Skip to main content

fitness MANAGEMENT international 04/19 (Vollversion)

Page 1

4/2019

Aug./Sep.

EUR 9,-

Nr. 144

sfr 14,-

C 31071

fitness MANAGEMENT international 4/2019 Nr. 144 Offizielles Organ DSSV e. V. und BfB e. V. Deutschland | Österreich | Schweiz

ERFAHREN SIE MEHR AUF SEITE 70

Fitness Krafttraining für Frauen: Hohe Intensitäten im Vorteil

Gesundheit Mit BGM erfolgreich: Top-Performer im Interview

Management Social Media: Marketing auf Instagram

Markt Die Historie der Branche: Die 80er stellten Weichen

www.fitnessmanagement.de

DSSV 35 Jahre DSSV: Meilensteine des Erfolges


Foto: Klaudia Lech

Birgit Schwarze Chefredakteurin

Vom Must-have zur Erfolgsgeschichte Das Schwerpunktthema unserer aktuellen fMi-Ausgabe ist das Betriebliche Gesundheitsmanagement (kurz: BGM). Mittlerweile hat sich BGM zu einem Must-have entwickelt und es ist abzusehen, dass die Bedeutung von BGM weiter zunehmen wird. BGM ist für viele professionelle Fitness- und Gesundheitsanbieter bereits heute ein umsatzstarker und zukunftssicherer Geschäftsbereich. Um einen Einblick in die Praxis zu erhalten, haben wir verschiedene Best-Practice-Beispiele ausgewählt und hierfür mit drei Fitnessunternehmern gesprochen, die mit ihren BGM-Angeboten sehr erfolgreich sind (S. 18 ff.). Darüber hinaus beleuchten wir mit dem „Erfolgsfaktor Firmenfitness“ (S. 22 ff.), der Bedeutung einer gesunden „Work-Life-Balance“ (S. 26 ff.) und den Besonderheiten der jungen Arbeitnehmer aus der „Generation Y“ (S. 30 ff.) weitere Aspekte des BGM im Detail. BGM ist auch das Auftaktthema unserer neuen Artikelreihe „Science Lab“ (S. 116 ff.). In dieser Rubrik veröffentlichen wir aktuelle Studienergebnisse sowie ausgewählte Abschlussarbeiten von Studierenden der DHfPG. Wir beginnen in dieser Ausgabe mit den vielfältigen Möglichkeiten, die sich durch BGM-Angebote erschließen. Im Rahmen ihrer Abschlussarbeit kommt die Autorin Christina Johrden zu folgendem Schluss: In kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) werden BGM-Maßnahmen bisher in überschaubarem Rahmen durchgeführt – obwohl hohes Interesse an einer Kooperation mit Fitnessstudios besteht. Hier schlummert für die Branche also noch großes Potenzial. Wie das BGM hat sich auch die Social-Media-Plattform „Instagram“ innerhalb kürzester Zeit zu einem Must-have entwickelt. In wenigen Jahren wurde aus einer Bilder-App ein weltweit genutztes, digitales Medium, das vor allem bei jungen Leuten sehr beliebt ist. Ein studioeigener Instagram-Account bietet großes Potenzial, Fans und neue Mitglieder zu gewinnen. Wie Sie dieses Potenzial mit überschaubarem Aufwand erfolgreich nutzen können, lesen Sie ab S. 46 ff. Die Erfolgsgeschichte des DSSV e. V. dauert inzwischen schon 35 Jahre (S. 42 ff) an. Seit seiner Gründung 1984 hat sich der DSSV zu Europas größtem Arbeitgeberverband für Fitness- und Gesundheits-Anlagen entwickelt. In unserer Artikelreihe Historie der Fitnessbranche – Teil 4 (S. 36 ff.) würdigen wir die Aktivitäten und den Einsatz der Menschen beim DSSV in den vergangenen 35 Jahren sowie die Professionalisierung seit den 80ern. Apropos würdigen: Pünktlich zur Badesaison widmen wir uns in der Artikelreihe „Fitness mal anders“ dem Einsatz der Menschen bei der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft e. V. (DLRG). Wir haben nachgefragt, wie die Wasserretter Fitness und Athletik in ihr Training integrieren (S. 106 ff.). Im Sommer immer ein Thema ist natürlich die Körperformung. Der Artikel „Krafttraining für Frauen“ macht deutlich, dass Frauen mit einem intensitätsorientierten Krafttraining hier die größten Effekte erreichen können. Wie Sie diese wissenschaftlichen Erkenntnisse in die Trainingspläne Ihrer Kundinnen integrieren können, erfahren Sie ab Seite 112 ff. Viel Spaß beim Lesen!


INHALT 04/19 Foto: Yakobchuk Olena - adobe.stock.com

DSSV 42 54 64 66 68 69 130

Tilmann Süß

Jubiläum: 35 Jahre DSSV Kommentar: Der mensch macht den Unterschied DSSV-Forum Zukunft – Innovation trifft Erfahrung DSSV-Workshop Online-Marketing – ein voller Erfolg! Neue Fördermitglieder Neue Mitglieder Recht – nach EuGH-Urteil: Will Europa die Stechuhr zurück?

Klaudia Bilic

FITNESS 82 94 98 106 110 111 112

five auf Fuerteventura eine Woche lang hautnah erleben PT-Lounge für EMS-Training im CATO in Wolfenbüttel Galileo®-Training in Kombination mit EMS-Training Fitness mal anders: Die DLRG LES MILLS: HIIT ist DER Fitnesstrend! LES MILLS: Gruppenfitnessmanagement für neuen Erfolgskurs Krafttraining für Frauen

Michael Maute

18

Best Practice im Betrieblichen Gesundheitsmanagement

Erfolgreich mit BGM Work-Life-Balance – das Fundament für Leistung Wertewandel: Die Generation Y auf dem Arbeitsmarkt Interview: „Medical Fitness ist die Zukunft” KWS: Deutschland vergreist – na und? Creapure®: Kreatin Monohydrat in höchster Qualität MetaCheck: Von der Kundin zur MetaCheck-Beraterin DHfPG-Science-Lab: Online-Umfrage zum BGM 12. Europäischer Fachkongress Solarien und Besonnung

EUR 9,-

sfr 14,-

C 31071

Offizielles Organ DSSV e. V. und BfB e. V. Deutschland | Österreich | Schweiz

36

Lesen Sie mehr ab Seite 34

Fitness Starke Unternehmerinnen

Gesundheit Zielgruppe Outdoorsportler

Management E-Mail-Marketing: das Potenzial des Klassikers

Markt FIBO – Top-Event 2019, neues Hallenkonzept 2020

DSSV Risiko Scheinselbstständigkeit

www.fitnessmanagement.de

Die Historie der Fitnessbranche (Teil 4) – In den 80ern beginnt die Professionalisierung

35

Fotos: DSSV e. V.

Erfolgsfaktor Firmenfitness Instagram Wachstumsstrategie – Praxistipps BOOST Award: milon sucht Mikrostudio-Gründer ACISO: Das „A und O der Fitnessbranche” Kolumne Stefan Haase: Ich und mein Gewinn MYGYM Obertrum – eine Erfolgsgeschichte GymPool: Der Kampf gegen das „Sommerloch” UGLY: LUCY – das neueste System zur Digitalisierung CyberConcept: Fitness ist keine Frage des Alters Studiozertifizierung: RELAX-FIT in Obertshausen Kolumne Antonio e Silva: Group-Fitness-Tipps für mehr Umsatz

Nr. 143

Nr. 14

22 46 70 74 76 78 84 86 88 122 134

Juni/Juli

/2019

MANAGEMENT

3/2019

fitness MANAGEMENT international

18 26 30 72 90 100 102 116 126

Fotos: Busek-Archiv, DSSV e. V., fitness MANAGEMENT

GESUNDHEIT

Jahre DSSV

MARKT

6

04/19

fitness MANAGEMENT international

42

Der Arbeitgeberverband deutscher Fitness- und Gesundheits-Anlagen feiert Jubiläum

46

Instagram: Praxistipps für mehr Follower

112

Mit hoher Intensität zur Körperstraffung

Foto: © Flamingo Images - Fotolia.com

Aktuelles aus der Fitness- und Gesundheitsbranche Studio des Monats: Das BELLA VITALIS in Edenkoben Die Historie der Fitnessbranche (Teil 4) „Touch & Tec” – NEXT LEVEL: Der Aufstiegskongress 2019 International: Angkor Inter Fitness in Kambodscha Erfolgreiche Premiere: BSA/DHfPG FITNESS & HEALTH CAMP qualitrain: Firmenfitness boomt! DHfPG/BSA Aktuell: Studium – Weiterbildung – Qualität Kennzahl des Monats: Internationaler Fitnessboom geht weiter Personenporträt: Natascha Hartl Veranstaltungen 2019 – Timeline Buchtipp: Make them goX

Foto: yanalya - freepik.com

08 12 36 51 56 60 80 118 120 124 128 132


AKTUELLES | ANZEIGE Foto: DHfPG/BSA

Foto: cardioscan GmbH

Burkhard Lüben übernimmt bei cardioscan

Jetzt Berater/in für Sporternährung werden!

Neuerungen in der cardioscan-Chefetage: Burkhard Lüben übernimmt mit Wirkung zum 1. Juli 2019 als Chief Sales and Marketing Officer und Mitglied der Geschäftsführung die Geschäftsleitung für das operative Geschäft der Diagnostik-Systeme der Hamburger cardioscan GmbH. Der Ausbau des globalen Vertriebs und die Weiterentwicklung erfolgreicher Diagnostik-Systeme gehören dort zu seinen Aufgaben.

Die BSA-Akademie bietet den Lehrgang zum/zur Berater/in für Sporternährung an. Lehrgangsabsolventen verfügen über wichtige Grundlagen zur sportartspezifischen Leistungsphysiologie und Ernährung unter Beachtung der unterschiedlichen Trainingsphasen. Sie berücksichtigen hierbei sowohl die Anforderungen von Ausdauer- und Spiel- als auch von Kraftsportarten.

www.cardioscan.de

www.bsa-akademie.de/bese

Foto: eGym GmbH

Foto: miha bodytec

miha bodytec expandiert in die USA

Launch-Event für den eGym Campus

Der Marktführer für EMS-Trainingsgeräte miha bodytec kann in die USA expandieren. Die US-Behörde FDA (Food and Drug Administration) hat das EMS-Gerät miha bodytec II und das i-body Elektrodensystem zugelassen und damit zum Verkauf in den Vereinigten Staaten freigegeben. Die dortige Markteinführung startete mit einer Präsentations- und Ausbildungs-Roadshow im Juli dieses Jahres.

Von den Besten der Fitnessbranche lernen: Diesen Ansatz verfolgt der eGym Campus. Ob Basic- oder Advanced-Module, „Training on the Job“-Veranstaltungen im eigenen Studio oder Endkundenvorträge und Masterausbildung, das Ziel ist dasselbe: die Schulungsteilnehmer fit zu machen im richtigen Umgang mit eGym und fle-xx Geräten sowie für alle wichtigen Prozesse im Studio. Denn dies sei die Grundlage für Betreiber und Trainer, das Beste aus ihrer Anlage herauszuholen und ihre Mitglieder immer wieder aufs Neue motivieren und begeistern zu können.

www.miha-bodytec.com

www.egym.de

Foto: Shutter2U - stock.adobe.com

Mit körperlicher Aktivität KHK vorbeugen Die Koronare Herzkrankheit (KHK) ist eine der häufigsten Volkskrankheiten. Laut der neu aufgelegten „Nationalen Versorgungsleitlinie Chronische KHK“ sorgt vor allem Bewegung und der Verzicht auf Suchtmittel für eine Verbesserung der Situation. In den Leitlinien werden wöchentlich mindestens 150 Minuten moderate körperliche Aktivität oder 75 Minuten anstrengende körperliche Aktivität als Primärprävention der KHK empfohlen. bit.ly/gesundes_herz

8

04/19

fitness MANAGEMENT international


AKTUELLES | ANZEIGE Foto: DHfPG/BSA

Foto: elbgym GmbH

Hamburger Fitnessstudiokette ELBGYM wird zum Franchiseunternehmen

Chancen für Studiomitarbeiter: Studium auch ohne Abitur

Die Hamburger Fitnesskette ELBGYM wird zum Franchiseunternehmen. Bislang gibt es vier Standorte in der Hansestadt, seit Dezember 2018 besteht eine Kooperation mit Fitness First. Nun ist die Expansion in ganz Deutschland durch Franchisenehmer geplant. Als erstes Vorbild für das neue Konzept will ELBGYM-Gründer und -Geschäftsführer Wilhelm Schröter am 1. September 2019 zunächst ein weiteres Studio in Hamburg eröffnen.

In der Fitness- und Gesundheitsbranche arbeiten viele Quereinsteiger. Für Studioleiter ist deren stetige Aus- und Weiterbildung ein wichtiger Faktor für den langfristigen Erfolg. Das duale Studienkonzept der DHfPG bietet hierfür ideale Bedingungen. Neben der schulischen Hochschulzugangsberechtigung ist auch ein einschlägig anerkannter Ausbildungsberuf mit ausreichender Berufserfahrung als Zulassungskriterium anerkannt. Antragsstellung über die DHfPG.

www.elbgym.de

www.dhfpg.de

Foto: Klaudia Lech

Foto: MFIT

Migros Ostschweiz plant den Verkauf der Fitnesskette MFit

DSSV e. V. und BfB e. V. gehen Kooperation ein

Die Schweizer Detailhandelskette Migros will sich laut CEO Fabrice Zumbrunnen zukünftig vermehrt auf ihr Kerngeschäft konzentrieren und deshalb von kritischen Geschäftsfeldern trennen. Dazu gehört auch die Fitnesskette MFIT, die von der Genossenschaft Migros Ostschweiz betrieben wird. MFIT unterhält vornehmlich in der Ostschweiz 13 Fitnessstudios und beschäftigt aktuell mehr als 350 Trainer (meist auf Honorarbasis).

Am 1. Juli 2019 haben die Vorstände des DSSV (Arbeitgeberverband deutscher Fitness- und Gesundheits-Anlagen) und des BfB (Bundesfachverband für Besonnung) beschlossen einzugehen. Insgesamt ergibt sich durch die Kooperation eine für die Freizeitwirtschaft wichtige Interessenvertretung zur Sicherung der Perspektiven der Betriebe.

bit.ly/mfit_verkauf

bit.ly/dssv_bfb_kooperation

10

04/19

fitness MANAGEMENT international


STUDIO DES MONATS

BELLA VITALIS Fitnessstudio & Gesundheitszentrum Edenkoben

„Es ist wichtig, dass der Inhaber für sein Produkt steht“ des Mon at s

BELLA VITALIS

Fitnessstudio & Gesundheitszentrum

Edenkoben

Au

g u st 2 0 1 9

„BELLA VITALIS“ steht für eine Erfolgsgeschichte, die vielleicht nur die Fitnessbranche hervorbringen kann: Vor rund 30 Jahren absolvierte ein Fleischermeister wegen seiner Rückenschmerzen ein Probetraining im Fitnessstudio und war so begeistert, dass er heute ein Unternehmen mit neun eigenen Anlagen führt. Angefangen hat er mit unserem Studio des Monats, dem BELLA VITALIS in Edenkoben.

D

as Studio des Monats August 2019, das BELLA VITALIS Fitnessstudio & Gesundheitszentrum in Edenkoben, hat im April dieses Jahres sein 25-jähriges Bestehen gefeiert. Darüber hinaus ist es die Wiege der Bella Vitalis GmbH, die zurzeit über 250 Mitarbeiter beschäftigt und in neun Anlagen in der Region Südpfalz rund 15.000 Mitglieder betreut. fitness MANAGEMENT wirft mit dem BELLA VITALIS in Edenkoben einen Blick zurück auf die beeindruckende Erfolgsgeschichte des Studios, die aufs Engste mit Frank Weber verwoben ist. Der Gründer von BELLA VITALIS stammt aus Landau, hat sein Unternehmen in der Südpfalz aufgebaut und möchte auch nie aus der Region wegziehen. Diese bodenständige und authentische Heimatverbundenheit zieht sich wie ein roter Faden durch alle Maßnahmen, mit denen BELLA VITALIS so erfolgreich geworden ist.

Am Anfang waren Rückenschmerzen Fitnesstraining und Frank Weber – das war so etwas wie „Liebe auf den ersten Blick“. Vor 30 Jahren hatte er sich zu seinem ersten Probetraining in einem Studio angemeldet, weil er damals durch die körperliche Arbeit als Fleischermeister anhaltende Rückenbeschwerden hatte. Die Möglichkeiten, seine körperliche Fitness und Gesundheit durch das gezielte Training positiv zu beeinflussen, ha12

04/19

fitness MANAGEMENT international

ben ihn von Anfang an begeistert. Er wurde „hungrig“ auf Wissen über Training und die Muskulatur und nutzte jede Gelegenheit, sich dieses anzueignen. Nach vielen verschiedenen Seminaren, Lizenzen und Trainer-Ausbildungen entwickelte er schließlich die Idee eines eigenen Fitnessstudios. Nach langer Suche fand Frank Weber in Edenkoben die Räumlichkeiten einer kleinen, leer stehenden Fabrik und mietete diese kurzerhand an. Darauf folgte eine sehr intensive und anstrengende Umbauphase, in der er auch von Freunden und Verwandten unterstützt wurde. Am 16. April 1994 eröffnete Frank Weber gemeinsam mit seiner damaligen Freundin und heutigen Ehefrau das erste BELLA VITALIS. Der ursprüngliche Name des Studios war „Vitalis“. Aufgrund der Vergrößerung des Unternehmens und der damit verbundenen Verwechslungsgefahr haben Frank Weber und seine Frau den Namen in „BELLA VITALIS“ geändert und als Marke eintragen lassen. Im Jahr 2011 verließen sie mit dem BELLA VITALIS die Fabrik und bezogen den aktuellen Standort in einem Neubau in Edenkoben.

Fitness war damals, Gesundheit ist heute! Vor 25 Jahren stand für die BELLA VITALIS-Mitglieder der Spaß am Fitness- und Figurtraining noch im Vordergrund. Das Training an Geräten und mit Hanteln war Mitte der 1990er-Jahre „salonfähig“

Fotos: BELLA VITALIS

io ud St


geworden. Durch den großen Gruppenfitnessbereich mit Yoga, Aerobic und vielen weiteren Fitnesskursen wurden die Studios immer attraktiver und sprachen Männer wie Frauen gleichermaßen an. Ende der 1990er-Jahre entwickelten Frank Weber und sein Team das BELLA VITALIS zu einem Gesundheitszentrum. Für die unterschiedlichen Trainingsziele der Mitglieder wurden vier Gesundheitsprogramme erarbeitet, die auch heute noch die Säulen der Mitgliederbetreuung und Trainingsplanung in den BELLA VITALIS-Studios darstellen. Eingeteilt in die Bereiche „Ernährung und Abnehmen“, „Fitness und Vitalität“, „Rücken und Gelenke“ sowie „Diabetes und Bluthochdruck“ werden die Mitglieder – je nach Gesundheitszustand und Trainingsziel – individuell anhand der Gesundheitsprogramme betreut. Jedes Neumitglied erhält ein einfaches, aber effektives Trainingsprogramm, das in einem 1:1-Gespräch individuell ausgearbeitet wird und leicht in den Alltag integriert werden kann. Die Basis des Programms bildet der Fitness- und Gesundheitszustand zum Zeitpunkt der Anmeldung. Mehrere der Trainings- und Ernährungsprogramme des BELLA VITALIS sind zertifiziert oder von Krankenkassen zugelassen und werden dementsprechend finanziell von den Kassen unterstützt.

Positionierung im Bereich Gesundheit ist der logische Weg Das BELLA VITALIS in Edenkoben zeichnet sich heute durch eine konsequent gesundheitsorientierte Ausrichtung aus. Bei allen Trainingsangeboten und Programmen steht der Gesundheitsaspekt im Vordergrund. Zu den Maßnahmen und Tools, mit denen die Ausrichtung untermauert wird, gehören neben den vier Gesundheitsprogrammen für die Mitgliederbetreuung und der Trainingsplanung die Kurse des Rehasportvereins Reha-Aktiv Pfalz e. V., an denen in den BELLA VITALIS-Studios regelmäßig eine große Anzahl Rehasportler teilnimmt. „Positionierung ist immer wichtig. Es sollte klar sein, wofür man steht, was man kann und was man anbietet. Je klarer die Posi-

tionierung, desto besser“, erklärt Frank Weber. „Da wir auf dem Land nicht die Masse an Mitgliedern haben, ist die Positionierung im Bereich Gesundheit für uns der logische Weg – gerade, weil eher ältere Menschen auf dem Land wohnen und bei ihnen das Bewusstsein für die Gesundheit größer ist.“

Der persönliche Bezug für Inhaber und Mitglieder „Auf dem Land kennt man sich. Unsere Mitglieder kennen mich und meine Familie. Wir sind eng mit dem Unternehmen verbunden und wir sind jederzeit ansprechbar, egal wo wir sind.“ Wenn Frank Weber erklärt, wie die BELLA VITALIS-Studios mit der Region Südpfalz verwachsen sind, dann beschreibt er damit auch ein Alleinstellungsmerkmal seines Unternehmens – die authentische Unternehmerpersönlichkeit. „Bei einem ländlichen Club zählt nicht unbedingt die Größe oder das Angebot. Auf dem Land ist es wichtig, dass man als Inhaber seine Dienstleistung vorlebt und für sein Produkt steht!“ Da die BELLA VITALIS-Studios im Schnitt mit etwa 1.700 Quadratmetern gut überschaubar sind, haben auch die langjährigen Mitarbeiter einen sehr persönlichen Bezug zu den Mitgliedern und Kunden. Inhaber, Mitarbeiter und Mitglieder kennen sich zum Teil schon viele Jahre. Die Atmosphäre in den Studios ist deshalb freundschaftlich oder sogar familiär, so auch in Edenkoben. BELLA VITALIS ist für alle Altersgruppen offen. Bereits ab 14 Jahren können Jugendliche in Begleitung trainieren. Am stärksten vertreten ist das Kundensegment „von 35 bis 55 Jahre“. Für diese Zielgruppe hat das Angebot „Fitnesstraining mit gesundheitlicher Ausrichtung“ in den vergangenen Jahren immer mehr an Bedeutung gewonnen. Dieser Trend setzt sich in der Altersgruppe „ab 55 Jahre“ fort, die unter den BELLA VITALIS-Mitgliedern zahlenmäßig momentan am stärksten zunimmt.

Die kleinen Dinge machen den Unterschied Der enge persönliche Kontakt ist im BELLA VITALIS auch der Schlüssel für die erfolgreiche Mitgliedergewinnung und -bindung: „Bei einem Neumitglied ist der Start und die damit verbundene 04/19

fitness MANAGEMENT international

13


STUDIO DES MONATS

Fotos: BELLA VITALIS

Betreuung besonders wichtig. Deshalb beginnen wir von jeher mit 1:1-Terminen, die wir in festgelegten Abständen wiederholen. Nur ein zufriedenes Mitglied bleibt ein Mitglied.“

Professionelle Betreuung von Kooperationen und Social Media

„Zufrieden sein“ heißt aber für Frank Weber und sein Team deutlich mehr, als dass „nur“ Trainingsziele erreicht werden. „Sich wohlfühlen, Anerkennung und Beachtung sind wichtige Punkte. Jedes Mitglied wird während des Trainings angesprochen und auf Wunsch werden Veränderungen in den Trainingsplänen sofort umgesetzt. Hier sind es die kleinen Dinge, die uns von unseren Mitbewerbern unterscheiden.“

BELLA VITALIS kooperiert mit fast allen großen Unternehmen der Region und beschäftigt dafür spezielle Mitarbeiter, die diese Kooperationen pflegen und neue vereinbaren. „Wir besuchen regelmäßig Ärzte und Kooperationspartner und informieren diese über die neuesten Angebote und Trainingsmöglichkeiten. Wir bieten auch Vorträge in den Firmen an bzw. laden unsere Partner zu den regelmäßigen Infoabenden in unseren Studios ein. Ärzte profitieren bei diesen Kooperationen von dem budgetfreien Rehasport-Training, das sie fast jedem ihrer Patienten verschreiben können“, erklärt Frank Weber.

Die Wettbewerbssituation im Raum Edenkoben beschreibt Frank Weber als „sehr angespannt“. „Wobei wir auch selbst unser eigener Mitbewerber sind, weil die Studios nicht weit voneinander entfernt liegen. Dennoch kann ich sagen, dass wir in den letzten Jahren stetig gewachsen sind“, so Frank Weber.

Ebenso professionell und personell gut aufgestellt ist die Betreuung im Social-Media-Bereich, eingebunden in die Unternehmenskommunikation der Bella Vitalis GmbH: Es gibt mehrere Mitarbeiter, die sich täglich um Social Media kümmern, dort Informationen für Mitglieder kommunizieren und mit den Mitgliedern interagieren.

Der Unternehmer hinter dem BELLA VITALIS Edenkoben Frank Weber, Jahrgang 1968, ist in Landau geboren und aufgewachsen. Nach der mittleren Reife und dem Abschluss der Fachoberschule folgten eine Fleischerlehre mit Meistertitel – sowie später Qualifikationen und Trainerlizenzen im Bereich Fitness, Gesundheit und Management. Seit April 1994 ist er selbstständiger Fitnessstudiobetreiber mit zurzeit neun Anlagen, 15.000 Mitgliedern und über 250 Mitarbeitern. „Eine Top-Lage, gute Ausstattung und eine bestmögliche Qualität in der Betreuung und Qualifikation der Mitarbeiter, das sind für mich die Punkte, die einen Premiumanbieter ausmachen – und natürlich Kontinuität und Ausdauer. Es gibt immer wieder neue Mitbewerber und Veränderungen am Markt. Da muss man auch mal eine Zeit dagegenhalten können, ohne gleich umzufallen. Netzwerken und über den Tellerrand schauen, das ist das Wichtigste in der Branche. Am meisten lerne ich von meinen Kollegen. Jeder macht Fehler, aber nicht jeder muss jeden Fehler selbst machen. Wir tauschen uns aus und schauen uns gemeinsam den Markt an. So erfahre ich viele Neuigkeiten früher als der ein oder andere Mitbewerber und bin damit der Erste am Markt.“

14

04/19

fitness MANAGEMENT international


Ambitionen und Perspektiven für die Bella Vitalis GmbH Welche Pläne verfolgt Frank Weber nach 25 erfolgreichen Jahren mit BELLA VITALIS? „Es geht immer weiter. Stillstand ist Rückschritt. Ich möchte mit meinem Unternehmen gesund weiterwachsen. Nicht um jeden Preis. Aber, wenn sich die Gelegenheit ergibt, neue Anlagen zu eröffnen oder von Kollegen eine Anlage zu übernehmen, bin ich jederzeit bereit. Ich plane immer zwei bis drei neue Standorte oder Anlagen gleichzeitig. Manchmal können davon mehrere, manchmal keine realisiert werden.“ „Klar war dabei immer, dass ich in der Region bleiben wollte“, so Frank Weber weiter. „Ich brauche den täglichen Kontakt zu meinen Anlagen und will regelmäßig vor Ort sein. So sind meine Studios immer in den nächstgelegenen Orten entstanden.“

Das BELLA VITALIS Edenkoben in Zahlen Fläche des Studios gesamt:

1.818 m2

Grundstücksfläche:

6.000 m2

Parkplätze:

100

Kraftbereich:

470 m2

Cardiobereich:

240 m2

Kurse:

160 m2

Wellness:

150 m2

Functional o. Ä.:

30 m2

Ausstattung: TechnoGym, milon (2 Zirkel der ersten Serie und 1 Zirkel der neuen Serie), five (integriert im neuen milon Zirkel), fle-xx (als freier Zirkel) Kontakt: www.bella-vitalis.de; edenkoben@bella-vitalis.de


BETRIEBLICHES GESUNDHEITSMANAGEMENT

Best Practice im Betrieblichen Gesundheitsmanagement

ERFOLGREICH MIT BGM

Betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM) soll durch die nachhaltige Förderung der Gesundheit und der Motivation von Mitarbeitern zum einen gute Arbeitsbedingungen schaffen und zum anderen auf Unternehmensseite die Produktivität sowie die Qualität der Produkte und Dienstleistungen optimieren. Arbeitgeber und Arbeitnehmer profitieren gleichermaßen vom BGM. Professionelle Fitness- und Gesundheitsanbieter sind für Unternehmen perfekte Partner für deren BGM: Räume, Geräte und die trainingswissenschaftliche Expertise können Unternehmen zur Verfügung gestellt werden. BGM sollte für Studios demnach ein lukrativer und zukunftsweisender Geschäftszweig sein – eigentlich, denn viele Betreiber tun sich noch immer schwer, das richtige Angebot zu finden und es in den Unternehmen zu präsentieren. Welche Maßnahmen sind erforderlich und welche Angebote sind entscheidend, damit BGM-Angebote in Fitness- und Gesundheitsstudios erfolgreich umgesetzt werden können? fitness MANAGEMENT hat dazu drei Fitnessund Gesundheitsanbieter befragt, die mit ihren BGMAngeboten außerordentlich erfolgreich sind: Tilmann Süß vom POM Gesundheitszentrum in Jena, Klaudia Bilic von FirmenFitness Pfitzenmeier und Michael Maute vom bestform fitness studio in Albstadt.

Foto: Yakobchuk Olena - stock.adobe.com

18

04/19

fitness MANAGEMENT international

„


„Investieren Sie in Know-how!“ Tilmann Süß Geschäftsführer

BGM im POM Gesundheitszentrum Jena Firmensitz: Positionierung: Größe in m2: Besonderheiten:

Jena Gesundheitstraining 1.800 Gesundheitszentrum, Präventionskurse, Rehasport, Physiotherapie, Buerobic Foto: pom-zentrum.de

fM: Welchen Stellenwert hat Betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM) für das POM Gesundheitszentrum? Tilmann Süß: BGM ist für uns eine ganz wichtige Umsatzgröße. In 2018 haben wir rund 40 Prozent unseres Umsatzes mit BGMMaßnahmen erwirtschaftet. Unser Engagement im Bereich BGM hilft dabei, unser Angebot im Rehasport, in der Prävention und im Bereich Fitness nach außen zu kommunizieren. Wir vermitteln durch unser BGM-Angebot unsere Expertise, die uns deutlich vom Wettbewerb – der in Jena massiv ist – abgrenzt. Uns kommt dabei zugute, dass BGM für fast alle Firmen in Jena gerade ein Thema ist. Gute Mitarbeiter zu finden ist für Unternehmen in der Region kein Selbstläufer mehr. Sie müssen den Arbeitnehmern etwas bieten. Von der Firma organisierter oder sogar bezahlter Gesundheitssport ist dabei oft ein ausschlaggebendes Argument. fM: Wie haben Sie den Bereich BGM innerhalb des Studiobetriebes organisiert? Tilmann Süß: Die entsprechenden Aufgaben haben wir im Team fest vergeben. Die Verantwortung für die Akquise liegt bei den Kollegen. Wir haben nur ein kleines Team, akquirieren aber bei Firmen mit mehreren Standorten sowohl regional als auch überregional. fM: Welches sind die Schlüsselmaßnahmen, mit denen Sie BGM erfolgreich in Ihrer Anlage etabliert haben? Tilmann Süß: Wichtig ist vor allem ein flexibles Angebot. Man muss auf die individuellen Anforderungen verschiedener Unternehmen reagieren können und z. B. bereit sein, die eigenen Kurse in den Unternehmen durchzuführen. Auch die Bereitschaft zu Kooperationen ist wichtig. Wir haben uns mit vermeintlichen Konkurrenten zusammengeschlossen zum Verbund: „Firmenfitness Jena“. Zusammen sind wir stärker, weil wir ein noch breiteres Angebot haben. Bei drei Partnerstudios sind es insgesamt 250 Kurse, die die Mitarbeiter unserer Partnerunternehmen in Anspruch nehmen können. Wir bieten den Mitarbeitern auch Flexibilität, was den jeweiligen Ort ihres Trainings betrifft und können auch ganz spezielle Nischenangebote, wie z. B. Training für Schwangere, präsentieren.

Und last, but not least machen Zahlen den Unterschied. Mit belastbaren Zahlen kann man Benchmarks setzen und einen Nachweis für den Erfolg der BGM-Maßnahmen liefern. Wir haben dafür z. B. die Trainingserfolge von 80 Arbeitnehmern, die in unseren Kursen trainieren, anonym ausgewertet und können signifikante Veränderungen nachweisen. Unternehmer und Entscheider müssen immer rechnen und ich kann belegen, dass die Vorteile von BGM die Kosten überwiegen. Das sind ganz starke Argumente pro BGM. fM: Durch welche Maßnahmen sichern Sie den nachhaltigen Erfolg Ihres BGM-Programms? Tilmann Süß: Durch Kommunikation. Man muss immer am Ball bleiben und sowohl mit den Mitarbeitern als auch mit den Verantwortlichen in den Unternehmen reden. Wir müssen immer wissen, was die breite Masse will und wo der Bedarf liegt. Dazu gehört auch eine konstruktive Feedbackkultur, d. h. Kritik immer positiv aufzunehmen. Unser kreatives Angebot ist ein zweiter Punkt. Wir suchen immer nach neuen Möglichkeiten, die Firmen betreuen zu können. fM: Was ist Ihr Erfolgsrezept für die Kontaktaufnahme zu Unternehmen? Tilmann Süß: Die Augen und Ohren offenzuhalten. Wirklich erfolgreich ist man nur im Team. Alle, vom Kursleiter bis zum Geschäftsführer, müssen die entsprechenden Antennen haben und die Möglichkeiten erkennen, unsere Dienstleistung kreativ ins Gespräch zu bringen. Jeder im Team sollte die Gelegenheiten wahrnehmen, wo er selbst oder die Kollegen eventuell einhaken könnten und nach Ansprechpartnern fragen. Dazu braucht es Empathie, Sensibilität und eine gute Kommunikationsstruktur in Team. fM: Welche Tipps haben Sie für Studioverantwortliche oder Betreiber, die in naher Zukunft in den Bereich BGM investieren wollen? Tilmann Süß: Investieren Sie in Know-how! Wichtig ist die Bereitschaft, sich weiterzubilden. Man muss wissen, was man umsetzen kann. Es ist auch wichtig, fachlich sattelfest zu sein und den Verantwortlichen in den Unternehmen zu erklären, wie sie die Pauschalen steuerlich geltend machen können oder mit Expertise bei der Abrechnung zu helfen. Wir profitieren in diesem Bereich sehr vom Know-how aus den Lehrgängen bei der BSA und der DHfPG. 04/19

fitness MANAGEMENT international

19


BETRIEBLICHES GESUNDHEITSMANAGEMENT

„Wir bieten für jeden Bedarf den richtigen Baustein“ Klaudia Bilic Leitung FirmenFitness/Betriebliche Gesundheitsförderung (BGF)

BGF in der Unternehmensgruppe Pfitzenmeier Firmensitz: Geschäftsgebiet:

Schwetzingen Metropolregion Rhein-Neckar/ Bergstraße/Vorderpfalz/Karlsruhe Unternehmensgröße: über 2.000 Mitarbeiter, 50 Studios und Anlagen mit über 160.000 Mitgliedern Besonderheiten: familiengeführtes Unternehmen Foto: FirmenFitness Pfitzenmeier

fM: Welchen Stellenwert hat Betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM) für die Unternehmensgruppe Pfitzenmeier? Klaudia Bilic: Als kompetenter und breit aufgestellter Fitness- und Gesundheitsanbieter in der Region gehört die Betriebliche Gesundheitsförderung für uns zur selbstverständlichen Erweiterung unseres Portfolios. Bereits im Jahr 2009 hat die Unternehmensgruppe Pfitzenmeier mit der „FirmenFitness“ eine eigene Abteilung für die Betriebliche Gesundheitsförderung gegründet. Mittlerweile haben wir hier in der Region über 500 Firmenkunden unterschiedlicher Größe aus verschiedenen Branchen. fM: Wie haben Sie den Bereich BGF/BGM innerhalb der Unternehmensgruppe organisiert? Klaudia Bilic: Von unserer Zentrale in Schwetzingen aus bieten wir in unserem gesamten Geschäftsgebiet unsere Beratungsleistungen und Produkte an. Die Abteilung FirmenFitness/Betriebliche Gesundheitsförderung beschäftigt momentan in eigenen Räumlichkeiten acht Mitarbeiter, die teilweise verschiedenen Regionen zugeordnet sind. Diverse Freiberufler unterstützen unser Team in Fachthemen. fM: Welches sind die Schlüsselmaßnahmen, mit denen Sie BGF/BGM erfolgreich in den Anlagen der Unternehmensgruppe Pfitzenmeier etabliert haben? Klaudia Bilic: Am Anfang einer solchen Planung sollte man sich zunächst einmal im Klaren sein, welchen Bedarf man abdecken kann und will. Im Rahmen des Betrieblichen Gesundheitsmanagements haben wir uns entschieden, nicht nur die Betriebliche Gesundheitsförderung anzubieten, sondern auch die klassische Firmenfitness als ideale Ergänzung mit in unser Portfolio aufzunehmen. Bei einer Unternehmensgröße wie der unsrigen ist es außerdem sehr wichtig, einen kontinuierlichen internen Informationsfluss zu gewährleisten. Wir nutzen vor allem die Teilnahme an persönlichen Gesprächsrunden, um unser Know-how in alle Studios zu transportieren. Unser Ziel ist es, dass jeder interessierte Mitarbeiter eines Unternehmens in jedem Studio kompetent an uns weitergeleitet wird. fM: Durch welche Maßnahmen sichern Sie den nachhaltigen Erfolg Ihrer BGF/BGM-Programme? Klaudia Bilic: Durch unsere langjährige Erfahrung zählen wir mittlerweile sämtliche Branchen in unserer wirtschaftsstarken Region zu unseren Kunden. Die Vielfalt der Unternehmen und deren unterschiedlichen Bedürfnisse ermöglichen es uns, immer wieder indivi20

04/19

fitness MANAGEMENT international

duelle Konzepte zu erarbeiten. Egal in welcher Branche eine Firma tätig ist, wir bieten für jeden Bedarf genau den richtigen Baustein an. Bei der Erstellung der Konzepte versuchen wir außerdem, sowohl die Beschäftigten – meistens über die Personalverantwortlichen – als auch die Geschäftsleitung und Arbeitnehmervertreter miteinzubeziehen. Evaluationsmaßnahmen ermöglichen es uns, auch rückblickend den Erfolg der Maßnahmen zu bewerten und ggf. Anpassungen vorzunehmen. Des Weiteren versuchen wir, durch die Einbeziehung der Betriebsärzte und der zuständigen Krankenkasse Synergieeffekte zu nutzen. Mittlerweile kann man fast sagen, dass mitarbeiterfreundliche Angebote, wie z. B. Betriebliche Gesundheitsförderung, enorme Wettbewerbsvorteile im Kampf um die besten Köpfe sind – und das wissen die meisten Entscheider. fM: Was ist Ihr Erfolgsrezept für die Kontaktaufnahme zu Unternehmen? Klaudia Bilic: Durch die großflächige Präsenz unserer Studios und Anlagen in der Region ist der Name Pfitzenmeier als kompetenter Gesundheitsanbieter den meisten ein Begriff. Oft erweist sich das Thema Firmenfitness als Türöffner für weitere Maßnahmen und Beratungen. Auf diese Weise werden wir auch häufig weiterempfohlen. Darüber hinaus versuchen wir, unser Angebot mit unserer eigenen Homepage und einem eigenen sozialen Netzwerk greifbar zu machen. Mit der Teilnahme an Netzwerktreffen der hiesigen Wirtschaft zeigen wir außerdem persönliche Präsenz. fM: Welche Tipps haben Sie für Studioverantwortliche oder Betreiber, die in naher Zukunft in den Bereich BGF/BGM investieren wollen? Klaudia Bilic: Wie in allen Beratungsbranchen ist es zunächst wichtig, auf die Bedürfnisse der Kunden zu achten und nicht nach dem „Gießkannenprinzip“ Maßnahmen anzubieten. Aus Sicht des Studioanbieters ist es außerdem wichtig, dass personelle Ressourcen geschaffen werden, die sich professionell und ernsthaft mit dem Thema BGF/BGM beschäftigen. Eine entsprechende Ausbildung ist hier sicher von Vorteil. Außerdem sollte man sich vorher genau überlegen, mit welchem Businessplan man auf den Markt gehen will. Grundsätzlich sollten Betreiber nach authentischen Mitarbeitern Ausschau halten. Ganz nach dem Motto: „Tue, was du liebst, und du hast Erfolg damit.“


„BGM ist bei uns Chefsache“ Michael Maute Inhaber und Geschäftsführer

BGM im bestform fitness studio Albstadt Firmensitz: Positionierung: Größe in m2: Besonderheiten:

Albstadt (Baden-Württemberg) Premiumstudio 2.600 modernste Ausstattung, schönes Ambiente, familiäre Atmosphäre und hochwertiges Betreuungssystem

Foto: Frank Luger – www.art-photography.de

fM: Welchen Stellenwert hat Betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM) für das bestform fitness studio Albstadt? Michael Maute: Das Betriebliche Gesundheitsmanagement hat in den letzten Jahren für uns zunehmend an Bedeutung gewonnen und ist für unser Unternehmen inzwischen eine wirtschaftlich sehr wichtige Säule. fM: Wie haben Sie den Bereich BGM innerhalb des Studiobetriebes organisiert? Michael Maute: BGM ist bei uns „Chefsache“, d. h., diesen Bereich gebe ich nicht aus der Hand. Ein paar Mitarbeiter haben sich in diesem Bereich ebenfalls fortgebildet und unterstützen mich im operativen Geschäft. Bei den Fortbildungen setze ich hier auf die BSA-Akademie als Bildungspartner. fM: Welches sind die Schlüsselmaßnahmen, mit denen Sie BGM erfolgreich in Ihrer Anlage etabliert haben? Michael Maute: So, wie es nicht den perfekten Trainingsplan gibt, gibt es vermutlich auch nicht das perfekte BGM-System, das zu jedem Unternehmen passt und von jedem Unternehmen gewünscht ist. Hin und wieder wollen die Unternehmen ein individuell abgestimmtes Angebot und dann muss man flexibel sein. Wichtig ist auch, dass man sich mit der Gesetzeslage und der aktuellen Rechtsprechung im Hinblick auf die steuerlichen Aspekte auskennt. Das Allerwichtigste ist aber, dass man das Unternehmen zunächst durch eine souveräne, kompetente und ehrliche Angebotspräsentation davon überzeugt, dass ein BGM-System und BGF-Maßnahmen notwendig sind und dass man hierfür der regionale Spezialist ist. Wenn dies gelungen ist, kommt der nächste, sehr wichtige Schritt: Bei einer Kick-off-Veranstaltung muss man die Belegschaft davon überzeugen, wie wichtig es ist, etwas für seine Gesundheit zu tun. Bereits hier muss es gelingen, das Vertrauen der Mitarbeiter zu gewinnen. Ich habe leider öfters feststellen müssen, dass viele unserer Kollegen sehr kompetent und erfahren sind, es ihnen aber nicht gelingt, dies auch zu vermitteln. Es bringt nichts, gut zu sein, wenn es keiner weiß. Eine nicht kommunizierte Leistung ist eben keine Leistung! Ich habe mich daher im Speaker-Bereich von Hermann Scherer, einem der besten Speaker überhaupt, coachen lassen.

fM: Durch welche Maßnahmen sichern Sie den nachhaltigen Erfolg Ihres BGM-Programms? Michael Maute: Wichtig ist, dass man Maßnahmen im jeweiligen Unternehmen durchführt, z. B. Moderation von Gesundheitszirkeln, Arbeitsplatzbegehungen und -analysen, Rückencoaching am Arbeitsplatz, Vorträge zu verschiedenen Themen und Gesundheitstage. Mein Geschäftspartner Thomas Böhler und ich sind nicht nur Inhaber des bestform in Albstadt, sondern betreiben auch noch das Gesundheitszentrum eines in Albstadt ansässigen Konzerns. Mit dem Konzept, das wir mit den BGM-Verantwortlichen des Konzerns entwickelt haben, gelingt es uns, dass teilweise über 80 Prozent der Mitarbeiter/innen einer Abteilung an den Maßnahmen teilnehmen. fM: Was ist Ihr Erfolgsrezept für die Kontaktaufnahme zu Unternehmen? Michael Maute: Ehrlich gesagt, musste ich zu Beginn unserer BGM-Tätigkeit ganz schön „Klinken putzen“ und das nicht immer mit Erfolg. Nachdem wir die ersten Unternehmen für uns gewinnen konnten, haben wir zusammen mit den jeweiligen Geschäftsführern einen Zeitungsartikel veröffentlicht. Dies stellte sich als gute Werbung für alle Beteiligten heraus. Heute läuft viel über Empfehlungen. Darüber hinaus schreiben wir regelmäßig Firmen an, wobei die Anschreiben natürlich auch professionell und wertig sein müssen. Ich bin auch stets bestrebt, unser Netzwerk durch Kooperationen auszubauen. fM: Welche Tipps haben Sie für Studioverantwortliche oder Betreiber, die in naher Zukunft in den Bereich BGM investieren wollen? Michael Maute: Zunächst sollte man sich hier auf jeden Fall ein paar wichtige Qualifikationen aneignen, um eine Vorstellung davon zu bekommen, was sich hinter dem Begriff „BGM“ verbirgt. Dann muss man sich auch darüber im Klaren sein, dass die BGF-Maßnahmen nicht nur in der Anlage stattfinden. Man muss auch bereit sein, in die Unternehmen zu gehen. Ich finde es auch ganz wichtig, dass sich die Inhaber bzw. die Studioleiter dem Thema widmen und wichtige Termine, wie z. B. die Angebotspräsentation selbst durchführen. 04/19

fitness MANAGEMENT international

21


FACHARTIKEL FIRMENFITNESS

Foto: Andrey Popov - stock.adobe.com

Chancen für Unternehmen und Fitness-/Gesundheitseinrichtungen

Erfolgsfaktor Firmenfitness Firmenfitness?! Was steckt hinter der Kombination der Begriffe Firmen und Fitness? Sind es Kooperationen zwischen Unternehmen und Fitnessanbietern und vergünstigte Angebote? Dient das Angebot der Ausnutzung von Steuerfreibeträgen und wie lässt sich ein Zusammenhang zum Betrieblichen Gesundheitsmanagement herstellen?

D

iese und weitere Fragen spiegeln sehr oft die unterschiedlichen Erwartungen von Anbietern und Unternehmen wider und werden dadurch der Chance, die sich hinter dieser Kooperation verbirgt, nicht gerecht.

BGM – ein Must-have in der Arbeitswelt Betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM) ist schon seit vielen Jahren präsent, wenn es um das Thema Fehlzeiten und Produktivität am Arbeitsplatz geht. Mittlerweile stehen jedoch im Rahmen eines systematischen Managementprozesses auch Aspekte wie z. B. Arbeitgeberattraktivität, Imageverbesserung und die Reaktion auf den demografischen Wandel im Fokus. Übergeordnete Zielsetzung in allen Bereichen ist direkt bzw. indirekt die Gesundheit und das Wohlergehen der Mitarbeiter am Arbeitsplatz. Insbesondere die Förderung der Arbeitgeberattraktivität und des Images sowie die damit verbundene Wettbewerbsfähigkeit sind neben der Erfüllung gesetzlicher Anforderungen ein wichtiger Beweggrund bzw. Handlungsansatz für die Einführung eines systematischen BGM-Prozesses. Die Gesundheit der Mitarbeiter und die damit verbundene Leistungsfähigkeit bzw. der langfristige Erhalt der Arbeitsfähigkeit und Verfügbarkeit wurden längst von vielen Unternehmen als ein wesentlicher ökonomischer Erfolgsfaktor erkannt. 22

04/19

fitness MANAGEMENT international

Firmenfitness – Einordnung und Abgrenzung Inwieweit können auch Fitness-/Gesundheitseinrichtungen diesen Trend für sich zielführend nutzen und durch Firmenfitnessangebote den Unternehmen eine geeignete Plattform präsentieren, um Maßnahmen anzubieten, die zum einen gesundheitsförderlich sind und zum anderen auch mit den Anforderungen einhergehen, die die heutige Arbeitswelt mit sich bringt? Einordnung Firmenfitness BGM

Arbeitsschutz (gesetzlich verpflichtend)

BEM (gesetzlich verpflichtend)

BGF Baustein des BGM (freiwillig) Verhaltensprävention z. B. Firmenfitness

Verhältnisprävention

Ziel: Verbesserung der Gesundheit und des Wohlbefindens der Beschäftigten am Arbeitsplatz

Abb.1: Einordnung Firmenfitness (BSA/DHfPG 2018)


Da es keine offizielle Definition von Firmenfitness gibt, wird der Begriff nachfolgend auf Maßnahmen bezogen, die je nach Bedarf innerhalb und/oder außerhalb des Unternehmens stattfinden können und dem Erhalt und der Förderung der Gesundheit bzw. der allgemeinen körperlichen Leistungsfähigkeit der Beschäftigten dienen. Wichtiges Kriterium für Firmenfitness ist der Zugangsweg zu den Angeboten über das Unternehmen.

