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medical fitness and healthcare 02/18 (Vollversion)

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02/2018

Interview: Silke Frank, FIBO Event Director, über Innovationen der FIBO 2019

Porträt: Prof. Dr. Klaus Steinbach über Leistung· Fair Play· Miteinander

Fachbeitrag: Anna Welker, DHfPG, über Sport zur Demenz-Prävention

medical fitness and healthcare EUR 9,-

www.fitnessmanagement.de

EUR 9,-

CHF 14,-


Foto: Klaudia Lech

Birgit Schwarze Chefredakteurin

Digitalisierung und BGM – Chancen für unsere Branche V

ereinfacht gesagt bedeutet Digitalisierung, dass unsere Welt zunehmend digital vernetzt wird. Schon heute sind über 20 Milliarden Geräte und Maschinen über das Internet vernetzt – bis 2030 werden es rund eine halbe Billion sein, so das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie in seinem Dossier zur Digitalisierung. Digitalisierung verändert den Alltag und das Zusammenleben von Menschen: wie und wo wir arbeiten oder wie wir uns gesellschaftlich einbringen können. Immer mehr Menschen finden sich in der digitalisierten „Arbeitswelt 4.0“. Menschen schaffen digitale Inhalte, andere Menschen nutzen diese. Mit dem Hauptmotto „Touch & Tec – Mensch und Technologie“ traf der Aufstiegskongress in diesem Jahr dementsprechend einmal mehr eines der bestimmenden Themen unserer Zeit. Wie können die Menschen, die in der Fitness- und Gesundheitsbranche arbeiten, die Digitalisierung gestalten? Welche Chancen und Risiken bringt die Digitalisierung für Fitness- und Gesundheitsanbieter? Und wie schaffen es die Unternehmen, die Schnittstelle zwischen Mensch und Technologie optimal zu definieren? Diese Fragen wurden im Rahmen der Vorträge und Fach-Foren am 5. und 6. Oktober beantwortet. Auch mit dem BGM-Fach-Forum „Neue Technologien und Datenschutz im BGM“ war der Aufstiegskongress 2018 für Fitness- und Gesundheitsanbieter am Puls der Zeit. Lesen Sie unseren Bericht über eines der Top-Events der Branche ab Seite 18. Gesunde Mitarbeiter sind für Unternehmen aber auch ein Wettbewerbsfaktor: Mehr Leistung, mehr Motivation, weniger Krankheitstage. Betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM) etabliert sich deshalb in immer mehr Unternehmen. Die Fitness- und Gesundheitsbranche muss sich mit ihrem Knowhow und ihrer vorhandenen Infrastruktur als Gesundheitspartner für die Arbeitswelt positionieren: mit einem spezifischen und nachhaltigen BGM-Angebot. Mit dem POM Gesundheitszentrum Jena porträtieren wir in dieser Ausgabe der medical fitness & healthcare einen Gesundheitsdienstleister, der durch Kooperationen mit 31 (!) Unternehmen schon heute rund 40 Prozent seines Umsatzes mit BGM erwirtschaftet. Wie Geschäftsführer Tilmann Süß mit BGM gerade die Menschen gewinnt, die bisher keinen Sport getrieben haben, lesen Sie ab Seite 12. Ein weiteres Thema, das nachhaltig in der Öffentlichkeit präsent ist – und auch bleiben wird, ist der demografische Wandel. Der Anteil der Menschen, die über 65 Jahre alt sind, wird in unsere Gesellschaft immer größer – auch diese Entwicklung wird sich fortsetzen. In Deutschland leben heute ca. 1,4 Millionen Menschen mit einer Demenz. Ob und inwieweit körperliche Aktivität helfen kann, das Erkrankungsrisiko zu senken, zu verhindern oder das Ausbrechen der Krankheit hinauszuzögern, lesen Sie ab S. 72. Wir bleiben für Sie am Ball.

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INHALT Foto: Christopher Rausch

Foto: Picture Alliance für Deutsche Sporthilfe

Interview mit Silke Frank, Event Director der FIBO

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Prof. Dr. Klaus Steinbach im Porträt

Foto: © Robert Kneschke - Fotolia.com

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Autorin: Anna Welker

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Fachartikel: Sport zur Demenz-Prävention

News POM Gesundheitszentrum Jena Rückblick: Aufstiegskongress 2018 Silke Frank, Event Director der FIBO, im Interview MED80 als Synonym für medizinisches Training FIBO, TheraPro und therapie: die Medical Fitness Messen „ZertFit“ von der BSA-Zert Prof. Dr. Klaus Steinbach im Porträt Prof. Dr. Karsten Schumann im Porträt Neue Zielgruppen mit Ganzkörper-EMS-Training milon: Gesundheitstraining neu gedacht

Wie five-Mobility im Studioalltag überzeugt Haas Fertigbau: Traum in Holz verwirklicht eue eGym Website für Fitness- und Gesundheitsprofis for me do sorgt für besseres Studioklima CoGAP: Aktuelle populationsgenetische Studie Die Ernährung eines Ausdauersportlers e- Mobility- raining erbesserte Beweglichkeit Erfolgsgeschichte: e- im Le Studio, Puchheim 66 High Intensity Interval Training (HIIT) 70 Physio Aktiv Rückenstudie 2018 72 Fachartikel: Sport zur Demenz-Prävention 50 2 54 56 60

Impressum

medical fitness and healthcare Herausgeber

erlag

ertrieb und Anzeigen

Druck

Wissenschaftlicher Beirat

Meinders & Elstermann GmbH & Co. KG Weberstraße 7 49191 Belm bei Osnabrück

Prof. Dr. Bernhard Allmann Mitglied Gesundheitsausschuss DSSV e. V., Professor an der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement (DHfPG), Präventionsbeauftragter der IKK Südwest

fitness MANAGEMENT – eine Marke der PIPG GmbH Privates Institut für Prävention und Gesundheitsmanagement GmbH Beutnerring 9, D-21077 Hamburg

Refit Kamberovic, Natali von Zmuda, Alisha Dittmer

Geschäftsführer

Satz & Gestaltung

Janosch Marx, Johannes Marx

Klaudia Lech, Lars Marschalek, Kimberly Piersdorf, Stefanie Reifschneider

Einzelheftpreis Jahresabonnement Inland Jahresabonnement Ausland *inkl. Versandkosten

Kontakt

Registereintragungen

Telefon: +49 (0) 40 - 300 945 - 0 Telefax: +49 (0) 40 - 300 969 90 E-Mail: info@fitnessmanagement.de www.fitnessmanagement.de

Amtsgericht Hamburg HRB 147152

Chefredaktion Birgit Schwarze

Redaktionelle Mitarbeit Prof. Dr. Matthias Branahl, Dr. Katrin Stücher, Markus Wanjek, Anna Welker, Jürgen Wolff

Art Direction

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Klaudia Lech

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Tobias Niemann Mitglied Gesundheitsausschuss DSSV e. V., Mitglied der Bundesfachkommission, Sozialpolitik des Wirtschaftsrates, Geschäftsführer for me do

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1.000 Teilnehmern und 30 Partnern

Foto: © tynyuk - Fotolia.com

Foto: DHfPG/BSA

WIR BEDANKEN UNS BEI

SAVE THE DATE!

Digitalisierung im Fokus – auch im BGM

BGM: Ausbildungen an der BSA-Akademie

Am 5. und 6. Oktober fand der Aufstiegskongress 2018 unter dem Motto „Touch & Tec – Mensch und Technologie“ in Mannheim statt. Der Fachkongress der Fitness- und Gesundheitsbranche verzeichnete zusammen mit dem wirtschaftlichen Vorkongress wieder über 1.000 Teilnehmer, die sich zu den vielfältigen Möglichkeiten der Digitalisierung, u. a. auch im Fach-Forum BGM, informierten. SAVE THE DATE: Der Aufstiegskongress 2019 – Freitag und Samstag, 25. und 26. Oktober, m:con Mannheim

Gesunde Mitarbeiter sind für Unternehmen ein Wettbewerbsfaktor: Mehr Leistung, mehr Motivation, weniger Krankheitstage. Aber: Ein Blick in die Stressstudie 2016 „Entspann Dich, Deutschland“ der Techniker Krankenkasse (TK) zeigt, wo der Schuh drückt: Die Arbeit ist Stressfaktor Nummer eins in Deutschland. Als Gesundheitsdienstleister erwerben Sie mit Lehrgängen an der BSA-Akademie Kompetenzen und Werkzeuge, die zum Aufbau eines systematischen und nachhaltigen BGM benötigt werden.

www.aufstiegskongress.de

www.bsa-akademie.de Foto: FIBO/Behrendt und Rausch

Foto: © Jacob Lund - stock.adobe.com

Businesstrend Gesundheitstraining

Von den gesetzlichen Krankenkassen geförderte gesundheitsorientierte Kurse sind seit Jahren fester Bestandteil im Angebot vieler Trainingseinrichtungen. Trotz aller Beliebtheit, viele Betreiber schreckt der bürokratische Aufwand der Zertifizierung. MED80 hat gemeinsam mit dem Partner medicos.AufSchalke ein Komplettkonzept entwickelt, das den Vorgaben der Zentralen Prüfstelle Prävention entspricht. Am 10. November findet im MED80 Showroom in Waltrop ein Workshop zu „Muskelbalance“ statt.

Für Fitnessstudios und Physiotherapeuten bietet der Lifestyle-Trend „Health Living“ viel Potenzial, ebenso wie der wachsende Markt Betriebliches Gesundheitsmanagement und Betriebliche Gesundheitsförderung. Die FIBO zeigt, wie sie es nutzen können. Das Messeangebot reicht von „Body & Mind“-Fitness wie Yoga und Meditation über Tools für die professionelle Anamnese bis zu MPG-zertifizierten Studiogeräten. Hauptanlaufstelle für Gesundheitsdienstleister ist der „Meetingpoint Physio“ in der Halle 7.

www.MED80.de

www.fibo.de Foto: © pressmaster - Fotolia.com

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Muskelbalance

Frauen-Power Trotz körperlicher Differenzen profitieren Frauen genau wie Männer vom Krafttraining. Erst mit zunehmendem Alter und hormonellen Veränderungen sollten Frauen auf mehr Wiederholungen achten, so Wilhelm Bloch, Deutsche Sporthochschule Köln. Unterschiede bestehen in den Work-out-Präferenzen der Geschlechter. Seine Faustregel für die optimale Trainingsverteilung: 70 Prozent Krafttraining, 30 Prozent Ausdauer. Anfänger sollten zweimal wöchentlich trainieren, Fortgeschrittene dreimal. bit.ly/Frauen_und_Krafttraining

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Foto: Gothaer

Gothaer GewerbeProtect Die Gothaer hat Anfang Oktober 2018 den zweiten Teil der Gothaer GewerbeProtect (GGP) für Unternehmen am Markt eingeführt. Seit Einführung der Stufe 1 im Juni 2017 hat sie bereits mehr als 17.000 Gewerbebetriebe versichert. Der zweite Teil wartet mit umfangreichen Neuerungen bzw. Erweiterungen auf. Die Versicherung hat den modularen Produktbaukasten weiter optimiert und bietet damit einen einfachen und auf die Kundenbedürfnisse anpassbaren Lösungsansatz. www.gothaer.de Foto: INLINE

INLINE Kongress Der erstmals öffentliche INLINE Kongress verspricht ein informatives Programm für Experten und Entscheider aus der Fitness- und Gesundheitsbranche. Alles dreht sich um Erfolgsfaktoren und Strategien, Abgrenzungstools als Wettbewerbsfaktoren, zielgruppenspezifische Konzepte und aktuelle Trends. Unter den Speakern: Jörg Löhr, Prof. Dr. Hans-Dieter Hermann und Achim Sam. Im Rahmen der Convention stellt Fitness-Bloggerin Sophia Thiel das neue INJOY Kursprogramm vor. www.inline-kongress.de

Bewegungsmangel nimmt zu. Laut einer unlängst veröffentlichten WHO-Studie bewegen sich gerade Menschen aus reichen Ländern nicht genug. Die Autoren der Studie warnen davor, dass die hochgesteckten Aktivitätsziele nicht erreicht werden könnten. Deutschland bildet keine Ausnahme. Laut WHO ist die Zahl der Deutschen, die zu wenig Sport treiben und/oder im Alltag nicht ausreichend körperlich aktiv sind, zuletzt um mehr als 15 Prozent auf über 42 Prozent gestiegen. bit.ly/who_bewegungsmangel

Quelle: www.thelancet.com/lancetgh Vol 6 October 2018

Reich & faul?


Foto: Messe Stuttgart

Foto: milon

milon Q erhält die MPG-Zertifizierung

TheraPro Essen spricht an

Nach den Geräteserien milon Premium und milon Basic erfüllen nun auch die Geräte der Serie milon Q die Anforderungen an Sicherheit und Wirksamkeit therapeutischer Interventionen. Grund ist die erfolgreiche Zertifizierung gemäß der Anforderung des Medizinproduktgesetzes (MPG) sowie der Richtlinie 93/42 EWG und der EN ISO 13485:2016. Schon heute setzen mehr als 80 Kliniken in Deutschland und Österreich für den langfristigen Therapieerfolg auf milon-Systeme.

Mehr als 2.000 Besucher informierten sich Anfang September auf der Erstveranstaltung der TheraPro Essen über Neuheiten in Therapie, Rehabilitation und Prävention. Neben einem breiten Verkaufsangebot punktete die Nordrhein-Westfalen-Ausgabe der Fachmesse durch ein breites Rahmenprogramm aus Kongressen, Seminaren und Workshops. Der Veranstalter zeigte sich zufrieden und blickt optimistisch in die Zukunft. Save the date: TheraPro 2019 Essen – 27. und 28. September 2019

www.milon.com

www.messe-stuttgart.de/therapro-essen Foto: © BGM Summit 2018

Quelle: © youtube.com

Erfolg für 1. BGM-Summit

Mit 51 Jahren betrat sie erstmals ein professionelles Studio. Von Beginn an war sie vom „Fitnessvirus“ befallen. Nach anfänglichen Aerobic-Kursen kam sie zum Krafttraining. Seit ihrem 71. Lebensjahr ist die Fitnessenthusiastin passionierte Bodybuilderin. Nebenbei gibt die heute 81-Jährige ihr Wissen als Personal Trainerin in zahlreichen Kursen, Work-outs und Trainerstunden an Fitnesssportler weiter und motiviert Menschen, sich bis ins hohe Alter körperlich fit und gesund zu halten.

Eine große Vielzahl spannender Vortragsformate, erstklassiger Speaker, interaktiver Workshops, TrendTalks und Diskussionsforen machten den ersten Gipfel für Betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM) am 10. und 11. September in Köln zu einem bisher einzigartigen Event der Branche. Ein Grund für den Erfolg: Gesetzgeber trafen auf Querdenker, Verbände diskutierten mit Praktikern und Visionäre entwickelten mit Entscheidern neue Ideen und Lösungsansätze.

bit.ly/bodybuildingsheperd

www.bgm-summit.de Foto: © magicmine - Fotolia.com

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Ernestine Shepherd – älteste Muskelsportlerin

Therapie für Fettleber Wunderwerk Mensch. Bewegen, denken, koordinieren und vieles mehr: All das leistet unser Körper tagtäglich. Auch die Leberverfettung muss kein unabwendbares Schicksal sein. Der Lösungsansatz: Kombiniertes Ausdauer-Krafttraining, so die Deutsche Zeitschrift für Sportmedizin (DZSM). Die Studienergebnisse zeigen, dass ein entsprechendes Training bereits nach vier Wochen das intrahepatische Fett in der Leber und die freien Fettsäuren signifikant reduziert bzw. verbessert. bit.ly/fettleber

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ECKDATEN DES POM Gesamtfläche: 1.800 m2, davon u. a.1.000 m2 Trainingsund Kursfläche, 250 m2 Sauna und 250 m2 Physiotherapie Mitarbeiter: 15 (davon ein DHfPG-Bachelor-Absolvent „Gesundheitsmanagement“) und 6 freie Mitarbeiter Wettbewerber: 12 (Umkreis 3 km) Mitglieder: ca. 1.000 Durchschnittsalter: 45 Jahre Geschlechterverteilung: 40 % Frauen Kurse: mehr als 100, davon 52 x Fitness, 31 x Reha, 21 x Prävention Vertragsdauer: 12/24 Monate Beitrag brutto in Euro: 60,-/70,(50,- für Studenten) Öffnungszeiten: Werktags Samstag, Sonntag Feiertage

08.00 – 22.00 Uhr 10.00 – 16.00 Uhr 10.00 – 15.00 Uhr

www.pom-zentrum.de

„Buerobic“ – das von Tilmann Süß und Gernot Heckel entwickelte PC-gestützte Trainingsprogramm am Arbeitsplatz

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POM (Planet of Motion) Gesundheitszentrum Jena

Erfolgreich mit Betrieblichem Gesundheitsmanagement 40 Prozent seines Umsatzes erwirtschaftet das POM Gesundheitszentrum bereits heute mit Betrieblichem Gesundheitsmanagement, in drei ahren sollen es zwischen 0 und 0 Prozent sein. Einfach nur ein abattmodell zu haben, sei nicht sein Anspruch, erklärt ilmann Sü , Geschäftsführer und Gesellschafter des POM Gesundheitszentrums. Er setzt auf vielfältige Kooperationen mit zahlreichen Jenenser nternehmen, auf das etzwerk Betriebliche Gesundheitsf rderung hüringen und auf Buerobic . fitness MANAGEMENT sprach mit dem 30-jährigen Sportwissenschaftler und Pädagogen, der sein Lehr ahr im Angkor Inter Fitness in Siem eap, im orden Kambodschas verbrachte. medical fitness and healthcare

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Foto: www.pom-zentrum.de Fotos: www.buerobic.de

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as für ein Blick! Das POM Gesundheitszentrum hält, was es auf seiner Webseite verspricht: Training über Jena. Seit seiner Eröffnung 2001 lädt das POM in die beiden obersten Ebenen des traditionsreichen „Bau 59“ ein. Mitten im Zentrum Jenas liegt der zwischen 1959 und 1965 als Forschungshochhaus des VEB Carl Zeiss Jena errichtete Zeiss Bau 59. Die 14. und 15. Etage haben ihren Reiz: das Stadtzentrum zu Füßen, den früheren Forschungsturm der Carl Zeiss AG vor Augen und das weite Thüringer Land mit der Leuchtenburg im Blick.

Zurück in Jena. „Die Rückkehr ins POM war für mich wie eine alte, wieder aufgeflammte Liebe“, so Tilmann Süß. Kein Wunder, dass er sich entgegen seiner ursprünglichen Planung entschied, statt mit dem Referendariat zu beginnen, auf das Angebot seines Geschäftspartners einzugehen und die Geschäftsführung des POM zu übernehmen. Allen Herausforderungen zum Trotz, der Anfang hätte schwieriger ausfallen können. „Das über die Jahre aufgebaute und gepflegte Netzwerk meines Geschäftspartners in die Jenenser Wirtschaft, Politik und Gesellschaft ist die Basis für den aktuellen Erfolg des POM“, weiß Tilmann Süß die Verdienste seines Partners zu würdigen.

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Heute, acht Jahre nach der Eröffnung, erwirtschaftet das POM Gesundheitszentrum bereits 40 Prozent des Umsatzes mit seinen Aktivitäten auf dem Gebiet „Betriebliches Gesundheitsmanagement“, Tendenz steigend. Tilmann Süß hat eine klare Vorstellung von dem, wie sich das Geschäftsmodell BGM weiterentwickeln wird. „In drei Jahren, 2021, soll das POM zwischen 60 und 70 Prozent seines Gesamtumsatzes aus der Betrieblichen Gesundheitsförderung (BGF), dem Arbeitsschutz und dem Betrieblichen Eingliederungsmanagement (BEM) erzielen.“ Der 30-Jährige hält inne, denkt kurz nach und ergänzt: „Ja, zwei Drittel, das ist das Ziel.“

Foto: www.pom-zentrum.de

Weitblick bewies auch Tilmann Süß, als er mit seinem Gesellschaftspartner darüber nachdachte, wie es gelingen könnte, das POM Gesundheitszentrum in den Bereichen Gesundheitsförderung, Therapie und Fitness noch kundenorientierter aufzustellen. Seine sportliche Leidenschaft als Judoka und Sambo-Kämpfer, eine Mischung aus Judo und Ringen, und sein pädagogisches wie strategisches Interesse, Menschen in Bewegung zu bringen, erwiesen sich für dieses Vorhaben als förderlich. Während seines Bachelor-Studiums der Sportwissenschaften in Jena erhielt er über den Hochschulsport das Angebot, im POM Gesundheitszentrum als Trainer und Kursleiter zu arbeiten. Sein anschließendes Lehramtsstudium in den Fächern Sport und Politische Wissenschaft entsprach seinem Wunsch, Menschen mit Begeisterung Neues zu vermitteln.

Apropos Weitblick. Zwischenzeitlich hatte sein gut vernetzter wie umtriebiger Geschäftspartner Gernot Heckel in Siem Reap, im Norden Kambodschas, das Angkor Inter Fitness eröffnet. „Das erste Studio mit westlichem Standard. Regelmäßig ist von uns Personal vor Ort, um unseren Standard und Qualität in der Ausbildung von einheimischen Trainern zu gewährleisten“, wie Tilmann Süß betont. Das Angebot, als Assistent der Geschäftsführung in einem Gesundheitszentrum für einen begrenzten Zeitraum mitzuarbeiten, kam wie gerufen. „Ich hatte die Möglichkeit, nach Studienende Auslandserfahrung zu sammeln, meine Sprachkenntnisse zu erweitern und schrittweise Führungsverantwortung zu übernehmen“, blickt er dankbar bei allen familiären Verpflichtungen als junger Vater einer Tochter auf das Jahr in Südostasien zurück.

Laufkurse mit Tilmann Süß im Rahmen der Betrieblichen Gesundheitsförderung (BGF)

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Der Anfang ist gemacht. Im Bereich BGF arbeitet das POM Gesundheitszentrum heute zusammen mit 31 Unternehmen, vornehmlich sind es kleine und mittlere Unternehmen. Stolz verweist Tilmann Süß darauf, dass nur zwei Firmen in den letzten Jahren ihre Aktivitäten verlagert, alle anderen die Zusammenarbeit fortgeführt hätten. Der Einstieg erfolgt häufig über im Unternehmen oder im POM durchgeführte Schnupper- oder Gesundheitstage. Die Ausrichtung ist klar. Tilmann Süß möchte als Sportwissenschaftler und Pädagoge bei den Arbeitnehmern die Lust auf Bewegung wecken und das Gesundheitszentrum als Partner ins Gespräch bringen. Ein Rabattmodell „darf nur der Einstieg sein“. Aus den Einstiegsveranstaltungen ergeben sich häufig Folgeengagements, vielfach Präventionskurse in Form von Rückenschulungen oder Laufkursen. Stets gehen Tilmann Süß und sein Team dabei auf die Vorschläge ihrer Kunden ein. Als Dienstleister verfährt er so, wie es der jeweilige Partner gerne hätte: einmalig oder wiederholend, begrenzt beispielsweise auf 10 Kurse oder auf ein Jahr, die Ausstattung im Unternehmen nutzend oder zurückgreifend auf ein Set mitgebrachter Matten und Kleingeräte, im Unternehmen oder im POM-Zentrum.

