3/2019
Juni/Juli
EUR 9,-
Nr. 143
sfr 14,-
C 31071
fitness MANAGEMENT international 3/2019 Nr. 143 Offizielles Organ DSSV e. V. und BfB e. V. Deutschland | Österreich | Schweiz
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Fitness Starke Unternehmerinnen
Gesundheit Zielgruppe Outdoorsportler
Management E-Mail-Marketing: das Potenzial des Klassikers
Markt FIBO – Top-Event 2019, neues Hallenkonzept 2020
www.fitnessmanagement.de
DSSV Risiko Scheinselbstständigkeit
Foto: Klaudia Lech
Birgit Schwarze Chefredakteurin
Erfolgreich anders, anders erfolgreich! Bei der diesjährigen IHRSA Convention in San Diego (S. 26 ff.) lag einer der Schwerpunkte des Vortragsprogrammes auf der Differenzierung: Was können Fitnessunternehmer tun, um sich erfolgreich und nachhaltig von ihren Wettbewerbern abzuheben? Insbesondere für inhabergeführte Studios, die sich von Discountern und hochpreisigen Boutique-Konzepten abgrenzen müssen, ist die richtige Positionierung ein entscheidender Erfolgsfaktor. In dieser Ausgabe stellen wir Ihnen drei starke Unternehmerinnen vor, die sich erfolgreich mit eigenen Konzepten im Markt positioniert haben (S. 14 ff.). fitness MANAGEMENT hat mit Sylvia Näscher (Feminin Aktiv), Daniela Hahn (Donna’s) und Edith Gribs (Halle 22) über ihre beeindruckenden Karrieren in der Fitness- und Gesundheitsbranche gesprochen. Outdoorsportler waren für Fitnessstudios lange Zeit vor allem in den Wintermonaten als Zielgruppe interessant. Doch seit 2012 finden sich Outdooraktivitäten auch unter den Top 15 der „Worldwide Survey of Fitness Trends“ des ACSM wieder und immer mehr Studios haben in den Sommermonaten Outdooreinheiten im Programm. Diese Ausgabe bietet Ihnen gleich drei Fachbeiträge über Outdoorangebote für Studios: „Functional Training als Outdoortraining“ (S. 108 ff.), „Walking als sanftes Ausdauertraining – es muss nicht immer ein Bootcamp sein“ (S. 112 ff.) und „Ergänzende Outdoorangebote in Fitnessstudios“ (S. 116 ff.). Um Mitglieder und Interessenten über diese Outdooraktivitäten zu informieren, könnten Studiobetreiber auch auf einen Klassiker der Kommunikation zurückgreifen: das E-Mail-Marketing. Seit dem Inkrafttreten der neuen DSGVO verzichten viele Unternehmer auf das Marketing per E-Mail. Unser Artikel (S. 56 ff.) erklärt, warum E-Mail-Marketing immer noch zu den wichtigsten digitalen Marketing-Disziplinen gehört und welches Potenzial sich hieraus für die Fitness- und Gesundheitsbranche ergibt. Studios und Beschäftigte profitieren, wenn Trainer oder Kursleiter in Studios als Selbstständige oder Freiberufler beschäftigt sind: Beide Seiten sind flexibel und bleiben unabhängig. Allerdings ist selbstständig nicht gleich selbstständig und es kann das Risiko der Scheinselbstständigkeit bestehen. Wie sich Studiobetreiber absichern können, lesen Sie ab S. 60 ff. Nach der FIBO ist vor der FIBO: Zum Abschluss der FIBO 2019 wurden erneut Rekordzahlen verkündet, während parallel schon die Vorbereitungen für die Leitmesse im kommenden Jahr begonnen haben. Aufgrund des Wachstums und des Wandels der Branche wird die FIBO im April 2020 mit einer neuen Hallenaufteilung eröffnen. FIBO-Chefin Silke Frank erläutert im Interview mit fM (ab S. 20 ff.) die Hintergründe dieser Maßnahmen. Viel Spaß beim Lesen!
INHALT 03/19
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Eckdaten 2019 – Fitness in Deutschlands Metropolen Neue Fördermitglieder Neue Mitglieder Der DSSV klärt auf: Risiko Scheinselbstständigkeit Kommentar: Die Regulierung der Branche liegt in Ihrer Hand Recht: Minijob, Midijob und kurzfristige Beschäftigung
FITNESS Von den Besten lernen – Starke Unternehmerinnen Schimmy 5.0: Neuer gym80-Inhaber feiert Jubiläum Erster eGym Kongress in Leipzig Fitness mal anders: Die Bundespolizei LES MILLS: Machen Sie HIIT zur Stütze Ihres Angebots MATRIX und der Deutsche Tischtennisbund (DTTB) Das Boutique-Studio-Konzept FT-CLUB Functional Training als Outdoortraining Walking als sanftes Ausdauertraining unter freiem Himmel
Sylvia Näscher
Daniela Hahn
Edith Gribs
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Von den Besten lernen – Starke Unternehmerinnen
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FIBO – Top-Event 2019, neues Hallenkonzept 2020
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Der DSSV klärt auf: Risiko Scheinselbstständigkeit
Foto: FIBO
14 34 96 98 102 104 106 108 112
Fotos: © peshkov - Fotolia.com | Anja Kückelmann | Donna´s Frauenfitness | privat
DSSV
GESUNDHEIT 74 86 116 126
EMS-Shop-in-Shop-Systeme als Zukunftschance Kristina Isabel Doll über MetaCheck fitness® im la vida SPORTS Ergänzende Outdoorangebote in Fitnessstudios Besonnung: 12. Europäischer Fachkongress in Leipzig
MANAGEMENT E-Mail-Marketing in der Fitnessbranche Erfolgsmodell duales Studium terra sports setzt auf neue Qualitätsstandards ACISO feiert erfolgreiche Premiere auf der FIBO Lowell: Alles neu macht die FIBO! Erfolgreicher Messeauftritt für die AIDOO SOFTWARE GymPool: Eine märchenhafte Idee wird Wirklichkeit DSB: Der Concierge als neues Berufsbild Studiokonzept MYGYM: 100 Prozent Flexibilität Kolumne Stefan Haase: Zukunftssicher finanzieren Kerstan Consult: Unabhängig die Zukunft positiv gestalten Kolumne Antonio e Silva: Fitnessberatung – Frauen vs. Männer
Foto: © tynyuk - Fotolia.com
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MARKT
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E-Mail-Marketing in der Fitnessbranche
Foto: © Kzenon - Fotolia.com
Aktuelles aus der Fitness- und Gesundheitsbranche FIBO – Top-Event 2019, neues Hallenkonzept 2020 5 Key Learnings von der IHRSA 2019 in San Diego DHfPG/BSA-Akademie: Mitarbeiter qualifizieren in Österreich Die Historie der Fitnessbranche (Teil 3) Branchenentwicklung: Das „Goldene Zeitalter“ der Fitness „Touch & Tec – NEXT LEVEL“: Der Aufstiegskongress 2019 DIN 33961: „Faktencheck Fitnessnorm“ DHfPG/BSA Aktuell: Studium – Weiterbildung – Qualität Kennzahl des Monats: Fitness steht hoch im Kurs Personenporträt: Markus Treger Veranstaltungen 2019 – Timeline Buchtipp: Marketing und Sales im Fitness-Sektor
Foto: © Tierney - Fotolia.com
08 20 26 30 40 50 67 70 120 122 124 128 132
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Outdoorangebote in Fitnessstudios
AKTUELLES | ANZEIGE Foto: THE MIRAI
Quelle: www.n-tv.de
Chefredakteurin Birgit Schwarze bei n-tv
Pierre Geisensetter übernimmt Geschäftsführung von „THE MIRAI“
Ob Urban Sports Club, freeletics, Urban Heroes, Original Bootcamp oder Upfit – Start-ups mischen die Fitnessbranche gründlich auf. Auf die Frage, welche Auswirkungen die Digitalisierung auf die etablierten Player der Branche hat, stand Birgit Schwarze, Präsidentin des Arbeitgeberverbandes deutscher Fitness- und GesundheitsAnlagen DSSV e. V. und fMi-Chefredakteurin, dem Sender n-tv Rede und Antwort.
„THE MIRAI“ in Oberhausen bekommt einen neuen Geschäftsführer. Nach über fünf Jahren als Unternehmenssprecher innerhalb der RSG Group übernimmt Pierre Geisensetter ab dem 1. Juli 2019 die Geschäftsführung. Der bisherige Geschäftsführer Ralph Scholz schließt damit zwei Jahre erfolgreiche Aufbauarbeit ab, bleibt dem Fitness- und Gesundheitszentrum aber weiterhin beratend eng verbunden.
bit.ly/fmi_bei_ntv
www.themirai.com
Foto: DHfPG/BSA
Foto: Johnson Health Tech. GmbH
Digitale Fitnesslösungen ermöglichen den nächsten Schritt ins Studio der Zukunft
Mit der BSA-Akademie zur Fachkraft Sun, Beauty & Care
Die digitalen Fitnesslösungen „Connected Solutions“ von MATRIX werden in vier Kategorien mit dem Innovationspreis für Technologie, Sport und Lifestyle „Plus X Award“ ausgezeichnet. Mit den smarten Tools zur vollständigen digitalen Vernetzung erhalten die Mitglieder ein herausragendes Trainingserlebnis durch moderne Anmeldeverfahren an Cardio- und Kraftgeräten, die Anbindung an Drittanbieter-Apps, ergänzende Trainingskonzepte und exklusive Entertainment-Funktionen.
