STAATSMINISTERIUM FÜR ENERGIE, KLIMASCHUTZ, UMWELT UND LANDWIRTSCHAFT
Radon Vorkommen – Wirkung – Schutz
Inhalt 4 | Einleitung 5 | Herkunft und Eigenschaften 8 | Gesundheitliche Wirkung von Radon 12 | Radonvorkommen in Sachsen 15 | Radon in Gebäuden 22 | Gesetzliche Regelungen zum Radon schutz 23 | Schutz vor Radon in Aufenthaltsräumen 24 | Schutz vor Radon an Arbeitsplätzen 28 | Radonmessung 33 | Schutzmaßnahmen 37 | Adressen und Ansprechpartner 40 | Impressum
Inhalt | 3
Einleitung Radon als mögliches Gesundheitsrisiko
Radon ist ein stetig aus dem Boden aufsteigendes radioaktives, unsichtbares, geruchs- und geschmackloses Edelgas. Kontamination der Innenraumluft durch Radon ist nach dem Rauchen die häufigste Lungenkrebsursache in Deutschland. Sie betrifft alle Altersgruppen. Laut Strahlenschutzgesetz müssen deshalb in Deutschland Maßnahmen zum Schutz vor Radon getroffen werden.
Mit diesen Kernaussagen sind die folgenden Fragen verknüpft:
_ Wo und wie gelangen Menschen mit Radon in Berührung? _ Wie bemerkt man, ob in der Atemluft hohe Radongehalte vorhanden sind? Um es gleich vorwegzunehmen: Radon lässt sich nicht riechen, schmecken, sehen oder fühlen. _ Wenn man Radon nicht mit den Sinnesorganen wahrnehmen kann – was ist dann geeignet, um die Radonsituation richtig zu bewerten? _ Wie groß ist das gesundheitliche Risiko durch die Einwirkungen von Radon? _ Wann sollte ich mich vor Radon schützen und wie kann das geschehen? _ Hat Radon nicht auch heilende Wirkung auf den menschlichen Organismus? _ Welche gesetzlichen Regelungen sind zu beachten? Die vorliegende Broschüre soll Antworten auf diese und einige weitere Fragen zum Radon geben. Sie informiert über Eigenschaften von Radon, sein Vorkommen, die mögliche Gesundheitsgefährdung sowie über Empfehlungen für den Umgang mit Radon und den Schutz vor Radonbelastungen.
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Herkunft und Eigenschaften Radon – ein natürliches radioaktives Edelgas
Radon gibt es in der Natur nicht erst seitdem es den Menschen gibt. Die Erdkruste enthält seit ihrer Entstehung natürliche radioaktive Elemente wie Uran und Thorium. Diese wandeln sich durch radio aktiven Zerfall um, bis nach mehreren Zwischenstufen (aus weite ren radioaktiven Elementen wie z. B. Radium, Radon und Polonium) stabiles Blei entsteht. Bei den Zerfallsprozessen wird ionisierende Strahlung ausgesendet. Die im Boden vorhandenen natürlichen radioaktiven Elemente können durch verschiedene Ausbreitungsprozesse in die Atmosphäre und in das Grund- und Oberflächenwasser gelangen sowie von Pflanzen und Tieren aufgenommen werden. Der Mensch ist deshalb seit jeher neben der Strahlung aus dem Kosmos auch weiteren natürlichen Strahlen einwirkungen ausgesetzt, die ihren Ursprung in der Zusammen setzung der Erdkruste haben. Radon ist hierbei, wie im Folgenden dargestellt, von besonderer Bedeutung. Die Einwirkung der natürlichen Strahlenquellen auf den Menschen erfolgt durch die Aufnahme der radioaktiven Elemente in den Körper beim Atmen oder mit der Nahrung bzw. dem Trinkwasser. Von außen ist der Mensch vor allem der Gammastrahlung ausgesetzt, die von den natürlichen radioaktiven Elementen im Boden und in anderen Materialien (z. B. Baumaterialien) ausgesandt wird. Radon 1) stammt aus der natürlichen Uran-Radium-Zerfalls reihe, wobei Radium der unmittelbare Vorgänger des Radons ist. 1)
Hier (wie im gesamten Text) ist damit das wichtigste Radonisotop, das Radon-222, gemeint.
Herkunft und Eigenschaften | 5
Rn Rn Rn Rn Rn
Rn
Rn Rn
Rn
Rn Uran
Radium
Radon
Entstehung von Radon im Boden als Teil der natürlichen Uran-Radium-Zerfalls reihe und Transport in den Lebensraum des Menschen (Rn = Element-Symbol für Radon)
Uran und Radium kommen in unterschiedlichen Konzentrationen in al len Böden vor. Radon zerfällt mit einer Halbwertszeit von 3,8 Tagen 2) und sendet dabei Alpha-Strahlen aus, die aus Helium-Atomkernen bestehen. Radon ist farb-, geruch- und geschmacklos und kann deshalb vom Menschen nicht wahrgenommen werden. Radon ist gasförmig. Es ist in Wasser und Fetten sehr gut löslich. Das Einatmen radonhaltiger Luft verursacht mit 1,1 mSv 3) pro Jahr im Mittel etwa die Hälfte der mittleren effektiven Dosis 3) durch natürliche Strahlenquellen für die Bevölkerung (s. Abbildung S. 6). Die gesamte natürliche Strahlenbelastung ist ungefähr genauso groß wie die Strahlenbelastung aus künstlichen Quellen, einschließ lich medizinischer Anwendungen.
Nach dieser Zeit ist jeweils die Hälfte der ursprünglich vorhandenen Atomkerne zerfallen. 3) Die effektive Dosis ist die physikalische Größe zur Beschreibung der Stärke von Strahlenwirkungen. Sie hat die Maßeinheit Sievert (Sv, 1 Sv = 1.000 mSv – Millisievert). 2)
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Zusammensetzung der mittleren effektiven Jahresdosis durch ionisierende Strahlung in Deutschland im Jahr 2018 4)
4)
Quelle: Umweltradioaktivität und Strahlenbelastung: Jahresbericht 2018; Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (Hrsg) Erscheinungsdatum: 11-Jan-2021 https://doris.bfs.de/jspui/handle/urn:nbn:de:0221-2021011124821
Herkunft und Eigenschaften | 7
Gesundheitliche Wirkung von Radon Gesundheitsrisiko oder Heilmittel?
Über die Atemwege gelangt nicht nur das Radon in die Lunge, denn es liegt in der Luft immer gemeinsam mit seinen kurzlebigen Zerfallsprodukten 5) vor. Während der größte Teil des Radons (als sich nicht anlagerndes Edelgas) wieder ausgeatmet wird, lagern sich seine ebenfalls eingeatmeten Zerfallsprodukte in der Lunge an. Somit trägt das Radon selbst nur wenig zur Strahlenbelastung bei. Den Hauptteil der Strahleneinwirkung in den Atemwegen bewirken die kurzlebigen Zerfallsprodukte, die in der Lunge weiter zerfallen. Ihre Strahlung kann Schäden in den Zellen des empfind lichen Lungengewebes auslösen. Der menschliche Organismus ver fügt jedoch über Reparaturmechanismen, die die meisten derartigen Veränderungen in den Zellen beheben. Nur wenn solche Zellschäden infolge der Strahleneinwirkung nicht erfolgreich repariert werden, können sie zum Ausgangspunkt eines Lungenkrebses werden. Auf Grundlage der bisherigen wissenschaftlichen Erkenntnisse verwenden die Strahlenschutzgremien international die lineare Dosis-Wirkungs-Beziehung ohne Schwellenwert für den prak tischen Strahlenschutz. Danach nimmt die Wahrscheinlichkeit, an Lungenkrebs zu erkranken, in dem gleichen Maße zu wie die Dosis. So bewirkt z. B. eine Verdoppelung der Dosis eine Verdoppelung der Erkrankungswahrscheinlichkeit.
