende der 1950er Jahre fertigte Kaufmann erste Collagen und wandte sich in den 1960ern konsequent dieser Technik zu.

Provenienz:

Privatbesitz Süddeutschland

Ausstellung:

Westdeutsche Künstlerbund-Ausstellung, Hagen 1968 (verso mit Papieretikett)

kehl, gerhard (1964 Wissen/Westerwald - 2024 Berlin) 8241 „Ladyshave“ - Rasierer Holz, farbig lackiert, auf rosa Satinpolster in farbig lackierter Holzschatulle. 2001.

6 x 20 x 15,3 cm (Schatulle).

Auf der Unterseite des Kastens mit Faserstift in Schwarz signiert „KEHL“ und datiert.

900 €

Frühes Holzobjekt des Objekt- und Skulpturenkünstlers Kehl, der 2001 damit begann, Skulpturen nach eigenen Entwürfen zu gestalten, die er farbig lackierte bzw. bemalte. Die traditionelle Handwerkskunst aus dem Erzgebirge inspirierte ihn dazu, mit dortigen Schnitzern und Drechslern zusammenzuarbeiten. „Ladyshaver, Rasierapparat und Haarschneidemaschine präsentiert Kehl zu Ikonen überhöht in Samtkissen bonbonfarben lackierter Schmuckschatullen.“ (Patricia Caspari, in: kehl-art.de, Zugriff 26.03.2026).

Provenienz:

Sammlung Wolfgang Joop und Edwin Lemberg, Potsdam

kentridge, william (1955 Johannesburg)

8242 William Kentridge, Paleis voor Schone Kunsten Brussel Offset auf Velin. 1998.

53,8 x 68,5 cm (61,8 x 72,3 cm).

Signiert „W Kentridge“. Auflage 200 num. Ex.

300 €

Signierte Auflage des Plakates zur Ausstellung in Brüssel 1998. Prachtvoller Druck mit dem vollen, kleinen Rand.

8240
8241
8242

kögler, harry

(1921 Roedersdorf - 1999 Karlsruhe)

8243 Abstrakte Komposition Mischtechnik, collagiert, auf festem Velin. 1957.

20,8 x 29,5 cm.

Unten links mit Bleistift signiert „Kögler“ und datiert.

800 €

Abstrakte Elemente, komplex collagiert, erinnern an fragmentierte architektonische Formen. 1946-53 studierte Harry Kögler an der Hochschule für Bildende Künste in Berlin, u.a. bei Hans Orlowski und Max Pechstein. 1959 wurde ihm der Rompreis der Villa Massimo und 1960 der Villa-Romana-Preis der Stadt Florenz verliehen. Anschließend lehrte er Malerei an der Hochschule für Bildende Künste Berlin und an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe.

Provenienz: Privatbesitz Brandenburg

köthe, fritz

(1916-2005, Berlin)

8244 Verkehrszeichen

Aquarell und Bleistift auf Velin. 1963. 30,3 x 22,2 cm (Passepartoutausschnitt).

Unten links mit Bleistift monogrammiert „K“ und datiert.

450 €

Ab den 1960er Jahren nehmen Straße und Auto als Motiv, Fundstück und darzustellende Wirklichkeit eine wichtige Funktion im Werk des Künstlers ein.

Provenienz: Privatsammlung Berlin

kohlhoff, walter (1906-1981, Berlin)

8245 Gärtnerei in Britz Tempera auf Hartfaser. 45 x 67 cm.

500 €

Oft sind es die dörflichen Elemente und die Randbezirke der Großstadt Berlin, die Kohlhoff ins Bild setzt. Sein Motiv hier ist eine Gärtnerei in Britz, dem südlichen Teil von Berlin-Neukölln, und es ist Vorfrühling: Die beschnittene Kopfweide ist noch ganz kahl, doch im Bereich der Frühbeete zeigt sich ein grüner Hauch. Fein nuanciert trägt Kohlhoff die Farben grob auf, spachtelt sie, kratzt in die feuchten Farbpasten und schafft so eine differenziert durchstrukturierte Oberfläche.

Provenienz: Sammlung Berliner Sparkasse

kolár, jirí

(1914 Protivin - 2002 Prag)

8246 Turmbau zu Babel

Collage auf Karton. 1961. 22,5 x 21 cm.

Unten rechts mit Kugelschreiber in Blau monogrammiert „J.K.“ und datiert.

500 €

Kolár erfand die sogenannte Rollage-Technik und experimentierte u.a. in seinen Chiasmagen, Assemblagen und visuellen Poesien vielfach mit Schrift und Bild; bis in die 1960er Jahre widmete er sich vor allem der Literatur. In der vorliegenden Arbeit finden sich ausschnitthaft Motive altmeisterlicher Gemälde, u.a. von einer Version des „Turmbau zu Babel“ von Pieter Brueghel d.Ä.

Provenienz:

Sammlung Konrad Balder Schäuffelen (direkt vom Künstler erhalten)

8247 Ohne Titel (Saubere Wäsche)

Offset, collagiert auf leichtem Velinkarton. 1962.

24,2 x 19,7 cm.

Unten rechts mit Kugelschreiber in Blau monogrammiert „J.K.“ und datiert, verso mit Kugelschreiber in Schwarz mit dem Künstlersignet und nochmals datiert.

600 €

Das leuchtend farbige, collagierte Reklamefragment, wohl aus einem Mode- oder Gesellschaftsjournal der Sixties, ergänzt und konterkariert die darunterliegende altmeisterliche Darstellung zu einem skurril-humorvoll wirkenden Gesamtbild.

Provenienz:

Sammlung Konrad Balder Schäuffelen (direkt vom Künstler erhalten)

8248 Ohne Titel (Männerbeine)

Offset, collagiert auf leichtem Velinkarton. 1964. 23,3 x 22 cm.

Verso mit Feder in Blau monogrammiert „J. K.“ und datiert.

600 €

Die surrealistische Collage kombiniert in paar Beine in Anzughose, eine Hand mit Zigarre, und im Fenster daneben das Fragment einer Umarmung. Im Jahr 1964, zu der Zeit also, als die vorliegende Collage entstand, trat Kolár der Künstlergruppe „Kreuzung“ (Krizovatka) bei, 1979 unterzeichnete er das politische Manifest Charta 77 und musste daraufhin nach Paris emigrieren. Beigegeben: Ein monogrammierter Farboffset von Jiri Kolár, 1967.

Provenienz:

Sammlung Konrad Balder Schäuffelen (direkt vom Künstler erhalten)

8246
8247
8248

krystufek, elke (1970 Wien, lebt in Wien und Berlin)

8249 Tears are antifreeze for the soul C-Print auf festem beschichteten Karton. 1996.

75 x 50 cm.

Verso signiert „Elke Krystufek“, mit dem Künstlersignet und datiert.

800 €

Die vielseitige Künstlerin Krystufek ist auch Fotografin, Installationskünstlerin und Autorin. An der Akademie der bildenden Künste in Wien studierte sie zwischen 1988 und 1993 bei Arnulf Rainer. Prachtvoller Druck der formatfüllenden Komposition.

kulhánek, oldrich (1940-2013, Prag)

8250 „Hommage à Albrecht Dürer II“ 2 Bl. Farblithographie auf Velin. 1992. 49 x 33,5 bzw. 48,8 x 38 cm (70 x 50 cm).

Beide signiert „Oldrich Kulhánek“, datiert und betitelt. Auflage je 100 num. Ex.

300 €

„Adam & Eva“ und „Salut à Bosnia“. Kulhánek studierte ab 1953 an der Kunstgewerbehochschule in Prag bei Karel Svolinský. Seine erste Ausstellung fand 1968 statt. Einige seiner frühen Graphiken, die angeblich sozialistische Politiker, unter ihnen Josef Stalin, verunglimpfen sollten, wurden vor 1989 in der kommunistischen Tschechoslowakei verboten und erst nach 1989 neu aufgelegt. Ausgezeichnete Drucke der großformatigen Kompositionen mit breitem Rand.

kulhánek, oldrich

8251 „Život v kruhu; Život v kotrmelcích“ (Leben im Kreis; Leben in Akrobatik)

2 Bl. Farblithographie auf Velin. 1995/96.

71 x 54 bzw. 65,5 x 49 cm (84 x 61,3 bzw. 86,6 x 64,4 cm).

Beide signiert „Oldrich Kulhánek“, datiert und betitelt. Auflage je 90 num. Ex.

300 €

Ausgezeichnete Drucke der großformatigen Kompositionen mit breitem Rand.

kyncl, frantisek

(1934 Pardubice - 2011 Düsseldorf)

8252 Ohne Titel

Mischtechnik und Prägedruck auf Velin. 1990. 30 x 21 cm.

Unten mittig mit Bleistift signiert „F. Kyncl“ und datiert.

400 €

Punkt und Linie, Linie und polygonale Form: Ausgehend von großen weißen Punkten, durchzieht ein haptisch erlebbares Netz aus kurzen Linien die Papierfläche. Kyncl ist bekannt für seine konstruktivistischen Arbeiten mit Holzstäbchen, und so ist davon auszugehen, dass er jene Stäbchen von hinten ins Papier presst, wodurch vorderseitig ein lebendiges Relief entsteht, das an den erhabenen Stellen mit brauner Kreide eingefärbt wird und über dessen Rasterstruktur der Künstler mit dem pink eingefärbten Pinsel eine Spiralform setzt.