Um im Verkauf nachhaltig erfolgreich zu sein, spielt die Mitarbeiterqualifikation eine entscheidende Rolle. Die BSA-Akademie hat einen Lehrgang speziell für Unternehmen im Bereich Sun, Beauty & Care entwickelt. Teilnehmer des Lehrgangs „Fachkraft Sun, Beauty & Care“ erlernen professionelles Serviceverhalten und unternehmerisches Denken. Kundengerechte Kommunikation und eine vertriebsorientierte Beratung zu Dienstleistungsangeboten sind ihnen ebenso vertraut.
www.matrixfitness.de
www.bsa-akademie.de/beauty-and-care
Quelle: WDR
Sicheres EMS-Training durch DIN-zertifizierte Studios und qualifizierte Trainer Die WDR-Dokumentation „Krankenhaus nach EMS-Training“ zeigt eindrücklich, warum gerade beim EMS-Training klare Qualitäts- und Sicherheitsstandards absolut notwendig sind, damit ein effektives und vor allem sicheres EMS-Training gewährleistet werden kann. Anhand eines Einzelfalls mit einem gefährlich erhöhten KreatinkinaseWert nach einer EMS-Einheit wird aufzeigt, warum die Normenreihe DIN 33961 jüngst um den Bereich EMS-Training erweitert wurde. www1.wdr.de/mediathek
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AKTUELLES | ANZEIGE Foto: © Predrag Mladenovic - Fotolia.com
Foto: eGym GmbH
Neuer Chief Revenue Officer bei eGym
Reisen Sie mit dem DSSV nach Belgrad
Christoph Bischoff ist neuer Chief Revenue Officer der eGym GmbH und damit für den internationalen Umsatz des Münchner Sports-Tech-Unternehmens verantwortlich. Zu den Kernaufgaben des 52-Jährigen gehört die Übersetzung der aktuellen und künftigen Kundenbedürfnisse in die Planung der weiteren ProduktRoadmap.
Belgrad ist der Newcomer unter den angesagten Kurztrip-Zielen in Europa und in diesem Jahr Zielort der DSSV-Event-Reise. Sie erleben die Höhepunkte serbischer Gastfreundlichkeit beim Get-together im Hotel, zwei zauberhafte Abende in angesagten Restaurants mit Livemusik, spannende Vorträge, Besichtigungen und den Höhepunkt: die BELFIS. Anmeldungen sind noch bis 30. Juni 2019 möglich. Alle weiteren Informationen und Anmeldung: direkt auf der Webseite des DSSV.
www.egym.de
www.dssv.de
Foto: RSG Group GmbH
Foto: DHfPG/BSA
Dual Studierende finden – Unterstützung für Ausbildungsbetriebe
McFIT-Nachwuchs: gemeinsame Ausbildung mit der DHfPG
Um die Ausbildungsbetriebe bei ihrer Suche zu unterstützen, hat die Deutsche Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement Vorlagen entwickelt, die für Studiobetreiber zum Download zur Verfügung stehen. Die erstellten Materialien umfassen unter anderem Tipps für die Suche nach geeigneten Studierenden, vorgefertigte Druckvorlagen (z. B. Flyer, Poster und Postkarten) sowie Text- und Bildvorlagen für den Onlinebereich.
Seit fünf Jahren bildet McFIT in Zusammenarbeit mit der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement (DHfPG) den eigenen Nachwuchs aus. Einer davon ist der 23-jährige Eddie – vor drei Jahren begann er ein Dualstudium in Fitnessökonomie. Inzwischen übernimmt er als Trainee zur Führungskraft bereits leitende Aufgaben. Und im Angebot von McFIT und der DHfPG gibt es nun einen weiteren Studiengang mit eher sportlichem und weniger betriebswirtschaftlichem Fokus: Fitnesstraining.
www.dhfpg.de/studierende-finden
www.mcfit.de
AG für Ihre Saftdrink-Zapfanlage
FIBO-NEUHEIT! 100 % natürliche Fruchtsaftkonzentrate für Zapfanlagen von SaachPur AG. Durch den anhaltenden Gesundheitstrend bevorzugen immer mehr Mitglieder natürliche Drinks ohne künstliche Zusätze wie Süßstoffe, Farbstoffe, Aromen und Konservierungsstoffe. Flatrates und Getränkeabos werden durch natürliche Getränke deutlich attraktiver. SaachPur AG bietet 4 Fruchtsorten: Zitrone, Ingwer, Schwarze Johannisbeere und Apfel. Alle Konzentrate sind ohne Zuckerzusatz, alle Rohstoffe aus kontrolliertem Anbau, in der EU schonend produziert und für alle gängigen Zapfanlagen geeignet. Zapfanlagen: Sodaboy GmbH. Stuttgart www.saachpur.ch
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AKTUELLES | ANZEIGE Foto: Five-Konzept GmbH & Co. KG
Mountains & Hills übernimmt Gesundheitsinnovator Five-Konzept
TÜV SÜD ist neuer Kooperationspartner: Zweifach geprüfte Qualität
Der internationale Investment Manager und Advisor mit Fokus auf Private Markets und ausgewählte Public Holdings, Mountains & Hills, übernimmt das Schwarzwälder Unternehmen Five-Konzept GmbH & Co. KG. Es ist die erste Komplettübernahme des Schweizer Investors. Wolf Harwath und sein Partner Christoph Limberger bleiben als Vorstandsmitglieder der Mountains Health AG für die Marke five verantwortlich.
TÜV SÜD und die BSA-Zert haben eine Kooperationsvereinbarung zur Studiozertifizierung „ZertFit“ abgeschlossen. Zukünftig haben alle durch die BSA-Zert nach DIN-Norm 33961 zertifizierten Fitnessund Gesundheitseinrichtungen die Möglichkeit, neben dem ZertFit-Zertifikat auch ein zusätzliches TÜV SÜD-Zertifikat zu erhalten, um ihre Qualität gleich doppelt für Endverbraucher, Firmenkunden oder Kooperationspartner nach außen aufzuzeigen.
www.five-konzept.de
www.bsa-zert.de/tuv
Foto: Life Fitness
KPS Capital Partners übernehmen Life Fitness für 437 Millionen Euro
Schwarzenegger vs. James – Influencer Marketing par excellence
Die Brunswick Corporation verkauft ihr gesamtes Fitnessgeschäft an die Private-Equity-Firma KPS Capital Partners, eine auf Produktions- und Industrieunternehmen aus diversen Branchen konzentrierte Investmentgesellschaft. Zu den vom Deal betroffenen Marken gehören unter anderem Life Fitness und Hammer Strength. Der Kaufpreis beträgt 437 Millionen Euro. Vorbehaltlich der behördlichen Zustimmung wird der Verkauf noch im zweiten Quartal 2019 abgeschlossen.
Gemeinsam mit Basketball-Superstar LeBron James, Model-Legende Cindy Crawford und Ski-Olympiasiegerin Lindsey Vonn hat Arnold Schwarzenegger 2018 das Health & Wellness-Unternehmen Ladder gegründet, um Menschen durch Support, Leitlinien, eine FitnessCommunity und eigene Nahrungsergänzungsprodukte zu einem bewussteren und gesünderen Leben zu bewegen. Mit einem brandneuen Marketingvideo ihres Unternehmens präsentieren sie nun ein Training für die Lachmuskeln.
www.lifefitness.com
bit.ly/arni_lebron_playlist
Foto: milon industries GmbH
milons Weg: vernetztes Gesundheitsmanagement für alle milon zeichnet ein hohes Innovationstempo aus: State-of-the-ArtTrainingsgeräte, Zirkel-Module und zukunftsweisende Angebote für gesundheits- und medizinisch-orientiertes Training waren Teil des FIBO-Auftritts. Das Unternehmen will seine führende Position im Bereich individuelles, vollvernetztes Gesundheitsmanagement ausbauen und präsentierte eine Vertriebspartnerschaft mit proxomed und den BOOST Award zur Förderung innovativer Gründer der Fitness- und Gesundheitsbranche. www.milon.com
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Foto: © oatawa - Fotolia.com
Foto: Anytime Fitness
Anytime Fitness will mit neuem Power-Duo den deutschen Markt erobern
Liegestütze für die Herzgesundheit – Harvard-Studie nimmt Push-ups in den Fokus
Bereits 11 Jahre in Folge ist Anytime Fitness das am schnellsten wachsende Fitness-Franchiseunternehmen der Welt. Nach Irland, Spanien, Polen, Großbritannien und den Niederlanden will Anytime Fitness nun auch den deutschen Fitnessmarkt für sich gewinnen. Das Franchiseteam möchte noch in 2019 das erste Studio hierzulande lancieren und ist aktuell bereits für 2020 auf der Suche nach weiteren geeigneten Standorten und Partnern. Noch steht nicht fest, wo das erste Studio eröffnet wird.
Wissenschaftler aus Harvard kamen in einer Langzeitstudie zu spannenden Erkenntnissen. Die Forscher fanden in ihrer Untersuchung heraus, dass Männer im mittleren Alter ein geringeres Risiko für Herzkrankheiten bzw. einen akuten Herzinfarkt haben, wenn sie eine bestimmte Anzahl von Liegestützen am Stück schaffen. Die Studienergebnisse sind angesichts der Auswahlverzerrung der Probanden jedoch keineswegs allgemeingültig und sollten deshalb differenziert betrachtet werden.
