4/2021
Aug./Sep.
Nr. 156
EUR 9/12 (D/INT)
C 31071
IT’S ALL ABOUT
DANKE FÜR 1,4 MILLIONEN MAGISCHE MILONIZER MOMENTE. MACHT EUCH BEREIT FÜR EINE NEUE DIMENSION.
www.milon.com/you
Studios sind Teil der Lösung Die nachhaltige Positionierung als Gesundheitsdienstleister
Viel mehr als Gesundheit und Training Das Fitnessstudio als soziales Zentrum verbindet Generationen und Kulturen
Der Schweizer Fitnessmarkt 2021 Status Quo und Restart: aktuelle Daten von DhfPG und IG Fitness Schweiz
www.fitnessmanagement.de
EDITORIAL
Aufwärtsbewegung
N
ach der monatelangen Durststrecke ist wieder eine Aufwärtsbewegung in unserer Fitness- und Gesundheitsbranche zu verspüren. Die jüngsten Statistiken des DSSV e. V. zeigen, dass Sie, liebe Studiobetreiber, wieder neue Mitglieder schreiben. Auch in meinen Gesprächen mit verschiedenen Betreibern und Fachleuten werden diese positiven Signale untermauert. Es freut mich sehr, dass wir aktuell diese Aufwärtsbewegung erfahren. Es stellt sich jedoch die spannendere Frage, warum wir diese Aufwärtsbewegung erfahren. Sicherlich mag die eine oder andere Rabatt- oder Sonderaktion dazu beigetragen haben, dass ein Interessent bei Ihnen Mitglied geworden ist und nicht bei Ihrem Mitbewerber. Neben den monetären Anreizen ergibt sich jedoch die große Frage, warum er oder sie sich überhaupt für ein Training in einer kommerziellen Fitness- und Gesundheitsanlage entschieden hat. In den vergangenen Wochen und Monaten habe ich genau diese Frage sehr häufig gestellt, wenn ich mit den Mitgliedern in meinem Studio gesprochen habe. Die Antwort war meist, dass sie wieder in einem realen Gym mit „echten“ Menschen trainieren wollen. Es geht ihnen um die Übungsvielfalt, die Atmosphäre, die Motivation und nicht zuletzt um die Betreuung durch den Trainer. Wohl wissend, dass meine persönliche Stichprobe bei Weitem nicht repräsentativ ist, kommen wir in unserer aktuellen Untersuchung dennoch zu ähnlichen Ergebnissen (S. 34 ff.). Diese haben wir zusammen mit der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement (DHfPG) und der swiss active (ehem. bekannt als IG Fitness Schweiz) für den Schweizer Fitnessmarkt durchgeführt. Zusammengefasst: Die Mitglieder kommen ins Studio mit dem Ziel, ihr Wohlbefinden zu steigern. Dieses Ziel kann ästhetischer, sozialer oder gesundheitlicher Natur sein, aber auch Sicherheitsaspekte können im Fokus stehen, wie beispielsweise der Stärkung des Immunsystems. Wie auch immer die Motivation der Mitglieder im Einzelnen aussieht, vereint sie doch alle das Vertrauen darauf, dass sie mit unserer Dienstleistung ihr Ziel erreichen werden. Diese Glaubwürdigkeit unserer Branche haben wir über viele Jahre hinweg aufgebaut. Und auch nach der dritten Corona-Welle lässt sich die oben genannte Aufwärtsbewegung auf das weiterhin bestehende Vertrauen in die Arbeit unserer Branche zurückführen. Es ist nun unsere Aufgabe, dieses durch proaktives und transparentes Handeln weiter auszubauen. Um unseren Teil dazu beizutragen, haben wir Ihnen mit dieser Ausgabe unseres Fachmagazins fitness MANAGEMENT international wieder zahlreiche Inspirationen zusammengestellt, die Sie gern mit Ihren Mitarbeitern und Mitgliedern teilen können. In unserer Titelstrecke ab Seite 22 hat sich unsere Redaktion mit der Frage beschäftigt, wie eine nachhaltige Positionierung als Gesundheitsdienstleister erfolgreich gelingen kann. Warum unsere Branche viel mehr als Gesundheit und Training bietet, erläutern wir in unserem MANAGEMENT Impuls (S. 54 ff.). Auch möchte ich Ihnen die Kolumne von Florian Kündgen ab Seite 40 ans Herz legen, der sich mit dem DSSV-Ziel „15 Millionen Mitglieder bis 2025“ auseinandersetzt. Passend dazu empfehle ich Ihnen, sich mit dem Motto des diesjährigen Aufstiegskongresses in Mannheim zu beschäftigen: „COME BACK better & stronger“ (S. 30 f.). Kommen auch Sie besser und stärker zurück und lassen Sie uns diese Aufwärtsbewegung fortsetzen.
Foto: Klaudia Lech
In diesem Sinne wünsche ich Ihnen viel Spaß beim Lesen und bleiben Sie zuversichtlich.
Janosch Marx Geschäftsführer fitness MANAGEMENT
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fitness MANAGEMENT international
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INHALT
Franz-Peter Schäfer
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Marc Rohde
Die nachhaltige Positionierung als Gesundheitsdienstleister
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15 Millionen Mitglieder: Wie schaffen wir das?
INHALT
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AKTUELLES
MANAGEMENT
10 Aktuelles aus der Fitness- und Gesundheitsbranche 16 Studio des Monats: Sanitas Zentrum für Sport & Gesundheit, Dillingen/Saar 22 Mehr Wert! Konzepte, Tools und Kommunikation für die nachhaltige Positionierung als Gesundheitsdienstleister 30 Aufstiegskongress 2021 – Programm mit Top-Referenten 34 Der Schweizer Fitnessmarkt 2021 – DHfPG und swiss active präsentieren Daten aus aktueller Studie
54 MANAGEMENT Impuls: das Fitnessstudio als soziales Zentrum 60 Hygienezertifizierung Stephanie Lutrelli: „Die Kunden müssen sich wohlfühlen“ 62 PRIME TIME: Human Capital als Erfolgsfaktor 64 ROR – Return on Relationship: die Beziehungsqualität zu Mitarbeitern und Mitgliedern 70 Die EGYM Experience: Trainingserfolg für alle 72 CyberConcept: CyberStation – Fitness war noch nie so flexibel 74 Digitalisierungsimpulse für Fitnessstudios
DSSV
40 15 Millionen Mitglieder: Wie schaffen wir das? 44 Recht: Was bei Marketingmaßnahmen zur Wiedereröffnung zu beachten ist 48 Kommentar Birgit Schwarze: Der positive Trend ist da! 50 Fachexperten und neue Mitglieder des DSSV
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fitness MANAGEMENT international 04/21
Prof. Dr. Arne Morsch
Prof. Dr. Sarah Kobel
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Aktuelle Zahlen: Der Schweizer Fitnessmarkt 2021
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Das Fitnessstudio als soziales Zentrum
Prof. Dr. Markus Wanjek
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Faktor Fitnesstraining: Zellgesundheit und Krebs
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FITNESS & GESUNDHEIT
WISSENSCHAFT & PRAXIS
78 Körperformen: Wachstumsstarke Marke und Vorreiter im EMS-Markt 82 Der vielfältige Gesundheitsnutzen von Fitnesstraining (Teil 4): Zellgesundheit und Krebs 86 Life Fitness: Die OFFICIAL HAMMER STRENGTH BOX 88 LES MILLS: „Digitale“ Fitnessfans in Studiomitglieder verwandeln 90 milon und five: milon Q snake – feel the difference 92 Der Technogym Guide für den Start in eine neue Fitnessära 94 SmartCircle: Neues Zuhause und Showroom 96 Panatta: Der Belt Squat 98 HNC Healthy Nutrition Company: Interview mit Bastian Bienlein 100 Warum BGM gerade jetzt besonders wichtig ist 104 Angewandte Trainingswissenschaft (Teil 8): Bedeutung des Laktats – eine Neubewertung 106 Ernährungsmythen (Teil 10): Paleo-Ernährung 108 Mit Ernährungskonzepten neue Angebote etablieren 110 CoGAP: individuell angepasste Gesundheitskonzepte
112 DHfPG/BSA Aktuell: Studium – Weiterbildung – Qualität 114 Kommentar Albert Busek: die „Marke Möller“ 116 DHfPG-Science-Lab: Fitnesskunden erwarten ein umfassendes Trainings- und Serviceerlebnis 118 Science News: Wissenschaft für die Studiopraxis 120 Personenporträt: Thalia Bossemeyer 122 Partnerverband BfB: Nachbesserungsbedarf bei der UVSV? 124 Buchtipp: „Der Weg des Siegers“ 126 Kolumne Antonio e Silva: Die Lizenz zum Kunden „angeln“
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Fachartikel der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement (DHfPG) und der BSA-Akademie
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AKTUELLES | ANZEIGE
Foto: contrastwerkstatt – stock.adobe.com
Hinweis zu den Inhalten dieser Ausgabe der fitness MANAGEMENT international
Praxisorganisation in der Physiotherapie
Die dargestellten Meldungen und Artikel in dieser Ausgabe der fMi wurden entsprechend des Kenntnis- und Informationsstandes zum Zeitpunkt des Redaktionsschlusses verfasst. Aufgrund der Corona-Pandemie und den damit einhergehenden Maßnahmen kann es sein, dass die dargestellten Informationen zum Erscheinungszeitpunkt der Ausgabe nicht mehr aktuell sind. Beachten Sie daher auch die Meldungen auf unserer Website.
Im neuen eintägigen Workshop „Praxisorganisation in der Physiotherapie“ der BSA-Akademie werden Teilnehmende dazu qualifiziert, zentrale organisatorische Aufgaben in physiotherapeutischen Einrichtungen, wie u. a. die Terminplanung sowie die Prüfung und Abrechnung von Rezepten, selbstständig zu übernehmen. Der Workshop richtet sich an Mitarbeiter/-innen in Physiotherapiepraxen sowie an dual Studierende in physiotherapeutischen Einrichtungen.
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www.bsa-akademie.de/physiotherapie
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Grafik: EuropeActive
Automatisierte Selbsttestdokumentation von Testita
European Health & Fitness Market Report 2021
Seit Mitte April 2021 gilt in Deutschland die Testpflicht in Unternehmen, um Neuinfektionen schnell zu erkennen und zu vermeiden. Um den daraus resultierenden Verwaltungsaufwand zu automatisieren, bietet Testita eine mobile Lösung zur Selbsttestdokumentation für Mitarbeiter. fM ONLINE hat zu diesem Thema mit Geschäftsführer Wolfgang Stahl über Testita als neues Angebot des Unternehmens KS-Hygienekonzepte gesprochen.
Der achte European Health & Fitness Market Report zeigt die massiven Auswirkungen der COVID-19-Pandemie. Durch die Lockdowns waren die Betriebe an 40 bis 50 Prozent der eigentlichen Öffnungstage geschlossen. Zusätzlich sanken die Mitgliederzahlen um 15,4 Prozent, die Umsätze sogar um 32,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Darüber hinaus trieb die Corona-Krise auch die Digitale Transformation weiter voran und stellte die Betreiber vor neue Herausforderungen.
bit.ly/testita-app
bit.ly/ehfmr-2021
Foto: Shutter2U – stock.adobe.com
Corona-Schutzimpfung & Sport: Was ist zu beachten? Nach einer Impfung möchten viele das gewohnte Training möglichst rasch wieder aufnehmen. Prof. Dr. med. Axel Preßler (Facharzt für Kardiologie, Innere Medizin und Sportmedizin) empfiehlt: „Wie für Impfungen im Allgemeinen gilt auch hier: Gönnen Sie sich am Tag der Corona-Impfung eine Pause ... Bleiben mögliche Nebenwirkungen aus ... spricht nichts dagegen, am nächsten Tag wieder Sport zu machen. Vermeiden Sie aber starke körperliche Belastungen ...“ bit.ly/sport-nach-schutzimpfung
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Foto: DHfPG/BSA
FACEFORCE: Outdoor-Angebote gezielt vermarkten
Studium und Weiterbildung: digital informieren
Viele der Anlagen haben zur Befriedigung von Mitgliederbedürfnissen zusätzliche Außenbereiche geschaffen. Allerdings sind dabei die Umsätze auf der Strecke geblieben. Dieses Problem sollen die neuen FACEFORCE Outdoor-Kampagnen lösen. Die Kampagnen stehen nun für alle Betreiber, die mit ihrem Außenbereich neue Mitglieder gewinnen wollen, zur Verfügung. Bei Fragen beraten die FACEFORCE-Experten gern telefonisch oder per E-Mail.
Neben den Infoveranstaltungen vor Ort und den jederzeit kostenfrei abrufbaren Infovideos können sich Interessierte in regelmäßig stattfindenden digitalen Infoveranstaltungen über das Studium an der DHfPG bzw. über das Lehrgangssystem der BSA-Akademie informieren. Das Angebot ist kostenfrei verfügbar. Eine Anmeldung zu den Infoveranstaltungen ist unter www.dhfpg.de/veranstaltungen bzw. unter www.bsa-akademie.de/events möglich.
bit.ly/faceforce-outdoor
www.dhfpg-bsa.de
Foto: ACISO Fitness & Health GmbH (Sekula) Sports Connected GmbH (Scholz & Titel/Messe)
Foto: Johnson Health Tech. GmbH
Kein ACISO Congress auf der FitnessConnected 2021
Johnson Health Tech.: zwei neue für die Schweiz
Die Situation in Bezug auf Corona bleibt schwer kalkulierbar. Aus diesem Grund haben Ralph Scholz, CEO der neuen B2B-Fachmesse FitnessConnected, und Oliver Sekula, CEO der Unternehmensberatung ACISO, entschieden, den ACISO Congress im Rahmen der Präsenzmesse im November in München auf das nächste Jahr zu verschieben. Anstelle dessen findet nun ein gemeinsam entwickeltes Keynote-Event statt.
Fitnessgerätehersteller Johnson Health Tech. Schweiz GmbH verstärkt sein Matrix-Team zum 1. Juni 2021. Oliver Mueller übernimmt dabei die Geschäftsführung der Johnson Health Tech. GmbH in der Schweiz. Außerdem holt der Fitnessgerätehersteller mit Niklas Hinsch einen Experten für Hotel- und Firmenfitness an Bord. Mit der Erweiterung reagiert das Unternehmen auf die verstärkte Nachfrage von Hotels und Unternehmen.
bit.ly/aciso-congress-verschoben
bit.ly/neue-mitarbeiter-matrix
Foto: contrastwerkstatt – stock.adobe.com
Steigendes Gesundheitsbewusstsein als Chance Experte und Gesundheitsunternehmer Dr. Udo Niesten-Dietrich spricht in einem Artikel auf LZonline darüber, welchen wertvollen Beitrag die deutschen Fitness- und Gesundheitsanlagen in der Pandemie und darüber hinaus für die Allgemeinheit leisten. Die Studios spielen für diese spezifische und immer größer werdende Zielgruppe eine wichtige Rolle und sind vor allem auch ein relevanter Drehund Angelpunkt zur sozialen Interaktion. bit.ly/zukunftsmarkt-gesundheit
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Foto: DHfPG/BSA
TUM-Studie liefert kritische Ergebnisse
BSA-Angebote in Fernstudien-DQR eingestuft
Die Ergebnisse einer Studie der Technischen Universität München (TUM) über das Ernährungs- und Bewegungsverhalten von Erwachsenen während der Corona-Pandemie geben Anlass zur Sorge. Die Studie belegt neben Bewegungsmangel auch eine verstärkte Gewichtszunahme. „Corona befeuert damit die Adipositas-Pandemie“, so Prof. Dr. Hans Hauner, Ernährungsmediziner und Direktor des Else Kröner Fresenius Zentrums für Ernährungsmedizin.
Alle ZFU-zugelassenen Qualifikationen der BSA-Akademie sind ab sofort im Fernstudien-DQR eingruppiert. Somit wird vom Bundesverband der Fernstudienanbieter e. V. eine Einstufung entsprechend des Deutschen Qualifikationsrahmens (DQR) für diese Qualifikationen geboten. Absolventen haben dadurch die Möglichkeit, ihre erworbenen Kompetenzen im europäischen Vergleich anerkennen und anrechnen zu lassen.
bit.ly/tum-studie
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Foto: FITNESSLAND GMBH
Foto: Urban Sports Club
FITNESSLAND wächst und kauft die HYGIA-Gruppe
Urban Sports Club: Kampagne „That Feeling. Again.“
Christian Haertle verkauft seine HYGIA-Gruppe an FITNESSLANDGeschäftsführer Dominik Horn. Die Übernahme umfasst insgesamt zehn Studios der Premiumfitnesskette HYGIA sowie Marken Vienna und McV!. Damit wächst die aufstrebende regionale Kette auf insgesamt 28 Standorte. Für die knapp 200 Mitarbeiter und die Mitglieder soll sich durch die Übernahme nach aktuellen Angaben zunächst nichts Wesentliches ändern.
Urban Sports Club präsentiert seine Kampagne #ThatFeelingAgain zur Wiedereröffnung in sieben europäischen Ländern. Das Kampagnenvideo transportiert die emotionalsten Momente zum Restart und soll Mitglieder motivieren, ihre Leidenschaft für Sport auszuleben, und die Community aktivieren. Auf die laufende Social-Kampagne werden im September 2021 eine Out-of-Home-Kampagne und ein TV-Spot folgen.
bit.ly/fitnessland-expandiert
bit.ly/usc-kampagne
Foto: FIBO
Foto: Dr. WOLFF
Experten-Talk zum Thema Outdoor-Training
mobee® 360 & Dr. WOLFF intensivieren Partnerschaft
Seit der Corona-Pandemie setzen immer mehr Fitnessstudios auf Outdoor-Konzepte. Im FIBO Online Seminar diskutieren die Betreiber Henrik Gockel (PRIME TIME fitness) und André Krüger (Holmes Place Deutschland) sowie die Industrievertreter Jens Sauter (DHZ Fitness Europe GmbH) und Dr. Hartmut Wolff (Dr. WOLFF Sports & Prevention) über Chancen und Risiken. Moderiert wird das Webinar von fitness MANAGEMENT-Geschäftsführer Janosch Marx.
Der digitale Diagnostikanbieter mobee® 360 und der Gerätehersteller Dr. WOLFF arbeiten künftig noch enger zusammen und intensivieren ihr Engagement in Österreich. Ab sofort sind die beiden Firmen mit einem gemeinsamen Ansprechpartner als Hersteller direkt in Österreich vertreten, um ihren Kunden eine professionelle Beratung aus einer Hand zu bieten. Als direkter Ansprechpartner vor Ort fungiert Country Sales Manager Florian Hackl.
bit.ly/fibo-expertentalk
bit.ly/mobee-360-dr-wolff
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AKTUELLES | STUDIO DES MONATS
Sanitas Zentrum für Sport & Gesundheit, Dillingen/Saar
Wo Gesundheit gelebt wird Text: Jürgen Wolff
Nomen est omen – das Sanitas Zentrum für Sport & Gesundheit Dillingen bietet ganzheitliches Gesundheitstraining. Die „Zutaten“ sind: trainingswissenschaftliches Knowhow, eine Ausstattung, die den Anforderungen der Medizinischen Trainingstherapie entspricht, ein familiäres Miteinander, viel Einfühlungsvermögen und intensives Zuhören.
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anitas ist lateinisch und bedeutet übersetzt „Gesundheit“. Im Sanitas Zentrum für Sport & Gesundheit in Dillingen/Saar erweitern Betreiber Dennis Lahutta und sein Team den Begriff Gesundheit durch ihre Empathie und einen ganzheitlichen Ansatz für den Gesundheitssport.
„Wie ich es mir selbst als Kunde wünsche“ Gegründet wurde Sanitas 2009 von Markus Brill in den Räumen des ehemaligen Einkaufszentrums Luna Center – in Dillingen. Mit der Gründung der Sanitas Zentrum für Sport & Gesundheit
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Die Lebensgeschichte gehört zur Anamnese Im Jahr 2019 übernahm Dennis Lahutta das Sanitas und Markus Brill zog sich aus dem operativen Geschäft zurück. Der neue Geschäftsführer leitet seitdem das Gesundheitszentrum im Sinne seines Vorgängers und Partners. Gleich im Jahr der Übernahme erweiterte er den Gerätepark um eine FunctionalTraining-Area, damit das gesamte Spektrum der menschlichen Bewegung abgedeckt wird und alle Kundenbedürfnisse flexibel bedient werden können. fitness MANAGEMENT international
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Fotos: Sanitas | DHfPG/BSA
„Wichtig bei der Auswahl des Studionamens war, dass das Gesamtkonzept diesem in allen Bereichen Rechnung trägt“, erläutert Dennis Lahutta. „Gesundheit soll nicht nur als ‚optische Erscheinung‘ oder zu Werbezwecken im Fokus stehen, sondern zusammen mit unseren Kunden und Patienten erarbeitet werden! Das beginnt beim gut ausgebildeten, kompetenten Personal, einer modernen und funktionalen Ausstattung und setzt sich in einem wertschätzenden und respektvollen Umgang mit unseren Mitmenschen fort.“
Dillingen GmbH im September 2010 setzte der Diplom-Sportlehrer sowohl inhaltlich als auch organisatorisch seine Vorstellungen von einem Gesundheitszentrum um, in dem „echtes“, kundenzentriertes Arbeiten möglich ist. Dazu gehören nicht zuletzt auch faire Kündigungsfristen, kurze Vertragsverlängerungen und ein verbrieftes 14-tägiges Rücktrittsrecht nach Vertragsabschluss. „Einfach gesagt: Ich wollte unsere Mitglieder sowohl inhaltlich als auch in Bezug auf die vertraglichen Rahmenbedingungen so behandeln, wie ich es mir selbst als Kunde wünschen würde.“
„Mit der Übernahme des Sanitas konnte ich mir meinen Traum der Selbstbestimmung erfüllen. Im Sanitas behandeln wir hauptsächlich Menschen mit Wirbelsäulenproblematiken, Gelenkbeschwerden, Mobilitätseinschränkungen, Verspannungen, Fehlhaltungen sowie vielen anderen gesundheitlichen Problemen,“ so Dennis Lahutta, dessen größtes Anliegen es ist, Menschen zu helfen. Seinen ganzheitlichen und sehr empathischen Ansatz beschreibt er wie folgt: „Menschen bringen auch immer ihre Lebensgeschichte mit, die ich als ‚Quelle der Probleme‘ betrachte. Nur, wenn ich zuhöre, kann ich die Menschen kennenlernen und dadurch Hilfestellung anbieten. Ich sehe meinen Job als Berufung und kann mir ein Leben ohne eine ganzheitliche Betrachtung des Wohlbefindens meiner Kunden nicht vorstellen.“
Gesundheitssport plus Positionierung? „Ganz klar im Bereich Gesundheitssport!“ Für Dennis Lahutta und sein Team dreht sich alles um die körperliche, geistige und seelische Gesundheit der Kunden. Im Sanitas beginnt die Zusammenarbeit mit den Kunden mit einer grundlegenden Anamnese zur Erfassung aller wichtigen
individuellen Parameter ihrer gesundheitlichen Historie. Die Anamnese wird je nach Indikation durch verschiedene sportmotorische Tests ergänzt. Das Team gibt sein Bestes, um für die Kunden maßgeschneiderte Trainingsprogramme zu erstellen. Darüber hinaus gehört es zum Betreuungskonzept dazu, stets ein offenes Ohr für die Wünsche und Nöte der Mitglieder zu haben. Für Dennis Lahutta ist das entscheidend: „Der Mensch ist ein sehr komplexes System, eine Art Blackbox. Es wäre sehr schwierig, sich immer nur an Plan A zu halten – man weiß vor allem am Anfang der Zusammenarbeit nie, was rauskommt, wenn man Informationen hineingibt. Daher sehen wir uns als helfende Instanz für den selbstbestimmten Umgang mit der eigenen Gesundheit.“
Offenheit und Ehrlichkeit im Team Die ganzheitliche Betrachtung des Wohlbefindens und das Einbeziehen der geistigen und seelischen Gesundheit führen zu hohen Anforderungen an Dennis Lahutta und sein Team. Neben einer exzellenten fachlichen Qualifikation sollten alle Mitarbeiter über ein hohes Maß an Empathie verfügen.
Anna Colbus Anna Colbus, Dozentin an der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement (DHfPG), leitet seit mehreren Jahren nebenberuflich Rehasportkurse im Sanitas: „In meiner mehrjährigen Tätigkeit als Trainerin durfte ich die unterschiedlichsten Studios kennenlernen. Im Sanitas erlebe ich, wie intensiv die Mitglieder betreut werden. Insbesondere die familiäre Atmosphäre und die stets motivierten und hilfsbereiten Mitarbeiter zeichnen das Sanitas in meinen Augen aus. Es macht einfach Spaß, die Mitglieder zu betreuen und zu sehen, mit welcher Freude sie kommen und sich gut aufgehoben fühlen. Besonders schön ist für mich dabei auch, unsere dual Studierenden ‚im Einsatz‘ zu sehen, wie sie in das Tagesgeschäft eingebunden werden und das erlernte Wissen anwenden können. So bekomme ich einen Einblick in den Alltag der Studierenden und kann mich auch außerhalb des Unterrichts mit ihnen austauschen.“
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AKTUELLES | STUDIO DES MONATS
„Wir legen großen Wert auf eine fundierte Ausbildung unserer Mitarbeiter. Ganz wichtig ist uns allerdings auch, dass ein Mitarbeiter menschlich zu unserem Team passt und dass er die Grundphilosophie des Sanitas teilt. Das heißt, dass er oder sie eine große Offenheit und Ehrlichkeit mitbringen und immer wieder bereit sein muss, sich selbst zu hinterfragen und zu verbessern,“ so der Geschäftsführer.
Strategien zur Gesunderhaltung Bei einer ganzheitlichen Herangehensweise an die Gesunderhaltung der Kunden müssen sich alle Mitarbeiter mit neuen sportwissenschaftlichen Erkenntnissen und Methoden auseinandersetzen, die auch außerhalb der rein körperlichen Ebene liegen. Nur so können sie jeden mit der individuell bestmöglichen Strategie für eine schnelle und langfristige Verbesserung des Gesundheitszustandes unterstützen. Im Zentrum des Angebotes stehen das geführte Krafttraining an Geräten zur Prävention und Rehabilitation, um einen möglichst risikolosen Muskelaufbau und auch eine Repositionierung der Gelenke zu erzielen, sowie freies und Functional Training zur Verbesserung der Koordination, zum zielgerichteten Muskelaufbau sowie zum Erlernen grundlegender Bewegungsmuster. Optimiert wird dieses „klassische“ Angebot durch Faszientherapie, um Verspannungen zu lösen und/oder die Rege-
nerationsfähigkeit zu verbessern, sowie sensomotorisches Training. Die speziellen Übungen oder Gleichgewichtsübungen mit Zusatzaufgaben führen zu einer verstärkten inneren Wahrnehmung und sprechen die kleinen stabilisierenden Muskeln für eine gute Reizweiterleitung an.
Ganzheitliche Rehasportkurse Das Sanitas bietet verschiedene Rehakurse an, u. a. für Wirbelsäule (HWS/BWS/LWS), Hüfte und Knie sowie Faszien. „Unsere Rehasportkurse werden ganzheitlich durchgeführt. Wir sehen das klassische Training zur reinen Kräftigung und Stabilisierung der Wirbelsäule mithilfe von kleinen Zusatzgeräten nicht als alleinigen Weg zum Trainingsziel. Wir verbinden Rehasport auch mit diversen Techniken zur Entspannung der Muskulatur und möchten den Menschen das ‚Loslassen‘ beibringen, indem wir diverse Faszientools, Atem- und Yogatechniken anwenden,“ erklärt Geschäftsführer Dennis Lahutta. Yoga, Langhanteltraining, Indoor Cycling und Crossrobics (Kraft-Ausdauer-Elemente kombiniert mit Aerobicschritten) sowie Outdoorkurse (Training mit dem eigenen Körpergewicht) und eine Laufgruppe komplettieren das Kursangebot. Das intensiv betreute Gesundheitstraining wird durch einen geräumigen Wellnessbereich ergänzt: Eine finnische Sauna, ein Dampfbad und ein Solarium stehen den Kunden zur Verfügung.
Der Unternehmer hinter dem Sanitas
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Fotos: Sanitas
Seit 2019 ist Dennis Lahutta Geschäftsführer des Sanitas. Sein Studium an der Universität des Saarlandes hat er im Jahr 2017 mit dem Titel Master of Science Sportwissenschaften abgeschlossen. Bereits während seines Studiums und auch danach hat er diverse Zusatzqualifikationen erworben, wie z. B. den Übungsleiter für Sport in der Rehabilitation für die Bereiche Orthopädie, Innere Medizin, Behindertensport, Fitness und Gesundheit und den Certified Functional Trainer. Zusätzlich hat er sich als Tanz- und Fitnesstrainer in Förderschulprogrammen sowie Inklusionsprojekten engagiert und war als Referent beim Landessportverband für das Saarland (LSVS) tätig. Am Olympiastützpunkt der deutschen Badminton-Nationalmannschaft war Dennis Lahutta als externer Athletiktrainer beschäftigt.
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Kooperationen in der Region Das Sanitas ist in der Region durch mehrere strategische Kooperationen mit Krankenkassen, Vereinen und großen Unternehmen in Dillingen und dem Landkreis Saarlouis gut vernetzt. Die Kooperationen mit Krankenkassen gehen je nach deren Programm auch über das Einlösen von klassischen Rezepten für Rehasport hinaus. So bietet die IKK Südwest beispielsweise das Programm „IKK Rückenstark“ innerhalb der Sekundärprävention an, bei dem die Versicherten Zuschüsse für das Gerätetraining beantragen können. Im Bereich Unternehmenskooperationen gibt es eine enge Zusammenarbeit mit dem großen regionalen Arbeitgeber Dillinger (ehemals Dillinger Hütte). Im Rahmen eines BGM wurden für die Mitarbeiter des Roheisenproduzenten Programme zur Rückenstärkung, zur Kräftigung verschiedener Gelenke sowie eine Ernährungsberatung entwickelt.
Digitalisierung? Ja und nein! In puncto Digitalisierung geht das Sanitas-Team einen individuellen Weg. Der digitale Wandel wurde in den Bereichen konsequent umgesetzt, in denen es der Unternehmensphilosophie entspricht. Die Kunden können sich für Termine (Training, Beratung, Messungen) online anmelden, es wird aber nach wie vor auch der klassische Weg – Telefon oder E-Mail – genutzt. Darüber hinaus hat das Sanitas eine eigene App, in der die Kunden von zu Hause aus Termine zu ihren Wunschzeiten blocken oder auch stornieren können. Die Studioverwaltung, das Check-in-System und die App laufen in einem Programm zusammen, sodass alle Datenflüsse in einem System dokumentiert und jederzeit abrufbar sind. Die Steuerung des Trainings und dessen Dokumentation wird hingegen oldschool gehandhabt – mit Stift und Papier. „Wir sind so bei der Trainingsplananpassung maximal flexibel und müssen nicht immer mit einer Karte zum Trainer-PC und zurück,“ erklärt Dennis Lahutta. „Wir sehen die Digitalisierung nicht im Bereich des Trainings, sondern nur in der Verwaltung. Wir haben nicht zum Ziel, dass sich unsere Kunden während 04/21
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ihrer Trainingszeiten mit Bildschirmen beschäftigen, sondern mit sich selbst und ihrem Training.“
Die Kommunikation von Mensch zu Mensch ist entscheidend Die Auftritte bei Facebook und Instagram sowie die Studiowebsite werden vom Team regelmäßig mit Inhalten „versorgt“, um die Kunden zu informieren. Das wichtigste Marketing-Tool ist aber die Mundpropaganda: „Wir passen uns den aktuellen Gegebenheiten in einem sinnvollen Rahmen an. Wir nutzen die digitale Kommunikation – die Kommunikation von Mensch zu Mensch bleibt für uns das wichtigste Instrument, um Vertrauen und Bindung zu schaffen.“ „Es gibt zahlreiche Studios in Dillingen und Umgebung – sowohl Discounter als auch Damenstudios und Anbieter, die ebenfalls den Gesundheitsmarkt bedienen,“ resümiert Dennis Lahutta. „Wenn man von einem Erfolgskonzept sprechen möchte, so liegt dies wohl in der klaren Positionierung im Bereich Gesundheit und in der individuellen Therapie, der wir in allen Bereichen Rechnung tragen.“
Die Eckdaten der Sanitas Zentrum für Sport & Gesundheit Dillingen GmbH Fläche des Studios gesamt: Kraftbereich: Cardiobereich: Kurse: Sauna: Wellness: Functional Training: Bistro/Empfang: Ausstattung Kraft: Cardio: Functional Training: Sensomotorik:
1.500 m² 700 m² 200 m² 220 m² 200 m² 30 m² 100 m² 50 m²
Matrix, Dr. WOLFF, proxomed, Lojer Matrix, Precor hauptsächlich ATX BLACKROLL, Sport-Thieme, Galileo
Mitarbeiter 4 Vollzeitkräfte, 5 Freiberufler, 3 dual Studierende, 2 Minijobber, 1 Praktikant www.sanitas-dillingen.de
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AKTUELLES | POSITIONIERUNG ALS GESUNDHEITSDIENSTLEISTER
Die nachhaltige Positionierung als Gesundheitsdienstleister
Mehr Wert! Text: Jürgen Wolff und Anke Sörensen
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Foto: NDABCREATIVITY – stock.adobe.com
Die Auswirkungen der Corona-Pandemie werden in der Fitness- und Gesundheitsbranche Spuren hinterlassen. Neben beträchtlichen wirtschaftlichen Schäden war es vor allem die mangelnde Wertschätzung der Politik für das „Produkt Training“, die der Branche aufgezeigt hat, wie wenig Anerkennung ihre Arbeit bisher gefunden hat. Was können Studios verbessern, um sich in Zukunft als entscheidende Player für Gesundheit und Prävention zu etablieren? Die Positionierung als Gesundheitsdienstleister ist hierzu ein erster wichtiger Schritt. Franz-Peter Schäfer und Marc Rohde erläutern, welche Konzepte, Tools und Kommunikationsmaßnahmen dabei helfen können und welche Veränderungen sie aufgrund ihrer Erfahrungen in der Krise vorgenommen haben.
D
ie Corona-Krise hat deutlich gemacht, dass Fitnessund Gesundheitsstudios bei Entscheidern in der Politik und in der Öffentlichkeit noch nicht den Stellenwert haben, der ihnen zusteht. Die wissenschaftlich belegte Bedeutung des zielgerichteten Trainings für die Gesunderhaltung von über zehn Millionen Studiomitgliedern wurde falsch eingeschätzt. Das Training in den Studios – professionell betreut und angeleitet von gut ausgebildeten Trainern, durchgeführt unter Einhaltung umfassender, wirksamer Hygienekonzepte – wurde nicht als Teil der Lösung zur Verbesserung der Gesundheit gesehen, sondern als unbedeutende Freizeitaktivität eingestuft.
deutlich, dass zwei Drittel der Menschen mit einem schweren Krankheitsverlauf an den klassischen Zivilisationskrankheiten Übergewicht, Bluthochdruck oder Diabetes litten (RKI, 2021). Das sind die Krankheitsbilder, die in fast 10.000 Studios in Deutschland tagtäglich bekämpft werden – betreut von qualifizierten Trainerinnen und Trainern.
Training vs. Therapie?
Mit einer klaren und „gelebten“ Positionierung als Gesundheitsdienstleister kann die Branche sich selbst aus dieser Falle befreien. Diese Positionierung beginnt bei der Ausbildung der Studiomitarbeiter, einem Konzept für kontinuierliche Mitgliederbetreuung und einer validen Messung der Trainingsfortschritte, damit diese nachvollziehbar belegt werden können.
Viele Medical-Fitness-Anbieter mit angeschlossenen Therapieund Rehabereichen haben bewiesen, dass es möglich ist, unter Pandemiebedingungen mit qualifizierter Betreuung zielgerichtet zu trainieren. Sie durften während der Lockdowns öffnen, mit Terminvereinbarung, einer beschränkten Patientenzahl, definierten Trainingsinhalten und einem Abrechnungsmodell, bei dem pro genutztem Termin bezahlt wurde. Unter ähnlichen Bedingungen hätten auch die Fitness- und Gesundheitsanlagen präventives Training zur Gesunderhaltung anbieten können. Viele Studios haben diesen Anforderungen bereits vor Corona entsprochen, für andere wären sie ohne viel Aufwand umsetzbar gewesen. Die Leistungen der Fitnessstudios und der therapeutischen Trainingseinrichtungen sind nicht so grundlegend anders, dass die harte Trennung zwischen Öffnung und Lockdown gerechtfertigt gewesen wäre. Der Unterschied zwischen beiden Anbietermodellen lag hauptsächlich in der öffentlichen Wahrnehmung.
