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fitness MANAGEMENT international 05/21 (Vollversion)

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5/2021

Okt./Nov.

Nr. 157

EUR 9/12 (D/INT)

C 31071

fitness MANAGEMENT international 5/2021 Nr. 157

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Offizielles Organ DSSV e. V. und BfB e. V.

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Mehr über unser Premium-Whey-Protein auf Seite 13

BGM neu gedacht Trotz oder gerade wegen Corona – BGM als erfolgreiches Geschäftsfeld für Studios

Aktuelle Studie vom DSSV Die Branche im ersten Halbjahr 2021: Tendenz positiv trotz Mitgliederverlusten

Mitarbeiterführung in der Krise Teamspirit und Kommunikation: Führen und motivieren in Zeiten der Pandemie

www.fitnessmanagement.de


EDITORIAL

Comeback

E

in Comeback erfährt dann die größte Aufmerksamkeit, wenn kaum jemand erwartet, dass es gelingt. Dabei sind Comebacks – zu Deutsch „das Zurückkehren nach einer gewissen Pause“ – eher die Regel als die Ausnahme. Lediglich die Wahrscheinlichkeit des Gelingens, die dem Comeback zugesprochen wird, variiert und lässt es in der menschlichen Wahrnehmung sensationeller oder gewöhnlicher wirken. Ausgehend von Dezember 2019 zählten wir ein Jahr später 1,35 Millionen Mitglieder weniger in den deutschen Fitness- und Gesundheitsanlagen. Mit jedem Tag des anhaltenden Lockdowns schien die Wahrscheinlichkeit einer schnellen Erholung zu schwinden. Anfang April 2021 betitelte ich dieses Phänomen als „Der Knick“. Ironischerweise ist dieser „Knick“, den ich damals beschrieben habe, aber ein ganz anderer: Die jüngste Untersuchung, die wir gemeinsam mit dem DSSV sowie der DHfPG zum 30. Juni 2021 durchgeführt haben, zeigt, dass die Mitgliederkurve vom ersten auf das zweite Quartal 2021 nicht weiter fiel, sondern anstieg: der Beginn des Comebacks unserer Branche. Ob erwartet oder unerwartet, die Fakten sehen erfreulicherweise so aus, dass die Aufwärtsbewegung in den Mitgliederzahlen mit einer empirischen Studie belegt wurde und wieder ein positives Zeichen setzt. Die vollständigen Untersuchungsergebnisse präsentiert Ihnen Florian Kündgen, stv. Geschäftsführer des DSSV, ab Seite 44. Unsere Branche erfährt Rückenwind. Gleichzeitig sind die Mitgliederzahlen noch weit von ihrem Ursprungniveau per Dezember 2019 entfernt. Schätzungsweise wird es bis zu zwei Jahre dauern, um dorthin zurückzukehren. Es stellt sich die Frage, wie Sie als Betreiber mit dieser Situation umgehen sollten. Genau mit dieser Thematik hat sich unsere Redaktion beschäftigt. Als einen möglichen Lösungsansatz haben wir für Sie in dieser Ausgabe unseres Fachmagazins fitness MANAGEMENT international (fMi) einen Themenbereich mit hohem Potenzial für die Mitgliedergewinnung beleuchtet: das Betriebliche Gesundheitsmanagement, kurz BGM. BGM – wenn man es richtig angeht – hat drei wesentliche Vorteile: Sie haben Zugang zu neuen Zielgruppen, nämlich den Arbeitnehmern in den Betrieben, Sie bilden ein positives Image für Ihr eigenes Unternehmen als Gesundheitsanbieter und Ihr Mitgliedsbeitrag spielt eine untergeordnete Rolle, da er in der Regel vom Arbeitgeber subventioniert wird. In unserer Titelreihe „BGM neu gedacht – Trotz Corona ein erfolgreiches Geschäftsfeld für Studios“ ab Seite 20, hat unsere Redaktion wissenswerte Fakten aufbereitet und für Sie mit Experten gesprochen. Neben der Umsetzung eines eigenen BGM-Konzeptes ist auch eine Kooperation mit einem Aggregator Ihres Vertrauens eine Möglichkeit, die Sie in Betracht ziehen können. Eine weitere Herausforderung neben der Mitgliederrückgewinnung ist der Bereich Personal. In unserem MANAGEMENT Impuls hat sich unsere Redaktion mit dem Thema „Führen und motivieren in Zeiten der Pandemie“ auseinandergesetzt und bietet Ihnen viel Inspiration, die auch für Ihr Unternehmen von Nutzen sein kann (S. 62 ff.). Abschließend möchte ich Ihnen empfehlen, sich mit dem Motto des diesjährigen „Aufstiegskongress ONLINE ONLY“ zu beschäftigen: „Come back better & stronger“ (S. 36 f.). Ich lade Sie herzlich dazu ein, digital beim Kongress dabei zu sein und weitere Ansatzpunkte für Ihr starkes Comeback und das unserer Branche zu sammeln.

Foto: Klaudia Lech

Viel Spaß beim Lesen und bleiben Sie zuversichtlich.

Janosch Marx Geschäftsführer fitness MANAGEMENT

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fitness MANAGEMENT international

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R A E Y T U NEX

O Y E E S

2 2 0 2 L I R P NE

A G O L 0 O 1 C RE T 7– N E C N O I T I B I H EX

TY E I C O S THY L A E H & G N O M R O T C S . O A B I R F FO


S A E R G STRON

O B I F R O ONS F

IGGEST NITY B E H T MU OF BE PART & HEALTH COM GEST N O R T FITNESS S OM THE NITIES R F T I F BENE PPORTU O S S E BUSIN DS AND N E R T T E LATES ONS H T E R EXPLO ISED SOLUTI ITNESS INE F T CUSTOM S E T L A HE GRE -SITE AND ON T Y O J EN CE – ON N E I R E EXP USTRY D N I T S THE BE M O R F ANT LEARN T R O P M I S EXPERT E MOST H T Y B PIRED ORONA S N I T E G FTER C A S C I P ORLD’S TO W E H T NE OF ES IN A SAFE O T A E REUNIT SHOW VENU T LARGES NDING SURROU


INHALT

Niklas Magerl

Frank Luz

Sarah Staut

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BGM neu gedacht

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DSSV-Studie zur Entwicklung der Fitness-Wirtschaft

INHALT

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AKTUELLES

MANAGEMENT

10 Aktuelles aus der Fitness- und Gesundheitsbranche 14 Studio des Monats: FTZ – Fitness Therapie Zentrum Mühldorf 20 Trotz Corona ein erfolgreiches Geschäftsfeld für Studios – BGM neu gedacht 34 for me do Geschäftsführer Jörg Heckenbach im Interview 36 „Aufstiegskongress ONLINE ONLY“ 38 Hintergründe zur FIBO 2022 im April – Silke Frank im Interview 40 Matrix ist Partner des Spitzensports 42 FitnessConnected: Vom Underdog zur B2B-Fachmesse

62 MANAGEMENT Impuls: Führen und motivieren in Zeiten der Pandemie 68 Mitarbeiter- und Teamentwicklung in der Praxis 72 Zertifizierung: Das ROBINSON WellFit in St. Wendel 74 FACEFORCE: Fitnessanlagen brauchen neue Mitglieder 76 miha bodytec: Existenzgründung – die Krise als Chance nutzen 78 ACISO: Mit „Vollgas“ ins neue Jahr 80 Dienstleister im BGM – Kriterien und Tipps 84 PRIME TIME fitness: Interview mit Henrik Gockel 86 „Wir werden stärker zurückkommen!“ Interview mit Mark Buchanan, Evolution Wellness Thailand 92 Innovativen Unternehmen gehört die Zukunft 96 DSB: Digitalisiert verkaufen ist weit mehr als ein Online-Abschluss

DSSV 44 DSSV-Studie zur Entwicklung der Fitness-Wirtschaft: Positive Tendenz trotz hoher Mitgliederverluste 52 Rechtsberatung beim DSSV – das Recht auf Ihrer Seite 54 Recht: Das neue Gesetz für faire Verbraucherverträge 58 Kommentar Birgit Schwarze: COME BACK – better & stronger 60 Neue Mitglieder und Fördermitglieder des DSSV


Daniel Weber

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MANAGEMENT Impuls: Führen und motivieren in Zeiten der Pandemie Florian Schmidt

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Mark Buchanan über den Fitnessmarkt in Thailand

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Innovativen Unternehmen gehört die Zukunft

www.fitnessmanagement.de

FITNESS & GESUNDHEIT

WISSENSCHAFT & PRAXIS

98 milon und five: Ein neues ganzheitliches Gesundheitskonzept 100 Der vielfältige Gesundheitsnutzen von Fitnesstraining (Teil 5): Psychische Gesundheit 104 Technogym: Offizieller Ausstatter in Tokio 106 Angewandte Trainingswissenschaft (Teil 9): HIIT – effizient und effektiv! 110 The Gym Society setzt komplett auf die EGYM Experience 112 Panatta im Fitness FORUM Eislingen 114 Ernährungsmythen (Teil 11): Calorie Cycling – die flexiblere Diätstrategie 118 CoGAP: Mit Stoffwechseltest zum Wohlfühlkörper

120 DHfPG/BSA Aktuell: Studium – Weiterbildung – Qualität 122 Kommentar Albert Busek: Jammern vs. Machen 124 DHfPG-Science-Lab: WB-EMS-Training bei Krebserkrankung 126 Science News: Wissenschaft für die Studiopraxis 128 Personenporträt: Nico Beator 130 Partnerverband BfB: Personalführung im Betrieb 132 Buchtipp: „Glücklich, fit und attraktiv mit natürlicher Ernährung“ 134 Kolumne Antonio e Silva: Dein Alter ist Gold wert

Fachartikel der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement (DHfPG) und der BSA-Akademie


AKTUELLES | ANZEIGE

Foto: DHfPG/BSA

Hinweis zu den Inhalten dieser Ausgabe der fitness MANAGEMENT international

Studierende finden – kostenfreies Werbematerial

Die dargestellten Meldungen und Artikel in dieser Ausgabe der fMi wurden entsprechend des Kenntnis- und Informationsstandes zum Zeitpunkt des Redaktionsschlusses verfasst. Aufgrund der Corona-Pandemie und den damit einhergehenden Maßnahmen kann es sein, dass die dargestellten Informationen zum Erscheinungszeitpunkt der Ausgabe nicht mehr aktuell sind. Beachten Sie daher auch die Meldungen auf unserer Website.

Die DHfPG bietet ihren Ausbildungspartnern umfassende Unterstützung bei der Suche nach dual Studierenden an. Zum einen können sie unter www.aufstiegsjobs.de kostenfrei Stellenanzeigen schalten. Zum anderen stellt die DHfPG ein umfangreiches Paket an Werbematerialien zum Download zur Verfügung. Auf den Plakaten, Postkarten, Roll-ups usw. kann der Betrieb sein Logo individuell ergänzen und direkt vor Ort im Studio um dual Studierende werben.

www.fitnessmanagement.de

www.dhfpg.de/studierende-finden

Foto: FitX

Foto: gym80 International GmbH

Sicheres Training dank guter Luftqualität gewährleistet

Das war das gym80 International Sommerevent

Dank umfangreicher Hygienekonzepte und einer angepassten Steuerung der Lüftungsanlagen ist Training im Fitnessstudio auch unter Pandemiebedingungen sicher. Das belegt die vom Institut für Medizinische Informatik, Biometrie und Epidemiologie des Universitätsklinikums Essen (IMIBE) durchgeführte Auswertung des Modellprojekts, das die Stadt Essen und der Fitnessbetreiber FitX gemeinsam mit dem Land Nordrhein-Westfalen umgesetzt haben.

Unter dem Motto „HOT DEALS & COLD DRINKS“ hat der Gerätehersteller gym80 sein Sommerevent gefeiert. Dazu luden die KINGs OF MACHINES ihre Geschäftskunden und Studiobetreiber nach Gelsenkirchen ins Headquarter ein. Dabei durften die Eventteilnehmer auch drei neue Prototypen – gym80 Outdoor, Glute Booster Rack Package und gym80 Flexx – exklusiv vorab ausprobieren. Das gesamte gym80-Team bedankt sich herzlich bei allen, die dabei waren.

bit.ly/fitx-modellprojekt

bit.ly/gym80-sommerevent

NEXT U O Y E E S

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YEAR

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Foto: innervisionpro – stock.adobe.com

„Fachkunde EMF“: BSA-Zert ist akkreditiert Die BSA-Zert hat als erste Zertifizierungsstelle die Akkreditierung zur „Fachkunde EMF“ zur Stimulation durch die Deutsche Akkreditierungsstelle absolviert. Sie ist bundesweit die erste Institution, die die Erfüllung gemäß novellierter Strahlenschutzverordnung (NiSV) mit einem offiziellen Zertifikat bescheinigen darf. Ab dem Jahreswechsel 2021/22 muss das Personal über diesen Nachweis verfügen, um mit Kunden trainieren zu dürfen. Mehr dazu auf Seite 120. bit.ly/bsa-zert-akkreditiertv

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Die EGYM Experience Das Trainingserlebnis, das einfach funktioniert. Denn erfolgreiches Training war noch nie wichtiger!

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Foto: DHfPG/BSA

Foto: NDABCREATIVITY – stock.adobe.com

BSA-Lehrgänge in Fernstudien-DQR eingestuft

Gesunderhaltung hat oberste Priorität

Alle ZFU-zugelassenen Qualifikationen der BSA-Akademie sind im Fernstudien-DQR eingruppiert. Dadurch können Absolventen ihre erworbenen Kompetenzen im europäischen Vergleich anrechnen und anerkennen lassen. Mit dem Fernstudien-DQR bietet der Bundesverband der Fernstudienanbieter e. V. eine Einstufung entsprechend des DQR für alle von der Staatlichen Zentralstelle für Fernunterricht (ZFU) geprüften und zugelassenen Fernunterrichtsabschlüsse an.

Auch der zweite Teil der wissenschaftlichen Studie von DSSV e. V. und DHfPG belegt, dass das Infektionsgeschehen in den Anlagen aufgrund der strengen Sicherheitsmaßnahmen sowie ausgereifter Hygienekonzepte als äußerst gering einzustufen ist. Durch ein bundesweites Inkrafttreten der 2G- bzw. 3G-Regel in Kombination mit kostenpflichtigen Corona-Tests wird jedoch mehr als 3,3 Millionen Menschen der Zugang zu Gesundheitsdienstleistungen verwehrt.

www.bsa-akademie.de

bit.ly/zweite-studie

Foto: Technogym

Foto: Martina Schikore – stock.adobe.com

Technogym stattete Olympia-Trainingszentren aus

EHFF & Sibec Netzwerktreffen 2021 als Hybridevent

Der italienische Gerätehersteller Technogym wurde erneut als offizieller Ausstatter der Olympischen Spiele ausgewählt. Zur Wettkampfvorbereitung für die Athleten wurden Fitnessgeräte und digitale Technologien in den Trainingszentren installiert. Nach Sydney 2000, Athen 2004, Turin 2006, Peking 2008, London 2012, Rio 2016 und Pjöngjang 2018 sind es bereits die achten Olympischen Sommer- bzw. Winterspiele mit Technogym als Ausstatter. Mehr dazu auf Seite 104.

Das achte European Health & Fitness Forum (EHFF) findet 2021 erneut als Online-Event statt. Wie die Veranstalter EuropeActive und Sibec Europe mitteilten, wolle man trotz der FIBO-Absage am Eventtermin festhalten und werde bei der Umsetzung von der führenden Fachmesse unterstützt. Das EHFF soll am 3. November 2021 als Hybridveranstaltung mit ausgewählten Referenten und einem begrenzten Publikum aus Branchenvertretern vor Ort in Köln stattfinden.

bit.ly/technogym-olympische-spiele

bit.ly/ehff-sibec-europef

Foto: DHfPG/BSA

DHfPG-Studierende im Bereich Physiotherapie Physiotherapeuten und -therapeutinnen stehen in der heutigen Zeit vermehrt vor Aufgaben, die außerhalb ihres eigentlichen Arbeitsbereichs liegen. Dual Studierende der DHfPG, z. B. im B. A. Gesundheitsmanagement, können u. a. im Praxis- und Patientenmanagement sowie in der Abrechnung von Kassenrezepten unterstützen. Das Service-Center der DHfPG steht für eine persönliche Beratung unter Tel.: +49 681 6855 599 zur Verfügung. www.dhfpg.de

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AKTUELLES | STUDIO DES MONATS

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FTZ – Fitness Therapie Zentrum Mühldorf Ok

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FTZ – Fitness Therapie Zentrum Mühldorf

Die Antwort auf eine große Frage der Branche Text: Jürgen Wolff

Therapie und Fitness werden im FTZ – Fitness Therapie Zentrum in Mühldorf am Inn unter einem Dach nahtlos miteinander verbunden. Ziel ist immer, die Kunden ganzheitlich, interdisziplinär und bestmöglich zu betreuen. Dazu gehört ein fließender Übergang von therapeutischen Behandlungen zu deren sportlicher Fortsetzung im Trainingsbereich, der durch das hauseigene F4-Konzept sicher und überaus erfolgreich umgesetzt wird: 50 Prozent der F4-Patienten absolvieren ein Anschlusstraining im Fitnessbereich.

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Eingangstür kommt – egal, in welcher Lebenssituation er oder sie sich befindet, ob Leistungssportler oder ältere Person mit degenerativen Erkrankungen, ob junger Mensch, der an seiner Leistungsfähigkeit arbeiten möchte oder nach einer Verletzung bzw. Operation zu uns kommt – wir können über unsere interdisziplinären Maßnahmen und Tools ein Therapie- und Trainingskonzept entwickeln, dass denjenigen weiterbringt.“

Der Leitgedanke der Gründer zieht sich auch heute noch wie ein roter Faden durch das Unternehmen: „Wenn jemand durch die

Von Beginn an erfolgreich Das FTZ wurde 2007 in Mühldorf auf einer Fläche von 1.600 fitness MANAGEMENT international

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Fotos: Fitenss Therapie Zentrum Mühldorf GmbH

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ie drei Gründer des FTZ, Eric Rudhof, Klaus Hornung und Franz Prost, haben sich über ihre gemeinsame Leidenschaft für den Ausdauersport kennengelernt. Mit der Gründung des FTZ verwirklichten sie ein gemeinsames Ziel: ein ganzheitliches Angebot, das bisher noch nicht am Markt zu finden war, in dem Training und Therapie nahtlos miteinander verknüpft werden.


ter vergrößert, um mehr Fläche für Fitnessangebote zu schaffen, vor allem im Kraftbereich. Im Zuge der zweiten Studioerweiterung auf 2.000 Quadratmeter im Jahr 2011 wurde ein neuer, größerer und separater Raum für das Therapiekonzept F4 geschaffen, Kraft- und Ausdauertraining bekamen zusätzliche Fläche und es wurde eine Salzgrotte installiert, die das Regenerations- und Wellnessangebot ergänzte. Mit der dritten Studioerweiterung auf 2.500 Quadratmeter im Jahr 2016 wurde erneut mehr Raum für funktionelles Training sowie Kraftund Ausdauertraining geschaffen.

Vielfalt für die Gesundheit Als „Fitness- und Therapiezentrum“ ist das FTZ mit seinem sehr vielfältigen Trainingsangebot und der intensiven Betreuung als gesundheitsorientierte High-End-Anlage positioniert. Der USP des FTZ ist Qualität. Diese Qualität wird durch individuelle Trainingspläne, regelmäßige Fitnesschecks sowie die hohe Betreuungsqualität durch Trainer und Therapeuten untermauert. Regelmäßige Motivationshilfen und persönliche Beratungsgespräche ergänzen das Betreuungskonzept. Das Trainingsangebot umfasst mehrere Konzepte, die individuell auf einzelne Kunden zugeschnitten werden können: Rücken plus, Ernährungs- und Abnehmprogramme, ein 40-plus-Konzept, Body Design und auch Langhanteltraining. Die Gesundheitsorientierung des FTZ wird gelebt durch ein breit gefächertes Angebot an Präventionskursen, Medizinische Trainingstherapie (MTT), Betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM), die Salzgrotte, Magnetfeld Zellstimmulation, Trainingstherapeutische Rehabilitationsnachsorge (T-Rena), Krankengymnastik am Gerät (KGG) sowie der Heilpraktikerpraxis „INNNatur“, die der Mitinhaber des FTZ und ehemalige Leistungssportler im Skeleton, Andy Böhme, betreibt.

Mit F4 von der Therapie ins Training Als Bindeglied zwischen Therapie und Fitness haben die Verantwortlichen im FTZ das Konzept „F4 functional“ entwickelt, das Patienten unter therapeutischer Betreuung auf das selbstständige Trainieren vorbereitet.

Quadratmetern eröffnet. Mit einer Kombination aus Physiotherapie, Fitnessstudio, Ergotherapie und Logopädie bietet es den ganzheitlichen Ansatz, aus Nichtaktiven Aktive zu machen. Bereits vor der Eröffnung hatten sich rund 330 Mitglieder für eine Mitgliedschaft im FTZ entschieden. Zur Eröffnungsveranstaltung kamen 1.000 Besucher. Die Gemeinde Mühldorf am Inn hat etwas mehr als 20.000 Einwohner, was die beiden Zahlen noch beeindruckender macht. Die positive Resonanz der Mühldorfer ist zum einen darauf zurückzuführen, dass die Gründer in der Region sehr gut vernetzt waren und sind. Zum anderen hat sich herumgesprochen, dass mit dem FTZ ein Studiokonzept an den Start gegangen ist, das es so noch nicht gab.

Kontinuierliches Wachstum Die Nachfrage der Kunden und Patienten ist seit der Gründung des Zentrums kontinuierlich hoch geblieben, sodass die Räumlichkeiten über die Jahre dreimal erweitert werden mussten. 2009 wurde das FTZ bereits auf 1.800 Quadratme05/21

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Der Impuls für diese Entwicklung hatte sich aus der Notwendigkeit ergeben. Viele Patienten waren nach der Therapie nicht in der Lage, selbstständig an Geräten zu trainieren, da die Defizite im Haltungsbereich noch nicht behoben waren. Ursache dafür waren und sind die starren Vorgaben der Abrechnungsträger für Therapeuten und auch Ärzte, die des Öfteren nicht die Therapie ermöglichen, die die Patienten eigentlich bräuchten. Herzstück des F4-Konzeptes ist eine Software für die Trainingssteuerung. Sie wurde eigens für die Bedürfnisse und Ansprüche des FTZ entwickelt. Der Name „F4“ kommt von funktionalem Training in vier Bereichen: Funktionsherstellung, Funktionsverbesserung, Motorische Entwicklung (vor allem bei Kindern) und Leistungssteigerung. Es gibt die F4-Software in der Medical- und in der Fitness-Variante.

F4 Medical Das F4-Konzept startet in der Medical-Variante für den Patienten mit einem ca. einstündigen Test durch einen

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AKTUELLES | STUDIO DES MONATS

der ersten zehn Einheiten erfolgt ein Re-Test, bei dem die Erfolge genau sichtbar werden und auch das weitere Vorgehen besprochen wird. Die Salzgrotte

Physiotherapeuten. Der Test beinhaltet verschiedene Beweglichkeitstests nach therapeutischen Vorgaben, motorische Tests, Haltungsanalysen, eine Gangbildanalyse und ein Anamnesegespräch. Die Ergebnisse dieser Diagnoseverfahren werden in der Software festgehalten und dort über hinterlegte Verknüpfungen und eine Bewertungsskala in ein individuelles Trainingsprogramm übertragen.

Eine Antwort auf eine der großen Fragen der Branche Ein Erfolgsfaktor dieser Vorgehensweise ist die Bewusstseinsarbeit. Die Patienten verstehen, welche Konstellation oder Schonhaltung ihnen Probleme bereitet und wie das Training dagegen wirkt. Zuerst werden die falschen Bewegungsmuster aufgebrochen. Danach werden korrekte Bewegungen erlernt und anschließend stabilisiert. Nach Abschluss

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Kundenbindung durch persönliche Vertrauensbasis Das intensive Betreuungskonzept des FTZ ist darauf ausgelegt, dass es einen engen persönlichen Kontakt zu den Kunden gibt, der vom Team aktiv gesucht und geführt wird – ohne Druck, sondern mit dem Zeitbudget, das im Einzelfall erforderlich ist. Mehreren langjährigen Kunden konnte zu Beginn in der Therapie geholfen werden. Dadurch baut sich zu vielen Kunden eine persönliche Vertrauensbasis auf, die zu einer engen Bindung führt. Im FTZ hat sich dadurch eine angenehm heimelige Wohlfühlatmosphäre entwickelt, die sowohl von den Mitgliedern – von jung bis alt, von Patient bis Leistungssportler – als auch von den Mitarbeitern, die das Konzept tagtäglich umsetzen, geschätzt wird.

Qualifizierte Mitarbeiter Bei der Auswahl der Mitarbeiter setzt die Geschäftsleitung im FTZ ihre Kriterien dementsprechend hoch an. „Wir erwarten etwas mehr Substanz und ein etwas breiter gefächertes Grundwissen als eine B-Lizenz“, erläutert Geschäftsleiter Daniel Klemisch. „Viele unserer Mitarbeiter bilden wir an der fitness MANAGEMENT international

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Fotos: Fitenss Therapie Zentrum Mühldorf GmbH

Die Trainingsplangestaltung erfolgt teilweise automatisch, d. h. der Therapeut steuert über seine Eingabe das Ziel des Trainings, die F4-Software errechnet das Trainingsprogramm für die Funktionsherstellung. Dieses besteht aus zehn individuellen Trainingseinheiten in einer Drei-zu-eins-Betreuung – angelehnt an die Krankengymnastik am Gerät, wobei kein Training gleich ist. Jeder Patient bekommt von der Software für jede Einheit einen individuellen Trainingsplan, der aus Warm-up, propriozeptiven Übungen, Koordinationstraining, Beweglichkeitstraining und Kräftigungstraining besteht. Trainingsfortschritte werden regelmäßig eingepflegt und so in das Trainingsprogramm adaptiert.

Wenn das Ziel erreicht ist, kann der Kunde im Anschluss mit der F4-Fitness-Variante sein Training fortsetzen. Das F4-Konzept fördert und erleichtert in beiden Varianten den Einstieg ins Fitness- bzw. Anschlusstraining nach der Therapie oder fungiert– wie im FTZ – als Bindeglied zwischen Therapie und Fitnesstraining. „50 Prozent unserer F4 Patienten absolvieren ein Anschlusstraining im Fitnessbereich. Damit geben wir eine Antwort auf eine der großen Fragen der Branche“, so Geschäftsführer Eric Rudhof. Das F4-Konzept ist auf das FTZ zugeschnitten, kann aber auch flexibel an die Bedürfnisse anderer Studios oder Praxen angepasst und als Lizenz erworben werden.


Magnetfeld Zellstimulation

DHfPG und der BSA-Akademie aus. Wir beschäftigen mehrere Absolventen und dual Studierende des Studiengangs Fitnessökonomie sowie Sport- und Fitnesskaufleute und haben sehr gute Erfahrungen gemacht.“ Neben einer sehr hochwertigen Ausbildung und speziellen Fortbildungen werden von den Mitarbeitern im FTZ Teamfähigkeit und Verantwortungsbewusstsein erwartet. Teammitglieder sollten darüber hinaus gern mit Menschen und selbstständig arbeiten und auch innovativ denken.

Starker Wettbewerb Der Wettbewerb unter den Studios in Mühldorf und den Nachbarorten ist in den vergangenen Jahren stärker geworden. „Es gab gerade in den letzten drei, vier Jahren Neueröffnungen von Wettbewerbern aus dem niedrigpreisigen Franchisebereich. Das war für uns nicht dramatisch, hat sich aber schon bemerkbar gemacht“, erklärt Daniel Klemisch. „Wir bleiben bei unserer Gesundheitsausrichtung und setzen weiter auf Qualität und unser Betreuungskonzept. Auch andere Konzepte haben ja ihre Berechtigung und inzwischen sind auch abgewanderte Kunden wieder zu uns zurückgekommen.“

Netzwerk und Kooperationen Das FTZ kooperiert im Bereich BGM mit mehreren Fitnessstudios in der Umgebung mit ähnlicher Ausrichtung, um einen größeren Einzugsbereich abzudecken. Jedes einzelne Studio aus diesem Netzwerk gewinnt dadurch zusätzliche Mitglieder. Darüber hinaus wird ein ständiger Kontakt zu allen Ärzten in der Umgebung gepflegt. Dadurch, dass die Patienten im FTZ ganzheitlich und langfristig betreut werden, macht sich in den Arztpraxen eine Entlastung bemerkbar und sie bekommen darüber hinaus viele positive Rückmeldungen von zufriedenen Patienten. Das verbessert die ohnehin sehr gute Reputation des FTZ in der Region spürbar. 05/21 fitness MANAGEMENT international

Die Eckdaten des FTZ – Fitness Therapie Zentrum Mühldorf Fläche des Studios gesamt: Kraft- und Cardiobereich: 3 Kursräume: Physiotherapie:

2.500 m2 1.500 m2 2 x 70 m2, 1 x 45 m2 500 m2

Ausstattung Kraft: milon Kraft-Ausdauer-Zirkel, milon Kraftstraße, Technogym und Schnell, ATX Functional Cage, itensic, Langund Kurzhantelbereich, Kletterwand, Stretchingbereich, Teca Switching, Sling-Training, Fazienzirkel Cardio: Star Trac (Indoor Cycling), diverse Hersteller Kurse: von Bosu bis Langhantel, Outdoorkurse, z. B. Laufkurse Physiotherapie 10 Therapieräume Physio, KGG-Raum, Gruppenraum, 3 Therapieräume Logopädie, 3 Therapieräume Ergotherapie Mitarbeiter 40 Festangestellte, 10 Freiberufler, 3 Studierende

FTZ Fitness Therapie Zentrum Mühldorf GmbH Münchener Str. 84 c 84453 Mühldorf www.ftz-muehldorf.eu

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AKTUELLES | GESCHÄFTSFELD BGM

Trotz Corona ein erfolgreiches Geschäftsfeld für Studios

BGM neu gedacht Die vergangenen 18 Monate haben die Arbeitswelt auf den Kopf gestellt, die Digitalisierung beschleunigt und das Betriebliche Gesundheitsmanagement (BGM) in Bezug auf „Gesunde Führung“ vor neue Herausforderungen gestellt. Homeoffice und flexible Jobmodelle verändern das BGM. Gleichzeitig ist die Relevanz der Betrieblichen Gesundheitsförderung (BGF) am Arbeitsplatz heute stärker ins Bewusstsein gerückt. Für Studiobetreiber bieten sich neue Chancen: Mit ihrem Know-how können sie die Unternehmen dabei unterstützen, die BGM-Maßnahmen passgenau auf die neuen Anforderungen zuzuschneiden. Drei Expert/-innen schildern, wie derartige Kooperationen nachhaltig zum Erfolg führen. Text: Anke Sörensen und Jürgen Wolff

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ie Corona-Krise hat die Arbeitsbedingungen in vielen Unternehmen nachhaltig verändert. Bereits in der im Juli 2020 veröffentlichten Sonderstudie der Bertelsmann Stiftung zu den Auswirkungen der CoronaPandemie auf die Arbeitswelt in Deutschland gingen 92 Prozent der Befragten davon aus, dass die Krise die digitale Transformation in der betrieblichen Arbeitswelt maximal beschleunigen wird. 84 Prozent glaubten, dass sich Homeoffice und mobiles Arbeiten als alternative Arbeitsformen etablieren und digitale (Kommunikations-)Tools zum gängigen Arbeitsmittel werden. Diese Annahmen haben sich bestätigt. Längst kehren nicht mehr alle Mitarbeiter an den Arbeitsplatz zurück, haben sich Prozesse und Strukturen verändert. Erste Konzerne verkleinern ihre Büroflächen und mieten Räumlichkeiten ab, viele Beschäftigte arbeiten hybrid oder ganz im Homeoffice, ein Drittel will auch nach der Krise „remote“ arbeiten.

Risikofaktor Homeoffice Die Arbeitsbedingungen im Homeoffice führen zur Veränderung der Work-Life-Balance. Neben positiven Aspekten wie der selbstbestimmten Gestaltung von Arbeitszeiten, räumlicher Flexibilität und dem Wegfall von Arbeitswegen birgt diese Arbeitsweise auch Gefahren. Die Grenze zwischen Berufs- und Privatleben verschwimmt, Arbeit wird verdichtet, der Stresspegel steigt, wenn nach Feierabend noch berufliche E-Mails

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erledigt werden. Während Unternehmen i. d. R. ergonomische Arbeitsplätze zur Verfügung stellen, fehlt im Homeoffice meist eine adäquate Ausstattung. Die Folge: Langes Sitzen vor dem Rechner in Fehlhaltung führt zu Nacken-, Schulter- und Rückenbeschwerden. Auch psychische Belastungen können Verspannungen und Schmerzen verursachen. So schlagen die coronabedingte Wirtschaftskrise, Existenzängste, Unsicherheit und ein Gefühl des Kontrollverlusts auf die Psyche. Wie Auswertungen der Kaufmännischen Krankenkasse ([KKH], 2021) zeigen, sind Rückenbeschwerden erstmals seit Jahren die Hauptursache für Krankschreibungen in Deutschland. Im ersten Halbjahr 2021 waren bundesweit rund ein Fünftel (20,4 %) der bei der KKH eingereichten Atteste auf Muskel-Skelett-Erkrankungen zurückzuführen. Die Zahl der Fehltage infolge von Erkrankungen des Bewegungsappartes stieg auf 25,4 Prozent, das sind in Summe 1,5 Millionen Fehltage im Job – ein Rekordhoch.

Foto: Studio Romantic – stock.adobe.com

BGM im Wandel Die Studie „#whatsnext2020 – Erfolgsfaktoren für gesundes Arbeiten in der digitalen Arbeitswelt“ vom Institut für Betriebliche Gesundheitsberatung (IFBG) aus 2020 zeigt, dass ein Großteil der befragten Organisationen (81,3 %) BGM-Maßnahmen und umfassende Konzepte gerade in der Krise als „wichtig“ bzw. „immer wichtiger“ beurteilt. Nachhaltige Strukturen für das Betriebliche Gesundheitsmanagement und eine entsprechende Unternehmenskultur gelten als Grundpfeiler, die Organisationen in wirtschaftlichen Krisenzeiten Stabilität geben. Während BGM-Maßnahmen zu Beginn der Pandemie zum Erliegen kamen, werden sie nun fortwährend an die neuen Rahmenbedingungen angepasst. Ergonomie im Homeoffice, psychosoziale Gesundheit und eine psychische Gefährdungsbeurteilung sind zurzeit zentrale Themen. Gleichzeitig brauchen Mitarbeitende bedarfsgerechte Präventionsmaßnahmen aus dem BGF, wie aktive Pausen und spezifische Rückenübungen, die bei akuten Problemen helfen.

Ganzheitlich zum Erfolg Erfolgreiches BGM bleibt ein ganzheitliches Konzept aus mehreren Bausteinen, das Arbeitsplatzergonomie, Ernährung, Bewegung, Muskelaufbau und -erhalt mit Stressreduktion und Gefährdungsanalysen kombiniert. Die Umsetzung von praktischen Maßnahmen am Arbeitsplatz,

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Workshops, Vorträgen und Informationsveranstaltungen hat sich allerdings verändert. Statt der Vor-Ort-Maßnahmen werden vermehrt digitale Alternativen wie Live-Kurse, OnlineCoachings und -Beratungen sowie Podcasts entwickelt. Erst, wenn die Pandemie endgültig besiegt ist, werden wieder vermehrt Präsenzveranstaltungen stattfinden können.

BGM aktiv leben BGM ist eine Führungsaufgabe, die aktiv vorgelebt werden muss. Nur, wenn das Thema Gesundheit in allen Managementstrukturen verankert und mit anderen Bereichen vernetzt ist, wird bei allen wichtigen Unternehmensentscheidungen auch immer die ganzheitliche, gesundheitliche Perspektive berücksichtigt. Gerade in Zeiten, in denen nicht das ganze Team vor Ort ist, nimmt dabei die Bedeutung von Kommunikation und Motivation für ein nachhaltiges BGM zu. Mitarbeiter /-innen auf allen Hierarchieebenen sollten regelmäßig über Maßnahmen informiert und mit niedrigschwelligen Angeboten zur Teilnahme bewegt werden. Digitale Medien können bei der Motivation unterstützen, zum Beispiel in Form von Challenges im Team.

Chance für Studios Bei all diesen Herausforderungen können Studiobetreiber die Unternehmen mit ihrer Kompetenz als Gesundheitsdienstleister unterstützen. Dabei ist die Qualifikation der Mitarbeiter der Schlüssel zum Erfolg. Sie kann mit speziellen Weiterbildungsmaßnahmen im Bereich BGM vertieft werden. Trainer verfügen über die Fach-, Methoden- und Sozialkompetenz, um wichtigen Input zu gesundheitsrelevanten Fragen zu liefern und Praxiseinheiten durchzuführen. Mit ihrer Infrastruktur aus geschultem Fachpersonal, Räumlichkeiten, Ausstattung, Gerätepark und dem Know-how aus 1,5 Jahren Corona-Pandemie sind Studiobetreiber bestens darauf vorbereitet, sowohl speziell zugeschnittene digitale BGM-Angebote zu liefern, als auch vor Ort im Unternehmen „Fitnessstützpunkte“ einzurichten oder im eigenen Studio Kurse anzubieten. Doch wie gehen Fitness- und Gesundheitsstudios als BGMAnbieter am besten auf Unternehmen zu? Was zeichnet ein erfolgreiches BGM-Konzept aus? Welche Punkte dürfen auf der Checkliste nicht fehlen? Dazu haben wir Niklas Magerl, Koordinator BGM des STRABAG-Konzerns, Frank Luz, Geschäftsführer der Gym-24-Studios und BGM-Anbieter, sowie Sarah Staut, Dozentin mit Schwerpunkt BGM an der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement (DHfPG) und der BSA-Akademie befragt. Auszug aus der Literaturliste Bertelsmann Stiftung, Münchner Kreis. (Hrsg.). (2020). Sonderstudie Corona. Begleitstudie zur Zukunftsstudie: Leben, Arbeit, Bildung 2035+. Zugriff am 06.09.2021. Verfügbar unter https://www.bertelsmann-stiftung.de/de/publikationen/publikation/ did/sonderstudie-corona-all Institut für Betriebliche Gesundheitsberatung. (Hrsg.). (2020). #whatsnext2020 – Erfolgsfaktoren für gesundes Arbeiten in der digitalen Arbeitswelt. Zugriff am 07.09.2021. Verfügbar unter https://www.tk.de/resource/blob/2090400/faed14b64a2793257941f2 e9f12afda4/whatsnext-2020-data.pdf Für eine vollständige Literaturliste kontaktieren Sie bitte presse@fitnessmanagement.de.

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AKTUELLES | GESCHÄFTSFELD BGM

Niklas Magerl, Koordinator BGM, STRABAG BRVZ GmbH & Co. KG

„Das BGM der Zukunft wird zielgruppenspezifischer werden müssen“ fMi: Welchen Stellenwert hat Betriebliches Gesundheitsmanagement für Ihr Unternehmen? Niklas Magerl: Einen stetig wachsenden Stellenwert! Was 2015 noch in sehr kleinem Rahmen begann, ist inzwischen zu einem fest installierten BGM angewachsen, das zwölf Konzernländer inklusive Fachgremien für die fachliche Ausrichtung und Landesgremien für die strategische Ausrichtung betreut. 2019 haben wir ein umfassendes BGM-Konzerncontrolling eingeführt und 2020 den renommierten Corporate Health Award als Branchengewinner erhalten. 2021 begann auch die intensive Verflechtung mit der Personalentwicklung des Konzerns, u. a. in Form von gemeinsamen Personalprojekten. Wie haben sich die BGM-Angebote und -Konzepte auf der einen sowie der Bedarf an BGM auf der anderen Seite in den vergangenen Jahren aus Ihrer Sicht entwickelt? Sowohl Angebote als auch Konzepte werden immer anspruchsvoller und individueller. Klassische Gesundheitstage und Fitnessstudiorabatte sind heute nur noch sehr kleine Bestandteile vom gesamten Maßnahmenpaket der Betrieblichen Gesundheitsförderung.

Niklas Magerl 2012 begann Niklas Magerl seine Tätigkeit in der Fitnessbranche als Mitarbeiter eines gesundheitsorientierten Fitnessstudios. Dort war er ab 2015 auch stellvertretender Betriebsleiter. An der DHfPG absolvierte er den Bachelor-Studiengang Gesundheitsmanagement sowie den Master-Studiengang Prävention und Gesundheitsmanagement. 2016 folgte der Schritt in die Selbstständigkeit im Bereich Fitness, verbunden mit ersten Workshops und Trainings für Firmenkunden bei einem BGM-Dienstleister. Anschließend war er knapp drei Jahre für ein BGM-Dienstleistungsunternehmen tätig. Seit 2,5 Jahren ist Niklas Magerl Koordinator BGM beim STRABAG-Konzern und seit zwei Jahren nebenberuflich auch Hochschuldozent für Gesundheitspsychologie, BGM und Projektmanagement. www.strabag.com

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Gesundheitsmaßnahmen müssen heutzutage an der jeweiligen Berufsund Altersgruppe und deren spezifischen gesundheitlichen Belangen ausgerichtet werden. Je passgenauer die konkreten Herausforderungen erkannt werden, desto höher ist die Wahrnehmung und Teilnahmebereitschaft der jeweiligen Belegschaft. Der potenzielle Bedarf an Gesundheitsmaßnahmen insgesamt ist in den letzten Jahren sehr stark angestiegen. Einerseits verlangen Bewerberinnen und Bewerber heutzutage Angebote – vor allem in größeren Unternehmen, andererseits nehmen die Fälle z. B. chronischer und psychischer Erkrankungen seit Jahren ebenfalls zu. Welchen Einfluss hatten Ihrer Einschätzung nach die CoronaKrise und der Trend zu Homeoffice, die Digitalisierung und der Generationswechsel – sowohl in den Unternehmen als auch in den Studios – auf die Entwicklung des BGMs? Corona hat den starken Trend zu sämtlichen digitalen Gesundheitsangeboten beschleunigt. Bei uns wurden vor allem Ernährungsworkshops für das Homeoffice angefragt. Viele mussten coronabedingt ihren Arbeitsalltag im Homeoffice neu organisieren und sich erst einmal daran gewöhnen. Durch digitale Kaffeepausen mit Kolleginnen und Kollegen ließ sich auch etwas sozialer Kontakt herstellen. Zur Digitalisierung: Inzwischen tracken die Leute sehr häufig ihre Trainings- und Gesundheitsdaten. Das begann mit Schrittzählern und ging über Kalorienrechner hin zu Trainingstagebüchern. All dies lässt sich sehr gut in ein bestehendes Gesundheitsmanagement integrieren. Unterschiedliche Altersgruppen – unterschiedliche Interessensschwerpunkte! Jede Altersgruppe verlangt nach spezifischen Angeboten und einer spezifischen Ansprache. Vor allem ist auffällig: Die Erwartungshaltung jüngerer Generationen an ein BGM wächst immer mehr. Wer einmal einen Arbeitgeber mit ausgeprägtem BGM hatte, möchte dies unbedingt auch beim neuen Arbeitgeber sehen und verlangt danach. Welche Maßnahmen, Tools oder Konzepte haben Sie entwickelt, um BGM erfolgreich in Ihrem Unternehmen zu etablieren? Vernetzung: Vernetzung mit BGM-Kolleginnen und -Kollegen anderer Konzerne und großer Firmen zum Wissensaustausch. Vernetzung und Austausch mit Universitäten und Hochschulen zur fachlichen Diskussion und Verbesserung der Gesundheitsmaßnahmen.

