BA SSENGE
Moderne Kunst II
albert-lasard, lou (1891 Metz - 1969 Paris)
8000 Montmartre 12 Kreidelithographien und 1 lithographiertes Titelblatt auf verschiedenen Maschinenpapieren. Um 1925. Bis 56 x 43 cm (Blattgröße). Sämtlich signiert „L. Albert-Lasard“ bzw. „Loulou Albert-Lasard“. 600 € Anfang der 1920er Jahre, Lou Albert-Lasard lebte mittlerweile in Berlin, entstand unter dem Titel „Montmartre-Suite“ eine Serie aus 14 Lithographien, in denen die Künstlerin die nächtlichen Quartiere und Tanzlokale der französischen Metropole amüsant und mit leichtem Schwung festhielt. Die vollständige Folge, erschienen im Kiepenheuer-Verlag, Potsdam. Prachtvolle, kräftige Drucke mit breitem Rand. Beigegeben: 14 Exemplare des lithographierten Titelblatts zu Albert-Lasards „Montmartre“. 8000
albitz, richard (1876-1954, Berlin)
8001 „Winter über Kleinstadt“ Öl auf Leinwand. 1932. 48 x 55 cm. Unten links mit Pinsel in Schwarz signiert „R. ALBITZ“ und in Blau datiert, verso auf dem Keilrahmen mit Graphit nochmals signiert „Richard Albitz“, betitelt und bezeichnet „Berlin“. 300 € Albitz erfasst die stimmungsvolle sonnige Winterlandschaft mit lockerem, tüpfelndem Duktus. Ausgebildet an der Kunstgewerbeschule Charlottenburg, zudem wohl bei Eugen Bracht und Hans Hartig, galt er bereits vor dem Weltkrieg als anerkannter Berliner Vertreter des Impressionismus. Er war Mitglied zahlreicher Künstlervereine und an vielen Ausstellungen beteiligt, u.a. der Berliner Sezession. Provenienz: Privatsammlung Berlin 8001
antoine, otto
(1865 Koblenz - 1951 Unterruhldingen)
8002 „Berlin - Schloßbrücke“ Aquarell auf Velin. 1912. 32,5 x 40 cm. Unten rechts mit Pinsel in Schwarz signiert „Otto Antoine“, unten links datiert und betitelt. 400 € Das winterliche Treiben auf der Berliner Schlossbrücke mit Blick auf den Dom, ein beliebtes, auch als Gemälde umgesetztes Motiv des Künstlers, mit sicherer Hand aquarelliert.
8002 2
arnold, christian (1889 Fürth - 1960 Bremen)
8003 Dorf im Sonnenuntergang; Blühender Baum 2 Kompositionen, recto/verso. Aquarell auf Velin. 30 x 43,7 cm. Verso unten links mit Bleistift mit dem Künstlersignet „CA“. 400 € Eine intensive Farbigkeit zeichnet beide Kompositionen aus. Christian Arnolds Stil entwickelte sich vom Expressionismus zur Neuen Sachlichkeit. Ausgebildet als Bildhauer, wechselte er zur Malerei und wurde Mitglied im Bremer Künstlerbund. Durch seine Opposition zum Nationalsozialismus erhielt er ein Mal- und Ausstellungsverbot und wurde wegen Hochverrats mehrfach inhaftiert. Bei einem Bombenangriff wurde ein Drittel seines Werkes zerstört. Erst in den 1970er Jahren wurde sein Werk wiederentdeckt. Provenienz: Lempertz, Köln, Auktion 787/788, 08.06.2000, Lot 26 Privatbesitz Hessen
8003
8003
barlach, ernst
(1870 Wedel - 1938 Rostock)
8004 Armer Vetter und hoher Herr 2 Lithographie auf festem Velin. 1919. 26,5 x 35 cm (34,9 x 48,8 cm). Signiert „EBarlach“. Laur 54.18, Schult 129. 300 € Blatt 13 aus der Folge „Der arme Vetter“ in einem ausgezeichneten, kräftigen Druck, mit breitem Rand. Beigegeben: Eine weitere signierte Lithographie Barlachs, „Schlechtes Gewissen“, aus: Der arme Vetter, 1919 (Laur 54.32).
8004
3
8005 Der göttliche Bettler Holzschnitt auf Bütten. 1922. 25,2 x 35,8 cm (34,2 x 49 cm). Signiert „EBarlach“. Laur 69.06 C, Schult 166. 400 € Erschienen als Blatt 3 der Folge „Die Wandlungen Gottes“. Die Auflagehöhe der Volksausgabe C blieb unbekannt. Unser Exemplar vermutlich neben der Auflage gedruckt und im Blattmaß etwas größer als bei Laur angegeben, sowie ohne das Wasserzeichen. Meist kräftiger und tiefschwarzer, im Unterrand etwas trockener Abzug, mit leichtem Relief und breitem Rand, oben und unten mit Schöpfrand.
8005
8006 Rastlose Liebe Lithographie auf hauchdünnem Japan. 1924. 18 x 23 cm (24,5 x 26,4 cm). Signiert „EBarlach“. Laur 77.13, Schult 239. 300 € Aus dem Mappenwerk „Goethe/Ausgewählte Gedichte“, erschienen als Beigabe in der vierseitigen Ankündigung der beiden ersten Lieferungen. Prachtvoller Druck wohl mit dem vollen, aber unregelmäßigen Rand. Beigegeben: Eine weitere signierte Lithographie des Künstlers, „An den Mond 2 (Mondspuk)“, 1924, (Laur 77.07).
8006
8007 Panischer Schrecken Lithographie auf holzhaltigem Maschinenbütten. 1928-30. 33 x 43 cm (50 x 70 cm). Signiert „EBarlach“. Laur 94, Schult 286. 350 € Eines der bei Laur erwähnten Exemplare außerhalb der Auflage, in einem ausgezeichneten, kreidigen Druck mit dem wohl vollen Rand. Beigegeben: Eine signierte Farblithographie von Erich Heckel, „Tulpen“, 1953 (Ebner/Gabelmann 956 L III b B).
8007 4
batz, eugen
(1905 Velbert - 1986 Wuppertal)
8008 Landschaft Gouache und Feder in Schwarz und Blau auf bräunlichem Velin. 1932. 39 x 48 cm. Unten rechts mit Bleistift signiert „e. batz“, datiert, sowie bezeichnet „15“, innerhalb der Darstellung mit Kohle unleserlich bezeichnet. 350 € Frühe Landschaftskomposition von Eugen Batz, der seit 1931 an der Kunstakademie Düsseldorf Meisterschüler von Paul Klee war. Befreundet mit Jankel Adler, unternahm er im Jahr 1932, in dem unsere Gouache entstand, Reisen nach Berlin und auf die Ostseeinseln Rügen und Hiddensee und nahm an der Ausstellung „Das junge Rheinland“ in der Villa Königsallee in Düsseldorf teil. 8008
bauer, rudolf
(1889 Lindenwald/Schlesien - 1953 Deal/New Jersey)
8009 Raucher mit Mantel und Melone Bleistift auf bräunlichem Velin. Wohl um 1910-15. 47,5 x 32 cm. Unten rechts mit dem runden Nachlaßstempel in Lila „Estate Rudolf Bauer“. 400 € Den Mantelkragen hochgeschlagen, steht der rauchende Mann mit geschlossenen Augen wie an den linken Bildrand gelehnt, den Bowler tief ins Gesicht gezogen: ein Sinnbild des in sich selbst versunkenen, modernen Menschen. Provenienz: Stanford Auctioneers, Phoenix, AZ, Auktion 13.10.2023, Lot 80 Sammlung Henning Lohner, Berlin
8009
5
8010 Prison Drawing (Geometrische Komposition) Bleistift auf folienbeschichtetem Papier. Um 1938. 7,9 x 17 cm. Unten rechts mit Bleistift monogrammiert „B“. 500 €
8010
Während seiner Haftzeit im Jahr 1938 zeichnete Bauer seine imaginierten, geometrisch-abstrakten Kompositionen auf allen erreichbaren Arten von Papier. Erst nach Monaten kam er wieder aus der Haft frei und konnte im Jahr 1939 endgültig in die USA emigrieren. Provenienz: Stanford Auctioneers, Phoenix, AZ, Auktion 13.10.2023, Lot 943 Sammlung Henning Lohner, Berlin
8011 Prison Drawing (Geometrische Komposition) Bleistift auf Skizzenpapier. Um 1938. 7,5 x 11,2 cm. Unten rechts mit Bleistift monogrammiert „B“. 500 € In der Einzelhaft entstandene geometrische Zeichnung Bauers. Der Künstler, der 1918 Gründungsmitglied der Novembergruppe in Berlin gewesen war und sich in Herwarth Waldens Avantgardekreis um den „Sturm“ bewegte, galt unter den Nazis als „Judensympathisant“, seine Werke als „entartet“, „degeneriert“ und „undeutsch“. Provenienz: Stanford Auctioneers, Phoenix, AZ, Auktion 13.10.2023, Lot 941 Sammlung Henning Lohner, Berlin 8011
8012 Prison Drawing Bleistift auf braunem Packpapier. Um 1938. Ca. 12 x 15,5 cm. Unten rechts mit Bleistift mit dem Künstlersignet „RB“. 500 € Geometrische Formen und geschwungene Linien fügen sich zu einer abstrakten Komposition, möglicherweise zur Idee einer Landschaft. Provenienz: Stanford Auctioneers, Phoenix, AZ, Auktion 13.10.2023, Lot 745 Sammlung Henning Lohner, Berlin
8012
6
8013 Bantama Lithographie auf faserigem Velin. Um 1921. 39,6 x 31,5 cm (55 x 38,5 cm). Signiert „RudolfBauer“. Söhn HdO 103-1. 400 € Erschienen als Blatt 1 der III. Bauhausmappe: Bauhaus Drucke. Neue europäische Graphik. Deutsche Künstler, Verlag Müller & Co., Potsdam 1922. Aus einer Gesamtauflage von 110 Exemplaren, gedruckt von der Druckerei des Staatlichen Bauhauses Weimar, mit dem Blindstempel unten links (Lugt 2558 b). Prachtvoller Druck mit dem vollen Rand, unten und links mit dem Schöpfrand.
8013
bauer-pezellen, tina
(1897 Cataro/Dalmatien - 1979 Weimar)
8014 Kniende Bettlerin mit Kindern Aquarell, Pinsel in Schwarz und Bleistift auf Bütten. 1930. 14 x 10,2 cm. Unten rechts mit Bleistift monogrammiert „T.B.(?)“ und datiert. 300 € Schöne frühe, expressionistisch geprägte Arbeit der Künstlerin. Nach ihren Studienjahren in Wien und München arbeitete Tina Bauer-Pezellen erst als Werbezeichnerin in Mannheim, dann in Reichenberg (Liberec) und München, wo sie 1930-32 ein Studium an der dortigen Kunstakademie, u.a. bei Richard Riemerschmid, absolvierte. 1937 siedelte sie über nach Weimar, wurde jedoch von den Nationalsozialisten verfemt und erhielt Berufsverbot. Ihr Werk gehört dem Stil des expressiven Realismus an. Literatur: Tina Bauer-Pezellen. Frühe Handzeichnungen und Aquarelle. 1920-1933, Staatlicher Kunsthandel der DDR, 1982, S. 11 Provenienz: Irene Lehr, Berlin, Auktion 29.10.2016, Lot 67 Privatbesitz Australien
8014 7
boccioni, umberto
(1882 Reggio di Calabria - 1916 bei Verona)
8015 Schnelligkeit Lithographie auf gelblichem Velin. Um 1914. 21 x 30,8 cm (29,7 x 38,2 cm). Söhn HdO 104-2. 700 € Erschienen als Blatt 2 der IV. Bauhausmappe: Bauhaus Drucke. Neue europäische Graphik. Italienische und russische Künstler, Verlag Müller & Co., Potsdam 1923. Aus einer Gesamtauflage von 110 Exemplaren, gedruckt von der Druckerei des Staatlichen Bauhauses Weimar, mit dem Blindstempel unten links (Lugt 2558 b). Prachtvoller Druck mit dem vollen Rand.
8015
böckstiegel, peter august
(1889-1951, Arrode-Werther i.W.)
8016 „Junges Paar“ Kaltnadel in Braun auf Kupferdruckpapier. 1922. 49,5 x 50,2 cm (59,6 x 56,9 cm). Signiert „P.A. Böckstiegel“, datiert, betitelt und bezeichnet „Org. Radierung K. Nadel 20. D.(ruck)“. Matuszak 126 700 € Matuszak vermutete eine kleine Auflage von mindestens 17 Drucken und kennt Abzüge mit und ohne Plattenton. Dargestellt sind wahrscheinlich der Maler Johansen, ein Dresdner Künstlerkollege Böckstiegels, und dessen Frau. Ganz prachtvoller, tiefdunkler und gratiger Druck mit leichtem, ausdrucksvollem Plattenschmutz und mit Rand.
8016
8
bötticher, walther
(1885 Hagen - 1916 an der Somme)
8017 Christusdarstellung Farbholzschnitt auf Japanbütten. 1909. 33,5 x 30 cm (41,8 x 30,5 cm). Signiert „Walther Bötticher“ und datiert sowie (schwer lesbar) bezeichnet. 700 € Prachtvoller, stellenweise etwas transparenter Druck in fein abgestimmter, changierender Farbigkeit, oben und unten mit Rand. Äußerst selten, im internationalen Auktionshandel nicht nachweisbar.
8017
8018 Liegende Farbholzschnitt auf Japanbütten. 1910. 27,5 x 35,5 cm (30,5 x 41 cm). Signiert „Walther Bötticher“ und datiert sowie (schwer lesbar) bezeichnet. 300 € Mit expressionistischer Experimentierfreude verleiht Bötticher seinen monotypiehaft gedruckten Handabzügen einen individuellen Charakter. Ganz prachtvoller, differenzierter Druck von aquarellhafter Wirkung mit dem vollen Rand, unten mit dem Schöpfrand. Äußerst selten, im internationalen Auktionshandel nicht nachweisbar.
8018
8019 Figurengruppe im Freien Farbholzschnitt auf Japanbütten. 1911. 25 x 26 cm (30,3 x 41,3 cm). Signiert „Walther Bötticher“ und datiert sowie (schwer lesbar) bezeichnet. 500 € Walther Böttichers Werk wurde in zahlreichen Ausstellungen und ab 1911 in verschiedenen Kunstzeitschriften vorgestellt. Zuvor kam er mit Emil Nolde und der Künstlervereinigung Brücke in Kontakt, deren Beitrittseinladungen er jedoch ablehnte. 1912 war Bötticher auf der Kölner Sonderbund-Ausstellung präsent, die maßgeblich von Alfred Flechtheim und Karl Ernst Osthaus organisiert wurde. Aus dieser Zeit vor dem Ersten Weltkrieg stammt der expressive Holzschnitt. Ausgezeichneter, stellenweise etwas trockener Druck in lebendigem Kolorit mit dem vollen Rand, unten mit dem Schöpfrand. Äußerst selten, im internationalen Auktionshandel nicht nachweisbar.
8019 9
brass, hans
(1885 Wesel - 1959 Berlin)
8020 Badeanstalt; Leuchtturm 2 Bl. Lithographien auf Velin. 1921. 26,5 x 22,8 bzw. 25 x 32 cm (41 x 31 cm). Beide signiert „Hans Brass“. 400 € Erschienen in Die Schaffenden, Jg. III, 2. Mappe, herausgegeben von Paul Westheim/Kiepenheuer, Weimar 1922, mit dem Blindstempel unten links. Prachtvolle Drucke mit Rand.
8020
brockmann, gottfried
(1903 Köln - 1983 Kiel)
8021 Weibliche Figur Aquarell über Bleistift auf Velin. 1922. 16,8 x 6,8 cm. Unten links mit Pinsel in Schwarz mit dem Künstlersignet „GB“ und datiert. 300 € Um 1922 begann Brockmann seine ersten freien künstlerischen Arbeiten, die durch Dada und um Plastizität bemühte Strömungen beeinflusst waren und zu denen auch die vorliegende Zeichnung zählt. Bald darauf knüpfte er engen Kontakt zur „Rheinischen Gruppe progressiver Künstler“. Provenienz: Privatbesitz Australien
8021 10
bruycker, jules de
(1870-1945, Gent)
8022 „Porte S‘Denis Paris“ Radierung und Aquatinta auf Japan. 1928. 51,3 x 61 cm (61,2 x 68,8 cm). Signiert „JdBruycker“ und betitelt. Auflage 125 num. Ex. Le Roy 154 II. 900 € De Bruycker studierte an der Kunstakademie Gent bei Théo Canell und Jean Delvin. Unser Blatt zeigt den hoch aufragenden Pariser Porte St. Denis, einen Triumphbogen aus der Regierungszeit Ludwigs XIV. Das Bauwerk dominiert die Komposition, doch interessiert sich de Bruycker eigentlich für das pulsierende Straßenleben. Die mit lockerem, expressivem Strich ausgeführte Radierung besticht durch ihre dramatische Helldunkelwirkung. Prachtvoller, gegensatzreicher Druck mit Rand.
8022
buchholz, erich
(1891 Bromberg - 1972 Berlin)
8023 Geometrische Kompositionen 6 Bl. Holzschnitte auf verschiedenen Papieren. Bis 48 x 34,5 cm (Blattgröße). 4 Bl. monogrammiert „EB“, 2 Bl. mit dem Signaturstempel „Erich Buchholz“, diese verso mit dem Nachlaßstempel, dort von Helena Buchholz-Starck signiert und datiert. Auflage 175 num. Ex. 500 € Späte Drucke der geometrischen Kompositionen, ein Motiv doppelt, eines dreifach vorhanden. Ausgezeichnete Drucke mit Rand.
8023
11
8024 6 signierte Serigraphien 6 Bl. Farbserigraphien auf festem Velin. Lose in illustrierter Orig.-Kartonmappe. 1920-22/71. 62 x 43 cm (Blattgröße). Jeweils signiert „Erich Buchholz“ und datiert. Auflage 75 num. Ex. 500 € Die vollständige Mappe der Siebdrucke von 1920-22 in späteren Drucken, erschienen bei den Editions Panderma, Carl Laszlo, Basel 1972. Prachtvolle Drucke mit dem vollen Rand.
8024
burchartz, max
(1887 Elberfeld - 1961 Essen)
8025 Zwei Mädchenköpfe Lithographie auf faserigem Velin. 1922. 32,3 x 25,5 cm (48,8 x 38,2 cm). Signiert „M. Burchartz“. Söhn HdO 105-2. 600 € Erschienen als Blatt 2 der V. Bauhausmappe: Bauhaus Drucke. Neue europäische Graphik. Deutsche Künstler, Verlag Müller & Co., Potsdam 1923. Aus einer Gesamtauflage von 110 Exemplaren, gedruckt von der Druckerei des Staatlichen Bauhauses Weimar, mit Fragment des Blindstempels unten links (Lugt 2558 b). Prachtvoller Druck mit dem wohl vollen Rand.
8025 12
carrà, carlo
(1881 Quargnento - 1966 Rom)
8026 „I Saltimbanchi“ (Die Gaukler) Lithographie auf Similijapan. 1922. 30 x 21,5 cm (38,2 x 27,3 cm). Signiert „Carlo Carrà“ und betitelt. Carrà 9, Söhn HdO 104-3. 700 € Erschienen als Blatt 3 der IV. Bauhausmappe: Bauhaus Drucke. Neue europäische Graphik. Italienische und russische Künstler, Verlag Müller & Co., Potsdam 1923. Aus einer Gesamtauflage von 110 Exemplaren, gedruckt von der Druckerei des Staatlichen Bauhauses Weimar, mit dem Blindstempel unten links (Lugt 2558 b). Prachtvoller Druck mit dem vollen Rand, unten mit dem Schöpfrand.
