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fitness MANAGEMENT international 05/19 (Vollversion)

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5/2019

Okt./Nov.

EUR 9,-

Nr. 145

sfr 14,-

C 31071

fitness MANAGEMENT international 5/2019 Nr. 145 Offizielles Organ DSSV e. V. und BfB e. V. Deutschland | Österreich | Schweiz

Fitness Boutique-Fitness: Experten erklären das Phänomen

Gesundheit Ernährungsberatung mit digitalen Bausteinen

Management Recruiting: Top-Performer erkennen

Markt Aufstiegskongress 2019: Touch & Tec – NEXT LEVEL

www.fitnessmanagement.de

DSSV Rechtliche Basics für Social Media & Internet


Foto: Klaudia Lech

Birgit Schwarze Chefredakteurin

Mit Emotionen auf das nächste Level Der Mensch ist ein soziales Wesen, er braucht Kontakte, Erlebnisse und Emotionen. Da unser Alltag aber durch Errungenschaften wie Onlineshopping und Homeoffice zunehmend technischer, schneller und emotionsloser wird und der zwischenmenschliche Kontakt immer mehr abnimmt, sehnen sich viele Menschen nach mehr Verbundenheit und Gefühlen. Die Werbebranche bedient dieses Bedürfnis natürlich gerne. Seien es Reiseveranstalter, Möbelhäuser oder Supermärkte – die Werbung für vergleichbare Produkte wird fortlaufend mit Gefühlen aufgeladen. Fitness- und Gesundheitsdienstleister sollten es nicht anderen Branchen überlassen, dieses Defizit auszugleichen. Lassen Sie uns versuchen, die emotionalen Bedürfnisse unserer Kunden und potenziellen Kunden stärker anzusprechen. Kundengewinnung und Kundenbindung können wir so auf ein deutlich höheres Niveau heben. In dieser Ausgabe der fitness MANAGEMENT international haben Emotionen viel Raum bekommen. Stichwort Boutique: Die Experten, die wir für unseren Beitrag über das Phänomen Boutique-Fitness befragt haben, verdeutlichen eindrucksvoll, warum inzwischen 42 Prozent der US-Studiomitglieder in Boutique-Studios trainieren. Sie erleben dort ein Training, das mit einem Top-Service sowie einer 360-Grad-Betreuung durch die Studio-Community und die Trainer gefühlsmäßig so aufgeladen ist, dass alle nach dem Training glücklich nach Hause gehen. Erlebnisse schaffen Emotionen. Mehr lesen Sie ab S. 18. Auch der diesjährige Aufstiegskongress in Mannheim (ab S. 26) greift erneut das immens wichtige Thema auf: Unter dem Motto „Touch & Tec“ – NEXT LEVEL erfahren die Teilnehmer in verschiedenen Vorträgen und Fach-Foren, warum die persönliche Betreuung der Kunden (Touch) eine so wichtige Rolle spielen muss und wie der technische Fortschritt dabei die nötigen Ressourcen (Tec) freisetzen kann. Wir konnten Referenten des Aufstiegskongresses als Fachautoren für diese Ausgabe gewinnen. Unter anderem zeigt Prof. Dr. Karsten Schumann anhand von Beispielen aus dem Spitzensport, wie Sie bei der Personalauswahl die Top-Performer für Ihr Unternehmen rekrutieren (S. 32 ff.) und Antje Ruhwedel erklärt, wie die moderne Ernährungsberatung von den neuen digitalen Möglichkeiten profitieren kann (S. 44 ff.). Ich wünsche Ihnen viel Spaß beim Lesen!


INHALT 05/19 Foto: DHfPG/BSA

DSSV 30 74 75 76 78 128

Kommentar: Wir sehen uns in Mannheim! Neue Fördermitglieder Neue Mitglieder DSSV-Rechtsseminar: 100 % Recht – Praktisch und kompakt BGM – so geht's! Der Praxisworkshop für die Fitnessbranche Rechtliche Basics für Social Media & World Wide Web

FITNESS Kleine Studios ganz groß: Phänomen Boutique-Fitness Evidenzbasierte Strategien für das Hypertrophietraining Das Boutique-Studiokonzept FT-CLUB TOP-EVENT-Woche: Die BSA/DHfPG Gesundheit&Fitness Week International: FitnessOF Samobor, Kroatien LES MILLS: Wettbewerbsfaktor Studiodesign Fitness mal anders: Die Feuerwehr Hamburg Krafttraining mit wellenförmiger Periodisierung DHfPG-Science-Lab: Faszientraining

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Aufstiegskongress 2019: Touch & Tec – NEXT LEVEL

Fotos: robot Dean - stock.adobe.com

18 48 51 54 60 102 106 110 114

GESUNDHEIT 44 94 96 98 124

Ernährungsberatung mit digitalen Bausteinen LES MILLS: Tipps für erfolgreiche Charity-Veranstaltungen for me do: Die actiwita Galileo® Training Lounge eGym Physio für wirtschaftlich erfolgreichen Selbstzahlerbereich Besonnung: Buchvorstellung – Dr. med. Alexander Wunsch

MANAGEMENT Recruiting: Top-Performer erkennen Unternehmenserfolg mit dem Praxis-Tool EKS Franchisepartner ELBGYM Urban Sports Club: Benefit-Portal für Studios Kolumne Stefan Haase: Achte auf deine Gedanken! Kerstan Consult: Die Kette reißt am schwächsten Glied MYGYM private: prozessoptimiertes Boutique-Studiokonzept Aidoo: Endlich mehr Zeit für Ihre Mitglieder GoCardless: Mehr Kundenzufriedenheit per Lastschrift LUCY – das neueste System zur Digitalisierung Studiozertifizierung: Premium-EMS-Studio URBANIC fitness Kolumne Antonio e Silva: Ihr Fitnessmitglieds-Avatar

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Marc Rohde

Experten erklären das Phänomen Boutique-Fitness

TAKTIK TEAMWORK

Prof. Dr. Karsten Schumann

Fotos: photobuay - stock.adobe.com

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Roy Dowery

Jeannine Mickeleit

MARKT

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ERFOLG

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Recruiting: Top-Performer erkennen

Antje Ruhwedel

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Ernährungsberatung mit digitalen Bausteinen

Grafik: vectorpouch

Aktuelles aus der Fitness- und Gesundheitsbranche Studio des Monats: Das TAO FIT in Dresden Aufstiegskongress 2019: Touch & Tec – NEXT LEVEL Die Historie der Fitnessbranche (Teil 5): Fitnessketten Making-of „WE ARE FIBO“ ACISO CONGRESS in Kassel Führungswechsel bei Inkasso Becker Wuppertal DHfPG/BSA Aktuell: Studium – Weiterbildung – Qualität Kennzahl des Monats: Mitgliedsbeitrag im Mikrostudio Personenporträt: Moritz Boese Veranstaltungen 2019 – Timeline Buchtipp: „Eine Frage der Leidenschaft” von Jan Frodeno

Foto: brillianata - stock.adobe.com

08 12 26 64 68 84 86 116 118 122 126 132

Iris Borrmann

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Rechtliche Basics beim Posten, Teilen und Liken


AKTUELLES | ANZEIGE Foto: Vittaya_25 - stock.adobe.com

Fotos: fitness MANAGEMENT

Bewegte Bilder: Der fitness MANAGEMENT Imagefilm mit Arnold Schwarzenegger

Stellungnahme des DSSV zur geplanten Laufzeitänderung von Fitnessstudioverträgen

Branchen-News, Top-Events, Exklusiv-Interviews, spannende Studien oder wissenschaftlich fundierte Trainingslehre – die fMi ist stets ganz nah dran am Puls der Fitnesswelt. Selbst Fitness-Ikone Arnold Schwarzenegger liest die fMi. Neben „Arnie“ kommen im Video viele weitere Experten aus der Branche zu Wort. Lernen Sie uns noch besser kennen und schauen Sie sich direkt unseren brandneuen Film an. Das gesamte fitness MANAGEMENT Team wünscht Ihnen viel Spaß!

Mehrere Medien berichteten über die geplante Gesetzesänderung zur Verkürzung der Vertragslaufzeiten in Fitnessstudios. Der DSSV e. V. hat sich bereits als Beteiligter für das Anhörungsverfahren registrieren lassen. Der Entwurf wird den Verbänden erst nach der Freigabe durch alle Ministerien vorgelegt und es wird die Gelegenheit zur Beteiligung eingeräumt. Seit dem 15. August dieses Jahres ist ein erster Entwurf zwischen den Ministerien in Umlauf. Nach der Freigabe wird auch der DSSV zur Stellungnahme aufgefordert.

bit.ly/wir-sind-fitness

www.dssv.de

Foto: DHfPG/BSA

Foto: FACEFORCE GmbH

FACEFORCE und eGym digitalisieren den Physio-Markt

Neue Lehrgänge im Kraft- und Functional Training

In einem intensiven sechsstündigen Austausch wurden Lösungen zum Thema Digitalisierung für Physio-Praxen in Deutschland erarbeitet. Die von Marc Wisner (eGym Physio) sowie Dominik Weirich und Pascal Braun (beide FACEFORCE) behandelten Themen waren u. a. Bio-Aging – um den Gesundheitsmarkt zu stärken, die DSGVO – um Sicherheit zu gewährleisten sowie Human Resources – um qualifiziertes Fachpersonal im Gesundheitsmarkt zu finden.

Die BSA-Akademie bietet ab sofort die neuen Lehrgänge „Trainer-A-Lizenz Kraft- und Functional Training“, „Trainer für Freihantel- und Kettlebelltraining“ und „Trainer für Körpergewichts- und Schlingentraining“ an. Wer den „Trainer für Freihantel- und Kettlebelltraining“ und den „Trainer für Körpergewichts- und Schlingentraining“ zusammen bucht, kann dank eines Paketpreises dabei von bis zu 503 Euro Rabatt auf den Gesamtpreis profitieren.

bit.ly/faceforce-egym-physio

www.bsa-akademie.de/akft

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AKTUELLES | ANZEIGE Foto: DHfPG/BSA

Foto: innervisionpro - stock.adobe.com

Kein Grund für eine Überarbeitung der DIN

Master-Abschluss plus Sport- und Bewegungstherapeut DVGS an der DHfPG

Der seit Februar 2019 um EMS-Training erweiterte Teil 5 bleibt fester Bestandteil der Normenreihe DIN 33961. Bei einigen EMS-Anbietern herrschte Verunsicherung, inwieweit ihre angebotenen Konzepte normkonform sind. Es sind keine Erkenntnisse zu EMS-Training verfügbar, die ein Training mit einem Betreuungsschlüssel von größer 1:2 als sicher einstufen. Für den Arbeitsausschuss besteht deshalb kein Grund, die Normenreihe DIN 33961, Teil 5 für eine Überarbeitung zu öffnen.

Im Master-Studiengang „Prävention und Gesundheitsmanagement“ ist es für Studierende der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement (DHfPG) möglich, in Kooperation mit dem Deutschen Verband für Gesundheitssport und Sporttherapie (DVGS) zusätzlich die Berufsbezeichnung „Sportund Bewegungstherapeut DVGS“ zu erwerben. Absolventen sind dadurch als therapeutisches Personal anerkannt.

bit.ly/update-gk-ems-training

www.dhfpg.de/therapie

Foto: Orangetheory Fitness

Foto: cardioscan GmbH

Neues Diagnostik-System

Orangetheory Fitness eröffnet Studio in Hamburg

Mit dem ganzheitlichen Diagnostik-System vicoach von cardioscan können alle Diagnostik-Geräte aus einer Software gesteuert werden. Die einzelnen Produkte lassen sich je nach Wunsch zusammenstellen und auch im Nachhinein einfach integrieren. Kunden und Trainer haben jederzeit und überall Zugang zu allen Messdaten und intelligenten Handlungsempfehlungen. Der neue vicoach ist inklusive dem Modul lifestylescan und ermöglicht dem Studio die Analyse des Gesundheitsverhaltens, der mentalen Gesundheit und der funktionellen Beweglichkeit.

Premiere in Lübeck nun am Standort Hamburg sein zweites Studio in Deutschland. Das Boutique-Konzept fokussiert sich auf ein herzfrequenzbasiertes Gruppen-Personal-Training und startete im März 2010 in Florida (Fort Lauderdale). Seither folgte eine rasante Entwicklung zu einem der weltweit führenden Fitness-Franchiseunternehmen mit mehr als 1.200 Studios in 50 US-Bundesstaaten und 27 Ländern weltweit.

www.cardioscan.de

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bit.ly/orangetheory-hamburg


STUDIO DES MONATS

TAO FIT, Dresden

Der richtige Weg zur Gesundheit „Wo körperliche Fitness und Gesundheit gestärkt werden, man seine Seele ent entaufspannt baumeln lassen und sich zur Ruhe bringen kann. Wo man sich mental auf baut und den Geist trainiert und wo Kampfsport als Hobby oder anspruchsvoller Hochleistungssport ausgeübt wird. Jeder Sportler sollte sich in seinem Studio wiederfinden und seine persönlichen Erfolge feiern können.“ Diese Vision hat Ronny Schönig mit dem TAO FIT in die Wirklichkeit umgesetzt. Grafik: The Last Word - stock.adobe.com

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as Studio TAO FIT ist aus der „Kampfsport Akademie Dresden“ hervorgegangen, die bereits seit 1996 bestand. Aufgrund wachsender Mitgliederzahlen musste Inhaber Ronny Schönig im Jahr 2012 neue Räumlichkeiten suchen. Mit dem Umzug stellte sich die Frage, ob es bei einer reinen Kampfsportschule bleiben sollte, oder, ob er seinen Mitgliedern einen Mehrwert bieten und in Dresden etwas erschaffen könne, das es so noch nicht gab. Mit der Gründung der Kampfsportschule konnte Ronny Schönig sich in jungen Jahren seinen ersten Kindheitstraum erfüllen, hatte dabei aber immer „einen Tempel, in dem alles zusammenfließen kann“ als das Optimum vor Augen. Über viele Jahre schon übte er Kampfsport und Kampfkunst aus und wusste, wie wichtig der Einklang von Körper und Geist ist. Im September 2013 wechselte Ronny Schönig dann mit seinem Unternehmen an den jetzigen Standort und erweiterte sein Angebot zu einem ganzheitlichen Konzept, zum TAO FIT.

TAO FIT: den Gast auf dem Weg zum Ziel begleiten Das chinesische Wort „TAO,“ auch „DAO“ (道), bedeutet wörtlich „Weg“, „Pfad“ oder „Straße“. Man kann es auch in „der rechte Weg“ übersetzen. „TAO FIT“ bedeutet somit „der richtige Weg zur Gesundheit“. Auch hier lässt sich „FIT“ für jeden individuell definieren – der eine möchte körperliches Wohlbefinden, der andere sportliche Höchstleistungen erreichen. Demnach steckt in „FIT“ „Persönlichkeit“ und „Individualität“ und in „TAO“ ein Team, das den Gast auf dem rechten Weg zum Ziel begleitet und unterstützt.

„Klein Asien“ und Teelounge untermauern die Positionierung Von vornherein war es das Ziel, das TAO FIT als Premiumstudio zu positionieren. Mit dem TAO FIT sollte ein Studio entstehen, das kein typisches Fitnessstudio ist. Es zeichnet sich aus durch die besondere Kombination von fernöstlicher Philosophie und Kampfkunst in Verbindung mit Fitness-, Gesundheits- und Entspannungskonzepten wie Tai Chi, Qi Gong, Meditation und Yoga.

Grafik: Alexander Potapov - stock.adobe.com

„Wir sind stets dabei, diese Atmosphäre zu pflegen, indem wir entsprechende Umbauten und Erneuerungen vornehmen. Zuletzt durften sich unsere Mitglieder über einen komplett erneuerten Wellness- und Ruhebereich freuen. Wir wollen einen Ort erschaffen, von wo aus nicht jeder nach seinem Training einfach nach Hause geht, sondern an dem man auch gern mal länger auf einen Tee oder einen Kaffee bleibt und sich unterhält“, erklärt Ronny Schönig die Ausrichtung des Studios. Das TAO FIT hebt sich durch seine familiäre Atmosphäre, das moderne und dennoch gemütliche Ambiente sowie viele kleine Highlights von anderen Studios ab, die definitiv nicht typisch für ein Fitnessstudio sind. Dazu gehören das „Klein Asien“ in der obersten Etage mit der hauseigenen Bibliothek sowie der Teelounge, die Kaffeelounge im Servicebereich und auch der Rund-um-Wohlfühlservice durch das Team.

Die Mitarbeiter leben die Unternehmensphilosophie Bei der Auswahl seiner Mitarbeiter sind Ronny Schönig fachliche Qualitäten wichtig. Jedoch betont er: „Vielmehr interessiert mich, um welchen Menschen es sich handelt. Fachliche Fähigkeiten können jederzeit erworben werden, aber charakterliche Fähigkeiten und Werte sind tief verankert. Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bringen alle diese Fähigkeiten und Eigenschaften mit und letztendlich leben wir alle das TAO und unsere Philosophie.“ 12

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des Mon at s Fotos: TAO FIT

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STUDIO DES MONATS

Als Geschäftsführer des TAO FIT hat Ronny Schönig die Personalverantwortung für mehr als 20 Mitarbeiter. Er führte das Unternehmen auf Basis einer gelebten und werteorientierten Unternehmenskultur zum ersten zertifizierten Vorzeigeunternehmen der Fitnessbranche in der Region Dresden.

Events als Bestandteil der Mitgliederbindung Auf die Frage, wie er die Atmosphäre im Studio beschreiben würde, antwortet Ronny Schönig: „Sehr familiär! Im TAO FIT gibt es keine Anonymität, was uns sehr wichtig ist. Wir kennen unsere Mitglieder mit ihren Namen und begleiten sie von Anfang an zu ihrem Erfolg. Auch unter den Mitgliedern und Gästen herrscht eine freundschaftliche und familiäre Stimmung, was nicht zuletzt an unseren zahlreichen Mitgliederevents liegt.“ Über das Jahr verteilt veranstaltet das TAO FIT verschiedene Events, wie z. B. monatliche Fitness-Challenges und Sommeraktionen zur Trainingsmotivation. Zu den jährlichen Highlights gehört die TAO-Olympiade: ein sportliches Familienfest, bei dem von den Kindern bis zu den Senioren jeder auf seine sportlichen Kosten kommt und anschließend gegrillt und gemütlich zusammengesessen wird. Das TAO-Team überrascht seine Mitglieder jedes Jahr mit einer großen Geburtstagsparty, die jeweils unter einem anderen Motto stattfindet. Die Gäste können einen ausgelassenen Abend mit Showprogramm, Buffet und Cocktailbar genießen. Je nach Motto gibt es einen Dresscode, es werden Preise verliehen und Mitglieder geehrt. Die Veranstaltungen sind für Ronny Schönig ein wesentlicher Bestandteil der Mitgliederbindung: „Gerade mit den Events festigen wir die Verbundenheit unserer Mitglieder zum TAO. Deshalb wird es hier auch in Zukunft das eine oder andere Event geben.“

Trainingsbetreuung mit digitalem Support Ein weiterer wichtiger Baustein für die Mitgliederbindung ist die intensive und empathische Trainingsbetreuung. Hier setzt Ronny Schönig neben der Fachkompetenz seiner Trainerinnen und Trainer vor allem auf deren soziale Kompetenz, die durch zeitgemäße Technik unterstützt wird. Alle Kraft- und Cardiogeräte des TAO FIT sind über die mywellness® cloud von Technogym digital eingebunden, die Trainingspläne werden regelmäßig vom Trainerteam angepasst und Trainingsfortschritte nachvollziehbar dokumentiert. „Zu unserer Trainingsbetreuung gehört das digitale Wellness-Key-Schlüsselsystem von Technogym. Unsere Gäste haben ihre Trainingspläne immer aktuell in der Cloud. Die Trainingspläne können auf dem Studioterminal oder der individualisierten App abgerufen werden. Die Trainings-App ermöglicht unseren Mitgliedern während des Trainings ihren Plan einzusehen, abzuhaken und Gewichtsänderungen vorzunehmen. So kann der Trainer stets nachvollziehen, wie regelmäßig und intensiv trainiert wurde, um dann in den Folgeplänen die optimalen Vorbereitungen zu treffen.“

Social Media – „Wir machen das, womit wir uns gut fühlen!“ Für die Kommunikation des beeindruckenden Angebotes setzt das Team des TAO FIT auch auf Social Media. Die klassischen Facebook- und Instagram-Accounts werden täglich gepflegt und sind auch bei den Mitgliedern beliebt. Die Zahl der Follower und Fans wächst stetig. „Gerade über Instagram kann man Follower schnell über aktuelle Neuigkeiten informieren und in Kontakt bleiben. So bauen wir uns auch online eine Gemeinschaft auf, die sich wiederum mit uns identifiziert“, erklärt Ronny Schönig. „Es wird immer schwieriger, dem Ganzen zu folgen, da es mittlerweile so viele Social-Media-Angebote gibt. Wir versuchen das zu bedienen, was in unserer Möglichkeit liegt und womit wir uns auch gut fühlen. Unsere Kunden können viele Wege nutzen, um uns zu erreichen oder Informationen mit uns zu teilen. Wir reagieren schnellstmöglich und pflegen die Kontakte. Bisher funktioniert es auf den aktuellen Wegen sehr gut.“

Der Unternehmer hinter dem TAO FIT in Dresden

Grafik: Alexander Potapov - stock.adobe.com

Ronny Schönig (Jahrgang 1977) praktiziert seit mehr als dreißig Jahren aktiv verschiedene asiatische Kampfkünste und studiert diese seit mehr als 25 Jahren auch in ihren Ursprungsländern China, Thailand und Japan. Im Alter von 18 Jahren gründete er bereits die „Kampfsport Akademie Dresden“, die er sukzessive erweiterte und 2013 als „TAO FIT“ neu eröffnete. Von 2004 bis 2011 war Ronny Schönig Bundestrainer der deutschen Nationalmannschaft im Kick- und Thaiboxen beim Weltverband, der World Kickboxing and Karate Association (WKA). Aus seiner eigenen Schule und unter seiner Trainingsleitung gingen neben verschiedenen nationalen und internationalen Meistern auch zwölf Weltmeistertitel im Kick- und Thaiboxen hervor. Ronny Schönig hat sein Studium an der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement mit dem Bachelor of Arts Fitnessökonomie abgeschlossen. Es folgten das Master-Studium MBA mit der Ausrichtung in strategischer Unternehmensführung und Human Resources Management sowie Spezialisierungen in den Bereichen Mentaltraining, Business-Coaching und Systemische Personaldiagnostik. In Keynote-Vorträgen zeigt er auf, wie die Werte, Prinzipien und Strategien der Kampfkünste auf das Management und die Unternehmensführung übertragen werden können. Beim diesjährigen Aufstiegskongress in Mannheim wird Ronny Schönig auch als Teilnehmer der Podiumsdiskussion dabei sein.

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Fotos: TAO FIT

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Die Eckdaten des TAO FIT in Dresden Fläche des Studios auf 3 Etagen gesamt 1. Ebene: Fitnesszone Kraft/Cardio/Functional Area Fitnesskursraum Wellness/Sauna 2. Ebene: Kampfkunst und Kampfsport 3. Ebene: Tempel der Entspannung Bibliothek und Tee-Zeremonie-Bereich Entspannungskursraum Massage

1.930 m2 1.200 m2 580 m2 125 m2 150 m2 550 m2 180 m2 40 m2 90 m2 20 m2

Ausstattung von Kraft-, Cardio- und Kursbereich: Technogym, QUEENAX Kursangebot: deepWORK®, Indoor Cycling, Strong by Zumba, TRX Kurse, Core X Press, Functional Circuit, Kinesis Zirkel, Rückenfit, Beweglichkeits-Workshop, IRON SYSTEM™, Yoga, Pilates, Tai Chi, Qi Gong, TAO FIT for Kids (3 bis 6 Jahre), TAO FIT for Family (1,5 bis 3 Jahre inkl. 1 Elternteil) Alle Kurse im TAO FIT werden ausschließlich von lizenzierten Trainern geleitet. Erstes nach DIN-Norm 33961 zertifiziertes Studio in Sachsen: Dafür wurde das Zertifizierungsverfahren „ZertFit“ der unabhängigen Zertifizierungsstelle BSAZert genutzt. www.taofit.de

Grafik: doddis - stock.adobe.com


BOUTIQUE-FITNESS [Icon Markt] BOUTIQUE-FITNESS

Phänomen Boutique-Fitness

Kleines Studio ganz groß Boutique-Fitness ist die aktuellste Erfolgsgeschichte, die der amerikanische Fitnessmarkt geschrieben hat. 42 Prozent der US-Mitglieder trainieren laut IHRSA Health Club Consumer Report 2019 mittlerweile in Boutique-Studios, Tendenz weiter steigend. Das Boutique-Segment ist in den USA bereits der Favorit der Branche. Die Studios sind klein und sehr stylish, das Trainingsangebot ist spitz positioniert und die Betreiber sind Spezialisten in ihrem Gebiet. Viele Trainer haben eine Art RockStar-Status, die Kundenbetreuung ist sehr intensiv und die Studios verfügen über eine starke Community. Der europäische und vor allem der deutsche Markt für Boutique-Fitness steckt vergleichsweise noch in den Kinderschuhen. Am ehesten vergleichen kann man Boutique-Clubs mit Mikrostudios – die Schnittmenge von „Boutique“ und „Mikro“ ist sehr groß und die beiden Begriffe sind nicht immer eindeutig voneinander zu trennen. Das mag auch daran liegen, dass das Etikett „Boutique“ momentan einfach Erfolg verspricht und deshalb ausgesprochen begehrt ist. Aber lassen wir die Begrifflichkeiten beiseite: Was steckt hinter dem Phänomen Boutique-Fitness? Welche Merkmale zeichnen erfolgreiche Boutique-Konzepte aus? fitness MANAGEMENT hat dazu Experten befragt: Jeannine Mickeleit, Geschäftsführerin der Orangetheory Fitness North Germany GmbH, Roy Dowery, Gründer und Inhaber von Deutschlands erstem Boutique-Studio, dem SYPC Boutique Barre Club, und Mark Rohde, internationaler Fitness Coach, Consultant und Boutique-Business-Entwickler.

Foto: robot Dean - stock.adobe.com

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Foto: Orangetheory Fitness

Jeannine Mickeleit, Orangetheory Fitness North Germany GmbH

„Das Angebot ist entscheidend!“ Für die gelernte Bankkauffrau aus Schleswig-Holstein Jeannine Mickeleit wurden aus einem geplanten sechsmonatigen Auslandsaufenthalt in den USA 20 Jahre, in denen sie an Universitäten und Colleges lehrte und unter anderem ein MBA-Studium abschloss. Nach ihrem Abschluss an der University of Phoenix eröffnete sie 2009 im Mittleren Westen der USA ihre erste Filiale in der Franchise-Gastronomie. Weitere Eröffnungen folgten, was ihr viel Erfahrung als Multi-Unit-Operator mit über 100 Angestellten brachte. 2016 machte Jeannine Mickeleit ihr Hobby zum Beruf und wagte den Schritt vom jahrelangen Mitglied bei Orangetheory Fitness in den USA zur Geschäftsführerin der Orangetheory Fitness North Germany GmbH in Lübeck. www.orangetheoryfitness.de Foto: Orangetheory Fitness

fM: Welche drei wesentlichen Kriterien zeichnen BoutiqueKonzepte oder Boutique-Studios aus Ihrer Sicht aus? Jeannine Mickeleit: Betreiber von Boutique-Studios sind Spezialisten in ihrem Gebiet, Kundenbetreuung und Community sind ganz wichtig und die Studios sind klein aber fein. fM: Wo liegt für Sie das wesentliche Unterscheidungsmerkmal zwischen Boutique-Studios und klassischen Fitnessstudios? Jeannine Mickeleit: Ein Boutique-Studio bietet ein spezifisches Konzept an, meistens im Kursformat. Es bietet nur eine Art von Training an, wie zum Beispiel bei OTF (Orangetheory Fitness): Wir konzentrieren uns auf ein 60-minütiges herzfrequenzbasiertes Gruppen-Personal-Training, das aus Ausdauer- und Kraftelementen besteht. In einem Boutique-Studio kann der Kunde sicher sein, dass er während des gesamten Workouts durch speziell geschultes Personal durchgehend betreut wird und so maximale Erfolge bei minimalem Verletzungsrisiko entstehen. fM: Der Markt für Mikro- oder Boutique-Studios ist enorm vielfältig. Welche Faktoren sehen Sie als Hauptgrund für den anhaltenden Erfolg so vieler unterschiedlicher Konzepte? Jeannine Mickeleit: Kundenbetreuung, Community und Fitnesserfolge sind definitiv wichtige Faktoren. Kundenbetreuung ist das A und O. Beim Sportneuling ist sie wichtig, da mithilfe eines Trainers sichergestellt werden kann, dass Kraftübungen richtig ausgeführt werden und der Gefahr von Verletzungen vorgebeugt werden kann. Für den Sportler, der sich schon seit Jahrzehnten fit hält, ist Betreuung aber ebenso wichtig. Durch die intensive Betreuung und ein gutes Konzept werden oft auch bei dem „alten Hasen“ andere Reize gesetzt, die man ohnedies so nicht erreichen würde. Die Community, die oft in Boutique-Studios vorhanden ist, ist aus meiner Sicht auch Grund für den anhaltenden Erfolg. Sportanfänger, die sich in traditionellen Fitnessstudios oft nicht wohlfühlen, finden hier schnell Anschluss. Man motiviert sich gegenseitig und verliert Hemmungen und Bedenken, dass man nicht „dazu passt“.

fM: Wie würden Sie Ihr Studio und das zugehörige Konzept in aller Kürze beschreiben? Jeannine Mickeleit: Unser Herzfrequenz-Monitoring-High-IntensityTraining wurde nach wissenschaftlichen Erkenntnissen entworfen. Unser einstündiges Ganzkörperintervalltraining setzt sich aus Einheiten des Kraft- und Ausdauertrainings zusammen. Ziel ist es, sich 12 Minuten oder länger im anaeroben Bereich zu bewegen und unter Einbindung von Erholungsphasen den Kreislauf in ein Ungleichgewicht zu bringen, was zum Nachbrenneffekt (EPOC) führt. Dieses Herz-Kreislauf-Training wird – das ist wissenschaftlich nachgewiesen – schneller Erfolge erzielen als jede andere Trainingsmethode. Zusätzlich ermöglicht die Herzfrequenzüberwachung jeder und jedem Trainierenden, an die individuellen Höchstleistungen heranzukommen. fM: Woher kam der Impuls für Sie, es mit einem Mikro- oder Boutique-Konzept zu versuchen? Jeannine Mickeleit: Ich selbst war jahrelang Mitglied in verschiedenen Boutique-Studios in den USA. Die Erfolge, die man mithilfe eines solchen Konzeptes erleben kann, haben mich dazu bewogen auch hier in Deutschland mit einem Boutique-Konzept den Markt zu bereichern. fM: Welche Tipps haben Sie für Trainer oder Studiobetreiber, die mit dem Gedanken spielen, ein eigenes Boutique-Studio zu eröffnen? Jeannine Mickeleit: Das jeweilige Angebot bzw. Konzept ist entscheidend. Man muss „anders“ sein. Die Alleinstellungsmerkmale sind unwahrscheinlich wichtig, wenn es um das Durchsetzen und Überleben auf dem deutschen Fitnessmarkt geht. Dies wird noch mehr an Bedeutung gewinnen, wenn weitere internationale Boutique-Studioketten in den deutschen Markt eintreten werden. Durchhaltevermögen sollte man auch mitbringen. Boutique-Studios sind noch nicht die Norm in Deutschland, daher muss man etwas mehr Überzeugungsarbeit leisten, um den Kunden vom traditionellen Fitnessstudio „abzubringen“. 05/19

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Foto: Stefan Radtke

BOUTIQUE-FITNESS

Roy Dowery, SYPC Boutique Barre Club und Sunyard Pilates Club

„Fitness als Lifestyle, Workout als Statussymbol“ Der gebürtige US-Amerikaner Roy M. Dowery ist Gründer und Inhaber von SYPC® Boutique Fitness in München, dem ersten Boutique-Fitnessstudio in Deutschland. Er hat über 25 Jahre theoretische und praktische Erfahrung als Pilates-, Yoga-, Fitness- und VIP-Personal-Trainer. Der ausgebildete Sportwissenschaftler (Health and Sport Performance, Austin Peay State University, USA) verfügt über Zertifizierungen durch BASI® Pilates und ein 200 h-Yoga Teacher-Training von YogaWorks, die beide zu den weltweit führenden Akademien im Bereich Pilates bzw. Yoga gehören. www.sypc-group.com

fM: Welche drei wesentlichen Kriterien zeichnen BoutiqueKonzepte oder Boutique-Studios aus Ihrer Sicht aus? Roy Dowery: Wir folgen hier der formalen Definition aus den USA: A boutique fitness studio is generally viewed as a small gym (200– 600 square meters) that focuses on group exercise and specializes in one or two fitness areas with a high level of personalization. fM: Wo liegt für Sie das wesentliche Unterscheidungsmerkmal zwischen Boutique-Studios und klassischen Fitnessstudios? Roy Dowery: Gemäß dieser US-Definition, muss ein BoutiqueFitnessstudio folgende Kriterien erfüllen: - im Gegensatz zu großen Ketten meist im Eigentum von FitnessProfessionals - Spezialisierung im Angebot, wie zum Beispiel Barre Workout, Indoor Cycling oder Group Fitness für Frauen - Verzicht auf typische Studio-Elemente wie Sauna oder Pool - häufig in attraktiven Innenstadtlagen vorzufinden - KEINE kleinere Version eines typischen großen Studios mit Kraftgeräten – auch wenn viele größere Anbieter jetzt versuchen, den Begriff „Boutique“ aufgrund des großen Markterfolgs für sich zu verwenden - Community-Aspekt als ein Mehrwert des Fitnessangebots, Fitness als Lifestyle und das Workout als Statussymbol fM: Der Markt für Mikro- oder Boutique-Studios ist enorm vielfältig. Welche Faktoren sehen Sie als Hauptgrund für den anhaltenden Erfolg so vieler unterschiedlicher Konzepte? Roy Dowery: Die Mitglieder wollen neue Angebote, die sich vom herkömmlichen Fitnesstraining unterscheiden! In den Großstädten fragt ein zunehmend internationales Publikum, welches in Städten wie New York oder Los Angeles gearbeitet hat, das Boutique-Fitnesskonzept aktiv nach. Bei „Boutique“ dreht sich alles um das Erlebnis. Wenn man in New York City, Los Angeles oder anderen Metropolen auf die Straße geht, sieht man mehr Frauen im Yoga-Outfit als in Jeans. Lassen Sie es mich wiederum auf Englisch sagen: Fitness is a fact and a lifestyle – and no longer just an ordinary gym. 20

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Im Gegensatz zu den Fitnessketten, ist das Boutique-Erlebnis vertraut und individuell. Es ist trendy, macht Spaß, ist intensiv und hinterher hat man das Gefühl, an der Leistungsgrenze trainiert zu haben – mit einer Portion Euphorie, die den Rest des Tages bleibt. Warum die Zukunftschancen von Boutique-Fitness hoch sind? You get what you love! Stellen Sie sich einfach vor, Sie gehen in ein Studio, das sich auf Ihr bevorzugtes Workout spezialisiert hat und mehrere Übungen mixt, die Sie lieben. In einem Boutique-Fitnessstudio ist man von Gleichgesinnten umgeben. Das Boutique-Fitnesskonzept lebt nicht davon, dass die Mitglieder nicht zum Training kommen. Im Gegenteil – man kennt sich und es fällt auf, wenn man nicht zum Workout erscheint. Das Studio selbst ist sehr chic bzw. upscale – es gehört zum Lifestyle, dort zu trainieren. Und aufgrund der kleinen Fläche können sich Boutique-Gyms auch dort positionieren, wo große Studios keine Chance haben – in der direkten Nachbarschaft. Last but not least: Classes are led by outstanding instructors who push you to your limits. Es geht nicht mehr nur um Sport, es geht um Lifestyle, Socializing – und vor allem um Resultate. In den USA sagt man so schön: Boutique-Fitness offers the next big thing in fitness: results. Die Boutique-Fitnessbewegung wird vor allem von Frauen zwischen 25 und 45 vorangetrieben – diese wollen ihren monatlichen Mitgliedsbeitrag für ein Workout ausgeben, das ihre Leidenschaft trifft und ihren Körper verändert. Viele unserer Mitglieder sagen, dass sie einfach etwas anderes wollen. fM: Wie würden Sie Ihr Studio und das zugehörige Konzept in aller Kürze beschreiben? Roy Dowery: Wir waren das erste Boutique-Fitnessstudio im deutschsprachigen Raum und haben dies als Marktführer auch entsprechend vermarktet. Wir haben das deutschlandweit größte Barre-Workout-Studio und unsere Kurse von Supermodel Workout über Boutique Pilates und Skin Calisthenics bis hin zu Burn Baby Burn sind einzigartig. Unsere


Foto: Christoph Nickl

Kurse kombinieren die besten Elemente aus Pilates, Barre Workout, CardioTraining, High Intensity, Yoga, klassischem Athletentraining, Bodytoning, Fatburning und Physiotherapie. Our SYPC Boutique Fitness concept doesn’t just change your body, it will change the way you see your workout. fM: Woher kam der Impuls für Sie, es mit einem Mikro- oder Boutique-Konzept zu versuchen? Roy Dowery: Als US-Amerikaner beobachte ich schon lange die Fitnessszene, u. a. in New York und Los Angeles, und als ehemaliger Drill Sergeant der USArmy weiß ich, wie wichtig Motivation gerade beim Sport ist. Mit der Eröffnung unseres ersten Studios in München haben wir diesen Trend nach Deutschland gebracht. Der Standort für das erste Boutique-Fitnessstudio in Deutschland ist ideal. München ist eine internationale Stadt. Viele der Frauen, die hier leben, haben überall auf der Welt gewohnt, gearbeitet und studiert. Dieses internationale Flair und die Ansprüche, die daraus entstehen, bleiben bislang in der Fitnessindustrie praktisch unberücksichtigt. Die USA sind Deutschland in dieser Hinsicht einen ganzen Schritt voraus – in New York beispielsweise können sich die Boutique-Fitnessstudios vor Nachfrage kaum retten und in Manhattan werden Unsummen pro Monat gezahlt, um einen Platz in einem Boutique-Studio zu bekommen. Die Frauen spüren die Effektivität und den Spaßfaktor des Trainings. Es ist hip mit einem coolen Outfit zum Fitness zu gehen, die Frauen verabreden sich zum Sport, als ob sie sich zum Ausgehen verabreden würden. Publikumsmagazine haben über Boutique-Fitness berichtet und als BUNTE im Dezember 2014 Boutique-Fitness als Top-Trend für 2015 vorstellte, konnten wir uns vor Nachfrage kaum retten. fM: Welche Tipps haben Sie für Trainer oder Studiobetreiber, die mit dem Gedanken spielen, ein eigenes Boutique-Studio zu eröffnen? Roy Dowery: Momentan sehe ich Konzepte wie Pilze überall aus dem Boden schießen, da man nun so viel über Boutique-Fitness und den Erfolg von Boutique-Studios liest. Meine Empfehlungen: 1. Boutique-Studios brauchen genauso wie reguläre Gyms den richtigen Standort. 2. Ein Fitness-Professional muss unbedingt mit dabei sein – andernfalls wird das Konzept aus unterschiedlichen Gründen nicht erfolgreich sein können.


Foto: Norris Nather

BOUTIQUE-FITNESS

Marc Rohde, Fitness Coaching und Consulting

„Werte und Identifikation spielen eine entscheidende Rolle.“ Marc Rohde verfügt über 27 Jahre Erfahrung in der Fitnessbranche. Sein Know-how über die Boutique-Gyms hat er im Laufe seiner internationalen Tätigkeit als Ausbilder der Life Fitness Academy gesammelt. In dieser Funktion und als Coach hat er in den letzten 14 Jahren mehr als 10.000 Trainer ausgebildet. Der Auf- und Ausbau auch im Bereich Programming und das Entwickeln zielgruppenspezifischer Programme von Big-Box-Fitness bis zu Personal-Training-Studios haben sein Portfolio erweitert. Durch Reisen zu Kongressen in aller Herren Länder und den Austausch mit anderen Top-Consultants hat er einen exzellenten Überblick über die internationale Fitnessbranche. www.boutique-gym.de Foto: Life Fitness/Hammer Strength Clinic, Malu Wien

fM: Wo liegt für Sie das wesentliche Unterscheidungsmerkmal zwischen Boutique-Studios und klassischen Fitnessstudios? Marc Rohde: Überall. Boutique-Studios gehen unkonventionelle Wege, weil die Menschen, die sie eröffnen, anders denken. Häufig ist hier weniger mehr, was den Look angeht, dafür ist aber viel mehr Know-how in Sachen Ausbildung und Spezialisierung gefragt. Das gilt übrigens auch für die Budgets, die bedarfsorientierten Öffnungszeiten oder das Programmangebot, das oft auf eine sehr spitze Zielgruppe zugeschnitten ist und die breite Masse gar nicht bedienen will. Größe, Preise, Schnelligkeit und Präzision in der Aus- und Durchführung sind bemerkenswert in den Boutique-Studios. Ebenso deren Mitglieder: Sie sind häufig Early-Adopters und wollen Neues entdecken, erleben und unkonventionelle Wege abseits des Mainstreams gehen. Es gab in den letzten 20 Jahren so etwas wie eine akzeptierte Mittelmäßigkeit im Kursbereich. Nur wenige Konzepte haben es geschafft, die Qualität durch gute Trainerausbildungen und regelmäßige Coachings in diesem Bereich zu steigern. In den meisten Fällen wollte niemand das Geld für qualifizierte Trainer investieren. Hier wird es Zeit, anders zu denken.

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Jede Klasse ist für drei, sechs, neun und zwölf Monate im Voraus geplant und das Ziel steht präzise fest. Alles wird dem Ziel Trainingserfolg und Kundenzufriedenheit untergeordnet. Diese Haltung ist im Boutique-Bereich nicht wegzudenken und einer der Grundpfeiler. Heute weiß jeder, dass gerade im Kursbereich die größte Kundenbindung entwickelt wird. Mit über 80 Prozent Frauenanteil ist es verwunderlich, dass sich viele Studiobetreiber immer noch davor verschließen, die Angebote auch auf eher „männliche“ Interessen auszulegen, z. B. ohne Choreos und mit bekannten Trainingsgegenständen (Boxsack, Sprungseil, MMA, Langhantelathletik etc.). fM: Der Markt für Mikro- oder Boutique-Studios ist enorm vielfältig. Welche Faktoren sehen Sie als Hauptgrund für den anhaltenden Erfolg so vieler unterschiedlicher Konzepte? Marc Rohde: Die individuelle und authentische Präsentation mit dem Fokus auf absolute Spezialisierung. Mit Herz und Seele gefüllt, erfolgsorientiert und verantwortungsbewusst. Werte und Identifikation spielen beim Aufbau des Brands eine entscheidende Rolle.