Kooperationsmöglichkeiten in der Praxis

GYM

1. In der Fitness- und Gesundheitseinrichtung Nachfolgende Angebote zeigen die vielseitigen Möglichkeiten, die im Rahmen einer Kooperation genutzt werden können: • Mitgliedschaften im Rahmen von Firmenfitnessangeboten • Präventionskurse für Unternehmen • Spezialkurse mit Zielgruppenfokus, um arbeitsplatzbezogenen Belastungen entgegenzuwirken • evtl. Analysen und Diagnostik Für die Gestaltung einer solchen Kooperation gibt es verschiedene Umsetzungsvarianten: Variante 1 bedeutet, dass sich Unternehmen und Fitness-/Gesundheitseinrichtungen über Leistungen (Nutzung der Anlage, spezifische Programme und Kurse) sowie über die finanzielle Unterstützung durch das Unternehmen einigen und die Mitarbeiter diese Leistungen gemäß den vertraglichen Regelungen nutzen können. Hierbei sind Mitgliedschaften möglich und gewünscht, die jedoch abhängig von steuerlichen Vor- oder Nachteilen unterschiedlich gestaltet werden können. Argumente für eine Mitgliedschaft sind die Nähe zum Arbeitsplatz, flexible Öffnungszeiten und eventuelle Steuervorteile. Bei Variante 2 steht die spezifische Nutzung der Anlage im Vordergrund. Es können Präventionskurse gemäß § 20 SGB V wahrgenommen werden (unter Berücksichtigung der Kriterien des GKV-Leitfadens). Es ist keine sonstige Nutzung der Anlage möglich, Kurse finden nur für das jeweilige Unternehmen statt oder die Teilnahme ist an regulär stattfindende Kurse des Studios gekoppelt. Mitgliedschaften sind bei dieser Variante ausgeschlossen. Argumente hierfür sind die spezifischen Möglichkeiten im Hinblick auf die arbeitsplatztypischen Belastungsformen, denen durch die Kurse entgegengewirkt wird. 2. Im Unternehmen direkt vor Ort • Unterstützung und Durchführung von Gesundheitstagen • Durchführung von niedrigschwelligen Aktiveinheiten („Aktive Pause“, „Bewegte Pause“, Rücken- und Entspannungseinheiten u. v. a. m.) • Durchführung von Kursen (je nach räumlichen Voraussetzungen) • Impulsvorträge • Arbeitsplatzbegehungen mit dem Fokus Ausgleichsübungen und Haltungsanalysen (z. B. Rückencoaching) Der Vorteil bei der Durchführung der Maßnahmen vor Ort im Unternehmen ist der Aufbau von Vertrauen in die Kursleiter und Trainer, die Sensibilisierung der Mitarbeiter für die Notwendigkeit von Verhaltensänderungen in Bezug auf das eigene gesundheitsförderliche Verhalten am Arbeitsplatz und das Angebot von Ausgleichs- und Kompensationsmöglichkeiten, die auch einen Transfer in den Alltag bewirken können. Der gewünschte Effekt, die Erkenntnis der Mitarbeiter für den Mehrwert der gesundheitsförderlichen Maßnahmen und


FACHARTIKEL FIRMENFITNESS Informationsphase

Ist-Analyse & Kontaktaufnahme

Im Unternehmen (Personal mit entsprechender Qualifikation)

Im Unternehmen oder in der Fitnesseinrichtung

Sensibilisierungs-Vortrag

Rückencoaching am Arbeitsplatz

Kursprogramm – Rückenprävention

Spezifisches Rückentraining

Gespräch Betriebsarzt Evaluation

Abb. 2: Programm zur Reduzierung von Muskel-Skelett-Erkrankungen (MSE)

die daraus resultierende Anmeldung für eine Mitgliedschaft ist hier sehr realistisch und kann auch dazu führen, dass Familienmitglieder und Freunde animiert werden, gemeinsam in einer kooperierenden Fitness- und Gesundheitseinrichtung zu trainieren. Als eine Variante, die beide Kooperationsmöglichkeiten optimal miteinander verknüpft, könnte beispielsweise das Programm der DHfPG zur Reduzierung von Muskel-Skelett-Erkrankungen (MSE) genannt werden (siehe Abb. 2). Erfolgreiche Kooperationen – eine Frage des richtigen Marketings Aus Sicht der Fitness- und Gesundheitseinrichtungen müssen im Vorfeld Schritte eingeleitet werden, die dem potenziellen Firmenkunden beim Erstkontakt die notwendigen Informationen liefern und aufzeigen, dass auf die individuellen Bedürfnisse des Unternehmens eingegangen werden kann. Hierbei ist es zielführend, auf der Homepage einen eigenen Bereich für Firmenfitness zu installieren, der über die eigene Kompetenz als BGF/BGM-Anbieter, Referenzen, bereits bestehende Firmenkonzepte, Trainerqualifikationen, Zertifizierungen (z. B. BSA-Zert, TÜV usw.), Öffnungszeiten (evtl. auch speziell für Firmenkunden), zielgruppengerechte Kursangebote (u. a. Präventionskurse nach § 20 SGB V) informiert und eventuell durch Bildergalerien einen ersten Einblick in das Angebot vermittelt. Für den Erstkontakt im Unternehmen vor Ort empfiehlt sich eine Kurzpräsentation mit den notwendigen Informationen, wie z. B. verschiedene Gestaltungsmöglichkeiten und ein Kurzkonzept mit entsprechendem Ablauf.

Wie können Fitness- und Gesundheitsanbieter Unternehmen als Kunden gewinnen? Die wichtigste Frage im Vorfeld ist immer die Frage nach der richtigen Akquisestrategie. Hier gibt es viele verschiedene Zugangswege, die genutzt werden können. Der beste Fall ist der Vertrauensvorschuss durch bereits bestehende Mitglieder, die die Kontaktaufnahme zu ihrem Arbeitgeber unterstützen. Die persönliche Ansprache der Mitglieder sollte natürlich sensibel und unter Berücksichtigung des Datenschutzes erfolgen. Eine weitere Möglichkeit ist die Teilnahme an Veranstaltungen (Unternehmerfrühstück in der Region, bei Wirtschaftsvereinigungen wie z. B. IHK/HWK), Messen, Gewerbeschauen usw., die als Plattform für Vorträge zu verschiedenen Gesundheitsthemen, aber auch der Ansprache von sowohl Firmen als auch Besuchern zur Mitgliedergewinnung dienen. Ein entsprechender Stand mit Aktivitätsangeboten (Koordinationsparcours, Schnupperkurse, Dia24

04/19

fitness MANAGEMENT international

gnostiken usw.) erleichtert dabei die Kontaktaufnahme. Klassische Werbeinstrumente wie Online-Marketing und die Nutzung sozialer Netzwerke stärken zusätzlich die Marktpräsenz. Die Vernetzung mit Vertretern der Gesundheitsbranche (Renten- und Unfallversicherung, Krankenkassen, Berufsgenossenschaft) kann genauso wie die Vernetzung mit Ärzten und ortsansässigen Physiotherapeuten eine weitere Plattform für Kooperationen darstellen.

Ausgewählte Finanzierungsmöglichkeiten

€

1. Einkommenssteuerbefreiung Um Unternehmen zu ermutigen, nachhaltig gesundheitsförderliche Projekte bzw. Interventionen durchzuführen, räumt der Gesetzgeber eine Einkommenssteuerbefreiung für primärpräventive und gesundheitsförderliche Leistungen ein. Nach § 3 Nr. 34 EStG wird dem Arbeitgeber ein Freibetrag von bis zu 500 Euro im Jahr pro Mitarbeiter für Leistungen der Betrieblichen Gesundheitsförderung (BGF) zusätzlich zum Lohn eingeräumt. Die Maßnahmen müssen jedoch den gesetzlichen Anforderungen des § 20 SGB V entsprechen. Weiterhin besteht die Möglichkeit der Ausschöpfung der Freigrenze Sachbezüge gemäß § 8 (2) EStG. Dies bedeutet konkret, dass eine Unterstützung für den Firmenfitnessvertrag (Rabatt/Zuschuss) von bis zu 44 Euro je Mitarbeiter und Monat erfolgen kann. Die Sachbezüge sind grundsätzlich mit dem ortsüblichen Brutto-Endpreis am Abgabeort zu bewerten. Dabei ist zu beachten, dass ein steuerpflichtiger Lohn in vollem Umfang vorliegt, wenn die Grenze aller Sachbezüge von 44 Euro überschritten wird. 2. Gesetzliche Krankenkassen Wenn der Betrieb nicht alle Kosten für die Verankerung der gesundheitsförderlichen Prozesse und entsprechenden Maßnahmen übernehmen kann oder will, besteht die Möglichkeit, von den gesetzlichen Krankenkassen eine finanzielle Unterstützung zu erhalten. Eine solche Hilfe wird in der Regel nur von einer gesetzlichen Krankenkasse angeboten, sofern ein Teil der Belegschaft auch bei dieser Kasse versichert ist. Die Kassen gehen dabei ihrem gesetzlichen Auftrag, der im Sozialgesetzbuch V § 20 festgelegten Aufgaben in der Prävention, nach. Sie haben die Aufgabe, Maßnahmen der Betrieblichen Gesundheitsförderung oder des Betrieblichen Gesundheitsmanagements zu unterstützen. Welche Maßnahmen in verschiedenen Handlungsfeldern finanziell gefördert werden, ist im Leitfaden Prävention des GKV-Spitzenverbandes festgelegt. Die Finanzierung bzw. Förderung von Maßnahmen muss im Vorfeld beantragt werden. Diese Maßnahmen müssen hinsichtlich Qualität, Zweckbindung und Zielgerichtetheit den Anforderungen der §§ 20 und 20b SGB V genügen.


FAZIT: Win-win-Konstellation für alle Beteiligten Firmenfitness ist eine gute Chance für Fitness- und Gesundheitseinrichtungen, Mitglieder durch Firmenfitnessmitgliedschaften zu gewinnen, aber auch Mehrumsätze im Unternehmen selbst durch entsprechende Kurse und Aktivitäten im Rahmen von gesundheitsförderlichen Angeboten zu generieren. Hierbei ist die Qualifikation der Kursleiter und die Bedarfsorientierung in Hinblick auf die individuellen Rahmenbedingungen (z. B. Branche oder Unternehmensgröße) der jeweiligen Kooperationspartner (Unternehmen) ein großer Wettbewerbsvorteil, um auch langfristige Kooperationen einzugehen. Für Unternehmen bietet Firmenfitness eine gute Plattform für gesundheitsförderliche Angebote, deren Zugangsweg niedrigschwellig ist. Gleichzeitig haben diese Angebote einen positiven Einfluss auf die Leistungsfähigkeit und Motivation der Mitarbeiter und tragen damit auch zum Unternehmenserfolg und der Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens bei.

Anke Mächler Anke Mächler ist Dozentin an der DHfPG im Bereich Pädagogik, Management und Gesundheitswissenschaften. Als Referentin unterrichtet sie für die BSA-Akademie in der Sparte Betriebliches Gesundheitsmanagement. Nach dem Studium war sie viele Jahre als Geschäftsführerin und Inhaberin eines Dienstleistungsunternehmens im Bereich BGM und BGF tätig. Neben ihrer Tätigkeit als Dozentin und Autorin von Fachartikeln und Lehrmaterialien berät sie Unternehmen im Bereich BGM und BGF.

Foto: DHfPG/BSA

3. Europäischer Sozialfonds Eine weitere Finanzierungsmöglichkeit besteht durch den Europäischen Sozialfonds (ESF). Er ist das wichtigste Instrument zur Verbesserung der Berufsqualifikationen und der Beschäftigungsaussichten und dient zur Förderung von Beschäftigungsprojekten auf lokaler, regionaler und bundesweiter Ebene. In diesem Zusammenhang unterstützt der Fonds auch Projekte bzw. Programme der Gesundheitsförderung und des Gesundheitsmanagements.

www.dhfpg-bsa.de

Literaturliste Badura, B., Ducki, A., Schröder, H., Klose, J. & Meyer, M. (Hrsg.). (2018). Fehlzeiten-Report 2018. Sinn erleben – Arbeit und Gesundheit. Berlin: Springer. https://doi.org/10.1007/9783-662-57388-4. Eberle, G. (2006). Erfolgsfaktor Betriebliches Gesundheitsmanagement – betriebswirtschaftlicher Nutzen aus Unternehmersicht. In W. Kirch & B. Badura (Hrsg.), Prävention. Ausgewählte Beitrage des Nationalen Präventionskongresses. Dresden, 1. und 2. Dez. 2005 (S. 325–338). Heidelberg: Springer Medizin. EuPD Research. (2016). Aufwärtstrends im BGM und wie trotzdem hinterhergehinkt wird. Zugriff am 13.02.2017. Verfügbar unter http://www.corporate-health-award.de/fileadmin/ content/downloads/Pressemitteilungen/Pressemitteilung_Trendstudie.pdf GKV-Spitzenverband. (2018). Leitfaden Prävention. Verfügbar unter https://www.gkv-spitzenverband.de/krankenversicherung/praevention_selbsthilfe_beratung/praevention_und_bgf/ leitfaden_praevention/leitfaden_praevention.jsp Meyer, J.-A. & Tirpitz, A. (2008). Betriebliches Gesundheitsmanagement in KMU. Widerstände und deren Überwindung (1. Aufl.). Lohmar: Eul.

ANZEIGE


FACHARTIKEL BGM

Ein wesentliches Instrument zum Erhalt der Leistungsfähigkeit

WORK-LIFE-BALANCE

Von vielen Arbeitnehmern gewünscht, von nicht allen Unternehmen gefördert: WorkLife-Balance. Für die einen scheint es lediglich eine Modeerscheinung zu sein, für die anderen ein ernst zu nehmendes Thema. Doch was bedeutet Work-Life-Balance? Während sich die „Work“-Komponente auf die Erwerbsarbeit bezieht, steht „Life“ im Zusammenhang mit privaten Lebensbereichen wie Familie, Freundschaften oder Gesundheitsverhalten.

D

as Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ, 2005) definiert Work-Life-Balance als eine „neue, intelligente Verzahnung von Arbeits- und Privatleben vor dem Hintergrund einer veränderten und sich dynamisch verändernden Arbeits- und Lebenswelt“. Zusammengefasst versteht

26

04/19

fitness MANAGEMENT international

man unter Work-Life-Balance sowohl die ausgewogene Balance von Beruf und Privatleben als auch die Möglichkeit der Vereinbarung beider Komponenten. Doch warum hat Work-Life-Balance einen solch hohen Stellenwert? Laut Haunschild (2013) zählen • die Zunahme der Anzahl erwerbstätiger Frauen, • eine (wahrgenommene) Zunahme von Pflichten und Verantwortlichkeiten in den Domänen außerhalb der Erwerbsarbeit (z. B. Pflege von Angehörigen), • die Intensivierung von Erwerbsarbeit sowie • eine veränderte Einstellung zur Bedeutung von Erwerbsarbeit zu einigen, miteinander zusammenhängenden Entwicklungen, die als Erklärungsansatz für das Aufkommen von Work-Life-Balance als breit diskutiertes Thema infrage kommen. Eine fehlende Work-Life-Balance kann gravierende Folgen wie Schlafstörungen, Angstgefühle, Abnahme der mentalen Leistungsfähigkeit sowie der Arbeitsmotivation und damit einhergehend ein Rückgang der Arbeitsleistung bis hin zur Erschöpfung nach sich ziehen (INQA, 2012). Dass davon sowohl der Unternehmenserfolg als auch die Gesundheit der Mitarbeiter abhängen, liegt auf der Hand. Diese Tatsachen untermauern die Dringlichkeit, in die Work-Life-Balance und somit auch in die psychische Gesundheit der Mitarbeiter zu investieren.


und Work-Life-Balance auswirken. Somit erweist sich die konkrete Ausgestaltung der flexiblen Arbeitszeiten im Zusammenspiel zwischen betrieblichen Anforderungen einerseits und Belangen der Beschäftigten andererseits als eine der zentralen Stellschrauben für flexible und gesunde Arbeitszeitgestaltung (BAuA, 2016a). Zudem können zum Beispiel auch Fitnessunternehmen, die ihren Mitarbeitern Work-Life-Balance-Angebote unterbreiten, von Mitarbeitermotivation sowie -bindung profitieren. Sowohl Maßnahmen zur Betrieblichen Gesundheitsförderung als auch Maßnahmen der Arbeitsplatzgestaltung können innerhalb und auch außerhalb des Unternehmens positive Auswirkungen haben (Prognos, 2005).

Tab. 1: Unternehmensinterne und -externe Effekte von Maßnahmen zur Betrieblichen Gesundheitsförderung

Foto: © Tierney - Fotolia.com

Anstatt sich aktiv mit der Work-Life-Balance auseinanderzusetzen, erkennt dennoch nicht jedes Unternehmen die Notwendigkeit, die Work-Life-Balance in ausreichendem Umfang zu fördern. Einer Studie zufolge sind 38 Prozent der 1.100 Befragten der Meinung, dass ihrem Arbeitgeber eine ausgewogene Work-Life-Balance seiner Mitarbeiter egal ist. Demgegenüber wählen 47 Prozent der Befragten, wenn sie sich zwischen zwei vergleichbaren Jobangeboten entscheiden müssen, das Unternehmen mit Work-LifeBalance-Kultur (Community Life, 2016). Darüber hinaus sind Stress sowie psychische Belastungen immer noch ein Tabuthema (INQA, 2012). Daher wundert es nicht, dass sich mehr Mitarbeiter wünschen, ihr Unternehmen würde sich bei dem wichtigen Thema Work-Life-Balance flexibler und anpassungsfähiger zeigen.

Unternehmensinterne Effekte

Unternehmensexterne Effekte

• Verbessertes Arrangement von Berufs- und Privatleben • Höhere Lern- und Beschäftigungsfähigkeit der Beschäftigten • Erschließung breiterer Beschäftigungspotenziale und Kompetenzen • Grundlage einer Kultur gegenseitigen Vertrauens und gegenseitiger Loyalität

• Erfolgreichere Kundenbeziehungen • Verbesserte Investorenbeziehungen • Positive Wahrnehmung der Unternehmen in der Gesellschaft

Der Weg zur Work-Life-Balance in Unternehmen Wer eine ausgeglichene Balance zwischen Beruf und Freizeit herstellen will, muss seine Zeit sinnvoll nutzen. Hierbei können Unternehmen ihre Mitarbeiter unterstützen, indem sie Freiräume schaffen und Maßnahmen zur Gesundheitsförderung anbieten. Es gibt viele Maßnahmen, mit denen Unternehmen eine ausgeglichene WorkLife-Balance fördern können, wesentlich ist jedoch ein gutes individuelles Ressourcenmanagement. Dies bedeutet sowohl für Unternehmen als auch für die Mitarbeiter selbst, dass persönliche, physische und psychische Ressourcen aufgebaut und gestärkt werden müssen.

Die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA, 2016b) konnte anhand empirischer Befunde Zusammenhänge zwischen Work-Life-Balance und psychischer Gesundheit, aber auch von Arbeitsbedingungen und Work-Life-Balance prüfen. Demzufolge hängt eine stärkere gegenseitige Bereicherung von Arbeit und Privatleben mit besserer psychischer Gesundheit zusammen.

Die Bandbreite an Work-Life-Balance-Instrumenten ist enorm. Im Überblick lassen sie sich in drei Gruppen gliedern (BMFSFJ, 2005): • Maßnahmen zur intelligenten Verteilung der Arbeitszeit im Lebenslauf und zu einer ergebnisorientierten Leistungserbringung • Maßnahmen zur Flexibilisierung von Zeit und Ort der Leistungserbringung • Maßnahmen, die auf Mitarbeiterbindung durch individuelle Laufbahnplanung, Förderung der Qualifikation und eine umfassende Sicherung der Beschäftigungsfähigkeit bei sich wandelnden Tätigkeitsanforderungen zielen

Eine weitere Studie belegt, dass sich Einflussmöglichkeiten von Beschäftigten auf die Arbeitszeitgestaltung sowie Planbarkeit und Vorhersehbarkeit der Arbeitszeit positiv auf die Gesundheit

Von Unternehmen angebotene Work-Life-Balance-Maßnahmen zielen darauf ab, „erfolgreiche Berufsbiografien unter Rücksichtnahme auf private, soziale, kulturelle und gesundheitliche

Wirkung von Work-Life-Balance-Maßnahmen

04/19

fitness MANAGEMENT international

27


FACHARTIKEL BGM

Erfordernisse zu ermöglichen. Ein ganz zentraler Aspekt in dieser grundsätzlichen Perspektive ist die Balance von Familie und Beruf“ (BMFSFJ, 2005, S. 4). Umfassende, integrierte Work-Life-Balance-Konzepte (vgl. Abb. 1) beinhalten hierbei bedarfsspezifisch ausgestaltete Arbeitszeitmodelle, eine angepasste Arbeitsorganisation, Modelle zur Flexibilisierung des Arbeitsortes, Führungsrichtlinien sowie weitere unterstützende und gesundheitspräventive Leistungen für die Beschäftigten (BMFSFJ, 2005, S. 4).

Flexible Arbeitszeitmodelle Sport- & Freizeitangebote

Sabbatical

WORKLIFEBALANCE

Coaching & Stressmanagement

GesundheitsChecks

Betriebsnahe Kinderbetreuung

Bildungsurlaub

Abb. 1: Exemplarische Maßnahmen zur Förderung der Work-Life-Balance (eigene Darstellung)

Bevor jedoch unreflektiert und wahllos Maßnahmen eingeführt werden, sollte vorab der Bedarf der Belegschaft an solchen Maßnahmen ermittelt werden. Hierbei empfehlen sich beispielsweise anonyme Mitarbeiterbefragungen, Gesundheitszirkel oder Interviews. Im Rahmen einer gesundheitsförderlichen Unternehmenskultur spielt Kommunikation eine erhebliche Rolle. Die Belegschaft muss flächendeckend über das Angebot und den Nutzen der Angebote informiert werden. Demnach müssen auch Führungskräfte aller Ebenen eines Unternehmens Work-Life-Balance-Maßnahmen positiv gegenüberstehen und diese unterstützen. Während beispielsweise flexible Arbeitszeiten gerade für Bürotätigkeiten tauglich sind, so muss in anderen Berufsfeldern, zum Beispiel bei Pflegeberufen oder Industriearbeitsplätzen, oftmals eher auf andere Work-Life-Balance-Maßnahmen ausgewichen werden.

Foto: © Tierney - Fotolia.com

Demnach muss zum Beispiel auch jedes Fitnessunternehmen für sich prüfen, welche Work-Life-Balance-Maßnahmen zu welchen Tätigkeiten passen. Dennoch sollte ein flächendeckendes Angebot für Mitarbeiter aller Tätigkeitsbereiche innerhalb eines Unternehmens ermöglicht werden, um Spannungsfelder zu vermeiden.

Work-Life-Balance als Baustein eines Betrieblichen Gesundheitsmanagements Dadurch, dass Bewerber der Generationen Y und Z bereits zum Berufseintritt Forderungen nach Work-Life-Balance und Gesundheitsmaßnahmen erheben, muss sich das Personalmanagement neuen Aufgaben stellen. Neben der klassischen Personalarbeit übernehmen Personalmanager oftmals auch die Aufgaben von Betrieblichen Gesundheitsmanagern, die für entsprechende Rahmenbedingungen und Maßnahmen sorgen müssen. Die Implementierung eines Betrieblichen Gesundheitsmanagements (BGM)

Tab. 2: Maßnahmen zur Förderung der Work-Life-Balance in Abhängigkeit von Tätigkeit und Schichtbetrieb

28

Tätigkeit

Mögliche Work-Life-Balance-Maßnahmen

Arbeitstätigkeit im produzierenden Gewerbe (inklusive Schichtbetrieb)

• Sabbatical • Flexible Kinderbetreuung • Familienfreundliche Schichtplangestaltung • Fitnessprogramme • Zeitmanagement-Seminare • Ferienprogramme für Kinder

Büroarbeitsplätze (im Nichtschichtbetrieb)

• Sabbatical • Flexible Arbeitszeiten • Telearbeit • Fitnessprogramme • Ferienprogramme für Kinder

04/19

fitness MANAGEMENT international


Fazit Gerade im Zuge einer sich verändernden Arbeitswelt nimmt die Work-Life-Balance einen nicht zu unterschätzenden Stellenwert ein. Während Unternehmen das Fundament legen können, indem neben Maßnahmen zur Arbeitsgestaltung und -organisation auch Maßnahmen zur Gesundheitsförderung angeboten werden, müssen Arbeitnehmer den Umgang mit Zeit erlernen, um eine ausbalancierte Trennung zwischen der Arbeitswelt und dem Privatleben voranzutreiben. Dafür ist es erforderlich, Work-Life-Balance-Konzepte in der Personalstrategie sowie in der Unternehmenskultur zu verankern und dass die Förderung der Work-Life-Balance als Führungsaufgabe wahrgenommen wird. Inwieweit Work-Life-Balance gefördert und gestaltet wird, hängt folglich von der Akzeptanz sowie der Kreativität der Unternehmen auch in der Fitnessbranche ab.

Sarah Staut Die Gesundheitswissenschaftlerin arbeitet als pädagogische Mitarbeiterin an der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement sowie der BSA-Akademie im Fachbereich Gesundheitsförderung/ BGM. Praktische Erfahrungen sammelte sie bereits in namhaften Unternehmen im Betrieblichen Eingliederungsmanagement sowie bei der Planung und Umsetzung betrieblicher Gesundheitsprogramme.

Foto: DHfPG/BSA

ist zur Steigerung der Arbeitgeberattraktivität nahezu unumgänglich. In Bezug auf Work-Life-Balance wird dem BGM eine zentrale Bedeutung beigemessen, gerade was die Planung, Umsetzung sowie Kontrolle solcher Maßnahmen betrifft. Im Rahmen des BGM können mithilfe von Analysen adäquate, an das Unternehmen angepasste Work-Life-Balance-Angebote abgeleitet werden, die im Sinne der Nachhaltigkeit dauerhaft implementiert sowie in regelmäßigen Abständen evaluiert und auf Erfolg kontrolliert werden sollten.

www.dhfpg-bsa.de

Auszug aus der Literaturliste Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA, 2016a). Arbeitszeitreport Deutschland 2016. Zugriff am 20.05.2019. Verfügbar unter https://www.presseportal.de/pm/103969/3451467 Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA, 2016b). Psychische Gesundheit in der Arbeitswelt. Work-Life-Balance. Dortmund/Berlin/Dresden: BAuA. Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (2005). Work-Life-Balance. Motor für wirtschaftliches Wachstum und gesellschaftliche Stabilität. Analyse der volkswirtschaftlichen Effekte – Zusammenfassung der Ergebnisse. Berlin: BMFSFJ. Community Life (2016). Strategien für eine gute Work-Life-Balance. Zugriff am 20.05.2019. Verfügbar unter https://www.communitylife.de/blog/gesund-und-sicher/work-life-balance Für eine vollständige Literaturliste kontaktieren Sie bitte marketing@dhfpg-bsa.de.

ANZEIGE


FACHARTIKEL PSYCHOLOGIE

Herausforderung oder ungenutztes Potenzial?

GENERATION Y

Arbeitnehmer auf der Suche nach dem Sinn

WARUM? Die Generation der 25- bis 39-Jährigen hinterfragt und eines steht fest: Sie bewegt! Unsere Zukunft liegt in ihren Händen und die Frage ist nicht mehr ob, sondern wie ihre Sinnfrage im Unternehmen integriert wird. Dies stellt auch für viele Fitnessstudios zunächst eine Herausforderung dar. Eine Herausforderung, die sich mit der richtigen Einstellung zu oftmals unerkanntem Potenzial entwickeln und den zukünftigen Erfolg prägend beeinflussen kann.

Foto: © Денис Бойко - Fotolia.com

K

eine Bezeichnung hat sich unter den vielen Namen für die Generation der Jahrgänge 1980 bis 1994 so durchgesetzt wie „Generation Y“. Sie verdankt den Namen ihrer hinterfragenden Haltung „Warum?“ (engl.: „Why“) – eine Frage, die auch ins Arbeitsleben integriert wird. Nicht nur gewohnte Abläufe und bestehende Strukturen werden ergründet, sondern alles wird auf den Prüfstand der großen Frage nach dem Sinn gestellt. Die Sinnfrage beschäftigt sich mit den fundamentalsten Aspekten des Lebens

30

04/19

fitness MANAGEMENT international

wie „Warum bin ich hier?“ oder auch „Wie führe ich ein erfülltes Leben?“ – Fragen, die bewegen und deren Antworten entscheidenden Einfluss auf die Motivation und Arbeitszufriedenheit ausüben. Natürlich bedarf es zur Berücksichtigung der Sinnfrage Offenheit gegenüber neuen Ansätzen. Es kann aufwendig oder unangenehm erscheinen, doch verbirgt sich genau hier enormes Potenzial. Die Zahl der Arbeitnehmer mit entsprechender Generationszugehörigkeit steigt stetig. Sie bilden die Zukunft der Unter-


Tab. 1: Generationen und ihre Prägungen

Merkmal

BABYBOOMER

GENERATION X

GENERATION Y

GENERATION Z

Jahrgang (Alter in 2019)

1946–1964 (55–73 Jahre)

1965–1979 (40–54 Jahre)

1980–1994 (25–39 Jahre)

ab 1995 (< 25 Jahre)

Prägungen

Wirtschaftswunder, die „68-er“-Revolution

Mauerfall, TV, Kalter Krieg

Internet, Handy, Digitale Revolution

Globalisierung, Klimawandel

nehmen auch in der Fitnessbranche und somit ist es nicht mehr eine Frage ob, sondern wie diese Generation integriert wird. Ein erweitertes Verständnis der „Gen Y“ ist notwendig und führt zu Erfolg versprechenden Entscheidungen.

Generationen-Mix: Kooperation oder Konfrontation? In Unternehmen treffen viele Generationen aufeinander und allgemein scheint es große Unterschiede bezüglich der Arbeitsmotivation sowie der Zuordnung verschiedener Charaktereigenschaften zu geben. Das erschwert das Personalmanagement und steht einer Erhöhung der Arbeitszufriedenheit entgegen. Die „Y-ler“ hinterfragen bestehende Strukturen und Denkweisen, die durch die „Babyboomer“ und „Gen X“ entwickelt wurden, schon bei Berufseinstieg. Vertreter der vorangegangenen Generationen identifizieren sich mit der Arbeit und weisen eine längere Betriebszugehörigkeit auf – die heutigen Unternehmen wurden durch sie und ihre Erfahrungen geprägt.

Inmitten der vermeintlichen Unterschiede erlangt folgende Aussage erhebliche Bedeutung: Fortschritt findet nicht dort statt, wo alle Beteiligten durchgehend derselben Meinung sind. Vielmehr vollzieht er sich in der kritischen und dennoch offenen Auseinandersetzung. Daher gilt es, einen offenen und verständnisvollen Umgang miteinander zu fördern, in dem sich die unterschiedlichen Persönlichkeiten, Gedankengänge und Talente erfolgreich zusammenbringen lassen.

Generation Y – Wertewandel und Anforderungen Die Frage nach den Wünschen und Erwartungen der „Y-ler“ kann nur allgemein beantwortet und der Individualität des Einzelnen nicht gerecht werden. Sie sind sehr heterogen aufgestellt und doch lassen sich allgemeine Merkmale zuordnen. Diese Merkmale sollten Fitnessunternehmen mit Bedacht behandeln und ihre Mitarbeiter als Individuum wahrnehmen und kennenlernen, denn „Schubladendenken“ ist in der Praxis fehl am Platze, unvollständig und teilweise sogar schädlich.

ANZEIGE


FACHARTIKEL PSYCHOLOGIE

Gute Arbeitsatmosphäre und Teamarbeit

Sinnvoller Job und Spaß

Selbstbestimmte Unabhängigkeit

thischem Leading vereint. Die neue Generation möchte (fachlich) geführt werden, jedoch steht sie absolut autoritären Hierarchien eher resistent gegenüber. So sollten „Mentoring“ sowie individuelles „Talentmanagement“ auch in kleineren Fitnessbetrieben zunehmend erfolgreich integriert werden. Es lohnt sich, die Interessen der ausführenden Organe, d. h. der Arbeitnehmer, zu berücksichtigen. Die Identifikation mit dem Unternehmensziel seitens der Arbeitnehmer führt unweigerlich zu mehr Engagement und Zufriedenheit, was letztendlich wirtschaftliche Erfolge hervorbringt.

Vereinbarkeit von Familie und Beruf

Fazit

Werte sind individuell und bestimmen unsere Motivation, Zufriedenheit und den erlebten Sinn bei Aufgaben, die mit diesen Werten im Einklang stehen. Mit entsprechendem Bewusstsein gilt es, die Werte der Y-ler genauso wie die der anderen Mitarbeiter zu erkennen. Das schafft oftmals ein besseres Verständnis dessen, warum sie so handeln, wie sie es tun. Allgemein ist ein klarer Wertetrend für die Berufseinsteiger zu erkennen: ein „langsamer Wertewandel vom Materialismus zum Postmaterialismus“ (Hardering, 2018, S. 78). Somit steht die Fitnessbranche ganz neuen Anforderungen gegenüber. Ja, sie fordern viel. Jedoch sind es Forderungen der zukünftigen Arbeitnehmer, die unter Berücksichtigung der Arbeitsmoral und der Arbeitgeberattraktivität bedient werden müssen. Im Kampf um junge Talente, die den Unternehmenserfolg sichern, erübrigt sich die Frage, ob es möglich ist. Vielmehr sollte der Fokus auf den Weg dorthin, also auf das wie, gelegt werden.

Herausforderung oder ungeahntes Potenzial? Die Berücksichtigung der Werte eines jeden Mitarbeiters stellt Fitnessstudios zum Beispiel vor eine entscheidende Aufgabe, die den betrieblichen Erfolg sowie die Mitarbeiterzufriedenheit maßgeblich beeinflusst. „Werteorientierte Führung“ sowie ehrlich gemeintes „Aktives Zuhören“ gehören zu den vielen neuen Soft Skills einer erfolgreichen Führung. Die Mitarbeiter werden es danken und von den Y-lern dürfen wertvolle Ressourcen wie Engagement, Wissbegierde und innovative Kreativität erwartet werden. Die Y-ler sind kontaktfreudig, beziehungsorientiert und wünschen sich Feedbackgespräche. Mit jedem Schritt in diese Richtung wird bei den jungen Arbeitnehmern weiteres ungeahntes Potenzial hervorgeholt und in das Unternehmen eingebracht. Hingegen können Versäumnisse auf dieser Ebene zu geringer Arbeitsmoral führen. Die Führungsfähigkeit stellt somit einen entscheidenden Faktor dar, damit sich Potenzial entfalten kann. Wie ein guter Gärtner sich nicht fragt ob, sondern unter welchen Umständen die Samen aufkeimen, dürfen sich die Fitnessunternehmen nicht fragen ob, sondern wie sich das vorhandene Potenzial der Mitarbeiter optimal entwickeln kann. Es gibt Gärtner, die sich beklagen und solche, die lernen und sich fragen: Wie wird es besser? Sich als Gärtner über die Wetterverhältnisse bzw. als Unternehmen über die Einstellung der Generation Y aufzuregen, lohnt sich nicht. Erfolgreich werden diejenigen sein, die genau hinsehen, akzeptieren und durch diese Erkenntnis das bisher noch ungeahnte Potenzial für Unternehmen und Mitarbeiter nutzen! Somit wird das Führen von Arbeitnehmern immer anspruchsvoller und zunehmend als eine Dienstleistung verstanden. Die Führungsansprüche schwanken zunehmend vom intellektuell-fachlich qualifizierten Chef hin zum Coach, der Betriebsinteresse mit empa32

04/19

fitness MANAGEMENT international

Schon bald wird die Generation Y vollständig in den Arbeitsmarkt integriert sein und einen zunehmend größeren Anteil der Belegschaft ausmachen. Die Suche nach dem Sinn, der dieser Generation zugesprochen wird, ist auch in den vorangegangenen Generationen zu finden, jedoch haben sich die Werte verändert. Diese richten sich nun zunehmend auf immaterielle Dinge. Da der Unternehmenserfolg maßgeblich von der Mitarbeitermotivation und -zufriedenheit sowie der Arbeitgeberattraktivität beeinflusst wird, gilt es, auf die hinterfragende Haltung jüngerer Arbeitnehmer sowie auf deren Wünsche einzugehen. Der Generation Y sind vor allem der Sinn- und Spaßaspekt bei der Arbeit wichtig. Y-ler fordern selbstbestimmte Freiheit sowie die Vereinbarkeit von Privatund Berufsleben. Gute Beziehungen wünschen sie sich auch am Arbeitsplatz. Sie wollen gehört werden und freuen sich über konstruktives Feedback. Die Erfüllung dieser Anforderungen wird mit den vielfältigen Potenzialen der jüngeren Generationen gedankt, die durch zielführendes Teambuilding noch weiter entfaltet werden können. Die zugeschriebenen Attribute der „älteren“ sowie der „jüngeren“ Generationen – Erfahrenheit und der Drang nach der Sinnintegration – verstärken sich gegenseitig. So dürfen sich die Fitnessunternehmen, die der Herausforderung Generation Y und ihrer hinterfragenden Einstellung positiv begegnen, an einem bisher ungeahnten Potenzial sowie einer erfolgreichen Zukunft erfreuen!

Marvin Bick Marvin Bick ist als Dozent, Autor und Tutor für die DHfPG sowie BSA-Akademie tätig. Außerdem begleitet er als selbstständiger Gesundheitscoach seine Kunden in ihren individuellen Entwicklungsprozessen zu mehr Gesundheit, Energie und Wohlbefinden.

Foto: DHfPG/BSA

Abb. 1: Generation Y – die wichtigsten Lebensaspekte

www.dhfpg-bsa.de

Literaturliste Hardering, F. (2018). Die Sinnsuche der Generation Y. In B. Badura, A. Ducki, H. Schröder, J. Klose & M. Meyer (Hrsg.), Fehlzeiten-Report 2018 (Bd. 36, S. 75–83). Berlin, Heidelberg: Springer Berlin Heidelberg. https://doi.org/10.1007/978-3-662-57388-4_6 IfD Allensbach (Statista – Das Statistik-Portal, Hrsg.). (2018). Was halten die 16- bis 26-Jährigen persönlich im Leben für besonders wichtig und erstrebenswert? Zugriff am 22.05.2019. Verfügbar unter https://de.statista.com/statistik/daten/studie/816718/umfrage/als-besonderswichtig-erachtete-aspekte-im-leben-bei-16-bis-26-jaehrigen/ Rauch, C. & Huber, T. (Signium International, Hrsg.). (2013). Generation Y. Das Selbstverständnis der Manager von morgen. Eine Trendstudie des Zukunftsinstituts. Zugriff am 23.05.2019. Verfügbar unter https://www.zukunftsinstitut.de/fileadmin/user_upload/Publikationen/Auftragsstudien/studie_generation_y_signium.pdf


HISTORIE DER BRANCHE

fM-REIHE – DIE HISTORIE DER FITNESSBRANCHE (TEIL 4)

PROFESSIONALISIERUNG DER BRANCHE SEIT DEN 80ERN BILDUNG, VERBAND, MEDIEN UND MESSEN

Die Vordenker der Fitnessbranche, die ersten nebenberuflichen Qualifikationen, die Verbandsgründung, die ersten Branchenmedien und Magazine sowie der Beginn der Branchenveranstaltungen und -messen trugen seit den 1980er-Jahren dazu bei, dass der oft belächelte „Muskelkult“ nach und nach zum Volkssport avancierte. Fitnesstraining war aber noch längst nicht gesamtgesellschaftlich akzeptiert. Um sich langfristig zu etablieren, brauchte es neben der öffentlichen Akzeptanz auch professionellere Strukturen. Hier wurden bis zur Jahrtausendwende wichtige Meilensteine gesetzt, die wir Ihnen in Teil 4 unserer Serie gerne näherbringen möchten.

O

hne den Einsatz, den Ideenreichtum und auch die Beharrlichkeit der Unternehmer der modernen deutschen Fitnessbewegung (siehe auch Teil 3 unserer Artikelserie) wäre unsere Branche keinesfalls so erfolgreich geworden. Die Liste der Namen ist lang und wir stellen Ihnen in diesem Artikel wieder einige ausgewählte Protagonisten dar, die zur Weiterentwicklung beigetragen haben.

Vorreiter wie Albert Busek haben diese Entwicklungen von den Anfängen der Bodybuilding-Wettkämpfe bis hin zur Professionalisierung in der Traineraus- und Weiterbildung über Jahrzehnte aktiv mitgeprägt und einen erheblichen Beitrag zur Professionalisierung innerhalb der Fitness- und Gesundheitsbranche geleistet. Albert Busek setzt sich seit mehr als 50 Jahren als langjähriger Chefredakteur und Fotograf von zahlreichen Fachmagazinen (Sportrevue, Sportjournal, Flex, Muscle & Fitness) sukzessive für die Popularisierung des gezielten Muskeltrainings ein.

Fotos: Busek-Archiv

Ihrer Zeit voraus – Vordenker und Treiber der Fitnessbewegung

Was wäre also treffender, als die relevanten Meilensteine nicht nur kurz geschichtlich aufzuarbeiten, sondern auch aus seiner ganz persönlichen Sicht als Zeitzeuge und Kämpfer für die Fitnessbranche zu beleuchten?

Pioniere in der Trainerqualifizierung – die BSA-Akademie Die BSA-Akademie, im Jahr 1983 von Albert Busek und Jürgen Raber als privates Bildungsunternehmen im Saarland gegründet, setzte mit dem Lehrgang „Fitnesstrainer-B-Lizenz“ in puncto Trainerqualifikation die Startmarke. Die innovative Gründungsidee von Albert Busek war angesichts der genannten gesellschaftlichen Entwicklungen gleichermaßen einfach wie einleuchtend und ein Weckruf für die gesamte Branche: Nur durch qualifizierte Trainer und einheitliche Standards könne man der kontinuierlich wachsenden Fitness- und Gesundheitsbranche gesellschaftlich, aber vor allem auch gesundheitspolitisch zu einer breiteren Akzeptanz und Anerkennung verhelfen. Die Teilnehmer des ersten Lehrgangs trafen in München auch Bodybuilding-Ikone Arnold Schwarzenegger (Lesen Sie hierzu auch Teil 2 unserer Serie). Die „Fitnesstrainer-B-Lizenz“ legte den Grundstein für einen Standard in der Qualifikation von Trainern, der weitere folgten: Seit 1987 sind alle BSA-Lehrgänge von der Zentralstelle für Fernunterricht (ZFU) staatlich geprüft und zugelassen. Die BSA-Akademie gehört seit mehr als 35 Jahren zu den führenden Aus- und Weiterbildungsanbietern der Branche und hat 1997 gemeinsam mit der IHK Saarland die erste öffentlich-rechtliche Berufsprüfung der Fitnessbranche etabliert – den „Fitnessfachwirt IHK“, der seither als Standard für die nebenberufliche Qualifikation von Führungskräften im Fitnessbereich gilt.

36

04/19

fitness MANAGEMENT international

Der erste Lehrgang „Fitnesstrainer-B-Lizenz“ 1983 in München mit Albert Busek und Arnold Schwarzenegger (vorne)


Lese „35 Ja tipp: hre DS SV” auf Se ite 42

DSSV – das politische Sprachrohr und die Interessenvertretung der Branche

Foto: DSSV e. V.

Ein weiterer wichtiger Meilenstein war die Gründung des Arbeitgeberverbandes deutscher Fitness- und Gesundheits-Anlagen e. V. (DSSV), die 1984 u. a. von Birgit Schwarze und Refit Kamberovic in Hamburg beschlossen wurde. Der DSSV fungiert seit seiner Gründung als Interessenvertretung und setzt sich als Europas größter Arbeitgeberverband der Fitness-Wirtschaft für die Belange der aktuell über 9.300 Studiobetreiber in Deutschland ein. Er zählt zu den Spitzenverbänden der deutschen Wirtschaft, ist seit 1999 Mitglied in der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA) und über die Arbeitgebervereinigung Business Europe in Brüssel auch auf EU-Ebene aktiv vertreten. Als Sozialpartner engagiert sich der DSSV für die Regulierungen in den Bereichen Sozial- bzw. Tarifpolitik sowie Berufsbildung. Er steht im ständigen Austausch mit der Öffentlichkeit, Das erste DSSV-Seminar „Lizenzierter Studioleiter” in Hamburg politischen Entscheidungsträgern, Verbänden und anderen Organisationen, um die Interessen der Branche bestmöglich zu vertreten. Seit 1987 ist der DSSV Herausgeber der „Eckdaten der deutschen Fitness-Wirtschaft“ und liefert damit wichtige ökonomische Kennzahlen als „Visitenkarte“ unserer Branche. Diese jährlich erhobenen Studienergebnisse und Marktkennzahlen tragen dazu bei, die Branche nach außen noch besser darzustellen und die Akzeptanz in der Politik, bei Banken, Investoren oder auch Krankenkassen als relevanter Wirtschaftszweig und Arbeitsmarkt nachhaltig zu festigen.

fitness MANAGEMENT international – das offizielle Verbandsorgan Fotos: fitness MANAGEMENT

Bereits im Jahr 1984 wurde der DSSV-Report ins Leben gerufen und an alle Fitnessstudios in der damaligen Bundesrepublik Deutschland versandt. Als Herausgeber dieses Reports versorgte der DSSV die Fitnessstudios mit Informationen über dessen Aktivitäten und aktuelle Entwicklungen der Branche. Zehn Jahre nach der ersten Ausgabe wurde der DSSV-Report 1994 aus vereinsrechtlichen Gründen von Birgit Schwarze und Refit Kamberovic in eine GbR ausgegliedert und firmierte fortan als fitness MANAGEMENT international, kurz fMi. Damit war nun auch der Versand an viele weitere Interessengruppen wie Trainer, die Fitnessindustrie und ausländische Fitnessstudiobetreiber möglich. Im Jahr 1995 erschien die erste Ausgabe der fitness MANAGEMENT international als offizielles Organ des DSSV e. V. Schnell etablierte sich das Fachmagazin in Deutschland und Europa. Durch ein Lizenzsystem schaffte es die fMi auch, in kürzester Zeit den osteuropäischen Markt zu durchdringen. Im Jahre 2018 wurde der Verteiler der deutschsprachigen Ausgabe um die Studierenden der DHfPG sowie die Lehrgangsteilnehmer der BSA-Akademie erweitert. Seither ist die fMi mit einer Auflage von rund 20.000 Exemplaren eines der führenden Fachmagazine.

3/2019

Juni/Juli

Nr. 143

EUR 9,-

sfr 14,-

C 31071

fitness MANAGEMENT international /2019 Nr. 14 Offizielles Organ DSSV e. V. und BfB e. V. Deutschland | Österreich | Schweiz

Als offizielles Organ des DSSV bietet die Publikation bis heute wissenschaftlich fundierte Fachartikel, Branchen-Know-how sowie Marktnews aus erster Hand. Die fMi agiert als Sprachrohr und Meinungsbildner der deutschsprachigen Fitness- und Gesundheitsbranche.

Lesen Sie mehr ab Seite 34

Fitness Starke Unternehmerinnen

Gesundheit Zielgruppe Outdoorsportler

Management E-Mail-Marketing: das Potenzial des Klassikers

Markt FIBO – Top-Event 2019, neues Hallenkonzept 2020

www.fitnessmanagement.de

Fitness Tribune – das Fachmagazin aus der Schweiz Parallel zur fitness MANAGEMENT international wurde die Fitness Tribune als Pendant in der Schweiz und in Österreich ins Leben gerufen. Im Jahr 1987 lancierte Jean-Pierre Schupp die erste Ausgabe der Fitness Tribune in der Schweiz. Damals war die Fitness Tribune noch kein Hochglanzmagazin wie heute, aber sie erfreute sich bereits einer interessierten Leserschaft. Schon damals galt sie als Pflichtlektüre für Entscheidungsträger und Führungskräfte, die in der Fitnessszene ihr Geld verdienten. 1994 erschien die Fitness Tribune erstmals als Hochglanzmagazin. Ein Jahr später wurde auch der Versand nach Österreich und Deutschland ermöglicht. Fortan wurde die Fitness Tribune an alle Fitnessstudios in der Schweiz und in Österreich sowie an eine ausgewählte Leserschaft in Deutschland vertrieben. Die Fitness Tribune ist das führende Fachmagazin in der Schweiz und in Österreich. Nach 30 Jahren verkaufte Jean-Pierre Schupp Fitness Tribune im September 2017 die Fitness Tribune an Roger Gestach von der Fitness-Experte AG. Seither wurde das Magazin inhaltlich und konzeptionell komplett überarbeitet und Roger Gestach bringt alle zwei Monate interessante und gut recherchierte Insidernews über die Entwicklungen der Fitnessbranche heraus.