8026
chabaud, auguste (1882 Nimes - 1955 Graveson)
8027 Lavandière Kohle auf Velin. Ca. 21 x 27 cm. Unten mittig rechts mit Pinsel in Schwarz signiert „A. Chabaud“. 500 € Mit kraftvollen, tiefdunklen und breiten Linien hält Chabaud, der sich in seinem Schaffen von Matisse und Derain beeinflusst zeigt, die schwere Arbeit der Wäscherin fest, indem er die Gestalt der tief gebückten Frau treffend stilisiert. Provenienz: Ader, Paris, Auktion 01.04.2016, Lot 184 Sammlung Henning Lohner, Berlin
8027
corinth, lovis
(1858 Tapiau - 1925 Zandvoort)
8028 Grasende Kuh Bleistift auf Velin. 21,5 x 31,3 cm. Unten rechts mit Bleistift signiert „Lovis Corinth“. 400 € Leichte Schraffuren, ein sicher skizzierter Kopf und mit zarten Linien angedeutete Körperkonturen reichen dem exzellenten Zeichner Corinth, um das charakteristische Bild der grasenden Kuh entstehen zu lassen. Provenienz: Peter Kiefer, Pforzheim, Auktion 07.10.2017, Lot 5739 Sammlung Henning Lohner, Berlin 8028 13
8029 Der verlorene Sohn Bleistift und Farbstifte auf Velin. Um 1920-25. 26,3 x 39 cm. Unten rechts mit Bleistift signiert „Lovis Corinth“. 400 € Die biblische Szene umreißt Corinth in lockeren Strichen und mit zarter Kolorierung. Provenienz: Hauswedell & Nolte, Hamburg, Auktion 11.12.2015, Lot 168 Sammlung Henning Lohner, Berlin
8029
8030 Modellstudie Radierung auf Bütten. 1916. 19 x 13 cm (32,5 x 25,8 cm). Signiert „Lovis Corinth“. Auflage 30 Ex. Schwarz 230 III. 300 € Aus der kleinen Auflage auf Bütten; die Gesamtauflage betrug 50 Exemplare, erschienen bei Fritz Gurlitt, Berlin. Schöner Druck mit der facettierten Plattenkante und dem vollen Rand.
8030
8031 Löwenbrücke Kaltnadel auf Velin. 1919. 21 x 16,5 cm (34,3 x 31,5 cm). Signiert „Lovis Corinth“. Auflage 50 num. Ex. Schwarz 365 II. 300 € Erschienen in einer Gesamtauflage von 75 Exemplaren bei Bischoff & Höfle, München. Ausgezeichneter Druck von der vollendeten Platte, mit dem vollen Rand, links mit dem Schöpfrand.
8031 14
8032 Vor dem Turnier Kreidelithographie auf Velin. 1920. Ca. 32 x 24 cm (42,5 x 30,5 cm). Signiert „Lovis Corinth“ und bezeichnet „Pr.(obedruck)“. Vgl. Schwarz L 428 VII. 400 € Probedruck vor den Überarbeitungen zu Blatt 7 von Corinths 25 Lithographien zu „Anna Boleyn“ von Herbert Eulenberg, so bei Schwarz nicht abgebildet. Prachtvoller, kreidiger und tiefdunkler Druck mit Rand. Provenienz: Sammlung Henning Lohner, Berlin
8032
8033 Susanna im Bade Kaltnadel auf Van Gelder Zonen-Velin. 1920. 23,7 x 16 cm (32 x 25 cm). Signiert „Lovis Corinth“. Auflage 80 num. Ex. Müller 465. 400 € Ausgezeichneter, kräftiger und stellenweise gratiger Druck mit dem vollen Rand, rechts mit dem Schöpfrand.
8033
15
8034 Eight unpublished Drypoints 8 Kaltnadelarbeiten (1 davon in Braun) auf festem Velin sowie 1 Doppelbl. Titel, Text, Inhaltsverzeichnis und Impressum. Lose in Orig.-Leinenmappe. 1923-25. Bis 45,5 x 35 cm (Blattgröße). Alle Blätter signiert „Thomas Corinth“ und mit dem Trockenstempel „Nachlass Lovis Corinth“. Auflage 30 num. Ex. Müller 863, 885 u. 886, Blatt 1, 2, 3, 5 u. 7 nicht bei Müller. 600 € Die späten Arbeiten wurden zu Lebzeiten kaum gedruckt und von Thomas Corinth posthum in Kooperation mit der Allan Frumkin Gallery, Chicago, herausgegeben. Durchweg prachtvolle Drucke mit breitem Rand, jeweils an einer Seite mit dem Schöpfrand. Beigegeben: Vier weitere signierte derselben Exemplare der Mappe von Lovis Corinth.
8034
dexel, walter
(1890 München - 1973 Braunschweig)
8035 Sternenbrücke (Abstrakte Komposition) Holzschnitt auf hauchfeinem Japan. 1919. 26,8 x 20,3 cm (35,5 x 25 cm). Signiert „Walter Dexel“. Vitt 10, Söhn HdO 103-4. 900 € Erschienen als Blatt 4 der Vorzugsausgabe der III. Bauhausmappe: Bauhaus Drucke. Neue europäische Graphik. Deutsche Künstler, Verlag Müller & Co., Potsdam 1922. Aus einer Gesamtauflage von 110 Exemplaren, gedruckt von der Druckerei des Staatlichen Bauhauses Weimar, mit dem Blindstempel unten links (Lugt 2558 b). Ganz prachtvoller, klarer Druck mit dem vollen Rand, unten und links mit dem Schöpfrand.
8035
16
8036 Sternenbrücke (Abstrakte Komposition) Holzschnitt auf Bütten. 1919. 26,8 x 20,3 cm (37,3 x 33 cm). Signiert „Walter Dexel“. Vitt 10, Söhn HdO 103-4. 900 € Erschienen als Blatt 4 der III. Bauhausmappe: Bauhaus Drucke. Neue europäische Graphik. Deutsche Künstler, Verlag Müller & Co., Potsdam 1922. Aus einer Gesamtauflage von 110 Exemplaren, gedruckt von der Druckerei des Staatlichen Bauhauses Weimar, mit dem Blindstempel unten links (Lugt 2558 b). Ganz prachtvoller, klarer Druck mit dem vollen Rand, an drei Seiten mit dem Schöpfrand.
8036
eitner, ernst
(1867-1955, Hamburg)
8037 Blumen in blauer Vase Aquarell auf festem Aquarellkarton. 31 x 18 cm. Unten rechts mit Pinsel in Blau signiert „E. Eitner.“. 300 € Der Hamburger Impressionist hält das Blumenstilleben in irisierender Farbigkeit fest. Eitner gehörte zu den von Alfred Lichtwark geförderten Künstlern, mit denen der erste Direktor der Hamburger Kunsthalle nach dem Vorbild der französischen Impressionisten auch in Hamburg eine Freilichtmalerei-Schule schaffen wollte. Provenienz: Privatbesitz Hessen
8037 17
8038 Felsiger Gebirgsbach im Vorfrühling Aquarell auf genarbtem Aquarellkarton. 27,5 x 37,3 cm. Unten links mit Bleistift signiert „E. EITNER“. 500 € Mit impressionistischer Lockerheit führt Eitner den Pinsel, ein feinsinniges Kolorit und wohlkomponierte Kontraste bestimmen die verschneite Gebirgslandschaft. Provenienz: Bassenge, Berlin, Auktion 66, 09.12.1995, Lot 8108 Privatbesitz Hessen
8038
evenepoel, henri
(1872 Nizza - 1899 Paris)
8039 Au Square Farblithographie auf Similijapan. 1897. 33,2 x 23,2 cm (38,3 x 30,5 cm). Derrey-Capon 31a (von c). 800 € Erschienen in „L‘Estampe moderne“, mit dessen Trockenstempel (Lugt 2790) unten rechts. Prachtvoller, wunderbar farbkräftiger und leuchtender Druck, mit Rand. Beigegeben: Eine weitere Radierung des Künstlers, „Le trottin (Parisienne)“, 1899 (Derrey-Capon verzeichnet in seinem Werkverzeichnis unter der Nr. 45 lediglich ein Exemplar in belgischem Privatbesitz).
8039
feininger, lyonel
(1871-1956, New York)
8040 Männer, Häuser, Laterne und Schiebkarren Holzschnitt auf hauchdünnem roten Velin, auf Unterlage kaschiert. 1918. 9,3 x 12,3 cm (11,9 x 14,9 cm). Prasse W 72 wohl I (von II). 700 € Der seltene Druck mit wenigen kleinen Partikeln von Goldfarbe, wohl das einzige nachweisbare Exemplar auf tiefrotem Papier. Provenienz: Hauswedell & Nolte, Hamburg, Auktion 03.12.2010, Lot 212 Privatsammlung Berlin
8040 18
felixmüller, conrad
(1897 Dresden - 1977 Berlin)
8041 Schloss Rheinsberg 2 Zeichnungen. Bleistift auf Skizzenblockpapier. 32,5 x 24,8 cm bzw. 24,8 x 32,5 cm. Bezeichnet und verso jeweils mit dem Stempel „Nachlass C. Felixmüller“. 400 € Mit lockerem, teils kräftigem Strich skizziert Felixmüller das Schloss Rheinsberg: zum einen den Eingang mit architektonischen Details, zum anderen das Schloss von der Parkseite aus gesehen. Provenienz: Grisebach, Berlin, Auktion 110, Lot 547 Privatbesitz Berlin
8041
8042 Der Sohn Holzschnitt auf Japan. 1918. 29,5 x 24 cm (39 x 32 cm). Signiert „Felixmüller“ und datiert sowie bezeichnet „Holzschnitt“. Auflage 30 Ex. Söhn 155. 600 € Der Holzschnitt entstand in kleiner Auflage anlässlich der Geburt von Felixmüllers Sohn Luca am 16.10.1918 und wurde bereits im Dezember desselben Jahres in der Zeitschrift „Neue Blätter für Kunst und Dichtung“ reproduziert. Prachtvoller, wenngleich stellenweise ganz leicht trockener Druck mit Rand. Selten.
8042
19
8043 „Mädchen von Prachatitz“ Holzschnitt auf faserigem Japanbütten. 1924. 50,2 x 40 cm (54,5 x 44,3 cm). Signiert „C. Felixmüller“, datiert, betitelt und bezeichnet „Holzschnitt“ sowie verso „Selbsthandgedruckt C. Fm.“. Auflage 60 Ex. Söhn 329 c. 400 € Einer von 60 späteren Abzügen aus einer Gesamtauflage von etwa 85 Exemplaren, erschienen als Jahresgabe des Bielefelder Kunstvereins. Ganz ausgezeichneter Druck mit dem vollen Rand, oben und unten mit dem Schöpfrand.
8043
filipkiewicz, stefan
(1879 Tarnów - 1944 Mauthausen)
8044 Stilleben mit weißen Rosen Öl auf leinenstrukturierter Malpappe. 34,5 x 49,5 cm. Unten rechts mit Pinsel in Schwarz signiert „Stefan Filipkiewicz“. 1.000 € Filipkiewicz ist vor allem bekannt für seine Landschaftsbilder, er war einer der führenden Vertreter der Jugendstilmalerei in Polen und wurde geprägt durch die Bewegung Junges Polen. Ab 1905 war er Mitglied der Vereinigung Bildender Künstler Österreichs Wiener Secession. Provenienz: Privatbesitz Berlin 8044
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fischer, oskar
(1892 Karlsruhe - 1955 Berlin)
8045 Reitendes Paar Lithographie auf faserigem Velin. 1920/21. 24,8 x 22 cm (49,5 x 38,8 cm). Signiert „Oskar Fischer“. Auflage 100 Ex. Söhn HdO 103-5. 600 € Erschienen als Blatt 5 der III. Bauhausmappe: Bauhaus Drucke. Neue europäische Graphik. Deutsche Künstler, Verlag Müller & Co., Potsdam 1922. Aus einer Gesamtauflage von 110 Exemplaren, gedruckt von der Druckerei des Staatlichen Bauhauses Weimar, mit dem Blindstempel unten links (Lugt 2558 b). Prachtvoller, klarer Druck mit dem vollen Rand.
8045
fuchs, heinz
(1886-1961, Berlin)
8046 6 Radierungen 6 Kaltnadelarbeiten auf festem Velin. Lose in Orig.-Umschlag mit radiertem Titel. Ca. 32,8 x 24,3 cm. Die Radierungen sowie der Titel signiert „Heinz Fuchs“. Auflage 45 num. Ex. 300 € Die kleine Auflage expressionistischer Radierungen erschien im Verlag Neuer Graphik / Rikola-Verlag, Wien. Heinz Fuchs studierte in Berlin bei Lovis Corinth und in Weimar als Meisterschüler bei Fritz Mackensen. Er war Mitglied der Novembergruppe; der Großteil seiner Werke ging im Zweiten Weltkrieg verloren. Prachtvolle, gratige Drucke mit dem vollen Rand. Äußerst selten, im internationalen Auktionshandel nicht nachweisbar.
8046
21
gering, andreas (1892-1957, Nürnberg)
8047 Soldaten I Radierung auf festem Velinkarton. 1918. 24,4 x 29,3 cm (34,4 x 49,4 cm). Signiert „andr. gering“ und datiert, verso mit dem schwarzen Nachlaßstempel und von fremder Hand betitelt. 400 € Prachtvoller, zarter und transparenter Druck, mit dem vollen Rand.
8047
8048 Soldaten II Radierung auf festem Velinkarton. 1918. 21,8 x 28,3 cm (34,5 x 49,4 cm). Signiert „andr. gering“ und datiert, verso mit dem schwarzen Nachlaßstempel und von fremder Hand betitelt. 400 € Kräftiger, in Teilen zart ausgewischter Abzug, mit dem vollen Rand.
8048
8049 Soldaten IV Radierung auf festem Velinkarton. 1918. 20,5 x 27 cm (34,1 x 49,2 cm). Signiert „andreas gering“ und datiert, verso mit dem schwarzen Nachlaßstempel und von fremder Hand betitelt. 400 € Prachtvoller, in Teilen transparenter Abzug, mit dem vollen Rand.
8049
8050 Erde Radierung in Schwarzbraun auf festem Velinkarton. 1918. 23,7 x 28,7 cm (34,5 x 49,5 cm). Signiert „andr. gering“ und datiert, verso mit dem schwarzen Nachlaßstempel. 600 € Kräftig dunkler und in den mittleren Partien hell ausgewischter Druck, mit dem vollen Rand.
8050 22
gleichmann, otto (1887 Mainz - 1963 Hannover)
8051 In der Loge Lithographie auf Velin. 1922. 30,3 x 24 cm (46,3 x 29,3 cm). Signiert „OttoGleichmann“ und datiert. Söhn HdO 105-3. 300 € Erschienen als Blatt 3 der V. Bauhausmappe: Bauhaus Drucke. Neue europäische Graphik. Deutsche Künstler, Verlag Müller & Co., Potsdam 1923. Aus einer Gesamtauflage von 110 Exemplaren, gedruckt von der Druckerei des Staatlichen Bauhauses Weimar, mit dem Blindstempel unten links (Lugt 2558 b). Prachtvoller Druck mit deutlich zeichnender Steinkante und dem vollen Rand.
8051
grosz, george (1892-1959, Berlin)
8052 Pappi und Mammi Farboffset auf Velin. 1922. 26,8 x 19,9 cm (34,9 x 26 cm). Signiert „Grosz“. Dückers S 1, V wohl B I (von D). 800 € Blatt 5 (von 16) farbigen Offsetlithographien aus der Mappe „Ecce Homo“, herausgegeben vom Malik-Verlag, Berlin. Mit der typographisch gedruckten römischen Numerierung unten links und dem fingierten Plattenrand. Ausgezeichneter Druck mit Rand. 8052 23
haffenrichter, hans
(1897 Würzburg - 1981 Prien)
8053 „op 23/23“ (Tanzschild) Linolschnitt auf bräunlichem Japan. 1923. 21,3 x 12,6 cm (34,6 x 24,9 cm). Signiert „Hans Haffenrichter“, betitelt und bezeichnet „(Handdruck)“, verso von fremder Hand bezeichnet, datiert und numeriert sowie mit dem Adreßstempel des Künstlers. 300 € Prachtvoller, tiefschwarzer Druck mit dem vollen Rand.
8053
8054 „Tanzschild“ Linolschnitt auf Velin. 1923. 20 x 12,1 cm (30,1 x 23,2 cm). Signiert „Haffenrichter“, datiert, betitelt und bezeichnet „Handdruck“, verso auf dem Unterlagekarton von fremder Hand bezeichnet, datiert und numeriert sowie mit dem Adreßstempel des Künstlers. 300 € Prachtvoller, tiefschwarzer Druck mit dem vollen Rand.
8054
24
halm, peter von
(1854 Mainz - 1923 München)
8055 Nymphenburg 6 Bl. Radierungen auf kaiserlich Japan sowie 1 Bl. Titel/Impressum. In Orig.-Passepartouts, lose in marmorierter Orig.-Halbleinenmappe. Ca. 1910. 35 x 46 cm (Passepartoutgröße). Die Radierungen signiert „P.Halm“. Auflage 30 röm. num. Ex. 300 € Die vollständige Mappe der Vorzugsausgabe auf Kaiserlich Japan, neben weiteren 110 Exemplaren auf Bütten. Erschienen im Verlag von F. Bruckmann, München. Prachtvolle, nahezu unberührte Drucke mit dem vollen Rand. 8055
hartig, hans
(1873 Karvin/Pommern - 1936 Berlin)
8056 Dorfstraße in Dargun Öl auf Leinwand. 1905. 37 x 45 cm. Verso zweifach mit dem Nachlaßstempel sowie auf Klebeetikett mit Kugelschreiber in Blau signiert von Winfried Hartig, dem Neffen des Künstlers. 900 € Nach seiner Ausbildung an den Akademien in Berlin und Dresden, u.a. bei Eugen Bracht, erlebte Hartig 1901 seinen ersten Erfolg: Bei der Beteiligung an der Großen Berliner Kunstausstellung erwarb der Preußische Staat gleich am ersten Tag sein dort ausgestelltes Gemälde für die Nationalgalerie. Später war Hartig Mitglied der Berliner Sezession, Jurymitglied der Großen Berliner Kunstausstellung und des Pommerschen Künstlerbundes. 8056
8057 Schloßpark der Frau von Elbe in Carnitz Öl auf Malpappe. 1908. 35 x 32,5 cm. Unten rechts mit Pinsel in Braun monogrammiert „HH.“ (ligiert), unten links datiert (in die nasse Farbe geritzt), verso mit dem Nachlaßstempel. 900 € Der Herrensitz der adligen Familie von Elbe in Pommern wurde erst 1945 wegen der nahenden Russen von der Familie verlassen. Der Blick in den idyllischen, prachtvollen Garten lässt die Eleganz und Größe des ehemaligen Ritterguts nur erahnen. Vermutlich malte Hartig diese kleine Bildstudie im Sommer 1909, ein Jahr bevor er den Helfft-Preis der Berliner Akademie erhielt. Provenienz: Galerie am Gendarmenmarkt, Berlin Ausstellung: Hans Hartig 1873-1936, Stiftung Pommern, Schloß Rantzaubau, Kiel 1998, Kat.-Nr. 28 (Abb. S. 70)
8057 25
heckel, erich
(1883 Döbeln - 1970 Radolfzell)
8058 Der Narr Holzschnitt auf G.Fichtner-Bütten. 1917. 35,7 x 27,2 cm (45,3 x 38 cm). Signiert „ErichHeckel“ und datiert. Ebner/Gabelmann 718 H III B, Söhn HdO 105-5. 800 € Erschienen als Blatt 5 der V. Bauhausmappe: Bauhaus Drucke. Neue europäische Graphik. Deutsche Künstler, Verlag Müller & Co., Potsdam 1923. Aus einer Gesamtauflage von 110 Exemplaren, gedruckt von der Druckerei des Staatlichen Bauhauses Weimar, mit dem Blindstempel unten links (Lugt 2558 b). Prachtvoller, kräftiger und stellenweise tiefschwarzer Reiberdruck mit dem vollen Rand.
