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medical fitness and healthcare 01/19 (Vollversion)

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Branche: Die Eckdaten der deutschen Fitness-Wirtschaft 2019

Interview: Prof. Dr. Morsch – Was Sie über Präventionskurse wissen müssen

Veranstaltung: FIBO 2019 – Das weltweit größte Branchen-Event

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Foto: Klaudia Lech

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Birgit Schwarze Chefredakteurin

Wachstumsmarkt „Gesundheit“

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iebe Leserinnen und Leser, wir freuen uns, Sie mit der ersten Ausgabe der „medical fitness and healthcare“ im Jahr 2019 begrüßen zu dürfen. In dieser Ausgabe haben wir Ihnen einen Rückblick zu relevanten Veranstaltungen für Gesundheitsanbieter im ersten Quartal des Jahres zusammengestellt. Des Weiteren finden Sie interessante Nachrichten aus der Industrie sowie eine Reihe von Fachartikeln aus der Wissenschaft zum Thema Prävention und aktuelle Entwicklungen im zweiten Gesundheitsmarkt. Die Eckdaten der deutschen Fitness-Wirtschaft 2019 belegen eindrucksvoll, dass sich Fitness und Gesundheit in Deutschland immer mehr zu einer gemeinsamen, weiterhin äußerst vielversprechenden Zukunftsbranche entwickeln. Der DSSV als Arbeitgeberverband der deutschen Fitness- und Gesundheitsdienstleister, das Beratungsunternehmen Deloitte und die Deutsche Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement (DHfPG) ermitteln jedes Jahr die wichtigsten Kennzahlen unserer Branche. Die Studie wurde am 19. März in Köln vorgestellt und erzeugte großes mediales Interesse, sowohl in der Gesellschaft als auch in der Politik. Ein Grund mehr für uns, Statements der Teilnehmer aus erster Hand für Sie zu sammeln. Einen detaillierten Blick auf die Eckdaten 2019 werfen wir auf Seite 10 ff. Diese positive Aufbruchsstimmung war auch Anfang April auf der FIBO zu spüren. Der weltweit größte Branchenevent für Gesundheitsanbieter beeindruckte mit mehr als 1.100 Ausstellern und lockte 145.000 Besucher nach Köln. Unter all den Innovationen und Trends, die auf der FIBO gezeigt wurden, kristallisiert sich eine Entwicklung heraus, von denen die Fitness- und Gesundheitsanbieter zunehmend profitieren werden – insbesondere aber auch deren Kunden: Die Angebote für die Trainingsbetreuung – Planung, Steuerung, Dokumentation – werden immer ausgefeilter und sind durch digitale Innovationen und deren Vernetzung leicht zu bedienen. Auch die Qualifikation der Mitarbeiter – Trainer und Therapeuten – ist deshalb der zweite Baustein einer professionellen Trainingsbetreuung. Auch hier war auf der diesjährigen FIBO die Entwicklung zu mehr Professionalisierung durch Ausbildung und Qualifikation zu erkennen. Mehr lesen Sie in unserem Messerückblick auf die FIBO 2019 ab Seite 24. Welches Potenzial unsere Branche mit ihren über 9.000 Anlagen und immer besser ausgebildeten Mitarbeitern hat, erkannte auch die Bundesregierung, als sie 2016 professionelle Fitness- und Gesundheitsanbieter explizit als Gesundheitsdienstleister mit in das Präventionsgesetz einbezog. Wir haben mit Prof. Dr. Arne Morsch, Fachbereichsleiter Gesundheitswissenschaft an der DHfPG, ein Interview geführt, in dem Sie alles erfahren, was Sie über Präventionskurse nach § 20 SGB V und deren erfolgreiche Umsetzung wissen müssen. Dabei gingen wir der folgenden Frage nach: Was kann das Qualitätssiegel „Deutscher Standard Prävention“? Lesen Sie mehr ab Seite 14. Liebe Leserinnen und Leser, diese Themen und viele weitere erwarten Sie in unserer aktuellen Ausgabe der „medical fitness and healthcare“. Viel Spaß beim Lesen!

01/2019 | medical fitness and healthcare


INHALT 01/19 Foto: DHfPG/BSA

Branche 8 Aktuelles 10 Präsentation der Eckdaten der deutschen Fitness-Wirtschaft 2019 14 Präventionskurse nach § 20 SGB V: Interview mit Prof. Dr. Arne Morsch 16 Studioporträt – Im|Puls DAS Gesundheitsstudio in Eggenstein

Veranstaltungen 24 Die FIBO 2019 – Branchenevent der Superlative 28 Das ARTZT Symposium 2019

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Präsentation der Eckdaten der deutschen Fitness-Wirtschaft 2019

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Prof. Dr. Arne Morsch über Präventionskurse nach § 20 SGB V

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Die FIBO 2019 – Branchenevent der Superlative

Foto: DHfPG/BSA

32 Save the date: der Aufstiegskongress 2019 am 25. und 26. Oktober 34 Erfolgreiche DSSV-Workshops „Trainingssteuerung“ 36 Rückblick auf die therapie Leipzig 38 Physio Aktiv Kongress 2019 40 Die BGM-Kongresse: „Health On Top“ und „Zukunft Personal Nord“ 42 Der 5. Gesundheitskongress „SALUT! DaSein gestalten.“

Industrie 44 milon – Digitales Gesundheitstraining 46 MetaCheck fitness® – erfolgreich abnehmen in der Physiopraxis 48 eGym und efle-xx im Momenth Therapiezentrum Foto: © FIBO

50 Betreiber Ahmet Kilic über sein Fitnessstudio im Holz-Fertigbau 52 Warum „Storytelling“ bei five eine Herzensangelegenheit ist

Fachartikel 54 Ganzkörper-EMS-Training (WB-EMS) vs. HIT-Training 56 Krafttraining bei Arthrose – Alternative zu Medikamenten und Spritzen 60 Bewegungsförderung in stationären Pflegeeinrichtungen 64 Gesundheitspositive Effekte von Ausdauertraining 68 Ausdauersport für ein gesundes Herz-Kreislauf-System 72 Primärprävention: Qualitätskriterien und Bedeutung für die Praxis

Impressum

medical fitness and healthcare Herausgeber & Verlag

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Druck

Wissenschaftlicher Beirat

fitness MANAGEMENT – eine Marke der PIPG GmbH Privates Institut für Prävention und Gesundheitsmanagement GmbH Beutnerring 9, D-21077 Hamburg

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Meinders & Elstermann GmbH & Co. KG Weberstraße 7 49191 Belm bei Osnabrück

Prof. Dr. Bernhard Allmann Mitglied Gesundheitsausschuss DSSV e. V., Professor an der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement (DHfPG), Präventionsbeauftragter der IKK Südwest

Geschäftsführer

Satz & Gestaltung

Janosch Marx, Johannes Marx

Klaudia Lech, Lars Marschalek, Kimberly Piersdorf, Stefanie Reifschneider

Einzelheftpreis Jahresabonnement Inland Jahresabonnement Ausland *inkl. Versandkosten

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Aktuelles | Anzeige

Foto: © Predrag Mladenovic - Fotolia.com

Foto: five

Branche

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Mountains & Hills übernimmt Five-Konzept

DSSV-Event 2019 – 3. bis 6. Oktober in Belgrad

Die Mountains & Hills Gruppe, eine Schweizer Investment- und Beteiligungsgesellschaft, hat die Five-Konzept GmbH & Co. KG vollständig übernommen. Mountains & Hills plant den Aufbau eines Beteiligungsportfolios an Firmen, die mit innovativen Produkten und Dienstleistungen ihren Kunden die Umsetzung eines gesunden Lebensstils ermöglichen. Wolf Harwath und Christoph Limberger bleiben als Vorstandsmitglieder der Mountains Health AG für die Marke five verantwortlich.

Belgrad, Newcomer unter den angesagten Kurztrip-Zielen in Europa, ist in diesem Jahr erstmals Ziel der DSSVEvent-Reise. Teilnehmer kommen in den Genuss der serbischen Gastfreundschaft beim Get-Together im Hotel und im Rahmen zweier zauberhafter Abende in angesagten Restaurants mit Livemusik. Darüber hinaus erleben sie spannende Vorträge und Besichtigungen sowie die BELFIS, Newcomer unter den Fitness-Messen in Südosteuropa.

bit.ly/five_uebernahme_mountains_hills

www.dssv.de

Quelle: WDR

Foto: DHfPG/BSA

Master-Abschluss plus Sport- und Bewegungstherapeut DVGS

Sicheres EMS-Training durch DIN-zertifizierte Studios und qualifizierte Trainer

Im Master-Studiengang „Prävention und Gesundheitsmanagement“ der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement ist es für Studierende möglich, in Kooperation mit dem Deutschen Verband für Gesundheitssport und Sporttherapie (DVGS) zusätzlich die Berufsbezeichnung „Sport- und Bewegungstherapeut DVGS“ zu erwerben. Sie sind dadurch als therapeutisches Personal anerkannt.

Die WDR-Dokumentation „Krankenhaus nach EMS-Training“ zeigt eindrücklich, warum gerade beim EMS-Training klare Qualitäts- und Sicherheitsstandards absolut notwendig sind, damit ein effektives und vor allem sicheres EMS-Training gewährleistet werden kann. Anhand eines Einzelfalls mit einem gefährlich erhöhten KreatinkinaseWert nach einer EMS-Einheit wird aufzeigt, warum die Normenreihe DIN 33961 jüngst um den Bereich EMS-Training mit Teil 5 erweitert wurde.

www.dhfpg.de/therapie

www1.wdr.de/mediathek

Foto: DHfPG/BSA

Foto: for me do GmbH

FIBO-Weltneuheit im Vibrationstraining – Smart Sense PT

Neue Qualifikationen an der BSA-Akademie

Dieses Jahr präsentierte der Erfinder der seitenalternierenden Vibrationstherapie, Galileo® Training, zusammen mit dem Partner for me do auf der FIBO in Köln das neue Galileo® Fit Chip Extreme & Galileo® PT mit Galileo® Smart Sense + Galileo® Smart Coaching und WobbelFunktion. Ab sofort können Sie einen persönlichen Trainingsplan wahlweise von der Chipkarte oder mit dem RFID-Transponderarmband (in Kombination mit vernetztem Galileo PT) steuern.

Die BSA-Akademie bietet einen neuen Fernlehrgang sowie einen neuen Praxisworkshop an. Beim „Trainer für Freihantel- und Kettlebelltraining“ können die Teilnehmer Kompetenzen erlernen, um ihren Kunden ein effektives und sicheres Training mit freien Gewichten zu ermöglichen. Beim eintägigen Praxisworkshop „Verkauf von Nahrungsergänzungsmitteln“ lernen Teilnehmer, individuelle Bedarfsanalysen für Kunden durchzuführen und abschlussorientiert zu beraten.

www.formedo.de

www.bsa-akademie.de/fkt; www.bsa-akademie.de/nem

01/2019 | medical fitness and healthcare


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Foto: © innervisionpro - Fotolia.com

Foto: milon industries GmbH

milon und proxomed schließen Vertriebspartnerschaft

BSA-Zert: DIN-Norm um Teil 5 für EMS-Studios erweitert

Ab sofort unterstützt proxomed die Vertriebsaktivitäten im Bezug auf digital vernetzte Hardware-, Software- und Serviceprodukte aus dem Hause milon im Medizin- und Gesundheitsmarkt der DACH-Region. Die Unternehmen gaben ihre Vertriebspartnerschaft auf der FIBO 2019 in Köln bekannt. Weitere Kooperationen sind geplant. „Ich freue mich darauf, die vielfältigen Synergien zwischen milon und proxomed in spannende Projekte umzusetzen“, so Udo Münster, CEO von milon.

Die Normenreihe DIN 33961 wird ab sofort um Teil 5, EMS-Training, erweitert. Damit haben EMS-Anbieter die Möglichkeit, ihre Qualität durch eine neutrale Zertifizierung auf Basis der DIN-Norm sichtbar zu machen. Die BSA-Zert, die über DAkkS-geprüfte Qualität, Neutralität und Unabhängigkeit verfügt, führt das entsprechende Zertifizierungsverfahren für die EMS-Studios durch.

www.milon.com; www.proxomed.com

www.bsa-zert.de/ems


Branche

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Eckdaten-Präsentation 2019

Die Eckdaten der deutschen Fitness-Wirtschaft 2019

Eine Zukunftsbranche zeigt ihre Visitenkarte Die Eckdaten der deutschen Fitness-Wirtschaft geben einen Überblick über die aktuellen Entwicklungen der Fitness- und Gesundheitsbranche bezüglich Mitgliederzahlen, Anlagenstrukturen und weiteren Branchenkennzahlen. Die Eckdaten schaffen als wissenschaftliche Studie Transparenz und liefern sowohl der Fitness- und Gesundheitsindustrie als auch einer breiten Öffentlichkeit wichtige ökonomische Daten. Die Ergebnisse der Studie tragen dazu bei, die Branche nach außen noch besser darzustellen und damit die Akzeptanz der Zukunftsbranche Prävention, Fitness und Gesundheit auch über die Branchengrenzen hinaus zu erh hen in der ahrnehm n der liti im es ndheitss stem und bei Banken. Somit sind diese Daten die „Visitenkarte“ der Branche. 01/2019 | medical fitness and healthcare


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F

itness und aktives Gesundheitstraining haben sich zu einer wirtschaftlich überaus erfolgreichen Branche entwickelt, die seit vielen Jahren stetiges Wachstum generiert. Auch in den Medien ist die Berichterstattung über die Branche positiv und gesundheitsorientiertes Training wird als wichtiger Teil des zweiten Gesundheitsmarktes anerkannt.

Ralph Pfeifer Area Manager DACH, ELEIKO SPORT GmbH „Die Eckdaten sind jedes Jahr ein neuer Richtwert dafür, wo unsere Branche steht. Als schwedisches Unternehmen hoffen wir, dass wir die Reaktionsquoten und die Marktdurchdringung aus Skandinavien bald auch in Deutschland erreichen.“

Die Branche entwickelt sich weiter Die Fitness- und Gesundheitsbranche hat sich in der Vergangenheit immer wieder an sich ändernde Bedürfnisse der Kunden angepasst und Angebote für neue Zielgruppen geschaffen. Diese Fähigkeiten der Professionalisierung und die Weiterentwicklung der eigenen Leistungsangebote sorgen dafür, dass sie nun schon seit vielen Jahren starke Wachstumsraten vorweist.

Heiko Höhl CEO, 4D CoreSpeed GmbH „Die Eckdaten liefern gute Richtwerte, wohin sich die Branche entwickelt. Vor allem ist es wichtig, ein Gefühl dafür zu bekommen, wie die Studios ticken. Und wir sehen, wo wir im Vergleich zu anderen Branchen stehen.“

Mitgliederzahl steigt Der Gesamtmarkt konnte bis zum Stichtag am 31. Dezember 2018 eine Mitgliedersteigerung von 4,5 Prozent zum Vorjahr verzeichnen. Dies entspricht einer Erhöhung der Mitgliederzahl von 10,61 Millionen im Jahr 2017 auf 11,09 Millionen Mitglieder im Jahr 2018. Fitnesstraining hat sich damit auch 2018 als mitgliederstärkste Trainingsform in Deutschland durchgesetzt – noch vor Fußball und Turnen. Die Attraktivität der Branchenangebote für ältere Menschen zeigt sich im Durchschnittsalter der Mitglieder, das 40,8 Jahre beträgt. Ein Einzelbetrieb verzeichnet im Durchschnitt 990 und ein Kettenbetrieb durchschnittlich 2.881 Mitglieder je Anlage. Dabei beträgt der Anteil der weiblichen Mitglieder in Einzelbetrieben 54,7 Prozent und in Kettenbetrieben 47,4 Prozent.

Ralf Capelan Dipl.-Betriebswirt, Unternehmensberater, Dozent an der DHfPG/BSA-Akademie „Der Markt wächst, und er wächst in einem gesunden Rahmen. Das ist aber keine Garantie dafür, dass alle von diesem Wachstum profitieren. Unser Markt wird für Unternehmen von außen immer interessanter. Deshalb müssen sowohl Studiobetreiber als auch die Industrie ihre Hausaufgaben machen.“

Anlagenzahl und Branchenumsatz steigen Stefan Küper

Die Branche konnte 2018 mit 9.343 Anlagen eine Verbesserung von 3,9 Prozent zum Vorjahr aufweisen (2017: 8.988 Anlagen). Insgesamt wurden 355 neue Anlagen im Berechnungszeitraum gezählt. Speziell die Betriebsform der Mikrostudios hat ihre Anlagenzahl mit einem erneuten Anstieg von 11,1 Prozent auf 2.516 Studios erhöht. Die deutsche Fitness- und Gesundheitsbranche konnte im Betrachtungszeitraum 2018 eine Umsatzsteigerung von 2,5 Prozent auf 5,33 Milliarden Euro Gesamtumsatz erzielen. Somit können die optimistischen Prognosen aus den Vorjahren fortgeschrieben werden.

Senior Sales Manager, eGym GmbH „Die Präsentation ist eine sehr gelungene Veranstaltung in einem tollen Rahmen. Es ist gut, kurz vor der FIBO die Stimmung mitzunehmen und so viele Leute aus der Branche zu treffen.“

Hans Muench Dozent im MBA-Programm der DHfPG, Beiratsmitglied des Boutique-Studioverbandes AFS, ehem. Director of Europe IHRSA

Positive Stimmung Die Eckdaten 2019 verzeichnen – ähnlich wie im vorigen Betrachtungszeitraum – eine weiterhin sehr positive Stimmung innerhalb der Branche, was sich auch in der Höhe des

„Ich bin gespannt, wann flexible Mitgliedschaften als Trend in Deutschland ankommen. International verdienen Clubs zum Teil schon mehr mit Einnahmen über Aggregatoren und Zusatzeinnahmen als mit ihren festen Mitgliedschaften.“

DIE FITNESS- UND GESUNDHEITSBRANCHE 2018 IN ZAHLEN 9.343 Anlagen 11,09 Millionen Mitglieder 5,33 Milliarden Euro Gesamtumsatz 01/2019 | medical fitness and healthcare

Dirk Schildhauer Key Account Manager Sports & Fitness, WOODWAY GmbH

Fotos: DHfPG/BSA

„Spannend finde ich die unterschiedliche Gewichtung bei der Positionierung im Bereich Gesundheit: Einzelstudios 51 Prozent, Kettenbetriebe 29,4 Prozent. Da sehe ich großes Potenzial, die Mitglieder nachhaltig und erfolgreich ins Training zu bekommen.“


Branche

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Eckdaten-Präsentation 2019

Markus Schauer Geschäftsführer, crosscorpo GmbH „Die Branche wächst und das inzwischen nicht mal mehr langsam. Wenn man sich die Marktdurchdringung bei der Zielgruppe zwischen 15 und 65 Jahren anschaut, dann ist das schon sehr beeindruckend. Das größte Wachstum sehe ich langfristig bei den Ketten.“

Anja Wolf Verkaufsleitung Fitness und Health Care, Polar Electro GmbH Deutschland „Der Markt bekommt jedes Jahr neue Facetten – das macht ihn so spannend. Für uns ist vor allem die Entwicklung bei den Mikrostudios interessant. Allgemein denke ich, dass die Premium-Kettenanbieter eine immer größere Rolle spielen und das Wachstum maßgeblich mit bestimmen werden.“

Ulrike Schönfelder ACISO Fitness & Health Consulting, INJOY Quality Cooperation GmbH „Die Eckdaten sind enorm wichtig. Zum einen, um das Beratungssegment entsprechend auszurichten und zu platzieren, zum anderen, um die Inhalte des Franchise-Konzeptes umzusetzen – sowohl national als auch international.“

Marco Jacobs CSO, JK-Gruppe GmbH/Ergoline „Die hohe Investitionsbereitschaft der Betreiber ist ein gutes Zeichen und ein positiver Indikator, der uns zuversichtlich stimmt. Dennoch sind die Hersteller gefragt, den Betreibern innovative Produkte und Konzepte zu liefern, die beide Seiten profitieren lässt.“

Branchenumsatzes im Jahr 2018 widerspiegelt. Mit einem Wachstum von 2,5 Prozent bewegt sich der Branchenumsatz nach wie vor auf einem positiven Niveau. Die optimistische Stimmung wird ebenso in den Äußerungen der Anlagenbesitzer deutlich: Mehr als 86,7 Prozent der Kettenbetreiber, 71,7 Prozent der Mikrostudios und auch 62,1 Prozent der Einzelbetreiber bewerten ihre gegenwärtige wirtschaftliche Situation als „gut“ bzw. „eher gut“. Nach der Investitionshöhe gefragt, planen Einzelbetreiber durchschnittlich etwas mehr als 136.000 Euro zu investieren. Kettenbetriebe haben im Mittel ein Investitionsvolumen von knapp 316.000 Euro angesetzt. Die Mikrostudios sind bereit, durchschnittlich 57.000 Euro einzusetzen. Über alle Betriebsformen hinweg beläuft sich das geplante Investitionsvolumen je Anlage auf 153.000 Euro. Auch in diesem Jahr ist die gesteigerte Bereitschaft zu Investitionen im Bereich Zertifizierung auffällig: Betrachtet

PRESSESTIMMEN ZU DEN ECKDATEN 2019 Handelsblatt online, 19.03.2019 Die Anzahl der Fitnessstudios hat im vergangenen Jahr um vier Prozent zugenommen. Studiobetreiber wollen weiter investieren. ÄrzteZeitung online, 19.03.2019 Prävention, Fitness und Gesundheit bleiben ein starker Markt. Das zeigt sich an der boomenden Fitnessbranche, die nach dem erneuten Mitglieder- und Umsatzrekord 2018 mit weiterem Wachstum rechnen kann. Saarbrücker Zeitung, 21.03.2019 Im vergangenen Jahr zählten die Studios insgesamt 11,09 Millionen Mitglieder. Damit ist Fitnesstraining bei den Deutschen nach Angaben der Studie noch beliebter als Fußball (7,09 Millionen Mitglieder) und Turnen (knapp fünf Millionen Mitglieder).

Roy Scherer Leiter Ausbildungs- und Dokumentationsstelle D-A-CH, Kieser Training GmbH „Den beiden unausweichlichen Setzungen der Gegenwart, dem demografischen Faktor und der Digitalisierung entnehme ich, dass der Kunde von morgen „Gesundheit“ besonders nachfragen wird, weil er lieber gesund als krank altert. Hier werden digitale Lösungen helfen, Krankheiten früher zu erkennen und diesen so vorzubeugen, Gesundheit zu erhalten, aber auch mit Krankheit besser leben zu können.“

Anlagen nach Positionierung (starke bis sehr starke Positionierung, in %)

Herman Rutgers Board Member Europe Active, Global Growth Partners

Fotos: DHfPG/BSA

„Gute Ausbildung des Studiopersonals ist auch auf europäischer Ebene wesentlich für das weitere Wachstum unserer Branche in allen Segmenten: Discount, inhabergeführte Anlagen, Boutique- und Mikro-Studios sowie Premium-Clubs. Fitness ist ein Service-Business!“ 01/2019 | medical fitness and healthcare


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man alle Fitness- und Gesundheits-Anlagen zusammen, wollen mehr als die Hälfte in eine Zertifizierung nach der DINNorm 33961, wie z. B. „ZertFit“, investieren.

Benjamin Steinhilber miha bodytec GmbH

Gesundheit bleibt Schwerpunkt

„Es ist beachtenswert, dass reine EMS-Anlagen schon fast 13 Prozent des Gesamtmarktes ausmachen und dabei mit 90 Euro monatlich einen mehr als doppelt so hohen Mitgliedsbeitrag als im Gesamtmarkt durchsetzen.“

Die deutschen Fitness-Anlagen setzen weiter auf die Schwerpunkte Gesundheit und Training. 50,9 Prozent der Einzelsowie 41,6 Prozent der Mikrostudiobetreiber sehen sich im Bereich Gesundheit positioniert. Mit 38,3 Prozent setzen Kettenbetriebe auch 2018 wieder schwerpunktmäßig auf den Bereich Training. Generell positionieren sich 73,6 Prozent aller Anlagen in den Segmenten Training (29,7 %) und Gesundheit (43,9 %). Im Bereich Lifestyle hingegen sehen 31,7 Prozent der Mikroanlagen ihren Positionierungsschwerpunkt. Zur Auswahl standen die Kategorien (s. Grafik): „Training“ (Verbesserung der Leistungsfähigkeit), „Lifestyle“ (soziale Aspekte, gehobener Lebensstil, Trends), „Gesundheit“ (Erhalt der Leistungsfähigkeit, Prävention) und „Wellness“ (Entspannung, Erholung, mentaler Ausgleich). Als häufigste Positionierung wird wie im Vorjahr „Gesundheit“ genannt, gefolgt von „Training“, „Lifestyle“ und „Wellness“. Innerhalb der Abfolge gibt es aber mitunter Verschiebungen. Mit 43,9 Prozent positionierten die meisten Betreiber ihre Anlage in der Kategorie „Gesundheit“, womit sich der Wert aus dem Vorjahr (44,0 %) kaum verändert hat. 29,7 Prozent (Vorjahr: 31,1 %) der Anlagenbetreiber ordneten ihre Anlage der „Training“-Positionierung zu. Der Anteil der „Lifestyle“-Anlagen stieg von 19,4 Prozent auf 19,9 Prozent. Die „Wellness“-orientierten Anlagen verzeichneten den stärksten Zuwachs, indem sie ihren Anteil von 5,6 Prozent im Jahr zuvor auf 6,5 Prozent steigerten.

Angelika Fritz Geschäftsführung Olympic Sportstudio GmbH, INJOY Berlin „Wenn man seine eigenen Zahlen kennt, bieten die Eckdaten einen guten Vergleich zum Markt. Ich weiß, wo wir stehen und kann das ins Verhältnis setzen. Für uns ist speziell die Nachfolgeregelung ein großes Thema.“

Florian Schmid SUNS Unternehmensgruppe „Es ist in aller Munde, dass die Fitnessbranche boomt und stetig wächst. Durch die Eckdaten-Studie des DSSV erhält man detaillierte Kennzahlen, die das Ganze anschaulich und messbar machen. Für mich ist es immer interessant zu erfahren, wie die deutsche Fitness-Wirtschaft aktuell dasteht und sich im Vergleich zu den Vorjahren entwickelt hat.“

Udo Münster CEO, milon industries GmbH

Mit der Erhebung der „Eckdaten der deutschen Fitness-Wirtschaft“ führt der Arbeitgeberverband deutscher Fitness- und Gesundheits-Anlagen (DSSV) einmal jährlich eine repräsentative Untersuchung zum deutschen Fitnessmarkt durch. Er wird dabei seit mehreren Jahren vom Prüfungs- und Beratungsunternehmen Deloitte und der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement (DHfPG) unterstützt.

