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25 Jahre lebendige Demokratie

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25 Jahre lebendige Demokratie Freiheit. Einheit. Sachsen


Inhalt 3 Deutschland feiert

18 Mit Engagement zur sächsischen Verfassung

31 Übersicht Projekte 25 Jahre Friedliche Revolution

19 Zusammen(ge)wachsen: 25 Jahre Deutsche Einheit in Sachsen

34 Übersicht Projekte 25 Jahre Deutsche Einheit und Freistaat Sachsen

20 Musik verbindet

38 Konzert »Ermutigung«

21 Moderne Industriekultur erleben – Auf dem Industriekultur-Erlebnispfad Böhlen-Lippendorf

39 Ausstellung »Görlitz – Auferstehung eines Denkmals«

5 Sachsen feiert 6 Förderprogramme des Freistaates Sachsen 8 Museumskoffer zur Friedlichen Revolution im Raum Bischofswerda 9 Entwicklung der App »Leipzig ’89« 10 Die friedliche Besetzung des MfS in Dresden – Zeitzeugen berichten

40 »Literatur als Sprengsatz« 22 Ausstellung »Utopie – Existenz – Utopie« 41 Korea in Dresden

11 1989 – Unsere Heimat, das sind nicht nur die Städte und Dörfer

23 Dresden-Gorbitz: Leben in der Landschaft 24 Musical »Zwischenstopp Vergangenheit«

42 »Grundgelegt« – 25 Jahre kommunale ­Selbstverwaltung in Sachsen

12 Die Friedliche Revolution in Torgau 25 Deutsche Teilung – Deutsche Einheit

43 Die Erinnerung bleibt. Für Freiheit und Demokratie

13 Festprogramm zur Erinnerung an den 7. Oktober 1989 in Plauen

26 SIEDLER – die Forscher MOBIL

14 »unverbesserlich« – zur revolutionären Kraft der Kunst

27 Die Gruppe der 20 – auf dem Weg zur Deutschen Einheit

45 Die Mitglieder der Expertenkommission

15 25 Jahre »19. Oktober 1989« in Zittau

28 Eine Stadt im Wandel. Wie aus Karl-Marx-Stadt Chemnitz wurde

46 Grundsatzpapier 25 Jahre Friedliche Revolution

29 25 Jahre Städtepartnerschaft Hainichen – Dorsten

48 Grundsatzpapier 25 Jahre Deutsche Einheit

44 Die Arbeit der Expertenkommission

16 Umweltbewegung und Umweltschutz von Karl-Marx-Stadt bis Chemnitz 17 GPS-Bildungsroute Leipzig – auf den Spuren des Herbstes ’89

30 Textilkultur Sachsen

Hinweis: Zugunsten der Lesbarkeit wird auf die durchgehende gleichzeitige Verwendung männlicher und weiblicher Sprachformen verzichtet. Mit »Bürger«, »Teilnehmer« usw. sind Menschen beiderlei Geschlechts gemeint.


Einleitende Worte Liebe Leserinnen und Leser, die Friedliche Revolution von 1989 war ein Aufstand vieler Tausender mutiger Bürgerinnen und Bürger, die sich für Freiheit und Demo­kratie eingesetzt haben. Wichtige Impulse für die Revolution gingen von Sachsen aus. Die Revolution führte zur Einheit unseres Vaterlandes und zur Wiedererrichtung des Freistaates Sachsen. Was auf der Straße er­ kämpft wurde, mündete in politischen, demokratischen Entscheidungen in den Parlamenten. Die Friedliche Revolution brachte nicht nur einen Wechsel des politi­ schen und wirtschaftlichen Systems, sie hinterließ auch tiefe Spuren in den Lebensläufen der Ostdeutschen und mancher Westdeutschen. Neben dem wirtschaftlichen Aufbau, der Sanierung von Infrastruktur und Umwelt waren von Anbeginn die Entwicklung einer funktionieren­ den und lebendigen Demokratie in Ostdeutschland und die »innere Einheit« wichtige Ziele. Ein Vierteljahrhundert nach der Revolution kommt es darauf an, sich ihres Erbes zu versichern und es weiterzuentwickeln. Dazu trug die Sächsische Staatsregierung mit zahlreichen Veranstaltungen und zwei Förderprogrammen bei. Eine von mir einberufene Kommission aus 19 Zeitzeugen und Wissenschaftlern begleitete die Jubiläumsaktivi­ täten der Sächsischen Staatskanzlei. Die Sächsische Staatsregierung widmete dem Jubiläum aus Anlass der Friedlichen Revolution und der Wiedergründung des Freistaates Sach­ sen einige Veranstaltungen. So organisierte sie im November 2014 ein Konzert von Wolf Biermann mit dem Zentralquartett in der Dresdner Kreuzkirche. Unter dem Titel »Literatur als Sprengsatz« führte die Staatskanzlei Lesungen mit Schriftstellern in Dresden, Leipzig und Plauen durch. Themen waren die DDR, die Friedliche Revolution und der Einigungsprozess. Am 3. Oktober 2015 feierte der Freistaat Sachsen seine Wiedergründung mit einem Festakt auf der Burg in Meißen. Im November habe ich Bürgermeister und Landräte der ersten Stunde in das Dresdner Albertinum eingeladen, um ihre Aufbauleistung in den

ersten Jahren nach der Friedlichen Revolution zu würdigen. Zwei Tage vor dem 17. Juni 2016 habe ich zudem Menschen geehrt, die in der Sowjetischen Besatzungszone und frühen DDR verfolgt und politisch inhaftiert waren. Ihr schweres Schicksal darf nicht vergessen werden. Aus Anlass der Jubiläen hat die Sächsische Staatsregierung Initiativen und Projekte mit zwei Förderprogrammen unterstützt. Wichtige Ergeb­ nisse der Projekte von Vereinen, Kirchgemeinden, Privatpersonen und politischen Gemeinden sind in dieser Broschüre dargestellt. Ziel der geförderten Projekte war, die historischen Ereignisse von 1989 und die positiven Entwicklungen in Sachsen in den letzten 25 Jahren stärker im kollektiven Bewusstsein zu verankern. Auch sollte zum Einsatz für das Gemeinwesen 25 Jahre nach der Revolution motiviert werden. Die Projekte zielten insbesondere auf junge Menschen, die die DDR und ihr Ende nicht mehr aus eigener Erfahrung kennen. Für die Programme stellte der Landtag der Staatsregierung Haushaltsmittel in Höhe von 1,36 Mio. Euro zur Verfügung. Die gesellschaftliche Entwicklung der letzten beiden Jahre in Sachsen und Deutschland zeigt, dass der Aufbau der Demokratie nie abge­ schlossen und die Freiheit keine Selbstverständlichkeit ist. Es gibt ak­ tuell auch Kritik an politischen Vorgängen und kritische Fragen an Politiker. Die Auseinandersetzung mit dem Erbe der Friedlichen Revolu­ tion und den damals erstrittenen Werten, wie sie etwa in unsere säch­ sische Verfassung eingeflossen sind, sollte gerade deshalb auch in der Zukunft Inspiration und Richtschnur für unser Handeln und unsere Gespräche miteinander sein. Anregungen dafür geben die beiden Thesen­ papiere der Expertenkommission zum Doppeljubiläum, die in dieser Broschüre dokumentiert sind.

Stanislaw Tillich Ministerpräsident des Freistaates Sachsen

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Deutschland feiert die Friedliche Revolution am 9. Oktober 2014 in Leipzig Mit bewegenden Worten, Friedensgebeten und einem Lichtermeer begingen Zehntausende Leipziger und Gäste aus ganz Europa das ­ 25. Jubiläum der entscheidenden Massendemonstration vom 9. Okto­ ber 1989 in Leipzig. Die Demonstration an jenem historischen Montag wurde zum Wendepunkt und ermutigte viele Menschen in der DDR, gegen die SED-Diktatur und für Freiheit und Demokratie auf die Straße zu gehen. Während des Festaktes im Leipziger Gewandhaus würdigten Bundes­ präsident Joachim Gauck und Sachsens Ministerpräsident Stanislaw Tillich den Mut und die Entschlossenheit der Bürger. »Damals war die Demokratie eine Verheißung«, sagte Ministerpräsident Stanislaw Tillich. Er warnte aber auch davor, den Geist von 1989 aus den Augen zu verlieren: »Heute sehen viele nur noch die Mühen der Ebene.« Der Bundespräsident rief den Wert der Freiheit in Erinnerung: »Es war er­ hebend, als wir, die wir uns ein ganzes Leben lang nach Freiheit

g­ esehnt hatten, zum ersten Mal demonstrierten – in der eigenen Stadt, mit den so lange so ängstlichen Landsleuten. Vom aufrechten Gang war damals überall die Rede.« Unter den 1.700 Anwesenden waren zahlreiche Ehrengäste, unter an­ derem Ex-Außenminister Hans-Dietrich Genscher, Friedensnobelpreis­ träger Henry Kissinger und die Staatspräsidenten von Polen, Ungarn, Tschechien und der Slowakei. Nach dem Festakt erinnerten ein Friedensgebet in der Nikolaikirche und das Leipziger Lichtfest mit über 150.000 Besuchern an den Beginn der ersten Montagsdemonstration von 1989, die den Weg für die Fried­ liche Revolution in der DDR bereitete. Leipziger und ihre Gäste wandelten auf dem Innenstadtring, dem historischen Weg des Demonstrations­ zugs, umsäumt von Lichtinstallationen, Performance, Tanz und Musik.

1 Impression vom Lichtfest 2014. Zehntausende Besucher auf dem historischen Demonstrations­ weg, Foto: PUNCTUM Fotografie GmbH

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2 Festrede von Bundespräsident Joachim Gauck, Foto: Stadt Leipzig/Stefan Hoyer

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3 Eröffnung des Lichtfestes durch (v. l.) Ministerpräsident Stanislaw Tillich, Andrej Kiska (Präsident der Slowakei), János Áder (Präsident Ungarns), Daniela Schadt, Bronisław Komorowski (Präsident Polens), Bundespräsident Joachim Gauck, Burkhard Jung, Oberbürgermeister der Stadt Leipzig, Foto: Jens Schlüter/Stadt Leipzig

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Sachsen feiert die Wiedergründung des Freistaates am 3. Oktober 2015 in Meißen Mit dem Ländereinführungsgesetz war im Juli 1990 auch die Wieder­ herstellung des 1952 aufgelösten Landes Sachsen beschlossen worden. Am 3. Oktober trat das Gesetz in Kraft. Zum Freistaat wurde Sachsen einige Tage später durch Beschluss des neu gewählten Landtags. Der Wiedergründung gedachte die Staatsregierung mit einem Festakt auf der Meißner Albrechtsburg. Die Wahl fiel auf das historisch bedeut­ same Meißen, gilt doch die Albrechtsburg als die Wiege Sachsens. Grund zum Feiern hatten auch die Bürger, die sich voller Stolz über eine neu erstrahlte Stadt an der Elbe freuen dürfen. Die Stadt Meißen richtete am Tag der Deutschen Einheit mit Unterstützung der Staats­ kanzlei ein Bürgerfest aus. Höhepunkt war die lebendige Nachgestal­ tung des Dresdner Fürstenzuges. Das 102 Meter lange, als größtes Porzellanbild der Welt geltende Kunstwerk stellt die Ahnen­galerie von 35 Mark­grafen, Herzögen, Kurfürsten und Königen aus dem Geschlecht des Fürstenhauses Wettin, die zwischen 1127 und 1904 in Sachsen geherrscht hatten, dar. Nun zogen die Reiter mit ihrem Fußvolk durch die Meißner Altstadt auf den Burgberg hinauf.

Betriebe, eine geschundene Umwelt und staatlich gelenkte Biografien. Doch eines war auch geblieben: Es waren die Menschen mit ihren Ideen, ihren Vorstellungen und mit ihrer Kraft, die Dinge zum Besseren zu wenden.« An der Feierstunde nahmen auch zahlreiche Zeitzeugen wie der frühe­ re Ministerpräsident Kurt Biedenkopf und der erste Landtagspräsident Erich Iltgen teil. Die Festrede hielt die frühere Bundestagspräsidentin Rita Süssmuth. Weiterer Redner war der frühere Dresdner Oberbürger­ meister Herbert Wagner, der als Mitglied der »Gruppe der 20« einer der Akteure der Friedlichen Revolution gewesen war. Herbert Wagner erin­ nerte an den Besuch von Bundeskanzler Helmut Kohl im Dezember 1989 in Dresden. Dessen bedeutsame Rede an die deutschen Landsleute habe mit der »nun verstärkten Aussicht auf eine mögliche deutsche Wieder­ vereinigung der Länderbildung einen gewaltigen Schub« gegeben. Vor dem Festakt in der Großen Hofstube der Albrechtsburg wurde im benachbarten Meißner Dom ein ökumenischer Gottesdienst gefeiert.

Ministerpräsident Stanislaw Tillich erinnerte bei dem abendlichen Fest­ akt an den Neubeginn vor einem Vierteljahrhundert: »Von der DDR blieb einst ein bitteres Erbe übrig: kaputte Städte, abgewirtschaftete

1 Am selben Ort wie 25 Jahre zuvor: Festakt in der Großen Hofstube der Albrechtsburg, Foto: Matthias Rietschel

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2 Ansprache von Ministerpräsident Stanislaw Tillich, Foto: SK

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3 Ankunft des Fürstenzuges auf der Albrechtsburg, Foto: SK 4 Nach dem Festakt: Alt-Ministerpräsident Kurt Biedenkopf und seine Gattin Ingrid treffen auf den ehemaligen Oberbürgermeister der Landes­hauptstadt Dresden, Herbert Wagner, Foto: SK

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Förderprogramme des Freistaates Sachsen zu 25 Jahren »Friedliche Revolution« sowie »Deutsche Einheit und Freistaat Sachsen« Die Friedliche Revolution ist ein historisches Erbe, auf das Sachsen als ihr Kernland mit Stolz zurückblicken kann. Sie ist Mahnung, dass die Grundwerte unserer Gesellschaft keine Selbstverständlichkeit darstellen, und gleichzeitig Verpflichtung, die damals geforderten und errungenen Werte zu bewahren und zu fördern. Ziel der Förderungen war es, eine Vielzahl an Initiativen zu berück­ sichtigen und die beiden Jubiläen an vielen Orten in Sachsen zu bege­ hen. Die Förderprogramme rückten insbesondere lokale und regionale Entwicklungen in das Blickfeld, die nicht zum Standardrepertoire des Gedenkens und des historischen Rückblicks gehören. Eine von Ministerpräsident Stanislaw Tillich einberufene Experten­ kommission hat die zwei Förderprogramme angeregt und die Sächsi­ sche Staatskanzlei bei der Auswahl der förderungswürdigsten Projekte beraten. Antragsberechtigt waren Kommunen, Vereine, Verbände, freie Träger, Religionsgemeinschaften und Einzelpersonen. Die Summe der beantragten Förderungen überstieg in beiden Programmen die zur Verfügung stehenden Mittel um ein Vielfaches. Förderprogramm »25 Jahre Friedliche Revolution« Die Ereignisse von 1989 besitzen konstitutive Bedeutung für die Deut­ sche Einheit und die Wiedergründung des Freistaates Sachsen. Mit den geförderten Aktivitäten sollte insbesondere die Generation der Nach­ geborenen angesprochen werden. Daher wurden Projekte für ein authen­ tisches, vielschichtiges Geschichtsbild unterstützt, die einen Beitrag dazu leisteten, der Verklärung des DDR-Regimes entgegenzuwirken und historisches Wissen zu vermitteln. Ein weiteres Ziel war, die Lebens­ leistung derjenigen zu würdigen, die die Friedliche Revolution ermög­ licht und durch ihren persönlichen Einsatz getragen haben. Für die Projektförderung standen 500.000 Euro aus Haushaltsmitteln zur Verfügung. Bis zum Ablauf der Antragsfrist am 30. Juni 2014 wurden 103 Anträge auf Förderung eingereicht. Gemäß den Kriterien der Förder­ richtlinie schlug die Expertenkommission Projekte zur Förderung vor.

