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fitness MANAGEMENT international 06/19 (Vollversion)

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6/2019

Dez./Jan.

EUR 9,-

Nr. 146

sfr 14,-

C 31071

fitness MANAGEMENT international 6/2019 Nr. 146 Offizielles Organ DSSV e. V. und BfB e. V. Deutschland | Österreich | Schweiz

Erfahren Sie mehr auf Seite 100

Fitness Studio des Jahres: juka dojo, Hamburg

Gesundheit Digitale Lösungen im BGM für Betriebe und Mitarbeiter

Management Digitalisierung: Chancen, Risiken, Must-haves

Markt Neues Hallenkonzept: So sieht die FIBO 2020 aus

www.fitnessmanagement.de

DSSV DSSV-Event 2019: Branchentreffen in Belgrad


Foto: Klaudia Lech

Birgit Schwarze Chefredakteurin

Megatrend Digitalisierung Unsere Zeit steht im Zeichen des Internets, der Informationstechnologie und mobiler Endgeräte. Was vor 20 Jahren noch Science-Fiction war, ist inzwischen Alltag – der digitale Wandel ist deshalb ein Schwerpunktthema dieser Ausgabe. Was ist genau unter dem Begriff „Digitalisierung“ zu verstehen? Ursprünglich war damit die Umwandlung von analogen Werten in digitale Formate gemeint. Der vermeintlich klare Begriff hat sich zu einem Megatrend entwickelt, dem heute z. B. die Vernetzung, das Internet der Dinge, die Industrie 4.0 und nicht zuletzt die Kommunikation über die sozialen Medien zugeordnet werden. Für viele erscheint dieser Bereich deshalb abstrakt und unübersichtlich. Der digitale Wandel bringt für die Unternehmer unserer Branche aber konkrete Herausforderungen mit sich, die bewältigt werden müssen. fitness MANAGEMENT hat für Sie mit vier ausgewiesenen Experten gesprochen: Prof. Dr. Markus Löchtefeld, Siegfried Manz und Christian Hörl sowie Matthias Wolf erläutern ihre Einschätzungen zu den Grenzen, Risiken sowie Chancen der Digitalisierung und geben Tipps, wie den Studios die Transformation erfolgreich gelingen kann (S. 22 f.). Das Studio des Jahres 2019, gekürt von DSSV e. V. und fitness MANAGEMENT, arbeitet konsequent und erfolgreich mit digitalen Assistenten und den sozialen Medien: Der juka dojo Fitness Club in Hamburg-Nienstedten ist von Unternehmensgründer Manfred Kartheuser, seinem Geschäftspartner Ralf Trierweiler und dem Team zu einem außergewöhnlichen Fitness- und Gesundheitsstudio entwickelt worden. Wie aus Mitgliedern Helden werden, lesen Sie ab Seite 14. Digitalisierung und Künstliche Intelligenz durchdringen mittlerweile alle Lebensbereiche, so auch die Medizin und die Betriebliche Gesundheitsmanagement (BGM). Jens Brehm schildert Anwendungsfälle für digitale Tools, bei denen die Sensibilisierung und Motivation für ein besseres Gesundheitsbewusstsein von Arbeitnehmern im Mittelpunkt steht. (S. 34 f.) Das diesjährigen DSSV-Event in der serbischen Hauptstadt Belgrad hatte viele Highlights zu bieten: den Besuch der BELFIS Fitness&Health Expo, die serbische Gastfreundschaft, den Austausch mit anderen Branchenteilnehmern, ausgiebiges Netzwerken und anregende Abendveranstaltungen in tollem Ambiente. Eine Weiterentwicklung gibt es auch bei der FIBO im kommenden April: Reed Exhibitions hatte schon im Verlauf der letzten FIBO ein neues Hallenkonzept für 2020 angekündigt. Auf den Seiten 48 ff. dieser Ausgabe geben wir Ihnen erste Einblicke in die neue Struktur der Leitmesse in Köln. Die Organisation des FIBO-Congress werden ab dem kommenden Jahr die Deutsche Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement (DHfPG) und die BSA-Akademie unter Federführung der FIBO verantworten. Der Fachkongress für Experten aus den Themenfeldern Fitness, Prävention und Gesundheit findet vom 2. bis 4. April 2020 im Congress Centrum Nord der Kölnmesse parallel zur FIBO-Messe statt. (S. 51 ff.) Ich wünsche Ihnen viel Spaß beim Lesen!


INHALT 06/19

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Kommentar: Die Nachhaltigkeit im Blick behalten DSSV-Workshop: BGM – so geht`s! Eckdatenstudie 2020 – die Befragung startet Neue Fördermitglieder Neue Mitglieder Das DSSV-Event 2019: Branchentreffen in Belgrad Recht: Elektronische Verträge im Fitnessstudio

Matthias Wolf

Prof. Dr. Markus Löchtefeld

Siegfried Manz

Christian Hörl

FITNESS Studio des Jahres: juka dojo in Hamburg-Nienstedten FR!TZ bewegt mich AG, Illnau, Schweiz eGym: Das moderne Studiosystem Weightcheckers: Die Zukunft des Neuromuskulären Trainings LES MILLS: Neue Regeln im Fight Club LES MILLS: Unschlagbar volle Classes Fitness mal anders: Die Bergwacht Wie Clubs das Interesse an Yoga nutzen können Stabilisierungsstrategien im Core-Training

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Wie digital kann Fitness sein? Die Digitalisierung der Fitnessbranche

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Studio des Jahres: juka dojo in Hamburg-Nienstedten

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Das DSSV-Event 2019: Austauschen, Netzwerken, Genießen

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Digital Health – digitale Tools im BGM

Foto: Klaudia Lech

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GESUNDHEIT 34 92 96 98 126

Digital Health im BGM seca: Die perfekte BIA-Lösung für Fitnessstudios CyberConcept: Interview mit Marc Jürgens & Alexander Krause for me do: Fünf Minuten gegen den Schmerz Besonnung: 12. Europäischer Fachkongress

MANAGEMENT Experteninterviews: Wie digital kann Fitness sein? Herausforderung Digitalisiertes Management 4.0 Der erste Bachelor of Science der DHfPG ab WS 2020 UGLY: Interview mit Benjamin Moritz und Thorsten Schultheis Bedeutung der DIN EN 17229 für die Fitnessbranche Urban Sports Club: Interview mit Benjamin Roth, CEO Kolumne Stefan Haase: Preisbildung als Positionierungsaussage Kerstan Consult: Sieger erkennen Chancen! ACISO: Positives Fazit im Jahr der Fusion DHfPG-Science-Lab: Social-Media-Instrumente Kolumne Antonio e Silva: Bessere Verkaufsergebnisse

Foto: Predrag Mladenovic - stock.adobe.com

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Grafik: Alexander Limbach - stock.adobe.com, Fotos: siehe S. 22 ff.

DSSV

MARKT

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Foto: DHfPG/BSA

Aktuelles aus der Fitness- und Gesundheitsbranche Die FIBO 2020 mit neuem Hallenkonzept Der FIBO-Congress 2020 Der Aufstiegskongress: Touch & Tec at its best BSA/DHfPG GESUNDHEIT&FITNESS WEEK Die Historie der Fitnessbranche (Teil 6): Entwicklung der Ketten SaniComplete: Ersatz Indoor-Sanitärlösungen DHfPG/BSA Aktuell: Studium – Weiterbildung – Qualität Kennzahl des Monats: 1 Milliarde Instagram-Nutzer weltweit Personenporträt: Bastian Wolff Veranstaltungen 2019/2020 – Timeline Buchtipp: „Erfolgsstrategien für die digitale Transformation“

Foto: kromkrathog - stock.adobe.com

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Der FIBO-Congress 2020


AKTUELLES | ANZEIGE Foto: DHfPG/BSA

Grafik: fitness MANAGEMENT

Befragung zur Eckdatenstudie 2020 startet

Neue Lehrgänge im Kraft- und Functional Training

Der Arbeitgeberverband DSSV, das Prüfungs- und Beratungsunternehmen Deloitte und die Deutsche Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement (DHfPG) führen seit Jahren statistische Erhebungen zum deutschen Fitnessmarkt unter dem Titel „Eckdaten der deutschen Fitness-Wirtschaft“ durch. Um die Aussagekraft der Eckdatenstudie 2020 zu steigern, sind nun Sie als Studiobetreiber gefragt. Zur Erhebung einer validen Datenmenge wird Ihre Unterstützung bei der Umfrage benötigt.

Die BSA-Akademie hat die neue Profiqualifikation „Trainer-A-Lizenz Kraft- und Functional Training“ entwickelt. Sie besteht aus vier Einzellehrgängen, unter anderem den beiden neuen Lehrgängen „Trainer für Freihantel- und Kettlebelltraining“ sowie „Trainer für Körpergewichts- und Schlingentraining“. Wer sich gleichzeitig für die beiden neuen Lehrgänge anmeldet, spart zudem 20 Prozent vom Gesamtpreis.

www.dhfpg.de/eckdaten

www.bsa-akademie.de/akft

Foto: Five-Konzept GmbH & Co. KG

Foto: fitness MANAGEMENT

DSSV auf dem Deutschen Arbeitgebertag 2019

proxomed übernimmt den MedizinproduktVertrieb für Five-Konzept

Am 12. November 2019 fand in Berlin der Deutsche Arbeitgebertag, mit 1.500 Teilnehmern der wichtigste wirtschafts- und sozialpolitische Kongress der deutschen Wirtschaft, statt. Vertreter des Arbeitgeberverbands DSSV e. V. und von fitness MANAGEMENT waren vor Ort, als hochkarätige Speaker wie Bundeskanzlerin Angela Merkel und Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier mit Spitzenvertretern aus der Wirtschaft über Herausforderungen der Arbeitswelt der Zukunft in Deutschland und Europa diskutierten.

Die proxomed Medizintechnik GmbH ergänzt ihr Portfolio mit dem five Rücken & Gelenkkonzept, das mit neun medizinisch zertifizierten Basic-Geräten das bestehende Angebot mit dem Bereich Beweglichkeitstraining vervollständigt. Der unterfränkische MedizintechnikHersteller übernimmt damit den Vertrieb aller five-Geräte mit MPG-Zulassung. Bereits seit über 30 Jahren stattet proxomed Gesundheitseinrichtungen wie Kliniken und Rehazentren mit medizinischen Trainings- und Testgeräten aus.

bit.ly/dat_2019

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bit.ly/proxomed_five


AKTUELLES | ANZEIGE Foto: Oliver Dietze

Foto: DHfPG/BSA

Kostenfreies Seminar für Ausbildungsleiter

Staatspreis-Auszeichnung für FACEFORCE GmbH

Über das Jahr verteilt bietet die Deutsche Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement ihren Ausbildungsbetrieben mehrere Termine für ein spezielles, kostenfreies Seminar zum „Ausbildungsleiter“ an. Hier erfahren die Ausbilder unter anderem wie sie ihre Studierenden optimal einsetzen. Zusätzlich sind der Studienverlaufsplan, die genaue Erklärung des Fernstudiums und die Vorteile der Betriebe ein zentrales Thema.

Anke Rehlinger (Ministerin für Wirtschaft, Arbeit, Energie und Verkehr im Saarland) ehrte das Marketingunternehmen FACEFORCE im Rahmen des Staatspreises. Bereits 2017 erhielt das Imagevideo „Es geht um Dich“ die Auszeichnung. In diesem Jahr wurde die 3D-Körpervermessung HOLOSCAN als das beste Tool für die Positionierung als Abnehmund Figurexperte geehrt. Besondere Anerkennung zollte die Jury dieser Innovation aufgrund des ausgezeichneten Preis-Leistungs-Verhältnisses und der Möglichkeit des mobilen Einsatzes.

www.dhfpg-bsa.de/praxispartner

bit.ly/faceforce_Award

Foto: DHfPG/BSA

Foto: Reed Exhibitions Deutschland GmbH

Neuer Veranstalter für den FIBO-Congress

BSA-Akademie ist Ö-Cert-Qualitätsanbieter

Die FIBO, internationale Leitmesse für Fitness, Wellness und Gesundheit, holt sich ab 2020 für die Organisation des FIBO-Congress fachkundige Unterstützung. Mit der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement (DHfPG) und der BSA-Akademie werden erfahrene Spezialisten, die seit über 35 Jahren im Bereich Bildung tätig sind, die Organisation und Durchführung des Kongresses unter Federführung der FIBO verantworten. Mehr zu diesem Thema lesen Sie auch ab Seite 51.

Die BSA-Akademie ist als Ö-Cert-Qualitätsanbieter anerkannt und erfüllt damit die Kriterien des Ö-Cert-Qualitätsrahmens für die Erwachsenenbildung in Österreich. Sie ist mit über 70 staatlich geprüften und zugelassenen Qualifikationen einer der größten Bildungsanbieter für Prävention, Fitness und Gesundheit. Die Lehrgänge bestehen aus Fernlernen mit kompakten Präsenzphasen, die unter anderem auch in Österreich (Wien) stattfinden.

bit.ly/FIBO-Congress-2020_DHfPG-BSA

www.bsa-akademie.de

Foto: Adverbis security GmbH

Smart & Easy – Das Upgrade für Ihre Umkleide Die batteriebetriebenen Smart & Easy Spindschlösser der adverbis security GmbH sind eine Lösung für Sport- und Fitnesseinrichtungen, die ein kostengünstiges, elektronisches Schließsystem für Schränke suchen. Die Bedienung der Spindschlösser erfolgt intuitiv per PIN-Code oder durch einen berührungslosen RFID-Datenträger. Zutrittskontrolle, Check-in-Systeme, Zeiterfassung oder Fitnessgeräte können mit dem Smart & Easy RFID Spindschloss kombiniert werden. www.adverbis-security.de

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STUDIO DES JAHRES

juka dojo Fitness Club, Hamburg-Nienstedten

Hier werden Helden gemacht! Foto: Klaudia Lech

Der DSSV e. V. und fitness MANAGEMENT zeichnen den juka dojo Fitness Club als Studio des Jahres 2019 aus. Unternehmensgründer Manfred Kartheuser hat das juka dojo mit Begeisterung für Sport und Bewegung zu einem außergewöhnlichen Fitness- und Gesundheitsstudio entwickelt. Sein Partner Ralf Trierweiler und das Team des juka dojo haben die Dienstleistung „Training“ für ihre Mitglieder perfektioniert.

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as Studio des Jahres 2019 ist ein Paradebeispiel für den unternehmerischen Leitsatz „Weiterentwicklung ist elementar für den dauerhaften Erfolg eines Unternehmens“. Der juka dojo Fitness Club blickt auf eine bewegte Geschichte zurück und hat eine beeindruckende Entwicklung vollzogen. Der Gründer, Manfred Kartheuser, hat diese Entwicklung in Hamburg-Nienstedten, einer gehobenen Wohngegend, in der heute kaum jemand ein Fitnessstudio erwarten würde, vor 49 Jahren in

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den Räumen eines ehemaligen Kinos gestartet. Immer neugierig auf Trends und auch auf internationale Tendenzen hat Manfred Kartheuser das Trainingsangebot des juka dojo stets an die Wünsche und Bedürfnisse seiner Kunden angepasst, um ihnen maximalen Erfolg und Trainingsspaß zu ermöglichen. Ralf Trierweiler, der seit knapp zehn Jahren Geschäftspartner von Manfred Kartheuser ist, setzt diese Unternehmensphilosophie weiterhin eindrucksvoll um. Das Team des juka dojo Fitness Clubs ver-


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des Jah res

juka dojo Hamburg-Nienstedten

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des Clubs kontinuierlich an den aktuellen Bedürfnissen seiner Kunden ausgerichtet. Das Studio war deshalb über die Jahre hinweg immer innovativ, modern und ein Vorreiter für neue Wege. Zahlreiche Umbaumaßnahmen haben die Entwicklung des juka dojo von der reinen Kampfsportschule zu einem Anbieter für Gesundheit, Fitness und Lebensqualität geprägt: 1. Umbau 1970: Aus einem Kino wird die Kampfsportschule 2. Umbau 1974: Ein separater Ballettraum wird eingerichtet 3. Umbau 1978: Einführung von Aerobic-Kursen 4. Umbau 1979: Die ersten multifunktionalen Türme für gezieltes Muskeltraining werden angeschafft 5. Umbau 1987: Totale Entkernung, es entsteht das heutige Raumkonzept 6. Umbau 2004: Das Dach wird komplett erneuert; das juka dojo profitiert von deutlich mehr Helligkeit und eine zweite Trainingsebene kann als Empore eingebaut werden 7. Umbau 2009: Einführung des milon Trainingskonzepts und eines neuen Preiskonzepts auf Wochenbasis

Emotionale Dienstleistung gegen den Preiskampf Aufgrund dieser beständigen, inzwischen fast 50 Jahre andauernden Optimierung ist der juka dojo Fitness Club im Herbst 2019 ein Studio mit Topausstattung, einem genau auf die Zielgruppe zugeschnittenen Angebot und einer beeindruckend familiären Atmosphäre. Ralf Trierweiler charakterisiert den Wettbewerb unter den Hamburger Studios als eng und aggressiv. Das Ringen um die Kunden wird seiner Einschätzung nach vielfach über den Preis ausgefochten. Seine Beschreibung der Positionierung des juka dojo ist so einfach wie konsequent: „Man kann seine Nische finden und sich dem Wettbewerb ein Stück weit entziehen, indem man eine besonders stabile, qualitativ hochwertige und emotionale Dienstleistung bietet.“

Coaching mit Herzlichkeit und Kompetenz Der Co-Inhaber und Geschäftsführer des juka dojo erklärt seine Philosophie: „Wir sind nicht im Fitness- und Gesundheitsgeschäft und betreuen Menschen, wir sind im Menschengeschäft und bieten Fitness und Gesundheit. Wir haben eine herzliche, familiäre Atmosphäre unter Mitarbeitern und Mitgliedern, aber einen zielorientierten Arbeitsstil in Bezug auf betriebswirtschaftliche und kundenrelevante Ziele.“

folgt sehr erfolgreich sein Ziel, Anbieter Nr. 1 für Gesundheit, Fitness und Lebensqualität zu sein und „formt seine Mitglieder zu Helden“.

Die Bedürfnisse der Kunden sind der Maßstab

Die ersten multifunktionalen Türme wurden 1979 angeschafft

Das Studio hat seine Wurzeln im Kampfsport: Manfred Kartheuser beim Karateunterricht Fotos: juka dojo Archiv

Eröffnet wurde das juka dojo 1970 als reine Kampfsportschule. Manfred Kartheuser betrieb mit einem Partner schon seit 1968 eine Kampfsportschule im Hamburger Stadtteil Winterhude. Mit dem juka dojo in Nienstedten vergrößerte er sich im vornehmen Einzugsgebiet der Hamburger Elbvororte. Den Namen der Kampfsportschule wählte Manfred Kartheuser seinem Trainingsangebot entsprechend: ju = Judo, ka = Karate, dojo = Ort, an dem die Kampfkünste gelehrt werden bzw. auch Stätte der Meditation. Im Laufe der Jahre hat sich der juka dojo Fitness Club zu einem vielfältigen Studio entwickelt. Manfred Kartheuser hat das Angebot

Die Hamburger Volksschauspielerin Heidi Kabel trainierte im juka dojo Nienstedten

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Seit dem Umbau 1978 gibt es Aerobic-Kurse im juka dojo

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STUDIO DES JAHRES

Fotos: Klaudia Lech

Dafür setzt das Team auf die spürbare Präsenzbetreuung auf der Fläche, in den milon- und five-Bereichen sowie auf einen starken Kursbereich. „Wir haben gemeinsam mit dem gesamten Team eine Vision entwickelt: Wir wollen Anbieter Nr. 1 für Gesundheit, Fitness und Lebensqualität sein. Wir coachen Menschen mit Herzlichkeit und Kompetenz – wir schaffen jd-Helden!“, führt Ralf Trierweiler weiter aus.

Mitglieder werden Helden Alle Prozesse in beiden juka dojos sind darauf ausgerichtet, aus den Mitgliedern jd-Helden zu machen. Ralf Trierweiler verdeutlicht, wie das Team des juka dojo seine Dienstleistung für alle Beteiligten emotionalisiert: „jd-Helden sind für uns Menschen, die ein spezielles Problem haben, durch das sie sich nicht glücklich fühlen. Es kann sein, dass sie sich am Strand im Bikini oder in Badehose nicht wohlfühlen oder jeden Tag mit Schmerzen aufwachen und 16

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deshalb viele Dinge im Leben nicht mehr machen können.“ Daraus ergibt sich für das Team ein klarer Auftrag: „Sie sind für uns Helden, da sie diesen Zustand nicht mehr akzeptieren und mit uns den Weg gehen, dies zu verändern. Wir sind die Mentoren, die aus Menschen mit einem Problem Helden machen“, so Ralf Trierweiler. Für die Arbeit mit den Kunden setzt das Team die Geräte und Konzepte von cardioscan, milon, five oder myline ein, die insbesondere in den ersten drei Monaten – nach Beginn der Mitgliedschaft oder nachdem ein neues Ziel fixiert wurde – in einer sehr intensiven Betreuung eingesetzt werden. Ziel dieser Prozesse ist es, mit jedem Mitglied den persönlichen Erfolg zu feiern.

Applaus, Applaus!! Die Erfolge der Mitglieder werden zuerst studiointern kommuniziert und gefeiert, sodass andere anwesende Kunden den Moment


Foto: juka dojo

des Erfolgs aktiv miterleben können. Beim Erreichen eines Etappenziels oder des Gesamtziels wird zusammen mit dem Kunden eine Schiffsglocke geläutet. Das hört dann jeder im Studio und weiß dementsprechend: wieder ein jd-Held. Um den Kundenerfolg gebührend zu würdigen, wird in den meisten Fällen ein Foto mit den Mitgliedern gemacht, das auf Facebook und Instagram gepostet wird, um den Erfolg auch nach außen zu dokumentieren. Die Fotos von den erfolgreichen Mitgliedern werden darüber hinaus im Studio an der „Wall of Fame“ ausgehängt.

Das Team spielt eine entscheidende Rolle Die Mitarbeiter des juka dojo haben in dem intensiven Betreuungssystem eine entscheidende Rolle inne. Aus diesem Grund wurden die Vision und die Betreuungsprozesse, die sich daraus ableiten, gemeinsam mit dem Team entwickelt.


STUDIO DES JAHRES

Fotos: Klaudia Lech

(v.l.) Jürgen Wolff (Redakteur fitness MANAGEMENT), Claudia Ott (Clubleitung juka dojo Rahlstedt), Manfred Kartheuser (Inhaber juka dojo), Birgit Schwarze (Chefredakteurin fitness MANAGEMENT), Ralf Trierweiler (Inhaber und Geschäftsführer juka dojo), Mark Raebricht (Clubleitung juka dojo Nienstedten)

Die Unternehmer hinter dem juka dojo Fitness Club

Manfred Kartheuser, Inhaber Manfred Kartheuser, Jahrgang 1941, verheiratet, ist der Gründer des juka dojo. Er kommt ursprünglich aus dem Kampfsport: 1. Dan Judo, 3. Dan Karate. Manfred Kartheuser stand und steht für die Entwicklung seines Unternehmens. Er ist immer aufgeschlossen für neue Wege gewesen und hat das juka dojo auf diese Weise über 49 Jahre modern gehalten. Um Neuerungen und Verbesserungen für seine Kampfsportschulen zu finden, machte er viele Reisen. Auf einer Reise nach Kalifornien entdeckte er dort die damaligen Health-Clubs. Diese Welt hat ihn so begeistert, dass er diese Art des Trainings unbedingt nach Hamburg bringen wollte.

Ralf Trierweiler, Inhaber und Geschäftsführer Ralf Trierweiler, Jahrgang 1974, verheiratet und drei Kinder, hatte sich 1998 nach dem Studium zum Diplom-Sportwissenschaftler in der Betrieblichen Gesundheitsförderung selbstständig gemacht. 2004 begann er seine Tätigkeit im juka dojo Nienstedten zunächst als Fitnessberater. 2008 übernahm er die Clubleitung. Seit 2011 ist er als Partner des Gründers, Manfred Kartheuser, Gesellschafter des Unternehmens. Er liebt die Arbeit mit Menschen und investiert viel Zeit in die Formung und Entwicklung seines Teams. Ebenso wie Manfred Kartheuser sieht er die Weiterentwicklung des Unternehmens als eine elementare Aufgabe, um dauerhaft erfolgreich zu sein.

Für Ralf Trierweiler können seine Mitarbeiter dann in ihrer Aufgabe aufgehen, wenn sie sich als Teil der Aufgabe sehen, d. h. ihre Ziele müssen sich möglichst stark mit den Zielen des Unternehmens überschneiden. „Wir wollen ein Arbeitsumfeld, in dem sich der Einzelne innerhalb gesetzter Grenzen und Spielregeln frei entfalten kann. Wir wollen keine QM-Richtlinien, die jede Geste, jedes Wort o. Ä. festlegen“, erklärt der Geschäftsführer des juka dojo.

sowohl fachlich als auch menschlich weiterzuentwickeln und den Zusammenhalt des gesamten Teams zu fördern.

Für die Ausgestaltung und Umsetzung der Dienstleistung haben Ralf Trierweiler und sein Team ihr Selbstverständnis bezogen auf das Kundenerlebnis, den Umgang mit den Kunden und ihre Betreuung als kleines Mitarbeiter-Booklet gestaltet, das den Mitarbeitern täglich Hilfestellung bieten kann. Regelmäßige Team-Tage und -Events mit dem Geschäftsführer und der Clubleitung werden als Plattform genutzt, um die Mitarbeiter 18

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Digitale Unterstützung Digitalisierung? „So viel wie möglich dort, wo es dem Kunden nutzt, und so wenig wie möglich dort, wo es uns vom Kunden ablenkt und die Kommunikation einschränkt“, sagt Ralf Trierweiler. In der Trainingsbetreuung arbeitet das Team mit milon care. Jeder Trainer hat dafür ein iPad, mit dem er jederzeit auf die Trainingsdaten des Kunden zugreifen und ihn individuell gut coachen kann. „Unsere Devise ist, dass das Digitale den Mitarbeiter besser machen soll.“ Für seine Mitglieder bietet das juka dojo eine App, die zurzeit noch informativen Charakter besitzt, zukünftig aber in den Bereichen Motivation und Alltagshilfe sowie mit spielerischen Elementen weiterentwickelt werden soll. Auch für die Mitarbeiter gibt es eine eigene App, in der alle Unterlagen, Leitfäden und Aufgaben hinterlegt sind.


Waltraut Raithel, Mitglied seit 1985 „Das Einzigartige am juka dojo ist der Zusammenhalt aller. Die anderen Mitglieder und vor allem die Trainer haben immer ein offenes Ohr und helfen mir weiter. Ich komme einfach gerne hierher.“

Mitglieder über das juka dojo Nienstedten

Dirk Stahl, Mitglied seit 2005 „Das juka dojo ist eine Insel in einer zunehmend unruhigen Welt. Ich komme nicht nur hierher, um zu trainieren, sondern auch um meine Seele zu entspannen. Wir haben hier eine echte Gemeinschaft, in der sich alle freundlich und mit Respekt begegnen. Alle Mitglieder werden hier immer umsorgt. Alle, auch die Leitung – Manfred, Ralf und Mark, der Studioleiter – kümmern sich persönlich, denken immer voraus und investieren ständig, um uns das Beste zu bieten.“

Die Eckdaten des juka dojo Nienstedten Fläche des Studios gesamt: 775 m2 Gerätebereich: 265 m2 Kursraum: 120 m2 Cardiobereich: 90 m2 Wellness: 70 m2 Medy jet Lounge: 40 m2 Umkleiden & Duschen: 105 m2 Eingangs- und Clubbereich: 50 m2 Büros: 15 m2 Mitarbeiter: 11 fest angestellt, 2 geringfügig beschäftigt, 2 Azubis, 1 Student, 10 Freiberufler (nur für Kurse) Ausstattung: milon Q, five, milon milcanic, Precor Mitglieder: Der Altersdurchschnitt liegt bei 55 Jahren; 67 % Frauen, 33 % Männer.

Weiterentwicklung im Bereich Social Media Facebook und Instagram werden zum einen intern genutzt, um besondere Erlebnisse im Studio und Erfolge der Mitglieder zu teilen, zum anderen, um extern Leads zu generieren. Mit der Social-Media-Präsenz wurden zwei Mitarbeiter beauftragt, die sich um diese Aufgabe für das juka dojo Nienstedten und für das zweite juka dojo in Hamburg-Rahlstedt kümmern. „Ich denke, es ist wichtig, hierfür Ressourcen bereitzuhalten. In diesem Bereich haben wir uns in den letzten Jahren am meisten weiterentwickelt,“ stellt Ralf Trierweiler fest. Wie wir den Geschäftsführer des juka dojo Nienstedten, seinen Partner und Mentor Manfred Kartheuser und ihr Team kennengelernt haben, ist das die beste Motivation, es in Zukunft noch besser zu machen und die nächsten Weiterentwicklungen auf den Weg zu bringen. www.fitness-nienstedten.de


FACHARTIKEL DIGITALE KOMMUNIKATION

Foto: Gerd Altmann - pixabay.com

Herausforderung Digitalisiertes Management 4.0

Moderne Kommunikation in Fitnessunternehmen Wie sollte man heutzutage mit den eigenen Mitgliedern und potenziellen Neukunden am besten kommunizieren? Diese Frage stellen sich aktuell viele Unternehmer. Denn es wird zunehmend schwieriger, im aktuellen Kommunikationsumfeld, das besonders durch die Digitalisierung und einen Generationenwandel geprägt ist, den „Nerv der Kunden zu treffen“ und entsprechend wahrgenommen zu werden.

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akt ist: Wenn Informationen, beispielsweise über neue Angebote des eigenen Studios, oder auch einfach nur News nicht mehr aufgenommen, gelesen und vor allem wahrgenommen werden, dann kann der gewünschte Kommunikations- und Marketingeffekt durch diese Botschaften natürlich auch nicht (mehr) eintreten. Zentrale Erfolgsfaktoren für eine erfolgreiche Kommunikation sind deshalb heute eine zielgruppenspezifische Ansprache und die Wahl der richtigen Kommunikationskanäle für unterschiedliche Zielgruppen bzw. Kundensegmente.

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Das Erwachen einer neuen Ära – die Generationen Y und Z als wachsendes Kundensegment Unsere Umwelt befindet sich im permanenten Wandel und einer der gravierendsten Generationenwechsel der modernen Zeitgeschichte wird das Kauf- und Kommunikationsverhalten der Verbraucher in den nächsten Jahrzehnten weiter dramatisch verändern. Die Babyboomer werden durch die Generation Y (Millennials) und die Generation Z (Gen Z) als die einflussreichsten Konsumentengenerationen weltweit abgelöst werden. Bis 2030 werden alle Baby-


boomer das 65. Lebensjahr vollendet haben, und obwohl sie dann einen größeren Prozentsatz der Weltbevölkerung ausmachen als heute (9 Prozent im Jahr 2019 und 16 Prozent bis 2050), wird ihr Einfluss auf das Kaufverhalten der Verbraucher abnehmen. Bis 2030 werden aktuellen Prognosen zufolge über 80 Prozent der weltweiten Bevölkerung aus den Millennials und der Gen Z stammen und über 80 Prozent aller Verbraucherkäufe tätigen.

Aktuelle Zahlen aus dem US-Fitnessmarkt Laut dem „Health Club Consumer Report 2019“ der IHRSA stellen die Millennials und die Gen Z heute schon 38 Prozent der Mitglieder des US-Fitnessmarkts und diese Zahl soll in den nächsten zehn Jahren voraussichtlich auf über 50 Prozent ansteigen. In Europa und Deutschland ist eine ähnliche Entwicklung zu erwarten. Klar ist in diesem Zusammenhang auch, dass gerade die Millennials und die Gen Z vermehrt „digital“ kommunizieren. Dieser Trend ist zunehmend auch bei Babyboomern zu beobachten. Das bedeutet, dass ohne eine entsprechende digitale Kommunikationsstrategie zukünftig relevante Botschaften von vielen Personen nicht mehr gesehen und somit auch nicht mehr konsumiert und verwertet werden. Und das kann fatale Folgen für das eigene Studio haben.

Praxistipps für die richtige Kommunikation Im Folgenden werden allgemeine Empfehlungen vorgestellt, um die aktuellen und zukünftigen Entscheidungsträger in Fitnessunternehmen zu inspirieren und zu sensibilisieren. Ziel ist es dabei,

in der modernen Kommunikation umzudenken, wenn es darum geht, die Kommunikation des Unternehmens auf die materiellen und immateriellen Bedürfnisse der Millennials und der Gen Z auszurichten.

Kommunikation über eine intuitive und ansprechende App Die Gen Z und die Millennials mögen es, über eine App mit Marken in Kontakt zu treten. Wenn ein Fitnessbetrieb mit diesen beiden Generationen interagieren will, ist es daher unerlässlich, über eine intuitive App zu verfügen, die es den Mitgliedern ermöglicht, Informationen über das Studio einzuholen, sich individuell für spezifische, interessante Inhalte zu registrieren und schließlich auch genau das zu kaufen, was sie wollen und brauchen.

Social Media muss zur Drehscheibe der Kommunikationsstrategie werden Die Gen Z und die Millennials nutzen Social Media, um gezielt nach Marken zu suchen, Empfehlungen für Brands zu erhalten, ihre Erfahrungen mit Marken auszutauschen und sich selbst zu vermarkten. Darüber hinaus besuchen sie verschiedene SocialMedia-Plattformen, sodass es essenziell wichtig zu wissen ist, auf welchen Plattformen sich die potenziellen und aktuellen Mitglieder am häufigsten aufhalten. Millennials sind vermehrt auf Facebook, Instagram, Snapchat, Twitter und YouTube präsent. Die Gen Z wiederum ist eher auf Snapchat und YouTube aktiv.


FACHARTIKEL DIGITALE KOMMUNIKATION

Foto: ipopba - stock.adobe.com

Video Content ist unerlässlich, wenn es darum geht, Storytelling zu betreiben Authentische Botschaften und Geschichten werden heute immer häufiger über Videos kommuniziert, denn Textinhalte und gar Standbildinhalte sind in diesem Zusammenhang überholt und aus Sicht der beiden Generationen „uralt“. Fitnessunternehmer, die jüngere Generationen ansprechen wollen, müssen sich daher vermehrt darauf fokussieren, Videoinhalte selbst zu erstellen und über diese zu kommunizieren. Hier sollten insbesondere Inhalte mit authentischen Menschen (Markenbotschafter, Trainer, Kunden sowie evtl. auch die Geschäftsführung selbst) im Fokus stehen, um nachhaltig bei den Kunden in Sachen Image zu punkten und im Kopf zu bleiben.

Fazit Im Jahr 2020 und weit darüber hinaus werden die Millennials und die Gen Z in Verbindung mit der fortschreitenden Digitalisierung einen unglaublichen Einfluss auf das Konsum- und Fitnessverhalten ausüben. Betreiber werden nicht länger einen generalistischen One-size-fits-all-Kommunikationsansatz verfolgen können, ohne Mitglieder der Millennial-Generation und der Gen Z zu vergraulen. Eines ist sicher: In den kommenden Jahrzehnten erfordert diese zentrale Herausforderung von den Studiobetreibern einen hohen Grad an Flexibilität, Innovationsbereitschaft und Individualität, gerade in der Kommunikation mit den potenziellen Kunden von heute und morgen.

Influencer-Marketing betreiben bzw. selbst zum Meinungsbildner werden

Messaging-Apps – die „Speerspitze“ der modernen Kommunikationsmittel Messaging-Apps wie bspw. der Facebook Messenger, Telegram, WhatsApp und soziale Plattformen sind die Zukunft der persönlichen Kommunikation. Telefonate und E-Mails werden zwar weiterhin sehr wichtige Kommunikationsmittel bleiben, aber im Laufe des nächsten Jahrzehnts müssen die Betreiber den Umgang mit den wichtigsten Messaging-Plattformen beherrschen, eine kommunikationskanalspezifische adäquate Sprache sprechen und gezielt den Dialog mit Kunden suchen. 32

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Roman Spitko Roman Spitko verfügt über ein Studium der Betriebswirtschaftslehre sowie ein Master-of-Laws-Studium (LL.M). Er ist als Dozent für die Deutsche Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement/BSA-Akademie tätig. Seit 2015 fungiert er zudem als Fachleiter Management/Ökonomie.

Foto: DHfPG/BSA

Ca. 40 Prozent der Millennials berichten, dass ihr bevorzugter Social-Media-Influencer sie besser kennt als die eigenen Freunde. Kaum zu glauben, oder? Darüber hinaus haben diese SocialMedia-Berühmtheiten einen enormen Einfluss auf die Marken, für die sich die Gen Z und die Millennials interessieren bzw. schlussendlich auch kaufen. Infolgedessen müssen Fitnessanbieter entweder mit den beliebtesten Social-Media-Influencern in ihrem jeweiligen Marktgebiet zusammenarbeiten (Influencer-Marketing) oder dem Weg folgen, den bspw. die große US-amerikanische Premium Fitnesskette Equinox eingeschlagen hat. Equinox macht seine eigenen Mitarbeiter gezielt zu Social-Media-Influencern, die dann wiederum die „Botschaft“ von Equinox auf den SocialMedia-Kanälen weiterverbreiten und teilen.

www.dhfpg-bsa.de

Literaturliste Club Intel (Hrsg.) (2019). The Influence of Gen Y and Gen Z on the Fitness Industry. How Generations Y and Z are impacting the Global Fitness Industry. Zugriff am 17.10.2019. Verfügbar unter: https://gallery.mailchimp.com/7cfb09656f8db35b42ed40f51/files/87006b5d-d117-4fc3-b63d3d1006f4ea3f/Gens_Y_and_Z_Implications_for_the_Global_Fitness_Market.pdf International Health, Racquet & Sportsclub Association (IHRSA) (Hrsg.) (2019). 2019 IHRSA Global Report – The State of the Health Club Industry. Zugriff am 14.10.2019. Verfügbar unter: https://www.ihrsa.org/publications/the-2019-ihrsa-global-report/ International Health, Racquet & Sportsclub Association (IHRSA) (Hrsg.) (2019). The 2019 IHRSA Health Club Consumer Report. Zugriff am 17.10.2019. Verfügbar unter: https://www. ihrsa.org/publications/the-2019-ihrsa-health-club-consumer-report/


FACHARTIKEL DIGITALISIERUNG IM BGM

Möglichkeiten für Beschäftigte und Betriebe

Digital Health

Foto: kromkrathog - stock.adobe.com

Digitalisierung und Künstliche Intelligenz durchdringen mittlerweile alle Lebensbereiche. In der Medizin kann durch eine verbesserte Früherkennung und individualisierte Interventionsgestaltung die Mortalität von Krankheiten reduziert werden. Parallel dazu steigen auch die Anwendungsfälle für digitale Tools in der Betrieblichen Gesundheitsförderung (BGF). Im Fokus stehen die Sensibilisierung und Motivation für ein besseres Gesundheitsbewusstsein.