Boutique-Studios machen es anders und sorgen für absolut loyale Trainer und Mitarbeiter sowie absolut abgegrenzte Inhalte und Klassen. Die Trainer bilden eine eingeschworene Gemeinschaft, die über den Sport hinaus Werte teilt, als Gruppe auftritt und ihre Werte auch nach außen trägt.

fM: Wie würden Sie Ihr Studio und das zugehörige Konzept in aller Kürze beschreiben? Marc Rohde: 1:1-Personal-Cross-Fitnesstraining. Das Track Gym in Altona ist mit 25 Quadratmetern die kleinste Box Deutschlands. Ein vollständig eingerichtetes Gym, allerdings nur für eine Person: Rack, Rudermaschine, Ropes, Kettlebells, 280 Kilo-Plates, Ringe, Turf etc. – alles ausgerichtet auf Bewegungen – in Körper und Geist.

Die Trainer haben Auditions. Wer dort arbeiten möchte, muss einen Auswahlprozess durchlaufen, auch – und gerade – die externen Trainer. Monatliche Assessments, Upskill-Trainings alle drei Monate, regelmäßige Besuche des Head of Training und Mails an die Kunden, wie zufrieden sie mit den Klassen sind: Es wird nichts dem Zufall überlassen.

Nach einer intensiven Bewegungsanalyse und Anamnese verbinde ich das körperliche Training mit einem mentalen Coaching. Motivatoren, Glaubenssätze, Visionscoaching und Zielsetzung gehen bei mir weit über die Körperfettreduzierung hinaus und sind zentraler Bestandteil des gesamten Prozesses und der Leistung für meine Kunden.

Darüber hinaus hat jede Klasse einen Ablaufplan mit Modulen und Markern, die jede Stunde qualitativ überprüfbar machen.

Beim Körpercoaching nutze ich korrigierende Bewegungsmuster, um die Qualität zu steigern, und funktionelle Kräftigung.

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BOUTIQUE-FITNESS

Foto: Life Fitness/Hammer Strength Clinic, Malu Wien

Mit der letzten Stufe wird der Schritt in athletische Muster vollzogen. Die Basis bilden immer Bewegungen und das Erlangen von Fähigkeiten. Mental Coaching: Die größten Motivatoren liegen mehrere Ebenen unter der ersten Aussage, wie Kunden sie manchmal treffen: Ich möchte gerne 5 Kilogramm abnehmen. Tief verwurzelt im „Ich“ finden wir immer wieder Kraftquellen, die es ermöglichen, bisher Unerreichtes zu realisieren. Warum? Weil es einen Grund gibt. Weil es in der Persönlichkeit verwurzelt ist und als wichtiger wahrgenommen wird als das oberflächliche Ziel. Im Coaching spricht man von der „Aufladung eines Ziels“. Je größer diese ist, desto eher lässt sich ein Pull-Effekt erzeugen: „weg von“ und „hin zu“. Dieses mentale Coaching wird von der Körperarbeit und den dadurch entstandenen Glückshormonen untermalt und gestützt. Das ist meine Arbeit.

fM: Woher kam der Impuls für Sie, es mit einem Mikro- oder Boutique-Konzept zu versuchen? Marc Rohde: Seit 1992 bin ich Trainer. Nach vielen Jahren des Reisens und der Arbeit in den Top-Studios Deutschlands habe ich seit 2004 mit meiner Firma „elbsprint“ in Hamburg Outdoortrainings etabliert. In der Rolle als Consultant und Ausbilder war es die logische Folge, dass ich einen Raum für die Überprüfung der Techniken und Anwendungen benötige. Alles andere wäre nicht authentisch und würde meinem eigenen Anspruch nicht gerecht. Fünf bis zehn ständige PT-Kunden bilden die Basis mit zusätzlichen Small Group-Trainingskursen. fM: Welche Tipps haben Sie für Trainer oder Studiobetreiber, die mit dem Gedanken spielen, ein eigenes BoutiqueStudio zu eröffnen? Marc Rohde: Aus Sicht eines Entwicklers würde ich sagen: Zur progressiven Entwicklung eines Boutique-Konzeptes sollte an drei Säulen gearbeitet werden: Brand Building, Expert Building und Marketing. Zuerst braucht man eine klare Message! Nur eine klare Botschaft hilft dabei, dich abzugrenzen, zu polarisieren und dein Konzept zu platzieren – selbst wenn es vergleichbare, ähnliche Ideen am Markt schon geben sollte. Erzeuge einen „Tribe“! Werte und Glaubenssätze, die Verbündete schaffen und eine Community sowie ein besonderes Zusammengehörigkeitsgefühl erzeugen, sind der offensichtliche Schlüssel zum Erfolg (siehe 1Rebel, Blok etc.). Kampf dem Durchschnitt! Absolute Spezialisten und Rockstar-Trainer sollten dein Konzept unterstützen. Mittelmäßigkeit oder die Zufriedenheit mit mittelmäßigem Niveau müssen der Vergangenheit angehören, wenn du zwischen 15 und 35 Euro pro Teilnehmer und Stunde berechnen möchtest.

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Social Media ist vielen ein Dorn im Auge, aber als Marketingmaßnahme für deine Zielgruppen essenziell wichtig. Hier werden deine Marke, die Top-Trainer und deine Überzeugung visualisiert und noch wichtiger – emotionalisiert. Die Zeit, Instagram als jugendliche Spielerei abzutun, ist vorbei.


VERANSTALTUNG

EIN MUSS für alle Gesundheitsgestalter

Vom 24. bis zum 26. Oktober ist es wieder soweit: Der Aufstiegskongress, bekannt als DER Fachkongress der Fitness- und Gesundheitsbranche, öffnet im Mannheimer m:con Congress Center Rosengarten zum 13. Mal seine Türen. Das beeindruckende Vortragsprogramm rund um den Zukunftsmarkt Prävention, Fitness, Sport und Gesundheit steht 2019 unter dem Motto „Touch & Tec“ – NEXT LEVEL. Aktive Gesundheitsgestalter erfahren hier unter anderem, wie sie „Touch“ und „Tec“ profitabel für ihr Unternehmen nutzen können. Eine Anmeldung zum Vorzugspreis ist jetzt noch möglich!

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ie persönliche Betreuung von Kunden, also „High Touch“, spielt gerade im Fitness- und Gesundheitsbereich eine übergeordnete Rolle. Bei der Arbeit für und mit Menschen ist die volle Konzentration auf deren Bedürfnisse wichtig, um sie aktiv und individuell bei der Erreichung ihrer Ziele unterstützen zu können. Doch welche technischen Möglichkeiten stehen Fitness- und Gesundheitsanbietern dabei heute und in Zukunft zur Verfügung? Wie kann technischer Support („High Tec“) Ressourcen freisetzen, die wiederum von den Mitarbeitern für eine individuelle Betreuung und Motivation eingesetzt werden können? Und wie lässt sich auf diese Weise langfristig „High Profit“ generieren? Antworten hierzu liefert der Aufstiegskongress in spannenden Vorträgen, praxisnahen Intensivseminaren und den beliebten Fach-Foren Management, Ernährung, Coaching, Training, Sportökonomie sowie Betriebliches Gesundheitsmanagement, begleitet von einem tollen Rahmenprogramm.

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Highlights am Freitag Den Kongressauftakt bildet am Freitag eine Riege von renommierten Speakern mit umfangreichem Fachwissen in ihrem Gebiet, welches sie speziell für Fach- und Führungskräfte aus der Fitnessund Gesundheitsbranche aufbereiten und präsentieren. Als ein Höhepunkt im Vortragsprogramm wird Ausnahmeathlet Jan Frodeno über seine Erfahrungen im Spitzensport referieren und Einblicke in seine Karriere gewähren. Ein weiterer Tagespunkt stellt die anregende Podiumsdiskussion mit Vertretern aus diversen beruflichen Bereichen dar. Zur Diskussion steht in diesem Jahr: Wie können Leistungsträger entwickelt und nachhaltig geführt werden, damit ein Team entsteht, das einen echten Unterschied macht? Einem ähnlichen Thema widmet sich das ebenfalls freitags stattfindende Nachwuchsforum. Timon Pauls, Chefscout und Kaderplaner


des Fußballbundesligisten FC Augsburg, berichtet darüber, wie mit „High Tec“ und „High Touch“ zukünftige Top-Leistungsträger früh erkannt, entwickelt, gefördert und geführt werden können.

gebieten Prävention, Fitness, Sport und Gesundheit geboten. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt. Weitere Informationen und eine direkte Anmeldemöglichkeit sind online zu finden unter: www.aufstiegskongress.de/vorkongress.

Plattform zum Austausch Das abendliche Get Together (inklusive Buffet und Live-DJ) am Freitag und die jederzeit verfügbare Kongress-Lounge als beliebter Treffpunkt für alle Besucher des Aufstiegskongresses bilden eine Plattform zum Kennenlernen sowie zum fachlichen und lockeren Austausch. Der Aufstiegskongress bietet zahlreiche solcher Gelegenheiten, um das berufliche Netzwerk zu pflegen und zu erweitern.

Anregungen für den Beruf Nach einer morgendlichen Laufeinheit mit dem ehemaligen Europameister über 1.500 Meter, Prof. Dr. Thomas Wessinghage, und einer Yogastunde mit Prof. Dr. Julia Krampitz beginnt der zweite Kongresstag. Die Fach-Foren Training, Management, Coaching, Ernährung, Betriebliches Gesundheitsmanagement und Sportökonomie liefern auch am Samstag ein spannendes Programm sowie wertvolle Anregungen durch erfolgreiche Konzepte. Parallel zu den Fach-Foren geben die beiden Intensivseminare „Instagram-Marketing“ und „Existenzgründung“ den Kongressteilnehmern Gelegenheit, praxisnah und interaktiv von den Profis aus der Branche zu profitieren.

Jetzt noch Tickets zum Vorzugspreis sichern! Der Aufstiegskongress ist ein absolutes Muss für Entscheider und Interessierte aus dem Fitness- und Gesundheitsbereich! Bei einer frühzeitigen Anmeldung bis zum 15. Oktober gilt ein ermäßigter Preis (ab 69 Euro pro Person). Am besten, Sie markieren sich das Kongressdatum in Ihrem Kalender und melden sich jetzt direkt unter www.aufstiegskongress.de/anmeldung zum ermäßigten Preis an, um in Mannheim dabei zu sein.

Viele Extras auf der Kongresswebseite Auf der Kongresswebseite www.aufstiegskongress.de finden Sie außerdem aktuelle Referenten-Videobotschaften, das vollständige Programm und Foto-Impressionen. Ebenso sind hier unter „Rückblick“ die Referenten, Teilnehmer-Interviews, Bilder-/Videogalerien sowie Handouts des letztjährigen Aufstiegskongresses abrufbar.

Partner und Referenten kennenlernen Auch abseits der Vorträge und Seminare können die Teilnehmer sich umfassend informieren und austauschen. In der Partner-Ausstellung z. B. können sich die Kongressteilnehmer ganz individuell bei namhaften Firmen einen Überblick über neue Produkte, Trends und Angebote verschaffen. Ebenso bietet die Speakers Corner eine ideale Möglichkeit für Zuhörer, nach den Vorträgen das Gespräch mit den Referenten zu suchen und in einer persönlichen und lockeren Atmosphäre offene Fragen zu klären.

Zusätzlicher Input gefragt? Für alle, denen zwei Tage fachlicher Input nicht ausreichen: Schon am Vortag des Aufstiegskongresses findet der wissenschaftliche Vorkongress „Up-to-date“ statt. Hier werden den Kongressteilnehmern von Professoren und Forschern der DHfPG, weiteren Hochschulen sowie Forschungspartnern zusätzlich Kurzvorträge zu aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen in den Themen-

Foto: DHfPG/BSA

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VERANSTALTUNG

PROGRAMM-KURZÜBERSICHT Donnerstag, 24.10.2019 Vortrag

Länger gesund und jung durch Sport – Was sagt die Wissenschaft? Prof. Dr. Arne Morsch: Fachbereichsleiter Gesundheitswissenschaft/Gesundheitsförderung DHfPG und BSA-Akademie

Vortrag

EMS-Training für Menschen mit Krebs: Potenziale und Risiken Prof. Dr. Friederike Rosenberger: DHfPG und Nationales Centrum für Tumorerkrankungen (NCT) Heidelberg

Vortrag

Der Schlüssel zum Muskelwachstum Dr. sc. ETH David Aguayo: Sportwissenschaftler, Leiter der Forschungs- und Entwicklungsabteilung Kieser Training

Vortrag

Schnell im Kopf: Exekutive Funktionen diagnostizieren und trainieren Prof. Dr. Jan Mayer: Professor für Sportpsychologie an der DHfPG und der Universität des Saarlandes

Vortrag

Ganzkörper-EMS-Training im Nachwuchsleistungsfußball Joshua Berger: M. Sc. Sportwissenschaft, wissenschaftlicher Mitarbeiter Sportwissenschaften TU Kaiserslautern

PROGRAMM-KURZÜBERSICHT Freitag, 25.10.2019 Vortrag

Das Rezeptbuch aus der Praxis für die passende Kombination von „Touch & Tec“ Samir Vincevic: Geschäftsführer eines Coaching-Unternehmens für digitalen Wandel, davor Operativer Leiter bei MeridianSpa

Vortrag

360°-Betreuung – Wie wir in Zukunft mit digitalen Technologien Kunden überall coachen können Prof. Dr. Markus Löchtefeld: Professor für Wearable Computing an der Aalborg Universität in Dänemark

Vortrag

High Profit durch Betreuung mit High Touch – „Darf´s ein bisschen mehr sein?“ Frank Weber: Gründer und Geschäftsführer der Bella Vitalis GmbH mit 9 Fitnessanlagen und über 15.000 Mitgliedern

Podiumsdiskussion

Führung und Entwicklung von Leistungsträgern – die Basis für höhere Umsätze! Moderator: Pierre Geisensetter: Head of Communication McFIT, RSG Group Berlin Teilnehmer: Prof. Dr. Oliver Schumann: Experte für Strategisches Management und Teamentwicklung, Sportpsychologe, DHfPG-Professor Prof. Dr. Daniela Klix: Referentin für Sport u. Körperliche Leistungsfähigkeit bei der Bundeswehr und Dozentin der DHfPG/BSA-Akademie Ronny Schönig: Kampfkunstexperte, Coach und Unternehmer mit einer Fitnessanlage, die er werteorientiert führt Anke Mächler: BGM-Expertin und DHfPG/BSA-Dozentin für BGM, Management, Gesundheitswissenschaft und Pädagogik

Nachwuchsforum

Talent-Scouting in der Fußballbundesliga: Top-Nachwuchskräfte für Profimannschaften finden! Timon Pauls: Chefscout/Kaderplaner beim Fußballbundesligisten FC Augsburg, Bachelor- und Master-Absolvent der DHfPG

Vortrag

Leidenschaft macht den Unterschied Jan Frodeno: Erfolgreichster Triathlet weltweit, Olympiasieger und zweifacher Ironman-Weltmeister

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PROGRAMM-KURZÜBERSICHT Samstag, 26.10.2019 Fach-Forum TRAINING

Evidence-Based Personal Training – Mit evidenzbasierten Trainingsstrategien das Personal Training effektiv gestalten Prof. Dr. Jens Ebing: Diplom-Sportwissenschaftler, Professor und Dozent der DHfPG, Referent der BSA-Akademie Patrick Berndt: Sportwissenschaftler, Personal- und Athletiktrainer von Bundesligisten aus diversen Sportarten

Fach-Forum MANAGEMENT

Dienstleistung – Digitalisierung und die „richtigen“ Menschen machen Firmen erfolgreich! Nicole Capelan: BBA General Management mit Schwerpunkt Personal, Beraterin für wertebasierte Personalauswahl Andreas Wintz: Diplom-Wirtschaftswissenschaftler mit langjähriger Branchenerfahrung

Fach-Forum COACHING

„Touch & Tec“ im Coaching – Wird jetzt alles digital, was bisher persönlich war? Prof. Dr. Julia Krampitz: Doctor of Public Health sowie Professorin in den Bereichen Psychologie und Pädagogik Sabine Kind: Master of Arts Prävention und Gesundheitsmanagement sowie Dozentin an der DHfPG und BSA-Akademie

Fach-Forum ERNÄHRUNG

Ernährungsberatung in der Praxis: Online- und persönliches Coaching ideal kombiniert! Dr. Katrin Stücher: Leitende Ernährungsberaterin bei iQ athletik, Dozentin DHfPG/BSA-Akademie, Autorin und Referentin Antje Ruhwedel: Selbstständige Ernährungsberaterin, Gesellschafterin und Geschäftsführerin eines Gesundheitsstudios

Fach-Forum BETRIEBLICHES GESUNDHEITSMANAGEMENT

Gesundheitskompetenzen in der digitalen Arbeitswelt Sarah Staut: Dozentin, Autorin und Tutorin an der DHfPG und BSA-Akademie und Fachautorin im BGM Fabian Krüger: Gründer und Geschäftsführer von RELAXAHOLIC – Dienstleistungsunternehmen im Bereich BGM

Fach-Forum SPORTÖKONOMIE

Die Kraft des WIR als Teamspirit – Wie Sie Ihr Team richtig zusammenstellen! Prof. Dr. Karsten Schumann: Experte für Leistung und Organisation im Spitzensport, Sportwissenschaftler und Professor der DHfPG

Intensivseminar INSTAGRAM-MARKETING

Wie du mehr Follower auf Instagram gewinnst … und diese in zahlende Kunden verwandelst. Frederik Neust: Gründer einer Business E-Consultancy in Asien, freiberuflicher Dozent an der DHfPG/BSA-Akademie, B. A. Fitnessökonomie Roman Spitko: Diplom-Kaufmann, Master in Commercial Law (LL.M.), Dozent der DHfPG/BSA-Akademie und ehemaliger Badminton-Nationalspieler

Intensivseminar EXISTENZGRÜNDUNG

Es geht auch anders! Wie Gründungswillige von unterschätzten Möglichkeiten eines dynamischen Marktes profitieren. Ralf Capelan: Dozent DHfPG/BSA-Akademie, Unternehmensberater und Sachverständiger im Fitness- und Gesundheitsmarkt

Das ausführliche Kongressprogramm finden Sie unter www.aufstiegskongress.de/programm.

Fotos: DHfPG/BSA

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KOMMENTAR Foto: Klaudia Lech

Foto: DHfPG/BSA

Birgit Schwarze Präsidentin DSSV

Wir sehen uns in Mannheim! Wenn man in den Terminkalender schaut, hat man als Fachkraft in unserer Fitness- und Gesundheitsbranche die Qual der Wahl. Umso schöner ist es, dass bei einem ganz bestimmten Event überhaupt nicht erst die Frage entsteht, ob man hingeht, da er schon seit Monaten mit großer Vorfreude als Pflichttermin im Kalender eingetragen ist: der Aufstiegskongress 2019. Von „GETUP“ zu „Aufstieg“ Einige von Ihnen erinnern sich sicherlich noch an die FIBO in Essen. Wenn man die Messe am Eingang West betreten hat, wurde man mit einem großen Schild begrüßt, das die Aufschrift „GETUP-Kongress auf Ebene 1“ trug. Das war im Jahr 2007, der Geburtsstunde des ersten offenen Fachkongresses in der deutschsprachigen Fitness- und Gesundheitsbranche. Von 2007 bis 2012 war der GETUP-Kongress mit jährlich bis zu 600 Teilnehmern die zentrale Anlaufstelle für die Fachleute unserer Branche. Move to Mannheim Mit dem Umzug der FIBO nach Köln zog der Kongress von Essen nach Mannheim. Am neuen Standort erhielt der Kongress auch einen neuen Namen: „Aufstiegskongress – der Fachkongress für aktive Gesundheitsgestalter“. Bereits im ersten Jahr im Kongresszentrum m:con Rosengarten in Mannheim zog er mehrere Hundert Teilnehmer an. Eine Ausstellung mit führenden Herstellern und Firmen aus unserer Branche rundete das Tagungsprogramm ab. Der Aufstiegskongress macht seinem Namen seitdem alle Ehre: Er entwickelte sich rasant weiter und verzeichnete im Jahr 2017 schon über 1.000 wissensdurstige Teilnehmer. Immer „Up-to-date“ bleiben Auch das Tagungsprogramm wird seinem Namen gerecht: Erweitert wurde die Veranstaltung im Jahr 2018 um den wissenschaftlichen Vorkongress „Up-to-date“, der einen Tag vor dem eigentlichen Kongress stattfindet. Dort referieren Professoren der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement (DHfPG) mit ihren Kollegen von anderen Hochschulen und Forschungspartnern über ihre aktuellen Erkenntnisse sowie Forschungsergebnisse. Haben Sie sich nicht auch schon gefragt, wie der aktuelle Stand der Wissenschaft in den Themengebieten Prävention, Fitness, Sport und Gesundheit ist? Die Teilnehmer des Vorkongresses werden dieses Jahr am 24. Oktober herausragend und auf hohem wissenschaftlichem Niveau informiert. Zudem haben sie die einmalige Möglichkeit, im Anschluss mit den Referenten und Fachexperten zu diskutieren. Wo sonst gibt es in unserer Branche derartige fachspezifische Diskussionen und Wissenstransfers? Stichwort: wissenschaftliche Forschung und Know-how-Transfer Die Entwicklung in unserer Fitness- und Gesundheitsbranche nimmt immer weiter an Geschwindigkeit zu! Die Zeiten, in denen ein Studiobesitzer 12 Monate überlegen konnte, ob er einen bestimmten Kurs einführen will oder sich ein neues Gerät bezahlt machen wird, sind schon seit Jahren vorbei. Heute zählt nicht nur das „Was?“ und „Wie?“, sondern auch der beste Zeitpunkt. Das mag uns nicht immer gefallen, aber ein Dienstleister muss sich dem Markt stellen – analog – digital – von allem das Beste. Wer Unternehmer ist oder einer werden will, muss vor allem eins: entscheiden! Dazu braucht er Fakten, wissenschaftliche Ergebnisse und fundierte Thesen. Dann ist er am besten in der Lage, seiner Verantwortung gerecht zu werden. Es ist sicherlich nicht übertrieben, wenn ich deshalb den Aufstiegskongress zusammen mit dem Vorkongress als Top-Veranstaltung einstufe, die herausragendes wissenschaftliches Know-how anbietet. Aus diesem Fundus kann sich jeder Entscheider ausgiebig bedienen. Sie kennen mich und wissen: Ihr unternehmerisches Wissen liegt mir am Herzen! In diesem Sinne: Wir sehen uns am 25. und 26. Oktober in Mannheim zum Aufstiegskongress!

Birgit Schwarze

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FACHARTIKEL RECRUITING

TAKTIK TEAMWORK Recruiting im Fokus – Erkenntnisse aus dem Profifußball

Mit „Touch“ und „Tec“ Top-Performer erkennen ERFOLG

Foto: photobuay - stock.adobe.com

Mentalität schlägt Qualität – so lautet eine simple Weisheit aus dem Spitzensport. Doch auch andere Top-Performer zeichnen sich durch Hingabe und ein hohes Maß an Leistungsbereitschaft aus. Ohne qualifizierte und vor allem leistungsbereite Mitarbeiter werden gerade Unternehmen in der Fitness- und Gesundheitsbranche nicht langfristig erfolgreich bleiben. Doch wie kann es Führungskräften gelingen, solche Mitarbeiter gezielt zu identifizieren und für das eigene Team bzw. das Unternehmen zu gewinnen und welche Rolle spielt dabei die Digitalisierung? Hier lohnt sich ein Blick über den Tellerrand der eigenen Branche hinaus.

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ür Auswahlprozesse von neuen Mitarbeitern sind die Möglichkeiten der Digitalisierung nützlich, aber man sollte sich immer auch auf die eigene Wahrnehmung und Intuition verlassen. Für ein umfassenderes Gesamtbild müssen ernsthafte Kandidaten im Recruiting zwingend in ihrer praktischen Tätigkeit unter die Lupe genommen werden – das gilt für den Profifußball wie auch für die Fitness- und Gesundheitsbranche.

Alles eine Frage der richtigen Mentalität? Die Qualität der Einzelspieler bildet die Basis für die Leistungsfähigkeit des gesamten Teams, ist aber noch lange kein Erfolgsgarant – das gilt für eine Teamsportart wie Fußball, aber auch für die Zusammenstellung eines Mitarbeiterteams im Unternehmen. Fachliches Know-how ist branchenübergreifend die Grundlage für Leistung. Aber es bedarf auch einer gewissen Mentalität und inneren Einstellung, unbedingt siegen bzw. beruflich vorankommen zu wollen. Langfristig setzen sich immer die Kandidaten mit einer Kombination aus hohem fachlichen Können und starker Mentalität durch. Der Mentalitätsfaktor und die Soft Skills scheinen hier in der Praxis oftmals ausschlaggebende Attribute zu sein, die schlussendlich über Passung und Erfolg entscheiden. 32

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Deshalb sollte man sich bei der Suche nach dem geeigneten Kandidaten nicht nur auf die „harten Fakten“, sondern auch auf das eigene Gespür verlassen und diesen auf Herz und Nieren – ähnlich einem „Medizincheck“ und dem „Probetraining“ in der Praxis – prüfen. Vorab sollte man sich hier folgende grundlegende Fragen stellen:

Welche technischen und mentalen Skills braucht das Team? Passt der Kandidat zum Team und kann er es optimal ergänzen? Ist er ein Teamplayer mit entsprechender Persönlichkeit und hoher Leistungsbereitschaft? Zeichnet sich der Kandidat nicht nur durch eine hohe Fachkompetenz, sondern auch durch eine hochprofessionelle Einstellung z. B. im direkten Kundenkontakt auf der Trainingsfläche und im Umgang mit den Mitarbeitern aus?


„War for Talents“ auf und neben dem Rasen Die heutigen Scouts im Profifußball achten bei den jungen Talenten insbesondere genau auf die oben genannten Attribute, denn Talente im Fußball gibt es viele. Das ist in einem Wachstumsmarkt wie der Fitness- und Gesundheitsbranche keinesfalls anders. Der „War for Talents“ ist auch hier in vollem Gange und ähnlich wie die Spitzenvereine der Fußballbundesliga, buhlen auch die Unternehmen und Recruiting-Spezialisten um die qualifiziertesten und besten Nachwuchstalente.

Aber wodurch zeichnen sich besonders geeignete Spieler bzw. Mitarbeiter mental aus? Mit meiner langjährigen Erfahrung sowohl im Spitzenfußball als auch im Bankensektor möchte ich hier ganz besonders einen Aspekt in das Blickfeld aller Entscheidungsträger und Personalverantwortlichen rücken: Top-Performer zeichnen sich neben ihrer Fachkompetenz insbesondere durch ihre Hingabe (einer Leidenschaft in besonders intensiver Ausprägung) aus, die man in drei Kategorien zusammenfassen kann:

1. Intensive Zuwendung, Überzeugung und Berufung 2. Herzblut, Engagement und Optimismus 3. Freude, Flow-Erlebnisse und Selbstverwirklichung

Wie erfolgt die Sichtung von geeigneten Talenten im Profifußball konkret? Neben den vorgenannten grundlegenden Eigenschaften kommt dem Sichtungstraining im Profifußball eine besondere Rolle zu. Dabei müssen die Spieler die komplexe Verbindung aus „Können“ und „Wollen“ in der Praxis punktgenau abrufen können. Hier kommt der Faktor „Tec“ bzw. die Digitalisierung ins Spiel, denn insbesondere im Fußball lässt sich heute praktisch alles messen.

Welche Rolle spielt der „Tec“-Faktor bei der Selektion geeigneter Talente? Die zunehmende Kommerzialisierung des Fußballs und die damit einhergehende Vermarktung der Spielübertragungsrechte haben dazu geführt, dass den Scouts heute Livebilder zu fast allen wichtigen Spielen retrospektiv zur Verfügung stehen. Dazu kommen die vielseitigen Möglichkeiten und Informationen aus den digitalen Datenbanken. Hier können die Talentsucher auf moderne, wissenschaftlich fundierte Analysetools und Leistungsdaten zu jedem einzelnen potenziellen Spieler zurückgreifen, die vor einer Verpflichtung intensiv gesichtet und ausgewertet werden. Zweikampf- und Passquoten, Tore, diverse physische Leistungsparameter und die Verletzungshistorie gehen zum Beispiel, ähnlich einem Arbeitszeugnis bzw. Leistungsnachweis, in die Vorauswahl der besten Kandidaten ein. Inzwischen gibt es auch Modelle zur Bewertung der persönlichen Mentalität, Willensstärke und Emotionalität, die in der Praxis angewandt werden und im Scouting Berücksichtigung finden.


FACHARTIKEL RECRUITING

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Aber reicht das? Können auf dieser Grundlage die richtigen Entscheidungen getroffen werden? Das Motto „Miss es oder vergiss es“ ist aber längst nicht mehr nur eine Prämisse im Profisport, sondern hat auch im beruflichen Recruiting Einzug gehalten. Sicher stehen den Recruiting-Spezialisten in der beruflichen Praxis deutlich weniger Analysetools und Daten zu den potenziellen Bewerbern zur Verfügung als im Profisport, aber genau deshalb ist es umso wichtiger, die Bewerber im Rahmen eines Assessments oder eines eigenen kleinen Projekts auf Passung, Eignung, Qualifikation und Teamfähigkeit zu prüfen.

Performance on the Job – „Drum prüfe, wer sich …“ Neben den konstitutionellen und konditionellen Voraussetzungen, bei denen motorische Fähigkeiten wie z. B. Schnelligkeit sowie die Athletik immer bedeutsamer werden, spielen auch die fußballtechnischen und -taktischen Fertigkeiten sowie die Kooperationsfähigkeit für einen erfolgreichen Teamplayer im Fußball eine wichtige Rolle. Diese komplexen Eigenschaften werden in Leistungstests, Real-Life-Situationen und Face-to-Face-Gesprächen, ähnlich einem beruflichen Assessment-Center, gezielt geprüft und mit dem ersten Eindruck aus der Datenanalyse abgeglichen. Neben den beschriebenen Voraussetzungen werden zusätzlich mentale, kognitive und kooperative Kompetenzen live vor Ort beobachtet und analysiert. Betrachtet man dieses Vorgehen nun einmal branchenübergreifend, fällt auf, dass hier viele Parallelen im Kampf um junge Talente bestehen. Schlussendlich will doch jeder „nur“ die besten Kandidaten für das eigene Team gewinnen. Deshalb sollte man als Personalverantwortlicher, egal ob im Profifußball oder in der Fitness- und Gesundheitsbranche, bei der Talentauswahl neben dem „Tec“-Faktor auch immer auf die eigene Intuition und seine Augen vertrauen.

Fazit und Tipps für die Praxis Meiner Meinung nach wird das Gesamtbild eines potenziellen Spielers wie auch eines Mitarbeiters erst durch den persönlichen Kontakt, die Beobachtung vor Ort in seinem direkten Tätigkeitsfeld und im Umgang mit Kollegen vollständig. Im Profifußball wird die Entwicklung eines Nachwuchstalents über einen längeren Zeitraum intensiv verfolgt, bevor eine Entscheidung getroffen wird. Bei talentierten Mitarbeitern im eigenen Unternehmen (unabhängig von der Branche) mag das grundlegend auch in der freien Wirtschaft möglich sein, aber in der beruflichen Praxis agieren Personalverantwortliche hier doch deutlich selektiver. Der Aufwand, den die Spitzenclubs und Talentschmieden im Profisport betreiben, kann von Unterneh34

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men der Fitness- und Gesundheitsbranche bei der Besetzung vakanter Stellen nur bedingt geleistet werden. Umso wichtiger ist es, die entsprechenden Bewerber neben den fachlichen Qualifikationen auch auf ihre „Hingabe“ und die mentalen Fähigkeiten zu testen.

MEIN VORSCHLAG: Lassen Sie Ihre Kandidaten am besten drei Tage im Unternehmen aktiv mitarbeiten und übertragen Sie ihnen konkrete Aufgaben, die alleine und im Team zu lösen sind. Diese dürfen durchaus komplexer Natur und zeitlich eng getaktet sein. In der gemeinsamen Arbeit wird es somit fast unmöglich, über eine längere Zeit nicht authentisch zu sein oder eine Rolle zu spielen. Im direkten Kundenkontakt, in den Gesprächen mit Mitarbeitern und in Präsentationen kann man sehr viel beobachten und entsprechende Rückschlüsse ableiten.

In dieser Zeit gilt es folgende Fragen zu klären, zum Beispiel: „Brennt“ der Bewerber für seine Sache? Agiert er beim Probearbeiten proaktiv? Legt er die richtige Hands-on-Mentalität an den Tag? Wie agiert er unter Zeitdruck und in komplexen Aufgabenfeldern? Kann er priorisieren und wie integriert er sich während dieser Zeit ins Team?

All das und viele weitere Faktoren können innerhalb eines Probearbeitens (idealerweise über mehrere Tage) beobachtet und analysiert werden. Sicher ist auch das, ähnlich wie das Probetraining im Fußball, nur eine Momentaufnahme, aber nur so kann die Einstellungsentscheidung auch von einem direkten Eindruck in der Berufspraxis getragen werden und erfolgt nicht nur aufgrund von Unterlagen und Bewerbungsgesprächen. Wie im Profifußball gilt: „Geld allein schießt keine Tore“ und das beste Gehalt nützt nichts, wenn Ihre Mitarbeiter nicht für Ihre Sache, Ihr Unternehmen und die Marke „brennen“. Für die Sport-, Fitness- und Gesundheitsbranche „brennen“ viele junge talentierte Mitarbeiter – schließlich können viele hier ihr Hobby zum Beruf machen und sich selbst verwirklichen. Deshalb sollten Sie bei der Auswahl Ihrer Mitarbeiter wie ein Scout im Detail auf all diese Aspekte achten, den Bewerbern intensiv „auf den Zahn fühlen“ und deren „Hingabe und Feuer“ überprüfen.


www.dhfpg-bsa.de

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Prof. Dr. Karsten Schumann Sportwissenschaftler Prof. Dr. Karsten Schumann war von 2006 bis 2012 wissenschaftlicher Mitarbeiter des Sportdirektors des Deutschen FußballBundes und in die Entwicklung des deutschen Nachwuchsfußballs integriert. Von 2012 bis 2016 arbeitete er als wissenschaftlicher Mitarbeiter des Vorstand Sport bei der FC Bayern München AG zur Unterstützung in den Bereichen Lizenzspielerabteilung, Scouting und Junior Team. Seit 2017 ist er Dozent an der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement.

Literaturliste Fliegen, I. (2018). Crashkurs Recruiting: Personalbeschaffung und -auswahl. Freiburg: Haufe. Löw, M.-O. (2014). Behavioral Scouting: Überprüfung der Testgütekriterien eines (Talent-)Beobachtungsinstruments zur Erfassung des Verhaltens sowie volitionaler Komponenten im Fussball und Eishockey. Hamburg: Verlag Dr. Kovac. Reng, R. (2015). Mroskos Talente. Das erstaunliche Leben eines Bundesliga-Scouts. München: Piper. Ullah, R. & Witt, M. (2018). Praxishandbuch Recruiting. Grundlagenwissen – Prozess-Know-how – Social Recruiting, (2., aktualisierte und überarbeitete Auflage). Stuttgart: Schäffer-Poeschel.

HINWEIS: Der Autor Prof. Dr. Karsten Schumann referiert zum Thema „Die Kraft des WIR als Teamspirit – Wie Sie Ihr Team richtig zusammenstellen!“ im Rahmen des FachForums Sportökonomie beim diesjährigen Aufstiegskongress vom 25. bis 26. Oktober in Mannheim. Weitere Informationen und Online-Anmeldung unter: www. aufstiegskongress.de


FACHARTIKEL MANAGEMENT

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EKS im Fokus

Nachhaltiger Unternehmenserfolg dank richtiger Strategie Wer sich als Selbstständiger bzw. Unternehmer in der Fitnessbranche regelmäßig mit unzufriedenen Bestandskunden auseinandersetzen muss, zunehmend Schwierigkeiten hat, Neukunden zu akquirieren und bei der steigenden Zahl an Wettbewerbern immer mehr unter Druck gerät, sollte sich ein wenig Zeit nehmen, um – fernab der Hektik des Tagesgeschäfts – die eigene Unternehmensstrategie und die Ziele, die man mit ihr verfolgt, etwas genauer unter die Lupe zu nehmen. Hier kann die Engpasskonzentrierte Strategie (kurz: EKS) als Praxistool wertvolle Dienste leisten.

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iele Selbstständige und Unternehmer haben primär das Ziel, gut von ihrer Unternehmung leben zu können. Dies spiegelt sich meist auch in ihrer Strategie wider, bei der, direkt oder indirekt, Eigennutz und Gewinnmaximierung im Mittelpunkt stehen.

Was eine gute Unternehmensstrategie ausmacht Eine gute Unternehmensstrategie hat zunächst allerdings weder das Ziel, den eigenen Gewinn zu maximieren, noch den Unternehmer reich und erfolgreich zu machen. Eine gute Strategie zeichnet sich dadurch aus, dass sie einzig und allein den Kunden einen Nutzen bzw. direkten Mehrwert liefert und diesen zukünftig weiter steigert. 38

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In der ego-getriebenen und ökonomisch ausgerichteten Unternehmenslandschaft erfordert dieser Ansatz fernab der Gewinnmaximierung ein klares Umdenken! Dieses Umdenken ist zwingend notwendig, um langfristig erfolgreich zu bleiben. Betrachtet man sich branchenübergreifend die zahlreichen Unternehmensund Wirtschaftskrisen der letzten Jahre, die durch einen zu starken Fokus auf Ego-Ziele und Eigennutz entstanden sind, wird deutlich, dass der Kundennutzen hier oftmals deutlich vernachlässigt wurde.

Die EKS als Alternative für die Praxis Gerade in Zeiten wie diesen, in denen das herkömmliche Wertesystem der Betriebswirtschaftslehre ins Wanken gerät, ist die Eng-


passkonzentrierte Strategie eine spannende Möglichkeit, um Erfolg und Werteorientierung in der eigenen Unternehmensstrategie zu vereinen. Die EKS wurde bereits in den 1970ern von dem Systemforscher Wolfgang Mewes entwickelt und gilt seither als ein „Geheimtipp“ unter den Erfolgslehren. Sie stellt eine höchst einfache und wirksame Methode dar, um Alleinstellungsmerkmale sowie eine ganzheitliche Spezialisierung zu entwickeln. Die EKS basiert auf vier strategischen Prinzipien (vgl. EKS Akademie, 2019), die Selbstständigen und Unternehmern dabei helfen können, ihre Kräfte wirkungsvoll einzusetzen, Energien im Unternehmen bestmöglich zu aktivieren bzw. zu bündeln und auch die Interessen anderer für das eigene Unternehmensziel gezielt zu nutzen.

Die vier Prinzipien der EKS 1. Prinzip: Ganzheitliche Spezialisierung Wer sich voll darauf konzentriert, in einem bestimmten Bereich immer besser zu werden, ist zwangsläufig erfolgreicher als jemand, der seine Kräfte auf alle möglichen Aktivitäten verteilt und am Ende nichts wirklich gut macht (vgl. Malik, 2013). Nur die bedingungslose Konzentration und Spezialisierung führt zu Spitzenleistungen. In der Leichtathletik gelten die Zehnkämpfer zwar als die „Könige der Athleten“, doch die Spezialisten sind ihnen in jeder Einzeldisziplin deutlich überlegen. So ist es auch in der Wirtschaft: Die Zehnkämpfer – also die diversifizierten Unternehmen, die mit einer Vielzahl an Leistungen die unterschiedlichsten Zielgruppen ansprechen – bekommen zunehmend Konkurrenz durch kleine Spezialisten (bspw. Mikro-, EMS-Studios und Boutique-Konzepte), die immer mehr lukrative Kundensegmente für sich gewinnen. Selbstständige und Unternehmer sollten entsprechend ihren „Bauchladen“ an Leistungen kritisch reflektieren und ihre Kräfte auf die Bedürfnisse einer ganz bestimmten Zielgruppe konzentrieren, wie es auch einige Nischenanbieter in der Branche bereits sehr erfolgreich praktizieren.

2. Prinzip: Konzentration auf den „Engpass“ der Kunden So wie in der Legende von David und Goliath, wo der körperlich unterlegene David durch den gezielten Einsatz seiner Kräfte und die Konzentration auf den wirkungsvollsten Punkt (die Stirn von Goliath) den Kampf für sich entscheiden konnte, müssen Unternehmer in der Fitness- und Gesundheitsbranche die „neuralgischen Punkte“ identifizieren, an denen sie am effektivsten ansetzen können. Unternehmer sollten ihre Aufmerksamkeit nicht irgendeinem generellen Problem ihrer Zielgruppe schenken, sondern sich auf den „Engpass“, also das brennendste Problem ihrer Kunden, fokussieren und für dieses Problem attraktive Lösungen kreieren. Bietet das eigene Geschäftsmodell eben diesen Nutzen und löst es das Problem der Kunden effektiver bzw. besser als die Konkurrenz, kommen diese Kunden automatisch. Diese Konzentration auf den „Engpass“ der Kunden ist gleichermaßen für bereits bestehende Geschäftsmodelle als auch für Neugründungen und Start-ups von elementarer Bedeutung, wenn man kundenzentrierte umfassende Dienstleistungen anbieten möchte. Die beste Idee taugt nichts, wenn sie an den Bedürfnissen und Problemen der Kunden vorbeigeht.