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Insgesamt 51 Projekte erhielten eine Förderzusage, darunter 32 Projekte von Vereinen und Verbänden, 7 Projekte von Religionsgemeinschaften und Einzelpersonen sowie 12 Projekte von kommunalen Gebietskörper­ schaften. Förderprogramm »25 Jahre Deutsche Einheit und Freistaat Sachsen« Aus dem Förderprogramm wurden Initiativen und Projekte unterstützt, die sich, von der Friedlichen Revolution ausgehend, mit dem darauf­ folgenden Demokratisierungs- und Einigungsprozess auseinandersetzten. Im Mittelpunkt standen der Wiederaufbau des Freistaates Sachsen als demokratisches Gemeinwesen im Sinne einer bewussten Selbstdemo­ kratisierung und die Deutsche Einheit. Für das Förderprogramm zur Deutschen Einheit und Wiedergründung des Freistaates Sachsen wurden 860.000 Euro aus dem sächsischen Haus­ halt bereitgestellt. Mit Ablauf der Antragsfrist am 31. März 2015 waren 228 Projektanträge aus allen Regionen des Freistaates eingegangen, die erneut von der Expertenkommission begutachtet wurden. Insgesamt 74 Projekte wurden gefördert, davon 43 Projekte von Vereinen und Verbänden, 19 Projekte von Gemeinden und Kommunen und 12 Projekte von Religionsgemeinschaften und Einzelpersonen. Anlässlich von 25 Jahren Friedlicher Revolution und Deutscher Einheit gab es nur im Freistaat Sachsen Förderprogramme dieses Umfangs. Den Förderzielen entsprechend gelang es den beiden Programmen, vorhan­ dene Initiativen in Sachsen um neue zu bereichern und zusätzliche Impulse zu geben, sich mit der jüngsten Vergangenheit in Bezug zur Gegenwart zu beschäftigen. Von den 125 geförderten Projekten werden 23 auf den nächsten ­Seiten genauer vorgestellt. Sie stehen für das breite Spektrum an Vorhaben und Initiativen zum Doppeljubiläum, die in ganz Sachsen stattfanden.


Orte der Projektförderungen in Sachsen

Förderorte »25 Jahre Friedliche Revolution«

Förderorte »25 Jahre Deutsche Einheit und Freistaat Sachsen«

www.89-90.sachsen.de

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Ziel des Museumskoffers ist es, junge ­Menschen für Geschichte zu begeistern, Zeit­ zeugenwissen und Diktaturerfahrungen vor dem Vergessen zu bewahren. Axel Becker

Museumskoffer zur Friedlichen Revolution im Raum Bischofswerda Mit dem »Museumskoffer« und dem Online-Archiv zur Friedlichen Revolution in Bischofswerda entstanden zwei vielseitige Instrumente zeitgemäßer Wissensvermittlung. Beide Medien bieten einen regionalen Themenzugang für die schulische und außerschulische Bildung. Dabei setzt der Koffer auf die Erfahrungen von Akteuren der Ereignisse in der DDR und zeigt auch, wie sich das Leben der Menschen in der Region Bischofswerda nach der Wiedervereinigung veränderte. Das Kofferkonzept entwickelte der Bischofswerdaer Archivar Axel Becker. Der Museumskoffer wird durch die Bischofswerdaer Zeitzeugenbörse e. V. für den Unterricht zur Verfügung gestellt. Für das Onlinearchiv kann sich jeder regionalhistorisch Interessierte anmelden.

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1 Inhalt des Museums­koffers zum DDR-Schulalltag, Foto: Axel Becker 2 Lichterkette in Bischofswerda am 3.12.1989, Foto: Wolfgang Schmidt

Kontakt: Axel Becker Bischofswerda www.museumskoffer.zeitzeugen-biw.de

25 Jahre Friedliche Revolution

Bischofwerda


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Schritt für Schritt mehr über die Friedliche Revolution erfahren – ein multimediales Angebot für Leipziger und Besucher, Zeitzeugen und Nachgeborene.

Entwicklung der App »Leipzig ’89« Die Authentizität historischer Orte fasziniert und weckt das Interesse, mehr über die damaligen Geschehnisse zu erfahren. Die App »Leipzig ’89« macht sich die weite Verbreitung von Smart­ phones zunutze und lässt die Ereignisse der Friedlichen Revolution an 20 Originalschauplätzen sicht- und hörbar werden. Die GPS-gestützte Hörführung nimmt die Anwender mit auf einen Stadtrundgang entlang des Leipziger Revolutionswegs. Mittels QR-Codes an den Stelen können zu den jeweiligen Orten Informationen, originale Fotos, Dokumente und zeitgenössisches Filmmaterial aufgerufen werden. Die App »Leipzig ’89« gibt es für internationale Touristen auch mehrsprachig.

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1 Startscreen der App, Mockup THEFOX

Kontakt: Bürgerkomitee Leipzig e. V. Leipzig www.runde-ecke-leipzig.de/index.php?id=649

25 Jahre Friedliche Revolution

Leipzig

2 Stelenausstellung »Orte der Friedlichen Revolution« in Leipzig, Stele an der Nikolai­kirche, Foto: SK

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Dieser Wendepunkt wird in historischen Tondokumenten und persönlichen Berichten dauerhaft für die Ausstellungsbesucher ­festgehalten.

Die friedliche Besetzung des MfS in Dresden – Zeitzeugen berichten »Haben Sie oder Ihre Familie unter dem Staatssicherheitsdienst der DDR gelitten? Warum betei­ ligten Sie sich an der Stürmung der Stasi-Zentrale? Hatten Sie Angst um Ihre Zukunft – vielleicht sogar Ihr Leben – durch Ihre Teilnahme an der Besetzung?« Diese und viele weitere Fragen stellten Schüler des Gymnasiums Dresden-Bühlau neun Zeitzeugen der Besetzung der Dresdner Stasi-Zentrale am 5. Dezember 1989. Ausschnitte der Interviews haben die Schüler für die Medienstationen der Ausstellung »4 Tage im Dezember« aufbereitet. Besucher der Ausstellung in der Gedenkstätte Bautzner Straße können erfahren, wie mutige Dresdner die örtliche Stasi entmachteten und der gefürchtete Staats­ sicherheitsdienst von den Geschehnissen überrollt wurde.

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1 Zeitzeugen bei der Einweihung der Medienstationen 2 Besucher der Gedenk­stätte

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Fotos: Erkenntnis durch Erinnerung

Kontakt: Erkenntnis durch Erinnerung e. V. Dresden www.bautzner-strasse-dresden.de

25 Jahre Friedliche Revolution

Dresden


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Für Zeitzeugen und Nachgeborene, für Lernende und Lehrende ein ansprechendes Buch zu einem wichtigen Kapitel der jüngsten ­deutschen Geschichte.

1989 – Unsere Heimat, das sind nicht nur die Städte und Dörfer Der Almanach zur Friedlichen Revolution Dieses reich illustrierte Buch baut auf Schwarwels erfolgreichem Trickfilm »1989 – Unsere­ ­Heimat, das sind nicht nur die Städte und Dörfer« auf. Es ermöglicht den Lesern einen ­einfachen Einstieg in die Zeit der DDR von ihrer Entstehung bis zur Deutschen Einheit. Der Almanach vereint unterschiedliche Textformate wie sachliche Schilderungen, persönliche Erinnerungen und Zitate. Den verschiedenen Themen wird je eine Doppelseite gewidmet. Quer­ verweise und Bildunterschriften machen Lust, sich einzulesen, sich auf die Artikel einzulassen, zu diskutieren und zu analysieren.

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1 Einband des Alma­nachs der Autoren Jörg Augsburg, Tobias Prüwer und Schwarwel

Kontakt: Glücklicher Montag – AGM Leipzig GmbH Leipzig www.gluecklicher-montag.de

25 Jahre Friedliche Revolution

Bundesweit

2 Aufgeschlagener Almanach

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Am 17. November 1989 verließ der letzte Jugendliche den Geschlossenen Jugendwerkhof.

Die Friedliche Revolution in Torgau Ausstellung

Die Friedliche Revolution erfasste in kürzester Zeit alle Orte in der DDR, sie drang sogar bis in die Einrichtungen staatlicher Repression wie Gefängnisse und Heime vor. Die Wanderausstellung arbeitet erstmals die Aktionen und Ereignisse vom Herbst 1989 in Torgau auf und illus­triert sie mit Zeitzeugeninterviews, Dokumenten und Fotos. Auch die Situation im Geschlossenen Jugend­ werkhof Torgau während der Friedlichen Revolution wird dargestellt. Begleitend entstand die Publikation »Sie schufen sich ihre eigene Opposition. Die Friedliche Revolution in Torgau«. Die Ausstellung wird Bildungseinrichtungen im Landkreis Nordsachsen zur Verfügung gestellt.

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1 Ein Teil der insgesamt 12 Ausstellungstafeln 2 Ausstellungseröff­ nung im Torgauer Rathaus

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Fotos: Gedenkstätte Geschlossener Jugend­werkhof Torgau

Kontakt: Initiativgruppe Geschlossener Jugendwerkhof Torgau e. V. Torgau www.jugendwerkhoftorgau.de/Projekte/Ausstellung-FriedlicheRevolution-in-Torgau/4157/ 25 Jahre Friedliche Revolution

Torgau, Landkreis Nordsachsen


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Bürger! Überwindet Eure Lethargie und Gleichgültigkeit! Schließt Euch zusammen!

Jörg Schneider

Festprogramm zur Erinnerung an den 7. Oktober 1989 in Plauen Ausgerechnet am 40. Jahrestag der DDR gingen Tausende Plauener für die Freiheit auf die Straße. Ihr friedlicher Protest wurde zum Signal für die darauffolgenden Demonstrationen in Dresden, Leipzig und andernorts. Genau 25 Jahre später trafen sich die Plauener mit Kerzen zur Gedenk­ minute vor der Lutherkirche. Es sprach Superintendent a. D. Thomas Küttler, der seinerzeit die gewaltsame Zerschlagung der Demonstration verhinderte. Höhepunkt der Feierlichkeiten war der Festakt mit etwa 1.000 Besuchern. In ihrem Grußwort würdigte Staatsministerin Sabine von Schorlemer den Mut der Plauener, die zu Pionieren der Friedlichen Revolution wurden. Im An­ schluss fanden Gesprächsrunden mit Zeitzeugen und Schülern statt, umrahmt von musikalischen Darbietungen.

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1 Podiumsdiskussion in der Festhalle Plauen

Kontakt: Kulturreferat Stadt Plauen Plauen www.plauen.de

25 Jahre Friedliche Revolution

Plauen

2 Plauener stellen Kerzen auf

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Fotos: Gunther Brand

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Eine Flaschenpost aus dem Untergrund der DDR

»unverbesserlich« – zur revolutionären Kraft der Kunst »unverbesserlich« führte rückblickend durch den künstlerischen Untergrund, der den Nährboden der Friedlichen Revolution bildete, und lud 40 Künstler ein, die ausgegrenzt wurden, teils flüch­ teten, heute vergessen oder berühmt sind. Sie alle verfügen über Erfahrung, wie unter den widrigen Bedingungen von Zensur und Mangelwirtschaft Kunst zur Wirkung gebracht werden kann. Ausgestattet mit einer Taschenlampe konnten Besucher durch die Räume des Radebeuler Gasthofs Serkowitz wandeln, die Kunstwerke erkunden und Erinnerungen aufblitzen lassen. Ein Rahmenprogramm aus Lesungen und Konzerten ergänzte die Ausstellung. Das Lügenmuseum fügte die Ausstellung in einen lebendigen Zusammenhang von Kult und bröckeligem Charme des Gebäudes. Die Ausstellungsidee stammt vom Künstler und Museumsdirektor Reinhard Zabka.

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1 Besucher des Mauerfallfestes in der Ausstellung 2 Rundgang mit Taschenlampe

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Fotos: André Wirsig

Kontakt: Kunst der Lüge e. V. Radebeul www.kunst-der-luege.de/unverbesserlich

25 Jahre Friedliche Revolution

Radebeul


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Der Tag, an dem die Angst die Seiten wechselte.

25 Jahre »19. Oktober 1989« in Zittau Festveranstaltung

Am 19. Oktober 1989 versammelten sich über 10.000 Menschen in den Zittauer Kirchen, um das Neue Forum kennenzulernen und zu unterstützen. Für Zittau und die Oberlausitz war dieser Tag der entscheidende im Herbst 1989. Beim Festakt in der Klosterkirche Zittau anlässlich des 25. Jahrestags rief der DDR-Bürger­ rechtler Werner Schulz mit seiner Festrede die Ereignisse in Erinnerung. Musikalisch umrahmt wurde die Feierlichkeit durch das Jugendkammerorchester »EUROPERA«. Im Anschluss wurde die Ausstellung »Die DDR zwischen Repression und Widerspruch« eröffnet. Die Text-Ton-Collage der Umweltbibliothek vermittelte dabei eindringlich die Stimmungslage und die knisternde Span­ nung, die in den Tagen des Umschwungs im Oktober 1989 in der Luft lag.

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1 Festkonzert des Orchesters EUROPERA

Kontakt: Umweltbibliothek Großhennersdorf e. V. Großhennersdorf www.neunzehnterzehnter.de/19-10-2014.html

25 Jahre Friedliche Revolution

Zittau

2 Begleitausstellung in der Klosterkirche

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Foto: Jörg Rosemann

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Das Fichtenrauchschadengebiet Erzgebirge war der krasseste Fall seiner Art in Europa. Manfred Hastedt

Umweltbewegung und Umweltschutz von Karl-Marx-Stadt bis Chemnitz Ausstellung Karl-Marx-Stadt gehörte in der DDR zu den Städten mit der höchsten Luftbelastung. Im Süden das Erzgebirge, gezeichnet von großflächigem Waldsterben. Der Energieträger Braunkohle ver­ giftete Böden und Gewässer, Luftverschmutzung, … – Probleme gab es viele. Aus Protest gegen die Zerstörung der Umwelt entstanden Anfang der 80er-Jahre DDR-weit Umweltgruppen. Meist agierten sie unter dem Dach der Kirche, waren aber offen für alle. Die Ausstellung des Umweltzentrums Chemnitz zeigt die Entstehung und die Aktivitäten der kirchlichen Umweltgruppen in Karl-Marx-Stadt. Sie wurde von Manfred Hastedt angefertigt, einem Gründer der vermutlich einzigen katholischen Ökogruppe der DDR, des Arbeitskreises »Verantwortung für die Schöpfung«. Heute ist er Leiter des Umweltzentrums.

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1 Waldsterben im Erzgebirge, Foto: Steffen Giersch 2 Eröffnung der Ausstellung im Umweltzentrum, Fotos: Umweltzen­­trum Chemnitz

Kontakt: Umweltzentrum Chemnitz e. V. Chemnitz www.umweltzentrum-chemnitz.de

25 Jahre Friedliche Revolution

sachsenweit


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In Deutschland ist die Versammlungsfreiheit ein ­Grundrecht. Hast du schon einmal demonstriert?

GPS-Bildungsroute Leipzig – auf den Spuren des Herbstes ’89 Geschichte ist trocken, lange her und weit weg von mir? Nicht mit GPS-Bildungsrouten! GPSTouren sind eine beliebte, zeitgemäße Form der Schnitzeljagd. ARBEIT UND LEBEN Sachsen entwickelte eine thematische GPS-Bildungsroute, auf der Jugendliche mit Smartphone oder Tablet wichtige Stationen der Friedlichen Revolution von 1989 in Leipzig ansteuern. In Work­ shops zeichneten Schüler mit Zeitzeugen und interviewten Passanten den Verlauf der Fried­ lichen Revolution nach. Dabei nahmen die Jugendlichen Videos auf und erstellten Ton- und Fotocollagen. Die Tour verbindet historische Orte mit medialen Quellen, Informationen und ­visuellen Eindrücken, ohne Vorwissen vorauszusetzen. Eine Anmeldung zur GPS-Bildungsroute Leipzig ist bei ARBEIT UND LEBEN Sachsen möglich.

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1 Schüler interviewen den Zeitzeugen Rainer Müller

Kontakt: ARBEIT UND LEBEN Sachsen e. V. Leipzig www.arbeitundleben.eu/gps-bildungsroutenleipzig

25 Jahre Deutsche Einheit und Freistaat Sachsen

Leipzig

2 Gruppenarbeit

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Fotos: ARBEIT UND LEBEN Sachsen

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Multimediales Schüler­ projekt zur Entstehung der sächsischen Verfassung 1990 – 1992 in einem Koffer

Mit Engagement zur sächsischen Verfassung Am 27. Mai 1992 verabschiedete der Sächsische Landtag mit großer Mehrheit die sächsische Verfassung. Wie entstand sie? Was sind ihre Wurzeln? Wer waren ihre Ideengeber? Wer gestal­ tete sie? Das Schülerprojekt stellt beteiligte Akteure mit ihren Vorstellungen, Träumen und Motivationen für eine demokratische sächsische Verfassung vor. Schüler lernen das methodische Arbeiten mit Zeitzeugenberichten und Quellen. Ein Arbeitsheft, ein Glossar, Zeitzeugenfilme, eine Lehrerhandreichung sowie ein Spiel ergänzen dieses Bildungsangebot für Schüler der 9. bis 12. Klasse. Alle Materialien passen buchstäblich in einen Koffer.

