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Bassenge Kunstauktion 127: Gemälde Alter und Neuerer Meister

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BASSENGE

Auktion 127

GEMÄLDE ALTER UND NEUERER MEISTER RAHMEN

BASSENGE

Donnerstag, 4. Juni 2026

IHRE ANSPRECHPARTNER FÜR DIESEN KATALOG EXPERTS FOR THIS CATALOGUE

Dr. Ruth Baljöhr

Telefon: +49 30 - 893 80 29 22

r.baljoehr@bassenge.com

Eva Dalvai

Telefon: +49 30 - 893 80 29 80

e.dalvai@bassenge.com

Nadine Keul

Telefon: +49 30 - 893 80 29 21 n.keul@bassenge.com

Harald Weinhold

Telefon: +49 30 - 893 80 29 13

h.weinhold@bassenge.com

Wir bitten darum, Zustandsberichte zu den gewünschten Losnummern zu erfragen, da Angaben zum Erhaltungszustand nur in Ausnahmefällen im Katalog notiert sind.

Die Galerie Bassenge ist Mitglied bei Eindeutig identifizierbare Werke mit einem Schätzpreis von mindestens 4.000 Euro werden vor der Auktion mit dem Art Loss Register abgeglichen.

VORBESICHTIGUNG

GEMÄLDE ALTER UND NEUERER MEISTER

Erdener Straße 5A 14193 Berlin

Donnerstag, 28. Mai bis Montag, 1. Juni 10 bis 18 Uhr

Dienstag, 2. Juni

10 bis 17 Uhr

Vorbesichtigung ausgewählter Werke in München

Donnerstag, 21. Mai, 16 bis 19 Uhr

Freitag, 22. Mai, 11 bis 18 Uhr Galeriestraße 2B (2. Etage), 80539 München

MITTWOCH, 3. Juni 2026

Vormittag 10.00 Uhr

Nachmittag 15.00 Uhr

DONNERSTAG, 4. Juni 2026

Vormittag 11.00 Uhr

Nachmittag 15.00 Uhr

FREITAG, 5. Juni 2026

Vormittag 11.00 Uhr

Nachmittag 15.00 Uhr

Druckgraphik des 15. bis 17. Jahrhunderts Nr. 5000-5248

Druckgraphik des 18. Jahrhunderts Nr. 5249-5328

Druckgraphik des 19. Jahrhunderts und des Fin de Siècle Nr. 5329-5428

Miscellaneen und Trouvaillen der Druckgraphik des 15. bis 18. Jahrhunderts Nr. 5429-5672

Gemälde Alter und Neuerer Meister Nr. 6000-6191 Rahmen Nr. 6192-6213

Horizonte – Zauber ferner Welten Nr. 6300-6482

Zeichnungen des 16. bis 19. Jahrhunderts Nr. 6500-6755

Arnulf Rainer – Gerettete Werke aus der Haasgasse Nr. 6900-6948 16.00 Uhr

SONNABEND, 6. Juni 2026

Vormittag 11.00 Uhr

Nachmittag 16.00 Uhr

Moderne Kunst I Nr. 7000-7283

Moderne und Zeitgenössische Kunst II (Katalog nur online) Nr. 8000-8145

Post War und Zeitgenössische Kunst II (Katalog nur online) Nr. 8150-8322

Fotografie des 19. Jahrhunderts (Katalog nur online) Nr. 4001-4123

Fotografie des 20. und 21. Jahrhunderts (Katalog nur online) Nr. 4124-4321

VORBESICHTIGUNGEN

Druckgraphik, Gemälde, Zeichnungen des 15. bis 19. Jahrhunderts und Sonderkatalog „Horizonte“ Erdener Straße 5A, 14193 Berlin Donnerstag, 28. Mai bis Montag, 1. Juni, 10.00–18.00 Uhr, Dienstag, 2. Juni 10.00–17.00 Uhr

Moderne und Zeitgenössische Kunst I und II und Sonderkatalog Arnulf Rainer

Rankestraße 24, 10789 Berlin

Donnerstag, 28. Mai bis Donnerstag, 4. Juni, 10.00–18.00 Uhr

Fotografie und Fotokunst des 19. bis 21. Jahrhunderts

Rankestraße 24, 10789 Berlin

Donnerstag, 28. Mai und Freitag, 29. Mai, 10.00–18.00 Uhr, Samstag 30. Mai, 10.00–16.00 Uhr, Sonntag geschlossen, Montag, 1. Juni bis Donnerstag 4. Juni, 10.00–18.00 Uhr, Freitag, 5. Juni 10.00–15.00 Uhr

Schutzgebühr Katalog: 20 €

Umschlag: Los 6183, Alexander von Riesen und Los 6167, Boleslaw von Szankowski Seite 4: Los 6002, Joos van Cleve. Seite 6 bis 7: Los 6013, Adriaen van Stalbemt

GEMÄLDE DES 16. BIS 18. JAHRHUNDERTS

Italienisch

6000 wohl 16. Jh. Mariä Verkündigung.

Öl auf Holz, parkettiert. 51 x 56,5 cm.

4.000 €

Entstanden nach der Vorlage des um 1350 zu datierenden Verkündigungsfreskos in der Servitenkirche in Florenz. Erste Kopien des bedeutenden Gemäldes entstanden bereits 1369, aber im ausgehenden 16. Jahrhundert erfuhr die Rezeption der Komposition eine ganz neue Qualität und verbreitete sich im Zuge der erstarkten Marienverehrung und durch die Besprechung in verschiedenen Traktaten wie Gabriele Paleottis oder Francesco Bocchis über ganz Europa.

Vorliegende Tafel ist ein charakteristisches Werk des Meisters der Apollound Daphne-Legende, ein anonymer Florentiner Maler aus dem Umkreis von Bartolomeo di Giovanni, Domenico Ghirlandaio und Sandro Botticelli. Die Zuschreibung stammt von Everett Fahy, der das Œuvre dieses Künstlers als erster umfassend kennerschaftlich umrissen hat (Archivio fotografico Fondazione Federico Zeri, Fototeca Everett Fahy, Karteinr. 103405). Den Notnamen übernahm Fahy von Federico Zeri, der zeitgleich zum Meister forschte und den Namen von zwei Tafeln aus der Sammlung Samuel H. Kress zu diesem mythologischen Thema 6000

Meister der Apollo- und Daphne-Legende (um 1480–1510 tätig in Florenz)

6001 Szenen aus dem Leben der hl. Maria Magdalena. Öl mit Goldhöhungen auf Holz, aufgedoppelt und parkettiert. 89,5 x 74,5 cm.

14.000 €

Provenienz: Privatsammlung Rheinland.

ableitete (heute Smart Museum of Art, Chicago). Zuletzt hat Nicoletta Pons, die das Wirken des Meisters im 16. Jahrhundert untersuchte, eine vorsichtige Identifizierung mit Giovanni Benedetto Cianfanini (14621542) vorgeschlagen, dessen Ausbildung in Botticellis Werkstatt und spätere Zusammenarbeit mit Fra‘ Bartolomeo und Piero di Cosimo nachweisbar ist (vgl. Nicoletta Pons: “Importanti opere perdute di pittori fiorentini a Pistoia e una aggiunta al Maestro di Apollo e Dafne,” in: Fra

Paolino e la Pittura a Pistoia nel Primo ‘500, Ausst.Kat. Florenz 1996, S. 5152). Die überlieferten Arbeiten des Künstlers sind in ihrem malerischen Idiom einheitlich, Figuren- und Landschaftstypen wiederkehrend. Das mit unserer Tafel am engsten verwandte Werk ist die Kreuzigungsgruppe in der Berliner Gemäldegalerie (Inv. 2144).

Wir danken Dr. Nicoletta Pons für die Bestätigung der Autorschaft (E-Mail vom 12. März 2026).

Joos van Cleve (um 1485 Kleve – 1540/41 Antwerpen)

6002 Nachfolge, drittes Viertel 16. Jh. Der hl. Hieronymus im Gehäuse.

Öl auf Holz, parkettiert. 98,5 x 81 cm. 12.000 €

Provenienz: Pierre Bergé & Associés, Paris, Auktion am 14. Juni 2017, Los 8. Privatsammlung Deutschland.

Die Komposition greift einen durch Joos van Cleve popularisierten Bildtypus auf, der wiederum eine Hommage van Cleves an Albrecht Dürers Version des Motivs war. Der Nürnberger Meister schuf seinen Hieronymus 1521 in Antwerpen (heute Museu Nacional de Arte Antiga, Lissabon), wo die Bildfindung des ehrwürdigen Gelehrten in der Studierstube, der mit dem Finger seiner linken Hand auf einen Totenkopf deutet und mit der rechten melancholisch den geneigten Kopf stützt, unter den dort ansässigen Malern für Furore sorgte. Auch van Cleve war Dürers Gemälde aus eigener Anschauung bekannt. Von ihm und seiner Werkstatt sind mindestens dreizehn Fassungen der Darstellung bekannt, die ihrerseits von Zeitgenossen wie Pieter Coecke van Aelst vielfach rezipiert und variiert wurden. Vorliegendes Werk zeichnet sich durch die hohe malerische Qualität aus und entstand in unmittelbarer Nachfolge van Cleves. Stilistisch und in den meisten Bilddetails stimmt die Tafel mit einer Nachfolgerarbeit im St. Annen-Museum in Lübeck überein (Inv. 2020.2), die John Oliver Hand und Bodo Brinkmann in das späte 16. Jahrhundert datieren. Beide Arbeiten gehören in die Nähe einer Gruppe von Werken, die einen sehr ähnlichen Bildaufbau und vergleichbares Objektinventar zeigen, sich jedoch durch die Zutat einer prächtigen goldenen Wanduhr unterscheiden (vgl. RKD Nrn. 28187, 42170, 47417, 48198, 52995, 55228, 63612).

Hans von Aachen (1552 Köln – 1615 Prag)

6003 Umkreis. Die Heilige Familie mit der hl. Anna und zwei Engeln.

Öl auf Kupfer. 28,7 x 22 cm.

1.500 €

Für das frühe 17. Jahrhundert typisches Kabinettbild auf Kupfer, nach einem verlorenen Original von Hans von Aachen von etwa 1590, das in einer druckgraphischen Übersetzung von Aegidius Sadeler II. (Hollstein 79) und weiteren Kopien überliefert ist.

Jacob van der Heyden (um 1573 Straßburg – 1645 Brüssel)

6004 zugeschrieben. Brustbildnis Johann Friedrich Herzog von Württemberg in ovaler Kartusche gerahmt von den Personifikationen der Gerechtigkeit und des Friedens.

Öl auf Kupfer. 32,5 x 21 cm. Verso bezeichnet „GM“. Um 1610.

15.000 €

Provenienz: Sammlung Pauline Stern, Stuttgart.

Deren Nachlassauktion bei J. M. Heberle (H. Lempertz‘ Söhne), Köln, Auktion am 5. April 1910, Los 149 (als „unbekannter Meister“).

Hugo Helbing, München, Auktion am 8. März 1911, Los 150 („unbekannt“).

Schweizer Privatsammlung.

6003

Süddeutsch

6005 um 1600. Maria mit dem Christusknaben, Johannes d. Täufer und der hl. Elisabeth in einer Landschaft.

Öl auf Kupfer. 16,5 x 12,8 cm.

4.000 €

6005

Jacques d’ Arthois (1613–1686, Brüssel)

6006 zugeschrieben. Waldige Landschaft mit Schäfern, links ein kleiner Teich.

Öl auf Leinwand, doubliert. 65 x 90 cm.

3.500 €

Provenienz: Privatsammlung Potsdam.

6006

Pieter Neefs II

(1620 – nach 1675, Antwerpen)

6007 Innnenansicht einer gotischen Kathedrale. Öl auf Holz, parkettiert. 38,7 x 54,2 cm. Auf der Säule vorne rechts in Versalien signiert „Peeter / Neeffs“.

12.000 €

Pieter Neefs II und sein Vater Pieter Neefs I gelten als zwei der bedeutendsten flämischen Architekturmaler ihrer Zeit. Neefs II erhielt seine erste Ausbildung bei seinem Vater und bei Hendrick van Steenwyck d. J. Nach einem mehrjährigen Studienaufenthalt in Italien zwischen 1655-1657 kehrte Neefs nach Antwerpen zurück und trat in die Werkstatt seines Vater ein. Die hohe künstlerische Qualität seiner Arbeiten lässt die neuere

Forschung zunehmend an der althergebrachten Händescheidung zwischen Vater und Sohn zweifeln. Tatsächlich arbeiteten beide Künstler lange Jahre sehr eng zusammen und gingen auch Kooperationen mit denselben Figurenmalern ein, darunter Künstler wie Frans Francken d. J., David Teniers, Sebastian Vrancx und Hieronymus Janssens. Die damalige Werkstattpraxis lässt sogar die gemeinsame Arbeit beider Künstler an ein und demselben Gemälde denkbar erscheinen. Das vorliegende Gemälde zeigt die sonnendurchflutete Innenansicht einer spätgotischen Kathedrale gegen Osten, die – wie viele von Neefs Kircheninterieurs – von der Liebfrauenkirche in Antwerpen inspiriert zu sein scheint. Mit einer schriftlichen Expertise von Max J. Friedländer, Berlin, vom 22. August 1932.

Jacques Stella (1596 Lyon – 1657 Paris)

6008 Madonna mit Kind, eine Traube haltend. Öl auf Kupfer, Goldhöhungen, verso eingraviert das Wappen Genuas in ornamentaler Kartusche mit dem Schriftzug „Fabrica di Gio. Batista Rocc[a]“. 16,2 x 12,5 cm.

7.500 €

Das Gemälde war bislang nur durch einen gegenseitigen Kupferstich bekannt, den Pierre Mariette Charles Audran zuschreibt (Le Blanc 29). Der Madonnen-Typus ist im Werk Jacques Stellas wiederkehrend und lässt sich beispielsweise mit dem in seiner Heiligen Familie mit Elisabeth und Johannes aus den 1630er Jahren im Musée des Augustins in

Toulouse (Inv. 2004 1 85) vergleichen. Der Typus tauchte laut Sylvain Kerspern erstmals in Arbeiten aus Stellas letzten römischen Jahren auf, etwa einer weiteren Heiligen Familie von 1632/33 im Musée Fabre (Inv. 2001.6.1). Die Färbung von Mariens Kleid in Rosarot setzte sich dagegen erst um 1638/39 im Werk des Künstlers durch, nachdem er nach Paris zurückgekehrt war. Kerspern geht deshalb davon aus, dass Stella die Kupferplatte zwar noch in Italien erwarb, womöglich auf dem Weg nach Frankreich - worauf das rückseitig eingravierte Wappen Genuas hindeutet -, das Werk jedoch erst um 1638/41 in Paris malte.

Eine schriftliche Expertise von Sylvain Kaspern vom Juli 2025 ist in Kopie vorhanden. Das Gemälde wird in das Online-Werkverzeichnis des Künstlers aufgenommen.

6008

Spanisch

6009 17. Jh. Der hl. Isidor vor einer Flusslandschaft. Öl auf Stein (Marmor oder Alabaster?). 17,6 x 20,7 cm. Gerahmt.

1.200 €

Florentinisch

6010 18. Jh. Campagna mit einem Paar am Fluss sitzend. Pietra dura. 16,5 x 23,7 cm. Verso nummeriert und bezeichnet „N: 3 / Pl. 50. l‘uno“ sowie ein Siegellackstempel und weitere Nummerierungen.

1.800 €

Peter van den Velde (1634 – nach 1687, Antwerpen)

6011 Südliche Küstenlandschaft mit Schiffen. Öl auf Kupfer. 39,7 x 51,6 cm. Unten mittig schwer leserlich signiert „Peeter van ...“.

2.500 €

Provenienz: Karl und Faber, München, Auktion im Juni 1968, Los 259 (damals mit einer Expertise von Max J. Friedländer vom 20. Mai 1938). Privatsammlung Rheinland.

6011

Flämisch

6012 17. Jh. Diana mit ihrem Gefolge auf der Jagd. Öl auf Leinwand, doubliert. 90 x 70 cm.

4.000 €

6012

Adriaen van Stalbemt (1580–1662, Antwerpen)

6013 Landschaft mit Diana und Aktaeon. Öl auf Leinwand, doubliert. 121 x 168 cm. Um 1620.

28.000 €

Literatur: Joaquim Folch i Torres: „Una collecció de pintura antiga“, in: D’Ací i d’Allà, Dezember 1931, S. 447f (als „Tilborch“).

Klaus Ertz und Christa Nitze-Ertz: Adriaen van Stalbemt 1580-1662: Kritischer Katalog der Gemälde, Zeichnungen und Druckgraphik, Lingen 2018, S. 344, Nr. 207a (mit Abb).

Provenienz: Dr. José Andreu Miralles, Barcelona. Seitdem in Familienbesitz, Spanien.

Die pittoreske Landschaft mit einem natürlichen Felsentor bildet die Kulisse für eines der beliebtesten Motive aus den Metamorphosen des

Ovid: Der Jäger Aktaeon erspäht die unbekleideten Nymphen aus dem Gefolge der Diana im Bade, was zur Folge hat, dass der Jäger von der Göttin in einen Hirsch verwandelt und anschließend von seinen eigenen Hunden gerissen wird. Das phantastische, bewachsene Felsentor bietet den Ausblick auf Diana zu Pferd bei der Jagd im Hintergrund, während sich Aktaeon von links den Nymphen im Vordergrund nähert, deren helle Körper sich deutlich vor dem dunklen Fond abheben. Stalbemt sucht in dieser Komposition den malerischen Gesamteindruck und nicht die Glaubwürdigkeit einzelner Details. Der aus Antwerpen gebürtige Stalbemt hielt sich von 1585 bis 1610 in Middelburg auf, bevor er wieder in seine Heimstadt zurückkehrt und dort Mitglied der Malergilde und 1617 zu deren Dekan ernannt wird. Seine Landschaften in der Tradition von Jan Bruegel d. Älteren, von Joos de Momper und von Gillis van Coninxloo zählen zu den harmonischsten Schöpfungen dieses Genres in Flandern im 17. Jahrhundert.

Jacobus Storck (1641 – um 1692, Amsterdam)

6014 Ansicht von Maarssen an der Vecht. Öl auf Leinwand, doubliert. 77 x 107 cm. Unten rechts auf dem Ruderboot signiert „JStorck“ (Initialen ligiert). Um 1680.

8.000 €

Provenienz: Privatsammlung Rheinland.

Jacobus Storcks Ansichten von Maarssen an der Vecht wurden früher häufiger verwechselt mit denen von Amsterdam Overtoom. Storck hat die Vedute mehrfach variiert, im digitalisierten Archiv des RKD, Den Haag, können mindestens vier weitere Fassungen nachgewiesen werden, davon zwei 1677 bzw. 1681 datiert (vgl. hierzu auch E. Munnig Schmidt: „Jacob Storck (1641- um 1693), kunstschilder, en de Vecht“, in: Jaarboekje Niftarlake, 2005, S. 31, Abb. 9; ebd. der Versuch einer genaueren Identifizierung der Topographie).

6014

Johannes Pietersz. Schoeff (auch Schuyff, 1608/09 Antwerpen – nach 1666 wohl Bergen op Zoom)

6015 Weite abendliche Landschaft.

Öl auf Leinwand, doubliert. 83,5 x 120 cm. Unten rechts signiert und datiert „GSchoeff 1644“ (Initialen ligiert).

9.000 €

Provenienz: Sotheby‘s, London, Auktion am 11. Juli 1973, Los 90 (mit Abb.).

Erworben durch Kunsthandel Xaver Scheidwimmer, München. Seit 1973 Privatsammlung Rheinland.

David Vinckboons (1576 Mecheln – 1633 Amsterdam)

6016 Umkreis. Waldlandschaft mit Jägern. Öl auf Holz. 14,2 x 16,4 cm.

3.000 €

Abbildung Seite 26

6015
6016
6017

Alessandro Gori (tätig in Florenz um 1754–1757 )

6017 Stillleben mit Federwild, Walnüssen und Gemüse. Öl auf Leinwand, doubliert. 61 x 72,3 cm. Unten rechts signiert und datiert „Ales.o Gori F. 1757.“.

