STRUKTURENTWICKLUNG IM LAUSITZER REVIER
#002 - JUNI 2019 KOSTENFREI
SONDERBEILAGE Nachrichten aus der Wirtschaftsregion Lausitz Seite 2 Politische Weichenstellung für die Strukturentwicklung Seite 4
Lausitz-Sommer: Ferien zu Hause
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FOTO: TOURISMUSVERBAND LAUSITZER SEENLAND E. V., NADA QUENZEL
Es geht voran: Lausitzer Unternehmen und Projekte Seite 6
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Strukturentwicklung im Lausitzer Revier
EDITORIAL
Sie halten die aktuelle Revierzeitung W.I.R. in den Händen – eine Zeitung, mit der wir Sie regelmäßig über Neuigkeiten, Fortschritte und Macher aus der Lausitz informieren möchten. W.I.R. steht dabei sowohl für gemeinsame Entwicklung wie auch für die „Wirtschaftsregion Lausitz“, dem Herausgeber von W.I.R. In der zweiten Ausgabe geben wir Ihnen einen Überblick zu politischen Themen, bedeutenden Unternehmen in der Region, Fördermöglichkeiten aber auch wie sich der Sommer im Seenland gestalten lässt. Liebe Leserinnen und Leser, Sie können die Zukunft der Lausitz mitgestalten und sich aktiv an einem neuen Leitbild einbringen. Sie haben ein großartiges Projekt, über das wir berichten sollen? Sie kennen einen Macher mit neuen Ideen, welcher die Lausitz voranbringt? Schreiben Sie uns an:
FOTO: EUROPASTADT GÖRLITZZGOZELEC GMBH, PAUL GLASER
LIEBE LAUSITZERINNEN UND LAUSITZER,
Warum leben Sie in der Lausitz? – Beteiligungsprozess zur Entwicklung des Lausitz-Leitbildes gestartet Die Wirtschaftsregion Lausitz hat mit ihrer „Zukunftswerkstatt” den Auftrag, bis Ende 2020 gemeinsam mit den Lausitzern ein länderübergreifendes Leitbild für die Region zu erarbeiten. Anfang Juni starteten dazu die Gespräche mit den Bürgern. Bis zum Herbst 2020 soll das Leitbild stehen.
info@wirtschaftsregion-lausitz.de
Wir freuen uns über Ihre Anregungen. Die W.I.R.-Redaktion
„Intensive Kommunikation und ein Miteinander aller Akteure vor Ort stehen weiter im Mittelpunkt der großen Aufgabe eine erfolgreiche Zukunft nach dem Ausstieg aus der Braunkohleverstromung aufzubauen. Sichtbares müssen wir schaffen und dies vor allem in den direkt betroffenen Kommunen, um Mut und Zuversicht zu fördern, denn die Menschen sind von den Strukturbrüchen in den letzten Jahrzehnten noch immer gezeichnet. Darüber sich auszutauschen und gemeinschaftlich neue Wege zu gehen, zeigt aktuell die Erarbeitung eines Zukunftsbildes durch die Zukunftswerkstatt Lausitz.”
E
s soll ein Bild für die Lausitz von morgen zeichnen und den Rahmen für die künftige Ausrichtung der Regionalpolitik schaffen. Wichtig ist der „Zukunftswerkstatt”, dass sich die Lausitzerinnen und Lausitzer aktiv in das Entwickeln des Leitbildes einbringen. Deswegen ist das Projektteam der „Zukunftswerkstatt” in einer ersten Phase bis zum 8. Juli 2019 an 50 Orten in der Region unterwegs: An Info-Ständen suchen die Mitarbeiter auf Märkten, an Bahnhöfen und
Was sind Ihre Lausitzer Schätze?
In den Gesprächen werden die Lausitzer auch danach gefragt, was die Lausitz in ihren Augen ausmacht. Gesucht sind die ganz persönlichen „Lausitz-Schätze“ gesucht. Diese können an den Info-Ständen oder auch online auf der Projekt-Webseite der „Zukunfts-
Überwältigende Rückmeldung im 2. Projektaufruf „RIK Lausitz“
Torsten Pötzsch Oberbürgermeister Weißwasser / O.L. und Sprecher der Lausitzrunde (sächs. Teil)
auf Veranstaltungen das Gespräch. Das Team erläutert den Auftrag der „Zukunftswerkstatt Lausitz”, zeigt, weshalb es sich lohnt, am Leitbild mitzuwirken, und wie sich die Lausitzer in den nächsten Monaten beteiligen können.