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er technologische Fortschritt, die steigenden räumlichen und zeitlichen Flexibilitätsanforderungen, die stetige Arbeitsverdichtung und der Wandel hin zur Kopfarbeitergesellschaft verändern fortwährend die Arbeitswelt und stellen neue Anforderungen an Betriebe und ihre Belegschaften. Zudem erhöht sich kontinuierlich das Durchschnittsalter der Erwerbstätigen, während es zeitgleich zu einem Engpass an Nachwuchskräften kommt. Gleichsam offenbart ein Blick auf die Gesundheitslage, dass zunehmend solche Erkrankungen an Bedeutung gewinnen, die eng mit den Lebensbedingungen, dem Gesundheitsverhalten und dem Sozialstatus verbunden sind (Robert Koch-Institut, 2016). Das führt dazu, dass in vielen Unternehmen der Erhalt der Arbeitsfähigkeit und die Sicherung des Fachkräftebedarfs eine wichtige Rolle spielen. Einen Masterplan, diesen Herausforderungen zu begegnen, gibt es nicht. Es bieten sich jedoch vielfältige Chancen und innovative Formen der Prävention.

Attraktiv für junge Arbeitnehmer Die digitale Welt ist längst Bestandteil unseres Alltags und hat im Zeitalter eines flächendeckenden Internets mit mobilen Endgeräten sowie der Vernetzung von Menschen, Dingen und Maschinen eine neue Qualität erreicht (Hasselmann, Franzen & Schauerte, 2019, S. 180). Auch im Rahmen von betrieblichen und überbetrieblichen Gesundheitsprojekten werden vermehrt digitale Instrumente eingesetzt. Daher ist es nicht verwunderlich, dass auch Personal- und Gesundheitsverantwortliche in Betrieben immer häufiger mit der Frage konfrontiert sind, welche technologischen Entwicklungen sich für eine Anwendung in der BGF eignen. Insbesondere, weil mit den Generationen Y und Z neue Gruppen von Personen auf den Arbeitsmarkt strömen, die in ihrer Kindheit durch technologische Medien geprägt wurden. Sie sind deutlich technologieaffiner als die Generationen vor ihnen, sie sind mit Internet und Smartphone aufgewachsen und tauschen sich generell über digitale Medien und soziale Netzwerke aus. 34

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Digitale Ansätze und Anwendungsfelder Das Portfolio an digitalen Lösungen im Rahmen betrieblicher Gesundheitsförderungsaktivitäten ist vielfältig. Es reicht von Informationssystemen über Gesundheits-Apps bis hin zu tragbaren Sensoren (Wearables). Im Trend liegen derzeit Wearables wie Fitnessarmbänder, Smartwatches und Messsensoren. Sie analysieren wichtige Körperdaten und liefern Informationen zum Aktivitätsverhalten wie auch zum Stress-Level und erfassen zudem das Schlaf- und Ernährungsverhalten. Wenngleich der Nutzer dabei nicht zwingend auf weitere digitale Medien angewiesen ist, kann eine Kombination mit Smartphone & Co. dennoch sinnvoll sein, um die Daten umfassender und spielerischer nutzen zu können (Walter & Mees, 2018, S. 76). Insbesondere Gamification-Elemente wie Ranglisten, Fortschrittsbalken oder Highscores sollen dabei die Motivation für ein gesundheitsförderliches Verhalten erhöhen, entsprechende Effekte steigern und die Zielgruppen erweitern. Im Unternehmenskontext können Wearables mit einem Gesundheitsportal gekoppelt werden, auf dem die Daten zusammenfließen. Die Beschäftigten können sich freiwillig anmelden, an unternehmensinternen Wettbewerben oder Fimenfitnessangeboten teilnehmen und sogar Communitys beitreten. Neben der Aktivierung und Sensibilisierung der Beschäftigten gibt es dabei noch einen weiteren Zweck: gezielte Information. So lassen sich in Projekten auch Zusatzinformationen zu Gesundheitsthemen wie etwa Ernährung, Sucht oder Stressbewältigung streuen.

Wirkungsweise und Voraussetzungen Der Einsatz digitaler Tools erfolgt meist mit großer Euphorie. In Bezug auf deren Wirksamkeit und Nutzen muss allerdings beachtet werden, dass digitale Anwendungen an sich nicht gesünder machen. Sie können gesundheitsbezogene Aktivitäten aber sinnvoll unterstützen (Betz, Koehler & Sohrabi, 2018, S. 225). Die positiven Wirkungen von sportlicher Aktivität, wie beispielsweise eine Steigerung des Wohlbefindens, die Verbesserung von Herz-KreislaufParametern, die Aktivierung des Stoffwechsels, mehr Beweglich-


keit, die Stärkung von Muskeln, Sehnen, Bändern und Gelenkstrukturen oder eine verbesserte Haltung, entstehen durch vielfältige physiologische Anpassungsprozesse – allerdings nur dann, wenn die Menschen selbst aktiv sind. Letztendlich muss die Entscheidung, sportlich aktiv zu sein, auf Basis einer intrinsischen Motivation getroffen werden. Vonseiten der Unternehmen erfordert die Anwendung digitaler Lösungen zudem eine digitale Infrastruktur, Know-how und entsprechende Investitionen (Betz, Koehler & Sohrabi, 2018, S. 224). Am Erfolg versprechendsten für eine Verbesserung des Gesundheitsverhaltens und letztlich auch für die Gesundheit scheint bislang die Kombination von traditioneller Gesundheitsförderung mit digitalen Anwendungen zu sein. Bei der Inanspruchnahme von Firmenfitnessangeboten kann beispielsweise der Trainingsprozess optimal unterstützt werden, indem das Training durch die Kombination einer Smartwatch oder Multisportuhr mit einem Smartphone individualisiert und nach einem trainingswissenschaftlich fundierten Plan absolviert werden kann. Das steigert nicht nur die Motivation, sondern auch die Erfolgsaussichten. Durch das Tracking wichtiger Körperdaten können Belastungs- und Erholungsphasen besser gesteuert sowie Trainingsumfänge und Intensitäten besser individualisiert werden. Das fördert die persönliche Leistungsentwicklung und unterstützt das Erreichen der gesetzten Gesundheitsziele.

Fazit Sicherlich gibt es nicht die eine richtige Lösung, die für jedes Unternehmen und für jeden Beschäftigten geeignet ist. Vielmehr muss jedes Unternehmen seine eigenen Anforderungen und Ziele definieren und sollte nur solche Maßnahmen durchführen, die zu den formulierten Zielen und den Bedürfnissen der Beschäftigten passen. Analoge und digitale Maßnahmen müssen dabei intelligent vernetzt und in ein betriebliches Gesamtkonzept eingebunden werden.

Der Gesundheitswissenschaftler Jens Brehm ist als Autor, Dozent und Referent im Fachbereich Gesundheitsförderung/Betriebliches Gesundheitsmanagement für die Deutsche Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement sowie die BSA-Akademie tätig. Durch seine mehrjährige Beratertätigkeit verfügt er über umfassende Praxiserfahrung sowohl beim Aufbau eines strategischen BGM als auch bei der Umsetzung spezifischer betrieblicher Präventionsmaßnahmen.

Foto: DHfPG/BSA

Jens Brehm

www.dhfpg-bsa.de

Auszug aus der Literaturliste Betz, M., Koehler, U. & Sohrabi, K. (2018). Digitales Gesundheitsmanagement bei Auszubildenden. In D. Matusiewicz & L. Kaiser (Hrsg.). Digitales Betriebliches Gesundheitsmanagement (S.213–226). Wiesbaden: Springer Fachmedien. Hasselmann, O., Franzen, L. & Schauerte, B. (2019). Digitale Möglichkeiten der Verhaltensprävention in Betrieben. In B. Badura, A. Ducki, H. Schröder, J. Klose & M. Meyer (Hrsg.). Fehlzeiten-Report 2019 (S. 179–191). Berlin: Springer-Verlag. Robert Koch-Institut, (2016). Gesundheit in Deutschland – die wichtigsten Entwicklungen. Gesundheitsberichterstattung des Bundes. Gemeinsam getragen von RKI und Destatis. Berlin. Für eine vollständige Literaturliste kontaktieren Sie bitte marketing@dhfpg-bsa.de.

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Neuer Studiengang: Bachelor of Science Sport-/Gesundheitsinformatik

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Um die digitale Evolution weiter voranzutreiben, hat die DHfPG ihr Studienangebot zum Wintersemester 2020 mit einem interdisziplinären, technik- und gesundheitsorientierten, dualen Studiengang verstärkt. Weitere Infos hierzu auf den Seiten 38–39 und unter: dhfpg.de/bsgi


BILDUNG | ANZEIGE

Der erste Bachelor of Science der DHfPG ab WS 2020

FITNESS & INFORMATIK – AUS ZWEI MACH EINS Fotos: DHfPG/BSA

Technologie eröffnet neue Zukunftsperspektiven für Fitness- und Gesundheitsanlagen sowie für die Fitnessindustrie. Um den entstehenden Personalbedarf zu decken und es Unternehmen sowie Studiobetreibern zu ermöglichen, qualifiziertes Personal direkt im Betrieb auszubilden, bietet die Deutsche Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement (DHfPG) ab dem Wintersemester 2020 den dualen Bachelor-Studiengang B. Sc. Sport-/Gesundheitsinformatik an.

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eutzutage gibt es kaum einen Hobbysportler ohne Fitnesstracker oder Smartwatch. In den Studios werden die Fitnessgeräte immer vernetzter, interaktiver und dadurch individueller. Um Systeme optimal aufeinander abzustimmen und sie so vollumfänglich nutzen zu können, benötigt man Spezialisten vor Ort, die diese Systeme an die unternehmensspezifischen Gegebenheiten anpassen können. Diesen Bedarf an neuen Experten deckt die DHfPG mit der Ausbildung von Sport-/Gesundheitsinformatikern.

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Der Neue der DHfPG – Zwei Fächer, ein Studium Studierende des neuen B. Sc. Sport-/Gesundheitsinformatik werden für die Arbeit sowohl in Fitness- und Gesundheitsbetrieben als auch in der Fitnessindustrie qualifiziert und bieten für beide Bereiche ein beträchtliches Potenzial. Die Studierenden übernehmen in diesen Branchen eine Art Mittlerfunktion zwischen Fitness, Gesundheit und Informatik: Das vom Fitnessstudio verwendete Softwareprogramm zur Zugangskontrolle kann nur Mitglieder mit


Jahresverträgen erkennen, nicht aber die mit 10er-Karte oder Monatsabo. Auch kann der neu erworbene Stepper zwar Daten zur Intensität und Fettverbrennung anzeigen, diese aber nicht in den virtuellen Trainingsplan übertragen. Also müssen die Betreiber entweder durch externe Softwarefirmen teuer nachjustieren lassen oder können die Programme und Geräte nur für einen Teil der vorgesehenen Arbeit nutzen. Ein Mitarbeiter, der sowohl die technische als auch die Fitness-/Gesundheitsqualifikation hat, stellt hier einen enormen Mehrwert dar. Als studierter Sport-/Gesundheitsinformatiker kann er sich um alle digitalen Systeme des Betriebes kümmern und gleichzeitig als vollwertiger Trainer im Tagesgeschäft eingesetzt werden. Er garantiert beispielsweise das perfekte Zusammenspiel von Fitnessgerät, Trainier vor Ort und Kunde und ist sogar in der Lage, die im Studio eingesetzte Software an die dortigen Gegebenheiten anzupassen. Dadurch wird die optimale Rundumbetreuung der Kunden garantiert, ein besonderer wettbewerbsentscheidender Vorteil vorgestellt und ein zusätzlicher Trainer etabliert. Die Fitnessunternehmen arbeiten zwar mit den besten Herstellern und Fachleuten zusammen, um ihre Produkte noch effektiver und kundenfreundlicher zu machen. Allerdings ist der Entwicklungsprozess häufig schwierig, da die Sport- und Ernährungswissenschaftler Vorstellungen haben, die von der IT nicht oder nur schwerlich umgesetzt werden können. Für diese Unternehmen fungieren die Studierenden als Schnittstelle zwischen den Bereichen Fitness und Informatik, indem sie als Entwickler eingesetzt werden können. Mit dual Studierenden der DHfPG können die Fitnessstudios und -industrie sofort über eine weitere Arbeitskraft mit wenig Ausfallzeiten durch kompakte Präsenzphasen verfügen und einen neuen Mitarbeiter von Beginn an mit den branchen- und unternehmensspezifischen Gegebenheiten vertraut machen.

Der Erste in Deutschland Die anderen deutschen Hochschulen und Universitäten bieten nur die Wahl zwischen den typischen technisch-mathematischen und den sport- und gesundheitswissenschaftlichen Fachgebieten. Der neue interdisziplinäre, technik- und gesundheitsorientierte, duale Studiengang B. Sc. Sport-/Gesundheitsinformatik der DHfPG ist der erste Studiengang deutschlandweit, der diese Gebiete miteinander vereint und Fachkräfte für die Digitalisierung des Sport-, Fitness- und Gesundheitsmarktes qualifiziert. Der Studiengang bildet Spezialisten aus, die komplexe Systeme nicht nur planen, sondern auch digital umsetzen können.

eingesetzt werden. Durch die Dozenten, von denen viele in der Gesundheits- und Fitnessbranche tätig sind, sowie durch die duale Form des Bachelor-Studiums erfolgt die Ausbildung praxisnah und interdisziplinär. Dadurch ist eine direkte Übertragung der wissenschaftlichen Inhalte in den Studio- und Firmenalltag ohne Weiteres möglich.

Fit in die Zukunft Fitnessstudiobetreiber sichern sich durch die Beschäftigung eines dual Studierenden des neuen Studiengangs entscheidende Wettbewerbsvorteile. Doch nicht nur das: In Zukunft ist sicherlich, zusätzlich zum Trainer vor Ort, sowohl der virtuelle Coach auf dem Smartphone oder Tablet als auch die Teilnahme an Kursen mithilfe von Virtual und Augmented Reality normal. Auch für Fitnessstudiobetreiber bietet sich die Chance, durch die Beschäftigung eines dual Studierenden des Bachelor of Science Sport-/Gesundheitsinformatik diese neuen technologischen Möglichkeiten hervorragend auszuschöpfen und gleichzeitig einen vollwertigen Trainer auszubilden. Mit dual Studierenden der DHfPG sind Sie heute schon auf die Herausforderungen von morgen bestens vorbereitet.

Interdisziplinärer Studienverlaufsplan In den obligatorischen Modulen aus den Bereichen Naturwissenschaft, Wirtschaftswissenschaft, Trainings-/Gesundheitswissenschaft sowie Informatik erwerben die Studierenden interdisziplinäre Kompetenzen. Ergänzt wird dieser fächerübergreifende Lehrplan von den Studienschwerpunkten Sport und Gesundheit, von denen die Studierenden jeweils einen belegen. Der Studienschwerpunkt Sport enthält die Module Sportmanagement und -marketing. Wählen die Studierenden den Studienschwerpunkt Gesundheit, belegen sie die Module Konzepte und Strategien der individuellen Gesundheitsförderung sowie Psychologie des Gesundheitsverhaltens. Sie werden Spezialisten zur Förderung und Erhaltung der individuellen Gesundheit, unterstützt durch digitale Informationsund Assistenzsysteme. Mit Abschluss des Studiums sind sie zum einen in der Lage, die technische Entwicklung von digitalen Trainings-, Assistenz- und Datenverarbeitungssystemen im Sportund Gesundheitsbereich zu planen, koordinieren, umzusetzen und zu evaluieren und können zum anderen als studierte Fitnesstrainer

Die DHfPG ist eine akkreditierte private Hochschule mit fünf dualen Bachelor-, vier Master-Studiengängen sowie einem Graduiertenprogramm für den Zukunftsmarkt Prävention, Fitness, Sport und Gesundheit. Ab Wintersemester 2020 wird das Angebot um den B. Sc. Sport-/Gesundheitsinformatik erweitert. Über 8.000 Studierende in 4.300 Unternehmen setzen auf die Studiengänge der DHfPG. Weitere Informationen zum neuen Studiengang finden Sie unter dhfpg.de/bsgi.

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Foto: UGLY GmbH

Interview mit Benjamin Moritz und Thorsten Schultheis, UGLY GmbH

„Lösungen, die Anwender begeistern“ UGLY Solutions ist spezialisiert auf digitale Anwendungen für die Verwaltung von Fitnessketten ab vier Studios. Das Unternehmen aus Würzburg startete 2019 mit einer eindrucksvollen Kampagne für sein Managementsystem LUCY. fitness MANAGEMENT hat die Geschäftsführer Benjamin Moritz und Thorsten Schultheis zum einem Interview getroffen.

fM: Herr Moritz, Herr Schultheis, vielen Dank, dass Sie sich Zeit für ein Gespräch nehmen. Sie sind aktuell medial mit einer sehr auffälligen Kampagne für Ihre Anwendung LUCY vertreten. LUCY ist ein neuartiges Managementsystem für Fitnessketten. Was ist die Geschichte hinter Ihrem Unternehmen UGLY Solutions, Ihrer Software und seit wann sind Sie am Markt? Thorsten Schultheis: Vor der Gründung von UGLY Solutions haben Benjamin und ich schon mehr als 15 Jahre als externe Softwareentwickler für Europas größte Fitnesskette gearbeitet – mit anfangs vier Studios und einer Entwicklung zu einer Kette mit über 250 Studios im europäischen In- und Ausland. Im Rahmen dieser Tätigkeit haben wir alle wichtigen Prozesse ausgearbeitet und umgesetzt. Wir haben UGLY Solutions gegründet, weil wir unsere eigenen Visionen umsetzen wollten – ein neues, innovatives, offenes System – eine Lösung, die es so vorher nicht gab. 40

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Das war in 2017. Seitdem haben wir unser Managementsystem LUCY entwickelt. Seit Mitte des Jahres 2017 sind wir aber schon bei einer Kette im Produktivbetrieb. Im Frühjahr 2019 sind wir dann offiziell an den Markt gegangen. fM: „LUCY“ ist eher als weiblicher Vorname bekannt und bedeutet zu Deutsch „die Strahlende“ oder „das Licht“. „UGLY“ wiederum bedeutet aus dem Englischen übersetzt „hässlich“. Wie kam es dazu, dass Sie Ihr Produkt und Ihr Unternehmen so benennen? Benjamin Moritz: UGLY war ursprünglich unser interner Projektname. Für uns haben die einzelnen Buchstaben folgende Bedeutung: U G L Y

– – – –

Unique Genius Lovely Yeah!


Diese Bedeutung ist auch perfekt, denn wir schaffen einmalige, geniale Lösungen, die unsere Anwender begeistern sollen. So ist unser Projektname zum Unternehmensnamen geworden. Für unsere Anwendung haben wir eine junge, dynamische und internationale Bezeichnung gesucht. Die Grundidee dahinter ist, dass LUCY Studio- und Verwaltungsmitarbeiter unterstützen soll und im nächsten Schritt automatisiert Aufgaben für die Fitnesskette übernehmen wird. LUCY arbeitet wie eine flexible und zuverlässige Mitarbeiterin. Standardisierte Prozesse und Aufgaben können einfach an sie delegiert werden. fM: Sie sagen, LUCY würde die Prozesse erfolgreicher Fitnessketten revolutionieren. Was ist so revolutionär an Ihrem Managementsystem? Thorsten Schultheis: Unser Managementsystem LUCY richtet den Blick immer auf die gesamte Fitnesskette, nicht nur auf das einzelne Studio. Vor allem haben wir die Arbeitsabläufe im Fokus, die in allen Studios gleich ablaufen und beschleunigen diese, indem wir sie optimieren und automatisieren. Bei den bisherigen Umstellungen konnten wir manche Prozesse, die im Altsystem bis zu acht Stunden gedauert haben, auf 20 bis 30 Minuten reduzieren – für absolut denselben Vorgang wohlgemerkt.

durch. Daraufhin legen wir fest, welche Möglichkeiten die Datenbestände bieten. Im Anschluss erfolgt eine Testinstallation im Studio für die Schulung der Mitarbeiter und das Feintuning der Abläufe, um dann in den Migrationsprozess zu gehen. Gemeinsam mit unseren Partnern stimmen wir die benötigten Module ab und führen die Erstkonfiguration des Systems gemeinsam durch. Im Verlauf der Erstkonfiguration erfolgt auch gleich die Einbindung der in der Fitnessbranche verbreitetsten Geräte zur Steuerung von Check-ins, Solarien, Produktautomaten etc. Bei all diesen Maßnahmen achten wir besonders darauf, dass nach der Datenübernahme keine Informationen verloren gehen, damit der Zugriff aufs Altsystem nicht mehr notwendig ist. Datenmigrationen haben wir bereits aus zig verschiedenen Systemen erfolgreich durchgeführt. fM: LUCY ist bereits in über 100 Studios in Deutschland und Österreich im Einsatz. Wer sind Ihre Kunden und warum haben diese sich für Ihr Produkt entschieden? Thorsten Schultheis: Zu den von uns betreuten Studios gehören sowohl Mikrostudios als auch die größten Studios in Deutschland und Österreich mit jeweils über 6.000 Quadratmetern.

Wir haben die Prozesse so ausgelegt und entwickelt, dass die Kette entscheiden kann, welche Abläufe wann und wie automatisch durchgeführt werden sollen.

Unsere Kunden haben erkannt, dass sie mit LUCY ein mächtiges und einfach zu bedienendes Managementsystem an die Hand bekommen, um ihr Unternehmen weiter nach vorne zu bringen.

fM: Welche Merkmale und Fähigkeiten unterscheiden LUCY von anderen Softwarelösungen für die Fitnessbranche? Welche Key-Features zeichnen LUCY aus? Thorsten Schultheis: Wir haben uns von Beginn an auf die Kernprozesse von Fitnessketten konzentriert, von der digitalen Vertragserfassung und Vertragsabwicklung bis hin zum Controlling. Den Fokus legen wir darauf, die Arbeitsabläufe für die Kette zu vereinfachen und zu optimieren.

Außerdem können wir mit dem Kunden auf Augenhöhe reden, wenn es um die Optimierung ihrer individuellen Prozesse geht.

Benutzerfreundlichkeit und Performance in den Abläufen sind wichtige Key-Features. Durch diesen Ansatz lösen wir das Problem der hohen Fluktuation unter den Mitarbeitern. Für die Einarbeitung neuer Mitarbeiter im Studio ist Zeit ein wichtiger Faktor – je kürzer, desto besser. LUCY macht eine Einarbeitungszeit von 30 Minuten für Studiomitarbeiter möglich. LUCY ist außerdem fremdwährungsfähig und multilingual konzipiert. Man kann unkompliziert mit anderen Sprachen und Währungen arbeiten. Das ist eine Eigenschaft, die vor allem für internationale Anbieter ein Muss ist.

fM: Was kann die Fitnessbranche von UGLY Solutions und LUCY erwarten? Welche Pläne haben Sie für die kommenden drei Jahre? Benjamin Moritz: Zurzeit arbeiten wir an der neuen LUCY-Version, die sich mit neuen Medien und einem hohen Digitalisierungsgrad beschäftigt. Auf lange Sicht denken wir viel größer und werden unseren Kunden ein vernetztes System anbieten, dass optimal auf die Anforderungen der neuen, digitalen Welt zugeschnitten ist. Darüber hinaus haben wir aktuelle und visionäre Themen und auch Technologien für den Studiobetrieb, die so noch in keiner Anwendung abgebildet sind. Manche verstehen unter Digitalisierung das Einscannen von Dokumenten. Wir sehen das anders: Durch die Digitalisierung fallen Prozesse weg, es werden aber auch neue geschaffen.

fM: Warum haben Sie sich mit Ihrem Produkt auf Fitnessketten spezialisiert? Benjamin Moritz: Aus unserer Sicht haben Ketten andere Anforderungen als Einzelstudios und es gab keine Lösung am Markt, die genau das als Kerngebiet hat. Das wollten wir ändern. Wenn man ein System von Grund auf neu entwickelt, dann kann man viele Dinge anders lösen. fM: Welchen Service bietet UGLY Solutions, damit der erfolgreiche Einsatz von LUCY gewährleistet werden kann? Benjamin Moritz: Wir führen zunächst eine Test-Datenmigration zur Prüfung der Datenqualität und der Prozesse im LUCY-System 06/19

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ZERTIFIZIERUNG

Bedeutung der DIN EN 17229 für die Fitnessbranche

Europäische Norm für Studios eingeführt DIN EN 17229 (Europäische Norm) DIN 33961-1 Allgemeiner Teil DIN 33961-2 Gerätegestütztes Ausdauertraining DIN 33961-3 Gruppentraining DIN 33961-4 Gerätegestütztes Krafttraining DIN 33961-5 EMS-Training Grafik: fitness MANAGEMENT

Seit Oktober ist es für Fitness- und Gesundheitseinrichtungen möglich, sich nach der Europäischen Norm, DIN EN 17229, zu zertifizieren und ihre Qualität damit neutral und unabhängig bestätigen zu lassen. Doch was bedeutet die Einführung einer europäischen Norm für die deutsche DINNorm 33961? Diese und weitere Fragen beantwortet Lars Kröger, Leitung der Zertifizierungsstelle BSA-Zert, im Interview. Die BSA-Zert bietet sowohl eine Zertifizierung nach DIN EN-Norm als auch weiterhin nach DIN-Norm an. fM: Herr Kröger, die Europäische Norm DIN EN 17229 ist kürzlich in Kraft getreten? Was bedeutet das für die deutsche Norm DIN 33961? Lars Kröger: Europäische Normen stehen generell über nationalen. Im Zuge der Veröffentlichung einer EN-Norm wird die entsprechende DIN-Norm zurückgezogen. In diesem Fall betrifft dies aber nur den Teil 1 der DIN 33961. Dieser wurde am 30. September 2019 vom zuständigen deutschen Normenausschuss zurückgezogen. Die DIN EN 17229 hat somit den Teil 1 der DIN 33961 abgelöst. Die Teile 2 bis 5 der DIN 33961 bleiben in unveränderter Form erhalten. Diese betreffen die Bereiche gerätegestütztes Ausdauertraining, Gruppentraining, gerätegestütztes Krafttraining und EMS-Training. Somit ist es jetzt möglich, sich in einem Zertifizierungsverfahren nach zwei Normen zertifizieren zu lassen: die Europäische Norm DIN EN 17229 und in beliebiger Kombination die Teile 2 bis 5 der nationalen Norm DIN 33961. Dabei bildet die Zertifizierung nach der DIN EN 17229 die Basis für die Zertifizierung und die Teile 2 bis 5 der DIN können ergänzend zertifiziert werden. 44

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fM: Was war der ausschlaggebende Punkt, die EN-Norm zu entwickeln? War Deutschland so etwas wie ein Vorbild für Europa, was Qualitätsstandards in Fitnessstudios betrifft? Lars Kröger: Das Thema Fitness hat sich in den letzten Jahren in Deutschland und Europa stark entwickelt. Immer mehr Menschen gehen in ein Studio, um sich fit und gesund zu halten. Deutschland war Vorreiter bei der Entwicklung einer entsprechenden nationalen Norm und kann somit durchaus als Vorbild bezeichnet werden. Bereits im Jahr 2013 hat der zuständige Ausschuss des Deutschen Institutes für Normung (DIN) die DINNorm 33961 verabschiedet und regelmäßig weiterentwickelt. Die Einleitung eines europäischen Normungsverfahrens wurde von dem deutschen Ausschuss initiiert. Das Ziel war es, einheitliche Mindeststandards für Studios in Europa zu erarbeiten. Nach der Verabschiedung der deutschen Norm ist das Streben nach einheitlichen Standards innerhalb Europas folgerichtig und konsequent, um den Markt vor einer möglichen Fremdregulierung durch den Gesetzgeber zu schützen.


WAS ÄNDERT SICH FÜR ZERTIFIZIERUNGSKUNDEN? Zertifizierung nach EU-Norm und deutscher DIN-Norm möglich DIN EN Zertifizierung ist für Kunden mit weniger Aufwand umzusetzen Günstigere Zertifizierungsgebühren für alle Kunden: einfaches Gebührenmodell: DIN EN = 29,90 € und je Teil der DIN = 10,00 € (netto) monatlich Keine Störung des Betriebsablaufes durch Besuche vor Ort: zukünftig Dokumentenprüfung & Remoteaudits (Videotelefonate) Übersichtliche Vertragsgestaltung (monatlich kündbar), Rezertifizierung entfällt Es sind mehr Studiokonzepte zertifizierbar Viele neue Anreize für eine Zertifizierung nach einer anerkannten europäischen Norm

fM: Sind die Anforderungen der DIN EN 17229 in etwa die gleichen wie bei der DIN 33961? Oder gibt es gravierende Unterschiede, was die geregelten Qualitätsstandards angeht? Lars Kröger: Viele Forderungen der DIN EN 17229 sind ähnlich zu denen im Teil 1 der DIN 33961, aber insgesamt auf den europäischen Markt abgestimmt. In den Bereichen Geräteauswahl, Gerätewartung, Böden und Hygiene sind die Forderungen fast identisch, in den Segmenten Kundenvertrag, Rückmeldungen von Kunden und Notfallmanagement zumindest ähnlich. In der DIN EN 17229 wird ebenfalls ein automatischer, externer Defibrillator (AED) verlangt und es müssen für die Zertifizierung beispielsweise Erste-Hilfe-Material, Zucker, kühlende Hilfsmittel und eine Wärmedecke vorhanden sein. Ebenso berücksichtigen beide Normen das Thema Prävention gegen Medizinmissbrauch. Zudem gibt es in der DIN EN-Norm Forderungen, die es vorher nicht gab. Hierzu gehört beispielsweise eine ausreichende Belüftung, ein Thermometer und Risiko-Hinweise zur körperlichen Belastung bei über 26°C in den jeweiligen Trainingsräumen. Es gibt also Unterschiede zwischen der DIN EN 17229 und dem Vorgänger, dem Teil 1 der DIN 33961. Als gravierend würde ich sie aber nicht bezeichnen. fM: Glauben Sie, dass es für deutsche Fitness- und Gesundheitsanlagen eine zusätzliche Hürde darstellen wird, wenn sie sich zukünftig sowohl nach der DIN 33961 als auch nach der DIN EN 17229 zertifizieren lassen? Lars Kröger: Es ist definitiv keine zusätzliche Hürde. Zum einen

hat man die Möglichkeit, sich nur nach der DIN EN 17229 zertifizieren zu lassen, was bei Teil 1 der DIN 33961 nicht möglich war. Zum anderen hat sich an den Forderungen der Teile 2 bis 5 der DIN 33961 nichts geändert. Die Inhalte der DIN EN 17229 sind weniger detailliert und der Ablauf wurde für den Kunden optimiert. Somit haben die Studios, die sich zertifizieren lassen möchten, eine Wahlmöglichkeit, wobei die Vertragsgestaltung, die Erfüllung der Forderungen und auch der Ablauf einfacher sind als vorher. Es ist jetzt mit weniger Aufwand verbunden, sich zertifizieren zu lassen, als dies vor dem Inkrafttreten der DIN EN 17229 der Fall war. fM: Was bedeutet das Zurückziehen von Teil 1 der DIN 33961 für die bereits zertifizierten Studios? Müssen Sie sich erneut zertifizieren lassen? Lars Kröger: Durch den Wegfall von Teil 1 müssen die Vertragsbedingungen angepasst werden. Da die DIN EN 17229 den Teil 1 der DIN abgelöst hat, müssen die Studios die zusätzlichen Forderungen der DIN EN erfüllen, um die Zertifizierung zu erhalten. Bis spätestens 1. Januar 2021 ist es erforderlich, dass die Studios ihre Zertifizierung an die Vorgaben der neuen DIN EN-Norm anpassen. Für bestehende Zertifizierungskunden ist dies mit wenig Anstrengung durchführbar. Bereits vorliegende Unterlagen werden dabei anerkannt, die fehlenden Materialien müssen nachgereicht werden. Das stellt aber kein großes Problem dar, weil die zusätzlichen Forderungen für bereits zertifizierte Studios absolut überschaubar sind und es zur Orientierung Beispiele und Mustervorlagen gibt. Diese können die Studios direkt nutzen und auf ihre Belange 06/19

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ZERTIFIZIERUNG

VORTEILE EINER ZERTIFIZIERUNG NACH DIN EN UND DIN FÜR STUDIOS Rechtssicherheit im Schadensfall/medizinischen Notfall Optimierung der Sicherheitsstandards im Studio Verkaufsargument im Interessentengespräch Erhöhung der Marketingwirkung Imagesteigerung im relevanten Marktgebiet Vertrauensbildung bei Kunden & Kooperationspartnern Bestätigung der Qualitätssicherung durch eine neutrale Institution Höhere Akzeptanz bei Firmen als Anbieter für Betriebliches Gesundheitsmanagement

fM: Wie verhält es sich denn mit den Zertifizierungsgebühren, wenn man sich nach der DIN EN 17229 und den einzelnen Teilen der DIN 33961 zertifizieren lässt? Wird es jetzt teurer für die Studios? Lars Kröger: Jedes Studio zahlt durch das europäische Zertifizierungsprogramm weniger Gebühren als vorher. Im Durchschnitt liegt die Ersparnis pro Studio bei knapp 500 Euro im Jahr. Durch die Nutzung neuer Möglichkeiten im Zertifizierungsverfahren konnten die Kosten deutlich gesenkt werden, ohne dass es zu Lasten der Validität im Rahmen der Evaluierung geht. Diese Einsparungen werden an die Kunden weitergeleitet, dadurch ergeben sich attraktive Gebühren. Die Zertifizierung nach der DIN EN 17229 kostet lediglich 29,90 Euro netto pro Monat und die Teile 2 bis 5

der DIN 33961 jeweils 10 Euro. Es wird also spürbar günstiger für die Studios.

Über den Interviewpartner Nach dem wirtschaftswissenschaftlichen Studium an der Universität in Bremen war Lars Kröger für verschiedene Bildungseinrichtungen, wie beispielsweise seit 2000 für die BSA-Akademie, als Referent im Einsatz sowie als freiberuflicher Unternehmensberater tätig. Seit 2012 ist er Leiter der Zertifizierungsstelle BSA-Zert, dem Schwesterunternehmen der BSA-Akademie.

Foto: DHfPG/BSA

anpassen. Formal müssen sie sich zwar neu zertifizieren lassen und bekommen auch ein neues Zertifikat, in der Praxis ist die Umstellung aber relativ einfach machbar.

www.bsa-zert.de

Über die BSA-Zert: Die BSA-Zert ist die unabhängige Zertifizierungsstelle der BSA-Akademie, mit über 200.000 Teilnehmern seit 1983 einer der führenden Bildungsanbieter im Zukunftsmarkt Prävention, Fitness und Gesundheit. Aufbauend auf einer mehr als 35-jährigen Erfahrung in der Fitnessbranche wurde 2012 die unabhängige Zertifizierungsstelle BSA-Zert gegründet. Die BSA-Zert bietet derzeit zwei Zertifizierungsprogramme an. Neben der Studiozertifizierung führt sie die gesetzlich vorgeschriebene Personenzertifizierung zur „Fachkraft UVSV“ gemäß der UV-Schutz-Verordnung (UVSV) durch. Weitere Infos unter: www.bsa-zert.de

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FACHMESSE | ANZEIGE

Foto: FIBO/Behrendt und Rausch

Neues Hallenkonzept wird im kommenden Jahr erstmals umgesetzt

So sieht die FIBO 2020 aus! Das nachhaltige Wachstum der Fitness- und Gesundheitsbranche bringt Veränderungen mit sich, die eine neue Struktur der FIBO erforderlich machen. FIBO-Veranstalter Reed Exhibitions Deutschland reagierte und kündigte schon im Verlauf der letzten FIBO ein neues Hallenkonzept an. Die FIBO 2020 wird erstmals mit der neuen Hallenstruktur gestaltet.

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ehr Platz fürs Business, Themenschwerpunkte zum Wachstumsmarkt Gesundheit und ein noch stärkerer Fokus auf die Fragen der Zukunft: Die neue Hallenaufplanung der FIBO fördert Marktentwicklungen und setzt auf die Trends der Branche. Zwei zusätzliche Hallen für Fachbesucher und neue Konzepte ermöglichen es beispielsweise, Themenwelten wie New Business, Health oder Global Trading zentral abzubilden. Die neue Struktur der Messe optimiert die Besucherführung und vereint Interessen von Ausstellern und Besuchern. „Es geht darum, die FIBO so aufzustellen, dass sie auch künftig der weltweit wichtigste Branchentreffpunkt ist, weil sie die aktuellen Marktentwicklungen aktiv fördert und den stark wachsenden Segmenten entsprechenden Raum gibt“, so FIBO-Chefin Silke Frank. Beispiele hierfür sind das Thema Gesundheit in Halle 8, das die Bereiche Fitness und Wellness erfasst, sowie der globale Handel in der neuen Businesshalle 4.1. Die Hallen der FIBO POWER werden jeweils auf einen individuellen Fokus ausgerichtet: Lifestyle in Halle 10.1., Classic Power und B2B-Sports Nutrition in Halle 10.2.