3. Prinzip: Das Materielle folgt immer dem Immateriellen

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Seit Jahrhunderten werden Kaufleute dazu erzogen, ihre gesamte Aufmerksamkeit dem Kapital zu widmen. Ein Großteil der Betriebswirtschaftslehre, wie Buchhaltung, Kostenrechnung, Planung und Controlling, ist praktisch vollständig auf den Einsatz des Kapitals und auf dessen Vermehrung ausgerichtet. Doch das Kapital ist nicht der wichtigste Faktor in einem Unternehmen. Viel bedeutender für die Zukunft eines Unternehmens oder eines Individuums sind laut Mewes immaterielle Faktoren, wie die Strategie, die Ideen, die Innovationskraft, das Know-


FACHARTIKEL MANAGEMENT

DAS ZIEL DER EKS

mehr Nachfrage

mehr Umsatz

größere Überlebensund Zukunftsfähigkeit

mehr Ausstrahlung und Anziehungskraft

bessere Kapazitätsauslastung

größerer Wert des Unternehmens

einzigartiger Nutzen

mehr Gewinn

mehr Entscheidungsfreiheit

größere Kreditwürdigkeit

mehr Liquidität

Abbildung 1: Konkretes Ziel der EKS (modifiziert nach Friedrich, Malik & Seiwert, 2009)

how, die Motivation der Mitarbeiter und das Vertrauen der Kunden – also Werte, die nicht direkt greif- und messbar sind. All das, was Unternehmen als Umsätze oder Gewinne in ihren Finanzbüchern verzeichnen, war zuvor etwas Immaterielles, nämlich ein Gefühl bzw. ein Gedanke von einem oder mehreren Menschen. Jede materielle Transaktion entsteht durch Probleme, Wünsche oder Bedürfnisse, also durch etwas Immaterielles. Erst durch diese Anforderungen der Kunden entstehen also neue Wertangebote und Lösungen. Damit diese praktisch realisiert werden können, benötigt man wiederum etwas Immaterielles, nämlich Know-how: das Wissen darüber, wie man die Bedürfnisse der Menschen bestmöglich befriedigt und wie man die unterschiedlichen Unternehmensprozesse zielführend organisiert. Da das Materielle dem Immateriellen immer folgt, sollten sich Selbstständige und Unternehmer zuerst auf die Entwicklung der immateriellen Seite ihrer Unternehmung, also auf Beziehungen, Ideen, Denkweisen etc. konzentrieren. Wird hier gute Arbeit geleistet, folgt das Materielle meist von ganz allein. Gerade bei der Existenzgründung sind solche zentralen Überlegungen besonders wichtig. Aber auch bereits bestehende Geschäftskonzepte und Wertangebote sollten deshalb immer wieder auf den Prüfstand gestellt und hinterfragt werden.

4. Prinzip: Nutzen für andere geht vor Eigennutz Auf die Frage, was das Ziel eines Unternehmens ist, hat die Betriebswirtschaftslehre eine einfache Antwort: Ziel ist es, möglichst hohe Gewinne einzufahren. Doch die bloße Fixierung auf den Gewinn führt zwangsläufig dazu, dass sich Unternehmen in erster Linie mit sich selbst und erst dann mit den Wünschen und Bedürfnissen ihrer Kunden beschäftigen. Egoistische Ziele dominieren die meisten Unternehmen. Dies führt i. d. R. dazu, dass menschliche Werte verschwinden, das Gemeinwohl zu kurz kommt, der Aufbau guter Kundenbeziehungen erschwert wird und auch unternehmensintern Interessenskonflikte und Probleme auftreten. 40

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Wenn Unternehmen aber das Ziel haben, stets den Nutzen für die Zielgruppe zu steigern, verringern sich diese Interessengegensätze deutlich. Angebot und Nachfrage können besser ineinandergreifen, wodurch auch automatisch mehr Gewinne erwirtschaftet werden können – und zwar auf harmonische Art und Weise. Dadurch werden auch die immer häufiger auftretenden Sinnprobleme, also der Verlust von Lebenszielen und innerem Antrieb, innerhalb einer Organisation bei Unternehmern wie bei Mitarbeitern gelöst, denn durch die EKS sind sowohl das Ziel als auch die Sinnhaftigkeit der eigenen Tätigkeit jederzeit klar erkennbar und für jeden Einzelnen nachvollziehbar.

Fazit Jedes Unternehmen muss sich kontinuierlich weiterentwickeln und natürlich erwarten die Kunden, dass sich auch die Wert- und Serviceangebote innerhalb der Fitness- und Gesundheitsbranche (r)evolutionär entwickeln. Der Markt verändert sich schnell und die Konkurrenz ist groß – umso wichtiger wird es deshalb, den Kunden und seine Bedürfnisse in den Mittelpunkt allen unternehmerischen Handelns zu stellen. Genau hier hilft die EKS dabei, diese „Engpässe“ klar zu identifizieren und auf Basis der vier Grundprinzipien wirkungsvolle Lösungen zu entwickeln, um die Probleme der Kunden bestmöglich zu lösen und das eigene Unternehmen weiterzubringen. Je besser Sie die Probleme anderer lösen, desto besser lösen Sie auch Ihre eigenen Probleme. Zudem erreichen Sie Ihre materiellen Ziele, ohne dabei die immateriellen Aspekte zu vernachlässigen. Die EKS eignet sich als effektives und nützliches Management-Praxistool gleichermaßen für Existenzgründungen wie auch zur Neupositionierung oder Übernahme bestehender Fitness- und Gesundheitseinrichtungen und hilft durch ihren Ansatz dabei, das Wesentliche bei allem ökonomischen Kalkül nicht aus den Augen zu verlieren.


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Thorsten Clemann, B. A. Betriebswirtschaftslehre, M. A. Prävention und Gesundheitsmanagement, ist freiberuflicher Berater und unterstützt Existenzgründer, Selbstständige und Unternehmer in der Planungs-, Gründungs-, Aufbau- und Wachstumsphase. Er ist Dozent, Autor und Tutor an der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement/BSA-Akademie.

Foto: DHfPG/BSA

Thorsten Clemann

www.dhfpg-bsa.de Literaturliste EKS Akademie (2019). Die vier Prinzipien der Engpasskonzentrierten Strategie. Zugriff am 05.08.2019 unter https://eks-akademie.de/die-engpasskonzentrierte-strategie/die-vier-prinzipien/ Friedrich, K., Malik, F. & Seiwert, L. (2009) Das große 1x1 der Erfolgsstrategie: EKS – Die Strategie für die neue Wirtschaft (13., völlig überarbeitete und erweiterte Neuauflage). Offenbach: GABAL-Verlag. Malik, F. (2013). Führen, Leisten, Leben. Wirksames Management für eine neue Zeit (Limitierte Sonderausgabe). Frankfurt am Main: Campus Verlag.

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HINWEIS: Weitere Informationen und hilfreiche Tipps zum Thema „Existenzgründung“ erhalten Sie in einem Intensivseminar beim diesjährigen Aufstiegskongress vom 25. bis 26. Oktober in Mannheim. Weitere Informationen und Online-Anmeldung unter: www.aufstiegskongress.de


FACHARTIKEL ERNÄHRUNGSBERATUNG

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Chancen und Herausforderungen der Digitalisierung

Qualifizierte Ernährungsberatung neu gedacht Aktuell nutzen ca. 57 Millionen Menschen in Deutschland laut Statista Smartphones und Tablets. Die Digitalisierung verändert mehr und mehr das Leben. Flexibilität und Mobilität lautet die Devise – und dies auch im Bereich der Ernährung und Ernährungsbildung. Hat die klassische Face-toFace-Beratung noch Zukunft und welche Chancen und Risiken gehen mit den neuen digitalen Möglichkeiten einher?

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martphone und Tablet sind ständige Begleiter und somit immer zur Hand. Dabei liegt Anwendungssoftware für Mobilgeräte, sprich Applikationen/Apps, voll im Trend und vor allem der Markt für Gesundheits-Apps entwickelt sich rasant (Jäckel, 2011, S. 548). Apps wecken den Spieltrieb und Wettbewerbsgeist, motivieren und helfen dabei, den „inneren Schweinehund“ zu überwinden, sei es beim Sport oder bei der Ernährung (Boyce, 2014, S. 14). Die Forschung zur mobilen Anwendungssoftware im Ernährungssektor befindet sich in den Anfängen, doch die Thematik neuer Technologien wird in Zukunft weiter an Wichtigkeit gewinnen, denn das Thema Ernährung steht bei den Nutzern hoch im Kurs (Röwe, 2015, S. 134). Bislang werden Nutzer allerdings mit verschiedensten Informationen über Lebensmittel und Ernährung

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überhäuft, weshalb es ihnen schwerfällt, wissenschaftlich fundierte Informationen von zweifelhaften oder falschen Aussagen zu differenzieren (Keuthage & Schoppe, 2016, S. 125).

Marktpotenzial von Gesundheits- und Ernährungs-Apps Laut einer von Ipsos Germany publizierten Marktforschungsanalyse verwenden bereits 16 Prozent der Bevölkerung in Deutschland Gesundheits-Apps und weitere 34 Prozent sind stark an einer Nutzung interessiert. Der typische Nutzer dieser Apps ist knapp 39 Jahre alt; bei potenziellen Nutzern liegt das Durchschnittsalter laut Umfrage sogar bei 44 Jahren. Im Schwerpunkt werden Gesundheits-Apps somit vor allem von Jüngeren genutzt, allerdings


kann sich laut dieser Umfrage insbesondere die Gruppe der 50- bis 70-Jährigen am häufigsten vorstellen, entsprechende Programme aktiv einzusetzen (Reynolds, 2017, S. 2).

Ernährungsberatung: gestern – heute – morgen Die klassische Face-to-Face-Ernährungsberatung stellt einen gewollten und gesteuerten Kommunikationsprozess zwischen Berater und Kunde dar. Ziel ist es, dem Kunden durch die Vermittlung von sachlichen Informationen und fachlichem Wissen die Basis für individuelle Entscheidungen und Handlungsmöglichkeiten zu geben, um Veränderungen anzustoßen und deren Umsetzung möglich zu machen (Wimmer, Buchacher, Kamp & Wimmer 2012, S. 10–12). In diesem personenzentrierten und lösungsorientierten Beratungsprozess ist die tragfähige Beziehung zwischen Ernährungsberater und Kunde die wichtigste Variable. Der Psychologe und Psychotherapeut Carl Rogers erforschte über viele Jahre Gespräche mit Klienten. Dabei entdeckte er, dass aus einer eindeutig strukturierten und gewährenden Berater-Klient-Beziehung für den Klienten die Möglichkeit entsteht, ein Verständnis seiner selbst in einem Ausmaß zu erlangen, das ihn befähigt, aufgrund dieser neuen Orientierung positive Schritte zu unternehmen. Die sogenannte klientenzentrierte Gesprächsführung nach Carl Rogers erfordert vom Berater bestimmte Verhaltensweisen wie Wertschätzung und Akzeptanz, Kongruenz bzw. Authentizität sowie Empathie. Genau diese Beziehung ermöglicht es dann dem Klienten, das neue Verständnis seiner selbst zu erlangen, welches ihn dazu befähigt, eigene Schritte zu unternehmen, um sein Verhalten nachhaltig positiv zu verändern (Klotter & Trautmann, 2016, S. 8).

Digitale Ernährungsberatung – eine Frage der Professionalität und Qualität Dahingehend wird auch in Zukunft die klassische, persönliche und individuelle Beratung nicht ersetzt werden können, da ernährungs- und lebensmittelwissenschaftliche Kompetenz in Verbindung mit Beratungskompetenz für eine nachhaltig erfolgreiche Betreuung der Kunden notwendig sind. Die Kunden könnten aber über mobile Anwendungen aktiv(er) in den eigenen Gesundheitsprozess eingebunden und motiviert werden. Die alleinige Dokumentation des Ernährungsverhaltens bzw. der Lebensmittel bringt vielen Nutzern keinen Vorteil, da ihnen die fachlich fundierte Reflexion sowie wichtige Informationen zur Interpretation ihres individuellen Ernährungsverhaltens fehlen (Boyce, 2014, S. 15). Zudem sind am Markt auch einige unwissenschaftlich arbeitende Anbieter von Apps präsent, die eigene Interessen verfolgen und nicht den Nutzen der User in den Vordergrund stellen. Qualitativ hochwertige (Gesundheits-)Apps, die valide Informationen bieten sowie ihre Zweckbestimmung verlässlich und sicher erfüllen, sind eher die Ausnahme als die Regel (Röwe, 2015, S. 141). Denn jeder kann – ungeachtet seiner beruflichen Qualifikation – eine App herausbringen (Keuthage & Schoppe, 2016, S. 125). Daher fällt es Nutzern oftmals schwer, sich zu orientieren. In der 2013 durchgeführten Health Care & Share Studie gaben 51 Prozent der Befragten an, dass sie sich eine Inanspruchnahme von Fitness- und Ernährungs-Apps ohne die Sicherheit und Unterstützung einer entsprechend geschulten Fachkraft nicht vorstellen können. Bei den Nutzern steht vor allem die Vereinfachung der Kommunikation mit dem Ernährungsberater/-coach im Vordergrund (Endres, 2018, S. 157). Ernährungsberater bzw. -coaches müssen somit offen dafür sein, neue Möglichkeiten in der Beratung auszuprobieren und sich selbst mit mobilen Anwendungen auseinanderzusetzen.


FACHARTIKEL ERNÄHRUNGSBERATUNG

Dazu zählt auch die Möglichkeit, unabhängig von einem Bürostandort mit den Klienten zu kommunizieren.

„Always-on“ – Digitale Apps als Bausteine einer modernen Ernährungsberatung Generell liegt einer der größten Vorteile bei der Verwendung von Smartphones und Tablets darin, dass viele Menschen ihre mobilen Kommunikationsgeräte den ganzen Tag eingeschaltet mit sich tragen, wodurch das Gerät jederzeit und überall z. B. für Dokumentationszwecke genutzt werden kann. Dahingehend ist es für viele Klienten schneller und komfortabler, verzehrte Lebensmittel in einer App anzugeben, als ein handschriftliches Protokoll zu führen. Die entsprechenden Daten können dann selbst über große Distanzen hinweg übertragen und besprochen werden. Diese Art des Kommunikationsmanagements fördert oftmals auch die Adhärenz der Klienten, denn sie erleichtert den Informationsaustausch (Keuthage & Schoppe, 2016, S. 124). Allerdings haben Studien gezeigt, dass entsprechende Apps einfach in den Tagesablauf integrierbar sein müssen und nicht viel zusätzliche Zeit in Anspruch nehmen dürfen, damit sie effizient genutzt werden (Röwe, 2015, S. 140). Insbesondere zur Dokumentation des Ernährungsverhaltens stehen z. B. der digitale Barcode-Scan und Fotoaufnahmen zur Auswahl, wobei daraus die genauen Verzehrmengen noch nicht ersichtlich sind. Dies unterstreicht insbesondere die Relevanz der Zusammenarbeit von Ernährungsberater/-coach und Kunden. Trotzdem kann – wie bei anderen Dokumentationsmethoden auch – ein eventuelles Over- und Underreporting nicht generell ausgeschlossen werden, denn Klienten können z. B. auch Speisen und Lebensmittel konsumieren, die sie nicht scannen oder fotografieren. Allerdings ist der Kunde subjektiv aktiver in den eigenen Gesundheitsprozess eingebunden (Boyce, 2014, S. 14).

Fazit Die Fragestellung, ob die Gefahr besteht, dass neue Technologien Fachkräfte ersetzen oder ob Nutzer in Zukunft lediglich über die mobilen Anwendungen mit Fachkräften kommunizieren, bleibt offen. Allerdings gilt es zu bedenken, dass Ernährung und Lebensstil eng zusammengehören und deshalb der Klient in seinem ganzen Lebensumfeld gesehen werden muss. Allgemein pauschalisierte Ernährungsempfehlungen und Tools zum Kalorienzählen entsprechen auch laut Studien nicht den Wünschen der Anwender. Stattdessen legten die Studienteilnehmer insbesondere Wert auf eine einfache Handhabung und Verfügbarkeit sowie

auf eine gute Strukturierung der Apps. Des Weiteren wünschten sie sich eine personalisierte konkrete Beratung hinsichtlich der langfristigen Veränderung individueller Ernährungsgewohnheiten. Somit bleibt es fraglich, welchen (langfristigen) Vorteil die leicht zugänglichen Beratungen mittels mobiler, digitaler Kommunikationsmedien ohne anfängliche Herstellung einer tragfähigen Vertrauensbasis bieten können. Auch wenn sich die Formen der Beratung (Einzel- und Gruppenberatung, Telefon- und Onlineberatung) weiter differenzieren werden, ist Vertrauen immer die Basis einer wirksamen Fachberatung. Für die Zukunft wäre es dahingehend zielführend, die digitale Kommunikation mit der persönlichen Betreuung zu kombinieren.

Auszug aus der Literaturliste Boyce, B. (2014). Nutrition Apps: Opportunities to Guide Patients and Grow Your Career. Journal of the Academy of Nutrition and Dietetics 114 (1), 13–15. Civey. (2019). Civey fragt, wie Deutschland tickt. Kein Schwein ruft mich an ... Zugriff am 25.07.2019. Verfügbar unter http://www.marktmeinungmensch.de/studien/kommunikationsverhalten-der-deutschen-im-privaten-/

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Endres, E. M. (2018). Ernährung in Sozialen Medien. Inszenierung, Demokratisierung, Trivialisierung. Wiesbaden: Springer. Jäckel, M. (2011). Good news? Szenarien zur Nutzung von Apps im Ernährungsbereich. Ernährungsumschau 10, 548–555. Für eine vollständige Literaturliste kontaktieren Sie bitte marketing@dhfpg-bsa.de.

HINWEIS: Die Autorin Antje Ruhwedel referiert zum Thema „Qualifizierte Ernährungsberatung goes digital – das Potenzial neuer Kommunikationstools“ im Rahmen des Fach-Forums Ernährung beim diesjährigen Aufstiegskongress vom 25. bis 26. Oktober in Mannheim. Weitere Informationen und Online-Anmeldung unter: www.aufstiegskongress.de

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Antje Ruhwedel Antje Ruhwedel absolvierte an der DHfPG die Studiengänge Bachelor of Arts Ernährungsberatung und Master of Arts Prävention und Gesundheitsmanagement mit Schwerpunkt Stressmanagement und Coaching. Seit 2003 ist sie selbstständige zertifizierte Ernährungsberaterin und Gesellschafterin sowie Geschäftsführerin eines Gesundheitsstudios. www.dhfpg-bsa.de

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FACHARTIKEL INDIVIDUALTRAINING

Evidenzbasierte Strategien für das Hypertrophietraining

Evidence-Based Resistance Training Foto: djile - stock.adobe.com

Die Intentionen für ein Krafttraining können sehr vielfältig sein. Eine ganz prominente Zielsetzung ist aber sicherlich das Erzielen von Hypertrophieeffekten. Unabhängig davon, ob das Krafttraining präventive, rehabilitative, leistungsorientierte oder ästhetische Trainingsziele verfolgt, nimmt das Hypertrophietraining eine zentrale Bedeutung im Kontext der Krafttrainingsmethoden ein.

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n der Trainingsplanung erwarten die Kunden aber nicht nur irgendeine mehr oder weniger zufällige Wirkung des Hypertrophietrainings, sondern einen möglichst optimalen Muskelaufbaustimulus und eine möglichst effiziente Erreichung des Trainingsziels. Damit das Hypertrophietraining kein Zufallsprodukt bleibt, sondern die anvisierten Trainingseffekte nach Möglichkeit optimal und effizient erreicht werden, müssen evidenzbasierte Trainingsstrategien zur Anwendung kommen. Während sich die klassische Krafttrainingsforschung früher primär auf funktionelle Krafttrainingseffekte (Steigerung der Kraftleistungsfähigkeit) fokussierte, widmen sich Forscher heute verstärkt auch den strukturellen Effekten des Krafttrainings (Muskelaufbau). Regelmäßige Forschungs-Upgrades sind für Trainer daher unerlässlich, wenn sie ein Hypertrophietraining anbieten wollen, dessen Belastungskonfiguration sich auf neueste Erkenntnisse aus der Krafttrainingsforschung stützt.

Problem 1: Aufwand-Effekt-Verhältnis von Trainingsmethoden In der Bewertung von wissenschaftlichen Studienergebnissen mit dem Stichwort Hypertrophietraining werden häufig die Begriffe 48

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Effektivität und Effizienz vermischt. „Effektiv“ arbeite ich dann, wenn ich etwas mache, das zum gewünschten Ergebnis bzw. Ziel, z. B. Muskelaufbau, führt. „Effizient“ arbeite ich, wenn ich das gewünschte Ergebnis bzw. Ziel mit möglichst geringem Aufwand (Trainingszeit und/oder subjektive Trainingsanstrengung) erreiche. Wissenschaftliche Studien zum Thema Hypertrophie müssen deshalb nicht nur hinsichtlich der Effektstärke, der Intervention und der Trainingsmethodik bewertet, sondern vornehmlich hinsichtlich des Aufwand-Effekt-Verhältnisses (Effizienz) eingeordnet werden. Viele akademische Diskussionen (Einsatz- vs. Mehrsatztraining) bewerten lediglich Effektstärken, berücksichtigen aber nicht das zielgruppenspezifische Aufwand-Effekt-Verhältnis und die praktische Relevanz von beispielsweise zwei Prozent Muskelzuwachs im Zielmuskel für den Kunden bzw. Sportler. Betrachtet man zum Beispiel die Effektstärken der Trainingshäufigkeit bezogen auf die Maximalkraftleistung bei unterschiedlichen Krafttrainingsmethoden respektive verschiedenen Trainingsbereichen, so haben Fröhlich und Schmidtbleicher (2008) metaanalytisch festgestellt, „dass die Effektstärken bei allen Trainingsmethoden


(Kraftausdauer-, Hypertrophie- und Intramuskuläres Koordinationstraining, kurz: IK-Training) bei drei Trainingseinheiten höher sind als bei zwei Trainingseinheiten“. Welche Relevanz die Effektstärke für den Kunden hat und ob sich der Mehraufwand für den Kunden lohnt, kann die Wissenschaft nicht beantworten, sondern nur der Trainer hinsichtlich der Kundenerwartungen abschätzen.

Problem 2: Messmethodik, Untersuchungsdesign und Operationalisierung Nach Olivier, Marschall und Büsch (2008, S. 115) kann ein Krafttraining morphologische Anpassungen (z. B. Vergrößerung des Muskelquerschnitts), metabolische Anpassungen (z. B. Optimierung anaerober Stoffwechsel) sowie neuromuskuläre Anpassungen (z. B. Verbesserung der Rekrutierung und Frequentierung motorischer Einheiten) auslösen. Speziell kurzfristige Leistungssteigerungen durch Krafttraining beruhen primär auf neuromuskulären Anpassungen (Moritani, 1994, S. 266–267). Im Hinblick auf die Intentionen einer Hypertrophie sind jedoch die morphologischen bzw. strukturellen Anpassungen der Skelettmuskulatur von primärer Bedeutung. Die strukturelle Anpassung aber valide (also wissenschaftlich sauber) zu quantifizieren, stellt einen Wissenschaftler vor Herausforderungen (vgl. Ebing, 2018). Häufig findet man wissenschaftliche Arbeiten zur Hypertrophie, bei denen die Untersuchung und entsprechende Beobachtung der Wirksamkeit bzw. Überlegenheit von Trainingsmethoden am Anfang steht und die möglichen Wirkmechanismen nachträglich erklärt oder abge-

leitet werden. Die Aufdeckung der spezifischen Wirkungsweise ist aber eine notwendige Voraussetzung zur methodischen Weiterentwicklung des Hypertrophietrainings sowie Grundlage für eine breit akzeptierte Evidenzbasierung der Trainingsmethoden. Aufmerksamkeitsgrad und Authentizität von Studien zur Wirksamkeit von verschiedenen Krafttrainingsmethoden – mit der Intention Hypertrophie – können dadurch gesteigert werden, dass man bei einer solchen Evaluation neueste Untersuchungsmethoden einsetzt. Im Kontext der Wirksamkeitsüberprüfung von Trainingsinterventionen hat sich in den letzten Jahren die Kernspintomografie (MRT) als nicht invasives und zugleich hochpräzises Messverfahren international etabliert. Das gilt vor allem für den objektiven Nachweis trainingsinduzierter Querschnittsveränderungen des Zielmuskels im Vorher-NachherVergleich. Trotz der Genauigkeit dieses Messverfahrens kann die MRT nur sehr bedingt zwischen verschiedenen Formen der Hypertrophie differenzieren. Ausgehend von den auslösenden Mechanismen können nämlich zwei verschiedene Formen der Hypertrophie unterschieden werden. Die trainingsinduzierte Zunahme von Dicke und Zahl der Myofibrillen wird auch als „myofibrilläre Hypertrophie“ bezeichnet (Zatsiorsky, 1996, S. 80). Eine weitere Form der Hypertrophie stellt die sogenannte sarkoplasmatische Hypertrophie dar (Schoenfeld, 2010, S. 2858). Die sarkoplasmatische Hypertrophie ist durch die Zunahme des Sarkoplasmas und der nichtkontraktilen Proteine im Muskel gekennzeichnet, die nicht direkt an der Kraftentwicklung des Muskels beteiligt sind (MacDougall, 1994,


FACHARTIKEL INDIVIDUALTRAINING

S. 232–239; Zatsiorsky, 1996, S. 80). Ein weiteres Kennzeichen der sarkoplasmatischen Hypertrophie ist, dass sich die Filamentdichte in der Muskelfaser bei einer gleichzeitigen Querschnittsvergößerung der Muskelfaser relativ verringert, ohne von einer Muskelkraftzunahme begleitet zu sein. Dagegen führt die myofibrilläre Hypertrophie durch den Zuwachs an kontraktilen Proteinen stets zu einer Kraftsteigerung. Nach Schoenfeld (2010, S. 2858) können beide Formen der Hypertrophie durch ein Krafttraining ausgelöst werden. Die sarkoplasmatisch induzierte Hypertrophie unterliegt je nach Wasser-, Glykogen- bzw. Elektrolythaushalt (es können weitere Faktoren benannt werden) starken intraindividuellen Schwankungen. Auch die genaueste Messmethodik, die kernspintomografische Untersuchung, kann demzufolge nur sehr bedingt zwischen den beiden Formen der Hypertrophie differenzieren.

Fazit In der Trainingswissenschaft wird kontrovers darüber diskutiert, welche Methode die bessere bzw. effizientere hinsichtlich der Hypertrophie ist. Empirisch gesicherte Daten zur eindeutigen Überlegenheit einer dieser Trainingsphilosophien existieren nicht (auch wenn dies in einigen Online-Portalen oder Internetblogs behauptet wird; hier „fischen“ sich die Vertreter einer Methode in der Regel nur solche Studienergebnisse heraus, die für ihren favorisierten Ansatz sprechen; andere und eventuell konträre Studienergebnisse werden ignoriert).

Problem 3: Falsche Schlussfolgerungen aufgrund einzelner Studien

Folgende Fragen sollten Sie sich als Trainer stellen, um Studienergebnisse zur Hypertrophie einordnen zu können: Welche Relevanz hat die gemessene Effektstärke für meinen Kunden und lohnt sich der Mehraufwand von höherem Trainingsumfang oder höheren Trainingsbelastungen für meinen Kunden hinsichtlich seiner Erwartungen? Welche Relevanz haben interpretierte Studienergebnisse, die die Maximalkraft messen, für meinen Fitnesskunden, der nur in seltenen Fällen an einer Veränderung der konzentrischen Maximalkraft interessiert ist? Ist ein Studienergebnis bzw. ein Studiendesign in der Hypertrophieforschung (wenn signifikant und valide) auch plausibel und hat es einen entsprechenden empirischen Bestätigungsgrad?

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Auszug aus der Literaturliste Ebing, J. et al. (2018). Hypertrophy and explosive-reactive functioning in sedentary men after 10 weeks of whole-body vibration. Journal of Strength and Conditioning Research. 32(1): 27–36, January 2018. Ebing, J., Gast, U., Hauptmann, C., Felsenberg, D., and Belavý, DL. Hypertrophy and explosive-reactive functioning in sedentary men after 10 weeks of whole-body vibration. Journal of Strength and Conditioning Research 32(1), 27–36. January 2018. Fröhlich, M., Schmidtbleicher D. (2008). Trainingshäufigkeit im Krafttraining. Ein metaanalytischer Zugang. Deutsche Zeitschrift für Sportmedizin 59(2), 4–12. Maroni, B. J. (1998). Protein restriction in the pre-end-stage renal disease (ESRD) patient: who, when, how, and the effect on subsequent ESRD outcome. Journal of the American Society of Nephrology, 9 (12 Suppl), 100–106. Schoenfeld, B. J. (2010). The mechanisms of muscle hypertrophy and their application to resistance training. Journal of Strength and Conditioning Research, 24 (10), 2857–2872. Zatsiorsky, V. (1996). Krafttraining – Praxis und Wissenschaft. Aachen: Meyer & Meyer. Für eine vollständige Literaturliste kontaktieren Sie bitte marketing@dhfpg-bsa.de.

Prof. Dr. Jens Ebing Prof. Dr. Jens Ebing studierte Sportwissenschaften an der Humboldt-Universität zu Berlin. Am Zentrum für Muskel- und Knochenforschung der Charité-Universitätsmedizin Berlin promovierte er zum Doktor der theoretischen Medizin (Dr. rer. med.). Prof. Dr. Jens Ebing ist als wissenschaftlicher Mitarbeiter und Dozent für die DHfPG sowie als Referent für die BSA-Akademie tätig. www.dhfpg-bsa.de

HINWEIS: Der Autor Prof. Dr. Jens Ebing referiert zum Thema „Hypertrophietraining – Forschungs-Upgrade für das Personal Training“ im Rahmen des Fach-Forums Training beim diesjährigen Aufstiegskongress vom 25. bis 26. Oktober in Mannheim. Weitere Informationen und Online-Anmeldung unter: www.aufstiegskongress.de

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Foto: DHfPG/BSA

Signifikanz ist das „Gütesiegel“, das ein naturwissenschaftliches Papier braucht, um glaubwürdig zu sein. Liefert ein Experiment ein signifikantes Ergebnis, dann wird daraus häufig geschlossen, dass die hinter der Arbeit stehende Hypothese mit hoher Wahrscheinlichkeit korrekt ist und ein Kausalzusammenhang zwischen der durchgeführten Intervention und dem Ergebnis besteht. Demgegenüber wird fehlende Signifikanz häufig als Gegenbeweis interpretiert. Dies ist jedoch nicht unbedingt zutreffend, da nicht immer alle Variablen, die auf das Ergebnis Einfluss nehmen, identifiziert und kontrolliert wurden. Man sollte demzufolge als Praktiker und Trainer bzw. Experte jede sportwissenschaftliche Forschungsarbeit zum Thema Hypertrophie zudem auch kritisch auf Plausibilität prüfen. Hierzu wäre die Recherche von Studien, welche die Ergebnisse der vorliegenden Untersuchung unter möglichst ähnlichen Bedingungen bestätigen können, sinnvoll.


Top-Event vor Top-Kulisse

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esundheitsinteressierte sowie Fitnessfans sind hier genauso willkommen wie alle die, die es noch – oder wieder – werden wollen: bei der TOP-EVENT-Woche der BSA-Akademie/DHfPG, der SAFS sowie des ROBINSON Club Daidalos. Das Event bietet ein umfangreiches Aktivprogramm für Anfänger, Wiedereinsteiger und Erfahrene aus den Bereichen Ernährung, Kraft-, Athletik- und Fitnesstraining, Dance sowie Body&Mind. Der ROBINSON Club Daidalos auf der idyllischen Insel Kos bietet hierfür ideale Rahmenbedingungen.

Erstklassiges Programm

Nach der erfolgreichen Premiere in diesem Jahr, wird auch 2020 die TOP-EVENT-Woche der BSAAkademie/Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement (DHfPG), der SAFS – Swiss Academy of Fitness & Sports sowie des ROBINSON Club Daidalos stattfinden. Vom 23. bis zum 30. Mai 2020 bieten angesehene Experten aus den Bereichen Gesundheit, Prävention, Fitness und Ernährung wieder ein unvergessliches Erlebnis auf der griechischen Insel Kos: die „BSA/DHfPG Gesundheit&Fitness Week“.

Auch 2020 wird die „BSA/DHfPG Gesundheit&Fitness Week“ von absoluten Top-Experten begleitet. So sind u. a. wieder der ehemalige Lauf-Europameister Prof. Dr. Thomas Wessinghage, die internationale Presenterin Jana Spring, Profi-Coach Clive Salz, der ehemalige KarateEuropameister Marcel Baumann und Sportwissenschaftler Prof. Dr. Arne Morsch als Mitglieder des Betreuungsteams dabei. Mit dem früheren Badminton-Nationalspieler Marcel Reuter, der Ernährungsberaterin Aline Emanuel und der Group-Fitness-Trainerin Eva Gut stoßen neue Experten hinzu, die das Aktivprogramm mit ihrer Expertise bereichern werden. Hierzu gehören: angeleitetes Kraft-, Ausdauer- und Gruppentraining, individuelle Analysen, Ernährungsberatung, Vorträge und Trainingscoaching für jedes Leistungslevel. Wer will, kann bereits am Frühsportangebot teilnehmen oder nach Belieben auch erst am Nachmittag einsteigen. Ob spontan oder vorausgeplant, das Programm beinhaltet vielseitige Aktiv- und Entspannungseinheiten, die jederzeit besucht werden können.

Für Anfänger, Wiedereinsteiger und Erfahrene Das professionelle Kraft-, Ausdauer- und Gruppentraining, die entspannenden Body&Mind-Angebote, die Körperanalysen sowie die fundierte Ernährungsberatung richten sich stets nach den individuellen Bedürfnissen der Teilnehmenden. Ob Anfänger, Wiedereinsteiger oder passionierter Fitnessfan – für jedes Leistungslevel gibt es hier eine Woche lang jeden Tag neue, attraktive Mitmachangebote rund um Fitness und Gesundheit.

Bis zu 15 % Frühbucher-Preisvorteil sichern Die TOP-EVENT-Woche ist exklusiv für Club-Gäste des ROBINSON Club Daidalos vorgesehen. Interessenten können in jedem beliebigen Reisebüro oder direkt über ROBINSON.de ihren Aufenthalt buchen und während ihres Aufenthaltes kostenfrei an den Angeboten der „BSA/DHfPG Gesundheit&Fitness Week“ teilnehmen. ROBINSON bietet bei Buchungen bis zum 30.11.2019 einen Frühbucher-Preisvorteil von bis zu 15 %. Schnell sein lohnt sich! Weitere Informationen unter: www.bsa-akademie.de/kos

Foto: ROBINSON Club Daidalos

Fotos: DHfPF/BSA

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Functional Training – DEINE Zukunftschance W

Der FT-CLUB ist ein Boutique-Studiokonzept, das hochwertiges Functional Training anbietet. Zeitgeist, Individualität, Anspruch und Qualität bilden den Kern des Angebots – eine außergewöhnliche Marke für außergewöhnliche Studiobetreiber und Existenzgründer, die zukunftsweisend denken und handeln wollen. Sie profitieren von der geschützten Marke FT-CLUB, dem europaweiten Marketing-Spezialisten ACISO und dem Functional-Training-Experten Perform Better Europe. In drei Monaten zur FT-CLUB-Eröffnung: Wir begleiten Sie auf dem Weg zu Ihrer Erfolgsstory.

Functional Training als Businesslösung Geld verdienen als Spezialist für Functional Training? Als Personal Trainer ganzjährig ein fixes Einkommen generieren? In einem bestehenden Fitness-Club ein neues Profit-Center integrieren? Oder sich den lokalen Markt sichern, in Form eines Satellitenstudios? Es gibt verschiedene Ansätze, einen FT-CLUB als Businesslösung zu eröffnen. Aktuell befinden Sie sich mit Functional Training in einem boomenden Markt. Dementsprechend bieten sich vielfältige Chancen, unternehmerisch tätig zu werden!

Die Kernbotschaften des Trainings

Sie die Voraussetzung, in kurzer Zeit zu dem Experten in Ihrem lokalen Markt zu werden. Dies sichert Ihnen zum einen deutliche Vorteile gegenüber dem Wettbewerb. Zum anderen sind Sie für Ihre Zielgruppe vom ersten Tag an klar als Qualitätsanbieter erkennbar. Die Stand-alone-Version (umsetzbar ab 150 Quadratmeter) bietet für Personal Trainer und Existenzgründer die attraktive Möglichkeit, sich den Traum der Selbstständigkeit mit einem eigenen Club zukunftsweisend zu erfüllen.

mer! Dadurch wird garantiert, dass Sie sich auf Ihre Kernkompetenzen Personal Training und Studioleitung konzentrieren und Ihren zukünftigen Kunden ein qualitativ hochwertiges Functional Training bieten können!

Fragen, die Sie sich vermutlich stellen -

Experten sind sich einig: Functional Training ist mehr als ein Trend. Mittlerweile wird von einer Marktverschiebung gesprochen, die große Zukunftschancen bietet. Sehen Sie das genauso? enn Sie das Potenzial des Trends „Functional Training” erfolgreich nutzen wollen, dann sollten Sie die Chance, eine eigene Existenz darin zu gründen oder Ihren bestehenden Club um ein schlüssiges Konzept zu ergänzen, jetzt ergreifen!

Von der Idee bis zum eigenen CLUB

Kann ich von meinem Hobby wirklich leben? Wie erstelle ich einen Businessplan? Habe ich das nötige Kapital für einen FT-CLUB? Gibt es Leasing- oder Finanzierungslösungen für mich? Kann ich alles allein umsetzen oder lasse ich mich von Profis unterstützen?

Unterstützung von Profis Welche Vorteile hat ein Full-Service-Paket?

Die Marketing-Spezialisten von ACISO und die Functional-Training-Experten von Perform Better unterstützen Ihren FT-CLUB vom Coaching bis zur Existenzgründung, verbunden mit allen Informationen zu Ausstattung, Konzeption, Neueröffnungsplanung und Vorverkauf bis hin zur nachhaltigen Unterstützung als Unterneh-

Im Rahmen der Zusammenarbeit profitieren Sie von einem umfangreichen Leistungspaket mit fundierten Informationen und individueller Unterstützung, um nachhaltig erfolgreich zu sein. Bauen Sie auf die Erfahrungen der Branchen-Profis ACISO und Perform Better, damit Sie genügend Zeit haben, sich auf Ihre Kernkompetenzen zu fokussieren. Ebenso werden innerhalb der FT-CLUB-Community laufend Erfolgsprogramme und -ideen kommuniziert und verfeinert. Sie erhalten ganzjährig neue Kampagnenvorschläge und Support zu allen auftretenden Fragen.

Auf Basis Ihrer Idee erstellen wir gemeinsam mit Ihnen die Studio-Skizze. Als Lösungsvorschlag erhalten Sie eine individuelle 3-D-Visualisierung, gestaltet von den Perform Better-Experten. Die konkrete Ausstattungsempfehlung, um das FT-CLUBKonzept erfolgreich umzusetzen, verbunden mit der Rundum-sorglos-Unterstützung bei der Gestaltung, garantiert ein schlüssiges Studio-Erlebnis in Ihrem neuen Club!

Warum eine Marke erfolgreicher ist! Denken Sie doch nur an das Tempo-Taschentuch, Google, Nutella, das iPhone oder Coca Cola: Es sind die Marken, sie machen Produkte und Dienstleistungen unverwechselbar. Deshalb bietet Ihnen die Marke FT-CLUB eine einmalige Chance: Sie spart Ihrer Zielgruppe Zeit, da sie als bestes Produkt wahrgenommen wird. Sie vermittelt Zeitgeist, Individualität, Anspruch und Qualität. Sie schafft Identität und damit die Voraussetzung, dass sich Menschen wohlfühlen bei Ihnen.

Werden Sie ein Teil der Marke FT-CLUB!

Ihre persönlichen Ansprechpartner für Fragen zum FT-CLUB:

Das Leistungsportfolio des FT-CLUBS umfasst u. a. -

Machen Sie Ihr Hobby zum Beruf!

Standortanalyse und Businessplanung Facility Design und Ausstattungsempfehlung Unterstützung bei Preispolitik und Strategie Werbe- und Marketingideen (online und offline) Schulungen für Training und Management Alle Konzeptinhalte

Jessica Mumdey

Denis Busch

Michael Winter

Denis Gabriel

Der FT-CLUB bietet das ideale Full-Service-Paket für Existenzgründer Als Existenzgründer haben Sie mit dem FT-CLUB die Chance, als echter Spezialist in den Fitnessmarkt einzutauchen und sich schon jetzt die Poleposition für die Zukunft zu sichern. Funktionelles Training boomt seit einigen Jahren. Mit dem FT-CLUB-Konzept haben 05/19

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Kontakt: ACISO · Valentin-Linhof-Straße 8 · 81829 München · Telefon +49 (0) 89 45098130 · info@aciso.com · www.FT-CLUB.com

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FUNCTIONAL TRAINING | ANZEIGE

Fotos: FT-CLUB by ACISO

Das Boutique-Studiokonzept FT-CLUB

Functional Training – DEINE Zukunftschance W

Der FT-CLUB ist ein Boutique-Studiokonzept, das hochwertiges Functional Training anbietet. Zeitgeist, Individualität, Anspruch und Qualität bilden den Kern des Angebots – eine außergewöhnliche Marke für außergewöhnliche Studiobetreiber und Existenzgründer, die zukunftsweisend denken und handeln wollen. Sie profitieren von der geschützten Marke FT-CLUB, dem europaweiten Marketing-Spezialisten ACISO und dem Functional-Training-Experten Perform Better Europe. In drei Monaten zur FT-CLUB-Eröffnung: Wir begleiten Sie auf dem Weg zu Ihrer Erfolgsstory.

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Die Kernbotschaften des Trainings

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Top-Event vor Top-Kulisse

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Frühbuchervorteil sichern

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esundheitsinteressierte sowie Fitnessfans sind hier genauso willkommen wie alle die, die es noch – oder wieder – werden wollen: bei der TOP-EVENT-Woche der BSA-Akademie/DHfPG, der SAFS sowie des ROBINSON Club Daidalos. Das Event bietet ein umfangreiches Aktivprogramm für Anfänger, Wiedereinsteiger und Erfahrene aus den Bereichen Ernährung, Kraft-, Athletik- und Fitnesstraining, Dance sowie Body&Mind. Der ROBINSON Club Daidalos auf der idyllischen Insel Kos bietet hierfür ideale Rahmenbedingungen.

Erstklassiges Programm

Nach der erfolgreichen Premiere in diesem Jahr, wird auch 2020 die TOP-EVENT-Woche der BSAAkademie/Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement (DHfPG), der SAFS – Swiss Academy of Fitness & Sports sowie des ROBINSON Club Daidalos stattfinden. Vom 23. bis zum 30. Mai 2020 bieten angesehene Experten aus den Bereichen Gesundheit, Prävention, Fitness und Ernährung wieder ein unvergessliches Erlebnis auf der griechischen Insel Kos: die „BSA/DHfPG Gesundheit&Fitness Week“.

Auch 2020 wird die „BSA/DHfPG Gesundheit&Fitness Week“ von absoluten Top-Experten begleitet. So sind u. a. wieder der ehemalige Lauf-Europameister Prof. Dr. Thomas Wessinghage, die internationale Presenterin Jana Spring, Profi-Coach Clive Salz, der ehemalige KarateEuropameister Marcel Baumann und Sportwissenschaftler Prof. Dr. Arne Morsch als Mitglieder des Betreuungsteams dabei. Mit dem früheren Badminton-Nationalspieler Marcel Reuter, der Ernährungsberaterin Aline Emanuel und der Group-Fitness-Trainerin Eva Gut stoßen neue Experten hinzu, die das Aktivprogramm mit ihrer Expertise bereichern werden. Hierzu gehören: angeleitetes Kraft-, Ausdauer- und Gruppentraining, individuelle Analysen, Ernährungsberatung, Vorträge und Trainingscoaching für jedes Leistungslevel. Wer will, kann bereits am Frühsportangebot teilnehmen oder nach Belieben auch erst am Nachmittag einsteigen. Ob spontan oder vorausgeplant, das Programm beinhaltet vielseitige Aktiv- und Entspannungseinheiten, die jederzeit besucht werden können.

