3/2020
Juni/Juli
EUR 9,-
Nr. 149
sfr 14,-
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fitness MANAGEMENT international 3/2020 Nr. 149 Offizielles Organ DSSV e. V. und BfB e. V.
KING OF MACHINES
Deutschland | Österreich | Schweiz
www.gym80.de
Fitness Neuroathletiktraining in der Praxis (Teil 2)
gym80international
Gesundheit Ein starkes Immunsystem: Gesund durch Training
Management Teambuilding in der Krise für erfolgreichen Neustart
Markt Krisenmanagement: Studios in der Corona-Krise
www.fitnessmanagement.de
DSSV Die ökonomische Relevanz der Fitnessbranche
Foto: Klaudia Lech
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WIR Birgit Schwarze Chefredakteurin
„Es ist eine Zeit der Bewährung!“ Prof. Dr. Thomas Wessinghage im Webinar der DHfPG am 8. Mai 2020
Es gibt erste Lichtblicke für die Fitness- und Gesundheitsbranche in der Corona-Krise: Im Rahmen der Bund-Länder-Konferenz am 6. Mai 2020 wurde beschlossen, dass über den Zeitpunkt der Wiedereröffnung der Fitness- und Gesundheitsstudios auf Landesebene entschieden werden sollte. Die ersten Entscheidungen fielen noch am gleichen Tag: NordrheinWestfalen kündigte an, dass Fitnessstudios bereits am 11. Mai 2020 unter Abstands- und Hygieneauflagen öffnen dürften, in Hessen wurde die Studioöffnung ab dem 15. Mai bewilligt, in Schleswig-Holstein und Sachsen ab dem 18. Mai. Mit der Erlaubnis zur Wiedereröffnung übernehmen die Studios eine besondere Verantwortung für die Gesundheit ihrer Mitglieder – sie werden auf Bewährung geöffnet. Ein Verstoß gegen die Auflagen kann unabsehbare Folgen für die gesamte Branche nach sich ziehen. Das Vertrauen, das der Fitnessbranche von der Politik entgegengebracht wird, darf nicht verspielt werden. Es wird auf jeden einzelnen Unternehmer und jeden einzelnen Mitarbeiter ankommen, um die Abstands- und Hygieneauflagen in den Studios zu 100 Prozent umzusetzen. Fitnessunternehmer waren in der Zeit des Lockdowns vor allem als Krisenmanager gefordert. Stellvertretend für die gesamte Branche hat die fitness MANAGEMENT international (fMi) mit drei Studiobetreibern gesprochen, die die Herausforderungen der Corona-Krise für ihre Studiokonzepte in ihrem regionalen Umfeld bewältigen mussten: Monica Lanzendörfer (Fit-In-Haan), Alexander Dillmann (Vivana Fitness & Wellness Park, myline®) und Henrik Gockel (PRIME TIME fitness) schildern ab Seite 16, wie sie ihre Unternehmen in dieser schwierigen Zeit geführt haben und wie sie ihre Studios auf die Wiedereröffnung vorbereitet haben.
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Zu den wichtigsten Faktoren für den Erfolg eines Unternehmens – insbesondere in Krisenzeiten – zählen motivierte und loyale Mitarbeiter. Wie Führungskräfte gemeinsam mit ihren Mitarbeitern ihren Betrieb nach dem Shutdown wieder aus der Krise führen können, erläutert Karl Drack ab Seite 26. Auch wenn die Ausbreitung des Coronavirus verlangsamt werden konnte und daraufhin auch Fitness- und Gesundheitsanlagen wieder öffnen durften: Das Virus ist noch im Umlauf, leicht übertragbar und es besteht ein latentes Infektionsrisiko. Prof. Dr. Arne Morsch von der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement (DHfPG) hat für die fMi geprüft, warum gerade jetzt möglichst viele Menschen ein fachgerecht angeleitetes Training, zum Beispiel in Fitness- und Gesundheitseinrichtungen, wahrnehmen sollten (S. 40 f).
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Dass regelmäßiges Fitnesstraining dazu beiträgt, die Gesundheit zu erhalten und zu verbessern, ist allgemein anerkannt. Weniger bekannt ist, dass die Fitness- und Gesundheitsbranche auch für die deutsche Wirtschaft von Bedeutung ist und einen wichtigen Teil zur Bruttowertschöpfung, zum Volkseinkommen und zu den Steuereinnahmen beiträgt. Ab Seite 38 legt Florian Kündgen dar, welchen ökonomischen Mehrwert die 9.669 Fitness- und Gesundheitsanlagen mit ihren 11,66 Millionen Mitgliedern für Deutschland generieren. Viel Spaß beim Lesen und bleiben Sie gesund!
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INHALT 03/20 XXX
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Kommentar: DANKE für den Zusammenhalt in der Krise Die Fitnessbranche aus volkswirtschaftlicher Sicht Neue Mitglieder Neue Fördermitglieder Eckdaten 2020 bestätigen WHO-Bewegungsempfehlungen Recht: Webinare des DSSV
Monica Lanzendörfer
Alexander Dillmann
Henrik Gockel
FITNESS Zu Besuch in Dublin – die Fitnessbranche in Irland for me do: 30 Jahre Sportpark Roxel EGYM: Branded Member App bis Ende Juni gratis CyberConcept: Das Beste aus drei Welten LES MILLS On Demand LES MILLS: Virtual Fitness – eine Bedrohung für Live-Kurse? Umsetzen und Ausstoßen mit der Langhantel Crosstraining – Wirksamkeit und Risiken Neuroathletiktraining in der Praxis (Teil 2)
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Krisenmanagement im Lockdown Die Fitness- und Gesundheitsbranche gegen die Corona-Krise
Foto: Jelena - stock.adobe.com
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GESUNDHEIT 40 54 90 104 106 110 114 128
Körperliche Leistungsfähigkeit und COVID-19 Olimp Sport Nutrition kann mehr! JK-Gruppe: VIROBUSTER® Luftentkeimungssysteme Yoga wird zum Standardangebot im Gesundheitsbereich Wie viel Gewicht wollen Kunden verlieren? Clever trinken bei Hitze Ernährungsmythen (Teil 3): Superfoods Eckdaten der deutschen Besonnungsbranche: erste Erhebung
MANAGEMENT
Erfolgreicher Start nach dem Shutdown: Herausforderung Mitarbeiterführung in Krisenzeiten
Erfolgreicher Start nach dem Shutdown Vom guten Vorsatz zur Gewohnheitsbildung Lowell: Forderungsmanagement in Krisenzeiten Kolumne Stefan Haase: Anwendungsfelder der Digitalisierung Aidoo: Wir bleiben fairbunden Zertifizierung: Erfahrungsbericht der SG Stern aktiv DHfPG-Science-Lab: Potenziale zur Kundenbindung Kolumne Antonio e Silva: Neukunden gewinnen
Florian Kündgen
MARKT
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Die Fitnessbranche aus volkswirtschaftlicher Sicht: Warum Fitnessstudios auch wirtschaftlich wichtig sind
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Körperliche Leistungsfähigkeit und COVID-19
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Grafik: liuzishan - stock.adobe.com
Aktuelles aus der Fitness- und Gesundheitsbranche Krisenmanagement im Lockdown Kommentar Albert Busek: Sport ist die beste Prävention Die Gewinner des FIBO INNOVATION & TREND AWARD 2020 Neue Bestimmungen für EMS-Training ab 2021 Sven Janus, Jürgen Decker und Marc Götza über den EMS-Markt Visualisierung und Kommunikation durch digitale Helfer Aufstiegskongress auch als Online-Veranstaltung Fernlehrgänge der BSA-Akademie – digitale Präsenzphasen DHfPG/BSA Aktuell: Studium – Weiterbildung – Qualität Science News: Branchenrelevante Studien im Fokus Personenporträt: Sven Herdemerten Buchtipp: „Führen mit Telefon, E-Mail, Video, Chat & Co.“
Foto: Kzenon - stock.adobe.com
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Fotos: metamorworks - stock.adobe.com | privat
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Karl Drack
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Fotos: pict rider - stock.adobe.com | privat | Reinhard Berg | PRIME TIME fitness
DSSV
Neuroathletiktraining in der Praxis (Teil 2)
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Hinweis zu den Inhalten dieser Ausgabe der fitness MANAGEMENT international
Online-Infoveranstaltung der DHfPG – alles Wissenswerte rund ums Studium
Die dargestellten Meldungen und Artikel in dieser Ausgabe der fMi wurden entsprechend des Kenntnis- und Informationsstandes zum Zeitpunkt des Redaktionsschlusses verfasst. Aufgrund der Corona-Pandemie und den damit einhergehenden Maßnahmen kann es sein, dass die dargestellten Informationen zum Erscheinungszeitpunkt der Ausgabe nicht mehr aktuell sind. Beachten Sie daher auch die Meldungen auf unserer Website oder informieren Sie sich über spezielle Corona-Angebote direkt bei den Anbietern.
Wer sich für einen der sechs dualen Bachelor- oder vier MasterStudiengänge an der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement (DHfPG) interessiert, hat die Möglichkeit, sich in einer „Online-Infoveranstaltung“ über das Studium an der DHfPG zu informieren. Hier werden alle Studiengänge kurz vorgestellt sowie Fragen rund um das Studiensystem, die Studiendauer etc. geklärt. Das Video ist jederzeit auf der Website der DHfPG abrufbar.
fitnessmanagement.de
dhfpg.de/events
Foto: FIBO
Foto: Marcel Malysek – bengal-sports.de
„I miss my gym“ – mit Mund- und Nasenmaske jetzt Flagge zeigen
Silke Frank neu in den Vorstand von EuropeActive gewählt
Die Nachfrage nach Schutz- und Behelfsmasken ist durch die Maskenpflicht in allen Bundesländern exponentiell gestiegen. Viele fitnessnahe Unternehmen helfen, wo sie können und engagieren sich. So auch Marcel Malysek, Betreiber des Online-Shops Bengal Sports, der mit seinem bunt bedruckten Accessoire mit dem Slogan „I miss my gym“ nicht nur ein modisches Ausrufezeichen setzt. Auch der Gerätehersteller Life Fitness und die Sportartikelhersteller Under Armour und TRIGEMA produzieren und spenden Masken.
Zusammen mit Prof. Alfonso Jiménez (Ingesport GO fit), Jennifer Halsall (Basic-Fit International) und erneut Ana Damaso (Portugal Activo) wählte die Generalversammlung FIBO-Chefin Silke Frank in das neue Vorstandsquartett. Ihr Schwerpunkt wird auf Finanzen und Strategie liegen und soll verstärkt für Synergien sorgen. Neuer Präsident ist David Stalker, Executive Director wird Andreas Paulsen. Beide waren bereits vorher im EA-Vorstand tätig. Marco Mazzanti gehört dem Gremium künftig als kooptiertes Vorstandsmitglied an.
bit.ly/imissmygym
bit.ly/silke-frank-ea
Foto: www.staystrong.fitness
"Stay Strong - Stay Together!": Appell zum Zusammenhalt während der Corona-Krise Mit dem Aufruf "Stay Strong - Stay Together!" zeigt die FitnessBranche Geschlossenheit und die Bereitschaft, sich der CoronaKrise gemeinsam zu stellen. Ziel der Initiative ist die Fortzahlung der Mitgliedsbeiträge während der behördlichen Schließung aller Fitnesstudios durch die Corona-Pandemie, so Nico Scheller, Initiatior der Kampagne und Inhaber der In Shape Fitnessstudios. Im März und April 2020 veröffentlichte die Initiative bereits zwei Videokampagnen, weitere sind geplant. staystrong.fitness
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Foto: Ergoline
FIBO INNOVATION & TREND AWARD 2020 für Ergoline
Aufstiegskongress und wissenschaftlicher Vorkongress: in 2020 auch online
Der Ergoline Sonnenengel Spectra gewinnt den FIBO INNOVATION & TREND AWARD 2020 in der Kategorie Lifestyle/Life Balance/ Wellness. Per Sensor passt der Sonnenengel die UV-Dosis an die Hautempfindlichkeit an und soll damit das Risiko eines Sonnenbrandes vermeiden. Zusätzlich präsentiert die JK-Gruppe mit dem Virobuster® und Solarfix Care ein Produkt zur Luftentkeimung und ein Desinfektionsmittel, um die Studiohygiene in Zeiten der Corona-Krise zu erhöhen.
Aufgrund der aktuellen Situation, in der noch nicht vorhersehbar ist, ob Großveranstaltungen ab dem 1. September 2020 wieder stattfinden können, wird der diesjährige Aufstiegskongress vom 9. bis 10. Oktober sowie der wissenschaftliche Vorkongress „Upto-date“ am 8. Oktober sowohl als Vor-Ort-Veranstaltung in Mannheim als auch als Online-Kongress geplant. Weitere Informationen finden Sie in dieser Ausgabe ab Seite 84 oder auf der Kongresswebseite.
Zuversicht nach Corona: Keyfacts des European Health & Fitness Market Report 2020
Starke Resonanz für „Global MEPs challenge“ von Myzone
Aufgrund der Corona-Krise und der damit verbundenen Verschiebung der FIBO fand die Präsentation des „European Health & Fitness Market Report 2020“ (EHFMR) am 15. April 2020 im Rahmen eines Webinars statt. Im vergangenen Geschäftsjahr konnte der europäische Fitness- und Gesundheitsmarkt in puncto Mitgliederwachstum, Anlagenentwicklung und Umsatz im Vergleich zum Vorjahr zulegen. Der deutsche Fitnessmarkt gehört laut Karsten Hollasch (Deloitte) zu den „wichtigsten Treibern“ in Europa.
Mit der weltweit stattfindenden „Global MEPs challenge“ hat sich Myzone etwas Neues einfallen lassen, um der Corona-Krise den Kampf anzusagen. Während des gesamten Monats April 2020 war es registrierten Myzone-Usern möglich, mithilfe ihres Fitnesstrackers sogenannte Myzone Effort Points (MEPs) zu sammeln. Das Erreichen von 1.300 MEPs sicherte die Teilnahme an der Verlosung, bei der Preisgelder in Höhe von insgesamt 10.000 US-Dollar (rund 9.000 EUR) gewonnen werden konnten.
bit.ly/fibo-award-ergoline
aufstiegskongress.de
Foto: Dirima - stock.adobe.com
bit.ly/fitness-ehfmr-corona
bit.ly/myzone-challenge
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Jetzt mitmachen! Eckdatenerfassung des Bundesfachverbands Besonnung Der Bundesfachverband Besonnung e. V. (BfB) hat in Zusammenarbeit mit der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement eine Eckdatenerfassung für die Besonnungsbranche in Auftrag gegeben. Die Erfassung richtet sich an alle Studiobetreiber, die ein Studio mit mindestens vier Solarien betreiben. Nehmen Sie sich 15 Minuten Ihrer Zeit und helfen Sie dabei valide Zahlen zu generieren und ein umfassendes Bild der Besonnungsbranche zu erstellen. bit.ly/umfrage-besonnung
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COVID-19: mildere Krankheitsverläufe durch körperliche Fitness?
Corona-Alltag & Studio-Lockdown: Stecken wir in der Gewohnheitsfalle?
Wie das DeutscheGesundheitsPortal berichtete, kann Sport das Immunsystem positiv beeinflussen. Prof. Dr. Dr. Claus Reinsberger, Leiter des Sportmedizinischen Instituts der Universität Paderborn, betont die Wichtigkeit von körperlicher Leistungsfähigkeit zur Stärkung des Immunsystems und ermutigt auch untrainierte Menschen, jetzt mehr Sport zu treiben, allerdings nur, wenn sie noch keine Krankheitssymptome aufweisen. Mehr zum Einfluss von Bewegung auf das Immunsystem lesen Sie im Fachartikel von Arne Morsch ab Seite 40.
Bis zu 50 Prozent unseres alltäglichen Handelns basiert auf Gewohnheiten. Sie geben uns Struktur und damit Sicherheit und werden als hilfreich und gesund wahrgenommen. Aber was passiert, wenn wir in der Gewohnheitsfalle stecken und viele liebgewonnene Routinen, z. B. regelmäßiges Fitnesstraining im Studio, plötzlich nicht mehr möglich sind , wie durch den Corona-Lockdown geschehen? Die fM-Infografik liefert zum Thema „Gewohnheiten in der Krise“ spannende Erstergebnisse von Prof. Dr. Oliver Schumann (DHfPG).
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Yoga-Trainer/in-B-Lizenz – Einführungsangebot verlängert
Zwangspause im internationalen Profisport – Interview mit Volker Lichte
Bei der Buchung des Lehrgangs „Yoga-Trainer/in-B-Lizenz“ erhalten Interessierte bis zum 30. Juni 2020 25 Prozent Einführungsrabatt und ein attraktives Yoga-Set. Dieser neu entwickelte Lehrgang der BSA-Akademie qualifiziert Teilnehmende, Kunden in Fitness- und Gesundheitsstudios mit unterschiedlichen Trainingszielen und körperlichen Voraussetzungen für die Yoga-Praxis zu begeistern und verantwortungsvoll zu betreuen.
Sämtliche Ligen des internationalen Sports haben ihren Spielbetrieb ausgesetzt oder die Saison vorzeitig beendet. Die Fußball-Europameisterschaft und die Olympischen Spiele in Tokio wurden auf 2021 verschoben. Im fM-Interview erläutert MATRIX Key Account Manager Volker Lichte die aktuelle Situation im Spitzensport, wie Vereine und einzelne Athleten ihr Training unter Kontaktverbot handhaben und wie MATRIX als Partner des Spitzensports die Vereine und Sportler in Corona-Zeiten unterstützt.
bsa-akademie.de/yoga bit.ly/prowave-suns
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Robert Koch-Institut stellt neue App zur Verfügung Die Corona-Datenspende-App des Robert Koch-Instituts soll ab sofort die Daten von Fitnessarmbändern und Smartwatches nutzen, um mehr über die Verbreitung des Coronavirus in Erfahrung zu bringen. Unter dem Namen „Corona-Datenspende“ ist die App für iOS und Android verfügbar. Die App ist jedoch keine Anwendung, um COVID-19 im Einzelfall zuverlässig zu diagnostizieren. Sie ersetzt NICHT die regulären Tests auf das Virus, ebenso wenig wie den öffentlichen Meldeweg zur Erfassung der Infektionszahlen. bit.ly/corona-datenspende-app bit.ly/prowave-suns
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KRISENMANAGEMENT
Die Fitness- und Gesundheitsbranche gegen die Corona-Krise
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Der behördlich angeordnete Shutdown vom 16. März 2020 hat die Fitnessund Gesundheitsunternehmer deutschlandweit vor bisher nie dagewesene Herausforderungen gestellt. Ein schnelles Krisenmanagement war gefragt. Die fitness MANAGEMENT international hat dazu mit drei Studiobetreibern gesprochen, die sich mit viel Know-how, Kreativität und starken Netzwerken der Krise entgegengestellt haben: Monica Lanzendörfer (Fit-In-Haan), Alexander Dillmann (Vivana Fitness & Wellness Park, myline®) und Henrik Gockel (PRIME TIME fitness). Wie haben sie ihr Unternehmen und ihre Mitarbeiter durch diese schwierige Zeit geführt? Wie bereiten sie ihre Studios auf die Wiedereröffnung vor? Text: Florian Schmidt und Jürgen Wolff
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Studios bewältigen die Corona-Krise
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ie deutschlandweite Schließung der Fitness- und Gesundheitsstudios Mitte März 2020 hat die Branche hart getroffen. Die Zeit seit Beginn des Lockdowns war von vielen Unsicherheiten geprägt. Lange war nicht sicher, wann und unter welchen Bedingungen die Studios wieder öffnen dürfen. Daher mussten Fitnessunternehmer mehrere mögliche Szenarien in ihre Entscheidungen miteinbeziehen. Mit wenig bis gar keiner Vorlaufzeit mussten Betreiber vielfältige Probleme meistern und neue Prozesse aus dem Boden stampfen – gefragt waren Krisenmanager.
Komplexe Herausforderungen und viele Baustellen Es galt, die Liquidität sowie die Handlungsfähigkeit des Unternehmens zu sichern, trotz der erheblichen Einschränkungen die Nähe zu seinen Mitgliedern nicht zu verlieren und gemeinsam mit den Trainern schnellstmöglich neue digitale Angebote zu entwickeln. Auch hinsichtlich der Mitarbeiterführung wurde den Unternehmern einiges abverlangt. Angestellte hatten Angst vor Kurzarbeit, Arbeitsplatzverlust und einem ungewissen Ausgang der CoronaKrise. Sie sollten aber gleichzeitig hochmotiviert die Kunden während der Schließung aus der Ferne betreuen. Im Rahmen der Kommunikation waren Fingerspitzengefühl und psychologische Soft Skills gefragt. Zusätzlich musste man mit Vertragspartnern, Zulieferern, Banken und Kunden in einer unsicheren Zeit offen und transparent kommunizieren. Die Führungskräfte waren täglich gezwungen, auf veränderte Rahmenbedingungen zu reagieren, ohne dabei den Masterplan für den Neustart aus den Augen zu verlieren.
Auswirkungen der Corona-Krise für Clubbetreiber Eine Studie hat Anfang April 2020 die Maßnahmen von Clubbetreibern im Rahmen einer Online-Umfrage untersucht. Im Auftrag
des Informationsnetzwerks für Fitnessclubbetreiber (iff), initiiert durch den Studiobetreiber und myline®-Geschäftsführer Alexander Dillmann, hat die Muench Solutions Consulting GmbH eine aktuelle Marktstudie durchgeführt. Diese lieferte konkrete Hinweise, wie es um die Lage der Fitness- und Gesundheitsbranche in der CoronaKrise im April bestellt war. Alexander Dillman sagt über die wichtigsten Erkenntnisse aus der Studie: „Die Studie zeigt, dass die Mitglieder sich in allen Fitnessclubs sehr solidarisch zeigen und ihren Mitgliedsbeitrag weiter bezahlen, obwohl unsere Unternehmen geschlossen haben. Der größte Prozentsatz der befragten Studios kalkulierte daher auch nur, dass unter zehn Prozent der Mitglieder ihre Beitragszahlung stilllegen werden. Wirtschaftlich gesehen haben mehr als zwei Drittel der befragten Studios die finanziellen Unterstützungsangebote des entsprechenden Bundeslandes beziehungsweise des Bundes in Anspruch genommen oder dies geplant. Das zeigt auch, dass diese Hilfspakete der Regierung mehr als notwendig waren. Knapp die Hälfte der Teilnehmenden gab an, zum Zeitpunkt der Studie Kurzarbeit für die Mitarbeiter beantragt zu haben. Eine besonders auffällige Entwicklung ist das Bereitstellen von Online-Kursen und CoachingAngeboten. 90 Prozent bieten diese digitalen Tools ihren Mitgliedern während der Schließungszeit an.“
Die Branche hat reagiert Die Betreiber deutscher Fitness- und Gesundheitsanlagen haben mit ihren Teams erfolgreich Maßnahmen umgesetzt, die den eigenen Betrieb über mehrere Wochen Shutdown „getragen“ und auf die Wiedereröffnung unter Auflagen vorbereitet haben.
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Interview mit Monica Lanzendörfer
„MEINE MITARBEITER MACHEN DEN UNTERSCHIED“
fMi: Frau Lanzendörfer, aufgrund der Ausbreitung des Coronavirus ordnete die Bundesregierung am 16. März 2020 eine Kontaktbeschränkung an, was zur Folge hatte, dass Fitnessstudios geschlossen werden mussten. Was waren die ersten Maßnahmen, die Sie für Ihr Unternehmen ergriffen haben und welche Aspekte hatten für Sie dabei Priorität? Monica Lanzendörfer: Als die Nachricht kam, dass die Studios geschlossen werden mussten, habe ich als erstes Kontakt zum Ordnungsamt aufgenommen und konnte den zuständigen Beamten erklären, wie gesundheitsorientiert wir arbeiten und was wir alles anbieten. Daraufhin sind wir zunächst in den Bereich Gesundheit und Reha eingestuft worden und durften geöffnet bleiben. Bis zum Abend des 17. März hatten wir auch noch geöffnet. Unsere Mitbewerber hatten sich in der Zwischenzeit beschwert, woraufhin die Anordnung folgte, dass auch wir schließen müssen. Wir haben uns danach sofort im Team zusammengesetzt und einen Plan verfasst, wer welche Mitglieder anruft. Es ging zuerst darum, die Mitglieder zu informieren und auch mit ihnen in Kontakt zu bleiben. In diesen Gesprächen haben wir angekündigt, dass wir in der Zeit des Lockdowns Angebote für ein betreutes Training zu Hause zur Verfügung stellen und haben erklärt, wie wir das organisieren werden. Parallel dazu habe ich mich darum gekümmert, unsere Kosten so schnell wie möglich zu reduzieren. Ich habe mich bei der Arbeitsagentur um die Anträge für das Kurzarbeitergeld gekümmert und Gespräche mit den Banken, dem Finanzamt, den Krankenkassen und Leasingpartnern geführt. fMi: Welche Angebote haben Sie für Ihre Mitglieder in der Zeit des Shutdowns bereitgestellt? Monica Lanzendörfer: Wir übertragen täglich Live-Workouts auf Facebook, Instagram und Zoom. Bei Facebook und WhatsApp haben wir dafür neue Gruppen gegründet, damit dieser Content auch exklusiv für unsere Mitglieder bleibt. Wir haben auch Equipment verliehen. Wenn Mitglieder in den Telefonaten gesagt haben, dass Sie zu Hause keine Geräte haben, mit denen Sie trainieren können, dann hatten sie die Gelegenheit, Kleingeräte bei uns abzuholen oder wir haben sie sogar hingebracht.
Foto: privat
MONICA LANZENDÖRFER
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ie passionierte Triathletin Monica Lanzendörfer betreibt das PremiumGesundheitsstudio Fit-In-Haan. Sie ist seit über 35 Jahren in der Branche tätig, seit 1999 Referentin bei der BSA-Akademie und seit 2002 auch Dozentin an der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement (DHfPG).
Darüber hinaus haben wir auch eine Einkaufshilfe organisiert. Gerade in der Anfangszeit des Lockdowns haben sich insbesondere die Älteren unter unseren Mitgliedern gar nicht aus dem Haus getraut. Wir sind dann aktiv geworden und haben unsere Hilfe angeboten. Wenn seither eine Trainerin oder ein Trainer einkaufen geht, dann macht sie oder er eine kleine Runde. Unsere Mitglieder konnten sich auch während der täglichen Sprechzeiten bei uns melden. Uns war wichtig, für unsere Mitglieder da zu sein. Insgesamt haben wir, von wenigen Ausnahmen abgesehen, sehr viel Solidarität erfahren. Ein Beispiel: Unsere Reinigungsfirma hat gesagt, wir sollen uns melden, wenn wir wieder öffnen und bis dahin hat sie die vereinbarten Beträge ausgesetzt. Das ist klasse! Wir stehen zusammen, in guten und in schlechten Zeiten. fMi: Welche Ihrer Entscheidungen und Schritte haben sich rückblickend für Sie am meisten bewährt? Monica Lanzendörfer: Zuallererst die vielen Gespräche, die ich frühzeitig geführt habe, um die Kosten zu senken. Das ermöglicht uns einen längeren Atem.
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Studios bewältigen die Corona-Krise
Und dann der Kontakt mit den Kunden: Wir haben zuerst alle Mitglieder angerufen und später auch E-Mails versendet. Wir haben vor Ostern zu unserem 13-jährigen Bestehen einen Brief verschickt und unseren Kunden den Gratis-Download eines Hörbuchs geschenkt sowie verschiedene Kompensationsmöglichkeiten für ihre Beitragszahlung angeboten, die sie nach Corona in Anspruch nehmen können. Die Reaktion der Kunden auf diese Aktivitäten – dass wir uns so viele Gedanken machen und uns Mühe geben – war sehr positiv. Das hatten wir so nicht erwartet. Viele haben gesagt, dass es ihnen guttut, beim Cybertraining während der Zeit des Homeoffice ihre Trainer und andere vertraute Gesichter zu sehen. fMi: Welchen Stellenwert haben Ihre Mitarbeiter in dieser Krise? Monica Lanzendörfer: Einen sehr hohen Stellenwert. Wir sind ein Premiumstudio und da machen die Mitarbeiter eigentlich alles aus – sie machen den Unterschied. Das Team ist in dieser Zeit super zusammengewachsen. Ich habe viel über meine Mitarbeiter gelernt und alle haben sich gegenseitig Halt gegeben. Unser Team hat einfach einen „Wahnsinnsjob“ gemacht. Jeder Trainer hat die Kunden angerufen, die er oder sie betreut hat. Die Kontakte waren sehr wichtig und auf einem ganz anderen Niveau, als wenn ich angerufen hätte. Die persönliche Bindung hat dabei sehr geholfen. Zu den Minijobbern und Freiberuflern, die wir in dieser Situation nicht „in Lohn und Brot“ haben, halten wir auch Kontakt. Wir haben gesagt, dass sie Bescheid geben sollen, wenn es bei ihnen eng wird, dann finden wir eine gemeinsame Lösung. fMi: Sie sind mit Ihrem Studio auch der Initiative „Haan Hilft“ beigetreten, die von Unternehmern der Region ins Leben gerufen wurde. Was hat es mit der Initiative auf sich und wie konnten diese Sie unterstützen? Monica Lanzendörfer: Unternehmer und Selbstständige aller Branchen aus der Stadt Haan haben sich zusammengetan. Den Anstoß hat eine Unternehmerin gegeben, die sehr gut vernetzt ist. Sie konnte den Kontakt zu der Düsseldorfer Agentur werbejunge herstellen, die u. a. Online-Plattformen einrichtet. Die Agentur hat die Website der Initiative gratis angelegt. Nach wenigen Tagen erhielten alle teilnehmenden Unternehmen einen Zugang und konnten an entsprechender Stelle ihre Daten eingeben. Die Website hat sich sehr schnell gefüllt und war nach zwei oder drei Tagen bereits aktiv. Seitdem können Gutscheine im Wert von 10, 25 oder 50 EUR bei den Firmen gekauft werden, die sich auf der Seite präsentieren, um sie nach der Krise dort einzulösen. Den teilnehmenden Unternehmen wird in der Zeit des Lockdowns Liquidität zur Verfügung gestellt. Wir haben unseren Beitrag für diese Initiative noch aufgestockt, indem wir unter unseren Mitgliedern Gutscheine für „Haan Hilft“ verlost haben, z. B. für besonders gelungene oder originelle SocialMedia-Posts zum Thema „Home-Workout“. Als Studio haben wir von diesem Engagement profitiert – durch Gutscheine, vor allem aber durch die Vernetzung und weil wir uns weiter als Qualitätsstudio positionieren konnten. fMi: Was sind für Sie die prägenden Eindrücke und Erkenntnisse, die von der Corona-Krise und der Zeit des Lockdowns bleiben werden? Monica Lanzendörfer: Die Solidarität und der Zusammenhalt prägen die Corona-Krise sehr stark. Es ist schön zu sehen, wie die Unternehmen der Branche zusammenrücken – sowohl auf der In-
dustrie- als auch auf der Studioseite. Der Austausch der Branche über die Social-Media-Plattformen ist sehr intensiv. Konzepte und Ideen werden großzügig geteilt, das gab es vorher kaum. Es trennt sich aber auch die „Spreu vom Weizen“. Man erkennt sehr schnell, wer sich um das große Ganze kümmert und auch schaut, wie es den Kollegen geht oder wer eben nur seine eigenen Vorteile sieht. fMi: Wie haben Sie Ihr Unternehmen auf die Aufhebung der Kontaktbeschränkungen und die Eröffnung der Studios vorbereitet? Monica Lanzendörfer: Wir haben vor allen Dingen viel kommuniziert, intern und extern. Wir haben unsere Mitarbeiter sehr intensiv geschult und an einer einheitlichen Kommunikation gearbeitet. Außerdem haben wir das Studio richtig schön „zurechtgemacht“. Wir haben es von Grund auf gereinigt, alles auseinandergenommen und neu gestrichen. Schon vor der Schließung hatten wir die Empfehlungen des DSSV immer direkt umgesetzt – wie z. B. Thekenaufsteller, Handdesinfektion beim Betreten und Verlassen des Studios. Die Mitglieder haben diese Angebote genutzt. Es hat allen Sicherheit gegeben. Während der Schließung haben wir ständig versucht, einen möglichst konkreten „Fahrplan“ für die Wiedereröffnung zu bekommen. Wir haben so gearbeitet, als würde es bald wieder losgehen und sind deshalb gut vorbereitet. Wir haben z. B. eine große Menge Desinfektionsmittel geordert, für die Hände und die Geräte, feste Spender sowie Masken, Handschuhe, Absperrbänder und einen Spuckschutz für die Theke. Gewisse Hygienemaßnahmen waren ja schon Standard, z. B. für die Desinfektion der Cardiogeräte und auch – bei Bedarf – der Kraftgeräte. Hier haben wir unsere Ausstattung konsequent erweitert. Wir gehen davon aus, dass die Corona-bedingten Änderungen nach der Wiedereröffnung noch länger nötig sein werden. Wenn es jetzt wieder losgeht, können wir zu 100 Prozent leisten, was gefordert wird. fMi: Inwieweit werden sich aus Ihrer Sicht der Fitnessmarkt und die Studiolandschaft nach Corona verändern? Monica Lanzendörfer: Es wird leider eine Marktbereinigung geben, aber die Studios, die professionell und wirtschaftlich arbeiten, werden überleben. Der Gesundheitsaspekt des Fitnesstrainings, der jetzt so stark in den Vordergrund gerückt ist, wird einen höheren Stellenwert bekommen. Insbesondere die Premiumstudios, die sich bereits vorher in dem Bereich positioniert haben, werden davon profitieren können. Ich denke, dass auch von den Initiativen wie „Stay Strong – Stay Together“ etwas bleiben wird. Vielleicht nicht in dem Ausmaß wie zur Zeit des Lockdowns, aber dass man gemeinsam etwas für das Image unserer Branche tut, wird meiner Einschätzung nach weiter bestehen. Wir haben jetzt angeschoben, dass die Fitnessstudios von außen noch stärker als Gesundheitsdienstleister wahrgenommen und verstanden werden, nicht mehr nur als Ort für Freizeitaktivität. Unsere Mitglieder signalisieren uns auch, dass sie sich freuen, wenn es endlich wieder losgeht. Ich sehe für unser Studio nach der Krise ein engeres Miteinander. Auf vielen Seiten sind Bindungen entstanden, von denen etwas bleiben wird. 03/20
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KRISENMANAGEMENT
Interview mit Alexander Dillmann
„DIE BRANCHE HAT WIRKLICH GUTE ARBEIT GELEISTET“
fMi: Herr Dillmann, woher kam der Impuls, die Inititative „iff – Informationsnetzwerk für Fitnessclubbetreiber“ ins Leben zu rufen? Alexander Dillmann: Der eigentliche Impuls war die Notwendigkeit, dass wir unsere vier myline® Unternehmertreffen in Deutschland am Freitag, den 13. März 2020, absagen mussten. Diese sollten ab dem 17. März, mit über 450 festen Anmeldungen, starten. Zu diesem Zeitpunkt spitzte sich die Situation mit dem Coronavirus in Deutschland gerade zu. Es drohte eine Ausgangssperre und es war schon abzusehen, dass die Fitnessclubs wenige Tage später geschlossen werden würden. Damit war klar, dass wir unseren über 500 myline® Partnerstudios eine Plattform liefern mussten, um uns alle zusammen schnell, sicher und effektiv austauschen zu können. Vor diesem Hintergrund bin ich eben an diesem Freitag den 13., auch in der Rolle als Fitnessclubbetreiber des Vivana Fitness & Wellness Parks, auf die Idee gekommen, die Facebook-Gruppe für alle Fitnessclubbetreiber in Deutschland zu gründen, damit wir alle als Branche von diesem Austausch profitieren. fMi: Wenige Tage nach der Gründung am 13. März zählte Ihr Netzwerk bereits mehrere 1.000 Fitnessstudios. Hätten Sie dies erwartet? Alexander Dillmann: Nach zwei Tagen, am Sonntag, den 15. März, waren es tatsächlich bereits über 1.000 Studios. Ich bin zwar von einer hohen Nachfrage ausgegangen, aber diese Wachstumsgeschwindigkeit hatte ich so nicht erwartet. Das Tempo, mit dem die Teilnehmerzahl der Gruppe steigt, hat sich bis heute zwar verringert, wir verzeichnen aber immer noch täglich neue Mitglieder. Wir rechnen damit, dass wir auf weit mehr als 4.000 Teilnehmer kommen werden. Da uns Qualität wichtiger ist als Quantität, möchte ich an dieser Stelle darauf hinweisen, dass wir nur Fitnessclubbetreiber und deren Bereichsleiter zulassen, die bei ihrer Anfrage zum Gruppenbeitritt die vorab gestellten Fragen beantwortet haben.
Foto: Reinhard Berg
ALEXANDER DILLMANN
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er ehemalige Leistungssportler Alexander Dillmann betreibt seit 1984 den Vivana Fitness & Wellness Park und ist Geschäftsführer der myline Deutschland GmbH. Am Wochenende vor dem Corona-bedingten Shutdown startete er die Initiative „iff – Informationsnetzwerk für Fitnessclubbetreiber“.
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fMi: Wie wird das Netzwerk von den Studios genutzt und wie lautet Ihr vorläufiges Fazit für „iff“? Alexander Dillmann: Ich habe unzählige Danksagungen und positive Feedbacks von meinen Kollegen erhalten. Immer wieder wird der wertvolle Netzwerkaustausch geschätzt, der für viele von enormer Bedeutung ist. Ein Schwerpunkt des Austausches war und ist die rechtliche Situation im Umgang mit der Krise. An dieser Stelle war es besonders dem Rechtsanwalt Dr. Hans Geisler, mit dem ich in engem Kontakt stehe, zu verdanken, dass bereits am Sonntagabend, dem 15. März, Antworten auf die rechtlichen Kernfragen, wie sich ein Fitnessclub gegenüber den bestehenden Mitgliedern verhalten kann und muss, vorlagen. Auch die Initiative „Stay Strong – Stay Together“, die von Nico Scheller ins Leben gerufen wurde, ist aus unserem Netzwerk entstanden. Momentan entwickelt sich der Austausch sehr dynamisch. Insbesondere durch die fast täglichen Pressemeldungen seitens der Bundesregierung reagiert auch das Netzwerk entsprechend intensiv. Besonders hervorzuheben ist, dass auch die Industrie viele positive Impulse in den Netzwerkaustausch einbringen konnte und es uns, als Moderatoren der Gruppe, dabei gelungen ist, dass aus dem Netzwerk keine Werbeplattform wurde. Mein Fazit lautet daher, dass unser Netzwerk genau zum richtigen Zeitpunkt ins Leben gerufen wurde. Ich sehe sogar eine positive Zukunft
Studios bewältigen die Corona-Krise
darin, wenn die Krise einmal vorüber ist, sich auch dort weiter über hochaktuelle Fragen, die die Branche bewegen, auszutauschen.
Nachfrage nach unserem myintense+ Programm, das von den gesetzlichen Krankenkassen bis zu 100 Prozent bezuschusst wird.
fMi: Welche Leistungen müssen die Branche und einzelne Studios Ihrer Ansicht nach erbringen, damit die Fitness- und Gesundheitsbranche trotz anhaltender Corona-Krise erfolgreich durchstarten kann? Alexander Dillmann: Insbesondere die Sicherstellung der Hygienemaßnahmen ist von entscheidender Bedeutung. Hier muss ein schlüssiges Konzept für alle Fitnessclubs entwickelt werden. Ich bin der festen Überzeugung, dass es unserer Branche sogar gelingen muss, die geforderten Hygienestandards zu übertreffen, um den Mitgliedern so schnell wie möglich das Gefühl der Sicherheit geben zu können.
fMi: Welchen Stellenwert haben Ihre Mitarbeiter in dieser Krise für Sie? Alexander Dillmann: Unsere Mitarbeiter haben den höchsten Stellenwert. Wir sind mit 61 Mitarbeitern in die Krise gegangen und werden auch mit 61 Mitarbeitern wieder aus der Krise heraustreten. Alle vorgenommenen Schritte wie die Kurzarbeit und sämtliche organisatorische Maßnahmen während der Schließung haben wir mit unseren Mitarbeitern gemeinsam entwickelt und abgestimmt.
Der wichtigste Aspekt ist zum Zeitpunkt unseres Interviews aber natürlich der, dass die Bundesregierung bei ihrer Entscheidung am 6. Mai zu dem Ergebnis kommt, dass die Fitnessbranche in der Lage ist, die Hygienemaßnahmen zu erfüllen und einer Wiedereröffnung zugestimmt wird. Um dieses Ziel mit der höchstmöglichen Erfolgschance zu erreichen, sehe ich an dieser Stelle ein Bündnis aus allen Verbänden unserer Branche, die sich jetzt zusammensetzen sollten, um dann über nur einen Kommunikationskanal mit der Regierung ins Gespräch zu kommen, als zwingend notwendig an. fMi: Aufgrund der Ausbreitung des Coronavirus ordnete die Bundesregierung am 16. März 2020 eine Kontaktbeschränkung an, was zur Folge hatte, dass Fitnessstudios geschlossen werden mussten. Was waren die ersten Maßnahmen, die Sie für den Vivana Fitness & Wellness Park ergriffen haben und welche Aspekte hatten für Sie dabei Priorität? Alexander Dillmann: Im Vordergrund stand natürlich die rasche und positive Kommunikation zwischen uns als Unternehmen und unseren Mitgliedern. Dazu haben wir alle Mitglieder über sämtliche digitale Kanäle und auch auf postalischem Weg informiert. Die Kernbotschaft des Schreibens war, dass wir auf nicht absehbare Zeit schließen müssen, dass wir zur Sicherung der Arbeitsplätze um Solidarität bezüglich der Zahlung der Mitgliedsbeiträge bitten, dass wir mit einem Gutschriftenmodell nach der Wiedereröffnung auf unsere Kunden zukommen und dass wir aber auch schon die ersten Trainings- und Kursvideos zur Verfügung stellen. Erst im nächsten Schritt haben wir dann die wirtschaftlichen Maßnahmen zur Kostensenkung gemeinsam mit dem gesamten Team besprochen und entwickelt. Wie in unserem Netzwerk festzustellen, war das exakt auch die Strategie, die viele Fitnessclubs ebenso mit Erfolg umgesetzt haben.
fMi: Welche Ihrer Entscheidungen und Schritte haben sich rückblickend für Sie am meisten bewährt? Alexander Dillmann: Am meisten bewährt hat sich, dass wir in der Führungsmannschaft einen Strategieplan A, B und C entwickelt haben. Plan A steht für vier Wochen Schließungszeit, B für acht Wochen, C für zwölf Wochen. Die Strategiepläne D und E sehen wir zur Zeit nicht, haben aber diese bereits zur Planung eingetaktet. Die Strategiepläne berücksichtigen alle Faktoren einer möglichen politischen, wirtschaftlichen, aber auch organisatorischen Entwicklung und die entsprechend darauf abgestimmten Maßnahmen. Diese Leitfäden haben sich interessanterweise zum jetzigen Zeitpunkt zu 100 Prozent bewährt. fMi: Was sind für Sie die prägenden Eindrücke und Erkenntnisse, die von dem Shutdown in der CoronaKrise bleiben werden? Alexander Dillmann: Der Shutdown hat mir gezeigt, dass wir als Vivana Fitness & Wellness Park und auch als Fitnessbranche insgesamt offenbar eine wirklich gute Arbeit für fast zwölf Millionen Mitglieder leisten und geleistet haben. Hintergrund dazu ist die spürbare Treue unserer Mitglieder und die damit verbundene Solidarität, ihre Mitgliedsbeiträge weiter zu bezahlen obwohl ihre Fitnessclubs geschlossen haben. Ein weiterer wichtiger Aspekt ist auch der Zusammenhalt der Branchenkollegen und der Fitnessindustrie. Corona hat es geschafft, die Grenzen des Wettbewerbs fallen zu lassen. Erstmalig fand unter den Fitnessclubbetreibern und der Fitnessindustrie ein offener Austausch satt. Auch die Initiative „Stay Strong – Stay Together“ ist ein Ergebnis der Krise und bietet ganz neue Chancen für die Zukunft. Allerdings lebt „Stay Strong – Stay Together“ nur durch die Solidarität der Fitnessclubbetreiber, auch ihren freiwilligen Beitrag dem Verein zu überweisen, damit aus der entwickelten Kommunikationsstrategie auch Wirklichkeit werden kann. Corona hat uns zwar körperlich auseinandergebracht, aber die Herzen zusammengeführt.