2.400 €

Jakob Ferdinand Saeys (1658 Antwerpen – 1725 Wien)

6018 Elegante Gesellschaft vor einem Palast (Aufbruch zur Falkenjagd).

Öl auf Leinwand. 46 x 37,5 cm.

1.500 €

6018

Giovanni Battista Carlone (1603 Genua – 1683/84 Parodi Ligure)

6019 nach. Josephs Brüder zeigen Jakob den blutigen Rock.

Öl auf Holz. 50 x 62,3 cm.

1.800 €

Das Gemälde gibt eine großformatige Leinwand aus einem fünfteiligen Zyklus mit Darstellungen aus der Geschichte von Joseph wieder. Die Bildserie befand sich lange in der Sammlung der Dukes of Norfolk und galt dort als ein Werk des Guercino. Heute werden die Arbeiten dem bedeutenden Genueser Barockmaler Giovanni Battista Carlone zugewiesen (vgl. Ezia Gavazza, Giovanna Rotondi Terminielloi (Hrsg.): Genova nell‘età barocca, Ausst. Kat. Genua 1992, S. 119); zwei der Gemälde, darunter auch die Vorlage für unser Werk, verwahrt heute die Bob Jones University Collection, Greenville.

Donato Creti (1671 Cremona – 1749 Bologna)

6020 zugeschrieben. Die Heilige Familie. Öl auf Leinwand, doubliert. 62,5 x 50,5 cm.

6.000 €

Provenienz: Aus der Sammlung Jan Kelch (1939 - 2017), ehem. Kustos Gemäldegalerie Berlin.

Wir bedanken uns bei Prof. Daniele Benati für freundliche wissenschaftliche Hinweise.

Französisch

6021 17. Jh. oder 18. Jh. Stillleben mit Pfirsichen, Trauben, Zinnkrug und Auster.

Öl auf Leinwand, doubliert. 46,5 x 62 cm.

1.200 €

Willem Kalf (1619 Rotterdam – 1693 Amsterdam)

6022 In der Art. Prunkstillleben mit Nautiluspokal, Römer und Früchten.

Öl auf Leinwand. 81,5 x 69 cm. Wohl 19. Jh.

750 €

Provenienz: Privatsammlung Potsdam.

6021

Deutsch oder Schwedisch

6023 um 1675. Bildnis wohl der Freiherrin Charlotte Eleonora Baner (1657-1673).

Öl auf Leinwand. 78,5 x 65 cm (im Oval). Verso auf dem Keilrahmen mit Etiketten einer Wiesbadener Spedition, darauf mit dem handschriftl. Namen „Charlotte Eleonora Faner 1657-1673“, derselbe Name auch in Bleistift auf dem Keilrahmen.

750 €

Provenienz: Privatsammlung Potsdam.

6023

Johann Friedrich von Grooth

(auch Ivan Fyodorivich Grooth, 1717 Stuttgart – 1801 St. Petersburg)

6024 Tierstück mit Ozelot und Ente.

Öl auf Leinwand, doubliert. 109 x 140,5 cm. Links auf dem Baumstumpf signiert und datiert „J. F. Grooth Px. 1761“.

18.000 €

Provenienz: Privatsammlung Transsilvanien.

Der aus Stuttgart gebürtige Johann Friedrich Grooth reüssierte vor allem als Tiermaler. 1745 kam er mit 28 Jahren nach St. Petersburg an den Hof der Zarin Elisabeth Petrowna als deren Hofmaler. Er wurde zum Ehrenmitglied der Petersburger Kunstakademie ernannt. Seine Tierstücke finden sich in den Schlössern und Pavillons der Zarin, sowie in den Museen von St. Petersburg, Stockholm und Potsdam.

6024

Antoine Pesne (1683 Paris – 1757 Berlin)

6025 Werkstatt. Friedrich II. von Preußen als Kronprinz.

Öl auf Leinwand, durch Anstückungen zum dreiviertelfigurigen Portrait vergrößert. 128 x 98 cm. Verso auf der Leinwand in Schwarz von fremder Hand bez. „FRJDERJC / II. / ROY DE PR. / paint par ant. Pesne peintre de sa Majesté 1745.“.

4.000 €

Provenienz: Privatsammlung Potsdam.

Das Porträt zeigt Friedrich im geschwärzten Kürass mit darübergelegter orangefarbener Schärpe des Schwarzen Adlerordens sowie dem prächtigen hermelingesäumten Krönungsmantel, der von einer mit Brillanten besetzten Fibel gehalten wird. Darunter trägt der Kronprinz eine malerische Paraphrase der Uniform seines 1. Bataillons Leibgarde, Infanterie Regiment Nr. 15 I, welches in (Neu-) Ruppin stationiert war. Man sieht den Porträtierten en face, den Oberkörper allerdings fast ins Profil gewendet. Unterstützt von der stimmungsvollen Wolkenlandschaft besitzt das Bildnis eine große Suggestionskraft. Das Motiv ist in der Werkstatt Pesnes in verschiedenen leicht voneinander abweichenden Fassungen wiederholt worden.

6025

Joh. Schepens

(niederländischer Künstler, um 1750 – um 1790)

6026 Flusslandschaft im Mondschein. Öl auf Holz. 27,8 x 36,4 cm. Links unten signiert und datiert „Joh. Schepens 1796“.

750 €

Fein ausgeführte Landschaft bei der der Künstler großes Augenmerk auf die Spiegelungen der Häuser und Boote im stillen Wasser des Flusses im Mondschein legte.

Georg Melchior Kraus

(1737 Frankfurt/Main – 1806 Weimar)

6027 Interieur mit Familie und spielenden Kindern. Öl auf Leinwand. 55,5 x 43,5 cm. Unten rechts signiert „G M Kraus“, verso auf der Leinwand von fremder Hand in Schwarz bez. „G. M. Kraus (Greuze-Schule) 17371806“.

8.000 €

Provenienz: Lempertz, Köln, Auktion am 23. November 1996, Los 1045. Süddeutsche Privatsammlung.

Das Gemälde des Frankfurter Malers Georg Melchior Kraus zeigt ein schlichtes Interieur des späten 18. Jahrhunderts. Im Mittelpunkt steht die Mutter, die der ältesten Tochter das Haar flicht, während sich die zwei jüngeren Mädchen interessiert den bereitgelegten Kleidungsstücken widmen. Der Vater bleibt zurückhaltend im Hintergrund. Das farblich besonders subtile Werk ist ein charakteristisches Beispiel für die Genremalerei im Zeitalter der Aufklärung und zeigt die klassische Rollenverteilung, wie sie dem Ideal der bürgerlichen Familie zu der Zeit entspricht

6026
6028
6029
6030

Österreichisch

6028 18. Jh. Christus in Emmaus. Öl auf Leinwand, doubliert. 33,2 x 26,4 cm.

1.200 €

Italienisch

6029 um 1700. Philosoph vor einem Buch. Öl auf Leinwand. 106,5 x 88 cm.

400 €

Deutsch

6030 Ende 18. Jh. Berglandschaft mit aufziehendem Gewitter. Öl auf Kupfer. 17,2 x 26,2 cm.

600 €

Venezianisch

6031 18. Jh. Bozzetto für die Apotheose eines Heiligen. Öl auf Leinwand, doubliert. 30 x 40 cm.

1.800 €

6031
6032
6033

Andreas Meinrad von Au (1712–1792, Sigmaringen)

6032 Maria im Studierzimmer des seligen Mönchs Andreas.

Öl auf Papier, montiert auf einem modernen Leinwanduntersatz. 29,5 x 45,7 cm.

1.400 €

Literatur: Vgl. Reinhold Halder: „Andreas Meinrad von Au 1712-1792“, in: Eugen Buri, Ingeborg-Maria Buck (Hrsg.): Andreas Meinrad von Au (1712-1792), Ausst. Kat. Sigmaringen 1992, S. 111, Abb. 72.

Provenienz: Sammlung Prof. Karl Herrmann Usener, Marburg a. Lahn (verso Etikett „Frau Marie Meyer-Ilschen / Stuttgart-Bad Canstatt“, Mutter von Rosemarie Usener).

Ölstudien zum Deckenfresko in der Pfarr- und Wallfahrtskirche in Zwiefalten in einer der nördlichen Langhausemporen (1764).

6033 Maria als Tischgenossin des seligen Abtes Hostradus.

Öl auf Papier, montiert auf einem modernen Leinwanduntersatz. 30 x 43,7 cm.

1.400 €

Literatur: Vgl. Reinhold Halder: „Andreas Meinrad von Au 1712-1792“, in: Ausst.Kat. Andreas Meinrad von Au (1712-1792), Sigmaringen 16. Mai bis 19. Juli 1992, Hrsg. Eugen Buri, Ingeborg-Maria Buck, Sigmaringen 1992, S. 111, Abb. 73.

Provenienz: Sammlung Prof. Karl Herrmann Usener, Marburg a. Lahn (verso Etikett „Frau Marie Meyer-Ilschen / Stuttgart-Bad Canstatt“, Mutter von Rosemarie Usener).

Ölstudien zum Deckenfresko in der Pfarr- und Wallfahrtskirche in Zwiefalten in einer der nördlichen Langhausemporen (1764).

6034 Die Väter des alten Bundes.

Öl auf Papier, montiert auf einem modernen Leinwanduntersatz. 29,5 x 47,5 cm.

1.400 €

Provenienz: Sammlung Prof. Karl Herrmann Usener, Marburg a. Lahn (verso Etikett „Frau Marie Meyer-Ilschen / Stuttgart-Bad Canstatt“, Mutter von Rosemarie Usener).

6034

Andreas Meinrad von Au

6035 Abt Wilhelm empfängt den Stiftungsbrief. Öl auf Papier, montiert auf einem modernen Leinwanduntersatz. 44,6 x 30,2 cm. 1.400 €

Provenienz: Sammlung Prof. Karl Herrmann Usener, Marburg a. Lahn (verso Etikett „Frau Marie Meyer-Ilschen / Stuttgart-Bad Canstatt“, Mutter von Rosemarie Usener).

Andreas Meinrad von Au

6036 St. Jakobus der Ältere. Öl auf Papier. 45,1 x 30 cm. Verso von späterer Hand in Feder bez. „S. Jakobus maior decollatus / fide[...]“.

1.200 €

Provenienz: Sammlung Prof. Karl Herrmann Usener, Marburg a. Lahn.

6035
6036

Andreas Meinrad von Au

6037 Glorie des hl. Martin. Öl auf Papier. 29,7 x 45 cm. Verso in Feder von späterer Hand bezeichnet „Ein Planfond“ sowie von moderner Hand „Messkirch, Langhaus, Mittelbild / [...]“.

1.400 €

Literatur: Vgl. Ausst.Kat. Andreas Meinrad von Au (1712-1792), Sigmaringen 16. Mai bis 19. Juli 1992, Hrsg. Eugen Buri, Ingeborg-Maria Buck, Sigmaringen 1992, S. 165, F 49.

Provenienz: Sammlung Prof. Karl Herrmann Usener, Marburg a. Lahn. Entwurf für das Deckenfresko im Langhaus der Pfarrkirche von Meßkirch, 1770.

6037

Daniel Gran

(1694 Wien – 1757 St. Pölten)

6038 Werkstatt. „De Re tormentaria et Byrobolica“: Artillerie und Festungsbau. Öl auf Papier, montiert auf einem modernen Leinwanduntersatz. 28 x 59,2 cm.

1.400 €

Literatur: Vgl. Eckhard Knab: Daniel Gran, Wien/München 1977, S. 173, Ö 12C.

Provenienz: Sammlung Prof. Karl Herrmann Usener, Marburg a. Lahn (verso Etikett „Frau Marie Meyer-Ilschen / Stuttgart-Bad Canstatt“, Mutter von Rosemarie Usener).

Bei vorliegender Ölstudie (sowie den nachfolgenden Losen 6039 und 6040) handelt es sich um ein Modelletto zu den Kuppelfresken „Die Schule von Athen“ in der Österreichischen Nationalbibliothek, ehem. Hofbibliothek (vgl. Knab F 35), die Knab Daniel Grans Werkstatt zuschreibt (Knab S. 174).

Die Fresken im Prunksaal der Österreichische Nationalbibliothek, der ehemaligen kaiserlichen Hofbibliothek in Wien, wurden zwischen 1726 und 1730 von dem Barockmaler Daniel Gran geschaffen. Sie zählen zu den bedeutendsten Beispielen barocker Deckenmalerei in Mitteleuropa. Im Mittelpunkt steht das monumentale Kuppelfresko mit der Apotheose von Karl VI., dem Bauherrn der Hofbibliothek. Der Kaiser erscheint, von mythologischen Figuren wie Apollo und Herkules getragen und von

6038
6039

allegorischen Gestalten umgeben, als Förderer von Wissenschaft, Kunst und universaler Gelehrsamkeit. Zugleich verweisen diese Figuren auf die Tugenden der Habsburgerherrschaft und ihre kulturelle Mission. Der langgestreckte Bibliothekssaal ist thematisch entlang seiner Längsachse gegliedert: Während im Eingangsflügel weltliche und kriegerische Aspekte der Herrschaft thematisiert werden, erscheinen im gegenüberliegenden „Friedensflügel“ allegorische Darstellungen von Harmonie, Wissen und göttlicher Ordnung. In enger Verbindung mit der Architektur entfaltet sich so ein komplexes Bildprogramm, das die Idee der barocken Universalbibliothek als Ort kaiserlicher Macht, Gelehrsamkeit und kultureller Repräsentation inszeniert.

Als Gesamtkunstwerk des österreichischen Barocks verbinden Grans Fresken die illusionistische Öffnung des Raumes zum Himmel mit einer vielschichtigen Bildsprache aus Mythologie und Allegorie und prägen bis heute die ikonographische und räumliche Wirkung des Prunksaals.

Daniel Gran

6039 Werkstatt. „De Medicina, Anatomia, Chyrurgia, Botanica, et Cognitione Vegetabilium“: Allegorie der Medizin, Anatomie, Chirurgie und Botanik. Öl auf Papier, montiert auf einem modernen Leinwanduntersatz. 28,1 x 59,2 cm.

1.400 €

Literatur: Eckhard Knab: Daniel Gran, Wien/München 1977, S. 173, Ö 12B.

Provenienz: Sammlung Prof. Karl Herrmann Usener, Marburg a. Lahn (verso Etikett „Frau Marie Meyer-Ilschen / Stuttgart-Bad Canstatt“, Mutter von Rosemarie Usener).

Modelletto zu den Kuppelfresken „Die Schule von Athen“ in der Österreichischen Nationalbibliothek, ehem. Hofbibliothek (vgl. Knab F 33).

6040 Werkstatt. „Cognitio rei numariae et Antiquitatum, Scientia judiciaria ...“: Allegorie der Wissenschaften der Altertümer und Münzen.

Öl auf Papier, montiert auf einem modernen Leinwanduntersatz. 29 x 61,7 cm.

1.400 €

Literatur: Eckhard Knab: Daniel Gran, Wien/München 1977, S. 173, Ö 12A.

Provenienz: Sammlung Prof. Karl Herrmann Usener, Marburg a. Lahn (verso Etikett „Frau Marie Meyer-Ilschen / Stuttgart-Bad Canstatt“, Mutter von Rosemarie Usener).

Modelletto zu den Kuppelfresken „Die Schule von Athen“ in der Österreichischen Nationalbibliothek, ehem. Hofbibliothek (vgl. Knab F 31).

6040

Daniel Gran

6041 Werkstatt. Merkur mit dem Büchersatz, die Friedensgöttin und Pallas Athene.

Öl auf Papier, montiert auf einem modernen Leinwanduntersatz. 29,9 x 56,2 cm.

1.400 €

Literatur: Eckhard Knab: Daniel Gran, Wien/München 1977, S. 173, Ö 12F.

Provenienz: Wie bei Los 6040.

Ölstudie nach Partien in den Fresken der Apotheose Karls VI. in der Kalotte der Österreichischen Nationalbibliothek, ehem. Hofbibliothek (vgl. Knab F 45).

6042 Werkstatt. Allegorie von Deutschland, der Residenzstadt Wien und der Beständigkeit mit Mars und Vulkan.

Öl auf Papier, montiert auf einem modernen Leinwanduntersatz. 29,2 x 60,2 cm.

1.400 €

Literatur: Eckhard Knab: Daniel Gran, Wien/München 1977, S. 174, Ö 12D.

Provenienz: Wie bei Los 6040.

Ölstudie nach Partien in den Fresken der Apotheose Karls VI. in der Kalotte der Österreichischen Nationalbibliothek, ehem. Hofbibliothek (vgl. Knab F 45).

6041
6042

6043 Werkstatt. Allegorie der Geschichte und der Vorsicht (Prudentia) mit Chronos und den Bildnissen Maximilians I. und des Matthias Corvinus.

Öl auf Papier, montiert auf einem modernen Leinwanduntersatz. 29,8 x 46 cm.

1.400 €

Literatur: Eckhard Knab: Daniel Gran, Wien/München 1977, S. 174, Ö 12E.

Provenienz: Wie bei Los 6040.

Ölstudie nach Partien in den Fresken der Apotheose Karls VI. in der Kalotte der Österreichischen Nationalbibliothek, ehem. Hofbibliothek (vgl. Knab F 45).

6044 Werkstatt. Allegorie der „Österreichischen Mildigkeit“, „Freygebigkeit“ und „Kaiserlichen Magnificenz“.

Öl auf Papier, montiert auf einem modernen Leinwanduntersatz. 29,6 x 45,3 cm.

1.400 €

Literatur: Eckhard Knab: Daniel Gran, Wien/München 1977, S. 174, Ö 12H.

Provenienz: Wie bei Los 6040.

Ölstudie nach Partien in den Fresken der Apotheose Karls VI. in der Kalotte der Österreichischen Nationalbibliothek, ehem. Hofbibliothek (vgl. Knab F 45).

Daniel
6043
6044

Daniel Gran

6045 Werkstatt. Stürzende Laster. Öl auf Papier. 46,4 x 30 cm. Verso von späterer Hand in Feder bez. „Ein Theil des vorigen Plafond in der Kaiserlichen Bibliothek in Wien / gemalen von Daniel Gran 1723“.

1.200 €

Literatur: Eckhard Knab: Daniel Gran, Wien/München 1977, S. 174, Ö 12G.

Provenienz: Wie bei Los 6040.

Ölstudie nach Partien in den Fresken der Apotheose Karls VI. in der Kalotte der Österreichischen Nationalbibliothek, ehem. Hofbibliothek (vgl. Knab F 45).

6045

GEMÄLDE DES 19. JAHRHUNDERTS UND NEUERER MEISTER

Wilhelm Joseph Niessen (1827 Köln – 1903 München)

6046 Die Söhne des Peter Paul Rubens. Öl auf Leinwand, doubliert. 71 x 60,5 cm.

750 €

6047 „Madonna della Tenda“ (Die Madonna mit dem Vorhang).

Öl auf Holz, parkettiert, nach Raffael. 67,4 x 54,7 cm. Verso bezeichnet „‘Madonna della Tenta‘ Rafael / Smlg. München Pinakothk / Wilhelm Jos. Niessen / 1827-1903“.

750 €

Carl Christian Vogel von Vogelstein (1788 Wildenfels – 1868 München)

6048 Die Madonna erscheint dem hl. Joseph von Calasanz, der mit seinen Schulkindern um den Beistand Gottes für sein Unternehmen bittet.

Öl auf Leinwand. 50 x 74,5 cm. Unten links undeutlich signiert und datiert „[...] Vogelstein 18[...]“. Um 1840.

6.000 €

Der spanische Heilige José de Calasanz (1556-1648) gründete in Rom eine Schule für arme und verwaiste Kinder und legte damit den Grundstein für das katholische Volksschulwesen. Im 19. Jahrhundert wurde er zum Schutzpatron der katholischen Primarschulen erklärt. Vogelstein zeigt den Ordensgründer kniend im Kreis von Kindern, den Blick und die Geste vertrauensvoll nach oben gerichtet: In einer lichten Wolkenvision erscheinen Maria mit dem Christuskind, umgeben von Engeln. Die Komposition verbindet irdische Fürsorge und himmlische Legitimation Eine signierte Vorzeichnung zu dieser Komposition wurde 2018 bei Lempertz in Köln versteigert (Auktion 1118, 17. November 2018, Los 2004).