04/19

fitness MANAGEMENT international

37

DSSV Risiko Scheinselbstständigkeit


HISTORIE DER BRANCHE

Fotos: Busek-Archiv

FIBO – vom innovativen Schmelztiegel zur internationalen Leitmesse

Die Erfolgsgeschichte der FIBO begann 1985 in Köln.

Wenn wir von relevanten Meilensteinen der Fitnesszeitgeschichte sprechen, darf die Geburtsstunde der FIBO auf keinen Fall fehlen. Ob die engagierten Gründer Kurt Thelen und Volker Ebener wohl schon 1985 bei der Premiere der FIBO in Köln an diese Erfolgsgeschichte geglaubt haben? Die beiden Unternehmer haben allen Widerständen bzw. Organisationsherausforderungen zum Trotz an ihrer Idee festgehalten und mit der Erstauflage den Startschuss für die heute weltweit größte Fachmesse für Fitness, Bodybuilding, Wellness und Gesundheit gegeben. Die erste FIBO war trotz zahlreicher Skeptiker ein voller Erfolg und musste zeitweise sogar wegen Überfüllung geschlossen werden. Ein Eintrittsticket kostete zwischen 10 und 15 Deutsche Mark und die circa 10.000 Besucher bekamen schon damals von 69 Ausstellern zahlreiche Geräte-Innovationen, Events und Show-Acts geboten. Bereits im zweiten Jahr knackte die Messe bei den Ausstellern die Hunderter-Marke und die Ausstellungsfläche wurde deutlich erweitert. Während in den Anfangsjahren die Themen Bodybuilding, Krafttraining, Nahrungsergänzung (NEM), Aerobic und Co. noch stark im Fokus standen, gewannen in den Folgejahren die Themen Gesundheit und Wellness zunehmend an Bedeutung. Die Gründer verkauften die FIBO im Mai 1990 an die Blenheim International Deutschland GmbH (heute: Reed Exhibitions Deutschland GmbH). Zwischen 1991 und 2012 gastierte die FIBO in Essen, bevor sie 2013 wieder an ihre alte Wirkungsstätte zurückkehrte, wo sie jährlich das absolute Event-Highlight der Branche darstellt und das Who`s who der internationalen Fitnesswelt versammelt.

Der erste offene Fachkongress und andere Branchenevents Im Jahr 1986 etablierte sich eine weitere bedeutende Branchenveranstaltung, die es allerdings im Gegensatz zur FIBO heute nicht mehr gibt: die Bodylife-Fachtagung, bzw. der daraus entstandene Bodylife-Kongress, der auch kurz als die „Bodylife“ bezeichnet wurde. Die treibende Kraft hinter dem Event war Hubert Horn. Er rief die Fachtagung im Badhotel „Zum Hirsch“ in Baden-Baden ins Leben. Bei der Premiere waren genau 268 Teilnehmer anwesend und es gab nur einen einzigen Referenten: den Amerikaner Mike Chaet. Durch die große Resonanz auf diesen ersten Event fand die nachfolgende Veranstaltung bereits im Kongresszentrum Baden-Baden statt. Später wurde die „Bodylife“ in Karlsruhe im sehr repräsentativen Kongresszentrum inklusive einer großen Aerobic-Convention und einer Ausstellung abgehalten. Als Multiunternehmer in der Fitnessbranche betrieb Hubert Horn neben seinem Studio in Bruchsal u. a. auch eine Druckerei, die Fachzeitschrift „Bodylife“, sowie eine Marketing- und Unternehmensberatung. Im Jahr 2000 entwickelte Hubert Horn mit Meet The Top eine weitere richtungsweisende Branchenveranstaltung, die ein Netzwerktreffen nach dem Speed-Dating-Prinzip bietet. 2001 verkaufte Hubert Horn die Fachzeitschrift „Bodylife“ an den G. Braun Verlag (heute Health and Beauty Group). Jedoch veranstaltete er weiterhin den Bodylife-Kongress, der aufgrund verschiedener Marktveränderungen und der zunehmenden Bedeutung von Meet The Top im Jahr 2006 eingestellt wurde. Parallel dazu gründete er mit der „Bodymedia“ ein weiteres Fachmagazin.

Never stop growing – Fitness auf dem Weg ins neue Jahrtausend Seit den 1980er-Jahren ist unsere Branche bunter, vielfältiger und vor allem auch deutlich professioneller geworden. Die Branche hat sich selbst organisiert, strukturiert und neue Kommunikationswege bzw. Netzwerke geschaffen. Nach unseren Meilensteinen beleuchten wir in Teil 5 der Serie die Entstehung der nationalen Fitnessketten, die ihrerseits dazu beigetragen haben, Fitnesstraining flächendeckend anzubieten und den Markt weiter zu stärken.

Florian Schmidt

Arbeitgeberverband Deutscher Fitness- und Gesundheits-Anlagen e. V. (DSSV)(2019). Geschichte des Fitnesstrainings und Gründung des DSSV. Zugriff am 07.07 unter https://www.dssv.de/

Florian Schmidt absolvierte nach einem Studium im Hotelmanagement und mehreren Jahren Berufserfahrung in der internationalen Hotellerie zusätzlich ein Master-Studium in Sportwissenschaft. Er ist als Dozent, Wissenschaftsredakteur und Tutor für die Deutsche Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement/BSA-Akademie tätig.

Behringer, W. (2012). Kulturgeschichte des Sports: vom antiken Olympia bis zur Gegenwart. München: C. H. Beck Verlag. Geest, G. von der. (2012). Fitness-Bewegung. Vom Ursprung der „Mucki-Buden”, Ärztezeitung. Zugriff am 07.01.2019. Verfügbar unter https://www.aerztezeitung.de/panorama/article/822800/ fitness-bewegung-ursprung-mucki-buden.html Stemper, T. (2017). Sport für alle – in kommerziellen Fitnessanlagen. In D. H. Jütting & M. Krüger (Hrsg.), Sport für alle. Idee und Wirklichkeit (Edition global-lokale Sportkultur, Band 31). Münster: Waxmann. Für eine vollständige Literaturliste kontaktieren Sie bitte marketing@dhfpg-bsa.de.

38

04/19

fitness MANAGEMENT international

www.dhfpg-bsa.de

Foto: DHfPG/BSA

Auszug aus der Literaturliste


Fotos: Busek-Archiv

Kommentar von Albert Busek: „MUSKEL“-MEDIEN Seit den Zeiten von Eugen Sandow haben Bücher und vor allem Magazine ganz wesentlich zur Popularisierung und damit zur Entwicklung des umfassenden und gezielten Körpertrainings beigetragen. Zum Thema „Physical Fitness“ erschienen in England bereits Ende des 19. Jahrhunderts die ersten Zeitschriften, u. a. auch die Zeitschrift von Sandow. Die 1898 gegründete „Health and Strength“ hat sich bis in die Gegenwart gehalten und wurde sogar während des 2. Weltkrieges aufgelegt. In Deutschland gab Kaiser Wilhelm II. die Maxime aus: „Wir wollen eine kräftige Generation!“ Ab 1900 erschien die Zeitschrift „Kraft und Schönheit“, wobei der damalige Zeitgeist von „Zucht und Ordnung“ mitbestimmend war. Wie in den vorangegangenen Teilen berichtet, begann die Entwicklung des Körpertrainings unter dem von Sandow geprägten Begriff „Bodybuilding“ in Deutschland erst Mitte der Fünfzigerjahre. Das erste deutsche Bodybuilding-Magazin war „Herkules“, das 1957 von Rolf Putziger in Berlin herausgegeben wurde. Berlin war damals eine erste Bodybuilding-Hochburg. Bereits 1956 hatte der 1932 in Graz geborene Leopold „Poldi“ Merc das erste Bodybuilding-Studio in Berlin gegründet (das zweite in Deutschland nach Harry Gelbfarbs Studiogründung 1955 in Schweinfurt). Anlässlich der 1966 parallel zur Gewichtheber-WM ausgetragenen Mr. Universum-Wahl in Berlin kam auch Teilnehmer Arnold Schwarzenegger ins Studio von Poldi. 1964 gewann Poldi als erster deutschsprachiger Bodybuilder den Mr. Universum-Titel in London (Profi, kleine Klasse). Poldi lag Zeit seines Lebens die individuelle Betreuung am Herzen – er kann als erster Personal Trainer Deutschlands angesehen werden. Nachfolger von „Herkules“ war dann „Sport & Kraft“, die zunächst wie „Herkules“ im DIN-A5-Format und später dann im DIN-A4-Format erschien (insgesamt 68 Ausgaben). 1960 präsentierte sich die US-Firma Weider auf dem deutschen Markt und publizierte die deutsche Ausgabe ihres US-Magazins „Muscle Builder“ unter dem Namen „Der Muskelbilder“. Es konnte sich einige Jahre halten, aber nach 43 Ausgaben war Schluss. Neben der „Fox’ Tönenden-Wochenschau“ im Kino wurde damals ausschließlich in Zeitschriften und Büchern über Bodybuilding und Fitness berichtet, das Internet war noch ferne Zukunft.

Ab Oktober 1964 machte ich mein Hobby zum Beruf und „lebte“ bis Juni 2017 als Redakteur, Fotograf und „Magazinmacher“ für verschiedene Medien meinen beruflichen Traum. Seit dieser Zeit versuchten viele Einzelper-

Mit der Ausgabe 106 erschien im September 1977 die SPORTREVUE in neuer Konzeption. Sie wurde in den folgenden Jahren zum „Motor“ der Branche, wie ich in der 200. Ausgabe in einer Retrospektive formulierte. In der ersten Hälfte der Neunzigerjahre war die SPORTREUVE mit einer durchschnittlich verbreiteten Druckauflage von 140.000 Exemplaren der überragende Marktführer. Dieser Erfolg rief die größeren Verlage auf den Plan und in rascher Folge erschienen ab 1994 „Fit for Fun“ und „Men’s Health“. In dieser Zeit startete auch die amerikanische Firma Weider mit der inzwischen auf „Muscle & Fitness“ umbenannten Zeitschrift erneut auf dem deutschen Markt – zunächst mit mäßigem Erfolg, jedoch ab 2002 zunehmend erfolgreicher. Zusätzlich brachte sie „FLEX“ als deutsche Ausgabe auf den Markt (ein erster Versuch in 1987 wurde nach drei Jahren beendet). Bereits in den Achtzigerjahren erschienen die ersten Insider-Fachmagazine für den deutschen Fitnessmarkt, die sehr schnell ganz wesentlich zur Stabilisierung und Professionalisierung vor allem des Studiomarktes beitrugen, wie z. B. fitness MANAGEMENT international, Fitness Tribune und medical fitness and health care. Von einer Gruppe weniger Enthusiasten Ende der Fünfzigerjahre ist das gezielte Körpertraining in Deutschland zum Volkssport mit über 11 Millionen Aktiven geworden. In mehr als sechs Jahrzehnten haben die Medien zu jeder Zeit entscheidend zu diesem einzigartigen Erfolg beigetragen. Die Technologie hat sich dramatisch gewandelt, aber hochwertige, verifizierbare Inhalte und Informationen sind begehrter denn je. Ebenso die Aus- und Weiterbildung. It’s just the beginning.

Foto: Klaudia Lech

Nach einem Rechtsstreit mit dem neuen Inhaber von „Sport & Kraft“ gründete Rolf Putziger 1963 die „Kraftsport Revue“, bei der ich von Anfang an neben meinem Studium mitarbeitete. Ich erinnere mich noch gut daran, als ich am 22. November 1963 am späten Abend im damaligen „Universum-Sportstudio“ in der Schillerstraße in München die Nr. 1 in Händen hielt und beim Durchblättern im Radio die Meldung kam, dass Präsident John F. Kennedy erschossen wurde.

sonen und Firmen, eigenständige Publikumszeitschriften mit „Muskel-Themen“ auf den deutschen Markt zu bringen, die sich aber nicht dauerhaft halten konnten, darunter u. a. Athletik 2000, Der Kulturist, Kraftsport Magazin, Vita Sport, Posedown, Body Style, Sport + Training, Bodysport International, Gym. Ab Dezember 1969 wurde mit Nr. 60 aus der „Kraftsport Revue“ die „SPORTREVUE“. Nur zwei Magazine konnten sich daneben – zumindest etwas länger als die übrigen – am Markt halten: Athletik Sportjournal (1967–1983 mit 92 Ausgaben) sowie Sport + Fitness.

Albert Busek Albert Busek ist u. a. Unternehmer, Studiobesitzer, Gründer der BSA-Akademie und einer der Wegbereiter des Bodybuildings in Deutschland. Als Sportfunktionär bei Bodybuilding-Meisterschaften trat er erstmals 1960 in Erscheinung. Als langjähriger Präsident des Deutschen Bodybuilding- und Fitnessverbandes (DBFV) sowie Herausgeber und Chefredakteur mehrerer Bodybuilding-Zeitschriften stieg er zu einem der einflussreichsten Funktionäre der deutschen Kraftsportszene auf.

04/19

fitness MANAGEMENT international

39


JUBILÄUM

Erster Besuch der IHRSA in den USA

Deutscher Arbeitgebertag mit Prof. Dr. Hundt (2. v. l.)

Rudern für den guten Zweck mit Ralf Möller (Mitte) auf der FIBO

Der DSSV besucht Joe Weider (r.) in seiner Firmenzentrale in Los Angeles

DSSV-Event an der Türkischen Riviera

Das erste professionelle DSSV-Büro am Großmoorbogen in Hamburg

Der Arbeitgeberverband deutscher Fitness- und Gesundheits-Anlagen feiert Jubiläum

35

Jahre DSSV Die Gründungszeit 1984 Refit Kamberovic und Birgit Schwarze gründen den DSSV e. V. in Hamburg. Als offizielles Forum des DSSV wird der DSSV-Report herausgegeben und deutschlandweit an alle Fitnessstudios versandt.

DSSV-Gründer Refit Kamberovic

„Die Leute lieben Fitness, aber sie wissen nicht, wie sie ein Studio gründen sollen. Wie viel Geld brauche ich? Und welche Räumlichkeiten, welche Geräte usw.?“, so beschreibt DSSV-Gründer Refit Kamberovic, wie es zur Gründung des Verbandes kam. „Etwa 1979/80 kam der Gedanke auf, dass jede Branche eine Anlaufstelle für Ideen braucht, um sich zu entfalten und auch eine Institution, die sie nach außen vertritt […] und es folgte der Impuls, über einen Verband nachzudenken. Wir brauchten eine Interessenvertretung. Den Verband haben wir dann 1984 gegründet.“ „In einem zweiten Schritt haben wir dann festgestellt, dass man den Leuten erklären muss, wie sie trainieren sollen. Zum Glück haben wir uns damals sehr schnell mit unseren heutigen Bildungspartnern BSA-Akademie und Deutsche Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement zusammengefunden, die diesen Bereich im deutschsprachigen Raum flächendeckend bedienen.“ 42

04/19

fitness MANAGEMENT international

Die erste Ausbildung „Lizenzierter Studioleiter DSSV“ wird in Hamburg durchgeführt. Als weitere Ausbildungsorte kommen Tübingen, Bonn, München und Berlin hinzu. 1987 Der DSSV wird Mitglied in der „Landesvereinigung der Arbeitgeberverbände in Hamburg“, der „Deutschen Gesellschaft für Freizeit“ und im „Europaverband der Selbstständigen“. Die Eckdaten-Studie wird erstmalig herausgegeben. Die jährlich erscheinende Publikation gibt der gesamten Branche und der Öffentlichkeit einen Überblick über den deutschen Fitnessmarkt. Das Deutsche Institut für Normung (DIN) gründet den Ausschuss „Trainingsgeräte“. Refit Kamberovic wird als Sachverständiger in den Ausschuss berufen. Der DSSV vereinbart mit der Gesellschaft für musikalische Aufführungs- und mechanische Vervielfältigungsrechte (GEMA) einen Gesamtvertrag und handelt für alle Mitgliedsbetriebe den höchstmöglichen Gebührenrabatt von 20 Prozent aus.


Treffen mit Ralf Möller und Joe Weider (2. und 3. v. l.)

Weiteres DSSV-Event an der Türkischen Riviera

Das erste Team des DSSV am Großmoorbogen in Hamburg

Der erste DSSV-Report im Jahr 1984

DSSV-Gründer und Hauptgeschäftsführer Refit Kamberovic

Der DSSV/fMi-Stand auf der FIBO in Essen Fotos: DSSV e. V.

Die Fitnessbranche hat in den vergangenen Jahren viel bewegt und alles spricht dafür, dass Fitness, Gesundheit und Prävention auch in Zukunft eine herausragende Bedeutung im Gesellschaftsund Wirtschaftssystem der Bundesrepublik Deutschland einnehmen werden. Der DSSV e. V. hat einen großen Anteil an dieser Entwicklung. Seit 1984 vertritt der Verband die Interessen der Fitness- und Gesundheitsbranche. Der DSSV ist Europas größter Arbeitgeberverband für die Fitness-Wirtschaft, zählt zu den Spitzenverbänden der deutschen Wirtschaft, ist Mitglied der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände und über die Arbeitgebervereinigung BusinessEurope auf EU-Ebene vertreten. fitness MANAGEMENT wirft einen Blick auf die Meilensteine dieser 35-jährigen Erfolgsgeschichte.

1988 Der DSSV gründet die European Fitness Centre Association (EFCA) als Interessenvertretung der nationalen Verbände in Europa. Das Bildungs-Institut DSSV wird als eigenständige Organisation für die Ausbildung ins Leben gerufen und ist Mitglied im Institut für Sozial- und Bildungspolitik. Rund 5.000 Seminarteilnehmer werden pro Jahr betreut. Neben den Grundausbildungen „Lizenzierter Studioleiter DSSV“ und „Lizenzierter Fitness-Lehrer“ werden auch spezielle Sonderausbildungen angeboten.

Die „Wende“ bringt zusätzliche Impulse 1989 Der DSSV veranstaltet sein erstes Existenzgründungsseminar in der DDR – noch vor dem Mauerfall. Es folgen hunderte Veranstaltungen in den alten und neuen Bundesländern sowie Beratungen zur Neugründung von Fitnessstudios.

Vor 35 Jahren – an einem kalten Wintertag 1984 – versammelte Gründervater Refit Kamberovic sechs Menschen in Sahlings Gasthaus im Hamburger Stadtteil Harburg um sich: einen Rechtsanwalt, einen Steuerberater, einen Mediziner, einen Versicherungskaufmann, einen Beamten und mich. Wir verlasen die Satzung eines eingetragenen Vereins und unterschrieben das Gründungsprotokoll: Der DSSV – Deutscher Sportstudio Verband – war aus der Taufe gehoben.

1990 Prof. Dr. Michael Hamm und Prof. Dr. Jörg Meier entwickeln zusammen mit dem DSSV das erste computerunterstützte Ernährungsprogramm und den ersten computerunterstützten Ernährungstest.

Einzig Refit Kamberovic hatte eine klare Vision, wohin diese Reise gehen sollte. Alle anderen waren einverstanden und bereit, mitzuarbeiten und ein kleines privates Startkapital beizusteuern; man hatte nicht viel zu verlieren. Niemand ahnte aber, dass aus dieser Vereinsgründung einige Jahre später Europas größter Arbeitgeberverband für Fitness- und Gesundheits-Anlagen werden würde.

1992 Der DSSV richtet die erste „DSSV-Fachtagung der deutschen Fitness-Wirtschaft“ aus. Im Hotel Lindtner in Hamburg sprechen 15 ausgewählte Studiobesitzer und Experten über die Fitnessbranche.

Und, weil man leicht vergisst, möchten wir Ihnen hiermit einen kleinen Abriss der vergangenen 35 Jahre über die Aktivitäten der Menschen im DSSV geben – und uns allen weiterhin viel Erfolg für unsere Branche und unsere gemeinsame zukünftige Arbeit wünschen!

1994 Das Bildungs-Institut DSSV wird Mitglied im Verein „Weiterbildung Hamburg e. V.“ und trägt das Gütesiegel der Handelskammer.

Ihre Birgit Schwarze Präsidentin DSSV e. V.

04/19

fitness MANAGEMENT international

43


JUBILÄUM

Interview mit Ralf Möller (l.) in Santa Monica

Besuch der IHRSA mit Johannes Marx (DHfPG, l.) und Paul Eigenmann (r.)

DSSV/fMi-Erfolgskongress im Jahr 2000 in Hamburg

Das erste DSSV-Seminar „Lizenzierter Studioleiter” in Hamburg

DSSV-Event in Rimini

Das erste DSSV-Seminar „Lizenzierter Studioleiter” in Tübingen

Der DSSV veranstaltet gemeinsam mit dem BSA Lehrzentrum, dem Deutschen Aerobic Verband (DAV), der FIBO und Eurofit erstmalig den „Welt Fitness Kongress“ im Messezentrum Nürnberg. Das Know-how der Partner richtet sich an Studiobesitzer, Manager, Instruktoren und Trainer.

fitness MANAGEMENT startet

Bildungs-Instituts DSSV. Damit sind auch aufbauende Lehrgänge zum Fitnessfachwirt und Fachwirt für Prävention und Gesundheitsförderung mit öffentlich-rechtlicher Prüfung vor der Industrie- und Handelskammer (IHK) im Ausbildungsangebot, ebenso die Bachelor- und Master-Studiengänge an der DHfPG. Durch die Kooperation wird die Basis für eine Steigerung der Akzeptanz der gesamten Fitness- und Gesundheitsbranche in der Gesellschaft geschaffen.

1995 Die erste Ausgabe der „fitness MANAGEMENT international“ erscheint als offizielles Organ des DSSV e. V. Das Fachmagazin etabliert sich schnell als eine der führenden Branchenzeitschriften in Deutschland und Europa.

Der DSSV schließt mit der VG Media einen Rahmenvertrag ab und bietet seinen Mitgliedern den höchstmöglichen Gebührenrabatt von 20 Prozent.

1999 Der DSSV wird Mitglied in der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA), um sich verstärkt für die Belange der Fitness-Wirtschaft in der Sozial- und Bildungspolitik auf Bundesebene einzusetzen. 2000 Durch die Mitwirkung des DSSV wird die duale Erstausbildung „Sport- und Fitnesskaufmann“ ins Leben gerufen. DSSV-Präsidentin Birgit Schwarze wird als Sachverständige des Bundes zur Neuordnung des Berufsbildes in das Bundesinstitut für Berufsbildung berufen. 2005 DSSV-Präsidentin Birgit Schwarze und Geschäftsführer Refit Kamberovic besuchen den Bundestag in Berlin und führen konstruktive Gespräche mit dem Vorsitzenden des Gesundheitsausschusses Andreas Storm, dem stellvertretenden Vorsitzenden Wolfgang Zöller sowie mit Mitgliedern des Sportausschusses der SPD-Bundestagsfraktion.

Bildungspartnerschaft, bundesweite Aktionen und starke Netzwerke

44

Zusammen mit der Barmer Krankenkasse, dem ZDF und der Bild am Sonntag startet der DSSV die deutschlandweite Aktion „Deutschland bewegt sich“. Die Aktion für Fitnessstudios zur Kundenbindung und Mitgliedergewinnung wird durch Beiträge in der Mitgliederzeitung der Barmer, eine gesonderte Journalbeilage in der Bild am Sonntag sowie Trailer-Schaltungen im ZDF intensiv beworben. Aufgrund des Erfolgs wird die Aktion im Jahr 2008 wiederholt. Der DSSV bringt seine Mitglieder beim Event „Türkische Riviera“ zusammen. Damit legt der DSSV den Grundstein für die Studioreisen mit Studiobetreibern und Fördermitgliedern. In angenehmer Atmosphäre tauschen sich die Teilnehmer aus und knüpfen neue Kontakte. Ein Jahr später begrüßt der DSSV schon mehr als 200 Mitglieder als Gäste an der Türkischen Riviera.

Die politische Arbeit wird intensiviert 2008 DSSV-Präsidentin Birgit Schwarze wird zum Mitglied des Kuratoriums der DHfPG ernannt.

2007 Der „Lizenzierte Fitness-Trainer DSSV“ wird Bestandteil des Ausbildungsberufes „Sport- und Fitnesskaufmann“. Der Ausbildungsberuf „Sportfachmann“ kommt neu hinzu.

DSSV-Geschäftsführer Refit Kamberovic wird Sachverständiger im Ausschuss „Fitnessanlagen“ beim Deutschen Institut für Normung (DIN) in Berlin.

Die BSA-Akademie und die Deutsche Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement (DHfPG) werden offizielle Bildungspartner des DSSV und übernehmen die bisherige Aufgabe des

Zusammen mit der DHfPG bringt der DSSV mehr als 500.000 Broschüren „Was Sie über Krafttraining wissen sollten“ in Umlauf. Die Aufklärungsbroschüre beschreibt fachlich kompetent und ver-

04/19

fitness MANAGEMENT international


Sabrina Fütterer (4. v. l.) wird vereidigte Sachverständige

Parlamentarischer Abend in Berlin mit Prof. Dr. Wessinghage (2. v. l.)

2. Deutscher Fitnesstag mit Minister Heiner Geißler (2. v. r.)

Der DSSV-Gala-Abend in Köln

DSSV/fMi-Weihnachtsfeier in Hamburg

Präsentation der „Eckdaten” in Köln Fotos: DSSV e. V.

35 ständlich die gesundheitspositiven Effekte des Krafttrainings, um in der Gesellschaft bestehende Vorurteile abzubauen. 2013 Das Ziel des zweiten Parlamentarischen Abends in Berlin ist es, die maßgeblichen politischen Entscheider aus dem Bereich Gesundheit besser kennenzulernen. Dabei werden die Wichtigkeit der Fitnessbranche und der präventive Nutzen des Fitnesstrainings als entscheidende Faktoren für die Entlastung des Gesundheitssystems hervorgehoben. 2014 DSSV-Präsidentin Birgit Schwarze und die Mitglieder des DSSV-Gesundheitsausschusses Prof. Dr. Bernhard Allmann und Tobias Niemann treffen sich mit dem Verwaltungsratsvorsitzenden des GKV-Spitzenverbandes Dr. Volker Hansen, um die Ausweitung des Leitfadens Prävention und die Bedeutung des § 20 SGB V für die Fitnessbranche zu diskutieren. 2015 Der DSSV beteiligt sich maßgeblich an der Entwicklung der DIN-Norm 33961. Die demokratisch legitimierte Norm für Fitnessstudios regelt unter anderem Betreuungskonzepte, Trainingsplanung und Ausstattung. Nach DIN-Norm geprüfte Fitness-Anlagen bieten einen gesicherten Qualitätsstandard. Die BSA-Zert, Kooperationspartner des DSSV, ist mit dem Zertifizierungsprogramm „ZertFit“ die derzeit einzige Zertifizierungsstelle, die von der Deutschen Akkreditierungsstelle (DAkkS) für die Zertifizierung nach DIN-Norm 33961 akkreditiert ist.

Deutsche Fitnessstudios „knacken“ die 10-Millionen-Mitglieder-Marke 2017 Gemeinsam mit seinen Partnern Deloitte und DHfPG kann der DSSV verkünden: „Erstmals mehr als 10 Millionen Mitglieder in deutschen Fitnessstudios“. Dank hoher Qualität, intensiver Betreuung und hervorragender Ausstattung hat die Fitnessbranche diese Schallmauer durchbrochen. Die Prognose des DSSV lautet 2017: 12 Millionen Mitglieder in deutschen Fitness- und Gesundheits-Anlagen bis 2020. 2018 In Berlin findet eine Veranstaltung des Spitzenverbandes der gesetzlichen Krankenkassen (GKV) zur „Weiterentwicklung der

Jahre DSSV

Anbieterqualifikation im Leitfaden Prävention“ statt. Der GKV-Spitzenverband informiert über geplante Änderungen, wer zukünftig zur Durchführung von Präventionsmaßnahmen nach § 20 SGB V in den Handlungsfeldern Bewegungsgewohnheiten, Ernährung, Stressbewältigung und Suchtmittelkonsum berechtigt ist. Zur Diskussion der Neuerungen ist der DSSV mit dabei. Um der zunehmenden Heterogenität der Berufsausbildungs- und Studienangebote Rechnung zu tragen, wird der GKV-Spitzenverband die Anbieterqualifikationen anpassen. Der DSSV nimmt am Deutschen Arbeitgebertag in Berlin teil. Rund 1.500 Spitzenvertreter aus Wirtschaft und Politik kommen bei der wichtigsten wirtschaftspolitischen Tagung in Deutschland zusammen. Die Redner des Arbeitgebertages 2018 – darunter Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel, der FDP-Vorsitzende Christian Lindner und die SPD-Vorsitzende Andrea Nahles – referieren über den digitalen Wandel, Deutschlands Position in Europa und der Welt sowie Ideen für Deutschland.

Der DSSV macht die Studios fit für die Zukunft 2019 Die Vereinigung der Unternehmensverbände in Hamburg und Schleswig-Holstein empfängt Größen aus Politik und Wirtschaft aus dem norddeutschen Raum zum Neujahrsempfang. Die Sprecher Dr. Peter Tschentscher, erster Bürgermeister Hamburgs, und Daniel Günther, Ministerpräsident des Landes Schleswig-Holstein, sprachen über das Veranstaltungsthema „Wirtschaftliche und gesellschaftspolitische Herausforderungen für das Jahr 2019“. Unter den 300 geladenen Gästen waren auch Birgit Schwarze, Präsidentin DSSV, und Refit Kamberovic, Hauptgeschäftsführer DSSV. Der DSSV präsentiert zusammen mit der DHfPG und Deloitte die Eckdaten der deutschen Fitness-Wirtschaft 2018. Deutsche Fitnessstudios verzeichnen erstmals mehr als 11 Millionen Mitglieder. Beim DSSV-Forum ZUKUNFT halten namhafte Studiobesitzer herausragende Referate über Themen aus ihrer Studiopraxis. Die Teilnehmer sind begeistert von der seriösen Darstellung und dem großen Nutzen dieser Veranstaltung. Weitere werden folgen! 04/19

fitness MANAGEMENT international

45


ONLINE-MARKETING

Foto: yanalya - freepik.com

Wie Sie „InstaGRAMM-Muskeln“ aufbauen und mehr Follower gewinnen

Instagram Wachstumsstrategie – die besten Praxistipps Instagram hat sich in weniger als zehn Jahren von der Online-Bilder-App zu einer weltweit agierenden Social-Media-Plattform entwickelt. Deshalb wird es für Fitnessstudios heute immer wichtiger, auf diesem relevanten Kanal aktiv zu sein. Viele Betreiber haben einen Account, nutzen diesen bisher jedoch nicht in vollem Umfang, da anderen Marketingaktivitäten häufig eine höhere Priorität eingeräumt wird. Die Marketingpotenziale eines eigenen Instagram-Accounts bieten bei einem relativ überschaubaren Zeitaufwand aber große Chancen, um Fans und neue Mitglieder für das eigene Studio zu gewinnen.

A

nfangs wurde Instagram vornehmlich von Fotografen, dann immer mehr von jüngeren, digital-affinen Menschen genutzt. Heute sind jegliche relevante Zielgruppen auf dem Kanal aktiv und die Plattform expandiert weiter. Im Vergleich zu Snapchat und Facebook weist Instagram ein höheres Nutzerengagement auf und kann Kaufentscheidungen potenzieller Kunden aktiv beeinflussen.

Status quo Instagram-Marketing Der Social-Media-Kanal Instagram, der sich erst durch sei seine gezielte Visualisierung „so richtig“ etablierte, erreichte im Juni 2018 die magische Marke von einer Milliarde Nut Nutzer. Instagram verzeichnet im Vergleich zu Facebook ein höheres durchschnittliches Engagement pro Post (Likes, Kommentare, Zeitinvestment pro Nutzer) und erfreut sich generationsübergreifend wachsender Beliebtheit. Jeder vierte junge Erwachsene nutzt einer aktuellen Befragung zufolge die Plattform als wichtige Nachrichtenquelle. Gleichzeitig erlebt Facebook seit Jahren einen 46

04/19

fitness MANAGEMENT international

Einbruch an organischer Reichweite, d. h. die „normal“ geposteten Beiträge werden immer weniger Personen angezeigt. Von über 15 Prozent erreichter Facebook-Fans einer Seite im Jahr 2012 sank dieser Wert bei Facebook bis heute unter die 1-Prozent-Grenze. Facebook erhoffte sich durch entsprechende Anpassungen einen höheren Einsatz von Facebook-Ads, sprich höhere Werbeeinnahmen. Da bisher die Reichweite bei Instagram aber weitestgehend stabil geblieben ist, bekommt Facebook dadurch immer mehr Konkurrenz. Neuerungen wie Instagram LIVE oder Instagram TV (IGTV) bieten gerade für Marketingzwecke neue Möglichkeiten, die für Studiobetreiber immer interessanter werden. Die folgenden Punkte zeigen Ihnen, wie Sie auch ohne den Einsatz eines großen Marketingbudgets natürliches Wachstum auf Instagram generieren und von den Möglichkeiten der Plattform profitieren können.


ANZEIGE

Praxistipps: Nachfolgend finden Sie einige Tipps, wie Sie Ihren Account zum „natürlichen“ Wachstum bringen. 1. Weitblick, Vertrauen und Zeit zur Umsetzung – Herausforderungen für Geschäftsführer, Club-Manager und verantwortliche Mitarbeiter Seien Sie auf den relevanten Kanälen aktiv, wo sich Ihre Zielgruppen aufhalten und bleiben Sie auf Ihrem Account up to date. Instagram-Nutzer sind durchschnittlich täglich mehr als zwei Stunden auf der Plattform aktiv. Ein ähnliches Zeitbudget sollten Sie (je nach Studiogröße) in etwa auch für die Pflege und die professionelle Betreuung Ihres Accounts einkalkulieren. Ihr Account lebt nicht nur von der Aktualität, sondern insbesondere auch von der Interaktion. Der Dialog mit der Studio-Community sowie mit neuen potenziellen Kunden kostet Zeit – diese Zeit ist jedoch gut investiert, denn dadurch können Sie nicht nur mehr Leads generieren und neue Mitglieder gewinnen, sondern auch für eine bessere Kundenbindung sorgen. Neben genügend Zeit brauchen Sie auch das nötige Know-how sowie entsprechend qualifizierte Mitarbeiter. Sofern Sie den Studio-Account nicht selbst betreuen, bringen Sie Ihren Mitarbeitern das erforderliche Vertrauen entgegen, geben Sie ihnen die nötige Zeit sowie den Handlungsspielraum, um Ihren Account aufzubauen bzw. kontinuierlich zu bespielen. Im Studioalltag gehen solche Tätigkeiten gerne unter, deshalb bietet es sich an, hier für klare Zuständigkeiten und Kontinuität zu sorgen. Ein engagierter Social-Media- bzw. Digital-Manager kann über Instagram zahlreiche Abschlüsse generieren und viel für das Image des Studios und die Kundenloyalität tun. Seien Sie sich aber bewusst, dass es sich mit dem Social-Media-Erfolg (insbesondere auf Instagram) ähnlich wie mit dem Muskelzuwachs beim Training verhält: Nur mit dem nötigen Elan, nachhaltigem Fleiß und einem klaren Ziel können Sie „digitale Muskeln“ aufbauen. 2. Mit Kontinuität zu mehr digitalem Muskelwachstum – täglich zielgruppenorientierte Reize setzen Wer User-Engagement (in Form von Likes, Kommentaren und neuen Abonnenten) für seinen Account steigern möchte, muss zuerst selbst aktiv werden und sich vernetzen bzw. andere Accounts finden, liken und kommentieren – ganz nach dem menschlichen Grundprinzip der Reziprozität (Gegenseitigkeit) und dem Motto „Wie du mir, so ich dir“. Liken und kommentieren Sie relevante Beiträge innerhalb Ihrer Zielgruppe. Dies muss jedoch sehr gezielt, ehrlich und natürlich erfolgen und fordert seitens der jeweiligen Verantwortlichen das nötige Fingerspitzengefühl, denn die Authentizität spielt gerade in den Social-Media-Kanälen eine wichtige Rolle. Arbeiten Sie gezielt mit Kommentaren, die entweder einen Nutzen/Mehrwert bieten, ein ehrliches Kompliment darstellen oder eine themenbezogene Frage beinhalten, die Interesse weckt und für positiven Diskussionsstoff sorgt. Wählen Sie bei Ihrer konkreten Auswahl nicht nur große Accounts, sondern fokussieren Sie sich auf kleinere Accounts und ggf. regional aktive User aus Ihrem Umfeld, da von diesen oftmals am ehesten eine positive Reaktion/Interaktion zu erwarten ist. Nutzen Sie hier die technischen Möglichkeiten der Plattform voll aus und setzen Sie auf Interaktion.

Praktisches Training für Ihre „InstaGrammMuskeln“ Die folgende „Push-IG-up-Methode“ (bestehend aus 40 Kommentaren und 40 Likes täglich) bringt Ihren Instagram-Account deutlich nach vorne und soll als grobe Faustformel zur Orien-


ONLINE-MARKETING

tierung dienen. Wer Wachstum will, muss sich selbst, aber vor allem den Instagram-Button regelmäßiger pushen. Dies sollte sukzessive gesteigert werden, aber auch hier ist Vorsicht geboten: Allzu viel ist

ungesund und schnell drohen Übertraining bzw. negative Konsequenzen. Zu viele Aktionen innerhalb von 24 Stunden bestraft Instagram direkt und der Account wird zeitweise blockiert.

Die ersten 10 Push-ups: Verteilen von Likes und Kommentaren in Ihrem direkten Umfeld Anfangen sollten Sie damit, dass Sie generell alle positiven Beiträge, die rund um Ihr Studio stattfinden, mit einem „Like“ oder gezielten Kommentaren versehen. Somit steigt die Chance, dass Engagement und Interaktion beidseitig stattfindet. Mitglieder freuen sich, wenn Sie deren Beitrag bemerken, wertschätzen und direkt mit ihnen interagieren. Sie finden diese über Ihren Standort und den Benutzernamen des Postings oder den Namen Ihres Studios als Hashtag. Dabei können Sie die hilfreichen Suchfunktionen von Instagram nutzen.

Die nächsten 10 Push-ups: Suchradius erweitern und relevante Orte identifizieren Gehen Sie über die Grenzen Ihres Studios hinaus und erweitern Sie Ihren Suchradius. Suchen Sie gezielt weitere Orte, an denen sich potenzielle Kunden aus Ihrer Zielgruppe gerne aufhalten und wählen Sie Hashtags, die diese nutzen. Das können z. B. ein Park, ein Stadt-/Ortsteil oder Nachbarorte in der Nähe des Studios sein. Dieses konkrete Vorgehen hilft Ihnen, in Ihrem Einzugsgebiet bestmöglich vertreten und auf Instagram präsent zu sein bzw. gefunden zu werden.

Die nächsten 10 Push-ups: Hashtags wählen und Zielgruppen targetieren Wählen Sie z. B. täglich zehn relevante Hashtags aus und liefern Sie Kommentare und Likes zu neuen Beiträgen. Eine Hashtag-Analyse und das Testen verschiedener Keywords können hier weiterhelfen, um passend zur Nische und zum Marktgebiet geeignete Hashtags zu identifizieren. Es empfiehlt sich beispielsweise folgende Struktur, um ein breites Portfolio z. B. via Excel anzulegen: Wählen Sie zum einen zielgruppenspezifische Hashtags, bei denen Sie sich vorstellen können, dass sie von der Zielgruppe genutzt werden. Achten Sie dabei auch auf Postings von eigenen Mitgliedern, die Sie identifizieren können. Weiterhin können Sie auch „breit gefächerte“ Hashtags wählen, die wie #Fitfam und Co. umfassender angelegt sind. Obgleich Sie damit nicht unbedingt direkt mehr potenzielle Mitglieder erreichen, haben Sie dennoch insgesamt eine höhere Reichweite. Über Erfolg bzw. Misserfolg eines Hashtags entscheidet schlussendlich auch Ihr Marketinggeschick, wie folgendes einfaches Beispiel zeigt: Wenn Sie Betreiber eines Frauen- oder Rehastudios sind, wäre die Nutzung des Hashtags #BizepsBrennt eher suboptimal – wohingegen sich jüngere männliche Nutzer vielleicht gerade dadurch besonders angesprochen fühlen. Sehr nützlich ist zudem das neue Instagram-Feature, dass Sie nun auch Hashtags folgen können. Nutzen Sie dies, um die evaluierten Hashtags noch schneller mit Kommentaren und Likes zu bespielen.

#

#bizeps

365k Beiträge

#

#bizepsbrennt 7026 Beiträge

#

#bizepscurls 3455 Beiträge

#

#bizepsrunterkullern 4025 Beiträge

Die Königsklasse der Hashtags sind die, die Sie selbst erschaffen haben und von Ihren Mitgliedern auch aktiv genutzt werden. Versuchen Sie Hashtags für sich zu gewinnen und setzen Sie eigene Akzente. McFIT mit #StolzAufMich oder Celebrity Fitness mit #EverydayIgetBetter sind nur einige von vielen weiteren Beispielen, wie man einen solchen Hashtag erfolgreich etablieren kann.

Endspurt: die letzten 10 Push-ups Für diese letzten zehn Likes/Kommentare haben Sie Ihrem Instagram-Account nun mit den bisherigen Trainingsreizen schon ein optimales „Warm-up“ ermöglicht. Erkunden Sie weitere Beiträge im „Explore-Bereich“, da Ihnen Instagram nun Beiträge aufzeigt, die automatisch zu Ihnen und Ihrem Studio passen. Dies können z. B. „Freundes-Freunde“ von Mitgliedern sein, die Sie so erreichen oder einfach nur inspirativer Content, von dem Sie lernen bzw. den Sie weiter für sich nutzen können. Wichtig hier: Nutzen Sie keine Autobots zum Kommentieren und Liken. Dies wird von Instagram erkannt und Ihr Account wird möglicherweise für kurze oder unbegrenzte Zeit blockiert. Agieren Sie deshalb hier lieber „natürlich“ und nutzen Sie die vielen Eindrücke auch als Inspiration für Ihre eigenen Postings – Ihre Abonnenten werden es Ihnen mit höherem Engagement danken.

3. Nutzen Sie häufiger Instagram TV und (vertikale) Videos Instagram TV erlaubt Nutzern derzeit den Upload von Videos mit einer Länge von zehn Minuten im Vertikalformat und will sich neben YouTube in Zukunft auch als Anbieter für längeren Video-Content nachhaltig etablieren. Videos erreichen nach neuesten Erkenntnissen zwar nicht per se ein höheres Engagement als Bilder, erhöhen jedoch die Verweildauer beim jeweiligen Post. Da davon wiederum in der Folge die Sichtbarkeit und Reichweite zukünftiger Postings abhängen, bergen gerade diese neuen Videomöglichkeiten neben klassischen Bilderpostings ein schlummerndes Potenzial, das es zukünftig für Studiobetreiber zu nutzen gilt. Seit Februar 2019 verknüpft Instagram den Feed mit Instagram TV und sorgt mit seinen Updates dafür, dass dieser Bereich an Relevanz zunimmt und immer weiter ausgebaut wird. Aktuell zeichnet sich der Trend ab, dass die Plattform Videos im Vertikalformat tendenziell mehr Reichweite bietet. Diese punktuell wahrnehmbaren Verände48

04/19

fitness MANAGEMENT international

rungen decken sich mit der „Video-First-Strategie“ von Instagram bzw. Facebook und sind ein klares Indiz dafür, dass genau diesem Bereich zukünftig noch mehr Bedeutung zukommen wird. Bei der konkreten Umsetzung Ihrer Videos sollten Sie Folgendes beachten: Die Qualität Ihrer Videos sollte immer möglichst hoch sein, jedoch ist eine professionelle Produktion keine notwendige Voraussetzung. Auch mit einem neueren Apple- oder AndroidGerät lassen sich heute schon Aufnahmen mit hoher Auflösung erstellen, die für das eigene Social-Media-Marketing genutzt werden können. Über Videos aus dem Studioalltag, Trainerporträts, Erfolgsgeschichten sowie besondere Aktionen oder Ähnliches lassen sich Emotionen oftmals viel besser, authentischer und günstiger verkaufen als über professionelle, kostenintensive Videobearbeitungen.


Mögliche Video-Formate

16:9 full landscape

1:1 square

tags sogar eine noch höhere Reichweite, erzielen jedoch in der Praxis weniger Interaktionen. Probieren Sie für sich am besten beides aus und sammeln Sie eigene Erfahrungswerte. 4:5 vertical

2:3 vertical

9:16 full portrait/ vertical

Posts mit 30 Hashtags haben im Durchschnitt die meisten Likes pro Follower Likes pro Follower pro Post 5% 4% 3% 2% 1% 0%

0

5

10

15

20

25

30

Anzahl Hashtags pro Post

Posts mit 20 Hashtags haben rechnerisch die meiste Reichweite pro Follower Reichweite pro Follower pro Post 45%

40 %

35 %

30 %

25 %

0

5

10

15

20

25

30

Anzahl Hashtags pro Post

Quelle: Fanpage Karma, Datenbasis 15 Mio. Instagram-Posts im Oktober und November 2018

4. Nutzen Sie Hashtags als „Booster“ – Bringt viel auch wirklich mehr? Um die Reichweite eines Beitrags auf Instagram zu erhöhen, ist die richtige Hashtag-Strategie ein entscheidender Erfolgsfaktor. Nutzen Sie (wie unter Punkt 2 erläutert) bevorzugt spezifische und relevante Hashtags. Aber wie viele Hashtags braucht es in der Praxis wirklich? Eine optimale Anzahl von genutzten Hashtags pro Post gibt es de facto nicht und es existieren nur generelle Empfehlungen. Hier arbeiten viele Unternehmen mit eigenen Erfahrungswerten; sie nutzen im Durchschnitt ca. sieben bis neun Hashtags pro Post. Aktuelle Analysen (siehe Abbildung) verdeutlichen jedoch, dass Posts mit 30 Hashtags tendenziell mehr Likes generieren als andere Beiträge. Sicher sind hierunter auch irrelevante Account-Interaktionen zu finden, jedoch sorgt die höhere Anzahl an Hashtags wiederum dafür, dass der entsprechende Post durch den Algorithmus mehr Reichweite bekommt. Angesichts dieser Analysen empfiehlt es sich, derzeit alle 30 möglichen Hashtags gezielt auszunutzen. Der Einsatz von mehr als 30 Hashtags ist aktuell nicht möglich – dies kann sich jedoch mit einem entsprechenden Instagram-Update jederzeit wieder ändern. Rechnerisch gesehen haben Beiträge mit 20 Hash-

ANZEIGE


ONLINE-MARKETING

Vermeiden Sie jedoch Hashtags, die häufig von Spam-Software und Accounts genutzt werden. #L4L (Hashtag Like for Like) oder ähnlich genutzte „Wachstums-Hashtags“ werden mittlerweile stark in ihrer Reichweite eingeschränkt. Vergessen Sie auch nicht, Hashtags in Ihrer Instagram-Story einzubinden – jedoch reicht hier derzeit meist ein konkreter Hashtag (z. B. ein Event oder Ähnliches) vollkommen aus. Eine optimale individuelle Hashtag-Strategie ist ein kontinuierlicher Lernprozess und ergibt sich oft aus den ersten eigenen Erfahrungswerten bzw. Reaktionen. 5. Zur richtigen Zeit am richtigen Ort – den Algorithmus für sich nutzen Der Instagram-Algorithmus ordnet die Posts zwar nicht mehr chronologisch zu, präferiert aber immer noch Postings, die aktueller sind. Posten Sie daher regelmäßig zur richtigen Zeit, indem Sie die Insights Ihres Instagram-Accounts nutzen. Falls Sie noch kein Business-Profil nutzen, empfiehlt es sich schon allein deshalb, sich ein solches Profil anzulegen. Somit können Sie die besten Tage und Zeitspannen, an denen Ihre Zielgruppe online am aktivsten ist, für Ihre Postings identifizieren. Jedoch geht das perfekte Timing des Posts über den konkreten Zeitpunkt hinaus. Oft entscheidet hier schlussendlich der aktuelle Gemütszustand der Zielgruppe über den Erfolg. Diese Analysen geben Ihnen nichtsdestotrotz wichtige Hinweise zum generellen Nutzungsverhalten und sollten in Ihrer Posting-Strategie Berücksichtigung finden. Abonnenten

Stunden

i <

0:00

3:00

6:00

Samstag

9:00

12:00

Tage

>

15:00

18:00

21:00

6. Beantworten Sie alle „Anfragen“ Instagram hat im Juni 2019 die Struktur der Anfragen angepasst und diese in einen Hauptordner und in „Allgemeines“ unterteilt. Es

Der Fitnessökonom arbeitete u. a. für Fitness First UK an diversen Digitalprojekten, bevor er nach Südostasien wechselte. Bis Anfang 2019 war er für das Online-Marketing eines asiatischen Hotelmanagement-Unternehmens zuständig. Es folgte der Schritt in die Selbstständigkeit, um innovativen Firmen den Markteintritt in Asien zu ermöglichen und strategisch „digitale Muskeln“ aufzubauen. Zudem ist er als freiberuflicher Dozent und Autor für die BSA-Akademie tätig.

