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medical fitness and healthcare 01/20 (Vollversion)

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Studioporträt: Physiotherapie und die Fitness (R) Evolution

Active Aging: Zielgruppenspezifische Angebote für „Best Ager“

Fachartikel: Return to Sport – von der Trage zurück in den Wettkampf

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Birgit Schwarze Chefredakteurin

Medical Fitness im Zeichen der Qualität

L

iebe Leserinnen und Leser, die erste Ausgabe der medical fitness and healthcare im Jahr 2020 erscheint in schwierigen Zeiten! Wir, die Dienstleister der Fitness- und Gesundheitsbranche, befinden uns in einer Situation, die wir uns Anfang diesen Jahres nicht hätten träumen lassen – weltweit hervorgerufen durch einen Erreger, dessen Ausbreitung große wirtschaftliche und gesellschaftliche Verunsicherungen verursacht. Gerade jetzt ist der Zeitpunkt gekommen, um zu reflektieren, wo unsere Stärken heute und in Zukunft liegen könnten. Der Faktor „Gesundheit“ hat – insbesondere während der aktuellen Corona-Krise – eine große Bedeutung für unsere Fitness- und Gesundheitsanlagen. Die Eckdaten der deutschen Fitness-Wirtschaft 2020 des DSSV, Deloitte und der DHfPG belegen dies vorbildlich ab Seite 22. Ein aktives Gesundheitstraining findet in der breiten Bevölkerung immer mehr Zuspruch, und auch Betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM) wird für die Arbeitgeber immer wichtiger. Dazu passen zielgruppenspezifische Angebote für „Best Ager“ von Fitness- und Gesundheitsbetrieben, die mit ganzheitlichen Angeboten für ein gesundes Altern punkten und durch den demografischen Wandel weiter an Bedeutung gewinnen. Dies können Sie ab Seite 26 lesen. Ein weiteres positives Beispiel stellt unser Studioporträt von Schneider Therapie® und Schneider Performance in Tuttlingen auf Seite 14 ff. dar. Der Physiotherapeut Bernd Schneider ist ein Pionier des Functional Trainings und spricht über sein Alleinstellungsmerkmal: die Trainingsbetreuung mit therapeutischem Know-how. Um Rehatraining im Leistungssport geht es ab Seite 40 ff. Oliver Muelbredt erläutert, warum Konzepte zur Rezidivvermeidung und die denen zugrunde liegende Überprüfung einzelner Rehabilitationsschritte für einen optimalen Rehabilitationsverlauf bei Sportlern so wichtig sind. Zusätzlich entstehen aber auch neue Chancen durch Qualitätsinitiativen. Die für Fitness- und Gesundheitsanlagen entwickelten DIN EN- und DIN-Norm machen es Betreibern möglich, Dienstleistungen und Arbeitsprozesse von unabhängigen Zertifizierungsstellen bestätigen zu lassen (S. 72 f.). Last but not least gehören in dieses Segment auch die neuen Regeln für EMS-Training nach NiSV. Im Dezember 2021 tritt Artikel 4 §4 der Strahlenschutzverordnung in Kraft; EMS-Training darf dann nur noch von Fachkräften eingesetzt werden, die den Nachweis „Fachkunde EMF“ (Elektromagnetische Felder) erworben haben. Sie finden den Artikel dazu auf Seite 34 f. Viel Spaß beim Lesen!

01/2020 | medical fitness and healthcare


The leading international trade show for ďŹ tness, wellness & health Exhibition Centre Cologne, 1 – 4 October 2020


E T A D NEW

R E B O T C O 4 1– 0 2 0 2 fibo.com


INHALT 01/20 Foto: Janika Mägerle

Branche

8 Aktuelles aus der Fitness- und Gesundheitsbranche 14 Studioporträt: Schneider Therapie® und Schneider Performance

20 milon: Neue Chancen mit MPG-zertifizierten Trainingsgeräten

22 Die Eckdaten der deutschen Fitness-Wirtschaft 2020

26 Zielgruppenspezifische Angebote für „Best Ager“

30 Der Aufstiegskongress 2020 – It's time for action

32 Kolumne Thomas Kämmerling: Marketing & Selbstzahler

34 EMS-Training – neue Regeln nach NiSV ab 2021

36 Netzwerk Medical Active: Interview mit Markus Rauluk

Studioporträt: Physiotherapie und die Fitness (R) Evolution

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Active Aging Zielgruppenspezifische Angebote für „Best Ager“

Foto: NDABCREATIVITY - stock.adobe.com

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Fachartikel

40 Return to Sport: Screeningstufen und Assessment-Tools

46 Training in der Arthrosetherapie richtig anwenden

50 Psychologische Strategien bei Wiederverletzungsängsten

52 Effekte bei Einnahme von Mikronährstoffen nach Trainingspausen

58 Wann muss ein Datenschutzbeauftragter benannt werden?

60 Technogym: Training zu Hause mit der mywellness-App

62 five: Service, Schulungen und digitale Tools

64 MetaCheck fitness®: personalisierte Ernährungs- und Fitnessplanung

66 EGYM: Ein Plädoyer für Krafttraining in der Physiotherapie

68 Informatik-Studiengang: Pionier in der Gesundheitsbranche

70 Haas Fertigbau: Praxisbau heißt Gesundheitsbau

72 Zertifizierung: DIN EN- und DIN-Norm – durch Qualität überzeugen

74 Veranstaltungen 2020 – Timeline

Oliver Muelbredt

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Foto: Elnur – stock.adobe.com | Foto: DHfPG/BSA

Industrie

Return to Sport Von der Trage zurück in den Wettkampf

Impressum

medical fitness and healthcare Herausgeber und Verlag

Vertrieb und Anzeigen

Druck

ClimatePartner ID

fitness MANAGEMENT – eine Marke der PIPG GmbH Privates Institut für Prävention und Gesundheitsmanagement GmbH Beutnerring 9, D-21077 Hamburg

Refit Kamberovic, Natali von Zmuda, Alisha Dittmer

Prospektus Druckerei Tartu Str. 6 H-8200 Veszprem

11266-2002-1001

Art Direction

Lieferbedingungen

Klaudia Lech

Einzelheftpreis Jahresabonnement Inland Jahresabonnement Ausland *inkl. Versandkosten

Geschäftsführer Janosch Marx, Johannes Marx

Satz und Gestaltung

Chefredaktion Birgit Schwarze

Lars Marschalek, Kimberly Piersdorf, Stefanie Reifschneider

Redaktionelle Mitarbeit

Kontakt

Patrick Berndt, Andrea Elbl, Karl Kühne, Prof. Dr. Jan Mayer, Oliver Muelbredt, Florian Schmidt, Niklas Schwarz, Anke Sörensen, Jan Spielmann, Jürgen Wolff

Telefon: +49 (0) 40 - 300 945 - 0 Telefax: +49 (0) 40 - 300 969 - 90 E-Mail: info@fitnessmanagement.de www.fitnessmanagement.de/mfhc

Urheber- und Verlagsrechte Alle in diesem Magazin veröffentlichten Beiträge sind urheber­ rechtlich geschützt. Das gilt auch für die veröffentlichten Anzei­ gen sowie redaktionellen Anzeigen (Advertorials). Kein Teil dieses Magazins darf außerhalb der engen Grenzen des Urheberrechts­ gesetzes ohne schriftliche Genehmigung des Verlags in irgend­ einer Form vervielfältigt, verbreitet oder öffentlich wiedergegeben oder zugänglich gemacht, in Datenbanken aufgenommen, auf

9,- EUR* 14,- EUR* 18,- EUR*

Registereintragungen Amtsgericht Hamburg HRB 147152

VerpackG-Registrierungsnummer DE5601912575515

Wissenschaftlicher Beirat Prof. Dr. Bernhard Allmann Mitglied Gesundheitsausschuss DSSV e. V., Professor an der Deutschen Hochschule für Prä­ vention und Gesundheitsmanagement (DHfPG), Präventionsbeauftragter der IKK Südwest Tobias Niemann Mitglied Gesundheitsausschuss DSSV e. V., Mit­ glied der Bundesfachkommission, Sozialpolitik des Wirtschaftsrates, Geschäftsführer for me do

elektronischen Datenträgern gespeichert oder in sonstiger Weise elektronisch vervielfältigt, verbreitet oder verwertet werden. Zu­ widerhandlungen sind strafbar.

zeichnete Artikel sowie Beiträge, die mit dem Begriff „Anzeige“ gekennzeichnet sind, geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion wieder.

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Foto: AA+W - stock.adobe.com

Branche

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Hinweis zu den dargestellten Meldungen aus der Fitness- und Gesundheitsbranche

Zusammenarbeit mit ClimatePartner: Die mfhc wird klimaneutral

Die dargestellten Meldungen und Artikel in dieser Ausgabe der mfhc wurden entsprechend des Kenntnis- und Informationsstandes zum Zeitpunkt des Redaktionsschlusses verfasst. Aufgrund der Corona-Pandemie und den damit einhergehenden Maßnahmen kann es sein, dass die dargestellten Informationen nicht mehr aktuell sind. Beachten Sie daher auch die Meldungen auf unserer Webseite oder informieren Sie sich direkt bei den Anbietern.

In Zusammenarbeit mit dem Unternehmen ClimatePartner unterstützt der Verlag fitness MANAGEMENT – zu dem auch das Fachmagazin medical fitness and healthcare (kurz: mfhc) gehört – den regionalen Klimaschutz. Zum Ausgleich der entstandenen CO2-Emissionen forsten wir mit ClimatePartner die deutschen Wälder auf. Somit produzieren wir ab sofort klimaneutral und setzen ein weiteres Zeichen in Richtung Umweltschutz.

fitnessmanagement.de

bit.ly/klimaneutral-fmi

Foto: DHfPG/BSA

Foto: Syda Productions - stock.adobe.com

Beitragsfreies CyberFitness-Angebot für Fitnessstudios

DHfPG unterstützte ihre Ausbildungsbetriebe während der Corona-Pandemie

In Zeiten von Corona bot CyberConcept mit seinem Produkt CyberFitness Studios einen kostenlosen Zugang zu allen Kursvideos. Per Mail, die die Info zum Studionamen und Standort enthielt, konnte ein personalisierter Gutscheincode angefordert werden. Mit diesem konnten sich die Studiomitglieder anschließend registrieren und erhielten bis einschließlich 31. Dezember 2020 kostenlosen Zugang zu allen Kursvideos.

Die Deutsche Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement (DHfPG) stellte ihren Ausbildungsbetrieben ein umfangreiches Unterstützungspaket in Form von Videos, Podcasts und Webinaren aus den unterschiedlichsten Bereichen kostenfrei zur Verfügung. Dadurch konnte die DHfPG ihre Partner dabei unterstützen, trotz der unfreiwilligen Schließungen mit ihren Mitgliedern in Verbindung zu bleiben.

bit.ly/corona-cyberconcept

dhfpg.de

Foto: cardioscan GmbH

Diagnostikhersteller cardioscan bot Kunden ein Messtool für zu Hause Diagnostik von zu Hause: Mit dem in der Software „vicoach“ integrierten „lifestylescan“ der Diagnostikfirma cardioscan konnten Mitglieder ihre Analysen von zu Hause aus durchführen. Zudem gab es im „viplan“ jede Woche neue Vorlagen für gesunde Lifestyletipps. Für Einrichtungen, die weiterhin Messungen anbieten konnten, hatte cardioscan eine spezielle Checkliste für die Einhaltung notwendiger Hygienemaßnahmen vorbereitet. Weitere Features sollten folgen. cardioscan.de/testing-at-home/

01/2020 | medical fitness and healthcare

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BSA-Akademie – Wir sind für Sie erreichbar

Entlastung für Studios: GEMA half während der Corona-Krise mit

Die Fernlehrer sowie das Service-Center der BSA-Akademie sind wie gewohnt telefonisch und per E-Mail für Sie erreichbar. Lehrgangsteilnehmende können auf diesem Wege Fragen zu Lehrmaterialien oder Prüfungsleistungen stellen. Auch der E-Campus mit vielen hilfreichen Funktionen und Vorteilen wie Lernmodulen, Übungskatalogen und vielem mehr steht uneingeschränkt zur Verfügung.

Der DSSV hat durch intensive Arbeit erreicht, dass die GEMA-Gebühren während der behördlich angeordneten Schließungen aufgrund der Corona-Pandemie für alle Studios entfielen. Für Lizenznehmer ruhten für diesen Zeitraum alle Monats-, Quartals- und Jahresverträge. Auch sollte kein Lizenznehmer für den Zeitraum der Schließung mit GEMA-Gebühren belastet werden. Diese Maßnahme galt rückwirkend ab dem 16. März 2020.

bsa-akademie.de

bit.ly/dssv-gema

Foto: andreaobzerova - stock.adobe.com

Foto: DHfPG/BSA

Branche

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Foto: DHfPG/BSA

Foto: Life Fitness

Studiobetreiber erhielten von Life Fitness kostenlose Trainingsvideos

Sommersemester 2020 an der DHfPG – Anmeldung jederzeit möglich

Die On Demand Trainingsvideos wurden von Life Fitness für den limitierten Zeitraum der angeordneten Studioschließungen über die neue digitale Plattform „Digital Coach“ kostenfrei zur Verfügung gestellt. Dort wurde täglich ein neues Video-Workout angeboten, mit dem sich die Mitglieder fit halten konnten. Damit das Studio weiterhin mit seinen Kunden in Kontakt blieb, konnte der Zugang zur Videoplattform über einen Link oder QR-Code geteilt werden.

Die Anmeldung für Bachelor- und Master-Studiengänge an der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement (DHfPG) ist jederzeit möglich. Studierende erhalten innerhalb von wenigen Tagen das entsprechende Studienmaterial und können sofort von zu Hause aus durchstarten. Möglich macht dies das Studiensystem der DHfPG aus Fernstudium mit kompakten Präsenzphasen. Das Studiensekretariat steht nach wie vor für Fragen gern zur Verfügung.

bit.ly/corona-life-fitness

dhfpg.de/anmeldung

Foto: CYBEROBICS GmbH

CYBEROBICS schaltete sein Angebot während des Corona-Shutdowns frei Die virtuelle Fitnessplattform CYBEROBICS öffnete für den Zeitraum der angeordneten Studioschließungen seine Fitnessplattform und ludt alle Fitnessfreunde ein, kostenlos von zu Hause aus zu trainieren. Unter den Kursen gab es unter anderem HIIT-Trainings, Kettlebell-Workouts, Tanz-, Yoga- und Pilatesstunden. Alle wurden mit den besten Trainerinnen und Trainern der USA aufgenommen und anschließend ins Deutsche übersetzt. bit.ly/virtuelles-training-gratis

01/2020 | medical fitness and healthcare


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Foto: FACEFORCE GmbH

Foto: Les Mills YouTube

Branche

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Corona-Hilfe – LES MILLS bot Online-Workouts 60 Tage kostenlos an

Video-Streaming für alle – FACEFORCE stellte Tool zur Verfügung

Gruppenfitnessanbieter LES MILLS bot seinen Partnerstudios einen kostenlosen 60-tägigen „LES MILLS On Demand“-Zugang. Die Studios hatten so die Möglichkeit, ihren Mitgliedern Online-Kurse anzubieten. Mehr als 900 Online-Workouts in 13 Kategorien waren abrufbar. Auch Inhalte für Kinder und Jugendliche waren dabei. Darüber hinaus bot LES MILLS eine temporäre Playlist lizenzfreier Musik an, um etwa Workouts live über Social Media zu streamen.

FACEFORCE bot Clubbetreibern ein Video-Streaming-Tool, um die Verbundenheit zwischen Mitglied und Trainerteam aufrechtzuerhalten. Betreiber konnten ganz einfach Kurse streamen, genauso wie Trainingseinheiten, Infoveranstaltungen und vieles mehr. Für den Stream wurde nur eine geringe Einrichtungsgebühr fällig. Das Streaming-System stand allen Studios einen Monat lang kostenfrei zur Verfügung – egal ob FACEFORCE-Kunde oder nicht.

bit.ly/corona-les-mills

face-force.de

Online-Schulungen, Beratungsangebot und Soforthilfen für Studios

Eine Anmeldung zu den Fernlehrgängen der BSA-Akademie ist uneingeschränkt möglich. Nach der erfolgreichen Registrierung erhalten die Teilnehmenden das Lernmaterial per Post sowie den Zugang zum E-Campus. Ab diesem Zeitpunkt kann man flexibel mit der Fernlernphase starten. Die entsprechenden Präsenzphasen können an einem der bundesweiten Lehrgangszentren in Deutschland sowie in Österreich absolviert werden.

Das Beratungs- und Franchiseunternehmen ACISO hat Studios die Möglichkeit geboten, ihre Mitglieder in deren eigenen vier Wänden zu trainieren. Mit der kostenfreien Nutzung des Online-Kursportales „fitness@home“ konnten diese in ihrem eigenen Studioportal trainieren. Zusätzlich wurde das Programm der „ACISO Erfolgstage“ an die Krisenzeit angepasst und ein weiteres Portal eingerichtet, auf dem Soforthilfen für alle Studios im deutschsprachigen Markt angeboten wurden.

bsa-akademie.de/anmeldung

bit.ly/aciso-corona

Foto: Song_about_summer - stock.adobe.com

Foto: DHfPG/BSA

BSA-Lehrgänge flexibel beginnen

Foto: USC

Foto: Virtuagym

Zu Hause trainieren mit kostenloser Online-Übungsplattform

Urban Sports Club: Appell an die Solidarität und Online-Livestreaming angeboten

Das niederländische Online- und Mobilcoaching-Unternehmen Virtuagym hatte angekündigt, eine kostenlose Online-Übungsplattform unter dem Namen „Virtuagym@Home“ einzuführen. Damit wollte man während der Corona-Krise Clubs und Studios weltweit unterstützen. Die virtuellen Trainer ermöglichten den Mitgliedern, alle Trainingseinheiten zu Hause, z. B. im Wohnzimmer, auszuführen. Darüber hinaus stellte eine neue Funktion Streaming-Trainingsvideos von Drittanbietern bereit.

Als Reaktion auf die angeordneten Schließungen von Sportstudios hatte Urban Sports Club eine Online-Trainingsplattform mit Livestreams aus den Partnerstudios für alle Mitglieder in Europa ins Leben gerufen. Die Check-ins für Online-Kursbesuche wurden wie gewohnt ausbezahlt. Mitglieder konnten nach Online-Kursen filtern. Ihren Appell, diese Chance zu nutzen und die Mitgliedschaft aktiv zu halten, richtete Urban Sports Club an alle Mitglieder.

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01/2020 | medical fitness and healthcare

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31.01.20 10:54


Branche

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Studioporträt

Fotos: Janika Mägerle

Schneider Therapie® und Schneider Performance in Tuttlingen

Physiotherapie und die Fitness (R) Evolution Text: Jürgen Wolff

Am Anfang war die Therapie: Ein Physiotherapeut wird durch Kettlebelltraining selbst schmerzfrei und entwickelt daraus die Idee für Studios, die sein Therapieangebot perfekt ergänzen. Mit Functional Training im New Valentine® und mit zwei Studios für Kettlebelltraining ist der Physiotherapeut Bernd Schneider ein Pionier des Functional Trainings. Sein Alleinstellungsmerkmal ist die Trainingsbetreuung mit therapeutischem Know-how.

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atienten nach der Therapie in Bewegung halten, damit ihre Probleme nicht wieder auftreten – das ist für viele Physiotherapeuten erklärtes Ziel. Wenn es dann noch gelingt, dass der Therapeut diese Patienten dabei begleiten und von seinen Qualifikationen profitieren kann, eröffnet sich sogar ein neues Geschäftsfeld mit einem Selbstzahlerbereich. Bernd Schneider, Physiotherapeut aus Tuttlingen, ist mit einem funktionellen Trainingsangebot mit Kettlebells einen eigenen Weg gegangen.

Der Kraftsportler wird Therapeut Bereits im Alter von 14 Jahren hat Bernd Schneider mit dem Training begonnen, zu Hause mit Kurzhanteln und anderen Hilfsmitteln. Er kaufte sich das Buch von Arnold Schwarzenegger „Bodybuilding für Männer“ und nutzte es als Trainingsleitfaden. Später wurde er Mitglied im örtlichen Fitnessstudio. Aufgrund des intensiven Trainings als sehr junger Fitnesssportler bekam Bernd Schneider Rückenprobleme und brauchte eine physiotherapeutische Behandlung. Bei der Suche nach der passenden Einrichtung stellte er fest, dass 01/2020 | medical fitness and healthcare


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Die Räume der Praxis Schneider Therapie® in Tuttlingen – geschmackvoll ...

Der Functional-Training-Tower im New Valentine®

keiner der damals klassischen Krankengymnasten im Bereich Krafttraining und Trainingstherapie wirklich ausgebildet war. Bernd Schneider entschied sich daraufhin gegen das eigentlich geplante Medizinstudium und für eine Ausbildung zum Physiotherapeuten. Er wollte selbst anbieten, was ihm gefehlt hatte. Nach seinen Ausbildungen zum Physiotherapeuten (1997) und Sportphysiotherapeuten (1999) arbeitete er zunächst als angestellter Therapeut. Im Jahr 2000 begab er sich in die Selbstständigkeit, als Therapeut und sporttherapeutischer Berater in einem Gesundheitsstudio. Seine erste eigene Praxis eröffnete Bernd Schneider 2009 in Tuttlingen.

Therapie und Kettlebelltraining Trotz seiner erfolgreichen Arbeit als Therapeut mit vielen zufriedenen Kunden und tollem Feedback hatte Bernd Schneider selbst häufig Rückenschmerzen. Krankengymnastik und Rückenschule brachten keine Linderung, die Schmerzen blieben – bis er 2011 auf das Kettlebelltraining stieß, durch das er schmerzfrei wurde. Motiviert und neugierig durch den eigenen Trainingserfolg, stieg er in das Thema ein und absolvierte sämtliche Ausbildungen für das Training mit Kettlebells. Das war der Startschuss für das Kettlebelltraining bei Schneider Therapie®. Zunächst mit nur zwei Mitgliedern startete Bernd Schneider einen Kurs mit Kettlebells als Trainingsgeräte in den Räumen der Praxis. Nach und nach steigerte sich das Interesse so stark, dass pro Woche bis zu 23 Kurse stattfanden.

„Funktionaler“ Selbstzahlerbereich Im Dezember 2012 gründete er im Erdgeschoss des gleichen Gebäudes, in dem sich auch seine Praxis befindet, auf 70 Quadratmetern das Kettlebell Tuttlingen und entwickelte einen 01/2020 | medical fitness and healthcare

... und funktional für die Arbeit hochqualifizierter Physiotherapeuten

Selbstzahlerbereich – mit einem individuellen Konzept, ausgerichtet an seiner eigenen Leidenschaft und an den Bedürfnissen seiner Patienten und Kunden. Ein großer Teil seiner heutigen Studiomitglieder sind ehemalige Patienten, denen Bernd Schneider das Kettlebelltraining mit den Worten empfohlen hat: „Ich kann dich weiter massieren oder du kannst selbst etwas für dich tun.“ Massagen findet er nach wie vor wichtig. Damit könne er Spannungen lösen und Dysbalancen auflösen, aber er sagt auch: „Die Massage darf nicht die Lösung für alles sein! Davon möchte ich weg. Ich massiere meine Patienten, zeige ihnen dann, was sie selbst tun müssen. Ich versuche, sie dann in meine Kurse zu integrieren, damit sie regelmäßig, fundiert und top betreut selbst etwas tun.“

Functional Fitness im New Valentine® Auf der FIBO 2014 war Bernd Schneider mit seinem damaligen Partner auf der Suche nach Bodenbelägen für ein zweites Kettlebellstudio. Die beiden stießen dort aber durch Zufall auf einen Functional-Tower und entschieden sich spontan, ihr bisheriges Konzept um funktionelles Training zu erweitern. Tuttlingen bekam seine „Fitness (R) Evolution“: keine starren Geräte und keine geführten Maschinen, sondern dreidimensionale Bewegungen mit dem eigenen Körpergewicht und kleinen Geräten. Das 125-QuadratmeterStudio bekam den Namen „New Valentine“, weil in den 1970er-Jahren eine legendäre Kneipe mit dem Namen „Valentin“ in den gleichen Räumen ihr Zuhause hatte. Das Trainingsangebot im New Valentine® umfasst Functional Fitness in Gruppen, Kleingruppen und Personal Training sowie Semi-Personal-Training, Functional Endurance, Functional Power, Push & Pull Workout, Betrieb-


Branche

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Studioporträt

Funktionelles Training angeleitet mit therapeutischer Qualifikation im New Valentine®

liches Gesundheitsmanagement (BGM) und Präventivkurse diverser Krankenkassen.

Corona-Krise: täglich neue Trainingsvideos auf YouTube

nach den ersten drei Monaten monatlich kündbar. Diese flexible Vertragsgestaltung hat sich bewährt, Fluktuation unter den Mitgliedern gibt es kaum.