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Andere Unternehmen nutzen das angebotene Rabattmodell, bei dem der Arbeitgeber seinen Mitarbeitern einen Zuschuss für eine Mitgliedschaft im POM gewährt. Tilmann Süß aber will mehr: „Der Abschluss eines Rabattmodells ist nicht mein Anspruch. Eine solche Kooperation darf nur der Einstieg sein.“ Auf die Frage nach dem Warum zitiert Tilmann Süß sinngemäß Oliver Walle, Dozent an der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement. „Ein Rabattmodell dient nur dazu, dass die Gesunden immer gesünder werden, die Sportaffinen noch mehr Sport treiben“, erinnert er sich an die äußerst interessante wie lehrreiche Präsenzphase im Rahmen des BSALehrganges „Fachkraft für Betriebliches Gesundheitsmanagement“. „Wir aber wollen alle die gewinnen“, so Oliver Walle weiter, „die noch keinen Sport oder wenig Fitness betreiben. Das schaffen wir nur durch eine enge Kooperation mit dem Unternehmen über das Rabattmodell hinaus.“

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Der Kontakt mit dem Universitätsklinikum Jena zeigt beispielhaft, wie sich Tilmann Süß eine Zusammenarbeit vorstellt. Partner des Uniklinikums für Präventionskurse ist die Techniker Krankenkasse (TK), das POM Gesundheitszentrum wiederum offizieller Partner der TK. Das POM bietet für Klinikmitarbeiter mittwochs in der Zeit von 12.00 bis 17.00 Uhr drei bis vier 45-minütige Rückenschulungen an. Bis zu 80 Mitarbeiter nutzen derzeit das Angebot „Rücken & Balance“. „Zusammen sind wir viel stärker.“ Zusammenarbeit, Partnerschaften und Kooperationen misst Tilmann Süß eine große Bedeutung bei. „Zusammen sind wir viel stärker“, bringt er sein Verständnis auf den Punkt. So ist das Gesundheitszentrum Mitbegründer des Netzwerkes „Betriebliche Gesundheitsförderung Thüringen“, einem Verbund von derzeit 20 Fitness- und Gesundheitsanlagen mit dem gemeinsamen Ziel, Thüringer Firmen und ihren Mitarbeitern BGF-Maßnahmen in einer einheitlich hohen und abgesicherten Qualität im gesamten Bundesland anzubieten, gleich, ob am Wohnort oder am Firmenstandort. Um diesem Anspruch gerecht zu werden, sei man laufend auf der Suche nach weiteren Partnern. Im Bereich Arbeitsschutz begleitet das POM derzeit zehn Firmen vornehmlich bei Fragen der Arbeitsplatzergonomie. Auch hier verweist der Geschäftsführer auf die Zusammenarbeit mit externen Fachleuten und deren jahrelange Erfahrung. Die unternehmerischen Herausforderungen „Wiedereinführung nach Arbeitsunfähigkeit“ und vor allem „Unterstützung in der Vorbeugung vor erneuten Ausfällen“ bündelt das POM Gesundheitszentrum im Bereich „Betriebliches Eingliederungsmanagement“ (BEM). Dazu haben Tilmann Süß und Gernot Heckel das PC-gestützte Trainingsprogramm am Arbeitsplatz „Buerobic“ entwickelt. „Buerobic will Haltungs- und Bewegungsbeschwerden reduzieren, das Ausfallrisiko vermindern und die Konzentration der Mitarbeiter steigern“, führt er aus. Das insgesamt neunminütige Trainingsprogramm für die unteren und oberen Extremitäten sowie den Rumpf will Freude an der Bewegung vermitteln und Mitar-


beiter anleiten, auch am Arbeitsplatz in Bewegung zu investieren. Der Mitarbeiter entscheidet dabei, wann er wie lange in seiner Pause aktiv sein möchte. „Das Unternehmen kann das Bewegungspotenzial seiner Mitarbeiter beispielsweise durch Wettbewerbe unter den Abteilungen mit ausgelobten Preisen weiter fördern“, fügt er an. Alle drei Monate werden neue Übungen in einer Choreographie eingespielt. „Mit Buerobic bieten wir Fitnessstudios ein Tool, wie sie den Einstieg in ein Unternehmen schaffen oder ein bestehendes Paket erweitern können“, fasst Tilmann Süß seine Idee zusammen. Von dem Erfolg ist er überzeugt. 100 Mitarbeiter hat er mit dem ersten Partner „Kinder- und Jugendhäuser Jena“ bereits für Buerobic gewonnen. „Weitere Firmen haben zwischenzeitlich Interesse signalisiert. Daher rechne ich bis Ende des Jahres mit bis zu 1.000 Mitarbeitern.“ Bewusstsein „hin zu mehr Bewegung“ Das Betriebliche Gesundheitsmanagement ist für Tilmann Süß eine strategische Aufgabe, eine Managementaufgabe. Ziel sei es, „im gesamten Unternehmen den Bewusstseinswandel hin zu mehr Bewegung aktiv zu begleiten“. Dass im Alltag die Grenzen zwischen BGM, BGF und BEM nicht so klar sind und viele, hauptsächlich Personalverantwortliche mit BGM- oder BGF-Verantwortung, sich bei aller strategischen Abstimmung im gleichen Atemzug auch entsprechende Maßnahmen für die Verbesserung der Gesundheit und des Wohlbefindens der Mitarbeiter wünschen, nimmt er entspannt zur Kenntnis: „Das Wichtigste ist erreicht, wenn wir Menschen in Bewegung bringen.“ Tilmann Süß steht am Fenster, sein POM Gesundheitszentrum im Blick. Die Frage nach einer möglichen Expansion hat er für sich schon beantwortet. Nicht ob Expansion ist für ihn die Frage, sondern wann. „Ja, eine Erweiterung der aktuell 1.800 Quadratmeter großen Anlage halte ich für durchaus denkbar. Sie hängt entscheidend davon ab, wie schnell wir im Bereich Betriebliches Gesundheitsmanagement wachsen.“ Spätestens 2021 bei einem erwarteten Umsatzanteil von 60 bis 70 Prozent im Bereich BGM am Gesamtumsatz wird Tilmann Süß nicht nur die Aussicht aus der 14. und 15. Etage im Blick haben, sondern auch die Expansion des POM.

Tilmann Süß Fotos: www.pom-zentrum.de

Geschäftsführer und Gesellschafter des POM Gesundheitszentrums (Planet of Motion) in Jena


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Fotos: DHfPG/BSA

Norbert Barnikel referierte zum Thema „Dos and Don‘ts der Digitalisierung in Dienstleistungsunternehmen – ein Howto, wie es wirklich geht!“

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Über 1.000 Teilnehmer beim Aufstiegskongress 2018 Der Fachkongress der Fitness- und Gesundheitsbranche in Mannheim trug das Motto „Touch & Tec – Mensch und Technologie“.

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m 5. und 6. Oktober fand mit dem Aufstiegskongress bereits zum zwölften Mal der Fachkongress der Fitness- und Gesundheitsbranche statt. Außerdem feierte am Vortag der wissenschaftliche Vorkongress „Up-to-date“ seine Premiere. An insgesamt drei Kongresstagen konnten die Veranstalter mit ihrem zukunftsorientierten Kongressprogramm erneut über 1.000 Teilnehmer zu diesem Branchenevent im Mannheimer m:con Congress Center Rosengarten begrüßen. Gemäß dem Mot-

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to des Aufstiegskongresses 2018 „Touch & Tec – Mensch und Technologie“ stand die Digitalisierung mit all ihren Facetten und ihrer Umsetzbarkeit für Fitness- und Gesundheitsanbieter im Mittelpunkt. Der Aufstiegskongress hat sich in seinem zwölften Jahr längst als Fachkongress der Fitness- und Gesundheitsbranche etabliert. 2018 stand der Kongress unter dem Hauptmotto „Touch & Tec – Mensch und Technologie“. Mit diesem hochaktuellen Thema tra-


schungsthemen im Bereich Neukundenprofile im Fitnessstudio und EMS-Training. Anschließend nutzten die Teilnehmer die Möglichkeit, mit den Referenten zu diskutieren. Insgesamt wurde die Premiere des wissenschaftlichen Vorkongresses sehr positiv von den Teilnehmern angenommen, was eine erneute Auflage im kommenden Jahr durchaus möglich macht.

Über 1.000 Interessierte Teilnehmer

Speakers Corner: Fachbesucher treffen sich mit Referenten zum Austausch

fen die Veranstalter, die Deutsche Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement, die BSAAkademie sowie die BSA-Zert, den Puls der Zeit. Die Digitalisierung schreitet auch in den Wachstumsbereichen Prävention, Fitness, Sport und Gesundheit stetig und unaufhaltsam voran. Dennoch sind kompetente und gut ausgebildete Mitarbeiter weiterhin unverzichtbar. Die Schnittstelle von Touch & Tec, von Mensch und Technologie optimal zu definieren, die Chancen zu nutzen, welche die Digitalisierung bietet und erfolgreich den Einstieg in diese schnelllebige und komplexe digitale Welt zu schaffen, waren die Inhalte, welche die hochkarätigen Referenten den Teilnehmern vermittelten. Premiere: Wissenschaftlicher Vorkongress „Up-to-date“ Am Vortag des Aufstiegskongresses fand zum ersten Mal ein wissenschaftlicher Vorkongress statt. Unter dem Titel „Up-to-date“ stellten Professoren und Forscher der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement DHfPG sowie anderer Hochschulen in fünf Kurzvorträgen ihre aktuellen Forschungsprojekte und -ergebnisse rund um die Themen Prävention, Fitness, Sport und Gesundheit vor – so unter anderem zu For-

Aufstiegskongress: Eröffnungsvortrag des DFB-Sportpsychologen Zum Auftakt des Aufstiegskongresses setzte Prof. Dr. Hans-Dieter Hermann, Sportpsychologe der Deutschen Fußball-Nationalmannschaft, mit seinem Vortrag „Teams for Touch – Wie Sie Mitarbeiterteams formen, die Menschen begeistern“ sofort ein Ausrufezeichen. Nicht nur die Teilnehmer zeigten sich begeistert, auch der Moderator des Aufstiegskongresses, Prof. Dr. Thomas Wessinghage, kategorisierte den Vortrag als einen der besten, der in den vergangenen zwölf Jahren gehalten wurde. Das Niveau sollte auch in der Folge hochgehalten werden. So zeigte Norbert Barnikel, einer der Vordenker der deutschsprachigen Digitalisierung, den Anwesenden die „Dos and Don‘ts der Digitalisierung in Dienstleistungsunternehmen“ auf. Prof. Dr. Oliver Schumann griff einige Punkte Barnikels auf, um in seinem nachfolgenden Vortrag zu verdeutlichen, wie die komplexe Managementaufgabe der Digitalisierung von Fitness- und Gesundheitsanbietern gemeistert werden kann. Podiumsdiskussion, Nachwuchsforum und „Get Together“ Der Aufstiegskongress ist für sein vielseitiges Programm längst bekannt, das nicht nur aus spannenden Vorträgen besteht. Die zweite Hälfte des ersten Kongresstages wurde mit einer Podiumsdiskussion, moderiert vom Unternehmenssprecher der McFIT Global Group, Pierre Geisensetter, eröffnet. Hier zeigten langjährig erfolgreiche Führungskräfte auf, wie ihre unterschiedlich positionierten Unternehmen aus der Fitnessbranche die Schnittstellen zwischen Mensch und Technologie definieren und welche Erfahrungen sie damit gesammelt haben. Anschließend präsentierten zwei Jungunternehmer im Nachwuchsforum, wie sie mit EMS-Training erfolgreich den Weg in die Selbstständigkeit gegangen sind. Den Abschlussvortrag des ersten Kongresstages hielt mit Frederik Neust ein echter Experte für digitales Marketing, der aktuell das Online-Marketing des am schnellsten wachsenden, asiatischen Hotelmanagement-Unternehmens betreut, das sieben Ketten, darunter eine Healthy-Lifestyle-Hotelkette beinhaltet. Er zeigte in mitreißender und unterhaltsamer Art und Weise auf, wie mithilfe von OnlineMarketing „Problemzonen“ in „digitale Muskeln“ verwandelt werden.

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Anschließend feierten die Teilnehmer beim „Get Together“ mit Live-Musik und DJ und gaben auf der Tanzfläche ihr Bestes, um am nächsten Morgen gut gelaunt den zweiten Kongresstag zu besuchen.

rin anschaulich aufgezeigt, wie ein sicherer Umgang mit Personendaten gelingt, welche Vereinbarungen zu treffen sind und wie Arbeitsplätze mittels digitaler Ergonomie-Analyse optimiert werden können.

Praxisnahe Fach-Foren und Masterclasses Der zweite Kongresstag stand ganz im Zeichen der Masterclasses und Fach-Foren. In der Masterclass Online-Marketing wurde anhand von Beispielen aufgezeigt, wie Online-Marketing zum Erreichen der Unternehmensziele genutzt, wie Werbung auf Facebook und Instagram geschaltet und wie dadurch „Leads“ in einem „Funnel“ (Trichter) zu Kunden konvertiert werden können. Die zweite Masterclass war vor allem für die Teilnehmer spannend, die den Weg in die Selbstständigkeit gehen möchten. Sie erfuhren, welche innovativen Praxis-Tools und Methoden es gibt, mit deren Hilfe sich aus ersten Geschäftsideen konkrete und nachhaltig funktionierende Geschäftsmodelle entwickeln lassen und wie sich Risiken des eigenen Geschäftsmodells systematisch feststellen und reduzieren lassen.

BGM – Top-Trend 2018 bildet würdigen Abschluss Die voranschreitende Digitalisierung, der stärkere Einsatz technischer Lösungen in Unternehmen, aber auch die Nutzung von Apps, Internetdiensten und sozialen Netzwerken werfen einige Fragen auf. Welche Daten werden von wem erhoben? Wo sind diese gespeichert und wie können diese wieder gelöscht werden?

Hinzu kamen die praxisnahen Fach-Foren Management, Coaching, Training, Sportökonomie, Ernährung und das abschließende Fach-Forum Betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM). Die beiden Referenten Oliver Walle und Jens Brehm haben da-

Fotos: DHfPG/BSA

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Oliver Walle referierte im Fach-Forum BGM.

Aufstiegskongress 2019

Save the date! m:con Congress Center, Mannheim

Technischer Fortschritt und Digitalisierung bieten gerade im Bereich BGM aber auch großes Potenzial. Das zeigte Jens Brehm, Dozent an der DHfPG mit Arbeitsschwerpunkt im Bereich des Betrieblichen Gesundheitsmanagements, auf. Eine zentrale Rolle spielt dabei die digitale Ergonomie. Durch den Einsatz von Motion-Capture-Systemen können beispielsweise Körperhaltungen bei verschiedenen Arbeitstätigkeiten digital erfasst und analysiert werden. Er brachte den Teilnehmern nahe, wie digitale Lösungsansätze für die Ergonomie-Analyse in ein BGM integriert werden können, wie man auf Basis digital erfasster Bewegungsdaten ergonomische Gestaltungsdefizite erkennen kann oder wie Arbeitsplätze gesundheitsförderlich gestaltet werden können. Fazit Der Aufstiegskongress 2018 bot mehr als 1.000 Teilnehmern neben Inspirationen und aktuellem Fachwissen auch viel Raum, um Kontakte zu knüpfen oder das berufliche Netzwerk zu pflegen und zu erweitern. 30 Unternehmen aus der Fitness- und Gesundheitsbranche präsentierten sich dazu bei der diesjährigen Partner-Ausstellung und machten das Branchenevent somit noch vielschichtiger. Die Besucher können sich schon heute auf den kommenden Aufstiegskongress, der am 25./26.10.2019 stattfindet, freuen. Alle Informationen unter: www.aufstiegskongress.de

Teilnehmer nutzen Pausen zum Netzwerken

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Die ab Mai 2018 in Kraft getretene EU-Datenschutz-Grundverordnung stellt sich diesen Fragen und stärkt das Recht auf Auskunft über die Datenerhebung und -speicherung sowie auf die sichere Löschung personenbezogener Daten. Der BGM-Experte und stellvertretende Vorsitzende des Bundesverbandes Betriebliches Gesundheitsmanagement, Oliver Walle, erklärte den Teilnehmern im FachForum BGM, welche Vorkehrungen und vertraglichen Regelungen zum sicheren Umgang mit Daten getroffen werden müssen und welche Anforderungen die EU-Datenschutz-Grundverordnung an die Erfassung von Gesundheitsdaten stellt.

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Foto: Christopher Rausch

Silke Frank Silke Frank ist seit Anfang 2017 Event Director der FIBO. Die gebürtige Düsseldorferin ist seit über 18 Jahren für Reed Exhibitions im internationalen Messegeschäft tätig und hat das Metier in allen Funktionen von Grund auf erlernt. Zuletzt leitete sie als Event Director die PSI, Europas größte Messe der Werbeartikelwirtschaft, die jährlich in Düsseldorf stattfindet.

22 Silke Frank, Event Director der FIBO, im Interview

„Prävention und Gesundheit haben Priorität“ Die FIBO entwickelt sich von Jahr zu Jahr weiter: Neben dem neuen Design hat es in den vergangenen Jahren viele eränderungen und auch internationales Wachstum gegeben. FIBO- hefin Silke Frank erläutert in einem Interview mit der medical fitness and healthcare, in welchen Bereichen für die FIBO 2019 Optimierungen geplant sind und wie das Gesundheitsangebot bei der weltweit gr ten Fachmesse für Fitness, Wellness und Gesundheit zukünftig besser zur Entfaltung kommen soll. medical fitness and healthcare

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mfhc: Frau Frank, vielen Dank, dass Sie sich für ein Gespräch Zeit nehmen. Bei der FIBO hat es in den vergangenen Jahren viele Veränderungen gegeben, wie z. B. das neue Design 2018. Wie fiel das Feedback bei Besuchern und Ausstellern zu diesen Maßnahmen aus? Silke Frank: Die FIBO hat ihre Position als weltweit führende und wichtigste Leitmesse für die Fachwelt deutlich unterstrichen, in Teilen sogar kräftig ausgebaut. Beispielsweise bei der Zahl der ausstellenden Unternehmen, die um 11,1 Prozent auf 1.133 stieg. Ein Wert, der für eine Messe dieser Größenordnung und Bedeutung im Messegeschäft ungewöhnlich hoch ist. Damit hat sich das Wachstum gegenüber dem Vorjahr nochmals beschleunigt. Wenn Sie mich fragen, woran das liegt, sage ich: An den drei „Ms“ – dem Markt, den Menschen und der Messe selbst. Der Markt entwickelt sich weiterhin positiv, das Gesundheitsbewusstsein steigt und die Messe hat sich international breiter aufgestellt. Sie verfolgt zwei zentrale Zielsetzungen – mehr Fachbesucher sowie mehr Live-Erlebnisse und Infotainment für die Fitness-Community. mfhc: Welche Neuerungen hat das FIBO-Team für das Jahr 2019 geplant? Silke Frank: Die Initiativen gehen ganz klar in Richtung weitere Internationalisierung, Stärkung des Fachcharakters und Ausbau der Programmpunkte, die in der Fitness-Community angesagt sind – Infotainment und Edutainment. Das Thema Ernährung beispielsweise, das wir auf der diesjährigen FIBO mit einer Live-Cooking-Area präsentiert haben, kam richtig gut an. In die Richtung wollen wir weitergehen, weil die Menschen heutzutage auf Messen immer mehr Infos, Unterhaltung und Erlebnisse erwarten, Stichwort: Eventisierung und Festivalisierung. Gleichzeitig wollen wir den Fachcharakter stärken. Das Thema Medical Fitness und Physiotherapie beispielsweise müssen wir wieder stärker zur Geltung bringen und sichtbarer machen – bundesweit wie auch regional. mfhc: Aus welcher Richtung kam der Impuls zu dieser Entscheidung? Silke Frank: Speziell im Bereich Physiotherapie hat niemand etwas davon, wenn sich der Messemarkt unnötig zerfasert. Das geht nur zu Lasten der Aussteller. Ich erwarte, dass sich der Markt auch wieder konsolidiert. Schließlich tragen nicht alle Blütenträume Früchte. Unser Anspruch ist ganz eindeutig: Wir wollen im Einzugsbereich Nordrhein-Westfalen die Nummer 1 sein.

mfhc: Inwieweit haben diese Neuerungen Einfluss auf das Gesamtkonzept der FIBO in Köln? Silke Frank: Sie haben Einfluss auf die Kundenzentrierung und auf das, was die Kollegen im Marketing gerne als Customer Experience bezeichnen. Wie wird die Marke FIBO in den unterschiedlichen Zielgruppen eigentlich wahrgenommen? Wie wird sie von verschiedenen Besuchergruppen erlebt? Von Geschäftskunden, überwiegend in den sogenannten Nordhallen, von Trainern und Physiotherapeuten, von Power-Besuchern, von LOHAS (Anm. der Redaktion: nach engl. Lifestyle of Health and Sustainability) und so weiter? Das Bild der FIBO ist in vielen dieser Zielgruppen höchst unterschiedlich. Teilweise müssen wir dieses Image aufarbeiten. Im Zuge des Umzugs von Essen nach Köln – der ein Glücksfall war – hat sich die Wahrnehmung der FIBO teilweise verändert. Das war ein Wachstumsschub, durch den einzelne Segmente in der Sichtbarkeit zum Teil etwas in den Hintergrund traten. Daran müssen wir arbeiten. mfhc: Der Fitnessmarkt in Deutschland verflechtet sich zunehmend mit dem Gesundheitsmarkt, was auch staatlich begünstigt wird, z. B. durch das Präventionsgesetz. Wird sich dieser Trend auch verstärkt im Messekonzept der FIBO widerspiegeln? Silke Frank: Das Thema Prävention und Gesundheit ist für uns seit vielen Jahren prioritär. Denken Sie an den Kongress, die Zusammenarbeit mit der Deutschen Gesellschaft für Sportmedizin und Prävention (DGSP) und natürlich an die breite Front der Aussteller in Halle 7. Wir müssen es sicher weiter ausbauen. Ebenso wichtig ist es, wie ich bereits sagte, dass wir das, was wir haben, auch sichtbarer machen und zeigen. mfhc: Auf den anhaltenden EMS-Boom hat die FIBO 2016 mit einer eigenen EMS-Halle reagiert. Die vielfältigen Angebote für den Bereich Medical Fitness, den 2. Gesundheitsmarkt und auch das Betriebliche Gesundheitsmanagement lassen sich nicht so klar vom klassischen Fitnessangebot unterscheiden wie z. B. der EMS-Bereich. Gibt es schon Konzepte, diese Angebote des Gesundheitsbereiches für Besucher und Aussteller gleichermaßen kompakt und übersichtlich zu präsentieren? Silke Frank: Wie Sie selbst sagen, ist die EMS-Halle ein Glücksfall, weil es sich um eine klar definierte Produktgruppe handelt, die sich messeseitig als Ganzes homogen darstellen lässt. Beim Thema Gesundheit ist es weitaus heterogener und auch konzeptionell schwieriger, weil es viel damit zu tun hat, wie sich Unternehmen am Markt positionieren. Die Grenzen zum klassischen Fitnessbereich sind hier oftmals fließend. Insofern wird es nicht damit getan sein, eine Halle als „Gesundheitshalle“ zu deklarie-

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ren. Das kann zwar im Kernsegment hilfreich sein, muss aber so offen gestaltet sein, dass es niemanden ausschließt, der nicht in dieser Halle steht. Viele Physiotherapeuten entdecken häufig erst beim ersten Besuch der FIBO, wie viel Gesundheit in der Messe steckt. Daran müssen wir arbeiten, Stichwort: Umparken im Kopf. mfhc: Darüber hinaus zählen digitale Angebote und auch Boutique-Fitness-Angebote zu den weltweiten Trends. Wie wird die FIBO auf diese Trends mit ihren vielen Facetten und allgemein auf die weitere Diversifizierung des Marktes mit Nischenkonzepten reagieren? Silke Frank: Digitalisierung, smarte Sportkleidung, ganzheitliche Ernährung, Boutique-Angebote und Aqua-Fitness – um nur einige Beispiele zu nennen – sind Themen, denen wir auf der FIBO einen breiten Raum geben und auch medial viel Aufmerksamkeit widmen, weil das Thema Trend-Scouting einen großen Impact für den Stellenwert der FIBO als Messe der Neuheiten hat. Viele Trends – denken Sie an die Powerplate, an Zumba oder zuletzt EMS – haben auf der FIBO ihren Siegeszug angetreten. Das war in der Vergangenheit so. Und das wird auch in Zukunft so sein.