Unternehmen der Fitnessbranche sind bereits Gesundheitsdienstleister – sie wurden bisher als solche nur nicht wertgeschätzt oder wahrgenommen.
Gesundheitsrelevanz untermauern
Was kann konkret getan werden, um das Missverhältnis zwischen der realen Leistung der Fitness- und Gesundheitsstudios und ihrer Wahrnehmung in der Gesellschaft auszuräumen? Durch welche Maßnahmen kann es Studiobetreibern gelingen, sich zukünftig als Gesundheitsdienstleister zu etablieren? Welche Lösungen haben die Unternehmer der Branche bereits entwickelt? Um diese Fragen zu beantworten hat fitness MANAGEMENT international Franz-Peter Schäfer, Gründer und Geschäftsführer der Sportwelt Schäfer, und Marc Rohde, internationaler Ausbilder und Konzeptentwickler, zum Interview getroffen.
Fitness = Prävention Inzwischen wird unter Wissenschaftlern und Ärzten diskutiert, ob die fehlende körperliche Betätigung während der CoronaPandemie schwerwiegende gesundheitliche Langzeitfolgen nach sich ziehen wird. Schon während der Pandemie wurde
Literaturliste RKI. (2021). Journal of Health Monitoring. Zugriff am 08.07.2021. Verfügbar unter https://www.rki.de/DE/Content/Gesundheitsmonitoring/Gesundheitsberichterstattung/ GBEDownloadsJ/JoHM_S2_2021_Risikogruppen_COVID_19.pdf?__blob=publicationFile
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AKTUELLES | POSITIONIERUNG ALS GESUNDHEITSDIENSTLEISTER
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Von der Politik nicht gesehen zu werden hat meinen sportlichen Ehrgeiz entfacht“ Franz-Peter Schäfer, Inhaber Sportwelt Schäfer KG
fMi: Was sind die wichtigsten Erkenntnisse, die Sie für Ihr Unternehmen aus den Lockdowns gewonnen haben? Franz-Peter Schäfer: Im gesamten Team verfügen wir über Qualitäten und Persönlichkeiten, von denen viele Unternehmen in anderen Branchen nur träumen können. Trotzdem, von der Politik nicht gesehen zu werden hat meinen sportlichen Ehrgeiz, mehr Reputation zu erreichen, entfacht. Die Digitale Transformation kann uns hierbei sehr gut unterstützen, es bedarf jedoch auch einer öffentlichen Präventionsarbeit. Welche Maßnahmen hatten für Sie bei der Vorbereitung auf den Restart die größte Priorität? Das Team für diese Reputationssteigerung zu begeistern. Wir haben alle zusammen ein neues Leitbild entwickelt und unsere Maßnahmen definiert. Dazu kam eine Öffentlichkeitsarbeit mit der Vorstellung, wie wir uns ein 360-Grad-Coaching ausmalen und Menschen begeistern wollen. Das wurde durch emotionale Themen untermauert, beispielsweise mit einem kurzen Teamvideo, in dem alle zu Wort kamen und einfach ihre Freude über ein Wiedersehen zum Ausdruck gebracht haben. Wird das gesundheitsorientierte Fitnesstraining nach der Pandemie an Relevanz gewinnen? Welche neuen Chancen ergeben sich aus dem gestiegenen Interesse an Gesundheitstraining sowohl für die Betreiber als auch für den Markt?
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Ja, das wird es! Die Trainierenden haben festgestellt, dass ihnen das Training fehlt und auch die Nichtsportler haben verstanden, dass sie etwas für sich und ihr Immunsystem tun müssen. Wie Corona gezeigt hat, funktioniert es nicht, sich nur auf die Medizin zu verlassen. Es geht jetzt darum, aufzuzeigen, wie das Mitglied leicht selbst wichtige Daten zu seinem Körper erheben kann. Es braucht einfache Möglichkeiten, um Messgrößen abzurufen, die Einfluss auf die Gesundheit haben (viszeraler Fettanteil oder fehlende Muskulatur). Ein schönes Anwendungsbeispiel ist die seca Waage, die leicht und selbstständig nutzbar wichtige Daten liefert. Bei der ersten Messung sollte der Trainer dabei sein, denn er spielt eine entscheidende Rolle, indem er die Messdaten erläutert. So bekommt das Mitglied eine sehr gute Grundlage und kann sich damit auseinandersetzen, wie die Werte verbessert werden können. Noch ein ganz anderer wesentlicher Punkt: Es haben sich viele Wissenschaftler und Experten, unterschiedliche Verbände, viele Unternehmen und neue Gruppierungen wie beispielsweise die Experten Allianz vereint, um Zusammenhalt zu demonstrieren. Dieser muss jetzt die erforderliche Nachhaltigkeit erhalten. Die Situation, von der Politik nicht gesehen und respektiert zu werden, darf nicht mehr vorkommen. Über zehn Millionen Menschen in einer Branche, die plötzlich das „Nicht gesehen werden“ thematisieren, können Wahlen entscheiden. Wie können Studios diese Chancen durch eine klarere Positionierung als professionelle Gesundheitsdienstleister nutzen? Welchen Stellenwert hat für Sie dabei die Abgrenzung vom klassischen Freizeitangebot? Wenn Trainer in den vorher erwähnten Punkten und in der Planung eines Trainings, das einen Spaßfaktor beinhaltet, den Bedürfnissen ihrer Kunden gerecht werden und die Messdaten – in die richtigen Aktionen überführt – überzeugen, beginnt eine vertrauensvolle Zusammenarbeit. Eine Abgrenzung zum klassischen Freizeitangebot heißt für mich: Unsere Aufgabe ist es, die körperliche Verfassung von Wettkampf- und Spaßsportlern präventiv zu erhalten oder sie wiederherzustellen. Ob beim Tennis- oder Fußballspiel, beim Wandern, Mountainbiken oder Spielen mit den Enkeln – ohne Gesundheit funktioniert das alles nicht. Mit unserer Gesundheitsexpertise sind wir ganz weit vorn. Hat sich durch die Positionierung als Gesundheitsdienstleister der Blick auf Ihr Unternehmen verändert? Gab es mehr Feedback von Mitgliedern oder Anfragen von Interessenten? Wir sind schon immer Gesundheitsanbieter und haben vor über 20 Jahren mit einem §20 Kurs, dem „Grundkurs Fitness“, die Menschen ins Training eingewiesen. Viele Menschen sind bei uns in der Zwischenzeit alt an Jahren geworden. Dass sie noch sehr aktiv im Leben stehen, zeigt schon, dass wir die richtige Vorgehensweise gewählt haben. Unser ältestes Mitglied ist 97 Jahre und genießt es, über 30 Jahre jüngeren Menschen etwas vorzumachen. In welchen Bereichen Ihres Betriebes haben Sie für diese Positionierung konkrete Veränderungen vorgenommen und Investitionen getätigt? Wir haben dort investiert, wo klar nachvollziehbare Messgrößen aufgenommen werden können und durch die Beobachtung des Verlaufs der Datenpunkte eine hohe Motivation erreicht werden kann, wie das Beispiel mit der seca Waage zeigt. fitness MANAGEMENT international
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Außerdem haben wir räumliche Voraussetzungen verändert und unsere Badmintonhalle „geopfert“. Damit sind große Abstände zwischen den Trainierenden möglich geworden. Dazu kommen u. a. Luftreinigungssysteme, die in Zukunft sehr sichere Bedingungen für das Training schaffen. Hatten Sie diese Veränderungen bzw. Investitionen schon vor Corona geplant oder haben Sie sich während der Lockdowns dafür entschieden? Was waren Ihre Beweggründe für diese Entscheidung? Da ich aufgrund meiner ersten Ausbildung zum Ingenieur viel mit Messgrößen zu tun hatte, waren diese schon immer ein wichtiger Aspekt für die Sportwelt Schäfer. Wir haben schon immer viel mit Daten gearbeitet. Die Digitale Transformation erleichtert diese Situation allerdings außerordentlich. Wie haben Sie das neue Angebot für Ihre Kunden in Ihre vorhandenen Strukturen eingebunden und wie kommunizieren Sie diesen Mehrwert im Markt und gegenüber Ihren Zielgruppen? Aufbauend auf unserer Artikelserie zu Gesundheitsthemen haben wir unsere Maßnahmen auf unterschiedlichen Wegen kommuniziert – inklusive der guten alten PR-Arbeit. Gehör bekommt man außerdem natürlich über die Beseitigung von Vertragslaufzeiten – monatlich kündbare Verträge sind zukünftig ein Teil davon. Außerdem wollten wir mit einer zwei- bzw. vierwöchigen kostenlosen Probezeit weitere Hürden einreißen. Frei nach dem Motto: „Es gibt keinen Grund, es nicht zumindest einmal auszuprobieren und Wirkungen zu spüren, von denen man gar nicht wusste, dass es sie gibt.“ Was sind aus Ihrer Sicht für Studios als Gesundheitsanbieter Must-haves auf der einen sowie auch Hindernisse und Fallstricke auf der anderen Seite? Ein Must-have sind qualifizierte und motivierte Mitarbeiter, die die Menschen dabei nachhaltig begleiten, den gesteckten Zielen immer näher zu kommen. Hierzu gehört es, den Kunden keine „All-inclusive-Mentalität“ zu vermitteln, sondern eine Kommunikation, die Wahlmöglichkeiten schafft. Marketing rein auf Kampagnen mit Bildern von Menschen, die lachen und die Stimmung eines schönen Erlebnisses widerspiegeln, aufzubauen, bedeutet allerdings auch, diese Erlebnisse spürbar zu machen – und hier beginnt die Individualität.
Franz-Peter Schäfer Der Gründer und Geschäftsführer der Sportwelt Schäfer stammt aus Mechernich in der Nordeifel, ist verheiratet und hat zwei Kinder, die beide in seinem Unternehmen tätig sind. Nach dem Studienabschluss als Diplom-Ingenieur Maschinenbau 1989 an der RWTH Aachen arbeitete Franz-Peter Schäfer bis 2000 an verschiedenen Standorten in Deutschland für Procter & Gamble. Von 1997 bis 2000 absolvierte er ein Fernstudium zum Fitness- und Sportfachwirt mit Abschlussprüfung vor der IHK Düsseldorf. Im August 2000 gründete er das Multifunktionsstudio Sportwelt Schäfer in Bad Münstereifel und vergrößerte das Unternehmen im Februar 2004 um ein zweites Studio in seinem Heimatort Mechernich. Der begeisterte Fußballspieler ist seit 2003 im Prüfungsausschuss der IHK Aachen für Sport- und Fitnesskaufleute tätig. Außerdem ist er Gründungsmitglied (2016) der Dienstleistungsgenossenschaft Eifel eG, dort im Aufsichtsrat aktiv sowie seit 2017 „Fachkraft für Betriebliches Gesundheitsmanagement“ (IHK) mit Abschluss bei der IHK Saarland. www.sportwelt-schaefer.de
Foto: privat
In der reinen „Fitnessszene“ lieben die Menschen Challenges, um sich mit anderen zu messen. Wenn ich jedoch Lieschen Müller mit einer Challenge begeistern will, dann muss diese ganz anders aussehen! Planen Sie weitere Maßnahmen, um Ihre Positionierung als Gesundheitsdienstleister weiter zu untermauern? Ein klares Ja! Zahlen untermauern Ergebnisse und müssen daher generiert werden. Ob dies die Körperdaten sind, die über eine BIA (Anm. d. Red.: Bioelektrische Impedanzanalyse, die die Körperzusammensetzung über Strom misst) ermittelt werden, oder einfache Atemübungen, die den Menschen nach Corona helfen, die Luft nach zehn tiefen Atemzügen nach und nach länger anhalten zu können. Es bedarf der technischen Möglichkeiten durch die Digitale Transformation, um auch für den organisierten Sport interessant zu sein, und deut04/21
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lich mehr Zusammenarbeit mit Schulen, in denen der Schulsport eine neue Bedeutung für die Kinder und Jugendlichen bekommen muss. Auch in den Unternehmen braucht Betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM) eine andere Bedeutung. Den Arbeitnehmern mehr Unterstützung durch die Unternehmer zukommen zu lassen und Führungskräfte sowie Mitarbeiter wieder enger zusammenzubringen, vielleicht indem man sich beim Sport trifft, das werden zwei große Themen der Zukunft sein – denn auch Fachkräfte kommen lieber, wenn im Unternehmen eine Gemeinschaft gelebt wird.
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AKTUELLES | POSITIONIERUNG ALS GESUNDHEITSDIENSTLEISTER
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die ich mit dem emotionalen Stress nicht hätte nutzen können – wohl wissend, dass dies der Luxus eines kleinen Unternehmens ist und viele Studios um das pure Überleben kämpfen.
Keine Hantel der Welt löst echte Kundenbindung aus“ Marc Rohde, ELBSPRINT – Urban Sports. Coaching. Consulting
Am Ende haben mir meine stabile Ausrichtung, meine Werte und Glaubenssätze sowie eine nach außen gut erkennbare Haltung zu den Dingen geholfen. Wird das gesundheitsorientierte Fitnesstraining aus Ihrer Sicht nach der Pandemie weiter an Relevanz gewinnen? Welche neuen Chancen ergeben sich sowohl für die Betreiber als auch für den Markt aus dem gestiegenen Interesse an Gesundheitstraining? Aus Sicht der Studiobetreiber ist es schlau, sich als Gesundheitsdienstleister aufzustellen. Denn nur so wird es möglich sein, auch in der Zukunft weiterhin seine Anlage geöffnet zu halten, wenn wir wieder in eine solche Situation geraten. Angeschlossene Arzt- sowie Physiotherapiepraxen und qualifizierte Trainer oder entsprechende Konzepte rechtfertigen den Übergang in den Medical-Fitness-Bereich. Diagnose, Therapie und Training in einem Haus bzw. Netzwerk bilden so neben der Gesundheitsvorsorge die Wertschöpfungskette schlechthin für die Fitness- oder besser Gesundheitsstudios. Ich würde alles Erdenkliche daransetzen, eine Zertifizierung für die Abrechnung der Gesundheitsdienstleistungen zu erlangen.
fMi: Was sind die wichtigsten Erkenntnisse, die Sie für Ihr Unternehmen aus den Lockdownphasen gewonnen haben? Marc Rohde: Erstens: Menschen brauchen Menschen, keine Bildschirme. Zweitens: Superkompensation gibt es nicht nur im Training. Und drittens: Die individuelle Persönlichkeitsstruktur entscheidet darüber, wie man sich in einer Krisensituation verhält und wie viele Ressourcen zur Veränderung genutzt werden können. Welche Maßnahmen hatten für Sie bei der Vorbereitung auf den Restart die größte Priorität? Das Aufrechterhalten der Qualität unserer Arbeit im Hier und Jetzt. Es bestand die Gefahr, dass sie durch äußere Einflüsse und Faktoren negativ beeinträchtigt wird. Die Kunden interessiert es nicht, mit welchen Herausforderungen wir morgen beschäftigt sind. Sie haben das Recht und das Interesse an einer qualitativ hochwertigen Dienstleistung. Wir hatten einen Fokus auf die psychische Sicherheit. Das bedeutet, dass jeder Kunde darüber informiert sein sollte, wie wir für Hygiene sorgen. Jeder Trainer sollte wissen, wie er dies sicherzustellen hat. Alle Beteiligten sollten wissen, dass dies ein dynamischer Prozess ist, der stetige Kurskorrektur erfordert. So haben wir für großes Verständnis in allen Bereichen gesorgt. Dafür haben wir u. a. neue Regeln für die interne und externe Kommunikation entwickelt. Mir hat in der Situation das psychologische Tool des Reframings geholfen. Denn natürlich war die Situation auch für mich purer Stress. Ich habe mir also absichtlich die Frage gestellt: „Was kann im schlimmsten Fall passieren?“ Das hat den Stresslevel in meinem Kopf reduziert und mich wieder handlungsfähig gemacht. So konnte ich Ressourcen entwickelt,
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Die Hersteller müssen ihre Konzepte auf Qualität ausrichten, um ihre Kunden – also die Betreiber – langfristig zu binden. Die Pfeiler Trend, Konzept, Aus- und Weiterbildung sind dafür die Grundlage. Aber auch für die Hersteller gilt: Das Produkt, das man verkauft, sollte das Erlebnis sein – unterstützt vom Equipment, initiiert und gelebt von den Trainern und Mitarbeitern, aufbauend auf der Vision des Studiobetreibers. Auch wenn DIN-zertifizierte stationäre Trainingsgeräte dabei unterstützen, die Abrechenbarkeit sicherzustellen, sollte gerade in dieser NachPandemie-Zeit auf die persönliche Bindung Wert gelegt werden. Keine Hantel der Welt löst echte Kundenbindung aus. Mein Tipp: Intensivere Betreuungskonzepte schaffen und sich so von Preiskampf und Discount lösen und die Kunden mit Erlebnissen binden. Wie können Studios diese Chancen durch eine klarere Positionierung als professionelle Gesundheitsdienstleister nutzen? Welchen Stellenwert hat für Sie dabei die Abgrenzung vom klassischen Freizeitangebot? Die Kunden der Studios sind häufig gar nicht auf der Suche nach einem Gesundheitsangebot. Sie wollen Freunde treffen, quatschen, lachen und einen Eiweißshake trinken. Für viele Menschen besteht Fitness aus Socialising und nicht aus Gesundheit. Zwölf Prozent der Deutschen sind Mitglied in einem Studio. Das darf in Zukunft nicht als gesättigter Markt gesehen werden! Es braucht neue Ideen und Vorgehensweisen, damit auch die Menschen hinter den Vorhang schauen, die bisher keine Lust auf ein klassisches Fitnessstudio hatten. fitness MANAGEMENT international
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Kieser Training hat das mit einer Zielgruppe geschafft, die weniger Wert auf Erlebnisse legt, dafür aber auf Gesundheitsvorsorge. CrossFit® hat das geschafft, indem Athleten und Wettkämpfer herausgefordert werden, die im normalen Studioalltag unterfordert sind. Jetzt wäre es toll, wenn es etwas gäbe, das einer etwas breiteren Masse auch noch Spaß macht, um die in der Zukunft herrschenden Gesundheitsherausforderungen in den Griff zu bekommen. Es gibt diese Angebote bereits in kleinen und mittelständischen Unternehmen, die von den Betreibern persönlich geführt werden. Leider lässt sich hier bisher noch nicht so viel Geld verdienen, wie in einem investorengetriebenen Discountkonzept. In welchen Bereichen Ihres Betriebes haben Sie für diese Positionierung konkrete Veränderungen vorgenommen und Investitionen getätigt? Investiert habe ich in eine Coaching- und Trainings-App inklusive Kommunikationskanal, in Streaming-Equipment sowie in eine seca BIA-Körperzusammensetzungswaage. Hatten Sie diese Veränderungen bzw. Investitionen schon vor Corona geplant oder haben Sie sich während der Lockdowns dafür entschieden? Was waren Ihre Beweggründe für diese Entscheidung? Vor dem Lockdown habe ich bereits mit den Tools geliebäugelt. Durch die bestehende, intensive Kundenbindung waren sie aber bis dahin nicht zwingend notwendig. Die Beweggründe, dann doch zu investieren, liegen auf der Hand: Ich zeige meinen Kunden, dass ich für sie weiterhin ein kompetenter Ansprechpartner bin. Ich sorge trotz körperlicher Abwesenheit für Anwesenheit – regelmäßige Pläne, Rückversicherungen per Nachricht oder E-Mail, gezielte und gesteuerte Trainingsprogression durch Aufzeichnungen und Auswertung der FitTech-Geräte (Apps, Armbänder, Uhren). Und nicht zuletzt gebe ich Hoffnung und Zuversicht durch meine Anwesenheit als Coach. Ich habe gerade in herausfordernden Situationen die Verpflichtung, als Vorbild für meine Kunden da zu sein. Diese Tools helfen mir dabei, die Qualität und die Betreuung auf Umwegen aufrechtzuerhalten und die Nähe und die Bindung zu meinen Kunden zu unterstützen.
Foto: Malu Wien
Wie haben Sie dieses neue Angebot für Ihre Kunden in Ihre vorhandenen Strukturen eingebunden und wie kommunizieren Sie diesen Mehrwert im Markt und gegenüber Ihren Zielgruppen? Wir kommunizieren über eine App mit den Kunden. Als Zusatzkanal schreiben wir Ergänzungen zu Trends und unseren Leistungen in unseren Blog. Hier greifen die digitalen Kanäle gut ineinander: klicken, lesen, buchen. Bei uns auf der Site sind es nur drei Klicks bis zum Kauf. Was sind aus Ihrer Sicht für Studios als Gesundheitsanbieter Must-haves auf der einen sowie auch Hindernisse und Fallstricke auf der anderen Seite? Unter den vielen möglichen Beispielen würde ich hier ein Konzept fokussieren, das im Medical-Fitness-Bereich sowie im 04/21
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Marc Rohde Marc Rohde verfügt über 30 Jahre Erfahrung in der Fitnessbranche. Er ist seit über 15 Jahren international als Ausbilder der Life Fitness Academy tätig und hat als Coach mehr als 10.000 Trainer ausgebildet. Der Auf- und Ausbau auch im Bereich Programming und das Entwickeln zielgruppenspezifischer Programme von Big-Box-Fitness bis zu Personal-Training-Studios haben sein Portfolio erweitert. Seit 2004 betreibt er mit seinem Unternehmen ELBSPRINT das Personal-Training-Studio TRACK GYM in Hamburg. Marc Rohde ist Autor des Kochbuches und Ernährungskonzeptes „Strong Kitchen“. Durch Reisen zu Kongressen auf der ganzen Welt und den Austausch mit Top-Consultants hat er einen exzellenten Überblick über die internationale Fitnessbranche. www.elbsprint.de
Fitnessmarkt bereits angewendet wird: Messverfahren! Vorher-Nachher-Tests sind der Hammer, wenn sie reliabel und validiert sind. Das Hindernis: die Menschen, die diese Dinge anwenden und auswerten. In vielen Fällen ist es der Trainer, der aus der Datenauswertung ein Upsale machen könnte. Dabei habe ich nicht ausschließlich den Gewinn im Auge, sondern die verpasste Chance, einen Menschen mit einer Intervention an sein Ziel zu führen. Leider werden diese Prozesse in Studios häufig stiefmütterlich behandelt. Obwohl gerade das im Medical-Fitness-Bereich Standard sein sollte, fehlen häufig die Kompetenzen, um Trainingserfolge zu beweisen. Planen Sie weitere Maßnahmen, um Ihre Positionierung als Gesundheitsdienstleister weiter zu untermauern? Wenn ja, welche? Die Planung eines größeren Personal-Training-Studios in Kooperation mit einem Physiotherapeuten ist angedacht.
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zusammengestellt. Im Fokus des diesjährigen Kongresses steht die Frage, wie Unternehmen ihr Comeback nach Krisen erfolgreich meistern können.
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Fotos: DHfPG/BSA
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Jetzt Ticket buchen und sich für Mannheim vormerken lassen Es ist noch nicht entschieden, ob und mit wie vielen Teilnehmenden der Aufstiegskongress in Mannheim stattfinden kann. Aktuell erarbeiten die Veranstalter im intensiven Austausch mit den Verantwortlichen des m:con Congress Center Rosengarten ein Hygienekonzept, das die sichere Durchführung des Kongresses ermöglichen soll. Interessierte können aktuell unter www.aufstiegskongress.de/tickets ein Ticket erwerben, um die Vorträge vom 8. Oktober bis 30. November 2021 digital abrufen zu können. Im Verlauf der Ticketbuchung haben sie dann die Möglichkeit, sich für den Vor-Ort-Kongress unverbindlich vormerken zu lassen. Kann der Aufstiegskongress in Mannheim stattfinden, werden alle Ticketinhaber, die der Vormerkung zugestimmt haben, per E-Mail informiert und können dann die Vor-Ort-Veranstaltung kostenfrei hinzubuchen.
Mit dem Newsletter immer up to date Melden Sie sich auf der Kongresswebseite für den kostenfreien Newsletter an oder folgen Sie uns auf Facebook. So bleiben Sie immer aktuell informiert. www.aufstiegskongress.de facebook.de/aufstiegskongress
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AKTUELLES | STUDIE SCHWEIZ
Neueste Studienergebnisse
Die Schweizer FitnessWirtschaft per Juni 2021 Text: Prof. Dr. Sarah Kobel
In Deutschland werden seit vielen Jahren die zentralen Fakten des Fitnessmarktes in den „Eckdaten der deutschen Fitness-Wirtschaft“ abgebildet. Gemeinsam mit der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement (DHfPG) sowie dem Prüfungsund Beratungsunternehmen Deloitte verleiht der DSSV e. V. – Arbeitgeberverband deutscher Fitness- und Gesundheits-Anlagen der Branche damit eine Visitenkarte, schafft Markttransparenz und stärkt die Akzeptanz bei Akteuren aus Wirtschaft, Politik und Wissenschaft. Auch für den Schweizer Fitnessmarkt – die Fitnesscenter sind seit dem 19. April 2021 wieder geöffnet – ist eine solche Marktstudie von hoher Relevanz. Gemeinsam mit der DHfPG hat die swiss active – IG Fitness Schweiz eine Erhebung zur Schweizer Fitness-Wirtschaft per Juni 2021 durchgeführt, um die ersten Entwicklungen der Branche nach dem Restart abzubilden. Stimmungsbild nach dem Restart Das Stimmungsbild in der Branche ist seit dem Restart positiv. Die Betreiber sind äußerst froh, ihre Center wieder öffnen zu dürfen, und können seit dem Restart keinen negativen Einfluss auf das Corona-Infektionsgeschehen in der Schweiz erkennen. Dazu tragen auch die etablierten Sicherheits- und Hygienekonzepte bei, die 99,6 Prozent der Betreiber als eher bis sehr ausgereift einstufen. Diese werden den Mitgliedern klar und gut erkennbar kommuniziert, beispielsweise über Plakate am Eingang (100,0 % der Center), via E-Mail (98,4 % der Center), durch die Mitarbeiter (99,6 % der Center) oder über zusätzliche Aushänge im Center (89,0 % der Center). Dies resultiert in einer hohen Bereitschaft der Mitglieder, die vorgegebenen Regelungen umzusetzen.
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ßiges körperliches Training zu einer gesteigerten Funktionalität des Immunsystems beiträgt und dem Körper ermöglicht, sich besser auf die Bewältigung einer Erkrankung einzustellen. Die Betreiber in der Schweiz wissen um diesen positiven Einfluss von Training auf die physische, aber auch auf die mentale Gesundheit der Mitglieder und um die Bedeutsamkeit eines ganzheitlichen Ansatzes aus Fitness und Gesundheit. Sie nehmen sich selbst vollständig (81,8 %) oder teilweise (18,2 %) als Gesundheitsdienstleister wahr. Werden sie gebeten, ihr Center einer Positionierung zuzuordnen, wird am häufigsten „Training“ gewählt (31,6 %), gefolgt von „Gesundheit“ (29,6 %) und „Lifestyle“ (27,7 %). Nur 11,1 Prozent ordnen ihr Center der Positionierung „Wellness“ zu.
Relevanz von Fitness und Gesundheit
Qualifikation als Fundament und Zukunftsbaustein der Branche
Wissenschaftliche Untersuchungen zeigen, dass ein regelmä-
Ähnlich wie in Deutschland setzen auch die Betriebe in der
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Schweiz stark auf Mitarbeiterqualifikation und Weiterbildung. Das erste Jahr der Pandemie 2020 haben 99,4 Prozent der Betriebe zur Weiterbildung der Mitarbeiter genutzt. 2021 sind es bislang (Stand: Juni 2021) 83,0 Prozent. Der Anteil der Betriebe, die 2020 ihre Mitarbeiter in gerätegestütztem Krafttraining weitergebildet haben, beläuft sich auf 69,7 Prozent. Dahinter folgen Weiterbildungen zu Functional Training/Athletiktraining (63,2 %), Gruppenfitness (53,0 %), gerätegestütztem Herz-KreislaufTraining (47,4 %) und Management (44,4 %).
Wie hoch war die durchschnittliche Check-in-Anzahl pro Monat pro Center zu den nachfolgenden Zeitpunkten? 4.500
3.991
4.000
3.384
3.500
3.220
3.000
Zukunftspotenzial: Weiterbildung in puncto Gesundheit
3.176 2.562
2.500 2.000
Auch 2021 bleiben gerätegestütztes Krafttraining (57,5 %), Functional Training/Athletiktraining (53,6 %), gerätegestütztes Herz-Kreislauf-Training (46,8 %), Management (42,5 %) und Gruppenfitness (39,9 %) die Bereiche, in denen die meisten Anlagen ihre Mitarbeiter weiterbilden (vgl. Abb. 1). Auch werden Mitarbeiter verstärkt im Bereich mentale Fitness ausgebildet (+ 12,3 Prozentpunkte), was vor dem Hintergrund der Corona-Krise und den damit einhergehenden psychischen Belastungen der Menschen nachvollziehbar ist und die Relevanz eines ganzheitlichen Ansatzes aus Fitness und Gesundheit noch einmal mehr unterstreicht. Es wird ersichtlich, dass die Betriebe auch künftig verstärkt auf ihr Kernangebot setzen, jedoch ihre Mitarbeiter zusätzlich im Bereich Digitalisierung weiterbilden. Mehr als jeder vierte Betreiber (28,0 %) hat seine Mitarbeiter im Bereich Digitalisierung weitergebildet.
Digitalisierung ergänzt Kerngeschäft Die Digitalisierung wird nach Ansicht von 79,5 Prozent der Betreiber das Training im Center ergänzen, jedoch keinesfalls ersetzen. Insbesondere Live-Gruppenkursen und weiteren digitalen Angeboten wie Trainingsvideos messen Betreiber künftig eine größere Bedeutung bei als noch vor der Krise.
1.500 1.000 500 0
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Mai 19
Dez 19
Apr 21
Mai 21
Abb. 2: Check-in-Zahlen (Gesamtmarktbetrachtung, pro Monat pro Center)
Check-in-Entwicklung seit dem Restart Dass die Mitglieder die Angebote für die Stärkung der körperlichen und mentalen Gesundheit nutzen möchten, zeigen die Entwicklungen der Check-in-Zahlen seit dem Restart. Zwar bleiben diese im April/Mai 2021 hinter den Check-in-Zahlen im selben Zeitraum vor der Pandemie (April/Mai 2019) zurück, aber gleichzeitig ist bereits von April zu Mai 2021 eine Steigerung der Check-ins um 24,0 Prozent auf 3.176 Check-ins pro Monat pro Center zu verzeichnen. Dieser Trend ist auch vor dem Hintergrund als positiv zu werten, dass sich im Vergleichszeitraum 2019 die Check-ins von April zu Mai um 15,2 Prozent reduzierten (vgl. Abb. 2).
Weiterbildungen in 2021 – Gesamtmarktbetrachtung (in % der Center) Falls Sie im Jahr 2021 die Mitarbeiter Ihres Unternehmens weitergebildet haben, in welchen Bereichen wurden sie weitergebildet? 100 80 60
0
57,5
Functional Training/Athletiktraining
Gerätegestütztes Krafttraining
28,0
40 20
53,6
0,0
9,0
13,3
0,4
Betriebliche/s Digitale Angebote/ Beauty & CareAnwendungen Gesundheitsmanage- Digitalisierung ment/-förderung
EMS-Training
Ernährung
100 80 60
46,8
39,9
40
42,5 22,5
20
13,5
10,0
Personal Training
Zirkeltraining
0 Gerätegestütztes Herz-Kreislauf-Training
Gruppenfitness
Management
Mentale Fitness
Abb. 1: Weiterbildungen in 2021 (Gesamtmarktbetrachtung, in % der Center) 04/21
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AKTUELLES | STUDIE SCHWEIZ
Wie häufig suchten die jeweiligen Altersgruppen Ihr Center im April/Mai 2021 auf im Vergleich zum selben Zeitraum vor der Pandemie (April/Mai 2019)? (in % der Center) 97,7
100 77,9
80 60
52,0
47,4
42,6 40
46,2
49,7
46,4 48,5
32,0 21,6
20,7 20 5,4
5,1
4,1
0,7 1,6
0,5
0 0–19 Jahre
20–29 Jahre
häufiger als vor der Pandemie
30–39 Jahre
40–49 Jahre
50–59 Jahre
vergleichbar zu vor der Pandemie
60 Jahre oder älter
seltener als vor der Pandemie
Abb. 3: Trainingshäufigkeit unterschiedlicher Altersgruppen seit dem Restart im Vergleich zu vor der Pandemie (in % der Center)
Altersstruktur der Mitglieder
Mitgliederentwicklung
Mehr als die Hälfte der Center (59,1 %) geben an, dass die Zielgruppe, die nach dem Restart am häufigsten vertreten ist, die der 20- bis 29-Jährigen ist. Weiter zeigen die Daten, dass insbesondere die Altersgruppen ab 50 Jahren eine geringere Trainingshäufigkeit aufweisen als vor der Pandemie (vgl. Abb. 3). Während 42,6 Prozent der Center berichten, eine verstärkte Trainingshäufigkeit bei den bis 19-Jährigen festzustellen (32,0 % bei den 20- bis 29-Jährigen), scheinen die älteren Zielgruppen den Centern seit dem Restart verstärkt fernzubleiben. Zu der Altersgruppe 60 plus geben 97,7 Prozent der Betreiber an, eine geringere Trainingshäufigkeit als vor der Pandemie festzustellen. Hier gilt es, die Barrieren bei diesen Zielgruppen zu identifizieren und entsprechend entgegenzusteuern.
Mit Blick auf den Gesamtmarkt liegt die durchschnittliche Mitgliederzahl pro Center nach dem Restart im Mai 2021 bei 1.130. Damit hat sie sich im Vergleich zum selben Zeitraum vor der Pandemie (Mai 2019: 1.281) um 11,8 Prozent reduziert. Für Dezember 2021 erwarten die Betreiber eine durchschnittliche Mitgliederzahl von 1.214 pro Center. Dies entspricht im Vergleich zum Mai 2021 einer Steigerung um 7,4 Prozent. Dennoch liegt die Erwartung 9,9 Prozent unter dem Durchschnittswert aus Dezember 2019 (vgl. Abb. 4)
Wie hoch war Ihre Mitgliederzahl zu den nachfolgenden Zeitpunkten? (durchschnittlich pro Center) 1.400 1.350 1.300
Mit Blick auf den Gesamtmarkt beträgt die Mitarbeiterzahl im Jahr 2020 27.690 Mitarbeiter. Zum Stichtag 31. Dezember 2021 erwarten die Betreiber eine Mitarbeiterzahl von 30.550. Dies entspricht einem Zuwachs um 10,3 Prozent. Hierbei beschäftigt ein Center im Schnitt knapp 23 Mitarbeiter, darunter 11 Festangestellte und zwei dual Studierende.
1.347
Methodik
1.281
1.245
1.250 1.200
1.214 1.130
1.150 1.100 1.050 1.000 31. Mai 19
31. Dez. 19
31. Dez. 20
31. Mai 21
Abb. 4: Mitgliederentwicklung (Gesamtmarktbetrachtung, Zahlen durchschnittlich pro Center)
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Mitarbeiterzahlen
Prognose 31. Dez. 21
Die Erhebung wurde per Online-Umfrage vom 4. Juni bis 9. Juli 2021 durchgeführt. Sie wurde in deutscher, französischer und italienischer Sprache angeboten. Von den rund 1.300 Fitnesscentern in der Schweiz haben 489 Betriebsstätten teilgenommen, was einer Teilnahmequote von 37,6 Prozent entspricht und den notwendigen Rücklauf für statistische Repräsentativität der Daten (über-)erfüllt. Die gesamte Studie können Sie auf Anfrage über marketing@dhfpg-bsa.de erhalten.
fitness MANAGEMENT international
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Foto: DHfPG/BSA
Fazit Trotz der Corona-Krise sind die Vorzeichen in der Schweizer Fitnessbranche positiv. Die Check-in-Zahlen bewegen sich in Richtung des Niveaus von 2019, auch die Mitgliederzahlen erholen sich langsam. Dass die Branche weiter wächst, zeigt auch die Entwicklung der Mitarbeiterzahl. Vor dem Hintergrund der CoronaKrise hat sich die Digitalisierung als Ergänzung zum Leistungsportfolio etabliert, was die Branche weiter stärkt und den Mitgliedern durch ein differenzierteres Angebot die Integration des Fitnesstrainings in ihr Leben deutlich erleichtert. Die Betreiber blicken der Zukunft positiv entgegen. 61,9 Prozent erwarten, dass sich die wirtschaftliche Situation ihres Centers in den nächsten zwölf Monaten (eher) verbessern wird. Die Fitnessbranche ist und bleibt eine Zukunftsbranche – gerade auch über die Krise hinaus.