„Es macht einfach Spaß!“ Bernd Schneider selbst arbeitet inzwischen am liebsten als Personal Trainer mit bis zu drei Klienten gleichzeitig. „Das macht mir momentan einfach am meisten Spaß“, sagt er. Seine Ausbildung und seine Fähigkeiten als Physiotherapeut kommen ihm dabei zugute. Die Qualität seiner Trainings hat sich herumgesprochen und sein Terminkalender ist „eigentlich schon zu voll“. Die Synergieeffekte zwischen Physiotherapie auf der einen sowie funktionellem und Kettlebelltraining auf der anderen Seite funktionieren inzwischen in beide Richtungen sehr gut. „Wenn einer meiner Personal-Training-Klienten einen Physio braucht, dann kommt er zu mir. Besser kann es nicht laufen“, freut sich Bernd Schneider.

Coaches und Mitstreiter Die Atmosphäre in seinen Studios beschreibt Bernd Schneider wie folgt: „Das Miteinander in unseren Studios ist freundschaftlich und familiär. Wir kennen jedes Mitglied, jeden Mitstreiter, weil sie zur gleichen Zeit im selben Studio immer mit ihrem Coach trainieren. Das hat fast etwas von 'Fanclubs'. Einige Mitglieder wechseln auch, aber im Großen und Ganzen hat jeder Kurs seine festen Mitstreiter. Sehr oft unterhalten sich die Coaches anschließend mit den Mitgliedern aus ihrem Kurs noch bei einem Getränk oder alle unternehmen etwas zusammen. Ein tolles Beispiel für diesen Zusammenhalt ist auch, dass mehrere Freiwillige einfach da sind, wenn es darum geht, ein Studio zu renovieren.“ Die Mitgliedsbeiträge für die Studios sind nach Trainingshäufigkeit pro Woche gestaffelt und die Verträge sind

Die Qualität der Mitgliederbetreuung ist das Alleinstellungsmerkmal Seinen Hauptvorteil sieht Bernd Schneider als „Anbieter von Functional Fitness unter therapeutischer Betreuung“. „Wir waren mit Abstand die Ersten hier im Umkreis, die Functional Fitness angeboten haben, und diesen Vorsprung haben wir ausgebaut.“ Das entscheidende Plus ist seine Qualifikation als Physiotherapeut. Seit diesem Jahr sind mehrere der Kurse von Bernd Schneider für funktionelle Fitness von der Zentrale Prüfstelle Prävention (ZPP) zertifiziert. Nach dem Ende des Coronabedingten Shutdowns werden diese im New Valentine® und in den beiden Kettlebellstudios in Tuttlingen und auf dem Heuberg angeboten. „Das ist unser Alleinstellungsmerkmal, weil in der Region Tuttlingen kein Wettbewerber etwas Vergleichbares leisten kann“, versichert Bernd Schneider. „Wir sind nicht auf Gewinnoptimierung ausgerichtet, sondern auf Betreuungsqualität. Aggressives Marketing für vollere Kurse muss nicht sein. Momentan sind wir sehr zufrieden, weil wir so die Qualität unserer Betreuung immer gewährleisten können.“ In den Kettlebellkursen betreut ein Coach maximal neun Trainierende, in den Functional Trainings sind es maximal zwölf Mitstreiter pro Coach.

In der Region sichtbar In der Region Tuttlingen sind Schneider Therapie® und Schneider Performance bei Events, z. B. von Autohäusern, bei Frühlingsfesten oder bei Gesundheitstagen der Stadt, mit Werbeständen vertreten. 01/2020 | medical fitness and healthcare

Fotos: Janika Mägerle

Die Räume des New Valentine® in Tuttlingen: perfekt für das Training mit bis zu zwölf Mitstreitern


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Der Unternehmer hinter Schneider Therapie® und Schneider Performance Bernd Schneider (Jahrgang 1973) lebt in Tuttlingen, ist verheiratet und Vater von vier Kindern. Nach dem Abitur absolvierte er die Ausbildung zum Physiotherapeuten an der MOTIMA in Schwenningen, die er 1997 abschloss. 1999 beendete er erfolgreich seine Fachausbildung zum Sportphysiotherapeuten bei EDEN REHA in Donaustauf. Weitere Qualifikationen sind u. a.: das Abschluss-Diplom „Master of Chiropraktik“ nach Dr. Paul Ackermann in Stockholm, Schweden, und zahlreiche Aus- und Weiterbildungen in therapeutischen Anwendungen sowie verschiedene Ausbildungen im Kettlebelltraining, u. a. ein Strength, Mobility & Conditioning-Seminar bei Steve Maxwell (USA). Seine Spezialitäten sind: • Einrichten der Wirbelsäule nach der Methode Dorn & Breuß • Versorgung und (postoperative) Nachbehandlung von Sportverletzungen • Ganzheitsbehandlung nach Dr. Ackermann • Sportartspezifischer Belastungs- und Trainingsaufbau • Intensive Nachsorge von Knie-, Hüft- und Schulteroperationen • Wirbelsäulenbehandlung bei statischen Problemen und immer wiederkehrenden Schmerzen • Knorpelrehabilitation und aktive Rehabilitation der Wirbelsäule • Lauf- und Ganganalyse bei Läufern, Befunderhebung bei unklaren Beschwerdebildern • Kettlebell-Workout, Bodyweight-Workout und Functional Training • Personal Training, Semi-Personal-Training, Kleingruppen- und Gruppentraining

Foto: Matthias Wand

Im vergangenen Jahr hat Schneider Performance in Tuttlingen den Bau eines Calisthenics-Parks gesponsert. „Das war eine gute Gelegenheit, diese Trainingsform vor Ort bekannt zu machen. Es ist auch geplant, dass wir mit unseren Mitgliedern in den Park gehen und dort Calisthenics-Kurse anbieten“, erklärt Bernd Schneider.

Marketing? Schwerpunktmäßig digital! „Wir arbeiten sehr viel über Social Media, vor allen Dingen mit Instagram und Facebook, auch mit Livestreams. Es ist wichtig, bei der Szene-Zielgruppe zwischen 18 und 30 Jahren präsent zu sein“, erläutert Bernd Schneider. Das Durchschnittsalter seiner Mitglieder liegt bei 34 Jahren. „Seit dem Beginn der Corona-Krise haben wir auch einen eigenen YouTube-Kanal, auf dem wir jeden Tag ein oder zwei Videos posten. Wir zeigen dort Trainingspläne und -videos, Ernährungstipps – alles, was unseren Kunden durch die Zeit hilft, in der sie nicht bei uns trainieren können. Wir bekommen auf diese Aktivitäten unglaublich viel Resonanz, auch von Nicht-Mitgliedern. Was dabei besonders gut ankommt, ist, dass wir als Trainer in diesen Videos authentisch sind und dass unsere Mitglieder uns wiedererkennen.“ Generell sind Schneider Therapie® und Schneider Performance digital sehr gut aufgestellt. Termine können online gebucht werden, Rechnungen werden per E-Mail verschickt und sowohl in der Praxis als auch in den Studios kann mit dem Mobiltelefon oder auch der Apple-Watch bezahlt werden. Für die Terminierung von Trainings hat Bernd Schneider eine eigene App entwickeln lassen, die zuverlässig und stabil läuft und bei den Mitgliedern sehr gut ankommt. „Die technischen Möglichkeiten erleichtern uns, unseren Patienten und Mitgliedern viele Abläufe“, sagt Bernd Schneider. 01/2020 | medical fitness and healthcare

Die Eckdaten zu Schneider Therapie®/New Valentine® Bernd Schneider betreibt die Firma Schneider Therapie®, eine Physiotherapiepraxis. Daneben gibt es eine weitere Firma namens Schneider Performance, zu der das New Valentine® und die beiden Kettlebellstudios gehören. Aus steuerrechtlichen Gründen vereinfacht diese Gestaltung die Organisation. Für Therapieleistungen fällt der ermäßigte Umsatzsteuersatz an oder sie sind umsatzsteuerfrei, während für Mitgliedschaften und Kurse im New Valentine® und in den Kettlebellstudios der volle Umsatzsteuersatz zu entrichten ist. Größe der Studios Schneider Therapie®: 120 m2 New Valentine®: 125 m2 Kettlebell Heuberg: 90 m2 Kettlebell Tuttlingen: 70 m2 Angebot der Physiotherapie Krankengymnastik, Gruppengymnastik, Massage, Lymphdrainage, Aktive Rehabilitation, Ganzheitsbehandlung, Dorn & Breuß-Methode, Knorpelrehabilitation, Manuelle Therapie, Medizinische Trainingstherapie, Wärme- und Kältetherapie, Extension und Kinesio-Taping, Fango, Heißluft sowie eine Power Plate für Patienten mit Beckenboden-Symptomatik Die Physiotherapie bietet keine Krankengymnastik am Gerät an. Ausstattung des New Valentine® und der Kettlebellstudios Functional-Training-Tower „Clock“ von Quincy (New Valentine®), mehrere Kurz- und Langhantelsätze, Langhantel-Racks, Kettlebells, Concept 2, Flexvit Mini- und Multibänder, TheraGun sowie Faszien- und Massagerollen www.schneider-therapie.de www.new-valentine.de


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Fotos: milon industries GmbH

Neue Chancen mit den MPG-zertifizierten Trainingsgeräten von milon

Der erfolgreiche Einstieg in den zweiten Gesundheitsmarkt Die Corona-Krise überschattet in diesen Wochen und Monaten fast alle Bereiche unseres Lebens und somit auch die Gesundheitsbranche. Der Blick in die Zukunft – als Praxisleiter, als Therapeut oder Mediziner, aber auch als Unternehmer – kann sich auch stärker den Chancen des zweiten Gesundheitsmarktes zuwenden. Der Aufbau eines Selbstzahlerbereichs mit MPG-zertifizierten Trainingsgeräten könnte eine zukunftsweisende Perspektive für die eigene Einrichtung eröffnen. Die Trainingssysteme von milon haben sich bereits in über 600 medizinischen Einrichtungen und Physiotherapiepraxen bewährt.

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as Gesundheitsbewusstsein der Gesellschaft steigt und wird vor dem Hintergrund der Corona-Krise zukünftig noch größer werden: Immer mehr Menschen möchten bis ins hohe Alter fit bleiben, integrieren Sport in ihren Alltag und legen Wert auf eine gesunde Ernährung, um vital zu bleiben und ihr Immunsystem zu stärken. Dies bietet ein großes Potenzial für gesundheitliche Einrichtungen, doch gerade Kliniken, Rehazentren und Physiotherapiepraxen haben zunehmend mit Herausforderungen zu kämpfen, die nicht selten existenzbedrohend sein können.

Unabhängig durch Selbstzahlerbereich Neben den tiefgreifenden aktuellen Einschränkungen durch die Corona-Pandemie zählen schon seit längerem wachsender Kostendruck, der Mangel an geeigneten Fachkräften und die sinkende Vergütung durch das Krankenkassensystem zu den großen Problemen. Oft fehlt auch das nötige betriebswirtschaftliche Know-how. Eine große Chance bietet hier der Einstieg in den zweiten Gesundheitsmarkt durch den Aufbau eines Selbstzahlerbereichs, um wirtschaftlich unabhängig von ärztlichen 01/2020 | medical fitness and healthcare


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Verordnungen und Krankenkassen zu werden. Mit den Trainingssystemen und unterstützenden Services von milon haben Gesundheitseinrichtungen eine effektive Lösung an der Hand, um sich erfolgreich ein zweites Standbein aufzubauen. Ein Trainingsbereich mit den vernetzen Kraft- und Ausdauergeräten der milon Q Serie ermöglicht nicht nur ein individuelles, modernes Gesundheitstraining, sondern bedeutet auch ein Alleinstellungsmerkmal im Markt und hilft dabei, neue Zielgruppen zu erschließen.

Gesundheitstraining nach höchsten Standards Die milon Q Geräteserie ist das Ergebnis langjähriger Zusammenarbeit mit unabhängigen Forschungsinstituten und medizinischen Einrichtungen und ist nicht nur vom TÜV Rheinland geprüft, sondern auch nach dem Medizinproduktgesetz (MPG) zertifiziert. Somit können die Geräte auch in Krankenhäusern und Gesundheitszentren für Rehasport, rezeptverordnete Krankengymnastik sowie §20-zertifizierte Kurse eingesetzt werden. Die von den gesetzlichen Krankenversicherungen geförderten Kurse bieten Einrichtungen die Chance, sich als Qualitätsanbieter zu positionieren und neue Mitglieder zu gewinnen. Da die Kurse oft bis zu 80 oder sogar bis zu 100 Prozent von den Krankenkassen bezuschusst werden, können damit auch Menschen an das Training herangeführt werden, die sonst nie ein Fitnessstudio besucht hätten.

Digitale Ausstattung bringt wertvolle Zeit Die digital gesteuerten Geräte von milon stellen sich nach der biometrischen Vermessung automatisch auf die Körpermaße und Trainingsziele des Patienten ein und ermöglichen so ein einfaches und sicheres Training. Das spart den Physiotherapeuten und Trainern wertvolle Zeit, garantiert die korrekte Ausführung der Übungen und verringert dadurch das Verletzungsrisiko. Durch die Vernetzung der Geräte mit der zentralen Trainingssteuerungssoftware milon CARE können die Trainer schnell und einfach Trainingspläne erstellen und zuweisen und haben jederzeit alle Patienteninformationen parat, wenn sie ein Mitglied ansprechen – für eine noch bessere, individuellere Betreuung. Weiterhin kann der virtuelle Co-Trainer die Trainingsdaten auswerten und Empfehlungen für die Optimierung der Trainingspläne geben. Mit lokalen Lösungen der milon CARE lassen sich die Q Trainingssysteme auch an bestehende Krankenhausinformationssysteme anbinden.

Ergänzung durch five Beweglichkeitsparcours Für gesundheitsorientierte Einrichtungen ist der milon Kraft-Ausdauer-Zirkel die beste Wahl, da dieser ein schnelles und effektives Gesundheitstraining für den ganzen Körper garantiert. In 35 Minuten werden nicht nur alle wichtigen Muskelgruppen beansprucht, sondern auch gezielt die Ausdauer der Patienten verbessert. Einrichtungen profitieren von der optimalen Auslastung der Fläche durch die häufige Nutzung und einer damit einhergehenden hohen Wirtschaftlichkeit. Neben dem Zirkeltraining können die milon Q Geräte auch auf der freien Trainingsfläche genutzt werden, um ein noch individuelleres Training zur ermöglichen. Eine optimale Ergänzung zu den Q Geräten sind die five Beweglichkeitsparcours. Gemeinsam mit den Kraft- und Ausdauergeräten von milon bilden sie ein sich synergetisch 01/2020 | medical fitness and healthcare

ergänzendes Trainings- und Therapiesystem. Die innovativen Trainingsgeräte sind ebenfalls MPG-zertifiziert und bieten Therapeuten viele individuelle Behandlungsmöglichkeiten. Auch bei der Therapie von Schmerzpatienten hat sich das five Beweglichkeitskonzept als sehr wirksam erwiesen.

Erfolgreich mit starken Partnern und wissenschaftlich fundierten Trainingskonzepten Medizinische Einrichtungen, die über den Aufbau eines Selbstzahlerbereichs nachdenken, profitieren von der langjährigen Erfahrung von proxomed®, einem führenden Komplettanbieter von Trainingstherapielösungen und offiziellen Vertriebspartner von milon und five. Mit seiner umfassenden Expertise im Gesundheitsmarkt bietet proxomed® Lösungen für Patienten über die komplette Versorgungskette hinweg – von der Verletzung über das Rehatraining bis zur Prävention. Für eine erfolgreiche Positionierung im zweiten Gesundheitsmarkt finden Gesundheitseinrichtungen und Physiotherapiepraxen weiterhin Unterstützung beim Kompetenznetzwerk Physio Aktiv, das mit über 150 Partnereinrichtungen Deutschlands größtes Netzwerk von Physiotherapiepraxen ist. Das Konzept bildet von präventiver Therapie bis zu wirtschaftlichen Themengebieten das gesamte Spektrum ab: Neben Hilfe bei der Existenzgründung erhalten Betreiber auch Unterstützung bei der Organisation, Finanzierung und im Marketing. Neueste wissenschaftliche Erkenntnisse bilden die Grundlage für Trainingskonzepte und Marketingmaßnahmen, durch die sich die Mitglieder im Wettbewerb differenzieren können. Nach der erfolgreichen Physio Aktiv Rückenstudie wird aktuell unter der wissenschaftlichen Leitung von Prof. Dr. Klaus Baum untersucht, wie sich strukturiertes Training mit dem milon Kraft-Ausdauer-Zirkel auf eine ärztlich diagnostizierte, schmerzhafte Kniearthrose auswirkt.

Weitere Informationen zu den milon Trainingssystemen und Services finden Sie unter www.milon.com.


Branche

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Eckdaten

ECKDATEN 2020 der deutschen Fitness-Wirtschaft

Die Eckdaten der deutschen Fitness-Wirtschaft 2020

Der Faktor „Gesundheit“ prägt die deutsche Fitnessbranche Der Faktor „Gesundheit“ wird immer wichtiger. Dies spiegelt sich auch in den „Eckdaten der deutschen Fitness-Wirtschaft 2020“ wider. Im Betrachtungsjahr 2019 verzeichnete die Fitness- und Gesundheitsbranche eine positive Entwicklung. Insbesondere in Einrichtungen aus dem Gesundheitsbereich wie Physiotherapiepraxen oder Kliniken sind vermehrt Fitnessangebote zu finden. Auch in der breiten Bevölkerung findet das aktive Gesundheitstraining immer mehr Zuspruch und hat sich als wichtiger Bestandteil des zweiten Gesundheitsmarktes etabliert.

D

ie „Eckdaten der deutschen Fitness-Wirtschaft 2020“ bieten einen umfassenden und fundierten Überblick über die Entwicklung der Fitness- und Gesundheitsbranche. Diese wissenschaftliche Studie wird jährlich vom DSSV e. V. – Arbeitgeberverband deutscher Fitness- und Gesundheits-Anlagen in Kooperation mit dem Prüfungs- und Beratungsunternehmen Deloitte sowie der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement (DHfPG) durchgeführt und stellt die wesentlichen Kennzahlen der Branche dar. Dazu zählen Daten wie bspw. Mitgliederzahlen, Anlagenstrukturen sowie weitere Branchenzahlen. Damit ist sie ein wichtiges Instrument und schafft Transparenz, um die Wahrnehmung in der Öffentlichkeit zu fördern und die Akzeptanz der Politik, des Gesundheitssystems und bei Banken zu steigern.

Fitness und aktives Gesundheitstraining Fitness und aktives Gesundheitstraining gehören heute für viele Menschen zum Alltag. Allein in den 9.669 kommer-

ziellen Fitnessanlagen (Vorjahr: 9.343) in Deutschland trainieren der aktuellen Studie zufolge 11,66 Mio. Mitglieder (Vorjahr 11,09 Mio.) und erzeugen einen Branchenumsatz von 5,51 Mrd. EUR (Vorjahr: 5,33 Mrd.). Somit trainiert etwa jeder siebte Bundesbürger in einer kommerziellen Anlage und macht Fitnesstraining so zur mitgliederstärksten Trainingsform vor Fußball (7,13 Mio. Mitglieder) und Turnen (5 Mio. Mitglieder).

Gesundheit und Lebensstiländerung Es ist allgemein erwiesen, dass durch Fitnesstraining eine aktive Förderung der eigenen Gesundheit und des Wohlbefindens möglich ist. Immer mehr Menschen möchten ihren aktiven Lebensstil auch im Alter bewahren und sind sich bewusst, dass dafür ein gesundheitsorientiertes Training und ein gesundheitsorientierter Lebensstil notwendig sind. Für die Änderung des Lebensstils in den Bereichen Bewegung, Ernährung und Entspannung positioniert sich die Branche als professioneller Dienstleister mit umfassenden Angeboten und qualifizierten Mitarbeitern. 01/2020 | medical fitness and healthcare


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Training im Alter immer wichtiger Das Durchschnittsalter der Mitglieder von 41,0 Jahren (Einzelbetriebe: 46,3 Jahre) zeigt, dass Fitnesstraining in allen Altersklassen akzeptiert ist. In der Kernzielgruppe der 15- bis 65-Jährigen hat sich die Reaktionsquote im vergangenen Jahr um 1,1 Prozent erhöht und liegt nun bei 21,3 Prozent. Das bedeutet, dass in dieser Gruppe mehr als jeder fünfte Deutsche sein Training in einer Fitnessanlage absolviert. Die Alterspyramide sagt einen weiteren Anstieg der älteren Generationen in den nächsten Jahren voraus, sodass hier weiteres Potenzial für gesundheitsorientierte Anbieter entsteht. Denn gerade das gesundheitsorientierte Training unter qualifizierter Anleitung ist durch die sehr niedrige Verletzungsgefahr eine Aktivität, die bis ins hohe Alter betrieben werden kann. Durch eine individuelle Trainingsplanung und eine genaue Dosierung des Widerstandes kann die Gesundheit und die Leistungsfähigkeit gezielt trainiert und somit die Lebensqualität erhalten werden.

Gesundheit – die Domäne der Einzelstudios Die primäre Ausrichtung auf den Faktor „Gesundheit“ ist eine Domäne der Einzelstudios. Während bei den Positionierungen „Training“ und „Lifestyle“ die Ketten mit 37,4 bzw. 24,4 Prozent vorne liegen, fokussiert sich mehr als die Hälfte der Einzelstudios (50,9 %) auf den Bereich „Gesundheit“. Dieses Segment bietet Wachstumspotenzial für engagierte Gründer und wird auch für weitere Anbieter aus dem Gesundheitsbereich wie z. B. Physiotherapeuten oder Kliniken, die zusätzliche Fitnessanlagen (Selbstzahlerbereiche) in ihre Räumlichkeiten integrieren und sich hier als Qualitätsanbieter positionieren, immer interessanter. Obwohl das Wachstum der Branche zu einem großen Teil von Ketten und Mikrostudios getragen wird, haben sich die Einzelbetriebe auch in diesem Jahr als sehr robust erwiesen und bestätigen ihre Vorjahreszahlen sogar mit leichten Steigerungen: Umsatz (+ 0,7 %), Mitglieder (+ 0,8 %), Anlagen (+ 0,4 %). Somit weist der Umsatz dieses Marktsegmentes seit 2015 sehr stabile Werte aus.

Mitarbeiter – ein wesentlicher Erfolgsfaktor Gerade für gesundheitsorientierte Fitnessanlagen sind gut qualifizierte Mitarbeiter ein sehr wichtiger Erfolgsfaktor. Im Jahr 2019 erhöhte sich die Mitarbeiterzahl in der Branche um 4.900 (2,3 %) auf 217.400 Personen. Durchschnittlich werden pro Anlage 22,5 Mitarbeiter (inkl. Honorarkräfte) beschäftigt. Die Einzelbetriebe weisen hier sogar einen Wert von 30 Mitarbeitern pro Anlage auf. Dies belegt, dass die Branche als attraktives Berufsfeld zunehmend an Bedeutung gewinnt. Durchschnittlich befinden sich pro Anlage 2,6 Mitarbeiter in einem dualen Studium.

Altersdurchschnitt (in Jahren) 50,0

46,3

44,4

45,0

41,0

40,0 36,4 35,0 30,0 25,0 20,0 15,0 10,0 5,0 0,0 Einzel

Ketten

Mikro

Anlagen nach Positionierung (starke bis sehr starke Positionierung, in %)

60,0 50,9

50,0

30,0

41,7

37,4

40,0

28,5

25,9

31,0

29,7

44,0

30,9

24,4 19,8

20,0 11,6

9,1

10,0

7,2

6,5 1,4

0,0 Training

Einzel

Ketten

Lifestyle

Mikro

Gesundheit

Alle Anlagen

Mitarbeiterentwicklung 2017 – 2019 (in Tsd.) 250,0 200,0 150,0

209,9

212,4

217,4

17,0

17,6

19,5

47,2

48,8

51,2

145,7

146,0

146,6

2018

2019

100,0 50,0 0,0 2017 Einzel

01/2020 | medical fitness and healthcare

Alle Anlagen

Ketten

Mikro

Wellness


Branche

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Eckdaten

EMS-Training zeigt gute Zukunftsperspektiven Elektromyostimulation (EMS) kommt ursprünglich aus der Therapie. Die Fitnessbranche hat durch die Trainingsform „Ganzkörper-EMS“ daraus ein Angebot gemacht, das sich erfolgreich am Markt etabliert und auch im vergangenen Jahr weiter an Popularität gewonnen hat. Über 1.300 reine EMSStudios wurden in der Studie identifiziert, wobei EMS-Training auch in Fitnessanlagen oder im Rahmen von Personal Training eingesetzt wird und somit eine noch größere Verbreitung aufweist. Mit durchschnittlich 131 Mitgliedern pro Studio, werden insgesamt 171.000 Personen betreut und ein Umsatz von rund 180 Mio. EUR generiert. Da für ein EMS-Training relativ wenig Platz benötigt wird, findet diese Trainingsform auch vermehrt in der Physiotherapie ihren Einsatz.