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Health, Training und Wellness: die Halle 8 Durch das große Ausstellungsangebot, Vorträge und praxisnahe Workshops sind die Themen Prävention, Rehabilitation und Therapie bereits seit Jahren fester Bestandteil des Messekonzepts. Zukünftig bietet die Halle 8 einen gebündelten Überblick über medizinische Therapie- und Trainingsgeräte, die in Rehaabteilungen der Kliniken, Therapieeinrichtungen und Physiotherapiepraxen einsetzbar sind. Das Ausstellerangebot erstreckt sich von der Praxiseinrichtung über Abrechnungssysteme, Therapiegeräte und -liegen, Bedarfs- und Verbrauchsartikel bis hin zur Beratung und Fortbildung. Zum ganzheitlichen Ansatz im Bereich Gesundheit gehören auch die Ausstellungsbereiche Wellness und Spa sowie Yoga, die ebenfalls in der Halle 8 zu finden sind. Hotspots sind der neue Meetingpoint Health, das Wellness Competence Center und die Yoga Area. Zudem gibt es in der Halle weiterhin einen kompletten Überblick über die Ausstattung und Einrichtung von Fitness-/Gesundheitsanlagen und Studios, vom Eingangsbereich über den Bodenbelag bis zum Schließfach in der Umkleide. Die Halle wird damit


Grafik: FIBO

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FACHMESSE | ANZEIGE

Foto: FIBO/Behrendt und Rausch

zur wichtigsten Anlaufstelle für Fitnessstudiobetreiber, Entscheider und Führungskräfte aus den Bereichen Therapie und Reha sowie für BGM-Verantwortliche.

Group und Functional Training: die Halle 5.2 In der Halle 5.2 führt die FIBO Functional Training, Group Fitness wie auch Fighting Fit zusammen und verbindet B2B mit B2C auf ideale Weise. Hier ergeben sich wertvolle Synergien zur erfolgreichen Kundenbindung im Fitnessbereich: Trainer und Instruktoren, Wellness-Experten und Studiobesitzer finden viele spannende Angebote an einem Ort, Endverbraucher können neue Trainings live erleben. Herzstück sind die Group Fitness Stage sowie das Functional Training Forum.

Innovationen, Start-ups und Zukunftsthemen: die Halle 5.1 Maßgeschneiderte Business-Modelle, Produktneuheiten und Weiterbildungsmöglichkeiten – das ist die neue Halle 5.1. Hier stehen Innovationen, Start-ups und Zukunftsthemen im Mittelpunkt. In der Halle präsentieren sich Newcomer der Fitnessbranche, Hersteller, erfolgreiche Franchisekonzepte und Ausbildungsinstitute. Im Vortragsforum können Besucher die Top Player von morgen und deren Produkte in kurzen Beiträgen kennenlernen, erfolgreiche Start-ups teilen ihre Best Practices und Experten helfen bei der Existenzgründung. Topthema ist die Digitalisierung. Im Bereich Aus- und Fortbildung gibt es zudem Jobangebote und Informationen zu Ausbildungsmöglichkeiten. Außerdem wird Franchising ein Schwerpunkt sein. Mit dem Konzept spricht die FIBO eine große Bandbreite an Fachbesuchern inklusive Studiobetreibern, Personal Trainern, Journalisten und Investoren an. Die gezielte Kontaktaufnahme zwischen Ausstellern und Besuchern fördert die Messe erneut mit „FIBO matchmaking“. Die kostenfreie Networking-Plattform bringt auch 50

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dieses Jahr Businesskontakte zusammen und stellt sicher, dass der Messebesuch noch erfolgreicher und interessanter wird. Hierüber lassen sich potenzielle Kooperationspartner nach Land, Branche, Firma oder Produktkategorie filtern und direkt Termine anfragen. Die matchmaking-Lounge in der Halle 5.1 steht Gesprächspartnern als Meetingraum zur Verfügung.

Global Trading & Sourcing: die Halle 4.1 Die Halle 4.1 steht 2020 ganz im Zeichen des globalen Handels und ist damit die zentrale Anlaufstelle für Händler und Großhändler. Zu finden sind hier in erster Linie Trainingsgeräte aus aller Welt, aber auch Consulting Services, EMS, Functional Training, Wellness und Spa sowie Health Training Equipment. Internationale Besucher werden gezielt mit expandierenden Herstellern zusammengebracht. Die Erschließung neuer Märkte und Länder steht im Fokus. Die FIBO vereinfacht die Suche nach dem passenden Geschäftspartner dabei mit einem speziellen Händler-matchmaking. Aussteller können sich über die Online-Plattform bereits vor der Messe potenziellen Handelspartnern vorstellen und Zielländer angeben. Gespräche vor Ort können dann ganz bequem in der großen Business- und matchmaking-Lounge stattfinden. Aussteller können die neue „Exhibitor Lounge“ für ihre Meetings nutzen. Geplant ist zudem ein Vortragsprogramm zum Thema Handel und E-Commerce.

Cardio & Strength, Consulting Services, EMS & Vibration: die Halle 9 Die Halle 9 wird 2020 neben den Hallen 6 und 7 zur weiteren Businesshalle rund um Trainingsgeräte und Consulting Services. Hier finden insbesondere Studiobesitzer, Personal Trainer, FitnessVerantwortliche aus Hotels, Vereinen und Verbänden Neuheiten der Top Player im internationalen Fitnessmarkt – darunter auch der DSSV e. V., der die Mitglieder und Interessenten an seinem Stand informiert und berät. www.fibo.com


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TEILNEHMERREKORD: AUFSTIEGSKONGRESS 2019 ZUM ERSTEN MAL AUSVERKAUFT

TOUCH & TEC AT ITS BEST Der Aufstiegskongress am 25. und 26. Oktober 2019 hat neue Maßstäbe gesetzt: Mehr als 1.100 Teilnehmer waren für das Kongressprogramm mit herausragenden Referenten, brandaktuellen Themen sowie Keynote-Speaker Jan Frodeno nach Mannheim gekommen – das Branchenevent von DHfPG, BSA-Akademie und BSA-Zert erzielte einen neuen Teilnehmerrekord und war zum ersten Mal ausverkauft.

Fotos: Klaudia Lech und DHfPG/BSA

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Über 1.100 Besucher waren für das hochkarätige Kongressprogramm, die Top-Referenten und die Partner-Ausstellung zum Aufstiegskongress gekommen

Der diesjährige Aufstiegskongress im Rosengarten in Mannheim war erstmals ausverkauft

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it dem diesjährigen Aufstiegskongress ging am Samstag, den 26. Oktober, in Mannheim ein ganz besonderes Event zu Ende, das sich zu einer der wichtigsten Veranstaltungen für die Fitness- und Gesundheitsbranche entwickelt hat. Mit über 1.100 Besuchern und mehr als 30 Industriepartnern war der Kongress im m:con Congress Center Rosengarten in Mannheim erstmals ausverkauft.

Praxisorientierte Branchenkompetenz Einer der Erfolgsfaktoren des Aufstiegskongresses ist der Wissenstransfer im „Hands-on-Modus“: In den Vorträgen, Intensivseminaren und Fach-Foren werden Praxis-Know-how erfahrener Branchenkenner und aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse so vermittelt, dass sie den Teilnehmern sofort einen Mehrwert für das tägliche Business bieten. Auch der wissenschaftliche Vorkongress „Up-to-date“, der bereits am Donnerstag stattfand, hat sich als hochkarätig besetzte Einführungsveranstaltung für den zweitägigen Aufstiegskongress etabliert. Professoren und Forscher der DHfPG und anderer Hochschulen sowie Forschungspartner präsentierten aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse und Forschungsergebnisse. Das Motto des diesjährigen Aufstiegskongresses „Touch & Tec – NEXT LEVEL“ war und ist aktueller denn je. Den Veranstaltern DHfPG, BSA-Akademie und BSA-Zert ist es auch bei der inzwischen 13. Auflage des Fachkongresses gelungen, anerkannte Branchenexperten als Referenten zu gewinnen – in diesem Jahr mit einem zusätzlichen Höhepunkt: Den Keynote-Vortrag hielt Jan Frodeno, der gerade zwei Wochen zuvor auf Hawaii zum dritten Mal Ironman-Weltmeister geworden war.

Die Runde der Podiumsdiskussion am Freitag (v. l.): Prof. Dr. Oliver Schumann, Anke Mächler, Moderator Pierre Geisensetter, Prof. Dr. Daniela Klix und Ronny Schönig

chen ihrer Ziele unterstützen zu können, ist die volle Konzentration auf ihre Bedürfnisse wichtig. Welche technischen Möglichkeiten stehen Fitness- und Gesundheitsanbietern bei ihrer Arbeit mit Menschen heute und in Zukunft zur Verfügung? Wie kann technischer Support („High Tec“) Ressourcen freisetzen, die wiederum von den Mitarbeitern für eine individuelle Betreuung und Motivation eingesetzt werden können? Und wie lässt sich auf diese Weise langfristig „High Profit“ generieren? Die Antworten auf diese zukunftsweisenden Fragen lieferte der Aufstiegskongress.

Dienstleistung Fitness – „inside and out of the box“ Bereits der erste Kongresstag war mit Highlights gespickt, wie unter anderem mit Prof. Dr. Markus Löchtefeld. Der Professor für Wearable Computing an der Universität Aalborg in Dänemark warf einen Blick in die nahe Zukunft und zeigte den Teilnehmern, wie sie schon sehr bald ihre Kunden mit digitalen Technologien jederzeit und überall coachen können. Frank Weber, Gründer und Geschäftsführer der Bella Vitalis GmbH mit neun Fitnessanlagen und 15.000 Mitgliedern, verriet in Mannheim, wie sich durch intensive Betreuung mit „High Touch“ nachhaltig „High Profit“ erwirtschaften lässt. Timon Pauls, Chefscout und Kaderplaner beim Fußballbundesligisten FC Augsburg sowie Master-Absolvent der DHfPG, ließ die Kongressteilnehmer in seinem Vortrag „Talent-Scouting in der Fußballbundesliga: Top-Nachwuchskräfte für Profimannschaften finden!“ tief in seine Trickkiste für den „War for Talents“ blicken.

Das Kongress-Motto „Touch & Tec – NEXT LEVEL“

Standing Ovations für einen Ausnahmesportler

Die persönliche Betreuung der Kunden, also „High Touch“, spielt gerade im Fitness- und Gesundheitsbereich eine übergeordnete Rolle. Um Mitglieder und Kunden aktiv und individuell beim Errei-

Ein besonderer Höhepunkt des Aufstiegskongresses war der Vortrag von Ironman-Weltmeister Jan Frodeno am Freitagnachmittag. Fast genau 14 Tage vor dem Kongressdatum hat er in Kona

„Leidenschaft macht den Unterschied“ – stehende Ovationen für den herausragenden Vortrag von Jan Frodeno

Der Ausnahmesportler – offen, bescheiden und emotional

Großer Andrang: Triathlon-Weltmeister Jan Frodeno signierte nach seinem Vortrag für die Kongressteilnehmer sein Buch

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Am Stand von InBody konnten die Kongressteilnehmer ihre individuelle BIA-Analyse auswerten lassen

„Das Kongressprogramm war auch in diesem Jahr wieder top“, so Bernd Zimmermann, MATRIX/Johnson Health Tech.

Das Team von Mrs.Sporty stellte sich den Besuchern als Arbeitgeber und Franchisegeber vor

Best Body Nutrition versorgte die Teilnehmer mit Getränken und Riegeln (v. l.): Dietmar Bartsch, Franziska Mücke, Mirko Fritsche und Marcel Landgraf

auf Hawaii zum dritten Mal die Weltmeisterschaft der Triathleten gewonnen – in neuer Rekordzeit. Unter dem Titel „Leidenschaft macht den Unterschied“ sprach der Ausnahmesportler über seinen Weg, Niederlagen wegzustecken und erfolgreicher denn je zurückzukommen – offen, bescheiden und emotional. Seine Zuhörer bedankten sich mit stehenden Ovationen und lang anhaltendem Applaus. Im Anschluss an den Vortrag hatten die Kongressteilnehmer die Gelegenheit, sich Frodenos gleichnamiges Buch „Leidenschaft macht den Unterschied“, das die Veranstalter jedem Kongressteilnehmer geschenkt hatten, vom Autor persönlich signieren zu lassen. Der Ausnahmesportler schrieb geduldig hunderte Autogramme und Widmungen und stand für ebenso viele Selfies mit den Kongressteilnehmern zur Verfügung.

Foren und Seminare am „Puls der Branche“ Der Samstag bot ein ebenso starkes Programm: Die praxisnahen Intensivseminare zu „Instagram Marketing“ und „Existenzgründung“ sowie die Fach-Foren in den Bereichen Training, Management, Coaching, Ernährung, BGM und Sportökonomie vermittelten Lösungen für die aktuell bestimmenden Themen der Fitness- und Gesundheitsbranche. Das eGym Team beim Aufstiegskongress 2019 (v.l.): Daniel Schmid, Leon Ebener und Angelo Singh

DSB und MYGYM: Digital-systemische Betriebskonzepte und Franchise-System

Im Fach-Forum Coaching warf Sabine Kind z. B. einen perspektivischen Blick auf die Umsetzung der Digitalisierung: “Touch & Tec“ im Coaching – Wird jetzt alles digital, was bisher persönlich war? Unter dem Titel „Die Kraft des WIR als Teamspirit – Wie Sie Ihr Team richtig zusammenstellen!“ präsentierte Prof. Dr. Karsten Schumann, Experte für Leistung und Organisation im Spitzensport, Sportwissenschaftler und Professor der DHfPG, das Fach-Forum Sportökonomie. In ihrem Intensivseminar Instagram-Marketing veranschaulichten Frederik Neust und Roman Spitko, wie Instagram-Follower

Der DSSV-Stand mit Sabrina Fütterer, Annika Hundt und Linda Huber (v.l.)

(v.l.) Artur Hoffmann, Johannes Linzenich (Linzenich Fitnessgruppe) und Ralf Trierweiler (juka dojo)

Fotos: Klaudia Lech und DHfPG/BSA

Kraft- und Fitnesstests für die Teilnehmer: Kieser Training wurde in Mannheim von einem engagierten Team vertreten

Time for Heroes: Bei Bodystreet erhielten die Teilnehmer alle Informationen von Julia Moysich

Arbeitgeber und Franchisegeber PRIME TIME fitness: Florian Cosack (l.) und Markus Schneider

„Der Kongress hat unsere Erwartungen übertroffen: eine tolle Plattform zum Netzwerken und ein gutes Miteinander“, meint Wilhelm Schröter, CEO ELBGYM GmbH, hier mit Dr. Marc Weitl, CEO cardioscan GmbH.

„Für gym80 ist der Kongress einer der wichtigsten Branchentermine. Wir treffen hier sowohl viele Bekannte als auch viele neue Interessenten“, sagt Marcus Gielen, der für gym80 beim Aufstiegskongress war.

Chris Albrecht, miha bodytec: „Man sieht hier, wie die Branche sich weiterentwickelt. Wir merken deutlich, wie das Thema EMS-Training als Personal Training in der Branche immer mehr ankommt.“

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in zahlende Kunden verwandelt werden können. Ralf Capelan erklärte in seinem Intensivseminar zu Existenzgründung, „wie Gründungswillige von unterschätzten Möglichkeiten eines dynamischen Marktes profitieren“. Referent Frank Weber (Bella Vitalis) in der Speakers Corner

Prof. Dr. Markus Löchtefeld referierte über unsere Zukunft mit digitalen Technologien

Die Entwicklung der Branche im Fokus Abgerundet wurde der diesjährige Aufstiegskongress von einem beeindruckenden Rahmenprogramm mit einer stimmungsvollen Party am Freitagabend, einer exzellenten Ausstellung der Kongresspartner sowie vielen persönlichen Kontakten und viel Zeit und Raum zum Netzwerken.

(v.l.) René Stoss, Janosch Marx, Heinz Thürig, Refit Kamberovic, Angelika Weber, Mario Görlach

Natali von Zmuda (fitness MANAGEMENT) mit Dirk Schildhauer (Woodway und Wattbike)

Jessica Mumdey (ACISO) und Hans Muench (DHfPG, Muench Solutions Consulting)

(v. l.) Referent Frederik Neust, Sabrina Bartsch und Stefan Tilk (beide Anytime Fitness) und Markus Begerow (ULC Fitness)

Bei aller Kompetenz und geballtem Fachwissen ist es aber die besondere Atmosphäre, die den Aufstiegskongress auszeichnet. An allen Veranstaltungstagen war im m:con Congress Center Rosengarten eine konstruktive und partnerschaftliche Stimmung zu spüren. Das Kongress-Team, die Teilnehmer, die Referenten – auf der Bühne und in der Speakers Corner – und die Kongresspartner sind in Mannheim zusammengekommen, um die Fitness- und Gesundheitsbranche gemeinsam weiterzuentwickeln. Es lohnt sich auf jeden Fall, den Termin für das nächste Jahr vorzumerken: Vom 8. bis 10. Oktober 2020 wird der Aufstiegskongress wieder in Mannheim stattfinden. Weitere Informationen zu allen Referenten des Aufstiegskongress 2019 sowie ihren Vorträgen, Foren und Seminaren bekommen Sie unter www.aufstiegskongress.de. SAVE THE DATE 2020

Das Kongress-Team von milon und Physio Aktiv

„Die Kraft des WIR als Teamspirit” – Prof. Dr. Karsten Schumann in seinem Element

Fotos: Klaudia Lech und DHfPG/BSA

Die FIBO präsentierte in Mannheim die neue Hallenstruktur und das Konzept für den FIBO-Congress 2020 mit der DHfPG und der BSA-Akademie als Organisatoren

Paul Kilb, EMS-Trainer im D120 Fitness in Münster „Ich bin froh, dass ich dank meiner Studioleiterin hier bin. Hier gibt es sehr viel Neues für mich an Input.“

Peter Neff, für Life Fitness in Mannheim „Der Aufstiegskongress ist eine sehr gelungene Veranstaltung mit einem tollen Spirit.“

Treffen in der Speakers Corner (v. l.): Roy Scherer (Kieser Training) mit Albert Busek (Gründer der BSA-Akademie) und Pierre Geisensetter (Head of Communication McFIT)

Jasmin Marsch, DHfPG-Studierende im INJOY in Kamenz „Der Aufstiegskongress behandelt genau die Themen, die uns am meisten betreffen, aber auch interessieren.“

„Wir sind zum ersten Mal Partner beim Aufstiegskongress. Eine großartige Gelegenheit, unsere Konzepte zu präsentieren“, so Dominik Weirich, CEO FACEFORCE.

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KOMMENTAR Fotos: Klaudia Lech

Birgit Schwarze Chefredakteurin

Die Nachhaltigkeit im Blick behalten In der letzten Ausgabe der fitness MANAGEMENT international habe ich dazu aufgerufen, im Oktober nach Mannheim zu kommen – zum Aufstiegskongress der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement (DHfPG), der BSA-Akademie und der BSAZert. Ich freue mich sehr darüber, dass so viele von Ihnen diesem Appell gefolgt sind! Denn diese Ergebnisse unseres Top-Branchen-Events können sich wahrlich sehen lassen.

Aufstiegskongress übertrifft alle Erwartungen Der Kongress war ausverkauft – mit über 1.100 Fachteilnehmern, den besten Speakern unserer Branche und mehr als 30 Partnern, die erkannt haben, wer die zukünftigen Studiobetreiber sein werden! Die Erkenntnisse aus Forschung und Wissenschaft, immer auf dem allerneuesten Level, sind es, die den unschätzbaren Wert des Fachkongresses ausmachen – ein Input, den es nirgends sonst in Europa für die Fitnessbranche gibt. Hier informieren sich engagierte Dienstleister, die den Markt der Zukunft im Auge haben und nichts dem Zufall überlassen wollen. Dies ist wohl darin begründet, dass hier Fitnessunternehmer zusammenkommen, die man auf anderen Veranstaltungen nicht trifft.

Wie sich ein Ausnahmetalent motiviert Von allen herausragenden Referenten möchte ich ganz gezielt einen herausgreifen: Jan Frodeno – in neuer Rekordzeit gewann er zwei Wochen vor dem Aufstiegskongress zum dritten Mal den Ironman auf Hawaii. Wer sonst wäre in der Lage, den Unterschied aufzuzeigen zwischen vielen sehr guten Athleten und demjenigen, dessen Motivation zur eigenen Leistung nochmals alle toppt! Das ist Glaubwürdigkeit!

Der DSSV 2019: Fachwissen, Erfahrungsaustausch, Netzwerken Um Glaubwürdigkeit und die Darstellung unabhängiger Fakten geht es auch immer bei den Veranstaltungen des DSSV – etwas anderes können wir uns als Europas größter Arbeitgeberverband für Fitness- und Gesundheits-Anlagen auch gar nicht erlauben! Besonders große positive Ressonanz erzeugten im Jahr 2019 das DSSV-Forum in Köln und das DSSV-Event in Belgrad. Die herausragende Stimmung wurde gelobt und beim Forum besonders die Tatsache, dass engagierte Studiobesitzer und DSSV-Mitglieder zum Thema Preispolitik in ihrem Unternehmen referierten. Ohne Wenn und Aber – immer unter Nennung der kritischen Punkte und stets zu Diskussionen mit den Kollegen bereit. So funktioniert Erfahrungsaustausch, und das ist genau das, was die DSSV-Mitglieder erwarten.

Herausforderungen gemeinsam meistern Wir werden so gemeinsam mit Ihnen weiter in die Zukunft gehen und immer wieder die aktuellen Fakten und Konzepte darstellen – sei es zur Digitalisierung, zu Medical Fitness, Spezialisierungen, Personalmanagement, nachhaltigen Trends und unabhängigem Knowhow-Transfer. Nachhaltigkeit ist insgesamt in der Wirtschaft und in der Gesellschaft ein Thema – was bedeutet das für unsere Fitnesswirtschaft? Und wie müssen wir diese umsetzen, damit wir auch morgen noch am Markt existieren? Lassen Sie uns gemeinsam dranbleiben – ich freue mich mit Ihnen auf das Jahr 2020!

Birgit Schwarze

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G es vo un m dh 23 ei . b t& is Fit 30 n . M es ai s W 20 ee 20 k

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Foto: ROBINSON Club Daidalos

Foto: DHfPG/BSA

BSA/DHfPG GESUNDHEIT&FITNESS WEEK

Der Mai bringt dich in Schwung Die TOP-EVENT-Woche geht 2020 in die zweite Runde! Die BSA-Akademie/Deutsche Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement (DHfPG) präsentiert, in Kooperation mit der SAFS – Swiss Academy of Fitness & Sports und dem ROBINSON Club, vom 23. bis 30. Mai 2020 erneut die „BSA/DHfPG GESUNDHEIT&FITNESS WEEK“. Aktivurlauber sowie Entspannungssuchende erleben in einem exklusiven Gesundheits- und Fitnessprogramm mit angesehenen Experten eine unvergessliche Zeit auf der griechischen Insel Kos.

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b Gesundheitsinteressierte, Fitnessfans oder die, die es – wieder – werden wollen, alle sind im ROBINSON Club Daidalos auf der idyllischen Insel Kos herzlich willkommen: Die Experten der TOP-EVENT-Woche der BSA-Akademie/DHfPG, der SAFS sowie des ROBINSON Club Daidalos bieten mit einem vielfältigen Aktivprogramm aus Bereichen wie Ernährung, Fitnesstraining, Group Fitness sowie Body&Mind die idealen Rahmenbedingungen für Anfänger, Wiedereinsteiger und Fortgeschrittene.

Fitness, Gesundheit und Group Fitness ist für die TOP-EVENT-Woche eine besondere Bereicherung. Auch Fitness-Trendsetterin Jana Spring, Top-Presenterin und Projektleiterin von ROBINSON Events, wird bei der „BSA/DHfPG GESUNDHEIT&FITNESS WEEK“ wieder vor Ort sein. Von ihrem Fachwissen und ihrer Freude an Fitness und Gesundheit werden die Teilnehmenden in jeder Kursstunde profitieren. Diese und viele weitere Experten freuen sich auf die kommende TOP-EVENT-Woche in 2020.

Ausgewogenes Programm unter professioneller Leitung

Für jeden etwas dabei

Die paradiesische Kulisse der griechischen Insel Kos beeindruckt genauso wie das Betreuungsteam der im Frühjahr 2020 stattfindenden „BSA/DHfPG GESUNDHEIT&FITNESS WEEK“: Clive Salz, Diplom-Fitnessökonom, gilt als absolute Größe in der Fitness- und Gesundheitsbranche. Er ist Dozent an der DHfPG/ BSA sowie Personal Trainer und hat bereits viele Prominente und Profisportler zu Höchstleistungen gecoacht. Durch seine langjährige Erfahrung in der Fitnessbranche ist er Fachmann für Trainingsund Ernährungswissenschaften. Diese Expertise macht ihn zu einem Multitalent, sodass er die Teilnehmer ganz nach ihren individuellen Bedürfnissen betreuen kann. Marcel Baumann ist Dozent der SAFS und bereits seit 1984 in der Fitnessbranche zu Hause. Er begeistert nicht nur mit Rhythmusgefühl und Motivationstalent, auch seine Erfahrung als Berater in den Bereichen

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Jeder kann für sich individuell entscheiden, an welchen Programmpunkten er teilnehmen und wann er mit dem Programm starten möchte. So lassen sich die Kurse und Vorträge ganz bequem in die Urlaubstage einbauen. Darüber hinaus ist für jedes Leistungslevel, vom Anfänger über Wiedereinsteiger bis hin zum Fortgeschrittenen, etwas dabei.

Jetzt buchen! Die „BSA/DHfPG GESUNDHEIT&FITNESS WEEK“ ist exklusiv für Clubgäste des ROBINSON Club Daidalos. Interessierte können in jedem beliebigen Reisebüro oder direkt über ROBINSON.de ihren Aufenthalt buchen und in dieser Woche kostenfrei am einzigartigen Angebot teilnehmen. Weitere Informationen unter: www.bsa-akademie.de/kos


DSSV-WORKSHOP

Betriebliches Gesundheitsmanagement

DSSV-Workshop: BGM – so geht`s! Wie überzeuge ich im Akquise-Gespräch? Vor welchen Herausforderungen stehen die Unternehmen in der Arbeitswelt 4.0? Was ist ein Strategietag und wie kann ich diesen erfolgreich gestalten? Diese und viele weitere Fragen rund um das Thema Betriebliches Gesundheitsmanagement (kurz: BGM) wurden im diesjährigen DSSV-Workshop ausführlich beantwortet. Dozent Oliver Walle lieferte dabei praktische und alltagsnahe Beispiele, um den Studioinhabern, Trainern und Geschäftsführern das Thema BGM näherzubringen.

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Foto: Chalermpon - stock.adobe.com

ie Auftaktveranstaltung fand diesmal am 9. Oktober am Studienstandort der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement (DHfPG) in Köln statt. Es folgten Termine in Stuttgart, Hamburg, Frankfurt und München. Der Workshop zehrte auch von zahlreichen interessanten Beiträgen der Teilnehmer, die sich untereinander austauschten und bereits gemachte Erfahrungen erörterten. Dafür gab es mehrere Möglichkeiten in den Pausen bei Kaffee und Tee, aber auch während des Workshops wurden die Teilnehmer in offenen Diskussionsrunden zur Mitarbeit animiert.

menarbeit zwischen Fitness- und Gesundheitsstudios und den Unternehmen funktioniert, müssen mögliche Probleme analysiert, ausgewertet und spezifische Lösungen gefunden werden. Ein weiterer wichtiger Baustein ist es dabei, Kennzahlen für Firmenfitness vorzulegen und Erfolge messbar zu machen. Es war eine gelungene DSSV-Veranstaltung. Wie bereits von den Teilnehmern gefordert, wird es nicht der letzte Workshop zum Thema Betriebliches Gesundheitsmanagement bleiben. Wir freuen uns bereits jetzt auf die nächsten DSSV-Workshops im Jahr 2020.

Das Thema Betriebliches Gesundheitsmanagement ist aktueller denn je. Steigende Krankenstände sowie der demografische Wandel sind nur einige Faktoren, die dazu beitragen, dass in Zukunft viele Unternehmen vor der Frage stehen werden: Was kann ich tun, um meine Mitarbeiter möglichst langfristig zu beschäftigen? Was kann ich tun, um sie zu halten und wie kann ich potenziellen Mitarbeitern der Generationen Y und Z attraktive Arbeitsbedingungen bieten? Die Teilnehmer vor Ort profitierten von der langjährigen Erfahrung des Dozenten Oliver Walle, der unter anderem BGM-Fachautor und Dozent an der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement/BSA-Akademie, den Bildungspartnern des DSSV, ist. Er ist Geschäftsführer eines BGM-Beratungsunternehmens und fungiert zudem als stellvertretender Vorstandsvorsitzender des Bundesverbandes Betriebliches Gesundheitsmanagement (BBGM).

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Dozent Oliver Walle leitete den DSSV-Workshop BGM – so geht´s!

Foto: DSSV

Außerdem erfuhren die Teilnehmer, wie sie einen Strategietag planen, aufbauen und durchführen sowie fachlich im Akquise-Gespräch mit Unternehmen überzeugen können. Damit die Zusam-


ECKDATEN

Befragung zur Eckdatenstudie 2020 startet

Nehmen Sie jetzt teil! Der Arbeitgeberverband DSSV, das Prüfungs- und Beratungsunternehmen Deloitte und die Deutsche Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement (DHfPG) führen seit Jahren statistische Erhebungen zum deutschen Fitnessmarkt unter dem Titel „Eckdaten der deutschen FitnessWirtschaft“ durch. Nun sind Sie als Studiobetreiber gefragt. Zur Erhebung einer validen Datenmenge benötigen wir Ihre Unterstützung bei unserer Umfrage.

Ihr Mehrwert Die repräsentative Erhebung der „Eckdaten der deutschen Fitness-Wirtschaft 2020“ stellt für die gesamte Branche aus Fitnessunternehmen, Industrie und Mitarbeitern einen wesentlichen Mehrwert dar. Sie liefert allen Beteiligten umfangreiche Informations- und Planungsdaten. Die Erhebung trägt damit maßgeblich zur Erhöhung der Transparenz innerhalb der Fitnessbranche bei. Weiter dienen die Eckdaten in der Außendarstellung gegenüber Politik, Kreditinstituten sowie Presse und Medien als „Visitenkarte der Branche“. Davon können Sie als Betreiber einer Fitness- und Gesundheits-Anlage nur profitieren.

Ihre Mitarbeit Um die Aussagekraft der Eckdatenstudie 2020 zu steigern, bitten wir Sie persönlich um Ihre Mitwirkung. Bitte beantworten Sie den Online-Fragebogen unter www.dhfpg.de/eckdaten, auf den Sie auch über den QR-Code unten auf dieser Seite gelangen. Das Ausfüllen des Fragebogens dauert nur etwa 20 Minuten. Es ist hilfreich, wenn Sie sich im Vorfeld relevanten Informationen über die Mitgliederzahlen, Größe der Anlage in Quadratmetern, etc. zurechtlegen.

Unser Versprechen

Teilnehmen mit dem Online-Fragebogen Im Zeitalter der Digitalisierung können Sie online an der Befragung teilnehmen. Das spart Ihnen Zeit, denn der Online-Fragebogen führt Sie dynamisch durch die einzelnen Fragen.

Jetzt teilnehmen unter: www.dhfpg.de/eckdaten

Der DSSV als Arbeitgeberverband, die DHfPG als staatlich anerkannte private Hochschule und Deloitte als renommiertes Prüfungs- und Beratungsunternehmen garantieren den sorgsamen Umgang mit allen vertraulichen Daten, die Ergebnisse werden ausschließlich anonymisiert sowie in aggregierter Form im Rahmen dieser Studie verwendet. Die Ergebnisse werden im März 2020 unter dem Titel „Eckdaten der deutschen Fitness-Wirtschaft 2020“ veröffentlicht. Falls Sie Fragen zu dieser Erhebung haben, erreichen Sie uns unter eckdaten@dhfpg-bsa.de. Herzlichen Dank für Ihre Unterstützung!

Birgit Schwarze Präsidentin DSSV e. V.

Karsten Hollasch Partner & Wirtschaftsprüfer Deloitte

Prof. Dr. Andrea Pieter Rektorin der DHfPG

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NEUE FÖRDERMITGLIEDER

Neue Fördermitglieder HI, I’M LUCY Die digitale Kraft für den Erfolg Ihrer Fitnesskette. LUCYs Job ist es, Ihre Aufgaben so zu optimieren und zu automatisieren, dass praktisch alles wie von alleine läuft. LUCYs Stärken? Als Managementsystem für Fitnessketten arbeitet sie ergonomisch, flexibel und vor allem effizient für die reibungslosen Abläufe Ihres Studios. Die digitale Kraft für erfolgreiche Fitnessketten Alle Prozesse vom Erstkontakt über das Mitglieder- und Studiomanagement bis hin zum Controlling werden so ausgelegt, Ihre Mitarbeiter zu entlasten und Freiräume zu schaffen: Freiraum für die Betreuung Ihrer Mitglieder. Freiraum für die Gewinnung neuer Kunden. Freiraum für die Expansion. LUCY ist eine echte Performerin und gewinnt regelmäßig neue Features. Bereits in über 100 Studios in Deutschland und Österreich LUCY existiert, weil zwei Visionäre ihre 20-jährige Branchenerfahrung in einem neuen System gebündelt haben – ganz ohne Schnickschnack. Sie wissen: In Zeiten der digitalen Transformation ist die richtige Studiosoftware der Schlüssel zum nachhaltigen Wachstum Ihrer Studios. Mit LUCY im Team reduzieren Sie Ihren Verwaltungsaufwand, haben mehr Zeit für die Betreuung Ihrer Kunden und behalten stets den Überblick in Sachen Umsatz und Auslastung. Mehr als 100 Studios in Deutschland und Österreich wollen deshalb nicht mehr auf LUCY verzichten. Wecken Sie die Potenziale in Ihrer Studioführung! Vereinbaren Sie jetzt einen Kennenlerntermin, um alle Features in Ruhe zu testen, unter hello@lucy.eu | +49 931 730 495 22 www.lucy.eu

DSSV BEIM IHRSA EUROPEAN CONGRESS 2019 Vom 14. bis 17. Oktober fand der jährliche IHRSA European Congress 2019 in Dublin statt. Das Motto der diesjährigen Veranstaltung: Lead. Inspire. Achieve. Grow your Fitness Business. Auch der DSSV war in Dublin vor Ort. Gemeinsam mit (v.l.) Florian Cartoux (IHRSA Europe Director), Birgit Schwarze (Präsidentin DSSV), Sabrina Fütterer (Geschäftsstellenleitung DSSV) und Joe Moore (IHRSA Präsident und CEO) wurde sich weiter vernetzt und über die Entwicklung der Gesundheitsbranche ausgetauscht.

Foto: DSSV

Es wurden Präsentationen von Führungskräften aus der Fitness- und Gesundheitsbranche und aus anderen Branchen gehalten, die zum Nachdenken anregen und sich mit den Trends der Geschäftswelt befassen. Die Teilnehmer vernetzten sich bei Gruppendiskussionen, Mittagessen und Abendempfängen mit über 500 Führungskräften und Entscheidungsträgern aus ganz Europa.

STREICHUNG DER REGULARIEN FÜR ARBEITGEBERFINANZIERTE MASSNAHMEN FÜR BETRIEBLICHE GESUNDHEITSFÖRDERUNG Der DSSV erhebt schon seit längerem die Forderung, den Arbeitgeber von Regulierungen zu befreien, wenn er für seine Mitarbeiter gesundheitsfördernde Maßnahmen bezahlen möchte. Mit großer Zufriedenheit möchten wir heute unsere Mitglieder informieren, dass unser Arbeitgeberverband BDA (Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände) zusammen mit dem BDI (Bundesverband der Deutschen Industrie e. V.) und dem GKV-Spitzenverband (Bund der Krankenkassen) in Abstimmung mit dem DGB (Deutscher Gewerkschaftsbund) diese Forderungen ebenfalls an die CDU/CSU, SPD, FDP, Bündnis 90/Die Grünen und die zuständigen Ministerien gestellt hat. Lesen Sie selbst das gemeinsame Schreiben unter: www.dssv.de/forderung

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NEUE MITGLIEDER

Neue Mitglieder OFFIZIELLES MITGLIED

Andrea Michel Fitness Andrea Michel 86424 Dinkelscherben

Format S Meitingen Gottfried Schrag 86405 Meitingen

Back2Motion Robert Velkovski 88048 Friedrichshafen

ForMeFit Gesundheitszentrum Silvia Meier - von Felbert 79206 Breisach am Rhein

EMS Lounge JuHo befit GmbH 67098 Annaberg b. Bad Dürkheim

NordFit Schwarmstedt Benedikt Schmitz 29690 Schwarmstedt

fitbox Fürstenfeldbruck Dennis Grimm 82256 Fürstenfeldbruck

NordFit Walsrode Benedikt Schmitz 29664 Walsrode

fitbox Potsdam Nikolaiquartier Florian Menzinger 14467 Potsdam

Orangetheory Fitness Nord 2 GmbH Jeannine Mickeleit 20459 Hamburg

FÖRDERMITGLIED


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Unterkunft im stylischen Boutique Hotel

Netzwerken über den Dächern von Belgrad, typisch serbisches Flair beim Get-together, Fitness mit 360 Grad Panorama-Blick auf die Donau und Save sowie eine beeindruckende Schifffahrt bei Nacht, oder kurz und knapp: Das DSSV-Event 2019 bot allen Teilnehmern ein abwechslungsreiches Programm, mit mehr als nur einem Highlight! Der Nachbericht zum Event gibt einen guten Überblick über das Branchentreffen in der serbischen Hauptstadt und macht auf das kommende Jahr neugierig.

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achdem das DSSV-Event 2017 und 2018 in Rimini stattfand, wurde für 2019 ein neuer Veranstaltungsort gewählt: die serbische Hauptstadt Belgrad. In den beiden Jahren zuvor war der Besuch der Fitnessmesse RiminiWellness sicherlich ein Highlight. Doch auch in Belgrad ist eine zwar junge, aber sehr dynamische Messe zu Hause: die BELFIS Fitness&Health Expo, welche, nebenbei bemerkt, die größte Fitnessmesse in Südost-Europa ist. Neben dem gemeinsamen Besuch dieser Messe erwartete die Teilnehmer des DSSV-Events in Belgrad auch ein ungezwungenes „Netzwerken“ unter DSSV-Mitgliedern, interessante Vorträge von Top-Referenten und drei Abendveranstaltungen in besten Locations.

Foto: Predrag Mladenovic - stock.adobe.com

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Bereits am Anreisetag gab es begeisterte Stimmen der rund 120 DSSV-Mitglieder aus Deutschland. Grund war das außergewöhnliche Boutique Hotel Mama Shelter, in welchem die Eventteilnehmer untergebracht wurden. Das Hotel befindet sich im Herzen der Shoppingmeile, die sich zwischen der historischen Altstadt und der altehrwürdigen Festung von Belgrad erstreckt. Die DSSV-Mitglieder konnten in der Rooftop-Bar einen Drink nehmen und dabei das Panorama der weißen Stadt genießen; besonders in den sonnigen Stunden ein absolutes Highlight der Location. Abends ging es nach der Begrüßung durch DSSV-Präsidentin Birgit Schwarze zum Get-together an die Hotelbar.