Erhöhtes Lungenkrebsrisiko durch Radon Infolge der gemeinsamen Auswertung verschiedener internatio naler Studien über die Wirkung von Radon auf die besonders stark belasteten Arbeitnehmer im Uranbergbau zeigte sich ein klarer 5)
Die Zerfallsprodukte sind keine Edelgase, sondern Schwermetalle
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Zusammenhang zwischen dem Ausmaß der Radonbelastung und der Häufigkeit des Auftretens von Lungenkrebs. Zum Lungenkrebsrisiko durch Radon in Wohngebäuden wurden in Deutschland in den Jah ren 1990 bis 1997 zwei große Bevölkerungsstudien durchgeführt. Sie gehören im internationalen Maßstab zu den umfangreichsten. Dabei wurden die Radonbelastungen von ca. 3.000 Lungenkrebspatienten mit denen einer nicht erkrankten Kontrollgruppe verglichen. Diese Studien wurden mit den Untersuchungen anderer Länder zusammen gefasst und gemeinsam ausgewertet, um die naturgemäß großen Unsicherheiten der Ergebnisse durch die größere Anzahl der einbezo genen Lungenkrebsfälle zu verringern. Es zeigte sich ein Anstieg des 6) Lungenkrebsrisikos, das sich bei 1.000 Bq/m3 gegenüber niedrigen 3 Radonkonzentrationen von unter 100 Bq/m ungefähr verdoppelt (Abbildung S. 10). Entsprechend den Ergebnissen der Bevölkerungsstudien zum Lungen krebsrisiko durch Radonbelastungen sind bei Anwendung der linearen Dosis-Wirkungs-Beziehung rechnerisch etwa 5 Prozent der Lungenkrebsf älle in Deutschland auf Radon bzw. seine kurzlebigen Zerfallsprodukte zurückzuführen. Über 90 Prozent aller Lungenkrebsfälle werden durch das Tabakrauchen verursacht. Radon ist somit – wenn auch mit großem Abstand hinter dem Rauchen – als eine der häufigs ten Lungenkrebsursachen anzusehen. Wichtig bei der Einschätzung des Lungenkrebsrisikos ist, dass auch unter den statistisch dem Radon zugeordneten Lungenkrebsfällen mehr als 90 Prozent bei Rauchern auftreten, da sich die Risiken durch Rauchen und Radon multiplizieren. Sie verstärken sich somit gegens eitig, so dass das Lungenkrebsrisiko für Raucher mit steigen der Radonkonzentration stärker wächst als für Nichtraucher. Bei gleicher Radonbelastung ist für einen Raucher das Risiko, an Lun genkrebs zu erkranken, ca. 25 Mal höher als für einen Nichtraucher.
6)
Bq (Becquerel) ist die Maßeinheit der Aktivität radioaktiver Stoffe (1 Bq = 1 Zerfall pro Sekunde). Bq/m3 ist daher die Aktivitätskonzentration (bezogen auf das Luftvolumen in Kubikmeter).
Gesundheitliche Wirkung von Radon | 9
Erwartete Todesfälle pro 1.000 Personen in Folge von Lungenkrebs bis zum 75. Lebensjahr 7)
Radon in der Therapie Radon wird auch gezielt in der Medizin zu therapeutischen Zwe cken eingesetzt. Die Behandlung erfolgt dabei als Inhalationskur im Radonstollen, als Trink-Kur oder als Bade-Kur (Wannenbäder) mit stark radonhaltigem Wasser.
7)
Quelle: Darby S, Hill D, Auvinen A, Barros-Dios JM, Baysson H, Bochicchio F, Deo H, Falk R, Forastiere F, Hakama M, Heid I, Kreienbrock L, Kreuzer M, Lagarde F, Mäkeläinen I, Muirhead C, Oberaigner W, Pershagen G, RuanoRavina A, Ruosteenoja E, Schaffrath Rosario A, Tirmarche M, Tomášek L, Whitley E, Wichmann HE, Doll R: Radon in homes and risk of lung cancer: Collaborative analysis of individual data from 13 European case-control studies. BMJ 330:223-227; 2005
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Dabei werden Patientinnen und Patienten für kurze Zeit einer hohen Radonkonzentration ausgesetzt, um Schmerzen für mehrere Monate zu lindern und so ihren Verbrauch an Schmerzmitteln für einen ge wissen Zeitraum zu senken. 8) Wie auch bei anderen Anwendungen von Medikamenten oder Strah lung ist es die Aufgabe der behandelnden Ärztin oder des Arztes, zwischen verschiedenen Behandlungsarten abzuwägen und dabei deren Nutzen in Bezug auf das Leiden des Patienten und die mögli chen Nebenwirkungen zu betrachten. Die effektive Dosis durch eine Radon-Heilkur liegt im Bereich der mittleren Jahresdosis durch die natürliche Radioaktivität in der Umwelt (Abbildung S. 7). In Sachsen werden Patientinnen und Patienten in den Kurorten Bad Brambach und Bad Schlema therapeutisch mit Radon behandelt.
Badekur in einem radonhaltigen Wannenbad 9)
8)
9)
Quelle: Bundesamt für Strahlenschutz www.bfs.de/DE/themen/ion/umwelt/radon/wirkungen/heilkuren.html Quelle: Kurgesellschaft Schlema mbH, www.kur-schlema.de
Gesundheitliche Wirkung von Radon | 11
Radonvorkommen in Sachsen Radon im Boden – eine Frage der Geologie und der Bodeneigenschaften
Radon entsteht in allen Böden, Gesteinen und in vielen Baumaterialien, da sein „Mutterelement“ Radium dort in bestimmten Konzentrationen vorhanden ist: Gesteine und Baumaterialien
Radium-226-Gehalt in Bq pro kg 10) Mittelwert
Bereich
Granit
100
30 – 500
Gneis
75
50 – 157
Diabas
16
10 – 25
Basalt
26
6 – 36
Granulit
10
4 – 16
Kies, Sand, Kiessand
15
1 – 39
Natürlicher Gips, Anhydrit
10
2 – 70
Tuff, Bims
100
< 20 – 200
Ton, Lehm
< 40
< 20 – 90
Ziegel, Klinker
50
10 – 200
Beton
30
7 – 92
Kalksandstein, Porenbeton
15
6 – 80
1500
860 – 2.100
Gips aus der Rauchgasentschwefelung
20
< 20 – 70
Braunkohlenfilterasche
82
4 – 200
Kupferschlacke
Quelle: Bundesamt für Strahlenschutz www.bfs.de/DE/themen/ion/umwelt/baustoffe/radionuklide/radionuklide_node
10)
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Die Radonkonzentration im Erdreich und in der Bodenluft unterscheidet sich daher in Abhängigkeit von Boden- und Gesteinsart. Die zweite wich tige Einflussgröße für das „Radonangebot“ aus dem Untergrund ist die Gasdurchlässigkeit des Bodens, da das Radon von seinem Entstehungsort noch an die Erdoberfläche bzw. die Bodenplatte eines Hauses gelangen muss, bevor es in die Freiluft austreten bzw. in das Haus eindringen kann. Um die variierenden Radonkonzentrationen im Boden in Deutschland abzuschätzen, wurde im Auftrag des Bundesumweltministeriums eine Karte für das gesamte Bundesgebiet erstellt.