Anteil reiner EMS-Studios am Gesamtmarkt

13,8

%

86,2 %

Qualitätsdokumentation durch DIN-Norm Um die Qualität des eigenen Angebotes zu dokumentieren, stehen mit der DIN EN 17229 (Europäische Norm) und der DIN 33961 (Nationale Norm) zwei offizielle Normen zur Verfügung. Diese ermöglichen es den Anbietern, die Qualität ihrer Dienstleistung durch eine neutrale und unabhängige Zertifizierung zu dokumentieren und sie sorgen dadurch für Vertrauen bei Endverbrauchern, Firmenkunden und Kooperationspartnern.

Sonstige Anlagen Reine EMS-Studios

EMS-Segment im Vergleich zum Gesamtmarkt Werte zum EMS-Markt

BGM wird für Unternehmen immer wichtiger Betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM), das von 42,1 Prozent der Anlagen derzeit angeboten wird, ist ein weiterer Baustein, den gerade gesundheitsorientierte Anbieter nutzen können. Seit 2008 wird die Förderung der Mitarbeitergesundheit steuerlich unterstützt. Seit dem 1. Januar 2020 kann ein Unternehmen bis zu 600 EUR pro Mitarbeiter im Jahr steuerfrei für zusätzlich (zum ohnehin geschuldeten Arbeitslohn) erbrachte Leistungen zur Verhinderung und Verminderung von Krankheitsrisiken und zur Förderung der Gesundheit erbringen. Durch das Dritte Bürokratieentlastungsgesetz erhöht sich der steuerfreie Betrag somit um 100 EUR. Nicht nur der Gesetzgeber hat somit die Bedeutung von BGMMaßnahmen erkannt, auch die allgemeine Branchenentwicklung zeigt weitere Wachstumspotenziale in diesem Segment, die derzeit noch nicht ausgeschöpft werden.

Gesamtmarkt

davon reine EMS-Studios

Anzahl Studios

9.669

1.334

Mitglieder in Mio.

11,66

0,17

Ø Mitglieder pro Studio

1.206

131

Umsatz in Mrd. EUR (netto)

5,51

0,18

Ø Umsatz pro Studio in Tsd. EUR (netto)

570

135

42,59

91,20

9,5

15,8

1.223

108

Ø Mitgliedsbeitrag pro Monat in EUR (brutto) Ø Zusatzbeitrag in % Ø Fläche in m2

Die Zahlen sind gerundet. Es kann bei den Summen und Verhältniswerten zu rundungsbedingten Abweichungen kommen.

Eckdaten Glossar (Auszug) Komplette Studie bestellen Eckdaten der deutschen Fitness-Wirtschaft 2020 Preis: 99 EUR (zzgl. Versand), 39 EUR (ermäßigt für Schüler und Studierende bei Vorlage einer gültigen Bescheinigung) Tel.: 040 – 766 24 00 www.ssv-verlag.de

Einzel: Fitness- und Gesundheits-Anlagen mit mindestens einer und maximal vier Betriebsstätten und einer Gesamtfläche pro Anlage von mehr als 200 Quadratmetern. Synonym verwendete Begriffe: Einzelanlage, Einzelbetrieb, Einzelstudio. Ketten: Fitness- und Gesundheits-Anlagen mit mindestens fünf oder mehr Betriebsstätten und einer Gesamtfläche von mehr als 200 Quadratmetern pro Anlage. Synonym verwendete Begriffe: Kettenanlage, Kettenbetrieb, Kettenstudio. Mikro: Fitness- und Gesundheits-Anlagen, die eine Fläche von 200 Quadratmetern oder weniger aufweisen, meist ein spezielles Segment besetzen und auf eine spezifische Zielgruppe mit einem begrenzten Angebot spezialisiert sind. Synonym verwendete Begriffe: Mikroanlage, Mikrobetrieb, Mikrostudio.

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Branche

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Altersgerechtes Training

Foto: NDABCREATIVITY - stock.adobe.com

Active Aging

Zielgruppenspezifische Angebote für „Best Ager“ Text: Anke Sörensen

Sie leben gesund, sind anspruchsvoll und zahlungskräftig. Aufgrund des demografischen Wandels in Deutschland werden Mitglieder über 50 Jahre ebenso wie Senioren zu attraktiven Zielgruppen für Fitnessstudios und Selbstzahlerbereiche in Physiotherapiepraxen. Die Verknüpfung aus Sport, Gesundheit und Medizin bietet große Chancen im umkämpften Fitnessmarkt. Es gilt, ganzheitlich ausgerichtete Angebote zu entwickeln, die ein gesundes Altern unterstützen.

S

chon die Namen „Best Ager“, „Silver Society“ oder „Forever Youngsters“ zeigen, wie sich das Selbstverständnis der älteren Generationen verändert. Deutschland befindet sich mitten im demografischen Wandel und die Lebenserwartung steigt. Zurzeit ist jeder zweite Deutsche über 45 Jahre. Jeder fünfte ist bereits im Rentenalter (67+), das sind insgesamt 16,2 Millionen. In den kommenden Jahrzehnten ist ein Rückgang der Bevölkerung im Erwerbsalter und ein Anstieg der Senioren vorgezeichnet: 2030 werden bereits 23 Prozent (19 Millionen) zur Alters-

gruppe 67+ gehören, 2040 sogar 26 Prozent (21,4 Millionen). 2060, prognostiziert das Statistische Bundesamt, werden 33 Prozent der Gesamtbevölkerung über 67 Jahre sein.

Zielgruppen mit hohem Potenzial Je wohlhabender eine Gesellschaft ist, desto höher ist in der Regel ihre Lebenserwartung. Neben einer besseren Gesundheitsversorgung, einem kontinuierlichen medizinischen Fortschritt sowie gesunder Ernährung sind auch mehr Bewegung und ein aktiverer Lebensstil für das Erreichen eines 01/2020 | medical fitness and healthcare


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1930

500

400

300

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95

2040

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1950

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1965

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1970

70

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65

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1980

60

1965

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1985

55

1970

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1990

50

1975

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1995

45

1980

40

2000

40

1985

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2010

30

1995

25

2015

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2020

20

2005

15

2025

15

2010

10

2030

10

5

2035

5

1935

85

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80

1945 1950 1955

65

1960

2015

600

Altersaufbau

95

2020

700

100

100

Altersaufbau

Alter 67 +

0 2020 100 0 0

Männer (in Tausend)

Millionen

100

16,2

200

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Frauen (in Tausend)

hohen Alters verantwortlich. Während der demografische Wandel die Gesellschaft in Deutschland vor große Herausforderungen stellt, eröffnet er Anbietern im zweiten Gesundheitsmarkt die Chance, eine attraktive Zielgruppe mit passgenauen Angeboten zu versorgen und sich optimal zu positionieren. Ebenso wichtig wie die Senioren ist für Studiobetreiber die Generation der Babyboomer, also jene, die zwischen Mitte der 50er- und Ende der 60er-Jahre geboren wurden und heute zwischen 51 und 65 Jahre alt sind. Diese Generation ist mit den Idealen von Freiheit und Selbstverwirklichung aufgewachsen und sieht Sport als Ausdruck der Selbstbestimmung. Bewegung gehört wie selbstverständlich zum Alltag. Wer zeitlebens Sport getrieben hat, hört damit im Alter nicht auf, heißt es im aktuellen seca Trendreport zum Wandel der Fitnessbranche. Und: Wenn alle alt sind, möchten alle jung sein. Die Generation der Babyboomer will trotz zunehmenden Alters beim Sport nicht kürzertreten. „Um die 50 nehmen lebenswichtige Hormone bei Mann und Frau ab, was zum Abbau von Muskelmasse führt. Damit steigt das Verletzungsrisiko bei der gleichen Sportart um ein Vielfaches. Dieses Risiko verkennen insbesondere diejenigen, die ihr ganzes Leben aktiv waren“, warnt Dr. Britta Manchot, Expertin für Age-Management, Alters- und Sportmedizin, im seca Trendreport. Gerade für diese Zielgruppe sind gesundheitsorientierte Fitnessangebote wichtig.

„Active Aging“ statt Ruhestand Parallel zur Alterung der Gesellschaft findet ein Umdenken statt, das als „Downaging“ bezeichnet wird. Der Slogan „50 ist das neue 30“ verdeutlicht diese Entwicklung. Das Bild vom betagten Rentner hat ausgedient. Früher wurde der Ruhestand wörtlich genommen, heute wollen die über 50-Jährigen fit, 01/2020 | medical fitness and healthcare

Anteil 19 %

400

500

600

700

600

500

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Quelle: Statistisches Bundesamt Destatis 2020

300

200

Alter

Millionen

Anteil

67 +

21,4

26 %

0 2040 0 0 100

Männer (in Tausend)

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Frauen (in Tausend)

gesund und schön altern und sind bereit, dafür regelmäßig zu trainieren. Auch der Renteneintritt stellt laut Zukunftsinstitut heute keinen Endpunkt, sondern den Beginn der Selbstverwirklichung dar. Endlich lassen sich Träume erfüllen und das Leben genießen, wobei die Gesundheit einen hohen Stellenwert hat. Die Nachfrage nach Fitnessangeboten wächst, der Lebensstil wird bewusst gestaltet.

Gemeinschaft erleben und Kondition erhalten In der Regel sind es unterschiedliche Gründe, die ältere Menschen dazu bewegen, Mitglied in einem Studio zu werden. Wer sein Leben lang Sport getrieben hat, will in erster Linie sein Fitnesslevel erhalten. Ein bisheriger Nicht-Sportler will dagegen vielleicht eher die neu gewonnene Freizeit mit Gleichgesinnten verbringen. Neben Motiven wie Verbesserung des allgemeinen Wohlbefindens und der körperlichen Leistungs- und Belastungsfähigkeit zählen Geselligkeit, Kontakt, Spaß und Anschluss an eine Gruppe zu den häufig genannten Gründen.

Gruppentraining als Gemeinschaftserlebnis Um das Bedürfnis nach Gemeinschaft zu erfüllen, eignen sich Gruppentrainingsangebote besonders. Das Ziel des Trainings sollte es sein, die Kompetenzen und Ressourcen der Teilnehmenden zu stärken und dem altersbedingten Verlust der Körperfunktionen bewusst entgegenzuwirken. Die inhaltliche Auswahl und die Zusammensetzung eines Trainings werden durch die Ziele und die individuellen Gegebenheiten wie Leistungsfähigkeit, Einschränkungen und Erkrankungen der Teilnehmenden vorgegeben. Geeignet sind moderat betriebenes Ausdauertraining, beispielsweise mit altersgerechten Step-Choreografien, Krafttraining mit kleinen Gewichten oder Übungsbändern, Beweg-

300

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Altersgerechtes Training

Ich treibe Sport, um ... GESUNDHEITLICHE PROBLEMEE IN DEN GRIFF ZU BEKOMMEN.

MEINE KONDITION ZU VERBESSERN.

48%

MUSKELN AUFZUBAUEN.

33%

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60 – 69 Jahre

60 – 69 Jahre

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50 – 59 Jahre

50 – 59 Jahre

35%

50 – 59 Jahre

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Quelle: seca Trendreport 2019

lichkeitstraining für Gelenke und Faszien und Koordinationstraining zum Erhalt der dynamischen und statischen Gleichgewichtsfähigkeit sowie der Reaktionsfähigkeit. Mit Übungen zu Brainfitness können kognitive Fähigkeiten geschult werden. Entspannungseinheiten sollten das Training abrunden, beispielsweise in Form von Progressiver Muskelrelaxation. Diese können auch als eigenständige Kurseinheiten angeboten werden. Spezielle Atemgymnastik ist ebenfalls eine Möglichkeit, die Gesundheit der Teilnehmenden zu fördern.

Prävention im Fokus Körperliche Aktivität hat eine herausragende Bedeutung

für den Erhalt der Gesundheit, für die Lebensqualität und die Selbstständigkeit. Die Fähigkeit, sich uneingeschränkt bewegen zu können und psychisch leistungsfähig zu sein, spielt eine Schlüsselrolle für die Lebensqualität. Ältere Menschen wollen sich durch Bewegung vor altersbedingten Krankheiten wie Diabetes, Schlaganfall oder Herzinfarkt schützen und Risiken sowie Schmerzen aktiv minimieren. „So nimmt die Bereitschaft, Verantwortung für die eigene Gesundheit zu übernehmen und sich auch im Alter fit zu halten, entsprechend zu, um die gesunde Lebensspanne zu verlängern“, betont die Expertin für Alters- und Sportmedizin Dr. Britta Manchot im seca Trendreport. Generell verschieben sich im Alter die Gründe, um Sport zu treiben,

28,8

Altersgruppen (in %)

9,3

8,3 7,0

10,0

8,7

11,4

12,4

15,0

12,3

16,1

17,7 15,4

16,6

15,2

19,9

21,7

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20,8 18,4

19,0

20,0

21,1

23,1

22,8

25,0

23,8

30,0

8,2

Branche

28

5,0

0,0 unter 20 Jahren Einzel

Ketten

20 bis unter 30 Mikro

30 bis unter 40

40 bis unter 50

50 bis unter 60

ab 60 Jahre

Alle Anlagen

Quelle: Eckdaten der deutschen Fitness-Wirtschaft 2020

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von der Verbesserung des Aussehens hin zum Wunsch nach dem Erhalt eines eigenständigen Lebensstils. Die Abhängigkeit von anderen soll so lange wie möglich vermieden werden. Mit Erfolg: Obwohl die Menschen faktisch immer älter werden, bleiben sie subjektiv länger jung. Das „gefühlte Alter“ liegt heute 10 bis 15 Jahre unter dem biologischen. Dieses „Downaging“ bestimmt entscheidend das Lebensgefühl und damit auch den Lebensstil, Konsum und die Mediennutzung älterer Menschen.

Höheres Durchschnittsalter der Mitgliedschaften An den „Eckdaten der deutschen Fitness-Wirtschaft 2020“ lässt sich ablesen, dass sich die Mitgliederstruktur in den Fitnessstudios bereits verändert. Das Durchschnittsalter stieg 2019 im Gesamtmarkt auf 41,0 Jahre und zeigt die Attraktivität der Branchenangebote für ältere Mitglieder. Unter den 11,66 Millionen Mitgliedern der deutschen Fitnessstudios lag 2019 der Anteil der über 60-Jährigen bei 1,4 Millionen, Tendenz steigend. In den letzten fünf Jahren bedeutet das einen Wachstum von knapp 20 Prozent. Noch ist die Kernzielgruppe aber zwischen 40 und 50 Jahren alt. Um dem demografischen Wandel gerecht zu werden, sollten Fitnessstudios in Zukunft vermehrt auf Angebote für die über 50- und 60-jährigen Mitglieder setzen. Heute trainieren Mitglieder mit einer höheren Altersstruktur häufiger in Einzelbetrieben und Mikroanlagen als in Kettenbetrieben.

Benchmarks für Aktivitäten Der DKV-Report 2018 zeigt: Obwohl ältere Erwachsene ab 66 Jahren im Vergleich zu anderen Altersgruppen noch immer die geringste körperliche Aktivität aufweisen, ist die Differenz geringer als angenommen. Sie haben danach im Durchschnitt pro Woche 98 Minuten moderat und 49 Minuten intensiv trainiert. Damit erreichen 38 Prozent der älteren Erwachsenen die von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfohlenen Aktivitätsbenchmarks. Diese erreichen im Vergleich dazu 45 Prozent in der Altersgruppe der 45- bis 64-Jährigen.

Hohe Erwartungshaltung fordert besten Service Ältere Mitglieder haben in der Regel einen hohen Anspruch in puncto Service, Dienstleistung und Trainingsbetreuung. Sie haben viel Freizeit und eine vergleichsweise hohe Kaufkraft. Wenn das Preis-Leistungs-Verhältnis stimmt, sind sie bereit, für die Mitgliedschaft einen hohen Beitrag zu zahlen. Die Nachfrage nach ganzheitlichem Sport ist hoch, Fitness wird präventiv statt reaktiv verstanden. Gesundheitsorientierte Fitnesskonzepte arbeiten mit professioneller Aufklärung und nutzen moderne Analysetools, um individuelle Trainingspläne zu erstellen. Die Generation der Älteren legt besonderen Wert auf einen umfangreichen Gesundheitscheck, altersgerechtes Kraft-, Mobilisations-, Cardio- und Rückentraining sowie Gruppenkurse und Entspannungsangebote. Persönliche soziale Kontakte, Wertschätzung, individuelle Betreuung und viel Zeit für den Einzelnen sind Attribute, mit denen Betreiber bei den „älteren Trainingssemestern“ besonders punkten können. Empirische Untersuchungen zeigen, dass eine hohe Servicequalität des Studios wesentlich zur Zufriedenheit der Kunden und zur langfristigen Mitgliederbindung beiträgt. 01/2020 | medical fitness and healthcare

Foto: vectorfusionart - stock.adobe.com

Den richtigen Ton treffen Früher kannte man die Älteren eher als Patienten in der Physiotherapie, heute sind sie zu Konsumenten auf dem zweiten Gesundheitsmarkt geworden und nehmen Leistungen und Produkte in Anspruch. Eine hohe Kaufkraft und Konsumfreudigkeit gepaart mit einer hohen Lebenserwartung machen sie zu einer interessanten Zielgruppe. Dabei ist die „Silver Society“ keineswegs homogen. Aufgrund der starken Individualisierung innerhalb dieser Gruppe sollten sich Unternehmen bei den Werbemaßnahmen nicht an Vorurteilen orientieren und Altersstereotype in der Kommunikation meiden. Das Fremdbild der Senioren in der Gesellschaft wird ihrem Selbstbild nicht mehr gerecht. Eine vermeintlich altersgerechte Ansprache kann zu Irritationen führen, der „Seniorenkurs“ hat ausgedient und wird besser durch ein leichtes „Complete Body Workout“ ersetzt. Gesundheit gilt nicht mehr nur als Abwesenheit von Krankheit. Im Zeitalter des „Downaging“ lassen sich gesunde ältere Menschen mit einem Angebot, das an ein aktives Lebensgefühl appelliert, viel besser erreichen. Die Nutzung von Facebook, Online-Buchungen und digitalen Trainingsgeräten ist dabei Pflicht, denn sie ist längst Teil des Alltags dieser Zielgruppe geworden. Fakt ist, dass der demografische Wandel anhalten und die Gesellschaft weiter verändern wird. Gesundheitsorientierte Fitnessstudios und Physiotherapiepraxen können ihn als Chance verstehen, um sich frühzeitig mit passenden Konzepten im Markt zu positionieren und zum gesunden Altern beizutragen. Auszug aus der Literaturliste Froböse, I. Biallas, B. & Wallmann-Sperlich, B. (2018). DKV-Report: Wie gesund lebt Deutschland? Kapitel 3: Körperliche Aktivität, 16–25. Kamberovic, R. et al. (2020). DSSV, Deloitte, DHfPG: Eckdaten der deutschen Fitness-Wirtschaft 2020. Mitgliederstruktur, 38–42. Manchot, B. (2019). seca Trendreport. Wie das Zusammenwachsen von Fitness und Gesundheit die Branche revolutioniert. Active Aging, 25–29. Statistisches Bundesamt Destatis (2020): 14. Koordinierte Bevölkerungsvorausberechnung für Deutschland, Zugriff am 08.04.2020 unter https://service.destatis.de/ bevoelkerungspyramide/ Zukunftsinstitut. Megatrend Silver Society (2020), Zugriff am 08.04.2020 unter: https://www.zukunftsinstitut.de/dossier/megatrend-silver-society/ Für eine vollständige Literaturliste kontaktieren Sie bitte info@fitnessmanagement.de.


Branche

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Aufstiegskongress 2020

Für eine nachhaltige Zukunft – It’s time for action In diesem Jahr findet der Aufstiegskongress am 9. und 10. Oktober im m:con Congress Center Rosengarten in Mannheim statt. Der Fachkongress für die Zukunftsbranche Prävention, Fitness, Sport und Gesundheit steht 2020 unter dem Motto „time for action – Perspektiven schaffen und sichern“. Bereits am Vortag werden beim wissenschaftlichen Vorkongress „Up-to-date“ die neuesten Forschungsergebnisse und -erkenntnisse präsentiert.

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ie Fitness- und Gesundheitsbranche bleibt ein „People Business“, in dem der persönliche Kundenkontakt ein entscheidender Erfolgsfaktor ist – trotz zunehmender Digitalisierung. Auch Nachhaltigkeit wird zu einem immer größeren Thema in allen Bereichen des täglichen Lebens. Aber was bedeutet Nachhaltigkeit im Kontext von Unternehmensführung, Kundenzufriedenheit und Erfolg? Ein bestimmender Aspekt ist hierbei qualifiziertes, engagiertes Personal, um Chancen zu erkennen und zu nutzen und so den langfristigen Erfolg des Unternehmens zu garantieren. Beim diesjährigen Aufstiegskongress widmen sich renommierte Experten und Top-Speaker in ihren Vorträgen diesen Themen.

Erstklassiges und vielfältiges Programm Die Inhalte der Expertenvorträge an den zwei Kongresstagen sind unter anderem die Gestaltung einer werteorientierten Unternehmensführung, die Herausforderungen des demografischen Wandels im Hinblick auf den aufkommenden Fachkräftemangel, das Denken in Generationen, statt in Quartalen, und die Entwicklung eines nachhaltigen Personalmanagements, das sich an dem sich ändernden Arbeitsmarkt, der vom Arbeitgeber- zum Arbeitnehmermarkt wird, orientiert. Interessierten bietet sich die besondere Gelegenheit, im Anschluss an die einzelnen Vorträge und Seminare mit den jeweiligen Referenten in lockerer 01/2020 | medical fitness and healthcare


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Fotos: DHfPG/BSA

Die neuesten Forschungserkenntnisse auf dem Vorkongress

Atmosphäre ins Gespräch zu kommen. Entspannende EarlyMorning-Workouts und ein freundschaftliches Get Together mit DJ und Buffet bilden ein attraktives Rahmenprogramm. Auch in diesem Jahr ist die Partner-Ausstellung ein besonderer Bestandteil des Aufstiegskongresses. Hier haben Kongressteilnehmende die Möglichkeit, zu netzwerken und sich im unverbindlichen Gespräch mit namhaften Firmen über die neuesten Produkte und Angebote auszutauschen. Die Kongress-Lounge lädt zum Plaudern und Entspannen ein.

Praxisnah und aktuell: der zweite Kongresstag Am zweiten Kongresstag können Besucher an aktuellen Fach-Foren aus den Bereichen Training, Gruppentraining, Management, Ernährung, Sportökonomie, Coaching und Betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM) sowie an praxisnahen Intensivseminaren teilnehmen. Beispielsweise erfahren Interessierte des Fach-Forums BGM im Vortrag von Christoph Mundt mehr darüber, wie sinnhafte Arbeit dazu beitragen kann, die Fehlzeiten und gesundheitlichen Probleme der Arbeitnehmer aktiv zu reduzieren und welche Rolle ein guter Führungsstil dabei spielt. Jola Jaromin-Bowe und Clive Salz klären unter anderem im Fach-Forum Ernährung darüber auf, wie Ernährung gestaltet werden kann, um bis ins hohe Alter gesund zu bleiben und warum jedes Fitness- und Gesundheitsunternehmen mindestens eine Ernäh-

Treffen Sie die Top-Speaker in der Speakers Corner

rungsfachkraft im Team haben sollte. Die Vorträge sind am zweiten Kongresstag zeitlich so organisiert, dass Besucher an allen Foren teilnehmen können.

Vorkongress „Up-to-date“ – das Wissenschaftsforum der Branche Erneut findet am Vortag des Aufstiegskongresses der wissenschaftliche Vorkongress „Up-to-date“ statt, der in seiner dritten Auflage bereits als renommiertes Forum zum Austausch von Forschungsergebnissen der Branche gilt. In zahlreichen Kurzvorträgen präsentieren Professoren und Forscher der DHfPG, weiterer Hochschulen sowie Forschungspartner aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse. Beispielsweise spricht Sandra Gärttner in ihrem Vortrag über die Auswirkungen eines app-basierten Achtsamkeitstrainings auf das Achtsamkeitserleben von berufstätigen Männern und Frauen. Außerdem stellt Prof. Dr. Ronny Pohl vor, wie sich die Fitnessuhren immer mehr an neurophysiologischen Hintergründen orientieren, um so das Training nachhaltiger und ganzheitlicher zu gestalten. Auch beim Vorkongress besteht für Teilnehmende die Möglichkeit, sich im Anschluss an die Vorträge mit den Referenten über ihre aktuellen Forschungsergebnisse und -projekte auszutauschen. Der Vorkongress steht allen interessierten Kongressbesuchern offen. Weitere Informationen unter:

aufstiegskongress.de/vorkongress

Immer bestens informiert mit dem Kongress-Newsletter Sie möchten immer aktuell rund um den Aufstiegskongress und das Kongressprogramm informiert sein? Dann melden Sie sich auf der Kongresswebseite für den kostenfreien Newsletter an oder folgen Sie uns auf Facebook unter www.facebook.de/aufstiegskongress. Impressionen, Teilnehmerstimmen inkl. Videointerviews finden Sie unter www.aufstiegskongress.de.