www.anytimefitness.com
bit.ly/liegestuetze_herzgesundheit
ERFOLGSKONZEPTE
VON DEN BESTEN LERNEN
Frauen können heute alles sein. Das war aber nicht immer so. Die Emanzipation hat ihnen viele Türen geöffnet. Zahlreiche Unternehmen, Institutionen oder Länder gedeihen inzwischen unter weiblicher Führung. Deutschland hat seit 2005 eine Bundeskanzlerin, der Internationale Währungsfonds (IWF) wird von einer Frau geführt und bei Facebook ist der COO eine Frau. Wir gehen der Frage auf den Grund, was erfolgreiche und starke Frauen ausmacht. Ist es die Qualität der Ausbildung, das „Einser-Studium“ oder der Doktor mit summa cum laude? Ist es die jahrelange Erfahrung in einem Unternehmen? Oder die ausgeprägte Fähigkeit, zuzuhören und Mitarbeiter zu motivieren? Vielleicht müssen Frauen auch genauso wagemutig, willensstark und zudem bereit sein, nach den männlichen Regeln zu spielen, um richtig erfolgreich zu werden? Wahrscheinlich von allem ein bisschen: Eine starke Frau ist sicher, weiß was sie will und geht ihren eigenen Weg. fitness MANAGEMENT hat mit drei Vollblutunternehmerinnen über ihre beeindruckenden Karrieren in der Fitness- und Gesundheitsbranche gesprochen: Sylvia Näscher (Feminin Aktiv), Daniela Hahn (Donna’s) und Edith Gribs (Halle 22) verraten, wie sie so erfolgreich geworden und geblieben sind – und welche Tipps sie jungen Frauen geben, die heute in der Fitnessbranche starten. Foto: © peshkov - Fotolia.com
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Foto: Anja Kückelmann
Sylvia Näscher, Feminin Aktiv
Sylvia Näscher ist in Osnabrück aufgewachsen. Nach dem Abitur begann sie zeitgleich zu ihrer Ausbildung als Tischlerin mit dem Krafttraining in einem damals typischen Club. Nach ihrer Gesellenprüfung reifte Anfang 1987 die Entscheidung, die Selbstständigkeit anzugehen und Fitness etwas anders, speziell für die Bedürfnisse von Frauen anzubieten. Im September 1987 eröffnete Sylvia Näscher in Osnabrück das Feminin Aktiv auf 250 Quadratmetern Gesamtfläche. Nach mehreren Erweiterungen erfolgte 1999 der Umzug an die heutige Adresse (ca. 850 m2). Im Verlauf der Jahre eröffnete, betrieb und verkaufte Sylvia Näscher erfolgreich vier weitere Clubs und war auch als Unternehmensberaterin für Frauenfitnessclubs tätig. Seit 2010 ist sie „hinter den Kulissen“ aktiv: Mitarbeiterentwicklung, Führungskräftecoaching, Betriebsoptimierung, Investitionsplanung, Werbung und Konzepterstellung.
fM: Was waren rückblickend die entscheidenden Faktoren für deinen Erfolg? Sylvia Näscher: Dass ich stets meiner Intuition folgen und meine Ideen umsetzen durfte! Daraus schöpfe ich Kraft und Motivation für meine Selbstständigkeit. Auch heute noch. 1987 gab es kaum Fitnessstudios für Frauen – und wenig, woran ich mich bei meinen Entscheidungen orientieren konnte. Keine Zahlen, keine Vorlagen für Werbung oder spezielle Trainingskonzepte. Es gab nur Krafttraining in drei Sätzen! Aber es gab eben auch nichts, was mich eingeschränkt hätte. Alles war möglich! So kann ich sagen, dass echtes Learning by Doing meinen Weg gekennzeichnet hat. Natürlich habe ich einiges an Lehrgeld bezahlt. Doch mir war immer wichtig, nicht nur Qualität zu bieten und Kompetenz zu beweisen, sondern zugleich eine wertschätzende und motivierende Atmosphäre zu schaffen – für alle Beteiligten! Das hat für mich auch heute noch Priorität. Dabei hat die richtige Mitarbeiterauswahl eine große Bedeutung! Auch da folge ich meiner Intuition. Mein Motto: Lernen kann man alles, aber das Herz muss ehrlich für die Dienstleistung schlagen, nur dann kann man dem Kunden gegenüber authentisch sein. Ich glaube, dass diese gelebte Philosophie das Feminin Aktiv ausmacht. fM: Gibt es eine Entscheidung in deinem beruflichen Werdegang, die du aus heutiger Sicht anders treffen würdest und kannst du das Szenario kurz beschreiben? Sylvia Näscher: Ja, die gab es. Und dieses Szenario beschreibt eher einen Prozess als eine bewusste Entscheidung: Viele Jahre war die Selbstständigkeit sehr anstrengend für mich. Es ging gefühlt immer ums Ganze. Allerdings habe ich mir auch viel Stress selbst angetan: Ich wusste natürlich am besten, wie es geht. Folglich wollte ich keine Aufgaben abgeben. Im Gegenteil, ich stellte mich immer mehr Herausforderungen! Heute denke ich: Natürlich braucht es Kompetenz, Strukturen und auch Grenzen, damit jeder im Team seine Aufgaben erfolgreich
erfüllen kann, aber es braucht auch Vertrauen und Spielraum! Viele Menschen wachsen erst über sich hinaus, wenn sie etwas auf eigene Art tun, Einfluss nehmen und Verantwortung tragen können. fM: Welches sind für dich die wesentlichen Änderungen, mit denen Frauen in der Branche heute umgehen müssen, im Vergleich zu deinen Anfängen? Sylvia Näscher: Gefühlt ist die Zeit heute noch schnelllebiger. Die Menschen wollen weniger Bindung, alles ausprobieren und auf keinen Fall etwas verpassen. Dagegen wirken feste 24-Monats-Mitgliedschaften eher einengend und unattraktiv. Es gilt also, Konzepte zu entwickeln, die den Kunden dauerhaft ins Studio holen und die auch wirtschaftlich sind. Diese aktuelle Aufgabenstellung betrifft Mann und Frau gleichermaßen. Vermutlich kommt der am besten zurecht, der nicht mit unbequemen, aber faktischen Entwicklungen hadert und bereit ist, aus seiner Komfortzone herauszutreten! Dann hätten die Menschen, die jetzt in der Szene starten, sicher einen Vorteil. Auch meine frisch diplomierten Mitarbeiterinnen bringen ganz schön viel in Bewegung und „schneiden alte Zöpfe ab“. Ich glaube, am Ende geht es darum, die Balance zwischen Bewährtem auf der einen und Entertainment auf der anderen Seite zu halten. Das ist die beste Basis für das, was kommt. fM: Welche wichtigen Tipps möchtest du Frauen mit auf den Weg geben, die eine Karriere in der Fitness- und Gesundheitsbranche starten? Sylvia Näscher: Wer damit zurechtkommt, dass es kein „Fertig“ gibt und Weiterlernen immer dazugehört, ist gut für unsere Branche gewappnet. Doch Erfolg braucht eine klare Linie. Was ist mir wichtig, was bewegt mich von Herzen und wie kann ich das in meinen Alltag einbringen? Das sollte jede – für sich persönlich und in Bezug auf ihren zukünftigen Arbeitsplatz – sicher beantworten. Es muss schließlich passen, damit die eigene Motivation auch dauerhaft erhalten bleibt. Dann kommt der Erfolg von ganz alleine.
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ERFOLGSKONZEPTE Foto: Donna´s Frauenfitness
Daniela Hahn, Donna’s Frauenfitness
Daniela Hahn wurde in Riesa geboren und lebt heute glücklich verheiratet als Mutter einer Tochter in Bonn. Nach dem Studium der Sportwissenschaft an der DHfK Leipzig absolvierte sie 1995 ein Auslandsjahr als Mitarbeiterin und Ausbilderin Sport-Wellness bei der Robinson Club GmbH. 1998 begann sie ihre Selbständigkeit mit Geschäftspartner Günter Noll und der gemeinsamen Eröffnung des ersten Donna’s Frauenfitness. Donna’s umfasst heute sechs Anlagen zwischen 700 und 1.600 Quadratmetern in Bonn und dem Rhein-SiegKreis, 12.000 Mitglieder und ca. 80 Mitarbeiter.
fM: Was waren rückblickend die entscheidenden Faktoren für deinen Erfolg? Daniela Hahn: Zunächst war es die reine Sportbegeisterung und der Wunsch, anderen Menschen Gutes zu vermitteln. In den Anfängen war ich sehr idealistisch und „pädagogisch“, was sich aber sehr schnell in Ernüchterung wandelte, als ich feststellte, dass die Kunden nicht die gleichen Ziele verfolgten wie ich. Konsequenz war nunmehr primär die Fokussierung auf meine eigenen wirtschaftlichen Interessen. Als wichtigste Faktoren für meinen wirtschaftlichen Erfolg sehe ich Ehrgeiz, Fleiß, Disziplin, Freude an der täglichen Arbeit – auch für das operative Geschäft – klare Strukturen, klare Organisation und das fast Wichtigste: Kostenbewusstsein, privat wie auch geschäftlich, gepaart mit einer gewissen Bodenhaftung – auch, wenn es mal „sehr gut läuft“. fM: Gibt es eine Entscheidung in deinem beruflichen Werdegang, die du aus heutiger Sicht anders treffen würdest und kannst du das Szenario kurz beschreiben? Daniela Hahn: Im Nachhinein hätte ich mich bei der ersten Anlage schon mit dem Gedanken einer Expansion beschäftigen müssen. Dies stand damals aber absolut nicht zur Diskussion, da uns für solch einen Weg schlichtweg das Kapital fehlte, denn bis heute finanzieren mein Partner Günter Noll und ich alle Investitionen aus eigenen privaten Rücklagen, ohne Investoren oder Banken. Aus heutiger Sicht ist einer der Erfolgsfaktoren des Unternehmens die Unabhängigkeit von Finanzdienstleistern. Wir begannen erst nach Gründung der vierten Anlage alles unter einem Dach – als kleine regionale Marke – zu integrieren. Mit heutigem Wissen war dies eine unendliche Verschwendung von Zeit und Ressourcen hinsichtlich Investitionen, Personal, Kostenmanagement, Marketing, Marktauftritt etc. Das würde ich heute definitiv anders machen.