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mfhc: In diesem Jahr liegt ein Fokus bei Reed Exhibitions auf der internationalen Expansion der Marke FIBO, die inzwischen auf vier Kontinenten vertreten ist. Welches Fazit können Sie für die FIBO Shanghai ziehen, die erstmals in einer neuen Location stattfand? Silke Frank: Es war eine strategisch absolut richtige Entscheidung, mit der FIBO in See zu stechen und in Shanghai vor Anker zu gehen. Seit der Premiere 2014 hat sich die Zahl der Besucher auf

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24.000 versechsfacht. Diese Entwicklung ist wirklich phantastisch und zieht immer größere Kreise. Das unterstreicht auch die Beteiligung der Aussteller, unter anderen von Branchengrößen wie Technogym, Matrix, Precor, Life Fitness, SportsArt, DHZ Fitness, miha bodytec, IronMaxx oder Olimp. Von daher ziehen wir ein durchgängig positives Fazit. mfhc: Ende Oktober fand die FIBO Global Fitness Africa in Johannesburg statt und mit der FIBO USA steht Anfang Dezember in Orlando eine internationale Premiere an. Wie eng arbeiten Sie mit den Kollegen vor Ort zusammen? Wie laufen die Vorbereitungen? Silke Frank: Die FIBO ist weltweit eine Marke, der Veranstalter dahinter vielfach eher ein unbekannter Riese. Von daher ist es wichtig zu wissen, dass Reed Exhibitions weltweit in 42 Nationen agiert und mehr als 500 Messen an 100 verschiedenen Standorten veranstaltet. Was ich sagen will: Wir sind kein eurozentriertes Unternehmen mit einem Headquarter, von dem aus alles zentralisiert gesteuert wird. Darin liegt ein großer Unterschied zu anderen Messeunternehmen. Wir verfügen stattdessen über 37 eigenständige Business-Units, die projektbezogen zusammenarbeiten und nicht über einen Knotenpunkt agieren. Weitere Einzelheiten zur Organisationsstruktur möchte ich Ihnen gerne ersparen. Es gab sogar eine weitere Premiere, wenn man Mexiko dazuzählt, wo wir vor wenigen Wochen eine „powered by FIBO“-Veranstaltung mit großem Erfolg durchgeführt haben. mfhc: Wie lief es in Johannesburg und was erwartet die Besucher in Orlando? Silke Frank: Es erwartet sie eine auf den jeweili-


gen Markt zugeschnittene Veranstaltung. Denn es ist Teil unserer Philosophie, Messen – auch wenn sie wie die FIBO weltweit bekannte Brands sind – nicht einfach eins-zu-eins zu übertragen, sondern sie auf die jeweiligen Märkte und Intentionen der Aussteller einzustellen. In Johannesburg haben wir 2017 deshalb ganz bewusst einen FIBO Business Summit veranstaltet, der deutlich machte, dass Business die Priorität Nummer 1 hat. Aufgrund des gelungenen Auftakts kombinierten wir den Summit in diesem Jahr mit einem Fitnessfestival, um auch dem steigenden Interesse seitens der Privatbesucher entgegenzukommen. Die FIBO USA in Orlando dagegen werden sehr viele EMS-Anbieter dazu nutzen, um im amerikanischen Markt Fuß zu fassen. Denn während das EMSTraining in Deutschland und Teilen Europas – auch ausgehend von der FIBO – zu einem Hype geworden ist, existiert der Markt in den USA praktisch noch gar nicht. Die FIBO USA könnte das ändern. Beispielhaft dafür ist miha bodytec, die gleichzeitig zur FIBO USA eine eigene US-Tochtergesellschaft gründen.

Umgekehrt zahlen die internationalen Aktivitäten auf die FIBO in Köln ein, weil sie Awareness schaffen und Aussteller sowie auch hochinteressante und kaufkraftstarke Besucher aus den jeweiligen Märkten anziehen. Von daher profitieren alle Seiten von dieser Strategie. mfhc: Können Ihrer Einschätzung nach auch Studiobetreiber und Praxisinhaber in Deutschland und Europa von der internationalen Erfahrung der FIBO profitieren? Silke Frank: Studiobetreiber ganz sicher, weil sie vom Erfahrungsaustausch profitieren und Trends adaptieren können. Wenn ich beispielsweise an das European Health & Fitness Forum denke, dann kommt dort das Who’s Who der weltweiten Branche zusammen und tauscht sich aus. Mit Blick auf Praxisinhaber ist das sicherlich schwieriger, weil deren Geschäft häufig regionaler ist. Hier dürfen wir – eher umgekehrt – über die Internationalität nicht die Regionalität vergessen.

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mfhc: Was ist aktuell Ihr persönliches Highlight für die FIBO 2019? Silke Frank: Es ist der Blick in die Gesichter von Menschen, die glücklich sind und zufrieden, verbunden mit dem Gefühl, dass die FIBO der Grund dafür ist. Das macht mich dann selbst ganz glücklich. mfhc: Herzlichen Dank für das Gespräch.

Über die FIBO Die FIBO ist die weltweit größte Messe für Fitness, Wellness und Gesundheit: Auf der FIBO in Köln treffen sich die Key-Player der Branche. Hier werden Innovationen auf den Markt gebracht und internationale Trends gesetzt. Hier investiert die Branche. 1.133 Aussteller aus 44 Nationen waren 2018 dabei. Sie kamen mit mehr als 143.000 internationalen Fachund Privatbesuchern in Kontakt. 2019 findet die FIBO vom 4. bis 7. April auf dem Kölner Messegelände statt. Auftakt der Messe ist das 6. European Health & Fitness Forum, zu dem am 3. April 2019 rund 400 Spitzenvertreter der europäischen Fitnessbranche erwartet werden.

Fotos: FIBO/Behrendt und Rausch

mfhc: Inwieweit kann die FIBO in Köln von der Internationalisierung der Marke FIBO profitieren? Silke Frank: Die Diskussion, ob es eine Weltmesse an einem Ort geben kann, zu der alle Marktteilnehmer aus aller Welt in der ganzen Tiefe und Breite des Marktes kommen, ist in der Messewirtschaft in den 90er Jahren sehr intensiv geführt worden. Die Kollegen der Frankfurter Messe sind bereits vor dreißig Jahren nach vorne gegangen, andere weitaus später und manche müssen jetzt das nachholen, was sie damals zum Teil versäumt haben.

Für uns als global agierender Messeveranstalter, der nicht auf einen Standort zentriert ist, stellte sich diese Frage gar nicht. Deshalb agieren wir in enger Abstimmung mit unseren Ausstellern und definieren Zielmärkte, die interessant sind – entweder, weil sie große Wachstumsraten erwarten lassen oder weil der Marktzugang im Alleingang schwierig ist.

www.fibo.com

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Fotos: MED80

gym 0 gibt seiner Medizin-Sparte ein eigenständiges Profil

Ziel: MED80 als Synonym für medizinisches Training 26

Mit dem Label MED80 will das Traditionsunternehmen gym80 seine Präsenz im Gesundheitsmarkt ausbauen. Im Juli dieses Jahres hat gym80 sein neues Label für die Medizin- und Software-Sparte gelauncht. In Waltrop wurde eigens ein neuer MED80 Showroom eröffnet. Karsten ahns, Geschäftsbereichsleiter MED 0, informiert im nachfolgenden Interview über seine Pläne und die Perspektiven der Marke MED80. mfhc: Herr Jahns, seit Juli 2018 hat gym80 eine eigenständige Marke für die Geräte seiner Medizin-Sparte. Wie kam es zu diesem Schritt? Karsten Jahns: Im Jahr 2017 gab es bei gym80 einen Geschäftsführerwechsel, der zur Folge hatte, dass sich gym80 seitdem noch viel stärker als zuvor auf das reine und ursprüngliche Krafttraining zur gezielten Formung des Körpers fokussiert. Ein Thema, das vor allem im Fitnesssektor eine Rolle spielt. Nun sprechen diese beiden Zielgruppen – die Welt der Medizin und die Fitnessbranche – nicht dieselbe Sprache. Was dem einen gefällt, verschreckt den anderen: Ein Physiotherapeut kann mit einem geäderten Bizeps wenig bis nichts anfangen – im Gegenzug empfindet der klassische Fitnesskunde medizinische Bilderwelten meist als zu steril und emotionsfrei. Ich sehe die Trennung somit als konsequenten Schritt.

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mfhc: Welche Ziele verfolgt die Unternehmensführung mit dieser Maßnahme? Karsten Jahns: Das einzigartige Know-how des Unternehmens gym80 im Bereich des Muskeltrainings ist unbestritten und genießt im Fitnessbereich seit Jahrzehnten höchstes Ansehen. Auch der Medizinbereich profitiert von dieser Erfahrung. Darüber hinaus ist die medizinische Kompetenz des MED80 Teams exzellent. Die Geräte und Konzepte sind aber sowohl spezifischer als auch komplexer und brauchen eben auch eine spezifischere und komplexere Art der Kommunikation. Mit klaren Strukturen möchten wir die Glaubwürdigkeit und Akzeptanz im Medizinsektor erhöhen sowie durch die verstärkte Darstellung unserer medizinischen Kompetenz Vertrauen schaffen. Dazu ist es wichtig, eine sprachliche und ästhetische Welt zu gestalten, in der Kunden sich zu Hause


fühlen. Elementare Voraussetzung hierfür ist, die speziellen Anforderungen des Medizinbereiches zu kennen und ihnen gerecht zu werden. mfhc: Welche Vorteile sehen Sie als Geschäftsbereichsleiter für den Vertrieb der Marke MED80? Karsten Jahns: Seit über zehn Jahren sind wir mit einer eigenen Medical-Vertriebsmannschaft im Markt unterwegs und schon länger haben wir uns aufgrund der täglichen Erfahrungen einen eigenständigen Auftritt gewünscht. Diese Anregung kam aber nicht nur von uns selbst, sondern auch von unserer Kundschaft. Die Unterschiede der beiden Zielgruppen sind einfach zu groß und wir erhoffen uns durch diesen Schritt, über kurz oder lang in einem Atemzug mit allen Großen der Medical-Branche genannt und dementsprechend betrachtet zu werden. mfhc: Welche Vorteile ergeben sich durch die eigenständige Marke MED80 für die Kunden im Therapiebereich, im Bereich des medizinischen Trainings oder im Präventionsbereich? Karsten Jahns: Die eindeutige Ausrichtung der Marke ermöglicht eine klare Kundenansprache durch eine verständliche und nachvollziehbare Nutzenkommunikation. So muss z. B. bei einem Präventionskonzept die Rolle des § 20 SGB V nicht mehr erklärt werden. Der Adressat weiß, worum es geht. Wir können den Produktnutzen viel gezielter vermitteln, denn wir wissen genau, worauf es den Akteuren im Bereich Therapie, Prävention und gesundheitsorientiertes Training ankommt. mfhc: Haben Sie schon Feedback aus dem Markt bekommen? Karsten Jahns: Ja, aber mit so vielen Rückmeldungen haben wir nicht gerechnet. Etliche unserer Kunden, die wir in den letzten 12 Jahren für uns gewinnen konnten, haben uns auf diesen notwendigen und leicht nachvollziehbaren Schritt angesprochen und es als logische Konsequenz zu der neu eingeschlagenen Richtung der Fitnessmarke gym80 erachtet.

tung befolgen. Dieser Aufwand ist für einen Physiotherapeuten nicht notwendig, der somit eine andere, eventuell weniger komplexe und mitunter preisgünstigere Lösung braucht. Für solche Fälle halten wir gleich drei unterschiedliche Varianten bereit, mit denen wir verschiedensten Anforderungen gerecht werden. mfhc: Welche Neuheiten haben Sie unter der Marke MED80 bisher präsentiert? Karsten Jahns: Wir haben seit Juli bis jetzt in enger Zusammenarbeit mit dem Partner medicos.AufSchalke zwei Konzepte entwickelt, die den Vorgaben der Zentralen Prüfstelle Prävention entsprechen. Die Trainierenden haben somit die Möglichkeit, bis zu 75 Prozent der Kursgebühren erstattet zu bekommen. Diese beiden Konzepte können mit wenig Aufwand in die tägliche Praxis übernommen werden. Interessenten laden wir herzlich zu unserem Workshop am 10.11.2018 nach Waltrop ein. Dort erwartet die Gäste eine Einführung in die Materie mit Schwerpunkt auf dem Kurs Muskelbalance. mfhc: In welchen Bereichen sind die nächsten Neuheiten geplant? Karsten Jahns: Wir planen Innovationen in allen Sparten. Das heißt, wir werden kontinuierlich sowohl unseren Gerätepark als auch unser Software-Angebot weiterentwickeln. Es werden auch noch viele weitere Kursmodelle und Konzepte hinzukommen.

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mfhc: Welche Ziele verfolgen Sie mit der Marke MED80 für die kommenden zwei bis fünf Jahre? Karsten Jahns: Wir planen mittelfristig, unsere Positionierung weiter auszubauen und unseren festen Platz im Relevant Set des Kunden zu finden. Wir möchten gemeinsam mit unseren Kunden wachsen und langfristig zu DEM Synonym für medizinisches Training werden. mfhc: Herzlichen Dank für das Gespräch. Karsten Jahns: Vielen Dank für diese Möglichkeit. Wir freuen uns auf unsere Kunden.

mfhc: Die eigenständige Medizin-Sparte MED80 beinhaltet ja nicht nur die Geräte. Inwieweit hat der neue Geschäftsbereich auch konzeptseitig eine Umstellung erforderlich gemacht oder sogar begünstigt? Karsten Jahns: Wir haben jetzt die Möglichkeit, uns für unsere Kunden breiter aufzustellen und noch gezielter auf unterschiedliche Anforderungen zu reagieren. Dies gilt insbesondere für den Software-Bereich. Denn selbst in dieser eigentlich bereits recht homogenen Zielgruppe gibt es einige Unterschiede in den Anforderungsprofilen. Kliniken müssen beispielsweise striktere Richtlinien im Bereich der Datendokumentation und Datenhal-

KARSTEN JAHNS Karsten Jahns (52), Geschäftsbereichsleiter MED80, hat viele Jahre als Physiotherapeut und später in der Medizintechnik gearbeitet. Er ist mit den Herausforderungen der Branche dementsprechend vertraut. Von 2005 bis 2012 war er als Strategischer Manager Medical bei gym80 tätig, bis Juni 2018 als Produktmanager Seit Juli 2018 leitet er den neuen Geschäftsbereich MED80. www.med80.de

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FIBO, heraPro und therapie: die Medical Fitness Messen 2019

Das Messeangebot für Therapie und Medical Fitness wächst Mit der FIBO, der heraPro Essen und der therapie Bochum finden in 2019 gleich drei Messeformate für die Bereiche herapie, Prävention, ehabilitation und Medical Fitness in Nordrhein-Westfalen statt. Das Format TheraPro der Messe Stuttgart wird neben der ursprünglichen TheraPro Stuttgart in 2019 auch wieder in Essen durchgeführt. Die von der Leipziger Messe veranstaltete therapie wird nächstes ahr in Leipzig, Bochum und auch erstmalig in Hamburg präsentiert.

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therapie Hamburg

Hamburg

25. und 26. Oktober 2019

therapie on tour Bochum 6. und 7. September 2019 Bochum Essen

Leipzig Köln

TheraPro Essen

therapie Leipzig

27. bis 28. September 2019

6. bis 9. März 2019

Stuttgart

TheraPro Stuttgart

FIBO Köln

25. bis 27. Januar 2019

4. bis 7. April 2019

D

ie FIBO – vom 4. bis 7. April 2019 in Köln – als weltweit größte Fachmesse für Fitness, Wellness und Gesundheit ist auch für Physiotherapeuten mittlerweile einer der wichtigsten Networking-Treffpunkte in Deutschland. Der Bereich Physio präsentiert neueste Geräte, wichtige Trends, Innovationen, Praxislösungen sowie erstklassige

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Workshops und Weiterbildungsangebote – z. B. zu Faszientherapien, der Diagnostik und den Chancen für Personal Trainer auf dem 2. Gesundheitsmarkt. Lesen Sie zur Positionierung der FIBO in den Bereichen Prävention und Gesundheit auch das Interview mit Silke Frank, Event Director der FIBO, auf den Seiten 22-25.


therapie expandiert nach Bochum und Hamburg Die therapie Leipzig findet im Zweijahresrhythmus statt. Sie bietet als größte Fachmesse mit Kongress für Therapie, Medizinische Rehabilitation und Prävention in Deutschland einen kompletten Marktüberblick. 2017 präsentierten 354 Aussteller den 16.100 Messebesuchern ihre Innovationen und aktuelle Branchentrends auf der Leipziger Messe. Die nächste therapie Leipzig findet vom 6. bis 9. März 2019 statt. Die therapie on tour Bochum ist eine Fachmesse mit Kongress für Physiotherapie in NordrheinWestfalen nach dem Vorbild der therapie Leipzig. Zur Premiere am 28. und 29. September 2018 präsentierten 74 Aussteller aus sechs Ländern dem Publikum ihre Produkt-Highlights. Die nächste therapie on tour in Bochum findet am 6. und 7. September 2019 im RuhrCongress Bochum statt. Darüber hinaus veranstaltet die Leipziger Messe gemeinsam mit der Hamburg Messe und Congress (HMC) am 25. und 26. Oktober 2019 erstmals die therapie Hamburg als einen weiteren regionalen Treffpunkt für Physiotherapeuten. Mit der therapie Hamburg bringen die Veranstalter eine Fachmesse mit Kongress für Physiotherapeuten, Masseure und medizinische Bademeister im norddeutschen Raum an den Start, die im Jahresturnus auf dem Hamburger Messegelände stattfindet und sich am Konzept der therapie Leipzig orientiert. TheraPro Essen mit 2. Standort in Essen Die Erstausgabe der TheraPro in Essen schloss in diesem Jahr mit positiven Ausblicken für die Zukunft. Am 8. September ist die Messe erfolgreich zu Ende gegangen. 2.213 Besucher fanden den Weg auf das Gelände der Messe Essen, um sich bei 91 Ausstellern über Neuheiten in den Bereichen Therapie, Rehabilitation und Prävention zu informieren. Die nächste TheraPro Essen findet vom 27. bis 28. September 2019 auf dem Gelände der Messe Essen statt. Die ältere „Schwesterveranstaltung“, die TheraPro in Stuttgart, findet jedes Jahr im Messe-Doppel mit der MEDIZIN auf dem Messegelände am Stuttgarter Flughafen statt. Das Doppel hat sich als „Plattform im Süden“ etabliert. Mit deutlichen Zuwächsen in allen Bereichen konnte die 2018er-Ausgabe von MEDIZIN und TheraPro neue Maßstäbe setzen: Rund 11.600 Besucher sorgten vom 26. bis 28. Januar für ein Plus von 15 Prozent, und auch bei den Ausstellerzahlen (280) wurde das Rekordergebnis vom Vorjahr übertroffen. Die nächste MEDIZIN/TheraPro findet vom 25. bis 27. Januar 2019 auf der Messe Stuttgart statt.


Foto: DHfPG/BSA

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Die eigene

ualität im Studio nach au en sichtbar machen

„ZertFit“ von der BSA-Zert D

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ie eigenen Qualitätsstandards überprüfen und sie zudem nach außen für potenzielle Neumitglieder und Kooperationspartner sichtbar machen – das gelingt mit der Zertifizierung nach DIN-Norm 33961 für Fitness- und Gesundheitsstudios. Zurzeit gibt es in Deutschland nur ein einziges Programm, das zur Studiozertifizierung nach DIN-Norm 33961 von der Deutschen Akkreditierungsstelle (DAkkS) akkreditiert ist: „ZertFit“ von der BSA-Zert! Zertifizierung als wichtiger Qualitätsstandard In anderen Bereichen der Wirtschaft sind Zertifizierungen und unabhängige Qualitätsüberprüfungen bereits seit Langem ein etablierter Standard. Durch die DIN-Norm 33961 hat nun auch die Fitnessbranche die Möglichkeit, ihre Professionalisierung weiter voranzutreiben. Die Bestätigung der Einhaltung von DIN-Norm 33961 durch ein „ZertFit“-Zertifikat stellt ein unabhängiges Entscheidungskriterium sowohl für Kunden als auch für Kooperationspartner dar. Ein solches Qualitätssiegel steigert das Vertrauen, hat eine besondere Marketingwirkung und ist ein nachhaltiges Verkaufsargument für Mitgliedschaften im Studio. Doch eine Studiozertifizierung bietet noch viele weitere Vorteile, z. B.: • Risikoabsicherung durch Rechtssicherheit – mit der DIN-Norm 33961 auf der sicheren Seite • Für den Notfall gerüstet – Sicherheit für die Belegschaft und die Kunden • Kompetenznachweis – Bestätigung der qualifizierten Kundenbetreuung durch das Personal • Geprüfte Ausstattung – sicheres Training an den Geräten • Weiterentwicklung des Qualitätsmanagements – Abläufe und Standards optimieren

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Transparente Durchführung der Zertifizierung Die Zertifizierung besteht aus zwei Evaluationsstufen. Zu Beginn werden die Prüfanforderungen der DIN-Norm durch eine Dokumentenprüfung anhand eines Fragebogens und einzureichender Unterlagen bewertet. Bei positiver Prüfung von Fragebogen und eingereichten Unterlagen beauftragt die BSA-Zert speziell qualifizierte Begutachter, die selbst Fachleute aus der Fitness- und Gesundheitsbranche sind, mit der Vor-Ort-Inspektion des Studios. Verläuft auch diese positiv, so bestätigt die BSA-Zert dem Studio die Erfüllung der DIN-Norm 33961 anhand des Zertifikates „ZertFit“. Über die DIN-Norm 33961 Mit der DIN-Norm 33961 wurden erstmalig Anforderungen an den Betrieb von Fitnessstudios festgelegt, insbesondere auch an die Betreuung der Kunden. Hierbei handelt es sich um Mindestanforderungen, die die Sicherheit und Qualität hinsichtlich Studioausstattung und -management regeln, und dadurch eine Vergleichbarkeit der vielfältigen Angebote für den Verbraucher ermöglichen.

Über die BSA-Zert Die BSA-Zert ist die akkreditierte, unabhängige Zertifizierungsstelle der BSA-Akademie. Mit dem Zertifizierungsprogramm „ZertFit“ bietet die BSA-Zert eine von der Deutschen Akkreditierungsstelle DAkkS akkreditierte Dienstleistungszertifizierung für Fitness- und Gesundheitsanlagen auf Basis der DIN-Norm 33961 an, um die Qualität von Studios umfassend, unabhängig und neutral zu bestätigen. Derzeit ist die BSA-Zert die einzige Zertifizierungsstelle, die von der DAkkS für die Studiozertifizierung nach DIN-Norm 33961 akkreditiert ist. Alle Infos zur Studiozertifizierung unter: www.bsa-zert.de


Foto: dpa Picture-Alliance GmbH

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Das Wasser war sein Element. Rekorde, Medaillen und Titel verdankt er seinen Genen, seiner Erziehung, aber auch „einer ordentlichen Portion Training“.

