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Aug./Sep.
Nr. 150
EUR 9,-
sfr 14,-
C 31071
DIE
AUSGABE Fitness Sport- und Fitnessuhren – Interpretation und Analyse
Gesundheit Varianten zur Steuerbefreiung im BGM
Management Digitale Erfolgspotenziale nach dem Restart
Markt 150 Ausgaben: fMi feiert Jubiläum
www.fitnessmanagement.de
DSSV Mehrwertsteuersenkung: Auswirkungen auf Studios
Foto: Klaudia Lech
Birgit Schwarze Chefredakteurin
Die 150. Ausgabe Vor fast 25 Jahren, im Oktober 1995, haben wir die erste Ausgabe der fitness MANAGEMENT international (fMi) an die Fitness- und Gesundheitsbranche verschickt. Voller Stolz dürfen wir Ihnen heute unsere Jubiläumsausgabe präsentieren: Sie halten die 150. Ausgabe der fMi in den Händen. Dieses Jubiläum ist für uns der perfekte Anlass, ausführlich auf die vergangenen 25 Jahre zurückzublicken, in denen unser Fachmagazin die Fitness- und Gesundheitsbranche als Leitmedium unterstützte. Das bedeutet: 25 Jahre Informationen, Netzwerk, Vertrauen, Partnerschaft und Innovation. Ab Seite 20 nehmen wir Sie mit auf eine Zeitreise: Fitnessunternehmer, die seit vielen Jahre mit der fMi verbunden sind, erinnern sich an die gemeinsame Zeit, ebenso wie die Partner aus der Industrie, die uns seit der ersten Ausgabe begleitet haben. Das Jahr 2020 steht im Zeichen der Corona-Pandemie. Auch wenn die Restriktionen zur Eindämmung der Pandemie seit Beginn des Sommers sukzessive immer weiter gelockert werden, ist die Wirtschaft massiv von den Auswirkungen der Einschränkungen betroffen. Seit Beginn der Corona-Krise hat die Bundesregierung eine Reihe von Maßnahmen beschlossen, um die Liquidität von Unternehmen zu sichern. Mit dem Ziel, die Wirtschaft zu beleben, wurde zuletzt am 1. Juli eine bis Ende des Jahres 2020 befristete Senkung der Mehrwertsteuersätze in Kraft gesetzt. Warum die Maßnahmen zur Steuererleichterung differenziert betrachtet werden müssen und unbedingt mit dem Steuerberater besprochen werden sollten, erläutert Florian Kündgen ab Seite 38. Durch den coronabedingten Lockdown wurde die Digitalisierung in vielen Bereichen der Fitness- und Gesundheitsbranche beschleunigt und hat neue Möglichkeiten und Vorteile aufgezeigt. Welche Veränderungen jetzt vorgenommen werden sollten, um auch den Post-Corona-Herausforderungen zu begegnen und wie die digitale Transformation unsere Branche perspektivisch verändern wird, macht Jost-H. Roth ab Seite 46 deutlich. Fitnesstracker und Sportuhren erfreuen sich zunehmender Beliebtheit. Vermehrt stellen auch die Mitglieder im Studio trainingsspezifische Fragen zu den Funktionen dieser Wearables. Um den Studios eine Reputation als kompetente Fitness- und Gesundheitsanbieter zu sichern, sollten diese Fragen von den Mitarbeitern fundiert und zur Zufriedenheit der Mitglieder beantwortet werden können. Prof. Dr. Ronny Pohl führt in seinem Artikel (S. 100 ff.) aus, welche Kenntnisse Trainer und Studiobetreiber haben sollten, damit ihr Unternehmen vom Boom der Sport- und Fitnessuhren auch wirtschaftlich profitiert. Betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM) stellt für immer mehr Fitnessstudios eine zusätzliche und wichtige Umsatzquelle dar. Bei der Einführung eines BGM oder einzelner Maßnahmen zur Förderung der Mitarbeitergesundheit muss geprüft werden, wie diese steuerlich zu behandeln bzw. welche Leistungen von der Steuer befreit sind. Ab Seite 40 erläutert Oliver Walle drei steuerliche Gestaltungsvarianten für ein BGM. Viel Spaß beim Lesen!
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Entdecke das Immunity Boost Trainingsprogramm von EGYM. Das neue Trainingsprogramm ist Teil der Corona Gym Solution, eine Lösung für veränderte Mitgliedererwartungen und betrieblichen Anforderungen.
Weitere Teile der Corona Gym Solution findest du auf www.egym.com/de/corona
EGYM GmbH I EinsteinstraĂ&#x;e 172 I 81677 MĂźnchen I egym.com | sales@egym.com
INHALT 04/20
DSSV 30 38 76 130
Kommentar: Was ist und bleibt, wenn die Krise geht? Senkung der Mehrwertsteuer – Fluch oder Segen? Neue Mitglieder des DSSV Recht: Kurzarbeitergeld auch nach der Wiedereröffnung?
FITNESS miha bodytec: EMS-Training als zukunftssichere Investition EMS-Training als erfolgreiches Franchisekonzept in Südafrika for me do: premiumSPORT in Bad Neuenahr LES MILLS: QUEST CLUB Kolbermoor Technogym: Digitalisierung zu Zeiten von Corona CyberConcept: Next Level CyberFitness Marbo Sport: Zirkeltraining mit UpForm S-Line Kommentar Albert Busek zum Todestag von Franco Columbu Sport- und Fitnessuhren – Interpretation und Analyse Olympisches Gewichtheben im Studio – Beispiel „Reißen“ DHfPG-Science-Lab: Effektivität von Ganzkörper-EMS-Training
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150 Ausgaben fitness MANAGEMENT international
Grafik: Icon made by Eucalyp from www.flaticon.com | Foto: DHfPG/BSA
80 82 84 90 92 94 96 98 100 106 122
GESUNDHEIT 40 58 86 88 108 112 114 128
Steuerbefreiung im BGM Mitarbeitermotivation – altes Thema neu „verpackt“ RP Medics: Lichttherapie mit PANDIIIA® als Geschäftsfeld Johnson Health Tech.: AernoviR – Die Luft ist rein! Effektiv abnehmen (Teil 2): Reicht Training allein aus? Supplementierung mit Antioxidanzien Ernährungsmythen (Teil 4): Fett macht fett? Besonnung: Weißbuch zu Sonnenlicht und Solarien
MANAGEMENT Digitale Erfolgspotenziale nach dem Restart Coaching-Impulse durch Perspektivenwechsel Vom Mitglied zum Fan – Kundenbindung NEXT LEVEL Erfolgsstrategien zur Reduktion unternehmerischer Risiken PRIME TIME fitness: Trainieren bei dem Testsieger Informationsgewinn und Wissenstransfer in der Praxis Kolumne Stefan Haase: Bestand braucht Investitionen EGYM: Neues Trainingsprogramm Immunity Boost Zertifiziert in der Krise: bestform Albstadt und Fitness Rottweil Kolumne Antonio e Silva: Gegen Mitbewerber gewinnen
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Senkung der Mehrwertsteuer – Fluch oder Segen?
Foto: DHfPG/BSA
46 54 62 66 68 70 72 74 120 134
Florian Kündgen
Oliver Walle
MARKT
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Steuerbefreiung im BGM Varianten zur Vermeidung zusätzlicher Belastungen für Arbeitgeber
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Digitale Erfolgspotenziale nach dem Restart
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Grafik: darkovujic – stock.adobe.com
Aktuelles aus der Fitness- und Gesundheitsbranche Studio des Monats: Royal Sports Spirit, Hamburg 150 Ausgaben fitness MANAGEMENT international Aufstiegskongress 2020 – „ONLINE ONLY“ Perspektiven der Sport-/Gesundheitsinformatik: Digitale Chancen DHfPG/BSA Aktuell: Studium – Weiterbildung – Qualität Science News: Branchenrelevante Studien im Fokus Personenporträt: Maria Pischeltsrieder Buchtipp: Dr. Marc Weitl „Immunbooster Muskulatur“
Foto: vectorfusionart – stock.adobe.com
08 14 20 34 52 118 124 126 132
Sport- und Fitnessuhren – Interpretation und Analyse
G N I D A E L L A E N O TH I T A N R W INTE O H S E D A R T TH L A E H ESS & LN
EL W , S S E N FOR FIT
M O C . O FIB
AKTUELLES | ANZEIGE Foto: DHfPG/BSA
Hinweis zu den Inhalten dieser Ausgabe der fitness MANAGEMENT international
Bildung. Solidarität. Aufstieg. – Unterstützungsaktion verlängert bis 31.08.2020
Die dargestellten Meldungen und Artikel in dieser Ausgabe der fMi wurden entsprechend des Kenntnis- und Informationsstandes zum Zeitpunkt des Redaktionsschlusses verfasst. Aufgrund der Corona-Pandemie und den damit einhergehenden Maßnahmen kann es sein, dass die dargestellten Informationen zum Erscheinungszeitpunkt der Ausgabe nicht mehr aktuell sind. Beachten Sie daher auch die Meldungen auf unserer Website oder informieren Sie sich über spezielle Corona-Angebote direkt bei den Anbietern.
Die BSA-Akademie setzte Anfang Juni mit der Aktion „Bildung. Solidarität. Aufstieg.“ ein Zeichen der Solidarität. Die Aktion unterstützt die Fitness- und Gesundheitsbranche durch einen Bildungsbonus von 20 Prozent auf das BSA-Lehrgangsangebot. Aufgrund der hohen Nachfrage und dem positiven Feedback aus der Branche wird diese BSA-Aktion bis zum 31. August 2020 verlängert. Der Bildungsbonus ist mit dem Gutscheincode „Aufstieg2020“ erhältlich.
fitnessmanagement.de
bsa-akademie.de/aktion
Foto: Johnson Health Tech. GmbH
Grafik: nexusby – stock.adobe.com
Restart nach Corona: Welche Auflagen gelten? Alle Informationen auf fitnessmanagement.de
Johnson Health Tech. übernimmt Distribution von Freemotion
Wie viel Abstand halten? Duschen erlaubt oder verboten? Umkleidekabinen geschlossen oder geöffnet? Die „neue Normalität” nach dem Corona-Lockdown sorgt auch in den Fitnessstudios für die ein oder andere ungewohnte Situation und für viele Einschränkungen. Geregelt werden diese durch diverse Corona-Verordnungen (und deren Aktualisierung) der Landesregierungen. Den aktuelle Informationsstand in allen Bundesländern haben wir für Sie in kompakter Form auf unserer Website zusammengestellt.
Die Johnson Health Tech. GmbH (Matrix) vertreibt ab sofort als Full-Service-Partner Freemotion Kraft- und Cardiogeräte in Deutschland und Österreich. Zum Angebot zählen der Freemotion Kabelzug und der Incline Trainer. Die fortschrittlichen, kabelbasierten Krafttrainingsgeräte von Freemotion ermöglichen es, verschiedene Muskelgruppen auf einem einzigen Gerät zu trainieren. Der Freemotion Incline Trainer sorgt mit einer Neigung von minus 3 bis plus 30 Prozent für Cardiotraining mit maximaler Fettverbrennung.
bit.ly/timeline-studio-restart
bit.ly/matrix-freemotion
Die neue Strahlenschutzverordnung, das Medizinproduktegesetz (MPG) sowie die DIN 33961 Teil 5 führen bei EMS-Anbietern zu Änderungen der Rahmenbedingungen. Die Anforderungen für Geräte und an Trainer wurden aktuell durch den Gesetz- bzw. Verordnungsgeber noch einmal erhöht. Diese Verordnung müssen alle derzeit bestehenden EMS-Anbieter spätestens zum 31. Dezember 2021 umsetzen. DSSV-Jurist und Rechtsanwalt Ernst Stilke gibt hierzu eine rechtliche Einschätzung. bit.ly/ems-teil-1
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EMS-Training im (rechtlichen) Dreieck zwischen NiSV, Medizinproduktegesetz und DIN 33961-5
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Topaktuell und zukunftsweisend: ClubIntel-Studie zeigt, was Kunden jetzt brauchen
Über virtuelle FIBO-Plattform zum "Aufstiegskongress ONLINE ONLY“
Während des Corona-Lockdowns haben die ClubIntel-Marktforscher in einer umfangreichen Studie rund 2.000 US-Fitnesssportler zu ihrem Aktivitätsniveau, ihren aktuellen Bedürfnissen und Erwartungen an den Wiedereinstieg ins Training befragt. Neben den Key Facts zum Wiedereinstieg beleuchtet die Studie auch die Erwartungen der Kunden an die Betreiber der Fitnessstudios. Die Ergebnisse dieser Studie und die Informationen zur ersten CoronaStudie von ClubIntel sind in der fM-Infografik zusammengefasst.
Im Oktober dieses Jahres wird die FIBO erstmals als reine Fachmesse vor Ort und zusätzlich im virtuellen Veranstaltungsformat FIBO-Plattform stattfinden. Im Rahmen dieses Online-Formats wird auch der 14. Aufstiegskongress der DHfPG, BSA-Akademie und BSA-Zert präsentiert. Zum ersten Mal in der Historie des Kongresses werden die Veranstalter den Fachkongress ausschließlich online durchführen. Die Teilnahme ist kostenfrei. Weitere Infos auf Seite 34.
bit.ly/clubintel-corona
aufstiegskongress.de
Foto: DHfPG/BSA
Foto: LifeFit Group MidCo GmbH
Fitness First und Gympass schließen strategische Partnerschaft
Career Service der DHfPG: Beratung für Studierende und Unternehmen
Fitness First und die Firmenfitness-Plattform Gympass schließen eine strategische Partnerschaft. Diese umfasst auch weitere Marken der Fitness First übergeordneten LifeFit Group in Deutschland (Elbgym und Smile X). Beide Partner sehen in der Kooperation Synergien und Weiterentwicklungspotenziale für ihre Marken sowie die Chance, gemeinsam weiter zu wachsen und die Fitnessbranche zukünftig entscheidend mitzuprägen. Die Partnerschaft bestärke beide Parteien darin, neue Zielgruppen zu erschließen und zukunftsorientiert zu agieren.
Der Career Service der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement (DHfPG) ist die zentrale Schnittstelle zwischen Studierenden und Arbeitgebern im Zukunftsmarkt Prävention, Fitness, Sport und Gesundheit. Bereits vor Beginn des Studiums bietet der Career Service umfassende Beratung, u. a. bei der Studiengangswahl, Stellensuche und Bewerbung. Unternehmen werden ebenfalls unterstützt, z. B. bei den Fragen: „Wie wird unser Studio zum Ausbildungsbetrieb?“ und „Wie finden wir passende Studierende?“
bit.ly/lifefit-gympass
dhfpg.de/career-service
Foto: Nadya_C – stock.adobe.com
Neue verbindliche Regelungen für EMS-Anbieter: Interview mit Paul Eigenmann Für den EMS-Bereich haben sich gerade in der jüngsten Zeit viele Änderungen ergeben. Neben den erhöhten Richtlinien in der Verordnung zum Schutz vor schädlichen Wirkungen nichtionisierender Strahlung bei der Anwendung am Menschen (NiSV) beschäftigt auch das Thema Medizinproduktegesetz (MPG) die Mitglieder der Branche. Im Interview mit der fitness MANAGEMENT (fM) gibt Paul Eigenmann als Obmann des DIN-Ausschusses einen Überblick. bit.ly/ems-teil-2
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AKTUELLES | ANZEIGE Foto: DHfPG/BSA
Foto: SasinParaksa – stock.adobe.com
Mit gezieltem Online-Marketing das Sommerloch vermeiden
BSA-Akademie: Präsenzphasen jetzt auch online
Der Corona-Lockdown hat den Fitnessanlagen die Frühjahrssaison zwar in wirtschaftlicher Hinsicht „vermiest“, aber zahlreiche Betriebe haben die Gelegenheit genutzt und ihr Dienstleistungsangebot um digitale Home-Workouts und vermehrte Social-Media-Aktivitäten ergänzt. Nach dem Restart geht es jetzt darum, wieder möglichst schnell an Fahrt aufzunehmen. Marco Müller (DHfPG) erläutert, wie Unternehmen über gezieltes Online-Marketing das Sommerloch vermeiden und Neukunden gewinnen können.
Ab sofort stellt die BSA-Akademie für ausgewählte Lehrgänge zusätzlich auch „Online-Präsenzphasen“ zur Verfügung, die jederzeit und mehrfach abrufbar sind. Durch dieses neue Zusatzangebot werden Lehrgangsteilnehmende u. a. bei der Vorbereitung der Vor-Ort-Präsenzphasen unterstützt. Spezielle Foren zur Kommunikation unter den Lehrgangsteilnehmenden, moderiert von den Tutoren, ergänzen das Angebot. Eine individuelle Betreuung durch die Fernlehrer der BSA-Akademie ist weiterhin möglich.
bit.ly/sommer-marketing
bsa-akademie.de
Foto: f45training.de
Foto: Urban Sports GmbH
Urban Sports Club ab sofort mit neuem Allround-Angebot
Australische HIIT-Kette F45 vor Gang an US-Börse
Viele Partnerstudios öffnen unter Hygieneauflagen wieder ihre Türen. Um auf die individuellen Bedürfnisse der Studios und deren Mitglieder einzugehen, bietet Urban Sports Club weiterhin LiveOnline-Kurse über die Plattform an und erweitert damit das Angebot. Die Partner können ihr individuelles Angebot, das sie derzeit in ihrem Studio anbieten, über dasNetzwerk auffindbar machen. Dadurch steht eine große Bandbreite an Online-Kursen wie Fitness, HIIT, Yoga, Pilates, Tanz oder Pole Dance zur Verfügung.
Die australische HIIT-Kette F45 wird von der Crescent Acquisition Corporation übernommen. Nach der Vertragsunterzeichnung soll F45 im dritten Quartal 2020 an die US-Börse Nasdaq gehen. Das kombinierte Unternehmen wird einen Wert von etwa 845 Mio. US-Dollar (rund 750 Mio. EUR) haben. Bei F45 war ein Börsengang bereits in Planung, angesichts der Corona-Pandemie sah sich das Unternehmen jedoch gezwungen, diese Pläne zu verschieben.
bit.ly/usc-online-angebot bit.ly/prowave-suns
bit.ly/f45-boerse
Foto: goldsgym.com
RSG Group sichert sich Kaufrechte für die Kultmarke Gold's Gym Die RSG Group GmbH hat sich das Recht gesichert, Gold's Gym für rund 100 Mio. US-Dollar zu übernehmen. Die US-Kultmarke hatte während des Corona-Shutdowns im Mai Insolvenzschutz beantragt. Nun kann die Übernahme vorbehaltlich der endgültigen Genehmigung durch das Konkursgericht stattfinden. Dadurch würde die RSG Group nicht nur ihre Führungsposition in Europa – vor Konkurrent Basic-Fit – ausbauen, sondern mit mehr als 900 Anlagen auf sechs Kontinenten weltweit zu den führenden Anbietern aufschließen. bit.ly/rsg-group-golds-gym bit.ly/prowave-suns
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Zur Ruhe kommen im Zen-Garten mit Lavasteinen
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Die Brüder Victor und Armin Schwencke
Corona erfordert Abstand: Cardiogeräte vorübegehend im Kursraum
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Royal Sports Spirit, Hamburg
Bewusst und achtsam trainieren Text: Jürgen Wolff
Das Royal Sports Spirit in Hamburg-Volksdorf ist ein Paradebeispiel dafür, wie sich Premiumstudios erfolgreich von starken Wettbewerbern abheben können. Achtsamkeitstraining prägt das einzigartige Studiokonzept des Royal Sports Spirit mit einem Trainingsangebot für Körper und Geist, das exakt auf die Zielgruppe zugeschnitten ist und sowohl von den Betreibern als auch von den engagierten und großartigen Mitarbeitern gelebt wird.
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chtsamkeit ist laut Zukunftsforscher Matthias Horx weltweit ein Megatrend. Sie ist als Gegenentwurf zum zunehmenden Stress in der heutigen Arbeitswelt und zu den Krankheiten wie Depressionen oder Burn-out im Bewusstsein vieler Menschen verankert. Bewusstes Training nach dem Achtsamkeitsprinzip soll bis zu 30 Prozent mehr Kraft geben, das bestätigen Studien des Psychologischen Instituts der Sporthochschule Köln. Die Brüder Armin und Victor Schwencke haben bereits vor sechs Jahren auf Achtsamkeit gesetzt. Bei der Neuausrichtung ihres Angebotes im Jahr 2014 entwickelten sie ein einzigartiges Studiokonzept
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für Körper und Geist: achtsames Fitness- und Gesundheitstraining in Räumen, die gezielt und sehr stilvoll nach den Prinzipien der Harmonielehre Feng-Shui gestaltet sind.
Aus Royal Sports Club Hamburg wird Royal Sports Spirit Armin Schwencke gründete im März 1983 mit einem Partner das Royal Athletics, aus dem später der Royal Sports Club Hamburg wurde. Seit 1989 betreibt er die Premiumanlage gemeinsam mit seinem Bruder Victor im Hamburger Stadtteil Volksdorf, dem größten der sogenannten Walddörfer im Nordosten der Hansestadt.
Das 16-Punkte-Programm des Royal Sports Spirit
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ROYAL SPORTS SPIRIT HAMBURG Au
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Der schallisolierte Meditationsraum ist bewusst schlicht eingerichtet
Im Laufe der Jahre machte sich die dynamische Entwicklung des Hamburger Fitnessmarktes auch in dem bildungsbürgerlich geprägten Stadtteil bemerkbar. Der hohe Konkurrenzdruck am Hamburger Premiumfitnessmarkt ließ die Mitgliederzahlen sinken. Armin und Victor Schwencke mussten ihr Studio im starken Wettbewerb mit der Anlage einer Hamburger Premiumfitnesskette und dem Studio des örtlichen Sportvereins klarer abgrenzen. Bei der Entwicklung eines neuen Profils bezogen sie ihre eigenen sportlichen Wurzeln und ihre Affinität und Begeisterung für mentales und autogenes Training sowie für Meditation mit ein. Es entstand die Idee, Trainingsangebote für Körper und Geist zu schaffen. In Zusammenarbeit mit Unternehmensberater Wolfgang Walter, Innenarchitekt Ralf Poniewas, Life-Coach Matthias Grot und ZenMeister Hinnerk Polenski (Zen-Kloster Buchenberg) wurde das Profil des Royal Sports mit dem einzigartigen USP „Spirit“ geschärft. Es entstand das Konzept des „bewussten Trainings nach dem Achtsamkeitsprinzip“, durch das Körper, Geist und Training zusammengeführt werden.
Achtsamkeit und Training Das Konzept der Achtsamkeit stammt aus den Lehren des Buddhismus und ist eine Form der Meditation. Es zielt darauf ab, bewusst im Hier und Jetzt zu leben und dem Moment mehr Aufmerksamkeit zu schenken.
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1. Bitte trainiere immer mit einem speziell auf dich abgestimmten Trainingsplan und kontaktiere bei Fragen deinen Trainer. 2. Wie ist dein Befindlichkeitszustand heute? Beantworte dir diese Frage im Inneren vor jedem Training. (Für die Punkte „Stress“, „Antrieb“, „Schlaf“, „Motivation“ und „Schmerzen“ gibt es eine Achtsamkeitsskala von 1 bis 10.) 3. Wie ist deine persönliche Zielsetzung für heute (z. B. Ausge glichenheit, auspowern oder Energie aufladen)? 4. Was ist deine Belohnung, wenn du dein Ziel erreichst? 5. Bitte starte deine Aufwärmphase an einem Cardiogerät deiner Wahl. 6. Konzentriere dich bei jedem Trainingsgerät auf den Part deiner Muskulatur, den du trainieren möchtest. 7. Übungsausführung: Orientiere dich an der Anzahl an Wieder holungen, bei der du ein starkes Wärmegefühl in dem zu trainierenden Bereich der Muskulatur spürst. Fortgeschrittene gehen bis zu einem leichten Brennen der Muskulatur. Eine kor rekte Ausführung und das Bewusstsein für deine Muskeln sind essenziell. 8. Die richtige Atmung: bei stärkerer Belastung ausatmen und zählen 9. Einschätzung der Trainingsbelastung (Skala von 1 bis 10): Kannst du dich heute steigern? Kontaktiere bitte auch deinen Trainer. 10. Die Übung nachspüren 11. Trainingsgerät wechseln 12. Das Bewusstsein immer wieder neu auf die zu trainierende Muskulatur lenken, das ist für den Trainingserfolg entscheidend. 13. Ende des Trainings: Cool-Down-Übung durchführen; Dehn übung mit kurzem Innehalten 14. Wie ist dein Trainingserlebnis? Spürst du eine starke Körper wahrnehmung und erhöhte Achtsamkeit? 15. Wie fühlst du dich jetzt (Skala von 1 bis 10)? 16. Deine Belohnung heute? Ein Shake an der Bar?
Fotos: Klaudia Lech (1, 2, 3, 6, 8), Royal Sports Spirit (4, 5, 7)
Das medizinische Achtsamkeitstraining MBSR (Mindfulness-Based Stress Reduction = Achtsamkeitsbasierte Stressreduktion) hat der Molekularbiologe Jon Kabat-Zinn Ende der 1970er-Jahre an der University of Massachusetts entwickelt. MBSR kommt ohne philosophisch-religiösen Bezug aus, sodass auch Menschen ohne spirituellen Hintergrund leicht Zugang finden. Achtsamkeitsübungen können dazu beitragen, sich des eigenen Tunnelblicks oder der Anstrengungen im „Hamsterrad“ bewusst zu werden. Dieses neue Bewusstsein für Situationen und Momente hilft dabei, ruhiger zu werden, zu entspannen, souveräner zu reagieren und aus der Ruhe Kraft zu schöpfen.
Bewusstes Training nach dem Achtsamkeitsprinzip Das Thema Achtsamkeit oder auch „Muscle Mind Connection“ spiegelt sich in allen Bereichen des Royal Sports Spirit wider. Bereits während der Beratungsgespräche mit Neukunden vermitteln die Trainer, wie aus der Fokussierung auf das Hier und Jetzt mehr Kraft und Energie gewonnen werden kann. Achtsamkeit ist auch das bestimmende Element des Trainingsund Betreuungskonzeptes im Royal Sports Spirit: „Bewusst beginnen, bewusst atmen, bewusst ausführen, bewusst reflektieren.“ Anhand eines 16-Punkte-Programms, mithilfe dessen das Training bewusst erlebt und reflektiert wird, werden die Mitglieder durch ihr Training begleitet. 04/20
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Selbst der Raumteiler scheint zu fließen
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Das hochmotivierte Team des Royal Sports Spirit
Feng-Shui – das Qi fließt im Royal Sports Spirit Im Zuge der Neuausrichtung des Clubs wurde das Royal Sports Spirit 2014 vollständig renoviert und neu designt. Armin und Victor Schwencke sind auch bei der Gestaltung des Studios ihrem Konzept der aus dem Buddhismus stammenden Achtsamkeit gefolgt und haben die Inneneinrichtung passend dazu nach den Regeln der chinesischen Harmonielehre Feng-Shui angelegt. Das Royal Sports Spirit wirkt edel und modern. Böden und Wanddekoration aus Naturstein und Holz prägen eine behagliche und natürliche Atmosphäre. Große runde Oberlichter und eine Fensterfront tauchen die Trainingsfläche in natürliches Licht. Runde Formen, z. B. am Empfangstresen oder im großen Kursraum, sorgen dafür, dass die Energie – chinesisch Qi (Chi) – fließen kann. Im Erdgeschoss befindet sich der Empfangsbereich mit einem Beratungsraum, dem großen Kursraum, den Trainingsflächen für Cardio-, Kraft-, funktionelles und Schlingentraining sowie dem Kraft-Ausdauer-Zirkel und dem Beweglichkeitsparcours. Der Kraft-AusdauerZirkel wird im Royal Sports Spirit nicht durch die übliche Lichtsäule gesteuert, sondern durch in den Boden eingelassene Lampen, die einen an der Decke angebrachten Raumteiler farbig beleuchten und so das Signal zum Wechseln der Geräte sichtbar machen.
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Training der geforderte Abstand eingehalten werden kann, und der Meditationsraum – ein echtes Schmuckstück: schallisoliert, stilvoll und reduziert dekoriert. Hier finden die Meditationskurse statt, die Mitglieder können sich aber auch jederzeit dorthin zurückziehen und einfach mal „abschalten“ und ihr Training reflektieren. Das Obergeschoss beherbergt eine angegliederte Praxis für Physiotherapie, die Umkleiden, das Solarium und den Saunabereich mit Ruheraum. Über den Ruheraum gelangt man auf die schöne Dachterrasse, die im Sommer auch als Ruhebereich dient, und findet hier ein weiteres Schmuckstück: den Zen-Garten oder SPIRITGARDEN. Dieser besteht aus 17 unterschiedlich großen Lavasteinen, die in einer 1,4 mal 5,8 Meter großen Fläche aus Alpendolomit (Ziergestein) angeordnet sind. Der Garten soll zum Schauen und Denken anregen. Durch das um den Garten Herumgehen und das „Hinein- und Hinauszoomen“ des Blickes ergeben sich für den Betrachter immer wieder neue Steinkonstellationen. Der Zen-Garten entfaltet so eine meditative Wirkung.
Positionierung im Premiumbereich Armin und Victor Schwencke haben das Royal Sports Spirit im Premiumbereich positioniert und konnten mit dem einzigartigen Angebot, dem bis ins Detail stimmigen Raumkonzept und der gehobenen Ausstattung diese Position erfolgreich ausbauen.
Meditation im Souterrain, Zen-Garten auf dem Dach Im Souterrain befinden sich ein weiterer Kursraum, in dem während der Corona-Zeit einige Cardiogeräte untergebracht sind, damit beim 16
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Für den Erfolg des neuen Studiokonzeptes sind die Mitarbeiter von entscheidender Bedeutung, die das Alleinstellungsmerkmal „Achtsam-
Die Eckdaten des Royal Sports Spirit Fläche des Studios gesamt:
Runde Elemente im großzügigen Kursraum
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1.500 m2
Rezeption/Bar/Beratung: Kraft: Cardio: Functional: Kursräume (130 m2, 90 m2, 70 m2):
90 m2 350 m2 100 m2 30 m2 290 m2
Wellness: (inkl. Duschen, Umkleide, drei Saunen, Infrarotlichtkabine und Solarium)
410 m2
Dachterrasse: Physiotherapiepraxis:
200 m2 30 m2
Ausstattung: Kraft: Technogym, Technogym Kinesis Cardio: Technogym Kraft-Ausdauer-Zirkel: milon Beweglichkeit: five Vibrationstraining: Power Plate Kurse: LES MILLS, Meditation, Tai-Chi, Qigong, Zen, Rehasport, Yoga, Pilates, Rückenfit, Jumping® und Zumba® Mitarbeiter: 41 Mitarbeiter insgesamt: fünf Festangestellte, drei dual Studierende (DHfPG), acht Minijobber, 25 Honorarkräfte www.royal-sports.de
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Große Fensterfronten sorgen für natürliches Licht
keitstraining“ mit Leben füllen. Dementsprechend anspruchsvoll sind die beiden Betreiber bei der Auswahl ihrer Mitarbeiter. Neben der fachlichen Qualifikation, beruflicher Erfahrung und der Begeisterung für das Fitnesstraining sind insbesondere die Identifikation mit dem Konzept des Achtsamkeitstrainings und eine gehobene soziale Kompetenz im Umgang mit den Mitgliedern die wesentlichen Kriterien für eine erfolgreiche Tätigkeit. Das familiäre Umfeld in den Hamburger Walddörfern macht ein großes Maß an Herzlichkeit erforderlich, das die Mitarbeiter mitbringen müssen. Achtsamkeit ist auch hier das Stichwort. Die Zielgruppe des Royal Sports Spirit sind vor allem Jugendliche bis Anfang Zwanzig und die über Vierzigjährigen, also das kritische Bildungsbürgertum mit gutem Einkommen und deren Kinder. „Die Altersgruppe dazwischen ist eher auf die Hamburger Innenstadt fokussiert“, erklärt Armin Schwencke. Darüber hinaus arbeitet das Royal Sports Spirit mit Hansefit und qualitrain zusammen.
Kommunikation? Selbstverständlich digital! Das Marketing und das Wording in der Unternehmenskommunikation des Clubs ist auf das Alleinstellungsmerkmal „Achtsamkeitstraining“ zugeschnitten. Die einzigartige Ausrichtung des Royal Sports Spirit wird ständig kommuniziert. Der Club ist auf Instagram und Facebook vertreten, hat eine eigene Studio-App und versendet regelmäßig Newsletter. Die digitale Kommunikation hatte schon vor der Corona-Krise einen sehr hohen Stellenwert. Zwei Studenten, eine Kursmanagerin und ein Videofachmann arbeiten nach einem festen Plan in diesem Bereich und bespielen die digitalen Kanäle.
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Fotos: Klaudia Lech (10, 12, 16, 17, 18), Royal Sports Spirit (9, 10, 11, 13, 14, 15)
Aber auch die klassischen Marketinginstrumente werden intensiv genutzt. Neben PR-Berichten in der lokalen Presse sind es vor allem Events, mit denen das Angebot des Royal Sports Spirit bekannt gemacht wird. Dazu gehören u. a. Meditationsevents mit Live-Musik, Seminare mit Life-Coaches und MBSR-Kurse. Bewusstes und achtsames Training erlebbar zu machen, ist der Schlüssel zum Erfolg.
Die Unternehmer hinter dem Royal Sports Spirit Der gelernte Kaufmann im Groß- und Außenhandel Armin Schwencke ist bald wieder verheiratet und hat vier Kinder. Er hatte schon in der Jugend ein Faible für Trendsportarten wie Fallschirmspringen, Tauchen und Kickboxen. Er besitzt eine Karate-Fachtrainer-Lizenz und war mehrere Jahre als Reiseleiter und Sportanimateur im Ausland tätig. Die Begeisterung für das Bodybuilding, für traditionelles Karate sowie für das Reisen haben seinen Lebensweg geprägt. Armin Schwencke trainiert dreimal wöchentlich und meditiert täglich. Victor Schwencke, Kaufmann, ist verheiratet und hat einen Sohn. Nach mehrjähriger Tätigkeit als Vertriebsrepräsentant für Herrenmode hat er mit der Gründung der Fa. Royal Sports F. C. Schwencke GmbH 1989 sein Hobby zum Beruf gemacht. Der passionierte Fitnesssportler trainiert seit 40 Jahren dreimal pro Woche, meditiert regelmäßig und praktiziert autogenes Training. Außerdem spielt Victor Schwencke Tennis und ist seit 35 Jahren leidenschaftlicher Windsurfer.
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HARDWARE
SOFTWARE
SERVICES
CONCEPTS
MILON Q Training für einen gesunden Körper! Einfach, sicher, effektiv. Alle Kraftgeräte der milon Q Serie bieten: • Voreingestelltes Trainingsgewicht passend zum persönlichen Trainingsziel • Automatische Sitz- und Hebeleinstellung • Smartes Feedback zur korrekten Übungsausführung
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150. AUSGABE fMi
Informationen, Netzwerk, Vertrauen, Partnerschaft, Innovation
150 AUSGABEN
fitness MANAGEMENT international Sie halten die 150. Ausgabe der fitness MANAGEMENT international (fMi) in den Händen. Für das gesamte Team der fMi ist das ein Grund zum Feiern. Es macht uns stolz, dass wir nunmehr seit 25 Jahren das Leitmedium der Fitness- und Gesundheitsbranche sind. Anlässlich des Jubiläums möchten wir Sie auf eine Zeitreise durch die vergangenen Jahre mitnehmen und wir blicken auf die Meilensteine in der Geschichte der fMi zurück. Darüber hinaus haben wir die Inhaber von Fitnessunternehmen, die unsere Freunde und langjährige Weggefährten sind, sowie unsere Partner der ersten Stunde aus der Fitnessindustrie gefragt, welche Eindrücke sie mit 150 Ausgaben fMi verbinden.
1984
Erste Ausgabe des DSSV-Reports
1994
Gründung der fitness Management International Kamberovic Schwarze GbR
1989
Erste Eckdaten-Studie – Marketingund Wirtschaftsanalyse für die Studiobranche
1984/1989 Im August 1984 erschien erstmals der DSSVReport als Vorgänger der fMi und er stellte eines der ersten Fachmagazine der Fitnessbranche dar. In dieser Publikation wurden Studiobetreiber und Inhaber über die Aktivitäten des DSSV und die aktuellen Entwicklungen der Branche informiert. Als Sonderausgabe wurde 1989 die erste Eckdaten-Studie publiziert. 20
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1999
fMi Seminare zur Existenzgründung und für Werbemaßnahmen
1995
Erste Ausgabe der fMi, Versand in Deutschland, Österreich und der Schweiz (DACH)
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Umstellung von Lithografie auf Digitaldruck
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Erster fMi Erfolgs-Kongress in Hamburg
1994/1995 Zehn Jahre nach der Erstausgabe des DSSVReports wurde 1994 eine eigene GbR gegründet: die fitness MANAGEMENT international, kurz fMi, die neben der fMi viele weitere Fachmagazine und Bücher veröffentlichte. Auch der Versand an zusätzliche Interessengruppen wie Trainer, die Fitnessindustrie und ausländische Studiobetreiber wurde dadurch möglich.
1999/2000 Um die Jahrtausendwende wurden viele neue Fitnessstudios eröffnet. Um diese zu unterstützen, bot die fMi ab 1999 Seminare zur Existenzgründung und für Werbemaßnahmen an. 2000 veranstaltete die fMi ihren ersten Fitnessfachkongress in Hamburg, vergleichbar mit dem heutigen Aufstiegskongress, und begrüßte über 300 Studiobesitzer.
2009/2012 Der erste und zweite Gesundheitsmarkt haben sich zunehmend verflochten. Der Fachverlag bedient diese Nachfrage seit 2009 mit einer eigenen Publikation, der medical fitness and healthcare (mfhc), die sich als Fachmagazin an Gesundheitsdienstleister und Physiotherapeuten richtet. 2012 erschien das erste Jahrbuch für die Fitnessbranche.
2017 Der Betrieb des Fachverlages wurde im Jahr 2017 neu strukturiert. Neben Birgit Schwarze und Refit Kamberovic wurde Janosch Marx neuer Gesellschafter sowie Geschäftsführer des Fachverlags. Mit dieser Neuausrichtung wurde auch fM ONLINE als tagesaktueller Nachrichtendienst für die Fitness- und Gesundheitsbranche ins Leben gerufen.
2009
Erste Ausgabe der medical fitness and healthcare (mfhc)
2019 Im Rahmen eines Image-Films berichteten Fitnessikone Arnold Schwarzenegger sowie weitere Branchengrößen, die zur Leserschaft der fMi gehören, über den Mehrwert des Fachmagazins für die Fitnesswirtschaft. Einhelliges Resümee: Als Sprachrohr und Meinungsbildner bietet die fMi wissenschaftliche Fachartikel, Branchen-Knowhow sowie Marktnews aus erster Hand.
2017
2019
• Janosch Marx wird neuer Geschäftsführer • Start von fM ONLINE
Image-Film u. a. mit Arnold Schwarzenegger
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2007
fMi Polen, Kroatien und Serbien
2005/2007 Fünf Jahre nach der Jahrtausendwende setzte die fMi einen technischen Meilenstein und stellte von Lithografie auf Digitaldruck um. Dadurch war auch ein Lizenzsystem möglich, das die Verbreitung des Magazins im osteuropäischen Fitnessmarkt vorantrieb. Seit 2007 wird die fMi in Polen, Kroatien und Serbien vertrieben.
2012
Jahrbuch
2018
• Rebrand fitness MANAGEMENT • Relaunch Website • Verdoppelung der Auflage
2018 Zu Jahresbeginn fand ein Relaunch der Marke sowie der fM-Website statt. Der Verteiler wurde um die Studierenden der DHfPG sowie die Lehrgangsteilnehmenden der BSA-Akademie erweitert, was zu einer Verdoppelung der Leserschaft auf 20.000 führte. Damit erhalten nicht nur die aktuellen, sondern auch die zukünftigen Führungskräfte der Branche das Fachmagazin.
2020
• 150. Ausgabe • fitness MANAGEMENT wird „grün“
2020 Als einer der führenden Fachverlage Europas nimmt die fM ihre Verantwortung sowie eine Vorbildfunktion zum Thema Nachhaltigkeit wahr und kooperiert seit 2020 mit ClimatePartner. Dadurch werden alle Publikationen klimaneutral produziert und Umweltschutzprojekte unterstützt. Zudem feiert die fMi im August mit ihren Partnern und Lesern die 150. Ausgabe. 04/20
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150. AUSGABE fMi
Foto: Anja Kückelmann
„Alles Gute für die nächsten 150 fMi-Ausgaben!”
Sylvia Näscher Geschäftsführerin von Feminin Aktiv
„Als ich im Herbst 1995 informiert wurde, dass die fMi in ihrer ersten Ausgabe das Feminin Aktiv als ‚Anlage des Monats’ vorstellen würde, war das ganz schön spannend. Schließlich hat es die fMi bis dahin ja noch nicht gegeben. Refit Kamberovic und Birgit Schwarze versicherten mir, dass ein Bericht über die Entwicklung meines kleinen Damenstudios andere Betreiber interessieren würde. Somit war ich einverstanden. Es war eine schöne Anerkennung, in der ersten Ausgabe als ‚Anlage des Monats’ ausgezeichnet zu werden. Jetzt den Bericht aus der fMi wiederzusehen, hat mich an die ‚guten alten Zeiten’ erinnert
und ich musste lächeln. Eine Anzeige zu Callanetics brachte z. B. Hunderte von Anrufen – wir hatten eine Warteliste! Damals waren Flexibilität, Innovation und ein motiviertes Trainerteam die Garanten für Mitgliederzuwachs. Doch so groß ist der Unterschied zu heute gar nicht: Corona verlangt absolute Beweglichkeit, im Kopf und beim Geräterücken. Das Team muss unsere Kunden aktiv abholen, sie motivieren, ihnen Kraft schenken und die ‚neue’ Trainingsatmosphäre samt allen Einschränkungen mit einem gutem Gefühl verbinden. Ich halte mich durch die regelmäßige Lektüre der fMi über die wichtigsten Entwicklungen der Branche auf dem Laufenden und bin dadurch rechtzeitig über Themen informiert, die mir sonst entgangen wären. Es ist inspirierend, von Kollegen zu erfahren, wie sie ihren Alltag gestalten und welche Konzepte sie erfolgreich umsetzen. Manchen guten Tipp habe ich so schon erhalten. Auch meine Mitarbeiter profitieren von den Infos, To-dos oder
auch von kritischen Fragen. Nicht selten führen Berichte aus der fMi zu fruchtbaren Diskussionen – das gefällt mir. Die Digitalisierung der Branche und der Einfluss von Social Media sind unwiderruflich. Wir haben in diesem Bereich kräftig in Personal Power investiert. Unsere digitale Präsenz hat es uns ermöglicht, in der ‚Zwangspause‘ eine gute Verbindung zu unseren Kunden zu halten. Jetzt gilt es, die richtige Balance im neuen Alltag zu finden – denn trotz der Digitalisierung gilt: Das persönliche Gespräch ist und bleibt in unserer Branche unverzichtbar. Und auch das gefällt mir!”
„Anlage des Monats“ in Ausgabe 1: Feminin Aktiv
„Die fMi verschafft uns einen fundierten Überblick” Foto: Racket Center Nußloch
Das Racket Center Nußloch war 2018 „Studio des Jahres“
Dr. Matthias Zimmermann Geschäftsführer der Racket Center Nußloch GmbH & Co. KG
„Die Auszeichnung als ‚Studio des Jahres 2018’ hat mich erstens sehr für unsere Mitarbeiter gefreut, die alle mit einer überdurchschnittlichen Motivation bei uns arbeiten. Zweitens ist sie eine tolle Bestätigung dafür, dass der Weg, den wir eingeschlagen haben, der richtige ist. Drittens konnten wir damit vielleicht sogar ein bisschen Einfluss auf die öffentliche Wahrnehmung der Branche nehmen, weil wir mit unserem Zentrum Aktiver Prävention (ZAP) viel mehr anbieten, als von Fitnessstudios gemeinhin erwartet wird. Durch die Auszeichnung haben wir noch einmal zusätzlichen Schwung erhalten, den Weg konse22
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quent weiterzugehen. Gleichzeitig hat sie uns Mut gemacht, den Menschen, die bei uns trainieren, mehr ‚Freiheitsgrade‘ zu geben und sie mit einem anspruchsvolleren Training zu fordern. Senioren haben wir, ergänzend zu ihrem Training mit dem milon Zirkel, vermehrt an funktionelles Training herangeführt. In vielen Bereichen unserer Anlage hat sich seitdem eine neue Altersmischung ergeben. Das ist eine bemerkenswerte Entwicklung. Die fMi verschafft uns einen fundierten Überblick über die Branche. Die Berichte lassen dem Leser immer zwei Möglichkeiten: Entweder ich lerne und adaptiere bestimmte Lösungen oder
Konzepte für meine Anlage oder ich mache es eben genau anders. Die fMi zeigt sehr gut, welche Möglichkeiten der Markt bietet. Die Digitalisierung betrachte ich weiterhin mit Skepsis, weil es beim Training immer noch um die Menschen geht. Es trainiert der Mensch, nicht sein Smartphone oder seine Pulsuhr. Keine App und kein Tablet kann den Trainer ersetzen. Wir nutzen digitale Hilfsmittel als Unterstützung, damit wir mehr Zeit für unsere Mitglieder haben und sie besser betreuen. Würde dadurch aber einen Distanz zu unseren Gästen entstehen, würde die Digitalisierung nicht zu uns passen.“
„Die Auszeichnung verleiht uns Rückenwind!”
„Wir waren überrascht, aber natürlich hocherfreut, als wir im Herbst 1999 informiert wurden, dass der juka dojo Fitness Club als ‚Anlage des Monats’ vorgestellt werden würde. Das gesamte Team war sehr stolz. So eine Auszeichnung verleiht den Mitarbeitern ja auch immer Rückenwind und wir haben sie auch in der Werbung eingesetzt. Die Ehrung als ‚Studio des Jahres 2019‘ war nochmals eine großartige Bestätigung der Arbeit des gesamten Teams. Den Artikel von damals heute wiederzusehen, hat uns große Freude bereitet! Normalerweise holt man so alte Artikel ja nicht so oft hervor.