Prof. Dr. Sarah Kobel Die promovierte Betriebswirtin ist Fachbereichsleitung Forschung und Entwicklung an der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement (DHfPG) sowie Tutorin und Dozentin an der BSA-Akademie im Bereich Ökonomie. Durch ihre wissenschaftliche Tätigkeit am Institut für Konsum- und Verhaltensforschung an der Universität des Saarlandes besitzt sie fundierte Kenntnisse in der Konzeption, Durchführung und Auswertung empirischer Untersuchungen. www.dhfpg-bsa.de
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S E T A D P U S S E N F IT I E B H C U A T Z T JE
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DSSV | KOLUMNE
15 Millionen Mitglieder: Wie schaffen wir das? Text: Florian Kündgen
In der aktuellen Zeit scheinen Aussagen wie: „15 Millionen Mitglieder bis 2025 in der deutschen Fitness- und Gesundheitsbranche erreichen“ eher unrealistisch. Die meisten Studiobetreiber sind froh, dass sie wieder in einen mehr oder weniger normalen Regelbetrieb übergehen können, und machen sich eher Gedanken darüber, wie die Mitgliederverluste der vergangenen Monate ausgeglichen werden können.
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Per Dezember 2020 war der Einbruch erstmalig in Zahlen zu fassen: Unsere Branche hat über eine Million Mitglieder verloren. Um die Zielmarke von 15 Millionen Mitgliedern bis 2025 zu erreichen, würde es eines durchschnittlichen jährlichen Wachstums von 7,8 Prozent bedürfen. Ich gebe zu, dass das ein sportlicher Wert ist, aber kein gänzlich unrealistischer. Im Folgenden möchte ich Ihnen den Hintergrund meiner Zuversicht erläutern.
Fitness und Gesundheit gewinnen an enormer Relevanz in der Bevölkerung Seit dem Beginn der Pandemie ist die Bedeutung von körperfitness MANAGEMENT international
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Fotos: NDABCREATIVITY – stock.adobe.com | DSSV
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m Jahr 2015 hat der DSSV e. V. eine Prognose für die nächsten zehn Jahre aufgestellt und sich zum Ziel gesetzt, 15 Millionen Menschen für unsere Branche zu gewinnen. Zu diesem Zeitpunkt zählte der Fitnessmarkt rund zehn Millionen Mitglieder, sprich die Prognose ging von einem knapp fünfprozentigen Mitgliederzuwachs pro Jahr aus. Im Dezember 2019 hätte der Großteil der Branche zugestimmt, dass wir auf einem guten Weg sind, das selbstgesteckte Ziel zu erreichen. Zu diesem Zeitpunkt rechnete allerdings auch noch niemand mit einer Pandemie, behördlich angeordneten Betriebsschließungen und dem daraus resultierenden Mitgliederrückgang.
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© DSSV
Abb.1: Entwicklung Mitgliederzahlen in der Fitness- und Gesundheitsbranche 2015 – 2020, sowie Prognose für 2025
licher Unversehrtheit zu einer Schlüsselressource geworden. Fitness und die damit einhergehende Bedeutung des körperlichen Wohlbefindens sind zu präsenten Kernelementen unseres Daseins geworden und finden sich in allen Bereichen unseres Alltags wieder. Als Elementarwert hat sich die Gesundheit in den vergangenen Monaten tief in unserem Bewusstsein verankert. Wir haben uns tagtäglich und mehr denn je mit Themen aus Medizin, Virologie, Epidemiologie sowie mit mentaler und auch körperlicher Gesundheit befasst. Dadurch haben wir gelernt, uns ausführlicher mit wissenschaftlichen Debatten zu beschäftigen, wenn es um unsere Gesundheit geht.
Gründe und Bedürfnisse sind von wegweisender Natur. Es sind die Gegebenheiten, die aus der Pandemie heraus erwachsen sind und sich in unseren Köpfen fest verankert haben. Die Fitnessbranche profitierte in den vergangenen Jahren immer von Veränderungen und deshalb ist der Fitnesssport die Sportart mit den meisten Trainierenden. Wir müssen uns jetzt positionieren und uns langfristige Ziele setzen. Das Wachstumspotenzial ist enorm. Die Vision lautet: Der deutsche Fitnessmarkt wird 15 Millionen Mitglieder im Jahr 2025 haben. Wir alle tragen dazu bei und gemeinsam werden wir dieses Ziel erreichen.
Die Quintessenz
Der DSSV e. V. wird sich unermüdlich für Sie und die Branche einsetzen – darauf können Sie sich verlassen!
Die Bevölkerung möchte sich schützen. Die Prioritäten liegen nun mehr denn je darin, die eigene Gesundheit langfristig zu erhalten oder gar zu verbessern und die Abwehrkräfte zu stärken, um etwaigen Risiken vorzubeugen. Gesundheit bedeutet Lebensqualität und gleichzeitig auch Freiheit. Durch die Kombination aus Fitness und Gesundheit sollen Maßnahmen getroffen werden können, um Erkrankungen vorzubeugen bzw. den Leistungsstand vor Erkrankungen oder Verletzungen wiederherzustellen. Nachdem nun die Fitness- und Gesundheits-Anlagen deutschlandweit wieder ihren regulären Betrieb aufnehmen konnten, ist es notwendig, ein qualitativ hochwertiges und nachhaltiges Angebot zu schaffen, das die Themen Gesundheit, Prävention und Abwehrstärkung in den Vordergrund rückt bzw. umfassend aufgreift, falls nicht bereits vorhanden.
Historisches Wachstum Im Jahr 2010 haben wir ein überdurchschnittliches Wachstum von 11,8 Prozent erzielen können. Im Jahr 2013 waren es 8,1 Prozent. Warum nicht auch im Jahr 2022? Die genannten 04/21
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Florian Kündgen Florian Kündgen ist stellvertretender Geschäftsführer des DSSV e. V. Des Weiteren arbeitet er als Dozent für die Deutsche Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement (DHfPG). Als freier Mitarbeiter ist er im Bereich Unternehmensbewertungen und Wirtschaftlichkeitsberechnungen von Fitness- und Gesundheits-Anlagen sowie im Bereich der steuerlichen und betriebswirtschaftlichen Beratung tätig. www.dssv.de
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DSSV | RECHT
Was rechtlich zu beachten ist
Marketingmaßnahmen zur Wiedereröffnung Text: Andrea Elbl, Refit Kamberovic und Niklas Kornemann
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eben dem stationären Trainingsbetrieb muss auch die Neukundenakquise nach dem zweiten Lockdown wieder schnell reorganisiert werden. Die Studios stehen vor der Herausforderung, durch gezielte
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Marketingmaßnahmen die Stärken und positiven Effekte des Fitnesstrainings hervorzuheben, Unsicherheiten abzubauen und durch spezielle Aktionen Neumitglieder wieder zeitnah in die Anlagen zu locken. fitness MANAGEMENT international
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Grafiken: graphixmania, blossomstar – stock.adobe.com
Aufgrund der Wiedereröffnung verstärken viele Studios die Werbung um Neumitglieder und ehemalige Mitglieder. Im Rahmen von Werbekampagnen sollen potenzielle Interessenten durch unterschiedlichste Aktionen angesprochen werden. Welche rechtlichen Aspekte Sie dabei beachten müssen, erläutern die DSSV-Experten um Juristin Andrea Elbl.
DIE FITNESSSACHVERSTÄNDIGEN
Steuerberater und von der IHK Koblenz öffentlich bestellter und vereidigter Sachverständiger für Wirtschaftlichkeitsberechnung für Fitnessund Freizeit-Anlagen.
Werner Kündgen
Joseph-von-Fraunhofer-Str. 1 53501 Grafschaft (Ringen) Telefon: 02641 - 800 40 www.kuendgen.de
Von der IHK Bonn/Rhein-Sieg öffentlich bestellter und vereidigter Sachverständiger für die Bewertung von Fitnessund Freizeit-Anlagen.
Probemonate Durch Probemonate sollen Kunden einen Eindruck von der Atmosphäre und vom Trainingsgefühl in der Anlage erhalten. Dieser Probezeitraum ist für die Interessenten unverbindlich – sie können also nachträglich entscheiden, ob sie in dem Studio Mitglied werden möchten. Es gilt entsprechend, das potenzielle Mitglied in diesem Zeitraum besonders von den eigenen Leistungen zu überzeugen. Doch was ist dabei rechtlich zu beachten? Wichtig ist es, genau zu regeln, ob der Probemonat der eigentlichen Laufzeit vorgeschaltet wird bzw. Teil der Laufzeit ist oder ob er quasi als einzelner fixer Monat vereinbart wird. Das Studio kann also beispielsweise mit einer einmonatigen Probemitgliedschaft werben, die allein durch Zeitablauf am Ende des Monats beendet wird, ohne dass es einer Kündigung bedarf. Oder der erste Monat einer mehrmonatigen Laufzeit wird als „Probemonat“ bezeichnet und es bedarf einer Kündigung des Mitglieds, um die Laufzeit nach dem einen Monat zu beenden. In diesem Fall müssen sowohl die Form der Kündigungserklärung (üblicherweise Textform) als auch die Kündigungsfrist vereinbart werden. 04/21
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Günter Noll
Auf dem Freibogen 3 53127 Bonn Telefon: 0228 - 298 701 www.fitnesssachverstaendige.de
Von der IHK Koblenz öffentlich bestellte und vereidigte Sachverständige für Wirtschaftlichkeitsanalysen für kleine und mittlere Unternehmen (KMU), insbesondere Sport-, Fitnessund Gesundheits-Anlagen.
Sabrina Fütterer
Dahlenkehre 3i 21077 Hamburg Telefon: 040 - 648 343 57 www.fitnesssachverstaendige.de
DSSV | RECHT
Rücktrittsgarantie
Partnerverträge
Ob jemand im Hinblick auf die Pandemie noch Bedenken bezüglich der Sicherheit im Studio hat oder sich erst einmal selbst ein Bild vom Training machen möchte – potenzielle Neumitglieder werden von verschiedenen Faktoren und Interessen beeinflusst und wollen sich oft nicht direkt binden. Doch wie ist eine Rücktrittsgarantie rechtssicher umzusetzen? Und ist die Bezeichnung „Rücktrittsgarantie“ überhaupt zu empfehlen?
Mit einem Partner etwas für die Gesundheit zu tun, ist seit jeher eine oft gewählte Option vieler Sporttreibenden. Dazu passen könnte eine entsprechende Aktion, die beim Abschließen von mehr als einem Mitgliedsvertrag für beide Partner einen entsprechenden Bonus vorsieht. Wie kann dieser aussehen?
Aus juristischer Sicht ist es nicht anzuraten, von einer Rücktrittsgarantie zu sprechen, da ein Rücktritt im rechtlichen Sinne dazu führt, dass die Vertragsparteien alle gewährten Leistungen rückabwickeln müssen. Das kann dazu führen, dass beispielsweise ein „Starterpaket“, das für die Anamnese, Trainingsplanerstellung, Einweisung an den Geräten etc. berechnet wird, erstattet werden muss. Daher raten wir dazu, von einem außerordentlichen Kündigungsrecht bzw. Sonderkündigungsrecht zu sprechen, da eine Kündigung immer nur für die Zukunft wirkt und nicht zu Erstattungen führt.
Bei sogenannten Partnerverträgen, also Verträgen, die gleichzeitig beispielsweise von zwei Ehepartnern, Lebensgefährten oder auch Freunden abgeschlossen werden, gibt es oftmals einen vergünstigten Preis. Dabei ist aber darauf zu achten, dass zwei separate Vertragsdokumente mit je einem SEPALastschriftmandat und je einer Unterschrift des jeweiligen Mitglieds verwendet werden. Denn es ist nicht selten, dass das Schicksal oder die Umstände die beiden Vertragspartner voneinander trennen und nur noch ein Vertrag weiterläuft. Für diesen Fall ist auch zwingend vorher zu vereinbaren, ob und wie sich die Beendigung des einen Vertragsverhältnisses auf den anderen Vertrag auswirkt; z. B. ob der andere Vertrag dann teurer wird.
Kostenfreie Monate Eine oft praktizierte Aktion sind sogenannte kostenfreie Monate, welche den Mitgliedern vor oder mit Vertragsbeginn gewährt werden. Doch inwiefern müssen die Mitgliedsverträge in diesem Fall angepasst werden? Kostenfreie Monate – meist zu Beginn einer Mitgliedschaft – sind unbestritten ein gutes Marketingmittel. Allerdings ist dabei ein Punkt zwingend zu beachten: Auch die kostenfreien Monate zählen bei der Länge der Laufzeit mit. Und da der Gesetzgeber in § 309 NR. 9 BGB geregelt hat, dass Verträge mit Verbrauchern nie eine längere Erstlaufzeit als 24 Monate haben dürfen, ist dieser Punkt besonders zu beachten. Denn die rechtliche Bindung beginnt immer bereits am Tag der Unterschrift. Wenn also ab Unterschrift zunächst zwei kostenfreie Monate und anschließend eine Beitragspflicht für 24 Monate vereinbart werden, führt dies dazu, dass die Laufzeitvereinbarung unwirksam ist und der Vertrag in einen Vertrag auf unbestimmte Zeit umgedeutet wird, der mit kürzester Frist ohne Grund gekündigt werden kann.
Andrea Elbl, DSSV-Juristin
Fazit Wie Sie sehen, ist es auch bei speziellen Marketingangeboten unerlässlich, gewisse Besonderheiten zu beachten, damit die Verträge auch in Zukunft standhalten. Ein wesentlicher Punkt ist außerdem die Preisangabe in der Werbung: Es muss immer der Gesamtpreis des Angebots ersichtlich sein, d. h. auch anteilige Pauschalen zusätzlich zum Monatspreis müssen ausgewiesen werden. Falls beispielsweise mit günstigeren Verträgen für Neueinsteiger geworben wird, muss genau definiert werden, ob der Interessent bereits in der Vergangenheit bzw. eben gerade nicht in den letzten zwei Jahren Mitglied gewesen sein darf. Und schließlich sind bei der Werbung immer die Vorgaben des Gesetzes gegen den unlauteren Wettbewerb zu beachten. Vorsicht ist bei speziellen Versprechen geboten wie „In 4 Wochen 2 Kleidergrößen schlanker!“ Derartige Gesundheitswerbung wird in der Regel von den Gerichten beanstandet.
Refit Kamberovic, Geschäftsführer DSSV
Niklas Kornemann, DSSV-Mitgliederbetreuung
Tel.: 040 - 766 24 00, E-Mail: jurist@dssv.de
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Fotos: Klaudia Lech
Zu allen rechtlichen Fragen rund um den Studioalltag bietet die Rechtsabteilung des DSSV im Rahmen einer bestehenden Mitgliedschaft die Möglichkeit, eine kostenlose rechtliche Erstberatung mit Einschätzung der Rechtslage zu erhalten, beispielsweise nach Erhalt einer Attestkündigung, zur Überprüfung von Vertragsklauseln oder zu arbeitsrechtlichen Themen.
DSSV | KOMMENTAR
Der positive Trend ist da! Foto: Klaudia Lech
Viele von uns haben sich große Sorgen gemacht, wie die Eröffnung unserer Studios nach dem harten Lockdown angenommen wird. Wussten wir doch alle: Es geht los, wenn der Sommer beginnt! Noch sind in den einzelnen Bundesländern und häufig auch in den einzelnen Kommunen die Bestimmungen, unter denen wir öffnen dürfen, nicht einheitlich. Es gibt Unterschiede in Bezug auf Flächen, Schnelltests, Maskenpflicht und einiges mehr. Aber jeden Tag sind neue Lockerungen in Kraft getreten und wir hoffen, dass wir unsere großen Verluste ausgleichen können.
Birgit Schwarze Präsidentin DSSV e. V.
Der erste Schritt ist getan In vielen Regionen Deutschlands verzeichnen die Studiobesitzer eine steigende Nachfrage nach Dienstleistungen für die Gesundheit. Das bedeutet eine stetig wachsende Zahl der Check-ins in den letzten zwei bis drei Monaten. Zum einen handelt es sich dabei um unsere bestehenden Mitglieder, die mehr als froh sind, dass sie wieder ihr gewohntes Training aufnehmen können. Zum anderen kommt auch eine steigende Anzahl von neuen Kunden, die während der Lockdowns festgestellt haben, wie wichtig ein körperliches Training für die Zukunft ist, in unsere Studios und werden neue Mitglieder. Wichtig ist, dass wir jetzt all unsere Chancen nutzen, um unsere bestehenden Mitglieder möglichst zahlreich wieder zum Training zu motivieren – denn sie sind diejenigen, die uns in den vergangenen harten Zeiten ihre Treue bewiesen haben. Gleiches gilt natürlich auch für alle Neuen, die jetzt mit ihren Erwartungen zu uns kommen – sie dürfen wir auch nicht enttäuschen. Verlassen wir uns nicht darauf, dass alles ganz schnell so wird wie vor den Lockdowns! Gehen wir jetzt einen Schritt weiter und beweisen wir all unseren Kunden: In diesem Studio bist du genau richtig. Wir haben monatelang auf dich gewartet und werden jetzt alles daransetzen, dass du dich bei uns gut aufgehoben und wertgeschätzt fühlst! Wir, die Fitnessunternehmer, haben es selbst in der Hand, wie unsere Zukunft aussehen wird und kann – mit guten Dienstleistungen für unsere Kunden und einer sicheren und angenehmen Atmosphäre! Bleiben Sie am Ball! Ihre Birgit Schwarze
Birgit Schwarze
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DSSV | NEUE MITGLIEDER
Ansprechpartner für alle Bereiche –
Die DSSV-Fachexperten Zusätzlich zu den Juristen aus der DSSV-Rechtsabteilung stellt der DSSV Ihnen auch weitere Fachexperten für verschiedenste Themenschwerpunkte zur Seite. Neu im Team ist Mario Böhnlein von pisa experts.
Steuerrechtliche Fragen
Betriebliches Gesundheitsmanagement
Ärzte-Kooperationen, Rehasport, Physiotherapie
Fachberater: Oliver Walle
Gesundheitsexperte: Thomas Kämmerling
Zertifizierung nach DIN EN 17229/DIN 33961
Rehabilitationssport und Gesundheitsmanagement
Versicherungslösungen und Absicherungskonzepte
Fachberater: Stefan Lang
Fachberater: Dr. Rolf Krempel
Fachexperte: Mario Böhnlein
Grafik/Fotos: j-mel – stock.adobe.com | privat
Steuerberater: Werner Kündgen
Die Kontaktdaten der Experten erhalten Sie unter +49 40 766 240 00 oder unter dssv@dssv.de. 50
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Der DSSV begrüßt –
Neue Mitglieder 25MINUTES Florian Brennecke 22393 Hamburg
Fitnessclub California Karina Rohrmeier 94315 Straubing
Active Life 24 Andreas Fischer 84144 Geisenhausen
Fit'n'well Cordula Mill 59439 Holzwickede
anima FINEST SPORTS & SPA Wolfgang Perret 85221 Dachau
Medizinisches Trainingszentrum Hameln Tammo Horn 31785 Hameln
Bergwerk CrossFit Jan Hoffmann 44379 Dortmund
Mrs. Sporty München-Laim Nicola Stefani 80686 München
Body&Soul Lifestyle Sportsclub Heiko Eichhorn 24539 Neumünster
Panther Gym Philipp Asum 86169 Augsburg
Buronia Fitness- und Gesundheitszentrum Bastian Pfennig 87600 Kaufbeuren
Premium Sports Rainer Lösch 53474 Bad NeuenahrAhrweiler
cf Bad Wörishofen e. K. Samy Glücker 86825 Bad Wörishofen
T1 Gesundheitszentrum Uwe Steingräber 57078 Siegen
das-yogastudio Nina Rücker 18273 Güstrow
Quest Club Simon Dellner 83059 Kolbermoor
Dokan Sportclub Guido Wallmann 13088 Berlin
Zwei Kampf Mirko Schubert 41468 Neuss
Fitnesstraum Kristina und Dennis Winkel 72622 Nürtingen
Julia Orthofer 84478 Waldkraiburg
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MANAGEMENT | IMPULS
Verbindet Generationen und Kulturen – das Fitnessstudio als soziales Zentrum
Viel mehr als Gesundheit und Training Text: Florian Schmidt und Jürgen Wolff
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Foto: GutesaMilos – stock.adobe.com
Nach der langen Trainingsabstinenz freuen sich die Mitglieder, ihr Studio endlich wieder zu besuchen. Neben dem Training in gewohnter Umgebung spielen die Nähe zu den Trainern, die Interaktion beim Check-in und der soziale Austausch eine wesentliche Rolle – denn das Studio ist weit mehr als nur ein Ort zum Trainieren. Wie Fitnessunternehmer hier durch motivierende Kundenerlebnisse und kundenzentrierte Kommunikation neue Mehrwerte schaffen, die Mitglieder langfristig binden und begeistern, erfahren Sie in Interviews mit Ronny Schönig (TAO FIT) sowie Armin Schwencke (Royal Sports Spirit).
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ie Umfrageergebnisse sind eindeutig: Den Mitgliedern hat während der monatelangen behördlich angeordneten Schließungen der Studios besonders die Nähe zu den Trainern sowie der Austausch mit anderen Trainierenden gefehlt. Die umfangreichen Auswertungen der „Corona-Studie“ der DHfPG in Kooperation mit dem DSSV haben dies überzeugend nachgewiesen (Kobel, 2021).
Persönliche Betreuung und soziale Kontakte Die Mehrzahl der Mitglieder war sich einig: Das Studio ist weit mehr als eine reine Trainingsstätte für Gesundheit und Fitness. Es ist für viele Trainierende längst zu einem zweiten Zuhause geworden und wurde in der Zeit der beiden Lockdowns schmerzlich vermisst – als Ort der Begegnung und als sozialer Raum, der Generationen sowie Kulturen verbindet, weil der Spaß an Bewegung und die gemeinsamen Ziele für Gesundheit und Fitness im Vordergrund stehen. Trotz der intensiven Bemühungen der Betreiber – z. B. digitale Angebote und die Mitgliederbetreuung aus der Ferne – waren diese Alternativen bei Weitem kein adäquater Ersatz für das Trainingserlebnis vor Ort. Die professionelle Face-to-FaceBetreuung, der fachliche und auch soziale Austausch mit dem Studiopersonal sowie anderen Trainierenden und natürlich die Motivation durch Trainingspartner sind für Millionen Mitglieder ein wesentlicher Bestandteil ihrer regelmäßigen Sportroutine. Zu ihren Trainerinnen und Trainern hegen viele Mitglieder ein besonderes, oft freundschaftliches Verhältnis –
schließlich vertraut man die eigene Gesundheit ja am liebsten dem Profi an und sucht dessen Rat.
Training als gemeinschaftliches, soziales Event Egal, ob beim Personal Training oder beim gemeinsamen Gruppen-Workout mit Trainingspartnern und Bekannten – soziale Komponenten spielen in puncto Motivation und Kundenbindung generell eine wichtige Rolle, nach der langen Isolation mehr denn je. Nur wer als Fitness- und Gesundheitsunternehmer hier in den nächsten Monaten ganzheitlich agiert, wird seine Mitglieder langfristig begeistern können. Doch wie schafft man als Betreiber angesichts aktueller Rahmenbedingungen ein motivierendes und interaktives Trainingsumfeld, das unterschiedlichen Zielgruppen wieder ein solches „Zuhause“ bietet? Welche sozialen Kompetenzen sind dabei besonders wichtig? Und wie baut man nach dem Restart seine loyale Studiocommunity weiter aus? Um diese und viele weitere Fragen zu beantworten, haben wir mit Ronny Schönig, Inhaber des TAO FIT in Dresden und Armin Schwencke, Inhaber des Royal Sports Spirit in Hamburg, über ihre persönlichen Erfolgsrezepte und Pläne in Sachen Kundenbindung gesprochen.
Literaturliste: Kobel, S. (2021). Dritte Corona-Studie der DHfPG. medical fitness and healthcare, 01/2021, 38–41.
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MANAGEMENT | IMPULS
Ronny Schönig, TAO FIT Dresden
„Die sozialen Aspekte sind für viele Mitglieder entscheidend“ Ronny Schönig ist Geschäftsführer des TAO FIT in Dresden. Als Mentalcoach kennt er sich hervorragend mit Motivationstechniken und Kundenbedürfnissen aus und setzt sein Wissen im Studio um. Sieben Jahre lang arbeitete er als Bundestrainer der deutschen Mannschaft in Kick- und Thaiboxen, ist praktizierender Buddhist und übt seit 35 Jahren asiatische Kampfkünste aus. Gerade hat er das Buch „Der Weg des Siegers“ veröffentlicht (Buchtipp, S. 124).
fMi: Welchen Stellenwert haben Verbundenheit zwischen Mitgliedern und Studio(-mitarbeitern) und gegenseitige Loyalität in Ihrem Unternehmen? Konnten Sie während der Schließung von diesem Verhältnis profitieren? Ronny Schönig: Während der Corona-Pandemie hat sich deutlich gezeigt, welchen großen Stellenwert die Verbundenheit mit unseren Mitgliedern hat. Wir sind allen Mitgliedern sehr dankbar, die uns in der aufgezwungenen Zeit des Berufsverbots finanziell mit ihrer fortlaufenden Beitragszahlung unterstützt haben. Das war etwa die Hälfte unserer Mitglieder. Wie hat dieser enge Kontakt den Neustart beeinflusst? Welche Erfahrungen haben Sie mit Ihren Mitgliedern beim Wiedereinstieg ins Training gemacht? Der Neustart verlief aus Studiosicht problemlos und unsere Mitglieder waren sehr froh, endlich wieder im TAO FIT trainieren zu können. Allerdings war der Andrang zunächst weniger groß als erwartet, weil viele Mitglieder die Testpflicht als Zugangsbedingung scheuten. Die Anmeldung über die Timeslots in der App verlief dagegen gut. Bereits während des Lockdowns wurden unsere Mitglieder per E-Mail, Telefon und über die Trainings-App mit Trainingsplänen versorgt. Online-Kurse mit unseren Trainern wurden als Livestreams und Aufzeichnungen kostenfrei angeboten.
Was tun Sie konkret, um die Kundenbeziehungen wieder möglichst schnell zu intensivieren und aktiv zu fördern? Wir nutzen verschiedene Möglichkeiten: Zunächst gehen wir aktiv auf alle unsere Mitglieder zu, um über Kompensationsmöglichkeiten zu sprechen und die Wiedereinstiegsmöglichkeiten ins Training zu optimieren. Dadurch haben wir festgestellt, dass vielen Mitgliedern durch eine Gewichtszunahme in der Corona-Zeit das Ernährungsthema sehr wichtig ist. Daher unterstützen wir sie jetzt mit figurscout, einem individuellen Ernährungsprogramm zum Abnehmen. Während des Lockdowns haben wir einen studioeigenen Podcast ins Leben gerufen, der jetzt regelmäßig läuft und Themen wie Gesundheit, Sport und Motivation behandelt. Dort interviewen wir beispielsweise auch Leistungssportler aus Bundesligamannschaften im Hand- und Volleyball. Außerdem haben wir eine Laufgruppe ins Leben gerufen, die weiter aktiv ist. Hierzu werden Experten zur Laufanalyse eingeladen.
Wie gewohnt stehen Veranstaltungen mit unseren Mitgliedern wie Trainingscamps, Vorträge, Seminare, Kursevents und Mitgliederpartys auf dem Programm und wir hoffen, alle geplanten Aktivitäten umsetzen zu können.
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Fotos: TAO FIT | fitness MANAGEMENT
Welche Rolle spielen nach der langen Isolation Ihrer Einschätzung nach die sozialen Aspekte beim Trainingserlebnis? Was tun Sie dafür, um hier möglichst „nah“ am Kunden und seinen aktuellen Bedürfnissen zu sein? Wir sind schon immer sehr „nah“ an unseren Gästen dran und machen das Studioerlebnis über unser familiäres Konzept spürbar. Die sozialen Aspekte sind für viele Mitglieder entscheidend und lassen sich mit der Digitalisierung nie vollkommen kompensieren. Im Lockdown haben diverse Kursanbieter digitale Konzepte angeboten. Trotz professioneller Präsentation und Angebotspalette können diese Produkte weder die Menschen vor Ort noch die Interaktion mit den Sportfreunden in der gewohnten Studiocommunity ersetzen.
Motivation durch Interaktion, wie wichtig ist dabei aus Ihrer Sicht die Rolle des Trainers? Sehr wichtig! Jeder Trainer hat eine besondere Bindung zu den Mitgliedern, ist Motivator, Ansprechpartner und Animateur zugleich. Interaktion und regelmäßiger Kontakt zwischen Trainer und Mitglied sind sehr wichtig. Die Energie folgt der Aufmerksamkeit! Wenn das Interesse am Mitglied fehlt, geht beim Mitglied auch das Interesse am Sport verloren. Allerdings sollte man sich nicht in stundenlangen Terminen verzetteln, sondern sich vielmehr um Animation und Gespräche auf der Trainingsfläche und das situative Coaching bemühen. Neben der Qualifikation: Auf welche Soft Skills und kommunikativen Fähigkeiten legen Sie in Ihrem Team aktuell besonderen Wert? Haben Sie Ihre Mitarbeiter hier aufgrund der Pandemie nochmals speziell sensibilisiert oder geschult? Ganz klar auf Sozialkompetenz! Entscheidend sind neben der Voraussetzung von Fachwissen noch viel mehr die sozialen und kommunikativen Fähigkeiten. Mein Team ist in der Biostrukturanalyse sowie im DISG (Anm. d. Red.: auf Selbstbeschreibung beruhender Persönlichkeitstest anhand des typischen Verhaltens) geschult. Die Schließzeit haben wir dazu genutzt, diese Fähigkeiten aufzufrischen bzw. neu zu schulen. Gibt es bei den Erwartungen Ihrer Kunden in Bezug auf die zwischenmenschliche Interaktion altersspezifische
Unterschiede? Wenn ja, welche? Wie gehen Sie in der Praxis darauf ein? Die Erwartungen sind bei jedem Menschen verschieden. Jeder möchte gehört und anerkannt werden. Wir begegnen selbstverständlich unseren Gästen in allen Altersgruppen mit Respekt und Freundlichkeit. Es gibt einige Gäste, die nur in Ruhe „ihr Ding“ machen wollen und wenig Interaktion brauchen. Sie haben in unserem Studio nur einen geringen Anteil. Die meisten wollen intensiver im Trainingsprozess gecoacht werden. Unsere älteren Mitglieder nutzen überwiegend Kurse und treten dort in Interaktion mit den Trainern. 90 Prozent unserer Kurse werden von einem festen Trainer unterrichtet, auf den sich die Mitglieder einstellen können. Mit welchen speziellen Maßnahmen wollen Sie in den nächsten Monaten auf und abseits der Trainingsfläche bei Ihren Mitgliedern punkten? Wir haben uns eine Vielzahl an Maßnahmen einfallen lassen: Zunächst bieten wir über BodyScan von der Firma cardioscan eine neue, einfache Form der Körperanalyse an. Daneben haben wir Mitgliederveranstaltungen geplant, wie Buchvorstellungen, ein Trainingscamp an der Ostsee, eine Sommerparty für die ganze Familie sowie Laufevents. Außerdem bieten wir Seminare zu Achtsamkeit und Meditation an sowie Selbstverteidigungskurse, die indoor und outdoor stattfinden werden.
Armin Schwencke, Royal Sports Spirit Hamburg
„Man muss auch mal eine Extrameile laufen“ Ab jetzt wird alles anders. Mit dieser Haltung begegnen die Inhaber Victor und Armin Schwencke (im Bild rechts) und Matthias Grot, Leitung Mental Training, den aktuellen Herausforderungen. Das Royal Sports Spirit ist nach Feng-Shui gestaltet und mit Achtsamkeitstraining als ganzheitlichem Trainingskonzept einzigartig in Deutschland. Das Studio hat die Lockdowns genutzt, um sich noch intensiver mit den Kundenbedürfnissen zu befassen. fMi: Welchen Stellenwert haben Verbundenheit zwischen Mitgliedern und Studio(-mitarbeitern) und gegenseitige Loyalität in Ihrem Unternehmen? Konnten Sie während der Schließung von diesem Verhältnis profitieren? Armin Schwencke: Wir wollen Zuversicht verbreiten und die Dunkelheit des Lockdowns auflösen. Kommunikation ist das wichtigste „Pfund“ inhabergeführter Clubs. Die persönliche Bindung zum Mitglied steht an erster Stelle. Der Kunde soll spüren, dass wir echtes Interesse an ihm haben. Wir haben das Glück, großartige, einfühlsame Topmitarbeiter zu haben und überprüfen ständig, welche Message wir nach außen 04/21
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tragen und wie wir unseren USP Achtsamkeit weiterentwickeln können. Am Nikolaustag sind wir zu hundert Leuten nach Hause gefahren, haben Kniebeugen gemacht und Weihnachtsmänner verschenkt. Entscheidend ist auch: Was funktioniert nicht? Im Lockdown wurden erst alle Mitglieder online informiert. Dreißig Prozent sind älter, sie werden über Social Media nicht erreicht und beschweren sich, denn Achtsamkeit und mangelnde Information lassen sich nicht vereinbaren. Die Kritik hat uns aufgeweckt, jetzt werden sie angeschrieben.
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nachgefragt bei Menschen mit stressigen Jobs und in schwierigen Lebensphasen, auch bei Schülern und Studenten. Motivation durch Interaktion, wie wichtig ist dabei aus Ihrer Sicht die Rolle des Trainers? Ich höre oft, wie schön es ist, uns wiederzusehen. Die Trainer sind Bezugspersonen für die Mitglieder. In den Umfragen wünschten sie sich eine bessere Betreuung. Daraus ist der „Präsenztrainer“ entstanden, nach dem Motto: „Die graue Maus ist raus, ab jetzt siehst du bei uns rot.“ Früher trugen die Trainer grau, jetzt knallrot. Man kann jederzeit zu ihnen hingehen und sie sprechen die Trainierenden selbst aktiv an. Wie hat dieser enge Kontakt den Neustart beeinflusst? Welche Erfahrungen haben Sie mit Ihren Mitgliedern gemacht? „Endlich geht es wieder los“, sagen 90 Prozent unserer Kunden und wir kommunizieren es als Werbung. Es kommt viel Dankbarkeit. Der Großteil will etwas tun, die „Corona-Wampe“ soll weg, Rückenschmerzen sollen verschwinden. Wer vorher regelmäßig Herz-Kreislauf-Training gemacht hat, kämpft jetzt häufig mit Problemen. Alle fanden die Online-Kurse klasse, konnten aber zu Hause oft den inneren Schweinehund nicht überwinden. Etwa zehn Prozent sind sehr vorsichtig. Unsere Aufgabe ist es, ihnen zu zeigen, dass die Hygieneregeln eingehalten werden. Wir haben neue Luftreinigungsgeräte installiert und die Luftqualität sehr verbessert. Hier trainiert ein Mitarbeiter des Gesundheitsamts, der uns die hohe Qualität unserer Maßnahmen bestätigt. Man muss erst den Anreiz bieten, damit die Mitglieder wiederkommen, und sie dann zurück in die Routine bringen. Mentales Training dient dabei als Stütze – das Psychologische Institut der Sporthochschule Köln bestätigt ihm in Studien außerdem bis zu 30 Prozent Kraftzuwachs. Was tun Sie konkret, um die Kundenbeziehungen wieder möglichst schnell zu intensivieren und aktiv zu fördern? Viele verschiedene Maßnahmen greifen ineinander, in der Kommunikation durch Anschreiben, Flyer und Apps, regelmäßige Posts auf Facebook und Instagram sowie den Newsletter. Wir machen intensive PR-Arbeit und schalten Artikel in regionalen Medien, um präsent zu bleiben. Außerdem telefonieren wir die Mitglieder von A bis Z durch und fragen, warum sie nicht kommen – auch ehemalige Mitglieder werden kontaktiert.