Provenienz:

Privatbesitz Hamburg

8251 8252

laabs, hans (1915 Treptow a. d. Rega - 2004 Berlin)

8253 Abstrakte Komposition („Ceylon“) Collage, Gouache, Deckweiß und Bleistift auf braunem Velinkarton. 1986.

49 x 30 cm.

Unten rechts mit Bleistift signiert „Laabs“, datiert und bezeichnet „Ceylon“.

400 €

Dynamisch versetzen die Farbeffekte in Rot und Rosa die abstrakte Komposition in feine Schwingungen. Obgleich Hans Laabs‘ Werk von anderen Künstlern wie Paul Klee inspiriert wurde und er im Kontakt mit den Tendenzen seiner Zeit stand, blieb er künstlerisch ein Einzelgänger und seiner eigenen Ausdrucksform treu.

Provenienz:

Privatbesitz Berlin

8254 „Sylt“ Gouache und Deckweiß auf Velin. 1986.

32 x 24 cm.

Unten rechts mit Bleistift signiert „Laabs“, datiert und betitelt.

300 €

In vehementer, intensiv leuchtender Farbigkeit und großzügigem, schnellem Duktus formuliert Laabs die Figur des sitzenden weiblichen Aktes. Stimmige Komposition aus Laabs‘ später postabstrakter Zeit.

Provenienz: Privatbesitz Berlin

ladwig, roland (1935 Wedel - 2014 Berlin)

8255 „Strauß mit Wicken“ Öl auf Leinwand. 1989.

36,5 x 30,2 cm.

Unten links mit Pinsel in Blau signiert „R. Ladwig“ und datiert, verso nochmals mit Pinsel in Blau signiert und datiert sowie auf dem Keilrahmen mit Bleistift betitelt.

300 €

Ladwigs geistige Heimat ist der Expressionismus und mit seinem reliefartig pastosen Farbauftrag in seinem Spätwerk erinnert er an Lovis Corinth oder seinen Lehrer Oskar Kokoschka. In dieser Tradition schildert er auch den sommerlichen frischen Blumenstrauß mit Wicken.

Provenienz:

Privatbesitz Berlin

8256 Stilleben mit Obst und Blumen Öl auf Leinwand. 1992.

35,5 x 35 cm.

Unten links mit Pinsel in Blau signiert „R. Ladwig“ und datiert, verso nochmals mit Pinsel in Blau signiert und datiert, auf dem Keilrahmen mit Bleistift gewidmet.

300 €

Mit dynamisch kurzen, pastosen Pinselstrichen arrangiert Ladwig Früchte und Blumen auf einem Tisch, ganz in der Manier expressionistischer Vorbilder. Gleichzeitig erinnert die Malweise aber auch an aktuelle Bilder der Zeit, in denen Ölfarbe beispielsweise virtuos mit Händen aufgetragen wird.

Provenienz:

Privatbesitz Berlin

8255
8256

lange, thomas (1957 Berlin)

8257 „Amor II“

Öl und Bleistift über Offset, collagiert, auf Velin. 1983.

33 x 24 cm.

Oben rechts mit Bleistift signiert „T. Lange“ sowie datiert, oben mittig betitelt.

300 €

Die künstlerische Entwicklung Thomas Langes nahm ihren Anfang in der zweiten Hälfte der 1970er Jahre in der sogenannten Underground-Szene des damaligen West-Berlin und setzte sich in den frühen 1980er Jahren in den Experimenten der “Jungen Wilden” fort, die einen Teil der Bewegung des deutschen Neoexpressionismus darstellen.

Provenienz:

Privatbesitz Berlin

lüpertz, markus (1941 Liberec, lebt in Berlin, Düsseldorf und Karlsruhe)

8258 Parsifal - Männer ohne Frauen I

Farblithographie auf Velin. 1995.

72 x 53 cm (76 x 56 cm).

Mit dem Künstlersignet „ML“. Auflage 75 num. Ex.

400 €

Prachtvoller, kräftiger Druck mit dem vollen Rand.

8259 Parsifal - Männer ohne Frauen II

Farblithographie auf Velin. 1995. 72 x 54 cm (76 x 56 cm).

Mit dem Künstlersignet „ML“. Auflage 75 num. Ex.

400 €

Prachtvoller, kräftiger Druck mit dem vollen Rand.

mack, heinz

(1931 Lollar, lebt in Mönchengladbach und auf Ibiza)

8260 Silberflügel

Heißfolien-Prägedruck in Silber und Siebdruck, auf schwarzen

Chromoluxkarton aufgezogen. 1981.

14,7 x 21 cm (25 x 25 cm, Karton).

Signiert „mack“ und datiert. Auflage 90 num. Ex. Mack 171.

500 €

Erschienen in einer Gesamtauflage von 100 numerierten Exemplaren bei der Galerie Löhrl, Mönchengladbach. Prachtvoller Druck mit dem vollen Rand.

mack, heinz und höpker, thomas

(1931 Lollar, lebt in Mönchengladbach und auf Ibiza /1936 München, lebt in Hamburg und New York)

8261 Expedition in künstliche Gärten

2 Dye-Transfer-Abzüge. 1977.

Je 50 x 33 cm (50,2 x 61 bzw. 50,2 x 46 cm).

Jeweils signiert „mack“ und monogrammiert „TH“.

600 €

Erschienen bei Gruner & Jahr, Hamburg. Heinz Mack und Thomas Höpker unternahmen 1976 eine aufwendige Expedition. Höpker fotografierte Macks Skulpturen und skulpturale Objekte wie Plexiglaskörper, Licht-Blumen, prismatische Pyramiden, die dieser an unbewohnten Orten wie der algerischen Wüste oder der Arktis „anpflanzte“, um optische Sensationen entstehen zu sehen. Im Anschluss publizierten beide das Buch „Expedition in künstliche Gärten“ mit Fotos der Reise, herausgegeben im Verlag Stern Buch 1977.

8262 Expedition in künstliche Gärten

2 Dye-Transfer-Abzüge. 1977.

Je 50 x 33 cm (50,2 x 61 bzw. 50,2 x 46 cm).

Jeweils signiert „mack“ und 1 Bl. monogrammiert „TH“.

600 €

Erschienen bei Gruner & Jahr, Hamburg. Prachtvolle Abzüge mit dem vollen Rand.

8260

matschinsky, martin (1921 Grötzingen - 2020 Berlin)

8263 Ohne Titel

Mischtechnik auf Fabriano-Velin. 2001.

69,5 x 99 cm.

Unten rechts mit Kreide in Schwarz monogrammiert „M. M.“ und datiert.

400 €

Schwarze, schwebende Linien mäandern suchend über zarte, feinsinnig gefärbte breite Pinselstrukturen. Der Bildhauer Matschinsky, der gemeinsam mit seiner Frau die acht Meter hohe Plastik „Berlin“ auf dem Mittelstreifen der Tauentzienstraße schuf, wandte sich in seinem Spätwerk zunehmend der Malerei zu. Matschinskys Arbeiten stehen in der Tradition des französischen Tachismus und des deutschen Informel.

Provenienz: Privatbesitz Berlin

matschinsky-denninghoff, brigitte (1923-2011, Berlin)

8264 Ohne Titel

Mischtechnik mit Collage auf Velin. 2003.

29,5 x 20,8 cm.

Unten links mit Bleistift monogrammiert „BMD“ und datiert.

300 €

Die kalligraphisch-zarte Komposition weist einen informellen Gestus auf, die Collage vertieft die Materialität der Komposition. Brigitte Matschinsky-Denninghoff, Assistentin der Bildhauer Henry Moore und Antoine Pevsner, gründete zusammen mit sechs anderen Künstlern 1949 in München die Künstlergruppe ZEN 49. 1955 heiratete sie Martin Matschinsky, und gemeinsam wirkten sie als BildhauerEhepaar.

Provenienz: Privatbesitz Berlin

matta, roberto (1911 Santiago de Chile - 2002 Civitavecchia)

8265 Bonjour Max Ernst Farbaquatinta auf Arches-Velin. 1974. 49,3 x 37,4 cm (66 x 50 cm).

Mit dem Künstlersignet. Auflage 100 num. Ex. Sabatier 404.

350 €

Aus dem Mappenwerk gleichen Titels, herausgegeben von Georges Visat, Paris 1974. Prachtvoller Druck mit dem vollen Rand, unten mit dem Schöpfrand.

mecys, aliute (1943 Koblenz - 2013 Hamburg)

8266 Kostümentwürfe zu „Die Meistersinger“ 2 Bl. Zeichnungen. Bleistift und farbige Stifte auf dünnem Pergament. 1970er JAhre. 29,6 x 41,7 cm bzw. 41,7 x 29,6 cm. Je mit Bleistift signiert „Aliute“ und mit dem Künstlersignet.

300 €

In altmeisterlicher Detailgenauigkeit und äußerster Präzision zeichnet Aliute Mecys mit spitzem Bleistift und feinster Kolorierung Kostümentwürfe zu Richard Wagners „Die Meistersinger von Nürnberg“. Dabei legt sie ein besonderes Augenmerk auf den Faltenwurf der Gewänder und die feinen Details der Gesichter. In den Blatträndern gibt sie mit schriftlichen Vermerken genaue Anweisungen zu Stoffen und Farben der Kostüme.