Foto: privat
Das juka dojo Nienstedten war im Herbst 1999 die 25. „Anlage des Monats” und „Studio des Jahres 2019”
Der Club, aber auch die fMi sowie die gesamte Fitnessbranche haben sich seitdem enorm verändert. Die Geräte sind deutlich moderner und gerade bei der Digitalisierung hat sich viel getan. Aber schon damals waren wir bereit zu investieren, damit sich der Club weiterentwickeln konnte. Uns ist aufgefallen, dass auch zu dieser Zeit schon häufig der Schwerpunkt auf der Arbeit mit gutem Personal lag. Und den Satz vom damaligen Studioleiter Dieter Laatsch, ‚Räumlich kompakte Clubs mit persönlicher Note sind gerade die richtige Ergänzung zu großen Anlagen’, würden wir auch heute noch so unterschreiben.
Manfred Kartheuser, Unternehmensgründer, Ralf Trierweiler, Inhaber der juka dojo Fitness Clubs
teil: Wir erreichen unsere Mitglieder schneller und häufiger außerhalb der Clubs. Für uns als Kunden der fMi bringt ihre Online-Präsenz einen super Mehrwert. Gerade während der Corona-Zeit waren wir durch die vielen hochaktuellen Themen bestens und vor allem schnell informiert. Wobei wir auch immer noch mit Vorliebe das Printmedium nutzen und uns alle zwei Monate die Zeit nehmen, das Magazin wirklich zu lesen. Da sind wir beide etwas altmodisch: Die schnellen Infos bekommen wir gern digital, aber wenn wir uns Zeit für die Artikel nehmen, dann mit der Zeitschrift in der Hand – das hat was von Auszeit.”
Die fMi ist für uns ein wichtiges Informationsmedium. Wir informieren uns hier über Trends und Neuigkeiten. Darüber hinaus erhalten wir durch die Fachartikel wichtige Impulse. Wenn man lange am Markt erfolgreich sein will, muss man sich und die Prozesse im Studio kontinuierlich weiterentwickeln. Hierfür ist die fMi, neben Clubtouren und Veranstaltungen, wie zum Beispiel dem Aufstiegskongress, eine wichtige Konstante. Die Digitalisierung ist unverzichtbar und bringt für uns als Unternehmer einen riesigen Vor-
„Der Netzwerkgedanke spielt eine wichtige Rolle” Foto: Donna´s Frauenfitness
Foto: Lars Marschalek
Das La Donna in Bonn-Buschdorf war in der fMi-Ausgabe 5/2000 „Anlage des Monats”
Günter Noll Inhaber und CEO Donna’s Frauenfitness
Daniela Hahn Inhaberin und CEO Donna’s Frauenfitness
„Es war eine große Ehre für uns, im Jahr 2000 ‚Anlage des Monats’ zu sein. Wir waren damals eigentlich noch in unseren Anfängen und haben diese Auszeichnung auch als eine wirkliche Bestätigung unserer Arbeit empfunden.
Wir leiten die jetzige Unternehmensgruppe Donna‘s Frauenfitness mit inzwischen sechs Studios gemeinsam. Für uns und unsere Mitarbeiter hat die fMi immer dazu gedient, auf dem Laufenden zu bleiben und über neue Trends und wissenschaftliche Erkenntnisse in Bezug auf das Training informiert zu werden. Eine wichtige Rolle spielt dabei auch stets der Netzwerkgedanke. Zu erfahren, wie andere agieren und ihre Clubs leiten, ihre Mitarbeiter führen sowie andere Angebotsstrukturen kennenzulernen – das war über all die Jahre sehr hilfreich für uns.
Die fitness MANAGEMENT hat ihre Präsenz online und in Social Media deutlich verstärkt. Dafür gibt es nur ein Wort – zeitgemäß! In Zukunft führt kein Weg an der digitalen Information vorbei. Die fMi ist bereits heute richtig gut aufgestellt und macht eine tollen Job. Das klassische Printmedium ist nach wie vor sehr wichtig und wird es auch noch eine Weile bleiben. Aber in Zukunft geht es darum, die Möglichkeiten der digitalen Prozesse optimal einzusetzen. Unsere Mitarbeiter nutzen intensiv das Onlineund Social-Media-Angebot der fMi.”
Abgesehen davon, dass wir uns zwanzig Jahre nach der Veröffentlichung des Berichts heute kaum mehr darin wiedererkennen, waren es goldene Zeiten. Wenn wir unsere Mitgliedsbeiträge von damals heute eins zu eins in Euro übertragen würden, wäre das ein Traum.
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150. AUSGABE fMi
„Seriöse, informative, hochqualitative Berichterstattung” Foto: milon Holding
Ansprüche haben, sondern auch an die Art und Weise, wie wir dargestellt werden. Deshalb schätzen wir es sehr, dass es seit so vielen Jahren ein renommiertes und für die Branche wichtiges Magazin wie die fMi gibt. Ich freue mich, dass wir schon so lange zusammenarbeiten.
Bernd Reichle CEO Milon Industries GmbH
„Für mich ist es beeindruckend, wie modern und innovativ unsere Produkte schon damals waren. Die Anzeige ist 25 Jahre alt! Über Farben und Design kann man streiten, das war zu dieser Zeit Trend. Aber zu sehen, welche Qualität, Technik und vor allem auch Innovation inzwischen seit Jahrzehnten in unseren Produkten stecken, finde ich wirklich beachtlich. Die fMi begleitet uns seit über der Hälfte unserer Unternehmensgeschichte als verlässlicher Partner. Ich lese die fMi regelmäßig, weil die Beiträge für mich eine hohe journalistische Qualität und Sorgfalt aufweisen. Das ist für uns wichtig, da wir nicht nur an uns selbst hohe
Aufgrund der seriösen, informativen und hochqualitativen Berichterstattung ist die fMi für mich ein wichtiges Informationsmedium für Trends, Events und auch für den Wettbewerb. Es ist für die Marke milon wichtig, mit den fantastischen Produkten und Lösungen im gesamten Markt präsent zu sein, deshalb ist die fMi aufgrund ihrer Auflagenstärke und ihrer Reichweite von großer Bedeutung – im Print- sowie im Social-MediaBereich. Unseren Vertrieb unterstützt die fMi, weil sie die Marke milon weiter bekannt macht. Insbesondere in dieser schwierigen Zeit ist die Aktualität der Online- und Social-Media-Kanäle extrem wichtig. Während der Corona-Krise war das digitale Angebot der fMi derart wertvoll, dass wir die Informationen auf der Website genutzt haben, um unsere Mitarbeiter und Kunden zu informieren, wann und wie die Wiedereröffnung in den einzelnen Bundesländern erfolgen und organisiert werden würde.
1995 noch miha, die Wiege der milon Industries GmbH
Wenn man so eine seriöse und gut gemachte Site hat, auf der alle Informationen, die man braucht, derart aufbereitet sind wie bei der fitness MANAGEMENT, dann sucht man nicht erst lange, sondern geht einfach direkt auf diese Website.”
„Ein wichtiges Sprachrohr unserer Branche” Foto: Ergoline
fitness MANAGEMENT international für uns als Hersteller natürlich eine besondere Bedeutung. Die fMi ist ein wichtiges Sprachrohr unserer Branche und Inspirationsquelle für Betreiber. Sie ist also für uns ein ideales Medium, um Hersteller und Betreiber zusammenzubringen und Innovationen voranzutreiben.
Marco Jakobs Geschäftsführer JK-INTERNATIONAL GmbH
„Die alten Anzeigen zu sehen, war wie eine Zeitreise! In den letzten 25 Jahren hat sich bei Ergoline einiges getan – nicht nur bei der Gestaltung unserer Inserate. Solarien haben sich von reinen Bräunungsgeräten zu Lichtanwendungen gewandelt, die nicht nur bräunen, sondern auch die Haut pflegen. Mit der Überwasser-Massage von Wellsystem und der Luftentkeimung von pure air bietet die JK-Gruppe inzwischen weitere Produkte an, die den geänderten Anforderungen der Fitnessbranche Rechnung tragen und einen noch stärkeren Fokus auf Gesundheit legen. Als offizielles Organ des DSSV e. V. und des Bundesfachverbandes Besonnung e. V. hat die 24
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Einen großen Mehrwert bietet der Qualitätsjournalismus, der die gesamte Fitness- und Gesundheitsbranche bei ihrer ‚Reise in die Zukunft‘ begleitet und sie vorantreibt. Für die Kolleginnen und Kollegen ist die fMi eine wichtige Quelle, um sich über die neuesten Trends im Fitnessmarkt zu informieren und Chancen sowie Herausforderungen zu identifizieren und zu nutzen. Aber die fMi hat für uns auch aus klassischer Vertriebssicht große Bedeutung: In einem der auflagenstärksten Leitmagazine der Branche erreichen wir mit unseren Anzeigen rund 20.000 Leser – die meisten davon Entscheidungsträger. Die Digitalisierung ist wahrscheinlich der wichtigste Megatrend unserer Zeit. Auch wir treiben ihren Fortschritt stetig voran – sowohl bei der Geräteentwicklung als auch im Vertrieb und
So sahen die Anzeigen von Ergoline 1995 aus
in der Kommunikation. Aktuell haben wir mit dem Hashtag #TravelwithErgoline eine tolle Social-Media-Kampagne für alle, die dieses Jahr nicht in den sonnigen Süden reisen können.”
„Vertrauen, Wertschätzung, Respekt und Kommunikation”
Wir hatten uns als Steuerkanzlei schon damals auf die Unternehmen der Fitnessbranche spezialisiert. Jeder unserer Mitarbeiter war Mitglied in einem Fitnessstudio und kannte somit den Studioalltag, einige Mitarbeiter hatten auch eine Trainerausbildung. Durch die Artikel, die wir über die Jahre in der fMi veröffentlicht haben, konnten wir deutschlandweit eine enorme Reichweite erlangen und auch neue Mandate hinzugewinnen. Die 25-jährige Zusammenarbeit mit der fMi zeichnet sich für mich durch alles aus, was mit Vertrauen, Wertschätzung, Respekt und Kommunikation zu tun hat.
Werner Kündgen: Partner und Kunde seit 1995
„Mein damaliger Beitrag in der ersten fMi behandelte ein sozialversicherungsrechtliches Thema. Es ist für mich erschreckend zu erkennen, dass sich in dieser Hinsicht in den vergangenen 25 Jahren nichts zum Besseren entwickelt hat. Die Sozialversicherungsträger wie auch die Steu-
Die fMi bietet uns einen erheblichen Informationsnutzen. Viele Beiträge von verwandten Berufsgruppen, wie Anwälten, Unternehmensberatern, Marketingexperten etc., dienten uns als Inspiration oder bewegten uns zum Nachdenken. Das half uns dabei, neue und innovative Produkte und Dienstleistungen für die Fitnesswirtschaft zu entwickeln, zum Beispiel die sehr erfolgreiche ‚Digitale, beleglose Buchhaltung für die Fitnessbranche mit Soll-Ist-Vergleichen’
Foto: privat
erbehörden bereiten den Studiobetreibern nach wie vor erhebliche Probleme.
Werner Kündgen Kündgen & Kündgen Steuerberatungsgesellschaft Treuhandgesellschaft mbH, Sachverständiger für Fitnessund Freizeit-Anlagen, Vizepräsident des DSSV
oder die heute dringend erforderliche Verfahrensdokumentation. ‚Digitalisierung‘ und ‚Beratung‘ sind die Buzzwords der Steuerberaterbranche. Dokumentenmanagementsysteme verwalten Akten und Belege. Cloud-Plattformen und Software-Tools haben den papierlastigen Informations- und Belegaustausch mit Reibungsverlusten und Doppelarbeit überflüssig gemacht. Digitale Systeme vereinfachen heute die Zusammenarbeit und haben auch eine neue Vertrauensbasis zwischen Steuerberatern und Mandanten ermöglicht.”
„Spannende und lesenswerte Inhalte”
„Es war ein grandioses Gefühl, als die fMi 1997 den Fitnesspark Pfitzenmeier in Schwetzingen als ‚Anlage des Monats’ vorstellte! Bei der Auszeichnung des Pfitzenmeier Premium Plus Resorts in Karlsruhe als ‚Studio des Jahres 2017‘ war es genauso: Beides war Lohn und Anerkennung zugleich für die vielen harten Jahre der Aufbauarbeit, aber auch für unser zukunftsweisendes Konzept, den Menschen mit unseren Studios eine möglichst perfekte Mischung aus Fitness-, Wellness- und Gesundheitsservice zu bieten. Als ich den Bericht von damals jetzt wiedergesehen habe, flogen Erinnerungen an die ‚alten
Die fMi ist und war schon immer ein hervorragendes Organ des Arbeitgeberverbandes DSSV! Jeder fachlich versierte Studiobetreiber findet darin all die wichtigen Dinge, die der Verband für die Branche tut, und vieles mehr. Das sind natürlich auch für unsere Mitarbeiter spannende und lesenswerte Inhalte. Es ist lobenswert, dass die fMi und der DSSV den Weg der Digitalisierung mitgehen! Wie wichtig digitale Kanäle für die Unternehmen unserer Branche sind, hat die Corona-Krise mehr als deutlich gezeigt. Das Team der Unternehmensgruppe Pfitzenmeier hat binnen kürzester Zeit auf
Foto: Pfitzenmeier Unternehmensgruppe
Im Juni/Juli 1997 war der Fitnesspark Pfitzenmeier in Schwetzingen „Anlage des Monats“
Tage’ an meinem inneren Auge vorüber. Aber es wird auch deutlich, wie stark sich die Welt und auch die Fitnessbranche verändert haben. Andererseits: Vieles von dem, was wir damals konzipiert und angeboten haben, ist bis heute von Bestand. Der Bedarf an guten Fitness-, Wellness- und Gesundheitsleistungen wird immer größer. Uns als Fitnessunternehmern bieten sich also nach wie vor nicht nur große wirtschaftliche Chancen, sondern wir tun auch der Gesellschaft einen großen Gefallen. Und darauf können wir stolz sein!
Werner Pfitzenmeier Geschäftsführer Pfitzenmeier Unternehmensgruppe
die neuen, unvorhersehbaren Anforderungen reagiert und den Mitgliedern umfassende digitale Services angeboten. Unzählige Livestreams und Downloads ermöglichten es unseren Mitgliedern, von zu Hause aus sicher und bequem fast alle gewohnten Fitnessangebote zu nutzen, präsentiert von unseren professionellen Trainern und Kursleitern, die sie aus dem Studiobetrieb schon seit vielen Jahren persönlich kennen und schätzen. Denn auch bezüglich der Digitalisierung gilt: Die Fitnessbranche muss all ihr Können, all ihre Innovationskraft einsetzen, um den Menschen ein gesünderes Leben zu ermöglichen – wie auch immer die Welt um uns herum aussieht!” 04/20
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„Die Zeitschrift gibt der Branche ein Gesicht” Foto: Behrendt und Rausch
Wellenlänge zu funken, bringt niemanden weiter. Wichtig war und ist aber, dass der Respekt immer da war, weil am Ende alle ein gemeinsames Ziel haben: die Branche nach vorne zu bringen. Das ist uns, glaube ich, ganz gut gelungen.
Silke Frank Event Director FIBO Reed Exhibitions Deutschland GmbH
„Die 90er-Jahre waren absolute Boomjahre, eine wilde Zeit: flippig, schrill, laut und verrückt im positiven Sinn. Die FIBO fing an, Kultstatus zu erlangen. Überall entstanden Studios. Die Szene rückte mehr in die Mitte. Das war eine ganz wichtige Entwicklung, wenn es darum ging, neue Leute zu erreichen. Dazu passt die Tatsache, dass einige der Schwerpunktthemen der fMi im Jahr 1995 Rehabilitation und Prävention waren – das war schon sehr weitsichtig. Die fMi ist 25, die FIBO wird 36. Eine verdammt lange Zeit, in der man zusammensteht und zwischendurch auch mal unterschiedlicher Meinung ist. Das gehört einfach dazu. Immer nur auf einer
Ich hoffe, es klingt nicht zu philosophisch, wenn ich sage, dass ein Medium wie die fMi ganz wichtig dafür ist, dass die Branche zusammenrückt, sich austauscht und über sich selbst nachdenkt – übrigens nach wie vor auch als Printausgabe, die in vielen Studios ausliegt. Man unterschätzt manchmal – gerade in Zeiten digitaler Medien – den Wert von Fachpublikationen, die der Branche nach innen wie außen ein Gesicht geben. Schon deshalb ist die fMi wichtig – analog und digital. Die digitale Reichweite hat sich zur ‚zweiten Währung’ entwickelt. Das gilt auch für die FIBO, die sich mit einer Reichweite von über 180 Millionen ‚Views’, unabhängig vom jeweiligen Kanal, zum weltweit wichtigsten medialen ‚Hub’ der Branche entwickelt hat. Die aktuelle Entwicklung hat gezeigt, wie wichtig es ist, diese Prozesse weiter voranzutreiben, auch was neue Formate anbelangt. Gleichzeitig bleibt der Mensch ein physisches Wesen, das den
Eine FIBO im Oktober gab es schon 1995 – damals ergänzte die FIBO Nürnberg die Messe im Frühjahr
direkten Austausch braucht. Die Bedeutung von allem, was ‚Face to Face’ abläuft, wird zunehmen. Dazu zähle ich auch Live-Events und Messen. Die Vernetzung von Online- und Offline-Angeboten wird eine größere Rolle spielen, auch für uns als Messeveranstalter.”
„Fachliche und objektive Aufklärungsarbeit zu EMS” Foto: miha bodytec GmbH
ben. Diese fachliche und objektive Aufklärungsarbeit hat uns ebenso wie dem gesamten EMSMarkt sehr geholfen und eine breite Akzeptanz für dieses Segment geschaffen.
Jürgen Decker CEO miha bodytec GmbH
„Mit der miha maschinen GmbH, über die 1995 in der fMi berichtet wurde, legte Dieter Miehlich den Grundstein für die Firmengründung der miha bodytec GmbH im Jahr 2007. Wie auch in unserem Unternehmen hat sich bei der fMi von 1995 bis heute viel geändert und sie hat sich weiterentwickelt. EMS-Training, wie man es heute kennt, hat erst nach der Jahrtausendwende Einzug in die Fitnessbranche gehalten. Wie bei den meisten Innovationen wussten viele Mitglieder und Studiobetreiber anfangs nicht, wie EMS-Training einzuschätzen ist. Die fMi hat vom ersten Tag an über EMS berichtet und die Vorteile dieser Trainingsform hervorgeho26
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Aus dem ersten EMS-Studio, das 2007 eröffnete, hat sich in den letzten Jahren ein eigenständiges Marktsegment mit aktuell über 1.300 reinen EMS-Anbietern entwickelt. Bis heute sorgt die fMi für eine kontinuierlich sachliche Berichterstattung über den EMS-Markt. Da wir wissen, dass diese Informationen geprüft und fundiert sind, geben wir die Inhalte bedenkenlos an unsere Mitarbeiter und Kunden weiter. Neben dem Printmedium bietet auch die Online-Berichterstattung einen klaren Mehrwert für uns. Zu vielen EMS-relevanten Themen, wie DIN, MPG, NiSV, etc., sind unsere Kunden durch die fMi bereits vorinformiert, sodass wir mit unserem Service- und Vertriebsteam perfekt darauf aufbauen können. Das spart uns Aufwand und Zeit, die wir für unsere eigenen Themen verwenden. Auch während des Corona-Lockdowns haben wir einen wesentlichen Teil der Informationen über die fMi-Website und direkte Telefonate mit dem Team in Hamburg bezogen.
Die crossmediale Entwicklung der fMi zur zentralen Nachrichtenplattform ist genau der richtige Weg und bringt für den EMS-Markt ebenso wie für die gesamte Fitnessbranche einen Informationsvorteil, der sich natürlich auch wirtschaftlich auswirkt.”
Aus der miha maschinen GmbH (Anzeige in Ausgabe 1 der fMi) entwickelte sich die miha bodytec GmbH
„25 Jahre fMi – das bedeutet für uns Emotionen pur!” Foto: gym80 International GmbH
Links: Der Beinstrecker von gym80 schmückte das Cover der Ausgabe 1 im Jahr 1995 Rechts: KING OF MACHINES gym80 feiert 2020 vierzigjähriges Jubiläum
Simal Yilmaz Inhaber gym80 International GmbH
„Das #teamkingofmachines gratuliert dem fMi-Team herzlich zum Erreichen dieses Meilensteins. 25 Jahre fMi – das bedeutet für uns Emotionen pur! Da auch wir in diesem Jahr ein Jubiläum feiern, beschäftigen wir uns aktuell viel mit der Geschichte. In 40 Jahren gym80 sammelt sich so einiges an Bildmaterial an. Die erste Ausgabe der fMi, mit uns als Titelbild, darf da natürlich, gut archiviert, auch nicht fehlen! Wir sind stolz, dass wir das allererste Cover der fMi bekleiden durften und hoffen auf weitere innovative Cover. Es ist eine Partnerschaft auf Augenhöhe: Sowohl für die fMi als auch für gym80 sind Werte
wie Innovation, Mut, Stabilität und Vertrauen in leichten sowie in turbulenten Zeiten gleichermaßen wichtig. Beständigkeit in der Fitnessbranche ist ebenfalls eine Eigenschaft, die unsere beiden Unternehmen auszeichnet und miteinander verbindet. Die fMi ist über die vergangenen 25 Jahre hinweg eine multimediale Stütze der Branche geworden. Wir freuen uns, ein Teil davon zu sein. Die fMi stellt einen großen Mehrwert für den Fitnessmarkt dar. Jedes Unternehmen, das in und mit der fMi wirbt und mit ihr zusammenarbeitet, profitiert davon, so natürlich auch gym80. Die vielfältigen Möglichkeiten, ver-
schiedenste Themenbereiche auf einem TopNiveau zu präsentieren, helfen uns, die Branche optimal zu erreichen. Ich sehe die Digitalisierung positiv! Durch sie werden neue Quellen zur Informationsbeschaffung und -vermittlung genutzt – bei Kunden und Partnern. Selbstverständlich sind die fMi und gym80 innovativ und gehen diesen Weg zum Teil gemeinsam. Die ‚digitale Welt‘ wird für die Fitnessindustrie auch in Zukunft noch spannende Möglichkeiten bereithalten. Mit gym80 Digital sind wir hier immer am Puls der Zeit und freuen uns auf das, was noch kommt!”
„Bestimmte Beziehungen sind mehr als nur Business” Seit diesem Artikel haben wir viele Höhen, aber auch Tiefen miteinander durchlebt und ich stelle fest, dass bestimmte Business-Beziehungen am Ende doch ein wenig mehr als nur Business sind. Ich würde sagen, es ist eine echte Partnerschaft zwischen INKO und der fMi entstanden!
Foto: INKO Internationale Handelskontor GmbH
„Es war spannend und ich wurde etwas nostalgisch, als ich den Beitrag in der allerersten fMi wiedergesehen habe. Ich habe die Aufbruchstimmung von damals deutlich gespürt! Wenn ich mir das Design anschaue, wären wir damit heute wieder absolut hip.
Angelika Müller Geschäftsführerin INKO Internationale Handelskontor GmbH
Da die fMi im Portfolio eines jeden gut etablierten Studios ist, konnten wir damit viele Kunden in einer positiven und interessanten Weise ansprechen! Wir alle müssen uns mit der Digitalisierung auseinandersetzen und diese in unseren Unternehmen vorantreiben. Wenn dies mit gutem und nachhaltigem Content geschieht, dann haben Verbraucher und Anbieter gewonnen!
Die INKO news zur Trinkflaschen-Aktion „Get-it” in der allerersten fMi im Jahr 1995
Ich möchte der fMi alles Gute und viel Erfolg für die Zukunft wünschen und mich für die vertrauensvolle Zusammenarbeit bedanken!” 04/20
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150. AUSGABE fMi
„Viele Jahre branchenspezifische Berichterstattung und Trendsetter” Foto: body + soul group
Matrix seit 2015 einen neuen und sehr starken Hersteller als Partner gewonnen.
Michael Pribil Vorstand der body + soul group AG & Co. KG
„2009, als das body + soul in München-Brunnthal als ‚Anlage des Jahres’ ausgezeichnet wurde, war eine spannende, aufregende und sehr dynamische Zeit, an die ich sehr gern zurückdenke. Der damalige Mut wurde mit zufriedenen Mitgliedern und Mitarbeitern belohnt. Die Auszeichnung der fMi war eine überraschende Freude und gleichzeitig Anerkennung sowie Bestätigung für mein Team und auch für mich persönlich. Das ist sie übrigens noch heute, denn die Auszeichnung wird nach wie vor im Original im body + soul Center Brunnthal präsentiert.
Das body + soul in München-Brunnthal war „Anlage des Jahres“ 2009
Was meine erste Reaktion war, als ich den Bericht aus der fMi wiedergesehen habe? Es war ein Schmunzeln und der Artikel rief eine Art nostalgisch-positive Erinnerung wach, mit vielen, lebendigen Bildern vor Augen. Tatsächlich hat sich seither gar nicht so viel geändert bezüglich der Grundkonzeption. Das Center Brunnthal ist in vielerlei Hinsicht weiterhin herausragend. Wir modernisieren regelmäßig und halten die Anlage optimal in Stand. Statt dem milon Zirkel gibt es jetzt die Geräte von five. Und für den Bereich der Cardio- und Kraftgeräte haben wir mit
Die fMi steht für viele Jahre zuverlässiger, interessanter und branchenspezifischer Berichterstattung sowie für Trendsetting. Und wir geben unsere Erfahrungen und unser Know-how weiter. Dies ist bei body + soul einfach umsetzbar aufgrund flacher Hierarchien und kurzer Wege. Davon profitieren neben Trainern, Studenten und Auszubildenden auch die Mitarbeiter im Kundenservice oder der hauseigenen Technik. Die Digitalisierung der Branche sehe ich sehr positiv! Wir haben bereits in 2015 mit der Entwicklung einer eigenen body + soul FitnessApp begonnen, die wir seither erfolgreich einsetzen. Die Anzahl der User unserer SocialMedia-Auftritte bei Facebook und Instagram wächst stetig. In den vergangenen Monaten haben wir weit über 100 Live-Sessions in Form von Group-Fitness-Kursangeboten über diese sozialen Netzwerke mit allen Nutzern kostenlos geteilt und dadurch einen enormen Zuwachs an Followern verbucht. Es ist wichtig, stets am Puls der Zeit zu bleiben, was die fMi auch vorbildlich umsetzt!”
„Die Auszeichnung hat uns noch mehr motiviert” Foto: Volker Beushausen
Wir haben uns als ‘Sportmedizinisches Trainingszentrum Kämmerling‘ mittlerweile viel stärker abgegrenzt. Früher wollten wir für jeden eine Lösung haben und ein für alle Altersgruppen gerechtes Training anbieten. Heute lösen wir vor allem die Probleme der Menschen im Bereich der Gesundheit. Ich weiß auch, dass ich als nächstes Physiotherapie integrieren muss, um erfolgreich zu bleiben, weil der erste und zweite Gesundheitsmarkt immer weiter zusammenwachsen. Michael Kämmerling Geschäftsführer Trainingszentrum Kämmerling GmbH
Das damalige Fitness-Center Kämmerling war im Juni/Juli 1996 „Anlage des Monats”
„Das ganze Team, meine Familie und ich waren sehr stolz, als wir im Frühjahr 1996 informiert wurden, dass die fMi das Fitness-Center Kämmerling als ‚Anlage des Monats‘ vorstellen würde. Die Auszeichnung hat uns noch mehr motiviert und das Team bekam einen großen positiven Schub.
abläufe waren sehr schlicht: Ein Interessent kam ins Studio, man machte ein Probetraining mit ihm und danach unterschrieb er die Mitgliedschaft. Unser Publikum war wesentlich jünger als heute. Unsere Hauptthemen waren Figur und Abnehmen. Die Kurse waren damals überfüllt. Wir hatten pro Woche 35 Kurse und in jedem waren im Schnitt 25 Teilnehmer. Es gab allerdings auf der Trainingsfläche nicht die gleichen Möglichkeiten wie heute. Wir hatten keine Zirkelsysteme, kein Muskellängentraining, keine Koordinationsgeräte usw.
Das ist 24 Jahre her. Als ich jetzt den Artikel gesehen habe, da wurde es mir schon warm ums Herz. Damals war vieles noch einfacher. Es gab weniger Mitbewerber, fast jede Marketingaktion hat super funktioniert und die Arbeits28
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Als Geschäftsführer finde ich es wichtig, mich durch die fMi immer wieder zu informieren und mich auf den neuesten Stand zu bringen. Die Berichte der anderen Unternehmer und die Fachbeiträge der Spezialisten sind für mich immer sehr interessant und aufschlussreich. Ob in der Verwaltung, im Marketing, bei Terminen, Verkaufsprozessen, Betreuungssystemen usw. – ohne die Digitalisierung geht heute nicht mehr viel. Das gleiche gilt für die Weiterbildung, z. B. durch E-Learning. Auch alle Arbeitsprozesse, Leitfäden, das QM usw. sind digitalisiert. Wenn mal der Server ausfällt, dann spüren wir direkt, in welcher Abhängigkeit wir uns befinden. Letztendlich führt aber kein Weg daran vorbei.“
„Gratulation zu 25 Jahren fitness MANAGEMENT international!”
Eckbert Ganns Geschäftsführer Life Fitness Europe GmbH
„In der Cybex-Anzeige der ersten fMi-Ausgabe aus dem Jahr 1995 hieß es: ‚Willkommen in einer neuen Ära von Krafttrainingsgeräten.‘ Damals war das Unternehmen noch nicht Teil der Life Fitness-Markenfamilie, aber eine neue Ära in der Fitnessbranche hatte tatsächlich begonnen – die des reichweitenstarken und einflussreichen Fachmagazins für Studiobetreiber und Trainer. Wir sind stolz, dass Cybex seit ein paar Jahren zu uns gehört. Genauso stolz sind wir auf die Entwicklung der fMi. Sie ist ein unverzichtbarer
Teil der Fitness- und Gesundheitsbranche im deutschsprachigen Raum geworden. Egal, ob es um die Vorstellung neuer Geräte, um Neues aus der Trainingswissenschaft oder um betriebswirtschaftliche und rechtliche Hilfestellungen für Unternehmer und Führungskräfte geht: Die fMi bringt Coaches und Clubbetreiber voran, damit sie das Maximum für den Trainingserfolg ihrer Kunden herausholen und wirtschaftlich erfolgreich sein können. Das gelingt nur mit dem richtigen Team. Die fMi steht für journalistisch ansprechende und fachlich hochwertige Berichte und Analysen. Die Verleger der fMi um DSSV-Präsidentin Birgit Schwarze überzeugen aber nicht nur mit der gedruckten Ausgabe, sondern erreichen auch online eine hervorragende Reichweite. Davon profitiert auch Life Fitness. Wir haben mit Life Fitness On Demand den ersten Fitness-Streamingdienst für alle Premium-Cardiogeräte mit der Discover SE3 HD-Konsole auf den Markt gebracht und investieren weiter in digitale Angebote wie den virtuellen Coach. Wir freuen uns darauf, die Digitalisierungsexperten der fMi dabei an unserer Seite zu haben.
Happy Birthday, fitness MANAGEMENT international!“
Die Marke Cybex war in der ersten fMi-Ausgabe vertreten und gehört heute zur Markenfamilie von Life Fitness
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KOMMENTAR Foto: Klaudia Lech
Birgit Schwarze Präsidentin DSSV e. V.
Was ist und bleibt, wenn die Krise geht? Grundsätzlich gilt, dass Krisenzeiten die Menschen dazu bewegen, mehr innezuhalten und sich Gedanken über das wirklich Wichtige im Leben zu machen. Gleichzeitig bangen sowohl die Unternehmen als auch die Arbeitnehmer um ihre Existenz und ihre Absicherung. Nicht zuletzt zeigt die Neuverschuldung von rund 220 Milliarden Euro, die der Bundestag zur Überwindung der Corona-Pandemie beschlossen hat, dass es sich hierbei um eine Krise von gewaltigem Ausmaß handelt. Klar ist, dass sich die Wirtschaft trotz vieler Maßnahmen seitens der Regierung – Zuschüsse, Steuersenkungen und staatlich verbürgte Kreditmöglichkeiten – nicht sofort wieder erholt. Es wird wirtschaftlich nur langsam bergauf gehen – aber es geht bergauf!
Wie gehen wir mit der Krise um? Generell sollten wir uns immer auf das fokussieren, was wir ändern können, und das ist unsere Zukunft und nicht die Vergangenheit. Zudem sollten wir aufhören, uns zu fragen, „was nicht möglich ist“ und uns stattdessen die zielführendere Frage stellen: „Was ist jetzt möglich?“ Wenn wir diese beiden Erkenntnisse verinnerlicht haben, kann uns auch die Corona-Krise konkrete Ansatzpunkte aufzeigen. Als Kernbotschaft der zahlreichen Kampagnen und Initiativen während des Lockdowns wurde immer wieder betont, dass unsere Fitnessstudios gesundheitsrelevant sind. Dies sollte übrigens nicht mit „systemrelevant“ verwechselt werden, denn das bedeutet etwas anderes.
Wann sind wir gesundheitsrelevant? Unsere Branche ist dann gesundheitsrelevant, wenn wir in der Lage sind, unseren Kunden zu mehr Gesundheit zu verhelfen. Dafür benötigen wir qualifizierte Mitarbeiter in unseren Studios. Ein Porsche fährt schließlich auch nicht ohne Benzin. Als Fitnessbranche müssen wir uns folglich die Frage stellen, wo wir qualifiziertes Personal ausbilden lassen und einsetzen. Dann sind wir wirklich gesundheitsrelevant und helfen unseren Mitgliedern, gesünder zu leben.
Warum wir langfristig profitieren werden Gesundheit und Bildung sind schon immer die „Gewinner“ von Krisen gewesen. Denn Kompetenzen und Wissen, das wir durch Qualifikationen in unserer Branche generieren, kann uns niemand mehr nehmen – auch keine zukünftige Krise. Durch die CoronaPandemie wurde die deutsche Bevölkerung hinsichtlich der Bedeutung der eigenen Gesundheit sensibilisiert. Auch wenn in der Zeit der Studioschließungen viele Menschen zu Hause trainieren mussten, so ist dies grundsätzlich positiv zu sehen, da das Gesundheitsbewusstsein geschärft wurde.
Der Mensch ist ein soziales Wesen Kaum jemand hat dauerhaft Spaß daran, allein auf dem Hometrainer zu schwitzen. Der Mensch ist ein soziales Wesen und braucht die Gemeinschaft mit seinen Mitmenschen. Daher wird unsere Branche mittel- und langfristig von der Krise profitieren. Wir werden mehr Mitglieder in den Studios begrüßen und wir werden mehr Nachfrage nach professioneller Gesundheitsberatung und -betreuung feststellen. Das war nach den letzten Krisen so und wird auch nach Corona so sein. Am Ende gehen wir alle gestärkt aus dieser Zeit hervor. Davon bin ich fest überzeugt. Mit den besten Grüßen aus Hamburg und bleiben Sie zuversichtlich
Birgit Schwarze
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Der erste duale Studiengang, der voll meinen Interessen entspricht, in dem ich Technik mit Fitness, Sport und Gesundheit verbinden kann! Fitnessgeräte, Wearables oder Trackingsysteme entwickeln? Genau mein Ding! Und das Beste: den betrieblichen Teil des Studiums kann ich in meinem Fitnessstudio absolvieren und damit direkt hier die digitale Zukunft starten.
Deutsche Hochschule fßr Prävention und Gesundheitsmanagement
University of Applied Sciences
dhfpg.de/fmi
G N I D A E L L A E N O TH I T A N R W INTE O H S E D A R T TH L A E H ESS & LN
EL W , S S E N FOR FIT
M O C . FIBO
VERANSTALTUNG | ANZEIGE
Foto: DHfPG/BSA
Aufstiegskongress 2020
Der Kongress findet erstmalig online statt Beim Aufstiegskongress informieren sich jedes Jahr aufs Neue Mitglieder der Fitness- und Gesundheitsbranche über Trends, Entwicklungen, aktuellste Forschungsergebnisse und Konzepte aus der Praxis für die Praxis. Erstmals findet der Kongress, der von der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement (DHfPG), der BSA-Akademie und der BSA-Zert seit vielen Jahren in Mannheim veranstaltet wird, ausschließlich als Online-Veranstaltung statt.
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lle Vortragsinhalte, Fach-Foren sowie Intensivseminare werden digital und kostenfrei verfügbar sein. Die FIBO, die in diesem Jahr vom 1. bis 3. Oktober als reine Fachmesse stattfindet, wird den Aufstiegskongress zusätzlich im Rahmen der neuen digitalen FIBO-Plattform präsentieren. Ursprünglich sollte der Aufstiegskongress zunächst wie gewohnt als Veranstaltung vor Ort und erstmals – als Reaktion auf die Corona-Pandemie – auch online
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angeboten werden. Nun mussten sich die Veranstalter aufgrund der weiterhin ungewissen Situation und der behördlichen Vorgaben gegen die Vor-Ort-Veranstaltung entscheiden: zum einen, weil die Sicherheit der Besucher und Mitarbeiter an erster Stelle steht und zum anderen, weil die geltenden Abstands- und Hygieneregeln u. a. die Durchführung des Kongresses und des zugehörigen Rahmenprogramms selbst unmöglich machen.
Der Aufstiegskongress hat sich als DER Fachkongress für aktive Gesundheitsgestalter etabliert. 2019 konnte mit Top-Speaker Jan Frodeno und mehr als 1.100 Teilnehmenden sowie über 30 Ausstellungspartnern das bisher erfolgreichste Jahr verzeichnet werden. Daran wollten die Veranstalter – die Deutsche Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement (DHfPG), die BSA-Akademie und die BSA-Zert – natürlich auch in 2020 anknüpfen. Durch die Verbreitung des Coronavirus geriet dieses Vorhaben jedoch ins Wanken und erstmals in der Geschichte des Aufstiegskongresses wurde immer fraglicher, ob die Veranstaltung überhaupt stattfinden könnte.
Aufstiegskongress in Mannheim trotz Corona-Pandemie? Direkt nach dem Aufstiegskongress im Oktober 2019 begannen die Vorbereitungen für die Veranstaltung in diesem Jahr: Themen wurden gesucht, die Referenten angefragt und das Motto erarbeitet. Und obwohl sich bereits Anfang 2020 die Meldungen über das neuartige Coronavirus häuften, war das Ausmaß, das die Infektionskrankheit annehmen würde, zu diesem Zeitpunkt nicht annähernd absehbar. Doch bereits im März hatte sich das Virus auch auf dem gesamten europäischen Kontinent verbreitet. Aufgrund dieser rasanten Entwicklung traf die Bundesregierung die historische Entscheidung, das öffentliche Leben auf das Notwendigste herunterzufahren: Geschäfte, Restaurants, Schulen und Hochschulen, Fitness- und Gesundheitsstudios etc. wurden geschlossen sowie Großveranstaltungen zunächst bis 31. August 2020 untersagt. Zu diesem Zeitpunkt bestand vonseiten der Veranstalter noch die Hoffnung, dass die Durchführung des Aufstiegskongresses vom 9. bis 10. Oktober 2020 in Mannheim möglich sein würde. Dennoch entschlossen sich die Verantwortlichen, erstmals zusätzlich zur Vor-Ort-Veranstaltung auch eine Online-Version vorzubereiten, um so das Stattfinden in jedem Fall gewährleisten zu können. „Mannheim“ war also weiterhin das Ziel. Leider stimmten die Entwicklungen der vergangenen Wochen in Bezug auf Großveranstaltungen jedoch wenig optimistisch: Obwohl die Ausgangsbeschränkungen und Kontaktverbote mittlerweile gelockert bzw. aufgehoben wurden und das öffentliche Leben sich zum Teil wieder normalisiert hat, ist die Corona-Pandemie noch lange nicht überstanden.
Aufstiegskongress: „ONLINE ONLY“ und kostenfrei Weil in diesem Jahr alles anders ist, wird der Aufstiegskongress nun ausschließlich als Online-Veranstaltung mit interessanten Vorträgen, aktuellen Fach-Foren und Forschungsergebnissen sowie praxisnahen Intensivseminaren stattfinden. Ab sofort können sich Interessierte auf der Webseite www.aufstiegskongress.de registrieren und vom 1. Oktober 2020 bis zum 31. Dezember 2020 sämtliche Inhalte kostenfrei abrufen. Außerdem wird in diesem Jahr die FIBO, die vom 1. bis 3. Oktober aufgrund der Corona-Krise erstmals als reine Fachmesse veranstaltet wird, zusätzlich eine digitale FIBO-Plattform inklusive Ausstellervideos, Livestreams, Interviews und Workouts bereitstellen, um allen interessierten Personen den kompletten Überblick über die Branchenhighlights zu ermöglichen. Im Rahmen dieser digitalen FIBO-Plattform wird auch der 14. Aufstiegskongress der DHfPG, BSA-Akademie und BSA-Zert abrufbar sein: „Wir freuen uns sehr, dass wir im Rahmen unserer neuen digitalen FIBO-Plattform in diesem Jahr auch den „Aufstiegskongress ONLINE ONLY“ präsentieren werden. Der Aufstiegskongress ist für seine qualitativ sehr hochwertigen Fachinhalte seit Jahren in der Branche bekannt und wird das Angebot der digitalen FIBO-Plattform ideal ergänzen“, betont Silke Frank, Event Director der FIBO. Da auch die Fitness- und Gesundheitsbranche schwer von der aktuellen Corona-Krise getroffen wurde, haben sich die Veranstalter dazu entschieden, den Online-Kongress als Zeichen der Unterstützung kostenfrei zugänglich zu machen, das Programm unter dem diesjährigen Motto „Time for action – Perspektiven schaffen und sichern" um einige Vorträge zu erweitern und die Inhalte über mehrere Wochen zur Verfügung zu stellen. Auch die Ausstellungspartner des diesjährigen Aufstiegskongresses sind mit dabei. Außerdem können Nutzer Fragen zu den Vorträgen an die Referenten, ähnlich der Speakers Corner, stellen und für sich sowie ihr Unternehmen den größtmöglichen Vorteil aus der Veranstaltung ziehen. So können die Inhalte zum Beispiel auch für interne Schulungen genutzt werden. Gehen Sie online mit uns! Besuchen Sie die Plattform des „Aufstiegskongresses ONLINE ONLY“ und informieren Sie sich, Ihre Kunden und Ihr Team über aktuelle Trends, Entwicklungen und Konzepte aus der Praxis für die Praxis!
Aufstiegskongress vor Ort abgesagt
Mit dem Newsletter immer up to date
Mundschutz tragen, Abstand halten, soziale Kontakte minimieren, Menschenansammlungen meiden – das ist die Realität, mit der wir uns seit Beginn der Corona-Krise zu arrangieren versuchen. Die geltenden Hygiene- und Abstandsregeln sollen uns vor einer zweiten Welle schützen und die Verbreitung des Virus verlangsamen. Diese Bestimmungen gelten besonders für Großveranstaltungen. Doch wie soll der Aufstiegskongress, der sich vor allem durch die familiäre und ungezwungene Atmosphäre sowie durch das umfangreiche Rahmenprogramm u. a. mit Partner-Ausstellung, Get Together und Speakers Corner auszeichnet, durchgeführt und gleichzeitig den Ansprüchen der Veranstalter und natürlich der Kunden und Partner gerecht werden? Die Veranstalter des Kongresses kamen zu dem Entschluss, dass dies nicht gelingen würde, ohne Nachteile für die Kunden, Partner und den Aufstiegskongress selbst in Kauf nehmen zu müssen. Daher wurde die Vor-Ort-Veranstaltung nun schweren Herzens abgesagt. Nur so kann die Sicherheit aller Beteiligten garantiert werden.
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STEUERERLEICHTERUNGEN
Mehrwertsteuersenkung und Steuerstundung
Steuerliche Auswirkungen auf die Fitnessbranche Text: Florian Kündgen
Die Pandemie hat eine Wirtschaftskrise ausgelöst. Mit aller Kraft versucht die Bundesregierung, die Schäden zu begrenzen – auch mit steuerlichen Hebeln. Bereits die Anhörung im Deutschen Bundestag zum ersten Corona-Steuerhilfegesetz offenbarte, welche Herausforderungen sich dabei ergeben. Der DSSV setzt sich als Interessenvertretung der deutschen Fitness-Wirtschaft auch für Rechtssicherheit und die Stärkung der Liquidität seiner Mitgliedsbetriebe ein.
Grafik: Icon made by Eucalyp from www.flaticon.com
S
eit dem Beginn der Corona-Krise hat die Bundesregierung mit erhöhtem Druck und großer Flexibilität, z. B. in Form von Kabinettsbeschlüssen, auf die Liquiditätsprobleme der Unternehmen reagiert. Nach dem anfänglichen „Corona-Schock“ war es wichtig, auch gesetzlich die Bewältigung der Krise in steuerlicher Hinsicht anzugehen. Entsprechend schnell erfolgte die Umsetzung seitens der Regierung im parlamentarischen Betrieb: Auf das erste Corona-Steuerhilfegesetz, das im Mai noch schlank gehalten wurde, folgte zügig das zweite Corona-Steuerhilfegesetz im Juni.
systematisch fragwürdig, populistisch sowie ganz und gar nicht zielführend. So wurden vielmehr direkte und kalkulierbare Liquiditätshilfen für die von der Krise betroffene Fitnessbranche empfohlen. Dies wäre sicherlich die bessere Alternative für unsere Fitnessbetriebe gewesen. Eine sinnvollere umsatzsteuerliche, liquiditätsschonende Maßnahme wäre unserer Ansicht nach – um ein Beispiel zu nennen – eine temporäre Erweiterung der Ist-Besteuerung, also eine Versteuerung nur nach tatsächlich vereinnahmten Entgelten/Beiträgen.
Absenkung der Umsatzsteuer – Fluch oder Segen?