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Gibt es bei den Erwartungen Ihrer Kunden in Bezug auf die zwischenmenschliche Interaktion altersspezifische Unterschiede? Die jungen Mitglieder haben kein Problem mit der Situation, auch die mittelalten kommen bereits wieder. Wir müssen vor allem den Älteren die Ängste nehmen, dort gab es die meisten Kündigungen. Die Gefühle sind sehr individuell: Wie viel Angst haben die Medien und persönliche Erlebnisse verursacht und wie weit können sie sich davon lösen? Wie gehe ich mit der Angst meiner Mitarbeiter um, dass sie vielleicht entlassen werden oder meiner eigenen, weil das Studio Teil meiner Altersvorsorge ist? Uns hilft die Meditation, nicht zu tief in die Angst zu gehen oder sie aufzulösen. Mit welchen speziellen Maßnahmen wollen Sie in den nächsten Monaten auf und abseits der Trainingsfläche punkten? Es wird einen Wettbewerb um alle Kunden geben, die gekündigt haben. Wir wollen „Platzhirsch“ bleiben. Im Rahmen des Möglichen werden wir außergewöhnliche Events wie eine Kakaozeremonie mit einer Mentaltrainerin veranstalten, auch um die Zielgruppe zu verjüngen. Durch meine Zeit auf Ibiza habe ich Kontakt zu einem Musiker, der live zu den Tönen von Walen und Delfinen Saxophon spielt – zur Chill-out-Musik gibt es eine aktive Meditation. Ocean Yoga kommt auch, zu Wassergeräuschen wird live an schönen Plätzen wie der Alster Yoga gemacht. Am Wasser entsteht ein ganz besonderes Feeling. fitness MANAGEMENT international
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Foto: fitness MANAGEMENT
Welche Rolle spielen nach der langen Isolation die sozialen Aspekte beim Trainingserlebnis? Was tun Sie, um möglichst „nah“ am Kunden und seinen Bedürfnissen zu sein? Ganz viel läuft über persönliche Gespräche, in denen man Verständnis für die derzeitige Situation schafft. Die Universität Bayreuth hat eine Studie dazu durchgeführt, warum Mitglieder kündigen. Das Ergebnis: in erster Linie, weil sie nicht beachtet werden. Es geht auch hier um Achtsamkeit. Wir haben Online-Umfragen gemacht, was sich unsere Mitglieder wünschen und wie sie uns bewerten. Daraus leiten wir konkrete Maßnahmen ab, wie unsere „Herzlichkeitsbeauftragte“ an der Bar/Rezeption, die alle Mitarbeiter coacht. Wie wichtig das mentale Training für unsere Mitglieder ist, sehen wir an der Nachfrage nach den Online-Kursen. Der Zen-Kurs war während der Corona-Zeit unser meistgebuchter Kurs. Wir arbeiten außerdem mit einer MBSR-Lehrerin (Anm. d. Red.: MBSR = Mind Based Stress Reduction), das ist sehr
Auf welche Soft Skills und kommunikativen Fähigkeiten legen Sie in Ihrem Team besonderen Wert? Haben Sie Ihre Mitarbeiter aufgrund der Pandemie speziell geschult? Wir haben mit dem Unternehmensberater Wolfgang Walter in einem Team von 15 Leuten aus dem Bereich Kurse, Rezeption, Trainingsfläche, Mental- und Powertraining ein „Jetzt geht's los"-Konzept mit Leitgedanken erarbeitet, wie es nach der Krise weitergeht – mit „Mindset, Achtsamkeitstraining, Ansprache, Begrüßung, Verabschiedung & Verabredung und Empfehlung“. Jeden Montag gehen wir mit den Gruppenleitern die einzelnen Aspekte durch und fragen uns: „Wie läuft es, was können wir verändern?“ Die Gruppenleiter tragen dann die Ergebnisse in ihre Teams und achten darauf, dass sie gelebt werden. Im Grunde ist das alles Öffentlichkeitsarbeit. Das Wichtigste sind Empfehlungen, davon leben wir zu 70 Prozent. Unsere Mitglieder geben eine Tageskarte an Freunde weiter, weil sie von uns überzeugt sind – dann muss der Neukunde spüren, dass wir durch die Achtsamkeitsidee anders sind. Selbst, wenn die Mitarbeiter wegen der Pandemie gerade frustriert sind: Man muss auch mal eine Extrameile laufen, und das macht Spaß!
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MANAGEMENT | ZERTIFIZIERUNG
Hygienezertifizierung für mehr Kundenzufriedenheit
Text: Ronja Reuber
Stephanie Lutrelli betreibt seit vielen Jahren ihr eigenes Personal-Training-Studio in Ehingen an der Donau (Baden-Württemberg). Für sie und ihr Team steht Qualität auch im Bereich Hygiene an erster Stelle, weshalb sie sich vor Kurzem für die neue Hygienezertifizierung der BSA-Zert entschieden hat.
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ygiene trägt maßgeblich zur Kundenzufriedenheit bei. Eine Zertifizierung kann in diesem Kontext das Sicherheitsgefühl und Wohlbefinden maßgeblich steigern. „Mir ist es wichtig, dass der Kunde merkt, dass mein Fokus auf der Qualität des Angebotes liegt, nicht auf der Erhebung von Beiträgen“, so Stephanie Lutrelli. Sie und ihr Team bieten neben Personal Training auch EMS-Training sowie zahlreiche Gruppenfitnesskurse an, z. B. Indoor Cycling und Yoga.
Kein klassisches Fitnessstudio „Wir sind kein klassisches Fitnessstudio mit Gerätepark – dafür bieten wir unter anderem Freihanteltraining sowie Ernährungsberatung an. Wir versuchen, individuell auf unsere Kunden einzugehen. Vor der Corona-Pandemie sind wir auch zu den Kunden nach Hause gefahren, aktuell führen wir stattdessen Online-Trainings durch“, so die Inhaberin. Das Konzept kommt bei vielen Zielgruppen gut an: „Unsere Kunden sind sehr unterschiedlich – ob Männer, Frauen, Ältere oder Personen, die mal einen Herzinfarkt oder Schlaganfall erleiden mussten. Genau das ist für mich auch Personal Training: individuell auf die Person und deren Bedürfnisse zugeschnitten.“ Zusätzlich bietet Stephanie Lutrelli auch Maßnahmen im Rahmen des Betrieblichen Gesundheitsmanagements an.
Wohlfühlfaktor Hygiene Für Stephanie Lutrelli steht Qualität an erster Stelle. „Mir ist wichtig, dass sich die Kunden wohlfühlen. Dazu zählt natürlich auch die Hygiene.“ Aus diesem Grund hat sie sich für die neue Hygienezertifizierung der BSA-Zert entschieden. „Ich möchte mein Bestes für meine Kunden und natürlich auch für meine Mitarbeiter geben.“
Neue Dienstleistungszertifizierung der BSA-Zert Während des Zertifizierungsverfahrens hatte sie Unterstützung von ihren Mitarbeiterinnen. „Die Zertifizierung nimmt
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schon Zeit in Anspruch, aber das zeigt auch, dass man dafür etwas machen muss. Und falls mal etwas unklar war, war die BSA-Zert sehr gut zu erreichen. Das war wirklich super!“ In der neuen Zertifizierung werden Themen wie Reinigung und Desinfektion, Betriebs- und Personalhygiene sowie allgemeine Sicherheitsaspekte im Umgang mit Reinigungs- und Desinfektionsmitteln behandelt. Hierzu wurde eine eigene Hygienenorm* definiert, um die Schaffung und Einhaltung von hygienisch einwandfreien Bedingungen sicherzustellen. Die Hygienenorm fordert auch die Ernennung einer für die Hygiene beauftragten Person im Betrieb. Stephanie Lutrelli übertrug diese Aufgabe an ihre Mitarbeiterinnen, die die OnlineQualifikation „Hygienebeauftragte/r (BSA)“ der BSA-Akademie, dem Bildungspartner der BSA-Zert, absolvierten und das notwendige gleichnamige Zertifikat erhielten. Nach der erfolgreichen Zertifizierung erhalten Betriebe das Hygienesiegel, das Hygiene als geprüftes Qualitätsmerkmal für Kunden, Geschäftspartner und Mitarbeiter sichtbar macht. „Zur Zertifizierung gab es auch schon einige Rückmeldungen, die durchweg positiv waren.“
Noch für „ZertFit“ entschieden Um auch die Qualität ihres Dienstleistungsangebotes unabhängig bestätigen zu lassen, hat sich Stephanie Lutrelli ebenfalls für „ZertFit“, das Zertifizierungsprogramm der BSA-Zert für Fitness- und Gesundheitsanlagen auf Basis der DIN EN 17229 sowie der DIN-Norm 33961, entschieden. Weitere Informationen zur Hygienezertifizierung unter: www.bsa-zert.de/hygiene * Die Hygienenorm der BSA-Zert ist nicht generell deckungsgleich mit gesetzlichen Vorgaben. Gesetzliche Forderungen sind unabhängig von dieser Hygienenorm zu erfüllen. fitness MANAGEMENT international
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Foto: Foto Rack
„Die Kunden müssen sich wohlfühlen“
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MANAGEMENT | MITARBEITERFÜHRUNG | ANZEIGE
Aktive Krisenbewältigung
Human Capital als Erfolgsfaktor Topausgebildete Mitarbeiter sind auch in der Krise flexibel, intrinsisch motiviert und wollen aktiv zum Unternehmenserfolg beitragen! Statt die Mitarbeiter nur in Kurzarbeit zu schicken, ist es wichtig, eine geistige Flexibilität zu wahren und neue Angebote zu schaffen, die sowohl den Kunden als auch den Mitarbeitern zugutekommen.
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Kurzarbeit geschickt. Viele Mitarbeiter sind seit 14 Monaten komplett „raus“. Eine große Zahl qualifizierter, meist junger Menschen ist somit im Arbeitsleben komplett ausgebremst. Ist das notwendig und sinnvoll? Auf den ersten Blick ja, denn der Mitarbeiter ist staatlich finanziell versorgt und der Betrieb von den Mitarbeitern als größte Kostenposition temporär befreit.
Neue Wege bei PRIME TIME fitness Persönlich hat mir die Vorstellung, unseren Betrieb komplett zu schließen und die Mitarbeiter zu mehr als 80 Prozent in Kurzarbeit zu schicken, nie gefallen, selbst wenn dies zunächst wirtschaftlich sinnvoll erschien. Für mich sind die Mitarbeiter und das Team ein lebendiges Gebilde, das stirbt, wenn es nicht regelmäßig genutzt wird. Natürlich konnte auch ich nicht alle fitness MANAGEMENT international
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Fotos: PRIME TIME fitness
ie Corona-Krise hat die Unternehmen vor gewaltige Herausforderungen gestellt. Fitnessclubs mussten ihren normalen Trainingsbetrieb einstellen. Um eine Entlassungswelle zu vermeiden, hat der Staat die Bedingungen zur Beantragung von Kurzarbeit erleichtert. So wurde in vielen Fällen, vor allem bei Festangestellten in der Fitnessbranche, die blanke Existenzangst zumindest abgemildert. Ende Mai 2021 waren z. B. in Bayern Mitarbeiter in Fitnessbetrieben 10 von 14 Monaten in Kurzarbeit und inhaltlich gesehen meist arbeitslos. Nur zwischen Mitte Juni und Oktober 2020 waren die Clubs temporär teilweise geöffnet – und das in den ohnehin frequenzschwächeren Sommermonaten. Genaue Studien gibt es nicht, aber wenn ich mich umhöre, hat weitestgehend jeder Fitnessbetrieb sein Team teilweise in
zu 100 Prozent einsetzen. Aber: Wir haben neue Bereiche geschaffen, in denen wir auch während des Lockdowns weiterhin tätig sein konnten: Online, Outdoor, Reha, Wissenswebinare, Produktentwicklung, Strategie u. v. a. m. Was wir anbieten, egal ob unsere Clubs offiziell geöffnet oder geschlossen sind, können Sie gern unter www.primetime-fitness.de nachlesen. So waren auch in den härtesten Lockdown-Zeiten alle Mitarbeiter immer mindestens zu 50 Prozent aktiv im Job. Im Mai 2021 lagen wir bei 75 Prozent der normalen Arbeitsauslastung.
Alle Mitarbeiter und Mitglieder „mitnehmen“ Die Grundvoraussetzung dafür, das Team NEU einzusetzen, ist ganz klar die geistige Flexibilität. 95 Prozent unseres Teams sind Absolventen der DHfPG und BSA-Akademie bis hin zum M. A. und MBA. Einige befinden sich auch noch im dualen Bachelor-Studium. Dort lernen die Mitarbeiter das theoretische „Rüstzeug“ für Strategien, Marketing, Produkte, Change- und Krisenmanagement etc. Jeder hatte also von der Notwendigkeit, jetzt einen Virtual Club zu gründen, Outdoorangebote zu kreieren, Rehafortbildungen zu organisieren etc., bereits gehört. So vorgebildete Mitarbeiter sind bereit, sich auf Neues und Anderes einzulassen und gewohnte Pfade zu verlassen, wenn man ihnen das Warum erklärt. Hierzu haben wir mit unserem monatlichen Launchmeeting – seit Gründung des Unternehmens vor elf Jahren fester Bestandteil der Unternehmenskultur und derzeit online für alle Mitarbeiter – eine gute Kommunikationsplattform. Regelmäßige Management-Meetings „versorgen“ die Führungskräfte der Abteilungen mit den notwendigen Führungsaufgaben zum Changemanagement. So konnten wir auf die sich ständig ändernden Bedingungen flexibel reagieren. Ein Beispiel: In München war im Herbst zunächst das Indoortraining erlaubt und wurde dann verboten, sodass wir auf Outdoortraining wechseln mussten. Danach wurden auch Außensportplätze verboten, sodass wir das Outdoortraining auf Training ohne Geräte umstellen mussten. Gleichzeitig mussten wir Mitarbeiter und Mitglieder immer wieder zur Umsetzung motivieren. Das geht nicht ohne das Warum.
Gelebte Unternehmensphilosophie Die Antwort darauf liegt in unserer Unternehmensphilosophie „Premiumtraining“, d. h. wir wollen unseren Mitgliedern unter Berücksichtigung der vorhandenen Umweltbedingungen das beste Training garantieren. Da dieses Unterfangen durch sich ständig ändernde Rahmenbedingungen einem Kampf gegen Windmühlen glich, haben wir uns irgendwann an Asterix und die Gallier erinnert. Wir als Unternehmen waren das kleine galli04/21
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sche Dorf und unsere Mitglieder sind die Bewohner, umzingelt von den Römern, also den Behörden – aber auch Denunzianten, die immer wieder meinten, wir würden etwas Verbotenes tun. Dem war natürlich nicht so. Alles, was wir angeboten haben bzw. anbieten, war und ist rechtlich klar vertretbar. Ab und zu gab es Uneinigkeiten mit den Behörden, die aber meist ohne Weiteres endeten, weil diese selbst überfordert waren und die Aktivitäten der „Gallier“ zumindest duldeten. Natürlich mussten wir parallel immer umfangreiche Sicherheitsmaßnahmen zum Gesundheitsschutz der Mitarbeiter garantieren bzw. entsprechende Rahmenbedingungen schaffen, damit die Mitarbeiter gern zur Arbeit kamen und nicht den Eindruck hatten, sich einem Risiko auszusetzen. Bereits zu Beginn des zweiten Lockdowns erhielten unsere Mitarbeiter FFP2-Masken in großen Mengen. Gleichzeitig begannen wir, mindestens zweimal pro Woche bis täglich Selbsttests durchzuführen. Noch vor Jahresende 2020 wurden in unseren Clubs offizielle Corona-Schnelltestzentren eingerichtet. Das führte kurze Zeit später dazu, dass sich alle Mitarbeiter, die wollten, zügig impfen lassen konnten. Diese und viele weitere pandemiebezogenen Maßnahmen für unsere Mitarbeiter festigten den vertrauensvollen Kontakt innerhalb der Teams und mit den Vorgesetzten. Selbstverständlich war, dass unsere Teams IMMER auch indoor in unseren Clubs trainieren konnten. Unsere Mitarbeiter sind aus meiner Sicht Profisportler und ihre körperliche Fitness ist eine Grundvoraussetzung für ihre Arbeitsfähigkeit. Das wurde von den Behörden akzeptiert oder zumindest toleriert. Im Rahmen der Wiedereröffnungen war unser Unternehmen sofort wieder startklar, das Team hatte einen „weichen“ Übergang von partieller Kurzarbeit zurück zu Vollzeit. Auch die Mitglieder waren ja die ganze Zeit in irgendeiner Form im Training und im steten Kontakt mit uns. Solch eine „sanfte“ Bewältigung der Krise ist nur mit einer emotionalen Bindung möglich und rein „menschengemacht“.
Henrik Gockel Geschäftsführer PRIME TIME fitness
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MANAGEMENT | FACHARTIKEL BEZIEHUNGSQUALITÄT
Beziehungsqualität in der Fitnessbranche
ROR – Return on Relationship Text: Nicolai Rolli
Wie wichtig ist die Beziehungsqualität zu Mitarbeitern und Mitgliedern? Welche Fragen sollten sich Dienstleister im Fitness- und Gesundheitsmarkt in Bezug auf das eigene Beziehungsmanagement stellen? Und welcher Zusammenhang besteht zwischen der Beziehungsqualität und dem eigenen Unternehmenserfolg? Warum der Return on Relationship (ROR) immer wichtiger wird, erfahren Sie in diesem Artikel.
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Emotionale Kundenbeziehungen durch Customer Experience Eine positive Beeinflussung der Kundenbeziehung kann nur durch eine ganzheitliche Erlebnisvermittlung erreicht werden – wir sprechen dann von einer guten Customer Experience (kurz: CX). Diese umfasst die Summe aller Erfahrungen, die das Mitglied oder der potenzielle Neukunde mit dem Unternehmen macht. „Wenn es Fitnessstudios also gelingt, ihre Kunden durch emotionale Erlebnisse und noch mehr Kundennähe zu Fans zu machen, spielen sie im fitness MANAGEMENT international
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Foto: BullRun – stock.adobe.com
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ie Mitarbeiter stellen in Dienstleistungsbranchen jeglicher Art den zentralen Erfolgsfaktor des Unternehmens dar. Sie repräsentieren das Unternehmen und stehen im ständigen Kontakt mit den Kunden (Haller & Wissing, 2017, S. 339). Wie Mitglieder die Mitarbeiter an allen relevanten Kundenkontaktpunkten (sog. Touchpoints) wahrnehmen, beeinflusst u. a. die Mitgliederzufriedenheit: Im optimalen Fall werden Sicherheitsgefühl und Vertrautheit verstärkt und führen zu einer Steigerung der Bindung an das Studio (Haller & Wissing, 2017, S. 265).
Hinblick auf die Customer Experience in der Champions League“ (Russ, 2020).
• Was ist die Basis einer solchen emotionalen Erlebnisvermittlung? • Wie kann diese von Führungskräften gezielt gefördert werden? • Inwieweit hat dies positive Auswirkungen auf Umsatz, Kundenbindung und Co.?
Unterschiedliche Beziehungsdimensionen im Fokus Eine zentrale Dimension der Customer Experience ist die relationale Beziehungsdimension, auf die sich im weiteren Verlauf des Artikels fokussiert wird. Führungsexperte und Bestsellerautor Dr. Reinhard Sprenger (2003) sagte dazu treffend: „Arbeit ist Arbeit für andere.“ – das heißt, es geht immer um Interaktion und damit um Beziehungen. Wertschöpfung in unserer Branche findet immer in der Verbindung von Menschen statt. Die Basis jeder Customer Experience ist die zwischenmenschliche Verbindung von Einzelnen oder Gruppen. Beziehungen sind somit Ihr wichtigster „Rohstoff“, da sich 80 Prozent der Kommunikation auf dieser emotionalen Ebene abspielen.
Wie gut nutzen Sie Ihr relationales Kapital? In Ergänzung zu dem Humankapital, das alle Stakeholder eines Unternehmens (wie Mitarbeiter, Kunden, Investoren, Lieferanten etc.) zusammenfasst, beschreibt das relationale Kapital die Beziehung, die ein Unternehmen zu seinen Mitarbeitern, seinen Kunden und allen weiteren Stakeholdern des Unternehmens hat und pflegt. Was Sie sich als Gesundheitsunternehmer fragen sollten:
• Welchen Stellenwert messe ich in meiner täglichen Arbeit der Beziehung zu Mitarbeitern und Mitgliedern sowie der Beziehungspflege bei? • Wie viel Prozent meines Unternehmenserfolges hängt von guten Beziehungen ab?
Eine Studie der Relational Capital Group hat bereits 2010 aufgezeigt, dass 89 Prozent der erfahrenen Führungskräfte glauben, dass Beziehungen der wichtigste Faktor für ihren Erfolg sind. Die Studie ergab jedoch auch, dass nur 24 Prozent der Manager tatsächlich gezielt etwas unternehmen, um den Aufbau dieser Beziehungen aktiv zu fördern. Des Weiteren zeigte sich auch, dass weniger als fünf Prozent der Betriebe tatsächlich ganzheitliche Strategien verfolgen, um ihre Mitarbeiter über entsprechende Tools und Hilfestellungen dabei zu unterstützen, intensive Kundenbeziehungen aufzubauen und zu festigen. In einem so umkämpften Markt wie dem Fitnessmarkt, in dem der Dienstleistungsfaktor eine wesentliche Rolle 04/21
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spielt, bietet sich doch gerade hier eine gute Möglichkeit zur Differenzierung von anderen Mitbewerbern.
Nähe und Wertschätzung als entscheidende Faktoren Die wichtigste Erkenntnis der Positiven Psychologie lautet: „… sog. gelingende Beziehungen sind nach Untersuchungen tatsächlich der Zufriedenheitstreiber Nummer 1 über den Lebensverlauf – auch auf der Arbeit“ (Heaphy & Dutton, 2008 nach Rose, 2019, S. 197). Wir alle streben nach Bindung und Zugehörigkeit – gelingende Beziehungen sind die elementare Voraussetzung hierfür. Gelingende Beziehungen sind Momente, in denen Mitglieder sich mit dem Studio und den Trainern verbunden, sich wertgeschätzt, verstanden, optimal betreut und „zu Hause“ fühlen. Ein hohes Maß an geistiger Präsenz, die Fähigkeit, aktiv zuzuhören, und das wechselseitige Verständnis von spezifischen Bedürfnissen stellen hierbei wichtige Kernkompetenzen dar, die das Unternehmen sowie alle Mitarbeiter in der Praxis definitiv mitbringen müssen – denn nur so lassen sich qualitativ hochwertige 360-Grad-Kundenerlebnisse und loyale Mitgliederbeziehungen schaffen. Die „Corona-Studie“ der DHfPG (Kobel & Preuschoff, 2021) hat nachweislich aufgezeigt, dass die Beziehung zum Kunden einen essenziellen Einfluss auf das Gefühl der Verbundenheit hat: Vor diesem Hintergrund wird deutlich, wie wichtig die Interaktion mit den Kunden und das Agieren auf einer individuellen Ebene sind. .... Über weitere Interaktion kann die Bindung zum Studio und insbesondere zu den Trainern gestärkt und so eine familiäre Atmosphäre erzeugt und Loyalität gefördert werden. .... Mitarbeiter sollten intensive Gespräche mit diesen Mitgliedern suchen.
Die entscheidenden Fragen, die sich jede Führungskraft in der Fitness- und Gesundheitsbranche in diesem Zusammenhang in Bezug auf die Mitglieder regelmäßig stellen sollte, sind:
• Fühlen sich meine Mitglieder bei mir sicher, wertgeschätzt und individuell betreut? • Kann ich jederzeit offen und ehrlich mit ihnen auf Augenhöhe kommunizieren? • Lebe ich diese positiven Beziehungswerte im täglichen Kundenumgang auch vor? • Wie häufig beeinträchtigen Emotionen die Kommunikation (sog. psychologischer Nebel) und damit meine Kundenbeziehungen nachteilig? • Bieten meine unterschiedlichen Touchpoints solche besonderen emotionalen Kundenmomente? Wenn nein, warum nicht? Wie kann ich die Kundenbeziehung optimieren? • Welche Auswirkungen hätte eine Verbesserung der Beziehungsebene auf meinen Unternehmenserfolg sowie die Kundenbindung? • Woran merke ich, dass ich eine hochqualifizierte Verbindung zu meinem Mitglied habe?
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MANAGEMENT | FACHARTIKEL BEZIEHUNGSQUALITÄT
Loyale und motivierte Mitarbeiter als Schlüssel zum Erfolg Wenn Sie glauben, dass es ausreicht, sich ausschließlich nur auf die positiven Kundenbeziehungen zu fokussieren, dann ist das definitiv zu kurz gedacht. Hier empfiehlt sich ein Blick auf die Metaanalyse „The Service-Profit Chain“ von Hogreve, Iseke, Derfuss und Eller (2017): „Mitarbeiter im direkten Kundenkontakt bilden eine Verbindung zwischen dem externen Umfeld und den internen Tätigkeiten eines Unternehmens. Deshalb genügt es eben nicht, nur den Kunden auf dem Markt exzellenten Service zu bieten.“ All Ihre Mitarbeiter – egal, ob Trainer, Servicekraft oder Reinigungspersonal – „… verdienen demnach als interne Kunden die gleiche Dienstleistungsqualität“, so Hogreve. Gleiches gilt für die Aspekte Wertschätzung, Vertrauen und Sicherheit, denn nur so sichern Sie langfristig einen optimalen Teamspirit und eine hohe Mitarbeitermotivation. Reflektieren Sie sich deshalb regelmäßig und hinterfragen Sie auch Ihr internes Beziehungsmanagement:
Fazit Nur wenn Sie im Rahmen des ROR auf allen genannten Beziehungsebenen ganzheitlich agieren, kann Ihr Studio nachhaltig davon profitieren. Investitionen in die interne wie externe Beziehungsqualität bringen vielfältige Effekte mit sich, die direkt wie indirekt den Unternehmenserfolg positiv beeinflussen können. Abschließend stellt sich die Frage, ob es möglich ist, über sogenannte Key Performance Indicators (KPIs) die maximale Beziehungsqualität zu „messen“ und gezielt zu steuern. Die Antwort ist Ja und es liegt an Ihnen, diese konsequent in Ihren Unternehmensalltag zu integrieren. Was Sie brauchen, ist ein spezifisches „Maß“ bzw. einen „Wert“ für die emotionale Beziehungsqualität – dabei steht nicht primär die leistungs- und qualitätsbezogene Kundenzufriedenheit im Mittelpunkt, sondern die emotionale Verbindung zu Ihren Kunden und Mitarbeitern.
Foto: DHfPG/BSA
• Lege ich in meiner Führungsarbeit genügend Fokus darauf, zu meinen Mitarbeitern eine optimale Beziehung (Loyalität, Verbundenheit mit dem Unternehmen, hohe Motivation usw.) aufzubauen? • Fördere ich den offenen und konstruktiven Umgang mit Emotionen in meinem Unternehmen? • Lege ich in der internen Kommunikation ausreichend Wert auf emotionale Faktoren oder gehen bei mir Sachthemen vor Beziehungsthemen? • Wie unterstütze ich meine Mitarbeiter dabei, ihre „Beziehungsaufbaufähigkeiten“ zu optimieren? Wie fördere ich diese dauerhaft? Welche Strategie verfolge ich dabei? • Wie stelle ich in der Praxis sicher, dass das Team an einem Strang zieht und ein einheitliches Dienstleistungs- bzw. Kundenbindungsverständnis verfolgt? • Wie sichere ich auch in stressigen und unruhigen Phasen eine positive Arbeitsatmosphäre und loyale Mitarbeiterbeziehungen? • Durch welche konkreten Aspekte motiviere und begeistere ich meine Mitarbeiter nachhaltig?
Nicolai Rolli Nicolai Rolli, Diplom-Sportwissenschaftler, ist Dozent an der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement (DHfPG) und BSA-Akademie. Er absolvierte nach seinem Studium eine Ausbildung zum Heilpraktiker und ein betriebswirtschaftliches Fernstudium. Aktuell ist er als selbstständiger Coach und Unternehmensberater tätig. www.dhfpg-bsa.de
Auszug aus der Literaturliste Hogreve, J., Iseke, A., Derfuss, K. & Eller, T. (2017). The Service-Profit Chain: A MetaAnalytic Test of a Comprehensive Theoretical Framework. Journal of Marketing, 81 (3), 41–61. Rose, N. (2019). Arbeit besser machen – Positive Psychologie für Personalarbeit und Führung. Freiburg: Haufe. Für eine vollständige Literaturliste kontaktieren Sie bitte marketing@dhfpg-bsa.de.
Wie Sie einen Return on Relationship im Studio erreichen und wie Sie dadurch die Beziehungsqualität sowie den Unternehmenserfolg nachhaltig verbessern können, erfahren Sie im Vortrag „ROR – Return on Relationship: Beziehungen als größtes Unternehmenspotenzial“ von Nicolai Rolli beim diesjährigen Aufstiegskongress. Das vollständige Programm sowie Teaservideos zu den Vorträgen finden Sie unter www.aufstiegskongress.de/programm.
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MANAGEMENT | SMARTE TRAININGSTECHNOLOGIE | ANZEIGE
Die EGYM Experience
Trainingserfolg für alle
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azu hat EGYM ein umfassendes Fitness-Ökosystem entwickelt, das die Lücke schließt zwischen Trainingsprodukten nur für Experten und der großen Mehrheit der Mitglieder, die nun einmal keine Trainingsfachleute sind. EGYMs Vision: ein optimales Trainingserlebnis, das die gesamte „Fitnessreise“ jedes Mitglieds auf und abseits der Trainingsfläche abbildet. Die nahtlose Einbindung von EGYMund Partner-Trainingsgeräten, Apps, Software, Services und den individuellen EGYM Trainingsprogrammen mit motivierender Nutzerführung garantiert, dass das Training für jeden zum Erfolg wird.
Fitness Hub für die automatisch korrekte Einstellung aller angebundenen Geräte. Die smarte Nutzerführung umfasst EGYM Maschinen, Partner-Kardiogeräte sowie EGYM Apps und garantiert so ein „nahtloses“ Trainingserlebnis im gesamten EGYM Ökosystem.
Steigende Ansprüche ans Studiotraining EGYM entwickelt sein motivationsgetriebenes System ständig weiter. Der Einsatz modernster Technologie ist dabei nicht Selbstzweck, sondern dient allein dazu, allen Mitgliedern das bestmögliche Trainingserlebnis zu bieten. Gerade die während der Pandemie stark gestiegene Anzahl Nutzer smarten Home-Equipments erwartet in zunehmendem Maße auch von ihrem Fitnessstudio ein modernes, interaktives Training, das außerdem Spaß macht. Im EGYM Ökosystem ist das komplette Training mit allen EGYM Maschinen, Apps, kompatiblen Wearables und Partner-Kardiogeräten synchronisiert – für erfolgreiche Workouts im und außerhalb des Studios und ein gleichbleibend hochwertiges und effizientes Trainingserlebnis! Der jüngste Neuzugang im EGYM Ökosystem, der Fitness Hub, steht dafür exemplarisch: Er nutzt die offene EGYM Cloud zur nahtlosen Einbindung einer zunehmenden Anzahl an Geräten von Drittherstellern, wie z. B. Körperanalysewaagen von seca, Tanita und InBody oder Smart-Kardiogeräten u. a. von Matrix oder Precor. Nach Körperscan und Gewichtsanalyse sorgt
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Fotos: EGYM GmbH
Das zuverlässige Erreichen der Trainingsziele und eine rundum motivierende Nutzererfahrung, ganz unabhängig von Vorwissen und Trainingsstand – das ist für die allermeisten Mitglieder die Idealvorstellung eines Fitnessstudios. Die EGYM Experience, das ganzheitliche Trainingserlebnis, das für alle Zielgruppen funktioniert, macht aus diesem Wunsch Realität!
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Die Zukunft ist jetzt
CyberStation: Fitness war noch nie so flexibel Die brandneue Innovation von CyberFitnessPRO ist da: Plug and Play für digitale Kurse jeder Art – auch ohne Kursraum! Platzsparend, überall einsetzbar und im eigenen Wunschdesign stellt die CyberStation die flexibelste Möglichkeit dar, Fitness in BlockbusterQualität zu erleben.
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ufwendige Hardwareinstallationen bieten im Bereich der virtuellen Fitness viele Vorteile – aber nicht immer sind die räumlichen Voraussetzungen dafür vorhanden. Für alle, die virtuelle Fitness möglichst flexibel, platzsparend und mit Wow-Effekt anbieten möchten, gibt es nun die CyberStation von CyberFitnessPRO.
Erhalte Zugriff auf Hunderte Kurse – mit nur einem Touch
Yoga-Wohlfühlecke oder Pump-Bereich einrichten – auch hier ermöglicht die freie grafische Gestaltung der Station das Einrichten einer speziellen Themenecke. Zudem werden Digitalisierungsmaßnahmen im Rahmen des Fördermoduls 1: „Investition in digitale Technologien“, aktuell noch staatlich gefördert – es gab nie einen besseren Zeitpunkt, um sich digital aufzustellen.
Die kompakte und rollbare Fitnessstation stellt das komplette Kursangebot von CyberFitness on demand zur Verfügung. Auf dem integrierten 55 Zoll Touchscreen ist die neue Lieblingsclass nur wenige Berührungen entfernt – von Yoga, BBP, Cycling bis zu Dance ist für die User alles dabei. Dank des BluetoothAudio-ausgangs sind auch die Nutzer beim Sport keinen Einschränkungen unterworfen.
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Fotos: CyberConcept GmbH
Ein weiterer großer Vorteil der CyberStation ist, dass sie gezielt auf die Bedürfnisse der eigenen Zielgruppe ausgerichtet werden kann. Im Eingangsbereich ist die Station ein echter Hingucker, insbesondere im eigenen Brand, und kann durch die Tutorial- und Quickie-Classes von CyberFitness bspw. der Aufwärmung dienen. CyberConcept GmbH Dieckstraße 71-75 48145 Münster hallo@cyberconcept.de
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MANAGEMENT | PRAXISIMPULSE DIGITALES STUDIOMANAGEMENT
Neue Mehrwerte durch gezielte Vernetzung
Digitalisierungsimpulse für Fitnessstudios Text: Prof. Dr. Marco Speicher und Florian Schmidt
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n der Digitalen Transformation der Fitness- und Gesundheitsstudios ist das oberste Ziel, Arbeitsprozesse fortlaufend zu rationalisieren, Trainingssysteme zu optimieren, die Betreuung durch Web- bzw. App-Erlebnisse zu individualisieren, menschliche Fehler zu reduzieren, Mitarbeiter zu entlasten sowie Kosten durch den Einsatz von digitalen Tools zu senken. Um diesem Ziel einen weiteren Schritt näherzukommen, werden im Folgenden einige praxisnahe Digitalisierungsimpulse sowie konkrete Umsetzungsfelder skizziert, die perspektivisch für eine noch bessere Studiovernetzung und neue Kundenmehrwerte sorgen können.
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Effiziente Einbindung und Nutzung von BYOD-Konzepten „Bring your own device“ (kurz: BYOD) ist ein Konzept, das bereits seit Längerem von vielen unterschiedlichen Branchen, wie z. B. dem Einzelhandel, genutzt wird. Die Themen Konnektivität und Vernetzung werden angesichts der rasanten Entwicklung sowie wachsender Kundenansprüche für die Studios immer wichtiger und stellen Betreiber wie Mitarbeiter in Sachen IT-Kompetenz, Datenschutz und Cybersicherheit vor steigende Herausforderungen. Neben diesen Aspekten bietet die zunehmende Vernetzung mit den mobilen Endgeräten aber vor allem zahlreiche Schnittstellen, um Studioprozesse sowie das Trainingserlebnis weiter zu optimieren – vorausgefitness MANAGEMENT international
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Foto/Grafiken: vectorfusionart, nexusby, 4zevar, Yurii, Anton Shaparenko – stock.adobe.com
Die Digitale Transformation hat durch die Corona-Krise nochmals einen immensen Schub erhalten. Sie bietet Fitnessunternehmen zahlreiche Chancen und Potenziale, die bisher aber nur die wenigsten in vollem Umfang für sich nutzen. Die praxisnahen Digitalisierungsimpulse liefern wertvolle Ansatzpunkte dafür, wie Betreiber, Trainer und Mitglieder von der gezielten Studiovernetzung langfristig profitieren können.
setzt, man nutzt die vorhandenen Daten und Möglichkeiten der Digitalisierung auch zielführend.
Ausbau digitaler Touchpoints zur Dienstleistungsoptimierung Egal, ob beim Check-in oder Check-out, beim Bezahlen an der Theke, dem Öffnen des Spindes oder dem Einstellen von Geräten – kontaktlose, digitale Lösungen werden nach der CoronaPandemie weiter an Relevanz gewinnen. Hier gilt es, in den nächsten Monaten alle wichtigen Schnittstellen und Touchpoints weiter auszubauen sowie miteinander zu vernetzen, um jederzeit möglichst reibungslose und sichere Dienstleistungsprozesse für die Mitglieder zu gewährleisten. Durch diese Maßnahmen werden nicht nur die Mitarbeiter entlastet (mehr Zeit für das eigentliche Kerngeschäft, nämlich die kompetente Trainingsbetreuung), sondern auch vorhandene relevante Kundendaten, die durch die digitalen Trainingsbegleiter wie Smartphones, Wearables und Fitnesstracker verfügbar sind, noch effizienter genutzt.