Provenienz: Privatbesitz Süddeutschland

8265
8266

meyer, jobst (1940 Oberhausen - 2017 Braunschweig)

8267 „Kleine Landschaft“ Eitempera auf Leinwand. 1968.

30 x 35 cm.

Verso mit Faserschreiber in Schwarz signiert „Jobst Meyer“ und mit Richtungspfeil, auf dem Spannrahmen nochmals signiert, datiert, betitelt und bezeichnet „Eitempera“.

300 €

Frühe Arbeit des Künstlers, der sich in seinem Schaffen vielfach mit den Transformationsprozessen in Ost- und Westdeutschland auseinandersetzte. Jobst Meyer studierte an der Hochschule für bildende Künste, Berlin, und an der Akademie der bildenden Künste, Karlsruhe. Seine Gemälde sind in zahlreichen öffentlichen Sammlungen vertreten. Beigegeben: Ein signiertes Gemälde „Frauenakt Sixties“ von I. Ibe, 1968.

Provenienz:

Galerie Cornels, Baden-Baden (mit deren Stempel verso auf dem Spannrahmen)

Privatsammlung Berlin

morgner, michael (1942 Chemnitz, lebt in Einsiedel bei Chemnitz) 8268 „Angst“ Farbaquatinta mit Prägedruck auf Hahnemühle-Kupferdruckkarton. 1991.

64,3 x 49,3 cm (72,5 x 53,5 cm).

Signiert „morgner“, datiert und betitelt sowie bezeichnet „E.(preuve d‘)A.(rtiste)“.

Griffelkunst II 265 C4.

300 €

Prachtvoller, gegensatzreicher Druck mit dem vollen Rand.

nay, ernst wilhelm (1902 Berlin - 1968 Köln)

8269 Farblitho 1955 (NOR)

Farblithographie auf bräunlichem Velin. 1955.

36,2 x 52,5 cm (38,3 x 54,8 cm).

Auflage 150 Ex. Gabler 46.

450 €

Nach einer Aquarellvorlage, erschienen als Beilage zum Katalog „Geh durch den Spiegel“, Nr. 10, 1957, im Verlag Der Spiegel, Köln. Guter Druck mit kleinem Rand. Beigegeben: Ein Farboffset nach Aquarell von Nay, „Umbrisch Blau“, 1960.

nesch, rolf (1893 Oberesslingen - 1975 Oslo)

8270 Eselreiter

Farbiger Metalldruck auf Johannot-Velin. 1968.

49,4 x 31,7 cm (68,3 x 48,9 cm).

Signiert „Rolf Nesch“. Auflage 300 num. Ex. Helliesen/Sørensen 804.

300 €

Erschienen als Jahresgabe des Kunstvereins Hamburg, 1963, verso mit dem Stempel. Prachtvoller, kräftiger Druck mit schönem Relief und breitem Rand.

neuhaus, hugo (1910-1996, um 1950 tätig in Freudenberg)

8271 „Berlin - Brandenburger Tor“ Öl auf Hartfaser.

70 x 88 cm.

Unten links mit Pinsel in Schwarz signiert „H. Neuhaus“, verso n ochmals signiert, betitelt und bezeichnet „Freudenberg“.

300 €

Ruhig spazieren Passanten über den Pariser Platz. Was wie ein flammendes Inferno wirkt, ist das verstörend blutrote Licht der untergehenden Sonne. 1947 war Neuhaus an der ersten Ausstellung der Arbeitsgemeinschaft Siegerländer Künstler nach dem Zweiten Weltkrieg beteiligt.

Provenienz: Privatsammlung Berlin

8269
8270
8271

penck, a. r.

(d.i. Ralf Winkler, 1939 Dresden - 2017 Zürich)

8272 Wiedervereinigung

Lithographie auf Velin. 1990.

58,5 x 47,5 cm (60,3 x 80 cm).

Signiert „ar. penck“. Auflage 20 num. Ex.

700 €

Ganz prachtvoller, klarer Druck mit breitem Rand. Selten

piene, otto (1928 Laasphe/Westfalen - 2014 Berlin)

8273 Ohne Titel (rot/schwarz) Farbserigraphie auf Velinkarton. 1971.

29 x 40,5 cm.

Signiert „OPiene“ (ligiert).

Rottloff 97.

500 €

Außerhalb der Auflage von 100 signierten und numerierten Exemplaren. Nach einer Gouache des Künstlers. Prachtvoller, farbintensiver und samtiger Druck der formatfüllenden Darstellung.

8274 Ohne Titel (Elmsfeuer) Farbserigraphie auf Velinkarton. 1965/71.

29 x 40,5 cm.

Signiert „OPiene“ (ligiert), datiert und bezeichnet „Epreuve d‘artiste“.

Rottloff 98.

500 €

Einer von 25 Künstlerabzügen neben einer Auflage von 100 signierten und numerierten Exemplaren. Die Farbserigraphie entstand nach einer Gouache des Künstlers. Prachtvoller, farbintensiver und samtiger Druck der formatfüllenden Darstellung.

piene, otto

8275 Love my Rainbow Farbserigraphie auf festem Velin. 1972.

99,3 x 69,5 cm.

Signiert „OPiene“ (ligiert) und datiert. Auflage 50 num. Ex. Rottloff 145.

700 €

Herausgegeben von der Galerie Heseler, München, Druck Kroll, München. Prachtvoller, farbsatter Druck der blattgroßen Darstellung.

8276 Black Hawaii Farbserigraphie auf festem Velin. 1974.

75,5 x 56 cm.

Signiert „OPiene“ (ligiert) und datiert. Auflage 150 Ex. Rottloff 194.

600 €

Herausgegeben von Grafik International, Stuttgart, mit dem Blindstempel unten links. Ganz prachtvoller, nuancierter Druck der formatfüllenden Darstellung.

8275
8276

rose, rolf (1933 Halberstadt, lebt in Krempe und Berlin)

8277 „rot“

Acryl auf Holzkasten. 2011.

31 x 49,5 cm.

Verso mit Pinsel in Gelb signiert „R. ROSE“, datiert und mit Richtungspfeil sowie mit Bleistift betitelt.

800 €

Glänzend, wie ausgegossen, liegt die monochrome rote Farbschicht auf der glatten Fläche des Holzkastens und überdeckt vermutlich Blau, Gelb und Schwarz, deren Farbmassen an den beiden Kastenseiten hinablaufend sichtbar werden. In seinem Schaffen zeigt sich der Autodidakt Rose bereits früh von der Farbfeldmalerei beeinflusst.

Provenienz:

Privatbesitz Berlin, im künstlerischen Austausch mit dem Künstler erhalten

rosenbach, ulrike (1943 Bad Salzdetfurth, lebt in Köln/Bonn)

8278 „Die Bienen-Frau“ Fotografie auf PE-Papier. 1977. 17,6 x 21,2 cm.

Signiert „Ulrike Rosenbach“, betitelt und bezeichnet „Die wirkliche Biene - eine unterworfene Arbeiterin - ein steriles Weibchen“, verso monogrammiert „UR“, datiert und bezeichnet „Zitat, Raoul Hausmann“. Auflage 30 num. Ex. 300 €

Die schwarzweiße fotografische Arbeit entstand im Jahr nach Rosenbachs Lehrauftrag für Feministische Kunst und Medienkunst am California Institute of the Arts in Valencia (Kalifornien) und nachdem sie in Köln die Schule für kreativen Feminismus gegründet hatte. Ausgebildet wurde die Pionierin für Videokunst und Performance 1964-70 an der Kunstakademie Düsseldorf, u.a. bei Norbert Kricke und Joseph Beuys.

roth, dieter (1930 Hannover - 1998 Basel)

8279 In der Ferne

2 Bl. Farbradierungen auf Velin. 1972/73.

21 x 29,8 cm (30,3 x 37,5 cm).

Beide signiert „DieterRoth“ und datiert. Auflage 90 num. Ex. Dobke 249.

300 €

Zwei Blatt aus dem Mappenwerk, herausgegeben von Pretzell & Siebrasse für den Rainer Verlag, Berlin. Die positive Variante desselben Motivs steht neben der negativen, beide spiegeln sich ineinander. Prachtvolle Drucke mit dem vollen Rand. Beigegeben: Eine weitere signierte Radierung von Dieter Roth, „Die Welt mit Kram drauf der verdampft“, 1966/69.

roth, dieter und björn roth

(1930 Hannover - 1998 Basel und 1961-2026, Reykjavik)

8280 „BATS“

Bleistift auf gelbem Velin. 1984. 28,3 x 58 cm.

Unten links mit Bleistift monogrammiert „DR“ und datiert, unten rechts signiert „BJÖRN ROTH“, datiert und bezeichnet „BERLIN“, beide Seiten oben betitelt.

600 €

Symbiotisch arbeitet Dieter Roth hier mit seinem Sohn, dem Künstler Björn Roth, zusammen. Es entsteht eine um die vertikale Mittelfalz spiegelbildlich angelegte Komposition.

Provenienz:

Privatbesitz Nordrhein-Westfalen

rückriem, ulrich

(1938 Düsseldorf, lebt in Köln und London)

8281 Ohne Titel (Gespiegeltes Dreieck)

Graphitstift und Tesafilm auf Velin. 1969. 41,8 x 29,5 cm.

Auf beiliegendem Zettel mit Feder in Schwarz signiert „U. Rückriem“, datiert und typographisch bezeichnet.