A
n die 100 Projektskizzen erreichten die Wirtschaftsregion Lausitz im zweiten Aufruf zur Umsetzung des Regionalen Investi-
tionskonzeptes (RIK) Lausitz. Gesucht wurden Konzepte in den Themenfeldern Mobilität, Verkehr, Bioenergie und Berufsfrühorientierung. Vor allem viele kleine innovative Ansätze von Start-ups und Unternehmen mit Geschäftsfelderweiterung haben Interesse,
werkstatt Lausitz” eingetragen werden. Die Teilnehmer qualifizieren sich für ein Gewinnspiel. Diskutieren Sie mit
Ab September 2019 startet der Bürgerdialog der „Zukunfswerkstatt”. Dazu werden zufällig ausgewählte Lausitzer persönlich eingeladen. Sie sollen im Rahmen mehrerer Veranstaltungen miteinander ins Gespräch kommen und entlang konkreter Fragestellungen diskutieren. Ziel ist es, Zukunftsbilder für die Lausitz zusammenzutragen. Darauf aufbauend sollen die aus Bürgersicht zentralen Zukunftsthemen herausgearbeitet werden. Die Fragen, um die sich die Ver-
die Förderung von bis zu 200.000 Euro zu erhalten. Nun werden die zahlreichen Projektskizzen ausgewertet und mit dem Regionalen Empfehlungsgremium besprochen. Die Gebietskörperschaften, kommunale Vertreter, Kirchen, Planungsverbände, Landesförderbanken, Wirtschaftsförderungen, Kammern, Gewerkschaften, Unternehmerverbände, Hochschulen und regionale Un-
anstaltungen drehen, werden auch auf der Projektseite der „Zukunftswerkstatt” veröffentlicht. Es ist geplant, dass auch online mitdiskutiert werden kann. Bleiben Sie dran
Ab Winter 2019/20 wird der Dialog entlang der Zukunftsthemen vertieft. Gemeinsam mit Lausitzern und Fachleuten aus der Region sollen konkrete Vorstellungen für die Lausitz von morgen entwickelt werden. Auch die Empfehlungen der „Kommission für Wachstum, Strukturwandel und Beschäftigung” sowie wissenschaftliche Studien werden einbezogen. Alle Beiträge aus dem Bürgerdialog – aus den Veranstaltungen wie aus der Online-Beteiligung – fließen in die Ausarbeitung des Leitbildes ein. → Informationen zu den Beteiligungsangeboten: www.zw-lausitz.de/beteiligung
Tolle Preise aus der Lausitz zu gewinnen: 1. Preis: Übernachtung für zwei Personen im 4Sterne-Hotel „Insel der Sinne” am Berzdorfer See (inkl. Frühstück) 2. Preis: Tagesticket für zwei Personen im Tropical Island 3. Preis: Familien-Tagesticket für den Erlebnispark Teichland bei Cottbus 4. - 10. Preis: Kulinarische Überraschungen aus der gesamten Lausitz
ternehmen haben sich dazu zum beratenden Partner der Wirtschaftsregion Lausitz zusammengeschlossen. Die Bundesregierung zeigt sich zufrieden mit dem Vorgehen in der Lausitz. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie plant deshalb die Verdreifachung der Projektmittel. Dann hat die WR.Lausitz fünf Mio. Euro jährlich an Fördermitteln im „RIK Lausitz“ zur Verfügung.
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Strukturentwicklung im Lausitzer Revier
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Der Tag am Meer vor der Haustür
Das Lausitzer Seenland lässt sich über zahlreiche miteinander vernetzte und gut ausgebaute Radwege erkunden. Die Rundwege führen meist dicht um die Seen. So bieten sich immer wieder einzigartige freie Blicke aufs Wasser. Die Rundkurse lassen sich miteinander kombinieren. Für Radwanderfreunde gibt es insgesamt sieben Fern- und Themenradwege, die durch das Lausitzer Seenland führen. Auf der Seenland-Route, einem 191 Kilometer langen Fernradweg, sind alle Stadien der Flutung – vom stillgelegten Tagebau bis zum fertigen See mit Jachthafen und hellen Badestränden – zu sehen.
FOTO: TOURISMUSVERBAND LAUSITZER SEENLAND E. V., NADA QUENZEL
Riesige Wasserflächen glitzern in der Sonne. Radfahrer rollen entspannt auf den Uferwegen. Kinder planschen, Stand-UpPaddler gleiten lautlos über den See und Boote schaukeln im Hafen. Was heute im Lausitzer Seenland Realität ist, war vor wenigen Jahrzehnten noch ein unendlich fern erscheinender Traum. Aus den Mondlandschaften einstiger Braunkohletagebaue hat sich ein attraktives Reiseziel entwickelt. Mit mehr als 20 gefluteten Seen und schiffbaren Kanälen entsteht die größte von Menschenhand geschaffene Wasserlandschaft Europas. Ein neues Urlaubsidyll vor der Haustür.
Ausflug auf dem Senftenberger See
Lausitzer Seenland: Ferien zu Hause Maritimes Lebensgefühl in der Lausitz
In den nächsten Jahren entstehen schiffbare Kanäle, die zehn Seen miteinander verbinden werden. Schon heute können Freizeitkapitäne über den Koschener Kanal vom Senften-
berger See zum Geierswalder See fahren. Darüber hinaus bietet das Lausitzer Seenland Wasserportlern zahlreiche Möglichkeiten zum Segeln, Surfen, Motorboot fahren, Jetski- und Wasserskifahren, Wakeboarden, Rudern oder Paddeln. Badestrände an vielen Seen laden
zum Abkühlen im glasklaren Nass. Wer über die neuen Häfen am Senftenberger See oder Großräschener See flaniert, fühlt sich wie am Meer. Nur die salzige Brise fehlt. Dabei gibt es nicht nur viele neue Seen zu entdecken. Einige Industrieanlagen bleiben
Gemeinsam durchstarten für eine lebenswerte Heimat
FOTO: KÓLESKO, GERALD SCHÖN
B
Traditionelle Kindertracht aus Schleife
eim diesjährigen Ideenwettbewerb des „Sächsischen Mitmach-Fonds“ sind 1.520 Projektideen für die Strukturentwicklung in der Lausitz und in Mitteldeutschland eingegangen. Darin enthalten sind 990 Projektvorschläge für das Lausitzer Revier zur Förderung des Miteinander und Zusammenlebens, Projektideen für Kinder und Jugendliche, Mobilitätsideen und zur Förderung der Zweisprachigkeit für die sorbische Volksgruppe in der Lausitz. Die große Resonanz
zeigt, dass sich Bürgerinnen und Bürger, Vereine und Verbände aktiv für ihre Region einbringen möchten. Zur Förderung der eingereichten Ideen stehen in den Jahren 2019 und 2020 jeweils 1,5 Mio. Euro aus dem Haushalt des Freistaates in beiden Regionen zur Verfügung. In der Lausitz wurden zusätzlich Preisgelder in Höhe von 200.000 Euro pro Jahr zur Förderung von Initiativen der sorbischen Volksgruppe ausgelobt.