„Unsere Branche bleibt spannend für alle, die sich für das Thema Gesundheit interessieren – mit tollen Konzepten für Existenzgründer, Trainer, Therapeuten und auch für erfahrene Studiobetreiber.“

© DSSV 2019 Eckdaten der deutschen Fitness-Wirtschaft

Jürgen Aschauer Business Development Director, Johnson Health Tech. GmbH/Matrix „Der erneute Zuwachs bei der Anzahl der Studios und der Mitglieder zeigt deutlich, dass Fitness in der Gesellschaft weiterhin an Bedeutung gewinnt. Danke auch an den DSSV, der sich mit seinen Partnern die Mühe macht, diese Zahlen zu evaluieren, die uns als Industrie jedes Jahr einen aktuellen Status geben.“

Foto: © FIBO

Silke Frank

01/2019 | medical fitness and healthcare

Event Director FIBO, Reed Exhibitions Deutschland GmbH „Die Präsentation der Eckdaten der deutschen Fitness-Wirtschaft ist eines der wichtigsten Events unserer Branche. Auch heute war es wieder eine tolle und informative Veranstaltung. Wir sind stolz, den Staffelstab zu übernehmen und in den Räumen der Koelnmesse Gastgeber für die Präsentation der Eckdaten 2020 zu sein.“


Branche

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Präventionsgesetz

Interview mit Prof. Dr. Arne Morsch

Was Sie über Präventionskurse wissen müssen ertifi ierte r enti ns rse nach 20 ein ichti er a stein im Angebotsportfolio von Fitness- und Gesundheitseinrichtungen“

M

it der Einführung des Präventionsgesetzes im Jahr 2016 wurde die Prävention in Deutschland gestärkt. Unter anderem wurden Leistungen zur individuellen verhaltensbezogenen Prävention nach § 20 Abs. 4 Nr. 1 SGB V, sogenannte Präventionskurse, erstmalig zur Pflichtaufgabe für die gesetzlichen Krankenkassen gemacht. Besonders nachgefragt sind dabei Angebote zur Förderung des Bewegungsverhaltens. Welche Bedeutung hat dieses Thema für die Fitness- und Gesundheitsbranche? Hierzu hat „medical fitness and healthcare“ mit Prof. Dr. Arne Morsch, Fachbereichsleiter Gesundheitswissenschaft an der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement, gesprochen.

mfhc: Welche Bedeutung haben Präventionskurse, wenn es um die Gesunderhaltung der Bevölkerung in Deutschland geht? Prof. Dr. Arne Morsch: Studien zur Gesundheit der Bevölkerung in Deutschland zeigen, dass die chronischen, nicht übertragbaren Erkrankungen das Krankheitsspektrum zunehmend bestimmen und für einen Großteil der Kosten im Gesundheitssystem verantwortlich sind. Von besonderer Bedeutung sind dabei die Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes mellitus Typ 2, Adipositas, Krebserkrankungen und auch die Muskel-Skelett-Erkrankungen. Allen diesen Krankheitsbildern gemein ist die Tatsache, dass sie maßgeblich vom Lebensstil des Einzelnen bestimmt und präventiv gut zu beeinflussen sind. Präventionskurse sollen deshalb dazu beitragen, das individuelle Gesundheitsverhalten zu verbessern und das Erkrankungsrisiko zu reduzieren. Hierzu haben die gesetzlichen Krankenkassen zentrale Handlungsfelder definiert. Über Kursangebote in den Handlungsfeldern Bewegungsgewohnheiten, Ernährung, Stressmanagement und Suchtmittelkonsum bieten sie ihren Versicherten die Möglichkeit, genau diesen Erkrankungsbildern aktiv vorzubeugen. Die Kurse sind zeitlich befristet und dienen sozusagen als Initialzündung für eine nachhaltige Verbesserung des Lebensstils. mfhc: Wie sieht es mit der Inanspruchnahme von Präventionskursen aus? Wie viele Menschen werden in Deutschland dadurch erreicht und welche Mittel werden hierfür verausgabt? Prof. Dr. Arne Morsch: In 2017 unterstützten die gesetzlichen Krankenkassen knapp 1,7 Millionen Kursteilnahmen in den Handlungsfeldern der individuellen verhaltensbezogenen Prävention. Damit bewegt man sich seit 2014 auf einem vergleichbaren Niveau. Die Ausgaben hierfür betrugen ins-

Prof. Dr. Arne Morsch Prof. Dr. Arne Morsch ist Fachbereichsleiter Gesundheitswissenschaft und Dozent der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement. Darüber hinaus leitet er den Fachbereich Gesundheitsförderung der BSA-Akademie. www.dhfpg-bsa.de Foto: DHfPG/BSA

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gesamt 208 Millionen Euro. Wesentliche Steigerungen sind derzeit nicht zu erwarten. Bei der Teilnehmerstruktur fällt auf, dass die Präventionsangebote überwiegend von Frauen genutzt werden. Der Männeranteil liegt gerade einmal bei 20 Prozent. Zudem zeigt sich, dass eher ältere Menschen die Angebote nutzen. Fast 60 Prozent sind 60 Jahre und älter. Männer und jüngere Personen werden offensichtlich über die Angebote der GKV eher selten erreicht, obwohl hier ebenfalls ein hoher Präventionsbedarf besteht. mfhc: Wie verteilt sich die Angebotsstruktur in den genannten Handlungsfeldern und wo sind die größten gesundheitsförderlichen Potenziale zu erwarten? Prof. Dr. Arne Morsch: Der Präventionsbericht für das Berichtsjahr 2017 zeigt, dass sich etwa 70 Prozent der Teilnahmen an Präventionskursen auf das Handlungsfeld Bewegungsgewohnheiten konzentriert haben. Ein Viertel der Kursteilnahmen erfolgte zum Thema Stressmanagement. Bei Angeboten in den Handlungsfeldern Ernährung und Suchtmittelkonsum war nur ein geringer Anteil an Kursteilnahmen zu verzeichnen. Die Dominanz des Handlungsfeldes Bewegungsgewohnheiten kann zum einen damit begründet werden, dass Bewegungsmangel in Deutschland in allen Lebensphasen ein weitverbreitetes Gesundheitsproblem darstellt. Zum anderen liegt für die gesundheitliche Wirksamkeit körperlicher Aktivität eine hohe wissenschaftliche Evidenz vor. Das Präventionspotenzial für die Vermeidung lebensstilbedingter Erkrankungen ist daher sehr groß. Insofern ist diese Schwerpunktsetzung bei den Präventionskursen folgerichtig. mfhc: Welche Qualitätskriterien müssen Bewegungsangebote erfüllen, damit diese von den gesetzlichen Krankenkassen finanziert werden dürfen und wo ist dies geregelt? Prof. Dr. Arne Morsch: Die Qualitätskriterien für die Umsetzung von Präventionskursen sind im Leitfaden Prävention des Spitzenverbandes der gesetzlichen Krankenkassen definiert. Zentrale Förderkriterien sind beispielsweise, dass die Maßnahmen grundsätzlich in Gruppen stattfinden müssen und dass die inhaltliche Wirksamkeit der Maßnahme erwiesen ist. Es muss also im Voraus nachgewiesen sein, dass das, was man tut, gesundheitlich wirksam ist. Deshalb müssen die Maßnahmen auch eine konkrete Zielbestimmung haben und sich an spezifische Zielgruppen richten. Von besonderer Bedeutung ist auch die Qualifikation der Kursleiter. So kommen für die Durchführung nur Bewegungsfachkräfte infrage, die einschlägige fachliche und pädagogische Kompetenzen nachweisen können. Die Bachelor-Studiengänge Gesundheitsmanagement, Fitnesstraining und Fitnessökonomie unserer Hochschule erfüllen beispielsweise die Anforderungen an die Anbieterqualifikation im Handlungsfeld Bewegungsgewohnheiten. Nur wenn alle im Leitfaden definierten Kriterien erfüllt sind, dürfen Maßnahmen von den Krankenkassen gefördert und finanziert werden. mfhc: Wie wird überprüft, ob die im Leitfaden Prävention definierten Qualitätskriterien auch tatsächlich eingehalten werden? 01/2019 | medical fitness and healthcare

Prof. Dr. Arne Morsch: Zur einheitlichen Prüfung individueller Präventionsangebote haben die gesetzlichen Krankenkassen eine Kooperationsgemeinschaft gegründet und die Zentrale Prüfstelle Prävention, kurz ZPP, eingerichtet. Anbieter von Präventionskursen müssen ihre Konzepte bei der ZPP einreichen. Diese prüft, ob die Kriterien des Leitfadens erfüllt sind. Ist dies der Fall, werden die entsprechenden Präventionskurse für die Dauer von drei Jahren zertifiziert und erhalten das Qualitätssiegel „Deutscher Standard Prävention“. Bei negativem Prüfergebnis dürfen Präventionskurse von den Krankenkassen nicht finanziert bzw. bezuschusst werden. mfhc: Präventionskurse können sowohl von den Krankenkassen selbst als auch von externen Anbietern durchgeführt werden. Welche Bedeutung haben Fitness- und Gesundheitseinrichtungen als Anbieter von Präventionskursen? Prof. Dr. Arne Morsch: Die Durchführung eigener Maßnahmen von Krankenkassen ist im Handlungsfeld Bewegungsgewohnheiten vergleichsweise selten. Die allermeisten Präventionskurse werden von externen Anbietern durchgeführt. Gerade auch in Fitness- und Gesundheitseinrichtungen finden sehr viele Präventionskurse statt, sodass diese ein wichtiger Faktor einer flächendeckenden Angebotsstruktur sind. Deren besondere Bedeutung ist darin zu sehen, dass sie aufgrund ihrer guten Infrastruktur optimale Durchführungsbedingungen und sehr gute Anschlussmöglichkeiten für Folgeangebote bieten können. Präventionskurse sind ja nur von begrenzter Dauer und schließlich sollen die Teilnehmenden über den Kurs hinweg zu einem dauerhaften Training motiviert werden. Für Fitness- und Gesundheitseinrichtungen besteht somit die Möglichkeit, über Präventionsangebote Zielgruppen zu erreichen, die ansonsten vermutlich nicht den Weg ins Fitnessstudio gefunden hätten. In der Folge sollten diese dann in eine dauerhafte Mitgliedschaft überführt werden. Dann wäre auch das Ziel der gesetzlichen Krankenkassen erreicht, dass Präventionskurse nachhaltig sein sollen. mfhc: Wie sieht es mit der künftigen Entwicklung von Präventionskursen aus? Prof. Dr. Arne Morsch: Seit der ersten Verabschiedung des Leitfadens Prävention im Jahr 2000 haben die gesetzlichen Krankenkassen ihre Leistungen im Bereich der individuellen Gesundheitsförderung erheblich verstärkt. Da die allermeisten Angebote bereits im Handlungsfeld Bewegungsgewohnheiten erfolgen, ist hier keine große Mengenausweitung mehr zu erwarten. Die Angebotsstruktur steht und es wird zukünftig in erster Linie darum gehen, die Qualität der Maßnahmen im Routinebetrieb kontinuierlich zu verbessern. Hierzu wird ab 2020 ein kassenübergreifendes System zur Evaluation der Maßnahmen eingeführt, an dem sich Kursanbieter beteiligen müssen. Ich persönlich würde mir wünschen, dass im Bereich der verhaltensbezogenen Prävention neben Gruppenangeboten auch individualisierte Trainingsformen stärker als bislang berücksichtigt werden. Wird ein Ausdauer- und Krafttraining entsprechend den Empfehlungen wissenschaftlicher Fachgesellschaften durchgeführt, sind auch die besten Gesundheitseffekte zu erwarten. In der medizinischen Trainingstherapie bei Rehabilitationsverfahren hat sich das schon seit Langem bewährt. Warum also nicht auch in der Prävention?


Branche

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Studioporträt

Im|Puls DAS Gesundheitsstudio in Eggenstein-Leopoldshafen

Impulse für das moderne Gesundheitstraining

Fotos: Kim Heck – barefoottales.de

„Unser Im|Puls DAS Gesundheitsstudio in Eggenstein ist kein gewöhnliches Fitnessstudio“, heißt es auf der Homepage des Studios. Die Inhaber Christian Braun und Andreas Cleve haben ihr Studio aus gutem Grund als Schnittstelle zwischen Therapie und klassischem Fitnessstudio konzipiert. Sie gehen in vielen Bereichen der Studioführung neue Wege und setzen dabei sowohl auf digitale Unterstützung und eine Top-Ausstattung als auch auf Kulanz, Ehrlichkeit, Transparenz und Teamwork.

„Wir wollten ein familiäres Studio mit regelmäßiger Betreuung und hohem Qualitätsanspruch, dass vorzugsweise Gesundheitstrainierende im Streben nach mehr Lebensqualität im Alltag und im Alter bedient!“ Nicht mehr, aber auch nicht weniger wollten Christian Braun und Andreas Cleve, als sie sich 2012 entschlossen, ein Gesundheitsstudio nach ihren gemeinsamen Vorstellungen zu planen. Ihr Studio, das Im|Puls, eröffneten die beiden 2016 in Eggenstein-Leopoldshafen, nördlich von Karlsruhe. Nach knapp drei Jahren am Markt zeichnet sich deutlich ab, dass die beiden Jungunternehmer mit ihrer Positionierung den Nagel auf den Kopf getroffen haben. Mit einer ehrlichen, transparenten und sehr

modernen Philosophie führen sie erfolgreich ein Gesundheitsstudio.

Der Impuls kam während des gemeinsamen Studiums Andreas Cleve und Christian Braun haben sich während des Studiums der Fitnessökonomie an der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement (DHfPG) kennengelernt. Unter den vielen verschiedenen Dialekten der Studierenden hatten sich die beiden Badener gegenseitig „rausgehört“ und dann festgestellt, dass sie in vielen Bereichen des Fitness- und Gesundheitstrainings die gleichen Vor01/2019 | medical fitness and healthcare


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Andreas Cleve (l.) und Christian Braun, Geschäftsführer des Im|Puls

stellungen haben. Beide waren schon immer sehr sportaffin und haben über längere Zeit als Studioleiter gearbeitet – Andreas Cleve in der Bodensee-Region, Christian Braun in der Rhein-Neckar-Region. Noch während des Studiums kam es zum Entschluss: „Lass uns was zusammen machen, hier gibt’s nichts Gscheit‘s!“ 2012 wurden die Planungen dann konkret und die beiden begannen, ihre Einschätzungen des Marktes, der anvisierten Zielgruppe sowie ihre Trainingsphilosophie in einem Businessplan zusammenzufassen. Für ihren Businessplan nahmen sich die beiden ausreichend Zeit, um all ihre Ideen und Ambitionen zu berücksichtigen und zahlentechnisch zu untermauern. Das hat sich ausgezahlt: Ihr Businessplan und das zugehörige Konzept überzeugte die Banken vor Ort sehr schnell, sodass sie im Januar 2016 ihr Im|Puls DAS Gesundheitsstudio in Eggenstein-Leopoldshafen eröffnen konnten.

Der Name ist Programm Der Name „Im|Puls“ soll verdeutlichen, dass das Team unterstützend und beratend für die Gesundheit der Kunden tätig ist. „Zu einem gesundheitsorientierten Training gehören die richtigen Intensitäten, die unter anderem auch am Puls gemessen werden können. Die Erweiterung ‚Gesundheitsstudio‘ soll darüber hinaus die Nische des Studios nochmals unterstreichen und das Bild eines klassischen Fitness- oder 01/2019 | medical fitness and healthcare

Lifestyle-Studios bei Interessenten und Kunden gar nicht erst aufkommen lassen“, erklärt Andreas Cleve. „Bereits im ersten halben Jahr nach der Eröffnung unseres Gesundheitsstudios haben wir sehr schnell gemerkt, dass wir mit unserem Konzept einen Nerv getroffen haben und die Region wohl auf einen qualitativ hochwertigen Anbieter gewartet und gehofft hat“, ergänzt Christian Braun. „Rückmeldungen wie ‚Endlich mal ein Studio mit Qualität für unsere Altersgruppe!‘ oder ‚In den Studios, die ich bisher besucht habe, gab es gar keine oder nur schlechte Betreuung‘ und ‚Ihr habt ein sehr schönes, elegantes Studio, seid aber trotzdem kein Schicki-Micki-Laden‘ waren keine Seltenheit.“

Klare Positionierung als Gesundheitsanbieter „Wir haben uns in der Nische Gesundheitssport positioniert. Alle, die nach mehr Lebensqualität streben und dabei unterstützt werden wollen, sind bei uns richtig – egal, ob Einsteiger, Best Ager oder Leistungssportler“, beschreibt Christian Braun die Positionierung des Im|Puls. Die Angebotsschwerpunkte des Studios haben sich auch zu einem Alleinstellungsmerkmal in der Region entwickelt: Betreutes Training durch fest angestelltes Personal, eGym, efle-xx, Wonderwall, Faszientraining, Ernährungscoaching und regelmäßige Trainertermine alle acht bis


Branche

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Studioporträt

Das Team des Im|Puls (v. l. n. r.): Christian Braun, Carolin Starke, Fabienne Kohnle, Lukas Pütz, Andreas Cleve, Simon Ehehalt, Larissa Lindner und Leonie Schmidt

zwölf Wochen sowie Re-Tests mit InBody und auf Wunsch oder bei Bedarf individuell auch mit Funktionsanalysen. Um ihren Ansatz vom individuell betreuten Gesundheitstraining zu unterstützen, haben Andreas Cleve und Christian Braun von Beginn an auf digitale Lösungen mit einem voll vernetzten Studio und einer voll vernetzten Trainingsfläche inklusive Trainer-App und Fitness-App gesetzt. „Wenn es die digitale Unterstützung gibt, dann können wir sie auch nutzen. Jeder aus unserem Team ist sofort und überall auf dem neuesten Stand und das hilft uns, eine einheitliche Betreuung zu gewährleisten“, erklärt Christian Braun. „Unsere Hauptzielgruppe, die Kunden über 40, braucht keine Angst zu haben, falsch zu trainieren. Dass sich die Geräte automatisch einstellen und das Training visuell unterstützen, gibt unseren Kunden Sicherheit.“

Cleve einen der Grundsätze, mit denen im Im|Puls für eine familiäre und entspannte Atmosphäre gesorgt wird. Das Studio ist barrierefrei konzipiert, d. h. es gibt einen offenen Eingangsbereich ohne Drehkreuze oder Ähnliches. Obwohl die Mitglieder den Self-Check-in nutzen, ist der Tresen immer besetzt, sodass alle Kunden freundlich und persönlich begrüßt werden. Auch die weitere Einrichtung des Studios, die Trainingsbereiche und das Bistro sind offen gestaltet – modern und reduziert, aber elegant, mit viel Holz und in warmen Erdtönen gehalten. „Unsere Kunden sollen gerne hierherkommen, sich gerne bei uns aufhalten, sich gut betreut fühlen und sich, wenn sie nach Hause gehen, so fühlen, als hätten sie einen kurzen Urlaub gemacht.“

Atmosphäre im Studio? Familiär und entspannt!

Ehrlichkeit und Transparenz

„Außer den regelmäßigen Terminen und den gesundheitsorientierten Trainingszonen steht natürlich auch die persönliche Ansprache der Mitglieder und der enge Kontakt zu ihnen ganz besonders im Fokus. Wir kennen unsere Mitglieder noch mit Namen und betreuen sie auch entsprechend persönlich und nicht nach dem Prinzip „Massenbetrieb“. Wir als Chefs haben immer ein offenes Ohr für unsere Mitglieder auch über den normalen Trainingsalltag hinaus“, so beschreibt Andreas

„Vor allem zählt bei uns die offene Kommunikation mit unseren Mitgliedern. Wir arbeiten in allererster Linie ehrlich und transparent. Die Preise für unsere Leistungen findet jeder ganz selbstverständlich veröffentlicht auf unserer Homepage. So ist das leider nicht gang und gäbe in unserer Branche, da gibt es oft eine Vielzahl von Zusatzprodukten und unübersichtlichen Tarifmodellen. Hier wollen wir uns ganz klar abgrenzen und ein ehrliches Produkt zu einem fairen Preis anbieten“, erklärt Andreas Cleve. „Wir sind keine Verkäufer. Es bringt uns nichts, 01/2019 | medical fitness and healthcare


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noch mehr Möglichkeiten zum Austausch mit uns zu geben, aber wir finden, dass das Wichtigste die Eins-zu-eins-Kommunikation ist, wenn die Mitglieder im Studio sind und wir uns persönlich um jeden Einzelnen kümmern.“

Neue Kollegen? Teamentscheidung! Auch bei der Auswahl ihrer Mitarbeiter gehen die Betreiber Andreas Cleve und Christian Braun konsequent einen Weg, der ihr Konzept bereichert und auch die Mitarbeiter mit in die Verantwortung nimmt. Für das Betreuungskonzept des Im|Puls ist der persönliche Kontakt zu den Mitgliedern besonders wichtig, d. h. die Mitarbeiter und ein harmonisch arbeitendes Team sind entscheidende Faktoren für den Erfolg des Konzeptes und die familiäre Atmosphäre im Studio. Neben der fachlichen Qualifikation sind soziale Kompetenz, Teamfähigkeit, Offenheit und Einsatzbereitschaft die ausschlaggebenden Auswahlkriterien für die Mitarbeiter des Im|Puls und die, die es werden wollen. Und, das Team entscheidet mit: Nach einer Vorauswahl durch die beiden Betreiber werden potenzielle neue Mitarbeiter zum Probearbeiten eingeladen. Danach entscheiden Betreiber und Mitarbeiter gemeinsam, ob die Bewerberin oder der Bewerber als neues Teammitglied passt. Die beiden Inhaber sind im Studioalltag des Im|Puls in allen Bereichen als vollwertige Mitarbeiter tätig und sich für keine Tätigkeit zu schade. „Das hat nur Vorteile“, verdeutlicht Andreas Cleve. „Wir sind immer auf dem neuesten Stand und können sofort reagieren.“

Zukunftspläne?

Fotos: Kim Heck – barefoottales.de

wenn sich jemand anmeldet und dann doch nicht kommt oder wieder kündigt. Wir sind lieber kulant.“ Zu dieser Ehrlichkeit gehört auch, dass den Interessenten, die eigentlich eine andere Art Training suchen, ein Mitbewerber in der Nähe empfohlen wird, dessen Angebot eher ihrem Wunsch entspricht. Dementsprechend transparent und flexibel wird im Im|Puls auch die Vertragsstruktur gehandhabt. Wenn es offene Fragen gibt, nimmt sich das Team Zeit, diese persönlich mit den Mitgliedern zu besprechen. Die Zeit dafür gewährt unter anderem die digitale Vollausstattung des Studios.

Erfolgreiches Empfehlungsmarketing Die Kunden über 40 Jahre sind die Kernzielgruppe des Im|Puls. „Das ist eine Zielgruppe, die erkennt, dass Gesundheitstraining sich positiv auswirkt und die auch bereit ist, etwas dafür zu tun“, verdeutlicht Christian Braun, „Qualität wird wertgeschätzt.“ Das Durchschnittsalter liegt bei 47 Jahren und die Mitglieder sind zu zwei Drittel Frauen – alles in allem gesundheitsbewusste Menschen, die Wert auf Betreuung für mehr Lebensqualität legen. „Es hat sich herumgesprochen, dass uns etwas an unseren Kunden liegt“, ergänzt Christian Braun. „Neun von zehn Kunden kommen auf Empfehlung.“ „Natürlich nutzen wir auch die neuen Kommunikationswege wie Facebook oder WhatsApp, um den Mitgliedern 01/2019 | medical fitness and healthcare

„Unsere Pläne beziehen sich auf den Ausbau unseres Teams sowie die langfristige Bindung unserer Auszubildenden an das Im|Puls. Wir wollen die Qualität als Team weiterhin verbessern, in der Branche immer am Puls der Zeit sein und ein einfaches, effektives und kurzweiliges Training anbieten“, bekräftigen beide Geschäftsführer des Im|Puls. „Wir freuen uns jeden Tag hier arbeiten zu dürfen, unsere tollen Mitarbeiter tragen dazu bei. Die Mitglieder und ihre Erfolge zeigen, dass unsere Arbeit ankommt und zwar dort, wo sie ankommen soll. So freuen wir uns, jedes Mitglied einzeln auf seinem Weg begleiten und betreuen zu dürfen.“

Im|Puls DAS Gesundheitsstudio Fläche des Studios gesamt Kraft Cardio Kurse Functional

860 m2 400 m2 60 m2 96 m2 35 m2

Ausstattung 2 eGym-Zirkel, efle-xx, HumanSports®, Life Fitness (Cardio – Discover SE), Wonderwall, TRX®, Faszientraining, bodyART®, deepWork®, WSG, Pilates, K.O.R.E., Rehasport, InBody 770 Anzahl Mitarbeiter 2 geschäftsführende Gesellschafter (beide Dipl. Fitnessökonom) 1 Fitnesskauffrau 4 Studierende (DHfPG) 1 geringfügig Beschäftigte www.impuls-eggenstein.de


Veranstaltungen

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Messerückblick

Foto: © FIBO

2019

here nternati nalit t

stei ende es cher ahl

BRANCHENEVENT DER SUPERLATIVE

as arten hatte sich el hnt m is ril 2019 tra en sich internati nale e la er nternehmer ranchene erten rainer h si thera e ten n encer und Fitnessfans aus aller Welt in Köln zur internationalen Leitmesse für Fitness, Wellness und Gesundheit.