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1 Aufgeklappter »Verfassungskoffer«, Foto: ABL 2 Demonstration für demokratische Grund­rechte in der DDR am 4. September 1989, Foto: Bernd Heinze

Kontakt: Archiv Bürgerbewegung Leipzig e. V. Leipzig www.archiv-buergerbewegung.de

25 Jahre Deutsche Einheit und Freistaat Sachsen

sachsenweit


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Der persönliche Blick des Zeitzeugen auf die Geschichte bietet Jugendlichen Anknüpfungs­ punkte an die eigene Lebenswirklichkeit.

Zusammen(ge)wachsen: 25 Jahre Deutsche Einheit in Sachsen Schüler interviewen Zeitzeugen »Erzähl doch mal, wie war das damals ...« Die Zeitzeugenbefragung ist aus Schülersicht eine spannende Art des Wissenserwerbs. Das Bildungswerk Sachsen der Deutschen Gesellschaft schulte in verschiedenen Orten Schüler zur Arbeit mit Zeitzeugen. Nach den Workshops inter­ viewten die Schüler eigenständig ihr lokales und persönliches Umfeld und fragten ihre Interview­ partner nach ihrer individuellen Einschätzung der DDR, der Friedlichen Revolution, der Deut­ schen Einheit und den Entwicklungen seit 1990. Die Zeitzeugengespräche wurden als Film oder Text aufgezeichnet und sind auf der Projektseite veröffentlicht. Sächsische Schüler können auch weiterhin Zeitzeugenbeiträge einsenden.

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1 Schüler im Gespräch mit der Zeitzeugin Urte von Maltzahn-Lietz

Kontakt: Bildungswerk Sachsen der Deutschen Gesellschaft e. V. Leipzig www.deutsche-einheit-in-sachsen.de

25 Jahre Deutsche Einheit und Freistaat Sachsen Dresden, Leipzig, Lichtenstein, Meerane, Plauen

2 Zeitzeugenworkshop mit Manfred Bauer Fotos: Bildungswerk Sachsen

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Die Freundschaft überlebte die DDR, ­überdauerte die Euphorie der Wendezeit und festigte sich durch die gegenseitigen Besuche.

Musik verbindet Kulturelle Entwicklung der Blechbläserarbeit in Sachsen

Die CD-Produktion »Musik verbindet« erzählt musikalisch die Geschichte eines langjährigen deutsch-deutschen Austauschs zwischen zwei Posaunenchören. 1977 trafen sich erstmals Po­ saunenbläser aus Dittersbach und aus dem niedersächsischen Neuenkirchen im Pfarrhaus von Dittersbach zum gemeinsamen Musizieren. Es entwickelte sich eine enge Partnerschaft, die seit 1990 intensiver gepflegt wird, weil die Deutsche Einheit Gegenbesuche der Dittersbacher in Neuenkirchen ermöglichte. Auf der Doppel-CD kommen Bläser und Wegbereiter zu Wort, unter­ malt von der Posaunenmusik beider Chöre.

Kontakt: Ev.-Luth. Kirchspiel Dittersbach-Eschdorf Dürrröhrsdorf-­Dittersbach www.pc-dittersbach.de

25 Jahre Deutsche Einheit und Freistaat Sachsen

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2 Tonaufnahme in der Eschdorfer Kirche Fotos: Ingo Gestring

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DürrröhrsdorfDittersbach


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Industriegeschichte wird erfahrbar.

Moderne Industriekultur erleben – Auf dem Industriekultur-Erlebnispfad Böhlen-Lippendorf Der Industriestandort Böhlen-Lippendorf repräsentiert den wichtigsten Chemiestandort des Freistaates Sachsen. Über Jahrzehnte historisch gewachsen, ist er bis heute Standort der Kohle­ veredelung, Energieerzeugung und Chemieindustrie. In Umsetzung der Konzeption des Heimat­ vereins des Bornaer Landes e. V. konnte der Industriekultur-Erlebnispfad Böhlen-Lippendorf eröffnet werden. Damit wurde die Voraussetzung zur Errichtung eines Rundkurses für Radtou­ risten und Tagesausflügler geschaffen. Die am Rundweg aufgestellten Stelen vermitteln die Geschichte der örtlichen Unternehmen sowie des seit 1990 vollzogenen Transformationsprozesses der Industrielandschaft Südraum Leipzig.

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1 Enthüllung der Stele in Schleenhain 2 Informations­ veranstaltung zum Industriestandort

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Kontakt: Heimatverein des Bornaer Landes e. V. Borna blog.heimatverein-bornaer-land.de

25 Jahre Deutsche Einheit und Freistaat Sachsen Borna, Böhlen, Schleenhain

Fotos: Heimatverein des Bornaer Landes

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Eine verrückte, abenteuerliche und anarchische Zeit. Dieter Jaenicke

Ausstellung »Utopie – Existenz – Utopie« Die Rekultivierung des Festspielhauses Hellerau

1911 als Bildungsanstalt für Rhythmik erbaut, wurde das Festspielhaus Hellerau nach dem Krieg von der Sowjetarmee als Kaserne zweckentfremdet. Mit dem Abzug der Soldaten eröffnete sich 1990 die Perspektive der Wieder-Inbesitznahme des Ortes durch Kunst und Tanz – mit Blick auf den desaströsen baulichen Zustand eine sehr kühne Vision. Die Ausstellung »Utopie – Existenz – Utopie« dokumentierte eindrucksvoll die wachsende Strahl­ kraft des »Experiments Hellerau«, das sich zu einem bedeutenden Zentrum zeitgenössischer Künste in Deutschland und Europa entwickelte. Bilder, Dokumente und künstlerisches Begleit­ programm vermittelten Besuchern die knisternde Atmosphäre der inspirierenden Anfangszeit. Die Ausstellung ist gleichzeitig ein Dank an diejenigen, die der Utopie zur Existenz verhalfen.

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1 verfallener Festsaal 1994, Foto: SLUB/ Deutsche Fotothek, Christine Starke 2 Szene aus: Hörst Du? Tanz – Revolution, Foto: David Pinzer

Kontakt: Hellerau Europäisches Zentrum der Künste Dresden Dresden www.hellerau.org/utopie-existenz-utopie

25 Jahre Deutsche Einheit und Freistaat Sachsen

Dresden


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Wohnen ist mehr als nur ein Dach über dem Kopf.

Dresden-Gorbitz: Leben in der Landschaft Gorbitz ist Dresdens größte Plattenbausiedlung, in der 1989 ca. 36.000 Menschen lebten. In der DDR sollten Neubaugebiete vorrangig den Wohnraummangel beheben, eine attraktive Gestal­ tung des Wohnumfelds blieb sekundär. Nach 1990 ergriff man in Gorbitz die Chance, den Stadtteil umzugestalten. In 25 Jahren hat sich Gorbitz von einer tristen Plattenbausiedlung zu einem bunten Quartier mit viel Grün und Freiräumen gewandelt. Der 45-minütige Film von Bernd Kühnel beschreibt das Engagement der Einwohner und der in Gorbitz Tätigen für die Entwicklung des Stadtteils zu einem ansprechenden Wohngebiet. Bernd Kühnel, Regisseur und Produzent des Films, lebt und arbeitet in Gorbitz. Sein Stadtteilporträt ist eine Liebeserklärung an dieses unaufgeregte, lebenswerte Dresdner Stadtviertel.

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1 Filmszene: Abriss eines Wohnblocks, Foto: Mockup

Kontakt: Bernd Kühnel Dresden www.youtube.com/watch?v=0Fod1IfDNMg

25 Jahre Deutsche Einheit und Freistaat Sachsen

Dresden

2 Filmszene: Stadtteil mit viel Grün

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Immer nur mitgelaufen und nur selten mal angeeckt. Immer alles geglaubt und damit das Bespitzeln erlaubt.

Musical »Zwischenstopp Vergangenheit« Sehen – Staunen – Erleben II

Im Frühsommer 1990 verließen Abiturienten die DDR-Oberschulen mit dem Zeugnis eines Landes, das es kurz darauf nicht mehr gab. Wie wird wohl ihr Klassentreffen 5 Jahre später ausgesehen haben? 14 Schüler aus Zschopau und Chemnitz kreierten ein eigenes Musical, das die spannende Zeit zwischen Friedlicher Revolution und dem darauffolgenden Einigungsprozess in Deutschland aufgreift. Die Jugendlichen beschäftigten sich dabei mit den historischen Ereignissen und setzten das erworbene Wissen auf schöpferische Weise im Musical »Zwischenstopp Vergangenheit« um. Die Uraufführung im Freizeitzentrum HighPoint Zschopau verfolgten 100 begeisterte Zuschauer.

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1 Szene aus der Aufführung in Zschopau 2 Musical-Probe

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Fotos: LEB Sachsen

Kontakt: Ländliche Erwachsenenbildung im Freistaat Sachsen e. V. Zschopau www.musical-sehen-staunen-erleben.de

25 Jahre Deutsche Einheit und Freistaat Sachsen

Zschopau


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Respekt vor den Einwohnern unseres Landkreises, die eine derart erfolgreiche Entwicklung erst ermöglichten! Christoph Scheurer, Landrat des Landkreises Zwickau

Deutsche Teilung – Deutsche Einheit Der Weg vom Herbst ’89 zum Landkreis Zwickau heute

Die Wanderausstellung »Deutsche Teilung – Deutsche Einheit – Der Weg vom Herbst ’89 zum Landkreis Zwickau heute« erinnerte an die Friedliche Revolution sowie an die darauffolgende demokratische Transformation der westsächsischen Region. Die 18 Roll-up-Tafeln zeigen, wie sich der Landkreis Zwickau, der sich heute als »Motor sächsischer Wirtschaft« versteht, in den Bereichen Bildung, Kultur, Wirtschaft, Umwelt und Soziales entwickelt hat. Die Ausstellung spricht gerade auch jüngere Generationen an und vermittelt ihnen die Werte der Bürgergesellschaft. Die Darstellung kommunaler Strukturen und der Gestaltungsleistungen regionaler Akteure wirken darüber hinaus identitätsstiftend. Die Ausstellung besitzt bleibende Aktualität und kann beim Martin-Luther-King-Zentrum ausgeliehen werden.

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1 Ausstellungser­ öffnung in der Sparkasse Zwickau, Foto: Ralph Köhler

Kontakt: Martin-Luther-King-Zentrum für Gewaltfreiheit und Zivilcourage e. V. Werdau www.martin-­luther-king-zentrum.de/mlkz/ ausstellungen/deutsche-teilung-deutsche-einheit 25 Jahre Deutsche Einheit und Freistaat Sachsen

Landkreis Zwickau

2 Ausstellung in der Hochschule Zwickau, Foto: Martin-LutherKing-Zentrum

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Junge Forscher sind neugierig auf die Geschichten ihrer Stadt.

SIEDLER – die Forscher MOBIL Der Demokratie Sachsens auf der Spur

Kinder und Jugendliche besitzen einen ausgeprägten Forscherdrang. In Dresden, Meißen, Pirna, Plauen und Riesa kam während der Schulferien das SIEDLER-MOBIL an Ort und Stelle und brachte alle Utensilien für ein Forschungslabor mit. Und los ging die Feldforschung: Was war die DDR? Wie lebten die Menschen damals – im Unterschied zu heute? Ausgestattet mit Kamera und Mikro­fon erforschten die 12- bis 15-Jährigen spielerisch die (Vor-)Geschichte der Friedlichen Revolution und die gesellschaftlichen Veränderungen seit 1990. Geleitet von den Oberthemen entwickelten die Teilnehmer ihr Projekt im Verlauf der zwei Wochen selbstständig. Die Eindrücke und Erkenntnisse jeden Tages dokumentierten sie in Bild und Text.

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1 Stadtrundgang durch Dresden mit AndyZ 2 Filmerstellung aus den Projektergeb­ nissen

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Fotos: Peg Koedel

Kontakt: Projektschmiede gGmbH Dresden www.siedlerforscher.wordpress.com

25 Jahre Deutsche Einheit und Freistaat Sachsen Dresden, Meißen, Pirna, Plauen, Riesa


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Wir, die »Gruppe der 20«, haben uns aus der gewaltfreien Demonstration am 8.10.89 zusammengefunden, den ­drohenden Kreislauf der Gewalt zu unterbrechen …

Die Gruppe der 20 – auf dem Weg zur Deutschen Einheit Sprechende Geschichtsmalerei Der Künstler Christopher Haley Simpson interviewte ehemalige Mitglieder der »Gruppe der 20« und porträtierte die Dresdner Protagonisten der Friedlichen Revolution in lebensgroßen Gemälden. Jedes Bild spricht für sich, denn der Bilderrahmen spielt das geführte Interview ab. Zum Jahres­ tag der Bildung der »Gruppe der 20« am 8. Oktober 2015 wurde das Kunstwerk erstmals am historischen Ort auf der Prager Straße in Dresden vorgestellt. Eine zweite Ausstellung wurde zum Jahrestag der Besetzung der Dresdner Stasi-Bezirkszentrale am 5. Dezember 2015 in der heutigen Gedenkstätte Bautzner Straße eröffnet.

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1 Christopher Haley Simpson ordnet die Gemälde an

Kontakt: Christopher Haley Simpson Dresden www.atelier-simpson.de

25 Jahre Deutsche Einheit und Freistaat Sachsen

Dresden

2 Musikalische Begleitung der Vernissage durch Hartmut Dorschner Fotos: SK

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Chemnitz bietet Raum für Ideen und Chemnitz packt an. Genau deshalb ist Chemnitz heute, wie es ist – eine ­Erfolgsgeschichte der Wiedervereinigung. Oberbürgermeisterin Barbara Ludwig

Eine Stadt im Wandel. Wie aus Karl-Marx-Stadt Chemnitz wurde Ausstellung Den seit dem Herbst 1989 errungenen politischen Freiraum nutzten die Karl-Marx-Städter bald dazu, sich per Bürgerentscheid vom unbeliebten, von oben aufgezwungenen Ortsnamen Karl-MarxStadt zu trennen. Seit dem 1. Juni 1990 heißt ihre Heimatstadt wieder Chemnitz. Die Ausstellung »Eine Stadt im Wandel. Wie aus Karl-Marx-Stadt Chemnitz wurde« zeigte, wie stark sich Chemnitz in 25 Jahren verändert hat. Zu den Themen Stadtentwicklung, Wohnen, Bildung, Arbeit und Freizeit wurde die Ausgangssituation von 1990 dem heute erreichten Stand gegenübergestellt. Die 30 großformatigen Tafeln waren von Oktober 2015 bis zum Jahresende an wechselnden Orten im Stadtgebiet zu sehen und luden die Chemnitzer dazu ein, innezuhalten, sich zu erinnern und Bilanz zu ziehen.

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1 Die Ausstellungs­ inseln am Hauptbahnhof 2 Betrachter der Ausstellung am Bahnhofsvorplatz Fotos: Stadt Chemnitz

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Kontakt: Stadt Chemnitz Chemnitz www.die-stadt-bin-ich.de/karl-marx-stadtchemnitz-wende-geschichten/

25 Jahre Deutsche Einheit und Freistaat Sachsen

Chemnitz


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Es ist schön zu erleben, wie die Städtepartnerschaft auf vielen Säulen steht.

25 Jahre Städtepartnerschaft Hainichen – Dorsten Begeistert von den revolutionären Ereignissen in der DDR ergriff das tief im Westen gelegene Dorsten im Spätherbst 1989 die Initiative zur Begründung einer Städtepartnerschaft mit Hainichen. Wie rege die Einwohner beider Städte die Kontakte in den vergangenen 25 Jahren entwickelt haben, dokumentierte eine Ausstellung der Stadt Hainichen, die im Anschluss in Dorsten gezeigt wurde. Die gemeinsamen Aktivitäten in den Bereichen Sport, Kunst und Kultur, der Austausch zwischen den Verwaltungen, Kirchgemeinden und Freundeskreisen machen die Städtepartner­ schaft zu einem lokalen Beispiel für den Erfolg der deutschen Wiedervereinigung.

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1 Ausstellung im Tuchmacherhaus Hainichen, Foto: Evelyn Geisler

Kontakt: Stadt Hainichen Hainichen www.hainichen.de/wohnen-leben/ stadtportrait/partnerstadt/

25 Jahre Deutsche Einheit und Freistaat Sachsen

Hainichen, Dorsten

2 Der Freundeskreis Hainichen – Dorsten, Foto: Dieter Greysinger

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Die Wende hat bei uns ­ eigentlich bis 1995/96 gedauert. Dr. Ralf Litzenberg, Geschäftsführer der Halbmond Teppichwerke GmbH

Textilkultur Sachsen Von der Treuhand zur neuen Industriekultur

Die Textilindustrie in Sachsen war für die DDR eine sehr bedeutende Branche – geprägt von staatlichen Großbetrieben mit mehreren Tausend Beschäftigten. Der Übergang von der Plan- zur Marktwirtschaft hatte zahlreiche Betriebsschließungen zur Folge, doch einige mittelständische Unternehmen schafften den Neuanfang. Der Dokumentarfilm »Textilkultur Sachsen« zeigt an­ hand von Interviews und Firmenportraits sieben erfolgreiche sächsische Textilunternehmen und ihre Entwicklung seit 1990. Der Film verdeutlicht nicht zuletzt den Nachwendegenerationen die Brüche in den Berufsbiografien ihrer Großeltern und ermutigt zu eigenen Unternehmungen.