Erfahrungsaustausch als Early-Morning-Workout Der zweite Eventtag fand vergleichsweise früh statt. Bereits um 7:30 Uhr morgens trafen sich die Teilnehmer im historischen Park vor der Festung von Belgrad. Mit der serbischen Personal Trainerin und Influencerin Bojana Paljic Dopsaj konnten die DSSV-Mitglieder ein funktionelles Early-Morning-Workout mit anschließender Laufroute durch den Burg-Park durchführen. Neben ihrem Instagram-Account betreibt Paljic auch zwei sehr erfolgreiche Studios in Serbien. So konnte sie neben ihren Trainingstipps auch ein paar Informationen über den serbischen Fitnessmarkt zur Verfügung stellen und erläuterte, was dessen Herausforderungen sind.

Die nächsten vier Millionen Mitglieder Im Rahmen des Branchenforums im beeindruckenden „Atelier 2“ des Boutique Hotels Mama Shelter fand die Diskussion zur Entwicklung der Fitness- und Gesundheitsbranche in Deutschland statt. DSSV-Präsidentin Birgit Schwarze und Hauptgeschäfts-


führer Refit Kamberovic moderierten das Forum, gaben einen aktuellen Überblick über die derzeitige Lage der Branche sowie zukünftigen Entwicklungspotenziale. Dazwischen regten sie immer wieder das Gespräch unter den Studioinhabern an. Zu den meistdiskutierten Punkten gehörte das zukünftige Marktpotenzial, welches nach Ansicht des DSSV bei weiteren vier Millionen Menschen liegt: Diese werden in den kommenden Jahren die deutsche Fitnesswirtschaft auf 15 Millionen Mitglieder anheben. Die spannende Frage dabei ist: „Wer sind diese neuen Mitglieder und auf welches Marktsegment werden sie sich verteilen?“

Einzelstudio vs. Kette Natürlich wurden auch weitere Themen besprochen wie bspw. der Zuwachs von Discount-Anlagen im Kettensegment, der dadurch stärker werdende Wettbewerb und Strategien, sich in diesen zunehmend konsolidierenden Markt als Einzelstudio zu behaupten. Da die Ketten derzeit bereits 50 Prozent aller Mitglieder ausmachen, wurde dieses Thema ebenfalls intensiv und teilweise auch sehr emotional betrachtet. Von Preispolitik bis Positionierung wurden sämtliche Taktiken für Studiobetreiber besprochen und Erfahrungsberichte ausgetauscht.

Aggregatoren: Fluch oder Segen? Die Diskussion schaffte nahtlose Übergänge von Vertragslaufzeiten, Digitalisierung und Trends über das Mikro- oder auch Boutique-Segment bis hin zu den Aggregatoren. Letzteres regte die Diskussion nochmals erheblich an. Ist der Anschluss an ein Netzwerk sinnvoll und wenn ja, welches Netzwerk passt zu meinem Fitnessstudio. Zudem waren Vertreter der drei größten Netzwerke (eGym, Gympass und Urban Sports Club) vor Ort und konnten die Studiobetreiber über die Unterschiede zwischen den B2B- und B2C-Konzepten aufklären. Nicht zuletzt war das Interesse so hoch, dass dieses Thema in einem eigenen DSSV-Forum in 2020 erneut aufgegriffen wird.

Was ist Premium? Abschließend kam die Frage auf: „Was ist eigentlich Premium?“. Hier gab es verschiedene Ansichten, ob der Fokus im Premium-Segment eher auf den Preis oder eher auf das Angebot gerichtet werden sollte. Jedoch waren sich alle einig, dass qualifiziertes Personal und ein effizientes Betreuungskonzept als Bestandteile in einem Premium-Konzept enthalten sein sollten. Nachdem die Teilnehmer des DSSV-Events sich inhaltlich ausgetauscht hatten, konnten sie am späten Nachmittag nochmals physisch aktiv werden. Für die Event-Teilnehmer standen in Belgrad drei Premium-Anlagen (Fitness Klub Tonus, Sportska Akademija Kocovic und Sky Wellness) sowohl zur Besichtigung als auch zum Workout zur freien Verfügung.


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Es war ein sehr schönes DSSV-Event 2019. Teilweise kennt man sich aus der Branche, teilweise lernt man sich neu kennen. Der DSSV hat es geschafft, dies durch eine lockere Atmosphäre möglich zu machen. Ich bin das erste Mal in Serbien und finde die Serben sehr gastfreundlich. Wir wurden herzlich begrüßt und es war ein nettes Zusammentreffen.

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Sponsor der letzten Abendveranstaltung Was ich sehr gut finde ist, dass wir durch das Event in Serbien ein Zeichen setzten, was andere, neue oder auch kleinere Märkte angeht. Wir kommen aus Deutschland hierher, um die Serben auch in Ihrem Bereich zu unterstützen. Zudem bekommt man eine andere Sichtweise auf das eigene Business, wenn man sieht, wie andere arbeiten. Der Austausch kann sehr hilfreich sein!

Dadurch, dass das Sportstudio „Fessler Mühle“ bereits 45 Jahre alt ist, kenne ich schon viele hier. Ich hoffe, dass ich ein paar Innovationen mit nach Hause bringen kann und empfinde das DSSV-Event in jedem Jahr als sehr informativ.

Der Abend auf dem Schiff ist wirklich klasse, um einen anderen Blick auf die Stadt zu bekommen und Belgrad bei Nacht zu erleben. Es ist perfekt, um die letzten Tage Revue passieren zu lassen.

GERTRUD WULF 3lifesports

WOLFGANG FESSLER Fessler Mühle

CHRISTOPHER ROTH DHZ

Fotos: David Köndgen

Der IX European Fitness Congress auf Deutsch und auf Serbisch Am dritten Tag des DSSV-Events wurden alle Teilnehmer von einem vorbestellten Busshuttle abgeholt und in das Messezentrum von Belgrad gebracht. Im dortigen Kongresszentrum wurden die Vorträge auf Deutsch gehalten und synchron ins Serbische übersetzt, um auch den heimischen Kongressteilnehmern den sprachlichen Zugang zu gewähren. Als Mitveranstalter des Kongresses eröffnete DSSV-Präsidentin Birgit Schwarze die Veranstaltung und bedankte sich im Namen der deutschen Fraktion bei Nebojša Stojanoski, Präsident des serbischen Fitnessverbandes (SRFS – Savez za rekreaciju i fitnes Srbije) und Organisator der größten Messe Südost-Europas, der BELFIS Fitness&Health Expo 2019.

Trainingssteuerung für den aufgeklärten Kunden von heute Instructor-Veranstaltung zum Mitmachen

Mit dem ersten Fachvortrag eröffnete Prof. Dr. Daniel Kaptain von der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement (DHfPG) den inhaltlichen Teil des Tages. In seinem Vortrag referierte er darüber, wie Studiobetreiber mit gezielter Trainingssteuerung ihre Kunden begeistern und binden können. Kaptain klärte auf, dass Studiobetreiber es heute mit einem anderen Kunden zu tun haben als noch vor einigen Jahren. Der heutige Verbraucher ist aufgeklärt, da viel Wissen im Internet zur Verfügung steht. Leider ist gefährliches Halbwissen ebenfalls vorhanden und durch diverse Internetplattformen und selbsternannte Fitnessgurus präsenter denn je. „Der Trainer im Studio und der Trainer auf YouTube unterscheiden sich jedoch in einem elementaren Faktor“, so Kaptain. „Das Eingehen auf die individuellen Bedürfnisse des Kunden. Folglich ist der Studiotrainer auch ein richtiger Dienstleister und der YouTuber eine reine Einbahnstraße, da er gar nicht weiß, was auf der anderen Seite des Bildschirms passiert. Genau dieses Element der Dienstleistung kann in der Trainingssteuerung wirtschaftlich eingesetzt werden.“

Der Kunde kauft Zeit und Kompetenz

Geselliger Abend mit Event-Teilnehmern

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Studios suchen immer nach einer Abgrenzung gegenüber dem Wettbewerb wie z. B. der Discounter. Deren Leistungsumfang stellt im Wesentlichen die Räumlichkeiten und Geräte dar und ist mit rund 20 Euro bepreist. Was der Kunde sich in einem hochwertigen Studio zusätzlich kauft, ist die Kompetenz der Trainer und eine effiziente Trainingsbetreuung. Damit spart dieser sich im Zweifel


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Der intensive Austausch innerhalb der Branche ist wirklich super beim DSSV-Event. Es ist sehr schön, in Serbien ein paar Tage zu verbringen und zu netzwerken.

Wie in jedem Jahr ist das DSSV-Event optimal, um zu netzwerken, viele Leute wiederzusehen oder neu kennenzulernen. Die Veranstaltung ist top organisiert und ich kann jedem empfehlen, im kommenden Jahr teilzunehmen!

BENEDIKT WALDNER EMS-Lounge

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EVA-MARIA LINDEN myline

Ich bin zum ersten Mal dabei und der Austausch zwischen den ganzen Unternehmen war sehr interessant. Ich habe viele Eindrücke sammeln können und es hat sehr viel Spaß gemacht. Mit dem Schiff auf der Save zu fahren ist einfach traumhaft. Die ganzen Erfahrungen sind wirklich toll!

MARIO GÖRLACH eGym

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HOLGER STOLLENWERK Intratech

Ein traumhaftes Event! Tolle Organisation, schöne Abendveranstaltungen und ein guter Austausch unter den einzelnen Branchenmitgliedern. Für mich war es ein perfekter Einstieg in die Branche.

auch noch Zeit. Die Trainingssteuerung ist darum so wichtig, da aufgezeigt wird, wie der aktuelle Stand des Kunden ist und ob seine Ziele angepasst werden müssen. Hat der Kunde sein Ziel erreicht, muss ein neues gesetzt werden. „Sonst geht es uns wie einer Kopfschmerztablette, die ich auch nur einmal nehme, wenn es akut ist“, so Kaptain. Das bedingt, dass der Trainer regelmäßig mit dem Kunden Kontakt haben muss und das nicht nur einmal im Quartal. „Kurz gesagt: Der Kunde kauft sich Zeit und Kompetenz und das muss logischerweise deutlich mehr als 20 Euro kosten“, schlussfolgert Kaptain.

Erlebnisse, Motivation und Ergebnisse Mark Fest, CEO von Les Mills Germany, hielt den Anschlussvortrag „Mit dem richtigen Kursmanagement zum Erfolg“. Fest stellte die Frage in den Raum, wie die Reaktionsquote von derzeit 13,4 Prozent im deutschen Fitnessmarkt auf 20 Prozent und mehr gesteigert werden kann. Dabei sind seiner Ansicht nach drei Faktoren erfolgsentscheidend: Erlebnisse, Motivation und Ergebnisse. Beginnend mit dem letzteren sind Tätigkeiten wie ein detailliertes Controlling ein zielführender Schritt: Bspw. wie ist meine Auslastung im Kursbereich oder welcher Anteil meiner Check-ins geht überhaupt in den Kursraum? Beim Faktor Motivation bringt es Fest prägnant auf den Punkt: „Wir können nicht beeinflussen, wie der Kunde den Kursraum betritt, aber unsere Instruktoren können beeinflussen, wie der Kunde den Kurs verlässt.“ Bezüglich des Faktors „Erlebnisse“ präsentiert Fest ein Zitat von Les Mills Senior (Gründer von Les Mills) aus dem Jahr 1968: „Das Ziel eines Studiobetreibers ist es, dafür zu sorgen, dass sich die Menschen in Fitness verlieben.“

Teilnehmer des IX European Fitness Congress

Kostenmanagement Refit Kamberovic und Sabrina Fütterer übernahmen gemeinsam den Vortrag von Günter Noll und referierten über das wichtige Thema Kostenmanagement im Fitnessstudio. Anstehende Generationswechsel, Unternehmensbewertungen und sich verändernde Märkte beschäftigen die Branche. Das Thema Kostenmanagement sollte bei der Unternehmensführung nicht vernachlässigt und durchaus überdacht werden. Die beiden Referenten erklärten anhand einfacher Beispiele, wie durch ein sogenanntes „out of the box“-Denken im Kostenmanagement Anpassungen vorgenommen werden können und wie man es schafft, durch eine differenzierte Betrachtung neue Grundlagen für das eigene Geschäftsmodell zu entwickeln.

Informative Gespräche auf der BELFIS

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Foto: Dromedia - stock.adobe.com

FR!TZ bewegt mich AG, Illnau, Schweiz

„Ein Umfeld schaffen, in dem alles stimmt” Einfach, sicher und effektiv: Im FRITZ BEWEGT MICH im Kanton Zürich wird nichts dem Zufall überlassen. Beat Friedli betreibt hier ein Premiumstudio für Best Ager, das hohe Maßstäbe erfüllen soll und ständig weiterentwickelt wird. Der Mensch steht im Mittelpunkt, das Ziel ist klar: Freude an der Bewegung. Durchdachte Konzepte, modernste Technologie und persönliche Betreuung bieten den Mitgliedern optimale Rahmenbedingungen zum Trainieren.

Foto: DSSV

Die Trainingsfläche und der Eingangsbereich sind lichtdurchflutet und modern gestaltet

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alerisch zwischen Zürich und Winterthur gelegen wird Illnau auch als „Stadt auf dem Land” bezeichnet. Zur Gemeinde Illnau-Effretikon gehören rund 15.300 Einwohner, mit dem Umland wohnen etwa 20.000 Personen im Einzugsgebiet. Hier ist die Heimat des Fitnessstudios FRITZ BEWEGT MICH. Wie kommt es zu dem ungewöhnlichen Namen? Das erklärt ein Blick auf die Entstehungsgeschichte. Das Grundkonzept, eine Kombination aus Training und Therapie, wurde von milon-CEO Udo Münster gemeinsam mit seinem Geschäftspartner Paul Amann für das erste FRITZ BEWEGT MICH-Studio in Straubing (Bayern) entwickelt. Beat Friedli war beim Eröffnungsevent im Sommer 2013 dabei. Schnell entstand die Idee, gemeinsam ein für die Schweiz adaptiertes Konzept zu realisieren. Im Herbst 2015 wurde FRITZ BEWEGT MICH in Illnau eröffnet. Der Name sollte ungewöhnlich und einprägsam sein, Aufmerksamkeit erregen und für die persönliche Note dieser Einrichtungen stehen, praktisch für einen Personal Trainer, der kompetent und jederzeit erlebbar ist. Er leitet sich auch von den Anfangsbuchstaben der Wörter Figur, Rücken, Individualität und Trainings- bzw. Therapie-Zentrum ab. Für Beat Friedli gehören Bewegung und Gesundheit unmittelbar zusammen. Gesundheit sieht er nicht als selbstverständliches Gut – im Gegenteil: Es lohnt sich, regelmäßig etwas dafür zu tun und sich von FRITZ bewegen zu lassen. „Deshalb haben wir unserem Studio den Namen FRITZ BEWEGT MICH gegeben. Es geht uns darum, die Mitglieder in Aktion zu bringen – nicht aus Pflicht oder Zwang, sondern aus Freude an der Sache.” Um dieses Ziel zu erreichen, wollen Friedli und sein Team ein Umfeld schaffen, in dem

einfach alles stimmt: Atmosphäre, technische Ausstattung und persönliche Betreuung. Im Studio finden die Kunden Trainingskonzepte der allerneuesten Generation, basierend auf innovativer Technologie, die sie beim Trainieren unterstützt. Der Anspruch an das Team ist es, jederzeit ein offenes Ohr für Fragen und Wünsche zu haben, damit das Training in die richtige Richtung geht.

Regionale Besonderheiten verstehen FRITZ BEWEGT MICH hat sich komplett der Gesundheit und einem hohen Leistungsstandard verschrieben. Zum besseren Verständnis der Firmenkultur lohnt es sich, tiefer in die länderspezifischen Gegebenheiten einzusteigen. Unser Nachbarland liegt in Bezug auf Qualität und Marktdurchdringung auf einem Niveau mit deutschen Fitness- und Gesundheitsanlagen. Zwei Merkmale unterscheiden sich allerdings deutlich: Erstens ist es in der Schweiz nicht üblich, dass ein Studio den Monatsbeitrag seiner Mitglieder zwölfmal pro Jahr vom Konto abbucht. Vielmehr werden in der Regel Jahresvereinbarungen geschlossen, die sich nicht automatisch verlängern und häufig komplett im Voraus bezahlt werden. Dieses System ermöglicht den Mitgliedern mehr Flexibilität und leichtere Wechselmöglichkeiten. Gleichzeitig sorgt es für einen hohen Anspruch an jedes Fitnessstudio, damit Kunden langfristig bleiben. Zweitens bezahlen viele Schweizer Krankenkassen einen mehr oder weniger hohen Anteil des jährlichen Mitgliedsbeitrags – allerdings nur, wenn das Mitglied eine entsprechende Zusatzversicherung abgeschlossen hat. Die gesundheitliche Grundversorgung ist in der Schweiz einheitlich geregelt, Mitgliedsbeiträge ge-


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hören nicht dazu. Viele Schweizer werten mit privaten Zusatzversicherungen ihren Versicherungsschutz auf und können sich so auch exklusive Fitnessstudios leisten. Die Mitgliedsbeiträge im FRITZ BEWEGT MICH liegen für 12 Monate zwischen 1.200 und 1.500 Schweizer Franken, je nachdem, ob ein Paket mit fünf Personal-Training-Einheiten dazu gebucht wird. Im Durchschnitt beträgt der Jahresbetrag 1.260 Schweizer Franken, umgerechnet sind das knapp 1.160 Euro.

Angebot auf hohem Niveau

Fotos: DSSV

Mit dem SensoPro wird die Koordination trainiert

Damit die Krankenkassen Beiträge übernehmen, müssen Trainingskonzept und Rahmenbedingungen stimmen. Das FRITZ BEWEGT MICH arbeitet eng mit Physiotherapeuten und Ärzten zusammen. Es bietet Lösungen für verschiedene Gesundheitsthemen, beispielsweise Stoffwechselprobleme, Rücken- und Gelenkschmerzen sowie Herz-Kreislauf-Probleme. Ziel ist es, die Gesundheit und Lebensqualität der Mitglieder zu erhalten und zu reaktivieren. Die Trainingskonzepte sind definiert in „Fit + Vital”, „Rücken + Gelenke”, „Food + Fit” sowie „Figur + Abnehmen” und damit für die Kunden einfach nachzuvollziehen. Mit milon CARE, milonizer, milon Zirkel und five-Konzept nutzt das Studio modernste Technologie, was sich in der Raumausstattung und Einrichtung spiegelt. Die Körper- und Leistungsdaten der Mitglieder werden vor dem Trainingsbeginn mit der milon CARE Software aufgezeichnet und ausgewertet. Daraus ergibt sich die Geräteeinstellung für eine optimale Trainingsbelastung ohne Überforderung, vergleichbar mit der Betreuung durch einen Personal Trainer. Durch die Software ist das Betreuungsangebot einfach strukturiert und folgt einem klaren roten Faden. So wird gewährleistet, dass jeder Kunde stets die gleiche hohe Betreuungsqualität erhält und diese beibehalten werden kann. Auch die Infrastruktur in Illnau stimmt. Die zentrale Lage bietet gute Parkmöglichkeiten sowie eine Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr. Die Öffnungszeiten sind kundenfreundlich auf die Zielgruppe ausgerichtet, in der Woche von 8 bis 22 Uhr und am Wochenende von 9 bis 17 Uhr.

v. l.: Udo Münster, Birgit Schwarze, Beat Friedli, Refit Kamberovic und Stefan Lang

Mitgliederstruktur und Mitarbeiterauswahl Im November 2015 wurde das Studio gegründet. Zur Zeit hat es etwa 1.300 Mitglieder. Davon sind 60 Prozent Frauen und 40 Prozent Männer, der Großteil ist zwischen 45 und 65 Jahre alt. Das Durchschnittsalter beträgt 49,3 Jahre. Es ist ein Publikum mit hohen Ansprüchen, die Beat Friedli teilt. Das FRITZ BEWEGT MICH befindet sich daher in einem konstanten Prozess und bleibt agil. „Ungefähr 80 Prozent des Konzepts standen von Anfang an fest und wurden entsprechend umgesetzt. Die restlichen 20 Prozent wurden seit der Eröffnung immer wieder optimiert”, betont der Experte. „Die Anpassung an den Kunden, den Markt und die Weiterentwicklung unseres Angebots hört niemals auf.” Dazu zählt auch ein lösungsorientiertes Marketing mit Gesundheitsthemen, das auf die Zielgruppe zugeschnitten ist. Es geht dabei um den Stoffwechsel, Rücken und Gelenke oder Herz-Kreislauf-Probleme. Beat Friedli sagt: „Wir werben bewusst nur mit den Fotos von Menschen aus unserer Zielgruppe und zeigen Personen, mit denen sich unsere potenziellen Kunden identifizieren können.”

Soziale Kompetenz ist gefragt Der five-Geräteparcours für mehr Beweglichkeit

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Viel Wert legt der Schweizer auf die Auswahl seiner Mitarbeiter und darauf, dass es wenig Fluktuation gibt. „Unsere Mitarbeiter müssen es lieben, den Kunden zu helfen und sie zu betreuen“,


so Beat Friedli. Die nötige Fachkompetenz und eine hohe Trainerqualifikation werden vorausgesetzt. „Um das komplexe Konzept aber mit Leben zu füllen, braucht jeder im Team eine sehr hohe soziale Kompetenz und Empathie.” Manche Themen erfordern mehr Fingerspitzengefühl als andere. Etwa 70 Prozent der Kunden leiden unter Stoffwechselproblemen wie beispielsweise Übergewicht. „Mithilfe der InBody-Diagnostik können wir den Kunden im Detail die aktuellen Probleme aufzeigen”, erläutert Beat Friedli. „Dann präsentieren wir ihnen mit dem milon Stoffwechseltraining und unserem „Food + Fit”-Ernährungskonzept die Lösung für ihr Problem.” Wichtig: Qualifizierte und kompetente Mitarbeiter erklären anschaulich und für den Kunden nachvollziehbar, wie sie sich die gemeinsame Arbeit vorstellen. In Illnau gehört ein besonderer Service dazu. Die Kunden des FRITZ BEWEGT MICH sollen nicht einfach aufgeben und das Training vernachlässigen. Sie werden motiviert: „Wer länger als 30 Tage nicht bei uns trainiert, wird persönlich angerufen.”

Hohen Standard erhalten und Vertrauen schaffen Beat Friedli fasst zusammen, was den Erfolg des Studios auch in der Zukunft ausmachen soll: „Wir müssen den Menschen in den Mittelpunkt stellen. Dafür brauchen wir eine stabile Mitarbeitersituation mit empathischen, sozial kompetenten Mitarbeitern. Die Betreuungsqualität darf nicht dem Zufall überlassen werden, dafür braucht es die nötige Struktur in den Arbeitsprozessen. Im FRITZ

BEWEGT MICH legen wir viel Wert auf ein gehobenes Ambiente, ein konstant gutes Klima, Sauberkeit und Ordnung. So klar wie unsere Betreuungsstrukturen ist auch unsere Studio-Optik. Und dem Kunden nie etwas versprechen, was wir nicht einhalten können. Sein Vertrauen ist unser Geschäftsmodell!”

Eckdaten des FRITZ BEWEGT MICH Gründungsdatum

November 2015

Gesamtfläche

650 m2

Aufteilung Trainingsbereich Umkleiden Multi-/Gruppentrainings-/Seminarraum Empfang/Lounge/Büros

350 m2 110 m2 40 m2 150 m2

Trainingskonzepte „Fit + Vital”, „Rücken + Gelenke“, „Food + Fit”, „Figur + Abnehmen“ Ausstattung milon CARE, milonizer, milon Zirkel, five-Konzept


HISTORIE DER BRANCHE

Teil 6: Der Fitnessmarkt nach der Jahrtausendwende

ENTWICKLUNG DER KETTEN AB DEM JAHR 2000 Die Entwicklung von Fitnessstudioketten nahm nach der Jahrtausendwende durch den anhaltenden Fitnessboom weiter an Fahrt auf. Der Markt differenzierte und professionalisierte sich zunehmend und etliche neue Unternehmen versuchten, in Deutschland Fuß zu fassen und die etablierten Branchengrößen unter Druck zu setzen. Die steigende Konkurrenz und der zunehmende Wettbewerb sorgten dafür, dass in dieser Zeit zahlreiche neue Unternehmen sowie Studio- und Trainingskonzepte entstanden sind, die unsere Branche bis heute prägen.

2005 2000 Foto: RSG Group GmbH

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um Abschluss unserer Reihe „Die Historie der Fitnessbranche“ stellen wir Ihnen in Teil sechs weitere ausgewählte Fitnessketten (Lesen Sie zur Entstehung der Fitnessketten auch Teil fünf unserer Reihe) und Unternehmen näher vor, die im deutschen Fitness- und Gesundheitsmarkt wichtige Impulse gesetzt haben und liefern Ihnen einen Überblick über ausgewählte Marktveränderungen nach der Jahrtausendwende.

Wachstum als Chance & Herausforderung – Positionierung als wichtiger Erfolgsfaktor Durch die steigende Marktpräsenz von Ketten und FranchiseKonzepten verschärfte sich der Wettbewerb zwischen den einzelnen Anbietern nach 2000 zunehmend und wurde besonders im Discount-Segment primär über den Preis ausgetragen. Das Erfolgskonzept von McFit-Gründer Rainer Schaller wurde oft kopiert und fand schnell zahlreiche Nachahmer, die ebenfalls vom boomenden Markt profitieren wollten. Das Wachstum der Discounter sorgte wiederum dafür, dass sich Anbieter, die diesen Preiskampf nicht realisieren konnten bzw. wollten, anderweitig positionierten und sich immer häufiger durch umfassende, exklusive Ausstattungen, Angebots- bzw. Servicepaletten sowie diverse Zusatzangebote (Wellness, Sauna etc.) von der Konkurrenz abzusetzen versuchten. Ende 1999 vereinten die zehn größten deutschen Fitnessanbieter gerade einmal 333.000 Mitglieder (7,7 Prozent Marktanteil), zwölf Jahre später (2011) waren es bereits über zwei Millionen, was mehr als einem Viertel des damaligen Gesamtmarktes entsprach. Zum Vergleich: Heute hat die RSG Group als absoluter Branchenprimus allein 1,95 Millionen Mitglieder – es hat sich also in den wenigen Jahren einiges getan. Insbesondere die großen Fitnessketten konnten durch eine aggressivere Preisgestaltung deutlich schneller als inhabergeführte Unternehmen expandieren und profitierten von zahlreichen Wettbewerbsvorteilen, wie beispielsweise einer beträchtlich höheren Investitionskraft, effizienteren Marketingmöglichkeiten, einheitlicher Angebots- und Preispolitik sowie einem zentralen Management etc. Obwohl die Kettenbetreiber Ende 2011 nur 27,3 Prozent der Gesamtanlagen stellten, vereinten sie bereits damals 43,2 Prozent aller Fitnessmitglieder (heute trotz 80

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Rainer Schaller, CEO der RSG Group, der u. a. die Marken McFIT, John Reed, High 5, The Mirai, u.v.a.m. angehören

des wachsenden Mikrosegments sogar 50,9 Prozent) und sorgten dafür, dass die durchschnittliche Kapazität bzw. Größe der Fitnessanlagen in diesem spezifischen Marktumfeld deutlich anstieg.

Fitness First: Übernahme, Neupositionierung & neue strategische Partnerschaft Die Fitness Company Freizeitanlagen GmbH wurde 1990 in Frankfurt am Main gegründet und war bis 2007 einer der großen Fitnesskettenbetreiber im deutschen Markt. Unter der Führung von Colin Waggett und Zillah Byng-Maddick erzielte die Fitness Company dreistellige Millionenumsätze. In den 107 Studios trainierten 2007 laut eigenen Angaben insgesamt 265.000 Mitglieder, bevor das Unternehmen von der Fitness First Group Ltd. vollständig übernommen und die bestehenden Filialen umgebrandet wurden. 2009 entstand in diesem Zuge die Fitness First Germany GmbH. Durch die Einführung neuer digitaler Trainingsangebote (z. B. NewMoove), eigener Functional-Trainingsbereiche (freestyle Zone), weiterführender Gesundheitskonzepte, spezifischer Workouts für Frauen (Fitness First Ladies Club), einer intensiven Eins-zu-einsBetreuung sowie einer Erweiterung des Wellnessangebots trieb das Unternehmen konsequent eine Neupositionierung voran, um sich im oberen Preissegment der Branche erfolgreich zu etablieren. Durch den Einstieg der Investmentgesellschaft Oaktree Capital Management im Jahr 2012 erhielt Fitness First frisches Kapital und baute die bestehenden Clubs zu Full-Service-Studios aus. Unter der Führung von CEO Martin Seibold wurde diese Strategie konsequent weiterverfolgt und seit 2017 mehrere Millionen Euro in


2015

Foto: Klaudia Lech

2010

Zu Beginn des Jahres 2019 wurde INJOY unter der Dachmarke ACISO Fitness & Health GmbH eingegliedert, der u. a. auch die Marketing- und Unternehmensberatung Greinwalder & Partner, die Premium-Fitnessanlagen ELEMENTS Fitness und Wellness sowie das Franchisesystem FT-CLUB angehören.

clever fit: Expansion von München nach Europa

(v.l.) Martin Seibold (CEO der LifeFit Group) und Wilhelm Schröter (CEO ELBGYM) bei der Eröffnung des ELBGYM Stadthöfe Hamburg

Foto: clever fit GmbH

den Ausbau der aktuell 74 Fitness-First-Clubs , in denen 233.000 Mitglieder trainieren, investiert. 2018 hat die Fitness First Germany GmbH den Performance-Fitness-Anbieter ELBGYM aus Hamburg übernommen. Gemeinsam will man dieses Studiokonzept im Rahmen einer strategischen Partnerschaft als eigenständige Marke mittels Franchising weiter ausbauen. Unter dem Dach der LifeFit Group wurden unlängst die sechs erfolgreichen Marken Fitness First, ELBGYM, Barry’s Bootcamp, smile X, The Gym Society und NewMoove zusammengefasst, um noch mehr Synergien zu nutzen und weiter zu wachsen.

Dipl.-Kfm. Alfred Enzensberger eröffnete in der bayrischen Landeshauptstadt bereits 2004 sein erstes Studio und legte hier unter dem Werbeslogan „unverschämt günstig“ die Grundidee für das clever fit-Konzept, das zu Beginn vor allem auf hochwertiges Gerätetraining zum günstigen Preis setzte. 2007 gründete Enzensberger in Landsberg am Lech die clever fit GmbH als Franchise-Unternehmen und expandierte zuerst in Süddeutschland. Bereits im ersten Jahr kamen zehn neue Standorte hinzu und in der Folge etablierte sich mittels eines Multi-Store Franchise-Systems gemeinsam mit seinen Partnern nachhaltig als qualitativ hochwertiger Anbieter im Discount-Segment in ganz Deutschland, den Niederlanden (ab 2010), Österreich (ab 2011) und der Schweiz (ab 2017). 2010 gehörte clever fit bereits zu den Top sechs der deutschen Fitnessketten und

INJOY – Vielseitiger Marktführer seit 2002

Foto: ACISO Fitness & Health GmbH

2002 legte Paul Underberg in Dorsten mit der INJOY Quality Cooperation GmbH den Grundstein für eine der erfolgreichsten Fitness-Franchiseketten und machte INJOY Fitness in den Folgejahren zu einem der Marktführer in Deutschland (später tätig unter der Dachmarke INLINE Unternehmensberatung für Fitness- und Wellnessanlagen GmbH). Neben den klassischen INJOY Studios entwickelten sich unter der Dachmarke zahlreiche weitere Untermarken und eigenständige Studiokonzepte, wie INJOY Lady, INJOYmed, INJOY Physio, INJOY Station und INJOY Xpress. 2014 ging das Unternehmen eine strategische Partnerschaft mit der Migros Freizeit Deutschland GmbH ein und der Migros Mutterkonzern (MGZ) hat 2016 die INLINE Unternehmensberatung für Fitness- und Wellnessanlagen GmbH vollständig übernommen. Aktuell betreibt INJOY laut dem „European Health & Fitness Market Report 2019“ in Deutschland mehr als 130 Clubs mit ca. 180.000 Mitgliedern und ist auch in Österreich (36 Clubs) sowie Belgien (1 Club) aktiv.

v. l.: Thomas Nemmaier (stv. Geschäftsführer ACISO), René Kalt (Geschäftsführer ACISO), Oliver Sekula (CEO ACISO)

Alfred Enzensberger, Gründer, Inhaber und Geschäftsführer der clever fit GmbH

ist aktuell mit 370 Anlagen der standortstärkste Anbieter in Deutschland (Nr. 3 in Europa) mit einem Gesamtumsatz von 194 Mio. Euro und 720.000 Mitgliedern. Der ursprüngliche Positionierungsansatz wurde stets beibehalten und in Sachen Lifestyle, Wohlfühlfaktor, Service- und Trainingsqualität durch den Unternehmensgründer und die Geschäftsführung bis heute konsequent weiterentwickelt.

Zunehmender Verdrängungsmarkt – Ausgewählte Verlierer & Profiteure Trotz des anhaltenden Fitnessbooms verschwanden aber auch einige Anbieter genauso schnell wie sie auf den Markt gekommen waren. Ein Beispiel für diese Entwicklungen ist die Berliner Elixia Health & Wellness Group, die einst Deutschlands fünftgrößte Fitnesskette mit insgesamt 22 Standorten, 63.000 Mitgliedern und 840 Mitarbeitern war und im Jahr 2010 Insolvenz anmelden musste. In puncto Positionierung bewegte sich die Gruppe mit ihren Elixia Vitalclubs genau in der Mitte zwischen den aufstrebenden Discount- sowie den urbanen Premiumanbietern und konnte sich, ähnlich wie viele weitere Unternehmen auch, nicht etablieren und fiel dem Verdrängungsmarkt zum Opfer. Zwar existieren heute noch einzelne Studios unter diesem Namen, aber die Kette als solche ist nicht mehr existent. Davon wiederum profitierte ein anderer bekannter Anbieter, den wir Ihnen jetzt vorstellen: 2001 eröffnete der erste Holmes Place Club Deutschlands in Berlin am Gendarmenmarkt (heute betreibt das Unternehmen allein in 06/19

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HISTORIE DER BRANCHE

Foto: © Mrs.Sporty

der Hauptstadt sechs Clubs). Nach dem ersten Flaggschiff-Club folgten innerhalb von vier Jahren über organisches Wachstum schnell weitere exklusive Standorte in Hamburg, Köln, Lübeck und Düsseldorf. Durch die in 2010 stattfindende Übernahme diverser Clubs der insolventen Fitnesskette Elixia expandierte Holmes Place in Deutschland und Österreich weiter. Neben den 14 Clubs in Deutschland und den 4 in Österreich betreibt das Unternehmen unter CEO Jonathan Fisher, dem Sohn des Firmengründers Allan Fisher, heute Clubs in der Schweiz (5), Spanien (16), Portugal (21), Polen (4), Griechenland (3) und Israel (34). Holmes Place zählt zu den international führenden Anbietern für eine ganzheitliche Gesundheits-, Wellness- und Fitnessbetreuung in bester Citylage mit exklusiver Clubatmosphäre und betreibt mit EVO sowie ICON Health & Fitness weitere Studiokonzepte.