Professor Dr. Klaus Steinbach im Porträt

Leistung· Fair Play· Miteinander Das Motto der Deutschen Sporthilfe hat er sich auch zu seiner Ma ime gemacht. Welche Funktionen er nach Abschluss seiner Laufbahn als einer der besten deutschen Schwimmer auch immer einnimmt, der Sport hat ihn geprägt ob als letzter OK-Präsident, als mehrfacher Chef de Mission der deutschen Olympiamannschaft oder als renommierter Orthopäde und Sportmediziner. Sport ist seine Lebensschule, funktionierende Teams geben ihm Kraft und nur selbst trainieren hält fit. Die medical fitness and healthcare mfhc sprach mit einer Pers nlichkeit, Professor Dr. Klaus Steinbach. medical fitness and healthcare

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mfhc: Die Deutsche Sporthilfe hat Sie vor wenigen Wochen für Ihr Lebenswerk geehrt und Ihnen die „Goldene Sportpyramide“ verliehen. Welche Erfahrungen haben Sie besonders beeindruckt? Prof. Dr. Klaus Steinbach: Zuerst haben mich die Olympischen Spiele in München erheblich beeindruckt und beeinflusst. Ein Ziel anzustreben und dieses zu erreichen, in einer Mannschaft aufgenommen und akzeptiert zu sein, das macht den Sport aus, nach dem Motto: Leistung. Fair Play. Miteinander. Das ist auch das Leitmotiv der Deutschen Sporthilfe. mfhc: Das mit der Ehrung verbundene Preisgeld haben Sie verdoppelt und es zu gleichen Teilen der Comebackstronger-Förderung der Deutschen Sporthilfe und dem Deckarm-Fonds zur Verfügung gestellt. Schenkt Teilen doppelt Freude? Prof. Dr. Klaus Steinbach: Ja, schenken macht doppelt Freude. Mir ging es bei meinen Überlegungen darum, dass ich vom Sport und mit dem Sport sehr viel Unterstützung erhalten habe und auch durch eine gute Lebensschule gegangen bin. Über den Sport habe ich die Stärken und die Kraft von gut funktionierenden Teams erleben und erlernen dürfen. Im Rahmen meiner heutigen Möglichkeiten helfe ich Menschen, die nicht so viel Glück hatten wie ich.

mfhc: Roland Matthes, für die DDR SchwimmOlympiasieger, würdigt Sie nicht nur als einen der besten Schwimmer der Bundesrepublik, er attestiert Ihnen auch „viel Feingefühl“. Was empfanden Sie rückblickend bei Begegnungen mit Sportlern aus der DDR? Prof. Dr. Klaus Steinbach: Roland Matthes kenne ich seit Anfang der Siebzigerjahre. Wir waren im Rahmen unserer Leistungssportausübung in ge-

mfhc: Olympische Spiele 1972 in München: Mit der 4x200 Meter Freistil-Staffel gewannen Sie Silber. Olympia 1972 steht aber auch für den Anschlag der palästinensischen Terrororganisation Schwarzer September auf die israelische Mannschaft. Haben auch diese Erfahrungen in Ihnen den Wunsch geweckt, sich als Sportfunktionär für die olympische Idee zu engagieren? Prof. Dr. Klaus Steinbach: Mein Engagement nach meiner leistungssportlichen Karriere, mich weiterhin um Sportler, insbesondere auf dem Weg zu Olympischen Spielen zu kümmern, ist recht früh nach Ende meiner Karriere entstanden. Die Auszeichnung durch die UNESCO mit dem Fair Play Preis 1981 hat mich entsprechend motiviert. Als ich dann als Arzt und Sportmediziner tätig war, hat mich die Deutsche Sporthilfe in den Gutachterausschuss berufen. In diesem Gremium wird die Deutsche Sporthilfe ehrenamtlich beraten, damit die Fördermittel, die zur Verfügung stehen, auch bei den „richtigen“ Sportlern für die „richtigen“ Projekte eingesetzt werden können. Als Chef de Mission und auch später als Präsident des Nationalen Olympischen Komitees war meine oberste Zielsetzung, unseren jungen Athleten die Foto: Hochwald-Kliniken Weiskirchen

Dazu gehört zum einen mein Freund Joachim Deckarm (Anmerkung der Redaktion: Joachim „Jo“ Deckarm, 64 Jahre alt, Handball-Weltmeister 1978, erlitt 1979 in einem Europacup-Spiel bei einem Sturz ein schweres Schädel-Hirn-Trauma, in dessen Folge er monatelang im Koma lag und bis heute auf Hilfe angewiesen ist), den ich seit Jahren als medizinischer Koordinator unterstütze. Zum anderen ist da die Gruppe der Sportler, die von der Sporthilfe unterstützt werden, weil sie im Rahmen ihrer Leistungssportausübung eine schwere Verletzung oder einen vorübergehenden Schaden davongetragen haben, die zur Unterbrechung oder gar zum Abbruch ihrer leistungssportlichen Karriere geführt haben. Diese Sportler brauchen unsere Hilfe und werden des Öfteren vergessen. Nicht so bei der Deutschen Sporthilfe. Das Team #comebackstronger steht für diese Unterstützung. Dort geht die zweite Hälfte meiner Spende hin.

trennten politischen Systemen aktiv. Das hat aber nicht dazu geführt, dass wir politische Gegner waren. Wir haben uns immer gut verstanden und sind heute Freunde, die sich immer wieder begegnen. Auch auf unserem heutigen beruflichen Gebiet der Orthopädie sind wir Partner, denn sowohl Roland Matthes als auch ich üben den gleichen Beruf aus. Wir sind beide Orthopäden und kümmern uns im Leistungssport insbesondere um Sportler, die verletzt sind und unsere Hilfe brauchen.

„Wir sind die Trainer, unsere Patienten die Athleten“, sagt Prof. Dr. Klaus Steinbach über sein Therapiekonzept in den Hochwald-Kliniken.

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besten Rahmenbedingungen zur Ausübung ihres Leistungssports zu bieten, die im Rahmen unseres Systems möglich waren und sind. Als ehemaliger Leistungssportler weiß man sehr genau, was sich ein Leistungssportler wünscht. Aber man kann auch erklären, wo die Grenzen sind, die nicht überschritten werden dürfen. Und hier meine ich insbesondere, dass wir unsere Athleten auf ihrem Weg als faire und saubere Athleten durch den Leistungssport begleiten. Den Kampf gegen Doping nehme ich in meiner Kommunikation mit den Athleten sehr ernst. mfhc: Weltrekord – 49,79 Sekunden über 100 Meter Freistil. Professor Steinbach, Sie waren der erste Mensch, der diese Strecke unter 50 Sekunden schwamm. Was bedeutet es Ihnen, einen gleichsam „historischen“ Weltrekord geschwommen zu sein? Prof. Dr. Klaus Steinbach: 1976 zeichnete sich ab, dass mehrere Sprinter versuchen würden, die 50-Sekunden-Barriere über 100 Meter Kraul zu brechen. Mir ist es im Frühjahr 1976 in Bremen gelungen, als erster Schwimmer der Welt diese Barriere zu brechen. Natürlich bin ich stolz darauf. Es hat mich auch glücklich gemacht. Es bleibt in den Geschichtsbüchern. Das ist eine tolle Sache. Über die freue ich mich immer wieder, wenn es Thema in dem einen oder anderen Gespräch ist.

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Foto: WITTERS

mfhc: Olympiasilber und -bronze, Welt- und Europameister, 16 Medaillen bei Welt- und Europameisterschaften, 25 x Deutscher Meister, insgesamt neun Europarekorde und acht Weltrekorde, so Ihre „schwimmende“ Erfolgsgeschichte. Waren die Erfolge das Ergebnis Ihrer Talententwicklung oder Lohn konsequenten Trainings? Prof. Dr. Klaus Steinbach: Ich komme aus einer schwimmbegeisterten Familie. Mein Großvater war Mitgründer des Clever Schwimmvereins 1910 e. V. Meine beiden Eltern sind geschwommen. Meine Schwester Angela, ich und auch die beiden Söhne von meiner Schwester sind hervorragende

Als NOK-Präsident und Chef de Mission inmitten der deutschen Hockeydamen nach dem Olympiasieg in Athen 2004.

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Leistungsschwimmer geworden. Aber es sind nicht nur die Gene, die vererbt wurden, es liegt auch an der Erziehung und an der Motivation zu Hause. Meine Schwester und ich haben nie einen Leistungsdruck erlebt, den die Eltern ausgeübt hätten. Aber wir erhielten die notwendige Unterstützung, die für uns beide hervorragende sportliche Ergebnisse erbracht hat. Natürlich gehört auch eine ordentliche Portion Training dazu, um erfolgreich Leistungssportler zu werden. Die Lebensschule, die sich daraus ergab, hat uns zu geradlinigen Menschen geformt. mfhc: Bei den Olympischen Spielen 2000, 2004 und 2006 waren Sie Chef de Mission der deutschen Mannschaft. Macht es für Sie einen Unterschied, als Sportler oder als Funktionär bei Olympia dabei zu sein? Prof. Dr. Klaus Steinbach: Wenn man als Leistungssportler aktiv und erfolgreich ist, dann erlebt man den Wettkampf und auch die Siegerehrung höchst emotional für sich persönlich beziehungsweise für seine Mannschaft. Wenn man als Funktionär tätig ist, freut man sich, dass die Unterstützung, die man den aktuellen Athleten hat angedeihen lassen, Früchte getragen hat. Und man sieht sich nicht ständig in vorderster Front, sondern als Unterstützer und als Rückhalt für die aktiven Athleten. mfhc: Im November 2002 wurden Sie zum Präsidenten des Nationalen Olympischen Komitees (NOK) für Deutschland gewählt. Sie forderten, der Sport müsse „viel klarer und selbstbewusster auftreten“. Was kann die Gesellschaft vom Sport lernen? Prof. Dr. Klaus Steinbach: Die Gesellschaft ist lernfähig und sie lernt am ehesten von Vorbildern, die sich gewissenhaft und korrekt verhalten. Was die Gesellschaft vom Sport lernen kann, ist vor allem Zielstrebigkeit, Gewissenhaftigkeit und die Freude, die Sport vermitteln kann. Ich möchte das Motto der Deutschen Sporthilfe noch einmal wiederholen: Leistung. Fair Play. Miteinander. Das ist eine hervorragende Zusammenfassung und muss nicht nur der Leitsatz für den Sport sein, sondern könnte ebenfalls ein hervorragender Leitsatz für unsere Gesellschaft sein. mfhc: Sie sind Orthopäde und Sportmediziner. Ihr Leitsatz: Positiv denken genügt nicht – positiv handeln ist nötig. Welche Rolle spielen Sport, Training und Fitness für den Gesundungsprozess Ihrer Patienten? Prof. Dr. Klaus Steinbach: Meine Botschaft an meine Patienten lautet immer, dass man sein Schicksal selbst in die Hand nehmen kann und sollte. Körperliche Aktivität ist die Grundvoraussetzung für gute Körperkontrolle und beeinflusst unsere Gesundheit stets positiv. Dabei sollte man


sie regelmäßig betreiben, aber nicht übertreiben. Doch die meisten Menschen „untertreiben“ die körperliche Aktivität und stellen dann fest, dass sie die Kontrolle über ihren Körper teilweise verlieren. Hier gilt es, das Bewusstsein zu schärfen und auch tatsächlich in die regelmäßige körperliche Aktivität überzugehen sowie die Trägheit zu überwinden, um mehr Lebensqualität zu erreichen.

Kommunikation über die anstehenden Probleme und Herausforderungen unserer Patienten.

Unser Therapiekonzept in den Hochwald-Kliniken in Weiskirchen basiert darauf, dass wir die „Trainer“ sind und unsere Patienten die „Athleten“. Bei Anreise sind die Athleten (Patienten) in einer relativ schlechten Trainingsverfassung, die durch regelmäßiges Training verbessert werden kann und auch verbessert wird.

mfhc: Seit 2011 haben Sie eine Professur an der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement. Welche Erfahrungen wollen Sie neben der Wissensvermittlung Studierenden mit auf den Weg geben? Prof. Dr. Klaus Steinbach: Dass sie sich den Herausforderungen stellen, die ihre Kunden, Klienten und Patienten mitbringen. Die Vermittlung von Fachwissen sollte immer gepaart sein mit einer hohen Motivation für den Beruf und einer Leidenschaft für die Zielerreichung. Deshalb ist auch das Erlernen und Erarbeiten von Klientenführung eine gute Schule für das spätere Führen im Team.

mfhc: Bisweilen begrüßen Sie Ihre Patienten im „Trainingslager“ und motivieren sie, aktiv an der Gesundung mitzuarbeiten. Bei der Verabschiedung geben Sie ihnen die Empfehlung, sich vor Ort Bewegungs- und Trainingsmöglichkeiten zu suchen. Welche Überzeugungen und Erfahrungen leiten Sie bei diesen Empfehlungen? Prof. Dr. Klaus Steinbach: Nur selbst trainieren hält fit. Dieser Merksatz muss ins Bewusstsein der Menschen, damit sie mehr in die körperliche Aktivität kommen. Wir brauchen eine kräftige Muskulatur, um unseren Körper zu stabilisieren und auf Dauer den aufrechten Gang kontrollieren zu können.

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Foto: Picture Alliance für Deutsche Sporthilfe

mfhc: Sie setzen auf „modernes Dienstleistungsmanagement“. Was bedeutet das für Sie? Prof. Dr. Klaus Steinbach: Alles was wir in Weiskirchen anbieten, ist Dienstleistung. In der medizinischen Rehabilitation geht es allerdings um das Mitnehmen unserer Patienten auf dem Weg zur besseren Gesundheit. Das heißt, alle Mitarbeitenden sind aufgefordert, ein schlüssiges und nachvollziehbares Therapiekonzept zu entwickeln und umzusetzen. Dazu ist es natürlich nötig, dass wir bei der Konzeptentwicklung die Fachabteilungen integrieren. Die dazu notwendigen Sitzungen und Absprachen erfolgen regelmäßig wie auch die

Für sein Lebenswerk ehrte ihn die Deutsche Sporthilfe im September 2018 mit der Goldenen Pyramide.

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Natürlich müssen am Ende die leitenden Mitarbeiter das Konzept nach außen vertreten. Aber durch die Einbeziehung der Mitarbeitenden gelingen mehr Identifikation mit dem Konzept und eine bessere Umsetzung.

mfhc: Namhafte Branchenkenner erwarten in den nächsten fünf Jahren eine Ausweitung der Mitgliederzahl in den kommerziellen Fitnessanlagen von heute 10,6 auf bis zu 15 Millionen. Welches Potenzial halten Sie in den nächsten 10 Jahren für denkbar und warum? Prof. Dr. Klaus Steinbach: Wir erleben in den letzten Jahren immer mehr Menschen mit körperlichen Problemen, die oft durch fehlende körperliche Aktivität selbst verschuldet sind. Das digitale Zeitalter verändert immer mehr die Notwendigkeit von körperlicher Aktivität. Auch in dem neuen Schulkonzept G8 mit Nachmittagsschule bis 16 Uhr sehe ich große Gefahren, dass bereits im Kindes- und Jugendalter zu wenig Zeit bleibt, um sich körperlich zu bewegen. Hier besteht eine große Gefahr, dass das Erlernen von Bewegung als wichtiger Bestandteil des täglichen Lebens zu kurz kommt. Wir alle wissen doch: Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr. Alt, aber wahr. Motorische Versäumnisse in den ersten zehn Lebensjahren sind in den folgenden Jahren nur sehr schwer wieder aufzuholen. mfhc: Eine letzte Frage: Wie halten Sie sich heute fit und gesund? In diesem Zusammenhang: Schwimmen Sie heute noch? Prof. Dr. Klaus Steinbach: Ich halte mich regelmäßig sportlich fit. Kraft- und Ausdauertraining mache ich gerne im Fitnessstudio. Seit vielen Jahren fahre ich hauptsächlich Rennrad und Mountainbike, und das normalerweise jeden zweiten Tag, ob Sommer oder Winter. Wenn die Wetterbedingungen zu schlecht zum Radfahren sind, gehe ich laufen. Schwimmen ist die absolute Ausnahme. Da habe ich im Leben schon genug Erfahrung gesammelt. Aber vielleicht werde ich in Zukunft mehr schwimmen, damit die Muskulatur des Oberkörpers wieder mehr trainiert wird.


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Professor Dr. Karsten Schumann im Porträt

eder Erfolg hat sein Geheimnis, jede Niederlage ihre Ursache“

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Er träumte von einer Karriere als Sportler; eine Sportverletzung hat sie jäh beendet. Als Forschungsstipendiat der Deutschen Hochschule für Körperkultur (DHfK) hoffte er auf eine wissenschaftliche Laufbahn; die Wiedervereinigung mit der Au sung der DHfK hat sie von heute auf morgen unterbrochen. Als Kind der DDR wusste er um die Bedeutung von Sport und Leistung; der Zusammenschluss von Ost und West rüttelte an seinen Fundamenten. Aber er hat allen Herausforderungen getrotzt. Mit der Ernennung zum Professor an der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement DHfPG lebt auch sein Traum von einer Hochschullaufbahn wieder auf. fitness MA AGEME sprach mit Professor Dr. Karsten Schumann im Rahmen des Aufstiegskongresses 2018.

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reitag, 5. Oktober 2018. Dieser Tag habe ihn berührt, fasst Karsten Schumann seine Gefühle in wenige, aber wohlüberlegte Worte: „Es ist mir eine große Ehre, von der Hochschule berufen zu sein. An dieser Hochschule wirkten auch Menschen, die schon mich ausgebildet haben.“ Dass er für die Feierstunde der Ernennung am Nachmittag nicht die große Bühne gesucht hat, sondern den Gemeinschaftsstand von DHfPG, BSA-Akademie und BSA-Zert vorzog, passt zu seinem Verständnis, gerne im Hintergrund zu agieren. Dabei hat er viel zu sagen, beispielsweise in den letzten zwölf Jahren als wissenschaftlicher Mitarbeiter für Matthias Sammer, zunächst in dessen Funktion als Sportdirektor des Deutschen Fußball-Bundes (DFB), später als Vorstand Sport beim FC Bayern München. An diese Entwicklung hatte Karsten Schumann selbst um die Jahrtausendwende nicht mehr geglaubt. Zu groß erschienen ihm die Verwerfungen, die er bis dahin erlebte. Dabei begann alles im sozialistischen Wortsinn „planmäßig“. Er hatte Freude an der Bewegung und Lust, sich in Vergleichen zu messen. Schon in der Krippe stand er ganz oben auf dem Podest. Mit sechs Jahren hütete er das Tor der

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Knabenmannschaft von Lokomotive Vacha/Thüringen. Als Jugendlicher gehörte er zu den Besten auf regionaler Ebene in der Leichtathletik. Auch ein ärztliches Attest, das ihm wegen eines Rückenleidens Sportverbot bescheinigte, hielt ihn nicht davon ab, weiter erfolgreich Sport zu treiben. „Für ganz oben hätte es nicht gereicht.“ „Ich studiere Sport.“ Karsten Schumann wusste schon in jungen Jahren um seinen Studienwunsch. Sein Vater – wie auch seine Mutter selbst begeisterte und aktive Sportler auf Freizeitebene – stimmte zu und sagte zu ihm: „Aber erst machst du eine Berufsausbildung.“ Begleitend zur Berufsschule und seiner Ausbildung zum Fahrzeugschlosser spielte er für die Handballer der SG Dynamo Suhl-Mitte, die 1982 den Aufstieg in die höchste DDR-Liga schafften. Doch im Herbst 1984, Karsten Schumann war in dieser Zeit seines Armeedienstes in Berlin stationiert, löste sich sein Traum von einer Handballkarriere in Luft auf. Bei einem Spiel seiner neuen Berliner Mannschaft just gegen seine alten Suhler Freunde rissen ihm Kreuzband, Meniskus und Seitenbänder. „Gar nicht mehr“, entgegnete ihm der ihn operierende Arzt im sportmedizinischen Klinikum Berlin-


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Foto: Claus Uhlendorf

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Foto: Carsten Kattau/windfall.tv

Im Gedankenaustausch: Prof. Dr. Karsten Schumann mit Matthias Sammer Foto: Karsten Schumann

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Der Dozent: Prof. Dr. Karsten Schumann Foto: DHfPG/BSA

Die Ernennung zum Professor: Prof. Dr. Karsten Schumann mit dem Rektorat der DHfPG, v. l. Prof. Dr. Andrea Pieter, Prof. Dr. Christoph Eifler und Prof. Dr. Andreas Strack

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Hohenschönhausen auf seine Frage, wann er denn wieder spielen könne. Karsten Schumann nahm`s sportlich, baute auf die Annahme, dass es „für ganz oben nicht gereicht hätte“. „Auch ich empfehle Ihnen auszusteigen.“ Fünf Jahre später, ein Jahr vor der Wiedervereinigung, schloss er mit Erfolg den Studiengang Sportwissenschaft als Diplomsportlehrer ab, um zum 1. September 1989 ein dreijähriges Forschungsstipendium an der DHfK anzunehmen. „Gut ein Jahr später, mit dem Tag der Wiedervereinigung, war alles anders“, erinnert sich Karsten Schumann. Aller Tradition zum Trotz, auch die DHfK wurde im deutschen Wiedervereinigungsprozess abgewickelt, die Fakultät in die Universität Leipzig integriert. Seine Betreuer kamen und gingen. Zum Glück für ihn übernahm ein emeritierter und ehemaliger DHfK-Hochschullehrer im Hintergrund die Aufgabe eines Doktorvaters. Am 14. Mai 1993, vier Jahre später, verteidigte er neben vier von ursprünglich etwa 40 Forschungsstipendiaten seine Dissertation – noch so ein Tag, an den sich Karsten Schumann ein Leben lang erinnern wird: die Promotionsurkunde zum Doktor der Pädagogik vor Augen und keine Chance, im universitären Bereich in anderer Verwendung übernommen zu werden. Karsten Schumann erinnert sich an seine Qualitäten als Handballer, sucht im Spiel „Eins gegen Eins“ seinen Weg im Finanzwesen und das durchaus mit Erfolg: Am Ende seines vierzehnjährigen Intermezzos ist er Verkaufsleiter mit Prokura. Doch die Sportwissenschaft lässt ihn nicht los. Er beteiligt sich an der Erstellung einer im Jahr 2000 erscheinenden Festschrift „50 Jahre DHfK“, einer umfassenderen Chronik „DHfK. Leipzig 1950-1990“ sowie in den Folgejahren an einer Schriftenreihe zur Aufarbeitung bedeutender sportwissenschaftlicher Erkenntnisse der DHfK. Namhafte, ehemalige Ost-Trainer haben ihm berichtet, wie aktuell und modern beispielsweise die seinerzeit in Leipzig vermittelte Trainingslehre immer noch ist. Die Publikationen erzeugen Aufmerksamkeit, so viel, dass Karsten Schumann eines Tages von einem renommierten Fußballfachmann fünf Namen mit Telefonnummer erhält: „Die rufst du an, bestellst schöne Grüße, und die sollen sich mit dir unterhalten.“ Einer der auf der Liste stehenden Gesprächspartner war Matthias Sammer, einer der erfolgreichsten und profiliertesten Spielerpersönlichkeiten im Verein und in der Nationalmannschaft in den 1990er-Jahren. Es war im Frühjahr 2005, man telefonierte, man traf sich und Karsten Schumann sagte zu ihm, was er von ihm als Trainer dachte: „Sie sind ein Riesentrainer mit Potenzial zum Weltklassetrainer. Aber ich glaube, dass man dafür noch etwas tun muss.“ Was


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für eine Ansage. Matthias Sammer war interessiert und wollte mehr wissen. „Auch ich empfehle Ihnen, aus dem Job für eine Zeit auszusteigen und diese Pause zu nutzen, sich intensiv weiterzubilden.“ Und der hochdekorierte Nationalspieler und erfolgreiche Trainer ließ sich darauf ein, stieg aus und investierte ein Jahr in Weiterbildung. Eine von Karsten Schumann im Rahmen eines persönlichen Workshops präsentierte Folie war der Impuls für den Beginn einer bis heute andauernden Zusammenarbeit: die Folie über die Voraussetzungen von Leistung. Zum 1. April 2006 wurde Matthias Sammer Sportdirektor beim DFB, Karsten Schumann sein wissenschaftlicher Mitarbeiter. Sechs Jahre später wechselte Matthias Sammer als Vorstand Sport zum FC Bayern, Karsten Schumann folgte ihm. Auf die Frage, wie er Matthias Sammer unterstützt habe, ihn noch erfolgreicher zu machen, antwortet er prägnant in fünf Punkten: Leistung konsequent organisieren, Komplexität verstehen, kooperierende Teams bilden, die Schlüsselrolle des Trainers stärken und nicht zuletzt die Persönlichkeit der Spieler entfalten. Dankbar, seine Berufung gefunden zu haben Sommer 2018. Nach zwölf Jahren beginnt für Karsten Schumann eine neue Ära, rückblickend dankbar dafür, „dass er seine Berufung, im Leistungssport zu arbeiten, doch noch gefunden hatte.“ Und er weiß zu würdigen, dass Matthias Sammer „einschätzen konnte, was er geleistet hatte“. Karsten Schumann hat in der Hochphase des FC Bayern München mit Matthias Sammer zusammengearbeitet und wertschöpfend gewirkt. Diese Expertise wird er nun als neu ernannter Professor in seiner Lehrtätigkeit an der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement/BSA-Akademie an Führungsnachwuchskräfte weitergeben – beste Voraussetzungen also, dieses Wissen auch der Fitness- und Gesundheitsbranche sowie dem Sportund Vereinswesen zugänglich zu machen. Und Karsten Schumann wird zum Abschluss des Gespräches auch gleich konkret: „Leistung konsequent organisieren“ meint in Bezug auf die Fitnessund Gesundheitsbranche, dass „auf Dauer die Studioleiter und Physiotherapeuten Erfolg haben, die eine mit den Wünschen des Kunden abgestimmte Leistung in den Mittelpunkt ihres Handelns stellen“. „Komplexität verstehen“ erfordert, „sich auf die Persönlichkeit des Kunden umfassend einzulassen“. „Erfolgreiche Teambildung“ baut auf „wechselseitiges Vertrauen“. Die „Stärkung der Schlüsselrolle des Trainers“ zielt auf das „vom Studioleiter organisierte Zusammenspiel einzelner Fachkompetenzen“. Und die „Entfaltung der Persönlichkeit“ ist ein Appell an die in der Branche Tätigen, neben aller gebotenen Fachkompetenz auch „die eigene Persönlichkeit mit Empathie einzubringen“.