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1 Filmdreh in der ­Camman Gobelin Manufaktur, Foto: MPC Filmproduktion GbR 2 Filmszene: Garnspulen

Kontakt: Verein Vogtländische Textilgeschichte Plauen e. V. Plauen www.schaustickerei.de

25 Jahre Deutsche Einheit und Freistaat Sachsen

Aue, Chemnitz, Crimmitschau, Hohenstein-Ernstthal, Falkenstein, Oelsnitz, Treuen


Übersicht Projekte 25 Jahre Friedliche Revolution

GPS-Bildungsroute Leipzig – auf den Spuren des Herbstes ’89

II. Internationale Plakatausstellung 25 Jahre Fall der Mauer

Die friedliche Besetzung des MfS in Dresden – Zeitzeugen berichten

ARBEIT UND LEBEN Sachsen e. V. Löhrstraße 17 | 04105 Leipzig Tel. 0341 71005-0 | Fax 0341 71005-55 leipzig@arbeitundleben.eu | www.arbeitundleben.eu Projekt: www.arbeitundleben.eu/gps-bildungsrouten-leipzig

Bund mitteldeutscher Grafikdesigner e. V. Westwerk Leipzig Karl-Heine-Straße 85 – 93 | 04229 Leipzig Tel. 0341 9800012 | fiedler@bmg04.de www.bmg04.de | Projekt: www.bmg04.de/plakatausstellungfriedliche-revolution-berliner-mauerfall

Erkenntnis durch Erinnerung e. V. Bautzner Straße 112a | 01099 Dresden Tel. 0351 6465454 | Fax 0351 6465443 info@bautzner-strasse-dresden.de www.bautzner-strasse-dresden.de

Entwicklung der App »Leipzig ’89«

Interaktiver Rundgang: Die Friedliche Revolution im Stasi-Gefängnis Bautzen II

Rotstift. Medienmacht, Zensur und Öffentlichkeit in der DDR Archiv Bürgerbewegung Leipzig e. V. Haus der Demokratie Bernhard-Göring-Straße 152 | 04277 Leipzig Tel. und Fax 0341 3065175 info@archiv-buergerbewegung.de www.archiv-buergerbewegung.de

Bürgerkomitee Leipzig e. V. Gedenkstätte Museum in der »Runden Ecke« Dittrichring 24 | 04109 Leipzig Tel. 0341 9612443 | Fax 0341 9612499 mail@runde-ecke-leipzig.de | www.runde-ecke-leipzig.de Projekt: www.runde-ecke-leipzig.de/index.php?id=649

Museumskoffer zur Friedlichen Revolution im Raum Bischofswerda

Treffen von Akteuren der Friedlichen Revolution ’89

Axel Becker | Bischofswerdaer Zeitzeugenbörse e. V. Süßmilchring 27 | 01877 Bischofswerda Tel. 03594 716917 | info@zeitzeugen-biw.de www.museumskoffer.zeitzeugen-biw.de

Bürgerplattform für demokratische Erneuerung e. V. Kulturenweg 60 | 08548 Rosenbach OT Syrau dietmar.schlei@buergerplattform.net www.buergerplattform.net

1953|1989 – eine unsichtbare Verbindung

Entscheidungsfreiheit statt Bevormundung – Musikerziehung und Musiker im Paradigmen­ wandel der Friedlichen Revolution

Jörg-Peter Bauer | Studio Klarheit Dornblüthstraße 14a | 01277 Dresden Tel. 0351 3105648 | drbauer@studioklarheit.de www.studioklarheit.de

25 Jahre Friediche Revolution – Zeitzeugen berichten Bildungswerk Sachsen der Deutschen Gesellschaft e. V. Haus des Buches | Gerichtsweg 28 | 04103 Leipzig Tel. 0341 9954440 | Fax 0341 9954441 info@dg-bildungswerksachsen.org www.dg-bildungswerksachsen.org

25 Jahre Mauerfall – Erzählwerkstatt

Ausstellung

Radio und Friedliche Revolution. Der Deutschlandfunk im Tal der Ahnungslosen Förderverein Gedenkstätte Bautzen e. V. Weigangstraße 8a | 02625 Bautzen info@foerderverein-gedenkstaette-bautzen.de www.foerderverein-gedenkstaette-bautzen.de

Leipziger Schulen im Aufbruch zur Demokratie 1989

Deutscher Tonkünstlerverband Landesverband Sachsen e. V. Mühlholzgasse 67 | 04277 Leipzig Tel. 0341 30690166 | Fax 0341 30690174 mail@dtkvsachsen.de

»Meine Akte gehört mir« – Das Ende der Stasi-Zentrale in Dresden Erkenntnis durch Erinnerung e. V. Bautzner Straße 112a | 01099 Dresden Tel. 0351 6465454 | Fax 0351 6465443 info@bautzner-strasse-dresden.de www.bautzner-strasse-dresden.de

Förderverein Schulmuseum – Werkstatt für Schulgeschichte e. V. Goerdelerring 20 | 04109 Leipzig Tel. 0341 1231144 | Fax 0341 1231145 schulmuseum@leipzig.de | www.schulmuseum.leipzig.de

Markus Draper – Demotape Freundeskreis Kunsthaus Dresden e. V. Rähnitzgasse 8 | 01097 Dresden Tel. 0351 8041456 | kunsthaus@dresden.de www.kunsthausdresden.de/freundeskreis/

25 Jahre Friedliche Revolution in Großschönau

Bischof-Benno-Haus Schmochtitz Nr. 1 | 02625 Bautzen Tel. 035935 220 | Fax 035935 22310 info@benno-haus.de | www.benno-haus.de

App

Förderverein Gedenkstätte Bautzen e. V. Weigangstraße 8a | 02625 Bautzen info@foerderverein-gedenkstaette-bautzen.de www.foerderverein-gedenkstaette-bautzen.de Projekt: www.revolution89.foerderverein-gedenkstaette-bautzen.de

Gemeinde Großschönau Hauptstraße 54 | 02779 Großschönau Tel. 035841 310-0 | Fax 035841 2553 info@grossschoenau.de | www.grossschoenau.de

Aufführung

Buch

Film

Lesung

Musik

Veranstaltung

Web

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Übersicht Projekte 25 Jahre Friedliche Revolution

25 Jahre Friedliche Revolution – Jugend erfragt Geschichte

Die Friedliche Revolution in der sächsischen Kleinstadt Torgau

Gemeinde Burkhardtsdorf Am Markt 8 | 09235 Burkhardtsdorf Tel. 03721 2606-0 | Fax: 03721 2606-230 rathaus@burkhardtsdorf.de | www.burkhardtsdorf.de

Initiativgruppe Geschlossener Jugendwerkhof Torgau e. V. Fischerdörfchen 15 | 04860 Torgau Tel. 03421 714203 | Fax 03421 776641 info@jugendwerkhof-torgau.de www.jugendwerkhof-torgau.de Projekt: www.jugendwerkhof-torgau.de/Projekte/ Ausstellung-Friedliche-Revolution-in-Torgau/4157/

Chronik zu Opposition und Widerstand 1987 – 1989 Gesellschaft für integrale Ökologie und Sozialforschung/ Araki Verlag | Theresienstraße 35 | 04129 Leipzig Tel. 0341 3919987 | redaktion@araki.de www.araki.de

Von der Verfolgung zum Widerstand. Menschen auf dem Weg zur Friedlichen Revolution

Wo warst du im Herbst ’89?

Edmund Käbisch | Zwickau info@dr-kaebisch.de | www.dr-kaebisch.de

GeyserHaus e. V. | Gräfestraße 25 | 04129 Leipzig Tel. 03419115430 | Fax 0341 9127498 info@geyserhaus.de | www.geyserhaus.de

1989 – Unsere Heimat, das sind nicht nur die Städte und Dörfer – Almanach zur Friedlichen Revolution Glücklicher Montag AGM Leipzig GmbH Kochstraße 132 | 04277 Leipzig Tel. 0341 91859600 | info@gluecklicher-montag.de www.gluecklicher-montag.de

Görlitz 1989 | 2014 goerlitz21 e. V. Jakobstraße 5a | 02826 Görlitz info@goerlitz21.de | www.goerlitz21.de

Geschichte und Geschichten | Lebendig digitale Zeugen Görlitzer Kulturservicegesellschaft mbH Brüderstraße 9 | 02826 Görlitz Tel. 03581 672420 | Fax 03581 672424 kultur.service@goerlitz.de | www.kultur-service-goerlitz.de

Hörst Du? Tanz – Revolution Hellerau – Europäisches Zentrum der Künste Dresden Karl-Liebknecht-Straße 56 | 01109 Dresden Tel. 0351 26462-0 | Fax 0351 26462-23 info@hellerau.org | www.hellerau.org Projekt: www.hellerau.org/linie-08-revolution

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Momente einer Wende Kulturkreis Stollberg und Umgebung e. V. Bahnhofstrasse 2 | 09366 Stollberg Tel 037296 923055 | Fax 037296 882002 E-Mail: info@kulturkreis-stollberg.de www.kulturkreis-stollberg.de/index.html

Die Freiheit wagen – Zeitgeschichte und ihre Schauplätze Kulturwerk deutscher Schriftsteller in Sachsen e. V. Haus des Buches | Gerichtsweg 28 | 04103 Leipzig Tel. und Fax 0341 9954511 kontakt@vs-in-sachsen.de | www.vs-in-sachsen.de

Eine Woche im Oktober Landeshauptstadt Dresden Amt für Kultur und Denkmalschutz Königstraße 15 | 01097 Dresden Tel. 0351 4888921 | kultur-denkmalschutz@dresden.de www.dresden.de/de/kultur.html.php

Die Friedliche Revolution im Raum Crimmitschau-Werdau Martin-Luther-King-Zentrum für Gewaltfreiheit und Zivilcourage e. V. Stadtgutstraße 23 | 08412 Werdau Tel. 03761 760284 | Fax 03761 760304 info@martin-luther-king-zentrum.de www.martin-luther-king-zentrum.de

Aufarbeitung + Herausgabe der Tagebücher von Klaus Renft Undine Materni | Dresden materni.undine@gmx.de www.undine-materni.de

Videoinstallation an drei Kirchen im Rahmen des Lichtfestes 2014 Jürgen Meier | Tapetenwerk Lützener Straße 91 | 04177 Leipzig Tel. 0341 21981953 | www.jürgenmeier.de

Kunst verändert – Kunstaktionen in der Versöhnungskirche Dresden

»unverbesserlich« Kunstausstellung

Christoph Münchow | Dresden

Kunst der Lüge e. V. Kötzschenbrodaer Straße 39 | 01445 Radebeul Tel. 0176 99025652 | info@luegenmuseum.de www.kunst-der-luege.de Projekt: www.kunst-der-luege.de/unverbesserlich

Dokumentation der Aktivitäten der kirchlichen Umweltgruppen in Karl-Marx-Stadt

Medienwoche »Courage leben – Wende – Revolutionserlebnisse« Landesfilmdienst Sachsen e. V. Karl-Heine-Strasse 83 | 04229 Leipzig Tel. 0341 4929491-0 | Fax 0341 4929491-222 medienverleih@landesfilmdienst-sachsen.de www.landesfilmdienst-sachsen.de

Nachhall e. V. | Sonnenstraße 35 | 09130 Chemnitz Tel. 0371 3068680 | nachhall-ev@web.de www.swfev.de/nachhall/start.html

1984! Die Gegenkultur im Orwell-Jahr naTo e. V. Karl-Liebknecht-Straße 48 | 04275 Leipzig Tel. 0341 3014397/-98 | Fax 0341 30143-99 info@nato-leipzig.de | www.nato-leipzig.de


Kontrapunkte/Blickwinkel – Festkonzert 25 Jahre Friedliche Revolution

Festakt anlässlich 25 Jahre Friedliche Revolution in Plauen am 7.10.2014

Umweltbewegung und Umweltschutz von Karl-Marx-Stadt bis Chemnitz

Sinfonietta Dresden e. V. | Olaf Georgi Prießnitzstraße 48 | 01099 Dresden Tel. 0351 3247212 | olaf.georgi@web.de www.sinfonietta-dresden.de

Stadt Plauen | Kulturreferat Nobelstraße 7 | 08523 Plauen Tel. 03741 291-0 | Fax 03741 291-32342 poststelle@plauen.de | www.plauen.de

Umweltzentrum Chemnitz e. V. Henriettenstraße 5 | 09112 Chemnitz Tel. 0371 4952603 | info@umweltzentrum-chemnitz.de www.umweltzentrum-chemnitz.de

Erinnerung an die Friedliche Revolution in Annaberg-Buchholz

Podiumsdiskussion »Botschaftszüge ’89«

Grenzbilder – 25 Jahre Friedliche Revolution

Stadt Plauen | Kulturreferat Nobelstraße 7 | 08523 Plauen Tel. 03741 291-0 | Fax 03741 291-32342 poststelle@plauen.de | www.plauen.de

Stadt Annaberg-Buchholz Markt 1 | 09456 Annaberg-Buchholz Tel. 03733 425-0 | Fax 03733 425-144 buergerzentrum@annaberg-buchholz.de www.annaberg-buchholz.de

Herbstsalon Leipzig 2014

Karl-Marx-Stadt – Chemnitz – Wendegeschichte(n) Stadt Chemnitz Markt 1 | 09111 Chemnitz Tel. 0371 488–0 | buergerbuero@stadt-chemnitz.de Projekt: www.die-stadt-bin-ich.de/karl-marx-stadt-chemnitzwende-geschichten

Begleitheft zum »Revolutionsweg Crimmitschau« Stadt Crimmitschau Markt 1 | 08451 Crimmitschau Tel. 03762 900 | Fax 03762 909901 stadt@crimmitschau.de | www.crimmitschau.de

Webdatenbank »Friedliche Revolution in Dresden« Stadtmuseum Dresden Wilsdruffer Straße 2 | 01067 Dresden Tel. 0351 4887301 | Fax 0351 4887303 sekretariat@museen-dresden.de | www.stmd.de

Schülertheaterprojekt »Zug der Freiheit« Stadt Plauen | Kulturreferat Nobelstraße 7 | 08523 Plauen Tel. 03741 291-0 | Fax 03741 291-32342 poststelle@plauen.de | www.plauen.de

App

Ausstellung

VIELFALT FÜR BÜRGER e. V. Schiedelhof 3 | 08459 Neukirchen/Pleiße Tel. 03762 916004 | Fax 03762 916005 info@vfb-neukirchen.de | www.vfb-neukirchen.de

Aufführung

Stiftung Friedliche Revolution Nikolaikirchhof 3 | 04109 Leipzig Tel. 0341 9837860 | Fax 0341 9837861 info@stiftung-fr.de | www.stiftung-fr.de

Lange Nacht der Friedlichen Revolution TheatervereinK Otto-Schill-Straße 7 HH | 04109 Leipzig Tel 0341 22548-83 | Fax 0341 22548-78 www.theatervereink.wordpress.com

Friedliche Revolution und Demokratie – Perspektiven nach 25 Jahren TU Chemnitz | Institut für Politikwissenschaft Professur Politische Systeme | Thüringer Weg 9 09126 Chemnitz | Tel. 0371 53127720 www.tu-chemnitz.de/phil/politik/pspi/professur/professur.php

Festveranstaltung »25 Jahre 19. Oktober 1989« in Zittau Umweltbibliothek Großhennersdorf e. V. Am Sportplatz 3 | 02747 Großhennersdorf Tel. 035873 40503 | Fax 035873 30921 mail@umweltbibliothek.org www.umweltbibliothek.org Projekt: www.neunzehnterzehnter.de/19-10-2014.html

Buch

Film

Lesung

Musik

Veranstaltung

Web

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Übersicht Projekte 25 Jahre Deutsche Einheit und Freistaat Sachsen

Mit Engagement zur sächsischen Verfassung Archiv Bürgerbewegung Leipzig e. V. Haus der Demokratie Bernhard-Göring-Straße 152 | 04277 Leipzig Tel. und Fax: 0341 3065175 info@archiv-buergerbewegung.de www.archiv-buergerbewegung.de