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fM: Welches sind für dich die wesentlichen Änderungen, mit denen Frauen in der Branche heute umgehen müssen, im Vergleich zu deinen Anfängen? Daniela Hahn: 1998 gab es definitiv weniger Wettbewerb und das Fitnessbewusstsein der Frau war ein anderes. Wohnzimmeratmosphäre inklusive Kaffeeklatsch und „homöopathisches Bewegen“ war angesagt. Und das alles klappte für viele Kolleginnen im sogenannten „Nebenerwerbs-Modus“ nach dem Motto: „Ein Mann kauft seiner Frau ein Fitnessstudio zwecks Beschäftigungstherapie“. Das funktioniert heute im Zeitalter der Digitalisierung und des Verdrängungswettbewerbs, im Kampf um Marktvorherrschaft und bei gesteigerten Kundenansprüchen nicht mehr. Selbst als Nischenanbieter muss man sich heute der Dynamik der Märkte, dem Preiskampf und der Produktüberreizung mit geeigneten Maßnahmen widersetzen. fM: Welche wichtigen Tipps möchtest du Frauen mit auf den Weg geben, die eine Karriere in der Fitness- und Gesundheitsbranche starten? Daniela Hahn: Das ist nicht ganz einfach und man muss auch einige Abstriche machen. Es ist eine Herausforderung, als selbstständige Unternehmerin in unserem Dienstleistungssektor, in welchem du sieben Tage pro Woche praktisch 24 Stunden erreichbar sein musst, Privat- und Berufsleben miteinander zu vereinen. Du brauchst ein absolut intaktes familiäres Umfeld, einen Partner, der dich in den Bereichen unterstützt, die dir selbst vielleicht nicht so gut liegen und gute Mitarbeiter, die deine Einstellung teilen. Und noch etwas, was ich im Laufe der Jahre immer wieder neu durchlebt und erfahren habe: Dinge vorzuleben, unangenehme Jobs selbst auszuführen und von meinen Mitstreitern nie etwas zu verlangen, was ich nicht selbst bereit wäre zu tun bzw. es nicht schon viele Male vorgemacht hätte.
Fotos: privat
Edith Gribs, Halle 22
Edith Gribs studierte an der Deutschen Sporthochschule Köln und eröffnete nach einer kurzen Lehrtätigkeit 1982 ihr erstes Fitnessstudio auf 300 Quadratmetern. Im Mai 2000 folgte in der denkmalgeschützten Halle eines ehemaligen Stahlwerks auf 1.350 Quadratmetern die Eröffnung des Studios mit dem neuen Namen „Halle 22 Sport und Fitness“. Die heutige „Halle 22 Fitness & Gesundheit e. K.“ verfügt inzwischen über 4.450 Quadratmeter Fläche inklusive einer Praxis für Physiotherapie und bringt den alten Charme des Gebäudes mit den modernen Erweiterungen in Einklang. Die Positionierung der Halle 22 zielt auf Gesundheit und Wohlbefinden. Seit 2010 betreibt Edith Gribs auch erfolgreich einen zweiten Fitnessclub in Willich.
fM: Was waren rückblickend die entscheidenden Faktoren für deinen Erfolg? Edith Gribs: Angefangen hat natürlich alles mit der Leidenschaft für den Sport. Dazu kamen dann Ehrgeiz und Disziplin sowie unbedingt auch Herzlichkeit und Menschlichkeit. Erfolgsfaktoren für den unternehmerischen Erfolg sind langfristig die Leistung von „Mensch zu Mensch“ und das damit verbundene Qualitätsversprechen. Unser Anspruch ist, dass sich Mitglieder und Gäste jeden Alters uneingeschränkt bei uns wohlfühlen können und Angebote zur Steigerung der Gesundheit und Vitalität auf höchstem Qualitätsniveau erhalten. Dafür sind strategische Managementprozesse mit klaren und nachhaltigen Unternehmensstrukturen eine unabdingbare Voraussetzung. Ausreichend Zeit zur Mitarbeiterführung und Mitarbeiterentwicklung zur Verfügung zu haben, ist ein weiterer wichtiger Aspekt, damit unser Unternehmen auch zukünftig diesen hohen Ansprüchen gewachsen ist.
fM: Welche wichtigen Tipps möchtest du Frauen mit auf den Weg geben, die eine Karriere in der Fitness- und Gesundheitsbranche starten? Edith Gribs: Fragt euch: Was kann ich? Was will ich? Was bin ich bereit, dafür einzusetzen? Das betrifft die Faktoren Zeit, Geld und persönliches Engagement. Seid überzeugt von dem, was ihr tut und tut es nachhaltig, also wieder und wieder und beweist dabei höchste Fachkompetenz. Prüft, ob euer Business Nutzen für eure Klienten und Mitglieder hat, ansonsten schafft diesen Nutzen. Findet gute Mitarbeiter und lasst euch von ehrlichen und neutralen Beratern unterstützen. Vernetzt euch sinnvoll. Und nicht zuletzt: Verschenkt Leistung nicht, verlangt eine adäquate Honorierung. Mein Antrieb bleibt auch nach fast 40 Jahren in der Fitnessbranche unverändert meine Begeisterungsfähigkeit, mein positiver Blick in die Zukunft und die Sinnhaftigkeit meines Handelns. Ich tue das Richtige – mit den richtigen Menschen – am richtigen Ort!
fM: Gibt es eine Entscheidung in deinem beruflichen Werdegang, die du aus heutiger Sicht anders treffen würdest und kannst du das Szenario kurz beschreiben? Edith Gribs: Nein, da gibt es nichts. fM: Welches sind für dich die wesentlichen Änderungen, mit denen Frauen in der Branche heute umgehen müssen, im Vergleich zu deinen Anfängen? Edith Gribs: Die Branche hat heute so an Qualität gewonnen und ist auf einem so hohen Level, da muss man einfach von Anfang an richtig gut sein, auch über die rein fachliche Kompetenz hinaus. Heute ist es noch wichtiger, sich sinnvoll zu vernetzen. Ein starkes Karrierenetzwerk unterstützt den Informationsaustausch und beschleunigt Hilfe in Krisensituationen.
Edith Gribs 1985: 3. Platz bei der Qualifikation für die Landesmeisterschaft NRW, BDB (Bund deutscher Bodybuilder)
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VERANSTALTUNGEN
Rückblick auf die FIBO 2019 – Neuordnung der FIBO 2020
NACH DER FIBO IST VOR DER FIBO Am 7. April ging mit der FIBO 2019 in Köln ein absolutes Top-Event zu Ende. Das nachhaltige Wachstum der Fitness- und Gesundheitsbranche machte sich auch auf der Leitmesse deutlich bemerkbar, die erneut Bestmarken bei Besucher- und Austellerzahlen verzeichnen konnte. Dieses Wachstum bringt aber auch Veränderungen mit sich, die eine neue Struktur der FIBO erforderlich machen. FIBO-Veranstalter Reed Exhibitions Deutschland reagiert mit einem neuen Hallenkonzept, das auf der FIBO 2020 erstmals umgesetzt werden soll.
Z
ur FIBO 2019 waren vom 4. bis 7. April 145.000 Besucher nach Köln gekommen, 2.000 mehr als im Vorjahr und der Anteil der Fachbesucher lag bei fast 58 Prozent. Mit 84.000 Fachbesuchern aus 133 Nationen festigte die FIBO ihre Spitzenposition als größter und wichtigster Handelsplatz der Branche, auf dem Trends vorgestellt und Investments in einer Größenordnung von inzwischen über zwei Milliarden Euro getätigt werden. Die Internationalität spürten auch die 1.105 Aussteller, die aus 49 Nationen an den Rhein gekommen waren und die verfügbare Ausstellungsfläche von 160.000 Quadratmetern restlos belegten. Mehr als die Hälfte der Unternehmen – genau 57 Prozent – kamen aus dem Ausland und unterstrichen die Rolle der FIBO als internationale Leitmesse.
EHFF, das „Davos“ der Fitnessbranche Die CEOs der weltmarktführenden Hersteller von Trainingsgeräten und international agierende Studiobetreiber reisten – inzwischen traditionell – einen Tag vor dem Start der FIBO an und trafen sich zum European Health & Fitness Forum (EHFF), das sich in seiner sechsten Auflage zu einem Gipfeltreffen der Branche entwickelt hat. Das Executive Event, veranstaltet vom europäischen Verband EuropeActive, war mit 500 Teilnehmern restlos ausverkauft.
Die FIBO Innovation & Trend Awards
Hinweis: Die Besucher-, Aussteller- und Flächenzahlen der FIBO werden nach den einheitlichen Definitionen der FKM – Gesellschaft zur Freiwilligen Kontrolle von Messe- und Ausstellungszahlen ermittelt und zertifiziert.
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Im Rahmen des European Health & Fitness Forums wurden auch die Sieger des diesjährigen FIBO Innovation & Trend Awards gekürt. • Die Faceforce GmbH gewann mit „ELIAS“ in der Kategorie „Digital Fitness“. • In der Kategorie „Lifestyle“ überzeugte Charles Simmons mit dem VOXXBODY Vocal Fitness System. • Die Gedanken auf Trab bringen mit „Reflex-on®“ – die Neuron Academy International ging als Sieger in der Kategorie „Performance“ hervor. • „ExerCube“ bringt spielerisch ins Schwitzen – Die Sphery AG siegte in der Kategorie „Start-up“. • Leben in Balance – „BALLance Bälle“ der BALLANCE Concepts GmbH räumten in der Kategorie „Gesundheit“ ab.
Branchenentwicklungen erfordern neues Hallenkonzept Die internationale Fitnessbranche wächst und vollzieht dabei gleichzeitig einen Wandel: Die Digitalisierung beeinflusst die Fitnessbranche, der 2. Gesundheitsmarkt und die Fitnessbranche nähern sich immer weiter an, die Bedeutung gut ausgebildeten Personals nimmt stetig zu, das Kaufverhalten der Endkonsumenten ändert sich und internationale Trends verbreiten sich mit rasanter Geschwindigkeit. Diese Veränderungen in der Fitnessbranche sind überall zu spüren: Die Aussteller der FIBO wissen, dass neue Zielgruppen und Absatzmärkte stärker in den Fokus rücken, die individuelle Kundenansprache wichtiger wird, die Präsentation der Marke und die Bindung der Community immer mehr im Vordergrund steht. Gleichzeitig soll natürlich das Business ausgebaut und direkter Umsatz generiert werden. Und auch die Besucher möchten persönliche Erfolge verbuchen: ein Autogramm des Idols für den Privatbesucher, der Abschluss eines Kaufs für den Studiobesitzer oder die erfolgreich absolvierte Weiterbildung für den Trainer.