800 €

Das mit dem Graphitstift gezeichnete unregelmäßige Dreieck erweitert der Künstler mit Tesafilm zu einer Raute. Als bedeutender Vertreter von Minimalismus, Konzept- und Prozesskunst erwarb Rückriem große Anerkennung für sein selbstreflexives Werk. Ab 1968 gestaltete er reduzierte Steinskulpturen in kubischen Formen.

Provenienz:

Privatbesitz Berlin

8280

schärer, hans

(1927 Bern - 1997 St. Niklausen)

8282 Janusköpfiger Artist

Aquarell über Bleistift auf genarbtem Velin. 1977. 33 x 16 cm.

Unten rechts mit Pinsel in Schwarz signiert „Schärer“ und datiert.

600 €

Der der Art brut nahestehende Künstler Hans Schärer lebte ab 1949 einige Jahre in Paris und empfing dort entscheidende Impulse für seinen autodidaktischen künstlerischen Werdegang. Sein Werk, oft entstanden auf Grundlage archaischer Bildideen, erlangte auch durch die Ausstellung auf der Biennale von Venedig 2013 Bekanntheit und Anerkennung.

Provenienz:

Arnold, Frankfurt, Auktion 23.11.2024, Lot 326

Privatbesitz Nordrhein-Westfalen

8283 Zirkusmanege

Aquarell und Feder in Schwarz auf genarbtem Velin. 1980. 29,5 x 25 cm.

Unten rechts mit Pinsel in Schwarz signiert „Schärer“ und datiert.

800 €

Für die Gestaltung von Schärers phantasievollen Arbeiten ist besonders ein vereinfachter Bildaufbau wichtig sowie ein direkter, ungekünstelter Ausdruck einer poetischen Gestimmtheit, die eine tiefe Vertrautheit mit den Motiven voraussetzt.

Provenienz:

Privatbesitz Nordrhein-Westfalen

8283
8282

schultze, bernard

(1915 Schneidemühl/Westpreußen - 2005 Köln)

8284 „Brasilianisch“

Aquarell und Feder in Schwarz auf Skizzenblockpapier. 24 x 33 cm.

Unten mittig rechts mit Feder in Schwarz signiert „Bernard Schultze“ und betitelt.

800 €

Aus verwobenen Lineaturen und lebendiger Aquarellierung erwächst ein Dickicht an urwaldähnlichen Strukturen, wuchernden Pflanzenformen und opulentem Farbreichtum, charakteristisch für Schultzes späte Zeichnungen.

Provenienz:

Privatbesitz Berlin

8285 Glühendes Abendrot; Sinkender Tag 2 Bl. Farbradierung mit Aquatinta auf Velin. 1991. 39,5 x 48,5 cm (55 x 76 cm).

Beide signiert „Bernard Schultze“, datiert und betitelt. Auflage 28 num. Ex.

350 €

Herausgegeben vom Grafos Verlag, Vaduz 1991. Prachtvolle, differenzierte Drucke mit dem vollen Rand.

schumacher, emil

(1912 Hagen - 1999 San José/Ibiza) 8286 18/1990

Farbaquatinta auf Velin. 1987/90. 49 x 39,5 cm (65 x 51 cm).

Signiert „Schumacher“. Auflage 39 num. Ex. 600 €

Ganz prachtvoller, tiefdunkler und differenzierter Druck mit dem vollen Schöpfrand.

schumacher, emil (1912 Hagen - 1999 San José/Ibiza)

8287 21/1990 Farbaquatinta auf Velin. 1990.

49 x 39,5 cm (64,5 x 51 cm).

Signiert „Schumacher“. Auflage 39 num. Ex.

600 €

Prachtvoller, farbintensiver Druck mit dem vollen Schöpfrand.

serna, ismael gonzález de la (1898 Granada - 1968 Paris)

8288* Infinité

Gouache auf Velin.

56 x 89 cm.

Oben links mit Pinsel in Weiß signiert „I. DE LA SERNA“.

750 €

Ausgebildet an der Akademie in Madrid, ließ sich de la Serna 1918 in Paris nieder und zeigt sich in der Folge von Pablo Picasso und George Braque beeinflusst. „De la Sernas Gemälde sind durch einen abstrahierenden Stil gekennzeichnet und befassen sich vornehmlich mit Stillleben und Landschaften. (...) Bei Flechtheim wurde der Künstler Ismael de la Serna mehrfach in Gruppenausstellungen gezeigt, zuletzt 1932/33 in der Ausstellung Neue spanische Kunst.“ (alfredflechtheim.com, Zugriff 07.04.2026).

siewert, gerdt marian (1920 Berlin - 1992 Hamburg) 8289 „Die Gasse hinter dem Strom“ Öl auf strukturierter Malpappe. 1967.

49,7 x 70 cm.

Unten links mit Pinsel in Schwarz signiert „G.M.Siewert“ und datiert, verso auf altem Klebeetikett mit Kugelschreiber nochmals signiert, betitelt, bezeichnet „Fassung 1967“ und mit Maßangaben. 600 €

Siewert wirkte zunächst als Bühnen- und Pressefotograf in der DDR, bevor er Ende der 1960er Jahre nach Hamburg floh und dort als Maler und Graphiker arbeitete. Seine Werke werden dem Magischen Realismus zugeschrieben, beinhalten jedoch immer auch eine gesellschaftskritische, satirische Komponente und zudem gab Siewert seinen Bildern stets prägnante Titel. Von der hier vorliegenden Szene mit dem Titel „Die Gasse hinter dem Strom“ existiert eine weitere Fassung in Öl sowie eine Federzeichnung.

Provenienz: Privatbesitz Süddeutschland

sprotte, siegward (1913 Potsdam - 2004 Kampen/Sylt)

8290 „Kurische Nehrung, Nidden: Die große Wanderdüne“ Aquarell auf Bütten. 1935.

25,5 x 39,5 cm (Passepartoutausschnitt).

Unten links mit Pinsel in Grün signiert „SSprotte“ und datiert, auf der Rahmenrückabdeckung später (wohl eigenhändig) signiert, datiert und betitelt sowie bezeichnet „Reise mit Hermann Kasack 1935“.

600 €

Ungewöhnliche, frühe Arbeit des großen Landschafters Sprotte. Bereits Anfang der 1930er Jahre, in seiner Zeit bei Hagemeister, setzt er sich mit den chinesischen Maltechniken auseinander, und später verfasst er mit Hermann Kasack zusammen den Aufsatz „Über das Chinesische in der Kunst“. Der Einfluss dieser Beschäftigung zeigt sich in der reduzierten Küstenansicht bereits deutlich.

Provenienz:

Sammlung Wolfgang Joop und Edwin Lemberg, Potsdam

sugai, kumi (1919 Kobe - 1996 Paris)

8291 Le Plus Beau Cadeau

Farbaquatinta und Prägedruck auf Doppelbl. Arches-Velin. 1995. 63,5 x 45,7 cm (91,5 x 63,5 cm).

Signiert „SUGAI“. Auflage 80 num. Ex.

300 €

Auf dem zweiten Teil des Doppelblattes mit dem montierten Gedicht eines Kindes in Blindenschrift, verso das gedruckte Gedicht. Aus dem Mappenwerk „Le Plus Beau Cadeau“, herausgegeben von der Association artistique et caritative, Parly 1995, in einer Gesamtauflage von 133 Exemplaren. Druck Dutrou, Paris. Prachtvoller, farbkräftiger Druck mit dem vollen Rand, links und rechts mit dem Schöpfrand.

8290
8291

szymanski, rolf (1928 Leipzig - 2013 Berlin)

8292 Kleine schwarze Figur I Bronze mit schwarzbrauner Patina auf Bronzesockel und Bronzeplinthe. 2005.

24 x 5,6 x 12,5 cm. Hinten auf der Bronzeplinthe monogrammiert „Szy“ und seitlich mit dem Gießerstempel „WFK“. Auflage 12 num. Ex. Nicht mehr bei Krischke.

400 €

Abstrahierte Kleinbronze mit rauer Oberfläche. „Zunehmend (...) erhielten die Bronzen und Eisenfiguren schorfige Haut und amorphe Gestalt. Sie muten an, als hätten sie ihre Identität verloren, Kopf, Rumpf, Beine oder Arme bestehen mehr aus Andeutungen denn ausgeformten Körperteilen. Der Bildhauer verweist in den knotigen Formen der massigen Gestalten auf die Autonomie des Gestalterischen, gleichsam auf etwas Unzerstörbares (...).“ (Ingeborg Ruthe, Berliner Zeitung, 22.10.1998, zit. nach westphal-berlin.de, Zugriff 17.03.2026). Schöner Guss mit differenzierter, stellenweise etwas unregelmäßiger Patina.

tàpies, antoni

(1923-2012, Barcelona)

8293 Hommage à Picasso Farblithographie auf Arches-Velin. 1973.

59,3 x 76 cm.

Signiert „tàpies“. Auflage 90 num. Ex. Galfetti 373.

400 €

Die Lithographie entstand als Tàpies‘ Beitrag für „Hommage à Picasso“, Mappenwerk mit 14 graphischen Arbeiten verschiedener Künstler, herausgegeben vom Propyläen Verlag, Berlin 1973, gedruckt bei Arte, A. Maeght, Paris. Prachtvoller Druck der formatfüllenden Komposition.

tàpies, antoni

8294 Amitié

Farbradierung und Carborundum auf Doppelbl. Arches-Velin. 1975/95.