_ www.bfs.de/DE/themen/ion/umwelt/radon/karten/boden Gebiete mit hoher Radonverfügbarkeit sind danach u. a. im Erz gebirge, Thüringer Wald, Harz, Fichtelgebirge und Bayerischen Wald zu finden. Dort ist auch erkennbar, dass in vielen weiteren Regionen mittlere bis hohe Radonkonzentrationen zu erwarten sind. Die in Sachsen durchgeführten Messprogramme ermöglichten eine etwas genauere Kartendarstellung im Raster 1 x 1 Kilometer (Abbil dung unten). Die Karte gibt Hinweise, welche Regionen in Sachsen erhöhte Radonkonzentrationen im Untergrund aufweisen. Karten zur Abschätzung des Radonvorkommens liefern jedoch nur einen regionalen Überblick. Genaue Angaben zum Radonangebot an einem bestimmten Baustandort sind daraus nicht ableitbar, da dieses auch auf engem Raum große Unterschiede aufweisen kann.
Radonvorkommen in Sachsen | 13
In Sachsen treten besonders hohe Radonkonzentrationen in der Bodenluft (300 – 500 kBq/m3) vor allem in Regionen des ehemaligen Uranbergbaus auf. Für die Ausweisung der Radonvorsorgegebiete wurden alle Messdaten der Radonkonzentration in der Bodenluft den jeweiligen geologischen Einheiten anhand statistischer Kenndaten zugeordnet. Damit konnten die geologischen Einheiten in die Katogorien „Unauffällig“, „Auffällig“ und „Erhöht“ eingeordnet werden (Abbildung S. 14). Die Ausweisung der Radonvorsorgegebiete erfolgte dann unter Einbe ziehung weiterer Daten, u. a. aus Radonmessungen in Gebäuden gemäß der Vorgaben der Strahlenschutzgesetzgebung innerhalb von Verwal tungsgrenzen auf Gemeindeebene (Abbildung S. 14).
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Radon in Gebäuden Wie und wo kommt Radon ins Haus?
Nach dem Austritt aus der Erdoberfläche verdünnt sich das mit der Bodenluft mitgeführte Radon in der Luft im Freien in der Regel um mehr als das 1.000-fache (Bodenluft meist im Bereich von 10.000 bis 100.000 Bq/m3 gegenüber Freiluft mit ca. 10 Bq/m3). Beim Ein dringen von Bodenradon in Gebäude ist dieser Verdünnungseffekt wegen des beschränkten Luftaustauschs mit der Außenluft jedoch viel geringer. Außerdem wird das Eindringen von Radon in Häuser gefördert, weil in diesen durch Temperaturunterschiede gegenüber dem Boden häufig ein Unterdruck herrscht, der das Ansaugen von Bodenluft bewirkt.
Ventilation Außenluft 100 – 102 Bq/m3
Raumluft 102 – 104 Bq/m3
Rn
Freisetzung aus Brauch- und Trinkwasser
Rn
Ausströmen aus dem Boden
Rn
Rn
Ausströmen aus Baustoffen
Rn Rn Rn Bodenluft 103 – 106 Bq/m3
Rn
Oberflächenwasser 101 – 103 Bq/m3
Rn
Rn
Rn Rn
Grundwasser 103 – 107 Bq/m3
Übertritt aus Baugrund ins Gebäude Migration
Rn
Radonkonzentration in der Umwelt und beim Eindringen von Radon in ein Gebäude
Radon in Gebäuden | 15
Somit liegen die Radonkonzentrationen in Gebäuden oft nur ungefähr um das 100-fache niedriger als in der Bodenluft, d. h. im Bereich von unter 100 bis über 1.000 Bq/m3.
Mögliche Radon-Eintrittspfade in einem Keller an Leitungsdurchführungen und über das Mauerwerk Quelle: Staatliche Betriebsgesellschaft für Umwelt und Landwirtschaft
Zusätzlich zum Eindringen von Bodenradon in Gebäude durch Undichtigkeiten kann Radon auch aus Baumaterialien freigesetzt werden. Weil Radon wasserlöslich ist, kann es mit Trink- bzw. Brauchwasser in Häuser gelangen und beim Duschen oder Kochen freigesetzt werden. Diese Beiträge führen jedoch in der Regel zu we sentlich niedrigeren Radonbelastungen als durch das Eindringen von Bodenradon. Der Beitrag der Baumaterialien liegt dabei im Mittel bei ca. 30 Bq/m³ und übersteigt in der Regel 70 Bq/m³ nicht. In Einzel fällen kann Radon aus Baumaterial bedeutsam werden, wenn Natur steine oder bergbauliche bzw. industrielle Rückstände mit erhöhten Radiumgehalten (z. B. aus der Uranerzaufbereitung, Haldenmaterial oder Kohleschlacken) direkt als Baumaterial, Beton- oder Mörtel zuschlagstoff oder für Fundamente bzw. Hinterfüllungen beim Haus bau verwendet wurden. Wichtig gegen das Eindringen von Radon aus dem Boden ist die Barriere, die die Bodenplatte und die erdberührten Wände eines Hauses darstellen. Sofern keine offenen Undichtigkeiten (z. B. Risse oder
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Spalten an Leitungsdurchführungen) vorhanden sind, erreicht nur das Radon den Innenraum, das während der Diffusion 11) durch diese Barriere noch nicht zerfallen ist (Halbwertszeit 2) 3,8 Tage, nach 3 Halbwertszeiten ist fast 90 Prozent der Ausgangsmenge zerfallen). Besondere Aufmerksamkeit ist geboten, wenn sich ein Gebäude in unmittelbarer Nähe von Bergbauhalden befindet oder eine luft gängige Verbindung mit unterirdischen Hohlräumen besteht. Hier können stark erhöhte Radonkonzentrationen auftreten. So wurden die höchsten Radonkonzentrationen in Gebäuden mit einer Verbin dung zu Grubenhohlräumen gemessen. Da im Erzgebirge und Vogt land bereits seit Jahrhunderten ein intensiver Bergbau betrieben wurde, sind insbesondere hier Gebäude mit Verbindungen zu unter irdischen Hohlräumen anzutreffen. Jahreszeitliche Unterschiede Die Radonkonzentrationen in Gebäuden unterliegen jahreszeit lichen Schwankungen. Da im Winter meist deutlich weniger gelüftet wird, ist die Luftwechselrate geringer. Da außerdem der Temperaturunterschied zwischen dem Boden und dem Hausinneren größer als im Sommer ist, sind in dieser Zeit meist höhere Konzentrationen als in der warmen Jahreszeit festzustellen. In der Abbildung S. 18 ist hierfür ein Beispiel dargestellt, das verdeutlicht, dass die Innen raum-Radonkonzentration im Winter um ein Mehrfaches höher liegen kann als im Sommer.