Fotos: Studio Romantic – stock.adobe.com | privat

Angebote: Einerseits für alle Hierarchieebenen, z. B. Workshops zur Steigerung der Resilienz. Andererseits spezifisch für einzelne Hierarchieebenen, z. B. Workshops für das mittlere Management zu gesunder und mitarbeiterorientierter Führung. Kooperation: Zusammenarbeit mit anderen Abteilungen zur Schaffung einer gesünderen Unternehmenskultur, z. B. Teilnahme an Sitzungen und Workshops zur Arbeitssicherheit, Moderation von und Workshops für Betriebsratsvollversammlungen, gemeinsame Erarbeitung von Personalentwicklungsprojekten wie Talentmanagement. Berufsgruppenspezifische Gesundheitsangebote, z. B. Ergonomieberatungen für Baugeräteführer in ihrem Arbeitsalltag. Diese werden beispielsweise dann von Bewegungsfachkräften – die es nach entsprechender Qualifizierung auch in Fitnessstudios gibt – geschult. Was zeichnet für Sie ein erfolgreiches BGM-Konzept aus? Was sind für Sie Erfolgsfaktoren auf der einen sowie hemmende Faktoren auf der anderen Seite? 05/21

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AKTUELLES | GESCHÄFTSFELD BGM Ein durchdachtes BGM-Konzept zeichnet sich durch die Beachtung und das Vorhandensein aller typischen Projektmanagementbestandteile aus, z. B. einen Plan-Do-Check-ActZyklus. Außerdem muss die Aufmachung des Konzeptes die Neugier der Beschäftigten wecken. Erfolgreiche BGM-Konzepte zeichnen sich auch dadurch aus, dass alle relevanten Stakeholder bereits im Vorfeld in das Konzept miteinbezogen wurden! Partizipation schafft Vertrauen, was sich mit hoher Wahrscheinlichkeit dann auch an den Teilnahmezahlen ablesen lässt. BGM-Konzepte ohne Prozess- und Ergebnisevaluation sind höchstwahrscheinlich zum Scheitern verurteilt, da einzelne Konzepte häufig in ein ganzheitliches BGM eingebunden sind. Hierfür ist das Erheben von Kennzahlen dringend notwendig. Nach welchen Kriterien wählen Sie Fitness- und Gesundheitsstudios als BGM-Partner für Ihr Unternehmen aus? Wir haben 30.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Deutschland – verteilt auf alle Bundesländer. Daher sind Kooperationen mit größeren Fitnessketten für uns wertvoll. So partizipiert die Belegschaft unterschiedlicher Standorte davon. Auch sollte unbedingt eine qualitativ hochwertige Trainingsbetreuung vorhanden sein, was sich im Discountfitnessmarkt häufig nicht unbedingt realisieren lässt. Natürlich freut es uns auch, wenn wir zentrale Ansprechpartner in den Fitness- und Gesundheitsstudios haben, weil das die Kommunikation für uns vereinfacht. Eine Referenzliste der Studios mit großen Konzernnamen signalisiert uns außerdem, dass diese mit Firmenfitness vertraut sind und sich für eine Kooperation eignen. Wie sollten sich Studios im Kontakt mit Unternehmen positionieren, um ihre Leistung erfolgreich zu präsentieren? Sehen Sie hier Unterschiede zwischen KMUs und großen Konzernen? Hier sehe ich keine nennenswerten Unterschiede. Was von unserer Belegschaft an mich herangetragen wird, ist vor allem eines: Ein virtueller Studiorundgang ist sehr wichtig. So können sich die Mitarbeitenden einen realistischen Eindruck verschaffen. Auch das Personal des Fitnessstudios sollte auf der Homepage zu sehen sein, bestenfalls inklusive Qualifikation – das schafft Vertrauen. Welche Bedeutung hat die Qualifikation Ihrer Mitarbeitenden für eine produktive und gewinnbringende Umsetzung eines BGMs? Welche Qualifikationen müssen Mitarbeitende Ihrer Meinung nach heute mitbringen, um erfolgreich am BGM-Markt mitzuwirken? Als absolute Mindestqualifikation sehe ich Expertenwissen in einem der drei Handlungsfelder Bewegung, Ernährung oder Psyche/Stress. In mindestens einem hiervon sollte man eine sehr hohe Fachkompetenz vorweisen können. Methodenkompetenz sollte in der Gesprächsführung, Diskussion und Verhandlung – mit Krankenkassen und BGM-Dienstleistern sowie Führungskräften – liegen. Aber auch die Nutzung sämtlicher Microsoft Office-Software und die erfolgreiche Durchführung von Mitarbeiterbefragungen und Meetings sind wichtige methodische Kompetenzen. Im BGM muss man außerdem häufig Menschen überzeugen. Das sind oftmals nicht nur Führungskräfte, sondern auch die Beleg-

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schaft selbst, Betriebsratsgremien oder die HR-Abteilung. Daher empfehle ich prinzipiell eine vertiefte Grundkenntnis in Gesundheitspsychologie. Hier lernt man viel über Theorien und Modelle des Gesundheitsverhaltens: Warum verhalten sich Menschen gesund oder warum eben nicht? Dieses Wissen kann dann in die Gestaltung von Gesundheitsmaßnahmen miteinbezogen werden. In welche Richtung werden sich die Anforderungen an und die Voraussetzungen für ein erfolgreiches BGM Ihrer Einschätzung nach in den kommenden Jahren entwickeln? Die Anforderungen werden steigen, die Voraussetzungen allerdings auch. Das BGM der Zukunft wird meiner Meinung nach sehr viel zielgruppenspezifischer werden müssen. Ein Baugeräteführer braucht für seine berufliche Tätigkeit beispielsweise völlig anderen ergonomischen Gesundheitsinput als ein Vielfahrer oder jemand aus der Bilanzbuchhaltung. Aber auch die Tätigkeit im BGM an sich wird vielfältiger werden – „horizontal und vertikal“. Gesundheitswissen auf der einen, methodisches Know-how auf der anderen Seite: Dies beinhaltet vor allem modernes und agiles Projektmanagement, den Umgang mit betriebswirtschaftlichen BGM-Kennzahlen, Aspekte des Qualitätsmanagements in Vernetzung mit Arbeitssicherheit sowie Entwicklungen und Einflüsse einer modernen Personalentwicklung. Welche Tipps haben Sie für Studiobetreiber, die in naher Zukunft in den Bereich BGM investieren wollen? Sie sollten sich mit dem vorhandenen BGM der möglichen Unternehmenskunden auseinandersetzen. Wo sind hier Stärken, wo sind hier Schwächen? Was ist ausgeprägter, Verhaltensprävention oder Verhältnisprävention? Wer die spezifische BGM-Unternehmenswelt besser versteht, kann auch zielgruppenspezifische Gesundheitsangebote erstellen. Um die grundlegende Systematik hinter einem BGM zu verstehen, empfiehlt sich grundsätzlich immer die fachliche Weiterbildung des Studiopersonals, z. B. als „Fachkraft für Betriebliches Gesundheitsmanagement (IHK)“, „Berater/in für Firmenfitness“ oder „Betriebliche/r Gesundheitsmanager/in“ an der BSA-Akademie. Methodenkompetenz des Studiopersonals fördern: Nur, weil jemand gute Trainingseinweisungen geben kann, hält diese Person noch nicht zwangsläufig lebendige Vorträge und Workshops. Methodenkompetenz lässt sich auch im Fitnessstudio erlernen, ausprobieren und anschließend den Firmenkunden anbieten. Mutig sein und die eigenen Kunden im Fitnessstudio darauf ansprechen. Viele arbeiten in größeren Firmen oder sogar Konzernen. Da ist dann die Weiterleitung an das Betriebliche Gesundheitsmanagement schnell erledigt. Wer hat denn bereits Kontakte zum BGM der Firmen? BGMDienstleistungsunternehmen! Auch hier kann eine Verzahnung sinnvoll sein. Beispielsweise wenn für ein größeres Projekt zum Thema Rückengesundheit noch qualifiziertes Fachpersonal gebraucht wird und dies die Kapazitäten des BGMDienstleisters übersteigt! fitness MANAGEMENT international

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AKTUELLES | GESCHÄFTSFELD BGM

Frank Luz, Geschäftsführer GYM-24 GmbH

„Wir sehen uns am Anfang einer Entwicklung mit viel Potenzial“ fMi: Welchen Stellenwert hat Ihr Angebot als Dienstleister für Betriebliches Gesundheitsmanagement in Ihrem Unternehmen? Frank Luz: Wir haben klein angefangen, unser Angebot über Jahre immer weiterentwickelt und nachjustiert, sodass BGM mittlerweile eine feste Bestandsgröße in unserem Unternehmen ist. Wie haben sich BGM-Angebote und -Konzepte auf der einen sowie der Bedarf an BGM auf der anderen Seite in den vergangenen Jahren aus Ihrer Sicht entwickelt? Bei den BGM-Angeboten kann man beobachten, dass immer mehr Firmen in den Markt drängen, die nicht aus der Fitness-, sondern eher aus der Physio- und Ernährungsbranche kommen. Es handelt sich zum Teil um größere Unternehmen mit einer entsprechenden Kapitalstärke. Man muss als Studiobetreiber schon sehr innovativ und mit guten Konzepten „unterwegs“ sein, um hier bestehen zu können. Was den Bedarf an BGM angeht, so sehen wir uns noch immer am Anfang einer Entwicklung mit viel Potenzial. Welche Gegebenheiten sind Ihrer Einschätzung nach die entscheidenden Treiber dieser Entwicklung? Der Kampf um gute Mitarbeiter und der soziale Druck – auch von Kunden –, als attraktiver Arbeitgeber wahrgenommen zu werden. Das immer höher werdende Renteneintrittsalter ist ein Faktor und natürlich der Grundgedanke von BGM, nämlich die Krankheitstage zu senken und die Arbeitskraft zu erhalten. Welchen Einfluss hatten die CoronaKrise und der Trend zu Homeoffice, die Digitalisierung sowie der Generationswechsel – in Unternehmen und Studios – auf die Entwicklung des BGMs? Wenn man an Corona überhaupt

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Frank Luz Frank Luz, Jahrgang 1972, ist verheiratet und hat drei Kinder. Er war viele Jahre als Wirtschaftsingenieur beim Daimler Konzern tätig. Seit 1997 ist er in der Fitnessbranche aktiv, zunächst nebenberuflich als Trainer. Seinen ersten eigenen Club eröffnete er 2006. Gemeinsam mit seinem Partner Marc King betreibt er heute sechs Studios der Marke Gym-24, eines davon als BGM-Projekt für den internationalen Boysen-Konzern und ist mit den weiteren fünf Studios als BGMAnbieter an unterschiedlichen Standorten erfolgreich. www.gym-24.de

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etwas Gutes finden kann, so ist es die Sensibilisierung für Gesundheit. Noch nie wurde so deutlich, dass Menschen, die in eher schlechter körperlicher Verfassung sind, ein vielfach höheres Erkrankungsrisiko haben. Das Thema Gesundheit wird auch an den Firmen nicht spurlos vorbeigehen. Durch gesetzliche Vorgaben in diesem Bereich wird unserer Einschätzung nach in Zukunft immer mehr von Firmen gefordert werden. Das Thema Homeoffice wird auch zukünftig in den großen Firmen eine Rolle spielen. Wir sind im Umfeld von Daimler, Bosch, IBM und anderen großen Konzernen ansässig. Dementsprechend können wir beobachten, dass bereits angemietete Büroflächen außerhalb der Konzerngelände wieder abgemietet werden. Im Homeoffice gibt es keine geregelten Arbeitszeiten, zumindest nicht bei den uns bekannten Konzernen. D. h. die Beschäftigten müssen ihre Arbeit erledigen, sind aber in ihren Pausenzeiten flexibel, sofern sie keine Zoom-Meetings oder Telefonbesprechungen haben. Folgende Punkte schließen wir daraus: 1. Im Homeoffice sind die Arbeitsbedingungen schlechter, da es hier so gut wie keine Maßnahmen bzgl. der Arbeitsplatzergonomie gibt. Deshalb wird es vermehrt zu Folgeschäden in Form von Fehlhaltungen, Verspannungen, Gewichtszunahme, psychischen Problemen usw. kommen. 2. Die Mitarbeiter im Homeoffice haben aber aufgrund der flexibleren Arbeitszeiten auch mehr Möglichkeiten zu trainieren. Wir können jetzt schon beobachten, dass Kunden, die früher zur Hauptzeit trainiert haben, ihre Einheit nun schon morgens oder mittags absolvieren. Das sehen wir als Vorteil und auch als Entlastung zur Primetime. 3. Mitarbeiter im Homeoffice sind für BGM-Maßnahmen vor Ort in den Firmen kaum zu erreichen. Und genau da entsteht ein Markt für externe Dienstleister. Für die Clubs kann das sowohl Fluch als auch Segen sein. Einen Vorteil werden die Clubs haben, die sich dort befinden, wo die Menschen wohnen. Die größeren Clubs in den Großstädten, deren Kunden hauptsächlich Berufspendler sind, werden es hier schwerer haben.

Fotos: Studio Romantic – stock.adobe.com | Gym-24

Die Digitalisierung in diesem Bereich beginnt gerade erst und ist auch nicht von heute auf morgen umzusetzen. Der Einfluss war deshalb bisher noch überschaubar, wird aber wachsen. Es ist immer so, dass junge Leute neuen Ideen gegenüber eher aufgeschlossen sind. Ein Generationswechsel wird sich in den Unternehmen eher als „Türöffner“ erweisen, da jede neue Führungskraft mit neuen Ideen punkten möchte und sich auch erst ein Standing bei den Mitarbeitenden schaffen muss. Das gelingt am besten, wenn man neben der Arbeitsplatzsicherung die Situation der Arbeitnehmer verbessert und ihnen Gutes tut. Bei den Studios sehe ich nicht mehr so viele Generationswechsel kommen. Wir erwarten, dass in den nächsten Jahren immer mehr Einzelclubs oder auch kleinere 05/21

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AKTUELLES | GESCHÄFTSFELD BGM Ketten von den großen Playern – und damit meine ich die wirklich großen Player oder Investoren – aufgekauft und zusammengeführt werden. Da wird es Machtverschiebungen geben, denen man sich immer schwerer entziehen kann. Welche Maßnahmen, Tools oder Konzepte haben Sie entwickelt, um die Dienstleistung BGM für Firmen erfolgreich in Ihrem Unternehmen zu etablieren? BGM ist ein sehr komplexes Feld. Das Thema Gesundheit, um welches es eigentlich geht, ist nur ein Baustein, wenn auch der wichtigste. Von Bedeutung sind auch die Bereiche Steuerrecht, Vertragsrecht und andere spezifische Themen. Es war auch wichtig, kombinierte Module zu entwickeln, um auch vor Ort in den Firmen Präsenz zu zeigen. Wir arbeiten also sehr eng mit einem Steuerberater, einem Anwalt und Betriebsärzten zusammen. Somit konnten wir ein in sich geschlossenes Konzept erarbeiten. Inwieweit haben Sie Ihre Konzepte an die coronabedingten Veränderungen angepasst? Wir haben auf eine Online-Betreuung umgestellt und sind mit unseren Ansprechpartnern in den Firmen immer in engem Kontakt geblieben. Bei manchen Partnern haben wir Ausrüstung in die Firma gebracht und vor Ort „Fitnessstützpunkte“ eingerichtet. Es war aber wichtig, dabei mit Fingerspitzengefühl vorzugehen, da alle unter Stress standen. Die meisten Partner konnten wir auf diese Weise bei der Stange halten. Einige wenige haben pausiert. Verloren haben wir keinen Kunden, konnten in der Zeit sogar neue gewinnen. Was zeichnet für Sie ein erfolgreiches BGM-Konzept aus? Was sind für Sie Erfolgsfaktoren auf der einen sowie hemmende Faktoren auf der anderen Seite? Für viele Firmen war BGM lange gleichbedeutend mit Arbeitsplatzergonomie, deren Möglichkeiten und Effekte aber schnell ausgereizt sind. Man hat mittlerweile auch schon festgestellt, dass noch so viel Geld in höhenverstellbare Schreibtische, augenfreundliche Bildschirme, angepasste Beleuchtung usw. investiert werden kann, es aber an der allgemeinen Fitness und dem Gesundheitszustand der Mitarbeiter nur marginal etwas ändert. BGM bedeutet „Betriebliches Gesundheitsmanagement“ – das ist immer ein ganzheitliches Konzept. Arbeitsplatzergonomie ist ein Baustein, der aber mit Ernährung, Bewegung sowie Muskelaufbau und -erhalt, Informationsveranstaltungen, Gefährdungsanalysen und vielem anderen mehr kombiniert werden muss. Wenn man es schafft, diese Punkte zu verknüpfen, wird man auch den Erfolg sichtbar machen können.

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Unser konkretes Vorgehen möchte ich an dieser Stelle nicht offenlegen. Allerdings kann ich sagen, dass es um ein Vielfaches einfacher ist, bei KMUs zum Zug zu kommen als bei großen Konzernen. Wir haben es allerdings 2020 geschafft, mit der Firma Boysen einen großen Konzern zu überzeugen und unter Vertrag zu nehmen. Wenn einem das gelingt, dann hat sich die ganze Mühe auf einen Schlag gelohnt. Welche Qualifikationen müssen Mitarbeiter der Studios Ihrer Meinung nach heute mitbringen, um erfolgreich an der BGM-Umsetzung mitzuwirken? Die Qualifikation der Mitarbeiter, die das BGM betreuen, ist der eigentliche Schlüssel zum Erfolg. Wie schon erwähnt, die Firmen merken sehr schnell, ob ein Konzept nachhaltig ist. Auch das beste Konzept ist nur nachhaltig, wenn entsprechende Mitarbeiter dahinterstehen. Studiengänge im Bereich Sport, Ernährung oder Reha sind eine gute Grundlage, darauf sollte mit entsprechenden Weiterbildungen usw. aufgebaut werden. Wichtiger als die Qualifikationen selbst sind das Interesse an der Sache, Zuverlässigkeit und ein gewisses strategisches Denken. In welche Richtung werden sich die Anforderungen an und Voraussetzungen für ein erfolgreiches BGM Ihrer Einschätzung nach in den kommenden Jahren entwickeln? Im Moment schreiben sich viele auf die Fahne, BGM-Anbieter zu sein, ohne überhaupt zu wissen, was BGM bedeutet. Vielleicht kennen Sie den Unterschied zwischen BGM und BGF. Wir sind uns ziemlich sicher, dass es nicht mehr lange dauern wird, bis eine Zertifizierung regeln wird, wer sich BGM-Anbieter nennen darf und wer nicht. Welche Tipps haben Sie für Studiobetreiber, die in naher Zukunft in den Bereich BGM investieren wollen? Betreiber sollten sich sehr genau überlegen, ob sie es wollen. BGM ist aufwendig und personalintensiv, wenn man es nachhaltig betreibt. Es gab und gibt einige Anbieter auf dem Markt, die BGM-Dienstleistungen für Studiobetreiber angeboten haben. Auch wir haben einiges ausprobiert. Aufgrund unserer Erfahrungen haben wir vor etwa fünf Jahren begonnen, unser eigenes Konzept zu entwickeln, von dem wir jetzt sagen können, dass es in sich schlüssig ist. Wir haben zwei befreundete Betreiber gecoacht und ihnen das Wissen, die benötigten Systeme und Qualifikationen vermittelt. Beide betreiben BGM sehr erfolgreich, obwohl einer erst während der Corona-Pandemie damit begonnen hat. Sollten wir in absehbarer Zeit nicht mehr auf der Betreiberseite stehen, könnte es durchaus sein, dass wir als Systemanbieter in Erscheinung treten.

Ein hemmender Faktor ist, wenn der Anbieter ein Konzept nicht professionell und mit vollem Einsatz betreibt. Dann ist es eher schädlich für den Anbieter und man sollte die Finger davon lassen. Die Firmen merken sehr schnell, ob ein Konzept nachhaltig ist oder nicht. Was man nicht vergessen darf: Die Firmen sind sehr gut miteinander vernetzt. Es geht sehr schnell, dass man „seinen Namen verbrennt“, was dann auch für den alltäglichen Studiobetrieb zum Nachteil wird.

Man muss als Studiobetreiber jede Informationsquelle nutzen. Wir hatten das Glück, dass ich bis vor einigen Jahren noch einen „Nebenjob“ als Wirtschaftsingenieur bei Daimler hatte. Dort hatte ich viel mit dem Gesundheitsbereich zu tun und konnte genau analysieren, wie BGM in einem solchen Konzern funktioniert. Einige dieser Erkenntnisse haben wir auf kleinere Betriebe heruntergebrochen.

Wie gehen Sie als BGM-Anbieter erfolgreich auf Unternehmen zu? Was gilt es, dabei zu beachten? Sehen Sie hier Unterschiede zwischen KMUs und großen Konzernen?

Zusammenfassend gesagt: Ein schlüssiges, nachhaltiges und erfolgreiches BGM-Konzept zu entwickeln, ist ein langer und arbeitsintensiver Weg – der sich aber lohnen kann! fitness MANAGEMENT international

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AKTUELLES | GESCHÄFTSFELD BGM

Sarah Staut, wissenschaftliche Mitarbeiterin der DHfPG

„Klar kommunizieren, was man wirklich kann“ fMi: Wie haben sich BGM-Angebote und -Konzepte auf der einen sowie der Bedarf an BGM auf der anderen Seite in den vergangenen Jahren aus Ihrer Sicht entwickelt? Sarah Staut: Bereits 2017 gab es einen Boom an digitalen BGM-Maßnahmen, das konnte man auf den BGM-Messen beobachten. Damals waren es z. B. digitale Plattformen, über die Mitarbeiter BGM-Maßnahmen buchen konnten, weitere Tools zur BGM-Steuerung, Apps zur Verhaltensprävention oder für digitale Challenges. Durch die Corona-Pandemie hat BGM einen enormen Digitalisierungsschub bekommen. Digitale BGM-Maßnahmen sind wieder stark in den Fokus gerückt, weil man auch die Mitarbeiter im Homeoffice erreichen wollte. Die Themen „Ergonomie im Homeoffice“ und „Psychosoziale Gesundheit im Homeoffice“ haben deshalb eine zunehmend größere Rolle gespielt. Darüber hinaus wurden für viele bestehende BGM-Maßnahmen digitale Alternativen entwickelt. Was zeichnet für Sie ein erfolgreiches BGM-Konzept aus? Was sind für Sie Erfolgsfaktoren auf der einen sowie hemmende Faktoren auf der anderen Seite? In der Luxemburger Deklaration wurden die vier Erfolgsfaktoren Partizipation, Integration, Projektmanagement und Ganzheitlichkeit definiert, die ich kurz aufgreifen möchte. Darüber hinaus würde ich aber noch ein paar andere nennen. Partizipation bedeutet, dass man die Beschäftigten der Firmen immer involvieren und integrieren sollte, damit sie „abgeholt“ werden. Sie sollten bei Entscheidungen mitbestimmen dürfen oder bei Mitarbeiterbefragungen mitmachen und so erkennen, welche Vorteile BGM Die Luxemburger Deklaration zur Betrieblichen Gesundheitsförderung in der Europäischen bringt. Union ist eine Erklärung der Mitglieder des Europäischen Netzwerkes für betriebliche Gesundheitsförderung, die 1997 anlässlich eines Treffens in Luxemburg zur Bestimmung der Ziele und Inhalte der Betrieblichen Gesundheitsförderung verabschiedet und 2005, 2007 sowie 2014 aktualisiert wurde. Quellen: www.dnbgf.de; www.haufe.de

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Integration meint, dass das Thema Gesundheit in alle wichtigen Unternehmensentscheidungen von vornherein integriert

Sarah Staut Sarah Staut, Jahrgang 1993, schloss 2016 den MasterStudiengang Prävention und Gesundheitsmanagement ab. Seit 2017 ist sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement (DHfPG) sowie an der BSAAkademie tätig. Als Tutorin, Fachautorin und Dozentin liegen ihre Arbeitsschwerpunkte im Bereich des Betrieblichen Gesundheitsmanagements (BGM). Praktische Erfahrungen sammelte sie in namhaften Unternehmen, wie z. B. Continental, u. a. in den Bereichen Betriebliches Eingliederungsmanagement und psychische Gefährdungsbeurteilung sowie bei der Planung, Umsetzung und Evaluation betrieblicher Gesundheitsprogramme. Sarah Staut ist Projektleiterin der Regionalgruppe Südwest des Bundesverbandes BGM (BBGM). www.dhfpg.de

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werden sollte. Es sollte immer geprüft werden, welche Auswirkungen diese Entscheidung auf die Mitarbeitergesundheit oder das BGM haben könnte.

Verständnis dafür, warum man BGM umsetzen sollte. Hier können BGM-Anbieter mit einem nachhaltigen Konzept gute Aufklärungsarbeit leisten.

Projektmanagement bedeutet, dass für das BGM ein bedarfsorientierter Projektplan aufgestellt wird, der z. B. durch einen Plan-Do-Check-Act-Zyklus permanent evaluiert und gegebenenfalls optimiert wird. BGM kostet Geld und wenn man schon Geld in die Hand nimmt, dann sollte man es gleich richtigmachen: bedarfsorientiert. Wie ist der Krankenstand? Wie motiviert sind die Mitarbeiter? Wie hoch ist die Fluktuation? Welche Belastungen gibt es? Weitere Faktoren, auf denen das Projektmanagement basieren sollte, sind Unternehmensdaten, vielleicht Analysedaten, eine Unternehmensbegehung und eine Mitarbeiterbefragung. Es müssen adäquate BGM-Maßnahmen ermittelt werden, deren Effektivität regelmäßig überprüft wird. Bei Bedarf müssen Anpassungen an den Maßnahmen vorgenommen werden.

Fehlendes Wissen hinsichtlich der finanziellen Unterstützung ist ein weiterer Hemmschuh. Das Präventionsgesetz regelt ganz klar, dass Krankenkassen in Betriebliche Gesundheitsförderung investieren müssen, aber das ist vielen nicht bekannt.

Ganzheitlichkeit beschreibt die Kombination aus Verhaltensund Verhältnisprävention. Verhaltensorientierte Maßnahmen vermitteln den Mitarbeitenden Gesundheitskompetenzen, damit sie selbst in der Lage sind, gesundheitsförderlich zu leben und zu arbeiten. Verhältnisprävention heißt, dass auch an den Rahmenbedingungen angesetzt werden muss, zum Beispiel ergonomische Anpassung oder gesunde Schichtmodelle. Es sollen Rahmenbedingungen geschaffen werden, durch die gesundheitsförderliches Arbeiten möglich ist. Für den Erfolg eines BGMs ist wichtig, dass es als Führungsaufgabe verstanden wird. Das Thema BGM muss auf allen Ebenen eines Unternehmens gestreut werden. Führungskräfte müssen kommunizieren und motivieren und sie müssen – sofern BGM-Maßnahmen während der Arbeitszeit stattfinden dürfen – Verständnis dafür haben, dass Beschäftigte eine gewissen Zeit dafür unterwegs sind. Deswegen müssen insbesondere Führungskräfte „abgeholt“ und von Beginn an in die BGM-Gestaltung eingebunden werden. Am besten gelingt das in einer separaten Führungskräfteschulung, in der gezeigt wird, warum BGM so wichtig ist und welchen Mehrwert das Unternehmen gewinnt.

Foto: DHfPG/BSA

Kommunikation und Motivation sind für ein erfolgreiches BGM unabdingbar. Unternehmensangehörige aller Hierarchieebenen müssen wissen, welche Maßnahmen derzeit angeboten werden. Bei der Motivation können auch digitale Medien helfen, zum Beispiel in Form von Challenges mit einer App. Wichtig sind niedrigschwellige Angebote, damit die Mitarbeiter keine Hürde sehen oder Angst haben, an Maßnahmen teilzunehmen. Ähnlich wie für Studios ist es für Unternehmen und BGM-Dienstleister wichtig, dass gerade die Leute teilnehmen, die am wenigsten sportaffin sind und es am nötigsten haben. Zu den hemmenden Faktoren gehören fehlende zeitliche und personelle Ressourcen. Es gibt immer noch Entscheider, die denken, Gesundheit ist etwas, um das sich Mitarbeitende in ihrer Freizeit kümmern sollen. Das Tagesgeschäft hat einfach Vorrang und man hat keine personellen Kapazitäten oder auch keine finanziellen Mittel, um das BGM voranzutreiben. Vielfach fehlt auch das Wissen für die Umsetzung oder das 05/21

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Unsystematisches Vorgehen gefährdet auch den Erfolg des BGMs. Es scheitert dann daran, dass man nicht bedarfsorientiert vorgeht, sondern einfach mal so ein paar Maßnahmen macht und sich dann wundert, warum diese von Beschäftigten nicht genutzt werden. Wie gehen Fitness- und Gesundheitsstudios als BGM-Anbieter erfolgreich auf Unternehmen zu? Im Endeffekt ist es wichtig, dass man mit Kompetenz überzeugt, unabhängig davon, ob es sich um KMUs oder Großunternehmen handelt. Wenn Studios den Mehrwert ihrer BGM-Dienstleistung, den sie den Firmen als Gesundheitsunternehmen bieten wollen, in Gesprächen darstellen, dann geht das nur über die Fach- und Methodenkompetenzen des Teams – also von Betreibern und Trainern. Was kann das Team leisten? Kann ich im Unternehmen oder auch im Studio Kurse umsetzen? Kann mein Team darüber hinaus zum Beispiel Gesundheitszirkel leiten, Arbeitsplatzanalysen oder Rückencoachings durchführen? Können wir fachlichen Input liefern und auch Praxiseinheiten durchführen? Referenzen sind natürlich äußerst hilfreich. Wenn Betreiber Firmen überzeugen möchten, sollten sie möglichen Kunden zeigen, wo sie dieselben Maßnahmen schon umgesetzt haben. Für Studios ist es wichtig, dass sie sich als Gesundheitsdienstleister positionieren, sich gut verkaufen, indem sie ihre Qualitäten gut präsentieren und einen professionellen Eindruck hinterlassen. Es geht darum, klar zu kommunizieren, was man wirklich kann. Qualifikationen, Ausbildungen oder abgeschlossene Studiengänge sind dabei entscheidend – vor allem auch im Hinblick darauf, wo sie absolviert wurden. Welche Bedeutung hat Ihrer Erfahrung nach die Qualifikation von Mitarbeitern für eine produktive und gewinnbringende Umsetzung eines BGMs – in Unternehmen auf der einen sowie für Studios auf der anderen Seite? Für ein Unternehmen ist es ganz wichtig, dass die Mitarbeiter geschult werden und Gesundheitskompetenzen erwerben. Ein BGM kann nicht nur von außen koordiniert und geleitet werden. Damit bedarfsorientiert vorgegangen werden kann, muss das BGM auch von innen gesteuert werden. Dafür muss in einem Unternehmen Gesundheitskompetenz aufgebaut werden. Mitarbeiter, die für das BGM verantwortlich sind, sollten so qualifiziert werden, dass sie wissen, wie BGM erfolgreich umgesetzt wird. Firmeninterne Gesundheitsmanager müssen in der Lage sein, das Thema Gesundheit in Managementstrukturen zu verankern und das BGM mit anderen Unternehmensbereichen zu vernetzen. So können sie sicherstellen, dass bei allen wichtigen Unternehmensentscheidungen auch immer die ganzheitliche, gesundheitliche Perspektive berücksichtigt wird.

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AKTUELLES | GESCHÄFTSFELD BGM Studios sollten für ihre BGM-Teams z. B. im Bereich Präventionssport und in den klassischen Handlungsfeldern Bewegung, Ernährung und Stress sowie in weiteren Bereichen, in denen sie BGM-Maßnahmen anbieten, Qualifikation nachweisen können – sowohl im Bereich der Verhaltensprävention, also bei der Umsetzung von praktischen Maßnahmen, als auch im Bereich der Verhältnisprävention, wenn man also Arbeitsplatzbegehungen vornimmt, das Thema „Gesund Führen“ im Unternehmen ausrollt oder auch Workshops und Vorträge hält. Für Betreiber ist es essenziell, dass sie diese Qualifikation nachweisen können, wenn sie sich präsentieren oder sich vorstellen. Die Auftraggeber müssen wissen, dass die Mitarbeiter des Studios z. B. die Methoden der Ergonomieanalyse kennen und durchführen können. Darüber hinaus sollte auch explizit Wissen im Bereich Firmenfitness vorhanden sein. Es reicht nicht aus, nur in der Umsetzung von Maßnahmen fit zu sein. Firmenfitness ist quasi die Schnittstelle zwischen Unternehmen und Fitnessstudio. Mitarbeitende, die bei der Umsetzung von BGM mitwirken, müssen Verwaltungstätigkeiten durchführen können, also z. B. die Verträge zwischen Unternehmen und Fitnessstudio gestalten können. Als Studiobetreiber oder als Mitarbeiter in einem BGM-Team braucht man weitere Schlüsselqualifikationen. Man muss sehr gut kommunizieren und die Beschäftigten der Firmen motivieren können. Je besser das Team ausgebildet ist, desto erfolgreicher können Studios BGM gestalten. In welche Richtung werden sich die Anforderungen an und Voraussetzungen für ein erfolgreiches BGM Ihrer Einschätzung nach in den kommenden Jahren entwickeln? Homeoffice wird nicht mehr wegzudenken sein. Viele haben sich daran gewöhnt und möchten es auch beibehalten. Deswegen ist Homeoffice ein ganz wichtiges Handlungsfeld, in dem BGM-Berater fit sein müssen. Ergonomieanalysen könn-

ten z. B. für Mitarbeitende im Homeoffice digital über eine Kamera durchgeführt werden, weil die Berater ja nicht jeden zuhause besuchen können. Unternehmen werden sich damit auseinandersetzen müssen, ergonomische Arbeitsmittel zur Verfügung zu stellen, wie z. B. einen zweiten Bildschirm oder höhenverstellbare Schreibtische. Für alle Bereiche der Verhältnisprävention werden sich die Anforderungen weiter verändern. Das sind aber Veränderungen, die nicht nur im Homeoffice relevant sind, sondern auch generell in den Büros. Es wird mehr in den Fokus rücken, wie die Beschäftigten arbeiten wollen, d. h. sie können mitentscheiden oder sich aussuchen, wo sie arbeiten – in einem Einzelbüro oder daheim im Homeoffice, um nicht gestört zu werden, oder z. B. im Bereich Projektmanagement mit mehreren Kollegen in einem offenen Bereich, vielleicht mit vielen Pflanzen, um die Kreativität anzuregen. Immer mehr Unternehmen schaffen Ruhe- und Rückzugsbereiche oder auch Arbeitsplätze an der frischen Luft. Feste Arbeitsplätze werden vermutlich zukünftig kein Standard mehr sein. „New Work“ wird im Bereich BGM auf jeden Fall immer größer werden. Dazu gehört, dass Unternehmen ihren Mitarbeitenden einfach zeigen: „Ihr seid uns wichtig. Wir wollen euch Handlungsspielraum dabei lassen, wie ihr wann wo arbeitet“. Das muss von Unternehmen in der immer mehr in den Vordergrund rückenden Arbeitswelt 4.0, in der alles immer vernetzter und schnelllebiger wird, als Signal kommen. In vielen Branchen herrscht heute ein Fachkräftemangel, sodass die Firmen um die Talente kämpfen müssen, deswegen ist es für Unternehmen unabdingbar, BGM-Maßnahmen anzubieten, um sich von der Konkurrenz abzuheben. Ein Thema, das im BGM immer mehr Bedeutung bekommt, ist die psychosoziale Gesundheitsförderung. Die Isolation durch Corona und Homeoffice, aber auch Existenzängste, führten zu psychischen Erkrankungen, wie beispielsweise Depressionen. Viele Unternehmen nehmen inzwischen Employee Assistance Programme (EAP) durch externe Unternehmen mit ins Boot, um diesem Phänomen zu begegnen. Welche Tipps haben Sie für Studiobetreiber, die in naher Zukunft in den Bereich BGM investieren wollen? Als Studio, das BGM-Maßnahmen anbieten möchte, verkauft man sein Know-how – wir besitzen die Expertise. Wenn Sie BGM als Geschäftsfeld aufbauen wollen, investieren Sie in Know-how. Entscheidend ist, dass die Studiomitarbeiter in ihrem Job gut sind, Fachkompetenz, Methodenkompetenz, aber auch Sozialkompetenz besitzen, dass sie die Beschäftigten der Firmen mitreißen und motivieren können, an den BGM-Maßnahmen teilzunehmen.

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Foto: Studio Romantic – stock.adobe.com

Unter Corona-Bedingungen ist es wichtiger denn je, auch technisch und digital immer up to date zu sein. Viele BGM-Maßnahmen müssen heute über digitale Tools laufen. Corona hat diese Entwicklung beschleunigt und es wurde viel gemacht. Diese Tools werden bleiben und in Zukunft weiter bedeutsam sein. Für Studios stellt sich die Frage, ob man unbedingt etwas Eigenes macht oder eher mit anderen kooperiert und gemeinsam digitale Angebote entwickelt. So könnte Geld gespart und Know-how gebündelt werden. 05/21

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AKTUELLES | BGM | ANZEIGE

Interview mit Jörg Heckenbach, Geschäftsführer for me do GmbH und HB Consulting

„Qualifiziertes Fachpersonal ist die Grundvoraussetzung“ fMi: Herr Heckenbach, wie hat sich für Sie der Weg vom professionellen Footballspieler in die Fitness- und Gesundheitsbranche und zur Geschäftsführung von for me do ergeben? Jörg Heckenbach: Das Produktportfolio der for me do GmbH kenne ich gut, weil wir bei der HB Consulting schon mit den Geräten und Konzepten arbeiten. Als sich die Gelegenheit ergab, for me do zu übernehmen, war der Schritt für mich einfach konsequent. In die Fitnessbranche bin ich 2004 eingestiegen, nachdem ich meine aktive Laufbahn im Leistungssport beendet hatte. Ich hatte rund zehn Jahre auf höchstem Niveau trainiert und habe im Fitnessstudio eines Freundes die Trainingsleitung übernommen. 2005 habe ich mich als Personal Trainer selbstständig gemacht und später auch bei ELIXIA in Braunschweig die Vertriebsleitung übernommen. Sie sind als Personal Coach aktiv, beraten aber auch Unternehmen im Bereich Betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM). Woher kam der Impuls in Richtung BGM? Wie haben Sie Ihre BGM-Expertise aufgebaut? Das hat sich über mehrere Jahre entwickelt. Als Personal Trainer habe ich häufig mit Entscheidungsträgern aus der Wirtschaft gearbeitet. In Gesprächen hat sich immer mehr herauskristallisiert, dass schlechte ergonomische Arbeitsbedingungen, fehlende Bewegung und zu wenig Training aufgrund von Arbeitsbelastung in vielen Firmen zu Problemen führen, für die es selten ganzheitliche Lösungsansätze gibt. Ich habe mich dann intensiv damit beschäftigt, wie man Unternehmen dabei helfen kann, ein gesünderes Arbeitsklima zu entwickeln und erfolgreiche Mitarbeiter zu bekommen – habe mich eingearbeitet und weitergebildet. Nach und nach habe ich die ersten spezifischen BGM-Konzepte und Strategien entwickelt, um bestehende Konzepte in Firmen zu optimieren. 2018 habe ich mit der HB Consulting ein BGM-Dienstleistungsunternehmen gegründet, das sehr erfolgreich arbeitet. Wie haben sich BGM-Angebote und -Konzepte auf der einen sowie der Bedarf an BGM auf der anderen Seite aus Ihrer Sicht in den vergangenen Jahren entwickelt? Welche Gegebenheiten sind für Sie die entscheidenden Treiber dieser Entwicklung? BGM ist ein Dienstleistungsbereich, der über viele Jahre stetig gewachsen ist und weiterhin ein enormes Potenzial hat. Es ist immer noch so, dass Verantwortliche in Firmen häufig nicht wissen, wie umfangreich BGM tatsächlich ist und welchen enormen Mehrwert ein strukturiertes BGM einem Unternehmen bieten kann. Einzelne Maßnahmen zur Betrieblichen Ge-

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Jörg Heckenbach Jörg Heckenbach hat zu Jahresbeginn 2021 die for me do GmbH übernommen. Seitdem er 2004 seine Karriere als professioneller Athlet im American Football – in der Bundesliga für Düsseldorf, Köln und Braunschweig sowie in der NFL Europe für Frankfurt Galaxy (1997–98) und Berlin Thunder (1999–2004) – beendete, ist Jörg Heckenbach in der Fitnessbranche tätig. Er startete als Trainingsleiter und betreute von 2005 an als Personal Trainer Führungskräfte aus der Wirtschaft. 2018 gründete er in Braunschweig das BGM-Dienstleistungsunternehmen HB Consulting. www.formedo.de; www.h-b-consulting.de

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sundheitsförderung, also BGF, werden noch mit BGM verwechselt. Hier besteht nach wie vor ein großer Aufklärungsbedarf. Durch die Corona-Pandemie hat sich der Bedarf an BGM stark verändert. Auch bei uns ist ein Großteil der Aufträge gecancelt worden. BGM lebt von physischen Treffen, wie z. B. Meetings mit Führungskräften, Eins-zu-eins-Coachings, Ergonomie am Arbeitsplatz oder BGF-Maßnahmen, wie aktive Pausen und Trainings nach Feierabend. Alle BGM-Bestandteile, die vor Ort durchgeführt werden, konnten von heute auf morgen nicht mehr stattfinden. Für uns als Auftraggeber bestand die Herausforderung darin, den Firmen einen Mehrwert zu bieten, ohne physisch vor Ort zu sein. Wir mussten uns anpassen und unser Betreuungssystem auf digitale Lösungen umstellen. Praktische BGM-Einheiten und Meetings per Zoom oder Teams haben aber eine ganz andere Ansprache, Atmosphäre und Verständigungsebene als persönliche Treffen. Wir mussten entsprechend auch Hürden nehmen, weil z. B. die BGF-Maßnahmen der Physiotherapeuten, mit denen wir zusammenarbeiten, aufgrund der digitalen Distanz, also ohne echtes Feedback und direkte Interaktion, nicht so gut funktioniert haben. Die Pandemie hat die Dienstleistung BGM verändert und die Digitalisierung konnte dies bisher nicht vollständig kompensieren. Was zeichnet für Sie ein erfolgreiches BGM-Konzept aus? Was sind für Sie Erfolgsfaktoren auf der einen sowie hemmende Faktoren auf der anderen Seite? Ein wesentlicher Faktor für den Erfolg ist, dass im Unternehmen ein Gesundheitsteam gebildet wird, das dafür verantwortlich ist, das Konzept in möglichst viele Abteilungen und Hierarchieebenen des Unternehmens zu bringen. Die Teamgröße hängt von der Unternehmensgröße ab, wobei fünf Mitglieder im Normalfall ausreichen. Infrage kommen dafür Betriebsratsmitglieder, Betriebsärzte, Abteilungsleiter, aber auch Auszubildende.

Foto: Frank Haussdoerfer

Als BGM-Dienstleister stimmen wir die Struktur und die Maßnahmen des BGMs mit dem Gesundheitsteam ab. In Meetings und Workshops werden die Struktur und die verschiedenen Maßnahmen besprochen. Das Feedback aus diesen Workshops ist unentbehrlich für die Anpassung des BGMs an die spezifischen Bedürfnisse des Unternehmens. Jedes Unternehmen hat individuelle Anforderungen und einen Bedarf, der sich daraus ergibt. BGM-Strukturen und -Maßnahmen können nicht per Schablone von einem auf das andere Unternehmen übertragen werden. Deshalb ist es wichtig, dass ein BGM-Dienstleister die Entscheidungsträger in den Firmen von der Bildung eines Gesundheitsteams überzeugt. Um ein strukturiertes, nachhaltiges BGM zu implementieren, ist entscheidend, dass sich die Unternehmensleitung entsprechend engagiert. Die Entscheidungsträger müssen verstehen, dass sich die Kosten für BGM schnell amortisieren, wenn die Ausfälle durch Krankheit nur um einen geringen Prozentsatz zurückgehen, weil die Lohnfortzahlung entfällt und die Produktivität steigt. Das ist ein Grund dafür, dass wir unsere Verträge für zwei Jahre abschließen, weil es Zeit braucht, bis die Maßnahmen greifen und sich messbare Erfolge bemerkbar machen. Wie können sich Fitness- und Gesundheitsstudios als BGMAnbieter etablieren? Wie geht man am besten auf Unternehmen zu? Was gilt es, dabei zu beachten? 05/21

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Für den BGM-Anbieter sind zunächst qualifizierte Mitarbeiter wichtig, um den Anspruch der einzelnen BGM-Module im Unternehmen abzubilden und umzusetzen. BGM-Leistungen lassen sich nur im Team abbilden. Nehmen wir die Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastungen nach § 2 Arbeitsschutzgesetz als Beispiel: Dafür muss man Experte mit einer entsprechenden Ausbildung sein. Ein BGM-Anbieter sollte deshalb zuerst sein eigenes Unternehmen hinterfragen: Wie möchte ich der Firma BGM anbieten? Was kann ich leisten? Welche Expertise habe ich? Welche Leistungen können meine Mitarbeiter umsetzen? Wenn man sich in diesen Punkten entsprechend aufgestellt und festgelegt hat, was man tatsächlich leisten kann, dann kann man auf Firmen zugehen. Welche Qualifikationen müssen Mitarbeiter in den Studios Ihrer Meinung nach heute mitbringen, um ein BGM-Angebot erfolgreich zu etablieren? Wenn man BGM anbietet, braucht man Fachpersonal, um Fachwissen im Unternehmen zu implementieren. Je breiter ich als BGM-Dienstleister mit meinen Mitarbeitern aufgestellt bin, desto größer ist das Portfolio, das ich abbilden und bedienen kann. In welchen Bereichen des BGMs wird Ihr Know-how als Consultant am stärksten nachgefragt? Bewegung. Die aktive Pause wird stark nachgefragt. Ernährung ist auch immer ein Thema. Hier macht sich die neue, hybride Arbeitswelt mit Homeoffice bemerkbar. Die Nachfrage nach Maßnahmen zur Stressbewältigung, zum Stressmanagement und zur Achtsamkeit ist in den vergangenen Jahren stetig gestiegen. Es gibt einige Anfragen für Inhouse-Fitnessstudios, bei deren Planung und Ausstattung wir unterstützen und Personal Trainer zur Verfügung stellen sollen. Mit BGF-Angeboten in Fitnessstudios oder über Aggregatoren werden oft nur die Mitarbeiter erreicht, die schon immer sportaffin waren. Mit Inhouse-Studios können größere Firmen auch Mitarbeiter erreichen, die mit Training bisher noch nichts am Hut hatten, weil die Hürde für den Einstieg niedriger ist. Das Studio ist ja vor Ort. Unternehmen können so Mitarbeiter erreichen, die sonst am ehesten krank werden würden. In welche Richtung werden sich die Anforderungen an und Voraussetzungen für ein erfolgreiches BGM Ihrer Einschätzung nach in den kommenden Jahren entwickeln? Die Hybridsysteme mit Homeoffice und der Arbeit in der Firma werden bleiben und sich weiterentwickeln. Viele Entscheidungsträger, die vorher auf die Präsenz ihrer Angestellten bestanden haben, sehen das Modell Homeoffice inzwischen positiv. BGM-Dienstleister müssen sich darauf einstellen. Ich sehe darin aber auch eine Chance. Firmen müssen sich Gedanken machen, wie die Arbeitsplätze gestaltet werden müssen, damit ihre Mitarbeiter ihr volles Potenzial entfalten, sich mit ihrer Arbeit identifizieren und Spaß daran haben. Diese und weitere Leistungen wirken sich auf die Corporate Identity einer Firma aus und machen sie als Arbeitgeber attraktiver. BGM-Dienstleister können Firmen mit ihrem Know-how bei der Gestaltung dieser Beschäftigungsmodelle unterstützen.