34,5 x 45 cm (63,4 x 91 cm).

Signiert „tàpies“. Auflage 80 num. Ex. Galfetti 1513.

700 €

Tàpies‘ Radierung entstand 1975. Auf dem zweiten Teil des Doppelblattes mit dem montierten Gedicht eines Kindes in Blindenschrift, verso das gedruckte Gedicht. Aus dem Mappenwerk „Le Plus Beau Cadeau“, herausgegeben von der Association artistique et caritative, Parly 1995, in einer Gesamtauflage von 133 Exemplaren. Druck Dutrou, Paris. Prachtvoller, sehr schön nuancierter Druck mit dem vollen Rand, links und rechts mit dem Schöpfrand.

8295 Bras et chiffres

Farblithographie auf Arches-Velin. 1997.

80 x 60 cm.

Signiert „tàpies“. Auflage 100 num. Ex. Galfetti 1536.

300 €

Herausgegeben von der Galerie Rackey, Bad Honnef, Druck der Erker Presse, St. Gallen, mit deren Blindstempel unten links. Ganz ausgezeichneter, in den Graustufen sehr schön differenzierter Druck der formatfüllenden Komposition.

8294 8295

thomsen, cornelia (1970 Rudolstadt, lebt in Manhattan) 8296 Ohne Titel Farbkreide auf schwarzem festen Velin. 2018. 23 x 30,4 cm.

Verso unten rechts mit Bleistift signiert „Cornelia Thomsen“ und datiert.

300 €

Rechts der Bildmitte verläuft die feine, freihändig gezeichnete Kreidelinie, deren warmer gelber Ton die schwarze Fläche zum Vibrieren bringt. Der Sinn für Harmonie und Proportion, das Spiel mit Rhythmik, Linie und Fläche bestimmt das künstlerische Schaffen Cornelia Thomsens.

Provenienz:

Erik Thomsen Gallery, New York, 2020 Sammlung Henning Lohner, Berlin

tilson, joe (1928 London - 2023 Cortona) 8297

Letter from Che Guevara; Let a thousand Parks Bloom 2 Bl. Farbserigraphie und Collage auf festem Velin. 1969/71. 100 x 60 bzw. 95,3 x 65,7 cm (104 x 70,5 bzw. 101,7 x 70,2 cm). Beide signiert „Joe Tilson“ und datiert. Auflage 100 bzw. 550 num. Ex.

400 €

In der politisch aufgeladenen Atmosphäre der späten 1960er Jahre wandte sich auch der Pop-Art Künstler Tilson verstärkt politischen Themen zu und beschäftigte sich vor allem mit den Helden der Studentenbewegung wie Che Guevara, Ho Chi Minh und Malcolm X. Dabei verwendete er oft stark vergrößerte Fotografien, kombiniert mit Zeitungsausschnitten und anderen Motiven, die mit den Darstellungen in Wechselwirkung treten. Let a thousand Parks bloom wurde herausgegeben von der Griffelkunst-Vereinigung, Hamburg (50 Jahre Griffelkunst-Vereinigung 184 F 78). Prachtvolle Drucke mit dem vollen Rand.

topor, roland (1938-1997, Paris)

8298 „Ecce homo“

Feder in Schwarz auf Velin, auf Unterlagepapier montiert. 1963. 20,8 x 16,5 cm.

Unten rechts mit Feder in Schwarz signiert „Topor“ sowie (von fremder Hand, wohl für die Veröffentlichung) mit Bleistift bezeichnet „167“ und „TEL“, auf dem Unterlagepapier datiert und betitelt sowie bezeichnet „10“.

600 €

Surreale Figur, mit spitzer Feder in der charakteristischen Schraffurtechnik gezeichnet. Das Multitalent Topor war nach Studien an der École des Beaux-Arts in Paris Maler, Dichter, Zeichner, Bühnenbildner, Dramatiker, Regisseur, Schauspieler, Liedermacher, Trickfilmer und Plakatgraphiker. „Roland Topor ist ein menschliches Feuerwerk, das in alle Richtungen sprüht, krachend und aufrüttelnd, unterhaltsam und erschreckend.“ (Ronald Searle, zit. n. diogenes.ch, Zugriff 25.06.2025).

Provenienz:

Privatbesitz Süddeutschland

8299 La foule

Feder in Schwarz auf Velin, auf Japan montiert. 1963. 21 x 27 cm.

Unten rechts mit Feder in Schwarz signiert „TOPOR“, verso auf dem Unterlagepapier (von fremder Hand?) mit Bleistift datiert, betitelt und mit diversen Annotationen.

800 €

Den Annotationen verso zufolge erschienen in der französischen Satirezeitschrift Hara-Kiri, Nr. 24, 1963, die 1960 erstmals veröffentlicht wurde und als Vorläufer von Charlie Hebdo gilt. Die fast statuarisch wirkenden, blockhaften, dicht und ebenmäßig schraffierten Figuren zählen zum charakteristischen zeichnerischen Repertoire Topors.

Provenienz:

Privatbesitz Süddeutschland

8298
8299

uecker, günther (1930 Wendorf/Mecklenburg - 2025 Düsseldorf)

8300 Nagelreihung

Lithographie auf Velin. 1973.

41 x 40,5 cm (70 x 52 cm).

Signiert „Uecker“ und datiert. Auflage 150 num. Ex. 800 €

Prachtvoller Druck mit dem vollen Rand, oben und links mit dem Schöpfrand.

8301 Spirale

Lithographie auf Velin. 1975.

40 x 40 cm (65 x 50 cm).

Signiert „Uecker“ und datiert. Auflage 200 num. Ex.

800 €

Ganz prachtvoller Druck mit breitem Rand.

8302 Ohne Titel (Verletzungen - Verbindungen?)

Lithographie auf Velin. 1998.

54 x 40 cm.

Signiert „Uecker“ und datiert. Auflage 30 num. Ex. 600 €

Herausgegeben von der Erker Presse, St. Gallen, mit deren Blindstempel unten links. Prachtvoller, intensiver Druck der formatfüllenden Komposition.

8302

ulrichs, timm

(1940 Berlin, lebt in Berlin und Hannover)

8303 Quadratvariator

2 Bl. Farbserigraphien auf leichtem Karton. 1971.

40,8 x 40,8 cm.

Jeweils signiert „timm ulrichs“, datiert und variierend bezeichnet „QV.-II“ bzw. „QV.-V“. Auflage 25 bzw. 100 num. Ex.

300 €

Prachtvolle Drucke der formatfüllenden Darstellungen in unterschiedlichen Varianten.

ungerer, tomi

(1931 Straßburg - 2019 Cork)

8304 Am Kontrabass

Feder in Schwarz auf Maschinenpapier.

29,5 x 20,8 cm.

Unten rechts mit Feder in Schwarz signiert „TUngerer“.

700 €

Pointiert zeichnet Ungerer den wehrhaften Musiker mit Pfeil statt Bogen am Kontrabass.

Provenienz: Privatbesitz Süddeutschland

8303

ungerer, tomi

8305 Im Schneckentempo

Bleistift und Pinsel in Schwarz, mit Deckweiß gehöht, auf Transparentpapier.

28 x 18,5 cm.

Unten rechts mit Bleistift signiert „T. Ungerer“ und (wohl von fremder Hand) bezeichnet „2065“.

800 €

Eine geradezu poetische Langsamkeit wohnt der Szene inne. Schneckenwesen statt Füße sind es, die den rundlichen Herrn durchs Bild tragen. Ungerers akkurate Linienführung zeigt sich hier, ergänzt durch die flächige Aquarellierung, ins Weiche verwandelt.

Provenienz:

Privatbesitz Süddeutschland

8306 Rennrad

Feder in Schwarz auf Transparentpapier.

18,5 x 20,8 cm.

Unten rechts mit Bleistift signiert „T. Ungerer“ sowie (wohl von fremder Hand) bezeichnet „2104“.

700 €

In die Gabel des Vorderrades eingespannt, rennt ein Mann auf Rollschuhen und beschleunigt die Fahrt des Radlers. Durch die wehenden Haare und zügigen Federschwünge betont Ungerer das Motiv der Geschwindigkeit.

Provenienz:

Privatbesitz Süddeutschland

vasarely, victor (1908 Pécs - 1997 Paris)

8307 Epsilon (gold) (?)

Serigraphie auf goldener Aluminiumplatte, auf graue Holzplatte montiert. Um 1964.

37 x 27 cm (48,5 x 38,2 cm).

Verso auf montierter Plakette typographisch bezeichnet „Vasarely“.

Auflage 17 num. Ex.

300 €

Prachtvoller Druck mit schöner Materialwirkung. Zum Zeitpunkt der Katalogerstellung war das Verzeichnis Benavides/Vasarely online nicht zugänglich.

8308 Torke Uy (silber)

Serigraphie auf silberner Aluminiumplatte, auf graue Holzplatte montiert. 1967.

37 x 33,8 cm (48,8 x 44,8 cm).

Verso auf montierter Plakette typographisch bezeichnet „Vasarely“.

Auflage 17 num. Ex.

300 €

Prachtvoller Druck mit schöner Materialwirkung. Zum Zeitpunkt der Katalogerstellung war das Verzeichnis Benavides/Vasarely online nicht zugänglich.

8309 Ohne Titel (AXO-44)

Collage aus farbigen Kartonteilen auf grünem Untersatzkarton. Um 1968.