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eue ielgruppen erschlie en mit Ganzk rper-EMS- raining:

Fokus auf Senioren 44

Spezifische EMS-Angebote für Senioren gibt es bislang kaum. Eine gezielte Ansprache der Senioren könnte sich für Fitness- und Gesundheitsanbieter lohnen, weil die rainingsmethode Ganzk rperEMS und die ielgruppe Senioren perfekt zusammenpassen, so Prof. Dr. Wolfgang Kemmler von der Universität Erlangen-Nürnberg. „Werter Herr Kemmler“, sagte die alte Dame auf der Informationsveranstaltung unserer Bewegungsstudie, „jetzt habe ich 50 Jahre keinen Sport mehr getrieben, dann fange ich mit 70 Jahren auch nicht mehr damit an.“ Noch klarer kann die fehlende Bereitschaft und Einsicht einer Vielzahl von „sportabstinenten“ Senioren, ein regelmäßiges und intensives Körpertraining zu beginnen, nicht in Worte gefasst werden. Der Hinweis, dass ein Körpertraining in jedem Lebensalter effektiv wirkt, wird meist mit Einwänden wie Zeitknappheit, Scham, Schwitzen/Anstrengung, geringe Leistungsfähigkeit, Gelenkschmerzen und fehlende individuelle Betreuung „abgebügelt“ – interessanterweise spielt der finanzielle Aspekt nur in seltenen Fällen eine Rolle. Option für Senioren: Ganzkörper-EMS Insofern erscheint die Ganzkörper-Elektromyosti-

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mulation (Whole Body-EMS, WB-EMS) zumindest im derzeit empfohlenen Setting¹ als zeiteffektive, diskrete, gelenkschonende und sichere Option für den älteren, wenig sportaffinen Menschen, eigenverantwortlich Gesundheit und Leistungsfähigkeit positiv zu beeinflussen. Hinzu kommt, dass auch wissenschaftliche Kritiker des WB-EMS gerade wenig trainierte, leistungsschwache Personen als geeignete Zielgruppe für das WB-EMS ansehen – eine Einschätzung, die durch eine Vielzahl von Untersuchungen mit älteren Menschen und überwiegend positivem Untersuchungsergebnis² bestätigt wird. Studienlage mit durchweg positiven Erkenntnissen Im Detail zeigen sich neben positiven Effekten bei kardiometabolischen Größen wie beispielsweise kardiale Auswurfleistung, metabolisches Syndrom, Blutdruck sowie gesamtes und abdominales Körperfett, besonders bei Muskelmasse und -funktion


Ergebnisse im Bereich eines intensiven Krafttrainings³. Sarkopenie, also der altersbedingte Verlust an Muskelmasse und funktionellen Leistungsgrößen, geht sehr eng mit hoher Sturzgefahr, Verlust der Selbstständigkeit, erhöhter Morbidität und Mortalität einher. Stürze mit Fraktur und besonders der Verlust der Selbstständigkeit sind für ältere Menschen der „Super-GAU“. Gerade im Spannungsfeld der Sarkopenie zeigen kürzlich durchgeführte Untersuchungen das hohe Potenzial des WB-EMS-Trainings4,5 zur Erhöhung der funktionellen Kapazität von älteren Menschen (70 Jahre+) deutlich auf. Ein ideales „Trainingstool“ für ältere Menschen Auch die Muskelmasse, die neben der Muskelfunktion ebenfalls im Bereich der Thermoregulation und der Adipositas-Problematik eine wichtige Rolle spielt, wird über eine WB-EMS-Anwendung signifikant positiv beeinflusst. Begleitende Proteingabe im Bereich von 1,5-1,7 g/d/kg Körpergewicht erhöht diesen Effekt nochmals. Zudem zeigten die vorliegenden Untersuchungen mit älteren Menschen keine nennenswerten „unerwünschten“ Nebenwirkungen. Nennenswert ist jedoch, dass die Akzeptanz des WB-EMS durch die Senioren, zumindest in einem eng begleiteten Setting, sehr hoch ist. Insofern erscheint Ganzkörper-EMS-Training als ideales „Tool“ für ein gesundheitsorientiertes Training des älteren Menschen. Ärztliche Kontrolle, Sicherheit und Verträglichkeit Allerdings sind für ein erfolgreiches EMS-Training bei Senioren einige Punkte in besonderem Maße zu beachten. Besonders wichtig für die Anwendung von WB-EMS innerhalb der oft fragilen Gruppe älterer Menschen mit geringem Körpergefühl und fehlender Referenz für Belastungsreize, ist die Frage nach Sicherheit und Verträglichkeit. Eine konsequente Überprüfung und Berücksichtigung von Ausschlusskriterien und medizinischen Kontraindikationen ist dabei unbedingt erforderlich. Bei Senioren, die eine ärztliche Freigabe für ein EMS-Training möchten, kann auch der überwiegend nicht WB-EMS-kundige Hausarzt über einen Informationsflyer mit Link zu zusätzlichen, neutralen

Informationsmöglichkeiten in die Lage versetzt werden, eine belastbare Entscheidung pro oder contra WB-EMS zu treffen. Kooperationen zwischen Ärzten und EMS-Einrichtungen erleichtern die ärztliche Entscheidung durch die Kenntnis der Einrichtung und der Qualifikation des Personals. Betreuungsschlüssel gemäß EMS-Richtlinien Daneben halten wir die Anwendung der WB-EMSRichtlinien nicht nur, aber ganz besonders für Senioren, für absolut verbindlich. Zentraler Punkt der Richtlinien ist eine sehr enge Betreuung, bei der maximal zwei Übende von einem Trainer betreut werden. Ältere, weder sport- noch technikaffine Menschen profitieren von dieser sehr engen Betreuung und Interaktion ganz besonders. Insofern ist ein enger Betreuungsschlüssel nicht nur hinsichtlich Sicherheit, sondern auch im Hinblick auf Effektivität ein absolutes Qualitätskriterium. Eine zentrale Rolle spielt dabei der gut ausgebildete, WB-EMS-lizensierte Trainer, der neben seiner EMSKompetenz möglichst auch als Ansprechpartner für Fragen zur körperlichen Aktivität und Ernährung zur Verfügung stehen kann. Die Zertifizierung von WB-EMS-Studios greift sämtliche dieser Punkte auf und kann somit besonders den Senioren als Wegweiser zur „richtigen“ Einrichtung dienen. Großes Potenzial besser nutzen Fasst man das sehr hohe Potenzial und die Besonderheiten eines WB-EMS-Trainings mit Senioren abschließend zusammen, verwundert es, dass seniorenspezifische Angebote oder zumindest eine seniorenspezifische Adressierung des bestehenden, z. T. definitiv qualitativ hochwertigen Angebots im gesundheitsorientierten WB-EMS derzeit kaum eine Rolle spielen.

Prof. Dr. Wolfgang Kemmler Prof. Dr. Wolfgang Kemmler ist Forschungsdirektor am Institut für Medizinische Physik der Friedrich-Alexander-Universität ErlangenNürnberg. Der Trainings- und Sportwissenschaftler gilt als ausgewiesener Experte in der trainingswissenschaftlichen Interventionsforschung sowie im Bereich alternative Trainingstechnologien mit Schwerpunkt GanzkörperElektromyostimulation.

Literatur 1. Kemmler, W., Froehlich, M., von Stengel, S., Kleinöder H. (2016) Whole-Body Electromyostimulation – The Need for Common Sense! Rationale and Guideline for a Safe and Effective Training. Dtsch Z Sportmed 67:218-221. 2. Kemmler, W., Weissenfels, A., Willert, S., Shojaa, M., von Stengel, S., Filipovic, A., Kleinöder, H., Berger, J., Fröhlich, M. (2018) Efficacy and safety of low frequency Whole-Body Electromyostimulation (WB-EMS) to improve health-related outcomes in non-athletic adults. A systematic review. Frontiers of Physiology 9:573. doi: 10.3389/fphys.2018.00573. 3. Kemmler, W., Teschler, M., Weissenfels, A., Fröhlich, M., Kohl, M., von Stengel, S. (2015) Ganzkörper-Elektromyostimulation versus HIT-Krafttraining – Effekte auf Körperzusammensetzung und Muskelkraft. Dtsch Z Sportmed 66:321-327. 4. Kemmler, W., Weissenfels, A., Teschler, M., Willert, S., Bebenek, M., Shojaa, M., Kohl, M., Freiberger, E., Sieber, C., von Stengel, S. (2017) Whole-body Electromyostimulation and protein supplementation favorably affect Sarcopenic Obesity in community-dwelling older men at risk. The Randomized Controlled FranSO Study. Clin Interv Aging 12. 5. Kemmler, W., Teschler, M., Weissenfels, A., et al. (2016) Whole-body Electromyostimulation to Fight Sarcopenic Obesity in Community-Dwelling Older Women at Risk. Results of the Randomized Controlled FORMOsA-Sarcopenic Obesity Study. Osteo Int 27:3261–3270.

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Fotos: © www.Foto-Steindorf.de

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Einfach, sicher und effektiv – mit dem milon Kraft- und Ausdauer-Zirkel bietet das Studio „Therapie & Training Jesse“ seinen Kunden eine neue, innovative Art des Gesundheitstrainings.

46 Physiotherapie mit Trainingsbereich für Selbstzahler

Gesundheitstraining neu gedacht Sebastian esse beschreibt, wie er im herapie raining Jesse“ in Waren an der Müritz mit Physio Aktiv und dem milon Kraft- und Ausdauer-Zirkel den Therapiebetrieb erfolgreich mit einem Trainingsbereich für Selbstzahler kombiniert hat.

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ie optimale Kombination von Training und Therapie bietet besonders Physiotherapiepraxen eine Möglichkeit, ihren Weg in den zweiten Gesundheitsmarkt zu planen, zu organisieren und letztlich umzusetzen. Hochmoderne Trainingsbe-

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reiche für Selbstzahler bilden das Fundament für die zielführende Erweiterung der Praxiskompetenz, denn moderne Technik und die richtige Strategie helfen dabei, aus Patienten langfristig Selbstzahler zu machen. Gemeinsam mit milon und Physio Ak-


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tiv bieten wir unseren Kunden die Möglichkeit, ein nachhaltiges Gesundheitstraining zu absolvieren und somit langfristig erfolgreich zu sein. Sowohl gesundheits- als auch therapeutisch-orientierte Einrichtungen haben jeweils eigene Problemstellungen und Patienten, die ganz unterschiedliche Ziele verfolgen. Durch ein klares Konzept konnten wir unsere internen Abläufe verbessern, die Kundenzufriedenheit steigern und uns so stärker gegenüber dem Wettbewerb positionieren. Unser Studio verbindet Physiotherapie und Training auf einmalige Weise. Dank eines ausgeklügelten Betreuungskonzeptes, das Trainingselemente, individuelle Betreuung und Physiotherapie miteinander kombiniert, schaffen wir ein starkes Differenzierungsmerkmal, um uns erfolgreich im Wettbewerb zu positionieren. Fit in nur 35 Minuten durch Kraft- und Ausdauertraining Bewegung ist in jedem Alter der wesentliche Faktor für eine hohe Lebensqualität. Mit den elektronisch gesteuerten Trainingsgeräten von milon haben unsere Kunden die Möglichkeit, ein einfaches, effektives, sicheres und motivierendes Training zu absolvieren. Das Training wird von speziell ausgebildeten Übungsleitern und Physiotherapeuten begleitet. Diese Kombination garantiert die richtige Wahl der Gewichte, kontrollierte Bewegungen, eine gesunde Herzfrequenz durch die Polar-Herzfrequenz-Messung während des Trainings und einen kontinuierlichen Muskel- und Konditionsaufbau. Durch die angebrachten Displays ist jeder Trainierende zudem in der Lage, seine Trainingsabläufe samt korrekter Bewegungsausführung zusätzlich selbst im Auge zu behalten. Neben der Steigerung der allgemeinen Körperkraft und einer verbesserten Körperhaltung bietet das elektronische Zirkeltraining unseren Patienten und Kunden viele weitere Vorteile. Durch Stärkung der Muskulatur, des Bindegewebes und Skeletts kann Osteoporose erfolgreich präventiv bekämpft werden. Und auch das Volksleiden Nummer eins in Deutschland, Schmerzen im unteren Rücken, kann einfach und schnell gelindert werden. Zwei Zirkelrunden dauern lediglich 35 Minuten. Um erkennbare positive Ergebnisse zu erzielen, reicht es schon, über mehrere Wochen hinweg zweimal die Woche im Kraft- und Ausdauer-Zirkel zu trainieren.

zugeschnittene Trainingsmöglichkeiten zu bieten, brauchen wir verlässliche Partner für die Hard- und Software. Durch die Mitgliederdaten im milon System haben unsere Trainer stets die aktuellen Werte und Trainingserfolge ihrer Kunden über die milon CARE im Blick. So können sie schnell Anpassungen vornehmen, ohne dabei viel Zeit zu verlieren – Zeit, die sie wiederum in die individuelle Betreuung der Trainierenden investieren können, denn für viele unserer Kunden ist die persönliche Betreuung der ausschlaggebende Punkt, sich dauerhaft an eine Einrichtung zu binden. Das Physio Aktiv-Konzept bietet unserem Studiobetrieb eine auf unsere Bedürfnisse zugeschnittene Lösung für mehr Wachstum. Vor allem die Konzepterfahrung von milon und Physio Aktiv sowie das Digital- und Daten-Know-how halfen uns dabei, eine Strategie zur Abgrenzung von anderen Gesundheits- und Therapieeinrichtungen zu entwickeln. Qualifizierte Mitarbeiter und zertifiziertes Studio Zusätzlich setzen wir noch auf einen weiteren Punkt: qualifiziertes Personal. Professionelle Fachkräfte für die Trainingsbetreuung zu finden, ist nicht immer einfach. Daher sind wir froh, dass wir unseren Betreuern den Lehrgang zum milon Coach bei der BSA-Akademie anbieten können. So sind unsere Betreuer in der Lage, eine effiziente Beratung durchzuführen und den Kunden einen nachhaltig aktiven und gesunden Lebensstil nahezubringen, indem sie das Kraft- und Ausdauer-Zirkelkonzept optimal umsetzen. Auch die § 20-Zertifizierung unterstützt uns dabei, die Zielgruppe aktiver Selbstzahler noch weiter auszubauen. So werden von den Krankenkassen zwischen 80 und 100 Prozent der Kosten für die Präventionskurse übernommen – eine Tatsache, die für viele sportlich inaktive Menschen den Anreiz schafft, mit einem Gesundheitstraining zu beginnen.

Sebastian Jesse Inhaber „Therapie & Training Jesse“ Seit 25 Jahren betreut der ausgebildete Physiotherapeut Sebastian Jesse in seinem Studio erfolgreich Patienten mit unterschiedlichen Krankheitsbildern. Dies gelingt vor allem durch seine fortlaufenden Weiterbildungen z. B. zum Manualtherapeut, Rückenschullehrer und PNF-Therapeut sowie durch seine Spezialisierung als Basic Coach für das Rücken- und Gelenktrainingskonzept.

Mit mehr Beratung zu mehr Trainingsqualität Bei Physiotherapiepraxen und Gesundheitszentren liegt ein wesentliches Wachstumspotenzial im Ausbau eines Selbstzahlerbereiches. Besonders wichtig ist hierbei, dass wir die Arbeitsbelastung unserer Physiotherapeuten und Trainer reduzieren können. Um unseren Kunden auch wirklich die beste Beratung und individuell auf ihre Beschwerden

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Wie five-Mobility im Studioalltag überzeugt

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Kunden verinnerlichen die orteile des Beweglichkeitstrainings“ Welche Erfahrungen Marc King von Gym-2 mit five gemacht hat, was in seinen Augen dafür spricht, einen fiveMobility- irkel mit einem Kraftzirkel zu kombinieren, und wie er so seine Kunden motiviert, dabeizubleiben. five: Lieber Marc, du hast den five-MobilityZirkel bereits seit einer Weile in eines deiner Studios integriert. Welche Vorteile siehst du in der Kombination mit einem Kraftzirkel?

Marc King Gym-24

Marc King: Das Schöne, finde ich, an der Kombination von milon und five, wie sie jetzt ist, ist, dass man immer das, was man auch trainiert, gleich wieder aufdehnt. Also man hat immer das Krafttraining und im selben Zug wird der Muskel mit five in die Länge trainiert. Von der Geräteaufstellung her ist es optimal. Es macht alles Sinn. Man kann es dem Kunden leicht erklären, er spürt es sofort und der Effekt ist der Hammer! five: Welche Vorteile siehst du im MobilityZirkel von five? Marc King: Erster Vorteil, ganz klar: man muss die Schuhe nicht ausziehen. Zweiter Vorteil: Alle Geräte sind für Übungen im Stehen gebaut. Es funktioniert ganz einfach, da

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Fotos: Nico Pudimat

es nur wenig einzustellen gibt. Die Geräte erklärt man einmal, dann hat der Kunde es drauf. Man kann fast nichts falsch machen und der Kunde verinnerlicht direkt die Vorteile des Beweglichkeitstrainings.

Wenn der Kunde mal Beweglichkeit gelernt hat, dann sollte er in den klassischen five-Bereich eingewiesen werden. Dort kann er individuell auf seine persönlichen Bedürfnisse oder seine gesundheitlichen Ziele hin trainieren.

five: Wie weist ihr eure Kunden ein? Marc King: Wir als Trainer kriegen es hin, die Einweisung in ganz kurzer Zeit zu machen und – einmal erklärt funktioniert es. Das ist top, es ist wirklich ein super Produkt. Bei uns wird jeder Neukunde hier eingewiesen. So schaffen wir es, jedem Kunden zu zeigen, was für einen Effekt er insgesamt durch die Geräte hat und warum die Kombination mit Beweglichkeit so gut ist.

five: Wie aber bewegt ihr eure Kunden dazu, in den klassischen five-Bereich zu gehen? Marc King: Also die Schnittstelle ist da. Durch den Kraft-Beweglichkeits-Zirkel ist es viel leichter, Kunden hinüberzuleiten. Zur Einführung des Zirkels hatten wir intern 100 Test-Abos angeboten, die innerhalb einer Woche ausgebucht waren. Inzwischen läuft der klassische Bereich mit fiveParcours noch besser. Seither haben wir abends in allen Bereichen richtig viel Betrieb und genauso muss es sein.

five: Wie siehst du als Betreiber die Vorteile einer Kombination aus Kraft und Beweglichkeit? Marc King: Früher war es meistens so, dass man Kraft und Ausdauer trainiert hat, die Beweglichkeit wurde aber vernachlässigt – der eine hat es gemacht, der andere nicht. Heute trainieren 100 Prozent unserer Kunden ihre Beweglichkeit. Ausdauer wird ja oft draußen trainiert. Man fährt draußen Fahrrad, geht schwimmen und joggen. Das braucht man nicht unbedingt im Studio zu machen. Die Kunden sollen die Zeit ruhig draußen verbringen. Aber ein gezieltes Krafttraining im Studio, optimalerweise in Verbindung mit Beweglichkeit, ist in kürzester Zeit erledigt. Bei unserem Kraft-Beweglichkeits-Zirkel braucht man 16 Minuten für einen Durchlauf. Wenn man zwei Runden macht, sind das also 32 Minuten für ein geniales Training. Da sind die Basics alle mit drin. Das ist unser Einstiegszirkel.

five: Welche persönlichen Erfahrungen hast du mit five gemacht, nutzt du auch die Geräte? Marc King: Ich nutze den five-Mobility-Zirkel selbst – definitiv. Wenn ich hier im Club bin und ich keine oder nur sehr wenig Zeit habe, zu trainieren, dann mache ich Beweglichkeitstraining. Ich komme hierher in den kombinierten Zirkel und mache geschwind zwei Durchgänge – das ist super. Ein Durchgang würde für viele auch ausreichen, bringt mich jedoch noch nicht an die Grenze. Aber bei zwei Durchgängen komme ich richtig ins Schwitzen. Zudem habe ich noch meine Beweglichkeit trainiert – mega genial. In nur einer halben Stunde solch ein Training – das gibt es sonst nicht, das kann ich mit gutem Gewissen sagen! five: Vielen Dank für das Gespräch und weiterhin alles Gute für deine Erfolge in allen Gym-24-Studios.

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Im Aufbau: das Physio- und Lymphzentrum „Deine Mitte“ von Susanna Lenk

Die Fassade: mit Trespa-Platten in Holzoptik verkleidet

Traum in Holz verwirklicht on der Ein-Frau-Pra is zum 1.000 uadratmeter-PhysioFitnessstudio: Susanna Lenk aus Poppenricht in der Oberpfalz hat sich mit Haas Fertigbau einen Traum verwirklicht.

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ie Geschichte von Susanna Lenk macht Mut, seine Träume zu verwirklichen. Angefangen hat sie wie viele Physiotherapeuten im eigenen Wohnhaus. Dort richtete sich Susanna Lenk 1997 ihre erste Praxis ein. Diese lief bald hervorragend, auch weil die engagierte Oberpfälzerin großen Wert auf das Gespräch mit ihren Patienten legt. Sie ist überzeugt: „Wenn sich meine Kunden bei mir wohlfühlen, fördert das ihre Gesundheit.“

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Mehr Raum für mehr Leistung An ihre Patienten dachte Susanna Lenk auch, als sie den Physiobereich im Kurfürstenbad in Amberg mit dazu nahm. Sie wollte ihnen mehr bieten als die üblichen Krankenkassenverordnungen und ergänzte ihre Leistungen um ein vielfältiges Angebot im Wellnessbereich. „Physiotherapie ist heute Teil eines Gesamtpakets. Meine Patienten wollen sowohl präventiv als auch nach der Behandlung etwas für ihre Gesundheit und ihr Wohlbefinden tun.“ Ein weiterer Grund für die Physio-Wellness-FitnessKombination war für Susanna Lenk die Abhängigkeit von den Krankenkassen. „Man weiß nie, was die Zukunft an Veränderungen und Einschränkungen bringt. Mehrere Standbeine zu haben, das war mir sehr wichtig.“ Fotos: Haas Fertigbau GmbH

Das Ehepaar Lenk freut sich auf die neue Praxis.