11)
E indringen in Folge des Konzentrationsunterschieds, im Gegensatz zum „Strömen“ durch ein Loch aufgrund von Druckunterschieden.
Radon in Gebäuden | 17
Verlauf der Monatsmittelwerte der Radonkonzentration in einem Erdgeschossraum 12)
Die jahreszeitlichen Unterschiede sind nicht in jedem Jahr gleich groß. Hierfür sind unterschiedliche Witterungsverhältnisse in den Jahren verantwortlich. So können die Jahreszeiten wärmer oder kälter ausfal len. Einen wichtigen Einfluss haben auch die ebenfalls veränderlichen Windverhältnisse an den Außenwänden, da diese den Luftaustausch über Undichtigkeiten an Fenstern und Türen bestimmen. Beispiel für witterungsbedingt variierende Jahresmittelwerte in einem Wohngebäude in Sachsen 12)
12)
Quelle: Staatliche Betriebsgesellschaft für Umwelt und Landwirtschaft
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Radonkonzentrationen in Wohnungen Die durchschnittliche Radonkonzentration in Wohnungen liegt in Deutschland bei ca. 50 Bq/m³. Die Spitzenwerte erreichen mehrere 1.000 Bq/m³. Sie treten jedoch nur sehr selten auf (geschätzt 4 von 10.000 Wohnungen). Etwa 10 Prozent der Aufenthaltsräume im Erdgeschoss von Einund Zweifamilienhäusern weisen eine Konzentration von mehr als 100 Becquerel pro Kubikmeter auf. Etwa 3 Prozent der Aufenthaltsräume im Erdgeschoss von Ein- und Zweifamilienhäusern weisen eine Konzentration von mehr als 300 Becquerel pro Kubikmeter auf. Gegenüber dieser mittleren Verteilung für die gesamte Bundesrepublik, gibt es jedoch auch erhebliche regionale Unterschiede. So liegt z. B. auf Grund der geologischen und bergbaulichen Gegebenheiten so wie der Bausubstanz der Mittelwert in sächsischen Wohnungen bei ca. 80 Bq/m3. In Gebieten mit niedrigen Mittelwerten können auch einzelne Fälle hoher Radonkonzentrationen auftreten.
Eintrittspfade, Gebäudeeinfluss und Nutzungsverhalten Die Konstruktion des Hauses und vor allem die Dichtigkeit seiner erdberührten Hülle (Bodenplatte, Kellerwände, Durchführungen von erdverlegten Leitungen) sind entscheidend dafür, welche Eintritts pfade für das Bodenradon vorhanden sind und welche Menge an Radon aus dem Boden in das Gebäude gelangen kann (s. Abbildung auf der nächsten Seite). Neben dem Radonangebot im Boden und dem Vorhandensein von Eintrittspfaden für Radon in das Haus spielen die Gewohnheiten der Bewohner bzw. Nutzer (z. B. bei Arbeitsräumen) eine wichtige Rolle. An erster Stelle steht hierbei das Lüften der Räume, da durch den Aus tausch mit der Außenluft eine deutliche Verdünnung erreicht wird. Darüber hinaus ist die Radonkonzentration in den verschiedenen Etagen und Räumen eines Gebäudes vom Luftaustausch innerhalb des Hauses, von der Raumaufteilung und dem Nutzungsverhalten der Bewohnerinnen und Bewohner abhängig.
Radon in Gebäuden | 19
Das aus dem Baugrund in den Kellerbereich bzw. bei fehlender Unterkellerung in das Erdgeschoss gelangte Radon breitet sich vor allem über Treppenaufgänge, Leitungsschächte sowie sonstige Ka bel- und Rohrdurchführungen in die höheren Etagen aus (s. auch Abbildung S. 23). In der Regel ist dabei eine Abnahme der Radonkon zentration gegenüber dem Keller- bzw. Erdgeschoss festzustellen.
Rn Rn
Kabelschächte
Rn Rn Fugen zwischen Kellerwänden und Fundamentplatte
Risse in Kellerwänden und im Fundament
Rn Durchführungen von Rohren und
Rn
Leitungen
Eintrittspfade und Ausbreitung des Radons im Haus
Sind die Nutzenden nicht anwesend oder nicht aktiv (z. B. während der Nachtstunden), so fehlt in dieser Zeit der sonst durch das Öff nen von Türen und das Umhergehen verursachte Luftaustausch und die Radonkonzentration erreicht oft höhere Werte als während der aktiven Nutzung.
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Radoneintrittspfade an unzureichend abgedichteten Leitungsdurchführungen Quelle: Staatliche Betriebsgesellschaft für Umwelt und Landwirtschaft
Mittlere Tagesgänge der Radonkonzentration in einem Büroraum im Erdgeschoss (Stundenmittelwerte aus Stundenmessungen über 2 Wochen) 13)
Das Diagramm verdeutlicht diesen Zusammenhang am Beispiel eines Büroraums, der während der Nutzungszeit (Arbeitsstunden an Werktagen) weniger als die halbe Radonkonzentration aufweist als während der Zeiten, in denen niemand anwesend ist und daher die Radonbelastung auch nicht wirken kann. 13)
Quelle: Staatliche Betriebsgesellschaft für Umwelt und Landwirtschaft
Radon in Gebäuden | 21
Gesetzliche Regelungen zum Radonschutz
Entsprechend Strahlenschutzgesetz vom 27. Juni 2017 In Deutschland gelten seit dem 31.12.2018 nachfolgende Regelungen zum Schutz vor Radon.
Referenzwerte Sowohl für den privaten Wohnbereich als auch für Arbeitsplätze in Innenräumen gilt ein Referenzwert14) der Radon-Aktivitätskonzentration von 300 Bq/m³ im Jahresmittel15). Da es keinen Schwellen wert für die gesundheitliche Wirkung für Radon gibt, sollte immer versucht werden, die Radonkonzentrationen auch unterhalb dieses Wertes so weit als möglich zu senken. Welcher Wert tatsächlich erreicht werden kann, hängt neben den baulichen und lüftungstech nischen Möglichkeiten oft auch von den variierenden Witterungs verhältnissen und vom Nutzerverhalten ab. Radonvorsorgesorgegebiete in Sachsen In Sachsen wurden zum 31.12.2020 Radonvorsorgegebiete festgelegt (SächsABl. S. 1362). Das sind Gebiete, in denen mit höherer Wahrscheinlichkeit eine Überschreitung des Referenzwertes in Gebäuden im Jah resmittel erwartet wird16). In diesen Gebieten sind neben der Pflicht zur Radonmessung an Arbeitsplätzen im Erd- oder Kellergeschoss eines Gebäudes auch besondere Anforderungen beim Neubau von Gebäuden einzuhalten. (Karte der Radonvorsorgegebiete siehe auch S. 14) Radonmaßnahmenplan des Bundes Im Radonmaßnahmenplan des Bundes vom März 2019 sind die Maß nahmen benannt, die zu einer besseren Aufklärung der Bevölkerung und relevanter Personen mit Entscheidungsbefugnissen führen sollen, sowie die Maßnahmen, die eine bessere Erhebung der tat sächlichen Betroffenheit ermöglichen. Außerdem enthält er Infor mationen und Maßnahmen zur Weiterbildung von Radonfachkräften und zu praktischen Methoden der Radonreduzierung. Er soll regel mäßig mindestens im Abstand von zehn Jahren aktualisiert werden. eferenzwert laut Gesetz zum Schutz vor der schädlichen Wirkung radio R aktiver Strahlen (StrlSchG): In bestehenden Expositionssituationen … ein festgelegter Wert, der als Maßstab für die Prüfung der Angemessenheit von Maßnahmen dient. Ein Referenzwert ist kein Grenzwert. 15) StrlSchG §§ 124, 126 16) Radonvorsorgegebiete in Sachsen – www.strahlenschutz.sachsen.de/radon vorsorgegebiete-in-sachsen-31295.html 14)
22 | Gesetzliche Regelungen zum Strahlenschutz
Schutz vor Radon in Aufenthaltsräumen Bei Neubau und bestehenden Gebäuden
Neue Gebäude sind entsprechend StrlSchG so zu errichten, dass ein Zutritt von Radon aus dem Baugrund verhindert oder erheblich erschwert wird. Werden Veränderungen an Gebäuden vorgenommen, die zu einer erheblichen Verminderung der Luftwechselrate führen, sollen Maß nahmen zum Schutz vor Radon in Betracht gezogen werden. Für bestehende Aufenthaltsräume, in denen der Referenzwert überschritten wird, sollen Informationen bereitgestellt werden, wie die Radonkonzentration durch technische oder andere Mittel ver ringert werden kann. Dieser Anforderung ist der Freistaat Sachsen bereits durch das Erarbeiten der „Maßnahmenbroschüre“ 17) und die Einrichtung einer Fallbeispieldatenbank 18) nachgekommen.