Foto: DHfPG/BSA

Frederik Neust

empfiehlt sich stets alle „Anfragen“ zu überprüfen. Jede Anfrage stellt ein potenzielles Mitglied dar und sollte deshalb zeitnah bearbeitet werden. Zudem beeinflusst auch der Chat mit Mitgliedern die Relevanz im Newsfeed. Wenn Sie mit einem Mitglied chatten, erhöht sich die Wahrscheinlichkeit, dass der nächste Beitrag diesem Mitglied direkt angezeigt wird. 7. „Schocken“ Sie Ihre Zielgruppen mit digitaler Vielfältigkeit Um zu wachsen, müssen auch im Instagram-Marketing die „Muskeln“ von Zeit zu Zeit „geschockt“ und neue Reize gesetzt werden. Nutzen Sie die verschiedenen Möglichkeiten von Instagram aus und sammeln Sie eigene Erfahrungswerte. Gehen Sie z. B. mindestens einmal die Woche „live“, da Ihre Abonnenten dies als Einblendung sehen und Ihr Studio so an erster Position der „Instagram Stories“ steht. Nutzen Sie Umfragen in der Instagram Story, um herauszufinden, welche Inhalte Ihre Nutzer am meisten interessieren. So „schocken“ Sie Ihre Follower im positiven Sinne und überraschen sie mit zeitgemäßem Content und kreativen Ideen.

Fazit: Um in Social-Media-Marketing möglichst up to date zu sein, sollte das organische Instagram-Marketing zukünftig ein fester Bestandteil Ihrer Marketingstrategie werden. Instagram bietet hier jede Menge innovative Möglichkeiten, seien Sie mutig! Nutzen Sie die Plattform gezielt für Ihr Studiomarketing und bauen Sie Ihre „digitalen Muskeln“ weiter aus. Die konkreten Praxistipps lassen sich zusammen mit Ihren Mitarbeitern zielführend umsetzen und bieten eine gute Grundlage, um hier durchzustarten. Die dargelegten Strategien beeinflussen sich gegenseitig und sollten Ihnen einen sehr guten Start ins Instagram-Marketing ermöglichen. Testen Sie die verschiedenen Tools und Möglichkeiten aus und versuchen Sie, das volle Potenzial der Plattform mit steigender Erfahrung nach und nach weiter auszuschöpfen. In den nächsten Monaten können Sie mit diesen Tipps bares Geld sparen und neue Kunden für Ihr Studio gewinnen – Sie müssen die Plattform nur für sich nutzen! Spaß, Learnings und Wachstum sind damit garantiert.

Auszug aus der Literaturliste Beilharz, F. & Expertenteam (2017). Der Online-Marketing-Manager – Handbuch für die Praxis (1. Aufl.) Heidelberg: O`REILLY. Lammenett, E. (2018). Online-Marketing-Konzeption (3. Aufl.). Polen: Roetgen. Lammenett, E. (2015). Praxiswissen Online-Marketing. Affiliate- und E-Mail-Marketing, Suchmaschinenmarketing, Online-Werbung, Social Media, Online-PR (5., überarbeitete u. aktualisierte Aufl. 2015). Wiesbaden: Springer Fachmedien. Zeit ONLINE (2019). Soziale Medien: Instagram löst Facebook als wichtigste Nachrichtenplattform ab (12.06.2019). Zugriff am 26.06.2019 unter https://www.zeit.de/digital/internet/2019-06/soziale-medien-nachrichten-instagram-facebook-twitter-jugendliche Für eine vollständige Literaturliste kontaktieren Sie bitte marketing@dhfpg-bsa.de.

www.dhfpg-bsa.de

Workshop/Kurs/Kongress Wie und mit welchen speziellen Strategien Sie aktive Follower aufbauen und neue generieren können, erfahren Sie im Detail auf dem diesjährigen Aufstiegskongress vom 25. bis zum 26. Oktober in Mannheim (www.aufstiegskongress.de) bzw. im speziellen BSA-Lehrgang „Erfolgreiches Online-Marketing für Fitnessanbieter“ (www.bsa-akademie.de/online-marketing).

50

04/19

fitness MANAGEMENT international


DIN KOMMENTAR

Foto: sdecoret - stock.adobe.com

Foto: Klaudia Lech

HIER ERFAHREN SIE MEHR

Birgit Schwarze Präsidentin DSSV

Der Mensch macht den Unterschied Der DSSV vertritt als Verband die Interessen der Fitness- und Gesundheitsbranche seit 1984. Das sind 35 Jahre erfolgreiche Verbandsarbeit, bei der es immer zuerst darum ging, den Menschen, die unsere Branche ausmachen, bei der Entwicklung ihrer Projekte zu helfen.

Der DSSV – eine Anlaufstelle für Ideen „Etwa 1979/80 kam der Gedanke auf, dass jede Branche eine Anlaufstelle für Ideen braucht, um sich zu entfalten und auch eine Institution, die sie nach außen vertritt. (…) Die Leute lieben Fitness, aber sie wissen nicht, wie sie ein Studio gründen sollen. (…) Den Verband haben wir dann 1984 gegründet und dabei die Qualität der Studios und der Trainerausbildung in den Vordergrund gestellt. Der wesentliche Vorteil besteht darin, dass wir die gesamte Branche professionalisieren konnten. Diese Reputation nach „außen“ ist bis heute ein Vorteil, den wir in jahrzehntelanger Arbeit erreicht haben.“ Mit diesen Sätzen aus einem Interview mit fitness MANAGEMENT beschreibt Refit Kamberovic selbst sehr gut, worauf es bei einem Verband ankommt: den Menschen zu helfen, ihre Ziele zu erreichen. Mit dem Know-how-Transfer von Mensch zu Mensch – auch der Mitglieder untereinander – hat der DSSV über Jahre hinweg seinen Beitrag geleistet, um Branchenteilnehmern zu helfen und damit auch die gesamte Branche zu entwickeln.

Weltklasse-Athlet Jan Frodeno als Top-Speaker auf dem Aufstiegskongress

Touch & Tec Ein tolles Statement für den „Faktor Mensch“ setzt der Aufstiegskongress 2019 mit dem Motto: „Touch & Tec“ – NEXT LEVEL. Die DHfPG, die BSA-Akademie und die BSA-Zert stellen bei ihrem gemeinsamen Kongress in Mannheim die persönliche Kundenbetreuung („Touch“) als effektives Differenzierungsmerkmal für Fitness- und Gesundheitsunternehmen auf eine Stufe neben die oft so gelobten technischen Möglichkeiten („Tec“), weil es letztendlich immer der Mensch ist, der den Unterschied macht. Der technische Fortschritt und die Digitalisierung eröffnen uns enorme Möglichkeiten, das ist ausschließlich positiv zu bewerten. Für unsere Branche geht es auch im Jahr 2019 zuerst darum, den Menschen ein Angebot zu präsentieren, das ihnen zu einem gesünderen Lebensstil verhilft. Wie jede andere Branche auch, steht die Fitnessbranche inzwischen vor der Herausforderung, verfügbare technische Hilfsmittel so einzusetzen, dass die Menschen nachhaltig davon profitieren.

Qualitätssicherung ist ein Versprechen Damit unsere Branche diese nachhaltige Qualität gewährleisten kann, brauchen wir gut ausgebildete Trainer und Trainerinnen für den Kontakt von Mensch zu Mensch sowie überprüfbare technische Standards für ein sicheres Training. Einen wichtigen Schritt in Richtung Qualitätssicherung hat die Branche bereits beim EMS-Training gemacht: Der seit Februar 2019 um EMS-Training erweiterte Teil 5 ist nach wie vor fester Bestandteil der offiziellen Normenreihe DIN 33961 für Fitnessund Gesundheits-Anlagen und gewährleistet somit die Qualitätssicherung im Bereich des EMS-Trainings.

Birgit Schwarze

Quelle: fx_makesapicture

54

04/19

fitness MANAGEMENT international


VERANSTALTUNGEN VERANSTALTUNG

Der Aufstiegskongress:

Fotos: DHfPG/BSA

Weltklasse-Athlet Jan Frodeno als Top-Speaker AUSZUG AUS DEM

REFERENTENPORTFOLIO:

Jan Frodeno

Prof. Dr. Jens Ebing

Der Aufstiegskongress wartet in diesem Jahr mit ganz besonderen Höhepunkten auf. Als Fachkongress für aktive Gesundheitsgestalter bieten sich den Teilnehmern vom 25. bis 26. Oktober in Mannheim nicht nur hochkarätige Vorträge, Nachwuchsforen, eine Podiumsdiskussion, Intensivseminare und die Fach-Foren. Besonderes Highlight wird der Auftritt des Triathlon-Olympiasiegers und zweifachen Ironman-Hawaii-Gewinners Jan Frodeno als Speaker am ersten Kongresstag sein.

D

er Kongress der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement (DHfPG), BSA-Akademie und BSAZert im m:con Congress Center Rosengarten steht in diesem Jahr unter dem Motto: „Touch & Tec“ – NEXT LEVEL. Neben den technischen Entwicklungen („Tec“) gilt gerade eine persönliche Kundenbetreuung („Touch“) als effektives Differenzierungsmerkmal für Fitness- und Gesundheitsunternehmen. Ein Vergleich mit dem Spitzensport zeigt: Selbst Weltklasse-Athleten, die sich selbst motivieren können, greifen trotz vielfältigen technischen Möglichkeiten immer noch auf Trainer und Betreuer zurück. Oft ist genau diese menschliche Komponente, das Team oder den einzelnen Sportler „richtig einzustellen“, entscheidend. Unternehmer und Führungskräfte, die verstärkt auf den Faktor „High Touch“ setzen, werden sich in Zukunft also vor der Herausforderung sehen, die verfügbare Technik sinnvoll einzusetzen, damit „High Touch“ möglich und bezahlbar wird. Gleichzeitig gilt es, ein Team zu coachen, das für die Kunden echte Mehrwerte und eine professionelle Dienstleistung bietet.

Ein Ausnahmeathlet als Top-Speaker Einer der Speaker des ersten Kongresstages am Freitag kann den Aspekt „Touch“ im Spitzensport besonders gut bestätigen. Denn mit Jan Frodeno spricht eben solch ein Weltklasse-Athlet über seine Erfahrungen als Profisportler. Als erster Triathlet gewann er die Goldmedaille bei den Olympischen Spielen (2008) und den Titel beim Ironman Hawaii (2015, 2016). Die Kongressteilnehmer erfahren in Frodenos Vortrag „Leidenschaft macht den Unterschied“, der sich an seinem 2018 erschienenen Buch orien-

Patrick Berndt

Nicole Capelan

Andreas Wintz

Prof. Dr. Julia Krampitz

Sabine Kind

Dr. Katrin Stücher

Fabian Krüger

Prof. Dr. Karsten Schumann

Die Themen der Fach-Foren am Kongress-Samstag: TRAINING Evidence-based Personal Training – Mit evidenzbasierten Trainingsstrategien das Personal Training effektiv gestalten

COACHING „Touch & Tec“ im Coaching – Wird jetzt alles digital, was bisher persönlich war?

BETRIEBLICHES GESUNDHEITSMANAGEMENT Gesundheitskompetenzen in der digitalen Arbeitswelt

Referenten: - Prof. Dr. Jens Ebing: Diplom-Sportwissenschaftler, Professor und Dozent der DHfPG, Referent der BSA-Akademie - Patrick Berndt: Sportwissenschaftler, Personal- und Athletiktrainer von Bundesligisten aus diversen Sportarten

Referenten: - Prof. Dr. Julia Krampitz: Doctor of Public Health sowie Professorin in den Bereichen Psychologie und Pädagogik - Sabine Kind: Master of Arts Gesundheitsmanagement, mit langjähriger Erfahrung in der Leitung von Fitnessstudios

Referenten: - Sarah Staut: Dozentin, Autorin und Tutorin an der DHfPG und BSAAkademie und Fachautorin im BGM - Fabian Krüger: Gründer und Geschäftsführer von RELAXAHOLIC – Dienstleistungsunternehmen im Bereich BGM

MANAGEMENT Dienstleistung – Digitalisierung und die „richtigen“ Menschen machen Firmen erfolgreich!

ERNÄHRUNG Ernährungsberatung in der Praxis: Online- und persönliches Coaching ideal kombiniert!

SPORTÖKONOMIE Die Kraft des WIR als Teamspirit – Wie Sie Ihr Team richtig zusammenstellen!

Referenten: - Nicole Capelan: BBA General Management mit Schwerpunkt Personal, Beraterin für wertebasierte Personalauswahl - Andreas Wintz: Diplom-Wirtschaftswissenschaftler mit langjähriger Branchenerfahrung

Referenten: - Dr. Katrin Stücher: Leitende Ernährungsberaterin bei iQ athletik, Dozentin der DHfPG/BSA-Akademie, Autorin und Referentin - Antje Ruhwedel: Selbstständige Ernährungsberaterin, Gesellschafterin und Geschäftsführerin eines Gesundheitsstudios

Referent: - Prof. Dr. Karsten Schumann: Experte für Leistung und Organisation im Spitzensport, Sportwissenschaftler und Professor der DHfPG

Der Vorkongress steht allen interessierten Kongressteilnehmern offen. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt. Weitere Informationen sind unter www.aufstiegskongress.de/vorkongress zu finden.

tiert, wie der Ausnahmeathlet mit seinen sportlichen sowie privaten Höhen und Tiefen umgegangen ist. Er beschreibt, welche biografischen Ereignisse oder Entwicklungen ihn zu dem Menschen und Sportler gemacht haben, der er heute ist und dass die Leidenschaft am Anfang jedes Erfolgs steht.

Early-Bird-Tickets: Jetzt sichern!

Doch nicht nur Jan Frodeno wird am ersten Kongresstag am 25. Oktober die Zuhörer begeistern: Neben drei weiteren hochklassigen Speakern erwartet die Kongressteilnehmer eine Podiumsdiskussion sowie das Nachwuchsforum. Den Abschluss des ersten Kongresstages bildet die Ehrung von DHfPG-Absolventen sowie das zum Netzwerken geeignete Get Together mit DJ und Buffet.

Zum diesjährigen Aufstiegskongress gibt es die neue EarlyBird-Aktion: Bei einer frühzeitigen Anmeldung gilt ein ermäßigter Preis (ab 49,- Euro pro Person). Also markieren Sie sich das Kongressdatum in Ihrem Kalender und melden Sie sich jetzt direkt zum Early-Bird-Preis an, um in Mannheim dabei zu sein. Jetzt anmelden unter www.aufstiegskongress.de/ anmeldung.

Fach-Foren und Intensivseminare Neben den Intensivseminaren zu den Themen „Instagram-Marketing“ und „Existenzgründung“ gehört der Samstag ganz den beliebten Fach-Foren: Training, Management, Coaching, Ernährung, Betriebliches Gesundheitsmanagement und Sportökonomie.

Der wissenschaftliche Vorkongress „Up-to-date“ Auf dem wissenschaftlichen Vorkongress werden ein Tag vor Kongresseröffnung mittels zahlreicher Kurzvorträge aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse von Professoren und Forschern der DHfPG, weiteren Hochschulen sowie Forschungspartnern präsentiert. 04/19

fitness MANAGEMENT international

51

Top informiert mit dem Kongress-Newsletter Sie möchten immer rund um den Aufstiegskongress und das Kongressprogramm informiert sein? Dann melden Sie sich auf der Kongresswebseite für den kostenfreien Newsletter an oder folgen Sie uns auf Facebook: facebook.de/aufstiegskongress.

Viele Extras auf der Kongresswebseite Anmeldung, Referenten-Videobotschaften, Programm und Impressionen finden Sie unter www.aufstiegskongress.de. Ebenso sind hier unter „Rückblick“ die Referenten, Teilnehmer-Interviews, Bilder-/Videogalerien, Handouts und ein kompletter Rückblick des letzten Aufstiegskongresses abrufbar.


VERANSTALTUNGEN VERANSTALTUNG

Der Aufstiegskongress:

Fotos: DHfPG/BSA

Weltklasse-Athlet Jan Frodeno als Top-Speaker AUSZUG AUS DEM

REFERENTENPORTFOLIO:

Jan Frodeno

Prof. Dr. Jens Ebing

Der Aufstiegskongress wartet in diesem Jahr mit ganz besonderen Höhepunkten auf. Als Fachkongress für aktive Gesundheitsgestalter bieten sich den Teilnehmern vom 25. bis 26. Oktober in Mannheim nicht nur hochkarätige Vorträge, Nachwuchsforen, eine Podiumsdiskussion, Intensivseminare und die Fach-Foren. Besonderes Highlight wird der Auftritt des Triathlon-Olympiasiegers und zweifachen Ironman-Hawaii-Gewinners Jan Frodeno als Speaker am ersten Kongresstag sein.

D

er Kongress der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement (DHfPG), BSA-Akademie und BSAZert im m:con Congress Center Rosengarten steht in diesem Jahr unter dem Motto: „Touch & Tec“ – NEXT LEVEL. Neben den technischen Entwicklungen („Tec“) gilt gerade eine persönliche Kundenbetreuung („Touch“) als effektives Differenzierungsmerkmal für Fitness- und Gesundheitsunternehmen. Ein Vergleich mit dem Spitzensport zeigt: Selbst Weltklasse-Athleten, die sich selbst motivieren können, greifen trotz vielfältigen technischen Möglichkeiten immer noch auf Trainer und Betreuer zurück. Oft ist genau diese menschliche Komponente, das Team oder den einzelnen Sportler „richtig einzustellen“, entscheidend. Unternehmer und Führungskräfte, die verstärkt auf den Faktor „High Touch“ setzen, werden sich in Zukunft also vor der Herausforderung sehen, die verfügbare Technik sinnvoll einzusetzen, damit „High Touch“ möglich und bezahlbar wird. Gleichzeitig gilt es, ein Team zu coachen, das für die Kunden echte Mehrwerte und eine professionelle Dienstleistung bietet.

Ein Ausnahmeathlet als Top-Speaker Einer der Speaker des ersten Kongresstages am Freitag kann den Aspekt „Touch“ im Spitzensport besonders gut bestätigen. Denn mit Jan Frodeno spricht eben solch ein Weltklasse-Athlet über seine Erfahrungen als Profisportler. Als erster Triathlet gewann er die Goldmedaille bei den Olympischen Spielen (2008) und den Titel beim Ironman Hawaii (2015, 2016). Die Kongressteilnehmer erfahren in Frodenos Vortrag „Leidenschaft macht den Unterschied“, der sich an seinem 2018 erschienenen Buch orien-

Patrick Berndt

Nicole Capelan

Andreas Wintz

Prof. Dr. Julia Krampitz

Sabine Kind

Dr. Katrin Stücher

Fabian Krüger

Prof. Dr. Karsten Schumann

Die Themen der Fach-Foren am Kongress-Samstag: TRAINING Evidence-based Personal Training – Mit evidenzbasierten Trainingsstrategien das Personal Training effektiv gestalten

COACHING „Touch & Tec“ im Coaching – Wird jetzt alles digital, was bisher persönlich war?

BETRIEBLICHES GESUNDHEITSMANAGEMENT Gesundheitskompetenzen in der digitalen Arbeitswelt

Referenten: - Prof. Dr. Jens Ebing: Diplom-Sportwissenschaftler, Professor und Dozent der DHfPG, Referent der BSA-Akademie - Patrick Berndt: Sportwissenschaftler, Personal- und Athletiktrainer von Bundesligisten aus diversen Sportarten

Referenten: - Prof. Dr. Julia Krampitz: Doctor of Public Health sowie Professorin in den Bereichen Psychologie und Pädagogik - Sabine Kind: Master of Arts Gesundheitsmanagement, mit langjähriger Erfahrung in der Leitung von Fitnessstudios

Referenten: - Sarah Staut: Dozentin, Autorin und Tutorin an der DHfPG und BSAAkademie und Fachautorin im BGM - Fabian Krüger: Gründer und Geschäftsführer von RELAXAHOLIC – Dienstleistungsunternehmen im Bereich BGM

MANAGEMENT Dienstleistung – Digitalisierung und die „richtigen“ Menschen machen Firmen erfolgreich!

ERNÄHRUNG Ernährungsberatung in der Praxis: Online- und persönliches Coaching ideal kombiniert!

SPORTÖKONOMIE Die Kraft des WIR als Teamspirit – Wie Sie Ihr Team richtig zusammenstellen!

Referenten: - Nicole Capelan: BBA General Management mit Schwerpunkt Personal, Beraterin für wertebasierte Personalauswahl - Andreas Wintz: Diplom-Wirtschaftswissenschaftler mit langjähriger Branchenerfahrung

Referenten: - Dr. Katrin Stücher: Leitende Ernährungsberaterin bei iQ athletik, Dozentin der DHfPG/BSA-Akademie, Autorin und Referentin - Antje Ruhwedel: Selbstständige Ernährungsberaterin, Gesellschafterin und Geschäftsführerin eines Gesundheitsstudios

Referent: - Prof. Dr. Karsten Schumann: Experte für Leistung und Organisation im Spitzensport, Sportwissenschaftler und Professor der DHfPG

Der Vorkongress steht allen interessierten Kongressteilnehmern offen. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt. Weitere Informationen sind unter www.aufstiegskongress.de/vorkongress zu finden.

tiert, wie der Ausnahmeathlet mit seinen sportlichen sowie privaten Höhen und Tiefen umgegangen ist. Er beschreibt, welche biografischen Ereignisse oder Entwicklungen ihn zu dem Menschen und Sportler gemacht haben, der er heute ist und dass die Leidenschaft am Anfang jedes Erfolgs steht.

Early-Bird-Tickets: Jetzt sichern!

Doch nicht nur Jan Frodeno wird am ersten Kongresstag am 25. Oktober die Zuhörer begeistern: Neben drei weiteren hochklassigen Speakern erwartet die Kongressteilnehmer eine Podiumsdiskussion sowie das Nachwuchsforum. Den Abschluss des ersten Kongresstages bildet die Ehrung von DHfPG-Absolventen sowie das zum Netzwerken geeignete Get Together mit DJ und Buffet.

Zum diesjährigen Aufstiegskongress gibt es die neue EarlyBird-Aktion: Bei einer frühzeitigen Anmeldung gilt ein ermäßigter Preis (ab 49,- Euro pro Person). Also markieren Sie sich das Kongressdatum in Ihrem Kalender und melden Sie sich jetzt direkt zum Early-Bird-Preis an, um in Mannheim dabei zu sein. Jetzt anmelden unter www.aufstiegskongress.de/ anmeldung.

Fach-Foren und Intensivseminare Neben den Intensivseminaren zu den Themen „Instagram-Marketing“ und „Existenzgründung“ gehört der Samstag ganz den beliebten Fach-Foren: Training, Management, Coaching, Ernährung, Betriebliches Gesundheitsmanagement und Sportökonomie.

Der wissenschaftliche Vorkongress „Up-to-date“ Auf dem wissenschaftlichen Vorkongress werden ein Tag vor Kongresseröffnung mittels zahlreicher Kurzvorträge aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse von Professoren und Forschern der DHfPG, weiteren Hochschulen sowie Forschungspartnern präsentiert. 04/19

fitness MANAGEMENT international

51

Top informiert mit dem Kongress-Newsletter Sie möchten immer rund um den Aufstiegskongress und das Kongressprogramm informiert sein? Dann melden Sie sich auf der Kongresswebseite für den kostenfreien Newsletter an oder folgen Sie uns auf Facebook: facebook.de/aufstiegskongress.

Viele Extras auf der Kongresswebseite Anmeldung, Referenten-Videobotschaften, Programm und Impressionen finden Sie unter www.aufstiegskongress.de. Ebenso sind hier unter „Rückblick“ die Referenten, Teilnehmer-Interviews, Bilder-/Videogalerien, Handouts und ein kompletter Rückblick des letzten Aufstiegskongresses abrufbar.


DIN KOMMENTAR

Foto: sdecoret - stock.adobe.com

Foto: Klaudia Lech

HIER ERFAHREN SIE MEHR

Birgit Schwarze Präsidentin DSSV

Der Mensch macht den Unterschied Der DSSV vertritt als Verband die Interessen der Fitness- und Gesundheitsbranche seit 1984. Das sind 35 Jahre erfolgreiche Verbandsarbeit, bei der es immer zuerst darum ging, den Menschen, die unsere Branche ausmachen, bei der Entwicklung ihrer Projekte zu helfen.

Der DSSV – eine Anlaufstelle für Ideen „Etwa 1979/80 kam der Gedanke auf, dass jede Branche eine Anlaufstelle für Ideen braucht, um sich zu entfalten und auch eine Institution, die sie nach außen vertritt. (…) Die Leute lieben Fitness, aber sie wissen nicht, wie sie ein Studio gründen sollen. (…) Den Verband haben wir dann 1984 gegründet und dabei die Qualität der Studios und der Trainerausbildung in den Vordergrund gestellt. Der wesentliche Vorteil besteht darin, dass wir die gesamte Branche professionalisieren konnten. Diese Reputation nach „außen“ ist bis heute ein Vorteil, den wir in jahrzehntelanger Arbeit erreicht haben.“ Mit diesen Sätzen aus einem Interview mit fitness MANAGEMENT beschreibt Refit Kamberovic selbst sehr gut, worauf es bei einem Verband ankommt: den Menschen zu helfen, ihre Ziele zu erreichen. Mit dem Know-how-Transfer von Mensch zu Mensch – auch der Mitglieder untereinander – hat der DSSV über Jahre hinweg seinen Beitrag geleistet, um Branchenteilnehmern zu helfen und damit auch die gesamte Branche zu entwickeln.

Weltklasse-Athlet Jan Frodeno als Top-Speaker auf dem Aufstiegskongress

Touch & Tec Ein tolles Statement für den „Faktor Mensch“ setzt der Aufstiegskongress 2019 mit dem Motto: „Touch & Tec“ – NEXT LEVEL. Die DHfPG, die BSA-Akademie und die BSA-Zert stellen bei ihrem gemeinsamen Kongress in Mannheim die persönliche Kundenbetreuung („Touch“) als effektives Differenzierungsmerkmal für Fitness- und Gesundheitsunternehmen auf eine Stufe neben die oft so gelobten technischen Möglichkeiten („Tec“), weil es letztendlich immer der Mensch ist, der den Unterschied macht. Der technische Fortschritt und die Digitalisierung eröffnen uns enorme Möglichkeiten, das ist ausschließlich positiv zu bewerten. Für unsere Branche geht es auch im Jahr 2019 zuerst darum, den Menschen ein Angebot zu präsentieren, das ihnen zu einem gesünderen Lebensstil verhilft. Wie jede andere Branche auch, steht die Fitnessbranche inzwischen vor der Herausforderung, verfügbare technische Hilfsmittel so einzusetzen, dass die Menschen nachhaltig davon profitieren.

Qualitätssicherung ist ein Versprechen Damit unsere Branche diese nachhaltige Qualität gewährleisten kann, brauchen wir gut ausgebildete Trainer und Trainerinnen für den Kontakt von Mensch zu Mensch sowie überprüfbare technische Standards für ein sicheres Training. Einen wichtigen Schritt in Richtung Qualitätssicherung hat die Branche bereits beim EMS-Training gemacht: Der seit Februar 2019 um EMS-Training erweiterte Teil 5 ist nach wie vor fester Bestandteil der offiziellen Normenreihe DIN 33961 für Fitnessund Gesundheits-Anlagen und gewährleistet somit die Qualitätssicherung im Bereich des EMS-Trainings.

Birgit Schwarze

Quelle: fx_makesapicture

54

04/19

fitness MANAGEMENT international


TRAINING

ist unsere

Sprache. AIR-SPECIAL (statt 4.499,-)

nur 2.699,- E Urban-Rack (statt 2.299,-)

nur 1.699,- E zzgl. MwSt., Lieferung und Aufbau. Urban-Rack ohne Plattform.

UND DER SOMMER KANN KOMMEN ANGEBOT GÜLTIG BIS 31. AUGUST 2019. Propeller in silber und grün lieferbar.

WWW.DHZ-FITNESS.DE DHZ Fitness Europe GmbH | Berliner Straße 8D | 16727 Velten | Tel.: 033 04-247 28 76 | Email: sales@dhz-fitness.de


INTERNATIONAL KAMBODSCHA

Ein Unternehmer aus Jena hat in Kambodscha ein Fitnessstudio aufgebaut, das dort Maßstäbe setzt. Sein Angkor Inter Fitness in Siem Reap steht für ein ganzheitliches und gesundheitsorientiertes Trainings- und Betreuungskonzept, das es dort in der Form nicht gab, auf welches die Region aber offensichtlich gewartet hat. Der Erfolg des Studios belegt dies eindrucksvoll.

A

ngkor Wat liegt im Nordwesten Kambodschas und ist eine der größten und eindrucksvollsten Tempelanlagen der Welt. Die „Stadt der Tempel” ist das herausragende nationale Symbol Kambodschas. Ihre Silhouette wird sowohl auf der Landesflagge als auch auf den Geldscheinen der Landeswährung Riel abgebildet.

56

land in Siem Reap ein Studio eröffnete? Auf der Suche nach der Antwort auf diese Frage entstand dieser Bericht.

Die Verbindung nach Kambodscha

Siem Reap ([siːə̯mɽiːə̯p]) ist mit rund 200.000 Einwohnern die der Tempelanlage nächstgelegene Stadt. In Siem Reap führt Gernot Heckel, Unternehmer und Geschäftsführer des POM Gesundheitszentrums in Jena, seit drei Jahren sehr erfolgreich das Angkor Inter Fitness – ein Fitnessstudio, das in der Region Maßstäbe setzt.

Vor rund fünf Jahren unternahm Gernot Heckel mit Freunden eine Reise nach Siem Reap, um in der spektakulären Kulisse der Tempelstadt am Angkor Wat International Half Marathon teilzunehmen. Eine lose Verbindung nach Kambodscha bestand schon, weil eine Mitarbeiterin seines Studios in Jena aus Siem Reap stammt und dort Familienangehörige hat, u. a. die Managerin des Hotels, in dem Gernot Heckel und seine Freunde in Siem Reap wohnten.

Kambodscha ist nicht unbedingt das erste Land, das einem in den Sinn kommt, wenn es um die Eröffnung eines Fitnessstudios geht. Wie kam es also dazu, dass ein Fitnessunternehmer aus Deutsch-

Während des Aufenthaltes suchte der sportbegeisterte Fitnessunternehmer nach Möglichkeiten, um zu trainieren. Etwas verblüfft, dass es in Siem Reap keine professionellen Fitnessanlagen gab,

04/19

fitness MANAGEMENT international


Fotos: Angkor Inter Fitness

trainierte Gernot Heckel kurzerhand in der Hotelanlage und am Pool mit dem eigenen Körpergewicht. Das verursachte großes Aufsehen bei den Hotelangestellten und weiteren Einheimischen.

Das Studio Angkor Inter Fitness Gemeinsam wurden die passenden Räumlichkeiten gefunden: in der obersten Etage einer Ladenzeile direkt im Zentrum Siem Reaps. Das Projekt „Fitness in Kambodscha“ nahm konkrete Formen an und Gernot Heckel begann mit der

Foto: lena_serditova - stock.adobe.com

Fasziniert vom Land Kambodscha, den Menschen und den Tempeln in Angkor Wat entwickelte Gernot Heckel nach seiner Rückkehr nach Deutschland die Idee, in Siem Reap selbst eine Fitnessanlage nach seinen eigenen Vorstellungen aufzubauen. Da der Kontakt zur Familie seiner Mitarbeiterin in Siem Reap bestehen geblieben war, hatte er bei der Suche nach geeigneten Räumen und bei allen formellen Angelegenheiten vor Ort Unterstützung.


INTERNATIONAL KAMBODSCHA

detaillierten Planung des Studios nach seinem eigenen Konzept. Nach einem Jahr Bauzeit konnte er das Angkor Inter Fitness im Oktober 2016 eröffnen. Das Studio bietet 1.160 Quadratmeter auf einer Ebene und durch seine umlaufende, bodentiefe Verglasung einen großartigen Blick über die Stadt. Es umfasst die Trainingsfläche (600 m2), einen 200 Quadratmeter großen Kursraum für Tanzkurse, Yoga und Schlingentraining – für das extra 17 Befestigungshaken fest in der Decke installiert wurden –, einen kleineren Kursraum für Personal- und Functional Training sowie einen Wellnessbereich mit Dampfbad und Sauna. Das Konzept des Angkor Inter Fitness folgt einem ganzheitlichen Verständnis von Fitnesstraining, das Gesundheit, Bewegung und Ernährung mit psychischen und sozialen Aspekten kombiniert (bio-psycho-soziale Einflussfaktoren). Dieser Ansatz war in Siem Reap bis dahin unbekannt, ist aber – angesichts einer in Kambodscha massiv steigenden Anzahl von Diabeteserkrankungen bei Menschen über 30 und einer durchschnittlichen Lebenserwartung von 56 Jahren dringend erforderlich. Die Mitarbeiter und Trainer des Studios wurden aus einer Vielzahl sportlich talentierter Bewerber und Bewerberinnen vor Ort ausgewählt und in mehreren Probetrainings geprüft. Dabei konnte Gernot Heckel auf die Unterstützung des Partnerstudios POM (Planet of Motion) in Jena zählen. Einige Mitarbeiter des POM flogen extra nach Kambodscha, um vor Ort zu helfen, die Trainer auszubilden und den Studiobetrieb zu organisieren. Heute hat das Angkor Inter Fitness zehn feste und 15 freie Mitarbeiter.

Konzept und Social Media – vom Start weg erfolgreich Da es in der Region Siem Reap kein vergleichbar ausgestattetes und positioniertes Fitnessstudio gab und auch die Vorbereitungen zur Eröffnung „einige Wellen schlugen”, war das Interesse in der Stadt bereits vor der Eröffnung entsprechend groß. Dieses Interesse hat dazu geführt, dass das Angkor Inter Fitness vom Tag der Eröffnung an profitabel arbeiten konnte. Das Team von Gernot Heckel in Siem Reap hatte die Eröffnung mit Flyern, Plakaten und über die Social-Media-Kanäle beworben. Den größten Werbeeffekt hatten aber – und das ist auch im dritten Jahr des Bestehens des Studios noch immer so – die SocialMedia-Aktivitäten der Trainer, Trainerinnen und der Mitglieder des Angkor Inter Fitness. Sie verbreiten über ihre privaten Accounts ihre Aktivitäten im Club und erzielen dabei eine enorme Reichweite. „Das Durchschnittsalter unserer Mitglieder liegt bei 23 Jahren und für die junge Generation hier in Kambodscha gehört es inzwischen zum Lifestyle, etwas für die eigene Gesundheit zu tun. Sie sind stolz darauf und verbreiten es entsprechend. „Fitnesstraining ist hier ein Statussymbol!“, erklärt Gernot Heckel das Phänomen. „Wenn wir in Deutschland mit einem Post 1.000 Leute erreichen, dann ist das viel. Hier sind es ganz schnell 10.000 Klicks, das ist eine ganz andere Dimension.“

Leuchtturmprojekt Das Angkor Inter Fitness ist in Siem Reap ein Projekt, dessen Erfolg durchaus für Furore sorgt. „Es gibt in der Stadt etwa zehn Studios, die Training anbieten, aber nicht professionell und nicht mit System. Die bekommen schon mit, wie wir arbeiten und wie erfolgreich wir sind und versuchen uns zu kopieren.“ Trotz der Stellung des Angkor Inter Fitness als Leuchtturmprojekt hat Gernot Heckel den Markt im Blick: „Wir müssen unser Angebot in den Bereichen Training und 58

04/19

fitness MANAGEMENT international

Betreuung der Kunden jeden Tag bestätigen und immer authentisch kommunizieren, damit wir nicht kopiert werden können.“ Ein Alleinstellungsmerkmal des Angkor Inter Fitness ist die intensive Betreuung der Mitglieder. „Das ist eine Herausforderung“, erklärt Gernot Heckel, „weil die Nutzungsfrequenz höher ist als in Deutschland. Unsere Kunden sind zu etwa 70 Prozent Frauen – und viele kommen täglich, um an den Kursen teilzunehmen. Außerdem ist der Studiobetrieb insgesamt viel ‚wuseliger‘, als wir das kennen.“ Auch bei der Bewältigung dieser Aufgabe ist die Partnerschaft mit dem POM Gesundheitszentrum in Jena ein entscheidender Faktor. Immer wieder reisen Mitarbeiter aus Jena für einige Monate nach Siem Reap, um selbst im Angkor Inter Fitness zu arbeiten und um die Mitarbeiter vor Ort auszubilden und zu schulen. Das ist eine Konstellation, von der alle profitieren: Die Trainer aus Deutschland lernen, sich auf eine komplett andere Klientel einzustellen, die mehr begleitet werden will und in die man sich erst einfühlen muss. Die Mitglieder erfahren eine Trainingsbetreuung, die es so in ihrem Land nicht gibt. Außerdem punktet das Angkor Inter Fitness mit internationalen Trainern als weiteres Alleinstellungsmerkmal.

Der Fokus für die Erweiterung liegt im Gesundheitsbereich Für die nahe Zukunft plant Gernot Heckel die Erweiterung des Angkor Inter Fitness. Sukzessive sollen eine Praxis für Physiotherapie und ein Heilpraktiker in das Angebot integriert werden. Die Konzepte und Pläne für die Erweiterung sollen bis Ende 2019 fertig sein, sodass im kommenden Jahr mit der Umsetzung begonnen werden kann. Es ist beeindruckend, mit welcher Konsequenz und mit welchem Gespür für die Menschen und die Verhältnisse vor Ort Gernot Heckel das Projekt Angkor Inter Fitness umgesetzt hat und in Zukunft weiterausbauen wird. Und, es ist bemerkenswert, dass Fitnessstudios mit einer gesundheitsorientierten Ausrichtung und einem ähnlichen Betreuungskonzept sowohl in Jena als auch auf der anderen Seite der Welt in Siem Reap erfolgreich sind.

Der Unternehmer Gernot Heckel Gernot Heckel ist Wirtschaftswissenschaftler und war als Unternehmer in freier Trägerschaft in der Kinder- und Jugendhilfe tätig, bevor er zunächst als Investor und Vermieter des POM (Planet of Motion) in Weimar in der Fitnessbranche aktiv wurde. Da er schon immer sportaffin war (Turnen in der Jugend, später Marathon), entdeckte er fast zwangsläufig auch seine Leidenschaft für den Fitnesssport. Im Laufe der Zeit ist Gernot Heckel immer weiter in die Fitnessbranche eingestiegen. Inzwischen arbeitet er auch im operativen Geschäft im Studioalltag des POM in Jena und im Angkor Inter Fitness in Siem Reap in Kambodscha, wo er durchschnittlich acht Monate im Jahr lebt. www.angkorinterfitness.com


Fotos: Angkor Inter Fitness

Foto: lena_serditova - stock.adobe.com


VERANSTALTUNG | ANZEIGE

Erfolgreiche Premiere: BSA/DHfPG FITNESS & HEALTH CAMP

Event-Highlight in traumhafter Kulisse Vom 18. bis zum 25. Mai feierte das BSA/DHfPG FITNESS & HEALTH CAMP seine erfolgreiche Premiere. Der ROBINSON Club Daidalos auf Kos bot die traumhafte Kulisse für das Event-Highlight sowohl für Gesundheitsinteressierte, Gesundheitsbewusste als auch aktive Fitnesssportler. Die hochkarätigen Experten aus den Bereichen Gesundheit, Prävention, Fitness und Ernährung boten ein tolles Programm für jedes Alter.

M

ehr Erfahrung und mehr Expertise geht nicht! Das wurde den gespannten Teilnehmern schon bei der Vorstellung des Expertenteams der BSA-Akademie, der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement (DHfPG), der SAFS – Swiss Academy of Fitness & Sports sowie des ROBINSON Club Daidalos klar. Bei der Welcome-Veranstaltung im Atrium der Ferienanlage auf Kos stellten sich zwei ehemalige Europameister, ein Ironman Hawaii Finisher, ein Profi-Coach, eine Tanzkoryphäe, mehrere internationale Presenter und Dozenten u. v. a. m. vor. Nur das Eventprogramm war noch abwechslungsreicher als das Expertenteam selbst: Neben den drei Bereichen „Kraft/Athletik“, „Ernährung“ und „Laufen/Cardio“ warteten noch zahlreiche kreative Masterclasses im Bereich „Groupfitness“ auf die Teilnehmer.

Der Athlet im Alltag Clive Salz, Experte aus dem Bereich „Kraft/Athletik“, trainierte als Personal Trainer u. a. Spitzensportler wie Henry Maske und Showgrößen wie Stefan Raab. Die Teilnehmer durften sich daher auf ein professionelles und abwechslungsreiches Trainingsprogramm

60

04/19

fitness MANAGEMENT international

der Extraklasse freuen. Das aus mehreren Elementen bestehende Programm „Der Athlet im Alltag“ widmete sich pro Einheit einer Körperpartie, um im sechsten und finalen Teil die Teilnehmer für ihren individuellen Anspruch rundum fit zu machen. Selbst bei kleineren Schwächephasen unter der griechischen Sonne konnte der Profi-Motivator die Teilnehmenden an ihre selbst gesteckten Ziele heranführen. Der Vortrag „Stress verstehen und Essen im Alltag verdaulich organisieren“ bot zusätzlichen Input.

Einfach richtig essen Urlaub und gutes Essen gehören für viele zusammen. Ernährungsexperte Prof. Dr. Georg Abel fügte ergänzend hinzu: Urlaub und gutes, gesundes Essen – und übertrug dieses auch auf den Alltag, damit die Teilnehmer mit vielen Ernährungstipps später die Heimreise antreten konnten. Für den Ernährungswissenschaftler war es wichtig, das individuelle Ernährungsverhalten jedes Teilnehmenden zu erfassen und zu analysieren, um dann bei der richtigen persönlichen Ernährungsform zu unterstützen und aufzuklären. Daher wurde im Verlauf des sechsteiligen Programmangebots bspw. die Körperzusammensetzung mittels Bioelektrischer Impedanzanalyse (BIA) und/ oder Kalipermethode ermittelt und per Vortrag der richtige Umgang mit Diäten und ernährungsunterstützenden Apps erläutert. Besonders Prof. Dr. Abels Vorträge (z. B. „Ernährungsmythen aufgeklärt“) fanden großen Anklang bei den Camp-Teilnehmenden.

Gesund durchs Leben laufen Idyllische Strände, die mediterrane Architektur und die für Griechenland typischen Zypressen bildeten gemeinsam eine wunderschöne Kulisse für den Bereich „Laufen/Cardio“. Unter Anleitung der beiden Laufspezialisten Prof. Dr. Thomas Wessinghage und Prof. Dr. Arne Morsch konnten Laufenthusiasten wie auch Einsteiger ihren persönlichen Leistungshorizont ausloten und nach Wunsch erweitern.


Fotos: DHfPG/BSA

Denn besonders Prof. Dr. Thomas Wessinghage, Lauf-Europameister von 1982 über 5.000 Meter und Facharzt der Sportmedizin, teilte nicht nur sein theoretisches Wissen, sondern konnte den Anwesenden aus seiner erfolgreichen Profikarriere (u. a. zwanzigfacher Deutscher Meister) wichtige praktische Lauftipps geben.

Expertise fast rund um die Uhr Wer seinen Tag schon sportlich beginnen wollte, der konnte sich bereits um 7.30 Uhr der Frühsportgruppe anschließen. Die Experten aus den Bereichen „Laufen/Cardio“, „Kraft/Athletik“ und „Ernährung“ boten ein abwechslungsreiches Angebot, um fit in den Tag zu starten. Auch abends erhielten die Teilnehmer die Möglichkeit, das gesamte Experten-Team an der Hauptbar, außerhalb des Eventprogramms, anzutreffen und im lockeren Gespräch Fragen und Anregungen nachzugehen, was mit Begeisterung wahrgenommen wurde.

Vorstellung aller Experten beim Camp-Opening

Spektakuläre Masterclasses Auch die Coaches im Bereich Groupfitness übertrafen mit ihren kreativen Masterclasses die Erwartungen der Teilnehmer: Dance, Workout, Body & Mind, Cycling, Aqua, Rückentraining und Vorträge fügten sich zu einem spektakulären Programm zusammen! Das lag selbstverständlich zu großen Teilen an den überragenden Anleiterinnen und Anleitern der SAFS. Wer bspw. eine Workoutoder Body & Mind-Masterclass von Jana Spring besuchte, wurde umgehend von ihrer unbändigen Energie und Motivation mitgerissen. Und ihre Kolleginnen und Kollegen standen ihr da absolut in nichts nach: Aerobic-Profi Jürg Neukom, Tanz-Spezialistin Lisa Stefani, Karate-Europameister Marcel Baumann, Selfempowerment-Coach Nicole Haut, Cycling-Experte Patrick Klein und das hauseigene WellFit®-Team boten den Aktiven von morgens bis abends abwechslungsreiche, einsteigerfreundliche, aber auch herausfordernde Programm-Highlights wie bspw. „Power Yoga“, „Aqua Fit“, „Feel the beat“ oder „Mobile Hüfte“.

Lockerer Start in den Tag beim Frühsport

Bereits jetzt Termin für 2020 vormerken Nachdem die Premiere des BSA/DHfPG FITNESS & HEALTH CAMP 2019 eine solch positive Resonanz erzeugte, wird das Event vom 23. bis 30. Mai 2020 in die zweite Runde gehen: Anerkannte und gefragte Experten aus den Bereichen Gesundheit, Prävention, Fitness und Ernährung bieten auch in der nächsten Eventwoche unvergessliche Erlebnisse unter dem ROBINSON-Motto: „Zeit für Körper und Geist. Zeit für Gefühle. Zeit für DICH“. www.bsa-akademie.de/kos

FunTone-Workout mit dem Power-Duo Jürg und Jana

Funktionelles Schlingentraining mit Marcel

04/19

fitness MANAGEMENT international

61


VERANSTALTUNG

Foto: DSSV e. V.

Innovation trifft Erfahrung

DSSV-Forum Zukunft Der Arbeitgeberverband deutscher Fitness- und Gesundheits-Anlagen hat am 15. Mai 2019 in Köln einen Blick in die Zukunft geworfen. Gemeinsam mit seinen Mitgliedern und den Referenten skizzierte der DSSV die Zukunft der Fitnessbranche.

Foto: Refit Kamberovic

A

m 15. Mai hatten sich zu der Tagung im Leonardo Hotel Köln 100 Inhaber und Geschäftsführer der DSSV-Mitgliedsstudios eingefunden. Sie nutzten das „DSSV- Forum Zukunft“, um sich mit Referenten, Experten und Kollegen auszutauschen und zu vernetzen. Wie steht es um die Fitnessbranche? Was erwartet uns in den nächsten Jahren? Wie kann jeder Einzelne diese Entwicklung für sich nutzen? Diesen Fragen sind nicht nur die Sprecher, sondern auch alle Teilnehmer auf den Grund gegangen. Nach der Begrüßung und einem aktuellen Überblick über die Branche von Birgit Schwarze (DSSV) und den Vorträgen von Nico Scheller (InShape), Henrik Gockel (PRIME TIME fitness), Markus Begerow (ULC Fitness) und Refit Kamberovic (DSSV) waren die Teilnehmer zu einer offenen Diskussion eingeladen. Mittelpunkt dieser Diskussion waren die zuvor gehörten Fachvorträge der Sprecher.

