Präsentation: Eckdaten der deutschen Fitness-Wirtschaft 2018
www.fitnessmanagement.de
Interview: Oliver Walle über Betriebliches Gesundsheitsmanagement
Nachlese: FIBO 2018 – Gesundheitsmarkt als wesentlicher Erfolgsfaktor
EUR 9,-
CHF 14,-
Foto: Klaudia Lech
Birgit Schwarze Chefredakteurin
Was hindert uns daran, gesund zu leben? V
orbeugen ist besser als heilen. Wohl wahr. Aber kaum etwas fällt so schwer, wie den eigenen Lebensstil langfristig zu verändern. 45 Prozent der Deutschen legen großen Wert auf gesundes Essen. Doch mehr als die Hälfte sagt, sie hätte im Alltag dafür zu wenig Zeit (TK-Ernährungsstudie 2017). 10,61 Millionen Menschen in Deutschland sind laut Eckdatenstudie 2018 Mitglied in einem Fitness-Studio, so viele wie noch nie. Zugleich aber ist mehr als die Hälfte aller Deutschen übergewichtig, so das Robert Koch-Institut. 2015 trat das Präventionsgesetz in Kraft. Gesundheitsförderung und Prävention haben formal eine Aufwertung erfahren. Neu daran ist die Gesundheitsförderung und Prävention im Lebensumfeld der Bundesbürger. Auch wenn das Gesetz noch kein Selbstläufer und Prävention zunächst nicht mehr als eine Option ist, die Investition lohnt. Warum? Weil Gesundheit zwar nicht alles ist, aber ohne Gesundheit alles nichts ist. Um Anregungen für ein gesundes Leben geht es auch in dieser Ausgabe: Fitness und Gesundheit gewinnen weiter an Bedeutung. 10,61 Millionen Mitglieder, 8.988 Fitness- und Gesundheits-Anlagen und ein Umsatz von 5,2 Milliarden Euro: Die Eckdaten der deutschen Fitness-Wirtschaft 2018 zeigen ein robustes Branchenwachstum. Erfreulich: Annähernd die Hälfte aller Anlagen setzt auf den Schwerpunkt Gesundheit. Eckdaten 2018: Seite 10 ff. Der Megatrend Gesundheit kommt zunehmend auch in Unternehmen an. Betriebliches Gesundheitsmanagement, früher als „nice-to-have“ belächelt, ist heute für viele ein „Must-have“, so Oliver Walle, stellvertretender BBGM-Vorstandsvorsitzender und Dozent an der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement. Das Interview: Seite 16 ff. Größer und internationaler als im Vorjahr präsentierte sich die FIBO 2018. Warum? Weil Fitness boomt. Und, weil die Gesundheitsbranche ein Zukunftsmarkt mit steigender Nachfrage nach Medical Fitness and Healthcare ist. Sie bietet praxisorientierte Konzepte und höchst funktionale wie mittlerweile auch designorientierte Geräte für Prävention und Therapie. Eine Nachlese: Seite 20 f. Viel Freude bei der Lektüre, verbunden mit der Einladung, gesund zu leben.
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INHALT
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Eckdaten der deutschen Fitness-Wirtschaft 2018 Foto: Thomas Plettenberg
Foto: FIBO/Behrendt und Rausch
Oliver Walle über Betriebliches Gesundheitsmanagement
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Editorial News Eckdaten der deutschen Fitness-Wirtschaft 2018 Oliver Walle über Betriebliches Gesundheitsmanagement FIBO 2018 Aufstiegskongress 2018 Concurrent Training Motivationspsychologie Physiotherapeuten setzen auf Holz
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FIBO 2018
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eGym Trainingsprogramm Metabolic Fit Regeneration e- Beweglichkeitstraining IN- ertifi ierung – ortwelt osbach Potenziale für Gesundheitseinrichtungen mit milon rthrose und five - ages-Worksho E isten gründung Gesundheitskongress 2018 Prof. Dr. Barbara Tettenborn im Porträt
Impressum
medical fitness and healthcare erausgeber
erlag
fitness MANAGEMENT – eine Marke der PIPG GmbH Privates Institut für Prävention und Gesundheitsmanagement GmbH Beutnerring 9, D-21077 Hamburg
Geschäftsführer Janosch Marx, Johannes Marx
Chefredaktion Birgit Schwarze
Redaktionelle Mitarbeit Patrick Berndt, Matthias Branahl, Daniel Kaptain, Julia Krampitz, Dustin Tusch, Jürgen Wolff
ertrieb und n eigen Refit Kamberovic, Gaby Brennecke, Sabine Seemann
Art Direction
Wissenschaftlicher Beirat
Meinders & Elstermann GmbH & Co. KG Weberstraße 7 49191 Belm bei Osnabrück
Prof. Dr. Bernhard Allmann Mitglied Gesundheitsausschuss DSSV e. V., Professor an der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement (DHfPG), Präventionsbeauftragter der IKK Südwest
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Tobias Niemann Mitglied Gesundheitsausschuss DSSV e. V., Mitglied der Bundesfachkommission, Sozialpolitik des Wirtschaftsrates, Geschäftsführer for me do
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MATRIX: Neuer Showroom in Frechen Foto: Johnson Health Tech. GmbH
Der neue Matrix-Showroom von Johnson Health Tech. präsentiert sich nach dem Umzug auf 800 qm in Frechen. Insgesamt hat die neue Firmenzentrale mehr als 8.000 qm und ist damit aufgestellt für die Zukunft, denn hier können Interessenten sich jederzeit zu den kompletten Gerätekonzeptionen und neuesten Technologien beraten lassen. de.matrixfitness.com
milon digitalisiert klassisches Fitness- und Gesundheitstraining mit Sonys Connected Gym
Mithilfe eines an einem klassischen Fitnessgerät installierten Sensors, einer mobilen App sowie eines erweiterten Datenbank-Serversystems erfasst das von Sony Mobile entwickelte, cloudbasierte Connected Gym das Training direkt auf dem Smartphone des Trainierenden. Die App registriert alle trainingsrelevanten Daten, optimiert Trainingspläne und unterstützt die Trainingsmotivation. Ergänzend kann der Trainierende unkompliziert und schnell seine Trainingsergebnisse über die App erfassen. Als Anbieter digital vernetzter Trainingssysteme bringt milon seine Branchen- und Technologiekom-
petenz in die Partnerschaft mit ein, langjährig erprobt durch das Connected Training System (CTS by milon), die Software-Plattform milon CARE sowie die mobile Anwendung milon ME. Neben der bereits digitalisierten Trainingssteuerung von milon Geräten, der Anbindung zu Partnern wie five, Matrix oder Polar sowie der Verzahnung mit Trainingsaktivitäten auch außerhalb des Studios, schafft milon durch Connected Gym die Möglichkeit, künftig auch mechanische Fitnessgeräte zu digitalisieren. Das Transponderbasierte milon Training wird bereits von über einer Million Trainierenden regelmäßig genutzt, mehr als zwanzig Millionen Trainingseinheiten wurden allein in 2017 erfasst. www.milon.com
TRAIN YOUR BRAIN – Trainiere Dein Gehirn während des Workouts!
Foto: SMARTfit, Cathi Lamberti
Gehirn. Die Programmierung der Trainingsspiele wurde so entwickelt, dass schnelle Ergebnisse erzielt werden können. SMARTfit trainiert kognitive Problemlösungen, wobei die Teilnehmer ihren ganzen Körper einbringen müssen, um Antworten zu liefern; sie müssen intelligente Ziele anvisieren, um Spielpunkte zu sammeln.
Brandneu im Vertrieb der Weightcheckers GmbH ist SMARTfit aus den USA. SMARTfit Trainingsspiele können die Reaktion, Koordination und sportartspezifischen Fähigkeiten für alle Altersgruppen und Leistungslevel verbessern. Multisensorische Erfahrungen, die Spaß machen, fördern Körper und
SMARTfit´s Apple/Android-Software stellt Aktivitäten für alle Leistungslevel zur Verfügung; die Trainingsdaten werden gemessen und angezeigt, Fortschritte werden dokumentiert. Die Spieler werden motiviert, das Training zu wiederholen, um sich zu verbessern und ihren Fortschritt zu überprüfen. www.smartfit.rocks www.weightcheckers.com
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Foto: Sony Mobile Communications AB
milon industries GmbH und Sony Mobile Communications AB (Sony Mobile) stellen das neuartige Connected Gym Konzept vor, eine innovative Lösung für die Fitness- und Gesundheitsbranche. Die Anwendung ermöglicht es Fitness- und Gesundheitseinrichtungen, die mit klassisch-analogen, mechanischen Geräten arbeiten, ihren Mitgliedern ohne aufwendige und teure Umrüstungen die Vorteile digitaler Services anzubieten.
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gym80 – Konzentration auf das Wesentliche
Foto: FIBO/Behrendt und Rausch
Mit dem diesjährigen Motto „KRAFTMASCHINE“ gibt gym80 ein klares Bekenntnis zu den eigenen Ursprüngen ab und hat sich mit dem Schauspieler Henning Baum einen prominenten Partner an die Seite geholt. Mit exzellenter Biomechanik, handwerklicher Präzision und klarem Design, wie etwa bei der Gerätelinie CORE80, bietet der Gerätehersteller aus Gelsenkirchen immer das richtige Equipment, wenn es um Kraftsport geht. www.gym80.de
Mit cardioscan und vitelements zu Bestleistungen Foto: cardioscan
vitelements ergänzt das Gesundheitskonzept von cardioscan im Ernährungsbereich. Die kalorienarmen Produkte aus natürlichen Zutaten können helfen, im Training Bestleistungen zu erreichen. Bestes Beispiel für die erfolgreiche Planung von Training, Ernährung und Regeneration ist die Profi-Boxerin Sarah Scheurich, die sich aktuell für die Europameisterschaften qualifiziert hat. Auf der FIBO stellte cardioscan die neuen vitelements Protein Sticks vor. Denn ein effizienter Trainings- und Ernährungsplan bildet für jedes Studiomitglied das Fundament für den Trainingserfolg; auch wenn man nicht zur Europameisterschaft will!
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www.vitelements.com www.cardioscan.de
PRECOR und eGym mit optimaler Vernetzung
Foto: Amer Sports Deutschland GmbH
Beispiel: Die eGym Cloud ist eine offene SoftwarePlattform, die Fitnesstraining einfacher, intuitiver und motivierender macht. Der eGym SmartStart Button eröffnet den Trainierenden eine neue Trainingswelt, analog zu den eGym Kraftgeräten. Einmal angelegt, erinnert sich das Gerät fortan an das Mitglied.
Auf der FIBO 2018 präsentierte Precor seine Produktpalette in neuem Look & Feel. Die Neuerungen im Portfolio des Fitnessgeräte-Herstellers zielen mit dem Functional Training System Queenax, Spinning und Assault Fitness auf die aktuellen Top-Fitnesstrends Group-Training und HIIT ab. Ein weiterer Meilenstein bei Precor liegt dieses Jahr in der fortschreitenden Digitalisierung: mit Partnern wie eGym und RunTV.
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Nachdem der Trainierende sein persönliches Trainingsziel gewählt hat, wird automatisch ein zielgerichteter Trainingsplan für den Kunden erstellt. Zusätzlich wird ein „Cardio Age“ berechnet, welches dem Mitglied die Möglichkeit gibt, seine Leistung einzuschätzen und zu vergleichen. Aus den digitalen Lösungen entsteht die optimale Betreuung und maximale Motivation der Mitglieder.
www.precor.com www.egym.de
Foto: Klaudia Lech
Am 12. März wurden die „Eckdaten der deutschen Fitness-Wirtschaft 2018“ vom DSSV und seinen Partnern Deloitte und DHfPG vor mehr als 100 Studiobetreibern und Industrievertretern in Köln vorgestellt. V.l.n.r. Janosch Marx (DHfPG), Frederic Reuter (DHfPG), Werner Kündgen (DSSV), Karsten Hollasch (Deloitte), Refit Kamberovic (DSSV), Sabrina Fütterer (DSSV), Ralf Capelan (DHfPG), Birgit Schwarze (DSSV), Fabian Menzel (Deloitte)
Eckdaten der deutschen Fitness-Wirtschaft 2018
Fitness und Gesundheit gewinnen weiter an Bedeutung
Foto: © .shock - Fotolia.com
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10,61 Mio. Mitglieder, 8.988 Fitness- und Gesundheitsnlagen und ein msat von 2 rd. Euro: ie Eckdaten der deutschen Fitness-Wirtschaft zeigen auch für das Jahr 2017 ein robustes Wachstum in der Fitness- und Gesundheitsbranche. er ffentlicht wurde die re räsentative tudie auch in diesem ahr vom – rbeitgeberverband deutscher Fitness- und Gesundheits-Anlagen in Zusammenarbeit mit der Wirtschafts- und Prüfungsgesellschaft Deloitte sowie der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement DHfPG.
Mitglieder in Fitness- und Gesundheits-Anlagen Anzahl Fitness- und Gesundheits-Anlagen Gesamtumsatz Anzahl der Mitarbeiter Durchschnittsalter der Mitglieder Monatlicher Durchschnittsbeitrag
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10,61 Mio. 8.988 5,20 Mrd. Euro 209.900 40,7 Jahre 44,03 Euro (brutto)
Anlagen positionieren sich stark in Richtung Gesundheit Die Fitness- und Gesundheits-Anlagen fokussieren sich weiterhin auf ihre Kernkompetenzen, um den Bedarf ihrer Kunden im Gesundheitssektor zu bedienen. Dabei setzen sie weiter vor allem auf den Schwerpunkt Gesundheit. Über die Hälfte der Einzel- und rund 39 Prozent der Mikrobetreiber sehen sich im Bereich Gesundheit positioniert.
Anlagenentwicklung (absolute Anzahl) © DSSV
Zahl der Fitness- und GesundheitsAnlagen wächst Die positive Entwicklung der Fitness- und Gesundheitsbranche zeigt sich auch in der Erhöhung der Anlagenanzahl. Die Zahl der Fitness- und Gesundheits-Anlagen in Deutschland hat sich im Jahr 2017 von 8.684 auf 8.988 Anlagen erhöht. Somit konnte die Branche ein robustes Anlagenwachstum von 3,5 Prozent vorweisen. Den Anlagenmarkt segmentspezifisch betrachtet, hat sich die Zahl der Einzelanlagen auf 4.856 Anlagen leicht erhöht. Damit stellen Einzelbetreiber mit 54,0 Prozent weiterhin den wesentlichen Anteil in Bezug auf die Gesamtanlagenzahl. Die Zahl der Kettenanlagen hat sich im Jahr 2017 von 1.786 auf 1.867 Anlagen gesteigert. Das Mikrosegment mit Anlagen kleiner 200 qm hat mit 10,3 Prozent das kräftigste Anlagenwachstum der Branche verzeichnen können. Hier hat sich die Anlagenanzahl von 2.054 auf 2.265 erhöht.
Mitgliederentwicklung (in Mio.) © DSSV
Mitgliederzahl erreicht Rekordwert Die Zahl der Mitglieder in den deutschen Fitness- und Gesundheits-Anlagen hat einen neuen Rekordwert erreicht. Ende 2017 waren 10,61 Mio. Menschen in einer Fitness- und Gesundheits-Anlage angemeldet – ein Plus von 5,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Die Gesamtmitgliederzahl setzt sich zusammen aus 4,79 Mio. Mitgliedern in Einzelanlagen, 5,23 Mio. in Kettenanlagen und 0,59 Mio. in Mikrostudios.
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Rund 30 Prozent der Einzelbetreiber und knapp 42 Prozent der Kettenbetreiber konzentrieren sich mit Training auf eines der weiteren Kernprodukte der Branche. Neben der Positionierung in den Kernbereichen Training und Gesundheit sehen sich rund 21 Prozent der Kettenbetreiber im Bereich Lifestyle angesiedelt. Anlagenübergreifend positionieren sich rund 44 Prozent der Anlagen im Bereich Gesundheit.
Anlagen nach Positionierung (in Prozent) © DSSV
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Foto: Klaudia Lech
Die Eckdaten-Präsentation am 12. März 2018 im Vorstandssaal der Gothaer Versicherungen in Köln
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Steigende Zahl älterer Mitglieder Im Vergleich zum Vorjahr ist das Durchschnittsalter der Mitglieder in Fitness- und Gesundheits-Anlagen mit 40,7 Jahren gestiegen. Anlagenübergreifend weisen die Altersgruppe „unter 20 Jahren“ und die Altersgruppe „über 50 Jahre“ im Vergleich zum Vorjahr steigende Werte auf. Für die Altersgruppen „20 bis 29 Jahre“, „30 bis 39 Jahre“ und „40 bis 49 Jahre“ sinken die Durchschnittswerte im Vergleich zum Vorjahr. Zukunftsaussichten für Fitness- und Gesundheitsbranche positiv Die Stimmung in der Branche ist vielversprechend: 75 Prozent der Einzelbetreiber, 87 Prozent der Ket-
Mitarbeiter 2015 - 2017 (in Tsd.) © DSSV
Impulse für den Arbeitsmarkt Die Fitness- und Gesundheitsbranche schafft Beschäftigung und hat sich längst als attraktiver Arbeitgeber etabliert. Ende 2017 waren in den 8.988 Anlagen 209.900 Personen beschäftigt. Dies entspricht durchschnittlich mehr als 23 Mitarbeiter pro Anlage. Impulse werden in Zukunft auch weiterhin von den vielen Tausend kommen, die sich derzeit in Studium und Ausbildung auf ihre berufliche Herausforderung in der Branche vorbereiten.
tenbetreiber und 88 Prozent der Mikrostudios sehen ihre wirtschaftliche Zukunft optimistisch und glauben an eine sich verbessernde wirtschaftliche Situation. Und auch die Partner DSSV, Deloitte und DHfPG sehen die Entwicklung der Branche positiv: Anhaltendes Wachstum vorausgesetzt, sind die Partner zuversichtlich, dass die Branche bis 2020 mehr als 12 Millionen Mitglieder zählen wird.