als Zeitzeugen zurück und sind heute Tourismusmagnete. Sie erzählen Geschichten, die andernorts längst vergessen sind. An Orten, wie dem Besucherbergwerk F60 oder der Energiefabrik Knappenrode, erfahren Besucher, wie Kohle zu Energie wurde. Es sind Geschichten, die zur Identität der Region gehören. → Informationen zum touristischen Angebot im Lausitzer Seenland: www.lausitzerseenland.de
Der Ideenwettbewerb Sächsische Mitmach-Fonds wurde von der Sächsischen Staatsregierung initiiert. Die Umsetzung in den Landkreisen Görlitz und Bautzen erfolgt über den Projektträger Wirtschaftsregion Lausitz GmbH und für die Landkreise Leipzig, Nordsachsen und die Stadt Leipzig über die Metropolregion Mitteldeutschland Management GmbH.
→ Informationen unter: www.mitmachfonds-sachsen.de
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Strukturentwicklung im Lausitzer Revier
Linie klar: Strukturstärkung kommt Bahn und Straße, Forschung und Wissenschaft, Kultur und Tourismus: Am 22. Mai hat die Bundesregierung die Eckpunkte für das „Strukturstärkungsgesetz Kohleregionen“ beschlossen. Es geht dabei um 40 Mrd. Euro bis zum Jahr 2038. Damit wird die Unterstützung für die Strukturentwicklung der Lausitz immer konkreter. Das Gesetz folgt auf das im April vorgestellte Sofortprogramm des Bundes in Höhe von 240 Mio. Euro für die Jahre 2019 und 2020 für alle betroffenen Länder.
Jetzt ist eine zentrale Voraussetzung dafür gegeben, dass die vom Kohleausstieg betroffenen Regionen nachhaltige Perspektiven für Wachstum und Beschäftigung entwickeln können. Nun folgt das Gesetzgebungsverfahren, denn nur was Gesetz ist, kann auch umgesetzt werden.
Insgesamt handelt es sich um etwa 40 Mrd. Euro bis zum Jahr 2038.
Die Landesregierungen werden die anstehenden Schritte eng begleiten und sich weiterhin für eine Eins-zu-Eins-Umsetzung der Empfehlungen der Kommission einsetzen. Gemäß deren Empfehlung soll bis zum Jahr 2038 die Braunkohleverstromung in Deutschland beendet werden.
Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke: „Es hat sich gelohnt zu kämpfen. Jetzt muss auf Bundesebene weiter zügig gearbeitet werden. Das erwarten die Menschen zu Recht. Politik muss jetzt liefern. Dann sehen die Menschen, dass wir handeln. Mit dem
Berlin
Schönefeld
10
Wildau
3 Königs Wusterhausen
Die damit verbundenen industriepolitischen, wirtschaftlichen und arbeitsmarktpolitischen Veränderungen müssen in der Lausitz und den anderen Braunkohlerevieren abgefedert werden. Dazu sind insbesondere durch Mittel des Bundes erhebliche Investitionen vorgesehen.
13
5
LDS
13
9 1
Bad Liebenwerda
Lauchhammer
Elsterwerda
5
Wusterhausen
Großräschen
7 Entwicklung
hybrid-elektrischer Antriebssysteme für die Luftfahrt
8 Errichtung von Terminals für den Kombinierten Verkehr (KV) in Schwarzheide und Schwarze Pumpe
9 Umsetzung von 5-G-Projekten (Digitalisierung)
1 Fernbahnstrecke
Berlin – Cottbus – Weißwasser – Görlitz (– Breslau): 200 km/h
Forst (Lausitz)
Spremberg
8
Senftenberg
8
13
Weißwasser
Hoyerswerda
5
Schwarzheide
4 Bahninstandsetzung Cottbus
6 Medizinerausbildung Cottbus
6
7
SPN Finsterwalde
3 Ausbau des Bahnhofs Königs
2
4
EE
Cottbus – Lübbenau Forst und Ausbau Bahnverbindung Cottbus – Leipzig
15
OSL
Herzberg
2
2 Elektrifizierung Bahn Cottbus –
Cottbus
13
1 Zweigleisiger Ausbau Bahn
von Autobahnkreuz Schönefeld zum Dreieck Spreewald
Guben
Lübben
Lübbenau
Prioritäre Leuchtturmprojekte im brandenburgischen und sächsischen Teil der Lausitz (Beispiele)
13 5 Sechsstreifiger Ausbau A
Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer: „Hinter uns allen liegt ein Prozess, der viel Kraft und Arbeit gekostet hat. Wir brauchen eine positive und freundliche Bereitschaft, einen Kompromiss zu schließen. Viele Menschen haben sich mit ihren Ideen für eine gute Zukunft der Lausitz eingebracht. Durch die Elektrifizierung der Eisenbahnstrecken und den Neu- und Ausbau von Straßenverbindungen schaffen wir die Voraussetzungen, dass sich neue Unternehmen ansiedeln und gut bezahlte Arbeitsplätze entstehen.“
3
Bernsdorf
2 Verlängerung / Ausbau