64

04/19

fitness MANAGEMENT international

Nico Scheller, InShape

„Total Customer Obsession – was wir von Amazon & Netflix lernen können“ „Das Problem zu erkennen ist wichtiger, als die Lösung zu finden. Denn die genaue Darstellung führt fast automatisch zur richtigen Lösung.“ Den ersten Vortrag leitete Nico Scheller (InShape) mit einem passenden Zitat von Albert Einstein ein. Er versuchte Lösungen für die immer wieder aufkommende Frage nach den richtigen Laufzeiten der Mitgliedschaften zu liefern. Zentrales Thema seiner Präsentation waren die Voraber auch die Nachteile von monatlich kündbaren Verträgen.


Foto: PRIME TIME fitness

Henrik Gockel, PRIME TIME fitness GmbH

„Discount oder Premium – jetzt musst du dich entscheiden …“

Der Gründer und Gesellschafter der PRIME TIME fitness GmbH Henrik Gockel stellte in seinem informativen Vortrag verschiedene BoutiqueKonzepte und Trends vor. Henrik Gockel betrachtete die BoutiqueStudios als Gegentrend zum Discount-Studio und zeigte während seines Vortrages die Chancen und Risiken dieses eher jungen Marktsegments der Fitnessbranche auf.

Foto: privat

Markus Begerow, ULC Fitness

„Firmenfitness sichert den Markt der Premium-Clubs!“ Mit seinem Vortrag lenkte Markus Begerow (ULC Fitness) den Blick der Teilnehmer auf Firmenfitness und die rasante Entwicklung der heute stark verbreiteten Netzwerke. Der Diplom-Sportlehrer bezeichnete diese alternative Einnahmequelle als „Zukunftsinvestition mit Weitblick“. Seine positiven Erfahrungen und die Vorteile von Firmenfitness belegte Markus Begerow mit Umsatzzahlen seiner ULC Fitness-Anlagen.

Foto: Borys Las-Opolski

Refit Kamberovic, Geschäftsführer DSSV

„Bis 2025 steigt die Zahl der Mitglieder um weitere 4 Millionen – wohin werden sie gehen?“ Mit der Prognose von weiteren 4 Millionen Mitgliedern in den nächsten sechs Jahren startete Refit Kamberovic (DSSV) seinen Vortrag. Er erläuterte anschaulich, für welches Segment sich diese Neukunden seiner Einschätzung nach entscheiden werden. Im hart umkämpften Fitnessmarkt bieten diese positiven Aussichten reichlich Potenzial, dennoch ist eine klare Positionierung für Betreiber von Fitness- und Gesundheits-Anlagen unumgänglich.

Fazit Eine innovative Veranstaltung mit Pro- und Contra-Argumenten zu aktuellen, existenziellen Fragen – und mit enormer Resonanz bei den teilnehmenden Inhabern und Geschäftsführern.


DSSV | ONLINE-MARKETING

DSSV-Workshop Online-Marketing – ein voller Erfolg!

„Dort sein, wo die Augen der Zielgruppe sind!“ Kaum ein Marketing-Tool hat in den letzten Jahren so an Bedeutung gewonnen wie das Online-Marketing. Die neuen Medien erfordern neue Strategien und zukunftsweisende Marketingkonzepte müssen erfolgreich umgesetzt werden. Der DSSV hat mit seiner Workshop-Reihe „Mitgliederbindung & -gewinnung durch Online-Marketing” genau an diesem Punkt angesetzt: An fünf bundesweiten Standorten wurden die Teilnehmer praxisnah darüber informiert, wo und wie Studiobetreiber online präsent sein sollten und welche Medien zukünftig zur Kundenbindung und -gewinnung genutzt werden sollten.

F

ür Unternehmen der Fitness- und Gesundheitsbranche ist Online-Marketing eine wichtige, wenn nicht mittlerweile sogar die wichtigste Quelle zur Gewinnung von neuen Interessenten und Mitgliedern. In der Praxis zeigt sich jedoch, dass viele diese Chance und das damit verbundene Potenzial noch gar nicht ausschöpfen bzw. viele Möglichkeiten ungenutzt lassen.

unverzichtbar sind. Online können bestehende oder zukünftige Mitglieder unkompliziert, direkt und mit messbaren Zielen erreicht werden. Anhand verschiedener, erfolgreicher Beispiele aus der Praxis konnten den Teilnehmern viele richtige und individuell geeignete Werkzeuge zur Umsetzung an die Hand gegeben werden.

Die Gründe dafür können vielfältig sein. Im Rahmen der Workshop-Reihe „Mitgliederbindung & -gewinnung durch Online-Marketing” verdeutlichte Roman Spitko, Dozent der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement (DHfPG), den Studiobetreibern anschaulich, warum E-Mail-Marketing, Instagram und YouTube für Fitnessstudios

Wie wichtig das Themengebiet Online-Marketing ist, zeigte auch die große Nachfrage nach den DSSV-Workshops: Die Veranstaltungen in Frankfurt, Leipzig, Hamburg, München und Köln waren alle gut besucht oder ausgebucht und auch das Feedback der insgesamt 150 Teilnehmer war rundum positiv.

Fazit von Referent Roman Spitko (DHfPG) Online-Marketing wird im Rahmen des Marketing-Mixes in meinen Augen zukünftig unverzichtbar sein. Insbesondere, weil die allgemeinen Verhaltensweisen und das Mediennutzungsverhalten der verschiedenen Zielgruppen sich drastisch verändert haben. Um Neukunden zu gewinnen, muss man zukünftig einfach genau da sein, wo die Augen der Zielgruppe sind – und das ist oftmals auf dem Smartphone. In den Disziplinen des Online-Marketings gibt es auf jeden Fall noch viel Potenzial, das die Studios in Deutschland nutzen können. Ich bin mir sicher, dass wir durch die DSSV-Workshops und die Lehrgänge der BSA-Akademie den Studios ein Fundament geben, auf das ausgezeichnet aufgebaut werden kann.

!

JETZT SCHON VORMERKEN Nächster DSSV-Workshop: Betriebliches Gesundheitsmanagement Wie Sie Firmenkunden gewinnen, Bedarfe im Unternehmen analysieren, erfolgreiche Programme konzipieren und Erfolge messbar machen, erfahren Sie im nächsten DSSV-Praxisworkshop für die Fitnessbranche: „BGM – so geht´s“.

Save the date: Köln 09.10. / Stuttgart 10.10. / Hamburg 18.10. / Frankfurt 21.10. / München 24.10. Weitere Infos unter: www.bildungsinstitut.dssv.de/workshop Foto: DSSV e. V.

66

04/19

fitness MANAGEMENT international


VERANSTALTUNG

Ein neues innovatives Programm erwartet Sie!

DSSV-EVENT BELGRAD 2019 Belgrad, der Newcomer unter den angesagten Kurztrip-Zielen in Europa, ist in diesem Jahr Ort der DSSV-Event-Reise! Von den gefüllten Cafés über die Straßen des historischen Zentrums bis zu den Ufern der Donau und der Sava, überall begegnet man der kulturellen Vielfalt der „weißen Stadt”. Sie erleben die Höhepunkte serbischer Gastfreundschaft beim Get-together im Hotel, zwei zauberhafte Abende in angesagten Locations mit Livemusik, spannende Fachvorträge, Besichtigungen und die Fitness-Messe BELFIS. Es geht los!

Dachterrasse „Mama Shelter“

DONNERSTAG, 03.10.2019 Anreise und Get-together-Begrüßungsveranstaltung auf der Dachterrasse unseres Hotels „Mama Shelter“, direkt gelegen in der Fußgängerzone und mit Blick auf die berühmte Altstadt von Belgrad

SAMSTAG, 05.10.2019 Besuch der BELFIS, größte Fitness-Fachmesse Südosteuropas Fachvorträge: Daniel Kaptain: „Wie Sie mit Trainingssteuerung Kunden begeistern und binden“ Günter Noll: „Erfolgreich durch Kostenmanagement“ BELFIS – Workouts und Fachvorträge

Foto: sarenac77 - stock.adobe.com

FREITAG, 04.10.2019 • Branchenforum im Hotel zum Austauschen und Netzwerken • Freizeitprogramm und Training in ausgewählten Fitnessstudios • Sightseeing und Shopping in der schönen Altstadt • Gemeinsam lassen wir den Abend im traditionellen Restaurant „Zlatar“ ausklingen.

Belgrad vom Schiff aus Gemeinsame Abendveranstaltung mit Essen und Trinken Anschließend Belgrads berühmte Partymeile erwartet uns mit Livemusik direkt an der Donau!

Mark Fest: „Mit dem richtigen Kursmanagement zum Erfolg“

Belgrads Partymeile

SONNTAG, 06.10.2019 Zurück in die Heimat!

04/19

fitness MANAGEMENT international

67


NEUE FÖRDERMITGLIEDER

Neue Fördermitglieder ÜBER DIE MÜTZEL VERSICHERUNGSMAKLER AG Damit Sie im Schadensfall nicht ins Schwitzen kommen Dank langjähriger Erfahrung in der Fitnessbranche – seit 1985 – bietet MÜTZEL attraktive Sonderprodukte mit leistungsstarken Bedingungen und hervorragenden Prämien. Mit der MÜTZEL ALLInclusive-Police decken Sie alle wichtigen Bereiche Ihres Betriebes zu Top-Prämien ab – rundum bestens versichert mit Unterversicherungsverzicht und Neuwertentschädigung.

Neutral und unabhängig Ein Versicherungsmakler berät unabhängig von den Versicherungsgesellschaften stets kundenorientiert, um für Sie und Ihr Unternehmen das beste Preis-Leistungs-Verhältnis zu finden. Im Schadensfall profitieren Sie von einer professionellen Beratung, die Ihnen im Ernstfall Ihre Existenz sichert. Basis für den Optimierungsprozess Ihrer Versicherungen ist eine genaue und professionelle Risikoanalyse Ihres Betriebes und der Privatsituation. MÜTZEL kennt die Branche und weiß, auf was zu achten ist und wo Gefahren schlummern. Lassen Sie sich zur Risikominimierung auf neue Bestimmungen, Gesetze und wichtige Themen, wie z. B. Elektronik-Checks, Cybercrime-Risiken etc., hinweisen.

Mehr Qualität – mehr Sicherheit! Aus der Praxis ist bekannt, dass circa die Hälfte aller Gebäude deutlich unterversichert ist. Dies führt im Schadensfall zu enormen Problemen und kann ein großes Risiko für Sie bedeuten. Um dies zu vermeiden, ist es erforderlich, den Gebäudewert und die Inhaltssumme korrekt zu ermitteln. Gerne hilft MÜTZEL Ihnen bei der Suche und Auswahl eines Gutachters. Mittels eines Wertberichtes besteht die Möglichkeit, beim Versicherer den sogenannten Unterversicherungsverzicht zu erhalten. Dies ist die beste Form der Absicherung, denn hier verbürgt sich der Versicherer im Rahmen der Bedingungen bis zur versicherten Summe, ohne einen eventuellen Abzug zu leisten. Schützen Sie Ihre Existenz – optimieren Sie Ihren Versicherungsschutz! www.muetzel.de

ÜBER MOVE YA! Wir glauben leidenschaftlich daran, dass noch mehr in Musik und Bewegung steckt. Seit über 20 Jahren sind wir Marktführer im europäischen Fitness-Musikbereich. Für Millionen von Kunden und Trainern entwickeln wir als Fitness-Music-Experten einzigartige Musikprodukte – für ein effektiveres Training mit mehr Spaß und Motivation! Wir wissen, wie Produkte und Konzepte mit der richtigen Musik passgenau unterstützt werden – welche Tracks aus welchem Musikgenre, in welchem Tempo und in welchem Spannungsbogen einzusetzen sind. Wir erschaffen optimale Trainingstools in erstklassiger Soundqualität. Unser Portfolio umfasst:

MY! FITNESS MUSIC Produktion, Handel und (Digital-)Vertrieb von Fitness-Musikprodukten der Marken MOVE YA!, MY! POWER MUSIC und von Auftragsprodukten für den Trainings- oder Kursbereich. Individuelle Kooperationsmöglichkeiten durch Substore- oder Plattformanbindung sowie Affiliate-Marketing für steuerbare Ergebnisse.

MY! UNLIMITED Streaming-Abo mit vollständigem Zugriff auf die MOVE YA! Music- & Video-Library (über 350 Mixe) via MOVE YA! App GEMA-frei und GEMA-pflichtig erhältlich.

MY! PRODUCTION MUSIC Label und Verlag für GEMA-freie Musik/Coverremixe, Lizenzierung von Musik- und Filmprojekten sowie Social Media, Audio- und Video-Auftragsproduktionen sowie Markenkonzepte und Incentives für Mitglieder.

MY! RADIO Beschallung von Studio- und Gewerbeflächen GEMA-frei und GEMA-pflichtig erhältlich. Mehr zu MOVE YA! finden Sie hier: www.move-ya.de

68

04/19

fitness MANAGEMENT international


NEUE MITGLIEDER

ÜBER CLEVER FIT Die Zahl der Mitglieder in deutschen Fitnessanlagen steigt stetig. Bereits 13,4 Prozent der Gesamtbevölkerung trainieren in einem Fitnessstudio. clever fit ist in Deutschland mit über 370 Studios die standortstärkste Fitnesskette. Insgesamt sind es in Europa über 400 Betriebe.

Die Gründung erfolgte 2004 Das Unternehmen ist im Jahr 2004 in München gestartet; im Jahr 2019 sind bereits über 750.000 Mitglieder vom clever fit-Konzept überzeugt und trainieren regelmäßig in den Studios. Eine hochwertige Ausstattung mit Marken-Trainingsgeräten, qualifiziertes Personal auf allen Ebenen sowie die Wohlfühlatmosphäre in den Studios dank durchdachtem Designkonzept fügen sich mit den günstigen Beitragskonditionen zu einem unschlagbaren Preis-Leistungs-Verhältnis zusammen. Eine starke Leistung zu einem vernünftigen Preis gehört zur Markenpersönlichkeit von clever fit.

Mitglied im Deutschen Franchiseverband Seit 2010 ist clever fit Vollmitglied im Deutschen Franchiseverband und im Jahr 2015 als „Franchisesystem des Jahres” ausgezeichnet worden. Bei clever fit stehen die Zeichen auf Expansion: In den kommenden Jahren soll die Anzahl der Franchisenehmer im europäischen Ausland kontinuierlich weiter steigen. www.clever-fit.com

Neue Mitglieder OFFIZIELLES MITGLIED

5 STARS Fitness ABC Fitness GmbH 45133 Essen

Fitness & Co. Dortmund – EMS Training FitnessCo GmbH 44139 Dortmund

Mrs. Sporty Julia Reinders 45128 Essen

Aktiv Plus – Fitness im Ballhaus Steffen Fleischer und Thomas Luther 06449 Aschersleben

Fitness Fabrik Fitnesscenter One GmbH 64295 Darmstadt

Nordathleten Philipp Pentzin 22391 Hamburg

Amanusa Fitnesscenter One GmbH 64283 Darmstadt

Fitness Fabrik Fitnesscenter One GmbH 64347 Griesheim

Sports Club Buchholz Alexander Sosa 21244 Buchholz in der Nordheide

BOCK auf SPORT Juliane Heyers 26899 Rhede

Fitness Fabrik Maximilian Michael Prinz von Anhalt e. K. 63110 Nieder-Roden

FÖRDERMITGLIEDER

Body Culture Body Culture Group GmbH & Co. KG 64295 Darmstadt

Fitness Fabrik Maximilian Michael Prinz von Anhalt e. K. 64807 Dieburg

Body Culture Body Culture Group GmbH & Co. KG 64297 Darmstadt

Fitness Fabrik Maximilian Michael Prinz von Anhalt e. K. 64859 Eppertshausen

Elan Fitness Natalie Reindl 83512 Wasserburg

Killer Sports Maximilian Michael Prinz von Anhalt e. K. 64372 Ober-Ramstadt

EMS-Lounge Kempten-Brauhöfe Gunars Balodis 87435 Kempten (Allgäu)

Körperformen Bad Soden am Taunus Monika Hess 65812 Bad Soden am Taunus

FACTORY CREFELD Darko Safner 47805 Krefeld

Körperformen Ravensburg Markus Glaßner 88214 Ravensburg

fitbox Düsseldorf Wehrhahn Michael Kiel 40211 Düsseldorf

momentum Wolfgang Libor 22587 Hamburg

04/19

fitness MANAGEMENT international

69


GRÜNDERFÖRDERUNG | ANZEIGE

Foto: milon industries GmbH

BOOST Award: die einmalige Chance auf eine Gründerförderung im Wert von 50.000 Euro

milon sucht Mikrostudio-Gründer Sie möchten den Schritt in die Selbstständigkeit wagen, fühlen sich aber von den zahlreichen Herausforderungen der Existenzgründung überwältigt? Dann nutzen Sie jetzt die Chance und bewerben Sie sich noch bis zum 1. September 2019 für die Sonderkategorie „Gründerförderung“ im Rahmen des BOOST Awards.

M

it dem erstmals in diesem Jahr initiierten BOOST Award zeichnet milon nicht nur besonders erfolgreiche milon Partnereinrichtungen in den Kategorien „Fitness & Gesundheit“ sowie „Therapie & Medical“ aus, sondern bietet darüber hinaus jedem interessierten Gründer die Chance auf den Gewinn einer Förderung zur Umsetzung eines milon MICROCLUBS im Jahr 2020.

70

04/19

fitness MANAGEMENT international

Gerade in der Startphase der Existenzgründung ist es wichtig, Fehler zu vermeiden und fokussiert zu bleiben, um die wesentlichen Ziele nicht aus den Augen zu verlieren. „Von Crowdfunding über Gründerkredit oder Fördermittel – die Finanzierung bereitet Erstgründern häufig Schwierigkeiten“, erklärt Udo Münster, CEO von milon industries. „Mit dem BOOST Award werden wir dem


für ein Mikrostudio. Da sich ein milon MICROCLUB bereits auf einer Fläche von 150 bis 300 Quadratmetern verwirklichen lässt, bildet es eine kostengünstige Alternative zu einem klassischen Fitnessbetrieb.

Schlanke Strukturen für den persönlichen Erfolg Grundlage ist ein von milon international erprobtes Konzept, das auf den optimierten Einsatz von Raum, Personal und Nutzer zielt und auf eine stetige Steigerung der Trainingsqualität ausgerichtet ist. Die platzsparenden Geräte der milon Q-Serie als volldigitalisiertes Trainingssystem sind für den Mikrostudio-Betrieb prädestiniert. Durch die kurzen Zirkeltrainingsintervalle kann eine hohe Anzahl an Studiomitgliedern auf kleiner Studiofläche schon mit nur einem milon Zirkel trainieren. Digital erfasste Trainingsanalysen und -pläne helfen dem Trainer einen optimalen und zugleich effizienten Betreuungsstandard zu schaffen. Zudem liegt das große Potenzial von Mikrostudios in der Ausrichtung auf eine sehr attraktive Zielgruppe, die immer weiter wächst: Menschen, die etwas für ihre Gesundheit tun möchten und sich von einem klassischen Fitnessstudio nicht angesprochen fühlen, da es ihnen an Zeit und Motivation fehlt. Gemäß dem BOOST-Konzeptstandard unterstützt milon den Gewinner der Gründerförderung ein Jahr lang bei der Planung und Umsetzung des eigenen Mikrostudios.

Nachhaltig erfolgreich Damit der Gewinner auch nachhaltig seinen wirtschaftlichen Erfolg sichern kann, hat er wie jeder milon-Kunde die Möglichkeit, mit milon COCKPIT eine App zur Zukunftsplanung und Optimierung der Trainingsfläche zu nutzen. Studiobetreiber besitzen mit der Anwendung ein effizientes Analyse-Instrument, das ihnen einen Überblick über wichtige Kernkennzahlen des Studiobetriebes bietet. Ob im Studio selbst oder auf Reisen: In Echtzeitdarstellung wird übersichtlich und einfach verständlich die Auslastung des milon Zirkelsystems angezeigt. Zugleich sind für den Studioerfolg datenbasierte Prognosen und eine automatische Trendüberwachung möglich, die auf Grundlage festgelegter Ziele Nutzungs- und Neukundenpotenziale ermittelt und damit die Zukunftsplanung erleichtert.

Jetzt bewerben Gewinner der Gründerförderung helfen, sich vor allem in der Anfangsphase der Existenzgründung besser zurechtzufinden und sich nicht entmutigen zu lassen.“ In der Kooperationspartnerschaft mit five und Magicline vergibt milon eine Gründerförderung im Wert von 50.000 Euro zur Eröffnung eines eigenen milon MICROCLUBS im Jahr 2020 in Deutschland nach dem milon BOOST-Erfolgskonzept. Durch die Förderung und die zusätzliche Beratungsleistung von milon erhält der Gewinner den notwendigen Freiraum, sich auf die wirklich wichtigen Fragen zu konzentrieren.

Einfach gründen mit dem milon MICROCLUB Der Fitness- und Gesundheitsmarkt entwickelt sich immer rasanter zu einem relevanten Wirtschaftssektor, der neue Konzepte und Innovationen vorantreibt. Vor allem zielgruppenspezifische Mikrostudio-Konzepte bieten in Kombination mit digitalisierten Trainingsflächen große Chancen für Gründer. „Die strategische Entwicklung von Mikrostudio-Konzepten ist seit Jahren eine unserer Kernkompetenzen und macht einen maßgeblichen Teil unserer Umsätze aus. Durch unsere langjährige Erfahrung in diesem Bereich können wir Gründern ein schlüsselfertiges Konzept zum einfachen Start in die Selbstständigkeit an die Hand geben“, bekräftigt Udo Münster. Modernste Technologien ermöglichen eine noch intensivere Beratungsleistung für die Trainer. Hohe Betreuungsstandards und die Reduktion auf das Wesentliche sind die ausschlaggebenden Erfolgsfaktoren

Wer schon immer den Traum vom eigenen Fitness- oder Gesundheitsstudio verwirklichen wollte, hat noch bis zum 1. September 2019 die Möglichkeit, sich unter www.boostaward.de zu bewerben. Die Auswahl der Finalisten erfolgt durch ein Expertengremium, dem unter anderem Udo Münster, Raf Swerts, Vertriebspartner von milon in Benelux und Betreiber von verschiedenen milon MICROCLUBS, five-Gründer Wolf Harwath und Sven Eismann, Mitglied des Management Boards von Magicline, angehören. Die Jury bewertet dabei einerseits die fachliche Qualifikation der Bewerber, aber vor allem auch die persönliche Motivation und den Enthusiasmus, sich unternehmerisch durchsetzen zu wollen. Die ausgewählten Finalisten werden in einer zweiten Runde in einem fünfminütigen Pitch-Video zeigen, warum gerade sie die Gründerförderung erhalten sollten. Der Gewinner in der Kategorie „Gründerförderung“ wird zum Jahresende bekannt gegeben.

milon industries GmbH An der Laguna 2 86494 Emersacker, Deutschland Telefon: +49 (0)8293 / 965 50-0 Fax: +49 (0)8293 / 965 50-50 E-Mail: kontakt@milon.de

04/19

fitness MANAGEMENT international

71


INTERVIEW

Angelina Lange, seca Sales Managerin mBCA Medical Fitness, und Robert Vogel, Geschäftsführer für Marketing und Vertrieb bei seca, mit dem medical Body Composition Analyzer (mBCA)

seca – medizinische Messsysteme und Waagen für die Fitnessbranche

„Medical Fitness ist die Zukunft“ 2 Prozent weniger Körperfett, 4 Kilo mehr Muskelmasse, Sauerstoffsättigung bei 100 Prozent? Wenn es in der Medizin um absolute Präzision beim Messen und Wiegen geht, ist das Familienunternehmen seca aus Hamburg der „Hidden Champion”. Seit 1840 – in vierter Generation im Besitz der Familie Vogel – entwickelt und produziert seca Präzisionswaagen, Vitaldatenmonitore, BIA-Geräte und Software made in Germany und ist in diesem Segment Weltmarktführer. Was bisher vor allem in Kliniken und Arztpraxen zum Einsatz kam, findet sich plötzlich auf der FIBO und in anspruchsvollen Fitnessstudios wieder. Warum seca in den Fitnessmarkt eintritt, wie die Branche vom medizinischen Know-how des innovativen MedTec-Unternehmens profitieren kann und welche Ziele es in den kommenden Jahren anstrebt, darüber berichten Robert Vogel (Geschäftsführer für Marketing und Vertrieb) und Angelina Lange (Sales Managerin mBCA Medical Fitness) im Interview mit fitness MANAGEMENT. Foto: seca GmbH & Co. KG

72

04/19

fitness MANAGEMENT international


fM: Das Traditionsunternehmen seca baut seine Präsenz in der Fitness- und Gesundheitsbranche aus – gut zu erkennen am FIBO-Auftritt in den letzten zwei Jahren! Wie kam es zu dieser strategischen Entscheidung? Robert Vogel: Wir beobachten seit Jahren, dass sich Medizin, Gesundheit und Fitness immer stärker aufeinander zu bewegen und sich künftig weiter miteinander verzahnen werden. Medical Fitness nennen wir das, was sich aus diesem Trend ableitet: Fitness, die auf modernen Trainingskonzepten und medizinischen Messwerten basiert und darauf abzielt, die Gesundheit zu erhalten, zu verbessern oder wiederherzustellen. Entsprechend verändert sich die Fitnessbranche. Sie spezialisiert und professionalisiert sich und beschäftigt hoch qualifizierte Fachkräfte. Viele Studios richten sich immer stärker gesundheitlich aus und werden zu Gesundheitsdienstleistern, um sich vom Wettbewerb abzugrenzen. Auch Kunden werden anspruchsvoller. Durch Selftracking und das Internet wissen sie oft schon sehr viel über ihr Fitnesslevel und wie sie trainieren wollen. Studios müssen nachlegen und etwas bieten, was der Kunde sonst nirgends bekommt. Damit steigt die Nachfrage nach Messsystemen auf medizinischem Niveau, individuellen Trainingskonzepten und kompetenter Beratung. Hier passen die Expertise von seca und Top-Studios perfekt zusammen. fM: Welches Alleinstellungsmerkmal (USP) hat seca grundsätzlich und speziell in Bezug auf den Fitnessmarkt? Robert Vogel: Der medizinische Bereich ist stark reguliert. Bei der Dosierung von Medikamenten kann es zum Beispiel auf nur wenige Gramm Körpergewicht ankommen. Nur Produkte, die Präzision und Sicherheit nachweisen können, erhalten eine Zulassung für den medizinischen Einsatz. Damit ist höchste Qualität bei uns kein Lippenbekenntnis, sondern nachweisbar. Zudem blicken wir auf bald 180 Jahre Erfahrung zurück und produzieren den Großteil unserer Produkte in Deutschland. Angelina Lange: Uns ist wichtig, dass das Investment unserer Kunden zur vollen Entfaltung kommt und Geräte nicht in der Ecke verstauben. Darum bieten wir einen Service, der weit über den Verkauf hinausgeht. Wir haben Produktspezialisten, die unsere Systeme in Betrieb nehmen und die Trainer schulen. Darüber hinaus beschäftigen wir bundesweit 20 Servicetechniker, die die Wartung und Updates vor Ort übernehmen. Und wenn es mal superschnell gehen muss, bieten wir den technischen Telefonsupport mit sehr guter Erreichbarkeit. Dieses Produkt- und Serviceangebot ist einzigartig. fM: Welche Geräte aus dem Portfolio von seca empfehlen sich besonders für den Einsatz in der Fitnessbranche? Angelina Lange: Zum einen natürlich präzise Waagen und Längenmesssysteme, um die Entwicklung von Gewicht und BMI zu verfolgen. Besonders spannend aber ist die validierte BIA-Lösung, der seca medical Body Composition Analyzer (mBCA), mit dem wir die Körperzusammensetzung und die Zellgesundheit erfassen. Das Gerät überzeugt aus drei Gründen: Zum einen ist es super einfach in der Anwendung und die Ergebnisse sind durch das Design des Gerätes sehr gut reproduzierbar. Zum anderen bietet es eine Präzision, die medizinischen Standards entspricht und die kein anderes Produkt liefert. Und last but noch least entwickeln wir gemeinsam mit unseren Kunden ein ganzheitliches Businessmodell um das Gerät herum, das ihnen einen wirklichen Mehrwert bietet und die Wirtschaftlichkeit der Investition sicherstellt.

fM: Welche Eigenschaften zeichnen diese Geräte aus? Angelina Lange: Uns wird oft berichtet, dass es bei vielen BIAGeräten zu ungenauen Ergebnissen und Messfehlern kommt und Bedingungen bei Folgemessungen nur schwer reproduzierbar sind. Das hat unterschiedliche Gründe: Bei der BIA-Messung fließt ein leichter Strom durch den Körper. Anhand der unterschiedlichen Widerstände von Muskeln, Wasser und Fett wird die Körperzusammensetzung gemessen. Strom nimmt dabei immer den kürzesten Weg durch den Körper. Wenn sich die Oberschenkel oder die Arme den Oberkörper aufgrund von zu kleinen Plattformen oder beweglichen Griffen berühren, kommt es zu ungenauen Ergebnissen. Das Design unseres Gerätes schließt derartige Fehler aus. Wir haben eine sehr breite Plattform, auf der die Beine weit genug auseinander stehen und die patentierte feste Reling, die einen weiten Griff und je nach Körpergröße vordefinierte Griffpositionen bietet. So kann der Strom ungehindert fließen und die Position ist für Folgemessungen reproduzierbar. Robert Vogel: Bei anderen BIA-Geräten kommen Trainer oft in Erklärungsnot, wenn sie bei einer Folgemessung des Kunden keine Verbesserungen oder sogar schlechtere Muskel- und Fettwerte feststellen, obwohl dieser sich an den Trainingsplan gehalten hat. Diese Ungenauigkeiten liegen oft an der unzureichenden Validierung der Geräte. Das passiert bei korrekter Anwendung mit dem mBCA nicht, denn ein Medizinprodukt darf sich so etwas nicht leisten. Daher ist der seca mBCA gegen alle relevanten Referenzmethoden wie z. B. das Ganzkörper-MRT validiert. Damit setzen wir in der Fitnessindustrie einen neuen, bisher nie dagewesenen Standard. fM: Welches Feedback haben Sie bisher aus der Branche erhalten? Robert Vogel: Bereits 2018 waren wir auf der FIBO vertreten. Das Besucherfeedback hat bestätigt, dass der Bedarf an unserem ganzheitlichen Konzept aus Präzision, Service und Wirtschaftlichkeit riesig ist und stetig wächst. Angelina Lange: Ich habe in den vergangenen Monaten zahlreiche Studiobetreiber, Hersteller und Kollegen aus der Fitnessbranche getroffen. Die Rückmeldungen waren überwältigend! Ich bin überzeugt davon, dass wir mit unseren Partnern und Kunden großartige Businesskonzepte für den Zukunftsmarkt Medical Fitness entwickeln werden. fM: Auf welche Innovationen aus dem Hause seca können sich Studiobetreiber und die Fitnessbranche insgesamt freuen? Angelina Lange: Wir wollen unsere Kunden ganzheitlich überzeugen. Das beinhaltet nicht nur Top-Produkte und individuellen Service, sondern vor allem auch wirtschaftlich spannende Businessmodelle und modernen Marketingsupport. Ziel ist es, Studios dabei zu unterstützen, sich durch innovative Konzepte zukunftsfähig als Gesundheitsdienstleister zu positionieren und die Wirtschaftlichkeit zu steigern. fM: Welche Ziele verfolgt seca in der Fitnessbranche für die kommenden 3 bis 5 Jahre? Robert Vogel: In den USA wächst die Zahl der Medical Fitnesscenter kontinuierlich. Die Medical Fitness Association verzeichnet einen Anstieg von 4 Prozent. Auch in Deutschland wird diese Entwicklung voranschreiten. Die Partnerschaften und Kooperationen, die wir bereits heute anbahnen, werden wir in den kommenden Jahren festigen und wir werden uns in der Branche mit unseren Produkten, Softwarelösungen und unserem Know-how etablieren. Medical Fitness ist ein Trend, an dem kein Weg vorbeiführt. Wir freuen uns sehr darauf, diesen gemeinsam mit unseren Partnern zu gestalten. 04/19

fitness MANAGEMENT international

73


UNTERNEHMENSBERATUNG | ANZEIGE

ACISO stellt sich vor:

Das „A und O der Fitnessbranche“ Als neues Unternehmen mit dennoch mehr als 30 Jahren Erfahrung im Fitness- und Gesundheitsmarkt stellt sich die ACISO Fitness & Health GmbH dem Markt vor. Einer der größten Wachstumsmärkte braucht in herausfordernden Zeiten ganzheitliche, kreative Lösungen für Unternehmen und Mitarbeiter. Genau dafür ist die ACISO (www.aciso.com) mit Sitz in München unter Leitung des CEO Oliver Sekula angetreten.

Foto: ACISO Fitness & Health GmbH

Das ACISO Beraterteam mit Vertretern der ACISO Zentrale

V

iele nationale und internationale Branchenkenner haben die erfolgreiche Premiere des neuen Unternehmens auf der FIBO in Köln miterlebt. Im Rahmen ihres Engagements im deutschsprachigen Raum übernahm die Migros Freizeit Deutschland GmbH 2016 die INLINE Unternehmensberatung und 2019 mit Greinwalder & Partner ein weiteres führendes Unternehmen des deutschen Fitnessmarktes. Im Zuge der Übernahme verschmelzen die Unternehmen rückwirkend zum 1. Januar 2019 zu einem Unternehmen. So entstand die ACISO, „das A und O der Fitnessbranche“.

ACISO besteht aus folgenden Geschäftsbereichen: - ACISO Fitness & Health Consulting mit einem erfahrenen, schlagkräftigen 50-köpfigen Beraterteam, das national und international derzeit über 800 Kunden berät - 3 angeschlossenen Akademien für Management und trainingsfachliche Aus- und Weiterbildungen (INLINE Akademie, INJOY Campus und S.M.I.L.E) mit mehr als 60 kompetenten Fachreferenten für branchenspezifischen Know-how-Transfer - 2 Franchisesystemen mit über 160 INJOY Standorten und 35 FT-CLUBS im deutschsprachigen Raum - 7 Premium-Studios der Marke ELEMENTS an attraktiven Standorten wie München, Stuttgart und Frankfurt 74

04/19

fitness MANAGEMENT international

ACISO stellt die Weichen für Wachstum Die Förderung von Fitness und Gesundheit der Menschen ist in den Statuten der MIGROS, der Muttergesellschaft der ACISO, fest verankert. Ihre Vision: Die drei Säulen der Gesundheit „Training, Ernährung und Psychohygiene“ werden Menschen aller Altersgruppen leicht zugänglich gemacht. ACISO wird sich demnach mit starker Innovationskraft nationalen wie internationalen Expansionsplänen in der Fitness- und Gesundheitsbranche widmen. Das Prinzip Wachstum dient als Leitlinie. Höchste Priorität erfährt dabei immer die Kundenzufriedenheit jedes einzelnen Standorts. Verantwortlich dafür zeigt sich ein großes ACISO Team. In den neuen Räumlichkeiten der Zentrale in München entwickelt ein kreatives Team von über 100 Mitarbeitern auf 1.700 Quadratmetern Konzepte, Ideen und innovative Tools für den Erfolg der Kunden. Gemeinsam mit einem schlagkräftigen Berater- und Expertenteam werden alle Erfolgsbringer zu den Kunden übertragen.

www.aciso.com


KOLUMNE

Gewinnthesaurierung – eine existenzielle Angelegenheit Gewinne sind für Unternehmen der Beweis, dass sie wirtschaftlich einiges richtig gemacht haben. Soweit schön und gut. Wie aber werden diese Gewinne in der Praxis zum Einsatz gebracht? Im Sinne des Unternehmens oder zum ausschließlichen Vermögenszuwachs der Inhaber oder der Gesellschafter? Die Verwendung der Gewinne ist ein Thema, das es zu durchleuchten gilt.

S

chnelles Geld – viel und oft: Der sofortige, unmittelbarere Abzug von Liquidität in das Privatvermögen steht an erster Stelle! AfA-Positionen werden zur persönlichen Steuerminderung eingesetzt, obwohl diese für unternehmerische Reinvestitionen oder zur Darlehenstilgung für das Unternehmen vorgesehen sein sollten. In solchen Fällen liegt eine mittel- bzw. langfristige Strategie für Investitionen zur Entwicklung und Existenzsicherung der Unternehmung außerhalb des unternehmerischen Horizonts. Es steht ein einziger Aspekt im Vordergrund: Steuern sparen! Dieser geht zu Lasten des Unternehmens und dessen Wertsteigerung und wird zum Nachteil für die Mitarbeiter.

„Freunde fürs Leben“ – Ihr Finanzamt Deutschland hat scheinbar eine nationale Challenge mit der Thematik „Steuern sparen“ ausgerufen. Einerseits nachvollziehbar, andererseits ist sich nicht jeder Unternehmer bewusst, dass es sich um einen gefährlichen Spagat handelt. Es liegt in der Natur der Sache, dass man so wenig Privatsteuern wie möglich bezahlen möchte. Allerdings ist einigen Unternehmern offensichtlich nicht klar, dass nicht jedes Steuersparmodell unbedingt auch positiv für ihr Unternehmen ist. Grundsätzlich gilt die unausgesprochene Empfehlung, einen durchschnittlichen privaten Einkommensteuersatz von 20 bis 30 Prozent des Einkommens zu leisten. Die deutsche Steuerprogression wirkt in vielen Fällen gegenüber dem Spitzensteuersatz in der Gestalt, dass durch den Eingangssteuersatz sowie abzugsfähige Vorsorgepauschalen etc. ein Durchschnittssteuersatz in der Höhe von 20 bis 30 Prozent zustande kommen kann. Befragen Sie hierzu einmal Ihren Steuerberater. Machen Sie sich bewusst, dass das Verhindern von 20 bis 30 Prozent der Steuerzahlung einen überproportionalen Liquiditätsaufwand erfordert, der eigentlich erst dann eingesetzt werden sollte, wenn Sie im Spitzensteuerbereich noch mehr Geld verdienen.

Auch Ihr Unternehmen muss regenerieren Eine Unternehmung darf nie veralten. Dies bedeutet, dass es in einer immer schneller werdenden Gesellschaft einen ständigen Er76

04/19

fitness MANAGEMENT international

neuerungsprozess geben muss. Auch Fitness- und Gesundheitsanlagen unterliegen einem Regenerationsprozess. Unabhängig von sichtbaren Investitionen und neuen Konzepten in der Dienstleistung benötigen Sie einen permanenten Prozess der Erneuerung. Mitglieder und Kunden wollen wirksam sehen, was mit ihren Beiträgen passiert. Wenn Ihre Leistung und Investitionsbereitschaft stimmt, dann sind diese sogar bereit, über Beitragserhöhungen hinwegzusehen. Leistungskommunikation und wahrnehmbare Leistungsdarstellung ist der Schlüssel zu nachhaltigem Erfolg.

Beliebte Instrumente der Gewinnschmälerung Es gibt einige verlockende Möglichkeiten, um den ausgewiesenen Gewinn eklatant zu schmälern. Nur bedenken Sie, dass auch hier entsprechende „Haken“ existieren, die im Nachhinein erhebliche Probleme verursachen können. Als Beispiel sei eine Anlageninvestition genannt, die – so positiv das klingt – von Ihnen in bar beglichen wird. Denken Sie daran, dass diese Investition über die AfA-Regelung (Nutzungsdauer) abgeschrieben wird. Dies bedeutet, dass bei einer Investitionshöhe von 100.000 Euro, die über fünf Jahre abgeschrieben wird, nur ein Teilwert von 20.000 Euro p. a. gewinnmindernd eingesetzt werden kann. Falls sie nun immer noch einen hohen Gewinn ausweisen, sollte ihr Geschäftskonto trotz der geleisteten Entnahme von 100.000 Euro sehr gut ausgestattet sein. Ansonsten müssen Sie kreativ werden. Ein weiteres Beispiel ist der sogenannte „Investitionsabzugsbetrag“, der unter bestimmten Voraussetzungen gewährt werden kann. Investitionsabzugsbeträge nach § 7g Einkommensteuergesetz (EStG) ermöglichen die Vorverlagerung von Abschreibungspotenzial in ein Wirtschaftsjahr vor der Anschaffung begünstigter Wirtschaftsgüter. Mithilfe der Abzugsbeträge, die zu einer Steuerstundung führen, können Mittel für eine geplante Investition leichter angespart werden. Der Steuerpflichtige kann seinen Gewinn aufgrund eines voraussichtlichen Ereignisses mindern, z. B. für die Anschaffung oder Herstellung betrieblicher Wirtschaftsgüter. Durch die Inanspruchnahme von Investitionsabzugsbeträgen können bis zu 40 Prozent der AfA bereits

Foto: Nuthawut – stock.adobe.com

Ich und mein Gewinn


in einem Jahr vor der tatsächlichen Anschaffung begünstigter Wirtschaftsgüter steuermindernd abgezogen werden. Werden geplante Investitionen aber nicht bis zum Ende des dreijährigen Investitionszeitraums durchgeführt, sind die beanspruchten Investitionsabzugsbeträge rückgängig zu machen, da der Grund für die Steuervergünstigung – die Finanzierung von Investitionen – entfallen ist. Dadurch wird der Steuerpflichtige so gestellt, als ob er die Investitionsabzugsbeträge gar nicht erst in Anspruch genommen hätte. Infolge der Rückgängigmachung und der damit verbundenen Gewinnerhöhung ergibt sich eine Steuernachforderung, die mit bis zu 6 Prozent jährlich zu verzinsen ist. Vor diesem Hintergrund sollte die Inanspruchnahme von Investitionsabzugsbeträgen sorgfältig geprüft werden (BFM 2016). Falls Sie dieses Verfahren in Betracht ziehen, dann muss Ihnen klar sein, dass die Anschaffungen auf jeden Fall realisiert werden sollten.

Bedeutungsstark und wertvoll – Ihre Bilanz Ihre zu versteuernde Gewinnmarge hat auch einen massiven Einfluss auf Ihre Bilanzstruktur und Ihre Bilanzkennzahlen. Im Ergebnis bedeutet dies, dass Ihre Bilanzkennzahlen und dementsprechend Ihre Erfolgskennzahlen bei minimiertem Gewinn nicht positiv sein können, sondern eher durchschnittlich oder sogar negativ ausfallen, sodass Ihr persönliches Ranking bei ihrer Hausbank oder auch bei externen Partnern entsprechend durchschnittlich oder sogar negativ wird. Dies wiederum führt einerseits zu erheblichen Einschränkungen bei der Vergabe von Darlehen und andererseits zu erhöhten Zinsrisikoaufschlägen, die Sie wirtschaftlich negativ beeinflussen. Sie können dies nur durch persönliche Bürgschaften und durch andere Vermögensgegenstände jeglicher Art ausgleichen. Erst dann können Sie auf eine Darlehenszusage hoffen, um größere Anschaffungen zu fairen Konditionen finanzieren zu können.

Eine Investitionsstrategie entwickeln Folgende unternehmerische Leitlinien sollten Sie für eine nachhaltige Investitionsstrategie beachten: • Seriöse Investitionsplanungen – Zeitraum: mindestens 3 Jahre rollierend • Gewinnschmälerungen nicht um jeden Preis – vernünftige Steuerzahlungen • Halten Sie Ihr Anlagevermögen auf einem stabilen Niveau • Abschreibungen minimieren jährlich Ihr Anlagevermögen – beachten Sie dieses • Priorisieren Sie den Anlagenkauf um die Bilanzsumme zu steigern – weniger Leasing • Investitionsabzugsbeträge nur dann, wenn Sie diese definitiv für Investitionen verwenden • Geringwertige Wirtschaftsgüter – entscheiden Sie, ob Direktabschreibung oder 5-Jahres-Pool • Achten Sie auf Bilanzkennzahlen und auf Erfolgskennzahlen – dies sind Bankenkriterien • Besprechen Sie mit Ihrem Steuerberater die zukünftige Bilanzstrategie • Reinvestitionen: jährlich mindestens ca. 5 Prozent p. a. vom Umsatz – Rücklagenbildung • Regel: Liquidität vor Rentabilität Literaturliste Bundesfinanzministerium – Investitionsabzugsbeträge 2016. https://www.bundesfinanzministerium.de/Content/DE/Monatsberichte/2016/04/Inhalte/Kapitel-3-Analysen/3-5-Regelung-Investitionsabzugsbetraege-steuerliche-gewinnermittlung.html

Stefan Haase, Betriebswirt und Industriekaufmann, war langjähriger Partner einer renommierten Unternehmensberatung, zuletzt in der Funktion des betriebswirtschaftlichen Leiters. Er ist Mitglied des DIN/CEN-Normungsausschusses für Fitnessanlagen und zudem als Dozent, Autor und Tutor für die Deutsche Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement tätig.

www.dhfpg-bsa.de

Foto: DHfPG/BSA

Stefan Haase


STUDIOKONZEPT | ANZEIGE

Fotos: MYGYM Obertrum

Vom All-inclusive-Premiumanbieter zum „smarten“ Studio

MYGYM Obertrum – eine Erfolgsgeschichte Der Salzburger Fitnessunternehmer Christian Hörl hat im Herbst 2018 ein Premiumstudio in Obertrum im Salzburger Land übernommen. Trotz optimaler Voraussetzungen war es dem vorherigen Inhaber nicht gelungen, seine Anlage dauerhaft erfolgreich zu betreiben. Nach eingehender Analyse wurde das Studio auf das modulare MYGYM Mitgliedschaftsmodell umgestellt – mit großem Erfolg innerhalb kurzer Zeit.

78

04/19

fitness MANAGEMENT international


O

bertrum ist eine Gemeinde mit ca. 5.000 Einwohnern im nördlichen Umland der Stadt Salzburg. In dieser Kleinstadt stand im Jahr 2018 eine von der Insolvenz bedrohte Premiumfitnessanlage zum Verkauf – zum damaligen Zeitpunkt nur noch mit 580 Mitgliedern auf insgesamt 1.100 Quadratmetern.

lichen Grundpreis für die Nutzung der Basisangebote des Studios eingeführt wurde. Auf Basis dieses Abos kann das Mitglied nun individuelle Zusatzangebote wie Sauna/Solarium/Wellness, Trainingsbetreuung, Personal Training, Kurse oder diverse BistroAngebote hinzubuchen.

Der damalige Inhaber und Bauherr hatte bei der Planung und Umsetzung seines Studios an nichts gespart: Das Gebäude aus dem Jahr 2006 war zum Zeitpunkt des Verkaufs in einem hervorragenden Zustand und das Studio war großzügig mit gym80- sowie Precor-Geräten, Functional Training, einem großzügigen Saunaund Wellnessbereich inkl. Damensauna und modernen Umkleiden ausgestattet. Auch die Lage einschließlich Parkplätzen und guter Erreichbarkeit konnte als nahezu ideal angesehen werden.

Aus Sicht des Clubmanagements bedeutet es, dass sämtliche Geschäftsprozesse gestrafft, perfekt aufeinander abgestimmt und digitalisiert wurden, sodass das Team des Studios von Alltagsaufgaben entlastet wird und sich zu möglichst 100 Prozent um die Betreuung der Kunden kümmern kann.

Zu kleines Einzugsgebiet für Premiumangebot Trotz dieser optimalen Voraussetzungen gelang es dem damaligen Betreiber nicht, sein Studio in den letzten Jahren dauerhaft in die „schwarzen Zahlen“ zu bringen. Die Konsumenten in dem recht kleinen Einzugsbereich des Studios waren offensichtlich nicht in ausreichender Zahl bereit, einen monatlichen Mitgliedsbeitrag von über 60 Euro zu zahlen, obwohl das Angebot des Studios dieses in jedem Fall gerechtfertigt hätte. Das Neukundengeschäft gestaltete sich immer schwieriger, die Marketing- und Vertriebskosten stiegen überproportional an, sodass sie unwirtschaftlich wurden, und der Mitgliederbestand sank aufgrund der natürlichen Fluktuation – die im Übrigen unterdurchschnittlich niedrig war – unter eine kritische Größe. Es war festzustellen, dass die Zielgruppe für das Angebot eines typischen Premiumstudios im direkten Umfeld offensichtlich zu klein war und dass Premiumkunden aus der Region Salzburg nicht bereit waren, trotz guter Erreichbarkeit aus einer größeren Entfernung zum Training zu fahren.

Ein „smartes“ Studiokonzept Zum 1. Oktober 2018 übernahm der Salzburger Fitnessunternehmer Christian Hörl gemeinsam mit seinem Geschäftspartner Siegfried Manz das Studio. Er betrieb in der Region Salzburg bereits drei vita club-Premiumanlagen sowie sieben MYGYM Studios. Eine Analyse der Situation in Obertrum verdeutlichte, dass an dem Gebäude und an der Ausstattung des Studios nur wenige Veränderungen vorgenommen werden mussten, um das Studio dauerhaft erfolgreich zu machen. Es konnte jedoch nur als „smartes“ MYGYM Studio und nicht als Premiumanlage weiterbetrieben werden.