FIBO 2020: Neue Trends. Neue Ziele. Neue Struktur. Um diese unterschiedlichen Bedürfnisse und Anforderungen bestmöglich zu kombinieren, bekommt die FIBO eine neue, zukunftsorientierte Struktur, die 2020 erstmalig umgesetzt wird. Neue Segmente entstehen, Bereiche ziehen in neue Hallen, Synergien sollen aus neuen Kombinationen wachsen und die Messe soll an Übersichtlichkeit gewinnen.
INTERVIEW MIT FIBO-CHEFIN SILKE FRANK Die Beweggründe für das FIBO-Team, die Messehallen in Köln für die FIBO neu zu ordnen, erläutert Silke Frank, Event Director FIBO, in einem Interview mit fitness MANAGEMENT. fM: Welche Umstände haben die Maßnahme der neuen Hallenaufplanung notwendig gemacht? Silke Frank: Eine Leitmesse wie die FIBO kann und sollte nicht stillstehen. Sie sollte sich nicht nur mit den Marktentwicklungen verändern, sondern sie vielmehr auch aktiv fördern. Dieser Gedanke liegt der neuen Hallenstruktur zugrunde. Dafür gibt es mehrere Beispiele – zum einen das Thema Gesundheit, welches für die Branche eine immer größere Rolle spielt. Gesundheit hört eben nicht beim Physiotherapeuten auf, sondern ergreift die Bereiche Fitness und Wellness. Das haben vor Kurzem erst die Eckdaten des DSSV gezeigt, wonach sich schon rund 44 Prozent der Anlagen im Bereich Gesundheit positionieren. Wir sind sicher, dass wir mit einer zentralen „Gesundheitshalle“, in der auch der etablierte „Meetingpoint Physio“ platziert ist, eine perfekte Anlaufstelle für Besucher bieten werden, die sich in diesem Bereich nach Trends und Innovationen umschauen möchten. Das ist unsere Perspektive für die Halle 8.
SILKE FRANK Silke Frank ist seit Anfang 2017 Event Director der FIBO. Die gebürtige Düsseldorferin ist seit über 18 Jahren für Reed Exhibitions im internationalen Messegeschäft tätig und hat das Metier in allen Funktionen von Grund auf erlernt. Zuletzt leitete sie als Event Director die PSI, Europas größte Messe der Werbeartikelwirtschaft, die jährlich in Düsseldorf stattfindet.
Fotos: FIBO
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Ein zweiter Aspekt, den ich an dieser Stelle nennen möchte, ist der Bereich EMS. Für die Jahre der Markteinführung und des „Großwerdens“ war eine eigene EMS-Area in der Halle 5.2 genau das Richtige. So erlangte das Thema viel Aufmerksamkeit. Heute ist EMS stark im Bereich Mikrostudios vertreten, hält aber auch zunehmend Einzug in Fitnessstudios – z. B. als Zusatzangebot im Personal Training. Es ist daher an der Zeit, das Thema EMS zu dezentralisieren, da sich die Zielgruppen der EMS-Aussteller zunehmend den Zielgruppen der Gerätehersteller annähern. Mit der Neugestaltung der Halle 9 können wir außerdem eine weitere, „ruhige“ Businesshalle bieten.
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neben den bereits beschriebenen Bereichen Gesundheitstraining und EMS, beim Functional Training, bei Group Fitness, Nutrition und im Bereich Handel geplant.
fM: Welche Ziele verfolgt die FIBO mit der neuen Hallenstruktur? Silke Frank: Wir möchten unseren Ausstellern optimale Bedingungen bieten, die passenden – und auch neue – Zielgruppen auf der FIBO zu erreichen. Wir möchten Synergien schaffen. Und wir möchten dem Besucher mehr Übersichtlichkeit bieten. Das erreichen wir, indem wir ausgewählte Themenbereiche bündeln.
So wird in der Halle 4.1 der globale Handel und die Beschaffung im Vordergrund stehen. Diese neue Area ist für Besucher konzipiert, die Handelspartner für den europäischen Markt suchen. Die Halle 4.2, die bisher verschiedene Themen kombinierte, konzentriert sich im kommenden Jahr ganz auf Fashion & Beauty. Hier sind neben den Privatbesuchern die Händler eine wichtige Zielgruppe. Der Nutrition-Bereich „wandert“ dafür in die Halle 10.2., wo ein Healthy Nutrition- und B2B-Bereich in Sachen Sportlernahrung geplant ist. In der Halle 5.2 führen wir Functional Training, Group Fitness und Fighting Fit zusammen. Hier können tolle Synergieeffekte entstehen, wenn Trainer, Instruktoren und Studiobesitzer viele spannende Angebote an einem Ort finden. Die Halle 9 wird 2020 wie die Hallen 6 und 7 zu einer Businesshalle mit Anbietern in den Bereichen Cardio & Strength, EMS- und Vibrationstraining.
fM: Welches sind die Hauptänderungen, auf die sich Aussteller und Besucher einstellen müssen? Silke Frank: Es sind fast alle Hallen der FIBO 2020 von den Änderungen betroffen. Wesentliche Umstrukturierungen haben wir,
fM: Gab es schon Feedback von Ausstellern oder Besuchern zur neuen Gestaltung der FIBO? Falls ja, wie ist das Feedback ausgefallen? Silke Frank: Wir haben auf der FIBO zunächst mit unseren Ausstel-
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lern gesprochen, da sie in erster Linie von den Änderungen betroffen sind. Wir haben überwiegend positive Rückmeldungen erhalten und freuen uns sehr über das Vertrauen der Aussteller in uns.
Neue Hallenstruktur startet 2020 Die kommende FIBO findet vom 2. bis 5. April 2020 auf dem Messegelände Köln statt. www.fibo.com
Aber es gab auch ein paar kritische Stimmen, was bei einer Umstrukturierung dieser Größenordnung nur schwer vermeidbar ist. Man bekommt einfach nicht immer alle zu hundert Prozent „unter einen Hut“. Die Kritik betraf dabei jedoch eher organisatorische Aspekte … Wo fängt man an? Welche Aussteller dürfen sich zuerst einen neuen Platz „aussuchen“? Wir konnten hierbei nur der „Größe“ nach vorgehen, da wir umgekehrt sonst keine zusammenhängenden Flächen mehr hätten aufplanen können. Wir nehmen dieses Feedback sehr ernst und versuchen, allen Wünschen bestmöglich nachzukommen. Die neue Hallenstruktur ist unser Anliegen, niemand wird aber bei verfügbarer Hallenfläche zum Umzug „gezwungen“. Wir bauen auf unsere guten Argumente und freuen uns auf die neue FIBO, die wir ausgiebig auch an unsere Besucher kommunizieren werden. Hierzu werden wir neben den bekannten Besucherinformationen Flyer, Mailings, den FIBO Showguide oder auch Social-Media-Aktionen platzieren und natürlich auch vor Ort die Besucherführung entsprechend umsetzen.
Silke Frank im Gespräch mit fM Redakteur Jürgen Wolff
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5 Key Learnings von der IHRSA 2019 in San Diego
Top Keynotes, internationale Fitness-Experten und jede Menge Netzwerkmöglichkeiten Die 38. Convention & Trade Show der IHRSA fand dieses Jahr, wie auch im letzten Jahr, an der Westküste der USA, genauer gesagt in San Diego statt. Vom 13. bis 16. März kamen mehr als 12.000 Fitnessunternehmer aus über 80 Ländern im Süden Kaliforniens zusammen, um sich auszutauschen, zu „networken“, hochklassige und höchst praxisrelevante Vorträge zu hören und vor allem, um die größte Fitness-Fachmesse („Trade Show“) in den USA zu besuchen. fitness MANAGEMENT war für Sie live vor Ort und fasst für alle „Daheimgebliebenen“ die wichtigsten Key Facts und Highlights der IHRSA 2019 zusammen.
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ie Convention & Trade Show der International Health, Racquet & Sportsclub Association (IHRSA) findet jährlich traditionell in wechselnden Städten statt. Nach Los Angeles 2017 und San Diego 2018 war jedoch ausnahmsweise auch in 2019 wiederum das San Diego Convention Center der Veranstaltungsort der 38. Convention & Trade Show. Das direkt in Downtown im historischen Hafenviertel Marina District gelegene Messe-Areal bot die ideale Bühne für die bedeutendste Fachmesse der Fitnessund Gesundheitsbranche auf dem amerikanischen Kontinent. An den zwei Trade-Show-Tagen präsentierten über 400 internationale Aussteller ihre Neuheiten und technischen Innovationen. Darüber hinaus wurde den Besuchern in über 150 Sessions und Workshops aktuelles Branchen-Know-how aus erster Hand vermittelt. Die zahlreichen Rahmenveranstaltungen boten optimale Netzwerkmöglichkeiten, reichlich Platz für persönliche Gespräche, intensive Diskussionen und neue Partnerschaften.