Vermehrter Fokus auf Customer Experience Des Weiteren kann über Beacons (Elektronisches Leuchtfeuer bzw. Hardware-Sender auf Basis von Bluetooth-Low-Energy [BLE] Signalen) oder QR-Codes an den Geräten das Trainings-
erlebnis zusätzlich gesteigert werden. Durch innovative digitale Inhalte, wie z. B. interaktive Trainingsvideos oder spezielle Workout-Challenges, haben Kunden mehr Wahlmöglichkeiten. Das sorgt für noch mehr Abwechslung und Motivation beim Training. In Sachen Motivation spielt der Trainingserfolg eine entscheidende Rolle. Deshalb sollten sich Betreiber die Frage stellen, wie Trainingsfortschritte im Rahmen der Customer Experience künftig noch besser sichtbar und erlebbar gemacht werden können. Mittels Tablets, Screens, VR-Brillen oder anderen technischen Gadgets haben Trainer hier jede Menge neue Möglichkeiten, um Erfolge direkt erkennbar und nachvollziehbar zu machen.
Gamification als weiterer wichtiger Motivationsfaktor Über fitnessspezifische Spiele und Wettkämpfe (z. B. digitale Ruderergometer-Rennen, virtuelle Cycling- und Running-Touren oder fordernde Workout-Challenges sowie Fitnessbattles fürs Studio und/oder das Training zu Hause) können Betreiber wettbewerbsorientierten Fitnesssportlern eine digitale Plattform bieten, um sich – allein oder gemeinsam – auszupowern und sich gleichzeitig mit anderen Mitgliedern zu messen. Solche digitalen Zusatzangebote können künftig für noch mehr gemeinsame Interaktion, Spaß und Entertainment sorgen und dadurch auch die Studiocommunity positiv beeinflussen.
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DIGITALISIERUNG VORANTREIBEN – MIT DUAL STUDIERENDEN IN SPORT-/GESUNDHEITSINFORMATIK Deutsche Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement
dhfpg.de/bsgi
University of Applied Sciences
MANAGEMENT | PRAXISIMPULSE DIGITALES STUDIOMANAGEMENT
Etablierung von digitalen Incentive-Programmen Für viele Studios wäre ein additives digitales Incentive-Programm ebenfalls sinnvoll. Solche spezifischen Programme dienen dazu, Kunden oder auch Mitarbeiter (hier alternativ über Boni für positives Kundenfeedback, gute Verkaufszahlen o. Ä.) zusätzliche Motivationsanreize zu bieten. Für Studios bietet sich hier die Gelegenheit, ein motivierendes, interaktives Belohnungssystem zu etablieren. Über die eigene Studio-App könnten beispielsweise abwechslungsreiche Workout-Challenges und optimale Trainingszeiten angeboten werden. Auf Grundlage der persönlichen Basisinformationen des Kunden, wie u. a. Alter, Körpergröße, Gewicht oder individuelle Trainingsziele, könnten diese Fitnessherausforderungen mithilfe von Computeralgorithmen zukünftig automatisch erstellt und auch ausgewertet werden. Die Zielerreichung (regelmäßige Studiobesuche, Abnehmziele, Trainingsfortschritte usw.) wird dann automatisch an attraktive Mitgliedschaftsrabatte, Treuepunkte für kostenlose Personal-Training-Stunden oder ähnliche Gutscheine gekoppelt. In Verbindung mit einem funk-
Fazit Die vorgestellten Impulse bieten Betreibern und Trainern unterschiedliche Ansatzpunkte, um die digitale Vernetzung des eigenen Studios weiter voranzutreiben. Durch eine optimale Vernetzung aller Bereiche profitieren Betreiber, Trainer und Mitglieder gleichermaßen. Wer hier ganzheitlich und professionell agieren will, muss die digitalen Potenziale und Möglichkeiten für sein Unternehmen gewinnbringend nutzen und gezielt in den Ausbau der eigenen Infrastruktur sowie in die Mitarbeiterqualifizierung investieren.
Prof. Dr. Marco Speicher
Florian Schmidt
Prof. Dr. Marco Speicher ist Dozent an der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement (DHfPG). Er promovierte zum Thema „Measuring User Experience for Virtual Reality“ und war wissenschaftlicher Mitarbeiter und Doktorand am Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI).
Florian Schmidt absolvierte nach einem Hotelmanagement-Studium und mehreren Jahren Berufserfahrung in der internationalen Hotellerie zusätzlich ein Master-Studium in Sportwissenschaft. Er ist als Dozent, Wissenschaftsredakteur und Tutor für die Deutsche Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement (DHfPG) und die BSA-Akademie tätig.
www.dhfpg-bsa.de
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Fotos/Grafiken: NDABCREATIVITY, R.vector – stock.adobe.com | DHfPG/BSA
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tionierenden Customer-Relationship-Management (kurz: CRM) unterstützt solch ein strukturiertes Incentive-Programm somit die Kundenbindung, reduziert Fehler sowie Informationsverluste und sichert auch in stressigen Phasen die Kundennähe. Ebenfalls ergeben sich dadurch zusätzliche Möglichkeiten für personalisierte Marketing- und Werbeaktionen.
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Foto/Grafik: Körperformen
Wachstumsstarke Marke und Vorreiter im EMS-Markt
Körperformen ist einer der größten Lizenzgeber Seit der Gründung im Jahr 2011 hat Körperformen sich mit mittlerweile über 240 Studios in Deutschland, Österreich, der Schweiz und Italien – darunter 16 eigene Studios – zu einem der größten Lizenzgeber für EMS-Training in Europa entwickelt und sich erfolgreich im expandierenden Gesundheitssektor positioniert.
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ie Erfolgsgeschichte von Körperformen beginnt vor zehn Jahren: Die beiden Geschäftsführer und Gründer Sammy Pesenti und Marcel Kentenich eröffneten in Bonn im Jahr 2011 das erste Körperformen Studio. Von diesem Zeitpunkt an ging es nur noch steil bergauf: Bereits im ersten Jahr nach der Gründung wurde in Hennef der erste Lizenzstandort eröffnet. Nur fünf Jahre später, im März 2017, wurde die Hundertermarke erfolgreich geknackt. Seit 2019 und der Eröffnung des ersten Studios in Italien ist Körperformen in vier Ländern vertreten. Im gleichen Jahr wurde eine weitere wichtige Benchmark erreicht: Der 200. Standort wurde eröffnet. Mit dieser Entwicklung behauptet sich Körperformen seit 2016 als eine der wachstumsstärksten Marken im EMS-Segment.
Der EMS-Markt in Deutschland und seine Entwicklung Das Thema Gesundheit gewinnt zunehmend an Bedeutung
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und spielt im Bewusstsein der Menschen eine immer größere Rolle. Das zeigen auch diverse Statistiken, aus denen ein kontinuierlicher Anstieg von Angebot und Nachfrage auf dem Gesundheits- und Fitnessmarkt hervorgeht. Dabei ist das Potenzial des EMS-Marktes keineswegs erschöpft. Nach wie vor bieten sich Chancen und Wachstumsmöglichkeiten. Der DSSV e. V. geht davon aus, dass die Zahl der EMS-Studios allein in Deutschland innerhalb der nächsten drei bis fünf Jahre auf ca. 2.500 steigen wird. Zum Stichtag 31. Dezember 2020 betrug die Anzahl der Studios in Deutschland, die ausschließlich EMS-Training anbieten, laut der jüngsten DSSV-Eckdaten-Studie 1.414. Insgesamt trainieren dort ca. 180.000 Mitglieder, die monatlich im Schnitt einen Mitgliedsbeitrag von ca. 90,60 Euro brutto bezahlen. Im Fitnesssegment nimmt diese Beitragshöhe eine Vorreiterrolle ein. Im Unterschied zu anderen Bereichen lassen sich im EMS-Markt keine Negativtrends oder Abwärtsentwicklungen erkennen. fitness MANAGEMENT international
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Im EMS-Markt haben sich Lizenz- und Franchisesysteme durchgesetzt, sodass die Wachstumschancen für Anbieter von EMS-Anwendungen als Trainingsform im Vergleich zu herkömmlichen Fitnessstudios deutlich größer sind. Zudem ist das Investitionsvolumen pro Studio deutlich geringer, sodass auch die Hürden eines Markteintritts für den Lizenzpartner niedriger sind. Dementsprechend ist es für Einzelanbieter gegenüber führenden Marken schwerer, sich am umkämpften Markt zu etablieren. Körperformen hat das Potenzial und die Entwicklung des EMS-Marktes früh erkannt und die Anzahl der Standorte seit der Gründung Jahr für Jahr gesteigert.
Vorreiter für gesundheitsorientiertes EMS-Training Grundsätzlich eignet sich die EMS-Anwendung für Jedermann – ob alt oder jung, für Hobby- und Profisportler sowie für Rehapatienten oder körperlich beeinträchtigte Personen. Bei der Positionierung am Markt sowie der Definition der Zielgruppe hat Körperformen den demografischen Wandel und damit einhergehend die immer älter werdende Bevölkerung sowie den technologischen Wandel der heutigen Zeit berücksichtigt. Vor allem „im Alter“ leiden immer mehr Menschen unter körperlichen Beschwerden wie Rücken- oder Gelenkschmerzen, Fehlhaltungen oder muskulären Dysbalancen, die durch langes, häufiges Sitzen und mangelnde Bewegung ausgelöst werden. An diesem Punkt setzt Körperformen an und richtet sich als Premiumanbieter im Gesundheitssegment an Männer und Frauen im mittleren bis höheren Alter, die einen ausgeprägten Sinn für Qualität, Erfahrung und Sicherheit besitzen. Die Zielgruppe hat oftmals Rücken- oder Gelenkschmerzen oder andere gesundheitliche Beschwerden. Ziel ist es, durch das EMS-Training die eigene Gesundheit, das persönliche Wohlbefinden, die Leistungsfähigkeit und die Lebensqualität in kurzer Zeit zu steigern. Darüber hinaus hat Körperformen zusammen mit einem fachkundigen Ärztenetzwerk, in dem sich Ärzte aus verschiedenen Fachrichtungen zusammengetan haben, die ärztliche Trainingsberatung entwickelt. Diese bietet Mitgliedern kostenlos die Möglichkeit, sich eine fachliche Meinung in Bezug auf den eigenen Gesundheitszustand und das EMS-Training einzuholen. Das Training kann dann nach Empfehlung des Arztes
individuell gestaltet werden. Die ärztliche Beratung schafft zusätzliche Sicherheit beim Training und bietet auch Trainierenden mit gesundheitlichen Einschränkungen die Möglichkeit, die eigene Gesundheit und das Wohlbefinden in kurzer Zeit zu verbessern und sich dadurch den Alltag zu erleichtern.
Corona-Pandemie: Herausforderung und Chance zugleich Auch Körperformen wurde von der Corona-Pandemie überrascht und als Lizenzgeber vor die große Herausforderung gestellt, die Verantwortung für rund 150 Partner und Unternehmer zu übernehmen, die teilweise große Existenzängste hatten. Dieser Herausforderung hat sich Körperformen aber erfolgreich gestellt und den Lizenzpartnern vielfältige Lösungsansätze geliefert. Durch eine noch engere Zusammenarbeit und ein schnelles sowie situationsbezogenes Handeln konnten die Pandemie und ihre Auswirkungen auf den Vertrieb und die Expansion bisher gut bewältigt werden. Auch während der Corona-Pandemie ist Körperformen als Lizenzgeber für die Partner da, gibt Tipps, bietet finanzielles Entgegenkommen an und bereitet alle notwendigen Dokumente vor. Neuen Lizenzinteressenten bietet Körperformen zusätzliche Beratungstermine via Zoom-Call, finanzielle Hilfen und einen leichten Einstieg ins System. Dieser umfasst auch die vielen Hilfestellungen, von denen die Bestandspartner bereits profitieren. Zugleich stellt sich die Krise vor dem Hintergrund der NiSV und den zukünftig weiter steigenden Anforderungen an EMS-Training als eine große Chance dar. Körperformen ist hinsichtlich der NiSV bereits sehr gut aufgestellt und erfüllt schon heute alle zukünftigen Anforderungen. Mit diesem Vorteil wird Körperformen als Gewinner aus der Krise hervorgehen und seine Position im EMS-Markt weiter ausbauen.
Safety first: hohe Hygiene- und Sicherheitsstandards Die Gesundheit und das Wohlbefinden der Mitglieder haben bei Körperformen als Gesundheitsanbieter oberste Priorität. Das Training findet nur unter Einhaltung von höchsten Sicherheits- und Qualitätsstandards statt. Auch in diesem Bereich ist Körperformen Vorreiter in der Branche. Es werden ausschließlich modernste und kabelgebundene Trainingsgeräte von
* nach eigenen Angaben
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FITNESS & GESUNDHEIT | EMS-TRAINING | ANZEIGE miha bodytec, einem der führenden EMS-Geräte-Hersteller, eingesetzt. Das Training findet immer in Begleitung eines geschulten und erfahrenen Personal Trainers statt, nie allein. Unter Anleitung ist das Training deutlich sicherer und effizienter. Da maximal zwei Personen gleichzeitig gemeinsam trainieren, kann der Trainer jede Übung begleiten, auf Fehlstellungen reagieren, diese vermeiden und dadurch für maximale Trainingseffizienz sorgen. Er nimmt zudem alle wichtigen Einstellungen am EMS-Gerät vor, sodass sich der Kunde vollständig auf die saubere Ausführung der Übung konzentrieren kann.
Erprobtes und strategisch erfolgreiches Lizenzkonzept Mit dem hohen Qualitätsanspruch ist Körperformen ein verlässlicher Partner für alle Lizenznehmer und bietet als etablierte Marke mit positivem Image einen erfolgreichen Einstieg in den EMS-Markt. Neue Lizenzpartner werden auf dem Weg in die Selbstständigkeit von Anfang an intensiv betreut und durch das erfahrene Team der Körperformen Zentrale in allen Bereichen unterstützt. Die wesentlichen Vorteile des Körperformen Lizenzsystems liegen in der umfassenden Betreuung und dem schlüsselfertigen Unternehmenskonzept sowie in einer geringen monatlichen Lizenzgebühr. Zudem bleibt die unternehmerische Entscheidungsfreiheit für den Partner vollständig erhalten, gleichzeitig wird auf eine Umsatzprovision verzichtet. Egal, ob erfahrener Fitnessstudiobetreiber oder Quereinsteiger – das Körperformen Lizenzkonzept verspricht Erfolg!
Club-in-Club-Konzept: EMS-Training erfolgreich ins Fitnessstudio integrieren
lassen sich Neumitglieder akquirieren. Aber auch ehemalige Mitglieder, die aufgrund von „zu wenig Zeit“ oder „zu wenig Motivation“ gekündigt haben, können mit dem Clubin-Club-Konzept vom EMS-Training überzeugt werden. Eine 20minütige Trainingseinheit pro Woche passt selbst bei einem gestressten Geschäftsmann noch in den Terminkalender. Zudem wird eine Kundengruppe angesprochen, die ohne das Zusatzangebot EMS-Training mutmaßlich gar nicht in das bestehende Studio gekommen wäre, weil sie beispielsweise lieber in privater Atmosphäre und mit persönlicher Betreuung trainiert. Oft beginnen auch viele Mitglieder des Fitnessstudios, EMS-Training als Ergänzung zum klassischen Fitnesstraining zu betreiben. Selbstverständlich profitiert im Gegenzug ebenso der Fitnessclub von den neu hinzugewonnenen EMS-Mitgliedern. Diese haben wiederum Freunde und Familie, die sowohl für das EMS-Studio als auch für das Fitnessstudio potenzielle Neumitglieder darstellen.
Eine Erfolgsgeschichte aus dem Aktiv Club Altenkirchen Inhaber und Betreiber des Aktiv Club Altenkirchen, Torsten Wengenroth, hat das Club-in-Club-Konzept von Körperformen erfolgreich in sein Studio integriert. Bereits nach den ersten sechs Monaten konnte er über 130.000 Euro zusätzlichen Umsatz generieren. Schon nach kurzer Zeit verfügte das EMS-Studio über 130 Mitglieder, jeweils 70 interne und 50 externe, und schreibt schwarze Zahlen. Darüber hinaus hat jeder dritte Kunde, der mit EMS-Training begonnen hat, zusätzlich eine Mitgliedschaft im Fitnessstudio abgeschlossen – eine echte Win-win-Situation!
Die erfahrenen EMS-Experten von Körperformen haben mit dem Club-in-Club-Konzept eine lukrative Strategie für Fitnessstudios entwickelt, mit der das große Potenzial der EMS-Anwendung auch in Fitnessstudios voll ausgeschöpft werden kann. Für Fitnessstudioinhaber ist das Club-in-Club-Konzept die Chance, um sich zum einen mit ihrem bestehenden Fitnessstudio von anderen Wettbewerbern abzugrenzen und sich zum anderen im aufsteigenden und lukrativen EMS-Markt zu positionieren.
Während der gesamten Umsetzung wurde Torsten Wengenroth vom Team der Körperformen Zentrale kompetent unterstützt – von der Planung bis zur Schulung der Mitarbeiter. So wurde die Einführung ein voller Erfolg. Er sagt: „Ich kann das Club-in-Club-Konzept zu 100 Prozent empfehlen! Unsere Mitglieder und Trainer sind total begeistert von der Effektivität und persönlichen Betreuung.“
Die Integration des EMS-Trainings bringt viele Vorteile und positive Synergieeffekte mit sich. Mit der EMS-Anwendung
Weiterführende Informationen zum Körperformen Lizenzkonzept finden Interessenten unter www.körperformen.com.
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Grafik: Körperformen
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für Prävention und Gesundheitsmanagement
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FITNESS & GESUNDHEIT | FACHARTIKEL GESUNDHEIT
Der vielfältige Gesundheitsnutzen von Fitnesstraining (Teil 4)
Text: Prof. Dr. Arne Morsch und Prof. Dr. Markus Wanjek
Durch regelmäßiges Fitnesstraining wird die Zellgesundheit positiv beeinflusst. Fitnesstraining kommt sowohl im Hinblick auf die Prävention als auch bezüglich der Therapie und Nachsorge von Krebserkrankungen eine wichtige Bedeutung zu.
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Fotos: Тарас Нагирняк – stock.adobe.com
Zellgesundheit und Krebs
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ie Zellgesundheit ist von vielen Faktoren abhängig. Neben nicht beeinflussbaren Faktoren, wie z. B. Alter und Genetik, spielt der persönliche Lebensstil eine wesentliche Rolle. Ein gesunder Lebensstil trägt zur Zellgesundheit bei. Rauchen, Alkoholkonsum, Bewegungsmangel, ungesunde Ernährung und Übergewicht können hingegen negative Zellveränderungen begünstigen und das Krebsrisiko deutlich erhöhen (Behrens et al., 2018; WCRF & AICR, 2018). Schätzungen zufolge sind etwa 38 Prozent aller neuen Krebsfälle auf einen ungesunden Lebensstil zurückzuführen (Gredner et al., 2018).
Krebserkrankungen Krebserkrankungen sind die zweithäufigste Todesursache in Deutschland. Etwa jeder zweite Mann und jede zweite Frau muss im Laufe seines bzw. ihres Lebens damit rechnen, an Krebs zu erkranken. Pro Jahr gibt es etwa 510.000 neu diagnostizierte Krebsfälle. Zu den häufigsten Krebsarten gehören Brust-, Prostata-, Darm- und Lungenkrebs. Bis zum Jahr 2030 wird mit einer weiteren Zunahme an Krebsfällen gerechnet (RKI & GEKID, 2019). Erfreulicherweise haben sich die Heilungschancen von Krebserkrankungen verbessert. So liegt die durchschnittliche Überlebensrate über alle Krebsarten hinweg bei circa 60 Prozent. Bedingt durch diese positive Entwicklung steigt die Anzahl der Krebsüberlebenden. Derzeit gibt es in Deutschland schätzungsweise vier Millionen Menschen, die eine Krebserkrankung überstanden haben oder chronisch mit ihr leben (Arndt, 2019; RKI & GEKID, 2019). Viele Krebsbetroffene leiden jedoch auch nach Abschluss der Behandlung noch über Jahre hinweg an den Folgen und Nebenwirkungen ihrer Tumorerkrankung bzw. -therapie. Häufige Langzeit- und Spätfolgen sind z. B. Fatigue, Schmerzen, Neuropathie, körperliche Funktionseinschränkungen, Depressivität, Angstzustände und eine verminderte Lebensqualität (Mehnert & Johansen, 2019). Körperliche Aktivität bzw. Training spielt als Teil eines gesunden Lebensstils sowohl in der Prävention als auch in der Therapie und Nachsorge von Krebserkrankungen eine zentrale Rolle (Campbell et al., 2019; KID & DKFZ, 2019; Rock et al., 2020).
Fitnesstraining für die Zellgesundheit Regelmäßiges Fitnesstraining sorgt für einen gesunden Stoffwechsel und unterstützt den Erhalt eines gesunden Körpergewichts. Es wirkt entzündungshemmend, stimuliert das Immunsystem und fördert körpereigene Reparaturmechanismen. Damit trägt Fitnesstraining wesentlich zur Zellgesundheit und zum Schutz vor häufigen Krebsarten, wie z. B. Brustund Darmkrebs, bei (Patel et al., 2019). Fitnesstraining wirkt jedoch nicht nur präventiv. Auch während und nach einer Krebserkrankung ist es eine wirksame Unterstützungsmaßnahme. Häufige Krankheitsfolgen und Nebenwirkungen der Krebstherapie können positiv beeinflusst werden. Der allgemeine Gesundheitszustand, die Lebensqualität und Prognose lassen sich verbessern (Campbell et al., 2019; Cormie et al., 2018; Steindorf et al., 2018). In Tabelle 1 sind die zentralen Effekte von Fitnesstraining auf die Zellgesundheit bzw. im Hinblick auf Krebserkrankungen zusammengefasst.
Empfohlene Trainingsdosis Um das individuelle Krebsrisiko zu senken, sollten Erwachsene (18–65 Jahre) und Ältere (65 +) mindestens 150 bis 300 Minuten pro Woche moderat-intensives oder 75 bis 150 Minuten pro Woche intensives Ausdauertraining (oder eine Kom-
Tab. 1: Wissenschaftlich belegter Nutzen von Fitnesstraining auf die Zellgesundheit bzw. im Hinblick auf Krebserkrankungen (Campbell et al., 2019; Patel et al., 2019; PAGAC, 2018)
Krebserkrankungen
Effekte von Training
Prävention
+S enkung des Erkrankungsrisikos für Dickdarm-, Brust-, Gebärmutter-, Speisenröhren-, Magen-, Nieren-, Blasen- und Lungenkrebs
Therapie und Nachsorge
+V erbesserung der Prognose (Senkung des Sterberisikos bei Brust-, Prostataund Darmkrebs) +P ositive Beeinflussung von häufigen Krankheitsfolgen und Nebenwirkungen der Krebstherapie (z. B. Fatigue , Depressivität , Ängstlichkeit , körperliche Funktionseinschränkungen , Lymphödeme obere Extremität ) + Verbesserung der Lebensqualität + Senkung des Wiedererkrankungsrisikos
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FITNESS & GESUNDHEIT | FACHARTIKEL GESUNDHEIT bination aus beiden Intensitäten) betreiben (Rock et al., 2020; WHO, 2020). Empfehlungen für ein Krafttraining als ergänzende Trainingsmaßnahme zur Krebsprävention gibt es aufgrund der bisher unzureichenden Evidenzlage derzeit nicht (Patel et al., 2019). Krebsbetroffenen wird zur Verbesserung ihres Gesundheitszustandes ein kombiniertes Kraft- und Ausdauertraining unter qualifizierter Betreuung empfohlen. Das Ausdauertraining sollte wenigstens dreimal pro Woche für mindestens 30 Minuten bei einer moderaten Intensität durchgeführt werden. Langfristig ist es jedoch ratsam, gemäß den allgemeinen Bewegungsempfehlungen einen Trainingsumfang von mindestens 150 Minuten pro Woche anzustreben. Ergänzend dazu sollte mindestens zweimal pro Woche ein Krafttraining absolviert werden (ACSM, 2021; Campbell et al., 2019; Hayes et al., 2019).
Fazit Regelmäßiges Fitnesstraining fördert die Zellgesundheit. Und es schützt vor den häufigsten Krebsarten. Liegt eine Krebserkrankung bereits vor, kann die Prognose verbessert und das Wiedererkrankungsrisiko gesenkt werden. Ebenso lassen sich häufig auftretende Krankheitsfolgen und Nebenwirkungen einer Krebstherapie positiv beeinflussen. Fitnesstraining trägt jedoch nicht nur zur körperlichen Gesundheit bei, sondern es schützt auch vor bzw. hilft bei verschiedenen psychischen Erkrankungen. Der fünfte Teil dieser Artikelreihe beschäftigt sich daher mit den Effekten von Fitnesstraining auf die psychische Gesundheit.
Prof. Dr. Markus Wanjek
Prof. Dr. Arne Morsch ist Fachbereichsleitung Gesundheitswissenschaften und Dozent der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement (DHfPG). Darüber hinaus leitet er den Fachbereich Gesundheitsförderung der BSA-Akademie.
Prof. Dr. Markus Wanjek ist stellvertretende Fachbereichsleitung Gesundheitswissenschaften und Dozent bzw. Referent an der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement (DHfPG) und BSA-Akademie. Er verfügt über eine 20-jährige praktische Berufserfahrung im Fitness- und Gesundheitsbereich.
www.dhfpg-bsa.de
www.dhfpg-bsa.de
Auszug aus der Literaturliste Campbell, K. L., Winters-Stone, K. M., Wiskemann, J., May, A. M., Schwartz, A. L., Courneya, K. S. et al. (2019). Exercise Guidelines for Cancer Survivors: Consensus Statement from International Multidisciplinary Roundtable. Medicine & Science in Sports & Exercise, 51 (11), 2375–2390. Patel, A. V., Friedenreich, C. M., Moore, S. C., Hayes, S. C., Silver, J. K., Campbell, K. L. et al. (2019). American College of Sports Medicine Roundtable Report on Physical Activity, Sedentary Behavior, and Cancer Prevention and Control. Medicine & Science in Sports & Exercise, 51 (11), 2391–2402. Für eine vollständige Literaturliste kontaktieren Sie bitte marketing@dhfpg-bsa.de.
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Fotos: Тарас Нагирняк – stock.adobe.com | DHfPG/BSA
Prof. Dr. Arne Morsch
FITNESS & GESUNDHEIT | TRAININGSKONZEPT | ANZEIGE
Fotos: Life Fitness
Drei unterschiedliche Zonen mit robustem Equipment ermöglichen bis zu zwölf Teilnehmer pro Kurs
Erfolgreich Mitglieder (zurück-)gewinnen
Die OFFICIAL HAMMER STRENGTH BOX Die Pandemie hat die Fitnessindustrie hart getroffen: geschlossene Studios, sinkende Mitgliederzahlen und fallender Umsatz. Diese Entwicklung ist ein herber Rückschlag für die seit Jahren stetig wachsende Fitnessbranche. Hammer Strength bietet nun ein ganzheitliches Konzept, das diesen Negativtrend stoppt und nachhaltig beim Comeback unterstützt.
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er anfängliche Erfolg der Idee, die Schließung der Fitnesseinrichtungen mit Home-Workouts jeglicher Art zu kompensieren, flacht bereits seit Längerem ab – zu monoton, meist unzureichendes Equipment und irgendwie fehlen auch die Atmosphäre und die soziale Interaktion, die nur ein Fitnessstudio bieten kann.
Das volle Potenzial zur Neukundengewinnung nutzen Doch jede Krise birgt auch Chancen. Man muss sie nur erkennen und nutzen. Viele Trainierende sehnen sich bereits seit geraumer Zeit wieder nach einem adäquaten Krafttraining, ausgiebigen Cardioeinheiten oder echten Gruppenkursen. Studien aus mehreren Ländern zeigen, dass nach Wiedereröffnung bis zu 90 Prozent aller ehemaligen Mitglieder nach kurzer Zeit wieder in ein Studio zurückkehren. Betrachtet man den coronaverschuldeten Mitgliederverlust, entsteht hier ein großes Potenzial für die Neukundengewinnung. Zudem ist davon auszugehen, dass das Gesundheitsbewusstsein und der Stellenwert präventiven Trainings in der Bevölkerung gewachsen sind, da vor allem übergewichtige Personen häufiger von schweren Krankheitsverläufen betroffen sind.
Der Kraftbereich als erste Anlaufstelle Basierend auf diesen Faktoren kann man der Fitnessbranche ein großes Wachstumspotenzial prognostizieren. Um möglichst stark von diesem Wachstum zu profitieren, ist es wichtig, das Studio ideal auf die Bedürfnisse der Trainierenden auszurichten. Vor allem die jüngere Bevölkerung wird laut Umfragen als erstes in die Fitnesseinrichtungen zurückkehren. Mit Fokus auf Aussehen, Fitness und Muskelaufbau ist für diese Zielgruppe primär der Kraftgeräte- und Freihantelbereich erste Anlaufstelle. Sobald die gesetzlichen Regelungen es wieder erlauben, werden Events, Konzerte und Veranstaltungen extrem stark nachgefragt. Auch Gruppenkurse mit sozialer Interaktion werden wieder „aufblühen“ und die Räume werden sich wieder mit Trainierenden füllen.
Optimale Umgebung für Power-Workouts Die OFFICIAL HAMMER STRENGTH BOX greift genau diese Verhaltensmuster und Trends auf und ermöglicht eine optimale Umgebung für erfolgreiches Kleingruppentraining mit abwechslungsreichen Power-Workouts in einer ansprechenden Atmosphäre mit sozialer Interaktion.
Elektrisierende Atmosphäre, motivierende Workouts und eine einzigartige Trainingserfahrung
an Trainierenden zur Verfügung. Aufgrund der Einfachheit der Trainingsprogramme kann sich der Trainer komplett auf die Gruppe fokussieren und so ein einzigartiges Trainingserlebnis schaffen.
Motivierende Raumgestaltung Auch außerhalb der Kurszeiten ist die BOX mit vier olympischen Trainingsstationen und umfangreichen Accessoires ein attraktiver Trainingsbereich für funktionales Training und sorgt in Stoßzeiten für ausreichend Kapazität für Olympic Lifts, Squats und andere Langhantelübungen. Durch eine ansprechende Raumgestaltung wird die BOX zum „zweiten Wohnzimmer“, aus dem nicht wenige Mitglieder ihre Follower auf Social Media auf dem Laufenden halten werden.
Offizielle HAMMER STRENGTH-Standorte Studios, die das BOX-Konzept umsetzen, bekommen neben den Gestaltungsideen, passendes Marketingmaterial und dürfen das OFFICIAL HAMMER STRENGTH BOX-Label tragen. Die Clubs werden von Life Fitness online als offizielle Standorte gelistet und erhalten zudem drei Jahre lang Gebietsschutz: In dieser Zeit ist garantiert, dass im Umkreis von drei Kilometern keine weitere OFFICIAL HAMMER STRENGTH BOX realisiert wird. Eine eintägige Schulung des Trainerteams durch einen qualifizierten Life Fitness Academy Trainer rundet das Rundum-sorglos-Paket ab.
Die drei Zonen Pure Power, Lift & Leap und Up/Down HIIT der BOX bieten den perfekten Mix aus Langhanteltraining, funktionalem Training mit Accessoires (z. B. Kettlebells, Kurzhanteln und Slamballs) sowie hochintensivem Intervalltraining auf HIIT-Cardiogeräten.
Einzigartiges Trainingserlebnis in drei Zonen Das schlüssige Gesamtkonzept ist für bis zu zwölf Teilnehmer pro Kurs ausgelegt, die in Vierergruppen durch die drei Zonen rotieren. Insgesamt stehen mehr als 30 perfekt auf die OFFICIAL HAMMER STRENGTH BOX abgestimmte Workouts mit unterschiedlichen Schwerpunkten für eine Vielzahl 04/21
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Life Fitness Europe GmbH Neuhofweg 9 | 85716 Unterschleißheim Telefon: 089/31 77 510 | E-Mail: vertrieb@lifefitness.com www.lifefitness.de
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FITNESS & GESUNDHEIT | HYBRIDES GRUPPENTRAINING | ANZEIGE
Der digitale Boom eröffnet Studios viele Möglichkeiten, neue Fitnessfans fürs Studio zu gewinnen
„Digitale“ Fitnessfans in Studiomitglieder verwandeln
In einer digitalisierten Welt haben Studiobetreiber ganz neue Möglichkeiten, um Fitnessfans zu erreichen. Die Studios, die es mit einem 360-Grad-Angebot schaffen, „digitale“ Fitnessfans für ihr Studio zu begeistern, sind bestens vorbereitet für eine erfolgreiche Zukunft.
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Fotos: LES MILLS International
Symbiose: Online- und Offline-Angebote
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er digitale Fitnessboom hat es geschafft, die Zielgruppe für Fitnessstudios zu vergrößern. Mit geschätzten 375.000 Fitness-Apps zieht die Welt des digitalen Trainings immer mehr Menschen in ihren Bann. Das bietet Fitnessstudios spannende Möglichkeiten, um ihre Mitgliederzahlen zu steigern. Die Krux dabei: die neuen digitalen Möglichkeiten individuell und optimal für sich zu nutzen, um neue Mitglieder zu gewinnen, bestehende zu binden und in Zukunft wieder für Live-Training zu begeistern. Ob es nun hybrid, gemischt, „phygital“ oder anders genannt wird, die Fitnesskonsumenten von heute verlangen Omnichannel-Trainingserlebnisse, die zu ihrem Lebensstil passen und es ihnen ermöglichen, so zu trainieren, wie sie es wollen. Aus Nutzersicht sind die wichtigsten Erwartungen an die digitalen Angebote qualitativ hochwertige Workouts, maximale Flexibilität und großartige Instruktoren.
Fitnessfans mit durchdachten Onlineund Offline-Fitnessangeboten fürs Studio begeistern
LIVE-ERLEBNISSE BLEIBEN DIE ERSTE WAHL Trotz der neuen Leidenschaft für digitale Fitness werden OfflineAktivitäten in Zukunft ein wichtiger Bestandteil des Angebots auf dem Markt und des Trainings bleiben. Studios, die ihren Mitgliedern neben ihrem Angebot live im Studio auch hochwertige, digitale Lösungen bieten, können die Mitgliederbindung dennoch nachhaltig stärken. In einer Befragung gaben 95 Prozent der Nutzer, die von ihrem Studio ein digitales Fitnessangebot bekommen haben, an, dass sie ihrem Studio gegenüber aus diesem Grund positiver eingestellt sind. Es ist also naheliegend, dass Nutzer digitaler Fitnessangebote, die noch keine Mitglieder eines Fitnessstudios sind, zu einem Studio tendieren, das bereits eine digitale Lösung anbietet. Menschen, die bereits eine Mitgliedschaft in einem Studio besitzen, sind übrigens im Durchschnitt 14-mal aktiver als Nichtmitglieder. Dies verdeutlicht nachdrücklich, dass sich eine Studiomitgliedschaft mit einem vielfältigen Angebot positiv auf das Aktivitätslevel auswirkt, unabhängig von der großen digitalen Konkurrenz. Darüber hinaus spielen digitale Angebote auch eine wichtige Rolle bei der Aufrechterhaltung der Trainingsgewohnheiten und der Motivation von Mitgliedern, wenn sie es zeitlich nicht schaffen, das Studio zu besuchen. Während der Pandemie haben laut einer Befragung von Studiomitgliedern fast 50 Prozent die Häufigkeit ihres Trainings erhöht, während nur knapp 20 Prozent angaben, weniger trainiert zu haben.
TREND: OUTDOORTRAINING Mit steigenden Temperaturen und zunehmenden Lockerungen der Kontaktbeschränkungen in Deutschland erfahren auch Outdoor-Workouts einen Aufschwung. Diese ermöglichen Fitnessstudios eine Kombination mit digitalen Angeboten für zu Hause. Durch sie können sowohl die neu entdeckten Zielgruppen der „digitalen“ Fitnessfans für sich gewonnen, als auch Personen erreicht werden , die in der Vergangenheit kein Interesse an einer Fitnessstudiomitgliedschaft hatten, da sie lieber im Freien trainieren. 04/21
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Fest steht: Outdoorangebote sind in der aktuellen Lage eine sichere Trainingsmöglichkeit sowohl für Studios als auch für Mitglieder.
GEHALTVOLLE INHALTE AUF SOCIAL MEDIA Das Spannende an dieser Bewegung ist, dass „digitale“ Fitnessfans keine Selfies oder lustige Tanzvideos auf Social Media sehen wollen, um motiviert zu werden, sondern auf der Suche nach seriösen, wissenschaftlich fundierten Fitnessinhalten sind, die sie dabei unterstützen, ihre Ziele zu erreichen. Am Ende ist es die Kombination aus digitalen und LiveAngeboten, mit denen Fitnessstudios sich in Zukunft von der Konkurrenz abheben. Das Angebot von hochwertigen On-Demand-Inhalten und Livestreams ermöglicht die Motivation und Resultate, die Mitglieder von Fitnessstudios erwarten. Denn durchschnittliche Inhalte sind zu genüge kostenlos online zu finden. Um dagegen anzukommen, muss das Angebot von Fitnessstudios weltklasse sein – damit Nutzer weiterhin bereit sind, für ihre Inhalte zu bezahlen.