Modulares Mitgliedschaftsmodell „Smart“ bedeutet in diesem Fall aus Sicht der Endkunden, dass das MYGYM Mitgliedschaftsmodell mit einem attraktiven monat-

Um die ausufernden Vertriebs- und Marketingkosten zu senken, wurde konsequent auf den Onlineverkauf und die digitale Weiterempfehlung umgestellt: Dies hatte zur Folge, dass aktuell über 76 Prozent aller Neuabschlüsse online, also komplett außerhalb des Studios geschlossen werden konnten, ohne den Einsatz von speziell geschultem Verkaufspersonal und ohne Arbeitsstunden im Verkauf/Vertrieb!

Konzept für alle Kundensegmente Das neue Angebot und die neuen Betriebsabläufe unter der Marke MYGYM wurden und werden vom lokalen Markt dermaßen gut angenommen, dass der Mitgliederbestand innerhalb weniger Monate auf über 1.250 angewachsen ist. Besonders erfreulich ist, dass zum heutigen Zeitpunkt noch 550 „Altmitglieder“ des ehemaligen Studios als Kunden bei MYGYM geblieben sind. Von ihnen wollten die wenigsten ihren bisherigen Premiumvertrag behalten, die meisten haben auf das modulare Mitgliedschaftsmodell umgestellt, das an ihre individuellen Wünsche angepasst wurde.

Erfolg in wenigen Monaten Dass es sich auch wirtschaftlich auszahlt, wenn man rechtzeitig bereit ist, sein bisheriges Geschäftsmodell zu hinterfragen und wenn man die Wünsche und Bedürfnisse der modernen Konsumenten in den Mittelpunkt seiner Betrachtung stellt, zeigt das Betriebsergebnis des neuen MYGYM Obertrum: Nach nur acht Monaten wurde der Break-even erreicht und das Studio weist seitdem dauerhaft ein positives Ergebnis auf. Ein Fitnessstandort und Arbeitsplätze konnten erhalten werden. Zudem wurde in der Kleinstadt Obertrum ein Fitnessangebot geschaffen, das in einem Gebäude gleichzeitig preissensible Konsumenten als auch Premiumkunden anspricht und somit breite Zielgruppen abdeckt. Das MYGYM Obertrum kann also mit gutem Recht nach einer vormals turbulenten Vergangenheit als „Erfolgsgeschichte“ bezeichnet werden.

Das MYGYM Konzept Mehr über das MYGYM Obertrum oder das MYGYM Konzept erfahren Sie in einem persönlichen Vor-OrtTermin an einem der MYGYM Standorte. Terminanfragen bitte per E-Mail unter: menne@dsb.digital www.mygym.de | www.mygym.at

04/19

fitness MANAGEMENT international

79


FIRMENFITNESS-NETZWERK | ANZEIGE

Firmenfitness boomt!

Neue Mitglieder mit qualitrain

Foto: Kerliham-foto

qualitrain bringt Unternehmen in Bewegung, neue Kunden in den Markt und damit mehr Umsatz für Fitnesseinrichtungen! Über 2.300 hochwertige Sport-, Fitness- und Wellnesseinrichtungen sind bereits Partner des bundesweiten Firmenfitness-Netzwerks. Mit qualitrain erreichen Firmenfitness-Partner überwiegend Menschen, die zuvor noch kein Mitglied in einem Studio waren.

M

ehr als 1.000 Unternehmen vertrauen heute auf qualitrain und bieten ihren rund 60.000 Mitarbeitern Zugang zu Fitnessstudios, Bädern, Yogastudios, Boulder- und Kletterhallen. qualitrain schlägt eine Brücke zwischen Arbeitgebern, Arbeitnehmern und Gesundheitsanbietern. Mit qualitrain steigern die Partner ihren Umsatz, ohne dabei ihr bestehendes Geschäft zu gefährden. Und so einfach geht‘s: Ihre Einrichtung schließt einen kostenlosen Vertrag mit qualitrain ab. Für die Ersteinweisung neuer qualitrain Mitglieder erhalten Sie eine Extravergütung on top. Angemeldete Mitarbeiter der Partnerfirmen checken einfach in Ihrem Studio ein. Ihr Studio erhält pro Besuch eine Vergütung und profitiert daher von jedem einzelnen Nutzer. Sie konzentrieren sich ganz auf die Betreuung Ihrer Mitglieder im Studio, denn qualitrain übernimmt den gesamten Verwaltungs- und Vertriebsaufwand sowie die Akquise neuer Unternehmen in Ihrer Region. Informative Events mit ortsansässigen Unternehmen stellen darüber hinaus sicher, dass möglichst viele Mitarbeiter die Vorzüge von qualitrain kennenlernen und somit als neue Mitglieder in Ihre Einrichtung kommen.

Die Vorteile von qualitrain für Anlagenbetreiber auf einen Blick: • Keine Teilnahmegebühr für die Verbundpartner • Erschließen neuer Kundengruppen • 77 Prozent der Teilnehmer hatten zuvor keine Fitnessstudiomitgliedschaft • Lukrative Ergänzung zu Ihrem bestehenden Privatkundengeschäft • qualitrain übernimmt Verwaltung, Marketing und Vertrieb 80

04/19

fitness MANAGEMENT international

qualitrain und Bäderland Hamburg kooperieren qualitrain Mitglieder schwimmen und entspannen jetzt in 26 Hallen- und Freibädern der Bäderland Hamburg GmbH. Der Firmenfitness-Anbieter verfügt alleine in der Hansestadt über 100 Partner. „Umso mehr freuen wir uns“, so qualitrain Geschäftsführer Philipp Roesch-Schlanderer, „dass sich auch einer der größten Bäderbetreiber in Deutschland für unser Firmenfitness-Angebot entschieden hat. Damit steht vielen tausend Beschäftigten in und um Hamburg eine riesige Auswahl an Schwimmeinrichtungen zur Verfügung, in denen sie kostengünstig etwas Gutes für ihre Fitness tun können.“ Highlights sind das historische Holthusenbad, die Bartholomäus-Therme (Foto), die Alster-Schwimmhalle oder das älteste Schwimmbad Hamburgs – das Kaifu-Bad.

Kontakt Werden Sie jetzt qualitrain Verbundpartner: Tel.: 089 / 921 3105 – 333 · Fax: 089 / 921 3105 – 250 E-Mail: info@qualitrain.net · www.qualitrain.net


VERANSTALTUNG | ANZEIGE

Fotos: Nico Pudimat

five eine Woche lang hautnah erleben

Faszien- & Mobilitytraining am Strand von Fuerteventura Zum dritten Mal lädt die Firma Five-Konzept ihre Kunden und alle Wissbegierigen zur „Faszien- & Mobilityweek“ ein – dieses Jahr auf die Kanareninsel Fuerteventura. Vom 23. bis zum 30. November 2019 wird eine Woche voller Know-how, praktischer Anwendung und Vorträge rund um das Thema Faszien- und Beweglichkeitstraining geboten.

W

ie könnte man den November sinnvoller nutzen als bei einer Schulungsreise im milden Klima der Kanarischen Inseln? Der Aldiana Club auf Fuerteventura bietet die perfekte Location für den 7-tägigen five-Workshop – mit ca. 25 bis 27 °C und durchschnittlich 10 Sonnenstunden im November ist das Hotel ein Traumdomizil für alle Sonnenanbeter und Sportbegeisterten. Die Gestaltungsmöglichkeiten für den Aufenthalt sind sowohl im Club, der sich direkt am Strand von Jandia befindet, als auch auf der gesamten Insel sehr vielfältig.

Vorträge, Workshops und Praxiseinheiten von five-Experten Mit an Bord sind mehrere five-Experten, die verschiedene Vorträge, Workshops und Praxiseinheiten über den Tag verteilt anbieten. Wie wäre es zum Beispiel, den Tag mit einer five-Gym-Stunde am Strand zu beginnen? Oder sein Wissen bei einer five-Trigger-Stunde unter Palmen zu vertiefen? In Expertenrunden werden alle Fragen, 82

04/19

fitness MANAGEMENT international

Spezialfälle und Fallbeispiele von verschiedenen Experten diskutiert und Lösungsvorschläge mitgegeben. Die Teilnehmer erwartet also jede Menge neuer Input, der zu Hause im five-Bereich in die Praxis umgesetzt werden kann.

Service für Buchung und Abwicklung Die five-Kurse und Workshops vor Ort sind selbstverständlich kostenfrei. Die Reisekosten inklusive Flug liegen bei ca. 1.350,00 Euro (p. P./DZ) und bei 1.520,00 Euro (p. P./EZ). Die Preise können je nach Flughafen innerhalb Deutschlands variieren. Die komplette Buchung erfolgt über den five-Reisepartner, der gerne die gesamte Abwicklung für Sie übernimmt. Alle Infos zur Reise gibt es beim five-Event-Team per E-Mail an events@five-konzept.de. Fragen werden gerne telefonisch von Verena Hall unter +49 771–929 41 230 beantwortet.


DIGITALISIERUNG | ANZEIGE

Der Kampf gegen das „Sommerloch” Foto: © Thomas Reimer - Fotolia.com

Im Königreich der tausend Temperaturen leben zwei Männer, die sich für die Gesundheit des Volkes verantwortlich fühlen: Prinz Schattig in seinem kühlen Schloss und Ritter Sonne auf einer Lichtung im Wald.

D

er eine liebt es, in geschlossenen Räumen zu sein, der andere braucht Sonne und Wärme, um sich wohlzufühlen. Beide Männer sollen ihr Königreich fit machen, um den immer wiederkehrenden Kampf gegen Grillfleisch und Eis zu gewinnen! Es soll ein gesundes Volk werden und kein träges Trüppchen von schwitzenden, kranken Menschen im Königreich. Ritter Sonne ist sich seiner Sportmethode für den Sommer absolut sicher: Er lässt seine Leute täglich durch den Wald laufen, über Baumstämme springen und Steine heben. Ebenso Kniebeugen ausführen mit Felsen auf den Schultern sowie Gegenstromlaufen im Bach – und alles mit viel Vitamin D dank der prallen Sonne. Prinz Schattig verfolgt eine andere Theorie: Er lässt alle in seine Halle kommen und bietet dort Training an Maschinen an. Eisenscheiben statt Holzstämme und alles wohlklimatisiert. Vitamin D gibt es vor dem Fenster. Beide Männer machen mir ihren Gruppen gute Fortschritte. Doch als das Wetter immer sommerlicher wird und das Königreich mehr und mehr nach köstlichem Grillfleisch riecht, werden die Gruppen der Trainierenden immer kleiner. Prinz Schattig steht teilweise alleine in seinem Studio und schimpft über das „Sommerloch”. Aber auch Ritter Sonne ist unzufrieden, denn seine Leute wollen lieber in den Schatten oder haben Kreislaufprobleme – dagegen helfe Eis besser als Kniebeugen – und so bleiben auch seine Sportler zu Hause. Bei einem Eiweiß-Shake im örtlichen Dorf-Café treffen sich die beiden Männer. Sie klagen gegenseitig ihr Leid und vergleichen die Ausreden der Sportler. „Zu warm, zu sonnig, mehr Mücken statt Muskeln“, sagt Ritter Sonne genervt. „Zu dunkel, zu wenig frische Luft, es zieht mich nach draußen aufs Rennrad statt zum Indoor Cycling“, beklagt Prinz Schattig. Also legen die Männer ihr Training zusammen und erhoffen sich so wieder mehr Teilnehmer.

84

04/19

fitness MANAGEMENT international

Einige Sportler sind strikt gegen das jeweils andere Konzept, doch schnell werden auch Vorteile erkannt. Die Trainingseinheiten finden abwechselnd im Studio bei Prinz Schattig und auf der Lichtung bei Ritter Sonne statt. Sport macht wieder Spaß, die Abwechslung tut gut und Vitamin D macht die Knochen der Männer und Frauen noch stärker. Auch die Stimmung steigt – durch das gemeinsame Training, aber auch durch die Glückshormone, die durch die Sonne entstehen. Und während der Sommer übers Land zieht, sind alle Menschen im Königreich gut gelaunt und sportlich aktiv. Es wurde gegrillt und gegessen, aber auch „gesportelt” und sich bewegt. Alle Menschen sind gesund, ausgeglichen, aktiv und trainiert. Mal indoor, mal outdoor. Der schönste Nebeneffekt für den Prinzen und den Ritter: Ihre Gruppen sind insgesamt größer geworden. Die Freunde der Klimaanlage schätzen die Sonnenwirkung und die Outdoor-Athleten freuen sich über mehr Leistung durch kühlere Trainingsumgebungen. Und auch nach dem Sommer versprechen sich beide Parteien große Synergieeffekte von der Kombination und der Trainingsfreiheit für die Sportler. Die Moral von der Geschicht: Sport im Sommer, der ist Pflicht. Ob draußen oder drinnen – Spaß und Gesundheit soll er bringen. Profitieren auch Sie als Studiobetreiber von Menschen, die den Schatten lieben und steigern Sie im berüchtigten „Sommerloch” Ihre Auslastung. Jeder Outdoor-Anbieter, egal ob Bootcamp, Laufcoach oder Freibad, muss die Sommersaison gut nutzen. Generieren Sie mehr Teilnehmer ohne Kosten und Werbeaufwand! Werden Sie GymPool Partner und bringen Sie mit unserer Hilfe mehr Menschen in Bewegung. Ohne Risiko, denn eine Partnerschaft ist immer kostenlos und ohne Laufzeit! Alle Informationen unter www.partner.gympool.de oder direkt von Burkhard Westermann, telefonisch unter 0421–377 076 0 oder per E-Mail an burkhard@gympool.de


MANAGEMENTSYSTEM | ANZEIGE Foto: UGLY GmbH

Das neueste System zur Digitalisierung in der Fitnessbranche

LUCY revolutioniert die Prozesse erfolgreicher Fitnessketten Ein paar verrückte IT-ler. 20 Jahre Branchenerfahrung. Eine Vision: das beste Managementsystem für Fitnessketten. Nach nur zwei Jahren Entwicklungszeit setzt das Team von UGLY Solutions seine neue digitale Mitarbeiterin LUCY bereits erfolgreich in mehr als 100 Clubs sowie im größten Fitnessstudio Deutschlands und Österreichs ein. Wo herkömmliche Software-Lösungen bei Fitnessketten schnell an ihre Grenzen stoßen, fängt LUCY gerade erst an.

H

i, I’m LUCY, die digitale Kraft für den Erfolg Ihrer Fitnesskette. Mein Job ist es, Ihre Aufgaben so zu optimieren und zu automatisieren, dass praktisch alles wie von alleine läuft. Meine Stärken? Als Betriebssystem für Fitnessketten arbeite ich ergonomisch, flexibel und vor allem effizient für die reibungslosen Abläufe Ihres Studios.

Die digitale Kraft für erfolgreiche Fitnessketten Alle Prozesse vom Erstkontakt über das Mitglieder- und Studiomanagement bis hin zum Controlling lege ich darauf aus, Ihre Mitarbeiter zu entlasten und Freiräume zu schaffen: Freiraum für die Betreuung Ihrer Mitglieder. Freiraum für die Gewinnung neuer Kunden. Freiraum für die Expansion. Was ich konkret für Sie und Ihr Team tun kann? Analytics, Banking, digitale Vertragserfassung, E-Mail, Exkasso, Finanzbuchhaltung, Gerätesteuerung, Inkassoabgabe, Kasse, Konsum, Mahnwesen, Multilingual, SMS, Termine, Vending, Statistik, Zutrittssteuerung und vieles andere mehr. Ich mache es Ihnen leicht und bringe Importschnittstellen aus acht verschiedenen Softwarelösungen mit, mit denen Sie bisher vermutlich an Ihre Grenzen gestoßen sind. Übrigens: Ich bin eine echte Performerin und gewinne regelmäßig neue Features.

86

04/19

fitness MANAGEMENT international

LUCY unterstützt bereits über 100 Studios in Deutschland und Österreich Mich gibt es nur, weil die LUCY-Macher 20 Jahre Prozesserfahrung in der Fitnessbranche in einem System gebündelt haben – ganz ohne Schnickschnack. Sie wissen: In Zeiten der digitalen Transformation bin ich der Schlüssel zum nachhaltigen Wachstum Ihrer Studios. Mit mir im Team reduzieren Sie Ihren Verwaltungsaufwand, haben mehr Zeit für die Betreuung Ihrer Kunden und behalten stets den Überblick in Sachen Umsatz und Auslastung. Mehr als 100 Studios in Deutschland und Österreich wollen deshalb nicht mehr auf mich verzichten. Wecken Sie die Potenziale in Ihrer Studioführung! Vereinbaren Sie jetzt einen Kennenlerntermin mit mir, um all meine Features in Ruhe zu testen. Ihr Feedback und die Prozesse Ihrer Studios fließen in meine individuelle Konfiguration ein, damit alle Funktionen genau zu Ihren Bedürfnissen und Zielen passen. Und danach? Gemeinsam mit Ihnen planen die LUCY-Mitarbeiter die Systemumstellung in Ihren Studios und schulen Ihr Team. 30 Minuten Einarbeitungszeit – dann können Ihre Mitarbeiter mit mir zusammenarbeiten. Ich bin LUCY – und so was von bereit! Und Sie? www.lucy.eu | hello@lucy.eu | +49 931 730 495 22


VIRTUELLES TRAINING | ANZEIGE

Foto: Klubschule Migros Bern Welle7

Mit CyberFitness werden Best Ager zu Fans Ihres Studios

Fitness ist keine Frage des Alters So herausfordernd der demografische Wandel für eine Volkswirtschaft auch ist: Für die Fitnessbranche steckt darin enormes Potenzial. Immer mehr „Best Ager“ sind auf den Trainingsflächen von Fitness- und Gesundheitsstudios zu finden. Es ist die Generation 50+, die weiß, wie wichtig es ist, altersbedingten Erkrankungen vorzubeugen. Aus Marktforschungsperspektive bietet sich hier eine große Chance für Studiobetreiber: Best Ager haben eher hohe Einkommen, sind kaufkräftig, legen Wert auf Qualität und sind treue Kunden.

Virtuelle Fitness für anspruchsvolle Kunden Aber diese hochpotente Zielgruppe ist auch anspruchsvoll, denn Best Ager erwarten eine breite, hochqualitative und moderne Angebotspalette: eine Kombination, die klassische Trainings nicht bieten können. Die Antwort: Mit virtueller Fitness haben Studiobetreiber die Möglichkeit, ihre Angebotsvielfalt bei überschaubarem Investment erheblich zu vergrößern. Die Anzahl der Kurse explodiert bei konstant hoher Qualität. Der virtuelle Presenter ist immer top vorbereitet und bietet genau den Kurs, den der Teilnehmer sich in seiner individuellen Situation wünscht. Bei einem Double Coaching ist er die ideale Ergänzung zu einem Live-Kurs und gibt den Trainern vor Ort alle Freiheiten, sich noch intensiver auf die Teilnehmer zu fokussieren.

Dabei müssen Studiobetreiber nicht befürchten, die innovative Technologie könne ältere Kunden verschrecken: Gerade der Generation 50+ wird in Fachkreisen eine grundsätzliche Neugierde an digitalen Angeboten zugeschrieben, 90 Prozent sind regelmäßig im Internet unterwegs.[1]

CyberFitnessPRO mit breiter Angebotspalette Die Diversität der Zielgruppe spiegelt sich in der bunten Angebotspalette von CyberFitnessPRO wider: Das Ausdauertraining wird durch CyberCycling, -Crossing und -Rowing abgedeckt. Das Kursraumprogramm CyberMoves erstreckt sich über Kraft- und Ausdauerworkouts. Für die Best Ager besonders interessant: RückenFit, BauchBeinePo, Pilates und Stretching. Alle Kurse sind von Sportwissenschaftlern, Motivationscoaches und Personal Trainern konzeptioniert. Darüber hinaus bieten zertifizierte Video-Präventionskurse die ideale Grundlage für ein typgerechtes Training. Der strategische Vorteil für das Fitnessstudio: Mit einer entsprechenden Kursplanerweiterung lässt sich auch ein solider Mitgliedsbeitrag rechtfertigen. [1]

www.absatzwirtschaft.de/so-wichtig-ist-die-generation-silver-surfer-wirklich-41363/

Als Gesundheitsstudio mit der Zielgruppe Best Ager sprechen Sie CyberConcept gerne an!

88

04/19

fitness MANAGEMENT international

Foto: CyberConcept GmbH

CyberConcept GmbH Dieckstr. 71-75 48145 Münster Tel. 0251 – 98 29 55 82 hallo@cyberconcept.de www.cyberconcept.de


BERATUNG | ANZEIGE

Ihre Chance: die Demografie!

Deutschland vergreist – na und? Trotz steigender Geburtenrate und trotz Zuwanderung: Deutschland wird immer älter. Auch in unserer Branche verspüren wir den Trend als negativ, wenn ich an die schwierige Akquise junger Mitarbeiter denke. Doch genau dieser demografische Wandel bietet uns Clubs eine große Chance: Die Spezialisierung auf den Gesundheitskunden. Die Spezialisierung auf ein „altes“ Publikum. Foto: KWS GmbH

V

iele Clubs haben das Potenzial zum Gesundheitsspezialisten. Das sehe ich tagtäglich bei meinen Strategietagen mit Unternehmern. An was es den meisten Unternehmen fehlt, ist weder das Know-how noch der Leistungsumfang oder die Geräteausstattung. Nein, es fehlt ihnen eine klare Positionierung am Markt und ein sinnvoller Fahrplan Richtung Spezialistentum – sei es im Marketing, in der Leistungskommunikation der Mitarbeiter, im Betreuungskonzept …

Gezielte und betreute Bewegung als Heilmittel

Dem Endverbraucher muss klargemacht werden, dass wir als Spezialisten das Heilmittel Bewegung gezielt einsetzen können – und zwar in der Form und der Dosis, in der es für ihn gerade am besten konsumierbar ist. Wir bieten Lösungen für Nicht-Sportler an! Denn der junge – vermeintlich gesunde – Sportler, der aufgrund zahlreicher YouTube-Videos schon alles besser weiß, braucht unsere Ausstattung und unsere Dienstleistung nicht und landet sowieso im Discounter. Deshalb bin ich auch ein so großer Fan vom EMS-Personal-Training – für mich einer der besten (Wieder-)Einstiege in die Bewegung. Die „geringe Dosis“ (1 x pro Woche für 20 Minuten) und der Personal Trainer machen es möglich. Und dazu „heiligt“ es unsere Kernkompetenz – die Dienstleistung.

Wo stehen Sie in fünf Jahren? Das junge Publikum „stirbt aus“ und das große Wachstumspotenzial der Gesundheitskunden lassen viele Clubs „da draußen“ liegen und generieren es nur „zufällig“. 90

04/19

fitness MANAGEMENT international

Quelle: Statistisches Bundesamt

Unser Produkt – gezielte und betreute Bewegung – ist ein „Universal-Heilmittel“. Insbesondere für Menschen, die sich täglich mit gesundheitlichen Problemen wie Arthrose, Bluthochdruck, Bandscheibenvorfällen oder Depressionen durch den Alltag plagen. Und diese Probleme treten meist im höheren Alter auf. Oder sagen wir es so: Viele dieser Probleme stören uns erst dann, wenn unser Körper sie nicht mehr so gut „ausgleichen“ kann. Denn auch junge Menschen leider immer häufiger an den sogenannten „Zivilisationskrankheiten“, nur ist der Leidensdruck bei ihnen noch nicht hoch genug.

Überlegen Sie sich, wo Sie 2025 stehen wollen! Wollen Sie die 43 Millionen Menschen über 45 Jahre? Wollen Sie die „jungen Wilden“? Egal, wofür Sie sich entscheiden: Spezialisieren Sie sich auf Ihre Zielgruppe und tun Sie das messerscharf! Nehmen Sie sich selbst die Angst, nicht ALLE glücklich machen zu können. Veränderung ist unabdingbar für das (geschäftliche) Überleben. Und dazu gehört insbesondere die Akzeptanz, neue Wege zu gehen und altbekannte zu verlassen. Thomas Kämmerling ist 1. Sachverständiger für Gesundheit des DSSV, selbst seit über 35 Jahren erfolgreicher Clubbetreiber und internationaler Branchenberater. Als Mitglied des DSSV können Sie ein kostenloses 3-stündiges Beratungsgespräch bei ihm wahrnehmen. Bitte senden Sie Ihre Kontaktanfrage an: kontakt@kws-schwerte.de.


ANZEIGE


EMS-RAUMKONZEPT | ANZEIGE

Foto: miha bodytec GmbH

Shop-in-Shop-Lösung: EMS-Training als zusätzliche Dienstleistung im CATO in Wolfenbüttel

PT-Lounge für EMS-Training Mit dem Raumkonzept „built-in“ ermöglicht miha bodytec die schlüsselfertige Umsetzung eines EMS-Studios als Shop-in-Shop-System auf der bestehenden Fläche eines Fitnessstudios oder einer Therapieeinrichtung. EMS-Training lässt sich so als zusätzliche Dienstleistung unkompliziert in vorhandene Räumlichkeiten integrieren. Im CATO Fitness-und Gesundheitszentrum in Wolfenbüttel haben Petra und Carsten Müller diese Shop-in-Shop-Lösung am 12. Mai 2019 als „PT-Lounge für EMS-Training“ eröffnet – und verzeichnen in kürzester Zeit einen beeindruckenden Erfolg.

M

it einem neuen Shop-in-Shop-Konzept für EMS-Training zum Break-even in vier Wochen? Ja, das geht! miha bodytec bietet das schlüsselfertige Raumkonzept „built-in“ mit individueller Beratung und dem Benefit-Konzept zur Online-Leadgenerierung. Mit der EMS-Box ist das CATO in Wolfenbüttel bereits in den ersten vier Wochen nach ihrer Eröffnung durchgestartet, aber erzählen wir die Geschichte von Anfang an.

EMS ist Thema bei Betreibern und Mitgliedern EMS-Training war für die Betreiber der CATO Health & Sports Company, Carsten Müller und seine Frau Petra, schon viele Jahre ein Thema. Es hat nur lange Zeit das passende Konzept gefehlt, mit dem die Trainingsform authentisch in das Studio integriert werden konnte. Die beiden hatten sich für ein All-inclusive-Konzept bei der Gestaltung der Mitgliedsbeiträge entschieden und dieses sehr erfolgreich umgesetzt. Leistungen, für die die Mitglieder zusätzlich zahlen müssten, wären an die Klientel des CATO sehr schwer zu vermitteln gewesen. Die betreuungsintensive Zusatzleistung EMS-Training mit diesem Preiskonzept zu kombinieren, war deshalb nicht ohne Weiteres möglich. 94

04/19

fitness MANAGEMENT international

Da EMS als Trainingsform in den letzten Jahren immer populärer wurde und auch die Mitglieder im CATO häufiger nach EMS fragten, machten sich Petra und Carsten Müller verstärkt auf die Suche nach Ideen und Konzepten für die Umsetzung von EMS in ihrem Studio. Nachdem die Betreiber des CATO sich genauer informiert und verschiedene Referenzen eingeholt hatten, luden sie mehrere Anbieter ein, ihre Konzepte vor Ort vorzustellen.

Top-Kandidat miha bodytec Die Wahl fiel auf die Shop-in-Shop-Lösung von miha bodytec. „Relativ schnell sogar“, erklärt Carsten Müller. „Die ‚EMS-Box‘ von miha bodytec passt genau zu unserem Konzept und erfüllt auch unsere Ansprüche: qualitativ sehr hochwertig, ansprechend und stylish. Die Box passt schon optisch perfekt in unseren Club und schmiegt sich geradezu optimal in unser Gesamtkonzept ein. Gleichzeitig bietet sie aber auch eine sehr gute Abgrenzung als ‚etwas anderes‘ und macht die Leute neugierig.“


Foto: CATO Health & Sports Company

„Die ‚EMS-Box‘ von miha bodytec passt genau zu unserem Konzept und erfüllt auch unsere Ansprüche: qualitativ sehr hochwertig, ansprechend und stylish.“

Die Betreiber der CATO Health & Sports Company bei der Eröffnung der PT-Lounge (v. l.): Dennis, Petra und Carsten Müller

„Nachdem wir uns mit verschiedenen Anbietern auseinandergesetzt hatten, waren natürlich die Referenzen von miha bodytec als Weltmarktführer auch ein ausschlaggebender Punkt“, führt Carsten Müller die Entscheidung weiter aus. „Überzeugt haben uns auch die Betriebssicherheit des miha bodytec II und die einfache und zeitsparende Handhabung der Trainingskleidung mit dem i-body Elektrodensystem beim An- und Ablegen.“

EMS-Angebotes, das nicht im All-inklusive-Preis für die Studiomitgliedschaft enthalten ist, in das Vertragsmanagement des CATO.

Räumliche Positionierung als Shop-in-Shop-System

Für einen 12-Monats-Vertrag EMS-Training werden monatlich 119 Euro berechnet, für 24 Monate 99 Euro. Interessenten können das Training vorher in einem kurzen Probetraining oder in Form einer kompletten Schnupperstunde testen. Vor der ersten Anwendung wird mit jedem Interessenten eine spezielle Anamnese durchgeführt, die auch Kontraindikationen berücksichtigt.

Die Positionierung der „EMS-Box“ im CATO verlief unkompliziert. Als Shop-in-Shop-System wurde sie direkt im großzügig gestalteten Eingangsbereich des CATO platziert – ca. 90 Prozent der benötigten Fläche waren deshalb schon frei. Es waren nur geringfügige Verschiebungen im Cardiobereich nötig und die Vibrationstrainer wurden auf der Trainingsfläche platziert.

Für eine zusätzliche Mitgliedschaft im Fitnessstudio gewähren Petra und Carsten Müller ihren EMS-Kunden 50 Prozent auf den Studiobeitrag. Im Zuge der transparenten Preispolitik im CATO erhalten Bestandsmitglieder, die jetzt auch EMS-Kunden werden, einen Nachlass von 50 Prozent auf ihre Studiomitgliedschaft.

EMS ist Personal Training Von Beginn an wurde der Personal-Training-Aspekt des EMS-Trainings im CATO in den Vordergrund gestellt. Bereits zum 1. April wurden deshalb zusätzliche Mitarbeiter eingestellt. Zum einen, um

Grafik: Nemetschek AG

Diese Positionierung hat den Vorteil, dass externe EMS-Kunden das Studio vor ihrem Training nicht durchqueren müssen, sondern vorne links direkt abbiegen können – im Gegenzug aber alle Studiomitglieder bei jedem Besuch an der Box vorbeigehen. Darüber hinaus konnte auch ein direkter Zugang von der EMS-Box zu den Duschen und dem Wellnessbereich des CATO eingerichtet werden.

Integration ins Vertragsmanagement Durch das edle, funktionale und offene Design des Shops nehmen Besucher des CATO EMS-Training sofort als hochwertige Zusatzleistung wahr. Das erleichtert auch die Integration des neuen

Die EMS-Box nach dem miha bodytec Raumkonzept „built-in“ 40 m2 Grundfläche 4 Umkleiden Empfangstresen Kaffeebar Sitzecke 2 miha bodytec II

04/19

fitness MANAGEMENT international

95


EMS-RAUMKONZEPT | ANZEIGE

„Wir haben bisher eine sehr gute Resonanz auf das EMS-Angebot erhalten und sind mit der Entwicklung sehr zufrieden. Nach vier Wochen Betrieb haben wir unseren Break-even erreicht!“

Fotos: CATO Health & Sports Company

die Betreuungsdichte auf der Trainingsfläche des Studios wie gewohnt hochzuhalten, zum anderen auch, um EMS konsequent als Zusatzleistung zu etablieren. Als „PT-Lounge“ wurde die EMS-Box im CATO am 12. Mai eröffnet. Das Feedback von Trainern, Studiomitgliedern und den neuen EMS-Kunden ist ausschließlich positiv. „Unsere Trainer sind extrem ‚on fire‘“, freut sich Carsten Müller. „Sie nutzen EMS-Training selbst und kommunizieren ihre Begeisterung für die Trainingsform auch im Studio als intensive und effektive Ergänzung zum ‚normalen‘ Krafttraining.“

Break-even bereits nach vier Wochen! Sehr erfolgreich war das Benefit-Konzept bei der Leadgenerierung in den ersten Wochen. Über Benefit werden Anzeigen bei Facebook geschaltet und Leads generiert, die vom Studio dann kontaktiert und terminiert werden. „Das waren qualitativ sehr gute Kontakte“, stellt Carsten Müller zufrieden fest. 96

04/19

fitness MANAGEMENT international

Für EMS-Training habe es – sowohl bei externen potenziellen Kunden als auch bei den Bestandskunden des CATO – ein stetes Interesse gegeben, erklärt Carsten Müller. „Wir haben bisher eine sehr gute Resonanz auf das EMS-Angebot erhalten und sind mit der Entwicklung sehr zufrieden. Nach vier Wochen Betrieb haben wir unseren Break-even erreicht!“

Steckbrief der CATO Health & Sports Company Gründung 2002 als klassisches Fitnessstudio Nach und nach Entwicklung in Richtung Gesundheitsanbieter durch Integration einer eigenen Physiotherapiepraxis, eines eigenen Rehasportvereins und einer umfangreichen Anamnese mit Einzelberatung und individuellen Trainingsplänen 2.500 m2, ca. 1.800 Mitglieder


TRAININGSKONZEPT | ANZEIGE

Galileo®-Training in Kombination mit EMS-Training im EMS STUDIO AACHEN

Doppelter Effekt = doppelter Erfolg Das EMS STUDIO AACHEN geht neue Wege: Die Kombination aus Galileo®-Training und EMS-Training soll künftig den Kunden zu einem effektiveren, zeitsparenden und gesundheitsorientierten Training verhelfen. Inhaber, Dipl. Physiotherapeut (NL) und Heilpraktiker Ronald de Wildt sowie Carla Schillings, Gesundheitsmanagerin i.A. und MetaCheck fitness®-Beraterin des Gesundheitszentrums Walheim in Aachen-Walheim sprechen über diese Kombination. Für welche Schwerpunkte bzw. Kundenziele nutzen Sie die Galileo®-Geräte? Ronald de Wildt: Wir nutzen das Galileo®-Training für ein schonendes, reflexbasiertes Training. Unsere Schwerpunkte liegen in der gesundheitsorientierten Fitness: • Muskelaufbau und -erhaltung • Verbesserung des Stoffwechsels, womit wir eine schnellere Gewichtsabnahme erzielen können • Verbesserung der Durchblutung • Stärkung und Mobilisation für den Rücken • Vorbeugung bei Osteoporose, Inkontinenz und für eine innere Balance Kurz gesagt: Wir helfen unseren Kunden in Bewegung zu bleiben und tun ihrem Körper Gutes – dem Alter ist hier keine Grenze gesetzt! 98

04/19

fitness MANAGEMENT international

Ein Punkt, der uns sehr wichtig ist, ist die individuelle und sehr intensive Kundenbetreuung. Unsere Kunden sind nie sich selbst überlassen. In unserem EMS STUDIO AACHEN wird immer in Begleitung eines Trainers trainiert. Das PT-Modul des Galileo® hilft uns hierbei enorm, da es den kompletten Trainingsablauf visualisiert. Ihr Ziel ist es, Galileo®-Training mit EMS-Training zu kombinieren. Wie sieht somit das Training in Zukunft aus? Carla Schillings: Derzeit findet das Training noch getrennt statt. Wir wollen dies jedoch optimieren und haben ein Konzept für ein Kombinationstraining erstellt. Zum Einstieg wird es eine Kombination von Galileo®-Training und EMS-Training geben. Zur Steigerung wird nach einer gewissen Zeit, und mit entsprechend verbesserter Fitness, das Galileo®-Training mit dem EMS-Training kombiniert, d. h. der Kunde absolviert seine Übungen auf dem Galileo®-Gerät mit den EMS-Komponenten. Das klingt interessant – wie können wir uns das vorstellen? Carla Schillings: Die Kombination Elektro-Muskelstimulation (EMS) und Galileo®-Vibrationstraining könnte die maximale Leistung signifikant verbessern. Das Galileo®-Training ist ein sehr zeitsparendes und dennoch sehr effektives Training. Ebenso das EMS-Training. Wir sind davon überzeugt, dass wir für unsere Kunden mit dieser Kombination noch schnellere, positive Erfolge spürbar und sichtbar machen können. Das Ganze mit einer komprimierten Trainingszeit und hohem Spaßfaktor!


Fotos: EMS STUDIO AACHEN

Welche Zielgruppe sprechen Sie mit diesem Training an? Ronald de Wildt: Zu uns kommen vor allem die Kunden, die effektiv trainieren möchten, jedoch nur eine begrenzte Zeit dafür zur Verfügung haben. Außerdem schätzen unsere Kunden die intensive Betreuung durch unsere Physiotherapeuten und Trainer. Der Spaßfaktor ist beim Galileo®-Training darüber hinaus ein großer Pluspunkt für uns – die Leute sind begeistert, wie viel Freude das Training auf dem Galileo®-Gerät bringt. Die Erfolge, die nach kurzer Zeit hiermit einhergehen, sind ebenfalls eine hohe Motivation für unsere Kunden. Sie sprechen die Erfolge an, die beim Galileo®-Training erzielt werden. Mit welchem Trainingsziel kommen die Leute zu Ihnen ins Studio? Ronald de Wildt: Zum einen haben wir die Personen, die ein gelenkschonendes Training absolvieren möchten. Aber auch die Trainierenden, die Muskelaufbau und Körperstraffung erzielen möchten, findet man bei uns im Studio. Ganz besonders freuen wir uns, wenn wir Leuten mit Rücken- oder Gelenkschmerzen durch das Training zu Erfolgen verhelfen können. Auch beim Thema Beckenbodentraining erzielen wir tolle Ergebnisse. Welche Trainingszeit muss man für das Kombitraining aufwenden? Carla Schillings: Je nach Trainingsziel ein- bis zweimal 30 Minuten in der Woche. Welche Altersgruppe sprechen Sie mit Ihrem Trainingskonzept an? Ronald de Wildt: Im Grunde genommen steht das Angebot allen Mitgliedern zur Verfügung. Bei uns trainieren Leute zwischen 19 und 74 Jahren. Wer sich durch unser neues Angebot angesprochen fühlt, ist herzlich willkommen. Das EMS Studio Aachen ist eine Standorterweiterung des Gesundheitszentrums Walheim und des Gesundheitszentrums Roetgen.

Inhaber des EMS STUDIO AACHEN: Ronald de Wildt, Dipl. Physiotherapeut (NL) und Heilpraktiker, und Carla Schillings, Gesundheitsmanagement i. A. und MetaCheck fitness®-Beraterin for me do GmbH: info@formedo.de | www.formedo-metacheck.de

04/19

fitness MANAGEMENT international

99


NAHRUNGSERGÄNZUNGSMITTEL | ANZEIGE

Creapure® aus Bayern

Kreatin Monohydrat in höchster Qualität und Reinheit Fotos: Creapure®

Kreatin ist eine körpereigene und überlebenswichtige Substanz, die vor allem für die Energieversorgung der Zellen von Bedeutung ist. Kreatin hat eine besondere Funktion bei der Energiebereitstellung der Zellen, die insbesondere bei kurzzeitigen, intensiven und sich wiederholenden Schnellkraftbelastungen zum Tragen kommt.

Welche Rolle spielt Kreatin im menschlichen Körper? Im Körper eines Erwachsenen befinden sich ca. 80 bis 130 Gramm dieser natürlichen, körpereigenen Substanz. Rund 90 Prozent hiervon sind in der Skelettmuskulatur gespeichert. Ungefähr zwei Drittel des Kreatins kommen in Form des energiereichen Kreatinphosphats vor. Um Energie für die Muskelarbeit freizusetzen, spaltet Adenosintriphosphat (ATP) eine Phosphatgruppe ab. Übrig bleibt das Adenosindiphosphat (ADP), das der Körper mithilfe der in unserer Nahrung vorhandenen Energie wieder zu ATP umwandelt. Dieser Prozess benötigt jedoch einige Zeit und es steht nur für wenige Sekunden ausreichend ATP zur Verfügung. Hier kommen Kreatin und Kreatinphosphat ins Spiel: Kreatinphosphat überträgt seine Phosphatgruppe auf ADP und regeneriert es so wieder zu ATP. Auf diese Weise wird die Energieversorgung der Zelle sichergestellt, bis die übrigen ATP-liefernden Prozesse starten. Allerdings baut der Körper täglich rund ein bis zwei Prozent Kreatin ab und wandelt es in Kreatinin um, welches schließlich über die Nieren ausgeschieden wird. Deswegen muss der Kreatinvorrat regelmäßig aufgefüllt werden. Einen Teil kann der Körper selbst 100

04/19

fitness MANAGEMENT international

KREATIN ATP

ATP KREATIN KINASE

ADP

ADP PHOSPHOKREATIN

synthetisieren (über Leber, Nieren und Bauchspeicheldrüse), der Rest wird über die Nahrung aufgenommen. Dabei gilt: Kreatin ist in relevanter Menge nur in Fleisch und Fisch, nicht aber in Gemüse


oder Milchprodukten enthalten. Eine Kreatinsupplementierung, als dritter Weg der Kreatinbereitstellung, kann für den ambitionierten bzw. leistungsorientierten Kraftsportler sinnvoll sein.

Wann wirkt Kreatin und wie macht sich eine Supplementierung bemerkbar? Muskeln sowie Kraft werden durch Trainingsreize aufgebaut. Während des Trainings sind die Muskeln in Aktion und verrichten Arbeit, wofür Energie benötigt wird. Diese Energie wird sowohl aus Kohlenhydraten als auch Fetten gewonnen und der Muskelzelle durch verschiedene Stoffwechselvorgänge verfügbar gemacht. Kreatin und seine energiereiche Form Kreatinphosphat spielen bei der Energiebereitstellung eine wichtige Rolle – vor allen Dingen dann, wenn der Muskel aus der Ruhe in Aktion tritt oder wenn in sehr kurzer Zeit sehr viel Energie zur Verfügung stehen muss. Durch die zusätzliche Einnahme von Kreatin kann der Kreatin- und Kreatinphosphatspeicher im Muskel vergrößert werden, was sich positiv auf die Leistungsfähigkeit im hochintensiven Belastungsbereich auswirken kann. Die Kreatineinnahme kann es Sportlern so ermöglichen, durch die erhöhte Maximalkraft intensiver zu trainieren und darüber schneller Muskelkraft und möglicherweise auch Muskelmasse aufzubauen. Beim Krafttraining hat die Einnahme von Kreatin eine Steigerung der Kraft und der Anzahl der möglichen Wiederholungen gezeigt. Deshalb ist Kreatin auch bei vielen Sportlern im Fitnessstudio beliebt. Während kurzer und intensiver Anstrengungen, wie z. B. beim Sprinten, ist eine Vergrößerung des Kreatinspeichers ebenfalls von Vorteil. Allerdings erzielt Kreatin diesen Effekt nicht ohne Training. Das unterscheidet es von der Wirkung unerlaubter Substanzen wie z. B. Steroide. Seit den 1990er-Jahren schätzen viele Sportler und Wissenschaftler Kreatin als wirkungsvolles Nahrungsergänzungsmittel zur Erhöhung der Belastungstoleranz, der Muskelkraft und der fettfreien Körpermasse. Erfahrungsberichte zeigen, dass Kreatin durch seine weiterführenden Eigenschaften die Regeneration zwischen den Trainingseinheiten oder nach der sportlichen Ausdauerleistung unterstützt. Personen, die regelmäßig Kreatin einnehmen, berichten häufig, dass sie sich dauerhaft fitter und leistungsfähiger fühlen. Aber auch Personen, die sich vegetarisch ernähren, oder nur wenig Fisch und Fleisch essen, können von einer Nahrungsergänzung mit Kreatin profitieren. Studien deuten vermehrt darauf hin, dass im Vergleich zu Nicht-Vegetariern, Vegetarier eine geringere Kreatinkonzentration in Blut und Muskel aufweisen. Der Zusatznutzen durch die Einnahme von Kreatin für Sportler, insbesondere bei Schnellkrafttraining und im Rahmen kurzzeitiger intensiver Belastungen, ist mittlerweile durch eine Vielzahl an wissenschaftlichen Studien belegt. Deswegen hat auch die Europäische Kommission – als einer von sehr wenigen Kommissionen für Nahrungsergänzungsmittel in der Anwendung Sport – einen europäischen Health Claim für Kreatin zugelassen.

Es ist sinnvoll, Kreatin mit zuckerhaltigen Getränken (z. B. Saftschorle) oder zu einer Mahlzeit einzunehmen, da der Muskel Kreatin in Gegenwart von Insulin schneller aufnehmen kann. Die Kreatineinnahme ohne zuckerhaltige Getränke ist jedoch ebenfalls möglich. Hingegen ist von der Einnahme großer Mengen einfacher Kohlenhydrate zusammen mit Kreatin abzuraten.

Warum Creapure®? Die AlzChem Trostberg GmbH stellt im Herzen des Chiemgau das am besten erforschte Kreatin Monohydrat „Creapure®“ in einer speziell dafür gebauten Produktionsanlage her und vertreibt es an die renommiertesten Nahrungsergänzungsmittelhersteller weltweit. Da es ausschließlich durch chemische Synthese unter den strengen Richtlinien der Pharma- und Lebensmittelindustrie gewonnen wird, sind keine Spuren von tierischen oder pflanzlichen Produkten enthalten. Somit ist es bestens für Vegetarier und Veganer geeignet. Zudem ist Creapure® kosher- und halal-zertifiziert und entspricht damit den jüdischen und muslimischen Nahrungsmittelvorschriften. Das spezielle Herstellungsverfahren stellt außerdem sicher, dass keine gesundheitsschädlichen Nebenprodukte entstehen oder, dass zu viel Kreatin in das zwar ungefährliche, aber auch unwirksame Kreatinin umgewandelt wird. Jede einzelne Charge Creapure® wird genauestens auf Reinheit geprüft, bevor sie die Fabrik verlässt. Außerdem ist Creapure® auf der Kölner Liste® aufgeführt. Die Kölner Liste® veröffentlicht Produkte mit minimiertem Dopingrisiko, die von einem weltweit anerkannten Labor auf ausgewählte Dopingsubstanzen getestet wurden. Namhafte Hersteller von Lebensmitteln, Nahrungsergänzungsmitteln oder Sportlernahrung verwenden Creapure®, um Nahrungsergänzungsmittel herzustellen. Unternehmen, die eine Markenlizenzvereinbarung mit der AlzChem Trostberg GmbH abschließen, dürfen den Markennamen Creapure® als Qualitätssiegel auf ihren Produktetiketten verwenden. Das Creapure®-Logo garantiert, dass das Produkt qualitativ hochwertiges, reines, sicheres und in Deutschland hergestelltes Kreatin enthält.

• • • •

Für mehr Power bei Sprints und schnellere Erholung TÜV-geprüft Hergestellt in Deutschland Erfassung auf Kölner Liste®

Mehr Information zu Creapure® auf: www.creapure.com

Einnahmeempfehlungen Kreatin Monohydrat wird oft als Pulver angeboten, das man in Wasser oder Saft auflösen sollte. Die Verwendung von warmem Wasser oder Tee erleichtert das Auflösen. In kaltem Wasser oder anderen kalten Getränken löst sich Kreatin Monohydrat zwar nur langsam auf, ist aber deshalb nicht weniger wirksam. Genau so wirkungsvoll ist die Einnahme von Kreatin über Kapseln und Kautabletten. Eine Kapsel enthält im Durchschnitt nur eine Menge von 750 Milligramm, eine Tablette in der Regel etwa ein Gramm. Die täglich empfohlene Dosis liegt bei drei bis fünf Gramm.

Dr. Britta Wessels Scientific Affairs Manager bei AlzChem Trostberg GmbH, promovierte Ernährungswissenschaftlerin, TU München

04/19

fitness MANAGEMENT international

101


STOFFWECHSELANALYSE | ANZEIGE

Eine Fitnesstrainerin über ihre persönliche Erfolgsgeschichte mit dem MetaCheck fitness®

Von der Kundin zur MetaCheck-Beraterin

Foto: privat

Fitnesstrainerin und Ernährungsberaterin Jeannine P. ist 31 Jahre alt und lebt im Schwarzwald. Die gelernte Arzthelferin kam über einen Auslandsjob als Animateurin zum Sport. 2014 machte sie zum Spaß bei einem Laufwettkampf mit und schloss so gut ab, dass sie mit gezieltem Training begann. Aktuell läuft sie immer vorne mit: 10 Kilometer in 40:40 Minuten, Halbmarathon in 1:28 Stunden und Marathon in 3:18 Stunden. Das Laufen passt natürlich perfekt zur DNA – sie ist der Ausdauer-Typ.