»Wir haben nur die Straße« Reden auf den Montagsdemonstrationen in Leipzig Archiv Bürgerbewegung Leipzig e. V. Haus der Demokratie Bernhard-Göring-Straße 152 | 04277 Leipzig Tel. und Fax: 0341 3065175 info@archiv-buergerbewegung.de www.archiv-buergerbewegung.de

25 Jahre Deutsche Einheit auf dem Land: sächsische Dörfer im Wandel

»Deutsche Einheit und Freistaat Sachsen« Themenausgabe der Zeitschrift Horch und Guck Bürgerkomitee Leipzig e. V. Gedenkstätte Museum in der »Runden Ecke« Dittrichring 24 | 04109 Leipzig Tel. 0341 96124-43 | Fax 0341 96124-99 mail@runde-ecke-leipzig.de | www.runde-ecke-leipzig.de

Präsentation der Wanderausstellung »Die Friedliche Revolution in Leipzig« in Frankfurt a. M. Bürgerkomitee Leipzig e. V. Gedenkstätte Museum in der »Runden Ecke« Dittrichring 24 | 04109 Leipzig Tel. 0341 96124-43 | Fax 0341 96124-99 mail@runde-ecke-leipzig.de | www.runde-ecke-leipzig.de

Nancy Aris | Dresden

Dokumentation 25 Jahre Nierenselbsthilfe in Chemnitz und Umgebung

Zusammen(ge)wachsen – 25 Jahre Deutsche Einheit in Sachsen

Dialysepatienten und Transplantierte Chemnitz e. V. Bürgerstraße 2, Haus 22 | 09113 Chemnitz Tel. 0371 33342469 | kontakt@dtcev.de | www.dtcev.de

Bildungswerk Sachsen der Deutschen Gesellschaft e. V. Haus des Buches | Gerichtsweg 28 | 04103 Leipzig Tel. 0341 9954440 | Fax 0341 9954441 info@dg-bildungswerksachsen.org www.dg-bildungswerksachsen.org Projekt: www.deutsche-einheit-in-sachsen.de

Die Universität Leipzig auf dem Wege zur deutschen Einheit Jens Blecher | Universitätsarchiv Leipzig Prager Strasse 6 | 04103 Leipzig Tel. 0341 9730200 | Fax 0341 9730219 blecher@uni-leipzig.de | www.archiv.uni-leipzig.de

Generation 89-90. Die verlorene Generation?! Brücke/Most-Stiftung Reinhold-Becker-Straße 5 | 01277 Dresden Tel. 0351 43314-0 | Fax 0351 43314-133 Projekt: www.bmst.eu/projekte/laufende_projekte/ generation-89-90-die-verlorenen-generation.htm

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25 Jahre Jahre »Projekt Hoffnung – Mölbis« Dorfentwicklungsgesellschaft Mölbis e. V. c/o Herr Ditmar Haym Mölbis | Teichstraße 7 | 04571 Rötha Tel. 034347 81254 | Fax 034347 81256 info@moelbis.de | www.deg-moelbis.blogspot.de

Die Schiene – ein Band der Deutschen Einheit Eisenbahnverein Bahnhof Schlettau e. V. Böhmische Straße 11c | 09487 Schlettau Tel. 03733 680711 | Fax 03733 65060 stadt@schlettau.de | www.bahnnostalgie-deutschland.de/ normalspur_eisenbahnmuseen/55/Museumsbahnhof_ Schlettau.html

Ankunft in der Demokratie – Meilensteine, Hindernisse und Erfahrungen auf dem sächsischen Weg zur deutschen Einheit Erkenntnis durch Erinnerung e. V. Bautzner Straße 112a | 01099 Dresden Tel. 0351 6465454 | Fax 0351 6465443 info@bautzner-strasse-dresden.de www.bautzner-strasse-dresden.de

Vernetzungstreffen der deutschlandweiten Friedensgebetsgruppen in Leipzig Ev.-Luth. Kirchgemeinde St. Nikolai Leipzig Nikolaikirchhof 3 | 04109 Leipzig Tel. 0341 124538-0 | Fax. 0341 124538-29 pfarramt@nikolaikirche-leipzig.de www.nikolaikirche.de

Musik verbindet – kulturelle Entwicklung der Blechbläserarbeit in Sachsen Ev.-Luth. Kirchspiel Dittersbach-Eschdorf | Posaunenchor Hauptstraße 111 | 01833 Dürrröhrsdorf-Dittersbach Tel. 035026 91409 | posaunenchor@dittersbach.de www.pc-dittersbach.de

»Literarische Landschaften«. Literatur trifft Geschichte Anja Faber-Kösler Arndtstraße 61 | 04275 Leipzig organisation@literarische-landschaften.de www.literarische-landschaften.de

SG Dynamo Dresden 1990 – 2015, Aufbruch in eine neue Zeit! Fanprojekt Dresden e. V. Löbtauer Straße 17 | 01067 Dresden Tel. 0351 48520-49 | Fax 0351 48520-56 mail@fanprojekt-dresden.de | www.fanprojekt-dresden.de

Zusammenwachsen – voneinander Lernen Förderverein Schulmuseum – Werkstatt für Schulgeschichte Leipzig e. V. Goerdelerring 20 | 04109 Leipzig Tel. 0341 1231144 | Fax 0341 1231145 schulmuseum@leipzig.de | www.schulmuseum.leipzig.de

Ohne Frauen ist keine Gesellschaft zu machen. Oder: 25 Jahre Einheit im Spiegel gemeinnützigen Engagements. Frauenkultur e. V. Leipzig Windscheidstraße 51 | 04277 Leipzig Tel. und Fax: 0341 2130030 hallo@frauenkultur-leipzig.de www.frauenkultur-leipzig.de


Vordergrund/Hintergrund – Schichten der Vergangenheit im Zentralwerk friedrichstadtZentral e. V. Hertelstraße 35 | 01307 Dresden Tel. 0176 84477557 | post@friedrichstadtzentral.de www.zentralwerk.de

Partnerschaftstreffen anlässlich des 25. Jahrestages der Deutschen Einheit Gemeinde Bobritzsch-Hilbersdorf Hauptstraße 80 09627 Bobritzsch-Hilbersdorf OT Niederbobritzsch Tel. 037325 238-0 | Fax 037325 238-23 post@amt-bobritzsch.de | www.bobritzsch.de

Brückentag mit Familienwanderung der Freien Presse Gemeinde Grünhainichen Chemnitzer Strasse 41 | 09579 Grünhainichen ortsvorsteher@borstendorf.de | www.gruenhainichen.de

Moderne Industriekultur erleben – Auf dem Industriekulturerlebnispfad Böhlen-Lippendorf Heimatverein des Bornaer Landes e. V. Schulstraße 19 | 04552 Borna Tel. und Fax 03433 260890 kontakt@hvbola.de | blog.heimatverein-bornaer-land.de

Utopie – Existenz – Utopie, Die Rekultivierung des Festspielhauses Hellerau Hellerau – Europäisches Zentrum der Künste Dresden Karl-Liebknecht-Straße 56 | 01109 Dresden Tel. 0351 26462-0 | Fax 0351 26462-23 info@hellerau.org | www.hellerau.org Projekt: www.hellerau.org/utopie-existenz-utopie

Familie Mietzsch – Ein Handwerkerschicksal in Dresden HOLfix GmbH Hüblerstraße 42a | 01309 Dresden Tel. 0351 31186-17 | Fax 0351 31186-03 Kontakt@holfix.de | www.holfix.de

App

Ausstellung

Deutsche Einheit im Film

Ausstellungsprojekt Plauen – Siegen

IG Welt-Theater Frankenberg/Sa. e. V. Freiberger Straße 20 | 09669 Frankenberg info@welttheater-frankenberg.de www.welttheater-frankenberg.de

Kulturreferat Stadt Plauen Nobelstraße 7 | 08523 Plauen Tel. 03741 291-0 | Fax 03741 291-32342 poststelle@plauen.de | www.plauen.de

Silberhochzeit – 25 Jahre Deutsche Einheit

Egolaut-Festival »Grenzgänger«

Junges Literaturhaus Leipzig e. V. Gerichtsweg 28 | 04103 Leipzig Tel. 0341 9954134 | Fax 0341 9954135 kontakt@literaturhaus-leipzig.de www.literaturhaus-leipzig.de

Kulturzentrum Alte Kaffeerösterei e. V. Hans-Sachs-Straße 49 | 08525 Plauen Tel. 03741 529188 | info@altekaffeeroesterei.de www.altekaffeeroesterei.de

Erzähl doch mal – die deutsche Einigung eine Erfolgsgeschichte? Kinderstiftung Zittau Hochwaldstr 21b | 02763 Zittau Tel. 03583 7969011 | Fax 03583 7969029 V.Beer@zittau.de www.kinderstiftung-zittau.de

Eine Zeitreise durch die Straßennamen Dresdens

Freundschaftscamp Erz - 25 Jahre Deutsche Einheit und Landkreispartnerschaften Landratsamt Erzgebirgskreis Paulus-Jenisius-Straße 24 | 09456 Annaberg-Buchholz Tel. 03733 8311000 | Fax 03733 8311027 landrat@kreis-erz.de | www.erzgebirgskreis.de

Musical »Zwischenstopp Vergangenheit« Sehen – Staunen – Erleben II LEB Sachsen e. V. | Projektbüro Zschopau Lange Straße 24 | 09405 Zschopau Tel. 03725 342713 | Fax 03725 3447940 zschopau@leb-sachsen.de | www.leb-sachsen.de Projekt: www.musical-sehen-staunen-erleben.de

KIW -Gesellschaft e. V. Bautzner Straße 20 HH | 01099 Dresden Tel. 0351 2797662 | kiw_dd@arcor.de www.kiw-dresden.de

Dresden-Gorbitz: Leben in der Landschaft Bernd Kühnel | BK SUPPORT | Eventservice Dahlienweg 10 | 01159 Dresden Tel. 0351 4125351 bkeventservice@googlemail.com www.support-ug.de

Einheit & Teilung Kultur Aktiv e. V. Bautzner Straße 49 | 01099 Dresden Tel. 0351 8113755 | Fax 0351 8113754 info@kulturaktiv.org | www.kulturaktiv.org

Vom Loslassen und Ankommen. Hoyerswerda 1990 – 2015

Eine Nacht der Lieder Liederbuch e. V. Römerplatz 5 | 08056 Zwickau Tel. 0157 77707270 | info@liederbuch-zwickau.de www.liederbuch-zwickau.de

»Deutsche Teilung – Deutsche Einheit« Der Weg vom Herbst ’89 zum Landkreis Zwickau heute Martin-Luther-King-Zentrum für Gewaltfreiheit und Zivilcourage e. V. Stadtgutstraße 23 | 08412 Werdau Tel. 03761 760284 | Fax 03761 760304 info@martin-luther-king-zentrum.de www.martin-luther-king-zentrum.de

Kulturfabrik Hoyerswerda e. V. Braugasse 1 | 02977 Hoyerswerda Tel. 03571 2093330 | Fax 03571 2093340 info@kufa-hoyerswerda.de | www.kufa-hoyerswerda.de

Aufführung

Buch

Film

Lesung

Musik

Veranstaltung

Web

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Übersicht Projekte 25 Jahre Deutsche Einheit und Freistaat Sachsen

Medienpaket »Demokratie jetzt!« für schulische und außerschulische Bildungskontexte medienblau gGmbH Lützner Straße 85 | 04177 Leipzig Tel. 0341 3197960 | Fax 0341 3197961 mail@medienblau.de | www.medienblau.de

Kanal X Online Norbert Meissner | Leipzig Tel. 0177 6816698 | info@kanalx.org | www.kanalx.org

Umstellt/AKTION BLAU/Wendebahnhof OSTRALE – Zentrum für zeitgenössische Kunst Messering 8 | 01067 Dresden Tel. 0351 6533763 | post@ostrale.de | www.ostrale.de

Väter in Sachsen – Väter im Wandel Papaseiten im VSP e. V. Dresden Förstereistraße 35 | 01099 Dresden Tel. 0351 65888331 | Fax 0351 65888332 post@vsp-dresden.de | www.papaseiten.de

Dokumentation zu Wald- und Forstwirtschaft im Freistaat Sachsen vor und nach der gesellschaftlichen Wende 1989/90 aus der Sicht von Zeitzeugen Sächsischer Forstverein e. V. Ferdinand-Freiligrath-Straße 26 | 01705 Freital Tel. und Fax 0351 6415982 forstverein.sachsen@t-online.de www.forstverein.de/sfv/aktuelles-termine.html

Alle unsere Träume

25 Jahre Wurzen – eine filmische Spurensuche

25 Jahre europäische Demokratie aktiv erleben – 25 Jahre Deutsche Einheit mit Freunden feiern

Pöge-Haus e. V. Hedwigstraße 20 | 04315 Leipzig Tel. 0341 26558045 | kontakt@verein.poege-haus.de verein.pöge-haus.de

Mittelsächsischer Jugendverein Rüsseina e. V. Alte Schule 10 | 01683 Starbach verein@mjv-online.de | www.mjv-online.de

Schweizerhaus Püchau e. V. Dögnitzer Straße 7 | 04828 Machern OT Püchau Tel. 0157 82216363 | info@schweizerhaus-puechau.de www.schweizerhaus-puechau.jimdo.com

SIEDLER – die Forscher MOBIL

Gruppe der 20 – auf dem Weg zur Deutschen Einheit – sprechende Geschichtsmalerei

Zeitzeugenpodium zum Umgang mit Stasiakten Montessori-Schulverein Leipzig e. V. Alte Salzstraße 61/65 | 04209 Leipzig Tel. 0341 4157070 | Fax. 0341 41570718 sekretariat@montessori-leipzig.de www.montessori-leipzig.de/schulverein

Großbetriebe des Musikinstrumentenbaus im Musikwinkel von der Plan- zur Marktwirtschaft Müllers Cultura Mühle | Bernd Müller Rauner Straße 22 | 08258 Markneukirchen OT Landwüst Tel. 037422 402744 | Fax 037422 402745 cultura-muehle@web.de | www.cultura.mueh.le.ms

umweltWIKI Sachsen – Umweltgeschichte seit 1989 Ö GRAFIK agentur für marketing und design Wittenberger Straße 114 a | 01277 Dresden Tel. 0351 3140330 | Fax 0351 3140340 kontakt@umweltwiki-sachsen.de www.umweltwiki-sachsen.de

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projektschmiede gGmbH Bautzner Straße 22 HH | 01099 Dresden Tel. 0351 32015620 | Fax 0351 32015699 matthias.ebeling@projektschmiede.net www.projektschmiede.net Projekt: www.siedlerforscher.wordpress.com

Schachmatt der DDR-Sportpolitik und Übergang des sportpolitischen Systems am Beispiel des Schachverbandes Sachsen Ran an’s Brett e. V. Oskar-Mai-Straße 6 | 01159 Dresden Tel. 0351 4161695 | praesident@ran-ans-brett.de www.ran-ans-brett.de

Landarbeit in Schmochtitz Sächsische Jugendstiftung Weißeritzstraße 3 | 01067 Dresden Tel. 0351 3237190-10 | Fax 0351 3237190-9 info@saechsische-jugendstiftung.de www.saechsische-jugendstiftung.de/startseite

Christopher Haley Simpson | Atelier SIMPSON Hedwigstraße 1 | 01097 Dresden Tel. 01520 9419869 | atelier-simpson@gmx.de www.atelier-simpson.de

Friedensdekade Stadt Bad Düben Markt 11 | 04849 Bad Düben Tel. 034243 7220 | Fax 034243 72270 stadt.bad.dueben@t-online.de | www.bad-dueben.de

Eine Stadt im Wandel. Wie aus Karl-Marx-Stadt Chemnitz wurde Stadt Chemnitz Markt 1 | 09111 Chemnitz Tel. 0371 488–0 | buergerbuero@stadt-chemnitz.de www.stadt-chemnitz.de | Projekt: www.die-stadt-bin-ich. de/karl-marx-stadt-chemnitz-wende-geschichten

Talk & Musik anlässlich 25 Jahre Deutsche Einheit Stadt Crimmitschau Markt 1 | 08451 Crimmitschau Tel. 03762 90-0 | Fax 03762 90-9901 stadt@crimmitschau.de | www.crimmitschau.de


Falkenstein/Vogtl. 1990 - 2015 Eine Stadt mit eigenem Charakter

Die Justizvollzugsanstalt Hoheneck zwischen Friedlicher Revolution und Deutscher Einheit

Stadt Falkenstein/Vogtl. Willy-Rudert-Platz 1 | 08223 Falkenstein/Vogtl. Tel. 03745 7410 | Fax 03745 6149 buergermeisteramt@stadt-falkenstein.de www.stadt-falkenstein.de