Die vollständigen „Eckdaten der deutschen Fitness-Wirtschaft 2018“ können auf www.ssv-verlag.de erworben werden. Inhalt: Gesamtmarktentwicklung, Anlagenentwicklung, Rechtsformen der Anlagen, Umsatzverhältnisse, Strukturkennzahlen, Anlagen nach Leistungsumfang, Durchschnittswerte Einzel- und Kettenbetriebe, Mikroanlagen, Arbeitsmarkt, Studierende im Fitnessmarkt, Ausbildungsmarkt, Mitarbeiterentwicklung, Prognose/Ausblick, Kennzahlen der deutschen Fitness-Wirtschaft. Kosten: 99,- Euro (zzgl. Versand); Preis für Studierende: 39,- Euro (zzgl. Versand)
www.ssv-verlag.de
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Foto: BBGM
Oliver Walle, BBGM, über Betriebliches Gesundsheitsmanagement
Must-have in der Arbeitswelt 4.0
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Betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM) etabliert sich in immer mehr nternehmen u einem festen Bestandteil. Mit gutem Grund, denn ein gut strukturiertes und ge lantes BG s art dem nternehmen eit und Geld und kann sogar gewinnbringend sein: ahlreiche Best-Practice-Beis iele und tudien belegen dass nternehmen, die ihren Mitarbeitern Maßnahmen des Betrieblichen Gesundheitsmanagements anbieten, zum einen über motivierte und leistungsstärkere Mitarbeiter verfügen und zum anderen weniger Krankheitsausfälle bzw. Fehltage verzeichnen.
D
er Bundesverband Betriebliches Gesundheitsmanagement e. V. (BBGM) als selbstständiger und unabhängiger Fachverband trägt durch seine Arbeit zur Weiterentwicklung und Professionalisierung des Fachgebietes bei, entwickelt Standards und setzt Leitplanken – alles mit dem Ziel der Gestaltung einer gesünderen Arbeitswelt. Bei den letzten Vorstandswahlen ist unser Interviewpartner Oliver Walle als stellvertretender Vorstandsvorsitzender des BBGM im Amt bestätigt worden. Oliver Walle, selbst Geschäftsführer eines Beratungsunternehmens für Betriebliches Gesundheitsmanagement, ist u. a. Fachautor, Mitglied im BGM-Expertenteam des DSSV sowie Dozent an der Deutschen Hoch-schule für Prävention und Gesundheitsmanagement und der BSA-Akademie. Er verfügt über umfassende Praxiserfahrung, insbesondere bei der Umsetzung spezifischer betrieblicher Präventionsprogramme.
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„Der Bundesverband Betriebliches Gesundheitsmanagement e. V. (BBGM) ist auf Wachstumsund Entwicklungskurs“. So lautete der erste Satz der Pressemitteilung zu den Vorstandswahlen 2017. Was bedeutet „Wachstumskurs“? Und: Wohin will sich der BBGM entwickeln? Oliver Walle: Der BBGM hat bereits in den ersten Jahren nach seiner Gründung schnell Aufmerksamkeit in der Branche und auch seitens der Politik erhalten. Um nun weiter an Bedeutung zu gewinnen, müssen wir unter anderem auch weiterwachsen.Dies ist nicht nur für die Außendarstellung wichtig, sondern auch nach innen. Wir wollen uns neu aufstellen, um unseren Mitgliedern zusätzliche Leistungen anbieten zu können. Bereits heute haben unsere Mitglieder bei der jährlichen Fachtagung, dem BGM-Workshop auf der FIBO, in den Projektgruppen zu BGM-Themen und in den zahlreichen Regionalgruppen vielfältige Möglichkeitenzum fachlichen Austausch und zur Vernetzung. Einige Veranstaltungen sind den BBGM-
Mitgliedern vorbehalten, andere hingegen sind offen. Mit Blick auf den BGM-Markt wollen wir weiter Qualitätsstandards entwickeln und uns mit unserem BGMG rundverständnis bei gesetzlichen Initiativen und politischen Entscheidungsprozessen einbringen. „Wir wollen mit dem Verband den Megatrend Gesundheit als Schlüsselfaktor für die Zukunft von Unternehmen vorantreiben“. Mit diesen Worten gab der neue Vorstandsvorsitzende, Niels Gundermann, die Richtung vor. Wie soll das gelingen? Oliver Walle: Die Entwicklung der letzten Jahre zeigt, dass BGM sich für Unternehmen von „nice-to-have“ zu einem „Must-have“ entwickelt hat. Waren die Entscheider in der Vergangenheit noch mäßig interessiert, wenn die Sprache auf die Einführung eines Betrieblichen Gesundheitsmanagements kam, so wird dieses heute als vollwertiges Tool zur Förderung der Mitarbeitergesundheit, Steigerung der Produktivität bis hin zur Fachkräftegewinnung anerkannt. Damit BGM hierzu einen entsprechenden Beitrag leisten kann, spielt die Qualität der inhaltlichen Gestaltung und auch der Personen, die entweder im Unternehmen dafür verantwortlich sind oder als externe Dienstleister beraten und Maßnahmen durchführen, eine große Rolle. Im Vorstand sind Sie Ansprechpartner für die Themenbereiche „Qualitätssicherung/Dienstleistungen“ sowie „Aus- und Weiterbildung“. Ist das Ziel einer Qualitätsverbesserung auch Ihre Aufgabe im Vorstand? Oliver Walle: Letztlich arbeiten alle Vorstandsmitglieder an der Weiterentwicklung von Qualitätsstandards – sei es durch Veröffentlichungen und Statements, durch die Präsenz und das Mitwirken bei Kongressen und Messen, bei denen wir oftmals auch die Schirmherrschaft übernehmen, und auch in der Entwicklung konkreter Standards, so zum Beispiel für die Aus- und Weiterbildung. Und genau in diesem Bereich bin ich insbesondere aktiv. Wir haben bereits in 2012 damit begonnen, Empfehlungen zur Aus- und Weiterbildung im BGM zu erarbeiten, haben diese mit Ausbildungsinstitutionen abgestimmt und anschließend veröffentlicht. Institutionen können sich seitdem durch den BBGM zertifizieren lassen und damit ihren Lehrgangsteilnehmern eine BBGM-Prüfung zur Fachkraft für Betriebliches Gesundheitsmanagement (BBGM) und in einer weiteren Stufe eine Prüfung zum Betrieblichen Gesundheitsmanager (BBGM) anbieten. Immer mehr Institute lassen sich zertifizieren und die Zahl der BBGM-geprüften Gesundheitsmanager steigt weiter an. Was uns besonders freut, ist die zunehmende Akzeptanz und Wertigkeit des Zertifikates „BBGM-qualitätsgeprüft“ bei Unternehmen – also eine Markenbildung. Aktuell arbeiten wir an der Entwicklung eines Siegels „Qualität in der Dienst-
leistung“. Ausschlaggebend hierfür war, dass wir als Verband immer wieder nach einer Empfehlung für gute Dienstleister gefragt werden. Da wir vonseiten des Verbandes aus jedoch eine neutrale Haltung einnehmen, soll dieses Siegel Dienstleistungen unterscheidbar machen und damit die Suche der Unternehmen nach geeigneten Partnern erleichtern. Gesundheitsförderung in Betrieben erreicht oftmals nur die Gesunden, zu selten aber Risikopersonen, die hohen Belastungen ausgesetzt oder bereits von Gesundheitsbeeinträchtigungen betroffen sind. Der „5. BGM-Werkzeugkasten” des BBGM zeigt neue Lösungsansätze auf. Welche sind das? Oliver Walle: Maßnahmen zur Gesundheitsförderung werden oftmals nur in der Gruppe, in sogenannten Präventionskursen, angeboten. Risikopersonen erreicht man damit eher nicht. Ein Grund hierfür könnte zum Beispiel die Angst sein, sich in der Gruppe zu blamieren. Diese Personen geben eher Schmerzen und Einschränkungen als Gründe für die Nichtteilnahme an. Mit dem „5. BGMWerkzeugkasten“ wollen wir aufzeigen, wie diese Mitarbeiter mittels Personal Training und Coaching erreicht und betreut werden können, und zwar als fokussiertes Angebot in einem BGM. Was bedeutet in diesem Zusammenhang Personal Training und Coaching am Arbeitsplatz? Oliver Walle: Hiermit sind personalisierte Angebote gemeint, bei denen der Mitarbeiter ein auf seine Bedürfnisse abgestimmtes Programm erhält, d. h. Mobilisations-, Dehnungs- und Kräftigungsübungen, individuell festgelegt in Ausführung, Umfang und Intensität. Dieses Programm kann bereits am Arbeitsplatz eingesetzt und dann auch in der Freizeit fortgesetzt werden, sei es durch Outdoor-Training oder in Fitness- und Gesundheitsanlagen. CoachingAngebote sind in der Regel ohnehin personenbezogen. Hier geht es um die Erarbeitung individueller Strategien, um das eigene Gesundheitsverhalten zu verbessern und auch in Stress- und Krisensituationen einen Weg zu finden, durch eigenes Tun oder unter Zuhilfenahme von Therapeuten oder entsprechenden Einrichtungen vorhandene Probleme zu lösen. Angebote in Personal Training und Coaching richten sich sowohl an Mitarbeiter als auch an Führungskräfte. Risikopersonen haben in der Regel auch höhere Krankenstände oder es besteht das Risiko eines länger andauernden Ausfalls, weshalb sich im Gegenzug die höheren Kosten für solche Maßnahmen durchaus lohnen. Welche Chancen ergeben sich speziell für Fitness- und Gesundheitsanlagen sowie für Physiotherapiezentren, wenn dieses Potenzial erst einmal erkannt und gehoben wird? Oliver Walle: Diese Anlagen bieten in der Regel beides: Individual- und Gruppentraining, Physio-
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Welche Qualifikations- und Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es für Unternehmen in der Fitness- und Gesundheitsbranche, um sich in BGM aktiv zu engagieren? Oliver Walle: Wie zuvor schon erwähnt, empfehlen wir vom BBGM die Ausbildung zum Betrieblichen Gesundheitsmanager in zwei Stufen: Die Basisstufe mit dem Abschlusstitel „Fachkraft für Betriebliches Gesundheitsmanagement“, in der das grundlegende Verständnis von BGM, das wesentliche Fachwissen und der Prozess für den Aufbau und die inhaltliche Gestaltung dieses Managementsystems vermittelt wird. Die zweite Stufe, die mit dem Abschluss „Betrieblicher Gesundheitsmanager“ endet, fokussiert sich auf die Anwendung des BGM. Hierbei geht es um die strategische, taktische und operative Planung, das Projektmanagement unter Einsatz entsprechender Methoden und um die Entwicklung von BGM-Prozessen. In der vom DSSV durchgeführten Umfrage „Fitness-Trends 2018“ wurde deutlich, dass es neben den kurzfristigen Strömungen vor allem langfristige Entwicklungen sind, die die Branche auch in diesem Jahr prägen und damit zur weiteren Professionalisierung beitragen werden. Auf Platz 1 der Fitness-Trends 2018 sehen die Befragten das Betriebliche Gesundheitsmanagement (BGM) und die Betriebliche Gesundheitsförderung (BGF). Sind Sie von diesem Trend überrascht,besonders von der Spitzenplatzierung? Oliver Walle: Ja, etwas. Natürlich nimmt auch die Fitnessbranche den Trend in den Unternehmen und in der Gesellschaft wahr. Gesundheitsförderliche Arbeitsbedingungen und entsprechendes Führungsverhalten, Angebote zur Gesundheitsförderung und Möglichkeiten der Work-Life-Balance bzw. der besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf müssen im Unternehmen einfach dazugehören, nicht zuletzt vor dem Hintergrund des vorherrschenden
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therapien, insbesondere die Betreuung von Personen mit gesundheitlichen Beschwerden und Einschränkungen. Insofern sind gerade für diese Anbieter spannende Möglichkeiten in einem BGM vorhanden. Auch wenn BGM als übergeordnetes System verstanden wird und in der inhaltlichen Ausgestaltung sehr komplex sein kann, so müssen die einzelnen Maßnahmen jede für sich hochprofessionell sein. Dabei sind Anbieter gefragt, die ihr Fach verstehen, Erfahrungen darin vorweisen und mit Menschen umgehen können. Eine individuelle Betreuung von Mitarbeitern vor Ort am Arbeitsplatz kann nur als Impuls verstanden werden. Nachhaltiges Training muss in entsprechenden Räumen stattfinden, in denen es zum Beispiel auch Umkleidemöglichkeiten gibt. Genau hier können Fitness- und Gesundheitsanlagen sowie Physiotherapiezentren punkten.
BGM ist die strukturierte Durchführung von gesundheitsförderlichen und -präventiven Maßnahmen zugunsten der Mitarbeitenden in einem Unternehmen. (Quelle: BBGM, Unser Verständnis)
Fachkräftemangels und der Überalterung in der Gesellschaft und den Betrieben. Unternehmen müssen attraktiver werden, um Beschäftigte zu halten und neue zu gewinnen. Bislang tat sich die Fitnessbranche etwas schwer, tiefer in diesen BGM-Markt einzusteigen, obwohl hier Potenziale schlummern. Ich finde es klasse, dass BGM als Trend Nr. 1 gesehen wird und ermuntere die Anbieter, sich entsprechend zu qualifizieren und mehr in BGM anzubieten als beispielsweise „nur“ Rabattvereinbarungen. Auf der Corporate Health Convention Ende April 2018 in Stuttgart unter dem Spotlight „Dynamisches BGM – Wettbewerbsvorteil Gesundheit“ referierten Sie zu dem spannenden Thema „BGM bewerten: Unmöglich?!“ Unsere Frage: Lässt sich BGM bewerten? Wenn ja, wie? Oliver Walle: Es gibt Erkenntnisse dazu, was ein gutes und nachhaltiges Betriebliches Gesundheitsmanagement auszeichnet und welche Punkte auf jeden Fall dazugehören müssen. BGM kann mit einzelnen Kennzahlen bewertet werden; auch eine Systembewertung wird möglich. Eine letzte Frage: Die 6. BGM-Fachtagung im Herbst 2017 stand unter dem Motto „Zukunft des BGM – ein Blick ins Jahr 2050“. Wohin entwickelt sich in Ihren Augen BGM? Oliver Walle: Unter dem Dach des BGM tauchen immer mehr Inhalte auf. Waren es früher eher klassische Angebote zur Gesundheitsförderung und Prävention, so gehören heute schon zahlreiche Arbeitsschutz- und Personalmanagementthemen dazu. Die Arbeitswelt 4.0 wird die Gesellschaft und Betriebe vor neue Herausforderungen stellen. BGM, und davon bin ich fest überzeugt, wird hierbei ein unverzichtbares System sein, das Unternehmen helfen wird, diese Herausforderungen zu bewältigen. Vielen Dank für das interessante Interview.
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Gr er und internationaler als im or ahr räsentierte sich die FIBO 2018 in ln. Neben digitalen ools ur Trainingssteuerung und -dokumentation bleiben gesundheitsorientierte Trainingsangebote sowie Geräte und Konzepte für Therapie und Prävention auch in diesem Jahr wesentliche Faktoren für das Wachstum der Fitnessund Gesundheitsbranche sowie auch der FIBO selbst.