Zu der Komposition ist überliefert, dass Vogelstein um 1840 einen Auftrag für einen Altar der Gymnasialkirche in Brüx/Most (Nordböhmen) erhielt. Diese Kirche existiert heute nicht mehr. Eine weitere eigenhändige Version von 1842 befindet sich in der katholischen Kirche in Annaberg-Buchholz im Erzgebirge. Wir danken Gerd-Helge Vogel für die Bestätigung der Autorenschaft und weitere wertvolle Hinweise (E-Mail vom 18. November 2025).

Hippolyte Lebrun

(franz. Künstler, tätig in der 1. Hälfte des 19. Jh.)

6049 Frühlingsreigen: Arkadische Landschaft mit Tanzenden und dem Blumenopfer an eine Göttin. Öl auf Leinwand, doubliert. 55 x 65,5 cm. Auf dem Stein signiert und datiert „H-Lebrun 1816“, verso auf dem Keilrahmen mit dem Stempel des Künstlerbedarfs Belot (rue de l‘arbre-Sec, Paris).

4.500 €

Provenienz: Süddeutsche Privatsammlung.

Über den französischen Künstler Hippolyte Lebrun ist nahezu nichts bekannt. Benezit vermerkt, dass Lebrun von 1814 bis 1824 mit Landschaften und Historien auf den Pariser Salons vertreten war.

6049

Johann Karl Ferdinand von Kügelgen (1772 Bacharach – 1832 Reva)

6050 Blick auf Partenite auf der Krim. Öl über Lithographie auf Papier, kaschiert auf Hartfaserplatte. 28,7 x 38,7 cm. Unten rechts signiert „C. de Kügelgen“. Um 1827.

7.500 €

Karl von Kügelgen, der Zwillingsbruder von Gerhard von Kügelgen, wurde 1804 Mitglied der Akademien in St. Petersburg und Berlin. Im Auftrag Zar Alexanders I. bereiste er 1804 und 1806 die Krim und fertigte dabei mehrere hundert Skizzen an, nach denen er zahlreiche sorgfältig ausgeführte Sepiazeichnungen schuf. Rund 40 dieser Blätter befinden sich heute in der Eremitage. Die leicht und luftig wirkenden

Ansichten sollten dem Zaren die südliche Landschaft der Krim nahebringen. Ergänzend entstanden etwa 30 Landschaftsgemälde nach den Sepiablättern für einen Sommerpalast Alexanders. Zu den Sepiabildern zählt auch die Ansicht Partenite, die als Vorlage für das vorliegende Bild diente. Neben der Malerei widmete sich Kügelgen seit 1819 auch der Lithographie und veröffentlichte 1827 sechzehn KrimZeichnungen unter dem Titel Vues pittoresques de la Crimei. Darunter befand sich auch das vorliegende Blatt mit dem Blick auf Partenit(e), „das Kügelgen so übermalte, das der grafische Bildgrund nicht zu erkennen ist. Nach der Veröffentlichung der Krim-Lithographien würde ich das Bild ‚um 1827‘ datieren. Ein weiteres Bild von Kügelgen in dieser Technik ist bisher nicht bekannt“ (zit. nach Dr. Dorothee von Hellermann, Gutachten in Kopie vorliegend).

6050

Wilhelm Amandus Beer (1837–1907, Frankfurt a. M.)

6051 Jahrmarkt bei Smolensk in Russland. Öl auf Malkarton. 20,9 x 26,1 cm. Unten rechts signiert, bezeichnet und datiert „W. A. Beer. Frankfurt a/M. 1878 [letzte Ziffer schwer leserlich]“, verso wohl eigenh. bezeichnet „Russische Jahrmarktscene / aus dem Gouv. Smolensk / gemalt v. W. A. Beer / Frankurt a/M / Grüneburgweg No 153“.

1.800 €

Provenienz: Dorotheum, Wien, Auktion vom 6.-8. Februar 1930, Los 42 (mit Abb.).

Während längerer Aufenthalte im Gouvernement Smolensk in den Jahren von 1867-1870 und erneut 1877, vor allem auf dem Gut des Malers Sergej Andrjewitsch von Baryschnikoff, studierte Wilhelm Amadeus Beer eingehend die Charakteristika von Land und Leuten, was ihm den Beinamen Russen-Beer eintrug.

6051

Franz Krüger

(1797 Großbadegast – 1857 Berlin)

6052 nach. Die russische Garde in Zarskoje Selo im Jahr 1832.

Öl auf Holz. 40 x 66 cm. Unten links auf Russisch in kyrillischer Schrift bezeichnet „Gemalt im Jahr 1841, am 28. August Fr. K.“, verso auf versilbertem Grund in Schwarz das russische Adlerwappen in ornamentaler Kartusche mit russ. Bezeichnung „Dieses glorreiche Jahr ist vorbei, aber die darin vollbrachten Taten werden nicht vergehen! / Für Glauben und Treue! / 1886“.

4.500 €

Franz Krüger war nicht nur führender Porträtist am preußischen Hof, sondern auch einer der bevorzugten Maler des russischen Kaisers Nikolaus I. und daraus resultierend der Petersburger Aristokratie. Zwischen

1832 und 1851 reiste Krüger insgesamt vier Mal nach St. Petersburg. Bereits bei seinem ersten Besuch im Jahr 1832 bestellte der Kaiser das Monumentalwerk Die russische Garde, das Krüger 1841 vollendete (Alexanderpalast, Puschkin). In dem über zwei Meter breiten Gemälde hält Krüger mit der ihn auszeichnenden Sachlichkeit, aber auch mit warmherziger Detailverliebtheit die Uniformierug von vierzig Gardisten fest: „Selbst die prächtig gewachsenen und keck gedrehten Schnurrbärte der Dargestellten sind höchst aktuell: erst seit 1832 wurde dieser stolze Gesichtsschmuck Offizieren aller Truppeneinheiten erlaubt. Weiß man, welche Faszination die eigenartige Ästhetik all des militärischen Beiwerks auf Nikolaus I. ausübte, welche Bedeutung er der Schönheit der Verpackung seiner wackeren Vorzeigekrieger - der Gardisten - beimaß, wird man auch seine Ansprüche an ein derartiges Kunstwerk begreifen. Krüger genügte ihnen wie kein anderer.“ (Wasilissa Pachomova-Göres: „‘Er ist der Unsere!‘ Franz Krüger und Russland“, in: Preußisch korrekt, berlinisch gewitzt. Der Maler Franz Krüger 1797-1857, Ausst.Kat. Berlin 2007, S. 57).

6052

Eduard Hildebrandt (1818 Danzig – 1869 Berlin)

6053 Schloss Tegel bei Berlin (Humboldt-Schloss). Öl auf Leinwand. 26,7 x 39 cm. Unten links signiert und datiert „E. Hildebrandt 1853“.

3.500 €

Der junge Eduard Hildebrandt war im Jahr 1843 in den Gravitationskreis Alexander von Humboldts geraten, der sein Talent erkannte und Friedrich Wilhelm IV. empfahl, was letztlich Hildebrandts große Reise nach Brasilien und Nordamerika ermöglichte. Nach seiner Rückkehr empfing Humboldt ihn in seiner engeren Gesellschaft; die Freundschaft zwischen den beiden Weitgereisten beschrieb Max Ring aufs Treffendste: „Trotz der Verschiedenheit ihres Alters und ihrer Lebensstellung bestand zwischen Beiden eine innere Verwandtschaft, dieselbe Liebe zur Natur, die gleiche Lust, ferne, besonders tropische Länder kennen zu lernen und zu erforschen, dieselbe geniale Befähigung, die Wunder des Weltalls zu erfassen und in Wort und Bild darzustellen. Wie Humboldt der Denker, so war Hildebrandt der Maler des ‚Kosmos‘. Beide erkannten diese Kongenialität ihrer Naturen und fühlten sich sympatisch zu einander hingezogen.“ (Max Ring: Erinnerungen, Bd. 2,

Berlin 1898, S. 168f). Hildebrandts Portraits seines väterlichen Freundes im Arbeitszimmer in der Oranienburgerstraße (1847) und in der Bibliothek (1856) gehören zu den klassischen Motiven der HumboldtIkonographie. Eine Neuentdeckung ist dagegen vorliegende Ansicht von Schloss Tegel, dem Sitz der Humboldts, in dem Hildebrandt häufiger zu Gast war (vgl. Fanny Arndt (später Fanny Blaschnik-Arndt): Eduard Hildebrandt. Der Maler des Kosmos. Sein Leben und sein Werk, Berlin 1869, Kap. 1 „Im Schlossgarten zu Tegel“, S. 1-8).

Johan Laurentz Jensen (1800–1856, Gentofte b. Kopenhagen)

6054 Stillleben mit Pfingstrosen. Öl auf Holz. 21,8 x 15,7 cm. Unten rechts signiert „I. L. Jensen“.

3.000 €

6054

Friedrich Carl Simmler (1801 Hanau – 1872 Aschaffenburg)

6055 Selbstbildnis des Künstlers mit roter Malerkappe. Öl auf Leinwand. 56,5 x 47,5 cm. Um 1834.

1.200 €

Literatur: Matthias Lehmann: Friedrich Simmler (1801-1872). Leben und Werk des Malers aus Geisenheim: ein Beitrag zur Kunst- und Kulturgeschichte des Rheingaus in der 1. Hälfte des 19. Jahrhunderts, Frankfurt a. M. 2012, S. 159, Abb. 281 und WK 62/3.

Provenienz: Aus dem Nachlass des Künstlers, bis 1987 in Familienbesitz. Westdeutsche Privatsammlung.

Anna L. Vilhelmine Nørbye (dänische Malerin, 1851–1924)

6056 Rosa Klatschmohn. Öl auf Leinwand. 26 x 21,7 cm. Unten links monogrammiert „AN“.

750 €

Deutsch

6057 1847. Grab mit Trauerweiden auf Rügen, im Hintergrund eine Windmühle. Öl auf Leinwand. 34,1 x 39,9 cm. Rechts unten bezeichnet und datiert „Auf Rügen / 1847.“, verso auf dem Keilrahmen unleserlich bezeichnet.

600 €

Österreichisch

6058 Mitte 19. Jh. Stillleben mit Trauben und Mispeln in einer Kristallschale. Öl auf Leinwand. 30,6 x 37,8 cm. Verso auf der Leinwand bezeichnet „R Schönn [1]849“.

600 €

6057
6058
6059
6060

Deutsch oder Dänisch

6059 1852. Zaunwinden mit Schmetterlingen. Öl auf Holz. 26,1 x 35 cm. Unten rechts monogrammimert und datiert „KP / 1852“.

600 €

Paul Graeb (1842–1892, Berlin)

6060 Kircheninterieur mit Seitenaltar. Öl auf Malkarton. 28,7 x 22,7 cm. Unten rechts signiert „Paul Graeb“, verso alt nummeriert „N°13“.

600 €

Deutsch

6061 um 1840. Blick durch einen Torbogen auf eine Schlossruine (Heidelberger Schloss?). Öl auf Leinwand. 32,5 x 40,5 cm.

3.500 €

Provenienz: Aus der Sammlung Catherine Sterling, Tinos/Griechenland (lt. Information des Vorbesitzers).

6061

Johann Michael Wittmer (1802 Murnau – 1880 München)

6062 Bildnis des Heinrich Nathusius mit grauer Halsschleife.

Öl auf Papier auf Malkarton kaschiert. 27,5 x 21,8 cm. Verso mit ausführlichen Annotationen zu Wittmer und dem Dargestellten, ferner „Meiner Ursel zum 30.II. [19]29 zum Andenken an ihr Eintreffen bei meinen Eltern in Potsdam ihre Aufnahme in die Familie Nathusius“. Um 1844.

1.800 €

Das Bildnis zeigt den Rittergutbesitzer Heinrich Engelhard Nathusius (1824 Althaldensleben - 1890 Westerland/Sylt), der nach seiner forstwirtschaftlichen Ausbildung in Tharandt im Jahr 1844 eine einjährige Forschungsreise nach Italien unternahm, wobei er sich längere Zeit in Rom aufhielt. Nathusius betätigte sich autodidaktisch als Künstler, wovon seine in Rom entstandenen Skizzenbücher zeugen. Während dieser Zeit dürfte der in Rom lebende Wittmer den gerade 20-Jährigen portraitiert haben.

6062

Karl Heilmayer (1829–1908, München)

6063 Morgennebel an der Küste der Riviera. Öl auf Holz. 21 x 27,1 cm. Unten rechts signiert „K. Heilmayer“, verso bezeichnet „No 386 / An der Riviera / Karl Heilmayer senior“ und mit blauer Kreide „No. 83“.

900 €

Dänisch

6064 um 1840. Die Blaue Grotte auf Capri. Öl auf Leinwand. 49,5 x 73,3 cm.

2.400 €

6063
6064
6065 6066

Gustav Friedrich Papperitz (1813–1861, Dresden)

6065 Wolkenhimmel über den Bergrücken bei Civitella. Öl auf Papier. 15,9 x 24,9 cm.

1.500 €

Literatur: Matthias Lehmann: Beiträge zur Landschaftsmalerei in der 1. Hälfte des 19. Jahrhunderts: Dresden - Weimar - Subiaco, Frankfurt a. M. 2017, S. 183.

Provenienz: Arno Winterberg, Heidelberg, Auktion am 10. November 2007, Los 424.

Deutsch

6066 19. Jh. Fischer am Golf von Neapel, im Hintergrund Castel dell‘Ovo und der Vesuv. Öl auf Leinwand, doubliert. 16,5 x 24 cm.

1.800 €

Wilhelm Klose (1830–1914, Karlsruhe)

6067 Blaue Wolken über der römischen Campagna. Öl auf festem Papier. 20,6 x 33,7 cm.

1.200 €

Provenienz: Aus dem Nachlass des Künstlers. Dieser teilweise versteigert bei Arno Winterberg, Heidelberg, Auktion am 16.-17. April 1999, Los 389.

6067

Deutsch

6068 um 1840. Pizzo Cannita bei Palermo, davor das mittelalterliche Aquädukt von Ficarazzi.

Öl auf Holz. 28 x 39,5 cm.

1.800 €

6068

Ernst Willers (1803 Oldenburg – 1880 München)

6069 Sizilianische Landschaft bei Bagheria mit Blick auf Pizzo Cannita.

Öl auf Papier, auf Karton kaschiert. 44,9 x 65 cm. Unten links monogrammiert und bezeichnet „E. W. Baggeria“ sowie daneben undeutlich datiert „1843“.

3.500 €

Literatur: Matthias Lehmann: Beiträge zur Landschaftsmalerei in der 1. Hälfte des 19. Jahrhunderts: Dresden - Weimar - Subiaco, Frankfurt a. M. 2017, S. 117.

Ausstellung: Wohl Nachlass-Ausstellung 1880, Königliche Nationalgalerie, Berlin, Nr. 615 („Höhenzug der Bagheria, 1843“).

Provenienz: Bis 1984 Privatsammlung Heidelberg. Westdeutsche Privatsammlung.

Bernhard Fries (1820 Heidelberg – 1879 München)

6070 Die Berge nördlich von Narni. Öl auf Papier, auf Pappe kaschiert. 24,6 x 34,5 cm.

1.200 €

Provenienz: Aus dem Nachlass des Künstlers. Sammlung Eugen Dreisch, München.

Villa Grisebach, Berlin, Auktion am 29. November 2017, unter Los 130.

Laut dem Katalogeintrag von Grisebach wurde die Arbeit von Dr. Sigrid Wechssler, Heidelberg, 2003/04 katalogisiert.

6071 Abendstimmung an der süditalienischen Küste. Öl auf Papier, auf Pappe kaschiert. 18,5 x 26,3 cm.

900 €

Provenienz: Aus dem Nachlass des Künstlers. Sammlung Eugen Dreisch, München.

Villa Grisebach, Berlin, Auktion am 29. November 2017, unter Los 130.

6072 Blick von Civitella auf die Mammellen mit Rocca Santo Stefano. Öl auf Papier, auf Karton kaschiert. 17,2 x 25,2 cm.

900 €

6072
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6074

Joachim Ludwig Heinrich Daniel Bünsow (1821–1910, Kiel)

6073 Blick auf Ariccia in den Albaner Bergen. Öl auf Papier, auf Platte kaschiert. 28,5 x 44 cm. Um 1854-1858.

4.000 €

Provenienz: Aus der Familie Bünsow, Bünsow Haus (errichtet zwischen 1886-1888) in Stockholm. Seither in Familienbesitz.

Bünsow erhielt seine Ausbildung an der Königlich Dänischen Kunstakademie von 1839 bis 1848 bei Johann Ludwig Lund und Christoffer Wilhelm Eckersberg. Anschließend reist er nach Dresden, wo er sich dem Kreis um Johan Christian Dahl anschloss. Ein Stipendium der Kopenhagener Akademie ermöglichte Bünsow einen Aufenthalt in Rom von 1853 bis 1858. Während sich Bünsow in seinem malerischen Frühwerk an dem feintonigen und naturnahen Stil seiner Lehrer orientierte, stehen die in Italien entstandenen, stimmungsvolleren und idealisierenderen Landschaften unter dem Einfluss des Holsteiners Louis Gurlitt.

Ernst Willers

(1803 Oldenburg – 1880 München)

6074 Blick über die römische Campagna. Öl auf Papier. 21,8 x 58 cm.

1.800 € Károly Markó d. J. (1822 Budapest – 1891 Moskau)

6075 zugeschrieben. Blick auf das Arnotal. Öl auf fester Malpappe. 22,5 x 26,6 cm. Verso von fremder Hand bezeichnet „Valdarno“ und bewidmet „für Fräulein Marie / Carlo Schmit“, auf dem Rahmen das Etikett des Wiener Vergolders Rudolf Bauer.

1.500 €

6075

Deutsch

6076 1874. Villa Mills auf dem Palatin in Rom. Öl auf Leinwand. 46,2 x 31,3 cm. Unten rechts bezeichnet und datiert „Villa Mills / convento di M[...?]l Roma / 11.6.[18]74“, verso auf dem Keilrahmen eine Datierung „28. April 1880“ und spätere Bezeichnung „R. Senff / Gauting / Reg. Nr. 14“.

600 €

Auf dem Palatin erhob sich bis zu dessen Abriss in den 1920er Jahren die Villa Mills, die vom Briten Robert Smith unter Einbezug von Teilen des antiken kaiserlichen Palastes neugotisch umgestaltet wurde. Das Gebäude war seit 1855 ein Nonnenkloster.

Hermann Gehrich (vor 1850 – nach 1885)

6077 Italienisches Mädchen mit Tambourin. Öl auf Holz. 23,9 x 19,2 cm. Unten links signiert und datiert „HGehrich [ligiert] / 1884“.

400 €

Hermann Gehrich war ein deutscher Genre-, Porträt- und Landschaftsmaler der Düsseldorfer Schule, der aber zunächst bis 1871 an der Dresdener Akademie studierte. 1884 und 1885 stellte er im Oldenburger Kunstverein Bildnisse und Landschaften aus Tivoli aus. Das Motiv wird öfter als „Mignon“ aus Goethes „Wilhelm Meister“ bezeichnet, die die Sehnsucht der Deutschen nach Italien versinnbildlicht. Ende des 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts fand die weitverbreitete Bilderfindung als Porzellanmalerei auch Eingang in das Bilderrepertoire der KPM.

6078 Italienisches Mädchen mit Mandoline. Öl auf Holz. 23,9 x 19,3 cm. Signiert und datiert rechts im Fels „HGehrich (ligiert) / 1884“.

400 €

Das Motiv geht auf eine ganzfigurige Bilderfindung des Jules Joseph Lefebvre von 1879 zurück, als „Mignon“ auf dem Pariser Salon ausgestellt. Ende des Jahrhunderts fand es als Porzellanmalerei auch Eingang in das Bilderrepertoire der KPM.

Albert Hertel (1843–1912, Berlin)

6079 Via Appia in Rom. Öl auf Leinwand, kaschiert auf Malkarton. 22,2 x 38,3 cm. Unten rechts datiert und monogrammiert „6 mai [18]65 AH“, verso mit einem alten Etikett.