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Branche

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Marketing | Anzeige

Foto: Julia Tim/Shutterstock.com

Für die Physiotherapie gerade jetzt wichtiger denn je!

MARKETING & SELBSTZAHLER Text: Thomas Kämmerling

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ährend ich diesen Artikel schreibe, herrscht aufgrund der Corona-Krise fast überall Unsicherheit. Doch gerade jetzt sollten wir darüber nachdenken, wie sich Physiotherapeuten in Zukunft positionieren sollten, um genügend Rücklagen zu bilden und sich krisenresistenter aufzustellen. Die Worte „Selbstzahler“, „Marketing“ und „Leistungskommunikation“ spielen dabei eine entscheidende Rolle. Weder Ausbildungsstellen, Fort- und Weiterbildungen noch Gerätehersteller lehren uns Physiotherapeuten, wie das neu gewonnene Wissen oder die neue Leistung lösungsorientiert an die Patienten vermarktet, empfohlen und verkauft werden kann. Praxen profitieren nur wenig von dem Wissenszuwachs der Mitarbeiter, den neuen Behandlungsmethoden oder Investitionen in den Trainingsbereich, weil dadurch kaum zusätzliches Geld eingenommen wird. Der Arbeitsaufwand und die Kosten für zusätzliche Leistungen und Fortbildungen sind groß – die Rendite viel zu gering. Eine geringe Rendite wiederum trägt nicht zur Arbeitsplatzsicherung bei und lässt es auch nicht zu, angemessene Löhne für die oft hochqualifizierten Mitarbeiter zu zahlen. Das Wohlgefühl des Patienten beim Verlassen der Behandlungsbank ist somit häufig das Ergebnis einer knallharten Kalkulation. Ändert sich nichts, werden viele Praxen durch steigende (Lohn-)Kosten und versäumte Umsätze ihre Dienste einstellen müssen – während oder nach der Krise.

Gute Leistung systematisch kommunizieren Als Therapeut und Sachverständiger für Gesundheitsanbieter weiß ich: Ausgefallene Behandlungsmethoden, moderne Trainingsgeräte und ein breites Therapieangebot lassen sich nicht wie durch Zauberhand vermarkten, empfehlen und

Thomas Kämmerling

Foto: Volker Beushausen

• seit 1983 in der Fitnessbranche tätig − Physiotherapeut und gelernter Kaufmann • 35 Jahre erfolgreicher Mitinhaber des Sportmedizinischen Trainingszentrums Kämmerling in Schwerte • Gründer und Mitinhaber der Unternehmensberatung KWS (Eröffnung 2010) • Sachverständiger für Gesundheitsanbieter beim DSSV

verkaufen. Hier sind Professionalität sowie insbesondere Struktur und System gefragt. Der Schlüssel zum Erfolg heißt Kommunikation. Der Empfehlungsprozess muss innerhalb Ihrer Therapie systematisch platziert sein. Für die Kommunikation Ihrer Leistung „nach außen“ (Marketing) sind die sozialen Medien in unserer digitalen Welt der effizienteste Weg. Was Sie brauchen, ist eine durchdachte digitale Marketingstrategie für Ihren Social-Media-Auftritt bei Facebook, Instagram etc., um Ihre Therapie mit mehr Selbstzahlung zu stärken oder den teuren Trainingsbereich mit begeisterten Gesundheitskunden zu füllen.

Was machen viele Physiotherapeuten aktuell falsch? Viele Physiotherapeuten … - machen keine oder zu wenig Werbung, um ihre außergewöhnlichen Behandlungsmethoden zu präsentieren oder ihren wertvollen Trainingsbereich mit selbstzahlenden Kunden zu füllen. Die neu gelernten Methoden werden nicht angewandt, die teuren Geräte „verstauben“ und sind somit nicht nur unattraktiv, sondern auch nicht lukrativ. - konzentrieren sich primär darauf, was der Arzt verordnet hat, unabhängig davon, ob es ggf. noch bessere Behandlungsmöglichkeiten gibt. Somit besteht weiterhin eine große Abhängigkeit vom gesetzlichen Kassensystem. - haben nicht die Zeit, sich selbst um ihren Social-MediaAuftritt und ihre Landingpages zu kümmern sowie regelmäßig professionelles Gesundheitsmarketing zu betreiben.

Konzepte, von denen alle profitieren Letztendlich ist alles nur eine Frage des richtigen Konzeptes, um eine Win-win-win-Situation für Patienten, Therapeuten und Unternehmer herzustellen. Dieses Konzept müssen Sie nicht selbst erfinden. Kaufen Sie es notfalls ein! Das Unternehmen muss zum Wohle der Hilfe suchenden Patienten das Angebot der Praxis so vermarkten können, dass der Patient den Nutzen darin erkennt. Dann ist er auch bereit, selbstzahlend mehr Leistungen anzunehmen, um einen schnelleren oder nachhaltigeren Behandlungserfolg zu erreichen. Das sind wir auch alle unserem Unternehmen, unseren Mitarbeitern und unseren Patienten schuldig. Gern unterstütze ich Sie dabei. 01/2020 | medical fitness and healthcare


Branche

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Strahlenschutzverordnung

Foto: innervisionpro - stock.adobe.com

EMS-Training – neue Regeln nach NiSV ab 2021 Am 25. März 2020 veröffentlichte das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit die Anforderungen an den Erwerb der „Fachkunde EMF“ (EMF = Elektromagnetische Felder), geregelt in Artikel 4 der Strahlenschutzverordnung, der in Teilen bereits zum 31. Dezember 2020 in Kraft tritt. Hier ist u. a. festgelegt, dass nur solche Personen Elektromyostimulationstraining (EMS) einsetzen dürfen, die nachweislich über die erforderliche Fachkunde verfügen.

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er Betreiber einer Anlage muss sicherstellen, dass die Person, die die Anlage anwendet, über die erforderliche Fachkunde verfügt, so sieht es Artikel 4 § 4 der Verordnung zum Schutz vor schädlichen Wirkungen nichtionisierender Strahlung bei der Anwendung am Menschen (NiSV) vor, der ab 31. Dezember 2021 gelten soll. Um diese Fachkunde auf dem aktuellen Stand zu halten, ist mindestens alle fünf Jahre die Teilnahme an einer Fortbildung erforderlich.

Neuer Fachkundenachweis soll Sicherheit erhöhen Ziel der nachzuweisenden Fachkunde soll es sein, die Sicherheit im Umgang mit nichtionisierender Strahlung am Menschen zu erhöhen. Dazu zählt insbesondere, die verwendeten Anlagen (Geräte, Einrichtungen oder Quellen) fachgerecht zu bedienen und die mit den Anwendungen verbundenen Risiken zu vermeiden. Die Fachkunde kann durch die Teilnahme an einer geeigneten Schulung (gemäß Anlage 3 der NiSV) erworben und durch den erfolgreichen Abschluss einer Prüfung belegt werden. 01/2020 | medical fitness and healthcare


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Wichtig zu wissen ist hierbei, dass Fachkunde nicht gleich Fachkunde ist. Die Anforderungen sind abhängig von der jeweiligen Art der Anwendung. Deshalb unterscheidet die NiSV in vier mögliche Fachkundegruppen. Jede einzelne Gruppe setzt sich wiederum aus ein bis maximal zwei Fachkundemodulen zusammen. Für jede Gruppe kann die Fachkunde separat erworben werden. Zu den Fachkundegruppen gehören neben „Laser/intensive Lichtquellen“, „Ultraschall“ und „EMF-Kosmetik“ auch das Elektromyostimulationstraining (EMS) – in der Verordnung mit „EMF-Stimulation“ bezeichnet. EMF steht hier für „Elektromagnetische Felder bei Niederfrequenz-, Gleichstrom- und Magnetfeldgeräten“.

berufliche Tätigkeiten, gegebenenfalls in Verbindung mit Nachweisen über einschlägige Fort- und Weiterbildungen anzuführen.

Fachärztliche Begleitung bei praktischen Übungen wird vorausgesetzt Eine weitere Neuerung umfasst die Anwesenheit von fachärztlichem Personal bei der Durchführung praktischer Übungen. In der NiSV ist vorgegeben, dass u. a. die praktische Schulung zum EMS-Training nur unter fachärztlicher Aufsicht erfolgen darf.

Mindestens alle 5 Jahre Aktualisierungskurse erforderlich

Anforderungen an die Qualifikation von Lehrenden steigen Mit Inkrafttreten von Artikel 4 der NiSV erhöhen sich auch die Bedingungen für die im Schulungsbetrieb eingesetzten Lehrkräfte. Neben der fachlichen und didaktischen Qualifikation zur Vermittlung der spezifischen Lerninhalte müssen sie für den Bereich EMS-Training künftig über eine mindestens einjährige praktische Anwendungserfahrung verfügen, um praktische Übungen an Anlagen anleiten zu dürfen. Auch hier sind entsprechende Belege, zum Beispiel über den erfolgreichen Abschluss der Berufsausbildung und über

Damit die Fachkunde erhalten bleibt und sich ändernden Gegebenheiten anpasst, ist nach § 4 Absatz 3 NiSV mindestens alle fünf Jahre eine Aktualisierung durch die Teilnahme an einer geeigneten Fortbildung notwendig. Im Vordergrund stehen hierbei insbesondere die für den Anwendungsbereich wesentlichen Strahlenschutzaspekte, neue technische Entwicklungen und wissenschaftliche Erkenntnisse. Quelle: Bundesanzeiger; herausgegeben vom Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz; www.bundesanzeiger.de; Bekanntmachung; veröffentlicht am Mittwoch, 25. März 2020; BAnz AT 25.03.2020 B7

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Branche

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Gesundheitsnetzwerk | Anzeige

Foto: Neustockimages - istockfoto.com

Immunsystem durch Training stärken – Zielgruppen besser erreichen

Netzwerk mit Ärzten und Gesundheitspartnern Muskeltraining stärkt das Immunsystem und schützt vor altersbedingter Sarkopenie. Immer mehr Fitness-, Physiotherapie- und Gesundheitsanbieter suchen nach Lösungen, sich mit ihrer Leistungsfähigkeit erkennbarer auszurichten. Medical Active Consulting bietet ein Konzept, das diese Unternehmen in lokale Netzwerke mit Ärzten und weiteren Gesundheitspartnern einbindet. Was verbirgt sich hinter diesem wachsenden Erfolgsrezept? medical fitness and healthcare sprach mit Medical Active-Entwickler Markus Rauluk. mfhc: Herr Rauluk, Ihr Netzwerk wächst und immer mehr Gesundheitsstudios sowie auch Therapeuten mit Selbstzahlerbereichen schließen sich Medical Active an. Warum sollten Studiobetreiber über Gesundheitsnetzwerke nachdenken und für welche Unternehmer sind diese besonders interessant? Markus Rauluk: Viele Fitnessbetriebe rüsten auf und positionieren sich mit immer vielfältigeren und lifestyle-orientierteren Angeboten. Es ist also nicht sinnvoll, hier als klassischer Premium- bzw. Gesundheitsanbieter mithalten zu wollen, auch weil der niedrige Beitrag der Discounter meist nur über entsprechend viele Mitglieder zu kalkulieren ist. Das Verhältnis von viel und günstig können sich Premium- bzw. Gesundheitsanbieter in der Regel nicht leisten. Das müssen sie aber auch nicht – denn neueste Statistiken belegen: Der Altersdurchschnitt steigt. 50 Prozent der Bevöl-

kerung sind bald zwischen 40 und 80 Jahre alt. Demografisch bedingt entstehen hier also neue, sehr interessante Zielgruppen mit ganz eigenen Ansprüchen und Bedürfnissen! Alle Unternehmer, die Menschen aus diesen Zielgruppen für sich als Mitglieder gewinnen wollen, können in Zukunft auf Gesundheitsnetzwerke kaum noch verzichten. mfhc: Was sind die wichtigsten unternehmerischen Aspekte, wenn ich ein Gesundheitsnetzwerk aufbauen möchte? Markus Rauluk: Ein entscheidender Erfolgsfaktor ist grundsätzlich das Thema Positionierung. Als Unternehmer muss man zunächst verschiedene Parameter festlegen, z. B. welche Zielgruppe man erreichen will, welche Bedürfnisse sie hat und wie man diese befriedigen kann. Es sollte u. a. geprüft werden, ob der Mitgliedsbeitrag, den man erzielen möchte, 01/2020 | medical fitness and healthcare


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mit der Qualität, die ich dafür bieten muss, übereinstimmt. Um diese Zielgruppe erreichen zu können, muss ich von ihr als Gesundheits- und Qualitätsunternehmer wahrgenommen werden. Es geht also um die Erkennungsmerkmale meiner Kompetenz. Neben meiner gesundheitlichen Ausrichtung, der Ausbildungsqualität meiner Mitarbeiter und der Ausstattung meiner Räumlichkeiten kann der Aufbau eines lokalen Netzwerkes aus Ärzten und weiteren Gesundheitspartnern meine Positionierung sehr gut unterstützen und helfen, die anvisierten Zielgruppen besser zu erreichen. mfhc: Was sind die Merkmale dieser Zielgruppen und was haben sie mit der Arztpraxis als Netzwerkpartner zu tun? Markus Rauluk: Bezogen auf die Arztpraxis ist ein wesentliches Merkmal meiner Zielgruppe die Besuchshäufigkeit. Menschen mit wenig Bezug zu eigenverantwortlichen Bewegungsaktivitäten besuchen Arztpraxen aus medizinischer Sicht oftmals wegen Kleinigkeiten, ausgelöst durch Bewegungsmangel. Viele Besuche wären also vermeidbar, würde man gezielt eigeninitiativ unter qualitativ kompetenter Betreuung trainieren. Medical Active hat zum Thema Besuchshäufigkeit drei relevante Zielgruppen im Fokus: 1. Engagiert im Job (oder in der Familie): Diese Patienten wollen oftmals, dass der Arzt nochmals „nachschaut“, um nach Möglichkeit schneller wieder fit zu werden. Der oftmals vermutete Wunsch nach einem Krankenschein ist nicht der Grund für häufige Arztbesuche. Es geht eher darum, die Arbeitskollegen nicht länger als nötig krankheitsbedingt im Stich zu lassen (oder die Familie zu vernachlässigen). 2. Fit im Alter: Die Hauptmotivation dieser Menschen für Arztbesuche ist eine Kombination aus Vorsicht und Qualitätsdenken. Sie sind offen für kompetente Empfehlungen, z. B. für Qualitätsanbieter, bei denen sie sich fit und gesund halten können. Möglicherweise haben sie Angst, sich ohne oder bei falscher Betreuung unnötigen gesundheitlichen Risiken auszusetzen. 3. Einsam im Alter: Diese Menschen besuchen die Arztpraxis oftmals aus sozialen Gründen wie Einsamkeit, vom Ehepartner getrennt, wenig Kontakt zur Familie und zum Nachbarn etc. Ihnen würde also Bewegung in einem angenehmen Umfeld unter Gleichgesinnten aus gesundheitlichen sowie auch aus sozialen Gründen guttun. Wir haben also eine Ursache, die in verschiedenen Symptomen sichtbar wird: Bewegungsmangel! Das Merkmal dieser drei Gruppen ist eine verhältnismäßig hohe Besuchshäufigkeit in Arztpraxen verschiedenster fachlicher Ausrichtungen aus unterschiedlichsten Gründen. Hausärzte und Orthopäden sind sicher die klassischen Fachbereiche, an die man als Gesundheitsanbieter zuerst denken würde, wenn es um Kooperationen geht. Nach unserer Erfahrung gibt es deutlich vielfältigere Möglichkeiten, ein Netzwerk mit Ärzten und Gesundheitspartnern zu gestalten. HNO- und Zahnärzte, Kardiologen, Gynäkologen, Urologen, Apotheker und The-

rapeuten, die Anzahl der Fachbereiche ist theoretisch unbegrenzt, da das Thema Bewegungsmangel fast überall eine Rolle spielen kann. mfhc: Was ist aus Ihrer Sicht die Motivation eines Arztes, das Thema Bewegung in seine Patientenberatung miteinzubeziehen? Markus Rauluk: Priorität hat immer der Patientennutzen. Durch gezieltes, eigenverantwortliches Training können die Beweglichkeit verbessert, das Immunsystem gestärkt und so der Genesungsprozess beschleunigt werden. Die Patienten können, je nach Ausgangsituation, schneller regenerieren und länger gesund bleiben. Einfach ausgedrückt: Wer fitter ist, ist seltener krank und hat ein stärkeres Immunsystem. Wichtig ist, dass Patienten hier dauerhaft Verantwortung für eigeninitiatives Training über die Therapie hinaus entwickeln. Außerdem: Auch die Wirtschaftlichkeit* einer Praxis spielt eine Rolle. Ärzte in Deutschland, Schweiz, Österreich etc. unterliegen oftmals einschränkenden Regelungen, was die Abrechnung von zu häufigen Praxisbesuchen (insbesondere bei Kleinigkeiten) bzw. der Leistungen einer Praxis angeht. mfhc: Bei Unternehmern der Fitness-, Physio-, und Gesundheitsbranche gibt es in Bezug auf Ärzte oft noch Vorbehalte und Fehlinterpretationen. Wie passen Ärzte, Fitness- und Gesundheitsunternehmer und Gesundheitstraining eigentlich zusammen? Markus Rauluk: Vorurteile und Denkmuster wie der Arzt als „Gott in Weiß“ oder „Nimmt mich ein Arzt überhaupt ernst?“ sind uns bekannt. Diese sind aber heutzutage meistens unzutreffend. Neben der Weiterentwicklung medizinischer Sichtweisen zu gezielten Bewegungsaktivitäten spielt hier auch der sogenannte Generationenwechsel bei Medizinern eine wichtige Rolle. Ärzte der neuen, jüngeren Generation sind oftmals selbst sehr sportlich unterwegs. Sie kennen den Sinn von eigenverantwortlichen Bewegungs-, Beweglichkeits- und Trainingsaktivitäten im Anschluss an die vorgeschaltete Therapie oder Genesungszeit. Sie sehen also den kooperativen Ansatz. Medical Active liefert Erfahrungswerte sowie erprobte Abläufe und Tools, die den effizienten Aufbau von lokalen Gesundheitsnetzwerken erleichtern.

Foto: privat

Markus Rauluk Markus Rauluk ist Inhaber und Entwickler von Medical Active International. Medical Active unterstützt qualifizierte Fitness- und Gesundheitsunternehmen bei der Optimierung ihrer Gesundheitspositionierung und beim Aufbau von lokalen Netzwerken mit Ärzten und Gesundheitspartnern. Durch die Beteiligung an einem kleinen Studio in NRW hat Markus Rauluk die Fitnessbranche im Alter von 20 Jahren von der Pike auf gelernt und übernahm schon frühzeitig Führungsaufgaben in größeren Clubs. Es folgten weitere Berufsstationen in Wien, London, Zürich, Berlin und Hamburg, u. a. für Meridian Spa & Fitness und Holmes Place, wo er professionelle Managementerfahrung sammelte. Anspruchsvolle und komplexe Themen in einfach anwendbare Abläufe zu wandeln ist seine Stärke. medical-active.net

* Wirtschaftlichkeit von Arztbesuchen: Viele Ärzte können bei regulär gesetzlich versicherten Patienten in Deutschland nur einen Besuch mit einem Pauschalbetrag pro Quartal abrechnen, der, abhängig von diversen Kennziffern, bei ca. 15 bis 35 EUR liegen kann. Immer mehr Menschen gehen wegen Kleinigkeiten und länger dauernden Genesungsprozessen verhältnismäßig oft (bis zu 3 – 5 Mal pro Quartal) zum Arzt. Auch in unseren Nachbarländern sind Arztpraxen aus diesen und ähnlichen Gründen überfüllt. 01/2020 | medical fitness and healthcare


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Fachartikel

Individualtraining

Foto: Elnur – stock.adobe.com

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Von der Trage zurück in den Wettkampf

Return to Sport Text: Oliver Muelbredt

Konzepte zur Rezidivvermeidung sind feste Bestandteile im Rückkehrprozess zum Wettkampfsport. Grundlage dieser umfassenden Konzepte ist die Überprüfung einzelner Rehabilitationsschritte zur Sicherstellung eines optimalen Heilungsprozesses. Daher bedarf jede Phase von „Return-to-Activity“ bis hin zu „Return-to-Competition“ einer standardisierten Überprüfung, um einen optimalen Rehabilitationsverlauf bei Sportlern zu gewährleisten.

F

ür die Sportpraxis stellt sich bei einer Verletzung – nach ärztlicher Diagnose und der sich daraus ergebenden Planung der notwendigen Therapie – für Athleten, Trainer, Vereinsverantwortliche sowie für Ärzte und Therapeuten die Frage nach dem optimalen Zeitpunkt für die Rückkehr des Athleten in den Wettkampf. Oftmals liegen Wunsch und Realität diesbezüglich weit auseinander. Um Rezidivverletzungen zu vermeiden, gilt es, einen Konsens zwischen den am Rehabilitationsprozess beteiligten Professionen herzustellen und auf standardisierte Testverfahren zurückzugreifen. Die Auswahl der Testverfahren sollte dabei stets an das sportartspezifische Anforderungsprofil angelehnt sein. Nicht nur die Wiederherstellung der Leistungsfähigkeit muss im Vordergrund stehen, sondern auch die Erkennung, Vermeidung und die Eliminierung von Defiziten, die als Folgen der Verletzung auftreten können. Betrachtet man den gesamten Rehabilitationsprozess, so stellt die sukzessive Belastungssteigerung in sämtlichen Phasen der Rehabilitation eine große Herausforderung dar. Aus diesem Grund sollten spezielle Screeningstufen beachtet werden (vgl. Abb. 1): 01/2020 | medical fitness and healthcare


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R-T-C

R-T-S

Allgemeines Rehabilitationstraining

Sportspezifisches Rehabilitationstraining

Individualisiertes, eingeschränktes Mannschaftstraining – Belastungserprobung

Return-to-Play-Assessment-Tool

R-T-P Ende AU

R-T-A

Rekonstruktion

Pre-Injury-Screening

V-K-B Ruptur

1. Spiel

Uneingeschränktes Mannschaftstraining – Wettkampftraining

Physiotherapie

Sportfähigkeit Biologische Heilung Abb. 1: Zentrale Ansatzpunkte im posttraumatischen Rehabilitationsprotokoll (Biedert et al., 2006, zitiert nach VBG, 2015)

SCREENINGSTUFEN Pre-Injury-Screening (P-I-S): Eine prospektive Datenerfassung im Sinne eines P-I-S liefert wichtige leistungsdiagnostische Referenzwerte des unverletzten Athleten, bevor es überhaupt zu einer Verletzung kommt. Hier besteht bereits die Möglichkeit der Intervention bei Defiziten, die als Prädiktoren für Verletzungen gelten, sodass geeignete Präventivmaßnahmen abgeleitet werden können. Return-to-Activity (R-T-A): R-T-A bezeichnet den Übergang von der klinischen Versorgung hin zum Rehabilitationstraining (VBG, 2015). Klinische Untersuchungen zeigen, ob der Athlet mit dem allgemeinen Rehabilitationstraining beginnen kann. Der Fokus liegt auf der Wiedererlangung von Stabilität und Beweglichkeit mit dem Ziel der kontrollierten Ausübung grundlegender Bewegungsmuster. Return-to-Sport (R-T-S): Als R-T-S-Phase wird die Zeitspanne vom Beginn der sportartspezifischen Rehabilitation bis zum individualisierten und uneingeschränkten Mannschaftstraining bezeichnet (VBG, 2015). Der Sportler muss in der Lage sein, bereits grundlegende subjektive und objektive Anforderungen (z. B. isokinetisches Training in der offenen Kette, Kontrolle der Beinachse bei Sprüngen) zu erfüllen. Die Trainingsinhalte orientieren sich verstärkt an dem Anforderungsprofil der Sportart und finden zunehmend auf dem Spielfeld statt, um den Athleten an die sportartspezifischen Belastungen heranzuführen. 01/2020 | medical fitness and healthcare

Ein progressiver Belastungsaufbau unter Anleitung von Athletiktrainern, Rehatrainern und/oder Physiotherapeuten ist hier essenziell. Die sportartspezifischen Übungen müssen koordiniert ausgeführt und von der geschädigten Struktur toleriert werden, ohne dass strukturelle Überlastungszeichen wie Schwellungen oder Schmerzen auftreten. Im eingeschränkten Mannschaftstraining wird bewusst noch auf Körperkontakt verzichtet und der Athlet nur punktuell und limitiert eingesetzt. Return-to-Play (R-T-P): R-T-P verfolgt die Weiterführung des erfolgreichen Übergangs vom limitierten und stark individualisierten Mannschaftstraining hin zur uneingeschränkten Teilnahme am Mannschafts- bzw. Wettkampftraining und beendet gleichzeitig die Phase der Arbeitsunfähigkeit (VBG, 2015; Hoffmann & Krutsch, 2016). Die Entscheidung über die Spielfähigkeit wird interdisziplinär auf der Basis einer umfassenden Testserie von allen am Rehaprozess beteiligten Verantwortlichen (z. B. betreuender Arzt, Physiotherapeut, Athletik- bzw. Rehatrainer, Sportpsychologe) gemeinsam getroffen (Bloch, Klein, Luig & Riepenhof, 2017). Return-to-Competition (R-T-C): R-T-C beschreibt den gesamten Rehabilitationsprozess vom Zeitpunkt der Verletzung bis zum Zeitpunkt der Rückkehr in den Wettkampf. Ob, wann und in welchem Umfang ein Athlet nach positiver Return-to-Play-Entscheidung im Wett-


Fachartikel

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Individualtraining

Zeitbasierte Rehabilitation 3–6 Wochen

Teilbelastung

12 Wochen

Beginn Lauftraining

16 Wochen

Beginn Ballkontakt und Cuttings

... 25 Wochen

... Reintegration ins Teamtraining

Funktionsbasierte Rehabilitation Funktion

Test

Isokinetische Testung: Beuger/Strecker (Seitendifferenz) ... ... ... Fußballspezifische Testbatterie: u. a. Neuromotorik, Bewegungsanalyse

Keine Schwellung Volle Streckung Klinische Stabilität ... ... ... Fußballspezifische Bewegung

–

Trainingssteuerung RETURN TO PLAY?