und Elektrifizierung der Bahnlinie Dresden – Kamenz – Hoyerswerda – Spremberg (Lausitzer Seenland) mit Halt in Bernsdorf
2
desfernstraße und A 15
zwischen
BZ
Kamenz
4
Dresden
3 Bau einer vierstreifigen Bun-
9
5 Bundesfernstraßenverbindung Mitteldeutschland – Lausitz (MiLau)
6 Eisenbahnstrecke Dresden – Görlitz (Grenze D/PL) /– Zittau via Wilthen – Eibau und ggf. zus. GR – Zittau direkt
Radeberg
7 A 4
sechsstreifiger
Wilthen
4 6
9 Breitbandausbau (Graue Flecken),
8
Löbau
EbersbachNeugersdorf
AD Dresden-Nord – Bundes-
8 Center for Advanced Systems
Görlitz
6
6
Ausbau
grenze Deutschland / Polen
4
Bautzen
Bischofswerda
1
GR Niesky
7
A 4
4 Fertigstellung B 178
KARTE: ZUKUNFTSWERKSTATT LAUSITZ
B
asis für die Eckpunkte sind die Empfehlungen der Kommission „Wachstum, Strukturwandel und Beschäftigung“ (WSB) vom 29. Januar. Die Ministerpräsidenten der vier Länder mit Braunkohlefördrung – Brandenburg, Nordrhein-Westfalen, Sachsen und Sachsen-Anhalt – haben den Beschluss in einer gemeinsamen Erklärung ausdrücklich begrüßt.
Vorschlag der Kommission ist ein wichtiger gesellschaftlicher Kompromiss gefunden worden, an den sich alle Beteiligten halten sollten. Unser Dank gilt deshalb erneut der Kommission, die eine hervorragende Arbeit geleistet hat.“
Von den jährlich etwa 2 Mrd. Euro sollen 1,3 Mrd. Euro über die jeweils fachlich zuständigen Bundesministerien für Verkehrsinfrastrukturprojekte und weitere Maßnahmen des Bundes wie die Ansiedlung von Bundesbehörden oder von Forschungseinrichtungen zur Verfügung gestellt werden. 700 Mio. Euro sollen die vier Länder direkt erhalten, um über eigene Förderprogramme Strukturentwicklung zu finanzieren. Für Brandenburg bedeutet das insgesamt für Maßnahmen des Bundes und der Länder jährlich etwa 515 Mio. Euro und für Sachsen etwa 500 Mio. Euro.
Glasfasernetz-
bzw.
Understanding (CASUS) – Zen-
5G-Ausbau entlang der neuen
trum für digitale interdiszipli-
Straßen-
näre Systemforschung
5G-Test- und Modellregion
und
Bahntrassen;
Zittau
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Strukturentwicklung im Lausitzer Revier
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Dazu gehören in Brandenburg: zweigleisigen Ausbau der Bahnstrecke Cottbus – Lübbenau, um eine deutlich bessere Verbindung nach Berlin und zum künftigen Flughafen BER zu erreichen
Dabei unterzeichneten sie eine Erklärung zur Aufnahme von Infrastrukturprojekten in das „Strukturstärkungsgesetz
Das DB-Werk soll zur Umrüstung von Diesel-Lokomotiven auf
Ministerpräsident Dietmar Woidke und Ronald Pofalla von der Deutschen Bahn AG
+ Telemedizinische Angebote für Parkinson-Patienten im ländlichen Raum
+ Ansiedlung eines Instituts
+ Testzentrum für Eisenbahntechnik in Sachsen (TETIS)
+ Projekt „Starkes Handwerk – starke Lausitz“
+ Zukunftscluster „Lausitzer
+ Umbauarbeiten am Bahnhof Königs Wusterhausen
Handwerk für sportliche Höchstleistung“ und „Lausitzer Holz“
+ Großterminal Schwarzheide
für kombinierten Verkehr mit dem Ziel Anschluss an die sogenannte Seidenstraße
+ Touristische Projekte wie
Kohleregion“. Die Deutsche Bahn zeigt damit, dass sie bei der Strukturentwicklung ein starker Partner ist. Die Infrastrukturprojekte und Investitionen in die Instandhaltung im DB-Werk sichern Arbeitsplätze. Geplant ist, dass das Werk in Cottbus modernisiert wird und 150 neue Arbeitsplätze entstehen.
zum Beispiel Radwege am entstehenden Ostsee bei Cottbus und der Verbindung Lausitzer Seenland mit dem Spreewald
+ Schnelle
Vom Sorgenkind zum Zukunftslabor: Das einst von der Schließung bedrohte Bahnwerk Cottbus wird ausgebaut. Auch das ist eine Konsequenz aus der Strukturentwicklung in der Lausitz. Verbesserungen wird es auch beim Bahnangebot geben. Das gaben Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke und DB-Infrastruktur vorstand Ronald Pofalla Anfang Juni bei einem Besuch im Bahnwerk bekannt.
klimafreundliche Hybridantriebe ertüchtigt werden. Zusätzlich sollen Kapazitäten für die Instandhaltung elektrisch betriebener Loks einschließlich von ICE-Zügen aufgebaut werden. Zudem soll ein klimaneutrales Verwaltungs- und Technologiegebäude zu Zukunftslösungen für Hybridantriebe auf der Schiene entstehen.