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om 12. bis 15. April 2018 stellten auf dem Kölner Messegelände insgesamt 1.133 Aussteller – ein Plus von 11,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahr – auf einer Fläche von 160.000 qm aktuelle Trends und Neuheiten aus der Fitnessund Gesundheitsbranche vor. Mit rund 143.000 Besuchern, darunter mehr als 83.500 Fachbesucher, knüpfte die FIBO mit einem restlos ausverkauften Samstag an das Rekordniveau der Vorjahre an. Die Nachfrage nach Präventionstraining und Gesundheitsangeboten steigt. Fitness-Studios und Physiotherapeuten bietet sich hier viel Potenzial. Die FIBO 2018 gab Studiobetreibern, die Präventionstrainings anbieten wollen, ebenso Anregungen wie Physio-
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therapeuten, die ein Trainingsangebot für Selbstzahler etablieren möchten. Zentrale Anlaufstelle war an allen vier Messetagen der Meetingpoint Physio in der Halle 7. Studiobetreiber und Physiotherapeuten konnten sich auch zu lohnenden Kooperationsmodellen beraten lassen. Gesundheitstraining hat hohe Priorität Die Fitnessbranche und der Gesundheitsmarkt bilden eine stetig wachsende gemeinsame Schnittmenge. Der demografische Wandel und die zunehmende Eigenverantwortung der Menschen für ihre Gesundheit werden diesen Trend in Zukunft weiter beschleunigen. Bei Therapeuten und Medizinern sind medizinisches Fitnesstraining und lukrative
Präventions- sowie posttherapeutische Angebote für Selbstzahler Kernthemen. Auf der anderen Seite ist für viele Fitness-Studios in diesem Jahr eines der wichtigsten Vorhaben, ihr Gesundheitsangebot nachhaltig auszubauen. Die Fitness-Industrie hat diese Entwicklung längst aufgegriffen und Medical-Fitness-Angebote fest in ihr Portfolio integriert. „Durch den demografischen Wandel steigt der Anteil älterer Menschen an der Bevölkerung“, sagte Douglas Strom, Sales Director DACH bei Life Fitness, „darum wird das Thema Gesundheit in der Gesellschaft generell wichtiger.“ Die positiven Auswirkungen des Gesundheitstrainings, die immer intensiver von den Medien aufgegriffen werden, lassen die Nachfrage zusätzlich wachsen. „Es gibt inzwischen so viel wissenschaftliche Evidenz, dass niemand mehr an dem Thema vorbeigehen kann“, erklärte Martin Hirsch, Sales Director Germany/ Austria beim ebenfalls global tätigen Geräteproduzenten Core Health & Fitness. Vorteile für Studios und Therapeuten Mit Präventionsangeboten können Clubbetreiber nicht nur neue Zielgruppen ansprechen, sondern sich auch klar von Discountern und Kettenbetrieben abgrenzen. „Beides bringt neue Kunden und bindet die bestehenden Mitglieder noch enger ans Studio“, erklärt Douglas Strom, „eine Win-WinSituation für den Club und die professionell betreuten Mitglieder.“ Und Physiotherapeuten? Sie können sich mit einem Trainingsbereich zusätzliches Einkommen sichern. „Die meisten Physiotherapeuten müssen mit ihrer Behandlung aufhören, wenn aus der Sicht der gesetzlichen Krankenversicherer die Mindestbehandlung abgeschlossen ist“, sagt Ralf Buchner, Geschäftsführer des Praxisorganisations-Spezialisten Buchner und Partner, „dabei könnte ein gezieltes Training die Therapieergebnisse stabilisieren. Dazu bedarf es der Überleitung in ein hinreichend qualifiziertes Studio oder den Aufbau eines Selbstzahlerbereichs für medizinische Trainingstherapie in der Praxis.“ Faszien und Flossing – Trend in Training und Therapie Spezielle Therapien und Trainingsprogramme für Faszien sind inzwischen nicht nur in der Physiotherapie sondern auch im Fitnessbereich eine feste Größe. Trainings- und Therapieangebote für die kollagenen Bindegewebsfasern sind deshalb bei Fitnesstrainern und Physiotherapeuten gleichermaßen gefragt. Auf der FIBO 2018 waren Faszien sowohl Thema bei Ausstellern als auch im Fortbildungsprogramm der Messe und auf dem 6. Physiotag der FIBO.
Einer der renommiertesten Faszienforscher, Dr. Robert Schleip, Leiter des Fascia Research Project der Universität Ulm, stellte auf der FIBO beim EMS und Personal Fitness Training Forum in Halle 5.2 gleich am ersten Messetag neue wissenschaftliche Erkenntnisse aus der Faszienforschung vor. Aktuelle Erkenntnisse beleuchten die Abhängigkeit der Kollagen-Produktion von biomechanischen Faktoren einerseits sowie von hormonellen und anderen biochemischen Einflüssen auf der anderen Seite. Dies hat konkrete Auswirkungen auf die Dosierung und das Timing eines optimalen Faszientrainings. In einem zweiten Vortrag sprach Dr. Schleip über das neuro-myofasziale Netzwerk unter dem Titel „Muskel trifft Hirn trifft Faszie“. Am zweiten Tag der FIBO stellte Paul Uhlir, Headmaster der AIREX® Academy, auf der Bühne 3 in Halle 5.1 „X-Balance: Functional & Faszien“ vor. Das innovative Anwendungskonzept für ein Balance-Pad soll helfen, myofasziale Schmerzen zu erkennen und zu lösen. Ebenfalls am Freitag demonstrierte Oliver Derigs, Physiotherapeut und Master Instructor von Rocktape US, wie man fasziale Verläufe bestimmt und mithilfe von Tapes, Flossing und IASTM (Instrument Assisted Soft Tissue Mobilisation) reguliert und optimiert. Flossing etabliert sich als ein weiteres „heißes Eisen“ in Therapie und Training. Flossing ist eine myofasziale Behandlungsmethode aus der SportPhysiotherapie. Bei der Behandlung wird ein elastisches Band mit Zug um eine Extremität gewickelt. Das Gewebe wird dadurch für etwa zwei Minuten komprimiert und die Strukturen werden mit passiver, assistiver oder aktiver Bewegung angesteuert. Sobald das Band gelöst wird, ist eine Verbesserung der Beweglichkeit sowie eine Schmerzlinderung zu spüren. Auch unter Athletiktrainern findet Flossing immer mehr Beachtung. Konzepte und Geräte für die FlossingAnwendungen wurden von Ausstellern mit therapeutischem Schwerpunkt und in mehreren Foren der FIBO vorgestellt. Wichtiger Branchentreffpunkt Die FIBO ist für die Fitnessbranche alljährlich einer der wichtigsten Treffpunkt. Dort wird das gesamte Leistungsspektrum der Branche ausgestellt und der Anteil der gesundheits- und therapierelevanten Produkte und Konzepte, die auf der FIBO präsentiert werden, wächst von Jahr zu Jahr. Neben den für ihre therapeutischen Trainings- und Kleingeräte bekannten Unternehmen bieten auch die großen internationalen Hersteller klassischer Fitnessgeräte inzwischen MPG-zertifizierte Geräte, oft sogar ganze Gerätelinien an. Ein Besuch in Köln kann sich deshalb auch für Therapeuten sehr lohnen.
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Weitere Informationen zur Messe im FIBO-Nachbericht in der fitness MANAGEMENT international 03/2018 und auf fitnessmanagement.de
Die FIBO 2019 findet vom 4. bis 7. April auf dem Messegelände in Köln statt.
Foto: DHfPG/BSA
Aufstiegskongress 2018
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chon zum zwölften Mal öffnet der Aufstiegskongress in diesem Jahr vom 05. bis 06.10.2018 unter dem Motto „Touch & Tec“ seine Türen. Der Aufstiegskongress sollte für alle Inhaber, Führungskräfte und Mitarbeiter der Fitness- und Gesundheitsbranche als fester Jahrestermin vorgemerkt sein. Die Referenten des Aufstiegskongresses sind absolute Experten in ihrem jeweiligen Themengebiet. Sie legen sehr großen Wert darauf, ihr umfangreiches Fachwissen speziell für Fach- und Führungskräfte aus der Fitness- und Gesundheitsbranche aufzubereiten und es somit für Sie direkt in die Praxis übertragbar zu präsentieren. NEU in 2018: Wissenschaftlicher Vorkongress – Masterclasses – Fach-Foren-Tag. Hauptmotto 2018: Touch & Tec – Mensch und Technologie Ein auf die Zielgruppe abgestimmter Mix aus einer persönlichen und individuellen Ansprache durch fachlich kompetente und empathische Mitarbeiter und technischen/digitalen Elementen ist ein zentrales Erfolgselement von vielen personennahen Dienstleistungen. Wie Unternehmen dieses Potenzial für sich nutzen können, zeigt der diesjährige Aufstiegskongress, der unter dem Motto „Touch & Tec – Mensch und Technologie“ steht. Erfahren Sie, welche Potenziale die digitale Vernetzung bietet, welche Faktoren bei personennahen Dienstleistungen berücksichtigt werden müssen und wie dadurch personelle Ressourcen geschaffen werden und für den Kunden mit dem angebotenen Leistungspaket ein Erlebnis erzeugt werden kann. Umfangreiches Kongress- und Rahmenprogramm Beim Aufstiegskongress erwarten Inhaber, Führungskräfte und Mitarbeiter der Fitness- und Gesundheitsbranche neben einem interessanten zweitägigen Kongressprogramm, bestehend aus Vorträgen, Praxisbeispielen, Podiumsdiskussion, Nachwuchsforen
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und Fach-Foren, auch in diesem Jahr wieder ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm inkl. EarlyMorning-Workout, „Get Together“ mit DJ und Finger-Food-Buffet, Kongress-Lounge, Speakers Corner und Partner-Ausstellung. NEU in 2018: Von erweitertem Kongressprogramm profitieren In diesem Jahr bietet der Aufstiegskongress allen Kongressbesuchern tolle Neuerungen, von denen Sie profitieren: • Wissenschaftlicher Vorkongress Am 04.10.2018, dem Vortag des Aufstiegskongresses, findet erstmalig der wissenschaftliche Vorkongress „Up-to-date“ statt. Hier werden in Vorträgen aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse von Professoren und Forschern der DHfPG sowie anderer Hochschulen präsentiert. Anschließend besteht die Möglichkeit, mit den Referenten zu diskutieren. Der Vorkongress steht allen interessierten Kongressteilnehmern offen. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt, deshalb jetzt schon Plätze sichern! Weitere Informationen finden Sie unter: www.aufstiegskongress.de/vorkongress
• Fach-Foren-Tag Aufgrund der großen Nachfrage an den beliebten Fach-Foren wird der zweite Kongresstag in diesem Jahr ganz im Zeichen der Foren Management, Coaching, Training, Sportmanagement, Ernährung und Betriebliches Gesundheitsmanagement stehen. Die Fach-Foren finden erstmalig alle hintereinander statt, sodass sich die Kongressteilnehmer nicht mehr zwischen themenspezifischen
Vorträgen entscheiden müssen, sondern alle Foren besuchen können. • Masterclasses Parallel zu den Fach-Foren am Kongress-Samstag bietet der Aufstiegskongress zwei ausgewählte Masterclasses an. Professionelles Online-Marketing ist die Grundlage für den Erfolg eines Unternehmens im Internet und hebt sich immer stärker vom klassi-
schen Marketing ab. Welche Kanäle und Instrumente es gibt und wie Sie diese für Ihr Unternehmen nutzen können, erfahren Sie in der „Masterclass Online-Marketing“. Was erfolgreiche Gründer von anderen unterscheidet und mit welchen innovativen Praxis-Tools und Methoden sich aus ersten Geschäftsideen konkrete und nachhaltig funktionierende Geschäftsmodelle entwickeln lassen, veranschaulicht die „Masterclass Existenzgründung“.
Auszug aus dem Portfolio an Referenten
Patrick Berndt Sportwissenschaftler
Prof. Dr. Hans-Dieter Hermann Dipl.-Psychologe
Jola Jaromin-Bowe Dipl.-Oecotrophologin
Frederik Neust Fitnessökonom
Kraft- und Athletiktrainer von Bundesligamannschaften verschiedener Sportarten
Sportpsychologe der Fußballnationalmannschaft
Ernährungsberaterin und -therapeutin sowie Sportlehrerin
Digital Marketing Manager in Indonesien
Jetzt gleich anmelden! Melden Sie sich und Ihre Mitarbeiter noch heute ab 49,- Euro pro Person (Sonderkonditionen für DSSV-Mitgliedsunternehmen) zu diesem Branchen-Event an unter: www.aufstiegskongress.de
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Concurrent Training
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raft- und Ausdauertraining rufen verschiedene Trainingsadaptationen hervor und überschneiden sich daher hinsichtlich ihrer trainingsinduzierten Anpassungen nur geringfügig. Krafttraining zielt dabei grundsätzlich eher auf die Verbesserung der Maximalkraft und die Steigerung der Muskelmasse ab, wohingegen Ausdauertraining unter anderem die Steigerung der maximalen Sauerstoffaufnahmefähigkeit, die Funktionsoptimierung des HerzKreislauf-Systems und die spezifische Anpassung der Energiebereitstellungssysteme anstrebt. Allerdings werden in vielen Sportarten sowohl ein hohes Maß an Kraft als auch eine gute Ausdauer benötigt, um die sportartspezifische Leistungsfähigkeit zu verbessern, weshalb oftmals beide Trainingsformen nacheinander in der gleichen Trainingseinheit oder am gleichen Trainingstag ausgeführt werden. In der internationalen Fachliteratur wird das Training zur Steigerung der Kraft- und Ausdauerleistungsfähigkeit in der gleichen Trainingseinheit oder innerhalb weniger Stunden mit dem englischen Begriff „Concurrent Training“ bezeichnet. Interferenz-Effekte Diverse Studien (vgl. u. a. Fyfe, Bishop & Stepto, 2014; Murach & Bagley, 2016; Nader, 2006) haben gezeigt, dass es bei Concurrent Training unter gewissen Umständen zu negativen Wechselwirkungen – sogenannten Interferenz-Effekten – kommt, wodurch die Entwicklung der Kraft und Ausdauer gehemmt werden kann. Die Kombination von Ausdauer- und Krafttraining im gleichen Trainingsprogramm ist jedoch in vielen Sportarten gängige
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Praxis und gilt als probates Mittel, seine körperliche Aktivität gemäß den Richtlinien für allgemeine Gesundheit und körperliche Leistungsfähigkeit des American College of Sports Medicine (Garber et al., 2011) zu gestalten. Dabei ist bekannt, dass die beiden Trainingsformen auf molekularer Ebene antagonistische intrazelluläre Signalpfade ansprechen, die einen negativen Einfluss auf die spezifische Anpassungsreaktion des Muskels haben (Nader, 2006). Trotz der nachweislich positiven Effekte auf die Gesundheit und die sportliche Leistungsfähigkeit sollte man beim Ziel zur Steigerung der Muskelmasse beachten, dass das Muskelquerschnittswachstum infolge von Concurrent Training gegenüber einem alleinigen Krafttraining deutlich abgeschwächt ist. Dieser Interferenz-Effekt oder „Concurrent-Training-Effekt“ wird bislang damit erklärt, dass Ausdauertraining jene Signalkaskaden in der Muskulatur beeinträchtigt, welche auf die Muskelproteinsynthese sowie den Muskelproteinabbau einwirken. Allerdings konnte bisher nicht eindeutig nachgewiesen werden, dass diese molekulare Interferenz der tatsächliche Grund für die abgeschwächte Muskelhypertrophie ist (Fyfe et al., 2014). Reihenfolge der Trainingsformen Bei der praktischen Umsetzung von Concurrent Training sollte prinzipiell darauf geachtet werden, dass das Krafttraining immer vor dem Ausdauertraining absolviert wird, um negative Effekte der Wechselwirkungen zwischen den beiden Trainingsformen auf die Krafttrainingsanpassungen zu minimieren (Murlasits, Kneffel & Thalib, 2017).