Rechenbeispiel bei Bruttopreisvereinbarung
Auf Basis des Beschlusses vom 3. Juni 2020 senkte die Bundesregierung in ihrem Entwurf für das zweite Corona-Steuerhilfegesetz die Umsatzsteuersätze auf 16 und 5 Prozent herab – für ein halbes Jahr ab 1. Juli 2020. Nach anfänglicher Euphorie wurde schnell klar, dass die Umstellung ohne entsprechende Anlaufphase für die Unternehmen der Fitnessbranche einen enormen Aufwand darstellt. Dies betrifft die Buchhaltung, die Umstellung der Kassensysteme und die komplette Dokumentation, damit bei einer eventuellen Betriebsprüfung auch nachgewiesen werden kann, dass der richtige Umsatzsteuersatz zur Anwendung gekommen ist. Zudem ist fraglich, ob die Nichtweitergabe der Steuerreduktion aufgrund der individuellen Vertragsgestaltung überhaupt zulässig ist. Die Problematik hierbei besteht vor allem darin, dass zum Jahresende all dies nochmals geleistet werden muss. Dieser administrative Aufwand bedeutet immer auch monetärer Aufwand, sprich weitere Zusatzkosten entstehen. Professoren, Wissenschaftler und Sachverständige für die Branchen forderten nachdrücklich einen Verzicht auf die Umsatzsteuersenkung. Sie sei denkbar ungeeignet,
Bei einem Einbehalt des Deltas (Differenz zwischen dem 19- und 16-prozentigen Mehrwertsteuersatz) und somit bei einer Nichtweitergabe an den Kunden ergibt sich folgende Beispielrechnung: Eine durchschnittliche inhabergeführte Einzelanlage würde pro Monat 1.134,99 EUR weniger Umsatzsteuer abführen (vgl. Tab.1). Umgerechnet auf sechs Monate entspricht das einem um 6.809,95 EUR erhöhten Gewinn. Dieser höhere Gewinn ist ertragsteuerlich bei der Erstellung des Jahresabschlusses relevant und würde sich an anderer Stelle wieder negativ auf die Steuerzahllast auswirken, z. B. Gewerbesteuer sowie Einkommensteuer bei Einzelunternehmen oder Körperschaftsteuer bei einer GmbH. Zudem erhöhen sich bspw. bei gesetzlich versicherten Einzelunternehmern die Sozialversicherungsbeiträge. Der Mehrgewinn wird folglich durch höhere Abgaben an anderer Stelle wieder geschmälert. Zudem ist zu berücksichtigen, dass dieses Rechenbeispiel nur bei einer Bruttopreisvereinbarung möglich ist. Selbst wenn dies gegeben ist, muss zusätzlich geprüft werden, ob die Nichtweitergabe an den Kunden zivilrechtlich überhaupt zulässig ist – dies wird bspw. in den AGB geregelt.
Tab.1: Rechenbeispiel Rechenbeispiel
Mitgliedsbeitrag
Mitgliedsbeitrag
(ø in EUR, brutto)
(ø in EUR, netto bei 19 % MwSt.) (ø in EUR, netto bei 16 % MwSt.)
Mitgliedsbeitrag
Delta MwSt.
Mitgliederanzahl
Delta x MG
Delta x MG x 6 Monate
(in EUR)
(ø absolut)
(in EUR)
(in EUR)
Einzelbetriebe
52,54
44,15
45,29
1,14
994
1.134,99
6.809,95
Kettenbetriebe
31,68
26,62
27,31
0,69
2.964
2.040,70
12.244,21
Mikrostudios
69,71
58,58
60,09
1,51
241
365,11
2.190,68
Quelle: Eigene Darstellung, DSSV, Eckdaten der deutschen Fitness-Wirtschaft 2020 Hinweis: Dieses Rechenbeispiel bezieht sich auf eine Bruttopreisvereinbarung.
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Ausweitung des steuerlichen Verlustabzugs Der Antrag „Verbesserte Verlustverrechnung zur Linderung der wirtschaftlichen Folgen der COVID-19-Epidemie gesetzlich und rechtssicher ermöglichen“ wurde von vielen Sachverständigen und Unternehmern der Branche begrüßt. Um die Liquidität zu sichern, sollen Unternehmen ihre Verluste besser mit Gewinnen aus den Vorjahren verrechnen können. Der steuerliche Verlustrücktrag wird für die Jahre 2020 und 2021 auf 5 Mio. EUR bzw. 10 Mio. EUR (bei Zusammenveranlagung) erweitert. Der Verlustrücktrag kann unmittelbar finanzwirksam schon mit der Steuererklärung 2019 genutzt werden. Neben der Möglichkeit eines Pauschalansatzes in Höhe von 30 Prozent kann auch ein höherer rücktragsfähiger Verlust anhand detaillierter Unterlagen (z. B. betriebswirtschaftliche Auswertungen) nachgewiesen werden. Er kann nicht nur bei der Jahressteuerfestsetzung für 2019, sondern auch bei der Herabsetzung von Vorauszahlungen genutzt werden. Sollte sich im Rahmen der Jahressteuerfestsetzung für 2019 eine Nachzahlung aufgrund der herabgesetzten Vorauszahlungen wegen eines voraussichtlich erwarteten rücktragsfähigen Verlustes für 2020 ergeben, wird diese auf Antrag zinslos gestundet.
Muskeln aufbauen, Abwehrkraft stärken
Steuerstundungen wegen Corona Wenn Unternehmen aufgrund der wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie in diesem Jahr fällige Steuerzahlungen nicht leisten können, sollen diese Zahlungen auf Antrag befristet und grundsätzlich zinsfrei gestundet werden. Den Antrag können Unternehmen bis zum 31. Dezember 2020 bei ihrem Finanzamt stellen. An die Bewilligung der Stundung sind dabei keine strengen Anforderungen geknüpft. Unternehmen müssen darlegen, dass sie unmittelbar betroffen sind. Den Wert entstandener Schäden müssen sie aber nicht im Einzelnen belegen. Damit wird die Liquidität der Steuerpflichtigen unterstützt, indem der Zeitpunkt der Steuerzahlung hinausgeschoben wird. Diese Maßnahme betrifft die Einkommen- und Körperschaftsteuer sowie die Umsatzsteuer.
1/2 ANZ
Fazit Die von der Regierung beschlossenen Maßnahmen hinsichtlich Steuererleichterungen sind differenziert zu betrachten und sollten mit dem Steuerberater besprochen werden. Eine Steuerstundung kann durchaus sinnvoll sein, um die Liquidität zu optimieren. Bei der reduzierten Mehrwertsteuer werden durch die Nichtweitergabe an den Kunden höhere Steuern an anderer Stelle anfallen. Folglich führt der Einbehalt des Steuervorteils für den Studiobetreiber nicht zwingend zu einer wirtschaftlichen Verbesserung. Letzendlich trifft die Krise nicht nur die Studiobetreiber, sondern auch die Mitglieder und es ergibt sich eine solidarische Komponente, wenn der Steuervorteil an die Mitglieder weitergereicht wird.
Helfen Sie Ihren Kunden, ihr körpereigenes Schutzschild zu aktivieren und messen Sie Muskelmasse, Fettmasse und Zellgesundheit.
Florian Kündgen ist stellvertretender Geschäftsführer des DSSV e. V. Des Weiteren arbeitet er als Dozent für die Deutsche Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement (DHfPG). Als freier Mitarbeiter ist er im Bereich Unternehmensbewertungen und Wirtschaftlichkeitsberechnungen von Fitness- und GesundheitsAnlagen sowie im Bereich der steuerlichen und betriebswirtschaftlichen Beratung tätig.
Foto: DHfPG/BSA
Florian Kündgen
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FACHARTIKEL BGM
Finanzielle Vorteile für Fitnessstudios
Steuerbefreiung im BGM Bei der Einführung eines Betrieblichen Gesundheitsmanagements (BGM) oder bei Einzelmaßnahmen zur Förderung der Mitarbeitergesundheit muss geprüft werden, ob ein geldwerter Vorteil für die Beschäftigten besteht. Erfolgen also die Ausgaben zuzüglich zum Gehalt und sind sie demnach lohnsteuer- und sozialversicherungspflichtig? Zur Vermeidung dieser zusätzlichen Belastung für Arbeitgeber bieten sich drei Varianten der Steuerbefreiung an.
Text: Oliver Walle
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ührt ein Unternehmen BGM ein bzw. werden den Beschäftigten Maßnahmen zur Erhaltung und Förderung ihrer Gesundheit angeboten, muss einerseits ein Projektmanagement initiiert und andererseits Analysen durchgeführt sowie Maßnahmen organisiert werden. Je nach Unternehmensgröße und Zielrichtung des BGM fallen im Rahmen des Projektes folgende Aufgaben an: Organisation und Steuerung des BGM Durchführung von Analysen Organisation von Maßnahmen Erfolgsmessung im BGM Ein wesentlicher Teil des BGM ist die Umsetzung der Maßnahmen. Diese können pauschal in verhaltens- und verhältnisbezogen bzw. personen- und bedingungsbezogen unterschieden werden. Zu den verhaltensbezogenen zählen u. a.: Gesundheitsförderung und Prävention in den Handlungsfeldern Bewegung, Ernährung, Stressmanagement/Entspannung und Suchtmittelkonsum Gesundheitsförderlicher Arbeits- und Lebensstil Firmenfitnessangebote Führungsprogramme Als verhältnisbezogene Maßnahmen gelten z. B.: Beratung zur gesundheitsförderlichen Arbeitsgestaltung und eine überbetriebliche Vernetzung sowie Beratung Optimierungen der Arbeitsbedingungen (Arbeitsbelastungen, Umgebungsbedingungen, Arbeitsorganisation, Arbeitszeitgestaltung und ergonomischer Arbeitsplatz) Führungsprogramme Sonstige Maßnahmen zur Förderung der Mitarbeitergesundheit wären unter anderem Zirkel, Workshops, Vorträge und Seminare, aber auch Massagen sowie Gesundheitstage.
Steuerliche Betrachtungen Aus Sicht des Finanzamtes stellt sich dabei die Frage, welche der zuvor dargestellten Elemente eines BGM als geldwerter Vorteil für den Beschäftigten erachtet werden, demnach als (zusätzlicher) 40
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Arbeitslohn zu betrachten und somit auch lohnsteuer- und sozialversicherungspflichtig sind. Umgekehrt bedeutet dies für Unternehmen, dass sie ihr BGM bzw. die Maßnahmen zur Förderung der Mitarbeitergesundheit so gestalten, dass keine Steuerpflicht entsteht. Hierzu bieten sich unterschiedliche Möglichkeiten an, einerseits direkt durch das Einkommensteuergesetz, andererseits aufgrund der Herleitung aus anderen Gesetzesanforderungen sowie aus Urteilen der Finanzgerichte (FG) und des Bundesfinanzhofes (BFH). Folgende Varianten (vgl. Abb. 1) lassen sich unterscheiden:
VARIANTE A „Maßnahmen sind im ganz überwiegend eigenbetrieblichen Interesse des Arbeitgebers“ Dies bedeutet, dass die Maßnahmen zwar für die Gesundheit der Beschäftigten sind, der Arbeitgeber aber den überwiegenden Vorteil daraus ziehen kann. Dieser Fall liegt insbesondere dann vor, wenn die Maßnahmen einer spezifisch berufsbedingten Beeinträchtigung der Gesundheit vorbeugen oder krankheitsbedingte Arbeitsausfälle verhindern. Der BFH hat in seinem Urteil vom 30. Mai 2001 festgestellt, dass Ausgaben für Aktionen des Arbeitgebers, die einer spezifisch berufsbedingten Beeinträchtigung der Gesundheit des Arbeitnehmers vorbeugen, nicht als zusätzlicher Arbeitslohn zu erfassen sind. Das bedeutet, dass die Maßnahmen zwar die Gesundheit der Beschäftigten fördern sollen, der Arbeitgeber aber den überwiegenden Vorteil daraus ziehen kann. Dies liegt insbesondere vor, wenn die Maßnahmen einer spezifisch berufsbedingten Beeinträchtigung der Gesundheit vorbeugen oder krankheitsbedingte Arbeitsausfälle verhindern. Existieren im Unternehmen hohe Krankenstände und ergeben sich durch die Tätigkeit (z. B. an Bildschirmarbeitsplätzen) entsprechende Belastungen und daraus resultierend Beschwerden sowie gesundheitliche Beeinträchtigungen, wären Maßnahmen, die genau diesen Problemen entgegenwirken, nicht als zusätzlicher Arbeitslohn zu werten. Diese Sichtweise impliziert, dass stets eine Bedarfsbestimmung und -analyse durchgeführt werden muss, da nur auf diese Art und Weise Problembereiche identifiziert und die dafür notwendigen Maßnahmen gefunden werden können. Durch die Bedarfsbestimmung wird sichergestellt, dass BGM aufgrund
eines eigenbetrieblichen Interesses des Arbeitgebers eingeführt wird. Die Analyse zeigt auf, welche berufsbedingten Beeinträchtigungen vorliegen und welche Schritte diesen Belastungen vorbeugen und somit krankheitsbedingte Arbeitsausfälle verhindert werden können.
VARIANTE B Ausnutzung des „600-EUR-Paragrafen“ Werden Maßnahmen zur Gesundheitsförderung im Betrieb nicht aufgrund eines überwiegend eigenbetrieblichen Interesses des Arbeitgebers durchgeführt, sondern in erster Linie zur allgemeinen Förderung der Gesundheit der Beschäftigten auf Basis eines primärpräventiven Ansatzes, können diese bis zu einem Betrag von 600 EUR pro Mitarbeiter und Jahr lohnsteuerfrei angeboten werden (vgl. § 3 Nr. 34 EStG = Einkommensteuergesetz). Einzige Bedingung: Die Angebote müssen hinsichtlich Qualität, Zweckbindung, Zielgerichtetheit und Zertifizierung den Anforderungen der §§ 20 und 20b SGB V (SGB = Sozialgesetzbuch; V = Fünftes Buch) genügen. Gemäß § 20 f. haben die Krankenkassen den Auftrag, Leistungen zur Verminderung von Krankheitsrisiken (primäre Prävention) sowie zur Förderung des selbstbestimmten gesundheitsorientierten Handelns der Versicherten (Gesundheitsförderung) zu erbringen. Dabei sollen die Leistungen insbesondere zur Verminderung sozial bedingter sowie geschlechtsbezogener Ungleichheit von Gesundheitschancen beitragen. Zur Umsetzung haben sie entsprechende Handlungsfelder und Kriterien hinsichtlich des Bedarfs, der Zielgruppen, der Zugangswege, des Inhalts, der Methodik, der Qualität, der intersektoralen Zusammenarbeit, der wissenschaftlichen Evaluation und der Messung der Erreichung der mit den Leistungen verfolgten Ziele festzulegen. Bei der Aufgabenwahrnehmung soll der „Spitzenverband Bund der Krankenkassen“ auch die folgenden Gesundheitsziele im Bereich der Gesundheitsförderung und Prävention berücksichtigen (vgl. dazu § 20, Abs. 3 SGB V): • Diabetes mellitus Typ 2: Erkrankungsrisiko senken, Erkrankte früh erkennen und behandeln • Brustkrebs: Mortalität vermindern, Lebensqualität erhöhen • Tabakkonsum/Alkoholkonsum reduzieren • Gesund aufwachsen mit Lebenskompetenz, Bewegung, Ernährung; gesund älter werden • Gesundheitliche Kompetenz erhöhen, Souveränität der Patienten stärken • Depressive Erkrankungen verhindern, früh erkennen, nachhaltig behandeln Die Leistungserbringung soll in den drei nachstehenden Feldern erfolgen: 1. Leistungen zur verhaltensbezogenen Prävention (§ 20 Abs. 5) 2. Leistungen zur Gesundheitsförderung und Prävention in Lebenswelten für gesetzlich Krankenversicherte (§ 20a) 3. Leistungen zur Gesundheitsförderung in Betrieben, BGF (§ 20b SGB V); zusätzliche Aufgaben in diesem Bereich regelt § 20c SGB V (§ 20, Abs. 4 SGB V) Es stellt sich nun die Frage, wie der Gesetzestext gemäß § 3,34 EStG zu verstehen ist. Dieser besagt pauschal, dass zusätzlich zum ohnehin geschuldeten Arbeitslohn erbrachte Leistungen des Arbeitgebers zur Verbesserung des allgemeinen Gesundheitszustands und zur Betrieblichen Gesundheitsförderung (BGF) steuerfrei sind, und verweist bezüglich der Ausgestaltung auf § 20 sowie 20b SGB V. Wie anhand des Urteils des FG Bremen vom 11. Februar 2016 zu entnehmen ist, müssen dabei nicht zwingend die Aus-
legungen des GKV-Leitfaden Prävention des GKV-Spitzenverbands herangezogen werden. Dort werden gemäß § 20 Abs. 1 SGB V folgende Handlungsfelder und Präventionsprinzipien genannt: Bewegungsgewohnheiten Ernährungsgewohnheiten Stressmanagement Suchtmittelkonsum Für die BGF werden diese Handlungsfelder und Präventionsprinzipien definiert: Beratung zur gesundheitsförderlichen Arbeitsgestaltung Gesundheitsförderlicher Arbeits- und Lebensstil Überbetriebliche Vernetzung und Beratung Zudem werden Anforderungen zu Qualifikationsnachweisen für die Anbieter von Maßnahmen innerhalb der zuvor genannten Handlungsfelder sowie allgemeine Anforderungen und Ausschlusskriterien genannt. Durch das Präventionsgesetz erfolgte eine Klarstellung dessen, was unter den Leistungen gemäß § 3,34 EStG zu verstehen ist. Eine Erläuterung liefert die Drucksache 18/4282 des Bundestages, in der auf ein einheitliches Zertifizierungsverfahren für die Leistungen gemäß § 20 Absatz 5 Satz 1 SGB V und § 20b Absatz 1 Satz 2 SGB V verwiesen wird. Demnach erfüllen zertifizierte Leistungen die Anforderungen gemäß § 3,34 EStG und sind somit nicht besteuert bis zu einem Freibetrag von 600 EUR pro Mitarbeiter und Kalenderjahr. Für Leistungen gemäß § 20 existiert durch die Zentrale Prüfstelle Prävention (zentrale-pruefstelle-praevention.de) ein Zertifizierungsverfahren, jedoch noch nicht für Leistungen in der BGF gemäß § 20b SGB V. Dass dies keine einfache Aufgabe sein wird, ist in der Komplexität der BGF begründet. Hier gilt es, einen Prozess abzubilden, der neben der Sensibilisierung der Verantwortlichen im Betrieb und der Strukturbildung auch die Prozessschritte „Analyse“, „Planung“, „Umsetzung“ und „Evaluation“ beinhaltet. Die Handlungsfelder sind gegenüber § 20 SGB V erweitert worden: Zu den verhaltensbezogenen Maßnahmen für einen gesundheitsförderlichen Arbeits- und Lebensstil kommt die Beratung zur gesundheitsförderlichen Arbeitsgestaltung hinzu. Mit Veröffentlichung vom 19. Dezember 2019 auf der Internetseite des Bundesgesundheitsministeriums wurde klargestellt, dass Maßnahmen von Arbeitgebern zur BGF, die über die erwähnten Kursangebote hinausgehen (z. B. „Bewegte Pause“ am Arbeitsplatz), keiner Zertifizierung mehr unterliegen. Unabhängig davon müssen die Maßnahmen der BGF den Kriterien des GKV-Leitfaden Prävention entsprechen. Hierzu können im Unternehmen vertretene Krankenkassen hinsichtlich der Ausstellung einer Konformitätsbescheinigung angefragt werden. Aktuell erarbeitet der GKV-Spitzenverband eine neue Umsetzungshilfe zu § 3,34 EStG. Nach wie vor ist die Umsetzung der möglichen Präventionsempfehlung durch den Betriebsarzt offen, die gemäß Präventionsgesetz nun möglich ist und auch in Verbindung mit der Steuerbefreiung gemäß § 3 Nr. 34 EStG steht (Drucksache 18/4282 Deutscher Bundestag).
VARIANTE C Ausnutzung der Sachbezüge Übersteigen die Ausgaben für Maßnahmen zur Förderung der Gesundheit nicht den Betrag von 44 EUR pro Monat und Mitarbeiter, können sie als sogenannte Sachbezüge gemäß § 8 Abs. 2 Satz 9 EStG gewertet werden und bleiben demnach lohnsteuerbefreit. Hierbei muss aber geprüft werden, inwieweit die maximale 04/20
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VARIANTE A
VARIANTE B
VARIANTE C
Bedarfsorientierung Interesse Arbeitgeber
Ausnutzung „600-EUR-Paragraph“
Ausnutzung Sachbezüge
„Maßnahmen sind im ganz überwiegend eigenbetrieblichen Interesse des Arbeitsgebers“ (Urteil BFH VI R 177-99)
Gesetzliche Regelung zur Unterstützung der Betrieblichen Gesundheitsförderung (§ 3,34 EStG)
Ausnutzung der Freigrenze für Sachbezüge (§ 8,2 EStG)
Bedarfsbestimmung, Analyse
Keine Analyse notwendig
Keine Analyse notwendig
Zielführende Maßnahmen (müssen Belastungen entgegenwirken)
Maßnahmen müssen gemäß §§ 20 bzw. 20b SGB V gestaltet und zertifiziert werden
Keine Vorgaben an Ausgestaltung Maßnahmen
Lohnsteuerbefreiung Kein Kostenlimit für Maßnahmen Training im Fitnessstudio/Gesundheitszentrum ggf. möglich, jedoch Beachtung der Ziele/ Inhalte notwendig; keine Mitgliedschaften
Lohnsteuerbefreiung Freibetrag von 600 EUR pro Mitarbeiter und Kalenderjahr Gerätegestütztes Training nur bedingt möglich, primär Kurse, Gruppenangebote, BGF Im Rahmen von Firmenfitness keine Fitnessstudiomitgliedschaften möglich
Lohnsteuerbefreiung Freigrenze von 44 EUR pro Mitarbeiter und Kalenderjahr Training im Fitnessstudio möglich Finanzielle Beteiligung bei Mitgliedschaften im Fitnessstudio/Gesundheitszentrum möglich
Diese Übersicht stellt keine steuerrechtliche Beratung dar, sie zeigt nur auf, welche Möglichkeiten bestehen. Empfehlung: steuerliche Beratung durch den Steuerberater des Unternehmens; Klärung mit Finanzamt gemäß § 42e EStG
Abb. 1: Varianten zur Steuerbefreiung von BGM in der Praxis (© Oliver Walle)
Freigrenze noch verfügbar ist und nicht schon anderweitig genutzt wurde. Vorteil dieser Variante C ist, dass auch Fitnessstudiobeiträge von Mitarbeitern abgerechnet werden können, was in den Varianten A und B nicht möglich ist. Sofern der Mitgliedsbeitrag jedoch höher als 44 EUR pro Monat ist und das Studio aus diesem Grund dem Unternehmen einen Rabatt einräumt, ist zu beachten, dass auch Ermäßigungen als geldwerter Vorteil gelten und demnach Lohnsteuer gezahlt werden muss. Werden hingegen durch das Fitnessstudio weitere Bausteine wie Bedarfsbestimmung, Analyse oder sogar Maßnahmen im Unternehmen durchgeführt und das anschließende Training im Studio wirkt den Belastungen entgegen, so können diese Maßnahmen wiederum gemäß Variante A steuerbefreit angeboten werden. Im Zweifelsfall sollte das Unternehmen von § 42e EStG, der Anrufungsauskunft, Gebrauch machen und im Vorfeld die geplanten Maßnahmen mit dem Finanzamt abklären.
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Die vorangegangenen Darstellungen und Empfehlungen zu den Möglichkeiten der Steuerbefreiung und zur Vorgehensweise bei der Prüfung sollten stets mit dem für das Unternehmen zuständigen Steuerberater besprochen werden. Zudem besteht auch vor dem Beginn des BGM bzw. der Durchführung von Maßnahmen zur Förderung der Mitarbeitergesundheit die Möglichkeit, von der Anrufungsauskunft gemäß § 42e EStG Gebrauch zu machen. Hierbei kann das Betriebsstättenfinanzamt Auskunft darüber geben, ob und inwieweit im Einzelfall die Vorschriften über die Lohnsteuer anzuwenden sind.
Oliver Walle Oliver Walle arbeitet als Dozent an der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement (DHfPG) sowie an der BSA-Akademie. Außerdem ist er Geschäftsführer eines BGM-Beratungsunternehmens und unterstützt bundesweit Unternehmen beim strategischen Aufbau von Gesundheits- und Arbeitsschutzmanagementsystemen sowie in Demografieprojekten. www.dhfpg-bsa.de Auszug aus der Literaturliste Bundesministerium für Gesundheit (2020). Steuerliche Vorteile. Zugriff am 29.06.2020. Verfügbar unter: https://www.bundesgesundheitsministerium.de/themen/praevention/betriebliche-gesundheitsfoerderung/steuerliche-vorteile.html Für eine vollständige Literaturliste kontaktieren Sie bitte marketing@dhfpg-bsa.de.
Foto: DHfPG/BSA
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Aufbau BGM unter Beachtung der Steuerbefreiung Betrachtet man sich die zu Beginn des Artikels dargestellten Aufgaben im Rahmen des BGM-Projektmanagements, die darin enthaltenen Analysen sowie die Bandbreite der Maßnahmen, stellt sich die Frage nach der Zuordnung dieser Aufgaben/Maßnahmen zu den in Abbildung 1 dargestellten Varianten A, B und C der Steuerbefreiung. Grundsätzlich kann das Projektmanagement, das bereits durch die Erstellung eines Konzeptes für das BGM beginnt, der Variante A zugeordnet werden. Ihr ist grundsätzlich auch der Bereich der Managementaufgaben sowie der Bereich des Arbeits- und Gesundheitsschutzes zuzuordnen. Zu den Managementaufgaben gehören die Definition von Zielen, die Steuerung von Aktivitäten und die Kontrolle. Dies gilt letztlich auch für die Managementsysteme Qualitäts-, Arbeitsschutz- sowie Umweltmanagement und demnach auch für das BGM. Jedem Managementsystem liegt der PDCA-Zyklus (PDCA = Plan, Do, Check, Act) zugrunde, weshalb die in diesem Zusammenhang anfallenden Aufgaben für die Analyse, Organisation und spätere Evaluation auch nicht lohnsteuerrelevant sein dürften.
Fazit und Empfehlungen
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Health-Index
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Recovery-Index
25 %
FACHARTIKEL DIGITALISIERUNG
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Digitale Erfolgspotenziale nach dem Restart
Corona als Beschleuniger der Digitalisierung Text: Jost-H. Roth
Inwieweit sollte die Corona-Pandemie Anlass für eine intensivere Beschäftigung der Fitness- und Gesundheitsbranche mit dem Thema Digitalisierung sein? Welche Schlussfolgerungen aus der Entwicklung der letzten Monate für den Einsatz der Digitalisierung gezogen werden können und wie die digitale Transformation unsere Branche perspektivisch weiter verändern wird, erläutert Jost-H. Roth im vorliegenden Text. 46
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ie Fitness- und Gesundheitsbranche wie auch große Teile der deutschen Wirtschaft wurden durch den Corona-bedingten Lockdown hart getroffen.
maßgebliche Rolle. Denken wir hierbei nur an die Umwälzung der Märkte für Fotografie (u. a. digitale Kameras), Personenbeförderung (z. B. Uber) und Handel (bspw. Amazon).
Herausforderungen nach dem Restart
Die Digitalisierung ist für unsere Branche nichts Neues, hier setzt man schon seit längerem auf digitale Angebote und Prozesse. Aber welche wesentlichen Veränderungen sollten wir jetzt dringend vornehmen, um unser Geschäftsmodell zukunftssicher zu machen und den Post-Corona-Herausforderungen zu begegnen?
Je nach Bundesland waren die Fitness- und Gesundheitseinrichtungen per Verordnung zwischen acht und zwölf Wochen geschlossen. Der Restart erfolgte mit starken Einschränkungen und unter Beachtung strenger Hygiene- sowie Abstandsregeln. Die Bewältigung der wirtschaftlichen Folgen durch die zeitweilige Schließung der Studios stellt uns angesichts von Umsatzrückgängen, höheren Zahl an Kündigungen und geringen Neuanmeldungen vor enorme Herausforderungen. Zusätzlich haben wir es jetzt mit Kunden zu tun, die eine gewisse Zeit nicht trainieren konnten und eventuell aus Sorge vor Ansteckung in Zukunft auch nicht mehr trainieren wollen. Deren Sichtweise auf das Training und die Trainingsgewohnheiten hat sich durch die Krise möglicherweise stark verändert.
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De facto wirft das folgende Fragen zur zukünftigen Ausrichtung unseres Geschäftsmodells auf:
1. Können wir als Fitnessanbieter für Mitglieder, deren veränderten Bedürfnisse sich gerade durch eine solche Krise manifestieren, weiter eine Rolle spielen? 2. Bleiben wir mit unserer aktuellen Dienstleistung für unsere jetzigen und zukünftigen Kunden als „Problemlöser“ wirklich relevant? Das radikale Infragestellen traditioneller Geschäftsmodelle, Technologien, Verfahren, Produkte und Dienstleistungen durch neue Lösungen wird in der Managementliteratur gern als Disruption (dt.: Zerstörung) bezeichnet. Die Digitalisierung als „einerseits (1) die Überführung von Informationen von einer analogen in eine digitale Speicherform und andererseits (2) die Übertragung von Aufgaben, die bisher vom Menschen übernommen wurden, auf den Computer“ (Hess, 2016) spielte bei disruptiven Prozessen der letzten Jahrzehnte eine
Hierzu fünf Digitalisierungsthesen: 1. Online verfügbare digitale Angebote für Training, Kurse und Ernährung bleiben über die Corona-Krise hinaus Teil unserer Dienstleistung! Die Branche hat auf den erzwungenen Lockdown mit digitalen Angeboten für das Training zu Hause reagiert. Diese Möglichkeiten wurden intensiv genutzt und als klarer Mehrwert empfunden. Hohe Abrufzahlen von YouTube-Videos und die rege Teilnahme an Livestreams belegen dies. Die Ausweitung unseres Angebotes ist für die Kunden auf alle Fälle mit einem Zusatznutzen verbunden. Daher ist davon auszugehen, dass Online-Kurse, individuelle Beratungen und Personal Trainings per Zoom, Skype oder über andere Medien nicht einfach wieder verschwinden, sondern integrierter Bestandteil unserer Dienstleistung werden. 2. Digitale Kommunikation mit unseren Kunden wird noch relevanter! Kommunikation schafft Kundenbindung. Mit digitalen Medien lässt sich einfach, zielgruppenspezifisch und kostengünstig kommunizieren. Ein Erfolgsrezept in der Krise bestand in einer intensiven, vorwiegend digitalen Kommunikation mit den Kunden. Per E-Mail, WhatsApp und über soziale Medien wurde über Trainingsalternativen informiert, die Community durch Facebook-Gruppen gestärkt und Updates zu regulatorischen Maßnahmen der Behörden geteilt. Dadurch ist es gelungen, die Bindung und Identifikation mit den Unternehmen zu stärken, Kampagnen wie „Stay Strong – Stay Together!“ die nötige Resonanz zu verschaffen und somit die Solidarität mit unseren Betrieben zu stärken. Ein willkommener Nebeneffekt könnte sein, dass durch intensivere (digitale)
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FACHARTIKEL DIGITALISIERUNG
Kommunikation der Anteil inaktiver Mitglieder gesenkt und die Fluktuationsquote positiv beeinflusst werden kann. 3. Unsere Prozesse müssen digitaler werden! Die konsequente Digitalisierung von Prozessen erhöht die Wirtschaftlichkeit von Unternehmen. Für viele Branchen wird die Krise zum Weckruf, endlich häufig bereits existierende digitale Lösungen zu implementieren. Wo vorher Hürden gesehen wurden oder Bequemlichkeit regierte, erkennt man jetzt die Notwendigkeit schnell zu handeln. Für unsere Branche gibt es einige Maßnahmen, die jetzt konsequent umgesetzt werden sollten: Entwicklung bzw. Weiterentwicklung von kundenfreundlichen Mitglieder-Apps mit der Möglichkeit, Servicetermine und Kurse online zu buchen sowie die Studioauslastung in Echtzeit zu sehen. Außerdem können der Online-Verkauf von Mitgliedschaften, die Schichtplanung per Mitarbeiter-App, Online-Mitarbeitermeetings u. a. einfacher organisiert werden. 4. Die Digitalisierung ermöglicht es uns, die Bedürfnisse unserer Kunden ganzheitlich abzubilden und abzudecken – Insellösungen sind passé! Die Existenzberechtigung von Unternehmen liegt darin begründet, die vielfältigen Bedürfnisse und Probleme ihrer Kunden zu kennen und dafür Lösungen anzubieten. Der Kunde sieht in uns die Spezialisten für körperliche und/oder geistige Gesundheit und Fitness. Wenn wir diese Probleme lösen, sind wir relevant. Smartes Equipment, das die Aktivitäten im Studio aufzeichnet, ermöglicht es uns, die Trainingsfortschritte der Kunden zu verfolgen und bei Bedarf unterstützend und motivierend einzugreifen. Mitglieder-Apps, die nicht nur die Studio-, sondern auch die Outdooraktivitäten und Ernährungsgewohnheiten protokollieren, helfen uns, ganzheitlich an unseren Kunden „dranzubleiben“ und uns darum zu kümmern, dass deren Ziele auch erreicht werden. Kunden, die Erfolge feiern, werden uns treu bleiben und dadurch unser wirtschaftliches Ergebnis verbessern. 5. Das Fitness- und Gesundheitsangebot der Zukunft wird durch ein hybrides, vernetztes Konzept aus traditionellem Training vor Ort und Online-Angeboten definiert werden.
Die Krise hat deutlich gemacht, dass hybride Geschäftskonzepte, die online und offline Angebote bereithielten, deutlich weniger anfällig waren als rein stationäre Geschäftsmodelle. Dies führt zu der Schlussfolgerung, dass auch für unsere Branche die Entwicklung und Umsetzung eines hybriden Dienstleistungskonzeptes sinnvoll und empfehlenswert ist. Die einzelnen Komponenten sollten sorgfältig aufeinander abgestimmt sein, um die Kundenbedürfnisse in Bezug auf Training, Ernährung und Entspannung online wie auch offline abzudecken. Wir haben die Chance, die Attraktivität unseres Angebots dadurch zusätzlich zu steigern und weitere Zielgruppen zu erreichen, also die Marktdurchdringung insgesamt zu erhöhen.
Fazit Die Corona-Krise wird zum Beschleuniger einer bereits begonnenen digitalen Entwicklung. Das Fitnessstudio der Zukunft wird sich zu einem Content-Anbieter entwickeln, der seine Inhalte online und offline zur Verfügung stellt. Das Unternehmen hält über digitale Medien regelmäßigen Kontakt zu seinen Kunden und ist durch integrierte Systeme über deren Aktivitäten und Zielerreichungsgrade informiert. Das ermöglicht dem Studio, mit seiner Dienstleistung „Problemlöser“ und wesentlicher Ansprechpartner bei den sport- und gesundheitsbezogenen Themen seiner Kunden zu sein. Der dadurch realisierte Kundennutzen ist die Basis für Umsätze, die das Geschäft zukunftssicher und profitabel machen. Das Fitnessstudio vor Ort als sozialer Kosmos und Anlaufstelle zur Begegnung von Menschen wird sicherlich im Zentrum bleiben, seinen Wirkungsgrad aber deutlich erweitern. Abschließend ein Zitat von Chuck Runyon, dem Mitbegründer von Anytime Fitness, der weltweit größten Fitnesskette, anlässlich der Entwicklung der letzten Monate: „Learn from it, adopt it, become better”. In diesem Sinne – lasst uns unsere „digitalen Muskeln“ stärken!
Jost-H. Roth ist Dozent an der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement (DHfPG) und der BSA-Akademie. Als Unternehmensberater unterstützt er Kunden schwerpunktmäßig bei kaufmännischen Themen. In seiner Laufbahn hat er in kaufmännischen Führungspositionen gearbeitet, Unternehmen mitgegründet, aufgebaut und sich dabei intensiv mit Aspekten der Digitalisierung befasst.
Foto: Maxx Hoenow
Jost-H. Roth
www.dhfpg-bsa.de
Literaturliste Hess, T., Gronau, N., Becker, J., Sinz, E. J., Suhl, L. & Leimeister, J. M., (Hrsg.) (2016). Digitalisierung. Zugriff am 29.05.2020. Verfügbar unter http://www.enzyklopaedie-der-wirtschaftsinformatik.de/lexikon/technologien-methoden/Informatik--Grundlagen/digitalisierung Kaplan, A. (Moderator). (05.05.2020). Self Esteem Brands CEO Chuck Runyon – By all Means (Audio Podcast). Zugriff am 29.05.2020. Verfügbar unter http://tcbmag.com/by-all-means/selfesteem-brands-ceo-chuck-runyon Foto: carloscastilla – stock.adobe.com
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Teil 4: Perspektiven der Sport-/Gesundheitsinformatik
Digitale Chancen und Herausforderungen Text: Prof. Dr. Marco Speicher
Die Informatik ist zu einem wichtigen Partner der Sport- und Gesundheitswissenschaft geworden. Doch welche Entwicklungen und neue Technologien sind im Bereich der Digitalisierung zu erwarten? Und wie können diese im Sport-, Fitness- und Gesundheitsbereich genutzt werden? Auch wenn niemand die zukünftige Entwicklung im Detail vorhersagen kann, ist es dennoch möglich, im Voraus zu erahnen, welche Technologien ganz oben auf der „Agenda“ stehen werden.
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n den letzten Jahren ist die Sport-/Gesundheitsinformatik immer mehr zu einem wichtigen Bestandteil im Spektrum der sportund gesundheitswissenschaftlichen Forschung geworden. Hierzu zählen alle Aktivitäten an der Schnittstelle von Informatik und Sport- sowie Gesundheitswissenschaft. Wie Sie schon den vorigen Ausgaben entnehmen konnten, reicht das Spektrum von einfachen Werkzeugen zur Handhabung von Daten über die Steuerung von Sensoren bis hin zur Modellierung und Simulation komplexer sportbezogener Phänomene. Während bei den ersten Anwendungen in den 1970er-Jahren Computer nur zu Informations- und Dokumentationszwecken eingesetzt wurden, beschreiben aktuelle Ansätze virtuelle Umgebungen für das Training von Wahrnehmungsaufgaben spezifisch für den Sport (wie z. B. zur Steigerung der Reaktion und Konzentration), den Anwendungsbereich von Computertechnologien für das Coaching oder die automatische Analyse von Wettkämpfen mittels Mustererkennung (wie z. B. Erkennen von Fehlhaltungen oder falschen Abläufen).
Miniaturisierung und Rechenleistung Computer und deren Komponenten wurden in den letzten Jahrzehnten immer kleiner und effizienter. Das Mooresche Gesetz – benannt nach Gordon Moore, der das Gesetz 1965 formulierte – besagt, dass die Anzahl der Transistoren, die kostengünstig auf einer integrierten Schaltung platziert werden können, sich etwa alle zwei Jahre verdoppeln. Bis heute ist die physikalische Barriere noch nicht erreicht, so wird voraussichtlich die Leistung eines Standardcomputers in ähnlichen Dimensionen weiter zunehmen. Das ermöglicht neben dem Bau immer leistungsfähigerer Sensoren auch die schnellere Analyse von Trainings- und Gesundheitsdaten in Echtzeit. Wurde die Fitness eines Sportlers früher noch mithilfe vieler Kabel in einem teuren, speziell dafür eingerichteten Labor erfasst und analysiert, kann dies schon heute mithilfe von kabellosen Sensoren (wie z. B. Pulsgurt, Schrittsensor und Smartwatch) bei jeder Trainingseinheit erfolgen.
Netzwerkkapazität und Vernetzung In dieser Ausgabe möchten wir Ihnen verschiedene Perspektiven über die technische und zeitliche Entwicklung von beispielhaften Technologien aufzeigen, die sich auf den Sport-, Fitness- und Gesundheitsbereich auswirken könnten. 52
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Neben der Miniaturisierung und Steigerung der Rechenleistung wird auch der Ausbau der Netzwerkkapazität von immer größerer Bedeutung. Auf der einen Seite werden die Daten auf den Endgeräten immer effizienter verarbeitet. Auf der anderen Seite müssen
Fazit Vor diesem Hintergrund stellt sich die Frage, auf welche Weise diese Fortschritte für den Sport oder die Fitnessbranche nützlich sein können? Ein Ansatz in diesem Zusammenhang wäre, das Wissen von Sportlern, Gesundheitsexperten und Sportwissenschaftlern in Computersysteme zur Trainingsdiagnose und -intervention zu integrieren. Im Gegensatz zu ersten Versuchen aus den 1990er-Jahren des vorherigen Jahrhunderts ist die Qualität der technologischen Umsetzung und die Nachfrage von Trainern und Sportlern heutzutage bedeutend höher. In diesem Kontext bietet der neue Bachelor-Studiengang Sport-/Gesundheitsinformatik der DHfPG für die Sport-, Fitness- und Gesundheitsbranche die Möglichkeit, von diesem rasanten digitalen Wandel zu profitieren.
Grafik: maximmmmum – stock.adobe.com
die immer größer werdenden Datenmengen dennoch irgendwie (möglichst kabellos) übertragen werden. Über ein selbst konfigurierendes, drahtloses Netzwerk können solche zum Teil autonomen Geräte miteinander kommunizieren und Daten austauschen. Dieses „Internet der Dinge“ basiert auf gemeinsamen Standards (z. B. Bluetooth, NFC, WLAN) und kann jede in der Umgebung verfügbare Netzwerkinfrastruktur nutzen. Auch dort ist in den letzten Jahren viel passiert, wie z. B. die Einführung des Standards „Bluetooth Low Energy (BLE)“. Bei BLE handelt es sich um einen Funkstandard, der Bluetooth-Verbindungen auch mit geringen Sendeleistungen und geringem Stromverbrauch möglich macht. Diese Technologie lässt sich beispielsweise in Fitnesstrackern oder Sensoren finden. Der Hauptvorteil liegt darin, dass eine BluetoothVerbindung möglichst stromsparend aufgebaut werden kann und nur wenig (ca. 10 mW) Sendeleistung benötigt wird. Von Nachteil ist jedoch, dass BLE meist etwas langsamer als das klassische Bluetooth ist und die Reichweite durch die verringerte Sendeleistung auf etwa 10 bis 40 Meter beschränkt ist. Doch meist trägt man das Smartphone sowieso am Körper oder es bleibt in der Nähe der Sensoren. Um dann die Trainings- oder Gesundheitsdaten von überall erreichbar zu machen (z. B. für die persönliche Analyse zu Hause oder durch den Coach), müssen die Daten an einem Ort gesammelt werden. Dies geschieht heute meist mithilfe eines Cloud-Servers oder Ähnlichem, was jedoch einen Internetzugang mit ausreichender Bandbreite voraussetzt. Unter optimalen Bedingungen könnte man in Zukunft eine Datenübertragungsrate von etwa 1 GBit/s (Gigabit/Sekunde) erreichen, was derzeit zwar noch nicht flächendeckend verfügbar ist, jedoch bereits in Planung oder in der Umsetzung (wie z. B. 5G) ist. Dennoch können wir davon ausgehen, dass die Netzwerkkapazität in den nächsten Jahren enorm erweitert und verstärkt wird, was besonders den mobilen Endgeräten zugutekommen wird.
Mithilfe von Kunststoff und 3D-Drucktechnologien ist es bereits heute problemlos möglich, anwendungsspezifische Geräte oder Halterungen sehr kostengünstig herzustellen. Die elektrische Energieversorgung mobiler Geräte wird jedoch ein zentrales Problem bleiben, wie z. B. die Akkulaufzeit von aktuellen Smartphones (1–3 Tage) oder Smartwatches (1–2 Tage). Hier kommt neue Hardware (z. B. neuartige Sensoren) ins Spiel, deren kleiner Energiebedarf durch alternative Energien wie Körperwärme, kinetische Energie, Licht- oder Schallwellen gedeckt werden kann. Dazu zählen aber auch wichtige Entwicklungen im Bereich der Displaytechnologien, wie z. B. Projektionen, besonders große oder kleine Bildschirme oder immer kleinere und leichtere Datenbrillen. Solche Datenbrillen können die Welt um uns herum mit digitalen Informationen erweitern („Augmented Reality“) oder es dem Benutzer ermöglichen, ganz in virtuelle 3D-Simulationen einzutauchen („Virtual Reality“). Doch dazu mehr in den nächsten Ausgaben.
Prof. Dr. Marco Speicher Prof. Dr. Marco Speicher ist Dozent an der DHfPG. 2019 promovierte er im Fachbereich Informatik an der Universität des Saarlandes zum Thema „Measuring User Experience for Virtual Reality“. Von 2014 bis 2019 war er wissenschaftlicher Mitarbeiter und Doktorand am Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI). Dort war er Teil des Forschungsund Entwicklungsteams des Ubiquitous Media Technologies Lab (UMTL) und des Innovative Retail Laboratory (IRL).
Foto: DHfPG/BSA
Hardware
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FACHARTIKEL MANAGEMENT
Coaching-Impulse für die Praxis
Ein lohnender Perspektivenwechsel Text: Nicolai Rolli
Durch unsere Arbeit unterstützen wir Menschen nachhaltig dabei, sich zu entwickeln, neues Verhalten zu erlernen und ihre Gesundheitsziele zu erreichen. Das ist unser persönliches „Warum“, die Motivation hinter unserer Entscheidung, im Fitness- und Gesundheitsmarkt zu arbeiten. Aber wie kann uns – als Führungskraft oder als Trainer – Coaching bei der (Weiter-)Entwicklung von Menschen helfen und warum lohnt sich ein Perspektivenwechsel?