Sind Sie neugierig geworden? Dann informieren Sie sich unter www.lesmills.de/digital-solutions oder melden Sie sich bei uns unter info@lesmills.de und finden Sie Ihre individuelle Fitnesslösung für die Zukunft.
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FITNESS & GESUNDHEIT | HIGHTECH | ANZEIGE
Für ein perfektes Trainingserlebnis
milon Q snake macht das Krafttraining noch einfacher und intuitiver
milon Q snake – feel the difference
Einfach, sicher, effektiv – so muss Training aussehen. Dafür setzt sich milon schon seit über 50 Jahren ein. Gemäß dieser Leitidee präsentiert milon als einer der Vorreiter für digital gesteuertes Fitness- und Gesundheitstraining nun Q snake – eine neue Form des Live-Feedbacks als Ergänzung zu der bisherigen Trainingsvisualisierung. Mit Q snake wird das eigene Trainingserlebnis künftig noch intensiver und effektiver.
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ie Q snake ist das Ergebnis einer intensiven Testund Erprobungsphase. Die Entwicklung vereint die Erfahrung von Toptrainern mit der Rückmeldung von Trainierenden aller Alters- und Leistungsstufen und – ganz entscheidend – dem Know-how von ausgewiesenen GamingExperten. Die Neuerungen von Q snake sind vielfältig. Am offensichtlichsten ist der neue Look in Schlangenform, der sich durch viele Farb- und Design-Varianten individualisieren lässt. Hinter dem optischen „Facelift“ stecken aber vor allem handfeste Vorteile für die Praxis, die sowohl das Trainingsgefühl als auch die Motivation auf ein neues Level heben.
Auch an die verschiedenen Trainingsziele, die sich mit den milon Q Geräten verfolgen lassen, ist Q snake perfekt angepasst: Muskelaufbau, Abnehmen, Schmerzfreiheit und alle weiteren hinterlegten Motive gehen einher mit unterschiedlichen Halte-
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phasen, Geschwindigkeiten und Bewegungsausführungen. Diese Feinheiten stecken alle in Q snake und führen in der Summe dazu, dass der Trainierende immer die Darstellung erhält, die perfekt passt, einen perfekten Trainingsreiz setzt und sich gleichzeitig perfekt anfühlt. „Es ist das beste Live-Feedback, das ich bislang an elektronischen Geräten gesehen habe. Das Gefühl von Q snake lässt sich nur schwer erklären, man muss es einfach ausprobieren und selbst spüren,“ so Harwath. Q snake kommt ab August/September 2021 als kostenloses Update für alle milon Q Geräte und ergänzt die bisherige Trainingsvisualisierung. Weitere Infos unter: www.milon.com/qsnake fitness MANAGEMENT international
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Fotos: milon industries GmbH
So wurde Q snake für die spezifischen Anforderungen jedes Trainingsgerätes separat konfiguriert. „Hub, Gefühl und Geschwindigkeit sind beispielsweise an einer Beinpresse ganz anders als an einem Butterfly Reverse. Das liegt unter anderem daran, dass man nicht nur mehr ‚Strecke‘ zurücklegt, sondern die meisten Menschen in der Ansteuerung und Dosierung ihrer oberen Extremitäten wesentlich sensibler sind als in den Beinen,“ erläutert Wolf Harwath, Trainingsexperte und Geschäftsführer der milon Gruppe.
Führt der Trainierende die Bewegung mehrmals hintereinander richtig aus, leuchtet ein Stern auf
FITNESS & GESUNDHEIT | BETREUUNGSKONZEPT | ANZEIGE
Der Technogym Guide für den Start in eine neue Fitnessära
BACK STRONGER TOGETHER
Foto: Technogym
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n den letzten Monaten haben Kunden und Mitglieder mehr digitale Trainingsprogramme, Apps, Live- und vor allem On-Demand-Videos als je zuvor kennen- und lieben gelernt. Zudem waren sie in der Lage, überall und zu jeder Zeit auf maßgeschneiderte Trainingsangebote zuzugreifen. Die Menschen sehnen sich aber auch mehr denn je nach sozialen Kontakten, Spontanität und natürlich nach ihrem regelmäßigen Training im Fitnessclub. Das wird schon sehr bald wieder wie gewohnt möglich sein und Trainierende werden voller Enthusiasmus und mit beispielloser digitaler Unterstützung ihr Workout wieder genießen können. Nerio Alessandri, Gründer und CEO von Technogym, sieht die Chancen in der aktuellen Situation: „Ich glaube, in Zukunft wird das Training zu Hause genauso normal sein wie der Besuch im Fitnessstudio. Homefitness wird das Training im Gym aber nie ganz ersetzen können, da auch die soziale Komponente, die große Auswahl an Geräten und der professionelle Service wichtige Faktoren sind. Für Fitnesseinrichtungen, die ihren Mitgliedern entsprechende Services und Programme anbieten, kann sich Homefitness aber zum perfekten Zusatzgeschäft entwickeln.“
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Technogym bietet individuelle und maßgeschneiderte Lösungen und Konzepte für Betreiber, damit diese die radikalen Veränderungen in der Fitnesswelt optimal für sich nutzen und ihre Einrichtung fit für die Zukunft machen können:
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Basis perfekt vorbereitet wird. BIOCIRCUIT ist die ideale Lösung zur Wiederaufnahme körperlicher Bewegung. Mit schnellen, effektiven und – dank der patentierten BIODRIVETechnologie – stets sicheren und angeleiteten Workouts kommen Ihre Mitglieder optimal wieder in Form.
MY TRAINING SPOT Nutzen Sie Ihren Platz im Fitnessstudio optimal und ermöglichen Sie in extra zugeteilten Bereichen sogar Gruppenkurse bei ausreichendem Sicherheitsabstand. Mit der Mywellness App und den vielen digitalen Lösungen von Technogym können Ihre Mitglieder ganz leicht ihre Workout-Session buchen – Sie bleiben mit Ihren Kunden in Kontakt und sprechen neue Kunden an.
RESTART WITH FUN Trainingslösungen wie das Technogym Bike und das neue Group-Cycling-Format stehen für Trainingserlebnisse der besonderen Art. Mit spezieller Musik und Lichteffekten kommen Liebhaber einer besonderen Trainingsatmosphäre vollkommen auf ihre Kosten, während sich leistungsorientierte Sportler im Rahmen hochintensiver und effektiver Präzisionstrainings mit konstanter Datenmessung auspowern können.
THE GYM COMES TO YOU Das Fitnessstudio in den eigenen vier Wänden ist eine großartige Möglichkeit, Betreiber und Kunden wieder miteinander in Kontakt zu bringen. Mithilfe der Mywellness App kann ein bestimmter Raum im Fitnessstudio als Aufnahmeraum festgelegt werden, in dem dann exklusive digitale Inhalte produziert und für die Mitglieder gestreamt werden – live oder on demand. www.technogym.com fitness MANAGEMENT international
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FITNESS & GESUNDHEIT | EXPANSION | ANZEIGE
Größer, moderner, effizienter
Neues Zuhause und Showroom für SmartCircle Wenn ein hochwertiges Produkt wie SmartCircle stetig wächst und die Nachfrage steigt, ist irgendwann der Zeitpunkt gekommen, an dem eine Expansion notwendig wird. Die Firma NAST, Hersteller der SmartCircle Geräte, war schon lange auf der Suche nach einer neuen Produktionsstätte und einem Bürogebäude, Mitte 2020 war es dann soweit. Im Interview mit der fMi erläutert Adam Stier, CEO der Firma NAST, was es mit dem Neubau auf sich hat und welche Bedeutung die neue Produktionsstätte für SmartCircle haben wird. fMi: Vor etwa sechs Jahren startete das Projekt SmartCircle, jetzt steht eine große Expansion an. Warum haben Sie sich gerade in diesen schwierigen Zeiten dazu entschieden? Adam Stier: Die derzeitige Situation ist auch für uns als Hersteller, der schon seit über 30 Jahren auf dem Markt ist, nicht einfach. Die Planungen für den neuen Standort begannen aber schon vor mehr als zwei Jahren. Trotz der aktuellen Lage sind wir voll im Zeitplan, sodass die Fertigstellung nach derzeitigem Stand wie geplant im November vollzogen sein wird. Die aktuellen Fotos sehen sehr vielversprechend aus. Erzählen Sie bitte mehr über die neue Produktionsstätte. Vielen Dank, wir sind wirklich stolz auf diese Entwicklung. Der gesamte Komplex wird über zwei Etagen reichen und insgesamt werden uns 2.000 Quadratmeter Produktionsfläche zur Verfügung stehen. Das bedeutet, es wird 2,5-mal größer als die heutige Produktionsstätte. Dazu kommt eine dreigeschossige, 650 Quadratmeter große Bürofläche, einschließlich eines exklusiven Showrooms für unsere SmartCircle Geräte.
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Das Gebäude wurde genau für unsere Anforderungen konzipiert und die internen Abläufe unserer Tätigkeiten berücksichtigt. Ab 2022 werden dann etwa 60 bis 70 Beschäftigte an diesem Ort arbeiten. Das klingt beeindruckend. Welchen Einfluss wird das auf die Produktion der SmartCircle Geräte haben? Die Kapazitätssteigerung im Allgemeinen wird bis zu 100 Prozent betragen. Vor allem die Produktion der SmartCircle Geräte können wir um etwa 500 Prozent steigern. Des Weiteren werden wir in naher Zukunft mit unseren Polsterprodukten weiter in den Fitness- und Gesundheitsmarkt einsteigen. Vielen Dank für das Gespräch und weiterhin viel Erfolg! Danke. Weitere Infos wird es spätestens im November auf der FitnessConnected in München geben. Fotos: Adam Stier (NAST)
Adam Stier CEO NAST
Außerdem arbeiten wir mit modernster Technik: Wir heizen und kühlen beispielsweise mit Wärmepumpen. Es wird dreischichtig verglaste Vorhangwände in den Büros geben, die
Belüftung funktioniert mit Wärmerückgewinnung und wir verwenden Solarzellen. Zusätzlich werden neue Produktionsmaschinen und Lagersysteme zur Anwendung kommen.
SmartCircle Ansprechpartner: Sebastian Wülker Eper Str. 20a | 48599 Gronau | Telefon: 02562 - 9919173 sebastian.wuelker@smart-circle.eu | www.smart-circle.eu
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Der Belt Squat Der Panatta Belt Squat ist ein spezifisches Gerät für das Training der unteren Extremitäten. Er wurde zur Stärkung der Muskeln des vorderen und hinteren Oberschenkels sowie der Hüfte entwickelt und erlaubt die klassische Tief- oder Kniebeuge mit erhöhter Kontrolle und Sicherheit.
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er größte Vorteil bei der Ausführung der Übung auf dem Belt Squat liegt in der Sicherheit. Durch die Lasteinwirkung auf das Becken wird die Wirbelsäule entlastet, da Druck- und Scherkräfte reduziert werden können. Hierdurch werden die Schwierigkeiten bei der Ausführung der Kniebeuge, die sich aus einer schlechten Gelenkbeweglichkeit ergeben können, reduziert. Der Belt Squat aktiviert beim Training vor allem zahlreiche Muskeln der unteren Extremitäten: vierköpfiger Oberschenkelmuskel (M. quadriceps femoris): Dieser Muskel ist u. a. für die Kniestreckung verantwortlich. Daran sind besonders drei der Köpfe beteiligt (M. vastus lateralis, M. vastus intermedius und M. vastus medialis) großer Gesäßmuskel (M. gluteus maximus): Der Gegenspieler des vierköpfigen Oberschenkelmuskels ist für die Hüftstreckung verantwortlich. Er hat eine hohe Aktivierung zu Beginn der konzentrischen Phase. ischiocrurale Muskeln (M. biceps femoris, M. semitendinosus, M. semimembranosus): Diese Muskelgruppe sorgt zusammen mit dem großen Gesäßmuskel für die Hüftstreckung.
Als Hilfsmuskeln zur Ausführung der Übung greifen die Adduktoren der Hüftmuskulatur (starke Aktivierung bei breiter Fußstellung) und der Wadenmuskel (insbesondere der M. soleus) ein.
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Fotos: Panatta
Durch das Hebelsystem ist die Belastung progressiv und nimmt über die gesamte ROM immer weiter zu, während das Easy-Entry-System die Positionierung auf dem Gerät und den Start der Übung erleichtert. Der komfortable zentrale Griff kann sowohl als Sicherheitshandgriff, falls die Serie oder Wiederholung nicht beendet werden kann, aber auch als Stütze während des gesamten Satzes benutzt werden. So kann der Trainierende seinen Rücken aufrecht halten und die Spannung auf den Quadrizeps maximieren. fitness MANAGEMENT international 04/21
FITNESS & GESUNDHEIT | HEALTHY LIFESTYLE | ANZEIGE
Entwicklung des Marktes für Nahrungsergänzungsmittel
Das Gesundheitsbewusstsein wächst Als hundertprozentige Tochterfirma der KRÜGER GROUP, einem der führenden Unternehmen der Lebensmittelindustrie, entwickelt, produziert und vertreibt die HNC Healthy Nutrition Company GmbH Produkte für Handelsmarken und B2B-Industriegeschäfte, aber auch Eigenmarken wie z. B. MaxiNutrition, Maximuscle und HAFERVOLL. fitness MANAGEMENT international hat Bastian Bienlein, Managing Director der HNC, zu Entwicklungen innerhalb der Branche und zur Work-Life-Balance als seine persönliche Herausforderung befragt. fMi: Wie schätzen Sie die Zukunft des Marktes für Nahrungsergänzungsmittel ein? Bastian Bienlein: Gesundheit und Fitness haben für immer mehr Verbraucher Priorität. Durch die hohe Präsenz und eine Vielzahl an Informationen über einen „Healthy Lifestyle“ in Social Media werden sich immer mehr Menschen der Vorteile eines fitteren Lebensstils bewusst. Vor allem in Osteuropa steigt die Nachfrage nach Nahrungsergänzungsmitteln, was mit dem wachsenden durchschnittlichen Haushaltseinkommen einhergeht. Der deutsche Markt ist schon gesättigter. Corona mag hier zu Spitzen in der Nachfrage nach Immunpräparaten und Produkten für die mentale Gesundheit und Leistung geführt haben. Für langfristig entscheidend halte ich aber die Tatsache, dass sich mehr und mehr Haushalte weltweit jetzt Nahrungsergänzungsmittel leisten können bzw. wollen und das Gesundheitsbewusstsein im Allgemeinen wächst. Als Produzent sehen wir das auch an der Knappheit von Rohstoffen und den steigenden Rohstoffpreisen. Zusätzlich unterstützt der E-Commerce das Wachstum der Industrie enorm. Dies liegt nicht nur an den Verbesserungen in der Liefergeschwindigkeit, sondern auch an niedrigeren Allgemeinkosten und einer 24-stündigen Verfügbarkeit der Produkte.
Stellt COVID-19 die Belastbarkeit der Industrie auf die Probe? Die Sporternährungsbranche wächst aufgrund eines positiven Marktumfeldes und eines veränderten Verbraucherverhaltens.
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Nach dem Studium verschlug es Bastian Bienlein nach Berlin, wo er von 2015 an als Global Head of Sales eines der führenden E-Commerce Unternehmen im Bereich Fitnessfood aufbaute. Seit Anfang 2021 ist er Geschäftsführer der HNC. Durch seine internationalen Kontakte in die Sportund Fitnessbranche kennt er den Markt und kann auch über den Tellerrand der schnelllebigen Supplement Industrie hinausschauen. Bastian Bienlein ist außerdem Gründer und Teilhaber mehrerer Fitnessanlagen und Veranstalter von Sportevents.
Allerdings hat COVID-19 das Konsumverhalten der Verbraucher durch die Beeinträchtigung des Einkommens aufgrund von Kurzarbeit stark beeinflusst. Der Lockdown von Einzelhandel, Sportstätten und Fitnessstudios hat sich ebenfalls erheblich auf das Wachstum im Jahr 2020 ausgewirkt. Wie lässt sich Ihre Führungsposition mit dem Anspruch an eine gesunde Work-Life-Balance vereinbaren? Ich bin ein Frühaufsteher und versuche, während der Arbeitswoche vor dem Büroalltag Sport zu treiben. Momentan verlagern sich meine Life Balance und die sozialen Kontakte auf das Wochenende. Da ich aber in einem Umfeld arbeite, in dem ich mich mit Themen beschäftige, die mich privat interessieren, habe ich wirklich meinen Traumberuf gefunden. So bin ich schon bei der Arbeit in meiner Balance. Das kann sicher nicht jeder von sich behaupten. fitness MANAGEMENT international
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Foto: Sebastian Donath, Berlin
Welche Trends laufen derzeit besonders gut, welche Veränderungen lassen sich beobachten? Ein Beispiel: Das Segment der Proteinriegel wächst auf Kosten der klassischen Nicht-Proteinriegel. Durch die hohe Produktverfügbarkeit im Lebensmitteleinzelhandel kaufen die Verbraucher vermehrt Proteinriegel anstelle herkömmlicher Müsliriegel. Da der Trend in Richtung veganer und vegetarischer Produkte geht, bieten Marken mehr Produkte mit dem Label „vegan“ an oder mit Zutaten, die sie als für Vegetarier geeignet positionieren. Dabei werden als Proteinquellen am häufigsten Erbsen, Reis und Soja verwendet.
Bastian Bienlein
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FITNESS & GESUNDHEIT | FACHARTIKEL BGM IM WANDEL
Die „Ressource“ Mensch im Fokus
Warum BGM gerade jetzt besonders wichtig ist Text: Oliver Walle
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Fotos: nenetus – stock.adobe.com
Die dritte Corona-Welle ist gebrochen, die Inzidenzen sinken und nun kommt das große Aufräumen. Die Pandemie hat viel Leid und wirtschaftlichen Schaden gebracht, zudem werden nach einem Jahr Homeoffice und Social Distancing die physischen und psychischen Folgen der Lockdowns sichtbar. Zeigte sich schon vor Corona ein Bedeutungszuwachs für das Betriebliche Gesundheitsmanagement (BGM), so wird es nun wichtiger denn je.
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ie Anfänge der Betrieblichen Gesundheitsförderung (BGF) und des BGM reichen bis in die Achtzigerjahre zurück. Damals dominierte noch der Arbeitsschutz, hin und wieder gab es neben Präventionsprogrammen auch Check-ups für das Top-Management. Heute erleben wir eine bunte Welt von Maßnahmen, angefangen bei Gesundheitstagen über Angebote zur Gesundheitsförderung und Prävention sowie Obstkörbe bis hin zu spezifischen Themen wie Ergonomieanalyse, gesundheitsförderliche Arbeitsgestaltung, Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastungen, Resilienztraining, Führungsprogramme und das Mitwirken im Betrieblichen Eingliederungsmanagement (BEM). Diese Beispiele stellen jeweils für sich betrachtet noch kein BGM dar, auch wenn einige Unternehmen ihre Gesundheitsförderung gern als BGM bezeichnen. Das „richtige“ BGM benötigt auf den Bedarf des Unternehmens ausgerichtete Ziele und orientiert sich hinsichtlich der Vorgehensweise an dem bekannten Plan-Do-Check-Act-Zyklus (kurz: PDCA-Zyklus). Bei diesem gilt es, Maßnahmen zu planen (P), durchzuführen (D), den Erfolg zu messen (C) und Verbesserungen abzuleiten (A). Dieser Zyklus wiederholt sich im Sinne eines kontinuierlichen Verbesserungsprozesses (KVP), da Anforderungen sich ändern können. Und dies erleben wir insbesondere in den letzten zehn Jahren, zuletzt durch die Corona-Pandemie.
Beweggründe für ein BGM Nach wie vor spielen hohe Krankenstände eine zentrale Rolle, in manchen Betrieben sind sie sogar der Hauptgrund für ein BGM. Nicht selten wird der demografische Wandel, der gerade bei Unternehmen, deren Beschäftigte schwere körperliche Arbeit leisten, zu einer besonderen Herausforderung: Der Erhalt der Arbeitsfähigkeit bis zur Rente und die Abmilderung des Anstiegs an Krankentagen mit zunehmendem Alter sind dabei essenziell. Demgegenüber stehen Unternehmen, deren Anforderungen sich eher durch die Wünsche und Forderungen der Generationen Y und Z nach einer wertschätzenden und partizipativen Führung sowie nach einer Flexibilisierung der Arbeitszeiten hin zu einer tatsächlich möglichen Work-Life-Balance ergeben. Beim „Ingangsetzen“ eines BGMs werden sicherlich beide Richtungen eine Rolle spielen, wobei sich ein stetiger Wandel in den Schwerpunkten zeigt, weg vom BGM als reine Problemlösung für hohe Krankenstände hin zur Steigerung der Arbeitgeberattraktivität und präventiven Ausrichtung.
Einfluss von Corona auf das BGM Auch wenn zunehmend der Begriff BGM verwendet wird, zeigt sich in der praktischen Umsetzung deutlich stärker die verhaltensbezogene Gesundheitsförderung und Prävention in Form von Bewegungspausen am Arbeitsplatz, Rückenprogrammen oder Yogakursen in entsprechenden Räumlichkeiten auf dem Firmengelände oder außerhalb sowie in Kooperationen mit Fitnessstudios und Gesundheitszentren. Infolge der beiden Lockdowns kam es sozusagen auch zu einem Herunterfahren des BGMs, vor allem aber zu einer Einschränkung der VorOrt-Maßnahmen zur Gesundheitsförderung und Prävention. Die Gründe lagen vor allem in der Vermeidung von Kontakten und damit in der Sicherstellung des Infektionsschutzes. Wegen dieser erforderlichen Maßnahmen stiegen die Heraus04/21
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forderungen in Bezug auf die Mitarbeitergesundheit, sei es aufgrund entstehender Ängste ausgelöst durch die Pandemie, einer geringeren Zahl an Arztterminen und verschobener OPs, ergonomischer Probleme im Homeoffice oder reduzierter Sozialkontakte (Social Distancing). In den Sonderauswertungen der Krankenkassen zum Arbeitsunfähigkeitsgeschehen in 2020 zeigt sich, dass Corona massiv Einfluss genommen hat. So berichtet die Techniker Krankenkasse über einen Rückgang der Erkältungskrankheiten, während im Gegenzug die psychischen Diagnosen wie Depressionen und Angststörungen zugenommen haben (TK, 2021). Beides lässt sich gut nachvollziehen: Das Tragen der Maske hat auch in vielen Fällen grippale Infekte und die „echte“ Grippe verhindert. Die Reduzierung der persönlichen Kontakte durch die Lockdowns, die verstärkte Homeoffice-Tätigkeit und die Angst vor Infektionen, aber auch die Unsicherheit bzgl. der beruflichen Zukunft begünstigten das Auftreten oder die Verstärkung bereits vorhandener Depressionen und Angststörungen. Die DAK verzeichnete eine deutliche Zunahme von Fehltagen aufgrund von Rückenschmerzen und Anpassungsstörungen. Insgesamt erreichten die psychischen Erkrankungen, zu denen auch die Angststörungen gehören, einen neuen Höchststand (DAK, 2021). Seit April 2020 wurden zahlreiche Umfragen bei Beschäftigten im Homeoffice durchgeführt. Eine Herausforderung stellt nach wie vor die Ergonomie beim mobilen Arbeiten dar. Durch den plötzlichen Wechsel von vormals reiner Tätigkeit im Unternehmen zu Homeoffice war es kaum möglich, für entsprechende ergonomische Lösungen zu sorgen. Schlecht bewertet wurden vor allem Stuhl, Tisch und Bildschirm (Walle & Krieger, 2020). Auch in der Studie des Fraunhofer IAO werden in gleicher Reihenfolge diese Ausstattungskomponenten bemängelt (Bauer, Riedel & Rief, 2020). Gleiches gilt für die Umfrage der Technischen Hochschule Köln: Vor allem die „Homeoffice-Novizen“ bewerten die räumliche Ausstattung zu Hause deutlich schlechter (30 %) als die Homeoffice-Erfahrenen (16 %) (Ernst, 2020). Ein Ergebnis fällt in fast allen Studien auf: die fehlenden sozialen Kontakte und Austauschmöglichkeiten mit den Kollegen auf der Arbeit. Die Ergebnisse der
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FITNESS & GESUNDHEIT | FACHARTIKEL BGM IM WANDEL Gesundheitsreporte, aber auch die zahlreichen Umfragen zur Pandemie und zum Homeoffice machen deutlich, dass Corona Einfluss auf die Gesundheit und das Gesundheitsverhalten genommen hat. Hierbei zeigen sich positive wie negative Aspekte, die gerade bei der Ausrichtung des BGMs zukünftig beachtet werden müssen. So wird das Homeoffice auch nach Corona ein Handlungsfeld für das BGM bleiben. Beschäftigte müssen in die Lage versetzt werden, ihr Zuhause selbstständig ergonomisch gestalten und Maßnahmen zur Gesunderhaltung durchführen zu können. Hierzu braucht es spezifische Ergonomie- und Gesundheitskompetenzen, weshalb im BGM der Ressourcenaufbau bei der Maßnahmenplanung deutlich stärker berücksichtigt werden sollte. Beschäftigte müssen darüber hinaus auch gut informiert, beraten und gecoacht werden, daher sind heute und auch zukünftig neue (digitale) Konzepte zur Betrieblichen Gesundheitsförderung notwendig.
Durch BGM die Arbeitgeberattraktivität steigern Bereits vor Corona zeichnete sich ein Wertewandel in der Gesellschaft ab, von dem das BGM ebenfalls schon beeinflusst wurde. Gerade die Generationen Y (je nach Literaturstelle ab 1980 bzw. 1985 Geborene) und Z (ab 1995 bzw. 2000 Geborene) kennzeichnen sich dadurch, dass sie der Work-LifeBalance und auch der Forderung nach deren Einhaltung eine stärkere Bedeutung zukommen lassen. Zudem sind die als Digital Natives bezeichneten Generationen Y und Z mit dem Internet aufgewachsen und unterscheiden sich zu den Babyboomern insbesondere in der Verwendung neuer Medien und Kommunikationsmittel. Gerade die Generation Z informiert sich primär über das Internet, stellt nachdrücklicher eigene Ansprüche in Bezug auf die Gestaltung der Zukunft unserer Gesellschaft und sieht die Familie und das Privatleben an erster Stelle. Zugleich ist 79 Prozent der Jugendlichen eine gesundheitsbewusste Lebensweise wichtig (Shell Deutschland, 2019).
Zunehmend rücken Arbeitnehmer in den Mittelpunkt und äußern ihre Vorstellungen zur Gestaltung der Arbeitswelt. In Sachen Gesundheit erwartet man Benefits und konkrete Maßnahmen, die eine gute Work-LifeBalance und Gesunderhaltung ermöglichen. Treffend formuliert hat es bereits in 2014 der Titel einer Studie zur Generation Y: „Don’t manage me, #understandme“ (Morga & Richards, 2014). Daher muss das BGM mit seinen Maßnahmen deutlicher an den Bedürfnissen der Mitarbeiter und des Unternehmens ausgerichtet werden, zudem sind neben Kursprogrammen auch individualisierte Maßnahmen wichtig. Berücksichtigt man dann noch die Erkenntnisse aus der Corona-Pandemie und digitale Lösungen als Ergänzung zu den klassischen Präsenzmaßnahmen, wird das BGM für alle Generationen attraktiv und trägt damit auch zur Arbeitgeberattraktivität nach innen und außen bei.
Oliver Walle Oliver Walle ist Dozent der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement und BSA-Akademie, Geschäftsführer eines BGM-Beratungsunternehmens sowie stellvertretender Vorsitzender des Bundesverbandes Betriebliches Gesundheitsmanagement. Als Experte für den strategischen Aufbau und die Steuerung eines BGM berät er namhafte Unternehmen. www.dhfpg-bsa.de
Auszug aus der Literaturliste DAK. (2021). DAK-Krankenstands-Analyse: Krankheitsgeschehen in der Arbeitswelt während der Pandemie massiv verändert. Zugriff am 23.06.2021. Verfügbar unter https://www.dak.de/dak/bundesthemen/krankenstand-2020-2424242.html#/ Deutsche Shell Holding GmbH. (2019). Jugendstudie 2019. Weinheim: Beltz. Für eine vollständige Literaturliste kontaktieren Sie bitte marketing@dhfpg-bsa.de.
Wie Unternehmen durch BGM Mitarbeiter binden und Fachkräfte gewinnen können, erfahren Interessierte von Oliver Walle in seinem Vortrag „Betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM) als Beitrag zur Arbeitgeberattraktivität“ beim diesjährigen Aufstiegskongress. Das vollständige Programm sowie Teaservideos zu den Vorträgen finden Sie unter www.aufstiegskongress.de/programm.
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Foto: DHfPG/BSA
Die Erkenntnisse zur Generationenforschung machen deutlich, dass gerade bei der Personalgewinnung in Branchen mit Fachkräftemangel auch andere Faktoren als das Gehalt und die Aufstiegsmöglichkeiten betrachtet werden müssen.
Fazit
FITNESS & GESUNDHEIT | FACHARTIKEL LAKTATTOLERANZ
Angewandte Trainingswissenschaft (Teil 8)
Bedeutung des Laktats – eine Neubewertung Text: Sven Seidenstücker
Ob Ausdauer- oder Krafttraining, intensive körperliche Belastung bewirkt eine erhöhte Laktatproduktion in der arbeitenden Skelettmuskulatur. Noch immer werden Übersäuerung und muskuläre Ermüdung häufig mit einer eingeschränkten Laktattoleranz begründet. Bei objektiver Betrachtung muss die Rolle des Laktats bei Belastung jedoch neu bewertet werden.
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önnen unter Ruhebedingungen Fette und Kohlenhydrate aus dem Blut die vorrangige Energiequelle darstellen, werden mit zunehmender Arbeitsintensität die im Skelettmuskel gespeicherten Fette und Kohlenhydrate (intramuskuläre Fettsäuren und Muskelglykogen) vermehrt abgebaut (Romijn, Coyle, Sidossis, Rosenblatt & Wolfe, 2000). Zur Aufrechterhaltung einer sportlichen Leistung ergänzen sich dabei die aerobe und anaerobe Energiebereitstellung in Abhängigkeit weiterer Einflussfaktoren.
Ursache von Übersäuerung Noch immer wird in der Sport- und Fitnesscommunity fälschlicherweise die Auffassung verbreitet, dass das Laktat bei inten-
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Richtig ist, dass die Säurekonzentration der Muskelzellen mit dem in der Zelle herrschenden pH-Wert, also der Konzentration der in der Zelle freigesetzten Wasserstoffionen (sogenannte Protonen), in Zusammenhang steht. Je mehr die Konzentration an Wasserstoffionen steigt, desto tiefer sinkt der pH-Wert in ein saures Milieu. Innerhalb eines komplexen biochemischen Geschehens wird bei hohen Trainingsintensitäten die anaerobe Glykolyse und Glykogenolyse, gemeint ist hiermit die anaerobe Energiebereitstellung aus Glukose und Glykogen, stark erhöht. Damit versucht der Körper, den drastisch erhöhten ATP-Verbrauch der Arbeitsmuskeln bestmöglich zu decken. Dass es dabei zu einer hohen Laktatbildung kommt, ist unstrittig, jedoch resultiert daraus nicht die Übersäuerung der Muskeln. Zwei andere Faktoren – die enormen Ausmaße der Glykolyse und der ATP-Spaltung – sind die wesentlichen Quellen einer vermehrten Freisetzung von Protonen und der damit einherfitness MANAGEMENT international
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Fotos: Rido – stock.adobe.com | DHfPG/BSA
Bei moderaten sportlichen Belastungen wird der erhöhte Energieumsatz der beanspruchten Skelettmuskulatur ganz wesentlich über den aeroben Weg der Energiebereitstellung abgesichert. Dieser findet in den Mitochondrien statt. Deckt jedoch dieser sauerstoffabhängige Weg der muskulären Energiegewinnung nicht mehr ausreichend den akuten Energiebedarf bei hohen Intensitäten, kommt es zeitgleich zur Steigerung der anaeroben Energiegewinnung aus Kohlenhydraten. Die Folge ist eine deutliche Erhöhung der Laktatproduktion (Löffler, 2005, S.676–677).
siver Trainings- und Wettkampfbelastung für die Übersäuerung des Organismus, insbesondere der Skelettmuskeln, verantwortlich ist. Eine plötzlich einsetzende Leistungsminderung und muskuläre Ermüdung soll dann angeblich daraus resultieren.
gehenden Senkung des pH-Wertes. Eine fortschreitende Übersäuerung der Muskelzellen wäre die Folge (Robergs & Amann, 2003).
Rolle des Laktat-Shuttles bei Belastung Heute gilt es als gesichert, dass die Skelettmuskeln während der Belastung sowohl Laktatproduzent als auch Laktatverbraucher sind. Tatsächlich kann der Muskel über den aeroben Weg der Energiebereitstellung das zuvor gebildete Laktat in den Mitochondrien verwerten. Damit das Laktat als energiereiches Molekül zur Energiegewinnung beitragen kann, sind besonders während eines Trainings spezielle Laktattransportproteine in den Muskelzellen und anderen Geweben aktiv. Diese werden vereinfacht als sogenannte Laktat-Shuttles, in der Fachsprache Monocarboxylat-Transporter (MCT), bezeichnet. Während vor allem die Typ-2-Muskelfasern bei hoher Trainingsintensität glykolysebedingt mehr Laktat produzieren, verwerten vor allem die mitochondrienreichen Typ-1-Fasern das Laktat zur Energiegewinnung. Besonders bemerkenswert ist der Aspekt des Cotransports von einem Molekül Laktat und einem Proton mithilfe des Laktat-Shuttles. Das heißt, dass mit jedem MCT, der die Muskelzelle mit Laktat verlässt, zusätzlich ein Proton aus der Muskelzelle ausgeschleust wird. Das ist der Grund, warum ein gut funktionierender Laktattransport die Übersäuerung der Muskelzellen durch die gleichzeitige Ausschleusung der Protonen vor allem bei intensiven Belastungen verzögern kann und nach Belastungsende die Herstellung eines normalen pH-Wertes in den Zellen beschleunigt (Juel, 2004).
Auch durch intensives Krafttraining bzw. hochintensives Intervalltraining im Kraftraum zeigt sich eine Verbesserung der Laktattoleranz, jedoch im modernen Sinne – durch verbesserte Umverteilung und Verstoffwechselung des beim Training entstehenden Laktats und der Protonen im Organismus.
Fazit
MCTs finden sich außer im Muskel in vielen verschiedenen Geweben, u. a. in den roten Blutzellen (Erythrozyten), im Herz und in der Leber. Damit unterstützen die Laktat-Shuttle-Systeme die Umverteilung von Laktat zwischen Muskeln und anderen Geweben zur Energiegewinnung und der Neubildung von Glukose und Glykogen. Dadurch wird die Aufrechterhaltung einer hohen Leistungsfähigkeit unter Belastung gefördert. Um die MCT-Dichte zu erhöhen, bedarf es vor allem für den Skelettmuskel eher eines intensiven Intervalltrainings. Die intensitätsbedingte Laktatproduktion und Protonenfreisetzung des Muskels stellt einen adäquaten Reiz zur vermehrten Bildung der MCTs dar. Letztendlich stellt das Laktat- bzw. Protonen-ShuttleSystem ein Bindeglied zwischen der anaeroben und aeroben Energiebereitstellung dar und trägt zu einer erhöhten Leistungsfähigkeit effektiv bei (Wahl, Bloch & Mester, 2009). Dass Laktat Einfluss auf eine ganze Reihe von Veränderungen in der körperlichen Strukturen hat, ist ein weiterer interessanter Aspekt für dessen Neubewertung. Es lohnt sich also, dieses Thema auch in Zukunft weiter zu verfolgen.