D

ie FIBO 2019 präsentierte sich erneut als das größte Event der Fitness- und Gesundheitsbranche in Europa: In diesem Jahr waren 145.000 Besucher nach Köln gekommen, 2.000 Besucher mehr als im Vorjahr. Unter ihnen waren mehr als 84.000 Fachbesucher, die aus allen Teilen der Welt anreisten, Neuheiten sichteten, den Markt sondierten und „Big Business“ für ihre Studios, Anlagen und Praxen betrieben.

ordnung von mehr als zwei Milliarden Euro getätigt werden. „Damit ist die FIBO der weltweit wichtigste Handelsplatz für die Branche“, sagt FIBO-Chefin Silke Frank vom Veranstalter Reed Exhibitions. „Die Zielsetzung, den Business-Charakter der FIBO durch den Ausbau der Internationalität weiter zu steigern, ist voll aufgegangen. Das Line-up der in Köln vertretenen Nationen war beeindruckend. Der Stellenwert der FIBO nimmt von Jahr zu Jahr zu.“

Weltweit wichtigster Handelsplatz der Branche

Mit 1.105 Ausstellern restlos ausgebucht

Mit Fachbesuchern aus 133 Nationen unterstrich die FIBO eindrucksvoll, dass sie der weltweit größte und wichtigste Treffpunkt der Branche ist, auf dem Trends vorgestellt und Investments in einer Größen-

Diese hohe Internationalität spürten auch die 1.105 Aussteller, die aus 49 Nationen an den Rhein gekommen waren und die verfügbare Ausstellungsfläche von 160.000 Quadratmetern restlos belegten. 01/2019 | medical fitness and healthcare


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Individuelle Konzepte für Training, Ernährung und Entspannung auf technologisch höchstem Niveau stellte cardioscan vor.

MATRIX stellte beindruckende Lösungen für Fitness- und Gesundheitsanlagen vor und präsentierte sich als Partner des Leistungssports.

FIBO 2019 in Zahlen 1.105 Aussteller aus 49 Nationen

Begrüßten und versorgten die es cher ei fi e l n r Laura Ratert, Leonie Lippold, Kim Aberle und Verena Hall.

160.000 m² sstell n s

che

145.000 Besucher aus 133 Nationen

Mehr als die Hälfte der Unternehmen – genau 57 Prozent – kam aus dem Ausland und unterstrich auch hier die Rolle der FIBO als internationale Leitmesse.

EHFF: CEOs aus aller Welt beim „Davos“ der Fitnessbranche Eine Einschätzung, die Spitzenvertreter der Branche teilen: Sie reisen inzwischen traditionell einen Tag vor dem Start der FIBO an und treffen sich zum European Health & Fitness Forum (EHFF), das sich in seiner sechsten Auflage endgültig zu einem Gipfeltreffen der Branche entwickelt hat. Das Executive Event, veranstaltet vom europäischen Verband EuropeActive, war mit 500 Teilnehmern restlos ausverkauft. Die CEOs der weltmarktführenden Hersteller von Trainingsgeräten und international agierende Studiobetreiber kamen nach Köln. Die Tagungsteilnehmer blicken zuversichtlich in die Zukunft, auch wenn

sie den Preisdruck, dem die Studiobetreiber ausgesetzt sind, vielfach kritisch sehen. Doch die Gesamtsituation am Markt entwickelt sich weiterhin positiv. Mit einem Branchenumsatz von 27,2 Milliarden Euro hat sich Europa inzwischen vor den USA zum größten Fitnessmarkt der Welt entwickelt. 62,2 Millionen Europäer sind Mitglied in einem Fitnessstudio. Das sind 3,5 Prozent mehr als im Vorjahr. So lautet das Ergebnis des von EuropeActive und Deloitte erstellten „European Health & Fitness Market Report 2019“, der traditionell im Rahmen des EHFF zum Start der FIBO vorgestellt wird.

Preisträger des FIBO Innovation & Trend Awards Im Rahmen des European Health & Fitness Forums wurden auch die Sieger des diesjährigen FIBO Innovation & Trend Awards gekürt. Die Preisträger 2019 zeigen eindrucksvoll, wie innovativ und ideenreich die Fitness- und Gesundheitsbranche ist.

Das Interesse an der Trainingsform stei t nach ie r ins es ndere ei isten r ndern

Die mfhc-Redaktion traf die Großen der Branche: Mario Görlach im nter ie den e heiten ei e m nd e Fotos: Lars Marschalek

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Veranstaltungen

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Messerückblick

Innovative Geräte, digitale Neuerungen und packende Trainingsaktivit ten sind die asis des 0 n e ts n echn m

milon initiiert erstmalig den BOOST Award und vergibt in Kooperation mit fi e nd a icline eine rder n in Höhe von 50.000 Euro in der Sonderkategorie „Gründerförderung“.

FIBO 2020

Fotos: Lars Marschalek

Galileo® Training und Vertriebspartner r me d l n r nt ni e il a Andreas Küsters, Chris Baur, Marcus Neugebauer und Tobias Niemann

Neue Trends. Neue Ziele. Neue Struktur Die kommende FIBO findet vom 2. bis 5. April 2020 auf dem Messegelände Köln statt – mit einer komplett neuen Hallenplanung. www.fibo.com

• Die Faceforce GmbH gewann mit „ELIAS“ in der Kategorie „Digital Fitness“. • In der Kategorie „Lifestyle“ überzeugte Charles Simmons mit dem VOXXBODY Vocal Fitness System. • Die Gedanken auf Trab bringen mit „Reflex-on®“ – die Neuron Academy International ging als Sieger in der Kategorie „Performance“ hervor. • „ExerCube“ bringt spielerisch ins Schwitzen – Die Sphery AG siegte in der Kategorie „Start-up“. • Leben in Balance – „BALLance Bälle“ der BALLANCE Concepts GmbH räumten in der Kategorie „Gesundheit“ ab.

Paket für Physiotherapeuten und Gesundheitseinrichtungen Die FIBO deckt als Weltleitmesse für Fitness, Wellness und Gesundheit die Bedürfnisse der Physiotherapeuten mit einem Mix aus allen gesund-

heitsorientierten Bereichen ganzheitlich ab. Dazu gehören neben dem großen Ausstellungsspektrum auch ein umfangreiches Programm an Fachvorträgen und die Möglichkeit, Fortbildungspunkte zu sammeln. In der „Gesundheitshalle“ 7 zeigten die Aussteller medizinische Trainings- und Diagnostikgeräte. Physiotherapeuten erhielten hier einen wertvollen Überblick rund um ihre Praxisausstattung, von der Software über Therapieliegen bis hin zur Abrechnung. Geführte Rundgänge für Physiotherapeuten – „Guided Tour Physio“ – gaben einen Überblick über das umfangreiche Physiotherapieangebot der Aussteller und zeigten Neuheiten und Innovationen auf. Der Meetingpoint Physio in Halle 7 war erneut zentrale Anlaufstelle für alle Fragen zum Thema Physiotherapie. Hier bestand die Möglichkeit, sich mit Kollegen auszutauschen, Kontakte in der Fitnessbranche zu knüpfen und Expertentalks zu führen. Zudem gab es hier eine professionelle Beratung, Seminare und Workshops.

Hoch im Kurs bei den FIBOes chern r eranal se ei n d

en tand n m 0 / 0 ziehrte eine beeindruckende über drei Meter große Startue von Arnold Schwarzenegger. Foto: © FIBO

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Das ARTZT Symposium 2019 – ein besonderes Wochenende

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uch in diesem Jahr beeindruckte das ARTZT Symposium nicht nur mit hochkarätigen internationalen Referenten, sondern vor allem durch seine familiäre Atmosphäre, den Service des Hotel Schloss Montabaur und des gesamten Teams der Ludwig Artzt GmbH – es war ein mit vielen Highlights gespicktes „besonderes Wochenende“. Das Schwerpunktthema 2019 „Kopf und Körper – dem Schmerz auf der Spur. Multimodale Schmerzbehandlung in Therapie und Training“ knüpfte inhaltlich an die Fragestellung des Themas des letztjährigen ARTZT Symposiums „Kopf und Körper – Was bewegt uns?“ an.

Multimodale Schmerzbehandlung Im Fokus stand das komplexe „System Mensch“. Schmerzen, insbesondere chronische Schmerzen sind ein vielschichtiges Krankheitsbild und erfordern neben der physischen Behandlung auch einen ganzheitlichen Ansatz, der die psychischen und sozialen Aspekte der Betroffenen miteinbezieht. Bei der multimodalen Schmerzbehandlung arbeiten verschiedene Berufsgruppen und Schmerzspezialisten im intensiven interdisziplinären Austausch zusammen.

Pre-Workshops am Freitag

Dr. Eric Cobb über die Funktion und Wirkweise des Nervensystems

as m si m 2019 fand am 2. und 3. Februar im Hotel Schloss Montabaur statt. Bereits zum fünften Mal trafen sich h si thera e ten rtwissenschaftler, Trainer und Ärzte, um ihr Wissen zu erweitern in diesem ahr m hema multimodale Schmerzbehandlung.

Das Warm-up für das Symposium erfolgte bereits am Freitag in Form von drei praxisnahen Pre-Workshops. Im Mittelpunkt standen dabei Nackenschmerzen (Christine Hamilton), traumatische Erlebnisse (Christina Halasz) und neurologische Dysfunktionen (Dr. John Brazier). Den interdisziplinären Austausch – als Garant für eine erfolgreiche Therapie – machten sich die Symposium-Teilnehmer direkt am Freitag zum Motto und tauschten sich intensiv beim Abendessen und an der Schlossbar aus.

Dr. Simone Becker moderierte das 5. ARTZT Symposium

Viel Raum zum Netzwerken

Fotos: Mira Hampel | mirahampel.de

Am Samstag startete das abwechslungsreiche Vortragsprogramm des 5. ARTZT Symposiums, das von Dr. Simone Becker moderiert wurde. Um den internationalen Gästen einen attraktiven Service zu bieten, wurden die Vorträge simultan ins Deutsche oder ins Englische übersetzt. 01/2019 | medical fitness and healthcare


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Foto: Jürgen Wolff

Die Pausen zwischen den Vorträgen waren auch in diesem Jahr zeitlich so großzügig angelegt, dass die Teilnehmer die Möglichkeit hatten, den Experten persönliche Fragen zu stellen, sich über die Produkte der Begleitausstellung zu informieren und intensiv zu netzwerken.

Internationaler Samstag mit besten LEBENSmitteln Dr. Volker Busch, der das Thema „Chronische Schmerzen und andere Erschöpfungen“ kurzweilig und unterhaltsam beleuchtete, gestaltete den Auftakt des Symposiums. Im Anschluss präsentierte Dr. John Brazier eindrucksvoll, wie man mit Hilfe von kinetischen Ketten eine sofortige Antwort für ein chronisches Problem finden kann. Prof. Dr. Hans-Dieter Hermann, Sportpsychologe der Fußballnationalmannschaft, entführte die Zuhörer in die Welt des „Psychologischen Verletzungsmanagements“. Sein Fazit: „Die Welt entsteht im Kopf!“ Dabei ist die Schwere der Verletzung oft zweitrangig. Entscheidend in Verletzungsphasen ist die positive Einstellung, realistische Zielsetzung, Willensstärke und ganz besonders die soziale Unterstützung, die der Sportler während dieser Phase erfährt.

Sportpsychologe Prof. Dr. Hans-Dieter Hermann

Der langjährige DFB-Physiotherapeut Klaus Eder

Dr. Matthew Howard, Senior Lecturer in Pain and Neuroimaging am King's College in London, gab einen Einblick in die Welt der „Funktionellen Magnetresonanztomographie (MRI)“ und wie diese im Rahmen einer Schmerztherapie genutzt werden kann. Danach zeigte Neuroathletikexperte Dr. Eric Cobb (Z-Health Performance Solutions) an praktischen Beispielen, dass die Kenntnisse über die „Funktion und Wirkweise des Nervensystems“ eine wichtige Rolle für eine erfolgreiche Therapie spielen. Christina Halasz sensibilisierte die Zuhörer danach für „Eine verantwortungsvolle Anwendung schmerzhafter myofaszialer Behandlungstechniken bei Patienten mit traumatischen Erlebnissen“.

Spitzenkoch Franz Keller (ganz rechts) mit dem Küchenteam des Hotel Schloss Montabaur

Ein Highlight in diesem Jahr war die sehr relaxte Party in der Schlossküche

seinem Buch „Vom Einfachen das Beste“ vor. Der Titel des Buches war dann auch das Motto des Get-Together-Dinners, dessen Highlight in diesem Jahr die Küchenparty war. Die Küchenchefs von Schloss Montabaur, Ralph Lohr und Frank Schmidt, servierten zusammen mit Franz Keller Spezialitäten von Franz Kellers Falkenhof – frisch vom Grill und mit einem eisgekühlten Flaschenbier. Die Schlossküche war an diesem Abend zwangsläufig der Netzwerkplatz Nummer eins.

Schmerzen ganzheitlich verstehen und behandeln Den zweiten Tag des Symposiums eröffnete Prof. Dr. Hannu Luomajoki mit seinem Vortrag über die „Einsatzbereiche der Physiotherapie in Bezug auf Gehirn und Schmerz“. Dabei präsentierte er einen praxisorientierten Überblick, wie die wichtigsten Einsatzbereiche der Physiotherapie (Sensorik, Kognition, Motorik) konkret im Alltag gemessen werden können und was die Ergebnisse für die praktische Umsetzung bedeuten. „No pain without brain“ gab er den Teilnehmern mit auf den Weg. Den Kopf von einer anderen Seite beleuchtete im Anschluss Klaus Eder, langjähriger DFB-Physiotherapeut, in seinem Vortrag zum Thema „Kopfverletzungen im Sport – Beschwerden, Symptome, Gefahren“ am Beispiel der Gehirnerschütterung von Fußballnationalspieler Christoph Kramer aus dem WM-Finale 2014. Zwei Schmerzspezialistinnen aus Australien referierten zum Abschluss des Symposiums. Christine Hamilton plädierte für ein patientenzentriertes Vorgehen, das edukativ und aktiv erfolgen muss, weil nur so der Patient und mit ihm ein biopsychosoziales Verständnis von Schmerzen in den Mittelpunkt rücken. Martina Egan Moog brachte es noch einmal auf den Punkt: „Schmerzen sind normal, individuell und immer real. Ein besseres Wissen über Schmerzen kann dem Einzelnen und unserer ganzen Gesellschaft helfen.“

Get-Together-Dinner mit Sternekoch Franz Keller Zum Abschluss des ersten Tages des ARTZT Symposiums fand traditionell ein Get-Together-Dinner statt – in diesem Jahr mit einem besonderen Gast: Mit Charme und der verdienten Achtung an die LEBEwesen, las Spitzenkoch Franz Keller aus 01/2019 | medical fitness and healthcare

Auch für das 6. ARTZT Symposium steht der Termin bereits fest: Vom 31.01. bis 02.02.2020 können Interessenten am Fachkongress auf Schloss Montabaur teilnehmen.


Vorbericht Aufstiegskongress 2019

Fotos: DHfPG/BSA

Veranstaltungen

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Die Speakers Corner bietet die Möglichkeit zum Austausch

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Die Partner-Ausstellung lädt zum Ausprobieren ein

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Referenten berichten aus der Praxis für die Praxis

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Fachkongress für aktive Gesundheitsgestalter Zum 13. Mal veranstalten die Deutsche Hochschule für Prävention und es ndheitsmana ement die ademie nd die ert am 2 /2 t er 2019 den stie s n ress der n ts ranche Prävention, Fitness, Sport und Gesundheit in Mannheim. Der offene ach n ress in rmiert nd ins iriert nter dem tt ch ec er im er an enen ahr er l reich ein e hrte issenscha tliche r n ress ann sch n am 2 t er es cht erden „High Profit“ durch „High Touch“ in Verbindung mit „High Tec“ – Kunden, die Fitness- und Gesundheitstraining betreiben, können so ihre Ziele erreichen. Dabei sind sowohl die Zie-

le selbst als auch der Weg dorthin sehr individuell und von vielen Faktoren abhängig. Technik kann hier sicherlich sehr gute Unterstützung leisten, doch für viele ist die Betreuung und die 01/2019 | medical fitness and healthcare


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Motivation durch Menschen entscheidend. Selbst Profisportler haben trotz aller Technik weiterhin „echte Menschen“ als Trainer. In zukunftsorientierten Fitness- und Gesundheitsanlagen kann „High Tec“ die notwendigen Freiräume schaffen, damit Mitarbeiter für die Kunden einen echten Mehrwert in der Trainingsbetreuung und einen hohen Wohlfühlfaktor durch eine professionelle Dienstleistung generieren. Unternehmer und Führungskräfte, die verstärkt auf den Faktor „High Touch“ setzen, werden sich in Zukunft also vor der Herausforderung sehen, die verfügbare Technik sinnvoll einzusetzen, damit „High Touch“ möglich und bezahlbar wird.

Early-Bird-Tickets sichern! Zum diesjährigen Aufstiegskongress wird es die neue EarlyBird-Aktion geben: Bei einer frühzeitigen Anmeldung gilt ein ermäßigter Preis (ab 49,- EUR pro Person). Also markieren Sie sich das Kongressdatum in Ihrem Kalender und melden Sie sich schon heute an.

Top informiert mit dem Kongress-Newsletter Sie möchten immer rund um den Aufstiegskongress und das Kongressprogramm informiert sein? Dann melden Sie sich auf der Kongresswebseite für den kostenfreien Kongress-Newsletter an oder folgen Sie uns auf Facebook unter www.facebook.de/aufstiegskongress.

Kongress mit Eventcharakter Die vergangenen Jahre weisen eine rasante technische Entwicklung auf. Für die unterschiedlichsten Bereiche stehen heute erprobte technische Möglichkeiten zur Verfügung. Weitere „smarte“ Systeme befinden sich in der Umsetzung und werden in Zukunft noch leistungsfähiger als bisher sein. Hier lohnt sich ein Blick in die Welt der Technik und der Trends von morgen. Unter dieser Prämisse informieren und inspirieren die renommierten Referenten des diesjährigen Aufstiegskongresses aktive Gesundheitsgestalter und Fitnessorientierte. Die Kongressteilnehmer erwartet neben einem interessanten zweitägigen Kongressprogramm, bestehend aus Vorträgen, Diskussionsrunden, Intensivseminaren, Nachwuchsforen und Fach-Foren, auch 2019 wieder ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm mit Partner-Ausstellung, Speakers Corner, EarlyMorning-Workout, Kongress-Lounge und Get Together mit DJ und Buffet.

Der Samstag gehört den Fach-Foren und Intensivseminaren Auch auf dem 13. Aufstiegskongress können sich die Kongressteilnehmer auf die bekannten Fach-Foren freuen – seit dem vergangenen Jahr in gestaffelter Form, damit sich die Teilnehmer nicht mehr zwischen themenspezifischen Vorträgen entscheiden müssen, sondern alle Foren besuchen können. Auf die Zuhörer warten Vorträge aus den Bereichen Training, Management, Ernährung, Sportökonomie, Coaching und Betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM). Parallel zu den Fach-Foren bietet der Aufstiegskongress auch wieder zwei ausgewählte, praxisnahe Intensivseminare zum Thema Existenzgründung und Instagram-Marketing.

Anmeldung, Impressionen, Teilnehmerstimmen inkl. Videointerviews finden Sie unter www.aufstiegskongress.de.

Auszug aus dem Portfolio an Referenten Prof. Dr. Karsten Schumann Experte für Leistung und Organisation im Spitzensport, Sportwissenschaftler und Professor der DHfPG

Prof. Dr. Julia Krampitz Doctor of Public Health sowie Professorin in den Bereichen Psychologie und Pädagogik, Dozentin der DHfPG und BSA-Akademie

„Up-to-date“ durch den wissenschaftlichen Vorkongress Nach der äußerst positiven Resonanz bei der Premiere im vergangenen Jahr findet auch 2019 am Vortag des Aufstiegskongresses (24. Oktober) der wissenschaftliche Vorkongress „Up-to-date“ statt, auf welchem aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse und Forschungsergebnisse von Professoren und Forschern der DHfPG, weiteren Hochschulen sowie Forschungspartnern präsentiert werden. Im Anschluss besteht die Möglichkeit, sich mit den Referenten auszutauschen. Der wissenschaftliche Vorkongress steht allen interessierten Kongressteilnehmern offen und findet im Arnold Schönberg Hörsaal auf Ebene 3 des m:con Congress Center Rosengarten in Mannheim statt. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt. Weitere Informationen zur Anmeldung finden Sie unter www.aufstiegskongress.de/vorkongress. 01/2019 | medical fitness and healthcare

Prof. Dr. Jens Ebing Diplom-Sportwissenschaftler, Professor und Dozent der DHfPG, Referent der BSA-Akademie

Dr. Katrin Stücher Leitende Ernährungsberaterin bei iQ athletic, Dozentin DHfPG/BSA-Akademie, Autorin und Referentin


Veranstaltungen

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Nachbericht DSSV-Workshop

Erfolgreiche DSSV-Workshops

Trainingssteuerung erschließt Kundenpotenziale Möglichst viele Stammkunden aufzubauen, sichert den Erfolg für Unternehmen der Fitness- und Gesundheitsbranche und ist weitaus günstiger, als ständig neue Kunden akquirieren zu müssen. Eine wichtige Rolle nimmt dabei das Trainingsbetreuungskonzept ein, in dem eine optimale Trainingssteuerung viel mehr als „nur“ das Erstellen von Trainingsplänen bedeutet. Dies gilt besonders dann, wenn man bestehende Kunden halten beziehungsweise wichtige Kundenpotenziale neu erschließen will.

D

ie Erwartungshaltung der Kunden an Fitnesstraining und die Kompetenzen der Trainer hat sich im Wandel der Zeit verändert. Die Kunden fordern heute mehr als nur eine Anleitung zum Training. Sie wünschen zum Beispiel, dass ein Trainer individuelle Unterstützung leisten kann, die an ihren jeweiligen Leistungsstand und ihre persönlichen Ziele angepasst ist. Durch grundlegende Coaching-Kompetenzen schafft es der moderne, qualifizierte Trainer, eine Schlüsselrolle in der

vom Studiobesitzer erwarteten erfolgreichen Kundenbindung einzunehmen. Festgelegte Abläufe in der Trainingsbetreuung, ein zielgruppengerechtes Angebot sowie qualifizierte Trainer mit Coaching-Kompetenzen sind Erfolgsfaktoren, um Kunden langfristig zu begeistern. Insbesondere die standardisierte Trainingssteuerung macht darüber hinaus die Arbeitsabläufe ökonomischer und steuert die Studioauslastung. Denn nicht immer ist es möglich, einen erhöhten 01/2019 | medical fitness and healthcare


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Sascha Schünemann Göttingen, Studioleiter Kraftwerk „Der Workshop hat mir aufgezeigt, wie ich meine Flächenbetreuung optimieren, meine Mitglieder zufriedener stellen und meine Fluktuationsquote senken kann. Ich freue mich auf die Umsetzung neuer Ideen.“

René Hebold Düsseldorf, Selbstständiger Personal Trainer

Fotos: DSSV e. V.

Betreuungsaufwand durch einen erhöhten Mitgliedsbeitrag auszugleichen. Dem Referenten Prof. Dr. Daniel Kaptain ist es in den Workshops gelungen, durch seine praxisnahe Vortragsweise die Teilnehmer zu begeistern und die wichtigsten Fragen zu Kundenbindung, Trainingsformen im Gesundheitssport und Coaching-Kompetenzen für Trainer zu beantworten.

„Ich fand den Workshop aus vielerlei Hinsicht sehr vielseitig. Es wurden zahlreiche Perspektiven aufgezeigt und es hat mich enorm weitergebracht, auch bisherige Abläufe zu hinterfragen.“

Foto: DHfPG/BSA

Ralf Bruns Kürten, FAMILY Fitness Club „Mir war eine Auffrischung zum Thema Trainingssteuerung wichtig, die ich dann an meine Trainer im Studio weitergeben kann. Ich fahre mit neuer Motivation und innovativen Konzepten zurück. Der Workshop war ausgesprochen informativ!“

Prof. Dr. Daniel Kaptain Prof. Dr. Daniel Kaptain arbeitet seit 2002 hauptberuflich in der Fitness- und Gesundheitsbranche, zunächst als Personal Trainer in Atlanta (USA), wo er erste Erfahrungen im Athletiktraining sammelte. Er entwickelte während seines Studiums ein Trainingskonzept im Bereich therapeutisches Rückentraining und leitete bis 2012 ein Trainingszentrum. Seit 2010 arbeitet Prof. Dr. Kaptain als Dozent an der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement sowie an der BSA-Akademie. Er ist Experte für Konditions- und Athletiktraining, ausgebildeter Trainingstherapeut und fungiert als trainingswissenschaftlicher Berater mehrerer Profivereine. Des Weiteren berät er Unternehmen zur nachhaltigen Trainingsoptimierung und wissenschaftlichen Konzeptionierung.

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Magnus Kruse Bottrop, Sportpark Stadtwald „Ich fand es genial, dass der Referent alltagsrelevante Praxisbeispiele aufgegriffen und die Teilnehmer sensibilisiert hat, bestimmte Problemstellungen und Herausforderungen aus dem Studioalltag anders wahrzunehmen und zu bewältigen. So schafft man es, Trainingsplanung, Trainingsbetreuung und damit die gesamte Betreuungsqualität auf das nächste Level zu bringen.“


Veranstaltungen

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Fachmesse mit Kongress

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00 achle te es chten den

hrenden ranchentre

Besucherrekord bei der therapie Leipzig m r 2019 ar es ieder s eit ie thera ie ei i nete im e hnten ei ahres h thm s ihre re rei a e lan nnten h si nd r thera e ten den rt issenscha tler Ärzte, Sporttherapeuten und Trainer des Reha- und Gesundheitssports die achmesse in ei i es chen ies s r te ei der 10 a e der führenden Fachmesse mit Kongress für Therapie, medizinische Rehabilitation und Prävention für einen neuen Aussteller- und Besucherrekord.

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as interdisziplinäre Angebot von Fachmesse und Kongress fand großen Anklang. 16.800 Fachbesucher aus ganz Deutschland informierten sich in wissenschaftlichen Seminaren über fortschrittliche Therapieansätze und probierten Behandlungsmethoden in den praxisnahen Workshops direkt aus. Somit wurde der bisherige Besucherrekord aus dem Jahr 2017 (16.100 Besucher) nochmals übertrumpft. Doch auch die Zahl der Aussteller erreichte neue Höhen: Noch nie zuvor stellten 371 Unternehmen in Leipzig ihre Produktneuheiten dem breiten Publikum vor. „Ich freue mich über den überaus großen Zuspruch, den die therapie Leipzig auch in diesem Jahr erfahren hat. Mehr Aussteller, mehr Besucher und mehr politische Diskussionen beweisen uns: Deutschlands führende Veranstaltung der Branche findet hier in Leipzig statt“, resümiert Martin Buhl-Wagner, Geschäftsführer der Leipziger Messe.