Übersicht typischer Radoneintrittspfade in Bestandsgebäuden 17) 18)
Radonschutzmaßnahmen: publikationen.sachsen.de/bdb/artikel/26126 adondatenbank Fallbeispiele: www.koraev.de/html/datenbank1.html R
Schutz vor Radon in Aufenthaltsräumen | 23
Schutz vor Radon an Arbeitsplätzen Umfassende Pflichten für Arbeitsplatz verantwortliche
Bis zum Jahr 2018 gab es nur für spezielle Arbeitsplätze in
_ untertägigen Bergwerken, Schächten und Höhlen, einschließ lich Besucherbergwerke
_ Radon-Heilbädern und -Heilstollen _ Anlagen der Wassergewinnung, -aufbereitung und -verteilung eine Betrachtung der auf den Arbeitsplatz bezogenen RadonExposition im Rahmen der Strahlenschutzverordnung. Da in den letztgenannten Anlagen sehr große Wassermengen durch gesetzt werden und z. B. als Rohwasser gehobenes Grundwasser noch nicht entlüftet ist (d. h. deutlich mehr Radon enthält als Oberflächen wasser), kann die Entgasung des Radons aus dem Wasser hier eine wichtige Rolle spielen. Mit Inkrafttreten der neuen Strahlenschutzgesetzgebung wurden die Pflichten an Arbeitsplätzen deutlich erweitert. In Sachsen besteht seit dem 31. Dezember 2020 die Pflicht zur Mes sung der Radon-222-Aktivitätskonzentration an Arbeitsplätzen, wenn sich diese in Kellern oder in Erdgeschossräumen von Gebäuden in festgelegten Radonvorsorgegebieten befinden. Ergibt eine Messung, dass der Referenzwert überschritten wird, sind, unabhängig davon ob eine Pflicht zur Messung bestand, die Arbeits platzverantwortlichen verpflichtet, Maßnahmen zur Reduzierung der Radon-222-Aktivitätskonzentration durchzuführen und deren Wirk samkeit durch eine wiederholte Messung zu überprüfen. Sofern diese Maßnahmen nicht erfolgreich sind und der Referen zwert von 300 Bq/m³ weiterhin überschritten wird, sind die betrof fenen Arbeitsplätze bei der zuständigen Behörde anzumelden und es ist eine Abschätzung der Exposition der Arbeitskräfte durchzuführen.
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Wird dabei festgestellt, dass eine effektive Dosis von 6 mSv/a über schritten werden kann, sind geeignete Maßnahmen zu treffen um die Exposition so gering wie möglich zu halten und die Anforderungen des beruflichen Strahlenschutzes umzusetzen. Das heißt, dass die betroffenen Arbeitskräfte der Strahlenschutzüberwachung unter stellt werden. Diese Regelung gilt sinngemäß seit 2001 für die o. g. speziellen Arbeitsplätze.
Zusammenfassung der gesetzlichen Regelungen zum Radonschutz Der Schutz vor Radon in Aufenthaltsräumen und an Arbeitsplätzen ist in den §§ 121 – 132 des Strahlenschutzgesetzes (StrlSchG) vom 27. Juni 2017 sowie in den §§ 153 – 158 der Strahlenschutzverordnung (StrlSchV) vom 29. November 2018 geregelt. Die einzuhaltenden Wer te und wesentlichen Pflichten sind im Folgenden stichpunktartig zusammengefasst:
_ Der Referenzwert für Radon in Aufenthaltsräumen und an Arbeitsplätzen in Innenräumen beträgt 300 Bq/m³ im Jahresmittel. Ein Referenzwert ist ein festgelegter Wert, der als Maßstab für die Prüfung der Angemessenheit von Maß nahmen dient. Ein Referenzwert ist kein Grenzwert.
_ Radonvorsorgegebiete sind Regionen, die aufgrund geo logischer oder sonstiger Gegebenheiten erhöhte Radonkon zentrationen erwarten lassen. Die Festlegung der Gebiete für Sachsen wurde im Sächsischen Amtsblatt bekanntgegeben und trat am 31. Dezember 2020 in Kraft (SächsABl. S. 1362).
_ Neue Gebäude sind so zu planen und zu errichten, dass der Eintritt von Radon in Gebäude verhindert oder erheblich erschwert wird. Werden Neubauten in einem Radonvorsorge gebiet geplant, so sind entsprechend wirksamere Maß nahmen zum Radonschutz vorzusehen.
_ Nach Veröffentlichung der Radonvorsorgegebiete ergeben sich für die Verantwortlichen für Arbeitsplätze die umseitigen Verpflichtungen.
Schutz vor Radon an Arbeitsplätzen | 25
Pflichten der Verantwortlichen für Arbeitsplätze
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Ehemaliger Uranerzbergbau Eine wichtige Rolle spielt das Radon auch beim Strahlenschutz für die Beschäftigten der Wismut GmbH bei der Sanierung der Hinterlassen schaften des ehemaligen Uranerzbergbaus. Auf Grund des hohen Radiumgehalts des Uranerzes können sich in Grubenhohlräumen unter Tage erhebliche Radonkonzentrationen aufbauen. Um die Bergarbeiter zu schützen, ist eine gezielte und ausreichende Frisch luftzufuhr erforderlich. Außerdem muss auch bei Sanierungsarbeiten an Abraumhalden und Absetzanlagen mit erhöhten Radonkonzen trationen gerechnet werden. Die betroffenen Arbeitnehmer unter liegen deshalb der strahlenschutzrechtlichen Überwachung.