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AKTUELLES | FACHKONGRESS | ANZEIGE

Digital – kostenfrei – topaktuell

„Aufstiegskongress ONLINE ONLY“ Auch in diesem Jahr wird der Kongress als reiner „Aufstiegskongress ONLINE ONLY“ angeboten. Alle Vorträge sind vom 8. Oktober bis 31. Dezember 2021 digital und kostenfrei verfügbar. Seien Sie dabei und informieren Sie sich und Ihr Team über die aktuellsten Entwicklungen der Fitnessund Gesundheitsbranche.

Patrick Berndt spricht beim diesjährigen „Aufstiegskongress ONLINE ONLY“ zum Thema „Training für das Immunsystem – Myokine als Botenstoffe des Muskels“

D

ie Sicherheit aller Beteiligten hat oberste Priorität. Aus diesem Grund wird der Kongress erneut als reiner „Aufstiegskongress ONLINE ONLY“ abrufbar sein. Als Zeichen der Solidarität mit der Fitness- und Gesundheitsbranche sind alle Inhalte kostenfrei vom 8. Oktober bis 31. Dezember 2021 digital verfügbar.

zu geben, sich über die neuesten Trends und Entwicklungen zu informieren, werden alle Kongressinhalte auch beim diesjährigen „Aufstiegskongress ONLINE ONLY“ kostenfrei zugänglich sein. Sie können somit auch für interne Schulungen eingesetzt werden.

Die Gesundheit ist das wichtigste

Die Corona-Krise hat die Fitness- und Gesundheitsbranche schwer getroffen. Viele Unternehmer/-innen arbeiten hart, um wieder auf die Erfolgsspur zurückzufinden und ihren Betrieb zukünftig krisensicherer aufzustellen. Um sie dabei praxisorientiert zu unterstützen, steht der diesjährige Aufstiegskongress unter dem Motto: „COME BACK better & stronger“. Renommierte Expert/-innen der Branche zeigen auf, mit welchen Strategien man schwierige Situationen bestmöglich meistert und wie eine erfolgreiche Weiterqualifikation und Positionierung für die Zukunft gelingt.

Die Veranstalter des Aufstiegskongresses – die Deutsche Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement (DHfPG), die BSA-Akademie und die BSA-Zert – waren zuversichtlich, dass der Kongress in diesem Jahr wieder im m:con Congress Center Rosengarten in Mannheim mit entsprechendem Hygienekonzept würde stattfinden können.

Um erneut ein Zeichen der Solidarität zu setzen und allen Mitgliedern der Fitness- und Gesundheitsbranche die Möglichkeit

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Über topaktuelle Themen informieren Das vielfältige Programm des „Aufstiegskongress ONLINE ONLY“ bietet Interessierten die Möglichkeit, sich über alle wichtigen und topaktuellen Themen der Branche umfassend zu informieren. Beispielsweise stellt Prof. Dr. Sarah Kobel die Ergebnisse ihrer aktuellen Studie vor, in der sie die coronafitness MANAGEMENT international

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Fotos: DHfPG/BSA

Die Entwicklung der Corona-Pandemie bleibt allerdings weiterhin instabil. Aus diesem Grund haben sich die Veranstalter dazu entschieden, den Aufstiegskongress auch in diesem Jahr als rein digitale Veranstaltung anzubieten. Denn die Sicherheit und Gesundheit von Teilnehmenden, Mitarbeitenden und Kunden hat absoluten Vorrang.

Für ein erfolgreiches Comeback


Programm 2021 ROR – Return on Relationship: Beziehungen als größtes Unternehmenspotenzial Nicolai Rolli

Das Vier-Faktoren-Modell der Ganzkörper-EMS Dr. Joshua Berger Return to Sport Marlon Kreis

Das Rezeptbuch für die Mitarbeiter-/Teamentwicklung: verständlich, fundiert, praxiserprobt Samir Vincevic

Training für das Immunsystem – Myokine als Botenstoffe des Muskels Patrick Berndt Chancen aus der Krise – aktuelle Studienergebnisse aus Betreiberperspektive Prof. Dr. Sarah Kobel Prof. Dr. Sarah Kobel

Chancen aus der Krise – aktuelle Studienergebnisse aus Mitgliederperspektive Prof. Dr. Sarah Kobel Ernährungsberatung: ein unterschätztes Umsatzpotenzial Clive Salz Professioneller Einsatz von Ernährungskonzepten im Fitnessmarkt Jola Jaromin-Bowe Betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM) als Beitrag zur Arbeitgeberattraktivität Oliver Walle

Prof. Dr. Markus Wanjek

Nicht ansteckend, aber durchaus tödlich! Bewegungsmangel – die vergessene Pandemie Prof. Dr. Markus Wanjek Hybrider Kursplan: Online-Kurse und Gruppentrainingsangebote im Studio optimal verbinden Manuela Reusing

Organisationsentwicklung in Krisenzeiten Prof. Dr. Oliver Schumann Prof. Dr. Oliver Schumann

Erfolgreiche Führung in der Fitness- und Gesundheitsbranche 4.0: Wie geht das? Prof. Dr. Oliver Schumann Wirkungsvoll führen – sinnorientiert und wertschätzend Nicolai Rolli Content is King, Distribution is Queen – Setzen Sie sich digital die Erfolgskrone auf! Frederik Neust Der „digitale Marketing-Bizeps“ und wie man diesen zum Wachsen bringt Frederik Neust Das Studio ist tot – lang lebe das Studio! Digitale Neukundengewinnung in Zeiten von Corona Pascal Kühnhenrich Social-Media-Videos – Vertikall-you-need is Hochformat Frederik Neust Diskussion: Das passende Geschäftsmodell und die „richtige“ Positionierung nach der Krise Roman Spitko (Moderator)

Das Programm sowie Teaservideos zu den Vorträgenfinden Sie auch unter www.aufstiegskongress.de/programm.

bedingte Veränderung von Erwartungshaltung, Trainingsverhalten und Leistungsangebot – aus Mitglieder- und Betreiberperspektive – untersucht hat. Durch die Corona-Krise hat sich nicht zuletzt auch der Bewegungsmangel als ein unterschätztes Gesundheitsrisiko deutlich verstärkt. Prof. Dr. Markus Wanjek spricht in seinem Vortrag „Nicht ansteckend, aber durchaus tödlich! Bewegungsmangel – die vergessene Pandemie“ darüber, warum evidenzbasiertes Fitnesstraining zur Gesundheitsförderung und Prävention zukünftig wichtiger denn je sein wird. Neben der Sorge um die Gesundheit bangten Betreiber/-innen branchenübergreifend um ihre Existenz. Wohl dem, dessen Unternehmen in dieser Zeit „Bambusstärke“ bewiesen hat, d. h. hochstabil in ruhigen Zeiten und gleichzeitig biegsam im Sturm. Im Vortrag von Prof. Dr. Oliver Schumann erfahren Betreiber/-innen u. a., wie sie die notwendige Agilität für ein „bambusstarkes“ Unternehmen aufbauen und wie sie die Unternehmung zukunftsorientiert ausrichten.

Seien Sie dabei! Nutzen Sie Ihre Chance und profitieren Sie vom umfangreichen Fachwissen der renommierten Expert/-innen beim dies05/21

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jährigen „Aufstiegskongress ONLINE ONLY“. Informieren Sie sich in den vom 8. Oktober bis 31. Dezember 2021 digital und kostenfrei verfügbaren Vorträgen über die aktuellsten Themen. Oder verwenden Sie die Inhalte zur internen Schulung Ihrer Mitarbeitenden, damit Ihr Unternehmen ein erfolgreiches Comeback feiert! Gehen Sie auf www.aufstiegskongress.de und registrieren Sie sich kostenfrei.

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AKTUELLES | FIBO 2022 | ANZEIGE

Hintergründe zur FIBO 2022 im April

„Wir berücksichtigen den Innovationszyklus der Branche“ Silke Frank im Interview Event Director der FIBO, der globalen Plattform der Fitnessindustrie

Weshalb die FIBO, Weltleitmesse der Fitnessbranche, im Herbst nicht umsetzbar gewesen wäre, verrät Silke Frank, Event Director beim Veranstalter RX, im Interview. Außerdem: Die beliebte Fitnessplattform findet wieder turnusgemäß im April 2022 statt. Folgende Highlights erwarten Sie. fMi: Ende Juli verkündete der Veranstalter RX Austria & Germany (ehem. Reed Exhibitions Deutschland), die FIBO für das Jahr 2021 auszusetzen. Frau Frank, wie schwer ist Ihnen diese Entscheidung gefallen und was waren schlussendlich die Beweggründe? Silke Frank: Wo FIBO draufsteht, muss auch FIBO drin sein. Für eine Veranstaltung auf internationalem Niveau sehen wir und unsere Kunden speziell in der Fitnessbranche 2021 noch zu viele Unsicherheiten. Als Leitmesse für die globale Fitnessindustrie ist die FIBO von Reiserestriktionen betroffen. Für den neuen Termin im April 2022 gibt es bereits viele Zusagen, das stimmt uns sehr zuversichtlich. Inwieweit haben Sie sich mit der Fitness- und Gesundheitsbranche und deren Playern bei der Entscheidungsfindung abgestimmt? Wir haben uns gemeinsam mit unseren Ausstellern und Partnern dazu entschlossen, erst im April 2022 wieder mit der Messe an den Start zu gehen. Damit kehrt die FIBO im kommenden Jahr nach der Pandemie wieder in ihren gewohnten Frühjahrsturnus zurück.

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Die FIBO findet 2022 an ihrem angestammten Termin im Frühjahr statt – vom 7. bis zum 10. April. Was sind für Sie die entscheidenden Vorteile dieses Datums? Unsere langjährigen Erfahrungen haben gezeigt, dass im April der beste Termin für die Fitnessindustrie ist. Warum? Wir berücksichtigen damit den Innovationszyklus der Branche sowie die erhöhte Investitionsbereitschaft der Studiobetreiber nach einem starken Jahresbeginn. Dennoch müssen wir genau beobachten, welche Dynamik nach der Pandemie eintritt und wie sich der Markt entwickelt. Was können Sie Stand heute schon verraten? Auf welche Highlights dürfen sich die Besucher der FIBO 2022 freuen? Für die Messe vom 7. bis 10. April 2022 bringen wir spannende neue Kooperationen und Partner mit. Die FIBO ist die Plattform für das langersehnte persönliche Wiedersehen der internationalen Fitness- und Gesundheitsbranche. Wir verfolgen einen ganzheitlichen Gesundheitsansatz durch Fitness, Training und Bewegung – also ganz im Sinne von „For a strong and healthy society“. fitness MANAGEMENT international

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Foto: RX Austria & Germany

Pandemiebedingt musste die FIBO seit 2020 mehrfach verschoben werden. Für RX als Veranstalter und für das FIBOTeam war das jedes Mal ein harter Schritt, dem immer viel Arbeit zum Opfer fiel. In welchem Maß kann jetzt sowohl Ihr Team als auch die Branche von diesen Erfahrungen profitieren? Die FIBO setzt sich weltweit für mehr Gesundheit durch Be-

wegung ein – und das nicht nur bei der Live-Messe an vier Tagen im Jahr. Bereits vor Beginn der Pandemie haben wir das digitale Angebot ausgebaut und nun um ergänzende digitale Produkte für Aussteller und Besucher erweitert. Wir haben außerdem ein umfangreiches Sicherheits- und Hygienekonzept erstellt. Fitness steht im Mittelpunkt eines neuen Lebensgefühls, so steht auch die Gesundheit im Zentrum der Gesellschaft.


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AKTUELLES | FITNESS IM SPITZENSPORT | ANZEIGE

Super-Sportsommer 2021 – Matrix ist Partner des Spitzensports

„Dieses Gefühl: Es geht wieder los – das war großartig!“ Der Sommer 2021 war gespickt mit sportlichen Großereignissen. Mit den Olympischen Spielen und der Fußballeuropameisterschaft mussten 2020 zwei internationale Mega-Events pandemiebedingt auf den diesjährigen Sommer verschoben werden. Dies führte zu einer enormen Termindichte und stellte das Matrix-Team vor große Herausforderungen. Als Partner des Spitzensports unterstützt Matrix viele deutsche Auswahlteams mit Trainingsgeräten und war deshalb überall in Europa fast zeitgleich im Einsatz – mit Erfolg. Volker Lichte, Key Account Manager Performance und Sport bei Matrix, blickt zurück auf den Super-Sportsommer 2021.

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ezeichnend für den Neustart im Spitzensportsommer nach der Corona-Pause ist für mich eindeutig die Ankunft in Seefeld in Österreich. Im Trainingslager der Fußballnationalmannschaft für die Europameisterschaft

Eishockey-Weltmeisterschaft der Herren 21.05. – 06.06.2021 in Lettland Das deutsche Team erreicht das Halbfinale und beendet das Turnier mit Platz 4.

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(EM) haben wir das DFB-Fitnesszelt mit unseren Matrix-Geräten ausgestattet. Die Begegnungen dort mit dem „Team hinter dem Team“ und das Gefühl „Es geht wieder los“ waren großartig! Ein persönliches Highlight war für mich das Fern-

U-21-Fußballeuropameisterschaft der Herren 24. – 31.03.2021 (Gruppenspiele) und 31.05. – 06.06.2021 (Finalrunde) in Slowenien und Ungarn Die deutsche U-21-Nationalmannschaft gewinnt das Turnier und ist Europameister.

Feldhockey-Europameisterschaft der Damen und Herren 2021 04.06. – 13.06.2021 in Amstelveen, Niederlande Beide deutschen Auswahlteams erreichen das Finale und gewinnen jeweils die Silbermedaille.

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sehinterview mit WELT-TV auf der Pressetribüne beim ersten Training der Mannschaft: Fußball, Sonne, Berge und im Hintergrund unsere Geräte im Fitnesszelt. Umso mehr war ich vom viel zu frühen Ausscheiden der deutschen Mannschaft gegen England enttäuscht. Aber so ist der Sport.

Siege und Niederlagen Dafür konnte ich mich wiederum mit der U-21-Fußballnationalmannschaft und ihrem Betreuerstab freuen, als diese bei der EM in Ungarn und Slowenien völlig überraschend den Titel holte. Aber genau das macht Sport aus: Siege und Niederlagen, die uns auch im Alltag begleiten und aus denen wir so viel Positives mitnehmen und lernen können. 2021 war die Hauptsache, dass überhaupt wieder gespielt werden konnte und der Sport uns allen die Ablenkung vom Thema Corona schenkte.

Fotos: Dominic Pencz/Pencz-art Photography | Johnson Health Tech. GmbH | Die Hockey Agentur / DHA

Teams mit Höchstleistungen Aber es waren auch die anderen Sportarten, die uns in den Bann zogen. Eishockey: Was waren das für sensationelle Spiele unserer Eishockey-Cracks bei der WM in Riga? Wie dramatisch war das Penaltyschießen im Viertelfinale gegen die Schweiz? Leider konnte ich nicht vor Ort sein, da die Spiele coronabedingt alle in einer „Bubble“ stattfanden. Am Ende war es für unsere Jungs nur ein vierter Platz, aber es fehlte nicht viel bis zur ersten WM-Medaille seit 68 Jahren. Diese Dramatik mitzuerleben und zu wissen, dass wir mit unseren Fitnessgeräten einen Beitrag dazu leisten, dass die Spieler sich auf die Wettkämpfe optimal vorbereiten können, ist immer wieder etwas Besonderes.

Hockey – zwei Mal Silber Auch die deutschen Hockeyteams der Damen und Herren waren bei der EM in den Niederlanden fast unschlagbar. Beide Teams verloren im Finale nur denkbar knapp gegen die Gastgeber. Da habe ich einfach nur mitgefühlt, weil diese Sportart so selten im Mittelpunkt steht und in dem vollen Stadion in „Oranje“ so eine tolle Stimmung herrschte. Leider mit dem besseren Ergebnis für die Gastgeber. Zu guter Letzt geht es um die Basketballer, deren langen Weg bis nach Tokio ich über sechs Wochen mit unseren Geräten begleitet habe. Von Station zu Station waren wir flexibel für das Team da und haben die Geräte zum Teil sehr kurzfristig sowohl in die Trainings- als auch zu den Spielstätten geliefert.

Mit dem Sieg beim Quali-Turnier in Kroatien und der Teilnahme an den Olympischen Spielen hatten sie schon viel erreicht.

Highlight Olympische Spiele Über allem stehen die Olympischen Spiele. Hier in Worte zu fassen, was ich dort erlebt habe, ist nicht einfach. Es war für mich ein Kindheitstraum, vor den Olympischen Ringen zu stehen. Unsere Arbeit begann bereits im Vorfeld der Spiele mit der umfangreichen und detaillierten Planung der Trainingsräume, Geräte und Logistik sowie mit den Akkreditierungsformalitäten mit dem DOSB und dem IOC. Was mich so faszinierte, war die Einfachheit der örtlichen Gegebenheiten, besonders die Betten aus Pappe für die Athleten! Verlängerungen für diese Betten mussten sich die „langen Jungs“ der Basketballmannschaften übrigens im Keller besorgen. Wir mussten auch lernen, lange Wartezeiten zu akzeptieren: 7,5 Stunden am Flughafen, 3 Stunden für die Akkreditierung. Aber auch die Mensa erinnerte mich an meine Zeit an der Sporthochschule in Köln. Dort haben wir uns auch über Sportarten, Herkunft, etc. ausgetauscht. Genau dieses Gefühl kam in Tokio wieder hoch. Nach meiner Rückkehr habe ich die olympischen Spiele ganz anders verfolgt und mich bei jeder Medaille für das Team D noch mehr gefreut! Schließlich haben wir mit unseren Fitnessgeräten im deutschen Haus die Athleten bestmöglich unterstützt.

Teamspirit und die Leidenschaft für den Sport All das war nur durch das unglaubliche Matrix-Team möglich, das durch volle Leidenschaft und Flexibilität die Anforderungen der Verbände zu 100 Prozent erfüllte. Eine so unvergleichliche Performance kann ein Team nur leisten, wenn die Geschäftsführung hinter der Botschaft von Matrix: „der Partner im Spitzensport“, steht. Mich persönlich treiben die Begegnungen mit den Sportlern und Sportlerinnen, den Trainerteams sowie auch die Sportarten an, die ich immer noch kennenlernen darf! Dafür bin ich dankbar und möchte weiterhin unsere exzellenten Geräte liefern und Impulse an die Fitnessbranche weitergeben. Volker Lichte Matrix Key Account Manager Performance und Sport

Fußballeuropameisterschaft 2020 der Herren

Basketball -Qualifikationsturnier für Tokio 2020

11.06. – 11.07.2021 in 11 europäischen Städten

22.06 – 04.07.2021 in Split, Kroatien

Die deutsche Mannschaft scheidet im Achtelfinale aus.

Das deutsche Team gewinnt das Turnier und qualifiziert sich für die Olympischen Spiele in Tokio

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Olympische Spiele 2020 in Tokio 23.07. – 08.08.2021 in Tokio, Japan Das „Team D“ gewinnt 10 Gold-, 11 Silber- und 16 Bronzemedaillen

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AKTUELLES | FACHMESSE | ANZEIGE

Vom Underdog zur B2B-Fachmesse

FitnessConnected steht in den Startlöchern Mit der Absage der FIBO ist die FitnessConnected vom 18. bis 20. November in München die größte B2B-Fachmesse der Fitnesswirtschaft, die im Herbst 2021 stattfindet. fitness MANAGEMENT international (fMi) berichtet, wie man mit dieser neuen Rolle umgeht, welches vielfältige Rahmenprogramm die Fachbesucher erwartet und wie die Aussichten aufs nächste FitnessConnected-Jahr sind.

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keine großen Menschenansammlungen dank großzügiger Hallenplanung, zentralem Catering und Ausweichflächen für Meetings. Dafür: volle Konzentration aufs Business und auf Know-how-Vermittlung in einem angenehmen und persönlichen Rahmen. Bei all dem Erfolg in denkbar schwierigen Zeiten macht Ralph Scholz aber auch klar: „Die letzten Monate waren sehr, sehr harte Arbeit. Wir hatten auch viele Frustrationselemente, weil wir aufgrund verschiedener Ereignisse – zum Beispiel dem Aufkommen der Delta-Variante oder der Absage von anderen Veranstaltungen – oft umdenken und neu planen mussten. Dabei sind wir unserem Alleinstellungsmerkmal – eine Plattform, die Offline- und Online-Welt effektiv verbindet, mit dem vollen Fokus auf Business – konsequent treu geblieben. Und das zahlt sich offenbar aus.“ fitness MANAGEMENT international

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Fotos: MEPLAN | LeisureConnected

ls Ralph Scholz, CEO der FitnessConnected, im Jahr 2019 die Idee einer reinen Fachmesse für die Fitnesswirtschaft erstmalig ins Auge fasste, hat er vermutlich selbst nicht damit gerechnet, dass daraus die größte B2B-Fachmesse im Herbst 2021 wird. Laut eigenen Angaben werden im November 2021 rund 100 Firmen aus dem Fitness-, Sport- und Gesundheitsmarkt in München ihre Innovationen zeigen, umrahmt von einem interdisziplinären Programm mit einigen namhaften Kooperationspartnern. Trotz der derzeit spürbaren Zurückhaltung der Fitnessstudiobetreiber werden etwa 5.000 Fachbesucher erwartet. In Corona-Zeiten macht das ein Veranstaltungskonzept möglich, das von Beginn an auf Pandemiekonformität ausgelegt war. Und zwar konsequent: keine Partys, keine Gruppenworkouts,


Rahmenprogramm an drei Tagen Die Fachbesucher und Aussteller erwartet ein dreitägiges, interdisziplinäres Rahmenprogramm mit praxisnahen Antworten auf wichtige Fragen. Zum Beispiel: Wie manage ich ein Fitnessstudio nachhaltig erfolgreich? Informationen und Kontakte über passende Konzepte, Locations und Finanzierungsmodelle bietet der Fitness Real Estate + Investment Summit des Kooperationspartners ONE HOSPITALITY. Dort sind etwa u. a. Vortragsthemen „Kapitalmarkt trifft Fitness“, „Lebendige Konzepte für die Innenstädte der Zukunft“ oder „Warum der Fitnessmarkt heute mehr denn je für Investoren so interessant ist“. Das Franchise-Symposium bietet 20 ausgewählten Franchisegebern eine Plattform, um ihre Vertriebssysteme vorzustellen. In den intensiven Austausch kann es dann auf einer eigenen Franchise-Sonderfläche gehen. Um ein Fitnessstudio operativ erfolgreich zu leiten, sind Managementberatungen, digitale Lösungsanbieter und ein kollegialer Informationsaustausch hilfreich: Diese Themen bilden der ACISO-Event „Roadmap to Future“ und der IFAA-Solutionsday ab. In puncto globale Fitnesstrends lohnt sich ein Blick über den großen Teich: Beim IHRSA SMART Summit treten u. a. internationale Keynote-Speaker auf, wie z. B. der Wirtschaftsphilosoph und Bestsellerautor Anders Indset, die Einzelhandelsexpertin Cate Trotter, der Technologieexperte Bryan O'Rourke und Thierry Malleret, Gründer eines prognostischen Newsletters zu Makrothemen für hochrangige Entscheidungsträger. Zur Frage, welche Rolle Fitness künftig im Ersten und Zweiten Gesundheitsmarkt spielen kann, geben der PhysioBIZZ und das Forum der ExpertenAllianz Antworten.

Pandemiekonforme Messestände mit Ausstellungsbereich

Aufträge sichern für zeitnahe Umsätze Mit Blick auf das nächste Jahr plant der ehemalige FIBOChef Ralph Scholz fest mit der zweiten Ausgabe der FitnessConnected – in guter Koexistenz zu seinem früheren Arbeitgeber: „Die FIBO erfüllt eine völlig andere Funktion als die FitnessConnected, insofern ist aus meiner Sicht Platz für beide Messen – erst recht mit dem zeitlichen Abstand: Ich gehe davon aus, dass es im nächsten Jahr im April endlich wieder eine ‚normale‘ FIBO geben wird und im November dann die zweite Ausgabe der FitnessConnected.“

Zahlreiche Möglichkeiten zum Netzwerken und für Businessgespräche

Jetzt aber heißt es erst einmal: sich beweisen im November 2021! Ralph Scholz betont die Businesschancen dort: „Durch die Verschiebung anderer Messen ins Frühjahr 2022 ist es für viele Anbieter wichtig, jetzt in diesem Herbst Aufträge zu generieren, um zeitnah Umsätze zu machen. Die FitnessConnected soll der Ort sein, an dem diese Aufträge entstehen.“ www.fitness-connected.com

Ralph Scholz CEO der B2B-Fachmesse FitnessConnected

Verschiedene Bühnen für Symposien und Vorträge

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DSSV | STUDIE ZUR FITNESS-WIRTSCHAFT

DSSV-Studie zur Entwicklung der deutschen Fitness-Wirtschaft per Juni 2021

Positive Tendenz trotz hoher Mitgliederverluste Text: Florian Kündgen

Neben der jährlichen Studie „Eckdaten der deutschen Fitness-Wirtschaft“ hat der DSSV e. V. beschlossen, auch quartalsweise Daten zu erheben. Ziel ist es, die durchaus drastischen Auswirkungen der Corona-Krise auf die deutsche Fitness- und Gesundheitsbranche festzustellen. Hierfür wurde in Kooperation mit dem DSSV-Bildungspartner, der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement (DHfPG), sowie dem Fachmagazin und offiziellen DSSV-Organ fitness MANAGEMENT international eine Online-Befragung unter den Fitnessstudiobetreibern durchgeführt. Florian Kündgen, stellvertretender Geschäftsführer des DSSV, präsentiert Ihnen die Ergebnisse der Untersuchung.

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D

ie behördlich angeordneten Schließungen ab November 2020 hatten auch im ersten Halbjahr 2021 negative Auswirkungen auf die Entwicklung der Mitgliederzahlen in der deutschen Fitness- und Gesundheitsbranche. Um diese Effekte zu beleuchten, wurde im Rahmen der Befragung stets der 30. Juni 2021 als Stichtag festgesetzt. Allein im ersten Quartal 2021 hat die Branche zusätzlich zu einem Rückgang von 11,6 Prozent im Jahr 2020 weitere 13,0 Prozent der Mitglieder einbüßen müssen. Die Hauptgründe sind primär die natürliche Fluktuation sowie das Ausbleiben von Neumitgliedern als Kompensation. Besonders in den für gewöhnlich abschlussreichen Monaten zu Beginn eines Jahres waren die Schließungen der Studios umso schmerzlicher für die Betreiber. Das Rekordhoch von 11,66 Millionen Mitgliedern per Dezember 2019 wurde so weiter geschmälert auf 9,28 Millionen Mitglieder (-20,4 % ggü. Dezember 2019). Trotz alledem blieb die Branche zuversichtlich und konnte seit der Wiedereröffnung im Frühsommer 2021 dem Abwärtstrend entgegenwirken.

beispielweise im Segment der Einzelbetriebe bzw. der inhabergeführten Studios. Im Zeitraum von Ende Dezember 2020 bis Ende Juni 2021 haben die Einzelstudios 8,8 Prozent, die Ketten sogar 11,1 Prozent der Mitglieder verloren (vgl. Abb. 2). Damit liegen die Ketten auch über dem Branchendurchschnitt von 9,9 Prozent. Eine Begründung hierfür ist, dass sich insbesondere die Stammkunden der Einzelbetriebe sehr loyal gegenüber den Studiobetreibern gezeigt haben. Die Studios wiederum konnten ihre derzeitige Situation durch eine aktive und transparente Mitgliederkommunikation deutlich veranschaulichen und stießen größtenteils auf Verständnis.

Durchschnittlicher Nettozuwachs von 33 Mitgliedern pro Anlage im zweiten Quartal

Erfreulicherweise lässt sich erkennen, dass die Mitgliederanzahl im zweiten Quartal 2021 (April bis Ende Juni) wieder steigt und zwar in allen Segmenten des Fitnessmarktes. Das ist ein positives Signal und zeigt, dass das Angebot der Fitnessund Gesundheitsbranche trotz der erschwerten Umstände stark nachgefragt wird.

Interessant ist die Beobachtung, dass sich die Ketten schneller zu erholen scheinen und – insbesondere im Vergleich vom ersten zum zweiten Quartal 2021 – einen Mitgliederzuwachs von 3,8 Prozent generierten. In absoluten Zahlen sind das rund 84 Mitglieder netto pro Anlage, die in diesem Zeitraum dazugewonnen werden konnten, wohingegen der Durchschnitt bei den Einzelstudios ca. 26 neue Mitglieder im zweiten Quartal beträgt (Mikrostudios: +4 Mitglieder; EMS: +7 Mitglieder; Durchschnitt Gesamtmarkt: +33 Mitglieder). Zu begründen ist dieser deutlich höhere Zuwachs bei den Ketten mit umfangreich durchgeführten Werbe- und Sonderaktionen, wie bspw. einer beitragsfreien Zeit bei Neuabschluss.

Ketten verzeichnen stärksten Mitgliederverlust

Positive Entwicklung im EMS-Segment

Durch die Betrachtung der einzelnen Segmente wird ersichtlich, dass die Ketten, definiert mit einer Studioanzahl von fünf Anlagen oder mehr, die höchsten Mitgliederverluste registriert haben. Diese zeichnen sich im Kettensegment stärker ab als

Im ersten Halbjahr 2021 hat sich das EMS-Segment überdurchschnittlich positiv entwickelt. Während sie von Schließungen im ersten Lockdown im Frühjahr 2020 weitestgehend verschont geblieben sind, waren die EMS-Anbieter im

Positive Trendwende im zweiten Quartal 2021

© DSSV

Entwicklung der Mitgliederzahl von Dezember 2017 bis Juni 2021 Die Zeitpunkte beziehen sich jeweils auf das Monatsende 31. März, 30. Juni und 31. Dezember

11,66

12,00 10,61 10,00

0,59

11,09

11,15

0,65

10,31

0,64

0,62

0,55

8,97 0,50

9,28 0,51

in Mio.

8,00 5,23

5,65

6,15

5,71

5,45

4,67

4,84

4,79

4,82

4,86

4,81

4,31

3,81

3,93

Dez 17

Dez 18

Dez 19

Jun 20

Dez 20

Mar 21

Jun 21

6,00

4,00

2,00

0,00 Einzel

Ketten

Mikro

Abb. 1: Entwicklung der Mitgliederzahl vom 31. Dezember 2017 bis 30. Juni 2021 05/21

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DSSV | STUDIE ZUR FITNESS-WIRTSCHAFT © DSSV

Veränderung der Mitgliederzahl (in %) Die Zeitpunkte beziehen sich jeweils auf das Monatsende 31. März, 30. Juni und 31. Dezember

10,0 % 5,8 % 3,3 % 3,8 %

5,0 % 1,4 %

2,4 %

3,5 %

0,0 % -5,0 %

-4,2 %

-10,0 % -15,0 %

-11,8 %

-7,4 %

-8,8 %

-9,6 %

-9,9 %

-11,1 % -13,0 %

-14,3 %

-20,0 % Dez 20 bis Mar 21

Dez 20 bis Jun 21 Einzel

Ketten

Mikro

EMS

Mar 21 bis Jun 21 Gesamt

Abb. 2: Veränderung der Mitgliederzahl vom 31. Dezember 2020 bis 30. Juni 2021

jüngsten Lockdown dennoch betroffen. Nichtsdestotrotz war weiteres Wachstum zu verzeichnen – insbesondere vom ersten zum zweiten Quartal 2021 steht das EMS-Segment mit einem Mitgliederwachstum von 5,8 Prozent relativ gut da. Somit ist es auch kaum verwunderlich, dass die EMS-Betreiber ihre Zukunft als sehr positiv einschätzen. Zum Zeitpunkt der Erhebung gehen sie davon aus, dass sie bereits in vier Monaten, sprich Ende Oktober 2021, wieder das Mitgliederniveau von Dezember 2019 erreicht haben.

Rückkehr zum Ursprungsniveau wird schätzungsweise bis zu zwei Jahre dauern Die Ketten, die im Vergleich zu Dezember 2019 über eine Million Mitglieder weniger zählen und damit den mit Ab-

stand größten Mitgliederverlust verzeichnen, gehen davon aus, dass sie in 1,5 Jahren wieder das Ursprungsniveau (Dezember 2019) erreicht haben werden. Die Einzelbetreiber haben zwar deutlich weniger aufzuholen, sind jedoch skeptischer. Sie gehen von einer Dauer von zwei Jahren aus, bis die Mitgliederzahl von Dezember 2019 wieder erreicht sein wird. Über alle Anlagen hinweg schätzen die Betreiber im Durchschnitt, dass die Branche bis zu zwei Jahre benötigen wird, um sich von den Auswirkungen der behördlich angeordneten Schließungen zu erholen. Alle oben genannten Zeitspannen basieren auf der Annahme, dass kein weiterer Lockdown erfolgen wird bzw. keine weiteren Schließungen der Fitness- und Gesundheits-Anlagen behördlich angeordnet werden.

25 20

© DSSV

Nach wie vielen Monaten erwarten Sie, Ihre ursprüngliche Mitgliederzahl vom 31. Dezember 2019 wieder erreicht zu haben? 24 20

18

15

12

10 4

5 0 Jun 21 Einzel

Ketten

Mikro

EMS

Gesamt

Abb. 3: Anzahl Monate nachdem die Mitgliederzahl von 2019 wieder erreicht sein soll

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DSSV | STUDIE ZUR FITNESS-WIRTSCHAFT © DSSV

Wie wird sich die wirtschaftliche Situation Ihrer Anlage in den nächsten zwölf Monaten schätzungsweise verändern? 98,6 %

100 % 90 % 80 %

75,3 %

70 % 60 % 50 %

71,8 %

53,3 % 44,2 %

46,2 %

46,5 %

40 % 30 % 20 % 10 % 0%

25,0 % 13,7 %

9,3 %

11,0 %

1,1 %

0,4 % 0,3 %

eher verschlechtern

3,1 %

nicht verändern Einzel

Ketten

Mikro

eher verbessern EMS

Gesamt

Abb. 4: Einschätzung der Entwicklung der wirtschaftlichen Situation in den nächsten zwölf Monaten

Verhalten optimistische Aussichten für die kommenden zwölf Monate Trotz aller Rückschläge zeichnet sich der Blick in die Zukunft positiv: 71,8 Prozent der Befragten gehen davon aus, dass sich die wirtschaftliche Situation in den kommenden zwölf Monaten „eher verbessern“ oder „verbessern“ wird. Insbesondere im EMSSegment liegt diese Quote mit 98,6 Prozent besonders hoch, gefolgt von den Kettenbetreibern mit 75,3 Prozent. Lediglich im Mikro-Segment sowie unter den Einzelstudiobetreibern sind die Befragten mit leicht positiver Tendenz eher geteilter Meinung.

Impfquote in der Fitnessbranche höher als in Deutschland Über die Altersgruppen der Fitnessstudiomitglieder wurden

anhand der Daten des Robert Koch-Instituts (RKI) die Impfquoten in den Segmenten, Bundesländern sowie für die gesamte Fitness- und Gesundheitsbranche näherungsweise ermittelt. Dabei wird ersichtlich, dass der Anteil der geimpften Personen, die Mitglied in einem Fitness- und Gesundheitsstudio sind, höher ist als die Impfquote in ganz Deutschland. Der Anteil der mindestens einmal geimpften Fitnessstudiomitglieder liegt mehr als drei Prozentpunkte, der Anteil der vollständig Geimpften sogar mehr als fünf Prozentpunkte über der Bundesquote. Zu erklären ist die höhere Impfquote unter den Mitgliedern dadurch, dass diese Personen eher auf ihre Gesundheit achten: zum einen aufgrund des Betreibens von präventivem Training im Fitnessstudio, zum anderen aber auch aufgrund von Maßnahmen, wie beispielsweise dem Impfen.

70,0 %

© DSSV

Impfquote unter den Mitgliedern in der Fitness- und Gesundheitsbranche 68,3 %

68,0 % 66,0 %

65,1 %

65,8 %

64,0 % 62,0 %

60,5 %

60,0 % 58,0 % 56,0 % mind. 1x geimpft Fitness- und Gesundheitsbranche

vollständig geimpft Deutschland

Abb. 5: Impfquote unter den Mitgliedern in der Fitness- und Gesundheitsbranche per 31. August 2021

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Fit im Forderungsmanagement

31.08.21 09:41


DSSV | STUDIE ZUR FITNESS-WIRTSCHAFT

2G-/3G-Regel könnte Umsatzverluste in Milliardenhöhe verursachen Trotz der positiven Tendenzen gilt Vorsicht. Durch die Entscheidung der Politik für die sogenannte 2G- bzw. 3G-Regel in Kombination mit den kostenpflichtigen Tests könnte der Fitness- und Gesundheitsbranche ein Umsatzverlust von weiteren 1,3 Milliarden Euro drohen. In vielen Regionen sind Corona-Tests für nicht geimpfte Personen Voraussetzung für die Inanspruchnahme der Fitness- und Gesundheitsdienstleistungen in den Anlagen. Ab dem 11. Oktober 2021 sollen diese kostenpflichtig sein. Damit werden für die Endverbraucher finanzielle Hürden aufgebaut, die ihnen den Zugang zu Gesundheits- und Bewegungsangeboten erschweren. Insbesondere sozial schwächer gestellte Menschen müssen in der Folge auf die Inanspruchnahme von Fitness- und Gesundheitsdienstleistungen verzichten, was ein Mitgliederrückgang von bis zu 34 Prozent zur Folge haben könnte. Vor diesem Hintergrund sieht der DSSV e. V. als Europas größter Arbeitgeberverband für die Fitness-Wirtschaft eine klare Fürsorgepflichtverletzung für das Wohlergehen der gesamten Bevölkerung seitens der Regierung. Der Druck auf Ungeimpfte, den sich die Politik durch die Maßnahmen er-

hofft, lastet auf den Schultern der Endverbraucher sowie der betroffenen Unternehmen und führt genau zum Gegenteil: Nicht mehr, sondern weniger Menschen werden sich gesund halten können, wenn der wissenschaftlich belegte gesundheitsprotektive und krankheitspräventive Nutzen eines regelmäßigen Fitnesstrainings nicht mehr für alle Bürger gleichermaßen zur Verfügung steht.

Die Forderung des DSSV an die Politik Der DSSV tritt mit einer klaren Forderung an die Politik heran: Allen Menschen muss weiterhin der Zugang zu einem gesundheitsfördernden Training in einer Fitness- und Gesundheits-Anlage ermöglicht werden, ohne dass den Verbrauchern für diese Gesundheitsdienstleistung zusätzliche Kosten entstehen. Sollte dies nicht berücksichtigt werden, wird diese Entscheidung der Politik in einer wirtschaftlichen Katastrophe für die Fitness- und Gesundheitsbranche resultieren. Weiter wird der gesundheitliche Schaden in der Bevölkerung das Gesundheitssystem auf mittel- und langfristige Sicht zusätzlich belasten. Dieser Entwicklung muss entgegengewirkt werden. Fitness- und Gesundheitstraining muss der Bevölkerung niederschwellig – insbesondere ohne finanzielle Hürden – und jederzeit zugänglich gemacht werden.

Fazit

Methodik

Die behördlich angeordneten Schließungen 2021 haben sich negativ auf die Fitness- und Gesundheitsbranche ausgewirkt und zu weiteren Mitgliederverlusten von 9,9 Prozent im ersten Quartal geführt. Positiv festzuhalten ist, dass eine Trendwende stattgefunden hat: Im Vergleich vom ersten zum zweiten Quartal konnten wieder Mitglieder gewonnen werden.

Die Datenerhebung erfolgte vom 30. Juni bis einschließlich 3. August 2021. An der Befragung haben sich insgesamt 543 Betreiber beteiligt, was einer Stichprobe von 1.120 Fitness- und Gesundheits-Anlagen entspricht. Der notwendige Rücklauf für eine statistische Repräsentativität der Daten (620) ist damit (über-)erfüllt. Die Teilnahmequote bezogen auf die Gesamtheit der Fitness- und Gesundheits-Anlagen in Deutschland beträgt 11,7 Prozent. Die Daten zu den Impfquoten stammen vom Robert Koch-Institut (RKI), Stand: 31. August 2021.

Dies zeigt, dass die Fitness- und Gesundheitsbranche bei der breiten Bevölkerung Zuspruch findet und viele der Mitglieder, die im Lockdown gekündigt haben, zurück in die Studios kommen. Gleichzeitig haben Personen, die bislang nicht als Mitglieder in Erscheinung getreten sind, durch den Lockdown den gesundheitsprotektiven Nutzen eines Trainings erkannt und sich bewusst für ein Training in Fitness- und Gesundheits-Anlagen entschieden. Entsprechend positiv blicken die Betreiber in die Zukunft, wobei es nach deren Einschätzung noch mehrere Monate bzw. Jahre dauern wird, bis das Mitgliederniveau von 2019 wieder erreicht ist. Zusätzlich ist die tatsächliche Ausführungsverordnung der 2G-/3G-Regel entscheidend dafür, wie sich der aktuell positive Trend bis zum Jahresende weiterentwickeln wird.

Florian Kündgen ist stellvertretender Geschäftsführer des DSSV e. V. Des Weiteren arbeitet er als Dozent für die Deutsche Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement (DHfPG). Als freier Mitarbeiter ist er im Bereich Unternehmensbewertungen und Wirtschaftlichkeitsberechnungen von Fitness- und Gesundheits-Anlagen sowie im Bereich der steuerlichen und betriebswirtschaftlichen Beratung tätig. www.dssv.de

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Foto: DSSV e. V.

Der DSSV setzt sich weiter für die Branche ein, um die Entwicklung so positiv wie möglich zu gestalten. Danke für Ihr Vertrauen und Ihre Unterstützung.

Florian Kündgen


DSSV | RECHTSABTEILUNG

Rechtsberatung beim DSSV

Mit uns haben Sie das Recht auf Ihrer Seite Die neu aufgestellte Rechtsabteilung des DSSV e. V., Europas größtem Arbeitgeberverband der Fitness- und Gesundheitsbranche, stellt sich vor. Ab sofort wird das Team durch Gülizar Cihan verstärkt. Die beiden Juristinnen Iris Borrmann und Andrea Elbl sind den Mitgliedern bereits durch ihre langjährige zuverlässige Beratung bekannt.

„Es kommt darauf an.“ Diesen Satz werden Sie aus der Rechtsabteilung des DSSV e. V. oft zu hören bekommen. Die Juristinnen haben den Anspruch, jeden Sachverhalt juristisch genau zu erörtern und die rechtlichen Folgen auch gegenüber Nichtjuristen verständlich zu erklären. Im Rahmen der Erstberatung schätzen sie beispielsweise die Erfolgschancen einer Attestkündigung oder Abmahnung ein und klären arbeitsrechtliche Fragen zu Arbeitnehmern und Auszubildenden. Außerdem überprüfen sie Mitgliedsverträge und AGB auf unzulässige Klauseln und setzen sich mit unlauterem Wettbewerb und unzulässiger Werbung auseinander.

Fachkompetente Rechtsberatung Im Rahmen der Mitgliedschaft bietet der DSSV eine kostenlose Erstberatung zu allen Fragen an, die für Fitnessstudio-

Andrea Elbl 52

Iris Borrmann

betreiber relevant sind. Alle Anliegen werden zeitnah beantwortet und selbstverständlich vertraulich behandelt. Die drei Juristinnen beraten praxisbezogen und sind stets über aktuelle Probleme der Branche umfassend informiert. Gemeinsam mit Ihnen entwickeln sie die bestmöglichen Lösungen. Sie haben unsere Mitglieder bereits in vielen Fällen vor teuren Prozessen bewahrt.

Rundumbetreuung und Weiterbildung Neben der telefonischen Beratung erarbeitet die Rechtsabteilung verschiedene Mustervorlagen und stellt den Mitgliedern beispielsweise Arbeitsverträge und einschlägige Urteile zur Verfügung. Darüber hinaus bietet sie in regelmäßigen Abständen vertiefende Rechtsseminare zu aktuellen Themen an – und auch hier beweisen die Juristinnen des DSSV, dass sie nie um eine Antwort verlegen sind.

Gülizar Cihan fitness MANAGEMENT international

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DIE FITNESSSACHVERSTÄNDIGEN Die DSSV-Rechtsabteilung erreichen Sie telefonisch von Montag bis Freitag zwischen 10 und 16 Uhr unter 040-766 24 00 und per E-Mail an jurist@dssv.de.

Steuerberater und von der IHK Koblenz öffentlich bestellter und vereidigter Sachverständiger für Wirtschaftlichkeitsberechnung für Fitnessund Freizeit-Anlagen.

Werner Kündgen

Weitere Verstärkung Seit August 2021 verstärkt die Juristin Gülizar Cihan die Rechtsabteilung des DSSV. Sie berät die Mitglieder vor allem bei Fragen rund um das Verwaltungs- und Arbeitsrecht. Ihre Kollegin Andrea Elbl arbeitet bereits seit 2015 in der Mitgliederberatung, seit 2016 ist Iris Borrmann als Syndikusanwältin mit an Bord.