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Ihre Erfahrungen über die Jahre ließen bei Susanna Lenk den Traum vom eigenen Bau reifen. Wohlfühlen heißt mit Holz bauen Der entscheidende Impuls kam von ihrer Tochter Tamara. Sie sagte zu, im eigenen Neubau die Fitnessabteilung aufzubauen. „Daraufhin habe ich einen Architekten mit der Planung meines Gebäudes beauftragt. Er hat mir einen Entwurf gemacht und gesagt: Da haben Sie was zum Träumen“, schmunzelt sie. Ihr war klar, dass es was „Gscheids wern“ und trotzdem im Budgetrahmen bleiben musste. Das Wohlfühlen ihrer Patienten verlor Susanna Lenk keine Minute aus den Augen. Für sie war Wohlbehagen schon immer mit Holz verbunden. Die Physiotherapeutin: „Ich dachte, wenn Holz mir ein gutes Gefühl gibt, dann sicher auch meinen Patienten. Es ist warm, es ist ein nachhaltiger Baustoff. Für mich kam letztlich nur ein Holzbau in Frage, in dem Holz sicht- und spürbar ist.“ Über eine Anzeige fand Familie Lenk den Holz-FertigbauExperten Haas aus Falkenberg in Niederbayern und war sehr froh, dass das Angebot nicht nur im Rahmen war, sondern sogar günstiger als andere Angebote mit den Baustoffen Ziegel oder Beton. Die zweite Sache, die Susanna Lenk und ihren Mann überzeugte, war der fix zugesagte Einzugstermin. „Wir haben für das neue Studio sechs neue Mitarbeiter eingestellt und Arbeitsverträge unterschrieben. Die Praxis muss am 1. Januar 2019 fertig sein.“ Ein Traum – aufgestellt in wenigen Tagen Zusagen konnte ihr die Firma Haas den Termin aufgrund der Planbarkeit des Holz-Fertigbaus. Die Holz-Bauteile werden im Werk in Falkenberg millimetergenau vorgefertigt und kommen dann fix und fertig beplankt inklusive der Rohinstallation auf die Baustelle. Die Außenhülle des rund 1.000 m2


Die offene Balkenkonstruktion mit warmer Anmutung

großen Studios von Susanna Lenk wurde binnen weniger Tage und somit unabhängig von Wetter und Bauproblemen vor Ort aufgestellt. „Das war schon beeindruckend, wie schnell das ging“, erinnert sich Susanna Lenk. Auch die Planung mit den Haas-Experten für den Physio-Praxisbau erlebte Susanne Lenk als kooperativ. „Es gibt einiges zu beachten, wenn ein kombiniertes Studio gebaut wird, unter anderem sind Vorgaben der Krankenkassen zu erfüllen.“ Zwischen dem Therapie- und Wellnessbereich mit vier Behandlungsräumen und dem Fitnessbereich muss eine räumliche Trennung vorhanden sein. Es waren u. a. zwei Eingangstüren erforderlich. Außerdem müssen getrennte Toiletten vorhanden sein. Fitnessbereich mit cleverer Konstruktion Susanna Lenks ganzer Stolz ist der zukünftige Fitnessbereich. Durch die bodentiefen, großen Fenster und die hohen Wände wirkt er großzügig und sehr hell. Die offene Holzbalkenkonstruktion an der Decke gibt ihm die warme Ausstrahlung, die der Betreiberin so wichtig ist. Begeistert ist die Bauherrin von der Flexibilität des Holzbaus. Das Versetzen von Wänden – kein Problem. Kalte Füße wird zukünftig auch kein Kunde mehr bekommen. Die diffusionsoffenen Wände regulieren die Feuchtigkeit, die luftdichte Gebäudehülle verhindert Zugluft. Wenn Susanna Lenk im Winter eröffnet, wird es selbst ohne die im ganzen Haus verlegte Fußbodenheizung angenehm warm sein. www.haas-gewerbebau.de Tipps zum Bau der eigenen kombinierten Physio-Fitness-Praxis: • Markt, Zielgruppe und Preissegment genau studieren • Mitgliederzahl zur Fläche kalkulieren (mindestens 600 Mitglieder pro 800-900 m2 Fläche) • keine Kompromisse bei der Standortwahl (gute Erreichbarkeit für die Zielgruppe, möglichst prominent); besser langfristig suchen und planen • rechtliche Vorschriften und Vorgaben der Krankenkassen kennen und den Bauplan im Vorfeld mit dem Kassenbeauftragten durchgehen • nur ein Bauunternehmen wählen, das sich im Bau kombinierter Praxen auskennt • Planung und Bau aus einer Hand spart Zeit und Geld • Fixpreis und fixen Einzugstermin für den Bau vereinbaren • Geräte leasen ist oft günstiger als kaufen; nach Ablauf des Leasingvertrages austauschen bzw. an Austausch denken; eher kleiner beginnen und bei Bedarf hinzukaufen


Fotos: eGym

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3ATHLET – der Klimawandler für Ihren Club Sie kennen das dauerhafter Schwei geruch in Matten, übel riechende Polster und Geräte, geruchsintensive EMS-Westen, bis hin zu muffigen Bodenbelegen und anderen Ober ächen.

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er trainiert, kommt ins Schwitzen. Das ist auch gut so. Denn so haben die Mitglieder das Gefühl, etwas richtig zu machen. Der Schweiß gelangt auf das benutzte Equipment und ins Umfeld. Es entstehen Gerüche, die man nach einiger

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Zeit trotz Lüften oder Putzen nicht mehr aus den Materialien herausbekommt. Stinkende Matten und Gerätschaften verbreiten jedoch ein unangenehmes Raumklima, sind


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lisiert 3ATHLET unangenehme Gerüche, wie z. B. Schweiß, und kann zur Flächendesinfektion (Fungizid/Bakterizid) sowie zur Reinigung eingesetzt werden. Das Produkt ist hautfreundlich, d. h. dermatologisch mit „SEHR GUT“ getestet. Vielfältige Anwendungsbereiche Die Anwendungsbereiche sind vielfältig: Neben Trainingsmatten, Hanteln, Westen und Kleingeräten und dem Trainings- und Kursbereich können auch EMS-Westen oder der gesamte Wellnessbereich gereinigt werden. In der seit über einem Jahr andauernden Testphase wurde bestätigt, dass 3ATHLET das Thema Hygiene in Verbindung mit der Beseitigung schlechter Gerüche in der Sport- und Fitnesswelt außerordentlich hilfreich unterstützen kann. Auch bei den Produkteigenschaften glänzt 3ATHLET: das Produkt enthält keinen Alkohol oder Aldehyd, ist nicht brennbar und gilt nicht als Gefahrenstoff. Von der Zeitschrift „Der Hygieneinspektor“ wurde die Wirkung von 3ATHLET als „bahnbrechend“ bezeichnet.

Foto: Benefits4you

schlecht für Ihr Image und führen zu unzufriedenen Mitgliedern. Die Lösung gegen unangenehme Gerüche: 3ATHLET „3ATHLET ist ein aus Reinst-Wasser sowie ReinstSalz elektrochemisch aktiviertes und einzigartiges Wirkstoff-Konzentrat ‚Made in Germany‘. Es wurde dem körpereigenen Immunsystem nachempfunden. Das Produkt wurde speziell für die Segmente Fitness und Wellness sowie den gesamten Sportmarkt konzipiert. Wir sind mehr als überzeugt“, so Antonio Silva, Mitglied der Geschäftsführung der for me do GmbH. Dabei ist die Anwendung ganz einfach: 3ATHLET wird auf den Geruchsherd aus ca. 30 cm Entfernung aufgesprüht oder der Raum wird mit dem Sprüher vernebelt. Bei Reaktion mit Keimen entsteht ein „Schwimmbadgeruch“. Das ist ein Beweis für eine Verkeimung und die Reaktion des eingesetzten Mittels 3ATHLET. Der Geruch verfliegt nach ca. 30 Sekunden vollständig. Damit neutra-

Studios geben positives Feedback Schon jetzt können die ersten Nutzer von 3ATHLET sich das Mittel nicht mehr aus dem Studioalltag wegdenken. So auch Inga Schweter von BODYNERDS in Dieburg: „Wir bieten in unseren zwei Mikrostudios ein hochpreisiges Trainingsprodukt an, aber irgendwann riecht es im ganzen Studio unangenehm. Das passt nicht! Mit 3ATHLET haben wir ein hautfreundliches, Equipment schonendes sowie umweltfreundliches Mittel gefunden. Wir verwenden es nach jedem Einsatz auch für die Trainingsmatten und -geräte. Der Gestank ist weg! Für uns ist 3ATHLET ein Top-Produkt!“

Produktmerkmale: • Kein Gefahrstoff/Kein Gefahrgut • Nicht kennzeichnungspflichtig* • Nicht brennbar* • Ohne Alkohol • Kein Aldehyd • VAH Konform geprüft nach Methode 8 *Nach CLP – VO ( EG ) 1272/2008

3ATHLET wird als 5-Liter-Gebinde geliefert und kostet 39,95 Euro netto zzgl. gesetzl. MwSt. Für den täglichen Einsatz empfehlen wir, den professionellen 500 ml DeLuxe Rundsprüher (12,95 Euro netto zzgl. gesetzl. MwSt.) einzusetzen. Mehr Informationen und Bestellung unter: www.formedo.de/3athlet

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Aktuelle populationsgenetische Studie:

Kein Abnehmkonzept eignet sich für jedermann Foto: © llhedgehogll - Fotolia.com

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Warum haben Menschen so unterschiedlichen Erfolg mit Abnehmkonzepten und Diäten? Einige nehmen mit Erfolg ab, während andere oft mehrere Programme probieren ohne den gewünschten Erfolg. Eine aktuelle gro e populationsgenetische Studie macht deutlich: Es gibt kein Abnehmkonzept, das für edermann geeignet ist.

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ktuell sind in Deutschland 67 Prozent der Männer und 53 Prozent der Frauen von Übergewicht betroffen.1,2 In den letzten Jahren wurde zunehmend deutlich, dass Übergewicht mit der Entstehung zahlreicher Krankheiten wie Krebs, Diabetes, Bluthochdruck und Arteriosklerose assoziiert werden kann.3–5 Studien zeigen, dass bereits eine Gewichtsabnahme von lediglich 5 bis 10 Prozent zu einer wesentlichen Verbesserung bei den oben genannten Folgeerkrankungen und der Lebensqualität führen kann.6 Ratsuchende stehen bei dem Wunsch nach einer Gewichtsreduktion jedoch vor der Qual der Wahl, denn es werden ihnen zahlreiche mögliche Diätarten und Abnehmkonzepte angeboten. Genetik beeinflusst Stoffwechsel und Abnehmerfolge Die meisten populären Abnehmprogramme setzen dabei aktuell vor allem auf eine kohlenhydratreduzierte Ernährung. Studien zeigen jedoch, dass speziell diese Diätart nicht bei jedem Ratsuchen-

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den gleichermaßen zum Erfolg führt. Vor allem langfristig steigt bei vielen Personen das Gewicht nach Beenden der Diätmaßnahme wieder stark an.7–10 Immer mehr Studien belegen zudem, dass diese unterschiedlichen Erfolge bei verschiedenen Diätarten zum größten Teil genetisch bedingt sind. Laut einer aktuellen Meta-Studie der Fachzeitschrift Nature mit einer Probandenzahl von über 339.000 Personen, können etwa 40 bis 70 Prozent der interindividuellen Unterschiede im BMI genetischen Faktoren zugeordnet werden.11 Individuelle Unterschiede bei der Energiegewinnung Die genetische Stoffwechselanalyse MetaCheck fitness® wurde basierend auf dieser Erkenntnis entwickelt, da die Genetik maßgeblich an der Entstehung von Übergewicht beteiligt ist. Im Rahmen der Analyse werden unterschiedliche Varianten von Genen untersucht, die an der Verstoffwechslung der Makronährstoffe beteiligt sind und nachweislich zu einer unterschiedlichen Verstoffwechslung der Nah-


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rung führen.12,13 So kann beispielsweise eine Person mehr Energie aus Kohlenhydraten gewinnen, während eine andere wiederum mehr aus Fetten gewinnen kann. Diese individuellen Unterschiede erklären auch, warum einige Personen trotz professioneller Diät-Pläne und intensiver Betreuung durch den Ernährungsberater im Fitnessstudio oder Arzt kaum oder nur kurzfristig Gewicht verlieren.

chen Studie haben die Fresenius University of Applied Sciences und das Center of Genetic Analysis and Prognosis die Verteilung der Meta-Typen in der europäischen Bevölkerung untersucht.14 Dabei wurde zudem ein möglicher Zusammenhang der unterschiedlichen Meta- und Sport-Typen mit demografischen Daten wie Alter, Geschlecht und BMI analysiert.

Unterschiedliche Stoffwechsel-Typen Bei MetaCheck fitness® werden vier unterschiedliche Meta-Typen definiert: Alpha, Beta, Gamma und Delta.

Um die höchste Aussagekraft für die Studie zu erreichen, wurden die anonymisierten Daten von 16.641 zufällig ausgewählten MetaCheck-Ergebnissen aus unterschiedlichen europäischen Regionen herangezogen. Die Resultate zeigen, dass die vier unterschiedlichen Meta-Typen Alpha, Beta, Gamma und Delta relativ gleichmäßig in der Bevölkerung verteilt sind (Abb. a), während es bei den Sport-Typen E und S deutliche Unterschiede bzgl. deren Häufigkeit gibt (Abb. b). Der Sport-Typ E kommt fast doppelt so häufig vor. Abbildung c zeigt die Verteilung der unterschiedlichen Metaund Sport-Typ-Kombinationen.

Der Meta-Typ Alpha verstoffwechselt Kohlenhydrate und Fette eher schlecht, Proteine dagegen gut. Für ihn wäre eine Kombination aus einer kohlenhydrat- und fettreduzierten Ernährung (Low-Carb/ Low-Fat) für eine Gewichtsreduktion daher ideal. Der Meta-Typ Beta verarbeitet im Gegensatz zum Alpha-Typ neben Proteinen auch Fette sehr gut. Zu diesem Meta-Typ passt also eine Low-Carb-Diät. Der Meta-Typ Gamma verarbeitet Kohlenhydrate gut, Fette und Proteine dagegen weniger gut. Bei diesem Meta-Typ müssen im Gegensatz zu den Meta-Typen Alpha und Beta Kohlenhydrate auch während einer Gewichtsreduktion nicht reduziert werden. Lediglich der Anteil an Nahrungsfetten sollte verringert werden. Der Meta-Typ Delta verarbeitet neben Kohlenhydraten auch Fette gut und sollte daher bei einer gewünschten Gewichtsabnahme vor allem auf die verringerte Zufuhr von Proteinen achten. Zusätzlich zu den Meta-Typen werden die Probanden im Rahmen des MetaChecks einem von zwei Sport-Typen zugeordnet. Es wird zwischen dem Sport-Typ E (Ausdauer bzw. Endurance) und SportTyp S (Schnellkraft bzw. Speed) unterschieden. Der Ausdauer-Typ verbrennt bei ausdauerbasierten Sportarten besonders effektiv Energie, der Schnellkraft-Typ bei schnellkraftbasierten Sportarten.

21% 30%

Studie untersuchte Verteilung der Meta-Typen in der Bevölkerung Im Rahmen einer aktuellen großen wissenschaftli-

Beta (B)

Gamma (G)

Delta (D)

Abbildung a: Verteilung der Meta-Typen in der europäischen Bevölkerung

25% 24%

57 Endurance (E)

Speed (S)

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5% 16%

5%

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Abbildung b: Verteilung der zwei unterschiedlichen SportTypen E und S in der europäischen Bevölkerung

A/E

A/S

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D/E

D/S

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20%

Die unterschiedlichen Genvarianten und die daraus resultierenden unterschiedlichen Meta- und SportTypen liefern eine Erklärung dafür, warum es für das Ziel einer Gewichtsreduktion nicht nur eine einzige Ernährungsweise oder Diätart geben kann, mit der jeder gleichermaßen gut abnimmt. Dennoch wird bei den meisten Abnehmprogrammen pauschal eine Kombination aus kohlenhydratreduzierter Ernährung und regelmäßigem Ausdauersport als Maßnahme gegen Übergewicht empfohlen.

Alpha (A)

12% 12%

Abbildung c: Verteilung der unterschiedlichen Meta- und SportTyp-Kombinationen in der europäischen Bevölkerung

Weltweit ist aktuell die am häufigsten empfohlene Methode zum Abnehmen die Reduktion von Kohlenhydraten bzw. eine „Low-Carb-Diät“ in Kombination mit Ausdauersport. Diese Empfehlung würde dem Meta-Typ Beta/Sport-Typ E entsprechen und trifft lediglich auf 12 Prozent der europäischen Bevölkerung zu (Abb. c). Einfach ausgedrückt: Wenn sich 100 Personen an eine LowCarb-Diät und ein Ausdauer-Sportprogramm halten, werden nur 12 davon tatsächlich langfristig erfolgreich abnehmen.

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kommt. Weiterhin sind die Meta- und Sport-Typen völlig größen- und altersunabhängig. Interessant ist zudem, dass sowohl die Meta-Typen als auch die Sport-Typen unabhängig vom BMI der MetaCheck-Probanden sind, denn es wurden keine signifikanten Unterschiede mithilfe der statistischen Untersuchung festgestellt. Unter den 16.641 untersuchten Probanden sind also schlechte Kohlenhydratverstoffwechsler (Alpha- und Beta-Typen) nicht häufiger von Übergewicht betroffen als gute Kohlenhydratverstoffwechsler (Gamma- und DeltaTypen). Somit lassen die Meta- und Sport-Typen keine Aussagen zu einem Übergewichtsrisiko zu. Foto: © llhedgehogll - Fotolia.com

Dr. Orhan Özüak Dr. Orhan Özüak ist promovierter Genetiker mit den Schwerpunkten Molekulargenetik und Entwicklungsbiologie. Er ist spezialisiert auf genetische und epigenetische Prozesse der Selbstorganisation von Zellen auf der Basis ererbter Genregulationsnetzwerke. Nach seiner langjährigen Forschungstätig keit an der Universität zu Köln wechselte er 2014 zur CoGAP GmbH als Leiter der Abteilung Forschung und Entwicklung. Seitdem ist er mit seiner Arbeit maßgeblich an der Neuentwicklung von Analysen im Bereich der Nutrigenetik und der Fitnessoptimierung beteiligt.

Dr. Hossein Askari Dr. Hossein Askari studierte bis 2008 Biologie mit den Schwerpunkten Genetik und Biochemie an der Universität zu Köln. Neben dem Studium arbeitete er am Cologne Center for Genomics in der SNP-Genotypisierung, DNA-Sequenzierung, statistischen Auswertung und Analyse humangenetischer Daten. Zusätzlich war er bei Miltenyi Biotec/Research Marketing sowie am Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) in Köln im Ressort Nichtmedikamentöse Verfahren beschäftigt. Ferner hat er auf dem Gebiet Entrepreneurship, speziell im Bereich der medizinischen Biotechnologie, an der Schumpeter School of Business and Economics promoviert und ist zurzeit als Dozent an der Hochschule Fresenius in Köln für das Fach Entrepreneurial Finance und Business Development tätig. Herr Dr. Askari ist derzeit Geschäftsführer der CoGAP GmbH.

Referenzen 1. Mensink, G. B. M. et al. [Overweight and obesity in Germany: results of the German Health Interview and Examination Survey for Adults (DEGS1)]. Bundesgesundheitsblatt. Gesundheitsforschung. Gesundheitsschutz 56, 786–94 (2013). 2. Statistisches Bundesamt. Statistisches Bundesamt Mikrozensus – Fragen zur Gesundheit. 49, 1–16 (2013). 3. Carruthers, M., Trinick, T. R., Jankowska, E. & Traish, A. M. Are the adverse effects of glitazones linked to induced testosterone deficiency? Cardiovasc Diabetol 7, 30 (2008). 4. Vainio, H., Kaaks, R. & Bianchini, F. Weight control and physical activity in cancer prevention: international evaluation of the evidence. Eur. J. Cancer Prev. 11 Suppl 2, S94–100 (2002). 5. Lauby-Secretan, B. et al. Body Fatness and Cancer — Viewpoint of the IARC Working Group. N. Engl. J. Med. 375, 794–798 (2016). 6. Ochner, C. N., Tsai, A. G., Kushner, R. F. & Wadden, T. A. Treating obesity seriously: when recommendations for lifestyle change confront biological adaptations. Lancet Diabetes Endocrinol. 3, 232–234 (2015). 7. Shai, I. et al. Weight Loss with a Low-Carbohydrate, Mediterranean, or Low-Fat Diet. N. Engl. J. Med. 359, 229–241 (2008). 8. Schwarzfuchs, D., Golan, R. & Shai, I. Four-year follow-up after two-year dietary interventions. N. Engl. J. Med. 367, 1373–4 (2012). 9. Dansinger, M. L., Gleason, J. A., Griffith, J. L., Selker, H. P. & Schaefer, E. J. Comparison of the Atkins, Ornish, Weight Watchers, and Zone diets for weight loss and heart disease risk reduction: a randomized trial. JAMA 293, 43–53 (2005). 10. Johnston, B. C. et al. Comparison of Weight Loss Among Named Diet Programs in Overweight and Obese Adults. JAMA 312, 923 (2014). 11. Locke, A. E. et al. Genetic studies of body mass index yield new insights for obesity biology. Nature 518, 197–206 (2015). 12. Askari, H. Die Gen-Diät MetaCheck, Wie Gene das Abnehmen bestimmen! (2015). 13. Özüak, O. & Askari, H. Molekulargenetik und Gewichtsreduktion – ein praktisches Beispiel moderner individualisierter Medizin. Gyn 21, 241–248 (2016). 14. Geibel, R. C., van der Vegt, A., Özüak, O. & Askari, H. Analysis of the distribution of metabolic types (Meta-types) in the European population and their association with demographic data. Int. J. Curr. Res. 9, 60257–60262 (2017).

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Foto: Dr. Hossein Askari

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Foto: Dr. Orhan Özüak

Meta- und Sport-Typ unabhängig von Alter, Geschlecht oder Größe Im Rahmen dieser statistischen Untersuchung konnte keine signifikante Verbindung zwischen bestimmten Meta-Typen bzw. Sport-Typen und dem Geschlecht der Probanden festgestellt werden. Es gibt also keinen Meta- oder Sport-Typ, der besonders häufig bei Männern oder bei Frauen vor-

Schlussfolgerung Die Studienergebnisse machen deutlich, dass generelle Empfehlungen wie z. B. „Low-Carb“ für jedermann zum Abnehmen nicht sinnvoll sind. Im Gegenteil, es besteht ein großer Bedarf an individualisierten Therapien zur Gewichtsreduktion, welche auf den persönlichen Eigenschaften der Abnehmwilligen und insbesondere den genetischen MetaTypen basieren. Es ist daher dringend notwendig, bei der Erstellung eines Abnehmprogramms die Genetik jedes Einzelnen in den Fokus zu stellen.


Sportartspezifische Ernährung

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Die Ernährung eines Ausdauersportlers In fast jeder Sportzeitschrift gibt es Artikel über Ernährung. Man bekommt immer neue Informationen, was man in das morgendliche Müsli mi en muss, welche Gewürze man verwenden soll oder was man zusätzlich trinken sollte, um am Wettkampftag leistungsfähiger zu sein. Doch was ist mit der alltäglichen Ernährung? Wie sieht die richtige Ernährung im Alltag eines Ausdauersportlers aus?

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llgemein gilt die Empfehlung, bei einem durchschnittlichen wöchentlichen Trainingsumfang von über fünf Stunden die Ernährung anzupassen. Folglich ist egal, ob man sein wöchentliches Sportprogramm leistungsorientiert durchführt oder nicht. Entscheidend ist der Trainingsumfang. Wer Sport treibt, egal ob Ausdauer-, Mannschaftsoder Kraftsport, hat einerseits einen gesteigerten

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Verbrauch an Kalorien und andererseits über den Schweiß erhöhte Flüssigkeits-, Mineralstoff- und Vitaminverluste. Zusätzlich wird die Muskulatur bei sportlicher Betätigung stark beansprucht, wobei durch nachfolgende Reparaturprozesse Trainingsanpassungen hervorgerufen werden können. Daher nimmt die sportartgerechte Ernährung einen hohen Stellenwert bei der Erreichung sportlicher Ziele ein.