Foto: Vivana Fitness & Wellness Park
fMi: Welche Angebote haben Sie für Ihre Mitglieder in der Zeit des Shutdowns bereitgestellt? Alexander Dillmann: Unsere Mitglieder profitieren von dem ins Leben gerufenen Online-Kursangebot unseres Kooperationspartners LES MILLS®. Zudem produzieren wir jede Woche Trainingsvideos mit den beliebtesten Kurstrainern unseres Fitnessclubs und stellen diese unseren Mitgliedern ebenfalls über alle digitalen Kanäle zur Verfügung. Interessant ist aber auch, dass statistisch gesehen genau jetzt die Menschen dennoch zu Hause zunehmen. Aus diesem Grund bieten wir unseren Mitgliedern die digitalen Coaching-Programme myline® und myintense+ an. Unter dem Motto „Gesund und schlank zu Hause“ haben wir eine dauerhaft hohe 03/20
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KRISENMANAGEMENT
Interview mit Henrik Gockel
„KOMMUNIKATION IST IN DIESEN TAGEN ALLES!“
fMi: Herr Gockel, Sie sind für elf Fitnessstudios im ganzen Bundesgebiet und 150 Mitarbeiter verantwortlich. Wie fühlt es sich an, wenn plötzlich flächendeckend der Studiobetrieb eingestellt werden muss? Henrik Gockel: Ich war am 18. März 2020 abends bei der Schließung aller Frankfurter Clubs vor Ort und habe mit Mitgliedern und Mitarbeitern gesprochen. Es war eine merkwürdige Abschiedsstimmung in eine ungewisse Zukunft. Insbesondere im Westend, dem ersten unserer Clubs, der dieses Jahr sein zehnjähriges Jubiläum feiert, war die Stimmung sehr gedrückt. 120 Monate hatten wir jeden Tag von 6 bis 24 Uhr geöffnet, fast 3.600 Tage – und dann wird er vom einen auf den anderen Tag auf unbestimmte Zeit geschlossen. fMi: Mit welchen Maßnahmen haben Sie die Liquidität Ihres Unternehmens abgesichert? Henrik Gockel: Als erste Maßnahme haben wir uns von allen Mitarbeitern inklusive Management die Zustimmung zur Kurzarbeit eingeholt. Auch gegenüber unseren Banken habe ich persönlich gleich einen kompletten Verzicht meiner Bezüge bis zur Wiedereröffnung kommuniziert und umgesetzt. Trotz der Schließung Mitte März wurden die Märzgehälter inklusive Boni schon am 23. März 2020 voll ausbezahlt. Zugleich haben wir versprochen, keine betriebsbedingten Kündigungen auszusprechen, wenn die Krise im zeitlichen Rahmen von zwei bis drei Monaten beendet ist. Wir haben sehr viel in unsere Mitarbeiter investiert und brauchen sie bei einer V-Krise bald wieder dringend. Bis Ende April 2020 waren rund 70 bis 80 Prozent unserer Mitarbeiter in Kurzarbeit. Ende März hatten wir unsere Einnahmen für April noch mit mindestens 60 Prozent des „normalen“ Umsatzes geschätzt. Tatsächlich lagen die Abbuchungen im April sogar bei rund 80 Prozent, was hauptsächlich daran lag, dass wir seit Mitte März kein Neukundengeschäft hatten und damit die Einnahmen aus den Starterpaketen fehlten. Rücklastschriften gab es kaum. Gleichzeitig haben wir alle Vermieter informiert. Die neuen Gesetze geben hier Spielräume zur Stundung von bis zu drei Monaten. Da beides zusammen bei uns etwa 65 Prozent der Kosten ausmacht, waren wir sozusagen bis über den Mai hinaus „safe“. Leasing und Tilgungen waren weitere Punkte, gegebenenfalls staatliche Beihilfen, Zuschüsse oder KfW-Kredite. Das haben wir parallel angeschaut. Weitere Maßnahmen waren Anträge für die Stundung der Sozialversicherungsbeiträge während der Zeit der Kurzarbeit. Wir konnten Steuervorauszahlungen anpassen oder sogar zurückholen.
Foto: PRIME TIME fitness
HENRIK GOCKEL
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eine Tätigkeit in der Fitnessbranche startete Henrik Gockel bereits während des Studiums, bevor er zehn Jahre bei Paul & Partner als Unternehmensberater tätig war. Den „Seitenwechsel“ zum Studiobetreiber vollzog er als CEO der TC Training Center Gruppe, wurde dann Operations Director Europe und Managing Director bei Fitness First. Seit 2008 ist Henrik Gockel Dozent an der DHfPG. 2010 gründete er PRIME TIME fitness mit bundesweit derzeit elf Clubs.
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An alle Studenten in Urlaub und/oder Kurzarbeit ging zudem der klare Auftrag, die Zeit intensiv für das Studium zu nutzen, sich auf Präsenzphasen vorzubereiten oder an Abschlussarbeiten zu schreiben. Das Studium geht ja weiter und wir haben auch die Studiengebühren weitergezahlt. fMi: Haben Sie Mitarbeitern oder dual Studierenden gekündigt? Henrik Gockel: Kategorisch NEIN. Die Mitglieder zahlen nicht ihre Beiträge weiter wegen mir als Unternehmer, sondern allein damit die Mitarbeiter ihren Job behalten und das Center nach der Schließung mindestens genauso öffnet wie vorher. Mitglieder um Geld „anbetteln“ und gleichzeitig Mitarbeiter entlassen ist ein No-Go und schließt sich aus.
Studios bewältigen die Corona-Krise
fMi: Welche Rolle spielt die Kommunikation mit den Mitarbeitern, dem Vermieter und den Kunden in einer derartigen Krisensituation? Henrik Gockel: Kommunikation ist immer das „A und O“, besonders mit den Kunden. Die Mitarbeiter brauchen etwas Eingewöhnung in die neue Situation. Dies ist eine extreme Veränderung von außen mit gravierenden persönlichen Folgen. Der duale Student, der bei Kurzarbeit nur 60 Prozent seines Gehaltes erhält, könnte vor finanziellen Herausforderungen stehen. Da muss man miteinander sprechen. Außerdem habe ich eine lange E-Mail individuell an jeden einzelnen Vermieter geschrieben. Unsere Clubs liegen in Toplagen, was mit hohen Mieten einhergeht. Den Vermietern ist daran gelegen, uns in der Krisensituation zu unterstützen und als treue Mieter zu halten. Wir standen von der Schließung bis zur ersten Abbuchung mit unseren Mitgliedern in regem Kontakt. Nach der Abbuchung der Mitgliedsbeiträge für April kamen viele Kundenanrufe, die wir sehr gut bewältigen konnten. Alle Anrufer, die in der Warteschleife verlorengegangen waren, haben wir zurückgerufen, sämtliche Fragen geklärt. Kommunikation ist in diesen Tagen alles! fMi: Wie planen Sie die Phase nach der gesetzlich verordneten Studioschließung? Henrik Gockel: Vollgas! Sobald der Termin zur Wiedereröffnung absehbar ist, werden wir die meisten Mitarbeiter mindestens eine Woche vorher aus der Kurzarbeit aktivieren, dann laufen die Telefone heiß. Wir wollen Termine buchen und die Mitglieder persönlich einladen. Diese sind zurzeit gut erreichbar und freuen sich sehr, etwas von ihrem Club zu hören, in dem sie viel ihrer kostbaren freien Zeit verbringen. In dieser Phase wird die persönliche und authentische Kommunikation mit dem Kunden noch einmal enorm wichtig. fMi: Welche Maßnahmen haben Sie für die Wiedereröffnung Ihrer Studios geplant? Henrik Gockel: Wir wollen sobald wie möglich starten! Die Frage über allem ist: Unter welchen Auflagen dürfen wir öffnen? Um bestmöglich vorbereitet zu sein, haben wir uns die Vorschläge und das empfohlene Hygienekonzept des DSSV sowie internationale Empfehlungen von der IHRSA genau angeschaut. Wir haben auch geprüft, unter welchen Bedingungen Studios z. B. in China oder Südkorea wieder öffnen durften. Das halte ich für wichtig, weil sich die Politik auch daran orientiert, welche Maßnahmen in anderen Ländern erfolgreich waren. Darüber hinaus haben wir Hygieneartikel wie Desinfektionsmittel und Handsprayer angeschafft, unsere Reinigungskräfte entsprechend gebrieft und ein operatives Handbuch geschrieben, in dem die wichtigsten Checks dokumentiert sind. Wir haben uns allerdings bewusst nicht für horrendes Geld mit Schutzmasken eingedeckt. Wir haben uns auf rund 25 Punkte vorbereitet. Wenn es soweit ist, müssen wir nur die dann geforderten Auflagen umsetzen, wahrscheinlich zehn Quadratmeter pro Mitglied und zwei Meter Abstand zwischen den Geräten. Ob wir Trennwände zwischen die Geräte stellen, Abstandsmarkierungen auf den Boden kleben und Schutzmasken ausgeben müssen, wissen wir noch nicht. fMi: Wie schätzen Sie die mittelfristige Perspektive der Fitnessbranche nach dieser Krisensituation ein? Henrik Gockel: Am Tag der Verkündung der Studioschließungen kamen auch die Ergebnisse der Eckdaten-Studie 2020 des DSSV
heraus. Vergleichbar mit dem „ifo Geschäftsklimaindex“ gaben 80 Prozent der Studioinhaber an, dass 2020 noch besser für sie laufen wird als 2019. Das sehe ich hundertprozentig genauso. Wir erleben durch das Virus einen „exogenen Schock“ mit mehreren Erkenntnissen: Gesunde Menschen sind widerstandsfähiger und besser vorbereitet als kranke. Die Medizin kann nur in begrenztem Umfang helfen. Eigenverantwortliches Fitnesstraining wird deshalb einen noch höheren Stellenwert bekommen. fMi: Wie denken Sie über die Aktivitäten des DSSV während des Lockdowns und die Schreiben von Frau Schwarze an die Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel? Henrik Gockel: Ich verfolge mit Sorge, dass der DSSV mit viel Häme und Spott in den sozialen Medien überschüttet wird. Diejenigen, die etwas tun, werden kritisiert, aber die Diskussion sollte konstruktiv sein und man sollte mit dem DSSV in Kommunikation treten und schreiben, was man besser machen könnte. Das Schreiben an die Kanzlerin fand ich bis auf einige Formalien gut. Es ging um die baldige Wiedereröffnung, d. h. es klarzumachen, dass kurzfristig Training wieder möglich ist, weil es sicher ist. Jetzt Punkte wie die Bekämpfung der Sarkophenie anzusprechen, ist strategisch völlig richtig, aber es wird die Studios nicht schneller öffnen. Ich fand auch das Hygienevideo des DSSV vom April okay, obwohl die Maßnahmen, die beispielhaft herangezogen wurden, vielen Betreibern zu weit gehen. Ich denke, der Film signalisierte, dass wir Betreiber bereit sind, alle Maßnahmen zu ergreifen, damit wir zumindest teilweise in einer frühen Phase öffnen können. Beispielsweise die Empfehlung, den ÖPNV nicht zu nutzen, halte ich für ganz geschickt: Es signalisiert, dass die Studios wesentlich sicherer sind als das, was der Gesetzgeber bereits erlaubt – nämlich den ÖPNV. Auch die anderen Initiativen finde ich gut. Sie sollten aber ergänzend und nicht gegen den DSSV positioniert werden. fMi: Welche Voraussetzungen sind aus Ihrer Sicht entscheidend für einen erfolgreichen Neustart des Studiobetriebes nach dem Lockdown? Henrik Gockel: Am 4. Mai hatten wir eine Web-Konferenz mit dem hessischen Innenministerium, der Wirtschaftsförderung Frankfurt, Prof. Dr. Wessinghage, Deloitte und den größeren Studiobetreibern aus Frankfurt, um neben den bundesweiten Initiativen föderal auf Gemeinde- und Landesebene unseren Nutzen zu kommunizieren und vor allem, dass wir professionelle und verlässliche Partner sind. Die politisch Verantwortlichen hatten Sorge, dass Fitnessstudios nicht ausreichend gut organisiert und strukturiert sind, um die erforderlichen Gesundheitsmaßnahmen umzusetzen. Wir konnten sicher „einen Mosaikstein“ hinzufügen, um dieses Vorurteil zu entkräften. Hessen hat Sport und Fitness in der Länderkonferenz sehr positiv vertreten. Entscheidend ist für mich, dass wir diese Erfolge als Branche jetzt nicht „vermasseln“! Jeder muss sich im Klaren darüber sein, wie wichtig jetzt Disziplin in der Umsetzung ist. Die Regeln – auch wenn man sie für unsinnig hält, wenn z. B. das Tragen von Handschuhen und Masken verpflichtend werden würde – müssen strikt umgesetzt werden. Wir müssen uns gegenüber der Politik und gerade gegenüber unseren Fürsprechern, die wir dort haben, als hundertprozentig verlässliche „Bündnispartner“ beweisen. Das gilt für Premiumstudios genauso wie für Discounter. 03/20
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KOMMENTAR Foto: Klaudia Lech
Birgit Schwarze Präsidentin DSSV e. V.
Danke In den letzten Wochen haben die Corona-Pandemie und der damit verbundene Studiolockdown uns allen sehr viel abverlangt und uns vor große Herausforderungen gestellt. Gerade in dieser schwierigen und turbulenten Phase waren Engagement, Solidarität und Zusammenhalt in unserer Branche wichtiger denn je.
Erst einmal sage ich DANKE! Die Innovationsbereitschaft und die Flexibilität der Studiobetreiber, Ausbildungsbetriebe, Bildungspartner und IndustrieUnternehmen in dieser Krise waren beispiellos und die zahlreichen neuen Online-Angebote, Projekte und Initiativen sind ein klares Indiz dafür, dass unsere Branche noch enger zusammengerückt ist. Dafür danke ich Ihnen allen – den DSSV-Mitgliedern, den DSSV-Fördermitgliedern und allen Beteiligten, die Solidarität gezeigt und sich für unsere Branche mit ihren mehr als 200.000 Mitarbeitern bzw. knapp 12 Millionen Mitgliedern starkgemacht haben. Fakt ist: Die Folgen der Corona-Krise werden uns noch lange über das Ende des Lockdowns hinaus beschäftigen und erneute Einschränkungen sind noch lange nicht vom Tisch, sofern sich die Infektionszahlen wieder erhöhen.
Jetzt kommt es auf jeden Einzelnen an! Nach den ersten Lockerungen und der Wiedereröffnungen der Studios in Nordrhein-Westfalen und bald in weiteren Bundesländern gilt es nun dafür zu sorgen, das entgegengebrachte Vertrauen lückenlos zu erfüllen und die geforderten Auflagen in vollem Umfang umzusetzen, damit ein flächendeckender Trainingsbetrieb wieder möglich wird.
Besonnenheit und Verantwortung sind gefragt Hier ist jeder Einzelne gefordert, Verantwortung zu übernehmen und seinen aktiven Beitrag zu leisten! Wir müssen jetzt Disziplin und Einigkeit demonstrieren und beweisen, dass wir als professioneller Gesundheitsdienstleister zu unserer Verantwortung stehen und das in uns gesetzte Vertrauen auch zu Recht genießen. Deshalb appelliere ich eindringlich an alle Beteiligten, jetzt besonnen zu agieren und gemeinsam dafür zu sorgen, dass unsere Mitglieder in den Studios sicher trainieren und dort ihr Immunsystem stärken können!
Gemeinsam Gesundheit und Zukunft gestalten Wir als Gesundheitsanbieter stehen jetzt in der Pflicht, unseren Gesundheitsauftrag trotz bzw. gerade wegen der CoronaPandemie noch zielführender zu erfüllen. Aus dieser Verantwortung ergeben sich nicht nur zahlreiche Verpflichtungen, sondern auch neue Chancen. Das Gesundheitsbewusstsein in der deutschen Bevölkerung wird weiter wachsen und es liegt an uns, jetzt das Richtige zu tun, um den Stellenwert unserer Branche für die Volksgesundheit nachhaltig unter Beweis zu stellen. Mit den besten Grüßen aus Hamburg
Birgit Schwarze
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www.ks-einrichtungen.de
FACHARTIKEL MITARBEITERFÜHRUNG
Herausforderung Mitarbeiterführung in Krisenzeiten
Erfolgreicher Start nach dem Shutdown Motivierte und loyale Mitarbeiter sind eine zentrale Voraussetzung für den Erfolg eines Unternehmens. Aber wie kann man als Führungskraft die Mitarbeiter und den Betrieb nach dem Studio-Shutdown wieder aus der Krise führen? Die Corona-Pandemie hat viele Unternehmen personell wie finanziell vor große Herausforderungen gestellt. Wie Sie diese meistern und worauf es dabei getreu dem Motto „Jetzt erst recht“ ankommt, lesen Sie hier. Foto: Jelena – stock.adobe.com
Text: Karl Drack
M
it der Corona-Krise und der vorübergehenden Schließung der Fitness- und Gesundheitsanlagen gingen zahlreiche erhebliche Einschränkungen und negative Folgen einher (Umsatzeinbrüche, Liquiditätsengpässe, Ausgangsbeschränkungen sowie Arbeitsplatzverlust, Kurzarbeit etc.). Gerade deshalb ist für die Bewältigung dieser Krise ein umfangreiches Grundverständnis menschlichen Verhaltens in solchen Ausnahmesituationen notwendig.
Besonders in Krisenzeiten kristallisiert sich hier eine gute Führungskraft heraus, die diese Herausforderungen annimmt und in positive Energie und Fortschritt umsetzt. Es gilt, die Motivation (statt den Frust) aller Beteiligten jetzt hochzuhalten, offen zu kommunizieren und gemeinsam an einem Strang zu ziehen!
Umdenken und Herausforderungen akzeptieren
Es kann jeden treffen – ein Leben ohne Krisen gibt es nicht. Für alle Krisen gilt, dass eine Person, ein Team oder ein System (Unternehmen, Staat etc.) aus einer täglichen Routine gerissen wird und bisherige übliche Problemlösungen für neue Situationen nicht mehr hilfreich – möglicherweise sogar kontraproduktiv – sind. Als Führungskraft und insbesondere als Krisenmanager mussten und müssen sich Betreiber wie Studioleiter vergegenwärtigen, dass das menschliche Verhalten grundsätzlich in folgendem Vier-PhasenModell abläuft.
Umdenken und gemeinsam den „Spirit“ nutzen, heißt jetzt die Devise: Negative Emotionen müssen möglichst schnell in eine Aufbruchsstimmung umgewandelt werden, denn in jeder Krise stecken auch immer zahlreiche Chancen für alle Beteiligten. Als Unternehmer überdenkt man möglicherweise das Geschäftsmodell, macht aus der Not eine Tugend und setzt vermehrt auf digitale Lösungen bzw. alternative Trainingsangebote oder nutzt die Solidarität sowie ein neues gemeinsames Ziel für das Teambuilding.
urch die Krise führen – D Leadership ist „Calmness unter Stress“
Tab. 1: Vier-Phasen-Modell menschlichen Verhaltens in Individualkrisen nach S. L. Fink – eigene Darstellung (leicht modifiziert) Phase
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Selbsterfahrung
Wahrnehmung der Wirklichkeit
Emotionale Erfahrung Hilflosigkeit; Angst; Versinken in ein Dunkel; Panik
Kognitive Struktur
1. Schock
Bedrohung bestehender dominanter Systemziele oder gar der Überlebensfähigkeit des Systems
Die Wirklichkeit stellt sich als erdrückend und überwältigend dar
2. D efensiver Rückzug
Versuch, die bisherigen Systemziele beizubehalten
Verdrängung; Leugnung, Verharmlosung; Ausgeglichenheit oder Wunschdenken Euphorie; auch Wut, Zorn
Defensive Reorganisation; Widerstand gegen jegliche Veränderung
3. E ingeständnis/ Akzeptanz
Aufgabe der bisherigen Systemziele
Erkennung der Wirklichkeit; die Tatsachen „sprechen für sich“
Depression; Frust Minderwertigkeits-, Bitterkeits-, Trauer-, Angstgefühl
(Teil-)Zusammenbruch; Neuorganisation auf Grundlage der veränderten Wahrnehmung von Wirklichkeit
4. A npassung und Wandel
Aufstellung neuer Systemziele
Aktive Auseinandersetzung mit der neuen Wirklichkeit
Abbau von Angst/ Depression; Erfahrung neuer Befriedigung; Freude; Stolz
Neuorganisation auf Grundlage der gegebenen individuellen Ressourcen und Fähigkeiten; Potenzialentfaltung; Kompetenzentwicklung
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Zusammenbruch: Unfähigkeit, die Situation zu begreifen, klar zu denken, zu planen und zu handeln
Tab. 2: Erfolgsfaktor Resilienz (gekürzt und leicht modifiziert nach Wellensiek & Kleinschmidt (2015))
RESILIENZ ALS ERFOLGSFAKTOR IM UNTERNEHMEN NICHT-RESILIENTES VERHALTEN
RESILIENTES VERHALTEN
(destabilisierend/schwächend)
(stabilisierend/stärkend)
Die Führungskraft/Geschäftsleitung…
Die Führungskraft/Geschäftsleitung…
• ist getrieben von operativen Aufgaben, sieht wenig Möglichkeiten bzw. hat geringe Fähigkeiten zu delegieren und priorisieren
• achtet auf und nutzt wertvolle Ressourcen, weiß um ihre Leistungsgrenzen, setzt Prioritäten und delegiert gewinnbringend für alle Beteiligten
• nimmt sich zu wenig Zeit für die Personalführung, entwickelt keine echte Beziehung zu den Mitarbeitern
• lebt „begleitende“ Personalführung, hat eine klare, vertrauensvolle Beziehung zu den Mitarbeitern und fördert bzw. unterstützt deren Eigenverantwortung/Lösungsorientierung
• verhält sich häufig unklar und intransparent • bereitet sich nicht proaktiv auf Krisenzeiten vor
• kommuniziert klar und transparent – auch unangenehme Veränderungen
• fällt in Krisen häufig durch überraschende, unangekündigte Strategiewechsel auf
• denkt vorab auch an mögliche Krisenszenarien und Veränderungen – und entwickelt mögliche Strategien und Lösungswege
In diesen Zeiten wird erst die Bedeutung von professionellem Krisenmanagement deutlich. In der Regel wurden die meisten Führungskräfte mit einer solch existenziellen Herausforderung bzw. einem exogenen Schock wie der Corona-Krise noch nie konfrontiert.
Wie war Ihre individuelle Reaktion als Führungskraft auf die Corona-Krise nach dem Vier-Phasen-Modell? Wo stehen Sie und Ihr Unternehmen aktuell?
Sehr wichtig ist grundsätzlich, dass man möglichst schnell in die Phase drei kommt, sozusagen fähig ist, zu akzeptieren, denn erst dann passiert der erste Schritt „nach vorne“. Durch den exogenen Schock der behördlich angeordneten Studioschließungen hätte Lamentieren nichts gebracht, sondern es waren schnelle Lösungen gefragt. Soll heißen: Es galt, zusammen mit den Mitarbeitern die neuen Herausforderungen, die nicht beeinflussbar waren, so anzugehen, dass die eigene Regulations- und Handlungsfähigkeit trotzdem erhalten blieb. Man muss in kritischen Phasen als Führungspersönlichkeit immer in die „Metaperspektive“ wechseln, denn nur dadurch erkennt und respektiert man die Grenzen der Kontrollierbarkeit und kann somit Krisen besser bewältigen. Gemäß dem Motto „Es gibt immer eine Alternative“ reagiert man eben nicht mit Schockstarre und Lähmung, sondern mit neuen Denkmustern/Ideen, alternativen Lösungsansätzen und noch mehr Zusammenhalt.
Treiber aus der Krise: Resilienz, Flexibilität und Solidarität Zahlreiche Unternehmen der Fitness- und Gesundheitsbranche haben gezeigt, dass sie als Team mit innovativen Lösungen und schnellen, flexiblen Veränderungen auf die Corona-Krise reagiert haben. Entscheidend war und ist hierbei, sich immer proaktiv mit der Krise auseinanderzusetzen, seine Möglichkeiten auszuloten und als Team nach Lösungen zu suchen. Der erfolgreiche Umgang mit existenzbedrohenden Krisen macht Führungskräfte, Mitarbeiter und Unternehmen grundsätzlich resilienter und belastbarer, sofern sie diese meistern (vgl. Tab. 2). Und dieses resiliente Verhalten sowie die damit einhergehende lösungsorientierte und positive Managementphilosophie sollten Führungskräfte verinnerlichen, täglich vorleben und offen kommunizieren. Das motiviert nicht nur die Mitarbeiter, sondern gibt auch Sicherheit und stärkt den „Teamspirit“, da jeder in die Lösung involviert ist und sein Bestes dazu beitragen kann, die Krise abzuwenden.
Krisenkommunikation als Schlüssel zum Erfolg Grundsätzlich kann man nach Krystek und Hünecke (2020) destruktive Wirkungen von Unternehmenskrisen wie • Existenzgefährdung der Mitarbeiter (durch Arbeitsplatzverlust) • Geringe Wertschätzung/Sinnlosigkeit • Motivationsprobleme/Frust/Innere Kündigung • Vertrauensverlust (in die Führung) • Abwanderung von Leistungsträgern etc. und konstruktive Wirkungen von Unternehmenskrisen wie • Sicherung von Arbeitsplätzen • Karrierechancen der Mitarbeiter • Selbstbestätigung/Herausforderung • Motivation/Kompetenzentwicklung/-erweiterung • Freisetzen von Innovationspotenzial • Neue Produkte, Dienstleistungen, Prozesse, Geschäftsmodelle generieren etc. anführen.
Wie gingen/gehen Ihre Mitarbeiter mit der Corona-Krise um? Wie führen Sie Ihre Mitarbeiter durch die Krise? Und wie kommunizierten/kommunizieren Sie mit Ihren Kunden und Partnern vor, während und nach der Krise?
Als Manager entscheiden Sie, welcher Seite Sie die größere Bedeutung beimessen, aber die Krisenkommunikation spielt eine extrem wichtige Rolle, die Sie niemals unterschätzen sollten. Nach Ducki (2017) bedarf das Krisenmanagement „einer klar strukturierten, eindeutigen und präzisen Kommunikation: Menschen müssen informiert und geleitet, Maßnahmen koordiniert und erklärt werden. Falsche Kommunikation kann Krisen vergrößern, richtige Kommunikation kann sie begrenzen.“ Nach Suppiger (2020) sind Vertrauen und Glaubwürdigkeit die wichtigsten Ziele einer professionellen (Krisen-)Kommunikation. Einige seiner Eckpunkte lauten: • gesicherte Informationen durch gezieltes Monitoring sammeln • rasche/stetige Kommunikation, Kommunikationslead halten • offene und transparente Kommunikation gegenüber allen Beteiligten • frühzeitige Information und Einbindung der Mitarbeiter als Multiplikatoren • tatsächliche Umsetzung angekündigter Maßnahmen/Verlässlichkeit 03/20
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FACHARTIKEL MITARBEITERFÜHRUNG
Wie können wir im Unternehmen den Gründergeist, das „Grenzen überschreiten“ – gerade auch in Krisen – lebendig halten? Was und wie müssen wir uns jetzt verändern, damit wir die Krise meistern und in Zukunft noch erfolgreicher sind bzw. uns den veränderten Marktbedingungen stellen?
Gerade in sehr unruhigen Zeiten setzen sich gut informierte und in die Abläufe einbezogene Mitarbeiter für die Organisation und das gemeinsame Ziel ein.
Motivation konservieren und sichern Sehr wichtig sind auch einzelne persönliche Mitarbeitergespräche im Hinblick auf ihre individuellen Bedürfnisse, Sorgen und Ängste. So mancher bisherige Leistungsträger tut sich in sehr kritischen Phasen schwer und fühlt sich überfordert, während andere in extremen Belastungsphasen plötzlich zu Höchstleistungen auflaufen und relativ mühelos ihr Potenzial abrufen/entfalten können. Es geht in diesen Gesprächen in einem ersten Schritt darum, mit jedem Mitarbeiter persönlich eventuelle Ängste (Arbeitsplatzverlust etc.), Sorgen (finanzielle Probleme) und möglicherweise auch entstehenden Frust (unzureichende Informationen vom Unternehmen etc.) zu besprechen. In einem zweiten Schritt können idealerweise einige Punkte entkräftet und Gegenstrategien entwickelt werden. Exemplarisch wird dem Mitarbeiter kommuniziert, dass der Arbeitsplatz sicher ist, die Studiengebühren bezahlt werden, auch wenn vorübergehend Kurzarbeit eingeführt wurde. Für mögliche finanzielle Engpässe bei Mitarbeitern findet man in der Regel auch passende Lösungen. In manchen Fällen wird man sich als Unternehmer auch ehrlich entschuldigen, wenn die Informationspolitik extrem schlecht und/oder widersprüchlich war. So eine heftige Situation hat bisher in dieser Konsequenz noch keine Führungskraft erlebt, was zwangsläufig zu Informationsasymmetrien und Missverständnissen führt. Offen und ehrlich Fehler zugeben und sich zu entschuldigen zeigt Verantwortungsbewusstsein und Führungsstärke. Grundsätzlich gilt es, in diesen Eins-zu-eins-Gesprächen individuelle demotivierende Elemente zu erkennen und idealerweise auszuräumen oder zumindest abzuschwächen. Mögliche Bedürfnisse, in Anlehnung an die bekannte Maslow-Pyramide, nach Sicherheit, Angstfreiheit, Zusammengehörigkeit, Sinnstiftung, Potenzialentfaltung, Perspektiven, Wertschätzung etc. stehen individuell im Fokus. Das ist gelebte „begleitende“ Personalführung, um nach dem Ende des Shutdowns möglichst motiviert, engagiert und mit einem hohen Commitment den Neustart zu schaffen und das Team noch enger zusammenzuführen.
Zukunft sichern und Innovationen festigen Nach Sprenger (2012) lautet die vierte (wichtige) Kernaufgabe „Zukunftsfähigkeit sichern“. Gute Führungskräfte denken „nach vorne“, erweitern Horizonte, fördern Vorstellungsvermögen für eine bessere Zukunft und erhöhen somit die Veränderungsbereitschaft. 28
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Fazit Krisen beinhalten auch immer zahlreiche Chancen und Entwicklungspotenziale. Große Krisen zeigen uns, um wie viel größer unsere Ressourcen sind, wenn sie sinnvoll gebündelt und kanalisiert werden. Gerade nach dem Shutdown wurden in zahlreichen Unternehmen unter Hochdruck relativ schnell neue Dienstleistungen/Produkte wie digitale Workouts, Krisenberatung, Online-Betreuung generiert und es wurde unternehmensintern sowie auch branchenübergreifend eng zusammengearbeitet bzw. kooperiert. Und nun geht es darum, diesen „Spirit“ im Team/Unternehmen beizubehalten und motivierende Ziele für 2020 zu stecken. Denn eines ist sicher, nach Corona werden noch mehr Menschen auf ihre Gesundheit bzw. Fitness achten: Lassen Sie mich deshalb mit folgendem Zitat von Arthur Schoppenhauer schließen: „Gesundheit ist nicht alles. Aber alles ist nichts ohne Gesundheit!“
Foto: © Björn Marquart
Foto: fizkes – stock.adobe.com
Gute Führungskräfte gelten als wichtige Botschafter der Zukunft. Ein klares und positives Bild der möglichen (Unternehmens-)Zukunft vermittelt den Mitarbeitern Sicherheit und lässt die Angst schwinden bzw. in den Hintergrund treten. Man sieht den „Gipfel“ als Fernziel, die „Schlucht“ in der Krise, die man angespannt überquert, wird relativiert. Als weitere Komponente spielt der Erfolgsfaktor „Ergänzendes aufeinander Zugehen mit einem hohen Verantwortungsgrad“ für alle Beteiligten eine große Rolle. Teamarbeit ist die Fähigkeit, zusammen auf eine gemeinsame Vision – nach vereinbarten Leitwerten und Spielregeln – hinzuarbeiten. Es ist die Begabung, individuelle Fähigkeiten, Stärken, Ressourcen und Kompetenzen in die Richtung der gesetzten unternehmerischen Ziele zu lenken. Gleichzeitig ist es der „Kraftstoff“, der es möglich macht, dass gewöhnliche Menschen – gerade in Krisenzeiten – außergewöhnliche Ergebnisse erzielen.
Karl Drack Karl Drack, Wirtschafts- und Sozialwissenschaftler M. A., war langjähriger Betriebsleiter im Gesundheitsbereich. Als Coach/Unternehmensberater ist er spezialisiert im strategischen Kompetenzmanagement. Seit 1998 ist er Dozent an der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement (DHfPG) und der BSA-Akademie. www.dhfpg-bsa.de
Auszug aus der Literaturliste Bédé, A. (2020). Grundsätze und Leitlinien zum Führen von (Unternehmens-)Krisenstäben. In: Zeitschrift für OrganisationsEntwicklung. Ausgabe 1/2020. Sprenger, R. K. (2012). Radikal führen. Frankfurt am Main: Campus Verlag. Für eine vollständige Literaturliste kontaktieren Sie bitte marketing@dhfpg-bsa.de.
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FACHARTIKEL MANAGEMENT
Vom guten Vorsatz zur Gewohnheitsbildung
Praxistipps für nachhaltigen Erfolg
Foto: Alliance – stock.adobe.com
Text: Prof. Dr. Oliver Schumann
Vorsätze haben oftmals eine geringere Halbwertszeit als Silvesterböllerreste – die meisten verabschieden sich von vielen Vorsätzen für das neue Sport- oder Geschäftsjahr schon in den ersten Monaten nach der Intention wieder. Aber warum ist das so? Wie kann die Herausforderung von der Absichtserklärung zur Umsetzung gemeistert werden? Dieser Artikel sensibilisiert dafür, wie gefasste Vorsätze in die Tat überführt werden und damit eine nachhaltige Wirkung für Trainierende, Unternehmen und Teams erzielt wird. Die zentrale Botschaft: Der Köder muss ihnen schmecken!
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orsätze sind konkrete Absichtsbekundungen, die nicht nur in vorübergehende Verhaltensweisen umgesetzt, sondern dauerhaft beibehalten werden sollen: Sportlicher Lebensstil, Achtsamkeit und Kostenbewusstsein sind beispielhafte Individualbzw. Unternehmensvorsätze. Die Herausforderung liegt hierbei in „dauerhaft beibehalten“ und spiegelt sich in einem individuellen Lebensstil oder einer spezifischen Unternehmens- bzw. LeadershipKultur wider.
Gewohnheitsbildung – der zentrale Schlüssel zum Erfolg Gewohnheitsbildung ist nicht gleich Gewohnheitsbildung. So ist beispielsweise die unbewusste Entstehung etwas anderes als eine bewusste Entwicklung oder gar die zielgerichtete Veränderung einer Gewohnheit. Im Folgenden liegt der Fokus auf der Entwicklung einer Gewohnheit und es wird beschrieben, wie das dadurch verinnerlichte Handeln zur besseren Umsetzung verschiedener Ziele beiträgt – sowohl für Einzelpersonen als auch für Unternehmen. 32
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1. Schritt: Welche Gewohnheit soll entwickelt werden und aus welchem Grund? Spielerisch ausgedrückt: Jeder Vorsatz hat einen Hauptsatz. Also, worum geht es wirklich? Die Aussicht, eine Gewohnheit erfolgreich zu entwickeln, wird durch den Grund bestimmt, aus dem etwas getan werden soll. Geht es um etwas Positives, eine Chance auf etwas, worauf man Lust hat oder ist externer Handlungsdruck vorhanden, der das Unternehmen in seiner Existenz bedroht oder die persönliche Gesundheit beeinträchtigt? In diesem ersten Schritt ist auch zu klären, weswegen eine Gewohnheit entwickelt werden soll. Die Intentionen können entweder extrinsisch (weil andere das von mir wollen: „Nimm endlich ab – das ist nicht schön anzusehen“) oder intrinsisch motiviert sein („Ich mache das für mich bzw. mein Unternehmen“, „Das wird mich noch gesünder machen“ bzw. „Nur wenn wir uns verändern, können wir erfolgreich bleiben“). 2. Schritt: Der „Köder“ muss dem Adressaten schmecken! Nur wenn die Gewohnheitsentwicklung ein positiver intrinsischer Wunsch ist, steigt die Aussicht auf dauerhaften Erfolg. Erst dieser
innere Antrieb schafft die zentrale Voraussetzung: Commitment zu der angestrebten Gewohnheit und damit in der Übersetzung zum unbedingten „Ja“ zu dieser Entwicklung. Oftmals wird in der Praxis mit Argumenten geworben, die nützliche und nicht selten moralische Aspekte zum Ausdruck bringen, so beispielsweise der erhobene Zeigefinger des Arztes: „Wenn Sie nicht abnehmen, dann drohen Ihnen ein Herzinfarkt oder Schlaganfall!“ Dieser Ansatz reicht lediglich für die Initiierung von Vorhaben, aber oft nicht für deren Verinnerlichung aus.
Umzug größere beispielhafte Umbrüche und damit die Chance dar, gewohnte Denkstrukturen und Verhaltensmuster aufzubrechen.
3. Schritt: Wann soll die entsprechende Gewohnheit entwickelt werden? Vielen Vorhaben wird in der Praxis häufig die höchste Priorität beigemessen: Jetzt und sofort soll das Ganze umgesetzt werden. Oft ist damit aber auch schon der Todeszeitpunkt des Vorhabens bestimmt: Nämlich kurz nach dem Start, denn der zeitliche Horizont wird falsch gesetzt. Der richtige Moment zum Beginn einer Gewohnheitsentwicklung hat mit der Komplexität und der Tiefe des jeweiligen Vorsatzes zu tun. Entsprechend gilt: Besser eine Gewohnheit nach der anderen entwickeln als mehrere auf einmal (Komplexitätsdilemma). Des Weiteren stellt sich hinsichtlich der Tiefe folgende Frage: Wie neu und herausfordernd ist die konkrete Gewohnheitsentwicklung (Bsp.: „Ich habe seit 20 Jahren keinen Sport mehr gemacht.“). Während weniger komplexe und tiefe Gewohnheitsentwicklungen schneller und einfacher vonstattengehen, sollten umfassende und tiefgreifende in sogenannten „Teachable Moments“ eingebettet werden. So stellen ein Change-Prozess durch eine neue Geschäftsführung, ein neuer Beruf oder privater
ie Auslöser zur Entwicklung einer Gewohnheit sind unD terschiedlich und facettenreich. Von sozialem Druck (beispielsweise in Form von Verabredungen mit anderen zum Training) über veränderte Rahmenbedingungen (präventive Kurse nach §20 SGB werden finanziell bezuschusst) bis zur Überrumpelung (Studios werden wie bei der Corona-Pandemie über Nacht geschlossen und es braucht ad hoc alternative Trainingsmöglichkeiten) sind alle Varianten erlaubt, die dem Zweck dienlich sind. Bekannte Beispiele aus der Wirtschaft sind die automatischen Check-in-Schalter am Flughafen, dem Studio oder den Messezentren bzw. SB-Kassen im Supermarkt, deren Handhabung (noch) von Mitarbeitern betreut wird, aber die Kunden zielgerichtet und behutsam an die neue Handlung herangeführt werden. Lange Warteschlangen bzw. Zeitersparnis sind weitere – oft unbewusste – Argumente, um branchenübergreifend neue, innovative Varianten und Lösungen auszuprobieren.
4. Schritt: Wie soll eine Gewohnheit entwickelt werden? Das Herzstück der Gewohnheitsentwicklung ist eine klare Struktur, die sich in folgendem Dreiklang widerspiegelt:
1. Auslöser
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2. Handlung ier geht es um das gewünschte und fest vorgenommene H Handeln – Sport treiben, gesunde Ernährung, kompaktere und strukturiertere Meetings, mitarbeiterzentrierte Führung usw. In dieser Phase wird genauer betrachtet, wie die neue Handlung gerade zu Beginn der Umsetzung geschützt und unterstützt werden kann, damit sie immer wieder ausgeführt und dadurch verinnerlicht werden kann.
Pausen – in Form von Unterbrechungen – haben „toxische“ Wirkung auf die Gewohnheitsentwicklung. Das gilt insbesondere dann, wenn im Change-Management nicht die adäquate Geschwindigkeit eingehalten wird und Pausen das Prinzip von wiederkehrender Anwendung der neuen Prozesse unterbinden. Um diesen Fallstricken zu entgehen, braucht es zusätzlich ein entsprechend strukturiertes Barrieremanagement. Wie in jedem Management geht es hier in einem ersten Schritt um die Analyse eventuell auftretender individueller und unternehmerischer Barrieren. In einem zweiten Schritt geht es um die Überlegung, wie man diese Barrieren entweder umgehen („get around“) oder ihnen begegnen kann („get through“).
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3. Belohnung
Wenn-Dann-Pläne für die praktische Umsetzung
esonders Belohnungen sind der Grund, weshalb man eine B Handlung erneut durchführt. Durch die Belohnung bzw. ersten Erfolgserlebnisse werden Botenstoffe (wie Dopamin, Serotonin u. Ä.) ausgeschüttet, die die Handlung positiv bewerten. Erst das erneute Erlebenwollen führt zur Wiederholung. Belohnungen müssen dabei immer adäquat und variabel sein. Adäquat im Sinne der Attraktivität: Es hat keine Wirkung, wenn man den Kunden nach einem harten, fordernden Workout mit einem gratis Glas Wasser belohnt oder wenn eine Führungskraft für einen hochmotivierten Mitarbeiter nur einen feuchten Händedruck und warme Worte übrig hat. Der Begriff „variabel“ deutet in diesem Zusammenhang an, dass die entsprechenden Belohnungen (egal ob gegenüber sich selbst oder Kunden und Mitarbeitern) abwechslungsreich gestaltet werden müssen, da sie sonst schnell ihren hormonellen Glückscharakter sowie ihren Motivationsaspekt verlieren. Nur wenn die Belohnung attraktiv und im positiven Sinne unberechenbar bleibt, ist die Wahrscheinlichkeit gegeben, den Sprung von der einzelnen Handlung zur Wiederholung und final zur fixen Gewohnheit zu schaffen.
Gewohnheitsbildung lässt sich in folgender Erfolgsformel darstellen:
Denken
Tun
Anders denken
Die wirksamsten Mittel, um eine neu entwickelte Gewohnheit zu schützen, sind sogenannte Wenn-Dann-Pläne. Sie beruhen auf dem gleichen Wirkungsprinzip wie Gewohnheiten und haben als Kernidee folgende Überlegung: „Wenn ich in die Situation komme, in der mich mein innerer Schweinehund auf die Couch locken will, dann mache ich…“. Der Situation aus dem Weg gehen ist eine psychologische Variante der Wenn-Dann-Pläne. Eine soziale Variante der Wenn-Dann-Pläne ist es, Ressourcen zu aktivieren, z. B. beruflich einen Mitarbeiter oder privat den Lebensgefährten um Unterstützung zu bitten oder für den Trainingseinstieg einen geeigneten Trainingspartner zu suchen. Die psychologische WennDann-Variante stellt das Commitment in Form des unbedingten Willens („Ja, ich will“) in den Fokus.
Resümee und Ausblick Scheuen Sie sich nicht vor Veränderungen und arbeiten Sie im Alltag kontinuierlich an neuen Gewohnheiten! Sie gelten zwar als die größten Verhinderer von individueller und unternehmerischer Weiterentwicklung bzw. Veränderung, aber sie sind gleichzeitig auch die Grundlage für Innovation, Performance und Exzellenz.
Foto: Oliver Schumann
Verinnerlichen
Die vereinfachte Formel umfasst die Prozesskette von der grundlegenden Einstellung zu einer Handlung (Denken), über die Handlung selbst (Tun), dem Reflektieren und Erkennen („Gar nicht so schlecht“/Anders denken) bis hin zur wiederholten unbewussten Durchführung der Handlung (nicht mehr denken/Verinnerlichen).
Barrieren und Fallstricke gezielt vermeiden Bevor sich die Gewohnheit voll entwickeln kann, ist die immer wieder durchzuführende Handlung noch sensibel und im wahrsten Sinne des Wortes anfällig „wie ein rohes Ei“. Die unterschiedlichen Barrieren können physikalischen, sozialen oder psychologischen Charakter haben. Die bekanntesten psychologischen Barrieren sind Verlockungen oder der innere Schweinehund. Diese Barrieren wie „Bleib bequem zu Hause, anstatt dich im Studio zu quälen“ oder „Warum Managementprozesse ändern, wenn es doch auch so geht“ verhindern die erneute Handlungsdurchführung. Auch 34
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Prof. Dr. Oliver Schumann Prof. Dr. Oliver Schumann ist für die BSA-Akademie und die Deutsche Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement (DHfPG) als Dozent, Tutor und Autor tätig. Die Schwerpunkte seiner Professur liegen in den Bereichen Strategisches Management, Neurokommunikation und Sportökonomie. www.dhfpg-bsa.de
Literaturliste Myers, D. G. (2014). Psychologie (3. Aufllage). Heidelberg: Springer. Verplanken, B. (2018): The Psychology of habit. Theory, Mechanisms, Change, and Contexts Heidelberg: Springer. Statista (2019). Die guten Vorsätze für 2020. Zugriff am 02.01.2020 unter https://de.statista. com/infografik/20341/umfrage-beliebteste-vorsaetze-fuer-2020/ ZEIT ONLINE (2018). Am liebsten würde ich damit aufhören ... die Frage ist nur: Wann? Und vor allem: Wie?. Zugriff am 15.01.2020 unter: https://www.zeit.de/zeit-wissen/2018/01/psychologie-gewohnheiten-verhalten-muster-aenderung
WIRTSCHAFTLICHE BEDEUTUNG VON FITNESS
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Grafik: © DSSV e. V.
schaftliche Bedeutung unserer Branche. Fitness und aktives Gesundheitstraining gehören heute zu einem modernen Lebensstil.