Gesellschaft für Medizinische Rehabilitation e. V. (DEGEMED) wurde die Bedeutung körperlicher Aktivität zur Prävention und Rehabilitation von Diabetes mellitus aufgezeigt. Den Auftakt dieser Veranstaltung übernahm Prof. Dr. Gerhard Huber, Leiter des Instituts für Sportwissenschaft der Universität Heidelberg, der in seinem Vortrag sehr anschaulich auf die Dosis-Wirkung-Beziehung von körperlicher Aktivität und

Umfangreiches Ausstellungsangebot Im Mittelpunkt der Fachmesse stand eine umfassende Angebotsübersicht zur medizinischen Rehabilitation und Prävention. Zu den erfolgreichen Ausstellern mit eigenem Messestand auf der insgesamt ausgebuchten Ausstellungsfläche gehörten in diesem Jahr auch die DSSV-Fördermitglieder: cardioscan GmbH, Core Health & Fitness GmbH, crosscorpo GmbH, eGym GmbH, ERGO-FIT GmbH & Co. KG, Five-Konzept GmbH & Co. KG, gym80 International GmbH, InBody, miha bodytec GmbH, milon industries GmbH, TECHNOGYM GERMANY GmbH und WOODWAY GmbH. Des Weiteren präsentierte sich die Deutsche Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement/ BSA-Akademie im Rahmen einer Kooperation im Bereich Sportund Bewegungstherapie auf dem Stand des Deutschen Verbandes für Gesundheitssport und Sporttherapie e. V. (DVGS). Doch das waren noch lange nicht die einzigen Highlights, über die die Teilnehmer staunten.

Sport hilft bei Diabetes Auf dem Fachsymposium „Körperliche Aktivität und Diabetes mellitus“ des DVGS in Kooperation mit der Deutschen

Gut besuchte Messehalle bei der therapie Leipzig 2019

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positiver Wirkung auf die Gesundheit einging und insbesondere die Bedeutung der Sport- und Bewegungstherapie veranschaulichte. Wissenschaftlichen Studien zufolge kann körperliche Aktivität, zum Beispiel in Form eines Ausdauertrainings, das Risiko, an Diabetes mellitus Typ II zu erkranken, deutlich senken.

Physio meets OP Ein weiteres Highlight der therapie Leipzig 2019 war sicherlich auch in diesem Jahr wieder der Programmpunkt „Physio meets OP“. Mittels einer Live-Übertragung aus dem Operationssaal des St. Elisabeth-Krankenhauses in Leipzig konnten die Teilnehmenden eine MPFL-Plastik (Patellastabilisierung) sowie die Rekonstruktion einer Rotatorenmanschette miterleben und wertvolle Erfahrungen sammeln. Im Vorfeld der Operationen wurden von Fachärzten anatomische und biomechanische Besonderheiten vorgestellt, während des operativen Eingriffs wurde vom Operateur jeder Schritt ausführlich erläutert – zudem konnten die Teilnehmenden dem Chirurgen jederzeit Fragen stellen. Im Anschluss an den chirurgischen Eingriff berieten Therapeuten und Mediziner gemeinsam die Anschlussbehandlung sowie die Phasen der Sport- und Bewegungstherapie für die spezifischen Erkrankungsbilder.

Medical Fitness im Blickpunkt Theoretischer ging es hingegen im Rahmen des Workshops „Medical Fitness – Chancen und Perspektiven für Prävention und Therapie“ vom Deutschen Industrieverband für Fit-

ness und Gesundheit e. V. (DIFG) zu. Der Verband sieht im Zusammenwachsen von Fitnessmarkt, Medical Training sowie dem Bereich „Therapie auf dem zweiten Gesundheitsmarkt“ großes Potenzial für die Zukunft. Der ausgebuchte Workshop zeigte eindrucksvoll, wie groß auch vonseiten der Therapeuten das Interesse ist, Patienten durch Medical-Fitness-Angebote erfolgreich als Kunden zu gewinnen und dauerhaft an ihre Einrichtung zu binden. In insgesamt vier Vorträgen wurden sowohl visionäre als auch praxisnahe Erfolgsstrategien präsentiert, wie im Bereich von bewegungsorientierten Angeboten eine erfolgreiche Verbindung zwischen erstem und zweitem Gesundheitsmarkt gelingen kann. Birgit Frank, Referentin der BSA-Akademie und Dozentin der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement (DHfPG), beides Bildungspartner des DSSV, zeigte in ihrem Vortrag „Gesunde Patienten – begeisterte Selbstzahler“ auf, wie mit den „richtigen“ Mitarbeitern ehemalige Patienten über den Therapiezeitraum hinaus erfolgreich als Selbstzahler gewonnen und langfristig als Kunden an eine Gesundheitseinrichtung gebunden werden können. Eine besondere Bedeutung hat in diesem Zusammenhang die Personalqualifikation. Die therapie Leipzig findet wieder vom 25. bis 27. März 2021 statt. Die nächsten Veranstaltungen mit regionaler Ausrichtung im Themenfeld der Therapie, medizinischen Rehabilitation und Prävention sind die therapie on tour BOCHUM am 6. und 7. September 2019 sowie die therapie HAMBURG am 25. und 26. Oktober 2019. Weiter Informationen unter: www.therapie-leipzig.de

Foto: © therapie Leipzig, Tom Schulze Leipzig

Zahlreiche Besucher informierten sich im Forum therapie über moderne Behandlungsmethoden.

Fotos: © therapie Leipzig, Uwe Frauendorf

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Die therapie Leipzig ganz aktiv erleben – bei der Sonderschau „Bewegungsparcours“

EMS-Therapie am Stand von miha bodytec


Veranstaltungen

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Fotos: Sebastian Franke

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Physio Aktiv Kongress 2019 Eines der wichtigsten Netzwerktreffen für die Therapie- und Gesundheitsranche and am 1 nd 19 an ar 2019 in ttin en statt mil n nd h si ti r sentierten m lse s n en nd ernet n am reita s ie issen ns irati n nd et er am amsta m h si ti n ress im tel ttin en tra en sich er 00 h siotherapeuten, Trainer und Partner aus der unterstützenden Industrie.

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und 170 Teilnehmer informierten sich bereits am ersten Tag des Kongresses über Möglichkeiten, die Arbeit der Physiotherapeuten und Trainer durch Hilfsmittel wie Geräte, Analysesysteme und branchenspezifische Konzepte zu erleichtern bzw. zu unterstützen.

Impulse, Lösungen und Vernetzung Nach einem herzlichen, fast familiären und vor allem gut organisiertem Empfang startete der erste Tag des Physio Aktiv Kongresses 2019 mit mehreren informativen Impulsvorträgen und „Hands-on-Workshops“. Die begleitende Ausstellung lud zum Testen der eigenen Beweglichkeit, Koordinationsfähigkeit und Messung der Vitalwerte sowie verschiedener Konzepte zur Entspannung ein. Des Weiteren wurde über Möglichkeiten informiert, wie die Arbeit von Therapeuten und Trainern durch Software vereinfacht und wie den Mitgliedern und Kunden ein sichtbarer Trainingserfolg leicht verständlich aufgezeigt werden kann. Ein großes Thema waren Trainingskonzepte, die von den

Krankenkassen unterstützt werden und gemäß § 20 SGB V abgerechnet werden können. Auch über die Umsetzung von Präventivmaßnahmen im Betrieblichen Gesundheitsmanagement (BGM) tauschten sich die Teilnehmer rege aus – nicht nur während der Ausstellung, sondern auch beim Networking in den Pausen und während des Abendessens sowie zum Ausklang des Abends an der Hotelbar.

Wissen, Inspiration und Netzwerk Der zweite Kongresstag begann ebenso familiär wie der Tag zuvor. Zum gemeinsamen Frühstück fanden sich schnell Gruppen zusammen, die schon beim ersten Morgenkaffee netzwerkten und intensive Gespräche führten. Am zweiten Tag war das Plenum größer. Für die rund 300 teilnehmenden Physiotherapeuten und Gesundheitsdienstleister war ein Programm mit spannenden Vorträgen und zahlreichen Anregungen, wie Gesundheitsdienstleister als Unternehmer ihre Praxen und Anlagen wirtschaftlich optimieren können, zusammengestellt worden. Mit Spannung wurden die Vorträge der Speaker erwartet. 01/2019 | medical fitness and healthcare


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Katharina Osburg eröffnete als Leiterin von Physio Aktiv die Vortragsreihe und verdeutlichte, wie das Netzwerk von Physio Aktiv aufgebaut ist und wie es gelebt wird. Im Dialog leitete sie über an Udo Münster. Der CEO von milon widmete sich ausführlich dem Thema „Gesundheit und Digitalisierung“. „Die Digitalisierung bringt Veränderungen mit sich, vor denen Gesundheitsanbieter keine Angst haben, sondern sie für sich nutzen sollten“, erläuterte Udo Münster. „Die manuelle Therapie wird immer notwendig sein. Wenn dabei die Digitalisierung den Therapeuten in anderen Bereichen Entlastung verschafft, kann das nur von Vorteil sein“, so der milon CEO.

Therapie ist das Eine, aber wie binde ich meine Mitglieder und Kunden an das Unternehmen? Anita Saathoff von 2HMforum. erläuterte in ihrem Vortrag „Mehr Erfolg mit dem Fan-Prinzip“ die Möglichkeiten emotionaler Bindungen zu Kunden und Mitgliedern und gab wertvolle Impulse für den Aufbau solcher Verbindungen.

Von Emotionen zu harten Fakten: Der Vortrag von Ralf Capelan trug den Titel „Netzwerkintelligenz in der Betriebswirtschaft“. Der Dozent der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement (DHfPG) belegte mit Zahlen, Daten und Fakten die wesentlichen betriebswirtschaftlichen Erfolgsfaktoren von Physio Aktiv-Anlagen.

Der abschließende Vortrag des Physio Aktiv Kongresses 2019 zeigte das Potenzial der erfolgreichen Physio Aktiv Rückenstudie als Marketinginstrument. Prof. Dr. Klaus Baum erläuterte unter dem Titel „Marketing durch Wissenschaft“ Wege und Möglichkeiten der Umsetzung und kündigte an, dass weitere Studien zur Fortführung dieses Erfolgskonzeptes in Planung sind.

DSSV und fM beim Physio Aktiv Kongress in Göttingen (v. l.): Udo Münster (CEO milon), Katharina Osburg (Geschäftsleitung Physio Aktiv), Sabrina Fütterer (DSSV), Natali von Zmuda (fitness MANAGEMENT) und Thilo Stumpf (Physio Aktiv Marketing)

Zwischen den Vorträgen blieb auch am zweiten Kongresstag ausreichend Zeit zum Netzwerken: ob in den Pausen, in der Ausstellung oder beim gemeinsamen Essen. Eine Feier im

Kreise des Netzwerkes am Abend des 19. Januar bildete den stimmungsvollen Abschluss eines erfolgreichen Physio Aktiv Kongresses 2019.

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Veranstaltungen

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BGM-Kongress

Foto: © kasto - Fotolia.com

Health On Top und die Zukunft Personal Nord

Im Mai gleich zwei Highlights für BGM-Interessierte ers nal erant rtliche nd es ndheits rderer s llten sich den und 8. Mai 2019 großzügig in ihrem Kalender anstreichen. Denn mit „Health On Top“ in Bonn und der „Zukunft Personal Nord“ in Hamburg finden in der eiten ai che leich ei h chinteressante eranstaltungen mit dem Themenschwerpunkt Betriebliches Gesundheitsmana ement statt hl in am r als a ch in nn er artet die Kongressbesucher ein umfangreiches Eventprogramm mit renommierten Referenten und interaktiven Formaten.

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as Betriebliche Gesundheitsmanagement gewinnt in deutschen Unternehmen zunehmend an Bedeutung. Der stetige Wandel der Arbeitswelt, die demografische Entwicklung und der Mangel an qualifizierten Fachkräften stellen viele Unternehmen vor große Herausforderungen. Darüber hinaus zeigt sich ein verstärkter Trend in Richtung „Kopfarbeitergesellschaft“, in der die psy-

chische Gesundheit in der Arbeitswelt eine immer größere Rolle spielt. Eine 2018 durchgeführte Studie der Pronova BKK zeigt, dass ständiger Termindruck, emotionaler Stress und Überstunden die Top-3 der stärksten Belastungsfaktoren im Arbeitsalltag sind. Um den Entwicklungen und Herausforderungen der heutigen Arbeitswelt zu begegnen, sind neue Präventionskonzepte gefragt. Ein systematisch aufge01/2019 | medical fitness and healthcare


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Health On Top: Gesundheit auf dem Petersberg Der Kongress „Health On Top“ auf dem Petersberg bei Bonn widmet sich voll und ganz dem Thema Betriebliches Gesundheitsmanagement und zeigt Strategien, Strukturen, Tendenzen, Konzepte, innovative Ideen und Umsetzungsmaßnahmen auf. Der jährlich stattfindende Kongress wendet sich an Vorstände, Geschäftsführer, Personalleiter, Personalentwickler, leitende Werks- und Betriebsärzte sowie Gesundheitsförderer. Das Motto des zweitägigen Events lautet: „Betriebliches Gesundheitsmanagement in einer smarten Unternehmenswelt“. Zum 16. Mal treffen sich hier Personal- und Gesundheitsexperten, um darzulegen, wie BGM die Arbeitsatmosphäre und damit den Erfolg von Unternehmen positiv beeinflussen kann. Um einen interdisziplinären Austausch zu garantieren, finden sich zu den angebotenen Seminaren und Vorträgen Wissenschaftler, Personalverantwortliche und BGM-Experten aus verschiedensten Unternehmen und Forschungseinrichtungen ein. Rund 350 bis 400 Teilnehmer suchen jährlich das Event auf und nutzen die Möglichkeit, sich kompakt über neueste Inhalte, Tendenzen und Strategien der Gesundheitsförderung im Hinblick auf eine effektive Personalarbeit zu informieren.

Halbtägige Seminare und Plenumsvorträge Die zweitägige Veranstaltung setzt sich aus dem Seminartag am Dienstag, dem 7. Mai, und dem Kongresstag am Mittwoch, dem 8. Mai, zusammen. Die Teilnehmenden erwartet am ersten Veranstaltungstag eine Auswahl an halbtägigen Seminaren, die sich u. a. um die Themen gesundheitsorientierte Betriebsgastronomie, betriebliche Suchtprävention oder analoges und digitales Gesundheitsmanagement drehen. Ein Mittagsbuffet und das optionale Abendessen runden den Eventtag ab. Das Programm am Mittwoch wiederum wartet mit spannenden Plenumsvorträgen auf und liefert Impulse sowie Denkanstöße zum Thema BGM in Deutschland. So hält bspw. Oliver Walle, Dozent an der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement, dem Bildungspart-

ner des DSSV, einen Vortrag mit dem Titel „Wann ist BGM erfolgreich? Eine kritische Betrachtung der Studienlage“. In den Vortragspausen besteht für die Teilnehmenden die Möglichkeit, die kongressbegleitende Ausstellung zu besuchen. Im Mittelpunkt stehen hier: medizinische und psychologische Screenings, Mitarbeiterbefragungssysteme, Dienstleistungen, Softwareprodukte, Präventionsmaßnahmen und Personalentwicklungsmaßnahmen, die einen Bezug zum Betrieblichen Gesundheitsmanagement aufweisen.

Zukunft Personal Nord: HR-Gipfel im hohen Norden Auch die „Zukunft Personal Nord“ bietet ihren Besuchern ein abwechslungsreiches Veranstaltungsprogramm auf Kongressniveau in einem eventorientierten, interaktiven Setting. Rund 4.275 Personaler nutzen die Zukunft Personal Nord, um sich einen kompletten Marktüberblick zu verschaffen, ihr Wissen auf den neuesten Stand zu bringen und mit Fachkollegen und Experten zu netzwerken. Bereits zum neunten Mal präsentieren über 270 Top-Aussteller ihre Produkte, Dienstleistungen und Innovationen in den Hamburger Messehallen. Die führende Veranstaltung für Personalmanagement in Norddeutschland richtete sich exklusiv an Personalentscheider, Führungskräfte aus Unternehmen, der Verwaltung und Non-Profit-Organisationen. Spannende Keynotes, Netzwerktreffen in Special Lounges, Meetups und Diskussionen sollen Impulse zum Weiterdenken geben und das Schwerpunktthema „Agile Transformation“ umreißen.

Corporate Health Auch BGM-Interessierte kommen bei der Zukunft Personal Nord voll auf ihre Kosten. Neben den Sonderformaten „Meetup Area“ und „Meet the Blogger“ wird auch in den „Special Areas“ das Thema „Corporate Health“ angeboten. Den Besuchern werden neue Gesundheitslösungen wie tragbare Sensoren in der Kleidung, Tutorials zu Ernährung und Fitness oder Gesundheits-Apps als Tools des Betrieblichen Gesundheitsmanagements präsentiert. Auch hier wird Oliver Walle am 7. Mai einen Vortrag halten mit dem Titel: „Die Bedeutung von BGM steigt – die Wirksamkeit ist jedoch umstritten: was tun?“

Foto: © Alice_D - Fotolia.com

Health On Top 7. Mai 2019: Kurzseminare 09:45 – 17:00 Uhr 8. Mai 2019: Kongress 08:50 – 16:45 Uhr STEIGENBERGER GRANDHOTEL PETERSBERG 53639 Königswinter/Bonn www.petersberger-akademie.de/ programme/health-on-top

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Foto: © Sven Petersen - Fotolia.com

bautes und modernes BGM unterstützt Unternehmen dabei, ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gesund, leistungsfähig und motiviert zu halten.

Zukunft Personal Nord 7. bis 8. Mai 2019 09:00 Uhr bis 17:30 Uhr Hamburg Messe und Congress Halle A1 Messeplatz 1 20357 Hamburg www.nord.zukunft-personal.com


Bundesweites Gesundheitsforum

Foto: DHfPG/BSA

Veranstaltungen

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Von links: Marc Zwiebler (Badminton-Profi), Lisa Herbrand (HWK Saarland), Prof. Dr. Jörg Loth (IKK Südwest), Bernd Wegner (HWK Saarland), Prof. Dr. Oliver Schumann (DHfPG), Dr. Carsten Meier (IHK Saarland), Prof. Dr. Arne Morsch (DHfPG)

Das bundesweite Gesundheitsforum lockte auch 2019 zahlreiche erten ins aarland

SALUT! – beständig im Wandel Vom 10. bis zum 12. April fand in der Saarbrücker Congresshalle der es ndheits n ress a ein estalten statt er 1 0 erten a s den ereichen es ndheit nd e e amen a den Themenschwerpunkten kommunale und regionale Daseinsvorsorge, gesunde Arbeit, Versorgung, Prävention und Innovation zusammen. Eröffnet wurde die Veranstaltung am Kongressvorabend von der saarländischen Wirtschaftsministerin Anke Rehlinger.

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as seit 2015 veranstaltete zweitägige Event gehört mittlerweile zu den größten Gesundheitskongressen bundesweit und bot den Teilnehmern auch 2019 interaktive Formate bei freiem Eintritt. Gestaltungsverantwortung für Gesundheit und Pflege, Prävention, Betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM), Betriebliche Gesundheitsförderung (BGF) und innovative Versorgungsangebote waren die Kernthemen der Veranstaltung. Während sich am Donnerstag alles um die Pflegeberatung drehte, dominierten am Freitag die Themen rund um „Gesundheit und Pflege als Beruf“. An beiden Tagen bot sich den Besuchern eine breite Auswahl an Workshops, Podiumsdiskussionen, Satellitensymposien und sonstigen Vorträgen. Das Event präsentierte sich wieder als attraktive Kontaktbörse für Entscheider und Prak-

tiker aus den Bereichen Gesundheitswirtschaft, Kliniken, Forschung, Politik sowie Kostenträger und bot sowohl regionalen als auch überregionalen Unternehmen, Organisationen und Einrichtungen eine Informations- und Präsentationsplattform für innovative Produkte und Versorgungsmodelle. Die abwechslungsreiche Mischung aus aktuellen Impulsen mit Zukunftsorientierung, originellen Innovationspräsentationen und praxisorientiertem Erfahrungsaustausch startete am Kongressvorabend mit einem Rundgespräch: Anke Rehlinger, Ministerin für Wirtschaft, Arbeit, Energie und Verkehr, diskutierte mit Fachleuten die Frage „Zukunftsbranche Gesundheitswirtschaft – ein regionaler Wirtschaftsmotor?“. Die Moderation übernahm Wirtschaftsredakteur Wolfgang Wirtz-Nentwig von Saarländischen Rundfunk. 01/2019 | medical fitness and healthcare


Erstes Pflegeberatungsforum Die eigentliche Kongresseröffnung fand dann einen Tag später statt: Veranstalter Armin Lang übernahm zum Auftakt und führte mit Staatssekretär Stephan Kolling und der französischen Generalkonsulin Catherine Robinet die Begrüßungsinterviews. Im Anschluss eröffneten dann Stephan Kolling, Helmut Kneppe, Vorstand des Kuratoriums Deutsche Altershilfe e. V., und Jörg Freese, Beigeordneter für Jugend, Schule, Kultur und Gesundheit des Deutschen Landkreistages, das erste Pflegeberatungsforum. Die thematische Einstimmung erfolgte durch den Impulsvortrag „Pflegestützpunkte und Pflegeberatung – die unterschätzte Innovation in einer älter werdenden Gesellschaft“ und ein Interview mit Vertreterinnen und Vertretern unterschiedlicher Pflegestützpunkte. Inhaltliche Schwerpunkte darüber hinaus waren: Der Zugriff auf Gesundheits- und Pflegeeinrichtungen durch fachfremde, nicht an der Versorgung der Patienten interessierte Finanzinvestoren, die anfallende Patientendatenflut und wie es dabei um die Sicherheit der Patienten in der Versorgung bestellt ist, welche Rolle Erkenntnisse der Altersmedizin in Bezug auf die steigende Zahl von Hochbetagten spielen und wie ausländische Fachkräfte in das Gesundheitswesen integriert werden können. Zu diesen Themen fand anlässlich des nachfolgenden Meet & Greet ein weiterführender Austausch statt, während Start-ups und Experten die Zeit für Präsentationen und Interviews nutzten.

Gemeinsames Satellitensymposium von DHfPG, IKK Südwest und HWK Saarland Bereits seit dem ersten Saarbrücker Gesundheitskongress ist die Deutsche Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement (DHfPG) Partner des Fachkongresses. Das gemeinsame Satellitensymposium der DHfPG, der IKK Südwest und der Handwerkskammer des Saarlandes konnte auch in diesem Jahr wieder durch seine Praxisnähe sowie seine innovativen Denkanstöße begeistern – das diesjährige Thema lautete: „Aus Niederlagen lernen“. Die Eröffnung übernahm Prof. Dr. Jörg Loth, Vorstand der IKK Südwest. Prof. Dr. Oliver Schumann, Sportpsychologe am Olympiastützpunkt Rheinland-Pfalz/Saarland und Dozent an der DHfPG, überzeugte mit seinem Impulsvortrag „Missglücktes BGM – mit psychologischen Strategien aus dem Leistungs- und Gesundheitssport zum nachhaltigen BGM“. Einen weiteren Ansatz lieferte anschließend der ehemalige Badminton-Europameister Marc Zwiebler, der mit seinem bewegenden Impulsvortrag „Vom Sportinvaliden zum dreimaligen Olympioniken“ aus seiner eigenen Vita berichtete. Marc Zwiebler und Prof. Dr. Oliver Schumann nahmen ebenfalls am darauffolgenden Podiumsgespräch teil, das der Präsident der Handwerkskammer des Saarlandes, Bernd Wegner, moderierte und den Abschluss des Programmblocks bildete. Darüber hinaus informierten die DHfPG und die BSA-Akademie, neben zahlreichen weiteren Ausstellern wie z. B. die SHG Saarland-Heilstätten GmbH, das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI), die URGO GmbH und die Victor’s Unternehmensgruppe, an ihrem Stand im Rahmen der zugehörigen Fachausstellung zu den Themen Gesundheit, Prävention, Pflege und BGM. Weitere Informationen unter: www.salut-gesundheit.de 01/2019 | medical fitness and healthcare


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Digitales Gesundheitstraining | Anzeige

Individuelles, digital vernetztes Gesundheitstraining fĂźr jedermann Wie werden aus Patienten nachhaltig trainierende Kunden und aus Therapeuten Unternehmer? Die erfolgreiche Kombination von digital este ertem rainin nd hera ie ietet es nders h si thera ie ra en eine MĂśglichkeit, ihren Weg in den 2. Gesundheitsmarkt erfolgreich zu planen, zu organisieren und umzusetzen. Digital vernetzte Trainingsbereiche von milon bilden hier das Fundament fĂźr die erfolgreiche Erweiterung hrer ra is m eten 01/2019 | medical fitness and healthcare


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ie moderne Technik von milon, basierend auf digitalisierten Geräten und der richtigen Software zur Auswertung der Trainingsdaten (milon CARE), garantiert nicht nur hohe Betreuungsstandards, sondern auch ein sicheres und effektives Training für Patienten. Gepaart mit der richtigen Unternehmensstrategie unterstützt milon die Einrichtungen dabei, aus Patienten langfristig Selbstzahler zu machen. Gemeinsam mit dem deutschlandweit größten Interessensnetzwerk für Physiotherapeuten „Physio Aktiv“ bietet milon mit der Geräteserie Q ein nachhaltiges und erfolgreiches Gesundheitstraining.

Hohe Qualitätsstandards für ein sicheres Gesundheitstraining milon möchte es jedem Menschen ermöglichen, sein individuelles und vernetztes Gesundheitsmanagement durchzuführen – ob zum Beispiel im Rahmen eines Reha-Trainings oder zur Schmerzlinderung bei Rückenschmerzen und Arthrose. Die Zulassung der Geräteserie Q als Medizinprodukt sowie die Zertifizierung durch den TÜV Rheinland erlauben es milon, in allen medizinischen Einrichtungen ein ganzheitliches, gesundheitsorientiertes Trainingsangebot zu schaffen. So können neben dem Erfolgsmodul des Kraft-Ausdauer-Zirkels zusätzlich individuelle Zirkelkonstellationen wie der Rückenzirkel gezielt mit flankierenden Konzepten wie dem §-20-Präventionskurs zur zielgruppenspezifischen Kundenansprache und Bindung eingesetzt werden. milon bietet umfassende Unterstützung bei der erfolgreichen Umsetzung, vom Zertifizierungsservice (§ 20) bis hin zu maßgeschneiderten Marketingpaketen.