In Fitnessclubs der Boutique-Fitnesskette Mrs.Sporty trainieren Mitglieder effektiv mit innovativer Technologie und persönlicher Begleitung

Studio und traf damit den Nerv der Kundinnen. 2005 gründete er gemeinsam mit seiner Frau Valerie die Mrs.Sporty Franchise GmbH. Im selben Jahr holte sich das Gründerpaar mit dem kompetenten, Migros & Karstadt-Quelle – finanzkräftigen und bestens vernetzten US-Investor Mark Mastrov Einzelhandelskette meets Fitness (CEO 24 Hour Fitness) sowie Tennisstar Stefanie Graf (bis heute Immer häufiger wurde des Weiteren versucht, Synergien zwischen Mitgesellschafterin) medienwirksam neue Partner an Bord. WeniFitnessstudios und großen Einzelhandelsketten effektiv zu nutzen. ge Monate später wurden mehr als 20 weitere Mrs.Sporty-StandMigros machte in der Schweiz mit seinem Fitnessbonussystem und orte in Deutschland eröffnet und es bildete sich schnell eine eiden sogenannten „Cumulus-Punkten“ vor, wie solch ein Konzept gene Community um das aufstrebende Franchise-Konzept. 2006 2005 wurde das Unternehmen als „Franchise-Newcomer des Jahres“ in der Praxis erfolgreich funktionieren kann. Ähnliches versuchten im deutschen Markt ab 2001 der damalige Karstadt-Chef Wolfgang ausgezeichnet und 2007 als „sensationeller Aufsteiger des Jahres“ 2000Urban sowie Volker Ebner (in der Folge Geschäftsführer der Karstadt von der deutschen Franchise-Branche gefeiert. Das Erfolgskonzept Fitness GmbH) und eröffneten erst in Berlin am Hermannplatz hat sich zu Europas führender Frauenfitnesskette weiterentwiund später in weiteren Städten wie Dortmund, Köln und Bonn in ckelt. In den mehr als 500 Studios trainieren aktuell über 200.000 den obersten Etagen der Kaufhäuser (in denen oftmals Leerstand Mitglieder in acht Ländern und „Frau“ bekommt auch in Sachen herrschte) insgesamt neun firmeneigene Fitnessstudios. Der Einstieg Digitalisierung viel geboten, denn Mrs.Sporty ist mit seinen Smartvom „Big Player“ Karstadt in den Fitnessmarkt sorgte zur damaligen Trainern als digitale Trainingsunterstützung bereits seit 2014 aktiv Zeit für großes Aufsehen. Die Studios konnten sich aber aus vielerund hat die Mikrostudios sukzessive weiter digitalisiert. lei Gründen (abweichende Öffnungszeiten, kein separater Zugang Der EMS-Markt als ein weiterer wichtiger Treiber etc.) und der wirtschaftlichen Schieflage des Einzelhandelsriesen im Mikrosegment nicht langfristig am Markt behaupten. Karstadt zog sich nach der 2007 gründeten Emma und Matthias Lehner die Fitnessstudioanfänglichen Euphorie wieder aus dem operativen Fitnessgeschäft Marke Bodystreet in München. Nach intensiver Konzeptarbeit und zurück und veräußerte die Studios. Sechs der Clubs wurden 2005 zweijähriger Pilotphase präsentierten sie 2009 ihr Franchise-Modell von HealthCity International, einer Tochter der niederländischen und hatten mit ihrer Geschäftsidee großen Erfolg. Bereits 2010 Finanzgesellschaft Waterland Private Equity, übernommen. Bis heute war die Kette an 43 Standorten vertreten und beschäftigte 180 betreibt die HealthCity Germany GmbH bundesweit eine Reihe von Mitarbeiter, die sich um die damals 4.000 Mitglieder kümmerten multifunktionalen Fitness- und Freizeitanlagen und hat ihren Unterund ca. 16.000 Personal Trainings pro Monat betreuten. Mit über nehmenssitz in Köln. Die internationale Kette betreibt mehr als 100 300 Studios in Deutschland, Österreich, Italien, Großbritannien, Clubs in u. a. den Niederlanden, Belgien und Frankreich. den USA und Tansania zählt Bodystreet heute zu den innovativsMikrostudios im Fokus: Ein Wachstumsmarkt ten Konzepten der Branche und setzt auch in Sachen Weiterbildung mit vielen Gesichtern und Trainer-Qualifizierung in diesem aufstrebenden Marktsegment Neben den vorgestellten Discount- und Premium-Fitnessketten mit Maßstäbe. Mit der EMS-Lounge (2008), 25MINUTES (2009), fitbox ihren Multifunktionsanlagen entstanden im deutschen Markt nach (2011), Körperformen (2011) sowie terra sports (2014) kamen zü2000 kontinuierlich neue Konzepte für unterschiedliche Nischengig weitere EMS-Anbieter dazu. Laut den „Eckdaten der deutschen märkte und Kundenklientelen, die sich meist auf das MikrostudioFitness-Wirtschaft 2019” machen reine EMS-Analgen bereits 12,9 segment konzentrierten und sich so klar von den klassischen FitProzent der Gesamtanlagenzahl aus und etwa 150.000 Mitglieder nessanlagen abgrenzten. Dieses Segment bedient mit den Crossfit trainieren in den 1.205 Mikroanlagen – Tendenz weiter steigend. Boxen, Bootcamps sowie den unzähligen unterschiedlichen Boutique- bzw. Special-Interest-Konzepten heute diverse Nischen- Ausgewählte EMS-Anbieter märkte, die wir Ihnen hier nicht alle detailliert vorstellen können.

Mrs.Sporty: Der persönliche Sportclub für Frauen Ganz auf die homogene Zielgruppe der Frauen über 30 setzt Mrs. Sporty mit dem innovativen Zirkeltrainingskonzept, das sich grundlegend an den Ansätzen des bereits 1992 von Gary und Diane Heavin in den USA entwickelten Curves fitness-Konzept, inklusive dem dazugehörigen Franchise-Modell, orientiert und speziell auf die Bedürfnisse der weiblichen Fitnesskunden zugeschnitten ist. Firmengründer Niclas Bönström erkannte diese Marktnische, eröffnete im Mai 2004 in Berlin-Charlottenburg erfolgreich sein erstes 82

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Grafik: nadyac - stock.adobe.com


2015

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Resümee und Kommentar Albert Busek „Neue Meinungen sind immer verdächtig – und sie werden gewöhnlich aus keinem anderen Grund bekämpft, außer dem, dass sie nicht schon allgemein bekannt sind.“ John Locke, englischer Arzt und Vordenker der Aufklärung (1632 – 1704)

Mit unserer umfassenden sechsteiligen Historienreihe haben wir Ihnen die Erfolgsgeschichte unserer Branche von den Anfängen der Antike bis heute nähergebracht und aufgezeigt, wie sie sich kontinuierlich weiterentwickelt und professionalisiert hat. Ausgangspunkt der Fitnessbranche waren die ersten leidenschaftlich umgesetzten Studioeröffnungen Mitte der 50er Jahre des letzten Jahrhunderts. 64 Jahre nach Eröffnung des ersten Studios in Deutschland ist die Fitnessbranche nicht nur in der Mitte der Gesellschaft angekommen, sondern hat mit heute über elf Millionen Studiomitgliedern in Deutschland unsere Gesellschaft nachhaltig durchdrungen. Man kann durchaus von „culture change“ sprechen. Ohne den unerschütterlichen Glauben an die Idee der „Körperbildung“ für alle und den Durchhaltewillen vieler Menschen hätte die Fitnessbranche die vielen Hürden auf diesem Weg nicht überwinden können. Jahrzehntelang war es eine Art „subcult of the subcult“. Emotionen und Vorurteile überlagerten jegliche rationale Diskussion und oftmals mussten Studiobetreiber und Mitglieder Häme über sich ergehen lassen. Persönlich war ich seit 1959 vollständig überzeugt, dass diese Art des gezielten Körpertrainings und das Angebot der Studios den Volkssport-Status erlangen wird. Gemäß Protagoras galt für mich immer: „Der Mensch ist das Maß aller Dinge“. Zu allen Zeiten bedurfte es

Personen, die mit Mut und kalkuliertem Risiko die Entwicklung vorantrieben. In unserer Historienreihe haben wir viele dieser wichtigen Innovatoren vorgestellt. Ganz wesentlich wurde die Entwicklung hierzulande auch von der weltweiten Entwicklung geprägt. Dazu zählen nicht nur neue Konzepte und Ideen, sondern vor allem auch der rasante technologische Fortschritt. Die im sechsten Teil vorgestellten Ketten, die sich nach der Jahrtausendwende etabliert haben, wären ohne die enormen technologischen Entwicklungen von Google (1997) Facebook (2004) und iPhone (2007) zumindest in diesem Umfang nicht möglich gewesen. Die Zahlen sprechen dabei für sich: 1999 hatten die zehn größten deutschen Fitnessanbieter 333.000 Mitglieder und 2011 bereits zwei Millionen. Dieser Satz von Kurt Tucholsky gilt auch für unsere Branche: „Wer nach allen Seiten offen ist, ist nicht ganz dicht.“ Auch einige große Unternehmen haben die Zeichen der Zeit nicht richtig gedeutet und verschwanden wieder. Insgesamt aber erfindet sich unsere Branche ständig neu und setzt Impulse, die man bis vor wenigen Jahren noch nicht einmal erahnen konnte. Wir stehen erst am Anfang des Zukunftsmarktes „Fitnessbranche“. 1971 sagte mir Arnold Schwarzenegger auf einem Spaziergang durch München: „Ich bin erst zufrieden, wenn wir so viele Studios wie Lebensmittelgeschäfte haben.“ Wir sind auf dem Weg.

Florian Schmidt

Albert Busek ist u. a. Unternehmer, Studiobesitzer, Gründer der BSA-Akademie und einer der Wegbereiter des Bodybuildings in Deutschland. Als Sportfunktionär bei Bodybuilding-Meisterschaften trat er erstmals 1960 in Erscheinung. Als langjähriger Präsident des Deutschen Bodybuilding- und Fitnessverbandes (DBFV) sowie Herausgeber und Chefredakteur mehrerer Bodybuilding-Zeitschriften stieg er zu einem der einflussreichsten Funktionäre der deutschen Kraftsportszene auf.

Florian Schmidt absolvierte nach einem Studium im Hotelmanagement und mehreren Jahren Berufserfahrung in der internationalen Hotellerie zusätzlich ein Master-Studium in Sportwissenschaft. Er ist als Dozent, Wissenschaftsredakteur und Tutor für die Deutsche Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement/ BSA-Akademie tätig.

Foto: DHfPG/BSA

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Albert Busek

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Auszug aus der Literaturliste Arbeitgeberverband Deutscher Fitness- und Gesundheits-Anlagen e. V. (DSSV) (Hrsg.) (2019). Eckdaten 2019 der deutschen Fitness-Wirtschaft. Hamburg: Selbstverlag. Deloitte & EuropeActive (Hrsg.) (2019). European Health & Fitness Market Report 2019. Daumann, F., Heinze, R. & Römmelt, B. (Hrsg.) (2012). Strategisches Management für Fitnessstudios. Sciamus Sport und Management, Themenheft 3, 2012. Zugriff am 11.08.2019 unter www.sport-und-management.de/index.php/archiv/14-2012-3

Fichter, A. (2010). Fitnesskette insolvent: Elixia verlässt die Kraft: In Süddeutsche Zeitung (17.05.2010). Zugriff am 22.10.2019 unter https://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/fitnesskette-insolvent-elixia-verlaesst-die-kraft-1.174620 Für eine vollständige Literaturliste kontaktieren Sie bitte marketing@dhfpg-bsa.de.

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AGGREGATOREN-PLATTFORM | ANZEIGE

Interview mit Benjamin Roth, CEO und Co-Gründer von Urban Sports Club

„Generation USC“ umfasst fast alle Altersgruppen Fotos: Urban Sports GmbH

Die jüngsten News von Urban Sport Club ließen die Branche aufhorchen: Mit body + soul in München konnte das Berliner Unternehmen eine weitere Premium-Marke als Partner gewinnen. Wie geht es nun weiter? Benjamin Roth, Mitgründer und CEO von Urban Sports Club, beantwortet diese Frage im Interview mit fitness MANAGEMENT.

fM: Herr Roth, herzlichen Glückwunsch, dass body + soul Partner von Urban Sports Club geworden ist. Entwickelt sich Urban Sports Club zu einer Plattform, die in erster Linie für Mittelpreis- und Premium-Anbieter interessant ist? Benjamin Roth: Natürlich haben wir uns sehr darüber gefreut, dass wir unseren Mitgliedern künftig über Urban Sports Club auch Fitness und Wellness bei body + soul anbieten können. Unsere Mitglieder haben das Angebot auch sofort begeistert aufgenommen und somit wurden die Erwartungen bei den Check-in-Zahlen direkt übertroffen.

Für mich persönlich ist dieser mehr als erfolgreiche Start mit body + soul, aber auch ein deutlicher Beleg dafür, dass es sich lohnt, mit Partnern im Vorfeld konzeptionell zusammenzuarbeiten. Das beginnt mit der Präsenz der Marke auf unserer Plattform und hört bei der gezielten Ansprache von klar definierten Zielgruppen aber noch lange nicht auf. Wir sind allerdings keine Plattform, die nur Premium-Marken fördert. Ähnlich erfolgreich arbeiten wir mit Unternehmen aus anderen Segmenten zusammen, wie clever fit, Jumpers Fitness, FIT STAR oder all inclusive Fitness.

Benjamin Roth ist Mitgründer und CEO von Urban Sports Club (USC), der größten SportFlatrate Europas mit Sitz in Berlin. Das Unternehmen ist derzeit in sechs europäischen Ländern aktiv und beinhaltet mehr als 50 Sportarten sowie über 7.000 Partner-Standorte. Benjamin Roth verfügt über mehr als 10 Jahre Expertise in den Bereichen Unternehmensgründung und Consulting. Er ist verheiratet und Vater von drei Kindern. Seine USC-Lieblingssportarten sind Functional Training sowie Schwimmen und Bouldern zusammen mit seinen Kids.

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Unsere primäre Aufgabe ist es, neue Zielgruppen für Sport und Fitness zu begeistern und zu Bewegung zu inspirieren. Um sie dann im zweiten Schritt an die Partner zu vermitteln, die das richtige Angebot für sie bereithalten, wobei natürlich die finanziellen Möglichkeiten des jeweiligen Mitglieds eine Rolle spielen. Das heißt wir haben Mitgliedschaften, die auf die unterschiedlichen Budgets der Kunden zugeschnitten sind. fM: Man hat den Eindruck, dass die Plattformen dabei sind, aus ihrem Nischendasein herauszutreten und immer mehr Akzeptanz bei den Betreibern zu finden. Stimmt das? Benjamin Roth: Die gute alte, analoge Mundpropaganda ist trotz Digitalisierung eine der effektivsten Werbeformen. Momentan pro-


fitieren wir tatsächlich stark davon, dass die Branche eng vernetzt ist und diejenigen, die mit uns zusammenarbeiten, offen mit anderen Studiobetreibern über ihre Erfahrungen mit uns sprechen. Das wiederum führt dazu, dass diese sich dann bei uns melden, um sich näher zu informieren und ebenfalls von uns zu profitieren. Unser Haupt-Benefit ist und bleibt aber, dass wir auf direktem Weg neue Kundengruppen für den Fitnessmarkt erschließen, um damit den Studiobetreibern zusätzliche Umsatzpotenziale zu verschaffen. fM: Wie schafft Urban Sports Club das? Benjamin Roth: Um unseren Zuwachs an neuen Mitgliedern zu verstehen, lohnt sich ein Blick in die eigene Familie. So unterschiedlich der Lebensstil oder das Konsumverhalten von Kindern, Eltern und Großeltern auch sein mag: Diese drei Generationen beeinflussen sich gegenseitig massiv – speziell was die Relevanz von Marken betrifft.

Übersetzt auf Urban Sports Club heißt das: Unsere Geschäftsidee spiegelte ursprünglich das Selbstverständnis der Millennials im urbanen Raum wider. Deren Lebensphilosophie und -führung beeinflusst nun fast alle anderen Generationen. Das Angebot von Urban Sports Club mit seiner Vielfalt und Flexibilität begeistert die heute über 50-Jährigen, also die sogenannten Babyboomer, genauso wie die Generation Y und Z. Das ist der eigentliche Erfolg. Gleichermaßen ist uns bewusst, dass wir uns heute noch schwer damit tun, die Nachkriegsgeneration, also die Menschen, die heute älter als 65 Jahre sind, für eine Mitgliedschaft bei Urban Sports Club zu motivieren. Diese Generation ist anders sozialisiert und zeichnet sich zum Beispiel durch eine extrem hohe Beständigkeit und damit einhergehend eine geringe Bereitschaft, Neues auszuprobieren, aus. fM: Gehören Seniorinnen und Senioren also noch zu Ihrer Zielgruppe? Benjamin Roth: Vorsicht, ich spreche hier von Verhaltensmustern und Grundeinstellungen der jeweiligen Generationen, nicht von deren aktuellem, biologischen Alter. Die Generation der Babyboomer stellt die größte Bevölkerungsgruppe in Deutschland dar, die von Jahr zu Jahr älter wird. Sie wird die nächste – und noch dazu immens große – Seniorengruppe. Der Vorteil ist, dass auch diese Generation es bereits gewohnt ist, ihr Leben über digitale Angebote zu organisieren. Das Nutzungsverhalten ist ein anderes als das der Millennials, aber sie nutzen auch verstärkt Urban Sports Club.

ist bereit, für den Kauf einer Leistung oder eines Produktes mehr auszugeben, wenn die Qualität stimmt oder der aktuelle Bedarf sehr gut erfüllt wird. Beispiel: Boutique Fitness. fM: Was bedeutet das für die Fitnessbranche? Benjamin Roth: Kurz gesagt, eine ganze Menge. Eine unserer Kernkompetenzen ist es, uns intensiv mit den Zielgruppen, die wir erreichen wollen, auseinanderzusetzen. Und zwar nicht nur unter dem Aspekt Sport und Fitness, sondern wir betrachten den gesamten Lebensstil. Um beispielsweise den Fitnessmarkt breiter erschließen zu können als bisher, müssen wir verstehen, wie die Generationen ticken.

Es zeichnet sich bereits ab, dass die gesamte Gesellschaft heute wesentlich aktiver und gesundheitsorientierter ist. Die Menschen sind deutlich experimentierfreudiger und wollen mehr Abwechslung; sie haben einen hohen Anspruch, was Qualität und Beratungsleistungen betrifft und sie wollen, dass ihre individuellen, sehr heterogenen Bedürfnisse berücksichtigt werden. Das bedeutet zwangsläufig, dass es das eine Fitnessstudio-Konzept nicht geben kann, sondern dass die Trainierenden ihre Location nach Tagesstimmung oder temporärer Zielstellung auswählen werden – speziell dann, wenn die verfügbare Zeit auch noch zunimmt. Diese Flexibilität zu bieten, ist das Kerngeschäft von Urban Sports Club. Das kann auf Dauer gut funktionieren, wenn wir mit den Fitnessstudios langfristige Partner haben, die aufgrund ihres Wissens die Trainingsinhalte und -erlebnisse entwickeln und anbieten, die von dieser Zielgruppe gewünscht sind – damit diese überhaupt Sport treiben. Wir können wiederum aufgrund unseres Wissens und ganzheitlichen Ansatzes unseren Partnern die Information liefern, was gewünscht wird und was gut ankommt – und das mehr oder weniger in Echtzeit. Das kann ihnen langfristig helfen, sich neuen Trends anzupassen und ihr Geschäft auszubauen. urbansportsclub.com

fM: Wenn wir über die nächste junge Generation sprechen, was kommt auf die Fitnessbranche zu? Benjamin Roth: Wenn wir von den heute 15- bis 25-Jährigen sprechen, ist noch nicht klar, in welcher Form sie ihr Arbeitsund Privatleben organisieren werden. Das heißt: Wird sie, wie die Nachkriegsgeneration, „leben, um zu arbeiten“ oder wie die Millennials „arbeiten, um zu leben“? Oder werden sie ihre ganz eigenen Prioritäten setzen? Von Letzterem gehe ich übrigens aus. Dieses Thema beschäftigt uns – und die Studios sicher ebenfalls –, auch als Arbeitgeber.

Während die Generation Y vor allem durch Selbstverwirklichungsansprüche hinsichtlich Fortbildung und Flexibilität auffällt, sind der Generation Z Sicherheit und Struktur wieder wichtig. Über deren generelles Konsumverhalten lässt sich etwas prognostizieren: Diese Generation nutzt – laut einiger Studien – das Internet nicht, um dort in erster Linie Schnäppchen zu finden. Diese Generation 06/19

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KOLUMNE Foto: CrazyCloud - stock.adobe.com

Die Preisbildung als Positionierungsaussage und Erfolgsfaktor

Der Preis – mehr als eine Zahl Die Preispolitik ist elementar für jede Unternehmensführung. Der Preis bedeutet sehr viel mehr als Kostendeckung pro Mitglied. Er stellt vor allem eine Orientierungshilfe für Interessenten dar und hat auch eine Lenkungsfunktion für die Kernzielgruppe. Stefan Haase legt dar, welche Maßnahmen Sie in Bezug auf Ursache und Wirkung bei der Preisbildung für Ihr Unternehmen berücksichtigen sollten.

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uten Tag, was kostet die Mitgliedschaft bei Ihnen? Ich bin sicher, dass Sie diese Interessentenfrage sehr gut kennen. Wenn sie von einem „Walk-in“ an Sie gerichtet wird, gibt Ihnen das die Chance, Ihre Dienstleistung gebührend vorzustellen. Deutlich anspruchsvoller wird es, wenn diese Frage am Telefon gestellt wird. Es sind nun alle einstudierten Gesprächsleitfäden gefordert und gut sortiert sowie eloquent an den Mann bzw. die Frau zu bringen.

Der Preis als Ordnungsgröße Der Preis wird immer ein Diskussionspunkt sein und es auch bleiben. Seine unterschiedlichen Funktionen für Ihr Unternehmen unterstreichen die Bedeutung des Preises. Seine Aufgabe beschränkt sich nicht nur auf die Höhe der Kostendeckung pro Mitglied, vielmehr besitzt er auch eine Lenkungs- und Leitungsfunktion für Ihre gewählte Kernzielgruppe. Im Grunde präsentiert Ihr Preis das Unternehmen und spiegelt die angebotenen Leistungen sowie das Level, das Sie mit Ihrem Portfolio anstreben. Der Preis ordnet ein Unternehmen in ein bestimmtes Segment wie Discount, Medium, Premium oder Luxus ein. Kurz gesagt: Ihr Preis signalisiert Ihre Positionierung im Markt und gibt Interessenten Hinweise, was diese von Ihnen erwarten können. Die Preispolitik ist ein elementarer Faktor in der Unternehmensführung und stellt eine Orientierungshilfe für die Nachfrager dar.

durchzusetzen. Im Premiumsektor muss dies geradezu zwingend erfolgen. Die Gründe sind vielfältig. Denken Sie an den permanenten Erneuerungsprozess Ihrer Leistungen und Investitionen, der nicht unerhebliche Summen kostet und nur bei vorhandener Liquidität möglich ist. Im Premiumsegment erwarten vor allem Ihre Mitglieder zwingend ein stets topaktuelles Angebot.

Die klassische Preislehre In der betriebs- und volkswirtschaftlichen Lehre wird die Thematik Preisbildung in verschiedenster Weise erläutert, argumentiert und dargestellt – vorrangig auch immer mit Begriffen wie Marktfähigkeit, Wettbewerbsfähigkeit, Konkurrenzfähigkeit oder üblicher Marktpreis. Diese Begriffe suggerieren eine Preisbildung, die sich entweder am Markt oder am direkten Wettbewerb orientiert. Die entscheidende Frage ist hierbei jedoch, ob man sich allein darauf beziehen sollte. Aus marketingtechnischer Sicht und in Bezug auf die ausgewählte Positionierung des Unternehmens ergeben sich für die Preisbildung nämlich andere, ambivalente Entscheidungskriterien mit psychologischem Charakter, die beachtet werden müssen.

Der Preis als Differenzierungsmerkmal Als direkt erkennbares Differenzierungsmerkmal innerhalb der jeweiligen Segmente dient insbesondere der Preis dem interessierten Kunden bei der Kaufentscheidung als Orientierungshilfe. In der Regel wird ein höherer Preis mit besserer Qualität assoziiert, während ein niedriger Preis mit geringerer Qualität verbunden wird.

Die unverzichtbare Preiskalkulation Der obligatorische Ausgangspunkt ist immer eine seriöse, fundierte Kalkulation des zu bildenden Preises. Sie müssen zu jeder Zeit wissen, welche Kosten pro Mitglied in einer Periode anfallen. Und wenn ich hier den Begriff Kosten verwende, dann sind dies nicht die Selbstkosten, sondern auch Ausgabepositionen – je nach Gesellschaftsform – mit neutralem Charakter und dem von Ihnen gewünschten Gewinn. Bei der Wahl der Kalkulationsform sollten Sie immer von einer Vollkostenrechnung ausgehen und nicht gleich in eine Teilkostenrechnung (Deckungsbeitragsrechnung) übergehen. Im Grunde ist die wahre Kunst, eine Vollkostenberechnung pro Mitglied plus Gewinnmarge auch bei hohen Mitgliederbeständen 88

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Premiumanlagen müssen sich somit signifikant mit einem wesentlich höheren Preis gegenüber dem Discount-Segment positionieren. Die preisliche Distanz ist dabei ein wesentliches Merkmal. Seit einiger Zeit gilt diese Formel nicht nur als Maßstab gegenüber dem Discount-Anbieter, sondern auch gegenüber den Vertretern des sogenannten Mediumsegments, die mittlerweile Preise in Höhe von monatlich ca. 39 Euro aufrufen. Als Premiumpreis sollten Sie Preise in Höhe von mindestens 65 Euro bis 80 Euro festsetzen, im Luxussegment noch höher. Es muss ein klarer und wahrnehmbarer Preisunterschied vorhanden sein, der eindeutig zeigt und belegt, dass Sie etwas anderes tun als der Rest Ihrer lokalen Fitnesswelt.


POSITIONIERUNG QUALITÄT? Eingangs-Check

ENTSCHEIDEN SIE! 19 €

159 €

Der Preis als Erwartungshorizont Damit Sie solche Preise verlangen können, stehen Ihre Leistungs- und Qualitätsansprüche, die Sie jeden Tag und jede Stunde in jeglicher Dimension beweisen müssen, klar im Vordergrund. Das betrifft zum Beispiel Ihre Eingangs-Checks, alle weiteren Prozesse, die im Unternehmen festgelegt wurden, sowie Ihre Leistungen im Check-in- und Tresen-Bereich bis hin zu den Leistungen in Ihren Wellnessräumen – alles auf Topniveau, vergleichbar mit Spitzenhotels dieser Welt. Diese Ansprüche fordern von Ihren Mitarbeitern eine permanente Umsetzung und entsprechende Schulung. Es ist belegt, dass im Premiumsektor Service und Aufmerksamkeit die elementaren und ausschlaggebenden Punkte zur Differenzierung gegenüber möglichen Wettbewerbern sind. Sie müssen als Inhaber oder Studioleiter Tag für Tag überprüfen, ob die definierten Prozesse auch angewandt werden. Nur dadurch können Sie den Erwartungshorizont der Interessenten und Mitglieder weit übertreffen. Und denken Sie immer daran, dass die Qualität Ihres Equipments an Trainingsgeräten – bis auf elektronische Zirkelgeräte – schon lange nicht mehr der entscheidende Faktor ist, denn diese wird von Ihren Interessenten und Mitgliedern sowieso vorausgesetzt. Der empathische Faktor macht den Unterschied – also der Kontakt von Mensch zu Mensch.

Begrenzende Determinanten und Voraussetzungen Selbstverständlich spielt in allem, was bisher beschrieben wurde, ihr Einzugsgebiet inklusive möglichem Marktpotenzial in Ableitung zur soziodemografischen Entwicklung des lokalen Gebietes eine erhebliche Rolle. Dies müssen Sie analysieren. In einer Großstadt ist vieles möglich, was in einer Kleinstadt oder in ländlichen Gebieten verheerend wäre. Für mich persönlich gehen viele Konzeptionen und Verallgemeinerungen von Trends oder auch Innovationen an der Realität vorbei. Es ist ein Unterschied, ob ich Vereinbarungen mit monatlicher Kündigung als Anreiz in einer Millionenstadt oder auf dem Land anbiete, wo das der Anfang vom Ende wäre.

Stefan Haase, Betriebswirt und Industriekaufmann, war langjähriger Partner einer renommierten Unternehmensberatung, zuletzt in der Funktion des betriebswirtschaftlichen Leiters. Er ist Mitglied des DIN/CEN-Normungsausschusses für Fitnessanlagen und zudem als Dozent, Autor und Tutor für die Deutsche Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement tätig.

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Stefan Haase


UNTERNEHMENSBERATUNG | ANZEIGE

Neun Maßnahmen, die Sie sofort umsetzen können

SIEGER ERKENNEN CHANCEN! 2019 stellte die Kerstan Consult GmbH in über 100 Vertriebsseminaren die Frage, was die wichtigste Eigenschaft eines Unternehmers ist. Die Antworten waren Mut, Risikobereitschaft, verkäuferisches Talent, visionäres Denken, die Fähigkeit, Menschen zu führen usw. Doch all dies wird von der wichtigsten und notwendigsten Eigenschaft in den Schatten gestellt: SIEGER ERKENNEN CHANCEN! Im folgenden Artikel stellt Michael Kerstan, Geschäftsführer der Kerstan Consult GmbH neun Chancen vor, die Sie als Studiobetreiber sofort umsetzen können.

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in Boxer wird die Chance auf einen Sieg durch K. O. jede Sekunde des Kampfes suchen und sie dann erkennen. Ein Formel 1-Fahrer wird jede Sekunde seines Rennens auf die Chance warten, zu überholen.

Wie tief ist die Eigenschaft „ERKANNTE CHANCEN“ sofort umzusetzen in Ihrer Persönlichkeit verwurzelt und wie kann dieser Wesenszug entwickelt werden? Chancen sind dabei nicht zu verwechseln mit Gelegenheiten. Eine Gelegenheit kommt und geht, eine Chance, die vertan ist, kommt nicht wieder bzw. wird vom Kontrahenten, dem Gegner oder dem Mitbewerber ergriffen und ist damit für Sie nicht mehr realisierbar. Als erstes müssen Sie Ihr Ziel neu definieren. Das Ziel Ihres Unternehmens ist niemals eine bestimmte Kundenanzahl, sondern die Maximierung Ihres Gewinns. Dieser entsteht nur sekundär durch die Anzahl Ihrer Kunden.

Kundenzahldenken vs. Ertragsdenken 99 Prozent der Studios denken in Kundenzahlen und nicht in Gewinn, was zu einer völlig falschen Fokussierung führt. Beispiel: Ihr Unternehmen hat 1.000 Mitglieder und verliert im kommenden Monat 25 durch Kündigungen. Dabei ist die Zahl 25 erst einmal uninteressant. Wichtig ist, wie viele Euros Ihr Betrieb im nächsten Monat erwirtschaften muss, um den Abgang dieser Kunden zu kompensieren. 25 Kündigungen zu einem Beitrag von jeweils 40 Euro monatlich bedeuten einen Verlust von 1.000 Euro Einzugsvolumen. Dies könnte mit Neukunden (16 á 60 Euro oder 13 á 75 Euro monatlich) kompensiert werden. Was glauben Sie, werden Sie zukünftig eher erreichen? 90

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Können Sie auf Ihrem Markt der Billigste sein oder definieren Sie sich über eine bessere Leistung und lösungsorientiertes Training? Fangen Sie sofort an, monatliche Abgänge von Kunden in Euro umzurechnen und diese den Zugängen als Erlöse gegenüberzustellen. Weiterhin haben Sie als personenbezogenes Unternehmen mehr Möglichkeiten, Nebeneinnahmen zu generieren, als dies bei großen Studioketten der Fall ist. Nebeneinnahmen sind für Ihren Gewinn wichtiger als das Kerngeschäft. Tankstellen verdienen mehr durch den Verkauf von Zeitungen, Alkohol und Brötchen als durch Benzin. Generieren Sie pro Neukunde zusätzlich 120 Euro, so verdoppeln Sie Ihren Gewinn. Hier liegt eine gigantische Chance!

Neun Chancen, die Sie sofort umsetzen können 1. Online-Anmeldung einführen Zehn Prozent der Neukunden melden sich bereits online an. In unseren „100% Fitnessclubs“ werden alle Verträge ausschließlich online abgeschlossen. Wenn Sie noch keine Homepage haben, auf der sich Ihre Interessenten zum Vorteilspreis anmelden können, dann verpassen Sie Ihre Chance auf zehn Prozent zusätzliche Neukunden!

Foto: © 100% Fitness


2. Einführung von profilorientierten Quartalspauschalen Quartalspauschalen sind mittlerweile branchenüblich, nachdem Kerstan Consult diese vor 20 Jahren eingeführt hat. Kerstan Consult arbeitet schon lange mit zielgruppenabhängigen Quartalspauschalen. Auch Sie können pro Neukunde 40 Euro mehr Gewinn erzielen. 3. Quartalsmäßige Beitragserhöhung um wenige Cents Nur wenn Sie in kleinen Schritten viermal jährlich Ihren Beitrag für alle Alt- und die zukünftigen Neukunden erhöhen, schaffen Sie es, die Verteuerung der Reinvestitionen zu stemmen und ein modernes Produkt zu kreieren. Keine Angst: Erhöhungen werden vom Verbraucher akzeptiert, wenn Sie es richtig angehen. 4. Profilorientierte Mitgliedsbeiträge Nicht Sie, sondern Ihr Kunde entscheidet, wie viel er für Fitness ausgeben will. Ihr Beitrag ist immer von der Leistung abhängig, niemals vom Produkt. Beispiel: Alle sitzen im gleichen Flieger (Produkt) und jeder zahlt einen anderen Preis (Leistung): First Business oder Economyklasse. Wenn Ihr System auf einem überholten Wochenpreis-Modulsystem basiert, verlieren Sie pro neuem Mitglied über 120 Euro pro Jahr. Eine weitere Chance, Ihren Gewinn zu verdoppeln! 5. Betreuung als Dienstleistung (kostenpflichtig) Mitgliederbetreuung kostet viel Geld, und zwar IHR GELD. Interessanterweise verzichten jedoch die Marktführer wie McFIT, FitX usw. auf kostenlose Betreuungsleistungen und haben über Millionen von Mitgliedern. Betreuungsleistungen sind kein USP (Deutsch: Alleinstellungsmerkmal), sondern eine Einnahmequelle, genau wie Tennisstunden, Golfstunden usw. Allerdings funktioniert der Verkauf nur mit einem intelligenten PT-Verkaufssystem, in dem der Kunde automatisch unter verschiedenen Betreuungsoptionen wählen kann. Dadurch verdienen Sie pro Neukunde durchschnittlich 150 Euro pro Jahr zusätzlich. Nutzen Sie diese Chance!

6. First Payment Ziehen Sie mehr Gewinn aus einem speziellen Vorauszahler-System. Mit nur drei Prozent Rabatt erhalten Sie von zehn Prozent Ihrer Neukunden den Gesamtbetrag von 24 Monaten im Voraus gezahlt. Dies bedeutet monatlich mind. 3.000 Euro zusätzliche Liquidität, die Sie ins Marketing oder in Ihren Club investieren können. Dies ist eine Goldgrube für Ihr Studio und eine Chance, die Sie nicht verpassen sollten!

kommen würden. Durchschnittlich werden so monatlich über 4.000 Euro Zusatzeinnahmen erzielt. Verpasst? Legen Sie los! Kerstan Consult zeigt Ihnen, wie es geht! 8. Gratisverlängerung mit Einweisungsstunden Vertragsverlängerungen wurden von Kerstan Consult bereits vor 20 Jahren erstmals in der Branche eingeführt und haben sich mittlerweile bundesweit durchgesetzt. Dabei verlängern Sie zwar die Laufzeit, aber Sie erhöhen nicht Ihren Gewinn in dem laufenden Geschäftsjahr. Das KC-System generiert pro Umstellung durchschnittlich zusätzliche 58 Euro. Wollen Sie darauf verzichten? 9. Nur genutzte Chancen führen zum Sieg Nutzen Sie die letzte der neun Chancen, um die geschilderten acht ausführlich erklärt zu bekommen. Gerne zeigt Kerstan Consult Ihnen, auf einem unserer Start-up-Seminare, wie Sie diese Chancen in die Praxis umsetzen können. Alle Informationen dazu finden Sie unter www.kerstan-consult.de/Startup.

Liebe Grüße, Ihr Michael Kerstan und Team Interessiert? Rufen Sie uns an unter: 06173 - 95 02 02 oder senden Sie eine E-Mail an: info@kerstanconsult.de

Fotos: Kerstan Consult

7. DAY-Tickets Viele Firmen lassen aufgrund von Kooperationen „Nicht-Kunden“ bundesweit ohne Vertrag trainieren, schütten dafür zwischen drei bis sechs Euro pro Besuch aus. Wenn Sie ein spezielles DAY-Ticket einführen, sprechen Sie Kunden an, die sonst niemals in Ihren Club

Michael Kerstan

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BIOIMPEDANZANALYSE | ANZEIGE

Fotos: seca GmbH & Co. KG

seca mBCA – die perfekte BIA-Lösung für Fitnessstudios

Endlich präzise Messergebnisse mit BIA Das große Interesse der Fitnessbranche an der diesjährigen MEDICA zeigt einmal mehr, dass Fitness und Medizin zusammenwachsen. Auf Deutschlands wichtigster Medizinmesse ist seca als Weltmarktführer für medizinisches Messen und Wiegen Stammgast und präsentiert seine BIALösung: den seca mBCA. Von diesem Gerät profitieren besonders diejenigen, die sich schon immer eine wirklich nachvollziehbare und präzise Bioimpedanzanalyse gewünscht haben.

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iele Studios und Gesundheitsdienstleister haben die Bioimpedanzanalyse (kurz BIA) bereits für sich entdeckt und bieten ihren Mitgliedern damit eine ausgefeilte Möglichkeit, hinter ihr Gewicht zu schauen und ihre Trainingserfolge sichtbar zu machen. Doch neben der Einfachheit der Messung und der perfekten Möglichkeit für Inhaber, weitere Umsätze zu generieren, bleibt bei der BIA oftmals die Genauigkeit auf der Strecke. Mit dem seca mBCA (medical Body Composition Analyzer) konnten die Besucher der aktuellen MEDICA nun eine BIA-Lösung erleben, die in nur 17 Sekunden mit überragender Genauigkeit ein umfassendes Bild der Körperzusammensetzung zeichnet. Darüber hinaus erfuhren die Besucher alles über weitere Serviceangebote für den seca mBCA, wie z. B. Softwareintegration und Businesssupport.

higsten Referenzmethoden, mit denen eine BIA-Lösung abgeglichen werden kann. Viele Geräte anderer Hersteller sind für Fettund Muskelmasse nur gegen das DXA-Verfahren validiert. Diese einfache Validierung kam für seca nicht infrage, da DXA die reine Muskelmasse nur ungenau bestimmen kann.

Transparente Validierung Die Validierungsstudien des seca mBCA wurden übersichtlich und gebündelt veröffentlicht und können von jedem kostenfrei eingesehen werden (mBCA.seca.com). Der seca mBCA ist keine Blackbox, der man blind vertrauen muss. Jeder Anwender kann nachvollziehen, auf welcher Grundlage die Körperzusammensetzung bestimmt wird. Die Validierung des seca mBCA wurde methodisch korrekt durchgeführt und ist wissenschaftlich abgesichert.

Medizinische Validierung Konzipiert für den medizinischen Einsatz, bei dem eine hohe Genauigkeit lebenswichtig sein kann, hat seca seine BIA-Lösung einer aufwendigen medizinischen Validierung unterzogen. Als einzige BIA-Lösung hat der seca mBCA in wissenschaftlichen Studien bewiesen, dass er die Muskelmasse mindestens 97 Prozent so exakt misst wie ein Ganzkörper-MRT. Die Fettmasse bestimmt er mit 98-prozentiger Genauigkeit im Vergleich zum sogenannten 4C-Modell. Ganzkörper-MRT und 4C-Modell sind die leistungsfä92

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Reproduzierbarkeit der Messergebnisse Damit eine BIA belastbare Ergebnisse liefert, müssen die Messbedingungen wiederholbar sein. Dazu zählt idealerweise der immer gleiche Zeitpunkt der Messung (z. B. morgens vor dem Training), aber auch die immer gleiche Körper- und Armhaltung. Der seca mBCA garantiert mit der breiten Plattform, seiner Reling und den festen Griffpositionen, dass bei jeder Messung die gleiche Körperhaltung eingenommen wird.