Umsatz (netto) und Umsatzsteuer der deutschen Fitness-Wirtschaft 2019
Volkswirtschaftliche Relevanz der Fitnessbranche 5,51
6 in Mrd. EUR
Neben den genannten gesundheitlichen Aspekten ist die Branche auch aus ökonomischen Gesichtspunkten von hoher Bedeutung für die deutsche Wirtschaft und trägt einen wichtigen Teil zur Bruttowertschöpfung, dem Volkseinkommen und den Steuereinnahmen bei. Über zwei Drittel der deutschen Bruttowertschöpfung werden im tertiären Wirtschaftssektor generiert. Dieser Sektor umfasst die Dienstleistungsbereiche, die für ihre Leistungserstellung auf den Arbeitsfaktor Mensch angewiesen sind. Genauer gesagt: gesunde, arbeitsfähige Menschen – die Arbeitnehmer.
5 4 3 2 1,02
1 0 Gesamtumsatz
Ein Ausfall der Arbeitnehmer, z. B. durch Krankheit, führt zu Arbeitsunfähigkeitstagen (AU-Tage). Diese hindern das Wachstum der deutschen Wirtschaft und kosten Geld. Die Handwerkskammern beziffern die Produktionsausfallkosten auf rund 100 EUR pro AU-Tag/Arbeitnehmer. In Dienstleistungsbetrieben liegen die Kosten für einen AU-Tag je nach Branche und Betriebsgröße sogar zwischen 200 und 400 EUR pro Arbeitnehmer.
Mehrwert durch Reduktion von AU-Tagen Im Februar 2020 hat das statistische Bundesamt rund 45 Millionen Erwerbstätige in Deutschland registriert. Werden Kosten durch AU-Tage von 100 EUR angenommen, liegen die Ausfallkosten auf alle Erwerbstätige hochgerechnet bei 4,5 Mrd. EUR pro Tag. Oder anders ausgedrückt: Wenn es durch gesundheitsorientiertes Fitnesstraining gelingt, die durchschnittlichen AU-Tage um einen Tag zu senken, kann unsere Wirtschaft 4,5 Mrd. EUR mehr an Wertschöpfung generieren. Schätzungen der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) zufolge liegt der jährliche Gesamtausfall an Produktion und Bruttowertschöpfung durch AU-Tage bei etwa 145 Mrd. EUR. Das Potenzial ist somit groß.
Die Berechnung der Umsatzsteuer bezieht sich auf das Gesamtjahr 2019 und unterliegt der Annahme, dass die Nebenumsätze i. H. v. 0,52 Mrd. EUR netto hälftig mit dem regulären (19 %) und dem ermäßigten Steuersatz (7 %) entstanden sind.
als eine Milliarde Euro Umsatzsteuereinnahmen für die Bundesrepublik. Zur genannten Umsatzsteuer kommen weitere Steuerarten hinzu. Diese umfassen beispielsweise die Lohn-, die Einkommens-, die Energie- sowie die Gewerbe- und Körperschaftssteuer. Auch bei diesen Steuerarten tragen die Fitnessstudios ihren Teil zu den Steuereinnahmen für die Länder und Gemeinden bei.
Fazit Fitness-Anlagen sind nicht nur als Gesundheitsanbieter relevant, sondern generieren für die Bundesrepublik Steuereinnahmen in Milliardenhöhe. Zudem bietet die Branche ein hohes Potenzial für Kosteneinsparungen, wenn durch gesundheitsorientiertes Training die AU-Tage reduziert werden können. Des Weiteren existieren durch die Fitness- und Gesundheitsbranche über 200.000 Arbeitsplätze, die vom Outsourcing ausgeschlossen sind.
Florian Kündgen
Foto: privat
Durch das Wachstum der Fitness- und Gesundheitsbranche in den vergangenen Jahren wurden viele Arbeitsplätze geschaffen, die positiv zum Volkseinkommen beitragen. Per 31. Dezember 2019 sind rund 217.400 Beschäftigte in der Fitnesswirtschaft tätig. Nicht nur die Quantität, sondern auch die Qualität der Arbeitsplätze ist an dieser Stelle zu betonen. Kaum einer dieser Beschäftigten ist „outsourcebar“. Die Arbeitsplätze umfassen i. d. R. eine persönliche Dienstleistung, die durch den Mitarbeiter, z. B. den Trainer, direkt am Kunden durchgeführt wird. Dazu kommt, dass sich die Fitnessund Gesundheitsbranche kontinuierlich professionalisiert. Laut den „Eckdaten 2020“ des DSSV handelt es sich bereits bei einem Fünftel der Mitarbeiter um Akademiker. Die Tendenz ist steigend, da 80,2 Prozent der Fitnessbetriebe mindestens einen dual Studierenden beschäftigen. Diese fachlich kompetenten Mitarbeiter tragen aktiv zu einer besseren Wirtschaftlichkeit des Unternehmens bei.
Umsatzsteuer
Florian Kündgen ist für die Deutsche Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement (DHfPG) als Dozent tätig. Zudem ist er als freier Mitarbeiter im Bereich Unternehmensbewertungen und Wirtschaftlichkeitsberechnungen von Fitness- und Gesundheits-Anlagen sowie als Mitarbeiter im Bereich der steuerlichen und betriebswirtschaftlichen Beratung tätig. Ab 1. Juli 2020 ist er stellvertretender Geschäftsführer des DSSV e. V.
Steuereinnahme in Milliardenhöhe Laut der Eckdaten-Studie 2020 generierten die deutschen Fitnessund Gesundheits-Anlagen im Jahr 2019 rund 5,51 Mrd. EUR netto. Davon sind 4,99 Mrd. EUR Umsatzerlöse aus Mitgliedsbeiträgen, die mit 19 Prozent versteuert werden. Dies entspricht 948 Mio. EUR Steuereinnahmen. Hinzu kommen die Zusatzumsätze von 0,52 Mrd. EUR netto, die teilweise auch dem ermäßigten Steuersatz von 7 Prozent unterliegen, wie z. B. Nahrungsergänzungsmittel zum Verzehr außer Haus. Unter der vereinfachten Annahme, dass sich diese Umsätze zur Hälfte aus 19 und 7 Prozent zusammensetzen, generiert die Branche hierdurch weitere 67 Mio. EUR Steuereinnahmen. Insgesamt erzielt die Fitnessbranche also mehr
Auszug aus der Literaturliste Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) (2020). Volkswirtschaftliche Kosten durch Arbeitsunfähigkeit. Zugriff am 04.05.2020 unter https://www.baua.de/ Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) (2020). WHO-Bericht zu Zivilisationskrankheiten. Zugriff am 04.05.2020 unter https://www.in-form.de/wissen/meldungen/profiportal/who-bericht-zu-zivilisationskrankheiten/ Kamberovic, R. et al. (2020). Eckdaten der deutschen Fitness-Wirtschaft 2020. Hamburg: DSSV. Meyer, M., Wenzel, J. & Schenkel, A. (2018). Krankheitsbedingte Fehlzeiten in der deutschen Wirtschaft. Berlin: Springer. Statista (2020). Anteil der Wirtschaftssektoren an der Bruttowertschöpfung in Deutschland im Jahr 2019. Zugriff am 04.05.2020 unter https://de.statista.com/statistik/daten/studie/36846/ umfrage/anteil-der-wirtschaftsbereiche-am-bruttoinlandsprodukt/
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FACHARTIKEL IMMUNSYSTEM
Körperliche Leistungsfähigkeit und COVID-19
Text: Prof. Dr. Arne Morsch
Das Coronavirus ist hochinfektiös und leicht übertragbar. Durch Maßnahmen wie die Einschränkung sozialer Kontakte konnte die rasche Ausbreitung verlangsamt werden und die erste Krankheitswelle scheint in Deutschland abzuebben. Dennoch ist das Virus im Umlauf und es besteht ein latentes Infektionsrisiko. Was können wir selbst tun, um dieses Risiko zu senken und welchen Beitrag kann eine gute körperliche Fitness leisten, um die Erkrankung im Falle einer Infektion bestmöglich bewältigen zu können?
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as COVID-19-Virus scheint sich hauptsächlich durch Tröpfcheninfektion zu verbreiten. Beim Übertragungsweg macht das Virus keinen Unterschied zwischen körperlich aktiven Menschen und „Bewegungsmuffeln“. Allerdings führt regelmäßiges körperliches Training dazu, dass die Funktionalität des Immunsystems verbessert wird (Baum & Liesen, 1998). Der Körper kann sich besser auf die Bewältigung einer Erkrankung einstellen. Bei einer COVID-19-Infektion bedeutet dies, dass das Immunsystem in der Lage sein muss, den Krankheitserreger effektiv zu eliminieren. Erste Untersuchungen dazu, wie das menschliche Immunsystem das neuartige Coronavirus bewältigt, zeigen, dass es zu einem Anstieg der Antikörper produzierenden Zellen kommt. Ebenso wurde eine Zunahme sogenannter T-Zellen beobachtet, deren Aufgabe die Zerstörung aller Zellen ist, in denen sich die Viren vermehren (Thevarajan et al., 2020). Die Ergebnisse zeigen, dass gerade durch körperliches Training die Aktivität der T-Zellen gesteigert werden kann (Duggal, Pollock, Lazarus, Harridge & Lord, 2018). Regelmäßiges Training und eine gute körperliche Leistungsfähigkeit scheinen somit für eine angemessene Immunreaktion des Körpers von wichtiger Bedeutung zu sein. Wer ist hauptsächlich von schweren und tödlichen Krankheitsverläufen betroffen? Die Daten und Fakten zeigen, dass insbesondere ältere Menschen und Personen mit Vorerkrankungen wie zum Beispiel Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder Typ-2-Diabetes von schweren bis hin zu tödlichen Krankheitsverläufen betroffen sind. Die genauen Erklärungen hierfür sind wissenschaftlich noch nicht geklärt. Dennoch
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scheint es so zu sein, dass das Immunsystem alter und/oder vorerkrankter Menschen nicht immer in der Lage ist, den Krankheitsprozess zu stoppen und die krankheitshemmenden T-Zellen ausreichend zu aktivieren (Bloch, Halle & Steinacker, 2020). Zwar kann man das kalendarische Alter als Risikofaktor nicht beeinflussen, jedoch trägt ein körperliches Training dazu bei, die Immunkompetenz des Körpers zu verbessern und Infektionen wirksam zu begegnen. Auch betagte Menschen und Personen mit Vorerkrankungen sollten deshalb nach medizinischer Abklärung zur regelmäßigen Bewegung aktiviert werden (Hollstein, 2019). Verhindert körperliche Aktivität eine Erkrankung und einen frühzeitigen Tod? Unabhängig von der Situation um das Coronavirus belegen eine Vielzahl an Beobachtungsstudien, dass körperlich aktive gegenüber inaktiven Personen ein deutlich reduziertes Risiko für die Entwicklung zahlreicher Erkrankungen und für einen vorzeitigen Tod haben (Fiuza-Luces et al., 2018; Wen et al., 2011). Eine erste Risikoreduktion zeigt sich bereits durch den Einstieg in regelmäßige Bewegung in kleinem Umfang. Bei höheren Umfängen im Sinne der Bewegungsempfehlungen der WHO von 150 Minuten moderater körperlicher Aktivität pro Woche fällt die Risikoreduktion noch deutlicher aus (Kraus et al., 2019). Dennoch sind die wenigsten Menschen in Deutschland ausreichend körperlich aktiv (Finger, Mensink, Lange & Manz, 2017; Krug et al., 2013). Ein Grund hierfür könnte sein, dass bei derart allgemeinen Empfehlungen Art, Umfang und Intensität einer Belastung unkonkret bleiben. Außer der Erkenntnis „Ich müsste mich mal wieder bewegen“ bleiben diese dann für den einzelnen Menschen wenig fassbar.
Foto: Kzenon – stock.adobe.com
Gesund bleiben durch Fitnesstraining
Hält ein Fitnesstraining biologisch jung? Interessante Befunde ergaben sich in der Studie von Werner et al. (2019) insbesondere bei der Frage, inwiefern ein Fitnesstraining dazu beitragen kann, dass wir biologisch jung bleiben. Hierbei stellt sich zunächst die Frage, warum wir eigentlich altern? Damit sich das Gewebe ständig erneuern kann, müssen sich Zellen teilen. In der Regel entstehen aus einer Zelle zwei Tochterzellen. Jede Zelle enthält einen Chromosomensatz, in dem die Erbinformation gespeichert ist. Diese Information muss geschützt werden, damit die ordnungsgemäße Funktion der Zelle erhalten bleibt. Diese Aufgabe übernehmen die sogenannten Telomere, die, vergleichbar mit den Schutzkappen an Schnürsenkeln, an den Enden der Chromosome sitzen. Sie haben die Aufgabe, die Teilungshäufigkeit der Zelle zu regulieren. Mit jeder Zellteilung werden diese jedoch kürzer. Unterschreitet die Telomerlänge ein kritisches Minimum, kann sich die Zelle nicht mehr teilen. Das Gewebe kann sich dann nicht mehr regenerieren und die Zelle altert. Zwischen der Telomerlänge und der Lebenserwartung gibt es einen Zusammenhang. Menschen mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen haben kürzere Telomere. Je kürzer diese sind, desto schwerwiegender ist die Erkrankung. Ebenso haben ältere Menschen deutlich kürzere Telomere als jüngere. Ein Enzym, das diesen Prozess aufhalten kann, ist die Telomerase. Dessen Aufgabe ist es, die Chromosome zu stabilisieren und die Länge der Telomere zu erhalten. Fehlt die Telomerase, können sich Zellen nach einer gewissen Zeit nicht mehr teilen und müssen altern. Auch die Telomeraseaktivität reduziert sich mit zunehmendem Alter. Es wurde daher untersucht, wie sich ein regelmäßiges Fitnesstraining auf die Telomerlänge und die Telomeraseaktivität auswirkt. Die Studie konnte zeigen, dass regelmäßiges Ausdauertraining zu einer Verlängerung der Telomere und zu einer Erhöhung der Telomeraseaktivität führt. Für das Kraftausdauertraining konnten diese Effekte nicht nachgewiesen werden. Allerdings kam es sowohl beim Ausdauer- als auch beim Krafttraining zur Bildung weiterer Schutzproteine, die einen Telomerabbau vorbeugen, was ebenfalls im Sinne eines Anti-Aging-Effekts zu deuten ist. Die Studie liefert somit einen ersten Erklärungsansatz für den lebensverlängernden Effekt eines individuell gesteuerten Fitnesstrainings. Wie können diese Befunde in die gegenwärtige Situation eingeordnet werden? Eine gute körperliche Fitness liefert eine wichtige Basis für eine erfolgreiche Krankheitsbewältigung und ist ein wichtiger Schutz-
faktor vor schwerwiegenden Verläufen bei Infektionserkrankungen (Bloch et al., 2020). Zu der auf politischer Bühne oft zitierten „neuen Normalität“ sollte es daher unbedingt gehören, dass den Mitgliedern in Fitnesseinrichtungen möglichst schnell eine Rückkehr zu ihrem normalen Gesundheitstraining ermöglicht wird. Ebenso wäre es wünschenswert, dass die wichtige Schutzfunktion eines präventiven Ausdauerund Krafttrainings als probates Mittel zur Krankheitsbewältigung stärker in medizinische Strategien einbezogen wird. Da davon auszugehen ist, dass uns die Corona-Pandemie noch eine Zeit lang beschäftigen wird, sollten auch bislang untrainierte Personen wie auch Personen mit Vorerkrankungen (nach einem medizinischen Check-up) körperlich aktiv werden, um bestmögliche Voraussetzungen für einen günstigen Krankheitsverlauf im Falle einer Infektion zu schaffen. Hierzu ist es erforderlich, möglichst vielen Menschen die Gelegenheit für ein fachgerecht angeleitetes Training zum Beispiel in Fitness- und Gesundheitseinrichtungen zu bieten. Eines zeigt die gegenwärtige Corona-Krise nur zu deutlich: Der Bedarf an zielgerichteten körperlichen Aktivitäten zum Zwecke der Gesundheit ist quer durch die Bevölkerung riesig. Der Übergang zum Normalbetrieb in Fitness- und Gesundheitseinrichtungen wird aber nicht von heute auf morgen erfolgen können. Um das Infektionsrisiko beim Training zu minimieren, werden noch eine ganze Zeit lang Verhaltensregeln festgelegt und Hygienevorkehrungen getroffen werden müssen. Analog zu anderen Lebensbereichen sollte die Einhaltung entsprechender Sicherheitsmaßnahmen allerdings problemlos umzusetzen sein. Bei allem Übel, das die gegenwärtige Situation mit sich bringt, bleibt zu hoffen, dass gerade durch die Corona-Krise das Vertrauen in die Fitnesseinrichtungen als wichtige Partner in Bezug auf die Gesundheit wächst.
Foto: DHfPG/BSA
Hält Fitnesstraining den Körper leistungsfähig und gesund? In Fitness- und Gesundheitseinrichtungen kann ein Training hingegen entsprechend wissenschaftlicher Vorgaben optimal und individuell gesteuert werden. Um die präventive Wirksamkeit eines Fitnesstrainings (dreimal pro Woche 45 Minuten) auf die körperliche Leistungsfähigkeit, auf ausgewählte Gesundheitsparameter und Zellalterungsprozesse zu überprüfen, wurden im Rahmen einer kontrollierten Trainingsstudie die Effekte eines Ausdauertrainings nach der Dauer- und der Intervallmethode sowie die Effekte eines gerätegestützten Kraftausdauertrainings untersucht (Werner et al., 2019). Sowohl in den beiden Ausdauergruppen als auch beim Kraftausdauertraining zeigte sich eine signifikante Verbesserung der Ausdauerleistungsfähigkeit. Darüber hinaus kam es in allen drei Gruppen zu ähnlichen Verbesserungen im Risikoprofil bezüglich der Entwicklung von Herz-Kreislauf- und Stoffwechselerkrankungen. Eine gute körperliche Fitness kann somit als wichtiger Schutzfaktor der Gesundheit angesehen werden.
Prof. Dr. Arne Morsch Prof. Dr. Arne Morsch ist Fachbereichsleiter Gesundheitswissenschaft und Dozent der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement (DHfPG). Darüber hinaus leitet er den Fachbereich Gesundheitsförderung der BSA-Akademie.
www.dhfpg-bsa.de
Auszug aus der Literaturliste Bloch, W., Halle, M. & Steinacker, J. M. (2020). Sport in Zeiten von Corona. Deutsche Zeitschrift für Sportmedizin, 71 (4), 83–84. https://doi.org/10.5960/dzsm.2020.432 Kraus, W. E., Powell, K. E., Haskell, W. L., Janz, K. F., Campbell, W. W., Jakicic, J. M. et al. (2019). Physical Activity, All-Cause and Cardiovascular Mortality, and Cardiovascular Disease. Medicine & Science in Sports & Exercise, 51 (6), 1270–1281. https://doi.org/10.1249/MSS. 0000000000001939 Thevarajan, I., Nguyen, T. H. O., Koutsakos, M., Druce, J., Caly, L., van de Sandt, C. E. et al. (2020). Breadth of concomitant immune responses prior to patient recovery: a case report of non-severe COVID-19. Nature Medicine, 26 (4), 453–455. https://doi.org/10.1038/s41591020-0819-2 Werner, C. M., Hecksteden, A., Morsch, A., Zundler, J., Wegmann, M., Kratzsch, J. et al. (2019). Differential effects of endurance, interval, and resistance training on telomerase activity and telomere length in a randomized, controlled study. European heart journal. https://doi. org/10.1093/eurheartj/ehy585 Für eine vollständige Literaturliste kontaktieren Sie bitte marketing@dhfpg-bsa.de.
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KOMMENTAR
George Otott, Sportwissenschaftler aus Kalifornien, (links) und Albert Busek vor der Cooper Clinic in Dallas/Texas im Jahr 1987
Fotos: Busek-Archiv
Kommentar von Albert Busek
Sport ist die beste Prävention In den letzten 40 Jahren wurden in Europa und Amerika viele Studien zum Thema „Prävention und Sport“ veröffentlicht. Eine der umfangreichsten und aufsehenerregendsten legte das renommierte British Medical Journal (BMJ) am 1. Oktober 2013 vor. Fast ein Jahrhundert nach Eugen Sandows Buch „Leben ist Bewegung“ (1919 in London erschienen) wiesen die Wissenschaftler Huseyin Naci von der London School of Economics and Political Science und John Ioannidis von der Stanford University California anhand der Daten von mehr als 300.000 Menschen nach, dass gezielte Bewegung im Frühstadium bestimmter Erkrankungen (Diabetes, Herz-Kreislauf) effektiver vor einer Verschlimmerung schützen kann als gängige Medikamente. Fazit: Sport ist die bessere Präventionsmaßnahme! Seit Jahrzehnten beschäftigen sich Forscher in aller Welt mit diesem enorm wichtigen gesundheitspolitischen Thema. Das American College of Sports Medicine legte in einer Veröffentlichung von 1998 anhand einer umfangreichen Untersuchung die Minimalbeanspruchung durch körperlich-sportliche Aktivität mit 800–1.000 kcal pro Woche fest. 1999 bestätigten die deutschen Forscher Dr. Alexander Woll und Dr. Susanne Tittlbach im CESS-Sport and Health Magazine, dass dieser Wert nur von maximal 10 bis 20 Prozent der erwachsenen Bevölkerung erreicht wird. Beim Kongress des European College of Sport Science im Jahr 2000 wurde explizit darauf hingewiesen: „Die Folgen sind katastrophal für die Lebensqualität, für die Volksgesundheit sowie für die Ökonomie. Bewegungsmangel ist ein zentraler Risikofaktor für die Entstehung insbesondere von Herz-Kreislauf- sowie von Muskel-Skelett-Erkrankungen. Körperliche Inaktivität mit ihren Auswirkungen wurde demzufolge bereits als das zentrale Gesundheitsproblem des dritten Jahrtausends bezeichnet.“ Prof. Dr. Dr. Michael Leitzmann vom Institut für Epidemiologie und Präventivmedizin an der Universität Regensburg bewertet die Studie wie folgt: „Die herausragende Stärke dieser groß angelegten Netzwerk-Metaanalyse von Huseyin Naci und John Ioannidis ist, dass sie erstmals alle weltweit verfügbaren Daten aus kontrollierten klinischen Studien zusammengeführt und bezüglich des Sterberisikos den Effekt körperlicher Aktivität mit dem Effekt von medikamentöser Therapie verglichen hat“. Auf den ersten Blick mag es provokant erscheinen, aber auf den Punkt gebracht kann man sagen: Sport statt Pillen! Viele Forscher bemängeln seit Jahren, dass das Präventionspotenzial des Sports viel zu wenig ausgenutzt wird. Ich propagierte in verschiedenen Fachzeitschriften schon vor Jahrzehnten die inzwischen wissenschaftlich untermauerte These, dass regelmäßiges und gezieltes Training in vielfältiger Weise einen positiven Einfluss auf das Leben hat. Inzwischen ist belegt, dass Bewegung bei manchen Krankheiten genauso gut wie oder sogar besser als gängige Medikamente schützen kann. Vor noch nicht allzu langer Zeit wurde Fitness von Fachleuten mit dem Fehlen von Krankheiten gleichgesetzt. Dass dies nicht zutrifft, wusste ich schon vor 50 Jahren. Lange Zeit wurde partielles Gewichttraining als uneffektiv oder sogar gefährlich abgelehnt und Laufen als das einzig wirksame Fitnesstraining propagiert. Aber sogar der „Father of Aerobics“ Dr. Kenneth H. Cooper erkannte schließlich, dass Gewichttraining für die umfassende Fitness zwingend notwendig ist. Die umfassende Fitness steht auf drei Säulen: Kraft, Ausdauer und Flexibilität. Wie die umfassende Fitness hat sich heute auch die ausgewogene und zielführende Ernährung durchgesetzt. Alle diese Themen erörterte ich anhand von damals vorliegenden Studien bereits 1987 mit dem legendären Dr. Kenneth H. Cooper in seinem Institut in Dallas/Texas. Ich wollte als überzeugter Vertreter des partiellen Muskeltrainings eine Diskussion mit dem Mann führen, der aerobes Training als DAS präventive Training schlechthin erachtete und großen Anteil an der vor 40 Jahren beginnenden weltweiten „Aerobic-Welle“ hatte. Zu meiner großen Überraschung hatte Dr. Cooper seine ursprünglich kritische Haltung gegenüber gezieltem Muskeltraining gleich zu Beginn unseres Gesprächs aufgegeben. Laufen und jegliche aerobe Trainingsformen dominierten für ihn zwar immer noch, aber er gab unumwunden zu, dass er die gesundheitsfördernden Aspekte des reinen Muskeltrainings als Teil einer ganzheitlichen Prävention unterschätzt hatte. Im weiteren Verlauf unseres sehr einvernehmlichen Gesprächs ging es um die Gewichtung und Gliederung der Trainingsmodule innerhalb eines ganzheitlichen Präventivkonzepts. Auch da kamen wir schnell zu einem Konsens. Körperliche Aktivität hat nach derzeitigem Kenntnisstand keinerlei kritische Nebenwirkungen. Ganz im Gegenteil – es stärkt das Immunsystem. Sein Wert bei der Prävention von Krankheiten wird dennoch bei Weitem nicht ausgeschöpft. Viele Ärzte bemängeln, dass es immer noch an gesicherten Daten bezüglich der genauen Art, Frequenz und Intensität präventiv wirkender körperlicher Bewegung fehle. Als möglicher Beginner brauchen Sie darauf aber nicht zu warten. Dr. Kenneth H. Cooper (links) und Albert Busek im Jahr 1987 Legen Sie sofort los und bereichern Sie Ihr Leben mit Sport und Bewegung.
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NEUE MITGLIEDER
Neue Mitglieder OFFIZIELLES MITGLIED
Aviva Fitness Barbara Renn 87544 Blaichach Bali-Fitness Michael Schütte 26169 Friesoythe BEWEGEND-einfach Frau sein Jutta Christmann 65191 Wiesbaden FFMTRAINING Health & Fitness Peter Zlatew 60318 Frankfurt am Main fitbox Hamburg Wandsbek Andrew Simpson 22041 Hamburg fitbox Pankow Karsten Schreckling 13187 Berlin
Schaalsee Fitness Andy Redner 19246 Zarrentin
Hill-Fitness Christian und Friedhelm Hill 54411 Hermeskeil
Sportstudio Fit4Life Axel Bertram 31195 Lamspringe
Mrs. Sporty Stephan Schruff 51427 Bergisch Gladbach
Sportstudio Vitalis Markus Steffen 53909 Zülpich
Physiotherapie Merzig PMGYM Marc Forster 66663 Merzig Physioundfit mit tib Ines Berndt 52249 Eschweiler Pigspoint Fitness Esslingen Andreas Wildermuth 73730 Esslingen am Neckar
SportX Athletic Club Julian Hagel 89584 Ehingen (Donau) STUDIO53 Benno Lorenz 74182 Obersulm TURNHALLE hightech sports Sabine Kemmler 10117 Berlin
fitness4you – train with style Daniel Haymann 88074 Meckenbeuren
Pole and Move Miriam Saroos 68309 Mannheim
VitaShape Nils Gerken 20099 Hamburg
fitness4you – your finest edition Daniel Haymann 88677 Markdorf
PRÄVENTAS Dirk Banesberger u. Holger Herzog 30916 Isernhagen
Z1 Gesellschaft für Gesundheit und Bewegung Peter Schneider 79669 Zell im Wiesental
Gesundheits Park Frank Zeitinger 58099 Hagen
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GYM+ Tommy Bækdalhus Christensen 24955 Harrislee
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Propheter Body-Line Andrea Propheter-Hegenaue 63486 Bruchköbel
Neue Fördermitglieder MYZONE STARTET IN DACH-REGION DURCH Myzone, eine der marktführenden Technologien im Bereich Herzfrequenzmessung und Tracking, hat in der DACH-Region eine eigene Niederlassung gegründet, um Clubbetreibern, Trainern und Mitgliedern im deutschsprachigen Raum die Möglichkeit zu geben, ihr Trainingserlebnis auf ein neues Level zu heben. Die Myzone-Technologie, die von einem Clubbetreiber für Clubbetreiber entwickelt wurde, nutzt Echtzeit-Herzfrequenztracking, Smartphone-basierte spielerische Elemente und Social-Media-Mechanismen, um die Leistungen der Nutzer zu messen und diese zu belohnen und somit motivierende Anreize für einen höheren persönlichen Einsatz zu geben. Country Manager Hubertus Effinger leitet die Expansion der Technologieplattform in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Myzone wird bereits in mehr als 7.000 Clubs auf der ganzen Welt eingesetzt und schon über zwei Millionen registrierte Nutzer profitieren von den innovativen Funktionen. Durch den Aufbau eines Teams in Deutschland wird Myzone besser in der Lage sein, noch mehr Betreiber direkt beim Ausbau ihrer Geschäfte zu unterstützen. deutschland@myzone.org www.myzone.org
COSMOCONCEPT Als inhabergeführte Agentur mit den Kernkompetenzen Marketing und Social Media ist CosmoConcept Ihr Teamplayer im Informationszeitalter. Die Zukunft hat schon längst in den Köpfen der Konsumenten begonnen. Lassen Sie uns also mit Innovationsfreude Ihren Marketingmix mit der passenden Strategie in allen modernen und klassischen Kanälen gewinnbringend optimieren, mit dem Ziel, Ihre Botschaften und Angebote zeitgemäß und zielgruppenorientiert zu verbreiten. Social Media ist weit mehr als nur Facebook. Instagram, YouTube, XING, LinkedIn und Co. sind Plattformen mit tausenden von Besuchern, die sich längst in weltweiten Communitys etabliert haben.
DIE FITNESSSACHVERSTÄNDIGEN
Steuerberater und von der IHK Koblenz öffentlich bestellter und vereidigter Sachverständiger für Wirtschaftlichkeitsberechnung für Fitnessund Freizeit-Anlagen.
Werner Kündgen
Joseph-von-Fraunhofer-Str. 1 53501 Grafschaft (Ringen) Telefon: 02641 - 800 40 www.kuendgen.de
1/3 ANZ
Von der IHK Bonn/Rhein-Sieg öffentlich bestellter und vereidigter Sachverständiger für die Bewertung von Fitnessund Freizeit-Anlagen.
Günter Noll
Auf dem Freibogen 3 53127 Bonn Telefon: 0228 - 298 701 www.fitnesssachverstaendige.de
CosmoConcept hat langjährige Erfahrung in diesen Kommunikationskanälen und ist fit im Umgang mit diesen Communitys. CosmoConcept plant für Sie effiziente Werbemaßnahmen, damit alle Touchpoints der Customer Journey für Ihre Marke, Ihr Produkt oder Ihre Dienstleistung zielgerichtet eingesetzt werden. Mit präziser Planung und Erstellung individueller Redaktionspläne sind Sie ständig informiert. Von der IHK Koblenz öffentlich bestellte und vereidigte Sachverständige für Wirtschaftlichkeitsanalysen für kleine und mittlere Unternehmen (KMU), insbesondere Sport-, Fitnessund Gesundheits-Anlagen.
CosmoConcept überwacht alle Arbeitsschritte, Reaktionen und Diskussionen im Netz und hat dabei stets einen Blick auf die Effizienz der Maßnahmen, um bei Bedarf korrigierend einzugreifen. Mit Leidenschaft, Kompetenz und auf der ständigen Suche nach neuen Trends zeichnet sich CosmoConcept durch kundenorientierte Arbeitsweise aus, die dem Marketingmix Persönlichkeit und frischen Schwung im zeitgemäßen Look verleiht. www.cosmoconcept.de
Sabrina Fütterer
Dahlenkehre 3i 21077 Hamburg Telefon: 040 - 648 343 57 www.fitnesssachverstaendige.de
ECKDATEN
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15,0%
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© DSSV e. V.
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10,1%
SN
TH
14,6%
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Reaktionsquote Deutschland ø 14,0
<14,0%
Abb. 1: Deutschlandkarte – Reaktionsquoten
Eckdaten der deutschen Fitness-Wirtschaft 2020
Fitnesstraining zur Erfüllung der WHO-Bewegungsempfehlungen Text: Anke Sörensen
Die vergangenen Wochen haben deutlich gezeigt, wie sehr den Mitgliedern deutschlandweit der Besuch in ihrem Fitnessstudio fehlt. Mit 11,66 Millionen Mitgliedern in 9.669 Fitnessstudios und einer Reaktionsquote von 14 Prozent erzielte die Fitnessbranche im letzten Jahr in Deutschland ein neues Hoch. Damit tragen Fitnessstudios wesentlich dazu bei, dass die Bevölkerung die Empfehlungen für körperliche Aktivität der Weltgesundheitsorganisation (WHO) erreicht.
M
it Sport trainiert man die Muskeln, stärkt das Immunsystem und er ist wichtig für die physische und psychische Gesundheit. Gesunde Routinen und regelmäßige Bewegung tragen zum Wohlbefinden bei und erhöhen die Lebensqualität. Der Mangel
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an Bewegung dagegen kann im schlimmsten Fall die Lebenszeit beschränken. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) spricht klare Bewegungsempfehlungen und Bewegungskriterien aus, um das Risiko von Erkrankungen zu minimieren. Demnach sollen
Erwachsene ab 18 Jahren pro Woche mindestens 2,5 Stunden moderat und 1,25 Stunden intensiv körperlich aktiv sein. Einzelne Trainingseinheiten sollten dabei mindestens zehn Minuten umfassen, zudem ist es wichtig, dass mindestens zweimal pro Woche muskelstärkende Aktivitäten stattfinden. Laut Robert Koch-Institut erreichen mit 45 Prozent nur knapp die Hälfte der Deutschen diese Empfehlungen in Bezug auf Ausdaueraktivitäten in ihrer Freizeit.
11%
55% Ausdaueraktivität insgesamt (RKI):
45%*
Fitnessstudios für mehr Aktivität in allen Regionen Das Sportsatellitenkonto (SSK), ein Projekt des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) und des Bundesinstituts für Sportwissenschaft (BISp), misst die volkswirtschaftliche Relevanz des Sports. Im Rahmen seiner Erhebungen hat das SSK untersucht, welchen Beitrag Sport zu den Bewegungsempfehlungen der WHO leistet und dabei interessante Fakten für die Fitness- und Gesundheitsbranche ermittelt. Bei Erwachsenen über 16 Jahre erreichen 34 Prozent allein durch Sport und sportliche Aktivitäten die Empfehlungen der WHO, treiben also ausreichend Sport pro Woche. Obwohl die Bevölkerung sich insgesamt noch zu wenig bewegt, spielt Sport eine wesentliche Rolle bei ihrer Aktivierung. Fitnessund Gesundheitsanlagen in Form von Einzel-, Kettenbetrieben und Mikrostudios tragen mit ihren vielfältigen Angeboten in allen Regionen Deutschlands dazu bei, immer mehr Menschen in Bewegung zu bringen. Seit 2015 ist die Zahl der Mitglieder um 2,2 Millionen gewachsen.
Abb. 2: Erfüllung der Empfehlung der WHO zur Ausdaueraktivität der erwachsenen Bevölkerung (ab 16 Jahren).
Status beeinflusst Fitnesslevel
Regionale Verteilung und vielfältige Angebote
Je nach Alter, dem Lebensabschnitt sowie dem sozialen und ökonomischen Status kommt es zu erheblichen Unterschieden im Aktivitätslevel verschiedener Bevölkerungssegmente. Das lässt sich leicht erklären: Ein Berufseinsteiger mit kleinen Kindern hat in der Regel weniger Zeit, Sport zu treiben, als beispielsweise ein seit mehreren Jahren Berufstätiger mittleren Alters mit jugendlichen Kindern und entsprechend mehr Freiraum. Die aktivste Altersgruppe sind Jugendliche zwischen 16 und 19 Jahren. 54 Prozent erzielen – auch durch den Schulsport – ausreichend körperliche Aktivität. Diese nimmt nicht linear von Jung nach Alt ab. Zwar bilden die 20- bis 29-Jährigen die zweitaktivste Gruppe (46 %), in der Altersklasse von 30 bis 39 Jahren sinkt die sportliche Aktivität allerdings auf einen Tiefstand (26 %), um in der mittleren Altersklasse von 40 bis 49 Jahren und 50 bis 59 Jahren wieder auf 38 Prozent zu steigen. Ab 60 Jahren nimmt das Interesse an Sport zwar nicht ab, verlagert sich aber in Richtung gesundheitsorientierter Angebote, was insbesondere ortsansässige Fitness- und Gesundheitsanlagen zielgruppengenau bedienen können. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Menschen mit einem hohen Bildungsstand und einem hohen Einkommen sich häufiger ausreichend bewegen als andere Bevölkerungsgruppen und bewusst in ihre Gesundheit investieren.
Diese Zahlen belegen, wie wichtig die Fitness- und Gesundheitsbranche ist. Der Status hat sich in den vergangenen Jahren gefestigt, wie die „Eckdaten 2020“ eindrucksvoll belegen. Mit einer Steigerung um 5,1 Prozent auf 11,66 Millionen Mitglieder und einer Reaktionsquote von durchschnittlich 14,0 Prozent (Vorjahr 13,4 Prozent) erreichte die Fitnessbranche 2019 ein neues Hoch. Dabei zeigt die Reaktionsquote das Verhältnis von Mitgliedern zu Einwohnern an. Auf der Deutschlandkarte (vgl. Abb. 1) lässt sich die regionale Verteilung in den einzelnen Bundesländern ablesen. Die Stadtstaaten liegen ganz vorn: Mit einer Reaktionsquote von 19,2 Prozent steht Hamburg an der Spitze, gefolgt von Bremen (17 %) und Berlin (15,4 %). Danach folgen mit jeweils 15,0 Prozent das einwohnerstärkste Bundesland Nordrhein-Westfalen sowie Baden-Württemberg und das Saarland. Die Schlusslichter bilden die Bundesländer Thüringen (9,7 %), Sachsen-Anhalt (8,9 %) und Mecklenburg-Vorpommern (8,5 %). Gesamt gesehen haben in Deutschland Kettenbetriebe mit 52,7 Prozent die meisten Mitglieder, 41,7 Prozent der Bevölkerung trainieren in Einzelstudios und 5,6 Prozent in Mikrostudios. Aufgrund ihrer Angebotsvielfalt sind gerade Fitness- und Gesundheitsanlagen in der Lage, verschiedene Bevölkerungsschichten, Alters- und Interessengruppen in allen Regionen Deutschlands zu erreichen und zu mehr Bewegung zu motivieren.
Beitrag des Sports relativ:
75%
34%
WHO-Empfehlung allein durch Sport erreicht WHO-Empfehlung auch durch andere Aktivitäten erreicht WHO-Empfehlung nicht erreicht Quelle: Sportsatellitenkonto (SSK) des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) und des Bundesinstituts für Sportwissenschaft (BISp); Berechnungen und Darstellung: 2HMforum. Deutsche Bevölkerung 2017 (Repräsentative Stichprobe N=1.222, ab 16 Jahren). *Quelle: Finger et al. (2017a).
Top 3: Radsport, Fitness und Laufen Interessant ist, in welchem Maß die verschiedenen Sportarten laut Sportsatellitenkonto zur Erfüllung der WHO-Empfehlungen in Bezug auf die körperliche Aktivität betrieben werden. Nach dem Radsport (15 %) liegt Fitness mit 14 Prozent deutlich an zweiter Stelle, gefolgt von Laufen (9 %), Wandern (7 %) und der Vereinssportart Fußball (5 %). Auch bei den häufig ausgeübten Sportarten kann Fitness punkten und liegt mit 24 Prozent auf Rang 3, hinter Radsport und Schwimmen. Besonders positiv: Zwei Drittel der Fitnesstreibenden geben an, dass sie ihren Sport mindestens zweimal pro Woche oder auch häufiger betreiben. Auch gesundheitsbezogene Sportarten wie Pilates, Yoga oder Gymnastik werden regelmäßig besucht und binden damit die Mitglieder stark an „ihre“ Fitnesseinrichtung.
Komplette Studie bestellen Eckdaten der deutschen Fitness-Wirtschaft 2020 Preis: 99 EUR (zzgl. Versand), 39 EUR (ermäßigt für Schüler und Studierende bei Vorlage einer gültigen Bescheinigung) Tel.: 040 – 766 24 00 www.ssv-verlag.de
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FIBO INNOVATION & TREND AWARD | ANZEIGE
Die Gewinner des FIBO INNOVATION & TREND AWARD 2020
MENSCHEN FÜR FITNESS BEGEISTERN Sechs innovative Unternehmen der Fitnessbranche sollten auf der diesjährigen FIBO im April im Rampenlicht stehen: die Gewinner des FIBO INNOVATION & TREND AWARD 2020. Ihre überzeugenden Produkte und Konzepte werden dennoch in den Fokus der Branche gerückt. Die Preisverleihung wird nachgeholt und die Gewinner werden im Rahmen der FIBO im Oktober präsentiert. Über die Qualität der 22 Produkte, die nach einer Vorauswahl für den Award nominiert worden waren, entschied 2020 eine internationale Fachjury: Prof. Dr. Ingo Froböse (Deutsche Sporthochschule Köln), Prof. Dr. Niels Nagel (Deutscher Industrieverband für Fitness und Gesundheit e. V.) und Prof. Dr. Thomas Rieger (University of Applied Sciences Europe) sowie Natalia Karbasova (Gründerin des FitTech Summit) und Anja Beverwijck (EuropeActive) kürten die Gewinner in den sechs Kategorien „Digital Fitness“, „Gesundheit & Prävention“, „Lifestyle/Life Balance/ Wellness“, „Performance & Leistungsfähigkeit“, „Start-up“ sowie „Ökologie und Nachhaltigkeit“.
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Kategorie: Lifestyle/Life Balance/Wellness
JK-International GmbH: Ergoline Sonnenengel Spectra Der Ergoline Sonnenengel Spectra ermöglicht für den Solarienbereich in Fitnessstudios einen neuen Kontext von Gesundheit und Prävention. Das von Medical Active zertifizierte Solarium ist das weltweit einzige mit integriertem Hautsensor, der die individuelle Hautempfindlichkeit misst und so Sonnenbrand vermeidet. Der Sonnenengel bietet außerdem ein sogenanntes Vitamin-D-Programm ohne direkte Bräune sowie ein komplett UV-freies Beauty-Programm zur Hautpflege und zum Kollagenaufbau.
Foto: Ergoline
ELEIKO GROUP AB: EVO Rotating Dumbbell Die EVO Rotating Dumbbells haben die Jury durch ihre Performance und Leistungsfähigkeit überzeugt. Die Hanteln sind mit einem sich drehenden Griff ausgestattet, der dem Benutzer ein kontrolliertes und sicheres Heben ermöglicht. Die Konstruktion ist so gestaltet, dass ein wesentlich kleinerer Griffdurchmesser erreicht wird, wodurch sich die EVO Rotating Dumbbells für eine größere Bandbreite an Nutzern eignen. Zudem überzeugen die Hanteln durch ihre Robustheit und das Design. Die Griffkonstruktion ist zum Patent angemeldet.
Foto: ELEIKO GROUP AB
Kategorie: Performance & Leistungsfähigkeit
Foto: IMG Quality Design
Foto: Sphery AG
Sphery AG: The ExerCube League – Physical eSports Die ExerCube League ist eine Physical-eSports-Liga für jedermann. Dabei dient der ExerCube – ein immersives, funktionelles Fitness-Game – als Turnier- und Trainingsgerät. Das Spiel fordert Körper und Geist zugleich und kann je nach Fitnessniveau, Geschlecht und Alter individuell eingestellt werden. Für Fitnessstudios bietet die Liga ein motivierendes Trainingsangebot. Eine weitere Zielgruppe sind eSports-Athleten, für die das Spiel ein ergänzendes Trainingsinstrument sein kann, um körperlichen Problemen bedingt durch die sitzende Spieltätigkeit entgegenzuwirken.
Kategorie: Gesundheit & Prävention
Schwa-medico GmbH: SYMBIONT SYMBIONT ist die Kombination aus Echtzeit-Trainingsdaten und einem (Elektro-)Stimulationstraining. Das zertifizierte Medizinprodukt ermöglicht es, das subjektive Belastungsempfinden beim Training mit objektiv gemessenen Werten wie Puls, Herzfrequenzvariabilität (HRV), Elektromyografie (EMG), Bewegungssensorik und Körperzusammensetzung in „real time“ zu vergleichen. SYMBIONT unterstützt dabei jegliche Formen konventioneller (Trainings-)Aktivitäten sowie EMS-Training. Die Anbindung an Ärzte, Therapeuten, Trainer, Coaches sowie auf Wunsch auch an Teammitglieder oder die Social-MediaCommunity erfolgt auf Knopfdruck.
air up GmbH: air up® Die air up® Trinkflasche ist die weltweit erste Trinkflasche, die Wasser nur durch Duft Geschmack verleiht. Die air up® Trinkflasche macht sich dabei einen Trick zunutze: das retronasale Riechen durch den Mund. Über die austauschbaren Duft-Pods wird dem Wasser beim Trinken duftende Luft hinzugefügt. Beim Schlucken trennt sich diese wieder vom Wasser und steigt über den Rachenraum zum Riechzentrum auf, wo sie als Geschmack wahrgenommen wird. Das Getränk selbst bleibt dabei pures Wasser. air up® sagt damit dem übermäßigen Konsum von Zucker durch Softdrinks den Kampf an und bietet eine Alternative für Menschen, die nicht gern pures Wasser trinken.