„Als Ernährungsberaterin und Fitnesstrainerin ist mir gesunde Ernährung und viel Bewegung natürlich auch in meinem Privatleben immer wichtig gewesen. Neben meinem Beruf habe ich Leistungssport betrieben, mein Leben lang Kraftsport gemacht und dabei immer mit schweren Gewichten und wenigen Wiederholungen trainiert. Ich habe mehrere gesunde Mahlzeiten am Tag zu mir genommen und in der Marathonvorbereitung sehr kohlenhydratreich gegessen. Trotz all dem wog ich immer ein paar Kilos zu viel und fühlte mich einfach nicht wohl in meiner Haut. Ich verlor einfach kein Gewicht – und wenn, dann hatte ich die Kilos kurze Zeit später wieder drauf.“ 102

04/19

fitness MANAGEMENT international

MetaCheck fitness®-Test bringt Klarheit „In meinem Fitnessstudio hatte ich schon mehrfach einen Flyer zum MetaCheck fitness® in Händen gehalten. Als es eines Tages wieder soweit war, sprach mich eine Trainerin darauf an und erklärte mir die Zusammenhänge von Ernährung und Bewegung und warum meine Gene dabei ebenfalls ein entscheidender Faktor sind. Dies klang für mich einleuchtend und nachvollziehbar. Nach der Gen-Analyse erhält man ein persönliches Ergebnis und weiß, von welchen Makronährstoffen man eher zu- oder abnimmt. Weiterhin wird untersucht, mit welcher Bewegungsart, ob mit Aus-


dauer oder Schnellkraft, die meisten Kalorien verbraucht werden. Ich entschied mich dazu, den MetaCheck fitness®-Test zu machen. Der Test erfolgte in Form eines einfachen Wangenabstriches, der anonym im Labor untersucht wurde. Wenige Tage später bekam ich meine ausführliche MetaCheck fitness®-Analyseauswertung.“

Unterstützung bei Analyse und Umsetzung „Das Ergebnis überraschte mich komplett: Als Meta-Typ Beta kann ich gut Fette und Eiweiße verstoffwechseln. Ich habe mein Leben lang fettarm gegessen und stellte mir die Frage, wie ich nun für einen Marathon ohne Kohlenhydrate trainieren sollte? Das MetaCheck fitness®-Ergebnis war jedoch klar formuliert und empfahl, die Kohlenhydrate nicht wegzulassen, sondern lediglich in der Menge anzupassen. Weiterhin enthielt das Ergebnis individuell für mich erstellte Ernährungspläne, Sportvorschläge und eine Lebensmittelliste, die in den einfachen Ampelfarben gekennzeichnet war. Zusätzlich stellte MetaCheck fitness® einen kostenlosen Zugang zum Ernährungsportal mit weiteren individuellen Rezeptvorschlägen und Plänen zur Verfügung. Meine Trainerin und Beraterin unterstützte mich ebenfalls, indem sie leicht verständlich das Ergebnis erklärte und mit mir gemeinsam einen auf mich abgestimmten Trainingsplan erstellte.“

Empfehlungen bringen neue Motivation „Ich war sofort motiviert und stellte meine komplette Ernährung und meinen Trainingsplan nach den Empfehlungen meines MetaCheck fitness®-Ergebnisses um. Die ständige Müdigkeit nach dem Mittagessen war endlich weg, ich konnte mein Training gut durchziehen und wurde immer schneller und besser. Ebenso passte ich meine Essgewohnheiten dem MetaCheck fitness®-Ergebnis an und hielt die für mich sinnvolle fünfstündige Essenspause ein. Und siehe da: Die Pfunde purzelten und ich verlor 10 Kilogramm Körpergewicht, davon haupt-

sächlich Körperfett (von 15,5 kg Fett auf 9 kg). Fortan erzielte ich Bestzeiten und gewann sogar zwei Wettkämpfe als schnellste Frau.“

Eine einmalige Investition in die Gesundheit „Dass der Gentest 350 Euro gekostet hat, war kein Hindernis für mich. Meine Trainerin im Fitnessstudio hat mir erklärt, dass die Analyse ein Leben lang gültig ist und der Test nur ein einziges Mal durchgeführt werden muss. Ich jedoch habe mein ganzes Leben etwas davon. Es ist somit eine einmalige Investition in meine Gesundheit und mein körperliches Wohlbefinden. Der Erfolg gab mir recht, denn es haben inzwischen auch viele Freunde und Studiomitglieder den MetaCheck fitness®-Test gemacht und sie sind ebenfalls begeistert.“

Analyseergebnisse leicht zu vermitteln und schnell umsetzbar „Mittlerweile bin ich sogar selbst MetaCheck-Beraterin und ich orientiere mich bei meinen Ernährungsberatungen nur noch an der Gen-Analyse. Auch als Fitnesstrainerin nehme ich die MetaCheck fitness®-Sportpläne als Grundlage für die persönliche Betreuung und die Optimierung der Trainingspläne meiner Kunden. Das MetaCheck fitness®-Analyseergebnis ist dabei so einfach und unkompliziert erklärt, dass ich es den Kunden leicht vermitteln kann und es für sie schnell umsetzbar ist. Meine Kunden sind ebenfalls begeistert und erleben einen ähnlichen Effekt, wie ich ihn mit dem MetaCheck fitness® erlebt habe. Es ist spannend zu sehen, wie schnell sich die Erfolge der Kunden einstellen und wie andere Kunden darauf aufmerksam werden und dadurch ebenfalls den Test machen. Letztendlich bin ich dankbar dafür, dass ich aufgrund der Beratung meiner Trainerin den MetaCheck fitness®-Test gemacht und meine Gewichtsprobleme dadurch in den Griff bekommen habe. Seitdem bin ich sowohl mit meinem Training als auch mit meinem Gewicht zufrieden. Ich kann mein Wissen super einsetzen, wenn ich als MetaCheck-Beraterin meinen Kunden den Test gezielt anbiete.“

Wissenswertes zum MetaCheck fitness®: Der MetaCheck fitness® untersucht bestimmte Stoffwechselgene und deren Interaktion miteinander, um Aussagen über eine genetisch angepasste Ernährung und ein angepasstes Training zu treffen und den individuellen Meta-Typ (Alpha, Beta, Gamma oder Delta) zu ermitteln.

Die Vorteile des MetaCheck fitness®: • Individuell angepasste Ernährungs- und Sportempfehlungen • Langfristige Ernährungsumstellung • Zugang zum kostenlosen Ernährungsportal • Unkomplizierter Wangenabstrich genügt • Abnehmkonzept basiert auf einer einzigen, am Anfang durchgeführten Analyse • Begleitung des Trainings durch qualifizierte Physiotherapiepraxen/Fitnessstudios in Wohnortnähe • Innovativer Meta-Typ-gerechter Mahlzeitenersatz MetaShake® • Kick-off-Veranstaltung von for me do Mit dem Ergebnis des MetaCheck fitness® können Sie das Training und die Ernährung für Ihre Kunden noch genauer und damit zielgerichteter gestalten.

04/19

fitness MANAGEMENT international

103


FITNESS MAL ANDERS

Fitness mal anders: Die DLRG

FITNESS UND ATHLETIK IN DER WASSERRETTUNG

Interview mit Carsten Rosenberg Körperliche Leistungsfähigkeit ist in vielen Berufszweigen wichtig für die Ausübung der Tätigkeiten – in manchen Berufszweigen ist Fitness darüber hinaus essenziell, weil es auch um Leben und Tod geht. Im 3. Teil unserer Artikelreihe beschäftigen wir uns mit Fitness und Athletik bei der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft e. V. (DLRG). Wie stellt die DLRG die Fitness ihrer Rettungsschwimmer sicher? fitness MANAGEMENT hat dazu Carsten Rosenberg vom Team der Presse- und Medienarbeit (PuMa) der DLRG in einem Interview befragt. Er ist seit 1992 DLRG-Mitglied und seit 18 Jahren im Wasserrettungsdienst des Ostseebades Prerow tätig. Carsten Rosenberg ist ausgebildeter DLRG-Wachführer, DLRGBootsführer und international qualifizierter Gefahrengutachter.

106

04/19

fitness MANAGEMENT international


fM: Welchen Stellenwert haben körperliche Fitness und Athletik für die Wasserrettung bei der DLRG? Carsten Rosenberg: Körperliche sowie geistige Fitness und Athletik sind sehr wichtige Bestandteile im Wasserrettungsdienst der DLRG. Von der körperlichen Leistungsfähigkeit der Einsatzkräfte hängt im Zweifelsfall ein Menschenleben ab. Daher muss jede DLRG-Einsatzkraft ihre körperliche Einsatzfähigkeit mindestens einmal pro Jahr im Rahmen eines Tests unter Beweis stellen. Im Wasserrettungsdienst ist mehr gefordert als gute Schwimmfähigkeit, denn Rettungsgeräte wie z. B. Rettungsbretter erfordern eine gute Grundfitness. fM: Wie ist der Bereich Fitness und Athletik strukturell, zeitlich und auch in Bezug auf Zusatzangebote in die Ausbildung der Rettungsschwimmer eingebunden? Carsten Rosenberg: Die Rettungsschwimmausbildung ist zunächst ein Teil der Breitensportausbildung im Bereich Schwimmen. Aber auch hier geht es nicht ohne entsprechendes Schwimmtraining, denn ohne saubere Schwimmtechnik bringt die beste Fitness wenig. In den Bereichen des Tauchens (Strecken- und Tieftauchen) ist ggf. ein anaerobes Training als Vorbereitung sinnvoll. fM: In welchen Bereichen der körperlichen Fitness liegt im Verlauf der Ausbildung bei der DLRG das Hauptaugenmerk? Carsten Rosenberg: In den aufbauenden Ausbildungen rückt der Faktor Fitness und Athletik besonders bei den Wassertrainingseinheiten noch weiter in den Fokus. DLRG-Spezialkräfte, wie z. B. Strömungsretter, müssen vor Beginn des Ausbildungslehrganges ihre Fitness im Cooper-Test beweisen. fM: Gab es in Bezug auf den Stellenwert der körperlichen Fitness und auch in Bezug auf die Ausbildungsinhalte in den vergangenen Jahren wesentliche Veränderungen? Carsten Rosenberg: Entsprechende Änderungen der Prüfungsordnungen der DLRG tragen dem Aspekt Rechnung, dass die körperliche Fitness in den letzten Jahren wieder verstärkt in den Mittelpunkt rückt. fM: Mangelnde Fitness ist nicht nur ein Problem bei einer Berufsgruppe oder einer Institution. Kann die DLRG überhaupt auffangen, was unsere Gesellschaft vorher über Jahre hinweg versäumt hat? Carsten Rosenberg: Ja, kann sie! Die Frage ist, wann und wie die Menschen den Weg zur DLRG finden. Aber grundsätzlich ist das Training im Wasser eine gemeinsame Basis. Schwimmen beansprucht fast die gesamte Körpermuskulatur, ist gut für das Herz-Kreislauf-System und fördert so die Gesundheit und Fitness der Gesellschaft. fM: Das Aufgabengebiet eines Rettungsschwimmers umfasst ein breites Spektrum verschiedener Tätigkeiten. Ist es für Sie überhaupt möglich, die verschiedenen Einheiten und deren individuell unterschiedlichen Anforderungen an Fitness und Athletik auf einen Standard zu bringen? Wie begegnen Sie dieser Herausforderung in der Praxis? Carsten Rosenberg: Indem wir uns genau anschauen, welche Muskelgruppen beim Einsatz von Rettungsgeräten besonders beansprucht werden, kann man hier ggf. mit einem gezielten Krafttraining unterstützen. Fotos: Arno Schwamberger, DLRG VK


FITNESS MAL ANDERS

Daneben steht vor allem eine gute Kondition und Grundfitness im Mittelpunkt unserer Trainingseinheiten.

javascript:;

fM: Gibt es bei der DLRG spezielle Vorgaben oder Angebote, durch welche die Rettungsschwimmer auch nach ihrer Ausbildung im aktiven Dienst im Bereich Fitness und Athletik unterstützt werden? Carsten Rosenberg: Aktuell werden entsprechende Ausbildungsunterlagen in enger Kooperation mit Schwimmtrainern und Sportwissenschaftlern erarbeitet. Hier hat der DLRG-Rettungssport bereits sehr gute Vorarbeit geleistet. Jetzt geht es darum, dieses Wissen für den Wasserrettungsdienst zu übernehmen und entsprechende Übungen zu erarbeiten. Diese können dann von den Einsatzkräften als Handreichung genutzt werden. fM: Die Fitness- und Gesundheitsbranche ist in den Bereichen Training, Prävention und Rehabilitation sehr gut aufgestellt und verfügt deutschlandweit über eine gewachsene Infrastruktur mit immer mehr zertifizierten Anbietern (DIN 33961). Inwieweit können lokale Fitness- und Gesundheitsdienstleister die DLRG mit ihrem professionellen Angebot unterstützen? Carsten Rosenberg: Lokale Fitness- und Gesundheitsdienstleister inklusive der Krankenkassen können an verschiedenen Stellen und auf verschiedene Arten die ehrenamtliche Arbeit der DLRG unterstützen. So können zertifizierte Trainerinnen und Trainer z. B. im Rahmen von Fortbildungen die ehrenamtlichen Ausbilderinnen und Ausbilder schulen. Hier sind die jeweiligen DLRG-Ortsgruppen vor Ort die richtigen Ansprechpartner. Gerade im Bereich Gesundheits- und Präventionssport kann die DLRG durch entsprechende Förderungen noch mehr Übungsleiterinnen und Übungsleiter qualifizieren. Aber diese Ausbildungen kosten Geld und werden i. d. R. von unseren Mitgliedern selbst finanziert. Die DLRG finanziert sich fast ausschließlich aus Spenden und Mitgliedsbeiträgen und auch für uns gilt: „Ohne Moos nichts los“. Hier freut sich jede DLRG-Ortsgruppe über Unterstützung und Förderung. fM: Fitness und Athletik haben immer auch eine mentale Komponente. Für Rettungsschwimmer können die mentalen Belastungen bei Einsätzen extrem sein. In welchem Maß müssen Sie solche mentalen Aspekte bei der Schwimm- und Rettungsschwimmausbildung berücksichtigen? Carsten Rosenberg: Es bringt im Einsatz niemandem etwas, wenn man körperlich fit ist, aber mental nicht auf die Situation reagieren kann. Daher ist das Üben von Situationen und vor allem von Stresssituationen, wie sie im Einsatz vorkommen, ein wichtiger Faktor der Vorbereitung.

Fotos: DLRG

Carsten Rosenberg (34) ist seit 1992 DLRGMitglied und seit 18 Jahren im Wasserrettungsdienst des Ostseebades Prerow tätig. Er verfügt über Qualifikationen als DLRG-Wachführer, DLRG-Bootsführer sowie Internationaler Risk Assessor der ILSE (qualifizierter Gefahrengutachter der International Life Saving Federation of Europe) und ist Mitglied im Team der Presse- und Medienarbeit (PuMa) der DLRG. www.dlrg.de

108

04/19

fitness MANAGEMENT international

Foto: Arno Schwamberger, DLRG VK

Carsten Rosenberg


GROUPFITNESS | ANZEIGE

HIIT ist DER Fitnesstrend! Warum eigentlich? Hochintensives Intervalltraining (HIIT) ist ein Phänomen im Bereich Fitness. In den letzten 10 Jahren hat es die Welt im Sturm erobert und die Beliebtheit lässt nicht nach. Auch die Effektivität ist und bleibt unbestritten. Lesen Sie, warum HIIT so beliebt ist und wie Studios nachhaltig von diesem Trend profitieren können.

Foto: LESMILLS international

1. HIIT macht Spaß und liefert Resultate Hochwertige HIIT-Classes basieren auf dem Prinzip, in 30 Minuten die Herzfrequenz in möglichst häufigen Intervallen in die Höhe zu treiben. Ein effektives HIIT-Programm wird mit höchster Präzision entwickelt und eingehend getestet, um zu gewährleisten, dass die Teilnehmer die gewünschten Resultate erzielen: mehr Ausdauer und einen maximalen Kalorienverbrauch. HIIT ist rasant und anstrengend, doch es macht den Mitgliedern großen Spaß – erwiesenermaßen sogar mehr als Kurse mit langsamem Tempo.

der jährlichen Umfrage des American College of Sports Medicine (ACSM) unter mehr als 2.000 Mitarbeitern im Bereich Gesundheit und Fitness wurde HIIT als drittwichtigster Fitnesstrend für 2019 eingestuft. Die wichtigste Zielgruppe für den HIIT-Trend sind Millennials und die Gen Z, gemeinsam als die „Generation Active“ bezeichnet, denn 24 Prozent von ihnen nehmen regelmäßig an HIIT-Classes teil. 80 Prozent der Personen, die Geld für Fitnesstraining ausgeben, gehören dieser Zielgruppe an.

2. HIIT lockt Mitglieder immer wieder ins Studio Weltweit helfen HIIT-Classes dabei, Mitglieder langfristig zu motivieren und Studios profitabel zu halten. Die Classes sind „kurz und knackig”, was sie sowohl für Mitglieder als auch für Studiobetreiber attraktiv macht. „Unsere Mitgliederbindungsrate liegt bei über 90 Prozent. Im letzten Jahr hat GRIT unseren Umsatz um über 50 Prozent im Vergleich zum Vorjahr gesteigert – unsere Mitglieder können gar nicht genug davon bekommen! Und auch unsere Instruktoren lieben GRIT.“ (Angela Davis, Inhaberin emPOWERed, USA)

4. Nothing beats GRIT Angesichts dieser beeindruckenden Zahlen und der enormen Beliebtheit von HIIT wird die Konkurrenz zunehmend härter und die Qualität der Angebote kann stark variieren. Immer mehr Anbieter halten nicht das, was HIIT eigentlich verspricht. Darum investiert LES MILLS stark in die Zusammenarbeit mit wissenschaftlichen Einrichtungen, um zu gewährleisten, dass neue Releases gleichermaßen effektiv und mitreißend sind. „Jedes Release wird eingehend getestet, um zu gewährleisten, dass die Abfolge der Übungen genau die Resultate liefert, die die Teilnehmer sich erhoffen“, sagt Dr. Jinger Gottschall, Professorin an der Penn State University.

3. Die „Generation Active“ ist verrückt nach HIIT HIIT ist alles andere als eine „Eintagsfliege”. Es erfreut sich seit Jahren großer Beliebtheit und das wird wohl auch so bleiben. Bei 110

04/19

fitness MANAGEMENT international

Erfahren Sie mehr über LES MILLS GRIT unter: info@lesmills.de oder telefonisch unter: (0) 40 524 7212-0.


GROUPFITNESS | ANZEIGE

Gruppenfitnessmanagement für neuen Erfolgskurs Die schwedische Studiokette STC hat mit einer besonderen Maßnahme ihr Gruppenfitnessangebot verändert: Die gesamte Belegschaft, von den Empfangsmitarbeitern bis hin zum Fitness Manager, nahm an einer LES MILLS-Fortbildung zum Thema Gruppenfitnessmanagement (GFM) teil, um die Begeisterung für diese Sparte wieder aufleben zu lassen. Foto: LESMILLS international

F

ührend im Bereich Gruppenfitness sein – ein Ziel, über das viele Studiobetreiber sprechen, das jedoch nur wenige so ernst nehmen wie die schwedische Fitnessstudiokette STC. „Gruppenfitness war immer unsere Stärke, schon seit unserer Gründung vor 20 Jahren. Doch in letzter Zeit hatten wir das Gefühl, irgendwie die Orientierung zu verlieren”, erzählt Antoni Kutics, Marketingleiter und Mitinhaber von STC. Angesichts der wachsenden Konkurrenz durch andere Fitness- und Boutique-Studios beschloss STC, dass es Zeit für drastische Maßnahmen sei, um aus der Abwärtsspirale zu gelangen.

Maßgeschneiderte Erfolgsstrategie Schon lange arbeitet STC mit LES MILLS zusammen. 2018 startete die Studiokette ein Pilotprojekt in zehn Filialen: Dabei nahmen alle Mitarbeiter an einem maßgeschneiderten „Bootcamp“ teil. Die gesamte Belegschaft – vom Empfangsmitarbeiter bis hin zum Recreation Assistant – absolvierte die Fortbildung LES MILLS Group Fitness Management (GFM). „Wir haben viel Wissen und Erfahrung im Bereich Gruppenfitness, doch man lernt nie aus“, so Katarina Andersson, CEO und Mitinhaberin von STC. „Also entwickelten wir in Zusammenarbeit mit LES MILLS einen maßgeschneiderten Plan, um Gruppenfitness wieder zum Herzstück unseres Unternehmens zu machen. Uns wurde bewusst, dass jeder, der Kontakt zu unseren Mitgliedern hat, sich weiterentwickeln muss.“

Beginnend mit den zehn größten der 50 Filialen, organisierte STC eine große, eintägige Konferenz, bei der die Belegschaft lernte, was die Kerngedanken eines erfolgreichen GFM sind: von der Einstellung und Motivation der Instruktoren bis hin zum Studiodesign und der Einweisung neuer Mitglieder.

Ergebnisse verbessern sich sofort Die Auswirkungen dieser Maßnahmen wurden augenblicklich sichtbar: Die Zahlen im Bereich Gruppenfitness haben sich seitdem erheblich verbessert. So stieg etwa in der Filiale STC Kungälv Rollsbo die Teilnahme an Gruppenfitnesskursen um über 40 Prozent an, die durchschnittliche Kursauslastung erhöhte sich von 49 auf 73 Prozent. In der Filiale STC Nödinge sieht es ähnlich aus: Dort stieg die Kursauslastung von 51 auf 71 Prozent an. Innerhalb der Weiterbildungsmaßnahme entwickelte das Team außerdem eine neue Gruppenfitnessstrategie, die am Empfang beginnt und endet. Jeder Empfangsmitarbeiter kennt das gesamte Gruppenfitnessangebot und ist in der Lage, die Unterschiede zwischen den Kursen zu erklären und je nach Zielen des jeweiligen Mitglieds Empfehlungen auszusprechen.

Erfahren Sie mehr über Gruppenfitnessmanagement unter: info@lesmills.de oder telefonisch unter: (0) 40 524 7212-0. 04/19

fitness MANAGEMENT international

111


FACHARTIKEL KRAFTTRAINING

Effektive Methode zur Veränderung der Körperform

Krafttraining für Frauen Die am häufigsten genannten Gründe für ein Training im Fitnessstudio sind die Optimierung des äußeren Erscheinungsbildes (43 %) und die Reduktion des Körpergewichts (39 %). Für einen Großteil der trainierenden Frauen stellt die Körperstraffung das zentrale Trainingsziel dar. Obwohl dieses Ziel ohne ein intensitätsorientiertes Krafttraining nur sehr schwer erreichbar ist, schrecken viele Frauen vor dem Training mit Gewichten zurück.

Foto: © Flamingo Images - Fotolia.com

V

erfolgen Frauen das Ziel der Körperformung im Sinne einer strafferen Haut und eines geringeren Körperfettanteils, sollte ein intensitätsorientiertes Krafttraining Bestandteil der langfristigen Trainingsplanung sein. Die Trainingsintensität orientiert sich immer am Leistungsniveau des Trainierenden. Zur Vorbereitung auf höhere Intensitäten starten Trainingsanfänger zwar grundsätzlich mit einem umfangsorientierten Krafttraining, allerdings ist das Ziel der Körperformung ohne ein intensitätsorientiertes Krafttraining nur schwer erreichbar.

Das intensitätsorientierte Krafttraining Darunter versteht man ein Krafttraining mit hohen Gewichten bzw. 112

04/19

fitness MANAGEMENT international

einer hohen Intensität und einer entsprechend angepassten reduzierten Wiederholungszahl. Zur Umsetzung des speziellen Zieles der Körperformung wird ein Hypertrophietraining empfohlen. Dieses geht einher mit einer Vergrößerung des Muskelquerschnitts (Hypertrophie) bzw. Muskelvolumens. Überwiegend werden bei dieser Methode die Typ-2- bzw. FT-Fasern (Fast-Twitch-Fasern) aktiviert, die ein größeres Wachstumspotenzial besitzen und damit stärker zum Gesamtdickenwachstum der Muskulatur beitragen können. Diese Volumenzunahme der Muskulatur unter der Haut verleiht dem Körper insgesamt ein strafferes Aussehen (Gottlob, 2013, S. 17). Nach Güllich & Schmidtbleicher (1999, S. 229) liegt die Intensität bei 60 bis 85 Prozent des One-Repetition-Maximums (1-RM).


Tab. 1: Belastungsgefüge Hypertrophietraining (modifiziert nach Güllich & Schmidtbleicher, 1999, S. 229)

Belastungsgefüge der Krafttrainingsmethode Hypertrophie Reizintensität (in % 1-RM)

60–85 %

Wiederholung pro Serie

6–20

Serien pro Trainingseinheit (pro Muskelgruppe)

3–6

Serienpause

2–3 Min.

Kontraktionsgeschwindigkeit

langsam bis zügig

Welche Vorteile bringt das Hypertrophietraining mit sich? Häufig wird intensitätsorientiertes Krafttraining mit einer Erhöhung des Grundumsatzes in Verbindung gebracht. Diese weitverbreitete These wird durch die Zunahme der Muskelmasse begründet. Dieser Zusammenhang muss jedoch kritisch betrachtet werden. Der Grundumsatz wird am stärksten durch die Erhöhung der fettfreien Masse beeinflusst. Diese setzt sich aus der Skelettmuskulatur (42 %), dem organischen Gewebe (8 %), Knochen sowie Wasser zusammen. Trotz ihres geringen prozentualen Anteils verbrauchen die Organe jedoch weitaus mehr Energie als die Skelettmuskulatur. Eine Zunahme der Muskelmasse führt daher nicht zu der oftmals erhofften starken Veränderung des Grundumsatzes. Der Mehrverbrauch durch die geringe Veränderung des Grundumsatzes ist folglich für die Umsetzung des Ziels der Körperstraffung nicht ausschlaggebend (Browning & Evans, 2015, S. 244). Nennenswert ist der Mehrverbrauch im Hinblick auf den Arbeitsumsatz erst bei größerer Muskelmasse. Durch intensitätsorientiertes Krafttraining kann bei sukzessiver Fettreduktion die Muskelmasse erhalten bzw. geringfügig aufgebaut und somit der prozentuale Körperfettanteil reduziert werden. Besonders bei einer unterkalorischen Versorgung in Form einer Diät bringt das Krafttraining im Vergleich zu einem Ausdauertraining einen entscheidenden Vorteil mit sich. Beavers et al. (2017) untersuchten die Effekte von Ausdauer- und Krafttraining auf die Körperkompensation während einer Kalorienrestriktion. Die Ergebnisse der Studie belegen, dass Ausdauer- und Krafttraining in Verbindung mit einer Kalorienrestriktion zu einer signifikant stärkeren Verringerung der absoluten Fettmasse führen als eine alleinige Kalorienrestriktion. Des Weiteren konnte herausgefunden werden, dass durch das Krafttraining die fettfreie Masse bzw. Magermasse erhalten bleibt. Bei einer Kombination aus Kalorienrestriktion und Ausdauertraining sinkt die Magermasse hingegen signifikant. Zusammenfassend deuten die Ergebnisse also darauf hin, dass eine Kombination aus Kalorienrestriktion und intensitätsorientiertem Krafttraining die größten Effekte im Hinblick auf die Verbesserung der Körperkomposition erzielt (Beavers et al., 2017). Der Erhalt der Muskelmasse bei einer Kalorienrestriktion und zusätzlichem Krafttraining kann durch eine gezielte Proteinzufuhr


FACHARTIKEL KRAFTTRAINING

unterstützt werden (Longland, Oikawa, Mitcell, Devries & Philipps, 2016). Diese unterstützt die Muskelproteinsynthese und somit den Erhalt der fettfreien Masse. Dem Verlust der Muskelmasse kann dadurch zusätzlich entgegengewirkt werden (Leidy, Carnell, Mattes & Campbell, 2012).

Welche Übungen sollten in den Trainingsplan integriert werden? Grundsätzlich sollten zur Verbesserung der Körperkomposition Übungen gewählt werden, die einen hohen Anteil an Muskelmasse beanspruchen. Dabei bietet sich das Training mit freien Gewichten wie zum Beispiel die Kniebeuge (Squat) oder auch das Kreuzheben (Deadlift) an. Gerade bei mehrgelenkigen Übungen werden funktionelle Muskelketten sowie – durch Kokontraktion von Synergisten – ein hoher Anteil an Muskeln beansprucht. Daraus resultieren positive metabolische Effekte (Haff, 2000). Das Training mit freien Gewichten bietet auch aus funktioneller Sicht Vorteile, da alltags-, berufs- und sportartspezifische Bewegungsmuster simuliert werden können.

Warum sollten Körpergewichtsübungen den Trainingsplan ergänzen?

Johanna Rupp Die Sportwissenschaftlerin arbeitet als pädagogische Mitarbeiterin und Dozentin an der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement sowie an der BSA-Akademie im Fachbereich Trainings- und Bewegungswissenschaft. Durch ihre Tätigkeit als Trainerin in Fitness- und Gesundheitseinrichtungen konnte sie praktische Erfahrungen in der medizinischen Trainingstherapie bei orthopädischen Erkrankungen sammeln.

Foto: DHfPG/BSA

Neben dem Training mit freien Gewichten können auch Übungen mit dem eigenen Körpergewicht oder dem Schlingentrainer ergänzt werden. Übungen dieser Art werden auch als Core-Training bezeichnet. Sie eignen sich zur Kräftigung der Rumpfmuskulatur und generell zur Stabilisation der Muskel-Gelenk-Systeme. Speziell bei Belastungen im Alltag, im Beruf oder auch in den verschiedenen Sportarten ist die Leistungsfähigkeit der Rumpfmuskulatur von großer Bedeutung. Diese dient als Kraftzentrum (engl. Core) und überträgt bzw. leitet die

Kräfte an die Extremitäten weiter (Gambetta, 2007, S. 157). Beim Schlingentrainer kann die Intensität beispielsweise durch die Schlingenhöhe, die Positionierung des Körpers und die Reduzierung der Stütz- bzw. Abdruckfläche erhöht werden. Die Intensitätssteigerung kann auch durch die unilaterale Ausführung der Übungen wie zum Beispiel bei der einbeinigen Kniebeuge erfolgen. Je nach Leistungsniveau des Sportlers und Intensität sowie Belastungscharakter der Übungen können auch hier Hypertrophieeffekte ausgelöst werden.

Fazit Zur Veränderung der Körperkomposition sollte begleitend zur Ernährungsumstellung ein intensitätsorientiertes Krafttraining in Form eines Hypertrophietrainings Bestandteil der langfristigen Trainingsplanung sein. Die Intensität liegt bei 60 bis 85 Prozent des One-Repetition-Maximums. Durch die Aktivierung der FT-Fasern kommt es zu einer Erhöhung des Muskelquerschnitts, wodurch der Haut eine pralle Form und ein straffes Aussehen verliehen werden. Neben der Erhöhung des Arbeitsumsatzes konnte belegt werden, dass die Kombination aus Kalorienrestriktion und intensitätsorientiertem Krafttraining zu einer Reduktion des prozentualen Körperfettanteils und zum Erhalt bzw. zur Erhöhung der fettfreien Masse führt (Beavers et al., 2017). Zur Umsetzung des Ziels sollten Übungen im Freihantelbereich gewählt werden, die einen hohen Anteil an Muskelmasse beanspruchen. Ergänzend können Übungen mit dem eigenen Körpergewicht oder dem Schlingentrainer durchgeführt werden.

Auszug aus der Literaturliste Browning, M. G. & Evans, R. K. (2015). The contribution of fat-free mass to resting energy expenditure: implications for weight loss strategies in the treatment of adolescent obesity. International journal of adolescent medicine and health, 27(3), 241–246. Gottlob, A. (2013). Differenziertes Krafttraining. München: Elsevier GmbH. Güllich, A. & Schmidtbleicher, D. (1999). Struktur der Kraftfähigkeiten und ihrer Trainingsmethoden. Deutsche Zeitschrift für Sportmedizin, 50(7/8), 223–234. Leidy, H. J., Carnell, N. S., Mattes, R. D. & Campbell, W. W. (2007). Higher protein intake preserves lean mass and satiety with weight loss in pre-obese and obese women. Obesity, 15(2), 421–429. Für eine vollständige Literaturliste kontaktieren Sie bitte marketing@dhfpg-bsa.de.

www.dhfpg-bsa.de

Anzeige

NEUE LEHRGÄNGE DER BSA-AKADEMIE IM FUNCTIONAL TRAINING

Trainer/in für Freihantel- und Kettlebelltraining*

Trainer/in für Körpergewichts- und Schlingentraining*

Verschaffen Sie sich einen Wissensvorsprung und erwerben Sie die Kompetenzen, um Kunden vom Freizeit- bis zum Leistungssportler ein effektives und sicheres Langhantel-, Kurzhantel- und Kettlebelltraining zu ermöglichen.

Mit dieser Qualifikation sichern Sie sich unschlagbare Wettbewerbsvorteile, wenn es darum geht, Ihre Kunden mit unterschiedlichen Leistungsvoraussetzungen im Körpergewichts- und Schlingentraining jederzeit kompetent zu betreuen.

Trainer/in-A-Lizenz Kraft- und Functional Training Funktionelles Krafttraining zählt zu den effektivsten Trainingsformen im Fitnesssport. Qualifizieren Sie sich zum Experten für Kraft- und Functional Training und verschaffen Sie sich damit den entscheidenden Kompetenzvorteil gegenüber anderen Trainern.

Der Lehrgang „Trainer/in-A-Lizenz Kraft- und Functional Training“ besteht aus den folgenden Einzellehrgängen: Fitnesstrainer/in-B-Lizenz, Trainer/in für gerätegestütztes Krafttraining, Trainer/in für Freihantel- und Kettlebelltraining, Trainer/in für Körpergewichts- und Schlingentraining.

*Mit Paketpreis 20 % Rabatt sichern! Jetzt die beiden Lehrgänge „Trainer/in für Freihantel- und Kettlebelltraining" und „Trainer/in für Körpergewichts- und Schlingentraining" im Paket buchen und 360 Euro sparen.

Weitere Informationen unter www.bsa-akademie.de./kraft-functional-trainer

114

04/19

fitness MANAGEMENT international


NEUES AUS DER WISSENSCHAFT

Online-Umfrage zum Betrieblichen Gesundheitsmanagement offenbart Potenziale

Gesundheit in KMU Das DHfPG-Science-Lab behandelt aktuelle Studienergebnisse sowie ausgewählte Abschlussarbeiten der DHfPG. In dieser Ausgabe aus dem Fachbereich Gesundheitsförderung: In Kleinst-, kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) werden Maßnahmen eines Betrieblichen Gesundheitsmanagements bisher in überschaubarem Rahmen durchgeführt. Gleichwohl zeigt sich aber ein großes Interesse an diesem Thema, insbesondere wenn ein gutes Kosten-Nutzen-Verhältnis erkennbar ist. Dabei finden Kooperationen mit Fitnessstudios großen Zuspruch.

Hintergrund Mit knapp 2,5 Millionen zählte 2016 die überwiegende Mehrheit (99,3 %) der deutschen Unternehmen zu Kleinst-, kleinen und mittleren Unternehmen (KMU). 61 Prozent der 29,1 Millionen Beschäftigten in Deutschland arbeiteten in KMU. Während in vielen großen Unternehmen bereits gesundheitsfördernde Maßnahmen etabliert sind, erweist sich die Umsetzung eines Betrieblichen Gesundheitsmanagements (BGM) in den KMU häufig als schwierig. Daher stellt sich die Frage, ob und inwieweit die Unternehmen bereits BGM-Maßnahmen durchführen und welche Hindernisse bei der Einführung bestehen. Wo wird ein Bedarf gesehen? Welche Maßnahmen wünschen sich die Unternehmen? Es soll ein Beitrag geleistet werden, dem Thema BGM in KMU größere Aufmerksamkeit zu verschaffen. Ebenso sollen Möglichkeiten aufgezeigt werden, wie die Unternehmen unterstützt werden können.

Methodik Hierzu wurden im August 2018 insgesamt 25 Unternehmen der Dienstleistungsbranche in Deutschland online befragt. Etwa 48 Prozent der Betriebe beschäftigten 49 Mitarbeiter oder weniger, 32 Prozent hatten maximal neun Mitarbeiter und 20 Prozent der Unternehmen waren größere Betriebe mit höchstens 249 Mitarbeitern. Die Befragung wurde mithilfe der modifizierten Fassung eines standardisierten Fragebogens der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement durchgeführt, der bereits in mehreren Unternehmen eingesetzt wurde. Anhand des Fragebogens wurde zunächst die Art und Struktur des jeweiligen KMU überprüft und festgestellt, ob bereits ein BGM besteht. Weitergehend wurden der Informationsstand und die Einstellung zum Thema BGM abgefragt. Zudem wurden derzeitige sowie geplante bzw. potenzielle BGM-Maßnahmen genauer beleuchtet. Auch subjektiv wahrgenommene Hindernisse und die gewünschte Unterstützung zur Einführung eines BGM wurden erfasst. Darüber hinaus wurden die Anforderungen an ein BGM aus Sicht der betreffenden Unternehmen sowie deren Informationsgrundlage zum Aufzeigen möglicher Wissensdefizite ermittelt. 116

04/19

fitness MANAGEMENT international

Ergebnisse Was kann ein BGM leisten? Knapp zwei Drittel (67 %) der befragten Unternehmen besitzen derzeit kein BGM. Die Unternehmen geben als Beweggründe für die Einführung eines BGM an, ihre soziale Verantwortung gegenüber den Mitarbeitern wahrnehmen zu wollen. Aus Sicht der Unternehmen kann mit einem BGM vor allem die Gesundheit der Beschäftigten verbessert und erhalten werden (Abb. S. 117 rechts). Ebenso vertreten sie die Meinung, dass ein BGM das Image verbessert und die Attraktivität als Arbeitgeber erhöht. Treten Probleme im Unternehmen auf, kann BGM helfen, hohen Fehlzeiten entgegenzuwirken und die Arbeits- und Leistungsfähigkeit der Beschäftigten zu erhalten bzw. zu verbessern. Was wünschen sich Unternehmen? Obwohl nur wenige Unternehmen ein ganzheitliches BGM eingeführt haben, werden in einigen bereits einzelne gesundheitsförderliche Maßnahmen umgesetzt. Wie der Abbildung (S. 117 links) zu entnehmen ist, wünschen sich KMU kostengünstige und überwiegend unkomplizierte Maßnahmen wie Check-ups zur Bewegungs- oder Haltungsanalyse. Eine langfristige Perspektive bieten Kooperationen mit Fitnessstudios und Sportvereinen. Aber auch Maßnahmen, die auf eine Stärkung des gesundheitsfördernden Verhaltens abzielen, wie zum Beispiel Präventionskurse, werden genannt. Zu berücksichtigen ist hier, dass nur die wenigsten Unternehmen solche Maßnahmen bereits durchführen. Hürden bei der Einführung eines BGM Neben dem Vorrang des Tagesgeschäfts führen finanzieller, personeller und zeitlicher Ressourcenmangel zu Hemmungen bei der Einführung eines BGM. 17 Prozent haben Umsetzungsprobleme, bei 13 Prozent der KMU ist der Nutzen von BGM unklar und bei vier Prozent bestehen Überforderung oder Unsicherheit. Des Weiteren gaben 25 Prozent an, dass generell zu wenig Wissen über BGM

Koop Fitne


DHfPG-Science-Lab: Bachelor-Thesis Fachbereich Gesundheitsförderung

58 %

28 %

Check-ups (z. B. Bewegungs-/Haltungsanalyse)

42 %

42 %

Image verbessern

28 %

42 %

Arbeitgeberattraktivität erhöhen

46 % Kooperationen mit Fitnessstudios oder Sportvereinen

Bedarfsanalyse mit den Beschäftigten (Partizipation)

Präventionskurse in den Handlungsfeldern Bewegung, Ernährung, Entspannung, Sucht

24 %

Überprüfung und Optimierung der Arbeitsbedingungen respektive der -abläufe (z. B. Ergonomie)

Top 5 gewünschter BGM-Maßnahmen, Nennung der Häufigkeit nach Teilnehmern (N = 24)

Arbeitsbzw. Leistungsfähigkeit erhalten/ verbessern

44 % Gesundheit der Beschäftigten erhalten/ verbessern

24 %

Fehlzeiten reduzieren

Was BGM im Unternehmen leisten kann (Top 5, Antwortmöglichkeit „trifft zu“, N = 24)

FAZIT vorhanden ist und damit die Fachkompetenz nicht gewährleistet werden kann. Deutlich wird, dass manche KMU nicht genug aufgeklärt sind, wenn es um die Umsetzung der Maßnahmen und andere Hintergrundinformationen geht. Generell zeigen die Unternehmen aber Interesse an BGM. Nur ein kleiner Prozentsatz ist nicht interessiert an betrieblichen Gesundheitsförderungsaktivitäten und sieht keinen entsprechenden Bedarf. Hilfe wünschen sich die Unternehmen in Form von Informationen über den betriebswirtschaftlichen Nutzen und steuerliche Vorteile von BGM. Ein BGM muss ansprechend, nachhaltig, nützlich und bedarfsorientiert sein. Handlungsempfehlungen Vielen KMU fehlt Grundlagenwissen zu BGM, zum Beispiel über externe Unterstützungsmöglichkeiten. Die Wirksamkeit von BGMMaßnahmen ist in großen wie in kleinen Unternehmen belegt. Es gibt jedoch weiterhin umfassende Hemmnisse, die dafür sorgen, dass dieses Thema im Vergleich zu seiner Wirksamkeit deutlich unterrepräsentiert ist. Es muss bei den KMU ein Verständnis dafür erzeugt werden, dass Investitionen in die Gesundheit und die Motivationssteigerung der Mitarbeiter von grundlegender Bedeutung für die Produktivität und Innovationsfähigkeit sind. Einen Ansatzpunkt bietet das Bewusstsein bei Unternehmen, dass BGM ihre Attraktivität als Arbeitgeber steigern und das Image verbessern kann. Eine gesundheitsorientierte Ausrichtung und ein ganzheitliches BGM sind dabei nicht nur eine Notwendigkeit als Antwort auf den Fachkräftemangel und den demografischen Wandel, sondern sie entwickeln sich auch immer mehr zu einem klaren Wettbewerbsvorteil. Um Hindernisse bei der BGM-Einführung zu überwinden, müssen KMU stärker als bisher die fachliche Begleitung von externen Beratern sowie Präventionsangebote in Anspruch nehmen. Ebenso besteht Interesse an mehr Aufklärung über Vorteile und Nutzen von BGM.

Das Ziel der Befragung bestand darin, anhand einer Unternehmensstichprobe die derzeitige Situation der KMU im Bereich BGM genau darzustellen. Hierdurch sollten Faktoren identifiziert werden, die dafür sorgen, dass KMU keine oder nur wenige gesundheitsfördernde Maßnahmen langfristig durchführen. Insgesamt bestätigte sich die noch geringe Umsetzung von BGM in kleinen und mittleren Unternehmen. Deutlich erkennbar ist, dass die Unternehmen grundsätzlich großes Interesse am Thema zeigen, insbesondere wenn ein gutes Kosten-Nutzen-Verhältnis besteht. Die Ergebnisse legen nahe, dass Fitness- und Gesundheitseinrichtungen die KMU bei ihrer Entwicklung zu gesundheitsförderlichen Organisationen unterstützen können. Entsprechende Kooperationen, Gesundheits-Check-ups und weitere individuelle Präventionsangebote zählen zu den Top 5 der Maßnahmen, die sich die Unternehmen wünschen. So können Fitnessstudios die Umsetzung anregen und begleiten sowie als externe Berater fungieren. Eine Kooperation mit Fitnesseinrichtungen kann die Mitarbeiter dazu motivieren, sich verstärkt um die eigene Gesundheit zu kümmern. Auf diese Weise können sich KMU als attraktive Arbeitgeber positionieren und ihr Image verbessern, womit der Erfolg des Unternehmens insgesamt gesteigert wird.

CHRISTINA JOHRDEN Alter: 28 Jahre Duales Studium: Kieser Training Hamburg-Altona Abschluss: B. A. Gesundheitsmanagement Aktueller Arbeitgeber: Otto GmbH & Co. KG; Bereich Betriebliche Gesundheitsförderung Foto: DHfPG/BSA

04/19

fitness MANAGEMENT international

117


BILDUNG | ANZEIGE

Studium – Weiterbildung – Qualität Informationen/Neuigkeiten der BSA-Akademie, der BSA-Zert und der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement

NEU: Trainer/in für Körpergewichts- und Schlingentraining Sowohl im Fitness- als auch im Athletiktraining genießt das Körpergewichtstraining einen hohen Stellenwert, da nur eine minimale Anzahl an Hilfsmitteln notwendig ist. Das Schlingentraining ist eine Sonderform des Körpergewichtstrainings. Im Fokus steht das funktionelle Krafttraining von Muskelketten, insbesondere die Verbesserung der Rumpfstabilität und -mobilität. Aufgrund der funktionellen Vorteile sowie der vielfältigen Einsatzmöglichkeiten des Körpergewichts- und Schlingentrainings besteht ein Bedarf an qualifizierten Trainern, die in der Lage sind, ihren Kunden ein effektives und effizientes Körpergewichts- und Schlingentraining zu ermöglichen. Die BSA-Akademie bietet dafür die neue Aufbauqualifikation „Trainer/in für Körpergewichts- und Schlingentraining“ an. bsa-akademie.de/kust Foto: DHfPG/BSA

NEU: Trainer/in-A-Lizenz Kraft- und Functional Training Für ein zielgruppenorientiertes Krafttraining gibt es eine Vielzahl an Trainingsformen. Zudem existieren viele unterschiedliche Ansätze und Empfehlungen zur Trainingsmethodik, Periodisierung und Belastungssteuerung im Krafttraining. Trainer stehen vor der Herausforderung, den unterschiedlichen Trainingszielen ihrer Kunden sowie deren Leistungsvoraussetzungen bei der Planung und Umsetzung des Krafttrainings gerecht zu werden. Um diese Aufgabe erfüllen zu können, hat die BSA-Akademie die Trainer/in-ALizenz Kraft- und Functional Training entwickelt. Sie besteht aus den Einzellehrgängen Fitnesstrainer/in-B-Lizenz, Trainer/in für gerätegestütztes Krafttraining und den beiden neuen Lehrgängen Trainer/ in für Freihantel- und Kettlebelltraining sowie Trainer/in für Körpergewichts- und Schlingentraining. bsa-akademie.de/akft Foto: DHfPG/BSA

BSA-Infoveranstaltungen Die BSA-Akademie bietet regelmäßig Infoveranstaltungen an ihren bundesweiten Lehrgangszentren an und informiert über ihre mehr als 70 Qualifikationen, das kombinierte Lehrgangssystem sowie den modularen Aufbau. Jetzt kostenfrei zu einem der nächsten Termine anmelden! >> bsa-akademie.de/events

118

04/19

fitness MANAGEMENT international

18.08.2019 21.08.2019 27.08.2019 13.09.2019 25.09.2019

Hamburg Leipzig Düsseldorf Berlin Köln


Mit dem MBA-Abschluss ins gehobene Management Der weiterführende MBA-Studiengang Sport-/Gesundheitsmanagement richtet sich an Mitarbeiter und Führungskräfte, die ihre Kenntnisse aus dem Erststudium weiter vertiefen möchten. Anhand von analysierten Fallstudien, die sich auch direkt in die Praxis umsetzen lassen, werden die notwendigen Fach- und Führungskompetenzen erworben. Die vier Spezialisierungsrichtungen Fitnessökonomie, Sportökonomie, Gesundheitsmanagement und Betriebliches Gesundheitsmanagement ermöglichen eine individuelle Schwerpunktsetzung. Der Master of Business Administration Sport-/Gesundheitsmanagement wird als gemeinsamer Studiengang von der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement und der Universität des Saarlandes angeboten. dhfpg.de/mba Foto: DHfPG/BSA

EMS-Trainer/in: Effektives und gesundheitsförderndes Training leiten Ganzkörper-EMS-Training stellt eine nachweislich effektive und effiziente Trainingsform dar. Dementsprechend erfreut sich das Ganzkörper-EMS-Training immer größerer Beliebtheit. Aus diesen Gründen hat die BSA-Akademie den Lehrgang zum/zur EMS-Trainer/in entwickelt. Mit der staatlich geprüften und ZFU-zugelassenen Qualifikation sind die Teilnehmer in der Lage, Ganzkörper-EMSTrainingsprogramme für Kunden verschiedener Leistungsstufen zu entwickeln. Der Lehrgang richtet sich u. a. an Trainer in Fitnessstudios, Trainer in Special-Interest-Studios mit exklusivem EMS-Angebot sowie an Personal Trainer, die mit EMS-Technologie arbeiten.

bsa-akademie.de/ems Foto: DHfPG/BSA

Studiengänge >> dhfpg.de

Lehrgänge >> bsa-akademie.de

Zertifizierung >> bsa-zert.de

Mehr Infos zu dualem Bachelor- und Master-Studium, BSA-Lehrgängen oder zur Zertifizierung unter: Tel. +49 681 6855 143

04/19

fitness MANAGEMENT international

119


KENNZAHL DES MONATS

Internationaler Fitnessboom geht weiter

NEUE REKORDZAHLEN ZUM GLOBALEN FITNESSMARKT

KENNZAHL DES MONATS

UMSATZ

93,97

183

MRD. $

Die Top Ten erwirtschaften 71 % des Gesamtumsatzes

MIO.