+

RETURN TO PLAY!

Abb. 2: Beispielverlauf für einen Return-to-Play-Prozess nach zeitbasierter Rehabilitation im Vergleich zur funktionsbasierten Rehabilitation im Fußball (Hoffmann & Krutsch, 2016)

Foto: Elnur – stock.adobe.com

kampf wieder eingesetzt wird, entscheidet in der Regel nun der Trainer. Ein Feedback und eine Abstimmung mit dem medizinischen Betreuerstab und dem Athleten selbst sind allerdings ausdrücklich zu empfehlen (Hoffmann & Krutsch, 2016). Auch durch ein noch so ausgeklügeltes Sytem wie „Return to Sport“ kann der individuelle Heilungsprozess nicht beschleunigt werden. Auch Monate nach einer Verletzung, z. B. nach Ruptur des vorderen Kreuzbands (V-K-B-Ruptur) und einer anschließenden Operation, finden Wundheilungsund Umbauprozesse im Bereich der verletzten Struktur statt und infolgedessen treten Defizite in den Bereichen Propriozeption, Muskelkraft und neuromuskuläre Ansteuerung auf (VBG, 2015). Daraus resultiert die Notwendigkeit eines Assessment-Tools, um diese Defizite zu überprüfen und den verletzten Athleten nicht zu früh in den Spielbetrieb zu inte-

grieren. Gerade im Bereich einer vorderen Kreuzbandruptur ist das Re-Rupturrisiko in den ersten zwei Jahren (insbesondere in den ersten zwölf Monaten ) am größten (Bloch, Klein, Luig & Riepenhof, 2017). Return-to-Play-Diagnostik Der alleinige Blick auf den zeitlichen Verlauf einer Verletzung ist für eine gewissenhafte Entscheidung über eine sichere Rückkehr des Athleten in den Wettkampfsport nicht ausreichend, da die Frage nach dem optimalen Zeitpunkt nicht nachhaltig geklärt ist (vgl. Abb. 2). Dieses mangelhafte Vorhandensein an weiteren Empfehlungen bestätigt die Notwendigkeit, anhand objektiver Kriterien eine Entscheidung treffen zu können, wohlwissend, dass eine erneute Verletzung nicht hundertprozentig ausgeschlossen werden kann, da niemals alle Risikofaktoren beeinflusst werden können. Grundsätzlich gilt: Je mehr Risikofaktoren vorliegen und je stärker deren Ausprägung ist, desto höher ist das Risiko einer erneuten Verletzung. Neben der klinischen bzw. ärztlichen Untersuchung sind sportwissenschaftliche/sporttherapeutische Tests im Sinne eines Assessment-Tools notwendig.

ASSESSMENT-TOOLS Klinische Voruntersuchung Die klinische Voruntersuchung sollte aus Palpation, Bewegungsfunktions- und Stabilitätsuntersuchungen sowie einem Isokinetik-Test bestehen. Eine isokinetische Untersuchung gibt Aufschluss über die spezifischen Kraftverhältnisse des Athleten. Hierzu werden vergleichende Testdaten zwischen Agonist und Antagonist sowie zwischen verletzter und nicht-verletzter Seite erhoben. Anhand dieser Daten können Aussagen bezüglich muskulärer Dysbalancen, muskulärer Defizite sowie eventueller Ansteuerungsprobleme getroffen werden. Asymmetrien gelten als Prädiktoren einer möglichen Wiederverletzung (vgl. Abb. 3). 01/2020 | medical fitness and healthcare


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Fachartikel

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Individualtraining

Ermüdungsprovokation Aufgrund von Ermüdung kommt es häufig zu einem starken Abfall der Leistungsfähigkeit im Seitenvergleich, der posturalen Kontrolle und der Bewegungsqualität, wodurch das Verletzungsrisiko steigt. Daher ist es notwendig, Tests auch unter Ermüdungsprovokation stattfinden zu lassen (vgl. Abb. 3).

Posturale Kontrolle (P-K) Als Test zur Überprüfung der P-K und der damit in Verbindung stehenden Propriozeption eignet sich der modifizierte „Star Excursion Balance Test“ (VBG, 2015). Durch diesen Test kann eine Aussage über eine zielgerichtete Reichweitendistanz getroffen werden, deren Defizite sich negativ auf dynamische Zielbewegungen bei der Sprung- und Bewegungsqualität auswirken und somit im Zusammenhang mit einem erhöhten Verletzungsrisiko stehen.

Psychologische Assessment-Tools (P-A-Ts) Zur Entscheidung, ob der Athlet sportfähig ist oder nicht, sollten P-A-Ts herangezogen werden. Diese geben Auskunft über motivationale Aspekte sowie Kontrollüberzeugungen des Athleten und über das aufgebaute Vertrauen in die verletzte Struktur bzw. weisen auf Ängste vor einer erneuten Verletzung hin (Bloch, Klein, Luig & Riepenhof, 2017). Oftmals empfohlen wird diesbezüglich der ACL-RSI-Fragebogen (Anterior Cruciate Ligament – Return to Sport after Injury Scale). Dieser sollte idealerweise präoperativ, vor der konservativen Behandlung sowie während des Rehabilitationsverlaufs regelmäßig angewendet werden. Athleten mit auffälligen Ergebnissen sollten sportpsychologisch betreut werden, um einen erfolgreichen Einstieg in den Wettkampfsport zu sichern.

Sprungtests Sprungtests sollten sowohl beidbeinig als auch einbeinig durchgeführt werden. Seiten- und Leistungsdefizite, z. B. in Knieachse oder Sprunggelenk, stehen in direktem Zusammenhang mit der Entstehung von Verletzungsmechanismen. Gerade unilaterale Landungsvorgänge sind die Basis in vielen Sportarten und stellen einen der Hauptverletzungsmechanismen dar (Bloch, Klein, Luig & Riepenhof, 2017). Schnelligkeit Ein gutes Niveau dieser motorischen Fähigkeit spielt eine wichtige Rolle im Bereich der motorischen Leistungsfähigkeit. Tests dienen dazu, neuromuskuläre Defizite aufzudecken. Hierzu wird beispielsweise der sogenannte Tapping-Test genutzt, der Erkenntnisse über Geschwindigkeit und Präzision feinmotorischer Bewegungen liefert.

Klinische Voruntersuchung Posturale Kontrolle Sprungtests

Agilität Durch Agilitätstests werden Situationen simuliert, die sehr nah an den Verletzungsmechanismus und das sportartspezifische Anforderungsprofil heranreichen (VBG, 2015). Hierbei werden Richtungswechsel, Start-/Stoppbewegungen sowie unvorhergesehene Bewegungsabläufe simuliert, die an die Wettkampfsituation angelehnt sind (Bloch, Klein, Luig & Riepenhof, 2017).

Schnelligkeit Agilität Ermüdungsprovokation Sprungtests (vorermüdet) Trainingsempfehlungen/Return-to-Play-Entscheidung Abb. 3: Schematischer Ablauf des Assessment-Tools (VBG, 2015)

Foto: DHfPG/BSA

Oliver Muelbredt Oliver Muelbredt, Diplom-Sportlehrer und Athletiktrainer am Olympiastützpunkt Rheinland-Pfalz/Saarland, bereitet Athleten diverser Disziplinen auf Weltmeisterschaften und die Olympischen Spiele vor und betreut weitere Spitzensportler, u. a. aus dem Motorsport. Gleichzeitig ist er Geschäftsführer des Rehazentrums sportsmed-saar, das ebenfalls seinen Sitz am Olympiastützpunkt Rheinland-Pfalz/ Saarland hat.

Fazit Bei der Frage, ob der Athlet wieder einsatzfähig ist, spielen zeitorientierte und objektive Kriterien eine zentrale Rolle. Die Durchführung einer Testbatterie, bestehend aus physiologischen, sportwissenschaftlichen und psychologischen Tests, ist hier von elementarer Bedeutung. Die Entscheidung über eine finale Rückkehr in den Wettkampfsport sollte von einem interdisziplinären Team getroffen werden. Ein regelmäßiges Monitoring in allen Phasen des Rehabilitationsprozesses eruiert individuelle Belastungen und Beanspruchungen des Athleten und sichert somit eine optimale Trainingssteuerung.

Auszug aus der Literaturliste Andersen, M. & Williams, J. (1999). Athletic injury, psychosocial factors and perceptual changes during stress. Journal of Sports Sciences, 17, 735–741. Baumeister, R., Bratslavsky, E., Finkenauer, C. & Vohs, K. (2001). Bad is stronger than good. Review of General Psychology, 5, 323–370. Devantier, C. (2011). Psychological predictors of injury among professional soccer players. Sport Science Review, 20, 5–36.

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Fachartikel

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Arthrosetherapie

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Training in der Arthrosetherapie richtig anwenden

Arthrose: Prävention durch Krafttraining Text: Karl Kühne

Das Robert Koch-Institut (RKI) stuft Arthrose als die weltweit am weitesten verbreitete chronische Gelenkerkrankung ein. Gezieltes und professionell betreutes Fitness- und Krafttraining in der Therapie wirkt dem fortschreitenden Gelenkverschleiß präventiv entgegen und reduziert nachweisbar Symptome. Neueste Erkenntnisse aus Sporttherapie, Funktionsdiagnostik und anthropologischen Untersuchungen bestätigen diese Erfahrungswerte von Trainern, Therapeuten und Sportlern.

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ie Ursachen für die Entstehung von Arthrose sind vielfältig und bisher nicht vollständig geklärt. Allgemein bekannt ist, dass die degenerativen Veränderungen des Gelenkknorpels ein wesentlicher Faktor der körperlichen Leistungsfähigkeit sowie der Lebensqualität sind. Neben genetisch bedingten Voraussetzungen, Altersprozessen sowie dem Geschlecht spielen diverse weitere Faktoren wie körperliche Fehl- und Überbelastungen eine ausschlaggebende Rolle. Die Deutsche Arthrose-Hilfe e. V. beschreibt die Lage wie folgt: „Arthrose ist die häufigste aller Gelenkerkran-

kungen. In Deutschland leiden etwa fünf Millionen Frauen und Männer unter Beschwerden, die durch eine Arthrose verursacht werden, mit steigender Tendenz. Zwei Millionen Menschen haben arthrosebedingt täglich Schmerzen und Alltagseinschränkungen.“ Die Dunkelziffer ist weitaus höher zu beurteilen. So werden bestehende, aber nur gelegentlich, also unregelmäßig auftretende Schmerzen durch Arthrose nicht in der Statistik erfasst. Am häufigsten betroffen sind Hände, Knie und Hüften, aber auch alle anderen Gelenke können befallen sein. Viele Betroffene haben Arthrose nicht nur an einem, sondern – 01/2020 | medical fitness and healthcare


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laut einer umfangreichen Mitgliederbefragung der Deutschen Arthrose-Hilfe mit über 60.000 Antworten – gleichzeitig an sechs und mehr Gelenken.

vergleichbar, auch wenn sie wesentlich kleiner als die des Menschen sind. Vergleichbar ist auch der Einfluss, den die Muskeln auf das Gelenk respektive den Gelenkknorpel haben.

Krankheitshäufigkeit steigt mit zunehmendem Alter

Saubere Knorpelstrukturen durch Bewegung

Forschungsergebnissen des Robert Koch-Instituts (RKI) zufolge leidet altersübergreifend jeder fünfte Deutsche mindestens einmal in seinem Leben an Arthrose und die Prävalenz (Krankheitshäufigkeit) steigt mit zunehmendem Alter deutlich an (JoHM 3/2017). Ab dem 60. Lebensjahr sind gut die Hälfte der Frauen und ein Drittel der Männer betroffen. Die vielen Arten der Arthrose treten sehr unterschiedlich auf. Während bei einer Hüftgelenksarthrose beide Geschlechter gleichermaßen betroffen sind, leiden Frauen im Alter doppelt so häufig an einer Arthrose der Knie- und Fingergelenke als Männer. Entzündliche Gelenkknorpelerkrankungen verursachen häufig Schmerzen und führen in letzter Instanz zum künstlichen Gelenkersatz. Über vier Millionen Menschen haben allein in Deutschland bereits ein künstliches Gelenk. Jährlich werden etwa 230.000 künstliche Hüftgelenke, 180.000 künstliche Kniegelenke sowie 24.000 künstliche Schultergelenke eingesetzt. Weltweiter Spitzenreiter im operativen Ersatz von Gelenkstrukturen sind im Übrigen Deutschland (Hüfte) und USA (Knie) (Implant Files 2018).

Injektionen gegen Schmerzen Bei fortgeschrittener Kniegelenksarthrose werden häufig medizinische Präparate u. a. mit Hyaluronsäure direkt in das betroffene Gelenk injiziert, um einen weiter zunehmenden Entzündungsprozess zu verhindern. Hyaluronsäure wird auch in einem Mischpräparat mit Kortison verwendet, um die Sekretion – also die Herstellung von körpereigener „Gelenkschmiere“ (Synovia) – zu unterstützen und bereits bestehende Entzündungsprozesse zu überbrücken. Als problematisch ist diese Vorgehensweise anzusehen, wenn man die Arthrose als chronisch degenerative Gelenkerkrankung genauer verstehen möchte. Die Ursache des Knorpelverlustes wird bei dieser Art der Therapie kaum beachtet. Leider wirkt sich Kortisol (körperlich transferiertes Cortison) kontraproduktiv auf körpereigene Heilungs- und Aufbauprozesse aus, was wiederum weitere Degenerationsprozesse in einer Abwärtsspirale mit sich bringen kann. Der Knorpelverschleiß stellt demnach ein fortschreitendes Problem dar, das mit Spritzen, Nahrungsergänzungen oder Medikamenten nur kurzfristig überbrückt bzw. ignoriert werden kann.

Die aktive Gruppe der Versuchsmäuse hatte die Möglichkeit, auf einem Laufrad ihrem natürlichen Bewegungsdrang nachzugehen, während die Mäuse der Vergleichsgruppe inaktiv bleiben mussten. Die Untersuchungen ergaben einen signifikanten Unterschied innerhalb der Ordnung und Ausrichtung der Knorpelfibrillen. Die Knorpelstrukturen der aktiven Mäuse waren sauber, strukturiert und ordentlich, während die Strukturen der inaktiven Vergleichsgruppe verwahrlost, ungeordnet und voller mineralisierter (teilweise verknöcherter) Knorpelfasern waren. Nach den Untersuchungen kann zusammengefasst werden, dass psychische Stressfaktoren und Bewegungsmangel eine Entgleisung der natürlichen Zellordnung innerhalb der Knorpelzellen zur Folge haben, die sich negativ auf die Bewegungsfähigkeit und den Ernährungszustand der Knorpel auswirkt.

Bewegungsmangel fördert Arthrose Maßgeblich beteiligt am Knorpelverschleiß der inaktiven Mäusegelenke waren die antennenähnlichen Rezeptoren an der Oberfläche der Knorpelzellen. Diese empfangen die körperliche Unterbelastung und schicken diese als Negationsafferenz (Negativerfahrung) weiter an das Gehirn. Dort werden diese zusammen mit zusätzlichen negativen Empfindungen wie u. a. Stress in einem komplexen Ursache-Wirkungs-Mechanismus verarbeitet. Dem Prinzip „Use it or lose it“ folgend wird der durch Bewegungsmangel unnötig gewordene Mineralienverbraucher, die Knorpelsubstanz, abgekapselt, da offenbar kein Bedarf an der Weiterentwicklung benötigter Strukturen (Knorpel) besteht. Die Knorpelzellen beginnen sogar damit, vormals nicht mineralisierte Bereiche aufgrund des nun energetischen

Neue Untersuchungen bekräftigen Handlungsfelder der Sporttherapie Wissenschaftliche Untersuchungen der jüngeren Vergangenheit bestätigen langjährige Erfahrungswerte von Trainern und Leistungssportlern. An der Universität Münster wurden Knorpelstrukturen von körperlich aktiven und inaktiven Mäusen analysiert. Genauer betrachtet wurden hierbei die sogenannten Fibrillen, kleinste Fasern innerhalb der Knorpelstrukturen – dicht an dicht angeordnet im funktionalen Komplex mit den Knorpelzellen. Die körpereigenen Prozesse dieser Muskelfasern sind 01/2020 | medical fitness and healthcare

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Fachartikel

HA

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Arthrosetherapie

Missverhältnisses zu mineralisieren und somit entartete Strukturen aufzubauen. Der hyaline Gelenkknorpel beginnt an manchen Stellen zu verschwinden, an anderen wiederum entstehen im schlimmsten Falle unerwünschte Verknöcherungen und Zysten. Entzündungen und Schmerzen können sich manifestieren und schlimmstenfalls chronifizieren.

Alte Knochen bestätigen neue Erkenntnisse

Fazit Regelmäßiges Krafttraining mit einer sinnvollen Intensitätssteuerung und periodisch wechselnden Trainingsmethoden wirkt sich positiv auf die Gelenkgesundheit und insbesondere auf die Knorpelstrukturen aus. Neben Fitnesstraining bietet kaum eine andere Sportart diesen planbaren Mehrwert sowie den präventiven Nutzen bei fortschreitendem Gelenkverschleiß. Regelmäßiges Krafttraining stärkt den Knorpel und kann sogar die schonendere und zielführendere Option gegenüber Spritzen oder – schlimmstenfalls – einer Operation mit Risiken und Nebenwirkungen darstellen. Qualifizierte Trainer und Sporttherapeuten können auf jeden Arthrosepatienten individuell eingehen und so je nach Krankheitsbild individuell zugeschnittene Trainingspläne entwickeln. Das führt zu mehr Lebensqualität der Betroffenen und einem gesunden und körperlich leistungsfähigen Älterwerden.

Karl Kühne

Krafttraining als wirkungsvolle Gegenstrategie Die Übertragung dieser Ergebnisse auf die heutige Zeit lässt einen direkten Vergleich mit dem Training im Fitness- oder Gesundheitsstudio bei korrekter und intensitätsgesteuerter Trainingsplanung zu. Krafttraining stellt die wirkungsvolle Gegenstrategie zu der beschriebenen Problematik und den gelenkinternen Abbauprozessen dar. Mit natürlicher und komplett durchgeführter Gelenkbewegung (ROM), unter dosierter Belastung, beginnt ein „Umdenken“ in den Zellen des Knorpels. Die mentale Komponente, also der Spaß an der Bewegung bei gleichzeitigem Kraftaufwand im Krafttraining, schafft den langfristigen Zuwachs an stabilisierender Muskulatur durch positives Adaptationsverhalten. Einfacher gesagt: Wenn Bewegung Spaß macht, wächst der Körper.

Qualifizierte Betreuung bei Arthrose Die professionelle Betreuung in Fitness- und Gesundheitsanlagen ist aus Sicht der „Deutschen Zeitschrift für Sportmedizin“ für Betroffene effektiv: „Eine Einweisung durch geschultes Personal im Fitnessstudio durch Physiotherapeuten oder Trainer ist sinnvoll, um ein individuell auf die Ausgangslage und Beschwerden zugeschnittenes Programm zusammenzustellen. Danach können Betroffene ergänzend auch zu Hause oder im Studio trainieren.“

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D d L m a g

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Foto: DHfPG/BSA

Ein weiteres wissenschaftliches Projekt gibt ähnliche Hinweise. Im Rahmen einer Studie des Museu Nacional de História Natural e da Ciência in Lissabon wurden die Knochen von Menschen untersucht, die in den letzten zwei Jahrhunderten verstorben waren. Gegenstand der Untersuchung war die Frage nach der Langlebigkeit der Gelenkknorpel in Zusammenhang mit der Berufsgruppe, der die Verstorbenen zugeordnet werden konnten. Die Ergebnisse weisen auf einen direkten Zusammenhang zwischen immer wiederkehrenden körperlichen Belastungen, routinierten Bewegungsabläufen und gleichbleibenden Gelenkknorpeln hin. Einfacher ausgedrückt, es war die Berufsgruppe der Landwirte, die auch im hohen Lebensalter noch überwiegend normal dicke Gelenkknorpel aufwiesen. Im Gegensatz dazu zeigte die Berufsgruppe der Tagelöhner bereits im jungen Lebensalter eine hohe Arthroseprävalenz auf. Diese Berufsgruppe zeichnet sich vor allem durch körperliche Überlastung in Kombination mit Stress durch Arbeitslosigkeit und Existenzangst aus. Was also unsere Knorpelzellen zum Substanzerhalt stimuliert, kann durch das Beispiel des historischen Landwirtes übertragen werden: Die regelmäßige Bewegung entspricht der täglichen körperlichen Arbeit, routinierte Belastungsmuster bedeuten keine körperliche Überforderung und nicht zuletzt gibt es einen periodisierten Wechsel im Anforderungsprofil, also jahreszeitabhängige Belastungswechsel.

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Karl Kühne, M. A. Prävention und Gesundheitsmanagement, verfügt über langjährige Erfahrung als Coach von Wettkampfsportlern und als Therapeut von Patienten verschiedener Sportarten und medizinischer Fachbereiche. Er ist seit vielen Jahren als Dozent und Tutor für die Deutsche Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement (DHfPG) sowie die BSA-Akademie tätig. Seine Aufgabenbereiche umfassen die Trainingslehre, Gesundheitsförderung und Sporttherapie. www.dhfpg-bsa.de

Auszug aus der Literaturliste Deutsche Arthrose-Hilfe e. V. (2020). Hilfe für gelenkkranke Menschen. Zugriff am 03.04.2020 unter https://www.arthrose.de/index.php?id=89 Deutsche Zeitschrift für Sportmedizin (2020). Arthrosetherapie – Sport ist das Mittel der Wahl. Zugriff am 03.04.2020 unter https://www.zeitschrift-sportmedizin.de/arthrosetherapie-sport-ist-das-mittel-der-wahl/ Fuchs J., Kuhnert R., Scheidt-Nave C. (2017) 12-Monats-Prävalenz von Arthrose in Deutschland. Journal of Health Monitoring 2(3): 55–60. DOI 10.17886/RKIGBE-2017-054 Milella, M., Cardoso, F. A., Assis, S., Lopreno, G. P. & Speith, N. (2015). Exploring the relationship between entheseal changes and physical activity: A multivariate study. American journal of physical anthropolo-gy, 156(2), 215–223. Jurmain, R., Cardoso, F. A., Henderson, C. & Villotte, S. (2011). Bioarchaeology's Holy Grail: The recon-struction of activity. A companion to paleopathology, 531–552. Für eine vollständige Liste kontaktieren Sie bitte marketing@dhfpg-bsa.de.

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Fachartikel

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Psychologie

Psychologische Strategien bei Wiederverletzungsängsten

Coping-Strategien im Leistungssport Foto: fizkes – stock.adobe.com

Text: Jan Spielmann und Prof. Dr. Jan Mayer

Eine Sportverletzung verursacht nicht nur Schmerzen, sie kann genauso das allgemeine Wohlbefinden beeinträchtigen und zu psychischen Belastungen führen. Auch nach der vollständigen physischen Heilung kann es weiterhin zu psychischen Reaktionen wie der aufkeimenden Angst vor Wiederverletzungen kommen. Hier können sportpsychologische Bewältigungsmethoden, sogenannte Coping-Strategien, bei der Betreuung von verletzten Sportlern helfen, um der Entstehung von Wiederverletzungsängsten entgegenzuwirken.