8058
heemskerck, jacoba van
(1876 Den Haag - 1923 Domburg)
8059 Komposition Linolschnitt auf Bütten. 1920/21. 30 x 40,1 cm (37,8 x 53,5 cm). Signiert „JacobavanHeemskerck“. Söhn HdO 103-6. 500 €
8059
Erschienen als Blatt 6 der III. Bauhausmappe: Bauhaus Drucke. Neue europäische Graphik. Deutsche Künstler, Verlag Müller & Co., Potsdam 1922. Aus einer Gesamtauflage von 110 Exemplaren, gedruckt von der Druckerei des Staatlichen Bauhauses Weimar, mit dem Blindstempel unten links (Lugt 2558 b). Ausgezeichneter, partiell etwas trockener Druck mit dem vollen Rand, oben mit dem Schöpfrand.
hegenbarth, josef
(1884 Böhmisch-Kamnitz - 1962 Dresden)
8060 Frau und Kinder Pinsel in Schwarz auf Maschinenpapier. 1937. 21,3 x 27,6 cm. Unten rechts mit Bleistift signiert „J. Hegenbarth“. Zesch D III 839. 700 € Verso angefangene Skizze. Kleine Komposition, in der Hegenbarth mit meisterlich lockerem Pinselstrich und einem Hauch von Ironie eine alltägliche Szene einfängt. Das online-Werkverzeichnis (hegenbarth-werkverzeichnis.de) wurde eingesehen am 19.03.25.
8060 26
heinrich, otto
(1891 Berlin - 1967 Potsdam)
8061 „Berliner Schloss“ („Schloss in Berlin“) Aquarell auf festem Velin. 47,3 x 35,4 cm. Unten rechts mit Pinsel in Schwarz signiert „Otto Heinrich“ und betitelt, verso mit Kreide in Schwarz bzw. Bleistift erneut signiert, betitelt und mit der Künstleradresse „Potsdam, Kiezstr. 16“. 300 € Atmosphärisch dichte Ansicht der Fassade des Berliner Stadtschlosses von der Spree aus gesehen. Verso eine unfertige Komposition eines Stillebens mit Vogel. Provenienz: Privatsammlung Potsdam
8061
8062 „Petristr.“ Öl auf Leinwand, auf Karton aufgezogen. 1909-1956. 35 x 35,5 cm. Unten rechts mit Pinsel in Schwarz signiert „Otto Heinrich“ und zweifach datiert, mittig betitelt. 600 € Mit feinem Pinselstrich und in impressionistischer Manier erfasste Heinrich das Altberliner Viertel, in dem er aufgewachsen war.
8062
27
8063 Fußgänger am Hafenquai Aquarell auf Ingres-Hahnemühle-Bütten. 1942. 46,5 x 61,5 cm. Unten rechts mit Pinsel in Schwarz signiert „Otto Heinrich“ und datiert. 300 € Provenienz: Bassenge, Auktion 100, 03.12.2012, Lot 7186 Privatsammlung Potsdam
8063
heise, wilhelm
(1892 Wiesbaden- 1965 München)
8064 „Früher Tag“; „Fremde Länder“ 2 Lithographien auf hauchfeinem Japanbütten. Je 25,5 x 31,5 cm (30,7 x 36,7 bzw. 39 cm). Beide signiert „Wilhelm Heise“, betitelt und bezeichnet „Original Lithographie“. Auflage 150 num. Ex. 300 € Prachtvolle, sehr feine und in allen Details präzise Drucke mit Rand.
8064
herbig, otto
(1889 Dorndorf - 1971 Weilheim)
8065 Matrosenschenke Lithographie auf Velin. 1918. 27,7 x 30,2 cm (31 x 41 cm). Signiert „Otto Herbig“ und datiert „1919“. Söhn HdO 72705-4. 300 € Eines von insgesamt 125 Exemplaren, erschienen als Blatt 4 in „Die Schaffenden“, II. Jahrgang, 1. Mappe, 1920, mit dem Blindstempel unten links. Prachtvoller, toniger Druck mit Rand.
8065
28
hoelzel, adolf
(1853 Olmütz/Mähren - 1934 Stuttgart)
8066 Abstrakte Komposition Zimmermannsbleistift auf Velin. 15 x 12 cm. Verso mit dem Nachlaßstempel (Lugt 1258 f). 400 € Lebendige, schwingende Komposition in kreisenden Linien: Derlei Zeichnungen entstanden vielfach als Morgenübungen des Künstlers.
8066
hoetger, bernhard
(1874 Hörde - 1949 Interlaken)
8067 Figuren Lithographie auf Velin. 1921. 37,5 x 30,5 cm (49,3 x 38,5 cm). Signiert „Hoetger“ und datiert. Söhn HdO 103-7. 300 € Erschienen als Blatt 7 der III. Bauhausmappe: Bauhaus Drucke. Neue europäische Graphik. Deutsche Künstler, Verlag Müller & Co., Potsdam 1922. Aus einer Gesamtauflage von 110 Exemplaren, gedruckt von der Druckerei des Staatlichen Bauhauses Weimar, mit dem Blindstempel unten links (Lugt 2558 b). Ausgezeichneter Druck mit dem vollen Rand.
8067
29
hohlwein, ludwig
(1874 Wiesbaden - 1949 Berchtesgaden)
8068 Tote Gams auf verschneiter Anhöhe Holzschnitt, aquarelliert, auf dickem Velinkarton. Um 1910-15. 20 x 35 cm (22,4 x 36 cm). Signiert „Ludwig Hohlwein“. 300 € Prachtvoller, tiefschwarzer Druck mit kleinem Rand.
8068
hohly, richard
(1902 Löwenstein - 1995 Bietigheim-Bissingen)
8069 Zwei Arbeitslose Feder in Schwarz und Kohle auf Velin. 1929. 42,5 x 53 cm. Unten rechts mit Bleistift monogrammiert „R.H.“ und datiert. 350 € Die Resignation und Erschöpfung der Arbeitslosen zeichnet Hohly treffend - und aus eigener Erfahrung. Ab 1922 war er selber arbeitslos gewesen, bevor er an der Kunstakademie Stuttgart studierte. 1930 traf Hohly den Maler Edvard Munch und schloss sich der Berliner Sezession an. Provenienz: The Marvin & Janet Fishman Collection, Milwaukee Sotheby‘s, London, Auktion 18.10.2000, Lot 85 Privatbesitz Australien 8069
holtz, karl
(1899 Berlin - 1978 Potsdam)
8070 Nollendorfplatz bei Nacht Lithographie auf Bütten. 1921. 28 x 35,5 cm (33,3 x 47,5 cm). Signiert „Karl Holtz“. Niemann 24. 600 € Niemann verzeichnet keine Auflagenhöhe. Holtz signierte seine Graphik vor 1925 nur selten und stellte oft nur sehr wenige Abzüge her. Ganz prachtvoller, wunderbar kräftiger, tiefdunkler und kreidiger Druck mit Rand.
8070
30
holz, paul
(1883 Riesenbrück bei Pasewalk - 1938 Schleswig)
8071 Bärtiger Schäfer, sitzend Feder in Schwarz auf Velin. 46,3 x 42,5 cm. Unten mittig mit Feder in Schwarz (schwer lesbar) betitelt „Schäfer auf (...)“. 900 € Die füllige Gestalt des sitzenden Schäfers mit Stock in den Händen erfasst der begnadete Zeichner Paul Holz mit lockerer Hand und sparsamen Lineaturen. Provenienz: Grisebach, Berlin, Auktion 153, 28.11.-01.12.2007, Lot 664 Privatbesitz Berlin
8071
8072 Kopf eines bärtigen Mannes Feder und Pinsel in Schwarz sowie Feder in Braun auf Maschinenpapier. 19,4 x 14,3 cm. Unten rechts mit Feder in Braun signiert „Holz“. 750 € Mit vehementem, expressivem Strich erfasst Holz auf der Rückseite eines karierten Papiers den Kopf mit tiefen Schwärzen und einem intensiven Ausdruck. Helmut Börsch-Supan betonte Paul Holz‘ außerordentliche Begabung als Zeichner und seine Fähigkeit, die Tragik menschlicher Existenzen in seinen Zeichnungen zu erfassen. „Ich konnte immer nur zeichnen, was mich ergriff. Blitzartig oft traf es mich. Oftmals langsam und schwer, dann auch spielend und leicht.“ (Paul Holz, Notizen eines Zeichners, in: Eberhard Troeger, Paul Holz der Zeichner, Freiburg i. Br. 1947, S. 43). Verso auf dem Notizbuchpapier Fragment einer weiteren Komposition. Provenienz: Grisebach, Berlin, Auktion 309, 01.06.2019, Lot 1143 Sammlung Henning Lohner, Berlin
8072
31
hubbuch, karl
(1891-1979, Karlsruhe)
8073 Jäger Feder in Schwarz auf Maschinenpapier. 21 x 16 cm. Unten rechts mit dem blauen Stempel „k.h. Nachlass“. 350 € Humorvolle kleine Skizze, die die gedrungene Statur des Jägers mit Gewehr sensibel erfasst. Provenienz: Nachlass des Künstlers (dort in den 1980er Jahren erworben) Privatbesitz Berlin
8073
8074 Portait mit Hut Feder in Blau auf gelochtem Maschinenpapier. 22 x 22 cm. Unten links mit dem blauen Nachlaßstempel „hubbuch“, verso mit dem Stempel „k.h. Nachlass“. 400 € Portrait einer Dame mit Hut, deren Physiognomie wie für Hubbuch typisch überspitzt und fast grotesk wirkt. Provenienz: Nachlass des Künstlers (dort in den 1980er Jahren erworben) Privatbesitz Berlin
8074
32
8075
8075
8075 Sitzender Graphit auf Maschinenpapier. 29 x 22 cm. Unten rechts mit dem blauen Nachlaßstempel „hubbuch“, verso mit dem Stempel „k.h. Nachlass“. 400 € Lockere schwungvolle Studie eines sitzenden Mannes mit Anzug, sowie eine Detailstudie seiner Hand. Verso eine weitere, um 180° gedrehte Figurenstudie. Provenienz: Nachlass des Künstlers (dort in den 1980er Jahren erworben) Privatbesitz Berlin
8076 Wachmann Feder in Schwarz auf Maschinenpapier. 21 x 28 cm. Unten rechts mit dem blauen Stempel „k.h. Nachlass“, hier mit Bleistift unleserlich bezeichnet „Mit ... und Hut“. 350 € Mit lockererm Strich eingefangene Momentaufnahme des patrouillierenden Wärters auf der Brücke. Provenienz: Nachlass des Künstlers (dort in den 1980er Jahren erworben) Privatbesitz Berlin
8076 33
8077 Bettler Feder über Bleistift auf MBM-Bütten. Um 1930. 48,2 x 31,6 cm. Verso mit dem Stempel „k.h. Nachlass“. 500 € Mit wenigen charakteristischen Strichen und sparsamen Binnenstrukturen zeichnet Hubbuch den stehenden, nach rechts gewandten Bettler mit leicht geöffnetem Mund. Aufgrund der expressiven Strichführung und der Motivik lässt sich auch dieses Blatt auf die Zeit um 1930 datieren. Provenienz: Privatbesitz Hamburg Bassenge, Berlin, Auktion 105, 30.05.2015, Lot 8117 Sammlung Henning Lohner, Berlin
8077
huhnen, fritz
(1895-1981, Krefeld)
8078 „Der Maler Schmidt-Niechziol“ Aquarell, Deckweiß und farbige Kreiden auf Bütten. 1923. 62,7 x 48 cm. Unten rechts mit Filzstift in Schwarz signiert „Fritz Huhnen“, datiert und betitelt. 800 € Teils eckig, teils locker-gerundet mit energischen Pinselstrich erfasst Fritz Huhnen die markanten Züge des Bremer Malers Arnold Schmidt-Niechciol. 1919 wurde Huhnen Mitglied der Gruppe Junges Rheinland, 1921 zeigte er mehrere Werke auf deren Ausstellung, es folgte 1923 eine Einzelausstellung bei Flechtheim in Berlin. Seine expressiven Arbeiten dieser Jahre zeigen die Menschen nach dem Ersten Weltkrieg und ihre Charakteristika, auch teils karikaturhaft überzeichnet. Durch einige Verluste im Zweiten Weltkrieg finden sich Zeichnungen aus Huhnens Frühwerks selten im Kunsthandel. Provenienz: Privatsammlung Berlin
8078 34
hussmann, albert hinrich
(1874 Lüdingworth bei Cuxhaven - 1946 Berlin)
8079 Grasendes Fohlen Bronze mit dunkelbrauner Patina auf Bronzeplinthe, auf schwarz-grau marmorierten Sockel montiert. 24 x 10 x 24 cm. Auf der Plinthe signiert „Albert Hinrich Hussmann“. 600 € Hussmann studierte an der Hochschule für Bildende Künste in Berlin und widmete sich fast ausschließlich Pferde- und Reitermotiven. Er zählte zu den bedeutenden Tierplastikern der Moderne. Da sein Berliner Atelier 1944 zerstört wurde, siedelte er nach Fürstenberg an der Weser um. Ausgezeichneter Guss mit schöner Patina, besonders Kopfpartie, Mähne und Schweif sind detailliert herausgearbeitet. Gesamthöhe mit Sockel: 27 cm.
8079
johansson, eric
(1896 Dresden - 1979 Tärby)
8080 Auf der Bühne Farbige Kreiden auf braunem Skizzenblockpapier. Um 1920. 36,5 x 27 cm. Verso wohl mit dem Nachlaßstempel. 700 € Expressiv stilisierte Kabarettszene. Im Jahr 1924 trat Johansson dem in Berlin neu gegründeten ersten kommunistischen Künstlerbund „Rote Gruppe“ bei, und steuerte wie Otto Dix, George Grosz, Käthe Kollwitz, Otto Nagel, Karl Völker und Heinrich Zille eine Lithographie für die Internationale Arbeiterhilfe (AIH) zur Mappe „Hunger“ bei. Für die AIH begleitete Johansson gemeinsam mit Nagel 1924/1925 die Erste Allgemeine Deutsche Kunstausstellung in der Sowjetunion, in Moskau traf Johansson auch Hồ Chí Minh, den er dort portraitierte. Als überzeugter Kommunist musste Johansson 1938 nach Schweden fliehen, wo er bis zu seinem Tod lebte. Aufgrund seiner plötzlichen Flucht gingen viele seiner Arbeiten verloren. Provenienz: The Marvin & Janet Fishman Collection, Milwaukee Karl & Faber, München, Auktion 28.10.2010, Lot 77 Privatbesitz Australien
8080 35
8081 Bordellszene Aquarell über Bleistift auf festem grauen Velin. Um 1920. 24,4 x 17,2 cm. Verso mit dem Nachlaßstempel. 600 € Dichte Komposition mit intensiver Farbwirkung, deren expressive Gestaltung die sozialkritische Aussage unterstreicht. Bis 1920 studierte Johansson an der Kunstakademie in Dresden bei Robert Sterl und Ludwig von Hofmann. Er war mit Otto Dix und Otto Griebel befreundet und pflegte zudem eine enge Freundschaft mit Wilhelm Lachnit sowie Hans und Lea Grundig. Provenienz: The Marvin & Janet Fishman Collection, Milwaukee Karl & Faber, München, Auktion 28.10.2010, Lot 76 Privatbesitz Australien
8081
8082 Karge Mahlzeit Kaltnadel in Braunviolett auf Velin. 1922. 19,5 x 17,6 cm (32,3 x 24 cm). Signiert „Eric Johansson“, verso mit dem Nachlaßstempel. 150 € Ausgezeichneter Druck mit tief eingeprägter Plattenkante und mit Rand.
8082
36
katzke, günther
(tätig in Berlin, gefallen 1944)
8083* Maskentanz Pinsel in Schwarz auf dünnem Skizzenblockpapier. Wohl 1920er Jahre. 36 x 45 cm. Unten rechts mit Pinsel in Schwarz monogrammiert „K“, verso mit Bleistift unleserlich bezeichnet. 500 € Vier dunkle Gestalten in Mönchskutten mit weißen Masken und übergroßen weißen Handschuhen bewegen sich langsam auf eine leicht bekleidete, ekstatisch wirkende Tänzerin zu. Die ganze Szenerie wirkt grotesk und bedrohlich, zumal die schmalen Gesichtsmasken mit zwei Augenlöchern an Gasmasken aus dem Ersten Weltkrieg erinnern. Katzke unterstreicht das ambivalente Geschehen zudem mit einem stark betonten Kontrast aus Schwarz und Weiß, als würde die Unschuld auf dem Schlachtfeld des Krieges geopfert.
8083
kelen, emeric
(1896 Györ - 1978 Wien)
8084 „Renée Sintenis“ Kohle und Buntstift auf glattem Maschinenpapier. Um 1920. 37,7 x 28,7 cm. Unten rechts mit Kohle monogrammiert „K“ und betitelt. 600 € Emeric Kelen arbeitete u.a. als politischer Zeichner für verschiedene europäische Zeitungen. In unserer Zeichnung portraitiert Kelen die bedeutende Berliner Bildhauerin mit ihren markanten Gesichtszügen in fast schon überspitzter Art. Provenienz: Sammlung Dr. F. W. Denzel (auf dem Unterlagekarton mit dessen Stempel) Bassenge, Berlin, Auktion 113, 31.05.2019, Lot 7229 Privatbesitz Berlin
8084
37
kesting, edmund
(1892 Dresden - 1970 Birkenwerder)
8085 Zwei Bildnisse („Dr. Rudolf Blümner“; Unbekannt) 2 Bl. Feder in Schwarz auf Skizzenblockpapier bzw. braunem Maschinenpapier. 1915/26. 37,2 x 28,5 cm bzw. 33,5 x 25,8 cm. Jeweils unten mittig mit Feder in Schwarz signiert „EdKesting“ bzw. „E.Kesting“ und datiert, 1 Bl. verso nochmals signiert, datiert und betitelt sowie mit weiteren Annotationen. 800 € Rudolf Blümner (1873-1945) war ein deutscher Schauspieler, Dramaturg und Essayist. Bekannt wurde Blümner unter anderem durch seine Rollen in den Filmen „M Eine Stadt sucht einen Mörder“ (1931) und „Der Hauptmann von Köpenick“ (1931). Da Blümner mit Herwarth Walden befreundet war, hielt sich der Schauspieler auch im „Sturm“-Umkreis auf. Provenienz: Nachlass Peter Keler, Weimar
8085
8086 „Sturm-Hus“ (?) Feder in Schwarz und farbige Faserschreiber auf beigefarbenem Velin. 1928. 44,2 x 31,2 cm. Unten mittig mit Feder in Schwarz signiert „EdKesting“, verso nochmals signiert, datiert und unleserlich betitelt. 700 € Die fein austarierten Farbklänge und klar umrissenen Formen setzen sich vor dem vom Mond dominierten Himmel ab. Es entsteht ein Zauberwald, eine Art innere Landschaft. Der vielseitige Künstler Edmund Kesting war Maler, Graphiker, Fotograf und Kunstpädagoge. Provenienz: Nachlass Peter Keler, Weimar
8086 38
8087 Zwei Bildnisse („Will Grohmann“; Unbekannt) 2 Bl. Feder in Schwarz auf festem Velin. Um 1934. 50,2 x 32,6 bzw. 36,1 x 27,4 cm. Jeweils unten mittig mit Feder in Schwarz signiert „EdKesting“, 1 Bl. betitelt, 1 Bl. datiert. 800 € In den 1930er Jahren beschäftigt sich Kesting verstärkt mit Portraits, auch in seiner Fotografie. Will Grohmann (1887-1968) wurde als deutscher Kunsthistoriker und Kunstkritiker, der sich in seinen Schriften vor allem der abstrakten Kunst in Deutschland widmete, bekannt. Provenienz: Nachlass Peter Keler, Weimar
8087
8088 Zwei Bildnisse („Kurt Liebmann“; Unbekannt) 2 Bl. Feder in Schwarz auf festem Velin und Pergaminpapier. Um 1935. 36,8 x 26,5 bzw. 42,5 x 29,7 cm. Jeweils unten rechts mit Feder in Schwarz signiert „EdKesting“, 1 Bl. datiert, betitelt und verso mit Feder in Schwarz bezeichnet „Dichter Kurt Liebmann Zeichnung Edmund Kesting“. 800 € Kurt Liebmann (1897-1981) war ein deutscher Kunsthistoriker und Schriftsteller. Bekannt wurde Liebmann u.a. durch seine Beiträge in der Zeitschrift „Der Sturm“. Provenienz: Nachlass Peter Keler, Weimar
8088 39
8089 „Surreale Landschaft“ Faserschreiber in Blau und Schwarz sowie Farbstift auf Bütten. 1950. 40 x 31 cm. Unten rechts mit Faserschreiber in Blau signiert „Ed Kesting“ und datiert. 700 € Surreale Komposition Kestings aus der Nachkriegszeit. Provenienz: Nachlass Peter Keler, Weimar
8089
40
klemm, walther
(1883 Karlsbad - 1957 Weimar)
8090 Hauptstraße mit Litfaßsäule Aquarell und Kreide in Schwarz auf Velin, kaschiert auf Malpappe. 33,3 x 29,3 cm. Unten rechts mit Kreide in Schwarz signiert „WKlemm“. 300 € Attraktive Darstellung einer alltäglichen Straßenszene im impressionistischen Stil. Provenienz: Privatbesitz Süddeutschland
8090
klinker, emmy
(1891 Eupen - 1969 München)
8091 Südfrankreich Aquarell und Feder in Schwarz auf leichtem Karton. 1927. 26,7 x 34,6 cm. Unten links mit Feder in Schwarz monogrammiert „EK“ und datiert. 500 € Klinker lernte 1914 durch ihren Vater, der ein Sammler zeitgenössischer Kunst war, Alexej von Jawlensky kennen. Die Werke des „Blauen Reiters“ wurden für sie künftig zur wichtigsten Inspiration. 1919 stellte sie, u.a. gemeinsam mit Albert Bloch, Kurt Schwitters, in der Berliner Galerie „Der Sturm“ aus, später folgten Ausstellungen mit der Novembergruppe oder mit der Gruppe Junges Rheinland. Lange Zeit fast vergessen, wurde ihr Werk 2012 durch eine Ausstellung im Wuppertaler Von der Heydt-Museum wiederentdeckt. 2015 zeigte die Frankfurter Schirn in der Ausstellung „Sturm-Frauen“ ihre Arbeiten gemeinsam mit Sonja Delaunay, Gabriele Münter und Marianne von Werefkin. Provenienz: Fritz Muliar, Wien (seit 2006) Privatbesitz Wien
8091
41
kokoschka, oskar
(1886 Pöchlarn - 1980 Montreux)
8092 Mädchenkopf Lithographie auf faserigem Velin. 1922. 30 x 26,7 cm (52,5 x 38,5 cm). Signiert OKokoschka“. Wingler/Welz 152, Söhn HdO 105-7. 800 € Erschienen als Blatt 7 der V. Bauhausmappe: Bauhaus Drucke. Neue europäische Graphik. Deutsche Künstler, Verlag Müller & Co., Potsdam 1923. Aus einer Gesamtauflage von 110 Exemplaren, gedruckt von der Druckerei des Staatlichen Bauhauses Weimar, mit dem Blindstempel unten links (Lugt 2558 b). Prachtvoller Druck mit dem vollen Rand, unten mit dem Schöpfrand.