Joseph-von-Fraunhofer-Str. 1 53501 Grafschaft (Ringen)  Telefon: 02641 - 800 40 www.kuendgen.de

Erstberatung statt Anwaltskosten Nutzen Sie die Expertise und lassen Sie sich bei allen relevanten Fragen möglichst frühzeitig durch die drei Anwältinnen beraten. Es lohnt sich! Denn häufig ist die Beratung bei einem niedergelassenen Anwalt kostspieliger als ein gesamter DSSV-Jahresbeitrag. Durch die Beratung lassen sich oft außergerichtliche Lösungen erzielen, die letztendlich allen Beteiligten Zeit, Geld und Nerven sparen. Zögern Sie also nicht, den DSSV per Telefon oder E-Mail zu kontaktieren. www.dssv.de

Von der IHK Bonn/Rhein-Sieg öffentlich bestellter und vereidigter Sachverständiger für die Bewertung von Fitnessund Freizeit-Anlagen.

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Auf dem Freibogen 3 53127 Bonn Telefon: 0228 - 298 701 www.fitnesssachverstaendige.de

Andrea Elbl Andrea Elbl war zwanzig Jahre lang als Rechtsanwältin in unterschiedlich ausgerichteten Kanzleien tätig, davon war sie dreizehn Jahre selbstständig. Seit März 2015 berät sie als Teil der Rechtsabteilung des DSSV in Hamburg die Mitglieder in Rechtsfragen, wobei ihr Schwerpunkt auf dem Fitnessstudiovertragsrecht liegt. Iris Borrmann Iris Borrmann ist seit 1993 als Rechtsanwältin zugelassen und hat seitdem sowohl als Anwältin in einer arbeitsrechtlich ausgerichteten Kanzlei als auch in der Mitgliederberatung eines Verbandes gearbeitet. Ihr Schwerpunkt ist das Arbeitsrecht. Seit Oktober 2016 ist sie als Syndikusanwältin für den DSSV tätig und berät Sie zu allen Fragen rund um das Arbeitsverhältnis zu Ihren Mitarbeitern. Gülizar Cihan Gülizar Cihan war jahrelang als selbstständige Rechtsanwältin in verschiedenen Fachrichtungen tätig. Gleichzeitig war sie einige Zeit in einem mittelständischen Unternehmen rechtsberatend aktiv. Seit August 2021 gehört sie zur Rechtsabteilung des DSSV und berät die Mitglieder vor allem in verwaltungsrechtlichen und arbeitsrechtlichen Fragen.

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Von der IHK Koblenz öffentlich bestellte und vereidigte Sachverständige für Wirtschaftlichkeitsanalysen für kleine und mittlere Unternehmen (KMU), insbesondere Sport-, Fitnessund Gesundheits-Anlagen.

Sabrina Fütterer

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DSSV | RECHT

Wichtig für Studiobetreiber

Das neue Gesetz für faire Verbraucherverträge

Der Gesetzgeber beschloss Ende Juni 2021 das Gesetz für faire Verbraucherverträge, das auch für Fitnessstudiobetreiber weitreichende Auswirkungen haben wird. Insbesondere wurden die gesetzlich zulässigen Laufzeiten und Kündigungsfristen erheblich geändert, außerdem wurde ein neuer „Kündigungsbutton“ eingeführt. Text: Andrea Elbl

D

erzeit regelt das Bürgerliche Gesetzbuch (BGB) in Bezug auf Dauerschuldverhältnisse, unter die auch Fitnessstudioverträge fallen, dass eine Erstlaufzeit von maximal zwei Jahren zulässig ist und die stillschweigende Verlängerung höchstens jeweils weitere zwölf Monate betragen darf. Die maximal zulässige Kündigungsfrist beträgt drei Monate.

Neue Gesetzeslage Für die Öffentlichkeit eher überraschend wurde nunmehr eine aus Unternehmersicht deutlich verschärfte Fassung beschlossen. Danach sind in Zukunft nur noch Fitnessstudioverträge (Dauerschuldverhältnisse) mit folgenden Parametern zulässig:

Gesetzesentwürfe

Die Erstlaufzeit darf weiterhin maximal 24 Monate betragen. Diese Erstlaufzeit ist an keinerlei weitere Bedingungen geknüpft. Es muss weder ein Kündigungshinweis an das Mitglied kurz vor Ablauf erfolgen, noch muss ein Einjahresvertrag oder Ähnliches angeboten werden.

Erstlaufzeit

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Foto: djile – stock.adobe.com

Mit dem nunmehr von Bundestag und Bundesrat beschlossenen Gesetz für faire Verbraucherverträge werden derartige Laufzeiten und Kündigungsfristen zukünftig nicht mehr zulässig sein. Begründet wird das Gesetz damit, dass die Rechte der Verbraucher gegenüber der Wirtschaft gestärkt werden sollen.

Noch in den Gesetzesentwürfen waren Modelle angedacht, wonach weiterhin Zweijahresverträge hätten angeboten werden dürfen. Allerdings nur dann, wenn auch immer eine einjährige Laufzeit möglich gewesen wäre und der Preisun-

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terschied zwischen beiden Verträgen maximal 25 Prozent betragen hätte. Auch war zunächst angedacht, weiterhin eine Verlängerung von jeweils einem Jahr zuzulassen, unter der Bedingung, dass der Verbraucher rechtzeitig durch das Studio auf sein Kündigungsrecht hingewiesen wurde. Derartige Konstrukte sind aber alle vom Tisch.


kann der Verbraucher das Vertragsverhältnis jederzeit und ohne Einhaltung einer Kündigungsfrist kündigen. Die Einzelheiten hinsichtlich des „Kündigungsbuttons” sind im Gesetz detailliert beschrieben.

Was gilt für bereits bestehende Verträge? Hinsichtlich der Laufzeiten und Kündigungsfristen gelten die bis zum Tag des Inkrafttretens abgeschlossenen Vereinbarungen weiter und es gibt keine rückwirkende Anwendung des Gesetzes. Im Gegensatz dazu gelten die Regelungen zu der neu zu schaffenden Kündigungsmöglichkeit auf der Website aber auch für alle bis dahin über Websites abgeschlossenen Verträge. Das heißt, dass ab 1. Juli 2022 – wenn der „Kündigungsbutton“ Pflicht wird – auch für bereits heute elektronisch abgeschlossene Verträge die Möglichkeit angeboten werden muss, über die Website zu kündigen.

Kein Abtretungsverbot in AGB In dem Gesetz wurden noch weitere Neuerungen beschlossen: So kann das Recht von Verbrauchern, ihre gegenüber Unternehmen bestehenden Geldforderungen an Dritte abzutreten, grundsätzlich nicht mehr in Allgemeinen Geschäftsbedingungen wirksam ausgeschlossen werden. Dies hat z. B. Relevanz in Bezug auf Internetfirmen, die sich Rückforderungen aus Beiträgen von Trainierenden, die während des Lockdowns eingezogen wurden, abtreten lassen.

Dokumentationspflicht für die Einwilligung in Telefonwerbung

Die Kündigungsfrist zum Ende der Erstlaufzeit darf zukünftig aber maximal einen Monat betragen.

Stillschweigende Verlängerung Eine stillschweigende Verlängerung des Fitnessstudiovertrages nach der Erstlaufzeit ist nur noch zulässig, wenn diese Vertragsverlängerung auf unbestimmte Zeit (also ohne eine feste weitere Laufzeit) abgeschlossen wird. Dem Mitglied wird außerdem das Recht eingeräumt, das verlängerte Vertragsverhältnis (jederzeit) mit einer Frist von höchstens einem Monat zu kündigen.

Schließlich sieht das Gesetz noch vor, dass Unternehmen die erforderliche vorherige Einwilligung des Verbrauchers in Telefonwerbung zukünftig zu dokumentieren und für fünf Jahre ab Erteilung aufzubewahren haben. Wenn dies nicht geschieht, liegt ein Verstoß vor, der mit einem Bußgeld von bis zu 50.000 Euro geahndet werden kann. Die Regelungen in Bezug auf das Abtretungsverbot und die Einwilligung in Telefonwerbung treten bereits am 1. Oktober 2021 in Kraft.

Ab wann gelten diese Regelungen? Die Vorschriften zu den geänderten Laufzeiten und Kündigungsfristen treten am 1. März 2022 in Kraft.

Der „Kündigungsbutton“ Mit dem Gesetz wurde noch der neue §312k BGB beschlossen: Wenn es Mitgliedern ermöglicht wird, über eine Website einen Vertrag im elektronischen Geschäftsverkehr zu schließen, muss das Studio sicherstellen, dass das Mitglied auf der Website auch eine ordentliche oder außerordentliche Kündigung über eine Kündigungsschaltfläche abgeben kann („Kündigungsbutton“). Die Vorschrift zur Einrichtung des „Kündigungsbuttons“ gilt verbindlich zum 1. Juli 2022. Besonders zu beachten ist: Sollte auf der Website der vorgeschriebene „Kündigungsbutton“ nicht fristgerecht eingerichtet werden, 05/21

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Andrea Elbl, DSSV-Juristin Zu allen rechtlichen Fragen rund um den Studioalltag bietet die Rechtsabteilung des DSSV im Rahmen einer bestehenden Mitgliedschaft die Möglichkeit, eine kostenlose rechtliche Erstberatung mit Einschätzung der Rechtslage zu erhalten, beispielsweise nach Erhalt einer Attestkündigung, zur Überprüfung von Vertragsklauseln oder zu arbeitsrechtlichen Themen. Tel.: 040 - 766 24 00, E-Mail: jurist@dssv.de

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DSSV | KOMMENTAR

COME BACK – better & stronger Das Motto des „Aufstiegskongress ONLINE ONLY“ im Jahr 2021 lässt sich sehr gut auf die aktuelle Situation, in der sich die deutschen Fitness-Anlagen befinden, übertragen.

Foto: Klaudia Lech

Trotz aller Widrigkeiten und Einschränkungen, denen wir seit viel zu vielen Monaten ausgesetzt sind, hat die letzte Befragung des DSSV e. V. ergeben, dass die Studiobesitzer eine positive Tendenz bei der Entwicklung der Mitgliederzahlen verzeichnen. Dabei ist natürlich nicht von der Hand zu weisen, dass wir durch die Lockdowns in 2020 und – noch schlimmer – in 2021 hohe Verluste bezüglich unseres Mitgliederbestands zu verkraften hatten. Entsprechend schätzen es die Studiobesitzer als realistisch ein, dass Monate bzw. Jahre ins Land gehen werden, bis die meisten Betriebe den Mitgliederbestand von Ende Dezember 2019 wieder erreicht haben. Als Durchschnittswert für die Branche – mit teilweise größeren Unterschieden in den Beurteilungen von Einzelstudios, Ketten oder Mikrostudios – ergibt sich ein Zeitraum von 20 Monaten, bis dieses Mitgliedervolumen voraussichtlich wieder erreicht sein wird.

Birgit Schwarze Präsidentin DSSV e. V.

Nichtsdestotrotz ist sich die Bevölkerung und sind sich auch viele politische Vertreter der Tatsache bewusst, dass die Fitnessstudios einen sehr wichtigen Beitrag dazu leisten, die Gesundheit und Vitalität der Menschen in Deutschland zu erhalten bzw. zu fördern. Dies zeigt sich ganz klar in den Neuzugängen, die wir seit April 2021 in unseren Betrieben begrüßen dürfen – entsprechend positiv ist die Einschätzung der Studiobesitzer zur Entwicklungstendenz für die Zukunft. Ja, wir kommen gemeinsam nach der Krise, die wir nicht verschuldet haben, zurück! Gute Unternehmen zeichnen sich dadurch aus, dass sie Krisen erfolgreich meistern. Und damit sind Krisen wie die Corona-Lockdowns gemeint; Es sind die nicht oder nur schwer steuerbaren Einflüsse von außen, die es zu bewältigen gilt. 
 Unsere Studios haben bislang Überragendes geleistet; sie haben gekämpft, jeden Tag Neues entwickelt, um die Mitglieder zu motivieren und sie zu halten; sie haben dafür auch neue Wege beschritten. Jetzt gilt es, auch die nächsten Monate zu bewältigen und weiter aus der Krise zu kommen. Der „Aufstiegskongress ONLINE ONLY“ hat sich diesem Motto verschrieben. Die Veranstalter haben ein umfangreiches Programm entwickelt, um den Studios wichtiges Know-how zur Verfügung zu stellen und ihnen den Rücken zu stärken – seien Sie unbedingt dabei – dieses Know-how brauchen wir alle gemeinsam! COME BACK – better & stronger? YES – we can and we will! Ihre Birgit Schwarze

Birgit Schwarze

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DSSV | NEUE MITGLIEDER & FÖRDERMITGLIEDER

Der DSSV begrüßt –

Neue Mitglieder Athletic Gym Sanel Dzamdzic 89077 Ulm

FAS Fitnesscenter am Schlagbaum René Gross 38678 ClausthalZellerfeld

Intenso Ostbahnhof Christian Phillippovitsch 64287 Darmstadt

Sportstätten-Betriebs GmbH Runwald Schopf 73550 Waldstetten

balance Ihre Fitnesslounge Hirschleb & Krämer GbR 97318 Kitzingen

Fitness Life Thomas Grett 17335 Strasburg

Mei Energy Sebastian Lang 84453 Mühldorf

VITACLUB Florian Schmid 72250 Freudenstadt

BarnBell Dudes Robin Allgöwer 71735 Eberdingen

Fitness Rottweil Maute & Böhler Fitness GmbH 78328 Rottweil

MOVE - das Sportstudio für die Frau Dirk Schlegel 28199 Bremen

VivaVital e.K. Stefan Olbrich 91126 Schwabach

Bodycoach Rudersberg Thomas Pumm 73635 Rudersberg

formsache Annette Koring 25462 Rellingen

OASE Bremen Norman Strauß 28307 Bremen

Wav-e Space Rosenheim Detlef Kleinicke 83022 Rosenheim

BOXFIT Das etwas härtere Fitness-Center Sascha Kuntsch 93059 Regensburg

HK Fitness Studio Karin Holbach 53604 Bad Honnef

Sport Zimmer Annette Frizler 74613 Öhringen

WellnessClub No. 6 Lorena Windschüttel 01309 Dresden

EMS-Lounge Nürnberg-Ost Maximilian Schmitt 90482 Nürnberg

HYPOXI und Gesundheitsstudio Jörg Wichmann 18273 Güstrow

Sportcenter Eskesberg Ulf Köhrs 42115 Wuppertal

DSSV-Online-Seminar „Zielführende Marketingaktivitäten nach der Corona-Krise unter Berücksichtigung von vertrauensbildenden Maßnahmen.“ Termin: Donnerstag, 14. Oktober 2021, 14 Uhr

Referent: Henrik Gockel (Branchenexperte, Inhaber der Boutique-Studio-Kette „PRIME TIME fitness“, Dozent der DHfPG/BSA-Akademie)

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Foto: PRIME TIME fitness

Die Corona-Pandemie hat nochmals deutlich gemacht, wie essenziell eine offene Kommunikation gegenüber Mitgliedern und Kunden ist. Dieser zentrale Erfolgsfaktor spielt auch im Marketing eine wichtige Rolle. In diesem Online-Seminar erfahren Teilnehmende, mit welchen Botschaften und Marketingaktionen sie Vertrauen schaffen können, um so die Kundenbindung, aber auch die Neukundengewinnung zu fördern. Weitere Informationen zum kostenlosen Online-Seminar erhalten Sie unter: www.dssv.de/online-seminar/


Der DSSV begrüßt –

Neue Fördermitglieder CAYA Mit CAYA empfangen Sie Ihre Post nicht nur ganz einfach online, sondern können diese auch im Dokumentenmanagementsystem direkt digital verwalten und bearbeiten. Postdigitalisierung und Dokumentenmanagement aus einer Hand, perfekt aufeinander abgestimmt. CAYA digitalisiert Ihren Posteingang. Dazu wird Ihre Post in Zusammenarbeit mit der Deutschen Post und PIN AG zum ISO-zertifizierten Scancentern umgeleitet und Ihre Dokumente in einem hochautomatisierten Verfahren digitalisiert. Die empfangene Post wird dabei tagesaktuell nach Formaten sortiert, maschinell geöffnet, aus dem Umschlag entnommen und für das Scannen vorbereitet. Von den Produktionsscannern werden die Dokumente in Millisekunden digitalisiert. Verwalten und teilen Sie Dokumente mit Ihrem Team oder senden Sie Dokumente ganz einfach aus der Cloud heraus per E-Mail an beliebige Empfänger – von unterwegs per Mausklick oder mit der mobilen App. Innerhalb der CAYA Document Cloud können Sie anderen Nutzern eine Lesefreigabe für einzelne Dokumente oder ganze Ordner erteilen. Natürlich stehen Ihnen auch zahlreiche Integrationen aus den Bereichen Buchhaltung, Kundenservice oder Dokumenten- und Vertragsmanagement zur Verfügung. Werden Sie mit CAYA in nur wenigen Tagen papierlos. Wir freuen uns auf Sie!

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MANAGEMENT | IMPULS

In G Krisenbewältigung schweißt zusammen und eröffnet neue Möglichkeiten

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Führen und motivieren in Zeiten der Pandemie Text: Florian Schmidt und Jürgen Wolff

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Foto: Oleksii – stock.adobe.com

In Bezug auf die Mitarbeiterführung wurde von Studiobetreibern in den letzten Monaten extrem viel verlangt. Es galt, in unsicheren Zeiten Ruhe und Sicherheit auszustrahlen und den Teamspirit sowie die Motivation trotz Kurzarbeit und widriger Umstände hochzuhalten. Viele Teams sind durch die Krise noch enger zusammengerückt und haben während der Schließungen gemeinsam an der Zukunft des Unternehmens gearbeitet. Welche Lehren die Betreiber aus dieser Phase ziehen und wie sie diesen positiven Spirit nach dem Restart langfristig erhalten wollen, erläutern Gertrud Wulf vom 3lifesports in Meppen und Marc Linzenich von der Linzenich Gruppe.


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ie Fitness- und Gesundheitsbranche ist nicht nur eine kundenorientierte Dienstleistungsbranche, sondern von jeher auch ein „People Business“. In den vergangenen Monaten waren im Umgang mit Mitgliedern und vor allem mit den eigenen Mitarbeitern besondere Führungsqualitäten, Fingerspitzengefühl und Softskills gefragt.

Klar ist: Keine unternehmerische Weiterentwicklung kommt ohne Reibungsverluste, Rückschläge und Emotionen aus – die Frage ist nur, wie man in der Praxis mit solchen schwierigen Phasen umgeht.

Was schon zu normalen Zeiten für viele Führungskräfte im Studioalltag eine Herausforderung darstellt, ist durch die Corona-Krise und die beiden behördlich angeordneten Lockdowns zur echten Bewährungsprobe geworden.

Besonders in Krisensituationen lassen sich durch die richtige Führung Energien und Emotionen auch gezielt dafür nutzen, gemeinsam als Unternehmen und als Team weiter zu wachsen. Vorausgesetzt man weiß, wie man diese Aspekte sinnstiftend bündeln und in positive Energie und neue Ideen umsetzen kann.

Stillstand vs. Change: Schwieriger „Spagat“ für Betreiber Nach dem Schock über die erneute Schließung waren viele Mitarbeiter verunsichert und teilweise auch frustriert. Schließlich bedeutete der zweite Lockdown für einen Teil des Teams wieder Kurzarbeit, was häufig auch zu Existenzängsten führte. Zeitgleich musste der Betrieb weiter am Laufen gehalten werden und es mussten mit dem verbliebenen Team – unter enormem Stress und Zeitdruck – neue Lösungen und Angebote entwickelt werden. Keine einfache Situation für Führungskräfte und Mitarbeiter, die parallel wochenlang auf neue Entscheidungen der Politik warten und auf die wichtige Öffnungsperspektive hoffen mussten.

Mitarbeiter als zentrale Säule des künftigen Unternehmenserfolgs

Aber wie hält man die Motivation in Zeiten der Pandemie und zahlreicher Schwierigkeiten weiter hoch? Wie legt man praktisch über Nacht den „Schalter“ um und wechselt vom Notwieder in den Normalbetrieb? Wie führt man Mitarbeiter nach dem Restart erfolgreich aus der Krise in die Zukunft? Um diese und weitere Fragen zu beantworten, haben wir mit Gertrud Wulf, Studioleiterin des 3lifesports in Meppen, und Marc Linzenich, geschäftsführender Gesellschafter der Linzenich Gruppe, über ihre Lehren aus der Krise und ihr Erfolgsrezept für eine zeitgemäße Mitarbeiterführung gesprochen.

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MANAGEMENT | IMPULS

Gertrud Wulf, Studioleiterin 3lifesports, Meppen

„Unser Fokus auf Teamwork ist stärker geworden“ Gertrud Wulf (Jahrgang 1960) ist seit ihrer Jugend begeisterte Fitnesssportlerin und gibt bis heute Kurse (Indoor Cycling, Pilates, Yoga). Als gelernte Gehilfin in wirtschafts- und steuerberatenden Berufen startete die dreifache Mutter im Studio ihres Bruders Hermann Lammers zunächst in der Buchhaltung und begann später zusätzlich wieder Kurse zu geben. Seit 2011 ist Gertrud Wulf Studioleiterin des 3lifesports in Meppen.

fMi: Wie wichtig sind aus Ihrer Sicht qualifizierte, motivierte und loyale Mitarbeiter für den langfristigen Unternehmenserfolg? Gertrud Wulf: Die Loyalität hat für uns eine ganz hohe Priorität. Der beste Beleg dafür ist, dass wir praktisch keine Fluktuation haben. Mitarbeiter verlassen uns im Normalfall nur nach Ausbildungsende, wenn sie weitere Ziele verfolgen. Wir versuchen immer, unsere Mitarbeiter zu halten und ihnen die besten Perspektiven zu bieten. Dazu gehört die kontinuierliche Entwicklung unserer Mitarbeiter. Wir verstehen die Qualifizierung als fortlaufenden Prozess und investieren sehr viel in Aus- und Weiterbildung. Wenn es möglich ist, holen wir uns die Experten ins Haus, wir schicken unsere Mitarbeiter aber auch zu externen Schulungen. Auch in die Motivation investieren wir kontinuierlich. Schon seit ein paar Jahren sind wir im Coaching mit Lexie Griffith, die uns in dieser Richtung maßgeblich vorangebracht hat, viele wertvolle Tipps gibt und regelmäßig neue Lernstudien vorstellt. Gemeinsam mit ihr haben wir auch die Werte ermittelt, für die unser Unternehmen und unser Team stehen. Wodurch zeichnet sich Ihrer Meinung nach eine nachhaltige und zeitgemäße Personalführung aus? Hat sich Ihr Fokus in den letzten Monaten verschoben? Für alle Mitarbeiter haben wir ein DiSG-Profil erstellt, um ihre Stärken und Schwächen zu ermitteln. So können wir die Stärken jedes einzelnen Mitarbeiters gezielt ins Team einbringen und mit den Mitarbeitern systematisch an ihren Schwächen arbeiten. Davon profitiert jeder Einzelne, das Team und immer auch das Unternehmen.

Das DiSG®-Persönlichkeitsmodell ist eine Beschreibung, um sein eigenes Verhalten sowie die verschiedenen Ausprägungen und Verhaltenstendenzen von Kollegen und Kunden zu verstehen.

Quelle: www.disg-modell.de

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Ich würde sagen, unser Fokus auf Teamwork ist während der Pandemie stärker geworden. Jeder hatte in dieser Zeit sein

Welche Softskills waren während der Pandemie im Umgang mit Ihren Mitarbeitern für Sie besonders wichtig und warum? Fürsorge und Transparenz waren wichtig – der faire Umgang miteinander und die Erklärung, was gerade passiert. Wir sind auch offen mit der finanziellen Situation des Unternehmens umgegangen, damit unsere Mitarbeiter sich nicht sorgen müssen, dass sie ihren Job verlieren. Dabei haben wir nie damit hinterm Berg gehalten, dass die Situation schwierig ist. Wir haben aber Hoffnung für die Zukunft gemacht. Viele unserer Mitglieder haben während der Schließung Geld gespendet. Diese Unterstützung ist nicht ins Unternehmen geflossen, sondern eins zu eins als Corona-Geld an unsere Mitarbeiter gegangen. Welche Fähigkeiten und Qualifikationen Ihrer Mitarbeiter haben sich in den vergangenen Monaten als besonders wertvoll herausgestellt? Das Teamgefühl. Das, was wir unter dem Credo „Wir sind füreinander da“ lange aufgebaut haben, war so wertvoll, weil sich in der schwierigen Situation alle eingebracht haben, um für die Mitglieder da zu sein und unserem Unternehmen zu helfen. Dafür mussten sich alle auch mit Aufgaben befassen, die nicht zu ihren Stärken gehören, und sich mit den Anforderungen der Technik auseinandersetzen. Das hat sehr gut geklappt und zum Teil waren die Kurse am erfolgreichsten, bei denen wir das gar nicht erwartet hatten. Das Gefühl, dass alle im Team an einem Strang ziehen, hat enorme Kräfte und Kreativität freigesetzt. Durch welche konkreten Strategien und Maßnahmen konnten Sie die Motivation Ihrer Mitarbeiter, das Teamwork und den Zusammenhalt in dieser schwierigen Phase fördern? Wie wollen Sie diesen Teamspirit in den nächsten Monaten aufrechterhalten? fitness MANAGEMENT international

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Fotos: 3lifesports

Eine erste Einteilung der Persönlichkeitsstile erfolgt über die vier Profiltypen D i S G: D = Dominant: direkt und bestimmt i = Initiativ: optimistisch und aufgeschlossen S = Stetig: einfühlsam und kooperativ G = Gewissenhaft: bedacht und korrekt

Mit der konsequenten Umsetzung dieses Konzeptes haben wir eine zeitgemäße Personalführung, die wir kontinuierlich weiterentwickeln.

persönliches Schicksal und auch wir waren von Kurzarbeit betroffen. Wir haben uns aber immer wieder im Team zusammengesetzt und besprochen, was wir für unsere Mitglieder tun können, und haben u. a. Online-Kurse entwickelt. Die Führungsaufgabe bestand darin, die To-dos auf alle Mitarbeiter gleichmäßig zu verteilen.


Offenheit und den Teamspirit hochhalten – wenn es mal gekriselt hat, haben wir uns daran erinnert, wie unser Team-Credo lautet: „Wir sind füreinander da!“ Unser gemeinsames Ziel war, die Pandemie zu überleben. Wir haben es als Team geschafft und sind in der Krise noch weiter zusammengerückt. Besonders bewährt hat sich eine Maßnahme, die Lexie Griffith schon vor langer Zeit angeregt hat: Wir haben mit jedem Mitarbeiter unsere gegenseitigen Erwartungen ausgetauscht, danach einen gemeinsamen Konsens ermittelt und diesen schriftlich fixiert. Wenn mal etwas schiefläuft, holen wir das Papier heraus und vergegenwärtigen uns unsere gemeinsamen Ziele. Das holt alle Beteiligten schnell auf den Boden zurück und spart enorm viel Zeit und vor allem Energie. Um unseren Teamspirit aufrechtzuerhalten, müssen wir genauso weitermachen, wie wir bisher gearbeitet haben. Wir sind ja längst noch nicht angekommen. Wie schon gesagt, die Entwicklung unserer Mitarbeiter und unseres Führungsteams ist ein fortlaufender Prozess. Wie haben Sie externe Expertisen generell in die Abläufe im Studio miteinbezogen? Lexie Griffith begleitet uns schon rund 30 Jahre. Mein Bruder wollte damals Kurse in sein erstes Studio integrieren und ist auf Lexie gestoßen, die ein Konzept entwickelt hatte, um Fitnesskunden auf emotionaler Ebene anzusprechen, „abzuholen“ und den Spaß an der Bewegung zu vermitteln. Die Zusammenarbeit hat begonnen, als sie uns Anfang der 1990er als Kurstrainer ausgebildet hat. In all den Jahren hat Lexie sich weiterentwickelt und hat ihr Engagement vom Kursbereich auf das Personalmanagement verlegt. Heute bildet sie weltweit Führungskräfte in Personalentwicklung und -führung aus – auch für große Konzerne. Uns hat Lexie dabei unterstützt, die Grundwerte des Unternehmens festzulegen, das Unternehmens- und das Team-Credo auszuarbeiten und im Studioalltag zu leben. Sie hat uns viele „Werkzeuge“ in die Hand gelegt, die uns geholfen haben, 3life zu dem zu machen, was es heute ist. Wir sind vor 30 Jahren gemeinsam auf eine Reise gegangen und sind noch nicht am Ende.

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Haben Sie während der Pandemie Mitarbeiter verloren? Falls ja, konnten Sie diesen Verlust inzwischen ausgleichen? Worin bestand dabei die größte Herausforderung? Nein, wir haben keine Mitarbeiter verloren. Es sind alle geblieben. Da wir in einer ländlichen Region beheimatet sind, ist bei der Mitarbeitersuche generell die Herausforderung, geeignete Interessenten zu finden. Welche Schlüsse und Lehren können Sie aus der Krise und dem Restart für die Teamentwicklung und die weitere Zusammenarbeit in Ihrem Betrieb ziehen? Alle im Team haben erkannt, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Wir sind in der Krise noch enger zusammengerückt und jetzt zu sehen, dass wir ganz viel richtiggemacht haben, motiviert ungemein. Wir haben als Team funktioniert und werden diese Richtung weitergehen. Im Zuge des Restarts war es für einige schwierig, wieder in den Arbeitsalltag reinzukommen, aber alle sind mit dem Bewusstsein am Start gewesen, dass wir ein verdammt tolles Team sind. Die Herausforderung, die wir jetzt angehen, ist, unsere Mitglieder zu halten und sie zu motivieren, wieder regelmäßig zum Training zu kommen. Wie wollen Sie Ihr Team und Ihr Unternehmen angesichts wachsender Kundenerwartungen und veränderter Herausforderungen des Marktes für die Zukunft aufstellen? Welche Schritte haben Sie geplant? Die gemeinsame Entwicklung des Teams und die stetige Verbesserung der Zusammenarbeit werden wir genauso fortführen wie bisher. Die Erwartungen unserer Kunden waren seit jeher sehr hoch. Sich darauf einzustellen ist für unser top-qualifiziertes Team Alltag. Auch die Hygienevorschriften haben wir sehr konsequent umgesetzt. Online-Kurse werden wir erst einmal nicht mehr anbieten, weil bisher kein Mitglied Bedarf angemeldet hat. Sollte der Bedarf bestehen, sind wir vorbereitet und können jederzeit loslegen. Für uns geht es darum, die Mitglieder zurückzuholen, die vielleicht Angst haben, wieder in größeren Gruppen aufzutreten, oder es inzwischen auf der Couch viel bequemer finden.

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MANAGEMENT | IMPULS

Marc Linzenich, geschäftsführender Gesellschafter Linzenich Fitnessgruppe OHG

„Transparenz im Handeln und klare, regelmäßige Kommunikation“ Marc Linzenich (im Bild in der Mitte) führt gemeinsam mit seinen Brüdern Ferdinand (links) und Johannes (rechts) die Linzenich Fitnessgruppe OHG, die zurzeit elf Studios in Köln und im Bergischen Land betreibt und rund 160 Mitarbeiter beschäftigt.

fMi: Wie wichtig sind aus Ihrer Sicht qualifizierte, motivierte und loyale Mitarbeiter für den langfristigen Unternehmenserfolg? Marc Linzenich: Eine Frage, auf die es in allen erfolgreichen Unternehmen nur eine Antwort gibt: Die Mitarbeiter sind die wichtigste Säule des Unternehmenserfolges. Wodurch zeichnet sich Ihrer Meinung nach eine nachhaltige und zeitgemäße Personalführung aus? Hat sich Ihr Fokus in den letzten Monaten verschoben? Klar definierte Ziele, regelmäßiges und umfangreiches Feedback, Beteiligung an der Entwicklung von neuen Strategien und Veränderungsprozessen sowie ein verbindliches Leitbild und nicht zuletzt eine funktionierende Regelkommunikation sind die wichtigsten Instrumente. Welche Softskills waren während der Pandemie im Umgang mit Ihren Mitarbeitern für Sie besonders wichtig und warum? Transparenz im Handeln und klare, regelmäßige Kommunikation. Die Mitarbeiter während des Lockdowns bei der Stange zu halten, sie also immer wieder zu ermuntern, zu motivieren, zu schulen und so am Ende auch vor einer zunehmenden Alltagsträgheit zu schützen, war die große Herausforderung. Und das ging ja überwiegend nur online. Dabei war es auch wichtig, sie über die wirtschaftliche Situation jederzeit auf dem Laufenden zu halten, nicht zuletzt, um ihnen verständliche Existenzängste zu nehmen!

Welche Fähigkeiten und Qualifikationen Ihrer Mitarbeiter haben sich in den vergangenen Monaten als besonders wertvoll herausgestellt? Zuverlässigkeit, Disziplin, Führungs- und Kommunikationskompetenz sowie die Verinnerlichung der absoluten Kundenorientierung. Haben Sie während der Pandemie Mitarbeiter verloren? Falls ja, konnten Sie diesen Verlust inzwischen ausgleichen? Worin bestand dabei die größte Herausforderung? Wir haben lediglich externe Kurstrainer verloren, da sie sich im Lockdown andere Nebenjobs gesucht haben. Zurzeit bilden wir aus dem eigenen Mitgliederbestand neue Kurstrainer aus und werden für unser Kursangebot in Zukunft vermehrt festangestellte Mitarbeiter einsetzen. Durch welche konkreten Strategien und Maßnahmen konnten Sie die Motivation Ihrer Mitarbeiter, das Teamwork und den Zusammenhalt in dieser schwierigen Phase fördern? Wie wollen Sie diesen Teamspirit in den nächsten Monaten aufrechterhalten? Zunächst haben wir die Mitarbeiter nicht komplett in Kurzarbeit geschickt, damit sie Arbeitsabläufe und Prozesse nicht ganz verlernen. Darüber hinaus haben wir das Kurzarbeitergeld von 60 auf 100 Prozent aufgestockt und sogar noch einen Corona-Bonus ausgezahlt – nicht nur um Existenzen zu sichern, sondern auch um unsere guten Mitarbeiter zu halten.

Fotos: Linzenich Fitnessgruppe OHG

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Dann haben wir gemeinsam ein neues Beitragssystem entwickelt, das uns einen höheren Durchschnittsbeitrag ermöglicht, um dadurch nicht zuletzt auch die lockdownbedingte Mitgliederfluktuation etwas abzufedern. Außerdem haben wir ein internes Betriebliches Gesundheitsmanagement etabliert. Die wichtigste Maßnahme war aber die gemeinsame Entwicklung unserer Vision/Mission 2030! Das haben wir auch mit allen 160 Mitarbeitern im August gefeiert. Haben Sie externe Expertisen zu Rate gezogen? Falls ja, wie haben Sie diese eingesetzt? Wir lassen uns seit über zehn Jahren in unserem Management- und Jahreszielplanprozess durch die CIC Unternehmensberatung unterstützen. Welche Schlüsse und Lehren haben Sie aus der Krise und dem Restart für die Teamentwicklung und die weitere Zusammenarbeit in Ihrem Betrieb gezogen? Die Krise hat unsere Haltung in der Mitarbeiterführung bestätigt. Transparenz, Kommunikation, Partizipation, Motivation,

Feedbackkultur in alle Richtungen und klare Ziele sind und bleiben unerlässlich! Wie wollen Sie Ihr Team und Ihr Unternehmen angesichts wachsender Kundenerwartungen und veränderter Herausforderungen des Marktes für die Zukunft aufstellen? Wir setzen auf Aus- und Weiterbildung durch interne und externe Schulungsangebote, vor allem in den Bereichen Persönlichkeitsentwicklung und Managementkompetenz. Durch unsere interne Akademie und unsere Ausbildungspartner wie die DHfPG sichern wir die Kompetenz unserer Mitarbeiter in den Bereichen Training, Ernährung, Reha und Prävention sowie Stressmanagement. Darüber hinaus setzen wir vermehrt auf Teams mit festangestellten Mitarbeitern, einerseits um unseren Kunden Konstanz zu bieten und andererseits, um unsere Ansprüche als Qualitätsanbieter zu stabilisieren und zu etablieren. Ein flexibles und transparentes Beitragssystem für unsere Kunden trägt sicherlich auch dazu bei, als verlässlicher, ehrlicher und somit attraktiver Anbieter wahrgenommen zu werden.

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MANAGEMENT | KOMMENTAR UNTERNEHMENSFÜHRUNG

Mitarbeiter- und Teamentwicklung in der Praxis

Erfolgreich und motivierend führen Text: Samir Vincevic

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Foto: Svitlana – stock.adobe.com

Wenn es darum geht, Dienstleistungsunternehmen erfolgreich zu führen, ist es elementar, dass die Mitarbeitenden bereit sind, den Weg mitzugehen und dabei auch die berühmte „Extrameile“ nicht scheuen. Im Folgenden werden praxiserprobte und verständliche Ansätze vorgestellt, mit denen Sie einzelne Mitarbeitende und das gesamte Team noch wirkungsvoller führen können.


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ie Managementherausforderungen im Rahmen der Mitarbeiterführung und Teamentwicklung sind sehr komplex und viele Aspekte beeinflussen sich gegenseitig. Deshalb ist es wichtig, die im Folgenden dargestellten Ansätze immer im Gesamtkontext zu sehen und in der Praxis ganzheitlich zu agieren. Wir können z. B. mit einer sehr guten Kommunikation nur punktuell das Fehlen der richtigen Grundeinstellung des Managements ausgleichen.

Grundeinstellung: Welche Haltung hat das Management? Aus meiner Erfahrung spielen folgende sieben Eigenschaften eine wesentliche Rolle: Über allem steht die charakterliche Integrität. Das bedeutet, verlässlich im Verhalten zu sein. Mein Leitsatz dazu ist: „Verlässlich im Verhalten und unberechenbar im Follow-up“. Mitarbeitende müssen sich auf das Verhalten der Führenden jederzeit verlassen können. Nur sollten diese nicht so berechenbar werden, dass die Mitarbeitenden genau wissen, wann welche Frage gestellt wird bzw. wann sie mit bestimmten Themen konfrontiert werden oder Fallbeispiele (hier: den Umgang in bestimmten Situationen) erklären müssen. Eine gewisse Unberechenbarkeit sichert ein anhaltend hohes Energie- und Konzentrationslevel im Team. Ist die Führungskraft ein Vorbild, gibt das dem Team eine sehr gute Orientierung. Denn Menschen orientieren sich an dem, was sie sehen, nicht an dem, was ihnen gesagt wird. Die Hauptverantwortlichen eines Unternehmens werden, ganz unbewusst, sehr genau beobachtet. Das Gesehene dient in der Praxis häufig als Maßstab für die eigene Leistung. Ein gesundes Selbstbewusstsein ist wichtiger als das Knowhow, weil es oft großen Mut braucht, das entsprechende Wissen auch anzuwenden. Aber Vorsicht, es darf nicht in die Selbstgefälligkeit abdriften. Dinge offensiv anzugehen, unliebsame Entscheidungen zu treffen und keine Minderleistungen „auszusitzen“ (Harmonie-

sucht endet immer im Konflikt) sind für den Teamspirit ebenfalls wichtig. Dabei gilt es, lernfähig und am Menschen interessiert zu sein. Zu guter Letzt geht es um Ergebnisse, sprich, die „PS auf die Straße zu bringen“. Fakt ist: Was ich nicht messen kann, kann ich nicht steuern. Wirksamkeit zeigt sich im messbaren Verhalten, in harten Fakten und in der sichtbaren (Weiter-)Entwicklung.

Unternehmenskultur und die Why-Frage Was ist die Story, der Sinn, der Nutzen – das Why –, wonach Sie gemeinsam mit Ihrem Team streben? Seien Sie sich gewiss: Es gibt immer eine Unternehmenskultur! Entweder wird diese durch das Management proaktiv und zielgerichtet eingeführt und gepflegt oder sie entsteht ungesteuert. Überall, wo Ungewissheit herrscht, entstehen Spekulationen sowie Interpretationsspielräume und daraus entwickelt sich eben eine „Kultur der ungeschriebenen Gesetze“. Erarbeiten Sie deshalb mit dem Team gemeinsam, wofür Ihr Unternehmen steht, wie Sie von ihren Kunden als Unternehmen gesehen werden möchten und welchen Nutzen Sie den Mitgliedern und Kunden bieten. Sorgen Sie dafür, dass dies allen Mitarbeitenden – vom Reinigungspersonal über den Trainer bis hin zur Geschäftsleitung in der täglichen Praxis immer wieder bewusstgemacht wird.

Rekrutierung und Führung: die richtigen Menschen einstellen und wirksam führen Bezogen auf die Leistung der Mitarbeitenden haben Führungskräfte zwei große „Hebel“, die sie nutzen können bzw. sollten. Zum einen gilt es, zuallererst die richtigen Menschen einzustellen und diese dann entsprechend gut zu führen und weiterzuentwickeln. Je besser die Kultur und die Ziele des Unternehmens zu den Werten und Motiven der Bewerbenden passen, desto höher ist die intrinsische Motivation und die Identifikation mit dem Unternehmen. Stellen Sie sich vor, Ihre Mitarbeitenden könnten sich einen Großteil der Arbeitszeit mit Dingen beschäf-

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MANAGEMENT | KOMMENTAR UNTERNEHMENSFÜHRUNG tigen, die sie begeistern und ihnen als sinnvoll erscheinen. Wenn ich nun in den Vorstellungsgesprächen erfahren möchte, wie die Bewerbenden „ticken“, ist es sehr wichtig, dass ich ihnen keine Antworten in den Mund lege. Offene Fragen helfen uns, den Menschen „in seiner Tiefe“ zu verstehen. Fallbeispiele und Rollenspiele überraschen die Bewerbenden und schon allein die erste Reaktion auf die Aufgabenstellung gibt uns wichtige Erkenntnisse. Wenn z. B. Kontaktfähigkeit sehr wichtig ist, dann schicken Sie die Bewerbenden los, mit der Aufgabe, von fremden Menschen die Lebensgeschichte zu erfahren und sie Ihnen vorzustellen. Bieten Sie den neuen Mitarbeitenden beim Jobeinstieg immer möglichst viel Orientierung. Dazu sollte es eine organisierte Einarbeitung (bspw. in Form einer „Patenschaft“) geben. Das tägliche Gespräch mit der Führungskraft, um Fragen zu klären, konkrete Arbeitssituationen zu besprechen, das Know-how zu entwickeln – also das sogenannte One-Minute-Management –, ist ein genauso wichtiges Führungswerkzeug wie die regelmäßigen Feedbackgespräche. Wichtig dabei ist, dass immer der 360-Grad-Blick zählt. Beide Parteien haben hierbei die Möglichkeit, ihre Sichtweisen zu erläutern und Ziel ist es, sich gegenseitig noch besser zu verstehen.

Motivation und Teamspirit fördern

Wenn wir diszipliniert eine bestimmte Handlung oder Denkweise hunderte Male wiederholen, „konditionieren“ wir unsere Handlungen bzw. das Denken und irgendwann geht es wie von selbst. In puncto Qualität und Nachhaltigkeit unseres Tuns ist dies eine tolle Möglichkeit, sehr viele Dinge in kurzen Abständen und ohne nachzudenken richtig zu machen. Ihre Führungsaufgabe besteht hierbei darin, dafür zu sorgen, dass die richtige Leistung der Mitarbeitenden „konditioniert“ wird.

Fazit Seien Sie ausdauernd und fokussiert: Führung ist ein Marathon und kein Sprint. Es gilt, wie beim Jonglieren, immer alle Themen so lange in der Luft zu halten, bis die Umsetzung zur Selbstverständlichkeit geworden ist. Mein letzter Tipp: Um sich nicht zu übernehmen, sollte man immer nur drei bis fünf Themen gleichzeitig angehen. Wenn alles funktioniert, dann gehen Sie gern die nächsten Punkte an. Sehen Sie die aufgeführten Ansätze doch wie die Zutaten für einen guten Cocktail und lassen Sie sich auch von kleineren Rückschlägen nicht verunsichern, denn: „Wenn es leicht wäre, könnte es jeder“.

Foto: DHfPG/BSA

Neben dem größten Motivationsfaktor, der schon beschriebenen intrinsischen Motivation, sorgen das Zugehörigkeitsgefühl und die Gewissheit, dass man gebraucht wird, sowie das Einbringen der eigenen Fähigkeiten für noch mehr Teamspirit.

diese Dinge heute tun. All diese komplexen Handlungen sind „in Fleisch und Blut“ übergegangen. Wir machen es einfach!

Deshalb sollten Führungskräfte die Qualitäten und Talente ihrer Mitarbeitenden immer stärkenorientiert einsetzen und auch Freiräume zur Weiterentwicklung bieten. Durch das Übertragen von Verantwortung kann sich das Team bestmöglich einbringen und zum Erfolg des Unternehmens jeden Tag aktiv beitragen.

Konditionierung: der Schlüssel zur Nachhaltigkeit

Samir Vincevic

Das Ritualisieren von Handlungen ist ein großes Geschenk der Natur an die Menschheit. Nur weil wir so viele Dinge unbewusst durchführen, hat unser Gehirn die Möglichkeit, sich selektiv auf bestimmte Dinge zu konzentrieren. Denken Sie doch mal daran, wie es war, das erste Mal ohne Stützräder Fahrrad zu fahren oder erinnern Sie sich an die erste Fahrstunde in der Fahrschule im Vergleich dazu, wie selbstverständlich wir

Samir Vincevic ist als Dozent, Autor und Tutor an der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement (DHfPG) und der BSA-Akademie tätig. Zudem ist er Geschäftsführer einer Unternehmensberatung, die Führungskräfte weiterbildet und Unternehmen in Veränderungsprozessen begleitet. www.dhfpg-bsa.de

Sie möchten mehr zum Thema Mitarbeiter- und Teamentwicklung erfahren? Dann schauen Sie sich Samir Vincevics Vortrag „Das Rezeptbuch für die Mitarbeiter-/Teamentwicklung: verständlich, fundiert, praxiserprobt“ beim diesjährigen „Aufstiegskongress ONLINE ONLY“ an. Das vollständige Programm sowie Teaservideos zu den Vorträgen finden Sie unter www.aufstiegskongress.de/programm.