Concurrent Training bei Trainingseinsteigern Da bei Trainingseinsteigern weniger spezifische Belastungsreize erforderlich sind, um Trainingsanpassungen hervorzurufen, ist Concurrent Training unter anderem für diese Zielgruppe von besonderem Interesse. In einer Untersuchung von McCarthy, Pozniak & Agre (2002) wurden bei gesunden männlichen Probanden mit sehr geringer körperlicher Aktivität nach einem 10-wöchigen Concurrent Training vergleichbare Trainingseffekte beobachtet wie bei einem Krafttraining ohne anschließendes Ausdauertraining. Für gesundheitsorientiert Trainierende und Trainingseinsteiger ist daher ein kombiniertes Training aus Kraft- und anschließendem Ausdauertraining – vom zeitökonomischen Standpunkt aus betrachtet – sinnvoller als die getrennte Ausführung der Einheiten. Concurrent Training bei Trainingserfahrenen Wenn das Trainingsziel von fortgeschrittenen Sportlern die gleichzeitige Leistungsoptimierung in beiden Bewegungsformen ist, sollte die Ausführung eines Kraft- und Ausdauertrainings in der gleichen Trainingseinheit – und wenn möglich sogar am gleichen Tag – vermieden werden. Erlaubt die Trainingsoder Zeitplanung des Sportlers keine Verteilung der Trainingseinheiten auf verschiedene Tage, sollten mindestens 6 Stunden Regenerationszeit zwischen den beiden Trainingseinheiten eingeplant werden, um die Wechselwirkungen der beiden Trainingsformen hinsichtlich ihrer Trainingseffekte zu minimieren (Robineau, Babault, Piscione, Lacome & Bigard, 2016). Es sind allerdings nur geringe Wechselwirkungen zu erwarten, wenn die beim Krafttraining trainierte Muskulatur in der unmittelbar nachfolgenden Ausdauertrainingseinheit nicht beansprucht wird (Tomiya, Kikuchi & Nakazato, 2017). Sofern die Rahmenbedingungen des Trainings eine Verteilung der Trainingseinheiten auf verschiedene Tage erlauben, so sollte zur Optimie-
Auszug aus der Literaturliste Fyfe, J. J., Bishop, D. J. & Stepto, N. K. (2014). Interference between concurrent resistance and endurance exercise: molecular bases and the role of individual training variables. Sports medicine (Auckland, N.Z.), 44 (6), 743-762. Garber, C. E., Blissmer, B., Deschenes, M. R., Franklin, B. A., LaMonte, M. J., Lee, I.-M. et al. (2011). American College of Sports Medicine position stand. Quantity and quality of exercise for developing and maintaining cardiorespiratory, musculoskeletal and neuromotor fitness in apparently healthy adults: guidance for prescribing exercise. Medicine and science in sports and exercise, 43 (7), 1334-1359. Jones, T. W., Howatson, G., Russell, M. & French, D. N. (2013). Performance and neuromuscular adaptations following differing ratios of concurrent strength and endurance training. Journal of Strength and Conditioning Research, 27 (12), 3342-3351.
rung der Trainingserfolge im Sinne des SAID-Prinzips („Specific Adaption to Imposed Demands“; sinngemäß: Spezifität der Anpassungsreaktion auf eine bestimmte Anforderung) gehandelt und die Trainingseinheiten zur Verlängerung der Erholungsphasen jeweils auf einen eigenen Tag gelegt werden, was im direkten Vergleich die größten Trainingserfolge verspricht. Evidenzbasierte Handlungsempfehlungen für die Praxis • Das Krafttraining sollte beim primären Trainingsziel zur Steigerung der Maximalkraft und der Muskelmasse immer vor dem Ausdauertraining absolviert werden (Murlasits et al., 2017). • Die Häufigkeitsverteilung von Kraft- und Ausdauertrainingseinheiten sollte beim primären Ziel zur Optimierung der Kraftsteigerung und des Muskelaufbaus das Verhältnis von 3:1 (3 Krafttrainingseinheiten : 1 Ausdauertrainingseinheit pro Woche) nicht überschreiten (Jones, Howatson, Russell & French, 2013). • Soll das Primärziel bei Concurrent Training die Verbesserung der Ausdauerleistungsfähigkeit sein, muss das Verhältnis der Trainingshäufigkeiten entsprechend angepasst werden. • Werden Kraft- und Ausdauertraining unmittelbar nacheinander ausgeführt, sollte bei der Wahl der Ausdauertrainingsmethode auf eine kurze und intensive Belastung geachtet werden, um Interferenzen auf die Anpassungseffekte zu minimieren (Tsitkanou et al., 2017). • Werden beim Krafttraining andere Muskelgruppen trainiert als durch die nachfolgende Ausdauertrainingseinheit beansprucht werden, so sind keine oder nur geringe Interferenzen zu erwarten (Tomiya et al., 2017). • Zur Optimierung der Anpassungsreaktionen sollten Kraft- und Ausdauertrainingseinheiten jedoch an unterschiedlichen Tagen ausgeführt werden. Erlauben die Rahmenbedingungen keine Aufteilung des Trainings auf verschiedene Tage, sollten die Regenerationszeiten zwischen den unterschiedlichen Trainingseinheiten mindestens 6 Stunden betragen (Robineau et al., 2016).
Patrick Berndt Foto: DHfPG/BSA
Die Anpassungen der Ausdauerleistungsfähigkeit bleiben von dieser Vorgehensweise ebenfalls weitestgehend unbeeinträchtigt.
Der Sportwissenschaftler Patrick Berndt ist als wissenschaftlicher Mitarbeiter und Dozent der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement/BSA-Akademie im Fachbereich Trainings- und Bewegungswissenschaft tätig. Durch seine Tätigkeiten als Athletik- und Personal Trainer in den Bereichen des leistungsorientierten Individual- und Mannschaftssports sowie als sportwissenschaftlicher Berater diverser Fitness- und Gesundheitseinrichtungen verfügt er über Praxiserfahrung und Expertise in vielen Bereichen der www.dhfpg-bsa.de Fitness- und Gesundheitsbranche.
Für eine vollständige Liste kontaktieren Sie bitte: marketing@dhfpg-bsa.de.
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Motivationspsychologie
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raining der elbstregulation – sich selbst erfolgreich managen eitdruck weitläufige iele onglieren von Prioritäten weifel richtige Entscheidungen u treffen ehnsucht nach ufriedenheit und Erfüllung: Im beru ichen wie auch im rivaten lltag erleben wir viele ituationen die eine gute elbstregulation erfordern. Neben e ternen Bedingungen und unserem mfeld ist der Ein elne gefordert erantwortung für sich selbst und seine andlungen zu übernehmen.
I
nsbesondere Führungskräfte sind gefordert zu planen, zu entscheiden, zu kommunizieren, aktiv zuzuhören, Verständnis zu zeigen, den Mitarbeiter wertzuschätzen, Stärken zu erkennen, Potenziale zu entfalten und Ressourcen zu stärken.
Motivation und Selbstbewusstsein, Ehrlichkeit und Überzeugungskraft, Kenntnis und Handlungsfähigkeit sind grundlegende Voraussetzungen, die im Tagesgeschäft Gefahr laufen an Präsenz zu verlieren und die eigenen Energiereserven dezimieren.
Die Vielzahl geforderter Kompetenzen lässt sich durch eine Reihe an Führungsstilen fortsetzen. Beschreiben Sie Ihre Führung noch situativ, partizipativ, transformational, empathisch oder führen Sie schon gesund und emotional? Viel zu selten geht es jedoch um die Funktion der Selbstführung – um unsere eigene erfüllende und gesunde „Steuerung“.
Egal, ob in gedruckter Form oder als Online-Variante, als Ratgeber oder Zeitschriftenbeitrag, als Workshop oder Seminar – der Markt reagiert auf das Bedürfnis mit aktuellen Herausforderungen umzugehen. Wie aber sieht der Weg vom gelesenen Wort, vom gehörten Seminarinhalt zur nachhaltigen Umsetzung – vom „Wissen über“ und „Wollen“ zur Handlung –
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aus? Ein Buch über Marathontraining gelesen zu haben, stellt nicht sicher, auch einen Wettkampf erfolgreich zu bestreiten. Das Besitzen eines Kochbuches führt nicht automatisch zum nachhaltigen Umsetzen von Rezeptideen. Wie gelingt es Menschen, sich angemessene Ziele zu setzen, die richtigen Mittel zur Erreichung dieser Ziele auszuwählen und sich zur Umsetzung ihrer Pläne zu motivieren? Mit solchen und ähnlichen Fragen beschäftigen sich Theorien der Selbstführung, insbesondere die Selbstregulationstheorie (u. a. Carver & Scheier, 1999; Kuhl, 1992; Furtner & Baldegger, 2016). Self-Leadership ist definiert als selbstbeeinflussender Prozess zur Steigerung der persönlichen Effektivität. Für Peter F. Drucker – den großen Management-Vordenker und Visionär des 20. Jahrhunderts – ist Self-Leadership das Erfolgsgeheimnis vieler historischer Größen wie beispielsweise Napoleon, Leonardo da Vinci oder Mozart. Auf Basis effektiver selbstbeeinflussender Strategien konnten diese ihre Stärken erkennen, nutzen und zugleich ihre Schwächen eliminieren. Um erfolgreich zu sein und sich erfolgreich zu managen benötigt sowohl die Führungskraft als auch der „Wissensarbeiter“ des 21. Jahrhunderts nachhaltige selbstbeeinflussende Strategien. Basierend auf psychologischen Theorien ist davon auszugehen, dass sich eine Person ihrer eigenen Stärken und Schwächen bewusst werden muss. Menschen verfügen generell über relativ gute Fähigkeiten, ihre Außenwelt zu beobachten und kritisch zu analysieren. Die Fokussierung auf die äußere Umwelt ist eine Fähigkeit, die bereits in der Kindheit erlernt wird. Schwieriger erscheint die Auseinandersetzung mit den persönlichen Stärken und Schwächen und die Beobachtung der inneren, sogenannten „psychischen Prozesse“. Diese werden häufig vernachlässigt und es fehlt an Wissen und Vermittlung, wie sich Personen selbst effektiv in eine gewünschte Richtung beeinflussen können. Erlangt eine Person bewusste Erkenntnis über ihre inneren Prozesse und Abläufe wie z. B. ihre Wünsche, Gedanken und Ziele,
dann ist dies der erste Schritt zur nachhaltigen und effektiven Selbstregulation. Laut Furtner und Baldegger (2016) ist Selbstführung eine Fähigkeit, die erlernt und entwickelt werden kann. Eignen sich Personen ausgeprägte Fähigkeiten zur Selbstführung an, dann zeigen sich unmittelbar nachhaltige Verhaltensweisen sowie positive Auswirkungen auf die Leistungsfähigkeit und die persönliche Zufriedenheit. Self-Leadership ist eines der wenigen Konzepte in der Psychologie und den Wirtschaftswissenschaften, welches praktische Hinweise gibt, wie Personen sich tatsächlich effektiver selbst beeinflussen und führen können. Die Selbstführung lässt sich beschreiben als ein zielorientierter und selbstbeeinflussender Prozess zur Steigerung der persönlichen Effektivität und Leistung. Der Prozess der Selbstführung stellt eine Erweiterung des SelbstmanagementAnsatzes dar. Er beschreibt ein breites Spektrum von selbstbeeinflussenden Strategien. Self-Leadership-Strategien Self-Leadership setzt sich aus drei zentralen Strategiedimensionen zusammen: 1) Kognitionsbasierte Strategien 2) Natürliche Belohnungsstrategien 3) Soziale Self-Leadership-Strategien Die kognitionsbasierten Strategien fokussieren auf die Beeinflussung der eigenen Gedanken und setzen sich aus den vier Substrategien Selbstbeobachtung, strategische Selbstzielsetzung, Selbstverbalisierung und Selbsterinnerung zusammen. Die natürlichen Belohnungsstrategien beinhalten die Selbstbeeinflussung der eigenen Emotionen zur Förderung der aufgabenbezogenen intrinsischen Motivation und setzen sich u. a. aus Substrategien zusammen. Die sozialen Self-Leadership-Strategien berücksichtigen die Einbettung einer Person in ihre Umwelt und bestehen aus den zwei leistungsbezogenen Substrategien Gruppenoptimierung und Leistungsbezugnahme.
Tabelle 1: Strategiedimensionen (Furtner & Baldegger, 2016, S. 61)
Verhaltensfokussierte Strategien
Natürliche Belohnungsstrategien
Konstruktive Gedankenmusterstrategien
Selbstbeobachtung
Natürliche Belohnungsstrategien Erfolgreiche Leistungen (intrinsische Motivation) imaginieren
Selbstzielsetzung
Selbstgespräch
Selbstbelohnung und Selbstbestrafung
Überzeugungen und Sichtweisen bewerten
Selbsterinnerung
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Als Basistheorie für die verhaltensfokussierten Strategien, insbesondere die Selbstzielsetzung und die Selbstbeobachtung, kann die Selbstregulationstheorie von Carver und Scheier (1981) angesehen werden. Sie bezieht ihre Grundlagen aus der Kybernetik und lässt sich als Wissenschaft der Feedback- und Rückkoppelungsprozesse beschreiben. Die Basis für dieses kybernetische Kontrollsystem ist die Rückkoppelungsschleife ähnlich der Funktion eines Thermostats: die Zielsetzung, z. B. ein SollTemperaturzustand von 22° Celsius, wird durch ein Beobachtungssystem (= Selbstbeobachtung) überprüft. Besteht eine Diskrepanz zwischen Ist- und Soll-Zustand, verringert der Thermostat diese Diskrepanz und eine aktive Handlung tritt auf. Im Falle der Temperatur wird der Heizvorgang aktiviert. Übertragen auf das menschliche Selbstregulationssystem zeigt die folgende Abbildung den Regulationsprozess anhand von „Fühlen-Erkennen-Handeln“ auf. Das Ziel der Diskrepanzreduktion ist erfüllt, sobald der gefühlte Momentzustand „Ist“ mit dem Sollzustand „Ziel“ übereinstimmt. Fühlen
(was nehme ich im Moment wahr)
F Ziel H Handeln
(praktisches Umsetzen der Erkenntnis)
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E Erkennen
(bin ich auf dem richtigen Weg)
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Nach Bandura (1986) ist die bewusste Erzeugung einer neuen Spannung mittels eines herausfordernden Zieles die zentrale motivationale Grundlage für menschliches Handeln. Der Fokus der Motivationstheorie wird hierbei nicht nur auf die Aufgabe, sondern auf die Person selbst gerichtet. Die Quelle für intrinsisch motiviertes Verhalten liegt demnach in der Person selbst. Wie können sich Personen selbst effektiv beeinflussen? Self-Leadership fokussiert auf die gezielte Beeinflussung und positive Lenkung der eigenen Gedanken, Emotionen und des Verhaltens. Um sich selbst effektiv zu beeinflussen, benötigt es ein hohes Ausmaß an Selbstreflexion, d. h. die Fähigkeit zur achtsamen Selbstbeobachtung. Mittels Selbstbeobachtung lernen Menschen ihre Stärken und Schwächen kennen, setzen sich Ziele und können ihr Verhalten in eine gewünschte Richtung lenken. Die Selbstbeobachtung fungiert als wichtiges Feedbackinstrument und ermöglicht Verhalten effektiv zu beeinflussen sowie Gedanken und Emotionen bewusst und zielorientiert zu lenken. Wie in Tab. 1 visualisiert, können wir mittels Selbstbeobachtung den Ist-Zustand ermitteln und uns selbst Ziele setzen Sollzustand. Self-Leadership verfügt mit den verhaltensfokussierten Strategien, den natürlichen Belohnungsstrategien und den konstruktiven Gedankenmusterstrategien über ein effektives und vielseitiges Spektrum selbstbeeinflussender Strategien. „Der selbstbeeinflussende Fokus richtet sich darauf, was eine Person tun will, warum sie dies tun will und wie sie es tun soll (Furtner, 2016).
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2. Natürliche Belohnungsstrategien – intrinsische Motivation • Fokussierung auf angenehme und genussvolle Merkmale der Arbeitsaufgabe • Integration angenehmer und genussvoller Aspekte in die Arbeitsaufgabe 3. Konstruktive Gedankenmusterstrategien • Erfolgreiche Leistungen imaginieren: … unterstützt die Selbstzielsetzung als auch die Motivation zur Zielerreichung; Zusammenhang zwischen mentaler Vorstellungskraft und persönlicher Leistungsfähigkeit. „Nutze die positive Kraft Deines Vorstellungsvermögens!“ • Selbstgespräch: … positive Gedanken laut oder leise verbalisieren. „Ich kann es!“ „Heute bin ich stolz auf mich!“
• Überzeugungen und Sichtweisen bewerten: … Dysfunktionale, negative Gedanken erkennen, sich bewusst mit ihnen auseinandersetzen und irrationale Überzeugungen durch positive Gedanken ersetzen! „Erkenne ungünstige Gedankenmuster!“ „Entwickle konstruktive Gedankenmuster!“ „Entdecke Aufgaben und Aktivitäten, welche für Dich natürlich belohnend sind!“ „Fokussiere Deine Gedanken stärker auf die erfreulichen Aspekte Deiner Arbeitsaufgabe!“
Literaturliste Bandura, A. (1991). Social cognitive theory and self-regulation. Organizational Behavior and Human Decision Processes, 50, 248-287. Carver, C. S. & Scheier, M. F. (1998). On the self-regulation of behavior. Cambridge: Cambridge University Press. Deci, E. L. & Ryan, R. M. (1991). A motivational approach to self-integration in personality. In R. Dienstbier (Hrsg.), Nebraska symposium on motivation (Bd. 38, S. 238-288). Lincoln: University of Nebraska Press. Furtner, M. R. & Baldergger, U. (2016). Self-Leadership und Führung. Wiesbaden: Springer. Furtner, M. R., Baldegger, U. & Rauthmann, J. F. (2013). Leading yourself and leading others: Linking self-leadership to transformational, transactional and laissez-faire leadership. European Journal of Work and Organizational Psychology, 22, 436-449. Manz, C. C. (2015). Taking the self-leadership high road: Smooth surface or potholes ahead? The Academy of Management Perspectives, 29, 132-151.
Prof. Dr. Julia Krampitz Foto: DHfPG/BSA
Impulse für die Praxis (angelehnt an: Furtner & Baldegger, 2016) 1. Verhaltensfokussierte Strategien • Selbstbeobachtung: … ist der erste Schritt zur Verhaltensänderung, die Basis für eine erfolgreiche und effektive Selbstbeeinflussung. „Nimm Dir Zeit Deine Gedanken und Verhaltensweisen bewusst zu beobachten!“ • Selbstzielsetzung: … Ziele als Schlüsselmerkmal einer Veränderung. „Setze Dir realistische und herausfordernde Ziele!“ • Selbstbelohnung: … verstärkt erwünschte Gedanken. „Welche materiellen Aspekte und Konsequenzen sind für Dich wünschenswert? • Selbsterinnerung: … Hinweisreize aus der Umwelt und dem sozialen System nutzen. „Schreibe Dir Post-it-Zettel und verteile sie sichtbar an spezifischen Plätzen!“
Prof. Dr. Julia Krampitz, Doctor of Public Health und M. A. Gesundheitsmanagement, ist als Dozentin an der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement/BSA-Akademie im Fachbereich Psychologie und Pädagogik tätig. Ihre Beschäftigungsschwerpunkte sind Integration von gesundheitsbewusstem Verhalten in den Führungs- und Arbeitsalltag, psychosoziale Gesundheit im Betrieb sowie die Wirksamkeit von Entspannungsverfahren. Im Herbst 2016 begann sie den Promotionsstudiengang Psychologie an der Universität Innsbruck, um der Relevanz von Self-Leadership www.dhfpg-bsa.de in Organisationen nachzugehen.