Digitale Gerätesteuerung und vernetztes Training Alle Geräte der Q-Serie bieten durch den „Q free“ Modus nun auch voll vernetztes Training auf der freien Trainingsund Therapiefläche. Das Handling und die visuelle Nutzerführung an den Geräten sind so intuitiv gestaltet, dass Therapeuten und Patienten von zeitsparenden Einstellungsprozessen profitieren und durch die automatische Geräteeinstellung nach der Ersteinweisung ein sicheres und gesundheitsförderndes Training garantiert ist. Bereits über 80 Kliniken und Reha-Zentren in Deutschland und Österreich und mehr als 500 Physiotherapieeinrichtungen arbeiten erfolgreich mit milon-Gesundheitskonzepten.

Mehr Lebensqualität und weniger Schmerzen durch Kraft-Ausdauer-Training Eine von milon und Physio Aktiv mit Prof. Dr. Klaus Baum realisierte Rückenstudie ergab, dass bereits nach einem achtwöchigen Gesundheitstraining mit dem milon Kraft-Aus-

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Fotos: milon industries GmbH

dauer-Zirkel eine deutliche Schmerzreduktion von bis zu 80 Prozent erzielt werden kann. Dabei absolvierten die Testpersonen zwei Mal die Woche ein Training mit je zwei Zirkelrunden. Jedes milon Gerät stellt sich automatisch auf die Körperparameter des jeweiligen Nutzers ein. Dies garantiert maximale Sicherheit, da so Fehleinstellungen und somit eine falsche Übungsausführung ausgeschlossen werden. Dabei gewährleisten die digitalisierten Geräte im Vergleich zu normalen Fitnessgeräten eine therapiespezifische Muskelauslastung während des Trainings durch integrierte Trainingsarten. Die elektronische Gerätesteuerung sorgt nach einer Analyse der spezifischen Maximalkraft für die korrekte Belastung und der Trainingsmodus für die korrekte Geschwindigkeit der Trainingsbewegung. Aufgrund der lückenlosen Analyse der Bewegungsausführung werden die aktuellen Leistungsreserven des Trainierenden bestimmt und somit auch die spezifische Belastung während der Trainingseinheit. Durch die Positionierung der Displays ist jeder Trainierende in der Lage, seine Trainingsabläufe samt korrekter Bewegungsausführung selbst im Auge zu behalten. Für Gesundheitseinrichtungen bedeutet der Einsatz der Q-Serie als Zirkel oder im „Q free“ Modus eine optimierte, zielorientierte Betreuung ihrer Mitglieder und Patienten. Zusätzlich bietet sie Ihren Kunden und potenziellen neuen Mitgliedern damit die notwendige Abwechslung und Sicherheit für ein effektives und individuelles Gesundheitstraining. Sie interessieren sich für das ganzheitlich konzipierte Gesundheitstrainingsangebot von milon und Physio Aktiv? Weiterführende Informationen finden Sie unter: www.milon.com


Industrie

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Ernährungskonzepte | Anzeige

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„Durch die Erfolge steigt die Motivation dranzubleiben!“

Fotos: CoGAP GmbH

ie h si thera e tische ra is h si fit die itte 201 in arscheid in der Vulkaneifel neu eröffnete, hat ein ganz einfaches Erfolgsrezept: eine BIA-Messung, eine GenDiät und ein darauf abgestimmtes Galileo®-Trainingsprogramm. Linda Franzen, Inhaberin des h si fit ar es sch n immer wichtig, ihren Kunden nur das Beste für deren Gesundheit anbieten zu können. Deshalb entschied sie sich für ein Ernährungskonzept, das langfristig und nachhaltig funktioniert. Seitdem der MetaCheck fitness® er l reich in ihrer ra is eingesetzt wird, kann sie bereits großartige Erfolge verzeichnen.

Linda Franzen, Inhaberin des Physiofit in Darscheid, setzt den MetaCheck fitness® erfolgreich in ihrer Praxis ein.

Warum haben Sie sich für den MetaCheck fitness® in Ihrer Physiopraxis entschieden? Linda Franzen: Die Beratung durch die for me do GmbH und das Konzept der Gen-Diät MetaCheck fitness® haben mich von Anfang an so überzeugt, dass ich meinen Kunden dieses Konzept auch in meiner Praxis anbieten wollte. Es ist ja auch logisch: So unterschiedlich die Menschen sind, so unterschiedlich sind auch ihre Gene und dementsprechend unterscheiden sich auch ihre individuellen Abnehmprogramme. Die Kunden freuen sich, dass sie durch einen einmaligen Test herausfinden, welcher Schlüssel für ihren Abnehmerfolg passt. Dank der sehr guten Schulung von for me do und dem angebotenen Inhalt sind die Handhabung und die Auswertung des MetaCheck fitness® so verständlich, dass die Beratung der Kunden für jeden Mitarbeiter im Bewegungs- und Gesundheitsbereich mühelos nachzuvollziehen und durchzuführen ist.

Wie wird der MetaCheck fitness® in Ihrer Physiopraxis eingesetzt? Linda Franzen: Die ansprechenden Werbematerialien, die for me do zur Verfügung stellt, machen die Kunden natürlich neugierig. Eine Physiopraxis ist generell immer sehr nah am Menschen, deshalb tauschen wir in einem ersten Gespräch Erfahrungen zum Thema Bewegung und Gesundheit aus und ich erkläre, wie simpel und effektiv die Methode der Gen-Diät ist. Meine Kunden finden es super, dass es an die Gene angepasste Ernährungspläne sowie Sportvorschläge und einen kostenlosen Zugang zum Ernährungsportal mit individuellen Rezeptvorschlägen gibt. Dass man die Analyse nur ein einziges Mal am Anfang mithilfe eines unkomplizierten Wangenabstriches durchführen muss, kommt natürlich auch gut an. Sobald die Analyse abgeschlossen ist, erhält der Kunde eine umfangreiche Auswertung mit allem, was er für eine individuelle und langfristige Ernährungsumstellung braucht – 01/2019 | medical fitness and healthcare


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Sichtbarer Erfolg durch MetaCheck fitness®: Physiofit-Kundin Michaela

inklusive einer für ihn passenden Lebensmittelliste, welche in den einfachen Ampelfarben gekennzeichnet ist. Konnten Sie bereits so kurze Zeit nach Eröffnung Ihrer Physiopraxis Erfolge Ihrer Kunden mit dem MetaCheck fitness® verzeichnen? Linda Franzen: Die Ergebnisse sind hervorragend! Bisher haben viele meiner Kunden den MetaCheck fitness® erfolgreich durchgeführt und sie setzen die Ergebnisse entsprechend bei mir in der Praxis um. Durch die schnell sichtbaren Erfolge bleiben sie motiviert und auch ich bin motiviert, weil das angebotene Abnehmkonzept so gut funktioniert. Durch die BIA-Messung (Körperanalysemessung) kann genau nachvollzogen werden, wie viele Muskeln aufgebaut und wie viel hartnäckiges Fett reduziert wurde. Eine meiner Kundinnen, Michaela, ist seit der Eröffnung bei mir in der Praxis und konnte innerhalb weniger Wochen bereits 12 Kilogramm mit dem MetaCheck fitness® abnehmen – davon allein 7,5 Kilogramm Fett! Michaela ist der Meta-Typ „Delta“ und kann somit Kohlenhydrate und Fette besser verstoffwechseln als Proteine. Durch die ersten Erfolge steigt die Motivation dranzubleiben und das entgeht den anderen Kunden natürlich auch nicht. Durch Michaelas sichtbaren Erfolg werden andere Kunden ebenfalls auf den MetaCheck fitness® aufmerksam und wollen den Test auch machen. Michaela ist fitter, voller Power und besser gelaunt, seitdem sie weiß, welche Ernährungs- und Bewegungsform für ihren Körper am besten ist.

Fazit zum MetaCheck fitness® Linda Franzen: Es macht mich stolz und glücklich, meinen Kunden zu helfen und ihnen ein Lächeln ins Gesicht zu zaubern. Gerade auch bei denen, die schon viele andere Sachen erfolglos ausprobiert haben. Mit dem MetaCheck fitness® kann man seine Kunden absolut begeistern!

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Wissenswertes zum MetaCheck fitness®

Der MetaCheck fitness® untersucht bestimmte Stoffwechselgene und deren Interaktion miteinander, um Aussagen über eine genetisch angepasste Ernährung sowie ein angepasstes Training zu treffen und den individuellen Meta-Typ (Alpha, Beta, Gamma oder Delta) zu ermitteln. Die Vorteile des MetaCheck fitness® • Individuell angepasste Ernährungs- und Sportempfehlungen • Langfristige Ernährungsumstellung • Unbegrenzter Zugriff auf das CoGAP® Ernährungsportal • Abnehmkonzept basiert auf einer einzigen, am Anfang durchgeführten Analyse • Unkomplizierter Wangenabstrich genügt • Begleitung des Trainings durch qualifizierte Physiotherapiepraxen/Fitnessstudios in Wohnortnähe • Innovativer Meta-Typ gerechter Mahlzeitenersatz MetaShake® • Kick-off-Veranstaltung von for me do Mit dem Ergebnis des MetaCheck fitness® können Sie das Training und die Ernährung für Ihre Kunden noch genauer und damit zielgerichteter gestalten.

Caroline Kuhl Caroline Kuhl hat ihr Studium in Sprache und Kommunikation mit dem Ergänzungsfach Wirtschaftswissenschaften (B. A.) erfolgreich abgeschlossen und war neben ihrem Studium jahrelang in der Fitnessbranche tätig. Heute arbeitet sie in der Gesundheitsbranche und hat sich als persönliches Ziel gesetzt, so oft wie möglich Bewegung und Sport in ihren Alltag zu integrieren.


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Digitale Trainingskonzepte | Anzeige

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„Training ist gut. Digitale Trainingskontrolle ist besser.“

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m Momenth Therapiezentrum in Stuttgart ist Sport eine Wissenschaft und kein Hobby. Hier trainiert man von einem digitalen System begleitet, persönlich von Fachpersonal betreut. An smarten Geräten von eGym und efle-xx, die sich automatisch einstellen. Jedes Training wird digital getrackt und ist für Trainer und Trainierende über die eGym Trainer und Fitness Apps einsehbar. Für volle Kontrolle und ein Training ohne Fehlstellungen und Wartezeiten.

Fotos: Momenth

Transparente Trainingssteuerung „Gesundheit braucht Zeit“, erläutert Momenth Geschäftsführer Denis Langenbucher. „Sie braucht Aufmerksamkeit und Zuwendung. Im Momenth ist das Begleiten das Allerwichtigste.“ Deshalb war für ihn klar: „Wir haben von Anfang an auf eGym gesetzt, weil das für uns der innovativste Hersteller ist. Training auf sportwissenschaftlicher Basis – egal ob für ‚Oma Müller‘ oder ambitionierte Sportler. Das Konzept mit eGym und efle-xx rundet zugleich eine optimale therapeutische Begleitung der Patienten bzw. Kunden ab. Alle Trainingsdaten werden getrackt und erleichtern somit eine perfekte und sehr transparente Trainingssteuerung.“

Alles für die dauerhafte Motivation Denis Langenbucher Geschäftsführer Momenth

Die Kombination aus eGym und efle-xx habe seine Erwartungen rundum erfüllt. Für den

Momenth Ziegelbrennerstrasse 5 70374 Stuttgart www.momenth.com

Endkunden sei dies ein „geniales Trainingskonzept, das mit seinen unterschiedlichen, sehr breiten Trainingsmodi und einem Gaming-Faktor alles für die dauerhafte Motivation bietet“. Die Kunden seien von der Einfachheit der Trainingssteuerung begeistert. „Es ist toll, alles stellt sich komplett individuell auf die Trainierenden ein. Maximaler Trainingserfolg mit minimalem Aufwand! Die verschiedenen Trainingsmodi und die eGym Fitness App halten die Motivation sehr hoch“, so Denis Langenbucher. Kunden aller Altersgruppen würden die App regelmäßig nutzen – Bio Age und der sportliche Vergleich mit Freunden über das Ranking seien die Top-Anwendungen.

Der Therapeut als Coach „Für mich bedeutet Physiotherapie heute nicht nur, an der Bank zu stehen, sondern vielmehr die Patienten zu mehr Bewegung zu animieren und den gesundheitlichen Mehrwert darzustellen. „Wir wollen, dass unsere Kunden wieder ihre Träume erfüllen können. Ich sehe mich und den modernen Therapeuten eher als Coach, der die Patienten und Kunden begleitet, um optimale und nachhaltige Therapieergebnisse zu erzielen. Das physiotherapeutische Konzept, kombiniert mit eGym und efle-xx, lässt eine engmaschige Betreuung zu, ohne dass der Informationsfluss zwischen Therapeut und Trainer abreißt und somit der Therapieerfolg gewährleistet ist. Aktuell arbeiten wir an einer Umsetzung mit Partnern an mehreren Standorten in Deutschland.“ Das Momenth in Stuttgart eröffnete im Dezember 2017 und hat inzwischen knapp 500 Mitglieder.

eGym GmbH Einsteinstraße 172 81677 München www.egym.de/business

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DSSV-Tagesworkshop | Anzeige

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Foto: © everythingpossible - Fotolia.com

DSSV-Tagesworkshop „Mitgliederbindung und -gewinnung durch Online-Marketing“

Online-Marketing gezielt nutzen

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ür Unternehmen der Fitness- und Gesundheitsbranche ist Online-Marketing eine wichtige, wenn nicht mittlerweile sogar die wichtigste Quelle zur Gewinnung von neuen Interessenten und Mitgliedern. In der Praxis zeigt sich jedoch, dass viele diese Chance und das damit verbundene Potenzial noch gar nicht bzw. noch bei Weitem nicht voll ausschöpfen. Die Gründe dafür können vielfältig sein. Oftmals stehen die Unternehmen vor den Fragen, warum welche Online-Marketing-Kanäle denn zu bespielen sind und vor allem, wie diese Kanäle so zu nutzen sind, dass dadurch neue Kunden gewonnen und bestehende Mitglieder auf lange Sicht gebunden werden können. Teilnehmer in diesem DSSV-Workshop erfahren anschaulich und leicht verständlich, warum es aktuell wichtiger denn je ist, die Online-Marketing-Kanäle Instagram und YouTube

sowie E-Mail-Marketing effizient zu nutzen. Der praxisnahe DSSV-Workshop liefert zum Beispiel konkrete Antworten, warum Instagram aktuell einer der wichtigsten Online-Marketing-Kanäle ist, wie ein Instagram-Kanal für ein Studio aufgebaut wird, wie man einen YouTube-Kanal erstellt und warum dieser der entscheidende Faktor sein kann. Darüber hinaus lernen die Teilnehmer Möglichkeiten kennen, wie E-Mail-Marketing gezielt zur Kundenbindung eingesetzt werden kann. Sie erfahren auch, was es im E-Mail-Marketing zu beachten gilt, damit aus Interessenten zahlende Mitglieder werden. Workshop-Teilnehmer erhalten neben wertvollen Informationen nützliche Praxis-Tipps vom erfahrenen Referenten Roman Spitko, der als Dozent sowohl für die BSA-Akademie als auch für die Deutsche Hochschule DHfPG und zudem seit 2015 als Fachleiter Management/Ökonomie tätig ist.

MITGLIEDERBINDUNG UND -GEWINNUNG DURCH ONLINE-MARKETING Frankfurt: 11.06.2019 Leipzig: 12.06.2019 Hamburg: 18.06.2019

München: 19.06.2019 Köln: 25.06.2019

Teilnahmegebühren: 99,- Euro pro Person. DSSV-Mitglieder, DHfPG-Studierende und BSALehrgangsteilnehmer: 69,- Euro pro Person.

Online-Marketing – Jetzt das bisher ungenutzte Potenzial voll ausschöpfen! Der praxisnahe DSSV-Workshop „Mitgliederbindung und -gewinnung durch Online-Marketing“ für Unternehmen der Fitness- und Gesundheitsbranche mit wertvollen Informationen und praxisnahen Tipps, u. a.: E-Mail-Marketing – zur Kundenbindung und -gewinnung Instagram – einer der wichtigsten Online-Marketing-Kanäle

Anmeldung unter: www.bildungsinstitut.dssv.de/online-marketing

YouTube – Erstellung eines eigenen Kanals als entscheidender Faktor speziell in der Fitness- und Gesundheitsbranche.


Industrie

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Studiobau | Anzeige

Fotos: Haas Fertigbau GmbH

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Wohlfühlklima seit fünf Jahren Als Ahmet Kilic 2011 sein Fitnessstudio plante, wusste er nichts über Holzbau. „Wenn überhaupt, hatte er ‚Pappschachtelhäuser’ aus den USA im inn die ei t rm sammen rechen e te n ahre nach der röffnung seines topmodernen Studios, kommt für den Unternehmer aus Rödermark bei Frankfurt nichts anderes mehr infrage als Holz-Fertigbau.

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hmet Kilic führt seit vielen Jahren erfolgreich ein mexikanisches Szenerestaurant in der hessischen Kleinstadt. Als guter Wirt hat er stets ein Ohr für seine Gäste. Immer wieder beklagten sie, dass es kein Fitnessstudio am Ort gab. Geschäftsmann Kilic mit seinem Gespür für Trends recherchierte und sah: Er hätte tatsächlich das Fitnessmonopol in Rödermark. „Ich kannte das Fitnessgeschäft nur als Nutzer, der regelmäßig trainiert. Doch das hat mich nicht erschreckt und ich war zuversichtlich, Experten zu finden, die mich als Laie unterstützen.“

Holz-Fertigbau ist Qualitätsbau Sein erstes selbst gesetztes Ziel: Er musste schnell bauen, um der erste Fitnessstudiobetreiber am Ort zu sein. Diese Vorgabe konnte nur ein Fertigbau erfüllen. Bei seinen Recherchen im Internet stieß der Rödermarker auf die Firma Haas-Fertigbau in Falkenberg/Niederbayern. Erstaunt stellte er fest, dass seine Vorstellungen vom Holz-Fertigbau vollkommen anders waren als die Realität: „Ich dachte zum Beispiel, dass man bei einem Holzbau die Bretter und Balken sieht. Das ist überhaupt nicht mein Geschmack. Doch beim Holzständerbau

werden Holzständer und Dämmplatten normalerweise verputzt und anschließend gestrichen. Wer kein Holz will, sieht auch keines, nutzt jedoch die vielen Vorteile und Werte des Baustoffs.“ Sein Vorurteil von der schlechten Verarbeitung war ebenfalls sehr schnell vom Tisch. Die Platten für die Gebäudehülle werden millimetergenau vorgefertigt und haben die gleiche Stabilität wie ein Haus aus Ziegeln oder Beton. „Holz-Fertigbau ist Qualitätsbau“, staunte Kilic.

Schnell und unabhängig vom Wetter Der Holz-Fertigbau ist durch den hohen Vorfertigungsgrad unabhängig von Wind und Wetter. Der Rohbau steht in wenigen Wochen. Letzteres war das entscheidende Argument für den Bauherrn. Nachdem er sich noch eine Stahlblechhalle angeschaut hatte, fiel seine Entscheidung klar für den Holzbau aus: „Die Halle wirkte einfach nur kalt und ungemütlich.“ Der erste Eindruck des Fitnessstudiobetreibers wird durch Tatsachen bestätigt. Die mit hochwertiger Dämmung gefüllten und mit Gips beplankten Holzplatten sorgen für eine dichte Wand mit den Wärmedämmwerten eines Niedrigenergiehauses. Gleichzeitig isoliert der CO2-speichernde, 01/2019 | medical fitness and healthcare


nachhaltige Baustoff Holz natürlich gegen Hitze und Kälte und weist hervorragende statische und brandschutztechnische Eigenschaften auf. Seine Faserstruktur nimmt Feuchtigkeit aus der Umgebung auf, speichert sie und gibt sie bei Trockenheit wieder ab. Im Sommer sorgt die Verdunstung für angenehme Kühle, im Winter ist es im Holzbau angenehm warm.

Ohne Zugluft und nie stickig „Wir haben hier ein echtes Wohlfühlklima, das mir immer wieder von meinen Kunden bestätigt wird. Warm, trocken, ohne Zugluft und niemals stickig oder muffig. Genau so soll es in einem Fitnessstudio sein. Die vielen Vorteile des Holzbaus sind für mich inzwischen ein Marketingargument gegenüber Kunden, die Wert auf Gesundheit und Nachhaltigkeit legen.“ Schon der Eingang übereck ist ein Hingucker. Durch die Dachoberlichter im Schräg-/Flachdach und die großen Gebäudefenster wird das Licht geflutet, was das eingeschossige 1.650 Quadratmeter große Fitnessstudio sehr hell macht. Das Farbkonzept Rot-Anthrazit wirkt so modern, wie der Rödermarker es geplant hatte. Im Studio gibt es die neuesten Fitnessgeräte, einen Zirkel, den Kraftbereich und eine Sauna. Der Platz ist gut genutzt, das Studio wirkt jedoch nicht vollgestellt. Ahmet Kilic bekräftigt: „Ich habe meine eigenen Trainingserfahrungen einfließen lassen. Ein weiterer Vorteil des Holzbaus sind die dünnen Wände. Ich hatte wesentlich mehr Platz zur Verfügung als bei einem Ziegel- oder Betonbau.“

Selbstständige/r Physiotherapeut/in gesucht Nach fünf erfolgreichen Jahren will Ahmet Kilic nun den nächsten Schritt gehen und eine Physiotherapiepraxis anbauen. 2.000 Quadratmeter hat er auf dem noch freien Restgrundstück dafür vorgesehen. Geplant sind 500 Quadratmeter Praxis-Grundfläche mit Büro, WC- und Umkleidebereich. „Ich suche eine selbstständige Physiotherapeutin oder einen selbstständigen Physiotherapeuten, deren bzw. dessen Kunden mein etabliertes Fitnessstudio zur Prävention und Rehabilitation nutzen.“ Der Holzbau ist flexibel erweiterbar, ein weiteres Plus des Holzständerbaus. „Selbstverständlich baue ich wieder in Holz. Für eine Physiotherapiepraxis ist das Wohlfühlklima erst recht entscheidend“, betont Kilic. Und selbstverständlich wird er wieder mit Haas Fertigbau bauen. „Die Zusammenarbeit lief vollkommen problemlos. Zusagen wie Fixpreis und Einzugstermin wurden gehalten. Bis heute hatte ich keinen einzigen Baumangel und nur Freude an meinem Studio.“

Die Haas Fertigbau GmbH ist ein Familienunternehmen in der Fertigbaubranche, das seit 45 Jahren im gehobenen Segment Einfamilienhäuser, Gewerbeund Industriebauten sowie landwirtschaftliche Bauten in Holz- und Hybridbauweise als Teil- oder Komplettanbieter plant, produziert und errichtet, aber auch neue Geschäftsbereiche wie Bausätze für Zimmereien und Bauunternehmen sowie Wohnbau erschließt. www.haas-gewerbebau.de

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Industrie

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Beweglichkeitstraining | Anzeige

Foto: Moritz Tewes

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Visionen im Kopf. Heimat im Herzen.

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uf den ersten Blick mag es nur eine alte, morsche Holzscheune gewesen sein, die seit Jahrzehnten ungenutzt auf einer Wiese am Rande des Schwarzwaldes auf ihren Abriss wartete. Für das Messeteam von five dagegen war dies die perfekte Grundlage für einen FIBO-Messestand mit Charakter und einer authentischen Geschichte. Dass die Messestände von five schon seit Beginn ausgefallen, individuell und aufwendig gestaltet sind, ist mittlerweile kein Geheimnis mehr in der Branche. Von Jahr zu Jahr stecken die Mitarbeiter der firmeneigenen Kreativ-Abteilung ihre Köpfe zusammen und feilen an Ideen, bis zum Schluss wieder ein neues Konzept entsteht. In diesem Jahr ging es vor allem um ein Thema: Geschichten erzählen – und zwar nicht irgendeine Geschichte, sondern die ganz persönliche. Diese Geschichte ist für five eine Herzensangelegenheit, denn sie ist einzigartig und macht das Beweglichkeitskonzept zu dem, was es heute ist.

Limberger designte als gelernter Schreiner die Holzgeräte und Wolf Harwath übernahm die Rolle als Coach und Referent, sodass das Konzept schon nach der ersten FIBO im Jahr 2013 einen unfassbaren Boom erlebte. Damit war der Startschuss gefallen. „Vom Schwarzwald in die ganze Welt“ lautete von da an das Motto – und das bis zum heutigen Tag. Dass die Vision von damals immer weiter Realität wird, lässt sich deutlich in Zahlen messen: In mittlerweile über 900 Studios allein in Deutschland und in knapp 20 Ländern weltweit findet sich das five-Konzept wieder. Über die Jahre hinweg hat ein Umdenken in der Branche stattgefunden, dass Beweglichkeit eine ebenso wichtige Rolle spielt wie das Ausdauer- und Krafttraining. Der Faszien-Hype der letzten Jahre bestärkt den Grundgedanken des Konzepts zusätzlich, sodass das Thema Beweglichkeitstraining nun auch in den Köpfen der Studiomitglieder verankert ist.

FIBO 2019: five mit allen Sinnen erleben Geschichten von Zukunft und Herkunft Die five-Geschichte begann im Jahre 2003 – und das tatsächlich mitten im Schwarzwald bei einem Waldspaziergang. Dort kam die Vision zustande, einen Beweglichkeits-Parcours für die Fitnessbranche zu entwickeln und daraus ein durchdachtes Konzeptpaket zu schnüren. Eine Verkettung verschiedener Zufälle führte die drei Gründer Lutz Kruger, Christoph Limberger und Wolf Harwath zusammen und somit war der Grundstein gelegt. Christoph

Eine gute Geschichte lebt von den Einzelheiten und Details – man muss das Gefühl haben, selbst dabei gewesen zu sein. Um dieses Gefühl zu vermitteln, schlägt die Firma five auch auf der FIBO 2019 außergewöhnliche Wege ein. Für das Äußere des Messestandes wurde das Holz einer alten Scheune wiederverwendet. Durch jahrelange Witterungseinflüsse ist das Holz von einer einzigartigen Patina überzogen, die sich nicht künstlich „nachahmen“ lässt. Das Material bringt nicht nur eine „echte Geschichte“, sondern auch einen einzig01/2019 | medical fitness and healthcare


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five-Konzept GmbH & Co. KG, Kim Aberle

artigen Geruch und ein uriges Ambiente mit sich. Während der Stand von außen einer traditionellen Schwarzwald-Hütte gleicht, spiegelt sich im Inneren das Thema „Zukunft“ wider. Der gewollte Bruch vom „urigen Äußeren“ zum „modernen Inneren“ stammt von Innenarchitektin Christine Hölzenbein, die das Unternehmen von Beginn an bei den Messeplanungen mit extravaganten Ideen unterstützt. „Unser höchster Anspruch ist es, dass sich im Standkonzept die Werte von five widerspiegeln. Daher verbauen wir nur hochwertige und ausgewählte Materialien, achten genau auf die Details und überlassen beim Farbkonzept nichts dem Zufall. Der Gesamteindruck muss stimmen, die Leute sollen sich wohlfühlen und den Besuch auf dem Messestand als positives Aha-Erlebnis in Erinnerung halten. Wir möchten uns bewusst abheben und den five-Kunden sowie Interessierten zeigen, dass sie bei five eben mehr bekommen als nur einen Beweglichkeits-Parcours“, so Christine Hölzenbein.