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icht nur im Profisport spielen Verletzungen eine große Rolle: In Deutschland treiben circa 23 Millionen Menschen regelmäßig Sport, davon verletzen sich jährlich 1,25 bis 2 Millionen (Schmitt-Sody & Valle, 2015). Mit 46,5 Prozent ist die Verletzungsgefahr im Fußball am höchsten (Schmitt-Sody & Valle, 2015). Eine Metaanalyse von Ivarsson und Kollegen (2010) zeigte, dass psychologische Einflussfaktoren wie sich verändernde Lebenssituationen (z. B. Änderungen des Gesundheitszustandes eines Angehörigen, Veränderung der Freizeitgewohnheiten oder persönlicher Erfolg) sowie eine geringe Stressresistenz als Prädiktoren für Verletzungen gesehen werden können.

berger, Jokl & Ickovics, 2006; Johnson & Podlog, 2014), liegt es nahe, diesen Prozess auch sportpsychologisch zu unterstützen (Kleinert, 2019). Dabei können individuelle Bewältigungsmethoden, sogenannte Coping-Strategien, helfen. Sie ermöglichen einen konstruktiven Umgang mit Verletzungsbzw. Wiederverletzungssituationen. Der Begriff „Coping“ leitet sich aus dem Englischen ab und dient in der Psychologie als Sammelbegriff für Stressbewältigungsstrategien. Eingeführt wurde die Bezeichnung im Transaktionalen Stressmodell nach Lazarus (1984), das zwischen emotionsorientiertem, problemorientiertem und bewertungsorientiertem Coping differenziert (Lazarus & Folkman, 1984):

Anwendung von Coping-Strategien

Emotionsorientiertes Coping Beim emotionsorientierten Coping, auch palliatives Coping genannt, liegt der Schwerpunkt auf den Emotionen und es wird an der Regulation der eigenen emotionalen Erregung gearbeitet. Dazu werden negative Emotionen z. B. mit Entspannungsübungen oder positiven Selbstgesprächen bewältigt.

Der physiologische Heilungsprozess kann durch Gedanken, Glaubenssätze und Einstellungen sowohl positiv als auch negativ beeinflusst werden (Kleinert, 2019). Da die Bedeutung von psychischen und psychosozialen Faktoren für den Genesungsprozess mehrfach nachgewiesen wurde (Rosen-

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(Spielmann, Hermann & Mayer, 2019), sondern es ist mit einem weiteren Leistungsabfall zu rechnen (Kleinert, 2002). Durch diese ungewisse Situation schwindet das Selbstbewusstsein des Athleten und es können sich Angstsymptomatiken entwickeln. Im von Kleinert (2002) postulierten Stress-Wiederverletzungs-Modell wird eine Beziehung zwischen kognitiven und emotionalen Komponenten angenommen. Die Sorge vor einer erneuten Verletzung kann sich negativ auf die Wiederherstellung von körperlichen Funktionen auswirken. Studien zeigen, dass Wiederverletzungsängste Rehabilitationsprozesse hemmen und somit eine schnelle, erfolgreiche Rückkehr in den Sport erschweren können (Hsu, Meierbachtol, George & Chemielewski, 2017). Die Anwendung sportpsychologischer Methoden einerseits sowie die Partizipation des Athleten an der Planung des Rehabilitationsablaufs anderseits können zu einer besseren Akzeptanz und Bewältigung der Verletzungssituation führen.

Problemorientiertes Coping Bei dem Ansatz des problemorientierten Copings steht das Problem im Zentrum der Aufmerksamkeit und durch die Vorstellung von positiven Ereignissen wird eine Verminderung oder Lösung angestrebt. Bewertungsorientiertes Coping Das bewertungsorientierte Coping wird auch kognitives Coping genannt. Hier geht es um ein Umdenken oder Neubewerten einer belastenden Situation, wodurch der Stress bewältigt werden kann.

Coping-Strategien für den Alltag Einige psychoregulative Coping-Strategien lassen sich sehr einfach in den Alltag integrieren: Dazu zählen beispielsweise bekannte Entspannungsverfahren wie die Progressive Muskelentspannung nach Jacobson (1990). Hier werden bestimmte Körperregionen im Wechsel aktiv angespannt und entspannt. Dadurch dass die Wahrnehmung auf diese An- und Entspannung gelenkt wird, entsteht ein Entspannungsgefühl. Auch das Autogene Training gilt als wirksame Strategie zur Reduktion von Stress (Schultz, 2004): Die gesamte Konzentration wird durch Autosuggestion nach und nach zu verschiedenen Körperteilen gelenkt, was sich unter anderem positiv auf das vegetative Nervensystem auswirkt (Leithner & Wolner-Strohmeyer, 2007). Einige Sportler setzen zudem bewusst Musik ein, um ihre Aktivation zu regulieren. Die Anwendung von Coping-Strategien sollte somit stets in individueller Abstimmung mit dem Sportler geschehen, um die optimale Wirksamkeit zu gewährleisten.

Fazit Geeignete Coping-Strategien können zu einem positiveren Umgang mit verletzungsrelevanten Stressoren führen. Hierbei kann die sportpsychologische Betreuung dazu beitragen, die individuellen Bewältigungsstrategien zu reflektieren und als hilfreich oder weniger hilfreich zu kategorisieren. Auf Basis dieser Selbstreflexion ist die Entwicklung neuer, stabiler Bewältigungsstrategien möglich. Spielmann und Kollegen (2019) empfehlen daher eine sportpsychologische Betreuung und Beratung „vor, während und nach Sportverletzungen“.

Die Angst vor der Wiederverletzung Auszug aus der Literaturliste

Eine Untersuchung von Ekstrand, Hägglunnd und Waldén (2011) ergab, dass 16 Prozent der Profifußballer nach überstandener Verletzung eine Wiederverletzung erleiden. Diese wird durch das Zusammenspiel von bio-psycho-sozialen Aspekten begünstigt (Kleinert, 2002). Aufgrund einer erneuten Verletzung wird der Athlet nicht nur wiederum aus dem sozialen Kontext und seinem gewohnten Umfeld gerissen

Ekstrand, J., Hägglund, M., & Waldén, M. (2011). Epidemiology of Muscle Injuries in Professional Football (Soccer). The American Journal of Sports Medicine, 39 (6), 1226–1232. Spielmann, J., Hermann H. D., & Mayer, J. (2019). Sportpsychologische Beratung und Diagnostik zur Prävention und Rehabilitation von Sportverletzungen. Sportphysio, 7 (5), 217–225. Für eine vollständige Literaturliste kontaktieren Sie bitte marketing@dhfpg-bsa.de.

Foto: DHfPG/BSA

Foto: Jan Spielmann

Jan Spielmann

Prof. Dr. Jan Mayer

Jan Spielmann, M. Sc. Sportwissenschaft und sportpsychologischer Experte (asp), war zuletzt als Doktorand an der Universität des Saarlandes tätig. Aktuell ist er als Koordinator Sportpsychologie & Wissenschaft im TSG ResearchLab, als Leistungsdiagnostiker „Sportpsychologie“ bei der TSG 1899 Hoffenheim sowie als Sportpsychologe der TSG Reha aktiv.

Prof. Dr. Jan Mayer, Sportpsychologe, betreut aktuell die 1. Mannschaft der TSG 1899 Hoffenheim und berät den DOSB. Mit Prof. Dr. Hans-Dieter Hermann leitet er die Coaching Competence Cooperation Rhein-Neckar. Zudem ist er Professor an der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement (DHfPG) und Honorarprofessor an der Universität des Saarlandes. www.dhfpg-bsa.de

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Fachartikel

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Ernährung

Mit verschiedenen Nährstoffen zurück zum Sport

Mikronährstoffe nach Trainingspausen Text: Niklas Schwarz

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Nach einer längeren Trainingspause, bedingt durch eine Verletzung, fehlende Motivation oder Zeitmangel, wollen viele Sportler sofort wieder mit dem Training „durchstarten“. Bestimmte Mikronährstoffe können sich während des Wiedereinstiegs positiv auf das Training und die Regeneration auswirken. Es werden zwar viele Nährstoffe als positiv beworben, allerdings ist häufig unklar, welche Mikronährstoffe nachweislich wirksam sind.

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port gehört heutzutage für einen Großteil der Bevölkerung zum Alltag. Allerdings trainieren nur wenige Sportler über mehrere Jahrzehnte ohne längerfristige Unterbrechung. Viele Hobby- und auch Leistungssportler legen über die Jahre hinweg eine oder mehrere Trainingspausen ein. Eine solche Trainingspause kann durch eine Verletzung, zeitliche Einschränkung oder fehlende Motivation bedingt sein. Umfasst die Trainingspause nur wenige Tage oder Wochen, ist es für viele kein großes Problem, wieder mit dem Training zu starten und schnell das ehemalige Niveau zu erreichen. Wird das Training bzw. der Sport jedoch für mehrere Monate oder sogar Jahre unterbrochen, ist es ratsam, nicht direkt mit voller Leistung zu starten. Da jedoch die meisten Sportler wieder schnell auf ihr Ausgangslevel zurück möchten, ist dies sehr problematisch: Der Körper ist durch die lange Pause anfälliger für Verletzungen und die Regeneration ist verlangsamt. Gewisse Nährstoffe können dabei helfen, die Verletzungsanfälligkeit zu verringern und die

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Regeneration beim sportlichen Wiedereinstieg nach einer langen Trainingspause zu verbessern. Nachfolgend wird eine Auswahl solcher Nährstoffe vorgestellt.

Vitamin D Vitamin D gehört zu den fettlöslichen Vitaminen und seine Hauptaufgabe besteht im Kalziumstoffwechsel. Die meisten Personen, die sich in einer längeren Trainingspause befinden, sind unzureichend mit diesem Nährstoff versorgt. Eine Erhöhung der Vitamin-D-Zufuhr und ein damit verbundener höherer Vitamin-D-Spiegel verbessert, in Kombination mit Krafttraining, die Muskel- sowie Maximalkraft (Antoniak & Greig, 2017; Carrillo et al., 2013). Es wurde gezeigt, dass nach einer Operation mit einer anschließenden frühen Rehabilitation inklusive Vitamin-D-Gabe die Regeneration beschleunigt und die Haltung sowie das Gleichgewicht verbessert werden konnten (Skrobot et al., 2019).

Gelatine/Kollagen Foto: freepik.com

Gelatine besteht größtenteils aus denaturiertem bzw. hydrolysiertem Kollagen. Kollagene sind tierische Strukturproteine, die hauptsächlich im Bindegewebe enthalten sind. Sie befinden sich z. B. in Sehnen, Bändern, Knorpeln und Knochen. Bei Personen mit Sehnenleiden konnte eine regelmäßige

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Fachartikel

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Ernährung

Einnahme von Kollagenpeptiden das Return-to-Sport-Programm beschleunigen. Weiterhin trat eine Linderung der Knieschmerzen durch eine wiederholte Gabe von Gelatine in Kombination mit Vitamin C ein. Das zusätzliche Vitamin C verbesserte mit der Gelatine die Kollagensynthese (Praet et al., 2019; Rawson et al., 2018).

HMB

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HMB steht für 3-Hydroxy-3-methylbuttersäure und ist ein Stoffwechselprodukt aus der essenziellen Aminosäure Leucin. Die Kombination aus Rehabilitation und der Einnahme von HMB konnte den Erhalt fettfreier Masse nach langer Inaktivität sichern (Rawson et al., 2018). Außerdem kann durch eine Supplementierung mit HMB das Rehaprogramm verbessert und der Wiederaufbau der Muskulatur unterstützt werden (Engelen, Mariëlle P. K. J. & Deutz, 2018). Es wurde gezeigt, dass HMB in Verbindung mit den Aminosäuren Arginin und Glutamin den Abbau der Muskelkraft nach einer Operation und einem anschließenden Rehatraining reduzieren kann (Nishizaki, Ikegami, Tanaka, Imai & Matsumura, 2015).

Kreatin Kreatin, das überwiegend in tierischen Lebensmitteln vorkommt, kann im menschlichen Körper aus den Aminosäuren Glycin, Arginin und Methionin synthetisiert werden. Kreatin ist ein bekanntes Supplement im Sport. Auch bei der Rückkehr zum Sport, nach einer längeren Trainingspause, zeigte Kreatin viele Vorteile. Durch die Einnahme von Kreatin während der Rehabilitation kam es zu einer schnelleren Muskelquerschnittszunahme sowie zu einer Maximalkraftsteigerung. Ebenso verringert Kreatin die Muskelatrophie während der Immobilisation und den darauffolgenden Kraftzuwachs während der Rehabilitation. Weitere Effekte des Kreatins sind eine verbesserte Regeneration sowie ein geringeres Schmerzempfinden während des Rehabilitationstrainings (Juhasz et al., 2018; Rawson, Miles & Larson-Meyer, 2018; Richard B. Kreider et al., 2017).

Foto: DHfPG/BSA

Niklas Schwarz Niklas Schwarz, B. A. Ernährungsberatung, ist als Dozent, Autor und Tutor an der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement (DHfPG) sowie an der BSA-Akademie im Fachbereich Ernährung tätig. Praktische Erfahrung sammelte er mehrere Jahre als Fitnesstrainer und Ernährungscoach in der Betreuung von Sportlern sowie übergewichtigen Personen.

Fazit Es gibt einige Nährstoffe, die einen positiven Effekt auf den Rehabilitationsverlauf bzw. den Wiedereinstieg ins Training nach einer längeren Pause haben können. Somit sollte jeder Sportler, der nach einer langen Unterbrechung wieder zum Sport zurückkehrt, die Wiederaufnahme des Trainings mit angepasster Intensität und adäquatem Umfang gestalten. Da die zusätzliche Zufuhr bestimmter Mikronährstoffe jedoch wenig Erfolg versprechend ist, solange diese nicht auf einer bedarfsgerechten, ausgewogenen und gesunden Ernährung aufbaut, sollte zur Optimierung der Trainingsund Rehabilitationserfolge nach längeren Trainingspausen eine Zusammenarbeit mit qualifizierten Ernährungsberatern angestrebt werden.

Auszug aus der Literaturliste Engelen, Mariëlle P. K. J. & Deutz, N. E. P. (2018). Is HMB an effective anabolic agent to improve outcome in older diseased populations? Current opinion in clinical nutrition and metabolic care, 21 (3), 207–213. Juhasz, I., Kopkane, J. P., Hajdu, P., Szalay, G., Kopper, B. & Tihanyi, J. (2018). Creatine Supplementation Supports the Rehabilitation of Adolescent Fin Swimmers in Tendon Overuse Injury Cases. Journal of sports science & medicine, 17 (2), 279–288.

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NEU AB WS 2020 B. SC. SPORT-/GESUNDHEITSINFORMATIK

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Studium – Weiterbildung – Qualität Informationen/Neuigkeiten der BSA-Akademie, der BSA-Zert und der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement

Neue Studienschwerpunkte an der DHfPG: Psychische Gesundheit und Fitnessmanagement Der Master-Studiengang Prävention und Gesundheitsmanagement der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement (DHfPG) wurde um die zwei neuen Studienschwerpunkte Psychische Gesundheit und Fitnessmanagement erweitert. Insgesamt können die Studierenden nun zwei aus insgesamt 16 Studienschwerpunkten auswählen. Diese können sie flexibel auf die konkreten beruflichen Anforderungen und/oder ihre persönliche Karriereplanung ausrichten. dhfpg.de/mpgm Foto: DHfPG/BSA

Erlangen Sie die DVGS-Zusatzqualifikation im MasterStudium Prävention und Gesundheitsmanagement Die Deutsche Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement (DHfPG) und der Deutsche Verband für Gesundheitssport und Sporttherapie (DVGS e. V.) bieten gemeinsame Studienschwerpunkte für den M. A. Prävention und Gesundheitsmanagement an, durch die Studierende auch einen von Sozialversicherungsträgern anerkannten Abschluss als „Sport- und Bewegungstherapeut DVGS“ erreichen. Damit sind sie zusätzlich zu ihrem Master-Abschluss als therapeutisches Personal anerkannt. dhfpg.de/therapie Foto: DHfPG/BSA

Studiengänge >> dhfpg.de

Lehrgänge >> bsa-akademie.de

Zertifizierung >> bsa-zert.de

Mehr Infos zu dualem Bachelor- und Master-Studium, BSA-Lehrgängen oder zur Zertifizierung unter: Tel. +49 681 6855 143

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Verlängerung des Einführungsrabatts für den „Yoga-Trainer/in-B-Lizenz“ Bis zum 30. Juni 2020 erhalten Interessierte bei der Buchung des Lehrgangs „Yoga-Trainer/in-B-Lizenz“ 25 Prozent Einführungsrabatt und ein attraktives Yoga-Set. Dieser neu entwickelte Lehrgang der BSA-Akademie qualifiziert Teilnehmende, Kunden in Fitnessund Gesundheitsstudios mit unterschiedlichen Trainingszielen und körperlichen Voraussetzungen für die Yoga-Praxis zu begeistern und verantwortungsvoll zu betreuen. bsa-akademie.de/yoga

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„EMS-Trainer/in“ der BSA-Akademie erfüllt neue gesetzliche Anforderungen Gemäß der aktuellen Strahlenschutzverordnung sowie der am 25. März 2020 veröffentlichten Umsetzungsrichtlinien an den Erwerb des Fachkundenachweises bietet die BSA-Akademie den Lehrgang „EMS-Trainer/in“ ab sofort als zweitägige nebenberufliche Qualifikation an. Teilnehmende verfügen nach erfolgreichem Lehrgangsabschluss somit bereits über den ab 31. Dezember 2021 geforderten Nachweis der „Fachkunde EMF“ gemäß Strahlenschutzverordnung. Zusätzlich erfüllt die Qualifikation die Traineranforderungen nach DIN-Norm 33961-5. Für bereits qualifizierte EMS-Trainer, die den fehlenden Fachkundenachweis nachträglich erwerben möchten, wird eine eintägige Fortbildung angeboten. bsa-akademie.de/ems Foto: DHfPG/BSA

DIN-Norm 33961, Teil 5: EMS-Training neutral zertifizieren Mit der Zertifizierung „ZertFit“, die durch die unabhängige Zertifizierungsstelle BSA-Zert auf Basis der DIN EN 17229 in Kombination mit dem Teil 5 der DIN 33961 (EMS-Training) vergeben wird, positioniert sich ein EMS-Studio ganz klar als Qualitätsanbieter, bei dem Sicherheit, Betreuung und Hygiene im Fokus stehen. Der Kunde kann sich bei zertifizierten Studios darauf verlassen, dass er dort ein sicheres Training nach neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen absolviert und jederzeit von ausgebildetem Trainingspersonal betreut wird. Mit jedem zertifizierten Studio verbessert sich das Image der gesamten Branche. bsa-zert.de/ems Foto: DHfPG/BSA

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Fachartikel

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Datenschutzbeauftragter

Rechtssicherheit für Fitnessstudios und Physiotherapiepraxen

Wann muss ein Datenschutzbeauftragter benannt werden? Text: Andrea Elbl

Datenschutz ist nicht erst seit dem Inkrafttreten der DatenschutzGrundverordnung (DSGVO) im Mai 2018 ein wichtiges Thema. DSSVJuristin Andrea Elbl erläutert die Umstände, unter denen ein Datenschutzbeauftragter benannt werden muss.

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äufig stellt sich folgende Frage: „Wann muss ein Fitnessstudio oder auch eine Physiotherapiepraxis einen Datenschutzbeauftragten benennen?“ Um diese Frage zu beantworten, müssen verschiedene Faktoren betrachtet werden. Generell gibt es drei Szenarien, in denen die Benennung eines Datenschutzbeauftragten vorgeschrieben ist:

Inhaber, Geschäftsführer, Studioleiter, Vollzeitbeschäftigte, Auszubildende und stundenweise angestellte Schreibhilfen. Dazu wären noch die freiberuflich Tätigen und Selbstständigen zu zählen, wenn sie berechtigten Zugang zum Computer mit den Mitglieder- oder Teilnehmerdaten haben.

1. Im Betrieb sind mindestens 20 Personen damit beschäftigt, automatisiert personenbezogene Daten zu verarbeiten:

2. Der Betrieb verarbeitet besonders geschützte Daten i. S. v. Art. 9 Nr. 1 DSGVO (Stichwort „Gesundheitsdaten“):

Wenn in einem Betrieb mindestens 20 Personen ständig damit betraut sind, personenbezogene Daten, die sich auf eine identifizierte oder identifizierbare natürliche Person beziehen – wie Name, Adresse und dergleichen –, automatisiert zu erheben und zu nutzen, dann muss der Betrieb gemäß §38 BDSG einen internen oder externen Datenschutzbeauftragten bestellen. Hierbei zählt jeder „Kopf“, egal ob bezahlt, im Arbeitsverhältnis oder selbstständiger Trainer, Physiotherapeut, geringfügig beschäftigt oder in Vollzeit angestellt, z. B.

Sofern der Betrieb auch besonders sensible Informationen (besondere Kategorien personenbezogener Daten) verarbeitet, besteht die Pflicht zur Bestellung eines Datenschutzbeauftragten, unabhängig von der Mitarbeiterzahl (Art. 37 Absatz 1c) DSGVO). Einschlägig im Fitnessbereich ist insbesondere die Verarbeitung von Gesundheitsdaten und biometrischen Daten. Ein Datenschutzbeauftragter ist aber nur dann zu benennen, wenn diese Verarbeitung zum Kernbereich des Betriebs gehört. Bei Physiotherapiepraxen kann davon ausgegangen werden, dass dies der Fall ist. 01/2020 | medical fitness and healthcare


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Foto: tostphoto – stock.adobe.com

Foto: Klaudia Lech

Aber wann besteht die Kerntätigkeit des Unternehmens in der Verarbeitung biometrischer oder gesundheitsbezogener Daten? Der Hamburgische Datenschutzbeauftragte meint dazu: „[…] es ist nicht ohne Weiteres ersichtlich, dass die Kerntätigkeit eines Fitnessstudios in der Erhebung von Gesundheitsdaten liegt. Hierin dürfte nicht die Haupttätigkeit eines Fitnessstudios liegen, die es unmittelbar prägt. Vielmehr dürfte der Erhebung der Gesundheitsdaten von Kunden des Fitnessstudios regelmäßig nur eine dienende Funktion zukommen. Anderes könnte möglicherweise für Fitnessstudios gelten, deren wesentliche Tätigkeit darin besteht, individuelle auf die Gesundheit der Kunden abgestimmte Leistungen zu erbringen, um diese dadurch zu verbessern. Wobei die umfassende Erhebung der Gesundheitsdaten und die Beobachtung des gesundheitlichen Zustands der Kunden eine wesentliche Tätigkeit darstellt. Die Frage, ob die Kerntätigkeit des Fitnessstudios umfangreich ist, hinge von (weiteren) Faktoren ab, also insbesondere auch von der Menge der verarbeiteten Gesundheitsdaten, davon, ob es sich um eine Kette handele oder eine besonders hohe Kundenzahl von der Verarbeitung der Daten betroffen ist.“

Im Zusammenhang mit einer Videoüberwachung in einer Apotheke wurde veröffentlicht, dass sich das Bayerische Landesamt für Datenschutzaufsicht Ende April 2018 gegenüber dem Bayerischen Apothekerverband zu der Frage der Notwendigkeit einer Folgenabschätzung bei den üblichen kleinflächigen Videoaufnahmen gemäß Art. 35 DSGVO in der Apotheke und der damit einhergehenden Pflicht zur Benennung eines Datenschutzbeauftragten gemäß dem neuen §38 Abs. 1 BDSG positioniert hat. Das Landesamt sieht danach, entgegen einiger Stimmen in der Literatur, keine Notwendigkeit für eine Folgenabschätzung bei einer Videoüberwachung in Apotheken. Dabei ist aber ganz entscheidend, dass die Überwachung nur eine kleine Fläche betrifft. Nach diesseitiger Einschätzung ist es für das Betreiben einer einzelnen Videokamera, die ausschließlich und sichtbar den Eingangsbereich abdeckt und keine Aufzeichnungen tätigt, daher nicht notwendig, einen Datenschutzbeauftragten zu bestellen. Sollten im Betrieb allerdings mehrere Kameras vorhanden sein und diese darüber hinaus für einen gewissen Zeitraum aufzeichnen, ist unserer Auffassung zufolge ein Datenschutzbeauftragter zu bestellen, der u. a. auch die erforderliche Datenschutzfolgenabschätzung vorzunehmen hat. Es handelt sich also um eine individuelle Einschätzung; Rechtssicherheit kann durch eine Anfrage bei der für den jeweiligen Betrieb zuständigen Aufsichtsbehörde erlangt werden. Sollte mindestens eine der drei genannten Varianten vorliegen, benötigt der Studioinhaber bzw. der Praxisbetreiber als Verantwortlicher einen Datenschutzbeauftragten, „der aufgrund seiner beruflichen Qualifikation und insbesondere des Fachwissens“ benannt wird (Art. 37 ff. DSGVO), und dieser muss zwingend auch der zuständigen Aufsichtsbehörde gemeldet werden. Wird dies nicht getan, drohen hohe Bußgelder. Weiterhin sollten Betriebe berücksichtigen, dass alle Vorgaben und Verpflichtungen aus der Datenschutz-Grundverordnung unabhängig von der Mitarbeiterzahl immer erfüllt werden müssen. Somit kann es daher trotzdem sinnvoll sein, einen externen Dienstleister dafür zu bestellen, auch wenn dies aus rechtlicher Sicht nicht notwendig ist.