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Physiotherapeuten setzen auf Holz
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hysiotherapeuten und Fitness-Studiobetreiber setzen beim Neu- oder Umbau ihres Gesundheitsgebäudes immer öfter auf Holz. Johann Wimmer, Bereichsleiter bei Haas Fertigbau in Falkenberg/Niederbayern weiß, warum der nachhaltige Baustoff im Gesundheitsbau immer beliebter wird. „Kunden einer Physiopraxis oder eines Fitness-Studios sollen sich wohlfühlen, Kraft tanken, gesünder werden. Holz unterstützt diese Ziele durch seine natürlichen Eigenschaften“, betont der Bauexperte. Der CO2-neutrale Baustoff besteht überwiegend aus natürlichen Fasern und Zellen. Sie sind mit Luft gefüllt und machen Holz zu einem sehr langsamen Wärmeleiter. So entsteht eine natürliche Isolierung gegen Hitze und Kälte. Holz gleicht Feuchtigkeitsschwankungen bestens aus. Seine Faserstruktur nimmt Wasser aus einer feuchten Umgebung auf, speichert sie und gibt sie bei Trockenheit wieder ab. Im Sommer sorgt die Verdunstung für angenehme Kühle, im Winter ist es im Holzhaus kuschlig warm. „Physiotherapeuten berichten uns immer wieder, dass ihre Patienten sie auf die Wohlfühlatmosphäre in ihren Räumen ansprechen“, so Johann Wimmer und ergänzt einen weiteren Vorteil: „Im energiesparenden Bau mit Holz werden bei gleichem Energiestandard im Vergleich zu anderen Baustoffen viel geringere Wanddicken gebraucht.“ Mehr Nutzfläche und Flexibilität beim Bau Schlankere Wände bedeuten wesentlich mehr Nutzfläche für den Bauherrn. Dazu kommt das ge-
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ringe Eigengewicht von Holz. Wimmer: „Das macht den Bau sehr flexibel. Es ist möglich, Wände zu versetzen. Das ist gerade in Fitness-Studios wichtig. Hier ändern sich die Betreiberkonzepte über die Jahre immer wieder.“ Auch das nachträgliche Aufstocken von Gebäuden ist mit Holz kein Problem. Zusätzliche Büros oder Behandlungsräume aus Holz-Fertigbauteilen können im wahrsten Sinne des Wortes leicht auf ein Gebäude „draufgesattelt“ werden. Wer die guten Eigenschaften von Holz, aber nicht dessen Aussehen schätzt oder Bauvorgaben hat, muss nicht verzichten. „Mit einer Putzfassade oder Vorsatzschalen setzen wir jeden gewünschten Architekturstil problemlos um. Im Holzbau ist alles möglich“, versichert der Haas-Bereichsleiter. Alles aus einer Hand Wimmer rät zu einem Unternehmen, das den Bau von der Planung bis zur Schlüsselübergabe aus einer Hand betreut. Die Bauherren würden meist den ganzen Tag in ihren alten Praxen oder Studios arbeiten. „Sie können sich nicht um die Baudetails kümmern und sind froh, wenn sie wissen: Das läuft alles wie besprochen.“ Aufgrund einer Vielzahl an Vorschriften im Gesundheitsbau sei es außerdem sehr wichtig, dass die Baufirma darin ausreichend Erfahrung hat. „Behindertengerechte Umkleidekabinen, die richtige Anordnung von Trainingsräumen, Vorschriften der Krankenkassen sind nur einige Beispiele“, so Wimmer. Beim Praxisbau gebe es eine Vielzahl oft komplexer Dinge zu beachten. Trotzdem sei jedes Bauvorhaben anders. „Wir empfehlen nie
Foto: Haas Fertigbau GmbH
Wohlfühlklima und schnelle Bauzeit
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Standardmodelle, sondern bauen für jeden Kunden sein Wunschgebäude – und das zum Fixpreis.“ Schnell und zuverlässig Garantiert werden kann dieser durch die Zuverlässigkeit des Holz-Fertigbaus. Die Holz-Fertigelemente werden computergestützt vorgefertigt und fertig beplankt. Erfahrene Holzbaufirmen wie Haas bereiten bereits im Werk komplexeste technische Gebäudeausrüstung wie Elektroinstallationen, Telekommunikationsleitungen und modernste Netzwerktechnik im Wandaufbau vor. „Wir reden hier von einer hochwertigen industriellen Qualitätsfertigung“, betont der Haas-Bereichsleiter. Auch Fenster und Türen sind bereits fix und fertig montiert, wenn die bis zu zehn Meter langen und drei Meter hohen Teile zur Baustelle gebracht werden. Bauverzögerungen durch schlechtes Wetter gibt es praktisch nicht. Die Montagezeiten vor Ort sind kurz, oft betragen sie nur wenige Tage. „Die Bauherren stehen oft staunend auf der Baustelle und sehen begeistert zu, wie ihr Bau schnell in die Höhe wächst. In Zeiten der Kostenexplosionen und Bauzeitenverzögerung schätzen sie nichts so sehr wie Planungssicherheit“, weiß Wimmer. Auch die Lärmbelästigung der Öffentlichkeit durch Bau und Lieferverkehr werde durch die kurze Aufbauzeit der Außenhülle auf ein Minimum beschränkt. Investition in Brand- und Schallschutz In der Vergangenheit wiesen Kritiker gerne auf die Brandgefahr bei Holzbauten hin. Zu Unrecht. „Laut neutraler Experten ist das Brandrisiko bei einem Holzgebäude nicht größer als bei anderen Bauten. Außerdem sind die Entwicklungen im Brandschutz weit fortgeschritten“, so der Haas-Bereichsleiter. Immer mehr Bauordnungen lassen mehrgeschossige Holzbauten zu. „Haas Fertigbau investiert fortlaufend in sein Brandschutzkonzept und ist zertifiziert für hochfeuerhemmendes Bauen. Bereits mit der Planung eines Mehrgeschosses legt Haas ein umfangreiches Brandschutzkonzept vor, das auch Rettungs- oder besondere Baumaßnahmen wie zum Beispiel breitere Gänge beschreibt. Schallschutz ist besonders für Fitness-Studios wichtig. Die Mineralwolldämmung in den Holzwänden schluckt Schall perfekt. Zieht Haas Zwischendecken ein, werden nicht brennbare Splittschüttungen und Trittschalldämmungen aus Mineralwolle aufgebracht. Visitenkarte des Unternehmens Praxis- und Studiobetreiber können laut Wimmer auch in ihrem Marketing mit dem Wohlfühlfaktor im Holzbau punkten. Fachkräfte schätzen eine angenehme Arbeitsumgebung und für die Kunden seien Holzgebäude „die Visitenkarte des Unternehmens. Sie beweisen, dass die Inhaber ihre Ziele, Menschen gesünder zu machen oder gesund zu halten ernst nehmen.“ www.haas-gewerbebau.de
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Metabolic Fit von eGym – gezielte Ansprache von Diabetes-Typ-2-Patienten
Neu: eG m rainings rogramm
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etabolic Fit
rechen ie ge ielt Diabetiker an S
echs Millionen Menschen haben allein in Deutschland im Laufe ihres Lebens eine Zuckerkrankheit entwickelt – die sogenannte Diabetes Typ 2. Tendenz deutlich steigend. Zur Vorbeugung ist neben der Ernährung regelmäßige sportliche Aktivität unerlässlich. eGym hat speziell für DiabetesTyp-2-Patienten sein neuestes Trainingsprogramm Metabolic Fit entwickelt. Physiopraxen mit eGym Kraftzirkel erhalten das neue Trainingsprogramm automatisch und kostenlos per Software-Update.
eGym GmbH Prannerstraße 2-4 80333 München www.egym.de/business
Über einen Zeitraum von sechs Monaten hatte eGym gemeinsam mit Partnerstudios untersucht, wie Krafttraining zur Verbesserung der Situation von Diabetes-Typ-2-Patienten beitragen kann. 23 Probanden trainierten nach Eingangsmessung u. a. ihres Körpergewichts, ihres Blutdrucks und ihres Langzeitblutzuckerspiegels (HbA1c-Wert) mindestens einmal pro Woche unter Aufsicht. Die verwendeten eGym Zirkel umfassten mindestens sechs Geräte, an denen zudem regelmäßige Krafttests durchgeführt wurden. Neun der 23 Probanden senkten durch das eGym Krafttraining ihren HbA1c-Wert bis unterhalb der Schwelle, ab der man von Diabetes spricht. Zudem zeigten sich auch ganz generell Verbesserungen bei den gemessenen Körperwerten. Die Ergebnisse der Stu-
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die legen nahe, dass Krafttraining ein wesentlicher Faktor bei der Behandlung von Diabetes ist und zu deutlichen gesundheitlichen Verbesserungen führen kann. Die Trainingsparameter aus der Studie wurden auf das softwaregesteuerte Training an den eGym Geräten übertragen. Das neue eGym Trainingsprogramm Metabolic Fit beinhaltet sämtliche Vorteile des intelligenten eGym Trainingssystems, wie z. B. die automatische Periodisierung des Trainings und
Das neue eGym Trainingsprogramm Metabolic Fit
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Metabolic Fit ist eines von zahlreichen eGym Trainingsprogrammen bzw. -zielen für den vollelektronischen Kraftzirkel von eGym, die sich für die Ansprache von Selbstzahlern in der Physiopraxis bestens eignen. Bereits sehr erfolgreich im Markt sind: Reha Fit Reha Fit, das schonende Aufbautraining, richtet sich an Physio-/Reha-Patienten, die z. B. nach einer Verletzung oder aufgrund von Beschwerden für das „normale“ Training im Zirkel noch nicht fit genug sind. Reha Fit ist Training mit sehr geringer Intensität sowie mittlerer Trainingsgeschwindigkeit bzw. Wiederholungszahl. Der Fokus liegt ganz klar auf Mobilisierung und Aktivierung für ein schonendes Training.
Explonic: Steigerung der Schnellkraft
Explonic Explonic ist die Trainingsmethode zur Steigerung der Schnellkraft. Diese nimmt mit zunehmendem Alter deutlich früher und schneller ab als die Maximalkraft, nämlich schon ab einem Lebensalter von ca. 30 Jahren. Mit konventionellen Geräten war spezifisches Schnellkrafttraining bislang nicht möglich. Daher hat eGym gemeinsam mit Prof. Mikel Izquierdo vom Institut für Gesundheitswissenschaften der spanischen Public University of Navarra in Pamplona die Trainingsmethode Explonic entwickelt. Sie besteht im geführten Schnellkrafttraining: Leichtes Gewicht, maximal beschleunigt. Dabei versucht der Trainierende, jede Wiederholung in der konzentrischen Phase so schnell wie möglich zu bewegen. Gleichzeitig wird das Trainingsgewicht so gewählt, dass
pro Wiederholung die maximale Leistung erbracht werden kann. Explonic trainiert die Leistungsfähigkeit des Muskels für Alltagsbelastungen, sozusagen eine „Schnellkraftmethode für Jedermann“. Fotos: eGym GmbH
die regelmäßig durchgeführten Kraftmessungen zur Anpassung des Trainingsgewichts. So trainieren die Nutzer planvoll und systematisch nach neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen. Das Training für Diabetes Typ-2-Patienten startet mit einer vierwöchigen Eingewöhnungsphase. Es ist auf lange Belastungszeiten und hohe Wiederholungszahlen ausgelegt und beansprucht alle großen Muskelgruppen. Dieses spezielle Trainingsprogramm war bislang nur mit erhöhtem Aufwand in einer 1:1-Betreuungsform möglich. Metabolic Fit von eGym ist dagegen vollständig automatisiert.
Isokinetisches Training: Die schonende Methode
Isokinetisches Training Das isokinetische Training belastet den Muskel in jedem Winkel mit der optimalen Intensität. Das Gewicht ist variabel und ändert sich je nach Gelenkwinkel. Die Intensität steht also immer im Verhältnis zu der Kraft, die man in der jeweiligen Gelenkposition aufbringen kann. Je schneller man die Bewegung ausführt, umso größer wird der Widerstand. Das bedeutet, dass man in jedem Moment der Übung die Intensität der Übung selbst steuert. Durch die verhältnismäßig konstante Muskelauslastung werden die Muskeln gleichmäßig trainiert und die Gelenke geschont. Die automatische Gewichtsanpassung reduziert das Verletzungs- und Überlastungsrisiko deutlich und macht das Training auch für Menschen mit Gelenkverletzungen oder Personen mit nicht typischem Ermüdungsverhalten möglich.
Darum eGym Physio Eine erfolgreiche Physiopraxis lebt insbesondere von einem direkten Zugang zu potenziellen Kunden. Mit einem für alle Zielgruppen zuverlässig funktionierenden Trainingsbereich für Selbstzahler ist dies möglich. eGym Physio unterstützt Sie dabei, aus Ihren Patienten erfolgreiche und gesunde Kunden zu machen: 1. Bieten Sie Ihren Patienten die Möglichkeit, auch nach derTherapie-/ Rehabilitationsphase in Ihrer Praxis zu trainieren. 2. Ein einzigartiges Trainingserlebnis schafft maximale Kundenzufriedenheit. 3. Ihren Personalaufwand halten Sie trotz vergrößertem Kundenstamm gering: Das intelligente Trainingssystem von eGym Physio ist einfach und sicher. 4. Sie verzeichnen steigende Umsätze und Gewinne. 5. Sie werden unabhängiger von Krankenkassen. 6. Alle Geräte und Services von eGym sind softwaregestützt, d. h., einmal kaufen, immer wieder neue Potenziale ausschöpfen und langfristig profitieren. Regelmäßige Softwareupdates schaffen quasi über Nacht unendlich viele neue Möglichkeiten für bestehendes Equipment. Erleben Sie alle Innovationen von eGym auf einer unserer kommenden Veranstaltungen live. Senden Sie einfach eine E-Mail an events@egym.de.
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Optimale Trainingserfolge
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Wie wichtig ist Regeneration? as Wort egeneration kommt aus dem ätlateinischen und bedeutet so viel wie Wiedergeburt . Be ieht man diese Bedeutung auf das Training, ist das die Zeit, die der r er braucht um wieder wie neu u sein. Wie wichtig ist die egenerations eit at man h here Erfolge bei ausreichend Regenerationszeit?
A
lle biologisch-physiologischen sowie psychologischen Anpassungserscheinungen des Körpers benötigen Zeit. Die Trainingsbelastungen haben einen Reiz auf einzelne Funktionssysteme des Körpers ausgeübt; jetzt muss der Körper mit funktionellen und morphologischen Anpassungen reagieren. Die Anpassungsvorgänge benötigen demnach Erholungsphasen, in denen Umund Aufbauvorgänge vollzogen werden können, um ein nachfolgend höheres Leistungsniveau herauszubilden. Belastung und Erholung sind folglich als eine Einheit zu betrachten. (Eisenhut und Zintl, 2013). Sportler, die weniger als 8 Stunden schliefen, hatten ein um das 1,7-fache erhöhte
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Verletzungsaufkommen (Milewski et al., 2014). Personen mit einer Schlafdauer unter 5 Stunden hatten eine um das 4,5-fache erhöhte Infektanfälligkeit (Finan et al., 2015). Was passiert, wenn ich zu wenig regeneriere? Missachtet man die Regeneration, führt dies zu drastischen Negativeffekten. Ich konnte in meinen eigenen Studien (2010 - 2013) eine Leistungsreduktion bei sehr gut konditionierten Soldaten von durchschnittlich 20 Prozent beobachten, da diese durch Ausbildungen und Stress stark beansprucht wurden (Kaptain, 2013).
Folgende Tabellen zeigen den allgemeinen Regenerationsbedarf: Tabelle 1: Zusammenhang Regeneration – Trainingsalter (Gewöhnung an die Belastung) Leistungslevell
Regenerationszeit
Anfänger (0 - 6 Monate)
48 - 72 Stunden
Fortgeschritten (< 24 Monate)
24 - 48 Stunden
Leistungssportler
12 - 24 Stunden
Tabelle 2: Zusammenhang Regeneration – Intensität (Zusammenhang Belastung/Erholung) Trainingsbereich
Wann braucht der Körper Regenerationszeit? Eine Regenerationsphase sollte unmittelbar nach der intensiven Trainingsbelastung erfolgen, das Be-/ Entlastungsverhältnis sollte ca. 3:1 betragen. Wenn also 45 Minuten intensiv trainiert wurde, dann sollte die Cool-down-Phase bei ca. 55-60 Prozent HFmax, 100 Prozent aerob liegen. Laut Weineck (2010) wird durch ein Cool-down „... die Laktateliminationszeit gegenüber passiver Erholung um ein Drittel verringert ...“. Generell sollte ein Training – bezogen auf die Gesamtdauer pro Woche – zu maximal 30 Prozent anaerob ausgeübt werden (Neumann et al., 2007). Wird dies nicht berücksichtigt, dann sind zu geringe Regenerationszeiten und/oder zu intensives Training lt. Bergeron et al. (2011) eine der Hauptursachen von Trainingsverletzungen.