Für Anfänger, Wiedereinsteiger und Erfahrene Das professionelle Kraft-, Ausdauer- und Gruppentraining, die entspannenden Body&Mind-Angebote, die Körperanalysen sowie die fundierte Ernährungsberatung richten sich stets nach den individuellen Bedürfnissen der Teilnehmenden. Ob Anfänger, Wiedereinsteiger oder passionierter Fitnessfan – für jedes Leistungslevel gibt es hier eine Woche lang jeden Tag neue, attraktive Mitmachangebote rund um Fitness und Gesundheit.

Bis zu 15 % Frühbucher-Preisvorteil sichern Die TOP-EVENT-Woche ist exklusiv für Club-Gäste des ROBINSON Club Daidalos vorgesehen. Interessenten können in jedem beliebigen Reisebüro oder direkt über ROBINSON.de ihren Aufenthalt buchen und während ihres Aufenthaltes kostenfrei an den Angeboten der „BSA/DHfPG Gesundheit&Fitness Week“ teilnehmen. ROBINSON bietet bei Buchungen bis zum 30.11.2019 einen Frühbucher-Preisvorteil von bis zu 15 %. Schnell sein lohnt sich! Weitere Informationen unter: www.bsa-akademie.de/kos

Foto: ROBINSON Club Daidalos

Fotos: DHfPF/BSA

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FRANCHISE | ANZEIGE

„Ein Konzept, das vom ersten Tag an den Erfolg der Franchisenehmer sichert“

Franchisepartner ELBGYM Die Hamburger Fitnesskette ELBGYM wird zum Franchiseunternehmen. Bislang gibt es drei Standorte in der Hansestadt. Das Studiokonzept zeichnet sich durch hartes Training in design-orientiertem Ambiente aus und wird jetzt in ganz Deutschland als Franchisekonzept expandieren. Das erste ELBGYM-Franchisestudio öffnet am 1. Oktober seine Türen – Franchisenehmer ist ELBGYM-CEO Wilhelm Schröter. fitness MANAGEMENT hat Wilhelm Schröter zu einem Interview getroffen. Fotos: Klaudia Lech

fM: Was zeichnet das Konzept ELBGYM aus? Wilhelm Schröter: ELBGYM ist ein eigenes Studiokonzept, das wir genau so gestaltet haben, wie wir es wollten und das auch wirtschaftlich außerordentlich erfolgreich ist. Als ich vor acht Jahren mit meinem ersten Studio angefangen habe, war es nicht meine Intention, das große Geld zu verdienen oder ein Riesenfitnesskonzept zu entwickeln. Mit dem, was ich kann, mit einer perfekten Infrastruktur im Bereich Fitnesstraining und einer top Trainingsbetreuung wollte ich es schaffen, Leute glücklich, stärker und besser zu machen und ein Studio zu schaffen, in dem ich selbst gern trainieren würde. Das ist auch heute noch unser Anspruch: ELBGYM zeichnet sich nach wie vor durch seine hochwertige Architektur, bestes Equipment, eine gute Verkehrsanbindung und perfekte Trainingsbedingungen aus.

Foto: elbgym

fM: Im Juli habt ihr angekündigt, dass ELBGYM zum Franchisekonzept wird. Wie kam es zu dieser Entscheidung? Wilhelm Schröter: Wir haben mit ELBGYM vor acht Jahren hier in Hamburg angefangen, sind kontinuierlich besser geworden, gewachsen und haben uns auf dem Markt etabliert. Man muss dazu sagen, dass der Hamburger Fitnessmarkt in Deutschland die höchste Studiodichte hat und der Verdrängungswettbewerb hier immer größer wird. Mit ELBGYM haben wir es in diesem hart umkämpften Markt geschafft, Marktanteile zu sichern, weshalb die Überlegung nahelag, dass auch weniger hart umkämpfte Märkte bereit für ELBGYM sein dürften. Vergangenes Jahr sind Martin Seibold (CEO LifeFit Group) und ich dann auf die Idee gekommen, ELBGYM Franchise zu entwickeln, da es ein derartiges Modell bisher am Markt noch nicht gibt.

Das ELBGYM Stadthöfe – noch wird hier gearbeitet, aber man erkennt bereits das typische Design

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Das stilvolle Ambiente gehört zur Marke ELBGYM


fM: Gibt es für dich vergleichbare Konzepte? Wer sind eure Wettbewerber? Wilhelm Schröter: Direkte Wettbewerber haben wir nicht. Wir haben ein neues Marktsegment entwickelt und besetzt. Der Discount-Markt ist für uns kein Wettbewerber, weil bei unserer Klientel der Preis kein Thema ist. CrossFit-Boxen sind auch nicht wirklich Wettbewerber, weil wir eine gewisse Diversifizierung haben und deutlich mehr bieten. Ich glaube, es spricht für uns, dass wir das Thema Fitness komplett neu erdacht haben. Wir hatten einfach den Anspruch an uns selbst, unabhängig von anderen hinsichtlich Training und Ambiente das beste Konzept zu bieten. Ein wichtiger Baustein unseres Erfolges ist, dass wir uns nie darum geschert haben, was die anderen machen. Wir haben uns nie an anderen Fitnessstudios orientiert, sondern immer an anderen Branchen, beim Design z. B. an der Hotellerie. Die größte Stärke des ELBGYM-Teams ist, dass wir alle aus dem Leistungssport kommen. Wir lieben gutes Training. Unser Konzept hat deshalb seine Wurzeln auf der angelsächsischen Seite, wo das Training schon immer mehr im Vordergrund stand. Diese Leidenschaft für gutes Training und unsere besondere Trainingsbetreuung haben wir in ein schönes, zeitgemäßes, europäisches Design-Konzept eingebunden. fM: Warum bringt ihr das Franchisekonzept gerade jetzt auf den Markt? Wilhelm Schröter: Es war eine gemeinsame Entscheidung mit unserem Investor Oaktree und der LifeFit Group, mit dem Franchising rauszugehen, weil jetzt der passende Zeitpunkt ist. Wir merken, dass wir gerade richtig Schwung aufnehmen. Von daher ist jetzt die Zeit zum Einsteigen und wir möchten auch Dritten die Möglichkeit geben, an unserem Erfolg zu partizipieren. Der Juli 2019 war der erfolgreichste Monat in der Geschichte der ELBGYM-Fitnessstudios, was unser Nettowachstum betrifft und auch bei den Neumitgliedschaften. Wir werden gerade von Monat zu Monat besser. Meines Erachtens nach liegt das daran, dass jetzt die Prozesse greifen, die wir zum Jahresanfang aufgesetzt haben, nachdem wir uns mit der LifeFit Group zusammengeschlossen haben. fM: Am besten erklärst du kurz, wie Fitness First, die LifeFit Group und ELBGYM durch den Zusammenschluss miteinander verbunden sind. Wilhelm Schröter: Fitness First und ELBGYM sind zwei Schwesterunternehmen – wir gehören also nach wie vor nicht zusammen. Unsere gemeinsame Holding ist die LifeFit Group, die neben Anteilen an Fitness First und ELBGYM auch Anteile an Smile X sowie der Gym Society hält. Außerdem hat sie die Masterlizenz an Barrys Bootcamp für die DACH-Region erworben. fM: Und die Zusammenarbeit läuft gut? Wilhelm Schröter: Ja, sehr gut sogar! Sowohl fachlich als auch menschlich ergänzen wir uns sehr gut. Alle Seiten profitieren von dem Zusammenschluss. Wir bringen auf der einen Seite acht Jahre Erfahrung und stetiges Wachstum mit. Auf der anderen Seite ist es natürlich eine andere Aufgabe, das Ganze aus dem eigenen Betrieb in ein Franchisekonzept zu übertragen – und zwar so, dass dann auch ein Dritter damit erfolgreich sein kann. Wir hatten dabei großartige Unterstützung. Gerade Martin Seibold, CEO der LifeFit Group, hat ein paar strategisch sehr intelligente Ent-

scheidungen getroffen, insbesondere mit dem Zukauf von Barrys Bootcamp. Wir haben zudem mit Daniel Schalin einen ausgesprochen kompetenten Ansprechpartner bei der LifeFit Group. Genauso ist es bei der Gym Society, wo Frank Polman über jahrzehntelange Erfahrung im Franchisebetrieb verfügt. Wenn du auf so viel Knowhow hausintern zurückgreifen kannst, dann ist das natürlich ein Riesenvorteil, den andere so nicht haben. fM: Wir haben vorhin gemeinsam das neue ELBGYM Stadthöfe hier in Hamburg besichtigt, das ihr im Oktober eröffnen werdet. Mit dem ELBGYM Stadthöfe werdet ihr selbst euer erster Franchisenehmer? Wilhelm Schröter: Richtig. Franchisegeber ist die ELBGYM GmbH, deren CEO ich bin. Franchisenehmer des ELBGYM Stadthöfe ist die 4plus2 Management GmbH & Co. KG, deren CEO ich ebenfalls bin. Wir sitzen auf beiden Seiten des Schreibtisches, sammeln Praxiserfahrungen auf beiden Seiten und können genau schauen, was schon hervorragend funktioniert und wo eventuell noch Bedarf ist, etwas nachzujustieren. Unser Ziel ist es natürlich, dass das ganze System perfekt funktioniert, wenn wir jetzt auf den Markt gehen und externe Franchisenehmer für uns gewinnen – und, dass der wirtschaftliche Erfolg von Anfang an gesichert ist. Wir wollen Franchisenehmer, die vom Start weg erfolgreich sind und den Erfolg des Konzeptes auch gleich widerspiegeln. fM: Wie sieht der ideale Franchisenehmer für ELBGYM aus? Wilhelm Schröter: Wir mögen den ambitionierten, selbst Sport treibenden Franchisenehmer, der auf ein bestehendes, funktionierendes System setzt, ein gewisses Eigenkapital aufbringen kann und dann einen Einzelbetrieb gründet. Enthusiasmus schätzen wir und wir werden ihn natürlich supporten. Auch auf einem kleineren Markt kann das funktionieren, es muss nicht immer unbedingt die Großstadt sein. Auf der anderen Seite gibt es die Investoren. Sie wollen mit unserem funktionierenden Konzept als nachhaltiges Investment fünf bis zehn Studios „ausrollen”. Das ist für uns selbstverständlich auch interessant. Wir verfügen über die Kompetenz und die Verbindung im Immobilienbereich, um auch so ein Projekt erfolgreich umzusetzen. Zum einen haben wir unsere Muttergesellschaft hinter uns, zum anderen haben wir auch inhouse die Expertise, um größere Projekte in dieser Form stemmen zu können – und machen das natürlich gerne. fM: Wie unterstützt ihr eure potenziellen Franchisenehmer? Wilhelm Schröter: Wir unterstützen unsere Partner von Anfang an und durchlaufen den Prozess gemeinsam. Wir helfen bei der Immobiliensuche, schauen nach den Grundrissen, unterstützen mit Partnern beim Thema Finanzierung und bei deren Strukturierung, vermitteln und helfen bei der Planung. Unsere Franchisenehmer bekommen den bestmöglichen Support. fM: Gibt es schon Anfragen für ELBGYM-Standorte? Wilhelm Schröter: Ja, Anfragen haben wir – und das, obwohl wir bisher nur über eine PR-Meldung in den Fachmedien gelauncht haben. Wir laden in einem weiteren Schritt jetzt die Interessenten nach Hamburg ein, um Gespräche mit ihnen zu führen, die Studios zu zeigen, um ihnen das Konzept noch einmal näherzubringen. So können wir sicherstellen, dass wir von Tag eins an die Qualität liefern, für die ELBGYM steht, und dass wir den wirtschaftlichen Erfolg unserer Franchisenehmer sichern. Es sind wirklich ein paar sehr interessante Anfragen dabei. 05/19

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INTERNATIONAL KROATIEN

FitnessOF Samobor, Kroatien

„Menschen kommen zu Menschen“

Foto: xbrchx - stock.adobe.com

Kroatien ist eine Sportnation. Die gut vier Millionen Kroaten sind enorm sportbegeistert und neben dem Vereinssport auch in Fitnessstudios aktiv. Vanja Rađenović Fijan überzeugt im FitnessOF in Samobor aber nicht nur mit einer Top-Ausstattung und einer besonders engen Trainingsbetreuung, sondern vor allem durch sein soziales Engagement.

S

amobor ist ein Vorort der kroatischen Hauptstadt Zagreb und liegt nahe der Grenze zu Slowenien. Der malerische Ort mit seinen vielen historischen Häusern zählt rund 38.000 Einwohner und gehört zu den wohlhabendsten Gemeinden in Kroatien. Das FitnessOF Samobor findet man etwas außerhalb des Zentrums in der ersten Etage einer gut besuchten Einkaufspassage. Die auffällig gepflegte Anlage ist offen gestaltet, wie ein Loft: hohe Räume, die Wände in rotem Backstein und eindrucksvoll verziert mit Fitnessmotiven auf deckenhohen Schwarz-Weiß-Grafiken. Stilvolle Design-Elemente, u. a. goldene Kronleuchter und petrolfarbene Sofas im Eingangsbereich, tragen zu einem modernen und sehr

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edlen Gesamtbild bei. Das Fitnessstudio ist großzügig und geräumig, strahlt aber trotzdem eine wohnliche Atmosphäre aus. Das Studio in Samobor besteht seit eineinhalb Jahren und ist das zweite von insgesamt drei FitnessOF in Kroatien. Eine weitere Anlage befindet sich in Bosnien.

Fitnessstudio statt Gericht Der Betreiber der FitnessOF-Studios, Vanja Rađenović Fijan, ist Jurist und wollte ursprünglich Richter werden. Als leidenschaftlicher Kraftsportler entschied er sich aber für die Fitnessbranche. Sein damaliges Motiv gilt bis heute: „Ich will den Menschen die Gele-


Fotos: FitnessOF

genheit geben, richtig gut zu trainieren. Mit meinen Studios kann ich viel mehr geben, als wenn ich Richter geworden wäre“, sagt Vanja Rađenović Fijan. Es mache ihn glücklich, wenn seine Kunden beim Training Freude, Spaß und Emotionen erleben.

Die soziale Kompetenz entscheidet Entsprechend seinem Credo, beim Training Emotionen zu vermitteln, setzt Vanja Rađenović Fijan auf die persönliche Betreuung seiner Mitglieder. Maßgebliche Kriterien bei der Auswahl seiner Mitarbeiter


INTERNATIONAL KROATIEN

Fotos: FitnessOF

sind deshalb Empathie und ausgeprägte kommunikative Fähigkeiten. „Die fachliche Qualifikation muss stimmen, das ist klar. Noch wichtiger ist mir aber die soziale Kompetenz meiner Mitarbeiter. Es ist leichter, einem Trainer die Übung zu zeigen, als ihm zu erklären, wie er dieses Fachwissen verschiedenen Kunden näherbringt!“ Für den intensiveren Kontakt zu den Mitgliedern wurde bei der digitalen Studiosteuerung sogar ein Schritt zurück gemacht. Für Vanja ist der menschliche Faktor entscheidend. So hat er den digitalen Check-in wieder abgeschafft. „Menschen kommen zu Menschen“, sagt er. „Die Maßnahme hat sich bewährt und war definitiv die richtige Entscheidung. Die persönliche Begrüßung der Kunden ist durch nichts zu ersetzen und trägt auch zur familiären Atmosphäre im Club bei, die so wichtig ist. Die Menschen hier sind sehr sportbegeistert. Nach Familie und Arbeit kommt schon der Sport. Deshalb ist es entscheidend, dass sich unsere Mitglieder willkommen fühlen, ein bisschen wie zu Hause“, erklärt er weiter.

Familiäre Atmosphäre und ein attraktives Trainingsangebot Mit dem FitnessOF ist Vanja in Samobor der größte Anbieter und auch Marktführer. Neben der familiären Atmosphäre und der engen Kundenbetreuung zählt er das beste Trainingsangebot und das beste Equipment zu seinen Wettbewerbsvorteilen.

Social Media ist ein fester Bestandteil der Unternehmenskommunikation. Ein fest angestellter Mitarbeiter kümmert sich in Vollzeit um die Präsenz des FitnessOF Samobor in den sozialen Medien. „Wenn wir dort schon auftreten“, sagt Vanja, „dann auch professionell.“ Eine Maßnahme, die sich bezahlt macht: Das Studio hat auf Facebook inzwischen über 4.000 Fans und mehr als 3.000 Instagram-Follower.

Gesundheit und soziales Engagement Das Gesundheitsangebot ist ein weiteres Aushängeschild des FitnessOF. Auf Volksfesten ist das Studio regelmäßig mit einem Stand vertreten und es werden z. B. Äpfel verteilt – mit dem Slogan „Mehr Gesundheit gibt’s im Studio“. Das FitnessOF pflegt Kooperationen mit mehreren Krankenkassen im Bereich Rehatraining sowie mit mehreren Schulen in Form von speziellen Sport- und Trainingsangeboten für schwer erziehbare Kinder wie auch für Kinder und Jugendliche mit Drogenproblemen. Spätestens hier wir deutlich, dass es keine Floskel war, als Vanja seinen Umstieg von Jura zu Fitness mit den größeren Möglichkeiten begründete, soziale Verantwortung zu übernehmen, sondern gelebtes Engagement.

Der Unternehmer hinter FitnessOF

Zwar schätzt er seine Wettbewerber vor Ort, die „spielten aber in puncto Ausstattung und Ambiente nicht in seiner Liga“. Kroatien ist eine überaus sportliche Nation. Es gibt ein großes Sportangebot, auch in Vereinen. Kroaten investieren individuell sehr viel in und für Sport und Gesundheit, insbesondere Krafttraining hat in Kroatien ein außerordentlich positives Image. Das sind Faktoren, von denen Vanja mit seinen Studios profitiert. Die Mitglieder im FitnessOF sind zu je 50 Prozent Frauen und Männer aus mittleren und gehobenen Einkommensschichten im Alter von 14 bis 75 Jahren.

Marketing und Social Media Trainingsziele und wie diese im FitnessOF erreicht werden, bilden den Schwerpunkt in der Marketingkommunikation. Personal Training kommt sehr gut an und wird in Kroatien generell deutlich stärker nachgefragt als in Deutschland. Das überrascht, wenn man die durchschnittliche Kaufkraft beider Länder vergleicht, bei der Deutschland klar vorne liegt. 62

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Vanja Rađenović Fijan ist 43 Jahre alt, verheiratet und hat zwei Kinder. Bevor er sich als Studiobetreiber selbstständig machte, studierte der passionierte Kraftsportler Jura und Management. Vanja betreibt heute drei Studios in Kroatien, eines in Bosnien und möchte weiter expandieren. Sein Ziel ist es, ein Studio pro Jahr neu zu eröffnen. Besonders wichtig ist dem Fitnessunternehmer seine Familie, die er am liebsten immer um sich hat. Die Eckdaten des FitnessOF Samobor Fläche des Studios gesamt: Kraftbereich: Cardiobereich: Kurse: Wellness: Ausstattung Kraftbereich: Ausstattung Cardiobereich: Anzahl Mitarbeiter: fitnessof.com

1.200 m2 450 m2 150 m2 150 m2 150 m2 gym80, SportsArt SportsArt 15 insgesamt; 6 davon fest, 9 frei


HISTORIE DER BRANCHE

Im Vergleich zu den USA entwickelten sich die Diversifizierung und die Expansion großer Fitnessketten hierzulande deutlich schleppender. Während sich in Amerika schon recht früh Fitnessketten wie Vic Tanny, Gold`s Gym, Bally Total Fitness und mit 24 Hour Fitness später auch der erste Discount-Anbieter etablierten, dauerte die Entwicklung im deutschsprachigen Fitnessraum deutlich länger und nahm erst in den späten 1990ern so richtig an Fahrt auf.

Born in the USA – Kalifornien, die Wiege der modernen Fitnessketten

Für viele ist das „Gold`s Gym“, das 1965 in Venice von Joe Gold gegründet wurde, und die daraus entstandene gleichnamige Kette der Inbegriff der ersten weltweit agierenden Fitnesskette. Das Konzept des Gründers wurde von verschiedenen anderen Besitzern kontinuierlich weiterentwickelt: „Gold`s Gym“ betreibt laut eigenen Angaben mehr als 700 Studios auf sechs Kontinenten und hat sich vom „kleinen Hardcore-Gym aus L.A.“ zum globalen Fitness- und Lifestyle-Anbieter entwickelt. Aber war es wirklich „Gold`s Gym“, das mit seinem Studiokonzept den Startschuss für die Expansion der Fitnessketten gegeben hat? Die klare Antwort ist „Nein“, denn zwei ambitionierte Brüder haben in Kalifornien schon deutlich früher wichtige Impulse gesetzt, obgleich v. l. Arnold Schwarzenegger und Joe Gold sie heute weniger bekannt bzw. medial im Gold`s Gym Venice Beach präsent sind.

Fotos: Busek-Archiv

Mockup: Marcel - stock.adobe.com

Kalifornien war und ist das Epizentrum des modernen Körperkults: Wie der berühmte Muscle Beach (ab 1933) und das erste moderne Fitnessstudio von Jack LaLanne (1936) (Tipp: Lesen Sie hierzu auch Teil 2 unserer Reihe), hat auch die Erfolgsgeschichte der Fitnessketten ihren Ursprung im „Golden State“ der USA.

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First Mover – Die Tanny-Brüder waren ihrer Zeit voraus Gemeinsam mit seinem Bruder Armand war Vic Tanny in den 1950er-Jahren einer der ersten Pioniere im US-Gym-Business, der mit seiner Geschäftsidee den Grundstein der modernen Fitnessketten legte. Bereits 1939 gründeten die beiden Brüder in der Nähe von Santa Monica ihr erstes Studio. Schnell eröffneten sie in Los Angeles zwei weitere Standorte: in Long Beach bzw. am Wilshire Boulevard. Nach Fitnesspionier Armand Tanny dem 2. Weltkrieg forcierte Vic Tanny seine Expansionspläne und erzielte mit seinem neuartigen Franchisekonzept zunächst großen Erfolg. Anfang der 1960er-Jahre gab es in den USA und in Kanada ein flächendeckendes Studionetz von ca. 100 Studios, bevor das Unternehmen aufgrund von Missmanagement, zu aggressiven Wachstumsstrategien sowie mangelndem Kapital Konkurs anmelden musste und die Fitnesskette zerschlagen bzw. teilweise an Konkurrenten verkauft wurde. Nichtsdestotrotz haben Vic Tanny und sein Bruder mit ihrer Vision den Anstoß für viele Nachahmer gegeben, die in ihre Fußstapfen getreten sind. Fotos: Busek-Archiv

m fünften Teil unserer Beitragsreihe „Historie der Fitnessbranche“ stellen wir Ihnen ausgewählte Pioniere und Unternehmen dieser spannenden Entwicklungsphase näher vor und nehmen Sie mit auf eine Zeitreise zu den Ursprüngen der modernen Fitnessketten.

Bally Total Fitness und 24 Hour Fitness weitere Vorreiter aus Kalifornien Einer dieser Nachfolger war Roy Zurkowski, der einige der Tanny-Clubs übernahm und die Holding „Health & Tennis Corporation of America“ gründete, unter deren Dachorganisation verschiedene Markennamen und Konzepte (darunter auch „Vic Tanny“) vereint und fortan gemeinsam zentral vermark-

Foto: Busek-Archiv

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Roy Zurkowski, bis 1990 CEO Bally Total Fitness


Fitnessketten im deutschsprachigen Raum – erste Visionäre und Branchengrößen im Fokus

Foto: Kieser Training AG

Werner Kieser expandiert als erste Franchise-Kette im deutschsprachigen Raum Wer hat`s erfunden? Ein Schweizer. „Rückenflüsterer“ Werner Kieser setzte als erster Fitnessunternehmer gezielt auf Franchising und expandierte mit seiner Fitnesskette Kieser Training zunächst erfolgreich in der Schweiz und ab 1994 dann auch nach Deutschland. Mit seinem ökonomischen Kalkül und seinem Geschick legte er damit im deutschsprachigen Fitnessraum den Grundstein für das erste erfolgreiche Franchisekonzept der Branche. Kieser Training wurde in 2017 von Michael Antonopoulos und dessen Geschäftspartner Nils Planzer übernommen, die seither die rund 150 Clubs mit 283.000 Mitgliedern weiterführen (Stand 2018). Gemeinsam mit Werner Pfitzenmeier, der ab 1978 die erste regionale inhabergeführte Fitnesskette etablierte und zum Platzhirsch in der Rhein-Neckar-Region avancierte, leistete der Rückenpapst und Visionär Kieser Werner Kieser, Gründer von Kieser Training nicht nur in puncto Fitnessketten-Entwicklung wichtige Pionierarbeit. (Mehr zu diesen beiden Visionären finden Sie in Teil 3 unserer Reihe). Marketing-Genie Werner Krebs und SWISS TRAINING Ebenfalls aus der Schweiz kam Werner Krebs, der 1974 in Chur mit 2.500 Franken sein erstes eigenes Studio unter dem Namen „Duc de Rohan“ eröffnete und als Unternehmensberater und Gründer von SWISS TRAINING später zum Multimillionär heranreifte. Krebs war Gründungspräsident der Interessengemeinschaft zur Förderung der Fitness in der Schweiz und machte sich in der Branche durch Beratungen, Sanierungen (u. a. auch einiger Franchisenehmer von Werner Kieser) sowie die Übernahme von Franchiseunternehmen zuerst in der Schweiz und dann auch in Deutschland einen Namen. In Fachkreisen wurde er als wahres „Marketing-Genie“ bezeichnet. Der findige Unternehmer gründete zahlreiche eigene SWISS TRAINING-Center, die ähnlich dem Konzept von Kieser Training hardware-technisch auf Nautilus-Geräten basierten, aber neben dem klassischen Krafttrainingsbereich auch Cardiogeräte, Aerobic, Sauna und Solarium anboten – und das zu einem relativ günstigen Preis. Sein spezielles Konzept aus Beratung und Vermarktung kam bei den Geschäftspartnern gut an und so machte er SWISS TRAINING im Eiltempo zur größten Fitnesskette in Europa –

Multifunktionsanlagen auf dem Vormarsch – Pfitzenmeier, Horstenkamp und Meridian Spa Im Zuge der Aerobic-Welle schossen in den 1980ern immer mehr neue Fitnessstudios wie Pilze aus dem Boden und bestehende Anlagen erweiterten ihr oftmals krafttrainingslastiges Angebot um ausdauerorientierte Trainingsgeräte sowie diverse Gruppenkurse, die gerade von den Kundinnen stark nachgefragt wurden. Hier setzte Werner Pfitzenmeier, inspiriert durch seine zahlreichen Besuche in den USA, weitere wichtige Meilensteine für seinen wirtschaftlichen Erfolg v. l. Ralf Möller, Werner Pfitzenmeier und Arnold Schwarzenegger und punktete mit seinem umfangreichen Gruppenkursangebot. Foto: Werner Pfitzenmeier. Unternehmensgruppe Pfitzenmeier

Im selben Jahr legte Mark Mastrov mit seinem ersten „24 Hour Nautilus Studio“ und seinem „Rund-um-die-Uhr-Fitnesskonzept“ für den kleinen Geldbeutel den Grundstein aller folgenden Discount-Konzepte.1996 wurde Mastrovs Firmen-Netzwerk in „24 Hour Fitness“ umbenannt. Bis heute gehört die Kette mit 442 Clubs und mehr als 3,5 Millionen Mitgliedern (Stand 2018) zu den führenden Unternehmen dieses Marktsegments.

bevor es danach wieder leiser um den Geschäftsmann wurde und er sich aus dem operativen Geschäft zurückzog.

Gleichzeitig entstanden in dieser Zeit gemäß dem amerikanischen Vorbild erste Racket-Clubs und Multifunktionsanlagen, die ein umfassendes Serviceportfolio inklusive Tennis, Squash, Schwimmbad, Sauna, Massagen u. v. a. m. anboten. Zwei absolute Pioniere auf diesem Gebiet waren der Unternehmer Winfried Horstenkamp aus Bochum und das Unternehmen Meridian Spa, die beide mit ihren unterschiedlichen Konzepten Mitte der 1980er-Jahre gerade im urbanen Raum wichtige Impulse setzten und so besonders die anspruchsvollen und meist gut betuchten Kunden für sich gewinnen konnten. Der gelernte Bankkaufmann und Freizeitunternehmer Horstenkamp bot in seiner „Oase“ in Bochum schon früh eine umfassende Dienstleistung an, erweiterte sukzessive sein Angebot und setzte mit seiner Multifunktionsanlage 1999 laut eigenen Angaben bei knapp 11.000 Mitgliedern jährlich ca. 7,5 Millionen DM um. Nicht auf Tennis, Badminton, Squash und Co., sondern auf Fitness, Wellness und Entspannung setzte ein anderer Anbieter, der bis heute in Sachen Exklusivität, Service und Lifestyle absolute Maßstäbe setzt. Auf gerade einmal 450 Quadratmetern entstand 1984 in HamburgWandsbek im „Sportstudio 2000“ unter der Leitung von Barthold Richters die „Keimzelle“ des Meridian Spa-Imperiums mit heute insgesamt acht Standorten in Hamburg, Berlin, Frankfurt und Kiel. Ab 1989 wurde dort unter dem Namen „Club Meridian“ exklusiv Fitness und Wellness unter einem Dach angeboten. Der Standort wurde bis 1995 konsequent zu Europas größter Fitness- und Wellnessanlage mit mehr als 15.000 Quadratmetern ausgebaut. Bis zur Jahrtausendwende entstanden am Michel (1994) und in Eppendorf (1999) zwei weitere Standorte, die Hamburg zum Mekka der Fitness- und Wellnessbranche gemacht haben. Richters war bis 2016 Mitgesellschafter und lockte ab 2007 erstmals externe Investoren in die Hansestadt, mit deren Hilfe er seine Standorte kontinuierlich erweiterte. Fit-Plus – vom urbanen Münchner Multicenter zur eigenständigen Fitnesskette Der ehemalige Profiradsportler Christian Goldschagg gründete 1987 als Inhaber und Geschäftsführer die Fitnesskette „Fit-Plus“ und betrieb mit dem „Leopark“ in München eine der größten und modernsten Anlagen seiner Zeit. Im Aushängeschild der Kette bekamen

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Fotos: Busek-Archiv

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tet wurden. Daraus entstand mit 380 Anlagen die bis dato größte Health & Fitness Corporation der Welt, die wiederum 1983 von „Bally Manufacturing Corp.“ übernommen wurde und unter Zurkowskis Leitung (bis 1990 CEO) und dem Namen „Bally Total Fitness“ zum Big-Player avancierte.

Der ehemalige Profiradsportler Christian Goldschagg

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HISTORIE DER BRANCHE

Mockup: Marcel - stock.adobe.com

Foto: Fitness Tribune

TC Training Center – Börsengang und Venture-Finanzierung für noch mehr Expansion TC Training Center war unter der Leitung von Harald Berg, Henrik Gockel, Edy Paul und Tore Ramberg bis nach der Jahrtausendwende im deutschsprachigen Raum eine der größten Fitnessketten und ist auch heute noch für viele ein Begriff, obgleich die Kette als solche nicht mehr existiert. Edy Paul eröffnete 1984 in Dietikon (nahe Zürich, Schweiz) das erste TC Training Center, Die Geschäftsleitung der TC-Gruppe startete parallel dazu eine Karriere als v. l. Harald Berg (CFO), Henrik Gockel (CEO), Edy Paul (CPO) und Tore Ramberg (COO) Unternehmensberater und war Mitbegründer des Schweizerischen Fitnessund Gesundheitscenter Verbands (SFCV). Gemeinsam mit Henrik Gockel, der ab 1989 bei TC Training Center einstieg, gründete er 1992 die Unternehmensberatung „Gockel & Paul“ (ab 2001: P+P Edy Paul & Partner AG). Das Duo beriet mittelständische Fitnessund Freizeitanlagen in ganz Europa und expandierte mit TC Training Center erst in der Schweiz und dann in Deutschland. Die Unternehmer pushten die Kette in der Folgezeit bis 2000 mit etwa 80 Studios erfolgreich zu einer der größten Fitnessketten im deutschsprachigen Raum. Doch die Unternehmer wollten mehr: 1999, auf dem Zenit des Erfolgs, plante TC Training Center als erstes deutsches Fitnessunternehmen den Börsengang und ging dabei auch in Sachen Finanzierung neue Wege. Man lieh sich im Rahmen einer VentureFinanzierung von der BancBoston Capital London 42 Millionen DM, um weiter zu expandieren. Im Vergleich zur traditionellen Hausbankenfinanzierung stellte dieser Schritt finanziell gesehen einen großen Fortschritt dar, bedeutete aber auch ein größeres Risiko. Das Unternehmen machte nach der Jahrtausendwende herbe Verluste im mehrstelligen Millionenbereich, u. a., weil sich die Finanzierung rückblickend als deutlich zu aggressiv und die Akquisitionsstrategie durch den Zukauf von weiteren Clubs als schwierig erwies. Die TC Holding GmbH in Deutschland musste Ende 2003 Insolvenz anmelden und die deutschen Clubs wurden verkauft – die Schweizer Dachgesellschaft war von der Insolvenz aufgrund der komplexen Unternehmensstruktur nicht direkt betroffen. Die Franchisenehmer konnten den Namen TC Training trotz der Insolvenz weiterführen und somit blieb die Marke bis heute erhalten. Edy Paul und Henrik Gockel wurden von der TC-Insolvenz entlastet, sind als Gesellschafter ausgeschieden und haben die Branche trotz dieses Rückschlags weiter aktiv mitgestaltet und geprägt. Henrik Gockel blieb den Fitnessketten treu und wechselte zu Fitness First, wo er als Operations Director Europe und später als Geschäftsführer für den deutschen Markt für mehr als 100 Clubs der Kette verantwortlich war, bevor er 2010 mit PRIME TIME fitness sein eigenes Boutique-Studiokonzept erfolgreich umsetzte.

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Rainer Schaller und McFIT – anfangs belächelt, heute Marktführer 1997 gründete der gelernte Einzelhandelskaufmann Rainer Schaller unter dem Werbeslogan „Jetzt auch in Würzburg“ in einer gerade einmal 700 Quadratmeter großen Halle sein erstes puristisches McFIT-Studio. Ob der findige Visionär damals wohl schon Die Anfänge von McFIT: vom heimischen geahnt hat, dass sein erstes Dachboden nach ganz Europa Studio der Grundstein für die erfolgreichste deutsche Studiokette und der unangefochtene Platzhirsch im Discount-Segment sein würde? Geld hatte der – heute geschätzt etwa 250 Millionen Euro schwere – Quereinsteiger damals nicht, aber dafür jede Menge Elan, sein „Studio-Experiment“, wie er es selbst bezeichnet hat, in die Tat umzusetzen. Die Halle renovierte er weitestgehend selbst, die Geräte waren gebraucht und Schaller war quasi „Mädchen für alles“. Mit seinem Studiokonzept verfolgte der Visionär, anders als viele seiner Konkurrenten in dieser Zeit, eine ganz eigene, klare Strategie: Fitnesstraining für den schmalen Geldbeutel, ohne viel Schnickschnack, Wellness, Kursangebote und Co. – selbst die Dusche kostete extra. Von der Konkurrenz wurde seine Idee anfangs belächelt, aber das Konzept kam an und der Erfolg gab ihm langfristig Recht. Bis zur Jahrtausendwende expandierte McFIT erst in Bayern und ins Ruhrgebiet. Zudem wurde das Angebot ab 1999 auch zeitlich auf 24 Stunden Fitnesstraining sieben Mal die Woche ausgeweitet. Aktuell ist McFIT mit 1,95 Millionen Mitgliedern das mitgliederstärkste Fitnessunternehmen in ganz Europa. Rainer Schaller hat mit seinem „Aufbaugeist“ wichtige Pionierarbeit geleistet und ist bis heute ein Paradebeispiel dafür, wie Manager ihr Unternehmen im Wandel der Zeit konsequent weiterentwickelt haben, um wettbewerbsfähig und innovativ zu bleiben. Wie die gesamte Fitnessbranche ist auch die Rainer Schaller Global Group GmbH, kurz RSG Group (ehemals McFIT Global Group GmbH), mit ihren vielen eigenständigen Marken und Konzepten ein Spiegelbild der gesellschaftlichen Entwicklungen sowie der veränderten Marktherausforderungen. Sie ist vom „Discounter der Fitnessbranche“ zu einem facettenreichen Fitnessimperium herangewachsen.

AUSBLICK In Teil 6 unserer Reihe knüpfen wir nahtlos an die weitere Entwicklung im deutschen Fitnessmarkt an und stellen Ihnen Fitnessketten wie Injoy, Fit Company, Clever fit, Mrs. Sporty u. a. vor, die erst nach dem Jahr 2000 so richtig durchstarteten. Werfen Sie gemeinsam mit uns einen Blick auf die Marktveränderungen durch die wachsende nationale und internationale Konkurrenz. Wir zeigen Ihnen, wie z. B. die Global Player Fitness First und HealthCity den Markt vor neue Herausforderungen gestellt haben und wie sich die Branche mit neuen Mikrostudio-Konzepten, z. B. mit Boutique- oder EMS-Studios, CrossFit-Boxen etc., immer weiter ausdifferenziert und spezialisiert.

Foto: RSG Group GmbH

die Kunden neben Fitnesstraining, Wellness und zahlreichen Gruppentrainings- bzw. Entspannungskursen auch Inlineskating, Kinderbetreuung, Beachvolleyball, einen BMX-Parcours, Schwangerschaftskurse, Kampfsport und vieles mehr geboten. Goldschagg baute seine Vormachtstellung im Großraum München geschickt aus, entwickelte seine regionale Fitnesskette zu einem der Marktführer in ganz Deutschland und erwirtschaftete zur Jahrtausendwende mit „Fit-Plus“ eigenen Angaben zufolge knapp 30 Millionen DM jährlich. Vor dem Verkauf an eine britische VentureCapital-Gesellschaft im Jahr 2000 beschäftigte die Kette über 200 Mitarbeiter in 17 Filialen und es trainierten ca. 27.000 Mitglieder in den Clubs.


Foto: Busek-Archiv

(Anmerkung der Redaktion: Das „Busek-Sportcenter“ verkaufte Albert Busek 1999 an die TC-Gruppe. Es wurde 2004 von seinem ehemaligen „Schüler“ Stefan Kellerbauer (Stefan-Sportcenter) übernommen und wird seit 2018 von Thomas Gürtner (Thomas-Sportcenter) an gleicher Stelle betrieben.)

Foto: Busek-Archiv

v. l. Arnold Schwarzenegger, Albert Busek und Sven-Ole Thorsen bei der BSC-Eröffnung am 08.02.1983

Arnold 1965 im Studio in der Schillerstraße in München

Florian Schmidt

Albert Busek ist u. a. Unternehmer, Studiobesitzer, Gründer der BSA-Akademie und einer der Wegbereiter des Bodybuildings in Deutschland. Als Sportfunktionär bei Bodybuilding-Meisterschaften trat er erstmals 1960 in Erscheinung. Als langjähriger Präsident des Deutschen Bodybuilding- und Fitnessverbandes (DBFV) sowie Herausgeber und Chefredakteur mehrerer Bodybuilding-Zeitschriften stieg er zu einem der einflussreichsten Funktionäre der deutschen Kraftsportszene auf.

Florian Schmidt absolvierte nach einem Studium im Hotelmanagement und mehreren Jahren Berufserfahrung in der internationalen Hotellerie zusätzlich ein Master-Studium in Sportwissenschaft. Er ist als Dozent, Wissenschaftsredakteur und Tutor für die Deutsche Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement/ BSA-Akademie tätig.

Harry Valérien interviewte 1982 Albert Busek im „Aktuellen Sportstudio” des ZDF zur Entwicklung der Fitnessstudios

Foto: DHfPG/BSA

Foto: Klaudia Lech

Albert Busek

Auch Thomas Gottschalk kam mit Gattin Thea zur BSC-Eröffnung (und trainierte später im BSC)

Foto: Busek-Archiv

Die Fehleinschätzung eines Arztes stoppte meine erträumte Karriere als Fußballer und Steve Reeves als Herkules im Film lenkte meine Aufmerksamkeit auf eine für mich bis dahin unbekannte Sportart, was sich schließlich als entscheidende Weichenstellung für mein weiteres Leben herausstellte. Am 14. Oktober 2019 jährt sich meine „Iron-Experience“ zum 60. Male. Im Nebenraum einer Sauna – ein Studio gab es damals in München noch nicht – hatte ich erstmals eine Hantel in der Hand und nutzte auch alle vorhandenen Geräte etwa zwei Stunden lang. Die Begeisterung wuchs von Minute zu Minute. Der folgende Muskelkater war „gnadenlos“ aber ganz tief in meinem Inneren wusste ich: „Das ist mein Ding“. Konsequent recherchierte ich alles über Muskeln und war ständiger Gast in der Bayerischen Staatsbibliothek. Nach kürzester Zeit kam ich zu dem Ergebnis, dass dieses Trainingssystem alle Voraussetzungen zur Stärkung und Gesunderhaltung für jeden Menschen erfüllt. Schon in meiner Schulzeit und auch während des Studiums arbeitete ich nebenher in einem der ersten Studios in München, das später sehr berühmt werden sollte. Alles war klein und sehr einfach in den Anfangsjahren, aber die Begeisterung war grenzenlos. Ab 1. Oktober 1964 machte ich mein leidenschaftliches Hobby zum Beruf und wurde Leiter des Studios in der Schillerstraße 36 in München. In den folgenden 55 Jahren habe ich durch sehr diversifizierte Aktivitäten die Studioentwicklung, ja die der gesamten Bodybuilding- und Fitnessbranche hautnah miterlebt. In meiner Eigenschaft als Redakteur (ab 1975 als Chefredakteur) war ich in über 100 Ländern unterwegs und besuchte dabei auch unzählige Studios. Ich lernte Ikonen der Branche kennen und diskutierte mit ihnen über die Gründungsväter des 19. Jahrhunderts genauso wie über die gegenwärtige Situation und die künftige Entwicklung. Fast alle in diesem fünften Teil erwähnten Personen zählen dazu. 1982 interviewte mich der legendäre Harry Valérien im „Aktuellen Sportstudio“ des ZDF, wobei in dieser Sendung erstmals ein „Sportstudio“ aufgebaut wurde. 1983 eröffnete ich das „Busek-Sportcenter“ (BSC) und versuchte dabei, einen neuen Standard zu setzen, was damals sogar Jürgen Palm, Breitensportreferent des Deutschen Sport Bunds (DSB), zu einem Besuch des BSC nach München lockte.