34 x 34 cm (49,8 x 49,8 cm).

Signiert „Vasarely“. Auflage 75 num. Ex.

400 €

Unter dem Titel AXO-44 entstand 1968 Vasarelys in Komposition und Farbgebung übereinstimmende Farbheliogravure. Ganz prachtvolle Collage, erschienen in kleiner Edition. Zum Zeitpunkt der Katalogerstellung war das Verzeichnis Benavides/Vasarely online nicht zugänglich. Selten

8307
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8309

vieira da silva, maria helena (1908 Lissabon - 1992 Paris) 8310 L‘éclair Radierung auf BFK Rives-Velin. 1965.

29,5 x 23,6 cm (49,6 x 34,6 cm).

Signiert „Vieira da Silva“. Auflage 150 Ex. Rivière 86.

300 €

Erschienen in einer Gesamtauflage von 200 Exemplaren in der Mappe „20 Jahre Galerie d‘Art Moderne“, herausgegeben von der Galerie d‘Art Moderne, Basel 1965. Prachtvoller Druck mit dem wohl vollen Rand.

vogelsang, klaus (1945 Radebeul, lebt in Berlin) 8311 „Beim Spaziergang“ Aquarell und Bleistift auf Velin. 1968. 14,8 x 17,5 cm.

Unten links mit Bleistift signiert „Klaus Vogelsang“, unten rechts datiert, verso nochmals datiert, betitelt und bezeichnet „Nr. 167“.

300 €

Frühe Zeichnung Vogelsangs, der als bedeutender Berliner Vertreter des Kritischen Realismus gilt. Die fein gezeichneten Schattierungen sind charakteristisch, insbesondere für seine frühen Arbeiten.

Provenienz: Privatbesitz Berlin

waldenburg, hermann

(d.i. Hermann Vogt, 1940 Waldenburg, lebt in Berlin) 8312 „Hochbunker in Berlin“

Öl auf Hartfaser. Um 1965.

41,5 x 47 cm.

Verso mit Pinsel in Weiß signiert „H. Vogt“, auf dem Spannrahmen mit Farbstift in Rot nochmals signiert „H. Waldenburg (Vogt)“, datiert und betitelt.

600 €

Die frühe Arbeit Waldenburgs, noch mit dem Geburtsnamen „Vogt“ signiert, entstand während seiner Studienzeit bei Wolf Hoffmann an der Staatlichen Hochschule für Bildende Künste in Berlin. Bald darauf, 1966, wurde er dort Meisterschüler von Hann Trier.

Provenienz:

Privatbesitz Rheinland

8313 Birne Öl auf Leinwand, auf Hartfaser kaschiert. 1976.

18 x 20 cm.

Unten rechts mit Pinsel in Schwarz signiert „WALDENBURG“ und datiert.

800 €

Die Materialität der „Birne“ lässt der Maler und Designer bewusst im Unklaren und schildert seinen abstrahierten Bildgegenstand mit feinen Schattierungen plastisch durchmodelliert. Nach seiner Ausbildung an den Kunsthochschulen in Stuttgart und in Berlin legte er sich 1968 den Künstlernamen Waldenburg zu.

Provenienz:

Privatbesitz Rheinland

Ausstellung:

Galerie Hella Nebelung, Düsseldorf 1983 (entspr. Klebeetikett der Spedition auf der Rahmenrückseite)

8312
8313

wilding, ludwig

(1927 Grünstadt/Pfalz - 2010 Buchholz bei Hamburg)

8314 Kinetische Kreiskomposition

2 Serigraphien auf Karton (Doppelbl., gefaltet) bzw. auf Klarsichtfolie. 1967.

40 cm (Durchmesser) (59,5 x 50 cm).

1 Bl. signiert „Wilding“ und datiert. Auflage 200 Ex.

300 €

In Wildings kinetischer Komposition entsteht durch Bewegungen der Klarsichtfolie über dem Karton eine räumliche Täuschung. Analytische Erkundungen von Gesetzen und Strukturen des Sehens und die wissenschaftliche Erforschung der Raumillusion sind die Ausgangspunkte von Wildings Kunst seit den 1960er Jahren. Prachtvolle Drucke mit dem vollen Rand. Beigegeben: Eine signierte Zinkographie von Wilding, „Kinetische Komposition“, 1969 (Griffelkunst 176 C 49).

winter, fritz

(1905 Altenböge - 1976 Herrsching/Ammersee)

8315 Abstrakte Komposition

Schwarze und farbige Faserstifte auf Velin. 1975.

20 x 18 cm.

Unten rechts mit Faserstift in Braun (verblasst) monogrammiert „FW“ und datiert.

600 €

Konzentrierte, kleinformatige Arbeit aus dem Spätwerk, für die Winter, wie zu der Zeit häufig, Faserstifte nutzte. Kraftvolle schwarze Konturen und Wischungen überlagern einander, ergänzt durch farbige Akzente in Rot und Braun.

Provenienz:

Privatbesitz Sachsen

8314

winter, fritz

8316 Abstrakte Komposition

Schwarze und farbige Faserstifte auf Velin. 1975. 19,8 x 18,2 cm.

Unten rechts mit Faserstift in Braun (stark verblasst) monogrammiert „FW“ und datiert.

600 €

Kleine, typische, in kräftigen Strichen entworfene Arbeit Fritz Winters aus dem Spätwerk.

Provenienz:

Privatbesitz Sachsen

wittlich, josef (1903 Gladbach - 1982 Höhr-Grenzhausen)

8317 Frau im gelben Mantel Dispersion und Goldfarbe auf Velin. Um 1968. 101,5 x 73 cm.

Unten mittig mit Kugelschreiber in Blau signiert „Josef Wittlich“, partiell mit Farbangaben in der Dispersionsfarbe.

800 €

Zwischen Naiver Kunst, Pop Art und Comic: Für seine abstrahierten Bilder in leuchtender Farbigkeit ließ sich der Autodidakt Wittlich von Fotos aus Versandhauskatalogen und Illustrierten inspirieren. Flächig trägt er die leuchtenden, vielfach unvermischten Farben auf und trennt die Felder mit kräftigen schwarzen Konturen. Eine erste Ausstellung seiner Arbeiten fand 1967 im Württembergischen Kunstverein Stuttgart statt.

Provenienz: Privatbesitz Nordrhein-Westfalen

8316
8317

zander, heinz

(1939 Wolfen - 2024 Leipzig)

8318 Portrait eines jungen Mannes Bleistift auf gelblichem Velin. 1982. 33,5 x 27,2 cm.

Unten rechts mit Bleistift signiert „Zander“ und datiert.

600 €

Der nach rechts gedrehte Kopf und die weit nach links blickenden Augen erzeugen in ihrer gegensätzlichen Ausrichtung einen spannungsvollen Ausdruck des sicher gestalteten und fein durchmodellierten Portraits.

Provenienz:

Erhard Kaps, Leipzig (Geschenk des Künstlers, verso mit Sammlerstempel, Lugt 3549)

Privatbesitz Leipzig

8319 „Für Piranesi“

Zimmermannsbleistift und Rötel auf genarbtem Bütten. 1986. 28,6 x 46 cm.

Unten rechts mit Bleistift signiert „Zander“ und datiert, unten links betitelt.

800 €

Surrealistische Elemente treffen bei Heinz Zander, wie so häufig bei den Künstlern der Leipziger Schule, auf die Gestaltungsweise des italienischen Barocks und des Manierismus. Seine dramatisch bewegten Figuren sind hier begleitet von bröckelnden Ruinen, der komplexe allegorische oder mythologische Kontext erschließt sich nicht sogleich. Neben Jacques Callot ist vor allem Piranesi eines der großen Vorbilder des Künstlers.

Provenienz:

Erhard Kaps, Leipzig (Geschenk des Künstlers, verso mit Sammlerstempel, Lugt 3549)

Privatbesitz Leipzig

8320 Mythologische Szene Bleistift auf gelblichem Velin. 1989. 39,5 x 42 cm.

Unten links mit Bleistift signiert „Zander“, unten rechts datiert.

900 €

Mitten im Sprung, vereint in eleganter Bewegung, hält Zander Pferd und mythologische Frauenfigur vor dem tiefen Horizont einer steinigen Küstenlandschaft fest. Fein differenzierte Schraffuren schildern treffend die Muskelpartien, schwingenden Gewänder und wehenden Haare. Möglicherweise handelt es sich bei den zarten Rötelspuren um Farbabrieb.

Provenienz:

Erhard Kaps, Leipzig (Geschenk des Künstlers, verso mit Sammlerstempel, Lugt 3549)

Privatbesitz Leipzig

8321 Reiterin

Bleistift auf festem gelblichen Velin.

47,8 x 35,8 cm.

Unten rechts mit Bleistift signiert „Zander“.

700 €

Vehement bewegte Studienzeichnung, deren Unvollständigkeit zur Lebendigkeit der Szene beiträgt. Zander, früher Vertreter der Leipziger Schule, studierte ab 1959 an der dortigen Hochschule für Grafik und Buchkunst bei Bernhard Heisig und war von 1967 bis 1970

Meisterschüler bei Fritz Cremer an der Akademie der Künste Berlin (Ost).

Provenienz:

Erhard Kaps, Leipzig (Geschenk des Künstlers, verso mit Sammlerstempel, Lugt 3549)

Privatbesitz Leipzig

8322 Kompositionsstudie

Bleistift auf Velin.