„Das Einzige, was nicht kopierbar ist, sind die Beziehungen eines Unternehmens zu seinen Mitarbeitern und die Beziehungen der Mitarbeiter zu ihren Kunden.“ (Karl Pilsl) Foto: ra2 studio – stock.adobe.com
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ir arbeiten in einem „People Business“, das heißt die Beziehungen zu Mitarbeitern und Kunden stehen im Fokus unserer täglichen Arbeit. Erst durch eine enge, wohlwollende und ehrliche Beziehung zu den Menschen im Unternehmen schaffen wir die Basis für Entwicklungen und damit für den Unternehmenserfolg. Auf der Mitarbeiterebene wollen wir eine gute Leistungsfähigkeit bei gleichzeitig hoher Zufriedenheit erreichen und unsere Mitglieder sollen zu einer nachhaltigen Zielerreichung befähigt werden. Verantwortlich für die Beziehungsebene ist einerseits die motivierende und fördernde Führungskraft und andererseits der Mitarbeiter, der ein hohes Maß an Selbstverantwortung mitbringt.
Neue Perspektiven für mehr Performance In der Fitness- und Gesundheitsbranche sprechen wir von einem Berater (Verkaufsphase) bzw. einem Trainer (Betreuung auf der Fläche) und einer Führungskraft, aber selten von einem Coach. Ein Perspektivenwechsel kann uns helfen, unser Rollenverständnis zu erweitern. Was ist ein Coach und wie unterscheidet sich seine Arbeitsweise bzw. sein Rollenverständnis? Der Begriff „Coach“ bezeichnet ursprünglich einen Kutscher („Jemand, der mich schnell und sicher an ein Ziel bringt“) – dieses Verständnis wurde später zuerst auf den Sport und dann auf die Wirtschaft übertragen. In beiden Coaching-Feldern steht die Erweiterung der Leistungsfähigkeit (durch Verhaltensentwicklung) von Menschen im Vordergrund. Grundsätzlich wird das Coaching-Ziel von dem Coachee bestimmt – sinnbildlich gesprochen gibt Ihnen eben nicht der Kutscher (heute Taxi- oder Uber-Fahrer) das Ziel Ihrer Reise vor, sondern Sie selbst bestimmen, wohin Sie möchten. Coaching bietet dadurch einen Perspektivenwechsel in Richtung „Hilfe zur Selbsthilfe“ und „Unterstützung zur Selbstverantwortung“. Bei diesen beiden Grundzielen im Coaching wird der Coach dementsprechend nicht dauerhaft benötigt (Rauen, 2002).
Eigenverantwortung fördern und Menschen entwickeln Im Rahmen vom Coaching muss es unser gemeinsames Ziel sein, dass wir die Eigenverantwortung unserer Mitarbeiter und Mitglieder aktiv fördern, nur so schaffen wir die Basis für eine dauerhafte Verhaltensentwicklung. Häufig hört man von Unternehmern, dass ein Teil der Mitarbeiter und Mitglieder keine Verantwortung übernimmt (übernehmen will). Hier stellen sich folgende Fragen: Fördern wir diese Fähigkeit bzw. den Willen dazu durch unsere Arbeit bzw. haben wir sie dazu befähigt? Haben wir unseren Mitgliedern ausreichendes Selbstmanagement vermittelt, wenn sie ohne unsere dauerhafte Intervention als Trainer nicht mehr zum Training erscheinen oder ihre Ernährung wieder vernachlässigen? Sprechen wir das Thema Rückfallprophylaxe bei unseren Mitgliedern an? Timothy Gallwey (2007) beschreibt den Perspektivenwechsel im Coaching über folgende drei Wirkungsebenen (vgl. Abb. 1):
Abb. 1: Die drei Wirkungsebenen des Perspektivenwechsels (modifiziert nach Gallwey, 2007)
Aufmerksamkeit/Wahrnehmung erweitern Häufig tragen wir ausschließlich die „Brille der Problemorientierung“. Hier gilt es, die Wahrnehmung (Potenzialentfaltung) des Coachee zu erweitern (weg vom Fokus auf die Schwächen und die Beseitigung von Mängeln, d. h. Risikofaktoren-Denken) – wir lenken die Aufmerksamkeit auf die Selbstreflexion und die Ressourcenorientierung.
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Erst wenn wir durch eine erweiterte Wahrnehmung neue Handlungsmöglichkeiten (= Wahlmöglichkeiten) erkennen, schaffen wir ein Bewusstsein dafür, dass wir keine Opfer unserer Umstände sind, sondern selbst aktiv werden können – so fördern wir die Eigenverantwortlichkeit („Nur ich selbst kann die Dinge verändern“ und „Nur ich bin für die Ergebnisse verantwortlich“). Vertrauen Menschen trauen sich selbst häufig zu wenig zu – erst wenn das Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten groß ist, kann man auch gezielt aktiv etwas verändern. Durch den Blick darauf, mit welchen Fähigkeiten und Kompetenzen der Coachee bereits frühere schwierige Situationen gemeistert hat, entdeckt dieser sein eigenes Potenzial und kann damit das Vertrauen in sich selbst aufbauen.
Coaching: alles eine Frage der Haltung? Hier wird deutlich, dass durch eine coaching-orientierte Arbeit der Fokus auf den Stärken/Ressourcen und der Steigerung von Kompetenzen liegt (vgl. Health-Model-Ansatz). Bildlich gesprochen geht es bei der Coaching-Haltung um den Unterschied zwischen einem leeren Wasserglas und einem Saatkorn: Das Wasserglas muss erst mit Inhalten gefüllt werden, wohingegen das Saatkorn bereits alle Informationen in sich trägt – es braucht nur die richtigen (fördernden) Rahmenbedingungen, um sich zu entwickeln (Ressourcenaktivierung durch den Coach als „Entwicklungshelfer“). Eine praxisnahe Umsetzungsmöglichkeit für coaching-orientierte Führungsarbeit bietet die Aussage „Don’t bring me a problem, bring me a solution!“ – hiermit leitet man seine Mitarbeiter an, lösungsorientiert zu denken und nicht selbst als Lösungsgeber zu fungieren. Praxistipp: Leiten Sie Ihre Mitarbeiter mehr zur eigenen Lösungsfindung an, als dass Sie die Probleme für die Mitarbeiter lösen – auch auf die Gefahr hin, dass Sie sich als Führungskraft für Problemlösungen dauerhaft „überflüssig“ machen. Reflektieren Sie Ihre eigenen Glaubenssätze in Bezug auf Ihre Mitarbeiter:
Werkzeug ist, um die Arbeitsweise der Teammitglieder und der Organisation selbst nachhaltig zu verbessern (Theeboom et al., 2013). Die größten Effektstärken konnten hier in Bezug auf berufliche Zielerreichung, Leistungskraft und Arbeitseinstellung nachgewiesen werden. Grundsätzlich bedeutet der Perspektivenwechsel hin zu einer coaching-orientierten Haltung unter anderem mehr Fragen zu stellen (weniger/keine Standardlösungen vorgeben), den Coachee eigene Ideen ausprobieren zu lassen und ihn zu überzeugen, statt ihn zu überreden. Eine partnerschaftliche Grundhaltung ist zentral im Coaching, das heißt auf Augenhöhe von „Mensch zu Mensch“ zu kommunizieren (kein Rollen-/Positionsdenken) und seine eigenen Maßstäbe und Denkweisen nicht in den Vordergrund zu stellen.
Fazit Wir sind es gewohnt, Know-how (an Mitarbeiter wie Mitglieder) zu vermitteln – als Führungskraft und als Trainer ist es sehr sinnvoll, phasenweise die Rolle eines Coaches einzunehmen, um andere Ergebnisse zu erreichen und damit Menschen bzw. deren Verhalten nachhaltig weiterzuentwickeln. Lassen Sie uns gemeinsam Menschen zum „Wachsen“ bringen – Erfolg und die weitere Professionalisierung der Fitnessund Gesundheitsbranche sind die logische Konsequenz.
Nicolai Rolli Nicolai Rolli, Diplom-Sportwissenschaftler, ist u. a. Dozent an der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement (DHfPG) sowie an der BSA-Akademie. Nach seinem Studium an der Deutschen Sporthochschule Köln, seiner Ausbildung zum Heilpraktiker und seinem betriebswirtschaftlichen Fernstudium arbeitete er jahrelang in personalverantwortlichen Positionen und als Geschäftsführer.
Foto: DHfPG/BSA
Wahlmöglichkeiten
www.dhfpg-bsa.de Auszug aus der Literaturliste
Sehen Sie Ihre Mitarbeiter wirklich als
oder doch als
?
Probieren Sie aus, wie sich Dinge ändern, wenn Sie vermehrt coaching-orientiert führen. Metaanalysen zur Wirksamkeit von Coaching (im beruflichen Kontext) zeigen, dass Coaching ein effektives
Gallwey, T. (2007). The Inner Game of Golf – Die Idee von Selbstcoaching. Staufen im Breisgau: allesimfluss Verlag. Theeboom, T., Beersma, B. & van Vianen, A. E. (2014). Does coaching work? A meta-analysis on the effects of coaching on individual level outcomes in an organizational context. In: The Journal of Positive Psychology, 9 (1), 1–18. Für eine vollständige Literaturliste kontaktieren Sie bitte marketing@dhfpg-bsa.de.
Der Autor Nicolai Rolli referiert zum Thema „Coaching – Ein Perspektivenwechsel in Mitarbeiterführung und Kundenbindung“ im Rahmen des Fach-Forums Coaching beim diesjährigen Aufstiegskongress ONLINE ONLY. Weitere Informationen unter: aufstiegskongress.de
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FACHARTIKEL PSYCHOLOGIE
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Arbeits- und Organisationspsychologie für die Praxis
Mitarbeitermotivation – altes Thema neu „verpackt“ Text: Prof. Dr. Julia Krampitz und Sarah Staut
Erfüllte Werte machen uns glücklich, unerfüllte Werte bewirken dementsprechend das Gegenteil. Die Wechselwirkungen zwischen dem menschlichen Handeln und den unternehmerischen Strukturen werden in Theorie und Praxis bedeutsamer, und die Werte „Sinnhaftigkeit“ sowie „Vertrauen“ rücken immer mehr in den Mittelpunkt. Dennoch stellen sich viele (angehende) Führungskräfte die Fragen, auf welche Fähigkeiten es wirklich ankommt und wie sie diese erwerben können.
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eutzutage haben ökonomische Faktoren, wie z. B. Vertrauen, in Unternehmen einen hohen Stellenwert. Ein funktionierendes Wertesystem spiegelt sich in der Organisationskultur wider, die Identität stiftet, Unternehmens- sowie Mitarbeiterziele und Kundenorientierung miteinander vereint. Um leistungsbereite Mitarbeiter zu gewinnen und langfristig zu binden, ist es wichtig, die Unternehmenswerte klar zu vermitteln, sie auch zu leben und dafür zu sorgen, dass sie mit den persönlichen Belangen der Mitarbeiter im Einklang stehen. Dazu ist eine werteorientierte Führung notwendig. Damit haben Führungskräfte für die Mitarbeiterbindung und somit auch für den Erfolg des Unternehmens eine Schlüsselfunktion inne. Der amerikanische Geschäftsmann Jack Welch verdeutlichte dies einmal mit der Frage: „Wer ist im Sport wichtiger – der Trainer und Mannschaftsbetreuer oder der Kassenwart des Vereins?“
aufgaben, die umgesetzt werden müssen, einen Sinn sehen und damit ihr eigenes Handeln als wichtig erleben, ist dies ein guter Nährboden für eine starke Unternehmensbindung. Diese Einstellung zu fördern ist vor allem die Aufgabe der Führungskraft. Eine werteorientierte und somit auch wertschätzende Führung beginnt mit dem Nachdenken der Führungskraft über ihr Selbstbild. Nur wer sich selbst reflektiert und versteht, ist auch in der Lage, seinen Führungsstil zu hinterfragen und ihn an die jeweiligen Mitarbeiter anzupassen. Werteorientierte Führung bedeutet auch eine Führung „passend zur Lebenswelt“. Wie können Führungskräfte nun unterstützt werden, damit sie den Spagat schaffen zwischen der Berücksichtigung der Mitarbeiterziele, den ständigen Turbulenzen und dem Anspruch einer Effizienzsteigerung seitens der Shareholder, denen sie gerecht werden müssen? Damit Führungskräfte im Rahmen ihrer umfassenden Aufgaben ihre Schlüsselrolle auch angemessen ausfüllen können, ist Unterstützung bei der Entwicklung bestimmter Kompetenzen erforderlich.
Bedeutung und Rolle von Führungskräften Die in einem Unternehmen agierenden Führungskräfte lassen sich als „Sinngeber“ beschreiben. Wenn die Mitarbeiter in den Arbeits58
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Führungsspanne „Die ‘Führungsspanne‘ beschreibt, wie viele Mitarbeiter einer
Input
Process
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Gruppenzusammensetzung
Führung Kommunikation Entscheidungsfindung Autonomie Partizipation Minderheiteneinfluss Kohäsion/Identifikation
Leistung
• Gruppengröße • Heterogenität • Ausbildung und Background
Art der Aufgabe Kultureller Kontext Organisationaler Kontext
• Qualität • Quantität
Effizienz Innovation Zufriedenheit und Wohlbefinden der Teammitglieder Teamlebendigkeit
Abb. 1: Input-Process-Output-Modell des Teamerfolges (modifiziert nach van Dick & West, 2013)
Führungskraft unterstehen und von ihr zu betreuen sind. Unter einer ‘kleinen Führungsspanne‘ wird eine überschaubare Anzahl von Mitarbeitern zu einer Führungskraft verstanden, welche in der Regel im einstelligen Bereich liegt.“ (IFAA, 2016) Damit verbunden, profitieren Unternehmen von mehr Ruhe in der Organisation, was wiederum eine Reduzierung von kognitiven Belastungen bewirken und somit zu weniger Stress führen kann. Zudem ist unmittelbar vor Ort eine Problembesprechung und -lösung in enger Abstimmung zwischen Mitarbeitern und Führungskräften möglich. Weitere Vorteile können eine höhere Mitarbeitermotivation und eine sinkende Abwesenheitsquote sein (IFAA, 2016).
Gehirngerechte Führung Laut Hoffmann (2019, S. 112) bedeutet eine sogenannte gehirn-
gerechte Selbstführung, „dass eine Führungskraft in Führungssituationen mit einer hohen Sensibilität und einem Verständnis der inneren Prozesse in einem bewussten Annäherungsmodus wahrnehmen, bewerten, entscheiden und handeln kann“. Daneben schafft eine sogenannte gehirngerechte Mitarbeiterführung „optimale Rahmenbedingungen, in denen sich alle Beteiligten wohlfühlen und ihre Energie gemeinsam für ein übergeordnetes Ziel einsetzen können“ (Hoffmann, 2019, S. 136). In der Führungspraxis ist es daher besonders wichtig, die Balance von Emotionen und kognitivem Denken, von Wirtschaftlichkeit und Menschlichkeit in der Führung, aber eben auch von menschlichen Grundbedürfnissen und deren Befriedigung zu berücksichtigen.
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FACHARTIKEL PSYCHOLOGIE
Innerer Kündigung vorbeugen Die innere Kündigung, auch häufig als „Dienst nach Vorschrift“ umschrieben, wird definiert als eine Arbeitshaltung, die geprägt ist durch ein innerliches Distanzieren von den Inhalten und Aufgaben sowie dem Kollegenkreis. Kennzeichnend sind eine reduzierte Einsatzbereitschaft und eine resignierte Grundhaltung gegenüber der Arbeitssituation oder Tätigkeit (Scheibner, Hapkemeyer & Banko, 2016). Als Ursache einer inneren Kündigung wird häufig eine Störung des Austauschverhältnisses zwischen Beschäftigten und Führungskräften genannt (Scheibner, Hapkemeyer & Banko, 2016; Schmitz & Voreck, 2011). Zu Führungsfehlern zählen laut Brinkmann und Stapf (2005) geringe Gesprächsbereitschaft, Eingriffe in die Kompetenzbereiche der Beschäftigten, negatives Informationsverhalten, mangelnde/fehlerhafte Kommunikation und unzureichende Partizipation. Dennoch kann einer inneren Kündigung durch die
Effektives Zusammenarbeiten Das Input-Process-Output-Modell basiert auf der Annahme, dass die Eigenschaften der Gruppe bzw. des Teams, die Art der zu bewältigenden Tätigkeit, der kulturelle sowie der organisationale Kontext maßgeblich die nachgeschalteten Prozesse und somit auch die Ergebnisse bzw. Konsequenzen der Zusammenarbeit bestimmen (vgl. Abb. 1). In diesem Modell wird von sogenannten Inputvariablen gesprochen. Diese können effektives Zusammenarbeiten positiv beeinflussen sowie günstige Voraussetzungen schaffen und sind deshalb anzustreben (Ullmann & Jörg, 2019, S. 413–414). Hierbei obliegt es der Führungskraft, Inputvariablen zu fördern und parallel ungünstige Faktoren zu vermeiden.
Für Führungskräfte empfiehlt sich ein spezifisches Coaching, das durch Reflexion der eigenen Motivation für mehr Freude und Effizienz im Führungsalltag sorgt. In der Praxis bedeutet dies, aktiv zu werden, die Herausforderungen der Führungsaufgabe als Potenzial zu nutzen und die Organisationsmitglieder dabei zu unterstützen, ihre Arbeit als sinnvoll und wertschätzend zu erleben. Um dies langfristig und nachhaltig zu erreichen, bedarf es strategisch ausgerichteter Organisationsprozesse, die die Notwendigkeit von Schulungen für die Personalverantwortlichen nicht nur erkennen lassen, um die dafür erforderlichen Kompetenzen zu entwickeln, sondern auch um entsprechende Maßnahmen umzusetzen.
Möchten Sie überprüfen, ob Sie selbst die gehirngerechte Führung anwenden? Dann scannen Sie den nebenstehenden QR-Code oder nutzen Sie den Downloadlink und finden Sie es mit der Checkliste „Zeitlose Elemente der Führung“ heraus.
www.dhfpg-bsa.de
Sarah Staut Sarah Staut, M. A. Prävention und Gesundheitsmanagement, ist wissenschaftliche Mitarbeiterin sowohl an der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement (DHfPG) als auch an der BSA-Akademie im Fachbereich Gesundheitsförderung/Betriebliches Gesundheitsmanagement. Praktische Erfahrungen im BGM sammelte sie bereits in namhaften Unternehmen.
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Ein wesentliches Kriterium ist die Partizipation: Sorgen Führungskräfte dafür, dass Mitarbeiter ausreichend in Prozesse bzw. in den Berufsalltag involviert werden und ihre Erfahrungen und Meinungen einbringen dürfen, so wird dies als wertschätzend und motivierend erlebt.
Julia Krampitz, Doctor of Public Health und M. A. Prävention und Gesundheitsmanagement, ist als Professorin für den Fachbereich Psychologie/Pädagogik an der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement (DHfPG) tätig. Sie fungiert außerdem als Fachautorin und gefragte Expertin in den Medien.
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Prof. Dr. Julia Krampitz
Fazit und praktische Relevanz
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Förderung des Engagements der Beschäftigten sowie durch das infolge des Führungsverhaltens entgegengebrachte Vertrauen vorgebeugt werden.
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Auszug aus der Literaturliste Hoffmann, C. (2019). Gehirngerechte Führung. Wirkungsvoll führen nach neuropsychologischen Erkenntnissen. Berlin: Springer. Für eine vollständige Literaturliste kontaktieren Sie bitte marketing@dhfpg-bsa.de.
Zum Thema „Coaching und Self-Leadership – eine gesunde Symbiose“ spricht Prof. Dr. Julia Krampitz im Fach-Forum Coaching beim diesjährigen „Aufstiegskongress ONLINE ONLY”. Weitere Informationen unter: aufstiegskongress.de
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FACHARTIKEL KUNDENBINDUNG
Professionelle Kundenbindung – aber wie?
Vom Mitglied zum Fan – Kundenbindung NEXT LEVEL Text: Niko Russ
Aufgrund der steigenden Konkurrenz sind Fitnessunternehmen mehr denn je gefordert, langjährige, profitable Kundenbeziehungen mit den Mitgliedern aufzubauen. Diese Bindung ist das zentrale Fundament und die Königsdisziplin ihres nachhaltigen Unternehmenserfolgs. Nur wer seine Mitglieder kennt und weiß, was sie sich wünschen, kann sie auch begeistern. Doch was sind die wichtigsten Ansatzpunkte, um Mitglieder zu echten Fans zu machen?
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it großem Erfolg haben Fitnessunternehmen in den letzten Jahren auf immer mehr individuelle Leistungen gesetzt, um ihre Mitglieder zu begeistern. Somit hat die Fitnessbranche erreicht, dass der Großteil der Mitglieder auch sehr zufrieden ist (Kane, 2016). Besser geht es also nicht, könnte man schlussfolgern. Tatsächlich jedoch fällt es den Fitnesskunden aber zunehmend schwerer, zwischen den einzelnen Konzepten bzw. Unternehmen zu differenzieren, da die Dienstleistungen und Produkte heute teilweise austauschbar geworden sind. Gleichzeitig sind generell die Ansprüche der Kunden an die wahrgenommene Dienstleistung
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deutlich gestiegen. Oftmals ist deshalb der Preis der wichtigste Entscheidungsfaktor. Das muss aber nicht so sein, denn neben dem Preis existiert heute eine zweite „harte Währung“, für die Mitglieder auch bereit sind, mehr zu investieren.
Die neue Währung: Customer Experience Die 360-Grad-Kundenerlebnisse sind heute der Schlüssel, um aus Mitgliedern echte Fans zu machen. Zu der Gruppe der Fans gehören die Mitglieder, die zum einen von der angebotenen Dienstleistung begeistert und dadurch überdurchschnittlich gebunden
bzw. loyal sind. Zum anderen äußern sie ihre Verbundenheit zum Unternehmen gern gegenüber Dritten, was sich in einer signifikant höheren Empfehlungsquote widerspiegelt. Wenn es Fitnessstudios also gelingt, ihre Kunden durch emotionale Erlebnisse und noch mehr Kundennähe zu Fans zu machen, spielen sie im Hinblick auf die Customer Experience in der Champions League.
Die Grundlage für Kundenbegeisterung Neben dem Kano-Modell hat sich als eines der wichtigsten Erklärungsmodelle in der Literatur und auch in der Praxis das Konfir-
Wahrgenommene Leistung (Ist-Leistung)
Erwartete Leistung (Soll-Leistung) = Vergleichsstandard
mation/Diskonfirmation-Paradigma (C/D-Paradigma) etabliert (vgl. Abb. 1). Dieses Konzept besagt, dass der Kunde seine Erwartung (Soll-Situation) mit dem tatsächlichen Leistungsniveau, also der von ihm wahrgenommenen Situation (Ist-Situation), abgleicht. Entspricht die Erwartung dem Leistungsniveau, resultiert daraus Kundenzufriedenheit. Wird seine Erwartung nicht erfüllt, ist Unzufriedenheit die Folge. Im Idealfall gelingt es einem Unternehmen, die Erwartung des Kunden sogar zu übertreffen. Die Konsequenz ist dann, dass der Kunde begeistert ist, eine hohe Zufriedenheit empfindet und diese auch aktiv kommuniziert.
Vergleich Positive Diskonfirmation (Ist > Soll)
Zufriedenheit
Konfirmation (Ist = Soll) Negative Diskonfirmation (Ist < Soll)
+ =
über Konfirmationsniveau
-
unter Konfirmationsniveau
auf Konfirmationsniveau
Abb. 1: Die vier Komponenten des C/D-Paradigmas (modifiziert nach Bock & Wend, 2005, S. 38)
Die Fanpoints: Bausteine für mehr Kundenbegeisterung Mit den fünf Fanpoints können Sie nachhaltig dafür sorgen, die Kundenbegeisterung gezielt zu steigern und Ihre „Fanbase“ auszubauen. Fanpoint 1 – Kundenerwartungen der Mitglieder kennen Was wollen Mitglieder? Was sind ihre Wünsche? Welche Erwartungen haben sie? Diese Fragen sollte ein Unternehmer beantworten können. Nur wenn umfangreiches Wissen über die Kundenerwartungen vorhanden ist, können diese auch befriedigt werden. Das Anpreisen von Eigenschaften der Dienstleistung allein ist zu wenig – denn Mitglieder, gerade in der Fitnessbranche, „kaufen“ Vorteile, Nutzen und Problemlösungen. Fanpoint 2 – Champions-League-Service, der begeistert Neben den klassischen „harten Faktoren“ (Trainingspläne, Betreuung, Hygiene, Facility) erwarten Mitglieder emotionale Faktoren wie Aufmerksamkeit und Wertschätzung, Motivation und Präsenz. Die Art, mit den Mitgliedern zu kommunizieren, entscheidet signifikant über die Wahrnehmung der Servicequalität. Alle Versprechungen, die den Mitgliedern gemacht wurden, müssen erfüllt werden. Falsche Versprechungen führen zu Unzufriedenheit. Ehrlichkeit im Verkaufsprozess ist gefragt, egal, ob es um Trainingserfolge, Termine oder Serviceleistungen geht. Mehr leisten, als das Mitglied erwartet (und das jeden Tag), mit dem nötigen Begeisterungsfaktor – so werden Mitglieder zu Fans.
Fanpoint 3 – der Mitarbeiter macht den Unterschied Menschen kaufen von Menschen. Fans wollen mit den Mitarbeitern des Studios persönlich sprechen und ihre Ziele, Emotionen, Erfolge, Begeisterung und Bedürfnisse teilen. Der persönliche Umgang und die Handlungskompetenz der Mitarbeiter sind die Faktoren, die aus zufriedenen Mitgliedern begeisterte Fans werden lassen. Hiermit verschafft man sich einen Wettbewerbsvorteil, der nur schwer kopierbar ist. Erst eine professionelle, kundenzentrierte und authentische Kommunikation macht Mitglieder zu loyalen Fans. Die Mitarbeiter müssen Fitness lieben und leben, damit der Funke auf die Mitglieder überspringt. Deshalb fängt die Kundenbegeisterung auch bereits bei der Mitarbeiterentwicklung und Schulung an. Fanpoint 4 – gut strukturierte Rahmenbedingungen und Abläufe Jedes Fitnessunternehmen sollte seinen Mitgliedern aktiv zuhören und Feedback-Möglichkeiten geben. So fühlen sie sich ernstgenommen und können involviert werden. Darüber hinaus ist es wichtig, ein funktionierendes und nachhaltiges Beschwerdemanagement aufzubauen. Auf diese Art kann es gelingen, aus einem anfangs unzufriedenen Mitglied ein zufriedenes Mitglied zu machen – sofern Sie hier schnell und unbürokratisch agieren. Die Mitglieder können auch in Entscheidungen aktiv miteinbezogen werden. Das ist erstens eine Wertschätzung gegenüber dem Kunden und zweitens sind die zukünftigen Dienstleistungen dann passgenauer auf die Zielgruppe abgestimmt. Und zu guter Letzt: „Tue Gutes und rede darüber“: Eine „gute“ Kommunikation zu den Mitgliedern auf allen bekannten Kanälen unterstützt die Kundenbegeisterung.
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FACHARTIKEL KUNDENBINDUNG
Fanpoint 5 – Mut zu Umfragen und Mitgliederbewertungen „Wie wahrscheinlich ist es, dass du uns einem Freund, Bekannten … weiterempfiehlst – auf einer Skala von 0 bis 10?“ Der Net Promoter Score® (NPS) ist ein Beispiel, um herauszufinden, wie zufrieden die Mitglieder tatsächlich mit der angebotenen Leistung sind. Einfach, schnell und jederzeit wiederholbar können dadurch Vergleiche angestellt werden. Mit der entsprechenden Zusatzfrage „Was genau ist der Grund für die Bewertung?“ kann die Umfrage zudem genutzt werden, um exakte Hinweise auf einen guten bzw. schlechten Service zu erhalten und dementsprechend Verbesserungspotenzial aufzudecken.
Ihre Checkliste
Fazit und Umsetzungstipps „Mitglieder zu Fans machen“ ist nicht nur die „Königsdisziplin“ in der Fitnessbranche, sondern auch der einzig wahre Weg, um sich von den Mitbewerbern abzuheben. Fans bzw. treue Mitglieder haben nicht nur eine geringere Wechselbereitschaft, sondern sind auch Ihre wichtigsten Multiplikatoren, um neue Interessenten bzw. neue Mitglieder zu gewinnen. Deshalb lohnt es sich, gezielt in eine solche „Fanbase“ zu investieren und diese kontinuierlich auszubauen. Hier zählen Kundennähe, Serviceorientierung und vor allem eine große Portion Kreativität. Denn Fans wollen nicht nur begeistert, sondern vor allem auch überrascht werden. Und das schaffen Sie nur, wenn Sie im positiven Sinne unberechenbar bleiben und Customer Experience an allen Touchpoints schaffen.
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ckliste in nts kann die folgende Che Zusätzlich zu den Fanpoi anzusetben rau lsch Stel n relevanten der Praxis helfen, an alle ren: agie zu rter ntie kundenorie zen, um noch service- und enen /eig gen tun Leis ne etzen und eige • die „Kundenbrille“ aufs Service hinterfragen lemen issen, Erwartungen und Prob • Liste erstellen mit Bedürfn essFitn des ung eist nstl ug auf die Die der Mitglieder im Bez rtei nka nde -)Ku mm eiterte (Sta stud ios; Stichwort: erw erweitert müssen optimiert und ds dar tan ices • interne Serv werden sind festzues!“: konkrete Parameter • „Miss es oder vergiss einem zuzu d glie Mit ein ssen, um legen, die erfüllt sein mü ) zu machen friedenen Mitglied (Fan weitererkennen, ausbauen und ren kto gsfa run • Begeiste entwickeln e Mitcruitment und nachhaltig • perfektes Mitarbeiter-Re htiger wic ein zess Pro em in dies arbeiterentwicklung sind Schlüssel Team fixiert, ch Workshops mit dem • Standards müssen dur den trainiert und gelebt wer und nach Kommunikation im Team te“ „gu e äßig elm • eine reg iehungen Bez die in en Leb bringt außen auf allen Kanälen r ede itgli essstudio/M Chef/Mitarbeiter und Fitn die denzufriedenheit erhöht Kun n ene eig der • Messen z ren spa t für Tran Nachhaltigkeit und sorg
Niko Russ Niko Russ hat langjährige Erfahrung in der Fitnessbranche, sowohl im Einzelals auch im Kettenbetrieb. Außerdem ist er Dozent an der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement (DHfPG). Seit 2017 ist er beruflich selbstständig mit den Schwerpunkten als Dozent und in der Beratung von einzelnen Fitnessstudios.
Foto: DHfPG/BSA
für mehr Customer Exp
www.dhfpg-bsa.de
Auszug aus der Literaturliste Bruhn, M. & Homburg, C. (Hrsg.) (2017). Handbuch Kundenbindungsmanagement. Strategien und Instrumente für ein erfolgreiches CRM. Wiesbaden: Springer Gabler. Hoffmann, S. & Akbar, P. (2019). Konsumentenverhalten. Konsumenten verstehen – Marketingmaßnahmen gestalten. Wiesbaden: Springer Gabler. Für eine vollständige Literaturliste kontaktieren Sie bitte marketing@dhfpg-bsa.de.
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Der Autor Niko Russ referiert beim diesjährigen Aufstiegskongress ONLINE ONLY zum Thema „Wie Kunden zu Fans werden“ im Rahmen des Fach-Forums Management. Weitere Informationen unter: aufstiegskongress.de
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FACHARTIKEL RISIKOMANAGEMENT
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Erfolgsstrategien zur Risikoreduktion
Der Umgang mit unternehmerischen Risiken Text: Thorsten Clemann
Selbstständige und Unternehmer sind großen finanziellen und unternehmerischen Risiken ausgesetzt. Ständig gibt es neue Trends und Entwicklungen, die den Markt verändern. Bestehende Wettbewerber, Neueinsteiger und Ersatzprodukte können von heute auf morgen zu einer großen Gefahr werden und Krisen erschüttern generell die gesamte Branche. Aber wie geht man als Selbstständiger oder Unternehmer mit diesen Risiken um? Und gibt es Möglichkeiten, die genannten Risiken zu reduzieren?
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isiko ist nicht gleich Risiko! Es gibt ganz unterschiedliche Arten von unternehmerischen Risiken, denen Selbstständige und Unternehmer heutzutage ausgesetzt sind.
„Das Gefährliche am Risiko ist nie das Risiko selbst, sondern wie man mit ihm umgeht.“ Felix Gerg (Experte für digitale Produkte und Prozesse)
auch in der Unternehmenswelt nichts sicher. Die Gefahr des Scheiterns besteht immer. 2. Das darüber hinausgehende zusätzliche Risiko, das man einge hen kann: Hier besteht die Gefahr, dass man „ein blaues Auge“ davonträgt, aber es kommt nicht zum absoluten Scheitern. 3. Das weiterführende Risiko, das man definitiv nicht eingehen kann: Der Eintritt des Risikofalls würde das unternehmerische bzw. persönliche Ende bedeuten. 4. Das Risiko, das man eingehen muss, weil man keine andere Wahl hat: Das Nichteingehen des Risikos würde den unterneh merischen Tod bedeuten.
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Die verschiedenen Risikoarten auf einen Blick
Der Umgang mit den Risikoarten
Innovative Unternehmer haben nach Fredmund Malik in der Regel ein zwiespältiges Verhältnis zum Thema „Risiko“. Einerseits wissen sie, dass unternehmerische Erfolge eng mit der Risikobereitschaft verbunden sind. Andererseits ist ihnen aber auch bewusst, dass zu hohe Risiken zum Untergang bzw. zur finanziellen Schieflage des Unternehmens führen können. Sie sind aber in der Lage, die verschiedenen Risikoarten klar voneinander abzugrenzen, um im unternehmerischen Alltag sinnvolle Entscheidungen treffen zu können.
Mit dem Risiko der ersten Art müssen sich alle Beteiligten „anfreunden“. Jeder Selbstständige und Unternehmer muss mit der Gefahr des Scheiterns leben, wie auch jeder Angestellte, der im schlimmsten Fall mit einem Jobverlust rechnen muss. Zusätzliche Risiken der zweiten Art kann man eingehen, sofern das Ganze in einem beherrschbaren Rahmen bleibt und nur ein überschaubares Restrisiko besteht.
Die vier Risikoarten, die Malik (2014) hier unterscheidet sind: 1. Das Risiko, das unvermeidlich mit allem Wirtschaften verbunden ist: So wie das Leben an sich schon Lebensgefahr bedeutet, ist 66
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Risiken der dritten Art müssen aber unbedingt gemieden werden. Wenn das Worst-Case-Szenario bei einer unternehmerischen Entscheidung den finanziellen Ruin bedeuten kann, darf dieses Risiko unter keinen Umständen eingegangen werden, egal wie hoch
die voraussichtliche Rendite und die Wahrscheinlichkeit auf Erfolg sind. Das Ziel sollte hier sein, alternative Wege zu finden, die aus dem Risiko der dritten Art ein Risiko der zweiten Art machen. Die Möglichkeiten sind dabei kluge Vertragsgestaltungen oder die Zusammenarbeit mit weiteren Partnern, die das Risiko (mit-)tragen können.
Wichtige Fragen an dieser Stelle sind u. a.: • Wie viele Monate brauchen Sie, um Ihr Geschäftsmodell im Worst-Case-Szenario neu auszurichten? • Wie hoch sind Ihre monatlichen Fixkosten? • Wie flexibel ist Ihre Kostenstruktur? • Wie viele finanzielle Reserven haben Sie zurückgelegt?
Wenn ein Unternehmen aber finanziell „mit dem Rücken zur Wand“ steht und das Nichteingehen des Risikos den sicheren „Tod“ des Unternehmens bedeuten würde (Risikoart 4), wie es häufig bei Innovationen oder in Krisen der Fall ist, muss das unternehmerische Risiko eingegangen werden.
Je stärker die zu erwartenden Umsatzschwankungen im Geschäftsmodell sein können, desto flexibler muss die Kostenstruktur bleiben. Die liquiden Rücklagen sollten unter Berücksichtigung des Minimalumsatzes im Worst-Case-Szenario für mindestens sechs Monate reichen. Auch wenn dieses Ziel für viele Unternehmer im ersten Moment vielleicht realitätsfern erscheint, ist es mit einem stimmigen Geschäftsmodell und einer soliden Finanzplanung durchaus realisierbar und schafft Planungssicherheit. Trotz der wirtschaftlich „fetten Jahre“ nach 2008 sind zumindest ein Teil der Unternehmen in Deutschland sehr wahrscheinlich weit von dieser unternehmerischen Sicherheit entfernt bzw. haben diese finanziellen Pufferreserven bisher nicht gebildet. An dieser Stelle besteht möglicherweise Handlungsbedarf, um auch für eine nächste Krise bzw. für zukünftige Marktveränderungen ausreichend gewappnet zu sein.
Ein Blick in die Branche Klassische Geschäftsmodelle in der Fitness- und Gesundheitsbranche sind in der Regel sehr kapitalintensiv. Da das unternehmerische Risiko meist mit der Höhe des finanziellen Investments steigt, sind viele Akteure der Branche damit generell schon erhöhten Risiken ausgesetzt. Diese Situation verschärft sich umso mehr, je höher die Fixkosten sind und je stärker das Unternehmen fremdkapitalfinanziert ist. Denn damit steigt auch die Abhängigkeit von Fremdkapital und von Kreditgebern wie Banken, Investoren usw. Gerade in der heutigen, schnelllebigen Zeit ist zudem die Anpassungsfähigkeit eines Unternehmens deutlich wichtiger für den langfristigen Erfolg geworden als dessen tatsächliche Größe. Da die klassischen Geschäftsmodelle in der Fitnessbranche oft recht starr sind, weil ein Großteil des Kapitals in die Anlagen geflossen ist, steigen die unternehmerischen Risiken hier zusätzlich. Mikrostudios, Special-Interest-Anbieter und Selbstständige, z. B. Personal Trainer, deren Geschäftsmodelle aufgrund der Marktentwicklungen und Branchentrends der letzten Jahre immer populärer werden, da sie viele unternehmerische Möglichkeiten bieten, haben hier einige Vorteile: Aufgrund ihrer überschaubaren Größe und schlanken Prozesse können sie sich oft deutlich schneller und besser an Marktveränderungen anpassen. Zudem haben sie wegen geringerer Investitionsvolumina und vergleichsweise weniger Fixkosten ein reduziertes unternehmerisches Risiko. RISIKO
Das Gefährliche am Risiko ist nie das Risiko selbst, sondern wie WIR damit umgehen. Dies sollten wir als Selbstständige oder Unternehmer bei all unseren unternehmerischen Entscheidungen deshalb immer im Hinterkopf behalten.
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Doch auch im Nischenmarkt lauern strategische Gefahren: Wer sich auf ein bestimmtes Leistungsangebot als Problemlösung konzentriert (z. B. auf eine bestimmte Trainingsform/ein bestimmtes Trainingssystem) setzt sich hohen Spezialisierungsrisiken aus. Sobald es zu veränderten Marktbedingungen kommt oder innovative Wertangebote der Mitbewerber das Kundenproblem besser lösen, kann die eigene Existenz schnell in Gefahr geraten. Eine Spezialisierung muss daher immer mit Blick auf einen konstanten Kundennutzen vorgenommen werden (z. B. Schmerzreduktion, Muskelaufbau, effektives und zeitsparendes Training) und darf nie auf einer variablen Problemlösung basieren. Je stärker die Unternehmensstrategie auf die eigene Zielgruppe ausgerichtet ist und je offener, innovativer und flexibler das Unternehmen dabei agiert, desto weniger Risiken setzt es sich aus (Friedrich, Malik & Seiwert, 2009, S. 208).
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Eine solide Finanzplanung ist essenziell Neben diesen strategischen Aspekten sind eine solide Finanzplanung sowie die Sicherung der Liquidität und damit die Wahrung der Flexibilität die Basis zur Reduktion unternehmerischer Risiken, denn Liquidität bedeutet immer auch Handlungsfähigkeit.
Thorsten Clemann Thorsten Clemann, B. A. Betriebswirtschaftslehre, M. A. Prävention und Gesundheitsmanagement, ist freiberuflicher Berater und unterstützt Existenzgründer, Selbstständige und Unternehmer in der Planungs-, Gründungs-, Aufbau- und Wachstumsphase. Er ist Dozent, Autor und Tutor an der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement sowie an der BSA-Akademie.
Foto: DHfPG/BSA
Spezialisierungsrisiken beachten
Fazit Die Corona-Krise hat aufgezeigt, wie wichtig es ist, die verschiedenen Risikoarten klar voneinander abzugrenzen und auf ein mögliches Worst-Case-Szenario vorbereitet zu sein. Mit den richtigen Strategien und einem soliden Finanzplan können viele Risiken reduziert werden.
www.dhfpg-bsa.de
Literaturliste Friedrich, K., Malik, F. & Seiwert, L. (2009). Das große 1x1 der Erfolgsstrategie: EKS – Die Strategie für die neue Wirtschaft (13., völlig überarbeitete und erweiterte Neuauflage). Offenbach: GABAL-Verlag. Malik, F. (2014). Wenn Grenzen keine sind: Management und Bergsteigen. Frankfurt am Main: Campus-Verlag.
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FRANCHISESYSTEM | ANZEIGE
Trainieren bei dem Testsieger
Auszeichnung für PRIME TIME fitness Fotos: PRIME TIME fitness GmbH
PRIME TIME fitness wurde vom Deutschen Institut für Service-Qualität (DISQ) in der „Servicestudie Regionale Fitness-Studios“ als Testsieger in Frankfurt prämiert. Wir sprachen mit Gründer und Geschäftsführer Henrik Gockel über die Sinnhaftigkeit von Tests, aber vor allem darüber, warum er glaubt, dass die Positionierung von PRIME TIME fitness in Krisenzeiten besonders vorteilhaft ist. fMi: Was bedeutet es für PRIME TIME fitness, diesen Test gewonnen zu haben? Henrik Gockel: Wir arbeiten unermüdlich, um die Bedürfnisse unserer Mitglieder zu übertreffen und wenn man dafür in einem Test prämiert wird, ist das vor allem eine Anerkennung für das Team. Persönlich habe ich die Tester ja nicht gesehen und ich wurde darüber auch nicht informiert. Auch für meine Mitarbeiter ist es ein tolles Feedback, wenn unser Clubkonzept genauso in der Praxis „ankommt“, wie wir uns das bei der gemeinsamen Erarbeitung gedacht haben.
Eine gute Betreuung ist aber Teil einer ganzheitlichen Trainingskultur und sogar der Unternehmenskultur, in der das Training im Mittelpunkt steht. Es braucht Jahre, um dieses Verständnis von Training und Kundennutzen im Unternehmen aufzubauen und auf neue Standorte zu übertragen. Deswegen werden wir nicht so rasant wachsen können wie Studios mit Konzepten, die mehr auf der „Hardware“ basieren. Allerdings können wir uns mit dieser Spezialisierung preislich höher im Premiumsegment positionieren, ohne in Sauna, Wellness oder „Schnickschnack“ investieren zu müssen.
fMi: Konzept ist ein gutes Stichwort, was ist das Konzept von PRIME TIME fitness? Henrik Gockel: Wir sind „PREMIUM TRAINING“, der Club für die „Urban Performer“, also für Menschen, die in der Stadt wohnen, beruflich, familiär und/oder sozial engagiert sind. Das heißt sie haben wenig Zeit, wollen/müssen aber gleichzeitig trainieren, um gesund und leistungsfähig zu sein. Deswegen fokussieren wir uns genau für diesen Zweck auf die wesentlichen Trainingsformen. Neben moderner Ausstattung ist entscheidend, dass wir ausschließlich fest angestellte, top ausgebildete Trainer zur Betreuung unserer Mitglieder einsetzen, um ihnen ein individuelles Training zu garantieren.
fMi: In einer Krise reagieren die Kunden häufig preissensibler. Ist das Premiumsegment davon stärker betroffen? Henrik Gockel: Im Allgemeinen ja, aber in dieser Krise wurde ein wichtiger Aspekt sehr deutlich. Etwas, das günstig ist, wird auch billig produziert, z. B. durch Massentierhaltung im Zuchtbetrieb oder durch „Massenmenschenhaltung“ im Fitnessstudio. Man kann Fitnesstraining für unter 30 EUR nur durch hohe Mitgliederzahlen pro Quadratmeter anbieten. Wenn es dann noch jüngere Zielgruppen sind, die sehr häufig und lange trainieren, dann wird es voll. Im Premiumstudio sind der zur Verfügung stehende Platz und die Ruhe während des Aufenthalts die wesentlichen Unterschiede zu günstigeren Fitnessstudios. Dafür sind die Mitglieder bereit, mehr zu zahlen. Das ist das gleiche Prinzip wie im Zug: Normalerweise fahre ich immer zweite Klasse, aber seit der Corona-Krise buche ich konsequent die erste Klasse, um Abstand halten zu können.
fMi: Mit einer modernen Ausstattung und guter Trainingsbetreuung werben viele Studios, reicht das aus? Henrik Gockel: Prinzipiell bieten die meisten Studios heute ein gutes Equipment an, das kann sich jeder Betreiber kaufen. 68
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fMi: PRIME TIME fitness hat viele Mitglieder pro Quadratmeter, widerspricht das nicht Ihrer Aussage? Henrik Gockel: Das ist zwar richtig, wir haben auch bis zu vier Mitglieder pro Quadratmeter Studiofläche, aber eingebunden in ein entsprechendes Konzept: Lange Öffnungszeiten und der Fokus auf das Training schaffen einen hohen „Durchsatz“. Unsere Mitglieder kommen zum intensiven Training und gehen danach wieder. Sie können es flexibel in ihren Tagesplan einbauen. Wenn ich Branchenkollegen, die uns besuchen, schätzen lasse, wie viele Mitglieder wir in einem bestimmten Club haben, können sie es kaum glauben.