1984 produzierte ich eine Video-Dokumentation zum Thema partielles Muskeltraining und sagte dabei in die Kamera: „Partielles Muskeltraining ist auf dem bestem Weg, Volkssport zu werden.“ Nicht nur die Boulevard-, sondern auch die Fachpresse machte sich darüber lustig. Nun, 1984 hatten wir in Deutschland gerade mal einige Hunderttausend Mitglieder in den Studios. 1989 waren es dann schon 1,51 Millionen und 2019 sind es gemäß DSSV-Kennzahlen 11,09 Millionen! Die Pessimisten („Naysayer“) hatten ihren Spaß, aber keine Chance! Diese herausragende Erfolgsgeschichte wird weitergehen und ich freue mich zusammen mit allen Akteuren in unserer großen „Fitness-Family“ auf spannende und kreative Weiterentwicklungen.

Foto: Busek-Archiv

Erlebte Zeitgeschichte – ein sehr persönlicher Kommentar von Albert Busek

www.dhfpg-bsa.de

Auszug aus der Literaturliste Deloitte & EuropeActive (Hrsg.) (2019). European Health & Fitness Market Report 2019.

Schupp, J.-P. (1999). Werner Krebs – Das Marketinggenie, in: Fitness Tribune 56, 1999, S. 50–56. Zugriff am 13.08.2019 unter http://healthtribune.tv/archiv/fitnesstribune/ARKIV/arc/ift59_3.html

Daumann, F., Heinze, R. & Römmelt, B. (Hrsg.) (2012). Strategisches Management für Fitnessstudios. Sciamus Sport und Management, Themenheft 3, 2012. Zugriff am 11.08.2019 unter www. sport-und-management.de/index.php/archiv/14-2012-3

Tuma, T. (1999). Körperkult – „Das kann auch geil sein“, in: Der Spiegel 38, 1990, S. 134–138. Zugriff am 13.08.2019 unter https://magazin.spiegel.de/EpubDelivery/spiegel/pdf/14799596

Kieser, W. (2008). Die Entdeckung des Eisens. Stationen meines Lebens. Berlin: Econ Verlag.

Für eine vollständige Literaturliste kontaktieren Sie bitte marketing@dhfpg-bsa.de.

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VERANSTALTUNGEN | ANZEIGE

Christa 50+

Maik CrossFit

Helina jung & sportlich

Florian LOHAS

Dennis New Business

Katrin Physio

Benjamin Power

Melanie Studiobetreiber

Neues Key-Visual der FIBO rückt die Vielfalt der Branche in den Fokus

Making-of „WE ARE FIBO“

Fotos: FIBO

Der FIBO-Veranstalter Reed Exhibitions Deutschland GmbH launcht für die FIBO 2020 ein neues Key-Visual. Für den Claim „WE ARE FIBO“ wurden auf der diesjährigen FIBO mehr als 900 Bewerber gecastet, von denen acht Personen ausgewählt wurden. Die Gewinner werden für die neue Kampagne zu den Gesichtern der FIBO – jeweils für einen der vielfältigen Bereiche der Messe.

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s sind echte Gesichter und echte Geschichten aus der Fitnessbranche, die hinter der neuen FIBO-Kampagne „WE ARE FIBO“ stehen: etwa Melanie aus Hermannsburg bei Celle, seit 17 Jahren Studiobetreiberin, Christa aus Krefeld, die sich mit 68 Jahren regelmäßig fit hält oder Katrin, selbstständige Physiotherapeutin aus dem thüringischen Apolda. So werden insgesamt acht Branchenteilnehmer zu Markenbotschaftern der FIBO und einer spannenden, großen und vielfältigen Branche. Für sie alle spielt Fitness eine wichtige Rolle – sei es beruflich oder privat. „Uns geht es darum, die FIBO authentisch abzubilden, mit echten Personen aus der Branche, mit denen sich unsere Aussteller und Besucher identifizieren können“, so FIBO-Chefin Silke Frank zum Konzept des neuen Key-Visuals. „Wir haben uns sehr geehrt gefühlt, so

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viele tolle Menschen vor der Kamera gehabt zu haben und bedanken uns bei allen Teilnehmern und dem Fotografen-Team für ihren Einsatz sowie bei gym80 für die großartige Location und die Unterstützung.“

Acht Markenbotschafter zeigen die Vielfalt der FIBO Die acht Gesichter der FIBO 2020 wurden aus insgesamt 925 Bewerbern ausgewählt. Das Casting fand in diesem Jahr auf der Messe statt. Im Einzelnen mit dabei sind Studiobetreiber und Bodybuilder Benjamin, Studentin und Fitnessfan Helina, Fitnessfachwirt und Athlet Maik, die bewegungsfreudige Seniorin Christa, Physiotherapeutin Katrin, Studiobetreiberin Melanie, Ernährungscoach und BGM-Projektleiter Dennis sowie Florian, der von CrossFit über Radfahren bis hin zu Klettern eine große Bandbreite an Sportarten betreibt.


nie reiber

Die „Gesichter der FIBO 2020“ sind erfahrene FIBO-Besucher „Ich bin mit der Messe eng verbunden, weil ich sie schon seit 2010 jedes Jahr besuche, daher ist die Teilnahme sehr emotional für mich“, sagt beispielsweise Dennis, Projektleiter bei Pretergo. Wie Dennis wurde auch Melanie auf der Messe angesprochen und hat spontan beim Casting mitgemacht. FIBO-Besucherin ist sie seit vielen Jahren. „Wir investieren hier in unser Studio“, so Melanie. „Man muss heutzutage immer am Ball bleiben, damit man sich im Wettbewerb behaupten kann.“

Katrin

Aus einem rein privaten Interesse kommt Fitnessfan Christa zur FIBO. Die Seniorin hält sich vor allem mit Tanzen fit. „Ich fand das Fotoshooting ganz toll. Das ist schon eine besondere Sache. Ich bin gespannt auf die Fotos und freue mich, alle anderen Teilnehmer auf der FIBO im nächsten Jahr wiederzutreffen“, so Christa.

Fotoshooting bei gym80 Fotografiert wurde im Showroom und in den Produktionshallen von gym80 in Gelsenkirchen. „Wir haben uns gefreut, dass wir das FIBO-Team über drei Tage begleiten durften. Zahlreiche Locations im Showroom von gym80, in der Produktion und outdoor haben es ermöglicht, coole Inszenierungen für die Topshots zur FIBO 2020 zu schaffen. Wir freuen uns über die Zusammenarbeit, auf die nächsten erfolgreichen Projekte und natürlich auf die FIBO 2020“, so das Team von gym80.

Christa

Die Fotos wurden von Iron Bodies-Fotograf Frank Martini gemacht. Veröffentlicht werden die Ergebnisse im Herbst dieses Jahres mit dem Start der neuen FIBO-Kampagne „WE ARE FIBO“.

Melanie

FIBO 2020 2. – 5. April 2020 Messegelände Köln täglich von 09:00 bis 18:00 Uhr ich gar nicht damit gerechnet habe, ausgewählt zu werden. Ich finde die Kampagne aber super und es ist ein Geschenk, dass ich dabei sein kann.“ fM: Was macht für dich die FIBO aus? Dennis Rocholz: Schon während meiner Ausbildung zum Sportund Gesundheitstrainer habe ich die Messe kennen- und lieben gelernt. Auf der FIBO lernt man stetig etwas Neues und kann vor allem ein gutes Netzwerk knüpfen. Neben dem Business-Aspekt ist ein Besuch der FIBO aber auch privat immer wieder ein Vergnügen.

Interview mit Dennis Rocholz „Von ‚Mensch zu Mensch‘ muss es passen!“ fitness MANAGEMENT sprach mit Dennis Rocholz, Projektleiter bei Pretergo und Ernährungscoach. Er ist eines der acht Gesichter der neuen FIBO-Kampagne. fM: Warum hast du an der Kampagne „WE ARE FIBO“ teilgenommen? Dennis Rocholz: Ich bin auf der FIBO angesprochen worden und habe spontan mitgemacht. Es war am Anfang eher ein Gag, weil

fM: Welchen Beruf übst du aktuell aus? Dennis Rocholz: Neben einer Festanstellung als Projektleiter im Bereich BGM bin ich selbstständiger Ernährungscoach. Ich habe mich darauf spezialisiert, mittels einer Stoffwechselanalyse Ernährungspläne zu erstellen, um Menschen bei der Gewichtsreduktion zu helfen. Langfristig ist es mein Traum, ein eigenes Fitnessstudio zu eröffnen. fM: Was sind deiner Meinung nach die aktuellen Trends in der Fitnessbranche? Dennis Rocholz: Natürlich ist die Branche heute sehr weit, vor allem was die technischen Innovationen angeht. Aber die Basis ist natürlich die emotionale Ebene. Von „Mensch zu Mensch“ muss es passen, damit man Kunden gewinnen und halten kann. 05/19

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EINKAUFSPORTAL | ANZEIGE

Bis zu 60 Prozent Rabatt auf Studioausstattung und vieles mehr

NEU: BENEFIT-PORTAL FÜR STUDIOS Urban Sports Club launcht ein neues Benefit-Portal für Inhaber von Sport-, Fitness-, und Wellnessanlagen. Sie profitieren von exklusiven Angeboten für Studioausstattung, Sportgeräte und -kleidung sowie Aus- und Weiterbildungen. Damit unterstützt Urban Sports Club seine Partner erfolgreich dabei, ihr Sportbusiness zu optimieren und gleichzeitig Kosten einzusparen.

Foto: Syda Productions - stock.adobe.com

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in sportlicher, gesunder Lebensstil ist einer der aktuellen Megatrends. Das wirkt sich nicht nur positiv auf Umsätze und Einnahmen von Fitness- und Sportanlagen aus, sondern auch auf die Investitionsfreude der Inhaber. In einer Studie des DSSV, Arbeitgeberverband deutscher Fitness- und Gesundheits-Anlagen, gaben mehr als 85 Prozent der Inhaber an, dieses Jahr neue Investitionen in ihr Sportbusiness zu tätigen. Die Maßnahmen sind dabei sehr vielfältig: Neue Sportgeräte und innovative Kursangebote sind ebenso gefragt wie der Ausbau von Standorten oder die Weiterqualifizierung von Mitarbeitern.

Portal mit exklusiven Angeboten Hier kommt Urban Sports Club ins Spiel. Im neuen Benefit-Portal von Deutschlands größter Sportplattform für Sport-, Fitness- und Wellnessanbieter finden Inhaber eine große Auswahl an exklusiven Angeboten für ihr Unternehmen: von der Studioausstattung mit Cardio- und Kraftgeräten über Sportkleidung und Supplements wie Proteinriegel und -shakes bis hin zu Trainerlizenzen und weiteren Aus- und Weiterbildungen. Sportstudios und -anlagen können sich auf bis zu 60 Prozent Rabatt bei hochwertigen Markenprodukten und -services von Adidas, Blackroll, Strobel & 72

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Walter, Socas und vieles mehr freuen! Dabei wird das Angebot kontinuierlich und nach den Wünschen und Bedürfnissen der Partner erweitert. „Mit dem Benefit-Portal ermöglichen wir es unseren Partnern, ihr Sportbusiness kostengünstig zu optimieren und auszubauen“, so Benjamin Roth, Mitgründer von Urban Sports Club, „damit können sie sich gegenüber anderen Anbietern positiv absetzen und ihre Attraktivität und Wettbewerbsfähigkeit stärken.“

Plattform mit über 6.000 Partnern Vom Start-up zum Marktführer: Auch Benjamin Roth und sein Geschäftspartner Moritz Kreppel investierten in den letzten Jahren erfolgreich in ihr Unternehmen. Urban Sports Club ist mit 6.000 Partnern mittlerweile zur größten Sportplattform Europas geworden. Nach dem Motto „Gemeinsam sind wir stärker“ vernetzen sich hier Sport-, Fitness- und Wellnessanbieter mit dem Ziel, Menschen zu einem aktiven und gesunden Lebensstil zu inspirieren.

Partner profitieren Seinen Partnern verhilft Urban Sports Club dazu, noch mehr Menschen von ihrem Sportangebot zu begeistern. Sie profitieren somit


Foto: Rawpixel.com - stock.adobe.com

Foto: Maridav - stock.adobe.com

von höherer Auslastung und einer garantierten Umsatzsteigerung – das alles ohne Kosten oder Mehraufwand. Der große Erfolg des Konzepts spiegelt sich auch in den Zahlen wider: Zehntausende begeisterte Firmen- und Privatkunden sorgen jährlich für Millionen Besuche bei den Partnern von Urban Sports Club. Diese Zusatzumsätze ermöglichen es den Partnern unter anderem, neue Investitionen in ihr Sportbusiness zu tätigen und ihre Anlagen zu modernisieren. Durch die Nutzung der Angebote im Benefit-Portal fallen darüber hinaus Investitionen deutlich kostengünstiger aus. „Damit kommen wir unserer Vision, Urban Sports Club zur Full-Service-Plattform für Sport-, Fitness- und Wellnessanbieter zu machen, einen großen Schritt näher“, erklärt Benjamin Roth.

Wie können Studios Partner werden? Inhaber kontaktieren Urban Sports Club einfach direkt über das Kontaktformular auf urbansportsclub.com/partner-werden. Ein persönlicher Partner-Berater nimmt Kontakt auf und erstellt auf Basis eines telefonischen Vorgesprächs ein individuelles Kooperationsangebot. Direkt nach der Vertragsunterzeichnung geht es auch schon los: Die ersten Urban Sports Club-Mitglieder können beim neuen Part-

Foto: juripozzi - stock.adobe.com

ner zum Sport einchecken. Gleichzeitig erhält der Partner Zugang zum Benefit-Portal sowie zu allen anderen Serviceleistungen von Urban Sports Club – für noch mehr unternehmerischen Erfolg!

Kooperationen mit der Sportindustrie Unternehmen aus der Sportindustrie bietet Urban Sports Club mit einer Kooperation die Möglichkeit, Produkte und Dienstleistungen auf dem Benefit-Portal zu bewerben. Über diesen Vertriebskanal können sie eine spitze Zielgruppe aus Tausenden Sport-, Fitnessund Wellnessanbietern erreichen und somit ihr Angebot gezielt platzieren. Interessierte Anbieter erfahren per E-Mail an benefitportal@ urbansportsclub.com, wie sie sich im Benefit-Portal eintragen lassen und ihre Chance auf Neukunden nutzen können.

Urban Sports Club Alt-Moabit 103 · 10559 Berlin Telefon: 030 - 544 450 718 partner@urbansportsclub.com www.urbansportsclub.com

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NEUE FÖRDERMITGLIEDER

Neue Fördermitglieder ELBGYM

ELBGYM

Das ELBGYM wurde 2012 in Hamburg gegründet und hat sich dort – in Deutschlands Stadt mit der höchsten Fitnessstudiodichte – als performance-orientiertes Studio durchgesetzt. Neben klassischem Kraft- und Gerätetraining bietet das ELBGYM CrossFit und ausgewählte Kurse wie Boxen, Yoga oder Functional Training in stilvoller Atmosphäre. In den 7 Jahren, die das ELBGYM nun auf dem Markt ist, ist das Community-Gym auf mittlerweile vier Studios angewachsen. Seit 2018 gehört das ELBGYM zur LifeFit Group, zu der weitere namhafte Fitnessanbieter wie Fitness First und Barry’s Bootcamp gehören. Seit Juli 2019 expandiert das Unternehmen ELBGYM weiter im Franchiseverfahren – das erste Franchisestudio wird im September 2019 ausgerollt. www.elbgym.de

Gympass Gympass ist ein weltweites Netzwerk von über 47.000 Sport- und Wellnesseinrichtungen und bietet seinen Mitgliedern mehr als 800 verschiedene Sport- und Freizeitaktivitäten. Von klassischen Fitnessangeboten über Yoga, Schwimmen und Klettern bis hin zu Tanzen und Kanu fahren – mit Gympass findet jeder seinen Lieblingssport. Defeat inactivity Unser Ziel ist es, den weltweiten Bewegungsmangel zu bekämpfen und den Menschen dabei zu helfen, aktiver und gesünder zu leben. Als reiner B2B-Player arbeiten wir ausschließlich mit Unternehmen zusammen, die ihre Mitarbeiter bei diesem Ziel unterstützen möchten. Zudem konzentrieren wir uns darauf, vor allem diejenigen Menschen zu erreichen, die bislang noch nicht Mitglied in einem Fitnessstudio oder sportlich aktiv sind. Ihr starker Firmenfitnesspartner Auf diese Weise bieten wir unseren Fitnesspartnern einen zusätzlichen Vertriebskanal mit einer klar definierten Zielgruppe (Mitarbeiter von Großunternehmen) und können somit sicherstellen, dass wir neue Nutzer in ihre Einrichtung bringen. Zusätzliche Gympass Nutzer steigern die Umsätze aus Firmenfitnessangeboten, schaffen Up-Selling-Möglichkeiten und ergänzen das Privatkundengeschäft unserer Partner somit optimal. Die Partnerschaft im Gympass Netzwerk ist kostenfrei, ohne Vertragslaufzeit und ohne operativen Mehraufwand für die Studios. Kontakt Für weitere Informationen zur Partnerschaft oder bei Fragen wenden Sie sich bitte an Nikolaus Moschkorz, Director Partnerships bei Gympass, unter nikolaus.moschkorz@gympass.com. www.gympass.com

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Jeder Euro hilft! www.gesundheit-fuer-afrika.com

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NEUE MITGLIEDER

Neue Mitglieder OFFIZIELLES MITGLIED

Body Culture Group Christian Phillippovitsch 64521 Groß-Gerau

Trimmhouse Bastian Schäfer und Robert Schepers 57074 Siegen

EMS-Lounge Gelnhausen-Zentrum Levin Albrecht 63571 Gelnhausen

redfit fitness & sports by aktiv fitnessclub redfit Augustfehn GmbH 26689 Apen

EMS-Lounge Neustadt-Sonneberg Stephan Klein 96465 Neustadt b. Coburg

speedFactory Dortmund Nils Wiedemann 44269 Dortmund

Fitness & Co. Lippstadt – EMS Training FitnessCo GmbH 59555 Lippstadt

WhyBeFit Ingo Busch 54576 Hillesheim

Fitness & Co. Lüdenscheid – EMS Training FitnessCo GmbH 58509 Lüdenscheid Fitness-Center Brand e.K. Richard Sethmacher 97816 Lohr am Main

FÖRDERMITGLIEDER

FitforLife Christoph Reinhardt 24837 Schleswig Impuls-EMS-Studio Harald Voß 53804 Much Körperformen Schwanewede Sarah Jochimsen 28790 Schwanewede Lady Fitness Club Mandy Mazur 91301 Forchheim

ELBGYM


SEMINAR

Start des jährlichen DSSV-Rechtsseminars

100 % Recht – Praktisch und kompakt

Wer haftet beim Diebstahl aus dem Spind? Unter welchen Voraussetzungen muss ich eine Attestkündigung akzeptieren? Und wie flexibel darf ich meine Mitarbeiter einsetzen?

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in Form von vielfältigen Fragen zeigte erneut, dass die referierten Themen aktuell und von Interesse für die Studioinhaber waren. Es gelang den Juristinnen erneut, auch Nicht-Juristen komplexe rechtliche Sachverhalte anschaulich zu vermitteln. Die Kaffee- und Mittagspause boten allen Teilnehmern eine gute Gelegenheit, mit den Dozentinnen auch persönlich ins Gespräch zu kommen. Eine gelungene Veranstaltung, die nach Fortsetzung verlangt!

Fotos: Klaudia Lech

iese und viele weitere Fragen aus dem Studioalltag wurden mit den Teilnehmern des aktuellen DSSV-Rechtsseminars „100 % Recht – Praktisch und kompakt“ erörtert. Die Studioinhaber erhielten rechtssichere Antworten von den Dozentinnen Iris Borrmann und Andrea Elbl, Juristinnen des DSSV. Die Auftaktveranstaltung fand am 3. September in Hamburg statt, es folgten Termine in Stuttgart, Frankfurt und Düsseldorf. Die Inhalte des Seminars ergaben sich wieder direkt und praxisbezogen aus den aktuellen Erfordernissen des Studiobetriebs. Dabei ging es um Laufzeiten, Kündigungsfristen, aber auch rund um das Thema Mitgliedsbeiträge, Haftung im Falle eines Diebstahls und das Dauerthema Kündigung unter Bezugnahme auf ein Attest. Besondere Aktualität bestand im Hinblick auf das geplante Gesetz zum Schutz vor Kostenfallen des Bundesministeriums der Justiz und für Verbraucherschutz. Arbeitsrechtlich wurden die teilnehmenden Mitglieder des DSSV u. a. über die rechtssichere und effektive Gestaltung von Beschäftigungsverhältnissen und über Fragen im Zusammenhang mit Krankheit des Mitarbeiters, Urlaub und Fortbildung informiert. Außerdem erhielten die Studios Informationen über die aktuelle Rechtsprechung des Europäischen Gerichtshofes und des Bundesarbeitsgerichtes. Die Konsequenzen, die daraus für die Gestaltung der Arbeitsverträge folgen, wurden durch Formulierungsbeispiele erläutert. Die rege Beteiligung der Teilnehmer

Iris Borrmann und Andrea Elbl


DSSV WORKSHOP

Betriebliches Gesundheitsmanagement bleibt ein Dauerbrenner! Wie Sie Firmenkunden gewinnen, Bedarfe im Unternehmen analysieren, erfolgreiche Programme konzipieren und Erfolge messbar machen. Jetzt Chancen erkennen und als Dienstleister aktiv werden!

Die Arbeitswelt befindet sich, getrieben durch die zunehmende Digitalisierung, den demografischen Wandel und veränderte Wertevorstellungen in der Gesellschaft, in einem tief greifenden Wandel. Der Erhalt der Ressource Mensch und die Wahrnehmung der Mitarbeiterinteressen gewinnen immer mehr an Bedeutung. Dies zeigt sich letztlich auch in dem verstärkten Angebot von Betrieblichen Gesundheitsförderungsmaßnahmen (BGF) oder dem Aufbau eines Betrieblichen Gesundheitsmanagements (BGM) in Unternehmen.

PRAXISTAUGLICHE LÖSUNGEN SIND GESUCHT! Wer als Fitnessanbieter zum Dienstleister für Unternehmen werden will, muss neben dem theoretischen Wissen über den Aufbau eines Betrieblichen Gesundheitsmanagements vor allem auch praktische Lösungen bieten. Betriebliche Gesundheitsförderung sollte sowohl dem Erhalt und der Förderung der Gesundheit und Arbeitsfähigkeit bzw. der Minderung von Risiken als auch der Steigerung der Arbeitgeberattraktivität gerecht werden. Für Fitness- und Gesundheitsanlagen entstehen demnach interessante Aufgabenfelder mit Langzeitperspektive: Sie können in den Unternehmen den individuellen Bedarf an Gesundheitsförderung identifizieren und zielführende Maßnahmen für alle Altersgruppen entwickeln.

Köln 09.10.2019

Stuttgart 10.10.2019

Hamburg 18.10.2019

Frankfurt 21.10.2019

München 24.10.2019

Jeweils 11-16 Uhr

IHRE VORTEILE BEIM WORKSHOP BGM-Marketing starten Sie erfahren, welche Gesundheitsthemen bei Unternehmen auf der Agenda stehen und wie Sie Ihr Marketing zielorientiert ausrichten. Bedarfe ermitteln Sie lernen Möglichkeiten einer Bedarfsermittlung im Unternehmen kennen und erfahren, wie nachhaltige BGM-Strategien entwickelt werden können. Erfolgreich im BGM arbeiten Sie erhalten Praxistipps zur Durchführung gesundheitsbezogener Analysen sowie Praxisprogramme und lernen Möglichkeiten der Erfolgsmessung kennen.

IHR REFERENT Oliver Walle ist u. a. BGM-Fachautor und Dozent an der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement und der BSA-Akademie, den Bildungspartnern des DSSV. Er ist Geschäftsführer eines BGM-Beratungsunternehmens und fungiert zudem als stv. Vorstandsvorsitzender des Bundesverbandes Betriebliches Gesundheitsmanagement (BBGM). Oliver Walle verfügt über umfassende Praxiserfahrung, insbesondere bei der Umsetzung spezifischer betrieblicher Präventionsprogramme. Foto: DHfPG/BSA

DEN WANDEL GESUNDHEITSFÖRDERLICH GESTALTEN – ABER WIE?

Fachlich überzeugen im Akquise-Gespräch Mit einem Strategieworkshop den Grundstein legen für den Einstieg in ein BGM Psychische sowie physische Belastungen analysieren und Maßnahmen ableiten Kennzahlen für Firmenfitness, Präventionsprogramme etc. finden und den Erfolg messbar machen. seminare@dssv.de www.bildungsinstitut.dssv.de/BGM

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KOLUMNE

Philosophische Fehler und Glaubenssätze in der Unternehmensführung

Achte auf deine Gedanken! Sie sind der Anfang deiner Taten.

(Chinesisches Sprichwort)

Sie werden jetzt sicherlich fragen, was Philosophie oder Glaubenssätze mit unserer von Zahlen geprägten Wirtschaft zu tun haben? Mehr als allgemein bekannt ist! Nachfolgend werden wir einige Beispiele beschreiben, die Sie sicherlich kennen werden, da diese Glaubenssätze zumindest teilweise in Ihren Gedanken vorhanden sind.

W

ie oft haben Sie schon etwas, das Ihnen sehr wichtig war, gar nicht erst versucht, weil Sie Angst hatten zu scheitern? Entweder haben Sie lieber die Finger davongelassen oder sind beim Versuch gescheitert. Wenn Sie sich erst gar nicht überwinden konnten, war es einfacher, denn Sie hatten keine Erwartungen und konnten dementsprechend auch nicht enttäuscht werden. Allerdings: Wer erst gar nicht den Versuch startet, der bleibt auch dort, wo er gerade steht!

Nutzungsdauer des Anlagegutes in ihre Steuerzahlungen mit ein, obwohl gerade hier enorme Summen zur Anlagenerneuerung zur Verfügung stehen könnten. Eine AfA-Position hat nicht nur das Ziel, einen periodengerechten Gewinn auszuweisen, sondern auch durch die Steuerersparnis aufgrund des AfA-Teilwertes zumindest einen Anteil für ein Reinvestitionsgut nach Ablauf der Nutzungsdauer des Altgerätes anzusparen.

Unternehmenspositionierung falsch verstanden? Glaubenssätze – ein Grundübel Bei vielen Menschen sind solche Gedanken allgegenwärtig, häufig aber unbewusst! Sie resultieren aus einschränkenden Glaubenssätzen, die sich über viele Jahre unbemerkt in unseren Gedanken eingenistet haben. So ist unsere heutige Gesellschaft durch alles Mögliche konditioniert worden. Dies heißt aber nicht, dass Sie dieses psychologische „Fehlverhalten“ annehmen müssen. An den folgenden Beispielen werden Sie erkennen, wie Glaubenssätze Einfluss auf unternehmerisches Handeln nehmen können.

Schnelles Geld – viel und oft! Der Mensch – so auch der Unternehmer – neigt vielfach zu solch einem Handeln. Daran ist nicht unbedingt etwas Verwerfliches, jedoch steht hier der private Aspekt im Vordergrund und nicht das Unternehmen. Machen Sie sich bewusst, dass Unternehmen wie lebende Organismen sind, die „gefüttert“ und am Leben gehalten werden müssen. Ihr Unternehmen ist Ihre Einkommensquelle für die Gegenwart, aber vor allem auch für die Zukunft. Bringen Sie Ihr Unternehmen in den primären Status des Handelns und lassen Sie es nicht „dehydrieren“, bis es vor Austrocknung stirbt. Setzen Sie Ihren – angemessenen – privaten Anspruch auf die sekundäre Position. Irgendwann wird es sich auszahlen. Setzen Sie auf eine stabile, nachhaltige und sichere Einnahmengenerierung.

AfA-Positionen als Joker zur Steuersenkung Freie AfA-Positionen (nach Tilgungsposition) werden vielfach planlos nur zur persönlichen Steuerminderung eingesetzt – obwohl sich gerade dieses Instrumentarium als Reinvestitionsposition zur ständigen Erneuerung des Anlagevermögens, das sich jährlich in der Bilanz mindert, sinnvoll eignet. Vor allem die Barzahler von Investitionen beziehen diese Cashflow-Marge über die angedachte 82

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Sie hatten sich im Vorfeld Ihrer Gründung sicherlich Gedanken über die Positionierung Ihres Unternehmens gemacht: Luxus, Premium oder Discount? Das war die entscheidende Frage. Diese Entscheidung erfordert im Anschluss aber vor allem Disziplin und Konsequenz in der Umsetzung aller Aktivitäten, beginnend beim Marketing inklusive der Preisgestaltung. Jede Positionierung benötigt „Leitplanken“, die nicht überschritten werden dürfen. Premiumanlagen müssen sich auch nicht nur „premium“ verhalten, sondern auch hinsichtlich des Preis- und Leistungsspektrums reagieren. Preissenkungen oder sogar übermäßige „Rabatte“ als Beispiel zerstören das eigentlich Gewollte und bringen Ihre Marke direkt in die Vergleichbarkeit mit Discountern. „Premium“ zu sein bedeutet nicht nur, die allerneuesten Geräte zur Verfügung zu stellen oder optisch die schönste Anlage zu bieten, sondern vor allem auch ein engagiertes, begeisterndes Team mit hoher Kompetenz um sich zu haben. Nicht die „schönsten“ Anlagen sind immer die besten, sondern diejenigen, die ein emotionales, emphatisches und hoch qualifiziertes Team ihr Eigen nennen.

Aktionismus erzeugt keine Nachhaltigkeit Falls Sie nicht der große Vorausplaner sind, dann wird sich alles, was Sie tun, in Aktionismus verwandeln. Egal ob es sich um die Investitionsplanung, Marketingplanung oder um andere Dinge handelt, es wird in der Vorbereitung ein entsprechender Vorlauf benötigt. Ansonsten bringen Sie einerseits Ihr Team in Stress und Hektik – von Ihnen selbst gar nicht zu reden – und andererseits fehlt Ihnen die Zeit, um elementare Planungsabsichten seriös durchzurechnen oder zu konzipieren. Vielfach müssen Sie dann auf vergangene Dinge zurückgreifen, um den kurzen Zeithorizont erfüllen zu können. Innovationen werden aufgrund des Mangels an Zeit nicht getestet oder eingeführt. Im Grunde verwalten Sie den Status quo Ihres Unternehmens. Aktionismus führt dazu,


dass Sie real im Unternehmen und nicht an Ihrem Unternehmen arbeiten. Entscheiden Sie selbst, wann Sie aus diesem „Hamsterrad“ aussteigen möchten. Struktur erzeugt Wachstum. Ich denke, Sie wissen was ich meine …

Gehen Sie nie von sich selbst aus! Viele Unternehmer denken, dass jeder Mensch so „tickt“ wie sie selbst. Leider ist dies nicht so. Aus diesem Grund laufen viele von Unternehmern entworfene oder abgeänderte Konzepte ins Leere. Ihre Meinung muss nicht die Meinung der Gesellschaft sein. Diese hat eigene Spielregeln. Das werden Sie akzeptieren bzw. respektieren müssen, wenn Sie erfolgreich sein möchten. Konzentrieren Sie sich ausschließlich auf Ihre Kernzielgruppe und versuchen Sie, sich in diese hineinzudenken. Verbringen Sie Zeit mit diesen Studiomitgliedern und sprechen Sie mit ihnen. Nur so erfahren Sie deren Bedürfnisse, Neigungen und Wünsche. Der Fokus auf diese Gruppe ist existenziell und Sie selbst haben diese bei Gründung Ihres Unternehmens als konstitutive Entscheidung festgelegt. Das Bedienen der Randzielgruppen innerhalb Ihres Mitgliederbestandes darf keine Priorität haben. Falls Sie dies tun, wird sich Ihre Kernzielgruppe still und leise verabschieden. Denken Sie daran, dass Sie es nicht allen Mitgliedern recht machen können. Nur so werden Sie den Erwartungshorizont Ihrer Kernzielgruppe übertreffen können.

Stefan Haase, Betriebswirt und Industriekaufmann, war langjähriger Partner einer renommierten Unternehmensberatung, zuletzt in der Funktion des betriebswirtschaftlichen Leiters. Er ist Mitglied des DIN/CEN-Normungsausschusses für Fitnessanlagen und zudem als Dozent, Autor und Tutor für die Deutsche Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement tätig.

www.dhfpg-bsa.de

Foto: DHfPG/BSA

Stefan Haase

Foto: Tryfonov - stock.adobe.com


BRANCHENKONGRESS | ANZEIGE

Foto: ehem. INLINE Unternehmensberatung GmbH

Europas größter Branchenkongress

ACISO CONGRESS in Kassel E rstmalig wird in 2019 Europas größter Branchenkongress – der ehemalige INLINE Kongress – unter dem neuen Namen „ACISO CONGRESS“ stattfinden. Das Branchenhighlight überzeugt zum einen durch ein extrem vielfältiges und hochkarätiges Angebot, zum anderen zeichnet es sich durch einen transparenten Dialog und Kompetenzaustausch auf Augenhöhe aus.

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in exklusives Line-up mit dem Who`s who der Speaker-Szene, kombiniert mit den beliebtesten ACISO Referenten und Presentern, beweist, dass ACISO ein herausragendes Gespür für erstklassige Eventprogramme hat und die Besten der Szene für sich gewinnen kann. Das Credo der Veranstaltung lautet: „TREFFPUNKT DER BESTEN“. Genannt seien zu diesem Zeitpunkt bereits: • Slatco Sterzenbach, Mental Coach und Leadership Trainer • Philip Keil, Berufspilot, Autor und Top-Redner zu Führung & Kommunikation • Cristián Gálvez, Motivationstrainer • Thomas Huber, Bergsteiger und Bergführer • Dr. Kurt Mosetter, Begründer der Myoreflextherapie, und sein Physiotherapeuten-Team • Prof. Dr. Kathrin Adlkofer, Wissenschaftliche Leitung der mei:do concepts GmbH und zweifache Weltmeisterin im Segeln • Andreas Heuchert, Personal- und Business-Coach • Norbert Kox, Premium-Personal-Trainer Hinzu kommen für die große Convention national und international namhafte Presenter wie Michael de la Cruz, Sabine Steinbach, Kathrin Reuß, Marion Linder, Ramona Nahrstedt, Franco Ferraro

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u. v. a. m. Wenn Star-DJ Tom Novy am Samstagabend alle Kongressteilnehmer einlädt, dann ist eine große Party vorprogrammiert. An beiden Kongresstagen können die Teilnehmer aus einem umfangreichen Programm mit ca. 100 Workshops, Kursen und Vorträgen wählen. Im Fokus stehen dabei immer die Bedürfnisse der Fitness- und Gesundheitsstudios. So bietet die Vielfalt an Disziplinen und Themen von Vertrieb über Trainingsbetreuung bis zu Persönlichkeits- und Erfolgstraining Inspiration und erstklassigen Know-howTransfer für unterschiedlichste Positionen in einer Fitnessanlage.

Ticket- & Tarif-Infos • Preisstufe 1 für ACISO Kunden: 159 € p. P. • Externe Kunden: 229 € p. P. Gruppentarif (4 +1): Bei einer Anmeldung von vier Personen nimmt die fünfte Person gratis teil. Jetzt gleich anmelden unter: www.aciso.com/congress


UNTERNEHMENSFÜHRUNG | ANZEIGE

Fotos: André Loessel

Führungswechsel bei Inkasso Becker Wuppertal Stabübergabe bei dem Wuppertaler Traditionsunternehmen: Nach 16 Jahren bei Inkasso Becker Wuppertal GmbH & Co. KG – Part of Lowell Group und einer erfolgreichen Zeit in der Geschäftsführung tritt Sandra Trotzowsky nun ihre neue Rolle als Chief Sales Officer DACH im Mutterkonzern Lowell an. Ihr Nachfolger, Markus Krummen, ist bereits seit vielen Jahren Teil der Unternehmensgruppe und freut sich auf die neue Herausforderung.

D

ie 1953 von Hans Becker gegründete Gesellschaft hat sich von einem Familienbetrieb hin zu einem etablierten Unternehmen im Bereich Forderungsmanagement entwickelt und zählt heute an ihrem Standort in Wuppertal über 160 Mitarbeiter. Mit rund 2.500 deutschen Fitnessunternehmen als Kunden gehört die Inkasso Becker Wuppertal zum Marktführer im Forderungsmanagement für die Fitnessbranche. Unter dem Motto „Liquidität statt Verwaltungs-

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aufwand“ unterstützt das Unternehmen bereits seit über 65 Jahren seine Kunden dabei, nicht gezahlte Mitgliederbeiträge einzutreiben. Zahlreiche Dienstleistungen der Inkasso Becker Wuppertal unterstützen die Studiobetreiber bei der Vereinfachung oder gesamten Auslagerung des Forderungsmanagements. Dabei gehört der Ankauf titulierter und nicht titulierter Forderungen seit vielen Jahrzehnten zum erfolgreichen Kerngeschäft der Wuppertaler Spezialisten.


„Nach der operativen und prozessualen Funktion der vergangenen Jahre reizt mich vor allem die aus meiner Sicht hochinteressante Branche Fitness, Wellness und Gesundheit. Ich freue mich auf die Herausforderung und die spannenden Aufgaben, die auf mich in der nächsten Zeit zukommen werden. Wichtig ist mir vor allem, dass der hohe Kundenservice weiterhin gewährleistet werden kann und wir uns stetig produktseitig und prozessual weiterentwickeln. Vor allem Themen wie die Digitalisierung und Optimierung von Prozessen, die Automatisierung und ein stetig verbesserter Konsumenten- und Kundenservice stehen zukünftig für uns und die gesamte Lowell Group im Vordergrund“, berichtet Markus Krummen.

Sandra Trotzowsky startete 2003 ihre Karriere bei Inkasso Becker Wuppertal – Part of Lowell Group Vor über 16 Jahren kam die gebürtige Wuppertalerin zu Inkasso Becker. Zug um Zug entwickelte sich Sandra Trotzowsky innerhalb des Unternehmens weiter und übernahm immer mehr Führungsaufgaben in den unterschiedlichsten Geschäftsbereichen. Sie konnte mit ihrer langjährigen Branchenerfahrung überzeugen und wurde im Jahr 2016 schließlich zur Geschäftsführerin der Gesellschaft berufen. In all den Jahren waren Sandra Trotzowsky vor allem zwei Dinge wichtig: ihre Mitarbeiter und das über Generationen hinweg aufgebaute Know-how. Kombiniert mit einem immerwährenden engen Dialog zu den Kunden und einer kontinuierlichen Weiterentwicklung der Dienstleistungen verschmelzen bei der Inkasso Becker Tradition und Innovation auf die beste Weise. Diese Kombination hat nicht nur zu einem langjährigen Bestehen des Unternehmens geführt, sondern auch zur marktführenden Position in der Fitness-, Wellness- und Gesundheitsbranche. Für Sandra Trotzowsky ist diese Etappe nun zu Ende und sie widmet sich neuen Herausforderungen bei der Lowell Group. Zu den wesentlichen Aufgaben in ihrer neuen Funktion als Chief Sales Officer gehört vor allem die zukünftige Strategie- und Geschäftsentwicklung der Lowell Group in den Regionen Deutschland, Österreich und Schweiz.

Inkasso Becker Wuppertal setzt beim Forderungsmanagement verstärkt auf neue, innovative Technologien – ohne jedoch den Faktor Mensch aus den Augen zu lassen Bei der Zusammenarbeit mit der Inkasso Becker Wuppertal ist das vorrangige Ziel der Studiobetreiber vor allem die Begleichung offener Forderungen. Gleichzeitig muss aber auch gewährleistet sein, dass genau die Konsumenten identifiziert werden können, bei denen weiterhin Umsatz generiert werden kann und die man als Kunden behalten möchte. Aus diesem Grund ist es wichtig, bereits im Vorfeld sehr genau zwischen Indikatoren im Zusammenhang mit der Zahlungswilligkeit und Zahlungsfähigkeit von Konsumenten zu differenzieren. Inkasso Becker Wuppertal verfolgt dazu verschiedene Segmentierungsansätze und arbeitet an der Umsetzung einer optimalen Customer-Journey-Strategie, um auf Konsumenten individueller eingehen zu können. Die Kombination von Analytik mit digitalen Innovationen steht hier im Fokus. „Wir bei Lowell investieren vor allem in digitale Datenlösungen für unsere Kunden, um ihnen ein maßgeschneidertes Dienstleistungsangebot zu bieten. Der Einsatz von Big Data, künstlicher Intelligenz und differenzierten Kundenansprachen wird das Forderungsmanagement in den nächsten Jahren drastisch verändern und vielfältige Anforderungen an die Systemlandschaft und Prozesse stellen. Wir als Lowell Group wollen auf diese Entwicklung nicht nur optimal vorbereitet sein, sondern aktiv daran mitwirken“, so Sandra Trotzowsky. Bereits vor einigen Jahren hat die Lowell Group ein eigenes Vorstandsressort Decision Science etabliert. Das Team besteht aus Experten in den Bereichen Statistik und quantitativer Forschung sowie aus Business Analysten, die innovative Ansätze im Zusammenhang mit Predictive Analytics und Date Sourcing realisieren. „Mit dem Teamspirit der Unternehmensgruppe und unserem Produktportfolio bauen wir als Inkasso Becker Wuppertal auf einer optimalen Basis auf. Unsere Produkte und Dienstleistungen werden mit dem bewährten Team weiterentwickelt und von unserem erfahrenen und spezialisierten Decision-Science-Team noch stärker optimiert. Inkasso Becker Wuppertal setzt beim Forderungsmanagement stark auf neue, innovative Technologien – ohne jedoch den Faktor Mensch aus den Augen zu lassen“, erläutert Markus Krummen die zukünftige Strategie des Wuppertaler Finanzdienstleisters.

Der Nachfolger bei Inkasso Becker Wuppertal: Markus Krummen ist neuer Geschäftsführer Markus Krummen ist bereits seit vielen Jahren ein Teil der Lowell Group und hat in der Vergangenheit den Bereich Operations Delivery aufgebaut und geleitet. Mit viel Freude geht Sandra Trotzowskys Nachfolger seine neue Aufgabe als Geschäftsführer an:

Ausführliche Informationen über die Dienstleistungsangebote der Inkasso Becker Wuppertal – Part of Lowell Group erhalten Sie unter: www.lowellgroup.de

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UNTERNEHMENSBERATUNG | ANZEIGE

Fotos: Kerstan Consult GmbH

Die Kette reißt am schwächsten Glied Kerstan Consult ist eine der wenigen unabhängigen deutschen Unternehmensberatungen, deren Ziel es ist, die Gewinne von personengeführten Unternehmen zu maximieren. Sicherlich ist auch die Erfahrung aus über 20 Jahren der Grund für die erstklassigen Referenzen. Europaweit wurden insgesamt über 3.000 Clubs noch erfolgreicher gemacht. Den Weg dahin wollen wir Ihnen hiermit aufzeigen. 1. Voraussetzungen schaffen Grundvoraussetzung für ein erfolgreiches Unternehmen ist ein modernes, ansprechendes Produkt. Deshalb zeigen wir Ihnen nachfolgend die Wandlung von Clubs, die mit Kerstan Consult arbeiten, innerhalb von nur sechs Monaten. Dabei werden Raum-, Geräte- und Refinanzierungskonzepte von uns erstellt. Das Wichtigste dabei ist die Refinanzierung. Durch ein von uns ausgearbeitetes Refinanzierungskonzept werden alle Investitionen auf den bestehenden Kundenstamm umgelegt. Es gab in den letzten 20 Jahren keinen Club, der nach dem Relaunch nicht die gesamten Investitionskosten eingespielt hat.