Verläufe

Businessplan

Das volle Potenzial entfaltet eine BIA erst mit Verlaufsmessungen, die die Entwicklung von Fett- und Muskelmasse über einen gewissen Zeitraum abbilden. Positive Verläufe heizen die Motivation für das Training weiter an. Negative Verläufe weisen auf eine nötige Trainingsplanumstellung oder weitere Interventionen hin. Viele Nutzer lieben es schlicht, ihre Fortschritte zu tracken und schwarz auf weiß zu sehen. Für Gesundheitsdienstleister im Fitnessbereich kann die BIA ein wichtiges Tool sein, um Zielsetzungen und Erfolge zu dokumentieren.

seca sieht sich nicht nur als Gerätehersteller, sondern auch als Dienstleister, der für die Fitnessbranche Businessmodelle entwickelt und sie auf einzelne Studiokonzepte anpasst. Damit wird sichergestellt, dass der seca mBCA jedem Studio einen wirklichen Mehrwert bietet und sich die Investition schnell auszahlt.

Normalbereiche Sind 29 Kilogramm Muskelmasse schon unterdurchschnittlich für einen Mann, der 59 Jahre alt und 1,91 Meter groß ist? Und ist seine Fettmasse von 19 Kilogramm, gemessen an seinem BMI von 23 kg/m², normal oder erhöht? Mit den Normalbereichen des seca mBCA können Sie diese Fragen auf einen Blick beantworten und den Fitnesszustand sofort richtig einschätzen. Die Normalbereiche des seca mBCA basieren auf einer Referenzstudie mit über 3.000 Probanden, sind also, anders als bei anderen Herstellern, fundiert, aussagekräftig und wissenschaftlich abgesichert. Außerdem berücksichtigen die Normalbereiche weitere Faktoren, wie z. B. das Alter, das Geschlecht, die Ethnie, den BMI sowie die Größe und sind damit ein unerlässliches Tool für eine korrekte Orientierung und Zielsetzung des Trainings.

Einfach zu bedienen und zu interpretieren Über den um 360 Grad drehbaren Touchscreen ist der seca mBCA besonders leicht zu bedienen. Die Auswertung kann am Bildschirm oder auf dem individualisierbaren Printout erfolgen. Die übersichtlichen Grafiken machen jede Veränderung der Körperzusammensetzung sofort sichtbar und liefern neben Fett- und Muskelmasse auch Daten zum intra- und extrazellulären Wasser, dem Phasenwinkel und vielen weiteren Parametern. Der seca mBCA ist nicht nur ein BIA-Gerät, sondern eine BIA-Lösung. Der Unterschied besteht in dem umfangreichen Service, der Software und der Entwicklung von Businessmodellen.

Service Mit deutschlandweit zwanzig Servicetechnikern kann seca jederzeit vor Ort sein und Hilfe anbieten. Zum Gerät gibt es einen Installationsservice und eine Interpretationsschulung, die Sie zum BIA-Profi macht.

BIA verbindet Mit der Anbindung des seca mBCA an Ihre Software erhalten Sie schnellen und einfachen Datenzugriff. Alle BIA-Parameter landen in der vertrauten Studio-Software und können Ihren Mitgliedern vor Ort oder beispielsweise über Member-Apps zur Verfügung gestellt werden. seca hat feste Partnerschaften mit Anbietern von Fitnesssoftware geknüpft und baut diese ständig weiter aus, sodass der seca mBCA immer einfacher an Ihre Software angebunden werden kann.

Jetzt MEDICA Spezialangebot sichern Bis zum 6. Dezember 2019 gibt es den seca mBCA 515 noch zum stark reduzierten MEDICA Vorteilspreis von 9.950,00 Euro. Im Preis enthalten sind nicht nur eine Interpretationsschulung und die Vor-Ort-Installation, sondern auch die Ultraschall-Messstation seca 287. Mit dieser Messstation bestimmen Sie die Größe Ihrer Mitglieder mit modernster Ultraschalltechnologie.*

Kontaktieren Sie uns für weitere Informationen und testen Sie kostenfrei den seca mBCA Tel.: 0800 - 20 000 05 · seca.com/med-fit · insidesales.de@seca.com

* Messepreis exkl. gesetzl. MwSt., Änderungen und Irrtümer vorbehalten, Abbildungen ähnlich. Es gelten unsere AGB, die Sie jederzeit unter seca.com/agb einsehen können.

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SANITÄRLÖSUNGEN | ANZEIGE

Foto: LifePark Max GmbH DCC

Fotos: SaniComplete

Lösungskonzepte für den Sanierungs- und Schadensfall

Ersatz Indoor-Sanitärlösungen Sanierungsarbeiten im Nassbereich eines Fitnessstudios belasten nicht nur aufgrund der durchgeführten Maßnahmen den Geldbeutel. Auch potenzielle Umsatzeinbußen, unzufriedene Mitglieder und im schlimmsten Fall sogar eine Mitgliederabwanderung können die Folgen sein, wenn das Studio aufgrund dieser oft langwierigen Arbeiten schließen muss. saniComplete schafft mit ihren Konzepten an dieser Stelle Abhilfe.

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uf „schlanken“ zwei Quadratmetern bietet saniComplete ein voll funktionsfähiges Ersatzbad mit freier Standortwahl. Die Wasser- und Energieversorgung sowie die Entsorgung von Abwässern des mobilen Komplettbads erfolgen über die üblichen Strom-, Wasser- und Abwasseranschlüsse – ganz ohne Chemie. Selbst in Räumlichkeiten wie den Umkleiden, in denen oftmals kein direkter Wasseranschluss vorhanden ist, können die Minibäder einfach und schnell installiert werden.

ßenanlagen von unschönen Sanitärcontainern und Baustellentoiletten freigehalten.

Schnelle Lösungen Die mobilen Konzepte lassen sich binnen 45 Minuten in den Räumlichkeiten aufbauen. So können die Ersatzbäder auch sofort nach Wasser- und Brandschäden eingesetzt werden und bis zur Instandsetzung zur Entlastung beitragen. Die Konzepte sind zudem TÜV-geprüft und CE-gekennzeichnet.

Indoorlösung statt Sanitärcontainer Anstelle auf Sanitärcontainer zurückgreifen zu müssen, können die flexiblen mobilen Komplettbäder und Duschen bequem im Studio eingerichtet werden. So werden Parkplätze und die Au-

Erfahren Sie mehr über die Möglichkeiten der saniCompleteKonzepte und lassen Sie sich ein individuelles Angebot für Ihr Studio erstellen.

Mobile Dusche Uns wurde nach einem enormen Wasserschaden die Firma SaniComplete empfohlen. Unkompliziert und schnell konnte ein reibungsloser Übergang zu den provisorischen

Ohne diese Lösung wäre eine Weiterführung des Betriebes nur schwer bis gar nicht möglich gewesen. Die Duschkabinen wurden von unseren Mitgliedern durchweg gut angenommen.

Grafik: SaniComplete

Wir können die Firma SaniComplete im Falle eines Schadens absolut empfehlen! Gunnar Knittel, life-Fitnessclub

SaniComplete GmbH · Talstr. 35 · 70771 Leinfelden-Echterdingen · Telefon: +49 (0)711 71954400 · E-Mail: info@sanicomplete.de · www.sanicomplete.de

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Foto: privat

Duschen gewährleistet werden.


PRÄVENTIONSKURSE | ANZEIGE

Fotos: © CyberConcept GmbH

Interview mit Marc Jürgens und Alexander Krause

Win-win-Situation durch Präventionskurse Nach §20 SGB V zertifizierte Online-Videokurse sind in Kombination mit persönlicher Betreuung im Studio eine absolute Win-win-Situation für Studios, Mitglieder und Krankenkassen. Warum das so ist, erzählen Marc Jürgens und Alexander Krause von CyberConcept im Interview. Wie ist die bisherige Vorgehensweise mit den §20-zertifizierten Kursen? Alexander Krause: Aus vielen Gesprächen mit Betreibern und von unseren eigenen Studios wissen wir, wie schwierig es ist, vor Ort Präventionskurse anzubieten und entsprechend zertifizierte Trainer zu finden bzw. zu bezahlen. Für Kunden bieten die festen Termine keine Flexibilität und schränken dadurch die Teilnehmerzahlen stark ein. Wenn dann noch der einzige zertifizierte Trainer ausfällt, ist das Chaos perfekt. Marc Jürgens: Die angebotenen Kurse beschränken sich außerdem oft auf nur eines der vier breit gefächerten Handlungsfelder Ernährung, Bewegung, Stressmanagement und Suchtprävention. Somit wurden bisher in der Regel nur Rückenkurse angeboten. Und das ist mit CyberFitness Prävention jetzt anders? Marc Jürgens: Ja genau, wir sind zertifiziert und von uns kommt der Teilnahmenachweis! Studios und Praxen müssen dafür keine weiteren Voraussetzungen erfüllen. Sie kombinieren – wenn sie möchten – einfach unsere Online-Videokurse mit Personal Trainings oder Wiegeterminen zu einem optimalen Betreuungspaket für die Mitglieder. 96

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Alexander Krause: Den Kurs kann der Teilnehmer im Club buchen und über unser Onlineportal absolvieren, wann und wo immer er will. Im Studio erhalten sie ein Begleitbuch mit Übungen, Rezepten sowie allen spannenden Infos zum Nachlesen und schauen sich bequem zu Hause oder auf dem Weg zur Arbeit einmal pro Woche ein Video an. Mehr Flexibilität geht kaum – und die Kursgebühren werden sogar erstattet! Auf welche Kursformate können Studios zugreifen? Marc Jürgens: Aktuell gibt es sechs Kurse. Jedoch mit Blick auf den nahenden Saisonstart im Januar sind unsere Kunden vor allem vom Kurs „Erfolgreich Abnehmen“ begeistert. Nach der großen Adventsschlemmerei im Dezember sind ja alle Studios auf der Suche nach soliden Abnehmkonzepten für ihre Mitglieder. Welche Erfahrungen habt ihr mit den §20-zertifizierten Online-Kursen in euren eigenen Studios gemacht? Alexander Krause: Die Teilnehmer freuen sich über Zusatzangebote, die in diesem Fall die Krankenkasse erstattet. Außerdem werden unsere Studios dadurch als Gesundheitsanbieter wahrgenommen – am hart umkämpften Markt ist das natürlich eine wünschenswerte Situation. Mittlerweile werden wir sogar von Ärzten empfohlen. Marc Jürgens: Insgesamt haben wir nur positive Erfahrungen gesammelt: Unsere Studios haben eine weitere Einnahmequelle sowie glücklichere Mitglieder und die Krankenkassen sind dankbar, da mehr Menschen an Präventionskursen teilnehmen können und dadurch langfristig gesünder sind.


VIBRATIONSTRAINING | ANZEIGE

Fünf Minuten gegen den Schmerz

Schmerzfrei in wenigen Minuten Viele Ihrer Kunden leiden unter der Volkskrankheit Rückenschmerzen. Mit der Kunden-Aktion „Fünf Minuten gegen den Schmerz“ von Galileo Therapy bieten Sie Ihren Mitgliedern die Möglichkeit, nachhaltig etwas gegen ihre Rückenschmerzen und für ihre Gesundheit zu tun. Wissenschaftliche Expertisen aus 25 Jahren Forschung mit mehr als 300 wissenschaftlichen Publikationen belegen die positiven Effekte. Und nicht nur das: Ihre Kunden werden direkt nach der Anwendung spüren, welche vorteilhaften Auswirkungen Galileo Therapy hat.

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er bewährte Galileo Personal Trainer beinhaltet spezifische Therapiepläne für eine Vielzahl an Indikationen, neben Rückenschmerzen beispielsweise Osteoporose und Beckenbodenaktivierung. Mit Galileo Therapy werden Ihre Kunden selbständig. Sie als Unternehmer bieten eine fundierte Lösung an und können nebenbei Ihren Personaleinsatz reduzieren.

Foto: Luis Louro – stock.adobe.com

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Aus der Praxis: Einsatz im Fitness & Gesundheitszentrum Beyer, Düsseldorf Wir haben Rüdiger Beyer vom Fitness & Gesundheitszentrum Beyer in Düsseldorf nach seinen Erfahrungen mit der Kunden-Aktion „Fünf Minuten gegen den Schmerz“ gefragt: „Ich arbeite seit 2010 mit dem System Galileo Training und bin immer noch so begeistert wie am ersten Tag. Die Aktion ‚Fünf Minuten gegen den Schmerz‘ hat alles übertroffen. Unsere Kun-


Foto: Novotec Medical GmbH

den waren durchweg begeistert. Sie hatten das Gefühl einer aufwertenden und wertigen Zusatzleistung zu ihrem eigentlichen Training und kommunizierten das auch. In unserem Studio trainieren sowohl Physiotherapie-Fitness-Kunden als auch „normale“ Fitnesskunden. Aus beiden Zielgruppen haben wir bewusst Menschen mit Rückenbeschwerden angesprochen, die aktuell bei uns trainieren.

Ergebnis: Nur fünf Minuten verbessern die Schmerzsymptomatik zu 95 Prozent Die Probanden hatten zu 95 Prozent eine verbesserte Schmerzsymptomatik und zu 86 Prozent ein Gefühl der besseren Beweglichkeit. Die Schmerzen reduzierten sich von durchschnittlich VAS 5,6 auf 3,1 in nur fünf Minuten.“ Rüdiger Beyer ist von der einfachen Durchführung der Aktion überzeugt: „Die Kampagne eignet sich hervorragend, um Rückenpatienten in kürzester Zeit zu potenziellen Interessenten zu machen und so Kunden zu gewinnen. Der Nutzen von Galileo Training ist innerhalb von fünf Minuten sofort spür- und erkennbar. Der Aufwand bewegt sich dabei gegen Null, denn mit den Patienten kann das Fünf-Minuten-Galileo-Training innerhalb der Therapie schnell und nutzbringend durchgeführt werden. Auch den Bestandskunden kann das Galileo Training in der Betreuungszeit als Eins-zu-eins-Kontakt ohne großen Aufwand nähergebracht werden.“

Die Experten-Meinung über Galileo Training Ausgewiesene Experten auf ihrem Gebiet belegen diese Effekte:

Dr. med. Kurt Mosetter RB Leipzig, TSG Hoffenheim „Die Galileo Geräte sind das Beste, was uns in der täglichen praktischen Arbeit passieren konnte: für ganz viele unserer Patienten, egal ob entwicklungsverzögerte Kinder, Profisportler oder Senioren!“ (Kurt Mosetter, myoreflex.de)

Dr. med. Martin Runge „Ich setze Galileo seit über zwanzig Jahren sehr erfolgreich zum Beispiel zur Sturzprophylaxe und Kräftigung von Jung und Alt ein.“

§20-zertifizierte Online-Präventionskurse Mit den nach §20 zertifizierten Online-Präventionskursen RÜCKEN & OSTEOPOROSE können Sie nebenbei noch Geld verdienen und gleichzeitig Neukunden gewinnen. Acht Einheiten à 30 Minuten vermitteln Ihren Kunden Gesundheitskompetenz und helfen Ihnen, sich als Gesundheitsanbieter zu etablieren.

Fotos: for me do GmbH

Prof. Dr. med. Dieter Felsenberg Charité Berlin „Galileo ist das intensivste Ganzkörpertraining, das ich in meiner jahrzehntelangen Praxis kennengelernt habe. Gut für Astronauten und alle im Fitnessstudio.“

NEU:

§ 20 Präventionskurs

Ihre Vorteile auf einen Blick: Geringer Personaleinsatz Geringer Platzbedarf Nach §20 zertifizierte Online-Kurse Integrierte Übungspläne Mehr als 300 videobasierte Übungsvarianten

for me do GmbH Schloßbergstr. 28 38315 Hornburg Tel.: 0 53 34 - 94 86 16 info@formedo.de www.formedo.de 06/19

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TRAININGSKONZEPT | ANZEIGE

HIBB Modul-Konzept

Das moderne Studiosystem

Fotos: eGym GmbH

Ein ausgereiftes, modular aufgebautes Trainingskonzept für alle Zielgruppen, das mit minimalem Personaleinsatz auf kleiner Fläche maximalen Erfolg für Kunden und Betreiber gewährleistet. Das ist der Hochintensiv Betreute Bereich von eGym, kurz: HIBB.

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ntstanden ist HIBB aus jahrzehntelanger Erfahrung und tiefem Fachwissen, mit dem Ziel, alle Routineaufgaben in Fitness- und Gesundheitsanlagen zu automatisieren und dadurch Zeit für umsatzproduzierende Arbeiten zu gewinnen.

Die Betreiber-Challenge HIBB ist die Antwort auf typische Betreiberprobleme, die in der Vergangenheit nachhaltiges Wachstum blockiert haben: limitierte Fläche, steigende Personalkosten, Kundengewinnung und Fluktuation. HIBB optimiert die Produktivität, erhöht den Durchlauf – viele Leute trainieren auf kleiner Fläche bei kurzer Verweildauer – und macht 100

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die Mitglieder erfolgreicher. Zugleich generiert das Modell neue Leads durch ein standardisiertes Weiterempfehlungsmanagement.

Die Kunden-Challenge Der Mensch sitzt im Schnitt siebeneinhalb Stunden pro Tag. Die Folgen: Die Körpervorderseite verkürzt und verklebt. So ist bei bis zu 80 Prozent der Leute, die neu ins Training kommen, der Musculus psoas major (lat. für „großer Lendenmuskel“) verkürzt, der stärkste Hüftbeuger des menschlichen Körpers und einzige muskuläre Verbindung zwischen Wirbelsäule und Beinen. Damit verkürzt auch die Brustmuskulatur, der Bauch zieht sich zusammen, und die Schultern rotieren nach vorne. Genau hier setzt HIBB an!

Modul I: Muskellängen- und Faszientraining Grundlagentraining mit schnellem Nutzen, optimal für die Gesundheit und gegen einen frühen Dropout: Zunächst geht es um die Wiederherstellung der Beweglichkeit: Freiheit für Organe, Knorpel und Sehnen, Öffnung verkürzter Muskulatur, Abbau von Muskeldysbalancen. Der Kunde wird so gestärkt, dass er künftig auch ein anderes Training verletzungsfrei absolvieren kann. Ausstattung: 6 – 9 efle-xx Geräte


Modul II: Integrationsmodul/Rücken-Gelenklinie Öffnen der vorderen verkürzten Kette, Kräftigung der geschwächten rückseitigen Muskulatur – Vorbereitung auf intensiveres Krafttraining: Dieses Modul integriert Muskellängen- und Krafttraining, und zwar so, dass es für die allermeisten Kunden zeitlich und leistungsmäßig zu bewältigen ist. Die Geräteauswahl berücksichtigt, dass sich der „nach vorne gerichtete“ Alltag nicht im Training fortsetzt. Ausstattung: 4 x efle-xx (Hüfte, Brust, Beinbeuger/Wade, Pilz), 4 x eGym (Glutaeus, Latzug, Rückentrainer, Rotator)

Modul III: Stabilitätsmodul – Stoffwechselmodul Beteiligung sämtlicher Muskelgruppen und maximale Stoffwechselaktivierung: Ganzkörpertraining in kürzester Zeit! Die Kunden sind so weit stabilisiert, dass Bauch, Brust und Beine jetzt mittrainiert werden können. Ausstattung: alle 8 efle-xx Geräte in Kombination mit 6x eGym (Brustpresse, Rückentrainer, Ruderzug, Beinstrecker, Beinbeuger, Bauchtrainer) In den Modulen I bis III, die der Kunde jeweils ca. drei bis vier Wochen lang absolviert, geht es um Basis- bzw. Gesundheitstraining. Es dient dazu, bis ins hohe Alter gefahrlos und mit hohem Nutzen leistungssteigernd trainieren zu können.

Modul IV – Individualbereich Stand Alone – Training für Kenner (Fortgeschrittene): Um die Muskelkapazität isoliert voll auszuschöpfen, wird der Muskel exzentrisch, isokinetisch, adaptiv, explosiv etc. trainiert. In Kombination mit freien Bewegungen, zur Ausnutzung aller motorischen Fähigkeiten, ist diese Art von Training kaum zu schlagen. Einschließlich dem Individualbereich bringt man bis zu 100 Prozent der Leute an elektronische Geräte. Ein Flächentrainer ist stets präsent; er widmet sich, unterstützt von den eGym Trainer und Fitness Apps, voll und ganz den trainierenden Kunden. Die Modularität von HIBB erlaubt den weiteren konzeptionellen Ausbau, etwa mit einem freien Trainingsbereich für Fortgeschrittene, Herz-Kreislauf-Training, Kursbereichen und der sinnvollen Kombination von Modulen.

Christin Görlach, Leiterin des Vertriebs von eGym in Deutschland, Schweiz, Österreich „HIBB ist ein datenbasiertes, präzises Konzept, das mit efle-xx und eGym Geräten sowie Apps für Trainer und Mitglieder individuelle Betreuung im 1:n-Modell ermöglicht. Die eGym Geräte führen regelmäßige Kraftmessungen durch, sie periodisieren und sie dokumentieren das Training. Unser Konzept ersetzt nicht den Trainer, sondern entlastet ihn von Routinetätigkeiten und stellt seine Ansprechbarkeit auf der Trainingsfläche sicher. Durch HIBB erreicht der Kunde seine Trainingsziele zuverlässiger als jemals zuvor, und der Betreiber profitiert durch nachhaltigen betriebswirtschaftlichen Erfolg.“

eGym GmbH Einsteinstraße 172 · 81677 München Tel. +49 89 9213105 100 E-Mail: sales@egym.de www.egym.com

efle-xx Geräte trainieren systematisch und wirkungsvoll die Muskulatur wieder „in die Länge“ und halten die Faszien elastisch. Sie bewegen alle relevanten Muskelgruppen und bieten einen ganzheitlichen Ansatz gegen Rückenschmerzen – für schnellen Trainingserfolg. Dank einer innovativen Trainingssoftware trainieren die Mitglieder an den vollelektronischen eGym Kraftgeräten immer nach den neuesten sportwissenschaftlichen Erkenntnissen. Die Geräte stellen sich nach einmaliger Anpassung automatisch richtig ein. Sie verfügen über einen intuitiv bedienbaren Touchscreen. Unterschiedliche Trainingsmethoden ebnen den Weg zum gewünschten Trainingsziel. Vereinbaren Sie am besten gleich einen Termin mit unseren HIBB-Konzeptexperten.

Die richtige Mischung macht's: Muskellängen- und Krafttraining

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TRAININGSKONZEPTE | ANZEIGE

Fotos: © 2019 REAXING

Neu im Vertrieb der Weightcheckers für Deutschland/Österreich

Reaxing: die Zukunft des Neuromuskulären Trainings D

ie Weightcheckers GmbH, bekannt als Experte für den Vertrieb von hochfunktionellen Fitness-/Gesundheitsanalysen und Trainingssystemen/Trainingskonzepten, ist seit 1. August 2019 der neue Vertriebspartner der Marke Reaxing.

Die Marke Reaxing, mit Firmensitz in Mailand und ihren Produkten „Made in Italy, Milano“ hat bereits den FIBO Award 2016 und 2017 erhalten. Viele Anwender sehen Reaxing schon jetzt als die Revolution des Neuromuskulären Trainings.

Die Vision und Mission von Reaxing Gründer Gionata D`Alesio ist: „Wir prägen die Zukunft des Neuromuskulären Trainings!“ Motto von Reaxing: Trainiere die Sinne. Verbessere deine körperliche Leistung. Train to react!

Das Reaxing-Programm umfasst diverse Produktkategorien wie: Reax Flui Serie (Chain, Kettle, Pump, Lift) = Balance und Gewichtstraining Reax Lights = Reaktionstraining/Koordinationstraining Reax Run und Board = Balance und Ausdauer

REAXING Fluichain

REAXING Fluiballs

Flexible, biegbare Ketten mit zwei oder fünf Gliedern mit verschiedenem Gewicht www.reaxchain.com

Mit Flüssigkeit gefüllte Bälle in verschiedenen Größen und Gewichten www.reaxfluiball.com

REAXING Fluikettle

REAXING Fluilift

Gummierte Kettles mit Sand und Wasser gefüllt www.reaxfluikettle.com

Vollkommen neues Langhanteltraining mit gefüllten Gummigewichten www.reaxfluilift.com

WEIGHTCHECKERS GMBH Martin-Kollar-Straße 5 · 81829 München · Tel.: 089 / 309 04 56 - 124 · Fax: 089 / 309 04 56 - 129 info@weightcheckers.com · www.weightcheckers.com · Reaxing: www.reaxing.com

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BERATUNG | ANZEIGE

Grafik: ACISO Fitness & Health GmbH

Das A und O der Fitnessbranche

ACISO zieht positives Fazit im Jahr der Fusion D

as Jahr neigt sich dem Ende zu und die ACISO Fitness & Health GmbH blickt nach ihrem Eintritt in den Markt – nach erfolgreicher Fusion der Unternehmen INLINE, Greinwalder & Partner und ELEMENTS im Frühjahr 2019 – auf intensive Monate in der Fitness- und Gesundheitsbranche zurück.

Das A und O der Fitnessbranche Um dem definierten Anspruch „Das A und O der Fitnessbranche“ gerecht zu werden, hat ACISO Erfolgspakete und Leistungsangebote mit strategischem Wissen zur Positionierung, zum Marketing, zur Optimierung von Mitarbeiterkompetenz, zu Preisgestaltung und Vertrieb weiterentwickelt und neue Konzepte in den Markt eingebracht. Beispielhaft seien hier Erfolgsgaranten wie die Konzepte der Marken „Der Gesundheitscoach“, Finyo, ONLINE Marketing Services, Slim Belly, „Feedback-Kundenzufriedenheitsbefragung“ genannt. ACISO betreut heute 700 Unternehmen im europäischen In- und Ausland. (www.aciso.com)

Aus- und Weiterbildung als Schlüsselfaktor Weiterbildungsorientierte Unternehmen haben die Nase vorn. Davon ist ACISO überzeugt und bildet ab Januar 2020 in der neuen ACISO Academy mit der „doppelten Bildungspower“ – hervorgegangen aus den zwei ehemaligen Ausbildungsinstituten der Fusionspartner – an 40 Ausbildungsstandorten in Deutschland, Österreich und der Schweiz aus.

ACISO erweitert seine Franchiseangebote: FT-CLUB GOES FRANCHISE Vertrauen in starke Marken! Aufbauend auf dem bewährten Franchise-Know-how der Marke INJOY wird das bisherige Lizenzsystem der FT–CLUB Anbieter ein Franchisesystem. Eine große Chance im stark wachsenden Markt des Functional Trainings. Als Betreiber der ELEMENTS Studios bringt ACISO zusätzlich die Umsetzungserfahrung der MIGROS aus 25 Jahren im Bereich Fitness & Wellness erfolgreich an sieben Standorten auf den deutschen Markt. 104

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Wachstum in Kooperation mit einem starken Netzwerk Wer Expansion für seine Kunden vorantreiben möchte, braucht dafür nicht nur ein exzellentes Team, starke Kundenbindung, ein stringentes Konzept und eine klare Positionierung, sondern besonders verlässliche Partner. So hat ACISO ein Netzwerk mit wertvollen Kooperationspartnern in diesem Jahr auf- und ausgebaut und bedankt sich bei allen Beteiligten für die wertvolle Zusammenarbeit und die geschaffenen Mehrwerte für die Kunden.

Kreative Lösungen für maximalen Erfolg Die ACISO Geschäftsführung unter Leitung des CEO Oliver Sekula denkt europaweit und erarbeitet Lösungen, die das Team – bestehend aus langjährigen Branchenexperten, erfahrenen Beratern, Referenten, einem wissenschaftlichen Beirat und den zentralen Mitarbeitern – marktgerecht umsetzt. Erklärtes Ziel ist es, allen Bestands- und Neukunden in 2020 und darüber hinaus kontinuierliche Wettbewerbsvorteile und maximalen Erfolg durch kreative und innovative Konzepte für die Unternehmen zu verschaffen. ACISO steht für Wachstum und Erfolg – bei den Kunden und deren Mitgliedern.

ACISO FITNESS & HEALTH GmbH Valentin-Linhof-Str. 8 81829 München Tel. + 49 (0) 89 45 09 81 30 www.aciso.com


KAMPFSPORT | ANZEIGE

Neue Regeln im Fight Club Kampfsporttraining kämpft sich wortwörtlich in den Mainstream, doch was ist der Auslöser und wie können Studios davon profitieren? Hier sind fünf Gründe, warum gerade nichts so sehr einschlägt wie Kampfsporttraining.

Foto: LES MILLS international

1. Kampfsportarten schlagen zurück Vor nicht allzu langer Zeit beschränkte sich Mixed Martial Arts, kurz MMA, ausschließlich auf das „Oktagon“, den Kampf im achteckigen Käfig, und Nischenbereiche des Internets, während die Zuschauerzahlen bei Boxveranstaltungen und vor dem Fernseher massiv zurückgingen. Aber da Kampfsportarten wie MMA inzwischen zum Mainstream gehören und der Boxsport weltweit wieder an Bedeutung gewinnt, wird die kampforientierte Trainingsform immer beliebter.

2. Jüngere Konsumenten entscheiden sich für den Kampf Nachdem in den letzten Jahren ein regelrechtes Aufbäumen der Kampfkünste entfacht ist, bleibt das Kampfsporttraining ein Trend, der keine Anzeichen einer Abschwächung zeigt. Obwohl Yoga (25 %), Krafttraining (17 %) und Tanzfitness (15 %) als die in allen Altersgruppen beliebtesten Workouts im Bereich Gruppenfitness ermittelt wurden, sind jüngere Kunden auf der Suche nach etwas Neuem und Anspruchsvollem.

3. Moderne Boutique-Studios expandieren Boutique-Studios haben die Anziehungskraft von kampfsportorientierten Gruppentrainings schnell erkannt. Die US-Boutique Rumble und das Everybody Fights-Konzept von George Foreman III wachsen stetig. Auf der anderen Seite des Ärmelkanals in London hat die Boutique 1Rebel seit 2014 von der Beliebtheit ihrer erfolgreichen Cardio-Boxclass profitiert, und auch Kobox sowie das von Anthony Joshua unterstütze BXR schlagen große Wellen. Da Mainstream- und Multifunktionseinrichtungen den Trend aufgreifen und beginnen, Kampfsportkurse ähnlicher Qualität in ihren 106

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Studios anzubieten, sinkt für die Mitglieder der Bedarf für eine weitere Mitgliedschaft und somit auch ihre Kosten. Das führt zu einer höheren Kundenbindung und Mitgliederzufriedenheit.

4. Kampfsportteilnehmer sind am loyalsten Die Fight-Community ist ein wilder, aber treuer Haufen. Laut der aktuellsten LES MILLS Forschung besuchen 86 Prozent der Mitglieder, die an kampfsportorientierten Kursen teilnehmen, ihr Fitnessstudio mindestens dreimal pro Woche, wobei Indoor Cycling (82 %) und HIIT (81 %) die nächstgrößte Anziehungskraft haben. Viele von ihnen sind sogar noch fanatischer, denn 30 Prozent der Teilnehmer an Kampfsportkursen besuchen ihr Studio fünf bis sechs Mal pro Woche und einer von fünf (19 %) geht täglich hin – wer braucht schon einen Ruhetag?

5. Mit Kampfsportkursen vom GruppentrainingBoom & On-Demand-Fitness profitieren Gruppentraining und On-Demand-Fitness sind zwei maßgebliche Trends in der modernen Fitnessbranche. Im Gegensatz zu Cycling oder Krafttraining basieren die Kraft- und Cardio-Elemente der Kampfdisziplinen auf dynamischen Körpergewichtsbewegungen, die ohne teure Ausrüstung leicht erlernt werden können. Diese Flexibilität macht den kampforientierten Kurs zu einer idealen Option für Studios, ihre Reichweite weit über die vier Wände des Fitnessstudios hinaus zu vergrößern.

Erfahren Sie mehr über kampfsportorientierte Gruppenfitness unter lesmills.de/getbodycombat oder kontaktieren Sie uns unter info@lesmills.de oder telefonisch unter (0) 40 524 7212 – 0.


KURSKONZEPT | ANZEIGE

Unschlagbar volle Classes Foto: LES MILLS international

Das Holmes Place im Herzen Hamburgs hat sich weit über die Stadtgrenzen hinaus einen Namen als Vorzeigestudio gemacht. Als erstes Studio der britischen Fitnesskette integrierte es in Deutschland LES MILLS Classes und SMART TECH. Doch das beliebteste Programm kommt ganz ohne Equipment aus. Erfahren Sie, was hinter dem Erfolg von BODYCOMBAT steckt.

Combatter – Manche mögen’s hart „Ich war überrascht, dass BODYCOMBAT hier so gut läuft!“, so Gruppenfitnessmanager Felix Willimzig. Das kampfsportorientierte Gruppenfitnessprogramm schlägt bezüglich der Teilnehmerzahl selbst andere LES MILLS Programme um Längen. „Wir bieten fünf BODYCOMBAT Classes pro Woche an, viermal das 60- und einmal das 30-Minuten-Format. Der Kursraum fasst etwa 40 Teilnehmer und BODYCOMBAT hat an manchen Tagen eine Auslastung von bis zu 160 Prozent! Selbst im Sommer, bei bestem Strandwetter, verzeichnen wir bei BODYCOMBAT keinen Einbruch der Teilnehmerzahlen.“ An solchen Tagen sorgt das Holmes Place mit feuchten Handtüchern und kalten Getränken auch für die wohlverdiente Abkühlung nach der Class. Teilnehmer jeden Alters, von 18 bis 81 Jahren, besuchen das MMA-inspirierte Workout, jedoch sind es überwiegend (ca. 60 Prozent) Frauen, die sich dort richtig auspowern. „Ich hatte eine Teilnehmerin, Gretchen“, erinnert sich Trainer Marcus Müller, „die mit ihren 81 Jahren jede Woche in meine Class kam und ihre Liegestütze absolvierte wie ein Champion!“

Warum kompliziert, wenn’s auch einfach geht? Um seine Kurse zu bewerben, setzt das Premium-Studio auf drei Faktoren, die so einfach wie genial sind: 108

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1. Große Fenster bieten den Mitgliedern einen hervorragenden Einblick in die laufenden Classes, was das Interesse für das Kursangebot weckt. 2. Begeisterte Teilnehmer empfehlen anderen Mitgliedern die Kurse weiter. 3. Holmes Place greift auf das LES MILLS Marketingportal Brand Central zurück, wo es unzählige personalisierbare Marketingmaterialien für jedes Programm und für jede Schnittstelle zu den Kunden gibt, sei es für Innenwerbung oder Social-Media-Plattformen.

Koordination ist nicht gleich Management „Der perfekte Gruppenfitnessmanager zeichnet sich nicht dadurch aus, dass er den Kursplan koordinieren kann oder mal Ersatz für einen ausgefallenen Kurs organisiert“, betont Marcus Müller. „Er muss unbedingt Ahnung von Management haben. Ein GFM muss Kennzahlen richtig deuten können und wissen, wie man sie für den Erfolg des Unternehmens nutzbar machen kann. Wenn man es nicht misst, dann kann man es nicht managen.“

Erfahren Sie mehr über kampfsportorientierte Gruppenfitness unter lesmills.de/getbodycombat oder kontaktieren Sie uns unter info@lesmills.de oder telefonisch unter (0) 40 524 7212 – 0.


FITNESS MAL ANDERS

Fitness mal anders: Die Bergwacht

Manche Situationen erfordern einfach absolute Profis

Interview mit David Pichler

Fotos: Bergwacht Bayern

Ohne körperliche Leistungsfähigkeit können viele Berufszweige ihre Arbeit nicht ausüben – in einer ehrenamtlichen Tätigkeit wie der Bergrettung ist Fitness darüber hinaus essenziell, weil es oft genug um Leben und Tod geht. Im 5. Teil unserer Artikelreihe beschäftigen wir uns mit dem Stellenwert von Fitness und Athletik bei der Bergwacht Bayern. Wie stellt die Bergwacht die Fitness ihrer Bergretter sicher? fitness MANAGEMENT hat dazu David Pichler, Geschäftsführer der Bergwacht Region Chiemgau, Bergretter in Ruhpolding sowie Ausbildungsleiter der Anwärter, in einem Interview befragt.

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fM: Welchen Stellenwert hat die körperliche Fitness und Athletik für die ehrenamtlichen Bergretter der Bergwacht Bayern? David Pichler: Buchstäblich spielt die körperliche Fitness bei uns eine tragende Rolle. Nur wenn es das Wetter und Einsatzbild zulassen, machen wir eine Hubschrauberrettung. Wenn das aufgrund der örtlichen Gegebenheiten unmöglich ist, müssen die Bergretter schnell zu Fuß mit Ausrüstung und Material zum Einsatzort kommen, dort die Versorgung leisten können und noch genug Power haben, um gegebenenfalls über mehrere Stunden den Patienten mit einer Gebirgstrage vom Berg herunterzutragen oder im Winter zu fahren. fM: Auf welchen Bereichen der körperlichen Fitness liegt der Schwerpunkt im Verlauf der Ausbildung? David Pichler: Das ist in unserer Prüfungsordnung genau festgelegt. Zuerst macht jeder Anwärter einen eintägigen Eignungstest, bestehend aus einem Sommer- und Winterteil für Klettern und Skifahren. Die Grundausbildung zur aktiven Einsatzkraft ist so getaktet, dass man sie gut in zwei Jahren absolvieren kann. Die Anwärter haben Zeit, in das Thema hineinzuwachsen. Aufgeteilt ist die Basisausbildung in Sommerund Winterthemen, weil das zwei komplett unterschiedliche Bereiche in der Rettungstechnik sind. Beide Parts enden mit einer Abschlussprüfung. Zur Ausbildung gehören auch eine Notfallmedizinausbildung und eine Naturschutzprüfung. fM: Welche Kriterien müssen Anwärter erfüllen, um Bergretter bei der Bergwacht Bayern zu werden? David Pichler: Im Eignungstest wird erst die Kondition geprüft, in Form einer zweistündigen Belastung bei vierhundert Höhenmetern pro Stunde. Dann gibt es den Bereich Geländegängigkeit, also Gehen in steilem Gras, Kar (Kessel zwischen Steilwänden im Hochgebirge, oft mit Geröll), Sandreißen (geplättete Geröllfelder, loses Gestein) oder im Schrofengelände (steiles, felsiges Gelände mit Geröll). Außerdem wird Klettern am Fixseil und auf einer Mehrseillängen-Route bis zum vierten Schwierigkeitsgrad geprüft. Die Prämisse ist, dass Anwärter das am Berg bereits können müssen. Eine weitere Voraussetzung ist eine sehr gute Skitechnik. Wir können nicht vorhersehen, in welchem Gelände der Retter bei Wintereinsätzen einen Patienten abtransportieren wird. Unsere Anwärter müssen im Wintereignungstest verschiedene Techniken vorfahren und bestehen, beispielsweise im Tiefschnee mit Zusatzgewicht im Rucksack. Im Einsatz sind ja immer die persönliche Ausrüstung und Rettungsgeräte dabei.