FOTO: RAINER WEISFLOG
Bahnwerk Cottbus: Volle Fahrt voraus!
Für Sachsen wurden insbesondere folgende Maßnahmen angemeldet:
für datenintensive interdisziplinäre Systemforschung in Görlitz (CASUS)
+ Planungsarbeiten für den
Ostdeutschland leistet mit dem Braunkohleausstieg bis 2038 einen signifikanten Beitrag zur Erfüllung der Klimaziele der Europäischen Union. Die Lausitz will den Nachweis erbringen, dass Wirtschaftswachstum und Klimaschutz zugleich mög-
D
Cottbus - Senftenberg profitieren wird
EU-Kommissionspräsidenten Jean-Claude Juncker und dem EU-Kommissar für Haushalt Günther Oettinger gesprochen.
as Sofortprogramm greift auf Projekte aus dem Gesamtkatalog der WSB zurück. Der Bund hat bereits für 25 Projektvorschläge grünes Licht gegeben, die in Brandenburg umgesetzt werden sollen und für 24 in Sachsen. Sie werden zu einem geringen Teil von den Ländern kofinanziert.
U
m dies nach vorne zu bringen, waren Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke und sein sächsischer Amtskollege Michael Kretschmer Ende April in Brüssel bei der EU-Kommission. Dabei haben sie sich für die EU-Unterstützung für die vom Braunkohleausstieg betroffenen Regionen Ostdeutschlands stark gemacht und dazu unter anderem mit dem
Deshalb ist der Vorschlag des EU-Parlaments, im nächsten mehrjährigen Finanzrahmen einen Fonds für eine faire Energiewende über 4,8 Mrd. Euro aufzulegen, ein guter Ansatz. Darüber hinaus benötigen die betroffenen Regionen vor allem Unterstützung durch einen verbesserten Beihilferahmen. Die Ministerpräsidenten warben ausdrücklich um Unterstützung der EU bei der Umsetzung der Vorhaben der „Kommission Wachstum, Strukturwandel, Beschäftigung” (WSB).
In den EU-Staaten gibt es 41 Kohleregionen, die früher oder später vom Ende der Kohleförderung betroffen sein werden. Brandenburg und Sachsen wollen dafür Vorbild sein und eine „Europäische Modellregion für Klimaschutz und Wirtschaftswachstum“ werden.
lich sind. Niemand kann ein Interesse daran haben, dass die Kohleregionen nach dem Ausstieg in ihrer Entwicklung zurückgeworfen werden.
Die Lausitz – Modellregion für Europa
Das Sofortprogramm für die vom Kohleausstieg betroffenen Bundesländer steht: Es hat ein Volumen von 260 Mio. Euro, davon trägt der Bund 240 Mio. Euro. Auf Brandenburg entfallen etwa 80 Mio. Euro, auf Sachsen etwa 75 Mio. Es ist der Einstieg in die Strukturhilfen, für die die „Kommission für Wachstum, Strukturwandel und Beschäftigung” (WSB) insgesamt etwa 40 Mrd. Euro in den vier betroffenen Bundesländern vorgeschlagen hat.
FOTO: CHRISTIAN MENZEL
Sofortprogramm: Die Lausitz kann durchstarten
Stärkung der Wissenschaftslandschaft in der Lausitz, von der insbesondere die Brandenburgische Technische Universität (BTU)
Dank gilt den Ideengebern aus den Lausitzer Kreisen und Städten, die dazu beigetragen haben, dass das Programm starten kann. Diese ersten Projekte stehen dafür, dass die Regionen bei der weiteren Strukturentwicklung nicht alleine gelassen werden. Diese Investitionen sind wichtige Bausteine, um das eigentliche Ziel – wirtschaftliche Stärke, gute Arbeitsplätze und attraktive Lebensorte – zu erreichen.
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Strukturentwicklung im Lausitzer Revier
TEXT: MARKUS FÜLLER, FOTO: HAMBURGER RIEGER GMBH
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Es geht voran: Ein Blick auf die Baustelle der Papierfabrik im Industriepark Schwarze Pumpe
Erfolgreiche Lausitzer Papierproduktion gute Nachbarschaft. Sie steht für unternehmerisches Geschick und wirtschaftlichen Erfolg. Und sie steht dafür, dass die strukturelle Entwicklung der Lausitz nicht erst seit der Kohle-
Es wird Zeit aufzuhören, unsere Region kleinzureden!