8092
8093 Selbstbildnis Farblithographie auf Velin. 1956. 58 x 42 cm (64,5 x 49 cm). Signiert „OKokoschka“ und datiert. Auflage 90 num. Ex. Wingler/Welz 206. 800 € Erschienen in einer Gesamtauflage von 110 Exemplaren bei der Galerie Welz, Salzburg; Druck Christian Kruck, Frankfurt/Main. Prachtvoller Druck in Olivgrün, Blau und Rötel mit dem nahezu vollen Rand.
8093
42
kollwitz, käthe
(1867 Königsberg - 1945 Moritzburg)
8094 Schwangere Frau Strichätzung, Aquatinta, Kaltnadel und Vernis mou in Braun auf Japan. 1910. 37,8 x 23,5 cm (45,6 x 32,7 cm). Signiert „Käthe Kollwitz“, zudem signiert vom Drucker Otto Felsing. Knesebeck 111 VI a (von VII). 350 € Aus der Auflage bei von der Becke um 1931 in Braun nach Wegnahme der gestochenen Schrift. Prachtvoller, ebenmäßiger Druck mit breitem Rand.
8094
kronenberg, fritz
(1901 Köln -1960 Hamburg)
8095 „Sylt“ (Wattlandschaft) Aquarell über Fettkreide auf Velin. 1937. 50,5 x 75,5 cm. Unten links mit Bleistift signiert „F. Kronenberg“, datiert und betitelt. 500 € Nach seinem Studium in Köln und Karlsruhe zog es Kronenberg nach Hamburg, wo er 1932 Mitglied der Sezession wurde und Freundschaft mit Emil Maetzel und Ivo Hauptmann schloss. Eindrucksvoll dreidimensional modelliert Kronenberg die karge Wattlandschaft in changierendem Licht. Besondere Tiefe erzeugen hierbei die orangefarbenen Linien, die die Aquarellfarbe in Flächen unterteilen.
8095
43
kubin, alfred
(1877 Leitmeritz, Böhmen - 1959 Wernstein)
8096 Ritter Roland Lithographie auf Japan. 1921. 25,8 x 20,5 cm (40 x 29 cm). Signiert „Kubin“. Raabe 143, Hoberg 22, Söhn HdO 105-8. 300 € Erschienen als Blatt 8 der V. Bauhausmappe: Bauhaus Drucke. Neue europäische Graphik. Deutsche Künstler, Verlag Müller & Co., Potsdam 1923. Aus einer Gesamtauflage von 110 Exemplaren, gedruckt von der Druckerei des Staatlichen Bauhauses Weimar, mit dem Blindstempel unten links (Lugt 2558 b). Prachtvoller Druck mit dem vollen Rand, an drei Seiten mit dem Schöpfrand.
8096
8097 Ecce Homo Lithographie auf Similijapan. 1923. 33 x 27 cm (48,1 x 35 cm). Signiert „Kubin“. Hoberg 42. 300 € Erschienen im Alf Häger Verlag, Berlin, gedruckt von C. Wolf & Sohn, München. Prachtvoller Druck mit Rand, unten mit breitem Rand. Beigegeben: Eine weitere signierte Lithographie auf Bütten „Das Hochmoor“, 1923 (Hoberg 63).
8097
44
larionow, michail
(1881 Tiraspol - 1964 Fontenay-aux-Roses)
8098 Komposition Farblithographie auf Bütten. Ca. 1922. 43,5 x 29,3 cm (50 x 34 cm). Signiert „M. Larionow“. Söhn HdO 104-9. 500 € Erschienen als Blatt 9 der IV. Bauhausmappe: Bauhaus Drucke. Neue europäische Graphik. Italienische und russische Künstler, Verlag Müller & Co., Potsdam 1923. Aus einer Gesamtauflage von 110 Exemplaren, gedruckt von der Druckerei des Staatlichen Bauhauses Weimar, mit dem Blindstempel unten links (Lugt 2558 b). Prachtvoller Druck mit dem vollen Rand, unten mit dem Schöpfrand. Beigegeben: Ein signiertes Aquarell von Paul Bonet, „No. 12“, sowie zwei weitere Arbeiten zweier konstruktivistischer Künstler, eine Gouache und eine Collage.
8098
lelée, léo
(1872 Chemazé - 1947 Arles)
8099 Farandoles des femmes arlésiennes Pinsel in Schwarz und farbige Kreiden auf Pergamin. 28 x 46 cm (Passepartoutausschnitt). Unten rechts mit Bleistift signiert „LÉO LELÉE“. 800 € Nachdem er in Paris mit dem Jugendstil in Kontakt getreten war und dort Plakate gestaltet hatte, wurde Lelée in Arles mit seinen charakteristisch stilisierten, schwungvollen Darstellungen der tanzenden einheimischen Frauen und Mädchen bekannt. Provenienz: Copages, Paris, Auktion 15.04.2022, Lot 12 Sammlung Henning Lohner, Berlin
8099
45
liebermann, max
(1847-1935, Berlin)
8100 Initiale E und I Feder in Schwarz auf Velin. Ca. 14 x 8,7 cm (Ränder unregelmäßig). 600 € Rückseitig auf Fragment einer Verlobungsanzeige skizzierte Federzeichnung, mit locker gestalteten Entwürfen für die figürlich ausgestalteten Initialen E und I. Provenienz: Sammlung Franz Jahn, Berlin (mit dem Sammlungsstempel und integriertem Künstlersignet “M Liebermann Sammlung F. J.” unten links, nicht bei Lugt) Privatsammlung Berlin
8100
8101
Entwurf zur Initiale W mit Darstellung des täglichen Lebens Feder in Schwarz über Bleistift auf dünnem Velin. Um 1911. 14 x 11 cm. Unten rechts mit Feder in Schwarz signiert „MLiebermann“. 700 € Möglicherweise Entwurf für die Initialen in Oscar Bies Publikation „Max Liebermann, Holländisches Skizzenbuch“, Berlin 1911 (vgl. Sigrid Achenbach: Max Liebermanns Arbeiten für den Fritz Heyder Verlag, Berlin 2003, Kat. 35-36). Beigegeben: Eine weitere Graphik des Künstlers, „Frühling im Grunewald“, Radierung, 1922 (Schiefler 351 c). Provenienz: Bassenge, Berlin, Auktion 94, 28.11.2009, Lot 7196 Privatsammlung Berlin
8101 46
8102 Ferkelchen Aquatinta und Kaltnadel auf Japanbütten. 1890. 16 x 21,8 cm (38,5 x 53,1 cm). Signiert „MLiebermann“. Schiefler 11 II b. 600 € Blatt aus der Mappe ‚Max Liebermann Radierungen‘, herausgegeben von der Photographischen Gesellschaft, Berlin 1983. Als Vor-lage zum vorliegenden Blatt diente das 1888 angefertigte Pastell „Schweinefamilie“. Feinzeichnender Druck mit dem wohl vollen Rand, rechts und unten mit dem Schöpfrand.
8102
8103 Schafherde unter Bäumen Radierung auf Japanbütten. 1892. 19,7 x 24 cm (34,8 x 50,5 cm). Signiert „MLiebermann“. Schiefler 23 II wohl b. 700 € Wohl aus der Auflage für die Photographische Gesellschaft, Berlin. Prachtvoller, kräftiger Druck mit sehr breitem Rand.
8103
8104 Badende Jungen Lithographie auf Japan. 1909. 20,5 x 33,2 cm (32,5 x 48 cm). Signiert „MLiebermann“. Auflage 5 Ex. Schiefler 100 b. 400 € Erschienen im Verlag von Bruno Cassirer, Berlin, mit dessen Blindstempel unten links, in einer Gesamtauflage von 35 Exemplaren. Ausgezeichneter Druck mit breitem Rand.
8104
47
8105 Am Strande (Nordwijk) Kaltnadel auf festem Japan. 1914. 19 x 24 cm (43,5 x 55 cm). Signiert „MLiebermann“. Schiefler 155 V c, Söhn HdO 51003-4. 300 € Erschienen als 4. Blatt der II. Jahresgabe der „Freunde Graphischer Kunst“, Leipzig 1915. Unser Abzug signiert, aber ohne die teilweise Numerierung der Auflage auf 75 Exemplare. Schöner Druck mit feinem Stempelglanz und breitem Rand.
8105
8106 Garten in Wannsee. Mit dem Mädchen auf der Bank Kaltnadel auf Velin. 1916. 17,5 x 24,5 cm (33,8 x 50 cm). Signiert „MLiebermann“. Auflage 40 num. Ex. Schiefler 217 III b. 900 € Herausgegeben von Bruno Cassirer, mit dessen Prägestempel unten links. Prachtvoller, gratiger Druck mit dem wohl vollen Rand.
8106
loewenthal, käthe
(1878 Berlin - 1942 Ghetto Izbica)
8107 Stilleben mit Früchten und Blumenstrauß Aquarell und Pinsel in Schwarz auf Bütten, kaschiert auf Unterlagekarton. 1939. 31,8 x 46,8 cm. Unten rechts mit Pinsel in Schwarz monogrammiert „KL“ und datiert. 750 €
8107
48
Käthe Loewenthal war in den 1920er Jahren eine deutschlandweit anerkannte Künstlerin. 1895-97 studierte sie bei Ferdinand Hodler in Bern Landschaftsmalerei, 1903-04 bei Leo von König Portraitmalerei und 1910 bei Adolf Hölzel in Stuttgart. Von 1912 bis 1935 verbrachte sie die Sommer auf Hiddensee, wo sie dem Hiddensoer Künstlerinnenbund beitrat. Aufgrund ihrer jüdischen Abstammung wurde sie 1934 mit Malverbot belegt, musste 1939 in eine „Judenwohnung“ in Stuttgart umziehen und wurde 1942 in das polnische Transit-Ghetto Izbica deportiert und dort ermordet. Der Großteil ihrer Werke, inbesondere Gemälde, die in einem Lager des Stuttgarter Malermeisters Kämmerer versteckt waren, fielen 1943 einem Bombenangriff zum Opfer. Nach Kriegsende wurden die ca. 250 geretteten Werke an Loewenthals Schwester Susanne Ritscher übergeben. Wir danken Prof. Dr. Wolf Ritscher, Käthe Loewenthal Förderverein, Unterreichbach, für freundliche Hinweise vom 05.04.2025. Provenienz: Privatbesitz Großbritannien
loiseau, gustave
(1865-1935, Paris)
8108 Le Port de Dieppe Bleistift auf Skizzenbuchpapier. 1926. Ca. 20 x 27 cm. Unten links mit Bleistift signiert „G. Loiseau“, mittig links datiert und bezeichnet „Dieppe“, rechts mit verblasstem Nachlaßstempel „ATELIER LOISEAU“. 300 € Von Paris aus bereiste Loiseau in den Sommern die Bretagne, die Normandie und die Dordogne, wo atmosphärische Gemälde entstanden. Die vorliegende Skizze diente mit ihrer chiffrehaft vereinfachten Zeichnung und den Annotationen der Vorbereitung zu einem dieser Gemälde. Verso eine weitere Skizze des Künstlers. Provenienz: Casa d‘Aste Capitolium, Rom u.a., Auktion 28.06.2022, Lot 71 Sammlung Henning Lohner, Berlin
8108
luce, maximilien
(1858-1941, Paris)
8109 Pins en bord de mer Kohle, teils laviert, auf Velin. 12,8 x 20,2 cm. Unten rechts mit Bleistift signiert „Luce“. 400 € Elegant reduzierte Landschaftsszenerie. Luce stellte bei dem fortschrittlichen Künstlerverein „Les Vingt“ in Brüssel aus, gehörte zur künstlerischen Avantgarde seiner Zeit und wurde durch seine Annäherung an die pointillistisch-divisionistische Malweise Seurats zu einem führenden Vertreter des Neoimpressionismus. Beigegeben: Zwei weitere Zeichnungen (eine signiert) von Maximilien Luce. Provenienz: Crait & Müller, Paris, Auktion 13.12.2019, Lot 89 Sammlung Henning Lohner, Berlin
8109
lydis, mariette
(1887 Wien - 1970 Buenos Aires)
8110 „Malika et les autres se deshabillent“ Radierung und Aquarell auf kräftigem Velin. 1925. 25,3 x 22,7 cm (49 x 37,7 cm). Signiert „M Lydis“, datiert, betitelt und bezeichnet „Maroc“. 600 € Die mit leuchtend kräftigen Farben aquarellierte Radierung entstand wohl im Zuge einer von Lydis‘ Reisen nach Marokko. Die Autodidaktin machte sich als junge Frau vor allem mit Buchillustrationen einen Namen. In zahlreichen Lithographien mit Motiven bisexueller und lesbischer Frauen brach sie mit den damaligen gesellschaftlichen Normen, was ihr neben Anerkennung auch Kritik einbrachte. Heute sind ihre Werke in diversen internationalen Museen vertreten.
8110 49
maetzel, emil
(1877 Cuxhaven - 1955 Hamburg)
8111 Zwei badende Akte Holzschnitt auf faserigem Japanbütten. 1919. 23,7 x 16,2 cm (32,3 x 21,5 cm). Signiert „Maetzel“, datiert und bezeichnet „30“. 600 € Prachtvoller, tiefschwarzer, kräftiger Druck mit breitem Rand. Sehr selten.
8111
8112 Neue Graphik, Kunstsalon Kunde Holzschnitt auf Velin. Um 1921. 14,8 x 22 cm (23 x 30 cm). Signiert „Maetzel“. 600 € Blätter wie dieses lassen sich in der Tradition der „Brücke“ zur künstlerischen Gebrauchsgraphik zählen. In Versalien schnitt Emil Maetzel Ort und Titel der Doppelausstellung von seiner Frau Dorothea Maetzel-Johannsen und ihm ins Holz: „Neue-Grr[!] raphik-/ D.Maetzel-Johannsen u E. Maetzel/ Kunstsalon-Kunde“. Das Graphische Kabinett bzw. der Kunstsalon Maria Kunde bestand von 1911 bis 1943 in der Ernst-Merck-Straße 9, Hamburg. Prachtvoller, kräftiger Druck mit breitem Rand. Sehr selten.
8112
8113 Fische im Wasser Kaltnadel in Grün auf Velin. Wohl um 1950. 11,8 x 16,5 cm (19,5 x 26,3 cm). 250 € Kleine Zusammenkunft skurriler Fische unter Wasser. Prachtvoller, gratiger Druck mit breitem Rand, links mit dem Schöpfrand.
8113 50
8114 Vier junge Männer am Strand Kaltnadel in Grün auf Bütten. 1953. 24,4 x 29,3 cm (31 x 40 cm). Signiert „Maetzel“ und datiert. 300 € Eine harmonisch-unbeschwerte sommerliche Strandszene vier junger, nackter bzw. bekleideter Männer. Prachtvoller, gratiger Druck mit schönem Plattenton und breitem Rand, unten mit dem Schöpfrand.
8114
marasco, antonio (1896 Nicastro - 1975 Florenz)
8115 „Pilota Guido Keller“ Graphit auf gelblichem Velin. 1923. 33 x 26,3 cm. Unten mittig mit Graphit signiert „Marasco“ und datiert, links (von fremder Hand?) mit Bleistift betitelt. 600 € Um den Piloten, Anarchisten und Jagdflieger Guido Keller, Aktionssekretär D‘Annunzios, ranken sich zahlreiche Anekdoten. Üblicherweise flog er im grauen Pyjama unter dem Fliegermantel, einen Fez statt des Helms auf dem Kopf, und er bewegte sich auf dem Kasernengelände nackt, mit einem gezähmten Adler auf der Schulter. Nach einem Aufenthalt in der Sowjetunion zurück in Florenz, traf Marasco dort Umberto Boccioni, verkehrte mit Balla und Bragaglia und gründete 1932 die „Futuristischen Initiativengruppen“, nun unabhängig von den Aktivitäten der Marinetti-Bewegung. Provenienz: Casa d’Aste Arcadia, Rom, Auktion 22.05.2019, Lot 412 Sammlung Henning Lohner, Berlin Ausstellung: Benedetto + Futurismo, Palazzo Vitari, Rende, 2004 (Kat.-Abb. S. 70)
8115
51
marcks, gerhard
(1889 Berlin - 1981 Burgbrohl/Eifel)
8116 Weiblicher Rückenakt Pinsel in Schwarz auf Velin. 1946. 44,2 x 28,4 cm. Unten rechts mit Bleistift signiert „Gerhard Marcks“, datiert und gewidmet „Die herzlichsten Glückwünsche zum 60ten Lebensjahr! vom alten Weggenossen und Bauhäusler“. 300 € Statischer weiblicher Rückenakt, die Körperformen in sicherem, reduziertem Pinselstrich erfasst.