900 €

Provenienz: Aus dem Nachlass des Künstlers (mit dessen Stempel). Aus der Sammlung (Hans?) Mackowsky (verso Vermerk).

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Rudolf Heinrich Schuster (1848–1902, Markneukirchen i. Vogtland)

6080 Das Convento di San Cosimato in Vicovaro am Aniene.

Öl auf Leinwand, auf Karton kaschiert. 60,5 x 48,5 cm. 900 €

Literatur: Maria Krause: Der Landschaftsmaler Rudolf Schuster (18481902), ein Schüler Ludwig Richters, Diplomarbeit Karl Marx Universität, Leipzig 1961 (Typoskript), Nr. 324.

Provenienz: Heinrich Woldemar Schuster (1829-1915, Onkel des Künstlers).

Bis 2015 im Besitz der Nachfahren.

6081 Gegend bei Roviano in den Sabiner Bergen. Öl auf Papier, auf Karton kaschiert. 29 x 59 cm. Unten rechts bez. und datiert „Roviano 15 Giulio [18]80“. 1.200 €

Literatur: Maria Krause: Der Landschaftsmaler Rudolf Schuster (18481902), ein Schüler Ludwig Richters, Diplomarbeit Karl Marx Universität, Leipzig 1961 (Typoskript), Nr. 150 (Abb.-Nr. 30).

Provenienz: Paul Leander Schuster (1854-1919, Bruder des Künstlers). Dessen Tochter Hermine Schmidt, geb. Schuster (1888-1968).

Bis 2015 im Besitz der Nachfahren.

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6082 Vorfrühling im Riesengebirge: Dorfstraße mit Schneeballwerfer.

Öl auf Leinwand, auf Karton kaschiert. 23,3 x 32,5 cm. Unten rechts signiert und datiert „R. Schuster / 1895“, verso kleines Klebeetikett bez. „3. Schuster / Markneukirchen“.

1.200 €

Literatur: Maria Krause: Der Landschaftsmaler Rudolf Schuster (18481902), ein Schüler Ludwig Richters, Diplomarbeit Karl Marx Universität, Leipzig 1961 (Typoskript), Nr. 288.

Ausstellung: Rudolph Schuster 1848-1902, Sächsischer Kunstverein zu Dresden, Brühlsche Terrasse, Dresden, 18. Februar - 15. März 1936, Nr. 74.

Provenienz: Heinrich Woldemar Schuster (1829-1915, Onkel des Künstlers).

Dessen Sohn Albert Schuster (1868-1953).

Deutscher Kunsthandel.

Privatsammlung Krems.

Abbildung Seite 73

Carl von Malchus (1835 Ludwigsburg – 1889 München)

6083 Der Bacino di San Marco in Venedig, gesehen von der Punta della Dogana. Öl auf Leinwand. 38,1 x 67 cm. Unten rechts signiert und datiert: „CvMalchus 1878“, auf einer Leinwand des Künstlerbedarfs A. Schutzmann, München.

1.500 €

Rudolf Heinrich Schuster
6083

August Fischer (1854–1921, Kopenhagen)

6084 Marktstraße an der Rialtobrücke in Venedig, im Hintergrund San Bartolomeo.

Öl auf Leinwand. 50 x 65,5 cm. Unten rechts signiert und datiert „Aug. Fischer [18]92“.

800 €

Deutsch oder Österreichisch

6085 um 1870. Blick in das Innere von San Marco in Venedig.

Öl auf Malpappe. 50,9 x 39 cm. Unten rechts monogrammiert „EFB [?, ligiert]“.

1.200 €

6084
6086
6087

George Clarkson Stanfield (1827 London – 1878 Hampstead)

6086 Blick auf Castello Scaligero in Sirmione am Gardasee.

Öl auf Leinwand. 61 x 107 cm. Unten links auf dem Boot undeutlich signiert „[Geo]rge Stanfield“.

4.500 €

George Clarkson Stanfield, Sohn des bekannten Malers Clarkson Frederick Stanfield, widmete sich wie sein Vater der Landschafts- und Marinemalerei. Seine Werke zeichnen sich durch eine meisterhafte Lichtführung und atmosphärische Tiefe aus, die er insbesondere auf seinen Reisen nach Italien weiterentwickelte. Sie zeigen häufig malerische Ansichten von imposanten Bergen, Seen und Flüssen in Italien, der Schweiz, Frankreich und Deutschland, hier insbesondere vom Rhein, der Mosel, der Lahn und der Maas, die durch warme Farbtöne und eine feine Detailgenauigkeit bestechen.

Fritz Bamberger (1814 Würzburg – 1873 Neuenhain b. Bad Soden)

6087 Kloster bei Trient. Öl auf Papier. 25,8 x 32,7 cm (drei Ecken leicht abgeschrägt). Verso bezeichnet „Trient / Ein Geschenk v. Fritz Bamberger / an Herrn Schultze + 1867“.

900 €

Mehrere Zeichnungen Bambergers, die Trient und Umgebung zeigen, verwahrt das Frankfurter Städel. Die Blätter, darunter eine eng verwandte Ansicht eines Klosters (Inv. Nr. 6294), sind September 1856 datiert.

Max Merker (1861–1928, Weimar)

6088 Die Burg Karneid bei Bozen. Öl auf Leinwand. 138 x 78,5 cm. Unten links signiert „Max Merker Weimar“, sowie verso auf dem Keilrahmen bez. „Max Merker Burg Karneid bei Bozen Weimar“.

750 €

6088

Carl Maria Nikolaus Hummel (1821–1907, Weimar)

6089 Felsiger Hang bei Brannenburg im Zillertal. Öl auf Papier, auf Karton kaschiert. 52 x 42,5 cm. Am Unterrand signiert, datiert und bez. „Brannenberg . Zillerthal / C. Hummel 1851“.

1.200 €

Provenienz: Aus dem Nachlass des Künstlers.

6090 Bei Zwieselstein in den Ötztaler Alpen. Öl auf Leinwand, auf Karton kaschiert. 36,6 x 54 cm. Unten links signiert „Hummel“.

1.800 €

August Fischer (1854–1921, Kopenhagen)

6091 Sommertag bei Brig im Wallis, im Hintergrund der Wasenhorn. Öl auf Leinwand. 47,5 x 68,5 cm. Unten links signiert, datiert und schwer leserlich bezeichnet „Aug. Fischer Brigue 1886. / Wasenhorn“, verso auf dem Keilrahmen auf einem Nummernetikett abermals signiert „Aug. Fischer“.

750 €

6089
6090
6091
6092

Oswald Achenbach (1827–1905, Düsseldorf)

6092 Vollmondnacht in Zell im Zillertal. Öl auf Leinwand. 69 x 98 cm. Unten rechts signiert „Osw. Achenbach“, verso auf dem Rahmen das Etikett der Kunsthandlung Schöninger, München.

4.000 €

Johann Gottfried Steffan (1815 Wädenswil – 1905 München)

6093 Schweizer Berglandschaft. Öl auf Papier, auf Leinwand kaschiert. 47 x 67 cm. Unten rechts bezeichnet „Kuhbodinen Alp“ und datiert „1840“ (?), verso auf dem Keilrahmen beschriftet „Collection [?]“. 1.200 €

Steffan besucht ab 1833 zur weiteren Ausbildung die Münchener Akademie unter Peter von Cornelius. Unter dem Einfluss von Carl Rottmann wendet er sich der realistischen Landschaftsmalerei zu. Sein Atelier wird zum Mittelpunkt der Schweizer Künstler in München, unter anderem arbeitet Arnold Böcklin hier. Er unternimmt zahlreiche Studienreisen in die Schweizer Alpen, bevorzugt ins Glarnerland und an den Walensee.

6093

Carl Michael Geyling (1814 Mariahilf – 1880 Wien)

6094 Terrainstudie mit Felsblöcken. Öl auf Papier, auf Pappe aufgezogen. 49 x 41 cm. Unten links in der nassen Farbe signiert und datiert „K. Geyling 1846“. 1.500 €

Provenienz: Galerie Bassenge, Auktion 86 am 2. Dezember 2005, Los 5963.

6094

Adriana Haanen (1814 Oosterhout – 1895 Oosterbeek)

6095 Blumenstillleben im Flechtkorb am Ufer eines Weihers mit Frosch und Ameisen. Öl auf Leinwand. 39 x 48,8 cm. Unten rechts monogrammiert und datiert „A H / 1856“.

6.000 €

1864 zog die Künstlerin Haanen nach Oosterbeek und lebte dort zusammen mit der Stilllebenmalerin Maria Vos. Die alltäglichen und natürlichen Stillleben von Adriana Haanen stellten einen Bruch mit der

Vergangenheit dar. Die damals üblichen prunkvollen Stillleben mit exotischen Obst- und Blumensorten wurden nach einem strengen Schema angeordnet und arrangiert. Die Blumen von Haanen hingegen wurden nicht in eine Vase gestellt, sondern locker in einen Weidenkorb oder ungezwungen auf den Boden gelegt. Solche Kompositionen galten damals als sehr innovativ. Haanen malte vorzugsweise Rosen oder Obststillleben mit Trauben, Aprikosen und Erdbeeren. Zusammen mit Künstlerinnen wie Gerardine van de Sande Bakhuyzen und Margaretha Roosenboom gehörte Adriana Haanen zur neuen Generation der Stilllebenmalerinnen. Ihre Werke befinden sich unter anderem im Rijksmuseum, im Gemeentemuseum Den Haag und im Dordrechts Museum.

6095

Albert August Zimmermann (1808 Zittau – 1888 München)

6096 Voralpenlandschaft mit Weiher. Öl auf Leinwand. 25 x 50 cm. Unten links signiert „Albert Zimmermann München“.

800 €

Franz Steinfeld (1787 Wien – 1868 Pisek/Böhmen)

6097 Wildbach im Gebirge. Öl auf Malpappe. 25 x 33,2 cm. Verso auf einem Klebeetikett in schwarzem Stift bez. „Steinfeld.“.

1.200 €

Provenienz: Aus der Sammlung Arnold Blome, Bremen (dessen Sammlungsstempel mehrfach verso).

6096
6097

Robert Zünd (1827–1909, Luzern)

6098 Sommerliches Tal in den Alpen mit kleinem Wasserfall. Öl auf Leinwand, auf Karton kaschiert. 38 x 29 cm.

1.800 €

Provenienz: Villa Grisebach, Berlin, Auktion am 25. Oktober 2018: Kunst des 19. Jahrhunderts, Los 437.

6098

Themistokles von Eckenbrecher (1842 Athen – 1921 Goslar)

6099 Dampfschiffe an der Anlegestelle von Gudvangen im Nærøyfjord.

Öl auf Leinwand. 59 x 90,4 cm. Unten rechts signiert und datiert „T. v. Eckenbrecher 1921“, verso auf dem Keilrahmen bezeichnet „T. von Eckenbrecher pinx / Goslar 1921“ sowie „Am Naeröfjord bei Gudvangen.“.

2.400 €

Themistokles von Eckenbrecher wurde 1842 in Athen geboren. Sein Vater, ein deutscher Offizier und Mediziner, war ein enger Freund Heinrich Schliemanns. 1843 kehrte die Familie nach Berlin zurück und Eckenbrecher besuchte zunächst die englisch-amerikanische Schule, bevor die Familie 1850 bis 1857 nach Konstantinopel übersiedelte. Ab 1859 studierte Eckenbrecher zunächst in Potsdam und nahm später in Düsseldorf Privatunterricht bei Oswald Achenbach. Sein Leben war durch eine intensive Reisetätigkeit geprägt. Seine Wege führten ihn durch ganz Europa. Ab 1882 unternahm er insgesamt 21 Studienreisen nach Skandinavien, zumeist Norwegen. Ab 1919 lässt er sich in Goslar nieder und wird dort Mitbegründer und Vorsitzender des dortigen KünstlerVereins. Der norwegische Nærøyfjord ist ein 20 km langer und 300 Meter breiter Seitenarm des Sognefjords, wo tausend Meter hohe Felswände dramatisch aus kristallklarem Wasser aufsteigen und eine der spektakulärsten Fjordlandschaften der Welt bilden. Im Jahr 2005 wurde dieser Fjord in die UNESCO-Welterbeliste aufgenommen.

Franz von Lenbach (1836 Schrobenhausen – 1904 München)

6100 Portrait des norwegischen Dichters Björnstjerne Björnson.

Öl auf Malkarton, auf einen Holzrahmen montiert.

101 x 71,5 cm. Um 1897.

7.500 €

Provenienz: Aus dem Nachlass des Künstlers (mit den Nachlassstempeln verso und der Bestätigung der Witwe Lolo von Lenbach, mit der handschriftl. Bemerkung „sehr gut“).

Villa Grisebach, Berlin, Auktion am 28. November 2009, Los 132. Süddeutsche Privatsammlung.

Bei der furiosen Ölstudie handelt es sich um die Vorstudie zu dem auf Leinwand ausgeführten Gemälde im Lenbachhaus in München, das 1897 datiert ist. Es gelangte bereits 1925 als Schenkung Lolo von Lenbachs in die museale Sammlung. Björnstjerne Björnson (1832 Kvikne - 1910 Paris), der u.a. die norwegische Nationalhymne verfasst und den Literaturnobelpreis erhalten hatte, wirkte als Dichter und Politiker.

6099

Joseph Wopfner (1843 Schwaz in Tirol – 1927 München)

6101 Schattige Uferpartie am Chiemsee. Öl auf Leinwand, kaschiert auf fester Pappe. 32 x 43,5 cm. Unten rechts signiert und bezeichnet „J. Wopfner. München“.

750 €

Hans Kugler (eigentlich Friedrich Johann, 1840 Berlin – 1873 München)

6102 Selbstbildnis des Künstlers mit schwarzer Kappe. Öl auf Leinwand. 51 x 38,5 cm. Unten links signiert und datiert „J. Kugler. 1871.“, verso auf dem Keilrahmen nummeriert „No 33“ sowie mit einem maschinenschriftl. Etikett, dort der Dargestellte fälschlicherweise als Franz Lenbach identifiziert.

750 €

Für ein Selbstbildnis aus dem Jahre 1868 vgl. unsere Auktion 123, am 30. Mai 2024, Los 6097.

6101

Franz Adam (1815 Mailand – 1886 München)

6103 Puszta Landschaft mit Pferden an der Tränke. Öl auf Leinwand. 91 x 160 cm. Unten links signiert und datiert „Franz Adam / [18]82“, verso die Reste eines handschriftl. Etiketts „Adam / Pferdeleben in Ungarn“.

6.000 €

Provenienz: Sammlung Ludwig II., König von Bayern (handschriftl. Etikett verso „No 152 / Kgl. Pferdegestüt in Ungarn / s. Zt. Eigentum v. Ludwig II [...]“).

Sammlung Ludwig III., König von Bayern (Sammlungsetikett verso „Privat=Eigentum seiner Majestät Ludwig III., Inventar Nr. 171“). Sammlung Adolf Bader, Stuttgart (lt. Annotation verso).

Dessen Neffe Otto Bader, Göttingen.

6103

Josef Mahorcig (1843 Triest – 1923 Graz)

6104 Großes Rheinpanorama mit der Apollinariskirche bei Remagen.

Öl auf Leinwand, doubliert. 65,5 x 132,5 cm. Unten rechts signiert und datiert „Jos. Mahorcig 1900“.

1.800 €

Max Metzoldt (1859 Berlin – 1921)

6105 Selbstbildnis im schwarzen Anzug mit Anstecknadel in Form einer Palette.

Öl auf Leinwand. 56 x 46 cm. Rechts im Hintergrund signiert und datiert „Max Metzoldt Antwerpen 1884“.

800 €

Das Selbstbildnis zeigt den Maler im Alter von 25 Jahren, als er an der Akademie in Antwerpen studierte.

Deutsch

6106 um 1860. Ansicht von Idstein im Taunus.

Öl auf Holz. 34 x 43,9 cm.

800 €

Anton Schirnhofer (österreichischer Maler, tätig im 19. Jh.)

6107 Blumenstillleben mit Heckenrosen, Mohn und Kornblumen.

Öl auf Leinwand. 26 x 21 cm. Unten links signiert und datiert „A. Schirnhofer [1]853“.

600 €
6106
6107

Karl Buchholz (1849–1889, Weimar)

6108 Steiniger Hang im Harz. Öl auf Papier auf Karton kaschiert. 36,3 x 41,5 cm. Unten links undeutlich signiert „K. Buchholz“.

1.200 €

Provenienz: Sammlung Prof. Erik Jayme, Heidelberg (1934-2024).

Moritz Daniel Oppenheim (1800 Hanau – 1882 Frankfurt a. M.)

6109 zugeschrieben. Bildnis eines jungen Mannes mit Bart im Profil.

Öl auf Leinwand, doubliert. 26,4 x 20,5 cm.

2.400 €

Provenienz: Privatsammlung Hessen. Süddeutsche Privatsammlung.

Hugo Körber (1843 Freiberg – 1883)

6110 Bachlauf bei Gotzing in Oberbayern. Öl auf Papier, auf festem Malkarton kaschiert. 12,1 x 33,5 cm. Unten rechts datiert und bez. „24/7 / gotzing“.

600 €

6108
6109
6110

Ernst Bosch (1834 Krefeld – 1917 Düsseldorf)

6111 Sonnenbeschienenes Mauerstück.

Öl auf Leinwand, auf Karton aufgezogen, mit Papier umrändert. 29,9 x 34,2 cm. Unten links signiert „E. Bosch“, verso bezeichnet und datiert „Barkhausen [?] 1859 / von Ernst Bosch, Ddf.“.

600 €

Ernst Bosch studierte von 1851 bis 1856 an der Kunstakademie Düsseldorf bei Karl Ferdinand Sohn (Antikensaal), in der Malklasse von Theodor Hildebrandt und schließlich in der Meisterklasse des Akademiedirektors Wilhelm von Schadow. Nach Abschluss des Studiums wurde er Mitglied des Vereins der Düsseldorfer Künstler zur gegenseitigen Unterstützung und Hilfe, dessen Erster Vorsitzender er von 1892 bis 1904 war, ferner des Kunstvereins sowie des Künstlervereins Malkasten.

Otto Strützel (1855 Dessau – 1930 München)

6112 Partie in den Elbauen bei Dessau.

Öl auf Malpappe. 27,1 x 32,2 cm. Unten rechts signiert, datiert und bezeichnet „Dessau / Otto Strützel 12ten Octbr. [18]75“.

900 €

Julius Adam (1852–1913, München)

6113 Steg über einen kleinen Bachlauf.

Öl auf Leinwand, doubliert. 13,5 x 29,2 cm.

1.200 €

Provenienz: Aus dem Nachlass des Künstlers (Nachlassstempel verso).

6111

Carl Wilhelm Müller (1839–1904, Dresden)

6114 Kornernte in den Elbauen bei Dresden. Öl auf Leinwand, auf feste Pappe kaschiert. 18,2 x 32,5 cm. Unten links monogrammiert und datiert „CWM [ligiert] 1871“, verso auf dem Rahmen mit Etikettresten eines Pillnitzer Rahmenmachers.

1.200 €

Nach seiner Ausbildung an der Dresdener Kunstakademie studiert Carl Wilhelm Müller von 1858-1864 in der Landschaftsklasse bei Ludwig Richter. Von 1864-66 bereist er Deutschland und Österreich, bevor er 1866 eine Reise nach Italien antritt. Seine ehemaligen Dresdener Mitschüler und engen Freunde Albert Venus und Viktor Paul Mohn treffen ihn am 20. Juni in Rom. Die politischen Verhältnisse des Jahres 1866 zwingen allerdings viele der dort lebenden deutschen Künstler zur Rückkehr. Während Venus und Mohn 1868 erneut nach Italien aufbrechen, lässt sich Müller in seiner Heimatstadt Dresden nieder. In der Folgezeit unternimmt er weitere Reisen und Wanderungen mit Ludwig Richter, die letzte im September 1870 mit ihm und seinem im Folgejahr viel zu jung an Tuberkulose verstorbenen Schwager Albert Venus wiederum nach Nordböhmen. Müllers Werke sind unter anderem in der Gemäldegalerie Neue Meister Dresden, im Kupferstich-Kabinett Dresden, in den Städtischen Sammlungen Freital und in den Städtischen Kunstsammlungen Chemnitz zu finden.