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BSA-Zert Zertifizierungsstelle der BSA-Akademie

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DIN EN 17229 und DIN 33961

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MANAGEMENT | ZERTIFIZIERUNG

Zertifizierungsprogramme der BSA-Zert

Sicherheit für Kunden und Mitarbeiter Text: Ronja Reuber

Das ROBINSON WellFit in St. Wendel steht seit 18 Jahren für herausragende Dienstleistung. Aus diesem Grund hat sich der Geschäftsführer Jörn Müller 2015 für das Zertifizierungsprogramm „ZertFit“ (DIN EN 17229 plus DIN-Norm 33961) und 2020 für die neue Hygienezertifizierung der BSA-Zert entschieden. Wir haben im Interview mit ihm über seine Erfahrungen gesprochen. fMi: Stellen Sie uns bitte Ihr Studio und das Dienstleistungsangebot vor. Jörn Müller: Das ROBINSON WellFit in St. Wendel ist kurz gesagt ein Gesundheitsdienstleister mit hoher Qualität im Premiumsektor – von Mensch zu Mensch! Das Durchschnittsalter unserer Mitglieder liegt bei 49 Jahren. Die meisten sind Freizeitund Gesundheitssportler, die viel Wert auf ein einmaliges Wohlfühlambiente, qualifizierte und freundliche Mitarbeiter sowie ein sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis legen.

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Unser Anspruch ist es, als qualitativer Marktführer und Innovator zu agieren. Die zunehmende Austauschbarkeit der Angebotspalette führt häufig nur zu einer Fokussierung auf den Preis. Die Erfüllung der DIN-Normen und auch die Hygienezertifizierung sind hier wichtige zusätzliche Kriterien, die bestätigen, dass wir vieles richtig machen und uns grundsätzlich vom direkten Markt abheben. Dass diese Qualität auch noch durch fitness MANAGEMENT international

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Fotos: ROBINSON WellFit

Entsprechend kombiniert das Angebot unseres Clubs modernste Technik mit erstklassigem Know-how der Mitarbeiter: vom klassischen Freihanteltraining über digital gesteuertes Fitness- und Gesundheitstraining bis hin zu einem sehr abwechslungsreichen Kursprogramm und einer exklusiven Saunaund Wellnesslandschaft. Im ROBINSON WellFit geht es vor allem um die Gesundheit von Körper und Geist. Bei uns erleben die Mitglieder und Gäste Urlaub vom Alltag.

Warum haben Sie sich für „ZertFit“ sowie die Hygienezertifizierung entschieden und welche Vorteile sehen Sie darin? Wir haben uns bereits zwei Mal bewusst für die BSA-Zert und ihre Zertifizierungsprogramme entschieden. Wir möchten das Beste für unsere Mitglieder und Mitarbeiter. Es geht um Qualitätsstandardisierung in allen Bereichen unserer täglichen Arbeit. Von der Mitarbeiterqualifikation über die Geräteausstattung bis hin zu Hygienestandards für unsere Mitglieder, Gäste und Mitarbeiter. Letzteres ist vor allem in der aktuellen Situation besonders wichtig, um wieder Vertrauen aufbauen zu können.


eine unabhängige Institution bestätigt wird, unterstreicht das Ganze und sorgt für einen Vertrauensbonus. Haben Sie kommuniziert, dass Sie zertifiziert sind und gab es schon Rückmeldungen dazu? Grundsätzlich wird von einem Premiumanbieter erwartet bzw. wird es vorausgesetzt, dass man eine solche Zertifizierung vorweisen kann. Aber selbstverständlich haben wir es auch aktiv kommuniziert, denn wir sind stolz darauf, alle Anforderungen zu erfüllen und so etwas ist in der Branche leider nicht selbstverständlich. Positive Rückmeldungen seitens unserer Mitglieder und Gäste erreichen uns regelmäßig. Erläutern Sie bitte kurz den Ablauf des Zertifizierungsverfahrens anhand Ihres Beispiels? Es sind durchaus hohe Anforderungen zu erfüllen und dementsprechend ist die Zertifizierung mit einem großen Zeitaufwand verbunden. Wir waren nach insgesamt drei Monaten zertifiziert. Dennoch waren uns diese Auszeichnungen enorm wichtig und der hohe Aufwand ist auch gerechtfertigt. Gerade die Hygienezertifizierung steigert in diesen Zeiten noch mehr das Sicherheitsgefühl und Wohlbefinden von Mitgliedern, Gästen und Mitarbeitern. Zur Umsetzung braucht es einen verantwortlichen Mitarbeiter, der sich dieser Aufgabe verbindlich annimmt; dennoch ist immer Teamarbeit nötig. Die Zusammenarbeit mit der BSA-Zert verlief stets reibungslos und unkompliziert. In allen Belangen haben wir direkt Rückmeldung und Unterstützung erhalten. Inwiefern profitiert die Fitnessbranche Ihrer Meinung nach von solchen einheitlichen Normen und wem würden Sie die Zertifizierungen weiterempfehlen? Normen und deren Einhaltung fungieren als Qualitätsmerkmale für die Mitglieder und Gäste; es gibt ihnen Sicherheit und erleichtert somit die Entscheidung, welchem Studio sie ihr Vertrauen schenken.

Generell empfehle ich allen, die sich im Premiumsektor positionieren wollen, eine Zertifizierung. Es wird in Zukunft sicherlich zum Standard werden. Weitere Infos zu den Zertifizierungsprogrammen der BSA-Zert erhalten Sie unter: www.bsa-zert.de. Zum ganzen Erfahrungsbericht: www.bsa-zert.de/robinsonwellfit

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Zertifizierungsprogramme der BSA-Zert Unternehmen der Fitness- , Gesundheits- und Besonnungsbranche können ihren Betrieb, ihre Dienstleistungen sowie ihre Beschäftigten umfassend von der BSA-Zert, der unabhängigen Zertifizierungsstelle der BSA-Akademie, zertifizieren lassen. Die BSA-Zert bietet aktuell vier Zertifizierungsprogramme an, darunter zwei gesetzlich geforderte und DAkkS-akkreditierte Personenzertifizierungen: • ZertFit: Dienstleistungszertifizierung zur Einhaltung DIN EN 17229/DIN 33961 für Fitnessstudios und EMS-Anlagen • Hygienezertifizierung: Dienstleistungszertifizierung nach der BSA-Zert-Hygienenorm für Betriebe • Fachkunde EMF: Personenzertifizierung zur Erfüllung der NiSV für EMS-Anbieter/-innen • Fachkraft UVSV: Personenzertifizierung zur Erfüllung der UVSV für Solarienbetreiber/-innen Die Zertifizierungsprogramme der BSA-Zert bestätigen Unternehmen offiziell die Qualität u. a. ihrer Dienstleistungen, Arbeitsprozesse oder Hygiene und vergrößern somit ihren Wettbewerbsvorteil. Unter www.bsa-zert.de können Interessierte ein kostenfreies Angebot anfordern.

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MANAGEMENT | KOMPLETTLÖSUNG | ANZEIGE

FACEFORCE liefert die Lösungen

Fitnessanlagen brauchen neue Mitglieder

Der gesundheitliche Nutzen von Fitness- und Gesundheitsanlagen ist für Experten unbestritten. Durch die Corona-Pandemie wurden die Mitglieder allerdings in die Passivität gezwungen. Das Resultat: Allein in 2020 gingen mehr als 1,35 Millionen Mitglieder durch Kündigung verloren. Was Fitness- und Gesundheitsanlagen jetzt also wirklich dringend brauchen, sind neue Mitglieder und die damit verbundenen Umsätze. FACEFORCE hat hierfür neue und agile Lösungen entwickelt.

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auch nur dann auf, wenn sich der Kunde tatsächlich angestrengt hat. Das Generieren neuer Mitglieder kann daher gerade in diesen Zeiten zur echten Herausforderung werden.

Neue Lösungen für Interessenten und Mitglieder Genau diese Probleme werden durch das neue FACEFORCE Universum gelöst. Den Kunden der FACEFORCE stehen ab sofort komplett neue Wege offen, die sowohl Mitglieder als auch Umsätze generieren. Um neue Mitgliedschaften abzuschließen, benötigt man einen Strom von Interessenten in den Fitnessanlagen. Dazu liefert das FACEFORCE Universum mittlerweile mehr als 100 Lösungen. fitness MANAGEMENT international

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Fotos: FACEFORCE GmbH

m das Problem, das die Gesundheitsbranche im Allgemeinen hat, zu erkennen, ist zunächst die Einordnung der in dieser Branche angebotenen Dienstleistungen anhand eines Beispiels sinnvoll: Beim betreuten Muskeltraining handelt es sich um eine aktive körperbezogene Dienstleistung. Im Vergleich dazu ist die Arbeit des Friseurs eine passive körperbezogene Dienstleistung. Aber wodurch unterscheiden sich diese Formen? Ein Friseurbesuch mit einem Preis von 50 Euro und einer Dauer von 30 Minuten zieht eine direkte Veränderung des Aussehens nach sich. Diese Veränderung erfolgt dabei ohne Anstrengung des Kunden. Beim betreuten Training – mit dem gleichen Preis- und Zeiteinsatz – ist im besten Fall nach 12 Wochen ein erster leichter Erfolg erkennbar. Diese Erfolge treten aber


Aber natürlich muss kein Kunde von FACEFORCE im neuen Universum selbst nach der passenden Lösung suchen. Eine spezielle Abteilung kümmert sich um den Kundenerfolg und die richtige Lösung für jeden Bedarf – sieben Tage die Woche, 365 Tage im Jahr per Telefon, über E-Mail oder Videokonferenz erreichbar. Hier bekommt der Betreiber immer eine passende Antwort auf seine Fragen. Dabei runden individualisierbare Lösungen für jeden Bedarf das Portfolio ab.

Nicht nur Interessenten, sondern Umsätze direkt online generieren Ein weiterer Teil des FACEFORCE Universums zielt auf direkte Umsätze – auch unabhängig von der Mitgliedschaft – ab. Egal ob einzelne Produkte, einmalige Dienstleistungen oder ganze Verträge: All dies ist mit mitfitPAY komplett flexibel und individuell möglich. Die FACEFORCE Kunden profitieren vom neuen System durch reibungslos in die bestehende Homepage integrierbare Online-Shops oder durch die Einbindung von Direktzahlungsmöglichkeiten in Kampagnen. Durch diese Direktzahlung werden die beliebtesten und meistverbreiteten Zahlungsmöglichkeiten wie PayPal, Kreditkarte oder Sofortzahlung nutzbar. Der „Clou“ dahinter: FACEFORCE Kunden können mitfitPAY jederzeit monatlich hinzubuchen oder abwählen.

Weitere digitale Produkte als „Marketingtreiber“ Nachdem nun neue Mitglieder und höhere Umsätze gesichert sind, bietet das Universum auch Platz für zusätzliche „digitale

Begeisterung“. Mit HOLOSCAN, der coronakonformen und kontaktlosen 3D-Körpervermessung, wird unter Einhaltung des nötigen Abstands der Kunde vermessen und per Hologramm in der kostenlosen App auf dem Smartphone dargestellt. Das erzeugt nicht nur Weiterempfehlungen, sondern direkt neue potenzielle Mitglieder durch speziell darauf angelegte Kampagnen. All jenen Clubbetreibern, die noch weiter gehen und sowohl Mitglieder als auch Interessenten eindrucksvoll über den Gesundheitsnutzen von Fitnesstraining aufklären wollen, steht ELIAS als virtueller Berater ebenfalls zur Seite. Neu ist hier: ELIAS steht als Leihsystem zur Verfügung. Dies bedeutet für FACEFORCE Kunden, dass die Hardware nicht erst selbst angeschafft werden muss, sondern lediglich für die Dauer der Nutzung geliehen wird. All diese Neuerungen und Optimierungen hat FACEFORCE in einem dreiminütigen, faszinierenden Video in Szene gesetzt. Lassen Sie sich überraschen!

FACEFORCE GmbH Lebacher Straße 4 66113 Saarbrücken beratung@face-force.de Telefon: +49 (0) 681 9659 24 20


MANAGEMENT | EXISTENZGRÜNDUNG I ANZEIGE

Die Krise als Chance nutzen

Erfolgreiche Existenzgründung in der EMS-Branche

Foto: miha bodytec GmbH

EMS-Training ist vom deutschen Fitnessmarkt nicht mehr wegzudenken. In den vergangenen Jahren hat das EMS-Segment Steigerungen u. a. im Gesamtmarktanteil und bei der Mitgliederzahl verzeichnen können. Diese positiven Tendenzen kann auch die CoronaPandemie nicht schmälern. Trotz teilweise sinkender Mitgliederzahlen in vielen klassischen Fitnessanlagen und eines Rückgangs der Gesamtstudiozahl in Deutschland hat sich das Konzept des EMS-Studios weitestgehend als krisensicher erwiesen. Eine positive Nachricht für alle, die den Schritt in die Existenzgründung wagen wollen.

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ie auffallend gute Positionierung des Angebotes von EMS-Anlagen wurde nicht nur mit den Umfrageergebnissen der DSSV-Studie „Wirtschaftliche und strukturelle Auswirkungen von Covid-19 auf die Fitness- und Gesundheitsbranche“ zum Stichtag 30. Juni 2020 belegt. Das hochwertige Personal Training hat sich, als einer der wenigen Bereiche, während der Pandemie bemerkenswert positiv entwickelt. Eine Studie der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement (DHfPG) bestätigt zudem, dass das Dienstleistungsmodell von EMS-Studios während der coronabedingten Schließungen oftmals zur Solidarisierung der Mitglieder mit ihrem Studio geführt hat. Mitglieder fühlten sich in den EMSAnlagen – im Vergleich zu anderen Segmenten – besser betreut.

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Dies ist auch ein Grund dafür, dass sich EMS-Studios nach dem ersten Lockdown am schnellsten erholt haben und damit konkurrenzlos an den Ergebnissen aller anderen Fitnesseinrichtungen „vorbeigezogen“ sind. Vielerorts konnten EMSStudios sogar während der behördlich angeordneten Schließungen ihren Betrieb mit Sondergenehmigung weiterführen. Es verwundert daher nicht, dass auch die Ergebnisse der „Eckdaten der deutschen Fitness-Wirtschaft 2021“ des DSSV e. V. für das EMS-Segment relativ positiv ausgefallen sind. Mit einem Gesamtmarktanteil von 14,8 Prozent aller Fitness- und Gesundheitsanlagen in Deutschland konnte eine Steigerung von einem Prozentpunkt gegenüber dem Vorjahr erreicht werfitness MANAGEMENT international

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den. Auch die Mitgliederzahl hat sich, wie auch in den Vorjahren, kontinuierlich erhöht. Das EMS-Segment präsentiert sich weiterhin als Wachstumsmarkt.

Krisensicheres Training Eine tiefergehende Analyse belegt die Gründe hierfür: Beim EMS-Training befinden sich nur wenige Personen zeitgleich in der Einrichtung und die Verweildauer ist mit 30 Minuten verhältnismäßig kurz. Damit sinkt die Angst der Kunden vor einer möglichen Virenübertragung auf ein kalkulierbares Minimum. EMS-Training verläuft immer über Terminvergabe. Soll heißen: keine Warteschlangen vor den Studios und damit auch keine unnötige Verbreitung von Viren. EMS-Training besticht mit einfachen, aber maximal sicheren Hygieneregeln – das schafft zusätzlich Vertrauen bei den Kunden. EMS-Training stärkt nicht nur die Muskulatur, sondern auch das gefährdete Immunsystem. Damit kann der Kunde auf natürliche Weise und unabhängig vom Alter aktiv das Risiko für eine Erkrankung senken. Auch für dieses Jahr wird für den EMS-Markt ein deutlicher Nachfrageschub erwartet. Homefitness ist für viele Kunden keine nachhaltig funktionierende Lösung – und die vorgenannten Gründe werden vor allem jetzt, nach der Wiedereröffnung, zur weiteren Steigerung der Popularität dieser Trainingsform beitragen. Die zunehmende Nachfrage nach kompetenten und qualifizierten EMS-Anbietern macht dieses Segment besonders für Gründer interessant. Der schnell wachsende Markt bietet Neueinsteigern zahlreiche Möglichkeiten und Chancen.

Existenzgründung als Alternative zum Beschäftigungsverhältnis Immer mehr Menschen in Deutschland denken über eine berufliche Selbstständigkeit nach. Viele Gründungswillige eint der Wunsch nach beruflicher Freiheit und Unabhängigkeit, nach Selbstverwirklichung und vollständiger Kontrolle über die eigene Lebenszeit. Auch die Aussicht auf finanziellen Wohlstand kann ein Anlass für die Gründung eines eigenen Unternehmens sein. Der Schritt in die Selbstständigkeit ist immer mit Risiken verbunden, die eine ganz andere Dimension einnehmen als ein gewöhnlicher Wechsel der Arbeitsstelle. Deshalb sollte dieser Schritt wohlüberlegt und gut geplant sein. Eine selbstständige Tätigkeit kann gegenüber einem abhängigen Arbeitsverhältnis auch viele Vorteile mit sich bringen. Hierzu zählen insbesondere die folgenden Punkte: • Wirtschaftliche Unabhängigkeit und keine Anweisungen durch Vorgesetzte • Erhöhung des Einkommens

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• Freie Zeiteinteilung hinsichtlich der eigenen Arbeitszeiten • Verwirklichung eigener Ideen und Entfaltung der eigenen Kreativität • Nutzen steuerlicher Vorteile • Einbringen sämtlicher persönlicher Erfahrungen möglich • Hobby zum Beruf machen

Das eigene EMS-Studio als Einstieg in den Zukunftsmarkt Gesundheit Im Hinblick auf die Frage, in welcher Branche man als Existenzgründer aktiv werden soll, lassen sich die meisten Gründungswilligen von den eigenen Interessen bzw. der eigenen beruflichen Vorprägung leiten. Das stetige Wachstum der Fitness- und Gesundheitsbranche lässt den Markt auch für viele Start-upGründer attraktiv erscheinen – insbesondere dann, wenn man bereits im Vorfeld als Mitglied oder Angestellter mit der „Materie“ in Kontakt getreten ist. Umgekehrt steigt jedoch auch die Zahl der Studioinhaber, die von der Entwicklung des Marktes als Quereinsteiger profitieren wollen. Wer eine eigene Existenz in der Fitness- und Gesundheitsbranche aufbauen will, dem bietet aktuell vor allem ein Segment attraktive Möglichkeiten: der EMS-Markt.

Branchenspezifische Besonderheiten in der EMS-Branche Neben einer steigenden Nachfrage nach dem effektiven Ganzkörpertraining gibt es weitere Faktoren, die den EMS-Markt für Gründer immer interessanter werden lassen. Gerade in diesem Segment bieten zahlreiche Franchise- und Lizenzsysteme schlüsselfertige Konzepte an, die Existenzgründer in allen Bereichen professionell unterstützen können. Hier wird es Selbstständigen also ermöglicht, von der Erfahrung und der Reichweite etablierter Konzepte zu profitieren. Darüber hinaus bietet ein EMS-Studio als klassischer Vertreter des Mikrostudios die Vorteile eines überschaubaren Investitionsvolumens und eines geringen Flächenbedarfs. Genau diese beiden Aspekte können den Aufbau eines konventionellen Studios für Existenzgründer erheblich erschweren. EMS-Konzepte greifen zudem den technischen und digitalen Trend auf und bieten den Kunden diverse Vorteile. EMS-Studios benötigen aufgrund ihres tendenziell hochpreisigen Spezialangebots außerdem weniger Mitglieder, um die Gewinnschwelle zu erreichen.

Mit Rückenwind die Selbstständigkeit wagen Der EMS-Markt bleibt also trotz der Corona-Krise stabil und bietet Unternehmern oder Existenzgründern nach wie vor ein riesiges Potenzial: Neben der individuellen Betreuung und den kurzen Trainingseinheiten untermauert das EMS-Training derzeit vor allem aufgrund seiner sicheren Trainingsform seinen Status als krisensichere Investition. Diesen Rückenwind sollten Sie jetzt gewinnbringend nutzen. Der direkte Weg zu Ihrem erfolgreichen EMS-Studio führt über: www.yourownbigthing.de

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MANAGEMENT | AKQUISE | ANZEIGE

Mit „Vollgas“ ins neue Jahr

Neue Potenziale nutzen Corona hat den Markt verändert und wird es auch weiterhin tun. Die letzten 20 Monate haben deutliche Spuren hinterlassen. Entwicklungen, die sich erst langsam angebahnt haben, wurden deutlich beschleunigt. Experten sind sich einig, dass die Folgen erst in den nächsten 18 Monaten wirklich sichtbar werden. Akteure werden wegfallen, neue hinzukommen. Als Unternehmer sind Sie mehr denn je gefordert, sich zukunftssicher aufzustellen. Dafür bieten sich aktuell hervorragende Potenziale. Nutzen Sie diese!

Neue Zielgruppen für Gesundheitstraining

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ebenfalls darüber im Klaren, dass sie selbst für ihre Gesundheit verantwortlich sind. Für Anbieter von Gesundheitstraining haben sich nach Schätzungen von Experten die Zielgruppen um 20 bis 30 Prozent vergrößert. Insbesondere auch in den älteren Jahrgängen, die von den Auswirkungen der Pandemie stärker betroffen waren, ist das Interesse an qualitativen Angeboten gewachsen.

Jetzt Präsenz zeigen Wer in den nächsten Monaten mit relevanten Informationen präsent ist, wird auf Interesse stoßen. Ergebnisse von aktuellen Kampagnen oder auch Promotionmaßnahmen zeigen, fitness MANAGEMENT international

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Fotos: ACISO Fitness & Health GmbH

Die Pandemie hat viele Menschen für die Themen Gesundheit und Fitness sensibilisiert. Publikumszeitschriften wie Focus, GEO oder auch die Apothekenumschau sind sich einig: Training ist die beste Prävention und jetzt für viele auch die Lösung ihres Problems. Laut einer Studie von PwC Deutschland sind sich 37 Prozent der Befragten darüber im Klaren, dass gesunde Ernährung und Bewegung den größten Einfluss auf eine Verbesserung ihres Gesundheitszustandes hätten. Hinzu kommen die aktuellen Themen wie die Stärkung des Immunsystems oder auch die aufgrund von Lockdown und Homeoffice präsenteren Probleme wie Übergewicht oder Rückenund Gelenkbeschwerden. 55 Prozent der Befragten sind sich


dass Vertriebsaktivitäten sehr erfolgreich sind. Es braucht die aktive Ansprache. Bei der Frage nach den richtigen Ansprechpartnern gaben die Teilnehmer der PwC-Studie immer noch Ärzte, Therapeuten und Apotheken an. Für alle Fitness- und Gesundheitsanbieter gilt es also, sich mit relevanten Informationen als kompetente Ansprechpartner zu positionieren. Folgende Vorgehensweisen sind Erfolg versprechend:

Empfehlungsmarketing gibt Sicherheit Nutzen Sie Ihre begeisterten Mitglieder als Multiplikatoren. Die persönliche Empfehlung umgeht das Problem der noch vorherrschenden Unsicherheit potenzieller Interessenten, ob sie sich bei einem Anbieter wirklich sicher fühlen können.

Promo ist prima Wir müssen die Menschen dort abholen, wo sie sich aufhalten. Wenn diese sich mit dem ersten Schritt zu einem Trainingsanbieter schwertun, müssen wir auf sie zugehen. Mit Gesundheitsthemen kommen die Promoter leicht ins Gespräch und können die bereits sensibilisierten Interessenten leicht abholen. Auch im Winter ergeben sich dadurch gute Möglichkeiten.

Lösungen bieten Werben sie mit ganz konkreten Lösungsprogrammen. Je klarer Sie die Probleme der Menschen ansprechen und Erfolgsprogramme aufzeigen können, desto besser. Nicht Fitness für den besten Preis ist die Lösung, sondern Kompetenzprogramme, die wirklich zum Erfolg führen. Mit jeder Kampagne tragen Sie außerdem zu Ihrer Wahrnehmung in der Öffentlichkeit bei. Wenn Sie dauerhaft als langfristig bessere Alternative zu Arzt oder Apotheker wahrgenommen werden wollen, sollten Sie dies berücksichtigen. Gesundheitsstudien, Rückenprogramme oder besondere Gesundheitscoachings machen einen Unterschied zum klassischen Fitnessangebot.

Alles digital? Laut PwC-Studie (2021) nutzen fast 40 Prozent der Befragten Fitness- und Gesundheits-Apps oder Wearables für ihre Gesundheitsförderung. Über 50 Prozent können sich vorstellen, Online-Chats oder Videotechnologien zum Austausch mit ihrem Arzt zu nutzen. Dieser Trend wird auch vor den Fitnessund Gesundheitsanbietern nicht haltmachen. Online-Angebote werden die Angebotspalette erweitern (müssen). Stichwort ist der „hybride Gesundheitsclub“, der neben seinen klassischen Präsenzangeboten Zusatznutzen durch digitale Angebote schafft. Denkbar sind u. a.: - Virtuelle Kursangebote, die live oder on demand abrufbar sind - Online-Coachings, in denen individuell oder in Kleingruppen Kunden begleitet werden - Wissens-Webinare, die darüber aufklären, wie das Training durch eine ganzheitliche gesunde Lebensweise unterstützt werden kann - Digitaler Content, vom Trainingsplan über Erklärvideos bis hin zu Tests - Digitale Lösungspakete wie zertifizierte Präventionskurse (z. B. Entspannungskurs Yara oder das Abnehmprogramm myintense+) - Hybride Abo-Formen, die das Präsenztraining vor Ort mit Online-Angeboten kombinieren 05/21

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Die nächsten sechs Monate entscheiden Die neuen Marktpotenziale werden schnell verteilt. Neue Anbieter werden hinzukommen und ihren Marktanteil beanspruchen. Die Wintersaison wird die Weichen stellen. Wenn Sie zu den Gewinnern gehören wollen, müssen Sie jetzt aktiv werden. Schaffen Sie die richtigen Angebote und kommunizieren Sie sie professionell. Die Ergebnisse werden sich lohnen. Literaturliste PwC Deutschland. (2021). Ein neues Gesundheitsbewusstsein für Deutschland? Leben mit der Pandemie. Zugriff am 07.09.2021. Verfügbar unter https://www.pwc.de/de/ gesundheitswesen-und-pharma/ein-neues-gesundheitsbewusstsein-fuer-deutschland.pdf

Henning Vetter, Senior Consultant und Leiter B2B-Marketing ACISO Fitness & Health, henning.vetter@aciso.com

ACISO Fitness & Health GmbH Valentin-Linhof-Str. 8 81829 München

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MANAGEMENT | KOMMENTAR BGM-ANGEBOTE

Dienstleister im BGM – Kriterien und Tipps

Attraktive BGM-Angebote für Unternehmen gestalten Text: Anke Mächler

Die Zahl an Dienstleistern im Betrieblichen Gesundheitsmanagement (BGM) bzw. in der Betrieblichen Gesundheitsförderung (BGF) wächst immer weiter. Fitness- und Gesundheitseinrichtungen, die in dieses Tätigkeitsfeld einsteigen und sich entsprechend positionieren wollen, sollten sich im Vorfeld mit den Qualitätskriterien auseinandersetzen, die für eine Kooperation mit Unternehmen wichtig sind.

Foto: New Africa – stock.adobe.com

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as Angebotsspektrum im Bereich BGM/BGF hat sich in den vergangenen Jahren deutlich vergrößert (vgl. Abb. 1). Suchen Unternehmen bei der Einführung eines BGMs und bei der kontinuierlichen Weiterentwicklung ihrer Angebote Unterstützung, spielt die Wahl der Kooperationspartner eine entscheidende Rolle. Unternehmen können beispielsweise von den Sozialversicherungsträgern – allen voran die gesetzlichen Krankenkassen – Unterstützung erhalten, wenn es um die Förderung der Gesundheitspotenziale ihrer Mitarbeiter geht. Ebenso steigt die Zahl der Dienstleistungsunternehmen im Bereich BGM/BGF. Gerade Betriebe der Fitness- und Gesundheitsbranche verfügen über optimale Voraussetzungen, um bei der Vorbeugung von Krankheiten und der Förderung der Gesundheit von Beschäftigten gezielt zu unterstützen. Viele Erwerbstätige verrichten ihre berufliche Tätigkeit derzeit im Homeoffice. Dies ist auch als Grund dafür zu sehen, dass sich während der Corona-Pandemie der tägliche Bewegungsumfang im Schnitt reduziert hat und gleichzeitig das durchschnittliche Körpergewicht gestiegen ist, was wiederum das Risiko zentraler Erkrankungen erhöht. Umso bedeutsamer ist es für Betriebe, Präventionsmaßnahmen anzubieten, um die Gesundheitskompetenz ihrer Mitarbeiter auf- und Belastungen abzubauen.

Tipps für einen gelungenen Einstieg in den BGM-Markt

2. Hygienezertifizierung Für Fitness- und Gesundheitsdienstleister sind anerkannte Hygienezertifizierungen eine gute Möglichkeit, um ihre Qualität auch nach außen sichtbar zu machen. Dies beinhaltet unter anderem, dass speziell ausgebildete Hygienebeauftragte für die Einführung, Umsetzung und Überwachung eines auf den Betrieb angepassten Hygienekonzeptes verantwortlich sind.

3. Referenzen Angegebene Referenzen sollten repräsentativ sein und auch Nachfragen bzw. Überprüfungen standhalten. Neben der Darstellung bestehender Kooperationen mit Unternehmen kann zum Beispiel auch die Zusammenarbeit mit einer Krankenkasse, die über ihre Erfahrungen mit dem Dienstleister berichtet, in den Fokus gerückt werden. Wichtig ist weiterhin, dass aufgezeigt wird, welche Leistungen erbracht werden, damit die Erfahrungen mit der Branche, dem regionalen Umfeld oder der Betriebsgröße ersichtlich sind.

4. Qualifikationen als Trainer/Kursleiter Sowohl bei analogen als auch bei digitalen Angeboten sind die Qualifikationen der Trainer bzw. Kursleiter zu berücksichtigen. Dazu gehören neben der entsprechenden Ausbildung auch regelmäßige Fort- und Weiterbildungen im Bereich BGM. Sollen Maßnahmen von den gesetzlichen Krankenkassen finanziert oder bezuschusst werden, ist darauf zu achten, dass die Anbieterqualifikation den Kriterien des GKV-Leitfaden Prävention entspricht.

5. Datenschutzbeauftragter

Wollen sich Fitness- und Gesundheitseinrichtungen in diesem Marktfeld positionieren, können die folgenden Qualitätskriterien wegweisend sein und einen Wettbewerbsvorteil bieten (Nürnberg & Matusiewicz, 2019):

1. Gesundheitsangebote nach §20 und §20b SGB V Der GKV-Leitfaden Prävention definiert Qualitätskriterien sowohl für Leistungen der individuellen, verhaltensbezogenen Prävention im Handlungsfeld Bewegungsgewohnheiten als auch für Leistungen der BGF. Hierdurch soll ein einheitliches Verfahren zur Zertifizierung von Leistungsangeboten gewährleistet werden: Nur Maßnahmen, die den Kriterien des GKV-Leitfaden Prävention entsprechen, dürfen von den Krankenkassen finanziert werden. Dienstleister sollten sich mit den Kriterien des Leitfadens auskennen und diese berücksichtigen.

Ein interner oder externer „Datenschützer“ sollte benannt sein bzw. sollte das Thema Datenschutz den gesetzlichen Vorgaben entsprechend umgesetzt werden.

6. Netzwerke Mitgliedschaften in Netzwerken, wie zum Beispiel im Bundesverband für Betriebliches Gesundheitsmanagement (BBGM), können ebenfalls als Qualitätsmerkmal dienen. Einerseits besteht für Dienstleister die Möglichkeit, über das eigene Angebotsportfolio zu informieren. Andererseits erhalten sie als Mitglieder auch Informationen zu aktuellen Entwicklungen im Bereich BGM/BGF.

7. Kooperationspartner Kooperiert eine Fitness- und Gesundheitseinrichtung mit Unternehmen oder Institutionen, wie z. B. Krankenkassen, Arztpraxen, Hochschulen oder Akademien, kann dies im Rah-

Azubiprogramme

Sozialberatung

Präventionskurse

GBU psych. Belastungen & Ergonomie

Gesund führen Unfallverhütung

Obstkorb, Events, Gesundheitstage

früher

BEM Check-ups

Familienservice Work-Life-Balance Firmenfitness Seminare/ Workshops/Vorträge

Coaching / indiv. Prävention

Digitale Lösungen

Assistenzsysteme

heute

zukünftig

Abb. 1: Angebote BGM/BGF 05/21

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MANAGEMENT | KOMMENTAR BGM-ANGEBOTE

1.

Qualifikationen und Zertifizierungen des eigenen Personals überprüfen (evtl. Fort- und Weiterbildungen planen)

2.

Marktanalyse durchführen und Akquisestrategie festlegen (Kundenpotenzial ermitteln, internes Team festlegen und schulen)

3.

Außendarstellung anpassen (Internet, Website, Social Media, Print usw.)

4.

Kundenpräsentationen vorbereiten (Angebotsportfolio, Preise und Konditionen)

5.

Erstgespräch vorbereiten (Recherche, Partnerinformationen, Präsentation auf Kunden anpassen)

Abb. 2: Die nächsten Schritte aus Sicht der Fitness- und Gesundheitsbranche

men des eigenen Internetauftritts als „digitale Visitenkarte“ genutzt werden, um die Expertise im Themenfeld BGM/BGF zu demonstrieren. Darüber hinaus sollte mit den kooperierenden Unternehmen die Frage geklärt werden, ob es einen festen Ansprechpartner für den Bereich BGM/BGF sowie das entsprechende Projekt gibt und ob auch ein Stellvertreter eingebunden ist. Dies erleichtert die Kommunikation während der Einführung und Umsetzung entsprechender Aktivitäten.

Die nächsten Schritte Wie Abbildung 2 zeigt, sollten Fitness- und Gesundheitsein-

richtungen überprüfen, inwiefern das eigene Personal im Themenfeld BGM/BGF qualifiziert ist und gegebenenfalls Aus- und Weiterbildungen planen. Außerdem ist es wichtig, ein Gefühl für das Marktpotenzial durch eine Analyse zu erhalten, eine auf die Ergebnisse abgestimmte Vertriebsstrategie zu entwerfen und die Verantwortlichen für die Kundengespräche zu schulen bzw. zu sensibilisieren. Die Außendarstellung ist wichtig, um das eigene Angebotsportfolio deutlich zu machen. Dies gilt auch für die Kundenpräsentationen, die im gleichen Atemzug entwickelt werden müssen. Die Vorbereitung auf das Erstgespräch mit potenziellen Auftraggebern ist ein sehr wichtiger Schritt, um als kompetenter Partner wahrgenommen zu werden und den Auftrag zu erhalten.

Fotos: New Africa – stock.adobe.com | DHfPG/BSA

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Fazit

Bei Maßnahmen zur Bewegungsförderung sind die meisten Betriebe auf Unterstützung angewiesen. Viele Fitness- und Gesundheitseinrichtungen verfügen über ausgezeichnete Möglichkeiten, Fitnesstraining, Präventionskurse oder auch Gesundheitsvorträge sowohl digital als auch analog anzubieten. Gerade jetzt sollte die Chance genutzt werden, um Kooperationen im Bereich BGM/BGF respektive Firmenfitness in die Wege zu leiten. Hierbei können digitale Lösungen, beispielsweise in Form einer digital angeleiteten bewegten Mittagspause, mit individuellen Vor-Ort-Angeboten unter fachkundiger Anleitung kombiniert werden.

Anke Mächler Anke Mächler war nach ihrem Studium viele Jahre als Geschäftsführerin und Inhaberin eines BGM-/BGF-Dienstleistungsunternehmens tätig. Heute gibt sie ihre Erfahrung als selbstständige BGM-BGF-Beraterin und als Dozentin der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement (DHfPG) sowie als Referentin der BSA-Akademie weiter.

Neben den dargestellten Qualitätskriterien und Empfehlungen ist die persönliche Einschätzung, das „gute Gefühl“, ein sehr wichtiger Einflussfaktor. Die Zusammenarbeit zwischen Unternehmen und Dienstleister sollte langfristig ausgelegt sein und beidseitig auf Wertschätzung und Vertrauen basieren. Dies kann die Nachhaltigkeit der Angebote und deren Inanspruchnahme maßgeblich unterstützen und BGM/BGF für Fitness- und Gesundheitseinrichtungen zu einem Erfolgsfaktor machen.

www.dhfpg-bsa.de

Literatur Nürnberg, V. & Matusiewicz, D. (2019). Qualitätskriterien für Dienstleister. Zugriff am 09.09.2021. Verfügbar unter https://www.hcm-magazin.de/qualitaetskriterienfuer-dienstleister/150/10668/384211

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HYGIENEBEAUFTRAGTE/R (BSA) – JETZT MITARBEITER QUALIFIZIEREN! Perfekte Hygiene als Visitenkarte Ihres Unternehmens Hygienequalität ist der wichtigste Gesundheitsschutz von Kunden und Beschäftigten in Dienstleistungsbetrieben wie z. B. Fitness-, EMS- und Sonnenstudios. In dieser Qualifikation erwerben Ihre Mitarbeiter Kenntnisse, um überzeugende Hygienekonzepte zu planen, einzuführen und nachhaltig zu begleiten. Die Qualifikation bereitet auch auf die BSA-Zert-Hygienezertifizierung vor!

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MANAGEMENT | MITARBEITERFÜHRUNG | ANZEIGE

Interview mit Henrik Gockel

Employer Marketing und Branding „Man bekommt immer genau die Mitarbeiter, die man verdient. Wenn es da knirscht, liegt es an der Führung“, sagt Henrik Gockel, Geschäftsführer von PRIME TIME fitness. Warum es gerade in der Fitnessbranche so wichtig ist, ein attraktiver Arbeitgeber zu sein.

fMi: Mit Premiumtraining und einem Schwerpunkt auf Personal Training bietet PRIME TIME fitness ein dienstleistungsintensives Produkt. Sind alle freien Stellen besetzt? Henrik Gockel: Das wäre schön, ist aber schwer zu erreichen. Wir haben inklusive der dual Studierenden und der Beschäftigten in unseren Franchiseunternehmen ca. 150 Festangestellte. Durch die Studierenden und das niedrige Durchschnittsalter herrscht in unserer Branche eine hohe Fluktuation. Ich habe auch den Eindruck, dass wir als Sprungbrett dienen.

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Warum ist es schwierig, Mitarbeiter für Ihr Unternehmen zu finden und sie zu halten? Klar ist, dass mit unserem Konzept und dem hohen Dienstleistungs- und Personal-Training-Anteil die Anforderungen an, aber auch die Chancen für Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen sehr hoch sind. Sie müssen zum „Fan“ der Themen Fitness, Training und Dienstleistung und damit auch der Marke PRIME TIME fitness werden. Das fängt beim Kopf des Unternehmens, also bei mir, an. Mein Anspruch an Fitness ist zu 100 Prozent Premium. Betrifft die Mitarbeiterfluktuation alle Bereiche und Ebenen? Bei dual Studierenden ist die Mitarbeiterfluktuation quasi vorprogrammiert. Nach 3,5 Jahren endet das Ausbildungsverhältnis. Eignung und Verhalten vorausgesetzt, machen wir gerade Bachelorstudenten mit dem Ziel Master-Studiengang gerne Übernahmeangebote. Wer eine Karriere plant, sollte das Bachelor- und Master-Studium früh abschließen und anschließend eine Führungsposition anstreben. Sonst fehlt der fitness MANAGEMENT international

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Fotos: PRIME TIME fitness

Ein Fitnessunternehmen als Sprungbrett, wie ist das zu verstehen? Werben andere Fitnessunternehmen Ihre Angestellten ab? Zunächst einmal ist es für mich auch Employer Branding, wenn unsere Mitarbeiter gefragt sind. Die Abwerbung durch Branchenkollegen oder der Wechsel zu Mitbewerbern kommen selten vor. Nur circa zehn Prozent der Mitarbeiter verlassen uns zu Mitbewerbern, weitere zehn Prozent wagen eine Form der Selbstständigkeit, meist als Personal Trainer. Circa 80 Prozent derjenigen, die kündigen, verlassen die Branche ganz. Unsere Clubs operieren in Großstädten mit hochwertigen Kunden. Unsere Mitarbeiter haben dadurch hervorragende Kontaktmöglichkeiten und werden meist in die Bereiche Finanzbzw. Personalvermittlung abgeworben. Auch Krankenkassen

suchen fitte Mitarbeiter, die Fitness und Betriebswirtschaftslehre (BWL) studiert haben, wie beim Bachelor-Studiengang Fitnessökonomie an der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement (DHfPG).


Praxisbezug und die Ausbildung ist lückenhaft. Unser Königsweg ist, dass Führungskräfte bei uns das Studium starten und sich dann im Bachelor- und Master-Studium ins Management entwickeln. Im Senior Management Team mit derzeit zehn Beschäftigten ist die Fluktuation gering. Zwei der Manager/-innen haben ihre komplette Karriere bei uns gestaltet, die restlichen acht kamen über das Master-Studium. Haben junge Mitarbeiter Aufstiegschancen, wenn die Fluktuation „oben“ gering ist? Zu 100 Prozent! Unsere Expansion hängt fast ausschließlich davon ab, wie viele Mitarbeiter mit Managementpotenzial wir gewinnen können. Standorte und Finanzierungsmöglichkeiten sind dagegen leicht zu finden. Für den Erfolg jedes einzelnen Clubs ist das Team vor Ort der Leistungsfaktor. Junge Menschen können Führung lernen. Wer etwas erreichen will, muss sich „leveragen“, d. h. Mitarbeitende hinter sich versammeln und gemeinsam Mehrwert für das Unternehmen generieren. Über unser organisches Clubwachstum ergeben sich Führungschancen sowohl in den eigenen Filialen als auch im Franchise. Wie ist Ihr Verhältnis zu ehemaligen Mitarbeitern? Ich versuche, sehr transparent zu sein, mit einem klaren Förderungsgedanken und „fair play, fair pay“. In den letzten Jahren kann ich mich an keine arbeitsgerichtliche Auseinandersetzung erinnern. Mein Ziel ist es, dass ehemalige Angestellte Teil unseres Netzwerkes bleiben. Das klappt meist sehr gut. Viele landen in anderen interessanten Jobs, dadurch ergeben sich neue Schnittpunkte. Viele ehemalige Mitarbeiter sehen im Nachhinein, was sie alles bei uns gelernt haben, auch bezüglich der Unternehmenskultur. Wieso verlassen Mitarbeiter die Fitnessbranche? Arbeitszeiten, Arbeitsort, Verdienstmöglichkeiten, unprofessionelle Strukturen und insuffiziente Führung sind die Hauptgründe. Als Dienstleister arbeiten wir meist in der Freizeit unserer Mitglieder. Durch die zunehmende Flexibilisierung haben wir auch tagsüber im Personal Training eine starke Auslastung, aber es gibt die klassischen Stoßzeiten nach der Arbeit. Die neuen, innovativen Club- und Betriebskonzepte sind meist in den größeren Städten, was geografische Mobilität erfordert. Der Verdienst hängt davon ab, welchen Mehrwert man für das Unternehmen generiert, Effizienz und Effektivität der Arbeit bestimmen die Möglichkeiten. An unseren Standorten in Frankfurt, München und Hamburg müssen wir den Mitarbeitern attraktive Packages anbieten, damit sie selbstbestimmt leben können. Als Unternehmer ist es meine Aufgabe, das Konzept und den Einsatz der Mitarbeiter so zu „designen“, dass ich attraktive Arbeitsplätze anbieten kann und das Mitglied für die Leistung gern einen entsprechend hohen Beitrag zahlt. Hat(te) die COVID-19-Pandemie inklusive der Clubschließungen Auswirkungen auf die Mitarbeiterfluktuation? In den letzten 15 Monaten gab es kaum Kündigungen. Mit dem Konzept, immer Training anzubieten und teilweise Kurzarbeit einzuführen, konnten wir alle halten. Jetzt, wo die Krise ausklingt, verlassen uns wieder Mitarbeiter, während der Kurzarbeit konnten wir keine neuen anwerben. Als Unternehmer wünscht man sich manchmal mehr Loyalität, aber im direkten „Überlebenskampf“ muss man mehr an das Danach denken. 05/21

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Sehen Sie bei sich bezüglich der Mitarbeiterführung Verbesserungspotenziale? Ja, eindeutig. Dual Studierende fühlen sich manchmal ausgenutzt, denn sie vergleichen ihre Aufgaben, Arbeitszeiten und den Kontostand. Es ist aber eine gewaltige Errungenschaft, dass heute quasi jeder die Chance auf ein Studium hat, weil man durch das duale Studiensystem etwas verdient. Als Führungskraft muss ich mehr kommunizieren, den Blickwinkel des Unternehmens aufzeigen, mich aber auch in die individuelle Lage meiner Mitarbeiter hineinversetzen. Außerdem sollte ich die Ausbildung und den Betriebsalltag besser miteinander vernetzen. Alle unsere Führungskräfte haben ein (Master-) Studium absolviert. Ich will mehr Raum für Praxistransformation geben. Konkret: Wir werden uns mehr Zeit nehmen, um nach jeder Lehrveranstaltung des Studiums – vor Ort oder digital – aufzuzeigen, wie das Erlernte in der Praxis umgesetzt wird. Wir sind alle Studienmodule der DHfPG durchgegangen und überall lässt sich der Praxisbezug herstellen. Ich bin davon überzeugt, dass das gut investierte Zeit ist.