Belastungsdauer
Regenerationszeit
Laktat < 2-3 mmol/l
<1h
bis 24 h, (Tägliches Training möglich)
GA1-Training: Extensiver Belastungsbereich
Laktat < 2-3 mmol/l
1,5-2 h
1-2 Tage
GA2-Training: Intensiver Belastungsbereich
an oder leicht über der ANS, Laktat bis 6 mmol/l
<1h
2 Tage
GA2-Training: Intensiver Belastungsbereich
Anaerob laktazides Training, Laktat > 4-6 mmol/l
<1h
2-3 Tage
Erkennbar ist der Zusammenhang zwischen Belastung und Regeneration: je intensiver die Belastung, desto länger die Regeneration. Je intensiver der Alltag (Stress, Arbeitsbelastung, Lebensalter, Trainingsgewöhnung), desto weniger Ressourcen sind zur Erholung nach einem Training vorhanden. Dies heißt also, hat der Trainierende „ungünstige Voraussetzungen“ (Lebensbelastungen), ist ein intensives Training kontraproduktiv und sogar schädlich. Was verlängert oder verkürzt die benötigte Regenerationszeit? Als Regenerationsbeschleuniger können folgende Faktoren genannt werden: • ausreichend Schlaf (> 8 Std./Tiefschlafphasen) • ausgewogene Ernährung (Qualität/Quantität) • geringe Stressoren (psychosozial/emotional/ körperlich) • Trainingsalter (Verarbeitung der Trainingsreize/ Gewöhnung) Gibt es eine Formel für meine persönliche Regenerationszeit? Nein – eine direkte Formel ist nicht gegeben. Generell kann man den Status der Erholung am Ruhepuls ablesen. Ist dieser auf dem „normalen“ und gewohnten Maß (optimal < 60 Schläge pro Minute), ist der Körper erholt. Ebenso können diverse Blutmarker (Hormonprofil, Entzündungswerte) Aufschluss geben. Unmittelbar nach Belastung ist folgender Regenerationspuls/Nachbelastungspuls ein Richtwert:
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Grafik: Zintl & Eisenhut, 2001
Foto: © bnenin - Fotolia.com
Friedl et al., 1995: Ein Regenerationsdefizit bedeutet ein Rückgang der kognitiven Fähigkeiten bzw. Konzentrations- und Leistungsverlust und damit potenzielle Verletzungsgefahr. Bei einer geringeren durchschnittlichen Schlafdauer als 7 Stunden pro Tag trat eine Leistungsreduktion von ca. 25 Prozent ein (Armstrong, 2000; Haslam, 1982, 1983 und 1985). Eine Reduzierung der Ausdauerleistungsfähigkeit (Armstrong, 2000; Castellani et al., 2003) und Muskelkraft (Symons et al., 1988) ist vielfach zu beobachten. Die langfristige Folge ist ein Übertraining, d. h. ein Nachlassen der sportlichen Leistungsfähigkeit trotz Fortführung des sportlichen Trainings über einen längeren Zeitraum (mehrere Wochen) zusammen mit objektiven und subjektiven Symptomen.
Belastungsintensität
GA1-Training: Extensiver Belastungsbereich
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Tabelle 3: Nachbelastungspuls nach Böhmer
Nachbelastungspuls (HF/min)
Erholungsqualität
> 10
schlecht
130 - 120
ausreichend
120 - 115
befriedigend
15 - 105
gut
105 - 110
sehr gut
< 100
Hochleistungstrainingszustand
Wie kann die Regenerationszeit verkürzt werden? Durch das Einhalten der „Regenerationsbeschleuniger“ und eine sinnvolle Trainingsplanung wie bspw. das Berücksichtigen vom Zusammenspiel „Belastung und Regeneration“. Mythen wie „no pain no gain“ sind hier kontraindiziert und maximal im Leistungssport anwendbar (wenn überhaupt). Mythos: Bei Muskelkater weiter trainieren? Muskelkater ist eine Mikroverletzung, die zur Folge hat, dass der Körper zur Wiederherstellung der Leistungsfähigkeit geschont werden muss. Während dieser Phase (abhängig von der Intensität ca. 36 bis 96 Stunden) ist ein weiterer (ähnlich intensiver) Trainingsreiz schädlich, da die überbeanspruchten Strukturen noch mehr überlastet werden. Generell verlängert sich somit die Regeneration und im Falle des Ziels „Muskelaufbau“ wird ein effektiver Reiz zeitverzögert. Im Optimalfall sollte dieser nach Abklingen der Proteinsynthese (i. d. R. nach 36 Stunden) erfolgen. Ein zu intensives Training kann jedoch Regenerationszeiten von 48 bis 72 Stunden notwendig machen und somit die Frequenz verringern und Gesamteffektivität gefährden. Eine solche Strategie verzögert also ein optimales Anpassen.
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Als geeignet empfiehlt sich: • das Training dauerhaft so zu dosieren, dass solch stark überschwellige Reize nicht mehr vorkommen • durch moderates (aerobes) Training (aktive Regeneration) und passive Maßnahmen (Sauna, Wechselduschen), Ernährung (viel Protein, Kohlenhydrate, Vermeidung von „Giften“ wie Alkohol,
Foto: DHfPG/BSA
Prof. Dr. Daniel Kaptain
Prof. Dr. Daniel Kaptain ist u. a. Dozent an der DHfPG und der BSA-Akademie. Von 2010 bis 2013 promovierte er im Fachbereich Sportwissenschaften. Darüber hinaus ist er Experte für Konditions- und Athletiktraining, u. a. für mehrere Profivereine, sowie ausgebildeter Trainingstherapeut. www.dhfpg-bsa.de
Nikotin und Zucker) und Vermeidung von Stress diesen Zustand schneller abklingen zu lassen Stressabbau durch Sport – Richtig auspowern, wenn man schon k.o. ist? Ja – hier hilft ein moderates und regelmäßiges Ausdauertraining. Es beschleunigt die Regeneration und sorgt für einen starken Anstieg von Endorphinen (bekannt als „Glückshormone“), die als Gegenspieler von Cortisol (dem Stresshormon) gelten. Gerade heutzutage das Mittel Nr. 1. Wenn man im Gegenteil „stark gestresst“ ist, dann reduziert sich die physische Leistungsfähigkeit. Physischer und psychischer Stress werden durch ein ausbildungsbedingtes Schlafdefizit bzw. eine verminderte Regenerationszeit (< 7 Std./ Tag) gesteigert (Buguet, 1995). Ein deutliches Absinken des Testosteronspiegels (um durchschnittlich 28,6 Prozent) ist zu beobachten durch eine vorhergehende stark ermüdende Belastung und die gleichzeitige Parasympathikus-Aktivierung durch psychischen Stress (Jouanin et al., 2004). Des Weiteren zeigen diverse Studien, dass psychologischer Stress die Regenerationszeit verlängert (Stults-Kolehmainen et al., 2014) und selbst bei sehr gut trainierten Probanden eine deutlich reduziertere Trainingsanpassung erfolgte (ca. 20 Prozent weniger Muskelzuwachs und Kraftanstieg) als bei Probanden die keinen oder nur geringen Stress aufwiesen (Bartholomew et al., 2008). Fazit Gerade im Hinblick auf den immer hektischeren und anspruchsvolleren Alltag und die damit verbundenen Trainingsziele ist der Faktor Regeneration und Erholung bedeutsamer geworden. Der versierte Trainer muss neben der Übungsauswahl und Belastungsdosierung die Verträglichkeit und damit die Regenerationskapazität betrachten. Erst wenn die qualitative wie quantitative Erholungsphase gegeben ist, kann ein intensives Training effektiv sein. Hinweise und Ratschläge, wie eine ebensolche zu erwirken ist, sind für die Kunden sehr wichtig und dienen zur Steigerung und Sicherung der angestrebten Lebensqualität. Das Credo lautet: Die optimale Dosis (Verhältnis von Belastung und Erholung) erbringt die optimale Wirkung!
Auszug aus der Literaturliste - Armstrong, L. E. (2000) Biorythmic disturbances in: Performing in extreme environments. Human Kinetics, Champaign, II. - Bartholomew J. B., Stults-Kolehmainen, M. A., Elrod, C. C. & Todd, J. S. (2008): Strength gains after resistance training: the effect of stressful, negative life events. J Strength Cond Res. 22(4),1215-21. - Buguet, A. (1995). Sleep Recovery from Physical Exercise: A New Understanding of Brain Responses to Stress. Paris. Für eine vollständige Liste kontaktieren Sie bitte: marketing@dhfpg-bsa.de.
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VfL-Mittelstürmer Lukas Hinterseer: „Beweglicher auf dem Platz.“
Fotos: eGym GmbH
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VfL-Athletiktrainer Jörn Menger: „fle-xx zur Verletzungsprophylaxe“
Beweglichkeitstraining
olen ie sich die Frei eitfu baller in den elbst ahlerbereich 40
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eGym GmbH Prannerstraße 2-4 80333 München www.egym.de/business
angelnde Beweglichkeit erhöht die Verletzungsgefahr – ganz besonders im Freizeitsport. Sechseinhalb Millionen Menschen in Deutschland spielen Fußball im Verein, und die Zahl der nicht organisierten Hobbyspieler liegt um ein Vielfaches höher. Wenn’s auf dem Platz so richtig zur Sache geht, ist nicht selten ein Bänderriss die Folge. fle-xx, das moderne Beweglichkeitstraining für den Selbstzahlerbereich in der Physiopraxis, eignet sich bestens zur Ansprache der vielen Laienfußballer: sowohl zur Verletzungsprophylaxe als auch in der Reha. „Mobilität vor Stabilität“, so lautet für Christian Hasler, Diplom-Sportwissenschaftler und Inhaber des next level.physio in Schweinfurt, das A und O zur Reduzierung der Verletzungsanfälligkeit: „Es bringt nichts, kräftige Muskeln zu haben, die man nicht im vollen Bewegungsausmaß einsetzen und trainieren kann. Das Training mit fle-xx ist daher gerade für Laienfußballer wie geschaffen, denn es leistet bei Beweglichkeitseinschränkungen einen wichtigen Ausgleich, indem es die Muskulatur systematisch und wirkungsvoll wieder in die richtige Länge bringt. Das Beweglichkeitstraining mit fle-xx ist vom ersten Moment an ein Wow-Erlebnis für jeden Kunden: Man spürt direkt nach der ersten Einheit den positiven Effekt durch ein verbessertes Haltungsund Körpergefühl. Positive Trainingseffekte bei anderen Trainingssystemen zeigen sich dagegen meist
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nach vielen Monaten. Deshalb kann ich das Beweglichkeitstraining mit fle-xx nur jedem ans Herz legen.“ Auch Profis, wie die Fußballmannschaft des VfL Bochum 1848, setzen auf fle-xx. Jörn Menger, Athletiktrainer des VfL Bochum 1848, richtet die Trainingsmethodiken des Vereins darauf aus, was in den verschiedenen sportmotorischen Bereichen das Beste für die Spieler ist: „Das Training mit fle-xx hat hohen Einfluss sowohl auf die Beweglichkeit als auch auf die Haltung, den Muskeltonus sowie auf die Verletzungsprophylaxe in veränderter Muskellängenform.“ fle-xx hilft z. B. beim Ausgleich von für Fußballer typischen Muskeldysbalancen (Stand- versus Schussbein). Das bestätigt auch Lukas Hinterseer, Mittelstürmer beim VfL: „Man spürt schon, dass man beweglicher ist auf dem Platz, wenn man die ein oder andere Übung in der Woche öfters macht. Man fühlt sich durch das Training mit fle-xx sicherer, ist beweglicher und kann Sachen machen, die man vorher von der Beweglichkeit her auf dem Platz nicht machen konnte. Man spürt eine Verbesserung, und Spaß macht das fle-xx Training auch.“ Erleben Sie das fle-xx Rückgratkonzept und alle weiteren Innovationen von eGym auf einer unserer kommenden Veranstaltungen live. Senden Sie einfach eine E-Mail an events@egym.de.
Fotos: Sportwelt Rosbach
IN- ertifi ierung als ualitätsbewusster Gesundheitsanbieter D
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ie Sportwelt Rosbach hat als erstes Fitness- und Gesundheitsstudio in der Region zwischen Frankfurt und Gießen das „ZertFit“-Zertifikat überreicht bekommen. Dafür hat sich der Gesundheitsanbieter lediglich seine bestehenden Qualitätsstandards nach DIN-Norm 33961 durch die unabhängige Zertifizierungsstelle BSA-Zert bestätigen lassen. Ursprünglich als Tennispark gegründet 1978 gegründet, dominierten zunächst die Rückschlagsportarten in der Sportwelt Rosbach. Squash und vor allem Tennis waren die Aushängeschilder der Sportwelt. Lange Jahre agierten die Mannschaften der Aktiven sogar in der 2. Bundesliga. Bereits 1998 erkannten die Verantwortlichen des damaligen Tennisparks aber sehr früh den Trend hin zum Fitness-Sport und bauten die beiden Squashplätze zum Fitnessbereich um. Auf rund 250 qm bot die Sportwelt nun Cardio- und Krafttraining sowie Kursund Gesundheitsangebote. 2006 übernahm der heutige Clubmanager Yannik Hoenig die Sportwelt Rosbach. Eine seiner ersten Amtshandlungen war die Erweiterung und Neueröffnung des Fitness- und Gesundheitsbereichs. „Diese Entwicklung erstreckt sich bis heute. Wir haben unsere Geräteausstattung modernisiert und die zum Gebäude zugehörigen VerwalMietwohnungen zum neuen Kurs- und Verwal tungsbereich umgebaut“, denkt der Clubmanager zurück. 2015 erfolgte der bisher größte Umbau in der Geschichte der Anlage. Sie erstrahlt seitdem in einem völlig neuen Design der Räumlichkeiten, mit neueinem neuen Logo, neuen Imagefarben, dem neu Interen Slogan „Vitalität für’s Leben“, einer neuen Inter netseite inkl. App sowie vereinfachten Abläufen für die Gäste. „Der Gesundheitsbereich umfasst neben
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dem Rehasportbereich auch eine Privatpraxis für Physiotherapie. Das Einzige, was uns als qualitätsbewusstem Gesundheitsanbieter noch fehlte, war ein Nachweis unserer Qualität von neutraler Stelle“, fasst Yannik Hoenig zusammen. Wachsende Mitgliederzahlen dank hoher Qualität Die Sportwelt Rosbach kann sich seit Jahren über wachsende Mitgliederzahlen freuen. Alleine in den vergangenen beiden Jahren ist diese Zahl um 300 Mitglieder gewachsen. Mittlerweile besteht das Team insgesamt aus 30 Mitarbeitern, von denen zwölf Mitarbeiter als Festangestellte das Kernteam bilden. Die Mitglieder schätzen die hohe Betreuungsqualität, nun fehlte den Verantwortlichen nur noch eine Möglichkeit, diese Qualität auch nach außen sichtbar zu machen. „Wir waren auf der Suche nach einer neutralen und unabhängigen Bestätigung unserer Qualität. Von befreundeten Studioinhabern sowie in Fitnesszeitschriften wurde ich darauf aufmerksam gemacht, dass wir unsere Qualitätsstandards nach DIN-Norm durch die neutrale Zertifizierungsstelle BSA-Zert bestätigen lassen können“, führt er aus. Die BSA-Zert bietet mit dem Zertifizierungsverfahren „ZertFit“ als einzige Zertifizierungsstelle, welche von der Deutschen Akkreditierungsstelle DAkkS für eine Studiozertifizierung nach DIN-Norm 33961 akkreditiert ist. „Da wir immer schon in Qualität investiert haben, war es eine Selbstverständlichkeit, unter den ersten Anbietern in Deutschland zu sein, die sich dem Zertifizierungsprozess stellen.“ Und so ist die Sportwelt Rosbach das erste nach DIN 33961 zertifizierte Studio zwischen Frankfurt und Gießen.