Carl Robert Kummer (1810–1889, Dresden)

6115 Sonnenuntergang wohl in Nordböhmen. Öl auf Leinwand. 32,2 x 39 cm. Unten links signiert „R. Kummer“.

2.400 €

Carl Robert Kummer hat sich als Maler zeitlebens für meteorologische Besonderheiten interessiert. Spektakuläre Sonnenuntergänge, aufziehende Gewitter oder große Wolkenformationen standen stets im Hauptinteresse seiner künstlerischen Auseinandersetzung. Mehr als die Hälfte der Leinwand nimmt in diesem Bild der in Feuerrot, Rosa, Grau und Weiß leuchtende Himmel ein, während das Terrain dunkel erscheint. Kummer hält diesen, oft nur wenige Sekunden andauernden Moment für immer im Bild fest und erlaubt dem Betrachter den allzeit verfügbaren Genuss des beeindruckenden Naturschauspiels. Wie bedanken uns bei Dr. Elisabeth Nüdling für die Bestätigung der Autorschaft (E-Mail vom 18. März 2026).

Deutsch

6116 1858. Die Ruinen des Stadions von Delphi. Öl auf festem Papier. 25,5 x 42,8 cm. Unten bezeichnet und datiert „Stadion Delphi 30 Sept [18]58“.

1.800 €

6115
6116

Hermann Both (1826 Danzig – 1861 Karlsruhe)

6117 Pommersche Küstenlandschaft bei aufziehendem Sturm.

Öl auf Leinwand. 27,7 x 44,7 cm. Unten rechts signiert und datiert „H. Both [18]60“ sowie verso auf der Leinwand monogrammiert und datiert „HB 1860“.

900 €

Hermann Both widmete sich, trotz Ausbildung in Düsseldorf und Aufenthalten in Karlsruhe und Paris, zeit seines recht kurzen Lebens Motiven aus seiner Heimat. In der Staatlichen Kunsthalle Karlsruhe befindet sich ein Aquarell mit Deckfarben, welches, 1856 datiert, eine nahezu identische Ansicht eines Fischerdorfes an der Küste mit abweichender Staffage und anderem Himmel zeigt (Hans Paffrath u. a. (Hrsg): Lexikon der Düsseldorfer Malerschule 1819-1918, München 1997, Bd. 1, S. 181, Abb. 189).

Carl Scherres (1833 Königsberg/Preußen – 1923 Berlin)

6118 „Sonneblick“.

Öl auf Holz. 15,5 x 20,9 cm. Verso eigenhändig betitelt und signiert „gem: v: Carl Scherres. / Berlin“ sowie mit Prägestempel des Berliner Künstlerbedarfs „Spillhagen & Co“.

800 €

Carl Scherres

6119 „Nach Sonnenuntergang“.

Öl auf Holz. 15,7 x 21 cm. Verso eigenhändig betitelt und signiert „gem: v: Carl Scherres. / Berlin“ sowie mit Prägestempel des Berliner Künstlerbedarfs „Spillhagen & Co“.

800 €

6117
6118
6119
6120
6121

Deutsch

6120 um 1840. Künstlerselbstbildnis in dunklem Mantel.

Öl auf Leinwand, doubliert. 39 x 33 cm.

1.500 €

Pieter Hendrik Thomas (1814 Bielefeld – 1866 Utrecht)

6121 Flussmündung mit Segelschiffen.

Öl auf Holz. 25 x 35,5 cm. Unten rechts signiert „P. H. Thomas“.

600 €

Provenienz: Aus der Sammlung des Juristen Walter Menzel, Berlin.

Albert Heinrich Brendel (1827 Berlin – 1895 Weimar)

6122 Britischer Zweimaster am Pier in einer Flussmündung.

Öl auf Papier, auf Malpappe kaschiert. 33,2 x 31,5 cm. Rechts unten signiert und datiert „A. Brendel. 9.1849“.

2.400 €

Albert Brendel machte seine ersten künstlerischen Schritte im Atelier des Landschaftsmalers Wilhelm Schirmer, der schon früh sein Talent erkannt hatte und ihn zum Besuch der Akademie aufforderte. Dort widmete er sich unter anderem der Marinemalerei unter Wilhelm Krause und ging 1851 über Holland und die Normandie nach Paris, wo er bei Thomas Couture und Filippo Palizzi lernte. 1852 führten ihn seine Studienreisen nach Italien und Sizilien bevor er 1854 wieder nach Paris zurückkehrte und dort bis 1864 blieb. In dieser Zeit verbrachte er die Sommer in Barbizon mit Künstlern wie Théodore Rousseau, Jean-François Millet und Constant Troyon. Im Jahre 1869 kehrte er für einige Jahre nach Berlin zurück bevor er 1875 nach Weimar übersiedelte und eine Professur an der Weimarer Kunstschule antrat, deren Direktor er 1882 wurde.

6122

Hermann Mevius (1820 Breslau – 1864 Düsseldorf)

6123 Sonnenuntergang über der Nordsee bei der westfriesischen Insel Texel.

Öl auf Papier, montiert. 20,3 x 25,7 cm. Verso signiert und datiert „Mevius pinx. Texel 1839“.

4.000 €

Die für Mevius üblichen Schiffsdarstellungen in der Tradition der Marinemalerei fehlen in diesem Werk. Stattdessen konzentriert sich der Künstler vollständig auf die Wiedergabe der besonderen atmosphärischen Aura eines Sonnenuntergangs über dem Meer. Für eine fokussierte Betrachtung der Lichtstimmung eignete sich die im 19. Jahrhundert neu formulierte Komposition der „leeren See“ besonders. Mevius subtil nuancierte Farbveränderungen lösen eine ruhige und ausgewogene Empfindung aus. Die beinahe grenzenlose Wassermasse lädt zum Verlieren und Finden ganz im romantischen Sinne ein und erinnert an Werke Caspar David Friedrichs. Lediglich zur Verortung der Verhältnisse von Wasser zu Land findet sich linkerhand eine schmale Uferkante angedeutet.

6123

Georg Vilhelm Arnold Groth (1842–1899, Kopenhagen)

6124 Strandpartie an der dänischen Ostseeküste. Öl auf Leinwand, alt kaschiert auf Karton und Leinwand. 30 x 43,5 cm. Unten rechts monogrammiert und datiert „V. G. [18]74“, verso auf dem Rahmen das Etikett des Kopenhagener Rahmenmachers W. I. Mogensen. 1.200 €

Vilhelm Melbye (1824 Helsingør – 1882 Roskilde)

6125 Der Leuchtturm von Eddystone vor der Küste von Devon und Cornwall bei Sonnenuntergang. Öl auf Leinwand. 26,5 x 41,5 cm. Unten links signiert, unleserlich bezeichnet und datiert „V. Melbye ... [18]80“, verso auf dem Keilrahmen alt auf Dänisch bez. „Eddystone Fyrtaarn ved Dartmouth. / sign. V. Melby 1880“, auf dem Rahmen das Klebeetikett des Kopenhagener Kunsthandels Georg Kleis.

2.400 €

Max Jensen (1860 Berlin – tätig bis 1908)

6126 Schoner in bewegter See bei Sonnenuntergang. Öl auf Leinwand, auf Pappe aufgezogen. 35,8 x 61,9 cm. Unten links signiert „M. Jensen-Hart“.

400 €

Der Berliner Marinemaler Max Jensen, der gelegentlich auch JensenHart signierte, studierte an der Berliner Akademie der Künste, danach an der Akademie in Düsseldorf. Seine Motive mit oftmals tosenden Meereswellen und stürmischen Wolkenlandschaften fand er an der Nordund Ostseeküste.

6125
6126

Deutsch

6127 um 1900. Sommerstimmung an einem Bachlauf. Öl auf Papier, auf dünnem Karton kaschiert. 24 x 33,3 cm. Unten links bezeichnet „Df. Aug.“.

600 €

6127

Albrecht Bruck (1874 Lauban in Schlesien – 1964 Teltow)

6128 Ostseestrand bei den Kreidefelsen auf Rügen. Öl auf Malpappe. 18,5 x 35,8 cm. Rechts unten monogrammiert und datiert „[19]03 A. B.“, verso bezeichnet „Ostsee“.

600 €

Provenienz: Aus dem Nachlass des Künstlers (verso mit dem von der Tochter des Künstlers Marga Vogt-Bruck (1905-1991) signierten NachlassEtikett, darauf bezeichnet „Insel Rügen“).

Beigegeben von demselben ein weiteres Ölgemälde „Hügelige Landschaft mit Reethäusern und Feldern“ (28 x 40,7 cm, ebenfalls aus dem Nachlass des Künstlers).

Carl Maria Nikolaus Hummel (1821–1907, Weimar)

6129 Blick über den Strand von Misdroy (Insel Wollin) auf die Ostsee.

Öl auf Leinwand, doubliert. 28 x 51 cm. Signiert, datiert und eigenhändig bezeichnet: „C. Hummel. Misdroy 1874“.

1.800 €

Carl Maria Hummel verbrachte seine Sommerfrische oft an der Ostsee auf der Insel Usedom. Die vorliegende schlichte und atmosphärisch dichte Naturimpression zeigt dagegen den Strand von Misdroy auf der nahegelegenen Insel Wollin, die heute polnisches Hoheitsgebiet ist.

Karl Theodor Boehme (1866 Hamburg – 1939 München)

6130 Brandung auf Rügen. Öl auf Leinwand, auf Karton (oder Spanplatte) kaschiert. 42 x 54 cm. Unten links signiert und datiert „Karl Boehme. Rügen. d. 4.9.1919“, verso in Bleistift bez. „Rügen Brandung“ und mit der Nummer 61.

1.800 €

Provenienz: Galerie Zinckgraf, München (mit deren Galerieetikett verso). Privatsammlung Norddeutschland.

Karl Theodor Boehme lernte an der Karlsruher Akademie bei Gustav Schönleber. Auf seinen Reisen nach Rügen, Bornholm, Norwegen und Frankreich sammelte er erste Eindrücke für sein bevorzugtes Motiv, die Küste. Das Meer steht dabei immer im Fokus seiner Bilder. Boehmes lockere Pinselführung und subtile Farbgebung schaffen ein Stimmungsbild von impressionistischer Beobachtungsgabe. In fein abgestuften Blau- und Grautönen mit gelb-weißen Akzenten modelliert er das Meer, die hellen Kreidefelsen und den wolkenlosen Himmel.

6128
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6131
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6134

Albrecht Bruck (1874 Lauban in Schlesien – 1964 Teltow)

6131 Blühende Heide bei Schierhorn in der Nordheide. Öl auf Malpappe. 35,8 x 50,5 cm. Unten links bez. und datiert „Schierhorn 28.8.[19]10“.

450 €

Provenienz: Aus dem Nachlass des Künstlers.

Valentin Ruths (1825–1905, Hamburg)

6132 Weite Hügellandschaft. Öl auf Malpappe, auf Holzplatte aufgezogen. 34,8 x 52,2 cm.

450 €

Provenienz: Aus dem Nachlass des Künstlers (unten rechts mit dessen Nachlassstempel).

Leopold Graf von Kalckreuth (1855 Düsseldorf – 1928 Eddelsen bei Hittfeld, Hannover)

6133 zugeschrieben. Feldarbeiterin mit Harke. Öl auf Leinwand, auf Malpappe aufgezogen. 40 x 48,3 cm. Um 1900.

800 €

Karl Buchholz (1849–1889, Weimar)

6134 „Sommerabend“ - Der Teich im Belvedere Garten in Weimar. Öl auf Leinwand, auf Malkarton kaschiert. 21,4 x 33,1 cm. Unten links signiert „K. Buchholz“, verso von fremder Hand bez. „Karl Buchholz 1849-1889 Sommerabend / Teich in Belvedere“ und „In Belvedere Wr.“.

1.200 €

Provenienz: Sammlung Prof. Erik Jayme, Heidelberg (1934-2024).

Gotthardt Kuehl (1850 Lübeck – 1915 Dresden)

6135 Der Lohgerber. Öl auf Leinwand. 95 x 77,5 cm. Unten links signiert „Gotthardt Kuehl“, verso auf dem Keilrahmen wohl eigenh. signiert „Gotthardt Kuehl, Dresden“.

3.000 €

Literatur: Uta Neidhardt, Elmar Jensen: „Verzeichnis der Gemälde, farbigen Zeichnungen und Arbeiten in Mischtechnik von Gotthardt Kuehl“, in: Ausst.-Kat. Gotthardt Kuehl 1850-1915, Dresden 1993, Nr. 588.

George Mosson (eigentl. Mosessohn, 1851 Aix-en-Provence – 1933 Berlin)

6136 Stillleben mit weißem Flieder und Amaryllis. Öl auf Leinwand. 81 x 54 cm. Verso auf der Leinwand in der Hand von Karl Schmidt-Rottluff in schwarzem Pinsel bez. „Nachlass Prof. George Mosson begl(aubigt). Schmidt-Rottluff“. Um 1930.

3.000 €

Der im südfranzösischen Aix-en-Provence gebürtige George Mosson erhielte seine Ausbildung an der Berliner Akademie bei Carl Steffeck und Hermann Freese. Er gehörte zu den Gründungsmitgliedern der „Vereinigung der XI“ und der „Berliner Sezession“, die sich gegen die deutsche Akademiekunst wandte. Im Jahr 1914 schloss er sich der Freien Berliner Sezession an, zu der auch Karl Schmidt-Rottluff gehörte, der bei vorliegendem Werk die Zugehörigkeit zum Nachlass des Künstlers bestätigt.

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Andreas Achenbach (1815 Kassel – 1910 Düsseldorf)

6137 Dächer in Katwijk.

Öl auf Leinwand, auf Karton kaschiert. 20 x 24,5 cm. Verso bez. „A. Achenbach Katwijk“.

2.400 €

Wilhelm Carl August Zimmer (1853 Apolda – 1937 Reichenberg, Bez. Dresden)

6138 Dünenpartie bei Göhren auf Rügen.

Öl auf Malpappe. 21,3 x 30,4 cm. Unten links signiert „W. Zimmer“, verso bezeichnet „Nordstrand Göhren / Weg zum Bade“.

750 €

Deutsch

6139 um 1840. Sandiger Felshang. Öl auf Papier, auf Karton kaschiert. 15 x 22 cm.

400 €

Anton Mauve (1838 Zaandam – 1888 Arnheim)

6140 Tränke auf der Weide. Öl auf Leinwand, auf Holz kaschiert. 30,5 x 41,5 cm. Unten rechts signiert „A. Mauve“.

450 €

Anton Mauve war ein bedeutender Vertreter der niederländischen Haager Schule. In stimmungsvollen, tonigen Landschaften und einfühlsamen Darstellungen von Hirten, Schafen und bäuerlichem Leben verband er Realismus mit poetischer Atmosphäre. Als Vetter und früher Förderer von Vincent van Gogh unterstützte er diesen in dessen Anfangsjahren und vermittelte ihm wichtige Impulse für die Arbeit mit Ölfarben und Aquarell.

Abbildung Seite 111

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Edvard Frederik Petersen (1841–1911, Kopenhagen)

6141 „Der Morgenschlaf“ (Ruhende Enten unter Fischernetzen an der Ostseeküste).

Öl auf Leinwand. 33,2 x 47,5 cm. Unten links monogrammiert „EP“ (ligiert), verso mehrfach auf Dänisch von verschiedenen Händen betitelt.

1.500 €

Paul Klimsch (1868–1917, Frankfurt a.M.)

6142 Sommergarten eines Ausflugslokals mit Gästen. Öl auf Leinwand. 61 x 81 cm. Unten links (teils undeutlich) signiert „(P.) Klimsch“. Um 1900.

450 €

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Gotthardt Kuehl (1850 Lübeck – 1915 Dresden)

6143 Der Brief (Zwei Frauen am Gartenfenster).

Öl auf Holz. 55 x 42,3 cm. Oben rechts signiert „G. Kuehl“. 1890er Jahre.

4.500 €

Literatur: Uta Neidhardt, Elmar Jensen: „Werkverzeichnis der Gemälde, farbigen Zeichnungen und Arbeiten in Mischtechnik“, in: Ausst.-Kat. Gotthardt Kuehl 1850-1915, Dresden 1993, Nr. 246 („Frauen am Gartenfenster“).

Ausstellung: Frühjahrsausstellung der Münchner Secession 1894. Provenienz: Sammlung Barrère (maschinenschriftl. Etikett verso).

Adolf Weinmüller, München, Auktion 1971. Weiner, München 1986.

Kunsthandlung Kurt Meissner, Zürich (um 1987/89).

Privatsammlung, München.

Lempertz, Köln, Auktion am 17. November 2018, Los 2081. Ostdeutsche Privatsammlung.

Nach freundlicher Auskunft von Dr. Uta Neidhardt handelt es sich bei vorliegendem Gemälde um das von ihr unter der WVZ-Nr. 246 erfasste Werk. Wir danken für weitere wissenschaftliche Hinweise.

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Wilhelm Trübner (1851 Heidelberg – 1917 Karlsruhe)

6144 Bildnis eines älteren Herrn en face. Öl auf Holz. 49 x 39 cm.

1.500 €

Provenienz: Süddeutsche Privatsammlung.

Konrad Ferdinand von Freyhold (1878–1944, Freiburg im Breisgau)

6145 „Stilleben mit Melonenschnitz“. Öl auf Leinwand. 60,5 x 77,5 cm. Rechts unten signiert und datiert „v. Freyhold [19]10“, sowie auf dem Keilrahmen betitelt.

1.200 €

Provenienz: Ketterer Kunst, München, Auktion 383 am 28. Oktober 2011, Los 310.

Dresdener Schule

6146 1929. Blick auf Dresden mit der Elbe („Elbelandschaft“).

Öl auf Leinwand. 75 x 91 cm. Unten links undeutlich signiert und datiert „Dennebaum [19]29“ sowie verso auf dem Keilrahmen nochmals signiert und betitelt.

400 €

Josef Kohlschein (1884 Düsseldorf – 1958 Neuss)

6147 Sommerlicher Blumengarten.

Öl auf Leinwand, doubliert. 44,7 x 49,4 cm. Unten rechts signiert „J. Kohlschein. Jg. / 1933“.

800 €

Provenienz: Bilder-Etage Kurt Klöden, Neuss (Etikett verso). Norddeutsche Privatsammlung.

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Ulrich Hübner (1872 Berlin – 1932 Neubabelsberg)

6148 „Wintertag in Hamburg“. Öl auf Leinwand. 70 x 93,5 cm. Unten links monogrammiert und datiert „U.H. 1914“, sowie verso auf dem Keilrahmen und abermals auf einem alten Ausstellungsetikett betitelt und bezeichnet. Nicht bei Westerhausen.

2.400 €

Ausstellung: (wohl) Kunstausstellung der Münchener Secession (23. Mai bis 31. Oktober 1914), Nr. 105 (nicht abgebildet).

Provenienz: Privatsammlung Berlin.

6149 „Vier Segelschiffe“.

Öl auf Leinwand. 60,5 x 74,5 cm. Unten links signiert. (1917).

1.800 €

Literatur: Simone Westerhausen: Ulrich Hübner - Stadt, Land, See. Tradition und Rezeption impressionistischer Landschafts- und Marinemalerei im Kaiserreich und in der Weimarer Republik, Dissertation, Berlin 2020 (Online), WVZ-Nr. 208.

Ausstellung: Berlin 1917/18, Salon Paul Cassirer, Ausstellung von Ulrich Hübner und Viktor Hugo Zwinz, Nr. 17 (verso mit dem Fragment des nummerierten Ausstellungsetiketts mit Titel).

Provenienz: Auktionshaus Dr. Hill, Köln 2005. Privatsammlung Berlin.

6150 Sommerliche Parklandschaft.

Öl auf Leinwand. 57,3 x 76,6 cm. Unten rechts signiert und datiert „Ulrich Hübner [19]08.“, verso auf dem Keilrahmen mit Bleistift bezeichnet „XI. Parck. Ulrich Hüber 1908“, sowie erneut „XI“.

900 €

Literatur: Simone Westerhausen: Ulrich Hübner - Stadt, Land, See. Tradition und Rezeption impressionistischer Landschafts- und Marinemalerei im Kaiserreich und in der Weimarer Republik, Dissertation, Berlin 2020 (Online), WVZ-Nr. 80.