Henrik Gockel Geschäftsführer hgockel@primetime-fitness.de 0171 - 5011 050

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MANAGEMENT | INTERNATIONAL

Interview mit Mark Buchanan, Evolution Wellness Thailand

„Wir werden stärker zurückkommen!“ Text: Anke Sörensen

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fMi: Was sind besondere Merkmale des thailändischen Fitnessmarktes im Vergleich zum europäischen Markt? Mark Buchanan: Der Arbeitsmarkt in Thailand ist ebenso wie in den meisten asiatischen Ländern wenig ausgereift, darum sind in unserer Branche Investitionen und eine langfristige Planung erforderlich. Unsere Fitnessstudios sind vollständig im Eigenbesitz und werden durch Evolution Wellness Thailand betrieben. Der Fokus liegt auf exzellenter Mitgliederbetreuung und Kundenkommunikation, wir fordern ein hohes Engagement von unseren Mitarbeitern. Als Instruktoren beschäftigen wir nur festangestellte Vollzeitbeschäftigte mit Hochschulabschluss, die sowohl Gruppen- (GX) als auch Personal Training (PT) anbieten können, keine Freiberufler. PT nimmt einen besonderen Stellenwert ein und ist hier viel stärker nachgefragt als in Europa. GX ist in Asien enorm beliebt, 70 Prozent der fitness MANAGEMENT international

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Fotos: Evolution Wellness Thailand

Ein Blick nach Thailand: Das Land ist von der Corona-Pandemie extrem schwer betroffen und befindet sich nach wie vor im Lockdown*. Vor der Krise war Thailand das profitabelste und erfolgreichste Land für Evolution Wellness, Asiens führenden Fitness- und Wellnesskonzern mit einem Netz von mehr als 160 eigenen Fitnessclubs in sechs Märkten – Hongkong, Indonesien, Malaysia, Philippinen, Singapur und Thailand. fitness MANAGEMENT international hat mit Mark Buchanan, Senior Managing Director von Evolution Wellness Thailand, darüber gesprochen, wie das Unternehmen mit der Krise umgeht und welche Bewältigungsstrategien in Bezug auf Personalmanagement, Mitarbeitermotivation und Mitgliederbindung in Zukunft geplant sind.


Mark Buchanan

Fitnessmarkt in Thailand Studios: 2.000+ Mitglieder: 250.000–300.000 Altersstruktur:

25–55 Jahre

Mitgliedsbeitrag: ca. 50–150 USD+/Monat Mitarbeiter: ca. 15.000 Festangestellte, ca. 15.000 Freiberufler (PT, GX) Penetrationsrate: unter 1 Prozent Verträge: gesamte Bandbreite, meist 12 Monate Laufzeit

*Alle Informationen im Interview entsprechen dem Stand im September 2021.

Mitglieder in Thailand besuchen Kurse, die in sehr großer Bandbreite und Zahl angeboten werden. Die Zielgruppen und die Altersstruktur sind mit Europa vergleichbar, wobei die Mitgliedsbeiträge für ein internationales Studio in Bangkok mit mehr als 150 US-Dollar pro Monat sehr hoch sind. Die Zielgruppe ist wohlhabend, gebildet, urban und trendy. Entsprechend stellen die Mitglieder hohe Anforderungen an Service, Mitarbeiter, Anzahl der Kurse sowie Ausstattung. In den meisten asiatischen Ländern ist Fitness noch ein Nischenprodukt, die Penetrationsrate in Thailand liegt deutlich unter einem Prozent der Bevölkerung. Das liegt an den Kosten, der Marktreife und einer kaum vorhandenen Mittelschicht. Mitglieder und Angestellte sind Thailänder, denn für ein internationales Publikum ist es schwer, hier zu arbeiten. Eine Arbeitserlaubnis ist mit hohen Einstiegshürden verbunden. 05/21

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Der 48-jährige Brite ist Senior Managing Director von Evolution Wellness Thailand und arbeitet als einziger Ausländer mit fast 1.500 thailändischen Mitarbeitern zusammen. Er ist verheiratet, hat vier Kinder und lebt seit 16 Jahren in Südostasien. Im Laufe seiner Karriere arbeitete er in öffentlichen, privaten und PEG-basierten Unternehmen in Europa, Australien und den USA, bevor er 2006 nach Thailand kam. Mit über 25 Jahren Branchenerfahrung gilt er als einer der dynamischsten Führungskräfte im Gesundheitsund Wellnesssektor. Für seine erstklassige Leistungskultur in Verbindung mit hohem Mitarbeiterengagement und innovativen Produkten genießt er hohe Anerkennung – die von ihm geleiteten Unternehmen gewannen zahlreiche „Best in Class“-Auszeichnungen, darunter seit 2017 jedes Jahr den Aon „Best Employer Award“ in Thailand.

Wie schätzten Sie die Aussichten für den Fitnessmarkt in Thailand vor dem Ausbruch der Corona-Pandemie ein? Vor dem Ausbruch von COVID-19 waren wir sehr positiv gestimmt, aber es gab auch Herausforderungen. Die thailändische Fitnessbranche befand sich in einem Reifungsprozess mit sehr unterschiedlicher Qualität der Dienstleistungen, von ganz einfachen Fitnessstudios bis zu Premiumangeboten. Der Markt bot Potenzial für neue Qualitätsanbieter und die Nachfrage nach hohen Standards stieg. Obwohl Bangkok mit einer steigenden Zahl unabhängiger Qualitätsstudios Haupttreiber des Wachstums war, begann sich auch der Markt außerhalb zu entwickeln und der Kundenstamm wurde größer. Die Erwartungen an einen Fitnessclub sind hier höher als in Europa, aber die Qualität ist regional uneinheitlich und außerhalb von Bangkok eher schlecht. In Bangkok wurden regelmäßig viele neue Clubs eröffnet und schnell wieder geschlossen. Es fehlten preisgünstige, qualitativ hochwertige internationale Ketten (ab 50 US-Dollar/Monat) mit professionellem, gut ausgebildetem Personal. Für Evolution Wellness war Thailand das stärkste Land. Wir haben hier die höchste PT-Durchdringung in der Region, etwa 50 Prozent unserer Einnahmen sind PT-basiert. Dieser Markt wird auch in Zukunft unser Wachstum bestimmen. Welche Auswirkungen hatte die Corona-Pandemie auf die Fitnessbranche in Thailand und speziell auf Evolution Wellness? Thailands Fitnessindustrie wuchs langsam und vorsichtig, die Ketten investierten langfristig. 2020 war Thailand eins der ersten Länder, in denen COVID-19 auftrat – wir hatten hier den ersten Fall außerhalb Chinas. Im ersten Jahr funktionierte das Management sehr gut und die Fallzahlen blieben gering – allerdings forderten die beiden Lockdowns von März bis Juni 2020 und im Januar 2021 ihren Tribut. Dazwischen erholte sich die Branche wieder, aber die dritte Welle seit April 2021 mit der Delta-Variante hat schwerwiegende Folgen: Bis zu 1.000 unabhängige Standorte mussten schließen, Presseberichte zeigen massive Verluste bei den größeren Ketten. Evolution Wellness ist von den Schließungen ebenso betroffen wie andere Betreiber. In Thailand gibt es noch keine Anzeichen für eine Wiedereröffnung. Erschwerend kommt hinzu, dass Thailands Wirtschaftswachstum sehr stark vom Tourismus abhängt. Die Tatsache, dass seit 18 Monaten kein Tourismus

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MANAGEMENT | INTERNATIONAL stoffe verfügbar sind. Entscheidend ist jetzt die Stimmung in der Öffentlichkeit und die Verfügbarkeit der Vakzine. Das liegt außerhalb unserer Kontrolle. Wir können nur intern für hohe Qualitäts- und Hygienestandards, eine positive Trainingsatmosphäre, Registrierungsmöglichkeiten und persönlichen Service sorgen und damit den Rückkehrern ein Gefühl der Sicherheit vermitteln. Welche Maßnahmen haben Sie ergriffen, um den Kontakt zu Ihren Mitgliedern aufrechtzuerhalten? In ganz Asien haben wir in den letzten Monaten intensiv Umfragen zu den Kündigungen während des COVID-19-Zeitraums durchgeführt. Die Hauptgründe für die Kündigungen waren die Angst vor Ansteckung mit COVID-19, fehlende Impfungen und finanzielle Zwänge. Evolution Wellness hat während des Lockdowns viel Zeit in die Verbesserung vorhandener und die Entwicklung neuer Systeme investiert: Wir haben eine Buchungs-App eingeführt, außerdem eine asienweite Plattform für Mitarbeiterschulung und Zertifizierung. Unser Ruf in Sachen Ausbildung ist exzellent, jetzt können wir in der ganzen Region in mehreren Sprachen internationale Zertifizierungen anbieten. Außerdem haben wir neue Managementsoftware eingeführt, kostenloses GX-Online-Training sowie das virtuelle Studio (VS) für Hometraining mit und ohne Geräte.

Wie ist die aktuelle Situation in Bezug auf den Schutz vor Corona und die Nutzung von Fitnessstudios in Thailand? Wir waren bereits dreimal „abgeriegelt“, elf Wochen im März 2020, vier Wochen im Januar 2021. Seit April diesen Jahres befinden wir uns im totalen Lockdown, zurzeit sind die Fallzahlen enorm hoch. Im besten Fall können wir im Herbst mit Öffnungen rechnen. Es gibt Anzeichen dafür, dass sich die Lage langsam entspannt und der Peak erreicht ist. Das Vertrauen wird schrittweise zurückkehren, sobald genug Impf-

Wie hat sich die Krise auf die Beziehung zwischen Ihren Studios und Ihren Mitarbeitern ausgewirkt? Corona ist ein großartiger Test für unsere Glaubwürdigkeit und zeigt, wie wir unser Credo als bester Arbeitgeber während der Krise unter Beweis stellen. Wir haben schon vor Jahren erkannt, dass die Mitarbeiter die Hauptträger des Wachstums in unserer Branche sind. Seit 2017 haben wir in Thailand jedes Jahr den Aon „Best Employer Award“ gewonnen. Erstklassiges Engagement für unsere Mitarbeiter gehört

mehr stattfindet und kein Ende in Sicht ist, bedeutet, dass die Ausgaben der Verbraucher zwangsläufig sinken und sich auf die notwendigen Lebenshaltungskosten beschränken. Wie viel die Corona-Pandemie die Branche letztendlich gekostet hat und welche Möglichkeiten es nun gibt, wird sich erst nach der Wiedereröffnung – hoffentlich im Herbst – zeigen.

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Foto: Evolution Wellness Thailand

War Thailand im Vergleich zu anderen Ländern im Portfolio von Evolution Wellness (Malaysia, Philippinen, Singapur, Hongkong und Indonesien) mehr oder weniger betroffen? Jedes asiatische Land stand vor eigenen Herausforderungen und hat gelitten. Hongkong z. B. hat zwar derzeit geöffnet, erlebte aber 2019 schwere Unruhen und ging direkt in einen harten Lockdown. Singapur war von COVID-19 relativ wenig betroffen, aber aufgrund extrem strenger Maßnahmen waren die Studios trotzdem die ganze Zeit geschlossen, ähnlich wie in Malaysia und Indonesien. Insgesamt wird es für Asien noch ein langer Weg zurück in die Normalität. In Thailand gab es bis zum April nur wenige Fälle, jetzt ist es neben Vietnam das wahrscheinlich am stärksten von der Pandemie betroffene Land der Welt. Die meisten Länder sind aber gut auf die Rückkehr vorbereitet und haben ein starkes Fundament. Evolution Wellness genießt auf dem Markt ein hohes Vertrauen und ist in Bezug auf die Teams und Mitarbeiter weitgehend intakt.

Durch intensiven Austausch mit den Führungskräften aus anderen Ländern nutzen wir die Zeit, um Best-Market-Practices zu adaptieren, mit dem Ziel, in Zukunft stärker, widerstandsfähiger und besser auf die Anforderungen der Kunden vorbereitet zu sein. Alles, was wir während der Lockdowns für die Kundenbindung tun, trägt positiv zur Markenbindung bei. In Thailand haben wir das früh erkannt und ein Prinzip des Engagements und Austauschs eingeführt: „We care“. Wir wollen in Kontakt bleiben, dafür bietet die Pandemie viele Möglichkeiten. Unsere PT-Kunden erhalten seit 18 Monaten während der Schließzeiten regelmäßig aktuelle Informationen, Hilfe und Trainingstipps für zu Hause, unsere Mitarbeiter machen mehr als 100.000 Anrufe pro Monat. Am ersten Tag nach dem Lockdown haben wir als allererstes ein kostenloses GX-Online-Angebot für zu Hause auf den Markt gebracht. Es läuft auf Social Media für Mitglieder und Nichtmitglieder mit bisher 20 Millionen Aufrufen und über 2.500 Kursen. Neu ist auch die kostenpflichtige VoD-App Virtual Studio, die in den ersten drei Wochen bereits über 12.000 Abonnenten gewonnen hat. Die Bindung zwischen den Mitarbeitern, Mitgliedern und unserer Marke bleibt durch diese Maßnahmen bestehen. Wenn man den Kunden viel gibt, ohne eine Gegenleistung zu verlangen, ist die Beziehung bei der Wiedereröffnung intensiver und das Vertrauen gestärkt. Bei der ersten Gelegenheit hat sich der Erfolg gezeigt: In den ersten Monaten nach der Öffnung stiegen die Buchungszahlen für PT auf ein Rekordniveau.


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Evolution Wellness Thailand* Studios: 34 Fitness First, 2 Celebrity Fitness Mitglieder:

ca. 90.000 (vor der Pandemie)

Altersstruktur: 25–40 Jahre (Fitness First),

21–35 (Celebrity Fitness)

Mitarbeiter:

ca. 1.470, nur Festangestellte

Verträge:

12 Monate und länger

Standorte:

Bangkok und 6 Provinzen

Cardio, Pin Loaded, Free Weights, Ausstattung: Freestyle-Zonen 3 Studiotypen: Mind and Body, Cycling und GX

Evolution Wellness* Standorte:

164 Objekte in 6 Ländern

Mitglieder:

375.000+ (vor der Pandemie)

Mitarbeiter:

6.000+

Mit Fitness First, Celebrity Fitness, GoFit, Fire Marken: Fitness, Fivelements und CircuitTM (Software) Asiens größter Fitness- und Wellnesskonzern * Stand 30. Juni 2021

zu unseren Werten und ist der Kern des Evolution WellnessGeschäfts. Studierende werden schon während des Studiums an das Unternehmen gebunden und unterstützt. Während der Lockdowns hat sich unsere Beziehung zu den Mitgliedern und Mitarbeitern intensiviert. Wir haben täglich Kontakt durch Zoom-Konferenzen gehalten, Mitarbeiter möglichst weiter beschäftigt, neue Produkte entwickelt sowie Online-Schulungen ermöglicht. In ganz Asien sind wir seit COVID-19 ein besseres Unternehmen, brauchen jetzt die Öffnung, um es zu beweisen. Im Wissen, wie wichtig die Mitarbeiter zur Kundenbindung sind, hat Evolution Wellness während der Schließung die Mitarbeitervergütung über alle anderen Kennzahlen gestellt. Hier gibt es in Krisen kaum Unterstützung vonseiten der Regierung, das Unternehmen muss einen eigenen Weg finden. Besonders ist, dass in Thailand 50 Prozent unseres Umsatzes auf PT entfallen. Man kann also das Personal nicht schlecht behandeln und erwarten, dass die Mitglieder trotzdem wiederkommen. Der einfachste Weg wäre, Leute zu entlassen, aber jahrelange Ausbildung und hochqualifizierte Zusammenarbeit kann man nicht einfach „wegwerfen“. Für mich geht es ums Überleben und darum, das künftige Geschäft zu schützen, auch durch den Schutz der Personal Trainer und ihrer Kundenbeziehungen. Bisher ist uns das gelungen – wir werden stärker zurückkommen.

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Wird die Krise nachhaltige Veränderungen auf dem thailändischen Fitnessmarkt mit sich bringen? In vielerlei Hinsicht kann es nicht so weitergehen wie bisher. Zu viele Kunden haben gekündigt, zu viele Studios wurden geschlossen, an vielen Standorten sieht es schlecht aus. Als die am längsten etablierte und vertrauenswürdigste Marke des Landes arbeiten wir täglich daran, die Gründe für eine Mitgliedschaft im Fitnessstudio zu stärken. Unsere Kundenbeziehungen und das Engagement unserer Mitarbeiter werden bei der Öffnung der Clubs von entscheidender Bedeutung sein – langfristig gesehen, ist es sinnlos, nur hervorragende Ausrüstung zur Verfügung zu stellen. Die Mitglieder wollen Unterstützung und Wertschätzung, wollen gesehen und perfekt beraten werden. Gut ausgebildete Mitarbeiter sind dazu der Schlüssel. Unsere Kernkompetenz wird weiterwachsen, um diese Glaubwürdigkeit zu untermauern. Unter welchen Bedingungen kann der asiatische Markt auf lange Sicht überhaupt von der Pandemie profitieren? In ganz Asien hat sich in der Branche mit der Gründung und dem Aufbau von Gruppen wie FIT Summit ein Gemeinschaftsgefühl entwickelt. In den meisten Ländern haben die Betreiber zusammengearbeitet, um Lobbyarbeit zu betreiben und die Vertretung der Branche gegenüber der Regierung und Presse zu unterstützen. Das sollten wir fortsetzen und den Standard verbessern. Die Unternehmen müssen gemeinsam mit ihrer Community hart daran arbeiten, das Vertrauen der Kunden und die Wertschätzung ihres Angebots für die Zukunft zu sichern. Hier liegt die Chance, wenn wir wieder öffnen. Ein Großteil der Studios ist verschwunden, eine riesige Anzahl von Mitgliedern ist wieder auf dem Markt. fitness MANAGEMENT international

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Foto: Evolution Wellness Thailand

Welche Lehren haben Sie aus der Krise gezogen? Werte sollten sich nicht ändern oder in der Krise umgangen werden. Stattdessen brauchen wir Strategien, die unsere Kernwerte einbeziehen – einer davon ist „We care“. Als Führungskräfte müssen wir Vertrauen schaffen und sicherstellen, dass wir nach der Öffnung mit Unterstützern und Mitarbeitern aufwarten, die mehr als zuvor an uns glauben. Umfragen in allen Märkten zeigen, dass die Mehrheit der ausgetretenen Mitglieder sicher oder sehr wahrscheinlich zurückkommen

will, sobald sich die Situation entspannt hat. Das stimmt uns für 2022 wirklich positiv.


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Diversifikation und Professionalisierung für weiteres Wachstum

Innovativen Unternehmen gehört die Zukunft Text: Daniel Weber und Florian Schmidt

Wie heißt es so schön: Wer nicht mit der Zeit geht, geht mit der Zeit. Die Corona-Krise hat praktisch von heute auf morgen etablierte Geschäftsmodelle auf den Kopf gestellt. Doch was bleibt nach den beiden Corona-Lockdowns und welche Chance bieten Innovationen und gesellschaftliche Veränderungen den Studios?

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„Survival of the fittest“: wachsende Herausforderungen im Markt Während in Zeiten der wirtschaftlichen Hochkonjunktur viele Unternehmen vom Niedrigzins und der hohen Kaufkraft profitieren können, zeichnen sich in schwierigen Phasen vor allem die Unternehmen aus, die es trotz widriger Umstände schaffen, sich am Markt hinsichtlich ihrer definierten Zielgruppe(n) (Kreis, 2021) mit ihren Produkten und Dienstleistungen klar zu positionieren und sich zu behaupten. Getreu dem Motto: „Survival of the fittest“, stehen hierbei in Zeiten des Umbruchs und der wachsenden Kundenansprüche (ClubIntel, 2020; Kobel & Preuschoff, 2021) eine Spitze Marktfitness MANAGEMENT international

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Foto: CasanoWa Stutio – stock.adobe.com

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e höher das Risiko, umso höher die zu erwartende Rendite – Was für schnelle Gewinne am Börsenmarkt gelten mag, ist für viele Studiobetreiber nach der Corona-Krise eher weniger sinnvoll. Viele Volkswirte und Experten kündigten bereits seit geraumer Zeit eine Rezession an, nach Jahren des kontinuierlichen Wachstums. Diese vorhergesagte wirtschaftliche Entwicklung wurde durch die beiden behördlich angeordneten Schließungen ausgelöst und hat auch die Fitness- und Gesundheitsbranche mit ihren mehr als 9.600 Studios hart getroffen (DSSV, 2021). Der Mitgliederrückgang und erhebliche finanzielle Einbußen stellen die Studiobetreiber seit Beginn der Krise vor neue Managementaufgaben.


(bspw. über On-Demand-Lösungen) bedient werden, ohne dabei die eigene Positionierung zu „verwischen“. Das oberste Ziel muss es deshalb sein, diese Angebote – in denen sehr viel Energie und Arbeit sowie viel Zeit und Herzblut steckt – jetzt zeitnah und gezielt in das eigene Portfolio fest zu überführen und sich als professioneller Gesundheitsdienstleister für die Zukunft noch breiter aufzustellen.

Chancen erkennen und das Studio zeitgemäß aufstellen Durch die wachsende Konsolidierung im Markt und die steigenden Kundenansprüche entstehen auch Potenziale für neue synergiestiftende Kooperationen, wodurch zusätzlich neue Marktgebiete und Kundensegmente für das Studio erschlossen werden können. Nach der intensiven Auseinandersetzung mit den aktuellen Herausforderungen (z. B. mithilfe der SWOT-Analyse und dem Porter‘s Five-Forces-Modell) können Sie sich beispielsweise folgende Fragen stellen:

• Sind meine Angebote bestmöglich auf die veränderten Kundenbedürfnisse im Markt (vermehrte Individualisierung, höhere Dienstleistungsansprüche usw.) abgestimmt? • Wie kann ich Neukunden durch zielgerichtete Angebote für mein Studio gewinnen und die Bestandsmitglieder weiter begeistern bzw. binden? positionierung durch das grundlegende Studiokonzept und eine zeitgleiche Diversifikation, u. a. durch ergänzende analoge und digitale Angebote sowie neue Kooperationen, dabei nicht im Widerspruch zueinander. Aber wie vermeidet bzw. minimiert man nun langfristig ein existenzielles Risiko (Clemann, 2020) und wie lassen sich nach wirtschaftlich schwierigen Phasen wieder neue Wachstumschancen durch eine noch gezieltere unternehmerische Ausrichtung erreichen? Grundlegend sollte man sich hier als Unternehmer regelmäßig einfacher betriebswirtschaftlicher Tools, wie u. a. der SWOT-Analyse (SWOT = Strength, Weakness, Opportunities & Threats), bedienen. Bei richtiger Anwendung decken diese Analyse und die dazugehörige Selbstreflexion zielführend eigene Schwächen und Stärken sowie die existierenden Chancen und Risiken im Markt auf. Angesichts der aktuellen Entwicklungen – extrinsischer Druck durch die Schließungen sowie gesellschaftliche Veränderungen – haben viele Studiobetreiber ihr Geschäftskonzept hinterfragt und weiterentwickelt. So ergriffen viele Unternehmen die Initiative und haben u. a. die Digitalisierung und die Studiovernetzung weiter vorangetrieben (Wang et al., 2021).

Hybride Geschäftsmodelle werden immer wichtiger Durch ein hybrides Geschäftsmodell können die Bedürfnisse unterschiedlicher Zielgruppen und Altersschichten im Studio noch effizienter und kundenorientierter 05/21

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• Welche Rolle spielt dabei meine Positionierung als professioneller Gesundheitsanbieter? Wie kann ich diese Position durch spezifische Marketingaktivitäten weiter untermauern? • Über welche Vertriebskanäle kann ich meine neuen Angebote optimal vermarkten? Welche Bedeutung kommt dabei Aggregatoren und Kooperationspartnern zu? • Welche Geschäftsfelderweiterung ist für mein Unternehmen (u. a. Outdoorfitness, Personal Training, Ernährungsberatung, BGM, Firmenfitness) zum jetzigen Zeitpunkt am sinnvollsten und warum? • In welche Bereiche muss ich dafür investieren und welche Qualifikationen müssen meine Mitarbeiter mitbringen? • Welche Mehrwerte und Synergien können sich daraus langfristig für mein Studio ergeben? • Wie kann eine Zertifizierung (DIN EN 17229/DIN 33961/Hygienezertifizierung) auf lange Sicht gesehen dabei unterstützen, die Kaufbereitschaft und das Vertrauen in die eigene Dienstleistung weiter zu verbessern?

Hinweis: Behalten Sie bei der Beantwortung der Fragen immer auch die Tragweite Ihrer Entscheidungen, die nicht intendierten Folgen sowie den daraus resultierenden Nutzen im Blick und denken Sie nicht nur kurz-, sondern vor allem auch langfristig bzw. zukunftsorientiert. Dabei sollten Sie ebenfalls beachten: Viel hilft nicht immer viel. Stellen Sie deshalb

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MANAGEMENT | FACHARTIKEL UNTERNEHMENSZUKUNFT den potenziellen Ertrag immer ins Verhältnis zu Ihrem zeitlichen und finanziellen Aufwand. Je nach Unternehmen und Positionierung gilt es, diese Fragen als Betreiber individuell zu beantworten. Fakt ist, es gibt hier keine Musterlösung oder gar eine allgemeingültige „Business-Schablone“. Gerade deshalb ist es in unruhigen und schnelllebigen Zeiten umso wichtiger, sich mit diesen elementaren unternehmerischen (Grund-)Fragen regelmäßig auseinanderzusetzen und das Studio langfristig „auf gesunde Beine“ zu stellen.

Positiver Blick in die Zukunft: Gesundheitsexperten gefragter denn je Gemäß dem Motto des diesjährigen Aufstiegskongresses „COME BACK better & stronger“ ist es wichtig, die richtigen Lehren aus der Krise zu ziehen und den Weg der kontinuierlichen Weiterentwicklung bzw. Professionalisierung – als gesamte Branche sowie als Einzelunternehmen – konsequent zu verfolgen.

aufgezeigt, dass die Fitness- und Gesundheitsstudios in kurzer Zeit innovativ auf Marktveränderungen reagiert und erfolgreich Kundennähe gezeigt haben. Das gilt gleichermaßen für die neuen Trainings- bzw. Dienstleistungsangebote als auch für die kundenorientierte Kommunikation. Durch digitale Tools bietet sich hier langfristig die Chance, neben der professionellen und qualifizierten Betreuung vor Ort auch abseits des Studios intensiv den Kundenkontakt zu pflegen und aktiv in die Mitgliederbindung zu investieren (Moustakas et al., 2021; Kobel & Schmidt, 2021).

Fazit Vom gestiegenen Gesundheitsbewusstsein innerhalb der Bevölkerung und vom wachsenden Bedarf an professionellen Gesundheitsdienstleistungen wird unsere Branche mittel- und langfristig deutlich profitieren. Es liegt an uns, aus den vergangenen Monaten zu lernen, die richtigen Schlüsse zu ziehen und die Weichen für eine erfolgreiche Zukunft zu stellen.

Die Pandemie und die beiden Lockdowns haben hier ganz klar

Florian Schmidt

Daniel Weber, M. A. Prävention und Gesundheitsmanagement, ist als Dozent an der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement (DHfPG) tätig. Seit 2012 arbeitet er für eine renommierte Premiumfitnesskette und zeichnet dort verantwortlich für den standortübergreifenden Aufbau eines neuen Geschäftsfeldes.

Florian Schmidt absolvierte nach einem Studium in Hotelmanagement und mehreren Jahren Berufserfahrung in der internationalen Hotellerie zusätzlich ein Master-Studium in Sportwissenschaft. Er ist als Dozent, Wissenschaftsredakteur und Tutor für die Deutsche Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement (DHfPG) und die BSA-Akademie tätig.

www.dhfpg-bsa.de

www.dhfpg-bsa.de

Auszug aus der Literaturliste DSSV e. V. – Arbeitgeberverband deutscher Fitness- und Gesundheits-Anlagen (Hrsg.). (2021). Eckdaten der deutschen Fitness-Wirtschaft 2021. Hamburg: Hrsg. Moustakas, L., Szumilewicz, A., Mayo, X., Thienemann, E. & Grant, A. (2021). Foresight for the Fitness Sector: Results from a European Delphi Study and Its Relevance in the Time of COVID-19. International Journal of Environmental Research and Public Health, 17 (23), 8941. Für eine vollständige Literaturliste kontaktieren Sie bitte marketing@dhfpg-bsa.de.

Viele Fitness- und Gesundheitsstudios haben coronabedingt ihr Angebotsportfolio angepasst. Prof. Dr. Sarah Kobel zeigt in ihrem Vortrag „Chancen aus der Krise - aktuelle Studienergebnisse aus Betreiberperspektive“ beim diesjähigen „Aufstiegskongress ONLINE ONLY“ anhand einer aktuellen Studie, welche der Änderungen sich etablieren und das Angebot nachhaltig verändern werden. Das vollständige Programm sowie Teaservideos zu den Vorträgen finden Sie unter www.aufstiegskongress.de/programm.

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Fotos: PRIME TIME fitness | DHfPG/BSA

Daniel Weber


MANAGEMENT | DIGITAL SALES | ANZEIGE

Digitalisiert verkaufen ist weit mehr als ein Online-Abschluss

EVA verkauft Ihre Abos von ganz allein

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Fotos: DSB

Steigende Mitgliederzahlen bei gleichzeitig sinkenden Vertriebskosten: Die DSB-Digitalagentur hat mit dem EVA-System ein Rundum-sorglos-Paket für vollautomatisierte Vertragsabschlüsse für Fitness- und Gesundheitsanlagen entwickelt. EVA ist mit bestehenden Software-Lösungen kompatibel, bietet auch kleinen Unternehmen ein hohes Marketingund Vertriebsniveau und verknüpft alle verkaufsrelevanten Komponenten miteinander.


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och vor wenigen Jahren war für viele Betreiber ein reiner Online-Abschluss von Fitnessmitgliedschaften nahezu unvorstellbar. Heute gehört er standardmäßig zu einem modernen Fitnessclub dazu. Doch zu einem vollintegrierten Verkaufssystem gehört viel mehr als der „Mitglied werden“-Button auf der Website. Um alle Kosteneinsparungspotenziale eines Online-Verkaufs ausschöpfen zu können, bedarf es eines Zusammenspiels aller verkaufsrelevanten Komponenten – beginnend mit einem intelligenten Suchmaschinenmanagement über die Kampagnengestaltung bis hin zur nahtlosen Integration der Daten in die Club-Software.

Kompatibel mit bestehenden Lösungen Nahezu alle Anbieter von Verkaufssystemen setzen entweder einen Wechsel der unternehmensinternen Software voraus oder die Systeme sind an komplizierte Schnittstellenprozesse gekoppelt. Die Firma DSB geht mit dem EVA-System jetzt revolutionäre Wege – mit einer Komplettlösung, die jedoch unabhängig von der im Club verwendeten Verwaltungssoftware funktioniert. EVA, das ist der Elektronische Vertriebsassistent, der vollautomatisiert Interessenten zu Kunden macht und den Upselling-Prozess wie „am Schnürchen“ laufen lässt.

Rundum-sorglos-Paket

Marketingerfolge werden messbar Der Erfolg jeder Marketingmaßnahme kann direkt über die Verkaufszahlen gemessen werden, wie z. B. das interne „buddy4free“-Empfehlungsmanagement, das wie alle anderen Prozesse auch hochdigitalisiert ist. Die Zeiten, in denen jedem Kunden ein Gutschein in die Hand gedrückt wurde, sind damit Geschichte. Das Empfehlungsmanagement „buddy4free“ nimmt eine zentrale Rolle im digitalen Vertrieb der DSB ein. Durch die ineinandergreifenden Abläufe erzielen DSB-Clubs, laut eigenen Angaben, über die Weiterempfehlung eine laufende Neukundenquote von über 40 Prozent pro Monat – sprich aus 100 Neukunden kommen 40 weitere Neumitglieder. Dieses System ist somit nicht nur hocheffizient, sondern senkt auch zusätzlich die Vertriebskosten.

Höchstes Vertriebsniveau Im Discountbereich ist der digitale Verkauf ein Muss, im Premiumbereich wird er gerade zum wichtigen Wettbewerbsvorteil. Selbst kleine, inhabergeführte Studios können nun mit EVA auf höchstem Marketing- und Vertriebsniveau agieren und sich damit am Markt behaupten. Damit können Betreiber den wichtigsten Erfolgsfaktor eines Clubs, nämlich einen erfolgreichen Verkauf, sicherstellen.

Das erklärte Ziel von EVA sind steigende Mitgliederzahlen bei gleichzeitig sinkenden Vertriebskosten. Was nach einer Quadratur des Kreises klingt, wird durch eine Art Rundum-sorglosPaket ermöglicht. Im Rahmen einer Strategieberatung erfolgt die Festlegung einer idealen Pricing- und Welcome-Strategie für den jeweiligen Club.

Ausufernde Vertriebskosten sind schon manchem Club zum Verhängnis geworden. Mit EVA dürfte das nun endlich der Vergangenheit angehören. Viele Verkaufsschritte, die eben noch State-of-the-Art waren, sind morgen schon überholt.

Die DSB-Digitalagentur erstellt darauf aufbauende, saisonale Kampagnen und sorgt dafür, dass diese im Netz den Weg zum Interessenten finden. Der Vertragsabschluss erfolgt vollautomatisiert über die Club-Website, während Zusatz-Abos auch über den im Club befindlichen Add-on-Terminal oder die Club-App gebucht werden können.

Gut möglich, dass die Fitnessbranche in nur wenigen Monaten eine Marktsituation vorfindet, in der die einen noch Leads sammeln, während die anderen schon längst online abgeschlossen haben und sich der eigentlichen Aufgabe eines Fitnessclubs widmen können: dem Kunden perfekte Bedingungen zu schaffen, um an seiner Fitness zu arbeiten.

Mitgliedschaften abschließen, anstatt Leads sammeln

DSB – digital systemische Betriebskonzepte GmbH AT: Alpenstraße 95–97, 5020 Salzburg DE: Am Leinwedel 6, 74889 Sinsheim www.dsb.digital

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FITNESS & GESUNDHEIT | TRAININGSWELTEN | ANZEIGE

Trainingswelten von milon und five

Ein neues ganzheitliches Gesundheitskonzept Mehr Möglichkeiten, mehr Freiheit und mehr Erfolg im Training – das versprechen die neuen Trainingswelten von milon und five. Dank des modularen Aufbaus lässt sich das neue ganzheitliche Gesundheitskonzept mit bestehenden Konzepten und Techniken sinnvoll kombinieren und alle Zielgruppen können adressiert werden – vom Patienten bis zum Leistungssportler.

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ie neuen Trainingswelten von milon und five vereinen ganzheitliches Kraft- und Beweglichkeitstraining, das nach neuesten sportwissenschaftlichen und physiotherapeutischen Erkenntnissen ausgerichtet ist, auf effiziente Art und Weise. Gerade bei Neukunden standen Trainer und Trainierende bislang oft vor einer Richtungsentscheidung: Gehe ich eher den medizinischen Weg oder den allgemeinen Fitnessweg? Diese Festlegung führt in der Praxis zu vielen unnötigen Einschränkungen. Mit den neuen Trainingswelten gehört dies ab sofort

der Vergangenheit an. Das neue Konzept bietet eine schlüssige „Kundenreise“, die alle relevanten Facetten des Trainings abbildet, den Erfolg der Trainierenden sicherstellt und dem Betreiber nachvollziehbare und effiziente Prozesse auf der Trainingsfläche ermöglicht.

Das perfekt angepasste Training für jedes Ziel Von der geführten Bewegung hin zur freien Kraftkoordination bieten die verschiedenen Module allen Trainierenden ein dauerhaft abwechslungsreiches Erlebnis – samt Trainingskontrolle und smarter Steuerung. Das Trainingserlebnis beginnt bei der biomechanischen Funktionsanalyse und dem Screening und reicht bis zum mehrdimensionalen Training. Ein zentrales Element bildet die neue Kombination aus Kraft und Beweglichkeit, aber auch die Ausbildung von kognitiven Fähigkeiten hat in den neuen Trainingswelten ihren Platz. Und wer sich beim freien Training sicherer fühlt, kann mit dem völlig frei konfigurierbaren Satztraining an den Q free Geräten von milon arbeiten.

Die Betreiberfamilie Robles hat sich während des Lockdowns entschieden, das Konzept der Trainingswelten von milon und five in ihrem Studio im hessischen Weilburg mit einer Trainingsfläche von rund 1.200 Quadratmetern einzuführen und umzusetzen. Wir haben mit Jonathan Robles dazu gesprochen.

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Fotos: milon industries GmbH

Inform in Weilburg setzt auf neue Trainingswelten


Jonathan Robles Geschäftsführer Inform Weilburg

kommt. Wir müssen unsere (Neu-)Mitglieder dort abholen, wo sie aktuell stehen und ihre Bedürfnisse und Schwachstellen erkennen. Das ist die Grundvoraussetzung für ein effizientes und motivierendes Trainingserlebnis! Keine leichte Zeit für die Fitnessbranche. Warum habt ihr euch gerade jetzt für die Trainingswelten entschieden? Jonathan Robles: Wir hatten im vergangenen Jahr viel Zeit zum Nachdenken, haben Dinge infrage gestellt und unser Studiokonzept überdacht. Uns war klar: Es muss sich etwas ändern. Die Trainingswelten und deren Aufbau klangen für mich nach einer schlüssigen Lösung für die Problemstellungen in der aktuellen Zeit. Das setzen wir um! Egal, ob Krisenzeiten oder nicht. Wir haben da nicht lange gewartet, sondern einfach gehandelt. Alles um uns herum verändert sich: die Menschen, die Bedürfnisse – warum sollte da in der Fitnessbranche die Entwicklung stehenbleiben? Es wird allerhöchste Zeit, dass wir uns als Trainingsanbieter und Trainer bedarfsgerechter aufstellen und den Trainierenden neue Konzepte und Ideen an die Hand geben. Das motiviert ungemein – die Mitglieder und das Team! Vor einigen Wochen konntet ihr wieder öffnen. Wie sieht eure Reopening-Strategie aus? Alle unsere Trainierenden durchlaufen zu Beginn eine kleine „Kundenreise“. Wir erklären ihnen das Prinzip und den Ablauf der verschiedenen Module – vom Screening mit dem milonizer über Welcome mit Faszien-Stimulation und Warm-up mit Muskellängentraining bis hin zum freien Krafttraining mit Q free. So erfährt jedes Mitglied, welches Konzept hinter der jeweiligen Trainingswelt steckt und versteht, worauf es an05/21

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Zusätzlich haben wir nicht nur unsere Studioeinrichtung, sondern auch unsere Beitragsstruktur verändert. Ich bin der Überzeugung, dass die Fitnessbranche umdenken und die Vertragslaufzeiten anpassen muss. So können unsere Mitglieder beispielsweise auch ihre Add-ons wie Shakes, Kurse, Wellness und Co. monatlich neu dazu- oder abbuchen und genießen ein Maximum an Flexibilität. Hat sich die Investition gelohnt? Fünf Wochen nach der Öffnung kann ich sagen: Ja, es hat sich definitiv gelohnt! Die Investition und das damit verbundene Risiko sind nicht gering, aber wir konnten in den ersten Wochen bereits 180 Vertragsverlängerungen verzeichnen und sind auf dem besten Weg, bis Ende des Jahres unser hochgestecktes Ziel von mehr als 1.300 Mitgliedern – das entspricht unserem Vor-Corona-Level – nicht nur wieder zu erreichen, sondern zu toppen! (Das Gespräch wurde im Juli 2021 geführt.)

Das gesamte Interview sowie weitere Infos zu den Trainingswelten finden Sie unter: www.milon.com/trainingswelten

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FITNESS & GESUNDHEIT | FACHARTIKEL GESUNDHEIT

Der vielfältige Gesundheitsnutzen von Fitnesstraining (Teil 5)

Psychische Gesundheit Neben Herz-Kreislauf-, Krebs-, Stoffwechsel- und Muskel-Skelett-Erkrankungen gehören psychische Störungen zu den häufigsten Gesundheitsproblemen in Deutschland. Etwa 30 Prozent der Erwachsenen sind davon betroffen. Durch regelmäßiges Fitnesstraining kann den häufigsten Krankheitsbildern wie Angststörungen, Depressionen und Demenz wirksam vorgebeugt und die psychische Gesundheit insgesamt verbessert werden.

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Foto: VadimGuzhva – stock.adobe.com

Text: Prof. Dr. Arne Morsch und Prof. Dr. Markus Wanjek


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in guter körperlicher Gesundheitszustand und eine gesunde Psyche sind gleichermaßen wichtig (WHO, 2013). Die psychische Gesundheit ist eine wesentliche Voraussetzung für individuelles Wohlbefinden, Lebensqualität, Leistungs- und Arbeitsfähigkeit sowie soziale Teilhabe (Busch et al., 2011; WHO, 2019). Störungen der psychischen Gesundheit verändern das normale Erleben (Gedanken, Gefühle, Gedächtnis etc.) und Verhalten. Sie führen zu erheblichen Beeinträchtigungen der Lebensführung in mehreren Bereichen, verursachen bei den Betroffenen einen hohen individuellen Leidensdruck und gefährden auch die körperliche Gesundheit (Davison, Neale & Hautzinger, 2016; WHO, 2019).

Psychische Störungen Psychische Störungen gehören zu den häufigsten Gesundheitsproblemen in Deutschland. Sie haben mittlerweile den Status einer Volkskrankheit erreicht (Jacobi et al., 2017). Etwa ein Drittel der Erwachsenen lässt zeitweise mindestens eine klinisch bedeutsame psychische Störung erkennen (Jacobi et al., 2014; Wittchen & Jacobi, 2012). Jede zweite Person muss im Laufe ihres Lebens damit rechnen, psychisch zu erkranken (Jacobi et al., 2017). Frauen sind wesentlich häufiger in ihrer psychischen Gesundheit beeinträchtigt als Männer (RKI, 2012). Zu den häufigsten psychischen Leiden zählen Angst- sowie Schlafstörungen, Depressionen und Demenz (Jacobi et al., 2014; Wittchen et al., 2011). Fast zehn Millionen Erwachsene weisen eine Angststörung auf (Jacobi et al., 2014). Diese ist durch eine übersteigerte Furchtreaktion bei Fehlen einer realen äußeren Bedrohung gekennzeichnet (Freyberger & Schneider, 2002). Etwa fünf bis sieben Millionen Menschen sind von einer Depression bzw. einer depressiven Symptomatik betroffen (Bretschneider et al., 2017; Busch et al., 2013; Hapke et al., 2019; Thom et al., 2017). An einer klinisch relevanten Schlafstörung (Insomnie) leiden etwa 3,8 Millionen Erwachsene. Unter diesem Begriff versteht man eine über mindestens einen Monat anhaltende Ein- und Durchschlafstörung bei zusätzlich beeinträchtigter Schlafqualität mit daraus resultierenden Folgen wie zum Beispiel Tagesmüdigkeit, Erschöpfungszustände (Schlack et al., 2013). Psychische Störungen haben weitreichende Folgen für die Betroffenen, aber auch für die gesamte Gesellschaft. Sie sind

mit erheblichen Einschränkungen der Leistungsfähigkeit, Alltagsbewältigung, Arbeitsfähigkeit und Lebensqualität verbunden. Auch das individuelle Gesundheitsverhalten und die körperliche Gesundheit werden negativ beeinflusst (Busch et al., 2011; Jacobi et al., 2017; RKI, 2015). Psychische Störungen gehören zu den häufigsten Gründen für krankheitsbedingte Fehltage am Arbeitsplatz und führen zu besonders langen Ausfallzeiten (Badura et al., 2020; RKI, 2016). Zudem verursachen sie hohe Krankheitskosten (Jacobi et al., 2017). Ferner haben Menschen mit psychischen Erkrankungen eine deutlich verringerte Lebenserwartung (DGPPN, 2021). Während psychische Störungen im jungen und mittleren Erwachsenenalter weit verbreitet sind, dominieren im höheren Lebensalter die Demenzerkrankungen (Jacobi et al., 2017). Unter Demenz versteht man eine Reihe von Krankheitsbildern des Gehirns, die einen zunehmenden Abbau verschiedener kognitiver Funktionen (Gedächtnis, Denken, Sprache, Orientierung etc.) zur Folge haben. Die häufigste und bekannteste Demenzform ist die Alzheimerkrankheit (RKI, 2005). In Deutschland sind circa 1,6 Millionen Menschen im Alter über 65 Jahre an Demenz erkrankt. Pro Jahr gibt es etwa 300.000 neue Erkrankungsfälle. Aufgrund der demografischen Alterung wird in Zukunft die Zahl der Demenzkranken deutlich zunehmen (DAG, 2020). Demenzerkrankungen führen ebenfalls zu erheblichen Belastungen für die Betroffenen selbst, ihr soziales Umfeld und die Gesellschaft (RKI, 2016). Infolge der kognitiven Einbußen ist für Demenzerkrankte auf Dauer keine selbstständige Alltagsbewältigung bzw. Lebensführung möglich. Früher oder später führt Demenz zu Pflegebedürftigkeit (RKI, 2005). Aufgrund der hohen Verbreitung von psychischen Störungen und der gravierenden Folgen für die Betroffenen, ihre Angehörigen und die Gesellschaft sind wirksame Maßnahmen zum Schutz und zur Verbesserung der psychischen Gesundheit von zentraler Bedeutung (RKI, 2015; WHO, 2006 und 2013).