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Dieser Schritt ist die Grundvoraussetzung für eine erfolgreiche Arbeit. Immer wieder erleben wir die Einstellung: „Ich saniere und löse meinen Investitionsstau auf, wenn ich mehr Geld verdiene“. Merke: Geld entsteht durch die Auflösung eines Investitionsstaus und nicht umgekehrt. Nachdem ein Konzept zur Cluboptimierung erstellt wurde, wird das Unternehmen von außen nach innen durchleuchtet. Dabei ist der erste Schritt, sich über Ihr Unternehmen zu informieren, Ihre Homepage.

2. Schaffen einer selektiven Webseite Ihre Webseite muss beide Geschlechter sowie die Young Gene-


ration, Best Ager, Abnehm- und Gesundheitskunden ansprechen. Weiterhin ist Ihre Webseite kein Informationstool, sondern ein Verkaufsinstrument. Ihr Kunde muss die Möglichkeit haben, über eine Selektion (z. B. weiblich, 50 Jahre, abnehmen) sofort auf das entsprechende Produkt mit entsprechendem Wording inklusive Verkaufsprogramm zu gelangen. Wenn Ihre Webseite dies nicht hergibt, verlieren Sie pro Monat durchschnittlich vier Kunden (jährlich 48 Kunden), was über 75.000 Euro Umsatz bedeutet. Meistens ist dies bereits der erste Punkt, an dem die Wertschöpfungskette des Unternehmens reißt. Sollten Sie dieses Problem gelöst haben, kommen wir zum nächsten Schritt: die profilorientierte Ansprache des Kunden.

3. Profilorientiertes Marketing Ihre Kunden unterteilen sich in drei Zielgruppen: Gruppe 1: Young Generation Gruppe 2: Best Ager Gruppe 3: Gesundheits- und Abnehmkunde Die Gruppen benötigen nicht nur unterschiedliche Ansprachen, sondern müssen auch zu unterschiedlichen Zeiten angesprochen werden. So ist z. B. die Young Generation während der Osterferien häufig zu Hause zu erreichen; die Best-Ager-Gruppe hingegen ist oftmals im Osterurlaub. Gesundheitskunden dagegen sind in den Sommerferien meist zu Hause. Sie verbringen ihren Urlaub eher außerhalb der Hauptsaison. Haben Sie ein zielgruppenorientiertes Marketing, was die Ansprache, das Layout sowie die tatsächliche Anwesenheit berücksichtigt, so generieren Sie einen bis zu 30 Prozent höheren Werberücklauf. Anhand jahrelanger Erfahrung wissen wir, dass ein Einzelunternehmen diese Anforderungen niemals erfüllen kann. Nun nimmt Ihr Interessent erstmals Kontakt zu Ihrem Unternehmen auf – mit einem katastrophalen Ergebnis.

4. Erstkontakt verbessern Wahrscheinlich arbeiten Sie mit Telefonlisten oder einem Call-inSystem. Nachweisbar werden nur 22 Prozent aller Interessenten, die anrufen, terminiert bzw. die Nummer der Interessenten für einen eventuellen Rückruf aufgeschrieben. Dies bedeutet, dass 78 Prozent der Anfragen keinen Umsatz für Ihr Unternehmen generieren. Daher ist, nachdem alle Telefonschulungen keine Verbesserungen gebracht haben, das Arbeiten mit einem Telefon-/ Navi-System zwingend notwendig.

Möglichkeit, dies zu verändern, ist das Einsetzen eines intelligenten Verkaufssystems. Dies bedeutet, Ihr Verkaufssystem muss: • das Profil Ihrer Zielgruppe analysieren • den Kunden automatisiert führen • dem Kunden sämtliche Verkaufsargumente mittels Avatar präsentieren • alle Nebenkosten „hirngerecht" erklären • dem Kunden Personal-Trainer-Stunden und Vorauszahlungen zur Wahl anbieten • pro Anmeldung mindestens zwei Empfehlungen generieren. Wenn Sie dieses System in Ihrem Club haben, dann können Sie endlich anfangen, aktiv Ihr Produkt zu vertreiben.

6. Aktiver Vertrieb Durchschnittlich werden 10 Prozent der Kunden über den aktiven Vertrieb generiert. Dies ist ein festes Geldgewinnungssystem, das zweimal pro Monat umgesetzt werden muss. Durch das von uns entwickelte System werden bundesweit im Durchschnitt 18 Verträge monatlich zusätzlich generiert. Wenn Sie nun die Schwachstellen Ihres Unternehmens eliminiert haben, geht es im letzten Punkt der Wertschöpfungskette darum, den Mitgliederbestand Ihres Unternehmens langfristig aufzubauen. Dies ist nur möglich, indem Sie mit Vertragsumstellungen arbeiten.

7. Umstellung von Verträgen durch optionale Anschlussverträge Kerstan Consult hat dazu ein System entwickelt, das pro Umstellung 69 Euro Direkteinnahmen sowie 40 Prozent längere Laufzeiten durch Anschlussverträge generiert. Anschlussverträge werden schon lange in der Telekommunikationsbranche angeboten. Dies bedeutet, dass erst Ihr Bestandsvertrag erfüllt wird und danach ein neuer Vertrag mit gleicher Laufzeit beginnt. Kerstan Consult hat dieses System erstmalig exklusiv in der Fitnessbranche eingeführt. Das gesamte Know-how der Kerstan Consult Beratungsleistung bekommen Sie für den Beitrag von nur einem Kunden pro Monat. Treffen Sie also eine risikofreie Entscheidung und kommen Sie unverbindlich auf eines unserer nächsten Start-Up-Seminare. Die Informationen dazu finden Sie auf unserer Homepage: www.kerstanconsult.de.

Dies bedeutet, Sie erhalten sekundengenau Informationen über jeden Anruf sowie die Telefonabschlussquote Ihrer Servicekraft. Solange Sie nicht automatisiert erfahren, wie viele Interessentenanrufe Ihr Unternehmen täglich erhält, werden Sie niemals das gesamte Potenzial Ihres Marktes ausschöpfen. Gerne zeigen wir Ihnen das für Sie entwickelte Telefon-/Navi-System live. Nun kommt Ihr Interessent in Ihren Club und Ihr Trainer wird zum Verkäufer „wider Willen“.

Interessiert? Rufen Sie uns an unter: 06173 - 95 02 02 oder senden Sie eine E-Mail an: info@kerstanconsult.de

5. Professionelle Verkaufssysteme nutzen Ein professioneller Verkäufer muss 122 Verkaufsargumente bei Bedarf einsetzen können. Anhand von über 500 Verkaufsschulungen ist die Bilanz erschreckend. Ihr Verkäufer kann sofort insgesamt 122 Trainingsübungen aufsagen, stoppt jedoch nach maximal 22 Verkaufsargumenten. Dies bedeutet, dass sowohl die Schulungen der letzten Jahre als auch Ihre Verkaufsverbindungen keine Verbesserungen des Verkaufs bewirkt haben. Die einzige

Michael Kerstan

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STUDIOKONZEPT | ANZEIGE

Fotos: Daniel Döbler/Michael Wilhelm

MYGYM private – das prozessoptimierte Boutique-Studiokonzept

Volldigitales Betriebskonzept Das volldigitale Betriebskonzept von MYGYM ist in allen wichtigen Prozessen und in seiner Kostenstruktur optimiert und daher speziell für Existenzgründerinnen sowie -gründer eine attraktive Alternative. Das MYGYM private Sinsheim liefert beeindruckende Zahlen für ein erfolgreiches Betriebskonzept.

D

ie Zahl sogenannter „Boutique-Studios“ – kompakte Fitnessstudiokonzepte, die mit wenig Personal betrieben werden können und nur wenig Grundfläche benötigen – nimmt seit Jahren zu. Speziell für Existenzgründer bieten sie eine gute Möglichkeit zum Start einer selbstständigen Tätigkeit in der Fitnessbranche. Die Gründe dafür liegen auf der Hand: Wegen der im Vergleich zu großen Fitnessanlagen niedrigeren Investitionssumme und der geringeren Miete sind sie auch von Unternehmern mit weniger Eigenkapital finanzierbar und der „Return on Investment“ stellt sich gegebenenfalls schneller ein. Zudem können in bereits erschlossenen Märkten Nischen besetzt und spezielle Zielgruppen angesprochen werden.

Erfolgsfaktor Kostenstruktur Zu den entscheidenden Faktoren für den wirtschaftlichen Erfolg eines Existenzgründers gehören – unabhängig von der Studiogröße, der angestrebten Mitgliederzahl, den Mitbewerbern und der Positionierung des Studios: die Optimierung der zukünftigen Geschäftsprozesse, die zu erwartende Kostenstruktur und dabei insbesondere die Anzahl der Arbeitsstunden, die für einen erfolgreichen Betrieb des Studios notwendig sind. Legt man bei einem modernen Studio Öffnungszeiten von 7 bis 22 Uhr an Wochentagen und von 9 bis 21 Uhr an den Wochenenden zugrunde, so kämen auf einen Existenzgründer rein rechnerisch 90

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99 (!) Arbeitsstunden pro Woche zu, nur um den täglichen Studiobetrieb aufrechtzuerhalten. Es dürfte jedem klar sein, dass ein solches Arbeitspensum von einer Person allein niemals dauerhaft aufgebracht werden kann. Neben dem normalen Trainingsbetrieb kommen darüber hinaus ja noch weitere Aufgaben wie Verkauf, Marketing, Mitgliederverwaltung oder Reinigung hinzu. Somit wäre es eigentlich notwendig, bereits zum Start des Studios mit zwei bis drei weiteren Personen zusätzlich zu kalkulieren. In der Regel ist das aber nicht finanzierbar.

Digitalisierung und Gebäudetechnik senken Arbeitsaufwand MYGYM geht einen anderen Weg: Der Studiobetreiber wird entlastet, das Studio wird kosten- und prozessoptimiert organisiert und die Existenzgründung wird ohne die Einstellung von zusätzlichen Mitarbeitern ermöglicht. Dazu macht sich MYGYM die Digitalisierung sowie moderne Gebäudetechnik zunutze. Folgende Beispiele verdeutlichen den Ansatz von MYGYM: In einem MYGYM private sind die Trainingszeiten klar von den Betreuungszeiten getrennt. Das MYGYM private Sinsheim bietet zum Beispiel wochentags bei Öffnungszeiten von 5 bis 23 Uhr persönliche Beratungszeiten von 17 bis 20 Uhr an. Auf den ersten Blick scheint dies verwunderlich, doch die Erfahrungen haben eindeutig gezeigt, dass diese drei Stunden täglich aus-


reichen, die Interessenten zu beraten, Neumitglieder einzuweisen, Verträge zu schließen und das Studio betriebsbereit zu halten – auch bei mittlerweile über 900 Mitgliedern.

Aus diesem Grund ist jedes MYGYM private automatisch an den zentralen MYGYM Internetauftritt inklusive dem Elektronischen Verkaufs-Assistenten (EVA) angeschlossen.

Außerhalb dieser Betreuungszeiten läuft das Studio dank modernster Technik quasi autonom: • Der Check-in erfolgt über einen QR-Code auf dem Smartphone des Mitglieds und der Eingangsbereich ist mit einer Videoüberwachungsanlage versehen. • Die Mitglieder können an den Terminals im Club oder über Smartphone ihre Mitgliedschaften selbst verwalten und z. B. Zusatzangebote buchen. • Alle Gastronomieangebote (Eiweißautomat, Kaffeemaschine, Getränketheke) sind bargeldlos nutzbar. Sie werden mit der Clubkarte angesteuert und die Abbuchung der Beträge erfolgt vollautomatisch. • Die Duschen sind zeitgesteuert. • Die Räumlichkeiten sind mit einer intelligenten Gebäudesteuerung ausgestattet, die es dem Inhaber möglich macht, das Studio über Smartphone zu organisieren.

EVA ist in der Lage, 24 Stunden am Tag Mitgliedschaften über das Internet zu verkaufen. Somit entfällt die bislang übliche Bearbeitung von Interessenten inklusive Terminvereinbarung im Studio und wertvolle Arbeitszeit wird dauerhaft eingespart.

Kooperation mit freiberuflichen Personal Trainern Eine große Herausforderung für jeden Betreiber eines kostenoptimierten Studios ist es, den Kunden, die dies wünschen, eine professionelle Trainingsbetreuung anzubieten. In einem MYGYM private wird diese Trainingsbetreuung durch selbstständige Trainer abgedeckt, die das Studio auf Basis einer speziellen Kooperationsvereinbarung nutzen und den Kunden Trainerstunden direkt anbieten. Dieses Angebot wird durch die Verknüpfung der MYGYM App mit dem Personal-Trainer-Portal www.my-pt.com ermöglicht. Der Trainer ist dabei in der Gestaltung seiner Angebote und seiner Preisliste völlig frei und das Mitglied kann sich immer den für sich passenden Trainer aussuchen.

Marketing und Verkauf laufen digital mit EVA Da das Marketing und der Verkauf von Mitgliedschaften neben der besonderen Wichtigkeit für den wirtschaftlichen Erfolg eines Studios auch einen erheblichen Kostenblock darstellen, legt MYGYM besonderes Augenmerk auf eine Entlastung der Studioinhaber speziell in diesem Bereich.

Mithilfe von EVA schließt ein Interessent online einen rechtsverbindlichen Vertrag mit dem MYGYM Studio ab. Um sich in das Training einweisen zu lassen und gegebenenfalls weitere Zusatzangebote nachzubuchen, erscheint das Neumitglied während der festgelegten Betreuungszeiten im Studio. Danach kann sofort mit dem regelmäßigen Training begonnen werden. Für diesen sogenannten „Welcome-Termin“ ist kein speziell geschultes Verkaufspersonal nötig. Er kann von jedem Mitarbeiter des Studios erfolgreich durchgeführt werden. Als besonders effektiv erweist sich EVA, wenn es mit der volldigitalen „Mitglieder werben Mitglieder“-Funktion der MYGM App oder einer Online-Kampagne (z. B. über Facebook) verknüpft wird. So werden aktuell 43 Prozent der Neumitgliedschaften aufgrund einer direkten digitalen Weiterempfehlung abgeschlossen.

Überzeugen Sie sich selbst Die aufgeführten Beispiele für die Kosten- und Prozessoptimierung eines MYGYM private zeigen nur einige Aspekte des volldigitalen Betriebskonzeptes von MYGYM. Um einen vollständigen Überblick zu bekommen, sind Interessenten und speziell Existenzgründerinnen und -gründer herzlich eingeladen, sich im Rahmen eines Besuchs des MYGYM private Sinsheim ein eigenes Bild von dem Studio und seinen besonderen Möglichkeiten zu machen. Das Team von MYGYM freut sich über eine Kontaktaufnahme unter: office@dsb.digital. Nähere Informationen zu MYGYM unter: www.mygym.de, www.mygym.at und www.dsb.digital

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MITGLIEDERMANAGEMENT | ANZEIGE

Aidoo kann noch mehr als Software und digitale Lösungen

Endlich mehr Zeit für Ihre Mitglieder Die Mitgliederverwaltung bindet im Unternehmen viel Arbeitszeit und Energie. Mit dem Aidoo Mitgliedermanagement können sich Unternehmer und Mitarbeiter zukünftig voll und ganz auf ihre Mitglieder konzentrieren. Durch die qualifizierten Mitarbeiter in der Aidoo Zentrale werden Ihre Mitglieder professionell betreut. Das Mahnwesen erfolgt zeitnah, reduziert die Außenstände und verschafft dem Unternehmen mehr Liquidität.

D

ie Mitarbeiter des Mitgliedermanagements in der Aidoo Zentrale betreuen Ihre Mitglieder professionell. Das achtköpfige Team stellt einen geschulten, festen Ansprechpartner für Ihre Mitglieder zur Verfügung – auf Wunsch auch mit örtlicher Telefonnummer. Es gibt immer einige Mitglieder, die besonders viel Zeit in Anspruch nehmen und damit Mehraufwand verursachen – unser geschultes Personal schafft es, genau diese Mitglieder mit einer professionellen Distanz zu behandeln, die freundlich und effektiv ist. Nehmen Sie sich Zeit für den persönlichen Kontakt, der Kunden bindet – dafür müssen Sie sich nicht persönlich um Ruhezeitenanträge kümmern!

Das Aidoo Mitgliedermanagement Sie als Unternehmer und Ihre Mitarbeiter werden vom Diktat der Lastschrifttermine befreit. Sparen Sie Ressourcen und Geld, um beides effektiver in Ihrem Unternehmen einzusetzen. Aidoo übernimmt die Lastschrifteinzüge und falls es Probleme bei den Einzügen gibt, kümmern wir uns auch darum! Sparen Sie Zeit und Geld, indem Sie Ihre Außenstände verringern und Ihre wertvolle Zeit in gewinnbringende Aufgaben investieren. Mit Schnittstellen zu vier Inkassobüros werden Außenstände schnell in Angriff genommen und verringert. Bleiben Sie handlungsfähig und machen Sie sich um das Finanzielle weniger Sorgen!

MITGLIEDERMANAGEMENT KUNDENBEFRAGUNG

STATISTIK

INKASSO

KUNDENMAILINGS

VERTRAGS- & BEITRAGSMANAGEMENT

Kundenbindung und Kundenwerbung Neben den betriebswirtschaftlichen Arbeiten nimmt das Aidoo Mitgliedermanagement Ihnen aber auch viel Arbeit in der Kundenbindung und Kundenwerbung ab. 7.789 Briefe pro Monat versendet das Mitgliedermanagement im Schnitt für die 37 Fitnessstudios, die das Aidoo Mitgliedermanagement bereits nutzen. Insgesamt steht das Aidoo Team schon für 34.044 Mitglieder zur Verfügung. Marc Hornung vom mainfit in Wörth am Main ist einer der Studiobetreiber, die sich schon seit Längerem für den Service der Aidoo entschieden haben! „Seit wir zu Aidoo gewechselt sind, wissen wir die einfache Handhabung und die dadurch resultierende Zeitersparnis sehr zu schätzen.

BESCHWERDEMANAGEMENT RETENTION

Viele unserer Wünsche und Anregungen werden vom Programmiererteam zeitnah umgesetzt. Der Support hat immer eine passende Antwort für unser Problem. Ein ganz großes Lob an das ganze Team! Macht weiter so!“

Zuverlässigkeit im täglichen Umgang Aidoo garantiert höchste Qualität, Erreichbarkeit und eine hohe Zuverlässigkeit im täglichen Umgang mit Ihren Kunden und in Ihrem Namen. Alle Informationen gibt Ihnen Jürgen Adams gern unter Telefon: + 49 2853 - 8999003 oder per E-Mail an: adams@aidoo.de.

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CHARITY | ANZEIGE

UNICEF liefert Tipps für erfolgreiche Charity-Veranstaltungen

Charity-Trainings in Ihrem Studio LES MILLS und UNICEF kooperieren erneut, um das Leben tausender Kinder in Äthiopien zu verbessern, indem sie die globale Fitnessbranche näher zusammenbringen. UNICEF teilt seine wichtigsten Tipps, wie Ihr Studio dazu beitragen kann, die Welt mit einem Wohltätigkeitsprojekt zu verändern, während es gleichzeitig viele neue Mitglieder dazu inspiriert, aktiv zu werden.

Fotos: LES MILLS International

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twas Gutes tun kann unglaubliche Kräfte freisetzen. Der Stellenwert von Corporate Social Responsibility (CSR) hat sich in den letzten 10 Jahren deshalb enorm verändert, da Unternehmen die Bedeutung verstanden und schätzen gelernt haben. Die Fitnessbranche, die Millionen von Menschen Gesundheit und Lebensfreude bringt, ist einzigartig positioniert, um eine herausragende Rolle bei der Förderung positiver Veränderungen durch CSR zu spielen.

Initiative „Workout for Water“ als Beispiel Bei der Aktion Workout for Water arbeiten UNICEF und LES MILLS partnerschaftlich zusammen, um eine Initiative zu leiten, die den Kampf gegen den Klimawandel unterstützt und sauberes, sicheres und nachhaltiges Trinkwasser in einen der ärmsten Teile der Welt bringt.

Checkliste für Ihr Charity-Event Ob Sie nun Workout for Water beitreten oder Ihr eigenes Projekt starten möchten, folgende sieben wichtigen Tipps des Kinderhilfswerks der Vereinten Nationen helfen Ihnen zu ermitteln, was Sie brauchen, um eine erfolgreiche CSR-Initiative voranzutreiben. 1) Stellen Sie sicher, dass die Initiative mit Ihren Unternehmenswerten übereinstimmt. 2) Finden Sie einen passenden Partner. 3) Streben Sie nach Nachhaltigkeit und langfristiger Wirkung. 4) Seien Sie ehrgeizig. 5) Gehen Sie mit gutem Beispiel voran. 6) Nutzen Sie das Beste aus der Branche, in der Sie tätig sind. 7) Denken Sie an den langfristigen Nutzen, den CSR für Ihr Unternehmen haben kann.

Fangen Sie noch heute an Bei Workout for Water 2019 bitten UNICEF und LES MILLS Studios und Instruktoren, Spendenseiten einzurichten, Events zu veranstalten und ihre Studiomitglieder und Communitys zu ermutigen, gemeinsam mit ihnen Spenden zu sammeln. Erfahren Sie mehr über Workout for Water unter www.workoutforwater.org oder kontaktieren Sie uns unter info@lesmills.de bzw. telefonisch unter (0) 40 524 7212 – 0.

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GESUNDHEITSTRAINING | ANZEIGE

Die actiwita Galileo® Training Lounge

Die richtige Positionierung für nachhaltigen Erfolg Seit über 20 Jahren bietet die actiwita Fitnessstudiokette in Remagen, Sinzig, Bad Breisig und der Grafschaft Fitness- und Gesundheitsangebote auf einer Trainingsfläche von über 1.600 Quadratmetern. Sie positioniert sich als „Experten für Gesundheitstraining“ am Markt. Ihre Zielgruppe sind die sogenannten Best Ager, denen eine qualitativ hochwertige Betreuung besonders wichtig ist. Gründer und Inhaber Peter Kmiecik erläutert die Positionierung der actiwita Vitalstudios. Auf den ersten Blick haben Sie sehr viele Trainer auf der Fläche – das sieht man selten. Peter Kmiecik: Ja, in den Hauptzeiten haben wir drei Trainer gleichzeitig im Einsatz, denn mit dem Startpaket erhält jeder Neukunde bei uns vier bis sechs Trainertermine. Gerade bei Trainierenden im fortgeschrittenen Alter und bei Sporteinsteigern ist diese intensive Betreuung wichtig. So können wir unsere Mitglieder gut integrieren und als Dauerkunden halten. 96

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Sie geben Ihren Kunden eine hundertprozentige Zufriedenheitsgarantie. Was bedeutet das genau und welches Ziel verfolgen Sie damit? Peter Kmiecik: Wir wollen uns im Gesundheitsbereich positionieren und gezielt auch die Best Ager gewinnen. Mit der Zufriedenheitsgarantie bauen wir von Anfang an Vertrauen auf. Ein Großteil unserer Interessenten hat noch nie ein Fitness- oder Gesundheitsstudio betreten. Durch die Zufriedenheitsgarantie hat jeder


Das Galileo® Training hat einen positiven Effekt auf den Körper, da es speziell auf das menschliche Bewegungsmuster ausgelegt ist. Eine vertikale Vibrationsbewegung würde höchstens einem Tier weiterhelfen, welches sich springend fortbewegt. Die abwechselnde Krafteinwirkung auf das linke und rechte Bein wird auf die Beckenregion übertragen und von dort aus in Richtung Bauch- und Rückenmuskulatur weitergeleitet. So werden diese Muskelpartien mittrainiert. Eine gleichmäßige, vertikale Vibrationsbewegung erreicht die Rücken- und Bauchmuskulatur nicht. Für welche Schwerpunkte beziehungsweise Kundenziele nutzen Sie die Galileo® Geräte? Peter Kmiecik: Unsere Schwerpunkte liegen in einem gesundheitsorientierten Fitnesstraining. Das Galileo® Training • wirkt muskelerhaltend und muskelaufbauend • verbessert den Stoffwechsel, wodurch eine schnellere Gewichtsabnahme erzielt wird • verbessert die Durchblutung, was zu einem sofort spürbaren Wohlbefinden führt • stärkt und mobilisiert den Rücken • wirkt vorbeugend bei Osteoporose sowie Beckenbodeninsuffizienz und sorgt für innere Balance. Wie oft trainieren die Kunden am Galileo® Gerät? Peter Kmiecik: Je nach Trainingsziel trainieren sie zwei- bis dreimal in der Woche 10 bis 20 Minuten. Sie bieten das Galileo® Training als Einzel- und bald auch als Gruppentraining an. Eine interessante Variation. Peter Kmiecik: Wir werden bald mit drei verschiedenen Gruppentrainingskonzepten starten: 1. Galileo® Rücken – Der Kurs richtet sich an Kunden ohne behandlungsbedürftige Erkrankungen mit Risiken im Bereich des Muskel-Skelett-Systems. 2. Galileo® Shape – Dieser Kurs richtet sich an Mitglieder, die Muskulatur aufbauen, Fett abbauen sowie bestimmte Körperpartien (Problemzonen) und das Gewebe straffen möchten. 3. Galileo® Pilati – Zielgruppe des Kurses sind erwachsene Frauen und Männer jeden Alters mit speziellen gesundheitlichen Risiken im Bereich des Muskel-Skelett-Systems und im psychosomatischen Bereich, jeweils ohne behandlungsbedürftige Erkrankungen. Foto: actiwita

Interessent die Möglichkeit, innerhalb der ersten vier Wochen von der Mitgliedschaft zurückzutreten, falls es ihm oder ihr nicht gefallen sollte. Da die Rücktrittsquote durch unsere intensive Betreuung sehr gering ist, praktizieren wir das nun schon seit über 10 Jahren. Aus der Weltraummedizin bis nach Remagen – Warum haben Sie sich für das Galileo® Trainingssystem entschieden? Peter Kmiecik: Ganz einfach: Galileo® Training ist Erfinder der seitenalternierenden Vibrationstherapie. Beim Galileo® Training erfolgt die Vibrationsbewegung als seitenalternierende Wippbewegung. Das bedeutet, dass die Vibrationsplatte nicht einfach vertikal vibriert, sondern abwechselnd auf der linken und auf der rechten Seite. Somit wird beim Vibrationstraining mit dem Galileo® System die menschliche Gangart simuliert, bei der die Kraft ebenfalls abwechselnd links und rechts auf den Körper einwirkt – ein klarer Vorteil gegenüber anderen Vibrationsplatten.

Die Kurse sind auf acht Teilnehmer ausgelegt und haben eine Dauer von je 20 Minuten. Das bedeutet, dass ich drei Kurse in einer Stunde durchführen kann. Künftig werden wir auch den neuen § 20 Präventionskurs mit dem Galileo® System anbieten. Die Gruppentrainingskonzepte der for me do sind erprobte Profitcentermodelle und auf ein modernes Unternehmen der Zukunftsbranche Gesundheit, Fitness und Prävention zugeschnitten. Das hat uns überzeugt.

Weitere Informationen zum Galileo® Training erhalten Sie hier: for me do info@formedo.de www.formedo.de

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TRAININGSSYSTEM | ANZEIGE

Fotos: eGym GmbH

eGym Physio für wirtschaftlich erfolgreichen Selbstzahlerbereich

Nach der Therapie das Training eGym Physio unterstützt mit modernsten elektronischen Geräten und optimal angebundenen Apps den Aufbau profitabler Selbstzahlerbereiche in physiotherapeutischen Praxen. Das intelligente Trainingssystem von eGym Physio ermöglicht abwechslungsreiches, effektives und personalisiertes Training und ist damit besonders geeignet für den Einsatz im zweiten Gesundheitsmarkt.

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iele Volkskrankheiten haben ihre Ursache in zunehmender Bewegungslosigkeit. Aktive Therapie und vor allem therapeutisch angeleitetes Training kann vielen Menschen schnell enorme Verbesserungen bringen und die Lebensqualität stark steigern. Bei älteren Personen entscheiden nicht zuletzt Muskelkraft und Beweglichkeit über ein selbstbestimmtes Leben. Für Therapeuten wiederum gilt: Wer unabhängig und langfristig erfolgreich mit Patienten arbeiten möchte, für den ist ein Trainingsbereich ein Muss!

Vom Therapeuten zum Unternehmer Der Physio-Unternehmer erhält dazu von eGym Physio ein wirtschaftlich und sportwissenschaftlich funktionierendes System, mit dem er die Gesundheit seiner Patienten beziehungsweise Mitglieder verbessert, während er selbst seine eigene Zukunft absichert. eGym Physio entwickelt die Erfolgskonzepte bereits teilnehmender Physio-Unternehmer kontinuierlich weiter und kombiniert 98

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Die softwaregestützten eGym Trainingsprogram Trainingsprogramme bieten für jedes Trainingsziel den passenden Trainingsplan: Reha Fit ist das sanfte Training zur Gesundheitsprävention oder Rehabilitation bei Beschwerden beziehungsweise nach einer Verlet Verletzung. Metabolic Fit reguliert den Blutzuckerspiegel und wurde speziell für Diabetes Typ 2-Patienten mit besonderem Fokus auf die Senkung des HbA1cWertes entwickelt.

Trainingstechnologie, neue Erkenntnisse der Sportwissenschaft, Marketing, Ablaufkonzepte, Verkaufssysteme und Prozessleitfäden. Regelmäßige Netzwerktreffen in Form von Arbeitsgruppen, die gemeinsam Themen weiterentwickeln und vorantreiben, stellen eine dauerhaft stabile Entwicklung sicher. Hundertfach im Markt erprobt, für einen wirtschaftlich prosperierenden Selbstzahlerbereich!

angebundenen Hard- und Softwarekomponenten und bietet so Handlungsspielraum für Individualität. Im Kontext mit eGym ONE sichert das eGym Physio Konzept stabile Geschäftseinnahmen für die Zukunft und eine unabhängigere Positionierung von Heilmitteln, Ärzten und Krankenkassen. Zudem bringt es Menschen leicht und nachhaltig in die Eigenverantwortung und ins aktive Training.

Trainingserfolg wird automatisiert

Vorteile auf einen Blick

Die eGym Physio Trainingssoftware ist sportwissenschaftlich und zielgruppenspezifisch angelegt. Am Userverhalten erkennt sie, wie das Gerät den Trainierenden führen muss, damit er Spaß daran hat und passend zu seinem Ziel gefordert, aber nicht überfordert wird. Alle relevanten Test- und Screeningsysteme sind an die eGym Trainer App angebunden. So „verschwendet“ der Therapeut und Trainer seine wertvolle Zeit nicht mit Routinetätigkeiten, sondern arbeitet dank der automatisch gut aufbereiteten Daten ausschließlich als Coach, der motiviert, Wissen vermittelt und ansprechbar ist.

Mit dem vielfach erprobten und sicheren eGym Physio Konzept erwirtschaften Physio-Unternehmer bereits nach wenigen Wochen Gewinne, erweitern ihr Portfolio um ein Gesundheitstrainingsprogramm nach den neusten sportwissenschaftlichen Erkenntnissen, bieten dadurch ihren angestellten Physiotherapeuten eine abwechslungsreiche, spannende Betätigung und stiften ihren Patienten einen enormen Nutzen. Alle diese Attribute sorgen zugleich dafür, dass die Tätigkeit des Physio-Unternehmers als viel attraktiver angesehen wird und nicht zuletzt der Unternehmenswert deutlich steigt. Denn die Nachfrage nach wertigen Trainingsprogrammen ist so hoch wie noch nie.

Die optimierten Trainings- und Betreuungsabläufe bieten klare Vorteile Es trainieren viel mehr Leute auf der kleinen, modular aufgebauten Trainingsfläche. Die unterschiedlichen Module bieten zahlreiche Variationsmöglichkeiten. Dennoch wird das Training leichter und strukturierter, und der Trainer betreut in der gleichen Zeit viel mehr Teilnehmer als mit herkömmlichen Systemen! Durch die Open-Cloud-Plattform eGym ONE mit ihren starken Partnern wird die nahtlose Vernetzung von immer mehr Systemen Realität: An eGym ONE beteiligen sich aktuell über 70 Equipment-Hersteller, aus deren Produktpaletten Betreiber von Fitness- und Gesundheitseinrichtungen ihre passenden Komponenten individuell zusammenstellen können. eGym ONE vernetzt alle

eGym GmbH Einsteinstrasse 172 81677 München

Rund 300 Praxen in Deutschland setzen bereits auf das moderne eGym Physio Konzept. Die Praxen gewinnen in den ersten 10 bis 14 Wochen durchschnittlich 120 Selbstzahler mit Abo, nach 12 bis 18 Monaten sind es circa 250. Die Physio-Unternehmer nehmen mit der neuen Leistung im Schnitt 49 Euro brutto Monatsbeitrag pro Mitglied ein. In den ersten 6 bis 12 Monaten verbessern die Mitglieder ihr biologisches Alter um durchschnittlich 13 Jahre. Vereinbaren Sie jetzt einen Termin mit unseren Konzeptexperten für eine kostenlose Potenzialanalyse Ihrer Einrichtung. Erfahren Sie sofort, wie Sie mit eGym Physio in kürzester Zeit einen wirtschaftlich erfolgreichen Selbstzahlerbereich aufbauen.

Tel. +49 89 9213105 100 E-Mail: sales@egym.de www.egym.com

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LASTSCHRIFTVERFAHREN | ANZEIGE

Bild: GoCardless

Mehr Kundenzufriedenheit per Lastschrift

GoCardless – der einfachste Weg GoCardless bietet eine Online-Lastschriftlösung, die vollständig in Ihre Abrechnungssoftware integriert wird und mit der Sie Mitgliedsbeiträge einfach einziehen können – so lassen sich Beiträge jederzeit und kinderleicht verwalten und nachverfolgen. Einmal integriert wissen Sie sofort, wenn Zahlungen nicht eingezogen werden konnten oder Einzugsermächtigungen von Kunden gekündigt wurden. Dies ermöglicht eine schnelle Reaktion auf fehlgeschlagene Zahlungen und erhöht die Kundenbindung. Weltweit arbeiten bereits mehr als 1.500 Sportstudios mit GoCardless.

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mmer mehr Menschen gehen ins Fitnessstudio: Laut den „Eckdaten der deutschen Fitness-Wirtschaft“ von 2019 waren es im vergangenen Jahr bereits 11,09 Millionen Mitglieder. Die Herausforderung besteht darin, diese Mitglieder an das Studio zu binden, denn im Durchschnitt liegt die Fluktuationsrate zwischen 20 und 60 Prozent. Wir haben daher die wichtigsten Strategien zusammengefasst, um die Mitgliedschaftsdauer zu erhöhen und die Abwanderungsrate zu reduzieren:

1. Setzen Sie auf Technologie Investitionen in die neueste Technologie sind für Fitnessunternehmen genauso wichtig wie die neueste Ausrüstung im Fitnessstudio. Denn technikaffine Gym-Nutzer möchten sich nicht nur per Smartphone, Wearables und Apps vernetzen, Fitness-Terminkalender mobil gestalten und ihren Fitnessfortschritt digital verfolgen, sie erwarten dazu auch digitale Trainingsgeräte. In den aktuellen „Eckdaten der deutschen Fitness-Wirtschaft“ geben mehr als 75 Prozent der privaten Fitnessstudios an, die kommenden Jahre in die Digitalisierung betrieblicher Abläufe zu investieren.

2. Lernen Sie Ihre Kunden kennen Nutzen Sie Ihre Kundenverwaltung und Zahlungsabwicklung, um Daten zu gewinnen, die Ihnen dabei helfen können, „gefährdete“ Mitglieder zu identifizieren. Fragen Sie Ihren Lastschriftanbieter, ob er Sie unterstützen kann, die Kundenbindung über Ihr Online-Zahlungsportal zu überwachen, indem Sie beispielsweise eine Echt100

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zeitbenachrichtigung erhalten, wenn ein Mitglied sein Lastschriftmandat storniert.

3. Keine Probleme mit verspäteten Zahlungen dank Online-Lastschriftlösung Stellen Sie sicher, dass die Zahlungsabwicklung für Ihre Kunden funktioniert. Machen Sie Ihre Lastschriftlösung für sich und Ihre Mitglieder flexibler und einfacher nutzbar und schaffen Sie ein vollständig digitales Erlebnis für Ihre Mitglieder. Profitieren Sie mit GoCardless von der neuesten Bezahltechnologie: Schnelle, einmalige Einrichtung Die Einrichtung eines Kundenprofils ist ein einfacher und einmaliger Prozess. Der Kunde füllt eine Online-Lastschrifteinzugsermächtigung aus und gibt Ihnen damit die Vollmacht zum Zahlungseinzug. Sämtliche manuelle Prozesse laufen dann automatisch ab – damit bietet GoCardless eine nahtlose Integration in bestehende IT-Systeme. Flexible Zahlungen GoCardless bietet Ihnen die Flexibilität, Zahlungspläne zu erstellen, die für jeden Kunden funktionieren. So müssen Sie keine verspäteten Zahlungen mehr nachverfolgen, denn mit Lastschriften werden die Gebühren automatisch eingezogen und Sie haben jederzeit alle Zahlungen in Echtzeit im Blick. Mehr über die Vorteile von GoCardless unter www.gocardless.de/fitness


STUDIODESIGN | ANZEIGE

Top-Tipps für ein großartiges Design Ihrer Anlage

Wettbewerbsfaktor Studiodesign Das Design eines Studios ist für die Abgrenzung zum Wettbewerb ein entscheidender Faktor. Das Studiodesign gewinnt deshalb auch international stetig an Bedeutung und Fitnessstudios werden endlich wieder sexy. Was braucht es aber, um einen eindrucksvollen Raum zu schaffen, in dem Mitglieder es kaum erwarten können, ins Schwitzen zu kommen?

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as erstklassige Design Ihres Studios kann maßgeblich dazu beitragen, Ihre Anlage von anderen Studios abzuheben. Beachten Sie folgende Tipps für unvergessliche und atemberaubende Studio- und Gruppenfitnessumgebungen.

Lassen Sie sich von anderen Branchen inspirieren Es ist überaus wichtig, seine Augen für neue Designideen offenzuhalten. Denken Sie an einen Club oder ein Konzert, wo Menschen zum Feiern und Tanzen animiert werden. Hier können Fitnessstudios viel lernen. Gruppenfitness ist nicht nur ein Kurs, es ist eine Performance, also muss der Kursraum diese Energie unterstützen und durch sein Design verstärken.

Mehr Leute in einem Kursraum zu haben ist natürlich aus wirtschaftlicher Sicht ein Plus – zusätzlich sorgen viele Teilnehmer für den nötigen Buzz. Die Lagerung des Equipments ist ein weiterer wichtiger Faktor, der häufig übersehen wird. Die Aufbewahrung muss gut aussehen, den vorhandenen Platz optimieren und die Erreichbarkeit der Geräte für Ihre Teilnehmer erleichtern.

Farbe wird überbewertet Es mag seltsam klingen, aber die Bedeutung von Farbe im Studiobereich wird überschätzt. Die Grundfarben eines Studios sollten auf den verwendeten Materialien basieren: Holz, Wanddekoration, farbiges Glas, einige Deckenmotive – all das ist zeitlos. Farben dagegen sind i. d. R. trendabhängig, sodass der übermäßige Einsatz von Farbe wahrscheinlich eines der ungünstigsten Dinge ist, die man in einem Studio tun kann.

Denken Sie an Social Media Instagram hat maßgeblich dazu beigetragen, das Studiodesign und Fitness im Allgemeinen in den Vordergrund zu rücken. Wenn Sie einen gut gestalteten Raum haben, dann schießen Ihre Mitglieder gerne mal ein Foto, teilen es auf Instagram und schwärmen bei ihren Freunden für Ihr Studio. Schaffen Sie eine Instagram-freundliche Umgebung, die ausdrückt, für was Ihr Studio steht und Ihre Mitglieder werden ein wichtiges Zahnrad in Ihrer Social-Media-Maschinerie sein.

Auf die Größe kommt es an Wenn es um die Gestaltung eines großartigen Fitnessstudios geht, müssen Sie sicherstellen, dass Sie genügend Platz für alle haben.

Vermeiden Sie diese Falle Einer der grundlegenden Fehler ist, dass Betreiber keine großen Visionen für ihr Studio haben. Viele vergessen, dass die Mitgliedererfahrung beim Eingangsbereich anfängt und sich bis in die letzte Ecke der Einrichtung erstreckt. In vielen Studios werden Millionen Euro in ein neues Lobbydesign gesteckt, es wird aber vergessen, dass die Beleuchtung im Freihantelbereich absolut unzureichend und die Akustik im Kursraum schlecht ist. Das Studio nicht ganzheitlich zu betrachten gehört zu den Fehlern, die man vermeiden sollte. Erfahren Sie mehr über die Möglichkeiten im Bereich Studiodesign und kontaktieren Sie uns unter info@lesmills.de oder telefonisch unter (0) 40 524 7212 – 0.

Fotos: LES MILLS International

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MANAGEMENTSYSTEM | ANZEIGE Foto: UGLY GmbH

Das neueste System zur Digitalisierung in der Fitnessbranche

LUCY revolutioniert die Prozesse erfolgreicher Fitnessketten Ein paar verrückte IT-ler. 20 Jahre Branchenerfahrung. Eine Vision: das beste Managementsystem für Fitnessketten. Nach nur zwei Jahren Entwicklungszeit setzt das Team von UGLY Solutions seine neue digitale Mitarbeiterin LUCY bereits erfolgreich in mehr als 100 Clubs sowie im größten Fitnessstudio Deutschlands und Österreichs ein. Wo herkömmliche Softwarelösungen bei Fitnessketten schnell an ihre Grenzen stoßen, fängt LUCY gerade erst an.

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i, I’m LUCY, die digitale Kraft für den Erfolg Ihrer Fitnesskette. Mein Job ist es, Ihre Aufgaben so zu optimieren und zu automatisieren, dass praktisch alles wie von alleine läuft. Meine Stärken? Als Betriebssystem für Fitnessketten arbeite ich ergonomisch, flexibel und vor allem effizient für die reibungslosen Abläufe Ihres Studios.