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Wie sieht die richtige Ernährung eines Ausdauersportlers aus? Eine allgemeingültig ideale Ernährung gibt es leider nicht. Je nach Alltagssituation, Beruf und Freizeitgestaltung kann die richtige Ernährung individuell variieren. Wer Ausdauersport treibt, sollte jedoch grundsätzlich auf eine kohlenhydratreduzierte Ernährung verzichten. Diese kann die sportliche Leistung und das Immunsystem negativ beeinflussen. Kohlenhydratzufuhr in Abhängigkeit vom Trainingsplan gestalten Durch die Ernährung aufgenommene Kohlenhydrate werden in Form von Glucose in sogenannten Glykogenspeichern in unserem Körper gelagert. Ist die Durchführung von Intervalltraining, Fahrtspiel, o. Ä. geplant, so reicht die freie Glucose im Blut nicht mehr aus und die Glykogenreserven werden herangezogen. Aufgrund der hohen Intensität dieser Trainingsmethoden und dem hohen Energiebedarf in kurzer Zeit erfolgt die Energiebereitstellung hauptsächlich über den Kohlenhydratstoffwechsel. Demnach sollte man vor einer intensiven Trainingseinheit seine Glykogenspeicher durch die rechtzeitige Aufnahme von Kohlenhydraten gefüllt haben. Wann muss man Kohlenhydrate zuführen? Um die Muskelglykogenspeicher zu füllen, reicht es nicht aus, kurz vor dem Training einen kleinen kohlenhydrathaltigen Snack zu sich zu nehmen. Ähnlich wie beim Carboloading dauert es nach sportlichen Belastungen mindestens 24 Stunden, bis die Glykogenspeicher durch die Zufuhr von Kohlenhydraten wieder gefüllt sind. Da bei den


meisten Ausdauersportlern fast täglich Trainingseinheiten anstehen, empfiehlt es sich, zwecks Regeneration und Wiederauffüllung der Energiespeicher, eine tägliche Aufnahme von 50 bis 55 Prozent der Energie aus Kohlenhydraten anzustreben. Über den Tag verteilt, sind dabei die sogenannten „guten“ Kohlenhydrate zu bevorzugen. Das heißt, der Griff zu Vollkornprodukten, Naturreis oder anderen ballaststoffhaltigen Kohlenhydraten ist hier empfehlenswert. Wenn das Training kurz bevorsteht, dürfen es jedoch auch leichter verwertbare Kohlenhydrate sein. In solchen Situationen eignen sich Bananen, Müsliriegel, eine Laugenbrezel oder Ähnliches. Muss man bei der täglichen Ernährung nur auf die Kohlenhydrataufnahme achten? Die Aufnahme von Kohlenhydraten kann die Energiegewinnung beeinflussen. Doch auch die Aufnahme von Fett und Eiweiß sollte bewusst vonstattengehen. Zur Unterstützung der Regeneration und des Muskelerhalts, ist eine adäquate Aufnahme von Eiweiß notwendig. Wer über den Tag verteilt mindestens ca.1,4 Gramm Eiweiß pro Kilogramm Körpergewicht pro Tag zu sich nimmt, kann zu seinem Muskelerhalt und Muskelaufbau beitragen. Um Regenerationsprozesse zu fördern, ist eine Kombination aus Kohlenhydraten und Eiweißen am sinnvollsten. Die durch die Kohlenhydrataufnahme erzeugte Insulinausschüttung steigert die Aufnahme der Eiweiße im Körper (Huth, 2006).

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Brauche ich Fett oder steigt damit nur mein Körperfettanteil? Auch Fette bzw. Fettsäuren sind wesentliche Bestandteile einer bedarfsgerechten Ernährung. Aufgrund ihrer hohen Kalorienanzahl spielt neben der Menge auch die Auswahl der Fette eine entscheidende Rolle. Die mehrfach ungesättigten Fettsäuren rücken hierbei vermehrt in den Fokus. Sie sind essenziell, da der Körper sie nicht selbst oder nur sehr ineffizient selbst bilden kann. Bei den mehrfach ungesättigten Fettsäuren handelt es sich um die in den Medien stark verbreiteten Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren. Ein erhöhtes Angebot an Omega6-Fettsäuren, das für die heutige Ernährung typisch

ist, führt zu einer unausgeglichenen Synthese von Gewebshormonen und damit zu ungünstigen Auswirkungen auf den Organismus. Eine erhöhte Produktion entzündungsfördernder Gewebshormone aus Omega-6-Fettsäuren bewirkt eine erhöhte Aktivität entzündlicher Prozesse im Körper (erhöhte Verletzungsanfälligkeit bei Sportlern bzw. häufigeres Auftreten von Überlastungserscheinungen). Des Weiteren fördern Gewebshormone aus Omega6-Fettsäuren die Blutplättchenverklumpung und erhöhen damit das Herzinfarkt- und Schlaganfallrisiko (Singer & Wirth, 2003). Außerdem können sie zu einer Verschlechterung der Insulinempfindlichkeit der Zellen führen, was unter anderem eine vermehrte Fettspeicherung begünstigt und/oder das Diabetesrisiko erhöht. Umgekehrt kann ein vermehrtes Angebot an Omega-3-Fetten zu entgegengesetzten, positiv assoziierten Effekten führen. Da Omega3-Fette entzündungshemmend sind, können sie die Therapie von Allergien und Hauterkrankungen unterstützen (Singer & Wirth, 2003). Empfohlen wird ein Verhältnis von Omega-3- zu Omega-6-Fetten von maximal 1:5 bzw. optimal 1:1 (DGE, 2012). Diese Empfehlung lässt sich durch den regelmäßigen Verzehr von Leinsamen(-öl) und Fettfischen bzw. die Vermeidung eines übermäßigen Konsums von Pflanzenölen wie Distel-, Sonnenblumen- oder Weizenkeimöl erreichen.

Fazit Wer also Ausdauersport betreibt, sollte immer im Hinterkopf behalten, dass Kohlenhydrate essenziell für ein effizientes Training sind. Wer zu wenige Kohlenhydrate aufnimmt, riskiert einen Abbau der Muskulatur und Leistungseinbußen. Zusätzlich sollte aufgrund des gesteigerten Verbrauchs an Mikround Makronährstoffen auch auf eine adäquate Versorgung durch reichlich Gemüse, Vollkornprodukte und entzündungshemmende Fettsäuren aus beispielsweise Fisch oder Leinöl geachtet werden.

Dr. Katrin Stücher Foto: DHfPG/BSA

Literaturliste

Dr. Katrin Stücher studierte von 2005 bis 2011 an der JustusLiebig-Universität Gießen und schloss dieses mit einem Master of Science in Ernährungswissenschaft ab. Es folgte eine sportwissenschaftliche Promotion in der Abteilung Sportmedizin der Goethe-Universität Frankfurt. Seit 2012 berät die ehemalige Handballerin und aktive Triathletin zahlreiche Sportler sowie Personen mit unterschiedlichsten Erkrankungen hinsichtlich ihrer Ernährung. Sie ist zudem u. a. tätig als Dozentin der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement/BSA-Akademie. www.dhfpg-bsa.de

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Deutsche Gesellschaft für Ernährung e. V. (2012). 12. Ernährungsbericht 2012. Bonn: DGE. Huth, W. (2006). Umgang mit der chemischen Energie der Nahrung. In P. Schauder & G. Ollenschläger (Hrsg.). Ernährungsmedizin. Prävention und Therapie (3. Aufl., S. 57-69). München: Urban & Fischer. Jäger, R., Kerksick, C. M., Campbell, B. I., Cribb, P. J., Wells, S. D., Skwiat, T. M. et al. (2017). International Society of Sports Nutrition Position Stand: protein and exercise. Journal of the International Society of Sports Nutrition, 14, 20. Zugriff am 01.08.2018. Verfügbar unter: https://www.ncbi.nlm.nih. gov/pmc/articles/PMC5477153/pdf/12970_2017_Article_177.pdf Singer, P. & Wirth, M. (2003). Omega-3-Fettsäuren marinen und pflanzlichen Ursprungs: Versuch einer Bilanz. Ernährungs-Umschau, 50 (8), 296–306.


Anzeige Fotos: eGym

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Mobility- raining

erbesserte Beweglichkeit von Anfang an D

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er moderne Mensch sitzt. Und sitzt. Und sitzt. Durchschnittlich neuneinhalb Stunden verbringen wir so – am Tag. Auf unseren Körper wirken die immer gleichen Reize, und unsere Muskulatur passt sich immer mehr diesen Fehlhaltungen an. Die Folgen sind häufig eine verkürzte Brust- und Hüftmuskulatur sowie eine eingeschränkte Beweglichkeit, einhergehend mit Schmerzen im Rücken und Verspannungen im Hals-Nacken-Bereich. Für die riesige und weiterwachsende Zielgruppe der betroffenen Patienten sind die fle-xx Holzzirkel geradezu prädestiniert. Messbare Effekte Die positiven Effekte des fle-xx Mobility-Konzepts spüren die Mitglieder bereits nach den ersten Einheiten durch ein verbessertes Haltungs- und Körpergefühl; und die Beweglichkeitsverbesserungen lassen sich nach gerade einmal zwei Wochen Training messen. fle-xx begeistert die Mitglieder und ist besonders in den ersten drei drop-out-kritischen Monaten wertvoll für Betreiber. Alle Geräte der Serien fle-xx New Classic und fle-xx Basic werden im Schwarzwald aus hochwertigem Holz handgefertigt – eine natürliche Wellness-Oase im Studio. Das fle-xx Konzept kombiniert die Lehren des Yogas, neueste sportmedizinische Trainingstherapien und die langjährige Erfahrung von Fitness- und Gesundheitsexperten. fle-xx trainiert nicht nur einzelne Muskeln. Vielmehr sind durch die verbesserte Beweglichkeit weitere positive Auswirkungen auf den Körper möglich, wie beispielsweise die Anregung der Durchblutung, die Straffung des Bindegewebes oder die Verbesserung der Zwerchfellatmung. Die fle-xx Trainingszirkel bestehen aus sechs bis zehn Geräten und überzeugen durch einzigartig präzise Einstellungsmöglichkeiten: einfach und stufenlos, ganz exakt für jedes Mitglied – eine falsche Übungsausführung ist somit ausgeschlossen.

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Durchdachtes Konzept für mehr Kundenzufriedenheit Grundsätzlich ist Beweglichkeitstraining mit fle-xx für Zielgruppen aller Altersklassen bestens geeignet. Aufwärmen am fle-xx-Zirkel bereitet Bänder, Sehnen und Strukturen optimal auf das Training über die volle Bewegungsamplitude vor, denn mangelnde Beweglichkeit erhöht die Verletzungsgefahr – ganz besonders im Freizeitsport. Eingeschränkte Beweglichkeit ist wiederum eine der Hauptursachen für rund 80 Prozent der Rücken- und Gelenkbeschwerden. Soll das Training für den Betreiber wirtschaftlich sein (und nicht in einer 1:1-Betreuungssituation stattfinden), dann ist ein durchdachtes Konzept die erste Wahl: Das Team von fle-xx verbindet die richtigen Arbeitsmittel inklusive optimaler Abläufe und vermittelt den Betreibern das notwendige Wissen. fle-xx agiert als Partner mit großem Erfahrungsschatz, über zwölfhundert erfolgreichen Implementierungen und vielen zehntausend zufriedenen Kunden. Ob Profisportverein, Fitnessanlage oder Physiotherapiepraxis – positionieren Sie sich jetzt erfolgreich mit fle-xx im Fitness- und Gesundheitsmarkt.

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Erfolgsgeschichte: e- im Le Studio, Puchheim

„Mehr Beweglichkeit – einfach und intuitiv“ Heiko Schneider, Geschäftsführer & Inhaber des Le Studio

Im Le Studio Sportsclub in Puchheim (Oberbayern) erwies sich fle-xx nach kürzester Zeit als Volltreffer. „Wir stellten fest, dass die Mitglieder immer wieder versuchten, das Thema Dehnung zu vernachlässigen – es kann halt unangenehm sein“, bilanziert Heiko Schneider, Geschäftsführer des Le Studio. „Mit fle-xx haben wir die Möglichkeit gefunden, Beweglichkeit einfach und intuitiv an unsere Kunden heranzutragen.“ Der Physiotherapeut des Le Studio setzt bei seinen Patienten ebenfalls auf den fle-xx Zirkel, denn neben den für alle Mitglieder problemlos nachvollziehbaren Bewegungsabläufen geht fle-xx sehr zielgenau auf das Schmerzbild ein. Heiko Schneider: „Wenn jemand kontinuierlich am fle-xx Zirkel trainiert, ist er nach drei bis vier Wochen deutlich schmerzfreier, eventuell sogar komplett schmerzbefreit. Ich kann nur empfehlen, den fle-xx Zirkel als zusätzliche Möglichkeit einzuführen, um etwas für die Beweglichkeit der Mitglieder zu tun.“ Ludwig Kupferschmid, stellvertretender Studioleiter, fasst die Strategie des Le Studio so zusammen: „Neukunden buchen wir gleich in den fle-xx Einführungs-Workshop ein. Ich habe nicht einen Kunden, der mir hinterher gesagt hätte, ‚das hat mir nichts gebracht‘.“ Le Studio Mitglied Susanne trainiert seit eineinhalb Jahren am fle-xx Zirkel: „Mein Trainer hat mich darauf aufmerksam gemacht, einen fle-xx Workshop zu besuchen. Inzwischen gehe ich vor jedem Training an den fle-xx Zirkel. Dadurch bin ich beweglicher und habe weniger Rückenschmerzen.“

Der fle-xx Holzzirkel ist facettenreich, inspiriert von der Natur, in bester Qualität und im modernsten Design. Im Le Studio sorgen eleganter Kunstrasen sowie Wandposter für ein entspannendes, naturnahes Waldambiente. fle-xx verkörpert ein modernes MobilityTrainingskonzept, dessen positive Effekte die Mitglieder bereits nach den ersten Einheiten spüren: Stück für Stück kommen sie wieder in ihre Balance zurück. Die fle-xx Erfolgsgeschichte im Le Studio sehen Sie im Video auf www.fle-xx.com/erfolgsgeschichten. Dort erhalten Sie auch das kostenlose PDF „Success Story: Le Studio Puchheim“ per Download.

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High Intensity Interval Training (HIIT)

Schnell und effektiv abnehmen mit dem Top-Fitnesstrend 2018? 66

Wenig Aufwand, gro e Wirkung: High Intensity Interval Training (HIIT) wird sowohl in den Medien als auch in vielen Fitnesseinrichtungen als hocheffektive, zeiteffiziente Trainingsstrategie zur Gewichtsabnahme bzw. Körperfettreduktion propagiert. Nennenswerte Abnehmerfolge sollen schon nach kurzer Zeit sichtbar sein. Doch ist HII tatsächlich die L sung, um bestehende Gewichtsprobleme wirkungsvoll zu bekämpfen? Der nachfolgende Artikel betrachtet die aktuelle Studienlage.

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ewichtsreduktion ist eines der häufigsten Trainingsziele für Fitnessstudiobesucher (Arbeitgeberverband Deutscher Fitness- und Gesundheits-Anlagen [DSSV], 2013). Viele Kunden erhoffen sich in möglichst kurzer Zeit, sichtbare Abnehmerfolge zu erzielen. In diesem Zusammenhang stellt sich sowohl für Fitnesstrainer als auch für Kunden die Frage nach der optimalen Trainingsstrategie zur effektiven Gewichts- bzw. Körperfettreduktion. HIIT als Schlüssel für Gewichts- bzw. Körperfettreduktion? Üblicherweise wird zur Gewichtsabnahme ein

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moderat-intensives, umfangorientiertes Ausdauertraining (Moderate Intensity Continuous Training, MICT) empfohlen (Donnelly et al., 2009). Gemäß den evidenzbasierten Trainingsempfehlungen des American College of Sports Medicine sind bei Vorliegen von Übergewicht/Adipositas mindestens 150 Minuten pro Woche erforderlich, um eine moderate Gewichtsreduktion (ca. 2-3 kg) zu erzielen. Für einen substanziellen Gewichtsverlust (ca. 5-7,5 kg bzw. > 5 Prozent des Ausgangsgewichtes) wird ein Trainingsumfang von mindestens 225 bis 420 Minuten pro Woche benötigt (Donnelly et al., 2009). In der Realität zeigt sich jedoch, dass nur sehr wenige Personen das empfohlene Aktivi-


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tätspensum erreichen (Ekkekakis, Vazou, Bixby & Georgiadis, 2016). Einer der wichtigsten Gründe dafür ist Zeitmangel (Gibala & McGee, 2008; Trost, Owen, Bauman, Sallis & Brown, 2002). High Intensity Interval Training (HIIT) gilt seit einiger Zeit als vielversprechende, zeiteffiziente Trainingsmethode, um Gewicht bzw. Körperfett zu reduzieren (Boutcher, 2011). Die Effekte sollen bereits in relativ kurzer Zeit erreichbar (Whyte, Gill & Cathcart, 2010) und im Vergleich zu einem MICT sogar ausgeprägter sein (Trapp, Chisholm, Freund & Boutcher, 2008). Die positiven Ergebnisse aus einzelnen Studien haben dazu geführt, dass sowohl in den Medien als auch in vielen Fitnesseinrichtungen HIIT als effektives Mittel zur schnellen Körperfettreduktion propagiert wird. Laut „Worldwide Survey of Fitness Trends for 2018” hat sich HIIT inzwischen zum Top-Fitnesstrend entwickelt (Thompson, 2017). Doch wie steht es um die Effektivität von HIIT als Trainingsstrategie zur Gewichts- bzw. Körperfettreduktion? Stellt HIIT im Vergleich zu MICT tatsächlich eine effektivere und zeiteffizientere Trainingsmethode dar? Die Beantwortung dieser Fragen ist sowohl für Fitnesstrainer als auch für Fitnessstudio-Kunden von hoher praktischer Relevanz. Im Folgenden wird die aktuelle Studienlage hierzu betrachtet. Besonderes Augenmerk liegt dabei auf der Zielgruppe von übergewichtigen bzw. adipösen Personen. Was ist HIIT? Bei HIIT handelt es sich um eine spezielle Variante des Intervalltrainings. HIIT-Programme sind durch einen systematischen Wechsel von kurzen, hochintensiven anaeroben Belastungsphasen und kurzen, weniger intensiven aeroben Erholungsphasen gekennzeichnet (Physical Activity Guidelines Advisory Committee [PAGAC], 2018).

Eine allgemeingültige Definition von HIIT mit standardisierten Belastungsvorgaben existiert in der wissenschaftlichen Literatur bisher allerdings nicht (PAGAC, 2018). In den vorliegenden Studien, in denen die Effekte von HIIT im Hinblick auf eine Veränderung von Körpergewicht und Körperfett untersucht wurden, sind die unterschiedlichsten Belastungsprotokolle zu finden (Keating, Johnson, Mielke & Coombes, 2017; Maillard, Pereira & Boisseau, 2018; Türk et al., 2017; Wewege, van den Berg, R., Ward & Keech, 2017). Die Belastungsintensität variiert zwischen 80 und 100 Prozent HFmax bzw. ist größer 80 bis 90 Prozent VO2max oder supramaximal („all out“). In Abhängigkeit von der gewählten Intensität variieren sowohl die Intervall- als auch die Pausendauer zwischen wenigen Sekunden und mehreren Minuten (8 s bis 4 min). Die am häufigsten genutzten Belastungsformen sind Walking/Laufen (Laufband) und Radfahren (Fahrradergometer). Die Gesamtdauer einer HIIT-Einheit liegt bei ca. 20 bis 30 Minuten inkl. Warm-up und Cool-down. Die mittlere Trainingshäufigkeit beträgt drei Einheiten pro Woche. Der daraus resultierende Trainingsumfang ist mit ca. 90 Minuten pro Woche relativ gering. Dies stellt einen entscheidenden Vorteil von HIITProgrammen dar. Die Interventionsdauer liegt in den meisten Studien bei 10 bis 12 Wochen. Ist HIIT eine effektive Trainingsmethode zur Gewichts- bzw. Körperfettreduktion? Die zusammengefassten Ergebnisse von verschiedenen systematischen Reviews und Meta-Analysen zeigen, dass HIIT zu einer signifikanten Körperfettreduktion führt (Batacan, Duncan, Dalbo, Tucker & Fenning, 2017; Keating et al., 2017; Maillard et al., 2018; Türk et al., 2017; Wewege et al., 2017). Die Höhe der erzielten Effekte ist jedoch moderat ausprägt. So wird die Gesamtkörper

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fettmasse im Mittel um ca. 1,4 bis 2,0 Kilogramm, der Körperfettanteil um ca. 1,3 Prozent und das gesundheitlich bedenkliche Bauchfett um ca. 2 bis 3 Zentimeter (Taillenumfang) reduziert. Eine Gewichtsreduktion zeigt sich dabei nicht. HIIT vs. MICT – Welche Trainingsmethode bringt den besten Effekt? Eine vergleichende Analyse von HIIT versus MICT zeigt, dass beide Trainingsmethoden hinsichtlich einer Körperfettreduktion gleichermaßen effektiv sind (Keating et al., 2017; Wewege et al., 2017). Nur in einer Meta-Analyse zeigte sich für HIIT eine etwas bessere Reduktion des Körperfettanteils (Türk et al., 2017). Gemessen am Zeitaufwand scheint HIIT im Vergleich zu MICT jedoch die zeiteffizientere Trainingsmethode zu sein. Bspw. konnten Wewege et al. (2017) in ihrer Meta-Analyse feststellen, dass der Zeitaufwand der eingeschlossenen HIITProgramme im Vergleich zu einem MICT bei einem ähnlichem Körperfettverlust um ca. 40 Prozent geringer war (95 min/Woche vs. 158 min/ Woche). Eine andere Meta-Analyse konnte allerdings keine bessere Zeiteffizienz von HIIT feststellen (Keating et al., 2017). Bei der Bewertung der Studienlage ist insgesamt zu beachten, dass die beobachteten Effekte bisher vornehmlich für Kurzzeitprogramme (< 12 Wochen) und in Laborstudien nachgewiesen wurden. Zudem erfolgte nicht immer eine ausreichende Kontrolle von potenziellen Störvariablen, wie z. B. der Energieaufnahme. Zur weiteren Beurteilung der Effektivität sind Langzeitstudien unter realen Feldbedingungen erforderlich (Keating et al., 2017).

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Handlungsempfehlungen für die Praxis Derzeit können noch keine allgemeingültigen Aussagen darüber getroffen werden, welches HIIT-Protokoll den besten Effekt zur Körperfettreduktion bringt (PAGAC, 2018). Basierend auf den vorliegenden Studienergebnissen kann für übergewichtige bzw. adipöse Personen das folgende HIIT-Programm als Handlungs-

Foto: DHfPG/BSA

Markus Wanjek

empfehlung für die Praxis dienen (Batacan et al., 2017; Cassidy et al., 2017; Keating et al., 2017; Maillard et al., 2018): • Häufigkeit: 3 x pro Woche • Intensität: > 80 Prozent Hfmax, RPE ≥ 16-17 (sehr anstrengend) • Intervalldauer: 1-4 min • Pause (Verhältnis Belastung/Erholung): 1:1, 1:2 • Anzahl Intervalle: 4-10 • Gesamtdauer Intervalle (akkumuliert): 10-20 min • Dauer pro Trainingseinheit: ca. 20-30 min (inkl. Warm-up, Cool-down) • Belastungsformen: Laufband, Fahrrad-/Ruderergometer (Einsatz großer Muskelgruppen) Vor der Aufnahme eines HIIT-Programms sollte ein gesundheitliches Risiko-Screening erfolgen. Zudem ist eine mehrwöchige Vorbereitungsphase (ca. 8-12 Wochen), in der ein moderat-intensives Ausdauertraining durchgeführt wird (z. B. 2-3 x pro Woche, 20-30 min pro Einheit), empfehlenswert (DeFeo, 2013; Gillen & Gibala, 2014).