Eine Promotion ist im Sommer sogar wetterbedingt einfacher als im Winter. Insgesamt sind wir in einer Konsolidierungsphase. Wir haben während der Schließung sieben Prozent unserer Mitglieder verloren (natürliche Abgänge und wenige Zugänge). Die Neumitgliederzahlen werden über den Sommer „flach“ bleiben, um dann im Herbst wieder netto signifikant wachsen zu können. Das Einzige, was mir wirklich Sorgen bereitet, ist die Vorstellung, ein zweiter Lockdown könnte, in Kombination mit Fitnessclubschließungen, veranlasst werden.
fMi: Inwieweit ist Glaubwürdigkeit wichtig? Henrik Gockel: Glaubwürdigkeit ist ein ganz entscheidender Aspekt. Der Mensch glaubt in der Regel an etwas, was Bestand hat, vertrauenswürdig ist, etc. Kieser Training ist da ein gutes Beispiel in unserer Branche. Sie haben seit Jahrzehnten eine gewisse Kontinuität in ihrem Konzept und die Mitglieder „schwören“ darauf. Sie werden natürlich eher in die Bereiche von medizinischem Training bis hin zur Therapie eingeordnet. Wir positionieren uns in Richtung Performance Training und Athletic Training. Die Intention von potenziellen Neumitgliedern soll sein: „Wenn PRIME TIME fitness die Sportprofis, z. B. die Löwen Frankfurt (Eishockey-Mannschaft) oder den TSV 1860 München, fit macht, dann müssen sie Ahnung haben und können auch mich sportlich weiterbringen.“
fMi: Welche Vorteile haben Ihre Franchisenehmer? Henrik Gockel: Wir tummeln uns nicht im preisaggressiven Wettbewerb, sondern fokussieren uns auf das Personal Training. Trotz dieser Premiumpositionierung generieren wir große Mitgliederzahlen in Verbindung mit hohen Cashflow-Margen von über 30 Prozent. Nach einer Anfangsinvestition können wir nur durch den Cashflow wachsen und neue Studios eröffnen. Wir haben ein umfassendes Clubmanagement-Konzept entwickelt, sodass sich unsere Franchisenehmer genau wie unsere angestellten Clubmanager zu einhundert Prozent auf die Arbeit „an der Front“ konzentrieren können. Wir brauchen für unser Konzept „nur“ noch ein Einzugsgebiet von mindestens 50.000 Einwohnern – je höher der Wettbewerb und die Reaktionsquote, umso besser. Erst in reiferen Märkten trägt sich unsere klare Positionierung. Porsche hatte auch nur in einem Meer von VW Käfern Erfolg.
fMi: Wie sieht die wirtschaftliche Lage in Ihren Studios aus? Henrik Gockel: „Super“, „Hundert Prozent über dem Vorjahresniveau“, „Noch nie einen so guten Sommer gehabt“ …. Solche Sprüche lese ich oft, gerade in Interessennetzwerken und natürlich verbreitet von bekannten Branchenberatern, die aber meist „nur“ beraten und selbst keinen Club besitzen. Das sind viele Widersprüche auf einmal. Ich war von 1990 bis 1996 selbst Berater. In dieser Zeit war ich spezialisiert auf Standort- und Marktanalysen. Dazu braucht man kein eigenes Studio, das ist Wissenschaft. Für Marketing und Vertrieb, was ja die meisten Beratungsfirmen anbieten, sehe ich das anders. Man braucht dafür m. E. direktes Feedback aus dem eigenen Club, welche Maßnahme greift und welche nicht. Ansonsten testet man bei seinem Kunden und der „zahlt die Zeche“.
Unser Konzept ist skalierbar und multiplizierbar, weil wir auf Studioebene klar zwischen drei Aufgabenbereiche unterscheiden: 1. Vertrieb, 2. Training, 3. Member-Management. Als Fußballmetapher gesprochen: Vertrieb ist der Sturm, Sie bringen die neuen Mitglieder ins Studio, Training ist das Mittelfeld, Sie halten die Mitglieder im Training/im Spiel und Member-Management ist die Abwehr, Sie reaktivieren trainingsfaule Mitglieder, wehren Kündigungen ab, etc. Die Wirtschaft hat sich arbeitsteilig entwickelt, nur in den meisten Fitnessclubs machen alle alles, aber nicht bei uns. In unseren Studios weiß jeder Bereichsverantwortliche genau über die wichtigen KPI (engl.: Key Performance Indicator) Bescheid, getreu unserem Credo: „Nur was man messen kann, kann man managen“. Davon profitieren auch unsere Franchisenehmer. Jeder weiß jederzeit, in welchem Bereich er im Vergleich gut ist und wo noch Potenziale sind.
Was bringen mir viele Leads, wenn die Konversionsrate hin zu Mitgliedschaften schwach ist? Was ist eine gute Konversionsrate? Hier sind mal ein paar Fakten, wie es bei uns läuft, gerade in Bezug auf Social-Media-Kampagnen, die zurzeit als „Heilsbringer“ angepriesen werden: Wir haben elf Clubs und im Februar 2020 konnten wir knapp 1.000 Leads generieren. Diese konvertierten in eins zu fünf, das heißt wir generierten darüber 200 Mitgliedschaften, rund ein Viertel von dem, was unser Ziel ist. Demnach müssen wir weitere 50 Prozent, also 400 Mitglieder über Promotion Leads generieren (diese konvertieren wesentlich schwächer mit 1:10, wir brauchen davon also 4.000 Leads). Der Rest sind Walk-ins und Empfehlungen. Letztere spielen natürlich auch in den Social-Media-Kanälen eine Rolle, denn ich glaube, dass kein Mensch in einem Fitnessstudio eine Mitgliedschaft abschließt, ohne schon einmal mit jemand darüber gesprochen oder etwas über das Studio gehört zu haben. Empfehlungen sind die Basis für das Image. Daher brauchten wir in den vergangenen Spitzenmonaten etwa 800 neue Mitglieder pro Monat, im Krisensommer sind wir jetzt auf einem niedrigeren Niveau. Wir liegen bei circa 400 E-Leads, die in 100 Mitgliedschaften konvertieren. Unser Ziel in einem Sommermonat liegt bei 600 Mitgliedern für die elf Clubs, das gleicht die Abgänge aus und schafft noch einen Nettoaufbau von rund 100 Mitgliedern.
Der Interviewpartner Henrik Gockel, Geschäftsführer und Gründer der PRIME TIME fitness GmbH mit Fitnessstudios in Frankfurt, München und Hamburg
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Informationsgewinn und Wissenstransfer in der Praxis
Man muss nur wissen, wo man suchen muss! Text: Florian Schmidt und Jürgen Wolff
Foto: Fitnexx GmbH
Informationen über neueste Trends, Marktentwicklungen, Branchenzahlen und die aktuelle wissenschaftliche Studienlage sind für Führungskräfte und Unternehmer heute wichtiger denn je, denn der Markt wächst und verändert sich schnell. Die fitness MANAGEMENT international hat Andrés Jäger, Fitnexx GmbH, und Patrik Meier, Kieser Training, dazu befragt, wie sie up to date bleiben und wo sie ihre Informationen sowie ihr Fach- bzw. Branchenwissen suchen und finden.
fMi: Wie und wo informieren Sie sich über Branchenentwicklungen, Marktkennzahlen, Trends, Andrés Jäger: Über Branchenentwicklungen und Trends der Fitnessbranche informiere ich mich für die Fitnexx GmbH gern in den Berichten zahlreicher fachspezifischer Veröffentlichungen online und in Printmedien. Ich lese die fitness MANAGEMENT international, weil sie als Organ unseres Arbeitgeberverbands DSSV bei Weitem den größten Überblick über die Branche und sachliche Insiderinformationen für Fitnessstudiobetreiber bietet. Aus der jährlichen Eckdaten-Studie des DSSV nehme ich die neuesten Marktkennzahlen und Entwicklungen der Fitnessbranche zur Kenntnis, die bis März 2020 recht erfreulich waren. Leider ist mit der Corona-Krise auch eine Branchenkrise verbunden. In diesem und auch im nächsten Jahr werden wir wohl zum ersten Mal seit Erhebung der empirischen Branchendaten keine Steigerung der Mitgliederzahlen mehr erleben.
Andrés Jäger Geschäftsführender Gesellschafter Fitnexx GmbH
Bezüglich Ihrer Frage zu den rechtlichen Rahmenbedingungen bin ich auch mit dem DSSV sehr zufrieden, denn als Mitglied erhalte ich den Newsletter, habe Zugang zur Rechtsberatung und kann mich beim Verband informieren. Darüber hinaus bekomme ich regelmäßig Infos über die neuesten Rechtsprechungen aus der Branche. fMi: Wie organisieren Sie in Ihrem Unternehmen den Informationsfluss und den Wissenstransfer? Andrés Jäger: Den Informationsfluss halte ich ganz konservativ durch persönliche Gespräche mit meinen festangestellten Mitarbeitern und Trainern aufrecht, die ich immer wieder in den Studios besuche. Zudem bin ich für alle meine Mitarbeiter über Handy erreichbar. Darüber hinaus arbeiten wir online und über soziale Medien wie WhatsApp-Gruppen (z. B. unter den Trainern). Hier leite ich kurze Infos an alle Fitnesstrainer weiter und erhalte umgekehrt Rückmeldungen über mögliche Probleme in den Studios. Zum Thema Wissenstransfer: Wir arbeiten mit der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement (DHfPG) zusammen, sodass ich gemeinsam mit meinen Studierenden immer wieder Zugang zu fachspezifischen Lehrangeboten und Publikationen habe und diese an meine Trainer und Mitarbeiter weitergeben kann. Je nach Bedarf machen wir hierzu auch immer wieder Teamgespräche oder Fortbildungen. fMi: Welche Rolle spielt dabei die fitness MANAGEMENT international als Branchenmedium und die Andrés Jäger: Die fitness MANAGEMENT international ist als Informationsmedium für den klassischen Studioinhaber unentbehrlich, weil sie als renommierte Fachzeitschrift die branchenspezifischen Informationen bietet und durch den fM-Newsletter sowie regelmäßige E-Mails ergänzt wird. Letzteres war gerade in der Corona-Krise ganz wichtig, um aktuell und immer informiert zu sein. In diesen für uns tragischen Zeiten des Lockdowns hat sich gezeigt, dass die Fitnessbranche einen aktiven und politisch einflussreichen Arbeitgeberverband wie den DSSV braucht, der gezielte Lobbyarbeit für unsere Branche betreibt und sich für alle Betreiber politisch und rechtlich einsetzt. Jeder Kollege und jede Kollegin, die nicht Mitglied sind, sollten sich überlegen, ob sie nicht beitreten. Alle Fitnessbetreiber in Deutschland sollten dem Verband und seinem Spitzenpersonal dankbar sein, weil die behördliche Schließungszeit (Corona) ohne den DSSV noch viel länger angedauert hätte!
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issen ist bekanntlich nicht nur Macht, sondern vor allem auch das richtige Verständnis und die (Weiter-)Verarbeitung von relevanten Informationen.
Weiterbildungs- und Wissensmanagement heute für Fitness- und Gesundheitsunternehmen immer wichtiger wird.
Zwischen Informationsflut und Wissenstransfer
Die Fitness- und Gesundheitsbranche entwickelt sich kontinuierlich und zudem sehr schnell. Im Markt schießen neue Trends und Konzepte wie Pilze aus dem Boden und die Innovationskurve geht steil nach oben. Gleichzeitig unterliegen gesetzliche Rahmenbedingungen ständigen Veränderungen bzw. Anpassungen, was die Studiobetreiber vor kontinuierliche Herausforderungen stellt. Wer bei dieser Flut an Informationen nicht „am Ball bleibt“, verliert schnell den Überblick und den Anschluss. Zusätzlich sind die Mitglieder heute deutlich informierter und haben höhere Ansprüche an die Trainingsbetreuung sowie die Mitarbeiterqualifikation. Das alles sind relevante Gründe, weshalb ein gezieltes Informations-,
Der amerikanische Trend- und Zukunftsforscher John Naisbitt hat schon früh prognostiziert: „Wir ertrinken in Informationen, aber hungern nach Wissen.“ Zunehmend fällt es schwerer, zwischen Fake News, Halbwahrheiten und echten, fachlich fundierten Informationen zu unterscheiden. Was heute noch aktuell war, kann morgen schon überholt sein und Informationen haben im Online-Zeitalter oft nur eine sehr geringe Halbwertszeit.
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Umso wichtiger ist es deshalb, auf verlässliche und wissenschaftlich fundierte Quellen und Informationsmedien zu setzen, um sein Unternehmen langfristig erfolgreich zu führen und weiterzuentwickeln. Wir haben Andrés Jäger und Patrick Meier gefragt, wie sie als Führungskräfte diese Herausforderung in der Praxis meistern.
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rechtliche Rahmenbedingungen, Studien etc.? Patrik Meier: Kieser Training ist spezialisiert auf gesundheitsorientiertes Krafttraining an Maschinen und positioniert sich sehr bewusst zwischen dem Medizin- und dem Fitnessmarkt. Für diese spezifische Ausrichtung gibt es weder Branchenvertreter noch Marktkennzahlen oder Trends. Wir beobachten aber sowohl den Medizin- als auch den Fitnessmarkt sowie generell Verbrauchermärkte. Außerdem informieren wir uns über verschiedene Instrumente und Kanäle – sei es über extern publizierte Markt- und Branchenanalysen, die interne Medienbeobachtung, über Kongresse, Messen oder über den direkten Austausch mit führenden Wissenschaftlern und Experten. Natürlich erstellen wir auch eigene Analysen.
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Foto: Kieser Training AG / Verena Meier
Wissensmanagement als Herausforderung eines dynamischen Marktes
Zentral ist für uns tatsächlich der enge Austausch mit unseren Franchisenehmern und Mitarbeitenden über Erfahrungen mit unseren Kunden in über 160 Studios weltweit. Darüber hinaus haben wir eine gut vernetzte Forschungs- und Entwicklungsabteilung, die methodisch nach neuen wissenschaftlichen Erkenntnissen sowie nach Antworten auf offene Fragen sucht, diese dokumentiert und zur Verfügung stellt. Patrik Meier COO Kieser Training AG
Patrik Meier: Wichtig zu wissen ist: Kieser Training folgt keinen Trends, sondern fokussiert sich auf das Krafttraining an Maschinen. Dabei fördern und bieten wir das, was den effektiven und effizienten Aufbau von Muskelmasse, Kraft und Knochen fördert. Das bedeutet: Bei allem, was wir tun, geht es uns darum, den Nutzen für unsere Kunden zu maximieren. Relevante Erkenntnisse – z. B. aus der Forschungsabteilung – fließen in die Aus- und Weiterbildung unserer Mitarbeitenden in der eigenen Ausbildungsinstitution, in unsere eigene Maschinenentwicklung, unser Trainingskonzept, die Produkt- und Angebotsentwicklung sowie die gesamte Organisation von Kieser Training ein. Die Mitarbeiter aus den Ressorts und Studios arbeiten hier eng on- und offline über Projektgruppen zusammen.
fM ONLINE als tagesaktuelle Informationsquelle? Patrik Meier: Beide Kanäle informieren uns über die Entwicklungen im Fitnessmarkt – off- und online. Wir erkennen, dass die fitness MANAGEMENT professionell und tagesaktuell (z. B. auf Facebook) über Marktentwicklungen berichtet, aber auch Wissen für das Betreiben eines Fitnessstudios vermittelt.
Fazit: Informationen schaden nur denen, die sie nicht haben. Nur wer up to date und bestens informiert bleibt, kann sein Unternehmen langfristig effektiv führen und die Kunden begeistern. Hier lohnt es sich, auf die richtigen Medien und Informationsplattformen zu setzen und dem Thema Wissensmanagement trotz des oft stressigen und fordernden Tagesgeschäfts mehr Beachtung zu schenken. Denn Wissen und Informationen haben noch einen weiteren entscheidenden Vorteil: Wenn man sie sinnstiftend teilt, ist ihr Nutzen nochmals um ein Vielfaches höher.
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KOLUMNE
Neuinvestitionen und Modernisierung
Dauerhafter Bestand braucht Investitionen Text: Stefan Haase
„Investiert man in der Gegenwart nicht in die Zukunft, sollte man sich nicht wundern, wenn die Zukunft keine Gegenwart bekommt.“ Christa Schyboll
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ie sind für jeden Unternehmer elementar: Investitionen sind entscheidend für das unternehmerische Fortkommen. In diesem Artikel wollen wir zeigen, wie wichtig insbesondere strategische Investitionen sind, weil sie mehrdimensionale Aufgaben erfüllen.
Es gibt nichts existenzielleres Investitionen sind aus verschiedenen Gründen von existenzieller Bedeutung: Neben dem buchhalterischen Vorteil in Bezug auf Ihren Unternehmenswert haben Investitionen auch eine weitere signifikante Funktion, weil Ihre Mitglieder wahrnehmen können, dass Ihre Fitness- und Gesundheitsanlage höchsten Ansprüchen gerecht wird und dass dies auch so bleiben wird. Ihre Investitionen sind in mehrfacher Hinsicht von Bedeutung – sowohl hinsichtlich der Bestandssicherung als auch für das Image Ihrer Anlage und Ihr seriöses Unternehmertum.
Definition des absolut Notwendigen Als Investition bezeichnet man die langfristige Anlage von Finanzmitteln in Vermögensobjekten, die zukünftig Erträge realisieren sollen. Durch Investitionen wird grundsätzlich das Privatvermögen vermehrt und die Gewinne eines Unternehmens werden gesteigert. Investitionen sind somit keine Kosten im üblichen Sinne eines 72
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betrieblichen Werteverzehrs, wie zum Beispiel Personalkosten, Miete oder Ähnliches, sondern Vermögensgegenstände, die Ihr Anlagevermögen positiv beeinflussen. Der Begriff „Investition“ bezieht sich allerdings nicht nur auf den Bereich der Betriebs- und Geschäftsausstattung, sondern auch auf Konzeptionen und Prozesse. Beide Bereiche zusammen sind die Eckpfeiler des Erfolges. Die Kombination aus beiden ist unabdingbar, um eine Unternehmung erfolgreich führen zu können. Seien Sie sich dessen immer bewusst.
Investitionsarten Je nach Anlageobjekt wird unterschieden zwischen: Kategorisierung nach dem Investitionsobjekt • Sachinvestitionen – Grundstücke, Gebäude, Maschinen • Immaterielle Investitionen – Lizenzen, Patente, Marken • Finanzinvestitionen – Wertpapiere, Aktien, Beteiligungen Kategorisierung nach dem Investitionszweck • Errichtungsinvestitionen – Neugründung oder Kauf eines Unternehmens • Erweiterungsinvestitionen – Erweiterung des Leistungspotenzials • Ersatzinvestitionen – Ersatz nicht mehr nutzbarer Investitionsobjekte • Rationalisierungsinvestitionen – Ablösung durch verbesserte Investitionsobjekte • Umstellungsinvestitionen – mengenmäßige Änderung des Leis tungsprogramms • Differenzierungsinvestitionen – inhaltliche Änderung oder Ergän zung des Leistungsprogramms • Sicherungsinvestitionen – Sicherung des Unternehmensfortbe standes
Beurteilen Sie jeden dieser Aspekte nach Wirkungsgrad in Prozent, nach Begründung und nach Alternativen. Erst dann können Sie sicher sein, dass Ihre Investition sinnvoll ist.
Vermarktung von Investitionen Eine Präsentation dient dazu, einem Publikum etwas vorzustellen – in der Regel, um es zu verkaufen oder einen anderen Nutzen daraus zu ziehen. Eine Präsentation ist also immer zielorientiert. Präsentieren allein reicht allerdings nicht mehr, um in unserer heutigen Zeit eine Investition erfolgreich zu vermarkten.
Foto: Robert Kneschke – stock.adobe.com
Es existiert eine Vielzahl von Investitionsformen. In diesem Beitrag konzentrieren wir uns auf die branchenüblichen Investitionsarten wie Ersatzinvestition, Erweiterungsinvestitioen und die sogenannten Differenzierungsinvestitionen. Letztere bewirkt eine Ausweitung des Leistungsprogramms auf neue Produkte und neue Märkte. Die üblichen Investitionen stellen eine Erneuerung für Geräteparks dar, die zum großen Teil bereits bis auf den Erinnerungswert von einem Euro abgeschrieben sind. Die Praxis zeigt allerdings, dass die tatsächliche Nutzungsdauer häufig weitaus länger ist als der Abschreibungszeitraum es vorgibt. Aber: Allein dadurch werden optische, aber auch technische Defizite für Ihre Mitglieder wahrnehmbar, was zu nicht gewollten Vergleichen mit Ihrem Wettbewerb führen kann. Erweiterungsinvestitionen erhöhen Ihr Leistungspotenzial, zum Beispiel durch einen elektronischen Zirkel. Sie werden teilweise dem bisherigen Gerätepark hinzugefügt oder ersetzen Teile der klassischen Geräte.
Unterschätzte Differenzierungsinvestitionen
Differenzierungsinvestitionen „schreien“ geradezu nach umfassender Vermarktung auf allen verfügbaren Kanälen. Beschreiben Sie dabei immer den Nutzen für den Menschen und niemals was Ihre Investition im Standard kann. Werden Sie geheimnisvoll in Ihren Aussagen, denn somit bauen Sie Spannung auf und erzeugen Neugier.
Strategisch die Zukunft gestalten Planen Sie Ihre Investitionen weitreichend. Der Planungszeitraum, den Sie jährlich fortschreiben, sollte zwischen drei und fünf Jahren liegen. Lassen Sie Ihre Mitglieder an diesen Planungen teilhaben, damit sichtbar wird, wie seriös und vorausschauend Sie als Unternehmer agieren. Mitglieder wollen wissen, was Sie mit deren monatlichen Mitgliedsbeiträgen „anstellen“ und welcher Nutzen dadurch geschaffen wird. Denken Sie daran, dass der Erwartungshorizont der Menschen stetig steigt und sie diesen immer erfüllt sehen wollen. Ihr Motto sollte deshalb lauten: „Die Lorbeeren von gestern sind der Kompost von morgen“. Der genannte Planungshorizont zeigt das Kommende auf und gibt Ihren Mitgliedern ein Sicherheitsgefühl. Eine agile und transparente Methodik bewirkt, dass Sie im lokalen Einzugsgebiet aktiv die Zukunft gestalten und mögliche Wettbewerber nur noch reagieren können. Der Begriff „First Mover“ bekommt hierdurch eine zusätzliche, institutionelle Bedeutung.
Stefan Haase
Foto: DHfPG/BSA
Für den Unternehmenserfolg entscheidend sind die sogenannten Differenzierungsinvestitionen, weil sie eine Anlage vom Wettbewerb abgrenzen und deshalb einen unmittelbaren Einfluss auf die Wettbewerbssituation haben. Leider werden Investitionen oftmals nicht dahingehend geprüft, inwieweit die überaus wichtige Differenzierung vorhanden ist oder nicht. Prüfen Sie bei den nachstehenden sechs Fragen zur Entscheidungsfindung, ob die jeweils genannte Sinnhaftigkeit einer Anschaffung für Sie positive oder negative Auswirkungen hat: • Schafft die Investition ein Alleinstellungsmerkmal (engl.: Unique Selling Proposition, kurz: USP) und passt dieses zu Ihrer Kernziel gruppe? • Fördert die Investition theoretisch die Mitgliederbindung und das Markenimage Ihrer Anlage? • Beeinflusst die Investition die Kundenmeinung positiv und über trifft es die Erwartung der Kunden erheblich? • Kann das Mitglied durch diese Investition eine stetige Weiter entwicklung Ihrer Anlage hinsichtlich Konzeptionen, Equipment und Sonstigem wahrnehmen? • Wird dem Bestandsmitglied durch diese Weiterentwicklung etwas genommen? • Sind Risikofaktoren vorhanden? In welchem Grad? Ja – Nein
Heute sprechen wir von „zelebrieren“ (lat.: „celebrare“ = häufig besuchen; festlich begehen; feiern, preisen – zu „celeber“ = häufig; berühmt, gefeiert). Erkennen sie den Unterschied? Zelebrieren beinhaltet Emotionen und Begeisterung. Das bedeutet aber auch, dass Sie einen Spannungsbogen aufbauen! Sie erzeugen dadurch Neugier. Die momentane und vergangene Realität sieht aber leider ganz anders aus. Ersatzinvestitionen „beglücken“ vorwiegend Bestandsmitglieder und Differenzierungsinvestitionen locken mögliche Neuinteressenten an. Fragen Sie sich einmal, wie Sie diese beiden Kundengruppen bisher mit Neugierde „bedienen“? Eigentlich nur die Bestandsmitglieder, wenn überhaupt.
Stefan Haase, Betriebswirt und Industriekaufmann, war langjähriger Partner einer renommierten Unternehmensberatung, zuletzt in der Funktion des betriebswirtschaftlichen Leiters. Er ist Mitglied des DIN/CEN-Normungsausschusses für Fitnessanlagen und zudem als Dozent, Autor und Tutor für die Deutsche Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement (DHfPG) tätig. www.dhfpg-bsa.de
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TRAININGSPROGRAMM | ANZEIGE
Fotos: EGYM GmbH
Neues Trainingsprogramm von EGYM
Verwandele deine Muskeln in einen „Immunity Booster“! Mit dem neuesten Trainingsprogramm Immunity Boost unterstützt EGYM Trainierende dabei, ihr Immunsystem systematisch zu stärken. Gerade Personen, die zu den Risikogruppen für Infektionen gehören, wie etwa ältere Anwender oder Menschen mit Vorerkrankungen, sollen durch Immunity Boost im Studio besonders angesprochen werden.
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ie Entwicklung des Programms stand ganz im Zeichen der Philosophie: „Verwandele deine Muskeln in einen ‚Immunity Booster‘!“ Denn während des Trainings produzieren die Muskeln Botenstoffe, die sogenannten Myokine. Sie schützen uns vor Krankheiten und sind die „Ladestationen“ für unser Immunsystem. Intensität und Progression von Immunity Boost sind intelligent ausbalanciert und zielen darauf ab, Myokine freizusetzen, ohne dabei den Körper in einen Stresszustand zu versetzen, der die Trainierenden einem Infektionsrisiko aussetzen könnte. Denn Muskeln sind großartige Schutzorgane: Werden sie regelmäßig auf die richtige Art und Weise stimuliert und ist die Muskelmasse groß genug, ist der Trainierende auf dem richtigen Weg und „Fit for Life“!
Warum Training mit EGYM so viel smarter ist Zu hohe bzw. zu häufige Trainingsbelastung kann das Risiko einer Überlastung erhöhen und damit den Zeitraum der sogenannten Immunsuppression, also der Unterdrückung des körpereigenen Abwehrsystems, verlängern. Insbesondere Trainingsprogramme im Bootcamp-Stil, bei denen die Übenden ihr Training kontinuierlich mit ausbelastenden Intensitäten durchführen, sind bedenklich. Ebenfalls vorgebeugt werden sollte dem niedrigschwelligen und damit ineffektiven Training. Mittels des wiederkehrenden Krafttests Kontakt Einsteinstraße 172 81677 München
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Tel. +49 89 9213 105 100 egym.de sales@egym.de
bietet EGYM die exakte Kontrolle der Trainingsreize und gewährleistet so die Freisetzung der minimal nötigen Stimuli für die Erzeugung der Myokine. Diese Balance ist mit Blick auf die Zielpersonen für Immunity Boost – Anfänger der Generation 50+ beider Geschlechter mit Trainingsrückstand – besonders wichtig.
Corona Gym Solution Immunity Boost ist Teil der Corona Gym Solution von EGYM, einem umfassenden Paket mit vielen intelligenten Modulen. Es soll Fitness- und Gesundheitseinrichtungen dabei unterstützen, den neuen Vorschriften für den Betrieb der Anlagen gerecht zu werden. Gesteigerte Sicherheits- und Hygienebedürfnisse der Mitglieder werden in der Corona Gym Solution ebenso berücksichtigt wie die betriebswirtschaftlichen Interessen der Betreiber. Neben dem neuen Trainingsprogramm enthält das Paket eine Fülle innovativer Komponenten – von mobilem Slot Booking per App über Hygiene-Check am Gerät bis hin zur Branded Member App, der maßgeschneiderten Studio-App, die die Mitglieder auch außerhalb des Gyms bestens unterstützt.
Alle Informationen rund um die Corona Gym Solution von EGYM einschließlich des neuen Trainingsprogramms Immunity Boost gibt‘s hier:
NEUE MITGLIEDER
Neue Mitglieder OFFIZIELLES MITGLIED
Athletic Park – Sportstudio Erkner Guido Gongoll 15537 Erkner
Aviva Fitness Barbara Renn 87544 Blaichach
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Fitness Center Body Gym Bernhard Schmid 92533 Wernberg-Köblitz
Fitness Club Rabe Petra Rabe 69245 Bammental
iQvital Frauen Fit Nadine Sprenger 55129 Mainz-Hechtsheim
Justfit Exclusive Club GmbH Mike Meyer 22087 Hamburg
Fitness LOUNGE Sport & Chillout Club
Daniel Breidenstein 90613 Großhabersdorf
B-FiT
Dalibor Jacko 65843 Sulzbach am Taunus
JUST MOVE womens gym Yvette Baseler 10961 Berlin
Fitness Matchpoint
Daniel Breidenstein 90574 Roßtal
B-FiT
Ivica Kaurinovic 90518 Altdorf b. Nürnberg
FITSEVENELEVEN BLACK LABEL+
Daniel Breidenstein 91564 Neuendettelsau
BodyBalance Marion Gaertner-Bald 47239 Duisburg
Tobias Voss 63303 Dreieich
Fitnesstreff für Frauen Eberhard Groß 50937 Köln
Kaufmann - Training, Prävention & Wellness Hans-Michael Kaufmann 97780 Gössenheim
La Kossa – Afro Dance Fitness & Workshops Ariane Fritzsche 83620 Feldkirchen-Westerham
M42 Physio & Fitness & David Lloyd Bad Homburg Benjamin von Loefen 61348 Bad Homburg v. d. Höhe
EMS-Lounge Coburg Zentrum Tayfun Kis 96450 Coburg
EMS Lounge Wolmirstedt Zentrum Florence Saison 39326 Wolmirstedt
Figursache Matthias Bertsch 63500 Seligenstadt
fitbox Potsdam Nikolaiquartier Ulrich Sports & Consulting GmbH 14467 Potsdam
fitbox Regensburg Dachauplatz Benjamin Schmehr 93047 Regensburg
FIT FOR LIFE GmbH Dirk Berger 86720 Nördlingen
Fitness- & Gesundheitskurse Jessica Jordanland-Becker 06556 Artern
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FitVital Erlebniswelt Martin Herrmann 96050 Bamberg
Fitxpress GmbH Paul Groß 22147 Hamburg
Freizeit- und Gesundheitszentrum AXIS GmbH 72336 Balingen
Gesundheitszentrum Hecht Inge & Jasmin Hecht 90619 Trautskirchen
Gesundheitszentrum Niederkirchen Marcus Köhl 67700 Niederkirchen
High Class Fitness GmbH Jens Krollmann 61350 Dortmund
im training Fitness-Zirkel Ines Siemer 24568 Kaltenkirchen
Inform GmbH Personal-Fitness-Training für Frauen Mario Hirschler 76287 Rheinstetten
Wellness Margraf Angelika Margraf 34587 Felsberg
medical fitness Kirstein Tim Kirstein 55743 Idar-Oberstein
Medical Fitness LKR Michael Routchkan 91522 Ansbach
Meridian Spa & Fitness Alstertal Christin Lüdemann 22391 Hamburg
Meridian Spa & Fitness Am Michel Christin Lüdemann 20459 Hamburg
Meridian Spa & Fitness Barmbek Christin Lüdemann 22309 Hamburg
Meridian Spa & Fitness Eppendorf Christin Lüdemann 20253 Hamburg
Meridian Spa & Fitness Wandsbek Christin Lüdemann 22041 Hamburg
MYO LAB Ristov Vanche 22529 Hamburg
OmniFitness Group Victoria Keie u. Lars Rasmussen 38170 Schöppenstedt
Physio Aktiv Alexander Sachnov 96182 Reckendorf
Rüdiger Bülow - Training Is Personal Rüdiger Bülow 53113 Bonn
Sporteve Riegelsberg Petra Schäfer 66292 Riegelsberg
TRENDYone Fitness UG & Co. KG Jürgen Windisch 86165 Augsburg
Vitality & Fitness Katharina Engelhardt 92249 Vilseck
Sporttreff Martin von der Stein 31702 Lüdersfeld
EXISTENZGRÜNDER
Swyn Coaching primeFIT Fitness.Wellness.Gesundheit. Michaela Eichhorn 85072 Eichstätt
Revex beFit Gerhard Röttger 95131 Schwarzenbach a. Wald
Robyn´s Spa Sureerat Jones 13353 Berlin
Sport- und Freizeitparadies Gym80 Bruno Assmann 93073 Neutraubling
Steffen Schwien 22085 Hamburg
Star Fit Fitnessstudio Rudolf Thomas Brunnbauer 94481 Grafenau
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Foto: miha bodytec GmbH
Krisensicher durch die Corona-Pandemie
EMS-Training als zukunftssichere Investition Im Vergleich zu herkömmlichen Fitnessstudios hatten Anbieter von EMS-Training während des Corona-Lockdowns einen Sonderstatus: Per Gerichtsbeschluss und Sondergenehmigung konnte EMS-Training in vielen Bundesländern weiter durchgeführt bzw. früher gestartet werden. Die Tatsache, dass diese krisensichere Position auch in Zukunft erhalten bleibt, macht EMS-Training zu einer absolut sicheren Investition. 80
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urch die Corona-Krise wurde die Fitness- und Gesundheitsbranche vor einige schwere Herausforderungen gestellt. Die wohl schwerwiegendste war die angeordnete Schließung der Anlagen ab Mitte März 2020. Lange war unklar, wann die Studios in den einzelnen Bundesländern ihre Tore wieder öffnen dürften. Durch Gerichtsurteile und Sondergenehmigungen wurde schließlich dafür gesorgt, dass EMS-Anbieter ihren Trainingsbetrieb in vielen Bundesländern noch vor den klassischen Fitnessstudios wieder aufnehmen durften. Grund hierfür war vor allem die Möglichkeit, sicher und kontaktfrei zu trainieren. Die Top Five der Gründe, warum Sie mit einer Investition in EMS-Training immer auf Nummer sicher gehen:
Beim EMS-Training befinden sich maximal zwei bis drei Personen (1:1-Training oder 1:2-Training) im Trainingsbereich. Damit sinkt die Angst vor einer möglichen Virenübertragung auf ein kalkulierbares Minimum. EMS-Training verläuft immer über Terminvergabe. Das bedeutet: keine Warteschlangen und somit auch keine unnötige Verbreitung von Viren. E MS-Training ist kein Ausdauertraining. Infolge dessen hält sich die Aerosolbelastung und damit die mögliche Übertragung der COVID-19-Erreger via Schwebeteilchen in Grenzen. EMS-Training besticht mit einfachen aber maximal sicheren Hygieneregeln – das schafft zusätzliches Vertrauen bei den Kunden. EMS-Training stärkt nicht nur die Muskulatur, sondern auch das gefährdete Immunsystem. Damit kann der Kunde auf natürliche Weise und unabhängig vom Alter aktiv das Krankheitsrisiko senken.
Während viele Branchen aufgrund der Corona-Krise ins Wanken kamen, konnte der EMS-Markt mit beachtlicher Stabilität punkten. Für Unternehmer oder Existenzgründer bedeutet das, dass sie auch in Zukunft sicher vom riesigen Potenzial des EMS-Trainings profitieren können. Die Besucherfrequenz belegt die hohe Akzeptanz des EMS-Trainings: Während die Mitglieder herkömmliche Fitnessangebote aus Angst vor einer Virenübertragung immer noch verhalten nutzen, verläuft das EMS-Training bereits wieder auf Hochtouren. Dieser Rückenwind sollte jetzt gewinnbringend genutzt werden. Jetzt informieren! Bei geringem Zeitaufwand und mit persönlicher Betreuung sicher die individuellen Trainingsziele erreichen – das trifft genau den Zeitgeist! EMS-Training lässt sich als individuelle und hochwertige Dienstleistung auch perfekt in vorhandene Räumlichkeiten integrieren. Die miha bodytec Konzeptberater für EMS-Training besuchen Sie gern und zeigen Ihnen, wie auch Sie vom Wachstumsmarkt EMS-Training profitieren können. www.miha-bodytec.com Tel: +49 821 4554 92 - 0
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Foto: BODYTEC
EMS-Training in Südafrika
„Ich schätze die Freiheit und Vielseitigkeit hier” Text: Anke Sörensen
Boris Leyck wanderte 2007 nach Südafrika aus, wo er mit einem Franchisekonzept vierzig EMSStudios eröffnet hat und weiter expandieren will. Für die fitness MANAGEMENT international (fMi) ist er nicht nur wegen dieser Erfolgsstory interessant, sondern auch, weil er der Leser ist, der am weitesten von uns entfernt lebt. Grund genug, ihn zu ungewöhnlichen Entscheidungen, seiner Liebe zu Zweirädern, dem EMS-Markt und seinem Leben in Kapstadt zu befragen.
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igentlich sollte es nur ein Zwischenstopp werden. Als Boris Leyck 2007 Deutschland verließ, spielte Fußball beruflich die Hauptrolle in seinem Leben. Nach einem Studium der Sportökonomie in Bayreuth hatte er beim Deutschen Fußball-Bund die Organisation von Länderspielen, DFB-Pokal- und Champions League Finalen betreut und anschließend als Marketing- und Eventmanager der Deutschen Telekom beim „Sommermärchen“ 2006 weiter Karriere gemacht. Im Zuge der FIFA Fußball-WM 2010 machte er sich selbstständig und ging nach Südafrika mit dem Ziel, danach in Brasilien die WM 2014 vorzubereiten. Doch dann kam alles anders. Im März 2010 war Leyck bei einem ehemaligen Studienkollegen in München zu Gast und probierte in dessen neu eröffnetem Bodystreet-Studio sein erstes EMS-Training aus. Die Technolo-
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gie von miha bodytec begeisterte ihn dermaßen, dass er sofort beschloss, in Kapstadt ein eigenes EMS-Studio zu eröffnen.
Überzeugungsarbeit und Expansionspläne Seine niederländische Frau Sandra reagierte zunächt skeptisch auf die Pläne und dachte „I lost the plot”, erzählt der gebürtige Frankfurter. Um sie von der Idee zu überzeugen, flogen beide erneut nach Deutschland. 10.000 Kilometer Flug für 20 Minuten Probetraining klangen zwar verrückt, lohnten sich aber langfristig doch: In den letzten acht Jahren eröffneten die beiden als eingespieltes Team jedes Jahr vier bis sechs neue BODYTEC-Studios im Franchisesystem. Während der Fünfzigjährige sich um die Bereiche Finanzen und Operation kümmert sowie das Konzept weiterentwickelt,
Foto: privat
Foto: BODYTEC
ist Sandra Leyck für Marketing, Expansion und Standortauswahl zuständig. Geplant waren zehn weitere Studios in den nächsten zwei Jahren, doch durch die Corona-Pandemie wurde erst einmal ihre Expansionsstrategie durchkreuzt. Zurzeit ist, wie überall auf der Welt, Krisenmanagement gefragt, denn in Südafrika ist man als Unternehmer auf sich allein gestellt und kann kaum mit staatlicher Unterstützung rechnen.
Fitnessszene ist outdooraffin Aufgrund der milden klimatischen Bedingungen sind Outdooraktivitäten wie Wandern, Laufen, Fahrradfahren, Surfen und Mountainbiken in Südafrika ganzjährig möglich und sehr beliebt. Die dortigen Krankenkassen subventionieren einen aktiven, gesunden Lebensstil und belohnen ihn mit Award-Programmen wie vergünstigten Flügen, Preisnachlässen auf Mitgliedsbeiträge im Fitnessstudio oder beim Kauf gesunder Lebensmittel. Das passt perfekt: „In meiner Freizeit bin ich am liebsten auf zwei Rädern unterwegs, auf dem Rennrad, Mountain- oder Motorbike”, so der Fitnessfreak. „Wir haben schon viele Motorbike-Adventure-Trips hinter uns gebracht, von Kairo bis Kapstadt und Amsterdam bis Ulaanbaantar in der Mongolei. Ich wünsche mir noch viel Zeit, um mit dem Motorrad den faszinierenden afrikanischen Kontinent weiter zu entdecken.”
EMS-Training als Premiumangebot Beruflich will Boris Leyck die Etablierung des EMS-Marktes in Südafrika weiter vorantreiben, getreu dem Credo: „The Purpose of BODYTEC is to Make People Stronger: Get Stronger, Feel Stronger, Look Stronger”. Bisher findet man EMS-Studios nur in den Ballungszentren Johannesburg, Pretoria, Durban und Kapstadt. Für südafrikanische Verhältnisse ist das Training ein Nischenangebot und relativ teuer. Das Durchschnittseinkommen liegt bei 20.000 Rand, circa 1.200 EUR. Zwar ist die Zielgruppe um ein Vielfaches kleiner als im deutschsprachigen Raum, trotzdem sind bei 60 Millionen Einwoh-
Foto: BODYTEC
nern etwa 140 Anbieter auf dem Markt. Die größten, BODYTEC und Body20, leiten insgesamt circa 80 Studios, hinzu kommen 60 individuelle Anbieter. Das Konzept unterscheidet sich nicht von Deutschland. Eröffnet werden Mikrostudios mit zwei bis vier EMS-Geräten, an denen jeder Kunde einmal pro Woche 20 Minuten mit einem Personal Trainer trainiert. Dabei liegt der Fokus auf einer optimalen Trainingsbetreuung, die sich an den Zielen und Erwartungen der Kunden – beispielsweise Zeitersparnis – orientiert. Das Klientel ist zwischen 35 und 55 Jahren alt, zu 70 Prozent weiblich und zu 30 Prozent männlich.
Networking aus der Ferne Um einen guten Überblick über den aktuellen Stand der Fitnessbranche in der DACH-Region und die Entwicklungen auf dem deutschen EMS-Markt – dem Ursprungsland des EMS – zu behalten, hat Boris Leyck seit 2012 die fMi abonniert. Zweimal im Jahr fliegt er nach Deutschland und tauscht sich mit deutschen EMS-Anbietern wie fitbox, Körperformen und Bodystreet aus, nutzt die FIBO zum Networking und trifft Freunde und Familie.
Leben, wo andere Urlaub machen Die Entscheidung, langfristig in Südafrika statt in Brasilien zu leben, hat er nie bereut – schon allein weil die Lebensqualität in Kapstadt und Umgebung kaum zu übertreffen ist. Die Landschaft, Kulinarik und das Klima sprechen für sich. Nicht umsonst wurde Kapstadt sieben Jahre in Folge mit dem Telegraph Travel Award als beste Stadt der Welt ausgezeichnet. „Persönlich schätze ich vor allem die Freiheit in Südafrika. Gerade weil nicht immer alles perfekt organisiert und geregelt ist, bietet das Land sehr viele Freiheiten“, schwärmt Boris Leyck. „Hier herrscht eine unglaubliche Vielseitigkeit, wir sind eine echte Regenbogennation mit vielen unterschiedlichen Kulturen und Traditionen, haben elf offizielle Landessprachen und zahlreiche weitere Stammessprachen und Dialekte.” Foto: privat
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premiumSPORT in Bad Neuenahr
Erlebnisorientierter Gesundheitssport
Bereits während seiner Studienzeit 1992 hat Rainer Lösch gemeinsam mit einem Freund sein Fitnessstudio unter dem Namen -pro aktivgegründet. Auf einer Fläche von 190 m2 waren Cardio- und Fitnessgeräte, ein Kursraum, eine Theke und Umkleidebereiche untergebracht. Heute hat das premiumSPORT in Bad Neuenahr eine Grundfläche von über 1.000 m2. Im Interview verrät er die Geheimnisse seines Trainingskonzeptes. fMi: Sie haben ein ganz besonderes Konzept des Trainings entwickelt – erzählen Sie uns davon! Rainer Lösch: Wir haben in unserem Studio ein naturnahes Raum- und Bewegungskonzept umgesetzt. Dies trifft den Nerv der Zeit. Viele Kunden stehen unter starkem Leistungsdruck und sind tagtäglich Reizüberflutungen ausgesetzt. Unser Studio strahlt Ruhe aus und bietet in dieser angenehmen Atmosphäre ein ganzheitlich ausgerichtetes Geräteangebot – das kommt bei den Kunden an. fMi: Welchen Schwerpunkt bieten Sie hier an? Rainer Lösch: In einem Bereich des Studios bieten wir unseren Kunden die Möglichkeit der Trainingsdiagnostik, einen Rückenzirkel, einen Beweglichkeitszirkel und einen Barfußpfad. Vor allem der 84
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Barfußpfad stellt ein zentrales Element unseres Bewegungskonzeptes dar. fMi: Auf welche Herausforderungen sind Sie bei Ihrem Trainingskonzept gestoßen? Rainer Lösch: Um ein langfristig lösungsorientiertes Training planbar zu machen, musste ich das Problem angehen, dass einige Kunden, wie berufstätige Eltern, nur unregelmäßig Zeit für ein Training zur Verfügung haben. Während allgemeine Trainingsempfehlungen in der Regel ein 3-Satz-System vorsehen, entschieden wir uns für ein 1-Satz-System. fMi: Kann man beim 1-Satz-System von einem effizienten Training sprechen? Rainer Lösch: Absolut! Vor allem die kurzen Intervalle von Galileo® Training spielen uns hier in die Hände – es ergänzt das konventionelle Training perfekt. fMi: Mit welchen Trainingszeiten rechnen Sie bei den unterschiedlichen Konzepten und wo sehen Sie Schwierigkeiten? Rainer Lösch: Bei einem 3-Satz-System dauert eine Trainingseinheit nicht selten bis zu 90 Minuten. Daher ist diese Trainingsdauer langfristig mit den kleinen Zeitfenstern einiger unserer Kunden oftmals nur schwer vereinbar. Stehen dem Kunden über einen längeren Zeitraum keine ausreichend großen Zeitfenster zur Verfügung, wird das Training nicht selten ganz aufgegeben oder es erfolgt im schlimmsten Fall eine Kündigung.