Die digitale Kraft für erfolgreiche Fitnessketten Alle Prozesse vom Erstkontakt über das Mitglieder- und Studiomanagement bis hin zum Controlling lege ich darauf aus, Ihre Mitarbeiter zu entlasten und Freiräume zu schaffen: Freiraum für die Betreuung Ihrer Mitglieder. Freiraum für die Gewinnung neuer Kunden. Freiraum für die Expansion. Was ich konkret für Sie und Ihr Team tun kann? Analytics, Banking, digitale Vertragserfassung, E-Mail, Exkasso, Finanzbuchhaltung, Gerätesteuerung, Inkassoabgabe, Kasse, Konsum, Mahnwesen, Multilingual, SMS, Termine, Vending, Statistik, Zutrittssteuerung und vieles andere mehr. Ich mache es Ihnen leicht und bringe Importschnittstellen aus acht verschiedenen Softwarelösungen mit, mit denen Sie bisher vermutlich an Ihre Grenzen gestoßen sind. Übrigens: Ich bin eine echte Performerin und gewinne regelmäßig neue Features.

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LUCY unterstützt bereits über 100 Studios in Deutschland und Österreich Mich gibt es nur, weil die LUCY-Macher 20 Jahre Prozesserfahrung in der Fitnessbranche in einem System gebündelt haben – ganz ohne Schnickschnack. Sie wissen: In Zeiten der digitalen Transformation bin ich der Schlüssel zum nachhaltigen Wachstum Ihrer Studios. Mit mir im Team reduzieren Sie Ihren Verwaltungsaufwand, haben mehr Zeit für die Betreuung Ihrer Kunden und behalten stets den Überblick in Sachen Umsatz und Auslastung. Mehr als 100 Studios in Deutschland und Österreich wollen deshalb nicht mehr auf mich verzichten. Wecken Sie die Potenziale in Ihrer Studioführung! Vereinbaren Sie jetzt einen Kennenlerntermin mit mir, um all meine Features in Ruhe zu testen. Ihr Feedback und die Prozesse Ihrer Studios fließen in meine individuelle Konfiguration ein, damit alle Funktionen genau zu Ihren Bedürfnissen und Zielen passen. Und danach? Gemeinsam mit Ihnen planen die LUCY-Mitarbeiter die Systemumstellung in Ihren Studios und schulen Ihr Team. 30 Minuten Einarbeitungszeit – dann können Ihre Mitarbeiter mit mir zusammenarbeiten. Ich bin LUCY – und so was von bereit! Und Sie? www.lucy.eu | hello@lucy.eu | +49 931 - 730 495 22


FITNESS MAL ANDERS

Interview mit Claus Lochmann

Foto: Feuerwehr Hamburg

Körperliche Leistungsfähigkeit ist in vielen Berufszweigen wichtig für die Ausübung der Tätigkeiten – in manchen Berufszweigen ist Fitness darüber hinaus essenziell, weil es auch um Leben und Tod geht. Im 4. Teil unserer Artikelreihe beschäftigen wir uns mit Fitness und Athletik bei der Feuerwehr Hamburg. Wie stellt die Feuerwehr die Fitness ihrer Feuerwehrfrauen und Feuerwehrmänner sicher? fitness MANAGEMENT hat dazu Claus Lochmann in einem Interview befragt, der seit 1991 den Fachbereich Sport und Gesundheit an der Feuerwehrakademie Hamburg leitet und für die körperliche Ausbildung der Nachwuchskräfte sowie die Gesunderhaltung aller Mitarbeiter zuständig ist. 106

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fM: Welchen Stellenwert haben körperliche Fitness und Athletik für die Mitarbeiter der Feuerwehr Hamburg? Claus Lochmann: Die Tätigkeit in der Feuerwehr erfordert eine überdurchschnittliche körperliche Leistungsfähigkeit, die neben fachlichem Wissen und Können notwendige Voraussetzung zur sachgerechten Erfüllung der gesetzlich übertragenen Aufgaben ist. Da die Anforderungen im Laufe des Berufslebens nicht weniger werden, ist jede Kollegin, jeder Kollege im Einsatzdienst aufgefordert, durch regelmäßiges Training diese Leistungsfähigkeit auch entgegen dem natürlichen Alterungsprozess zu erhalten. fM: Wie ist der Bereich Fitness und Athletik strukturell, zeitlich und auch in Bezug auf Zusatzangebote in die Ausbildung der Feuerwehrleute eingebunden? Claus Lochmann: Für den Einstieg bei der Berufsfeuerwehr Hamburg gibt es unterschiedliche Wege. Nach abgeschlossener Lehre dauert die Weiterqualifikation 18 Monate mit feuerwehrtechnischer Ausbildung, Rettungssanitäterausbildung und Praktikumsphasen. Als Schulabgänger bietet sich der Einstieg über die Ausbildung zur Notfallsanitäterin bzw. zum Notfallsanitäter oder zur Berufsfeuerwehrfrau bzw. zum Berufsfeuerwehrmann mit handwerklicher Grundausbildung an. Beide Ausbildungen dauern drei Jahre. In allen Ausbildungen ist Sport und Fitness wesentlicher Bestandteil. Jede Woche finden pro Lehrgang zwei bis drei Sporteinheiten statt, in denen Ausdauertraining in Parks, funktionelles Fitnesstraining in der Halle und eine Schwimm-, insbesondere eine Rettungsschwimmausbildung die Schwerpunkte sind. Aufgelockert wird das Training natürlich auch durch Sportspieleinheiten, die zusätzlich dem Teamgedanken bei der Feuerwehr Rechnung tragen. fM: In welchen Bereichen der körperlichen Fitness liegt im Verlauf der Ausbildung bei der Feuerwehr das Hauptaugenmerk? Claus Lochmann: Schwerpunkte in der Ausbildung sind Ausdauer, Kraft und Koordination, was sich auch in der Sportnote widerspiegelt, für die genau diese motorischen Fähigkeiten überprüft werden. Eine ausreichende körperliche Leistungsfähigkeit ist Voraussetzung für die Zulassung zur abschließenden Prüfung. fM: Gibt es in diesem Bereich so etwas wie „Hamburger Spezialitäten“ – z. B. bedingt durch den Hafen oder die Infrastruktur einer Großstadt – oder sind die entsprechenden Ausbildungsinhalte bundesweit bei allen Feuerwehreinheiten gleich? Claus Lochmann: Grundsätzlich sind die Anforderungen an den Feuerwehrberuf überall gleich. Natürlich gibt es in Hamburg eher den Fall, dass ein Feuer auf einem Schiff bekämpft werden muss. Dies erfordert ein spezielles fachliches Wissen genauso wie Einsätze in Höhen (Bergung von Kränen) oder Tiefen. Zu den mit Abstand meisten Einsätzen bei allen Berufsfeuerwehren, die wie Hamburg für die Notfallrettung zuständig sind, gehören Rettungsdiensteinsätze an unterschiedlichsten Orten. Die körperliche Fitness ist bei allen Einsätzen Grundvoraussetzung, um adäquat handeln zu können. Zum Beispiel ist ein Rettungsdiensteinsatz im vierten Obergeschoss ohne Fahrstuhl mit mehreren Rucksäcken und


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weiteren medizinischen Geräten ohne ausreichende Ausdauerleistungsfähigkeit undenkbar, wenn anschließend der Patient beruhigend angesprochen und fachgerecht versorgt werden soll. fM: Gab es in Bezug auf den Stellenwert der körperlichen Fitness und auch in Bezug auf die Ausbildungsinhalte in den vergangenen Jahren wesentliche Veränderungen? Claus Lochmann: Auch wenn die Leistungsfähigkeit der Durchschnittsbevölkerung gefühlt seit Jahren sinkt und gleichzeitig verstärkt Nachwuchskräfte für die Feuerwehr gesucht werden, musste die Bedeutung der körperlichen Fitness bei der Feuerwehr erhalten bleiben. Zwar unterstützt die technische Ausstattung der Feuerwehren, die ständig angepasst wird, die körperlichen Anforderungen, andererseits steigt die Zahl der Einsätze stetig. Insofern hat es keine wesentlichen Änderungen bei den Inhalten und den Anforderungen in der Ausbildung gegeben, allerdings wurde die Methodik der modernen Entwicklung angepasst. fM: Mangelnde Fitness ist nicht nur ein Problem bei einer Berufsgruppe oder einer Institution. Kann die Feuerwehr überhaupt auffangen, was unsere Gesellschaft vorher über Jahre hinweg versäumt hat? Claus Lochmann: Die Feuerwehr ist tatsächlich nicht in der Lage, jeden Bewerber zum fitten Feuerwehrmann bzw. zur fitten Feuerwehrfrau auszubilden. Aus diesem Grund gibt es innerhalb des Bewerbungsverfahrens auch einen physischen Eignungstest, durch den ein Mindestniveau in den Bereichen Ausdauer, Kraft und Koordination sichergestellt wird. Trotz Veröffentlichung des Tests mit Ablauf und geforderten Mindestleistungen schaffen viele

Bewerberinnen und Bewerber den Test leider nicht. Ist diese Hürde allerdings genommen und die jungen Leute kommen in die Ausbildung, so ist das erfolgreiche Abschneiden bei regelmäßiger Teilnahme an der Sportausbildung nahezu garantiert. fM: Der Einsatz bei der Feuerwehr fordert ein breites Spektrum verschiedener Tätigkeiten. Ist es für Sie überhaupt möglich, die verschiedenen Einheiten und deren individuell unterschiedlichen Anforderungen an Fitness und Athletik auf einen Standard zu bringen? Wie begegnen Sie dieser Herausforderung in der Praxis? Claus Lochmann: So wie jeder Einsatz einzigartig und anders als der andere ist, so ist auch jede Kollegin, jeder Kollege anders als die oder der andere. Aber alle müssen in der Lage sein, die anfallenden Einsätze abzuarbeiten. Dazu reicht in der Regel die spätestens in der Ausbildung erworbene Fitness. Allerdings muss diese im weiteren Verlauf des Berufslebens durch regelmäßiges Training erhalten werden. Dazu gibt es an jeder Wache Sporträume sowie meist kleine Außensportflächen. Dort wird angeleitet durch ausgebildete Sportübungsleiter oder individuell in der Bereitschaftszeit trainiert. Zusätzlich ist jeder auch aufgefordert, sich in der Freizeit für seinen Beruf fit zu halten. Regelmäßig findet eine Überprüfung der Diensttauglichkeit durch den arbeitsmedizinischen Dienst statt. Jährlich ist außerdem von jeder Kollegin/jedem Kollegen der sogenannte Ausdauerleistungsnachweis zu erbringen. Dieser beinhaltet die Ausdauerleistung des deutschen Feuerwehr-Fitness-Abzeichens (dFFA). Für spezielle Einsätze gibt es Sondereinsatzgruppen, die ggf. zum Einsatzort gerufen werden. Dies sind zum Beispiel die Höhenretter

Fotos: Feuerwehr Hamburg

Der Oberstudienrat mit den Fächern Mathematik und Sport, Claus Lochmann (60), ist seit 1989 an der Feuerwehrakademie Hamburg in der Ausbildung tätig. Den Fachbereich Sport und Gesundheit leitet er dort seit 1991. Somit ist er zuständig für die körperliche Ausbildung der Nachwuchskräfte, die Gesunderhaltung aller Mitarbeiter und die Planung und Durchführung von Sportveranstaltungen. Auf nationaler Ebene ist er der Vertreter des Bundeslandes Hamburg im Gremium der Landessportreferenten und seit 2012 auch deren Sprecher. www.feuerwehr-hamburg.de; www.karriere-feuerwehr.hamburg

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und die Taucher. In beiden Gruppen findet ein tägliches spezifisches Training statt, das diese Gruppen aber selbstständig an ihren Standorten organisieren. fM: Gibt es bei der Feuerwehr spezielle Vorgaben oder Angebote, durch welche die Feuerwehrleute auch nach ihrer Ausbildung im aktiven Dienst im Bereich Fitness und Athletik unterstützt werden? Claus Lochmann: Ergänzend zur Antwort davor kann gesagt werden, dass das Ablegen des gesamten dFFA (enthält die Disziplingruppen Ausdauer, Kraft und Koordination) empfohlen wird. Dazu werden z. B. Trainingszeiten und Abnahmemöglichkeiten im Schwimmbad angeboten. fM: Die professionelle Fitness- und Gesundheitsbranche ist in den Bereichen Training, Prävention, Rehabilitation sehr gut aufgestellt und verfügt deutschlandweit über eine gewachsene Infrastruktur mit immer mehr zertifizierten Anbietern. Inwieweit können lokale Fitness- und Gesundheitsdienstleister die Feuerwehr mit ihrem professionellen Angebot unterstützen? Claus Lochmann: Es gibt Kooperationen mit Fitnessanbietern durch die Stadt Hamburg. Die Feuerwehr Hamburg prüft derzeit, inwieweit ein Trainingskonzept entwickelt werden kann, welches interessierte Menschen in der Umgebung eines Fitnessstudios gezielt auf den physischen Eignungstest der Feuerwehr vorbereitet. Ziel wäre es, dieses Konzept für Fitnessstudios und Sportvereine zur Aufnahme in ihr Portfolio bereitzustellen. fM: Fitness und Athletik haben immer auch eine mentale Komponente. Für Feuerwehrleute können die mentalen Belastungen bei Einsätzen extrem sein. In welchem Maß müssen Sie solche Aspekte bei der Ausbildung der Feuerwehrleute berücksichtigen? Claus Lochmann: Innerhalb der Ausbildung gibt es mehrere Ausbildungsmodule zum Thema Stress und Stressbewältigung sowie zum Thema Deeskalation. In der Ausbildung und in Fortbildungen wird immer wieder einsatznah trainiert, um bestimmte Abläufe zu automatisieren und sich dadurch im Einsatz auf das Neue, Unerwartete fokussieren zu können. Mentale Herausforderungen können auch reduziert werden, wenn die körperlichen Faktoren ausreichend ausgebildet sind. Dafür ist das lebenslange körperlicheTraining eines jeden Feuerwehrmannes bzw. einer jeden Feuerwehrfrau absolut notwendig.


FACHARTIKEL KRAFTTRAINING

Foto: andy_gin - stock.adobe.com

Effektives und abwechslungsreiches Training

Krafttraining mit wellenförmiger Periodisierung Eine im fitnessorientierten Krafttraining noch weitgehend unbekannte Form der Periodisierung stellt die sogenannte wellenförmige Periodisierung dar. Die Effektivität dieses Periodisierungsmodells ist dabei für das fitnessorientierte Krafttraining eindeutig nachgewiesen.

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ie aktuelle Studienlage zeigt grundsätzlich eine Überlegenheit periodisierter Krafttrainingsprogramme im Vergleich zu nicht-periodisierten Krafttrainingsinterventionen (Fröhlich et al., 2009 und 2012). Die klassische Form der Periodisierung im Krafttraining stellt die lineare Periodisierung dar. Kennzeichen der linearen Periodisierung sind die über einen Makrozyklus progressiv ansteigenden Intensitäten bei gleichzeitig regressiv abnehmenden Wiederholungszahlen (Kraemer & Fleck, 2007, S. 6). Bei diesem Periodisierungsmodell werden die Anpassungen der Intensitäten und Wiederholungszahlen blockförmig, d. h. von Meso- zu Mesozyklus vollzogen. Aus diesem Grund wird die klassische lineare Periodisierung in der Literatur auch als „Blockperiodisierung“ bezeichnet.

Alternative Periodisierungsmodelle Neben diesem klassischen Periodisierungsansatz existieren aber auch Modelle, die eine Anpassung der Intensitäten und Wiederholungszahlen bereits innerhalb eines Mesozyklus vorsehen. Dazu zählt z. B. eine sehr progressive Variante der linearen Periodisierung, bei der die Intensitäten entweder von Woche zu Woche oder alle zwei Wochen gesteigert und diametral dazu die Wiederholungszahlen reduziert werden. Darüber hinaus existiert mit der sogenannten revers-linearen Periodisierung auch ein gegenläufiger Periodisierungsansatz, bei dem in einem Mesozyklus mit hohen Intensitäten und gleichzei110

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tig geringen Wiederholungszahlen gestartet wird und anschließend wöchentlich oder im Zweiwochenrhythmus die Intensitäten reduziert und diametral dazu die Wiederholungszahlen erhöht werden.

Wellenförmige Periodisierung Als Alternative zu diesen linearen bzw. revers-linearen Periodisierungsmodellen wird in der letzten Zeit immer häufiger von einer non-linearen bzw. „wellenförmigen“ Periodisierung berichtet. Die Wurzeln der wellenförmigen Periodisierung sind nicht exakt reproduzierbar, liegen aber wahrscheinlich in den späten 70er bis frühen 80er Jahren. Die wellenförmige Periodisierung stammt wahrscheinlich aus dem sportartbegleitenden Krafttraining bei Spielsportarten, da dort die Umsetzung einer klassischen Blockperiodisierung während der Spielsaison (Wettkampfperiode) problematisch ist. Kennzeichen der wellenförmigen Periodisierung ist die hochfrequente Variation von Trainingsintensität und Wiederholungszahl (Kraemer & Fleck, 2007, S. 12–13). Die wellenförmige Periodisierung existiert in verschiedenen Ausprägungen. Je nach Modell werden die Relationen zwischen Trainingsintensität und Wiederholungszahl wöchentlich oder alle zwei Wochen gewechselt. Eine sehr interessante Variante ist die „tägliche wellenförmige Periodisierung“ (engl. „Daily Undulating Periodization“), bei der die Intensitäten und Wiederholungszahlen in jeder einzelnen Trainingseinheit variieren (Kraemer & Fleck, 2007, S. 12–15).


Die Studienlage hinsichtlich der kurzfristig erzielbaren Effekte sowie hinsichtlich Effektunterschieden zwischen linearen und wellenförmigen Periodisierungsmodellen ist different (Fröhlich et al., 2009) und liefert keine eindeutigen Erkenntnisse. Insbesondere für das fitnessorientierte Krafttraining existieren nur wenige Befunde, aus denen konkrete Handlungsempfehlungen zur kurzfristigen Periodisierung von Krafttrainingsprogrammen für Trainerinnen und Trainer in Fitnessstudios abgeleitet werden könnten.

Multicenter-Studie zur wellenförmigen Periodisierung Um praktisch verwertbare Erkenntnisse zu den kurzfristigen Effekten verschiedener Periodisierungsmodelle im fitnessorientierten Krafttraining zu erhalten, führte die Deutsche Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement (DHfPG) eine Multicenter-Studie in 30 Fitnessstudios in Deutschland und der Schweiz durch (Eifler, 2016). Als Versuchspersonen wurden gesunde, erwachsene Männer und Frauen rekrutiert, die ein fitness- oder gesundheitssportlich orientiertes Krafttraining als primär- oder sekundärpräventive Interventionsmaßnahme durchführen sollten. Nicht-repräsentative Minderheiten (z. B. Hochleistungssportler, Kinder und Jugendliche) wurden als Versuchspersonen nicht in Betracht gezogen. Ausschlusskriterien für eine Teilnahme an der Studie waren manifeste Erkrankungen des Herz-Kreislauf-, Atmungs- oder muskuloskelettalen Systems (Tertiärprävention, Rehabilitation). Um die Störgröße „Trainingsalter“ zu kontrollieren, wurden ausschließlich Probanden mit mindestens zwölf Monaten Krafttrainingserfahrung

eingeschlossen (fortgeschrittene Kraftsportler). Die Probanden wurden randomisiert den folgenden Versuchsgruppen zugelost: • Versuchsgruppe 1 (V1): Training mit konstanter Last und konstanter Wiederholungszahl (analog einer Blockperiodisierung) • Versuchsgruppe 2 (V2): Training mit progressiv ansteigender Last und diametral abnehmender Wiederholungszahl (kurzfristige lineare Periodisierung) • Versuchsgruppe 3 (V3): Training mit progressiv ansteigender Wiederholungszahl und diametral abnehmender Last (kurzfristige revers-lineare Periodisierung) • Versuchsgruppe 4 (V4): Training mit wechselnder Relation zwischen Trainingslast und Wiederholungszahl von Einheit zu Einheit (tägliche wellenförmige Periodisierung) Insgesamt wurden die Daten von 200 Probanden ausgewertet (50 Probanden pro Versuchsgruppe bei homogener Geschlechterverteilung). Die Tabelle 1 zeigt die Belastungskonfiguration für die vier Versuchsgruppen. Die Belastungsparameter Einheiten/Woche, Übungen/Einheit, Sätze/Übung, Satzpausen, TUT (Abk. für engl. Time under Tension) wurden in allen Versuchsgruppen konstant gehalten. Lediglich die Relation zwischen Wiederholungszahl und Trainingsintensität variierte zwischen den Versuchsgruppen. Insgesamt wurde ein komplettes Krafttrainingsprogramm mit den folgenden Übungen untersucht: Beinpresse horizontal, Brustpresse horizontal, Butterfly, Latzug vertikal zum Nacken, Rudermaschine horizontal, Kurzhantel-Schulterdrücken, Trizepsdrücken am Kabelzug, Kurzhantel-Bizepscurls.


FACHARTIKEL KRAFTTRAINING Tabelle 1: Belastungsschemata der vier Versuchsgruppen (modifiziert nach Eifler, 2016, S. 1881)

Woche 1

Woche 2

Woche 3

Woche 4

Woche 5

Woche 6

Einheiten/Woche

3

3

3

3

3

3

Übungen/Einheit

8

8

8

8

8

8

Sätze/Übung

3

3

3

3

3

3

Satzpausen (sek)

60

60

60

60

60

60

2/0/2

2/0/2

2/0/2

2/0/2

2/0/2

2/0/2

V1

10

10

10

10

10

10

V2

15

15

10

10

5

5

V3

5

5

10

10

15

15

TE1: 15 TE2: 10 TE3: 5

TE1: 5 TE2: 10 TE3: 15

TE1: 15 TE2: 10 TE3: 5

TE1: 5 TE2: 10 TE3: 15

TE1: 15 TE2: 10 TE3: 5

TE1: 5 TE2: 10 TE3: 15

TUT (sek)

Anzahl der Wiederholungen

V4 TE = Trainingseinheit

Trainingsintensitäten (in % 1-RM) V1

80

80

80

80

80

80

V2

70

70

80

80

90

90

V3 V4 TE = Trainingseinheit

90

90

80

80

70

70

TE1: 70 TE2: 80 TE3: 90

TE1: 90 TE2: 80 TE3: 70

TE1: 70 TE2: 80 TE3: 90

TE1: 90 TE2: 80 TE3: 70

TE1: 70 TE2: 80 TE3: 90

TE1: 90 TE2: 80 TE3: 70

Um die Trainingseffekte auf die Kraftleistungsfähigkeit zu messen, wurden für alle Krafttrainingsübungen standardisierte Pre- und Post-Tests durchgeführt. Erhoben wurden sowohl die konzentrische Maximalkraft (1-RM) als auch das Lastmaximum für 10 Wiederholungen (10-RM).

Ergebnisse der Studie Insgesamt konnten bei allen Periodisierungsmodellen sowie bei allen Krafttrainingsübungen (sowohl 1-RM als auch 10-RM) signifikante Steigerungen der Kraftleistungsfähigkeit festgestellt werden. Zwischen Blockperiodisierung (V1), kurzfristiger linearer Periodisierung (V2) und kurzfristiger revers-linearer Periodisierung (V3) zeigten sich keine signifikanten Unterschiede hinsichtlich der Verbesserung der Kraftleistungsfähigkeit. Mit der täglichen wellenförmigen Periodisierung konnten bei allen Krafttrainingsübungen und bei allen Testvariablen im Vergleich zu den anderen Periodisierungsmodellen signifikant höhere Kraftsteigerungen registriert werden. Die Ursache hierfür liegt wahrscheinlich in dem höheren neuronalen Stress, der durch die täglich wechselnden Belastungsrelationen ausgelöst wird sowie in der Vermeidung von Gewöhnungseffekten.

Foto: DHfPG/BSA

Prof. Dr. Christoph Eifler Prof. Dr. Christoph Eifler leitet den Fachbereich Trainings- und Bewegungswissenschaft der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement (DHfPG) sowie den Fachbereich Fitnesstraining der BSAAkademie. Bei der DHfPG erfüllt er zudem das Amt des Prorektors für Forschung.

Fazit Als zentrales Ergebnis der Studie kann festgehalten werden, dass jedes Periodisierungsmodell auch in der kurzfristigen Anwendung effektiv hinsichtlich einer Steigerung der Kraftleistungsfähigkeit sein kann, sofern eine dem Leistungslevel angemessene Belastungskonfiguration realisiert wird. Obgleich die tägliche wellenförmige Periodisierung ihre Wurzeln im sportartbegleitenden Krafttraining des Leistungssports hat, kann aus den vorliegenden Befunden geschlussfolgert werden, dass dieses Periodisierungsmodell auch für den fortgeschrittenen Freizeit- und Fitnesssportler anwendbar ist und mit diesem Periodisierungsansatz sogar signifikant höhere Steigerungen der Kraftleistungsfähigkeit, zumindest in der kurzfristigen Anwendung, zu erzielen sind. Diese Erkenntnis ist umso interessanter, da die wellenförmige Periodisierung im fitnessorientierten Krafttraining weitgehend unbekannt und dementsprechend kaum verbreitet ist. Durch den hohen Grad an Variabilität eröffnet sich aber insbesondere für den Freizeitund Breitensportler ein höchst abwechslungsreiches Krafttraining, da jede Trainingseinheit eine variierende Reizkonfiguration beinhaltet. Dadurch kann die Motivation der Freizeit- und Breitensportler und damit einhergehend die Compliance zu einem regelmäßigen Krafttraining erhöht werden. Insofern sollte der täglichen wellenförmigen Periodisierung im fitnessorientierten Krafttraining mit fortgeschrittenen Kraftsportlern ein höherer Stellenwert beigemessen werden.

Literaturliste Eifler, C. (2016). Short-term effects of different loading schemes in fitness-related resistance training. Journal of Strength and Conditioning Research, 30 (7), 1880–1889. Fröhlich, M., Links, L. & Pieter, A. (2012). Effekte des Krafttrainings. Eine metaanalytische Betrachtung. Schweizerische Zeitschrift für Sportmedizin und Sporttraumatologie, 60 (1), 14–20. Fröhlich, M., Müller, T., Schmidtbleicher, D. & Emrich, E. (2009). Outcome-Effekte verschiedener Periodisierungsmodelle im Krafttraining. Deutsche Zeitschrift für Sportmedizin, 60 (10), 307–314.

www.dhfpg-bsa.de

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Kraemer, W. J. & Fleck, S. J. (2007). Optimizing strength training. Designing nonlinear periodization workouts. Champaign, IL: Human Kinetics.


NEUES AUS DER WISSENSCHAFT

Effekte myofaszialer Selbstmassage mit der Faszienrolle

Faszientraining reduziert Schulter-Nacken-Beschwerden Faszientraining erfreut sich seit geraumer Zeit großem Interesse. Bisherige Untersuchungen konnten Zusammenhänge zwischen der Fasziengesundheit und der Beweglichkeit sowie dem subjektiven Schmerzempfinden aufzeigen. Daraus ergibt sich die Frage, ob die myofasziale Selbstmassage mit der Faszienrolle eine geeignete Strategie zur ergänzenden Behandlung von Schulter-Nacken-Beschwerden darstellt.

Hintergrund In den letzten Jahren steigerten sich die Bekanntheit der Faszien und die Beliebtheit des Faszientrainings in der Fitness- und Gesundheitsbranche um ein Vielfaches. Insbesondere durch humanbiologische, medizinische und sportwissenschaftliche Untersuchungen konnten neue Erkenntnisse über die Eigenschaften und Funktionen des Fasziengewebes generiert und entsprechende Trainingsmöglichkeiten daraus abgeleitet werden. Die Faszienrolle, eine Massagerolle in Röhren-, Kugel- oder Doppelkugelform aus formbeständigem Polypropylen, gilt dabei als geeignetes Trainingsgerät, mit dessen Hilfe fast das gesamte Fasziennetz selbstständig behandelt und massiert werden kann. Diese Faszienrollen sind mittlerweile in nahezu allen Fitness- und Gesundheitsstudios vorzufinden und werden vielerorts durch spezielle Trainingszirkel und Kleingeräte für das Faszientraining ergänzt. Viele Studien im Kontext der Faszienforschung beziehen sich auf die Trainierbarkeit der Lumbalfaszie, weshalb die beobachteten Effekte in diesem Bereich als gesichert betrachtet werden können. Der Problematik von Rückenschmerzen im Schulter-NackenBereich und ihr Zusammenhang mit dem Fasziengewebe wurde hingegen bisher weniger Aufmerksamkeit geschenkt.

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verordnungen waren Manuelle Therapie, klassische Massagen oder allgemeine Krankengymnastik. Die Teilnehmer wurden durch Randomisierung in zwei Gruppen, eine Interventionsgruppe mit 18 Teilnehmern und eine Kontrollgruppe mit 12 Teilnehmern, aufgeteilt. Der Zeitraum der Studie betrug acht Wochen, wobei die Eingangsund Ausgangsmessungen jeweils zwei Tage vor Beginn (t0) und nach Abschluss des Treatments (t1) durchgeführt wurden. Während des Untersuchungszeitraums mussten die Probanden an mindestens sechs Einheiten der physiotherapeutischen Behandlung teilnehmen, um in der Studie berücksichtigt zu werden. Bei der Eingangsmessung (t0) erfolgte die Aufteilung in die Interventions- oder Kontrollgruppe sowie die Übungsunterweisung und die Ausgabe der Faszienrollen. Die Interventionsgruppe führte das standardisierte Übungsprogramm in Form einer zusätzlich zur physiotherapeutischen Behandlung durchgeführten myofaszialen Selbstmassage mithilfe der Faszienrollen selbstständig zu Hause durch, wobei dies möglichst täglich erfolgen sollte. Die Kontrollgruppe hingegen nahm lediglich an den physiotherapeutischen Behandlungsterminen teil.

Folglich bestand das Ziel dieser achtwöchigen Studie darin, die Wirksamkeit von einer ergänzend zur physiotherapeutischen Behandlung ausgeführten myofaszialen Selbstmassage zu untersuchen. Vor diesem Hintergrund wurden unter anderem die Effekte des Faszientrainings auf das subjektive Schmerzempfinden sowie die wahrgenommenen Funktionseinschränkungen bei Personen mit Schulter-Nacken-Beschwerden betrachtet.

Die Datenerhebung unmittelbar vor Beginn (t0) und nach Ende (t1) des achtwöchigen Untersuchungszeitraums, in dem das Übungsprogramm durchgeführt wurde, umfasste unter anderem die Dokumentation der Veränderung des subjektiven Schmerzempfindens und der beschwerdebedingten Funktionseinschränkung im Alltag (Skala von 1 bis 100) durch Zusendung von Fragebögen per E-Mail.

Methodik

Ergebnisse

Für die Studie wurden 30 Teilnehmer, darunter sechs Männer und 24 Frauen, im Alter zwischen 21 und 65 Jahren mit einer ärztlichen Verordnung für Physiotherapie aufgrund der Diagnose Cervicobrachialgie und/oder HWS-Syndrom ausgewählt. Mögliche Heilmittel-

Bei Betrachtung der Ergebnisse des Intragruppenvergleichs der Interventionsgruppe konnte festgestellt werden, dass sowohl das subjektive Schmerzempfinden als auch die wahrgenommenen Funktionseinschränkungen bei Patienten mit Schulter-Nacken-Beschwerden

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DHfPG-Science-Lab: Bachelor-Thesis Fachbereich Trainingswissenschaften

EFFEKTE DES FASZIENTRAININGS Schmerzempfinden

Funktionseinschränkung

0 -2 -4

-8,6

-19,6

-8,8

-9,6

-6 -8 -10 -12 -14 -16 -18 -20 Kontrollgruppe

Interventionsgruppe

Abb. 1: Beobachtete Effekte auf Schmerzempfinden und Funktionseinschränkung (Skala von 1 bis 100 zur subjektiven Selbsteinschätzung) zwischen den Zeitpunkten t0 und t1 Grafik: artbesouro - stock.adobe | Modifizierung: Klaudia Lech

durch das Treatment signifikant verringert werden konnten (Abb. 1). Zwar konnten das subjektive Schmerzempfinden und die wahrgenommenen Funktionseinschränkungen auch durch alleinige Physiotherapie etwas reduziert werden, jedoch war das Ausmaß der Reduktion, im Vergleich zur Interventionsgruppe, bei Weitem nicht so stark. Insgesamt konnte in dieser Untersuchung beobachtet werden, dass die begleitend zur physiotherapeutischen Behandlung durchgeführte myofasziale Selbstmassage einen verstärkenden Einfluss auf sämtliche betrachteten Veränderungen der Variablen von der Eingangsmessung (t0) bis zur Ausgangsmessung (t1) hatte. Insbesondere die beobachteten Effekte einer zusätzlichen myofaszialen Selbstmassage mit der Faszienrolle auf das subjektive Schmerzempfinden und die wahrgenommenen Funktionseinschränkungen waren deutlich größer als die Effekte der alleinigen physiotherapeutischen Behandlung. Daher kann ein regelmäßig durchgeführtes und professionell angeleitetes Faszientraining als durchaus sinnvolle Maßnahme zur Unterstützung bei Schmerzen im Schulter-Nacken-Bereich betrachtet werden.

Durch ein professionell angeleitetes, standardisiertes Faszientraining für die oberflächliche Rückenlinie könnten Fitness- und Gesundheitseinrichtungen ein Angebot schaffen, das die Behandlungserfolge einer Therapie bei Schulter-Nacken-Beschwerden vergrößern und die erzielten Erfolge langfristig sichern kann, indem das Risiko für ein (Wieder-)Auftreten dieser Beschwerden verringert wird. Faszientraining kann somit durch seine schmerzpräventive und -lindernde Wirkung als Tool zur Kundenbindung für Fitness- und Gesundheitseinrichtungen eingesetzt werden.

FAZIT Fast jede Person in Deutschland wird des Öfteren von Rückenschmerzen geplagt oder war zumindest schon einmal davon betroffen. Dabei machen Schmerzen im Schulter-Nacken-Bereich mittlerweile nahezu ein Drittel der Rückenbeschwerden aus, wobei diese in den meisten Fällen berufsbedingte Ursachen haben. In diesem Kontext bietet die Faszienrolle ein kostengünstiges und effektives Tool, um neben rehabilitativen (z. B. Physiotherapie) oder präventiven Maßnahmen (z. B. gezieltes Krafttraining) auch das myofasziale System zu trainieren. Aus diesem Grund stellt die Faszienrolle mit ihren unterschiedlichen Ausführungen – im Sinne der Dienstleistung und eines entsprechenden Serviceangebots – eine sinnvolle Ergänzung zum klassischen Trainingsangebot von Fitness- und Gesundheitseinrichtungen dar, die vielseitig einsetzbar und dabei kostengünstig ist. Das in dieser Untersuchung betrachtete achtwöchige, ergänzend zur physiotherapeutischen Behandlung ausgeführte Training mit der Faszienrolle konnte das subjektive Wohlbefinden bei Personen mit Schulter-Nacken-Beschwerden verbessern, indem sowohl das Schmerzempfinden als auch die wahrgenommenen Funktionseinschränkungen reduziert wurden.

ANGELIKA ROTH Alter: 24 Jahre Duales Studium: Gesundheitsstudio exaktaktiv Rosenheim Abschluss: B. A. Gesundheitsmanagement Aktuelle Tätigkeit: Geschäftsführung von zwei Therapie Centren in Rosenheim mit Physiotherapie, Ergotherapie und Logopädie Foto: DHfPG/BSA

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BILDUNG | ANZEIGE

Studium – Weiterbildung – Qualität Informationen/Neuigkeiten der BSA-Akademie, der BSA-Zert und der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement

NEU: „Fachberater/in für Beauty & Care Anwendungen“ Die Angebotsstruktur in der Besonnungsbranche hat sich in den vergangenen Jahren stetig erweitert und es sind Anwendungen zur Figurformung, Schönheit und Pflege des Körpers hinzugekommen. Um Kunden in diesen Bereichen seriös, professionell und nachhaltig betreuen zu können, hat die BSA-Akademie den Lehrgang zum/ zur „Fachberater/in für Beauty & Care Anwendungen“ entwickelt. Absolventinnen und Absolventen bieten ihren Kunden Angebote wie Thermoplattenanwendungen, Body-Druckwellenmassage und Beauty Light an. Sie beraten kompetent und erstellen individuelle auf die jeweiligen Bedürfnisse zugeschnittene Anwendungspläne zur Verbesserung des Wohlbefindens. www.bsa-akademie.de/fachberater-bca Foto: DHfPG/BSA

Jetzt an gesetzlich vorgeschriebene Rezertifizierung denken! Wer bereits vor längerer Zeit als Fachkraft gemäß UV-SchutzVerordnung (UVSV) geprüft und zertifiziert wurde, sollte an die gesetzlich vorgeschriebene Rezertifizierung denken, die alle fünf Jahre verpflichtend ist. Die Fortbildung und die Prüfung zur Rezertifizierung sind frühestens sechs Monate vor Ablauf des Zertifikates zu absolvieren. Die Gültigkeit des Zertifikates darf nicht abgelaufen sein. Die Zertifizierungsstelle BSA-Zert überprüft die erworbenen fachlichen Kenntnisse und stellt als Bestätigung das erforderliche Zertifikat aus. Zur Rezertifizierung ist zugelassen, wer eine Erstzertifizierung vorweisen kann und an einer mindestens eintägigen Fortbildung gemäß § 5 Absatz 2 UVSV teilgenommen hat. Die BSA-Akademie bietet sowohl Lehrgänge zur Erstzertifizierung als auch die Fortbildung zur Rezertifizierung an. www.bsa-zert.de Foto: DHfPG/BSA

Infoveranstaltungen BSA-Akademie Die BSA-Akademie bietet regelmäßig Infoveranstaltungen an ihren bundesweiten Lehrgangszentren an und informiert über ihre mehr als 70 Qualifikationen, das kombinierte Lehrgangssystem sowie den modularen Aufbau. Jetzt kostenfrei zu einem der nächsten Termine anmelden! >> bsa-akademie.de/events

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02.10.2019 07.11.2019 13.11.2019 17.11.2019 19.11.2019

München Saarbrücken Köln Hamburg Leipzig


Angebot der DHfPG: Jetzt studieren – später bezahlen Bachelor-Absolventen der DHfPG haben die Möglichkeit, die Studiengebühren für ein Master-Studium an der DHfPG in monatlichen Raten erst nach dem Master-Abschluss zu entrichten. Dabei können sie zwischen einer Laufzeit von 25 Monaten oder 52 Monaten wählen. Eine vorzeitige, vollständige Rückzahlung ist ebenfalls jederzeit möglich. Diese Zahlungsvariante wird direkt von der Hochschule zur Verfügung gestellt. Die angebotene Zahlungsvariante ist nur für Studierende in den Master-Studiengängen vorgesehen, da in den dualen Bachelor-Studiengängen die Betriebe in der Regel die Studiengebühren zahlen. Die DHfPG möchte Bachelor-Absolventen in ihrem Vorhaben bekräftigen, die eigenen Kompetenzen mit einem Master-Studium zu erweitern und hierfür eine Starthilfe geben. https://www.dhfpg.de/master/jetzt-studieren-spaeter-bezahlen/ Foto: DHfPG/BSA

Studieren und weiterbilden in Österreich Von der nebenberuflichen Weiterbildung bis zum dualen BachelorStudium in der Fitness- und Gesundheitsbranche – die BSA-Akademie und die Deutsche Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement (DHfPG) bieten zahlreiche Qualifizierungsmöglichkeiten in der gesamten DACH-Region an. In Österreich finden die dazugehörigen Präsenzphasen auf dem Campus des Bundessport- und Freizeitzentrums (BSFZ) Südstadt am Rande Wiens statt. Den nächstmöglichen Studieneinstieg in Österreich bietet der duale Studiengang Bachelor of Arts Fitnessökonomie im Wintersemester 2019/2020.

www.dhfpg.at Foto: DHfPG/BSA

Studiengänge >> dhfpg.de

Lehrgänge >> bsa-akademie.de

Zertifizierung >> bsa-zert.de

Mehr Infos zu dualem Bachelor- und Master-Studium, BSA-Lehrgängen oder zur Zertifizierung unter: Tel. +49 681 6855 143

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Der Markt für kleinflächige Studio-Konzepte boomt und hat die Branche in den letzten Jahren verändert. Mitglieder sind bereit, für den Lifestyle-Trend tief in die Tasche zu greifen. Knapp 69 Euro Mitgliedsbeitrag im Mikrostudio ist unsere Kennzahl des Monats. Wir zeigen, warum der Hype berechtigt ist, was die Besonderheiten der Boutique- und Mikrostudios ausmacht und vergleichen Fakten aus Deutschland und den USA, wo alles begonnen hat.

L

aut den „Eckdaten 2019 der deutschen Fitnesswirtschaft” sind Mikrostudios Fitness- und Gesundheitsanlagen, die in der Regel eine Fläche von 200 Quadratmeter oder weniger umfassen. Der Begriff „Boutique” dagegen stammt aus der US-amerikanischen Fitnessindustrie und wird teilweise unterschiedlich interpretiert. Gemeinhin werden darunter ebenfalls Clubs mit einer überschaubaren Fläche verstanden, die ein stark spezifisches Angebot bieten. Weitere Merkmale sind der ausgeprägte Erlebnischarakter sowie das vergleichsweise hohe Preisniveau, welches oft als „pay per use” gestaltet ist. Beide Studioformen lassen sich nicht eins zu eins vergleichen. In Deutschland kommen die Mikrostudios mit ihren Nischen- beziehungsweise Special-Interest-Angeboten wie Cycling, Boxing, HIIT, Crossfit, Functional, EMS, Dance, Yoga oder Pilates dem amerikanischen Vorbild am nächsten.

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Hochpreisige Trainingsangebote Im Durchschnitt investieren Mitglieder 68,85 Euro brutto im Monat in Mikrostudios. Im Vergleich liegt dieser Beitrag etwa 110 Prozent über dem einer günstigen Fitnesskette (32,78 Euro) und circa 78 Prozent über dem vom „European Health & Fitness Markt Report” ermittelten Durchschnittsbeitrag eines europäischen Studios (38,60 Euro) – ein deutliches Indiz dafür, wie wichtig Fitnessfans das Training im richtigen Umfeld ist. Der große Zulauf spiegelt den übergreifenden Trend der Marktsegmentierung und Personalisierung im Fitnessmarkt wider. Mikrostudios sind ein klarer Gegenentwurf zum Discount-Markt. Die Bereitschaft der Kunden, für individuelle Kursangebote zu zahlen, ist hoch. Je nach Leistung – wie beispielsweise Personal Training oder EMS – fallen Kosten von bis zu 600 Euro im Monat an.