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avon sind Lutz und Dr. Sascha Berger überzeugt und gehen als Geschäftsführer der digades GmbH mit gutem Beispiel voran. Das Zittauer Familienunternehmen ist Weltmarktführer in dem Segment für maßgeschneiderte Elektroniklösungen und investiert konsequent weiter in den Standort im östlichsten Zipfel Deutschlands. Etwa 180 Mitarbeiter an den Standorten Zittau, Dresden und Nordhausen entwickeln und fertigen für die internationale Automobilund Motorradindustrie sowie im Bereich Internet of Things hochwertige Elektronik. Zur Eröffnung des neuen Entwicklungszentrums kamen deshalb 250 Gäste, darunter auch der sächsische Ministerpräsident Michael Kretschmer. „Der Bau des neuen Entwicklungszentrums ist ein klares
Bekenntnis von digades zur Wirtschaftsregion Lausitz. Es stellt für das Unternehmen, die Mitarbeiter und die Region die Weichen in Richtung Zukunft. Die Investition fördert Innovationen. Das stärkt das Unternehmen und Sachsen als modernes Technologie- und Wissenschaftsland. Ich gratuliere digades zur Eröffnung und wünsche eine weitere erfolgreiche Zukunft.“, sagte der Politiker Kretschmer. „Wir investieren nicht nur in Gebäude und optimale Arbeitsbedingungen, um auch in Zukunft weiter am Standort Zittau wachsen zu können“, erklärt Dr. Sascha Berger seine Strategie zur Standortstärkung und Mitarbeiterbindung, „wir fördern auch bewusst Sport und Kultur in der Region.“ Diese Herangehensweise teilt er mit seinem Vater Lutz Berger, der das Unternehmen auch mit der Überzeugung aufgebaut hat,
ausstiegs-Diskussion engagiert vorangetrieben wird. Schon als die Papierfabrik der österreichischen PrinzhornGruppe 2005 im Industriepark
dass eine lebenswerte Umgebung eine wichtige Rolle für die Zufriedenheit der 180 Mitarbeiter spielt. Die Voraussetzungen dafür sind gut, nutzen doch Urlauber aus ganz Deutschland die Naherholungsqualitäten des Dreiländerecks. Das digades die Region als einen grenzüberschreitenden Raum ansieht, spiegelt sich neben mehreren Mitarbeitern aus Tschechien und Polen auch in der erfolgreichen Kooperation des Unternehmens mit der Universität im benachbarten tschechischen Liberec. Thomas Zenker, Oberbürgermeister der Stadt Zittau, sieht in der Investition in das neue Entwicklungszentrum ein klares Zeichen für das Wachstumspotential seiner Stadt: “Digades ist für die Menschen in Zittau und Umgebung ein Begriff für steten Entwicklungswillen, für Erfinder-
„Das ist noch nicht das Ende“, betont Werkleiter Arno Liendl. Er verweist auf die zweite Papiermaschine, die sich derzeit im Bau befindet. Für die 370 Mio. Euro-Investition erfolgte im Herbst 2018 der erste Spatenstich. „Wenn wir die Maschine im zweiten Quartal 2020 in Betrieb nehmen, werden wir hier am Standort über 770 Beschäftigte in der Papierindustrie haben.“ Im Zentrum der Papierindustrie in Schwarze Pumpe steht Hamburger Rieger mit der Herstellung von Wellpappenrohpapier. Das Ausgangsmaterial ist zu 100 Prozent Altpapier, berichtet Werkleiter Liendl. Mehr als 900 Tonnen Papier produziert das Unterneh-
geist, Kreativität und High-Tech. Es freut mich sehr, wie sich das Unternehmen auch mit einer gewissen Risikobereitschaft immer wieder neu positioniert.“ Der junge Politiker, der sich nach einigen Jahren in Berlin bewusst für die Rückkehr in seine Heimat entschieden hat, ist sich
men – am Tag! Das Papier wird weltweit zu Wellpappen und Wellpappenverpackungen weiterverarbeitet. Den kürzesten Weg haben die Papierrollen dabei direkt ins Nachbarhaus, zu Dunapack, einem Wellpappenwerk aus der eigenen Prinzhorn Gruppe. Die Abfälle der Papierproduktion wiederum gehen neben Ersatzbrennstoffen in das eigens errichtete Ersatzbrennstoffkraftwerk, das für die Papierproduktion die erforderlichen Wärmeund Dampfmengen liefert. „Schwarze Pumpe ist für uns eine echte Erfolgsgeschichte“, sagt Liendl: „Die Geschäfte laufen gut. Das Miteinander im Industriepark passt. Die Beziehungen zu den Kommunen und den Anwohnern sind erfreulich. Und vom Land bekommen wir jede mögliche Unterstützung.“ Letzteres zeigte sich bei der Investitionsentscheidung zur zweiten Papiermaschine mit einem Fördermittelbescheid in Höhe von 34 Mio. Euro.. → Informationen zum Unternehmen: www.hamburger-containerboard.com
sicher: „Bei Digades glaubt man an Zittau, an die Oberlausitz und das Dreiländereck. Dafür meinen ausdrücklichen Dank!“ → Informationen zur digades GmbH: www.digades.de
FOTO: PAVEL SOSNOWSKI
D
ie noch junge Geschichte der Papierproduktion in der Lausitz lässt sich in verschiedensten Varianten erzählen. Sie steht für beste Standortqualitäten und
Schwarze Pumpe feierlich eingeweiht wurde, sprach der damalige Ministerpräsident Matthias Platzeck von einem „wichtigen Beitrag für den unverzichtbaren Strukturwandel“. Seinerzeit freute sich die Region über 300 zukunftssichere Arbeits- und Ausbildungsplätze. Bis Anfang 2019 hat sich die Zahl der Beschäftigten auf 620 mehr als verdoppelt.
Ministerpräsident Michael Kretschmer mit Geschäftsführer Lutz Berger und Oberbürgermeister Thomas Zenker bei der Eröffnung des neuen Entwicklungszentrums im März 2019
Die Energiefabrik und Werkssiedlung Knappenrode werden neu präsentiert.
Die stillgelegte Brikettfabrik Knappenrode steht inzwischen unter Denkmalschutz gebaut. Dabei stehen Erhalt und Aufwertung des Denkmalkomplexes sowie der vorhandenen Infrastruktur und die Umgestaltung der Bauten sowie Freianlagen im Fokus der Arbeiten.