Die Liebe steckt im Detail Was wäre der Schwarzwald ohne Schwarzwaldmädchen, Kuckucksuhren und Bollenhüte? Um das Standkonzept abzurunden, wurde auch hier viel Liebe ins Detail gesteckt. Eine Bilderwand erzählt die five-Geschichte und lädt zum Verweilen ein. Beim Barista gibt es dazu einen leckeren Kaffee und die Firma „Harvest Republic“ verwöhnt die five-Kunden mit einem speziell für die Messe kreierten „Schwarzwald-Eiweißshake“. Der Stand ist bis ins letzte Detail durchdacht. „Unser Geheimnis ist, dass wir unser Konzept lieben und vor allem jeden Tag aufs Neue leben. Wir bezeichnen uns nicht als Gerätehersteller, sondern als Gesamtkonzept, das jeden zum Erfolg führen kann, der es mit Begeisterung in seiner Einrichtung umsetzt. Sowohl innerhalb des Teams als auch mit vielen Kunden leben wir ein sehr freundschaftliches Verhältnis, man könnte es als die „five-Family“ bezeichnen. Wir möchten so nah wie möglich am Kunden sein, auf deren Bedürfnisse eingehen und sie im Bereich Schulungen, Know-how und Marketing bestmöglich ausstatten und unterstützen. 01/2019 | medical fitness and healthcare

Mit unseren Messeauftritten wollen wir den Kunden zeigen: So kann dein Studio bzw. five-Bereich aussehen. Wer einen Erlebnisraum für seinen Beweglichkeitszirkel schafft und seine Studiomitglieder „mit allen Sinnen“ abholt, schafft ein völlig neues Trainingserlebnis und distanziert sich damit deutlich von der Konkurrenz. Wir unterstützen unsere Kunden dabei mit Vorschlägen und Ideen für deren Raumgestaltung, z. B. mit individuell gestalteten Wandtapeten“, so five-Geschäftsführer Christoph Limberger.

Wir l(i)eben unser Konzept „Geschichten erzählen“ kann eigentlich jeder, aber es muss auch etwas dahinterstecken. five bietet allen Neu- und Bestandskunden verschiedenste Tools in einem umfassenden Leistungspaket an. Zahlreiche Schulungen finden regelmäßig an verschiedenen Standorten der five-Academy statt, sodass jeder Kunde die Möglichkeit hat, sein five-Wissen ständig aufzufrischen, zu erweitern und zu vertiefen. five-Geschäftsführer und Academy-Leiter Wolf Harwath stellt zudem Videos zu unterschiedlichen Beschwerde- und Problemstellungen auf den Social-Media-Plattformen online. Wer sich selbst davon überzeugen will, wirft einen Blick in das Medienarchiv und in unsere Schulungstermine 2019: www.wolfontour.com und www.five-konzept.de/academy Auch im Bereich Marketing ist five auf Qualität und Design bedacht. Neben zahlreichen Print- und Onlinemedien werden auch hier individuelle Kundenwünsche berücksichtigt. Zum Kuckuck mit den kahlen Trainingsräumen und Standard-Werbematerialien – es wird Zeit für eure eigene fiveErfolgsstory!

five-Konzept GmbH & Co. KG Bregstraße 2 · 78183 Hüfingen +49 771 929 412 30 · +49 771 929 412 39 www.five-konzept.de · info@five-konzept.de

Foto: Moritz Tewes


Fachartikel

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EMS-Training

Foto: miha bodytec GmbH

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Prof. Dr. Wolfgang Kemmler, Dr. Simon von Stengel, nstit t r edi inische h si rlan en rn er

Ganzkörper-EMS-Training (WB-EMS) vs. HIT-Training er er leich n n enti nellen bringt überraschende Ergebnisse.

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is vor Kurzem wurde die Trainingstechnologie Ganzkörper-EMS (WB-EMS) mit „Effekten“ beworben, welche diejenigen konventioneller Krafttrainingsprotokolle um das 18-fache (!) übertreffen sollen. Was immer auch unter „Effekten“ verstanden wird, tatsächlich beruht dieses werbewirksame Statement auf der ungerechtfertigten Interpretation der bei zu intensiver Erstanwendung vorkommenden, z. T. extrem hohen Kreatinkinase (CK)-Anstiege[1] als relevante Zielgröße eines Trainings. Für die wirklich relevanten „Effekte“ der WB-EMS-Technologie

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wie bspw. Verbesserung der Muskelmasse, -dichte und -funktion oder Reduktion der Körperfettmasse und des kardiometabolischen Risikos konnten erst in jüngster Vergangenheit positive Daten vorgelegt werden (Übersicht in [2]). Allerdings fehlte ein direkter Vergleich zu einem konventionellen Krafttraining, wobei dieser Vergleich möglicherweise obsolet ist, da die Zielgruppen der WB-EMS-Sportler und konventionellen „Kraftsportler“ nicht allzu deckungsgleich sind. Um einen fairen und alltagsrelevanten Vergleich zwischen dem zeiteffektiven WB-EMS- und Krafttraining zu 01/2019 | medical fitness and healthcare


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Prof. Dr. Wolfgang Kemmler ist Forschungsdirektor am Institut für Medizinische Physik der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg. Der Trainings- und Sportwissenschaftler gilt als ausgewiesener Experte in der trainingswissenschaftlichen Interventionsforschung sowie im Bereich alternative Trainingstechnologien mit Schwerpunkt Ganzkörper-Elektromyostimulation.

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nen und Richtlinien für ein sicheres und effektives WB-EMSTraining, so kann diese Trainingstechnologie aus metabolischer Sicht ebenso wie aus orthopädischer Sicht besser belastungsverträglich als ein intensives konventionelles Krafttraining eingeschätzt werden. Insofern stellt WB-EMS sicherlich eine Bereicherung des gesundheitsorientierten Fitnessmarktes dar.

Foto: Privat

gewährleisten, stellten wir dem WB-EMS-Training ein hochintensives Krafttraining (HIT-RT) gegenüber[3]. HIT-RT, definiert als „Einsatztraining unter Einsatz von Intensivierungstechniken“[4, 5], ist ähnlich WB-EMS der Prototyp eines zeiteffektiven Trainings für Menschen mit geringem Zeitbudget. Als Zielgrößen des Trainings wählten wir Muskelmasse und -kraft, absolute und abdominale Fettmasse sowie kardiometabolische Größen aus. Probanden waren gesunde, aber untrainierte berufstätige Männer im Alter zwischen 30 und 50 Jahren, also eine Gruppe, für welche die untersuchte Fragestellung von relevanter Bedeutung ist. Nach Zufallseinteilung trainierten jeweils 23 Männer über 16 Wochen in einer HIT-RT- bzw. einer WB-EMS-Gruppe. Die HIT-RTGruppe trainierte 2- bis (selten) 3-mal und absolvierte ein Ganzkörper-Einsatztraining mit zunehmend ausbelastenden Intensivierungtechniken (u. a. Super-, Dropsätze). Das WBEMS-Training wurde im klassischen Setting derzeitiger Angebote, allerdings mit einer etwas höheren Trainingshäufigkeit (1,5-mal 20 min/Woche) durchgeführt. Neben der Körperzusammensetzung via DXA-Methode, Beinkraft über isokinetische „Legpress“, Rückenkraft über Schnell M3 wurden zusätzlich kardiometabolische Größen wie das Metabolische Syndrom und seine Komponenten Blutdruck, Blutfette, Blutzucker und Taillenumfang erhoben[6]. Das Ernährungsverhalten der Probanden wurde vor und unmittelbar nach der Trainingsphase über Ernährungsprotokolle erfragt; die Teilnehmer wurden angewiesen, ihre Ernährung über den Studienzeitraum nicht zu verändern. Zusammenfassend betrachtet führten beide Trainingsmethoden zu einer signifikanten und hochrelevanten Erhöhung der Muskelmasse und einer in etwa ebenso hohen Reduktion der Körperfettmasse (≈1,0 kg). Die Entwicklung in der HIT-Gruppe lag für beide Größen etwas günstiger. Ebenfalls vergleichbare Ergebnisse zeigten sich für die Verbesserung der Maximalkraft, bei der die HIT-RT-Gruppe für die Beinkraft etwas höhere, für die Rückenkraft etwas niedrigere Kraftwerte zeigte. Beide Gruppen zeigten ebenfalls eine signifikante Reduktion des Risikos eines Metabolischen Syndroms, aber hier waren die Ergebnisse für die WB-EMS-Trainingsgruppe deutlich günstiger. Dieser Unterschied war u. a. auf die deutlichere Reduktion des Taillenumfanges zurückzuführen. Ein Teilnehmer der WB-EMS- und zwei Teilnehmer der HIT-RT-Gruppe brachen das Training ab, unerwünschte Nebeneffekte wie Verletzungen wurden nicht berichtet. Die Zeitdauer des HIT-RT-Trainings lag mit ca. 30 Minuten im Bereich des 20-minütigen WB-EMS-Trainings. Faktisch führen diese sehr zeiteffektiven Trainingsmethoden also zu weitgehend vergleichbaren Verbesserungen von Gesundheits- und Leistungsgrößen. Obwohl bei der HIT-RT-Session ebenfalls eine konsequente Supervision erfolgte, lag der Betreuungsaufwand beim WB-EMS-Training allerdings ungleich höher. Letztlich kommt WB-EMS im derzeit etablierten Setting enger Kundenbetreuung einem Personal Training sehr nahe. Letzteres erscheint als absolutes Qualitätskriterium, weil die Belastungssteuerung und -progression bei WB-EMS nochmals deutlich komplexer als bei HIT-RT ist. Da dem qualifizierten und erfahrenen Trainer bei WB-EMS somit eine absolute Schlüsselrolle zukommt, ist eine entsprechende Aus- und Weiterbildung als unerlässlich anzusehen. Beachtet man die vorliegenden Kontraindikatio-

Dr. Simon von Stengel forscht und lehrt an der Universität Erlangen-Nürnberg in der Medizinischen Fakultät. Als Sportwissenschaftler und Physiotherapeut hat er in der Humanbiologie promoviert und in der Sportwissenschaft habilitiert. Sein Arbeitsschwerpunkt ist der Bereich „Bewegung und Gesundheit“.

Literatur 1. Teschler M., Weissenfels A., Bebenek M., Fröhlich M., Kohl M., von Stengel S., Kemmler W. (2016). Very high creatine kinase CK levels after WB-EMS. Are there implications for health? Int J Clin Exp Med 9:22841-22850. 2. Kemmler W., Weissenfels A., Willert S., Shojaa M., von Stengel S., Filipovic A., Kleinöder H., Berger J., Fröhlich M. (2018). Efficacy and safety of low frequency Whole-Body Electromyostimulation (WB-EMS) to improve health-related outcomes in non-athletic adults. A systematic review. Frontiers of Physiology online first. 3. Kemmler W., Teschler M., Weissenfels A., Fröhlich M., Kohl M., von Stengel S. (2015). Ganzkörper-Elektromyostimulation versus HIT-Krafttraining – Effekte auf Körperzusammensetzung und Muskelkraft. Dtsch Z Sportmed 66:321-327. 4. Gießing J (2008). HIT-Hochintensitätstraining. Novagenics-Verlag, Arnsberg. 5. Steele J., Fisher J., Giessing J., Gentil P. (2017). Clarity in Reporting Terminology and Definitions of Set End Points in Resistance Training. Muscle Nerve 368-374:368-374. 6. Kemmler W., Kohl M., von Stengel S. (2016). Effects of High Intensity Resistance Training versus Whole-body Electromyostimulation on cardiometabolic risk factors in untrained middle aged males. A randomized controlled trial. J Sports Res 3:44-55.


Fachartikel

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Krafttraining bei Arthrose

Krafttraining als Alternative zu Medikamenten und Spritzen

Arthrose und Krafttraining Der künstliche Gelenkersatz bei Arthrose kann durch gezieltes Krafttraining hinausgezögert und vermieden werden. Erkenntnisse aus Funktionsdiagnostik und anthropologischen Untersuchungen bestätigen langjährige Erfahrungswerte von Trainern und Leistungssportlern. Die Suche nach der strategisch effektivsten Trainingsmethode zur Vermeidung von Arthrose hängt von wenigen Faktoren ab und beginnt auf Zellebene im Knorpel.

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ls letzte Instanz einer vorangeschrittenen Gelenksarthrose steht im kurativmedizinischen Behandlungsansatz zumeist der künstliche Gelenkersatz. Laut derzeitiger Studienlage (Moseley et al., 2002) und angesichts aktueller journalistischer Aufdeckungen (#implantfiles etc.) bestehen jedoch immer mehr begründete Zweifel an der Dringlichkeit und Unausweichlichkeit dieser Hiobsbotschaft. Dieses Wissen nützt dem Patienten mit TEP (Totalendoprothese) jedoch wenig, da es bereits zu spät ist – zumindest für das bereits zerstörte Gelenk. Statistiken legen nahe, dass

nach einem operativen Eingriff aufgrund Kompensationsmechanismen, Bewegungsmangel und mangelhafter Nachbehandlung mittels nachhaltiger Therapie der nächste künstliche Gelenkersatz nicht lange auf sich warten lässt. Die Betrachtungsweise aus Sicht von Präventionsspezialisten kann hier bereits im Vorfeld interessante Strategien zur Vermeidung der TEP bieten. Eine fortschreitende Arthrose äußert sich körperlich leider erst dann, wenn es bereits fast zu spät ist. Schmerzhafte Entzündungen des Gelenkes bis hin zu bereits abgenutzter Knorpeloberfläche lassen 01/2019 | medical fitness and healthcare


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Über vier Millionen Menschen haben allein in Deutschland bereits ein künstliches Gelenk. Jährlich werden etwa 230.000 künstliche Hüftgelenke, 180.000 künstliche Kniegelenke sowie 24.000 künstliche Schultergelenke eingesetzt. Somit ist Deutschland im Relativanteil der gesetzlichen und privaten Versicherungsnehmer weltweit auf Platz 1 der künstlichen Hüftgelenke (USA Knie).

Schmerzreduktion durch Hyaluronsäure Hyaluronsäure wird bei fortgeschrittener Kniegelenksarthrose oftmals direkt in das Gelenk injiziert, um einen fortschreitenden Entzündungsprozess zu verhindern. Hyaluronsäure wird auch gerne im Mischpräparat mit Kortison verwendet, um die Sekretion – also die Herstellung von körpereigener „Gelenkschmiere“ (Synovia) – zu unterstützen. Das klingt auf den ersten Blick recht einfach, wenn auch mit Kosten verbunden. Problematisch wird diese Vorgehensweise allerdings, wenn man die Arthrose als chronisch degenerative Gelenkerkrankung etwas genauer verstehen möchte. Im Grunde bedeutet das, dass der Knorpelverschleiß ein fortschreitendes Problem darstellt, welches mit einer Spritze nur kurzfristig gelöst werden kann. Die Ursache des Knorpelverlustes wird hierbei kaum beachtet. Des Weiteren sind nicht selten auch Fälle von Infektionen bekannt geworden, die bei einer Injektion dieser Art „künstlicher Schmiermittel“ aufgetreten sind.

Neue Untersuchungen bekräftigen Handlungsfelder der Sporttherapie Foto: © phanuwatnandee - Fotolia.com

die Schmerzrezeptoren des Körpers Alarm schlagen. Der Weg zum Arzt ist unausweichlich.

Zahlen belegen Therapiebedarf Die Deutsche Arthrose-Hilfe e. V. gibt hierbei etwa an: „Arthrose ist die häufigste aller Gelenkerkrankungen. In Deutschland leiden etwa fünf Millionen Frauen und Männer unter Beschwerden, die durch eine Arthrose verursacht werden, mit steigender Tendenz. Zwei Millionen Menschen haben sogar täglich aufgrund ihrer Arthrose Schmerzen in ihren Gelenken. Am häufigsten betroffen sind Hände, Knie und Hüften, aber auch alle anderen Gelenke können befallen sein. Viele Betroffene haben Arthrose nicht nur an einem Gelenk, sondern laut einer umfangreichen Mitgliederbefragung der Deutschen Arthrose-Hilfe mit über 60.000 Antworten gleichzeitig an sechs und mehr.“ Ältere Menschen leiden häufiger unter einer Arthrose als jüngere. Ab dem 60. Lebensjahr sind gut die Hälfte der Frauen und ein Drittel der Männer betroffen, vor dem 30. Lebensjahr betrifft das gesamtgesellschaftlich nur 1,6 Prozent. Die verschiedenen Arten der Arthrose treten sehr unterschiedlich auf. Während bei einer Hüftgelenksarthrose beide Geschlechter gleichermaßen betroffen sind, leiden Frauen im Alter doppelt so häufig an einer Arthrose der Knie- und Fingergelenke wie Männer. Die Folgen aus den entzündlichen Gelenkknorpelerkrankungen verursachen häufig unerträglichen Schmerz und führen in letzter Instanz zum künstlichen Gelenkersatz. 01/2019 | medical fitness and healthcare

In den letzten Jahren gab es einige interessante und spannende Untersuchungen bezüglich dieser Problematik. An der Universität Münster wurden Knorpelstrukturen von körperlich aktiven und inaktiven Mäusen analysiert. Die Wissenschaftler blickten bei ihren Untersuchungen im Mikroskop auf blühende Landschaften eingefärbter Knorpelstrukturen – vergleichbar mit Satellitenbilderaufnahmen von Kraterlandschaften und weiten Ebenen unterschiedlichster Knorpelproben und deren Zusammensetzungen. Genauer in Augenschein wurden hierbei die sog. Fibrillen, kleinste Hightech-Fasern innerhalb der Knorpelstrukturen, genommen – dicht an dicht angeordnet im funktionalen Komplex mit den Knorpelzellen. Betrachtet man diese Strukturen wieder aus der Vogelperspektive, erhält man, bei noch näherem Heranzoomen einen bekannten Vergleich: Ein Knorpel unter dem Mikroskop ähnelt, einfach ausgedrückt, einer wohlhabenden Vorstadtsiedlung mit alleinstehenden Häusern (Zellen) und den umliegenden Gartenanlagen (Fasern). Die aktive Gruppe der Versuchsmäuse hatte die – wohlgemerkt freiwillige – Option, auf einem Laufrad ihrem natürlichen Bewegungsdrang nachzugehen, während die Vergleichsgruppe einem eher tristen und unbewegten Dasein ausgeliefert war. Die Untersuchungen ergaben einen signifikanten Unterschied innerhalb der Ordnung und Ausrichtung der Knorpelfibrillen. In Anlehnung an unseren „Vorstadt-Vergleich“ bedeutet dies: Die Vorgärten der aktiven Häuser waren sauber, strukturiert und ordentlich, während die Vorgärten (Fasern) der inaktiven Zellen verwahrlost, unordentlich, ja sogar voller Unrat waren. Schlussfolgernd kann nach den Untersuchungen zusammengefasst werden, dass psychische Stressfaktoren und Bewegungsmangel eine Entgleisung der natürlichen Zell-


Fachartikel

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Krafttraining bei Arthrose

ordnung innerhalb der Knorpelzellen zur Folge hat, welche sich negativ auf die Bewegungsfähigkeit und den Ernährungszustand der Knorpel auswirkt.

Bewegungsmangel führt zu Arthrose Maßgeblich beteiligt am Knorpelverschleiß der inaktiven Mäusegelenke sind die antennenähnlichen Rezeptoren an der Oberfläche der Knorpelzellen. Diese empfangen die körperliche Unterbelastung und schicken die negativen Informationen weiter an das Gehirn. Dort werden diese zusammen mit negativen Empfindungen wie u. a. Stress in einem komplexen Ursache-Wirkung-Mechanismus verarbeitet. Frei nach dem Prinzip „Use it or loose it“ besteht demnach kein Bedarf an Weiterentwicklung benötigter Strukturen (Knorpel) und der durch Bewegungsmangel unnötig gewordene „Mineralien-Fresser“ wird abgekapselt. Viel schlimmer noch: Die Knorpelzellen beginnen damit, vormals nicht mineralisierte Bereiche aufgrund des nun energetischen Missverhältnisses zu mineralisieren und somit entartete Strukturen aufzubauen. Der hyaline Gelenkknorpel beginnt an manchen Stellen zu verschwinden, an anderen wiederum entstehen im schlimmsten Falle unerwünschte Verknöcherungen und Zysten. Entzündungen und Schmerzen bis hin zum künstlichen Gelenkersatz können die Folge werden. Und jeder kennt diesen einen Nachbarn mit dem verwahrlosten Vorgarten, den gehorteten Müllbergen, die irgendwann einmal dazu führen, dass er sein Haus nicht mehr verlassen kann. Die gute Nachricht: Krafttraining stellt die wirkungsvolle Gegenstrategie zur beschriebenen Problematik

und den gelenksinternen Abbauprozessen dar. Mit natürlicher und v. a. komplett durchgeführter Gelenkbewegung (Full ROM), unter dosierter Belastung, beginnt ein „Umdenken“ in den Zellen des Knorpels. Die mentale Komponente, also der Spaß an der Bewegung bei gleichzeitigem Kraftaufwand im Krafttraining, schafft den langfristigen Mehrwert. Man kann also sagen: Kommt regelmäßig netter Besuch, wird der Garten aufgeräumt und bleibt somit länger benutzbar.

Alte Knochen bestätigen neue Erkenntnisse Ein weiteres wissenschaftliches Projekt gibt ähnliche Hinweise. So wurden in einer groß angelegten Forschung des Museu Nacional de História Natural e da Ciência in Lissabon die Knochen von bereits verstorbenen Menschen der letzten zwei Jahrhunderte untersucht. Gegenstand der Untersuchung war die Frage nach der Langlebigkeit der Gelenkknorpel in Zusammenhang mit der jeweiligen Berufsgruppe. Die aussagekräftigen Ergebnisse weisen auf einen direkten Zusammenhang zwischen immer wiederkehrenden körperlichen Belastungen, routinierten Bewegungsabläufen und gleichbleibenden Gelenkknorpeln hin. Einfacher ausgedrückt, es war die Berufsgruppe der Bauern, die auch im hohen Lebensalter noch überwiegend normal dicke Gelenkknorpel aufwiesen. Im Gegensatz dazu wies die Berufsgruppe der Tagelöhner bereits im jungen Lebensalter eine hohe Arthroseprävalenz auf. Diese Berufsgruppe zeichnet sich vor allem durch körperliche Überlastung in Kombination mit Arbeitslosigkeit und Existenzangst aus. Was also unsere Knorpelzellen zum Substanzerhalt stimuliert, kann durch das

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Beispiel des historischen Landwirtes nachvollziehbar übertragen werden: die regelmäßige Bewegung entspricht der täglichen körperlichen Arbeit, routinierte Belastungsmuster bedeuten keine körperliche Überforderung und nicht zuletzt gibt es einen periodisierten Wechsel im Anforderungsprofil, also jahreszeitabhängige Belastungswechsel. Die Bedeutung für die Moderne lässt demnach einen direkten Vergleich mit dem Training im Fitnesscenter bei korrekter und intensitätsgesteuerter Trainingsplanung zu.

Fazit Um die Fragestellung zu klären, wie die Entstehung einer Arthrose bzw. eine Verschlechterung bereits bestehender arthrotischer Veränderungen der Gelenkknorpel verhindert werden kann, sollte die aktuelle Forschungslage daher „modern metaphorisch“ wie folgt interpretiert werden: Regelmäßiges Krafttraining mit einer angepassten Intensitätssteuerung und periodisch wechselnden Trainingsmethoden wirkt sich positiv auf die Gelenkgesundheit und insbesondere den Knorpel aus. Neben Fitnesstraining bietet kaum eine andere Sportart eben diesen planbaren Mehrwert sowie den präventiven Nutzen bei fortschreitendem Gelenkverschleiß. Regelmäßiges Krafttraining kann hier präventiv den Knorpel stärken und im Einzelfall sogar die „schonendere und zielführendere“ Option gegenüber Spritzen oder schlimmstenfalls einer Operation darstellen.

Foto: DHfPG/BSA

Karl Kühne Der Sporttherapeut, Fitness- und Selbstverteidigungstrainer Karl Kühne (M. A.) ist als Dozent und Tutor sowohl für die Deutsche Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement (DHfPG) als auch für die BSA-Akademie tätig. Sein Aufgabenbereich umfasst Trainingslehre, Gesundheitsförderung und den Schwerpunkt Sportrehabilitation. www.dhfpg-bsa.de

Auszug aus der Literaturliste Milella, M., Cardoso, F. A., Assis, S., Lopreno, G. P., & Speith, N. (2015). Exploring the relationship between entheseal changes and physical activity: A multivariate study. American journal of physical anthropology, 156(2), 215–223. Jurmain, R., Cardoso, F. A., Henderson, C. & Villotte, S. (2011). Bioarchaeology‘s Holy Grail: the reconstruction of activity. A companion to paleopathology, 531–552. Deutsche Arthrose-Hilfe e. V. https://www.arthrose.de/index.php?id=89 Für eine vollständige Literaturliste kontaktieren Sie bitte marketing@dhfpg-bsa.de.

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Fachartikel

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Foto: © Photographee.eu - Fotolia.com

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Pflegebedürftige und Pflegekräfte können profitieren e e n s rder n in e eeinricht n en ann einer er esser n der es ndheitssit ati n n e e ed r ti en nd e e ersonal beitragen. Daher unterstützen die Sozialversicherungsträger die rch hr n ents rechender a nahmen in stati n ren e eeinrichtungen. Für Fitness- und Gesundheitsanbieter ergeben sich hieraus Potenziale, um Prävention und Gesundheitsförderung in den Einrichtungen nachhaltig zu etablieren.