Kategorie: Digital Fitness
Foto: Schwa-medico GmbH
Foto: air up GmbH
Kategorie: Start-up
Kategorie: Ökologie & Nachhaltigkeit
IMG Quality Design Sp. Z o.o. Sp. k.: ERGO-ECO MAT Hauptbestandteil der komplett recycelbaren Trainingsmatte ERGO-ECO MAT ist Zuckerrohr, das herkömmlich verwendetes Harz vollständig ersetzt. Die Trainingsmatte enthält keinerlei Gifte und Fitnessstudios können mit dem Einsatz dieser Matten ihr ökologisches Bewusstsein zeigen. Zudem punktet die ERGO-ECO MAT in Sachen Funktionalität. Sie gewährleistet eine gute Dämpfung während des Trainings und „besticht“ durch Haltbarkeit.
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me Mach den Self-Check mit mescan. Demnächst in deinem Studio. Du willst das optimale Training. Mit der neu entwickelten mescan-Technologie misst du selbst in 45 Sekunden deine wichtigsten Bio-Marker wie Health-Index, Fitness-Index und Recovery-Index. Zusammen mit der vicoach-App wird dein Workout damit effektiv wie nie zuvor. Mehr ßber die mescan-Technologie: cardioscan.de/mescan
Health-Index
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Recovery-Index
25 %
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Qualität aus eigener Forschung und eigener Produktion
Olimp Sport Nutrition kann mehr! Das Traditionsunternehmen Olimp Laboratories strukturiert seine Präsenz im Fitness- und Gesundheitsmarkt der DACH-Region neu. Im Mittelpunkt steht dabei die Produktqualität der Olimp Sport Nutrition, deren umfassendes Portfolio auf Basis modernster Forschungsmethoden vom Unternehmen selbst entwickelt und produziert wird. Alle Produkte von Olimp Sport Nutrition sind optimal auf den menschlichen Stoffwechsel abgestimmt und ihre Wirksamkeit ist wissenschaftlich nachgewiesen.
D
ie Olimp Laboratories (kurz: Olimp Labs) wurden 1990 im polnischen Pustynia in der Nähe von Krakau gegründet. Von Beginn an lautete die Mission des Unternehmens: „Unseren Kunden durch unsere Produkte eine bessere Lebensqualität, mehr Kraft und Gesundheit sowie mehr Vitalität zu sichern!“ In 30 Jahren hat sich Olimp Sport Nutrition in Europa zu einem der führenden Anbieter für Sport-Nutrition mit Inhaltsstoffen und Rezepturen auf dem höchsten Stand der Wissenschaft entwickelt. Das Unternehmen produziert Arznei- und Nährstoffe, Medizinprodukte und Supplements. Das Portfolio von Olimp Labs beinhaltet über 600 Produkte, die in mehr als 100 Länder weltweit exportiert werden.
für die Arbeit von Olimp Labs. Das Unternehmen verfügt über ein eigenes Forschungs- und Entwicklungszentrum in Dębica, Polen und stellt sämtliche Produkte nach höchsten Standards im eigenen Werk her. Alle Produkte werden auf Grundlage intensiver eigener Forschungsarbeit entwickelt und optimiert. Ziel ist es, den eigenen Standard immer wieder aufs Neue zu übertreffen und die eigenen Produkte im Sinne der Kunden stetig weiter zu verbessern. Führende Verbraucherschutzorganisationen und Gesundheitsbehörden weltweit – darunter GMP (Good Manufacturing Practice) und die FDA (U. S. Food and Drug Administration) – haben den Olimp Labs Produkten zahlreiche Zertifikate und Akkreditierungen ausgestellt, die die hohen Qualitätsstandards und die Authentizität der Inhaltskennzeichnungen bestätigen.
Familiäre Werte Zur Unternehmenskultur von Olimp Labs gehören familiäre Werte, die sich in vertrauensvoller Zusammenarbeit, gegenseitiger Unterstützung, in der Beteiligung und im Mitwirken der Arbeitnehmer sowie in einer umfassenden Kundenorientierung und einer sehr guten Kenntnis der Bedürfnisse des Marktes widerspiegeln.
Inhouse-Forschung für höchste Qualität Höchste Qualität und fortwährende Innovation sind das Fundament 54
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Einzigartiges wissenschaftliches Know-how Olimp Labs verfügt über eine der modernsten Produktionsstätten für Nährstoffe und Supplements in Europa. Das unternehmenseigene Forschungs- und Entwicklungszentrum ist mit dem ArtificialDigestive-System „SHIME®“ ausgestattet, vom dem es weltweit nur neun Exemplare gibt. SHIME® steht für „Simulator of the Human Intestinal Microbial Ecosystem“ und ermöglicht sehr genaue biopharmazeutische Untersuchungen und Experimente der mikro-
Fotos: OLIMP LABORATORIES Sp.z.o.o.
biotischen Bestandteile der Darmflora und der Prozesse innerhalb des menschlichen Darms. Jede dieser Studien dauert mindestens sechs Wochen. Ein Aufwand, der sich lohnt, weil die Ergebnisse zu einem einzigartigen Know-how führen: Die Aufnahme einzelner Nahrungsmittel und ihrer Bestandteile im menschlichen Darm sowie die daraus resultierenden Effekte können exakt nachvollzogen werden. Die Erkenntnisse aus den Studien erlauben zukunftsweisende Optimierungen in der Qualität und Wirksamkeit aller Nahrungsmittel – von diätischen Lebensmitteln bis zu Food-Supplements. Dieses firmenintern entwickelte Know-how sichert Olimp Labs einen Vorsprung in der Wirksamkeit und somit in der Produktqualität von Sport-Nutrition. Die Food-Supplements werden so hergestellt, dass der menschliche Körper sie besonders schnell und leicht resorbieren kann und sie ihre Wirkung optimal entfalten können.
Produktentwicklung unterstützt durch das Artificial-Digestive-System „SHIME®“
Schwerpunkt des neuen Vertriebskonzeptes wird die Qualität der Produkte und deren wissenschaftlich nachgewiesene Wirksamkeit sowie die Vielfalt des Produktportfolios von Olimp Labs sein. Das Unternehmen bietet seinen Partnern und Kunden eine enorme Bandbreite an Supplements für verschiedenste Trainingsziele und unterschiedliche Zielgruppen, wie z. B. die Ladies Line – Queen Fit, eine Linie für Ausdauersportler und Produkte speziell für das Gewichtsmanagement. Diese Vielfalt ermöglicht Studiobetreibern, ihre individuellen Kundensegmente zielgenau anzusprechen und die Mitglieder durch die Olimp Sport Nutrition wirkungsvoll auf dem Weg zu ihrem Trainingsziel zu unterstützen.
Der Nutzen für die Betreiber steht im Mittelpunkt Ziel des Traditionsunternehmens ist es, seinen Kunden einen zählbaren Mehrwert zu bieten. Die Studiobetreiber sollen Freude daran haben, Olimp Sport Nutrition Produkte zu verkaufen und sie sollen auch an dem Verkauf verdienen.
Erwartungen übertreffen Weltweit zählen bereits 37 Millionen zufriedene Kunden auf die metabolische Wirksamkeit der Produkte von Olimp Sport Nutrition. Um diesen Erfolgsweg fortzusetzen investiert das Unternehmen verstärkt in Forschung und Entwicklung. Ziel ist dabei, den eigenen Standard immer wieder aufs Neue zu übertreffen und somit auch die Erwartungen der Kunden.
Olimp in Deutschland, Österreich und der Schweiz Olimp Laboratories strukturiert seine Präsenz in den Fitnessmärkten in Deutschland, Österreich und der Schweiz neu. Neben einem größeren Vertriebsteam, dass in diesem Jahr um mehrere, erfahrene Branchenfachleute erweitert wurde, wird auch das komplette Vertriebskonzept für die Olimp Sport Nutrition auf den Prüfstand gestellt und erneuert.
Der neue Marktauftritt wird zukunftsträchtige, digitale Tools beinhalten, wie u. a. Shake-Automaten, aber auch klassische Verkaufsförderung und Support bei der Sortimentgestaltung, die auf die Bedürfnisse jedes Studios passgenau zugeschnitten werden kann, bis hin zu einer optimalen Lagerhaltung.
OLIMP Laboratories Germany Am Weiher 8 63505 Langenselbold www.olimpsport.com/de Customer Sales Service Tel.: 06184 / 932 880 E-Mail: css@olimp-labs.com
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STRAHLENSCHUTZVERORDNUNG
Fotos: innervisionpro - stock.adobe.com
Fachkundenachweis gemäß Strahlenschutzverordnung
Neue Bestimmungen für EMS-Training ab 2021 Text: Florian Schmidt
In Zukunft dürfen nur noch diejenigen Personen Elektromyostimulationstraining (EMS) einsetzen, die nachweislich über die erforderliche „Fachkunde EMF“ (EMF = Elektromagnetische Felder) verfügen, so steht es unter anderem in Artikel 4 der Strahlenschutzverordnung. Um die Fachkunde auf dem aktuellen Stand zu halten, ist mindestens alle fünf Jahre die Teilnahme an einer Fortbildung vorgeschrieben.
D
as Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit veröffentlichte im März dieses Jahres die neuen Anforderungen u. a. an den Erwerb der „Fachkunde EMF“. Nach Artikel 4
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§ 4 der Verordnung zum Schutz vor schädlichen Wirkungen nichtionisierender Strahlung bei der Anwendung am Menschen (NiSV) muss der Betreiber einer Anlage nach dem 31. Dezember 2021 sicherstellen, dass die Person, die die Anlage anwendet, die erforderliche Fachkunde besitzt.
Mehr Sicherheit durch neuen Fachkundenachweis gemäß Strahlenschutzverordnung Durch die neu geregelte Fachkunde soll die Sicherheit im Umgang mit nichtionisierender Strahlung am Menschen erhöht werden. Hierzu gehört insbesondere die fachgerechte Bedienung der verwendeten Anlagen (Geräte, Einrichtungen oder Quellen) und die Vermeidung der mit den Anwendungen verbundenen Risiken. Die Fachkunde kann durch die Teilnahme an einer geeigneten Schulung erworben und durch den erfolgreichen Abschluss einer Prüfung belegt werden (lt. Anlage 3 der NiSV).
Fachkunde ist jedoch nicht gleich Fachkunde. Die Anforderungen richten sich nach der jeweiligen Art der Anwendung. Die NiSV differenziert hierbei in vier Fachkundegruppen. Jede einzelne Gruppe besteht wiederum aus ein bis maximal zwei Fachkundemodulen. Für jede Gruppe kann die Fachkunde extra erworben werden. Zu den Fachkundegruppen zählen neben „Laser/intensive Lichtquellen“, „Ultraschall“ und „EMF-Kosmetik“ auch das Elektromyostimulationstraining (EMS) – in der Verordnung mit „EMFStimulation“ bezeichnet. EMF bedeutet hier „Elektromagnetische Felder bei Niederfrequenz-, Gleichstrom- und Magnetfeldgeräten“.
Praktische Anwendungserfahrung bei Lehrpersonal zwingend erforderlich Zusätzlich zu den Anforderungen an die Fachkunde steigen mit Inkrafttreten von Artikel 4 NiSV die Bedingungen für das in den Schulungen eingesetzte Lehrpersonal. Demnach müssen Lehrkräfte neben der Qualifikation zur Vermittlung der spezifischen Lerninhalte für das EMS-Training künftig eine mindestens einjährige praktische Anwendungserfahrung nachweisen können, damit sie Praxisübungen an Anlagen anleiten dürfen. In Betracht kommen in der Regel Nachweise über den erfolgreichen Abschluss der Berufsausbildung und berufliche Tätigkeiten, gegebenenfalls in Verbindung mit Nachweisen über einschlägige Fort- und Weiterbildungen.
Praxisübungen bei Schulungen nur noch unter fachärztlicher Aufsicht möglich Eine weitere neue Voraussetzung betrifft die Anwesenheit von fachärztlichem Personal: Laut Strahlenschutzverordnung dürfen
praktische Übungen bei Schulungen zum EMS-Training künftig nur noch unter fachärztlicher Aufsicht erfolgen.
Mindestens alle fünf Jahre Teilnahme an einer Fortbildung vorgeschrieben Damit die Fachkunde stets dem aktuellsten Stand entspricht, ist nach § 4 Absatz 3 NiSV mindestens alle fünf Jahre die Teilnahme an einer geeigneten Fortbildung notwendig. Hierin werden unter anderem die für den Anwendungsbereich geltenden Strahlenschutzaspekte, neue technische Entwicklungen und wissenschaftliche Erkenntnisse thematisiert. Quelle: Bundesanzeiger; herausgegeben vom Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz; www.bundesanzeiger.de; Bekanntmachung; veröffentlicht am Mittwoch, 25. März 2020; BAnz AT 25.03.2020 B7
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EMS-TRAINING
Sven Janus, Geschäftsführer der terra Sports GmbH
Jürgen Decker, Geschäftsführer der miha bodytec GmbH
Marc Götza, Personal Trainer, Dozent an der DHfPG/BSA-Akademie
Foto: Nikos_Studio
Foto: miha bodytec GmbH
Foto: animofortecrossfit
Interview mit Sven Janus, Jürgen Decker und Marc Götza
EMS-Segment weiter in Bewegung Text: Anke Sörensen
Mit über 1.300 reinen EMS-Studios gewinnt der EMS-Markt in Deutschland weiter an Bedeutung und erzielt unter den Mikrostudios den höchsten Umsatz pro Kopf. Ein individuelles Training mit einem Personal Trainer wird zukünftig sicherlich noch wichtiger werden. Im Interview erläutern Sven Janus aus Betreibersicht, Jürgen Decker aus dem Blickwinkel der Industrie sowie Marc Götza als Personal Trainer und Dozent die positive Entwicklung. Sie bewerten die Strahlenschutzverordnung ab 2021 und die Chancen des neuen technikorientierten Studiengangs für die Branche. fMi: Warum ist das Geschäftsmodell EMS-Training so interessant? Sven Janus: Aus verschiedenen Aspekten: Ein wesentlicher Punkt sind die hohen Pro-Kopf-Umsätze im EMS-Segment. Laut der aktuellen Eckdaten-Studie vom DSSV, von Deloitte und der DHfPG sprechen wir von über 90 EUR brutto monatlich pro Mitglied – das ist mehr als doppelt so viel wie im Gesamtmarkt. Parallel dazu bietet EMS-Training einen hohen Kundennutzen. Es macht Personal Training für die breite Masse erschwinglich und hat viele Vorteile gegenüber dem klassischen Fitnesstraining. Dazu gehört die feste Terminierung, also kein Walk-in-Geschäft, und die individuelle Betreuung im Verhältnis von einem Trainer zu maximal zwei Trainierenden. Bei einem seriösen Anbieter trainiert der Kunde nie allein, sondern wird immer von einem qualifizierten Trainer betreut, der eine individuelle Anpassung der Belastung sicherstellt. Positiv ist weiterhin, dass keine externe Gewichtsbelastung vorliegt und so Menschen jeden Alters EMS-Training betreiben können. Aktuell besonders interessant ist, dass EMS-Training sehr hohen Hygienemaßnahmen und -standards unterliegt, u. a. durch die Vorgaben der DIN-Norm 33961-5. So könnten auch die kontrovers diskutierten Infektionsketten entsprechend den Vorgaben des Robert Koch-Instituts klar nachvollzogen werden. 60
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fMi: Wie können Kunden einen seriösen Anbieter für EMS-Training erkennen? Jürgen Decker: Beim EMS-Training steht die Dienstleistung im Vordergrund – und nicht das Gerät. Die persönliche Betreuung macht das EMS-Training zum „Personal Training“. Der Trainer übernimmt hier eine entscheidende Rolle. Er hat die Aufgabe, eine Balance zwischen Leistungsniveau und Zielsetzung des Kunden zu finden und durch individuelle Motivation für die erfolgreiche Verwirklichung dieser Wünsche zu sorgen. Dabei muss zu jeder Zeit sichergestellt werden, dass der Kunde in der für ihn passenden Intensität trainiert. Auf Sicherheit bedachte EMS-Anbieter halten sich an die Vorgaben der Wissenschaft. Endverbraucher erkennen seriöse Studios daran, dass sie eine individuelle Betreuung des Kunden durch einen gut ausgebildeten Trainer gewährleisten und kein Training mit mehr als zwei Trainierenden je Trainer oder gar Selfservice-Angebote für zu Hause als Teil ihrer Dienstleistungen präsentieren. fMi: Herr Götza, Sie sind unter anderem als Dozent für die Ausbildung von EMS-Trainer/innen verantwortlich. Wie ist diese Ausbildung geregelt? Marc Götza: Wichtig ist, dass die Dozenten neben fachspezifischem, theoretischem Wissen auch einschlägige Praxiserfahrung
haben. Wo ich unterrichte, kommen alle Dozenten aus der Praxis. Die Kollegen arbeiten wie ich im Trainingsbereich oder betreiben selbst Studios und wissen daher genau, worauf es ankommt. Entsprechend ist auch die Ausbildung konzipiert. Die Lehrgangsteilnehmenden sind daher immer up to date. Lehre und Praxisanteil orientieren sich an den neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen. Die Lehrbriefe und Präsenzphasen, die die Teilnehmenden durcharbeiten beziehungsweise absolvieren, werden regelmäßig revisioniert und aktualisiert. Diese schnellen Anpassungen an neue Marktgegebenheiten innerhalb der Ausbildung sind essenziell. Das EMS-Segment entwickelt sich permanent weiter, teilweise gravierend, wie die neue Verordnung zum Schutz vor schädlichen Wirkungen nichtionisierender Strahlung bei der Anwendung am Menschen (NiSV), die 2021 in Kraft tritt, zeigt. fMi: Welche Auswirkungen hat die neue Strahlenschutzverordnung auf die EMS-Branche? Jürgen Decker: Die Auswirkungen werden für den EMS-Markt erheblich sein. Es gibt staatliche Auflagen für die Betreiber von EMS-Studios und deren Trainer. Einen ähnlich drastischen Eingriff konnten wir 2012 in der Besonnungsbranche beobachten. Damals hat der Gesetzgeber durch festgelegte Anforderungen zur Qualität verpflichtet, was sich heute auszahlt. Daher ist die Regulierung durch die NiSV auch eine Chance für unsere Branche. Marc Götza: Aus Ausbildersicht ist die NiSV definitiv als Chance einzustufen. Sie schafft eine gesetzliche Absicherung und klare Regelungen, die mehr Qualität und Sicherheit bieten. EMS-Training wird zukünftig im rechtlichen Raum geregelt: Nur qualifizierte und zertifizierte Trainer dürfen es dann anbieten. Regelmäßige Weiterbildungen in einem Fünfjahresturnus werden verpflichtend. Das ist richtig, denn wir brauchen Mindeststandards, um EMS weiter als sichere Trainingsform zu etablieren. Übrigens agieren die meisten Anbieter heute schon gemäß diesen Maßstäben. Wir haben die Chance, den EMS-Markt gemeinsam zu reglementieren, um sicher zu sein, dass er weiter wächst und noch viele Jahre bestehen bleibt. fMi: Die Anforderungen an die Ausstattung und den Betrieb von EMS-Studios sind in einer offiziellen DINNorm, der DIN 33961 Teil 5, verankert. Warum sollten sich EMS-Anbieter zertifizieren lassen? Jürgen Decker: Durch eine Zertifizierung wird die Qualität für den Kunden sichtbar. Da es sich dabei um eine neutrale und unabhängige Qualitätsbestätigung handelt, dient sie als Orientierung für den Endverbraucher und schafft Transparenz. Ein weiterer Vorteil für die Betreiber der EMS-Studios ist die Rechtssicherheit, denn die Normkonformität wird durch einen Prüfer bestätigt und dokumentiert. Eine Zertifizierung bedarf keiner großen Investition und ist mit einem überschaubaren Zeitaufwand leistbar. fMi: Herr Janus, Sie haben sich für eine DIN-Zertifizierung Ihrer 52 Anlagen durch eine unabhängige Zertifizierungsstelle entschieden. Was waren Ihre Beweggründe? Sven Janus: Mit der terra sports GmbH sind wir die größte deutsche EMS-Kette im Eigenbetrieb, stammen aber aus einer Unternehmensgruppe mit Informatik-Background. Das Mutterunternehmen, die WORTMANN AG mit der Eigenmarke TERRA, ansässig in Hüllhorst in Nordrhein-Westfalen, ist in der IT-Branche aktiv. Begriffe wie Zertifizierung, DIN-Norm und Qualitätssicherung sind seit jeher Teile des Erfolges unseres Mutterkonzerns. Als die DIN-Norm 33961 um Teil 5, das EMS-Training, erweitert wurde, stand der Entschluss fest, unsere Qualität unabhängig und neutral bestätigen zu lassen. Die Zertifizierung ist für unser Unterneh-
men eine Möglichkeit, den EMS-Markt als Wachstumstreiber der Fitnessbranche weiter zu stärken. Alle Schulungen, Fortbildungen und Nachweise, die wir bei der Zertifizierung nach der DIN-Norm benötigen, können wir über unseren engen Kooperationspartner, die global fitness and health academy GmbH, abbilden und durch eine unabhängige und neutrale Prüfstelle bestätigen lassen. fMi: Die WORTMANN AG, das Mutterunternehmen der terra sports GmbH, ist eines der erfolgreichsten unabhängigen deutschen IT-Unternehmen. Wieso investiert ein IT-Konzern in die Fitness- und Gesundheitsbranche? Sven Janus: EMS ist ein stark nachgefragter Markt mit großem Wachstumspotenzial. Mein Background ist der EMS-Markt, der Background der WORTMANN AG ist die Informatikbranche. Die Stärkung der regionalen Strukturen vereinen die WORTMANN AG und die terra sports GmbH in ihren Werten und Idealen. Die Gemeinsamkeiten spiegeln sich auch in unseren Ansprüchen an uns selbst wider. Wir sind darauf bedacht, ausschließlich höchste Qualität zu verkaufen. Das beginnt bei Hygieneartikeln zum täglichen Gebrauch und führt bis zu unserem Gerätehersteller miha bodytec. Gleichzeitig bringen wir mit dem EMS-Training ganz neue Zielgruppen in die Fitness- und Gesundheitsbranche. Fazit: EMS ist die perfekte Kombination von IT und Gesundheit. fMi: Die Schnittmenge zwischen Informatik und Sport/ Gesundheit wird ab Herbst auch mit dem ersten interdisziplinären dualen Studiengang Bachelor of Science Sport-/Gesundheitsinformatik gebildet. Was bedeutet dieser neue Studiengang für die Branche? Jürgen Decker: Der Sport- und Gesundheitssektor, in Verbindung mit dem IT-Sektor, ist ein wichtiger Markt für Wachstum und Beschäftigung. Seine wirtschaftliche Bedeutung bezüglich der Digitalisierung ist sehr hoch einzustufen. Die Absolventen werden technische Entwicklungen passend für unsere Branche weiter vorantreiben, da sie Spezialisten auf beiden Gebieten sind. Das ist ein großer Vorteil für die gesamte Fitness- und Gesundheitsbranche. Sven Janus: Die Bachelor-Absolventen werden zwei Fachkräfte – Fitnessexperte und Informatiker – in einer Person sein. Für mich als Arbeitgeber ist das eine echte Bereicherung. Da ich unser Unternehmen als Branchenvorreiter sehe, muss ich mir diesen Wettbewerbsvorteil selbstverständlich sichern. Und auch schon heute setzen wir bei der Mitarbeiterqualifikation auf die Bildungspartner des DSSV. Marc Götza: Nachdem bereits Bachelor-of-Arts-, Master-ofArts-Studiengänge und ein MBA-Studiengang speziell für unsere Branche entwickelt wurden, wird es nun auch einen Bachelor-ofScience-Studiengang geben. Der Bedarf der Branche steht eben immer im Fokus. Das ist ein weiterer Schritt in der Professionalisierung der Branche. Schließlich haben die Geschehnisse in Zeiten der Corona-Pandemie gezeigt, dass wir auch die Digitalisierung in alle Richtungen ausbauen müssen.
Das Interview führte die fitness MANAGEMENT international mit: Sven Janus, Geschäftsführer der terra Sports GmbH mit 52 EMS-Studios in ganz Deutschland Jürgen Decker, Geschäftsführer der miha bodytec GmbH, einem der Marktführer für EMS-Geräte Marc Götza, Personal Trainer, Dozent an der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement (DHfPG) und der BSA-Akademie
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INTERNATIONAL
Foto: Gregory DALLEAU – unsplash.com
Die Fitnessbranche auf der grünen Insel Europas
Zu Besuch in Dublin Text: Birgit Schwarze
Knapp ein Drittel der Iren lebt in direkter Umgebung von Dublin. An der Ostküste gelegen, bietet die Hauptstadt neben historischen Sehenswürdigkeiten viele grüne Plätze und ausgezeichnetes Essen. Früher bekannt für das Brauwesen, kommen nun immer mehr IT-Konzerne und Finanzunternehmen nach Irland, um vom niedrigen Steuersatz zu profitieren. Irland ist ein Land voller Tradition, Vielfältigkeit und hat laut Umfragen die freundlichsten Einwohner Europas.
D
ie Fitnessbranche in Irland ist in den letzten Jahren weitergewachsen, sehr umkämpft und stärker fragmentiert als je zuvor. Immer mehr Menschen erkennen die Vorteile regelmäßiger Bewegung und finden den Weg ins Fitnessstudio. Nach der Rezession 2015 gab es einen unglaublichen Boom an neuen kleinen Studios, den sogenannten Mikrostudios. Viele junge Unternehmer nutzten die günstigen Mieten, um sich den Traum vom eigenen Fitnessstudio zu erfüllen.
Rund 504.000 Iren in über 720 Fitnessstudios Laut Statistiken lag die durchschnittliche Mitgliederzahl 2019 bei 700 Mitgliedern pro Anlage, dabei wurden durch die Mitglied64
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schaftsbeiträge rund 281 Millionen Euro eingenommen. 12,4 Prozent der Erwachsenen in Irland besitzen eine Fitnessstudiomitgliedschaft und 8,5 Prozent schwimmen mindestens einmal pro Woche in den über 380 Studios mit angegliederten Schwimmbädern, Tendenz steigend. Von Boutique-Studios, Kettenstudios und Personal Trainings über internationale Fitnessstudio-Franchisesysteme bis hin zum unabhängigen Betreiber mit nur einem Studio, in Irland findet man mittlerweile für jeden das passende Angebot. Für den Erfolg scheint es dabei keine Rolle zu spielen, ob das Studio dem höheren oder niedrigeren Preissegment zuzuordnen ist. In eher ländlichen Regionen gibt es immer noch Orte mit nur einem oder keinem Studio. In den
großen Städten wie Dublin dagegen sind gleich mehrere Fitnessstudios innerhalb des Radius von einem Kilometer zu finden. Die Iren interessieren sich vor allem für Gruppentraining. Das gemeinsame Trainingserlebnis und sich gegenseitig zu Höchstleistungen zu motivieren macht nicht nur Spaß, sondern schafft auch ein Gemeinschaftsgefühl. Vielen Mitgliedern fällt es dadurch leichter, regelmäßig Sport zu treiben. Dabei gibt es in den Studios keine sogenannten Spitzenmonate mehr, in denen die meisten Check-ins zu verbuchen sind. Vielmehr geht der Trend zu einer ganzjährigen, konstanten Nutzung. Die meisten Check-ins werden am frühen Morgen gezählt. In den letzten Jahren gab es in Irland einen Wandel weg vom klassischen Cardiotraining hin zu einem abwechslungsreichen Training mit Cardio- und Kraftelementen. In Deutschland werden im Vergleich immer noch mehr Cardio- als Kraftgeräte benutzt. Doch in Irland gehören die schweren Geräte schon lange nicht mehr nur zum Training der jungen, fitten Männer. Ganz im Gegenteil: Viele jüngere Frauen, aber auch ältere Menschen trainieren immer öfter an den Kraftgeräten im Studio. Krafttraining erhält aktuell mehr Zuspruch als das Cardiotraining. Vor fünf Jahren etwa waren
nur wenige Clubs mit professionellen, multifunktionalen „Power Racks“ und Hebebühnen ausgestattet. Heute gibt es bis zu zehn Stück davon pro Studio und 50 Prozent der Nutzer sind Frauen. Der Trend spiegelt sich auch im Bereich des Gruppentrainings wider. LES MILLS® Programme mit Kräftigungsübungen sind bei den Mitgliedern sehr beliebt und stark besucht. Vor einigen Jahren boten nur hochpreisige Studios wie West Wood Clubs und David Lloyd Clubs LES MILLS® Kurse an. Heute haben die meisten Studios diese fest in den Kursplan integriert und profitieren von vollen Kursräumen. Die Prognosen für die Fitnessbranche in Irland sind weiterhin sehr gut. Studioinhaber investieren immer mehr in hochwertige Geräteausstattung und Einrichtungsgegenstände. Jeden Tag kommen junge Entrepreneure mit neuen, frischen Ideen dazu – wie einer App, einem technologischen Produkt oder einem neuen Fitnessstudiokonzept. Wir waren vor Ort und haben uns drei Fitnessstudios in Dublin und Umgebung angeschaut.
Gym Plus Ballsbridge
Eckdaten des Gym Plus Ballsbridge
Das Gym Plus Studio befindet sich im dynamischen Vorort Ballsbridge, in der Nähe des Aviva Stadiums, wo regelmäßig Fußball-, Rugbyspiele und Konzerte stattfinden, sowie der RDS Arena als Austragungsort für große Sport- oder Musikveranstaltungen. Das Studio ist verkehrsgünstig zu erreichen. Die Kraft- und Cardiobereiche sind mit Geräten von namhaften Herstellern ausgestattet, Aquakurse finden im hauseigenen Schwimmbad statt. Mit dem Slogan „Get More, Go Further” möchten die Mitarbeiter vom Gym Plus Studio den Mitgliedern einen Mehrwert bieten, indem sie mehr Dienstleistungen, mehr Standorte und mehr Unterstützung anbieten, um den Kunden die optimale Mitgliedschaft zu ermöglichen. Das Gym Plus ist mit sieben weiteren Studios in ganz Irland vertreten.
Öffnungszeiten Montag bis Freitag Samstag und Sonntag
Den Eingang des Gym Plus Ballsbridge ziert ein alter Schornstein
07:00 – 22:00 Uhr 09:00 – 19:00 Uhr
Mitgliedsbeiträge 12-Monatsvertrag 3-Monatsvertrag 6-Wochenvertrag 10-Tagespass
590,00 € 59,00 € 142,00 € 100,00 €
Eckdaten Studio Gesamtfläche 600 m2 ® Kurse: LES MILLS Kurse, Aquafitness, Tai Chi, Indoor Cycling u. v. a. m. Anzahl Mitarbeiter 12 Anzahl Mitglieder 950
Schlagkräftige Motive im Cardiobereich motivieren die Mitglieder
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Westpark Fitness
Eckdaten des Westpark Fitness
13 Kilometer südwestlich von Dublin ist das Westpark Fitness gelegen. Knapp 5.000 Mitglieder können hier im gut ausgestatteten Kraft- und Cardiobereich trainieren, Gruppenkurse wie LES MILLS® Kurse oder Indoor Cycling besuchen oder in Irlands einzigem Pool aus rostfreiem Stahl ihre Bahnen ziehen. Außerdem unterstützt das Studio seine Mitglieder im Erreichen und Erhalten ihrer Ziele mit exklusiven Fitness-Tech-Partnerschaften. Dazu gehören der Einsatz von Myzone Fitnesstrackern, die Shape My Plan Software und die Westpark-Fitness-App. 2019 wurde Westpark Fitness mit dem Ireland Active Award für hervorragende Freizeitgestaltung ausgezeichnet.
Öffnungszeiten Montag bis Freitag Samstag und Sonntag
06:00 – 23:00 Uhr 08:00 – 20:00 Uhr
Mitgliedsbeiträge 6-Monatsvertrag Studententarif 6-Monatsvertrag Studententarif 2-Monatsvertrag
58,00 € pro Monat 43,00 € pro Monat 51,00 € pro Monat
Eckdaten Studio Gesamtfläche 2.400 m2 ® Kurse: LES MILLS Kurse, Aquafitness, Yoga, Indoor Cycling u. v. a. m. Anzahl Mitarbeiter 40 Anzahl Mitglieder 5.000
„Cooles“ Ambiente für das Functional Training
Großzügige Anlage in Tallaght bei Dublin
Hoch hinaus und preisgekrönt: Westpark Fitness erhielt letztes Jahr den Ireland Active Award
Einzigartig: Der Pool aus rostfreiem Edelstahl sorgt für Hygiene
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West Wood Clubs Mit insgesamt sechs Studios in Dublin sind die West Wood Clubs über die ganze Stadt verteilt und gut zu erreichen. Die Studiogrößen variieren zwischen 30.000 und 250.000 m². Neben den gängigen Gruppenkursen bieten die West Wood Clubs ihren aktuell 10.500 Mitgliedern auch ein spezielles Trainingsprogramm für Kinder und Jugendliche an und sind somit ein beliebter Aufenthaltsort für Familien. Ein weiteres Highlight im Studio sind die virtuellen Gruppenkurse, die sich steigender Beliebtheit erfreuen.
Eckdaten der West Wood Clubs Öffnungszeiten Montag bis Freitag Samstag und Sonntag Mitgliedsbeiträge 12-Monatsvertrag Monatsvertrag
Und Action! Stimmige Trainingsatmosphäre bis ins Detail
06:00 – 23:00 Uhr 08:00 – 21:00 Uhr
499,00 € 79,00 €
Eckdaten Studio Gesamtfläche zwischen 30.000 und 250 m2 ® Kurse: LES MILLS Kurse, Aquafitness, Virtuelle Fitnesskurse u. v. a. m. Anzahl Mitarbeiter 200 Anzahl Mitglieder 10.500
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Den Sportpark Roxel gibt es bereits seit 1989. Die damalige Tennishalle aus den Siebzigern entwickelte sich über die Jahre zu einem ausgezeichneten Sport- und Gesundheitszentrum in der Region. Wir haben Michael Thurau, Studioleiter der Sportpark Roxel am Rohrbusch GmbH in Münster, interviewt und nach seinem Erfolgskonzept gefragt.
fMi: Was ist Ihre Kern-Markenidentität? Michael Thurau: Bekannt sind wir für unseren Rehasport und für ein effektives und ganzheitliches Rückentraining. Wir genießen Bekanntheit bei den Ärzten in unserem Umfeld und freuen uns über zahlreiche zufriedene Kunden. Das gewährleisten wir durch eine umfangreiche Kundenbetreuung. Unser größtes Lob ist es, wenn unsere Kunden oft schon nach kurzer Zeit tolle Trainingserfolge erzielen! fMi: Warum haben Sie sich für das Galileo® Trainingskonzept entschieden? Michael Thurau: Das Galileo® Training war das fehlende Puzzleteil für ein erfolgreiches Rückentraining. Seit gut vier Jahren ergänzt und vervollständigt es unser Kraft- und Beweglichkeitstraining. Es ist zeitsparend, abwechslungsreich und ungeheuer effektiv. Unsere Kunden – und ich persönlich auch – lieben es. 70
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fMi: Sie sagen, das Training sei zeitsparend. Wie lange trainieren die Kunden auf dem Galileo® Gerät? Michael Thurau: Unsere Kunden trainieren je nach Trainingsziel zwei- bis dreimal wöchentlich im Intervall von maximal 12 Minuten. fMi: Für welche Schwerpunkte nutzen Sie die Galileo® Geräte? Michael Thurau: Unsere Schwerpunkte liegen in der gesundheitsorientierten Fitness. Hauptsächlich nutzen wir das Gerät, um die Muskulatur zu lockern und die Beweglichkeit zu verbessern. Viele Kunden fühlen sich nach dem Training als hätten sie eine tiefenwirksame Massage erfahren. Die Schulung des Gleichgewichts und die Verbesserung der Knochendichte sind für unsere älteren Kunden auch sehr wichtig. Ein weiterer Schwerpunkt liegt in der individuellen und sehr intensiven Kundenbetreuung. Auf
dem Gerät bleibt keiner sich selbst überlassen – wir legen großen Wert auf die Trainingsbegleitung. fMi: Sie praktizieren eine Kombination aus elektronischem Zirkel- und Galileo® Training. Wie wird dieses Angebot von Ihren Kunden angenommen? Michael Thurau: Die Kombination aus EGYM-, fle-xx- und Galileo® Training ist der perfekte Dreiklang. Sie wird sehr gut angenommen! fMi: Wie hat die Firma for me do Ihnen bei der Umsetzung des Konzepts geholfen? Michael Thurau: Die for me do GmbH hat uns bei der Schulung der Mitarbeiter und den Marketingmaßnahmen sehr gut unterstützt. Durch die jetzt anlaufenden Präventionskonzepte – das Galileo® Online-Training für den Rücken – werden wir das Training noch bekannter machen. fMi: Welches Fazit können Sie bis heute daraus ziehen? Michael Thurau: Das Galileo® Training ist sehr zeitsparend und dennoch sehr effektiv, zudem macht es Spaß, weil man schnell positive Erfolge sieht. Außerdem bringt es eine klare Abgrenzung gegenüber anderen Anbietern.
Vorteile des Galileo® Trainings Die Wirksamkeit der seitenalternierenden Vibration des Galileo® Systems wurde gegenüber anderen Vibrationstrainingsgeräten durch umfangreiche Studien belegt. Galileo® Training hat aufgrund seiner einzigartigen seitenalternierenden Bewegung gegenüber anderen Trainingsmethoden und Trainingsgeräten folgende Vorteile: • ganzheitliches, funktionelles Muskeltraining durch einen physiologischen Bewegungsablauf • schnelle Trainingserfolge, dadurch hohe Akzeptanz • vielfältige Anwendungsmöglichkeiten von Therapie bis Hochleistungssport • Gleichgewichtstraining, Muskellockerung, Muskelaufbau mit einem Produkt • enorm zeitsparend • sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis und geringe Unterhaltskosten • optional mit Medizingerätezulassung • stufenlos wählbare Amplitude • gewichtsunabhängige, geführte, sinusförmige Krafteinleitung • 100 Prozent reproduzierbare Trainingsbedingungen
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Gesundheit und Wohlbefinden seiner Partner, Kunden und deren Mitglieder hat für EGYM oberste Priorität. Durch die kostenlose Nutzung der App macht EGYM es den Betreibern von Fitnessstudios leichter, mit ihren Mitgliedern auch außerhalb ihrer Einrichtungen in Verbindung zu bleiben. Gleichzeitig unterstützt die Branded Member App die Mitglieder bei ihren Workouts. Die Branded Member App verbindet die EGYM Fitness-App-Funktionen mit leistungsstarken Branding-, Marketing- und Produktivitäts-Tools der früheren Netpulse App und gibt Fitnessstudiobesitzern die wichtigsten digitalen Tools an die Hand. Auch in Zeiten von Social Distancing halten Fitnessstudios dadurch eine starke Beziehung zu ihren Mitgliedern aufrecht und unterstützen sie dabei, ihre individuellen Fitnessziele zu erreichen.
Den eigenen Trainingsfortschritt zu sehen ist ein starker Motivator. Die Branded Member App bietet Funktionen zur Darstellung des visuellen Fortschritts und zur Belohnung körperlicher Aktivität – bereits bevor Trainingsergebnisse im Spiegel sichtbar sind. Die Mitglieder zeichnen ihr individuelles Training mithilfe von Wearables auf – z. B. Apple Watch, Fitbit usw. –, die die Daten dann in Aktivitätsniveaus und sofort nachvollziehbare Darstellungen wie beispielsweise das „Bio Age“ umsetzen.
Zu den wichtigsten Funktionen der EGYM Branded Member App gehören Push-Benachrichtigungen wie z. B. Erinnerungen an bestehende Challenges und Hinweise sowie Einladungen zu neuen Challenges zur Förderung des individuellen Engagements – kurz: alles, um „auf dem Radar“ der Mitglieder zu bleiben und die gesamte Gym-Community aktiv und vernetzt zu halten.
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Gemeinsam stark – auch in schweren Zeiten Die globale Wirtschaft steht vor einer der größten Herausforderungen der Geschichte. Coronabedingt sind immer noch viele Betriebe geschlossen, doch Miet-, Personal- und Betriebskosten laufen weiter. Besonders die Fitnessbranche leidet schwer unter der Corona-Krise, aber auch Privatpersonen haben es aktuell nicht leicht. Da stellt sich die Frage, wie man in diesen Zeiten mit offenen Forderungen umgehen soll. Inkasso Becker Wuppertal – Part of Lowell Group ist fest davon überzeugt, dass nun gesellschaftlicher Zusammenhalt, Solidarität und verantwortungsbewusstes Handeln gefragt sind.
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or dem Hintergrund der COVID-19-Pandemie richten Inkasso Becker Wuppertal und die gesamte Lowell Group ihr unternehmerisches Handeln mehr denn je im Sinne von Mitarbeitern, Kunden und Konsumenten aus. Zum Schutz der Kolleginnen und Kollegen, aber auch als Beitrag zur Eindämmung der Pandemie hat Lowell durch die Digitalisierung der internen Prozesse den größten Teil der Belegschaft bereits Anfang März ins Homeoffice geschickt, ohne dass dies eine Einschränkung der Leistungsfähigkeit bedeutet hätte. Moderne Videokonferenzsysteme sichern den Austausch und das Arbeiten auch über größere Distanzen. Mit einer sicheren Technologie und den bislang getroffenen Vor-
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sichtsmaßnahmen kann Lowell Konsumenten und Kunden den gewohnt hohen Service bieten, Stakeholder umfassend schützen sowie bei Bedarf zügig auf eine Verschärfung der Situation reagieren. Studiobetreiber können sich somit auch in der aktuellen Ausnahmesituation auf die Beratungskompetenz und Umsetzungsstärke von Inkasso Becker Wuppertal verlassen.
In Krisenzeiten ist unter Geschäftspartnern vor allem eines gefragt: Solidarität Fitnessstudios sind von der Corona-Krise besonders hart betroffen. Durch die Schließung der Betriebe und die nicht absehbare Dauer
Forderungsmanagement heißt auch Verantwortung Kurzarbeit, Einnahmeausfälle oder sogar der Verlust des Arbeitsplatzes sind Auswirkungen der Corona-Krise. Die Folge: Verbraucher haben nicht mehr genug Geld in der Haushaltskasse, um alle laufenden Rechnungen zu begleichen. Sollten Verbraucher also aufgrund der Einschränkungen zur Bekämpfung der CoronaPandemie ihren Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen können, ist es wichtig, dass sie zuallererst und möglichst zeitnah mit dem jeweiligen Unternehmen oder Inkassobüro Kontakt aufnehmen und über die Zahlungsschwierigkeiten informieren. Durch einen aktuellen Beschluss der Regierung können Forderungen – unter bestimmten Voraussetzungen – zinsfrei gestundet werden. Mit diesem allgemeinen Recht können Konsumenten Leistungen bis zum 30. Juni 2020 aussetzen, wenn diese aufgrund der CoronaPandemie nicht ohne Gefährdung des Lebensunterhalts erbracht werden können.
Foto: Lowell
der Maßnahmen verweigern einige Mitgliederdie Zahlung ihrer Monatsbeiträge. Solche finanziellen Ausfälle haben einen negativen Einfluss auf die Liquidität eines Studios und können im Extremfall zur Zahlungsunfähigkeit des Studiobetreibers führen. Liquiditätsreserven sind in der aktuellen Lage wichtiger denn je und können die Existenz von Betrieben sichern – auch in der Krise. Doch was tun, wenn keine finanziellen Reserven vorhanden sind und somit keine ausreichenden Polster, um diese Zeiten erfolgreich zu überbrücken? In einer solchen Situation kann ein Blick auf die eigene Unternehmensbilanz und die überfälligen Bestands- und Altforderungen sehr hilfreich sein. Der Verkauf offener Forderungen an einen professionellen Dienstleister kann zu einem gezielten Instrument zur schnellen Steigerung der Eigenkapitalquote werden und so die Existenz des Studios trotz Corona-Krise sichern. Mit einer Kapitalerhöhung durch den Verkauf von Bestandsforderungen werden dem Studiobetreiber liquide Mittel zugeführt, die zur Tilgung der fälligen Verbindlichkeiten genutzt werden können. Eine solche Maßnahme eignet sich optimal, um kurzfristige Liquiditätsengpässe zu überbrücken. Inkasso Becker Wuppertal bietet zahlreiche Dienstleistungen zur Unterstützung, Vereinfachung oder Auslagerung des Forderungsmanagements. Dabei gehört der Ankauf titulierter und nicht titulierter Forderungen seit über 65 Jahren zum erfolgreichen Kerngeschäft der Wuppertaler Spezialisten. Um in der aktuellen Krisensituation einen Beitrag zur Unterstützung der Branche zu leisten, bietet das Unternehmen an, eine detaillierte Bestandsforderungsbewertung kostenfrei durchzuführen. Egal, ob inhabergeführte Einzelstudios oder größere Ketten, Inkasso Becker Wuppertal bietet allen eine individuelle Beratung an. Betreiber können besonders in dieser Krisenzeit von dem Branchen-Know-how des Marktführers im Bereich Forderungsmanagement profitieren.