Ausstellung: Berlin 1908, 15. Ausstellung der Berliner Secession, Nr. 86. Provenienz: Rudolf Lepke, Berlin, Auktion am 29. Oktober 1912, Nr. 72 (Tafel 50).

Schopmann, Hamburg, Auktion am 5. Dezember 2008, Los 7441. Privatsammlung Berlin. Quentin, Berlin, Auktion am 26. April 2014, Los 31. Privatsammlung Berlin.

Hans Herrmann (1858–1942, Berlin)

6151 Fischerboote im Hafen von Amsterdam. Öl auf Leinwand. 53 x 83 cm. Unten rechts signiert und datiert „Hans Herrmann 1885“, verso Reste des handschriftlichen Adressetiketts des Künstlers mit Titel „Fischboo[te im Ha]fen von A[...]“.

900 €

Hans Herrmann verdankte seinen großen Erfolg vor allem seinen holländischen Landschaften, deren Reiz in der Verbindung realistischer Markt- und Hafenszenen mit virtuosen impressionistischen Effekten liegt. Die Vorzeichnung zu diesem Gemälde wurde auf einer Auktion bei Lempertz in Köln am 15. Mai 2003 (Los 1294) angeboten.

Julius Garibaldi (Gari) Melchers (1860 Detroit – 1932 Fredericksburg)

6152 zugeschrieben. Mutter mit Kind. Öl auf Holz. 32,4 x 23,6 cm. Oben rechts signiert „M. Melchers“, verso zwei Stempel „H. Vieille & L. Troisgros / 55 Rue Laval, Paris“ und „1932 L.M. N. 211“. 2.400 €

George Hitchcock (1850 Providence, Rhode Island – 1913 Marken, Noord-Holland) 6153 Holländisches Tulpenfeld. Öl auf Leinwand. 43,2 x 56 cm. Unten links signiert „C. HITCHCOCK“, verso abermals signiert sowie bezeichnet und datiert „G. HITCHCOCK / Egmond 1899“. 8.000 €

Provenienz: Privatsammlung Rheinland.

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Robert Breyer (1866 Stuttgart – 1941 Bensheim-Auerbach)

6154 Sommerlandschaft.

Öl auf Leinwand, verso: Portrait eines bärtigen Mannes. 41 x 32 cm. Rechts unten signiert (ligiert) „RBreyer“. Um 1890.

400 €

Beigegeben von Robert Breyer ein weiteres signiertes Ölgemälde „Herbstliche Flusslandschaft“ (48,5 x 70,5 cm).

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Belgisch

6155 um 1880. Der Windstoß. Öl auf Leinwand. 120 x 80 cm.

4.500 €

Provenienz: Campo & Campo, Antwerpen (verso Ausstellungsetikette, 1986 und 2015).

Privatsammlung Berlin.

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Clara Elisabeth Fischer (1859 Berlin – nach 1900)

6156 Stillleben mit Veilchen in einer Glasvase. Öl auf Holz. 23,7 x 32 cm. Oben links signiert und datiert „C. Fischer Berlin [18]97“.

600 €

Wilhelm Haller (1873–1950, Freiburg im Breisgau)

6157 Bildnis einer jungen Frau mit Oleander. Öl auf Leinwand. 52 x 42 cm. Unten rechts signiert und datiert „W. Haller 1905“.

450 €

Einfühlsames, vom Jugendstil geprägtes Portrait einer jungen Frau. Der Oleander gilt als besonders schön und besonders widerstandsfähig. Da seine Blätter giftig sind, wird die Pflanze symbolisch oft auch mit widerstandsfähiger Liebe oder Verlust in Verbindung gebracht.

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Paul Lecomte (1842–1920, Paris)

6158 Quai an der Seine in Paris. Öl auf Leinwand, auf Platte aufgezogen. 32,4 x 46,6 cm. Unten rechts signiert „Paul Lecomte“.

800 €

Paul Lecomte war Schüler des aus Versailles stammenden Malers ÉmileCharles Lambinet. Von 1868 bis 1912 war er regelmäßig mit Gemälden und Aquarellen im Pariser Salon vertreten.

Französisch

6159 um 1880. Die Quacksalber: Schausteller verkaufen Lebenswässerchen.

Öl auf Holz. 41 x 31,2 cm. Unten links der Mitte undeutlich signiert.

900 €

Adolphe Otto Seligman (1862 Karlsruhe – 1928 Quimper (Bretagne))

6160 Segelschiffe an der bretonischen Küste. Öl auf Leinwand, auf Karton aufgezogen. 18,7 x 22,3 cm. Unten rechts signiert und datiert „A.O. Seligmann 94“. 400 €

Adolphe Otto Seligmann besuchte von 1883 bis 1885 die Kunstakademie Karlsruhe. Anfang der 1890er Jahre zieht er in die Südwest-Bretagne und steht dort den Malern der Schule von Pont-Aven nahe, bleibt jedoch ein Einzelgänger, der die Einfachheit liebt und sich ganz auf seine Arbeit konzentriert. Das Maison-Musée von Le Pouldu widmete ihm 2019 eine Ausstellung.

Französisch

6161 2. Hälfte 19. Jh. Der Felsen von Vitrolles in der Provence mit der Kapelle Notre-Dame-de-Vie und dem Sarazenen-Turm. Öl auf Leinwand. 46,7 x 65,7 cm. Bezeichnet unten links „De Lépinasse“ und unten rechts „Leon“.

600 €

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Franz Skarbina (1849–1910, Berlin)

6162 Partie wohl am Schlachtensee.

Öl auf Malpappe. 49 x 33,8 cm. Unten rechts signiert und datiert „F. Skarbina 1902“.

6.000 €

6163 Winterliche Straßenszene in Berlin mit zwei Offizieren.

Öl auf Leinwand. 46 x 35 cm. Unten links signiert und datiert „F. Skarbina 1907.“, auf dem Keilrahmen mit dem Stempel des Künstlerbedarfs Leopold Hess, Berlin (Genthiner Strasse 29).

8.000 €

Provenienz: Villa Grisebach, Berlin, Auktion am 27. November 1999, Los 120.

Süddeutsche Privatsammlung.

6162

Julius Jacob d. Jüngere (1842–1929, Berlin)

6164 Die Cafés Bauer und Kranzler an der Ecke Unter den Linden / Friedrichstraße in Berlin. Öl auf Holz. 28,3 x 17,4 cm. Unten links signiert und datiert „J. Jacob [18]91“, verso bezeichnet „Skizze für Martins / Verbreiterung d. Friedrich Str / 1887 [...]“.

1.200 €

Im Jahr 1825 eröffnete der Wiener Johann Georg Kranzler an der Ecke Friedrichstraße/Unter den Linden 25 eine Konditorei. 1834 wurde das Gebäude aufgestockt und zum Caféhaus mit ungewohnter Straßenterrasse erweitert. Auf der linken Seite unserer Ölskizze ist das 1877 durch den Wiener Cafétier Mathias Bauer erbaute und im luxuriösen Stil der Belle Époque ausgestattete Café Bauer dargestellt. Hier konnte man unter den markanten Markisen im ersten Stock ebenfalls im Freien sitzen. Beide Gebäude wurden durch Luftangriffe im 2. Weltkrieg zerstört. Der Architektur- und Landschaftsmaler Julius Jacob wurde durch die Kunst Carl Blechens und die Malschule von Barbizon beeinflusst. Mit Leidenschaft widmete er sich Veduten von Alt-Berlin und wurde zum bedeutenden Chronisten der Stadtentwicklung. Seit 1870 war er regelmäßig auf der Berliner Jahresausstellung, im Münchner Glaspalast, in Wien, Dresden und Düsseldorf vertreten.

Konrad von Kardorff (1877 Gut Nieder-Wabnitz bei Oels – 1945 Rostock)

6165 Stillleben mit Dalienstrauß und Äpfeln.

Öl auf Leinwand. 90 x 70,5 cm. Oben rechts signiert und datiert „K. v. Kardorff [19]05“.

1.200 €

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Oskar Moll

(1875 Brieg/Schlesien – 1947 Berlin)

6166 Märkischer Waldsee im Herbst. Öl auf Leinwand. 56 x 67 cm. Unten rechts signiert „Oskar Moll“. Um 1899.

3.600 €

Literatur: Siegfried und Dorothea Salzmann: Oskar Moll, Leben und Werk, München 1975, Nachtrag zum WVZ Nr. N90 (noch nicht veröffentlicht).

Provenienz: Kuhlmann und Struck, Auktion im Mai 1994.

F. von Rosenberg, Hamburg.

Leo Spik, Berlin, Auktion 594 am 12. Oktober 2000, Los 210 mit Farbtafel 17. Privatsammlung Berlin.

6166

Boleslaw von Szankowski (1873 Pogwizdów – 1953 Fischbachau)

6167 Brustbildnis eines Asketen. Öl auf Leinwand. 68,5 x 55,2 cm. Unten rechts signiert und datiert „B. Szankowski / Münch. 1908“.

2.400 €

Julius Sergius von Klever (auch Yuliy Yulevich Klever, 1850 Dorpat – 1924 St. Petersburg)

6168 Abendliche Winterlandschaft mit verschneiten Holzhäusern am Fluss. Öl auf Leinwand. 74,7 x 130,4 cm. Unten links in kyrillischer Schrift signiert und datiert „1917“.

15.000 €

Provenienz: Privatsammlung München.

Der 1850 als Sohn deutscher Eltern im estnischen Dorpat (Tartu) geborene Julius von Klever erhielt schon als Gymnasiast ersten Unterricht bei dem Landschaftsmaler Constantin von Kügelgen. Ab 1867 besuchte er

die Akademie von St. Petersburg, wo er unter Baron Michail Klodt und Sokrat Worobjoff Architektur- und Landschaftsmalerei studierte. Ab 1873 beteiligte er sich an zahlreichen Ausstellungen und wurde 1881 mit nur 31 Jahren zum Professor an der Akademie ernannt. Im Jahre 1893 erhob ihn der Zar, welcher selbst eine große Zahl seiner Gemälde erwarb, in den Adelsstand. Auch im Ausland wurden Klevers Landschaften sehr geschätzt. Er nahm vielbeachtet an Ausstellungen in München, Paris und Berlin teil, wo er ab dem Jahre 1905 auch für einige Zeit lebte und arbeitete. Seine zwischen realistischer Naturauffassung und feiner Stimmungsmalerei angesiedelten Landschaften geben die melancholische Schönheit seiner russischen Heimat in unvergleichlicher Weise wieder und bescherten Klever großen künstlerischen Erfolg.

6169 Das Wasserfest in Riga. Öl auf Leinwand. 18 x 49 cm. Verso signiert, datiert und bezeichnet „d. 23 Juni 1901. Riga. Wasserfest. (Krautabend) Julius Klever. Farbenskizze“.

7.500 €

Am Tag der Sommersonnenwende am 23. Juni 1901 feierte die Stadt Riga den Höhepunkt ihres 700jährigen Jubiläums mit einem Wasser-

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fest auf der Düna: „Viele hunderte reich beflagter und geschmückter Dampfschiffe, Plaschkottes und Boote aller Art schaukelten in buntem Durcheinander auf den Wassern des breiten Stromes... Bald nach 8 Uhr begann die Korsofahrt der städtischen Dampfer, auf denen sich die Stadtverwaltung und die zahlreichen Gäste der Stadt befanden. Dieser Flotille folgten in langer Reihe die übrigen Schiffe. Orchestermusik und Gesang ertönte von allen Seiten. Nach Eintritt der Dunkelheit begann die Illumination. Die Eisenbahnbrücke und Pontonbrücke, das Seemannshaus, der Elevator, die lange Reihe der Gebäude am Dünaufer erglänzten in voller Beleuchtung. In farbig elektrischem Licht erstrahlte

schon aus weiter Ferne ... in goldenen Ziffern, wie in Luft schwebend, die Zahl 700. Den Höhepunkt aber erreichte das Wasserfest, als die Pyrotechnik in ihr Recht trat und in der Nähe des Seemannshauses das Feuerwerk abgebrannt wurde“ (M. Schwerwinsky). - Als Sohn baltendeutscher Eltern fühlte sich Klever besonders auch der Landschaft und Kultur der baltischen Ostseeländer zugetan, weshalb er auch für einige Zeit ein Atelier in Riga unterhielt. Dort entstanden einige seiner eindrücklichen Ostseebilder und wohl auch diese, im Werk Klevers eher ungewöhnliche Darstellung mit dem vor der Natur aufgenommen nächtlichen Feuerwerk über Riga.

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N. Béraud

(französischer Künstler, tätig um 1900)

6170 Stillleben mit Weichkäse.

Öl auf Leinwand, alt auf Karton kaschiert. 25,3 x 34,8 cm. Oben rechts signiert „N. Beraud“, verso mit dem Etikett des Rahmenmachers Farigoules, Le Puy, Haute-Loire.

1.800 €

6171 Stillleben mit Trockenfisch. Öl auf Leinwand. 28,5 x 35 cm. Oben rechts zweifach signiert und datiert „N. Beraud 1903“, verso auf dem Keilrahmen ein Stempel „Anker im Kreis“.

1.200 €

Tito Lessi (1858–1917, Florenz)

6172 Bildnis eines jungen Mannes, rauchend. Öl auf Papier, auf Karton kaschiert. 45,4 x 34 cm. Unten rechts signiert „Tito Lessi Paris“. Um 1884-1896.

1.800 €

Provenienz: Süddeutsche Privatsammlung.

Das Gemälde entstand in Paris, wohin der legendäre Galerist Charles Sedelmeyer den jungen Tito Lessi aus Florenz eingeladen hatte. Lessi blieb ganze 12 Jahre in der Stadt an der Seine, bevor er in seine Heimat zurückkehrte. Besonders mit seinen historisierenden Gemälden machte der Künstler Furore auf den Salons und gewann schließlich sogar die Goldmedaille im berühmten Salon d‘Automne. Im Gegensatz zu den in einer anderen Zeit angesiedelten Historien, stellt das vorliegende Portrait wohl einen Künstlerfreund dar. Mit feiner Beobachtungsgabe erfasst Lessi das Konterfei des jungen Mannes im Profil, der in Gedanken versunken, an seiner Pfeife zieht.

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Friedrich Goldscheider (Hersteller, 1845 Slabetz/Böhmen – 1897 Nizza)

6173 „Femme Corse“: Büste einer jungen Frau mit hochgebundenen Haaren und Silberschmuck. Keramik, heller Scherben, polychrome Glasur. Höhe ca. 70 cm. Auf dem Sockel „Friedrich Goldscheider Wien“, „Reproduction Reservé“ sowie mit Modellnummer „1626/17/25“. Um 1900.

800 €

William James Müller (1812–1845, Bristol)

6174 Hagar und Ismael in der Wüste. Öl auf Leinwand, doubliert. 62,7 x 102,1 cm. Unten links signiert und datiert „W Müller 1842“.

4.000 €

Literatur: Nathaniel Neil Solly: Memoir of the life of William James Mueller: a native of Bristol, landscape and figure painter: with original letters and an account of his travels and of his principal works, London 1875, S. 334, 345 und 347.

Jeannie Chapel: „The papers of Joseph Gillott (1799-1872 )“, in: Journal of the History of Collections, Bd. 20 (2008), Nr. 1, S. 49.

Provenienz: Sammlung Joseph Gillott (1799-1872), direkt vom Künstler erworben.

Seine Auktion bei Christie, Manson & Woods, London, 26.-27. April 1872, S. 24 (erworben von McLean für GBP 294,-).

Der Landschaftsmaler und Orientalist William James Müller wurde in Bristol als Sohn eines preußischen Emigranten aus Danzig geboren. Sein Vater war Kurator des Museums in Bristol. Mit 15 Jahren begann er eine Malerlehre. Der Einundzwanzigjährige stellte 1833 zum ersten Mal und von da an regelmäßig in der Royal Academy aus. Im folgenden Jahr unternahm er eine Reise durch Frankreich, die Schweiz und Italien. Den Nahen Osten besuchte er zweimal: 1838-39 reist er über Griechenland nach Ägypten den Nil hinab bis Luxor, 1843-44 begleitet er eine Regierungsexpedition nach Lykien im Südwesten der Türkei. Nach seiner Rückkehr ließ er sich wieder in Bristol nieder, um die gewonnenen Reiseeindrücke in Gemälden zu verarbeiten. Seine Gesundheit begann jedoch rapide nachzulassen. Er litt an Herzproblemen, bedingt wohl auch durch die Reisestrapazen und seinem intensiven Arbeitspensum. Sein früher Tod im Alter von nur 33 Jahren beendete eine Karriere, die noch größere Erfolge versprochen hatte, und hinterließ ein bedeutendes Werk, das in etwas mehr als einem Jahrzehnt beruflicher Tätigkeit entstanden war. Nach seinem Tod stieg sein Ansehen sprunghaft an. Sein durch kräftige Farben, Sensibilität für Licht und Atmosphäre und energische Pinselführung einprägsamer Stil wurde von vielen als frisch und kraftvoll empfunden. So stiegen die Preise für seine Werke erheblich, mit der nachteiligen Folge jedoch, dass, um die hohe Nachfrage zu befriedigen, zahlreiche Fälschungen den Markt überschwemmten. Unser Gemälde ist glücklicherweise gut dokumentiert. Es stammt aus der Sammlung des Joseph Gillott, einem Schreib- und Zeichenfederhersteller und bedeutenden Kunstmäzen, der auch als einer der ersten die Qualität von J. M. W. Turner erkannte. Die Sammlung umfasste u.a. auch Gemälde von Richard Wilson, Richard Parkes Bonington, Thomas Gainsborough, John Constable und John Linnell. Außerdem war er einer der wichtigsten Förderer Müllers. Seine Gemäldesammlung, die 15 Bilder Müllers enthielt, wurde nach seinem Tod versteigert und erzielte einen Erlös von 170.000 Pfund. Die in seinem Werk äußerst seltenen biblischen Sujets malte Müller in den Jahren 1842 und 1843. Ein mit unserem Gemälde stilistisch eng verwandtes und signiertes Bild aus der Forbes Collection mit der Darstellung des Barmherzigen Samariters von 1843 wurde am 20. Februar 2003 bei Christie‘s, London, versteigert (Los 157). Eine 1841 datierte und signierte Vorstudie (32 x 43 cm) für unser Gemälde wurde 2011 auf dem britischen Auktionsmarkt verkauft.

August

Seidel (1820–1904, München)

6175 Italienische Küstenlandschaft mit Burgruine und Zypressen. Öl auf Leinwand. 55,7 x 75,5 cm. Unten rechts signiert „A. Seidel“.

900 €

Literatur: Frank Meißner: Der Münchner Landschaftsmaler August Seidel (1820-1904), Monografie mit Werkverzeichnis, Anhang 1: Gemälde und Ölstudien, München 2022, WVZ G1377 (Farbabb.).

Provenienz: Sammlung Georg Nicklas, Berlin. Seine Nachlassauktion Hugo Helbing, München, Auktion am 8. Juli 1919, Los 221, Abb. Taf. 18 (verkauft für Reichsmark 1.700). Winterberg, Heidelberg, Auktion am 15. Oktober 1993, Los 1383 (Abb. S.6).

Von besonders beliebten Motiven, wie der vorliegende Küstenlandschaft, entstehen mehrere, nur in wenigen Details, wie der Staffage, sich unterscheidende Versionen. Das Werkverzeichnis (s. Literatur) listet

sechs Varianten auf, die alle als „Italienische Küste“ betitelt sind. Unser Gemälde stammt aus der Sammlung Georg Nicklas, Berlin. In dessen Nachlassauktion 1919 findet man es mit dem Titel „Im Golf von Nizza“.

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Max Roeder (1866 Mönchengladbach – 1947 Rom)

6176 Südliche Landschaft mit Weiher im Abendlicht. Öl auf Leinwand. 110 x 151 cm. Unten rechts signiert und datiert „Max Roeder / Rom [19]09“, verso das Etikett des römischen Rahmenmachers Augusto Paoloni.

800 €

Deutsch

6177 1906. Italienische Seelandschaft mit Zypressen bei Sonnenuntergang. Öl auf Leinwand. 70 x 100 cm. Unten rechts undeutlich signiert und datiert „Schwed-Rach [19]06.“ (?).