3. Betrieb einer Videoüberwachungsanlage (Stichwort „Systematische Personenüberwachung“): Führt das Unternehmen Datenverarbeitungsvorgänge durch, die eine umfangreiche, regelmäßige und systematische Personenüberwachung erfordern, besteht ebenfalls die Pflicht zur Benennung eines Datenschutzbeauftragten (Art. 37 DSGVO) und es ist eine Datenschutzfolgenabschätzung erforderlich. Das Kriterium „umfangreich“ kann bedeuten, dass eine Vielzahl von Daten oder Personen betroffen ist. Die Eigenschaft „regelmäßig“ setzt ein mehrmaliges Handeln voraus. „Systematisch“ bezeichnet beispielsweise die methodische Verwendung von Überwachungstechniken, insbesondere durch das Betreiben einer Videoüberwachungsanlage. Eine generelle Aussage, wann eine Videoüberwachung „umfangreich“ ist, existiert bedauerlicherweise nicht. 01/2020 | medical fitness and healthcare

Andrea Elbl, DSSV-Juristin Zu allen rechtlichen Fragen rund um den Studioalltag bietet die Rechtsabteilung des DSSV im Rahmen einer bestehenden Mitgliedschaft die Möglichkeit, eine kostenlose rechtliche Erstberatung mit Einschätzung der Rechtslage zu erhalten, beispielsweise nach Erhalt einer Attestkündigung, zur Überprüfung von Vertragsklauseln oder zu arbeitsrechtlichen Themen. www.dssv.de


Industrie

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Train at home | Anzeige

Foto: Technogym

Training zu Hause mit der mywellness-App von Technogym

VERBINDEN. MOTIVIEREN. COACHEN.

T

echnogym bietet Endkunden und Betreibern digitale Lösungen, um sicher und effektiv zu Hause zu trainieren. Dank der innovativen mywellness-App kann man überall und jederzeit sein Training absolvieren. Die Plattform und insbesondere die mywellness-App bieten eine Vielzahl an Remote-Trainingsprogrammen. Somit haben Fitness- und Gesundheitszentren viele Möglichkeiten, mit ihren Kunden in Kontakt zu bleiben. Trainer, Therapeuten und Betreiber können in der App Trainingseinheiten erstellen, individuelle Trainingsprogramme zuweisen sowie den Fortschritt und die Resultate der einzelnen Kunden in Echtzeit nachvollziehen. mywellness bietet Nutzern detaillierte Anweisungen und Videos zur Durchführung der einzelnen Übungen. Diese sind sowohl für funktionelles Training als auch für das Training mit Equipment verfügbar, sodass die Motivation der Kunden auch außerhalb der Einrichtung erhalten bleibt.

Personalisierte Trainingsprogramme flexibel gestalten Es besteht zudem die Möglichkeit, ein „workout of the day“ zu erstellen. So können Mitglieder und Patienten jeden Tag neue Trainingseinheiten abrufen, um auch zu Hause aktiv zu bleiben. Die Workouts können vom Betreiber beliebig zusammengestellt werden und bieten somit viele Variationen und Abwechslungsmöglichkeiten. Über personalisierte Trainingsprogramme, die Trainer und Therapeuten speziell erstellen können, sind die Ziele der Kunden wie Gewichtsverlust, kontinuierliche Bewegung oder Muskelstraffung auch weiterhin zu erreichen. Technogym stellt Betreibern die mywellness-Plattform mit über 1.000 verschiedenen Übungen und vorgefertigten Trainingsprogrammen inklusive Anleitungsvideos zur Verfügung, sodass die Umsetzung für den Nutzer so einfach wie möglich ist. Um den persönlichen Kontakt auch über die Distanz aufrechterhalten zu können, ist eine Chatfunktion integriert, die es Betreibern, Trainern

und Therapeuten ermöglicht, mit ihren Kunden zu jeder Zeit und an jedem Ort zu kommunizieren, sie zu motivieren und Trainingsanweisungen zu erteilen. Unsere Kunden zeigen, wie es funktioniert! Tobias Gerber, BAVARESE fitnessclub Kolbermoor „Die Herausforderung während der aktuellen Situation besteht darin, weiterhin für unsere Mitglieder und unsere Community da zu sein – und das trotz der räumlichen Trennung. Wir haben zeitnah unsere customized mywellness-App, die BAVARESE-APP, komplett umgerüstet, um auf die aktuelle Situation zu reagieren. Von unseren Trainern wurden Outdoor Challenges erstellt, bei denen unsere Mitglieder ihre Aktivitäten im Freien aufzeichnen können und durch Prämien von unserem Team motiviert werden. Wir haben ebenfalls eine Verlinkung in unserer App zu Home-Workout-Videos on demand eingepflegt und darüber hinaus laden wir mit wenigen Handgriffen täglich eigene Videos in der App hoch. Die Resonanz von unseren Mitgliedern ist überwältigend, denn die App ermöglicht es uns, weiterhin mit unseren Mitgliedern zu kommunizieren und sie zu unterstützen. Wir verzeichnen mittlerweile eine sehr hohe Beteiligung an unseren Home Trainings. Mywellness vereint alle Lösungen in nur einem Tool.“

Möchten Sie eine kostenlose Beratung zu digitalen Lösungen von Technogym erhalten? www.technogym.com/land/de/train-your-customers-at-home/

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Beweglichkeitstraining | Anzeige

: T S S A P E G F U A FIVE-KUNDEN ? . . . N O H C S R H I T NUTZ ...UNSEREN SERVICE ZUR WANDGESTALTUNG FÜR EUREN FIVEBEREICH? Wo trainiert man lieber als in einer Wohlfühlatmosphäre? Passend zu unseren Naturprodukten aus Holz bieten wir unseren Kunden eine Gestaltungsmöglichkeit in Form von Wandtapeten, die dem five-Bereich sofort einen anderen Charakter verleihen. Der individuellen Gestaltung sind dabei kaum Grenzen gesetzt. Als five-Kunde erhaltet ihr die Gestaltungsvorschläge durch unsere Marketingabteilung als kostenlosen Service – Ihr bezahlt lediglich die Produktion! Anfragen an info@five-konzept.de

...DEN NEUEN FIVE-ERKLÄRFILM FÜR EURE MITGLIEDER? Was ist five überhaupt und warum sollte ich regelmäßig mein Beweglichkeitstraining absolvieren? Dieser Comicfilm klärt alle Fragen kurz und für jedermann verständlich. Nutzt diesen Erklärfilm auf euren Social-Media-Plattformen, um euren Mitgliedern das five-Konzept zu erklären! Das Video kann ebenfalls mit eurem Studiologo individualisiert werden. Download: www.wolfontour.com/five-content Fotos: five

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...DIE KNOW-HOWVIDEOS ZU DEN VERSCHIEDENSTEN THEMEN VON WOLF HARWATH? Wolf Harwath teilt sein gesamtes Know-how mit euch und greift in seinen Videos verschiedene Themen und Beschwerdebilder auf, beispielsweise welche Übungen bei einem Hexenschuss sinnvoll sind. Alle Videos, die auf dem YouTube-Kanal zu finden sind, gibt es für euch als kostenlose Downloads. Ladet euch die Videos herunter und nutzt sie als eigenen Content für eure Mitglieder! Download: www.wolfontour.com/five-content

...DIE SCHULUNGSVIDEOS ZU DEN FIVEGERÄTEN FÜR EURE MITARBEITER UND TRAINER? Auf dieser Schulungsplattform erklärt Wolf Harwath jedes five-Gerät ganz genau. Nutzt diese Plattform zur Schulung eurer Trainer oder neuen Mitarbeiter, damit sie sicher im Umgang mit den five-Geräte sind. Die Zugangsdaten für diese Schulungsplattform erhaltet ihr auf Anfrage unter academy@five-konzept.de.

...DEN FIVE-CLUB AUF FACEBOOK, UM EUCH BEI FRAGEN ZU FIVE AUSZUTAUSCHEN? In dieser Gruppe sind mittlerweile über 2.000 Mitglieder versammelt, um sich zu Fragen rund um five auszutauschen. Hier finden Diskussionsrunden zu Fallbeispielen statt. Wolf Harwath beantwortet in kurzen Videos eure Fragen – Nutzt diese Möglichkeit, um euch mit anderen Trainern und Anwendern auszutauschen! Verwendet auf Facebook den Suchbegriff „five-club“ und stellt eine Beitrittsanfrage!

www.five-konzept.de 01/2020 | medical fitness and healthcare


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Ernährungskonzepte | Anzeige

Personalisierte Ernährungs- und Fitnessplanung Foto: Jacob Lund - stock.adobe.com

Gen-Diät – das Original: MetaCheck fitness®

Weg von 08/15-Diätempfehlungen hin zum personalisierten Ernährungsplan für eine erfolgreiche Gewichtsreduktion: Als Marktführer im Bereich der Gen-Diät bietet CoGAP® mithilfe seines starken Vertriebspartners der for me do GmbH seit zehn Jahren Kunden in Fitnessstudios die Möglichkeit, auf Basis der eigenen Gene und anhand individueller Ernährungs- und Sportpläne gesund und nachhaltig abzunehmen. Die ständige Weiterentwicklung von MetaCheck fitness® hilft Studiobetreibern und Kunden, den Ansatz der personalisierten Gesundheit erfolgreich umzusetzen. Die MetaCheck® App ist hierfür die perfekte Ergänzung.

M

ithilfe eines einfachen Wangenabstrichs werden beim MetaCheck fitness® Gene untersucht, die einen Einfluss auf die Verstoffwechselung der Makronährstoffe beim Menschen haben. Aus der Kombination der vorliegenden Genvarianten werden vier Meta-Typen abgeleitet, die eine individuelle, angepasste Ernährungsumstellung ermöglichen. Das reine Wissen über den eigenen Meta-Typ reicht aber natürlich nicht für das Erreichen des Wunschgewichts aus. Vielmehr bezeichnet der MetaCheck fitness® ein Gesamtkonzept, bestehend aus einer Palette verschiedener Instrumente, mit denen für jeden Kunden ein eigenes Vorgehen erarbeitet wird. Das Team von CoGAP® entwickelt ständig neue Hilfsmittel zur Unterstützung von Beratern und Kunden.

MetaShake® ersetzt bis zu zwei Mahlzeiten Bei stark übergewichtigen (adipösen) Personen kann ein Mahlzeitenersatz in Form eines Shakes zügig zum Verlust der ersten Kilos führen und einen positiven Einfluss auf Begleiterkrankungen haben. Zudem steigert es die Motivation, Ziele

konsequent zu verfolgen. Daher ist es auch nicht verwunderlich, dass die Deutsche Adipositas Gesellschaft (DAG) e. V. den Einsatz solcher Shakes für die Anfangsphase der Gewichtsreduktion bei stark übergewichtigen Personen empfiehlt. Um eine Meta-Typ gerechte Alternative zu herkömmlichen Produkten anzubieten, wurde der MetaShake® in vier Varianten entsprechend der Meta-Typen entwickelt. Mit diesem Shake können in der Abnehmphase bis zu zwei Mahlzeiten pro Tag ersetzt werden. Zusätzlich werden mit zwei optionalen und auf den Kunden angepassten Kochbüchern abwechslungsreiche Alternativen zu den Ernährungsplänen geboten.

Die eigene Auswertung immer dabei – MetaCheck® App Die webbasierte App ist das neueste Mitglied in der Sammlung der MetaCheck fitness® Hilfsmittel. Seit Anfang des Jahres erhält jeder Kunde bei Durchführung des Tests einen Verifizierungscode in seiner Auswertung. Dieser dient als Zugang zur MetaCheck® App und stellt sicher, dass die Nutzung exklusiv auf MetaCheck®-Kunden beschränkt ist. Die Änderung 01/2020 | medical fitness and healthcare


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des Ernährungsverhaltens im Alltag wird durch eine Vielzahl verschiedener Funktionen erleichtert. Eine Übersicht über die individuelle Makronährstoffverteilung, der fünf untersuchten Tendenzen sowie des Sport-Typs sind nun ganz einfach über den Desktop, das Tablet und das Smartphone einsehbar.

Struktur durch Mahlzeitenplanung Im Ernährungsplan der MetaCheck® App können alle drei Hauptmahlzeiten für bis zu fünf Tage im Voraus geplant werden. Dabei kann der Kunde aus einer Sammlung unterschiedlichster Rezepte auswählen. Besonderen Wert legen die Ernährungswissenschaftlerinnen von CoGAP® dabei auf den Aspekt des Genusses. Neben der klassisch deutschen Küche finden sich ebenso viele internationale Gerichte: Von türkischem Menemen über asiatisches Curry bis hin zu schwedischen Köttbullar ist für jeden etwas dabei. Die große Bandbreite der Rezepte zeigt, dass Ernährungsumstellungen keineswegs eintönig sein müssen. Vegetarische und vegane Gerichte sind ebenfalls vertreten und sind durch einfache Kennzeichnungen schnell erkennbar. Auch enthaltene Allergene können über Symbole auf einen Blick identifiziert werden. Parallel zur Mahlzeitenplanung ist es möglich, mithilfe der Lebensmittelliste benötigte Zutaten direkt auf die mobile Einkaufsliste zu übertragen. Die Kategorisierung der Lebensmittel erfolgt nach demselben Prinzip wie in der Auswertung. Über die interaktive App besteht nun die Möglichkeit, die Lebensmittel zu filtern und nur grüne, gelbe oder rote Zutaten anzeigen zu lassen und den Einkauf organisiert durchzuführen.

vergeben werden, belohnen den Kunden auch bei kleinen Fortschritten und steigern die Motivation. Einfache, an den Sport-Typ angepasste Übungen mit kurzen Erklärungen geben Anregungen für Workouts, Kurse und EMS-Einstellungen, die im Fitnessstudio umgesetzt werden können. In Zusammenarbeit mit einem kompetenten Trainer kann hierbei das beste Ergebnis für jeden Einzelnen erreicht werden. Die tägliche Flüssigkeitszufuhr wird ebenfalls aufgezeichnet und in Kombination mit hilfreichen MetaTyp gerechten Tipps steht einer erfolgreichen Gewichtsreduktion nichts mehr im Wege. Die ständige Weiterentwicklung der App ist und bleibt ein dynamischer Prozess. Individualisierte Mahlzeitenvorschläge, Sportübungen und die Lebensmittelliste werden regelmäßig aktualisiert und verbessert. Die CoGAP GmbH ist überzeugt davon, dass der Weg zum Wunschgewicht und zu einem gesunden Lebensstil für jeden Menschen einzeln erarbeitet werden sollte. Gemeinsam mit seinem starken Vertriebspartner der for me do GmbH strebt das Team danach, die personalisierte Gesundheit mit dem MetaCheck fitness® voranzutreiben.

Die Autorin Kristina Ebergardt hat ihr Bachelorstudium an der Universität Hohenheim im Bereich Ernährungsmanagement und Diätetik erfolgreich abgeschlossen. Seit 2019 ist sie bei der CoGAP GmbH als Trainee im Bereich Ernährungswissenschaften tätig. Neben der Erstellung von individuellen Rezepten und Ernährungsplänen ist sie für die Betreuung der Social-Media-Aktivitäten zuständig.

Jeder Fortschritt steigert die Motivation Mit anhaltender Motivation können Lebensstiländerungen deutlich leichter vorgenommen werden und erfolgreich zum Ziel führen. Um diese aufrechtzuerhalten, erfüllt der Bereich „Körperwerte” eine Art Tagebuchfunktion. Fortschritte in Bezug auf Gewicht, Taillen-, Brust- oder Hüftumfang können dokumentiert und grafisch dargestellt werden. Sogenannte Achievements, die für das Erreichen bestimmter Zwischenziele

for me do GmbH Schloßbergstr. 28 38315 Hornburg Tel.: 0 53 34 - 94 86 16 info@formedo.de www.formedo.de

Entwickelt von Experten der Diagnostik Das Center of Genetic Analysis and Prognosis – kurz CoGAP® – wurde 2009 gegründet und widmet sich seitdem der Entwicklung genetischer Analysen. Seit 2019 ist CoGAP® eine hundertprozentige Tochter der R-Biopharm AG. Der global agierende Diagnostikhersteller aus Darmstadt gehört zu den weltweit führenden Anbietern für klinische Diagnostik sowie Lebensmittel- und Futtermittelanalytik. Die for me do GmbH ist exklusiver Vertriebspartner für den Bereich Fitness, Physiotherapie und Mikrostudios/Personal Trainer. Mit über 1.500 Beratern in Deutschland ist sie damit Marktführer in diesem Segment.

Foto: PhotoMIX-Company Pixabay

01/2020 | medical fitness and healthcare


Fotos: EGYM GmbH

Industrie

Krafttraining | Anzeige

Ein Plädoyer für Krafttraining in der Physiotherapie

Wachstumsreize für die Muskeln Krafttraining mit optimalen Belastungsreizen stärkt das menschliche Immunsystem und bereitet es auf alle gesundheitlichen Herausforderungen gut vor. Die neue EGYM Trainer App ermöglicht Physiopraxen ein optimales Aufgabenmanagement und höchste Produktivität für das Krafttraining in ihrem Selbstzahlerbereich.

N

ie waren Wachstumsreize so wichtig wie in diesen die Gesundheit herausfordernden Zeiten. Muskeln produzieren unter Belastung Botenstoffe, die sogenannten Myokine, die der Kommunikation zwischen den Organen dienen und in der Lage sind, uns wirksam vor Erkrankungen zu schützen. Sie sind, sinnbildlich gesprochen, so etwas wie Ladestationen und Wegweiser für unser Immunsystem.

tere Menschen vom Virus wesentlich stärker betroffen als jüngere Menschen mit gut aufgeladener „Lebensbatterie“. Daher sollte jeder Gesunde darauf achten, durch Muskelbelastungen in einem guten „Ladezustand“ zu sein, falls die Belastung durch einen Virus zu einer längeren Ruhigstellung führen sollte.

Belastungsreize richtig dosieren Warum Krafttraining gerade jetzt so wichtig ist Gerade dann, wenn uns ein Virus „ruhigstellt“, ist die Produktion von Myokinen besonders wertvoll, weil langes Liegen zu einem Abbau an T-Lymphozyten führt. Die T-Lymphozyten sind in unserem Körper für die Immunabwehr verantwortlich. Durch das lange Liegen verliert der Körper jeden Tag einen gewissen Prozentsatz an T-Lymphozyten, quasi wie die Batterie eines Oldtimers, der während des Winters in der Garage steht. War die Batterie zuvor voll, springt der Wagen im Frühjahr wieder an. War sie dagegen fast leer, kommt es gegebenenfalls zu einer Tiefenentladung, dann geht im Frühling nichts mehr. Entsprechend kommt der Rückgang der T-Lymphozyten auf null Prozent einer Tiefenentladung gleich. Das hat oft schwerwiegende Folgen. Da bei älteren Menschen die „Lebensbatterie“ nicht mehr so gut aufgeladen ist, führen lange Liegephasen und eine zusätzliche Virusbelastung gerade für sie zu einer Verkettung ungünstigster Faktoren. Aus diesem Grund sind äl-

Es sind insbesondere überschwellige Belastungen, die die Myokine in großer Zahl in unseren Kreislauf ausschütten, unser Immunsystem stärken und uns damit besonders wirksam vor Erkrankungen schützen. Dies ist also nur bei Belastungen der Fall, die über das Alltägliche weit hinausgehen. Überschwellige Belastungsreize kennen wir aus dieser Situation: Gehen wir vom Warmen ins Kalte, bekommen wir schnell eine Erkältung. Gehen wir aber aus extremer Hitze, z. B. aus der Sauna, in extreme Kälte, also ins Tauchbecken, dann wird unser Immunsystem trainiert, um uns resistenter gegen die Alltagsbelastungen zu machen. Was für die Sauna gilt, das gilt auch für muskuläre Belastungen. Liegt eine Entzündung bereits vor, hilft die Sauna nicht mehr und dann sollte man auch nicht weitertrainieren, weil das Training selbst eine Belastung für das Immunsystem darstellt. Hier hilft nur Ruhe. Professor Dr. med. Elke Zimmermann, Mario Görlach, Andreas Bredenkamp 01/2020 | medical fitness and healthcare


Brancheninitiative Health Alliance

Die brandneue EGYM Trainer App

„Nach dem Virus ist vor dem Virus“

Höchste Produktivität im Selbstzahlerbereich Optimales Aufgabenmanagement und höchste Produktivität im Selbstzahlerbereich: Die komplett neue EGYM Trainer App ist so konzipiert, dass sie den größten Nutzen für die Physiopraxis stiftet und den Therapeuten oder Trainer in Echtzeit darüber informiert, was im Augenblick das wertvollste für den Patienten bzw. das Mitglied ist.

Bereits die Startseite präsentiert dem Trainer eine

Zu den ersten Betrieben, die aufgrund der Corona-Pan-

priorisierte Aufgabenübersicht und schafft sofort

demie auf staatliche Anordnung hin geschlossen wur-

Produktivitätsvorteile: Was ist auf der Trainingsfläche

den, gehörten alle Fitness- und Gesundheitsanlagen in

gerade am wichtigsten – und wen kann ich auch später

Deutschland. Dabei ist richtig dosierter Sport, insbeson-

noch ansprechen? Das Mitglieder-Dashboard zeigt auf

dere das Krafttraining, unverzichtbar für die Stärkung

einen Klick den 360-Grad-Überblick über alle Mit-

unseres Immunsystems, das uns wirksam vor Erkran-

glieder. Aufgabenketten enthalten bereits vorhandene

kungen schützt.

Betreuungskonzepte oder lassen sich ganz einfach neu

erstellen und bringen so die Kundenerfahrung auf ein

Für Fitnessunternehmer Mario Görlach steht

daher fest: „Wir sind systemrelevant, unterschätzen uns

völlig neues Level.

aber als Branche total. Deswegen rufe ich eine nationale

Health Alliance ins Leben. Wenn der nächste Virus

Therapeuten konkrete Erkennt-

kommt, darf es uns nicht noch einmal passieren, dass

nisse aus echten Aktivitätsdaten

alle unsere Betriebe geschlossen werden.“

an die Hand. Neben der Maxi-

Die neue Health Alliance sei eine unabhängige

malkraft erfasst es jetzt auch

Arbeitsgruppe renommierter Branchenexperten. Diese

die aktuellen Werte für das

würden künftig ihr Wissen über die positiven gesund-

Herz-Kreislauf- und das meta-

heitlichen Auswirkungen des richtigen Trainings bündeln

bolische Alter. Sämtliche Daten

und über Soziale Medienkanäle kommunizieren. Davon

werden fortlaufend automa-

profitieren Anlagenbetreiber genauso wie ihre Mitglieder.

tisch synchronisiert – für einen

Mit an Bord sind u. a. zahlreiche Industrievertreter,

noch detaillierteren Überblick,

Mediziner und Wissenschaftler, wie z. B. Prof. Dr. Marion

um proaktiv auf die Patienten

Schneider vom Universitätsklinikum Ulm. Ihr Plädoyer:

oder Mitglieder zuzugehen,

„Wir brauchen Training mit Konzept und mit persön-

die Betreuung planbarer zu

lichem Kontakt. Nur mithilfe des Internets bekommen

machen und darüber hinaus

wir das nicht hin.“ Der richtig dosierte Wachstumsreiz

die Bedürfnisse der Kunden

ist auf Dauer nur in der Fitness- oder Gesundheitsein-

besser zu verstehen. Das „Bio

richtung abbildbar.

Age“ ist die von den Mit-

Das neue, erweiterte „Bio Age“ gibt dem

gliedern am häufigsten aufFür Mario Görlach ist die Health Alliance eine dringend

gerufene Trainingsauswer-

nötige Initiative, um der Branche Glaubwürdigkeit und

tung, denn es zeigt ihnen

damit Gehör zu verschaffen, gerade wenn es um über-

auf einen Blick den eigenen

lebenswichtige Fragen für einen kompletten Industrie-

Trainingsfortschritt.

zweig gehe.

Kontakt EGYM GmbH | Einsteinstraße 172 | 81677 München Tel. +49 89 9213105 100 | www.egym.com

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Industrie

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Bildung | Anzeige

Foto: DHfPG/BSA

Innovationen fördern – die Branche voranbringen

Informatik: Pionier in der Gesundheitsbranche Innovative Technologien eröffnen für die Sport-, Fitness- und Gesundheitsbranche neue Zukunftsperspektiven. Dazu werden qualifizierte Fachkräfte benötigt, die durch ihre interdisziplinäre Ausbildung im Bereich Informatik sowie Sport-/Gesundheitswissenschaft über besondere Kompetenzen verfügen. Um für diese Nachfrage eine Lösung zu bieten, hat die Deutsche Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement (DHfPG) einen Studiengang entwickelt: den Bachelor of Science Sport-/Gesundheitsinformatik.

D

ie zunehmende Digitalisierung wird branchenübergreifend zu einem wichtigeren Thema. Entsprechend sind es die IT-Spezialisten, die auf dem Arbeitsmarkt immer gefragter sind. Doch in vielen Fällen wird die Zusammenarbeit durch nicht vorhandene interdisziplinäre Kenntnisse erschwert. Der neue Studiengang Bachelor of Science Sport-/Gesundheitsinformatik der DHfPG ist ein fächerübergreifendes Studium, das eine Lösung für dieses Problem bietet.