Unsere 1-Satz-Methode wird dagegen individuell so auf den Kunden angepasst, dass eine Trainingsrunde 15 bis 20 Minuten dauert und immer am Eingang des Barfußpfades endet. Je nach tagesaktuellem Zeitfenster entscheidet der Kunde, ob er noch einen weiteren Durchgang absolviert. fMi: Dieses Problem kennen viele Studios. Haben Sie bereits Langzeiterfahrung, wie sich die kürzeren Intervalle auf das Trainingsverhalten Ihrer Kunden auswirken? Rainer Lösch: Dieses Konzept hat sich bereits im ersten Jahr bewährt. Mehr als 90 Prozent der Kunden, die in diesem Bereich trainieren, kommen regelmäßig zum Training ins premiumSPORT. fMi: Wie genau setzen Sie Galileo® Training in Ihrem Studio ein? Rainer Lösch: Wir setzten Galileo® Training mit seinen vielseitigen Übungen zum einen als eigenständiges Trainingsprogramm und zum anderen als Aufwärmprogramm vor dem Training in der Nature-Fit-Lounge ein. fMi: Wo liegen hier die Schwerpunkte bzw. Kundenziele beim Training an dem Galileo® Gerät? Rainer Lösch: Die Schwerpunkte sind vielfältig. Zumeist liegen sie in der gesundheitsorientierten Fitness: • Muskelaufbau und -erhalt • Verbesserung des Stoffwechsels, dadurch schnellere Gewichtsabnahme • Verbesserung der Durchblutung • Stärkung und Mobilisierung des Rückens • Vorbeugung von Osteoporose, Inkontinenz und innere Balance Alles in einem Satz formuliert: Bleib in Bewegung, tu deinem Körper Gutes und das bis ins hohe Alter! fMi: Wie grenzen Sie sich ansonsten vom Wettbewerb ab? Rainer Lösch: Der zertifizierte Online-Präventionskurs bietet uns eine ideale Möglichkeit, Kunden ein Präventionsangebot nach §20 anzubieten. Durch die kurze Trainingszeit sprechen wir hier auch Leute an, die beruflich oder familiär nicht in der Lage sind, zeitlich straff organisierte Kurse zu besuchen. Mit gerade mal zwölf Minuten kann ein hocheffektives Training absolviert werden.
fMi: Wo setzen Sie die Schwerpunkte in Ihrem Studio? Rainer Lösch: Wir setzten unsere Schwerpunkte in der Durchführung von Kursen im Reha- und Präventionsbereich. Wir haben das Studio in Themenbereiche unterteilt, in denen sich unterschiedliche Alters- und Leistungsgruppen wiederfinden. Das Feedback meiner Kunden gibt mir das Gefühl, auf dem richtigen Weg zu sein. fMi: Ein weiterer Punkt, den Sie anbieten, ist Betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM). Wo sehen Sie hier Ihre Vorteile? Rainer Lösch: Als ich 2010 mein zweites Studium als Bachelor of Arts Gesundheitsmanagement begann, war der Bedarf an BGM bereits offensichtlich. Mit dem größten Studio im Stadtgebiet und einem gut ausgebildeten Mitarbeiterteam sind wir in der Lage, auch größere Firmen professionell zu betreuen. Vor allem die Trainingsdiagnostik als Grundlage zur Ermittlung arbeitsplatzspezifischer Bewegungsprogramme überzeugt die Firmen. Außerdem profitieren wir auch hier wieder von der Effektivität von Galileo® Training: Selbst in der Mittagspause schafft man locker seine Trainingseinheit. fMi: Eine Frage zum Abschluss: Wie sieht Ihrer Meinung nach das Training in Studios für die Zukunft aus? Rainer Lösch: Ich glaube, dass Sport – auch Gesundheitssport – in Zukunft erlebnisorientiert sein muss, um Kunden langfristig zu binden. Durch Themenbereiche, die auf die unterschiedlichen Bedürfnisse abgestimmt sind, egal ob man gefordert werden möchte oder Ausgleich braucht, wird das Gefühl geweckt, an diesem Ort „richtig zu sein“ und der Kunde wird ins Studios gelockt. Gerade auch in Zeiten von Corona wird der Kunde froh sein, ausweichen zu können und nicht mit hunderten Personen gleichzeitig in einem Raum zu trainieren. Großflächige Studios mit unzähligen Geräten und Angeboten, lösen durch eine Reizüberflutung oft das Verlangen aus, zu viel zu nutzen, was den Blick auf die eigentlichen Bedürfnisse behindert. Und an diesem „zu viel“ werden die meisten langfristig scheitern.
Tel.: 05334 - 94 86 16 info@formedo.de www.formedo.de
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Die Schließungen während der Corona-Pandemie haben viele Fitnessstudios schwer getroffen. Betreiber müssen verlorene Einnahmen nun ausgleichen. Zusätzlichen Umsatz verspricht eine Lichttherapie mit PANDIIIA® als neues Geschäftsfeld mit stetigem Marktwachstum und Massenmarktpotenzial.
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ehr Leistung und schnelle Regeneration – Lichttherapie verspricht, wovon viele Kraft- und Fitnesssportler träumen.
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Unterschiedliche Farbspektren wirken stimmungsaufhellend bei depressiven Stimmungslagen und können Anti-Aging-Effekte erzeugen. Fitnessstudios, die ihr Angebot mit Lichttherapie erweitern, ermöglichen bestehenden und neuen Kunden ein gesünderes, leistungsfähigeres und ausgeglicheneres Leben.
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Quellennachweis: https://journals.lww.com/nsca-jscr/Fulltext/2016/12000/Photobiomodulation_ Therapy_Improves_Performance.8.aspx https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/27088469/
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Mit AernoviR sicher und unbeschwert trainieren Nach der Wiedereröffnung ist die Verunsicherung groß und die Skepsis spürbar. Viele Ihrer Mitglieder, vor allem die sogenannten Risikogruppen, werden abwägen, ob sie das Training in einem Fitnessstudio wiederaufnehmen. Deshalb kommt es jetzt darauf an, Vertrauen zu schaffen und mit geeigneten Maßnahmen das Training in Ihrer Einrichtung langfristig für alle so sicher wie möglich zu machen.
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bstand, Trennwände, Zugangskontrollen, Schutzmasken oder Hand- und Flächendesinfektion sind Vorkehrungen, die aktuell in aller Munde sind. Aber wie wäre es, einfach die Raumluft zu desinfizieren? Der AernoviR, ein zertifiziertes Produkt aus der Medizintechnik, arbeitet mittels Hochintensiv-Plasma-Luftentkeimung. Diese Methode zerstört nachweislich Keime, deaktiviert Viren, entschärft die allergene Wirkung von Pollen und neutralisiert zudem Gerüche.
Reine Luft – keimfreie Oberflächen Sprechen, Atmen, Husten – wo Menschen sich in geschlossenen Räumen aufhalten, schweben trotz zahlreicher Maßnahmen Viren, Bakterien und Keime als Aerosole frei und über Stunden hinweg in der Luft – und setzen sich so vermehrt auch auf Oberflächen ab. AernoviR ist ein Hightech-Medizinprodukt, das durch die Kombination verschiedener Filtersysteme und einer Plasmatechnologie in Verbindung mit biochemischen Prozessen die Luft von Viren, Bakterien, Keimen und Gerüchen optimal und ohne Nebenwirkungen reinigt. 88
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Maximale Lufthygiene in Ihrem Fitnessstudio Schützen Sie mit professionellen Hygienemaßnahmen wie der AernoviR Luftdesinfektion Ihre Mitarbeiter, Trainer und Mitglieder und machen Sie damit Ihr Studio zu einem sicheren Ort für alle: • Sichere und zuverlässige Entkeimung bei getesteter Wirksamkeit • Schutz vor Keimen, Viren, Allergenen und sonstigen Krankheitserregern • Reduktion der Luft- und Flächenbelastungen • Geringer Platzbedarf und überall einsetzbar – es wird lediglich eine Steckdose benötigt • Niedrige Betriebskosten • Flexibler Betrieb • Wichtiger Baustein im allgemeinen Hygiene- und Präventionsplan
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Foto: LES MILLS International
QUEST CLUB Kolbermoor
Livestreaming als Ergänzung für einen motivierenden Kursplan Der QUEST CLUB in Kolbermoor bei Rosenheim zählt zu den führenden Premiumstudios der Region mit einem umfangreichen Trainingsangebot für Jung und Alt. Durch Corona wurde dem Angebot jedoch „einen Strich durch die Rechnung“ gemacht – oder doch nicht? Geschäftsführer Simon Dellner spricht über kreative Lösungen, positive Ausblicke und gibt drei ultimative Tipps. fMi: Erzählen Sie uns doch kurz von den Anfängen Ihres Umdenkens, als die Studios in Bayern und eben auch der QUEST CLUB durch Corona gezwungen waren zu schließen. Simon Dellner: Wir haben sofort reagiert. Wir wussten, dass es nicht viel Zeit zum Nachdenken gab, denn unsere Mitglieder und unser für sie geleisteter Service stehen an erster Stelle. Wir schauten uns also recht schnell nach einer Alternative um, wie wir unseren Mitgliedern trotz geschlossener Türen ein Fitnesserlebnis für die eigenen vier Wände liefern konnten. Kurse mit unseren Trainern live zu streamen war die beste Lösung.
Simon Dellner, Geschäftsführer QUEST CLUB Kolbermoor
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fMi: Das hört sich an, als wäre Ihnen das recht schnell von der Hand gegangen? Wie lief es mit der Musiksuche und dem technischen Set-up? Simon Dellner: Es war zwar eine schnelle und spontane Idee, aber die Umsetzung war nicht leicht. Es ist mehr Aufwand, als man denkt und man muss sich schon mit dem Thema befassen. Vor allem am Anfang, als wir noch nicht das lizenzfreie Musikangebot von LES MILLS nutzen konnten, war die Recherche passender Lieder
fitness MANAGEMENT international
und die Kreation dazugehöriger Workouts sehr zeitintensiv. Das hat uns allen viel abverlangt und war überhaupt nur möglich, weil ich ein super Team im Rücken habe. Der „Drahtseiltanz“ mit GEMA-freier Musik ist ja auch nicht so leicht und vor allem fehlte irgendwann die Auswahl. Als wir von den Livestream-Workouts mit lizenzfreier Originalmusik von LES MILLS erfuhren, war ich sehr erleichtert und es half uns immens, unseren Online-Kursplan zu erweitern. Wir bieten momentan vier Kurse pro Tag – also 28 Kurse pro Woche – an. Darunter sind unter anderem Yoga, BODYPUMP, BODYCOMBAT, CXWORX und LES MILLS TONE. Die Kurse sind dann 24 Stunden über YouTube und auf unserer Webseite online zugänglich. Wir möchten damit eine Art „Dringlichkeit“ zum Schauen kreieren. Ich bin tagtäglich überwältigt von der großartigen Resonanz und Teilnahme unserer Studio-Community. Wir können bisher über 300.000 Videoaufrufe verzeichnen, allein auf YouTube mit einer totalen Wiedergabezeit von mehr als 16.000 Stunden. Am Anfang hatten wir bis zu 100 Livezuschauer. Diese Zahl ging zurück, nachdem wir die Videos nachträglich über YouTube bereitstellten, wo
sie bisher rund 140.000 Aufrufe generierten. Es geht uns darum, dass unsere Mitglieder mit uns über die Inhalte interagieren und ihre Liebe zu Fitness nicht verlieren, ob dies live geschieht oder sie sich danach die Aufzeichnung ansehen, ist erst mal nicht wichtig. fMi: Haben Sie eine Empfehlung für eine Plattform zum Streamen? Und wie stellen Sie sich als Team für einen reibungslosen Ablauf auf? Simon Dellner: Mir war es sehr wichtig, unser Angebot zu den Leuten zu bringen und nicht die Leute zur Plattform. Das heißt wir nutzen die Social-Media-Kanäle, auf denen sich die Mehrzahl unserer Mitglieder ohnehin befindet: Facebook und Instagram. Normalerweise haben wir zwei bis vier Mitarbeiter hinter der Kamera und immer zwei Instruktoren, die die Classes leiten. Durch zwei Personen vor der Kamera kreieren wir eine größere Interaktion mit den Zuschauern. Unser Studio besitzt ein ausdrucksstarkes Ambiente, das nicht nur „live und in Farbe“ zur Geltung kommt, sondern auch als großartiger Hintergrund für die Streams dient. Vor dem überdimensionalen Panoramafenster hat man einen beeindruckenden Blick auf die Berge – Urlaubsgefühl inklusive! fMi: Wie steht es um Teilnehmer, die gar kein oder nicht das richtige Equipment zu Hause zur Verfügung haben? Simon Dellner: Da wir immer mit zwei Trainern vor der Kamera stehen, können wir einmal die „normale“ Variante zeigen, das heißt mit entsprechendem Equipment wie Hanteln, Gewichtsscheiben und Matte. Der zweite Trainer bietet dann die Home-Variante an, mit Gewichtsersatz durch Milchtüten, Waschmittel, Bierkisten oder einen gefüllten Rucksack. Wir sind alle im positiven Sinne dazu gezwungen, kreativ zu sein und uns den neuen Gegebenheiten anzupassen. Außerdem erfüllt das Workout dann nicht nur den Trainingseffekt, sondern kurbelt zusätzlich den Spaßfaktor an. fMi: Sind irgendwelche lustigen Pannen passiert, die Sie mit uns teilen möchten? Simon Dellner: Live is live – es passiert immer etwas, was nicht passieren dürfte. So hatten wir auch schon mal einen Instruktor,
der Dips auf einem Stuhl machte, plötzlich war der Stuhl weg und er saß auf dem Boden. Ich muss zugeben, dass es vor allem am Anfang umso besser und authentischer war, je improvisierter es war. Auch wenn nicht alles perfekt läuft, tut dies der Beziehung zu unseren Mitgliedern keinen Abbruch – es hilft sogar noch dabei. fMi: Welche drei Tipps würden Sie anderen Studios bezüglich Livestreaming mit auf den Weg geben? Simon Dellner: 1. Einfach machen! Für mich gibt es nichts daran zu rütteln, dass das Angebot von live gestreamten Classes ungemein zur Mitgliederbindung beiträgt. Und obwohl jeder Anfang schwer ist, sollte man es einfach wagen und starten – und dann optimieren. Wir haben zum Beispiel gelernt, dass es anfänglich wichtiger ist, auf die Qualität des Tons zu achten als auf die des Bildes. 2. Gruppencharakter: Ich empfehle, auf jeden Fall zwei Instruktoren pro Class einzusetzen. Das fördert die Interaktion und man kann mehrere Varianten aufzeigen, um jedes Fitnesslevel und jede Equipment-Optionen abzudecken. 3. Sicherlich sucht jeder, der daheim ist, nach einem sportlichen Ausgleich und sehnt sich nach seiner Fitnessroutine. Es ist aber auch wichtig, zu erwähnen, dass Livestreams in Zeiten der Isolation vor allem für Entertainment sorgen und eine Squat-Sequenz mit einer Bierkiste bestimmt effektiv, aber vor allem spaßig sein kann. Ich denke, dass man sich in dieser herausfordernden Zeit besonders gern etwas live oder zumindest etwas sehr Aktuelles ansieht, weil man weiß, dass man „im selben Boot“ sitzt und gemeinsam das Beste aus der Situation macht.
Erfahren Sie mehr über Livestreaming-Möglichkeiten oder andere digitale Ergänzungen wie LES MILLS On Demand oder LES MILLS VIRTUAL und melden Sie sich unter info@lesmills.de.
Fotos: QUEST CLUB Kolbermoor
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DIGITALE KOMMUNIKATION | ANZEIGE
Foto: Technogym
Die Digitalisierung in der Fitnessbranche zu Zeiten von Corona
Durch Digitalisierung als Gewinner aus der Krise gehen Online-Meetings, digitale Klassenzimmer – die Corona-Krise hat das Potenzial digitaler Kommunikation deutlich sichtbar werden lassen, durch sie wurden vielerorts aber auch die bisherigen Defizite aufgezeigt. Fitness- und Gesundheitsunternehmer haben jetzt die Chance, diese Erfahrungen für ihre Unternehmenskommunikation gewinnbringend zu nutzen.
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hristian Schröder, Digital Sales Manager Technogym Germany GmbH, über die Digitalisierung in der Fitness- und Gesundheitsbranche während der Coronavirus-Pandemie: „Zurzeit befindet sich das ganze Land in einer Krise. Was aber soll danach passieren? Schon jetzt ist klar: Durch diese Krise wird die die Digitalisierung erzwungen! Unternehmen verlagern Meetings auf digitale Plattformen, Ärzte richten digitale Sprechzimmer ein und selbst Lehrkräfte unterrichten ihre Schüler über das Internet.“
Digitales Training als dauerhafte Alternative? „In der Fitnessbranche bieten die meisten Betreiber seit Beginn der Corona-Krise verstärkt Online-Formate an. Für den Anfang war das sicherlich eine sehr gute Lösung, denn die Kunden können mit ihren Trainern aus dem Club gemeinsam trainieren. Für die Betreiber ist und bleibt es jedoch eine gefährliche Alternative. Der Content, der generiert wird, bleibt auch nach der Krise bestehen und potenzielle Neukunden können nach der Krise auf diese Inhalte zugreifen. Sicherlich können alle Videos von Kursen gelöscht werden, sobald der Club wieder geöffnet ist. Aber in der digitalen Welt, wo Klicks und Abonnenten eine enorm große Rolle spielen, ist die Löschung keine empfehlenswerte Lösung.“ 92
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Die Lösung: individualisierte Studio-Apps „Es ist in der Krise enorm wichtig, einen beständigen Kanal für die Kommunikation von Angeboten auszuwählen. Welches Medium erfüllt hierzu heutzutage besser seinen Zweck als eine Customized App, in der ich als Kunde alle Informationen und Inhalte meines Clubs gebündelt zu jeder Zeit und an jedem Ort abrufen kann? Ganz gleich ob Home-Workouts, individuelle Trainingspläne oder eine persönliche Beratung durch meinen Trainer – alle Features stehen mir in der App zur Verfügung. Die Untätigkeit beim Thema Digitalisierung kann oft auf eine ’Das haben wir schon immer so gemacht’-Einstellung zurückgeführt werden. Doch aufgrund der Krise ist das nicht mehr möglich.“
Das digitale Potenzial voll ausschöpfen „Ich hoffe, dass die Branche nach der Krise die Möglichkeiten, die digitale Plattformen bereits heute bieten, intensiver für sich nutzen wird. Ich bin mir sicher, dass Betreiber ab sofort noch genauer prüfen werden, was ihre bestehenden digitalen Produkte können bzw. können sollten.“ www.technogym.com
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Fotos: © Markus Köller, CyberConcept
Videoproduktionen als bahnbrechendes Trainingserlebnis
Next Level CyberFitness Neuestes Equipment, professionelle Lichtsetzung und leidenschaftliche Presenter mit Power pur: Die CyberConcept GmbH, einer der führenden Hersteller im Bereich virtuelle Fitness, hat die hauseigene Videoproduktion „kernsaniert“. Damit baut das Unternehmen seine Pionierstellung als Innovationstreiber in der Branche weiter aus und setzt neue CyberFitness-Maßstäbe mit einer nie dagewesenen Nähe zum Kursleiter.
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s gibt Momente, da stehen selbst eingefleischten Profis vor Erstaunen die Münder offen. „Als am 11. Mai unser Presenter Raimund die erste Cycling-Live-Class im neuen Look beendet hatte und vom Bike stieg, herrschte für einige Minuten Stille im Studio. Wir alle waren sprachlos“, erinnert sich Marc Jürgens, Geschäftsführer von CyberConcept, noch immer begeistert. „Wir sind durch unsere jahrelange Erfahrung ja viel gewohnt“, ergänzt Programmdirektor Tom Dederichs. „Aber was wir mit unserem Technik-Set-up lostreten würden, hatten wir bis dahin nicht ahnen können.“ Diesen Grad an Power und Emotionalität hatte das Cyber-Team noch nicht erlebt. Das neue technische Konzept hinter den Classes ist der Baustein, um eine noch nie dagewesene Energie und Dynamik einzufangen; eine Authentizität und emotionale Nähe zum Kursleiter, die es in der gesamten Branche bislang noch nicht gegeben hat. Die Idee: Lichtsetzung, Sounddesign und das neu geschaffene Studioambiente sollen nicht nur Kursteilnehmer zur Hochform antreiben, sondern auch die Presenter „zum Brennen“ bringen. „Außerdem schalten wir zur Produktion Hunderte von Teilnehmern per Livestream zu und erfassen deren Feedback“, erklärt Dederichs. „Damit testen wir unsere Kurse bereits während der Aufnahme. Aber das Wichtigste: Wir kreieren eine Eventatmosphäre im Studio und versetzen das gesamte Team in eine positive Anspannung.“ Für die richtige Beleuchtung sorgt indessen Hollywood-BlockbusterBeleuchter Stefan Hiegemann, der u. a. „Antichrist“ von Lars von Trier ins rechte Licht gesetzt hat. Kameratechnik und Regie kommen aus der Hand der Multimediaagentur DIE LOUNGE, die
Anfang des Jahres von CyberConcept übernommen wurde. Mit DJ Oliver Froning sitzt ein echter Star der Musikbranche am Mischpult, dessen Tracks bereits mehrfach die TOP 5 der deutschen Charts gestürmt haben. „Fans schreiben uns hochemotionales Feedback: Sie haben teils Tränen in den Augen, Gänsehaut oder das Gefühl, ihr Wohnzimmer brenne. Ein solches Feedback kannten wir in dieser Fülle und Intensität bis dato nicht“, erläutert Dederichs. „Wir geben das noch während des Kurses an die Presenter weiter. Und die wiederum reagieren wie angezündet. Erst vergangenes Wochenende ist einer unserer Trainer vor der Kamera in Freudentränen ausgebrochen.“ „Aber auch konstruktive Kritik wird erfasst“, so Dederichs. „Wenn uns User schreiben, dass das Bild für sie zu dunkel ist oder eine Übung zu schnell erklärt wird, können wir direkt reagieren. Wir entwickeln die Kurse somit faktisch gleich mit Hunderten von Teilnehmern – besser geht es nicht.“ „Die neuen Kurse stellen wir unseren Lizenznehmern ab sofort zur Verfügung. Wir sind sicher, dass wir ihnen damit ein Level an virtueller Fitness ins Studio bringen, das es noch nicht gibt“, erklärt Jürgens. „Wir haben extrem hohe Summen in die neuen Produktionen investiert. Das haben wir nur getan, weil wir sicher sind: Die Studiomitglieder werden ihren Club für dieses neue Kurserlebnis lieben.“ Weitere Informationen finden sich unter: www.cyberfitness.de
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ZIRKELTRAINING | ANZEIGE
Effektiver trainieren
Zirkeltraining mit UpForm S-Line Foto: P.P.H.U. „MARBO“ S.C.
Zirkeltraining ist eine großartige Möglichkeit, um Gewicht zu verlieren und die Fitnessleistung und Ausdauer zu verbessern. Dabei spielt es eine große Rolle, die Trainingsdauer zu optimieren und dauerhafte Effekte zu erzielen. Genauso wichtig sind die richtigen Maschinen. Zwar gibt es auf dem Markt eine große Auswahl, jedoch sind nicht alle für Hotels oder kleinere Fitnessstudios geeignet. Mit der neuen UpForm S-Line hat Marbo eine umfassende Lösung speziell für kleine Fitnessstudios geschaffen.
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irkeltraining ist seit den 1950er-Jahren bekannt, erfreut sich aber erst jetzt wachsender Beliebtheit. Es gilt als eine der effektivsten Methoden zum Kraftaufbau und verbessert gleichzeitig die allgemeine körperliche Fitness und Ausdauer. Zirkeltraining eignet sich hervorragend zur Reduktion des Fettgewebes und verursacht keine signifikante Erhöhung des Muskelvolumens. Daher wird dieses Training besonders häufig von der steigenden Anzahl an Kunden gewählt, die ein Fitnessstudio besuchen, um abzunehmen. Auch der Zeitmangel als gesellschaftliches Phänomen trägt zur Popularität des Zirkeltrainings bei. Die Übungen nehmen sehr wenig Zeit in Anspruch und sind relativ einfach. Doch kann jedes Fitnessstudio seinen Kunden Zirkeltraining anbieten?
Die Größe bestimmt die Ausstattung Inhaber großer Fitnessstudios bieten eine reiche Auswahl an verschiedenen Trainingsgeräten, deren Anschaffung meist weder durch Finanzen noch durch den zur Verfügung stehenden Platz begrenzt ist. Anders verhält es sich bei kleineren Fitnessstudios oder solchen, die sich in Hotels oder Rehabilitationszentren befinden. Dort ist die Größe des Equipments sehr wichtig. Oft fehlt der Platz für große Maschinen und der Markt bietet wenig Auswahl an professionellen Geräten mit kleinen Abmessungen. 96
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Maschinen nicht nur für große Fitnessstudios Das polnische Unternehmen Marbo geht speziell auf die Bedürfnisse kleinerer Fitnessstudios ein und hat daher die UpForm S-Line entwickelt. Sie umfasst zehn professionelle Geräte für das Zirkeltraining. Dank ihrer kompakten Gerätegröße können Hotels und sogar Rehabilitationszentren damit problemlos ein Fitnessstudio auf höchstem Niveau einrichten. Die Linie wurde auch für Personen ohne Trainingserfahrung entwickelt. Alle Geräte sind intuitiv und ohne komplizierte Einstellungen zu bedienen. Um mit dem Training zu beginnen, wird nur das entsprechende Gewicht per Selektor eingestellt. Für ein noch besseres Ergebnis können an den meisten Maschinen zusätzlich Gummibänder als progressive Widerstände eingesetzt werden. Dies ist eine weitere Annehmlichkeit für Personen ohne Erfahrung mit Krafttraining. Mit der UpForm S-Line legt das Unternehmen großen Wert auf ein modernes Design und die Gewährleistung der Sicherheit. Sie ermöglicht das Trainieren vieler Muskelgruppen an kompakten Geräten, die nicht nur sehr effektiv sind, sondern auch jedem Fitnessstudio einen einzigartigen Stil und Charakter verleihen. www.jk-sportvertrieb.de
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Die myline Deutschland GmbH hat mit der neuen Studie „Aktives Abnehmen zur Immunstärkung” scheinbar genau den Nerv der Zeit getroffen.
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ie Themen Gesundheit und Immunsystem haben seit Corona bekanntlich enorm an Bedeutung gewonnen. In Zusammenarbeit mit der GfBE (Gesellschaft für Bewegungs- und Ernährungsanalysen) soll bewiesen werden, dass durch gesunde Ernährung und Krafttraining, neben einem erfolgreichen Gesamtgewichtsverlust, auch das viszerale Bauchfett abnimmt und somit das Immunsystem gestärkt werden kann. Wissenschaftlich gesehen wird das Fettgewebe im Bauchbereich dafür verantwortlich gemacht, Entzündungen zu erzeugen, die unser Immunsystem enorm schwächen.
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Knapp 100 Studios und Physiopraxen führen bereits die Studie durch. Täglich kommen weitere hinzu. Über Anzeigen, Flyer und Facebook generieren die Studios zur Zeit enorme Responsewerte. Hier Beispiele laufender Studienkampagnen. Die Zahlen sind vom 30.06.2020.
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KOMMENTAR ALBERT BUSEK
Ein persönlicher Nachruf von Albert Busek zu Franco Columbus ersten Todestag
Einer der besten Athleten aller Zeiten Text und Fotos: Albert Busek
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iese Zeilen schreibe ich einige Wochen vor dem 31. August 2020, dem Tag, an dem sich der Tod von Francesco „Franco“ Columbu zum ersten Mal jährt. Der Schmerz über seinen Tod sitzt noch immer sehr tief. Alles Mögliche schwirrt mir durch den Kopf. Wo soll ich anfangen bei einem so großartigen Athleten und Menschen, mit dem ich von 1963 bis 2019 freundschaftlich verbunden war und unzählige glückliche, aber auch tragische Momente erlebt habe? Vor mir liegen Fotos aus fast 60 Jahren Freundschaft und es fällt mir sehr schwer, nicht in einen Nostalgierausch zu verfallen. Als ich Franco 1963 erstmals in München traf, hatte man es als Kraftsportler nicht leicht. Es gab nur zwei Studios, darüber waren wir alle sehr froh: Wir waren eine kleine und eng verbundene „Eisenfamilie“, die vom Rest der Welt schlicht für verrückt erklärt wurde. Es war die Zeit des Aufbruchs. Franco, der starke Naturbursche aus der Barbagia, dem bergigen Zentrum Sardiniens, sollte in seiner Wahlheimat Deutschland schon bald zu einem der Athleten werden, die die wachsende Anhängerschar des Kraftsports fast magisch anzogen.
Der Gesamtsieg beim „Mr. Italia“ in Verona 1968 war entscheidend für seine weitere Karriere
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1968 gewann er im Leichtgewicht den deutschen Meistertitel im Kraftdreikampf mit 685 Kilo (Bankdrücken 185 Kilo, Kniebeuge 230 Kilo, Kreuzheben 270 Kilo)
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Ein Ausnahmesportler Nach einem kurzen „Gastspiel” als Boxer fand Franco schnell den Weg zu seiner eigentlichen Bestimmung, dem Bewegen schweren Eisens. Bewusst habe ich in der Überschrift die Bezeichnung „einer der besten Athleten aller Zeiten“ gewählt, dabei beziehe ich Athleten aller Sportarten ein. Für den Bereich Kraftsport/Powerlifting in Verbindung mit Bodybuilding setzte Franco Maßstäbe, die bis heute nicht übertroffen wurden. Für mich ist er zweifelsfrei der beste Universal-Kraft- und Muskelathlet aller Zeiten und deshalb auch vergleichbar mit den Größten anderer Sportarten. Diese Behauptung ist mit Fakten leicht zu belegen.
Sein Weg zum Erfolg Von Anfang an bezwang Franco beim Training im legendären Studio in der Schillerstraße 36 in München bei fast allen Übungen seine sehr viel schwereren Partner. Bei der ersten Deutschen Meisterschaft im Kraftdreikampf, die in den Sechzigerjahren parallel zur Deutschen Bodybuilding Meisterschaft („Mr. Germany“) durchgeführt wurden, war Franco der überragende Star. Er konn-
Franco Columbu in den Sechzigerjahren beim Boxtraining
Best Buddies: Franco und Arnold 1975 in den Straßen von Kapstadt, Südafrika
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te seine für damalige Verhältnisse schier unglaubliche Kraft sehr dramatisch in Szene setzen und das Publikum mit Leichtigkeit um seine starken Finger wickeln. Die meisten Kraftdreikämpfer sind in einer Disziplin deutlich schwächer als in den beiden anderen. Franco war in allen drei Disziplinen (Bankdrücken, Kniebeugen, Kreuzheben) sehr stark, außerdem sehr ausdauernd und beweglich. Was seine Knochenstruktur betrifft, so hatte er zwar ein breites Kreuz (später wurde daraus ein „Jumbo-Lat“), doch mangelte es ihm insgesamt an Symmetrie. Konsequent wurde er zum beharrlichen Bildhauer seines Körpers und schaffte dabei ein kleines Wunder – neben der beruflichen Tortur als Akkordmaurer mit einer Wochenarbeitszeit von nicht weniger als 50 Stunden. Franco war also nicht nur einer der stärksten Sportler, er formte seinen Körper auch in einer Weise, die man nicht für möglich hielt. Zudem war er einer der ersten Athleten mit Strichen in der Muskulatur. Franco Columbu war in seiner sportlichen Glanzzeit STARK (in allen Disziplinen und Übungen), GUT GEBAUT (es gelang ihm eine wahrhaftige Metamorphose), FLEXIBEL (seine Kunststücke mit dem Sprungseil sind legendär), AUSDAUERND (ihn als Partner bei den damaligen progressiven 12er-Sätzen in der Kniebeuge zu haben bedeutete Hölle pur) und MUSKULÖS (er galt als Synonym für Muskelseparation und -striche).
menschliche Seite zum Tragen – und seine gewaltigste Stärke, die alles andere weit in den Schatten stellt. 1969 folgte er dem Ruf seines Freundes Arnold bereits ein Jahr nach dessen Auswanderung nach Kalifornien. Es war für beide ein großer Gewinn und spricht für sich, dass die Freundschaft trotz der unterschiedlichen Karrieren lebenslang so eng blieb. 1976 und 1981 wurde Francos Beharrlichkeit mit seinen zwei Siegen als „Mr. Olympia“ belohnt.
Filmreife Karriere Es hört sich bei dieser Lebensgeschichte fast schon überzogen an, wenn man nun noch Francos berufliche Entwicklung auf den Punkt bringt: vom sardischen Schafhirten zum höchst angesehenen Chiropraktiker in Los Angeles – ein hollywoodreifer Stoff. Apropos Hollywood, Franco war seit vielen Jahren – ganz nebenher – erfolgreicher Produzent von TV- und Video-Movies und in sechzehn Filmen (unter anderem von Arnold Schwarzenegger) auch als Schauspieler zu sehen. Die absolute Hauptrolle in seinem Leben spielte jedoch seine 1995 geborene Tochter Maria. Sie konnte den „Sardinian Samson“, wie Franco auf seiner Heimatinsel liebevoll genannt wird, ganz leicht um den Finger wickeln und ihr starker Papa schmolz dahin wie Butter in der Sonne ...
Beste Freunde und lebenslange Konkurrenten Die Freundschaft zwischen Franco Columbu und Arnold Schwarzenegger ist heute „Iron Game History“. So eng diese bis zu seinem Tod auch war, so sehr stand Franco immer im Schatten des absoluten Ausnahmeathleten. Für Franco war die Tatsache, dass sein Freund Arnold im Wettkampf wie ein unüberwindlicher Berg jahrelang vor ihm stand, alles andere als einfach. Aber hier kommt seine
Franco Columbu 1969 kurz vor seiner Auswanderung in die USA im Fotostudio von Albert Busek in München
2009 wurde er in Columbus (Ohio) mit dem „Arnold Classic Lifetime Achievement Award“ ausgezeichnet
Zum 70. Geburtstag fanden sich Francos engste Freunde in seinem Haus in L. A. ein (v. l.): Günter Heinlein, Albert Busek, Arnold Schwarzenegger, Franco Columbu und Ralf Möller
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Am 6. Oktober 2019 organisierte Arnold zusammen mit Francos Frau Debbie für 300 geladene Gäste eine Trauerfeier
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FACHARTIKEL INDIVIDUALTRAINING
Sportuhren, Herzfrequenzvariabilität und wirtschaftlicher Erfolg
Sport- und Fitnessuhren – Interpretation und Analyse Text: Prof. Dr. Ronny Pohl
Für den wirtschaftlichen Erfolg von Sporteinrichtungen ist unter anderem ein guter (fachlicher) Ruf von großer Bedeutung, dessen Verbesserung bei Führungskräften im Fokus stehen sollte. In diesem Fachbeitrag wird deutlich, wie ein Studiobetreiber eine Reputation auch in anderen Bereichen aufbauen kann: Innovative Funktionen von Sportuhren bieten den Nutzern nicht nur neue Vorteile, sondern werfen auch Fragen auf, die von den Fachkräften beantwortet werden sollten.
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porttreibende haben Ziele wie die Prävention von Herz-Kreislauf-Erkrankungen und die Verbesserung der Entspannungsfähigkeit, des Energiemanagements (Ökonomisierung von Alltagsaufgaben), der Regenerationsfähigkeit sowie der sportlichen Leistungsfähigkeit. Durch neue Uhrenfunktionen, entwickelt von Firmen wie Polar, Garmin, Suunto oder Apple, werden diese Ziele unterstützt.
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Problemstellung und Zielsetzung Einen Teil dieser Funktionen sollen Sporttreibende selbst interpretieren. So stellen Unternehmen die Informationen zu Schlag-zu-Schlag-Intervallzeiten und Herzfrequenzvariabilitätswerten in Millisekunden (ms) ihren Nutzern zur Verfügung (vgl. Abb. 1 und 2). Diese Indizes basieren auf der Herzfrequenzvariabilität (HRV). Trainer sollten für die Uhrennutzer als fachkundige Ansprechpartner
DIE FITNESSSACHVERSTÄNDIGEN
Steuerberater und von der IHK Koblenz öffentlich bestellter und vereidigter Sachverständiger für Wirtschaftlichkeitsberechnung für Fitnessund Freizeit-Anlagen.
Werner Kündgen
Grafik: darkovujic – stock.adobe.com
fungieren, damit diese Innovationen vonseiten der Sportler akzeptiert werden (Bruhn & Homburg, 2001, S. 334; Edelmann, 1996, S. 368–370; Lischka, 2000, S. 163; Picot & Reichwald, 1985, S. 104–105; Pohl, 2020, S. 26–31; Scheuch, 1996, S. 48–49). Besonders aufgrund der Tatsache, dass diese und ähnliche Telemetriedaten in Zukunft verstärkt zum Einsatz kommen (Stichwort: E-Health) (Pohl, 2020, S. 9–14), müssen die Fachkräfte dieses physiologische Wissen haben. Der Beitrag vermittelt entsprechende Grundkenntnisse, sodass durch die ersten Antworten auf die Fragen der Sportler auch die Unternehmensreputation steigt – ein wichtiger Faktor für den Unternehmenserfolg.
Physiologische Hintergründe des autonomen Nervensystems Das autonome Nervensystem (ANS) mit dem sympathischen und dem parasympathischen Strang steht unter anderem in Verbindung mit der Leistungserbringung durch Energieverbrauch sowie mit der Energieregeneration durch Erholungsprozesse. Beide Stränge arbeiten antagonistisch. Ein Strang hat aber immer eine zeitaktuell dominantere Ausprägung (vgl. Abb. 3 und 4).
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Von der IHK Bonn/Rhein-Sieg öffentlich bestellter und vereidigter Sachverständiger für die Bewertung von Fitnessund Freizeit-Anlagen.
Günter Noll
Damit die Sporttreibenden die eigenen Ziele erreichen, sollte eine hohe Aktivität des Parasympathikus vorhanden sein, um die eigenen (Lebens-)Ressourcen wieder zu regenerieren. Sport- und Fitnessuhren zeigen diesen Regenerationsprozess mittels Indizes an (z. B. Schlag-zu-Schlag-Intervalle in ms, Werte der Herzfrequenzvariabilität in ms, HRV-Grundwerte in ms).
Die Hersteller nutzen diese zeitlichen Abstände, um mittels Algorithmen die Anpassungsfähigkeit an (sportliche) Belastungsfaktoren sichtbar zu machen (Pohl, 2018, S. 72–77). Diese errechneten Indizes lauten unter anderem Schlag-zu-Schlag-Intervall in ms, Herzfrequenzvariabilität in ms sowie rMSSD
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Von der IHK Koblenz öffentlich bestellte und vereidigte Sachverständige für Wirtschaftlichkeitsanalysen für kleine und mittlere Unternehmen (KMU), insbesondere Sport-, Fitnessund Gesundheits-Anlagen.
Herzfrequenzvariabilität Hinter all diesen Indizes steht die Herzfrequenzvariabilität. Wenn der parasympathische Strang dominiert, kommt es zu zeitlichen Verschiebungen zwischen den Herzschlägen (vgl. Abb. 5).
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Minute nutzen, um die nächtliche Funktionslage des ANS zu erkennen. So deutet eine niedrigere HF pro Minute bzw. eine höhere Millisekundenzeit zwischen den Herzschlägen auf eine stärkere Dominanz des parasympathischen Strangs hin. Dies deutet in den meisten Fällen auf eine bessere Anpassungsfähigkeit bei Belastungen sowie Beanspruchungen hin. Gerade in Verbindung mit trainingswirksamen Reizen bzw. höheren Alltagsherausforderungen können die vorab im Artikel definierten Ausgangsziele der Sportler langfristig und zumeist kardioprotektiv erreicht werden.
Herzfrequenzvariabilität in Millisekunden
Abb. 1: Smartphone-App mit Schlag-zu-Schlag-Intervallzeiten und Herzfrequenzvariabilitätswerten in Millisekunden (©DHfPG/BSA) Abb. 2: Herzfrequenzvariabilitätswerte in Millisekunden (©DHfPG/BSA)
in ms und werden in den Uhren bzw. den Apps angezeigt. Der rMSSD-Wert ist dabei eine mathematisch errechnete Größe, die die Parasympathikusaktivitäten widerspiegelt. Nachfolgend werden diese Werte näher erläutert.
Durchschnitt Schlag-zu-Schlag-Intervall in Millisekunden Hier werden ausschließlich die durchschnittlichen zeitlichen Abstände zwischen den R-Zacken angegeben, so z. B. innerhalb eines Vier-Stunden-Abschnittes in der nächtlichen Ruhephase. Bei einer Herzfrequenz von im Schnitt 60 S/min wäre der Wert 1.000 ms. Dieser Wert ist aber unabhängig vom Ausprägungsgrad der Variabilität. Denn auch bei einer höheren Variabilität wären es 60 S/min, also ebenfalls 1.000 ms bzw. ein Schlag pro Sekunde im Mittel der ausgewählten vier Stunden. Da dieser Millisekundenwert in einem linearen Zusammenhang mit den Herzschlägen pro Minute steht, kann man auch die durchschnittliche Herzfrequenz (HF) pro
Abb. 3: Dominanz des Parasympathikus (©DHfPG/BSA)
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Hierbei handelt es sich ebenfalls um den Durchschnittswert einer bestimmten Zeitspanne. Im Beispiel der nächtlichen vier Stunden würde ein Wert von 75 ms bedeuten, dass sich die zeitlichen Abstände zwischen den einzelnen Herzschlägen innerhalb der gemessenen vier Stunden im Mittel um 75 ms ändern. Was heißt dies nun für die Trainierenden? Ab welchem Wert kann von einer Unterstützung bei der grundlegenden Zielerreichung gesprochen werden? Um dies zu erkennen, muss eine besondere Sichtweise eingenommen werden. Mithilfe dieser werden die individuellen Gegebenheiten und Einflussfaktoren (exogen und endogen) berücksichtigt, die bei der Person vorliegen. Zuerst muss den Trainern klar sein, dass es nicht DEN einen guten Wert gibt genauso wenig wie auch nicht DER eine gute Wertebereich existiert. Ob eine höhere Funktionslage des parasympathischen Strangs (siehe auch sympatho-vagale Balance) vorliegt, was auf eine gute Anpassungsfähigkeit an die Reize hindeutet und die gewünschte Erholung (u. a. Energieregeneration) beinhaltet, kann durch Betrachtung der HRV-Werte im Verhältnis zu einem individuellen Grundwert, einer sogenannten Baseline, festgestellt werden. Dieser Grundwert ist der durchschnittliche HRV-Wert in einem bestimmten zurückliegenden Zeitraum. So kann der Grundwert der letzten 28 Tage bei 60 ms liegen. In Bezug auf diesen wird der tagesaktuelle Wert gesetzt. Ist er höher (mehr ms), deutet das auf eine höhere Funktionslage des parasympathischen Strangs hin. In diesem Zusammenhang sollten sich interessierte Trainer dem Fachwissen weiterer Indizes, wie beispielsweise pNN50, NN50 (50 steht für 50 ms als Grundwert), widmen und sich fortbilden. Um einen aussagekräftigen HRV-Wert zu erhalten, sollte immer ein individueller und zeitlich begrenzter Grundwert beachtet werden. Ohne diesen kommt es zu stark verallgemeinernden Aussagen, was für den Einzelnen aber nicht vorteilhaft sein muss.
Abb. 4: Dominanz des Sympathikus (©DHfPG/BSA)
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FACHARTIKEL INDIVIDUALTRAINING
rMSSD-Wert in Millisekunden Ein letzter Wert, der von den Herstellern häufig angegeben bzw. für die Interpretation genutzt wird, ist der Wert rMSSD (auch: RMSSD, r-MSSD). Hierbei handelt es sich um die „Root Mean Square of Successive Differences“ also „die Quadratwurzel des quadrierten Mittelwertes der Summe aller Differenzen sukzessiver RR-Intervalle“ (Hottenrott, 2002, S. 15). Dabei steht RR nicht für Riva Rocci (siehe Blutdruckmessung), sondern für die R-Zacke der Herzschlagspitze. Auch dieser Wert hat die Einheit Millisekunde. Ein höherer rMSSDWert weist ebenfalls auf eine stärkere Funktionslage des parasympathischen Strangs des ANS hin. Auf weitere Indizes wird im Rahmen dieses Beitrags nicht eingegangen. Vermutlich nutzen die Entwickler und Hersteller auch diese Werte. Damit man auf das vollständige Potenzial der Uhren zurückgreifen kann, ist spezifisch ausgebildetes Fachpersonal erforderlich, das die Nutzer in den Gebrauch einweist.
Praktische Empfehlungen für Fach- und Führungskräfte Ausgehend von der dargestellten Problematik, den Zielen und den physiologischen Hintergründen lassen sich folgende praktische Empfehlungen für die Trainer, für weitere Fachkräfte und auch für Führungskräfte von Sporteinrichtungen ableiten: Die neuen Funktionen der Uhren sollten nicht als Spielereien abgetan werden, denn diese beinhalten ein enormes Potenzial in Zeiten von E-Health und Telemetrie. Um Kunden erste Antworten geben zu können, bedarf es eines Grundverständnisses der physiologischen Abläufe. Dieses sollte den Nutzern in Form von zielgruppenspezifischen (Kurz-)Vorträgen vermittelt werden, denn die Akzeptanzforschung zeigt eindeutig, dass ein höherer Wissensstand eine Grundvoraussetzung für eine erfolgreiche Interaktion zwischen Trainer und Trainierendem ist (Pohl, 2020, S. 59–67).
5 Sekunden (5000 ms) R
1013 ms
R
1079 ms
R
1024 ms
R
890 ms
R
994 ms
R
Abb. 5: Herzfrequenz von 60 Schlägen pro Minute mit zeitlicher Variabilität zwischen den Schlägen (R = R-Zacke des QRS-Komplexes) (©DHfPG/BSA)
Die aktuellen und zukünftigen neuartigen Funktionen von Sport- und Fitnessuhren können eine Unterstützung für eine nachhaltigere Trainingsbelastung sein. Damit dies möglich ist, bedarf es eines hohen Fachwissens vonseiten der Trainer. Nur so können auftretende Fragen von Nutzern bzw. Kunden sehr gut beantwortet werden. Dieses Wissen sollte auch als nützlich für den wirtschaftlichen Erfolg aufgrund einer gesteigerten Reputation angesehen werden.