Auch bei Lowell wurden bereits solidarische und kooperative Hilfsangebote entwickelt, um auf die individuellen Bedürfnisse der Konsumenten eingehen zu können. Neben der Vereinfachung bei der Abschließung von Ratenzahlungsvereinbarungen bieten unsere Kolleginnen und Kollegen über alle Kommunikationskanäle hinweg eine umfassende Beratung für Betroffene an. „In der aktuellen Zeit der ökonomischen Unsicherheit ist für uns bei Lowell klar, dass wir als Inkassounternehmen besondere Verantwortung tragen, mitfühlend agieren und mit dem Konsumenten gemeinsam eine individuelle Lösung finden wollen“, so Markus Krummen, Geschäftsführer der Inkasso Becker Wuppertal GmbH & Co. KG. Inkassodienstleister agieren jedoch nicht nur in Krisenzeiten in einem sensiblen Umfeld, sondern immer. Die Pflicht zur Rücksichtnahme auf die Belange und Interessen der Konsumenten folgt schon aus der Verpflichtung gegenüber dem Gläubiger, den Inkassoprozess so zu gestalten, dass die Kundenbindung auch weiterhin aufrechterhalten bleibt. Aktuell gibt es im Forderungsmanagement jedoch noch keine rechtlichen oder regulatorischen Anforderungen, die dediziert auf die Schutzbedürftigkeit von Konsumenten abzielen. Als schutzbedürftige Konsumenten werden Schuldner bezeichnet, die aufgrund einer schwerwiegenden beeinträchtigenden Situation aktuell oder andauernd nicht in der Lage sind, zu zahlen, da sie sich in einer seelischen, körperlichen oder finanziellen Notlage befinden. Um ihr Wohlergehen zu unterstützen, haben sich Inkasso Becker Wuppertal und die gesamte Lowell Group für eine einheitliche Richtlinie als Grundlage zum ethisch-sozialen Umgang mit schutzbedürftigen Konsumenten entschieden. Wenn sich also aus der vorangegangenen Kommunikation herausstellt, dass ein Konsument schutzbedürftig sein könnte, prüft Inkasso Becker Wuppertal das Inkassoverfahren individuell und passt dieses, falls notwendig, entsprechend an. Eine solche Anpassung erfolgt dabei stets aufgrund einer intensiven Einzelfallbewertung. Inkasso heißt Verantwortung – das gilt für uns bei Lowell nicht nur in der aktuellen Krise, sondern immer. Doch besonders jetzt stehen verantwortliches Handeln, Solidarität und Fairness für uns an erster Stelle – für unsere Kunden und Konsumenten.
Ausführliche Informationen über die Dienstleistungsangebote der Inkasso Becker Wuppertal – Part of Lowell Group erhalten Sie unter www.lowellgroup.de.
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KOLUMNE
Anwendungsfelder der Digitalisierung
Digitalisierung und Künstliche Intelligenz für alle und alles?
Foto: ipopba – stock.adobe.com
Text: Stefan Haase
Die Fabrik der Zukunft wird zwei Angestellte haben, einen Menschen und einen Hund. Der Mensch ist dazu da, den Hund zu füttern, der Hund, um den Menschen davon abzuhalten, die Geräte anzufassen. Warren G. Bennis
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ie administrative Umstellung auf digitale und somit automatisierte Prozessabläufe erfordert auch in der Fitnessbranche grundsätzlich ein Umdenken der Verantwortlichen sowie das Ablegen von historisch gewachsenen Strukturen und Glaubenssätzen. Besonders schwer werden sich hier die „Kontrollfreaks“ oder „Helikopter-Chefs“ tun, die noch alles selbst in der Hand haben möchten. Sie sind in ihrem jahrelangen Handeln und Tun verhaftet. Der Irrglaube, dass jede manuelle Tätigkeit nur wenige Minuten dauert und somit kaum einen Aufwand darstellt, verhindert Produktivitätsfortschritte und somit ein Vorankommen.
Digitalisierung für jedes Anlagensegment? Digitalisierung muss unabhängig von einzelnen Segmenten einer Anlage betrachtet werden. In allen Formen und Bereichen des Unternehmens bietet sie signifikante Optimierungen für mehr Effektivität und Effizienz. Die daraus resultierenden Möglichkeiten sollten zwingend an die jeweilige Positionierung angepasst sein. Bei einem Discountanbieter ist eine vollumfängliche Digitalisierung ein absolutes Muss, da dieser exakt sein Geschäfts- und Preismodell darauf ausgelegt hat. Durch die hierarchischen Planungsvorgaben für eine wettbewerbsfähige Preisbildung ist die Notwendigkeit zur Digitalisierung bei Discountern besonders hoch. Sie ziehen explizit ihren Nutzen daraus. Im Premium- und Luxussegment sieht dies allerdings anders aus. In der bisherigen Praxis ist festzustellen, dass die Digitalisierung immer noch kontrovers diskutiert wird, wodurch mehr Schaden als Vorteil 78
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entsteht. Diese Aussage bezieht sich auf Unternehmer, die nach Einführung einer administrativen Digitalisierung als erstes Mitarbeiter entlassen, um ihren Gewinn zu erhöhen. Aus Sicht der Positionierung, insbesondere im Premiumsektor, ist eine solche Maßnahme eine Katastrophe. Die intensive Betreuungs- und Servicetätigkeit ist das Alleinstellungsmerkmal von Premiumanlagen, weil sie den Hauptaspekt einer qualitativ hochwertigen Fitness- und Gesundheitsanlage darstellt. Der Sinn und die entscheidende Wirkung der Digitalisierung liegt darin, bisher gebundene und nicht direkt kundennahe Dienstleistungen so umzuformen, dass diese Kapazitäten in Zukunft den Mitgliedern zugutekommen. Dies formt das Alleinstellungsmerkmal und stärkt den Markenkern von Premiumanlagen.
Die Anwendungsfelder Die Digitalisierung ist grundsätzlich in jedem Bereich eines Studios möglich – nicht nur in der Verwaltung, sondern auch in der Trainingsbetreuung sowie in der Diagnose und in therapeutischen Teilsegmenten. Durch digitalen Support werden Freiräume geschaffen und Fehlerquoten minimiert, die zu Produktivitätsfortschritten und höherer Effizienz führen. Die digitale Welt begann mit Webseiten, Facebook, Instagram, WhatsApp und ähnlichen Plattformen, die im Marketingsektor heute nicht mehr wegzudenken sind. Der Grund dafür, dass diese Tools in der Fitnessbranche relativ schnell Fuß fassten, ist die Erleichterung der Mitgliederneugewinnung. Nur in anderen Bereichen tat sich die Branche lange relativ schwer: Videokonferenzen oder Webinare zum Meinungsaustausch hatten leider erst dann eine Chance, als ein unbekannter Virus erschien. Als es sein musste, wurden die Vorteile dieser Technik schnell erkannt. Auch dies ist Digitalisierung: produktiv und effizient.
Die Zukunft ist nicht weit entfernt Noch vor einigen Jahren wurde man in der Branche belächelt, wenn man über Künstliche Intelligenz (KI) oder Robotik philo-
sophierte. In diesem Jahrzehnt sind viele dieser Skeptiker immer noch da, obwohl sie selbst täglich mit dieser Thematik konfrontiert werden, per Computer oder auch durch den täglichen Gebrauch ihres Mobilfunkgerätes: „Siri“, „Hey Google“ und „Cortana“ lassen grüßen! Meine Prognose lautet, dass in den nächsten fünf bis zehn Jahren die ersten Service-Roboter vorhanden sein werden – vor allem im Discountbereich, aber auch im Premiumsegment!
Großer Fortschritt in der Entwicklung KI und Robotik werden in verschiedenen Marktsegmenten für unterschiedliche Aufgaben eingesetzt werden: im Discountbereich schon als Unterstützung der Trainer und im Premiumbereich als klassische Service-Dienstleister, der Trainer und Servicekräfte entlastet beziehungsweise ergänzt. Die bereits heute im Markt vorhandenen „knuffigen“ und „süßen“ Roboterkollegen haben es schon „faustdick“ hinter ihren nicht vorhandenen Ohren. Sie können schneller lernen als uns bewusst ist. Die Hülle ist die Karosserie und ihr Innenleben sollten Sie nicht unterschätzen. Letzteres ist nur eine Frage der Software und wie schnell diese sich entwickeln lässt, dürfte bekannt sein.
Service-Roboter sind keine Arbeitsplatzvernichter!
Einige Werte für die Berufe in unserer Branche als Beispiel: Berufsgruppe
Automatisierungsgrad
Fitnesstrainer/in
0 Prozent
Ernährungs- und Fitnessberater/in (Gesundheit/Sport)
0 Prozent
Sportmanager/in, -ökonom/in
22 Prozent
Betriebsleiter/in – Gesundheitswesen/Freizeit/Fitness
33 Prozent
Aerobic-Trainer/in Fachwirt/in – Fitness
0 Prozent 22 Prozent
Erfahrungswerte und aktuelle Einsatzbereiche Verschiedene Modelle von Service-Robotern wurden bereits in unterschiedlichen Dienstleistungsbranchen mit Erfolg getestet. Dazu zählen insbesondere Alten- und Pflegeheime, Gastronomiebetriebe sowie auch Hotels und öffentliche Ämter verschiedenster Richtungen. Auch auf AIDA-Kreuzfahrtschiffen sind sie im Einsatz und in vielen anderen Geschäftsfeldern. Die Erfahrungen: durchweg positiv! Humanoide Service-Roboter werden nicht nur angenommen, man gibt ihnen sogar Namen. Und nein, sie beantworten nicht nur Fragen, sondern bedienen in der Gastronomie auch die Kunden am Tisch. Kommerziell betrachtet wird der Erfolg von humanoiden Robotern schon durch Verkäufe in Höhe von 110.000 Stück, allein im Jahr 2017, deutlich. Damit Sie sich hier selbst einen Eindruck machen können, googeln Sie nach den Stars unter diesen Service-Robotern mit den Namen „Pepper“ oder „Honda Asimo“ auf YouTube – bitte den Begriff „Humanoid“ in das Suchfeld eingeben. Ich wünsche Ihnen viel Spaß dabei.
Stefan Haase Stefan Haase, Betriebswirt und Industriekaufmann, war langjähriger Partner einer renommierten Unternehmensberatung, zuletzt in der Funktion des betriebswirtschaftlichen Leiters. Er ist Mitglied des DIN/CEN-Normungsausschusses für Fitnessanlagen und zudem als Dozent, Autor und Tutor für die Deutsche Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement (DHfPG) tätig.
Foto: DHfPG/BSA
Die Webseite „Job Futuromat“ des Institutes für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB), eine Forschungseinrichtung der Bundesagentur für Arbeit, berechnet auf Basis der KI-Entwicklung, ob ein bestimmter prozentualer Anteil der Aufgaben von Berufsgruppen schon durch eine Künstliche Intelligenz ersetzt werden könnte. (https://job-futuromat.iab.de/)
Anhand dieser Berechnungen ist zu erkennen, dass wir als Homo sapiens – zumindest in unserer Branche – nach wie vor relativ schlecht zu ersetzen sind, bisher zumindest.
www.dhfpg-bsa.de
* Ergebnisse der Eingaben bei job-futuromat.iab.de vom 21.04.2020
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Foto: DHfPG/BSA
Teil 3: Potenziale für die Sport-, Fitness- und Gesundheitsbranche (2)
Visualisierung und Kommunikation durch digitale Helfer Text: Prof. Dr. Marco Speicher
Die Sport-/Gesundheitsinformatik wendet Methoden aus der Informatik auf wissenschaftliche Probleme der Sport-, Fitness- und Gesundheitsbranche an und hat sich mittlerweile zu einer eigenständigen Teildisziplin entwickelt, die die Informatik mit den Sport- und Gesundheitswissenschaften verbindet. Die in der letzten Ausgabe begonnene Darstellung von Potenzialen, die sich aus dieser Symbiose ergeben, wird in diesem Teil fortgesetzt.
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Grafik: DHfPG/BSA
eitere Themen der Informatik, die für die Sport-, Fitnessund Gesundheitsbranche relevant sind, werden in dieser Ausgabe vorgestellt (vgl. Abb. 1). In der letzten Ausgabe wurden die (1) Erfassung und Speicherung von Daten sowie die (2) Modellierung, Analyse und Simulation betrachtet. Nun wollen wir uns der (3) Präsentation und Visualisierung von Daten sowie der (4) Kommunikationstechnologie widmen.
Abb. 1: IT-Themen in der Sport-, Fitness- und Gesundheitsbranche (DHfPG/BSA)
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(3) Präsentation und Visualisierung Für die Visualisierung von komplexen Informationen und Trainingsdaten sind Werkzeuge aus der Informationstechnologie wichtig. So ist beispielsweise bei Sportspielen die Verknüpfung von Videosequenzen und Datenbanken für die Spielbeobachtung sinnvoll (z. B. die bekannte Hawk-Eye-Technologie oder Abseitsassistenten beim Fußball). Schon heute verwenden Trainer in der Leichtathletik oder Gymnastik eine Software, die es ermöglicht, zusätzliche Informationen wie Kraftvektoren, Torsionsbewegungen oder Geschwindigkeitsinformationen in einem Video anzuzeigen oder Bilder von zwei Bewegungen zu überlagern, um dem Sportler genauere Anweisungen geben und Verbesserungsvorschläge machen zu können. Auch der sogenannte perfekte Wurf beim Basketball konnte mithilfe einer Computersoftware entschlüsselt werden: Anhand von verschiedenen physikalischen Parametern (wie z. B. Gewicht des Balls, Luftwiderstand und Erdanziehungskraft) kann so auf Grundlage der Lösung einer sogenannten Differenzialgleichung der optimale Abwurfwinkel und die passende Abwurfgeschwindigkeit für den Basketball berechnet werden, sodass dieser - ohne Ring- oder Brettberührung - den Korb trifft. Forscher der Justus-Liebig-Universität Gießen konnten so die folgenden Werte für einen perfekten Freiwurf mithilfe von Computer-Algorithmen berechnen: Bei einem Abwurfwinkel von 56 Grad und einer Wurfgeschwindigkeit von etwa 26 km/h
Ähnliches wäre auch am Arbeitsplatz denkbar, um BGM-Maßnahmen effizienter einsetzen zu können. Sensoren am Schreibtisch oder direkt am Körper können Fehlhaltungen (wie z. B. ein nach vorne gelehnter Oberkörper) erkennen und Schmerzen vorbeugen, indem man beispielsweise Erinnerungen zur Haltungskorrektur auf dem Smartphone erhält. Auch nicht zu unterschätzen sind Erinnerungen zur regelmäßigen Flüssigkeitsaufnahme. Denn am Arbeitsplatz zu wenig zu trinken, kann nach Feierabend zu Kopfschmerzen führen. Die Datenerfassung und -speicherung ist eine Sache, sie dem Benutzer hilfreich und verständlich zu visualisieren und zu präsentieren ist eine andere. Oft werden hier Konzepte aus dem Bereich der „Gamification“ genutzt, also die Anwendung spieltypischer Elemente in einem spielfremden Kontext, wie z. B. Punkte und Belohnungen oder auch Ranglisten.
(4) Kommunikationstechnologie Nicht zuletzt kann die Kommunikationstechnologie bei der Organisation in der Sport-, Fitness- und Gesundheitsbranche helfen: Soziale Medien sind heute für die Organisation von Trainingseinheiten und für die Suche nach Trainingspartnern oder sogar Trainern relevant. Internetbasierte Groupware-Tools wie Videokonferenzen (z. B. Skype, Zoom oder Google Hangout) und Whiteboards unterstützen Athleten bei internationalen Meisterschaften, indem sie die Kommunikation mit ihren Trainern und Betreuern, die nicht vor Ort sein können, realisieren. Diese Betreuung auf Distanz funktioniert auch für das Coaching des Kunden durch den Fitnesstrainer. In diesem Zusammenhang werden mobile Geräte und die Digitalisierung des Coachings für die 360-Grad-Betreuung immer wichtiger. Die digitale Kommunikation in der Sport-, Fitness- und Gesundheitsbranche wird besonders in Krisenzeiten zunehmend relevanter. Wenn Kunden nicht ins Fitnessstudio gehen dürfen, kommt man als Dienstleister nicht an der Digitalisierung seiner Angebote vorbei. Bei Live-Chats oder Online-Kursen steht auch hier die Unterstützung durch neue Kommunikationstechnologien im Vordergrund. So kann beispielsweise die wöchentliche Yoga-Stunde weiter fortgesetzt werden, nur dass sich die Teilnehmenden und der Yoga-Trainer nicht mehr in einem Raum befinden. Aber auch das Thema Telemedizin – dieser Begriff war in der Vergangenheit sehr umstritten – wird immer aktueller. Die Telemedizin ist jedoch bereits heute in Teilbereichen des Gesundheitswesens angekommen und
umfasst neben einfachen Beratungen auch erste Diagnostik und sogar Therapien, trotz räumlicher oder auch zeitlicher Distanz zwischen Arzt, Therapeut, Apotheker und Patient oder zwischen zwei sich konsultierenden Ärzten. In den App-Stores der beiden großen Anbieter Google und Apple finden sich schon erste Versuche mobiler Apps zur medizinischen Kommunikation und Telemedizin. Hier kann der Patient bereits im Voraus relevante Gesundheitsdaten digital übermitteln, wie z. B. Röntgenaufnahmen, Herzfrequenz- oder Blutdruckdaten, Gewichtsmessungen oder den Ernährungsplan der letzten Wochen, sodass der Arzt besser auf das Gespräch vorbereitet ist. Obwohl wir hier besonders in Deutschland noch am Anfang stehen, sind durch die gegebene Technologie und das Wissen aus der Forschung die Voraussetzungen für eine Digitalisierung der Sport-, Fitness- und Gesundheitsbranche geschaffen.
Fazit In dieser Ausgabe haben wir zwei weitere potenzielle Anwendungsbereiche der Sport-/Gesundheitsinformatik als Grundlagen zur Weiterentwicklung und Digitalisierung der Fitness- und Gesundheitsbranche kennengelernt. Die Sport-/Gesundheitsinformatik wird immer mehr zu einer eigenständigen und für die Sport- und Gesundheitswissenschaften unverzichtbaren Disziplin. Damit wird sie zur Grundlage von Wirtschaftssektoren mit großer ökonomischer Bedeutung wie der Fitnessbranche, den Firmen im Gesundheitssektor und der Trainingslehre. Trotz des bereits hohen Niveaus der Sportinformatikforschung in Deutschland bestehen noch vielfältige Potenziale, die durch einen erhöhten Praxisbezug, eine gezielte Nachwuchsförderung und die Etablierung langfristiger Infrastrukturen genutzt werden könnten. In der nächsten Ausgabe werden wir Perspektiven der Informatik und der Digitalisierung im Sport- und Gesundheitsbereich für die kommenden Jahre vorstellen.
Prof. Dr. Marco Speicher Prof. Dr. Marco Speicher ist Dozent an der DHfPG. 2019 promovierte er im Fachbereich Informatik an der Universität des Saarlandes zum Thema „Measuring User Experience for Virtual Reality“. Von 2014 bis 2019 war er wissenschaftlicher Mitarbeiter und Doktorand am Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI). Dort war er Teil des Forschungsund Entwicklungsteams des Ubiquitous Media Technologies Lab (UMTL) und des Innovative Retail Laboratory (IRL).
Foto: DHfPG/BSA
beträgt der Eintreffwinkel am Korb circa 45 Grad. Eine solche Computersoftware wurde schon früh von Dirk Nowitzkis damaligem Trainer Holger Geschwindner genutzt, der von Hause aus Mathematiker und Physiker ist. Zukünftig wird es auch möglich sein, eine Art „Ideallinie“ für einen Wurf darzustellen, die z. B. beim Tragen einer „Augmented Reality“-Brille direkt beim Training helfen kann, um bisherige Wurfversuche zu analysieren und gegebenenfalls Verbesserungsvorschläge durch die Darstellung der idealen Flugkurve zu machen.
www.dhfpg-bsa.de
Neuer DHfPG-Studiengang B. Sc. Sport-/Gesundheitsinformatik Die DHfPG erweitert zum Wintersemester 2020 ihr Angebot um den dualen Studiengang B. Sc. Sport-/Gesundheitsinformatik. Nähere Informationen finden Sie unter: dhfpg.de/bsgi Foto: DHfPG/BSA
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DIGITALE LÖSUNGEN | ANZEIGE
Grafik: Aidoo Software GmbH
Wir blicken auf gestern zurück, handeln heute, aber denken auch immer an morgen. Außergewöhnliche Situationen erfordern schnelles Handeln und große Flexibilität. Die vergangenen Wochen haben gezeigt, dass die Sport- und Fitnessbranche genau das brauchte: passende Lösungen, um eine unbekannte Herausforderung zu meistern.
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nsere Lösungen wie beispielsweise das Mitgliedermanagement für die Verwaltung und Bearbeitung von Mitgliederanfragen, aber auch Specials wie „Ruhe- und Bonuszeiten“, „AutoRücklastschriften“, „Trainingszeit-Manager“, „Betreuung. Belohnung. Neukunden.“ oder „ Auslastungscheck“ waren, sind und werden – auch nach der Wiedereröffnung – eine gute Unterstützung sein. Sie sind effektiv, flexibel, zeitsparend und wirtschaftlich.
Stressfrei, entspannt und effektiv das Studio wiedereröffnen ist mit dem „Trainingszeit-Manager“ kein Problem: ohne lange Warteschlangen, ohne Diskussionen am Check-in, mit verschiedenen Möglichkeiten, Trainingszeiten individuell und flexibel zu planen, On- oder Offline-Buchung anzubieten und damit einen gesteuerten, kontrollierten und geregelten Zugang auf die Fläche zu ermöglichen.
„Aidoo Software fairbindet“ – sowohl unser #aidoofairbindet Team über unsere digitalen Lösungen mit den Studios als auch die Studios mit den Mitgliedern.
Wir haben die passgenaue Lösung, das bestätigen unsere Kunden: „Wir waren mit Aidoo bereits vor der Corona-Krise sehr zufrieden. Aidoo übernimmt für unsere vier Premiumanlagen zum Beispiel das komplette Mitgliedermanagement – das ist für uns im Moment die wichtigste Dienstleistung. Dabei beraten die Mitarbeiter stets individuell, sie sind sehr freundlich und professionell. Auch während der Studioschließung hat Aidoo schnell, zeitnah und engmaschig auf die besonderen Bedürfnisse reagiert und kommuniziert, egal, ob es um das weitere Vorgehen mit Beitragsrückläufern oder um individuelle Kundenfragen ging. Die Module, Webinare und kostenfreien Anbindungen helfen uns, bereits jetzt Leads für die Zeit nach der Wiedereröffnung zu generieren. Auch wenn wir noch nicht absehen können, wann wir wiedereröffnen und welche Lösungen uns Aidoo dann bietet, werden wir weiterhin bei Aidoo als Kunde bleiben“, sagen Lars und Ramona Springer.
Wir bieten digitale Lösungen, die auch während der Zeit von Social Distancing Arbeitsprozesse optimieren und effektive Dienstleistungen und Lösungen darstellen – mit dem nötigen persönlichen Kontakt, der die meisten Mitglieder emotional an Ihr Studio bindet – gestern, heute und morgen. Dafür stehen unsere Produkte, unsere neuen Webinare zur Anwendung der Lösungen und unsere persönliche „Fairbindung“.
Foto: SPRINGER Fitness- & Gesundheitsclub
Ganz gleich, ob es um die Bearbeitung aller oder einzelner Mitgliederanfragen oder um die flexible Einrichtung von Ruhe- oder Bonuszeiten für einzelne oder alle Mitglieder geht: Mit dem Special „Ruhe- und Bonuszeiten“ können beide Varianten bedient und sogar Verzehr- oder Vertragsboni eingebucht werden. Mit „Auto-Rücklastschriften“ läuft die Bearbeitung von Rücklastschriften automatisierter, effektiver und sicherer – mit einer Zeitersparnis von bis zu 80 Prozent. Das Tool „Betreuung. Belohnung. Neukunden.“ unterstützt bei der Verwaltung von Kompensationsmöglichkeiten für Mitglieder in Kombination mit einer Kontaktgenerierung für die Zeit nach der Wiedereröffnung. Der „Auslastungscheck“ ist eine Erweiterung, die Studios bei der Wiedereröffnung unter möglichen Vorschriften, aber auch im normalen Studioalltag erfolgreich unterstützt. Sowohl das Studio als auch die Mitglieder haben immer einen Überblick über die aktuelle Auslastung. 82
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Lars und Ramona Springer vom SPRINGER Fitness- & Gesundheitsclub
Aidoo Software GmbH Borkener Str. 50 b | D-46284 Dorsten T: +49 2853 8 999 000 facebook.com/aidoosoftware/ www.aidoo.de
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Fachkongress für aktive Gesundheitsgestalter
Aufstiegskongress auch als Online-Veranstaltung Freuen Sie sich auf den Aufstiegskongress vom 9. bis 10. Oktober 2020 in Mannheim. Der Fachkongress für aktive Gesundheitsgestalter bietet hochinteressante Vorträge, Fach-Foren und praxisnahe Intensivseminare. Am Vortag erfahren Sie beim wissenschaftlichen Vorkongress „Up-to-date“ alles rund um die neuesten Forschungsergebnisse der Branche. NEU: Erstmalig wird der Kongress auch als Online-Veranstaltung angeboten, sodass eine Durchführung garantiert ist.
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in fest etablierter Termin im Kalender der Fach- und Führungskräfte von heute und morgen ist der Aufstiegskongress in Mannheim. Seit 14 Jahren wird der Fachkongress der Fitness- und Gesundheitsbranche von der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement (DHfPG), der BSA-Akademie und der BSA-Zert organisiert. Die Veranstalter reagieren in diesem Jahr auf die aktuelle Situation und planen den Kongress mit seinen Vorträgen, Fach-Foren sowie Intensivseminaren zusätzlich zur Präsenzveranstaltung in Mannheim auch in Form eines Online-Kongresses. Sollte im Oktober keine Großveranstaltung möglich sein, ist auf diese Weise eine Durchführung als Online-Kongress gesichert.
Mitarbeitern. Kunden haben neue Bedürfnisse: körperliche Fitness und Leistungsfähigkeit, Reduktion von Risikofaktoren, Stärkung des Immunsystems, Erhöhung der Resilienz, Reduktion von Stress. All das gewinnt an Bedeutung, sowohl individuell als auch kollektiv. Betreiber von Fitness- und Gesundheitsanlagen müssen zur Befriedigung dieser Bedürfnisse entsprechend neue Konzepte und Programme erarbeiten. Für diese neuen Bedürfnisse ist die Fitness- und Gesundheitsbranche ein Lösungsanbieter, der über zahlreiche Möglichkeiten verfügt, um Lebensstiländerungen anzustoßen, zu begleiten und langfristig zu sichern. Somit kann die Branche einen wertvollen Beitrag zur Steigerung der Gesundheit der Bevölkerung in allen Lebenszyklen liefern.
Motto 2020: „time for action“
• Wie erfülle ich in den nächsten Jahren die Bedürfnisse meiner Kunden? • Wie begleite ich Kunden bei einer erfolgreichen, gesundheits orientierten Lebensstiländerung? • Wie begeistere ich Kunden und binde sie langfristig an mein Unternehmen? Denn begeisterte Kunden stehen auch in Krisen zeiten zu „ihrem“ Unternehmen! • Wie gestalte ich meine Unternehmensführung nachhaltig, sowohl im ökonomischen als auch im gesellschaftlichen Sinne? • Wie kann ich als Arbeitgeber qualifizierte Mitarbeiter längerfris tig an mein Unternehmen binden? Denn nur mit guten Mit arbeitern, die auch in schwierigen Zeiten zum Unternehmen stehen, lässt sich ein Betrieb auf Dauer erfolgreich entwickeln.
Eine Branche, die mithilfe der Digitalisierung immer effizienter wird, im Kern aber ein echtes „People Business“ ist, sieht – auch ausgelöst durch die Corona-Krise – neuen Entwicklungen entgegen. Nach einer so einschneidenden Erfahrung mit dieser Krankheit, deren Ausbreitung zu Kontaktverboten, Studioschließungen, Kurzarbeit und Existenzängsten führte, besinnen sich viele Menschen mehr denn je auf „wahre“ Werte wie die eigene Gesundheit! Und das umfassender und nachhaltiger als je zuvor. Dieser Wertewandel in der Bevölkerung, den wir bereits während der Finanzkrise 2008 beobachtet haben, ist eine Chance für hochwertige, qualitätsorientierte Gesundheitsdienstleister mit qualifizierten 84
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• Wie erkenne ich Chancen, die das Potenzial haben, langfristig zum Unternehmenserfolg beizutragen? Wie setze ich diese Chancen erfolgreich in Angebote um und führe so das Unter nehmen in eine nachhaltig erfolgreiche Zukunft? Diese und viele weitere Fragen im Hinblick auf Nachhaltigkeit in der Unternehmensführung beantworten renommierte Referenten beim Aufstiegskongress 2020 in interessanten Vorträgen, aktuellen Fach-Foren und praxisnahen Intensivseminaren.
Themenvielfalt in den Fach-Foren Während die Besucher am ersten Kongresstag Vorträge von Top-Speakern zum diesjährigen Motto „time for action – Perspektiven schaffen und sichern“ erwarten, finden am zweiten Kongresstag Fach-Foren in den Themengebieten Training, Betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM), Coaching, Ernährung, Management, Gruppentraining und Sportökonomie statt. Im Rahmen der Fach-Foren werden aktuelle Fragestellungen in kompakten Vorträgen bearbeitet. Auch an diesem zweiten Kongresstag haben die Teilnehmenden die Möglichkeit, sich nach den Vorträgen mit den Referenten in der Speakers Corner auszutauschen und Fragen zu stellen.
Forschungsupdate beim Vorkongress Foto: DHfPG/BSA
Am Vortag des Aufstiegskongresses findet der wissenschaftliche Vorkongress „Up-to-date“ statt und bietet die Chance, sich in mehreren Kurzvorträgen über die neuesten Entwicklungen und Erkenntnisse der Forschung zu informieren. Weitere Informationen unter: aufstiegskongress.de/vorkongress
Durch Online-Version Aufstiegskongress gesichert Der diesjährige Aufstiegskongress wird z. Z. parallel zur Präsenzveranstaltung in Mannheim auch als Online-Kongress vorbereitet. Alle Vorträge der insgesamt drei Kongresstage inklusive der Fach-Foren und Intensivseminare werden vorab von den Referenten aufgezeichnet. Die Inhalte werden nach dem Aufstiegskongress über mehrere Wochen online abrufbar sein. Die jetzt buchbaren Tickets enthalten immer den Online-Kongress. Bei Nicht-Durchführung ist mithilfe der Online-Version das Stattfinden des Aufstiegskongresses trotzdem sichergestellt. Bleiben Sie immer aktuell informiert. Melden Sie sich auf der Kongresswebseite für den kostenfreien Newsletter an oder folgen Sie uns auf Facebook: aufstiegskongress.de facebook.de/aufstiegskongress
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ONLINE-KURSE | ANZEIGE
Foto: Cyberfitness
Das Beste aus drei Welten
Positive Synergien für Studiobetreiber mit CyberFitness In Zeiten der Einschränkung grenzenlos Sport treiben: CyberFitness nahm Ende März die CoronaKrise zum Anlass, allen Sportbegeisterten das eigene virtuelle Fitnessstudio völlig kostenlos zur Verfügung zu stellen. Seitdem nutzen bereits mehr als 160.000 neue „Fitnesskrieger“ CyberFitness HOME, um zu Hause und unterwegs ganz flexibel auf das breit gefächerte virtuelle Fitnessangebot zuzugreifen – eine Entwicklung, die auch für Betreiber von Studios interessant ist.
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it CyberFitnessPRO können Studios nun auf ein eigens für sie entwickeltes Angebotskonzept zurückgreifen, das für Sportinteressierte und Mitglieder einen hohen Wiedererkennungswert verspricht. Betreiber haben die Möglichkeit, das virtuelle Sportprogramm, das Nutzer aus den eigenen vier Wänden kennen, auf ein ganz neues Level zu heben: mit großen Leinwänden, professionellen Musikanlagen und Sportequipment wie Jumpern oder Bikes, die nicht jedem User zu Hause zur Verfügung stehen. „Dadurch ergeben sich für Fitnessstudios zahlreiche positive Synergieeffekte“, erklärt Marc Jürgens, Geschäftsführer von CyberConcept.
Einfach Partnerstudios in der Umgebung finden Damit HOME-User ein Studio in ihrer Nähe finden, das über CyberInstallationen verfügt, bietet CyberFitness in Kürze eine PLZ-Suche an: Studios, die CyberFitnessPRO nutzen, können dann dort von
HOME-Usern gefunden werden, die interessiert daran sind, auch unter professioneller Leitung Sport zu treiben. Auf diese Weise stehen CyberFitness HOME und PRO in einer fruchtbaren Wechselwirkung zueinander, wodurch Betreiber wie Mitglieder höchste Flexibilität genießen. „Darüber hinaus wird bei CyberConcept fleißig an der Integration von Live-Streaming-Classes gearbeitet, die jetzt in der Krise in kürzester Zeit mit großer Resonanz gelauncht wurden“, ergänzt Marc Jürgens. Auf diese Weise soll es zukünftig allen Lizenzkunden von CyberFitnessPRO durch die tatkräftige Unterstützung der CyberConcept Social-Media-Abteilung möglich sein, mehrmals die Woche mitreißende Events in den CyberMoves-Räumen zu starten. Weitere Informationen finden Sie unter: cyberfitness.de
CyberConcept GmbH | Dieckstraße 71-75 | 48145 Münster | E-Mail: support@cyberfitness.de
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BILDUNG | ANZEIGE
Foto: DHfPG/BSA
Fernlehrgänge der BSA-Akademie – jetzt mit digitalen Präsenzphasen
Fernunterricht – mehr als nur ein paar Videos! Durch die Corona-Krise erlebt das Thema „Fernunterricht“ einen gewaltigen Schub. Im Fitnessbereich war diese moderne Lernform bereits weitverbreitet. Die BSA-Akademie bietet seit über 35 Jahren staatlich geprüfte und zugelassene Fernlehrgänge – jetzt auch mit digitalen Präsenzphasen an. Damit diese Lernmethode für alle Teilnehmenden erfolgreich ist, sind jedoch wesentlich mehr Punkte wichtig als nur die Erstellung von ein paar Videos. Es braucht einen umfassenden Ansatz!
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ufgrund der Corona-Krise wird in Schulen und bei privaten Anbietern vieles digitalisiert: Fernunterricht erscheint dank der modernen Kommunikationsmittel als einfache Lösung. Doch selbst Schulen mit digital affinen Schülern haben festgestellt, dass Fernlernen doch nicht so einfach ist. Damit diese neue Lernmethode zum Ziel führt, ist ein spezifisches Konzept notwendig.
Fernunterricht: Vorteile und Komponenten Im Fernunterricht können Teilnehmende lernen, wenn sie Zeit haben, und so schnell vorgehen, wie sie möchten. Sie haben immer Zugriff auf die Informationen und teilen sich das Lernen selbst ein. Das ist ideal für die nebenberufliche Weiterbildung. Fernunterricht besteht i. d. R. aus mehreren Komponenten: ein Lehrbrief (gedruckt und/oder digital), eine Online-Plattform, auf der Videos, Arbeitsaufgaben, Prüfungsvorbereitungsmaterialien hochgeladen, Chats sowie Foren zum Austausch zur Verfügung stehen und zum Teil auch Prüfungen durchgeführt werden. Bei der BSA-Akademie wird dies durch kompakte Präsenzphasen ergänzt, die an bundesweiten Lehrgangszentren stattfinden.
Digitale Präsenzphasen bieten maximale Flexibilität
Grafik: DHfPG/BSA
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Aktuell werden die Präsenzphasen beliebter Lehrgänge wie z. B. der „Fitnesstrainer/inB-Lizenz“, der „Ernährungs-
trainer/in-B-Lizenz“, der „Mentaltrainer/in-B-Lizenz“ oder dem Lehrgang „Gesundheitstrainer/in“ zusätzlich digitalisiert. Damit stehen den Teilnehmenden auch diese Inhalte zeitlich flexibel zur Verfügung und sie können beliebig oft online eingesehen werden.
Unterstützung durch Fernlehrer Entscheidend beim Fernunterricht ist die Unterstützung in allen Phasen, denn nicht jeder Mensch lernt gleich! Bei der BSA-Akademie stehen den Teilnehmenden nicht nur die digitalen Möglichkeiten des E-Campus zur Verfügung, sie können sich auch persönlich, z. B. via Telefon, mit den Fernlehrern in Verbindung setzen und bekommen somit ein direktes Eins-zu-eins-Coaching. Die Fernlehrer sind speziell geschulte Mitarbeiter, die auch in der Lehrgangsentwicklung und als Referenten arbeiten. Damit ist gewährleistet, dass die Teilnehmenden auch am Telefon von erfahrenen Mitarbeitern betreut werden. So können Lerninhalte individuell besprochen werden, sodass jeder ideal unterstützt wird.
Teilnehmende profitieren vom Lehrgangskonzept Die Teilnehmenden der BSA-Akademie haben also ein komplettes System aus einem speziell für Fernunterricht konzipierten Lehrbrief, einer – nun auch digital verfügbaren – Präsenzphase, einem E-Campus inkl. Videos, Foren usw. und einer jederzeit verfügbaren persönlichen Betreuung durch speziell geschulte Fernlehrer. Weitere Informationen unter: bsa-akademie.de
LUFTENTKEIMUNG | ANZEIGE
Foto: Branislav Nenin – Shutterstock
PURE AIR LUFTENTKEIMUNG
NEUTRALISIERT 99,9 PROZENT DER VIREN UND BAKTERIEN
MEHR SICHERHEIT IN IHREM STUDIO • PATENTIERTE VIROBUSTER® TECHNOLOGIE • OZONFREIE UVC-LUFTENTKEIMUNG AUS DER MEDIZIN • BESSERE LUFTHYGIENE IM FITNESSSTUDIO
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Eine Herausforderung nach dem Shutdown wird es sein, Mitgliedern die Angst vor einer Ansteckung im Fitnessstudio zu nehmen. Patentierte VIROBUSTER® Luftentkeimungssysteme werden seit über 15 Jahren erfolgreich in der Lebensmittelindustrie und in der Medizin eingesetzt und können die Sicherheit in Fitnessstudios deutlich erhöhen. Produziert wird VIROBUSTER® von der JK-Gruppe, dem Lichtspezialisten aus Windhagen.
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ie Corona-Pandemie hat das Bewusstsein für Hygiene komplett verändert. Man hält Abstand, führt neue Begrüßungsrituale ein, wäscht sich wann immer möglich die Hände und Masken werden Teil des Alltags. Auch in Fitnessstudios wird man nach dem Corona-Lockdown diese Veränderungen handhaben müssen. Aufgabe der Fitness- und Gesundheitsanlagen wird es sein, zum einen die Wichtigkeit des Trainings für ein starkes Immunsystem herauszustellen und zum anderen den Mitgliedern die Angst zu nehmen, sich selbst oder andere Trainierende anzustecken.
Technologie wird die Luft durch ein sogenanntes UVPE-Feld mit UVC-Licht geleitet, was Viren und Mikroorganismen unschädlich macht. Bei der umweltfreundlichen UVC-Luftentkeimung wird im Gegensatz zur sogenannten Plasmatechnologie komplett auf Ozon verzichtet, da dieses schon in geringen Dosen gesundheitsgefährdend ist und das Lungengewebe schädigen kann. Die aus der Lebensmittelindustrie und Medizin bekannte UVC-Luftentkeimung steht unter dem Namen PURE nun auch Fitnessstudios zur Verfügung.
Bessere Lufthygiene im Fitnessstudio Virobuster® können im Fitnessstudio in zwei Varianten eingesetzt werden: als Module in Lüftungs- und Klimaanlagen („Steritube“) und als Stand-alone-Lösung („Steribase“), die die Umluft direkt vor Ort entkeimen. Die Stand-alone-Lösung kann als Wandgerät oder als bewegliches Standgerät eingesetzt werden. Mit jeder Steribase werden circa 300 Kubikmeter Luft pro Stunde gereinigt – dies reicht, je nach sportlicher Anstrengung, für Räume mit acht bis zehn Personen. Stand-alone-Geräte sind sofort einsetzbar und geben den Mitgliedern neben der tatsächlichen Erhöhung der Luftqualität auch ein Gefühl von Sicherheit. Dieses Sicherheitsgefühl ist gerade jetzt besonders wichtig und schafft Vertrauen in Ihr Studio.
Die patentierte UVPE-Technologie
Fazit
Die Gefahr des Coronavirus liegt darin, dass es sich bereits verbreitet, ohne dass man Symptome verspürt. Ein oft übersehenes Risiko kann auch von Lüftungs- und Klimaanlagen ausgehen, die das Virus weiterverteilen. Aufgrund der extrem geringen Größe von Viren bieten herkömmliche Luftfilter meist keinen ausreichenden Schutz. Hier setzt die patentierte UVC-Luftentkeimung von Virobuster® an. Seit über 15 Jahren ist die in Windhagen ansässige Firma ein führender Anbieter für Luftentkeimungssysteme, deren hohe Effektivität durch zahlreiche Studien belegt ist. Mit der patentierten
Mit den richtigen Hygienemaßnahmen können Sie die Sicherheit Ihrer Mitarbeitenden und Trainer sowie der Mitglieder deutlich erhöhen und Ängste nehmen. Bereits mit einer Investition von circa 6.000 EUR können Sie die Luftqualität in Ihrem Studio verbessern und ein Gefühl von Sicherheit geben. So bleibt Ihr Club auch in Zukunft ein Ort, an dem sich die Menschen gerne aufhalten und wohlfühlen.
Fotos: Virobuster GmbH
STANDGERÄT Steribase 300 Plus
WANDGERÄT Steribase Wall 150
EINBAUGERÄT Basictube
Foto: JK-Group GmbH
Die JK-Gruppe – High Quality Made in Germany Die JK-Gruppe ist ein führender Anbieter in den Bereichen Wellness, Lifestyle und Healthcare. Mit den Weltmarken Ergoline (Solarien), Wellsystem (Überwasser-Massage) und Beauty Angel (Apparative Kosmetik) setzt das Unternehmen regelmäßig neue Standards und wurde für die biopositiven Wirkungen der Ergoline-Lichttechnologien mit dem FIBO INNOVATION & TREND AWARD 2020 ausgezeichnet. Als Lichtspezialist produziert JK schon seit 15 Jahren die patentierten Luftentkeimungssysteme für die Virobuster International GmbH. Gerne beraten wir Sie zur idealen Vorgehensweise in Ihrem Studio. E-Mail: Michael.Quehl@jk-group.net · Telefon: 02224-818-409 · Mobil: 0173-5483311
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VIRTUAL FITNESS | ANZEIGE
LES MILLS On Demand
Wie Fitnesstechnologien die Zukunft der Studios bestimmen Fotos: LES MILLS International
Die Corona-Krise hat der Branche gezeigt, dass Konsumenten sich innovative, digitale Produkte wünschen. LES MILLS Media CEO Jean-Michel Fournier erläutert, wie wichtig und profitabel diese Entwicklung für Fitnessstudios ist. Er erklärt die neuesten Trends und warum menschliche Interaktion in Zukunft eine entscheidende Rolle im Bereich der Fitnesstechnologien spielen wird. „Als CEO von LES MILLS Media leite ich unser weltweites digitales Produktportfolio für das Verbrauchergeschäft, den gesamten B2BBereich sowie das weltweite Musikmanagement. Mein Fokus liegt unter anderem auf der Video-Streaming-Plattform LES MILLS On Demand, über die unsere Nutzer aus 900 großartigen Workouts der beliebtesten LES MILLS Programme wählen und diese auf jedem digitalen Gerät streamen können. LES MILLS On Demand ist in den letzten Jahren enorm gewachsen. Wir denken, dass dieser Bereich die Zukunft der Fitnessbranche erheblich beeinflussen wird. Die zwei wichtigsten Generationen der Fitnessstudionutzer, die Millennials und die Gen Z, wollen jederzeit und überall trainieren können. Aktuell gehören 80 Prozent der Nutzer diesen beiden Zielgruppen an. Sie sind „Digital Natives“, das heißt mit Technologien aufgewachsen, die nahtlos Teil ihres Alltags geworden sind. So haben sich auch ihre Bedürfnisse und Wünsche für das Trainingserlebnis entwickelt. Home-Workouts sind zunehmend gefragt. Wir wissen, dass 85 Prozent aller Fitnessstudiomitglieder auch 92
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ergänzend zu Hause trainieren. Angesichts der digitalen Disruption und neuer Technologien, die jede Branche – ganz besonders die Fitnessbranche – überfluten, wollen wir unseren Studiopartnern und ihren Mitgliedern eine 360-Grad-Fitnesslösung bieten, die nahtlos das physische und das digitale Training miteinander verknüpft. Das bedeutet, dass Studios ihre vier Wände virtuell erweitern und ihren Mitgliedern ermöglichen zu trainieren – wo und wann sie wollen. Natürlich wissen wir, dass der Mensch ein soziales Wesen ist, darum wird das persönliche Trainingserlebnis immer das beste sein. Live-Kurse sorgen für Mitgliederbindung, Weiterempfehlungen und steigern die Markenwahrnehmung der Mitglieder. Sie können durch Technologien ergänzt werden, um das Trainingserlebnis im Studio zu erweitern. Wie das 2030 aussieht, wird sich zeigen, doch eines ist sicher: LiveInstruktoren werden sich angesichts des technologischen Fortschritts einigen Herausforderungen, aber auch Chancen gegenübersehen. Bisher haben die Virtual- und On-Demand-Angebote dafür gesorgt, dass Live-Instruktoren höhere Standards haben und sich besser bilden, um sich gegen die Konkurrenz durchzusetzen. Ich glaube fest an die Macht der Innovation: Mit der Flut steigen alle Boote.“
Erfahren Sie mehr über LES MILLS On Demand und melden Sie sich unter info@lesmills.de.