8116
8117 Vögel Holzschnitt auf hauchdünnem Japan. 1921. 10,6 x 15,8 cm (14 x 20,5 cm). Mit dem Künstlersignet „GM“ (ligiert) und datiert. Nicht bei Lammek. 400 €
8117
52
Das einzige bekannte Exemplar in einem prachtvollen, tiefschwarzen Handabzug, wohl mit dem vollen Rand. Es lässt sich kein weiteres Exemplar in den letzten 40 Jahren auf Auktionen nachweisen. In äußerst sensibler, feiner Linienführung zeichnet sich das zarte Motiv auffliegender Vögel vor der Sonne und einer Art Regenbogen ab. Marcks spielt hier im Holzschnitt intensiv mit der unterschiedlichen Druckart von positiv und negativ. In seinem druckgraphischen Werk finden sich mehrfach Motive von Vögeln, u.a. in „Der Vogelschütze“ oder „Dachstückchen“ (Lammek H 10 u. 22), jedoch ist das vorliegende Blatt nicht bei Lammek verzeichnet und war ihm wohl unbekannt geblieben.
8118 Kuhhirte Holzschnitt auf hauchdünnem Japan. 1921. 11,2 x 7,9 cm (16,7 x 13 cm). Signiert „G Marcks“, unten rechts bezeichnet „5“. Lammek H 9 I (von II). 400 € Eindrucksvoller, früher Holzschnitt von Gerhard Marcks, entstanden während seiner Zeit am Staatlichen Bauhaus Weimar, als er die Töpferwerkstatt in Dornburg leitete. Zu diesem Motiv existiert eine fast werkgetreue seitenverkehrte Umrissskizze in der Gerhard Marcks Stiftung, Bremen (Inv.-Nr. St. 71/660, Bleistift 11,6 x 12,3 cm). Prachtvoller, tiefschwarzer Handdruck mit breitem unregelmäßigen Rand. Extrem selten, in den letzten 40 Jahren findet sich kein weiteres Exemplar auf internationalen Auktionen.
8118
8119 Der Vogelschütze Holzschnitt auf hauchdünnem Japanbütten. 1921. 15,4 x 10,5 cm (21,4 x 15,6 cm). Mit dem Künstlersignet „GM“ (ligiert) und datiert. Lammek H 10. 400 € „1920 An Julia Feininger: Es schoß der wilde Hans sich eine weiße Gans - die Gans fiel kunterbunter - herunter!“ (Lammek S. 34). Dies notierte Gerhard Marcks 1974 zu dem frühen Holzschnitt „Der Vogelschütze“ von 1921 an Johannes von Geymüller. Prachtvoller, transparenter Handdruck mit Rand. Äußerst selten, es lässt sich nur ein Exemplar in den letzten 40 Jahren auf Auktionen nachweisen.
8119
53
8120 Gänse I (Junge Gänse) Holzschnitt auf hauchdünnem Japan. 1921. 19,8 x 28,2 cm (27,7 x 35,9 cm). Lammek H 13 (spiegelverkehrt). 500 € Das Motiv der Gans findet sich in den 1920er Jahren erneut in Marcks‘ Holzschnitt „Die Gänse“, 1922 (Lammek H 58) sowie „Gänse“, 1923 (Lammek H 108). Unser frühes Blatt ist seitenverkehrt zur Abbildung im Werkverzeichnis auf Unterlage montiert und zeichnet sich durch eindrucksvolle, kräftige Hell-Dunkel-Kontraste aus. Prachtvoller, tiefschwarzer Handdruck, wohl mit breitem Rand. Äußerst selten, es lässt sich nur ein Exemplar des vergleichbaren Holzschnittes „Gänse II“ (Lammek H 14) in den letzten 40 Jahren auf Auktionen nachweisen.
8120
8121 Die Krauthexe Holzschnitt auf genarbtem Bütten. 1923/75. 22 x 16,7 cm (29,4 x 23 cm). Signiert „G Marcks“ und datiert. Lammek H 103. 300 € Prachtvoller späterer Druck von 1975 mit dem bei Lammek beschriebenen horizontalen Riss in der Stockmitte, mit Rand.
8121
8122 Segelschiffe Lithographie auf grauem strukturierten Montgolfier-Velin. 1977. 26,5 x 40,2 cm (39,7 x 50,1 cm). Signiert „G Marcks“. Auflage 30 num. Ex. Lammek L 182. 300 € Ausgezeichneter Druck mit dem vollen Rand.
8122 54
8123 Europa auf dem Stier Bronzerelief mit silber changierender Patina. 1954. 16,3 x 18,5 cm. Unten rechts mit dem Künstlersignet sowie verso mit dem Gießerstempel „Buderus“. Busch/Rudloff 619a. 300 € Prachtvoller Guss dieser flachen Wandplakette mit schönem Relief.
8123
marcus, eva maria (1889 Tilsit - 1970 Berlin)
8124 Landschaft mit Häusern Öl auf Malpappe. Ca. 23,5 x 28,5 cm. Unten rechts mit Pinsel in Schwarz signiert „EVA M. MARCUS“. 600 € Mosaikartig setzt die Künstlerin die harmonisch abgestimmten, pastosen Farben aneinander. Marcus, die an der Unterrichtsanstalt des Kunstgewerbemuseums Berlin gemeinsam mit Hannah Höch und Georg Grosz bei Emil Orlik studierte, war Mitglied des Vereins der Berliner Künstlerinnen. Aufgrund ihrer jüdischen Abstammung wurde sie zur Zeit der NS-Diktatur ausgeschlossen und erhielt ein Arbeitsverbot.
8124
masjutin, wassili nikolajewitsch (1884 Riga - 1955 Berlin)
8125 Köpfe 4 Bl. Aquarell, Farbstift, Feder in Schwarz und Bleistift auf Skizzenblockpapier. Bis 24 x 16 cm. 2 Bl. kyrillisch signiert, 1 Bl. monogrammiert „W“. 250 € Humorvolle karikierende Skizzen verschiedener Charakterköpfe und Typen.
8125
55
8126 Märchenbildnisse 4 Bl. Aquarell, Feder in Schwarz, teils in Rot, bzw. Pastell auf Skizzenblockpapier. Bis 15 x 18 cm. Alle mit Feder in Schwarz bzw. mit Bleistift signiert, teils kyrillisch, und bezeichnet. 350 € Phantasievolle kleinformatige Zeichnung einer Märchenszene und drei sensible Bildnisse von theatralischer Anmutung.
8126
meidner, ludwig
(1884 Bernstadt - 1966 Darmstadt)
8127 Frau Eugen Klöpfer Kaltnadel auf Velin. Um 1919/20. 17,5 x 12,7 cm (31,5 x 25 cm). Signiert „Meidner“. Nicht bei Flammann. 300 € Der Schauspieler Eugen Klöpfer ließ sich 1919 von Meidner portraitieren (Flammann 54). Ganz prachtvoller, tiefdunkler und gratiger Druck mit breitem Rand, rechts mit dem Schöpfrand.
8127
56
8128 Portrait eines Schauspielers (Eugen Klöpfer III) Radierung mit Aquatinta auf Bütten. 1922. 26,3 x 20,5 cm (38,3 x 29,3 cm). Signiert „Meidner“. Auflage 50 num. Ex. Wohl Flammann 153 oder 154. 400 € Ausdrucksstarkes, markantes Portrait des Schauspielers, der 1918 nach Berlin kam und später Mitglied des Deutschen Theaters im Ensemble von Max Reinhardt wurde. Prachtvoller, kräftiger Druck mit dem vollen Rand, unten und links mit dem Schöpfrand. Selten.
8128
mense, carlo
(1886 Rheine - 1965 Königswinter)
8129 Die Stigmatisation des Hl. Franziskus Lithographie auf Bütten. 1921/22. 38 x 23 cm (52 x 37,8 cm). Signiert „C. Mense“. Söhn HdO 105-9. 300 € Erschienen als Blatt 9 der V. Bauhausmappe: Bauhaus Drucke. Neue europäische Graphik. Deutsche Künstler, Verlag Müller & Co., Potsdam 1923. Aus einer Gesamtauflage von 110 Exemplaren, gedruckt von der Druckerei des Staatlichen Bauhauses Weimar, mit dem Blindstempel unten links (Lugt 2558 b). Prachtvoller Druck mit dem vollen Rand, links mit dem Schöpfrand.
8129
57
molzahn, johannes (1892 Duisburg - 1965 München)
8130 Komposition (Opus XXXIII) Holzschnitt auf Velin. 1921. 27,5 x 15,3 cm (38,5 x 28 cm). Signiert „Johs. Molzahn“ und datiert. Salzmann 36, Söhn HdO 101-10. 800 € Erschienen als Blatt 10 der III. Bauhausmappe: Bauhaus Drucke. Neue europäische Graphik. Deutsche Künstler, Verlag Müller & Co., Potsdam 1922, mit dem Blindstempel des Bauhaus Weimar (Lugt 2558b). Die Gesamtauflage betrug 110 Exemplare. Prachtvoller Druck mit dem vollen Rand, unten mit dem Schöpfrand.
8130
8131 Fabel-Tier; Geometrische Komposition 2 Bl. Holzschnitt auf Japanbütten. 1921/1976. 28,5 x 34 bzw. 28 x 34 cm (62 x 46 bzw. 64 x 48 cm). Jeweils verso mit dem Nachlaßstempel. Griffelkunst 202 A2. 300 € Posthume Abzüge, herausgegeben von der GriffelkunstVereinigung, Hamburg. Prachtvolle Drucke mit Rand.
8131
58
moser, koloman (1868-1918, Wien)
8132 Alpenlandschaft (Kompositionsstudie) Feder in Schwarz auf Skizzenblockpapier. 1912. 16,8 x 20 cm. Oben links mit dem Nachlaßstempel, oben rechts mit Bleistift datiert, dort zudem mit Federannotationen. 800 € Vorstudie einer Hochgebirgslandschaft, deren Quadrierung ebenso wie die eigenhändigen Berechnungen im Oberrand darauf schließen lassen, dass Moser eine Umsetzung der Komposition in größerem Format geplant oder ausgeführt hat. Provenienz: Sammlung Henning Lohner, Berlin
8132
muche, georg
(1895 Querfurt - 1987 Lindau)
8133 Tierkopf (auch: Widder) Radierung auf Kupferdruckkarton. 1921. 15 x 10,2 cm (29,8 x 20 cm). Signiert „GMuche“. Schiller 12, Söhn HdO 101-9. 800 € Erschienen als Blatt 9 der I. Bauhausmappe: Bauhaus Drucke. Neue europäische Graphik. Deutsche Künstler, Verlag Müller & Co., Potsdam 1922, mit dem Blindstempel des Bauhaus Weimar (Lugt 2558b). Die Gesamtauflage betrug 110 Exemplare. Prachtvoller Druck mit feinem Plattenton und dem vollen Rand.
8133
59
8134 Ohne Titel (Hand auf Herz) Radierung auf Kupferdruckkarton. 1921. 14,9 x 13,5 cm (29,9 x 20 cm). Signiert „GMuche“. Schiller 13, Söhn HdO 101-10. 600 € Erschienen als Blatt 10 der I. Bauhausmappe: Bauhaus Drucke. Neue europäische Graphik. Deutsche Künstler, Verlag Müller & Co., Potsdam 1922, mit dem Blindstempel des Bauhaus Weimar (Lugt 2558b). Die Gesamtauflage betrug 110 Exemplare. Prachtvoller Druck mit deutlich zeichnender Plattenkante und dem vollen Rand.
8134
müller, richard
(1874 Tschirnitz/Böhmen - 1954 Dresden)
8135 Die Stärkere Radierung in Schwarzbraun auf festem Velin. 1918. 18,7 x 26,7 cm (30 x 50 cm). Signiert „Rich. Müller“. Auflage 165 num. Ex. Günther 91. 400 € Bei der Darstellung handelt es sich vermutlich um eine Travestie der Sage vom Raub der Europa durch Zeus in Gestalt eines Stieres. Prachtvoller, nuancenreicher Druck mit zartem, ebenmäßigem Plattenton und breitem Rand. 8135
60
8136 Bogenschütze IV Kaltnadel in Schwarzbraun auf Similijapan. 1920. 41,8 x 60,4 cm (52,2 x 74,2 cm). Verso mit dem Nachlaßstempel „Rich. Müller“. Auflage 90 Ex. Guenther 102, Wodarz G 109 III oder IV (von IV). 200 € Mit den Trockenstempeln „Originalradierung“ und „Prof. Richard Müller, Dresden“. Ganz ausgezeichneter, präziser und nuancenreicher Druck mit leichtem Plattenton und dem vollen Rand.
8136
nauen, heinrich
(1880 Krefeld - 1940 Kalkar)
8137 Park am Morgen Radierung auf festem Velin. 1919. 31,8 x 24 cm (41 x 31,2 cm). Signiert „H. Nauen“. Söhn HdO 72705-8. 300 € Eines von insgesamt 125 Exemplaren, erschienen als Blatt 8 in „Die Schaffenden“, II. Jahrgang, 1. Mappe, 1920, mit dem Trockenstempel unten links. Prachtvoller, gratiger und in den Schwärzen kräftiger Druck mit dem vollen Rand.
8137
61
8138 Zwei Badende Kaltnadel auf handgeschöpftem Velin. 1920. 18,5 x 26 cm (25 x 31,4 cm). Signiert „H. Nauen“. 500 € Verso am unteren rechten Rand mit dem Stempel „Mit Genehmigung der Galerien Flechtheim und Gurlitt“. Prachtvoller, teils schön gratiger Druck mit subtilem Plattenton und breitem Rand, links und oben mit dem Schöpfrand.
8138
oppler, ernst
(1867 Hannover - 1929 Berlin)
8139 Anna Pawlowa, sterbender Schwan 3 Bl. Radierungen mit Kaltnadel und Roulette auf Bütten. Nach 1909. Bis 27 x 21,5 cm. Alle signiert „Ernst Oppler“. Katalog Pels-Leusden 1977, Nr. 90 und 91, Schaefer I 2. 500 € Prachtvolle, tiefschwarze und samtige Drucke mit Rand.
8139
orlik, emil
(1870 Prag - 1932 Berlin)
8140 Abend in Fukagawa, Tokio (Am Abend) Farblithographie auf Similijapan. 1900. 23,3 x 36,5 cm (29 x 44 cm). Signiert „Emil Orlik“ und datiert sowie mit dem Stempel der Druckerei Koshiba, Tokio. Voss-Andreae L 82. 400 € In der Druckerei Koshiba wurden nachweislich zehn Lithographien Orliks gedruckt, Kubawara vermutet jedoch insgesamt zwölf Lithographien, die für die Folge „Aus Tokio“ geplant, doch nicht realisiert wurden. Ausgezeichneter Druck mit Rand. 8140 62
8141 Bei Enoshima Radierung auf Bütten. 1901. 9,5 x 13,4 cm (16,9 x 22,4 cm). Signiert „Orlik“. Voss-Andreae R 117. 400 € Voss-Andreae notiert Drucke in Schwarz außerhalb der 1904 erschienenen Mappe „Aus Japan“, die Emil Orlik seinem Freund, dem Kunsthistoriker Max Lehrs, widmete und die insgesamt sechs Farblithographien und neun Farbradierungen beinhaltete, darunter als Blatt 14 die vorliegende Radierung in einer farbigen Version. Prachtvoller Druck mit dem wohl vollen Rand.
8141
8142 Geisha Kirschblüte (Sitzende Geisha I) Radierung, Vernis mou und Roulette auf Velin. 1921. 14,8 x 11 cm (23,3 x 18 cm). Signiert „Orlik“. Auflage 100 num. Ex. Voss-Andreae R 445. 400 € Die Galerie Glöckner datierte das Blatt noch auf 1901, das Jahr von Orliks Japanreise, Voss-Andreae korrigierte die Datierung auf 1921. Prachtvoller Druck mit dem vollen Rand.
8142
63
pankok, otto
(1893 Mülheim a. d. Ruhr - 1966 Wesel)
8143 Sitzender Mann Holzschnitt auf hauchdünnem Japanbütten. 1942. 36,4 x 26,3 cm (45 x 31,4 cm). Signiert „Otto Pankok“. Zimmermann WH 130. 500 € Äußerst selten, Zimmermann erwähnt lediglich sieben Abzüge dieses Motivs. In seinem Werkverzeichnis wird das Blatt mit „Sitzender Jude“ betitelt. Unser Exemplar in einem teils kräftigen, teils etwas trockenen und dadurch fein differenzierten Abzug mit Rand, rechts mit dem Schöpfrand.
8143
8144 Selbst mit Mütze Holzschnitt auf Chinabütten. 1944. Ca. 29,8 x 36,6 cm (33,8 x 46 cm). Signiert „Otto Pankok“. Zimmermann WH 179 A. 500 € Von großer Seltenheit. Zimmermann listet lediglich zwei Exemplare dieses Zustandes auf. Offensichtlich hat Pankok den Holzstock danach verändert und den Ausschnitt des Kopfes ohne Schulterpartie und Rahmung in einem zweiten Zustand (Zimmermann WH 179 B) hochformatig, in einer Auflage von 15 Abzügen, gedruckt. Unser Exemplar in einem prachtvollen, fein nuancierten Druck, die Holzstege in der Weißfläche belebend mitdruckend, mit dem wohl vollen Rand.
8144
64
pechstein, hermann max
(1881 Zwickau - 1955 Berlin)
8145 Mutter und Kind Radierung mit Kaltnadel und Pinselätzung auf festem Büttenkarton. 1927. 25,1 x 18 cm (45,3 x 30,9 cm). Signiert „HMPechstein“ und datiert. Auflage 70 num. Ex. Krüger R 160 III B. 300 € Einer von 70 Abzügen der Ausgabe B neben weiteren 30 Exemplaren der Ausgabe A auf handgeschöpftem Japan. Erschienen im Verlag der Künstlerselbsthilfe, gedruckt auf der Handpresse von A. Ruckenbrod unter Aufsicht des Künstlers. Ausgezeichneter Druck mit Stempelglanz und deutlich zeichnender Plattenkante, mit dem vollen Schöpfrand.
8145
8146 Wartende Farblithographie auf Velin. 1946. 44,1 x 25,4 cm (50 x 35,5 cm). Signiert „HMPechstein“. Krüger L 413. 400 € Ohne den rückseitigen Stempel des Graphik-Verlages Dr. Heinrich Mock. Prachtvoller Druck in Ocker und Schwarz mit kleinem, wenngleich wohl dem vollen Rand.
8146
65
picabia, francis
(1879-1953, Paris)
8147 Machine cubiste Kaltnadel auf Velin. 1907. 17,9 x 12,8 cm (25,3 x 20 cm). Auflage 435 Ex. 300 € Aus der Mappe „Du Cubisme“, entstanden unter Mitarbeit von Albert Gleizes und Jean Metzinger, erschienen bei der Compagnie Française des Arts Graphiques, Paris 1947, mit der typographischen Bezeichnung verso. Ausgezeichneter Druck mit dem wohl vollen Rand, unten und rechts mit dem Schöpfrand.