Stadt Stollberg Hauptmarkt 1 | 09366 Stollberg Tel. 037296 940 | Fax 037296 2437 info@stollberg-erzgebirge.de www.stollberg-erzgebirge.de

25 Jahre Partnerschaft zwischen Frankenberg/Sa. u. Frankenberg (Eder)

Weißwasser – 25 Jahre Wende

Stadt Frankenberg Markt 15 | 09669 Frankenberg/Sa. Tel. 037206 64-0 | Fax 037206 64–180 info@frankenberg-sachsen.de www.frankenberg-sachsen.de

Textilkultur Sachsen Verein Vogtländische Textilgeschichte Plauen e. V. Obstgartenweg 1 | 08529 Plauen Tel. 03741 443187 | info@schaustickerei.de www.schaustickerei.de

25 Jahre VOS Sachsen VOS-Vereinigung der Opfer des Stalinismus – Landesverband Sachsen e. V. Bautzner Straße 112a | 01099 Dresden Ansprechpartner: Frank Nemetz, f.nemetz@vos-ev.de

Stadt Weißwasser/O.L. Marktplatz | 02943 Weißwasser Tel. 03576 265-0 | Fax 03576 265-202 stadt@weisswasser.de | www.weisswasser.de

Porträts der »Kinder der Wende« im Kulturmagazin 4/4

25 Jahre Deutsche Einheit – Musik, Erinnerung, Gespräche

25 Jahre Städtepartnerschaft Hainichen – Dorsten

Michael Weißwange, vierland Walkgasse 7 | 08527 Plauen Tel. 03741 279890 | Fax 03741 1469690 office@vierland.de | www.vierland.de

Stadt Zittau Markt 1 | 02763 Zittau Tel. 03583 752-0 | Fax 03583 752-193 stadt@zittau.de | www.zittau.de

Stadt Hainichen Markt 1 | 09661 Hainichen Tel. 037207 60-0 | Fax 037207 60-112 hainichen@hainichen.de | www.hainichen.de

Entwicklung eines ländlichen Betriebes in Bernsdorf von 1927 bis 2015

Fritzi war auch dabei – Autorenlesungen mit Hanna Schott

Limbach-Oberfrohna Stadt Limbach-Oberfrohna Rathausplatz 1 | 09212 Limbach-Oberfrohna Tel. 03722 78-0 | Fax 03722 78-303 post@limbach-oberfrohna.de | www.limbach-oberfrohna.de

Erzählende Altstadt Meißen – eine visuelle Zeitreise der Entwicklung der Wiege Sachsens in den letzten 25 Jahren Stadt Meißen Markt 1 | 01662 Meißen Tel. 03521 4670 | Fax 03521 467263 post@stadt-meissen.de | www.stadt-meissen.de Projekt: www.touristinfo-meissen.de/denkmal-route/ denkmal-tour.html

6. Deutsch-Deutsche Filmtage »Von der Teilung zur Einheit«

Uwe Zander | Bernsdorf

Stadtbibliothek Grimma Friedrich-Oettler-Straße 12 | 04668 Grimma Tel. 03437 9858281 | Fax 03437 9858284 stadtbibliothek@grimma.de | www.grimma.de

Schaufenster 25 Jahre Deutsche Einheit und Freistaat Sachsen

25 Jahre Deutsche Einheit und Freistaat Sachsen – Lesung von Kurt Drawert

Helden im Wilden Osten

Joachim Zehme | Oschatz

Städtische Bibliotheken Dresden Freiberger Straße 33 | 01067 Dresden Tel. 0351 8648101 | Fax 0351 8648102 sekretariat@bibo-dresden.de www.bibo-dresden.de

zeitläufer GbR Kurt-Eisner-Straße 40 | 04275 Leipzig Tel. 0341 519995-95 | Fax 0341 519995-96 wilderosten@zeitlaeufer.de | www.heldenimwildenosten.de

Sonderausgabe »Sächsische Heimatblätter«: 25 Jahre Freistaat Sachsen

FREIRAUM 2015 für Demokratie und Dialog Stiftung Friedliche Revolution Nikolaikirchhof 3 | 04109 Leipzig Tel. 0341 9837860 | Fax 0341 9837861 info@stiftung-fr.de | stiftung-fr.de/FREI_RAUM.220.0.html

Zentrum für Kultur // Geschichte Dorfstraße 3 | 01665 Käbschütztal OT Niederjahna www.zkg-dd.de

Stadt Plauen Unterer Graben 1 | 08523 Plauen Tel. 03741 291-0 | Fax 03741 291-1109 poststelle@plauen.de | www.plauen.de

App

Ausstellung

Aufführung

Buch

Film

Lesung

Musik

Veranstaltung

Web

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Veranstaltungen

Konzert »Ermutigung« Wolf Biermann und das Zentralquartett Das titelgebende Lied »Ermutigung« ist eines der populärsten Werke von Wolf Biermann, dessen Verbreitung in der DDR der Staat durch ein Auftrittsverbot und die Ausbürgerung Biermanns nicht verhindern konnte. Den Vorgaben von sozialistisch wertvoller Musik entzog sich auch der Free Jazz der Band mit dem ironischen Namen Zentralquartett.

sam auf der Bühne, gesanglich unterstützt von Pamela Bier­­mann. Mit ihrem Sonderkonzert erinnerten die Musiker an den Beitrag kritischer Künstler zum Sturz der SED-Diktatur. Die Konzertpremiere am 2. No­ vember 2014 in Dresden ermöglichte die Kooperation von Sächsischer Staatskanzlei, Jazzclub Tonne und Kreuzkirchgemeinde.

25 Jahre nach dem Mauerfall standen der berühmteste Liedermacher der DDR, Wolf Biermann, und das Quartett aus Ernst-Ludwig Petrowsky, Conny Bauer, Ulrich Gumpert und Günter Baby Sommer erstmals gemein­

Über 1.200 Besucher kamen in die Dresdner Kreuzkirche, um bekannte Lieder, neue Komposi­tionen und Improvisationen zu hören, die die Künstler einzeln und im Zusammenspiel aufführten.

Konzert von Wolf und Pamela Biermann mit dem Zentralquartett. Foto: picture-alliance/dpa/B. Pedersen


Ausstellung »Görlitz – Auferstehung eines Denkmals« Jörg Schöner hat seit 1979 den Zustand des architektonischen Reich­tums von Görlitz dokumentiert. Er wurde dabei zum Chronisten der Stadt, indem er Historisches und Gegenwärtiges, Verfallenes und Wiederhergestelltes mit der Kamera festhielt. In seiner ganz eigenen Handschrift verewigte er auf den Fotos neben der verblassten architek­ tonischen Schönheit der Stadt auch Alltagsszenen.

lierte die Fotografien so, dass Besucher den Eindruck gewinnen konnten, sie bewegten sich im Zeitraffer durch die Stadt. Der Künstler sieht das Projekt als gesellschaftspolitische Ausstellung, die mit foto­grafischen Mitteln daran erinnert, wie es in Görlitz zu DDR-Zeiten aussah und »was die Sanierung in den vergangenen 25 Jahren wieder ans Licht brachte«.

Großformatdrucke seiner Bilder präsentierte Jörg Schöner 2015 in Görlitz in einer ehemaligen Produktionshalle für Maschinen. Er instal­

Die Fotoausstellung gastierte bis Juli 2016 im Deutschen Bundesrat in Berlin und ist im Anschluss in Dresden zu sehen.

Links und rechts: Haus in der Petersstraße in Görlitz. Mitte: Rundgang durch die Ausstellung. Fotos: Jörg Schöner


Veranstaltungen

»Literatur als Sprengsatz« Dichter lesen und diskutieren Literatur ist stets auch Erinnerung und damit ein wichtiger Bestandteil des historischen Gedächtnisses. In literarischen Werken werden ge­ schichtliche Ereignisse und gesellschaftliche Umbrüche anschaulich gemacht und kritisch reflektiert. Dies gilt auch für die Friedliche Revo­ lution, das Ende der DDR und die deutsche Vereinigung sowie die Gründung und den Aufbau des Freistaates Sachsen. Zeit zur literarischen Reflexion und Aufbereitung blieb damals, in den wenigen Monaten fundamentaler Veränderungen, kaum. Und dennoch hatten zahlreiche Schriftsteller Anteil am Geschehen. Bereits in der

DDR hatten viele von ihnen Handlungsräume ausgelotet und das Wahrheitsverbot angegriffen; manche sind dabei zu Dissidenten ge­ worden. Auch während der Revolution und im darauf einsetzenden Umbruchsprozess meldeten sie sich zu Wort, was sich häufig in ihren Texten widerspiegelte. Neuere Werke thematisieren die Erfahrungen von Eltern und Großeltern in der DDR und setzen sich mit ihnen ausei­ nander. Bei drei Lesungen in Dresden, Leipzig und Plauen stellten Au­ toren aus mehreren Generationen ihre Texte vor und diskutierten über die DDR und ihr Ende. Die Veranstaltungen wurden moderiert von Arnold Vaatz, Ilse Nagelschmidt und Utz Rachowski.

Schriftsteller stellten ihre Texte zur Diskussion. In Dresden diskutierte Arnold Vaatz mit Hans-Joachim Schädlich, Susanne Schädlich, Utz Rachowski und Peggy Mädler. In Plauen lasen Landolf Scherzer, Saskia Fischer und Axel Reitel. Fotos: SK


Korea in Dresden Begegnungen mit einem geteilten Land Deutschland ist mit Blick auf die Wiedervereinigung eines geteilten Landes Vorbild für viele Koreaner. Jedes Jahr besuchen Delegationen aus Südkorea Sachsen, um sich über die Friedliche Revolution und den Einigungsprozess zu informieren. Immer wieder gelingt es Menschen aus Nordkorea, den harten Lebens­ bedingungen der kommunis­tischen Diktatur zu entfliehen. Doch ihre Integration in Südkorea erweist sich als schwierig. So hat sich 2004 die Setnet Schule für junge nordkoreanische Flüchtlinge gegründet und hilft ihnen bei der Integration in die südkoreanische Gesellschaft. Die Schule trägt auch mit künstlerischen Projekten zur Stärkung der Iden­ tität der Schüler bei. Das koreanische Jugendtheater Setnet kam anlässlich des 25. Jahres­ tages der Deutschen Einheit nach Dresden. Im Societaetstheater führ­ ten die Schüler das Stück »Vor dem Stacheldraht … Duett für eine Stimme« auf. Die speziell für Deutschland entwickelte, nonverbale Performance führte das Publikum in die Geschichte des geteilten Korea ein und erzählte von persönlichen Fluchterlebnissen und der schwieri­ gen Ankunft in der südkoreanischen Leistungsgesellschaft. Die Perfor­ mance vereinte Musik, Tänze, Spiele, Pantomime, Puppenspiele sowie Fotos und Filmsequenzen. Nach den beiden Aufführungen kamen die jungen Schauspieler mit dem Publikum ins Gespräch. Während ihres einwöchigen Aufenthalts lernten die jungen Koreaner Dresdner Ju­ gendliche des Gymnasiums Dresden-Bühlau kennen. In der Gedenk­ stätte Bautzner Straße fand am 28. November 2015 ein koreanischer Thementag mit Vorträgen, Präsentationen und Gesprächen statt. Die Korea-Woche wurde in Kooperation mit dem Korea-Verband, der Landeszentrale für politische Bildung, dem Societaetstheater und der Gedenkstätte Bautzner Straße durchgeführt.

Zweimal führten die koreanischen Jugendlichen das Stück »Vor dem Stacheldraht ... Duett für eine Stimme« im Societaetstheater auf. Foto: Dong-Ha Choe

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Veranstaltungen

»Grundgelegt« – 25 Jahre kommunale ­Selbstverwaltung in Sachsen Die Friedliche Revolution ereignete sich in den Städten und Gemein­ den. Die Kommunen waren Ausgangspunkt für die Entmachtung der SED und den Aufbau des Freistaates Sachsen nach der Wiedervereini­ gung. In der Folge der Friedlichen Revolution bildeten sich zahlreiche lokale Runde Tische und Bürgerbewegungen. Bereits am 1. April 1990 gründeten engagierte Bürger sowie alte und neue Kommunalpolitiker den Sächsischen Städte- und Gemeindetag. Die Mandats- und Amtsträger kamen aus der Mitte der Bevölkerung, waren zum Großteil hoch ambitionierte politische Neulinge. Zahlreiche Bürger entschieden sich, Verantwortung für die Demokratie vor Ort zu übernehmen. Sie kandidierten für Ämter und Mandate. Das gilt in be­ sonderer Weise für die Bürgermeister und Bürgermeisterinnen und die Landräte der ersten Stunde. Ministerpräsident Stanislaw Tillich würdigte deren mutiges Engage­ ment am 2. November 2015 im Dresdner Albertinum. »Das, was man damals brauchte, war der Mut, in unbekanntes Terrain loszumarschie­

ren, und die Zuversicht, dass man den Weg irgendwie meistern wird«, erklärte Tillich, an die anwesenden damaligen Kommunalpolitiker ge­ wandt. »Sie haben auf die Friedliche Revolution die friedliche Umge­ staltung unseres Landes folgen lassen.« »Für die ersten kommunalen Mandatsträger 1990 war die Amtsüber­ nahme ein Sprung ins kalte Wasser«, meinte der aktuelle Präsident des Sächsischen Städte- und Gemeindetages, Oberbürgermeister Stefan Skora. Es handele sich um »eine gewaltige Lebensleistung, die Städte und Gemeinden damals in die Spur zu bekommen«. Der Festredner Arnold Vaatz erinnerte an die andauernden, zermürbenden Kämpfe, die notwendig waren, um eine funktionierende Verwaltung aufzubauen. Nun, wo »der große Lärm weg ist, steigt die Unzufriedenheit mit dem kleinen Lärm«. Es komme jetzt darauf an, »dieses Staatswesen unseren Nachkommen in einem lebbaren Zustand zu übergeben«, sagte der stellvertretende Vorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion und ehemalige sächsische Staatsminister. Fast 500 ehemalige Landräte, Oberbürgermeister und Bürgermeister folg­ten der Einladung von Ministerpräsident Stanislaw Tillich. Monika Zimmermann (r.) moderierte eine Podiumsdiskussion mit Christian Schramm, Hubert Wicker, Peter Seifert und Ilona Groß. Fotos: SK


Die Erinnerung bleibt. Für Freiheit und Demokratie Ehrung politischer Häftlinge der Sowjetischen Besatzungszone und frühen DDR Immer wieder muss deutlich gemacht werden, was zur zweiten Diktatur in Deutschland führte, wie ihr ein Ende bereitet wurde und wer sich dafür einsetzte, zu einer Zeit, als Erfolge nicht absehbar, aber die Konse­ quenzen hart waren. Ministerpräsident Stanislaw Tillich lud daher am 15. Juni 2016 politisch Verfolgte und Inhaftierte der SBZ und frühen DDR in das Dresdner DORMERO-Hotel Königshof ein. Im Vorfeld des Gedenktages an den Volksaufstand am 17. Juni 1953 forderte Tillich, aus den Erfahrungen mit der Diktatur Lehren für die Sicherung von Freiheit und Demokratie zu ziehen: »Die Erinnerung an die politische Verfolgung führt es uns vor Augen: Dass wir als freie und gleichberechtigte Menschen mit­einander leben, ist nicht selbstverständlich. Es wird immer Kräfte geben, die unsere Freiheit und unser demokratisches Zusammenleben bedrohen.« Gemeinsam mit dem Landesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen, Lutz Rathenow, würdigte der Ministerpräsident die Anwesenden, unter denen

neben Verbandsvertretern auch Nachfahren waren, die sich mit dem Schicksal ihrer Angehörigen auseinandersetzen: »Sie haben dazu bei­ getragen, das Geschehene in Worte zu fassen. Sie haben das, was Sie erlebt haben, festgehalten und damit für die Nachwelt bewahrt. Sie stehen als Zeitzeugen zur Verfügung, engagieren sich in der histori­ schen Bildungsarbeit, in Opferverbänden und anderen Initiativen. Un­ sere freie und demokratische Gesellschaft ist Ihnen dafür zutiefst zu Dank verpflichtet.« In einer Gedenkrede betonte der ehemalige Bautzen-Häftling und langjährige Vorsitzende des Bautzen-Komitees, Harald Möller: »Es war stets unser Bemühen, und ist es auch heute noch, insbesondere den jugendlichen Menschen durch unser Schicksal die Augen zu öffnen, um sie vor den Parolen extremistischer Gruppierungen zu warnen und zu zeigen, wie in zwei Diktaturen demokratische Strukturen ausgeschaltet und zerstört wurden.«