Fitnesstraining für die psychische Gesundheit Regelmäßige körperliche Aktivität in Form von Fitnesstraining kann einen wichtigen Beitrag zum Erhalt der psychischen Gesundheit leisten. Es ist wissenschaftlich gut belegt, dass körperliches Training eine stimmungsaufhellende, antidepressive sowie angstmindernde Wirkung hat. Verschiedene kognitive

Tab. 1: Wissenschaftlich belegter Nutzen von Fitnesstraining auf die psychische Gesundheit (ACSM, 2021; UDHHS, 2018; WHO, 2020)

Psychische Störungen

Effekte von Training

Schlafstörung

+ Verbesserung der Schlafqualität/-effizienz (Ein- und Durchschlafstörungen, Tiefschlaf, Tagesmüdigkeit) + Verringerung von Schlafmittelkonsum

Angststörung

+ Senkung des Erkrankungsrisikos + Verbesserung von Angstsymptomen

Depression

+ Senkung des Erkrankungsrisikos + Verbesserung einer depressiven Symptomatik, stimmungsaufhellende Wirkung

Demenz

+ Senkung des Erkrankungsrisikos (z. B. für die Alzheimerkrankheit) + Verbesserung kognitiver Funktionen

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FITNESS & GESUNDHEIT | FACHARTIKEL GESUNDHEIT Funktionen können verbessert und das Risiko für eine Demenzerkrankung kann reduziert werden. Richtig dosiertes Training fördert auch einen gesunden Schlaf. Zudem steigert es das Wohlbefinden und die Lebensqualität (ACSM, 2021; USDHHS, 2018; WHO, 2020). In Tabelle 1 sind die zentralen Effekte von Fitnesstraining auf die psychische Gesundheit zusammengefasst.

Empfohlene Trainingsdosis Um die psychische Gesundheit zu erhalten oder zu verbessern und sich vor den häufigsten psychischen Störungen zu schützen, sollten Erwachsene (18–65 Jahre) und Ältere (65 +) mindestens 150 bis 300 Minuten pro Woche moderat-intensives oder 75 bis 150 Minuten pro Woche intensives Ausdauertraining (oder eine Kombination aus beiden Intensitäten) betreiben. Zusätzlich sollte mindestens zwei Mal pro Woche ein Krafttraining unter Einbezug aller großen Muskelgruppen durchgeführt werden (USDHHS, 2018; WHO, 2020).

Fazit Regelmäßiges Fitnesstraining verbessert die psychische Gesundheit. Es schützt vor den häufigsten psychischen Störungen und das bis ins hohe Alter. In den Teilen eins bis fünf dieser Artikelreihe wurde der wissenschaftlich belegte Gesundheitsnutzen von Fitnesstraining für die wichtigsten menschlichen Organsysteme und die psychische Gesundheit dargestellt. Im sechsten und letzten Teil wird das breite gesundheitliche Wirkungsspektrum der „Polypille“ Bewegung noch einmal zusammengefasst. Es wird aufgezeigt, wie Fitnessstudios durch die gezielte Umsetzung von evidenzbasiertem Fitnesstraining einen wichtigen Beitrag zur Gesunderhaltung der Bevölkerung leisten können.

Prof. Dr. Markus Wanjek

Prof. Dr. Arne Morsch ist Fachbereichsleitung Gesundheitswissenschaften und Dozent der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement (DHfPG). Darüber hinaus leitet er den Fachbereich Gesundheitsförderung der BSA-Akademie.

Prof. Dr. Markus Wanjek ist stellvertretende Fachbereichsleitung Gesundheitswissenschaften und Dozent bzw. Referent an der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement (DHfPG) und BSA-Akademie. Er verfügt über eine 20-jährige praktische Berufserfahrung im Fitness- und Gesundheitsbereich.

www.dhfpg-bsa.de

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Auszug aus der Literaturliste American College of Sports Medicine. (2021). ACSM's guidelines for exercise testing and prescription (11th edition). Philadelphia: Wolters Kluwer Health. Davison, G. C., Neale, J. M. & Hautzinger, M. (2016). Klinische Psychologie (8. Aufl.). Weinheim: Beltz. Für eine vollständige Literaturliste kontaktieren Sie bitte marketing@dhfpg-bsa.de.

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Prof. Dr. Arne Morsch


FITNESS & GESUNDHEIT | OLYMPIA | ANZEIGE

Offizieller Ausstatter in Tokio

CHAMPIONS TRAIN WITH TECHNOGYM

Die Veranstalter der Olympischen Spiele entschieden sich in Tokio 2020 und damit zum achten Mal für Technogym als offiziellen und exklusiven Ausstatter für Fitnessgeräte und digitale Technologien. Technogym ist international dafür bekannt, den Standard für athletisches Training, Rehabilitation und Wellness zu definieren und fördert demzufolge die bestmögliche Vorbereitung der AthletInnen auf ihre Wettbewerbe.

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n Tokio wurden 15 Trainingszentren zur Vorbereitung der AthletInnen auf ihre Wettkämpfe bei den Olympischen Spielen ausgestattet. Insgesamt wurden 1.500 Geräte für die 15.000 Olympischen und Paralympischen AthletInnen aus über 200 Ländern, die in 33 verschiedenen Disziplinen an den Start gingen, bereitgestellt. Zudem war ein Expertenteam von Technogym vor Ort, das die AthletInnen unterstützte und für sämtlichen weiteren Support zur Verfügung stand.

Digitale Lösung und breites Produktspektrum

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SKILLRUN SKILLRUN übertrifft selbst die abenteuerlichsten Erwartungen an ein Laufband. In erster Linie ist es ein Laufsportgerät, das für die Trainingsansprüche von Spitzensportlern und anspruchsvollen Fitnessliebhabern konzipiert wurde. Dank seiner einzigartigen MULTIDRIVE TECHNOLOGY™ kann das Herz-Kreislauf- und Krafttraining in einer Lösung kombiniert werden.

SKILLBIKE SKILLBIKE ist das revolutionärste stationäre Fahrrad von Technogym, das in Zusammenarbeit mit RadsportathletInnen entwickelt wurde. Mit der SKILLATHLETIC-Trainingsmethode können Radprofis und Radsportfans indoor ein Fahrgefühl wie beim Fahren im Freien erleben.

SKILLROW Das gemeinsam mit BerufssportlerInnen entwickelte SKILLROWEquipment fördert mit diversen in der App verfügbaren TotalBody-Workouts inklusive wirklichkeitsgetreuem Rudergefühl sowohl die Cardio- als auch die Krafttrainingsleistung.

SKILLMILL SKILLMILL ist das erste nicht motorisierte Allroundgerät, das Kraft-, Schnelligkeits-, Ausdauer- und Beweglichkeitstraining vereint. Dank der MULTIDRIVE TECHNOLOGY™ genießen die NutzerInnen mit SKILLMILL ein umfassendes Geschwindigkeits- und Widerstandsspektrum.

Technogym Germany GmbH Frankfurter Str. 211 63263 Neu-Isenburg Tel.: 0800 0556633 www.technogym.com fitness MANAGEMENT international

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Foto: Technogym

Das Olympische Dorf, errichtet an der Harumi Waterfront in Tokio, wurde vollständig mit den digitalen Produkten von Technogym ausgestattet. So konnten die Bedürfnisse der AthletInnen aller Sportarten erfüllt werden. Die weiteren Zentren der verschiedenen Wettkampfstätten waren speziell auf die sportartspezifischen Trainingsbedürfnisse abgestimmt und entsprechend errichtet worden. Aus der breiten Produktpalette, die Technogym den AthletInnen zur Verfügung stellte, waren vor allem die Folgenden von besonderer Relevanz: KINESIS, die über 200 Kraft-, Gleichgewichts- und Beweglichkeitsübungen ermöglicht; PURE, die Produktlinie, die für das Training mit hohem Gewicht bei maximaler Sicherheit konzipiert ist; EXCITE, die vollständigste Cardiolinie der Welt, die mit der innovativen TECHNOGYM LIVE Benutzeroberfläche mit Trainingsprogrammen und On-Demand-Content ausgestattet ist.

Natürlich durfte die SKILL LINE, die Produktlinie, die speziell für das Athletiktraining konzipiert wurde und sich insbesondere in den letzten Jahren zur Referenzmarke des professionellen Leistungssports entwickelt hat, nicht fehlen:


FITNESS & GESUNDHEIT | FACHARTIKEL HIIT

Angewandte Trainingswissenschaft (Teil 9)

HIIT – effizient und effektiv!

High-Intensity Interval Training (HIIT) zählt zu den beliebtesten Fitnesstrends. Neben dem Aspekt der Zeitersparnis verspricht HIIT zahlreiche positive Effekte, die Fitnesstrainierende erzielen möchten. Doch was sagt die Wissenschaft über diese populäre Trainingsvariante? Ist HIIT immer gleich HIIT? Worauf sollte bei der Planung und Umsetzung geachtet werden? – Diese Fragen werden im folgenden Artikel näher erläutert. Text: Prof. Dr. Larissa Kettenis

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as hochintensive Intervalltraining, besser unter der englischen Bezeichnung „High-Intensity Interval Training (HIIT)“ bekannt, ist ein trainingsmethodischer Ansatz, der sich vom klassischen Ausdauertraining differenziert und seit Jahren zu den Spitzenreitern unter den Fitnesstrends zählt. Kennzeichen dieser Trainingsvariante, die sowohl im Fitness- als auch im Leistungs- und Präventionssport sowie in der Rehabilitation Anwendung findet, sind kurze Trainingszeiten, geringe Belastungsumfänge mit hohen und maximalen Belastungsintensitäten.

Trainingswissenschaftliche Grundlagen und Effekte Im Unterschied zum klassischen Intervalltraining werden den Trainierenden im HIIT keine „lohnenden Pausen“ zwischen den Intervallen eingeräumt. Die Intervallpausen sind hier unter Umständen deutlich kürzer. Bei Intervallbelastungen von bis zu 95 Prozent der maximalen Leistungsfähigkeit stellt das HIIT somit eine hochgradig laktazide, anaerobe Belastungsform dar (Wanjek, 2018). Neben der Zeitersparnis verspricht HIIT viele Effekte, die die meisten Trainierenden anstreben: z. B. Maximierung der Körperfettreduktion, Steigerung der aeroben sowie anaeroben Ausdauerleistungsfähigkeit, Aufbau von Muskelmasse (sofern Kraftübungen absolviert werden). Des Weiteren zeigen sowohl moderates als auch intensives Training signifikant positive Einflüsse auf das Wohlbefinden. Somit kann hochintensives Training als eine Ergänzung im Gesundheitssport eingesetzt werden (Thienes, Randl & Glage, 2021).

Hoher subkutaner Fettverlust

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Fotos: alfa27, Jacob Lund – stock.adobe.com

Die präventiven Effekte des HIIT konnten in verschiedenen Studien herausgestellt werden. Trainierende, die 15 Wochen lang HIIT absolvierten, erzielten einen deutlich höheren subkutanen Fettverlust als die Vergleichsgruppe, die 20 Wochen nach der kontinuierlichen Dauermethode trainierte (Tremblay, Simoneau & Bouchard, 1994). Eine Erklärung für diesen Wirkungsmechanismus findet sich in der erhöhten Sympathikusaktivität und der daraus resultierenden gesteigerten Verbrennung (erhöhte Sauerstoffaufnahme nach Belastung = „Excess Post-Exercise Oxygen Consumption“, kurz EPOC) nach solchen hochintensiven Trainingseinheiten.


Musa, Adeniran, Dikko und Sayers (2009) konnten eine Verbesserung des Lipidprofils im Blut junger Männer durch HIIT nachweisen. Astorina et al. (2012) haben signifikante Verbesserungen der VO2max und des O2-Puls festgestellt. Auch Ziemann et al. (2011) beobachteten signifikante Verbesserungen der VO2max durch HIIT, während Greeley, Martinez und Campbell (2013) sowie Mancilla et al. (2014) die gesundheitsfördernden Effekte des HIIT im Kontext des metabolischen Syndroms betonen.

Effekte auch bei geringem Umfang Dote-Montero, Carneiro-Barrera, Martinez-Vizcaino, Ruiz und Amaro-Gahete (2021) fanden heraus, dass die Hormone Testosteron und Cortisol unmittelbar nach einer einzigen HIIT-Sitzung ansteigen, schließlich unter die Ausgangswerte fallen und sich erst nach 24 Stunden wieder normalisieren. Die Ergebnisse jüngster Studien deuten darauf hin, dass HIIT mit geringem Umfang ähnliche und manchmal größere Verbesserungen der kardiorespiratorischen Fitness, der Glukosekontrolle, des Blutdrucks und der Herzfunktion bewirken kann als traditionelle Formen des aeroben Trainings. Diese Effekte konnten beobachtet werden, obwohl kurze HIIT-Einheiten mit weniger Zeitaufwand verbunden sind und einen geringeren Energieverbrauch verursachen als Trainingseinheiten mit hohem Umfang (Sabag, Little & Johnson, 2021). Hinweis: Die in diesem Artikel erwähnte Studie von Sabag, Little und Johnson zu den Effekten von HIIT-Training wird auf Seite 126 in den „Science News“ näher vorgestellt.

Trainingssteuerung und Varianten Im Gegensatz zu den klassischen Intervalltrainingsmethoden ist die Belastungsgestaltung im HIIT nicht exakt standardisiert, sondern lässt Trainern und Trainierenden einen großen Handlungs- und Interpretationsspielraum. Die Belastungsintensität kann über die Herzfrequenz, das subjektive Belastungsempfinden oder über die komplexe Leistung gesteuert werden. Die Gesamtbelastungsdauer umfasst 4 bis 45 Minuten. Ein Standard-Workout gibt es nicht. HIIT kann grundsätzlich in jeder Sportart absolviert werden.

HIIT, SIT, Tabata HIIT stammt ursprünglich aus dem Laufsport, weshalb sich diese Trainingsform auch hervorragend ohne Geräte und Hilfsmittel, durch die Ausführung maximaler Sprints umsetzen lässt. Diese besondere Variante des HIIT wird aufgrund der Tatsache, dass sie die Absolvierung hochintensiver Sprintintervalle vorsieht, auch Sprint-Intervalltraining (SIT) genannt. Tabata ist eine Sonderform des HIIT und dauert lediglich vier Minuten. Es umfasst acht Intervalle mit jeweils 20 Sekunden Belastung und 10 Sekunden Pause.

Alternative Trainingsformen im Athletiktraining Im Rahmen des Athletiktrainings können alternative Trainingsformen in das HIIT integriert werden, teilweise als Übungen zur Verbesserung der Kraftausdauer (Körpergewichtstraining) oder als plyometrische Übungen. Im HIIT werden diese

(© BSA/DHfPG)

Tab. 1: Belastungsgestaltung HIIT-Parcours (eigene Darstellung)

Intervall

Trainingsform

Belastungs-/Pausendauer

1.

Kettlebell Swings

60 Sek.

Pause

–

30 Sek.

2.

Jump Squats

60 Sek.

Pause

–

30 Sek.

3.

Mountain Climbers

60 Sek.

Pause

–

30 Sek.

4.

Kettlebell Swings

60 Sek.

Pause

–

30 Sek.

5.

Jump Squats

60 Sek.

Pause

–

30 Sek.

6.

Mountain Climbers

60 Sek.

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FITNESS & GESUNDHEIT | FACHARTIKEL HIIT Übungen mit moderater Kraftakzentuierung (z. B. deutlich eingeschränkte Sprunghöhe bei plyometrischen Übungen), aber mit deutlich höherer Wiederholungszahl ausgeführt. In Tabelle 1 wird ein Belastungsgefüge für einen HIIT-Parcours vorgestellt. Die Intensität wird hier primär über die Dauer der Intervalle bzw. über die Belastungsdichte (= Verhältnis der Intervalldauer zur Pausendauer) gesteuert, da bei den zum Einsatz kommenden Trainingsformen ein Abschätzen der subjektiven Belastungswahrnehmung schwierig ist. Insgesamt werden drei verschiedene Trainingsformen kombiniert und nacheinander mit kurzen Intervallpausen durchgeführt. Der Zirkel wird in diesem Beispiel zweimal durchlaufen.

Fazit HIIT stellt einen beliebten und zeitökonomischen Trainingsansatz dar, um Trainierenden zu zahlreichen angestrebten Trainingseffekten zu verhelfen. Da HIIT bezüglich der Belastungskomponenten nicht exakt standardisiert ist und viel Handlungsspielraum zulässt, ist es wichtig, erfahrenes Trainerpersonal an seiner Seite zu haben. HIIT stellt eine hohe anaerob-laktazide Belastung dar, die entsprechend längere Regenerationszeiten erforderlich macht als beispielsweise eine Trainingseinheit im extensiven Bereich. Somit ist die optimale Abstimmung von Belastung und Erholung entscheidend. Gut ausgebildetes Trainerpersonal und eine individuelle Trainingsplanung sind ein Garant für effektives Training und können Überlastungen frühzeitig entgegenwirken.

Prof. Dr. Larissa Kettenis ist wissenschaftliche Mitarbeiterin und Dozentin im Fachbereich Fitness/Individualtraining an der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement (DHfPG) und an der BSA-Akademie. Darüber hinaus war sie über 20 Jahre lang Leistungssportlerin und Mitglied der Nationalmannschaft des Deutschen Leichtathletikverbandes (400 Meter/4x400-Meter-Staffel). www.dhfpg-bsa.de

Auszug aus der Literaturliste Sabag, A., Little, J. P. & Johnson, N. A. (2021). Low-volume high-intensity interval training for cardiometabolic health. The Journal of Physiology. Zugriff am 29.06.2021. Verfügbar unter https://doi.org/10.1113/JP281210 Wanjek, M. (2018). High Intensity Interval Training. Schnell und effektiv abnehmen mit dem Top-Fitnesstrend 2018?. medical fitness and healthcare, 02/2018, 58–60. Für eine vollständige Literaturliste kontaktieren Sie bitte marketing@dhfpg-bsa.de.

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Fotos: alfa27 – stock.adobe.com | DHfPG/BSA

Prof. Dr. Larissa Kettenis


UpForm R-Line –

die vielseitige, hoch funktionale Linie für das Hanteltraining

UpForm R-Line-Hantelbänke Bei den neuesten Hantelbänken der UpForm R-Line werden hohe Funktionalität, vielseitige Einsatzmöglichkeiten, hochwertige Materialien, lange Lebensdauer und modernes Design kombiniert. Mit der Free-Weight- und Professional-Linie sammelte Marbo Sport die ersten Erfahrungen bei der Herstellung kommerzieller Fitnessgeräte. Im letzten Jahrzehnt wurden diese Linien ständig verbessert und neue Versionen eingeführt. Dadurch konnten nicht nur europäische, sondern auch globale Erfolge erzielt werden. Seit vielen Jahren arbeitet Marbo Sport mit dem Ziel, kommerzielle Fitnessgeräte zu entwickeln, die speziell auf die Bedürfnisse der Trainierenden zugeschnitten sind und ein einwandfreies Training ermöglichen. Aus diesem Leitgedanken heraus entstand die Linie UpForm. Heute präsentieren wir Ihnen eine neue Linie von professionellen UpForm R-Line-Hantelbänken, die Sie bald in unserem Angebot finden werden. Mithilfe unserer langjährigen Erfahrung konnten wir ein zuverlässiges, modernes Produkt in formschönem Design entwickeln. Unsere neue Linie kommerzieller Hantelbänke garantiert eine lange Lebensdauer und die Zufriedenheit der Fitnessstudiobetreiber und Ihrer Kunden.

VERTRIEB

JK Sportvertrieb: Sylter Bogen 40 • 24107 Kiel • +49 431 - 39 908 990 • kontakt@jk-sportvertrieb.de • www.jk-sportvertrieb.de www.upform.eu


FITNESS & GESUNDHEIT | DIGITALES CLUBKONZEPT | ANZEIGE

The Gym Society setzt komplett auf die EGYM Experience:

„Smart Strength, Smart Flex, Fitness Hub, that’s it!“ The Gym Society steht für Kraft- und Flexibilitätstraining mit einer einzigartigen Art der persönlichen Betreuung – und das im exklusiven Private-Gym-Feeling in entspannter Atmosphäre. Gründer und Eigentümer Frank Polman hat sich für EGYM als seinen exklusiven Hard- und Softwarepartner entschieden: Kein anderer Hersteller könne da in puncto Digitalisierungskompetenz und Software-Know-how mithalten.

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Der perfekte Partner: EGYM Auf der Suche nach dem geeigneten Partner für TGS entdeckte Franks Sohn Nick, mit dem er zusammen The Gym Society International betreibt, auf der FIBO vor vier Jahren die Firma EGYM und war sofort begeistert. „Wir haben uns EGYM genau angeschaut und mit den Hard- und Softwareangeboten anderer Hersteller verglichen und dabei festgestellt, dass EGYM ganz weit vorne ist, insbesondere im Softwarebereich. fitness MANAGEMENT international

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Fotos: EGYM GmbH, Benjamin Olszewski

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rank Polman kam durch Curves, eine der weltweit größten Ketten für Frauen, in die Fitnessbranche. Die Curves zugrunde liegende Philosophie faszinierte ihn so sehr, dass er sie zum Maßstab für The Gym Society (TGS) machte: „Ein Konzept, das für die 80 Prozent der Leute funktioniert, die keine Fitnessexperten sind, sich aber gesund halten wollen, ohne sich nach einem langen Arbeitstag auch noch damit befassen zu müssen, wie sie richtig trainieren.“


Am Ende stand unser Konzept für The Gym Society fest. Wir setzen auf die komplette EGYM Experience: Smart Strength, Smart Flex, Apps für Trainer und Mitglieder und neuerdings den Fitness Hub – that’s it.“ „Ich selbst bin übrigens gar kein enthusiastischer Gym-Besucher“, verrät Frank Polman. „Aber ich weiß, dass Krafttraining genauso wichtig ist wie das tägliche Zähneputzen. Deshalb ist das Training mit EGYM ideal für mich – einfach, intuitiv und motivierend.“

Der optimale Weg zum Trainingsziel Gerade im Bereich vernetztes Krafttraining sieht der TGSGründer das Alleinstellungsmerkmal und zugleich die große Chance für Fitness- und Gesundheitseinrichtungen: „Korrekt ausgeführtes Krafttraining ohne fachkundige Anleitung durch Trainer und ohne das richtige Equipment ist für die meisten Leute allein oder gar zu Hause unmöglich durchzuführen.“ Aufgrund der breiten Vernetzung der EGYM Geräte mit Equipment von Drittherstellern sieht er in der Verbindung aus Studiotraining sowie angebundenen Apps und Wearables, die Mitglieder außerhalb des Studios nutzen, den optimalen Weg: „Damit alle ihre Trainingsziele erreichen, ist die Digitalisierung aller Fitness-Touchpoints – also die nahtlose Verbindung von Hard- und Software, unabhängig von Anbieter und Standort – essenziell.“

Die TGS Customer Journey Das TGS-Konzept basiert komplett auf gut durchdachten und konsequent durchgeführten Systemen, betont Frank Polman. Für das optimale Kundenerlebnis im Studio sei es z. B. essenziell, dass das Personal die Mitglieder gleich beim Betreten des Studios erkenne und mit Namen anspreche. Daher ist die maximale Mitgliederanzahl pro Anlage auf 500 Personen limitiert. Während des Trainings mit EGYM Smart Strength und Smart Flex erhalten alle Mitglieder – ob neu oder schon lange dabei – mindestens zwei „Coaching Moments“. Sie stehen unter der Prämisse „Compel – Correct – Celebrate“. In kurzen Dialogen zwischen Trainer und Mitglied würden ausschließlich trainingsbezogene Themen besprochen. Dank der EGYM Trainer App habe der Trainer direkt auf der Fläche die dazu erforderlichen Inhalte parat, wie z. B. die Anzahl der Trainings innerhalb der letzten vier Wochen, das Datum der letzten Gewichts- und Stoffwechselmessung oder wann der nächste Krafttest für das Mitglied ansteht. Abgerundet wird das ca. 45-minütige Workout mit einer verdienten Belohnung: einer leckeren Kaffeespezialität – Latte Art inklusive.

Motivation auch außerhalb des Studios Und auch außerhalb des Studios haben die Mitglieder dank individualisierter Branded Member App ihr The Gym SocietyStudio immer mit dabei. Sie überprüfen jederzeit ihre automatisch getrackten Trainingserfolge und erkennen Fortschritte, wie z. B. beim eigenen BioAge – das hält sie motiviert. Mit diesem Konzept trifft The Gym Society inkl. EGYM Experience offenbar den Nerv der Mitglieder sehr genau: Von den 450 Mitgliedern im Club in Nijmegen haben lediglich 29 in den vergangenen vier Wochen nicht trainiert. 05/21

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TGS Head Lifestyle Coach Mathias Lego und Mitglied Andrea Rebien beim „Coaching Moment“

Mathias Lego, Head Lifestyle Coach im TGS Köln „Bei uns trainieren viele Mitglieder, die die berühmte Portion Extramotivation und die persönliche Betreuung benötigen, um dabeizubleiben – ‚echte Menschen‘ sozusagen. Was uns bei The Gym Society auszeichnet: Wir kennen unsere Mitglieder sehr genau, verstehen ihre Bedürfnisse und können sie so ganz anders betreuen. EGYM vereinfacht das Training und gibt mir als Trainer genau den nötigen Raum, um die trainierende Person kennenzulernen und unsere Philosophie umzusetzen. Als Sportwissenschaftler kenne ich mich gut mit Trainingsvariablen aus. Sie alle werden durch die EGYM Geräte automatisiert und angepasst. Das wiederum erleichtert mir die Trainingsplanung enorm. Der neue Fitness Hub und die EGYM Trainer App helfen mir dabei, mich auf der Trainingsfläche um das Wesentliche, die Mitgliederbetreuung zu kümmern, statt Zettel auszufüllen.“

The Gym Society Start 2019. Die ersten beiden Clubs befinden sich in Nijmegen (Niederlande) und Köln-Bayenthal. An der deutschen Gesellschaft thegymsociety.de ist neben Frank und Nick Polman auch die LifeFit Group beteiligt. Im ersten Quartal 2022 eröffnen zwei neue Clubs in den Niederlanden sowie ein weiterer im Rhein-Main-Gebiet. Neben Anlagen in Eigenregie sind auch Clubs im Franchisesystem geplant. Interessenten können sich gern bei der LifeFit Group melden. www.thegymsociety.com Frank Polman im Video über The Gym Society und EGYM:

EGYM GmbH Einsteinstraße 172 | 81677 München Tel. 089 9213105100 egym.com | sales@egym.com

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FITNESS & GESUNDHEIT | GERÄTEPARK | ANZEIGE

Panatta im Fitness FORUM Eislingen

Perfektes Rundum-Paket Schon seit 37 Jahren bietet die Familie Condo im Fitness FORUM Eislingen Training auf hohem Niveau an. Warum die Ausstattung mit Panatta-Geräten in ihrem Studio dabei eine wichtige Rolle spielt, erläutert Inhaberin Petra Condo im Interview mit der fMi. fMi: Was macht Ihr Studio außergewöhnlich? Petra Condo: Wir betreiben bereits seit 1984 in Eislingen/ Fils ein familiengeführtes Fitnessstudio. Unser Hauptmerkmal ist der persönliche Kontakt zu den Mitgliedern sowie eine individuelle, professionelle Betreuung. In unserem Premiumclub finden die Mitglieder ein breit gefächertes Angebot, von Kampfkunst für Erwachsene und Kinder ab drei Jahren bis hin zu Kursen, Rehasport, einem großen Panatta-Gerätepark und getrennten Saunen und Solarien. Wie viele Mitglieder trainieren bei Ihnen, wie setzen sich Ihre Zielgruppen zusammen (Geschlecht, Alter)? Als Unternehmen, das bereits viele Jahre existiert, liegen uns vor allem Familien und Kinder am Herzen. Wir bieten bereits für Kinder ab drei Jahren Zumba und Taekwondo an. Durch die professionelle Betreuung haben wir viele Mitglieder, die bereits ein hohes Alter (94 Jahre) erreicht haben und uns seit Jahrzehnten die volle Treue halten. Das Durchschnittsalter beträgt 42 Jahre und unser Publikum ist gut gemischt. Somit bieten wir Fitness und Gesundheit für jedes Alter an. Derzeit betreuen wir knapp 1.000 Mitglieder.

Warum haben Sie sich für die Geräteausstattung von Panatta entschieden? Was zeichnet diese Marke aus? Mit unserer jahrelangen Fitnesserfahrung war für uns bei der Neuinvestition nicht nur der Preis, sondern vor allem die Biomechanik sowie die Langlebigkeit der Geräte wichtig. Von Panatta erhält man ein perfektes Rundum-Paket inklusive spektakulärem Design der Fitnessgeräte. Wie kam es zur Zusammenarbeit und wie zufrieden sind Sie? Schon lange kennen wir die Marke Panatta Sports und die dazugehörigen Fitnessgeräte. Die finale Entscheidung für eine Ausstattung mit Panatta-Geräten ist letztendlich aufgrund der einfachen Bedienbarkeit und des tollen Trainingsgefühls gefallen, außerdem war für uns ein Alleinstellungsmerkmal in unserer Region sehr wichtig. Welche Geräte sind bei den Mitgliedern besonders beliebt? Wir möchten unseren Mitgliedern ein großes Spektrum bieten, daher haben wir die Monolith Reihe sowie FitEvo und Freeweight Geräte angeschafft. Somit bieten wir unseren Mitgliedern viel Abwechslung und Alternativen beim Training. Welches Feedback bekommen Sie von den Mitgliedern? Seit unserer Neuinvestition und der Umstellung auf PanattaGeräte haben wir durchweg nur positive Erfahrungen gemacht und können ein Mitgliederplus verzeichnen. Welches ist Ihr persönliches Lieblingsgerät? Ich bin begeistert von dem Laufbanddesign von Pininfarina. Hier kann man zwischen verschiedenen virtuellen Trainingsprogrammen wählen und Routen ablaufen. Somit mache ich während meines Cardiotrainings immer einen tollen Spaziergang in den italienischen Dolomiten.

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100 % „Made in Italy“ Besuchen Sie die Welt von Panatta: www.panattasport.com @panattasport, @panattaofficial

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Fotos: Fitness FORUM Eislingen

Petra Condo Die Inhaberin, Fitnessmanagerin und Fitnesstrainerin Petra Condo betreibt das Fitness FORUM Eislingen gemeinsam mit ihrem Mann Girolamo und Sohn Daniele. Kontakt: info@ fitness-forum-eislingen.de, Tel.: 07161 814836

Was möchten Sie uns noch erzählen? Ich kann die Angebote von Panatta wirklich nur empfehlen. Dahinter steht ein tolles Team mit einem super Support und technischen Service. Durch die Produktion in Italien sind auch die Ersatzteile in kürzester Zeit lieferbar. Die Betreuung ist einmalig und es bleiben keine Wünsche offen.


FITNESS & GESUNDHEIT | FACHARTIKEL ERNÄHRUNG

Ernährungsmythen (Teil 11)

Text: Andra Riehl

Jeden Tag die immer gleiche Kalorienmenge, und das für die nächsten Wochen oder gar Monate – so sieht es der klassische und recht starre Ernährungsplan vieler Abnehmwilliger vor. Im Rahmen der Methode von Calorie Cycling variiert die Menge der täglich aufgenommenen Kalorien. Doch warum kann dies beim Abnehmen von Vorteil sein? Die Frage ist Grund genug, um sich diesen Ernährungsansatz etwas genauer anzuschauen. 114

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Foto: Monkey Business – stock.adobe.com

Calorie Cycling – die flexiblere Diätstrategie


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alorie Cycling (mitunter auch als „Calorie Shifting“ bekannt) ist keine neue Trenddiät, sondern vielmehr eine generelle Möglichkeit, die Ernährung während des Abnehmens so zu gestalten, dass sich niedrigkalorische und höherkalorische Phasen immer wieder abwechseln, also zyklisch ändern.

Wie funktioniert Calorie Cycling? Ein klassischer Gewichtsreduktionsplan präsentiert eine individuell festgelegte, fixe Kalorienvorgabe (z. B. 1.600 kcal/Tag), die an jedem Tag der Woche eingehalten werden sollte, um eine negative Energiebilanz zu erhalten und Körperfett zu reduzieren. Anders als bei dieser herkömmlichen Herangehensweise liegt der Fokus beim Calorie Cycling nicht darauf, am Ende eines jeden Tages in der negativen Energiebilanz zu bleiben. Es zählt vielmehr, sich mit der Kalorienaufnahme insgesamt in einem festgelegten Rahmen zu bewegen, der beispielsweise wöchentlich definiert ist (vgl. Tab. 1). Am Ende einer Woche sollte in dem Beispiel entsprechend eine Kalorienzufuhr von 11.200 kcal (1.600 kcal * 7 Tage) nicht überschritten werden. Die Abnehmwilligen können aber je nach Anlass und Rahmenbedingungen selbst bestimmen, wie die wöchentliche Gesamtkalorienmenge auf die einzelnen Tage aufgeteilt wird. Hier gibt es verschiedene Varianten, drei sind in Tabelle 1 beispielhaft dargestellt. In Variante A ermöglicht ein nullkalorischer Fastentag, dass an den restlichen Tagen der Woche etwas mehr gegessen werden kann. In den Varianten B und C werden die überwiegend niedrigkalorischen Tage von einem bzw. zwei höherkalorischen Refeed-Tagen abgelöst. Egal, in welcher Form das Calorie Cycling angewendet wird, die Abnehmwilligen nehmen pro Woche nicht mehr als die vorgegebene Gesamtkalorienmenge zu sich, die für ihre Gewichtsabnahme individuell erforderlich ist.

Vorteile des Calorie Cyclings Calorie Cycling kann sich in vielerlei Hinsicht günstig auf den Abnehmprozess auswirken. So konnte in einer Studie gezeigt werden, dass die Teilnehmenden der Calorie-CyclingGruppe nicht nur besser bei der Gewichtsabnahme abschnitten und ein günstigeres Blutprofil aufwiesen, sondern zudem weniger Hunger verspürten und insgesamt zufriedener waren als die Teilnehmenden, die eine „übliche“ kalorienreduzierte Diät machten. Letzteres kann vor allem das längerfristige Durchhalten einer Diät erleichtern (Davoodi et al., 2014). Einer der großen Pluspunkte von Calorie Cycling ist jedoch, dass den typischen und unerwünschten metabolischen Veränderungen während einer Kalorienrestriktion, wie z. B. der Senkung des Ruheenergieumsatzes, mittels der Refeed-Tage effektiv entgegengewirkt werden kann (Davoodi et al., 2014; Müller et al., 2015). Die tägliche Kalorienaufnahme während des Abnehmens regelmäßig zu variieren, bedeutet darüber hinaus aber auch mehr Freiheit und Flexibilität, was die Gestaltung der eigenen Ernährung sowie das Teilhaben an sozialen Ereignissen angeht. Ein hochkalorisches Festessen findet an einem Refeed-Tag statt und die Tage zuvor werden die entsprechenden Kalorien dafür eingespart. All jene, die neben ihrer Diät auch noch sportlich aktiv sind, können ebenfalls vom Calorie Cycling profitieren, da der beanspruchten Muskulatur während des Trainings an einem Refeed-Tag mehr Energie zur Verfügung steht. So konnte beispielsweise bei krafttrainingserfahrenen Personen nachgewiesen werden, dass ein Refeed an zwei Tagen pro Woche zu einem besseren Erhalt der fettfreien Masse sowie des Ruheenergieumsatzes geführt hat als eine kontinuierliche Kalorienrestriktion (Campbell et al.,2020). Schließlich soll auch der evolutionäre Aspekt nicht unerwähnt bleiben. Im Laufe der Menschheitsgeschichte stand dem

Tab. 1: Klassische Gewichtsreduktion vs. Calorie Cycling (eigene Darstellung)

Klassische Gewichtsreduktion

Foto: Monkey Business – stock.adobe.com 05/21

Calorie Cycling

Variante A 1 Fastentag

Variante B 1 Refeed-Tag

Variante C 2 Refeed-Tage

Montag

1.600 kcal

1.867 kcal

1.500 kcal

1.500 kcal

Dienstag

1.600 kcal

1.867 kcal

1.500 kcal

1.500 kcal

Mittwoch

1.600 kcal

1.867 kcal

1.500 kcal

1.800 kcal

Donnerstag

1.600 kcal

0 kcal

1.500 kcal

1.500 kcal

Freitag

1.600 kcal

1.867 kcal

1.500 kcal

1.500 kcal

Samstag

1.600 kcal

1.867 kcal

1.500 kcal

1.900 kcal

Sonntag

1.600 kcal

1.867 kcal

2.200 kcal

1.500 kcal

Gesamt

11.200 kcal

11.200 kcal

11.200 kcal

11.200 kcal

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FITNESS & GESUNDHEIT | FACHARTIKEL ERNÄHRUNG

Fazit

Körper naturgemäß nicht jeden Tag die konstant gleiche Menge an Energie zur Verfügung, sodass er seit jeher bestens an wechselnde Phasen mit mehr und weniger Nahrungsenergie angepasst ist (Chakravarthy & Booth, 1985).

Richtig angewendet ist Calorie Cycling ein sinnvoller Ansatz, um die eingeschränkte Ernährung während einer Diät flexibler zu gestalten. Dies wirkt sich während des Abnehmprozesses in verschiedenen Bereichen positiv auf den Körper aus, wovon u. a. der Stoffwechsel durch die Aufrechterhaltung des Ruheenergieumsatzes profitiert. Letztlich sollte beim Calorie Cycling aber nicht nur das Zählen und Aufteilen der Nahrungskalorien, sondern gleichermaßen die Qualität der Ernährung berücksichtigt werden, sodass sowohl an den niedrig- als auch an den höherkalorischen Tagen eine gesunderhaltende und abwechslungsreiche Ernährung im Vordergrund steht.

Nachteile von Calorie Cycling

Andra Riehl Andra Riehl ist Ernährungswissenschaftlerin (M. Sc.) und seit 2015 als Dozentin, Autorin und Tutorin für die Deutsche Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement (DHfPG) sowie für die BSA-Akademie im Fachbereich Ernährung tätig. www.dhfpg-bsa.de

Fotos: Monkey Business – stock.adobe.com | DHfPG/BSA

Das Jonglieren mit der täglichen Kalorienzufuhr erfordert ein gewisses Maß an Aufwand, was Abnehmwilligen bewusst sein muss. Denn ohne das genaue Führen eines Ernährungsprotokolls bzw. das Tracken sämtlicher Speisen und Getränke, die am Tag verzehrt werden, geht es nicht. Des Weiteren bedarf eine Calorie-Cycling-Woche natürlich auch einer ausführlichen Planung: Welche Mahlzeiten stehen an den niedrigkalorischen und welche an den höherkalorischen Tagen auf dem Speiseplan, damit am Ende die Energiebilanz passt? Ein wichtiger Punkt ist außerdem, dass die kalorienreicheren Refeed-Tage nicht dauerhaft mit sogenannten Cheatdays verwechselt werden, an denen maßlos gesundheitlich eher ungünstige Lebensmittel (z. B. Fast Food und Süßigkeiten) gegessen werden. Eine ballaststoffreiche, proteinbetonte und kohlenhydratreduzierte mediterrane Ernährung, die mit hochwertigen Fetten ergänzt wird, eignet sich bestens zur Gewichtsreduktion (Gepner, 2018) und davon darf es dann auch an den Refeed-Tagen gern entsprechend mehr sein.

Auszug aus der Literaturliste Campbell, B. I., Aguilar, D., Colenso-Semple, L. M., Hartke, K., Fleming, A. R., Fox, C. D. et al. (2020). Intermittent Energy Restriction Attenuates the Loss of Fat Free Mass in Resistance Trained Individuals. A Randomized Controlled Trial. Journal of functional morphology and kinesiology, 5 (1), 19. Davoodi, S. H., Ajami, M., Ayatollahi, S. A., Dowlatshahi, K., Javedan, G. & Pazoki-Toroudi, H. R. (2014). Calorie shifting diet versus calorie restriction diet: a comparative clinical trial study. International Journal of Preventive Medicine, 5 (4), 447–456. Für eine vollständige Literaturliste kontaktieren Sie bitte marketing@dhfpg-bsa.de.

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FITNESS & GESUNDHEIT | GESUNDHEITSANGEBOT | ANZEIGE v

Erfolgsformel MetaCheck Gen-Diät

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Foto: Friends Stock – stock.adobe.com

Mit Stoffwechseltest zum Wohlfühlkörper


Warum gehen Mitglieder regelmäßig ins Fitnessstudio? Die Gründe sind oftmals die gleichen: Verbesserung der Gesundheit, Bodyshaping und der Wunsch, sich im eigenen Körper wohlzufühlen. Ein einziger Test kann beim Erreichen von mehr körperlicher Fitness und von mehr Wohlbefinden helfen, indem er auf die individuellen genetischen Veranlagungen eingeht und abgestimmte Empfehlungen im Bereich „Gesunde Ernährung und Bewegung“ möglich macht. Als erster Anbieter in Deutschland präsentiert die CoGAP GmbH dem Fitnessbereich ein solches Abnehmkonzept, das seit über zehn Jahren überzeugt: die MetaCheck Gen-Diät.

F

ür Trainer ist es wichtig, ihren Mitgliedern konkrete Gesundheitsangebote machen zu können, die dabei helfen, ihre persönlichen Ziele zu erreichen. Der Trainer fungiert hier als Vertrauensperson und als Gesundheitsexperte, der die Mitglieder langfristig zum Erfolg führt. Für den Trainer ist es aber zusätzlich wichtig, die Kunden an das Studio zu binden und sich vom Wettbewerb abzuheben. Ein Angebot, das diese Punkte abdeckt, ist die MetaCheck Gen-Diät der Firma CoGAP. Die MetaCheck Gen-Diät ist eine innovative genetische Analyse des Stoffwechsels und ermittelt anhand eines simplen Wangenabstriches den persönlichen Stoffwechsel-Typ. Mithilfe der Laboranalyse können Empfehlungen ausgesprochen werden, die zeigen, welche Makronährstoffe am effektivsten verstoffwechselt werden und wie man dadurch leicht und nachhaltig abnehmen kann.

Training und Ernährung typgerecht gestalten Auf der Grundlage der MetaCheck Gen-Diät Auswertung kann der Trainer im Studio seinem Mitglied unkompliziert ein individuelles Sport- und Ernährungsprogramm zusammenstellen. Wertvolle Tipps für eine passende Ernährung zum Abnehmen in Form von individuellen Ernährungsvorschlägen, Rezeptideen, eine Wochen-Kur MetaShake Mahlzeitenersatz sowie einer Lebensmittelliste zur Übersicht für die Mitglieder sind Bestandteile der Analyseauswertung. Abgerundet wird das Konzept durch zusätzliches Wissen über den eigenen Körper: Wie anfällig ist man für den Jo-Jo-Effekt? Wie ausgeprägt sind Hunger- und Sättigungsgefühl? Wie viele Mahlzeiten am Tag sind optimal für mich? Ebenfalls wird die Sportvariante bei der Analyse ermittelt. Die Ausdauervariante E (wie „Endurance“) ist durch einen besonders hohen Kalorienverbrauch bei Ausdauersportarten wie beispielsweise Joggen, Schwimmen oder Fahrradfahren gekennzeichnet. Die Schnelligkeitsvariante S (wie „Speed“) hingegen weist einen höheren Kalorienverbrauch bei Schnelligkeitsportarten wie Body Pump®, Aerobic und Krafttraining auf. Diese Informationen helfen dem Trainer zusätzlich, seinem Mitglied oder Neukunden die bestmögliche Grundlage zum Gewichtsverlust zu bieten.

Gute Ergänzung: MetaShake Mahlzeitenersatz Der Einsatz von Shakes ist aus den Fitnessstudios nicht mehr wegzudenken und ein beliebter Mahlzeitenersatz, wenn es für die Mitglieder schnell gehen muss oder sie die Ernährung optimieren möchten. Mahlzeitenersatzprodukte bieten dem Fitnessberater und dem Kunden im Fitnessstudio ein Instru05/21

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ment, mit dem ein leichter, unkomplizierter Einstieg in die Gewichtsreduktion gefunden werden kann. Der MetaShake geht hierbei auf die von CoGAP definierten StoffwechselTypen und deren Makronährstoffverteilung ein und ermöglicht eine typgerechte Ernährung. Der Shake bietet Fitnessberatern somit eine weitere Möglichkeit, ihre Kunden bei einer gesunden Gewichtsreduktion zu unterstützen.

Fitnessexperten lassen keine Fragen offen In MetaCheck Angelegenheiten stehen die Experten der for me do GmbH den Trainern jederzeit zur Verfügung. Effiziente Schulungen und die Bereitstellung von Marketingmaterialien wie Flyer und Broschüren runden den Service ab. Die Schulungsinhalte sind leicht verständlich, sodass in kurzer Zeit jeder Studiomitarbeiter alles rund um die Einbindung der Analyseergebnisse in die Trainingspläne der Kunden, die Typ-Varianten, die Berücksichtigung der Ergebnisse in den Ernährungsplänen sowie die Strategien zu Marketing und Verkauf lernt. Durch Informationsbroschüren und MetaCheck Gen-Diät Musterauswertungen kann direkter Kundenkontakt hergestellt und der Verkauf gefördert werden. Autorin: Caroline Schneider

Hersteller und Vertrieb Das Center of Genetic Analysis and Prognosis – kurz CoGAP – wurde 2009 gegründet und widmet sich seitdem der Entwicklung genetischer Analysen. Seit 2019 ist CoGAP eine hundertprozentige Tochter der R-Biopharm AG. Der global agierende Diagnostikhersteller aus Darmstadt gehört zu den weltweit führenden Anbietern für klinische Diagnostik sowie Lebensmittel- und Futtermittelanalytik.