8147
planck, willy
(1870 Stuttgart - 1956 Herrenberg)
8148 Cellospieler Öl auf Preßspan. Wohl 1945. 50 x 27,5 cm. Unten rechts mit Pinsel in Schwarz signiert „Planck“ und schwer leserlich datiert. 300 € Willy Planck wurde als Buchillustrator Anfang des 20. Jahrhunderts, insbesondere durch die Karl May-Bände, bekannt. Seine Figurengemälde und Landschaften hielt er in postimpressionistischem Stil. 8148
66
poelzig, hans
(1869-1936, Berlin)
8149 Bögen, Großes Schauspielhaus Berlin Kohle auf dünnem Skizzenpapier. Um 1919. 25,5 x 31,7 cm. 400 € Poelzigs Idee für den Umbau des Schauspielhauses: die Bogenform, das Grundelement seiner ganz eigenen Formensprache, mit dem er architektonische Formmassen im Geiste in eine schwingende Bewegung setzt. Im Auftrag Max Reinhardts entstand dieses expressionistische Bauprojekt von herausragender Bedeutung. Wie ein erfundener, phantastischer Wald reihen sich hier die Schwünge aneinander. Verso Farbabrieb einer weiteren Zeichnung zum Großen Schauspielhaus. Provenienz: Nachlass Hans Poelzig Bassenge, Berlin, Auktion 103, 30.05.2014 Sammlung Henning Lohner, Berlin
8149
8150 Der Golem - Wie er in die Welt kam Kohle auf dünnem Skizzenpapier. 1920. 32,5 x 25,5 cm. 600 € Die legendäre, magisch belebte Lehmfigur, dazu die Idee einer anthropomorphen Architektur: Ein mittelalterliches Ghetto mit Variationen und verschiedensten Verdrehungen des gotischen Bogens entwirft Poelzig für Paul Wegeners Klassiker „Der Golem“ (1920). Dafür erspürt er in seiner Zeichnung den Filmbau, lässt organische Formen wuchern und geduckte Figuren wie verformte Spitzbögen aufsteigen. Die Grenze zwischen Mensch und Architektur verschwimmt, Bau- und Körperformen spiegeln sich ineinander und werden für Poelzigs Filmvision zu Ausdrucksträgern einer tiefen Spiritualität. Provenienz: Nachlass Hans Poelzig Bassenge, Berlin, Auktion 103, 30.05.2014, Lot 6850 Sammlung Henning Lohner, Berlin
8150
67
8151 Sommernachtstraum, Bühnenentwurf Farbige Kreiden auf grauem Velin. 1926. 34,5 x 24,5 cm. Verso mit Kreide in Blau bezeichnet „Nr. 4“. 600 € Farbe und Licht fließen ineinander, es entsteht ein dynamischer, wirbelnder Stimmungsraum anstelle einer konkreten Bühnenarchitektur. Welche ausgesprochene Musikalität Poelzigs architektonisches und zeichnerisches Schaffen durchdrang, spiegelt sich in dieser Zeichnung in besonderem Maße. Immer wieder bezeichnet er Architektur als „gefrorene Musik“: „Die Musik ist die am wenigsten erdgebundene Kunst, die Architektur die gebundenste. Aber da sie von allen bildenden Künsten die abstrakteste ist, kann sie die reinsten und gleichzeitig mystischsten Klänge geben und kann sie die Materie zu reinsten Form verklären.“ (zit. nach Julius Posener, Hans Poelzig. Gesammelte Schriften und Werke, Berlin 1970, S. 177). Provenienz: Nachlass Hans Poelzig Bassenge, Berlin, Auktion 103, 30.05.2014, Lot 6901 Sammlung Henning Lohner, Berlin
8151
8152 Sommernachtstraum, Bühne mit Figuren Farbige Kreiden auf grauem Velin. 1926. 29,3 x 24,5 cm. Verso mit Kreide in Blau bezeichnet „Nr. 8“. 600 € Irrlichternd und ganz der Stimmung des Sommernachtstraums entsprechend, schimmern schemenhaft Figuren und Gesichter aus den Farbwirbeln heraus, aus dem Charos der wirbelnden Farben erwächst eine bildhafte Vorstellung. Zum Sommernachtstraum liefert der Künstler nicht nur Bühnenbildentwürfe, sondern dramaturgische und choreographische Ideen. Literatur: Hambrock S. 94, Farbabb. 37 Provenienz: Nachlass Hans Poelzig Bassenge, Berlin, Auktion 103, 30.05.2014, Lot 6904 Sammlung Henning Lohner, Berlin
8152
68
prampolini, enrico
(1894 Modena - 1956 Rom)
8153 Figur in Bewegung Lithographie auf Velin. 1922. 24,5 x 11,7 cm (46 x 30 cm). Signiert „Enrico Prampolini“ und datiert. Söhn HdO 104-10. 700 €
Erschienen als Blatt 10 der IV. Bauhausmappe: Bauhaus Drucke. Neue europäische Graphik. Italienische und russische Künstler, Verlag Müller & Co., Potsdam 1923. Aus einer Gesamtauflage von 110 Exemplaren, gedruckt von der Druckerei des Staatlichen Bauhauses Weimar, mit dem Blindstempel unten links (Lugt 2558 b). Prachtvoller Druck mit dem vollen Rand.
8153
purrmann, hans
(1880 Speyer - 1966 Basel)
8154 Drei badende Frauen Kaltnadel auf Kupferdruckkarton. 1920. 19,8 x 24,8 cm (28,5 x 33,8 cm). Signiert „H. Purrmann“. Heilmann 83. 400 € Erschienen in einer Gesamtauflage von 175 teils numerierten Exemplaren. Gedruckt für die 3. Jahresgabe des Kreises Graphischer Künstler und Sammler, Verlag Beyer, Leipzig 1923. Eines der Hauptblätter Purrmanns in einem prachtvollen, kräftigen Abzug mit Rand.
8154
69
renoir, pierre-auguste
(1841 Limoges - 1919 Cagnes)
8155 Le chapeau épinglé (La fille de Berthe Morisot et sa cousine) 3e planche Radierung auf Bütten. 1894/1921. 11,5 x 8 cm (33 x 25,2 cm). Delteil 8 II. 300 € Der finale Zustand in einem posthumen Abzug von 1921 mit der radierten Signatur in der Platte. Ausgezeichneter Druck mit zartem Plattenton und dem wohl vollen Rand.
8155
8156 Claude Renoir, la tête baissée Lithographie auf Velin. 1904. 19,5 x 18,8 cm (32,8 x 25 cm). Delteil 29 II. 600 € Exemplar des zweiten Zustandes, nach einigen Überarbeitungen und mit der gestempelten Signatur. Erschienen im „Album des Douze Lithographies originales“. Ausgezeichneter Druck mit dem wohl vollen Rand, rechts mit dem Schöpfrand. Beigegeben: Eine Radierung von Edgar Degas, „Loges d‘Actrices“, um 1875 (Delteil 28.6, Abzug von der gestrichenen Platte, 1959).
8156
70
8157 Claude Renoir, tourné à gauche; Etude de femme nue, assise 2 Bl. Lithographien auf Velin. 1904. 12,8 x 11,8 bzw. 19 x 16,3 cm (ca. 32,8 x 25 cm). Delteil 40; 42. 600 € Beide erschienen in: „Album des Douze Lithographies originales“, mit der gestempelten Signatur. Die Auflage betrug 950 Exemplare. Ausgezeichnete Drucke mit dem vollen Rand.
8157
rudolph, wilhelm
(1889 Chemnitz - 1982 Dresden)
8158 Wurzelmann Holzschnitt auf Bütten. Ca. 1920-1930. 46,3 x 24 cm (53,3 x 34 cm). Signiert „Wilhelm Rudolph“ und bezeichnet „Handdruck“. 400 € Prachtvoller, klarer Druck, die Holzmaserung wunderbar mitdruckend, mit Rand.
8158 71
scharff, edwin
(1887 Neu-Ulm - 1955 Hamburg)
8159 Figur Lithographie auf Velin. 1921. 23,2 x 17,5 cm (46 x 29,7 cm). Mit dem Künstlersignet „ES“. Söhn HdO 105-12. 200 € Erschienen als Blatt 12 der V. Bauhausmappe: Bauhaus Drucke. Neue europäische Graphik. Deutsche Künstler, Verlag Müller & Co., Potsdam 1923. Aus einer Gesamtauflage von 110 Exemplaren, gedruckt von der Druckerei des Staatlichen Bauhauses Weimar, mit dem Blindstempel unten links (Lugt 2558 b). Prachtvoller Druck mit dem vollen Rand.
8159
schilling, bertha
(1870 Arnsberg - 1953 Fischerhude)
8160 Alte Scheune am Wasser (Alte Scheune von Wilkens) Öl auf Leinwand. Wohl um 1916. 69 x 80 cm. Unten links mit Pinsel in Hellgrün signiert „Bertha Schilling“, auf der Spannrahmenrückseite mit Kreide in Rot (unleserlich) bezeichnet, auf altem Ausstellungsetikett betitelt und mit Fragment der Künstleradresse. 800 €
8160
72
In frühlingshaft leuchtender Palette und lebhaftem, pastosem Duktus erfasst die Künstlerin die idyllische Szenerie mit akzentuierten Spiegelungen im Wasser des Bachlaufs in oder bei Fischerhude. Schilling, ausgebildet an der Berliner Malerinnenschule von Hans Baluschek, lernte bei George Mosson das Arbeiten vor der Natur, das sie stets beibehielt. Bald nach dem umstrittenen Ankauf eines Gemäldes (Mohnblumenfeld) des von ihr verehrten van Gogh durch die Bremer Kunsthalle ließ sie sich 1911 als erste Malerin in Fischerhude nieder. In der Abgeschiedenheit des Dörfchens an der Wümme, zwischen Heide, Moor und Wasser, entstanden farbenfroh leuchtende Landschaftsgemälde. Provenienz: Privatbesitz Norddeutschland
schlichting, waldemar
(1896-1970, Berlin)
8161 Düne an der Ostsee Öl auf Leinwand. 100 x 70 cm. Unten links mit Pinsel in Braun signiert „Waldemar Schlichting.“. 500 € Typischer Blick Schlichtings von den Dünen auf das ruhige offene Meer, getaucht in ein sanft rosafarbenes Abendlicht. Provenienz: Privatbesitz Berlin
8161
schreyer, lothar
(1886 Berlin - 1966 Hamburg)
8162 Farbform 2 aus Bühnenwerk „Kindersterben“ Kolorierte Lithographie auf halbtransparentem Velin. 1922. 29,3 x 17,2 cm (45 x 30 cm). Signiert „Lothar Schreyer“ und datiert. Söhn HdO 101-14. 800 € Erschienen als Blatt 14 der I. Bauhausmappe: Bauhaus Drucke. Neue europäische Graphik. Deutsche Künstler, Verlag Müller & Co., Potsdam 1922, mit dem Blindstempel des Bauhaus Weimar (Lugt 2558b). Die Gesamtauflage betrug 110 Exemplare. Prachtvoller Druck mit intensiver Kolorierung und breitem Rand.
8162
73
8163 Farbform 6 aus Bühnenwerk „Kindersterben“ Kolorierte Lithographie auf halbtransparentem Velin. 1922. 22,7 x 16,8 cm (45 x 30 cm). Signiert „Lothar Schreyer“ und datiert. Söhn HdO 101-13. 600 € Erschienen als Blatt 13 der I. Bauhausmappe: Bauhaus Drucke. Neue europäische Graphik. Deutsche Künstler, Verlag Müller & Co., Potsdam 1922, mit dem Blindstempel des Bauhaus Weimar (Lugt 2558b). Die Gesamtauflage betrug 110 Exemplare. Prachtvoller Druck mit lebendiger Kolorierung und dem vollen Rand.
8163
slevogt, max
(1868 Landshut - 1932 Neukastell)
8164 Morgenlied Feder in Braun auf dünnem Bütten. 14 x 20,3 cm. Unten rechts monogrammiert „M.S.“. 300 € Flott ausgeführte kleine Zeichnung, als Vorskizze der Illustration zum Gedicht „Morgenlied“. Beigegeben: Eine signierte Graphik von Willy Jaeckel, „Paolo und Francesca“, ca. 1923.
8164 74
8165 Acht Blatt Druckgraphik 4 Lithographien (1 farbig) und 4 Radierungen. 1910-23. Bis 51 x 33 cm (Blattgröße). Alle signiert „Slevogt“. 500 € Dabei die Blätter „Penthesilea“ (Sievers/Waldmann 13), „Notentitel Mephisto“ (Sievers/Waldmann 32), „Harry Hurry und Wildtöter erblicken den Flimmersee“ (Sievers/Waldmann 96), „Unkas springt herab um Cora zu retten“ (Sievers/Waldmann 208), „Don Quixote und die Zauberflöte“ (Sievers/Waldmann 476), „Abenteuer“ (Söhn 571) sowie 2 Bl. nicht bei Sievers/Waldmann.
8165
8166 D‘Andrade als Don Giovanni Radierung auf leicht strukturiertem Velin. Um 1912. 31,6 x 24,1 cm (52,8 x 34,4 cm). Signiert „Slevogt“. Nicht bei Imiela/Waldmann. 400 € Unten rechts mit der gestochenen Schrift. Prachtvoller, kräftiger Druck mit deutlich zeichnender Facette und mit Rand. Beigegeben: Sechs Blatt signierte Gebrauchsgraphik des Künstlers (u.a. Söhn 028 und 329). Provenienz: Ehemals Sammlung Heinrich Stinnes (unten links mit dessen Sammlerstempel in Rot, Lugt 1376a)
8166 75
spiro, eugen
(1874 Breslau - 1972 New York)
8167 Herrenportrait Kohle auf Progress-Velin. 1923. 49,7 x 38,7 cm. Unten rechts mit Bleistift signiert „Eugen Spiro“ und datiert. Nicht bei Abercron. 350 € Typisches, frühes Herrenbildnis des bedeutenden Portraitisten. Provenienz: Geschenk des Künstlers (an die Vorbesitzer) Privatbesitz Berlin
8167
springer, ferdinand
(1907 Berlin - 1998 Grasse)
8168 Ohne Titel Aquarell und Feder in Braun auf festem Velin. Um 1940-48. 6,6 x 4,6 cm. Unten links mit Feder in Weiß signiert „Springer“. Springer WVZ online I-45 b. 300 €
8168
76
Miniaturhafte, abstrakte Komposition, die im Format und in der linearen Reduktion charakteristisch ist für Springers Zeichnungen der frühen 1940er Jahre und seine Stilwende dieser Zeit. Bereits um 1940 gehörte er in Grasse mit Hans Arp, Sophie Taeuber-Arp, Alberto Magnelli, Sonia Delaunay und François Stahly zur „Groupe de Grasse“. Dort entstanden während des Krieges, vor seiner Flucht in die Schweiz und in der unmittelbaren Nachkriegszeit kleinformatige Arbeiten auf Papier, die „Hefte“ oder „Tagebücher“. Das kleine Format war bedingt durch den Materialmangel in der Kriegs- und Nachkriegszeit.Das Werkverzeichnis (ferdinand-springer.com) wurde online eingesehen am 01.07.2024. Provenienz: Sammlung Henning Lohner, Berlin
steinitz, käte
(1889 Beuthen/Oberschlesien - 1975 Los Angeles)
8169 „Olivera Street“ Aquarell, Gouache und Deckweiß über Bleistift auf Malpappe. 1942. 19,5 x 18,4 cm. Unten links mit Bleistift signiert „Käte Steinitz“, datiert und betitelt, unten rechts gewidmet und später nochmals datiert. 400 € Mit expressiven Linien vereinfachte, dunkel konturierte Szene, entstanden nach Steinitz‘ Emigration. In Hannover, wo Steinitz an der Dada-Bewegung teilnahm, veröffentlichte sie in den 1920er Jahren avantgardistische typographische Schriften, u.a. gemeinsam mit Kurt Schwitters. Zu ihren Freunden zählten dort El Lissitzky, Mary Wigman und Herwarth Walden, Raoul Hausmann, László Moholy-Nagy, Ludwig Hilberseimer und Theodor Lessing. Die Künstlerin mit jüdischen Wurzeln machte sich, von den Nationalsozialisten verfemt, nach ihrer Emigration in die USA im Jahr 1936 dort einen Namen. Provenienz: Hauswedell & Nolte, Hamburg, Auktion 312, 08./09.06.1995, Lot 628 Privatbesitz Hessen 8169
sterl, robert hermann
(1867 Großdoberitz - 1932 Naundorf)
8170 Reiter in der Mongolei Gouache und farbige Kreiden auf grauem Velin. 24,2 x 33 cm. Unten links mit Bleistift monogrammiert „R.St.“. 600 € Zwischen 1908 und 1914 unternahm Sterl drei Russlandreisen, während derer zahlreiche Zeichnungen entstanden. Hier erschlossen sich dem Künstler mit der Weite der Landschaft und dem Vielvölkergemisch ganz neue Themenbereiche.
8170
8171 „Sonntag 15. April“ Gouache auf festem Velin. 19,6 x 30,2 cm. Unten rechts mit Bleistift signiert „ROB. STERL“ und betitelt, verso mit dem Nachlaßstempel, dort bezeichnet „B 434“ (gestempelt). 500 € Baumlos und menschenleer liegt das Feld und die weite Hügellandschaft unter bewegtem Himmel. Sanfte, harmonische Blau-, Grün- und Gelbtöne dominieren die locker gezeichnete Darstellung.
8171 77
8172 „Zopfzeit“ Bleistift auf Skizzenblockpapier. 29,5 x 23 cm. Unten links mit Kohlestift signiert „Robert Sterl“, verso mit Feder in Schwarz nochmals signiert, betitelt und bezeichnet „No. 9“ sowie „Illustrationszeichnung“ und mit dem Nachlaßstempel, dort bezeichnet „B 305“ (gestempelt). 450 € Dichter und Denker in verschiedenen Posen, gekleidet im klassizistisch und vom Rokoko geprägten „Zopfstil“ des ausgehenden 18. Jahrhunderts, zeichnet Sterl mit flüssigem Strich und großer Sicherheit.
8172
8173 „Brahms letzte 4. Sinfonie (e-moll)“ 2 Bl. Bleistift auf Skizzenblockpapier. 1910. Ca. 16 x 10 bzw. 10 x 16 cm. Beide mit Bleistift unten rechts bzw. links signiert „R. Sterl“ bzw. „Rob. Sterl“, unten links paginiert, 1 Bl. datiert und verso betitelt, 1 Bl. bezeichnet „Leipzig“. 400 € Seit dem Jahr 1907 knüpfte Sterl nach einem Bildnisauftrag für das Dresdner Petri-Quartett immer engere Beziehungen zu Musikern und schuf zahlreiche Dirigenten- und Musikerportraits. In Leipzig war es 1910 insbesondere Arthur Nikisch, den er vor dem Gewandhausorchester dirigierend zeichnete. 8173
78
8174 Mädchen bei der Handarbeit Kohlestift auf Velin. 1916. 36,6 x 31,8 cm (gefaltet). Unten rechts mit Bleistift monogrammiert „R. St.“, unten links mit Feder in Schwarz datiert und bezeichnet „Jöhstadt“. 600 € In der Klöppelschule in Jöhstadt im Erzgebirge fertigte Sterl im Jahr 1916 einige Studien an, zu denen auch das vorliegende Blatt gehört. Seine hervorragenden Fähigkeiten als Portraitist zeigen sich in der liebevoll-treffenden, nuancierten Gestaltung der drei Mädchenköpfe, die hochkonzentriert über ihre Spitzenklöppelei gebeugt sind.
8174
stuckenberg, fritz
(1881 München - 1944 Füssen)
8175 Gipfelmotiv Aquarell auf genarbtem Aquarellpapier. 1927. 36 x 25,8 cm. Unten links mit Pinsel in Dunkelbraun monogrammiert „STU“ und datiert. 800 € Wunderbar leuchtende Arbeit mit stilisierter Formgestaltung. Durch Krankheit und ökonomische Not gezwungen, kehrte Fritz Stuckenberg 1921 aus Berlin nach Delmenhorst zurück und entwickelte hier sein konstruktivistisches und spirituelles Spätwerk. Ab 1937 galten seine Werke als „entartet“. Zuvor zeugten jedoch zahlreiche Sturm-Ausstellungen sowie die Teilnahme an der Ersten Internationalen Dada-Messe, die Aufnahme in die Dritte Bauhausmappe und viele weitere Ausstellungen in bedeutenden Galerien von Stuckenbergs Rang in der damaligen künstlerischen Szene. Die Zeichnung ist Wiebke Steinmetz, Städtische Galerie Delmenhorst, bekannt. Provenienz: Privatsammlung Norddeutschland Ketterer, München, Auktion 409, 06.12.2013, Lot 249 Privatbesitz Australien
8175
79
8176 Straße mit drei Häusern Lithographie auf Velin. Um 1921. 33,0 x 21,1 cm (38,3 x 28 cm). Signiert „Stuckenberg“. Söhn HdO 103-12. 300 € Erschienen als Blatt 12 der III. Bauhausmappe: Bauhaus Drucke. Neue europäische Graphik. Deutsche Künstler, Verlag Müller & Co., Potsdam 1922, mit dem Blindstempel des Bauhaus Weimar (Lugt 2558b). Die Gesamtauflage betrug 110 Exemplare. Prachtvoller Druck mit dem vollen Rand, unten und links mit dem Schöpfrand.