Werner Sperling und Harald Möller (l. u.) wurden beide von sowje­tischen Militärtribunalen zu hohen Haftstrafen verurteilt und nach Workuta und Bautzen verschleppt. Die Feier fand in würdiger Atmosphäre statt. Fotos: Matthias Rietschel


Expertenkommission

Die Arbeit der Expertenkommission Begleitung des Doppeljubiläums Am 12. November 2013 hat der sächsische Ministerpräsident eine be­ ratende Expertenkommission, bestehend aus 19 Zeitzeugen, Histori­ kern und Verantwortlichen staatlicher Stellen und beider Kirchen, zur Vorbereitung auf die Jubiläen 25 Jahre Friedliche Revolution, Deutsche Einheit und Wiedergründung des Freistaates Sachsen einberufen. Zur konstituierenden Sitzung wurden Auftrag und Aufgaben der Kommis­ sion festgelegt und besprochen. Zu den Aufgaben zählte insbesondere die landesweite Vorbereitung von Veranstaltungen und Projekten zur Erinnerung an den Herbst 1989, die Deutsche Einheit und die Wieder­ gründung des Freistaates Sachsen. Insbesondere die jüngere Generati­ on ohne DDR-Erfahrung sollte erreicht werden. Die Kommission tagte daraufhin in 12 Arbeitssitzungen. Die Kommission beriet permanent und aktuell die Sächsische Staats­ kanzlei in den von ihr geplanten landesweiten Aktivitäten. Sie hat die beiden für die Friedliche Revolution und die Deutsche Einheit und Wiedergründung des Freistaates Sachsen aufgelegten Förderprogramme angeregt und begleitet. Ziel war eine breite Einbeziehung und Aktivie­ rung der Bevölkerung. Bei der inhaltlichen Bewertung der Projekte achtete die Kommission insbesondere darauf, dass diese auch die lokalen und regionalen Ent­ wicklungen beleuchten und Erfahrungen und Ereignisse nachhaltig im Gedächtnis der Bürgerinnen und Bürger verankern.

ellen gesellschaftlichen Situation. Die Kommission plädiert in den Thesen erneut für die Verteidigung der 1989/1990 errungenen Werte. Nach den Festakten zur Deutschen Einheit und Wiedergründung des Freistaats Sachsen im Oktober 2015 ist die Kommission in ihrer letzten Arbeitssitzung am 17. November 2015 zu der Auffassung gelangt, dass ihre Arbeit im Wesentlichen getan und der Auftrag des Ministerpräsi­ denten erfüllt ist. Sie schätzt rückblickend und zusammenfassend ein, dass die Initiativen, Aktivitäten und Festakte im Freistaat Sachsen anlässlich der 25-jährigen Jubiläen der Friedlichen Revolution, der Deutschen Einheit und der Wiedergründung des Freistaates Sachsen gut gelungen sind. Besonderer Dank gilt dem Ministerpräsidenten und dem Freistaat Sachsen für die beiden Förderprogramme. Mit dieser Projektförderung ist es gelungen, eine vorhandene Bewegung im Freistaat zu verbreitern und zusätzlich zu motivieren, sich mit der jüngsten Geschichte in Bezug zur Gegenwart zu beschäftigen. Sie waren identitätsstiftend und erfüllten die Bürger mit Stolz auf ihren Freistaat. Derartige Förderprogramme gab es nur im Freistaat Sachsen. Die besondere sächsische Erinne­ rungskultur hat bereits Einzug in die jüngste Rezeptionsgeschichte der Historiker gehalten. Dresden, den 27.11.2015

Zwei Grundsatzpapiere wurden von der Kommission erarbeitet: das erste zur Friedlichen Revolution, das zweite zur Deutschen Einheit und Wiedergründung des Freistaates Sachsen. In beiden Papieren wurden die einmaligen historischen Ereignisse auch in Bezug gesetzt zur aktu­

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Dr. Herbert Wagner Vorsitzender Expertenkommission


Die Mitglieder der Expertenkommission

Konstituierende Sitzung der Expertenkommission. Insgesamt tagte die Kommission zwölf Mal. Foto: SK

Die Expertenkommission zur Beratung der Sächsischen Staatsregierung bei der Vorbereitung und Durchführung des Doppeljubiläums »25 Jahre Friedliche Revolution, Deutsche Einheit und Freistaat Sachsen« bestand aus 19 Mitgliedern. Nachfolgend sind die Experten namentlich mit ihren Funktionen und Tätigkeiten aufgeführt. Dr. Nancy Aris Stellvertretende Landesbeauftragte für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen DDR Dr. Martin Böttger Vorsitzender des Martin-Luther-King-­Zentrum für Gewaltfreiheit und Zivilcourage e. V., Werdau Prof. Dr. Rainer Eckert Direktor der Stiftung Haus der Geschichte/ Zeitgeschichtliches Forum Leipzig Siegfried Hoche Leiter des Ratsarchivs der Stadtverwaltung Görlitz

Ordinariatsrat Christoph Pötzsch Beauftragter der Katholischen Bistümer beim Freistaat Sachsen

Andreas Schönfelder Leiter des Umweltbibliothek Großhenners­­ dorf e. V.

Siegfried Reiprich Geschäftsführer der Stiftung Sächsische ­­Gedenk­stätten zur Erinnerung an die Opfer politischer Gewaltherrschaft

Uwe Schwabe Vorstandsvorsitzender des Archivs Bürger­bewe­gung Leipzig e.  V.

Frank Richter Direktor der Sächsischen Landeszentrale für politische Bildung Wolfgang Sachs Initiator und Projektgruppenleiter des Wende-Denkmals Plauen

Tobias Hollitzer Leiter der Gedenkstätte Museum in der »Runden Ecke«, Leipzig

Regina Schild Außenstellenleiterin Leipzig des Bundes­beauftragten für die Unterlagen des Staats­ sicherheitsdienstes der ehemaligen DDR

Bernd Müller-Kaller Landesvorsitzender Sachsen der VOS – ­Vereinigung der Opfer des Stalinismus e. V.

PD Dr. Mike Schmeitzner Hannah-Arendt-Institut für Totalitarismus­ forschung e. V. an der TU Dresden

Oberkirchenrat Christoph Seele Beauftragter der Evangelischen Kirchen beim Freistaat Sachsen Prof. Dr. Gerd Strohmeier Professur für Europäische Regierungs­systeme im Vergleich an der TU Chemnitz Dr. Herbert Wagner Dresdner Oberbürgermeister a. D., Vorsitzender des Erkenntnis durch Erinnerung e. V. Hansjörg Weigel Initiator des Christlichen Friedensseminars Königswalde Prof. Dr. Manfred Wilke Mitbegründer und ehemaliger Leiter des For­schungsverbundes SED-Staat an der FU Berlin

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Grundsatzpapier 25 Jahre Friedliche Revolution

25 Jahre Friedliche Revolution Freiheit und Demokratie: Sachsens Aufbruch in die Deutsche Einheit und europäische Einigung

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ie Friedliche Revolution vor genau 25 Jahren ist kein isoliertes geschichtliches Ereignis. So jähren sich 2014 der Beginn des Ers­ ten Weltkrieges zum 100. und der Ausbruch des Zweiten Weltkrieges zum 75. Mal. Diese Ereignisse von europäischer, ja globaler Dimension haben zur Teilung Deutschlands und Europas geführt, die maßgeblich durch die weitgehend friedlichen Revolutionen der Jahre 1989/1990 in ganz Mittel- und Osteuropa überwunden wurde. 1989 ist das Jahr, in dem für den Osten Deutschlands fast sechzig Jahre Diktatur zu Ende gingen. Erst mit dem beginnenden Zerfall des Sowjetimperiums wurde es möglich, zwischen den ehemaligen Kriegs­ parteien eine europäische Nachkriegs- und Friedensordnung völker­ rechtlich zu vereinbaren. Erst danach konnte man Kriegs-, Diktaturund Teilungsfolgen für Deutschland und Europa historisch ehrlich benennen und sie als Epoche der Kriege und Massenmorde sowie des Kampfes zwischen Diktatur und Demokratie aufarbeiten. Gerade heute ist klar, dass dieser Prozess noch längere Zeit andauern wird und unse­ rer Aufmerksamkeit bedarf.

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ie Friedliche Revolution des Jahres 1989 in der DDR hat zweifel­ los ihren Höhepunkt in Sachsen, kann aber nicht losgelöst vom europäischen Umfeld und der weltpolitischen Entwicklung gesehen werden: Neben der Reformpolitik Michail Gorbatschows in der Sowjet­ union und dem Ende des atomaren Wettrüstens sind es vor allem die Freiheitsbewegungen in Polen, der Tschechoslowakei, in U ­ ngarn und im Baltikum, die den Prozess der Friedlichen Revolution in der DDR erst ermöglicht haben. In das europäische Gedächtnis haben sich die vom Sowjetregime blutig niedergeschlagenen Aufstände im sowjetischen GULag sowie am 17. Juni 1953 in der DDR und 1956 in Ungarn eben­ so tief eingegraben wie die gewaltsame Unterdrückung des »Prager Frühlings« 1968.

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ie Gewerkschaftsbewegung Solidarność wurde 1981 durch die pol­ nischen Kommunisten per Kriegsrecht unterdrückt. In der Geschichte des sowjetischen Imperiums nahm — besonders nach der Wahl des polnischen Papstes — das stark katholisch geprägte Polen eine Vorreiterrolle im Kampf um Demokratie und Freiheit ein. Im Jahr 1989 begann in Mittel- und Osteuropa der Systemwechsel: die Wiederzulassung von Solidarność und der Runde Tisch in Warschau im Februar, die symbolische Öffnung der Grenze zwischen Ungarn und Österreich im Juni, die Fluchtbewegung aus der DDR im Juli und August.

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ine Voraussetzung für die schnelle Wiedervereinigung Deutsch­ lands war auch, dass alle Bundesregierungen an der gemeinsamen Staatsbürgerschaft aller Deutschen festgehalten hatten. So konnte sich eine revolutionäre Wechselwirkung zwischen der Fluchtbewegung und den Protestdemonstrationen in der DDR entfalten. Veranstaltungen aus Anlass des 25. Jahrestages der Friedlichen Revo­ lution sollten in Sachsen die Ereignisse in Polen, Tschechien, Ungarn und der Slowakei im Blick behalten. Die Friedliche Revolution hatte Vorbedingungen innerhalb der DDR. Nach der Zerschlagung des frühen Widerstandes gegen die Errichtung der kommunistischen Diktatur und der Massenflucht etablierte sich Ende der 1970er-Jahre eine Friedens-, Umwelt- und Menschenrechts­ bewegung. Sie fand zunehmend Schutz unter dem Dach von Kirchen. Auch die »Ökumenische Versammlung für Frieden, Gerechtigkeit und Bewahrung der Schöpfung« war von Bedeutung. Besonders nach der Unterzeichnung der Schlussakte von Helsinki 1975 formierte sich eine Ausreisebewegung. Im künstlerischen und intellektuellen Raum erho­ ben sich Kritik und Protest. Der Protest gewann durch die starke Erosion der zentralen Planwirtschaft an entscheidender Dynamik.


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avon ausgehend entwickelte sich im Sommer ’89 ein breiter wer­ dender Protest. Die SED war nicht mehr in der Lage, die Gründung neuer Bürgerbewegungen und Parteien zu verhindern. Immer mehr Menschen gingen auf die Straße, um Freiheit und Demokratie zu for­ dern. In Plauen und Dresden gab es am 7. und 8. Oktober ein erstes Zurückweichen der Diktatur. Am 9. Oktober 1989 stellten sich trotz drohenden Schießbefehls weit mehr als 70.000 Menschen aus allen Teilen der DDR in Leipzig mit den Rufen »Wir sind das Volk« und »Keine Gewalt« friedlich dem SED-Regime entgegen. Der gewaltfreie Verlauf dieser Montagsdemonstration ermutigte viele und war der entschei­ dende Durchbruch. Die Menschen errangen im ganzen Land die Freiheit und erzwangen am 9. November 1989 die Öffnung der Berliner Mauer sowie der innerdeutschen Grenze. In vielen Städten und Gemeinden bildeten sich Runde Tische, um die Demokratisierung auf den Weg zu bringen. Anfang Dezember wurden Stasi-Dienststellen besetzt und aufgelöst. An der ersten freien Volkskammerwahl beteiligten sich am 18. März 1990 fast 94 Prozent der Wahlberechtigten.

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abei ist stets zu bedenken, dass die Friedliche Revolution auch gewaltsam hätte enden und scheitern können.

ie Friedliche Revolution ist Vorbedingung für ein wiedervereintes Deutschland auf der Grundlage der freiheitlichen demokratischen Grundordnung. Sie ist Vorbedingung für den Aufbau demokratischer Strukturen in Ostdeutschland und die Wiedergründung des Freistaates

Sachsen. Sie ist Vorbedingung für eine europäische Einigung, die Westund Ostmitteleuropa verbindet. Die Ereignisse von 1989 und das mutige Engagement der Bürgerinnen und Bürger dürfen nicht in Vergessenheit geraten. Sie müssen immer wieder in Erinnerung gerufen werden, insbesondere denen, die sie nicht selbst erlebt haben. Die Erinnerungsstätten der Friedlichen Revolution sollten Orte für den Diskurs über die Geschichte von Freiheit und Demokratie in Deutsch­ land und Europa sein.

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ber auch der Geist der Friedlichen Revolution muss weiterleben. Gewaltlosigkeit, Zivilcourage, Gemeinsinn, Freiheit und Gerechtig­ keit sind zentrale Werte, die vor, während und selbstverständlich auch nach der Friedlichen Revolution wichtig waren – und weiterhin sind. So bleiben die Bedeutung des bürgerschaftlichen Engagements und die Einbeziehung der Bürger in politische Entscheidungsprozesse für das Gelingen einer lebendigen Demokratie wesentlich. Sachsen als Kernland der Friedlichen Revolution steht in besonderer Verantwortung. Sachsen kann den Wert von friedlichen Veränderungen bezeugen und ist in seinem politischen Handeln diesem Erbe verpflichtet.

V. l. n. r.: Siegfried Reiprich, Bernd Müller-Kaller, Gerd Strohmeier, Regina Schild, Stanislaw Tillich, Herbert Wagner, Christoph Seele, Christoph Pötzsch, Manfred Wilke, Wolfgang Sachs, Foto: Matthias Rietschel


Grundsatzpapier 25 Jahre Deutsche Einheit

25 Thesen zu 25 Jahren Deutscher Einheit und Wiedergründung des Freistaates Sachsen Das Jubiläum der Deutschen Einheit und die unmittelbar in diesem Zusammenhang stehende Wiedergründung des Freistaates Sachsen sind Anlass zu einem dankbaren Rückblick und einem hoffnungsvollen Ausblick auf den weiteren Weg unseres Landes:

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Eine wesentliche Voraussetzung für die Einheit Deutschlands und die Wiedergründung der neuen Bundesländer war die Friedliche Revolution. Sie war Teil des Systemwechsels, der sich 1989 in Mittelund Osteuropa Bahn brach und die friedliche Einigung Europas ermög­ lichte.

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Initiatoren der Überwindung der deutschen Teilung waren mutige Menschen in der DDR, die im Herbst 1989 mit den Rufen »Keine Gewalt« und »Wir sind das Volk« gegen die SED-Herrschaft aufstanden und die Diktatur stürzten. Seit 1945 hatte es Opposition und Widerstand gegen die Errichtung einer kommunistischen Diktatur im sowjetisch besetzten Teil Deutschlands gegeben, der seinen Höhepunkt im Volks­ aufstand vom 17. Juni 1953 fand. Ab den 1980er-Jahren traten zuneh­ mend Bürgerrechtler für Demokratie und gegen das SED-System auf.

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Die Kirchen waren eine Brücke im geteilten Deutschland. Sie boten in der DDR Raum für eigenständiges Denken, Reden und Handeln. Sie leisteten einen wichtigen Beitrag zum Werden und Verlauf der Friedlichen Revolution. Von der durch die evangelischen Kirchen ein­ berufenen »Ökumenischen Versammlung für Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung« sowie den Friedensgebeten ausgehend, sahen sich viele Menschen in besonderer Weise ermutigt, ihren Protest und ihren Widerstand in die Öffentlichkeit zu tragen.

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Auf den Leipziger Montagsdemonstrationen wurde bereits Mitte November 1989 eine schwarz-rot-goldene Fahne mit sächsischem Wappen und die weiß-grüne Fahne Sachsens gezeigt. Sächsische Demonstranten forderten deutlich, dass die drei Bezirke Dresden, Karl-Marx-Stadt und Leipzig künftig als Bundesland Sachsen Teil des wiedervereinigten Deutschland werden sollten. In Plauen waren Forde­ rungen nach der Deutschen Einheit schon im Oktober 1989 öffentlich erhoben worden.