600 €

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Alfred Hubert (1830 Liège – 1902 Saint-Josse-ten-Noode)

6178 Felsenküste im Abendlicht. Öl auf Leinwand. 84,5 x 127 cm. Unten rechts signiert und datiert „A. Hubert 1900“.

1.200 €

6178

Italienisch

6179 um 1900. Studie eines Hirtenknaben in Rückenansicht.

Öl auf Leinwand. 80,5 x 59 cm. Verso auf dem Spannrahmen von späterer Hand bez. „Ciarnelli“.

1.500 €

Émile-René Ménard (1862–1930, Paris)

6180 Sonnenaufgang an der Via Appia bei Rom. Öl auf Papier, auf fester Pappe aufgezogen, auf Keilrahmen montiert. 50,2 x 73 cm. Unten rechts signiert „EP. Menard“, verso mit dem Stempel des Pariser Malereibedarfs „Paul Foinet Fils“. Um 1906.

3.500 €

Der symbolistische Maler Émile-René Ménard, Sohn des Malers und Kunsthistorikers René-Joseph Ménard, wuchs in Barbizon auf. Nach

einem Studium bei Henri Lehmann in Paris wurde er 1880 Schüler von Paul-Jacques-Aimé Baudry, Adolphe William Bouguereau und Tony Robert-Fleury an der Académie Julian. Ab Ende der 1890er Jahre unternahm Ménard zahlreiche Studienreisen in den Mittelmeerraum, nach Italien, vor allem Sizilien, nach Griechenland und nach Nordafrika. Er wurde 1900 zum Ritter und 1910 zum Offizier der Ehrenlegion ernannt und war Mitglied des Institut de France. In den 1890er Jahren schilderte er in seiner Malerei der Antike nachempfundene, idealisierte Landschaften in melancholisch-mystischer Stimmung mit oft wolkenverhangenem Himmel in subtiler Lichtregie.

Enrique Serra y Auqué (1859 Barcelona – 1918 Rom)

6181 Abend in den pontinischen Sümpfen. Öl auf Leinwand. 43,5 x 95 cm. Unten rechts signiert „Enrique Serra Roma“.

1.200 €

Provenienz: Berliner Privatsammlung.

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Eduard Veith (1856 Neutitschein – 1925 Wien)

6182 Medusa auf einem Geier reitend.

Öl auf loser Leinwand. 22,9 x 10,7 cm. Verso ein Etikett alt bez. „Medusa / Nr. 272“.

1.200 €

Provenienz: Aus dem Nachlass des Künstlers (Nachlassstempel verso).

Alexander von Riesen (1892 Moskau – 1964 Berlin)

6183 Wolkenformation mit Luftgeistern.

Öl auf Faserplatte. 78,5 x 62 cm. Unten rechts monogrammiert und datiert „A. v. R. 1952“.

2.800 €

Provenienz: Aus dem Nachlass des Künstlers. Berliner Privatbesitz.

Überwältigendes Blau, ein Wolkenstrudel, darin Arme, Gesichter, eine hockende weibliche Gestalt - Alexander von Riesen, dessen Leben bisher weitgehend unbekannt verlief, legt in diesem Gemälde den Fokus auf den Himmel. Seine Wolkenlandschaft verdrängt die Gebirgskette am unteren Bildrand fast vollständig. Mittels der dramatischen Lichtführung in Szene gesetzt, bilden sich die Konturen verschiedener Luftgeister aus den Wolken heraus. Angestrengte Gesichter und gespannte Muskeln vermitteln in ihrer Metamorphose die vom Strudel erzeugte Naturgewalt. Riesen reiht sich mit diesem Werk in eine Tradition anthropomorpher Naturdarstellungen ein, zu deren bekannten Vertretern neben Leonardo da Vinci und Albrecht Dürer auch Joos de Momper, Wenzel Hollar und Hermann Saftleven gehören. Statt jedoch die Gebirgskette zu manipulieren, widmet der Künstler sich der Atmosphäre, deren Erscheinungsformen in seinem Œuvre eine besondere Stellung einnehmen.

6182

Fidus

(eigentl. Hugo Höppener, 1868 Lübeck – 1948 Berlin)

6184 „Seherin“.

Öl auf Malkarton. 49,5 x 35,5 cm. Verso in Grün signiert, datiert und betitelt „-Seherin- / 1909 Fidus -“. Der originale Rahmen (Schäden), verso mit dem Etikett der Burg Ludwigstein, ist beigegeben.

6.000 €

Literatur: Erste Gesamtausstellung der Werke von Fidus, Berlin und Hamburg 1928, S. 26, Nr. 344 („Seherin, unvollendetes Ölgemälde“).

Ausstellung: Berlin und Hamburg, 1928: Erste Gesamtausstellung der Werke von Fidus.

Provenienz: Aus dem Nachlass des Künstlers, zunächst Fidus-Haus. 1991-1996 Verwahrung in der Berlinischen Galerie.

1996 bis Februar 2026 Dauerleihgabe ans Archiv der deutschen Jugendbewegung auf Burg Ludwigstein (Inv. N38 Nr. 616).

Ein lichterfüllter Blick aus hellen Augen. Die Aura des ikonischen, achsensymmetrisch komponierten Bildnisses der Seherin erscheint beinahe ins Sakrale gesteigert, unterstrichen durch ihren Kettenanhänger, das altägyptische Henkelkreuz (auch Ankh oder Lebensschleife). Es taucht als Symbol in Fidus‘ Schaffen wiederholt auf und vertieft Bedeutung und Geheimnis seiner Bildinhalte. Steht es generell für Leben, Unsterblichkeit und die Vereinigung von männlichen und weiblichen Prinzipien, so ist im Kontext der Seherin seine Bedeutung wohl vor allem im Spirituellen zu sehen, bildet es doch einen Teil des Siegels der Theosophischen Gesellschaft. Die zentrale geometrische Grundform des Ovals wird eingerahmt von einer ornamentalen Reihung roter Blumen, die den dekorativen Charakter des typisierten Bildnisses unterstreicht.

6184

6185 „Mein Tempeltraumweg“. Öl auf Karton. 91 x 109,5 cm. Unten links signiert „Fidus“ und unten rechts datiert „1938“.

12.000 €

Provenienz: Aus dem Nachlass des Künstlers, zunächst Fidus-Haus. 1991-1996 Verwahrung in der Berlinischen Galerie. 1996 bis Februar 2026 Dauerleihgabe ans Archiv der deutschen Jugendbewegung auf Burg Ludwigstein (Inv. N38 Nr. 581, zwei Etiketten auf der Rückseite).

Keine Architekturphantasie, sondern ein visionäres Naturbild, eine rhythmisierte Landschaft erträumt Fidus sich als Tempel. Ein sanft geschwungener, sonniger Weg führt in das Grün der Landschaft. Seitlich rahmen ornamental gestaltete Opferschalen mit hoch emporzüngelnden Flammen das Traumbild und unterstreichen die symbolische Bedeutung der Darstellung. Das utopische Motiv des Tempels spielt eine zentrale Rolle in Fidus‘ Werk. Als ideales Gesamtkunstwerk sollte es als Nukleus für die Zukunft einer vereinten Menschheit dienen.

Fidus
6185
6187
6186

Magnus Weidemann (1880 Hamburg – 1966 Keitum)

6186 „Möwenschwarm“: Felsenkliff bei Morsum, Sylt. Öl auf Karton. 61 x 81,5 cm. Unten rechts monogrammiert (Blockmonogramm) und datiert „MW 1925“, verso in Rot betitelt.

1.200 €

Provenienz: Aus dem Nachlass von Fidus (eigentl. Hugo Höppener, 1868 Lübeck - 1948 Berlin).

Von 1996 bis Februar 2026 im Archiv der deutschen Jugendbewegung auf Burg Ludwigstein (Inv. N38 Nr. 577, Etikett auf der Rahmenrückseite).

Immer wieder beschäftigt sich der Künstler mit den schleswig-holsteinischen Landschaftsformen, mit Dünen und Watt. Der Einfluss des Schaffens von Fidus, ein langjähriger Freund des Künstlers, und von Jugendstil und Symbolismus ist in Weidemanns Werk deutlich erkennbar. Sein Atelier- und Wohnhaus, der Sonnenhof, Treffpunkt der Lebensreform- und Jugendbewegung, war bis 1925 Sitz des Verlages und der Redaktion der FKK-Zeitschrift Die Freude, deren erster Redakteur Weidemann 1923 wurde.

6187 „Bei Kampen, Heide am Watt“.

Öl auf Hartfaser. 27 x 52 cm. Rechts unten monogrammiert und datiert „MW 1941“, verso bezeichnet „M. Weidemann, Keitum“ und betitelt.

1.200 €

Provenienz: Aus dem Nachlass des Künstlers Albrecht Bruck (1874-1964).

Erich Lamm

(1880 Wien – 1959 Schweden)

6188 „Melancholie“: Frau mit Strohhut und grünem Kleid in Gedanken an einem Fluss sitzend.

Öl auf Leinwand. 71 x 100 cm. Unten rechts signiert „Lamm Erich“ [ligiert], verso auf dem Keilrahmen eigenh. betitelt „Melancholie“.

1.800 €

6188

Ferdinand Brunner (1871–1945, Wien)

6189 Sommerlandschaft mit Feldweg. Öl auf Malkarton. 33,7 x 32 cm. Unten rechts signiert und datiert „FERDINAND BRUNNER 1922“, verso ein alter Besitzerstempel „Olga Preiss, Wien III, Ungargasse“.

2.400 €

Elisabeth Voigt (1893–1977, Leipzig)

6190 Mädchen aus Kals am Großglockner in Osttiroler Tracht mit Prozessionskerze. Öl auf Leinwand. 55,7 x 40,8 cm. Unten rechts signiert und datiert „E. Voigt / 40“, verso mit Resten wohl des Ausstellungsetiketts der Großen Leipziger Kunstausstellung 1941 mit der noch lesbaren Berliner Atelieradresse „Motzstr.“.

1.500 €

6189

Die Grafikerin und Malerin Elisabeth Voigt, die erste Kunstprofessorin in Leipzig, beeinflusste die dortige Kunstentwicklung entscheidend. Sie begann ihre künstlerische Ausbildung nach einem USA-Aufenthalt erst 1920 an der Akademie ihrer Heimatstadt, setzte ihr Studium an der Hochschule für bildende Künste in Berlin bei Karl Hofer fort, und wurde 1929 bis 1934 Meisterschülerin von Käthe Kollwitz. 1932 wurde sie Mitglied im Verein Berliner Künstlerinnen und zeitweise Lehrerin an dessen Zeichen- und Malschule. Für die Holzschnittfolge „Werwolf“ nach Hermann Löns erhielt sie 1933 den Dürerpreis, 1934/35 ein Romstipendium an der Villa Massimo. Ab 1936 folgten Sommeraufenthalte in Osttirol, vor allem in Kals am Großglockner, wo Voigt mit poetischen Landschaften, neusachlichen Porträts, stilisiert und in farbenfrohen Trachten, wesentliche Werke ihrer Malerei schuf. In dieser Zeit erhielt sie weitere Preise in Paris, Madrid, Bern und Berlin. Die Schrecken des Krieges hielt sie 1944 in Zeichnungen von Berliner Luftschutzkellern fest. Durch Bombardements wurde ihr Berliner Atelier in der Motzstraße zweimal zerstört, und ein großer Teil ihrer Bilder ging verloren. So kam sie 1945 fast mittellos in ihr Leipziger Elternhaus zurück. In Leipzig wurde sie 1946 als Professorin an der Hochschule für Grafik und Buchkunst berufen und genoss unter ihren zahlreichen Schülern, darunter Werner Tübke und Wolfgang Mattheuer, einen ausgezeichneten Ruf. Sie stellte sich den dogmatischen Vorstellungen der sich etablierenden Kulturpolitik und deren ideologischer Bevormundung entgegen, wurde des Formalismus bezichtigt und aus dem Lehramt verdrängt; 1953 trat Voigt aus dem Verband Bildender Künstler der DDR aus und verweigerte die Teilnahme an der 3. Deutschen Kunstausstellung in Dresden. 1958 erfolgte ihre Emeritierung. Danach war sie freischaffend in Leipzig tätig und lebte sehr zurückgezogen. 1974 folgte ihre Rehabilitierung durch den VBK und sie wurde zum Ehrenmitglied ernannt.

Hans Frank (1884 Wien – 1948 Salzburg)

6191 Stillleben mit Clematis und Iris. Öl auf Malpappe. 55 x 42,5 cm. Oben links im Hintergrund monogrammiert (ligiert) „HF“, verso auf der Malpappe mit braunem Papieretikett mit handschriftl. Bez. „V.Z. 815“. Um 1930.

1.500 €

Provenienz: Nach Auskunft des Vorbesitzers aus dem Nachlass des Künstlers.

6190

Rahmen

6192 Wellenleistenrahmen, Niederlande 17. Jh., Obstholz, furniert und ebonisiert, Sichtleiste ansteigende glatte Leiste, Wellendekor, ansteigende glatte Leiste, Wellendekor als Abschluss. Mit altem Aufhänger.

1.500 €

Lichtes Maß: 30,6 x 26,5 cm.

Profilbreite: 7,5 cm.

6193 Wellenleistenrahmen, Niederlande 17. Jh., Obstholz, furniert und ebonisiert, Wellendekor als Sichtleiste, glatte Platte, Vierkant mit Wellendekor als Abschluss.

1.200 €

Lichtes Maß: 25,5 x 19,7 cm.

Profilbreite: 7,7 cm.

6194 Kassettenrahmen, Italien 16./17. Jh., ebonisiert, ansteigendes Profil mit Rundstab als Sichtleiste, glatte Platte, ansteigendes und absteigendes Profil mit Rundstab als Abschluss. Mit altem Aufhänger.

2.200 €

Lichtes Maß: 44,3 x 35,4 cm.

Profilbereite: 8,3 cm.

6195 Barockrahmen, Piemont 17. Jh., geschnitzt und vergoldet, profilierte Sichtleiste, Blattund Blütendekor, glatte Kehle, Taustab als Abschluss.

1.500 €

Lichtes Maß: 18,5 x 14 cm.

Profilbreite: 8,3 cm.

6196 Salvator Rosa Rahmen, Venedig 18. Jh., Obstholz, profiliert und ebonisiert, glatte Sichtleiste. 600 €

Lichtes Maß: 23 x 16 cm.

Profilbreite: 3,1 cm.

6197 Carlo Maratta Rahmen, Rom 16./17. Jh., geschnitzt, vergoldet und ebonisiert, stilisierter Blattfries als Sichtleiste, ansteigende glatte Kehle, gedrehtes Stabdekor, abfallendes Profil.

900 €

Lichtes Maß: 37 x 18,6 cm.

Profilbreite: 7,3 cm.

6194
6195
6196
6197

6198 Louis XIV. Rahmen, Frankreich 17. Jh., geschnitzt, graviert und vergoldet, Sichtleiste Lotusblattfries, gesandelte glatte Platte, Karnies mit stilisiertem Blattwerk, Zahnschnitt als Abschluss.

1.200 €

Lichtes Maß: 21,5 x 16 cm. Profilbreite: 7,7 cm.

6199 Louis XIV. Rahmen, Frankreich 17. Jh., Eichenholz, geschnitzt und vergoldet, Zahnschnitt als Sichtleiste, glatte Kehle, Wulstprofil mit Zickzackmuster und stilisiertem Blattwerk.

1.200 €

Lichtes Maß: 53 x 42 cm. Profilbreite: 9,5 cm.

6200 Louis XIV. Rahmen, Frankreich 18. Jh., graviert und vergoldet, glattes Wulstprofil als Sichtleiste, Wulstprofil mit glattem Profil und stilisierten Blattornamenten als Abschluss.

600 €

Lichtes Maß: 36,2 x 68,6 cm.

Profilbreite: 5,2 cm.

6198
6199

6201 Louis XVI. Rahmen, Frankreich 18. Jh., geschnitzt und vergoldet, Astragal als Sichtleiste, glatte Platte, abfallendes Profil mit glatter Platte.

600 €

Lichtes Maß: 54,2 x 43 cm.

Profilbreite: 5 cm.

6202 Louis XVI. Rahmen, Frankreich 18. Jh., geschnitzt und vergoldet, Perlstab als Sichtleiste, glatte ansteigende Platte, Vierkant als Abschluss.

600 €

Lichtes Maß: 43 x 53,2 cm.

Profilbreite: 5,5 cm.

6203 Louis XVI. Rahmen, Frankreich 18. Jh., geschnitzt und vergoldet, gewellte Sichtleiste, Perlstab, glatte Kehle, Blütenfries als Abschluss.

900 €

Lichtes Maß: 23,7 x 18,1 cm.

Profilbreite: 4,4 cm.

6201
6202
6203
6204
6206
6205
6207

6204 Louis XVI Rahmen, Frankreich 2. Hälfte 18. Jh., geschnitzt und vergoldet, Sichtleiste Lotusblattfries, Vierkant, glattes Profil, Karnies, Vierkant als Abschluss.

400 €

Lichtes Maß: 21 x 15 cm.

Profilbreite: 4,3 cm.

6205 Charles X Rahmen, Frankreich, um 1830, geschnitzt und vergoldet, Lotusblattfries als Sichtleiste, schmaler Vierkant, breite ansteigende Kehle mit Palmetten und Blattranken in den Ecken, Vierkant als Abschluss. Mit altem Aufhänger.

180 €

Lichtes Maß: 25,4 x 34,6 cm.

Profilbreite: 5,3 cm.

6206 Empire Rahmen, Frankreich, 19. Jh., Holz und Stuck vergoldet, Sichtleiste mit Lotusblattfries, ansteigende glatte Kehle, Vierkant, ansteigende Kehle mit Palmettenfries, Vierkant als Abschluss.

350 €

Lichtes Maß: 32,8 x 24,5 cm.

Profilbreite: 6 cm.

6207 Empire Rahmen, Frankreich, 19. Jh., Holz und Stuck vergoldet, Sichtleiste mit Lotusblattfries, ansteigende glatte Kehle, Vierkant, ansteigende Kehle mit Palmettenfries, Vierkant als Abschluss.

350 €

Lichtes Maß: 39,7 x 31 cm.

Profilbreite: 5,3 cm.

6208 Vier Charles X. Rahmen, Frankreich um 1820, Pendants, vergoldet, glatte Sichtleiste, Lotusblattfries, ansteigende glatte Kehle mit Palmettendekor, Vierkant als Abschluss.

1.600 €

Lichtes Maß: Je 43,9 x 55,7 cm.

Profilbreite: Je 6,5 cm.

6208

6209 Profilrahmen, Frankreich um 1800, vergoldet, ebonisiert, Lotusblattfries als Sichtleiste, glatte aufsteigende Kehle, Vierkant als Abschluss.

600 €

Lichtes Maß: 16,5 x 14 cm.

Profilbreite: 5,5 cm.

6210 Zwei Profilrahmen, Frankreich um 1800, Pendants, vergoldet, profilierte Sichtleiste, ansteigende glatte Kehle, Vierkant als Abschluss.

600 €

Lichtes Maß: Je 37, x 28,6 cm.

Profilbreite: Je 3,2 cm.

6211 Plattenrahmen, Neapel 18./19. Jh., graviert, alt versilbert.

450 €

Lichtes Maß: 32,3 x 24,2 cm.

Profilbreite: 6,2 cm.

6209
6210
6211

6212 Zwei Biedermeierrahmen, Deutschland, um 1800, Kirschholz (?), glatte Platte mit Eckquadern. Mit altem Aufhänger.

180 €

Lichtes Maß: Je 22,2 x 32,4 cm.

Profilbreite: Je 4,4 cm.

6213 Wellenleistenrahmen, Niederlande 19. Jh., Palisander, furniert, Wellendekor als Sichtleiste, glattes Wulstprofil, Wellendekor als Abschluss.

450 €

Lichtes Maß: 35,4 x 29,7 cm.

Profilbreite: 5,4 cm.