FITNESS MAL ANDERS

fM: Wie kann sich ein Anwärter gezielt auf den Eignungstest vorbereiten? David Pichler: Die Bergwacht ist ein relativ kleiner örtlicher Verband. Wenn ein neuer Anwärter zu mir als Ausbildungsleiter kommt, sage ich ihm, dass er frühestens in einem halben Jahr am Eignungstest teilnehmen kann. Dann schauen wir gezielt, wo noch Verbesserungsbedarf herrscht. fM: Wie sind Fitness und Athletik strukturell, zeitlich und durch Zusatzangebote in die Ausbildung eingebunden? David Pichler: Körperliche Fitness ist die Grundvoraussetzung für den Bergretter. In der Ausbildung wird nicht gezielt auf die Fitness eingegangen, ein Anwärter muss sie mitbringen. Dazu haben wir keine Kapazitäten. Als Ehrenamtlicher kann ich nicht auch noch mit den Kandidaten Fitnesstraining machen oder laufen gehen. Klar ist, dass jede Ausbildungseinheit im Gelände mit Materialtransport verbunden ist und wir beispielsweise klettern oder uns abseilen. Das ist für jemanden, der nicht viel Bergsport macht, eine große Anstrengung. Wer beim Klettern noch nicht fit ist, geht häufig mit seiner Bereitschaft trainieren, um Routine zu bekommen. Die einzelnen Ausbildungsschritte und Übungen bieten letztendlich die Qualifikation dafür, sich selbstständig im Gelände zu bewegen. fM: Gibt es bei der Ausbildung regionale Besonderheiten, abhängig von Geländebedingungen oder Infrastruktur? David Pichler: Bayernweit gibt es eine einheitliche Ausbildungsund Prüfungsordnung, allerdings haben wir natürlich geländebedingte Besonderheiten. Im Hochgebirge, bei uns in den Berchtesgadener Alpen, im Allgäu und im Hochland sind die Aspekte Skifahren und Bergsteigen, also der Alpinismus, wichtiger für die einzelne Einsatzkraft. Im Frankenjura dagegen ist das Sportklettern der Haupteinsatzbereich, dort sind diese Fähigkeiten gefragt. fM: Gab es in Bezug auf den Stellenwert der körperlichen Fitness und die Ausbildungsinhalte in den vergangenen Jahren wesentliche Veränderungen? David Pichler: Nein, jeder Bergretter braucht eine gewisse Grundkondition, damit er den Patienten überhaupt erreichen, eine qualifizierte medizinische Versorgung leisten und den Abtransport machen kann. Je nach Schwierigkeit des Geländes und Einsatzes kann es jedoch vorkommen, dass sich der Einsatzleiter wirklich nur die besten aus seiner Mannschaft auswählt. Manche Situationen erfordern einfach absolute Profis.

fM: Hat jeder Bergretter für die medizinische Versorgung eine Sanitäterausbildung oder ist immer ein Arzt dabei? David Pichler: Das kommt auf das Meldebild an. Grundsätzlich hat jeder Bergretter eine Grundausbildung in alpiner Notfallmedizin. Worauf es ankommt: Wir können erkennen, was dem Patienten fehlt und ihn möglichst effizient im Gelände behandeln. Normale Einsatzkräfte dürfen allerdings keine Medikamente und Schmerzmittel verabreichen, dazu muss man Notfallsanitäter sein. Bei einem entsprechenden Meldebild wird ein Bergwachtnotarzt alarmiert, der zusätlich eine Bergrettungsausbildung hat. Dann arbeiten die Einsatzkräfte und medizinischen Spezialisten bei der Rettung Hand in Hand. fM: Die Tätigkeit bei der Bergrettung fordert ein breites Spektrum verschiedener Disziplinen. Wie begegnen Sie dieser Herausforderung in der Praxis? David Pichler: Jeder Bergretter ist auch Bergsteiger. Das ist der Grundstein, auf dem die ganze weitere Ausbildung zum Bergretter fußt. Damit ist sichergestellt, dass man sich bei der Ausbildung auf die Medizin und die Rettungsteamtechniken konzentrieren kann. Für die persönliche Fitness ist jeder im Laufe seines Werdegangs selbst verantwortlich. Es gibt keine wiederkehrenden Überprüfungen oder eine Altersgrenze nach oben, eher eine natürliche Selektion. Die älteren Kameraden sind im Einsatz meist nicht mehr an vorderster Front dabei, aber im Hintergrund als Fahrer und Funker tätig. fM: Gibt es spezielle Angebote für Fitness und Athletik, durch die die Bergretter aktiv unterstützt werden? David Pichler: Die Anwärter bilden in der Regel schnell kleine Trainingsgruppen, um sich praktisch auf die Prüfungen vorzubereiten, auch Bergwacht übergreifend aus benachbarten Orten. Sie gehen gemeinsam zum Klettern und üben die Techniken. So weit wie möglich kooperieren die örtlichen Bergwachten mit den Betreibern von Kletter- und Boulderhallen, Fitnessstudios und Skiliften in der Region. Für jede Einsatzkraft ist die sportliche Unterstützung, die man dort in Anspruch nehmen kann, auch eine Anerkennung der ehrenamtlichen Arbeit. Das ist allerdings ausbaufähig und wir wünschen uns, dass noch etwas mehr geht. Inhaltlich bieten wir mit der Wissensbox eine sehr gute E-Learning-Plattform mit allen Inhalten von Knotenkunde bis hin zu den kompliziertesten Seilbahnrettungsverfahren.

David Pichler David Pichler (33) ist seit 2009 ehrenamtlicher Bergretter. Seit 2017 ist er hauptamtlich Geschäftsführer der Bergwacht Region Chiemgau und damit für fünfzehn Bergwachten in der Region zuständig. Ehrenamtlich arbeitet er darüber hinaus als Ausbildungsleiter und Bergretter in seiner Heimatbereitschaft Ruhpolding. Im Sommer 2020 wird der gelernte Ingenieur für Holzbau und Ausbau voraussichtlich seine Ausbildung zum Bergführer abschließen. Die Bergwacht Bayern ist eine Unterorganisation des Bayerischen Roten Kreuzes (BRK) und für die Rettung Verunglückter in alpinen Einsatzbereichen und in unwegsamem Gelände zuständig. Mit etwa 4.400 ehrenamtlichen Bergrettern leistet sie jährlich etwa 12.000 Einsätze. Foto: © MLaponder

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fM: Die mentalen Belastungen bei Einsätzen können extrem sein. In welchem Maß werden diese Aspekte bei der Ausbildung berücksichtigt? David Pichler: Die Bergretter werden im sogenannten Einsatzpraktikum möglichst langsam und stetig an die Belastung herangeführt. Dabei prüfen wir, inwieweit ein Anwärter der Situation in puncto Rettungstechnik und mentaler Belastung gewachsen ist. An Todesfälle muss man Bergretter langsam gewöhnen. Im Idealfall beginnt man mit internistischen Notfällen wie einer Reanimation. Schlimm ist es, wenn es sich beim ersten Todesfall um eine abgestürzte, komplett entstellte Person handelt. Bei der Bergwacht ist die eigenverantwortliche Selbstgefährdung ein geprägter Begriff. Obwohl immer ein Einsatzleiter die Koordination übernimmt, ist jede Einsatzkraft selbst dafür verantwortlich, wie weit sie sich in Gefahr bringen will. Wenn jemand sagt „Stopp, das ist mir jetzt zu viel“, dann ist es kein Problem. Für denjenigen ist dann seine persönliche Grenze erreicht und er muss nicht weitermachen. Normalerweise besteht eine Standardmannschaft aus drei bis fünf Leuten, je nach Aufwand. Es kommt sehr selten vor, dass jemand während einer Rettungsaktion aussteigt. Unsere Einsätze werden unmittelbar nachbesprochen, damit können wir die meisten Fälle gut aufarbeiten. Wenn jemand Schwierigkeiten hat, einen Einsatz zu bewältigen, spricht man auf der örtlichen Bergwachtebene darüber. Nicht jeder muss an vorderster Front mitarbeiten, mancher ist im Hintergrund besser aufgehoben. Ich kann sehr gut reagieren, sobald ich Bescheid weiß. Wenn jemand wirklich traumatisiert ist, gibt es lokale Strukturen, um sich professionelle Hilfe zu holen, wie die Psychosoziale Notfallversorgung für Einsatzkräfte (PSNV) und die Stressbearbeitung nach belastenden Einsätzen (SbE).

Foto: Bergwacht Bayern


FACHARTIKEL YOGA

Wie Clubs das Interesse an Yoga nutzen können

Yoga gehört heute einfach dazu Foto: Vasyl - stock.adobe.com

Das Interesse an Yoga ist weiterhin ungebrochen. Laut einer repräsentativen Studie des Berufsverbandes der Yogalehrenden in Deutschland e. V. (BDY) von 2018 haben bereits 16 Prozent (11,3 Mio.) der deutschen Bevölkerung Yoga-Erfahrung und 12,8 Millionen Menschen können sich vorstellen, in den nächsten zwölf Monaten mit Yoga zu beginnen.

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oga – eine jahrtausendealte aus Indien stammende Lebensphilosophie – erlebt nun schon seit vielen Jahren hier im Westen, aber auch im Ursprungsland Indien eine „Neugeburt“. Yoga passt in die aktuelle Zeit – in eine Zeit des Lärms, der steigenden Ansprüche, der Schnelligkeit, der schlechten Nachrichten – und zu den oft erhöhten Anforderungen sowohl im Beruflichen als auch im Privaten. Viele Menschen suchen inzwischen nach Alternativen und ergänzenden Angeboten zum klassischen Training an den Geräten bzw. im Kursbereich, um ihr allgemeines Wohlbefinden zu verbessern. So nennen die Befragten der Studie (BDY, 2018) die Steigerung des körperlichen (66 %) und geistigen Wohlbefindens (64 %) als Hauptgründe für den Beginn des Yoga-Trainings und 86 Prozent der aktuell Yoga-Praktizierenden haben in der Folge positive Veränderungen an sich wahrgenommen: 49 Prozent fühlen sich ausgeglichener, ruhiger und entspannter, körperlich fitter nehmen sich 46 Prozent der Befragten wahr und 14 Prozent gaben an, sich insgesamt wohler zu fühlen. Die Deutsche Akademie für traditionelles Yoga e. V. formuliert dazu auf ihrer Homepage: „Ein geschmeidiger Körper, eine erweckte und harmonische Gefühls- und Gedankenwelt, innere Kraft und Selbstsicherheit, Optimismus, Nächstenliebe, Empathie, innere Ruhe und mentale Klarheit sind Effekte einer regelmäßigen Hatha-Yoga-Praxis.“ Sehr oft wird Yoga leider immer noch auschließlich mit Esoterik assoziert. Yoga kann aber auch ein ganz pragmatisches Training sein, das den Körper und den Geist auf die abschließende Meditation vorbereitet, in der der Praktizierende auf der seelisch-geistigen Ebene zur Ruhe kommt und sein inneres Gleichgewicht findet.

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Das richtige Angebot machts Der immer größer werdenden Nachfrage nach Yoga steht ein sehr differenziertes und vielfältiges Angebot gegenüber. Für viele Interessierte bietet das Internet eine optimale Plattform zur ersten Information zum Thema: • Was ist Yoga? • Wo kommt es her? • Welche Voraussetzungen muss ich mitbringen? • Welche Vor- und Nachteile gibt es im Vergleich zu anderen Trainingsformen? • Wer darf Yoga ausüben? • Wo kann ich Yoga machen? • Welcher Yoga-Stil ist für mich der richtige? • Was kosten Yoga-Stunden etc.? Diese Informationen können zukünftige Yoga-Anbieter für ihre Kunden online bereitstellen. So erschließen sie sich eine neue Kundengruppe – eventuell Menschen, die sich primär über Yoga informieren wollen und in der Folge durch die Recherche auf das gesamte Angebot der Anlage aufmerksam werden. Hier greift das digitale Marketing sozusagen indirekt. Des Weiteren ist interessant, dass die Mehrheit der Befragten, nämlich 54 Prozent, zu Hause Yoga praktizieren und die allermeisten (79 %) Yoga zu Beginn in einem Kurs erlernt haben. Das eröffnet Anbietern im Fitness-, Gesundheits- und/oder Beautybereich eine gute Möglichkeit, wertvolle zusätzliche Umsätze durch Kursangebote im Bereich Yoga zu generieren.

Welche Voraussetzungen gibt es? Neben einem adäquaten Raumangebot hängt der Erfolg der Yoga-


Digitale Angebote als Zugabe Viele Yoga-Begeisterte, die regelmäßig an Kursen teilnehmen, praktizieren auch zu Hause und nutzen dabei die Möglichkeit, sich über ein Online-Video anleiten zu lassen. Fitness- und Gesundheitsanbieter können dies für ihre YogaMitglieder nutzen, indem sie online Yoga-Videos oder auch kurze Meditationen ihrer Yoga-Trainerinnen und -Trainer zur Verfügung stellen. „Ganz nebenbei“ optimiert diese Maßnahme die Kundenbindung.

Fazit Neben Gerätetraining, Fitnesskursen und anderen Angeboten können Unternehmen der Fitness-, Gesundheits- und Beautybranche Yoga-Stunden in ihr Portfolio aufnehmen und durch den Einsatz von qualifiziertem Personal und einer gezielten Online-Präsenz zusätzliche Umsätze generieren.

Eine gute Yoga-Ausbildung sollte das grundlegende Wissen zu theoretischen Hintergründen von Yoga vermitteln, die exakte Ausführung und den methodischen Aufbau der verschiedenen Asanas (Körperhaltungen) erklären und praktisch festigen und die zielgerichtete Anwendung von Pranayamas (Atemübungen) und Meditationen sowie die benötigten Korrekturtechniken (Hands-on) thematisieren, sodass die zukünftigen Yoga-Lehrerinnen und -Lehrer nach bestandener Prüfung Yoga-Kurse für verschiedene Leistungslevels im Fitness-, Gesundheits- und Beautybereich erfolgreich anbieten können.

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Foto: DHfPG/BSA

Angebote hauptsächlich von den Personen ab, die die Kurse durchführen und die Teilnehmer betreuen. Für die Arbeit im Club braucht es keine „Erleuchteten“, die mehrere Jahre in Indien gelebt haben, sondern gut ausgebildete Yoga-Lehrerinnen und -Lehrer mit einem freundlichen, empathischen Wesen, die den Teilnehmern Yoga als wertvolle Intervention näherbringen und sie für ein regelmäßiges Training begeistern.

Uschi Moriabadi Uschi Moriabadi ist ausgebildete DiplomSportlehrerin sowie Yoga-Lehrerin. Für die Deutsche Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement sowie für die BSA-Akademie ist sie als Dozentin tätig. Uschi Moriabadi ist eine gefragte Autorin zu den Themen Yoga, Pilates, Fitness und Gesundheit.

www.dhfpg-bsa.de

Auszug aus der Literaturliste Berufsverband der Yogalehrenden in Deutschland e. V. (2018). Yoga in Zahlen. Zugriff am 14.10.2019. Verfügbar unter https://www.yoga.de/site/assets/files/2433/bdy_yoga_in_zahlen_2018-02-09.pdf Für eine vollständige Literaturliste kontaktieren Sie bitte marketing@dhfpg-bsa.de.

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Neu im BSA-Lehrgangsangebot: „Yoga-Trainer/in-B-Lizenz“ Yoga ist mehr als „nur“ Entspannung oder eine Form der Bewegung. Gefragt sind qualifizierte Trainerinnen und Trainer, die in der Lage sind, Yoga-Interessierten in Fitness- und Gesundheitsstudios die Yoga-Philosophie näherzubringen und ihnen ein effektives und sicheres Yoga-Training zu ermöglichen. Der neu entwickelte Lehrgang zur „Yoga-Trainer/ in-B-Lizenz“ der BSA-Akademie ermöglicht den Teilnehmern, Kunden in Fitness- und Gesundheitsstudios mit unterschiedlichen Trainingszielen und körperlichen Voraussetzungen für die Yoga-Praxis zu begeistern und verantwortungsvoll zu betreuen.

Bis zu 500 Euro bei Anmeldung bis zum 31.03.2020 sparen! Zur Einführung des Lehrgangs profitieren die Teilnehmer bei Anmeldung von einem Preisnachlass in Höhe von 25 Prozent auf die Lehrgangsgebühren sowie einem 4-teiligen Yoga-Set.

Alle Infos unter: bsa-akademie.de/yoga Foto: AboutLife - stock.adobe.com

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FACHARTIKEL CORE-TRAINING

Effektive oder überflüssige Maßnahme?

Stabilisierungsstrategien im Core-Training Foto: DHfPG/BSA

Die Rumpfmuskulatur stellt das zentrale Bindeglied zwischen der Muskulatur des Schultergürtels und der oberen Extremitäten sowie der Muskulatur der unteren Extremitäten dar. Daher wird der Rumpf in vielen Publikationen als „Kraftzentrum“ (engl. „core“) und das Training der Rumpfmuskulatur als „Core-Training“ bezeichnet.

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m Kontext des Core-Trainings werden zwei Stabilisierungsstrategien sowohl in der Literatur als auch in der Trainingspraxis kontrovers diskutiert. Konkret geht es um die Instruktionen „Bauch anspannen“ (engl. „abdominal bracing“) und „Bauch einziehen“ (engl. „abdominal hollowing“). Hier steht zur Diskussion, welche dieser Stabilisierungsstrategien die effektivere ist bzw. ob diese Maßnahmen überhaupt den gewünschten Effekt bringen.

Verspannung der großen Rückenfaszie Um den Hintergrund dieser Stabilisierungsstrategien zu verstehen, muss die Fascia thoracolumbalis (große Rückenfaszie) betrachtet werden. In die Fascia thoracolumbalis strahlen verschiedene Muskeln ein, die durch Kontraktion zu Verspannungsmechanismen und somit zur Stabilisierung der Wirbelsäule führen. Neben dieser mechanischen Komponente spielen aber auch neurophysiologische Faktoren eine Rolle. Die Fascia thoracolumbalis ist stark mit Nervenfasern durchsetzt, was sie von anderen Bindegewebsstrukturen unterscheidet. In das tiefe Blatt der Fascia thoracolumbalis strahlen unter anderem der Musculus transversus abdominis sowie 116

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die Musculi multifidi ein. Diese beiden Muskelgruppen haben eine bedeutende Aufgabe bei der Stabilisierung der Lendenwirbelsäule (LWS): Der M. transversus abdominis stützt die physiologische LWS-Lordose, die Mm. multifidi stabilisieren die LWS in der Transversalebene gegen einwirkende Torsionskräfte bei einer Oberkörpervorneigung. In den 90er-Jahren konnten Forscher feststellen, dass die Aktivierung und somit die Kraftleistungsfähigkeit der Mm. multifidi von einer Voraktivierung des M. transversus abdominis abhängt (O’Sullivan et al., 1997, 1998; Richardson & Jull, 1995; Richardson et al., 1992). Hides et al. (2011) bestätigen diese neurophysiologischen Zusammenhänge zwischen M. transversus abdominis und Mm. multifidi. Man vermutet, dass diese beiden Muskeln über das Nervengeflecht der Fascia thoracolumbalis miteinander in Verbindung stehen und sich dementsprechend gegenseitig beeinflussen. Bei Personen ohne Rückenprobleme funktioniert diese Koaktivierung zwischen M. transversus abdominis und Mm. multifidi ohne zeitliche Verzögerung. Bei Personen mit temporären oder chro-


nischen Rückenschmerzen war der Zeitraum zwischen Voraktivierung des M. transversus abdominis und Aktivierung der Mm. multifidi entweder zeitlich stark verzögert oder die Voraktivierung des M. transversus abdominis war gar nicht vorhanden. Die Folge war in beiden Fällen eine (teilweise stark) eingeschränkte Leistungsfähigkeit der Mm. multifidi und daraus resultierend Defizite bei der Stabilisierung der LWS.

Bewusste Rumpfaktivierung zur Stabilisierung Als Konsequenz hat man aus diesen Erkenntnissen die Notwendigkeit einer bewussten Aktivierung des M. transversus abdominis bei Rumpfübungen gezogen. Durch diese bewusste Transversusaktivierung soll das eventuell unphysiologische neuromuskuläre Zusammenspiel wieder gefördert sowie eine optimale Aktivierung der Mm. multifidi erzielt werden. Die bewusste Transversusaktivierung wird durch die Instruktion „Bauch einziehen“ bzw. „Bauchnabel zur Wirbelsäule ziehen“ erreicht (Jull & Richardson, 2000; Marshall & Murphy, 2005). Diese Instruktion ist in der Trainingspraxis nach wie vor weit verbreitet.

Abdominal Hollowing vs. Abdominal Bracing Für den praktizierenden Trainer stellt sich nun die Frage, welche der hier vorgestellten Stabilisierungsstrategien die effektivere ist („Bauch einziehen“ versus „Bauch anspannen“). Dieser Frage gingen unter anderem Vera-Garcia et al. (2007) nach. Sie konnten nachweisen, dass die Instruktion „Bauch anspannen“ zu einer effektiveren Stabilisierung der LWS führte. Gleichzeitig wurde bei dieser Instruktion aber eine verminderte Mobilität der LWS registriert, da die Kokontraktion der Rumpfmuskulatur zu einer Erhöhung der spinalen Kompressionskräfte führte. Mobilitätseinschränkungen können sich bei der Übungsausführung negativ auf die Bewegungsamplitude niederschlagen. Diese Mobilitätseinschränkungen konnten wiederum bei der Instruktion „Bauch einziehen“ nicht festgestellt werden. Bei beiden Instruktionen zeigte sich jedoch, dass sie nicht zur Rumpfstabilität beitragen, wenn es zu plötzlichen Lastveränderungen oder zu unvorhergesehenen Bewegungen der Wirbelsäule kommt (typisch für komplexe Bewegungen im Sport). Für die Praxis des Rumpftrainings ist diese Erkenntnis von besonderer Bedeutung. Dies soll am Beispiel der Autostabilisationsübung „Kniebeuge“ verdeutlicht werden: Wird bei der Kniebeuge die Instruktion „Bauch anspannen“ oder „Bauch einziehen“ ausgesprochen, dann besteht die Gefahr, dass der Sportler bei fehlender Bewegungsvorstellung und Kinästhetik lediglich den M. rectus abdominis (gerader Bauchmuskel) anspannt und keine vollständige Rumpfspannung erzielt. Solange der M. rectus abdominis nur isometrisch angespannt wird, entsteht zumindest kein negativer mechanischer Aspekt. Bei Sporteinsteigern mit wenig kinästhetischer Erfahrung besteht jedoch die Gefahr, dass durch das Anspannen des M. rectus abdominis eine Entlordosierung der LWS provoziert wird, die mit einer deutlich eingeschränkten Stabilisierungsfunktion des M. transversus abdominis sowie der Mm. multifidi einhergeht. Es droht die Gefahr einer unphysiologischen Belastung für die LWS.

Insgesamt ist der unreflektierte Einsatz von Stabilisierungsstrategien bei allen Kategorien von Krafttrainingsübungen aufgrund der differenten Studienlage infrage zu stellen. Für die Praxis des Rumpftrainings können die folgenden Ergebnisse festgehalten werden: • Bei Isolationsübungen bzw. einfachen Stabilisationsübungen für die Rumpfmuskulatur können Stabilisierungsstrategien sinnvoll sein. Bei dynamisch ausgeführten Übungen über die volle Range of Motion (ROM) ist die Instruktion „Bauch einziehen“ zweckmäßiger, da diese keine Mobilitätseinschränkungen provoziert. Bei statisch ausgeführten Übungen ist die Instruktion „Bauch anspannen“ effektiver, da diese eine höhere Wirbelsäulenstabilität produziert. • Bei komplexen Autostabilisations- und Automobilisationsübungen ist der Nutzen von Stabilisierungsstrategien infrage zu stellen, da diese durch den Fokus auf eine Muskelgruppe (abdominale Muskulatur) die umfassende Stabilität der Wirbelsäule unter Umständen sogar negativ beeinflussen können.

Prof. Dr. Christoph Eifler Foto: DHfPG/BSA

Demgegenüber stehen aber Studienergebnisse, die zeigen, dass eine Rumpfstabilisierung nicht nur aus dem neurophysiologischen Zusammenspiel zwischen M. transversus abdominis und Mm. multifidi resultiert, sondern dass alle Rumpfmuskeln zur Rumpfstabilität wichtig sind (Cholewicki & Van Vliet, 2002; Kavcic et al., 2004; Mc Gill et al., 2003; Vera-Garcia et al., 2006). Aus diesen Erkenntnissen resultiert die Instruktion „Bauch anspannen“, um über die Kokontraktion der Mm. transversus und obliquus internus abdominis eine Rundumstabilisierung des Rumpfes zu erreichen.

Fazit

Prof. Dr. Christoph Eifler leitet den Fachbereich Trainings- und Bewegungswissenschaft der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement (DHfPG) sowie den Fachbereich Fitness der BSA-Akademie. Bei der DHfPG erfüllt er zudem das Amt des Prorektors für Forschung.

www.dhfpg-bsa.de

Auszug aus der Literaturliste Hides, J., Stanton, W., Mendis, M. D. & Sexton, M. (2011). The relationship of transversus abdominis and lumbar multifidus clinical muscle tests in patients with chronic low back pain. Manual Therapy, 16 (6), 573–577. Marshall, P. W. & Murphy, B. A. (2005). Core stability exercises on and of a Swiss ball. Archives of Physical Medicine and Rehabilitation, 86 (2), 242–249. Mc Gill, S. M., Grenier, S., Kavcic, N. & Cholewicki, J. (2003). Coordination of muscle activity to assure stability of the lumbar spine. Journal of Electromyography and Kinesiology, 13 (4), 353–359. Richardson, C. A. & Jull, G. A., Toppemberg, R., Comerford, M. (1992). Techniques for active lumbar stabilization for spinal protection: a pilot study. Australian Journal of Physiotherapy, 38 (2), 105–112. Für eine vollständige Literaturliste kontaktieren Sie bitte marketing@dhfpg-bsa.de.

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Neuer BSA-Lehrgang Trainer/in für Körpergewichts- und Schlingentraining Die BSA-Akademie hat die neue Aufbauqualifikation „Trainer/in für Körpergewichts- und Schlingentraining“ entwickelt. Diese qualifiziert die Teilnehmer, im Core-Training, Kunden mit Körpergewichts- und Schlingenübungen, kompetent zu betreuen. Weitere Infos unter www.bsa-akademie.de/kust

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BILDUNG | ANZEIGE

Studium – Weiterbildung – Qualität Informationen/Neuigkeiten der BSA-Akademie, der BSA-Zert und der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement

NEU im BSA-Lehrgangsangebot: „Yoga-Trainer/in-B-Lizenz“ Yoga ist mehr als „nur“ Entspannung oder eine Form der Bewegung. Gefragt sind qualifizierte Trainerinnen und Trainer, die in der Lage sind, Yoga-Interessierten in Fitness- und Gesundheitsstudios die Yoga-Philosophie näherzubringen und ihnen ein effektives und sicheres Yoga-Training zu ermöglichen. Der neu entwickelte Lehrgang zur „Yoga-Trainer/in-B-Lizenz“ der BSA-Akademie ermöglicht den Teilnehmern, Kunden in Fitness- und Gesundheitsstudios mit unterschiedlichen Trainingszielen und körperlichen Voraussetzungen für die Yoga-Praxis zu begeistern und verantwortungsvoll zu betreuen. Zur Einführung des Lehrgangs profitieren die Teilnehmer bei Anmeldung von einem Preisnachlass in Höhe von 25 Prozent auf die Lehrgangsgebühren sowie von einem attraktiven Yoga-Set. www.bsa-akademie.de/yoga Foto: DHfPG/BSA

NEUER Schwerpunkt im Master-Studiengang der DHfPG: Psychische Gesundheit Der Master-Studiengang Prävention und Gesundheitsmanagement der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement (DHfPG) wird ab sofort um einen neuen Studiengangsschwerpunkt erweitert. Das Angebot aus dem Fachbereich Psychologie/Pädagogik wird um den Schwerpunkt „Psychische Gesundheit“ ergänzt. Die Studierenden erwerben dabei die notwendigen Kompetenzen, um psychische Belastungen in der Arbeitswelt zu analysieren und darauf aufbauend komplexe Maßnahmen zur Förderung der psychischen Gesundheit am Arbeitsplatz qualitätsgesichert zu planen, durchzuführen und zu evaluieren.

www.dhfpg.de/mpgm Foto: DHfPG/BSA

Infoveranstaltungen BSA-Akademie Die BSA-Akademie bietet regelmäßig Infoveranstaltungen an ihren bundesweiten Lehrgangszentren an und informiert über ihre mehr als 70 Qualifikationen, das kombinierte Lehrgangssystem sowie den modularen Aufbau. Jetzt kostenfrei zu einem der nächsten Termine anmelden! >> bsa-akademie.de/events

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03.12.2019 11.12.2019 18.12.2019 20.12.2019

Düsseldorf München Köln Berlin

22.01.2020 24.01.2020 04.02.2020 20.02.2020 27.02.2020

Köln Berlin Düsseldorf München Saarbrücken


NEUER Studiengang der DHfPG: Bachelor of Science Sport-/Gesundheitsinformatik Technologie eröffnet neue Zukunftsperspektiven für Fitness- und Gesundheitsanlagen sowie für die Fitnessindustrie. Um den entstehenden Personalbedarf zu decken und es Unternehmen sowie Studiobetreibern zu ermöglichen, qualifiziertes Personal direkt im Betrieb auszubilden, bietet die DHfPG ab dem Wintersemester 2020 den dualen Bachelor-Studiengang B. Sc. Sport-/Gesundheitsinformatik an. Der neue interdisziplinäre, technik- und gesundheitsorientierte, duale Studiengang ist der erste deutschlandweit, der Fachkräfte für die Digitalisierung des Sport-, Fitness- und Gesundheitsmarktes qualifiziert.

www.dhfpg.de/bsgi Foto: DHfPG/BSA

NEU: BSA-Zert bietet Zertifizierung nach DIN EN 17229 und DIN 33961 an Durch die Veröffentlichung der Europäischen Norm für Fitnessstudios, DIN EN 17229 verliert Teil 1 der DIN-Norm 33961 seine Gültigkeit und wird durch die neue europäische Richtlinie ersetzt. So sieht es das europäische Regelwerk in Sachen Normungsarbeit verbindlich vor. Die Teile 2-5 der DIN-Norm bleiben jedoch erhalten und können nach wie vor geprüft werden. Somit ist zukünftig auch eine Kombination aus DIN EN-Norm und DIN-Norm möglich. Die unabhängige Zertifizierungsstelle BSA-Zert bietet beide Zertifizierungsverfahren an, sowohl nach DIN EN 17229 als auch in Kombination mit der DIN 33961.

www.bsa-zert.de Foto: DHfPG/BSA

Studiengänge >> dhfpg.de

Lehrgänge >> bsa-akademie.de

Zertifizierung >> bsa-zert.de

Mehr Infos zu dualem Bachelor- und Master-Studium, BSA-Lehrgängen oder zur Zertifizierung unter: Tel. +49 681 6855 143

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NEUES AUS DER WISSENSCHAFT

Status quo: Social-Media-Instrumente in der Fitnessbranche

Marketing am „Puls der Kunden“

Grafik: alexdndz - stock.adobe.com

In der Fitnessbranche wird Social-Media-Marketing (kurz: SMM) immer wichtiger. Aber wie verbreitet ist die Marketingdisziplin in unserer Branche tatsächlich? Mithilfe einer standardisierten Befragung wurden dazu im Rahmen einer Bachelor-Thesis der DHfPG der Einsatz und die Erfolgspotenziale von Social-Media-Instrumenten evaluiert, um einen Überblick zum aktuellen Status quo in ausgewählten Unternehmen zu erhalten.

Hintergrund Social-Media-Marketing ist eines der großen Trendthemen der letzten Jahre und hat sich zu einer eigenständigen Marketingdisziplin entwickelt. Laut BITKOM, dem Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien e. V., nutzen heute rund drei von vier Unternehmen Social-Media-Instrumente im Rahmen ihres Marketingmix. Die aktuellste Studie des Deutschen Instituts für Marketing (DIM) (2018) zeigt, dass branchenübergreifend 79 Prozent der befragten Unternehmen SMM bereits nutzen, sie durchschnittlich etwa 29 Prozent des Gesamtmarketingbudgets dafür investieren und diesem Marketingzweig mit 84 Prozent zukünftig weiter steigende Bedeutung zumessen. Während in der Praxis zahlreiche branchenübergreifende Studien existieren, ist die Forschungslage im spezifischen Marktumfeld der Fitness- und Gesundheitsbranche noch relativ überschaubar. Aus diesem Grund untersucht die Deutsche Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement (DHfPG) die Entwicklungen innerhalb der Branche über diverse Abschlussarbeiten. Die vorgestellte Bachelor-Thesis zeigt exemplarisch einen aktuellen Überblick 120

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des Entwicklungsstandes von SMM in ausgewählten Unternehmen und spiegelt gleichzeitig auch den heterogenen Gesamtmarkt der Fitness- und Gesundheitsbranche wider.

Methodik Mittels eines standardisierten Fragebogens verfolgte die BachelorThesis das Ziel, den Einsatz von Social-Media-Instrumenten innerhalb der Fitness- und Gesundheitsbranche zu evaluieren. Dazu wurden 30 Unternehmen zum Einsatz von spezifischen Marketinginstrumenten im eigenen Studio, zur Einschätzung aktueller Marktentwicklungen und der Relevanz von SMM heute bzw. in der Zukunft sowie zu vielen weiteren Aspekten befragt. Die Unternehmen beschäftigten zum Zeitpunkt der Erhebung im Mittel 14 Mitarbeiter, hatten eine durchschnittliche Mitgliederzahl von 1.708 und stammten sowohl aus dem Discount-Segment (13 Prozent) als auch aus dem Mittelpreis- (40 Prozent) und Premium-Segment (43 Prozent).

Ergebnisse Die umfangreiche Grafik stellt die wichtigsten Ergebnisse der Befragung informativ dar und vermittelt einen guten Überblick zum aktuellen Status quo. SMM hat einen hohen Stellenwert und wird aus Sicht der Unternehmen in Zukunft noch deutlich an Relevanz gewinnen. 26 der 30 befragten Studios nutzen bereits SMM und sind auf unterschiedlichen Kanälen aktiv. Die übergeordnete SMM-Strategie ist in erster Linie Chefsache (54 Prozent). Die Pflege der Accounts wird gemeinsam mit den Trainern (62 Prozent), der Marketingabteilung (15 Prozent) und dem eigenen Social-MediaManager (4 Prozent) realisiert – lediglich 15 Prozent der Studios setzen auf externe Marketingagenturen. Durchschnittlich investieren die Betreiber 214 Euro pro Monat in SMM-Aktivitäten, was in etwa 18 Prozent des Gesamtmarketingbudgets entspricht. Im branchenübergreifenden Vergleich liegt dieser Anteil aktuell somit noch deutlich unter dem Durchschnitt (29 Prozent). Facebook ist


DHfPG-Science-Lab: Bachelor-Thesis Fachbereich Ökonomie

mit 87 Prozent das am häufigsten genutzte Tool, auf Platz 2 folgt mit deutlichem Abstand Instagram (40 Prozent). Die Videoplattform YouTube ist mit 14 Prozent in der vorliegenden Stichprobe eher unterrepräsentiert. Die digitalen Tools bieten zahlreiche Möglichkeiten, um die Bekanntheit bzw. den Umsatz zu steigern und über Social-Media-Engagement die Kunden gezielt an das eigene Unternehmen zu binden. Das volle Potenzial der Möglichkeiten schöpfen aber bisher nur die wenigsten Studios aus. Die Detailanalysen verdeutlichen, dass gerade Kleinst- bzw. Kleinunternehmen hier oftmals noch deutlichen Nachholbedarf haben. Neben der nötigen Zeit zur Pflege sind besonders das mangelnde Know-how bzw. Fachwissen relevante Punkte, warum die Unternehmen SMM bislang nicht bzw. nur in einem geringen Maße für sich nutzen und so wertvolles Potenzial verschenken. Regelmäßig messen und evaluieren bisher nur 31 Prozent der Studios die eigenen SMM-Aktivitäten und nur die Hälfte nutzt die Customizing-Möglichkeiten, um den Social-MediaAuftritt an die eigene Corporate Identity (CI) anzupassen.

SMM ist in unserer Branche als zeitgemäßes Marketing-Tool etabliert und viele Studios nutzen die Instrumente bereits für sich, wenn auch in unterschiedlichem Maße. Je nach Zielgruppe, Kunden- bzw. Altersstruktur, Größe und Konzept des Studios kann der Einsatz deutlich variieren und hängt von diversen weiteren Faktoren ab. Im branchenübergreifenden Vergleich schätzen die befragten Fitnessunternehmen die Relevanz und Wichtigkeit zwar etwas geringer ein, aber aus Sicht der meisten Unternehmen kommt man heute am Thema SMM, unabhängig vom Studiokonzept, nicht mehr vorbei.

FAZIT Angesichts des vorgestellten Status quo stellt sich somit im Markt heute längst nicht mehr die Frage ob, sondern vielmehr wie SMM in der Praxis effektiv realisiert werden kann. Auf den unterschiedlichen Kanälen aktiv zu sein und diese zu bespielen, bedeutet im Umkehrschluss noch lange nicht, dass die neuen digitalen Möglichkeiten auch zielführend eingesetzt werden. Vielerorts fehlt es am nötigen Praxiswissen, um die Tools effizient zu nutzen. Das gilt sowohl für die Customizing-Möglichkeiten der unterschiedlichen Instrumente zur Stärkung der eigenen Markenidentität und das Controlling der eigenen SMM-Aktivitäten als auch für den gezielten Einsatz zur Neukundenakquise (z. B. Targeting), in der Kundenbindung und dem Recruiting. Besonders Kleinst- und Kleinunternehmen sowie selbstständige Personal Trainer verfügen meist nicht über ein großes Marketing- und Zeitbudget. Gerade deshalb ist es für diese Anbieter umso wichtiger, die Social-Media-Instrumente mit dem richtigen Know-how und einer klaren SMM-Strategie zeiteffizient und gewinnbringend für das eigene Unternehmen zu nutzen, um zukünftig noch näher „am Puls ihrer Kunden“ zu sein und von den stetig wachsenden SMM-Möglichkeiten zu profitieren. Hier bieten einschlägige Weiterbildungsangebote und ab dem WS 2020 auch ein eigener spezifischer Studiengang das nötige Praxiswissen, um für die wachsenden digitalen Herausforderungen des Fitnessmarkts betmöglich gerüstet zu sein.