Prof. Dr. Ronny Pohl Prof. Dr. Ronny Pohl ist u. a. Dozent an der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement (DHfPG) und der BSA-Akademie. Von 2008 bis 2016 promovierte er zum Thema „Einflussnahme auf das autonome Nervensystem durch sportliche Aktivitäten“. Zusätzlich ist er ein gefragter Experte im Bereich der pädagogischen Psychologie. Er veröffentlichte einige Publikationen zu diesen Themen.
Foto: DHfPG/BSA
Fazit
www.dhfpg-bsa.de
Auszug aus der Literaturliste Pohl, R. (2020). Die 15 Faktoren zur erfolgreichen Innovationsentwicklung von E-Health-Anwendungen. Praktische Empfehlungen für Fach- und Führungskräfte im Gesundheitsmarkt. Markranstädt: HumanVerlag Dr. Pohl. Für eine vollständige Literaturliste kontaktieren Sie bitte marketing@dhfpg-bsa.de.
Prof. Dr. Ronny Pohl hält beim diesjährigen „Aufstiegskongress ONLINE ONLY“ einen Vortrag zum Thema „Nachhaltige und ganzheitliche Trainingssteuerung mit der neuesten Generation von Sportuhren“. Weitere Informationen unter: aufstiegskongress.de
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FACHARTIKEL INDIVIDUALTRAINING
Angewandte Trainingswissenschaft (Teil 3)
Olympisches Gewichtheben im Studio – Beispiel „Reißen“ Foto: Wollwerth Imagery – stock.adobe.com
Text: Harald Gärtner
Zusehends findet man in Fitnessclubs mehr Mitglieder, die sich in den olympischen Disziplinen des Reißens und Stoßens versuchen möchten. Das stellt Trainer vor die Herausforderung, zuerst zu beurteilen, ob die Kunden die erforderlichen körperlichen Voraussetzungen mitbringen, dann die technisch schwierigen Übungen richtig zu vermitteln und schließlich auch zu wissen, was diese Übungen bewirken. Darüber klärt dieser Artikel auf.
N
achdem im letzten Artikel auf das Stoßen als Teildisziplin des olympischen Gewichthebens eingegangen wurde, soll es in diesem Artikel im Allgemeinen um die Trainingswirkungen vom olympischen Gewichtheben und um das Reißen im Besonderen gehen. Noch vor ein paar Jahren waren die beiden Disziplinen des olympischen Gewichthebens, das Reißen und Stoßen, den meisten Studiobesuchern wohl nur aus dem Fernsehen bekannt. Das änderte sich schlagartig vor ein paar Jahren, als Crosstraining und funktionelles Training zunehmend bekannter wurden. Technisch schwierige Übungen wie das Reißen lassen sich nur schwer in Form einer Beschreibung in Worte fassen. Zum einen ist die Übung so komplex, dass eine schriftliche Erläuterung seitenlang werden würde, aber dennoch weniger anschaulich als jedes Video zu dem Thema. Zum anderen gilt es, zunächst einmal zu überprüfen, ob die Kunden die körperlichen Voraussetzungen wie Beweglichkeit, Stabilität, Koordination und Kraft mitbringen, um eine technisch gute und vor allem sichere Ausführung zu erlernen.
Welche Vorteile erhoffen sich Kunden vom Reißen? Meist fragen Kunden nach olympischem Gewichtheben, weil sie denken, dass es gut für den Muskelaufbau bei alltäglicher körperlicher Belastung oder als Vorbereitung auf andere Sportarten wäre. Schauen wir auf die erste Frage: „Hilft das Reißen dabei, Muskeln aufzubauen?“ 106
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Die Kurzantwort lautet natürlich Ja, aber beim genaueren Hinsehen sollte klar werden, dass das Reißen eine eher schlechte Übung für den Muskelaufbau ist. Dies hat mehrere Gründe. Verkürzt lässt sich sagen, dass Hypertrophie auf zwei Hauptfaktoren zurückgeht: eine hohe mechanische Spannung und die Ansammlung von metabolischen Endprodukten in der Muskulatur. Die mechanische Spannung ist beim Reißen zwar hoch, allerdings nur für sehr kurze Zeit. Das ist schon allein deshalb so, weil die exzentrische Phase entweder überhaupt nicht (Abwerfen der Hantel aus der Hochposition) oder nur sehr verkürzt (schnelles Ablassen) stattfindet. Auch mit der Ansammlung von metabolischen Endprodukten ist es „nicht weit her“, denn zum einen wäre es ziemlich gefährlich, eine technisch hochanspruchsvolle Übung bis nahe an das muskuläre Versagen auszuführen, zum anderen verteilt sich die Belastung über so viele Muskelschlingen, dass die Bildung übermäßig vieler Abbauprodukte in einer Muskelgruppe sehr unwahrscheinlich ist. Die Frage, ob das Reißen einen Nutzen für den Alltag bietet, lässt sich sehr knapp beantworten: nur wenn man im Alltag Gegenstände in der gleichen Technik hebt! So kommt es wahrscheinlich eher selten vor, dass man jemanden dabei beobachten kann, wie er einen Kasten mit Wasserflaschen elegant reißt, um ihn dann in ein Regal zu stellen. Übungen aus dem Studio sind eben nur dann optimal in den Alltag übertragbar, wenn die Trainingsbewegungen den Alltagsbewegungen biomechanisch sehr ähnlich sind.
Wahrscheinlich liegt die Quelle dieser Annahme in der Beobachtung, dass olympische Gewichtheber extrem schnellkräftig sind und eine überragende Sprungkraft haben. Folglich muss man Gewichtheben trainieren, um auch so sprungkräftig zu werden. Seltsamerweise ist noch niemand auf die Idee gekommen, einen kleinen Fußballspieler zum Basketball zu schicken, damit er noch ein bisschen kopfballstärker wird. Natürlich ist jedem, der das jetzt liest, klar, dass dies nicht funktionieren kann. Große Menschen sind aufgrund ihrer Genetik eben besser für Basketball geeignet. Ähnlich verhält es sich auch bei den weltbesten Gewichthebern: Diese sind nicht deswegen so schnellkräftig, weil sie Gewichtheben betreiben, sondern weil sie von Natur aus schnellkräftig sind. Dies macht sie im Gewichtheben so erfolgreich. Dass dazu natürlich auch jahrelanges hartes Training gehört, versteht sich von selbst. Aber zurück zur eigentlichen Fragestellung: Nützt das Reißen mehr als konventionelles Krafttraining, wenn es um die Steigerung von sportlicher Leistung geht? In diesem Kontext wird in den meisten Untersuchungen hierunter der Einfluss auf die Sprint- und Sprungfähigkeit verstanden. Die Untersuchungsergebnisse sind dabei alles andere als eindeutig, jedoch scheint es so, als würde durch das Reißen und Stoßen die Entwicklung der Sprint- und Sprungfähigkeit minimal besser gefördert werden als durch das klassische Krafttraining. Nutzt ein Sportler jedoch auch das plyometrische Training, dann lassen sich keine Unterschiede mehr feststellen. Wenn man also ein Fazit in Bezug auf eine Leistungssteigerung durch das Reißen und Stoßen zieht, könnte das so lauten: vielleicht ein wenig besser als klassisches Krafttraining, aber nicht besser als konventionelles Sprint- und Sprungtraining.
Warum „Reißen“? Weil man es kann! Aus den eben genannten Gründen bleibt eigentlich nur ein Motiv übrig, warum es für Trainer sinnvoll ist, sich einmal mit dem Reißen zu beschäftigen, nämlich: Der Kunde will es einfach zum Spaß probieren. Meist ist das olympische Reißen in der kompletten Ausführung für viele durchschnittlich Trainierende anfangs nicht geeignet. Das heißt aber nicht, dass man gänzlich darauf verzichten muss, denn es lassen sich vergleichbare Effekte mit vereinfachten Übungsvarianten erzielen. Mit diesen zu starten, bietet sich generell an, da damit eine gute Basis geschaffen wird, falls sich die Kunden noch weiter in Richtung Gewichtheben entwickeln wollen. Eine gute Startvariante stellt das Reißen aus dem Hang dar. Auch dafür sollte der Trainierende entsprechende körperliche Voraussetzungen mitbringen: 1. Der Kunde sollte das sogenannte rumänische Kreuzheben sicher beherrschen. Insbesondere sollte er auch bei höherem Gewicht dazu in der Lage sein, seine Lordose im LWS-Bereich stabil zu halten. Das Gewicht beim Reißen wird zwar leichter sein als beim rumänischen Kreuzheben, aber durch die höhere Geschwindigkeit wird die einwirkende Kraft dennoch ziemlich hoch. 2. Für das Reißen ist eine gute Schulterbeweglichkeit erforderlich. Diese lässt sich am besten prüfen, indem der Kunde im Stehen beide Arme in einem weiten V zur Decke hebt. Dabei sollten sich die Arme dann in Verlängerung zum Körper befinden, ohne dass der Kunde dabei ins Hohlkreuz gehen muss.
Reißen aus dem Hang (engl.: hang snatch) Die Bewegung startet aus einer leichten Oberkörpervorneigung (ca. 30 bis 35 Grad). Die Hantel wird mit gestreckten Armen und mit Reißgriffbreite etwa auf Hüfthöhe gehalten. Unter Reißgriffbreite wird ein etwa eineinhalb schulterbreiter Abstand der Hände
an der Stange verstanden. Aus dieser Position werden die unteren Extremitäten explosiv gestreckt und gleichzeitig der Oberkörper aufgerichtet. Dadurch wird die Hantel vertikal nach oben und hinten beschleunigt. Der Sportler springt unter den Masseschwerpunkt der Hantel und vergrößert dabei die Schrittstellung von Hüft- auf Schulterbreite. Die Bewegung endet in einer leichten Hockstellung mit maximal 90-Grad-Kniebeugewinkel und der mit gestreckten Armen über Kopf fixierten Hantel. Der Kniebeugewinkel kann im Laufe der Zeit erhöht werden. Aus dieser Position richtet man sich dann bis zur Körperstreckung wieder auf. Im Fokus der kompletten Übung steht jedoch die explosive Hantelbeschleunigung aus dem Langhang sowie die Umgruppierung, das heißt die Hantel wird von vor dem Körper über den Kopf gebracht. Wie sich feststellen lässt, ist die eigentliche Übungsbeschreibung relativ kurz. Das bedeutet aber nicht, dass das Reißen aus dem Hang einfach wäre, sondern daran, dass eine noch so ausgefeilte Übungsbeschreibung kaum geeignet ist, sich das Reißen selbstständig beizubringen. Aus diesem Grund empfiehlt sich für alle, die sich mit dem Reißen, Stoßen oder weiteren komplexeren Übungen befassen wollen, eine geeignete Weiterbildung zu besuchen, um eine bessere Vorstellung davon zu haben, worum es geht.
Fazit Die Disziplinen des olympischen Gewichthebens halten zusehends Einzug ins Fitnesstraining. Für Trainer ist es dabei wichtig zu wissen, dass diese Übungen Vorteile bezüglich der Schnellkraftentwicklung gegenüber konventionellem Training bieten können. Noch wichtiger ist aber, dass Trainer beurteilen können, welcher Kunde körperlich dazu in der Lage ist, komplette Übungen auszuführen und bei welchem Kunden man eine Vereinfachung vornehmen sollte. Aufgrund der Komplexität der Thematik bietet sich hier der Besuch einer Weiterbildung mehr an als der Versuch des reinen Selbststudiums mittels Videos.
Foto: DHfPG/BSA
Ein besserer Athlet dank olympischem Gewichtheben?
Harald Gärtner Harald Gärtner, Diplom-Sportwissenschaftler sowie MBA, arbeitet seit über 20 Jahren in der Fitnessbranche und hat als Fachautor bereits diverse Artikel sowie ein Buch zum Thema „Functional Training“ geschrieben. Außerdem ist er u. a. als Dozent an der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement (DHfPG) sowie an der BSA-Akademie tätig. www.dhfpg-bsa.de
Auszug aus der Literaturliste Berton, R., Lixandrão, M. E., Pinto, E., Silva, C. M. & Tricoli, V. (2018). Effects of weightlifting exercise, traditional resistance and plyometric training on countermovement jump performance: a meta-analysis. Journal of Sports Sciences 36 (18), 2038–2044. Králová, T., Gasior, J., Vanderka, M., Cacek, J., Vencúrik, T., Bokůvka, D. & Hammerová, T. (2020). Correlation analysis of olympic-style weightlifting excercises and vertical jumps. Studia sportiva 13 (2), 26–32. Für eine vollständige Literaturliste kontaktieren Sie bitte marketing@dhfpg-bsa.de.
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FACHARTIKEL INDIVIDUALTRAINING
Gewichtsreduktion im Fitnessstudio (Teil 2)
Effektiv abnehmen: Reicht Training allein aus? Obwohl viele Fitnessstudios neben Training auch ernährungsbezogene Maßnahmen zur Gewichtsreduktion anbieten, verfolgen Kunden oftmals eine rein bewegungszentrierte Abnehmstrategie. Fraglich ist jedoch, ob ein reines Fitnesstraining wirksam ist, um Übergewicht nennenswert zu reduzieren. In einem Forschungsprojekt der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement (DHfPG) wurde erstmalig die Effektivität von verschiedenen Maßnahmen zur Gewichtsreduktion im Fitnessstudio unter Alltagsbedingungen untersucht. Text: Prof. Dr. Markus Wanjek
G
ewichtsreduktion ist ein zentrales Motiv für den Fitnessstudiobesuch (DSSV, 2013). Untersuchungsergebnisse zeigen, dass Kunden mit Übergewicht (Body-Mass-Index ≥ 25,0 kg/m2) eine durchschnittliche Gewichtsabnahme von circa 15 Prozent ihres Ausgangsgewichtes (14 kg) innerhalb von neun Monaten anstreben (Wanjek, 2020). In diesem Zusammenhang stellt sich sowohl für Trainer als auch für Kunden die Frage nach der effektivsten Gewichtsreduktionsstrategie.
Wissenschaftlich empfohlene Gewichtsreduktionsstrategie Um eine Gewichtsreduktion zu erzielen, ist eine negative Energiebilanz über einen ausreichend langen Zeitraum erforderlich. Diese kann entweder durch eine Verringerung der Energieaufnahme (Diät) oder eine Steigerung des Energieverbrauchs (Training) herbeigeführt werden. Idealerweise sollten beide Strategien miteinander kombiniert werden (Training und Diät) (Jenssen et al., 2014). In den evidenzbasierten Leitlinien verschiedener Fachgesellschaften wird zur Gewichtsreduktion eine moderate Verringerung der Energiezufuhr (≥ 500 kcal/Tag) in Kombination mit mindestens 108
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150 Minuten moderat-intensiver Ausdaueraktivität pro Woche empfohlen (Semlitsch et al., 2019). Dadurch kann ein durchschnittlicher Gewichtsverlust von fünf bis zehn Prozent des Ausgangsgewichtes (≈ 8 kg) innerhalb von drei bis sechs Monaten erzielt werden (NHLBI, 2013). Besonders effektiv sind Gewichtsreduktionsmaßnahmen dann, wenn sie einen multimodalen Ansatz verfolgen, durch qualifizierte Fachkräfte angeleitet werden und eine engmaschige Betreuung über einen längeren Zeitraum erfolgt (wöchentliche Treffen innerhalb der ersten 3–6 Monate). Dabei scheinen Gruppenprogramme im Vergleich zu einer Individualbetreuung etwas erfolgreicher zu sein. Dieser Unterschied ist in der Literatur jedoch nicht eindeutig belegt (NHLBI, 2013).
Effektivität von Maßnahmen zur Gewichtsreduktion im Fitnessstudio Fitnessstudios bieten grundsätzlich gute Voraussetzungen, um die wissenschaftlichen Empfehlungen zur Gewichtsreduktion umzusetzen. Neben strukturierten Trainingsprogrammen werden in vielen Einrichtungen auch weitere Maßnahmen angeboten, die eine Ernährungsumstellung unterstützen, wie z. B. eine individuelle Ernährungsberatung oder gruppenbasierte Gewichtsreduktions-
Methodik Zur Beantwortung der Forschungsfrage wurde eine dreimonatige Beobachtungsstudie unter Einbeziehung von 95 kommerziellen Fitnessstudios aus ganz Deutschland durchgeführt. Die Datenerhebung erfolgte durch Bachelor-Studierende der DHfPG im Rahmen ihrer Abschlussarbeiten nach einheitlichen Messstandards und erstreckte sich über einen Zeitraum von zwei Jahren. Insgesamt konnten die Datensätze von 788 übergewichtigen Neukunden (BMI ≥ 25,0 kg/m2) mit dem Haupttrainingsmotiv „Gewichtsreduktion“ erhoben werden. In Abhängigkeit davon, welche Maßnahmen von den Kunden im Fitnessstudio zur Gewichtsreduktion genutzt wurden, erfolgte eine Kategorisierung in drei verschiedene Nutzergruppen: (1) Fitnesstraining (Kraft- und Ausdauertraining), (2) Fitnesstraining und individuelle Ernährungsberatung (Eins-zueins-Beratung), (3) Fitnesstraining und multimodaler Gewichtsreduktionskurs (Gruppenprogramm). Zu Beginn und nach drei Monaten der Fitnessstudiomitgliedschaft erfolgten standardisierte Messungen verschiedener anthropometrischer Daten. Zusätzlich wurde das Bewegungs- und Ernährungsverhalten mittels standardisierter schriftlicher Befragungen erfasst. Die wesentliche Zielgröße der Untersuchung war die absolute und relative Veränderung des Körpergewichtes. Weitere Zielgrößen waren die Veränderungen von BMI, Körperfettanteil und Taillenumfang. Zudem wurden auch Veränderungen von Bewegungsumfang, Energieverbrauch und Energieaufnahme betrachtet. In Tabelle 1 sind die Charakteristika der Gesamtstichprobe und der drei Nutzergruppen dargestellt (Mittelwerte und Standardabweichungen).
Ergebnisse Sowohl ein reines Fitnesstraining als auch die Kombination mit einer Ernährungsberatung oder einem Gewichtsreduktionskurs führte nach drei Monaten zu einem statistisch signifikanten Gewichtsverlust. Ebenso kam es in allen drei Gruppen zu einer statistisch signifikanten Verringerung von BMI, Körperfettanteil und Taillenumfang. Die drei Interventionsmaßnahmen erwiesen sich jedoch als unterschiedlich effektiv (vgl. Abb. 1 und Tab. 2).
0
Gewichtsverlust (absolut, relativ)
kurse. Zu den Effekten von verschiedenen Gewichtsreduktionsmaßnahmen im Fitnessstudio lagen bisher allerdings noch keine wissenschaftlichen Daten vor. Die bisherigen Erkenntnisse zu den Gewichtsreduktionseffekten von lebensstilbezogenen Interventionsmaßnahmen stammen vornehmlich aus gut kontrollierten Interventionsstudien, die in universitären oder klinischen Forschungseinrichtungen durchgeführt wurden. Eine Übertragbarkeit der Studienergebnisse auf die alltäglichen Rahmenbedingungen im Fitnessstudio ist dabei nicht gegeben. Diese Forschungslücke war Ausgangspunkt einer groß angelegten Untersuchung der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement (DHfPG). Ziel der weltweit einmaligen Untersuchung war es, die Effektivität von drei verschiedenen Maßnahmen zur Gewichtsreduktion im Fitnessstudio unter Alltagsbedingungen zu überprüfen (Wanjek et al., 2016).
-1
Fitnesstraining
-1,5
Fitnesstraining + Fitnesstraining + Ernährungsberatung Gewichtsreduktionskurs
-1,7
-2 -3
-3,4
kg -3,6
%
-4 -5
-5,5
-6
-5,9
Abb. 1: Gewichtsverlust nach drei Monaten (Differenzwerte Eingangs- und Ausgangsmessung) (© DHfPG/BSA)
Während bei den Kunden, die ein reines Fitnesstraining absolviert hatten, lediglich ein durchschnittlicher Gewichtsverlust von - 1,5 kg (- 1,7 %) festzustellen war, erreichten Kunden mit einer begleitenden Ernährungsberatung einen mittleren Gewichtsverlust von - 3,4 kg (- 3,6 %). Kunden, die zusätzlich zum Fitnesstraining an einem Gewichtsreduktionskurs teilgenommen hatten, erzielten im Mittel eine Gewichtsabnahme von - 5,5 kg (- 5,9 %). Ähnliche Effektivitätsunterschiede zeigten sich auch beim Ausmaß der Veränderungen von BMI, Körperfettanteil und Taillenumfang (vgl. Tab. 2). Tab. 2: Veränderung von BMI, Körperfettanteil und Taillenumfang nach drei Monaten (Differenzwerte Eingangs- und Ausgangsmessung) (© DHfPG/BSA) Variablen
FT
FT + EB
FT + GK
BMI (kg/m2)
- 0,5 ± 1,0
- 1,2 ± 1,2
- 1,9 ± 1,3
Körperfettanteil (%)1
- 1,2 ± 2,4
- 2,0 ± 2,4
- 3,1 ± 2,5
Taillenumfang (cm)
- 2,4 ± 3,5
- 3,9 ± 3,7
- 5,2 ± 4,3
Messung mittels Bioelektrischer Impedanzanalyse (BIA)
1
Tab. 1: Charakteristika der Studienteilnehmenden (Gesamtstichprobe und Nutzergruppen [FT = Fitnesstraining, FT + EB = Fitnesstraining und Ernährungsberatung, FT + GK = Fitnesstraining und Gewichtsreduktionskurs]) (© DHfPG/BSA) Variablen
Gesamt
FT
FT + EB
FT + GK
Anzahl (n)
788
512
179
97
Alter (Jahre)
39 ± 14
38 ± 14
42 ± 14
40 ± 11
Größe (cm)
171 ± 9
171 ± 9
169 ± 9
170 ± 8
Gewicht (kg)
90,0 ± 16,5
89,3 ± 16,2
91,0 ± 16,5
91,8 ± 18,1
BMI (kg/m2)
30,8 ± 4,7
30,4 ± 4,7
31,7 ± 4,5
31,6 ± 5,1
Körperfettanteil (%)1
36,1 ± 8,3
34,6 ± 8,4
39,3 ± 7,4
37,6 ± 7,5
Taillenumfang (cm)
100,8 ± 13,3
100,3 ± 13,3
101,7 ± 12,9
102,0 ± 13,8
Messung mittels Bioelektrischer Impedanzanalyse (BIA)
1
Der unterschiedlich hohe Gewichtsverlust in den drei Gruppen kann durch die Veränderungen des Bewegungs- und Ernährungsverhaltens bzw. durch die Differenzen in der Höhe des erreichten Gesamtenergiedefizites erklärt werden. So steigerte sich der Trainingsumfang und Energieverbrauch in allen drei Nutzergruppen annähernd gleich (ca. 130 Minuten/Woche bzw. 650 kcal/Woche). Zwischen den Gruppen gab es keine statistisch bedeutsamen Unterschiede. Insgesamt zeigte sich, dass der durchschnittlich realisierte Kalorienverbrauch durch das Fitnesstraining nicht ausreichend war, um das zur Gewichtsreduktion empfohlene Kaloriendefizit von 500 kcal/Tag zu erreichen. Die Energieaufnahme reduzierte sich hingegen in den beiden Nutzergruppen, die begleitend zum Fitnesstraining auch eine Maßnahme zur Ernährungsumstellung genutzt hatten, signifikant. Die Höhe des durchschnittlichen Energiedefizites erreichte in beiden Gruppen ein gewichtsreduktionsrelevantes Ausmaß (Ernährungsberatung: - 412 kcal/Tag, Gewichtsreduktionskurs: - 503 kcal/Tag). Zwischen den beiden Gruppen bestand kein signifikanter Unterschied. Letztlich fiel 04/20
fitness MANAGEMENT international
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FACHARTIKEL INDIVIDUALTRAINING
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Fazit Die vorliegende Untersuchung liefert erstmals Ergebnisse zu den realistisch erwartbaren Gewichtsreduktionseffekten, die durch verschiedene Interventionsmaßnahmen im Fitnessstudio unter Alltagsbedingungen innerhalb von drei Monaten erzielt werden können. Die Daten zeigen, dass ein reines Fitnesstraining bei bestehendem Übergewicht keine optimale Strategie zur effektiven Gewichtsreduktion ist. Der durchschnittlich erreichte Gewichtsverlust fiel aufgrund des relativ niedrigen Kalorienverbrauchs durch das absolvierte Training gering aus (≈ - 2 %). Angebote im Fitnessstudio, die begleitend zu einem Fitnesstraining auch eine moderate Kalorienreduktion unterstützt haben, führten zu einem deutlich stärker ausgeprägten Gewichtsverlust (Ernährungsberatung: ≈ - 4 %, Gewichtsreduktionskurs: ≈ - 6 %). Von daher sollte Neukunden im Fitnessstudio mit Übergewicht/ Adipositas ergänzend zu einem Fitnesstraining ein ernährungsbezogenes Zusatzangebot, idealerweise in Form eines gruppenbasierten Gewichtsreduktionskurses, zur initialen Gewichtsabnahme empfohlen werden. Kunden, die einen Gewichtsverlust von (mehr als) fünf Prozent ihres Ausgangsgewichtes (ca. 5–7,5 kg) anstreben, aber dennoch eine rein bewegungszentrierte Strategie verfolgen wollen, ist ein regelmäßiges Ausdauertraining mit großen Umfängen (> 225 Minuten/Woche bzw. einem Kalorienverbrauch von > 2.000 kcal/Woche) anzuraten. Zudem sollte auf die Beibehaltung einer isokalorischen Ernährung geachtet werden, um eine Kompensation der verbrauchten Kalorien zu vermeiden (Donnelly et al., 2009; Swift et al., 2018).
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Danksagung Der Autor bedankt sich bei allen teilnehmenden Fitnesseinrichtungen, BachelorStudierenden der DHfPG und Studienteilnehmenden für die aktive Unterstützung des Forschungsprojektes.
Prof. Dr. Markus Wanjek Prof. Dr. Markus Wanjek ist stellvertretender Fachbereichsleiter Gesundheitswissenschaften und Dozent bzw. Referent an der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement (DHfPG) und der BSA-Akademie. Der Sportwissenschaftler promovierte zum Thema „Gewichtsreduktion im Fitnessstudio“ an der TU München. Seit über 20 Jahren arbeitet er nebenberuflich als Fitnesstrainer.
Foto: DHfPG/BSA
das durchschnittliche Gesamtenergiedefizit (Kalorienverbrauch und -reduktion) bei den Teilnehmenden des Gewichtsreduktionskurses (ca. - 600 kcal/Tag) und der Ernährungsberatung (ca. - 500 kcal/Tag) deutlich höher aus als das in der reinen Fitnesstrainingsgruppe (ca. - 180 kcal/Tag). Der höhere Gewichtsverlust in den Nutzergruppen mit einem ernährungsbezogenen Zusatzangebot lässt sich somit in erster Linie durch Änderungen der Energieaufnahme und weniger durch den zusätzlichen Energieverbrauch durch das Fitnesstraining erklären. Die Ergebnisse verdeutlichen damit die Notwendigkeit einer Kalorienreduktion zur effektiven Gewichtsabnahme.
www.dhfpg-bsa.de
Auszug aus der Literaturliste Wanjek, M., Senner, V., Scharhag-Rosenberger, F. & Halle, M. (2016). Effects of different weight loss intervention programmes in health clubs – an observational multicenter study. European Journal of Sport Science, 16 (7), 859–867. Wanjek, M. (2020). Gewichtsreduktion im Fitnessstudio (Teil 1). Wie viel Gewicht wollen Kunden verlieren? fitness MANAGEMENT international, 149 (3), 106–109. Für eine vollständige Literaturliste kontaktieren Sie bitte marketing@dhfpg-bsa.de.
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FACHARTIKEL ERNÄHRUNG
Supplementierung mit Antioxidanzien
Verringerung von oxidativem Stress Text: Jan Prinzhausen
Oxidativer Stress resultiert aus der Wirkung zu vieler freier Radikale. Er begünstigt Alterungsprozesse, Funktionsverluste von Organen und folglich die Entstehung von Erkrankungen. Antioxidanzien sollen vorbeugend gegen diese ungünstigen Prozesse wirken. Die Supplementierung antioxidativer Stoffe birgt jedoch Risiken, da im Gegensatz zu den erhofften günstigen Effekten teilweise die Verstärkung von Gesundheitsschäden provoziert wird.
O
xidativer Stress definiert sich als Effekt, der von zu vielen freien Radikalen im Organismus ausgeht. Freie Radikale lassen sich vereinfacht als Stoffe bezeichnen, die chemisch hochreaktiv sind. Sie verändern die Strukturen von Zellbestandteilen und deren Funktionalität. Die Folgen können unter anderem Erkrankungen und beschleunigte Alterungsprozesse sein (Herrera et al., 2009; Avery, 2011; Rahal et al., 2014).
Foto: Natalia Lisovskaya – stock.adobe.com
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fitness MANAGEMENT international
Freie Radikale entstehen im Stoffwechsel u. a. beim Abbau von Makronährstoffen, Alkohol und Purinen sowie durch Sport, Stress, Mikronährstoffdefizite, Mikroorganismen, UV-Strahlung oder radioaktive Belastung. Auch in pathogenen (krankheitserregenden) Prozessen, die bei Adipositas, Diabetes mellitus Typ 2, Arteriosklerose und Bluthochdruck ablaufen, entstehen freie Radikale (Steinhubl, 2008; Rahal et al., 2014). Aus der Umwelt gelan-
gen freie Radikale, z. B. durch Zigarettenrauch und stark erhitzte Lebensmittel, in den Organismus (Rahal et al., 2014).
Schutz durch Redoxsystem und Antioxidanzien Schutz gegen oxidativen Stress bieten das körpereigene Redoxsystem und die Antioxidanzien. Man definiert das Redoxsystem als Mechanismus, bei dem körpereigene antioxidative Stoffe vernetzt arbeiten. Dabei bestehen funktionelle Überschneidungen mit dem Immunsystem (Seifried et al., 2007). Ergänzt wird die Radikalabwehr durch Antioxidanzien aus der Nahrung. Dazu zählen viele sekundäre Pflanzenstoffe (z. B. Grüntee-Catechine, Weintrauben-Anthocyane) sowie einige Vitamine (E, A, Beta-Carotin, C) und Spurenelemente (Zink, Kupfer, Mangan, Selen), die über frische, hauptsächlich pflanzliche Kost angemessen aufgenommen werden können. Antioxidanzien nehmen den freien Radikalen das aggressive Reaktionsvermögen und schützen somit Körper und Gesundheit (Niki, 2014; Rahal et al., 2014). Dadurch ergibt sich ein theoretisches Potenzial, Antioxidanzien zur Gesunderhaltung zu supplementieren.
Wirkung hochdosierter Supplemente
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Untersuchungen zur Supplementierung mit Antioxidanzien beschreiben selten förderliche Effekte. Bereits bestehende Erkrankungen lassen sich in der Regel nicht behandeln. Im Gegenteil, es können gesundheitsschädigende Prozesse ausgelöst oder verstärkt werden (Steinhubl, 2008; Herrera et al., 2009): Immunzellen erzeugen gezielt freie Radikale, um Krebszellen, Bakterien und degenerierte Zellen abzutöten. Demnach wirken gewisse Mindestmengen freier Radikale gesundheitserhaltend (Seifried et al., 2007). Isolierte und hoch konzentrierte Antioxidanzien in Form von Nahrungsergänzungsmitteln senken allerdings den Gesamtspiegel an Radikalen unter das notwendige Minimum. In der Folge lassen sich Krebszellen sowie Bakterien nicht angemessen bekämpfen und Zellerneuerungsprozesse werden gestört. Die übermäßige Inaktivierung durch Sport verursachter Sauerstoffradikale hemmt zudem die Funktionsoptimierungen des Redoxsystems (Pastor & Tur, 2019), was sich u. a. an der gehemmten Bildung körpereigener Antioxidanzien beobachten lässt.
Fazit Das Supplementieren von isolierten, hoch dosierten Antioxidanzien kann zum Teil mit ungünstigen Auswirkungen auf die Gesundheit einhergehen. Die Verwendung industrieller Präparate sollte daher kritisch bezüglich der propagierten Wirkung hinterfragt werden. Unproblematisch und zu bevorzugen ist die Aufnahme von Antioxidanzien über Obst, Gemüse, Kräuter und Gewürze. Regelmäßig mit pflanzlicher Nahrung aufgenommen, entfalten die enthaltenen Antioxidanzien gesundheitsfördernde Effekte (Balsano & Alisi, 2009). Zu präferieren sind natürlich gereifte, frisch geerntete und schonend zubereitete pflanzliche Nahrungsmittel (Ciudad-Mulero et al., 2020).
Viele Antioxidanzien sind chemisch instabil. Bei der Reaktion mit freien Radikalen übernehmen sie deren oxidatives Potenzial. Aus einem Antioxidans kann unter bestimmten Umständen dadurch ein neues Radikal entstehen, welches nun selbst schädigen kann (Steinhubl, 2008; Rahal et al., 2014). Dabei muss Beachtung finden, dass manche antioxidative Stoffe zum Teil weitere Funktionen im Organismus erfüllen. Zum Beispiel wirkt das Beta-Carotin wachstumsfördernd: Bei Rauchern supplementiert, oxidiert Beta-Carotin zum Radikal, weshalb die Lunge dadurch nicht vor Krebs geschützt werden kann. Im Gegenteil: Das oxidierte Beta-Carotin fördert die Entstehung von Krebszellen und deren Wachstum, was das Risiko für Krebserkrankungen bei Rauchern erhöht (Albanes et al., 1995). Antioxidanzien-Präparate können sich negativ auf die Krebstherapie auswirken. Die Chemo- und Strahlentherapie beruht u. a. auf der Abtötung von Krebszellen mittels gezielt erzeugtem, oxidativem Stress. Abhängig von der Art der Krebserkrankung zeigen Krebszellen die Eigenschaft, supplementierte Antioxidanzien speichern zu können. Mit dem aufgebauten antioxidativen Potenzial wehrt sich die Krebszelle gegen die Therapie und entwickelt eine Resistenz gegen diese (Heaney et al., 2008). Im Sport können hoch dosierte Antioxidanzien die trainingsbedingte Anpassung der Muskulatur (Gomez-Cabrera et al., 2008) und die Insulinwirksamkeit an den Muskelzellen stören (Ristow et al., 2009).
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Negierung der erwarteten Wirkung
Jan Prinzhausen Der Ernährungswissenschaftler Jan Prinzhausen ist Dozent an der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement (DHfPG) sowie der BSA-Akademie. Außerdem ist er Ernährungsberater am Olympiastützpunkt Thüringen und veröffentlicht Bücher zu den Themen Sporternährung, Abnehmen und Ernährungsberatung.
www.dhfpg-bsa.de
Auszug aus der Literaturliste Niki, E. (2014). Antioxidants: basic principles, emerging concepts, and problems. Biomed J, 37 (3), 106–111. Pastor, R. & Tur, J. A. (2019). Antioxidant Supplementation and Adaptive Response to Training: A Systematic Review. Curr Pharm Des, 25 (16), 1889–1912. Für eine vollständige Literaturliste kontaktieren Sie bitte marketing@dhfpg-bsa.de.
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FACHARTIKEL ERNÄHRUNG
Ernährungsmythen (Teil 4)
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FETT MACHT FETT? TATSACHE ODER „FETTER“ IRRTUM?
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In der Pfanne fettfrei braten, die fettreduzierte Variante eines Lebensmittels kaufen und lieber Margarine statt Butter aufs Brot streichen? Viele Deutsche versuchen, genau das jeden Tag umzusetzen, um ihre Gesundheit zu fördern und gegen ihr Übergewicht anzukämpfen. Doch warum genau das der falsche Weg ist, wird in diesem Artikel erläutert. Außerdem werden verschiedene Mythen in Bezug auf fetthaltige Lebensmittel aufgedeckt.
Text: Aline Emanuel
F
ett ist neben Eiweiß ein essenzieller Makronährstoff für unseren Körper. Wir benötigen Fette für den Aufbau von Zellmembranen, für die Fruchtbarkeit, für die Aufnahme der fettlöslichen Vitamine A, D, E und K sowie als Isolation und zum Schutz der Organe. Von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung e. V. (DGE) wird eine Aufnahme von 30 bis 35 Prozent Fett, bezogen auf die Gesamtkalorienzufuhr, empfohlen. An diese fettarme Kost haben sich viele Deutsche seit Jahren gewöhnt und sie setzen sie um. Doch was hat uns diese „Fettphobie“ gebracht?
Folgen einer fettarmen Ernährung Die Angst vor fettreichen Lebensmitteln und die dementsprechend fettarme Ernährung haben in unserer Bevölkerung allgemein zu einer steigenden Prävalenz bei Adipositas, zu einer Mangelversorgung mit fettlöslichen Vitaminen, zur Schwächung des Immunsystems, zu Verdauungsproblemen, zur vermehrt aufkommenden Bildung von Gallensteinen, zu zu niedrigen HDL-Cholesterolwerten und zu steigenden Entzündungsprozessen im Körper geführt (modifiziert nach Gonder & Worm, 2010). Im Berufsalltag kann eine fettarme Ernährung zu mangelnder Konzentrationsfähigkeit führen, wenn bestimmte Fettsäuren, die die Gehirnfunktion unterstützen, in zu geringem Maße zugeführt werden. Wir leiden öfter unter Verdauungsproblemen („Blähbauch“) und haben eine erhöhte Infektanfälligkeit durch Vitaminmangel.
Im Folgenden werden verschiedene kursierende „fette“ Irrtümer aufgedeckt: 1. Fett macht fett Immer wieder heißt es, dass Fett mit Abstand die meisten Kalorien liefert und deshalb reduziert werden sollte. Diese Aussage muss genauer betrachtet werden: Korrekt ist, dass Fett pro Gramm 9,3 Kilokalorien enthält (im Vergleich zu Kohlenhydraten und Proteinen mit jeweils 4,1 kcal/g). Schließlich folgern viele Personen, dass man die Menge an Fett reduzieren muss, um weniger Kalorien zuzuführen. Dies ist jedoch nicht die optimale Lösung. Richtig kombiniert mit wasserreichen Lebensmitteln wird ein Gericht, das durch einen großen Anteil an Fett eine hohe Energiedichte hat, schnell aufgewertet. Dabei ist es wichtig zu wissen, dass bestimmte Fettsäuren sogar ein erhöhtes Sättigungspotenzial haben (z. B. MCT-Fette aus Kokosfett). Kombiniert man ein fettreiches Gericht oder Lebensmittel wie Butter, Öl, Nüsse etc. mit Gemüse, Salat, magerem Fleisch oder gegarten Hülsenfrüchten, entsteht eine Mahlzeit mit niedriger Energie-, aber hoher Nährstoffdichte. Fette machen also nicht per se „fett“. Die falsche Zusammensetzung auf dem Teller mit zu vielen hochverarbeiteten Kohlenhydraten in Kombination mit Fett, bei gleichzeitigem Bewegungsmangel, lässt unsere Fettzellen wachsen.
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FACHARTIKEL ERNÄHRUNG
2. Fettreiche Ernährung erhöht das Herzinfarktrisiko Fette werden in gesättigte, einfach ungesättigte und mehrfach ungesättigte Fettsäuren unterteilt. Die gesättigten Fettsäuren werden auch heute noch häufig schlecht bewertet. Dabei zeigen zahlreiche Studien, dass der Verzehr von gesättigten Fettsäuren nicht in Zusammenhang mit erlittenen Herzinfarkten oder der Gesamtsterblichkeit gestellt werden konnte. Sie sollten also neutral bewertet werden (Puaschitz et al., 2015). In einer Metaanalyse konnte sogar gezeigt werden, dass ein höherer Verzehr von gesättigten Fettsäuren das Schlaganfallrisiko verringern konnte (Kang et al. 2020). 3. Margarine ist gesünder als Butter Die gesättigten Fettsäuren, die sich auch in der Butter befinden, werden, wie oben bereits erwähnt, häufig „verteufelt“. Doch die Mythen um das erhöhte Risiko für Herzinfarkt und Schlaganfall oder um die steigende Gesamtsterblichkeit durch den Konsum von gesättigten Fettsäuren (z. B. Butter) wurden wissenschaftlich widerlegt. Darüber hinaus hat man herausgefunden, dass Butter sogar den Anteil an „gutem“ HDL-Cholesterol erhöht (Engel & Tholstrup, 2015). Weiter wird mit der Butter bei vielen Gerichten der Eigengeschmack der Lebensmittel verstärkt, sodass man weniger Gewürze benötigt. Margarine hingegen wird industriell aus Pflanzenöl hergestellt. Je nachdem welches Pflanzenöl zur Herstellung verwendet wird, können größere Mengen an Omega-6-Fettsäuren (z. B. bei Sonnenblumenöl) enthalten sein. Diese Omega-6-Fettsäuren sind Vorstufen von Gewebshormonen, die entzündungsfördernd auf unseren Körper wirken. In manchen Billigprodukten sind auch heute noch Transfette (gehärtete Fette) enthalten, die das Risiko für Herz-Kreislauf- oder Krebserkrankungen fördern (DGE, 2012). 4. Fleisch ist fett und Fleischfett ist ungesund Je nach Fleischsorte ist der Fettgehalt unterschiedlich. Fettreiche Fleischsorten enthalten aber teilweise hohe Mengen an einfach und mehrfach ungesättigten Fettsäuren.
re sorgt für einen Anstieg des „guten“ HDL-Cholesterols (Mensink et al., 2003). Man findet sie natürlicherweise auch in der Muttermilch. Sie wirkt antiviral und antibakteriell. Es gibt aktuelle Daten, die zeigen, dass die Zufuhr von Kokosfett im Vergleich zu Butter und Olivenöl zwar das LDL-Cholesterol erhöht, aber auch, wie oben beschrieben, die HDL-Cholesterolwerte ansteigen lässt. Dadurch kommt es im Verhältnis gesehen zu keinem steigenden Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen (Engel & Tholstrup, 2015). Letztendlich sollte die Wirkung eines Lebensmittels nicht auf einen Inhaltsstoff (in diesem Fall die gesättigten Fettsäuren) reduziert werden. Vielmehr sollte die Wirkung des gesamten Lebensmittels (z. B. mit jeweils einem individuellen Fettsäureprofil) im Rahmen des gesamten Verzehrmusters und der Ernährungsweise der einzelnen Person sowie hinsichtlich der jeweiligen Verwendung betrachtet werden. So kann z. B. das Kokosfett gerade aufgrund des hohen Gehalts an gesättigten Fettsäuren gut zum Braten verwendet werden.
Fazit Um sich optimal mit Fetten zu versorgen, sollten Sie folgende Empfehlung beachten: • Zwei- bis dreimal wöchentlich 150 Gramm fetter Meeres fisch; alternativ: - Supplementation von Fischölkapseln - Zwei Esslöffel Leinöl bzw. vier Esslöffel frisch geschroteter Leinsamen pro Tag (weniger positive Effekte als tierische Quellen!) • Verwendung von Olivenöl und Rapsöl für Salate • Zum Dünsten: Olivenöl, Butterschmalz • Zum Braten/Backen: Butterschmalz, Kokosfett, andere Schmalzsorten • MCT-Fette, z. B. aus nativem Kokosfett, in die tägliche Ernährung einbauen • Sparsame Verwendung von Getreide-/Soja-/Distel-/Kürbis kern-/Sonnenblumenöl
In der folgenden Tabelle erkennt man unterschiedliche Fettgehalte:
Lebensmittel
Fett in g/Portion (150–200 g)
GFS (%)
EUFS (%)
MUFS (%)
Rindersteak
5
48
47
5
Schließen Sie am besten jetzt mit Ihrer Magerkost ab und beginnen Sie mit einem „Ölwechsel“!
Aline Emanuel
Hähnchenbrust
1
32
43
25
Schweinebauch
29
38
50
12
Lammfilet
4
45
49
6
GFS = gesättigte Fettsäure; EUFS = einfach ungesättigte Fettsäure; MUFS = mehrfach ungesättigte Fettsäure Quelle: Gonder et al., 2012
So erkennt man, dass nicht jede Fleischsorte fettreich ist und viele davon zudem einen hohen Anteil an einfach ungesättigten Fettsäuren (gesundheitsförderndes Fett) liefern. 5. Kokosfett ist gefährlich Auch das Kokosfett wurde immer wieder wegen seines hohen Gehalts an gesättigten Fettsäuren „verschmäht“. Es wird als Brat-/ Frittierfett oder als naturbelassenes, kalt gepresstes Fett/Öl angeboten. Die im Kokosfett enthaltene gesättigte Fettsäure Laurinsäu116
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Aline Emanuel bringt als M. A. Prävention und Gesundheitsmanagement sowie B. A. Ernährungsberatung mehrjährige Erfahrung in der Ernährungsberatung verschiedener Zielgruppen mit. Sie ist als Dozentin, Tutorin und Autorin für die Deutsche Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement (DHfPG) und als Leiterin des Fachbereichs Ernährung an der BSA-Akademie tätig.
Foto: DHfPG/BSA
Tab. 1: Fettgehalt verschiedener Fleischsorten (modifiziert nach Gonder et al., 2012)
www.dhfpg-bsa.de
Auszug aus der Literaturliste Kang, Z.-Q., Yang, Y. & Xiao, B. (2020). Dietary saturated fat intake and risk of stroke: Systematic review and dose-response meta-analysis of prospective cohort studies. Nutrition, Metabolism & Cardiovascular Diseases, 30, 179–189. Puaschitz, N. G., Strand, E., Norekvål, T. M., Dierkes, J., Dahl, L., Svingen, Gard Frodahl Tveitevåg et al. (2015). Dietary intake of saturated fat is not associated with risk of coronary events or mortality in patients with established coronary artery disease. The Journal of nutrition, 145 (2), 299–305. Für eine vollständige Literaturliste kontaktieren Sie bitte marketing@dhfpg-bsa.de.