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ktuell werden über 818.000 Pflegebedürftige in Pflegeeinrichtungen voll- oder teilstationär versorgt (Statistisches Bundesamt [Destatis], 2018). Seit 2003 ist die Anzahl der in Heimen vollstationär versorgten Pflegebedürftigen um 31,3 Prozent (195.000 Pflegebedürftige) gestiegen. Aufgrund des demografischen Wandels ist zu erwarten, dass der Anteil der Bevölkerung, der in stationären Einrichtungen gepflegt wird, weiter steigt (GKV-Spitzenverband, 2018). Insbesondere die Altenpflege ist eine Wachstumsbranche (Bundesministerium für Gesundheit [BMG], 2018). Durch die Alterung der Gesellschaft steigt nicht nur die Zahl Pflegebedürftiger; ihnen steht eine ebenso älter werdende Berufsgruppe gegenüber (Preusker, 2017). Bereits heute fehlen in allen Pflegeberufen Fachkräfte (BMG, 2018). Pflege ist körperlich anstrengend, damit gehen Muskel-Skelett-Erkrankungen einher (Kliner, Rennert & Richter, 2017). Die Fehltage der Beschäftigten liegen über dem Durchschnitt aller anderen Berufstätigen. Mit steigendem Alter nimmt dieser Unterschied weiter zu. Hieraus ergibt

sich die Notwendigkeit, Maßnahmen zu entwickeln, die Mitarbeiter dazu befähigen, möglichst bis ins hohe Erwerbsalter den Beruf ausüben zu können (Maatouk & Helaß, 2018).

Die stationäre Pflegeeinrichtung als Lebenswelt In 94 Prozent der Pflegeheime werden überwiegend ältere oder hochaltrige Menschen betreut (GKV-Spitzenverband, 2018). Somit stellen Pflegeeinrichtungen für viele Senioren ihre direkte Lebenswelt dar, während sie zugleich für das Pflegepersonal Betriebe sind (Nationale Präventionskonferenz [NPK], 2016). In ihnen sind überwiegend Pflegekräfte beschäftigt, die die größte Berufsgruppe im Gesundheitswesen stellen (BMG, 2018; Destatis, 2018). Weitere Berufsgruppen umfassen Betreuungs- und Hauswirtschaftskräfte, Verwaltungsmitarbeiter und Angehörige anderer sozialer Berufe (BMG, 2018). Insgesamt sind knapp 1,1 Millionen Personen bei Pflegediensten und in Pflegeheimen beschäftigt (BMG, 2018; Destatis, 2018). Die stationäre Pflegeeinrichtung ist als Lebenswelt für die Gesundheitsförderung 01/2019 | medical fitness and healthcare


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insofern wichtig, da hier sowohl Personen erreicht werden können, die dort leben, als auch solche, die dort arbeiten. Um das Setting gemeinsam gesundheitsförderlich zu gestalten, sind entsprechende Rahmenbedingungen und die Nutzung vorhandener Ressourcen von Bedeutung.

Adressaten und Finanzierung präventiver Leistungen In Pflegeeinrichtungen stellt sich die Frage, welche Möglichkeiten es zur Finanzierung bewegungsförderlicher Angebote gibt. Hierzu hat der Gesetzgeber, wie aus Tabelle 1 ersichtlich, verschiedene Möglichkeiten geschaffen. Werden gleichermaßen Pflegebedürftige wie Pflegekräfte angesprochen, sollte hinsichtlich einer Finanzierung sowohl bei Pflege- als auch Krankenkassen angefragt werden. Sollen Pflegebedürftige erreicht werden, sind die Pflegekassen die zuständigen Kostenträger. Die „Steigerung der körperlichen Aktivität“ stellt ein eigenes Handlungsfeld im „Leitfaden Prävention in stationären Pflegeeinrichtungen nach § 5 SGB XI“ dar. Leistungen, die sich an die Mitarbeiter von Pflegeeinrichtungen richten, werden gemäß § 20b SGB V durch die Krankenkassen erbracht. Im Rahmen der praktischen Umsetzung gilt die Empfehlung, verhältnis- und verhaltensbezogene Maßnahmen kombiniert durchzuführen (GKV-Spitzenverband, 2019a).

Maßnahmen für Pflegebedüftige Trotz der Tatsache, dass Pflegebedürftige auf Hilfe bei der Durchführung ihrer alltäglichen Aktivitäten angewiesen sind, verfügen sie über Gesundheitspotenziale, die gefördert werden können (GKV-Spitzenverband, 2018). Körperliche Aktivität ist relevant für den Erhalt von Selbstständigkeit und kognitiven Fähigkeiten (Blättner, Wöhl & Siebert, 2017; Krupp et al., 2019; Wöhl, Richter & Blättner, 2018). Neben körperlichen Gebrechen spielen emotionale Belastungen durch Einsamkeit und Langeweile eine tragende Rolle im Alltagserleben älterer Menschen (Generali Deutschland AG, 2017; Obermeier, 2018; Schiele, 2018). Gemäß der Generali Altersstudie 2017 stellt Ablenkung die beste Möglichkeit dar, den unangenehmen Gefühlen zu entfliehen. Diese „Ablenkung“ ist in großen Teilen an Bewegung und Aktivität geknüpft. Mit Inkrafttreten des „Gesetzes zur Stärkung der Gesundheitsförderung und Prävention (Präventionsgesetz – PrävG)“ im Jahr 2016 wurden die Pflegekassen verpflichtet,

Leistungen zur Bewegungsförderung in voll- und teilstationären Pflegeeinrichtungen nach § 71 Abs. 2 SGB XI für Versicherte zu erbringen (GKV-Spitzenverband, 2019b). Voraussetzung hierfür sind Vereinbarungen zwischen stationären Pflegeeinrichtungen und Pflegekassen, wobei mindestens der Umfang und die zeitliche Dauer der Unterstützung durch die jeweilige Pflegekasse festgelegt werden. Weitergehend gibt es einen jährlich aufzuwendenden Betrag, den die Pflegekassen zur Gesundheitsförderung in der stationären Pflege einsetzen sollen. Werden die dafür vorgesehenen Mittel nicht verausgabt, erfolgt eine Verteilung zum selben Zweck auf die Pflegekassen im Jahr darauf. Im Jahr 2017 stand den Pflegekassen eine Summe von ca. 22,1 Millionen Euro zur Verfügung (GKV-Spitzenverband & Medizinischer Dienst des Spitzenverbandes Bund der Krankenkassen e. V. [MDS], 2018). Insgesamt wurden hiervon lediglich 8,5 Millionen Euro für die Beratung und Umsetzung von Aktivitäten zur Gesundheitsförderung in stationären und teilstationären Pflegeeinrichtungen verausgabt. Im Vergleich zum Vorjahr haben sich die Ausgaben nahezu verdoppelt, was zeigt, dass den Pflegekassen der systematische Einstieg in die Gesundheitsförderung gelungen ist. Allerdings müssen weiterhin passgenaue Angebote sukzessive mit der Praxis entwickelt werden. Damit die Umsetzung gelingt, müssen stationäre Pflegeeinrichtungen über notwendige personelle und strukturelle Ressourcen verfügen (GKV-Spitzenverband & MDS, 2018). Die fehlende bzw. unzureichende nachhaltige Integration von gesundheitsförderlichen Ansätzen in die Alltagsgestaltung der Pflegeeinrichtungen ist eine weitere Herausforderung (Blüher & Kuhlmey, 2019). Hier können Leistungsanbieter ansetzen, um die Einrichtungen beim Aufbau einer nachhaltigen Gesundheitsförderung zu unterstützen. Da Pflegebedürftige stark vom Handeln der Beschäftigten in Pflegeeinrichtungen abhängig sind, erscheint es sinnvoll, Maßnahmen der Prävention für Pflegebedürftige mit Maßnahmen Betrieblicher Gesundheitsförderung (BGF) zu verbinden (GKV-Spitzenverband, 2018).

Maßnahmen für Beschäftigte Gemäß der BKK-Umfrage „Gesundheit und Arbeit“ weisen Beschäftigte der Pflege überdurchschnittlich hohe Anteile mit schlechter Arbeitsfähigkeit auf (Kliner et al., 2017). 21,4 Prozent der Mitarbeiter in der Altenpflege sehen sich sowohl physisch als auch psychisch durch die Arbeit gefährdet.

Tab. 1: Gegenüberstellung der Adressaten von Prävention in stationären Pflegeeinrichtungen (DHfPG/BSA-Akademie)

Zielgruppe

Pflegebedürftige

Pflegekräfte

Gesetzliche Grundlage

§ 5 SGB XI

§ 20b SGB V

Leistungskriterien

Leitfaden Prävention in stationären Pflegeeinrichtungen (GKV-Spitzenverband, 2018)

Leitfaden Prävention: Betriebliche Gesundheitsförderung (GKV-Spitzenverband, 2017)

Träger

Pflegekassen

Krankenkassen

Leistungserbringer

Fachkräfte der Pflegekassen, beauftragte externe Dienstleister

Fachkräfte der Krankenkassen, beauftragte externe Dienstleister

Zugang für Anbieter Ansprache

Pflegekassen, Pflegeeinrichtungen und ihre Vertreter/Akteure

Krankenkassen, Pflegeeinrichtungen und ihre Vertreter/Akteure

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es ndheits rder n

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e e ed r ti e

Mehr als die Hälfte aller Arbeitsunfähigkeitstage wird durch Muskel-Skelett-Erkrankungen und psychische Störungen verursacht. Beschäftigte in der Pflege fallen aufgrund von Muskel-Skelett-Erkrankungen deutlich länger aus als der Bundesdurchschnitt aller Beschäftigten. Entsprechend hoch ist die Teilnahmebereitschaft an Maßnahmen der Betrieblichen Gesundheitsförderung: Wenn Angebote vorhanden sind, nehmen 80 Prozent der jeweils befragten Adressaten in der Altenpflege daran teil. Allerdings existieren im Gesamten nur in 43 Prozent der Fälle entsprechende Angebote (Kliner et al., 2017).

Potenziale für Fitness- und Gesundheitsanbieter Fitness- und Gesundheitsanbieter können sich insbesondere im Bereich Bewegung einbringen. Grundsätzlich werden Angebote der Bewegungsförderung von den Zielgruppen in der stationären Pflege sehr gut angenommen. Um hohe Teilnahmequoten und Effekte zu erzielen, sollten körperliche wie psychische Einschränkungen der Pflegebedürftigen bekannt sein und im Bewegungskonzept berücksichtigt werden. Sollen Gruppenangebote durchgeführt werden, ist

darauf zu achten, dass die Teilnehmer über vergleichbare Voraussetzungen verfügen und die maximale Teilnehmerzahl angemessen ist. So haben gehbehinderte Pflegebedürftige, die kognitiv „fit“ sind, vollkommen andere Ansprüche an ein bewegungsförderliches Programm als beispielsweise Demenzkranke ohne Bewegungseinschränkungen. Tipp: Das „Zentrum für Qualität in der Pflege“ hat eine Übersicht zur „Bewegungsförderung in der stationären Pflege“ erstellt (Zentrum für Qualität in der Pflege [ZQP], 2018). In dieser finden sich wissenschaftlich überprüfte Interventionen für Pflegebedürftige verschiedener Leistungsniveaus. Für Pflegekräfte sind bedarfsgerechte Angebote der Betrieblichen Gesundheitsförderung wie Informationsvorträge, Rückencoachings, Firmenfitnessprogramme oder Haltungsanalysen und Workshops denkbar. Die Bewertung der Wichtigkeit von Betrieblicher Gesundheitsförderung am Arbeitsplatz ist hoch, die Nachfrage nach Präventionskursen und Schulungen vonseiten der Beschäftigten steigt (Kliner et al., 2017). Gesundheit und Mitarbeiterorientierung sind gerade in der Pflege Wettbewerbs- und Erfolgsfaktoren.

Fazit Fitness- und Gesundheitsanbieter können Einrichtungen der stationären Pflege bei der Umsetzung bewegungsförderlicher Angebote optimal unterstützen. Maßnahmen für Pflegebedürftige müssen auf die Bedürfnisse dieser Gruppe zugeschnitten sein und werden durch die Pflegekassen unterstützt. Diese Angebote sollten zur Schaffung einer nachhaltig gesundheitsförderlichen Lebenswelt mit einer durch Krankenkassen finanzierten Betrieblichen Gesundheitsförderung verbunden werden. Eine entsprechende Nachfrage besteht allerdings nicht nur bei den Pflegebedürftigen, sondern insbesondere auch bei den Pflegekräften, für die aktuell nur ein sehr begrenztes Angebot an Maßnahmen zur Betrieblichen Gesundheitsförderung vorhanden ist.

Foto: DHfPG/BSA

Ann-Katrin Graß Ann-Katrin Graß hat Gesundheitsmanagement studiert und arbeitet als pädagogische Mitarbeiterin an der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement sowie der BSA-Akademie im Fachbereich Gesundheitsförderung. Zuvor hat sie selbst zahlreiche Bewegungsprogramme für Senioren und Pflegebedürftige konzipiert, umgesetzt und evaluiert. www.dhfpg-bsa.de

Auszug aus der Literaturliste Blättner, B., Wöhl, C. & Siebert, H. (2017). Wirksamkeit körperlicher Aktivität bei Bewohnern in der stationären Pflege. Public Health Forum, 25 (2), 141. https://doi. org/10.1515/pubhef-2017-0003 Bundesministerium für Gesundheit (Hrsg.). (2018). Beschäftigte in der Pflege. Zugriff am 14.02.2019. Verfügbar unter https://www.bundesgesundheitsministerium.de/ themen/pflege/pflegekraefte/beschaeftigte.html Wöhl, C., Richter, S. & Blättner, B. (2018). Kognitive Interventionen in Pflegeheimen: Systematische Übersicht der präventiven Wirksamkeit auf die kognitive Leistungsfähigkeit von Pflegebedürftigen. Zeitschrift fur Gerontologie und Geriatrie, 51 (6), 656–665. https://doi.org/10.1007/s00391-017-1330-3 Foto: © pololia - Fotolia.com

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Gesundheitspositive Effekte von Ausdauertraining

Das perfekte Workout für die Gesundheit: Ausdauertraining! Ausdauertraining in der richtigen Dosierung weist ein breites gesundheitliches Wirkungsspektrum auf. Fast allen der heute vorherrschenden chronischen Erkrankungen kann dadurch wirksam vorgebeugt bzw. entgegengewirkt werden.

D

ie Gesundheit zu erhalten, zu verbessern oder wiederherzustellen stellt für viele Fitnessstudiokunden ein wichtiges Trainingsziel dar. Ausdauertraining ist das perfekte Workout, um dieses Ziel zu erreichen. Die gesundheitlichen Effekte von Ausdauertraining sind wissenschaftlich gut belegt. Den meisten der heute vorherrschenden chronischen Erkrankungen und Gesundheitsproblemen kann durch ein regelmäßiges Ausdauertraining wirksam vorgebeugt werden. Auch bereits bestehende gesundheitliche Risikofaktoren und Erkrankungen können positiv beeinflusst werden (American College of Sports Medicine [ACSM], 2018; Physical Activity Guidelines Advisory Committee [PAGAC], 2008, 2018). Der nachfolgende Beitrag gibt einen Überblick über die Evidenzlage zu den wichtigsten gesundheitlichen Effekten von Ausdauertraining. Er liefert zudem evidenzbasierte Handlungsempfehlungen für die Praxis.

Übergewicht/Adipositas In Deutschland sind 60 Prozent der Erwachsenen übergewichtig (BMI > 25,0), 23,5 Prozent sind adipös (BMI > 30,0) (Robert Koch-Institut [RKI], 2015). Übergewicht und vor allem Adipositas erhöhen das Risiko für zahlreiche Erkrankungen wie z. B. Bluthochdruck, Diabetes mellitus Typ 2 und verschiedene Krebsarten. Darüber hinaus beeinträchtigen sie die Gesundheit in vielfältiger Weise (RKI, 2015). Regelmäßiges Ausdauertrai-

ning (150-250 min/Woche) kann dazu beitragen, einer übermäßigen Gewichtszunahme im Erwachsenenalter (> 3 Prozent) vorzubeugen und die Entstehung von Adipositas zu verhindern (Donnelly et al., 2009; PAGAC, 2018). Bei Vorliegen von Übergewicht/Adipositas kann Ausdauertraining eine Gewichtsreduktion unterstützen. Der gewichtsreduzierende Effekt ist ohne eine begleitende Ernährungsumstellung allerdings eher moderat. Die durchschnittliche Gewichtsabnahme beträgt bei Trainingsumfängen von 150 bis 200 min/Woche ca. 2 bis 3 Kilogramm. Für eine ausgeprägtere Gewichtsabnahme (> 5 Prozent des Ausgangsgewichtes) sind Trainingsumfänge von mehr als 250 min/Woche erforderlich (Donnelly et al., 2009). Ausdauertraining ist auch ein essenzieller Baustein für die langfristige Stabilisierung einer Gewichtsreduktion (Donnelly et al., 2009; ACSM, 2018). Auch unabhängig von einer Gewichtsreduktion kann durch Ausdauertraining das gesundheitlich bedenkliche abdominelle Fett wirksam reduziert werden. Ebenso führt ein Ausdauertraining bei Übergewicht/Adipositas zu einer Verbesserung von zahlreichen weiteren kardiovaskulären und metabolischen Risikofaktoren (Janiszewski & Ross, 2007; Katzmarzyk & Lear, 2012; PAGAC, 2008).

Stoffwechselerkrankungen Erkrankungen des Stoffwechsels (Fettstoffwechselstörungen, Diabetes mellitus Typ 2, Metabolisches Syndrom) sind in Deutschland weit verbreitet. Ca. 6 Mio. Erwachsene sind von 01/2019 | medical fitness and healthcare


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sondere für Darm- und Brustkrebs deutlich gesenkt werden. Auch für andere Krebsarten wie Speiseröhren-, Magen-, Gebärmutterschleimhaut-, Nieren- und Lungenkrebs ist eine Risikosenkung mit hoher bis moderater Evidenz nachgewiesen (PAGAC, 2008, 2018). Bei bereits vorliegender und nach überstandener Krebserkrankung kann bei bestimmten Krebsarten das Sterblichkeitsrisiko durch Ausdauertraining gesenkt bzw. die Überlebensprognose verbessert werden (PAG, 2018). Auch weitere erkrankungs- und therapiespezifische Begleiterscheinungen, wie z. B. Fatigue, können positiv beeinflusst werden (Schmidt & Banzer, 2017).

Muskel-Skelett-Erkrankungen

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Diabetes mellitus Typ 2 betroffen (RKI, 2015). Etwa 20 bis 30 Prozent der Erwachsenen weisen ein Metabolisches Syndrom auf (König, 2017). Durch Ausdauertraining kann das Erkrankungsrisiko für Typ-2-Diabetes und das Metabolische Syndrom deutlich gesenkt werden (PAGAC, 2008, 2018). Bei Vorliegen eines Diabetes verbessert Ausdauertraining die Blutzuckerlage. Auch weitere kardiovaskuläre Risikofaktoren, wie z. B. Bluthochdruck, Fettstoffwechselstörungen und Übergewicht, werden günstig beeinflusst. Bei Fettstoffwechselstörungen kann durch Ausdauertraining das gefäßschützende HDL-Cholesterin erhöht und ein zu hoher Triglyzeridspiegel gesenkt werden. Ein hoher Trainingsumfang von 150 bis 300 min/Woche ist hierzu erforderlich (ACSM, 2018; PAGAC, 2008).

Herz-Kreislauf-Erkrankungen Herz-Kreislauf-Erkrankungen (KHK/Herzinfarkt, Schlaganfall) sind in Deutschland die häufigste Todesursache (RKI, 2015). Ein Drittel der Erwachsenen sind von Bluthochdruck betroffen, dem bedeutsamsten Risikofaktor für Herzerkrankungen und Schlaganfall (RKI, 2015). Es besteht eine hohe Evidenz, dass durch Ausdauertraining sowohl das Risiko für Herzerkrankungen als auch für Schlaganfall gesenkt werden kann. Ebenso lässt sich das Erkrankungsrisiko für Bluthochdruck reduzieren (PAGAC, 2008, 2018). Bei einem bereits bestehenden Bluthochdruck führt Ausdauertraining zu einer deutlichen Senkung von erhöhten Blutdruckwerten (ACSM, 2018).

Krebserkrankungen Krebserkrankungen sind die zweithäufigste Todesursache in Deutschland. Jährlich erkranken ca. 480.000 Menschen neu an Krebs. Die häufigsten Krebserkrankungen sind Brust-, Darm-, Lungen- und Prostatakrebs (RKI, 2015). Durch regelmäßiges Ausdauertraining kann das Erkrankungsrisiko insbe01/2019 | medical fitness and healthcare

Zu den häufigsten Muskel-Skelett-Erkrankungen der deutschen Bevölkerung im Erwachsenenalter gehören unspezifische Rückenschmerzen, Arthrose und Osteoporose. Sie verursachen Schmerzen, körperliche Funktionseinschränkungen und Einbußen der Lebensqualität (RKI, 2015). Ausdauertraining kann bei unspezifischen chronischen Rückenbeschwerden durch eine Aktivierung des lokalen Muskel-Gelenk-Stoffwechsels zu einer Verbesserung der Beschwerdesymptomatik führen (Gordon & Bloxham, 2016). Besonders bei Arthrosen der unteren Extremität (Hüft-, Kniegelenk) ist Ausdauertraining ein wirksames Mittel, das zu einer Verbesserung der Beschwerdesymptomatik führt und einem Fortschreiten des Degenerationsprozesses entgegenwirkt (PAG, 2018). Ausdauertraining wirkt sich ebenfalls positiv auf die Knochendichte aus, weshalb es sich auch zur Anwendung in der Osteoporoseprävention eignet. Besonders wirksam zeigen sich dabei Ausdaueraktivitäten, die erhöhte axiale Druckbelastungen auf die Knochen hervorrufen (ACSM, 2018; PAGAC, 2008).

Psychische Gesundheit Angststörungen und Depressionen gehören zu den häufigsten psychischen Störungen bei Erwachsenen. Demenz ist die häufigste psychische Erkrankung im Alter (> 65 Jahre) (RKI, 2015). Ausdauertraining hat eine wichtige Bedeutung für die psychische Gesundheit. Ausdauertraining hat eine angstmindernde Wirkung (Pantel, Oertel-Knöchel & Banzer, 2018). Das Erkrankungsrisiko für Depressionen und Demenz kann reduziert werden (PAGAC, 2008, 2018).

Sterblichkeit Es besteht eine hohe Evidenz, dass durch regelmäßiges Ausdauertraining das allgemeine Sterberisiko gesenkt wird. Die Risikosenkung beträgt bei körperlich aktiven im Vergleich zu inaktiven Personen ca. 30 Prozent (PAGAC, 2008).

Evidenzbasierte Trainingsempfehlungen für die Praxis Ausdauertraining ist demnach ein wirksames Mittel, um die Gesundheit zu erhalten und zahlreichen chronischen Erkrankungen vorzubeugen bzw. entgegenzuwirken. Entscheidend für die gesundheitlichen Effekte ist die richtige Aktivitätsdosis. Diese ergibt sich aus der Häufigkeit, Intensität und Dauer der Belastung. Nachfolgend sind anhand dieser Kriterien die evidenzbasierten Trainingsempfehlungen zur Gesundheitsförderung und Prävention für Erwachsene zusammengefasst (ACSM, 2018; Garber et al., 2011):


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Gesundheitspositive Effekte von Ausdauertraining

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Häufigkeit (Wie oft in der Woche?): • ≥ 5 Tage/Woche moderate Intensität oder • ≥ 3 Tage/Woche anstrengende Intensität oder • 3-5 Tage/Woche eine Kombination von moderater bis anstrengender Intensität

Foto: DHfPG/BSA

Intensität (Wie anstrengend?): • moderate Intensität (64-76 % HFmax bzw. 40-59 % HFReserve Borg-Skala 12-13) • anstrengende Intensität (77-95 % HFmax bzw. 60-89 % HFReserve Borg-Skala 14-17)

die Mindestempfehlungen für ein gesundheitsförderliches Ausdauertraining gegenwärtig nicht erreicht, besteht ein hoher Handlungsbedarf (RKI, 2015). Fitnesseinrichtungen können in diesem Kontext einen wichtigen Beitrag leisten, dass ihre Kunden die evidenzbasierten Trainingsempfehlungen umsetzen und so von den vielfältigen Effekten eines Ausdauertrainings gesundheitlich profitieren.

HFmax = maximale Herzfrequenz (220 – Lebensalter) HFReserve = Herzfrequenz-Reserve Borg-Skala = 6-20

Dauer (Wie lange pro Einheit?): • 30-60 min moderate Intensität • 20-60 min anstrengende Intensität Art der Belastung (Welche Ausdaueraktivitäten?): • kontinuierlich dynamische Bewegungsformen unter Einsatz großer Muskelgruppen - Cardiogeräte: Fahrrad, Crosstrainer, Stepper, Laufband, Ruderergometer etc. - Kursangebote: Aerobic, Step Aerobic, Indoorcycling, Zumba etc. - Outdoor-Aktivitäten: Walking, Nordic Walking, Jogging, Radfahren, Inlineskating etc. Aktivitätsdosis (Wie viel in der Woche?): • ≥ 150 min/Woche moderate Intensität (5 x 30 min) oder • ≥ 75 min/Woche anstrengende Intensität (3 x 25 min) • Energieverbrauch ≥ 1.000 kcal/Woche Bei den dargestellten Empfehlungen ist zu beachten, dass es sich um die erforderliche Mindestdosis handelt. Eine höhere Aktivitätsdosis (300 min/Woche moderate Intensität bzw. 150 min anstrengende Intensität) führt zu ausgeprägteren Gesundheitseffekten (PAGAC, 2008, 2018). Da die Mehrheit der deutschen Bevölkerung im Erwachsenenalter

Markus Wanjek Der Sportwissenschaftler Markus Wanjek ist stellvertretender Fachbereichsleiter Gesundheitswissenschaften und Dozent an der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement. In gleicher Funktion ist er auch im Fachbereich Gesundheitsförderung für die BSA-Akademie tätig. Zudem verfügt er über langjährige praktische Erfahrung als Fitnesstrainer. www.dhfpg-bsa.de

Auszug aus der Listeraturliste American College of Sports Medicine. (2018). ACSM's guidelines for exercise testing and prescription (10th ed.). Philadelphia: Wolters Kluwer Health. Donnelly, J. E., Blair, S., N., Jakicic, J., M., Manore, M. M., Rankin, J., W. & Smith, B. K. (2009). Appropriate physical activity intervention strategies for weight loss and prevention of weight regain for adults. Medicine and Science in Sports and Exercise, 41 (2), 459–471. Garber, C. E., Blissmer, B., Deschenes, M. R., Franklin, B. A., Lamonte, M. J., Lee, I.-M. et al. (2011). American College of Sports Medicine position stand. Quantity and quality of exercise for developing and maintaining cardiorespiratory, musculoskeletal, and neuromotor fitness in apparently healthy adults: guidance for prescribing exercise. Medicine and Science in Sports and Exercise, 43 (7), 1334–1359. Für eine vollständige Literaturliste kontaktieren Sie bitte marketing@dhfpg-bsa.de.