+7,7%

MITGLIEDER ANLAGEN

REAKTIONSQUOTEN

21,6 % 21,4 20,8 18,6 17,1 17,0 16,7 15,3 14,9 13,6

32,35 MRD. $ 6,29 6,19 3,94 3,94 3,01 2,95 2,83 2,71 2,70

210.293

+5,1

%

Die Top Ten machen 65 % des Gesamtmarktes aus

39.570 34.509 12.871 9.343 8.315 7.700 7.038 6.590 6.587 4.950

+4,5%

Was für eine Zahl! Noch nie trainierten weltweit mehr Menschen in den Fitness- und Gesundheitsanlagen. Die Branche boomt und ist weiter auf Wachstumskurs: Das zeigen die neuen Branchenkennzahlen des IHRSA Global Reports 2019. Ein Grund mehr für unsere Kennzahl des Monats: 183 Millionen Mitglieder weltweit. Daneben haben wir Ihnen weitere wichtige Key Facts anschaulich zusammengefasst und wir liefern Ihnen einen exklusiven Überblick über die Top Ten Rankings der internationalen „Fitnessschwergewichte“.

N

eben den „Eckdaten der deutschen Fitness-Wirtschaft” und dem European Health & Fitness Market Report bietet der IHRSA Global Report jährlich relevante Branchenkennzahlen aus dem globalen Fitnessmarkt. Er ist mit seinen detaillierten Analysen ein wichtiges Branchen-Barometer für die weltweite Fitnessmarktentwicklung.

DIE GLOBALE FITNESSLANDSCHAFT AUF EINEN BLICK Die Zahlen sprechen für sich: Die Branche ist weltweit auf Wachstumskurs und Fitnesstraining wird immer beliebter. Das zeigt sich global gesehen wie auch in den nationalen Einzelmärkten. Alle Weichen stehen auf Expansion und die seit Jahren kontinuierlich steigenden Mitgliederzahlen sind ein klares Indiz für den anhaltenden Trend und die Popularität der Fitnessbewegung. Allein im Jahr 2018 hat die Branche neun Millionen neue Mitglieder dazugewonnen, was einem prozentualen Zuwachs von 5,1 Prozent ent120

04/19

fitness MANAGEMENT international

spricht. Der Gesamtumsatz der Branche ist auf 93.971.680.693 $ (+ 7,7 Prozent) gestiegen und die Anzahl der Clubs hat längst die 210.000er-Marke geknackt (+ 4,5 Prozent). Nordamerika und Europa sind die wichtigsten Treiber und Kernmärkte in der globalen Fitnesslandschaft. Das hängt selbstverständlich mit den starken nationalen Märkten wie den USA, Deutschland und Großbritannien zusammen. Aber wie sieht es detailliert im nationalen Vergleich von Umsatz-, Anlagen- und Mitgliederzahlentwicklung aus?

RANKING DER TOP TEN IM GLOBALEN FITNESSMARKT MITGLIEDER Die USA (62,47 Mio.), Deutschland (11,09 Mio.) und Großbritannien (9,90 Mio.) sind die mitgliederstärksten Nationen im globalen Vergleich. Die Top Five komplettieren Brasilien (9,60 Mio.) und Kanada


TOP TEN DER MITGLIEDERSTÄRKSTEN NATIONEN 2. Deutschland 11,09MIO.

5. Kanada 6,18MIO.

3. Großbritannien 9,90MIO. 9. China 4,52MIO.

7. Italien 5,46MIO. 1. USA 62,47MIO. 8. Spanien 5,33MIO. 6. Frankreich 5,96MIO.

10. Mexiko 4,26MIO.

4. Brasilien 9,60MIO.

68

Die Top Ten stellen %

der Fitnessmitglieder weltweit

Quelle: International Health, Racquet & Sportsclub Association (IHRSA) (Hrsg.) (2019). 2019 IHRSA Global Report – The state of the health club industry.

Grafik: ii-graphics

Zugriff am 04.07.2019 unter: https://www.ihrsa.org/publications/ the-2019-ihrsa-global-report/

(6,18 Mio.). Bemerkenswert ist, dass Brasilien im Vergleich zu Großbritannien zwar ähnlich viele Mitglieder aufweist, aber mehr als 4,5-mal so viele Studios beherbergt.

UMSATZ Die USA, Deutschland und Großbritannien belegen auch die Treppchenplätze der umsatzstärksten Fitnessnationen. Während die USA in puncto Branchenumsatz (32,35 Mrd. $) mit großem Abstand an der Spitze des Rankings liegen, sind die Plätze zwei und drei hart umkämpft. Deutschland ist hier mit 6,29 Mrd. $ knapp vor Großbritannien (6,19 Mrd. $) platziert. Dann folgen mit deutlichem Abstand China und Japan mit jeweils 3,94 Mrd. $ als stärkste Märkte aus dem asiatischen Raum.

ANLAGEN Bei der Anlagenzahl ist das Podest fest in amerikanischer Hand. Die USA (39.570) führen auch hier – wenn auch nicht mit so deutlichem Abstand wie beim Umsatz – das IHRSA Global Ranking an. Auf Platz zwei und drei folgen mit Brasilien (34.509) und Mexiko (12.871) zwei Länder, mit denen man nicht unbedingt gerechnet hätte – zumindest, wenn man sich nicht regelmäßig intensiv mit den internationalen Fitnessmärkten beschäftigt. Die regionale Nähe zu den USA sorgt dafür, dass in diesen Ländern Fitnesstraining gesellschaftlich ebenfalls flächendeckend etabliert ist. Deutschland

(9.343) und Argentinien (8.315) komplettieren die Top Five. Die zehn anlagenstärksten Nationen machen mit 65 Prozent deutlich mehr als die Hälfte des Gesamtmarktes aus.

REAKTIONSQUOTEN Bei den Reaktionsquoten liegt Skandinavien mit Schweden (21,6 Prozent) und Norwegen (21,4 Prozent) auch aufgrund des speziellen Gesundheitssystems noch vor den USA (20,8 Prozent). Hier hat Deutschland im Vergleich mit 13,4 Prozent noch Ausbaupotenzial.

AUSBLICK 2030 – WANN KNACKT DIE BRANCHE DIE 200-MILLIONEN-MITGLIEDER-MARKE? Die IHRSA und ihre Partner verfolgen gemeinsam ein ambitioniertes Ziel: Bis 2030 sollen weltweit mehr als 230 Millionen Mitglieder in den Fitness- und Gesundheitsanlagen trainieren. Angesichts der aktuellen Entwicklungen und des letztjährigen Wachstums von mehr als 5 Prozent, erscheinen solche Prognosen als durchaus realistisch, obgleich es bis dahin noch einiges zu tun gibt. Hier arbeiten die Vertreter aus der Politik, die Verbände, Krankenkassen und alle branchennahen Unternehmen gemeinsam daran, enger zu kooperieren, um weltweit noch mehr Menschen für Fitness, Gesundheit und Training zu begeistern. Wir dürfen also gespannt sein, wann die 200-Millionen-Mitglieder-Marke überschritten wird, denn das ist der nächste große Meilenstein auf dem Weg zu einem gesünderen und fitteren Planeten. 04/19

fitness MANAGEMENT international

121


ZERTIFIZIERUNG

RELAX-FIT in Obertshausen

Kompakt, familiär und kompetent

Fotos: RELAX-FIT

Im Mai feierte das „RELAX-FIT“ Fitnessstudio in Obertshausen sein 30-jähriges Bestehen. Bereits 1997 hat Diplom-Ingenieur Peter Wanderer das Studio übernommen. Als Quereinsteiger formte er damals aus einer klassischen „Muckibude“ der 90er-Jahre ein Gesundheitsstudio mit familiärem Flair. Als er vom Arbeitgeberverband deutscher Fitness- und Gesundheits-Anlagen (DSSV) über die Möglichkeit einer Studiozertifizierung informiert wurde, entschied er zusammen mit dem zweiten Geschäftsführer, Marc Bettenworth, die Qualität des Studios neutral und unabhängig durch die Zertifizierungsstelle BSA-Zert nach den Anforderungen der DIN-Norm 33961 überprüfen zu lassen. Vor über 20 Jahren Quereinstieg in die Branche

Peter Wanderer Inhaber des „RELAX-FIT“ Fitnessstudios in Obertshausen

122

04/19

Peter Wanderer kam als Quereinsteiger in die Fitness- und Gesundheitsbranche und betont: „Ich war in den letzten Zügen meines Maschinenbau-Studiums. Noch während meiner Diplomarbeit ergab sich die Möglichkeit, mit Marc Bettenworth in der Fitnessbranche zusammenzuarbeiten.“ Das war im Jahr 1997. Die beiden packten die Gelegenheit beim Schopf und stiegen vor nun mittlerweile 22 Jahren als Studioinhaber des „RELAX-FIT“ in die Branche ein. Es war damals ein Fitnessstudio, wie man es in den Neunzigern häufiger vorfand. Peter

fitness MANAGEMENT international

Wanderer blickt zurück: „Es war eine typische Muckibude, in der es sogar noch einen Raucherraum gab. Wir haben uns der Aufgabe gestellt und das Studio Schritt für Schritt umgestaltet und erneuert.“

Schrittweise zum Gesundheitsstudio Das „RELAX-FIT“ kann mit seinen 350 Quadratmetern auf zwei Ebenen durchaus als kompakt bezeichnet werden. Die überschaubare Größe in Verbindung mit der persönlichen Betreuung der Mitglieder vermittelt ein familiäres Flair. Die Inhaber haben früh erkannt, in welche Richtung sich die Fitnessbranche entwickelt und sie spezialisierten sich mit den Jahren immer mehr hin zum Gesundheitsanbieter. „Das Durchschnittsalter unserer Mitglieder liegt mittlerweile bei circa 53 Jahren“, so Peter Wanderer, „wir legen da-


her unseren Fokus auf die Präventions- und Gesundheitsangebote. Dennoch kann man bei uns auch normales Krafttraining absolvieren, wir verfügen auch über einen Freihantelbereich.“

Kompetenz der Mitarbeiter erfolgreich nachgewiesen Die persönliche Betreuung spielt beim „RELAX-FIT“ dabei eine entscheidende Rolle. Neben einer ausführlichen Einweisung stehen die Trainerinnen und Trainer beispielsweise für das Erstellen von Trainingsplänen sowie für Fragen und Korrekturen jederzeit zur Verfügung. Diese hohe Betreuungsqualität durch kompetentes Personal wollten die Inhaber sich von neutraler Stelle bestätigen lassen. „Der DSSV hat uns darauf aufmerksam gemacht, dass es die Möglichkeit gibt, das eigene Studio nach DIN-Norm zertifizieren zu lassen und die eigene Qualität auch nach außen sichtbar zu machen“, erinnert sich der Inhaber. „Wir haben dann nicht lange überlegt, da wir uns sicher waren, dass wir die Anforderungen erfüllen würden.“

Interne Standards optimiert Auf der Suche nach einer neutralen Zertifizierungsstelle, welche die Studiozertifizierung nach DIN-Norm 33961 durchführt, sind die Inhaber bei der BSA-Zert fündig geworden. Sie bietet das Zertifizierungsverfahren „ZertFit“ an, das aus einer Dokumentenprüfung sowie einer Vor-Ort-Inspektion besteht. Peter Wanderer machte das Verfahren zur Chefsache. „Da wir von Haus aus über eine geordnete Struktur verfügen, war das Zusammentragen der angeforderten Dokumente, wie zum Beispiel die Qualifikationsnachweise unserer

insgesamt zehn Mitarbeiter, keine Schwierigkeit. Dennoch war das Verfahren eine gute Möglichkeit, viele interne Dinge noch einmal zu prüfen und gegebenenfalls zu optimieren, gerade auch, was die Sicherheit angeht“, führt er aus. Um im Ernstfall gerüstet zu sein, hat er einen Defibrillator in seinem Studio installiert. Erste-Hilfe- und Brandschutzschulungen für die Mitarbeiter runden die Sicherheitsmaßnahmen für die Mitglieder des „RELAX-FIT“ ideal ab.

DIN-Norm 33961 sinnvoll für die Branche Drei Monate hat es insgesamt gedauert, vom Angebot durch die BSA-Zert über die Dokumentenprüfung und Vor-Ort-Inspektion des Begutachters der BSA-Zert bis hin zur Zertifikatsübergabe. Seitdem kommuniziert das „RELAX-FIT“ Fitnessstudio aktiv, dass es – neutral nachgewiesen – die in der DIN-Norm 33961 festgelegten Kriterien erfüllt. Das Studio wirbt mit dem „ZertFit-Logo“ auf der eigenen Webseite und nutzt das für potenzielle Kunden und Kooperationspartner durch die BSA-Zert zur Verfügung gestellte personalisierte Erklärvideo zu den Vorteilen einer DIN-Norm-Zertifizierung. Peter Wanderer fasst abschließend zusammen: „Es ist durchaus sinnvoll, dass sich Studios, die sich in der Lage sehen, diese Kriterien zu erfüllen, zertifizieren lassen. Prinzipiell kann die Einführung von Mindeststandards einen Imagegewinn für die gesamte Branche darstellen. Wir erwähnen es auch regelmäßig in unseren Verkaufsgesprächen, auch um die Bekanntheit dieses Qualitätsnachweises weiter zu erhöhen.“ Alle Infos unter: www.bsa-zert.de 04/19

fitness MANAGEMENT international

123


PERSONENPORTRÄT

Eine Berufskarriere quer durch die Gesundheitsbranche O

b im Betrieblichen Gesundheitsmanagement, in einer Physiound Ergotherapiepraxis, in einer stationären Rehabilitation oder freiberuflich in der Prävention, zum Beispiel im Kindergarten oder Seniorenheim – Natascha Hartl hat mit 31 Jahren bereits einen beruflichen Werdegang vorzuweisen, den die meisten Arbeitnehmer wohl nicht bis zur Rente erreichen. Die Basis dafür legte sie mit ihrem dualen Bachelor-Studium Gesundheitsmanagement an der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement (DHfPG).

Duales Studiensystem favorisiert Das Thema Gesundheit und die damit verbundene Arbeit mit Menschen war der ausgesprochene Berufswunsch von Natascha Hartl. Die Pfälzerin recherchierte nach passenden Studiengängen und wurde bei der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement (DHfPG) fündig. „Das duale Studiensystem war für mich besser geeignet als ein reines Theoriestudium.“ Sie entschied sich für den Bachelor-Studiengang Gesundheitsmanagement, mit dem sie sich zur Präventionsspezialistin weiterbildete. Das duale Bachelor-Studium besteht aus einer betrieblichen Ausbildung und einem Fernstudium mit kompakten Präsenzphasen an einem der bundesweiten Studienzentren der DHfPG. Natascha Hartl fand ihren Ausbildungsplatz im Therapiezentrum & MediFit Bauer, welches Physio- und Ergotherapie sowie Rehabilitationssport und gerätegestütztes Krafttraining anbietet. Bereits vor dem Abitur bezog sie eine eigene Wohnung. Sie fügt hinzu: „Da kam es mir natürlich entgegen, dass ich von Beginn des Studiums an Geld verdient habe.“

Direkt im Anschluss Master-Studium absolviert Das Studium machte ihr großen Spaß und sie sammelte erste berufliche Erfahrungen, die ihre weitere Laufbahn prägen sollten. Nach dem Bachelor-Abschluss wusste sie schnell, dass sie an der DHfPG ihr Master-Studium anschließen würde. Natascha Hartl wählte den Master of Arts Prävention und Gesundheitsmanagement: „Ich habe mich für die Studienschwerpunkte Betriebliches Gesundheitsmanagement und Stressmanagement entschieden. Sie waren optimal auf mein neues berufliches Aufgabengebiet zugeschnitten.“ Parallel zu ihrem Master-Studium arbeitete sie für einen Betriebsärztlichen Dienst, entwickelte und evaluierte Konzepte eines Betrieblichen Gesundheitsmanagements (BGM). „Es waren Betriebe aller Art, von der Gießerei über den Autoteile-Produzent bis hin zum Einzelhandel. Ich arbeitete eng mit dem Betriebsrat, der Personalabteilung oder der Geschäftsführung des jeweiligen Unternehmens zusammen.“

Leitende Position und mutige Entscheidung Nach dem Master-Studium ergriff Natascha Hartl die Chance, ein Rehasportstudio im pfälzischen Landstuhl zu leiten. Anderthalb Jahre war sie dort für das „Medizinische Fitnesstraining“ verantwortlich. Doch eine weitere Herausforderung ließ nicht lange auf sich warten. „Ich habe mich im Bereich „Psychische Krankheiten“ weitergebildet und mich für eine Stelle in der stationären Rehabilitation in einer Fachklinik für Suchtpatienten entschieden.“ Ein mutiger Schritt, denn bei den Patienten handelte es sich um suchtkranke Männer, die in der Vergangenheit oft auch mit Gewalttaten in Verbindung gebracht worden sind. „Da braucht man natürlich auch ein gewisses Auftreten, wenn man als Frau einer Gruppe von 15 Männern gegenübersteht, die über eine solche Vergangenheit verfügen.“ Die gleiche Leidenschaft, die sie für ihren Beruf hegt, bringt sie auch für ihren Sport auf. Sie ist eine erfolgreiche Läuferin und Vize-Weltmeisterin in der Kombinationssportart HYROX.

HYROX-Vize-Weltmeisterin und weitere Erfolge In Oberhausen fanden im April 2019 die ersten HYROX World Championships statt. Sie bestehen aus acht Ein-Kilometer-Läufen, in deren Pausen anspruchsvolle Fitnessübungen zu absolvieren sind, zum Beispiel Medizinbälle hochwerfen oder schwere Schlitten schieben. Natascha Hartl sicherte sich den zweiten Platz in der Altersklasse 30 bis 34 Jahre. Und der nächste Sieg ließ nicht lange auf sich warten: Nur einen Tag darauf gewann sie den Trail Run des TV Rodenbach (10 km) zum insgesamt dritten Mal.

Foto: Natascha Hartl

Stetig neue Herausforderungen und Projekte

Natascha Hartl (31) ist Master-Absolventin der DHfPG und arbeitet bei der Arbeiterwohlfahrt in der Suchtprävention sowie als Sporttherapeutin.

Auch beruflich geht es voller Energie voran: Mittlerweile arbeitet sie bei der Arbeiterwohlfahrt in der Suchtprävention sowie als Sporttherapeutin. Freiberuflich arbeitet sie als Gesundheitsmanagerin, kooperiert mit Krankenkassen, führt Mitarbeitercoachings durch und besucht Einrichtungen aller Altersklassen, vom Kindergarten bis hin zum Seniorenheim. Natascha Hartl geht in ihren vielfältigen Aufgaben komplett auf und lebt ihr Berufsfeld Gesundheit, für das sie sich mit der DHfPG bestens qualifiziert hat. Zur ganzen Erfolgsgeschichte: dhfpg.de/nhartl

124

04/19

fitness MANAGEMENT international


BESONNUNG

12. Europäischer Fachkongress Solarien und Besonnung

Hochkarätige Redner, topaktuelle Themen Foto: Animaflora PicsStock - stock.adobe.com

Am 21. September 2019 findet im Hotel WESTIN in Leipzig der 12. Europäische Fachkongress Solarien und Besonnung statt. Über das Programm zum Kongress hatten wir bereits in der vergangenen Ausgabe der fMi berichtet. Diese Ausgabe wollen wir dazu nutzen, Ihnen die Themen und Redner des Fachkongresses genauer vorzustellen. Denn auch in diesem Jahr hat der Bundesfachverband Besonnung (BfB) erstklassige Redner mit topaktuellen Themen für die Teilnehmer des Kongresses gebucht. Überzeugen Sie sich selbst!

Foto: Anne M. Schüller

Foto: www.roger-rankel.de

Anne M. Schüller Thema: „Touchpoint Mangement und kundenfokussierte Unternehmenstransformation“

Roger Rankel Thema: „Die Geheimnisse der Umsatzverdoppler“

R

oger Rankel ist Autodidakt und seit 1992 Unternehmer. Die von ihm aus seinem Allfinanzvertrieb heraus gegründete Strategie AG wurde 2001 mit dem Sonderpreis „Junges Unternehmen“ der Oskar-Patzelt-Stiftung ausgezeichnet. Seit 2002 ist Roger Rankel als Verkaufstrainer, Redner und Autor tätig. 2013 erhielt er für sein Hörbuch-Seminar „Die Grundlagen des modernen Verkaufens“ den Preis „Mittelstands-Buch 2013“ der Oskar-Patzelt-Stiftung. Seine Bücher werden Bestseller und wenn er auspackt, dann hören sie ihm zu: Verkäufer und Berater, Vertreter der Industrie und des Einzelhandels. Jährlich hält er 150 Vorträge vor weit mehr als 30.000 Zuhörern zu seinen Kernthemen: „Wie komme ich zu neuen Kunden?“, „Wie mache ich mehr Umsatz?“, „Wie kann ich besser verkaufen?“. Dazu hat Roger Rankel mit einem Team von Spezialisten mehr als 1.000 (!) Studien zum neuen Kaufverhalten analysiert und die Kundenreise (Customer Journey) komplett neu aufgesetzt. Das Unternehmermagazin impulse schreibt: „Die Zahl der Neukunden bei Rankels Schülern steigt im Schnitt um 24 Prozent!“ Seine Ideen in der „Beratung von Unternehmen“ haben eine außerordentlich hohe Umsetzungsquote. So arbeiten schon mehr als 500 kleinere Vertriebe, Mittelständler und Weltmarktführer erfolgreich nach seiner mehrfach ausgezeichneten Methode der Kundengewinnung. In der Marketing- und Vertriebswelt zählt der achtfache Buchautor zu den Besten seiner Branche. Weitere Infos finden Sie hier: www.roger-rankel.de

126

04/19

fitness MANAGEMENT international

D

ie Diplom-Betriebswirtin Anne M. Schüller ist Managementdenker, Keynote-Speaker, mehrfach preisgekrönte Bestsellerautorin und Businesscoach. Sie gilt als führende Expertin für eine kundenfokussierte Unternehmensführung und als Wegbereiterin für das Touchpoint Management. Sie zählt zu den gefragtesten Rednern im deutschsprachigen Raum. 2015 wurde sie für ihr Lebenswerk in die Hall of Fame der German Speakers Association aufgenommen. Vom Business-Netzwerk LinkedIn wurde sie zur „Top Voice 2017/2018“ und von XING zum „Spitzenwriter 2018“ gekürt. Sie zählt zu den zehn besten Speakern im deutschsprachigen Raum (Conga Award 2010). Auf Kongressen, Tagungen und Firmenveranstaltungen hält sie hochkarätige, motivierende und praxisnahe Keynote- und Impulsvorträge zu den Themen Digitalisierung und Menschlichkeit, kundenfokussierte Unternehmenstransformation und Touchpoint Management. Ihr Touchpoint Institut bildet zertifizierte Touchpoint Manager aus. Sie schreibt regelmäßig Kolumnen und Fachbeiträge in der Wirtschafts- und Fachpresse. Wenn es um das Thema „Kunde“ geht, gehört sie zu den meistzitierten Experten.

Weitere Infos finden Sie hier: www.anneschueller.de


Foto: forschung.medunigraz.at

Assoz. Prof. Priv.-Doz. Dr. med. univ. PhD. Stefan Pilz Thema: Sonne und Vitamin D

P

rof. Dr. Stefan Pilz wurde 2009 die Auszeichnung zum Forscher des Jahres von der Medizinischen Universität in Graz verliehen. 2012 erhielt er an der VU University in Amsterdam seinen Doktorgrad, auf den im Jahr 2013 der IgnatiusNascher-Förderpreis der Stadt Wien folgte. Aktuell ist Prof. Dr. Stefan Pilz an der Universität Graz in der Klinischen Abteilung für Endokrinologie und Diabetologie tätig. Nicht nur viele seiner Forschungen widmen sich den Themen Vitamin D und Sonne, sondern auch sein Beitrag zum Kongress wird diese Themen für alle Teilnehmer neu beleuchten. Foto: Samir Vincevic

Samir Vincevic Thema: Lehrgang Fachkraft Sun, Beauty & Care

S

amir Vincevic war 13 Jahre lang (2004 bis 2017) Operativer Leiter und Mitglied der Geschäftsleitung bei Meridian Spa & Fitness (ehemals MeridianSpa). Bereits in dieser Position etablierte er eine enge Zusammenarbeit mit V.I.E.L Business Consulting und integrierte die Seminare von V.I.E.L Coaching & Training in die Personalentwicklung für seine Top-Führungskräfte. Neben seiner aktuellen freiberuflichen Tätigkeit als Dozent, Speaker und Autor für die Deutsche Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement (DHfPG) wird Samir Vincevic seine Erfahrung und sein Wissen ab sofort auch für die erfolgreiche Zukunft von V.I.E.L. einsetzen. Samir Vincevic ist im Auftrag der BSA-Akademie, die gemeinsam mit dem BfB die Bildungsoffensive zum staatlich anerkannten Lehrgang „Fachkraft Sun, Beauty & Care“ auf den Weg brachte, für die Vermittlung der Lehrinhalte zuständig. In seinem Vortrag zum Lehrgang wird er die Intention, Vorteile und den Nutzen des staatlich anerkannten Lehrgangs erläutern.

Nähere Informationen und Tickets zum 12. Europäischen Fachverband Solarien und Besonnung bekommen Sie unter www.fachkongress-solarien.de.


VERANSTALTUNGEN

VERANSTALTUNGEN 2019 – TIMELINE BSA-Lehrgang „Fachkraft Sun, Beauty & Care“ 16. – 18. Aug., Frankfurt | bsa-akademie.de/beauty-and-care

AUG. DSSV-Fachseminar: 100 % Recht – praktisch und kompakt 3. Sep., Hamburg | 10. Sep., Stuttgart 19. Sep., Frankfurt | 26. Sep., Düsseldorf bildungsinstitut.dssv.de

BSA-Lehrgang „Kursleiter Fit Kids“ 19. – 20. Aug., Leipzig | bsa-akademie.de/fitkids FIBO China 22. – 24. Aug., Shanghai, China | www.fibo-china.cn/en/ BSA-Lehrgang „Gesundheitstrainer“ 23. – 25. Aug., Saarbrücken | bsa-akademie.de/getr

therapie on tour 6. – 7. Sep., Bochum | therapie-ontour.de Rudern gegen Krebs 7. Sep., Heidelberg | rudern-gegen-krebs.de PHYSIO-SUMMIT & MEDICAL FITNESS-SUMMIT 12. – 14. Sep., Innsbruck | physio-summit.com Urban Fit Days 14. – 15. Sep., Berlin | urban-fit-days.de

SEP. BSA-Lehrgang „Fachkraft Sun, Beauty & Care“ 4. – 6. Okt., Leipzig | bsa-akademie.de/beauty-and-care

Zukunft Personal Europe 17. – 19. Sep., Köln | europe.zukunft-personal.com

DSSV-Workshop: BGM – so geht´s! Der Praxisworkshop für die Fitnessbranche 9. Okt., Köln | 10. Okt., Stuttgart | 18. Okt., Hamburg 21. Okt., Frankfurt | 24. Okt., München bildungsinstitut.dssv.de

REHACARE INTERNATIONAL 18. – 21. Sep., Düsseldorf | rehacare.de Krämer Fitness Event 20. – 22. Sep., Garmisch-Partenkirchen | kraemer-fitnessevent.de

infa balance 12. – 20. Okt., Hannover | meine-infa.de

TheraPro Essen 27. – 28. Sep., Essen | messe-stuttgart.de/therapro-essen

OKT. OKT. 03.10. – 06.10. Belgrad

EVENT

Mannheim

aufstiegskongress.de/vorkongress

OKT. 25.10. – 26.10. Mannheim

aufstiegskongress.de

128

04/19

fitness MANAGEMENT international

FIBO USA 17. – 19. Okt., Miami, USA | fibo-usa.com MEET THE TOP PHYSIO 24. – 27. Okt., Mallorca, Spanien | meet-the-top.physio

dssv.de

OKT. 24.10.

IHRSA European Congress 14. – 17. Okt., Dublin, Irland | ihrsa.org/events/congress/

therapie Hamburg 25. – 26. Okt., Hamburg | therapiemesse-hamburg.de FIBO Africa 25. – 27. Okt., Johannesburg, Südafrika | fibosa.co.za Fitness Show Melbourne 26. – 27. Okt., Melbourne, Australien fitness-show.com.au/melbourne


RECHT

EuGH-Urteil verpflichtet Arbeitgeber zur Dokumentation der geleisteten Arbeitszeit

Foto: fotopro - stock.adobe.com

Will Europa die Stechuhr zurück? Der Europäische Gerichtshof hat entschieden: Unternehmen sind verpflichtet, anhand von Arbeitszeiterfassungssystemen die Arbeitszeit ihrer Mitarbeiter systematisch und vollständig zu erfassen. Die Hintergründe und mögliche Folgen des Urteils für Arbeitgeber in Deutschland erläutert DSSV-Juristin Iris Borrmann.

D

ie zweite Kammer des Europäischen Gerichtshofes (EuGH) hat am 14. Mai 2019 (Az.: C-55/18) ein möglicherweise auch für Deutschland relevantes Urteil zur Aufzeichnung der von Arbeitnehmern geleisteten Arbeitszeit getroffen – genauer gesagt zur Arbeitszeitrichtlinie (ArbeitszeitRL 2003/88/EG, dort Art. 3, 5, 6, 16 und 22).

Bisher gibt es bereits eine überprüfbare Arbeitszeit-Dokumentationspflicht im Bereich der 450-Euro-Arbeitsverhältnisse. Hier müssen Arbeitgeber schon jetzt täglich, wöchentlich und monatlich zu jeder Zeit nachweisen können, wann die 450-Euro-Kraft wie lange gearbeitet hat.

Im vorliegenden Verfahren hatte eine spanische Gewerkschaft vor dem Nationalen Gerichtshof Spaniens eine Klage gegen die Deutsche Bank S.A.E. erhoben. Streitpunkt war, dass die Bank verpflichtet werden sollte, ein System zur Erfassung der täglichen Arbeitszeit einzuführen, damit so die Einhaltung der vereinbarten Arbeitszeit kontrolliert werden könnte.

Außerdem findet sich bereits jetzt in § 16 Abs. 2 des Arbeitszeitgesetzes (ArbZG) eine Vorschrift, wonach der Arbeitgeber die Arbeitszeit aufzuzeichnen hat, die über acht Stunden hinausgeht. Ebenso muss er nach dieser Vorschrift ein Verzeichnis der Arbeitnehmer führen, die in eine solche Verlängerung der Arbeitszeit eingewilligt haben. Sonn- und Feiertagsarbeit ist danach ebenfalls „aufzeichnungspflichtig“.

Der EuGH musste die Frage beantworten, ob der Arbeitgeber dazu verpflichtet ist, Instrumente zur Messung der tatsächlichen (täglichen und wöchentlichen) Arbeitszeit einzuführen, um die Ziele der EUArbeitszeitrichtlinie umzusetzen. Die erklärten Ziele der Richtlinie sind u. a. die Einhaltung der Höchstarbeitszeiten und der Ruhezeiten.

EU-Richter verpflichten Arbeitgeber zur Zeiterfassung Der EuGH hat jetzt entschieden, dass Arbeitgeber dazu verpflichtet sind, ein System zur Erfassung der effektiven täglichen Arbeitszeit einzuführen. Er weist ausdrücklich darauf hin, dass es für die tatsächliche Einhaltung der Arbeitszeitvorgaben aus der Richtlinie nicht ausreiche, dass Arbeitnehmer ihre Ansprüche später auch gerichtlich geltend machen könnten.

130

Auch durch diese Aufzeichnungspflicht sollen die Aufsichtsbehörden in die Lage versetzt werden, die Arbeitszeiten zu kontrollieren.

Bisher gab es viel Spielraum bei der Umsetzung Diese Vorschrift findet allerdings bisher keinen großen Anwendungsradius, weil man sich zum einen zu Recht fragt, wie man denn die neunte Stunde aufschreiben soll, wenn man die vorausgehenden acht Stunden nicht dokumentieren musste. Zum anderen ist die Aufzeichnung derzeit in jeder erdenklichen Art zulässig: Stundenzettel, Stempeluhren, Eigenaufschreibungen des Arbeitnehmers, elektronische Zeiterfassungssysteme oder die Delegation der Aufzeichnungspflicht auf die Beschäftigten sind gleichermaßen erlaubt.

Ohne ein geeignetes System zur Messung der Regelarbeitszeit – so der EuGH – würde dem Arbeitnehmer eine viel schwerere Beweislast für den Fall auferlegt, dass er gegen den Arbeitgeber wegen Verstoßes gegen die Verpflichtungen Klage erhebt. Dem Arbeitnehmer würden dann wesentliche Nachweismöglichkeiten fehlen, die auch nicht durch mögliche Zeugenaussagen kompensiert werden könnten, da Kollegen sich „aus Angst vor Vergeltungsmaßnahmen“ des Arbeitgebers möglicherweise zurückhielten, um nicht gegen den Arbeitgeber aussagen zu müssen.

Nach dem EuGH-Urteil wird sich hieran möglicherweise etwas ändern müssen. Ob der § 16 ArbZG der europäischen Rechtsprechung standhält, wenn er konsequent angewandt wird, ist noch nicht geklärt.

Aufzeichnungspflicht ist nicht neu

Verantwortung zur Einhaltung liegt beim Arbeitgeber

Es stellt sich nun die Frage, ob auch im deutschen Arbeitszeitrecht Konsequenzen folgen müssen?

Auch im Falle der sogenannten Vertrauensarbeitszeit dürfte dann nicht pauschal auf eine Erfassung der Arbeitszeit verzichtet

04/19

fitness MANAGEMENT international

Auch wenn in Fitnessstudios voraussichtlich wenig zu dokumentierende Arbeitszeit über acht Stunden hinaus anfällt, so müsste doch auf jeden Fall – bereits heute – eine Dokumentation der genauen Arbeitszeit einer bestimmbaren Person an Sonn- und Feiertagen erfolgen.


oder diese ohne Weiteres auf die Arbeitnehmer übertragen werden. Als „Vertrauensarbeitszeit“ wird ein Modell der Arbeitsorganisation bezeichnet, bei dem die Erledigung vereinbarter Aufgaben im Vordergrund steht – nicht die zeitliche Präsenz des Arbeitnehmers. Der Arbeitnehmer ist selbst für die Gestaltung und Erfassung der Arbeitszeit verantwortlich. Die Verantwortung zur Einhaltung der gesetzlichen Arbeitszeitregelungen liegt jedoch weiterhin beim Arbeitgeber. In Fitnessstudios kommt die Vereinbarung von Vertrauensarbeitszeit selten vor, da es meistens darum geht, bestimmte Öffnungszeiten abzudecken. Vorstellbar sind solche Vereinbarungen, wenn ein Mitarbeiter/Studioleiter z. B. damit beauftragt wird, die DIN-Zertifizierung vorzubereiten. Insgesamt wird eine Übertragung der Dokumentationsverpflichtung auf die Studioleiter allerdings weiterhin zulässig bleiben, da diese, zumindest in Bezug auf ihr Team, eine gewisse Organisationshoheit haben müssen.

Zuverlässige Dokumentation sollte vorbereitet werden Im Hinblick auf die Art und Weise der Zeiterfassung wird sich hier möglicherweise etwas tun müssen. Allein mit dem Dienstplan, der nur besagt, zu welchen Zeiten die einzelnen Mitarbeiter eingeplant sind, wird die tatsächliche Arbeitszeit nicht erfasst. Eine zuverlässige, regelmäßige und genaue Dokumentation sollte auch in den Fitnessstudios schon einmal vorbereitet werden. Studios müssen allerdings nicht zwingend auf elektronische oder digitale Zeiterfassung umstellen, da die Wahrscheinlichkeit, dass eine bestimmte Methodik gesetzlich festgelegt wird, doch sehr gering ist. Wichtig ist es, die bereits jetzt existierenden Dienstpläne auszubauen. Sie sollten am Ende eines Arbeitstages ergänzt, korrigiert und abgezeichnet werden.

Foto: Klaudia Lech

Iris Borrmann, DSSV-Juristin Fragen? Zu allen rechtlichen Fragen rund um den Studioalltag bietet die Rechtsabteilung des DSSV im Rahmen einer bestehenden Mitgliedschaft die Möglichkeit, eine kostenlose rechtliche Erstberatung mit Einschätzung der Rechtslage zu erhalten, beispielsweise nach Erhalt einer Attestkündigung, zur Überprüfung von Vertragsklauseln oder zu arbeitsrechtlichen Themen. Telefon: 040 - 766 24 00, E-Mail: dssv@dssv.de


BUCHTIPP

Hans-Dieter Hermann, Jan Mayer: »Make them goX – Essenz aus dem Coaching für Spitzensportler« Autoren: Hans-Dieter Hermann, Jan Mayer Seitenanzahl: 100 ISBN: 978-3-86774-605-2 Preis: 10,00 Euro Sprache: Deutsch

IMPRESSUM Verlag und Herausgeber

Webseite

fitness MANAGEMENT –

www.fitnessmanagement.de

eine Marke der PIPG GmbH Privates Institut für Prävention und

Versand

Gesundheitsmanagement GmbH

Deutschland, Österreich, Schweiz

Beutnerring 9 D-21077 Hamburg

Lieferbedingungen Einzelheftpreis

9,– Euro*

Organ

Jahresabonnement Inland

Offizielles Organ des DSSV e. V.

Jahresabonnement Ausland 61,– Euro*

und BfB e. V.

*inkl. MwSt. und Versandkosten

»Make them goX – Essenz aus dem Coaching für Spitzensportler«

Geschäftsführer

Kündigungsfrist

Janosch Marx, Johannes Marx

1 Monat vor Ablauf des Bezugsjahres

Führungskräfte machen andere stark – „Make them goX“

Chefredaktion

Produktion

Birgit Schwarze

Meinders & Elstermann GmbH & Co. KG

Der eine spielt strategisch Fußball, der andere stürmisch, mit kräftigem Schuss. Gewinnen können beide nur als TEAM: Tut Etwas Außergewöhnliches Miteinander! Was als Prinzip im Sport greift, entfaltet seine Wahrheit auch in der Arbeitswelt.

43,– Euro*

Weberstraße 7 Vertrieb und Anzeigen

49191 Belm

Refit Kamberovic, Natali von Zmuda, Alisha Dittmer

Registereintragung Amtsgericht Hamburg

Im jüngsten Teil der Pocket-Reihe X-Books des Murmann Verlags erfahren Sie u. a., wie Sie Motivationskiller vermeiden, welche Rollenverteilungen es im Team braucht und wie Sie das Team als Ganzes (weiter-)entwickeln. Zwei der renommiertesten Sportpsychologen, Hans-Dieter Hermann und Jan Mayer, zeigen Wege, wie individuelle Power zur Team-Höchstleistung führen kann. Sie bieten außergewöhnliche Einblicke in die Welt des Spitzensports und übertragen dieses Wissen in die Welt der Wirtschaft und des Managements. Insbesondere machen sie die Coaching-Strategien, die sie erfolgreich im Bereich des Spitzensports einsetzen, für Manager anwendbar. Auf der Basis langjähriger Erfahrung beschreiben sie, wie Führungskräfte andere inspirieren und stark machen. Das X-Book präsentiert die wichtigsten Lehren aus dem Coaching von Spitzensportlern in konzentrierter Form.

Kontakt Telefon:

HRB 147152 +49 (0) 40 / 300 945 - 0

Telefax:

+49 (0) 40 / 300 969 90

VerpackG-Registrierungsnummer

E-Mail:

info@fitnessmanagement.de

DE5601912575515

Redaktionelle Mitarbeit

Art Direktion

Marvin Bick, Iris Borrmann,

Klaudia Lech

Albert Busek, Sebastian Fess, Stefan Haase, Christina Johrden,

Layout und Bildbearbeitung

Refit Kamberovic, Anke Mächler,

Klaudia Lech

Frederik Neust, Johanna Rupp,

Lars Marschalek

Florian Schmidt, Sarah Staut,

Kimberly Piersdorf

Jürgen Wolff

Stefanie Reifschneider

fitness MANAGEMENT international und alle in ihr enthaltenen Beiträge sind urheberrechtlich geschützt. Mit Ausnahme der gesetzlich zugelassenen Fälle ist eine Verwertung ohne schriftliche Zustimmung von

n das e t u n i In 5 M en! n n i w e Buch g

Wie hat Ihnen unsere Ausgabe gefallen? Nehmen Sie bis zum 30. September 2019 an unserer OnlineUmfrage teil und nutzen Sie die Chance, das Buch „Make them goX“ zu gewinnen! Zur Umfrage gelangen Sie über den nebenstehenden QR-Code oder den folgenden Link:

Verlag und Redaktion strafbar.

Hinweis Für unverlangt eingesandte Manuskripte und Bilder wird nicht gehaftet. Sie können nur zurückgeschickt werden, wenn der Sendung Rückporto beigefügt ist. Änderungen und Kürzungen der Manuskripte behält sich die Redaktion vor. Namentlich gekennzeichnete Artikel sowie Beiträge, die mit dem Begriff „Anzeige“ gekennzeichnet sind, geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion wieder.

Haftung für Internetadressen Diese Publikation enthält Internetadressen zu externen Webseiten Dritter, auf deren

bit.ly/umfrage_fMi_0419 Mit Ihrer Teilnahme an dieser Umfrage tragen Sie dazu bei, die Qualität unserer Fachpublikation weiter zu steigern. fitness MANAGEMENT dankt Ihnen und freut sich, Sie bei der nächsten Ausgabe oder über unsere Online-Kanäle wieder begrüßen zu dürfen!

132

04/19

fitness MANAGEMENT international

Inhalte die PIPG GmbH keinen Einfluss hat. Deshalb wird für diese fremden Inhalte kein Gewähr übernommen und eine Haftung seitens der PIPG GmbH ausgeschlossen.

www.fitnessmanagement.de


KOLUMNE

V

Foto: Volker Beushausen

iele Fitnessstudios vernachlässigen ihren Group-Fitness-Bereich und bevorzugen den Gerätebereich. Aber seit die Discountketten auch Group Fitness anbieten, werden die Karten neu gemischt. Das bedeutet, Sie müssen innovativ bleiben.

Die folgenden zehn Tipps können Ihnen bei der Optimierung Ihrer Umsätze dienlich sein: 1. Bieten Sie ganz gezielt Gymnastikstunden für die Mitglieder an, die abnehmen wollen. Geben Sie diesem Konzept einen attraktiven Namen wie bspw. Mega Fatburner Challenge. Verdeutlichen Sie den Kalorienverbrauch pro Stunde in einer Übersicht, zum Beispiel „Mega Fatburner Challenge 490 Kalorien“. Ist Gewichtsreduzierung das Ziel einer Kundin/eines Kunden, so planen Sie diese Stunde in ihr/sein Trainingsprogramm ein. 2. Visualisieren Sie Ihre Klassen. YouTube ist der perfekte Weg, um Teaser-Videos von Ihren beliebtesten Fitnesskursen oder Trainersitzungen bereitzustellen. Verbreiten Sie die Videos per E-Mail, Facebook oder Online-Werbung. Denken Sie daran, diese so reduziert zu gestalten, dass die Leute mehr von Ihren Kursen sehen möchten. Sie sollten dadurch motiviert werden, eine oder zwei Klassen auszuprobieren. 3. 92 Prozent der Menschen vertrauen den Empfehlungen ihrer Freunde. Deshalb muss das Angebot vor jeder Group-Fitness-Stunde lauten: „Wer möchte nächste Stunde einen Freund/eine Freundin mitbringen? Bitte am Ende dieser Stunde eine VIP-Trainingskarte bei mir abholen.“ Nach meiner Erfahrung ergeben sich bei ca. 20 Kursen pro Woche jeweils 20 bis 30 neue Termine für Probetrainings. 4. Trainer-Visitenkarten haben eine große Wirkung. Lassen Sie für jede/n Group-Fitness-Trainerin und -Trainer individuelle Visitenkarten mit persönlichem Foto auf der Vorderseite drucken. Auf der Rückseite sollte eine Einladung für zwei Personen für eine Group-Fitness-Stunde zu Antonio e Silva lesen sein. Ich kenne eine Studentin, die Sales Director/Vertriebsleiter for me do als Trainerin gearbeitet hat und mit dieser 134

04/19

fitness MANAGEMENT international

Methode sehr viele Provisionen für die Abo-Vermittlung bekommen hat. 5. Nach dem Kursende verlassen Trainerinnen und Trainer meist den Kursraum und damit ihre Kunden. So bleibt wenig Zeit für die so wichtige Kommunikation mit den Kursteilnehmern. Die Einrichtung eines Thekentreffs könnte beinhalten, dass die Kurse lediglich 45 Minuten dauern und Trainerinnen und Trainer für die letzten 15 Minuten verpflichtet werden, mit den Kunden zur Fitnesstheke zu wechseln. Auf diese Weise werden in kurzer Zeit gleichzeitig sowohl Gesprächsmöglichkeiten geboten als auch Umsätze erzielt. 6. Reaktivieren Sie ehemalige Kursmitglieder. Ehemalige Kunden sind immer eine gute Geschäftsquelle. Um diese Personen erneut zu binden, benötigen Sie ein solides Angebot. Wie wäre es mit einem Rabatt von 30 Prozent auf die ersten drei Monatsbeiträge? 7. Laden Sie einen bekannten Kurs-Presenter für eine besondere Group-Fitness-Stunde am Sonntagvormittag ein. Die Teilnahme kann pro Person 20 Euro betragen. Wenn jemand einen Freund/eine Freundin als Interessenten mitbringt, ist für beide die Teilnahme kostenfrei. Durch eine derartige Marketingaktion habe ich selbst schon bis zu 23 neue Abos verkauft. 8. Machen Sie es anders, jedes Mal! Es ist wichtig, dass jede Group-Fitness-Stunde in Bezug auf Übungen, Musik und Tempo unterschiedlich abläuft. Die Trainerin/der Trainer muss am Ende jeder Stunde einen Ausblick auf die nächste Stunde geben. Zum Beispiel: „Nächste Woche präsentiere ich euch vier neue Bauchübungen, es wird sehr interessant!“ Das erhöht die Erwartungshaltung und die Vorfreude der Kunden. 9. „Kleine Geschenke erhalten die Freundschaft“. Verteilen Sie einmal pro Monat ein kleines Give-away an alle Teilnehmer am Ende der Stunde, zum Beispiel einen Massage-Seestern mit dem Logo des Studios. Kunden freuen sich über noch so kleine Werbeartikel! 10. Kooperieren Sie mit einem Friseur vor Ort und lassen Sie über diesen jedem Kunden, der sich dort die Haare schneiden lässt, einen VIP-Group-Trainingsgutschein schenken. Für den Friseursalon besteht der Profit in der Gewinnung von Neukunden, für das Studio in der Aufnahme weiterer Mitglieder.

Foto: Kzenon – stock.adobe.com

Group Fitness: 10 Tipps für mehr Umsatz


4/2019

Aug./Sep.

EUR 9,-

Nr. 144

sfr 14,-

C 31071

fitness MANAGEMENT international 4/2019 Nr. 144 Offizielles Organ DSSV e. V. und BfB e. V. Deutschland | Österreich | Schweiz

ERFAHREN SIE MEHR AUF SEITE 70

Fitness Krafttraining für Frauen: Hohe Intensitäten im Vorteil

Gesundheit Mit BGM erfolgreich: Top-Performer im Interview

Management Social Media: Marketing auf Instagram

Markt Die Historie der Branche: Die 80er stellten Weichen

www.fitnessmanagement.de

DSSV 35 Jahre DSSV: Meilensteine des Erfolges


Turn static files into dynamic content formats.

Create a flipbook
fitness MANAGEMENT international 04/19 (Vollversion) by fitness MANAGEMENT International - Issuu