8176
szym, hans
(1893-1961, Berlin)
8177 Abstraktes Stilleben Öl auf Malpappe. 14,3 x 22 cm. Oben links mit Pinsel in Schwarz signiert „Szym“. 400 €
8177
80
Kontrastreiche, deutlich abstrahierte Komposition in vehementem Duktus. Hans Szym studierte am Berliner Kunstgewerbemuseum 1920-24 bei Walter-Kurau. Nach Studienreisen in Italien bezog er ein Atelier in Berlin und wurde 1929 in die Berliner Sezession aufgenommen. Seitdem signierte er, der eigentlich Hans Szymkowiak hieß, nur noch mit der Abkürzung „Szym“. Er wurde zur NS-Zeit mit Ausstellungsverbot belegt und seine Bilder wurden beschlagnahmt. Provenienz: Privatsammlung Berlin
tappert, georg (1880-1957, Berlin)
8178 Akte und Figuren 4 Zeichnungen. Aquarell über Bleistift, Bleistift bzw. Feder in Sepia auf Velin bzw. Bütten. Um 1915-25. Bis 32,3 x 25,8 cm. Recto auf dem Unterlagepapier bzw. verso je mit dem Nachlaßstempel, dort von Annalise Tappert signiert, der „Weibliche Halbakt“ bezeichnet „von Georg Tappert 1918“. 600 € Interessantes kleines Zeichnungskonvolut verschiedener Bild mo-tive aus der Hand des Expressionisten Georg Tappert. Dabei die Motive „Sitzende Dame“, „Straßenszene“, „Weiblicher Halbakt“ und „Liegender Akt“. 8178
8179 Caféhausszenen 3 Zeichnungen. Bleistift auf Skizzenblockpapier bzw. auf Velin. Wohl um 1920. Bis 13,3 x 10,6 cm. 2 Bl. mit Bleistift signiert „Tappert“, 1 Bl. verso mit dem Nachlaßstempel, dort von Annalise Tappert signiert. 300 € Hübsches kleines Konvolut von überwiegend geselligen Caféhausszenen, dabei die Motive „Paar im Café“, „Drei Herren im Café“ und „Dame und Herr“.
8179
teltscher, georg
(d.i. Georg Anton Teltscher-Adams, 1904 Wien - 1983 London)
8180 Kleines Dorf Holzschnitt und Gouache auf Velin. 1921. 10,2 x 23 cm (14,8 x 31,8 cm). Signiert „G. TELTSCHER“ und datiert. 600 € Als Student am Weimarer Bauhaus 1921-1923 absolvierte Teltscher den Vorkurs bei Itten und Muche und lernte bei Kandinsky und Schlemmer. 1938 nahm er mit seiner Emigration nach London den Namen George Adams an. Noch in seiner Bauhauszeit entstanden weist das überwiegend in kräftigen Primärfarben kolorierte Blatt eine eindrucksvolle Konturierung im Holzschnitt auf. Prachtvoller Druck mit Rand, die Farben frisch, in dieser Form ein Unikat.
8180
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tesdorpf-edens, ilse (1892-1966, Hamburg)
8181 Gelbe Rosen Öl auf Hartfaser. 30 x 24 cm. Unten links mit Pinsel in Schwarz signiert „Tesdorpf-Edens“. 500 € In kantig abstrahierter Formgebung und sensibel abgestuften Farben gestaltet die Hamburger Künstlerin das florale Stilleben. Die Motive für ihre Landschaftsbilder, Stadtansichten, Stilleben und Genreszenen fand Tesdorpf-Edens nicht nur in Hamburg, sondern auch auf Studienreisen u.a. nach Dänemark, Frankreich, Mallorca, Norwegen und in die Schweiz sowie innerhalb Deutschlands.
8181
topp, arnold
(1887 Soest i. W. - verschollen 1945)
8182 Abstrakte Komposition Holzschnitt auf Bütten. 1921. 27,9 x 21,6 cm (38 x 32 cm). Signiert „Arnold Topp“ und datiert. Söhn HdO 103-13. 800 € Erschienen als Blatt 13 der III. Bauhausmappe: Bauhaus Drucke. Neue europäische Graphik. Deutsche Künstler, Verlag Müller & Co., Potsdam 1922, mit dem Blindstempel des Bauhaus Weimar (Lugt 2558b). Die Gesamtauflage betrug 110 Exemplare. Prachtvoller Druck mit dem vollen Rand, an drei Seiten mit dem Schöpfrand.
8182
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vallotton, félix
(1865 Lausanne - 1925 Paris)
8183 A Schumann Holzschnitt auf Japanbütten. 1893. 15,3 x 12,4 cm (52 x 32,8 cm). Signiert „FValloton“ (ligiert). Auflage 100 num. Ex. Vallotton/Goerg 131 b (von e), Söhn HdO 52601-2. 500 € Erschienen in der Luxusausgabe der Zeitschrift PAN, 1. Jahrgang, Heft 1, April-Mai 1895, mit dem Blindstempel unten rechts. Prachtvoller Druck mit Relief auf dem vollen Bogen seidig schimmernden Japanbüttens.
8183
8184 La walkyrie Holzschnitt auf gelblichem Velin. 1894/1965. 27 x 19 cm (52 x 39 cm). Verso mit dem Stempel „Félix Vallotton“. Ducrey VII b (von c). 400 € Geplant als vierter Teil des Umschlags für Wagners Walküre. Später Druck von 1965, herausgegeben von der Griffelkunst-Vereinigung, Hamburg, mit deren Wasserzeichen. Prachtvoller Druck mit Rand.
8184 83
valtat, louis
(1869 Dieppe - 1952 Paris)
8185 Küstenlandschaft Gelb-Blau Aquarell und Farbstift auf Velin, auf Velinkarton montiert. 18,6 x 24 cm. Unten rechts mit dem gestempelten Monogramm „L.V“. 700 € Ein fein ausbalancierter Kontrast von Gelb und Blau dominiert die Komposition einer souverän abstrahierten Landschaft, deren geschwungene Silhouette mit wenigen spontan gesetzten Bleistiftlinien akzentuiert ist und die in ihrem dekorativen Charakter Spuren des Japonismus zeigt. Provenienz: Sammlung Henning Lohner, Berlin
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8186 Sommerliche Landschaft Aquarell und Farbstift auf feinem Velin, auf Velinkarton montiert. 18,8 x 24 cm. Unten rechts mit dem gestempelten Monogramm „L.V“. 700 € In hell leuchtenden Farbnuancen aquarelliert Valtat die sommerliche Landschaft zügig und mit lockerem Duktus. Der vom Fauvismus beeinflusste Künstler löst sich weitgehend vom Lokalkolorit. Valtats Kontakte zur Künstlergruppe der Nabis spiegeln sich in der vorliegenden Zeichnung deutlich wider, auch wenn er der Künstlergruppe nie angehörte. Provenienz: Sammlung Henning Lohner, Berlin
8186
8187 Femme au chapeau Bleistift auf Velin. 13 x 5 cm (Passepartoutausschnitt). Unten links mit dem gestempelten Monogramm „L.V“. 300 €
8187
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Die elegante Erscheinung der stehenden Dame umreißt Valtat souverän in wenigen sicher abstrahierten Konturen. Beigegeben: Eine weitere Zeichnung Valtats, „Sitzende mit Hut“. Provenienz: Remi le Fur, Paris, Auktion 06.06.2019, Lot 80 Sammlung Henning Lohner, Berlin
8188 Paysage Bleistift und Aquarell auf Velin. 8,6 x 16,3 cm (Passepartoutausschnitt). Unten rechts mit dem gestempelten Monogramm „L.V“. 400 € Kantig abstrahierte Komposition mit archaisch anmutender Architektur. Provenienz: Sammlung Henning Lohner, Berlin
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8189 Blumenstilleben Aquarell und Kreide in Schwarz auf festem Velin. 28,6 x 22 cm. Unten rechts mit dem gestempelten Monogramm „L.V“. 500 € Auf der Rückseite eines Konzertprogrammes der Pariser Salle Gaveau gezeichnete, zarte und schwungvoll abstrahierte florale Komposition, die in ausgewogenem Kolorit von Rot, Gelb und Blau leuchtet. Provenienz: Sammlung Henning Lohner, Berlin
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villéon, emmanuel de la
(1858 Fougères – 1944 Paris)
8190 Paysage Bleistift auf Velin, auf Leinwand aufgezogen. 15,5 x 26,5 cm. Unten links mit Bleistift monogrammiert „E.V.“, auf der Leinwand verso bezeichnet „No. 527“. 400 € Konkave Schwünge und kantig geformte Linien durchziehen die Komposition, fächerförmige Schraffurenbündel formen sich spitz wie Muschelschalen und verleihen ihr einen markanten, dekorativen Reiz. Die mit souveräner Sicherheit gestaltete Landschaft zeigt die zeichnerische Könnerschaft des französischen Künstlers. Seine Motive fand er in der Bretagne, der Schweiz und in Paris. Er debütierte 1888 im Salon des Indépendants und stellte ab 1890 im Salon de la Société Nationale des Beaux-Arts aus. Ab 1903 zeigte er seine Arbeiten im Salon d‘Automne. Provenienz: Delorme-Collin du Bocage, Paris, Auktion 22.05.2013, Lot 2 Sammlung Henning Lohner, Berlin
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vogeler, heinrich
(1872 Bremen - 1942 bei Karaganda, Kasachstan)
8191 Schlangenbraut Radierung in Blaugrün auf festem Velin. 1894. 19,2 x 12 cm (33,5 x 25 cm). Rief 4 wohl c (von f). 300 € Wohl einer von 100 Abzügen, erschienen 1895 in der Mappe „Vom Weyerberg“ im Verein für Original-Radierung in Worpswede; Rief bezeichnet das Papier als Bütten. Kräftiger Druck mit dem vollen Rand.
8191
8192 Storch überm Weiher Radierung und Aquatinta auf Japan. 1899. 16 x 15,8 cm (24,5 x 23 cm). Signiert „HVogeler“. Rief 30, wohl II b 1 (von c). 450 € Aus der Mappe „An den Frühling“. Der signierte Druck von der endgültigen, jedoch noch nicht verstählten Platte, einer der späteren Abzüge ab 1907. Prachtvoller, präziser Druck mit feinem Plattenton und mit Rand.
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8193 Weihnachten Radierung und Aquatinta in Blaugrün auf Japan. 1912. 39 x 29,4 cm (41,5 x 31,2 cm). Signiert „HVogeler“ und mit dem Künstlersignet, zudem vom Drucker Otto Felsing signiert. Auflage 30 Ex. Rief 48 a (von d). 400 € Prachtvoller Frühdruck von der unverstählten Platte, mit kleinem Rand.
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8194* Weihnachten Radierung und Aquatinta in Blaugrün auf festem Similijapan. 1912. 39,1 x 29,2 cm (54,8 x 45 cm). Signiert „Vogeler“ und mit dem Künstlersignet. Rief 48 wohl b (von d). 400 € Rief bezeichnet das Papier als Bütten. Ausgezeichneter, nuancierter Frühdruck von der noch unverstählten Platte, mit breitem Rand.
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wachsmuth, fritz
(1897 Kassel - wohl vor 1961 Berlin)
8195 Kleine Moorlandschaft Öl auf Holz. 14,4 x 21,5 cm. 300 €
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Stimmungsvolle, locker und mit pastosem Farbauftrag erfasste Landschaft. Wachsmuth studierte an der Kunstgewerbeschule und an der Akademie in Kassel. Im Künstlerrahmen. Beigegeben: Ein signierter Farbholzschnitt von Klaus Fußmann, „Margeriten“, 1993. Provenienz: Nachlass des Künstlers (verso auf Klebeetikett typographisch bezeichnet) Privatsammlung Berlin
wauer, william
(1866 Oberwiesenthal - 1962 Berlin)
8196 Komposition mit ovalen Formen Lithographie auf Velin. 1921. 34,5 x 29 cm (53 x 38 cm). Signiert „William Wauer“. Söhn HdO 103-14. 300 € Erschienen als Blatt 14 der III. Bauhausmappe: Bauhaus Drucke. Neue europäische Graphik. Deutsche Künstler, Verlag Müller & Co., Potsdam 1922, mit dem Blindstempel des Bauhaus Weimar (Lugt 2558b). Die Gesamtauflage betrug 110 Exemplare. Prachtvoller Druck mit dem vollen Rand.
8196
weinhold, kurt
(1896 Berlin - 1965 Calw)
8197 Liegende Kohlestift und Bleistift auf Marran Schreibmaschinen-Velin. Nach 1922. 43 x 61,3 cm. Unten links mit Kohlestift signiert „Kurt Weinhold“ und mit der Ortsbezeichnung „Calw“. 500 €
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Der Länge nach ausgestreckt schlummert die Dame aus der Halbwelt, in der Mode der wilden 1920er Jahre mit Kurzhaarschnitt und nur leicht bekleidet. Die Studie entstand wohl kurz nach Kurt Weinholds Umzug nach Calw, wo er Rudolf Schlichter kennenlernte. Mit sozialkritisch-nüchternem Blick erfasste er im Sinne der Neuen Sachlichkeit das triste Leben der Großstadt mit Prostitution, Abgründen und Verbrechen. Provenienz: Privatsammlung Berlin (Geschenk aus dem Nachlass)
wellenstein, walter
(1898 Dortmund - 1970 Berlin)
8198 Landschaft Öl auf Leinwand. 1923. 36 x 48 cm. Unten links mit Pinsel in Schwarz monogrammiert „W.W“ und datiert, verso Klebeetikett des Lagerbuchs sowie mit Kreide (von fremder Hand) bezeichnet „365“ und „23888“, auf dem Keilrahmen „Walter Wellenstein Berlin“. 600 € Seine frühen Landschaftsmotive fand Wellenstein bei Besuchen im Rheinland sowie auf Reisen. In warmen Farben und mit pastosem Farbauftrag schildert er realistisch die sommerliche Szenerie. 8198
8199 „Maskenzug mit Fahnen“ Öl auf Leinwand. 1932. 45 x 58 cm. Unten rechts mit Pinsel in Rotbraun signiert „Wellenstein“ und datiert, verso mit Feder in Schwarz nochmals signiert „WALTER WELLENSTEIN“, datiert, betitelt und bezeichnet „BERLIN“. 800 € Die Maske - ein Motiv, dem sich der Künstler mit besonderer Leidenschaft widmete. Lebendig komponierte, frühe Szenerie Wellensteins: „Bunt zusammengewürfelt erscheint die Masse der Menschen, in der - wie auf den meisten frühen Bildern Wellensteins - eine große Zahl von Gesichtern oder Masken genau unterscheidbar ist und ganz unterschiedliche Vermummungen aufweist. (...) Eine ausgelassene Menschheit tollt hier durch die Lande (...) eine krause Mischung aus Fröhlichkeit, Übermut und Überspanntheit, Lust am Aufschrecken und Provozieren.“ (Michael Nungesser, Walter Wellenstein, Berlin 1988, S. 73).
8199
winsloe-hatvany, christa
(1888 Darmstadt - 1944 Cluny)
8200 Antilope Bronze mit dunkelbrauner Patina, auf Bronzeplinthe. Um 1925. 14,5 x 12,5 x 5 cm. Auf der Plinthe seitlich und hinten jeweils mit dem Gießerstempel „Susse Fes Edts Paris cire perdue“. 700 € Christa Winsloe-Hatvany hatte 1909 als eine von wenigen Frauen Bildhauerei an der Königlichen Kunstgewerbeschule in München studiert. Zudem war sie in der Zeit des Nationalsozialismus als Schriftstellerin und Dramatikerin tätig. Ihr bildhauerisches Augenmerk lag auf Tieren, die sie sehr liebte. So entstand die kleine Antilope etwa um 1925-30 vermutlich in München, wo sie in einem Atelier mit zahlreichen teils recht exotischen Tieren lebte. Es existiert davon eine größere Version (Höhe ca. 38 cm).
8200 89
wolff, gustav heinrich
(1886 Barmen - 1934 Berlin)
8201 Geburt der Venus Holzschnitt auf Bütten. 1924. 21,7 x 9,8 cm (33,9 x 26,2 cm). Signiert „GH Wolf“ und datiert. Holthusen 54. 500 € Signierte Holzschnitte des Künstlers sind auf dem Auktionsmarkt selten. Der Werkverzeichnisautorin Agnes Holthusen waren lediglich zwei signierte Exemplare auf Japan in Hamburger und New Yorker Privatbesitz bekannt. Prachtvoller Druck, wohl mit dem vollen Rand.
8201
wunderwald, gustav
(1882 Köln - 1945 Berlin)
8202 Kahle Bäume Bleistift auf Velin. Wohl um 1910. 47,8 x 31,8 cm. Unten links mit Bleistift monogrammiert „G.W.“. 400 € Mit feinen Schraffuren modelliert Wunderwald die Gruppe kahler, knorriger Bäume in der hügeligen Landschaft. Die Zeichnung entstand vermutlich in seiner Tiroler Zeit. Charakteristisch, auch für sein künftiges Schaffen, ist die Überschaubarkeit der Szenerie, die Konzentration des Künstlers auf des Wesentliche. Provenienz: Venator & Hanstein, Köln, Auktion 134, 21.03.2015, Lot 1411 Sammlung Henning Lohner, Berlin
8202 90
wygrzywalski, feliks kazimierz
(1903-1966, Rom)
8203 Asternstrauß Öl auf Leinwand. 74 x 23 cm. Unten rechts mit Pinsel in Schwarz signiert „F. Kazimierz Wygrzywalski“. 600 € Harmonische Komposition dreier Astern in Kristallvase. Provenienz: Privatbesitz Berlin
8203
zille, heinrich
(1858 Radeburg bei Dresden - 1929 Berlin)
8204 Frau in Eile Kohlestift auf Maschinenpapier. 19,5 x 13 cm. Verso mit dem roten Nachlaßstempel (Lugt 2676 b, Rosenbach 1). 300 € Die wehenden Röcke der in Eile gehenden Frau hält Zille mit schnellem Strich und schwingenden Konturen fest. Provenienz: Karl & Faber, München, Auktion 05.06.2014, Lot 1006 Sammlung Henning Lohner, Berlin
8204 91
8205 Entblößte Frau Kreide in Schwarz auf Maschinenpapier. 13,5 x 18 cm. Im Unterrand mit dem (verblassten) roten Nachlaßstempel (Lugt 2676 b, Rosenbach 1), verso auf dem Unterlagepapier mit dem roten Nachlaßstempel Walter Zilles (Rosenbach 4, nicht bei Lugt), dort monogrammiert „S.Z.“. 300 € Mit erhobenem Rock hockt die Frau in locker angedeuteter, unbestimmter Umgebung. Wenige Linien genügen Zille, um die kleine Szene treffend zu erfassen. Provenienz: Sammlung Henning Lohner, Berlin
8205
8206 Skizze eines kleinen Mädchens; Skizze eines preußischen
Soldaten 2 Zeichnungen. Bleistift bzw. Kohle auf Karton bzw. Velin. 15,2 x 10 bzw. ca. 9,5 x 5,8 cm. 300 €
Wir danken Prof. Matthias Flügge, Berlin, für freundliche Hinweise vom 09.01.2025.
8206
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8207 Studie einer Marktfrau; Spazierendes Paar 2 Zeichnungen. Kohle auf Velin. 14,5 x 11,4 bzw. 18,7 x 12,9 cm. Ein Blatt rechts vertikal mit dem verblassten roten Nachlaßstempel (Lugt 2676 b, Rosenbach 1), dieses verso mit Farbstift in Blau bezeichnet „Nr. 190 W.“. 400 € Die schwungvolle kleine „Studie einer Marktfrau“ erfasste Zille auf dem Fragment eines Briefes vom „ULK“, dem Beiblatt vom Berliner Tageblatt, datiert vom 28.10.1915, adressiert an den Künstler. Wir danken Prof. Matthias Flügge, Berlin, für freundliche Hinweise vom 09.01.2025.