ANNABELL BLATTERSPIEL Alter: 24 Jahre Duales Studium: City Fitness Erlangen GmbH Abschluss: B. A. Sportökonomie Aktueller Arbeitgeber: BMW Group/MINI, Tätigkeitsbereich Events und Kooperationen Foto: DHfPG/BSA

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KENNZAHL DES MONATS

#kennzahldesmonats

Nutzer

weltweit

Social-Media-Marketing wird in der heutigen Zeit immer wichtiger. Neben zahlreichen Plattformen wie Facebook, Twitter und YouTube gewinnt ein Kanal überproportional an Bedeutung: Instagram. Mit über einer Milliarde Usern weltweit, davon mehr als 19 Millionen allein in Deutschland, bietet die vielseitige Plattform für Unternehmen in der Fitness- und Gesundheitsbranche ein enormes Potenzial, das bisher aber nur die wenigsten Studiobetreiber und Unternehmer für sich nutzen.

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nstagram hat sich seit dem Start in 2010 zu einem der wichtigsten Social-Media-Kanälen entwickelt und ist heute weit mehr als nur eine reine Bilder- und Video-App. Aus Sicht des Online-Marketings stellt die Plattform mit ihren zahlreichen Möglichkeiten bzw. Vorteilen heute einen umfassenden werbefähigen Online-Dienst dar, der sich zu einem der mächtigsten Social-Media-Instrumente überhaupt entwickelt hat.

Über 19 Millionen Nutzer in Deutschland 2018 hat der Anbieter die Grenze von einer Milliarde Usern überschritten. Allein in Deutschland hat die Plattform über 19 Millionen Anwender (Stand: Juli 2019). Vergleicht man diese Zahl mit der deutschen Fitness- und Gesundheitsbranche, die Ende 2018 gut 11 Millionen Mitglieder zählte, ist dies ein beachtlicher Wert. Von der großen und bestens vernetzten Community können Studiobetreiber marketingtechnisch profitieren und die Altersstruktur der heterogenen Fitness-Community spiegelt sich auch in den InstagramUsern wider.

Über 60 Prozent sind unter 34 Jahre Die Kernzielgruppe, die sich auf Instagram bewegt, sind junge Erwachsene, wobei sich die Altersstruktur, ähnlich wie das Durchschnittsalter in den Studios, kontinuierlich nach oben verschiebt. Über 60 Prozent der Nutzer sind zwischen 18 und 34 Jahre alt. Hier stellt sich die Frage, welche Zielgruppe ein Fitnessstudio konkret ansprechen möchte. Mit dem Boom der Boutique-, Lifestyle- und Discount-Studios besteht eine große Schnittmenge zwischen deren Zielgruppen und den Nutzern auf Instagram, die man gewinnbringend einsetzen sollte. Neben der demografischen Struktur ist auch das Userverhalten interessant. Durchschnittlich sind die User pro 122

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Tag über zwei Stunden auf den unterschiedlichen Social-MediaKanälen aktiv und die Hälfte der Instagram-Mitglieder nutzt den Account täglich. Über das mobile Endgerät können Sie so Ihren Content immer direkt an den Mann bzw. die Frau bringen.

Wie kann Instagram von Fitnessstudios genutzt werden? Neben zahlreichen Influencern, die durch Instagram eine neue Berufung gefunden haben, sind auch zunehmend Betriebe aktiv und gewinnen über die Plattform an Aufmerksamkeit bzw. Reichweite. Aktuell existieren etwa 25 Mio. Unternehmensprofile auf Instagram und rund 80 Prozent der Nutzer folgen Betrieben wie z. B. Fitnessstudios. 33 Prozent der meistgesehenen Stories kommen von Marken bzw. Firmen und die Themen Lifestyle, Gesundheit und Fitness stehen hoch im Kurs. Generell sollte beachtet werden, dass tendenziell zwei von drei Besuchern der Instagram-Unternehmensprofile zunächst keine Follower sind und sich daraus zahlreiche Chancen zur Mitgliedergewinnung ergeben können. Gerade hier hat die Plattform ihre Stärken und macht neue Kunden über interessanten Content, Stories und Rezensionen erst auf das jeweilige Unternehmen aufmerksam.

Lernen von den Besten – Inspiration aus der Praxis Die großen Fitnessbrands wie McFit, SoulCycle oder Equinox machen vor, wie erfolgreiches Instagram-Marketing heute funktionieren kann. Unabhängig vom eigenen Budget kann man sich bei diesen Accounts die nötige Inspiration holen und verfolgen, wie vielfältig die Content-Möglichkeiten aussehen können. Aber Achtung: „Try & Error“ hilft hier nur bedingt weiter, denn in Sachen Markenaufbau sind Authentizität, Professionalität und auch Kompetenzen gefragt.


Checkliste für den Start: Schritt 1: Organisieren Sie ein Endgerät mit WLAN oder mobilem Internet und erstellen Sie sich einen Account. Schritt 2: Bestimmen Sie einen Verantwortlichen, der dieses Profil permanent betreut und bespielt. Diese Person kann z. B. ein onlineaffiner Trainer sein. Viele Studios stellen sich auch einen zweiten oder dritten dual Studierenden ein, der diese Aufgabe übernimmt. Dies hat den Vorteil, dass es sich bei Studierenden meist um sogenannte „Digital Natives“ handelt, die mit digitalen Medien aufgewachsen sind und (meist) auch die Funktionsweisen besser verstehen. Schritt 3: Produzieren Sie adäquate Inhalte.

Content is King – wie sieht der richtige Content aus? Bereits im Jahr 1996 wies Bill Gates darauf hin, dass Content „King“ ist. Daran hat sich bis heute nichts geändert, bis auf die Tatsache, dass sich gute Inhalte heute über soziale Netzwerke um ein Vielfaches schneller verbreiten lassen. Doch was ist guter Content? Damit sind Inhalte gemeint, die einen Mehrwert für eine spezifische Zielgruppe stiften. Wichtig ist dabei zu beachten, dass dieser Mehrwert von verschiedenen Personen unterschiedlich wahrgenommen werden kann. Der Content sollte unterhaltend, inspirierend, motivierend oder hilfreich sein. Zum Beispiel können Sie zu Weihnachten ein Bild eines geschmückten Tannenbaums in eine Aufnahme ihrer Trainingsräume einfügen und ihn mithilfe von Bildbearbeitungsprogrammen von der Decke hängen lassen. In die Beschreibung fügen Sie ein paar persönliche Weihnachtsgrüße an Ihre Mitglieder ein und schon ist der erste Post in der Kategorie „unterhaltend“ fertig. Für hilfreiche Beiträge filmen Sie Ihre Trainer, während diese Workout-Tipps geben oder kreieren Sie eigene Infografiken. Und für motivierende Beispiele bitten Sie ein paar Mitglieder vor die Kamera, die über ihre Trainingserfolge berichten oder arbeiten Sie ganz einfach mit Motivationssprüchen.

Fünf Gründe, warum Sie an Instagram heute nicht mehr vorbeikommen: 1. Bessere Reichweite: Bis vor ein paar Monaten war es essenziell, als Unternehmen auf Facebook aktiv zu sein. Seit Januar 2018 sind die Reichweiten von Facebook-Firmenprofilen jedoch eingebrochen. Ein Post wird durch den veränderten Algorithmus immer weniger Menschen angezeigt – folglich werden Ihre Nachrichten

nicht mehr gesehen und Sie können mit ihnen keine bzw. nur deutlich geringere Wirkung erzielen. Bei Instagram ist das anders. Hier gibt es aktuell noch keine derartigen Reichweitenbeschränkungen. Deswegen ist Instagram, was die Reichweite von Unternehmensbeiträgen angeht, aktuell deutlich besser geeignet als Facebook. 2. Mehr Engagement: Die Interaktionsraten bei Beiträgen bzw. Postings sind auf Instagram um ein Vielfaches höher als auf Facebook und Co. Deswegen ist Instagram wie keine andere Plattform dafür geeignet, die eigene Marke klar zu positionieren und weiter aufzubauen. 3. Traffic-Booster: Obwohl Instagram die User so lange wie möglich auf der eigenen Plattform halten will, und demzufolge die Wege nach draußen (z. B. auf die eigene Webseite/Landingpage) stark begrenzt sind, kann der Link in der Instagram-BIO viele zusätzliche Webseiten-Besuche generieren. 4. Der „Insta-Faktor“ – ein relevanter Trigger für die Kaufentscheidung: Immer mehr Menschen treffen eine Kaufentscheidung, nachdem sie sich über das Unternehmen auf den Social-MediaKanälen informiert haben. Wenn man dort also einen guten Eindruck hinterlässt, kann sich das positiv auf zukünftige Verkäufe und demzufolge auf den Umsatz auswirken. 5. Keine Frage des Alters mehr: Instagram wird älter. Das Durchschnittsalter der Nutzer steigt und die Plattform ist längst nicht mehr nur für die jüngere Generation das Medium der Wahl. Generationsübergreifend kann man über die Plattform also immer mehr Kunden erreichen.

Fazit Über Instagram haben Sie diverse neue Marketing-Möglichkeiten, die vielversprechende Erfolgspotenziale bieten – Sie müssen sie nur nutzen. Wie Sie konkret über Hashtags, Likes, Kommentare und Ads Ihre „Instagram-Muskeln“ weiter ausbauen können, lesen Sie im Fachartikel von Fredrik Neust auf fM ONLINE bzw. können Sie in den spezifischen Lehrgangsangeboten der BSA-Akademie vertiefen. Anzeige

Workshop/Weiterbildung Wie und mit welchen speziellen Strategien Sie auf Instagram aktive Follower aufbauen und neue Mitglieder für Ihr Unternehmen gewinnen, erfahren Sie im BSA-Lehrgang „Erfolgreiches Online-Marketing für Fitnessanbieter“. (www.bsa-akademie.de/online-marketing)

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PERSONENPORTRÄT

Karriere als Athletiktrainer von medi Bayreuth

DHfPG-Absolvent macht Basketballer fit E

in Abschluss als Bachelor of Arts Fitnesstraining sowie der Spaß daran, neue Leute kennenzulernen, führten dazu, dass Bastian Wolff seinen Traumjob als Athletiktrainer des Basketball-Bundesligisten und Champions-League-Teilnehmers medi Bayreuth gefunden hat. Der gebürtige Cuxhavener geht mit den Profis bereits in seine dritte Saison. Als der von der Nordseeküste stammende Bastian Wolff sein Bachelor-Studium Fitnesstraining an der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement (DHfPG) aufnahm, hätte er nicht gedacht, dass er gut fünf Jahre später im über 600 Kilometer entfernten Bayreuth als Athletiktrainer einer BasketballBundesligamannschaft arbeiten würde. „Nach dem Abitur wusste ich nur, dass ich beruflich etwas mit Sport machen möchte, um langfristig zufrieden zu sein. Ich habe mich zunächst in meiner Heimat Cuxhaven umgeschaut. Im Outfit Fitness- und Gesundheitszentrum, in dem ich auch privat trainiert habe, wurde ich dann auf die Möglichkeit eines Studiums aufmerksam gemacht“, erinnert er sich. „Ich war vom Studium von Beginn an sehr angetan, von der Verzahnung der Theorieeinheiten mit der direkten Anwendung in der Praxis. Das Gelernte sofort umsetzen zu können, wurde von „Outfit“ gefördert und unterstützt, sodass es mir sehr leicht gefallen ist.“

Perfekte Verknüpfung von Theorie und Praxis Obwohl er die Praxis bevorzugt, hat ihm auch die Theorie gelegen. „Wenn man den Studienbrief ausgiebig liest und sich dann auch traut, dieses Wissen anzuwenden, kann man sehr viel aus dem Studium ziehen. Die Lerninhalte sind sehr spannend, da es Themen sind, die mich interessieren. Während der Präsenzphasen hat man absolute Spezialisten als Dozenten, um das Wissen auszubauen und Fragen zu klären. Im Anschluss fühlt man sich sicher und kann das Gelernte direkt am Kunden anwenden“, erklärt der Absolvent. „Kurz gesagt, wer motiviert ist und sich gut organisieren

kann, bekommt duales Studium, Privates und Hobbys unter einen Hut!“ Nach dem Studienabschluss ergab sich eine Möglichkeit, die seinen Berufswunsch in eine entscheidende Richtung lenken sollte.

Berufswunsch bei Werder Bremen entstanden „Ich bekam einen Praktikumsplatz beim Fußball-Bundesligisten SV Werder Bremen. Dort lernte ich die Arbeit von Athletiktrainern im Nachwuchs- und Profibereich kennen. Anschließend war der Traum, mit Profisportlern zu arbeiten, geboren.“ Von nun an nutzte der DHfPG-Absolvent geschickt seine Kontakte. Bereits zuvor lernte er Basketball-Nationalspieler Karsten Tadda in Cuxhaven kennen. Er fragte den Profi, der in der Bundesliga bei den EWE Baskets Oldenburg aktiv ist, ob er ihm den einen oder anderen Kontakt vermitteln könnte. So entstand die Verbindung zu Arne Greskowiak, dem Athletiktrainer der deutschen Basketball-Nationalmannschaft und der „Kölner Haie“, einem Eishockey-Bundesligisten. Greskowiak ist Gründer und Inhaber von „Agosport“, einem auf Personal- und Athletiktraining spezialisierten Sportclub mit Sitz am RheinEnergieSTADION in Köln. Er vermittelte Bastian Wolff eine Tätigkeit beim Basketball-Drittligisten Cuxhaven Baskets, damit dieser erste Erfahrungen als Athletiktrainer sammeln konnte. „Das habe ich nebenberuflich auf selbstständiger Basis gemacht und in Teilzeit weiter bei meinem Ausbildungsbetrieb gearbeitet. Rückblickend waren diese Monate Gold wert, um zu lernen.“

Von der Nordseeküste nach Oberfranken Im März 2018 folgte der Aufstieg in die erste Liga. „Arne fragte mich, ob ich mir eine größere Aufgabe zutrauen würde, da der Bundesligist und Champions-League-Teilnehmer medi Bayreuth einen neuen Athletiktrainer suche. Daraufhin reiste ich von einem Tag auf den anderen nach Bayreuth, um das Coaching-Team um Headcoach Raoul Korner kennenzulernen. Es passte alles und ich sollte zunächst einmal bis zum Ende der Saison die Arbeit aufnehmen.“ Bastian Wolff wurde dann Angestellter der Firma Agosport, die ihn in Bayreuth einsetzte. Er lebt seitdem seinen beruflichen Traum. Nach der ersten Saison wurde sein Vertrag um zwei weitere Jahre verlängert.

Foto: medi bayreuth | Lena Remmert / GMK

Leidenschaft zum Beruf gemacht

Bastian Wolff (29) ist Bachelor-Absolvent der DHfPG und als Athletiktrainer einer Basketball-Bundesligamannschaft tätig

„An meiner Tätigkeit als Personal-/Athletiktrainer schätze ich am meisten, täglich mit den Profis arbeiten zu können. Man sieht die Fortschritte und fühlt sich somit auch in seinem Tun bestätigt. Berufssportler sind in der Regel sehr motiviert, was die Zusammenarbeit erleichtert. Dabei sehe ich zunächst den Menschen hinter dem Athleten, um einen besseren Zugang zu bekommen und somit langfristig erfolgreich zu sein.“ Den Grundstein für seinen beruflichen Erfolg hat er mit seinem Bachelor-Studium gelegt. „Sowohl meinem Ausbildungsbetrieb als auch meinem jetzigen Arbeitgeber und der DHfPG bin ich sehr dankbar, dass ich diese Möglichkeiten bekommen habe. Aus dem Studium kann man mithilfe der erfahrenen Dozenten viel mehr als nur das Inhaltliche mitnehmen, sodass man nach dem Studienabschluss überragend für die Karriere in der Fitnessbranche aufgestellt ist.“ Zur ganzen Erfolgsgeschichte: www.dhfpg.de/bwolff

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BESONNUNG

Fotos: Claudia Hahn

12. Europäischer Fachkongress Solarien und Besonnung

Topaktuelle Themen im familiären Rahmen Am 21. September 2019 fand im Hotel The WESTIN in Leipzig der 12. Europäische Fachkongress Solarien und Besonnung statt. Ein Get-together am Vorabend des Kongresses, ein tolles Vortragsprogramm sowie die neuesten Highlights der Branche machten den Kongress einzigartig.

S

chon am Vorabend des Kongresses hatten die bereits angereisten Teilnehmer des Kongresses bei einem Get-together im Restaurant „Gusto“ des Hotel The WESTIN die Gelegenheit zum Austausch. Die Stimmung war gut, als der erste Vorsitzende des Bundesfachverbandes Besonnung e. V. (BfB), Hans-Dieter Roggendorf, nach dem Sektempfang die Gäste begrüßte und ihnen für ihr Kommen dankte.

Sponsorenausstellung im Foyer Ob Solarien-, Kosmetik- oder Lampenhersteller: In den Kaffee- und Mittagspausen konnten die Sponsoren ihre Produkte im wunderschönen Ballsaalfoyer präsentieren. Direkt am Aufgang zum Foyer waren die neuesten Produkte der Solarienhersteller zu bestaunen.

Starker Kongressauftakt Mit einem Welcome-Coffee gestärkt, wurde am Samstagmorgen nach dem Läuten der Captain`s Bell das Vortragsprogramm von Hans-Dieter Roggendorf eröffnet. Roger Rankel startete mit seinem Vortrag zum Thema „Die Geheimnisse der Umsatzverdoppler“ in den Kongresstag. Smart und charismatisch führte er in die Welt des Umsatzes ein und stellte seine Strategien anhand vieler alltäglicher Beispiele anschaulich dar. Unterhaltsame Anekdoten aus seinem Alltag als Vater machten den Vortrag nahbar und menschlich.

Weißbuch des BfB in neuem Gewand Stefan Dressendörfer, stellvertretender Vorsitzender des BfB und 126

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Sekretär des europäischen Dachverbandes der Besonnungsindustrie, der European Sunlight Association (ESA), berichtete über die Maßnahmen und Unternehmungen der ESA im Jahre 2019. Die neueste Arbeit der ESA stellte er im Interview mit dem Assistant Scientific Coordinator der ESA, Torben König, vor, der das Weißbuch des Bundesfachverbandes Besonnung aufgegriffen, gekürzt und modernisiert hatte. In englischer Sprache und neuem Gewand präsentiert es die Studien aus gegenwärtiger Forschung zur Besonnung und ist damit auf dem aktuellsten wissenschaftlichen Stand – eine Grundlage, auf die nicht nur Sonneninteressierte, sondern auch Mitglieder, die Medien und die Politik zurückgreifen können. Durch die enge Zusammenarbeit mit der ESA wird das neue Weißbuch auch für den BfB ins Deutsche übersetzt werden. Dem Vortrag von Stefan Dressendörfer folgte der ebenso bewegende und emotionale Beitrag von Holger Ziegert, einem weiteren Mitglied des BfB-Vorstandes. Dieser berichtete über das neue Gütesiegel und in diesem Zusammenhang über das geplante Mystery Shopping, die Erhebung neuer Kennzahlen und über den Plan, in der Öffentlichkeitsarbeit neue Wege zu gehen. Dr. Alexander Wunsch, wissenschaftlicher Berater des BfB, sprang kurzfristig für seinen Kollegen Prof. Dr. Pilz ein. Auf der Grundlage seines erst vor Kurzem veröffentlichten Buches „Die Kraft des Lichts“ konnte Dr. Wunsch den Zuhörern mit einem wissenschaftlichen Vortrag viele Fakten liefern.


Bildungsoffensive des BfB und der BSA-Akademie Mit viel guter Laune ging es weiter. Samir Vincevic, Referent der BSA-Akademie, stellte den neuen Lehrgang Fachkraft Sun, Beauty & Care vor, den der Bundesfachverband, initiiert durch Vorstandsmitglied Edgar Beheim und seine Frau Silke, gemeinsam mit den großen Branchenteilnehmern und der BSA-Akademie auf den Weg gebracht haben. Viele Ziele der Ausbildung konnten inzwischen umgesetzt werden. So wurde der Lehrgang staatlich geprüft und zugelassen und bis Ende Oktober konnten schon über 100 Teilnehmer geschult werden. Der Lehrgang Fachkraft Sun, Beauty & Care stellt die erste Stufe zu einem anerkannten Berufsbild innerhalb der Branche dar. Dadurch gelingt es, Mitarbeiter nicht nur durch Bildung an das Unternehmen zu binden, sondern den Mitarbeitern auch eine Entwicklungsmöglichkeit zu bieten, die es bisher so in der Branche nicht gab. Mit der Qualifikation „Fachberater/in für Beauty & Care Anwendungen“ wurde zwischenzeitlich ein weiterer Lehrgang entwickelt, in dem die zielorientierte Beratung zu physikalischen und apparativen Methoden, wie zum Beispiel Lichtanwendungen, im Mittelpunkt steht. Der wohl emotionalste Vortrag des Kongresses kam von Anne M. Schüller. Mitreißend und mit sehr viel Humor thematisierte die Keynote-Speakerin das Thema „Touchpoint Management“. Der Vortrag von Anne Schüller und die anschließenden Abschiedsworte von Hans-Dieter Roggendorf rundeten einen Kongresstag voller Mehrwert und Informationen perfekt ab.

Samir Vincevic (BSA-Akademie) referierte über den neuen Lehrgang Fachkraft Sun, Beauty & Care

Pressekontakt: Auf den Punkt. Janine Birnbaum Brandenburgstraße 6, 63456 Hanau Mobil: 0159 - 012 921 30 E-Mail: mail@janine-aufdenpunkt.de birnbaum@bundesfachverband-besonnung.de


VERANSTALTUNGEN

VERANSTALTUNGEN 2019/2020 – TIMELINE 2019 Kerstan Consult Jahrestagung 6. Dez., Frankfurt | kerstan-consult.de Praxisworkshop Verkauf von Nahrungsergänzungsmitteln 9. Dez., München bsa-akademie.de/nahrungsergaenzung-verkauf

DEZ.

Trainer/in für Körpergewichts- und Schlingentraining 13. – 15. Dez., Saarbrücken | bsa-akademie.de/kust

2020

Frohe Weihnachten und einen guten Rutsch! Auch im nächsten Jahr warten wieder spannende Termine auf Sie. Die fitness MANAGEMENT wünscht Ihnen ein frohes Fest und ein sportliches Jahr 2020.

EMS-Trainer/in 25. Jan., München | bsa-akademie.de/ems

JAN.

ISPO Munich 26. – 29. Jan., München | ispo.com/munich FiGeBo 26. Jan., Bottrop | figebo.de

Grafik: evannovostro - stock.adobe.com

Yoga-Trainer/in-B-Lizenz 30. Jan. – 2. Feb., Köln | bsa-akademie.de/yogatrainer

6. ARTZT Symposium 1. – 2. Feb., Montabaur artzt.eu/fortbildungen/artzt-symposium/ TheraPro Stuttgart 7. – 9. Feb., Stuttgart messe-stuttgart.de/therapro

Save the Date!

APR.

2.04. – 5.04.

FIBO-Congress: 2. – 4. Apr. | FIBO: 2. – 5. Apr.

Köln

fibo.de

OKT. 8.10. – 10.10. Mannheim

aufstiegskongress.de

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FEB.

MRZ.

MEET THE TOP Fitness 5. – 8. Mrz., Mallorca, Spanien meet-the-top.fitness/ IHRSA 18. – 21. Mrz, San Diego, USA hub.ihrsa.org/ihrsa-2020


RECHT

Rechtssicherer Abschluss

Grafiken: pikisuperstar, upklyak

Elektronische Verträge im Fitnessstudio

Einige Studioketten sowie innovative Unternehmen haben es vorgemacht: Fitnessverträge können online bequem von zu Hause aus auf der Internetseite des Anbieters abgeschlossen werden. Daneben hat sich das „papierlose Büro“ auch im Studio selbst entwickelt. So werden zeitgemäß Fitnessverträge und dazugehörende Vereinbarungen auf dem Tablet, Rechner oder sogar Mobiltelefon vereinbart und unterzeichnet.

D

igitale Verträge mit einer elektronischen Signatur sind ein Weg, der nicht nur einfacher und viel schneller geht, sondern im Vergleich zum herkömmlichen Vertrag mit handgeschriebener Unterschrift auch viel Papier und damit CO2 spart.

rechtliche Gründe in die Entscheidungsfindung einbezogen. Bestimmte Zielgruppen erwarten jedoch inzwischen die technische Umsetzung und sehen diese als zusätzlichen Service.

Unsicherheiten bei der Umsetzung Zunächst erfordert die Umstellung auf elektronische Verträge technische Neuerungen wie zum Beispiel die Anschaffung einer beschreibbaren Oberfläche des Bildschirms. Daneben werden weitere Unsicherheiten genannt, auf eine elektronische Unterschrift zu setzen. Studiobetreiber stellen sich die Frage, ob eine elektronische Signatur rechtsgültig und in einem Streitfall der Vertrag damit durchsetzbar ist.

Rechtsgültigkeit elektronischer Verträge Um es vorwegzunehmen: Eine elektronische Signatur oder elektronische Unterschrift kann in einem Vertrag oder einer Vereinbarung als gewillkürte Schriftform rechtsgültig vereinbart werden. Der Fitnessstudiobetreiber und das zukünftige Mitglied legen in ihrem Vertrag selbst fest, in welcher Form es zu einem rechtsgültigen Abschluss des Vertrags kommen soll.

Digitalisierung auf dem Vormarsch Viele Studios überlegen noch, ob sie die digitale Umstellung vornehmen sollen. Hierbei werden technische oder vermeintlich 130

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Vom Gesetzgeber gibt es hierzu keine Grenzen – das nennt sich Privatautonomie und steht in der Dispositionsfreiheit der Parteien.


Damit steht es den Vertragsparteien frei, eine elektronische Signatur, also die elektronische Unterschrift, als rechtlich verbindlichen Abschluss eines Fitnessstudiovertrags und somit als rechtssichere Unterschrift zu wählen.

Formulierung einer rechtsgültigen Klausel Beide Vertragsparteien können diese Form für einen rechtsgültigen Vertrag im gegenseitigen Einverständnis vereinbaren. Das lässt sich ohne weitere Probleme in einer Klausel, einer allgemeinen Geschäftsbedingung im Vertrag, quasi als letzter Satz oder letzter Schritt vor der Unterschrift abschließend verbindlich darstellen und damit in den Vertrag einbeziehen. Der Satz könnte lauten: „Wenn Sie fortfahren, erklären Sie damit Ihre Zustimmung dazu, dass beide Vertragsparteien diesen Vertrag mit einer elektronischen oder handgeschriebenen Signatur unterzeichnen und damit bestätigen.“ Der fertige Vertrag wird dann als PDF-Datei gespeichert und beide Vertragsparteien erhalten hiervon eine Abschrift. Damit handelt es sich um ein rechtssicheres Dokument, das auch für den Fall eines Streits um vertragswesentliche Bestandteile in einem gerichtlichen Verfahren als Beweis geeignet ist.

Langfristige Nachweisbarkeit des Vertrags Zur Unterstützung des Herstellungs- beziehungsweise Erstellungsvorgangs steht geeignete Software zur Verfügung. Damit ist das Dokument jederzeit wieder abrufbar und in dieser Form auch als ausreichender Nachweis über die vereinbarten Bedingungen geeignet, selbst noch über einen Zeitraum von 10 Jahren zum Beispiel für die Steuerbehörden. Als Nachweis für ein rechtssicheres Dokument gilt die vereinbarte Klausel im vorgenannten Sinne, das heißt, dass der Vertrag elektronisch und mit einer elektronischen Signatur oder handschriftlichen Unterschrift elektronisch unterzeichnet zustande gekommen ist und dieses dokumentiert wurde. Sobald dieser Vorgang einmal im eingehenden Fitnessstudiovertrag rechtssicher vereinbart wurde, fallen darunter auch alle weiteren Vereinbarungen mit Bezug zu diesem Vertrag wie zum Beispiel solche über gebuchte Zusatzleistungen oder abgesprochene Ruhezeiten. Für alle Fragen zu diesem Prozess, zu Herstellern oder dem Einsatz von derartigen elektronischen Verfahren steht DSSV-Mitgliedern die kostenfreie Rechtsberatung zu den üblichen Beratungszeiten zur Verfügung.

Foto: Klaudia Lech

Ernst Stilke, DSSV-Jurist Fragen? Zu allen rechtlichen Fragen rund um den Studioalltag bietet die Rechtsabteilung des DSSV im Rahmen einer bestehenden Mitgliedschaft die Möglichkeit, eine kostenlose rechtliche Erstberatung mit Einschätzung der Rechtslage zu erhalten, beispielsweise nach Erhalt einer Attestkündigung, zur Überprüfung von Vertragsklauseln oder zu arbeitsrechtlichen Themen. Tel.: 040 - 766 24 00, E-Mail: jurist@dssv.de


BUCHTIPP

Ulf Bosch, Stefan Hentschel, Steffen Kramer: »Digital Offroad: Erfolgsstrategien für die digitale Transformation« Autoren: Ulf Bosch, Stefan Hentschel, Steffen Kramer Seitenanzahl: 230 ISBN: 978-3-648-10931-1 Preis: 24,95 Euro Sprache: deutsch

IMPRESSUM Verlag und Herausgeber

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fitness MANAGEMENT –

www.fitnessmanagement.de

eine Marke der PIPG GmbH Privates Institut für Prävention und

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»Digital Offroad: Erfolgsstrategien für die digitale Transformation«

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ie Digitalisierung verändert die Arbeitswelt radikal und stellt Unternehmen vor immense Herausforderungen. Eine erfolgreiche digitale Transformation wird zur strategischen Weichenstellung für die nächsten Jahre, um am Markt zu bestehen. Manager müssen sich zu Digital Leadern entwickeln, um als Gewinner aus der Digitalisierung hervorzugehen.

Jahresabonnement Inland

Offizielles Organ des DSSV e. V.

Jahresabonnement Ausland 61,– Euro*

und BfB e. V.

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Geschäftsführer

Kündigungsfrist

Janosch Marx, Johannes Marx

1 Monat vor Ablauf des Bezugsjahres

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Produktion

Birgit Schwarze

Meinders & Elstermann GmbH & Co. KG

Das neue Offroad-Konzept startet mit zwölf Erfolgsstrategien für die Praxis: Mutige Thesen wie „Forget the Valley”, „Gesunde Paranoia“, „Mach dich schmutzig“, „Need for Speed“ und „Fehler sind famos” bieten Inspiration für eine digitale Neuausrichtung von Unternehmen. Die Offroad-Strategie ermöglicht eine erfolgreiche Transformation des Unternehmens über einen innovativen Change-Ansatz. Sie basiert auf dem Expertenwissen von Google- und PricewaterhouseCoopers-Mitarbeitern. Die Autoren zeigen an konkreten Fallbeispielen, wie die Zukunft des Unternehmens (mit-)gestaltet werden kann. Let's go Offroad!

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Das Autoren-Trio Ulf Bosch, Stefan Hentschel und Steffen Kramer erläutert in diesem Ratgeber anschaulich und praxisnah, dass die digitale Transformation weniger eine Frage der Technologie, sondern mehr eine Frage der Führung ist. Die Unternehmenskultur wird zum wichtigsten Treiber eines erfolgreichen Prozesses: Der Wandel kann nur gelingen, wenn alle Mitarbeiter vom Einkauf bis zum Vertrieb gemeinsam auf die digitale Expedition gehen.

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Registereintragung Amtsgericht Hamburg

Kontakt Telefon:

HRB 147152 +49 (0) 40 / 300 945 - 0

Telefax:

+49 (0) 40 / 300 969 90

VerpackG-Registrierungsnummer

E-Mail:

info@fitnessmanagement.de

DE5601912575515

Redaktionelle Mitarbeit

Art Direktion

Patrick Berndt, Annabell Blatterspiel,

Klaudia Lech

Jens Brehm, Prof. Dr. Christoph Eifler, Sebastian Fess, Stefan Haase,

Layout und Bildbearbeitung

Uschi Moriabadi, Florian Schmidt,

Klaudia Lech,

Roman Spitko, Anke Sörensen,

Lars Marschalek,

Ernst Stilke, Jürgen Wolff

Kimberly Piersdorf, Stefanie Reifschneider

fitness MANAGEMENT international und alle in ihr enthaltenen Beiträge sind urheberrechtlich geschützt. Mit Ausnahme der gesetzlich zugelassenen Fälle ist eine Verwertung ohne schriftliche Zustimmung von

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Verlag und Redaktion strafbar.

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KOLUMNE

Einfach beraten = Bessere Verkaufsergebnisse Für viele Fitnessstudios ist es eine Herausforderung gute Fitnesstrainer zu finden, die gleichzeitig auch perfekte Verkäufer sind. In den meisten Teams sind maximal 20 Prozent geschulte Kräfte, die das Know-how des Verkaufs beherrschen. Die Mehrheit, ca. 80 Prozent, tendieren dazu, Trainingspläne zu erstellen. Sie üben diese Arbeit aus, da sie selber Fitnesstraining lieben und ihr Hobby zum Beruf gemacht haben.

V

iele Fitnesstrainer wollen keine Verkäufer sein, ihre Kompetenz liegt in der Kundenbetreuung. Allerdings hat man ohne ein optimales Verkaufskonzept heutzutage keine Chance, unter ökonomischen Gesichtspunkten zu überleben. In sogenannten Fitnessdiscountern ist Verkaufen einfacher, es geht um viele Trainingsangebote zum kleinen Preis.

Verkaufen nach „Schema F“ Ich habe häufig beobachten können, dass die Verkaufsgespräche von Fitnesstrainern sehr oft nach „Schema F“ geführt wurden, ein Abklatsch der Vorgaben aus Verkaufsschulungen, ohne Berücksichtigung der Kundenindividualität. Erstaunlich dabei war, dass die Trainer oft selbst erkannt haben, wie wenig das reine Verkaufskonzept mit Trainingswissen zu tun hat.

Sie haben vier verschiedene Mappen, die sie in Ihrer Kundenberatung einsetzen können. Ganz wichtig ist, den Interessenten während des Fitnessstudio-Rundgangs mit der Frage „Warum wollen Sie mit Fitness beginnen?“ zu konfrontieren. Der potenzielle Kunde könnte antworten: „Ich leide häufig unter Rückenschmerzen“. Folglich werden Sie den Flyer „Gesunder Rücken“ der anschließenden Beratung zugrunde legen. Auf die Titelseite dieser Beratungsmappe wird der Name des Kunden geschrieben, auf den Folgeseiten befinden sich verschiedene Informationen: Die Ausgangssituation, die Ursachen der Rückenschmerzen (Muskelkraft, Muskelverkürzung) sowie die Zieldefinition. Damit erhält der Interessent eine persönliche Lösung mit einer detaillierten „Roadmap“ für sein Rückenproblem.

„Ich möchte zunächst einen Testmonat vereinbaren“

Foto: Volker Beushausen

Eine Lösung habe ich 1991 mit meinem PBK – Persönliches Bedarfs Konzept gefunden. Mit diesem System erfahren Sie, wie Sie Ihren ersten Eindruck beim Kunden optimieren können, um Ihre Verkaufszahlen zu steigern. Sie verstehen, warum Ihre Kunden ein Fitnessabo kaufen und wie einfach die Beratung sein kann. Die Mitarbeiter lieben diese Konzepte, weil es um Training geht und nicht um Verkauf. Die Kunden beurteilen es positiv, denn sie erhalten eine individuelle Lösung für ihre Trainingsziele.

Das Persönliche Bedarfs Konzept

Antonio e Silva Sales Director/Vertriebsleiter for me do

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Das gesamte Konzept ist auf vier beispielhaften Trainingszielen aufgebaut: 1. Figur-Training 2. Gesunder Rücken 3. Richtig Abnehmen 4. Wissenschaftliches Muskeltraining

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Wie gelingt nun ein erfolgreicher Verkaufsabschluss? Bieten Sie eine 30 Tage Geld-zurück-Garantie in Form von „Begeistert? Sonst Geld zurück“ an. Ihr Trainer wird entsprechend erklären: „Sie haben ein Zweijahresabo mit einer 30 Tage Geld-zurück-Garantie. Heute entscheiden Sie nur für 30 Tage, danach können Sie bestimmen, ob Sie das Training weiterführen möchten. Sollten Sie während des Probemonats einen Freund/Lebenspartner zum Schnuppertraining mitbringen, sparen Sie die Eingangs-Fitnesstest-Gebühr.“ Dieses Kundenberatungskonzept ist sehr erfolgreich, denn es erfüllt die drei Grundbedürfnisse Sicherheit, Abwechslung und Anerkennung. Lassen Sie Ihr Team vier unterschiedliche Persönliche Bedarfs Konzepte entwickeln, angepasst an Ihr spezielles Fitnessstudio-Konzept. Ihre Mitarbeiter werden dieses System favorisieren und Ihre Verkaufsergebnisse davon profitieren.

Foto: inesbazdar - stock.adobe.com

Höhere Verkaufszahlen mit dem Persönlichen Bedarfs Konzept


6/2019

Dez./Jan.

EUR 9,-

Nr. 146

sfr 14,-

C 31071

fitness MANAGEMENT international 6/2019 Nr. 146 Offizielles Organ DSSV e. V. und BfB e. V. Deutschland | Österreich | Schweiz

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Fitness Studio des Jahres: juka dojo, Hamburg

Gesundheit Digitale Lösungen im BGM für Betriebe und Mitarbeiter

Management Digitalisierung: Chancen, Risiken, Must-haves

Markt Neues Hallenkonzept: So sieht die FIBO 2020 aus

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DSSV DSSV-Event 2019: Branchentreffen in Belgrad


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