19,8 x 25,6 cm.

Unten rechts mit Bleistift signiert „Zander“ sowie mit Farbangaben in der Darstellung.

400 €

Phantastische Komposition mit einem hell leuchtenden Männerkörper in der bei Zander häufig auftretenden flachen Strandlandschaft.

Provenienz:

Erhard Kaps, Leipzig (Geschenk des Künstlers, verso mit Sammlerstempel, Lugt 3549)

Privatbesitz Leipzig

VERSTEIGERUNGS-BEDINGUNGEN

1. Die Galerie Gerda Bassenge KG, nachfolgend Versteigerer genannt, versteigert als Kommissionärin im eigenen Namen und für Rechnung ihrer Auftraggeber (Kommittenten), die unbenannt bleiben. Die Versteigerung ist freiwillig und öffentlich im Sinne des § 383 III BGB.

2. Der Versteigerer behält sich das Recht vor, Nummern des Kataloges zu vereinen, zu trennen, außerhalb der Reihenfolge anzubieten oder zurückzuziehen.

3. Sämtliche zur Versteigerung kommenden Gegenstände können vor der Versteigerung besichtigt und geprüft werden. Die Sachen sind gebraucht. Erhaltungszustände der einzelnen angebotenen Arbeiten bleiben im Katalog in der Regel unerwähnt. Die Katalogbeschreibungen sind keine Garantien im Rechtssinne und keine vertraglich vereinbarten Beschaffenheitsangaben. Gleiches gilt für individuell angeforderte Zustandsberichte. Sie bringen nur die subjektive Einschätzung des Versteigerers zum Ausdruck und dienen lediglich der unverbindlichen Orientierung. Alle Gegenstände werden in dem Erhaltungszustand veräußert, in dem sie sich bei Erteilung des Zuschlages befinden. Soweit nicht in der Katalogbeschreibung explizit erwähnt, sind Rahmungen nicht bindender Bestandteil des Angebots. Der Käufer kann den Versteigerer nicht wegen Sachmängeln in Anspruch nehmen, wenn dieser seine Sorgfaltspflichten erfüllt hat. Der Versteigerer verpflichtet sich jedoch, wegen rechtzeitig vorgetragener, begründeter Mängelrügen innerhalb der Verjährungsfrist von 12 Monaten ab dem Zeitpunkt des Zuschlags seine Ansprüche gegenüber dem Einlieferer (Auftraggeber) geltend zu machen. Im Falle erfolgreicher Inanspruchnahme des Einlieferers erstattet der Versteigerer dem Erwerber den Kaufpreis samt Aufgeld. Die Haftung des Versteigerers auf Schadensersatz für Vermögensschäden – gleich aus welchem Grund – ist ausgeschlossen, es sei denn, dem Versteigerer fiele Vorsatz oder grobe Fahrlässigkeit zur Last. Die Haftung bei Verletzung von Leben, Körper und Gesundheit bleibt unberührt.

4. Der Zuschlag erfolgt nach dreimaligem Aufruf an den Höchstbietenden. Der Versteigerer kann den Zuschlag verweigern oder unter Vorbehalt erteilen. Wenn mehrere Personen dasselbe Gebot abgeben und nach dreimaligem Aufruf kein höheres Gebot erfolgt, entscheidet das Los. Der Versteigerer kann den Zuschlag zurücknehmen und die Sachen erneut ausbieten, wenn irrtümlich ein rechtzeitig abgegebenes höheres Gebot übersehen worden ist oder wenn der Höchstbietende sein Gebot nicht gelten lassen will oder sonst Zweifel über den Zuschlag bestehen.

5. Im Falle eines schriftlichen Gebotes beauftragt der Interessent den Versteigerer für ihn während der Versteigerung Gebote abzugeben. In schriftlichen Aufträgen ist bei Differenzen zwischen Nummer und Kennwort das Kennwort maßgebend.

6. Telefonische Gebote und Online-Direkt-Gebote über das Internet bedürfen der vorherigen Anmeldung beim Versteigerer und dessen Zustimmung. Für die Bearbeitung übernimmt der

Versteigerer jedoch keine Gewähr. Telefonische und OnlineGebote werden nur akzeptiert, wenn der Bieter bereit ist, den ihm zuvor mitgeteilten Mindestpreis des jeweiligen Loses zu bieten. Auch bei Nichtzustandekommen einer Verbindung gilt, dass für den Auktionator dieses Gebot in Höhe des Mindestpreises verbindlich ist. Für das Zustandekommen einer entsprechenden Telefon- oder Onlineverbindung übernimmt der Versteigerer keine Gewähr. Das Widerrufs- und Rückgaberecht bei Fernabsatzverträgen findet auf solche Gebote keine Anwendung (§ 312g Abs. 2 Nr. 10 BGB).

7. Mit der Erteilung des Zuschlages geht die Gefahr für nicht zu vertretende Verluste und Beschädigung auf den Ersteigerer über. Das Eigentum an den ersteigerten Sachen geht erst mit vollständigem Zahlungseingang an den Erwerber über.

8. Auf den Zuschlagspreis ist ein Aufgeld von 30% zu entrichten, in dem die Umsatzsteuer ohne separaten Ausweis enthalten ist (Differenzbesteuerung) oder ein Aufgeld von 25% auf den Zuschlag zzgl. der Umsatzsteuer (Regelbesteuerung) von z.Zt. 7% (Gemälde, Zeichnungen, Skulpturen, Graphiken, Bücher etc.) bzw. 19% (Handschriften, Autographen, Kunstgewerbliche Gegenstände, Siebdrucke, Offsets, Fotografien, etc.). Die im Katalog mit einem * gekennzeichneten Objekte unterliegen in jedem Fall der Regelbesteuerung (Aufgeld von 25% auf den Zuschlag zzgl. der Umsatzsteuer von z.Zt. 7% bzw. 19%). Bei den im Katalog mit einem ^ gekennzeichneten Objekten ist Einfuhrumsatzsteuer angefallen. In diesen Fällen wird zusätzlich zu einem Aufgeld von 27% (Differenzbesteuerung) die verauslagte Einfuhrumsatzsteuer in Höhe von z.Zt. 7% auf den Zuschlag erhoben.

Für bundesdeutsche Kunsthändler und Antiquare, die zum Vor steuer abzug berechtigt sind, kann die Gesamt rech nung auf Wunsch, wie bisher nach der Regelbesteuerung ausgestellt werden. Von der Umsatzsteuer befreit sind Ausfuhrlieferungen in Drittländer (außerhalb der EU) und – bei Angabe ihrer USt.-Identifikations-Nr. bei Auftragserteilung als Nachweis der Berechtigung zum Bezug steuerfreier innergemeinschaftlicher Lieferungen –auch an Unternehmen in anderen EU-Mitgliedsstaaten, unter der Voraussetzung, dass sie für gewerblichen Gebrauch einkaufen. Eine Korrektur nach Rechnungsstellung ist nicht möglich.

Alle anderen Käufe aus EU-Ländern unterliegen der Umsatzsteuer. Ausländischen Käufern außerhalb der Europäischen Union wird die Umsatzsteuer erstattet, wenn binnen 4 Wochen nach der Auktion der deutsche zollamtliche Ausfuhrnachweis und der zollamtliche Einfuhrnachweis des entsprechenden Importlandes erbracht werden. Bei Versand durch uns gilt der Ausfuhrnachweis als gegeben. Bei Online-Live-Geboten über Internetplattformen erhöht sich das Aufgeld um die dort anfallende Transaktionsgebühr (i. d. R. 3-5%). Während oder unmittelbar nach der Auktion ausgestellte Rechnungen bedür fen einer besonderen Nachprüfung und eventueller Berichtigung; Irrtum vorbehalten.

Katalog- und Zusatzabbildungen dürfen nicht ohne Genehmigung verwendet werden. Reproduktionsrechte und digitale Dateien der Abbildungen können gegen Gebühr erworben werden. Gegebenen-

falls noch bestehende Urheberrechte Dritter bleiben davon unberührt und müssen u.U. gesondert eingeholt werden.

9. Die Auslieferung der ersteigerten Stücke erfolgt in unseren Geschäftsräumen gegen Bezahlung. Kreditkarten (Mastercard, VISA, American Express), Schecks sowie andere unbare Zahlungen werden nur erfüllungshalber angenommen. Bankspesen/ Transaktionsgebühren bzw. Kursverluste können zu Lasten des Käufers gehen. Die Auf bewahrung erfolgt auf Rechnung und Gefahr des Käufers. Der Versand wird gegen Vorabrechnung des Rechnungsbetrages ausgeführt. Die Versandspesen sowie die Kosten für Versicherung gegen Verlust und Beschädigung gehen zu Lasten des Käufers. Übersteigen die tatsäch lichen Versandkosten die vorab berechnete Pauschale, so wird die Differenz dem Käufer nachträglich in Rechnung gestellt.