Bedeutung für die Ausdauertrainingsplanung Durch ein Ausdauertraining kann eine deutliche Steigerung der maximalen Sauerstoffaufnahme erreicht werden, die bei mehrjährigem Training bis zu 40 Prozent betragen kann (Hollmann & Hettinger, 2000, S. 371). Eine der wichtigsten Anpassungen auf der muskulären Ebene besteht in einer Vergrößerung der Mitochondriendichte im Herzmuskel und in der Skelettmuskulatur. Durch die damit verbundene Erhöhung der oxidativen Kapazität bei der Energiebereitstellung wird die Abhängigkeit einer frühzeitig einsetzenden anaeroben Glykolyse verringert und damit auch das Ausmaß der Protonenfreisetzung, die letztendlich für die Übersäuerung verantwortlich ist. Für die Stoffwechselökonomisierung zugunsten des Fettstoffwechsels und der daraus resultierenden Glukoseeinsparung wird bei sehr gut ausdauertrainierten Personen ein hoher Anteil des Trainings im Bereich des Fettstoffwechseltrainings gefordert (ca. 75–80 % des Gesamttrainingsumfangs bei ca. 55–75 % VO2max). Jedoch sollten die restlichen ca. 20 Prozent des Gesamttrainingsumfangs konsequent bei sehr hohen Intensitäten von mindestens 90 Prozent der VO2max stattfinden (Wahl, Hägele, Zinner, Bloch & Mester, 2010). Erst durch das ergänzende hochintensive Ausdauertraining können die Entwicklungen der VO2max verbessert und Entwicklungsreize zur Erhöhung der Herzschlagvolumina, Mitochondriendichte sowie zur Optimierung des Laktat- bzw. Protonen-Shuttle-Systems gesetzt werden (Holfelder & Bubeck, 2016). 04/21
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Sven Seidenstücker Sven Seidenstücker ist Diplom-Fitnessökonom. Als Trainer und in seiner Tätigkeit als Dozent an der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement (DHfPG) und der BSA-Akademie befasst er sich für verschiedene Zielgruppen vor allem mit den Möglichkeiten der Leistungssteigerung durch Training. www.dhfpg-bsa.de
Auszug aus der Literaturliste Holfelder, B. & Bubeck, D. (2012). Theoretische Betrachtungen über die Trainingssteuerung anhand des Laktatstoffwechsels und der Muskelfasertypisierung. Schweizerische Zeitschrift für Sportmedizin und Sporttraumatologie, 60 (1), 32–39. Kreutz, T. (2010). Der Einfluss einer sporttherapeutischen Trainingsintervention auf die Dichte der Monocarboxylattransporter in Skelettmuskulatur und Erythrozyten bei nicht-insulinpflichtigen Typ 2 Diabetikern. Dissertation, Deutsche Sporthochschule. Köln. Für eine vollständige Literaturliste kontaktieren Sie bitte marketing@dhfpg-bsa.de.
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FITNESS & GESUNDHEIT | FACHARTIKEL ERNÄHRUNG
Ernährungsmythen (Teil 10)
Paleo-Ernährung Text: Yamila Betz
Die Paleo-Ernährung erfreut sich seit einigen Jahren großer Beliebtheit, denn dieser Ernährungstrend geht mit dem Versprechen von besserer Gesundheit und gesteigertem Wohlbefinden einher. Aber hat diese Art der Ernährung tatsächlich nur Vorteile? Und wie sieht es mit der praktischen Umsetzung aus?
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ie Paleo-Ernährung, auch als Steinzeitdiät bekannt, ist seit mehreren Jahren insbesondere bei Sportlern beliebt. Anhänger der Paleo-Diät vertreten die Meinung, dass der menschliche Körper nicht an die modernen Ernährungsgewohnheiten angepasst ist. Daher sollten ausschließlich möglichst naturbelassene und unverarbeitete Lebensmittel konsumiert werden, die schon den Steinzeitmenschen durch Jagen und Sammeln zur Verfügung standen.
Getreide Hülsenfrüchte Milchprodukte Wurstwaren raffinierten Zucker Softdrinks, Fertiggerichte
Wichtig sind dabei auch die Qualität und Herkunft der Lebensmittel: Idealerweise sollte kein Fleisch aus Massentierhaltung sowie nur Obst und Gemüse in Bioqualität gekauft werden. Denn auch eine andere Sicht auf unsere Lebensmittel und die Lebensmittelindustrie ist ein Aspekt der Steinzeiternährung.
Welche Lebensmittel sind „erlaubt“?
Das Konzept der fehlenden Anpassung an heutige Lebensgewohnheiten ist allerdings umstritten. So hat sich beispielsweise die Fähigkeit zur Laktoseverwertung im Erwachsenenalter erst vor wenigen tausend Jahren entwickelt.
Fleisch, Fisch Eier Gemüse Früchte (v. a. Beeren) Pilze Nüsse, Samen Honig
Hinzu kommt, dass sich der genaue Speiseplan der Steinzeitmenschen nur teilweise rekonstruieren lässt und sehr von der unmittelbaren Umgebung abhängig war (Henry, 2016).
Gewichtsreduktion durch Paleo-Diät? Zwar gibt es bei dieser Ernährungsform keine Vorgaben, wel-
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Fotos: kerdkanno – stock.adobe.com | DHfPG/BSA
Die steinzeitliche Ernährung hält angeblich nicht nur gesund und beugt typischen Zivilisationskrankheiten wie etwa Diabetes mellitus Typ 2 vor, sondern sie soll auch bei einer angestrebten Gewichtsreduktion die perfekte Wahl sein.
Gegessen werden darf alles, was schon früher gejagt und gesammelt werden konnte. Dazu gehören:
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Was dagegen vor der Entwicklung von Ackerbau und Viehzucht nicht auf dem Speiseplan stand, ist auch bei der Paleo-Diät „tabu“. Verzichtet wird beispielsweise auf:
Hat die Paleo-Diät Nachteile? Der Verzehr großer Mengen an Protein aus tierischen Quellen ist insbesondere unter dem Aspekt der Nachhaltigkeit kritisch zu sehen und bei Personen mit Nierenschädigungen nicht immer empfehlenswert. Hinzu kommt, dass mit dem Verzicht auf Getreide- und Milchprodukte sowie Hülsenfrüchte wichtige Lieferanten für Ballaststoffe, Vitamine (z. B. B-Vitamine) und Mineralstoffe (z. B. Kalzium) wegfallen. Langfristig kann dies möglicherweise zu einem Nährstoffmangel und zu einem erhöhten Osteoporoserisiko führen. Gerade zu Beginn der Diät können auch Symptome wie Kopfschmerzen, Müdigkeit oder Verdauungsbeschwerden auftreten (Genoni et al., 2016).
chen Anteil Kohlenhydrate, Proteine und Fette an der Gesamtnahrungszufuhr haben sollten. Durch den Verzicht auf getreideund zuckerhaltige Lebensmittel kann in den meisten Fällen aber von einer verringerten Kohlenhydratzufuhr ausgegangen werden. Dies kann dazu beitragen, starke Schwankungen des Blutzuckerspiegels und damit Heißhungerattacken zu vermeiden. Zusätzlich kann der hohe Proteinanteil zu einem länger anhaltenden Sättigungsgefühl führen. Trotzdem bleibt eine negative Energiebilanz, also mehr Kalorien zu verbrauchen als aufzunehmen, die Voraussetzung für eine Reduktion des Körpergewichts.
Gibt es gesundheitliche Vorteile? Oft wird dieser steinzeitlichen Ernährungsform auch ein gesundheitlicher Nutzen zugeschrieben. So soll beispielsweise Gefäßerkrankungen, Fettstoffwechselstörungen oder Diabetes mellitus Typ 2 vorgebeugt werden. In einer Metaanalyse wurden verschiedene Studien daraufhin untersucht, ob sich die Paleo-Ernährung positiv auf Risikofaktoren für chronische Krankheiten auswirkt. Die Verfasser der Metaanalyse konnten bei den Probanden der Studien eine Verringerung des Bauchumfangs sowie eine Verbesserung von Blutdruck, Triglyzeriden, HDL-Cholesterol und Nüchternblutzucker feststellen (Manheimer et al., 2015). Gleichzeitig übten die Autoren aber auch Kritik: einerseits aufgrund methodischer Schwächen, andererseits fielen die Unterschiede der betrachteten Werte im Vergleich zu den Kontrollgruppen teilweise so gering aus, dass eine medizinische Relevanz zumindest fraglich ist (Fenton & Fenton, 2016). Als vorteilhaft kann die Kombination dieser Ernährungsweise mit körperlicher Aktivität gesehen werden. Durch die Einhaltung der Paleo-Diät und drei Stunden Sport pro Woche konnten Patienten mit Diabetes mellitus Typ 2 ihren Körperfettanteil verringern und die Insulinsensitivität steigern (Otten et al., 2017). Die Verbesserung der Gesundheitsparameter könnte aber, statt auf die gewählte Ernährungsform, auch auf die erzielte Gewichtsreduktion bzw. verbesserte Fitness zurückzuführen sein. Die Ergebnisse müssen daher noch in breiter angelegten Studien mit höherer Teilnehmendenzahl überprüft werden.
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In der Praxis kann ein Umstieg von einer Mischkost- auf die Paleo-Ernährung schwerfallen, da auf übliche Gewohnheiten wie das Brötchen mit Nougatcreme am Morgen verzichtet werden muss. Man sollte sich außerdem bewusst sein, dass für Fleisch aus artgerechter Tierhaltung und Biolebensmittel mehr Geld ausgegeben werden muss als für konventionell hergestellte Produkte, was aus finanzieller Sicht ebenfalls als Nachteil empfunden werden könnte.
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Ein Pluspunkt der Paleo-Ernährung ist sicherlich der Verzicht auf stark verarbeitete Lebensmittel. Außerdem kann der geringe Zuckerkonsum bei einer angestrebten Gewichtsreduktion von Vorteil sein. Kritisch zu bewerten sind dagegen die starke Begrenzung der Lebensmittelauswahl sowie der ökologische Fußabdruck durch den hohen Fleischanteil. Ernährungsberater sollten ihre Klienten daher kontinuierlich und intensiv betreuen, um eine ausreichende Nährstoffversorgung und einen langfristigen Erfolg zu gewährleisten.
Yamila Betz Yamila Betz, M. Sc. Human- und Molekularbiologie, besitzt mehrere Jahre Berufserfahrung in der biochemischen Forschung. Sie ist als Dozentin, Autorin und Tutorin an der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement (DHfPG) sowie an der BSA-Akademie im Fachbereich Ernährung tätig. www.dhfpg-bsa.de
Auszug aus der Literaturliste Fenton, T. R. & Fenton, C. J. (2016). Paleo diet still lacks evidence. The American journal of clinical nutrition, 104 (3), 844. Henry, A. G. (2016). Die Evolution menschlicher Ernährungsweisen. Ernaehrungs Umschau international, 6, M351–M358. Für eine vollständige Literaturliste kontaktieren Sie bitte marketing@dhfpg-bsa.de.
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FITNESS & GESUNDHEIT | FACHARTIKEL ERNÄHRUNGSCOACHING
Ernährungscoaching im Fitnessmarkt
Mit Ernährungskonzepten neue Angebote etablieren Text: Jola Jaromin-Bowe
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nzählige wissenschaftliche Untersuchungen belegen mittlerweile die essenzielle Bedeutung von angepasster Ernährung, wenn es für Sporttreibende darum geht, ihre gesteckten Ziele zu erreichen (Haber, 2018). Die richtige Ernährung hat auf nahezu alle Trainingsbereiche einen Einfluss: von der Gewichtsreduktion über die Optimierung von Kraft und Ausdauer bis zur Regeneration und Prävention. Durch Training allein kann eine optimale Gewichtsreduktion oder ein Fitnessziel allerdings nur schwer erreicht werden. Somit wird mit jeder Maßnahme zur Gewichtsabnahme, zum Muskelaufbau und zur Muskeldefinition, die nicht auch ein Ernährungskonzept involviert, auf einen signifikanten Mehrwert für Mitglieder ver-
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zichtet. Dieser Mehrwert entsteht nicht durch gelegentliche Ernährungstipps vonseiten der Trainer. Ein Ernährungscoaching sollte konzeptionell und ebenso professionell wie die Trainingsplanerstellung und -durchführung angegangen werden.
Ernährungscoaching an Mitglieder angepasst Die positive Veränderung der Körperkomposition und -form gehört zu den primären Gründen für eine Fitnessstudiomitgliedschaft. Jeder Kunde ist demnach automatisch Teil der Zielgruppe, die sich für das Thema Ernährung interessiert. Mittels eines einfachen Fragebogens im Kontext der Trainingsplanerstellung kann der Bedarf für eine Ernährungsberatung erfragt werden – sei es der spezifische Wunsch nach fitness MANAGEMENT international
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Fotos: zamuruev – stock.adobe.com | DHfPG/BSA
Durch die Schließung der Fitness- und Gesundheitsanlagen sowie das aufgrund von Corona und Homeoffice veränderte Ernährungsverhalten hat sich bei vielen Menschen das Körpergewicht in den letzten Monaten erhöht (Kobel, 2021). Durch Training allein kann diese Folge nur schwer behandelt werden. Jedes Fitness- und Gesundheitsstudio sollte deshalb ein Konzept im Bereich Ernährung anbieten. Damit das Ernährungscoaching einen echten Mehrwert für die Kunden darstellen kann, muss es ebenso professionell geplant und umgesetzt werden wie die Trainingsbetreuung. Hier können Kooperationen mit externen und hochqualifizierten Fachkräften angestrebt und deren bestehende Ernährungskonzepte in das Studioangebot integriert oder die eigenen Mitarbeiter zu Ernährungsexperten ausgebildet werden.
Gewichtsreduktion, Muskelaufbau oder tatsächlich ein ernährungstherapeutisch behandelbarer Befund wie z. B. Bluthochdruck (Stolz & Klaassen, 2010). Hieraus ergeben sich für Betreiber von Fitness- und Gesundheitsstudios vielfältige Möglichkeiten der Betreuung und Umsetzung. Mitarbeiter können mit entsprechenden Weiterbildungen zu Ernährungsexperten qualifiziert werden und so in einem Eins-zu-eins-Coaching wichtige Ergebnisse gemeinsam mit den Kunden erzielen, die sich in Kombination mit dem Training im Studio positiv auf deren individuelle Zielerreichung auswirken. Außerdem können auch individuelle Ernährungspläne oder praxistaugliche Empfehlungen für gelungene Einkaufslisten („Was gehört immer in einen Kühlschrank?“) erstellt werden. Des Weiteren können Studios zertifizierte Gruppenkurse, die sich dem Thema Gewichtsreduktion widmen, in ihr Dienstleistungsportfolio mitaufnehmen.
Standardisierte Konzepte erleichtern den Einstieg
Konzepte und Berater, die über die jeweilige Zertifizierung verfügen, werden dann entweder nach § 43 Abs. 1 Nr. 2 SGB V nach medizinischer Indikation oder § 20 SGB V von den jeweiligen Sozialversicherungsträgern bezuschusst (GKV, 2020).
Fazit
Ernährung und vor allem das Ernährungscoaching muss zu Zeiten von Corona und danach mehr denn je zu einem festen Bestandteil im Fitnessmarkt werden. Neben den wissenschaftlichen Erkenntnissen, die eindeutig deren Sinnhaftigkeit beweisen, gibt es in Deutschland eine große Zahl an staatlich anerkannten und gut ausgebildeten Experten, die Fitnessstudiobetreiber beim Aufbau ihres neuen Angebotes (z. B. Gewichtsreduktionskurs ,,Weg mit dem Corona-Speck“) maßgeblich unterstützen können. Zudem kann der Bereich Ernährung die Verweildauer der Mitglieder und deren Bindung an das Studio erhöhen und somit gerade in aktuellen Zeiten Kündigungen und Mitgliederrückgänge verhindern.
Nimmt z. B. ein Fitnessstudio Ernährungsberatung in sein Dienstleistungsportfolio mit auf, besteht die Herausforderung darin, die Kundenbedürfnisse damit optimal erfüllen zu können. Hier bietet sich der Einsatz eines standardisierten und geprüften Konzeptes – oder mehrerer – von qualifizierten Fachkräften an. Empfehlenswert ist je ein Konzept für jede Zielgruppe, die man hauptsächlich im Unternehmen betreut (z. B. Abnehmwillige, Sportler, Senioren, etc.). Ein Konzept, das auf Meinungen Einzelner beruht und zudem erst noch entwickelt werden muss, verursacht zunächst enorme Kosten. Das neu eingeführte Angebot einer Ernährungsberatung kann dadurch schnell unrentabel werden. Demnach ist die Nutzung eines standardisierten Konzeptes zunächst die wahrscheinlich bessere Wahl. Wichtig dabei ist aber, dass Betreiber auch bei standardisierten Konzepten viel Wert auf die Qualifizierung ihrer Mitarbeiter legen, um die Dienstleistung auch unabhängig weiterentwickeln und ihren Kunden eine optimale Beratung anbieten zu können. Nichtsdestotrotz entstehen daraus auch eine Reihe von handfesten Vorteilen für das Unternehmen: Professionelle Ernährungskonzepte geben den erst kürzlich qualifizierten Mitarbeitern nicht nur Sicherheit in der internen und externen Kommunikation, sie sind auch bei richtiger Wahl immer evaluiert und auf dem neuesten wissenschaftlichen Stand. Durch professionelle Marketingmaterialien, die meist zur Verfügung gestellt werden, können die Betreiber wichtige Erfahrungen in der Vermarktung ihrer neuen Dienstleistung gewinnen und das Konzept kann sofort öffentlichkeitswirksam beworben werden.
Jola Jaromin-Bowe Jola Jaromin-Bowe ist Diplom-Ökotrophologin, zertifizierte Ernährungsberaterin und -therapeutin sowie Sportlehrerin. Bereits während des Studiums gründete sie ihre eigene Firma, in der sie seit 2008 als Ernährungsexpertin arbeitet. Darüber hinaus ist sie als Dozentin, Tutorin und Autorin für die Deutsche Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement(DHfPG) sowie für die BSA-Akademie tätig. www.dhfpg-bsa.de Literaturliste Haber, P. (2018). Stellenwert der richtigen Ernährung. Leitfaden zur medizinischen Trainingsberatung. Berlin: Springer. GKV-Spitzenverband. (2020). Leitfaden Prävention. Handlungsfelder und Kriterien nach §20 Abs. 2 SGB V. Zugriff am 22.06.2021. Verfügbar unter https://www.gkv-spitzenverband.de/ media/dokumente/krankenversicherung_1/praevention__selbsthilfe__beratung/praevention/ praevention_leitfaden/Leitfaden_Pravention_2020_barrierefrei.pdf Kobel, S. (2021). Auswirkungen der Corona-Krise auf das Trainingsverhalten. Zugriff am 25.06.2021. Verfügbar unter https://www.fitnessmanagement.de/fileadmin/user_ upload/Bilder_news/2021/03_maerz/29_bis_31/Ergebnisse_3_DHfPG_Corona_studie.pdf Stolz, K. & Klaassen, M. M. (2010). Leichter durchs Leben: Ernährung und Fitness. In D. Kroll & J. Dzudzek (Hrsg.), Neue Wege des Gesundheitsmanagements (S. 119–127). Wiesbaden: Gabler.
Jola Jaromin-Bowe spricht in ihrem Vortrag „Professioneller Einsatz von Ernährungskonzepten im Fitnessmarkt“ beim diesjährigen Aufstiegskongress darüber, was die Ernährung im Rahmen der Gesundheitsförderung – von der Ernährungsaufklärung bis zur Ernährungstherapie – leistet. Das vollständige Programm sowie Teaservideos zu den Vorträgen finden Sie unter www.aufstiegskongress.de/programm.
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FITNESS & GESUNDHEIT | GESUNDHEITSKONZEPTE I ANZEIGE
Individuell angepasste Gesundheitskonzepte
So werden Studiomitglieder zu Ambassadeuren! Langfristige Kundenbindung und -neugewinnung: Diese Ziele verfolgt jeder Studiobetreiber. Um diese Ziele zu erreichen und sich entsprechend von der Konkurrenz abzuheben, können individuelle Gesundheitsangebote helfen. Als erster Anbieter in Deutschland hat die CoGAP GmbH daher ein Gesamtkonzept für die Fitnessbranche entwickelt, das den Startschuss für viele weitere gegeben hat.
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ie MetaCheck Gen-Diät ist das Original, das seit inzwischen über zehn Jahren überzeugt. Doch auch weitere CoGAP-Produkte konnten sich erfolgreich in der Branche etablieren und viele Menschen bei der Verbesserung ihrer persönlichen Gesundheit unterstützen. Bestenfalls wird ein zufriedenes Mitglied gleichzeitig zum Ambassadeur für das eigene Studio.
Mit den Gesundheitskonzepten von CoGAP können die Trainer aktiv auf die einzelnen Bedürfnisse ihrer Mitglieder eingehen. Personalisierte Sport- und Ernährungspläne, die exakt auf das Mitglied abgestimmt sind, bringen Trainer und Mitglied noch enger in Kontakt und fördern die Kundenbindung. Der Mangel an Bewegung und die daraus folgende Gewichtszunahme während der Pandemie werden zu einer hohen Nachfrage nach individuellen Dienstleistungen in der Fitnessund Gesundheitsbranche führen. Diese Bedürfnisse bewusst
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Mit Expertenschulungen zur stärkeren Kundenbindung Den exklusiven Vertrieb in den Bereichen Fitness- und Mikrostudios für Deutschland haben die Experten der for me do GmbH übernommen. Sie stehen den Trainern jederzeit zur Verfügung und versorgen die Studios mit effizienten Schulungen und Marketingmaterialien, wie Flyer und Broschüren, für die einzelnen Konzepte. Die Schulungsinhalte sind leicht verständlich und ohne Aufwand zu erklären. Jeder Studiomitarbeiter lernt in kurzer Zeit alles rund um die Einbindung der Analyseergebnisse in die Trainings- und Ernährungspläne der Kunden. Durch ansprechende Informationsbroschüren und Musterauswertungen kann direkter Kundenkontakt hergestellt und der Verkauf gefördert werden. fitness MANAGEMENT international
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Fotos: themorningglory – stock.adobe.com | CoGAP
Mit CoGAP das Portfolio ergänzen
aufzufangen und den Menschen personalisierte Gesundheitskonzepte anzubieten, ist jetzt Aufgabe der Studios.
MetaCheck Gen-Diät: das Original • Individuell auf die Gene angepasste Ernährungspläne und Trainingsempfehlungen • Unkomplizierter Wangenabstrich genügt • Auswertung in hochwertiger Box mit passender MetaShake Ein-Wochen-Kur und Rezept-Booklet • Meta-Typ- und Sport-Typ-Bestimmung • Fünf wichtige Abnehmfaktoren: Jo-Jo-Effekt, Muskelmasseverlust, Hungergefühl, Sättigungsgefühl, viszerales Fettgewebe • Kostenloser Zugang zur exklusiven webbasierten MetaCheck-App für alle Kunden und Trainer • Einkaufsführer mit über 800 Lebensmitteln für flexibles Zusammenstellen der Mahlzeiten • Kick-off-Veranstaltung von for me do inkl. Marketingmaterialien
MetaCheck Power: genetische Analyse für den Muskelaufbau • Ermittlung des Omega-3- und Antioxidantienbedarfs zur Optimierung der Erholungsphasen • Individuelle Empfehlung zur Einnahme von Koffein • Ermittlung des persönlichen Eiweißprofils aus 22 häufigen tierischen und pflanzlichen Proteinquellen • Beantwortung wichtiger Fragen für den Trainingsplan: Wie oft sollten die Mitglieder trainieren? Welches Training fördert das stärkste Muskelwachstum? Wie viele Wiederholungen und wie viele Sätze eignen sich für das Mitglied am besten? Wie sollten die Satzpausen gewählt werden?
MetaCheck Nutritest90: IgG-Nahrungsmittelunverträglichkeitstest • Misst IgG-Antikörper-Spiegel im Blut gegen 90 definierte Lebensmittel aus den Gruppen Fleisch, Fisch, Getreide, Milch und Milchprodukte sowie Obst und Gemüse • Ein paar Tropfen Blut aus der Fingerkuppe genügen • Individuelles Ergebnis mit Auflistung der Lebensmittel mit erhöhtem Antikörper-Spiegel • Konkrete Anleitung zur Ernährungsumstellung in drei einfachen Phasen • Individuelle Rezeptvorschläge • Kann Auslöser für Beschwerden wie u. a. Bauchschmerzen, Kopfschmerzen, Durchfall, Hautprobleme aufzeigen
MetaShake: individualisierter Mahlzeitenersatz • Meta-Typ gerechter Mahlzeitenersatz • Für Vegetarier geeignet • Mit echter Vanille • Gluten- und laktosefrei • Einfache Zubereitung mit nur 200 ml Wasser • Ideal bei Zeitmangel • Als Ein-, Zwei- oder Vier-Wochen-Kur erhältlich
MetaCheck Nutritest22: IgG-Nahrungsmittelunverträglichkeitstest • Misst Antikörper-Spiegel im Blut gegen 22 definierte Proteinquellen • IgG-Nahrungsmittelunverträglichkeiten können zu Beschwerden und somit zu Leistungseinbußen führen • Ein paar Tropfen Blut aus der Fingerkuppe genügen • Elimination der Proteine kann Entzündungen vermindern
MetaCheck GutFlora: Darmbakterientest • Kombinierbar mit jedem Abnehmprogramm • Bestimmt das persönliche Darmbakterienverhältnis • Beinhaltet eine individuelle Therapieempfehlung • Konkrete Empfehlungen zur Einnahmemenge und -dauer von Pro- und Präbiotika zur Wiederherstellung des Gleichgewichts der Darmflora
Autor: Caroline Schneider
GESUNDHEIT | FITNESS | PRÄVENTION
Hersteller und Vertrieb Das Center of Genetic Analysis and Prognosis – kurz CoGAP – wurde 2009 gegründet und widmet sich seitdem der Entwicklung genetischer Analysen. Seit 2019 ist CoGAP® eine hundertprozentige Tochter der R-Biopharm AG. Der global agierende Diagnostikhersteller aus Darmstadt gehört zu den weltweit führenden Anbietern für klinische Diagnostik sowie Lebens- und Futtermittelanalytik. 04/21 fitness MANAGEMENT international
Die for me do GmbH ist exklusiver Vertriebspartner für den Bereich Fitness. Mit über 1.500 Beratern in Deutschland ist for me do Marktführer in diesem Segment. for me do GmbH Salzdahlumer Straße 196 • 38126 Braunschweig 05 31 - 866 933 44 • info@formedo.de • www.formedo.de
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WISSENSCHAFT & PRAXIS | BILDUNG | ANZEIGE
Studium – Weiterbildung – Qualität Informationen und Neuigkeiten der BSA-Akademie, der BSA-Zert und der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement (DHfPG)
Dual studieren an der DHfPG Zusatzqualifikationen und -lizenzen erwerben Bereits während ihres Studiums können sich Studierende der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement (DHfPG) erfolgreich absolvierte Studienmodule als Zusatzlizenzen anrechnen lassen. So sind beispielsweise im Rahmen des dualen Bachelor-Studiengangs Fitnessökonomie elf Trainerlizenzen und kaufmännische Qualifikationen inklusive (z. B. „Fitnesstrainer/in-B-Lizenz“ sowie „Marketingmanager/in“). Des Weiteren können Studierende zahlreiche Zusatzqualifikationen, wie die Online-Qualifikation „Hygienebeauftragte/r (BSA)“, bei der BSA-Akademie, dem Schwesterunternehmen der DHfPG, erwerben und dadurch zusätzliche Mehrwerte für Betriebe und ihre weitere berufliche Zukunft generieren. Interessierte können sich über die zusätzlich zu erwerbenden Trainerlizenzen und Qualifikationen beim Studiensekretariat der DHfPG unter +49 681 6855 150 näher informieren. www.dhfpg.de
„Fachkunde EMF“ zur Stimulation gemäß NiSV Als erste Zertifizierungsstelle akkreditiert Die BSA-Zert hat als erste Zertifizierungsstelle die Akkreditierung zur „Fachkunde EMF“ durch die Deutsche Akkreditierungsstelle (DAkkS) erfolgreich absolviert. Sie ist ab sofort dazu berechtigt, die Erfüllung der „Fachkunde EMF“ zur Stimulation mit einem Zertifikat zu bescheinigen. Die BSA-Akademie bietet damit als erstes Bildungsinstitut sowohl den Fernlehrgang „EMS-Trainer/in“* als auch die Zertifizierung (durch die BSA-Zert) zur gesetzlich geforderten „Fachkunde EMF“ für EMS-Trainer/innen an. Lehrgangsteilnehmende können somit bei der BSA-Akademie ab sofort alle notwendigen Kompetenzen erwerben und bereits jetzt die Anforderungen der NiSV erfüllen. * Entspricht
Studiengänge >> dhfpg.de
Lehrgänge >> bsa-akademie.de
Fotos: DHfPG/BSA
den Anforderungen der gesetzlich geforderten „Fachkunde EMF“ zur Stimulation gemäß der Verordnung zum Schutz vor schädlichen Wirkungen nichtionisierender Strahlung bei der Anwendung am Menschen (NiSV) www.bsa-akademie.de/ems
Zertifizierung >> bsa-zert.de
Mehr Infos zum dualen Bachelor- und Master-Studium, zu den BSA-Lehrgängen oder zur Zertifizierung unter: Tel. +49 681 6855 143
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Neuer Lehrgang der BSA-Akademie „Online-Marketing-Manager/in“ Digitale Tools werden auch in der Fitness- und Gesundheitsbranche immer wichtiger, wenn es darum geht, Kunden zu gewinnen bzw. langfristig zu binden. Der neue BSA-Lehrgang „Online-Marketing-Manager/in“ vermittelt Teilnehmenden umfassende Kompetenzen, um plattformübergreifende Online-Marketing-Kampagnen und -Konzepte, die individuell auf ihr Unternehmen zugeschnitten sind, selbstständig zu entwickeln und erfolgreich umzusetzen. Unternehmen können damit u. a. neue Zielgruppen ansprechen. Das hierzu erforderliche Fachwissen wird u. a. mittels praxiserprobten Vorlagen, Beispielen sowie interaktiven Übungen erworben. www.bsa-akademie.de/online-marketing
Bis zu 100 Prozent Förderung sichern Ab sofort auch „EMS-Trainer/in“ förderfähig Unternehmen können ihre Mitarbeiter mit ausgewählten Lehrgängen der BSA-Akademie qualifizieren und sich eine Förderung von bis zu 100 Prozent der Lehrgangskosten und des Arbeitsentgeltes sichern. Ab sofort ist auch der Lehrgang „EMS-Trainer/in“ der BSA-Akademie neben Qualifikationen wie der „Fitnesstrainer/in-B-Lizenz“ und der „Trainer/in-A-Lizenz Kraft- und Functional Training“ förderfähig. Bei Fragen rund um die Förderung von BSA-Lehrgängen steht das Service-Center der BSA-Akademie unter +49 681 6855 143 gern zur Verfügung. www.bsa-akademie.de/foerderung
Stellenangebote der DHfPG/BSA-Akademie Jetzt Teil des Teams werden! Bewerben Sie sich jetzt als wissenschaftlicher Mitarbeiter (m/w/d) in Vollzeit in der Erwachsenen- und Hochschulbildung mit dem Schwerpunkt Gruppentraining im Fitnessbereich und werden Sie Teil des Teams der DHfPG/BSA-Akademie in Saarbrücken. Sie übernehmen eine wichtige Rolle z. B. in der Erstellung von Lernmedien und der Fernunterrichtsbetreuung von Kursteilnehmenden und Studierenden. Die vollständige Stellenbeschreibung sowie weitere Stellenangebote der DHfPG/BSA-Akademie finden Sie unter www.aufstiegsjobs.de oder senden Sie Ihre aussagekräftige Bewerbung direkt an jobs@dhfpg-bsa.de. Initiativbewerbungen sind ebenfalls erwünscht. www.aufstiegsjobs.de/gruppentraining
Über die DHfPG und die BSA-Akademie informieren Die DHfPG und die BSA-Akademie bieten Infoveranstaltungen vor Ort sowie kostenfrei abrufbare Infovideos auf ihren Websites an. Jeweils zwei Mal im Monat werden digitale Infoveranstaltungen zum Studium an der DHfPG bzw. zu den Lehrgängen der BSA-Akademie angeboten. Beide Unternehmen sind regelmäßig auf (digitalen) Messen vertreten. Alle Termine finden Sie unter: >> dhfpg.de/events
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>> bsa-akademie.de/events
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WISSENSCHAFT & PRAXIS | KOMMENTAR ALBERT BUSEK
RALF MÖLLER
Mit Mut, Beharrlichkeit und Charme zur „Marke Möller“ Text und Fotos: Albert Busek
Wenige Wochen nach seinem 62. Geburtstag erschien Ralf Möllers Biografie mit einem Titel im Ruhrpott-Jargon: „ERSTMA’ MACHEN!“, mit der er umgehend auf Platz 1 der Spiegel-Bestseller-Liste landete. Das hat vor allem damit zu tun, dass Ralf aus Recklinghausen seit Jahrzehnten ein Netzwerker und Selbstvermarkter par excellence ist.
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icher war der Einfluss seines Freundes und Vorbildes Arnold Schwarzenegger groß, aber entscheidend für Ralf Möllers höchst bemerkenswerte Karriere sind seine Beharrlichkeit und die Gaben, die er in die Wiege gelegt bekam: Frohnatur und Kämpferherz!
„Sonnyboy aus dem Pott“ Erstmals begegnete ich dem „Riesen aus Recklinghausen“ vor 43 Jahren, seither verbinden uns unzählige gemeinsame Erlebnisse. Dominiert wurden diese von seinem Charme, mit dem er die Herzen der Menschen im Sturm erobert. Für mich
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war Ralf Möller schon sehr früh der „Sonnyboy aus dem Pott“. Selbst wenn es im kleinen oder größeren Kreis in Diskussionen zur Sache ging, lächelte Ralf Diskrepanzen einfach weg. Kein Wunder, dass der KULTUR SPIEGEL ihn 2008 mit Politik in Verbindung brachte. Doch das ist nur eine der vielen Facetten seiner Karriere.
Große Ziele und Träume Entscheidend für seinen Lebensweg waren das Training und die Erfolge im Bodybuilding als Deutscher Meister (1984 in München) und Weltmeister (1986 in Tokio). Für beide Titel fitness MANAGEMENT international
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bewies er große Beharrlichkeit, denn er brauchte mehrere Anläufe. „Ohne den WM-Titel stünde ich nicht da, wo ich heute bin“, konstatiert Ralf rückblickend. Von Anfang an war sein Körper sein Kapital. Schon als Anfänger war er ein großer Fan von Arnold Schwarzenegger. 1982 arrangierte ich in Essen ein Treffen der beiden. Ich glaube, dass diese Begegnung die entscheidende Weichenstellung für Ralfs weiteres Leben war. Von diesem Zeitpunkt an waren die USA sein Ziel und der Weg ins Filmgeschäft war sein Traum. Wie schon bei Schwarzenegger waren auch in Ralfs Umfeld vor allem die Miesmacher in der Mehrheit, wenn er von seinen Plänen sprach, doch er ließ sich von niemandem beirren und ging seinen eigenen Weg, den er in seiner Biografie eindrucksvoll und detailliert beschreibt.
Die „Marke Möller“ Zur Motivation und Inspiration für alle Menschen, die in der Fitnessbranche tätig sind, konzentriere ich mich in diesem Bericht auf die bemerkenswerte Entwicklung der „Marke Möller“. Bereits mit 20 Jahren knüpfte Ralf erfolgreich Kontakte in der Werbe-, Medien-, Film- und Fernsehbranche. Trotz vieler Hürden ließ er sich nie entmutigen. Im Gegenteil – er lernte jedes Mal dazu und entwickelte sich so langsam zum Kommunikationsprofi, lange bevor es das Internet gab. Ich förderte Ralf, wie auch schon Arnold, wo immer ich konnte (auch mit konstruktiver Kritik!). Unter anderem entstanden dabei Werbedeals mit Weider/Brummer und der Zeitschrift Sport Revue, denen viele weitere folgten – mit Restaurants (MAREDO), Kaufhäusern (u. a. für die Marke „Alex“ von Karstadt Sports), Geräteherstellern (gym80), Sportbekleidungsherstellern (PUMA) und erste kleine Rollen im Fernsehen. Schließlich spielte Ralf 1988 in einer „Tatort“-Folge an der Seite von Götz George. 1989 schaffte er es sogar als Krieger neben Jean-Claude Van Damme in „Cyborg“ in eine Hollywoodproduktion. Wichtiger noch als die Erfolge im Filmgeschäft waren für Ralf die Berichte in den Medien. Er nutzte seine Möglichkeiten maximal und ging dabei immer nicht nur eine, sondern viele Extrameilen, falls nötig.