Trainingserlebnis
Virtual Fitness: eine Bedrohung für Live-Kurse? Über die Mitgliedergewohnheiten der Gen Z und der Millennials sowie die große Frage, ob bzw. wie Live-Kurse im virtuellen Zeitalter weiterhin bestehen können, sprechen Jak Phillips, Global Content Director, und Keith Burnet, CEO LES MILLS Global Markets. Stellt die wachsende Beliebtheit von Virtual-Fitness eine Bedrohung von Live-Kursen dar? Ganz und gar nicht. Das Gegenteil ist der Fall. Branchenuntersuchungen zufolge steigt die Kursteilnahme um durchschnittlich 12 Prozent, wenn Fitnessstudios zusätzlich Virtual-Angebote nutzen. Das zeigt, dass Virtual sogar ein Sprungbrett ist, um mehr Menschen für Live-Kurse zu gewinnen. Virtual-Classes sind gerade für Anfänger ideal geeignet, da sie ganz ohne Schamgefühl den Einstieg finden, sich nach und nach steigern und dann zu LiveClasses übergehen können. Die besten Fitnessstudios werden immer Live-Kurse mit großartigen Instruktoren anbieten. Doch gleichzeitig bieten immer mehr Fitnessstudios Virtual-Lösungen mit größerer Auswahlmöglichkeit an, um auf den Wunsch der Millennials und der Gen Z einzugehen, jederzeit und überall trainieren zu können. Virtual kann die „Geheimzutat“ sein, um Ihre Kursteilnahmezahlen anzukurbeln und damit die Mitgliederbindung zu steigern. Wie groß ist die Kluft zwischen Live- und Virtual-Classes? Die Lücke zwischen Live- und Virtual-Classes wird sich immer weiter schließen, je mehr sich die Qualität der Inhalte verbessert. Die Qualität von Virtual-Classes ist in breiten Teilen der Branche
noch immer stark verbesserungswürdig. Besonders bei Virtual-Classes ist das Trainingserlebnis alles. Die operativen Vorteile wie Kursplanoptimierung zu Randzeiten, umfangreichere Kurspläne und zufriedenere Mitglieder können Sie nur erreichen, wenn Sie Ihren Mitgliedern hochwertige Workouts bieten. Inhalte in Kinoqualität sind ein Muss, wenn Studios auf die steigenden Erwartungen ihrer Mitglieder eingehen wollen. Neben hochwertigen Inhalten brauchen Sie auch hochwertig ausgestattete Kursräume, in denen sie gezeigt werden. Größere Investitionen in Bildschirme, Lautsprecher, Equipment und Beleuchtung werden der Schlüssel sein, um das virtuelle Trainingserlebnis zu verbessern. Was bedeuten diese Entwicklungen für Studios und Instruktoren? Bessere Virtual-Trainingserlebnisse werden Live-Instruktoren dazu zwingen, sich kontinuierlich weiterzuentwickeln, um relevant zu bleiben. Studios können ihre Kursraumnutzung optimieren und das Trainingserlebnis verbessern, indem sie Classes anbieten, die ihre Mitglieder auf Abruf starten können. Das ist großartig für die Mitglieder und damit ein überzeugendes Verkaufsargument für Studiobetreiber. Jeder profitiert: sowohl Studiobetreiber als auch Instruktoren und Mitglieder. Viele sind noch der Meinung, dass es entweder Live oder Virtual sein muss, doch am besten „fahren“ Sie, wenn Sie eine Kombination aus beidem anbieten.
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FACHARTIKEL INDIVIDUALTRAINING
Angewandte Trainingswissenschaft (Teil 2)
Umsetzen und Ausstoßen mit der Langhantel Diese Fachartikelreihe widmet sich in sechs Teilen komplexen Bewegungen aus dem funktionellen Krafttraining mit Langhanteln und Kettlebells, ihren technischen Besonderheiten und praktischen Anwendungsmöglichkeiten, um neue Impulse für die Trainingsgestaltung zu liefern. In diesem zweiten Artikel der Reihe werden die Teilbewegungen der olympischen Gewichtheberdisziplin Stoßen einzeln dargestellt und deren technische Merkmale detailliert betrachtet. Foto: Flamingo Images – stock.adobe.com
Text: Patrick Berndt und Marc Götza
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eim Begriff „Langhanteltraining“ haben vor zehn Jahren viele Trainierende ausschließlich an Übungen wie Bankdrücken oder Bizeps-Curls gedacht. Allerdings hat das Freihanteltraining, wie es aktuell betrieben wird, deutlich mehr zu bieten und ist in vielen Ausprägungen und Erscheinungsformen in der Branche vertreten. Mit der inhaltlichen Neustrukturierung von Teilen der Fitnessbranche, die sich auf funktionelles Training, Gewichtheben, Cross- und Athletiktraining fokussieren, nimmt auch gleichzeitig die Bedeutung des Freihanteltrainings immer weiter zu. In solchen Studioformaten wird auch das olympische Gewichtheben immer populärer, wobei grundsätzlich zwei Kerndisziplinen existieren: das Umsetzen und (Aus-)Stoßen (engl.: clean and jerk) sowie das Reißen (engl.: snatch). Die Integration von Gewichtheberübungen (oder Teilen davon) in den Trainingsplan eines Sportlers kann vielerlei Vorteile haben. Hierbei muss jedoch die Komplexität der Technik in jedem einzelnen Bewegungsabschnitt hervorgehoben werden. Das Erlernen der korrekten Bewegungstechnik muss daher aus verletzungsprophylaktischer Sicht in jedem Fall im Vordergrund stehen, bevor die Ausführung mit höheren Lasten in Betracht gezogen wird. Auch wenn der motorische Lernprozess bei diesen Übungen deutlich länger dauert als bei klassischen Freihantelübungen, können Sportler unter Umständen langfristig davon profitieren. Ob allerdings das Erlernen der gesamten Übung sinnvoll ist oder ob lediglich eine vereinfachte Form wie beispielsweise das Umsetzen aus dem Hang ohne Ausstoßen (engl.: hang clean) angestrebt werden sollte, muss individuell entschieden werden. Sofern die zu erwartenden Leistungssteigerungen höher gewichtet werden als der für den Lernprozess erforderliche Zeitaufwand, spricht jedoch nichts gegen das Erlernen der gesamten Bewegung. Insbesondere in Sportarten und Trainingsformen, in denen das Umsetzen und Ausstoßen in der kombinierten Ausführung fester Bestandteil ist, muss unbedingt eine sichere Bewegungstechnik gewährleistet werden, die nachfolgend näher beschrieben wird.
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Bewegungstechnik beim Umsetzen Die Bewegungstechnik beim Umsetzen kann aus methodisch-didaktischer Sicht in mehrere Teilbewegungen untergliedert werden, die in Form einer methodischen Übungsreihe nacheinander bzw. in verschiedenen Kombinationen vermittelt werden können (vgl. Abb. 1): • Erste Zugphase • Kniepassage • Zweite Zugphase • Umgruppieren • Abbremsen • Aufrichten
Abb. 1: Bewegungsphasen beim Umsetzen (DHfPG/BSA)
Der Athlet geht in die tiefe Hocke und ergreift die auf dem Boden liegende Langhantel in einem etwas mehr als schulterbreiten Ristgriff (Ausgangsposition ist weitgehend identisch mit dem Kreuzheben). Der erste Zug setzt sich aus der gleichzeitigen Streckung der Knie- und Hüftgelenke zusammen, ohne dass sich die Vorneigung des Oberkörpers aus der Startposition ändert. Der Oberkörper verschiebt sich also parallel nach oben, weshalb man hierbei auch von der „Parallelverschiebung“ spricht. Am Ende des ersten Zuges befindet sich die Langhantel knapp unter den Knien, woraufhin die Kniepassage erfolgt. In der zweiten Zugphase wird die Langhantel durch das explosive und schnelle Endstrecken der Knieund Hüftgelenke maximal in der Vertikalen beschleunigt. Die Hüfte wird dabei explosiv nach vorne geschoben und leicht überstreckt, sodass die Langhantel sich in einer geraden Linie am Körper vorbei nach oben bewegen kann. Nach der maximalen Beschleunigung
Bewegungstechnik beim Ausstoßen An das Umsetzen kann sich eine weitere Übung, das sogenannte Ausstoßen (alternativ: „Schwungstemme“ bzw. engl.: split jerk), anschließen, die ebenfalls in mehrere Bewegungsphasen unterteilt werden kann (vgl. Abb. 2): • Auftakt • Anstoßen • Umgruppieren • Abbremsen • Aufrichten
Die beiden Übungen Umsetzen und Stoßen ergeben zusammen als komplexen Bewegungsablauf die erste Gewichtheberübung (engl.: clean and jerk). Im Functional Training sowie in vielen Formaten des Crosstrainings wird die Technik von Umsetzen und Stoßen in mehrere Bewegungen aufgeteilt und nur als vereinzelte Phasen in das Training eingebaut. Somit liegt bei der Ausführung dieser Übung der Hauptunterschied zwischen Fitnessbranche und olympischem Gewichtheben in der Vielzahl an Abstufungen und Ausführungsvariationen, da nicht immer auf die gesamte Bewegung abgezielt wird.
Fazit Durch die Nutzung der unterschiedlichen Bewegungsrichtungen und Belastungen beim Umsetzen und Stoßen bieten Gewichtheberübungen eine gute Möglichkeit, die alltägliche Trainingsroutine durch eine neue Bewegungsform zu bereichern. Durch die Belastung, die der Körper dabei erfährt, können insbesondere die Schnell- bzw. Explosivkraft und die Bewegungskoordination verbessert werden. Dabei ist jedoch unbedingt die Komplexität der Bewegungstechnik zu berücksichtigen, die bei solchen ballistischen Übungen die größte Herausforderung darstellt. Aus diesem Grund muss, insbesondere bei (Teil-) Bewegungen des olympischen Gewichthebens, eine fachgerechte Einweisung und Übungskontrolle durch spezifisch ausgebildetes Personal gewährleistet werden, um eine sichere Ausführung und langfristige Trainingsfortschritte zu ermöglichen.
Foto: DHfPG/BSA
der Langhantel durch die Hüfte erfolgt direkt darauf eine maximale Schulterelevation (engl.: shrug) und das Umgruppieren der Langhantel auf die Schultern. Die Handgelenke sind in maximaler Extension fixiert; die Ellenbogen zeigen, möglichst parallel zueinander, nach vorne. Gleichzeitig wird der eigene Körperschwerpunkt unter den Masseschwerpunkt der Langhantel gebracht und dabei eine Hockposition eingenommen. Bei deutlich submaximalen Lasten kann die Langhantel höher beschleunigt werden; der eigene Körperschwerpunkt muss dementsprechend nicht bis in eine maximal tiefe Hockposition abgesenkt werden. Die Hantelbeschleunigung wird kurz vor der tiefsten Hockposition abgebremst und mit weitgehend aufrechtem und nur leicht nach vorne geneigtem Oberkörper in die tiefe Hockposition gebracht. Die Ellenbogen werden in der Endphase der Bewegung nach vorne und nach oben gezogen. Dadurch entsteht eine Zwischenposition in der Hockstellung und eine Hantelfixierung auf dem vorderen Schultergürtel, die identisch mit der Ausgangsposition der Front-Kniebeuge ist. Aus dieser Zwischenposition wird abschließend eine Front-Kniebeuge ausgeführt, um in den aufrechten Stand zu gelangen (Wirth et al., 2012, S. 50–51; Zawieja, 2013, S. 22–24).
Patrick Berndt Der Sportwissenschaftler Patrick Berndt ist als wissenschaftlicher Mitarbeiter und Dozent im Fachbereich Trainingsund Bewegungswissenschaft an der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement (DHfPG) sowie an der BSA-Akademie tätig. Durch seinen Einsatz als Athletik- und Personal Trainer in den Bereichen des Individual- und Mannschaftssports sowie als trainingswissenschaftlicher Berater verfügt er über umfassende Praxiserfahrung und Fachkompetenz. www.dhfpg-bsa.de
Die Endposition beim Umsetzen ist gleichzeitig die Ausgangsposition für die Schwungstemme. Initial zur Ausstoßbewegung beugt der Athlet die Kniegelenke leicht ein (engl.: dip), um danach wieder ohne Pause explosiv in die Kniegelenkstreckung gehen zu können (Auftakt). Der Oberkörper bleibt dabei möglichst aufrecht (Blick nach vorne). Die Langhantel wird durch die explosive Endstreckung der Kniegelenke senkrecht nach oben beschleunigt (Anstoßen). In dem Moment der maximalen Körperstreckung im Zuge des Anstoßens springt der Athlet in eine Ausfallschrittstellung. Durch das „Abtauchen“ unter die Hantel in den genannten Ausfallschritt und der damit gleichzeitigen Streckung der Arme befördert er seinen Körper unter den Masseschwerpunkt der Langhantel und bremst den Fall derselben ab (Umgruppieren und Abbremsen). Nach dem Fixieren der Langhantel in der Ausfallschrittstellung wird zuerst das vordere Bein gestreckt und dann um circa die Hälfte der Wegstrecke zum Körperschwerpunkt herangezogen. Erst danach wird das hintere Bein nach vorne in die parallele hüftbreite Fußstellung gesetzt (Wirth et al., 2012, S. 77; Zawieja, 2013, S. 24).
Foto: DHfPG/BSA
Abb. 2: Bewegungsphasen beim Ausstoßen (DHfPG/BSA) Marc Götza Marc Götza, Dozent der BSA-Akademie, setzt seine Erfahrungen in den Bereichen Training, Entwicklung, Mitarbeiterführung und Strukturen als selbstständiger Berater für EMS- und Fitnessanlagen in Europa ein. In dieser Tätigkeit war er unter anderem für den Aufbau des größten EMS-Filialsystems der Welt auf bis dato 49 Standorte federführend verantwortlich. Spezialisiert hat er sich auf die Bereiche EMS und CrossFit®. www.dhfpg-bsa.de
Auszug aus der Literaturliste Wirth, K., Schlumberger, A., Zawieja, M. & Hartmann, H. (2012). Krafttraining im Leistungssport. Theoretische und praktische Grundlagen für Trainer und Athleten. Köln: Sportverlag Strauß. Zawieja, M. (2013). Leistungsreserve Hanteltraining. Handbuch des Gewichthebens für alle Sportarten (2. Aufl.). Münster: Philippka. Für eine vollständige Literaturliste kontaktieren Sie bitte marketing@dhfpg-bsa.de.
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FACHARTIKEL INDIVIDUALTRAINING
Foto: maridav – stock.adobe.com
Trainingsformen für Fitness und trainiertes Aussehen mischen
Crosstraining – Wirksamkeit und Risiken Text: Johanna Rupp
Crosstraining ist mittlerweile eine der beliebtesten Trainingsformen. Laut der offiziellen CrossFit®-Website sind CrossFit®-Boxen in 142 Ländern auf mehr als sieben Kontinenten zu finden. Nach der Eröffnung der ersten Box im Jahr 2001 gab es 2014 bereits 10.000 weltweit. Auch in Fitnessstudios wird Crosstraining immer beliebter. Was hinter diesem Trend steckt und welche Trainingseffekte damit erzielt werden können, soll dieser Artikel klären.
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rosstraining, in der wissenschaftlichen Literatur auch als High-Intensity Functional Training (HIFT) bezeichnet, ist eine Trendsportart aus den USA, die in den 90er-Jahren vor allem von Polizisten und Soldaten betrieben wurde. CrossFit®-Training, als populärste Form des Crosstrainings, wird offiziell wie folgt definiert: „CrossFit® is constantly varied functional movements performed at high intensity“ (Glassman, 2007). Crosstraining ist also ein hochintensives Training mit funktionellen, mehrgelenkigen und vor allem alltagsbezogenen Übungen, die die
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aerobe Leistungsfähigkeit, die Kraftfähigkeit und die allgemeine Fitness verbessern. Speziell die Kombination aus Kraft und Ausdauer soll sich positiv auf die folgenden zehn Bereiche der Fitness auswirken: kardiovaskuläre/respiratorische Ausdauer, Durchhaltevermögen, Kraft, Flexibilität, Explosivität, Schnelligkeit, Koordination, Agilität, Balance, Präzision (Glassman, 2002). Eine spezifische Trainingseinheit nennt man auch „Workout of the Day“ (WOD) (Glassman, 2007). Das Crosstraining ist neben der hohen Intensität vor allem durch die schnelle Ausführung der
einzelnen Übungen nacheinander gekennzeichnet. Zwischen den Sätzen findet nur eine geringe bis keine Regeneration statt (Sprey et al., 2016). Der Schwerpunkt der Übungsauswahl richtet sich nach der Variation von funktionellen Übungen. Dabei werden Turnelemente wie bspw. Handstand oder Übungen an den Ringen ausgewählt. Diese werden mit Übungen aus dem Gewichtheben wie z. B. Kreuzheben, Umsetzen, Kniebeuge oder Reißen kombiniert. Ergänzt wird das Training durch Ausdaueraktivitäten wie Laufen, Rudern und Fahrradfahren (Glassman, 2002).
Wirksamkeit von Crosstraining
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Durch hochintensive Belastungen und funktionelle Bewegungsmuster soll mit minimalem Zeitaufwand eine maximale Verbesserung der aeroben und anaeroben Fitness erzielt werden. Crosstraining kann somit auch als High-Intensity Functional Training (HIFT) definiert werden. Erreicht wird dies durch eine Kombination von mehrgelenkigen Übungen, hoher Intensität und einer schnellen Bewegungsausführung. Im Speziellen sollen die maximale aerobe Leistungsfähigkeit (VO2max), die anaerobe Leistungsfähigkeit, die Kraftleistung und die Körperkomposition verbessert werden. Doch wie wirksam ist HIFT wirklich, insbesondere im Vergleich zu traditionellen Trainingsmethoden? Smith et al. (2013) untersuchten die Effekte eines zehnwöchigen HIFT auf die aerobe Fitness und die Körperkomposition. Zusätzlich zum Training hielten die Teilnehmenden eine Paleodiät. Bei männlichen und weiblichen
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FACHARTIKEL INDIVIDUALTRAINING
Feito, Hoffstetter, Serafini und Mangine (2018) untersuchten die Effektivität eines 16-wöchigen HIFT auf Trainingsleistung und Körperkomposition, wobei die Probanden drei unterschiedliche WODs absolvierten. Dabei konnte die Trainingsleistung verbessert und der Körperfettanteil signifikant reduziert werden, die fettfreie Masse änderte sich jedoch nicht bedeutend. Die Autoren führten dies unter anderem auf die fehlende Kontrolle der täglichen Protein- und Kalorienzufuhr zurück, da dieser regulierten Nährstoffaufnahme ein wesentlicher Einfluss auf Änderungen der Körperkomposition und der fettfreien Masse zugesprochen wird. Weitere Studien (De Sousa et al., 2016; Hermassi et al., 2017) belegen, dass mit HIFT ähnliche Verbesserungen in den Bereichen Kraftausdauer, Hypertrophie und Maximalkraft erzielt werden können wie mit traditionellem Krafttraining. Barfield et al. (2012) wiesen nach, dass Crosstraining-Programme, wie sie bei CrossFit® üblich sind, im Vergleich zu traditionellen Trainingsprogrammen eine höhere Effektivität im Bereich Kraftausdauer aufweisen. Mit traditionellem Krafttraining konnten allerdings bessere Maximalkraftwerte erzielt werden, obwohl auch beim Crosstraining eine signifikante Verbesserung beobachtet werden konnte.
Verletzungsanfälligkeit beim Crosstraining Neben den positiven Effekten der sogenannten Extreme Conditioning Programs (ECPs), zu denen auch Crosstraining-Programme wie z. B. CrossFit® zählen, ist das Risiko für Verletzungen des Muskel-Skelett-Systems zu erwähnen. Hak, Hodzovich & Hickey (2013) untersuchten die Verletzungsanfälligkeit von 132 CrossFit®-Anwendern. Die Ergebnisse zeigen, dass 74 Prozent der Teilnehmenden Verletzungen erlitten, die auf das CrossFit®-Training zurückzuführen waren. Körperregionen wie Schultern, unterer Rücken sowie Arme und Ellenbogen sind dabei am häufigsten betroffen. In einer weiteren Studie (Feito, Burrows & Tabb, 2016) wurden 3.049 Personen befragt, die zwischen 2013 und 2017 ein CrossFit®-Training absolvierten. 30,5 Prozent berichteten von einer Verletzung innerhalb der letzten zwölf Monate, die sie sich beim CrossFit®-Training zugezogen haben. Am meisten waren die Schultern (39 %), der Rücken (36 %) und die Kniegelenke (15 %) betroffen. Personen, die an drei bis fünf Tagen pro Woche CrossFit® ausübten, wiesen am häufigsten Blessuren auf. Jedoch zeigt die aktuelle Studienlage, dass die Verletzungshäufigkeit im CrossFit® nicht höher ist als in traditionellen Sportarten (z. B. Spielsportarten; Hak et al. 2013).
Bergeron et al. (2011) begründen die Verletzungsanfälligkeit damit, dass das Trainingsprogramm ein fortgeschrittenes Niveau im Hinblick auf die technische Ausführung der Übungen erfordert, während gleichzeitig die Wiederholungen unter dem Aspekt der schnellen Ausführung ohne adäquate Pausenzeiten zwischen den Sätzen durchgeführt werden. Zusätzlich fehlen entsprechende Regenerationszeiten zwischen den einzelnen Trainingseinheiten. Dies führt zu einer früher einsetzenden Ermüdung, einem erhöhten oxidativen Stress, einer geringen Widerstandsfähigkeit gegen nachfolgende Belastungen, einem erhöhten Gefühl der Anstrengung und zu einer inkorrekten Ausführung von Bewegungen (einhergehend mit einer erhöhten Verletzungsgefahr). Die Autoren nennen außerdem die inadäquate Trainingsprogression als Risikofaktor für die hohe Anzahl an Überlastungsverletzungen. Diese Trainingsprogression kann zu Ermüdungsstadien wie dem „Overreaching“ und dem „Overtraining“ führen. Mit einem individuellen Monitoring und der Regulierung der Trainingsbelastung könnten diese Folgen vermieden werden. Trotz der beschriebenen Erkenntnisse konnte durch die Studien nicht belegt werden, dass die Verletzungsgefahr im Vergleich zu traditionellen Sportarten erhöht ist (Hak, Hodzovich & Hickey, 2013; Poston, et al., 2016).
Fazit Zusammenfassend ist festzuhalten, dass sich durch Crosstraining bei passender Trainingssteuerung und korrekter Ausführung der Übungen positive Effekte in den Bereichen Hypertrophie, Kraftausdauer und Maximalkraft erzielen lassen. Außerdem kann man durch diese gemischte Trainingsform seine Körperkomposition verbessern. Dabei ist, entgegen vorherrschender Meinung, die Verletzungshäufigkeit nicht höher als bei traditionellen Sportarten, sofern das Training unter qualifizierter Anleitung durchgeführt wird.
Johanna Rupp Die Sportwissenschaftlerin arbeitet als pädagogische Mitarbeiterin und Dozentin an der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement (DHfPG) sowie an der BSA-Akademie im Fachbereich Trainings- und Bewegungswissenschaft. Durch ihre Tätigkeit als Trainerin in Fitness- und Gesundheitseinrichtungen konnte sie praktische Erfahrungen in der medizinischen Trainingstherapie bei orthopädischen Erkrankungen sammeln.
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Probanden wurden signifikante Verbesserungen in der relativen und absoluten VO2max sowie eine bemerkenswerte Reduktion des Körperfettanteils (um ca. 3,7 %) festgestellt. Die Autoren schlussfolgerten, dass die Änderungen der Körperkomposition aus der Kombination von Diät und Workout resultieren und der Effekt nicht allein auf das Workout zurückzuführen ist.
www.dhfpg-bsa.de
Auszug aus der Literaturliste
Verletzungsursachen im CrossFit® Gründe wie das inkorrekte Ausführen von Bewegungen (33 %) und die Verschlimmerung von früheren Verletzungen (33 %) wurden als die häufigsten Ursachen im Zusammenhang mit ECPs aufgeführt. 64 Prozent der Personen, die Verletzungen aufwiesen, berichteten von einer Trainingsreduktion für einen Monat (Summit, Cotton, Kays & Slaven, 2016). 98
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Hermassi, S., Wollny, R., Schwesig, R., Shephard, R. J., & Chelly, M. S. (2019). Effects of in-season circuit training on physical abilities in male handball players. The Journal of Strength & Conditioning Research, 33(4), 944–957. Summitt, R. J., Cotton, R. A., Kays, A. C., & Slaven, E. J. (2016). Shoulder injuries in individuals who participate in CrossFit® training. Sports health, 8(6), 541–546. Für eine vollständige Literaturliste kontaktieren Sie bitte marketing@dhfpg-bsa.de.
FACHARTIKEL INDIVIDUALTRAINING
Gehirn und Muskel als Partner (Teil 2)
Neuroathletiktraining in der Praxis Ein optimales Zusammenspiel von visuellem, propriozeptivem und vestibulärem System bietet nicht nur Hochleistungssportlern Vorteile, denn jede Bewegung im Sport und Alltag ist vom Nervensystem als zentrale Leitstelle abhängig. Aufbauend auf den im ersten Teil dieser zweiteiligen Artikelreihe thematisierten Grundlagen werden nun Assessments, Wirkungsmechanismen und praktische Anwendungsbeispiele des Neuroathletiktrainings dargestellt.
Text: Prof. Dr. Daniel Kaptain und Prof. Dr. Ulf Sobek
D
ie Grundlagen eines jeden Trainingsprozesses sind umfassende Testungen zur Erfassung des Status quo hinsichtlich der individuellen Leistungsfähigkeit. Dies spielt auch im Neuroathletiktraining (NAT) eine zentrale Rolle. Der Trainer führt diverse Testungen durch, um die Leistungsfähigkeit des Athleten zu erfassen und mögliche Schwachpunkte aufzudecken. Sind solche Schwachpunkte bekannt, kann der eigentliche Nutzen des NAT voll zur Geltung kommen: das Beheben von neuronalen Defiziten (z. B. der Sensorik oder Propriozeption) durch eine Optimierung des Zusammenspiels von Nervensystem und Muskulatur. Im sogenannten 8-Ebenen-Modell sind Testungen für jedes an der Bewegung beteiligte System möglich (vgl. Abb. 1). Eventuelle Ursachen für Schmerz, schlechte Haltung oder Leistung können in diese Bereiche verortet werden.
Grundlagen Gehirn 8 Ebenen
Kleinhirn
Gehirnstamm
Rückenmark
Rezeptoren
Insula
Schmerzempfinden & Leistungsfähigkeit
Abb. 1: 8-Ebenen-Modell
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Ein beispielhafter Test auf der Rezeptorebene besteht darin, zu überprüfen, ob der Kunde auf beiden Körperseiten Wärme oder Kälte gleich wahrnimmt. Testungen können für alle im Modell dargestellten Ebenen durchgeführt werden. Es gibt also auch Tests für das Kleinhirn bzw. die verschiedenen Bestandteile des Gehirnstammes. Anhand der Ergebnisse dieser Tests werden dann die „Drills“ ausgewählt und direkt im Anschluss wird überprüft, ob sich die Bewegungsqualität ändert. Dies kann sich in einer besseren Genauigkeit der Bewegung, einer vergrößerten Bewegungsamplitude oder in einem geringeren Schmerzempfinden darstellen. Exemplarisch wird in diesem Artikel ein Bewegungs-Assessment vorgestellt, um die Wirksamkeit der „Drills“ zu überprüfen.
Bewegungs-Assessment Thalamus
Peripherer Nerv
Um nicht alle acht Systeme zu testen, können auf Basis einer Anamnese spezifische Testungen ausgewählt werden, um den Fehler zu identifizieren und anschließend mit gezielten Übungen zu optimieren.
Großhirnrinde
Die Vorgehensweise zur Optimierung des qualitativen Zusammenwirkens des neuromuskulären Systems ist oft ähnlich. Diese Effekte beziehen sich auf eine schnellere neuronale Reizaufnahme (z. B. propriozeptive Reize bei instabilen Untergründen) und eine darauffolgend schnellere Reizantwort im Sinne einer entsprechenden muskulären Reaktion (z. B. Kontraktion der Gelenkstabilisatoren; Quante & Hille, 1999). Im Folgenden sollen zwei Fallbeispiele eine mögliche Implementierung des NAT in die Trainingspraxis versinnbildlichen.
Beispiel 1 – Ausfallschritt-Matrix: Ausgangslage: • Hobbyläuferin (Halbmarathondistanz) • 42 Jahre • Angestellte in einem Versicherungskonzern (sitzende Tätigkeit, PC-Arbeitsplatz) • Sprunggelenks- und Beinachseninstabilität • klagt über arbeits-/stressbedingte Kopfschmerzen • Brillenträgerin, zunehmende Sehschwäche
Vorgehensweise:
Grafik: liuzishan - stock.adobe.com
Um einer Verletzung (bspw. Supinationstraumata im Sprunggelenk; Rotationsstress Kniegelenk) während des Lauftrainings entgegenzuwirken, werden Aktivierungsübungen in das Lauf-Warmup eingefügt. In den ersten Phasen achtet der Trainer auf die korrekte Ausführung (Beinachsenstabilität). Es wird vermutet, dass durch eine Überreizung und die damit verbundene Ermüdung des visuellen Systems durch permanente PC-Arbeit eine verlangsamte Reizaufnahme, aber auch Reizabgabe (neuromuskuläre Sprunggelenkstabilisierung) gegeben ist. Somit wirken viele Stressoren auf das Nervensystem ein, die es zu senken gilt. Um die beteiligten neuronalen Systeme zu aktivieren, werden die laufspezifischen Bewegungsmuster (Ausfallschritt) in verschiedene Bewegungsrichtungen als „Interventionsübung“ ausgewählt (vgl. Abb. 2). Zur Fokussierung des visuellen Systems richtet die Kundin ihren Blick vor der Ausübung der Ausfallschritt-Matrix (wie auch im
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FACHARTIKEL INDIVIDUALTRAINING
Vorne oder vorwärts linear: 0-Grad- oder 12-Uhr-Position
Rechts vorne rotierend: 45-Grad- oder 1:30-Uhr-Position
Links vorne rotierend: 315-Grad- oder 10:30-Uhr-Position
Links seitlich: 270-Grad- oder 9-Uhr-Position
Rechts seitlich: 90-Grad- oder 3-Uhr-Position
Links hinten rotierend: 225-Grad- oder 7:30-Uhr-Position
Rechts hinten rotierend: 135-Grad- oder 4:30-Uhr-Position
Hinten oder rückwärts linear: 180-Grad- oder 6-Uhr-Position
Abb. 2: Schrittstellung und -richtung Ausfallschritt-Matrix
späteren Trainingsverlauf während der Ausführung) auf einen vom Trainer gehaltenen Gegenstand (bspw. einen Kugelschreiber). Dadurch wird das visuelle System aktiviert.
1. Pre-Test: Innen-/Außenrotation (vgl. Abb. 3) für Schulter rechts/links
Hierbei ist darauf zu achten, dass v. a. die Wirbelsäule gestreckt und aufgerichtet bleibt. Durch die Kombination einer unilateralen Bewegung (Instabilität) mit einer gleichzeitigen WS-Extension (Stabilität) wird das Zusammenspiel getestet und ein direkter RechtsLinks-Vergleich ermöglicht. Ziel ist es, durch eine Aktivierung der neuronalen Systeme eine optimierte muskuläre Gelenksicherung zu gewährleisten. Damit dient dieses Beispiel eines Warm-ups auch zur Erfassung des derzeitigen Leistungszustandes und sollte bei der Trainingsintensität und Komplexität (bspw. Lauftempo und Laufstrecke/Laufuntergrund) berücksichtigt werden.
Beispiel 2 – Sprunggelenksaktivierung:
Illustration: Kimberly Piersdorf
Bei dieser Vorgehensweise, die sowohl ein Assessment als auch eine Trainingsintervention darstellt, geht es primär darum, die Bewegungsqualität der Kundin zu erfassen und einen Vergleich bei der Ausführungen durch beide Körperseiten wie auch Bewegungsrichtungen (0° bis 315°) messbar zu machen.
Abb. 3: Pre-Test – Schulterinnen-/-außenrotation
Hier wird das Bewegungsausmaß (ROM) genau analysiert und dokumentiert. Daraufhin erfolgt die eigentliche Intervention in Form einer Aktivierung des Sprunggelenks, die dem neuronalen „Warm-up“ dient, um sowohl die Propriozeptoren (Sprunggelenke) als auch die neuromuskuläre Ansteuerung im Bereich der Schulter- und Rumpfmuskulatur zu aktivieren.
Ausgangslage: • Profi-Eishockeyspieler (DEL2) • vor sechs Wochen Schulterprellung durch Gegnereinwirkung (Bodycheck) im Spiel • seitdem eingeschränkte Belastbarkeit (ROM-reduziert und Schmerzen bei Kompression 60 Prozent des üblichen Trainingsgewichtes beim Bankdrücken) • l aut medizinischem Befund keine Beeinträchtigung des Gewebes (Schwellung o. Ä.) ersichtlich, daher aus medizinischer Sicht belastbar
Vorgehensweise: Um eine ausreichende Trainings- und Spielbelastbarkeit herzustellen, soll zuerst eine uneingeschränkte Schulterbeweglichkeit und eine hiermit verbundene muskuläre Ansteuerung ermöglicht werden. Um die Wirksamkeit des Neuroathletiktrainings zu überprüfen, wird bei diesem Fallbeispiel in jeder Einheit zuerst der Ausgangswert der Schulterbeweglichkeit bestimmt (Pre-Test). 102
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Laut Vermutung soll durch die Reizaufnahme über die Rezeptoren am Sprunggelenk eine Aktivierung des Zentralen Nervensystems (ZNS) erfolgen, um diesem die Information über Kontrolle und Stabilität zu liefern. Ein kürzlich verletztes Gelenk (z. B. Schultergelenk) wird durch neuromuskuläre Mechanismen vor einer Wiederverletzung oder einer Verschlimmerung des Schadens geschützt. Allerdings geht mit diesem Schutzmechanismus auch eine Beweglichkeitseinschränkung einher, wodurch die Funktionalität des betroffenen Gelenks gehemmt wird. Daher ist ein Abbau dieser Hemmungen zur Wiederherstellung der Funktionalität unvermeidlich. Über diesen Wirkmechanismus soll demnach eine Intervention in Form einer Sprunggelenksaktivierung die Beweglichkeit im Schultergelenk positiv beeinflussen können. Dadurch reagiert das zentrale Nervensystem ganzheitlich und eine Verringerung der empfundenen Bedrohung führt zu einer Verbesserung der Funktionalität. 2. Intervention: Durch den „Toe Pull“ (vgl. Abb. 4) soll eine Verbesserung der Funktionalität hervorgerufen werden.
Als eigentliche Intervention gilt der sogenannte „Toe Pull“, der in drei Richtungen ausgeführt werden kann und bei dem das Sprunggelenk im und entgegen dem Uhrzeigersinn rotiert wird. Diese Übung (aktiv geschlossene Kette mit hohem Alltagstransfer, bspw. beim Laufen) soll den Zusammenhang und die Bedeutung der Gelenkrezeptoren am Sprunggelenk verdeutlichen. In der Regel ist der Fuß der erste Kontaktpunkt des Organismus bei der Fortbewegung. Alle von diesen Rezeptoren aufgenommenen Reize und Informationen müssen schnellstmöglich über die afferenten Leitbahnen zum ZNS gelangen, von dort aus werden sie als Grundlage für sensomotorische Impulse an die entsprechenden (gelenkstabilisierenden) Muskeln in den unteren Extremitäten (v. a. Sprunggelenk) geleitet. Arbeitet dieses System perfekt, ermöglicht es ein Optimum an posturaler Kontrolle und bei der Reaktion auf schnelle Richtungswechsel (bspw. Agilität).
herabgesetzt wird. Dies führt zu einer Reduktion der Fähigkeit zur Reizaufnahme, -verarbeitung und -reaktion des neuronalen Systems. Die identifizierten Schwachpunkte werden nunmehr in das Warm-up der kommenden Trainingseinheiten übertragen und geübt, bis der Sportler seine ursprüngliche Bewegungsqualität wiederhergestellt hat. Des Weiteren kann ein neuronales „Warm-up“ leistungssteigernde Effekte hervorrufen (Cilli et al., 2014). Die hier dargestellten Testungen/Übungen bieten einen ersten Eindruck der Möglichkeiten und Strategien zur praktischen Anwendung. Daher sollen die hier präsentierten Verfahren nur als einführende und exemplarische Darstellung des NAT verstanden werden.
Fazit
Illustration: Kimberly Piersdorf
Neuroathletiktraining ist die konsequente Weiterentwicklung der Kernfähigkeiten des Nerven-Muskel-Systems. Gerade heutzutage, wo einerseits verstärkt Bewegungsmangel in Beruf und Alltag herrscht und andererseits immer intensivere, komplexere und schnellere sportliche Leistungen im Wettkampf gefordert werden, nimmt das NAT eine entscheidende Rolle im Kontext der Leistungssteigerung ein. Weitere Anwendungsgebiete finden sich in der Schmerztherapie und in der Verbesserung der Haltung.
4. Auswertung: Nun wird der Vorher-Nachher-Vergleich im Kontext von Bewegungsradius und Bewegungsqualität analysiert. Hat sich das Bewegungsbild von pre zu post verbessert, so ist die Intervention bezogen auf den Sportler und seine Symptomatik produktiv und sollte als Warm-up-Übung in den darauffolgenden Trainingseinheiten Verwendung finden, vor allem, wenn der Fokus auf Stabilität und sensorische Qualität in der Region der unteren Extremität liegt.
Allgemeine Konsequenzen für die Praxis Neben den beiden dargestellten Beispielen dienen die Strategien im Allgemeinen als Möglichkeiten, das neuromuskuläre System auf die im Training anstehenden Belastungen vorzubereiten und die limitierenden Faktoren zu mindern. Der Trainer übernimmt hierbei zwei Aufgaben: zum einen die Bewertung der Ausführung, zum anderen die Ableitung von Konsequenzen für die anschließenden Trainingsinhalte. Die Erkenntnisse aus den Testungen werden analysiert und es werden mögliche Ursachen recherchiert. Oft ist eine zurückliegende Verletzung der Grund für funktionale Defizite, die zu einer Vermeidungs- bzw. Schonhaltung und somit zur Störung bestimmter Bewegungsmuster führen. Auch sind grundsätzliche Schwächen in der Sensorik gerade heutzutage keine Seltenheit mehr, da durch Bewegungsmangel sowie die immense Zunahme der PC- und Smartphone-Nutzung die Augen überbeansprucht und die allgemeine körperliche Belastbarkeit
Prof. Dr. Daniel Kaptain Professor Dr. Daniel Kaptain ist u. a. Dozent an der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement (DHfPG) und der BSA-Akademie. Er promovierte im Fachbereich Sportwissenschaften. Darüber hinaus ist er Experte für Konditions- und Athletiktraining sowie ausgebildeter Trainingstherapeut.
www.dhfpg-bsa.de
Prof. Dr. Ulf Sobek Professor Dr. Ulf Sobek ist Dozent an der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement (DHfPG) und BSA-Akademie sowie Fitnesstrainer der U-20- und U-19-Fußballnationalmannschaft. Der Sportwissenschaftler war als Co- und Athletiktrainer des 1. FC Saarbrücken und 1. FC Köln tätig, wo er 2011 die Deutsche Meisterschaft der U17 gewann.
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3. Re-Test: erneut und exakt reproduzierte Durchführung der Schulterinnen- und -außenrotation (vgl. Abb. 3)
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Abb. 4: Intervention „Toe Pull“
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Auszug aus der Literaturliste Cilli, M., Gelen, E., Yildiz, S., Saglam, T. & Camur, M. (2014). Acute effects of a resisted dynamic warm-up protocol on jumping performance. Biology of Sport. 31(4), 277–82. Quante, M. & Hille, E. (1999). Propriozeption: Eine kritische Analyse zum Stellenwert in der Sportmedizin. Deutsche Zeitschrift für Sportmedizin, 50 (10), 306–310. Für eine vollständige Literaturliste kontaktieren Sie bitte marketing@dhfpg-bsa.de.
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Yoga wird zum Standardangebot im Gesundheitsbereich
Das Ziel: Ganzheitliches Training Das Interesse an Yoga ist weiterhin ungebrochen. Dies wird durch die aktuellen „Eckdaten der deutschen Fitness-Wirtschaft 2020“ von DSSV, Deloitte und DHfPG bestätigt: Es wurde festgestellt, dass 88,2 Prozent der Einzel- und Kettenbetriebe Kurse im Bereich Yoga & Pilates anbieten. Bereits 2018 bestätigte eine repräsentative Studie des Berufsverbandes der Yogalehrenden in Deutschland e. V. (BDY), dass bereits 16 Prozent (ca. 11,3 Mio.) der deutschen Bevölkerung Yoga-Erfahrung haben. Text: Uschi Moriabadi
Y
oga – eine jahrtausendealte Lebensphilosophie aus Indien erfährt nun schon seit vielen Jahren hier im Westen, aber auch im Ursprungsland Indien eine „Neugeburt“. Anfänglich war Yoga ein spiritueller Weg, der vor allem die Suche nach Erleuchtung durch Meditation zum Ziel hatte. Mittlerweile hat sich Yoga auch in anderen Bereichen wie der Fitnessbranche oder innerhalb der Therapie fest etabliert (Schmalzl, Powers & Henje Blom, 2015). Aufgrund der großen Beliebtheit zeigt auch die Wissenschaft zunehmend Interesse an yoga-basierter Forschung. Die Anzahl der Publikationen hat in den letzten Jahrzehnten stark zugenommen. Das Forschungsfeld umfasst vor allem die Wirkungsweise von Yoga-Programmen auf physischer, psychosozialer und kognitiver Ebene bei klinischen und nicht-klinischen Stichproben (Schmalzl et al., 2015).
zu verbessern. So fühlen sich 49 Prozent durch das Yoga-Training ausgeglichener und dadurch ruhiger und entspannter (BDY, 2018). Studien konnten nachweisen, dass Hatha Yoga zu einer Verbesserung der Stimmung und der gesundheitsbezogenen Lebensqualität bei gesunden und kranken Personen führen kann (Moonaz, Bingham, Wissow & Bartlett, 2015; Uebelacker et al., 2017). Neben den positiven Effekten auf das psychische wird auch das physische Wohlbefinden beeinflusst. Rachiwong, Panasiriwong, Saosomphop, Widjaja und Ajjimaporn (2015) belegen, dass sich durch eine achtwöchige Hatha-Yoga-Intervention (dreimal pro Woche) die Beweglichkeit und die Kraftausdauer der Teilnehmenden (n = 9) verbessern. Dies bestätigt auch die Studie vom BDY (2018), in der 46 Prozent der Befragten äußerten, sich durch das Yoga-Training körperlich fitter zu fühlen.
Yoga zur Steigerung des allgemeinen Wohlbefindens
Die positiv wahrgenommenen Veränderungen bei 86 Prozent der befragten Yoga-Praktizierenden (BDY, 2018) sind somit nicht von der Hand zu weisen.