Vier Tage Convention, zwei Tage Trade Show Unter den 12.000 angereisten Fitness-Professionals befanden sich u. a. Studiobetreiber und -mitarbeiter, Zulieferer und Ausrüster so-
wie Entscheider aus der globalen Fitness-Industrie. Die Convention & Trade Show der IHRSA startete traditionell mittwochs mit dem Fachkongress, der über alle vier Tage hinweg in den Konferenzräumen über der Ausstellungshalle stattfand. Der Höhepunkt des ersten Programmtags war dabei sicherlich die Keynote von Chris Riddell. Der in Australien lebende Digital-Technologie-Experte und Zukunftsforscher sprach in seinem unterhaltsamen und inspirierenden Vortrag darüber, wie Unternehmen ihre Dienstleistungen und Produkte bestmöglich ausgestalten können, um dem „Future Customer 2020“ Kundenerlebnisse zu bieten, die nachhaltig begeistern und Mitglieder langfristig binden. Neben dieser Keynote am ersten Tag stachen aber auch diverse weitere Vorträge in den Educational Sessions hervor, so beispielsweise zu den Themen digitale Transformation, innovative Sales-Prozesse, erfolgreiche Mitarbeiter- bzw. Teamführung sowie neueste Trends im digitalen Marketing in der Fitnessbranche. Allein die Key Learnings und die Dichte aus praxisrelevanten Inspirationen bzw. Ideen, die man aus den verschiedenen Vorträgen des ersten IHRSA-Tages gewinnen konnte, waren beeindruckend. Die Fachmesse der IHRSA öffnete traditionell erst am zweiten Tag (also am Donnerstag) ihre Tore
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und hatte zwei Tage lang jede Menge zu bieten. Die rund 57.000 Quadratmeter große Ausstellungshalle des Convention Centers bot Platz für über 400 internationale Aussteller und deren neueste Geräteentwicklungen und Workouts sowie immens viele technische, digitale Innovationen für die Trainingsfläche sowie das Clubmanagement.
Positionierung und Differenzierung gegenüber der Konkurrenz hat es gerade dieses Marktsegment in den USA aktuell enorm schwer – und das ist auch hierzulande im kompetitiven deutschen Fitnessmarkt eine große Herausforderung. Als Positionierungsleitfaden für das eigene Unternehmen können hierbei folgende Fragen dienen:
Jede Menge Highlights und Know-how aus der Praxis für die Praxis
„In welchen drei Faktoren unterscheidet sich mein Unternehmen TATSÄCHLICH von der Konkurrenz? Was macht unser Team/Angebot anders/einzigartig?
Zu den Highlights des Fachkongresses gehörten definitiv die vier Keynote-Speaker: Neben Chris Ridell am Mittwoch referierte am Donnerstag die international bekannte und renommierte Autorin Mel Robbins über „The 5 Second Rule“ und zeigte dabei eindrucksvoll auf, wie man besser persönliche, aber auch unternehmerische Erfolge erzielen kann. Freitags folgte der mehrmalige Bestsellerautor Rohit Bhargava mit seinem herausragenden Vortrag über die Bedeutung von Vertrauen in einer zunehmend von Skepsis geprägten Welt. Die Abschluss-Keynote der Autorin Denise Lee Yohn „The FUSION Formula: Brand + Culture = Results“ stellte dann nochmals ein tolles Ende des viertägigen Fachkongresses der IHRSA dar.
Welche Ideen der IHRSA Convention & Trade Show sind für Fach- und Führungskräfte hierzulande relevant? Das fM-Team hat an den vier IHRSA-Tagen für Sie diverse Vorträge, Seminare, Keynotes sowie die Trade Show besucht und Ihnen hier die fünf wichtigsten Ideen bzw. Key Learnings zusammengefasst, die für Sie als Clubbetreiber und Führungskraft im Fitness- und Gesundheitssektor auch hierzulande wichtig sind.
Die 5 wichtigsten Ideen und Key Learnings der IHRSA 2019 1) Seien Sie anders – „Be unique“ Differenzierung ist im heutigen Wettbewerbsumfeld ein Muss. Selbst ein hervorragendes Kundenerlebnis reicht heutzutage nicht aus, um sich von der Masse bzw. von der Konkurrenz abzuheben. In diesem Zusammenhang kämpfen viele „Big Box Gyms“ (vergleichbar mit den hiesigen von Inhabern geführten Fitnessstudios) zum einen gegen die Discount-Studios und zum anderen gegen die hochpreisigen Boutique-Studios. Ohne Abgrenzung, ohne klare
2) Seien Sie unverwechselbar – Aktuelle Trends im Studio-Design Eine Möglichkeit, sich von der Masse abzuheben, ist beispielsweise ein spezielles Designkonzept mit einem unverwechselbaren Wiedererkennungswert. Das Credo „Design unterstützt den Businessplan bzw. das Geschäftsmodell“ deckt sich mit unseren Eindrücken der diesjährigen IHRSA. Im Folgenden listen wir Ihnen einige aktuelle Design-Trends auf, die in den Fitnessstudios der USA top angesagt sind und ihren Weg auch nach Deutschland finden werden. • Beleuchtung: Es werden fast nur noch LED-Lichter verarbeitet. Die richtige Beleuchtung sorgt dafür, dass „positive Energie“ im Studio fließen kann, die Kunden sich wohlfühlen und man das eigene Studio „im besten Licht“ präsentieren kann. • Club-im-Club-Feeling: Um sich gegenüber der Konkurrenz durch die Boutique-Studios und Discount-Studios zu behaupten, verfolgen viele Fitnessclubs die Strategie von Club-inClub-Konzepten. Diese haben dabei jeweils ein eigenes Design, das speziell auf die jeweilige Klientel/das jeweilige Konzept ausgerichtet ist und sie zeichnen sich durch eine individuelle Beleuchtungstechnik, Musikelemente sowie auch ein eigenes Marketing etc. aus. • Smarte Clubs: Die Clubs werden „smarter“ und die Digitalisierung sowie neue Technologien spiegeln sich immer mehr auch im Design der Clubs wider. • Zeitgemäße Innenarchitekturen: In diesem Jahr dominieren die Farben Weiß und Hellgrau bzw. insgesamt helle Farben die Farbkonzepte. • Es werden zunehmend Social Areas in den Clubs angelegt, die zum Verweilen einladen. Diese Entwicklung basiert
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Die Keynote-Speaker auf der IHRSA 2019
Chris Ridell
Digital-Technologie-Experte
Mel Robbins
Autorin & Unternehmerin
Rohit Bhargava
darauf, dass Mitglieder in Clubs mit Social Areas statistisch gesehen länger Mitglied bleiben und sich geborgen/zuhause fühlen. In den Städten reicht diese Entwicklung schon so weit, dass in den Clubs Plätze zum Arbeiten, wie man sie von Co-Working-Büros kennt, geschaffen werden. • Lagerungsmöglichkeiten sind essenziell, denn Platz ist teuer – dies gilt insbesondere für Kleingeräte. Es gilt: „Wenn du etwas für dein Produkt verlangen willst, dann muss dein Produkt auch nach einem Produkt aussehen (sauber, aufgeräumt usw.).“ Als Beispiele wurden die allseits bekannten Situationen aufgeführt, die zu vermeiden sind: Zum Beispiel sollten in einem Raum, in dem Yoga praktiziert wird, keine Kleingeräte oder Spinning-Räder im hinteren Teil des Raumes stehen. Dies raubt dem Raum die „positive Energie“ und wirkt wenig professionell. Deshalb ist Transparenz, Aufgeräumtheit und ein klarer Fokus (im Design wie auf der Fläche) heute wichtiger denn je. • Digital, funktionell und insbesondere für die Generationen Y und Z relevant: USB-Ladeanschlüsse fürs Handy im Spind, an den Fitnessgeräten usw. 3) Seien Sie kreativ – Gruppentraining als essenzieller Positionierungsfaktor Wie bereits angesprochen stehen aktuell besonders die sogenannten Big Box Gyms unter starkem Konkurrenzdruck. Das Gruppentrainingsangebot nimmt in puncto Positionierung hier eine tragende Rolle ein. Die Club-in-Club-Konzeptstrategie gliedert das Fitnessstudio (ähnlich wie große Warenhäuser) in verschiedene Teilbereiche bzw. Inhouse-Boutiquen auf, wo jeweils individuelle, stark motivationsfördernde Gruppentrainingskonzepte wie beispielsweise Yoga, Cycling, Bootcamp oder Functional Training angeboten werden. Ziel ist es, gleiche bzw. zumindest ähnliche Kundenerlebnisse zu generieren wie in den reinen Boutique-Studios – und das alles unter einem Dach und letztendlich auch kostengünstiger als in den Boutique- bzw. Mikroanlagen. Diesen Trend haben die großen Gerätehersteller bereits aufgegriffen und beispielsweise ihre Messestände an die Club-in-Club-Konzepte angelehnt, um ihre Produkte zu präsentieren. Einige Gerätehersteller hielten sogar spezielle Seminare ab, in denen genau diese Entwicklung in Verbindung mit der zunehmenden Digitalisierung im Vordergrund stand. Es wird also höchst spannend sein, wie die europäischen Fitnessunternehmen auf die zunehmende Konkurrenz der Boutique-Anbieter insbesondere im Rahmen des Gruppenkursangebots reagieren werden, um sich zukünftig klarer zu positionieren bzw. nicht „abhängen“ zu lassen. 28
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Markenexperte
Denise Lee Yohn Autorin & Markenberaterin
4) Seien Sie marketingtechnisch up to date und innovativ – Nostalgie macht Menschen blind Die Fitnessbranche verändert sich schneller denn je! Technologie, die Millennials und auch die Generation Z sorgen dafür, dass sich die Marktbedingungen rasch verändern. Dies führt dazu, dass Fitnessstudios und Mitarbeiter ihr Leistungspotenzial erhöhen und fortschrittlich bleiben müssen – sonst wird die Konkurrenz schneller sein. Die Zukunft hängt also davon ab, dass man jetzt die richtigen Schritte für morgen einleitet, denn „wer nicht mit der Zeit geht, geht mit der Zeit“. Ein wichtiger Schritt, der stark durch die digitale Entwicklung geprägt ist, ist das Thema Online-Marketing. Wenn es Fitnessstudios zukünftig nicht gelingt, dort zu sein, wo Ihre jeweiligen Kunden sowie potenziellen Interessenten auch tatsächlich sind, wird es schwer werden, am Markt erfolgreich zu bleiben. Was früher gut funktioniert hat, funktioniert zunehmend nicht mehr und umso wichtiger wird deswegen eine gute Online-Präsenz, eine professionell aufgebaute Webseite, spezielle Landingpages, effektives Suchmaschinen-Ranking, eine Marketing-Automatisierung und insbesondere ein abgestimmter und strategischer Einsatz relevanter Social-Media-Kanäle (Facebook, Instagram, YouTube usw.) Aber aller Digitalisierung zum Trotz: Die Technologie ist nicht dazu da, die persönliche Betreuung zu ersetzen. Und genau hier können Studios auch ansetzen und sich ihre eigene Fitnesscommunity aus loyalen Kunden aufbauen. 5) Schaffen Sie Kundenerlebnisse Die Schaffung eines herausragenden Kundenerlebnisses sollte eigentlich schon immer zentrale Aufgabe eines Studiobetreibers sein. Einhelliger IHRSA-Tenor war dieses Jahr allerdings, dass man oftmals zu viel Zeit damit verbringt, über das Kundenerlebnis und die Kundenreise (Customer Journey) an sich zu sprechen und dabei die eigenen Mitarbeiter als wichtigen Bindungsfaktor vergisst. Die eigenen Mitarbeiter stehen in direktem Kundenkontakt und können trotz aller digitaler Gadgets bzw. Tools solche Kundenerlebnisse am authentischsten und nachhaltigsten schaffen sowie eine emotionale Bindung zum Studio generieren. Dafür müssen Führungskräfte ihre Mitarbeiter aber gezielt „mitnehmen“, aktiv einbinden und über eine werteorientierte Führung und Kommunikation für das eigene Unternehmen begeistern.