Die Informatik – nur anonymer Dienstleister? Die Sport- und Gesundheitswissenschaft setzt sich bis dato oftmals nur mit Themen der Informatik auseinander, um sich an deren Werkzeugen und bestehenden Ansätzen zu bedienen, ohne an der Konzeptualisierung und Entwicklung mitzuwirken. Zudem agieren Softwareentwicklungsunter-

nehmen häufig nur als anonyme Dienstleister ohne Kenntnis der Branchen, für die sie ihre Produkte herstellen. Daraus könnten oft Benutzerschnittstellen und Geräte resultieren, die nicht optimal auf den Anwender abgestimmt sind. Selbstverständlich gibt es bereits Möglichkeiten der Verknüpfung der Informatik mit der Sport-/Gesundheitswissenschaft, die durch ein zusätzliches Studium oder durch den Abschluss von Partnerschaften mit der Informatik erzielt werden können. So entstanden bis heute bereits bekannte technologische Innovationen, wie z. B. Hawk-Eye, ein computergestütztes System im Fußball, mit dessen Hilfe strittige Torentscheidungen während des Spiels geklärt werden sollen. Die Informatik steht bis dato eher für den Einsatz von Computertechnologie im Sport bzw. in der Sport- und Gesundheitswissenschaft. Der Bachelor-of-Science-Studiengang Sport-/ Gesundheitsinformatik der DHfPG umfasst hingegen auch 01/2020 | medical fitness and healthcare


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die nachhaltige Anwendung von Methoden und Paradigmen aus der Informatik sowie aus Forschungsprogrammen, um Wissen aus der Sport- und Gesundheitswissenschaft auf die Informatik sowie Informatikwissen auf die Sport-, Fitness- und Gesundheitsbranche zu übertragen.

Sport-/Gesundheitsinformatik – das innovative Studienfach Die Informatik ist ein wertvoller, doch noch unterschätzter Partner der Sport- und Gesundheitswissenschaft. Obwohl sich die Wissenschaftler der Sport-, Fitness- und Gesundheitsbranche nur sehr selten mit dieser Disziplin auskennen, ist sie die Quelle für Innovationen. Dies gilt besonders für die elektronische Datenverarbeitung und Softwareentwicklung, z. B. zur Dokumentation und Visualisierung von Trainingsdaten, zur Steuerung von Sensoren oder bei der Entwicklung und Unterhaltung computergestützter Trainingsgeräte. Studierende dieses Studiengangs werden speziell für den Einsatz in Sport-, Fitness- und Gesundheitsbetrieben ausgebildet. Als Sport-/Gesundheitsinformatiker sind die Absolventen dazu qualifiziert, zum einen alle digitalen Systeme des Betriebes zu verstehen, sie entsprechend zu bedienen und sie gegebenenfalls sogar weiterzuentwickeln. Zum anderen sind sie in der Lage, als ausgebildete Mitarbeiter auf der Trainingsfläche, im Selbstzahlerbereich oder in der Kundenbetreuung und -beratung zu agieren. Möglich macht dies ein interdisziplinärer Modulaufbau, der nicht nur Themengebiete wie Programmierung, interaktive Systeme und Künstliche Intelligenz beinhaltet, sondern auch grundlegendes und vertiefendes Wissen in den Bereichen Anatomie, Physiologie und Trainingstheoretische Grundlagen des Fitness- und Gesundheitssports behandelt. Dadurch können Sport-/Gesundheitsinformatiker eine Art Mittlerfunktion zwischen dem Fitnessbzw. Gesundheitssektor und der Informatik einnehmen.

Einsatzmöglichkeiten gibt es bereits heute Dass diese Mitarbeiter schon für den gegenwärtigen Arbeitsmarkt hochinteressant sind, lässt sich an einigen Beispielen belegen: Gesammelte Daten von mobilen Schrittzählern, digitalen Blutdruckmessgeräten und Smartwatches werden heute schon von Krankenkassen als Grundlage verschiedener Bonussysteme verwendet. Versicherte können also von einem gesunden Lebensstil, viel Bewegung und einer daraus resultierenden besseren Gesundheitsbilanz finanziell profitieren, indem sie aktiv am Krankenkassenbeitrag sparen, Rabatte auf kostenpflichtige Behandlungen (wie z. B. Akupunktur) erhalten oder Ermäßigungen auf den Mitgliedsbeitrag im Fitnessstudio bekommen. Die Gesundheitsdaten stehen dabei immer abrufbereit in einer entsprechenden App der Krankenkasse zur Verfügung. Dass dieses Bonussystem nicht nur bei Krankenkassen erfolgreich sein kann, belegt die aktuelle Marketingkampagne einer Fitnesskette: Hier können sich die Kunden Rabatte „verdienen“, indem sie regelmäßig zum Training erscheinen. Dieses System könnte sich beispielsweise auch in Physiotherapiepraxen mit Selbstzahlerbereichen bewähren. Die Kompetenz in Sachen Gesundheit liegt jedoch aktuell allein bei dem Auftraggeber, also dem Fitnessstudio oder der Krankenkasse, und hinsichtlich der Technik allein beim 01/2020 | medical fitness and healthcare

Auftragnehmer, also dem Softwarelieferanten. Ein Sport-/ Gesundheitsinformatiker könnte hier die ideale Schnittstelle zwischen beiden Seiten bilden und die Systeme vor Ort verwalten, individualisieren und organisieren.

Vorteile auch für kleinere Gesundheitsunternehmen Gerade im Zuge der Digitalisierung stellt sich häufig die Frage, wie auch kleinere Gesundheitsunternehmen von der Sport-/Gesundheitsinformatik profitieren können. Neben der Erfassung, Speicherung und Verwaltung von Daten können die Möglichkeiten der Modellierung, Analyse und Simulation ganz neue Therapiewege aufweisen. Mithilfe sogenannter Serious Games, also angewandter „ernsthafter Spiele“, die vor allem in den Sektoren Militär, Bildung und Medizin eingesetzt werden, könnten z. B. Sportler, die während eines Wettkampfes eine Kopfverletzung erlitten haben, einfach und schnell auf ihre Wahrnehmung, Reaktion und motorische Kontrolle hin getestet werden. Auch wäre mithilfe von 3D-Modellen und -Animationen die Nachstellung des genauen Bewegungsablaufs, der zu einer Verletzung geführt hat, möglich, um so eventuelle Schwachstellen in der Muskelstruktur herauszuarbeiten und gegebenenfalls zu beheben. Dadurch könnte die Rehabilitation anhand vorliegender Daten analysiert und individuell organisiert werden, um so eine schnellere und nachhaltigere Genesung zu erzielen. Die Sport-/Gesundheitsinformatik kann diesen Genesungs- bzw. Präventionsprozess durch eine interdisziplinäre 360-Grad-Betreuung begleiten und die digitalen Maßnahmen effektiv und effizient einsetzen.

Fit in die Zukunft Betreiber von Gesundheitsunternehmen sichern sich durch die Beschäftigung eines dual Studierenden dieses Studiengangs entscheidende Wettbewerbsvorteile. In Zukunft kann die Prävention im Rahmen des Gesundheitsmanagements sowie die Rehabilitation eines Patienten durch den Einsatz von innovativen Technologien wesentlich schneller und individualisierter gefördert werden. Durch die Beschäftigung eines dual Studierenden der Sport-/Gesundheitsinformatik können Betreiber diese neuen technologischen Möglichkeiten hervorragend ausschöpfen, einen Sport-/Gesundheitswissenschaftler sowie IT-Spezialisten in einer Person ausbilden und so schon heute auf die Herausforderungen von morgen vorbereitet sein.

Neuer DHfPG-Studiengang B. Sc. Sport-/Gesundheitsinformatik Die DHfPG erweitert zum Wintersemester 2020 ihr Angebot um den dualen Studiengang B. Sc. Sport-/Gesundheitsinformatik. Nähere Informationen finden Sie unter: dhfpg.de/bsgi


Industrie

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Praxisbau | Anzeige

Nachhaltige Bauweise

Praxisbau heißt Gesundheitsbau Sie wollen eine eigene Praxis eröffnen, Ihr Fitnessstudio erweitern oder ganz neu bauen? Experte Johann Wimmer von der Firma Haas Fertigbau schildert, wieso Sie auf gesundes und nachhaltiges Bauen setzen sollten. mfhc: Herr Wimmer, was heißt für Sie Gesundheitsbau? Johann Wimmer: Ein wichtiger Kontaktpunkt für den Patienten oder den Fitnessstudiokunden vor Ort ist das Gebäude, in dem Behandlungen und Trainings stattfinden. Es ist quasi die Visitenkarte des Unternehmens. Mit ihm zeige ich, ob ich meinen Gesundheitsauftrag ernst nehme. mfhc: Wie wichtig ist dieser Eindruck vom Gebäude für Gesundheitspatienten wirklich? Johann Wimmer: Meiner Erfahrung nach ist er sehr wichtig, das bestätigen uns unsere Kunden aus dem Gesundheitsbereich immer wieder. Abgesehen davon, dass die Umgebung

Johann Wimmer

jeden Menschen beeinflusst, legen gerade Patienten mit körperlichen Beschwerden großen Wert auf ein Wohlfühlklima in einem Gebäude und auf eine Optik, die sie mit Gesundheit und Wohlergehen verbinden. Holz ist dafür der passende Werkstoff. mfhc: Können Sie das genauer erklären? Johann Wimmer: In einer Physiopraxis oder einem Fitnessstudio ist ein angenehmes Raumklima sehr wichtig. Es darf nicht stickig werden und muss trotzdem gleichmäßig warm sein. Zugluft ist in Behandlungszimmern verpönt, Bodenkälte ebenfalls. In Gebäuden in Holzständerbauweise herrscht

Fotos: Haas Fertigbau

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diese Wohlfühlatmosphäre. Der Grundbaustoff Holz ist dank seiner besonderen Zellstruktur in der Lage, Wasser aus feuchter Raumluft aufzunehmen und bei Trockenheit wieder abzugeben. Sowohl im Sommer als auch im Winter herrschen im Holzbau angenehme Temperaturen. Holz eignet sich aufgrund dieser Eigenschaften besonders für den Niedrigenergiebau. Wichtig ist auch eine gute Dämmung. mfhc: Wie wichtig ist die Holzoptik für Patienten? Johann Wimmer: Zunächst ist sie für das Wohlfühlklima nicht wichtig, denn auch ein verputztes Holzgebäude hat diese positiven Eigenschaften. Dennoch wünschen sich unsere Kunden oft offene Holzelemente oder eine Holzverkleidung des Gebäudes. Mit Holz verbinden die Menschen einfach Wald, Wärme, Ruhe, Gesundheit und Nachhaltigkeit. Studien haben gezeigt, dass Holz im Innenraum eine gesundheitsfördernde und therapeutische Wirkung besitzt: Stress wird abgebaut, der Puls und Blutdruck werden gesenkt. Das Naturmaterial, im richtigen Maße eingesetzt, schafft einfach ein gemütliches Ambiente. mfhc: Warum sollten nachhaltig denkende Leser mit Holz bauen? Johann Wimmer: Abgesehen von den geschilderten gesundheitlichen Vorteilen tragen Bauherren mit dem Holzbau zum Klimaschutz bei. Jeder wachsende Baum reduziert die CO2-Konzentration und damit den Treibhauseffekt, indem er das Treibhausgas CO2 aus der Atmosphäre aufnimmt, den Kohlenstoff einlagert und den Sauerstoff wieder an die Umgebung abgibt. Doch nicht nur der Baum ist ein Klimaschützer, sondern auch der daraus gewonnene Bau- und Werkstoff Holz und somit jedes Holzgebäude. Denn der Kohlenstoff

bleibt im Holz gebunden, anstatt als klimaschädliches CO2 an die Atmosphäre zurückgegeben zu werden wie beim Verbrennen oder Verrotten. Langlebige Holzprodukte wie Fertighäuser sind damit selbst Klimaschützer. Weitere Vorteile von Holz in puncto Nachhaltigkeit sind dessen Leichtigkeit und gute Bearbeitbarkeit. Das erleichtert den Transport der vorgefertigten Wand-, Dach- und Deckenelemente. Zum Vergleich: Ein Kubikmeter trockenes Fichtenholz wiegt weniger als 500 Kilogramm und hat damit nur den Bruchteil des Gewichts von einem Kubikmeter eines konventionellen Baustoffs wie Beton oder Ziegel. Für die Gewinnung und Bearbeitung des Naturmaterials wird außerdem erheblich weniger Energie benötigt und verbraucht. Ein weiterer Punkt ist die Emission von Baulärm. Diese hält sich beim Fertigbau sehr in Grenzen, denn die Außenhülle einer Praxis oder eines Studios steht innerhalb weniger Tage. mfhc: Wie können Bauherren sicher sein, dass kein Holzraubbau betrieben wird? Johann Wimmer: Sie sollten klären, dass nur Holz mit dem PEFC-Siegel verwendet wird. Es steht für nachhaltige Waldwirtschaft. Abgeerntete Flächen werden wieder nachhaltig aufgeforstet. mfhc: Wie bekennt sich Ihre Firma, Haas Fertigbau, zum Thema Nachhaltigkeit? Johann Wimmer: Wir stehen durch Holz für nachhaltiges und gesundes Bauen. Seit der Firmengründung 1972 baut die Firma Haas mit dem CO2-neutralen Baustoff Holz. Darüber hinaus haben sich die Geschäftsführung und das gesamte Team verpflichtet, aktiven Klimaschutz zu betreiben. Das bedeutet, dass wir kontinuierlich innovative Ideen in allen Bereichen des Unternehmens entwickeln und verwirklichen, um Ressourcen zu schonen und umweltschädliche Emissionen so weit wie möglich zu reduzieren. CO2-Emissionen, die trotz umweltschonender Herstellungsprozesse nicht vermieden werden können, gleichen wir durch den Kauf von vertrauenswürdigen Klimazertifikaten aus. Zu unserer Nachhaltigkeitsstrategie gehört es auch, Lieferanten und Mitarbeiter für das Thema zu sensibilisieren. Insbesondere der Umgang mit Restmaterialien ist hier wichtig. mfhc: Wie finden Ihre Mitarbeiter das? Johann Wimmer: Fachkräfte erwarten heute, dass ihr Arbeitgeber verantwortungsvoll wirtschaftet. Das ist bei uns nicht anders. Wenn sich Physiotherapeuten und Fitnessstudiobetreiber für ein Holzgebäude entschieden haben, weil sie zum Naturschutz beitragen und für nachfolgende Generationen die Erde im Gleichgewicht halten wollen, sollten sie das gegenüber Fachkräften und Kunden ebenfalls deutlich machen.

Weitere Informationen finden Sie unter: www.haas-gewerbebau.de

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Industrie

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Zertifizierung | Anzeige

Foto: DHfPG/BSA

Zertifizierung von Fitness- und Gesundheitsanlagen

DIN EN- und DIN-Norm – durch Qualität überzeugen Fitness- und Gesundheitsanlagen stehen mit der DIN EN 17229 und der DIN-Norm 33961 (Teil 2–5) zwei offiziell anerkannte Normen zur Verfügung. Eine Zertifizierung nach diesen Normen bestätigt dem Anbieter umfassend, neutral und unabhängig die Qualität seiner Angebote. Eine Zertifizierung auf Basis der DIN EN 17229 sowie der DIN-Norm 33961 (Teil 2–5) kann durch die unabhängige Zertifizierungsstelle BSA-Zert erfolgen. In diesem Artikel erfahren Sie, warum beide Normen wichtig sind und wie Sie davon profitieren.

Z

unächst erscheint es verwirrend, dass es zwei Normen für Fitness- und Gesundheitsanlagen gibt, denn beide Normen verfolgen das gleiche Ziel: die Qualität der Ausstattung und der Dienstleistung neutral und unabhängig

zu bestätigen. Der Hauptzweck von Europäischen Normen (EN) ist die Harmonisierung von Regelungen im europäischen Binnenmarkt. Daher muss eine nationale Norm auch zurückgezogen werden, wenn eine entsprechende europäische Norm veröffentlicht wird. So löste im Oktober 2019 die DIN EN 17229 (Europäische Norm) den Teil 1 der DIN-Norm 33961 (Nationale Norm) ab. Da die Europäische Norm allerdings keine Regelungen zu den weiteren Teilen der DIN 33961 enthält, sind die Teile 2 bis 5 (gerätegestütztes Herz-Kreislauf-Training, Gruppentraining, gerätegestütztes Krafttraining, EMS-Training) erhalten geblieben. Sie ergänzen somit die DIN EN 17229. Eine Kombination der beiden Normen ist ideal, um die grundlegende Qualität auf Basis der Europäischen Norm nachzuweisen und die speziellen Qualitätsanforderungen für die Teilbereiche, die die Nationale Norm umfasst, zu erhalten.

Alleinstellungsmerkmal Zertifizierung Eine Zertifizierung auf Basis einer offiziellen Norm ist ein Qualitätsnachweis für das Unternehmen. Eine neutrale und unabhängige Zertifizierungsstelle überprüft, ob die Regelungen der Normen im Unternehmen umgesetzt werden. Da Anbieter oftmals unterschiedliche Sicherheitsstandards, Betreuungssysteme, Geräteausstattungen oder Mitarbeiterqualifikationen haben, ist es für Kunden nur schwer nachvollziehbar, welche Qualität ein Anbieter im Wettbewerb hat. Hier können neutrale Zertifizierungen Verbrauchern eine Orientierung bieten und sie schaffen Transparenz, Vertrauen und somit einen Wettbewerbsvorteil. 01/2020 | medical fitness and healthcare


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Sicherheit als Zeichen für Qualität Im Rahmen der Zertifizierung spielt auch Sicherheit eine entscheidende Rolle. Die Studioinhaber und Mitarbeiter werden auf Notfälle wie Brand oder Erste Hilfe (z. B. Wiederbelebung mithilfe eines Defibrillators) vorbereitet. Es werden dadurch interne Abläufe optimiert.

DIN-Norm zusätzlich zertifiziert werden sollen. Der Zertifizierungsvertrag – ohne Rezertifizierung – wird auf unbestimmte Zeit geschlossen und kann jeweils zum Ende eines Monats gekündigt werden. Es findet eine jährliche Überprüfung der Einhaltung der Zertifizierungsvoraussetzungen per Dokumentenprüfung und ggf. in einem Remote-Audit statt.

Unkompliziert zertifizieren lassen

Viele Vorteile für Ihr Unternehmen

Bei einer Zertifizierung durch die neutrale Zertifizierungsstelle BSA-Zert kann der Betreiber auf der Webseite der BSA-Zert ein unverbindliches Angebot anfordern. Nimmt er das Angebot an, reicht er dann anhand von Checklisten verschiedene Unterlagen ein. Sie dienen als Nachweis, dass er die Anforderungen der zur Zertifizierung beantragten Norm erfüllt. Bei Bedarf werden zusätzliche Details im Rahmen eines Remote-Audits (Videotelefonat) begutachtet.

Eine erfolgreiche Zertifizierung durch eine unabhängige und neutrale Zertifizierungsstelle macht die Qualität Ihrer Dienstleistung transparent und sorgt für Vertrauen bei Endverbrauchern, Firmenkunden und Kooperationspartnern. Die Einhaltung der DIN-Normen zur Qualitätssicherung der Dienstleistung sowie zur Sicherheit und Gesundheit von Kunden gibt Ihnen Rechtssicherheit im Sinne des Verbraucherschutzes. Sie können die Zertifizierung im Marketing einsetzen, sich als Qualitätsanbieter in Ihrem Marktgebiet positionieren und sich so einen Wettbewerbsvorteil sichern.

Laufzeit und Gebühren Die Gebühr für eine Zertifizierung nach der DIN EN 17229 beläuft sich auf 29,90 EUR netto/Monat. Für die Zertifizierung zusätzlicher Teile der DIN 33961 fallen jeweils 10 EUR netto/Monat an. Die Gesamtgebühren für eine „ZertFit“Zertifizierung nach der DIN EN 17229 und der DIN-Norm 33961 richten sich danach, wie viele einzelne Teile der

Tel.: +49 681 6855 330 E-Mail an: info@bsa-zert.de Alle Infos unter: bsa-zert.de

BSA-Zert Zertifizierungsstelle der BSA-Akademie

NEU ZWEI ZERTIFIKATE AUS EINER HAND

DIN EN 17229

ZERTIFIZIERUNG AB 29,90 EUR/MONAT Studiozertifizierung nach Europäischer Norm DIN EN 17229 und DIN-Norm 33961 möglich! Jetzt kostenfreies Angebot anfordern!

bsa-zert.de


Industrie

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Veranstaltungen

Veranstaltungen 2020 – Timeline Wichtige Information Aufgrund der Corona-Pandemie und des Informationsstandes zum Zeitpunkt des Redaktionsschlusses werden Termine für Veranstaltungen im Mai 2020 hier nicht aufgeführt. Bitte beachten Sie ebenfalls, dass hier dargestellte Veranstaltungen aufgrund der Corona-Pandemie nicht oder zu anderen Terminen stattfinden können.

JUN.

Yoga-Trainer/in-B-Lizenz 4. – 7. Jun., Hamburg | 25. – 28 Jun., Köln bsa-akademie.de/yob Erfolgreiches Online-Marketing für Fitnessanbieter 20. Jun., Köln | bsa-akademie.de/online-marketing Fachberater/in für Beauty & Care Anwendungen 20. Jun., Hamburg | bsa-akademie.de/fachberater-bca

ISPO Shanghai 3. – 5. Jul., Shanghai, China | ispo.com/en/shanghai Trainer/in für Freihantel- und Kettlebelltraining 6. – 8. Jul., München | bsa-akademie.de/trfktr Personal- und Teammanager/in 24. – 26. Jul., Hamburg | bsa-akademie.de/ptm

JUL.

Trainer/in für Körpergewichts- und Schlingentraining 24. – 26. Jul., Köln | bsa-akademie.de/trkstr

AUG.

Yoga-Trainer/in-B-Lizenz 6. – 9. Aug., München | bsa-akademie.de/yob Trainer/in für Freihantel- und Kettlebelltraining 14. – 16. Aug., Saarbrücken | bsa-akademie.de/trfktr

Zukunft Personal Europe 15. – 17. Sept., Köln | europe.zukunft-personal.com MEET THE TOP Physio 17. – 20. Sept., Mallorca, Spanien | meet-the-top.physio REHACARE INTERNATIONAL 23. – 26. Sept., Düsseldorf | rehacare.de

SEP.

FIBO 1. – 4. Okt., Köln | fibo.com/de

therapie Düsseldorf 25. – 26. Sept., Düsseldorf | therapie-ontour.de/index.html

TheraPro Essen 2. – 3. Okt., Essen | messe-stuttgart.de/therapro-essen/

ICG® Evolution Ride 26. Sept., Nürnberg | teamicg.de/pages/evolution-ride

FitTechSummit 6. Okt., München | fittechsummit.com Aufstiegskongress 8. – 10. Okt., Mannheim | aufstiegskongress.de

OKT.

infa balance 17. – 25. Okt., Hannover | meine-infa.de IHRSA European Congress 19. – 22. Okt., Berlin | ihrsa.org/events/congress/ therapie HAMBURG 23. – 24. Okt., Hamburg | therapiemesse-hamburg.de/

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SYGNUM Dual medical Die SYGNUM Dual medical Serie von med80 by gym80 International umfasst Maschinen und Geräte für die medizinische Trainingstherapie in der Prävention und Rehabilitation. Alle Maschinen und Geräte unterliegen dem Code of gym80 Medical. Dieser beinhaltet, dass die inzwischen 10 Geräte und 2 Seilzüge nach den Richtlinien des Medizinproduktgesetzes (MPG) gebaut werden und viele zusätzliche Optionen als Standardausstattung bieten. Mit unserem Dual-Portfolio sind wir einzigartig am Markt. Jedes Gerät verfügt über zwei unabhängig voneinander gelagerte Lastarme. Dadurch kann der Rehabilitand oder Trainierende, je nach seinen Bewegungsmöglichkeiten, die rechte und linke Seite unabhängig voneinander trainieren. Die muskulären Dysbalancen und Bewegungsdefizite werden mit der dualen Serie von med80 by gym80 schneller und sicherer ausgeglichen. Auch die SYGNUM Dual medical-Geräte können in die digitale Trainingssteuerung integriert werden. Durch die Erweiterung der Trainingsgeräte mit einem kleinen Mini-Touch PC (WorkoutPoint) ist die elektronische Trainingsplanung, -steuerung u. -dokumentation möglich. Der Rehabilitand kann sich ganz einfach mit Hilfe eines RFID Datenträgers am Gerät anmelden und seinen Trainingsplan sicher und unkompliziert absolvieren. Die so gewonnenen Daten werden „Just in Time“ und direkt dem lokalen Server übermittelt. Selbstverständlich können durch eine Vielzahl von vorhandenen Schnittstellen, diese Diagnose- & Therapiedaten auch in ein Krankenhausinformationssystem (KIS) weiter übertragen werden und stehen dadurch der elektronischen Patientenakte jederzeit zur Verfügung. Für nähere Informationen stehe wir Ihnen gerne zur Verfügung.

Mehr Informationen auf www.med80.de


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