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Mit dem durch die Menschen in der DDR erzwungenen Fall der Berliner Mauer am 9. November 1989 hatte der Veränderungs­ prozess in der DDR zusätzliche Dynamik und eine völlig neue Option erhalten. Die deutsche Frage wurde über Nacht wieder zu einem Thema der Weltpolitik. Aus der anfänglichen Forderung nach Reisefreiheit wurde sofort nach der Beseitigung der innerdeutschen Grenze die Vereinigungsforderung »Deutschland, einig Vaterland«. Auf den Mon­ tagsdemonstrationen waren ab Anfang Dezember 1989 immer mehr Deutschlandfahnen zu sehen.

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Die Einheit war in beiden deutschen Staaten keinesfalls unum­ stritten. Der von Berliner Schriftstellern und Künstlern verfasste Aufruf »Für unser Land« plädierte für die Erhaltung der DDR als »sozia­ lis­tische Alternative« und den Fortbestand der Zweistaatlichkeit. Er wurde von über einer Million Menschen unterschrieben. Die Ableh­ nung des Aufrufs im Süden der damaligen DDR war massiv. In einem Gegenaufruf aus Plauen beispielsweise hieß es: »Lasst uns also endlich etwas für die Menschen in unserem Land tun, und denken wir endlich europäisch. Denn wir sind und bleiben ein Volk!«


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Das Wiedervereinigungsgebot des Grundgesetzes war in West­ deutschland im Jahr 1989 in der Politik und in der Öffentlichkeit kaum noch präsent. Vor allem aus der bundesrepublikanischen Linken und aus intellektuellen Kreisen kamen erhebliche Vorbehalte gegen die Einheit. Ausdruck des gesamtdeutschen Anspruchs des Grund­gesetzes blieb die einheitliche deutsche Staatsbürgerschaft. Insgesamt über 4 Mil­ lionen Menschen entzogen sich der Diktatur in der Sowjetischen Besat­ zungszone und in der DDR durch Flucht über die m ­ ilitärisch gesicherte Grenze oder Ausreise. Die Ausreisebewegung der 80er-Jahre lässt sich in der Rückschau als größte »Bürgerbewegung« bezeichnen. Die Men­ schen, die in der DDR bleiben wollten, sahen sich zunehmend stärker in der Pflicht, für Veränderungen einzutreten.

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Der Druck der Straße, der stufenweise Machtverlust der SED, die Erkenntnis, dass die DDR wirtschaftlich, finanziell und ökologisch am Ende war, sowie die Ablehnung eines militärischen Eingreifens durch Michail Gorbatschow ließen den gewaltbereiten Unterdrü­ ckungswillen der SED-Machthaber gegen ihr Volk schwinden und zwangen auch sie zur strategischen Annäherung an den einstigen Klassenfeind Westdeutschland.

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In dieser Situation zeigte das Zehn-Punkte-Programm des Bundes­ kanzlers Helmut Kohl vom 28. November 1989 den innen- und außenpolitischen Weg zur Vereinigung der beiden deutschen Teil­ staaten. Der Auftritt Kohls am 19. Dezember 1989 an der Ruine der Frauenkirche in Dresden wurde zu einem eindrucksvollen Bekenntnis für die Deutsche Einheit in Frieden und Freiheit, das auch international große Beachtung fand.

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Die Vereinigungspolitik der von Bundeskanzler Kohl geführten Bundesregierung fand innenpolitisch großen Zuspruch und war eine außenpolitische Meisterleistung. Das Zeitfenster für die Einheit Deutschlands war nur kurz geöffnet. Dies gilt vor allem für die deutschen Verhandlungen mit den vier Siegermächten des Zweiten Weltkrieges

Großbritannien, Frankreich, den Vereinigten Staaten von Amerika und insbesondere mit der Sowjetunion über die Bereitschaft, eine freie deutsche Entscheidung über die Bündniszugehörigkeit und einen Abzug der Westgruppe der sowjetischen Armee aus Deutschland zu akzeptieren.

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Das Ergebnis der ersten freien Volkskammerwahl in der DDR vom 18. März 1990 war quasi ein Volksentscheid für die schnelle Vereinigung. Die hohe Wahlbeteiligung von 93,4 Prozent zeigt, dass der DDR-Bevölkerung die Grundsätzlichkeit dieser Entscheidung bewusst war.

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Vertreter des alten SED-Staatsapparates der Bezirke Dresden, Karl-Marx-Stadt und Leipzig hatten – wie auch sonst in der damaligen DDR – versucht, den Prozess der Länderbildung mit einem eigenen Verfassungsentwurf zu dominieren, um so die alten regionalen Apparate in die künftige demokratische Landesverwaltung zu überfüh­ ren. Nur in Sachsen verhinderten die neuen demokratischen Kräfte, vor allem Vertreter des Runden Tisches Dresden, dies und nahmen den Prozess selbst in die Hand. Die Dresdner »Gruppe der 20« hatte bereits im März 1990 einen ersten Entwurf einer neuen sächsischen Landes­ verfassung veröffentlicht.

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Am 23. April 1990 brachen die Karl-Marx-Städter durch einen Bürgerentscheid zur Rückbenennung der Stadt in »Chemnitz« mit der SED-Ideologie, knüpften an ihre sächsische Geschichte an und besannen sich damit auf ihre eigene Identität.

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Im Ergebnis der freien Kommunalwahl vom 6. Mai 1990 exis­ tierten nun auch demokratisch legitimierte Gemeinde­ vertretungen, Bürgermeister und Landräte, die eine kommunale Selbst­ verwaltung aufbauen und an der Basis die erwartete Deutsche Einheit und Wiedergründung des Freistaats Sachsen vorbereiten ­konnten. Viele Akteure der Friedlichen Revolution beteiligten sich aktiv am staatlichen Neuaufbau Sachsens.

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Grundsatzpapier 25 Jahre Deutsche Einheit

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Am 1. Juli 1990 trat die Wirtschafts-, Währungs- und ­Sozial­union in Kraft und gab den DDR-Bürgern die Gewissheit, dass die Einheit Realität werden wird. Die Drohung der Demonstranten: »Kommt die D-Mark, bleiben wir, kommt sie nicht, gehen wir zu ihr« zeigte die Unausweichlichkeit dieser Entscheidung. Auch der volks­ wirtschaftlich umstrittene Umtauschkurs von 1:1 der Mark der DDR in D-Mark wurde von Hunderttausenden Demonstranten gefordert. In Konsequenz dieses Umtauschkurses erhöhten sich Löhne, Gehälter und Renten in Ostdeutschland faktisch auf das Dreifache.

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Die neue marktwirtschaftliche Ordnung hatte in der ehemali­ gen DDR Betriebsschließungen, Arbeitslosigkeit und den Ab­ riss veralteter Industrieanlagen zur Folge. Die Menschen im Osten Deutschlands hatten trotz massiver finanzieller Unterstützung des Bundes und der Länder für den »Aufbau Ost« schwere Belastungen und Unsicherheiten zu meistern, deren Auswirkungen teilweise bis heute spürbar sind.

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Am 23. August 1990 stimmten die Volkskammerabgeordneten mit großer Mehrheit und gegen die Stimmen der SED-Nach­ folgepartei PDS für den Beitritt der DDR zum Geltungsbereich des Grundgesetzes der Bundesrepublik Deutschland zum 3. Oktober 1990. Die rechtliche Ausgestaltung der deutschen Wiedervereinigung regelte der Einigungsvertrag vom 31. August 1990, der von Bundestag und Volkskammer am 20. September 1990 ratifiziert wurde.

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Der am 12. September 1990 in Moskau unterzeichnete Zwei-plus-Vier-Vertrag zwischen der Bundesrepublik Deutsch­ land, der DDR und den vier Siegermächten machte außenpolitisch den Weg für die Wiedervereinigung frei. Er hatte die Qualität eines Frie­ densvertrages mit Deutschland, auf den sich die vier Siegermächte nach 1945 nicht einigen konnten. Die deutsche Selbstbestimmung wurde von den vier Siegermächten anerkannt; sie verzichteten damit auf ihre Rechte in Berlin und auf Deutschland als Ganzes.

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Die Wiederherstellung der staatlichen Einheit am 3. Okt­o­ber 1990 beendete die über vier Jahrzehnte andauernde Teilung. Deutschland war nach 45 Jahren wieder ein souveräner Staat. Der Fall des »Eisernen Vorhangs« und die Einheit Deutschlands beendeten die politische Spaltung des Kontinents in zwei gegnerische Blöcke. Die friedliche Einigung Europas bekam eine realistische Perspektive.

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Am Tag der Deutschen Einheit trat auch das Ländereinfüh­ rungsgesetz in Kraft. Zahlreiche Parteien, Verbände und Verei­ ne hatten bereits im Vorgriff auf die erwartete Bildung des Bundeslan­ des Sachsen eigene sächsische Organisationsstrukturen geschaffen. Auf der Albrechtsburg in Meißen wurden die Deutsche Einheit und die Bildung des Landes Sachsen in einem gemeinsamen Festakt begangen. So wurde nach fast vierzigjähriger Unterbrechung die Tradition sächsi­ scher Landesgeschichte wieder aufgenommen.

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Nach der Landtagswahl am 14. Oktober 1990 konstituierte sich der Landtag am 27. Oktober 1990 und beschloss, dass das Land Sachsen die Bezeichnung »Freistaat Sachsen« tragen soll. Die am 26. Mai 1992 verabschiedete sächsische Verfassung nahm in ihrer Präambel ganz bewusst Bezug auf die Friedliche Revolution und den konziliaren Prozess der Kirchen mit den Grundwerten Einsatz für Ge­ rechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung.

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Wesentliche Ziele der Friedlichen Revolution – Freiheit, ­Demo­kratie, Rechtsstaatlichkeit, soziale Marktwirtschaft so­ wie Einheit Deutschlands in Frieden und Freiheit – sind in den vergangenen 25 Jahren Wirklichkeit geworden. Viele Früchte sind ­ sichtbar. Freiheit, Demokratie und Rechtsstaatlichkeit werden mehr­ heitlich gelebt. Sachsens Innenstädte sind saniert, die Wirtschaft funktioniert. Die Überwindung der Teilung in den Köpfen ist ein andau­ ernder Prozess. Dafür ist auch eine Auseinandersetzung mit der SEDDiktatur und deren Folgen bis heute unverzichtbar. Regionale Vielfalt mit der Erinnerung an Sachsens Geschichte und seine heutige Stellung


in Deutschland und Europa machen Mut, die Zukunftschancen­unseres Landes beherzt zu ergreifen. Vom vereinten Deutschland erwarten die Völker, dass es seine gewachsene Rolle für Frieden und Freiheit in der Welt mit den Erfahrungen einer erfolgreichen Friedlichen Revolution wahrnimmt.

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Das Verständnis der freiheitlich-demokratischen Grundord­ nung und die Akzeptanz der repräsentativen Demokratie sind auch 25 Jahre nach der Wiedervereinigung Deutschlands bei Teilen der sächsischen Bevölkerung zu schwach ausgeprägt. Insbesondere die politische Streitkultur ist defizitär. An die Stelle von offener, fairer und respektvoller Auseinandersetzung tritt allzu häufig Radikalismus bis hin zu offenem Hass und Gewaltbereitschaft.

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Die 1989/90 neu errungene Freiheit und Rechtsstaatlichkeit müssen bewusst gelebt werden. Als unveräußerliche Werte unserer demokratischen Ordnung, die für jedermann gelten, sind sie gegen extremistische Positionen zu verteidigen. Alle gesellschaftlichen Akteure, besonders Politiker, Medien und Bildungsträger sind aufgerufen, den derzeitigen Ursachen für Wahlmüdigkeit, Politikverdrossenheit und zunehmendes Misstrauen in das Funktionieren der Demokratie und ihrer Institutionen sowie politisch motivierter Gewalt entgegenzuwirken.

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Über mehr als vier Jahrzehnte schien vielen das Ziel der Deut­ schen Einheit unrealistisch. Durch die Friedliche Revolution in der DDR wurde das Unmögliche denkbar. Nach den Schrecken von Weltkriegen und Diktaturen ist die Wiedervereinigung in Frieden und Freiheit ein besonders glücklicher Moment der deutschen Geschichte des 20. Jahrhunderts. Rückblickend haben wir trotz der Probleme, die das demokratische Aushandeln von gesellschaftlichen Konflikten mit sich bringt, allen Grund, die Wiedervereinigung Deutschlands und die Wiedergründung des Freistaates Sachsen zu feiern und an den Weg dahin zu erinnern sowie die damit verbundenen Werte zu bewahren und in die Zukunft zu führen. Herbert Wagner übergibt Stanislaw Tillich das Grundsatzpapier. Foto: SK

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Bildergalerie weiterer geförderter Projekte 3

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25 Jahre Friedliche Revolution 25 Jahre Deutsche Einheit und Freistaat Sachsen

1 25 Jahre Friedliche Revolution – Zeitzeugen berichten | Bildungswerk Sachsen der Deutschen Gesellschaft e. V., Foto: Bildungswerk Sachsen

2 Kunst verändert – Kunstaktionen in der Versöhnungskirche Dresden | Christoph Münchow, Foto: Mockup Graphicriver mit Buchcover 3 Wo warst du im Herbst ’89? | GeyserHaus e. V., Foto: GeyserHaus 4 Kanal X Online | Norbert Meissner, Foto: Screenshot des Webportals

7 Leipziger Schulen im Aufbruch zur Demokratie 1989 | Förderverein Schul­museum – Werkstatt für Schulgeschichte e. V., Foto: Mockup Graphicriver mit Buchcover 8 Meine Akte gehört mir | Erkenntnis durch Erinnerung e. V., Foto: SK 9 UmweltWIKI Sachsen | Ö Grafik agentur für marketing und design, Foto: Mockup Behance mit Screenshot der Webseite

5 Ausstellungsprojekt Plauen – Siegen | Stadt Plauen | Kulturreferat, Foto: Gottfried Gebauer

10 II. Internationale Plakatausstellung 25 Jahre Fall der Mauer | Bund mitteldeutscher Grafikdesigner e. V., Foto: Jochen Fiedler

6 Partnerschaftstreffen anlässlich des 25. Jahrestags der Deutschen Einheit | Gemeinde BobritzschHilbersdorf, Foto: Gemeinde Bobritzsch-Hilbersdorf

11 Rotstift. Medienmacht, Zensur und Öffentlichkeit in der DDR | Archiv Bürger­bewegung Leipzig e. V., Foto: Buchcover

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Herausgeber: Sächsische Staatskanzlei Archivstraße 1, 01097 Dresden www.sachsen.de Redaktion: Sächsische Staatskanzlei, Referat 33 Henry Krause, Dr. Martin Kuhrau, Uta Volgmann Redaktionsschluss: 22.08.2016 Titelfoto: PUNCTUM Fotografie GmbH Gestaltung und Satz: Ö GRAFIK | www.oe-grafik.de Druck: Lößnitz-Druck | www.loessnitz-druck.de Auflagenhöhe: 1.100 Exemplare, 1. Auflage Bezug: Diese Druckschrift kann kostenfrei bezogen werden bei: Zentraler Broschürenversand der Sächsischen Staatsregierung Hammerweg 30, 01127 Dresden Telefon: +49 351 2103671 Telefax: +49 351 2103681 E-Mail: publikationen@sachsen.de www.publikationen.sachsen.de Verteilerhinweis Diese Informationsschrift wird von der Sächsischen Staatsregierung im Rahmen ihrer verfassungsmäßigen Verpflichtung zur Information der Öffentlichkeit herausgegeben. Sie darf weder von Parteien noch von deren Kandidaten oder Helfern im Zeitraum von sechs Monaten vor einer Wahl zum Zwecke der Wahlwerbung verwendet werden. Dies gilt für alle Wahlen. Missbräuchlich ist insbesondere die Verteilung auf Wahlveranstaltungen, an Informationsständen der Parteien sowie das Einlegen, Aufdrucken oder Aufkleben parteipolitischer Informationen oder Werbemittel. Untersagt ist auch die Weitergabe an Dritte zur Verwendung bei der Wahlwerbung. Auch ohne zeitlichen Bezug zu einer bevorstehenden Wahl darf die vorliegende Druckschrift nicht so verwendet werden, dass dies als Parteinahme des Herausgebers zu Gunsten einzelner politischer Gruppen verstanden werden könnte. Diese Beschränkungen gelten unabhängig vom Vertriebsweg, also unabhängig davon, auf welchem Wege und in welcher Anzahl diese Informationsschrift dem Empfänger zugegangen ist. Erlaubt ist jedoch den Parteien, diese Informationsschrift zur Unterrichtung ihrer Mitglieder zu verwenden.


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