Bonus-Idee: Bessere Kundenbetreuung durch die „5 Sekunden-Regel“ Mel Robbins stellte in ihrer Keynote-Rede am zweiten IHRSATag eindrucksvoll die im Rahmen ihres Bestsellers behandelte
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„5 Sekunden-Regel” vor. Die Regel besagt, dass es bei entsprechender Anwendung durch einen mentalen Trick möglich wird, bestimmte Verhaltensweisen trotz aller inneren Widerstände dennoch auszuführen. Besiegen Sie den inneren Schweinehund! Die „5 Sekunden-Regel” ist dabei sehr einfach anzuwenden. Man zählt einfach von 5 zurück bis 1: 5-4-3-2-1 … sagt sich Aktivierungsworte wie beispielsweise „Los geht´s!“ und beginnt dann direkt mit der Aktion/Umsetzung: zum Beispiel morgens nach dem Aufstehen kalt zu duschen oder eben auch mit Sport aktiv in den Tag zu starten. Diese Methode ist einerseits simpel und andererseits wissenschaftlich auf ihre Funktionsweise geprüft. Das bedeutet: Sie funktioniert! Durch das Zurückzählen von 5 auf 1 werden unsere mentalen Gewohnheiten, also unsere auf Autopilot ablaufenden Verhaltensweisen, unterbrochen und es werden neue Impulse gegeben. Mel Robbins zeigte in ihrem Vortrag zudem zahlreiche Beispiele, wie diese kleine Regel tausende Leben zum Positiven verändert hat. Da die Regel auch ideal dazu geeignet ist, mit Sport und insbesondere mit Fitnesstraining zu starten – auch dann, wenn die innere Stimme dagegenspricht – wäre sie doch eine „Wunderwaffe“ in den Händen eines jeden Fitnesstrainers, oder nicht? Stellen Sie sich vor, Ihre Trainer könnten Ihre Kunden durch den Einsatz eines solchen Werkzeugs und einen kundenorientierten Service/eine kundenorientierte Betreuung dazu bringen, (noch) öfter ins Studio zu kommen und so ihre Ziele noch besser zu erreichen. Wäre das nicht ein weiterer wichtiger Schritt, um Kunden über die „richtigen“ Erlebnisse und Emotionen langfristig zu begeistern und ihr Leben fitter und gesünder zu machen? Sollte deshalb nicht jeder moderne Fitnesstrainer über solch ein effizientes sportpsychologisches Werkzeug verfügen, mit dem die Kunden besser betreut werden können? Sind Ihre Trainer dahingehend ausgebildet? Wäre das nicht auch ein weiterer wichtiger Positionierungsaspekt, um sich neben allen technischen und digitalen Entwicklungen auch in puncto „Touch & Service“ von der Konkurrenz abzuheben, also „anders“ und „einzigartig“ zu sein?
Ausblick Die nächste Convention & Trade Show der IHRSA wird im kommenden Jahr nun zum dritten Mal hintereinander in San Diego stattfinden, konkret vom 18. bis zum 21. März 2020. Die IHRSA bricht damit ihre Tradition wechselnder Veranstaltungsorte – vielleicht, weil San Diego sich die letzten zwei Jahre so bewährt hat. Weitere Informationen erhalten Sie unter www.ihrsa.org und auf unseren Onlinekanälen.
Die BSA-Akademie, DHfPG, und fitness MANAGEMENT waren vor Ort (v. l.): Florian Kreis, Prof. Dr. Arne Morsch, Roman Spitko und Hans Muench
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Grafik: BSFZ Südstadt
Nebenberuflich weiterbilden und studieren bei der DHfPG/BSA-Akademie
Mitarbeiter qualifizieren in Österreich Die Deutsche Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement (DHfPG) und die BSAAkademie verfügen über eine Vielzahl an Studien- und Lehrgangszentren in Deutschland (bundesweit), Österreich (u. a. in Wien) sowie in der Schweiz (Zürich). Die Präsenzphasen des Studiums sowie der Lehrgänge finden in Österreich auf dem Campus des Bundessport- und Freizeitzentrums (BSFZ) Südstadt am Rande Wiens statt.
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ie DHfPG qualifiziert aktuell über 8.000 Studierende in mehr als 4.300 Ausbildungsbetrieben zum Bachelor of Arts Fitnessökonomie, Sportökonomie, Gesundheitsmanagement, Fitnesstraining oder Ernährungsberatung, zum Master of Arts Fitnessökonomie, Prävention und Gesundheitsmanagement oder Sportökonomie und zum Master of Business Administration Sport-/Gesundheitsmanagement. Den nächstmöglichen Studienbeginn in Wien bietet der duale Studiengang Bachelor of Arts Fitnessökonomie im Wintersemester 2019/2020. Die BSA-Akademie gehört mit mehr als 70 staatlich geprüften und zugelassenen Lehrgängen zu den führenden Bildungsanbietern im Zukunftsmarkt Prävention, Fitness und Gesundheit. Folgende anerkannte Qualifikationen werden derzeit am Lehrgangszentrum Wien angeboten (siehe Tabelle).
Bundessport- und Freizeitzentrum Südstadt Der Campus des BSFZ Südstadt bietet Lehrgangsteilnehmenden sowie Studierenden die ideale Umgebung: Das riesige, autofreie Areal im Süden Wiens offeriert professionelle Trainingsanlagen für den Spitzensport im beeindruckenden, modernen Ambiente und ist direkt an die Badner Bahn angeschlossen (eigene Station Maria Enzersdorf/Südstadt) – mit ihr erreicht man leicht die nahe Bundeshauptstadt Wien und die zahlreichen Sehenswürdigkeiten. 30
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Start
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Lehrgang
11.07.2019
14.07.2019
Ernährungstrainer/in-B-Lizenz
19.08.2019
21.08.2019
Trainer/in für Cardiofitness
22.08.2019
25.08.2019
Fitnesstrainer/in-B-Lizenz
20.09.2019
22.09.2019
Gesundheitstrainer/in
27.09.2019
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Trainer/in für Sportrehabilitation
11.10.2019
13.10.2019
Trainer/in für gerätegestütztes Krafttraining
05.12.2019
08.12.2019
Fitnesstrainer/in-B-Lizenz
09.12.2019
12.12.2019
Ernährungstrainer/in-B-Lizenz
Weitere Lehrgänge werden nachfrageorientiert eingerichtet.
Infoveranstaltung für Unternehmen zum dualen Studium Am 10. Juli 2019 findet eine DHfPG-Infoveranstaltung für interessierte Unternehmen am Studienzentrum Wien statt: Was sind Ihre Vorteile? Wie gewinnen Sie Studierende? Wie profitieren sowohl Sie als auch die Studierenden? Zur kostenfreien Anmeldung: www.dhfpg.de/events Weitere Informationen unter: www.dhfpg-bsa.de
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Schimmy 5.0: Neuer gym80-Inhaber feiert Jubiläum
DREI GUTE GRÜNDE FÜR SIMAL „SCHIMMY“ YILMAZ A
uf der Einladungskarte wurde ein Song der Grunge-Band Pearl Jam zitiert: „I know I was born and I know that I will die, the in-between is mine” (Zu Deutsch: „Ich weiß, dass ich geboren wurde und sterben werde. Das Dazwischen gehört mir“). Und in diesem „Dazwischen“ hatte Schimmy, wie Simal Yilmaz von seinen Freunden genannt wird, 2019 gleich mehrere Gründe zur Freude: Yilmaz wurde 50 Jahre alt. Ein guter Anlass zum Feiern, doch in diesem Fall nicht der einzige. Parallel zu seinem Jahrestag feiert Yilmaz ebenso sein 25-jähriges Jubiläum bei gym80. Jedoch ist Yilmaz nicht als Manager oder Geschäftsführer bei gym80 eingestiegen, sondern hatte einen etwas anderen Karriereweg im Traditionsunternehmen aus Gelsenkirchen.
Vom Industriemechaniker zum Geschäftsführer Seit 1994 ist Yilmaz, heutiger Inhaber und Geschäftsführer, bei gym80 tätig. Als gelernter Industriemechaniker kennt er alle Bereiche des Unternehmens von Grund auf. Seine erste Begegnung mit gym80 war als Personenschützer von Wolfgang Tillmann – dem damaligen Inhaber. Schnell wechselte er in den Service und dann in die Endmontage. Im Jahr 2000 übernahm er die Produktionsleitung. Yilmaz‘ Herz schlug jedoch bereits speziell für die Themen Fertigung und Produktentwicklung. So stieg er im Jahr 2006 in die Geschäftsleitung auf, blieb aber gleichzeitig Hauptverant-
Simal Yilmaz war begeisterter Football-Spieler
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wortlicher für die Produktion. Maßgeblich ist es ihm zu verdanken, dass gym80 heute als Vorzeige-Unternehmen gilt, wenn es darum geht, modernste Fertigungstechnik mit Handarbeit zu kombinieren: acht Schweißroboter, vier Laseranlagen, eine eigene Schreinerei und Polsterei sowie viele Arbeitsstationen, in denen auch per Hand geschweißt, geschliffen und lackiert wird. Zusammen ergibt dies einen Fertigungsprozess, der sich durch rund 95 Prozent Produktionstiefe auszeichnet. In 2017 begann der Generationswechsel an der Führungsspitze.