Profilierung und Abdeckung einer Halde des Uranerzbergbaus
Schutz vor Radon an Arbeitsplätzen | 27
Radonmessung Grundlage aller Vergleiche und Bewertungen bei der Beschäftigung mit dem Thema „Radon“ sind Messwerte der Radonaktivitätskon zentration. Daher ist es wichtig, diese Messungen mit geeigneten und dem konkreten Untersuchungszweck angepassten Messverfah ren durchzuführen. Für Aufenthaltsräume wird die Erfassung von Jahresmittelwerten empfohlen, um gesicherte Aussagen zur Expo sition treffen zu können und über die Durchführung von geeigne ten Radonschutzmaßnahmen zu entscheiden. Für Messungen an Arbeitsplätzen nach dem Strahlenschutzgesetz ist die Bestimmung der Radonkonzentration über den Zeitraum von 12 Monaten gesetz lich vorgeschrieben. Bei erhöhten Radonkonzentrationen in Innen räumen können detailliertere Untersuchungen helfen, die Ursachen zu ermitteln. Dabei werden neben der Erfassung standort- und nut zungsspezifischer Informationen auch Eintrittspfade, Quellen und Ausbreitungswege des Radons identifiziert.
Messung der Radonaktivitätskonzentration mit einem Exposimeter mit Kernspur detektor zum Vergleich mit einem Zielwert.
Messverfahren für Radon in Innenräumen Messungen der Radonkonzentration in Innenräumen sind mit den oft eingesetzten Exposimetern mit Kernspurdetektoren19) einfach und kostengünstig selbst durchführbar. Diese Messgeräte können an unauffälligen Stellen im Raum eingesetzt werden und wirken kaum störend. Sie benötigen keinen Strom und senden keine Geräu sche oder Licht aus. 19)
Ein Kernspurdetektor enthält ein empfindliches, filmartiges Material, in dem die Alphateilchen des Radons feine Spuren hinterlassen, die durch Ätzung sichtbar gemacht und unter dem Mikroskop ausgezählt werden können
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Messung von Radon in Aufenthaltsräumen Für die Messungen in Wohngebäuden in Aufenthaltsräumen sind keine bestimmten Messgeräte vorgeschrieben. Es ist jedoch empfehlenswert, hierfür qualitätsgeprüfte Messgeräte einzusetzen. Bei entsprechenden Firmen und anerkannten Stellen können die Detektoren einfach selbst bestellt werden (siehe Anhang). Anerkannte Stellen haben beim Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) nachgewiesen, dass sie die Qualitätsanforderungen an die Messgeräte sowie an die Auswertung der Ergebnisse nach der Strahlenschutzverordnung er füllen. Der Messzeitraum sollte mehrere Monate, besser noch ein Jahr umfassen, da die Radonkonzentration in Innenräumen zeitlich stark schwanken kann. Das ist darauf zurückzuführen, dass für die Radon konzentration in Innenräumen neben der Stärke des Radoneintritts und den Ausbreitungswegen im Gebäude auch unterschiedliche Wetterverhältnisse, das saisonal abweichende Lüftungsverhalten sowie das Nutzerverhalten eine maßgebliche Rolle spielen. In der Heizperiode können zudem höhere Temperatur- und Druckdifferenzen zwischen Boden und Gebäudeinnerem zu einem verstärkten konvek tiven Eindringen des Radons führen (Kamineffekt). Werden die Messungen über eine Dauer von weniger als 12 Monaten durchgeführt, sollte die Hälfte des Messzeitraumes die Heizperiode umfassen.
Kernspurdetektor zur Messung von Radon in Innenräumen über Zeiträume bis zu einem Jahr.
Radonmessung | 29
Messung von Radon an Arbeitsplätzen Für die gesetzlich verpflichtenden Messungen der Radonkonzen tration an Arbeitsplätzen in Innenräumen in Keller- und Erdgeschoss räumen in den Radonvorsorgegebieten (Festgelegte Gebiete nach § 121 Strahlenschutzgesetz) bzw. an Arbeitsplätzen nach Anlage 8 des Strahlenschutzgesetzes ist der Einsatz von Messgeräten von einer vom Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) anerkannten Stelle nach § 155 Strahlenschutzverordnung zwingend notwendig. Diese Messungen sind nach den allgemein anerkannten Regeln der Technik über die Dauer von 12 Monaten durchzuführen (siehe Seite 26). Messverfahren zur Ermittlung der Radonkonzentration in Innenräumen Zweck der Messung
Dauer der Messung
passiv
elektronisch
Bestimmung der im Jahresmittel herrschenden Radonkonzentration; durch Vergleich mit Referenzwert als Entscheidungsgrundlage für Maßnahmen; Messungen an Arbeitsplätzen (Erstmessung nach § 127 StrlSchG; Kontrollmessung nach § 128 StrlSchG; Erst bewertung nach Kap. 5 der DIN ISO 11665-8)
Einige Wochen bis ein Jahr20)
Messung mit Kernspur- oder Elektretde tektoren in Diffusions kammern und anschließende Laborauswer tung
bei speziellen Fragestellun gen: wiederhol te zeitaufgelös te Messungen über bestimmte Zeitabschnitte mit elekt ronischen Messgeräten
Orientierungsmessung (Screening), Erfassung kurzzeitiger Schwankungen bzw. des Tagesganges (z. B. zur Ursachenermittlung erhöhter Radonkonzen trationen) (zusätzliche Untersuchungen nach Kap. 6 der DIN ISO 11665-8)
Einige Tage bis wenige Wochen19)
Messung mit passiven Messgeräten wie Kernspur detektoren, Elektret detektoren oder Radon sammler mit Aktivkohle, und anschließende Auswertung im Labor
Kontinuierliche Messung mit elektrischen Messgeräten mit Abspei cherung einer Zeitreihe der Messwerte; evtl. mit aktiver Probenahme (Luftansaugung durch Pumpe)
grobe Orientierungsmessung, Eintrittspfadsuche (zusätz liche Untersuchungen nach Kap. 6 der DIN ISO 11665-8)
Minuten / Stunden
–
20)
Messverfahren
Messungen an Arbeitsplätzen, an denen nach § 127 Strahlenschutzgesetz die Radonkonzentration verpflichtend ermittelt werden muss, sind über eine Gesamtdauer von 12 Monaten durchzuführen.
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Weiterführende Messungen von Radonkonzentrationen Radonmessungen mit elektronischen, direkt anzeigenden Messge räten sind insbesondere für die Ursachenermittlung bei erhöhten Radonkonzentrationen zielführend. Auch zur ersten Orientierung bzw. ergänzend zu Langzeitmessungen mittels Exposimetern sind Radonmonitore einsetzbar. Mit diesen Messgeräten kann bereits nach einigen Tagen bis Wochen ein Messwert abgelesen werden. Auf Grund der witterungsabhängigen sowie saisonalen Schwankungen der Radonkonzentration lässt sich aus kurzzeitigen Spitzen bzw. Mittelwerten über kurze Zeiträume aber nicht zuverlässig ein Hand lungsbedarf oder eine Gefährdung ableiten. Von Kurzzeitmessungen lässt sich nicht auf den Jahresmittelwert und somit auf die Einhal tung des gesetzlichen Referenzwertes von 300 Bq/m³ schließen.