Zusammenfassung und Fazit HIIT stellt bei Vorliegen von Übergewicht/ Adipositas und knappem Zeitbudget unter qualifizierter Anleitung eine wirksame, zeiteffiziente und abwechslungsreiche sowie sicher anwendbare Trainingsmethode zur moderaten Körperfettreduktion dar (Gesamtfettmasse, abdominelles und viszerales Fett). Daneben kann durch HIIT die kardiorespiratorische Fitness deutlich gesteigert werden (Türk et al., 2017). Ebenso können bestehende Risikofaktoren für kardiovaskuläre und metabolische Erkrankungen (z. B. Insulinresistenz, Bluthochdruck) positiv beeinflusst werden (PAGAC, 2018). Die Effekte sind bereits innerhalb kurzer Zeit (< 12 Wochen) erreichbar. Zur Erzielung einer substanziellen Gewichtsreduktion (> 5 Prozent) ist HIIT allerdings nicht geeignet. Idealerweise sollte zu diesem Zweck ein HIIT-Programm mit einer Reduktionskost kombiniert werden (Gremeaux et al., 2012; Keating et al., 2017).

Auszug aus der Literaturliste

Der Sportwissenschaftler Markus Wanjek ist stellvertretender Fachbereichsleiter Gesundheitswissenschaften und Dozent der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement. In gleicher Funktion ist er auch im Fachbereich Gesundheitsförderung für die BSA-Akademie tätig. Zudem verfügt er über langjährige praktische Erfahrung als Fitnesstrainer.

www.dhfpg-bsa.de

Arbeitgeberverband Deutscher Fitness- und Gesundheits-Anlagen. (2013). Eckdaten der deutschen Fitness-Wirtschaft 2013. Hamburg: Arbeitgeberverband deutscher Fitness- und Gesundheits-Anlagen. Batacan, R. B., Duncan, M. J., Dalbo, V. J., Tucker, P. S. & Fenning, A. S. (2017). Effects of high-intensity interval training on cardiometabolic health: a systematic review and meta-analysis of intervention studies. British Journal of Sports Medicine, 51 (6), 494-503. Boutcher, S. H. (2011). High-Intensity Intermittent Exercise and Fat Loss. Journal of Obesity, 2011. Cassidy, S., Thoma, C., Houghton, D. & Trenell, M. I. (2017). High-intensity interval training: a review of its impact on glucose control and cardiometabolic health. Diabetologia, 60 (1), 7-23. Für eine vollständige Liste kontaktieren Sie bitte: marketing@dhfpg-bsa.de.

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Physio Aktiv Rückenstudie 2018

Effekte eines Kraft-Ausdauerirkeltrainings bei unspezifischem Rückenschmerz ie Empfehlung bei Schmerzen im unteren Rückenbereich lautet „Bewegung statt Schonung“. Wie diese Bewegung nun genau aussehen soll, darüber gibt es unter Physiotherapeuten, Medizinern und Fitness-Coaches bis heute viele verschiedene Ansätze. Neue Erkenntnisse liefert hierzu die bisher größte Rückenstudie (Baum, Hofmann & Bock, 2018) ihrer Art von der Physio Aktiv GmbH, einer Tochter der milon holding GmbH, unter der wissenschaftlichen Leitung des Kölner Physiologen Prof. Dr. Klaus Baum.

dieses großen Bevölkerungsanteils betroffener Bürger hat sich die Physio Aktiv Rückenstudie 2018 mit dieser Problematik befasst, um evidenzbasierte Handlungsempfehlungen zur Linderung von Rückenschmerzen durch Krafttraining zu entwickeln. Mit Unterstützung des Physio Aktiv Netzwerkes sowie der milon industries GmbH wurde die Wirkung von Kraft-Ausdauer-Training auf die Behandlung des unteren Rückenbereichs und ihre Auswirkungen auf die Schmerzreduktion sowie eine Verbesserung der Lebensqualität untersucht.

Epidemiologie und Untersuchungsgegenstand Nahezu jeder dritte Erwachsene in Deutschland leidet häufig oder ständig an Rückenbeschwerden (Robert-Koch-Institut [RKI], 2012, S. 12). Aufgrund

Die Physio Aktiv Rückenstudie 2018 Im Studienzeitraum fand der Praxistest deutschlandweit in 67 Physio Aktiv Partnereinrichtungen statt, die über ein modernes milon Kraft-Ausdauer-Zirkelsystem verfügen. Dabei wurden 1.147 Testpersonen untersucht. Für die Studie wurden an sechs Kraftgeräten die Übungen Rudern, Bankdrücken, Kniestrecken, Kniebeugen, Rückenstrecken und Bauchbeugen sowie kurze Belastungsintervalle an zwei Ausdauergeräten und zwei freie Rotationsübungen mit dem Thera-Band absolviert. Bereits nach einer achtwöchigen Anwendung dieses Bewegungsprogramms im milon Kraft-AusdauerZirkel konnte bei den Probanden eine deutliche Schmerzreduktion von bis zu 80 Prozent nachgewiesen werden. Darüber hinaus konnten die verantwortlichen Wissenschaftler nach Studienende bei nahezu allen Teilnehmern einen signifikanten Anstieg der gesundheitsbezogenen Lebensqualität durch das Bewegungsprogramm verzeichnen.

Quelle: milon (Rückenstudie 2018)

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Ergebnisinterpretation des wissenschaftlichen Leiters „Menschen, die ohnehin schon unter mangelnder Bewegung leiden, sollten ihrem Rücken keine zusätzliche Ruhe- oder Liegepause gönnen, sondern aktiv trainieren“, erläutert Studien- und Institutsleiter Prof. Dr. Klaus Baum. „Die Ergebnisse unserer Studie zeigen deutlich, dass sowohl bei akuten als auch chronischen Schmerzen im unteren Rückenbereich ein gezielter Muskelaufbau durch Geräte-Training nicht nur die Kraft steigert, sondern gleichzeitig die Wirbelsäule entlastet und stabilisiert. Zusätzlich lösen sich Verspannungen, die Beweglichkeit nimmt zu und damit auch die Lebensqualität.“ Bedeutung der Ergebnisse für die Gesundheitsbranche Dass körperliche Aktivität und Krafttraining im Besonderen stark positive Effekte auf Patienten mit chronischem Rückenschmerz hat, ist bereits durch zahlreiche wissenschaftliche Studien belegt und Gegenstand mehrerer Übersichtsarbeiten (Searle, Spink, Ho & Chuter, 2015). Einen entscheidenden Unterschied der Physio Aktiv Rückenstudie 2018 zu den bestehenden Studien stellt dabei allerdings der Umstand dar, dass die Wirksamkeit nicht anhand einer kleinen Stichprobe unter Laborbedingungen, sondern bei insgesamt 1.147 Probanden unter realen Trainingsbedingungen in 67 unterschiedlichen Physio Aktiv Studios festgestellt werden konnte. Zusätzlich konnte nachgewiesen werden, dass auch bei akuten Rückenschmerzen das Training zu signifi-

Fotos: Physio Aktiv GmbH

Physio Aktiv Rückenstudie 2018 Verfasser: Prof. Dr. Baum Titel: Der Einfluss eines achtwöchigen, strukturierten Kraft-Ausdauer-Zirkels auf die Schmerzwahrnehmung und die gesundheitsbezogene Lebensqualität von Patienten mit nicht-spezifischem Rückenschmerz im Lendenwirbelsäulenbereich. Untersuchung 2017/2018 von 1.147 Schmerzpatienten über den Zeitraum von acht Wochen. Link zur Originalstudie: http://www.journalrepository.org/ media/journals/JALSI_40/2018/Jun/Baum1742018JALSI42069.pdf

kanten Verbesserungen geführt hat. Da die Anwendung wissenschaftlicher Handlungsempfehlungen bei Rückenschmerz-Patienten in der Praxis immer den Einflussgrößen realer Trainingssituationen unterworfen ist, können die Ergebnisse dieser Studie als sehr aussagekräftig angesehen werden. Eine Übertragung der gewonnenen Erkenntnisse zur Wirksamkeit eines Krafttrainings zur Linderung von Rückenschmerzen in die Trainingspraxis erscheint daher vielversprechend. Die Ergebnisse belegen darüber hinaus, dass die Fitness- und Gesundheitsbranche mit gezieltem Krafttraining als Lösungsansatz bei Rückenproblemen seit vielen Jahren die richtige Strategie verfolgt. Gleichzeitig untermauern sie den Stellenwert solcher Krafttrainingsprogramme im Kontext zukünftiger Behandlungsansätze. Fazit Die Studie konnte unter der wissenschaftlichen Leitung von Prof. Dr. Baum einen bedeutsamen Beleg zur Wirksamkeit von gesundheitsorientiertem Krafttraining zur Linderung unspezifischer Rückenschmerzen liefern. Durch die Physio Aktiv Rückenstudie 2018 konnte gezeigt werden, dass eine gezielte Kräftigung des Rückens durch ein Bewegungsprogramm an einem Kraft-Ausdauer-Zirkel unter realen Trainingsbedingungen nicht nur zur Reduktion der Schmerzintensität, sondern darüber hinaus zur Steigerung der gesundheitsbezogenen Lebensqualität führen kann. Weitere Infos: www.physioaktiv.de/background

Nico Rolli Geschäftsführer des milonTochterunternehmens Physio Aktiv

Jetzt wissenschaftlich belegt „Systematisches Training mit professioneller Betreuung durch Trainer oder Physiotherapeuten kann helfen: Gleich, ob das Trainingsmotiv präventiv geprägt ist und die Körperhaltung stärken soll oder eine Therapie zur Schmerzlinderung eingeschlagen wird, gerade das vielseitige, digital unterstützte und fein justierbare milon Zirkelsystem unterstützt den Rückenpatienten für spürbare Verbesserungen. Für alle Physio Aktiv Partner und gesundheitsorientierten Trainings- und Physiotherapieeinrichtungen ist es ein wegweisendes Ergebnis der Studie, dass professionell betreutes Kraftund Ausdauertraining bei chronischen und akuten Beschwerden im unteren Rückenbereich helfen kann. Es bestätigt die Einrichtungen, die bereits auf Bewegung bei Rückenproblemen setzen und zeigt zugleich das Potenzial auf, die Angebote noch stärker auf Rückentraining auszurichten.“

Literaturverzeichnis Baum, K., Hofmann, U. & Bock, F. (2018). The Influence of an Eight Week, Structured Strength-endurance Training on Pain Perception and Health-related Quality of Life in Patients with Non-specific Low Back Pain: Who Profits? Journal of Applied Life Sciences International, 17 (4), 1–13. Robert-Koch-Institut. (2012). Rückenschmerzen (Gesundheitsberichterstattung des Bundes, Bd. 53). Berlin. Searle, A., Spink, M., Ho, A. & Chuter, V. (2015). Exercise interventions for the treatment of chronic low back pain: a systematic review and meta-analysis of randomised controlled trials. Clinical rehabilitation, 29 (12), 1155–1167. https://doi.org/10.1177/0269215515570379.

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Welche präventiven Effekte hat körperliche Aktivität auf das Erkrankungsrisiko?

Sport zur Demenz-Prävention

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In Deutschland leben ca. 1, Millionen Menschen mit einer Demenz, etwa zwei Drittel davon mit einer Alzheimer-Demenz (RobertKoch-Institut KI , 200 . Da die diagnostizierte Alzheimer-Demenz nicht geheilt werden kann, stellt sich die Frage nach geeigneten Präventionsma nahmen. Ob k rperliche Aktivität helfen kann, das Erkrankungsrisiko zu senken oder gar zu verhindern, ist Schwerpunkt vieler wissenschaftlicher Studien.

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or dem Hintergrund des demografischen Wandels wird der absolute und relative Anteil älterer Menschen (> 65 Jahre) in den kommenden Jahren weiter zunehmen. Mit höherem Lebensalter steigt auch das Risiko einer altersassoziierten kognitiven Schädigung (Dutzi et al., 2014, S. 14). Aus diesem Grund werden in Zukunft immer mehr Menschen direkt oder indirekt mit demenziellen Erkrankungen konfrontiert sein. Bereits heute sind 60 Prozent aller Einweisungen in Pflegeheime Men-

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schen mit Demenz (Dutzi et al., 2014, S. 14). Der krankheitsbedingte hohe Pflege- und Betreuungsaufwand rückt demenzielle Erkrankungen in den Fokus von Gesellschaft, Politik und Wissenschaft und stellt das Gesundheitssystem vor eine immer größer werdende Herausforderung (Dutzi et al., 2014, S. 14). Aufgrund dieser steigenden Belastung des Gesundheitssystems beschäftigt sich die Forschung zunehmend mit der Frage nach der Art und Intensität von körperlicher Aktivität zur Prävention von demenziellen Erkrankungen.


Was bedeutet Demenz? Demenzielle Erkrankungen gehören zu den häufigsten Erkrankungen des höheren Lebensalters. Nach der „International Classification of Diseases“ (ICD-10) ist die Demenz ein neurologisches Krankheitsbild, welches durch eine erworbene Beeinträchtigung des Gedächtnisses in Kombination mit dem Abbau weiterer Hirnleistungen charakterisiert wird. Im Krankheitsverlauf kommt es zu deutlichen Einschränkungen in den Aktivitäten des täglichen Lebens und zu einer Veränderung der Persönlichkeitsstruktur (z. B. emotionale Kontrolle, Sozialverhalten oder Motivation). Man unterscheidet Demenzen nach ihrer Ätiologie in: • primäre Demenzen und • sekundäre Demenzen. Primäre Demenzen sind solche, bei denen der Krankheitsprozess direkt im Gehirn beginnt. Sie sind nach heutigem Kenntnisstand irreversibel. Die häufigste primäre Form ist die Alzheimer-Demenz (60 Prozent), gefolgt von der vaskulären Demenz (20 Prozent) (Graf, 2011, S. 259). Sekundäre Demenzen, bei denen die Demenz Folge einer anderen Grunderkrankung (z. B. Multiple Sklerose) ist, machen bis zu 10 Prozent aller Krankheitsfälle aus. Wie häufig sind Demenzen? Demenz betrifft 50 Millionen Menschen weltweit, wobei alle drei Sekunden auf der Welt ein neuer Demenzfall auftritt (Alzheimer‘s Disease International [ADI], 2018). In Deutschland schätzt das Robert Koch-Institut [RKI] (2016) die Zahl der Demenzkranken auf 1,4 Millionen (Tendenz steigend). Die Anzahl der Demenzerkrankungen (Prävalenz) und auch die Anzahl der Neuerkrankungen (Inzidenz) in Deutschland liegt bei Frauen deutlich höher als bei Männern, da Frauen i. d. R. älter werden. Menschen unter 65 Jahren erkranken nur sehr selten an Demenz (weniger als 2 Prozent bezogen auf die Gesamtzahl der Betroffenen) (Bickel, 2012). Erst ab dem 75. Lebensjahr steigen die Fallzahlen deutlich an (Deutsche Gesellschaft für Neurologie, 2016, S. 2) (Abb. 1). Was sind demenzassoziierte Risikofaktoren? Neben nicht-modifizierbaren Risikofaktoren wie einem hohen Lebensalter, dem weiblichen Geschlecht

sowie einer genetischen Disposition, gibt es modifizierbare Risikofaktoren, die mit dem Auftreten einer Demenzerkrankung assoziiert werden. Es gilt als gesichert, dass folgende Risikofaktoren mit einer Demenzerkrankung in Verbindung stehen (Barnes & Yaffe, 2011; Dutzi et al., 2014, S. 33): • Übergewicht • Diabetes mellitus • Bluthochdruck • Rauchen • Kopfverletzungen • Depression • Fett-, cholesterin- und kalorienreiche Ernährung • Geringe geistige und körperliche Aktivität • Gering ausgeprägtes soziales Netzwerk • Niedrige Bildung Welche präventiven Effekte hat körperliche Aktivität auf das Erkrankungsrisiko? Körperliche Aktivität hat nachweislich positive Einflüsse auf die Strukturen und Funktionen des Gehirns und damit auch auf die Kognition (Dutzi et al., 2014, S. 98). Der Begriff „Kognition“ (vom lateinischen cognitio für „Erkenntnis“) ist ein Sammelbegriff für Prozesse und Strukturen, die sich auf die Aufnahme, Verarbeitung und Speicherung von Informationen beziehen. Dazu zählen u. a. Wahrnehmung, Aufmerksamkeit, Gedächtnis, Sprache, Denken und Problemlösen sowie Intelligenz (Hänsel, Baumgärtner, Kornmann & Ennigkeit, 2016, S. 24).

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Die Mehrheit der Studien belegt einen positiven Zusammenhang zwischen hoher körperlicher Aktivität im Alter, kognitiver Leistung und einer damit verbundenen geringeren Wahrscheinlichkeit kognitiver Beeinträchtigungen (Dutzi et al., 2014, S. 102). Nur wenige Studien fanden keinen positiven Zusammenhang (Wilson et al., 2002), teilweise aufgrund einer geringen Stichprobengröße oder eines zu kurzen Nachuntersuchungszeitraumes. Die Studie von Buchman et al. (2012) überprüfte die Effekte der körperlichen Aktivität im direkten Zusammenhang mit dem Auftreten einer Alzheimer-Demenz. Die gesamte körperliche Tagesaktivität von 716 gesunden Personen, davon 76 Prozent Frauen im Alter von 87 Jahren (Mittelwert), wurde

Prävalenzrate und Krankenzahl von Demenzen in Abhängigkeit von Alter und Geschlecht Demenzkranke [in 1.000]

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Krankenzahl Männer Krankenzahl Frauen Prävalenzrate Männer Prävalenzrate Frauen

90+

02 201

medical fitness and healthcare

Abb. 1: Prävalenzrate und Krankenzahl von Demenzerkrankungen in Abhängigkeit von Alter und Geschlecht (modifiziert nach Dutzi et al., 2014, S. 16)


über 10 Tage mit einem Akzelerometer erfasst. Fast 10 Prozent der Personen entwickelten in den kommenden Jahren eine Demenz. Dabei hatten Personen mit einer niedrigen körperlichen Tagesaktivität ein um 2,3-mal so hohes Risiko eine Demenz zu entwickeln wie Personen mit einer hohen körperlichen Tagesaktivität (Buchman et al., 2012). Die Autoren schlussfolgern daraus, dass das Ausmaß der körperlichen Aktivität einen Einfluss auf das Erkrankungsrisiko einer Alzheimer-Demenz hat. Ebenso untersuchte Larson (2006) das Erkrankungsrisiko von 1.740 gesunden Personen (> 65 Jahre) über einen Zeitraum von 6,2 Jahren (Mittelwert). Die Ergebnisse belegen, dass Personen, die mehr als 3-mal pro Woche körperlich aktiv waren, weniger häufig an Demenz erkrankten (13 von 1000 Personen im Jahr), als Personen, die weniger als 3-mal pro Woche aktiv waren (19,7 von 1.000 Personen im Jahr) (Abb. 2). Der Aktivitätsgrad wurde hier mit einem Fragebogen zur Selbsteinschätzung erhoben. Des Weiteren vermuten die Autoren, dass körperliche Aktivität eine Demenz nicht verhindern kann, sondern vielmehr zu einer Verzögerung des Krankheitsbeginns führt (Larson, 2006).

1,00

ohne demenzielle Erkrankung

74

0,75

0,50

≥ 3-mal pro Woche

0,25

< 3-mal pro Woche

0,00 65

70

75

80

85

90

95

100

Lebensalter

Abb. 2: Anteil der Personen ohne demenzielle Erkrankung in Abhängigkeit von körperlicher Aktivität (≥ 3-mal pro Woche oder < 3-mal pro Woche) und Lebensalter (Larson, 2006).

Foto: DHfPG/BSA

Anna Welker

Wie häufig und intensiv muss körperliche Aktivität sein, um präventiv zu wirken? Die Frage, wie häufig und intensiv körperliche Aktivität ausgeführt werden muss, um präventiv zu wirken, kann auf Grundlage der aktuellen Studienlage nur unzureichend beantwortet werden. Die Angaben schwanken von 2- bis 3-mal und > 3-mal pro Woche (Larson, 2006; Rovio et al., 2005). Zudem geben die Autoren nicht immer eine spezielle Intensitätsvorgabe der Belastung vor. Im Fokus steht vielmehr eine regelmäßig durchgeführte, körperliche Aktivität. Die Forschungsgruppe um Scarmeas et al. (2011) untersuchte speziell die Dosis-Wirkungs-Beziehung von körperlicher Aktivität auf das Erkrankungsrisiko. Sie fanden heraus, dass die positiven Effekte größer waren, je intensiver und häufiger die körperliche Aktivität ausgeführt wurde. Nichtsdestotrotz behaupten Rovio et al. (2005), dass auch weniger intensiv ausgeführte Aktivitäten einen präventiven Effekt haben. Über die Art der körperlichen Aktivität lässt sich keine verlässliche Aussage treffen, da innerhalb der Studien das Aktivitätsniveau unabhängig der Sportarten untersucht wurde.

Fazit Die Möglichkeiten der Prävention leiten sich grundsätzlich aus den modifizierbaren Risikofaktoren ab. Dabei ist die regelmäßige körperliche Aktivität entscheidend, um das Erkrankungsrisiko zu senken und den Krankheitsbeginn zu verzögern. Durch Bewegung wird die Durchblutung in den Hirnregionen gefördert, wodurch zahlreiche strukturelle und funktionelle Veränderungen – Neurogenese und synaptische Plastizität – ausgelöst werden. Die Bewegung wirkt sich zudem nicht nur positiv auf die kognitive Leistung aus, sondern auch auf die demenzassoziierten Risikofaktoren wie Bluthochdruck, Diabetes oder Adipositas (Dutzi et al., 2014, S. 113). Somit sollen in Zukunft Menschen mit einem hohen Risikoprofil, die aber noch keinerlei kognitive Einschränkungen zeigen, gezielter präventiv behandelt werden.

Literaturverzeichnis Alzheimer‘s Disease International. (2018). About Dementia. Verfügbar unter https://www.alz.co.uk/about-dementia

Die Sportwissenschaftlerin ist als pädagogische Mitarbeiterin an der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement sowie der BSA-Akademie im Fachbereich Trainings- und Bewegungswissenschaft tätig. Sie arbeitete bereits als Sporttherapeutin in einer Gesundheitseinrichtung und sammelte dort praktische Erfahrungen im Umgang mit neurologischen und orthopädischen Patienten. www.dhfpg-bsa.de

Barnes, D. E. & Yaffe, K. (2011). The projected effect of risk factor reduction on Alzheimer‘s disease prevalence. The Lancet Neurology, 10 (9), 819–828. https://doi.org/10.1016/S1474-4422(11)70072-2 Bickel, H. (2012). Epidemiologie und Gesundheitsökonomie. In C.-W. Wallesch & H. Förstl (Hrsg.), Demenzen (2. Aufl.). s.l.: Georg Thieme Verlag KG. https://doi.org/10.1055/b-0034-22420 Buchman, A. S., Boyle, P. A., Yu, L., Shah, R. C., Wilson, R. S. & Bennett, D. A. (2012). Total daily physical activity and the risk of AD and cognitive decline in older adults. Neurology, 78 (17), 1323–1329. https://doi. org/10.1212/WNL.0b013e3182535d35 Für eine vollständige Liste kontaktieren Sie bitte: marketing@dhfpg-bsa.de.

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02/2018

Interview: Silke Frank, FIBO Event Director, über Innovationen der FIBO 2019

Porträt: Prof. Dr. Klaus Steinbach über Leistung· Fair Play· Miteinander

Fachbeitrag: Anna Welker, DHfPG, über Sport zur Demenz-Prävention

medical fitness and healthcare EUR 9,-

www.fitnessmanagement.de

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