Steigende Mitgliederzahlen In den letzten zehn Jahren hat Boutique-Fitness im US-amerikanischen Markt Erfolgsgeschichte geschrieben. Der „IHRSA Health Club Consumer Report 2019” zeigt das Boutique-Segment mit 42 Prozent Mitgliedern als Favorit der Branche, zwei Prozent über Vorjahresniveau. Damit setzt sich der Wachstumstrend fort. Schon zwischen 2013 und 2017 wuchs der Marktanteil in den USA insgesamt um 121 Prozent. Aufgrund der Spezifizierung sind viele Kunden gleich in zwei und mehr Studios angemeldet, beispielsweise bei CrossFit und Yoga, was in Deutschland jedoch kein Regelfall ist.

Anlagenwachstum und Umsatz Auch in Deutschland sind Mikrostudios aufgrund ihrer hohen Mitgliedsbeiträge und dem höheren Umsatz pro Mitglied ein Wachstumstreiber der Branche. Dabei spielen EMS-Studios eine wichtige Rolle. Mikrostudios machten 2018 bereits 26,9 Prozent des Gesamtmarkts aus und erwirtschafteten 470 Millionen Euro. Ihre Zahl stieg auf 2.516, das ist ein Plus von 251 Anlagen. Mit 11,1 Prozent wiesen sie das stärkste Anlagenwachstum der Branche im Vorjahresvergleich auf. Durchschnittlich erzielte ein Mikrostudio in 2018 einen Jahresumsatz von 186.000 Euro pro Club.

Big Player In Deutschland ist Mrs. Sporty mit 138.000 Mitgliedern und 325 Anlagen Marktführer im Mikrosegment, gefolgt von dem EMS-

Spezialisten Bodystreet mit 244 Clubs. Mrs. Sporty setzt nur auf eine weibliche Zielgruppe und bedient somit eine Nische. Der Anteil reiner Frauenstudios ist mit 23,5 Prozent bei den Mikrostudios deutlich höher als in anderen Segmenten. Zu den wichtigsten BoutiqueAnbietern in den USA zählen Marktführer Orange Theory, Pure Barre und Core Power Yoga, außerdem Barry‘s Bootcamp, Soul Cycle und 9 Round (Piper Jaffray, US Fitness Industry Update 2018).

Glückliche Kunden Merkmale für die Kundenzufriedenheit sind unter anderem die Besuchshäufigkeit und die Dauer der Mitgliedschaft. Beide sind in den USA hoch, laut Piper Jaffray trainieren 54 Prozent der Mitglieder zwei- bis fünfmal wöchentlich. Insgesamt besuchen die US-Amerikaner zweimal pro Woche das Boutique-Studio – ein Vorbild für Deutschland, wo die Mitglieder nur circa einmal pro Woche einchecken. Die Kombination aus Club-Charakter, TeamSpirit, flexibler Teilnahme, digitalem Entertainment und hoch qualifizierten Trainern spricht vor allem Millennials und die Generation Z mit hoher Bildung und entsprechend hohem Einkommen an.

Ausblick Es bleibt spannend, der Markt ist offen für innovative Konzepte. Beispielsweise können mit speziellen Shop-in-Shop-Angeboten auch große Studios hohe Mitgliedsbeiträge realisieren und am Hype partizipieren. 05/19

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ZERTIFIZIERUNG

Fotos: URBANIC fitness

Premium-EMS-Studio setzt auf Zertifizierung

Neutral bestätigte Qualität sorgt bei Kunden für Sicherheit begleiter hin zu einem gesünderen Leben. Dafür bieten wir EMS-Training, Personal Training, Kurs-Workout sowie Ernährungsberatung an.

U

RBANIC fitness ist seit über fünf Jahren ein PremiumEMS-Anbieter mit Studios in Fulda und Hünfeld. Sicherheit hat für den Inhaber, Claus Pieper, schon immer oberste Priorität. Darum war es ihm auch ein Anliegen, die Studios in Sachen Qualität und Sicherheit durch die unabhängige Zertifizierungsstelle BSA-Zert überprüfen zu lassen. Im Interview zählt er weitere Beweggründe dafür auf und erklärt, wie die EMS-Branche von der DIN-Norm 33961 profitieren kann.

Was hat Sie dazu bewegt, sich die Qualität nach der DIN-Norm 33961 bestätigen zu lassen? Claus Pieper: Sicherheit hat für uns schon immer oberste Priorität. Jetzt war es für uns an der Zeit, das auch über ein Siegel sichtbar zu machen. Denn der Markt hat sich verändert: Derzeit preisen viele EMS-Anbieter kabelloses EMS-Training an und vermitteln gezielt den Eindruck, dass die kabelbasierten EMS-Geräte veraltet wären. Das Gegenteil ist der Fall: Kabellose EMS-Systeme entsprechen nicht der DIN-Norm, denn sie sind unserer Meinung nach noch nicht wirklich sicher genug. Mit der Zertifizierung möchten wir für Aufklärung sorgen und die Kunden dazu anregen, das EMS-Training in nicht zertifizierten Studios genau zu hinterfragen. Mit der DIN-Norm 33961 können wir dem Kunden zeigen, dass für uns der Sicherheitsaspekt, also „safety first“, ganz weit vorne steht.

Claus Pieper Inhaber URBANIC fitness

Herr Pieper, was macht URBANIC fitness zu einem besonderen EMS-Anbieter? Claus Pieper: Auf den ersten Blick unterscheiden wir uns durch ein ganz besonderes Ambiente: Wir setzen viel auf Weiß, coole Grafiken, hochwertiges Interieur und charmante Turnmöbel aus den 70er-Jahren – ein Stil mit hohem Wiedererkennungswert. Anders als in anderen EMS-Studios trainieren wir nicht im Schaufenster, sondern in einer nicht einsehbaren Atmosphäre. Wir bieten ein Lizenzsystem mit standardisierten Abläufen, verlässlichen Partnern und hohen Qualitätsmaßstäben an. Unsere Kunden kommen aus den unterschiedlichsten Berufen und Branchen. Vom Rechtsanwalt über den Manager bis zum Studierenden ist alles vertreten. Der Altersschnitt liegt bei 30 Jahren aufwärts. In der Zusammenarbeit mit unseren Kunden verstehen wir uns als Weg120

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Inwiefern profitiert die EMS-Branche beziehungsweise die ganze Fitness- und Gesundheitsbranche Ihrer Meinung nach von der einheitlichen Norm? Claus Pieper: Mit der neuen DIN-Norm wird das EMS-Training stark aufgewertet und es bekommt einen festen Platz unter den verschiedenen Trainingsarten. Das ZertFit-Siegel schafft Transparenz für bestehende Kunden sowie potenzielle Neukunden und gibt Sicherheit bei wichtigen messbaren Parametern – von der Hygiene über den Ausbildungsstand der Trainer bis hin zur Ausstattung, zum Beispiel mit einem Defibrillator. Dass eine unabhängige Institution EMS als absolut ungefährlich einstuft, nimmt zögernden Kunden die Ängste vor dem „Stromtraining“. Wir finden: Je mehr Studios sich qualifizieren lassen, desto größer ist der Druck für alle Anbieter, das Sicherheits- und Qualitätslevel hochzuhalten. Sind die in der DIN-Norm 33961 gestellten Anforderungen Ihrer Ansicht nach angemessen, gerade für EMS-Anbieter? Claus Pieper: Früher stellte sich die Frage: Wo kann ich EMS-Training durchführen, d. h. welches Studio bietet überhaupt EMS an? Heute gibt es viel mehr Anbieter und die Frage lautet eher: Wie und mit welcher Qualität kann ich EMS-Training durchführen? Das


DIN-Zertifikat hilft, hier eine fundierte Entscheidung zu treffen. Die Kunden können damit auf einen Blick erkennen, dass wir einen gleichbleibend hohen Sicherheitsstandard einhalten und Qualität rund um die Bereiche Gesundheit und Prävention anbieten. Interessant ist, dass die Branche selbst schon vor längerer Zeit Handlungsempfehlungen für EMS-Anbieter entwickelt hat, die auch die Grundlage für die neue DIN-Norm bilden. Die Empfehlungen basieren auf Forschungsergebnissen von Wissenschaftlern der Universitäten Köln, Kaiserslautern und Erlangen, die intensiv zum Thema EMS forschen. Wir bei URBANIC fitness finden diese Richtlinien sehr wichtig, um den EMS-Markt trotz seines schnellen Wachstums qualitativ hochzuhalten und das EMS-Training bei Laien nicht durch schlechte Erfahrungen bei einzelnen unqualifizierten Anbietern in Verruf zu bringen. Kurz gesagt: Wir halten alle Anforderungen, die zu mehr Sicherheit und Qualität beitragen, für angemessen. Könnten Sie den Ablauf des Verfahrens anhand Ihres Beispiels noch einmal schildern? Claus Pieper: Natürlich bedeutet eine Zertifizierung einiges an Arbeit und Mehraufwand. Vor allem, wenn man Einzelkämpfer in einem Unternehmen ist. Wir haben zum Beispiel eine Ausbildung zum Ersthelfer/Brandschutzbeauftragten absolviert, die extra zeitlich eingeplant werden musste. Insgesamt haben wir ungefähr fünf Wochen benötigt, um alle erforderlichen Dokumente und Bescheinigungen einreichen zu können. Die Sachbe-

arbeiter der BSA-Zert haben uns dabei super unterstützt und standen uns jederzeit als kompetente Ansprechpartner bei Fragen zu Verfügung. Welche Vorteile erhoffen Sie sich von der Dienstleistungszertifizierung durch die BSA-Zert? Claus Pieper: Wie eben schon beschrieben, ermöglicht uns das Zertifikat eine Positionierung als vertrauenswürdiger EMS-Anbieter im Markt. Wir können uns vom Wettbewerb – vor allem von nicht zertifizierten Anbietern – besser abgrenzen. Das Zertifikat schafft Transparenz für den Kunden und fördert das Image der gesamten EMS-Branche. Deswegen sind wir sehr froh, dass wir den Aufwand auf uns genommen und den Prozess der Zertifizierung durchlaufen haben. Wir können das jedem Studiobetreiber nur empfehlen! Alle Infos zur Zertifizierung: www.bsa-zert.de

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PERSONENPORTRÄT

Mit Mut und Leidenschaft zur erfolgreichen Existenzgründung M

oritz Boese stieg schon während seines dualen BachelorStudiums „Fitnesstraining“ an der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement (DHfPG) zum Studioleiter einer Bodystreet-Filiale in Saarbrücken auf. Nach seinem Abschluss fühlte er sich bereit, den nächsten Schritt zu gehen und eröffnete seine „Personal Training Lounge“. Zunächst machte das Verletzungspech einen Strich durch die Football-Karriere von Moritz Boese. „Sechs Jahre habe ich im Aktivenbereich der Saarland Hurricanes als Linebacker Football gespielt, doch nach der dritten Verletzung am Knie habe ich mich schweren Herzens entschlossen, diese Karriere zu beenden“, denkt er zurück. Die Leidenschaft für den Fitnesssport hat er aber nicht aufgegeben. Schon während seiner Zeit bei den „Canes“ entschloss er sich daher, sein Hobby mithilfe eines dualen Bachelor-Studiums zum Beruf zu machen.

Bachelor-Studiengang Fitnesstraining gewählt Bei seiner Recherche nach einem passenden Studiengang wurde er auf die Deutsche Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement (DHfPG) aufmerksam. „Das Studiensystem hat mich mehr angesprochen als ein Vollzeitstudium. Ich wollte schon während des Studiums Berufserfahrung sammeln und das konnte ich an der DHfPG auch von Tag eins an.“ Er wählte den dualen Bachelor-Studiengang Fitnesstraining.

Während des Studiums Studioleiter geworden Besonders die Präsenzphasen haben dem heute 25-Jährigen gefallen. „Wir hatten echt eine coole Klasse, ich habe viele neue Leute und Freunde kennengelernt. Aber auch die Dozenten haben mich überzeugt, da sie die Inhalte sehr praxisorientiert vermitteln konn-

ten. Der Bereich der Trainingswissenschaften interessierte mich von Grund auf sowieso schon und lag mir daher auch sehr.“ Seine betriebliche Ausbildung absolvierte Moritz Boese bei der EMS-Studiokette Bodystreet. Dort schaffte er bereits während seines Studiums den Aufstieg zum Studioleiter. „Ich hatte natürlich Glück, da ich in dieser Position auch erste Erfahrungen im Finanzwesen sammeln und mehr über die Strukturen und Planungen eines Unternehmens lernen konnte.“ Ergänzt wurde diese Praxiserfahrung durch die Studienmodule der Wirtschaftswissenschaften. „Dafür musste ich zugegebenermaßen etwas mehr büffeln, aber es hat sich gelohnt.“

Eigene Marke gegründet „Schon während des Studiums hatte ich die Idee, mich selbstständig zu machen, meine eigene Marke zu gründen.“ Nach dem erfolgreichen Bachelor-Abschluss wäre auch eine Karriere bei Bodystreet möglich gewesen, doch der Absolvent wollte sich nicht rein auf die EMS-Branche konzentrieren. Er wollte ein eigenes Personal-Training-Studio eröffnen und sich insgesamt noch breiter aufstellen. Daher bildet er sich auch jetzt noch regelmäßig beim Schwesterunternehmen der DHfPG, der BSA-Akademie, mit staatlich geprüften und zugelassenen Lehrgängen weiter. „Da ich mich zum Beispiel sehr für den Bereich Athletik- und Functional Training interessiere, habe ich unter anderem bereits den Lehrgang zum Athletiktrainer sowie zum Athletiktrainer Leistungssport abgeschlossen.“ Noch während der Zeit seiner Bachelor-Thesis fand er schließlich die passende Location für sein neues Studio. In zentraler Innenstadtlage der Mittelstadt St. Ingbert entdeckte er sein neues, etwa 130 Quadratmeter großes Schmuckstück. „Damals habe ich sowohl meinen eigenen Businessplan, meine Bachelor-Thesis als auch die Hausarbeit für den Athletiktrainer Leistungssport parallel geschrieben“, denkt er an eine intensive Zeit zurück.

Foto: Privat

Erfolgreicher Start der „Personal Training Lounge“

Moritz Boese (25) ist Bachelor-Absolvent der DHfPG und eröffnete seine „Personal Training Lounge“.

Nach monatelanger Grundrenovierung konnte er schließlich seine „Personal Training Lounge“ eröffnen und sich seitdem einer unerwartet hohen Kundennachfrage erfreuen. „Ich bin sehr begeistert von dieser positiven Resonanz. Sogar einer meiner ehemaligen Dozenten hat mich bereits hier besucht und mir zur Eröffnung gratuliert.“ Seine Kunden fühlen sich in den neuen, offen gestalteten Räumlichkeiten im Industrial Style sehr wohl. Bei seinem Angebot handelt es sich um ein umfassendes Ganzkörpertraining mit besonderem Augenmerk auf die Stabilisation der drei Körperzonen Beine, Rücken und Rumpf. Dabei integriert er viele Übungen mit dem eigenen Körpergewicht. „Dennoch habe ich auch Trainingsgeräte und Hilfsmittel wie das Ski-Ergometer, Langhanteln, Kettlebells oder Therabänder. Bei mir kann jeder trainieren, egal ob absoluter Anfänger oder Top-Athlet.“ Dafür qualifiziert sich der 25-Jährige stetig weiter. So hat er sich bereits für die nächsten BSA-Lehrgänge in den Bereichen Sporternährung, rehabilitatives Krafttraining, präventives Rückentraining und zum „Leistungssport Body-Trainer“ angemeldet. Sein neues Studio erfüllt ihn mit Stolz. „Es kommt darauf an, ob man etwas mit Leidenschaft macht und dafür auch brennt. Das tue ich und ich freue mich, dass ich die Möglichkeit genutzt habe, mein Hobby zum Beruf zu machen.“ Zur ganzen Erfolgsgeschichte: dhfpg.de/mboese

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BESONNUNG

Buchvorstellung – Dr. med. Alexander Wunsch

„Die Kraft des Lichts“ Wir vom Bundesfachverband Besonnung e.V. e. V. wollen Ihnen in dieser Ausgabe der fitness MANAGEMENT international ein besonderes Buch vorstellen. In unserer Funktion als Verband der Besonnungsindustrie ist es uns wichtig, nicht nur Ansprechpartner zu sein, sondern auch zu informieren.

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ereits in der 6. Ausgabe 2018 der fitness MANAGEMENT international durften wir Ihnen unseren neugewonnenen wissenschaftlichen Berater Dr. med. Alexander Wunsch vorstellen. Dr. med. Alexander Wunsch ist niedergelassener Arzt, Wissenschaftler und Referent in den Bereichen Lichttherapie, Photobiologie und Biophysik sowie stellvertretender Geschäftsführer der Max Lüscher Stiftung. Er ist der führende Lichtbiologe in Deutschland und erforscht Chancen und Risiken optischer Strahlung auf Mensch und Umwelt, berät Politik, Medienvertreter und Industrie bei lichtbiologischen Fragen und entwickelt Konzepte und Anwendungen für den gesunden Umgang mit natürlichem und künstlichem Licht sowie für die Lichttherapie. Seine zahlreichen Publikationen, Vorträge und Interviews im In- und Ausland haben vielen Menschen die herausragende Bedeutung von Licht und Farben für Gesundheit und Wohlbefinden zugänglich gemacht. Erst kürzlich erschien im riva Verlag seine zweite Publikation über eines der essenziellsten Themen der Menschheit – das Licht und dessen Wirkung.

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Unter dem Titel „Die Kraft des Lichts“ schreibt Dr. med. Alexander Wunsch darüber, dass Pflanzen, Mensch und Tier Licht brauchen, um zu leben. In unserer immer künstlicher werdenden Umwelt können wir nur gesund bleiben und unsere Leistungsfähigkeit erhalten, wenn wir mit Sonnenlicht, Kunstlicht und farbigem Licht richtig umgehen. Der Lichtexperte beschreibt, wie gutes Licht die Gesundheit fördert, den biologischen Rhythmus im Gleichgewicht hält sowie präventiv und heilend eingesetzt werden kann. Er erklärt Schritt für Schritt, wie sich die Haut ab dem Frühjahr am besten an das natürliche Sonnenlicht gewöhnt und warum dies vom Einfallswinkel der Strahlen, von unterschiedlichen Hauttypen und von der Herkunft unserer Vorfahren abhängt. Zudem erläutert er ausführlich, warum schlechtes Licht, etwa von LEDs oder Bildschirmen, uns krank macht. Er gibt Anleitungen, wie die eigenen vier Wände und der Arbeitsplatz ideal beleuchtet werden können und worauf man beim Umgang mit Computern, TV-Geräten und Smartphones achten sollte. „Die Kraft des Lichts“ ist eine Abhandlung über die Welt des Lichts, die einen für jedermann verständlichen Lehrbuchcharakter hat und


Dr. med. Alexander Wunsch

Fotos: Bundesfachverband Besonnung e. V.

sogar Anregungen für die gesunde Gestaltung der persönlichen Lichtumgebung gibt. Wer also mehr über das Thema Licht und all seine Facetten wissen möchte, für den stellt dieses Buch ein unabdingbares Standardwerk dar. „Die Kraft des Lichts: Warum wir gutes Licht brauchen und schlechtes Licht uns krank macht“ von Dr. med. Alexander Wunsch ist als Taschenbuch im riva Verlag erschienen (ISBN 9783742309112) und kostet 19,99 Euro.

Pressekontakt: Auf den Punkt. Janine Birnbaum Brandenburgstraße 6, 63456 Hanau Mobil: 0159-012 921 30 E-Mail: mail@janine-aufdenpunkt.de birnbaum@bundesfachverband-besonnung.de


VERANSTALTUNGEN

VERANSTALTUNGEN 2019 – TIMELINE DSSV-Event in Belgrad 3. – 6. Okt., Belgrad, Serbien | dssv.de

EVENT

DSSV-Workshop: BGM – so geht´s! Der Praxisworkshop für die Fitnessbranche 9. Okt., Köln | 10. Okt., Stuttgart | 18. Okt., Hamburg 21. Okt., Frankfurt | 24. Okt., München bildungsinstitut.dssv.de infa balance 12. – 20. Okt., Hannover | meine-infa.de

OKT.

IHRSA European Congress 14. – 17. Okt., Dublin, Irland | ihrsa.org/events/congress/ FIBO USA 17. – 19. Okt., Miami, USA | fibo-usa.com myline Premium Days 22. Okt., Mörfelden-Walldorf | 24. Okt., Stuttgart 29. Okt., Bremerhaven | 5. Nov., Leipzig myline24.lpages.co/myline-premium-days-2019/

aquanale 5. – 8. Nov., Köln | aquanale.de

Up-to-date – Wissenschaftlicher Vorkongress 24. Okt., Mannheim | aufstiegskongress.de/vorkongress

FSB (Internationale Fachmesse für Freiraum, Sport- und Bewegungseinrichtungen) 5. – 8. Nov., Köln | fsb-cologne.de

MEET THE TOP PHYSIO 24. – 27. Okt., Mallorca, Spanien | meet-the-top.physio Aufstiegskongress 25. – 26. Okt., Mannheim | aufstiegskongress.de therapie Hamburg 25. – 26. Okt., Hamburg | therapiemesse-hamburg.de

ACISO CONGRESS 9. – 10. Nov., Kassel | aciso.com/congress

NOV.

BGMpro 18. – 19. Nov., Leipzig | bgmpro.de

FIBO Africa 25. – 27. Okt., Johannesburg, Südafrika | fibosa.co.za

MEDICA 2019 (World Forum for Medicine) 18. – 21. Nov., Düsseldorf | medica.de

FITNESS SHOW MELBOURNE 26. – 27. Okt., Melbourne, Australien fitness-show.com.au/melbourne

KWS-Netzwerktreffen 29. Nov., Dortmund | kws-kaemmerling.de/netzwerktreffen/

Seminarreise by linzenich 31. Okt. – 3. Nov., Sitges, Spanien | linzenich-gruppe.de

DEZ.

Grafik: evannovostro - stock.adobe.com

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FitnessEXPO Basel 16. – 17. Nov., Basel, Schweiz | fitnessexpo.ch

Kerstan Consult Jahrestagung 6. Dez., Frankfurt | kerstan-consult.de


RECHT

Posten, Teilen, Reposten, Einbetten, Verlinken

Aktiv im Netz – rechtliche Basics Ob ein Studio stetig seine Homepage mit Neuigkeiten versorgen will oder auch „Social Media“ zur Mitgliedergewinnung nutzt, immer ist zu bedenken, dass auch das Internet kein rechtsfreier Raum ist. Dieser Artikel soll einige Spielregeln aufzeigen. Um die unterschiedlichen Handlungsmöglichkeiten im Internet kurz zu umreißen, nimmt DSSV-Juristin Iris Borrmann in diesem Beitrag die gängigsten Interaktionen wie Posten, Teilen, Reposten, Einbetten und Verlinken unter die Lupe.

S

oziale Netzwerke – Facebook, Instagram, Twitter o. Ä. – gehören für die meisten Studios im Jahr 2019 ebenso zum Marketing wie die Homepage, die für die mobile Ansicht optimiert ist. Das Posten, Teilen, Reposten, Einbetten oder Verlinken auf diesen Social-Media-Plattformen unterliegt aber auch rechtlichen Vorschriften. Die dabei am häufigsten vorkommenden Rechtsverstöße kommen aus dem Bereich des Urheberrechts und des Allgemeinen Persönlichkeitsrechts.

POSTEN POSTEN

eine Genehmigung eingeholt werden, wenn man das Video auf einer Plattform einstellen will.

TEILEN TEILEN Wenn ein Beitrag, ein Video oder ein Bild z. B. auf Facebook geteilt wird, wird dieser Beitrag den eigenen Freunden (bzw. je nach persönlicher Einstellung „öffentlich“, „Freunde außer …“) gezeigt. Freunde sind bei Facebook die Personen, mit denen man direkt verknüpft ist.

Ein Posting oder „Post“ ist die Veröffentlichung eines einzelnen, eigenen Beitrages, Bildes oder Videos auf einer Social-Media-Plattform.

Beim Kurznachrichtendienst Twitter bezeichnet man diesen Vorgang als Retweet. Ein geteilter/geretweeteter Beitrag kann erneut unendlich oft geteilt werden („Schneeballeffekt“).

Selbst erstellte Inhalte können Nutzer in der Regel problemlos in sozialen Netzwerken posten, zumindest dann, wenn sie keine strafbare Volksverhetzung oder Beleidigungen darstellen. Allerdings gibt es noch andere Ausnahmen, bei denen fremde Rechte verletzt werden können. Häufig vorkommende Beispiele sind Handyvideos von Konzerten, Bundesligaspielen oder anderen Veranstaltungen. In der Regel verbieten die Veranstalter das Filmen oder zumindest die Verbreitung von Live-Mitschnitten. Daher muss hier

Das Teilen entspricht einem Link zu dem Originalbeitrag. Sobald der Autor/Urheber/Rechteinhaber seinen Beitrag entfernt, sind auch alle geteilten Beiträge nicht mehr abrufbar. Anders als beim Liken eines fremden Beitrags ist dem Teilen an sich keine über die Verbreitung eines Postings hinausgehende Bedeutung beizumessen.

Merke: • Rechtlich unproblematisch ist eine reine Weiterverbreitung, d. h. das Teilen eines fremden Postings ohne eigenen Kommentar oder sonstige Stellungnahme. • Bei einem als Zustimmung aufzufassenden Begleittext haftet der Teilende für den Inhalt des geteilten Beitrags genauso wie der Verfasser. „Haften“ bezieht sich hier auf eventuelle Persönlichkeitsrechtsverletzungen, wenn der Beitrag z. B. volksverhetzende oder beleidigende Inhalte hat. • Im „Liken“ anderer Beiträge hingegen kann auch ohne Begleittext eine Zustimmung zu dem Beitrag gesehen werden. Rechtlich kritische Posts sollte man besser kommentarlos teilen, als den „Gefällt mir“-Button zu bedienen.

REPOSTEN REPOSTEN Einen Beitrag eines anderen Benutzers repostet (Instagram) man, wenn man diesen erneut postet. Hierdurch wird das Bild/Video/ der Beitrag nochmals auf die Plattform hochgeladen. Da ein einfaches Teilen z. B. auf der Plattform Instagram nicht vorgesehen ist, muss man dafür entweder eine zusätzliche App nutzen oder

Grafiken: vectorpouch

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Exkurs: Umgang mit Bildern und Fotos Verwendung von Fotos Dritter Bei einer Facebook-Fanpage oder einer privaten Profilseite gilt Folgendes: Wenn fremde Bilder genutzt werden, muss der Urheber stets um Erlaubnis gefragt werden. Eine Möglichkeit, diese Erlaubnis zu erhalten, ist das entsprechende Kaufen eines Bildes aus Datenbanken. Hierbei muss aber geprüft werden, ob die Rechte auch für die Verbreitung in sozialen Netzwerken gelten; oftmals schließen Urheber diese Verbreitungsart aus oder erheben dafür höhere Gebühren. Wenn z. B. ein Facebook-Nutzer ein Bild hochlädt, muss er i. d. R. die Quelle mit angeben.

Andere Personen auf eigenen Bildern Bilder, auch selbst aufgenommene, dürfen nur mit Einwilligung des/der Abgebildeten verbreitet oder öffentlich zur Schau gestellt werden. Das ergibt sich aus § 22 des Kunsturhebergesetzes (KunstUrhG). Ausnahmen gelten, wenn es sich • um ein zeitgeschichtliches Ereignis handelt, • die Personen nur Beiwerk sind oder • das Bild eine größere Menschenansammlung zeigt (§ 23 KunstUrhG). Wenn hierüber Unsicherheit herrscht, sollte man vorsichtshalber immer eine schriftliche Einwilligung einholen. Die Einwilligung muss sich auch auf die konkrete Art und Weise der Nutzung beziehen, also z. B. zu werblichen Zwecken.

Betroffene Rechte bei der Verwendung von Fotos Meist handelt es sich um Fragen zum Persönlichkeits- oder Urheberrecht, wenn es um Bilder im Internet geht. Doch auch das Markenrecht kann berührt werden, etwa wenn ein Bild eine Marke zeigt und dieses Bild im geschäftlichen Kontext verwendet wird, z. B. zur Bewerbung einer eigenen Leistung. Urheberrecht: Wenn Nutzer sozialer Netzwerke Bilder hochladen, deren Urheber sie nicht sind, brauchen sie die Erlaubnis des Urhebers. Diese kann beispielsweise durch den Kauf eines Bildes erworben werden. Meist muss zudem die Quelle angegeben werden. Persönlichkeitsrecht: Wer Bilder postet, auf denen andere Personen abgebildet sind, braucht deren schriftliches Einverständnis. Markenrecht: Um nicht mit diesem Rechtsbereich in Konflikt zu kommen, sollte generell darauf verzichtet werden, Marken in sozialen Netzwerken abzubilden – vor allem dann, wenn sie der eigenen Werbung dienen.

den Originalbeitrag kopieren (Screenshot). In beiden Fällen erzeugt man einen neuen Beitrag, auf den der Urheber keinen Einfluss mehr hat. Das heißt, wenn der Autor/Urheber/Rechteinhaber seinen Originalbeitrag entfernt, bleiben alle kopierten Beiträge weiterhin abrufbar. Generell ist das Reposten – gerade von Instagram-Bildern – ein kritisches Thema, da der Fotograf eines Bildes oder der Autor eines Textes die Rechte an seinem Werk hat. Es ist nicht erlaubt, ein Bild einfach herunterzuladen, um es dann an einem anderen Ort (z. B. dem eigenen Instagram-Feed) wieder zu präsentieren, wenn keine Erlaubnis des Rechteinhabers vorliegt.


RECHT

Beim Teilen und Einbetten von Inhalten stellt sich allerdings immer die Frage, ob der angegebene Rechteinhaber tatsächlich befugt war, diese Inhalte online zu stellen bzw. vorab eine sorgfältige Prüfung zur Rechtmäßigkeit der Nutzung durchgeführt hat. Man kann sich nicht darauf berufen, in gutem Glauben gehandelt zu haben. Der tatsächliche Rechteinhaber besitzt nämlich die Möglichkeit, gegen jeden Missbrauch vorzugehen.

VERLINKEN VERLINKEN Ein „Hyperlink“, abgekürzt mit „Link“, ist ein Querverweis, der ein elektronisches Dokument (Webseite, Video- oder Audio-Datei, PDF oder andere Formate) mit einem anderen verbindet. Grafiken: vectorpouch

Auch wenn man ein Bild mit einer App, die das technisch ermöglicht, repostet, sollte der Fotograf vor der Veröffentlichung unbedingt um Erlaubnis ersucht werden. Auf Instagram gibt es hierfür eine Nachrichtenfunktion; der Rechteinhaber kann, wenn er hierüber eine Info erhält, selbst entscheiden, ob er die Erlaubnis erteilen will. Das gilt auch für den Fall, dass man die Bilder einfach kopiert, beispielsweise per Screenshot-Tool und dann an einem anderen Ort wieder veröffentlicht. Auch hier muss vorher angefragt werden, ob der Fotograf bzw. der Autor zustimmt. Andernfalls droht – wegen Verletzung des Urheberrechts – eine Abmahnung, eine Geldstrafe und ggf. auch die Verpflichtung zur Abgabe einer strafbewehrten Unterlassungserklärung, die i. d. R. lebenslang Geltung hat.

EINBETTEN EINBETTEN Einbettung oder Einbindung anklickbarer Links auf den eigenen Websites, die sich der Framing-Technik bedienen, bedeutet, dass die Nutzer z. B. einen Film auf der eigenen Seite betrachten können, der auf einer anderen Seite veröffentlicht ist. Die Framing-Technik ermöglicht es dem Betreiber einer Website, sich ein Werk zu eigen zu machen (sofern der Urheber dies nicht technisch unterbunden hat), ohne dieses kopieren zu müssen. Damit ist eine Vervielfältigung ausgeschlossen.

„Links“ setzen Verweise zu Websites im Internet oder zu anderen Profilen bzw. Beiträgen innerhalb eines sozialen Netzwerks. Aus rechtlicher Sicht ist das Verlinken frei zugänglicher Inhalte zunächst bedenkenlos möglich. Das wichtige, inzwischen auch von einigen Gerichten3 beurteilte Kriterium ist hier, ob mit der rein technischen Tatsache des Verlinkens auch ein „Zueigenmachen“ des verlinkten Inhalts verbunden ist. Der Verlinkende als Verbreiter des Inhalts macht sich – nach Auffassung der Gerichte – eine fremde Äußerung dann zu eigen, wenn er sich mit ihr identifiziert. Es muss so wirken, als ob die Äußerung als eigene Meinung des Kommentierenden erscheint. Ob dies der Fall ist, muss jeweils im Einzelfall geprüft werden. Wenn allerdings einem verlinkten Beitrag eine positive bzw. dringende Leseempfehlung hinzugefügt wird oder aber ein Zusatztext, aus dem man schlussfolgern muss, dass es sich bei dem verlinkten Text um die Meinung des Verlinkenden handelt, würde dieser genauso für rechtswidrige Inhalte haften wie derjenige, der den Text gepostet hat. Bei Beleidigungen, Verunglimpfungen oder sonstigen Verletzungen des Persönlichkeitsrechts anderer durch einen verlinkten und kommentierten Artikel ist daher eine eigene Rechtsverletzung gegeben.

Foto: Klaudia Lech

Wenn es um bereits veröffentlichte Bilder oder das Einbetten von Videos, etwa von YouTube, geht, gilt Folgendes: Wer ein Video einstellt und die Embedding-Funktion dabei nicht deaktiviert, willigt i. d. R. schlüssig ein, dass andere das Video über soziale Netzwerke teilen. Das Einbetten ist dann rechtlich unproblematisch, wenn die Inhalte dadurch nicht vervielfältigt werden. Besonders das Einbetten von Fotos und Videos war bereits Gegenstand mehrerer Gerichtsverfahren. Dabei ist umstritten, inwieweit das Einbetten überhaupt eine „urheberrechtlich relevante Nutzungshandlung“ ist; schließlich wird das Video ja lediglich verlinkt. Der Europäische Gerichtshof hat dazu entschieden1, dass Einbetten dann keine Urheberrechte verletzt, wenn die Inhalte/Videos/Fotos ohnehin frei zugänglich sind und sich an das gesamte Publikum richten. Diese – auch Framing genannte – Aktivität ist aber nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofes nur erlaubt, wenn der Rechteinhaber das Video selbst zuvor auf der Online-Plattform eingestellt und damit für alle Internetnutzer frei zugänglich gemacht hat2. 1 2 3

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EuGH, Entscheidung vom 21.10.2014, Aktenzeichen C-348/13 BGH, Urteil vom 09.07.2015, Aktenzeichen I ZR 46/12 OLG Frankfurt, Urteil vom 26.11.2015, Aktenzeichen 16 U 64/15; OLG Dresden, Urteil vom 07.02.2017, Aktenzeichen 4 U 1419/16

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Iris Borrmann, DSSV-Juristin Fragen? Zu allen rechtlichen Fragen rund um den Studioalltag bietet die Rechtsabteilung des DSSV im Rahmen einer bestehenden Mitgliedschaft die Möglichkeit, eine kostenlose rechtliche Erstberatung mit Einschätzung der Rechtslage zu erhalten, beispielsweise nach Erhalt einer Attestkündigung, zur Überprüfung von Vertragsklauseln oder zu arbeitsrechtlichen Themen. Telefon: 040 - 766 24 00, E-Mail: dssv@dssv.de


BUCHTIPP

Jan Frodeno: »Eine Frage der Leidenschaft: Mit Mut und Motivation zum Erfolg« Autor: Jan Frodeno Seitenanzahl: 224 ISBN: 978-3424201673 Preis: 20,00 Euro Sprache: deutsch

IMPRESSUM Verlag und Herausgeber

Webseite

fitness MANAGEMENT –

www.fitnessmanagement.de

eine Marke der PIPG GmbH Privates Institut für Prävention und

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Deutschland, Österreich, Schweiz

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Jahresabonnement Inland

Offizielles Organ des DSSV e. V.

Jahresabonnement Ausland 61,– Euro*

und BfB e. V.

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»Eine Frage der Leidenschaft: Mit Mut und Motivation zum Erfolg«

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Kündigungsfrist

Janosch Marx, Johannes Marx

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Chefredaktion

Produktion

Birgit Schwarze

Meinders & Elstermann GmbH & Co. KG

Ein Mann, ein Wort! Als erster Triathlet gewann Jan Frodeno sowohl die Goldmedaille bei den Olympischen Spielen als auch den begehrten Weltmeistertitel beim Ironman auf Hawaii. 25 Kilometer Schwimmen, 650 Kilometer Rad fahren und 100 Kilometer Laufen – so sieht die Arbeitswoche von Jan Frodeno, dem erfolgreichsten Triathleten weltweit, aus.

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Ehrlich und fesselnd schildert der Triathlet, wie er mit der Niederlage bei der WM 2017 umgegangen ist und was ihn täglich zu Höchstleistungen antreibt. Mut, harte Arbeit, Verzicht, Motivation und vor allem Leidenschaft sind Schlagworte, die „Frodo“ und sein Leben beschreiben.

49191 Belm

Refit Kamberovic, Natali von Zmuda, Alisha Dittmer

Registereintragung Amtsgericht Hamburg

Kontakt Telefon:

In dieser Biografie gibt der Ausnahmeathlet tiefgreifende Einblicke in sein Leben mit allen sportlichen und privaten Höhen und Tiefen seiner Karriere – vom überraschenden Olympiasieg 2008 in Peking über seinen Burn-out bis hin zu seinen Siegen beim legendären Ironman auf Hawaii (2015 und 2016).

43,– Euro*

HRB 147152 +49 (0) 40 / 300 945 - 0

Telefax:

+49 (0) 40 / 300 969 90

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Angelika Roth, Antje Ruhwedel,

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KOLUMNE

Ihr Fitnessmitglieds-Avatar „Was ist dein Fitnessmitglieds-Avatar?“ Diese Frage stelle ich vielen Fitnessstudioinhabern. Die Antworten lauten zu 80 Prozent: „Ava-was?“ oder „Keine Ahnung“. Ich erkläre ihnen dann, dass dieser Begriff einen der wichtigsten Schritte für eine erfolgreiche Strategie zur Neukundengewinnung beinhaltet. In Bezug auf Werbestrategien arbeiten die meisten Studioinhaber leider nach dem Gießkannenprinzip: Mehr ist besser. Dabei ist jedoch eine zielgenaue, selektive Kundenansprache anhand von Mitglieds-Avataren oder Kundenprofilen viel erfolgreicher.

Zielkundenprofil im Detail kennen Das gesamte Konzept startet mit der Erstellung Ihres aktuellen Kundenprofils. Um ein Kundenprofil zu erstellen, reicht es aber nicht aus, das Durchschnittsalter als repräsentative Größe einzusetzen.

Foto: Volker Beushausen

Sie müssen Ihr Zielkundenprofil auf einer detaillierteren Ebene kennen, damit Sie wissen, an wen Sie sich wenden und warum. Ihr Mitglieds-Avatar wird nicht nur Ihren Umsatz steigern, sondern auch Ihre Marketingstrategie nachhaltig unterstützen. Im ersten Schritt sollte man folgenden Fragenkatalog erstellen: • Wo lag der Altersdurchschnitt der Neukunden im letzten Jahr? • Auf welchem Level befand sich der Altersdurchschnitt der Mitglieder, die letztes Jahr gekündigt haben? • Welcher Altersdurchschnitt ergab sich bei 50 Kunden, deren Abo die längste Laufzeit aufwies?

Antonio e Silva Sales Director/Vertriebsleiter for me do

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nessvertrag innerhalb eines Jahres wieder aus. Möglicher Grund könnte u. a. ein neu eröffneter Discounter vor Ort sein. Die Gruppe der Best Ager nimmt weiterhin an den Angeboten Ihres Studios teil. Über die Neukundengewinnung sollten Sie und Ihr Team gemeinsam diskutieren und eine gezielte Marketingstrategie verwirklichen. Eckpunkte dieser Überlegungen könnten sein: • Warum verlässt die junge Generation unsere Anlage? • Welche Ziele sollten wir bei unseren Hauptkunden verfolgen? • Passt unsere Werbung zu diesem Ziel? • Welche Konzepte (Geräte/Programme) müssen wir anbieten? • In welchem Rahmen bewegt sich unsere Konkurrenz?

Offizielle Statistiken helfen Besorgen Sie sich dann ein statistisches Jahrbuch Ihrer Stadt. Das Jahrbuch kostet als gedruckte Ausgabe ca. 20 Euro, als CD-ROM oder PDF-Dokument im E-Mail-Versand jeweils etwa 10 Euro. Die Frage ist: Welche für Sie interessanten Informationen erhalten Sie aus einem statistischen Jahrbuch für die Strategie Ihres Studios? Dies sind z. B.: • das Durchschnittsalter in den Stadtbezirken • die Anzahl der Studierenden • die Zahl der Arbeitslosen in den Stadtbezirken • die Anzahl der Berufspendler (in und aus Ihrem Ort)

Die Auswertung dieser Fragen bringt beispielsweise Folgendes hervor: • Der Altersdurchschnitt der Neukunden liegt bei 34 Jahren. • Kunden, die innerhalb eines Jahres gekündigt haben, sind im Durchschnitt 26 Jahre alt. • Die 50 Kunden mit einem langfristigen Abo sind im Schnitt 49 Jahre alt.

Mit diesen Informationen können Sie eine effektive und zielgenaue „thematische Postwurfsendung“ steuern – mit gleichzeitig hoher Kundenreaktionsquote. So wäre es zum Beispiel geschickt, in einem Stadtbezirk, in dem viele über 50-jährige Kunden ansässig sind, keine Postwurfsendung mit dem Schwerpunkt Functional Training, sondern eine Werbung mit dem Schwerpunkt Rückenschmerzen oder Abnehmen zu verteilen. Dazu ist es wichtig, bei Ihrer Industrie- und Handelskammer (IHK) vor Ort in der Regionalstatistik mehr über die Entwicklung der Kaufkraft je Einwohner zu erfahren.

Daraus ergeben sich folgende Erkenntnisse: Die jüngeren Mitglieder steigen aus ihrem Fit-

Auf diese Art und Weise erhalten Sie sämtliche Informationen, die Sie benötigen, um zielgenau Ihre Mitglieds-Avatare zu erreichen.

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Ihre Kundenprofile – Ihre Erfolge


5/2019

Okt./Nov.

EUR 9,-

Nr. 145

sfr 14,-

C 31071

fitness MANAGEMENT international 5/2019 Nr. 145 Offizielles Organ DSSV e. V. und BfB e. V. Deutschland | Österreich | Schweiz

Fitness Boutique-Fitness: Experten erklären das Phänomen

Gesundheit Ernährungsberatung mit digitalen Bausteinen

Management Recruiting: Top-Performer erkennen

Markt Aufstiegskongress 2019: Touch & Tec – NEXT LEVEL

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