6213
6212
6212

A

Aachen, Hans von 6003

Achenbach, Andreas 6137

Achenbach, Oswald 6092

Adam, Franz 6103

Adam, Julius 6113

Arthois, Jacques d‘ 6006

B

Bamberger, Fritz 6087

Beer, Wilhelm Amandus 6051

Béraud, N. 6170-6171

Boehme, Karl Theodor 6130

Bosch, Ernst 6111

Both, Hermann 6117

Brendel, Albert Heinrich 6122

Breyer, Robert 6154

Bruck, Albrecht 6128, 6131

Brunner, Ferdinand 6189

Buchholz, Karl 6108, 6134

Bünsow, Joachim Ludwig

Heinrich Daniel 6073

C

Carlone, Giovanni Battista 6019

Cleve, Joos van 6002

Creti, Donato 6020

E F

Eckenbrecher, Themistokles von 6099

Fidus 6184-6185

Fischer, August 6084, 6091

Fischer, Clara Elisabeth 6156

Frank, Hans 6191

Freyhold, Konrad F. von 6145

Fries, Bernhard 6070-6072

G

Gehrich, Hermann 6077-6078

Geyling, Carl Michael 6094

Goldscheider, Friedrich 6173

Gori, Alessandro 6017

Graeb, Paul 6060

Gran, Daniel 6038-6045

Grooth, Johann Fr. von 6024

Groth, Georg Vilhelm A. 6124

H

Haanen, Adriana 6095

Haller, Wilhelm 6157

Heilmayer, Karl 6063

Herrmann, Hans 6151

Hertel, Albert 6079

Heyden, Jacob van der 6004

Hildebrandt, Eduard 6053

Hitchcock, George 6153

Hubert, Alfred 6178

Hübner, Ulrich 6148-6150

Hummel, Carl Maria Nikolaus 6089-6090, 6129

J

Jacob d. Jüngere, Julius 6164

Jensen, Johan Laurentz 6054

Jensen, Max 6126

K

Kalckreuth, Leopold Graf v. 6133

Kalf, Willem 6022

Kardorff, Konrad von 6165

Klever, Julius S. von 6168-6169

Klimsch, Paul 6142

Klose, Wilhelm 6067

Kohlschein, Josef 6147

Körber, Hugo 6110

Kraus, Georg Melchior 6027

Krüger, Franz 6052

Kuehl, Gotthardt 6135, 6143

Kügelgen, Johann K. F. von 6050

Kugler, Hans 6102

Kummer, Carl Robert 6115

L

Lamm, Erich 6188

Lebrun, Hippolyte 6049

Lecomte, Paul 6158

Lenbach, Franz von 6100

Lessi, Tito 6172

M

Mahorcig, Josef 6104

Malchus, Carl von 6083

Markó d. J., Károly 6075

Mauve, Anton 6140

Meinrad von Au, Andreas 6032-6037

Meister der Apollo- und Daphne-Legende 6001

Melbye, Vilhelm 6125

Melchers, Julius Garibaldi 6152

Ménard, Émile-René 6180

Merker, Max 6088

Metzoldt, Max 6105

Mevius, Hermann 6123

Moll, Oskar 6166

Mosson, George 6136

Müller, Carl Wilhelm 6114

Müller, William James 6174

N

Neefs II, Pieter 6007

Niessen, Wilhelm J. 6046-6047

Nørbye, Anna L. V. 6056

O P

Oppenheim, Moritz Daniel 6109

Papperitz, Gustav Friedrich 6065

Pesne, Antoine 6025

Petersen, Edvard Frederik 6141

R

Riesen, Alexander von 6183

Roeder, Max 6176

Ruths, Valentin 6132

S

Saeys, Jakob Ferdinand 6018

Schepens, Joh. 6026

Scherres, Carl 6118-6119

Schirnhofer, Anton 6107

Schoeff, Johannes Pietersz. 6015

Schuster, Rudolf H. 6080-6082

Seidel, August 6175

Seligman, Adolphe Otto 6160

Serra y Auqué, Enrique 6181

Simmler, Friedrich Carl 6055

Skarbina, Franz 6162-6163

Stalbemt, Adriaen van 6013

Stanfield, George Clarkson 6086

Steffan, Johann Gottfried 6093

Steinfeld, Franz 6097

Stella, Jacques 6008

Storck, Jacobus 6014

Strützel, Otto 6112

Szankowski, Boleslaw von 6167

T

Thomas, Pieter Hendrik 6121

Trübner, Wilhelm 6144

V

Veith, Eduard 6182

Velde, Peter van den 6011

Vinckboons, David 6016

Vogel von Vogelstein, Carl Christian 6048

Voigt, Elisabeth 6190

W

Weidemann, Magnus 6186-6187

Willers, Ernst 6069, 6074

Wittmer, Johann Michael 6062

Wopfner, Joseph 6101

Z

Zimmer, Wilhelm Carl A. 6138

Zimmermann, Albert A. 6096

Zünd, Robert 6098

Zhu Yiyong. Mid-Autumn Festival. Triptychon. Öl auf Leinwand. 148 x 208 cm. 2000.

BASSENGE

Moderne und Zeitgenössische Kunst Auktion 5. und 6. Juni 2026

GALERIE BASSENGE · ERDENER STRASSE 5A · 14193 BERLIN

Telefon: (030) 893 80 29-0 Fax: (030) 891 80 25 E-Mail: art@bassenge.com Kataloge online: www.bassenge.com

Hermann Max Pechstein. Abend in Leba („Abend am Lebaausfluss“). Öl auf Leinwand. 60 x 91 cm. 1933.

BASSENGE

Arnulf Rainer

„Mein Atelier ist verwaist“ – Gerettete Werke aus der Haasgasse

Auktion 5. Juni 2026

GALERIE BASSENGE · ERDENER STRASSE 5A · 14193 BERLIN

Telefon: (030) 893 80 29-0 Fax: (030) 891 80 25 E-Mail: art@bassenge.com Kataloge online: www.bassenge.com

Arnulf Rainer. Getier. Bleistift auf bräunlichem Velin. 44,7 x 63,4 cm. Ende 1940er Jahre.

VERSTEIGERUNGS-BEDINGUNGEN

1. Die Galerie Gerda Bassenge KG, nachfolgend Versteigerer genannt, versteigert als Kommissionärin im eigenen Namen und für Rechnung ihrer Auftraggeber (Kommittenten), die unbenannt bleiben. Die Versteigerung ist freiwillig und öffentlich im Sinne des § 383 III BGB.

2. Der Versteigerer behält sich das Recht vor, Nummern des Kataloges zu vereinen, zu trennen, außerhalb der Reihenfolge anzubieten oder zurückzuziehen.

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8. Auf den Zuschlagspreis ist ein Aufgeld von 30% zu entrichten, in dem die Umsatzsteuer ohne separaten Ausweis enthalten ist (Differenzbesteuerung) oder ein Aufgeld von 25% auf den Zuschlag zzgl. der Umsatzsteuer (Regelbesteuerung) von z.Zt. 7% (Gemälde, Zeichnungen, Skulpturen, Graphiken, Bücher etc.) bzw. 19% (Handschriften, Autographen, Kunstgewerbliche Gegenstände, Siebdrucke, Offsets, Fotografien, etc.). Die im Katalog mit einem * gekennzeichneten Objekte unterliegen in jedem Fall der Regelbesteuerung (Aufgeld von 25% auf den Zuschlag zzgl. der Umsatzsteuer von z.Zt. 7% bzw. 19%). Bei den im Katalog mit einem ^ gekennzeichneten Objekten ist Einfuhrumsatz steuer angefallen. In diesen Fällen wird zusätzlich zu einem Aufgeld von 27% (Differenzbesteuerung) die verauslagte Einfuhrumsatzsteuer in Höhe von z.Zt. 7% auf den Zuschlag erhoben. Für bundesdeutsche Kunsthändler und Antiquare, die zum Vor steuer abzug berechtigt sind, kann die Gesamt rech nung auf Wunsch, wie bisher nach der Regelbesteuerung ausgestellt werden. Von der Umsatzsteuer befreit sind Ausfuhrlieferungen in Drittländer (außerhalb der EU) und – bei Angabe ihrer USt.-Identifikations-Nr. bei Auftragserteilung als Nachweis der Berechtigung zum Bezug steuerfreier innergemeinschaftlicher Lieferungen –auch an Unternehmen in anderen EU-Mitgliedsstaaten, unter der Voraussetzung, dass sie für gewerblichen Gebrauch einkaufen. Eine Korrektur nach Rechnungsstellung ist nicht möglich. Alle anderen Käufe aus EU-Ländern unterliegen der Umsatzsteuer. Ausländischen Käufern außerhalb der Europäischen Union wird die Umsatzsteuer erstattet, wenn binnen 4 Wochen nach der Auktion der deutsche zollamtliche Ausfuhrnachweis und der zollamtliche Einfuhrnachweis des entsprechenden Importlandes erbracht werden. Bei Versand durch uns gilt der Ausfuhrnachweis als gegeben. Bei Online-Live-Geboten über Internetplattformen erhöht sich das Aufgeld um die dort anfallende Transaktionsgebühr (i. d. R. 3-5%). Während oder unmittelbar nach der Auktion ausgestellte Rechnungen bedür fen einer besonderen Nachprüfung und eventueller Berichtigung; Irrtum vorbehalten. Katalog- und Zusatzabbildungen dürfen nicht ohne Genehmigung verwendet werden. Reproduktionsrechte und digitale Dateien der Abbildungen können gegen Gebühr erworben werden. Gegebenen-

falls noch bestehende Urheberrechte Dritter bleiben davon unberührt und müssen u.U. gesondert eingeholt werden.

9. Die Auslieferung der ersteigerten Stücke erfolgt in unseren Geschäftsräumen gegen Bezahlung. Kreditkarten (Mastercard, VISA, American Express), Schecks sowie andere unbare Zahlungen werden nur erfüllungshalber angenommen. Bankspesen/ Transaktionsgebühren bzw. Kursverluste können zu Lasten des Käufers gehen. Die Auf bewahrung erfolgt auf Rechnung und Gefahr des Käufers. Der Versand wird gegen Vorabrechnung des Rechnungsbetrages ausgeführt. Die Versandspesen sowie die Kosten für Versicherung gegen Verlust und Beschädigung gehen zu Lasten des Käufers. Übersteigen die tatsäch lichen Versandkosten die vorab berechnete Pauschale, so wird die Differenz dem Käufer nachträglich in Rechnung gestellt.

10. Bei der Ausfuhr von Kulturgütern ist gem. der EG-Verordnung Nr. 116/2009 bzw. § 24 KGSG abhängig von Kategorie und Wert des Objekts ggf. eine Ausfuhrgenehmigung erforderlich. Aus Gründen des Artenschutzes können Objekte aus bestimmten, geschützten Materialien (u.a. Elfenbein, Schildpatt, Perlmutt und einige Korallenarten) besonderen Im- und Exportbeschränkungen unterliegen. Zum Zwecke des Exports (insbesondere außerhalb der Europäischen Union) kann hierfür eine spezielle Ausfuhrgenehmigung gemäß der Verordnung (EG) Nr. 338/97 erforderlich sein. Entsprechende Ausfuhrgenehmigungen können nur unter strengen Bedingungen erteilt und ggf. auch gar nicht erlangt werden, auch kann der Import dieser Gegenstände in manche Staaten eingeschränkt oder untersagt sein. Der Käufer ist selbst dafür verantwortlich, sich über etwaige Im- und Exportbeschränkungen zu informieren. Export und Import entsprechender Objekte erfolgen allein auf Rechnung und Gefahr des Käufers.

11. Der Zuschlag verpflichtet zur Abnahme. Der Kaufpreis ist mit dem Zuschlag fällig. Der Versteigerer ist berechtigt, falls nicht innerhalb von zwei Wochen nach der Versteigerung Zahlung geleistet ist, den durch den Zuschlag zustande gekommenen Kaufvertrag ohne weitere Fristsetzung zu annullieren, Verzugszinsen in

banküblicher Höhe – mindestens jedoch 1 % auf den Bruttopreis je angebrochenen Monat – zu berechnen und von dem Ersteigerer wegen Nichterfüllung Schadenersatz zu verlangen. Der Schadenersatz kann in diesem Falle auch so berechnet werden, dass die Sache in einer neuen Auktion nochmals versteigert wird und der säumige Käufer für einen Mindererlös gegenüber der vorangegangenen Versteigerung einschließlich der Gebühren des Auktionshauses aufzukommen hat. Zu einem Gebot wird er nicht zugelassen, auf einen etwaigen Mehrerlös hat er keinen Anspruch.

12. Erfüllungsort und Gerichtsstand im vollkaufmännischen Verkehr ist Berlin. Es gilt ausschließlich deutsches Recht. Das UNAbkommen über Verträge des internationalen Warenkaufs (CISG) findet keine Anwendung.

13. Die im Katalog aufgeführten Preise sind Schätzpreise, keine Limite.

14. Der Nachverkauf ist Teil der Versteigerung, bei der der Interessent entweder telefonisch oder schriftlich (im Sinne der Ziffern 5 und 6) den Auftrag zur Gebotsabgabe mit einem bestimmten Betrag erteilt. Entsprechende Gebote behalten ihre Gültigkeit für 4 Wochen nach Abgabe.

15. Die Abgabe eines Gebotes in jeglicher Form bedeutet die Anerkennung dieser Versteigerungsbedingungen. Der Versteigerer nimmt Gebote nur aufgrund der vorstehenden Versteigerungsbedingungen entgegen und erteilt dementsprechend Zuschläge. Kommissionäre haften für die Käufe ihrer Auftraggeber.

16. Sollte eine der vorstehenden Bestimmungen ganz oder teilweise unwirksam sein, so bleibt die Gültigkeit der übrigen davon unberührt.

David Bassenge, Geschäftsführer und Auktionator

Dr. Markus Brandis, öffentlich bestellter u. vereidigter Auktionator

Stand: Mai 2026

CONDITIONS OF SALE

1. The Galerie Gerda Bassenge KG, subsequently called “the auctioneer” carries on business as commission-agent in its own name on behalf of its voluntary consignors. This auction sale is a public one in the sense of § 383 III BGB.

2. The auctioneer reserves the right to combine, to split, to change or to withdraw lots before the actual final sale.

3. All objects put up for auction can be viewed and examined prior to the sale at the times made known in the catalogue. The items are used and sold as is. As long as not explicitly mentioned in the catalogue description, framing is not an inherent part of the offer. As a rule, the condition of the individual work is not given in the catalogue. Catalogue descriptions are made with as much care as possible, but the descriptions do not fall under the statutory paragraph for guaranteed legal characteristics. The same applies for individually requested condition reports. These also offer no legal guarantee and only represent the subjective assessment of the auctioneer while serv ing as a non-binding orientation. The liability for damage to life, body or health shall remain unaffected. In case of a justified claim, however, he will accept the responsibility to make a claim for restitution on behalf of the buyer against the consignor within a period of 12 months, running from the fall of the hammer. In the event of a successful claim the auctioneer will refund the hammerprice plus premium.

4. The highest bidder acknowledged by the auctioneer shall be deemed the buyer. In case of identical bids the buyer will be determined by drawing lots. In the event of a dispute the auctioneer has the absolute discretion to reoffer and resell the lot in dispute. He may also knock down lots conditionally.

5. In the case of a written bid the bidder commissions the auctioneer to place bids on his behalf during the auction. In cases where there is a discrepancy between number and title in a written bid the title shall prevail.

6. Telephone and direct online bidding via the internet must be approved in advance by the auctioneer. The auctioneer cannot be held liable for faulty connections or transmission failure. In such a case the bidder agrees to bid the reserve price of the corresponding lot. For such bidding the regulations of long distance contracts do not apply (Fernabsatzverträge) [cf § 312g II,10 BGB].

7. On the fall of the auctioneer’s hammer title to the offered lot will pass to the acknowledged bidder. The successful buyer is obliged to accept and pay for the lot. Ownership only passes to the buyer when full payment has been received. The buyer, however, immediately assumes all risks when the goods are knocked down to him.

8. A premium of 30% of the hammer price will be levied in which the VAT is included (marginal tax scheme) or a premium of 25% of the hammer price plus the VAT of 7% (paintings, drawings, sculptures, prints, books, etc.) or 19% (manuscripts, autographs letters, applied arts, screen prints, offset prints, photographs, etc.) of the invoice sum will be levied (regular tax scheme). Buyers from countries of the European Union are subject to German VAT. Items marked with an * are subject to the regular tax scheme (premium of 25% of the hammer price plus the current VAT of 19%). Items marked with an ^ are subject to import duty. In these cases in addition to a premium of 27% (marginal tax scheme), the charged import tax of currently 7% will be added to the hammer price.

Exempted from these rules are only dealers from EU-countries, who are entitled, under their notification of their VAT ID-Number, to buy on the basis of VAT-free delivery within the European Union. Notification of VAT ID-Numbers must be given to the auctioneer before the sale.

For buyers from non EU-countries a premium of 25% will be levied. VAT will be exempted or refunded on production of evidence of exportation within 4 weeks of the auction, or, if appropriate, importation to another country. This is taken as given when the dispatch is effected by us.

Live bidding through online platforms entails a transaction fee stipulated by the platform and will be added to the premium (usually 3-5% of the hammer price).

Due to the work overload of the accounting department during auctions, invoices generated during or directly after an auction require careful revision and possible correction; errors excepted. Catalogue images may not be used without permission. Reproduction rights and digital files can be acquired for a fee. Any copyrights of third parties that may still exist remain unaffected by this and may have to be obtained separately.

9. Auction lots will, without exception, only be handed over after pay ment has been made. Credit cards (VISA, Mastercard, American Express), checks and any other form of non-cash payment are accepted only on account of performance. Exchange rate risk and bank charges may be applicable. Storage and dispatch are at the expense and risk of the buyer. If the shipping costs exceed the lump sum on the invoice the outstanding amount will be billed separately.

10. According to regulation (EC) No. 116/2009 resp. § 24 KGSG, export license may be necessary when exporting cultural goods depending on the type or value of the object in question. For the purposes of wildlife conservation, it is necessary to obtain an export license according to regulation (EC) No. 338/97 when exporting objects made from certain protected materials (incl. ivory, tortoiseshell, mother-of-pearl and certain corals) out of the territory of the European Community. Export licenses for objects made of protected

materials are only granted under strict conditions or may not be granted at all. The import of such objects may be restricted or prohibited by certain countries. It is the buyer’s responsibility to inform himself, whether an object is subject to such restrictions. Export and import of such objects are at the expense and risk of the buyer.

11. The buyer is liable for acceptance of the goods and for payment. The purchase price shall be due for payment upon the lot being knocked down to the buyer. In case of a delayed payment (two weeks after the sale) the purchaser will be held responsible for all resultant damages, in particular interest and exchange losses. In case of payment default the auctioneer will charge interest on the outstanding amount at a rate of 1% to the gross price per month or part of month. In such an event the auctioneer reserves the right to annul the purchase contract without further notice, and to claim damages from the buyer for non-fulfilment, accordingly he can reauction the goods at the buyer’s expense. In this case the buyer is liable for any loss incurred, the buyer shall have no claim if a higher price has been achieved. He will not be permitted to bid.

12. The place of fulfillment and jurisdiction is Berlin. German law applies exclusively; the UN-Treaty (CISG) is explicitly excluded.

13. The prices quoted after each lot are estimates, not reserves.

14. The after-sales is part of the auction in which the bidder places either by telephone or in written form (as stated in number 5 and 6) the order to bid a set amount. Corresponding bids are binding for 4 weeks after submission.

15. By making a bid, either verbally in the auction, by telephone, written by letter, by fax, or through the internet the bidder confirms that he has taken notice of these terms of sale by auction and accepts them. Agents who act on behalf of a third party are jointly and separately liable for the fulfillment of contract on behalf of their principals.

16. Should one or the other of the above terms of sale become wholly or partly ineffective, the validity of the remainder is not affected. In the event of a dispute the German version of the above conditions of sale is valid.

Bassenge, auctioneer Dr. Markus Brandis, attested public auctioneer

As of May 2026

Katalogbearbeitung

Dr. Ruth Baljöhr

Eva Dalvai

Jenny Emanuel

Reproduktionen

Ana Briceño

Philipp Dörrie

Torben Höke

Clara Schmiedek

Lea Kellhuber

Nadine Keul

Harald Weinhold

Gestaltung & Satz

Stefanie Löhr

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