GESUNDHEIT | FITNESS | PRÄVENTION

Die for me do GmbH ist exklusiver Vertriebspartner für den Bereich Fitness. Mit über 1.500 Beratern in Deutschland ist for me do Marktführer in diesem Segment. for me do GmbH Salzdahlumer Straße 196 38126 Braunschweig 05 31 - 866 933 44 info@formedo.de www.formedo.de

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WISSENSCHAFT & PRAXIS | BILDUNG | ANZEIGE

Studium – Weiterbildung – Qualität Informationen und Neuigkeiten der BSA-Akademie, der BSA-Zert und der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement (DHfPG)

DAkkS-Akkreditierung zur „Fachkunde EMF“ BSA-Zert hat Verfahren erfolgreich absolviert Die BSA-Zert hat als erste Zertifizierungsstelle die Akkreditierung durch die Deutsche Akkreditierungsstelle (DAkkS) zur gesetzlich geforderten „Fachkunde EMF“ für EMS-Trainer/-innen erfolgreich absolviert. Durch diese Akkreditierung ist die unabhängige Zertifizierungsstelle ab sofort dazu berechtigt, die Erfüllung der „Fachkunde EMF“ zur Stimulation gemäß NiSV* festzustellen und mit einem Zertifikat zu bestätigen. Die Zertifizierungsprüfung in Form einer Klausur bietet die BSA-Zert durch eine Zusammenarbeit mit der BSA-Akademie direkt im Anschluss an den Lehrgang „EMS-Trainer/in“ der BSA-Akademie an. Fotos: DHfPG/BSA

*Verordnung zum Schutz vor schädlichen Wirkungen nichtionisierender Strahlung bei der Anwendung am Menschen www.bsa-akademie.de/ems

Studiengänge >> dhfpg.de

Lehrgänge >> bsa-akademie.de

Zertifizierung >> bsa-zert.de

Mehr Infos zum dualen Bachelor- und Master-Studium, zu den BSA-Lehrgängen oder zur Zertifizierung unter: Tel. +49 681 6855 143

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B. Sc. Sport-/Gesundheitsinformatik Digitalisierung als Alleinstellungsmerkmal Mitglieder legen zunehmend Wert auf z. B. digitale Trainingsangebote. Mit dual Studierenden des B. Sc. Sport-/Gesundheitsinformatik der DHfPG können sich Unternehmen diese Entwicklung zunutze machen und die Digitalisierung als wichtigen USP etablieren. In diesem neuen interdisziplinären, technikorientierten dualen Studiengang erwerben die Studierenden wirtschaftliche, mathematische sowie technische Grundlagen sowie grundlegendes und vertiefendes Wissen z. B. in Anatomie und Physiologie. Nach ihrem Studium sind sie u. a. in der Lage, digitale Trainings-, Assistenz- und Datenverarbeitungssysteme speziell für die Sport-, Fitness- und Gesundheitsbranche zu entwickeln.

www.dhfpg.de/bsgi

Career Service der DHfPG Beratung für Studierende und Unternehmen Der Career Service der DHfPG bietet sowohl Studierenden als auch Unternehmen umfangreiche Beratung bei der Suche nach dem optimalen Job bzw. nach den passenden Beschäftigten an. Studierende erhalten u. a. Unterstützung bei der Wahl eines Ausbildungsbetriebes sowie allgemeine Tipps zur Bewerbung. Unternehmen steht der Career Service bspw. bei Fragen zum dualen Studium an der DHfPG oder zum Thema „Ausbildungsbetrieb (werden)“ beratend zur Seite. Für individuelle Hilfe erreichen Studierende und Unternehmen den Career Service unter Tel.: +49 681 6855 580. www.aufstiegsjobs.de

Betriebliches Gesundheitsmanagement Dienstleistungsangebot erweitern Fitness- und Gesundheitsstudios können mit der BSA-Akademie ihre Mitarbeitenden nebenberuflich in Basis-, Aufbau- und Profiqualifikationen im Fachbereich BGM umfassend qualifizieren. Teilnehmende erfahren z. B. in der Basisqualifikation „Fachkraft für Betriebliches Gesundheitsmanagement (IHK)“, wie sie gesundheitsfördernde Aktivitäten u. a. planen und organisieren. Absolventen des Aufbaulehrgangs „Betriebliche/r Gesundheitsmanager/in“ können bspw. die strategische und konzeptionelle Ausrichtung eines BGMs verantworten. Die Lehrgänge sind u. a. Teil der Profiqualifikation „Manager/in für Betriebliches Gesundheitsmanagement“. www.bsa-akademie.de/bgm

Über die DHfPG und die BSA-Akademie informieren Die DHfPG und die BSA-Akademie bieten Infoveranstaltungen vor Ort sowie kostenfrei abrufbare Infovideos auf ihren Websites an. Jeweils zwei Mal im Monat werden digitale Infoveranstaltungen zum Studium an der DHfPG bzw. zu den Lehrgängen der BSA-Akademie angeboten. Beide Unternehmen sind regelmäßig auf (digitalen) Messen vertreten. Alle Termine finden Sie unter: >> dhfpg.de/events

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>> bsa-akademie.de/events

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WISSENSCHAFT & PRAXIS | KOMMENTAR ALBERT BUSEK

Ein „Held des Alltags“ als Inspiration in schwierigen Zeiten

Jammern vs. Machen Text: Albert Busek

Dimitrios Lagkadinos

M

askenpflicht, Impfzwang – in Zeiten von Corona wird darüber heftig diskutiert und diese Themen polarisieren. Schlussendlich geht es aber darum, in unserer freiheitlichen Grundordnung den richtigen Weg zu finden. Und das ist, wie wir in den letzten eineinhalb Jahren feststellen mussten, verdammt schwer.

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Als Inspiration für uns alle möchte ich einen bemerkenswerten Menschen vorstellen, der für mich ein wahrer „Held des Alltags“ ist. fitness MANAGEMENT international

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Fotos: Familie Lagkadinos

Egal, welche Meinung man bei diesem komplexen Thema vertritt – es kommt letztlich auf das Verhalten eines jeden Einzelnen an. Die Wahrheit zu erkennen und sich dann auch entsprechend zu verhalten ist essenziell. Verdrängen hilft ebenso wenig wie Jammern.

In den meisten Diskussionen dieser Art wird geflissentlich vergessen, dass viele Menschen jenseits von Corona tagtäglich in verschiedener Weise in höchstem Maße gefordert sind. Diese Menschen haben bereits verinnerlicht, dass sie ihre Situation nur durch Taten verbessern können, auch wenn sie noch so gering erscheinen mögen. Dazu eine Zahl: 7,9 Millionen Schwerbehinderte leben in Deutschland (Statistisches Bundesamt, 2020).


Eine glückliche Familie: Sandro, Dimitrios und Vicky Lagkadinos

Eine Wahnsinnstat verändert alles Der 26. September 1980 änderte das Leben des damals 17-jährigen Lehrlings Dimitrios Lagkadinos für immer. Am Eingang zum Oktoberfest in München explodierte eine Bombe. „Dimi“ und seine vor ihm stehende Freundin Gabriele waren in nächster Nähe. Dimi wurden beide Beine zerfetzt und er hatte am ganzen Körper Verletzungen. Gabriele war sofort tot. Während eines sehr langen Krankenhausaufenthalts mussten Dimi schließlich beide Beine oberhalb der Knie amputiert werden. Was folgte, ist eine der ganz großen Alltagsgeschichten.

Der Wunsch, stärker zu werden, und die positive Lebenseinstellung Als 20-Jähriger kam Dimi 1983 in mein Sportcenter mit dem Wunsch, Muskeln aufzubauen und stärker zu werden, vor allem auch um seinen Rollstuhl sicherer bewegen zu können. Seine Lehre als Automechaniker konnte Dimi nicht fortführen. Stattdessen ließ er sich zum Zahntechniker ausbilden. Ein Beruf, in dem er seither höchst erfolgreich arbeitet. Die Leidenschaft für Autos hat er auch immer noch. Vieles an seinem Porsche schraubt er selbst zusammen. Was er inzwischen alles mit seinem Rollstuhl bewältigt, ist teilweise zirkusreif. Überragend jedoch ist seine im Laufe der Jahre gewachsene positive Lebenseinstellung. Wesentlich dazu beigetragen hat seine Ehefrau Vicky. Sohn Sandro machte dieses Glück perfekt. Die Familie Lagkadinos steht als herausragendes Beispiel dafür, dass man auch unter schwierigsten Umständen ein erfülltes und glückliches Leben führen kann.

Kreatives Training für Fitness und Psyche In die Studios kommen leider immer noch viel zu wenige behinderte Menschen, dabei ist gerade für sie regelmäßiges Körpertraining äußerst wichtig, sowohl für die Fitness als auch für die Psyche. Bezüglich der Trainingsprogramme sind kompetente und vor allem kreative Trainer gefragt. Das Ausbildungsprogramm der BSA-Akademie bietet vielfältige Möglichkeiten, um Trainer in unterschiedlichen Bereichen weiterzubilden (www.bsa-akademie.de). Für Dimi habe ich mir damals ganz neue Übungen ausgedacht. Ein Beispiel: An einem „Flügel“ der liegenden Nautilus-Flie05/21

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Vicky und Dimitrios Lagkadinos

gende-Maschine hat Dimi – quer zur Auflage sitzend – mit seinem Oberschenkel Beinheben mit Belastung ausgeführt. Wir wurden ein großartiges Team, woraus eine bis heute bestehende Freundschaft entstand. Vieles ist möglich, wenn man es nur wirklich will und in die Tat umsetzt.

Studios sind viel mehr als ein Ort zum Trainieren Selbstverständlich musste auch Dimi immer wieder Tiefs überwinden. Die üblichen kleinen und größeren Verletzungen sowie gesundheitliche Probleme blieben im Laufe der Jahre auch für Dimi nicht aus. Insgesamt wurde das sehr individualisierte, partielle Körpertraining für Dimi zu einem für ihn nicht mehr wegzudenkenden Bestandteil des Lebens und zu einer Grundlage, um rein physisch den Alltag besser zu bewältigen. Zurzeit trainiert Dimi überwiegend in einem EMS-Studio zur Erhaltung seiner in vielen Jahren entwickelten Muskelsubstanz. Dimi ist zwar ein herausragendes Beispiel für das, was man unter schwierigsten Bedingungen erreichen kann, doch es gibt unzählige solch großartiger Geschichten in den fast 10.000 Fitness- und Gesundheitsanlagen in Deutschland. Die Studios sind sehr viel mehr als ein Treffpunkt für Fitnessenthusiasten, oder, wie mancher Politiker meint, Freizeiteinrichtungen – Studios tragen seit Jahrzehnten in hohem Maße zur Verbesserung der Volksgesundheit bei. Lange Zeit – meiner Meinung nach zu lange – durften die Studiomitglieder gemäß behördlicher Anordnungen ihr gewohntes Training nicht durchführen. Dimi hatte Glück, denn EMS-Studios durften schon sehr viel früher wieder öffnen.

Einschränkungen mit Freude überwinden Ja, es gibt immer noch Einschränkungen, aber entscheidend ist, dass man die umfassenden und letztlich unvergleichlichen Möglichkeiten eines Trainings im Studio wieder nutzen kann. Wenn man die Bilder der Familie Lagkadinos betrachtet, sollte es leicht fallen, jegliche noch bestehende Einschränkung beim Studiobesuch mit Freude zu überwinden. Auf geht’s. Machen.

Albert Busek Experte für Bodybuilding und Fitness

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WISSENSCHAFT & PRAXIS | NEUES AUS DER WISSENSCHAFT

Sicher, wirksam und realisierbar?

WB-EMS-Training bei Krebserkrankung Grafik/Foto: Nadya_C – stock.adobe.com | privat

Die Elektromyostimulation (kurz: EMS) hat sich in den letzten Jahren als eine wichtige Trainingsform in der Fitness- und Gesundheitsbranche etabliert. Gleichzeitig rückt das EMS-Training immer mehr auch in den Fokus der Wissenschaft. Die Bachelor-Thesis der DHfPG liefert mittels eines systematischen Reviews einen Überblick über die Sicherheit, Machbarkeit und Wirksamkeit von EMS-Training bei onkologischen Patienten.

D

ie Bedeutung von körperlicher Aktivität und Sport in der Prävention, Therapie und Nachbehandlung onkologischer Erkrankungen ist in den letzten 15 bis 20 Jahren zunehmend Gegenstand wissenschaftlicher Betrachtungen geworden. Zahlreiche Studien zeigen positive Einflüsse im Hinblick auf die Lebensqualität, das Gesamtüberleben, die Verarbeitung von krankheits- und therapiebedingten Belastungen und das Therapie- bzw. Rehabilitationsergebnis (Campbell et al., 2019).

Trainingsform der Begriff Ganzkörper-EMS oder WB-EMS etabliert. Dem WB-EMS werden bei verantwortungsvoller Anwendung und unter Aufsicht von qualifiziertem Personal zahlreiche leistungssteigernde (z. B. Erhöhung der Maximalkraft), morphologische (z. B. Zuwachs an Muskelmasse) und gesundheitsprotektive (z. B. Reduktion von Rückenschmerzen) Effekte zugeschrieben (u. a. Filipovic, 2012; Kemmler et al., 2017). Andererseits sind bei unqualifizierter Anwendung gesundheitsschädliche Wirkungen nicht auszuschließen.

Eine spezifische Trainingsform in der Fitnessbranche, deren Bekanntheitsgrad und Anzahl der Anwender in den letzten Jahren enorm zugenommen hat, ist das EMS-Training, kurz EMS (Eifler, Fröhlich & Berger, 2017). Auch in der Therapie (insbesondere bei orthopädischen und neurologischen Erkrankungs- und Verletzungsbildern) wird EMS seit vielen Jahren eingesetzt, um die muskuläre Leistungsfähigkeit zu verbessern und einen systematischen Rehabilitationsprozess zu unterstützen.

In Bezug auf onkologische Erkrankungen wären die positiven Effekte, die EMS mit sich bringen kann, von besonderem Nutzen, um von Muskelaufbau, einer gesteigerten Leistungsfähigkeit oder speziellen Funktionsverbesserungen profitieren zu können. Immer mehr Krebsbetroffene interessieren sich daher für EMS während und nach der Therapie. Bisher wird EMS bei Tumorerkrankungen allerdings als Kontraindikation geführt, da die wissenschaftliche Datenlage nicht ausreicht, um das Training in der Behandlungsphase wie auch in der Nachsorge als sicher einzustufen.

Bei EMS wird durch elektrische Impulse eine Muskelkontraktion hervorgerufen. Während EMS in der Therapie oft lokal eingesetzt wird (z. B. zur Stimulation der Muskulatur eines verletzten Beins nach Ruhigstellung), können mittlerweile durch die Weiterentwicklung der EMS-Technologie hin zu „Anzügen“, in die Elektroden eingearbeitet sind, große Muskelareale stimuliert werden. Aufgrund dessen hat sich für diese

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Um Aufschluss über den aktuellen wissenschaftlichen Kenntnisstand zur Sicherheit, Realisierbarkeit und Wirksamkeit von EMS mit onkologischen Patienten zu erhalten, wurde im Rahmen der hier vorgestellten Bachelor-Thesis ein systematisches Review durchgeführt. fitness MANAGEMENT international

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DHfPG-Science-Lab: Bachelor-Thesis Fachbereich Gesundheitsförderung

Sehr überschaubare Studienlage:

Zum Zeitpunkt der Analysen waren lediglich zwei Studien im Bereich Ganzkörper-EMS vorhanden.

Ergebnisse liefern erste Hinweise:

Es zeigt sich ein Erhalt/Zuwachs an Muskelmasse sowie eine Verbesserung der Ausdauer.

Weitere Forschung notwendig:

Um für diese spezifische Zielgruppe evidenzbasierte Empfehlungen auszusprechen, bedarf es weiterer Untersuchungen.

Methodik In der internationalen Datenbank „PubMed“ wurde eine Literaturrecherche zur Anwendung von EMS bei Krebsbetroffenen durchgeführt (Zeitpunkt der Recherche: März 2019). Gesucht wurde nach Studien, die sich entweder mit den Effekten einer WB-EMS- oder einer lokalen EMS-Anwendung beschäftigten. Nach Volltextprüfung konnten insgesamt zwölf Studien mit den in Tabelle 1 dargestellten Kennzeichen in die Auswertung miteinbezogen werden. Tab. 1: Kennzeichen der eingeschlossenen Studien (eigene Darstellung) Studiendesigns

Teilnehmendencharakteristika

• 4 randomisierte, kontrollierte Studien (RCTs) • 2 nichtrandomisierte, kontrollierte Studien • 1 Cross-over-Studie • 2 einarmige Studien • 2 Fallserien • 1 Fallbericht

• gesamt n = 370 • Alter Ø 59 (31–74) Jahre • verschiedene Krebsarten, verschiedene Stadien, unterschiedlicher Therapiestatus Art des EMS-Trainings • WB-EMS: 2 Studien • EMS zur Steigerung der Beinkraft: 6 Studien • EMS zu therapeutischen Zwecken: 4 Studien

Ergebnisse Zum Thema WB-EMS bei Menschen mit einer Krebserkrankung lagen zum Untersuchungszeitpunkt lediglich zwei Studien vor. Schink et al. (2018a, 2018b) konnten bei Patienten mit fortgeschrittenen soliden Tumorerkrankungen (z. B. Darmkrebs) und hämatoonkologischen Erkrankungen (z. B. Leukämie) unter Therapie zeigen, dass ein zweimaliges WB-EMS pro Woche zu einem Zuwachs an Muskelmasse und zu einer Verbesserung der Ausdauer führt. Auch traten keine unerwünschten gesundheitlichen Ereignisse ein, sodass das Training (unter professioneller Aufsicht) in der Durchführung sicher zu sein scheint. Eine ausreichende Evidenz für ein Training im Fitnessstudio lässt sich für diese spezifische Zielgruppe allein aus diesen beiden Studien jedoch nicht ableiten. 05/21

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Die weiteren einbezogenen Studien beschäftigten sich mit den Effekten lokaler EMS-Anwendung auf die Beinkraft (z. B. Crevenna, 2006; O’Connor et al., 2019; Strasser et al., 2009) bzw. zu speziellen therapeutischen Zwecken (z. B. Baldwin et al., 2012; Belmonte et al., 2012). Hier lässt sich zusammenfassend feststellen, dass die Datenlage, was die Anzahl und Qualität der Studien angeht, aktuell unzureichend ist und die Anwendung von EMS mit Krebsbetroffenen lediglich bei ausgewählten Fragestellungen im therapeutischen Bereich erprobt ist. Am ehesten zeigen sich auch hier positive Effekte dahingehend, dass EMS einem Abbau an Muskulatur entgegenwirken kann.

FAZIT Die EMS-Anwendung bei Krebsbetroffenen in der Behandlungsphase und Nachsorge war zum Recherchezeitpunkt ein noch weitgehend unerforschtes Wissenschaftsfeld. Wenngleich erste Studien zur WB-EMS positive Effekte zeigen, was den Erhalt und den Aufbau von Muskelmasse angeht, ist die Datenlage für den Einsatz bei dieser spezifischen Zielgruppe auch angesichts jüngerer Studienergebnisse (Schwappacher et al., 2020) als (noch) unzureichend zu betrachten. Hier sind weitere Studien erforderlich, um verlässliche Aussagen zur Sicherheit, Durchführbarkeit und Wirksamkeit von EMS mit Krebsbetroffenen treffen zu können.

NINA SCHRUFF Alter: 40 Jahre Abschluss: Bachelor of Arts Fitnesstraining Aktuelle Tätigkeit: Selbstständige Fitnesstrainerin Für die hier verwendete Literaturliste kontaktieren Sie bitte marketing@dhfpg-bsa.de.

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WISSENSCHAFT & PRAXIS | SCIENCE NEWS

Aktuelle Forschungsergebnisse im Fokus

Wissenschaft für die Studiopraxis

Yoga zur Stressreduktion und Blutdrucksenkung

Wie fit macht kurzes HIIT?

A review of the scientific evidenz on the

Effect of yoga intervention in the manage-

Low-volume high-intensity interval training

role of exercise and physical activity on

ment of hypertension: A preventive trial

for cardiometabolic health

Untersuchungsschwerpunkte Untersucht wurde der Einfluss einer ergänzenden Yoga-Intervention auf das Stressempfinden und den Blutdruck von Hypertoniepatienten.

Untersuchungsschwerpunkte Der Review untersuchte die Effekte von kürzeren HIIT-Trainingseinheiten auf die kardiorespiratorische Fitness und auf relevante Gesundheitsparameter.

mental health

Untersuchungsschwerpunkte Der Report „Move Your Mental Health™” untersuchte anhand der aktuellen Studienlage die Effekte von körperlicher Aktivität und regelmäßigem Training auf die Psyche. Methode Auf Basis einer Metaanalyse von mehr als 1.158 internationalen Studien entwickeln die Forscher Leitlinien und Empfehlungen für die Prävention. Zentrale Ergebnisse Die Analysen zeigten, dass 89 Prozent (1.029) der Studien eine signifikant positive Beziehung zwischen vermehrter körperlicher Aktivität und mentaler Gesundheit aufwiesen. Ein Mix aus drei bis fünf 30- bis 45-minütigen moderatintensiven Trainingseinheiten pro Woche scheint das optimale Maß zu sein, um bestmöglich von den gesundheitspositiven Effekten zu profitieren.

Praxisrelevanz und Fazit Die neuen Guidelines unterstreichen die zentrale Rolle von gezieltem Training bei der Prävention und Therapie von Depressionen sowie zahlreichen weiteren psychischen Erkrankungen. Die Studios können bei den Kunden mit ihrem umfangreichen Leistungsspektrum aus Ausdauer-, Kraft- und Entspannungsangeboten punkten und sind der perfekte Ort, um sich körperlich und mental fit zu halten. John W. Brick Mental Health Foundation (Hrsg.) (2021). Move Your Mental Health™ – A review of the scientific evidenz on the role of exercise and physical activity on mental health. Zugriff am 29.07.2021. Verfügbar unter https://www.johnwbrickfoundation.org/ move-your-mental-health-report/

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Methode 145 Bluthochdruckpatienten wurden auf eine Interventions- sowie eine Kontrollgruppe aufgeteilt. Beide Gruppen erhielten über vier Monate spezifische Ernährungs- und Trainingsempfehlungen. Die Interventionsgruppe absolvierte zusätzlich wöchentlich eine 20- bis 30-minütige Yoga-Session. Zentrale Ergebnisse Im Prä-Post-Vergleich zeigten beide Gruppen eine signifikante Reduktion des Stresslevels sowie auch der relevanten mittleren sys-/diastolischen Blutdruckwerte. Der Effekt war bei der „Yoga-Gruppe“ nochmals signifikant höher (P < 0,001) als bei der Kontrollgruppe.

Fotos: NDABCREATIVITY, Prostock-Studio, Vasyl – stock.adobe.com

Mehr mentale Gesundheit dank Fitnesstraining

Methode Im Rahmen der Analysen wurden insgesamt elf relevante randomisierte Studien begutachtet und daraus aktuelle Erkenntnisse für die Trainingspraxis abgeleitet. Zentrale Ergebnisse Bisherige Ergebnisse deuten darauf hin, dass regelmäßig durchgeführte kurze HIIT-Einheiten (< 15 Minuten) zu ähnlichen und teilweise sogar größeren kardiometabolischen Verbesserungen (in Bezug auf u. a. Blutdruck, Herz-Kreislauf-System) führen können als klassische Formen des aeroben Trainings oder längere HIIT-Einheiten mit höherem Umfang.

Praxisrelevanz und Fazit Angesichts dieser und zahlreicher weiterer Forschungsergebnisse zeichnen sich bei Hypertonie ganzheitliche Interventionsansätze (in Therapie und auch in Prävention) als besonders effektiv aus. Gerade deshalb sind die Fitnessund Gesundheitsstudios für viele Betroffene die zentrale Anlaufstelle, wenn es darum geht, der Volkskrankheit Bluthochdruck aktiv zu begegnen.

Praxisrelevanz und Fazit Aus Sicht der Sportmedizin besteht noch Forschungsbedarf – aber aufgrund der positiven Effekte, der Zeiteffizienz und der Aufwand-NutzenRelation sind kurze HIIT-Einheiten für spezifische Zielgruppen eine gute Ergänzung. Auch die Compliance und Motivation werden positiv beeinflusst – weshalb solche Kursangebote in der Praxis künftig sicher häufiger anzutreffen sein werden.

Hadaye, R. S., Shastri, S. & Salagre, S. (2021). Effect of yoga intervention in the management of hypertension: A preventive trial. Int J Prev Med 12 (1), 55.

Sabag, A., Little, J. P. & Johnson, N. A. (2021). Low‐ volume high‐intensity interval training for cardiometabolic health. Zugriff am 30.07.2021. Verfügbar unter https:// physoc.onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1113/JP281210.

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WISSENSCHAFT & PRAXIS | PERSONENPORTRÄT

Erfolgreich durch duales Bachelor-Studium

Zum vielseitigen Spezialisten ausgebildet Text: Ronja Reuber

Nico Beator konnte sich durch das duale Bachelor-Studium Gesundheitsmanagement an der DHfPG den Traum vom eigenen Fitnessstudio erfüllen. Mit seinem PersonalTraining-Studio NICO BEATOR hat er es sich zur Aufgabe gemacht, Menschen auf dem Weg zu einem gesünderen Lebensstil zu unterstützen.

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ico Beator wollte ein Studium im Zukunftsmarkt Prävention, Gesundheit, Ernährung, Fitness, Sport und Informatik beginnen. Die Deutsche Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement (DHfPG) überzeugte ihn aufgrund des dualen Studiensystems, das ein Fernstudium mit kompakten Lehrveranstaltungen –vor Ort und/ oder digital – und einer betrieblichen Ausbildung kombiniert.

Bachelor-Studium erfüllt Erwartungen Der gebürtige Berliner entschied sich für den B. A. Gesundheitsmanagement und absolvierte seine betriebliche Ausbildung im bade:haus norderney. „Ich habe mich vor allem für diesen Studiengang entschieden, weil er interdisziplinär angelegt ist,“ erzählt Nico Beator. Der Schwerpunkt liegt in der Gesundheitswissenschaft.

Daneben werden auch trainingswissenschaftliche Kompetenzen sowie ernährungsphysiologische und betriebswirtschaftliche Grundlagen sowie Marketingkompetenzen vermittelt. Sein Ausbildungsbetrieb überzeugte ihn, weil er von Beginn an ins Tagesgeschäft integriert wurde. Der Grund: „Ich konnte – anders als in anderen Studiengängen – die Theorie direkt in der Praxis anwenden.“ Im zugehörigen Spa & Thalasso Zentrum wurde er ebenfalls überall eingesetzt – vom Empfang bis zum Saunabereich. Auch auf Messen war er regelmäßig dabei. „Es war eine sehr gute Zeit“, erinnert er sich.

Viele berufliche Perspektiven durch Studium Nico Beator konnte nach seinem erfolgreich abgeschlossenen Studium in vielen Bereichen der Fitness- und Gesundheitsbranche eingesetzt werden: u. a. Assistent der Geschäftsleitung, Fitnesstrainer und „Sportstrainer“ auf dem Clubschiff AIDA. Seine berufliche Erfüllung fand er als selbstständiger Personal Trainer. Sein Ziel: andere Menschen individuell dabei unterstützen, einen aktiven, gesunden Lebensstil zu führen. „Durch mein abgeschlossenes Studium in Kombination mit der betrieblichen Ausbildung und den anschließenden Jobs hatte ich bereits viel Praxiserfahrung gesammelt.“

NICO BEATOR – Fitness- und Ernährungsexperte 2018 gründete Nico Beator sein eigenes Fitnessstudio. Das Angebotsportfolio umfasst drei Leistungsbereiche: Schmerzreduktion, Leistungssteigerung und Abnehmen. Auch in seinem eigenen Fitnessstudio steht der Mensch im Mittelpunkt. Ein Training findet daher nur unter Anleitung eines Personal Trainers im Einzel- oder Gruppencoaching statt. Um die Qualität seines Angebotes zu sichern und seinem eigenen Anspruch gerecht zu werden, hat er sich mit der DHfPGStudierenden Mareike Schmidt entsprechende Unterstützung geholt. Sie absolviert ebenfalls den B. A. Gesundheitsmanagement. Gemeinsam betreuen sie neben Privatkunden auch Unternehmen im Bereich Firmenfitness. Im vergangenen Jahr veröffentlichte er zudem sein erstes Buch zu den Themen Ernährung, Abnehmen und Selbstfokus. Damit und mit einem Bericht über die tägliche Arbeit mit seinen Kunden war er sogar Gast in einem TV-Interview. Zur ganzen Erfolgsgeschichte: dhfpg.de/nbeator

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Foto: Nedjo Radic

Nico Beator (40) konnte durch sein Bachelor-Studium an der DHfPG in vielen verschiedenen Positionen in der Fitness- und Gesundheitsbranche arbeiten. 2018 hat er sein eigenes Fitnessstudio eröffnet.


WISSENSCHAFT & PRAXIS | PARTNERVERBAND BFB

Personalführung im Betrieb

Die Königsdisziplin in der Unternehmensführung Text: Holger Ziegert

Wer kennt sie nicht: die Erfolgsstorys großer Unternehmenslenker. Egal ob Welch, Carnegie, Musk, Bezos oder Gates – in der Öffentlichkeit sind sie meist eloquent und angesehen, im Unternehmen gelten Sie jedoch meist als hart und werden teilweise gefürchtet. Dementsprechend sind gute Noten in puncto Personalführung in den Top-Etagen nicht immer zu vergeben. Aber lassen wir die Großkonzerne außer Acht und widmen uns der Ebene, auf der wir täglich verkehren: den Studios mit fünf, zehn oder zwanzig Mitarbeitenden, die manchmal ein gewisses Maß an Führung benötigen.

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ausgesetzt, nun vielleicht sogar in Abhängigkeit zur gemeinschaftlich erbrachten Leistung bewertet und entlohnt zu werden – zeigen sich die wahren Talente einer Führungskraft. Der von Abraham Lincoln überlieferte Satz: „Willst Du den Charakter eines Menschen erkennen, so gib ihm Macht“, prägt dann häufig das positive oder negative Verhältnis zur Belegschaft.

Der Umgang mit Menschen Selten stellt sich eine frischgebackene Managementkraft vorab die Frage, ob sie überhaupt in der Lage dazu ist, andere Menschen so zu führen, dass diese die eigenen Ziele auch fitness MANAGEMENT international

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Fotos: Studio Romantic – stock.adobe.com

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er als Angestellter oder Angestellte einmal an den Punkt kommt, dass ihm/ihr Personalverantwortung übertragen wird, hat es ein erhebliches Stück höher auf der Karriereleiter geschafft. Unter den Führungskräften wirkt daher das Wort „Leitungsspanne“ fast wie ein Aphrodisiakum. Denn wer das Sagen über andere hat, ist Führungskraft. Zumindest glauben das die Meisten. Dass das Führen von Mitarbeitenden eine hochkomplexe und mitunter komplizierte Angelegenheit ist, erfahren frischgebackene Manager und Managerinnen oftmals erst später. In der Realität angekommen – und der aufgebürdeten Last


Prävention und Gesundheitsmanagement fürfür Prävention und Gesundheitsmanagement

BSA-Akademie BSA-Akademie Prävention, Fitness, Gesundheit

UniversityofofApplied AppliedSciences Sciences University

SchoolforforHealth HealthManagement Management School

DeutscheHochschule Hochschule Deutsche

Personalführung bedeutet Verantwortung Einem Unternehmer oder einer Unternehmerin hingegen wird die Personalverantwortung, unabhängig von Erfahrung oder Ausbildung, automatisch „zugemutet“. Der zwangsläufige Lernprozess im Umgang mit der Belegschaft prägt manche Unternehmer und Unternehmerinnen leider negativ und erschwert so eine gute, erfolgreiche Unternehmensführung. Aber wo bekomme ich Hilfe, wenn ich sie in meiner Verzweiflung benötige? Wer sagt mir, was ich tun soll, wenn die Mitarbeitenden einfach nicht „spuren“ wollen?

Fazit Wer nun an dieser Stelle einfache Lösungen erwartet, wird enttäuscht werden. Aber alles, was Sie mindestens brauchen, kann ich kurz skizzieren: eine gute Ausbildung, psychologische Erfahrung, Weitsicht, Detailwissen, Planungssicherheit, Empathie für alle Fragen und Lebenssituationen, ein Auge für alles und

Zertifizierungsstelle Zertifizierungsstelle derBSA-Akademie BSA-Akademie der

GESETZLICHE VORSCHRIFT ERFÜLLEN Erstzertifizierung und Rezertifizierung nebenberuflich mit nur 1 Tag Präsenzphase Prüfung direkt im Lehrgangsanschluss

jeden, kaufmännischen Grundverstand und Nachsicht. Sie müssen einfach immer alles im Griff haben und als Vorbild glänzen. Ihr Unternehmen muss zudem hochattraktiv sein, Ihre

Bundesweite Lehrgangszentren

Ziele sollten klar und einfach kommunizierbar sein, der Lohn angemessen und fair und Ihr Respekt gegenüber den Mitarbeitenden auf höchstem Niveau. Ist doch ganz einfach oder

Inhouse-Schulung möglich

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FACHKRAFT UVSV

wirklich verfolgen. Zwar lernt man bspw. in einer kaufmännischen Ausbildung viel über Personalwesen, Managementstile, Organisationsformen und Entlohnungskomplexitäten. Aber man erfährt wenig darüber, wie Menschen richtig geführt und dazu motiviert werden, gemeinsam den gewünschten Unternehmenserfolg zu erzielen.

BSA-Zert BSA-Zert

Prävention, Fitness, Gesundheit

sagte ich Königsdisziplin?

Holger Ziegert Der studierte Wirtschaftswissenschaftler Holger Ziegert ist Mitglied des BfB-Vorstands. Seit 2008 ist er u. a. als Geschäftsführer und Gesellschafter der AYK Gruppe mit Sitz in Köln aktiv. Zuvor durchlief er Führungs-, Geschäftsführer- und Vorstandspositionen in Unternehmen der Medizintechnik sowie der Kosmetik- und Freizeitindustrie. Bundesfachverband Besonnung e. V. (BfB) Talblick 24 77960 Seelbach Telefon: 07823 - 96 29 14 Telefax: 07823 - 96 29 15 www.bundesfachverband-besonnung.de

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WISSENSCHAFT & PRAXIS | BUCHTIPP

Emma Lehner

»Glücklich, fit und attraktiv mit natürlicher Ernährung« 16,90 € Autorin: Emma Lehner | ISBN: 978-3-9823007-0-2 Sprache: Deutsch | Softcover | Seitenzahl: 254 Nur online erhältlich über www.bodystreet.store

IMPRESSUM Verlag und Herausgeber

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»Glücklich, fit und attraktiv mit natürlicher Ernährung« Wer sich in seinem Körper wohlfühlt, geht mit Energie und Leichtigkeit durch den Alltag, ist erfolgreich, glücklich, ausgeglichen und strahlt Lebensfreude aus. Wie man dies mit der kombinierten Power aus gesunder Ernährung, Bewegung und mentaler Balance nachhaltig erreichen kann, beschreibt Emma Lehner, Founder und CEO der EMS-Boutique-Fitnessmarke Bodystreet. Der ehemaligen Profi-Leichtathletin und Sportphysiotherapeutin ist es gelungen, Fitness, Familie und Firma erfolgreich unter einen Hut zu bringen und das Franchisesystem Bodystreet zu einem der Weltmarktführer zu entwickeln. Als eine der 100 einflussreichsten Frauen im Franchising ermutigt sie zu selbstbestimmtem Leben – auch in Ernährungsfragen. Statt ungesunder Diätprogramme oder lebensferner Pläne sollte man auf den Körper hören und die Vielfalt genießen. Schon die Evolution zeigt: Eine Ernährungsform, die zu allen Menschen passt, gibt es nicht.

Offizielles Organ des DSSV e. V.

Kündigungsfrist

und BfB e. V.

1 Monat vor Ablauf des Bezugsjahres

Geschäftsführer

Produktion

Janosch Marx,

Prospektus Druckerei

Johannes Marx

Tartu Str. 6 H-8200 Veszprem

Chefredaktion Birgit Schwarze

Registereintragung Amtsgericht Hamburg

Vertrieb und Anzeigen

HRB 147152

Refit Kamberovic, Alisha Dittmer VerpackG-Registrierungsnummer Kontakt

DE5601912575515

Telefon: +49 (0) 40 / 300 945 - 0 E-Mail:

info@fitnessmanagement.de

ClimatePartner ID 11266-2002-1001

Website www.fitnessmanagement.de

Redaktionelle Mitarbeit

Lektorat

Patrick Berndt, Albert Busek, Andrea Elbl,

Andrea Paulus,

Antonio e Silva, Prof. Dr. Larissa Kettenis,

Carolin Schmidt

Florian Kündgen, Anke Mächler,

Der Ratgeber startet mit einem Blick zurück auf die Menschheitsgeschichte. Schon früh wussten unsere Vorfahren instinktiv, dass nur eine ausgeglichene Energiebilanz langfristiges Überleben ermöglicht. Dieser Mechanismus gilt bis heute. Welche Nährstoffe für welche Funktionen in unserem Körper verantwortlich sind und wie dies uns in einem gesunden Gleichgewicht hält, wird fundiert und leicht verständlich erklärt. Aus den wissenschaftlichen Erkenntnissen sind über 50 spannende und hilfreiche Praxistipps abgeleitet, die sich einfach in den Alltag integrieren lassen. Praktisch: Für Leser, die nach der Lektüre das Wissen direkt umsetzen wollen, stehen vier Ernährungspläne zur Verfügung, die sich an unterschiedlichen Bedürfnissen und Lebensumständen orientieren.

Prof. Dr. Arne Morsch, Ronja Reuber,

Layout und Bildbearbeitung

Andra Riehl, Florian Schmidt,

Lars Marschalek,

Nina Schruff, Anke Sörensen,

Lara-Chantal Müller,

Samir Vincevic, Prof. Dr. Markus Wanjek,

Kimberly Piersdorf,

Daniel Weber, Jürgen Wolff,

Stefanie Reifschneider

Holger Ziegert

Urheber- und Verlagsrechte Alle in diesem Magazin veröffentlichten Beiträge sind urheberrechtlich geschützt. Das gilt auch für die veröffentlichten Anzeigen sowie redaktionellen Anzeigen (Advertorials). Kein Teil dieses Magazins darf außerhalb der engen Grenzen des Urheberrechtsgesetzes ohne schriftliche Genehmigung des Verlags in irgendeiner Form vervielfältigt, verbreitet oder öffentlich wiedergegeben oder zugänglich gemacht, in Datenbanken aufgenommen, auf elektronischen Datenträgern gespeichert oder in sonstiger Weise elektronisch vervielfältigt, verbreitet oder

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verwertet werden. Zuwiderhandlungen sind strafbar.

Wie hat Ihnen unsere Ausgabe gefallen? Nehmen Sie bis zum 5. November 2021 an unserer OnlineUmfrage teil und nutzen Sie die Chance, das Buch „Glücklich, fit und attraktiv mit natürlicher Ernährung“ zu gewinnen! Zur Umfrage gelangen Sie über den nebenstehenden QR-Code oder den folgenden Link: bit.ly/umfrage_fMi_0521 Mit Ihrer Teilnahme an dieser Umfrage tragen Sie dazu bei, die Qualität unserer Fachpublikation weiter zu steigern. fitness MANAGEMENT dankt Ihnen und freut sich, Sie bei der nächsten Ausgabe oder über unsere Online-Kanäle wieder begrüßen zu dürfen!

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WISSENSCHAFT & PRAXIS | KOLUMNE

Dein Alter ist Gold wert

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abatte können ein wichtiger Bestandteil Ihres Marketingplans sein, sie sind jedoch ein Instrument, das Sie nur taktisch überlegt und sparsam dosiert einsetzen sollten. Unsere Fitnessstudiokunden werden oft mit zu vielen Rabattaktionen überhäuft und sind damit überfordert. Die Reaktion lässt dann von Aktion zu Aktion mehr nach. Kunden achten sehr stark auf das Preis-Leistungs-Verhältnis und das Preis-Qualitäts-Niveau. Das ist der Grund dafür, warum derartige Aktionen nur einmal pro Jahr durchgeführt werden sollten.

Vorteile von Rabattaktionen: 1. Aufmerksamkeit generieren 2. Schnell Neukunden gewinnen (innerhalb kurzer Zeit) Dabei gilt: In der Kürze liegt die Würze. Rabattaktionen müssen zeitlich limitiert werden und sollten maximal einen Zeitraum von 30 Tagen umfassen.

Starten Sie diese Aktion mit einer 30-Tage-Facebook- und Instagram-Kampagne mit dem Slogan „Dein Alter = Dein Rabatt (%)“ sowie einem Foto oder Video, das ein glückliches Ehepaar im Look der Vierziger- oder Fünfzigerjahre zeigt. Ergänzen Sie dies mit einer Anzeige, die vier Wochen lang in einem kostenlosen lokalen Wochenblatt abgedruckt wird (am besten einer farbigen Platzierung auf der Titelseiten).

Firmen sind sehr interessiert ….

Immer wieder ein großer Erfolg

Bäckereien sind ideale Kooperationspartner

„Dein Alter = Dein Rabatt (%). So kommst Du an Deinen persönlichen ‚Altersrabatt‘: Verrate uns Dein Alter und Du erfährst Deinen ‚Altersrabatt‘! Buche einen Termin bei unserem Fitness-POINT. Dein Alter ist Gold wert, dieses Angebot gilt nur bis xx.“

Auch mit der oben beschriebenen Aktion in einer lokalen Bäckerei zu werben, kann durchaus sehr lukrativ sein. Eine Bäckerei lebt von Stammkunden (der Verbrauch von Brot in Deutschland liegt bei durchschnittlich rund 77,6 Kilogramm pro Kopf). Der Kunde identifiziert sich also mit seiner Bäckerei vor Ort. Das schafft Vertrauen. Ihr Gutschein wird hier optimal und individuell den gewünschten Erfolg erzielen.

Antonio e Silva Experte für Gesundheitswirtschaft und Fitnessstudiomarketing

Diese von mir durchgeführte externe Fitnesskampagne war äußerst erfolgreich und führte immer zu zahlreichen neuen Fitnessverträgen. Als Angebot galt: sechs Monate Abo mit dem Altersrabatt (z. B. 48 Jahre = 48 % Rabatt),

Zusammenfassend lässt sich festhalten, dass eine Kundenrabattaktion mit einer klaren und glaubwürdigen Begründung verbunden sein muss (z. B. „zehnjähriges Jubiläum“). Mit anderen Worten – auch Rabatte müssen „ehrlich“ und nachvollziehbar für den Kunden sein. fitness MANAGEMENT international

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Fotos: Mladen – stock.adobe.com | Volker Beushausen

Das Geheimnis einer erfolgreichen Kampagne besteht darin, dass die Ergebnisse umso besser ausfallen, je individueller sie gestaltet sind. Die Lösung kann folglich nur sein, ein Gleichgewicht zwischen der Zeitdauer (maximal 30 Tage) und der individuellen Nutzung herzustellen. Deshalb ist es so entscheidend, Rabatte mit „persönlicher Note“ anzubieten. Jeder Interessent ist immer bestrebt, zu erfahren, wie hoch sein erreichbarer Rabatt wäre.

Lassen Sie „Dein Alter = Dein Rabatt (%)“-Gutscheine für zwei Personen drucken und liefern Sie diese persönlich in ortsansässigen Firmen ab. Erkundigen Sie sich, wie viele Mitarbeiter die jeweilige Firma hat und lassen Sie die entsprechende Anzahl an Gutscheinen durch die Personalchefs in der Firma verteilen. Ich habe derartige Gutscheine jährlich in mehr als 40 Firmen verteilen lassen und sie wurden immer sehr dankbar angenommen. Mittlerweile fragen diese Firmen jedes Jahr vorher telefonisch an, ob die Aktion wiederholt werden kann. Zur Adressgenerierung empfehle ich die Nutzung eines externen Anbieters, der über umfassende Firmendatenbanken verfügt.

Rabatte mit „individueller Note“

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anschließend sechs Monate zum herkömmlichen Preis. Bei jeder Beratung haben unsere Mitarbeiter nach dem Vertragsabschluss darauf hingewiesen: „Wirbst Du ein neues Mitglied, verlängert sich Dein persönlicher Rabatt um weitere sechs Monate“. Ich hatte zeitweise Fitnesskunden, die alle sechs Monate ein neues Mitglied geworben haben.


5/2021

Okt./Nov.

Nr. 157

EUR 9/12 (D/INT)

C 31071

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Offizielles Organ DSSV e. V. und BfB e. V.

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Mehr über unser Premium-Whey-Protein auf Seite 13

BGM neu gedacht Trotz oder gerade wegen Corona – BGM als erfolgreiches Geschäftsfeld für Studios

Aktuelle Studie vom DSSV Die Branche im ersten Halbjahr 2021: Tendenz positiv trotz Mitgliederverlusten

Mitarbeiterführung in der Krise Teamspirit und Kommunikation: Führen und motivieren in Zeiten der Pandemie

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