Yoga passt in die aktuelle Zeit – in eine Zeit des Lärms, der steigenden Ansprüche, der Schnelligkeit, der schlechten Nachrichten und der oft erhöhten Anforderungen sowohl im Beruflichen als auch im Privaten. Viele Menschen suchen inzwischen nach Alternativen und ergänzenden Angeboten zum klassischen Training an den Geräten beziehungsweise im Kursbereich, um ihr allgemeines Wohlbefinden
Yoga im Fitness- bzw. Gesundheitsstudio Neben einem adäquaten Raumangebot hängt der Erfolg der Yoga-Kurse hauptsächlich von den Personen ab, die die Kurse
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durchführen und die Teilnehmenden betreuen. Für die Arbeit im Club braucht es keine „Erleuchteten“, die mehrere Jahre in Indien gelebt haben, sondern gut ausgebildete Trainer mit einem freundlichen, empathischen Wesen, die den Teilnehmenden Yoga als wertvolle Intervention für mehr Gesundheit und Wohlbefinden näherbringen und sie für ein regelmäßiges Training begeistern.
1. das grundlegende Wissen zu theoretischen Hintergründen von Yoga vermitteln 2. die exakte Ausführung und den methodischen Aufbau der verschiedenen Asanas (Körperhaltungen) erklären und praktisch festigen 3. die zielgerichtete Anwendung von Pranayamas (Atemübungen) und Meditationen sicherstellen 4. die benötigten Korrekturtechniken (Hands on) thematisieren 5. methodisch-didaktische Prinzipien vermitteln Nur durch eine fundierte, praxisorientierte Basisausbildung, wie sie u. a. die BSA-Akademie mit der „Yoga-Trainer/in-B-Lizenz“ anbietet, können die zukünftigen Yoga-Lehrer und -Lehrerinnen nach bestandener Prüfung Yoga-Kurse im Fitness- und Gesundheitsbereich erfolgreich anbieten. Nutzen Sie die Chance: Qualifizieren Sie Ihre Mitarbeiter und etablieren Sie Yoga in Ihrer Anlage! Gehen Sie der Zeit voraus!
Uschi Moriabadi Uschi Moriabadi legte ihren Abschluss zur Diplom-Sportlehrerin mit dem Studienschwerpunkt Leistungssport an der TU München ab und ist als Dozentin für die Deutsche Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement (DHfPG) sowie für die BSA-Akademie tätig. Uschi Moriabadi ist eine gefragte Autorin zu den Themen Yoga, Pilates, Fitness und Gesundheit.
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FACHARTIKEL INDIVIDUALTRAINING
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Gewichtsreduktion im Fitnessstudio (Teil 1)
Wie viel Gewicht wollen Kunden verlieren? Text: Prof. Dr. Markus Wanjek
In einem groß angelegten Forschungsprojekt der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement (DHfPG) wurde erstmalig unter Alltagsbedingungen untersucht, welche Gewichtsreduktionsziele übergewichtige Neukunden im Fitnessstudio haben und welche dabei genutzten Maßnahmen am effektivsten sind. Im ersten der zweiteiligen Artikelreihe werden die Resultate zu den Gewichtsreduktionszielen vorgestellt. Teil 2 befasst sich mit den Ergebnissen zur Effektivität der genutzten Maßnahmen.
L
aut den „Eckdaten der deutschen Fitness-Wirtschaft 2020“ sind in Deutschland rund 12 Millionen Erwachsene Mitglied in einem der circa 9.600 Fitnessstudios. Neben der Verbesserung der körperlichen Fitness stellt die Gewichtsreduktion eines der zentralen Motive für den Fitnessstudiobesuch dar (DSSV, 2005 und 2013). Zur Unterstützung einer Gewichtsreduktion bieten Fitnessstudios gute Voraussetzungen. Neben den bewegungszentrierten Kernleistungen (gerätegestütztes Kraft- und Ausdauertraining, Gruppentrainingsprogramme) werden in vielen Einrichtungen auch ernäh-
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rungsbezogene Zusatzleistungen wie z. B. eine Ernährungsberatung oder strukturierte Gewichtsreduktionsprogramme angeboten.
Empfohlene Gewichtsreduktionsziele Zur erfolgreichen Gewichtsabnahme wird in den Leitlinien verschiedener Fachgesellschaften eine umfassende Lebensstiländerung empfohlen. Diese sollte auf eine Änderung sowohl des Ernährungs- als auch des Bewegungsverhaltens ausgerichtet sein und um Maßnahmen ergänzt werden, die eine dauerhafte Ver-
haltensänderung unterstützen (DAG, 2014; Jensen et al., 2014). Sogenannte multimodale Programme (Ernährung, Bewegung, Verhaltensänderung) gelten als wirksame lebensstilbezogene Interventionsstrategien zur Gewichtsreduktion. Dadurch kann ein durchschnittlicher Gewichtsverlust von 5 bis 10 Prozent des Ausgangsgewichtes (ca. 5–10 kg) innerhalb von drei bis sechs Monaten erreicht werden (NHLBI, 2013; SIGN, 2010). Insofern stellt ein Gewichtsverlust dieser Größenordnung für Personen mit Übergewicht (BMI 25,0–29,9 kg/m2) bzw. Adipositas Grad I (BMI 30,0– 34,9 kg/m2) ein realistisch erreichbares und von Fachgesellschaften empfohlenes Gewichtsreduktionsziel dar (WHO, 2000; DAG, 2014; Jensen et al., 2014). Personen mit sehr starkem Übergewicht (BMI ≥ 35,0 kg/m2) wird ein Gewichtsverlust von mehr als 10 Prozent des Ausgangsgewichtes angeraten. Die empfohlene Zeitspanne zur Zielerreichung beträgt sechs bis zwölf Monate (DAG, 2014). Nach erfolgreicher Gewichtsabnahme sollte das reduzierte Körpergewicht langfristig stabilisiert werden, was sich als die größte Herausforderung erweist.
Gewichtsreduktionsziele in bisherigen Studien Der Wunsch nach einer Gewichtsabnahme ist bei Erwachsenen weit verbreitet (IfD, 2014; Santos et al., 2017). Viele übergewichtige bzw. adipöse Menschen wollen möglichst viel Gewicht in relativ kurzer Zeit verlieren (Hauner et al., 2013). In verschiedenen Studien konnte nachgewiesen werden, dass der gewünschte Gewichtsverlust dabei oftmals über dem von Experten empfohlenen Ausmaß liegt und unrealistisch hoch ist. So bewegen sich die durchschnittlich berichteten Gewichtsabnahmeziele von Studienteilnehmen-
den zwischen 12 bis 24 Prozent ihres Ausgangsgewichtes (Fabricatore et al., 2008; Lent et al., 2016; Linde et al., 2004 und 2005; Maynard et al., 2006). In einzelnen Untersuchungen entsprach der gewünschte Verlust sogar 38 Prozent des Ausgangsgewichtes (- 38 kg). Ein Gewichtsverlust von 16 Prozent (- 17 kg) wurde hier als enttäuschend angesehen (Foster et al., 1997 und 2001). Studienübergreifend zeigt sich, dass der angestrebte Gewichtsverlust umso größer ist, je höher der Grad des Übergewichtes bzw. der Ausgangs-BMI ist. Frauen wollen dabei in allen BMI-Klassen deutlich mehr Gewicht verlieren als Männer (Fabricatore et al., 2008). Zusammenfassend lässt sich festhalten, dass sich die in der Literatur bisher berichteten Gewichtsabnahmeziele vor allem bei adipösen Personen deutlich über dem Gewichtsverlust befinden, der durch die effektivsten lebensstilbezogenen Maßnahmen durchschnittlich erreicht wird (5–10 %) (NHLBI, 2013). Demnach besteht eine Diskrepanz zwischen einem realistisch erwartbaren bzw. in Leitlinien empfohlenen und dem von vielen Übergewichtigen bzw. Adipösen gewünschten Gewichtsverlust (Foster et al., 2001; Lent et al., 2016). Für eine erfolgreiche Gewichtsabnahme ist die Formulierung eines realistisch erreichbaren und zugleich motivierenden Gewichtsreduktionsziels eine wichtige Voraussetzung (Bray, 2010; Hauner et al., 2013). Zudem hängt der individuelle Erfolg entscheidend von der konsequenten Umsetzung einer nachweislich wirksamen Gewichtsreduktionsmaßnahme ab. Übertriebene Gewichtsreduktionsziele und/ oder eine falsch gewählte Gewichtsreduktionsstrategie können hingegen zu Misserfolg und letztlich zu Frustration bei den Betroffenen
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führen. In der Konsequenz kann es zum Abbruch der Gewichtsabnahmebemühungen bzw. zum Ausstieg aus einem Gewichtsreduktionsprogramm kommen. Dieser Umstand ist vor allem für kommerzielle Anbieter relevant (Ames et al., 2014; Dalle Grave et al., 2005).
Gewichtsreduktionsziele von Fitnessstudiokunden Vor diesem Hintergrund ist die Kenntnis der Gewichtsreduktionsziele von Fitnessstudiokunden auch für Trainer von großer Bedeutung. Ebenso wichtig ist das Wissen um die Effektivität der von Kunden genutzten Maßnahmen zur Gewichtsreduktion im Fitnessstudio. Über die Gewichtsreduktionsziele von übergewichtigen Neukunden im Fitnessstudio lagen bisher noch keine wissenschaftlichen Daten vor. Diese Forschungslücke war Ausgangspunkt einer groß angelegten Untersuchung der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement (DHfPG). Ein Ziel der Untersuchung war es, erstmalig die selbst gewählten Gewichtsreduktionsziele von übergewichtigen Neukunden mit diesem Haupttrainingsmotiv zu erfassen.
Methodik Zur Beantwortung der Forschungsfrage wurde eine dreimonatige Beobachtungsstudie unter Einbeziehung von 95 kommerziellen Fitnessstudios aus ganz Deutschland durchgeführt. Die Datenerhebung erfolgte durch Bachelor-Studierende der DHfPG im Rahmen ihrer Abschlussarbeiten nach einheitlichen Messstandards und erstreckte sich über einen Zeitraum von zwei Jahren. Insgesamt konnten die Datensätze von 788 übergewichtigen bzw. adipösen Neukunden mit dem Haupttrainingsmotiv „Gewichtsreduktion“ erhoben werden. Die selbst gewählten Gewichtsabnahmeziele der Kunden (Ausmaß, Zeitraum) wurden mittels einer standardisierten schriftlichen Befragung erhoben. Darüber hinaus wurden verschiedene anthropometrische Daten anhand standardisierter Messungen erfasst. Die Befragung und die anthropometrischen Messungen fanden zu Beginn der Fitnessstudiomitgliedschaft im Rahmen der üblichen Eingangs-Checks statt. In Tabelle 1 sind die Charakteristika der Untersuchungsteilnehmenden dargestellt (Mittelwerte und Standardabweichungen).
reduktion von etwa 15 Prozent ihres Ausgangsgewichtes (14 kg) anstrebten. Der erwartete Zeitraum ist dabei eher längerfristig gewählt und beträgt rund ein dreiviertel Jahr. Die Höhe des angestrebten Gewichtsverlustes unterscheidet sich zwischen beiden Geschlechtern: Frauen wollen bei annähernd gleichem Ausgangs-BMI im Durchschnitt mehr Gewicht verlieren als Männer (16 % vs. 13 %). Bezüglich des erwarteten Zeitraumes zeigen sich hingegen nur geringe Unterschiede (9 vs. 8 Monate) (vgl. Tab. 2). Des Weiteren zeigt sich bei den Gewichtsabnahmezielen ein deutlicher Unterschied zwischen Kunden mit Übergewicht und Kunden mit Adipositas (vgl. Tab. 3). Während übergewichtige Kunden (Ø BMI 27,3 kg/m2) im Durchschnitt einen Gewichtsverlust von circa 12 Prozent innerhalb von sechs Monaten anstreben, sind es bei adipösen Kunden (Ø BMI 34,6 kg/m2) fast 19 Prozent innerhalb von 11 Monaten. Insgesamt zu beachten ist, dass bei den Gewichtsreduktionszielen sowohl hinsichtlich des Ausmaßes als auch des angegebenen Zeitraumes eine sehr große Spannweite besteht. So reicht die angestrebte Gewichtsabnahme von 2,5 bis 50,0 Kilogramm bzw. 2,4 bis 36 Prozent. Der Zeitraum, in dem der Gewichtsverlust realisiert werden soll, variiert zwischen zwei und 14 Monaten. Tab. 2: Selbst gewählte Gewichtsabnahmeziele nach Geschlecht
Tab. 1: Charakteristika der Untersuchungsteilnehmenden
Variablen
Gesamt
Frauen
Männer
Anzahl (n)
788
555
233
Variablen
Gesamt
Frauen
Männer
Anzahl (n)
788
555
233
Ausgangsgewicht (kg)
90,0 ± 16,5
85,9 ± 15,5
99,8 ± 14,6
Ausgangs-BMI (kg/m2)
30,8 ± 4,7
30,9 ± 5,0
30,6 ± 4,0
Gewichtsverlust absolut (kg)
13,9 ± 8,6
14,0 ± 8,4
13,5 ± 8,9
Gewichtsverlust relativ (%)1
14,9 ± 7,4
15,7 ± 7,4
12,9 ± 7,1
Zeitraum in Monaten
8,5 ± 6,5
8,9 ± 6,5
7,6 ± 6,6
Berechnung relativer Gewichtsverlust: Gewünschter Gewichtsverlust in kg/Ausgangsgewicht kg x 100
1
Alter (Jahre)
1
39 ± 14
39 ± 14
39 ± 13
Größe (cm)
171 ± 9
166 ± 6
180 ± 7
Gewicht (kg)
90,0 ± 16,5
85,9 ± 15,5
99,8 ± 14,6
BMI (kg/m2)
30,8 ± 4,7
30,9 ± 5,0
30,6 ± 4,0
Körperfettanteil (%)1
36,1 ± 8,3
39,4 ± 6,6
Taillenumfang
100,8 ± 13,3
98,4 ± 13,2
Variablen
Übergewicht (BMI 25,0-29,9)
Adipositas (BMI ≥ 30,0)
Anzahl (n)
411
377
28,2 ± 6,2
Ausgangsgewicht (kg)
80,0 ± 9,8
100,8 ± 15,4
106,4 ± 11,8
Ausgangs-BMI (kg/m2)
27,3 ± 1,4
34,6 ± 4,1
Messung mittels Bioelektrischer Impedanzanalyse (BIA)
Gewichtsverlust absolut (kg)
9,3 ± 4,3
18,9 ± 9,2
Ergebnisse
Gewichtsverlust relativ (%)1
11,7 ± 5,2
18,5 ± 7,9
Zeitraum in Monaten
6,0 ± 3,9
11,2 ± 7,6
Die Befragungsergebnisse zu den selbst gewählten Gewichtsabnahmezielen zeigen, dass die Neukunden bei einem initialen BMI von 30,8 kg/m2 (Adipositas Grad I) eine durchschnittliche Gewichts108
Tab. 3: Selbst gewählte Gewichtsabnahmeziele in Abhängigkeit zum Grad des Übergewichtes (BMI-Kategorie)
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Nac
V N
Die uhd
Prof. Dr. Markus Wanjek
Die vorliegende Untersuchung liefert erstmalig Ergebnisse zu den selbst gewählten Gewichtsabnahmezielen von Fitnessstudiokunden mit dem Haupttrainingsmotiv Gewichtsreduktion. Die Höhe der durchschnittlich angestrebten Gewichtsabnahme liegt bei den befragten Fitnessstudiokunden deutlich über den Empfehlungen wissenschaftlicher Leitlinien und damit über einem Gewichtsverlust, der durch die wirksamsten Maßnahmen zur Lebensstiländerung durchschnittlich erreicht wird.
Prof. Dr. Markus Wanjek ist stellvertretender Fachbereichsleiter Gesundheitswissenschaften und Dozent bzw. Referent an der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement (DHfPG) und der BSA-Akademie. Der Sportwissenschaftler promovierte zum Thema „Gewichtsreduktion im Fitnessstudio“ an der TU München. Seit über 20 Jahren arbeitet er nebenberuflich als Fitnesstrainer.
Während das Gewichtsreduktionsziel von übergewichtigen Kunden nur wenig von den wissenschaftlichen Empfehlungen abweicht, sind vor allem die Ziele der adipösen Neukunden im Mittel zu hoch gesteckt. Im Rahmen einer professionellen Betreuung sollten die Trainer gemeinsam mit ihren Kunden die individuellen Gewichtsreduktionsziele auf ein realistisch erreichbares und zugleich motivierendes Maß anpassen. Darüber hinaus sollten von den Trainern Maßnahmen zur Gewichtsreduktion empfohlen werden, die eine individuelle Zielerreichung der Kunden ermöglichen. Hierzu muss die Effektivität der im Fitnessstudio zur Gewichtsreduktion vorhandenen Maßnahmen bekannt sein. Auch dies war eine Fragestellung, die im Rahmen des Forschungsprojektes der DHfPG untersucht wurde. Diese Ergebnisse werden in Teil 2 der Artikelreihe präsentiert.
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Fazit
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Auszug aus der Literaturliste Arbeitgeberverband deutscher Fitness- und Gesundheits-Anlagen (Hrsg.). (2020). Eckdaten der deutschen Fitness-Wirtschaft 2020. Hamburg: Arbeitgeberverband deutscher Fitnessund Gesundheits-Anlagen. Bray, G. A. (2010). The Metabolic Syndrome and Obesity. Totowa, N. J.: Humana. National Heart, Lung, and Blood Institute (NHLBI) (2013). Managing Overweight and Obesity in Adults: Systematic Evidence Review From the Obesity Expert Panel. Zugriff am 06.04.2020. Verfügbar unter https://www.nhlbi.nih.gov/sites/default/files/media/docs/obesity-evidence-review.pdf Santos, I., Sniehotta, F. F., Marques, M. M., Carraça, E. V. & Teixeira, P. J. (2017). Prevalence of personal weight control attempts in adults: a systematic review and meta-analysis. Obesity Reviews, 18 (1), 32–50. Für eine vollständige Literaturliste kontaktieren Sie bitte marketing@dhfpg-bsa.de.
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FACHARTIKEL ERNÄHRUNG
Wasser und Elektrolyte bei Sport an heißen Tagen
Clever trinken bei Hitze Foto: LIGHTFIELD STUDIOS – stock.adobe.com
Text: Dr. Katrin Stücher
Steigen die Temperaturen an, ist es unabdingbar, auch während des Sports oder in kurzen Sportpausen zu trinken. Wer nicht genug trinkt, kann bereits bei einer Belastungsdauer von ein bis zwei Stunden durch Krämpfe oder Übelkeit gebremst werden. Zusätzlich ist es auch entscheidend, was getrunken wird, denn der richtige Mix aus Mineralstoffen kann dafür ausschlaggebend sein, ob der Körper bei Hitze und hohen Schweißverlusten weiter leistungsstark arbeitet.
W
asser ist eines der wichtigsten Elemente des menschlichen Organismus. Während ein Mensch ohne Essen mehrere Wochen überleben kann, sind es ohne Wasser nur circa drei Tage. Begründet werden kann dies dadurch, dass je nach Körperfett-
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fitness MANAGEMENT international
gehalt der Wasseranteil im Körper eines Erwachsenen zwischen 50 und 60 Prozent liegt (DGE et al., 2017, S. 155; Morlion, 2010, S. 190). Das sind bei einem Menschen mit 70 Kilogramm Körpergewicht immerhin 40 bis 50 Liter.
Der Körper benötigt Wasser zur Aufrechterhaltung verschiedenster Funktionen wie der Verflüssigung des Nahrungsbreis im Verdauungstrakt, des Transportes von Nährstoffen im Blut, der Elastizität der Knorpel oder der Regulierung des Wärmehaushaltes.
Leistungseinbußen durch Schwitzen Wenn der Körper größere Mengen an Flüssigkeit (z. B. durch starkes Schwitzen) verliert, tritt immer eine Leistungsminderung ein. Dies passiert bereits, wenn circa zwei Prozent des Körpergewichtes als Flüssigkeit verloren gegangen sind (z. B. 1,5 Liter Schweißverlust bei einer 75 kg schweren Person). Dieser Flüssigkeitsverlust wird meist gar nicht bemerkt, da er in dieser Größenordnung häufig noch kein Durstgefühl hervorruft. Sind Symptome erkennbar, muss der Mangel rasch behoben werden. Berücksichtigt man eine durchschnittliche Schweißrate von 0,5 bis 1,0 Liter pro Stunde, so wird ersichtlich, dass es auch bei ein- bis zweistündigen Belastungen schon zu leistungsbeeinträchtigenden Flüssigkeitsverlusten kommen kann, wenn nicht getrunken wird. Ein Flüssigkeitsmangel führt beim Sportler zu einer Verringerung des Blutvolumens mit entsprechender Bluteindickung. Dadurch kommt es zu Zirkulationsstörungen, zu einer verschlechterten Durchblutung der arbeitenden Muskulatur sowie zu einer Störung des Nährstoff- und Sauerstofftransportes zu den Zellen. Dies bedingt einen Leistungsabfall, Muskelschwäche und -krämpfe sowie – im schwereren Fall – eine Überwärmung des Körpers mit Hitzestau und einen eventuellen Kollaps.
Mineralstoffe des Schweißes Doch nicht nur die Flüßigkeitsverluste bzw. eine entsprechende -aufnahme sind relevant und können für Symptome wie Krämpfe verantwortlich sein. Ein Liter Schweiß enthält circa 2,7 bis 3,0 Gramm Mineralstoffe. Entsprechend verliert der Sportler bei einer Schweißrate von 2 bis 3 Litern pro Tag (abhängig von der Trainingsintensität, dem Trainingsumfang sowie der Außentemperatur) im Vergleich zum Nichtsportler täglich mehr als das Dreifache an Mineralien. Während der Sporteinheit ist der Verlust an Natrium entscheidend, denn dieser kann zu belastungsinduzierten Krämpfen führen. Pro Liter Schweiß verliert ein Sportler zwischen 920 und 1.840 Milligramm Natrium (Burke & Deakin, 2010). Daher ist es bei einer Krampfbildung während sportlicher Aktivität sinnvoll, Natrium beziehungsweise Salz aufzunehmen und nicht, wie oftmals angenommen, Magnesium. Hierfür reicht es bereits aus, eine Messerspitze Salz in das Getränk zu geben. Wer jedoch keine Probleme mit Krämpfen hat, muss nach dem Sport keine extra Portion Natrium aufnehmen, da die meisten Menschen durch die Nahrung deutlich mehr Salz aufnehmen als es dem Bedarf entspricht. Die Verluste an Kalium und Magnesium über den Schweiß sind allerdings ebenfalls von Bedeutung, da diese beiden Mineralstoffe oft in zu geringer oder nur gerade ausreichender Menge aufgenommen werden. Hierfür eignen sich Obst und Gemüse als gute Lieferanten für Mineralstoffe und Spurenelemente.
Wasser als Mineralstofflieferant Was bedeutet eigentlich Mineralwasser? Es handelt sich dabei um mineralstoffhaltiges Wasser aus unterirdischem Vorkommen. Das Wasser wird vor der Abfüllung nicht weiter verändert. Lediglich der Schwefel- und Eisengehalt darf reduziert werden, um Aussehen, Geschmack und Geruch günstig zu beeinflussen. Der Mineralstoff- und Spurenelementegehalt des Wassers schwankt in Abhängigkeit zu den Gesteinsschichten, der Bodenqualität und anderen Umweltbedingungen. Oftmals wird Mineralwasser als wichtige Quelle zur Versorgung mit lebenswichtigen Mineralstoffen beworben: Werbeslogans wie „Magnesium für den Sportler“, „Kalzium für die Knochen“, „Jod für die Schilddrüse“ oder „Fluor für die Zähne“ sind Gang und Gäbe. Auf den Etiketten der Mineralwasserflaschen wird der Gehalt wichtiger Mineralstoffe wie Kalzium, Magnesium, Natrium, Kalium, Lithium, Eisen, Hydrogenkarbonat, Sulfat, Chlorid, Nitrat, Nitrit und Fluorid in Milligramm pro Liter
FACHARTIKEL ERNÄHRUNG
angegeben. Ein handelsübliches Mineralwasser enthält z. B. 48 Milligramm Magnesium, 25 Milligramm Kalzium, 7 Milligramm Natrium, 193 Milligramm Chlorid und 800 Milligramm Hydrogenkarbonat pro Liter. Der tägliche Bedarf laut DGE beträgt bei Magnesium 350, und bei Kalzium1.000 Milligramm. Der angemessene Natriumbedarf liegt bei 1.500 Milligramm und der Bedarf an Chlorid bei 2.300 Milligramm. Das heißt, von dem oben angegebenen Mineralwasser müssten täglich 7,3 Liter zur Magnesium-, 40 Liter zur Kalzium-, 214 Liter zur Natrium- und 11,9 Liter zur Chloridbedarfsdeckung getrunken werden. Wer dagegen 200 Gramm Grünkohl isst, nimmt bereits 424 Milligramm Kalzium auf.
Trinkmengenempfehlung
Foto: DHfPG/BSA
• Der Körper besteht zu 50 bis 60 Prozent aus Wasser. Daher sollten bereits im Tagesverlauf mindestens zwei Liter Wasser getrunken werden. Als Faustregel gilt hier der Wert von circa 30 bis 40 Millilitern Wasser pro Kilogramm Körpergewicht pro Tag. • Zusätzlich zu dieser Menge an Wasser ergibt sich ein Mehrbedarf durch sportliche Betätigung entsprechend der Menge des Schweißverlustes (ca. 0,5–1 Liter pro Stunde Sport, je nach Außentemperatur, Luftfeuchte und Belastungsintensität). • Am besten ist es, das erste Getränk schon einige Minuten vor dem Training zuzuführen, um dadurch eine Flüssigkeitsreserve zu schaffen. Im Training sollten möglichst alle 10 bis 20 Minuten 0,15 bis 0,25 Liter getrunken werden. • Nach dem Sport kann die benötigte Flüssigkeitsmenge abgeschätzt oder errechnet werden. Dafür wird das Körpergewicht vor und nach dem Training mithilfe einer Waage ermittelt und die Differenz gebildet. Ein Gewichtsverlust von 0,5 Kilogramm sollte mit einer Flüssigkeitsmenge von 600 Millilitern ausgeglichen werden.
Dr. Katrin Stücher Dr. Katrin Stücher ist u. a. Dozentin an der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement (DHfPG) und der BSA-Akademie. Nach dem Master in Ernährungswissenschaften promovierte sie im Fachbereich Sportwissenschaften. Als Ernährungsberaterin und -therapeutin betreut sie zahlreiche Leistungs- und Breitensportler.
Fazit Während des Sports sollte man pro Stunde zusätzlich 0,5 bis 1 Liter Wasser trinken. Durch das Schwitzen verliert der Körper auch Mineralstoffe. Bei lang andauernden sportlichen Aktivitäten oder einer Neigung zur Krampfbildung im Sport empfiehlt es sich, eine Messerspitze Natrium in das Getränk zu geben. Die weiteren Nährstoffe wie Magnesium oder Kalium, die auch durch den Schweiß verloren gehen, sollten durch reichlich Obst und Gemüse in der Alltagsernährung aufgenommen werden.
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Literaturliste Burke, L. M. & Deakin, V. (2015). Clinical Sports Nutrition (13. Aufl.). Australia: McGraw Hill Medical Publishing. Deutsche Gesellschaft für Ernährung e. V. (2017). DGE aktualisiert die Referenzwerte für Natrium, Chlorid und Kalium. Zugriff am 26.03.2020. Verfügbar unter https://www.dge.de/presse/pm/ dge-aktualisiert-die-referenzwerte-fuer-natrium-chlorid-und-kalium/ Morlion, B. J. (2010). Wasser, Elektrolyte und Säuren-Basen-Haushalt. In H. K. Biesalski, S. C. Bischoff & C. Puchstein (Hrsg.), Ernährungsmedizin. Nach dem neuen Curriculum Ernährungsmedizin der Bundesärztekammer (S. 190). Stuttgart: Thieme.
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BSA-Akademie Prävention, Fitness, Gesundheit
School for Health Management
bsaakademie.de/pt
FACHARTIKEL ERNÄHRUNG
Ernährungsmythen (Teil 3)
Superfoods – mehr als „nur“ Obst und Gemüse? Text: Dennis Pfaff
Superfood (ungeschützter Begriff) ist das Schlagwort der letzten Jahre, wenn es um vermeintlich besonders gesunde Lebensmittel geht. Meist handelt es sich um zunächst unbekanntes Obst oder Gemüse aus weit entfernten Regionen, die als Neuentdeckungen auf den europäischen Markt gebracht werden und, mit zahlreichen gesundheitsbezogenen Aussagen beworben, einen Hype auslösen. Aber ist dieser Hype auch gerechtfertigt? Und können heimische Lebensmittel bezüglich ihrer Nährstoffe trotzdem „mithalten“?
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eben den in Obst und Gemüse reichlich enthaltenen Vitaminen und Mineralstoffen sind es die sekundären Pflanzenstoffe, die verschiedene positive Effekte auf unsere Gesundheit haben können (Semler, 2013; Watzl, 2014). Es wird vermutet, dass sie wesentlich zu den gesundheitsförderlichen Wirkungen von Obst und Gemüse beitragen (Watzl, 2008). Bislang kennt man etwa 100.000 unterschiedliche sekundäre Pflanzenstoffe, darunter circa 5.000 bis 10.000, die in der menschlichen Ernährung vorhanden sind (Watzl, 2014). Sie werden aufgrund ihrer chemischen Struktur und der funktionellen Eigenschaften in Gruppen aufgeteilt. Hierzu zählen beispielsweise die Polyphenole (u. a. Kaffee, Tee, Beeren, Äpfel), Carotinoide (z. B. Karotten, Tomaten, Paprika, Spinat) oder Phytoöstrogene (bspw. Getreide, Sojabohnen, Leinsamen). Sekundäre Pflanzenstoffe gelten als nicht essenziell und tragen nicht wie die primären Pflanzenstoffe zur Nährstoffversorgung bei, sondern haben vielmehr pharmakologische Wirkung (Semler, 2013; Knies, 2019).
Viele kleine Unbekannte, aber eine große Konstante In einigen isoliert untersuchten Substanzen wurden bereits antioxidative, antimikrobielle, antikanzerogene, antithrombotische, antientzündliche und/oder immunmodulierende Wirkungen nachgewiesen (Watzl, 2014). Ob und wie sich diese im menschlichen Organismus entfalten, bleibt aber offen, denn viele der Studien wurden „in vitro“ (im Reagenzglas) oder am Tiermodell durchgeführt. Auch die zahlreichen Interaktionen der Stoffe inner- sowie außerhalb der Lebensmittelmatrix können so nicht abgeschätzt werden. Um gesundheitsbezogene Aussagen und Empfehlungen für die Zufuhr einzelner Stoffe aussprechen zu können, fehlen immer
noch ausreichend Studiendaten (Semler, 2013; Clausen, 2015; Knies, 2019). Zudem wird angenommen, dass nicht alle relevanten Pflanzenstoffe bislang identifiziert sowie die Wirkungen der bisher bekannten Stoffe noch nicht alle bestimmt wurden (Watzl, 2014). Nur Interventionsstudien, die den Verzehr von bestimmten pflanzlichen Lebensmitteln auf spezifische Gesundheitsparameter untersuchten, haben eine entsprechende Aussagekraft und Praxisrelevanz. Studien mit isolierten Pflanzenstoffen sind aber ebenfalls nötig, um den möglichen Zusammenhang zwischen einzelnen Substanzen oder Stoffgruppen bzw. einen möglichen Rückschluss darauf herstellen zu können. Bekannt ist allerdings, dass ein hoher Verzehr von Gemüse und Obst der Entstehung bestimmter Krankheiten vorbeugen kann (Semler, 2013).
Açai, Goji, Chia – besonders gesunde Exoten? Über die letzten Jahre sind immer wieder neue Superfoods aufgetaucht, die die meisten bis dahin nicht kannten. Sie sollen entgiften, Krankheiten heilen und vorbeugen, Falten glätten und noch vieles mehr können (Schumacher, 2018). Auf der Suche nach dem einen Allheilmittel, dem „heiligen Gral“ der Gesundheit, dem „ewigen Jungbrunnen“, der all diese Auslobungen erfüllt, sind wir natürlich anfällig für solche Werbeaussagen. Die Mischung aus dem bislang Unbekannten, der Exotik und dem Gesundheitswert machen diese Behauptungen glaubwürdig und die Lebensmittel attraktiv (Clausen, 2015; Schumacher, 2018). Das Europäische Informationszentrum für Lebensmittel (European Food Information Council, kurz EUFIC) versteht unter Super-
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foods Lebensmittel, die im Vergleich zu anderen Lebensmitteln aufgrund ihres Nährstoffgehaltes einen höheren gesundheitlichen Wert haben (Feichtinger, 2018). Weiterhin sind Superfoods überwiegend Obst- und Gemüsesorten, die als besonders reich an Vitaminen, Mineralstoffen und Antioxidantien gelten. Açaibeeren aus Südamerika oder Gojibeeren aus Asien sind dieser Definition nach berechtigterweise als Superfoods einzustufen, allerdings mit Einschränkungen, insbesondere für den europäischen Markt.
Es gibt kaum Vorteile, dafür viele Nachteile Exotische Superfoods bieten ernährungsphysiologisch gesehen keine Vorteile gegenüber heimischem Obst oder Gemüse, erst recht dann nicht, wenn man die Bioverfügbarkeit berücksichtigt und eine moderate bis hohe Diversität in der Lebensmittelauswahl annimmt. Dennoch gelten sie als reich an Proteinen, Ballaststoffen, Mineralstoffen oder sekundären Pflanzenstoffen. Tatsächlich bieten sie aber keine Inhaltsstoffe, die es nicht in anderen heimischen Lebensmitteln auch gibt (Feichtinger, 2018). Den Begriff „Superfood“ könnte man demnach fast schon als irreführend bezeichnen. Weiterhin ist davon auszugehen, dass durch die Trocknung, Lagerung und den langen Transport niedrigere Nährstoffgehalte (da licht- und sauerstoffempfindlich) vorliegen als in einem frischen und regionalen Lebensmittel (Feichtinger, 2018; Knies, 2019). Zudem sind die Produkte vergleichsweise teuer, weisen eine schlechte Ökobilanz auf und können durch die oft geringeren Qualitätsstandards und -kontrollen in den produzierenden Ländern mikrobiell oder durch Pestizide verunreinigt sein (Clausen, 2015). Besonders für Personen, die regelmäßig Medikamente einnehmen müssen, kann auch ein erhöhtes Risiko bezüglich möglicher Wechselwirkungen zwischen dem Inhaltsstoff des Lebensmittels und dem Arzneistoff bestehen. Die Gefahr von unerwünschten Nebenwirkungen und schwer vorhersagbaren Wechselwirkungen erhöht sich entsprechend durch die Zufuhr von Konzentraten und hohen Dosen einzelner Stoffe in Form von Nahrungsergänzungsmitteln (Bakhiya, 2017). Dies gilt allerdings auch für heimische Lebensmittel und deren Inhaltsstoffe.
Proteinen und Eisen, auf deren Zufuhr insbesondere Veganer achten müssen, beworben. Hafer und Hirse stellen hier die regionale Alternative dar: Sie sind ebenfalls reich an Eisen und Ballaststoffen. Die Ballaststoffe des Hafers sind sogar als besonders positiv zu bewerten, sie enthalten viel Beta-Glucan, das nachweislich den Cholesterin- und Blutzuckerspiegel positiv beeinflusst. Durch ihre Inhaltsstoffe glänzen neben den bereits genannten Lebensmitteln zudem heimische Kohlsorten wie Grünkohl, Brokkoli, Kohlrabi, Weiß- und Rotkohl, aber auch Spinat oder rote Beete. Auch Küchenkräuter, zum Beispiel Petersilie, Schnittlauch sowie Oregano, enthalten Vitamine, Mineralstoffe und sekundäre Pflanzenstoffe. Bei Bedarf können allerdings bestimmte nichtheimische Lebensmittel auch im Garten oder auf dem Balkon kultiviert werden, so z. B. Aroniabeeren, Gojibeeren und Amaranth.
Fazit Eine Liste von Lebensmitteln und deren gesundheitsförderlichen Inhaltsstoffen ließe sich ewig weiterführen. Letztlich kommt man wie so oft bei der Frage nach einer allumfassenden Ernährungsform zu der Schlussfolgerung, dass eine ausgewogene, abwechslungsreiche und vollwertige Ernährung mit möglichst unverarbeiteten, teils rohen und teils schonend zubereiteten Lebensmitteln aus physiologischer Sicht das Mittel der Wahl ist. Dabei kann und sollte die saisonalregionale Vielfalt genutzt werden: erste Kräuter und Gemüse im Frühjahr, bunte Beeren und Obst im Sommer, Nüsse und Saaten im Herbst und kälteresistentes Gemüse wie z. B. Grünkohl im Winter. Mit dieser Auswahl sollte es ohne exotische Superfoods problemlos gelingen, eine nährstoffreiche und vielfältige Ernährung sicherzustellen. Superfoods bieten jedoch auch eine Chance für Menschen, die sich bislang noch nicht mit naturbelassenen Lebensmitteln befasst haben und sich dadurch mehr mit dem Thema „Gesunde Ernährung“ auseinandersetzen.
Açaibeeren haben ihren Ruf als Superfood durch ihren hohen Gehalt an Anthocyanen und deren antioxidativem Potenzial erlangt. Der Farbstoff kommt in größeren Mengen aber praktisch in allen blauen, violetten sowie roten Obst- und Gemüsesorten vor (Clausen, 2015). So können beispielsweise heimische (dunkle) Beeren wie Brom-, Holunder-, Heidel- und Himbeeren sowie Kirschen und auch Rotkohl verzehrt werden. Praxistipp: Die Farbe vieler Lebensmittel wird bestimmt durch deren Zusammensetzung aus sekundären Pflanzenstoffen. Eine ähnliche Farbe weist auf ein ähnliches Stoffprofil hin. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung e. V. (DGE) empfiehlt daher in ihrer Kampagne „Obst und Gemüse – 5 am Tag“, eine möglichst bunte Lebensmittelauswahl zu nutzen, um die gesamte Bandbreite an gesundheitsförderlichen Inhaltsstoffen abzudecken. Chiasamen und Avocados gelten als Superfoods wegen ihrer günstigen Fettsäurenzusammensetzung (reich an entzündungshemmenden Omega-3-Fettsäuren) und ihrem Ballaststoffgehalt. Doch auch heimische Samen und Nüsse wie etwa Leinsamen und Walnüsse (sofern in Europa angebaut) können diesbezüglich locker „mithalten“. Leinsamen übertreffen sogar die Chiasamen bezüglich des Gehalts an Omega-3-Fettsäuren (Feichtinger, 2018). Das Getreide Quinoa wird oft wegen des relativ hohen Gehalts an 116
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Dennis Pfaff Dennis Pfaff, B. Sc. Bewegung und Gesundheit sowie M. Sc. Ernährungswissenschaften, ist pädagogischer Mitarbeiter und Dozent an der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement (DHfPG) und der BSAAkademie. Seine Interessen gelten dem Fitnesstraining und ganzheitlichen Lösungsansätzen rund um das Thema Gesundheit.
Foto: DHfPG/BSA
Die heimischen Alternativen
www.dhfpg-bsa.de
Auszug aus der Literaturliste Knies, J. M. (2019). Sekundäre Pflanzenstoffe – Teil 1: Stoffklassen, Funktionen und Vorkommen. Ernährungsumschau 66 (4), S. 214–221. Watzl, B. (2014). Sekundäre Pflanzenstoffe und ihre Wirkung auf die Gesundheit – Eine Aktualisierung anhand des Ernährungsberichts 2012. DGEinfo (12), S. 178–186. Für eine vollständige Literaturliste kontaktieren Sie bitte marketing@dhfpg-bsa.de.
Nährwerte insgesamt (ermittelt nach BLS v3.02)
Energie 537 kcal
Protein 28 g
Fett 26 g
Kohlenhydrate 45 g
Ballaststoffe 8g
Zutaten (für 1 Portion)
Zubereitung
• 1 Becher Joghurt, 1,5 % Fett • 4 EL Haferflocken • 2 EL gehackte Haselnusskerne • 1 Handvoll Himbeeren oder Heidelbeeren (frisch oder TK) • 1 EL geschroteter Leinsamen • 2 EL Dinkel, gepufft
• Joghurt in eine Müslischale geben • Haferflocken, gepufften Dinkel, Haselnusskerne und Leinsamen dazugeben • Die Beeren waschen, abtropfen lassen und als Topping servieren
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BILDUNG | ANZEIGE
Studium – Weiterbildung – Qualität Informationen und Neuigkeiten der BSA-Akademie, der BSA-Zert und der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement (DHfPG)
NEU: Praxisworkshop Neurotraining Die innovative Trainingsform des Neurotrainings (v. griech. „Neuron“ = Nerv), die auch im Freizeit- und Fitnesssport immer mehr begeisterte Anhänger findet, setzt neben der klassischen Trainingslehre vermehrt auf die Nutzung und Förderung des Gehirns: Nur durch hochwertige Informationen von Augen, Gleichgewichtssinn und Körper kann eine optimale Trainingsleistung erzielt werden. Durch das komplexe theoretische und praktische Wissen, das zur Anwendung dieser neuen Trainingsform erforderlich ist, besteht ein Bedarf an qualifiziertem Personal. Um den Kunden ein effektives und effizientes Neurotraining anzubietet, hat die BSA-Akademie den neuen eintägigen „Praxisworkshop Neurotraining“ entwickelt. bsa-akademie.de/neurotraining Foto: DHfPG/BSA
20 % Rabatt sichern NEU: EMS-Trainer/in – Kompetenzen gemäß Strahlenschutzverordnung erwerben Die BSA-Akademie bietet ab sofort einen zweitägigen Fernlehrgang sowie eine eintägige Fortbildung zum/zur „EMS-Trainer/in“ an. Die Qualifikationen vermitteln Kompetenzen gemäß der aktuellen Strahlenschutzverordnung und erfüllen die Anforderungen zur Trainerqualifikation nach DIN-Norm 33961-5. Teilnehmende werden dazu qualifiziert, eine Ganzkörper-EMS-Trainingssteuerung durchzuführen sowie entsprechende Trainingsprogramme für Kunden unterschiedlicher Leistungsstufen zu planen und durchzuführen. Teilnehmende profitieren bei Anmeldung bis zum 30. Juni 2020 von 20 Prozent Einführungsrabatt. bsa-akademie.de/ems Foto: DHfPG/BSA
Studiengänge >> dhfpg.de
Lehrgänge >> bsa-akademie.de
Zertifizierung >> bsa-zert.de
Mehr Infos zu dualem Bachelor- und Master-Studium, BSA-Lehrgängen oder zur Zertifizierung unter: Tel. +49 681 6855 143
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NEU: Studienschwerpunkt Fitnessmanagement Im neuen Studienschwerpunkt Fitnessmanagement des Master-Studiengangs Prävention und Gesundheitsmanagement der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement (DHfPG) werden Studierende zu Führungsnachwuchskräften qualifiziert, die strategische und kommunikative Fertigkeiten mitbringen, um Betriebe der Fitness- und Gesundheitsbranche erfolgreich zu positionieren und die Unternehmenskommunikation online sowie offline zielorientiert zu gestalten. Studierende dieses Master-Studiengangs können zwei aus insgesamt 16 Studienschwerpunkten auswählen. dhfpg.de/mpgm
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NEU: Sport-/Gesundheitsinformatik – der erste Bachelor of Science an der DHfPG Durch die neuen Möglichkeiten der Digitalisierung für die Sport-, Fitness- und Gesundheitsbranche werden Fachkräfte benötigt, die die notwendigen sowohl technischen als auch sportlichen/gesundheitlichen Kenntnisse haben. Ab dem Wintersemester 2020 bietet die Deutsche Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement (DHfPG) einen dualen Bachelor-of-Science-Studiengang an, der eben diese Anforderungen erfüllt: der B. Sc. Sport-/Gesundheitsinformatik. Studierende dieses dualen Studiengangs erlangen Fachwissen in der Informatik und in der Sport-/Gesundheitswissenschaft und werden dadurch zu Hybriden der beiden Branchen. dhfpg.de/bsgi Foto: DHfPG/BSA
NEU: Studiozertifizierung nach DIN EN- und DIN-Norm Durch die Veröffentlichung der Europäischen Norm für Fitnessstudios, DIN EN 17229, verliert Teil 1 der DIN-Norm 33961 seine Gültigkeit und wird durch die neue europäische Richtlinie ersetzt. So sieht es das europäische Regelwerk in Sachen Normungsarbeit verbindlich vor. Die Teile 2 bis 5 der DIN-Norm bleiben jedoch erhalten und können nach wie vor geprüft werden. Somit ist eine Kombination aus DIN EN-Norm und DIN-Norm möglich. Die unabhängige Zertifizierungsstelle BSA-Zert bietet beide Zertifizierungsverfahren an. bsa-zert.de
Foto: DHfPG/BSA
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ZERTIFIZIERUNG
Erfahrungsbericht der SG Stern aktiv
Kompetenzen nach offiziellen Standards zertifiziert Text: Ronja Reuber
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emäß dem Motto der Daimler AG „Das Beste oder nichts“ hat die SG Stern aktiv den Anspruch, ihren Mitgliedern ein qualitativ hochwertiges Angebot mit entsprechender Betreuung zu bieten. Mit der Zertifizierung soll diese Qualität nun auch nach außen sichtbar gemacht werden. fMi: Herr Dürnholz, wofür steht Ihr Studio? Matthias Dürnholz: Wir legen sehr viel Wert auf eine kompetente, hochwertige Betreuung unserer Mitglieder und haben für nahezu jede Frage einen passenden Ansprechpartner im Team. Das Mitglied soll sich von Beginn an rundum wohl und bestens aufgehoben fühlen. Unser individuelles Betreuungskonzept beginnt mit der obligatorischen Eingangsdiagnostik. Danach besteht die Möglichkeit, in regelmäßigen Abständen Leistungs-Updates in Form von Re-Tests zu erhalten. Ausgehend von den Testergebnissen wird die individuelle Trainingsplanung modifiziert und immer weiter optimiert. So sind unsere Mitglieder stets zielorientiert im individuellen Training unterwegs.