Zertifizierungsverfahren an Mitarbeiterin abgegeben Das „ZertFit“-Verfahren, welches aus einer Dokumentenprüfung sowie einer Vor-Ort-Inspektion besteht, delegierte der Clubmanager an eine bewährte Mitarbeiterin. „Sie hat das „ZertFit“-Verfahren eigenständig, neben ihrer täglichen Arbeit im Studio, absolviert. Da wir schon von Haus aus über gute Strukturen verfügen, hat uns das Zusammenstellen der Dokumente nicht vor größere Probleme gestellt. Neben Erste-Hilfe- und BrandschutzSchulungen für unsere Mitarbeiter, haben wir im Rahmen des „ZertFit“-Verfahrens auch einen Limiter in den Kursräumen installiert, der die Lautstärke regelt“, fasst er zusammen. Die Anforderungen der DIN 33961 an die Qualitätsstandards findet Yannik Hoenig gerechtfertigt. „Wenn ein Studio bereits über eine gewisse Struktur und Organisation verfügt, dann sollte das Zertifizierungsverfahren sie vor keine unlösbaren Probleme stellen. Da wir schon immer auf Qualität und hochqualifizierte Mitarbeiter setzen, hätten wir sicher auch noch höhere Anforderungen gemeistert, dennoch ist die DIN-Norm 33961 als Mindeststandard geeignet.“ Langfristig von der Zertifizierung profitieren Eine Frage, die sich alle Studiobetreiber stellen, liegt in dem messbaren Mehrwert einer Studiozertifizierung nach DIN-Norm 33961. Die Sportwelt Rosbach setzt dabei auf nachhaltiges und konsequentes Einsetzen seines „ZertFit“-Zertifikats bei allen sich bietenden Gelegenheiten. „Wir stehen für den Bereich Rehasport mit 30 umliegenden Ärzten in Kontakt, die wir alle über unser neutral und unabhängig zertifiziertes Trainings- und Betreuungsangebot nach einer DINNorm informiert haben. Wir schreiben gezielt Unternehmen aus der Region an, da wir im Bereich Firmenfitness sehr aktiv sind. Sie können mit dem Begriff DIN-Norm natürlich am meisten anfangen.“ Doch dies sind nicht die einzigen Maßnahmen, wozu er das „ZertFit“-Logo einsetzt. „Man muss es immer an der Hand haben, ich platziere es im Briefkopf, als E-Mail-Signatur und auf unserer Homepage. Wir nutzen es konsequent. Mit einem Facebook-Post oder einer Anzeige im Wochenblatt ist es nicht getan.“ Doch auch als Arbeitgeber ist die DIN-Zertifizierung für ihn von Nutzen. „Als Qualitätsanbieter ist man immer auch auf der Suche nach qualifiziertem Fachpersonal. Für Bewerber ist ein DIN-zertifizierter Arbeitgeber sicher ein interessanter Arbeitgeber, der bevorzugt wird. Das Image des Unternehmens gewinnt an Ansehen, wenn die Qualität neutral und unabhängig bestätigt und dadurch auch bewertbar ist.“ Für Yannik Hoenig ist die DIN-Norm-Zertifizierung eine Frage der Haltung. „Es war für uns eine konsequente Entscheidung für die Qualität, in die wir immer schon investiert haben.“ www.bsa-zert.de
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Fotos: milon
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Neue Potenziale für Gesundheitseinrichtungen mit milon 46
Das gewachsene Gesundheitsbewusstsein treibt Menschen eden lters u mehr k r erlicher Betätigung. tudiotraining ist dabei olkss ort Nr. 1. och umgekehrt besuchen fast 90 Prozent der Deutschen noch keine fitness- oder gesundheitsorientierte Einrichtung. Gleich ob Fitnessclub oder Ph siothera ie ra is – mit individuellen on e ten k nnen Neukunden gewonnen und Wachstumspotenziale erschlossen werden. Das Beratungsmodell milon BOO hilft dabei.
O
b Schmerzfreiheit, Gewichtsreduktion, Straffung oder Muskelaufbau – unterschiedliche Motive bestimmen die Trainingsziele und Erwartungen an eine Anlage. Mit einer konsequenten Ausrichtung auf Kundenzufriedenheit und auf den Trainierenden selbst lassen sich als Anlagenbetreiber vielfältige Herausforderungen meistern. Sowohl gesundheits- als auch therapeutisch-orientierte Einrichtungen haben jeweils eigene Problemstellungen und suchen nach Lösungen, um ihre Abläufe zu verbessern, sich auch gegenüber dem Wettbewerb stärker zu positionieren, rentabler und damit noch zukunftsfähiger zu sein.
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Lösungen für Fitness- und physiotherapeutische Einrichtungen Bei Physiotherapiepraxen liegt ein wesentliches Wachstumspotenzial auf dem Ausbau und Betrieb des Selbstzahlerbereichs. Hierfür müssen auch strukturelle Barrieren wie eine hohe Arbeitsbelastung durch reduzierte Behandlungszeiten überwunden sowie mehr Unabhängigkeit von der ärztlichen Verordnungs-Praxis und dem Krankenkassensystem geschaffen werden. Zugleich fehlt es häufig an Erfahrung und gezielten Marketingstrategien bei der Planung und Gewinnung von Selbstzahlern sowie besonderen Alleinstel-
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lungsmerkmalen, um sich vom Angebot im Praxisbereich abheben zu können.
Beratung und Wissenstransfer vom erfahrenen Partner Das neue milon BOOST Konzept bietet Betreibern von Fitness- und Physio-Einrichtungen mit einer ganzheitlichen Perspektive die individuelle Unterstützung für mehr Erfolg und Wachstum. Der Betreuungsansatz basiert auf drei Eckpfeilern: der sportwissenschaftlichen Erfahrung aus fast zwanzig Jahren milon Zirkelsystem, dem Digitalund Daten-Knowhow aus eigenen Technologien und Anwendungen sowie der Verzahnung mit dem Physio Aktiv Netzwerk, das mit 150 Partnern deutschlandweit vertreten ist. In vier Stufen von der Ist-Analyse, Konzeptphase, über die Schulung bis zum Controlling optimiert das milon BOOSTModell den jeweiligen Betrieb. Zugleich bietet milon für Studiopartner neue Marketingservices, insbesondere für die digitale Werbung. Den Start macht aktuell ein dreimonatiges Leadgenerierungspaket für Facebook-Kampagnen. „Den Kunden dort zu erkennen und zu finden, wo er sich in seinem Alltag bewegt, wird eine zentrale Aufgabe für Betreiber von Fitness- und Gesundheitseinrichtungen“, so Florian Schmidt, Marketingleiter von milon. „Facebook ist die Tür zum Studio – hier entscheidet der Kunde, welches Angebot für Ihn attraktiv ist. Und genau in diesem digitalen Moment muss bereits der Erstkontakt stattfinden. Wir werden Fitness-Clubs sowie Physio-Praxen in diesem Prozess zukünftig noch stärker unterstützen.“ Motivation und qualifizierte Betreuung als Erfolgsfaktoren milon BOOST ist nicht nur rein wirtschaftlich ausgelegt, sondern sieht den Trainer oder Therapeuten stets als Bindeglied zum Kunden: Das milon Zirkelsystem gibt Trainern durch das Flächenbetreuungsprinzip, die digitale Trainingssteuerung und -kontrolle sowie zeitlich konzentrierte und motivierende Übungseinheiten die Möglichkeit, personalisiertes Training für unterschiedliche Zielgruppen mit unterschiedlichen Bedürfnissen anzu-
Grafik: milon
Für Fitness- und Gesundheitsanlagen ist eine besondere Herausforderung die Kundenbindung und Neukundengewinnung. Mehr individuelle Betreuung durch qualifiziertes und motiviertes Personal sowie ein überzeugendes Trainingserlebnis mit neuen Impulsen und erkennbaren Erfolgen verhindern eine hohe Fluktuation und verbessern die Weiterempfehlungsraten. Zugleich ist das Potenzial für neue Zielgruppen groß: Dafür braucht es alternative Studiokonzepte, wie beispielsweise die Mikrostudios, die eher Menschen ansprechen, die nicht das klassische Fitness-Studio aufsuchen, wenig Zeit haben, aber trotzdem etwas für ihre Gesundheit tun wollen.
bieten. Die Flächenbetreuung ermöglicht die kontinuierliche Nähe zum Trainierenden: Ausgestattet mit einem Tablet ist der Trainer ständig ansprechbar und hat zugleich alle relevanten Trainingsdaten wie Trainingslevel und -planstufen, Wiederholungen, Gewichte und Belastungszeiten parat.
Synergien mit milon und five Die digital vollvernetzte Trainingsfläche, bei milon Connected Training System genannt, basiert auf der Software milon CARE und beinhaltet nicht nur den milon Zirkel, sondern beispielsweise auch das Beweglichkeitskonzept von five sowie Geräte von Matrix oder Polar. Insbesondere die Kombination aus milon und five Konzept bietet gesundheitsorientierten Einrichtungen ein sich synergetisch ergänzendes Trainingssystem. Beide Unternehmen werden zukünftig noch stärker zusammenarbeiten und auch neue gemeinsame Produkte und Trainingskonzepte entwickeln. Zugleich sind für den milon Kraft-Ausdauer-Zirkel § 20-Präventionskurse zertifiziert und werden von Krankenkassen mit bis zu 80 bis 100 Prozent bezuschusst – eine zusätzliche Chance, das eigene Angebot für neue Zielgruppen zu erweitern. „Wir können fitte Leute noch fitter machen, doch noch schöner ist es doch, wenn weniger fitte Menschen gesünder werden“, erläutert Andreas Kreil, Vertriebsleiter bei milon. „Digital vernetzte Trainingsflächen und Gerätesysteme, die wie unser Zirkel eine Trainingseinheit in nur 17,5 Minuten ermöglichen, bieten gerade denen, die bisher nie ein Studio besucht haben, sehr variable, zeitsparende und attraktive Möglichkeiten, mehr für ihre Gesundheit zu tun. Mit milon BOOST zeigen wir neue Wege auf und erschließen Potenziale für neue Kundengruppen.“
milon industries GmbH An der Laugna 2 86494 Emersacker
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rthrose und five
Therapeutenwissen von Wolf Harwath ie häufigste Gelenkerkrankung weltweit – was tun bei der iagnose rthrose er r t sagt: Bewegung vermeiden. elbst rainer und Ph siotherapeuten raten oftmals davon ab sich weiterer Belastung auszusetzen. Das ist meiner Meinung nach katastro hal
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uch in 2018 wird an angesehenen Universitäten in Deutschland im Studium der Medizin noch immer vielerorts gelehrt, dass zu viel Belastung für einen Knorpel schlecht sei. Aus meiner Sicht macht das ganz klar keinen Sinn. Hier herrscht noch deutlich mehr Aufklärungsbedarf. Aber wie funktioniert so ein Knorpel überhaupt? Unsere Knorpel selbst verfügen über keine eigene Blutversorgung. Dies ist vor allem daran zu erkennen, dass jeder Knorpel weiß ist. Aus diesem Grund hat er lediglich die Möglichkeit sich durch Be- und Entlastung zu ernähren. Während der Belastung wird er ausgepresst. Anschließend saugt er sich dann wieder mit Gelenkflüssigkeit voll. Das heißt, ein Gelenk muss vollständig beweglich sein, sodass ein Knorpel in allen Bereichen belastet werden kann, um mit ausreichend Gelenkflüssigkeit versorgt zu sein. Hieraus wird deutlich, dass ein Beweglichkeitstraining mit five unabdingbar ist, um alle Gelenke beweglich und vor allem auch gesund zu halten. Somit funktioniert ein Knorpel durch Auspressen und Aufsaugen, ähnlich wie ein Schwamm. Wenn zwischen zwei Gelenkpartnern Bewegung unter Druck stattfindet, wird bei beiden Gelenkpartnern Flüssigkeit ausgepresst. Dadurch gleitet das Gelenk perfekt und es entsteht kaum Reibung. Hierbei gibt es, solange es sich um eine natürliche Bewegung handelt, keine Verschleißerscheinungen, da sich die Gelenkpartner gegenseitig ernähren. Der vollgesogene Schwamm reagiert auf Druck ebenfalls mit dem Ausscheiden von Flüssigkeit. Kommt also Druck auf das Gelenk, pressen wir den Knorpel aus.
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Wenn der Schwamm wieder losgelassen wird, geht er in seine natürliche Ursprungsform zurück und saugt die Flüssigkeit erneut auf. Im Falle des Knorpels hat er während der Entlastung die Chance, sich wieder mit neuer Gelenkflüssigkeit vollzusaugen, aus der er seine Nährstoffe bezieht. Ein Gelenk braucht somit regelmäßige Be- und Entlastung bzw. Bewegung im Allgemeinen, um überhaupt ernährt zu werden und nicht zu verhungern. Der Fehler unserer Zeit ist, dass wir in unserem einseitigen Alltag, in dem wir oftmals über ein Drittel des Tages sitzen, zu wenig Bewegung haben. Unsere Knorpel müssen dauerhaft in einer Position verweilen und werden nicht beansprucht. So findet einseitig Druck statt und alle anderen Bereiche unserer Gelenke werden nicht ausgepresst und können sich somit auch nicht wieder vollsaugen. Daraus resultiert, dass es sich bei einer Arthrose für mein Empfinden nicht um eine Überbelastung handelt, wie es uns die Schulmedizin teilweise noch heute lehrt, sondern vielmehr um mangelnde Belastung und zu wenig Bewegung für die Gelenke, die somit nicht mit ausreichend Nährstoffen versorgt werden und verhungern. Damit wird der Knorpel abgebaut und weniger, was die klassische Arthrose darstellt. Wenn ich Beweglichkeit im Gelenk hergestellt habe, muss ich es auch in seiner vollen Beweglichkeit belasten, es nutzen und ernähren. Dieses Prinzip gilt für absolut jedes Gelenk im Körper. Ich persönlich zähle hierzu auch die Bandscheiben und ebenso die Facettengelenke.
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Trotz dieser Erkenntnisse lernen Mediziner, Trainer und auch Therapeuten heute noch immer Dinge wie: „Bei der Kniebeuge dürfen die Knie nicht über die Fußspitze.“ Zudem hört man immer wieder Sätze wie: „Das Überstrecken der Wirbelsäule ist eine gefährliche Bewegung.“ Daraus resultiert, dass wir in der Trainingswelt oftmals total an den natürlichen Funktionen unseres menschlichen Körpers vorbeitrainieren. Meiner Meinung nach muss hier schnellstmöglich ein Umdenken stattfinden! Wir müssen es schaffen, Betroffene wieder zu ermutigen, sich natürlich zu bewegen und vor allem sollten sie wieder damit beginnen, ihren Körper auch intensiv zu belasten. Wenn wir es schaffen würden, die Menschen begreifen zu lassen, dass ihr eigener Körper genau diese Belastung benötigt um gesund zu bleiben, dann wären wir schon ein ganzes Stück weiter und könnten die Welt zu einem etwas besseren Ort machen. Aber das Umdenken muss erst bei uns Trainern und Therapeuten stattfinden. Denn es gelingt uns nicht, solange wir als Trainer und Therapeuten selbst Angst davor haben zu belasten und zu bewegen. Somit schränken wir uns nicht nur selbst, sondern vor allem auch unsere Kunden ein. Wichtig ist es immer, das Gelehrte seinen Kunden auch selbst vorzuleben. Es steht außer Frage, dass Personen, die bereits Probleme haben, erst einmal langsam wieder an Bewegung und Belastung herangeführt werden sollen. Jedoch sind aus meiner Sicht das Schonen und sämtliche Vermeidungsstrategien auf keinen Fall die Lösung. Meiner Erfahrung nach lassen sich mit gezielter Bewegung und Belastung ebenso bereits bestehende Arthrosen optimal behandeln. Auch mit starken und fortgeschrittenen Arthrosen lassen sich noch beeindruckende Erfolge erzielen.
Der ideale Trainingsansatz ist meiner Meinung nach ein Beweglichkeitskonzept wie unser fiveKonzept, um alles rund um die Arthrose herum – also die Muskelschlingen – wieder gesund zu trainieren und die natürliche Beweglichkeit, die wir als Kinder schon einmal alle hatten, zumindest teilweise wiederherzustellen. Zu dieser neu gewonnenen Beweglichkeit sollte dann unbedingt ein Kraft- und Ausdauertraining hinzukommen, um das Gelenk auch wieder zu nutzen und zu belasten. Auch für deine Knorpel finde ich das Sprichwort „Use it or lose it“ absolut passend. Nutze sie oder du verlierst sie. Alles was ich nicht benutze, baut im Körper ab, denn „wer rastet, der rostet“. In unseren five-Schulungen vermitteln wir allen Trainern ab der ersten Fortbildung zu unserem Konzept – der five-BASIC – entsprechendes und grundlegendes Know-how. Vor allem in der Masterschulung wird dann nochmals das Thema aufgegriffen und gewisse Krankheitsbilder, so auch Arthrose, detailliert behandelt. Trainer, die unsere five-Academy durchlaufen, erfahren, wie sie in unterschiedlichen Situation mit ihren Kunden umgehen müssen und welche Übungen besonders oder weniger empfehlenswert sind. Ob jung, ob alt – Arthrose ist keine Frage des Alters oder zumindest nicht immer. Mit dem richtigen Trainingsansatz lassen sich sowohl ältere Personen, Schreibtisch-Übeltäter als auch die Jugend, die aufgrund der Abhängigkeit von neuen Medien zu wenig Bewegung bekommt, auf einen richtigen und gesunden Weg führen, um Knochen, Gelenke und jeden einzelnen Knorpel gesund zu halten. Mehr Informationen zu Arthrose und weiteren Themen rund um Fitness, Health und Lifestyle auf dem YouTube-Channel „Wolf on Tour“: www.youtube.com/wolfontour
Fotos: five-Konzept
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Foto: © kasto - Fotolia.com
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er Wunsch nach Freiheit, Unabhängigkeit und Selbstverwirklichung lässt immer mehr Menschen in Deutschland über eine berufliche Selbstständigkeit nachdenken. Insbesondere die Fitness- und Gesundheitsbranche bietet Gründungsmotivierten durch den seit Jahren anhaltenden Nachfrageanstieg viele Möglichkeiten zum Aufbau einer selbstständigen Existenz. Was Gründungswillige oftmals von der Umsetzung ihrer Pläne abhält, sind fehlende Erfahrung und mangelndes Gründungswissen sowie die Vorstellung, vor unüberwindbaren bürokratischen Hürden zu stehen.