10. Bei der Ausfuhr von Kulturgütern ist gem. der EG-Verordnung Nr. 116/2009 bzw. § 24 KGSG abhängig von Kategorie und Wert des Objekts ggf. eine Ausfuhrgenehmigung erforderlich. Aus Gründen des Artenschutzes können Objekte aus bestimmten, geschützten Materialien (u.a. Elfenbein, Schildpatt, Perlmutt und einige Korallenarten) besonderen Im- und Exportbeschränkungen unterliegen. Zum Zwecke des Exports (insbesondere außerhalb der Europäischen Union) kann hierfür eine spezielle Ausfuhrgenehmigung gemäß der Verordnung (EG) Nr. 338/97 erforderlich sein. Entsprechende Ausfuhrgenehmigungen können nur unter strengen Bedingungen erteilt und ggf. auch gar nicht erlangt werden, auch kann der Import dieser Gegenstände in manche Staaten eingeschränkt oder untersagt sein. Der Käufer ist selbst dafür verantwortlich, sich über etwaige Im- und Exportbeschränkungen zu informieren. Export und Import entsprechender Objekte erfolgen allein auf Rechnung und Gefahr des Käufers.

11. Der Zuschlag verpflichtet zur Abnahme. Der Kaufpreis ist mit dem Zuschlag fällig. Der Versteigerer ist berechtigt, falls nicht innerhalb von zwei Wochen nach der Versteigerung Zahlung gelei-

stet ist, den durch den Zuschlag zustande gekommenen Kaufvertrag ohne weitere Fristsetzung zu annullieren, Verzugszinsen in banküblicher Höhe – mindestens jedoch 1 % auf den Bruttopreis je angebrochenen Monat – zu berechnen und von dem Ersteigerer wegen Nichterfüllung Schadenersatz zu verlangen. Der Schadenersatz kann in diesem Falle auch so berechnet werden, dass die Sache in einer neuen Auktion nochmals versteigert wird und der säumige Käufer für einen Mindererlös gegenüber der vorangegangenen Versteigerung einschließlich der Gebühren des Auktionshauses aufzukommen hat. Zu einem Gebot wird er nicht zugelassen, auf einen etwaigen Mehrerlös hat er keinen Anspruch.

12. Erfüllungsort und Gerichtsstand im vollkaufmännischen Verkehr ist Berlin. Es gilt ausschließlich deutsches Recht. Das UNAbkommen über Verträge des internationalen Warenkaufs (CISG) findet keine Anwendung.

13. Die im Katalog aufgeführten Preise sind Schätzpreise, keine Limite.

14. Der Nachverkauf ist Teil der Versteigerung, bei der der Interessent entweder telefonisch oder schriftlich (im Sinne der Ziffern 5 und 6) den Auftrag zur Gebotsabgabe mit einem bestimmten Betrag erteilt. Entsprechende Gebote behalten ihre Gültigkeit für 4 Wochen nach Abgabe.

15. Die Abgabe eines Gebotes in jeglicher Form bedeutet die Anerkennung dieser Versteigerungsbedingungen. Der Versteigerer nimmt Gebote nur aufgrund der vorstehenden Versteigerungsbedingungen entgegen und erteilt dementsprechend Zuschläge. Kommissionäre haften für die Käufe ihrer Auftraggeber.

16. Sollte eine der vorstehenden Bestimmungen ganz oder teilweise unwirksam sein, so bleibt die Gültigkeit der übrigen davon unberührt.

David Bassenge, Geschäftsführer und Auktionator

Dr. Markus Brandis, öffentlich bestellter u. vereidigter Auktionator

Stand: Mai 2026

CONDITIONS OF SALE

1. The Galerie Gerda Bassenge KG, subsequently called “the auctioneer” carries on business as commission-agent in its own name on behalf of its voluntary consignors. This auction sale is a public one in the sense of § 383 III BGB.

2. The auctioneer reserves the right to combine, to split, to change or to withdraw lots before the actual final sale.

3. All objects put up for auction can be viewed and examined prior to the sale at the times made known in the catalogue. The items are used and sold as is. As long as not explicitly mentioned in the catalogue description, framing is not an inherent part of the offer. As a rule, the condition of the individual work is not given in the catalogue. Catalogue descriptions are made with as much care as possible, but the descriptions do not fall under the statutory paragraph for guaranteed legal characteristics. The same applies for individually requested condition reports. These also offer no legal guarantee and only represent the subjective assessment of the auctioneer while serv ing as a non-binding orientation. The liability for damage to life, body or health shall remain unaffected. In case of a justified claim, however, he will accept the responsibility to make a claim for restitution on behalf of the buyer against the consignor within a period of 12 months, running from the fall of the hammer. In the event of a successful claim the auctioneer will refund the hammerprice plus premium.

4. The highest bidder acknowledged by the auctioneer shall be deemed the buyer. In case of identical bids the buyer will be determined by drawing lots. In the event of a dispute the auctioneer has the absolute discretion to reoffer and resell the lot in dispute. He may also knock down lots conditionally.

5. In the case of a written bid the bidder commissions the auctioneer to place bids on his behalf during the auction. In cases where there is a discrepancy between number and title in a written bid the title shall prevail.

6. Telephone and direct online bidding via the internet must be approved in advance by the auctioneer. The auctioneer cannot be held liable for faulty connections or transmission failure. In such a case the bidder agrees to bid the reserve price of the corresponding lot. For such bidding the regulations of long distance contracts do not apply (Fernabsatzverträge) [cf § 312g II,10 BGB].

7. On the fall of the auctioneer’s hammer title to the offered lot will pass to the acknowledged bidder. The successful buyer is obliged to accept and pay for the lot. Ownership only passes to the buyer when full payment has been received. The buyer, however, immediately assumes all risks when the goods are knocked down to him.

8. A premium of 30% of the hammer price will be levied in which the VAT is included (marginal tax scheme) or a premium of 25% of the hammer price plus the VAT of 7% (paintings, drawings, sculptures, prints, books, etc.) or 19% (manuscripts, autographs letters, applied arts, screen prints, offset prints, photographs, etc.) of the invoice sum will be levied (regular tax scheme). Buyers from countries of the European Union are subject to German VAT. Items marked with an * are subject to the regular tax scheme (premium of 25% of the hammer price plus the current VAT of 19%). Items marked with an ^ are subject to import duty. In these cases in addition to a premium of 27% (marginal tax scheme), the charged import tax of currently 7% will be added to the hammer price.

Exempted from these rules are only dealers from EU-countries, who are entitled, under their notification of their VAT ID-Number, to buy on the basis of VAT-free delivery within the European Union. Notification of VAT ID-Numbers must be given to the auctioneer before the sale.

For buyers from non EU-countries a premium of 25% will be levied. VAT will be exempted or refunded on production of evidence of exportation within 4 weeks of the auction, or, if appropriate, importation to another country. This is taken as given when the dispatch is effected by us.

Live bidding through online platforms entails a transaction fee stipulated by the platform and will be added to the premium (usually 3-5% of the hammer price).

Due to the work overload of the accounting department during auctions, invoices generated during or directly after an auction require careful revision and possible correction; errors excepted. Catalogue images may not be used without permission. Reproduction rights and digital files can be acquired for a fee. Any copyrights of third parties that may still exist remain unaffected by this and may have to be obtained separately.

9. Auction lots will, without exception, only be handed over after pay ment has been made. Credit cards (VISA, Mastercard, American Express), checks and any other form of non-cash payment are accepted only on account of performance. Exchange rate risk and bank charges may be applicable. Storage and dispatch are at the expense and risk of the buyer. If the shipping costs exceed the lump sum on the invoice the outstanding amount will be billed separately.

10. According to regulation (EC) No. 116/2009 resp. § 24 KGSG, export license may be necessary when exporting cultural goods depending on the type or value of the object in question. For the purposes of wildlife conservation, it is necessary to obtain an export license according to regulation (EC) No. 338/97 when exporting objects made from certain protected materials (incl. ivory, tortoiseshell, mother-of-pearl and certain corals) out of the territory of the European Community. Export licenses for objects made of

protected materials are only granted under strict conditions or may not be granted at all. The import of such objects may be restricted or prohibited by certain countries. It is the buyer’s responsibility to inform himself, whether an object is subject to such restrictions. Export and import of such objects are at the expense and risk of the buyer.

11. The buyer is liable for acceptance of the goods and for payment. The purchase price shall be due for payment upon the lot being knocked down to the buyer. In case of a delayed payment (two weeks after the sale) the purchaser will be held responsible for all resultant damages, in particular interest and exchange losses. In case of payment default the auctioneer will charge interest on the outstanding amount at a rate of 1% to the gross price per month or part of month. In such an event the auctioneer reserves the right to annul the purchase contract without further notice, and to claim damages from the buyer for non-fulfilment, accordingly he can reauction the goods at the buyer’s expense. In this case the buyer is liable for any loss incurred, the buyer shall have no claim if a higher price has been achieved. He will not be permitted to bid.

12. The place of fulfillment and jurisdiction is Berlin. German law applies exclusively; the UN-Treaty (CISG) is explicitly excluded. 13. The prices quoted after each lot are estimates, not reserves.

14. The after-sales is part of the auction in which the bidder places either by telephone or in written form (as stated in number 5 and 6) the order to bid a set amount. Corresponding bids are binding for 4 weeks after submission.

15. By making a bid, either verbally in the auction, by telephone, written by letter, by fax, or through the internet the bidder confirms that he has taken notice of these terms of sale by auction and accepts them. Agents who act on behalf of a third party are jointly and separately liable for the fulfillment of contract on behalf of their principals.

16. Should one or the other of the above terms of sale become wholly or partly ineffective, the validity of the remainder is not affected. In the event of a dispute the German version of the above conditions of sale is valid.

As of May 2026

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Bassenge Kunstauktion 127: Post War & Zeitgenössische Kunst II by Bassenge Auktionen - Issuu