„Gundermann“ macht die Lausitz in ganz Deutschland bekannt Was für ein Triumph! Bei der Vergabe des deutschen Filmpreises konnte „Gundermann“ am 3. Mai in Berlin auf ganzer Linie abräumen und „Lolas“ einsammeln. Gleich sechsmal hatte der Streifen über die singende Lausitz-Legende diesmal die Nase vorn: Bester Spielfilm, Beste Regie, Bestes Drehbuch, Bester Hauptdarsteller, Bestes Szenenbild, Bestes Kostümbild.
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FOTO: HARALD FUHR EVENTPRESS
ie Filmkritik ist einhellig begeistert. Mit „Gundermann“ hat Ostdeutschlands kreativster Regisseur Andreas Dresen („Halbe Treppe“, „Sommer vorm Balkon“) sein bislang bestes Werk vorgelegt. „In ‚Gundermann’ gräbt Dresen sich in die Erde eines verschwundenen Landes“, schreibt etwa der „Spiegel“. „Und was er dabei zutage fördert, ist ziemlich aufregend.“
umfangreichen Herausforderungen verbunden.
Ein Riesenerfolg – und zugleich eine Riesenüberraschung! Denn wer hätte es für möglich gehalten, dass ausgerechnet die Lebensgeschichte eines Arbeiters und Liedermachers aus Spreetal im Lausitzer Kohlerevier auf gesamtdeutscher und internationaler Ebene derartig einschlagen könnte? In Ostdeutschland, in der Lausitz, war Gerhard Gundermann schon lange ein Begriff. In den schwierigen neunziger Jahren gewann er eine treue Anhängerschaft. Mit seinen Liedern brachte der bodenständige Sänger in Fleischerhemd und Hosenträgern das Lebens-
Darüber hinaus soll eine bessere regionale Anbindung von Knappenrode als Teil der Stadt Hoyerswerda an den Graureihersee erfolgen. Diese Zielstellungen waren und sind mit
gefühl der bedrängten ostdeutschen Industrieregionen zum Ausdruck. Als „Springsteen des Ostens“ verlieh er den Sorgen, Ängsten und Hoffnungen der ganz normalen Menschen im Land seine Stimme – Menschen wie Gundermann selbst, die mit den schweren wirtschaftlichen Umbrüchen nach dem Mauerfall klarkommen mussten. Dass „Gundi“ in den neunziger Jahren trotz wachsender musikalischer Erfolge weiter seien Beruf als Baggerfahrer im Tagebau ausübte, machte ihn
Das aktuelle Projekt „Die Energiefabrik Knappenrode - ein Industriedenkmal und Werkssiedlung auf Kurskorrektur“ zählt zu den national bedeutsamen Standorten des Städtebaus in Deutschland. Der Landkreis Bautzen als Eigentümer der Energiefabrik Knappenrode investiert fast 14 Mio. Euro in den Standort. Insgesamt gliedert sich das Vorhaben der Energiefabrik in mehrere große Teilprojekte. Durch Fördermittel von Bund und Freistaat Sachsen wird dieses Projekt nun realisiert. Ein wichtiger Beitrag stammt dabei auch aus dem sogenannten Sofortprogramm des Bundes zur Umsetzung von Strukturwandelvorhaben in den Braunkohlerevieren. Insofern ist die Energiefabrik Knappenrode auch ein Symbol für die nun anbrechende neue Phase des Strukturwandels in der Region.
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BRANDENBURG Kleine Projekte mit großer Wirkung
Seit 1. Mai unterstützt die Brandenburger Landesregierung lokale Projekte für die Strukturentwicklung in der Lausitz. Dafür stehen in diesem Jahr insgesamt 500.000 Euro zur Verfügung. Gefördert werden Ideen u. a. von Kommunen, Vereinen und Verbänden. Anträge können gestellt werden, die sich auf Arbeitsmarkt-, Weiterbildungs-, kulturelle, innovative oder soziale Vorhaben beziehen. Die Maximalförderung je Einzelvorhaben beträgt 50.000 Euro. Die Projektträger müssen in der Regel einen Eigenanteil aufbringen und die Gesamtfinanzierung nachweisen. → Alle Informationen unter: www.lausitz-brandenburg.de
so besonders glaubwürdig. Auch dass er in der DDR zugleich SED-Genosse und Rebell gewesen war, Stasi-Spitzel und Stasi-Opfer, passte ins widersprüchliche Bild: In seiner eigenen Zerrissenheit verkörperte Gundermann die Zerrissenheit seines Landes in zerrissener Zeit. Auch darum erkannten sich so viele Menschen im Osten in Gundermann und seinen melancholischen Liedern wieder.
bekannt. Es ist das Verdienst des Films, dass sich das gerade ändert und dabei auch von starken, selbstbewussten Frauen erzählt wird. Schauspieler Alexander Scheer hat für seine Rolle als „Gundi“ nicht nur den Lausitzer Dialekt gelernt, sondern auch Gundermanns stärkste Songs neu eingesungen. „Dieser Film musste einfach gemacht werden, diese Geschichte musste erzählt werden“, sagt Scheer.