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Gleichzeitig sind auch viele Unternehmer in der Fitness- und Gesundheitsbranche vor die Herausforderung gestellt, einen geeigneten Nachfolger für den eigenen Betrieb zu finden. Ein Generationenwechsel bzw. eine konzeptionelle Neuorientierung ist nicht nur für potenzielle Nachfolger,
sondern auch für Betreiber mit anspruchsvollen Aufgaben verbunden. Der praxisnahe DSSV-Workshop „Existenzgründung“ setzt an diesen Schnittstellen an. Er vermittelt Gründungsinteressierten und Betreibern das nötige Rüstzeug, um die Herausforderungen einer Neugründung oder einer Übernahme auf lange Sicht erfolgreich zu meistern. Workshop-Teilnehmer erhalten neben wertvollen Informationen nützliche Praxis-Tipps von erfahrenen Branchen- und Gründungsexperten: Dipl.-Betriebswirt Ralf Capelan, Thorsten Clemann M. A. Prävention und Gesundheitsmanagement und Dipl.-Kaufmann Henrik Gockel. Alle drei sind u. a. tätig als Dozenten, Autoren und Tutoren für die Deutsche Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement/BSA-Akademie. Termine und Teilnehmergebühr: Siehe unten.
EXISTENZGRÜNDUNG BUNDESWEITE WORKSHOPS Frankfurt:
08.06.2018
Berlin:
27.06.2018
Köln:
15.06.2018
Hamburg:
28.06.2018
München:
21.06.2018
Leipzig:
06.07.2018
Stuttgart:
22.06.2018
Gründen leichter gemacht – Vieles von Anfang an richtig machen! Der DSSV-Tages-Workshop für Gründungsinteressierte und Studiobetreiber mit wertvollen Informationen und praxisnahen Tipps von erfahrenen Gründungsexperten zu:
Existenzgründung Teilnahmegebühr: 79,- Euro pro Person. DSSV-Mitglieder, DHfPG-Studierende und BSA-Lehrgangsteilnehmer: 49,- Euro pro Person. Anmeldung unter: www.dssv.de/existenzgruendung
Existenzsicherung Nachfolgeregelung speziell in der Fitness- und Gesundheitsbranche.
Fotos: DHfPG/BSA
Der Gesundheitskongress in Saarbrücken
Podiumsgespräch beim gemeinsamen BGM-Symposium der IKK Südwest und der DHfPG
3. bis 5. Mai 2018 Congresshalle Saarbrücken
Prof. Dr. Loth, Vorstand der IKK Südwest, begrüßte die Teilnehmer des gemeinsamen BGM-Symposium der IKK Südwest und der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement DHfPG
er Gesundheitskongress vom . bis .
Oliver Walle von der DHfPG referierte zum Thema: „BGM als Beitrag zur Zukunftssicherung von Unternehmen“
ai 2018 in aarbrücken
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Mit einem Anteil von mehr als 12 Prozent am gesamten Bruttoinlandsprodukt ist die Gesundheitswirtschaft eine Wachstumsbranche auf E ansionskurs. ie ählt u den dynamischsten Branchen in Deutschland. Aber auch zu denen mit besonderen Herausforderungen.
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us diesem Grund fand 2015 erstmalig der „SALUT! Gesundheitskongress“, ein zweitägiger Fachkongress für Experten aus allen Bereichen der Versorgung und der Gesundheitswirtschaft, in Saarbrücken statt. Mit dem Ziel, Impulse von Leistungserbringern, Gesundheitsunternehmen und regionalen Netzwerken mit den Lebenswelten von Bürgern und Patienten zusammenzuführen und dadurch Anstöße für gesellschaftliche und politische Entwicklungen im Land zu geben. 2017 diskutierten in 30 Einzelveranstaltungen bereits mehr als 700 Teilnehmer gemeinsam mit 160 Referenten über neue Anforderungen an die Gesundheitspolitik sowie aktuelle Veränderungen und Herausforderungen der Branche. Gesundheitskongress geht in die vierte Runde Vom 3. bis 5. Mai kamen wiederum mehr als 700 Besucher zum vierten „Salut! Gesundheitskongress“ in Saarbrücken. In diesem Jahr waren dabei Gestaltungsverantwortung für Gesundheit und Pflege, Prävention, Betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM), Betriebliche Gesundheitsförderung (BGF) sowie innovative Versorgungsangebote die Kernthe-
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men des Kongresses. Ergänzt wurden sie durch Themen wie u. a. Digitalisierung, psychische Gesundheit sowie Leben mit chronischen Erkrankungen. Die Deutsche Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement (DHfPG) ist seit Beginn Partner des Fachkongresses und präsentiert sich jährlich im Rahmen der Fachausstellung, bei welcher sich Kongressbesucher über die Lehrgangs- und Studienangebote der DHfPG und ihres Schwesterunternehmens BSA-Akademie informieren können. Darüber hinaus veranstaltet sie seit Bestehen des Kongresses in Zusammenarbeit mit der IKK Südwest ein eigenes Symposium im Themenfeld Betriebliches Gesundheitsmanagement. Gemeinsames Satellitensymposium von DHfPG, IKK Südwest und HWK Auch in diesem Jahr fand ein gemeinsames Satellitensymposium von DHfPG und IKK Südwest in Kooperation mit der HWK, der Handwerkskammer des Saarlandes, zum Thema „Mit BGM in eine gesunde und erfolgreiche Unternehmenszukunft – Erfolgskonzepte für eine betriebliche Praxis“ statt.
Das Satellitensymposium informierte praxisnah über innovative Programme und Maßnahmen im BGM und gab wichtige Impulse für eine gelungene Integration ins Unternehmen. Ziel ist es, die Gesundheit und die Leistungsfähigkeit von Mitarbeitern langfristig zu erhalten und zu fördern, die Mitarbeiterzufriedenheit zu steigern und damit die Grundlage für eine positive Unternehmenskultur zu schaffen. In drei Impulsvorträgen wurden neuartige BGMMaßnahmen präsentiert, die insbesondere auch in kleinen und mittelständischen Betrieben effektiv eingesetzt werden können. Durch das Zusammenspiel von drei wichtigen Playern – einer Hochschule mit Kompetenzen in Forschung und Lehre, einer Krankenkasse mit umfassender Expertise in den Bereichen Prävention und Gesundheitsförderung sowie einer Handwerkskammer mit Praxisbezug und Einblick in den Arbeitsalltag – ist ein ganzheitliches Konzept entstanden, das alle Wirkungsebenen miteinbezieht. Unter den Referenten des Satellitensymposiums war auch Oliver Walle, Dozent der DHfPG/BSAAkademie im Fachbereich BGM sowie langjähriger BGM-Berater, mit einem Vortrag zum Thema „BGM als Beitrag zur Zukunftssicherung von Unternehmen“. Zudem waren mit Prof. Dr. Jörg Loth, Vorstand der IKK Südwest und Professor der DHfPG, sowie Prof. Dr. Andrea Pieter, Rektorin der DHfPG, zwei weitere Vertreter der Hochschule involviert. An die Impulsvorträge schloss sich eine Podiumsdiskussion mit den Referenten sowie Vertretern der IKK Südwest und der IHK Saarland an, die auch Raum für Fragen der Teilnehmer an die Experten bot. SALUT!plus – die Gesundheitsmesse am 5. und 6. Mai 2018 2017 schloss sich an den Gesundheitskongress erstmalig die „SALUT! Plus“, eine zweitägige Besuchermesse rund um die Themen Gesundheit und Pflege, an. 2018 rückten Kongress und Messe noch enger zusammen. So trafen sich erstmals Fachbesucher und Privatbesucher in ausgewählten Foren und tauschten Erfahrungen miteinander aus. Eine Ausstellung, u. a. mit Kliniken und Reha-Anbietern, Pflegeeinrichtungen, Kranken- und Rentenversicherungen, Apotheken und Sanitätshäusern, Betrieben aus dem Gesundheitshandwerk sowie kommunalen Gesundheits- und Pflegeanbieter, bot den Besuchern aktuelle Informationen zu Therapien, Produkten und Dienstleistungen. Zudem rundeten ein hochkarätiges Expertenprogramm, ein Ratgeberforum, Gesundheitstests sowie Mitmachaktionen das umfangreiche Angebot ab. www.salut-gesundheit.de
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Barbara Tettenborn im Porträt
Ich suche immer die erausforderung ie verordnet ort und sie macht selbst ort: die Neurologin und riathletin Professor Dr. Barbara Tettenborn. Als Chefärztin der Klinik für Neurologie am antonss ital t. Gallen set t sie bei der otivation ihrer Patienten nach Niederlagen wieder auf die Beine u kommen neben der medikament sen und h siothera eutischen Behandlung auf Bewegung und s ortliche Betätigung. nd für sie als achtmalige IronmanFinisherin sind die immer wieder neuen sportlichen Ziele Motivation, den relativ gesunden ebensstil weiter uführen .
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Foto: Finisherpix
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it fühle sie sich, „aktuell sehr fit. Ich bin motiviert in meinem Beruf, trainiere fast täglich, versuche mich gesund zu ernähren und fühle mich insgesamt wohl“. Was für ein kraftvolles Bekenntnis dieser so willensstarken Frau, einer, die vorangeht, beruflich wie sportlich. Fitness bedeutet für sie physisches wie psychisches Wohlbefinden. „Mein Anspruch an meine Fitness“, so führt sie aus, „ist neben der beruflichen Leistungs-
IRONMAN 2014 auf Kona, Hawaii
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fähigkeit zum Beispiel einen ganzen Tag Ski fahren zu können ohne Muskelkater zu bekommen, eine mittelgradig anspruchsvolle Skitour problemlos zu schaffen oder auch die Ironman-Distanz (Anm. der fM-Redaktion: 3,86 km Schwimmen, 180,2 km Radfahren und 42,195 km Laufen) in einer ordentlichen Zeit und ohne gesundheitliche Probleme zu finishen und mich am nächsten Tag wieder wohlzufühlen.“
Ihre Freude an der Bewegung wurde ihr gleichsam in die Wiege gelegt. Ihr Vater war Handball- und Eishockeyspieler, später Trainer in der damaligen DDR. Sport war in ihrer Familie ein ständiger Begleiter, resümiert sie rückblickend. Mit der Übersiedlung nach Westberlin versuchte sie sich zunächst in verschiedenen Sportarten, empfand aber die meiste Freude am Schwimmen, am „Kachel-Zählen“ im Hallenbad. Dass sie später auch Gefallen am Laufen und Rennradfahren fand, war die beste Voraussetzung für alles das, was sportlich noch kommen sollte. Reine Willenssache Doch mit Spaß allein wäre sie nicht da, wo sie heute ist, Chefärztin und Triathletin. „Ja, das kann ich schon von mir sagen“ entgegnet sie auf die Frage, ob sie einen starken Willen habe. Und sie ist davon überzeugt, dass „es möglich ist, den eigenen Willen zu trainieren und die Grenzen der psychischen Belastbarkeit hinauszuschieben“. Seit ihrer Jugend habe sie immer wieder persönliche Ziele verfolgt und neue definiert. Ging es in den ersten Jahren vornehmlich um berufliche Ziele, haben für sie in den letzten zehn Jahren die sportlichen Herausforderungen einen neuen Stellenwert erlangt, auch wenn diese nicht so planbar waren. Aus dem Hobby Sport wurde für sie Sport zur Lebensschule. „Immer wenn ich die körperliche Bewegung vernachlässigt habe, fehlte mir etwas.“ Sport helfe, die „persönliche Frustrationsschwelle anzuheben“ und „berufliche Problemsituationen zu bewältigen“. Als „reine Willenssache“ bezeichnet es Barbara Tettenborn beispielsweise, eine lange Trainingseinheit oder einen Langdistanz-Wettkampf durchzuhalten. „Vor allem beim Laufen, beim Triathlon die abschließende Disziplin, muss ich mich selbst schon maximal motivieren, die 42,195 km durchzuhalten. Das ist ein kontinuierlicher Kampf zwischen meinem Gehirn, das den Auftrag zum Weiterlaufen sendet, und meinen Beinen, die nicht mehr wollen.“ Und sie ist so ehrlich zuzugeben, dass dieser Kampf gegen Ende der Laufdistanz immer größer wird, die Gehstrecken an den Verpflegungsposten zunehmen und es immer mehr Motivation braucht, „wieder zu rennen“. Aber, und das zeichnet eine Siegerin aus, „bisher hat letztendlich im Wettkampf immer das Gehirn gewonnen“. Mit Freude Wenn schon nicht mit Spaß allein, so doch mit Freude geht sie „alle Dinge, die ich tue“ in ihrem „sehr intensiven und mit vielen Aktivitäten ausgefüllten Leben“ an, wohlwissend bei ihrem „hohen Aktivitätslevel“ um die Bedeutung von Schlaf und Regeneration. In diesem Zusammenhang empfindet sie es „schade, dass ein Profisportler wie Per Mertesacker offensichtlich über viele Jahre die an ihn gestellten Anforderungen als großen Druck empfunden hat“, wie er kürzlich gegenüber der
Foto: John Schwirtlich
Foto: Chris Mansfield
Tiefschneefahren in Blue River, Kanada
Chefärztin der Klinik für Neurologie am Kantonsspital St. Gallen
Presse äußerte. Aus ihrer Sicht sei es „sicher nicht gesund“, „sich einem derartigen subjektiv als unerträglich empfundenen Druck über Jahre auszusetzen“. In so einem Fall „sollte man wohl besser zeitnah einen Wechsel der beruflichen Tätigkeit anstreben“. Die ihr bekannten Profisportler betrieben ihren Sport aus voller Überzeugung mit großer Motivation und viel Freude. Eine gewisse psychische Anspannung wie eine leichte Nervosität vor einem Wettkampf oder einer Prüfung sei durchaus leistungsfördernd und vielleicht sogar erforderlich, um Höchstleistungen zu vollbringen.
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Man glaubt Barbara Tettenborn aufs Wort, wenn sie mit Enthusiasmus von neuen Herausforderungen spricht, die sie umtreiben. Das Setzen „ambitionierter sportlicher Ziele“ bedingt, den „relativ gesunden Lebensstil weiterzuführen“. Denn ohne sie „würde ich mich vielleicht das eine oder andere Mal nicht zum Training aufraffen können“. Ganz zu schweigen von der geistigen Leistungsfähigkeit; für sie „kann ich nichts Besseres tun, als regelmäßig Sport zu treiben“.
Patienten, soweit möglich, „neben der medikamentösen Therapie und den Physiotherapie-Terminen auch selbst jeden Tag üben, abhängig von der aus dem Schlaganfall resultierenden Behinderung“. Kleine Etappenziele zu definieren, die der Patient in einem überschaubaren Zeitrahmen schaffen kann, um ein positives Feedback zu erzielen, sei dabei von besonderer Bedeutung. Von klein auf ist Barbara Tettenborn in Bewegung, seit jungen Jahren ist Sport ihr liebstes Hobby, seit zehn Jahren hat sich die Neurologin dem Triathlon verschrieben. Freimütig gesteht sie ein, dass es „oft eine echte Herausforderung“ sei, „die beruflichen Verpflichtungen und Interessen mit dem sportlichen Trainingsprogramm zu koordinieren“. Dies erfordere ein enormes Maß an Disziplin und Zielorientiertheit. Aber alles, was sie in beruflicher wie sportlicher Hinsicht tue, alle Ziele, die sie sich setze, auch wenn es mal Überwindung koste, mache sie mit Freude. Ein solcher, möglichst aktiver Lebensstil ist ihre Empfehlung, um „gesund und fit alt zu werden“.
Literaturhinweis Bewegung lässt neue Nervenzellen wachsen, fMi im Gespräch mit der Neurologin Barbara Tettenborn, in: fMi 02/2018, 54 f.
Was für die Vorsorge gut ist, hat seine Berechtigung auch in der Rehabilitation. „Ich versuche immer darauf hinzuwirken“, so die Neurologin, „dass Patienten sich maßgeblich selbst für die Besserung ihres Gesundheitszustandes einsetzen.“ Sie verweist auf Schlaganfallpatienten, die einen oder mehrere Risikofaktoren für Gefäßerkrankungen haben. Für einen günstigen Verlauf der Reha-Maßnahme wie zur Vermeidung weiterer Schlaganfälle sollten die
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Foto: Finisherpix
Aktiver Lebensstil 30 bis 60 Minuten Sport pro Tag empfiehlt Barbara Tettenborn, bevorzugt als Ausdauersport im aeroben Bereich, sprich, ins Schwitzen kommen, Pulsbeschleunigung, noch reden können. Dazu kommt ein Mal die Woche Krafttraining zur Erhaltung der Muskulatur und zur Vorbeugung von Verletzungen sowie ebenfalls ein Mal pro Woche Gleichgewichtsund Geschicklichkeitstraining.
Zieleinlauf beim IRONMAN 2014 auf Kona, Hawaii