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8208 Dame mit Hut; Skizze einer Dame mit Hut 2 Zeichnungen. Kohle und Farbkreide bzw. Kohle auf Velin. 12,8 x 8,4 bzw. 11,1 x 9,9 cm. Ein Blatt verso mit dem verblassten roten Nachlaßstempel (Lugt 2676 b, Rosenbach 1). 400 € Kleines, attraktives Konvolut zweier Skizzen zum Motiv einer eleganten Dame mit breitkrempigem Hut im Profil. Wir danken Prof. Matthias Flügge, Berlin, für freundliche Hinweise vom 09.01.2025.
8208
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8209 Auf der Bühne Kohle und Farbkreide auf Velin. Ca. 13,2 x 20 cm. 300 € Kleine hübsche Gelegenheitsskizze einer Gruppe Tänzer oder Schauspieler auf einer erhöhten Bühne. Wir danken Prof. Matthias Flügge, Berlin, für freundliche Hinweise vom 09.01.2025.
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8210 Kartoffelstehen Lithographie, partiell geschabt, auf Bütten. 1916. 26 x 21,3 cm (50,3 x 38,3 cm). Signiert „H. Zille“ und bezeichnet. Rosenbach 52 wohl f (von g). 300 € Das Motiv entstand für „Der Bildermann“, erschienen am 20. Mai 1916, 1. Jg, Nr. 12. Ganz ausgezeichneter Druck mit breitem Rand, an drei Seiten mit Schöpfrand.
8210
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BASSENGE
Myra von Busekist. Pompon Poodle Pink. Merinowolle und Nappaleder. Ca. 140 x 65 x 62 cm. 2023.
Kunst- und Fotoauktionen 29. bis 4. Juni 2025
GA L E R I E BA S S E N G E · E R DE N E R S T R A S S E 5A · 14193 BE R L I N Telefon: (030) 893 80 29-0 · Fax: (030) 891 80 25 · E-Mail: art@bassenge.com · Kataloge online: www.bassenge.com
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V ER ST EIGERU NG S - BEDI NGU NGEN 1. Die Galerie Gerda Bassenge KG, nachfolgend Versteigerer genannt, versteigert als Kommissionärin im eigenen Namen und für Rechnung ihrer Auftraggeber (Kommittenten), die unbenannt bleiben. Die Versteigerung ist freiwillig und öffentlich im Sinne des § 383 III BGB. 2. Der Versteigerer behält sich das Recht vor, Nummern des Kataloges zu vereinen, zu trennen, außerhalb der Reihenfolge anzubieten oder zurückzuziehen. 3. Sämtliche zur Versteigerung kommenden Gegenstände können vor der Versteigerung besichtigt und geprüft werden. Die Sachen sind gebraucht. Erhaltungszustände der einzelnen angebotenen Arbeiten bleiben im Katalog in der Regel unerwähnt. Die Katalogbeschreibungen sind keine Garantien im Rechtssinne und keine vertraglich vereinbarten Beschaffenheitsangaben. Gleiches gilt für individuell angeforderte Zustandsberichte. Sie bringen nur die subjektive Einschätzung des Versteigerers zum Ausdruck und dienen lediglich der unverbindlichen Orientierung. Alle Gegenstände werden in dem Erhaltungszustand veräußert, in dem sie sich bei Erteilung des Zuschlages befinden. Soweit nicht in der Katalogbeschreibung explizit erwähnt, sind Rahmungen nicht bindender Bestandteil des Angebots. Der Käufer kann den Versteigerer nicht wegen Sachmängeln in Anspruch nehmen, wenn dieser seine Sorgfaltspflichten erfüllt hat. Der Versteigerer verpflichtet sich jedoch, wegen rechtzeitig vorgetragener, begründeter Mängelrügen innerhalb der Verjährungsfrist von 12 Monaten ab dem Zeitpunkt des Zuschlags seine Ansprüche gegenüber dem Einlieferer (Auftraggeber) geltend zu machen. Im Falle erfolgreicher Inanspruchnahme des Einlieferers erstattet der Versteigerer dem Erwerber den Kaufpreis samt Aufgeld. Die Haftung des Versteigerers auf Schadensersatz für Vermögensschäden – gleich aus welchem Grund – ist ausgeschlossen, es sei denn, dem Versteigerer fiele Vorsatz oder grobe Fahrlässigkeit zur Last. Die Haftung bei Verletzung von Leben, Körper und Gesundheit bleibt unberührt. 4. Der Zuschlag erfolgt nach dreimaligem Aufruf an den Höchst bietenden. Der Versteigerer kann den Zuschlag verweigern oder unter Vorbehalt erteilen. Wenn mehrere Personen dasselbe Gebot abgeben und nach dreimaligem Aufruf kein höheres Gebot erfolgt, entscheidet das Los. Der Versteigerer kann den Zuschlag zurücknehmen und die Sachen erneut ausbieten, wenn irrtümlich ein rechtzeitig abgegebenes höheres Gebot übersehen worden ist oder wenn der Höchstbietende sein Gebot nicht gelten lassen will oder sonst Zweifel über den Zuschlag bestehen. 5. Im Falle eines schriftlichen Gebotes beauftragt der Interessent den Versteigerer für ihn während der Versteigerung Gebote abzugeben. In schriftlichen Aufträgen ist bei Differenzen zwischen Nummer und Kennwort das Kennwort maßgebend. 6. Telefonische Gebote und Online-Direkt-Gebote über das Internet bedürfen der vorherigen Anmeldung beim Versteigerer und dessen Zustimmung. Für die Bearbeitung übernimmt der
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Versteigerer jedoch keine Gewähr. Telefonische und OnlineGebote werden nur akzeptiert, wenn der Bieter bereit ist, den ihm zuvor mitgeteilten Mindestpreis des jeweiligen Loses zu bieten. Auch bei Nichtzustandekommen einer Verbindung gilt, dass für den Auktionator dieses Gebot in Höhe des Mindestpreises verbindlich ist. Für das Zustandekommen einer entsprechenden Telefon- oder Onlineverbindung übernimmt der Versteigerer keine Gewähr. Das Widerrufs- und Rückgaberecht bei Fernabsatzverträgen findet auf solche Gebote keine Anwendung (§ 312g Abs. 2 Nr. 10 BGB). 7. Mit der Erteilung des Zuschlages geht die Gefahr für nicht zu vertretende Verluste und Beschädigung auf den Ersteigerer über. Das Eigentum an den ersteigerten Sachen geht erst mit vollstän digem Zahlungseingang an den Erwerber über. 8. Auf den Zuschlagspreis ist ein Aufgeld von 30% zu entrichten, in dem die Umsatzsteuer ohne separaten Ausweis enthalten ist (Differenzbesteuerung) oder ein Aufgeld von 25% auf den Zuschlag zzgl. der Umsatzsteuer (Regelbesteuerung) von z.Zt. 7% (Gemälde, Zeichnungen, Skulpturen, Graphiken, Bücher etc.) bzw. 19% (Handschriften, Autographen, Kunstgewerbliche Gegenstände, Siebdrucke, Offsets, Fotografien, etc.). Die im Katalog mit einem * gekennzeichneten Objekte unterliegen in jedem Fall der Regelbesteuerung (Aufgeld von 25% auf den Zuschlag zzgl. der Umsatzsteuer von z.Zt. 7% bzw. 19%). Bei den im Katalog mit einem ^ gekennzeichneten Objekten ist Einfuhrumsatzsteuer angefallen. In diesen Fällen wird zusätzlich zu einem Aufgeld von 27% (Differenzbesteuerung) die verauslagte Einfuhrumsatzsteuer in Höhe von z.Zt. 7% auf den Zuschlag erhoben. Für bundesdeutsche Kunsthändler und Antiquare, die zum Vors teuerabzug berechtigt sind, kann die Gesamtrechnung auf Wunsch, wie bisher nach der Regelbesteuerung ausgestellt werden. Von der Umsatzsteuer befreit sind Ausfuhrlieferungen in Dritt länder (außerhalb der EU) und – bei Angabe ihrer USt.-Identi fikations-Nr. bei Auftragserteilung als Nachweis der Berechtigung zum Bezug steuerfreier innergemeinschaftlicher Lieferungen – auch an Unternehmen in anderen EU-Mitgliedsstaaten, unter der Voraussetzung, dass sie für gewerblichen Gebrauch einkaufen. Eine Korrektur nach Rechnungsstellung ist nicht möglich. Alle anderen Käufe aus EU-Ländern unterliegen der Umsatzsteuer. Ausländischen Käufern außerhalb der Europäischen Union wird die Umsatzsteuer erstattet, wenn binnen 4 Wochen nach der Auktion der deutsche zollamtliche Ausfuhrnachweis und der zollamt liche Einfuhrnachweis des entsprechenden Importlandes erbracht werden. Bei Versand durch uns gilt der Ausfuhrnachweis als gegeben. Bei Online-Live-Geboten über Internetplattformen erhöht sich das Aufgeld um die dort anfallende Transaktionsgebühr (i. d. R. 3-5%). Während oder unmittelbar nach der Auktion ausgestellte Rechnungen bedürfen einer besonderen Nachprüfung und eventueller Berichtigung; Irrtum vorbehalten. Katalog- und Zusatzabbildungen dürfen nicht ohne Genehmigung verwendet werden. Reproduktionsrechte und digitale Dateien der Abbildungen können gegen Gebühr erworben werden. Gegebenen-
falls noch bestehende Urheberrechte Dritter bleiben davon unberührt und müssen u.U. gesondert eingeholt werden. 9. Die Auslieferung der ersteigerten Stücke erfolgt in unseren Ge schäftsräumen gegen Bezahlung. Kreditkarten (Mastercard, VISA, American Express), Schecks sowie andere unbare Zahlungen werden nur erfüllungshalber angenommen. Bankspesen/ Transaktionsgebühren bzw. Kursverluste können zu Lasten des Käufers gehen. Die Auf bewahrung erfolgt auf Rechnung und Gefahr des Käufers. Der Versand wird gegen Vorabrechnung des Rechnungsbetrages ausgeführt. Die Versandspesen sowie die Kosten für Versicherung gegen Verlust und Beschädigung gehen zu Lasten des Käufers. Übersteigen die tatsächlichen Versandkosten die vorab berechnete Pauschale, so wird die Differenz dem Käufer nachträglich in Rechnung gestellt. 10. Bei der Ausfuhr von Kulturgütern ist gem. der EG-Verordnung Nr. 116/2009 bzw. § 24 KGSG abhängig von Kategorie und Wert des Objekts ggf. eine Ausfuhrgenehmigung erforderlich. Aus Gründen des Artenschutzes können Objekte aus bestimmten, geschützten Materialien (u.a. Elfenbein, Schildpatt, Perlmutt und einige Korallenarten) besonderen Im- und Exportbeschränkungen unterliegen. Zum Zwecke des Exports (insbesondere außerhalb der Europäischen Union) kann hierfür eine spezielle Ausfuhrgenehmigung gemäß der Verordnung (EG) Nr. 338/97 erforderlich sein. Entsprechende Ausfuhrgenehmigungen können nur unter strengen Bedingungen erteilt und ggf. auch gar nicht erlangt werden, auch kann der Import dieser Gegenstände in manche Staaten eingeschränkt oder untersagt sein. Der Käufer ist selbst dafür verantwortlich, sich über etwaige Im- und Exportbeschränkungen zu informieren. Export und Import entsprechender Objekte erfolgen allein auf Rechnung und Gefahr des Käufers. 11. Der Zuschlag verpflichtet zur Abnahme. Der Kaufpreis ist mit dem Zuschlag fällig. Der Versteigerer ist berechtigt, falls nicht innerhalb von zwei Wochen nach der Versteigerung Zahlung gelei-
stet ist, den durch den Zuschlag zustande gekommenen Kaufvertrag ohne weitere Fristsetzung zu annullieren, Verzugszinsen in banküblicher Höhe – mindestens jedoch 1 % auf den Bruttopreis je angebrochenen Monat – zu berechnen und von dem Ersteigerer wegen Nichterfüllung Schadenersatz zu verlangen. Der Schadenersatz kann in diesem Falle auch so berechnet werden, dass die Sache in einer neuen Auktion nochmals versteigert wird und der säumige Käufer für einen Mindererlös gegenüber der vorangegangenen Versteigerung einschließlich der Gebühren des Auktionshauses aufzukommen hat. Zu einem Gebot wird er nicht zugelassen, auf einen etwaigen Mehrerlös hat er keinen Anspruch. 12. Erfüllungsort und Gerichtsstand im vollkaufmännischen Verkehr ist Berlin. Es gilt ausschließlich deutsches Recht. Das UNAbkommen über Verträge des internationalen Warenkaufs (CISG) findet keine Anwendung. 13. Die im Katalog aufgeführten Preise sind Schätzpreise, keine Limite. 14. Der Nachverkauf ist Teil der Versteigerung, bei der der Interessent entweder telefonisch oder schriftlich (im Sinne der Ziffern 5 und 6) den Auftrag zur Gebotsabgabe mit einem bestimmten Betrag erteilt. Entsprechende Gebote behalten ihre Gültigkeit für 4 Wochen nach Abgabe. 15. Die Abgabe eines Gebotes in jeglicher Form bedeutet die Anerkennung dieser Versteigerungsbedingungen. Der Versteigerer nimmt Gebote nur aufgrund der vorstehenden Versteigerungs bedingungen entgegen und erteilt dementsprechend Zuschläge. Kommissionäre haften für die Käufe ihrer Auftraggeber. 16. Sollte eine der vorstehenden Bestimmungen ganz oder teilweise unwirksam sein, so bleibt die Gültigkeit der übrigen davon unberührt.
David Bassenge, Geschäftsführer und Auktionator Dr. Markus Brandis, öffentlich bestellter u. vereidigter Auktionator Stand: Mai 2025
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CON DI T IONS OF SA L E 1. The Galerie Gerda Bassenge KG, subsequently called “the auctioneer” carries on business as commission-agent in its own name on behalf of its voluntary consignors. This auction sale is a public one in the sense of § 383 III BGB. 2. The auctioneer reserves the right to combine, to split, to change or to withdraw lots before the actual final sale. 3. All objects put up for auction can be viewed and examined prior to the sale at the times made known in the catalogue. The items are used and sold as is. As long as not explicitly mentioned in the catalogue description, framing is not an inherent part of the offer. As a rule, the condition of the individual work is not given in the catalogue. Catalogue descriptions are made with as much care as possible, but the descriptions do not fall under the statutory paragraph for guaranteed legal characteristics. The same applies for individually requested condition reports. These also offer no legal guarantee and only represent the subjective assessment of the auctioneer while serving as a non-binding orientation. The liability for damage to life, body or health shall remain unaffected. In case of a justified claim, however, he will accept the responsibility to make a claim for restitution on behalf of the buyer against the consignor within a period of 12 months, running from the fall of the hammer. In the event of a successful claim the auctioneer will refund the hammerprice plus premium. 4. The highest bidder acknowledged by the auctioneer shall be deemed the buyer. In case of identical bids the buyer will be deter mined by drawing lots. In the event of a dispute the auctioneer has the absolute discretion to reoffer and resell the lot in dispute. He may also knock down lots conditionally. 5. In the case of a written bid the bidder commissions the auctioneer to place bids on his behalf during the auction. In cases where there is a discrepancy between number and title in a written bid the title shall prevail. 6. Telephone and direct online bidding via the internet must be approved in advance by the auctioneer. The auctioneer cannot be held liable for faulty connections or transmission failure. In such a case the bidder agrees to bid the reserve price of the corresponding lot. For such bidding the regulations of long distance contracts do not apply (Fernabsatzverträge) [cf § 312g II,10 BGB]. 7. On the fall of the auctioneer’s hammer title to the offered lot will pass to the acknowledged bidder. The successful buyer is obliged to accept and pay for the lot. Ownership only passes to the buyer when full payment has been received. The buyer, however, immediately assumes all risks when the goods are knocked down to him.
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8. A premium of 30% of the hammer price will be levied in which the VAT is included (marginal tax scheme) or a premium of 25% of the hammer price plus the VAT of 7% (paintings, drawings, sculptures, prints, books, etc.) or 19% (manuscripts, autographs letters, applied arts, screen prints, offset prints, photographs, etc.) of the invoice sum will be levied (regular tax scheme). Buyers from countries of the European Union are subject to German VAT. Items marked with an * are subject to the regular tax scheme (premium of 25% of the hammer price plus the current VAT of 19%). Items marked with an ^ are subject to import duty. In these cases in addition to a premium of 27% (marginal tax scheme), the charged import tax of currently 7% will be added to the hammer price. Exempted from these rules are only dealers from EU-countries, who are entitled, under their notification of their VAT ID-Number, to buy on the basis of VAT-free delivery within the European Union. Notification of VAT ID-Numbers must be given to the auctioneer before the sale. For buyers from non EU-countries a premium of 25% will be levied. VAT will be exempted or refunded on production of evidence of exportation within 4 weeks of the auction, or, if appropriate, importation to another country. This is taken as given when the dispatch is effected by us. Live bidding through online platforms entails a transaction fee stipulated by the platform and will be added to the premium (usually 3-5% of the hammer price). Due to the work overload of the accounting department during auctions, invoices generated during or directly after an auction require careful revision and possible correction; errors excepted. Catalogue images may not be used without permission. Repro duction rights and digital files can be acquired for a fee. Any copyrights of third parties that may still exist remain unaffected by this and may have to be obtained separately. 9. Auction lots will, without exception, only be handed over after payment has been made. Credit cards (VISA, Mastercard, American Express), checks and any other form of non-cash payment are accepted only on account of performance. Exchange rate risk and bank charges may be applicable. Storage and dispatch are at the expense and risk of the buyer. If the shipping costs exceed the lump sum on the invoice the outstanding amount will be billed separately. 10. According to regulation (EC) No. 116/2009 resp. § 24 KGSG, export license may be necessary when exporting cultural goods depending on the type or value of the object in question. For the purposes of wildlife conservation, it is necessary to obtain an export license according to regulation (EC) No. 338/97 when exporting objects made from certain protected materials (incl. ivory, tortoiseshell, mother-of-pearl and certain corals) out of the territory of the European Community. Export licenses for objects made of
protected materials are only granted under strict conditions or may not be granted at all. The import of such objects may be restricted or prohibited by certain countries. It is the buyer’s responsibility to inform himself, whether an object is subject to such restrictions. Export and import of such objects are at the expense and risk of the buyer. 11. The buyer is liable for acceptance of the goods and for payment. The purchase price shall be due for payment upon the lot being knocked down to the buyer. In case of a delayed payment (two weeks after the sale) the purchaser will be held responsible for all resultant damages, in particular interest and exchange losses. In case of payment default the auctioneer will charge interest on the outstanding amount at a rate of 1% to the gross price per month or part of month. In such an event the auctioneer reserves the right to annul the purchase contract without further notice, and to claim damages from the buyer for non-fulfilment, accordingly he can reauction the goods at the buyer’s expense. In this case the buyer is liable for any loss incurred, the buyer shall have no claim if a higher price has been achieved. He will not be permitted to bid.
12. The place of fulfillment and jurisdiction is Berlin. German law applies exclusively; the UN-Treaty (CISG) is explicitly excluded. 13. The prices quoted after each lot are estimates, not reserves. 14. The after-sales is part of the auction in which the bidder places either by telephone or in written form (as stated in number 5 and 6) the order to bid a set amount. Corresponding bids are binding for 4 weeks after submission. 15. By making a bid, either verbally in the auction, by telephone, written by letter, by fax, or through the internet the bidder confirms that he has taken notice of these terms of sale by auction and accepts them. Agents who act on behalf of a third party are jointly and separately liable for the fulfillment of contract on behalf of their principals. 16. Should one or the other of the above terms of sale become wholly or partly ineffective, the validity of the remainder is not affected. In the event of a dispute the German version of the above conditions of sale is valid. David Bassenge, auctioneer Dr. Markus Brandis, attested public auctioneer As of May 2025
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GALERIE BASSENGE BERLIN