Radonmessung mit einem Radonmonitor in einem Neubau
Messverfahren für Radon in der Bodenluft Für die Messung der Radonaktivitätskonzentration in der Bodenluft existieren verschiedene Verfahren, deren Vergleichbarkeit zurzeit noch untersucht wird: Messverfahren zur Ermittlung der Radonkonzentration in der Bodenluft Beprobung
Messung
Ansaugen von Bodenluft mit einer rohrförmigen, gegen den Boden abgedichteten Sonde aus 1 m Tiefe
Messung der Szintillation21) der entnommenen Bodenluftprobe im Labor
Kontinuierliches Fördern der Bodenluft aus 1 m Tiefe durch eine rohrförmige Sonde mittels einer Pumpe
gleichzeitig Messung mittels Radonmonitor im Durchfluss betrieb
Registrierung der Alphateilchen mit einem Kernspurdetektor
Messung in 1 m Tiefe und an schließende Laborauswertung
Als Szintillation (lat. „Funkeln“) bezeichnet man die Eigenschaft bestimmter Stoffe, auf das Einwirken ionisierender Strahlung mit dem Aussenden von Lichtblitzen zu reagieren, die bei der Messung gezählt werden.
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Die in der Tabelle genannten Verfahren zur Bestimmung der Radon konzentration in der Bodenluft werden sowohl für Kartierungen als auch für Baugrunduntersuchungen eingesetzt. Beim Vergleich der Ergebnisse von Bodenluftmessungen ist zu beachten, dass die Mess ergebnisse auch bei fehlerfreier Beprobung (keine Verdün nung der Probe mit atmosphärischer Luft durch Undichtigkeiten) sehr stark von den äußeren Bedingungen bei der Probenahme beein flusst sein können (Bodenfeuchte, Temperatur, Luftdruck). Des Wei teren unterliegen die Radonaktivitätskonzentrationen im Boden sehr starken Schwankungen. Diese sind durch tägliche und jahreszeitliche Änderungen des Atmosphärendrucks und der jeweiligen Bo dendurchfeuchtung bedingt. Zur Bewertung der Ergebnisse der Messungen in der Bodenluft sollte auch die Gasdurchlässigkeit des untersuchten Bodens betrachtet werden.
Beprobung der Bodenluft mit einer 1 Meter-Packersonde zur Ermittlung der Radonkonzentration in der Bodenluft.
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Schutzmaßnahmen Wege, die Belastung zu verringern
Während sich auf das Vorhandensein des Radons im Boden kaum Einfluss nehmen lässt, gibt es eine ganze Reihe von Möglichkeiten für den Radonschutz von Gebäuden. Weil die drei Hauptfaktoren
_ Radonangebot des Baugrundes, _ Eintrittsmöglichkeiten des Bodenradons in das Haus sowie _ Ausbreitung des Radons im Haus und das Nutzungsverhalten in unterschiedlichem Maße zur Radonkonzentration beitragen, gibt es keinen universellen Radonschutz, der alle Situationen gleichermaßen abdeckt. Radonsanierung bei bestehenden Gebäuden Bei bereits bestehenden Gebäuden sind die Suche nach den Eintrittsstellen des Radons sowie die Prüfung der baulichen Gegebenheiten wesentliche Voraussetzungen für eine erfolgreiche und kostengünstige Sanierung. Wenn Radoneintrittspfade (z. B. un genügend abgedichtete Leitungsdurchführungen) durch Messungen nachgewiesen wurden, kann im Sinne einer sparsamen Kleinrepara tur die Abdichtung versucht werden. Wenn jedoch Radon an vielen Stellen gleichzeitig oder sogar flächenhaft eindringt, überfordern die notwendigen Maßnahmen den Heimwerker oftmals. In diesen Fällen sollte die Analyse der Ausgangssituation, die Planung und die Ausführung des Radonschutzes in die Hände von Fachfirmen gelegt werden. Meist gibt es mehrere Ansatzpunkte, die sich jedoch hinsichtlich des Aufwandes, der Kosten und der Wirksamkeit der möglichen Maßnahmen deutlich unterscheiden können.
Schutzmaßnahmen | 33
_ Wenn möglich, Änderung der Raumnutzung _ Verbesserung der Druckverhältnisse: - Unterbodenentlüftung mittels Sammelschacht bzw. über mehrere Ansaugstellen - Entlüftung von Hohlböden _ Abdichtung von: - Leitungsdurchführungen, - offenkundigen Undichtigkeiten (z. B. Risse), - Flächen mittels Dichtungsbahnen oder Anstrichen Beispiele für den Radonschutz bei bestehenden Gebäuden
Radonbeeinflussung durch Nutzungsverhalten Oft hat die Anreicherung des Radons in den Aufenthaltsräumen mehr mit dem Verhalten der Nutzer als mit dem Gebäude selbst zu tun. So liegt in ca. 90 Prozent des Altbaubestandes in Deutschland der Luft wechsel unter 0,5 pro Stunde22), der als Mindestluftwechsel u. a. zur Vermeidung von Schimmelpilzbefall empfohlen wird. Die Einhaltung des Mindestluftwechsels würde wegen der damit verbundenen stär keren Verdünnung des Radons die mittleren Radonkonzentrationen in der Atemluft deutlich senken. Durch Maßnahmen zum verbesserten Wärmeschutz wird z. B. oft die Luftdichtigkeit des Gebäudes auf Kosten des natürlichen Luftwechsels verändert. Da Wohnhäuser meist nicht mit einer technischen Lüftungsanlage ausgestattet sind, hängt es stark vom individuellen Verhalten bei der Fensterlüftung ab, welcher Luftwechsel in einer Wohnung erreicht und wie weit deshalb das Radon in der Atemluft verdünnt wird. 22)
Ein Luftwechsel von 0,5 pro Stunde bedeutet, dass 50 % der Luft des Raumes pro Stunde ausgetauscht wird.
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Da sich häufiges und gründliches, jedoch wegen der Wärmeverluste nicht zu langes Durchlüften auch in anderer Hinsicht gesundheitlich positiv auswirkt (z. B. gegen Schimmelpilz oder flüchtige Stoffe aus Möbeln und Fußbodenbelägen), sollte es bewusst als ein wichtiger Teil der täglichen Verrichtungen wie die Mahlzeiten oder die Körperhygi ene angesehen werden. Radonschutz beim Neubau Bei der Planung von Neubauten ist der Schutz vor Radon zu berücksichtigen. Radonaktivitätskonzentrationen in der Bodenluft von einigen 10 kBq/m3 lassen sich durch normgerechten und fehler frei ausgeführten Schutz gegen die Bodenfeuchte gut beherrschen. Zusätzliche Radonschutzmaßnahmen bei hohem Radonangebot im Boden können zu verhältnismäßig geringen Kosten realisiert werden, sofern sie von vornherein geplant und in den Bauablauf eingeordnet werden. In jeder Region Sachsens, in der mit mittleren bis hohen Radonak tivitätskonzentrationen in der Bodenluft zu rechnen ist, sollte daher grundsätzlich über Radonschutzmaßnahmen nachgedacht werden. Ein/e sachkundige/r Bauingenieur/in oder Architekt/in sollte jeweils angemes sene Schutzmaßnahmen im Fundament- und Kellerbereich planen. In Radonvorsorgegebieten ist ohnehin, über den allgemeinen Feuchte schutz hinaus eine weitere zusätzliche Radonschutzmaßnahme auszuführen. Die Abbildung auf der Seite 36 verdeutlicht an welchen Stellen der spezielle Radonschutz bei einem Neubau angesetzt werden kann. Zusätzlich besteht auch die Möglichkeit, Nutzungen mit langen täglichen Aufenthaltszeiten (z. B. Kinder- oder Schlafzimmer) vor sorglich nicht im Kellerbereich bzw. einem nicht unterkellerten Erd geschoss zu planen, weil dort meist höhere Radonaktivitätskonzen trationen anzutreffen sind als in den darüber liegenden Etagen.