In Westdeutschland blieb Gundermann weitgehend un-
„Hier bin ich geboren“, sang Gundermann. Er starb 1998 mit nur 43 Jahren in Spreetal an den Folgen eines Schlaganfalls. Andreas Dresens Film setzt nicht nur dem singenden Baggerfahrer ein bleibendes Denkmal, sondern ist zugleich eine einfühlsame Liebeserklärung an die Lausitzer Heimat – in all ihrer Vielfalt und Widersprüchlichkeit. Die Menschen hier in der Region können sich darüber nur freuen. Und wer „Gundermann“ noch nicht gesehen hat: Unbedingt hingehen. FOTO: PANDORA FILM, PETER HARTWIG
Heute wird der Standort zu einem modernen, kulturellen und touristischen Highlight aus-
Industriedenkmal auf Kurskorrektur
FOTO: PETER RADKE
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ie Brikettfabrik Werminghoff ging 1918 als eine der modernsten Fabriken Europas in Betrieb. 100 Jahre später ist die Brikettfabrik das einzige noch derart erhaltene Zeitzeugnis der Braunkohleverarbeitung in der Oberlausitz. Es ist damit gleichsam ein technisches Denkmal mit überregionaler Bedeutung. Die Fabrik als Museum und die Siedlung Knappenrode als Wohnort sollen die Industriekultur erlebbar machen. Mit ihrem industriekulturellem Erbe und ihrer Architektonik ist sie mittlerweile ein zentraler Ankerpunkt im Lausitzer Seenland. Das Museum wird durch den Zweckverband Sächsisches Industriemuseum betrieben und soll in Zukunft nicht nur die Geschichte der Fabrik, sondern auch die Geschichte der Menschen, die hier gearbeitet oder gelebt haben, erzählen.
Strukturentwicklung im Lausitzer Revier
Strukturentwicklung im Lausitzer Revier
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FOTO: PAUL GLASER
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IMPRESSUM
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Herausgeber: Wirtschaftsregion Lausitz GmbH Am Turm 14 03046 Cottbus Telefon: +49 355 28890402 E-Mail: info@wirtschaftsregionlausitz.de Geschäftsführer: Torsten K. Bork
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28. Schloss- und Landschaftspark bei Cottbus 29. Abkürzung Gerhart-Hauptmann-Theater
Zittau/Görlitz
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30. „unentschiedener” Fluss 31. Kfz-Kennzeichen Landkreis Spree-Neiße 32. östliches Nachbarland 33. Kfz-Kennzeichen Landkreis Elbe-Elster 34. Kfz-Kennzeichen Landkreis Oberspreewald
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Lausitz
Layout und Produktion: chairlines medienagentur www.chairlines.de
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Redaktion: V.i.S.d.P. Torsten K. Bork Florian Engels, Brandenburg Stephan Gößl, Sachsen Jeannine Schadel, WR.Lausitz Frank Müller, Zukunftswerkstatt Lausitz, Projekt der WR.Lausitz
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Mit Unterstützung der Staatskanzlei Brandenburg und der Sächsischen Staatskanzlei
35. Textiles Ausstellungsstück in der Zittauer
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großer Industriepark in Spremberg (Schwarze …) Band aus Bautzen („Irgendwas bleibt”, „Leichtes Gepäck”) 19. Nationale Minderheit in der Lausitz 20. Namensgeber für den Park in Bad Muskau 21. langjähriger Trainer von Energie Cottbus 22. größte tropische Urlaubswelt Europas (… Island) 23. Rennstrecke im Landkreis OberspreewaldLausitz 24. Abkürzung der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus-Senftenberg 25. Name für Görlitz bei Filmfans 26. das grüne Venedig 27. Lausitzer Liedermacher und Bergmann 17. 18.
9. 10.
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info@wirtschaftsregion-lausitz.de
Hotel der Sinne mit Blick vom Südstrand
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das Lösungswort bis zum 30. Juni 2019 an
Zur Teilnahme am Gewinnspiel schicken Sie
Lösen Sie unser Kreuzworträtsel und gewinnen Sie einen Gutschein für das 4-Sterne-Hotel „Insel der Sinne” am Berzdorfer See nahe Görlitz.
Name der Eishockeymannschaft aus Weißwasser Name für einen Vogel und einen Lausitzer Fluss Erfinder des Computers aus Hoyerswerda berühmter Autor aus Spremberg Abkürzung für Sächsische Zeitung Tageszeitung aus Cottbus (Lausitzer …) Erfolgreiche Brüder im Diskuswerfen aus Cottbus (Robert und Christoph …) Lausitzer Olympiasiegerin 1976 im Hochsprung (Rosi …) DDR-Sportreporterlegende aus Cottbus sagenumwobener Räuberhauptmann aus der südlichen Oberlausitz berühmter Dichter aus Kamenz (Nathan der Weise) Kreisstadt des Landkreises Spree-Neiße größte Stadt der Lausitz Kfz-Kennzeichen von Senftenberg sorbische Sagenfigur und gleichnamiger Film Chemie-Unternehmen in Schwarzenberg
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Ihre Auszeit auf der Lausitzer Insel
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Stand: Mai 2019 Änderungen und Irrtümer vorbehalten.
Kreuzkirche
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Auflage: 582.000 Exemplare
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Zwei Tage Tiefenentspannung auf der Insel der Sinne: Übernachten Sie in einem großen Wohlfühlzimmer mit eigenem Balkon und Blick auf dem Berzdorfer See. Genießen Sie ein regionales Frühstücksbuffet sowie ein 3-Gang-Verwöhnmenü
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am ersten Abend. Der komfortable Wellnessbereich mit Innen- und Außensauna, Gefördert aus Mitteln des Bundes, des Freistaates Sachsen und des Landes Brandenburg im Rahmen der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsinfrastruktur“.
direktem Seezugang zum Abkühlen sowie beheiztem Pool wartet auf Sie. Mit einem Begrüßungsgetränk werden Sie herzlich empfangen. Gutscheinwert: 400 Euro. 33
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Lösungswort:
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