Nährwerte insgesamt (ermittelt nach BLS v3.02)
Energie 95,1 kcal
Zutaten (für 1 Portion): • 1 Tasse Kaffee • 1 TL Kokosfett oder MCT-Öl • 1 TL Ghee (ähnlich dem Butterschmalz) oder Butter • Evtl. 0,5 TL Zimt
Protein 0,5 g
Fett 10,0 g
Kohlenhydrate 1,2 g
Zubereitung: • Kokosfett/MCT-Öl, Ghee/Butter und ggf. Zimt in eine Tasse oder einen Mixbehälter geben • Den fertigen Kaffee hinzufügen • In einem Mixer oder mit einem Milchaufschäumer den Bulletproof Coffee ordentlich vermischen bis eine einheitliche Flüssigkeit ohne Fettschicht entstanden ist
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BILDUNG | ANZEIGE
Studium – Weiterbildung – Qualität Informationen und Neuigkeiten der BSA-Akademie, der BSA-Zert und der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement (DHfPG)
Foto: DHfPG/BSA
Studiengänge >> dhfpg.de
Lehrgänge >> bsa-akademie.de
Zertifizierung >> bsa-zert.de
Mehr Infos zum dualen Bachelor- und Master-Studium, zu den BSA-Lehrgängen oder zur Zertifizierung unter: Tel. +49 681 6855 143
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NEU: Lehrgang und Fortbildung „EMS-Trainer/in“ EMS-Training (EMS = Elektromyostimulation) ist als zeitsparende und wirkungsvolle Trainingsform längst etabliert und hat sich darüber hinaus zu einem wichtigen Wachstumsmarkt entwickelt. In der Strahlenschutzverordnung hat der Gesetzgeber neue Anforderungen an die Kompetenzen von Fachkräften für EMS-Training gestellt: Nach dem 31. Dezember 2021 dürfen nur noch die Personen EMS-Training einsetzen, die nachweislich über die „Fachkunde EMF“ (EMF = Elektromagnetische Felder) verfügen. Für Interessierte, die EMS-Trainer werden möchten, bietet die BSA-Akademie einen Fernlehrgang mit zweitägiger Präsenzphase an. Bereits qualifizierte EMS-Trainer können die Fachkunde-Kompetenzen nachträglich mit der eintägigen „Fortbildung EMS-Trainer/in“ erwerben.
Bis 31. August zum Einführungspreis: 20 % Nachlass
bsa-akademie.de/ems Foto: DHfPG/BSA
NEU: B. Sc. Sport-/Gesundheitsinformatik – Werden Sie jetzt zum Vorreiter in der Branche! Integrierte Pulsmesser an Fitnessgeräten sowie Fitness-Apps sind bekannte technische Innovationen und Beispiele für die Verbindung von der Informatik mit der Sport-/Gesundheitswissenschaft. Zur Weiterentwicklung der Digitalisierung in der Sport-, Fitness- und Gesundheitsbranche werden Spezialisten benötigt, die sowohl Fitness- und Gesundheitsexperten als auch Informatiker sind. Aus diesem Grund bietet die Deutsche Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement (DHfPG) erstmalig zum Wintersemester 2020 den interdisziplinären, technikorientierten dualen Studiengang B. Sc. Sport-/Gesundheitsinformatik an. Eine Anmeldung ist ab sofort möglich. dhfpg.de/bsgi Foto: DHfPG/BSA
NEU: Praxisworkshop Neurotraining Zunehmend mehr Leistungs- und Freizeitsportler setzen auf neurowissenschaftliche Erkenntnisse im Training: Eine optimale körperliche Trainingsleistung ist demnach nur möglich, wenn das Gehirn hochwertige Informationen von Augen, Gleichgewichtssystem und Körper erhält. Im Neurotraining (v. griech. „Neuron“ = Nerv) wird fundiertes theoretisches Wissen zur Arbeitsweise von Gehirn und Nervensystem genutzt. Es werden qualifizierte Fachkräfte benötigt, die über diese komplexen theoretischen und auch über praktische Kenntnisse zur korrekten Durchführung des Neurotrainings verfügen. Mit dem Wissen aus dem neuen eintägigen „Praxisworkshop Neurotraining“ der BSA-Akademie können Trainer ihren Kunden ein effizientes Neurotraining anbieten. bsa-akademie.de/neurotraining Foto: DHfPG/BSA
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ZERTIFIZIERUNG
Erfahrungsbericht des bestform fitness studio Albstadt und des Fitness Rottweil
Zertifizierung während der Corona-Krise Text: Ronja Reuber
Michael Maute führt zusammen mit seinem Geschäftspartner Thomas Böhler zwei Premiumfitnessstudios in Baden-Württemberg. Als sie die Studios plötzlich auf unbestimmte Zeit schließen mussten, waren sie zunächst geschockt. Warum sie dann aber gerade die Zeit der Corona-Krise für die Zertifizierung nach der DIN EN 17229 genutzt haben, hat uns Michael Maute verraten.
M
ichael Maute betreibt mit seinem Geschäftspartner Thomas Böhler zwei Premiumfitnessstudios: das bestform fitness studio Albstadt und das Fitness Rottweil. Daneben ist er noch Experte für Betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM)/Betriebliche Gesundheitsförderung (BGF) sowie Firmenfitness und steht als Speaker bei Speakers Excellence (Top 100 Excellente Unternehmer) unter Vertrag. „Als absehbar war, dass die Fitnessstudios schließen müssen, habe ich direkt reagiert und die BSA-Zert angeschrieben. Es war eine gute Zeit, um dieses Thema anzugehen.“
Mit der Zertifizierung ein positives Zeichen setzen
Foto: Frank Luger
Das bestform fitness bietet auf einer Fläche von rund 2.600 m² neben einer sehr großen Trainingsvielfalt einen schönen Wellnessund Kursbereich. Auch das Fitness Rottweil überzeugt mit einem Fünf-Sterne-Ambiente auf über 2.500 m² Gesamtfläche – von der Ausstattung über die Qualifikation der Mitarbeiter bis hin zu den Sicherheits- und Hygienemaßnahmen sind beide Studios nahezu identisch. Michael Maute und Thomas Böhler haben die Zeit der angeordneten Schließung dazu genutzt, die Studios nach der Europäischen Norm DIN EN 17229 zertifizieren zu lassen. „Mir ist es seit vielen Jahren wichtig, unsere Qualität sichtbar zu machen. Das ist ein Alleinstellungsmerkmal in unserer Region.“
Michael Maute liebäugelte bereits seit längerer Zeit mit der Zertifizierung. „Daher hatte ich auch schon oft Kontakt mit dem Team der BSA-Zert. Wir hatten auch schon sehr viele Aspekte umgesetzt, beispielsweise Maßnahmen in Bezug auf die Arbeitssicherheit. Daher habe ich mich gefreut, die Zertifizierung endlich anzugehen.“
„Die Zusammenarbeit hat super funktioniert!“ Laut dem Studiobetreiber sind die Zertifizierungskriterien mit etwas Einsatz erfüllbar: „Man muss sich zwar kurz in den Anforderungskatalog einlesen, aber wenn man vorher schon auf Qualität geachtet hat, ist das überhaupt kein Thema. Die Zusammenarbeit und Kommunikation mit der BSA-Zert haben super funktioniert!“ Nachdem Michael Maute alles eingereicht hatte, gab es noch die ein oder andere Rückfrage. Im normalen Alltagsgeschäft hätte er für die Umsetzung vermutlich länger benötigt, aber auch dann sei es innerhalb von ein bis zwei Tagen machbar gewesen. „Die Hauptarbeit bestand eigentlich darin, die ganzen Unterlagen zusammenzutragen. Das war mit ein bisschen Zeitaufwand verbunden.“
Standards nach außen kommunizieren Auf die Frage, inwiefern die Fitnessbranche von einheitlichen Normen wie der DIN EN 17229 und der DIN 33961 (Teil 2–5) profitiert, antwortet Michael Maute: „Es wird klar geregelt, was ein Qualitätsstudio überhaupt ausmacht. Die Zertifizierung dient daher nicht nur der Außenwirkung, sondern vor allem als Sicherheit für die Unternehmer, Mitarbeiter und Kunden in Bezug auf Standards und Risikoabsicherung.“ Die Europäische Norm löste im Oktober 2019 den Teil 1 der DIN 33961, in der die Mindestanforderungen an Fitnessstudios geregelt sind, ab. Die Teile 2 bis 5 der DIN-Norm sind erhalten geblieben und können nach wie vor von der BSA-Zert zertifiziert werden. Somit ist zukünftig eine Kombination der Zertifizierung aus DIN EN und DIN-Norm möglich. Für die Zertifizierung nach der DIN EN 17229 sind 29,90 EUR netto/Monat zu leisten. Eine zusätzliche Gebühr von 10 EUR monatlich fällt für jeden weiteren Teil der DINNorm, der zertifiziert werden soll, an (exkl. Umsatzsteuer).
Zertifizierung bereits weiterempfohlen Michael Maute hat die Zertifizierung bereits einem Freund aus Reutlingen empfohlen. Auch sein Geschäftspartner Thomas Böhler hat kurz darauf mit der Zertifizierung des BESTFORM Fitness Studio Konstanz begonnen und diese mittlerweile abgeschlossen. Zum ganzen Erfahrungsbericht: bsa-zert.de/mmaute Michael Maute (l.) und Thomas Böhler (r.) betreiben zusammen das bestform fitness studio Albstadt und das Fitness Rottweil
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BSA-Zert Zertifizierungsstelle der BSA-Akademie
Wir begleiten Sie auf Ihrem Weg zur erfolgreichen Studiozertifizierung: Das „ZertFit“-Zertifikat bestätigt Fitnessstudios oder EMS-Anbietern unabhängig und neutral sowohl die Einhaltung der DIN EN 17229 als auch der DIN 33961.
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bsa-zert.de/fmi
NEUES AUS DER WISSENSCHAFT
Übersicht zum aktuellen Forschungsstand
Effektivität von Ganzkörper-EMS-Training Ganzkörper-EMS-Training hat sich in der Fitnessbranche längst in Form von spezialisierten Mikrostudios oder als Zusatzangebot in konventionellen Fitness- und Gesundheitsanlagen etabliert. Die Praxis ist dabei der Wissenschaft häufig voraus, weshalb sich in dieser Abschlussarbeit der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement (DHfPG) den wissenschaftlich belegten Effekten gewidmet wurde. Text: Michèle Dellsperger
Hintergrund In der Fitness- und Gesundheitsbranche gibt es heute eine Vielzahl verschiedener Anbieter für EMS-Training: spezialisierte Mikrostudios, Personal Trainer und konventionelle Fitnessstudios, die diese Trainingstechnologie ausschließlich anbieten oder als Zusatz zum konventionellen Krafttraining (z. B. als Shop-in-Shop-Konzept) in ihre Serviceleistung integriert haben. Primär kommt hier die sogenannte Ganzkörper-Elektromyostimulation (engl.: wholebody electromyostimulation; kurz: WB-EMS) zum Einsatz, die sich von einer lokalen EMS-Anwendung unterscheidet. Die Anbieter von WB-EMS im Fitnessbereich bestätigen die Effektivität und Vorteile dieser Trainingsform zwar aus praktischen Erfahrungen, jedoch können diese nur teilweise durch empirische Befunde nachgewiesen werden. Die Forschung im Bereich WB-EMS befindet sich noch immer im Anfangsstadium, weshalb ihr die Trainingspraxis in vielen Punkten häufig voraus ist oder die wissenschaftlichen Ergebnisse zumindest nicht flächendeckend bekannt sind. 122
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Daher ergab sich als Ziel dieser Abschlussarbeit, durch eine themenspezifische Studienrecherche und -analyse einen Überblick über die für die Fitnessbranche relevanten Effekte von WB-EMS zu schaffen. Außerdem sollte auf Basis der identifizierten Studien geprüft werden, ob eine Aktualisierung der existierenden Handlungsempfehlungen für die Anwendungspraxis des WB-EMS notwendig ist.
Methodik Zur Identifikation der relevanten Studien fand eine Recherche mit spezifischen Suchbefehlen in den einschlägigen elektronischen Datenbanken statt. Es wurden sämtliche in englischer und deutscher Sprache veröffentlichte klinische Humanstudien analysiert, die sich inhaltlich speziell auf WB-EMS bezogen und den vorher definierten Ein- und Ausschlusskriterien entsprachen. Für die Analyse wurde nur Primärliteratur berücksichtigt, wodurch beispielsweise Reviews, Metaanalysen, Fallberichte oder Konferenzabstracts nicht miteinbezogen wurden. Ebenfalls keine Berücksichtigung fanden Studien, die mit TENS-ähnlichen Geräten
Kraft- und Leistungsparameter Muskelmasse Körperfettanteil Zeiteffizienz des Trainings Abb. 1: Übersicht der Effekte von Ganzkörper-EMS-Training
Grafik: Nadya_C – stock.adobe.com
(engl.: transcutaneous electrical nerve stimulation; dt.: elektromedizinische, meist lokal angewendete Reizstromtherapie) durchgeführt wurden oder deren Untersuchungsschwerpunkt auf WBEMS im Kontext der Therapie lag. Vor dem Hintergrund einer hohen Innovationsdynamik in Forschung und Lehre fanden für die Beantwortung der Fragestellung explizit nur neuere Studien, das heißt wissenschaftliche Publikationen der letzten zehn Jahre, genauere Betrachtung. Letztendlich wurden zur Beantwortung der Forschungsfrage 44 Studien ausgewertet, die sich speziell auf die Wirkungen von WBEMS als Trainingsform beziehen.
Ergebnisse Die Auswertung der gewählten Studien belegte die Effizienz von WB-EMS als zeitsparende, individuell anpassbare und gelenkschonende Trainingstechnologie mit (signifikant) positiven Effekten hinsichtlich der Verbesserung diverser Kraft- und Leistungsparameter sowie der Parameter der Körperzusammensetzung für verschiedene Altersklassen ab 18 Jahren. Hinzu kommen gesundheitsprotektive Auswirkungen auf Blutparameter sowie neuronale und hormonelle Anpassungen (vgl. Abb. 1). Hinsichtlich der Handlungsempfehlungen für EMS-Trainer ist gegenwärtig keine Aktualisierung nötig. Die Richtlinien zur sicheren Anwendung von WB-EMS als Trainingstechnologie wurden von Kemmler et al. (2016) ausgearbeitet und sind in Anbetracht der vorliegenden wissenschaftlichen Erkenntnisse weiterhin aktuell sowie in ihrem Umfang ausreichend formuliert.
Nach derzeitiger Studienlage kann WB-EMS für die Verbesserung der Kraftleistung und Körperkomposition eine zeitökonomische Alternative zum konventionellen Krafttraining sein. Neben der alleinigen Ausführung eignet sich WB-EMS jedoch auch als sinnvolle Ergänzung zum Fitnesstraining. Die kombinierte Anwendung von WB-EMS und konventionellem Krafttraining brachte in nahezu allen untersuchten Bereichen größere Anpassungseffekte mit sich als die alleinige Durchführung der jeweiligen Trainingsformen. Da die Kombination von WBEMS und Krafttraining hinsichtlich umfangreicher Trainingsziele nachweislich effektiv ist, stellt diese zeiteffiziente Trainingsform eine sinnvolle und vielseitig einsetzbare Ergänzung für Fitness- und Gesundheitseinrichtungen dar, die bisher noch kein WB-EMS anbieten. Aufgrund der Besonderheiten und potenziellen Auswirkungen auf den menschlichen Organismus bei der praktischen Anwendung von Elektromyostimulation sowie zur Einhaltung der in diesem Kontext geltenden Gesetzesgrundlage, sollte hier unbedingt auf adäquat ausgebildete EMS-Trainer geachtet werden. Damit kann gewährleistet werden, dass die wissenschaftlich belegte Effektivität dieser Trainingsform auch sicher in der Praxis erreicht werden kann.
MICHÈLE DELLSPERGER Alter: 38 Duales Studium: Bodystreet Ottobrunn Abschluss: B. A. Fitnessökonomie (DHfPG) Aktuelle Tätigkeit: Social-Media-Manager und IT-Consultant (User Adoption, Ausbildungs-Workshops)
Foto: Gérardine Dellsperger
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SCIENCE NEWS
Studiobetreiber stehen nach der Wiedereröffnung vor zahlreichen Herausforderungen: Es gilt, den Restart zu organisieren und das Vertrauen der Kunden in ein effektives und vor allem sicheres Training zurückzugewinnen. Die vorgestellten Studien geben einen aktuellen Überblick, was Mitglieder erwarten und zeigen, welche Rolle dabei digitale Angebote spielen können. Des Weiteren liefern sie nützliche Ansatzpunkte und positive Argumente für ein regelmäßiges gesundheitsorientiertes Training im Studio. Restart aus Kundensicht
Servicequalität und Kundenbindungsmanagement
HIIT verbessert die Gesundheit
What Members Say Matters
Analyzing Consumer Loyalty through Service Experience and Service Convenience
Can high-intensity interval training improve physical and mental health outcomes? A meta-review of 33 systematic reviews across the lifespan
Untersuchungsschwerpunkte Das Marktforschungsinstitut ClubIntel hat während des Lockdowns Mitglieder zu ihrem Aktivitätsniveau, dem geplanten Wiedereinstieg ins Training sowie zu ihren gestiegenen Erwartungen an die Betreiber befragt.
Untersuchungsschwerpunkte Die Studie untersuchte den Zusammenhang zwischen der wahrgenommenen Servicequalität, der Kundenzufriedenheit sowie der Nutzung von klassischen und virtuellen Fitnesskursen im Rahmen der Kundenbindung.
Untersuchungsschwerpunkte Ziel dieser groß angelegten Literaturanalyse war es, die Effektivität und Sicherheit von High-Intensity Interval Training (HIIT) auf einer übergeordneten Ebene zu betrachten, um daraus allgemeingültige Aussagen zu dieser Trainingsmethode abzuleiten.
Methode Online-Befragung von 2.000 US-Fitnesssportlern
Methode Befragung von 1.943 spanischen Fitnessstudiomitgliedern
Methode Zusammenfassende Analyse von 33 systematischen Übersichtsarbeiten (darunter 25 Metaanalysen)
Zentrale Ergebnisse Wichtige Schlüsselfaktoren für den Wiedereinstieg sind: Hygienestandards, Abstandsregeln und klare Guidelines. Zusätzlich erwarten die Kunden eine transparente Kommunikation, digitale Zusatzangebote und vertragliches Entgegenkommen.
Zentrale Ergebnisse Die Qualität des wahrgenommenen Serviceerlebnisses – sowohl beim Training vor Ort als auch bei den virtuellen Fitnesskursen – beeinflusst die Kundenzufriedenheit sowie die Kundenbindung der Teilnehmenden nachweislich positiv.
Zentrale Ergebnisse HIIT hat positive Auswirkungen auf die kardiorespiratorische Fitness, die Funktion des Herz-Kreislauf-Systems, die Körperzusammensetzung, die körperliche Leistungsfähigkeit sowie auf die mentale Gesundheit sowohl bei Gesunden als auch bei Personen mit gesundheitlichen Problemen. Darüber hinaus wurde kein Zusammenhang mit einer erhöhten Verletzungsanfälligkeit festgestellt.
Praxisrelevanz und Fazit Die Ergebnisse zeigen: Kundennähe, Verlässlichkeit und Sicherheit beim Training haben mehr denn je Priorität. Davon hängt bei Bestandskunden eine zeitnahe Rückkehr ins Studio ab. Gleichzeitig beeinflussen diese Faktoren auch die Neukundengewinnung – es braucht also eine klare Strategie, Überzeugungsarbeit und gute Argumente.
Praxisrelevanz und Fazit Neben der qualifizierten Betreuung vor Ort in den Studios werden digitale Fitnessangebote auch weit über die Corona-Krise hinaus eine wichtige Ergänzung darstellen. Betreiber können den Mitgliedern so ein ganzheitliches Kundenerlebnis bieten und diese langfristig an das eigene Unternehmen binden.
Praxisrelevanz und Fazit Auf Basis der vorliegenden Daten kann HIIT als sichere, zeiteffiziente und effektive Trainingsmethode für nahezu alle Zielgruppen deklariert werden, sofern auf eine adäquate Umsetzung geachtet wird.
ClubIntel (Hrsg.) (2020). What Members Say Matters. What Members Say is Needed if Health/Fitness Facilities Want them Back. Zugriff am 15. 06. 2020. Verfügbar unter: https:// www.club-intel.com/whitepapers-and-reports/
Baena-Arroyo, M. J., García-Fernández, J., Gálvez-Ruiz, P. & Grimaldi-Puyana, M. (2020). Analyzing Consumer Loyalty through Service Experience and Service Convenience: Differences between Instructor Fitness Classes and Virtual Fitness Classes. Sustainability 2020, 12 (3), 828 https://doi.org/10.3390/ su12030828
Martland, R., Mondelli, V., Gaughran, F. & Stubbs, B. (2020). Can high-intensity interval training improve physical and mental health outcomes? A meta-review of 33 systematic reviews across the lifespan. Journal of Sports Sciences, 38 (4), 430–469.
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PERSONENPORTRÄT
Ernährungsberaterin auf Erfolgskurs
Erst Studium, dann Selbstständigkeit Text: Ronja Reuber
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aria Pischeltsrieder, heute als Gesundheitsexpertin bekannt, hat durch das duale Bachelor-Studium Ernährungsberatung an der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement (DHfPG) ihren Traumberuf gefunden. Dabei war für sie nicht von Beginn an klar, dass sie sich selbstständig machen würde. Heute ist sie überglücklich, dass sie diesen Schritt gegangen ist und sie hat nebenbei sogar noch zwei Bücher veröffentlicht. Das Faible für gesundes Essen und frische Lebensmittel hat die Absolventin des Bachelor of Arts Ernährungsberatung wahrscheinlich von ihrer Mutter, die früher schon immer frisch gekocht hat, wie sie uns erzählt. Nach dem Abitur besuchte Maria Pischeltsrieder zuerst für ein halbes Jahr die Hauswirtschaftsschule. Auf die DHfPG wurde sie schließlich durch eine Stellenanzeige in der regionalen Zeitung aufmerksam.
Passenden Betrieb für das duale Studium gefunden „Ich habe die Stellenanzeige gesehen und mich online über die Hochschule informiert. Das Studiensystem fand ich sehr ansprechend, da es ein Fernstudium mit kompakten Präsenzphasen und einer betrieblichen Ausbildung kombiniert. Am B. A. Ernährungsberatung hat mich der Fachbereich Psychologie mit den Modulen ‚Psychologie des Gesundheitsverhaltens‘ und ‚Ernährungspsychologie‘ besonders interessiert.“ Daraufhin hat sie gleich begonnen, Bewerbungen zu schreiben und schließlich die betriebliche Ausbildung im Fitnessstudio Frauen Fitness Rosenhof absolviert. Dort gab es noch keinen Ernährungsbereich, diesen sollte die dual Studierende aufbauen.
Bereits als Studierende Eigeninitiative gezeigt Die angehende Ernährungsberaterin konnte die Inhalte aus dem Studium sofort in die Praxis umsetzen und hat so den Ernährungsbereich nicht nur auf-, sondern auch immer weiter ausgebaut. „Am Anfang habe ich in meinem Ausbildungsbetrieb kleine Ernährungsworkshops mit Präsentationen angeboten. Bei Nachfragen, die ich zu Beginn des Studiums noch nicht beantworten konnte, habe ich mich in der anschließenden Präsenzphase bei den Dozenten erkundigt. So konnte ich die Theorie immer direkt anwenden.“
Nach dem Studium selbstständig gemacht Nachdem sie ihr Studium beendet hatte, führte ein Zufall dazu, dass sie selbstständig wurde. „Ich habe zunächst einen Businessplan geschrieben, wobei mir die wirtschaftswissenschaftlichen Module deutlich zugutekamen. Eine Freundin ist Mediengestalterin und hat mir dabei geholfen, eine Internetseite zu erstellen. Nun bin ich bereits seit 2013 selbstständig.“ Am Anfang hat sie Gruppen- und Firmenberatungen angeboten. Nach den Sitzungen wurde sie dann oft von Teilnehmenden angesprochen und nach Einzelberatungen gefragt. Durch die Kombination aus sport- und ernährungswissenschaftlichem Fachwissen, das im Studium vermittelt wird, konnte sie von Beginn an eine ganzheitliche Betreuung anbieten. Seit vier Jahren sind ihre Beratungen sogar durch die Krankenkasse zugelassen. „Man muss nur den Mut haben zu starten, damit ist die erste Hürde bereits genommen.“
Weiterbildung – die Essenz des Erfolgs Sie hat an der BSA-Akademie – dem Schwesterunternehmen der DHfPG – weitere nebenberufliche Qualifikationen absolviert, unter anderem den Lehrgang „Berater/in für Stressmanagement“. „Da das Ernährungsverhalten signifikant durch Stress beeinflusst wird, wollte ich mich in diesem Gebiet weiterbilden, um meine Kunden noch besser beraten und ihnen praktische Tipps für den Alltag geben zu können.“
Auch als Buchautorin auf der Erfolgsspur In den Beratungen entstand dann auch der Wunsch der Kunden nach praxisorientiertem Wissen und einfachen Rezepten. Die Frage, warum sie nicht einfach ein Kochbuch schreiben würde, kam immer öfter auf. Daraufhin hat sie angefangen, Rezepte zu sammeln. Foto: Johannes Erhardt
In ihren Büchern „Gemüse³“ – der zweite Teil ist bereits geplant – und „Lust auf Frühstück!?“ sind neben einfachen Rezepten auch viele Tipps für die Praxis enthalten. Seit Kurzem bietet Maria Pischeltsrieder auch individualisierte Rezeptbücher für Firmen an.
Maria Pischeltsrieder (30) ist Absolventin des Bachelor-Studiengangs Ernährungsberatung an der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement (DHfPG)
„Auch wenn ein Master-Studium an der DHfPG aufgrund der hohen beruflichen Auslastung aktuell nicht möglich ist, würde ich es gern noch machen“, so Pischeltsrieder. Zur ganzen Erfolgsgeschichte: dhfpg.de/mpischeltsrieder
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Wie viele Mitglieder hat die deutsche Fitness- und Gesundheitsbranche?
44.873 6,1 Mio. Ähm, viele?
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BESONNUNG
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Weißbuch zu Sonnenlicht und Solarien
Natürliche und künstliche UV-Strahlung im Fokus Der Bundesfachverband Besonnung e. V. hat in Zusammenarbeit mit der European Sunlight Association (ESA) ein Weißbuch herausgebracht, das Ende Juni 2020 an sämtliche Mitglieder verteilt wurde. Mit vielen neuen Erkenntnissen aus der Forschung soll durch das Buch zu einer ausgewogenen Berichterstattung über die Wirkung von Sonnenlicht und Solarien auf den Menschen beigetragen werden.
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as „Weißbuch Sonnenlicht und Solarien. Natürliche und künstliche UV-Strahlung“ liefert einen Überblick über die neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse zu natürlichem und künstlichem Sonnenlicht (Solarien). Darüber hinaus werden mögliche Folgen auf die menschliche Gesundheit erläutert und einige Hinweise für den richtigen Umgang mit einer Sonnenbestrahlung gegeben.
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Ziel ist es, politischen Entscheidungsträgern und jedem, der mehr über die komplexen Auswirkungen natürlicher und künstlicher ultravioletter Strahlung (UV-Strahlung) auf die menschliche Gesundheit erfahren möchte, faktenbasiert und nach aktuellem Stand der Wissenschaft, Informationen zu bieten. Sowohl in der Wissenschaft als auch in den Medien kursieren eine Vielzahl von veral-
Deutsche Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement
University of Applied Sciences
BSA-Akademie
BS
School for Health Management
Zer der
Prävention, Fitness, Gesundheit
Hrsg.: ESA European Sunlight Association in Kooperation mit Bundesfachverband Besonnung e. V., Deutschland Photomed Solarien Verband, Schweiz WKO – Die Freizeit- und Sportbetriebe, Österreich Seitenzahl: 44
TOPQUALIFIKATIONEN
Bezug über die Geschäftsstelle (Adresse siehe unten) gegen Einsendung eines mit 1,55 EUR frankierten und adressierten Rückumschlags
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Fachberater/in für Beauty & Care Anwendungen
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Fachkraft Sun, Beauty & Care
teten Daten und Statistiken, die den heutigen Erkenntnissen nicht mehr entsprechen. Hier soll mithilfe des Buches Klarheit geschaffen werden.
Licht- und Schattenseiten der Sonne Dieses Weißbuch soll in der Öffentlichkeit zu einer ausgewogenen Darstellung von Fakten zu Sonnenlicht und zu der Auswirkung auf den Menschen beitragen. Dabei wollen die Autoren nicht nur über die negativen Auswirkungen informieren, sondern auch die oftmals ignorierten gesundheitlichen Vorteile beleuchten. Da Sonnenlicht die Synthese von Vitamin D in der Haut fördert, führt das Meiden des Sonnenlichts unter anderem dazu, dass viele Menschen einen zu niedrigen Vitamin-D-Spiegel aufweisen. Wie im Weißbuch ausführlich erläutert wird, hat dies schwerwiegende Folgen für das menschliche Wohlbefinden, einschließlich eines erhöhten Risikos für die Entwicklung mehrerer chronischer Krankheiten wie Bluthochdruck, Diabetes mellitus und Alzheimer. Durch den modernen Lebensstil verbringen viele von uns den größten Teil des Tages in Gebäuden. Gepaart mit unserem Freizeit- und Reiseverhalten kann das für unsere Haut problematisch werden. Wir lassen ihr selten die notwendige Zeit, die sie braucht, um sich langsam an wechselnde klimatische Umstände zu gewöhnen. Die Folge: Setzt man die Haut zu lange dem Sonnenlicht aus, reagiert sie mit Sonnenbrand, dem Hauptrisikofaktor für die Entstehung von Hautkrebs. Eine verantwortungsbewusste Sonnenexposition ohne Sonnenbrand hat allerdings positive Auswirkungen auf die Gesundheit.
Fachkraft UVSV Fortbildung UVSV
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Weißbuch Sonnenlicht und Solarien. Natürliche und künstliche UV-Strahlung
Rundum informiert In der Veröffentlichung wird ein Bogen vom grundsätzlichen Aufbau der Haut über die Wirkung des Sonnenlichts auf den menschlichen Körper mit positiven und negativen Aspekten bis hin zur wissenschaftlichen Evidenz in Bezug auf verschiedenste Krankheitsbilder geschlagen. Grundsätzliches Wissen über UV-Strahlung, Solarien und Bräunung vervollständigen den Inhalt. Damit bietet das „Weißbuch Sonnenlicht und Solarien. Natürliche und künstliche UV-Strahlung“ kompakt auf 44 Seiten und übersichtlich aufgebaut fundiertes Wissen zu einem topaktuellen Thema.
Bundesfachverband Besonnung e. V. (BfB) Talblick 24 77960 Seelbach Telefon: 07823 - 96 29 14 Telefax: 07823 - 96 29 15 www.bundesfachverband-besonnung.de
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RECHT
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Rechtliche Fragen zur Kurzarbeit
Kurzarbeitergeld auch nach der Wiedereröffnung? Text: Iris Borrmann
In der Zeit des kompletten Corona-Shutdowns haben viele Studios Kurzarbeit für ihre Mitarbeiter angemeldet. Durch eine Reduzierung der Arbeitszeit – im Extremfall bis auf „Kurzarbeit null“ – wurden so während der kompletten Schließung der Studios viele sonst unausweichliche Kündigungen vermieden. Die Mitarbeiter verblieben in ihren Arbeitsverhältnissen und waren damit weiter sozialversichert.
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ie durch die Kurzarbeit reduzierte Arbeitszeit wurde zu 60 Prozent (bzw. 67 Prozent für Mitarbeiter mit Unterhaltsverpflichtungen) durch die Arbeitsagentur in Form von Kurzarbeitergeld (Kug) ersetzt. Nach dem Sozialschutzpaket II wurden am 15. Mai 2020 sogar Erhöhungen des Kurzarbeitergeldes beschlossen.
Arbeit (BA) vom 5. Juni 2020 hat die zunehmende Lockerung zunächst keine Auswirkung auf die Entscheidung über die Anerkennung der Kurzarbeit. Die Ursache für den Arbeitsausfall (behördliche Maßnahme, die die Betriebstätigkeit ganz oder teilweise einschränkt) bleibt schließlich bestehen.
Nachdem die gesetzlichen Verbote der Öffnung von Fitnessstudios in allen Bundesländern wieder aufgehoben wurden, gab es einige Studios, die aus wirtschaftlichen Gründen nicht sofort öffnen konnten oder wollten. Aufgrund der Auflagen und der damit verbundenen Angebots- und Kapazitätseinschränkungen wurden auch in den Studios, die wieder geöffnet wurden, noch nicht alle Mitarbeiter wieder voll beschäftigt.
Die Möglichkeit, den Umfang der Kurzarbeit zu reduzieren und die Mitarbeiter wieder an den Arbeitsplatz zurückzuholen, ist dem Inhaber nur zumutbar, wenn diese Maßnahmen für seinen Betrieb zumutbar sind. Diese Zumutbarkeit ist immer vor allem unter wirtschaftlichen Aspekten zu beurteilen. Die für eine Wiederaufnahme der Tätigkeit geforderten Maßnahmen können im Hinblick auf ihre initialen Kosten oder einen wegen der verringerten Kapazitäten überwiegend defizitär laufenden Betrieb wirtschaftlich unzumutbar sein.
Unter welchen Bedingungen wird Kurzarbeitergeld gezahlt, wenn der Betrieb rechtlich wieder öffnen darf, es aber aus betriebswirtschaftlichen Gründen nicht tut und nicht die volle Mitarbeiterkapazität benötigt? Dreh- und Angelpunkt für die Beurteilung eines Anspruches auf Kurzarbeit ist der Begriff der „wirtschaftlichen Unzumutbarkeit“. Diese muss normalerweise in jedem Einzelfall ermittelt werden. Nach einer generalisierenden Auslegung der Bundesagentur für 130
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Sofern Betriebe trotz Lockerungen in unverändertem Umfang Kurzarbeitergeld abrechnen, stehen die Lockerungen dem Anspruch auf Kurzarbeitergeld nicht entgegen. In der aktuellen Situation ist es – nach Auffassung der BA – sachgerecht, davon auszugehen, dass die Maßnahmen zur teilweisen Wiederaufnahme der betrieblichen Tätigkeit dem Betrieb nicht in jedem Fall zumutbar sind.
Die Bundesagentur geht davon aus, dass ein Betrieb grundsätzlich ein Interesse an der Wiederaufnahme einer wirtschaftlich sinnvollen Betriebstätigkeit hat. Obwohl auch eine Pauschale für die Sozialversicherungsbeiträge auf die Arbeitsentgelte gezahlt wird, rechnet die BA bei jedem Unternehmen mit weiteren Fixkosten (z. B. Pacht, Versicherungen, Lizenzen, Leasingverträge). Da der Betrieb im Leistungsantrag bestätigt, dass die Voraussetzungen für die Gewährung von Kurzarbeitergeld weiterhin vorliegen, reicht dies als Voraussetzung aus. Was bewirkt das neue Corona-Steuerhilfegesetz? Überwiegend beitragsfrei in der Sozialversicherung waren Aufstockungsleistungen des Arbeitgebers auf das Kurzarbeitergeld schon vor der Corona-Krise. Jetzt sind sie in der Regel auch lohnsteuerfrei: Nach dem am 6. Juni 2020 im Bundesgesetzblatt verkündeten Corona-Steuerhilfegesetz wurde auch § 3 Nr. 28a EStG neu geschaffen. Danach sind jetzt Zuschüsse des Arbeitgebers zum Kurzarbeitergeld für die Lohnmonate zwischen März und Dezember 2020 steuerfrei, soweit sie zusammen mit dem Kug nicht die Achtzig-Prozent-Grenze des Unterschiedsbetrages zwischen dem Soll-Entgelt und dem Ist-Entgelt überschreiten. Gibt es Regeln dafür, welche Mitarbeiter in Kurzarbeit belassen werden und welche wieder in Voll- oder Teilzeit beschäftigt werden müssen? Grundsätzlich konnten alle Arbeitgeber ihre ursprüngliche Anzeige der Kurzarbeit für den gesamten Betrieb später auf Teilbereiche umdeuten lassen. Fast alle Studios, die die Auflagen erfüllen mussten, hatten ihre Türen zunächst vorsichtig und unter strengen Sicherheitsvorkehrungen wieder geöffnet. Da viele Mitglieder noch großen Respekt vor dem Aufenthalt in geschlossenen Räumen hatten und aufgrund der Abstandsregelungen das Studio ohnehin weniger frequentiert wurde, war auch weniger Betreuung nachgefragt. Bedingt dadurch fährt der Studiobetrieb erst langsam wieder hoch, sodass die von den Mitarbeitern üblicherweise geleisteten Arbeitsstunden reduziert werden mussten. Der Inhaber steht also häufig vor dem Problem, welche Mitarbeiter er in Voll- oder Teilzeit beschäftigt, also zumindest zum Teil aus der Kurzarbeit zurückholen soll und für welche er vorübergehend weiter „Kurzarbeit null“ anordnet.
beschäftigt sind, weil sie Kunden betreuen und Einführungstrainings durchführen, darf er von der Kurzarbeit ausnehmen. Ähnliches gilt für Mitarbeiter mit Spezialkenntnissen, wie z. B. Rehatrainer. Sie dürfen regelmäßig weiter beschäftigt werden, wenn ihr Tätigkeitsbereich gar nicht eingeschränkt ist – auch wenn alle anderen Mitarbeiter des Studios in Kurzarbeit gehen. Der Inhaber darf immer variabel auf das unterschiedliche Arbeitsvolumen der einzelnen Bereiche reagieren und eine Abteilung beispielsweise zu 50 Prozent beschäftigen, die andere aber nur zu 30 Prozent – sofern das mit dem tatsächlich variierenden Arbeitsvolumen übereinstimmt. Insgesamt kommt es nicht darauf an, ob die Mitarbeiter vollzeit- oder teilzeitbeschäftigt sind, sondern nur auf die Aufgaben, die sie im Studio abdecken. Ausgenommen sind 450-Euro-Kräfte, für die man keine Kurzarbeit anmelden kann.
Vorsicht bei Kündigungen und Aufhebungsverträgen während der Kurzarbeit Wird einem Mitarbeiter eine Kündigung während der Kurzarbeit ausgesprochen, so entfällt der Anspruch auf Kurzarbeitergeld. Kurzarbeit ist nach dem Ausspruch einer Kündigung rechtlich nicht erlaubt, sodass die Arbeitsagentur keine Zahlung mehr leistet. Die entlassenen Mitarbeiter erhalten somit für die Dauer der Kündigungsfrist ihr volles Gehalt – dies gilt ebenso für den Abschluss eines Aufhebungsvertrages. Kündigt der Arbeitnehmer während der Kurzarbeit, verliert er damit ebenfalls seinen Anspruch auf Kurzarbeitergeld. Ob der Arbeitnehmer dann während der Kündigungsfrist wieder die volle Vergütung vom Arbeitgeber beanspruchen kann, ist streitig und ungeklärt. Entweder muss der Inhaber – anstelle der Bundesagentur – das gekürzte Gehalt in Höhe des Kurzarbeitergeldes auszahlen (60 bzw. 67 Prozent) oder er muss die hundertprozentige Gehaltszahlung leisten.
Was bedeutet das Gleichbehandlungsgesetz genau? Zu seinem wesentlichen Inhalt gehört die Verpflichtung des Arbeitgebers zur prinzipiellen Gleichbehandlung der beschäftigten Arbeitnehmer. Dies gilt grundsätzlich auch für die Kurzarbeit: Mitarbeiter dürfen nicht willkürlich ohne nachvollziehbare Begründung in Kurzarbeit geschickt werden, während andere Mitarbeiter nach Gutdünken weiterarbeiten dürfen. Das verbietet der arbeitsrechtliche Gleichbehandlungsgrundsatz. Welchen rechtlichen Spielraum hat der Studiobetreiber? Ein Arbeitgeber darf eine sachlich begründete Unterscheidung treffen und darauf basierend Kurzarbeit anordnen oder wieder aufheben. Beispielsweise kann er die Mitarbeiter, die im Kursbereich tätig sind, in Kurzarbeit schicken, solange deren Kurse nicht stattfinden dürfen. Trainer auf der Fläche, die zum selben Zeitpunkt gut
Foto: Klaudia Lech
Bei der Auswahl der Mitarbeiter fürchten einige Studiobetreiber, dass sie gegen den arbeitsrechtlichen Gleichbehandlungsgrundsatz verstoßen könnten. Dieser ist teilweise gesetzlich geregelt und als gewohnheitsrechtlicher Grundsatz allgemein anerkannt. Inhaltlich wird er durch den allgemeinen Gleichheitssatz des Art. 3 Abs. 1 Grundgesetz bestimmt.
Iris Borrmann, DSSV-Syndikusanwältin
Fragen? Zu allen rechtlichen Fragen rund um den Studioalltag bietet die Rechtsabteilung des DSSV im Rahmen einer bestehenden Mitgliedschaft die Möglichkeit, eine kostenlose rechtliche Erstberatung mit Einschätzung der Rechtslage zu erhalten, beispielsweise nach Erhalt einer Attestkündigung, zur Überprüfung von Vertragsklauseln oder zu arbeitsrechtlichen Themen. Tel.: 040-766 24 00, E-Mail: jurist@dssv.de
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Dr. Marc Weitl: »Immunbooster Muskulatur – der Geheimcode ist entschlüsselt« Autor: Dr. Marc Weitl Seitenzahl: 235 ISBN: 978-3-00-065785-6 Preis: 14,90 EUR Sprache: deutsch
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»Immunbooster Muskulatur – der Geheimcode ist entschlüsselt« Das zweite Buch von Dr. Marc Weitl, CEO der cardioscan GmbH, kommt nun in den Handel.
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Nach „Topmanager sind Selbstmanager“ und den ausführlichen Tipps zur Mindful Leadership geht es im neuen Ratgeber des Autors um die große Bedeutung der Muskulatur für die Immunabwehr des Körpers.
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In „Immunbooster Muskulatur – der Geheimcode ist entschlüsselt“ zeigt Dr. Marc Weitl auf, dass Sport weit mehr positive Auswirkungen auf unseren Körper hat als nur die allgemein bekannten gesundheitsfördernden Effekte.
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Durch richtiges Training produziert unsere Muskulatur vermehrt Myokine. Diese Botenstoffe, die wie ein Schlüssel zu unserer „inneren Apotheke“ funktionieren, aktivieren besonders viele hochwirksame „Infektwaffen“ des Immunsystems. In einem Gastkapitel erläutert Prof. Dr. Bente Klarlund Pedersen die Wirkungsweise der Myokine. Die renommierte dänische Forscherin leitet am Kopenhagener Rigshospitalet das Zentrum für Inflammation und Metabolismus. Sie hat den Begriff der Myokine geprägt. Ihrer Arbeitsgruppe sind daher sämtliche Erkenntnisse um das Thema Myokine zu verdanken.
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KOLUMNE
Wie gewinne ich gegen meine Mitbewerber?
Die Kolumne von Antonio e Silva in der ersten Ausgabe der fMi 1995
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Vor 25 Jahren habe ich dieses Thema schon einmal für die fitness MANAGEMENT international behandelt. Heute schreibe ich erneut über den gleichen Inhalt, jedoch aus dem Blickwinkel der Marketingstrategie 2020. Der Konkurrenzkampf der Fitnessstudios ist hart und wird ohne Zweifel noch härter werden. Daher rückt die Wichtigkeit beziehungsweise die Notwendigkeit, einen noch größeren Wettbewerbsvorsprung zu gewinnen, in den Fokus. Differenzpunkte (Points of Difference, kurz PODs)
Emotionale und individuelle Botschaften
Um aufzufallen, müssen Sie sich deutlich von Ihrer Konkurrenz unterscheiden. Wenn Sie Ihr Fitnessstudio positionieren möchten, benötigen Sie einige hervorstechende Differenzpunkte (PODs). So kann ein Konzept gelingen, mit dem sich Ihr Studio in seiner Einzigartigkeit von vielen Standardstudios abhebt. Notieren Sie dazu die drei wichtigsten Differenzpunkte, mit denen Sie sich von den konkurrierenden Studios unterscheiden wollen.
Emotionale Botschaften zielen direkt ins Herz des potenziellen Kunden und sind eins der Erfolgsgeheimnisse für all Ihre NeukundenWerbekampagnen. Kunden reagieren erfahrungsgemäß positiv auf: • emotionale Botschaften, wobei Werte und Ansichten deutlich herausgestellt werden. Ein werbewirksamer Titel für ein Abnehmprogramm könnte lauten: „Wir lassen dich nicht allein, Abnehmen mit persönlicher Betreuung“. • individuelle Lösungen, denn die Individualisierung der Ansprüche und Wünsche ist enorm wichtig. Interessierte Kunden legen (bildlich gesprochen) Wert auf einen „passenden Anzug“ und sind bereit, dafür auch zu zahlen. Individualisierung ist schon längst wirtschaftliche Realität, Qualität geht über Quantität (z. B. ein Abo inklusive zehn Stunden Personal Training)
Stellen Sie sich dann die Frage: Was macht die Konkurrenz besser als wir? Beantworten Sie diese ebenfalls mit drei PODs.
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Um ein Beispiel aus meinem Fitnessstudio anzuführen: Die Differenzpunkte lassen sich unter drei Aspekten subsummieren: 1. Abo mit 14 Tage Geld-zurück-Garantie 2. Partnerschaft mit lokalen Unternehmen (Außendienst zur Gesundheitsförderung der Mitarbeiter) 3. Gesundheitsorientiertes Sportstudio mit ärztlicher Beratung Antonio e Silva Sales Director/Vertriebsleiter for me do
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Aus einer gezielt eingesetzten Analyse wird eine steigende Kundenmaximierung resultieren.
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Benchmarking – der richtige Abo-Preis Wie lässt sich der optimale Abo-Preis ermitteln? Analysieren Sie den Preis Ihres Konkurrenzstudios. Wenn dieses Unternehmen einen monatlichen Abo-Preis von 49 EUR verlangt, sollten Sie kalkulieren, ob Sie einen Monatsbeitrag in Höhe von 59 oder 39 EUR verlangen. Den Preis der Konkurrenz zu kopieren, macht Sie sofort vergleichbar. In der Regel wird ein höherer Preis mit besserer Qualität assoziiert, während ein niedrigerer Preis mit geringerer Qualität verbunden wird. Behalten Sie immer Ihr Ziel vor Augen: „Ich will Gewinn erwirtschaften!“
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