Der Weg nach Hollywood Arnold, weitere Freunde und seine Ehefrau Annette waren sehr hilfreich. Aber um eigene Ziele wirklich zu erreichen, bleibt jeder auf sich allein gestellt. 1993 verwirklichte Ralf seinen größten Traum – die Übersiedlung nach Los Angeles mit seiner Frau Annette und Tochter Laura. Wenn man bedenkt, dass es in Hollywood tausende Schauspieler gibt, die nicht oder nur teilweise beschäftigt sind, ist es ein Riesenerfolg, dass er auch dort Fuß fassen konnte. Er drehte zunächst Actionfilme und von 1997 bis 1998 in Mexiko 22 Folgen der US-Fernsehserie „Conan, der Abenteurer“, für die er seine bis dahin höchste Gage erhielt. Den „Olymp“ bestieg Ralf schließlich im Jahr 2000 mit der Rolle als Gladiator Hagen in dem Welterfolg „Gladiator“ neben Filmgrößen wie Russel Crowe und Joaquin Phoenix. Der Film gewann fünf Oscars. Er war ganz oben angekommen und stand hierzulande im Zentrum der Medienberichterstattung, da weder Regisseur Ridley Scott noch Hauptdarsteller Russel Crowe für eine Werbetour nach Deutschland kommen konnten. Bis heute steht Ralf für Film und Fernsehen vor der Kamera, insgesamt in fast 50 Produktionen. 04/21
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Oben angekommen: Ralf Möller (l.) neben Russel Crowe (r.) im Jahr 2000 im Blockbuster „Gladiator“, auf 4K Ultra HD, Blu-Ray®, DVD & Digital (Universal Pictures)
Selbstvermarkter mit Botschaft Seit „Gladiator“ läuft sozusagen die Selbstvermarktungsmaschine. Ralf stieß in neue Dimensionen vor und konnte mit internationalen Firmen als Werbepartner im übertragenen Sinne die Früchte seiner stetigen Aufbauarbeit als „Marke Möller“ ernten. Bei vielen Gelegenheiten setzte sich Ralf dabei bisher für die Fitnessbranche ein – er war besonders in den ersten Monaten des Jahrs 2021 aktiv. In bundesweit ausgestrahlten Talkshows und allen Medien sprach Ralf Klartext zum Thema Pandemie und vor allem zum Thema Fitnessstudios. Zu seinem 60. Geburtstag vor zwei Jahren wurde Ralf nach einem umfangreichen medizinischen Test ein biologisches Alter von 40 Jahren attestiert. Ralf trainiert seit 45 Jahren und ist mit 62 Jahren als Werbepartner gefragter denn je – und in Topform. Zurzeit ist Ralf Möller als Markenbotschafter bzw. Werbepartner u. a. für Lidl, Mercedes-Benz, clever fit, EGYM und flash-security tätig. Sowohl in den USA als auch in Deutschland engagiert er sich seit Jahrzehnten im sozialen Bereich und geht auch dafür viele Extrameilen. Kinder, Benachteiligte, Schwache sowie Opfer von Gewalt liegen ihm besonders am Herzen, wofür er viele Auszeichnungen empfing. Ein Beispiel: Die Gewerkschaft der Polizei (GdP), Bezirk Bundespolizei, verlieh Ralf Möller 2018 in einem Festakt in Berlin den Titel als Ehrenkommissar für sein soziales Engagement. Aus dem Bademeister aus Recklinghausen ist nicht nur eine bundesweit ebenso populäre wie erfolgreiche „Marke Möller“ geworden, sondern auch eine allseits geachtete Persönlichkeit. Die gesamte Fitnessbranche kann auf den „Sonnyboy aus dem Pott“ stolz sein.
Albert Busek Experte für Bodybuilding und Fitness
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WISSENSCHAFT & PRAXIS | XXXXXXXXXX NEUES AUS DER WISSENSCHAFT
Wachsende Kundenansprüche an die Studiomitgliedschaft
Grafik/Foto: CarryLove – stock.adobe.com | studioline PhotoStudios GmbH
Nachhaltige Fitnessdienstleistungen und relevante Kundenerwartungen
Um sich im Markt zu behaupten und Mitglieder langfristig zu binden, werden nachhaltige kundennahe Dienstleistungen für Fitnessstudios immer wichtiger. Doch was verstehen Fitnesskunden überhaupt unter nachhaltigen Dienstleistungen und welche konkreten Erwartungen haben sie an das Studio bzw. die Mitgliedschaft?
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uch in der Fitness- und Gesundheitsbranche ist das Thema „Nachhaltige Dienstleistungen“ zunehmend präsenter. Dabei beurteilen Fitnesskunden erbrachte Dienstleistungen heutzutage immer ganzheitlich und ziehen die verschiedensten Aspekte zur Bewertung heran. Hierfür wird in der Praxis im Rahmen der Kundenzufriedenheit häufig unter anderem unterschieden zwischen sogenannten …
B asisfaktoren: werden implizit erwartet; Nichtvorhandensein sorgt für Unzufriedenheit Nice-to-have-Faktoren: Kunden stehen diesen Aspekten eher neutral gegenüber; sie führen weder zu großer Zufriedenheit noch zu Unzufriedenheit Leistungs-/Qualitätsfaktoren: erzeugen umso mehr Zufriedenheit, je stärker sie vorhanden sind Begeisterungsfaktoren: werden nicht erwartet; sorgen für Kundenbindung und Überraschung
Die hohe Nachfrage nach gesundheitsorientierten Fitnessdienstleistungen, der zunehmende Wettbewerb im Markt sowie die kontinuierlich wachsenden Kundenansprüche an Service- und Betreuungsqualität (die je nach Zielgruppe deutlich variieren können) stellen Studiobetreiber vor wachsende Herausforderungen. Der Grund: Mit der Professionalisierung der Branche werden viele Dienstleistungsangebote, die noch vor ein paar Jahren als innovativ und kundenorientiert galten, zunehmend als feste Bestandteile des Studioportfolios wahrgenommen – umso schwieriger wird es, Kunden
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langfristig zufriedenzustellen und zu begeistern. Um diesen Anforderungen in der Praxis gerecht zu werden, muss zuallererst geklärt werden, welche Dienstleistungsfaktoren für die eigenen Mitglieder von Relevanz sind und welchen Einfluss diese auf die Kundenzufriedenheit haben. Doch was erwarten Kunden? Was sind beispielsweise Basisfaktoren, die heute als Must-haves einfach dazugehören? Und was sind Leistungs-/Qualifikationsfaktoren, die Mitglieder langfristig überzeugen, motivieren und die Kundenzufriedenheit steigern? Genau diesen Fragen ging die Master-Thesis der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement (DHfPG) nach und untersuchte ausgewählte Nachhaltigkeitsfaktoren im Rahmen einer Mitgliederbefragung.
Methodik Mittels eines standardisierten Fragebogens wurden 141 Studiomitglieder (82 weiblich und 59 männlich; Durchschnittsalter 49 Jahre) eines mittelständisch geführten Fitness- und Gesundheitszentrums zu aktuellen Kundenbedürfnissen sowie konkreten Erwartungen in Sachen nachhaltige Fitnessdienstleistungen befragt. Unter anderem identifizierte die Master-Thesis auf Basis der umfangreichen Befragungsergebnisse mithilfe des Kano-Modells (= systematisches Managementinstrument zur Erfassung von Kundenwünschen sowie deren gewichteten Einfluss auf die Kundenzufriedenheit) die unterschiedlichen Dienstleistungsangebote des Studios. fitness MANAGEMENT international
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DHfPG-Science-Lab: Master-Thesis Fachbereich Ökonomie
Untersuchte Dienstleistungsfaktoren und deren Einfluss auf die Kundenzufriedenheit Begeisterungsfaktoren
gerätegestütztes Krafttraining Herz-Kreislauf-Training
Leistungsfaktoren
Gruppentraining gerätegestütztes Krafttraining Funktionales Training
Begeisterungsfaktoren
Leistungsfaktoren
Herz-Kreislauf-Training
Zirkeltraining
Gruppentraining
EMS-Training
Funktionales Training
Personal Training
Zirkeltraining
Gastronomie Personal Training
Vibrationstraining Qualitätssiegel/Zertifizierung Gastronomie Lifestyle-Angebote
Zufriedenheit
Zufriedenheit
Vibrationstraining EMS-Training
Qualitätssiegel/Zertifizierung Gesundheitsschwerpunkt Lifestyle-Angebote
Entspannungsangebote
Gesundheitsschwerpunkt
fortlaufende Betreuung
Entspannungsangebote
vorkonzipierte Programme fortlaufende Betreuung individuelle Programme vorkonzipierte Programme persönliche Betreuung individuelle Programme persönliche Betreuung Fachkompetenz Personal Fachkompetenz Personal Sozialkompetenz Personal Sozialkompetenz Personal
motiviertes Personal
Nice-to-have-Faktoren Nice-to-have-Faktoren
Basisfaktoren Basisfaktoren
motiviertes Personal
modernes Ambiente
modernes Ambiente
modernes Equipment
modernes Equipment
Erreichbarkeit durch ÖPNV Erreichbarkeit durch ÖPNV ausreichend Parkplätze ausreichend Parkplätze
Unzufriedenheit Unzufriedenheit
Beschwerdemanagement Beschwerdemanagement flexible Verträge flexible Verträge
(sofern nicht vorhanden) (sofern nicht vorhanden)
Abb. 1: Kano-Matrix zu ausgewählten Dienstleistungsfaktoren
Ergebnisse Die Kano-Matrix (vgl. Abb. 1) fasst die komplexen Zusammenhänge zwischen der jeweiligen Dienstleistung und der damit verbundenen Kundenzufriedenheit in einem vereinfachten Koordinatensystem zusammen und stellt die wesentlichen Dienstleistungsfaktoren übersichtlich in einem Gesamtkontext dar. Die exemplarischen Ergebnisse verdeutlichen, dass empathische, fachkompetente Trainer sowie eine umfassende zeitgemäße Studioausstattung (vgl. jeweils unterer rechter Quadrant) von den Befragten als Must-haves angesehen werden und den Mitgliedern entsprechend wichtig sind. Gleichzeitig zeigt der Blick auf den oberen rechten Quadranten, dass das Thema Individualisierung für die Kunden eine immer wichtigere Rolle spielt. Dies gilt gleichermaßen für die persönliche Betreuung vor Ort und für maßgeschneiderte Trainingskonzepte. Ebenfalls wünschen sich die Kunden auch im Rahmen der Mitgliedschaft mehr Wahlmöglichkeiten und Flexibilität. Im unteren linken Quadranten sind die relevanten Nice-to-have-Faktoren ersichtlich. Vonseiten der Mitglieder sichern eine fortlaufende Betreuung und die Nähe zum persönlichen Trainer langfristig die Motivation und sorgen für eine optimale Erreichung der eigenen Trainingsziele. Für eine noch persönlichere Dienstleistung wäre die Mehrzahl der Befragten deshalb auch bereit, künftig mehr zu investieren. 63 Prozent geben an, dass sie für nachhaltige Fitnessdienstleistungen künftig auch entsprechende Mehrkosten in Kauf nehmen würden.
FAZIT
Um Fitnesskunden langfristig eine qualitativ hochwertige Dienstleistung zu bieten, müssen deren Bedürfnisse regelmäßig evaluiert werden. Nur wenn die einzelnen Dienstleistungsbausteine gezielt ineinandergreifen, können Studios – „analog“ wie auch digital – ein umfassendes Serviceund Trainingserlebnis bieten. Um in der Praxis nicht nur zu überzeugen, sondern auch zu begeistern, müssen Studios hier fortwährend neue Mehrwerte bieten und sich als professionelle Gesundheitsdienstleister gezielt weiterentwickeln. Die Mehrheit der Mitglieder erwartet heute mehr denn je eine nachhaltige Dienstleistung, die bestmöglich auf die persönlichen Bedürfnisse abgestimmt ist. Qualifizierte und empathische Mitarbeiter sind die elementare Basis, um solche maßgeschneiderten Dienstleistungspakete auch anbieten zu können. Je professioneller und kundennäher die Studios hier agieren, umso eher erfüllen sie auch die stetig wachsenden Anforderungen.
SANDRA FREYMANN Alter: 25 Jahre Duales Studium: PRÄVENT Fitness- & Gesundheitszentrum Zorneding Abschluss: M. A. Prävention und Gesundheitsmanagement Aktuelle Tätigkeit: Leitung Rezeption/Trainingsbetreuung
79 Prozent sind fest davon überzeugt, dass sie durch nachhaltige Fitnessdienstleistungen ihre persönlichen Ziele noch besser erreichen können. 04/21
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WISSENSCHAFT & PRAXIS | SCIENCE NEWS
Aktuelle Forschungsergebnisse im Fokus
Wissenschaft für die Studiopraxis
Digitale Potenziale zur Mitgliedermotivation
Outdoortraining vs. Hypertonie
Potential reversal of epigenetic age using
Advances for Indoor Fitness Tracking,
Physical training in outdoor fitness gym
a diet and lifestyle intervention. A pilot
Coaching and Motivation: A Review of
improves blood pressure, physical fitness
randomized clinical trial.
Existing Technological Advances
and quality of life of hypertensive patients
Untersuchungsschwerpunkte Die Studie analysierte anhand spezifischer epigenetischer Veränderungen den Zusammenhang zwischen einem gesunden Lebensstil und dem biologischen Alter.
Untersuchungsschwerpunkte Das Paper diskutiert auf Basis des aktuellen Forschungsstandes neue Chancen, wie Studiobetreiber und Mitglieder von der Digitalisierung noch mehr profitieren können.
Untersuchungsschwerpunkte Untersucht wurden die Effekte zweier Outdoorfitnesstrainingsinterventionen auf die physische und mentale Gesundheit von Bluthochdruckpatienten.
Methode Untersucht wurden 43 Probanden im Alter zwischen 50 und 72 Jahren. Die Hälfte stellte acht Wochen lang ihre Lebensweise um (vermehrt Sport, Ernährungsumstellung, ausreichend Schlaf sowie Atem-/Entspannungsübungen). Zu Beginn bzw. zum Ende des Untersuchungszeitraums nahmen die Forscher DNA-Proben und überprüften das Muster der epigenetischen Anlagerungen.
Methode Der Review fasst den Status quo zusammen und kategorisiert wesentliche Technologien sowie deren Einsatzmöglichkeiten/Nutzen. Auf dieser Basis wird erörtert, welche innovativen Ansätze dabei helfen können, wachsende Mitgliederbedürfnisse zu erfüllen und Neukunden für das Training im Studio zu motivieren.
Methode Im Rahmen der randomisierten Kontrollstudie wurden 29 Probanden über einen Zeitraum von 16 Wochen begleitet. Die Interventionsgruppen absolvierten ein gerätegestütztes Zirkeltraining bzw. ein Training mit freien Geräten. Mittels einer Befragung sowie unterschiedlicher Tests wurden umfangreiche anthropometrische und physiologische Parameter erfasst.
Zentrale Ergebnisse Die Analysen zeigten nach acht Wochen signifikante Veränderungen: Während sich die DNAmAge-Uhr der Interventionsgruppe um 1,96 Jahre „verjüngt“ hatte, alterte die Kontrollgruppe im selben Zeitraum um 1,27 Jahre. Insgesamt betrug der Unterschied zwischen den Gruppen damit mehr als drei Jahre.
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Zentrale Ergebnisse Die Kategorisierung zeigt, dass bisher häufig Insellösungen zum Einsatz kommen und das technologische Potenzial bei Weitem noch nicht ausgeschöpft wird. Das gilt insbesondere für das digitale Trainingserlebnis und die Nähe zum bzw. die Verbindung mit dem Trainer.
Zentrale Ergebnisse Bei beiden Gruppen verbesserten sich im Prä-Post-Vergleich die körperliche Fitness sowie die systolischen und diastolischen Blutdruckwerte. Ebenfalls gaben die Befragten an, dass sich ihre wahrgenommene Lebensqualität positiv entwickelt hat.
Praxisrelevanz und Fazit Ein gesunder Lebensstil wirkt sich demnach bereits messbar zeitnah auf die biologische Altersuhr aus. Mit ihrem interdisziplinären Fachpersonal bieten Studios hier ganzheitliche Ansätze und sind der perfekte Ort, um bereits frühzeitig etwas für ein gesundes Altern zu tun.
Praxisrelevanz und Fazit In Sachen digitale Vernetzung besteht weiterer Handlungsbedarf. Ziel muss es sein, Trainern Tools an die Hand zu geben, die dabei helfen, noch näher am Kunden zu sein und ihn noch professioneller zu betreuen. Gamification bietet aus Sicht der Forscher hier eine wichtige Schnittstelle, um neue Trainingserlebnisse zu bieten und gleichzeitig zu motivieren.
Praxisrelevanz und Fazit Angesichts der steigenden Nachfrage nach Outdoorangeboten werden entsprechende Workouts für unterschiedliche Zielgruppen immer relevanter. Zusätzlich zum klassischen Studioangebot stellen sie deshalb eine sinnvolle und effektive Ergänzung dar, die Mitglieder gern annehmen.
Fitzgerald, K. N., Hodges, R., Hanes, D., Stack, E., Cheishvili, D., Szyf, M. et al. (2021). Potential reversal of epigenetic age using a diet and lifestyle intervention: a pilot randomized clinical trial. Aging, 13 (7), 9419–9432.
Wang, T., Gan, Y., Arena, S. D., Chitkushev, L. T., Zhang, G. & Rawassizadeh, R. (2021). Advances for Indoor Fitness Tracking, Coaching, and Motivation: A Review of Existing Technological Advances. IEEE Systems Man and Cybernetics Magazine, 7 (1), 4–14.
Baruki, S. B., de Lima Montebello, M. I. & Pazzianotto-Forti, E. M. (2021). Physical training in outdoor fitness gym improves blood pressure, physical fitness and quality of life of hypertensive patients: randomized controlled trial. Zugriff am 22.06.2021. Verfügbar unter DOI https:// doi.org/10.23736/S0022-4707.21.10942-9
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Fit und gesund altern / Fitness als Jungbrunnen
WISSENSCHAFT & PRAXIS | PERSONENPORTRÄT
Bachelor-Studium Fitnessökonomie an der DHfPG
„Ich konnte studieren, was mich wirklich interessiert“ Text: Ronja Reuber
Thalia Bossemeyer suchte nach einem Studiengang, der Theorie und Praxis miteinander verbindet. Das duale Studiensystem der DHfPG überzeugte sie, sodass sie ihr bisheriges Studium abbrach und mit dem B. A. Fitnessökonomie an der DHfPG begann. Für ihre Bachelor-Thesis erhielt sie zuletzt sogar den VPH-Förderpreis.
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ie Kasselerin schrieb sich direkt nach dem Abitur für den Studiengang Sportwissenschaften ein – vermisste aber von Beginn an den Praxisbezug. Daher entschied sie sich dazu, ihr Studium abzubrechen und mit dem B. A. Fitnessökonomie an der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement (DHfPG) zu starten. Was sie vom ersten Augenblick überzeugt hat, war das duale Studiensystem der DHfPG. Die Bachelor-Studiengänge vereinen ein Fernstudium mit kompakten Lehrveranstaltungen – vor Ort an den elf Studienzentren in der DACH-Region oder digital – plus Tätigkeit in einem Ausbildungsbetrieb.
Die perfekte Kombination aus Studium und Ausbildung „Mit dem B. A. Fitnessökonomie hatte ich genau das, was ich wollte: einen Studiengang, der mich interessiert, und gleichzeitig die Arbeit im Betrieb – vor allem der große Anteil an wirtschaftswissenschaftlichen Studienmodulen war super!“ Dass die Studierenden während der gesamten Studiendauer sozusagen in einer Klasse bleiben, war für Thalia Bossemeyer besonders wichtig. „Man sitzt nicht mit hundert anderen Studierenden im Hörsaal – so waren auch die wesentlich praxisorientierteren Dozierenden viel nahbarer und konnten besser auf die Studierenden eingehen.“ Der Wechsel zum dualen Studiensystem zahlte sich noch zusätzlich aus: „Ich durfte von Anfang an in meinem Ausbildungsbetrieb Body in Balance Fit & Fun Kaufungen in vielen Bereichen arbeiten und habe nach und nach auch administrative Aufgaben übernommen“, erzählt die Fitnessökonomie-Absolventin. Bereits während des Studiums übernahm sie sogar die Studioleitung.
Bachelor-Thesis gewinnt VPH-Förderpreis In ihrer Bachelor-Thesis widmete sie sich der Digitalisierung der Fitnessbranche und untersuchte die Kundenbedürfnisse sowie das Nutzungsverhalten von 121 ausgewählten Fitnesskunden des Body in Balance Fit & Fun Kaufungen. Der Verband der Privaten Hochschulen e. V. verlieh ihr für diese Arbeit sogar den VPH-Förderpreis 2020.
Abschluss eröffnete viele Möglichkeiten Nach dem erfolgreichen Bachelor-Abschluss arbeitete Thalia Bossemeyer über sechs Monate als Personal Trainerin und Vitalcoach auf einem Kreuzfahrtschiff. „Ich wollte Reisen und Arbeiten miteinander verbinden und neue Erfahrungen sammeln.“ Zurück in Kassel erhielt sie eine erneute Anstellung in ihrem ehemaligen Ausbildungsbetrieb, entschied sich jedoch kurze Zeit später für einen Neuanfang. „Ich bin nach Berlin gezogen und jetzt Clubmanagerin des clever fit in Schmargendorf.“
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Zur ganzen Erfolgsgeschichte unter: www.dhfpg.de/tbossemeyer Thalia Bossemeyers Bachelor-Thesis wurde bereits in 2020 im DHfPG-Science-Lab der Ausgabe 148 der fMi vorgestellt.
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Foto: DHfPG/BSA
Thalia Bossemeyer (23) konnte sich durch den Bachelor-Abschluss an der DHfPG beruflich frei entfalten und ist mittlerweile erfolgreich als Clubmanagerin tätig.
Trainer stark machen nur beim Original!
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BSA-Akademie Prävention, Fitness, Gesundheit
School for Health Management
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WISSENSCHAFT & PRAXIS | PARTNERVERBAND BFB
Zehn Jahre UV-Schutz-Verordnung
Ist das Gesetz gut so wie es ist? Text: Holger Ziegert
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er Gesetzgeber hat mit Veröffentlichung der UVSchutz-Verordnung (UVSV) im Jahr 2011 festgelegt, wie Betreiber von Solarien diese kommerziell nutzen dürfen. Neben technischen Belangen ist dort geregelt, dass die Nutzung von kommerziell betriebenen Solarien für Personen unter 18 Jahren verboten ist und geschultes Personal eine adäquate Beratung vornehmen muss. Das Wissen und die Fähigkeit, diese Beratung durchzuführen, erlernt das Personal in einer entsprechenden Schulungsmaßnahme.
Nachbesserungsbedarf? Nach zehn Jahren soll der Bund nun erneut darüber befinden, ob die seinerzeit gestellten Weichen in die richtige Richtung geführt haben oder ob es Nachbesserungsbedarf gibt. Das zuständige Ministerium hat zwei Kritikpunkte, die aus dessen Sicht aktuell nicht oder nur unzureichend erfüllt werden. Die Branchenvertreter – vorneweg der Bundesfachverband für Besonnung e. V. (BfB) – wehren sich jedoch gegen eine pauschale Betrachtungsweise sowie Stimmungsmache, die sich damit auch gegen diejenigen richtet, die es mit der Umsetzung der UVSV sehr ernst nehmen.
Jugendschutz wird umgesetzt
Eine hierzu vom Bundesfachverband beim renommierten Institut Kantar in Auftrag gegebene Studie mit über 2.000 Teilnehmenden ergab, dass 2,2 Prozent aller Jugendlichen im Alter von 14 bis 17 Jahren in den letzten zwölf Monaten trotz des Verbotes mindestens einmal ein Solarium genutzt haben. Eine von der Arbeitsgemeinschaft für dermatologi-
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Sogar unter Hinzurechnung der schlechteren Ergebnisse kann zu Recht behauptet werden, dass die UVSV aus Sicht des Gesetzgebers ein voller Erfolg ist. Der Anteil der Solariennutzer unter 18 Jahren ist mit einem Anteil von 2,2 Prozent an der Gesamtbevölkerung sehr gering. Setzt man diesen z. B. mit tatsächlich gefährdenden Stoffen wie Alkohol oder Tabak ins Verhältnis, wird das Gefahrenpotenzial schnell relativiert. Den verbotenen Konsum von Alkohol bestätigten 63,4 Prozent der Befragten; 9 Prozent davon konsumieren regelmäßig und 14,7 Prozent berichten sogar von Rauschtrinken innerhalb der letzten 30 Tage vor Befragung. Bei Tabakwaren haben 7,2 Prozent angegeben, regelmäßig Tabak zu konsumieren und sogar 20,9 Prozent rauchen Wasserpfeife, so die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA). Die Verstöße gegen diese Verbote kommen also um ein Vielfaches häufiger vor.
Institutionen ohne Branchenteilnehmer Medial sollte der Eindruck erweckt werden, dass Jugendliche noch immer zu wenig geschützt sind und daher sogar eine Verschärfung des Gesetzes notwendig sei. Hauptursache für die Situation sei, so die ADP, dass zu wenig geschultes Personal zur Verfügung stünde. Die Branche wäre zu wenig bemüht, für die geforderte Qualifikation zu sorgen. Dabei gab es weitere renommierte Anwärter, die sich um eine Akkreditierung bemüht haben. Darunter der TÜV, eine private Hochschule und die Akademie für Besonnung, die über 20 Jahre Personalschulung in der Solarienbranche vorweisen konnte. Allesamt wurden abgelehnt. Dass der einzige Auditor, der für die Akkreditierung neuer Schulungsanbieter zuständig war, ausgerechnet auch der Vorsitzende der ADP ist, lässt in Summe viel Raum für Spekulationen. fitness MANAGEMENT international
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Foto: Bonsales – stock.adobe.com | BfB e. V.
Beim damaligen Erlass der Verordnung stand dem Gesetzgeber der Jugendschutz zur Seite. Neben einer qualifizierten Beratung sollten besonders jüngere Menschen geschützt werden, weil diese mitunter nicht selbst fähig sind, mögliche Gefahren eigenständig abzuschätzen. Ob es nun ausgerechnet eines gesetzlichen Verbotes für Jugendliche unter 18 bedurfte, um deren Nutzung von Solarien zu regeln, ist auch unter Medizinern durchaus umstritten.
sche Prävention (ADP) zitierte Studie kam zu einem mehr als doppelt so hohen Ergebnis. Die Studie der ADP fand ein großes mediales Echo, obwohl die Anzahl der Befragten mit 115 Personen erheblich unter der Teilnehmerzahl des Institutes Kantar lag.
Deutsche Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement
Bürokratische Hürden der UVSV
University of Applied Sciences
So untersteht die Maßnahme den Vorgaben der DIN 17024 – einer Norm, die beispielsweise auch Ingenieuren auferlegt wird, die im Baugewerbe als Gutachter tätig werden wollen. Weiterhin dürfen Schulungsträger selbst keine Prüfungen bei den maximal 15 Teilnehmenden pro Lehrgang abnehmen. Das Gesetz sieht vor, dass ein hierfür eigens zertifizierter Prüfer bestellt werden muss. Hier wurde scheinbar absichtlich „mit Kanonen auf Spatzen geschossen“, um eine schnelle und effiziente Ausbildung zu verhindern und die Kosten pro Teilnehmer in die Höhe zu treiben.
Kooperation anstatt weiterer Regulierung Genau an diesen Stellen sieht der BfB Verbesserungsbedarf am bestehenden Gesetz. Die Qualität der Schulungsmaßnahme ist durch die bestehenden Anbieter gegeben. Jetzt braucht es eine unbürokratische und ökonomische Änderung der UVSV, damit möglichst schnell viel und umfangreich geschultes Personal qualifiziert werden kann.
BS
School for Health Management
Zer der
Prävention, Fitness, Gesundheit
GESETZLICHE VORSCHRIFT ERFÜLLEN Erstzertifizierung und Rezertifizierung nebenberuflich mit nur 1 Tag Präsenzphase Prüfung direkt im Lehrgangsanschluss Inhouse-Schulung möglich
FACHKRAFT UVSV
Der Branchenverband der Solarienbetreiber sieht die Probleme aber noch auf ganz anderer Ebene. Die insgesamt 16-stündige Schulungsmaßnahme zur Erlangung eines Zertifikates „Fachkraft UVSV“ wurde derart mit Bürokratie und Komplexitäten „überhäuft“, dass am Ende nur wenige Anbieter ein Interesse daran fanden, sich für dieses Schulungsprodukt bei der zuständigen Akkreditierungsstelle (DAkkS) anzubieten.
BSA-Akademie
Holger Ziegert Der studierte Wirtschaftswissenschaftler Holger Ziegert ist Mitglied des BfB-Vorstands. Seit 2008 ist er u. a. als Geschäftsführer und Gesellschafter der AYK Gruppe mit Sitz in Köln aktiv und durchlief zuvor Führungs-, Geschäftsführer- und Vorstandspositionen in Unternehmen der Medizintechnik sowie der Kosmetik- und Freizeitindustrie. Auszug aus der Literaturliste Diehl, K., Görig, T., Greinert, R., Breitbart, E. W. & Schneider, S. (2019). Trends in Tanning Bed Use, Motivation, and Risk Awareness: Findings from four waves of the National Cancer Aid Monitoring (NCAM). International journal of environmental research and public health, 16 (20), 3913. Schneider, S., Görig, T., Schilling, L., Breitbart, E. W., Greinert, R. & Diehl, K. (2017). Deutsches „Nationales Krebshilfe-Monitoring“ 2015–2019 – Studienprotokoll und erste Ergebnisse. Journal der Deutschen Dermatologischen Gesellschaft, 15 (9), 895–904. Für eine vollständige Literaturliste kontaktieren Sie bitte info@bundesfachverband-besonnung.de.
Bundesfachverband Besonnung e. V. (BfB) Talblick 24 77960 Seelbach Telefon: 07823 - 96 29 14 Telefax: 07823 - 96 29 15 www.bundesfachverband-besonnung.de
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WISSENSCHAFT & PRAXIS | BUCHTIPP
Ronny Schönig
»Der Weg des Siegers« 18,00 € Autor: Ronny Schönig | ISBN: 978-3-7787-8303-0 Sprache: Deutsch | Softcover | Seitenzahl: 224
IMPRESSUM Verlag und Herausgeber
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und BfB e. V.
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Produktion
Geistige Stärke, nachhaltiger Erfolg und tiefe Zufriedenheit sind eine Frage der inneren Haltung – und diese kann man verändern. Wie das gelingt, zeigen die mentalen Prinzipien der asiatischen Kampfkünste.
Janosch Marx,
Prospektus Druckerei
Johannes Marx
Tartu Str. 6
Der Autor Ronny Schönig ist praktizierender Buddhist und ehemaliger Bundestrainer der deutschen Nationalmannschaft im Kick- und Thaiboxen. Heute führt er das Sportstudio TAO FIT in Dresden, arbeitet außerdem als Mentalcoach sowie Unternehmensberater und zeigt, wie Unternehmen, aber auch Einzelpersonen von den geistigen Prinzipien und Werten der Kampfkünste profitieren können.
Vertrieb und Anzeigen
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Registereintragung Amtsgericht Hamburg
In „Der Weg des Siegers. Erfolg, mentale Stärke und innere Freiheit mit den geistigen Prinzipien asiatischer Kampfkunst“ kombiniert er die Werte der östlichen Lebensphilosophie mit den Erkenntnissen des modernen Mentaltrainings. Er „übersetzt“ die Erfolgsstrategien der Shaolin-Mönche, Samurai und Co. für den westlichen Alltag. Im Zentrum steht dabei die bewusste Lenkung der eigenen Lebensenergie: Mit ihr wird es möglich, Stress, Angst und Orientierungslosigkeit zu überwinden, in die eigene Kraft zu kommen und die Herausforderungen des Lebens zu meistern – ohne ständig gegen sich selbst und andere kämpfen zu müssen. 25 Übungen und Meditationen, Ernährungstipps und spezielle Körperübungen dienen als praktischer Leitfaden für alle, die das Beste aus ihrem Leben machen wollen. Die Verbindung von östlicher Lebensphilosophie und modernem Mentaltraining soll dem Leser so dabei helfen, gelassener, selbstbewusster und erfolgreicher zu werden.
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Die Lizenz zum Kunden „angeln“
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arketing ist sehr wichtig, weil es Ihnen hilft, eine Beziehung zu Ihrer Zielgruppe aufzubauen. Es dient dazu, diese anzusprechen und im besten Fall zu zahlenden Kunden zu machen. Sieben Vorschläge zur optimalen Kundengewinnung für Ihr Fitnessstudio: „The big Partnerbonus“: Versuchen Sie nicht, ausschließlich Ihren Vertragspartner, sondern auch seinen Lebenspartner zu begeistern. Der Hauptgrund, warum viele Kunden das Fitnessstudio nach kurzer Zeit wieder verlassen, ist ein unzufriedener Partner, der während des regelmäßigen Trainings gelangweilt allein zu Hause sitzt. Schaffen Sie Alternativen: Laden Sie den Partner des Kunden zum Probetraining ein und offerieren Sie einen deutlich günstigeren Partnertarif, der die Hälfte des üblichen Preises beträgt. So sind beide zufrieden und es kann gelingen, die Kunden mit einer durchdachten Aktion zu binden. Shoppingseminar zum Abnehmen: „So kaufen Sie im Supermarkt kalorienbewusst ein“. Organisieren Sie regelmäßig, z. B. im 14-Tage-Rhythmus, eine Einkaufstour mit maximal sechs Teilnehmern durch lokale Lebensmittelgeschäfte. Dabei erfahren die Interessenten, wie anhand von Lebensmitteletiketten gesunde Optionen auszuwählen sind und korrekte bzw. falsche Nährwertangaben entschlüsselt werden können. Die Werbung dafür erfolgt über Facebook und im Supermarkt selbst: „Ändern Sie Ihre Ernährung und damit Ihr Einkaufsverhalten“. Nicht aus den Augen verlieren sollten Sie dabei, dass jeder Geschäftsführer eines Supermarktes, ähnlich wie Sie, an neuen Kunden interessiert ist.
Antonio e Silva Experte für Gesundheitswirtschaft und Fitnessstudiomarketing
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30 Tage Geld zurück: Bieten Sie bei jedem Abo dem Kunden den Probemonat zum normalen Abopreis an, jedoch mit 30-tägigem außerordentlichen Kündigungsrecht bzw. Sonderkündigungsrecht. So kann er vier Wochen lang ohne jedes Risiko sein Geld zurückfordern. Werben Sie damit! Ich habe die Erfahrung gemacht, dass 90 Prozent aller Kunden damit sofort einverstanden sind.
Fachkurse veranstalten: Bieten Sie Ihren aktuellen Mitgliedern für jedes durch sie geworbene Neumitglied einen Monat lang eine kostenlose Mitgliedschaft an. Eine gute Möglichkeit, Ihre Mitglieder dazu zu bewegen, Freunde mitzubringen, besteht darin, Fachkurse wie Gruppentraining für einen Zeitraum von vier Wochen kostenlos anzubieten. Themen, die Kunden anziehen, sind beispielsweise ein Anti-Stress-Kurs, „10.000 Kalorien verbrennen“ oder „Yoga für einen gesunden Rücken“. Freitag = Gasttag: Führen Sie einen "Gasttag" ein. Jeden Freitag trainiert der Kunde seinen Gast selbst nach dem Motto: „Ich bin der Trainer“. Im Anschluss an das Probetraining nimmt der offizielle Trainer Stellung zum Training des „Aushilfstrainers“, inklusive Beratung und Verkauf. Für diese Aktion ist der Freitag ideal, da bereits das Wochenende beginnt und die Menschen in gelöster Stimmung sind. Diese Strategie habe ich 1982 entwickelt und eingeführt, sie ist noch heute in vielen Fitnessstudios ein Erfolg. Facebook als Kundenmultiplikator: Informieren Sie Ihre Mitglieder darüber, dass ab sofort sämtliche News Ihres Fitnessstudios (Interviews mit Trainern, Fotos und Filme über die Anlage, Fitnessprogramme etc.) auf Facebook zu finden sind. Schon bei Vertragsabschluss mit Neukunden sollten Sie diese darauf hinweisen, dass sie Ihnen auf Facebook folgen können. Viele Facebookseiten von Fitnessstudios haben mehr als 10.000 Abonnenten. Postkartenaktion: Viele Interessenten (ca. 45 %) haben den Erstkontakt zum Studio über das Telefon. Informieren Sie den Kunden kurz über die Leistungen Ihres Unternehmens und laden Sie ihn zu einem Beratungstermin bzw. zum Einführungstraining ein. Ein Tipp, mit dem Sie Ihren Umsatz steigern können: Notieren Sie sich Name und Adresse und senden Sie dem Interessenten drei Tage vor dem Termin eine Postkarte in einem auffälligen Format (235 x 125 mm) als Bestätigung zusammen mit der Information, dass er beim Mitbringen eines Freundes oder Lebenspartners eine Prämie in Form eines kostenlosen Trainings für einen Monat erhält. Mit dieser Postkartenaktion könnten circa 30 Prozent mehr Abschlüsse generiert werden. fitness MANAGEMENT international
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