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Prävention durch Ausdauertraining

Training statt Medikamente!

Ausdauersport für ein gesundes Herz-Kreislauf-System Eine inaktive Lebensweise, gepaart mit weiteren zivilisatorischen Fehlverhaltensweisen, bleibt nicht ohne Konsequenzen für unsere Gesundheit. Übergewicht, Bluthochdruck und Diabetes mellitus können die Folgen sein. Sie stellen wesentliche Risikofaktoren für eine Erkrankung des er reisla stems dar

D

ie häufigste Todesursache im Jahr 2016 war, wie auch schon in den Vorjahren, eine Herz-Kreislauf-Erkrankung. 37,2 Prozent aller Sterbefälle waren darauf zurückzuführen (Abb. 1). Die Kosten für das Gesundheitssystem liegen allein für Herz-Kreislauf-Erkrankungen bei 338,21 Mill. Euro (Statistisches Bundesamt [Destatis], 2019). Um die Gesundheit bis ins hohe Alter zu erhalten und damit das Gesundheitssystem zu entlasten, haben verschiedene Institutionen, wie die Weltgesundheitsorganisation (WHO) oder das American College of Sports Medicine (ACSM), Empfehlungen für ein Mindestmaß an körperlicher Aktivität herausgegeben. Erwachsene (18 bis 65 Jahre) sollten regelmäßig mindestens 2,5 Stunden pro Woche aerobe körperliche Aktivität mit moderater Intensität durchführen, um ihre Gesundheit zu erhalten (Pfeifer & Rütten, 2017, 33). Zahlreiche Studien

belegen einheitlich bei aktiven Personen eine niedrigere Gesamtmortalitätsrate als bei inaktiven Personen (Lee & Skerrett, 2001; Li et al., 2006; Pfeifer & Rütten, 2017, 35; Williams, 2013). Die Art der körperlichen Aktivität ist im Vergleich zur Häufigkeit und Intensität weniger entscheidend. Ein wöchentlicher Kalorienumsatz von ca. 1.500 bis 2.000 Kilokalorien gilt als entscheidende Mindestgröße, um das Herzinfarktrisiko erheblich zu senken (Gabriel, Wick & Puta, 2006, S. 35). Ein regelmäßig durchgeführtes Ausdauertraining kann zur Steigerung des wöchentlichen Kalorienverbrauchs beitragen und aufgrund seiner weitreichenden positiven Auswirkungen auf den menschlichen Organismus einen wichtigen Beitrag zur Gesunderhaltung des Herz-Kreislauf-Systems und des Stoffwechsels leisten (Muster & Zielinski, 2006, S. 4–8). Die folgenden Anpassungserscheinungen beziehen

Todesursachen nach Krankheitsarten 2016

37,2 %

Krankheiten des Kreislaufsystems

21,7 % Sonstige

4,2 %

Verletzungen und Vergiftungen

INSGESAMT

4,5 %

TODESFÄLLE

910.902

Krankheiten des Verdauungssystems

7,1 %

Krankheiten des Atmungssystems

Abb. 1: Todesursachen nach Krankheitsarten in Deutschland 2016

25,3 %

Bösartige Neubildungen (Krebs)

Quelle (Statistisches Bundesamt [Destatis], 2019)

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GESUNDHEITSFÖRDERNDE WIRKUNG DURCH AUSDAUERTRAINING

HERZ-KREISLAUF-SYSTEM - Ökonomisierung der Herzarbeit - Ruheherzfrequenz - Schlagvolumen - Koronardurchblutung

STOFFWECHSELSYSTEM - Fettstoffwechsel - Bluttriglyceridspiegel - HDL-Cholesterin - LDL-Cholesterin

FLIESSEIGENSCHAFT DES BLUTES - Fibrinolyse - Sauerstoffversorgung der Muskulatur - Tendenz zur Verklumpung von Thrombozyten

HORMON- UND IMMUNSYSTEM - Blutdruck - Insulinsensitivität - Immunologische Abwehr

Foto: © nazarovsergey - Fotolia.com

Abb. 2: Übersichtsgrafik zu den gesundheitsprotektiven Wirkungen auf das Herz-Kreislauf-System

sich auf das Gesundheitsoptimalprogramm nach Zintl & Eisenhut (2009, S. 141) (Tab. 1). • Herz-Kreislauf-System Ausdauertraining führt zur Einsparung des Sauerstoffverbrauchs im Herzmuskel und damit zur Ökonomisierung der Herzarbeit (Zintl & Eisenhut, 2009, S. 136). Eine zentrale Anpassung ist die Verbesserung der Herzmuskelkontraktion. Durch eine stärkere Kontraktion des Herzmuskels erhöht sich das Schlagvolumen. Wenn bei einem Herzschlag beim Trainierten so mehr Blut ausgeworfen werden kann (höheres Schlagvolumen), dann muss das Herz, um auf die erforderliche Blutmindestmenge in Ruhe zu kommen, weniger oft kontrahieren (Senkung Ruhepuls). Folglich arbeitet das ausdauertrainierte Herz im Schongang (Neumann, Pfützner & Berbalk, 2013, S. 26). Durch die Ruhepulssenkung bzw. die damit einhergehende längere Füllungsphase des Herzens verlängert sich zudem auch die Phase der Koronardurchblutung. Unter körperlicher Belastung kann der Trainierte durch eine Steigerung des Schlag01/2019 | medical fitness and healthcare

volumens sowie durch eine Erhöhung der Herzfrequenz im Vergleich zum Untrainierten ein wesentlich höheres Herzminutenvolumen erzielen. Während der Untrainierte den erhöhten Blutbedarf primär durch eine Erhöhung der Herzfrequenz deckt, erhöht sich beim Trainierten sowohl das Schlagvolumen als auch die Herzfrequenz. Selbst bei alltäglichen körperlichen Belastungen kann so der gesteigerte Sauerstoffbedarf ökonomischer abgedeckt werden. • Fließeigenschaften des Blutes Die Fließeigenschaft des Blutes wird positiv beeinflusst. Durch eine Steigerung der Fibrinolyse kann die körpereigene Auflösung von Blutgerinnseln, sog. Thromben, verbessert werden. Gleichzeitig zeigt sich bei Ausdauertrainierten eine reduzierte Tendenz zur Verklumpung der Thrombozyten (Blutplättchen) (Neumann et al., 2013, S. 26). Besonders Personen mit vorgeschädigten Gefäßen können von den Anpassungen profitieren, da das Infarktrisiko sowie das Thromboserisiko durch die herabgesetzte Thrombusbildung im Blut reduziert werden kann (Zintl &


Prävention durch Ausdauertraining

Eisenhut, 2009, S. 136). Zur verbesserten Blutflusseigenschaft trägt auch die Fähigkeit der Erythrozyten (rote Blutkörperchen) bei, sich so zu verformen, dass engere Kapillare leichter passiert werden können. Damit wird die Sauerstoffversorgung der Muskulatur gesteigert (De Marées, 2007, S. 337). • Hormon- und Immunsystem Durch Ausdauertraining kann es zu einer veränderten adrenergen Reaktionslage kommen, d. h. besonders der Adrenalinspiegel ist in Ruhe und unter Belastung niedriger (Neumann et al., 2013, S. 27). Adrenalin wirkt gefäßverengend, blutdruckerhöhend und herzfrequenzsteigernd. Durch die Abnahme des Adrenalins, vor allem in Ruhe, wird der Blutdruck positiv beeinflusst. Weitere Veränderungen zeigen sich in einer Zunahme der endogenen Insulinsekretion, der Verbesserung der Glukosetoleranz und der damit verbundenen Erhöhung der Insulinempfindlichkeit der Muskelzellen (Neumann et al., 2013, S. 27). Ebenfalls kann aerobes Ausdauertraining zu einer Stärkung der immunologischen Abwehr führen und somit die Infektanfälligkeit mindern (Neumann et al., 2013, S. 27). • Stoffwechselsystem Ein gesundheitsorientiertes Ausdauertraining kann den Fettstoffwechsel positiv beeinflussen. Ausdauertrainierte Personen zeigen eine erhöhte Sensibilität für Adrenalin an den Beta-Rezeptoren der Fettzellen. Damit kommt es bei Belastung zu einer erhöhten Abgabe von freien Fettsäuren (FFS) in die Blutbahn mit anschließender Aufnahme der FFS in die Muskelfaser. Der Muskel speichert die FFS als intramuskuläre Triglyceridspeicher und kann bei Bedarf schneller und effektiver darauf zurückgreifen. Auch die Auswirkungen auf den Cholesterinspiegel im Blut sind positiv. Das Lipoprotein niedriger Dichte (LDL – Low Density Lipoprotein) nimmt ab und das gefäßschützende Lipoprotein hoher Dichte (HDL – High Density Lipoprotein) nimmt zu. Daraus kann eine erhöhte Schutzwirkung gegenüber Arteriosklerose, Bluthochdruck, Fettstoffwechselstörungen, Adipositas und weiteren internistischen Erkrankungen resultieren.

Gesundheitsorientiertes Ausdauertraining Die Belastungsgestaltung eines gesundheitsorientierten Ausdauertrainings ist immer von der momentanen Leistungsfähigkeit des Trainierenden abhängig. Zur Beurteilung der Ausdauerleistungsfähigkeit wird in der Regel ein sportmotorischer Test durchgeführt. Im Anschluss daran kann anhand definierter Normwerte die relative Leistung beurteilt werden. Untrainierte Personen, deren Maximalleistung auf dem Fahrradergometer weniger als 2 Watt pro Kilogramm Körpergewicht (Männer) bzw. 1,5 Watt pro Kilogramm Körpergewicht (Frauen) entspricht, sollten mit einem geringen Trainingsumfang beginnen (Zintl & Eisenhut, 2009, S. 137). Trotz des geringen Belastungsumfangs sowie der geringen Belastungsintensität stellt ein sogenanntes Minimalprogramm nach Zintl & Eisenhut (2009, S. 137) für Anfänger einen trainingswirksamen Reiz dar (Tab. 1). Darauf aufbauend folgt ein höherer Belastungsumfang im Sinne eines Optimalprogramms (Tab. 1). Egal ob Minimal- oder Optimalprogramm, bei der Ausdauerbelastung muss es sich um die dynamische Beanspruchung großer Muskelgruppen im aeroben Bereich handeln. Infrage kommen z. B. Sportarten wie Walking oder Nordic Walking, Laufen, Wandern, Radfahren, Skilanglauf, Schwimmen etc. Tabelle 1 fasst das Belastungsgefüge zusammen. Die Belastungsvorgaben des Optimalprogramms orientieren sich an den Vorgaben für ein gesundheitspräventives Training mit einem wöchentlichen Energieverbrauch von ca. 2400 bis 2800 Kilokalorien. Die Trainingshäufigkeit sollte demnach bei minimal drei Trainingseinheiten pro Woche liegen (Zintl & Eisenhut, 2009, S. 142). Um die Empfehlungen zu erreichen, müsste z. B. eine 70 Kilogramm schwere Person 3 Mal pro Woche 60 Minuten mit einer Geschwindigkeit von 12 Stundenkilometern laufen (ca. 2.500 kcal/Woche). Bei einem geringen Trainingsaufwand (siehe Minimalprogramm) muss mit weniger umfangreichen Trainingswirkungen gesundheitlicher Art gerechnet werden (Zintl & Eisenhut, 2009, S. 138). Die Anpassungen des Herz-Kreislauf-Systems sind zwar auch durch ein Minimalprogramm gegeben, aber die volle gesundheitspräventive Wirkung bleibt aus. Ein Training von 1 Mal pro Woche scheidet nahezu aus, da die Zeitspanne für den Erhalt der erreichten Anpassun-

Tab. 1: Minimal- und Optimalprogramm für ein gesundheitsorientiertes Ausdauertraining (modifiziert nach Zintl & Eisenhut, 2009, S. 137–142)

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BELASTUNGSGEFÜGE

MINIMALPROGRAMM

OPTIMALPROGRAMM

Bruttobelastungszeit/ Woche

60 Minuten

2 – 4 Stunden

Intensität

160 – LA (in Jahren)

180 – LA (in Jahren)

Belastungsdauer (kontinuierlich)

Minimum 10 – 12 Min. Maximum 30 Min.

Minimum 30 – 35 Min. Maximum 60 – 70 Min.

Häufigkeit/Woche

5 x 12 Min. bis 2 x 30 Min.

6 x 30 Min. bis 3 x 60 Min.

Energieverbrauch/ Woche

Ca. 800 – 900 kcal

Ca. 2.400 – 2.800 kcal

Geeignet für

Beginner, leistungsschwache Personen

Fortgeschrittene, trainierte Personen

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gen im Grenzbereich liegt. Wer noch seltener trainiert, fängt quasi immer wieder von vorne an (Zintl & Eisenhut, 2009, S. 137). Nur ein regelmäßiges Ausdauertraining bringt die wünschenswerten gesundheitlichen Anpassungen und kann nach ca. 10 bis 12 Wochen zu einer 20-prozentigen Verbesserung der aeroben Ausdauerleistungsfähigkeit führen (Zintl & Eisenhut, 2009, S. 145).

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Fazit Ausdauertraining wirkt wie ein Medikament: blutdrucksenkend, herzrhythmusstabilisierend, durchblutungsfördernd und bei richtiger Anwendung können Nebenwirkungen ausgeschlossen werden. Wichtig ist, dass das Ausdauertraining regelmäßig ausgeführt wird. Nur dann kann die Entstehung von internistischen und kardiovaskulären Erkrankungen größtenteils verhindert werden (Neumann et al., 2013, S. 28). Zudem fanden Wissenschaftler der Universität des Saarlandes in Kooperation mit dem Institut für Sport- und Präventivmedizin in Saarbrücken sowie mit Professor Dr. Arne Morsch von der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement heraus, dass ein regelmäßiges Ausdauertraining den Alterungsprozess der Zellen verzögern kann (Werner et al., 2019).

Anna Welker Die Sportwissenschaftlerin ist als pädagogische Mitarbeiterin an der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement sowie der BSA-Akademie im Fachbereich Trainings- und Bewegungswissenschaft tätig. Sie arbeitete bereits als Sporttherapeutin und Kursleiterin in Fitness- und Gesundheitseinrichtungen. www.dhfpg-bsa.de

Auszug aus der Literaturliste Gabriel, H., Wick, C. & Puta, C. (2006). Komponenten präventiven Gesundheitstrainings – Ausdauer, Kraft, Beweglichkeit, Koordination. In L. Vogt & A. Neumann (Hrsg.), Sport in der Prävention (S. 33–65). Köln: Deutscher Ärzte-Verlag. Neumann, G., Pfützner, A. & Berbalk, A. (2013). Optimiertes Ausdauertraining. Trainingsplanung, Leistungsaufbau, Ernährungstipps (7. Aufl.). Aachen: Meyer & Meyer. Pfeifer, K. & Rütten, A. (2017). Nationale Empfehlungen für Bewegung und Bewegungsförderung. Gesundheitswesen (Bundesverband der Arzte des Offentlichen Gesundheitsdienstes (Germany)), 79 (S 01), S2-S3. https://doi.org/10.1055/s-0042-123346 Statistisches Bundesamt (Hrsg.). (2019). Todesursachen in Deutschland. Zugriff am 05.02.2019. Verfügbar unter: https://www.destatis.de/DE/ZahlenFakten/GesellschaftStaat/Gesundheit/Todesursachen/Todesursachen.html Zintl, F. & Eisenhut, A. (2009). Ausdauertraining. Grundlagen, Methoden, Trainingssteuerung (BLV Sportwissen, [7., überarb. Aufl., Neuausg.]. München: blv-Buchverl. Für eine vollständige Literaturliste kontaktieren Sie bitte marketing@dhfpg-bsa.de.

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rim r r enti n

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inter r nde

alit ts riterien nd ede t n

r die ra is

Primärpräventive Maßnahmen nach § 20 SGB V ie eset lichen ran en ersicher n en ha en es sich r a e emacht die es ndheit nd das hl efinden ihrer it lieder rdern ie in 20 est ele ten r nds t e r rim r r vention werden im „Leitfaden Prävention“ des GKV-Spitzenverbandes in einen klaren Kriterienkatalog umgesetzt. Welche Aspekte werden hier a e hrt nd as ede tet dies r die ra is er nach l ende eitrag nimmt sich dieser Frage an.

D

urch § 20 Abs. 1 SGB V macht der Gesetzgeber die Primärprävention zu einer verpflichtenden Aufgabe der gesetzlichen Krankenkassen. Leistungen zur Primärprävention sollen den allgemeinen Gesundheitszustand verbessern und insbesondere einen Beitrag zur Verminderung sozial bedingter Ungleichheit von Gesundheitschancen leisten (GKV-Spitzenverband, 2018, S. 6). Die in § 20 SGB V festgelegten Grundsätze werden im „Leitfaden Prävention“ des GKV-Spitzenverbandes in einen

klaren Kriterienkatalog umgesetzt. Anbieter, die Maßnahmen zur Primärprävention in Kooperation mit den gesetzlichen Krankenkassen durchführen wollen, müssen diese Qualitätskriterien erfüllen (GKV-Spitzenverband, 2018).

Prävention und zugehörige Handlungsfelder Primärprävention richtet sich an gesunde Personen bzw. Personen ohne Symptomatik. Das Ziel von primärpräventiven Maßnahmen ist die Verhinderung des Entstehens von 01/2019 | medical fitness and healthcare


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Tab. 1: Handlungsfelder und Präventionsprinzipien des individuellen Ansatzes (modifiziert nach GKV-Spitzenverband, 2018, S. 50) Bewegungsgewohnheiten • Reduzierung von Bewegungsmangel durch gesundheitssportliche Aktivität • Vorbeugung und Reduzierung spezieller gesundheitlicher Risiken durch geeignete verhaltens- und gesundheitsorientierte Bewegungsprogramme Ernährung • Vermeidung von Mangel- und Fehlernährung • Vermeidung und Reduktion von Übergewicht Stressmanagement • Förderung von Stressbewältigungskompetenzen • Förderung von Entspannung Suchtmittelkonsum • Förderung des Nichtrauchens • Gesundheitsgerechter Umgang mit Alkohol/Reduzierung des Alkoholkonsums

Krankheiten (Leppin, 2014, S. 37). Von Sekundärprävention spricht man im Frühstadium einer Krankheit mit dem Ziel, eine Chronifizierung zu vermeiden. In der Praxis ist eine trennscharfe Differenzierung von Primär- und Sekundärprävention nicht immer möglich. Beispielsweise sind Risikofaktoren und Krankheiten oft nicht voneinander zu trennen. So kann zum Beispiel Bluthochdruck als Risikofaktor oder aber als eigenständige Krankheit bewertet werden. Die Anforderungen an die Prävention von Erkrankungen haben sich gewandelt. Während im 19. Jahrhundert der Fokus auf den Infektionskrankheiten lag, rückten im Laufe der Zeit die nicht-infektiösen chronisch degenerativen Erkrankungen immer weiter in den Vordergrund. Die bedeutsamsten dieser Krankheitsgruppen werden im „Leitfaden Prävention“ des GKV-Spitzenverbandes aufgegriffen und als Ziel für primärpräventive Interventionen genannt: - Herz-Kreislauf-Erkrankungen - Adipositas - Krankheiten des Skeletts, der Muskeln und des Bindegewebes - Psychische/psychosomatische Krankheiten

Nur Angebote, die in den nachfolgenden Handlungsfeldern (mit den dazugehörigen Präventionsprinzipien) stattfinden, werden von der GKV finanziell gefördert.

Kriterien im Rahmen des GKV-Leitfadens Für primärpräventive Maßnahmen werden zu jedem Handlungsfeld hinsichtlich der Zielgruppen, Zielsetzungen (konkret und messbar), Inhalte, Methodik und Anbieterqualifikationen genaue Vorgaben gemacht. Voraussetzung für die Durchführung einer präventiven Intervention ist grundsätzlich, dass sich die Wirksamkeit der Intervention z. B. in wissenschaftlichen Studien oder Metaanalysen erwiesen hat (GKV-Spitzenverband, 2018, S. 51). In Tabelle 2 sind die bis zum 30. September 2020 geltenden Regelungen dargestellt.

Bedeutung für die Praxis Präventionskurse nach § 20 SGB V können sowohl von den Krankenkassen selbst als auch von externen Anbietern durchgeführt werden. Zu den externen Anbietern gehören z. B. Fitness-/Gesundheitsstudios oder Sportvereine.

Tab. 2: Qualitätskriterien für individuelle Maßnahmen nach „Leitfaden Prävention“ (modifiziert nach GKV-Spitzenverband, 2018, S. 51–59) Kriterium

Anbieterqualifikation Grundqualifikation: staatl. anerkannter Berufs-/Studienabschluss im Fachgebiet Zusatzqualifikation: spezifische, in der Fachwelt anerkannte Fortbildung Einweisung in das Programm Anbieter müssen über methodische, pädagogische und didaktische Kompetenzen sowie Berufserfahrung verfügen • • • •

Konkrete Definition der Zielgruppe Kursleitermanual inkl. detaillierter Stundenverlaufspläne Teilnehmerunterlagen Wissenschaftlicher Nachweis der Wirksamkeit

• • • • •

Festlegung der Gruppengröße (mind. 6, max. 15 Teilnehmer) Zielgruppenhomogenität Festlegen von Kontraindikationen Umfang/Frequenz: mind. 8, max. 12 aufeinander aufbauende Einheiten; Dauer: zwischen 45 und 90 Minuten Angemessene Raumgröße

• Begleitende und abschließende Evaluation 01/2019 | medical fitness and healthcare


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rim r r enti n

Tab. 3: Auszug Kurskonzept zur Sturzprophylaxe Wo.

1

Themenschwerpunkt

Einführung Sturzprophylaxe warum?

Lernziele und -inhalte Theorie Einführung: Organisation und Aufbau des Kurses, Kennenlernen, Teilnehmererwartungen Vermittlung Sturzrisikofaktoren, Sturzhäufigkeit, Sturzfolgen

Lernziele und -inhalte Praxis

Methodik

Einführung in ein gerätegestütztes Krafttraining für die untere Extremität

Vortrag, Geräte- bzw. Übungseinführung in Kleingruppen

Testbatterie

2

Sturz-Assessment

Erläuterung Sturz-Assessment

Ist-Analyse Sturzrisiko Testing: Romberg-Test, Time-up-and-go-Test, Chair-Rise-Test, Maximum-Step-Test

3

Standsicher – Krafttraining als Schutzfaktor

Hintergrundinformationen zur Bedeutung des Krafttrainings als Sturz-Schutzfaktor

Trainingszirkel, gerätegestütztes Krafttraining für die untere Extremität

Vortrag, Training in Kleingruppen

4

Standsicher – Einführung in das Gleichgewichtstraining

Hintergrundinformationen zur Bedeutung des Gleichgewichtstrainings als Sturz-Schutzfaktor

Einführung in einen Gleichgewichts-Übungsparcours

Vortrag, Geräte- bzw. Übungseinführung in Kleingruppen

5

Barriere-Management

Erkennen von Barrieren, Gegenmaßnahmen entwickeln

Sammeln von individuellen Barrieren, die das erlernte Verhalten bremsen

Brainstorming am Flipchart, Barrieren-Tagebuch ausfüllen

Möchte ein externer Anbieter einen Präventionskurs im Auftrag der gesetzlichen Krankenkassen durchführen, so muss das Kursprogramm den Qualitätskriterien der GKV im „Leitfaden Prävention“ entsprechen und eine Zulassung bei der Zentralen Prüfstelle Prävention (ZPP) im Online-Verfahren beantragt werden (Dold, Wilhelmi & Bockermann, 2014). Die ZPP prüft anhand der für die einzelnen Präventionsprinzipien festgelegten Qualitätskriterien, ob die geplante Maßnahme diese Kriterien erfüllt. Erfolgt die Anerkennung, werden der entsprechende Kurs und der dazugehörige Anbieter in die Angebotsstruktur der Krankenkasse (bzw. aller an der

ZPP beteiligten Kassen) aufgenommen (Dold et al., 2014). Neben Angaben zum Kursprogramm muss u. a. der Name des Kurses, das Handlungsfeld und Präventionsprinzip angegeben werden. Weitere Unterlagen, die einzureichen sind: - Stundenbilder (Beschreibung der Ziele und Inhalte sowie Beschreibung des Aufbaus der einzelnen Kursstunden) - Teilnehmerunterlagen, die die Teilnehmer im Kurs erhalten Ein beispielhafter Auszug aus einem Kurskonzept zur Sturzprophylaxe ist in Tabelle 3 dargestellt.

Fazit Anbieter, die Maßnahmen zur Primärprävention in Kooperation mit den gesetzlichen Krankenkassen durchführen wollen, müssen die aufgeführten Qualitätskriterien erfüllen. Nur so ist langfristig zu gewährleisten, dass die Maßnahmen qualitätsgesichert umgesetzt werden und einen (wahrscheinlichen) gesundheitlichen Nutzen für die Teilnehmer bedingen.

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Sabine Kind Sabine Kind, M. A. Gesundheitsmanagement, ist an der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement und ihrem Schwesterunternehmen BSA-Akademie als Dozentin im Fachbereich Gesundheitswissenschaften und UV-Schutz tätig. Des Weiteren ist sie Autorin von Fachartikeln und gefragte Expertin zu Fitness- und Gesundheitsthemen. www.dhfpg-bsa.de

Auszug aus der Literaturliste Dold, M., Wilhelmi, S. & Bockermann, C. (2014). Qualitätsgesicherte Präventionskurse – Krankenkassen gründen Zentrale Prüfstelle Prävention. In: Präventionsbericht 2014. Leistungen der gesetzlichen Krankenversicherung: Primärprävention und Betriebliche Gesundheitsförderung. Berichtsjahr 2013 (S. 27–29). Essen. Medizinischer Dienst des Spitzenverbandes Bund der Krankenkassen e. V. (MDS); GKV-Spitzenverband. Für eine vollständige Literaturliste kontaktieren Sie bitte marketing@dhfpg-bsa.de.

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