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Beispiele für Radonschutzmaßnahmen beim Neubau
_ Drainschichten im Baugrund mit Be- und Entlüftungs system zur gezielten Ableitung von Bodenluft mit hoher Radonaktivitätskonzentration. _ Gasdichte Baufolien unter der Bodenplatte und an den Kellerwänden (Folien miteinander gasdicht verbunden) als Sperre gegen Bodenluft. _ Heizungsanlagen ohne Unterdruckerzeugung (mit direkter Außenluftzufuhr) zur Reduzierung des Ansaugens von Bodenluft. _ Geeignete Lüftungsanlagen
Detailliertere Informationen zu möglichen Radonschutzmaßnahmen geben Publikationen von Landes- und Bundesbehörden (Radon schutzmaßnahmen – Planungshilfe für Neu- und Bestandsbauten und Radon-Handbuch Deutschland, Bezugsmöglichkeiten s. S. 37). Detailliertere Informationen zu möglichen Radonschutzmaßnahmen bei Neu- und Bestandsbauten sind in der Broschüre „Radonschutz maßnahmen“ www.publikationen.sachsen.de/bdb/artikel/26126 zu finden.
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Adressen und Ansprechpartner Auf einen Blick
Radonberatung in Sachsen: Vom Freistaat Sachsen wird eine Bera tung zu Radon in Gebäuden kostenlos angeboten. Außerdem werden kos tenlose Radonmessungen im Rahmen von Messprogrammen des Freistaates durch die Radonberatungsstelle durchgeführt (Teilnahmebedingungen auf Anfrage). Allgemeine Fragen, Messung, Messprogramme: _ Radonberatungsstelle der Staatlichen Betriebsgesellschaft für Umwelt und Land wirtschaft Dresdner Straße 183 09131 Chemnitz Telefon: +49 371 46124-221 E-Mail: radonberatung@ smekul.sachsen.de www.bful.sachsen.de Bauliche und lüftungstechnische Fragen zum Radonschutz: _ Sächsische Energieagentur – SAENA GmbH Pirnaische Straße 9 01968 Dresden Telefon: +49 351 4910-3152
Zuständige sächsische Landesbehörden: Sächsisches Staatsministerium für Energie, Klimaschutz, Umwelt und Landwirtschaft Referat Strahlenschutz, Gentechnik, Chemikalien Bürgertelefon: +49 351 564 -20500 E-Mail: info@smekul.sachsen.de www.smekul.sachsen.de Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie Referat Strahlenschutz – Altlasten, Radon, Notfallschutz Söbrigener Straße 3a 01326 Dresden Pillnitz Bürgertelefon: +49 351 2612-9999 E-Mail: abt5.lfulg@smekul.sachsen.de www.lfulg.sachsen.de Informationsmaterial der sächsischen Behörden Internetautritt – Strahlenschutzportal www.radon.sachsen.de Radonschutzmaßnahmen – Planungshilfe für Neu- und Bestandsbauten www.publikationen.sachsen.de/bdb/ artikel/26126 Radonvorsorgegebiete in Sachsen www.publikationen.sachsen.de/bdb/ artikel/36628
Adressen und Ansprechpartner | 37
Schutz vor Radon an Arbeits plätzen in Innenräumen www.publikationen.sachsen.de/bdb/ artikel/36105 Informationen von Bundesbehörden: Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz 11055 Berlin Telefon: +49 228 993050 www.bmuv.de/service Publikationen des Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz www.bmuv.de/service/publikationenund-downloads Radon-Handbuch Deutschland: Bundesamt für Strahlenschutz www.bfs.de/SharedDocs/Downloads/ BfS/DE/broschueren/ion/radonhandbuch.html Informationen des Bundesamtes für Strahlenschutz (BfS) zum Radonschutz: www.bfs.de/DE/themen/ion/ umwelt/radon/radon_node.html
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Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz www.bmuv.de/themen/strahlen schutz/ionisierende-strahlung/radon Bundesamt für Strahlenschutz Abteilung UR Köpenicker Allee 120 –130 10318 Berlin Telefon: +49 30 183334210 Telefax: +49 30 183334885 E-Mail: ePost@bfs.de www.bfs.de Radonmessungen: Liste der vom Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) anerkannten Stellen nach § 155 StrlSchV: www.bfs.de/DE/themen/ion/ service/radon-messung/ anerkennung/anerkennung.html #anbieter
Herausgeber: Sächsisches Staatsministerium für Energie, Klimaschutz, Umwelt und Landwirtschaft (SMEKUL) Postfach 10 05 10 | 01075 Dresden Telefon: +49 351 564-20500 E-Mail: info@smekul.sachsen.de | www.smekul.sachsen.de Diese Veröffentlichung wird mitfinanziert durch Steuermittel auf Grundlage des vom Sächsischen Landtag beschlossenen Haushaltes. Redaktion: Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie (LfULG); Staatliche Betriebsgesellschaft für Umwelt und Landwirtschaft (BfUL); SMEKUL, Referat Strahlenschutz, Gentechnik, Chemikalien Redaktionsschluss: 10. August 2023 Gestaltung und Satz: genese Werbeagentur GmbH Fotos: Michael Reiter, Hannes Wilke (Titel); Heimrich & Hannot GmbH (6, 15, 20, 34, 36); www.fotolia.de: Peter Günther (3); Kurge sellschaft Schlema mbH (11); BfUL (28, 29, 31, 32); LfULG (27); SMEKUL (16, 21); Michael Reiter (23) Druck: Stoba Druck GmbH Auflagenhöhe: 1.000 Exemplare, 7. überarbeitete Auflage Bezug: Diese Druckschrift kann kostenfrei bezogen werden bei: Zentraler Broschürenversand der Sächsischen Staatsregierung Hammerweg 30, 01127 Dresden Telefon: +49 351 2103-671 Telefax: +49 351 2103-681 E-Mail: publikationen@sachsen.de www.publikationen.sachsen.de Hinweis Diese Informationsschrift wird von der Sächsischen Staatsregierung im Rahmen ihrer verfassungsmäßigen Verpflichtung zur Information der Öffentlichkeit herausgegeben. Sie darf weder von Parteien noch von deren Kandidaten oder Helfern im Zeitraum von sechs Monaten vor einer Wahl zum Zwecke der Wahlwerbung verwendet werden. Dies gilt für alle Wahlen. Missbräuchlich ist insbesondere die Verteilung auf Wahl veranstaltungen, an Informationsständen der Parteien sowie das Einlegen, Aufdrucken oder Aufkleben parteipolitischer Informationen oder Werbemittel. Untersagt ist auch die Weitergabe an Dritte zur Verwendung bei der Wahlwerbung. Auch ohne zeitlichen Bezug zu einer bevorstehenden Wahl darf die vorliegende Druckschrift nicht so verwendet werden, dass dies als Parteinahme des Herausgebers zugunsten einzelner politischer Gruppen verstanden werden könnte. Diese Beschränkungen gelten unabhängig vom Vertriebsweg, also unabhängig davon, auf welchem Wege und in welcher Anzahl diese Informationsschrift dem Empfänger zugegangen ist. Erlaubt ist jedoch den Parteien, diese Informationsschrift zur Unterrichtung ihrer Mitglieder zu verwenden.
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