Matthias Dürnholz Studioleiter der SG Stern aktiv
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fMi: Wie sind Sie auf das Angebot der BSA-Zert aufmerksam geworden? Matthias Dürnholz: Letzten Sommer habe ich von der anstehenden Einführung der Europäischen Norm für Fitnessstudios gehört. Im November berichtete dann Ihr Magazin mit genaueren Hintergrundinformationen über die neutrale Zer-
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Isabell Parfene (Stellvertreterin) und Matthias Dürnholz (Studioleiter) mit Zertifkat und Schild
tifizierung: Das Interview mit Lars Kröger, dem Leiter der Zertifizierungsstelle BSA-Zert, hat mir direkt klargemacht, dass wir uns nach der Europäischen Norm zertifizieren lassen müssen! Nach interner Abstimmung habe ich dann den Kontakt zur BSA-Zert aufgenommen. fMi: Hat sich in Ihrem Studio aufgrund der Zertifizierung etwas verändert? Matthias Dürnholz: Definitiv. Damit haben wir nicht nur das Bewusstsein unserer Mitarbeiter im Hinblick auf die Arbeitssicherheit geschärft – wir sind auch als Arbeitgeber attraktiver geworden. Das Zertifikat impliziert, dass wir hohen Wert auf Qualität und Sicherheit legen. Und natürlich kommt eine Zertifizierung durch eine neutrale Stelle gut bei Kooperationspartnern, Mitgliedern und Interessenten an – wir heben uns dadurch von der Konkurrenz ab. fMi: Inwiefern profitiert die Fitnessbranche Ihrer Meinung nach von einheitlichen Normen wie der DIN EN 17229 und der DIN 33961? Matthias Dürnholz: Die Branche hat sich stark gewandelt. Das klassische Fitnessstudio kommt mithilfe von Normen endgültig weg vom Klischee der „Muckibude“. Auch das Bewusstsein in der Gesellschaft, etwas für die eigene Fitness zu tun, nimmt stetig zu. Das Thema „Prävention und Gesundheit“ wird immer wichtiger! Normen stehen für Qualität und sind damit für die Fitnessbranche und ihr Image ein großer Gewinn! Zur ganzen Erfolgsgeschichte: bsa-zert.de/mduernholz
Fotos: SG Stern Deutschland e.V.
Die nach der Europäischen Norm DIN EN 17229 zertifizierte SG Stern aktiv ist das vereinseigene Fitnessstudio der 1962 gegründeten SG Stern Stuttgart. Die Sportgemeinschaft mit dem Stern ist Teil des größten deutschlandweiten Breitensportvereins: der SG Stern Deutschland e. V. – als Dachorganisation zählt der gemeinnützige Verein mittlerweile 39 sportliche SG SternGemeinschaften, nahe den Standorten der Daimler AG. Unabhängig davon ist eine Mitgliedschaft für alle möglich, sodass auch Freunde und Familien gemeinsam aktiv sein können. Im Interview mit der fitness MANAGEMENT international sprach Matthias Dürnholz, Leiter des Studios, über die Zertifizierung.
DIE SICHERHEIT IHRER KUNDEN HAT PRIORITÄT.
Qualität sichtbar machen! Durch die Zertifizierung ihrer EMSEinrichtung nach DIN EN 17229 und DIN-Norm 33961 – Teil 5. Jetzt kostenfreies Angebot anfordern!
BSA-Zert Zertifizierungsstelle der BSA-Akademie
bsa-zert.de/ems
NEUES AUS DER WISSENSCHAFT
Motive von Fitnesssportlern
Potenziale zur Kundenbindung für Fitnessstudios
Grafik: vectorpouch – freepik.com
Was sind die Trainingsmotive von Fitnesssportlern und was treibt sie besonders an? Die vorgestellte Bachelor-Thesis der DHfPG untersucht die verschiedenen Motivausprägungen von Fitnessstudiomitgliedern und vergleicht diese mit klassischen Mannschaftssportarten. Die Abschlussarbeit deckt zahlreiche Unterschiede in den Motivklassen auf und liefert so praxisrelevante Hinweise sowohl für die Ausgestaltung des Trainingsangebots als auch für das Marketing. Hintergrund In der heutigen Zeit gibt es eine Vielzahl unterschiedlicher Sportarten und Trainingsangebote. Egal, ob beispielsweise Fußball, Schwimmen oder Fitnesstraining – für jeden ist das Passende dabei. Angesichts der großen Bandbreite ist es leicht nachvollziehbar, dass die Entscheidung für eine Sportart auf verschiedene sportartbezogene Motive zurückzuführen ist, die von Mensch zu Mensch unterschiedlich ausgeprägt sind. Bisherige Untersuchungen konnten folgende übergeordnete Motivklassen identifizieren: „Fitness/ Gesundheit“, „Figur“, „Aussehen“, „Ablenkung/Katharsis“, „Aktivierung/Freude“, „Ästhetik“, „Wettkampf/Leistung“ und „Kontakt (durch Sport)“, „Kontakt (im Sport)“. Studien zeigen, dass es eine differenzierte Gewichtung der Motive in Abhängigkeit zur Ausübung unterschiedlicher Sportarten gibt. Bisher existieren jedoch nur wenige Studien, die die Motivlage von Freizeitsportlern in Fitnessanlagen genauer beleuchten und vergleichend gegenüberstellen. Laut den „Eckdaten der deutschen Fitness-Wirtschaft 2020“ ist Fitnesstraining mit 11,66 Millionen Mitgliedern mit großem Abstand die beliebteste und mitgliederstärkste Trainings122
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form der Deutschen. Die weltweit steigende Zahl der Fitnessstudios sowie die stetig wachsenden Mitgliederzahlen der letzten Jahre verdeutlichen dies eindrucksvoll. Kaum eine Trainingsform ist so vielfältig und abwechslungsreich wie das Fitness- und Gesundheitstraining. Doch warum üben so viele Menschen diesen Sport aus und welche Motive sind ihnen dabei besonders wichtig? Dieser Forschungsfrage geht die vorgestellte Bachelor-Thesis nach und vergleicht diese sportartübergreifend.
Methodik Hierfür wurden 66 Personen (39 % männlich, 61 % weiblich) im Alter von 18 bis 30 Jahren (Durchschnittsalter: 22,9 Jahre) befragt. Alle gaben an, ihre Sportart seit durchschnittlich sieben Jahren auszuüben. 37 der befragten Personen waren Mannschaftssportler (Fußball, Handball, Volleyball), die anderen 29 gehörten der Gruppe der Freizeitsportler in Fitnessstudios (individuelles Kraft- oder Ausdauertraining) an. Zur Erfassung der sportartbezogenen Motivausprägungen fand die modifizierte Variante des standardisierten Berner Motiv- und Zielinventars im
DHfPG-Science-Lab: Bachelor-Thesis Fachbereich Psychologie
Abb. 1: Motivausprägungen der einzelnen Sportarten
Abb. 2: Motivausprägungen Fitness- vs. Mannschaftssportler
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Mannschaftssport
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Was treibt Fitnesssportler am meisten an?
Was treibt Fitnesssportler weniger an?
Die Fitnesssportler wiesen in den Motivklassen „Gesundheit/Fitness“, „Figur“ und „Aussehen“ deutlich höhere Werte auf als die Mannschaftssportler (vgl. Abb. 2).
Für die Motivklassen „Kontakt (durch Sport)“, „Kontakt (im Sport)“ und „Wettkampf/Leistung“ zeigten sich im Fitnesssport deutlich niedrigere Werte als dies für die Mannschaftssportarten der Fall war (vgl. Abb. 2).
Fazit Freizeit- und Gesundheitssport (BMZI) Verwendung. Als Instruktion wurde folgende Frage gestellt: „Warum treiben Sie Sport?“. Als Antwortmöglichkeiten wurden 25 Items (z. B. „um fit zu sein“, „um gut auszusehen“, „um Freunde zu treffen“, „um Stress abzubauen“) angegeben. Diese sollten auf einer fünfstufigen Skala von „1 = trifft nicht zu“ bis „5 = trifft sehr zu“ bewertet werden. Die Items wurden jeweils einer von folgenden neun Motivklassen zugeordnet: „Fitness/Gesundheit“, „Figur“, „Aussehen“, „Kontakt (durch Sport)“, „Kontakt (im Sport)“, „Ablenkung/Katharsis“, „Wettkampf/Leistung“, „Aktivierung/Freude“ und „Ästhetik“.
Ergebnisse Die Motivausprägungen von Fitnesssportlern unterscheiden sich in einigen Motivklassen deutlich von denen der Mannschaftssportler: Die Mannschaftssportarten weisen alle einen ähnlichen Verlauf der Motivausprägung über die Motivklassen auf (vgl. Abb. 1). Im Vergleich mit der durchschnittlichen Motivausprägung bei Mannschafssportarten lassen sich vor allem in den Motivklassen „Fitness/Gesundheit“, „Figur“, „Aussehen“, „Kontakt (durch Sport)“, „Kontakt (im Sport)“ sowie „Wettkampf/Leistung“ deutliche Unterschiede erkennen. In den Motivklassen „Ablenkung/Katharsis“, „Aktivierung/Freude“ und „Ästhetik“ wurden in der vorliegenden Befragung keine Unterschiede festgestellt (vgl. Abb. 2). Die Fitnessstudiokunden werden vor allem von den Motiven „Gesundheit/Fitness“, „Figur“ und „Aussehen“ dazu angetrieben, sich sportlich zu betätigen. Die starke Ausprägung dieser Motive deckt sich mit dem gesellschaftlichen Trend, dass sich immer mehr Menschen in den über 9.600 Anlagen körperlich fit halten und das Gesundheitsbewusstsein in der Bevölkerung kontinuierlich steigt.
Gemäß dem Motto „Kenne deinen Kunden“ ist die Kenntnis dieser individuellen Trainingsmotive und -antriebe besonders wichtig, um als professioneller Gesundheitsdienstleister eine qualifizierte und zielführende Betreuung zu gewährleisten. Je mehr Unternehmen von ihren Kunden wissen, umso eher können sie die entsprechenden Angebote und Marketingstrategien auf eben diese Motive ausrichten, um langfristig wettbewerbsfähig zu bleiben. Mit ihrem umfangreichen Angebot an verschiedenen Trainingsformen bieten Fitnessstudios den bestmöglichen Rahmen, um verschiedenste Motive zu bedienen. Aktuelle Marktentwicklungen verdeutlichen, dass die Fitnessbranche im Vergleich zu vielen anderen klassischen Sportarten nicht mit zurückgehenden Mitgliederzahlen zu kämpfen hat. Das liegt zum einen an der großen Bandbreite von unterschiedlichen Konzepten und Angeboten, aber zum anderen auch an der Kundenorientierung, der Innovationsbereitschaft und der Weiterentwicklung der Fitnessbewegung. Beispielsweise zeigen die CrossFit®- bzw. die HYROX-Wettkämpfe, dass sich das Fitnesstraining auch als spannendes Wettkampfformat etabliert und somit auch Motivklassen bedient werden können, die bisher weitestgehend den klassischen Wettkampfsportarten vorbehalten waren.
ALEXANDER SCHMIDT Alter: 26 Duales Studium: CrossFit® Saar, Völklingen Abschluss: B. A. Fitnessökonomie (DHfPG) Aktuelle Tätigkeit: Selbstständiger Personal Trainer und CrossFit®-Coach
Foto: DHfPG/BSA
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SCIENCE NEWS
Die folgenden Beiträge liefern der Fitness- und Gesundheitsbranche nützliche Argumente, um die Bedeutung von Sport und Ernährung für die Gesundheit hervorzuheben. Insbesondere bei allgemeiner Verunsicherung in Krisenzeiten können die positiven Effekte eines gesundheitsbewussten Lebensstils anhand wissenschaftlicher Forschungsergebnisse belegt und zur Motivation sowie Beruhigung der Kunden eingesetzt werden. Sport in der Corona-Krise
Training und Atemwegsinfektionen
Obst und Gemüse für Gesundheit
SPORT IN ZEITEN VON CORONA
EXERCISE VERSUS NO EXERCISE FOR THE OCCURRENCE, SEVERITY, AND DURATION OF ACUTE RESPIRATORY INFECTIONS
A COMPARISON OF DIETARY PROTEIN DIGESTIBILITY, BASED ON DIAAS SCORING, IN VEGETARIAN AND NON-VEGETARIAN ATHLETES
Untersuchungsschwerpunkte Dieser Beitrag thematisiert die Bedeutung der körperlichen Fitness und des allgemeinen Gesundheitszustandes im Hinblick auf die möglichen Folgen einer SARS-CoV-2-Infektion.
Untersuchungsschwerpunkte Diese Literaturrecherche sollte über die Effektivität von körperlichem Training zur Beeinflussung von Auftrittshäufigkeit, Schwere und Dauer von akuten respiratorischen Erkrankungen aufklären.
Untersuchungsschwerpunkte Ziel der Untersuchung war es, einen möglichen Zusammenhang zwischen dem Verzehr von Obst und Gemüse und der mentalen Gesundheit von Erwachsenen aufzudecken.
Methode Expertenstatement zur Bedeutung sportlicher Aktivität zur Stärkung des Immun- und des Herz-Kreislauf-Systems
Methode Aktualisierte Version einer systematischen Übersichtsarbeit aus dem Jahr 2015 (Studienanzahl n = 14)
Methode Systematische Übersichtsarbeit über ernährungswissenschaftliche Observationsstudien (n = 61)
Zentrale Ergebnisse Körperliche Leistungsfähigkeit ist immens wichtig zum Überstehen schwerer Infektionskrankheiten wie COVID-19. Da das Alter als Risikofaktor nicht beeinflussbar ist, sollte die körperliche Fitness durch entsprechendes Training gefördert werden.
Zentrale Ergebnisse Die Ergebnisse zeigen, dass sich durch Training sowohl die Schwere der Krankheitssymptome als auch die Anzahl von Krankheitstagen mit Symptomen reduzieren lässt. Hinsichtlich des Einflusses von Training auf die Auftrittshäufigkeit bedarf es weiterer Forschung.
Zentrale Ergebnisse Der Verzehr von Obst und Gemüse scheint einen positiven Effekt auf die mentale Gesundheit von Erwachsenen zu haben.
Praxisrelevanz und Fazit Die Experten empfehlen die bisherigen sportlichen Aktivitäten bestmöglich beizubehalten bzw. schnellstmöglich wieder aufzunehmen. Insbesondere ältere Personen und Risikopatienten sollten mit angepassten Übungen einer Verschlechterung der körperlichen Leistungsfähigkeit vorbeugen. Dabei sollte unbedingt auf die Einhaltung der Abstands- und Hygieneregeln geachtet werden.
Praxisrelevanz und Fazit Bei akuten Erkrankungen der Atemwege wie beispielsweise Erkältungen, grippale Infekte, Husten und Halsschmerzen konnte gezeigt werden, dass eine Verbesserung des Fitnessniveaus den Krankheitsverlauf von akuten respiratorischen Erkrankungen positiv beeinflussen kann. Deshalb gilt körperliches Training als geeignetes und effektives Mittel zur Gesundheitserhaltung und -verbesserung.
Praxisrelevanz und Fazit Basierend auf den betrachteten Studienergebnissen empfehlen die Autoren den Verzehr von fünf oder mehr Portionen Obst und Gemüse am Tag, um sowohl die mentale als auch die körperliche Gesundheit optimal zu unterstützen. Die Bedeutung dieser Empfehlung nimmt zu, je mehr externe Stressoren auf den Organismus einwirken oder falls bereits entsprechende Vorerkrankungen existieren.
Bloch, W., Halle, M. & Steinacker, J. M. (2020). Sport in Zeiten von Corona. Deutsche Zeitschrift für Sportmedizin, 71 (4), 83–84.
Grande, A. J., Keogh, J., Silva, V. & Scott, A. M. (2020). Exercise versus no exercise for the occurrence, severity, and duration of acute respiratory infections. The Cochrane database of systematic reviews, 4, CD010596. https://doi.org/10.1002/14651858. CD010596.pub3
Głąbska, D., Guzek, D., Groele, B. & Gutkowska, K. (2020). Fruit and Vegetable Intake and Mental Health in Adults: A Systematic Review. Nutrients, 12 (1), 115.
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DUAL STUDIERENDE – WERTVOLLE MITARBEITER FÜR IHR STUDIO
Duale Bachelor-Studiengänge n n n n n n
Sport-/Gesundheitsinformatik Fitnessökonomie Sportökonomie Gesundheitsmanagement Fitnesstraining Ernährungsberatung Deutsche Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement
University of Applied Sciences
dhfpg.de
NEU
PERSONENPORTRÄT
Mit Orthosport Leichlingen einen Traum erfüllt
MBA-Studium – der Start in die Selbstständigkeit Text: Sebastian Fabacher
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ereits während des Bachelor-Studiums an der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement (DHfPG) hat Sven Herdemerten sein Aufgabengebiet bis zum Trainingsexperten ausgebaut. Im Anschluss startete er als Allrounder im Studio durch und bekam kurze Zeit später die Chance, sich als stellvertretender Studioleiter zu beweisen. Mit dem MBA-Studium an der DHfPG machte er seinen nächsten Karriereschritt, der zur Gründung seines eigenen Unternehmens führte. Mit dem dualen Bachelor-Studiengang Fitnessökonomie an der DHfPG startete der Werdegang von Sven Herdemerten in der Fitness- und Gesundheitsbranche. In seinem Ausbildungsbetrieb war er von Beginn an in der Praxis eingesetzt. Mit steigender Studiendauer und dem damit verbundenen zusätzlichen Fachwissen wurde auch sein Aufgabengebiet immer umfangreicher.
Fortbildung während Studium erleichtert Einstieg Als großen Vorteil empfand Sven Herdemerten die Möglichkeit, sich bereits früh im Studium durch das Absolvieren von Modulen zusätzlich die „Fitnesstrainer/in-B-Lizenz“ der BSA-Akademie, dem Schwesterunternehmen der DHfPG, anerkennen zu lassen, wozu er eine Abschlussprüfung bestehen musste. „Nach rund einem halben Jahr schaffte ich bereits den Wechsel auf die Trainingsfläche. Die „Fitnesstrainer/in-B-Lizenz“ der BSA-Akademie erleichterte mir den Einstieg enorm“, beschreibt er. Schon bald betreute er seinen eigenen Kundenstamm im Premiumstudio, kümmerte sich um Re-Checks und war Ansprechpartner bei allen Fragen rund um die Trainingssteuerung im Kraft- und Ausdauerbereich sowie im EMS-Training. „Das hat super viel Spaß gemacht“, so Herdemerten.
Vom B. A. Fitnessökonomie zum stellvertretenden Leiter Nach dem Studienabschluss folgte mit dem Wechsel in ein Gesundheitszentrum der nächste Karriereschritt. Zunächst kümmerte sich der frischgebackene Fitnessökonom um alle anfallenden Tätigkeiten – und zwar so gut, dass er bereits nach zwei Jahren stellvertretender Studioleiter des Gesundheitszentrums wurde.
MBA-Studium: Auftakt für die eigene Unternehmensgründung Sven Herdemerten entschied sich, auf seinem eigenen Bildungsweg weiter voranzuschreiten. Der Master of Business Administration Sport-/Gesundheitsmanagement der DHfPG schien ihm dafür die richtige Wahl. Mit den im Master-Studium erlangten Kompetenzen schaffte er es, einen hochwertigen Businessplan zu erstellen, um seinen Traum vom eigenen Studio zu verwirklichen. „Das war spitze. Ich war super vorbereitet und konnte von der Finanzierung bis zur Unternehmensgestaltung alles selbst planen“, schwärmt er.
Der Traum von der Selbstständigkeit gelingt Seit mehr als drei Jahren ist Sven Herdemerten nun mit seinem Studio erfolgreich in der Branche und er hat mittlerweile einen festangestellten Mitarbeiter sowie einen Auszubildenden. „Dieser soll perspektivisch auch an der DHfPG studieren. Das ist die beste Wahl. Bei uns soll auf Dauer niemand arbeiten, der nicht dort studiert oder studiert hat“, betont er. Maximal 200 Mitglieder fasst das Studio, in dem auf einen hohen Betreuungsstandard Wert gelegt wird. „Es gibt feste Trainingszeiten nach Termin, in denen maximal zehn Personen gleichzeitig trainieren und natürlich auch freie Trainingszeiten“, beschreibt er. Dabei werden die Kunden aber immer von Trainern begleitet sowie individuell und ganzheitlich betreut – egal, ob sie an den Längentrainingsgeräten, am Schlingentrainer oder an den Kraft-/Ausdauergeräten trainieren wollen. „Seit Kurzem bieten wir auch Maßnahmen der Betrieblichen Gesundheitsförderung für Unternehmen an: Gesundheitstage, bewegte Mittagspausen, ergonomischere Arbeitsplätze.“
Foto: Sven Herdemerten
Alleinstellungsmerkmal: Kraft- und Funktionskonzept
Sven Herdemerten (31) ist ehemaliger Master-Studierender an der DHfPG und leitet das Orthosport Schmerzfrei und das Orthosport Kraft und Funktion
Seit November 2019 gibt es neben dem Orthosport Schmerzfrei auch noch das Orthosport Kraft und Funktion, das Sven Herdemerten nur 200 Meter vom ersten Studio entfernt zusammen mit seinem Kollegen Tom Schreiner als gleichberechtigte Geschäftsführer betreibt. „Da dieses neue Konzept maximal 300 Mitglieder zulässt, bietet es im Gegensatz zu großen Studios ein besonderes Flair, familiäre Atmosphäre und durch die engmaschige Betreuung und speziell gewählten Geräte ein besonders effektives Training“, erläutert Herdemerten. Individuelle Trainingspläne in Kombination mit HIIT- und Zirkeltraining im Funktions- und Rackbereich komplettieren das Angebot. „Weil beide Einrichtungen so erfolgreich sind, musste ich leider mit dem MBA-Studium pausieren. Ich habe mir aber vorgenommen, es nun wieder anzugehen.“ Zur ganzen Erfolgsgeschichte: www.dhfpg.de/sherdemerten
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BESONNUNG
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Erste Eckdatenerhebung – jetzt mitmachen!
Die Eckdaten der deutschen Besonnungsbranche Die Erfassung der Eckdaten durch den BfB und die DHfPG dient dazu, die Besonnungsbranche in ihrer Gesamtheit abzubilden. Die Ergebnisse sollen Entscheidern aus der Politik, dem Bankensektor, der Presse und auch der Öffentlichkeit helfen, sich in Zukunft ein fundiertes Bild von der Branche zu machen. Sie werden am 8. Oktober in Mannheim offiziell vorgestellt.
Jetzt teilnehmen – per Link oder QR-Code Teilnehmen können Sie unter folgendem Link:
https://tiny.dhfpg-bsa.de/bfb_eckdaten Den Link zur Eckdatenbefragung finden Sie auch auf der Internetseite des BfB (www.bundesfachverband-besonnung.de) unter „Aktuelles“. Dort erhalten alle Interessenten und Teilnehmer auch weiterführende Informationen. Auf schnellstem Wege kommen Sie per Smartphone und dem folgenden QR-Code zur Eckdatenerfassung. Öffnen Sie die Kamera Ihres Smartphones und halten Sie es über den QR-Code, als ob Sie diesen fotografieren würden. Ohne dass Sie etwas tun müssen, erkennt die Kamera den Code und fragt Sie nun, ob Sie den Link öffnen wollen. Durch Bestätigung gelangen Sie zur Erfassung.
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M
it der Erhebung der „Eckdaten der deutschen Besonnungsbranche“ führt der Bundesfachverband Besonnung e. V. (BfB) die erste repräsentative Untersuchung der Branche durch. Die Erhebung der Daten erfolgt in Zusammenarbeit mit der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement (DHfPG).
Visitenkarte der Branche Die „Eckdaten“ schaffen als wissenschaftliche Studie Transparenz und tragen dazu bei, die Branche nach außen besser darzustellen und damit die Akzeptanz auch über die Branchengrenzen hinaus zu erhöhen, z. B. in der Wahrnehmung der Politik, der Medien sowie der breiten Öffentlichkeit. Somit sind diese Daten die „Visitenkarte“ der Besonnungsbranche. Ein Präsentationstermin steht auch schon für den 8. Oktober 2020 in Mannheim fest. Mögliche Örtlichkeiten wurden bereits abgestimmt.
„Eckdaten“ als Grundlage für weitere wissenschaftliche Arbeiten Die Eckdatenerhebung wird in Form einer anonymisierten Online-Befragung durchgeführt. Zur Teilnahme – die nur etwa zehn Minuten dauert – ruft der BfB alle Studios auf, die in ihrem Betrieb mit mindestens vier Solarien ausgestattet sind. Alle Angaben, die zur Identifizierung verwendet werden könnten, sind freiwillig. Bis
Juli 2020 soll die Befragung von insgesamt 3.400 Sonnenstudios beendet sein. Die Daten dienen auch als Grundlage für Studierende der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement (DHfPG), um wissenschaftliche Arbeiten zum Solarienbetrieb zu verfassen.
DENKEN SIE
RECHTZEITIG AN IHRE
REZERTIFIZIERUNG!
Weißbuch der ESA in deutscher Sprache Gemeinschaftsprojekt mit deutschsprachigen Verbänden Im vergangenen Jahr entstand die Idee, das Weißbuch der ESA „Sunlight and Sunbeds“, das bisher nur in englischer Sprache erhältlich war, auch in Deutsch zur Verfügung zu stellen. Das Weißbuch gewährt u. a. einen Überblick über aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse zu den Effekten von UV-Licht auf die menschliche Gesundheit. Die wissenschaftlich korrekte Übersetzung des Weißbuches gestaltete sich zunächst etwas schwierig. Der hohe Anspruch, den die European Sunlight Association (ESA) und der BfB an die Publikation gestellt haben, sollte auch erfüllt werden. So haben Katharina Klesper von Kolbe Health Communications und Torben König von der ESA in Zusammenarbeit mit dem Vorstand des BfB das Weißbuch finalisiert. Das deutschsprachige Weißbuch wird als Gemeinschaftsprojekt der Branchenverbände BfB, Photomed Schweiz und WKO Österreich erscheinen. Die ESA bleibt, wie bei der englischen Version, der Herausgeber. Wir freuen uns sehr über die gelungene Version des neuen Weißbuchs, die nun in Kürze verfügbar sein wird.
Save the date: Neuer Termin und anderes Hotel BfB-Mitgliederversammlung 2020 am 9. Juli in Frankfurt Der Bundesfachverband Besonnung e. V. hat seine diesjährige Mitgliederversammlung – vorbehaltlich der weiteren Entwicklung der Corona-Krise – auf Donnerstag, den 9. Juli 2020, terminiert. Sie findet im Hotel NH Frankfurt Mörfelden Conference Center, Hessenring 9, 64546 Mörfelden-Walldorf statt. Wir bitten Sie, sich diesen Termin in Ihrem Kalender vorzumerken. Sollte es hierzu aus gegebenem Anlass zu Änderungen kommen, informieren wir Sie selbstverständlich.
FACHKRAFT UVSV n Erstzertifizierung sowie Rezertifizierung möglich n Prüfung direkt im Anschluss an den Lehrgang n Wahlweise 1 oder 2 Tage Präsenzphase
BSA-AKADEMIE.DE/UV-SCHUTZ Bundesfachverband Besonnung e. V. (BfB) Talblick 24 77960 Seelbach Telefon: 07823 - 96 29 14 Telefax: 07823 - 96 29 15 www.bundesfachverband-besonnung.de
Deutsche Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement
University of Applied Sciences
BSA-Akademie
BSA-Zert
School for Health Management
Zertifizierungsstelle der BSA-Akademie D-ZP-18649-01-01
Prävention, Fitness, Gesundheit
RECHT
Unterstützung in der Corona-Krise – Webinare des DSSV
Fitnessstudiovertragsrecht und Arbeitsrecht
Anlässlich der Schließung der Studios seit Mitte März 2020 veranstaltete der DSSV e. V. im April 2020 erstmalig Webinare zu den Themen Fitnessstudiovertragsrecht und Arbeitsrecht.
FITNESSSTUDIOVERTRAGSRECHT IN CORONA-ZEITEN Am 8. April 2020 fand erstmalig ein vom DSSV für die Mitglieder angebotenes Webinar zum Thema „Fitnessstudiovertragsrecht in Zeiten der Corona-Krise“ statt. Das Interesse war groß, was die Zahl von knapp 200 Anmeldungen verdeutlichte. Die Juristin des DSSV, Frau Andrea Elbl, erläuterte zunächst in einem halbstündigen Vortrag die aktuelle Rechtslage unter Berücksichtigung der vielfältigen Auswirkungen angesichts der behördlich angeordneten Schließung der Fitnessstudios seit Mitte März 2020. Auswirkungen auf die Mitgliedschaften Dabei ging es in erster Linie darum, wie sich die Schließung auf die Mitgliedschaften auswirkt, ob also beispielsweise ein außerordentliches Kündigungsrecht besteht oder sich das Laufzeitende durch die vorübergehende Schließung nach hinten verschiebt. In beiden Fällen lautete die Antwort: „Nein“. Die vorübergehende bundesweite Schließung – ein bisher einmaliger Vorgang – hat keine der Vertragsparteien zu vertreten und stellt nach Einschätzung des DSSV keinen wichtigen Grund für eine Sonderkündigung dar; ein Abwarten bis zur Wiedereröffnung ist zumutbar. Laufzeiten und Trainingsguthaben Auch verschiebt sich das Laufzeitende nicht automatisch um die Zeit der Schließung nach hinten. Wenn also die aktuelle Laufzeit 130
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beispielsweise ursprünglich Ende Februar 2021 endet, so ist dies auch weiterhin der Fall; es sei denn, die Vertragspartner einigen sich auf eine Verschiebung. Für die Zeit der Schließung werden beide Seiten von ihren Verpflichtungen frei. Den Teilnehmern des Webinars wurden aber Möglichkeiten aufgezeigt, wie sie dennoch zwecks Erhaltung der Liquidität Vereinbarungen mit ihren Trainierenden treffen können, wonach trotz Schließung weiter gezahlt wird; etwa durch die Vereinbarung von Trainingsguthaben, die angehängt an die aktuelle Laufzeit abtrainiert werden können oder durch Ruhezeitenvereinbarungen in diversen Ausgestaltungen. Ein weiterer Themenblock widmete sich der Problematik der Rückbuchungen bei Widerspruch durch das Mitglied, den in diesem Zusammenhang entstehenden Bankgebühren und insgesamt dem SEPA-Lastschriftmandat. Einzelfragen zur Schließung Interessiert zeigten sich die Teilnehmer auch abseits des Vertragsrechts hinsichtlich der Möglichkeiten einer Soforthilfe und deren Voraussetzungen, aber auch beispielsweise in Bezug auf die Frage, ob während der Schließung Mitarbeiter im Studio trainieren bzw. unter welchen Bedingungen sie Online-Videos drehen dürfen. Auch mögliche Ansprüche nach dem Infektionsschutzgesetz waren ein Thema.
ARBEITSRECHT IN DER CORONA-KRISE Im zweiten DSSV-Webinar am 16. April 2020 berichtete Rechtsanwältin Iris Borrmann zum Thema „Arbeitsrecht“ über die derzeit gültigen Erleichterungen für die Studios bei der Gehaltszahlung für Mitarbeiter. Thema Kurzarbeit Zunächst wurden die Grundlagen des aktuell wichtigsten Instruments, des Kurzarbeitergeldes, erörtert. Die Bundesregierung hatte
Urlaub und Feiertage während der Kurzarbeit Zu den Themen Urlaub und Feiertage während der Kurzarbeit wurden viele Fragen gestellt. Wichtig ist, dass bereits beantragter und genehmigter Urlaub genauso zu gewähren ist. Geplatzte Urlaubsreisen sind kein Grund, den genehmigten Urlaub einseitig zurückzuziehen. Auch die Herausrechnung von Feiertagen für das Kurzarbeitergeld ist für Studios, die an Feiertagen nicht schließen und ihre Mitarbeiter regulär beschäftigen, irrelevant; hier kann die übliche Arbeitszeit angesetzt werden. Kündigung während der Kurzarbeit Unterschätzt wurde das Problem der Kündigung während der Kurzarbeit. Da das Kurzarbeitergeld gerade für den Erhalt des Arbeitsplatzes gewährt wird, wird bei einer Kündigung durch den Inhaber ab dem Zeitpunkt der Kündigungserklärung kein Kurzarbeitergeld mehr gezahlt, sondern das reguläre Gehalt ausgezahlt. Dies gilt auch für den Abschluss eines Aufhebungsvertrages. Abschließend wurden noch weitere Fragen über die Genehmigung systemrelevanter Nebentätigkeiten und die Möglichkeit der Aufstockung des Kurzarbeitergeldes erörtert.
Foto: nopparats – stock.adobe.com
hierzu in einem sog. Sozialpaket ein besonderes „Corona-Kurzarbeitergeld“ aufgelegt, dass bereits dann angezeigt werden kann, wenn es bei nur 10 Prozent der Mitarbeiter zu einem Arbeitsausfall von 10 Prozent kommt. Dies ist bei allen geschlossenen Studios zweifelsfrei der Fall. Auch die Sozialversicherungsbeiträge können für die Zeit des Ausfalls erstattet werden. Notwendige Voraussetzung für die Anzeige der Kurzarbeit und die anschließende Gewährung von Kurzarbeitergeld ist nach wie vor eine individuelle Vereinbarung, die das Einverständnis des Mitarbeiters über den Erhalt von Kurzarbeitergeld beinhaltet.
Das Fazit und der Blick in die Zukunft Bereits bei Anmeldung konnten die Teilnehmer ihre Fragen stellen, die von den Referentinnen dann im Rahmen des Vortrags beantwortet wurden. Von dieser Möglichkeit wurde seitens der Mitglieder rege Gebrauch gemacht. Aber auch während des Webinars neu aufgetretene Fragen konnten im Chatforum gestellt werden und wurden direkt im Anschluss – sichtbar für alle Teilnehmer – beantwortet. Gerade die Fragen der Teilnehmer stellten sich für die Juristinnen des DSSV als besonders hilfreich dar, sodass konkret auf die Punkte eingegangen werden konnte, die tatsächlich der Mehrheit der Teilnehmer „unter den Nägeln brannten“. Insgesamt wurden die DSSV-Webinare äußerst positiv beurteilt und werden in Zukunft sicher als schnelle, kontaktarme Informationsmöglichkeit für eine Vielzahl von Teilnehmern genutzt werden.
Fotos: Klaudia Lech
Es wurde zunächst das konkrete Prozedere erörtert: Anzeige der Kurzarbeit, Berechnung und Auszahlung des gekürzten Entgeltes durch den Inhaber und anschließender Antrag auf Erstattung des ausgezahlten Geldes. Auch Fragen der Berechnung, wenn nicht Kurzarbeit „0“ angemeldet wird, sondern der Mitarbeiter für einige Stunden arbeitet und die entsprechenden Dokumentationsverpflichtungen (Arbeitszeitnachweise) wurden beantwortet. Besondere Beschäftigungsverhältnisse Die besonderen Beschäftigungsverhältnisse der geringfügig Beschäftigten, der Auszubildenden und der dualen Studenten wurden ebenfalls besprochen. Während es bei 450-Euro-Kräften rechtlich klar ist, dass diese kein Kurzarbeitergeld erhalten können, da für sie keine Beiträge zur Arbeitslosenversicherung gezahlt werden, wurde die Stellung der dualen Studenten, die diese Abgaben bezahlen, differenzierter bewertet. Die Ausbildungsvergütung für reguläre IHK-Auszubildende muss hingegen immer für sechs Wochen fortgezahlt werden, danach können auch diese zu Kurzarbeit angemeldet werden. Lediglich das Bundesland Sachsen hat bisher zugesagt, diese Kosten auf Antrag zu erstatten.
Iris Borrmann, DSSV-Juristin
Andrea Elbl, DSSV-Juristin
Fragen? Zu allen rechtlichen Fragen rund um den Studioalltag bietet die Rechtsabteilung des DSSV im Rahmen einer bestehenden Mitgliedschaft die Möglichkeit, eine kostenlose rechtliche Erstberatung mit Einschätzung der Rechtslage zu erhalten, beispielsweise nach Erhalt einer Attestkündigung, zur Überprüfung von Vertragsklauseln oder zu arbeitsrechtlichen Themen. Tel.: 040-766 24 00, E-Mail: jurist@dssv.de
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BUCHTIPP
Valentin Nowotny: »Führen mit Telefon, E-Mail, Video, Chat & Co. – Der richtige Medieneinsatz in der agilen Managementpraxis« Autor: Valentin Nowotny Seitenzahl: 254 ISBN: 978-3-7910-4458-3 Preis: 24,95 EUR Sprache: deutsch
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und BfB e. V.
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Geschäftsführer
Produktion
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Prospektus Druckerei
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Wirkungsvolle Kommunikation ist das Herzstück einer gelungenen Zusammenarbeit im Team. Führen auf Distanz, international „Remote Leadership“ genannt, hat durch die Corona-Krise rasant an Bedeutung gewonnen. Bereits vorher war die Kommunikation durch die schnelllebige Arbeitswelt nachhaltig verändert, betraf aber vermehrt das Management internationaler Projektteams. In Zeiten von Social Distancing und Lockdown wird digitales Leadership plötzlich zur Herausforderung für jeden Manager und Teamleiter, wenn sämtliche Mitarbeiter von heute auf morgen im Homeoffice arbeiten.
Chefredaktion
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Vertrieb und Anzeigen
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Kontakt Telefon: +49 (0) 40 / 300 945 - 0
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Webseite www.fitnessmanagement.de
Digital führen, wie funktioniert das? Wie werden intelligente digitale Systeme wie Videokonferenzen, Chats und E-Mails sowie neue Formen der Selbstorganisation und gemeinschaftlich geteiltes Wissen erfolgreich genutzt? Diesen Fragen widmet sich der Coach, Trainer und Kommunikationsexperte Valentin Nowotny in diesem Fachbuch. Der Autor zeigt, wie sich Kommunikation auf Distanz umsetzen lässt – vom Eins-zu-eins-Mitarbeitergespräch über Teamsituationen bis hin zur Führung des Gesamtunternehmens. Er erläutert, warum eine agile Haltung heute mindestens genauso wichtig ist wie das Repertoire an digitalen Skills und Methoden. In unserer komplexen Welt müssen Manager schnell auf veränderte Rahmenbedingungen reagieren und auch im virtuellen Meeting die Diversität ihres Teams berücksichtigen. Zahlreiche Beispiele aus seinen Führungsseminaren ergänzen die Toolbox für Distance Leader praxisnah.
Redaktionelle Mitarbeit
Art Direktion
Patrick Berndt, Iris Borrmann, Albert Busek,
Klaudia Lech
Karl Drack, Andrea Elbl, Antonio e Silva, Sebastian Fabacher, Marc Götza,
Layout und Bildbearbeitung
Stefan Haase, Prof. Dr. Daniel Kaptain,
Klaudia Lech,
Florian Kündgen, Prof. Dr. Arne Morsch,
Lars Marschalek,
Dennis Pfaff, Ronja Reuber, Johanna Rupp,
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Alexander Schmidt, Florian Schmidt,
Stefanie Reifschneider
Prof. Dr. Oliver Schumann, Prof. Dr. Ulf Sobek, Anke Sörensen, Dr. Katrin Stücher, Prof. Dr. Markus Wanjek, Jürgen Wolff
Urheber- und Verlagsrechte Alle in diesem Magazin veröffentlichten Beiträge sind urheberrechtlich geschützt. Das gilt auch für die veröffentlichten Anzeigen sowie redaktionellen Anzeigen (Advertorials). Kein Teil dieses Magazins darf außerhalb der engen Grenzen des Urheberrechtsgesetzes ohne
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Mit geringem Aufwand Neukunden gewinnen Die Akquise neuer Mitglieder nach Wiedereröffnung bedingt einen hohen Einsatz finanzieller Ressourcen. Unternehmen mit geringem Werbebudget sollten auf einen effektiven Einsatz ihrer Mittel achten. Mit dieser Checkliste können Sie Ihre Situation analysieren und optimale Lösungen finden. Per Checkliste zum Erfolg 1. Rezeption als Aushängeschild Wer ins Studio kommt, trifft zuallererst auf Ihre Rezeption. Sie ist wichtig für den ersten positiven Eindruck: Ist sie offen, freundlich und modern gestaltet? Sauberkeit sollte hier ebenso selbstverständlich sein wie ein angemessener Infobereich. Nicht vergessen: Empfangsmitarbeiter sind die Visitenkarte Ihres Fitnessstudios.
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2. Angebote für bestimmte Zielgruppen Konzentrieren Sie sich alle 60 Tage auf ein Thema, das Ihr Team mit Begeisterung umsetzt. Planen Sie eine interne und eine externe Kampagne zur Neukundengewinnung in folgender Reihenfolge: (A) E-Mail-Newsletter (im HTML-Format) versenden (B) Facebook-Aktion für 30 Tage starten (C) Check-in-Gutscheine für zwei Personen anbieten (D) PR-Maßnahmen mit der Lokalpresse vereinbaren Wählen Sie Problemlöserthemen mit Aufmerksamkeitseffekt, z. B.: • Nie wieder Diät: langfristige Ernährungsumstellung • Best-Ager-Training: So hältst du dich fit und gesund • Osteoporose vorbeugen: Fitness für starke Knochen • „Oha, mein Rücken“ • HIIT-Training: Fett verbrennen in Intervallen 3. Nutzen Sie Networking Workshops sind sehr effektiv. Diese können als Präsenzveranstaltungen oder auch als Online-Webinare angeboten werden. Werben Sie intern und extern für einen 60-minütigen Informationsabend, den einer Ihrer Mitarbeiter durchführt. Die Veranstaltung kann nur für Neumitglieder der letzten Monate sein, die ein bis zwei Freunde mitbringen dürfen. Tipp: BieAntonio e Silva ten Sie einem Lokalreporter eine kostenfreie Sales Director/Vertriebsleiter for me do Teilnahme an. Zum Schluss erhält dann jeder 134
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der Teilnehmenden eine Urkunde sowie einen kostenlosen, 14 Tage gültigen Trainingsgutschein für zwei Personen. 4. Betriebsfitness: erfolgreiche Neukundenakquise Sehr erfolgreich erprobte eine Mitarbeiterin mein Konzept zur Firmenfitness-Akquise. Sie kontaktierte mit einer B2B-Liste der Creditreform e. V. (https://www.firmenwissen.de) gezielt alle lokalen Firmengeschäftsführer. Wichtig für eine gute Resonanz und eine erfolgreiche Werbeaktion ist die richtige Reihenfolge der Schritte: (A) Persönlich adressiertes Mailing (B) Anruf nach fünf Tagen mit der Bitte um Präsentation des BGM-Konzepts vor Ort (C) Organisation eines Gesundheitstags mit Infostand: drei kurze Workshops (Entspannungstechnik, Rückentraining, Abnehmen) und als Aktion eine Bodyanalyzer-Messung (D) Wichtig: Ihre Trainingsangebote müssen nach §20 SGB V zertifiziert sein, damit das Unternehmen einen Steuervorteil für die Investition ins Gesundheitsmanagement erhält 5. Ernährungsberatung und Fettreduktion Rund zwei Drittel der deutschen Frauen (62 %) wollen abnehmen, 77 Prozent haben es mindestens einmal versucht. Jedes Fitnessstudio muss dieses Dauerthema bedienen und ein bis zwei Mitarbeiter perfekt dafür ausbilden. Doch wie werbe ich damit neue Interessenten? • Kundenmeinungen sind sehr effektiv. Werben Sie zweimal monatlich mit Testimonials per Foto auf den Social-Media-Kanälen und/oder einem Kurzfilm auf YouTube • Starten Sie eine Aktion wie „Abnehmen für einen guten Zweck“. Für jedes verlorene Kilo geht eine 1-Euro-Spende an ein Krankenhaus in Ihrer Nähe • Planen Sie „Kunden werben Kunden“-Aktionen, z. B. „Abnehmen zu zweit macht mehr Spaß“. Jeder Kunde bringt einen Freund mit und trainiert einen Monat lang kostenlos, falls dieser sich anmeldet
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Fitness Neuroathletiktraining in der Praxis (Teil 2)
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Management Teambuilding in der Krise für erfolgreichen Neustart
Markt Krisenmanagement: Studios in der Corona-Krise
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