Die Übergabe von gym80 ist abgeschlossen Nach zwölf intensiven Jahren der vertrauensvollen Zusammenarbeit mit allen Höhen und Tiefen entschieden Sonja und Arie van Winkelhof gemeinsam mit Simal Yilmaz, einen Generationswechsel vorzubereiten. Ein Grund dafür war die strategische Ausrichtung des Unternehmens. Die gesamte Belegschaft wurde bei diesem Prozess auf wertschätzende Weise miteinbezogen. Nach einem Jahr Austausch und Abstimmung wurde diese Veränderung im April 2017 auf der FIBO bekannt gegeben und im Anschluss vollzogen. Sonja und Arie van Winkelhof haben das Unternehmen zum Januar 2019 vollständig an Yilmaz übergeben und wenden sich nun hauptsächlich der Familie, aber auch anderen Projekten zu.
Im Vergleich 1996 zu 2017
Geschenkübergabe (v. l.): Refit Kamberovic, Simal Yilmaz und Janosch Marx
Am FIBO-Stand von gym80 gab es in diesem Jahr viel zu sehen: So z. B. eine über drei Meter hohe Arnold Schwarzenegger-Skulptur aus Stahl, eine mit 24 Karat Gold überzogene Edel-Rudermaschine oder die neue „PURE KRAFT – NO BULLSHIT Linie“. Doch auch eine Woche nach der FIBO strömten die Leute wieder nach Nordrhein-Westfalen. Diesmal ging es jedoch nicht nach Köln, sondern nach Gelsenkirchen. Der Geschäftsführer und Inhaber von gym80, Simal Yilmaz, hatte zum Feiern geladen.
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Drei gute Gründe für eine Feier mit namhaften Gästen
Eckdaten zur Historie von gym80:
25 Jahre bei gym80, der 50. Geburtstag und der Abschluss der erfolgreichen Übernahme stellten gleich drei Gründe für Yilmaz dar, am 13. April 2019 die Korken knallen zu lassen. Zu diesem Anlass wurde der gym80-Showroom in Gelsenkirchen in eine Eventarena verwandelt. Über 250 geladene Gäste feierten mit Yilmaz in seinen Geburtstag hinein. Als Gäste fanden sich Freunde und Familie ein, aber auch einiges an Prominenz aus der Fitnessbranche, die Yilmaz an seinem Ehrentag begleiteten: Ralf Moeller, die Pürzel-Brüder, Bodybuilder Dennis Wolf und David Hofmann sowie Influencer wie Flavio Simonetti und der „breiteste Pastor Deutschlands“ und viele namhafte Vertreter der Branche. Auch Eko Fresh war zu Besuch und Giovanni Zarrella heizte den Gästen ein.
1980 Walter Herden gründet zusammen mit Peter Förster die Firma gym80 in der Emscher Straße in Gelsenkirchen. 1988 Walter Herden verkauft seine Anteile an Ralf Möller und bleibt Konstrukteur der Geräte. 1990 Wolfgang Tillmann übernimmt das Unternehmen komplett. 1994 Simal Yilmaz beginnt seine Tätigkeit in der Produktion von gym80. 1995 Umzug des Unternehmens in die Wiesmannstraße im Gewerbepark Schalke in Gelsenkirchen 1997 Sonja Stromberg (später van Winkelhof) wird Inhaberin und firmiert das Unternehmen in gym80 International GmbH um.
Ein Abend voller Highlights Eröffnet wurde die Feier mit einer ausführlichen Dankesrede von Yilmaz. Die beeindruckenden Worte Yilmaz` insbesondere über die vergangenen 25 Jahre bei gym80, die Unterstützung seiner Mitarbeiter, Freunde und Partner im Zuge der Übernahme als auch die Vorfreude auf die Zukunft fesselten die Gäste. Neben vielen kulinarischen Köstlichkeiten am Buffet gab es ein weiteres Highlight: Yilmaz bat
2003 Sonja Stromberg übernimmt die Geschäftsführung des Unternehmens. 2005 Arie van Winkelhof wird Geschäftsführer des Unternehmens. 2006 Simal Yilmaz wird weiterer Geschäftsführer von gym80. 2007 gym80 ermöglicht durch die gym80-Software eine individuelle Trainingssteuerung. 2008 gym80 gewinnt den Design-Award auf der FIBO. Fotos: gym80 International GmbH
2009 gym80 gewinnt den FIBO Innovation Award für das enforbike. 2012 Erweiterung der Produktion: Digitalisierung 2015 gym80 gewinnt Plus X Award. 2017 Beginn Generationswechsel 2017 PlateLoaded wird zu PURE KRAFT (über 40 Produkte). 2018 gym80 medical wird zu med80 (mit eigenem Showroom in Waltrop). 2019 Abschluss Generationswechsel: Simal Yilmaz ist neuer Inhaber gym80 International GmbH. 2019 Markteinführung 80ATHLETICS
Der FIBO-Stand von gym80 mit einer drei Meter großen Arnold Schwarzenegger-Skulptur
2019 Markteinführung der PURE KRAFT – NO BULLSHIT Linie
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„Schimmy ist ein absolut cooler Typ und auch noch der Chef unseres Geräteherstellers Nummer eins – gym80. Wir sind mit McFIT der erfolgreichste Fitnessanbieter Europas. Das hat natürlich auch mit den tollen Geräten zu tun, die er uns in die Studios stellt. Dafür muss man einfach mal Danke sagen!“
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Fotos: fitness MANAGEMENT
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„Mega-, megageil! Schimmy 5.0, einfach top.“
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1 Namhafte Gäste (v. l.): „Breitester Pastor Deutschlands“, Andreas Pürzel, Flavio Simonetti, Alexander Pürzel, Pierre Geisensetter
ND SCHMID BER „Über all die Jahre hat sich zu Schimmy und gym80 eine tolle Freundschaft entwickelt und deswegen ist das für mich auch eine schöne Ehre, hier bei gym80 mit ihm seinen 50. Geburtstag zu feiern.“
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Der gym80-Showroom dient als Partylocation
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„Schimmy ist engagiert, eine Kante, ehrlich, transparent und hat ein Herz für soziale Projekte. Geiler Typ. Und zu gym80: Die Geräte sind einfach unzerstörbar!“
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„Schimmy ist ein unglaublicher Charakter, inspirierend, warm und erfrischend. Und gym80 ist für mich eine Firma, die immer wieder Innovationen schafft und einfach für eine Top-Marke steht.“
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„Schimmy und ich haben vor 30 Jahren zusammen an der Tür gestanden. Bis heute kommen wir dreimal die Woche morgens vor der Arbeit zu gym80 und trainieren. Zum heutigen Anlass haben wir uns sogar ein Freundschaftstattoo stechen lassen.“
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RIO GÖRLACH „Mit gym80 verbinde ich ganz klar Tradition im Krafttrainings- und Hardcorebereich. Ich verbinde sowohl Ehrlichkeit als auch hohe Qualität mit gym80 und ich glaube, dieses Traditionsunternehmen hat es verdient, in der Fitnessbranche zu sein.“
Die Seele von gym80 bewahren gym80 blickt auf eine erlebnisreiche Zeit zurück. Das Unternehmen stand von Beginn an auf der Ausstellerliste der FIBO. Seit 2001 ist nicht ein Jahr vergangen, in dem keine Auszeichnung gewonnen wurde. Die Produktpalette ist enorm gewachsen und umfasst mittlerweile um die 300 Produkte. Mit Yilmaz an der Spitze verstärkt das Unternehmen seinen Fokus auf Krafttraining. Die vielen Jahre in der Branche haben gym80 zu einem Unternehmen mit Geschichte und Charakter gemacht. Vor allem dieser Umstand verleihe den Produkten eine Seele, betont Yilmaz immer wieder. Und diese Seele zu bewahren, ist – neben dem Bestreben, weiterhin die besten Geräte der Welt zu bauen – auch in Zukunft das wichtigste Ziel für gym80.
Zukünftige Positionierung im Lifestyleals auch Medical-Bereich Die Marke gym80 wird greifbarer gemacht. Bereits in den vergangenen zwei Jahren gelang es gym80 mehr und mehr auch
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Weitere namhafte Gäste (v. l.): Mario Görlach, Ralf Möller, Refit Kamberovic, Markus Rauluk
alle Gäste vor die Halle zu treten und überraschte mit einem 15-minütigen Feuerwerk hinter der Montagehalle auf dem Werksgelände. Die Gäste waren begeistert und die Feier ging bis in die Morgenstunden.
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Foto: eGym GmbH
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Foto: gym80 International GmbH
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Fotos: fitness MANAGEMENT
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„Mit Schimmy verbindet mich mehr als Freundschaft. Er ist einer der loyalsten Menschen, die ich kenne, macht einen super Job, hat gym80 wieder aufs Tableau geholt und erntet jetzt den verdienten Erfolg seiner 25-jährigen Arbeit.“
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„gym80 hat einfach die besten Geräte, die ich auch zu Hause für ein optimales Krafttraining nutze. Schimmy kenne ich bereits seit vielen Jahren und ich schätze ihn als Freund, denn er ist ein geiler Typ und hat das Herz am rechten Fleck. Ich freue mich wirklich sehr, dass er gym80 weiterführen wird und wünsche ihm für die Zukunft alles Gute.“
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„Schimmy kenne ich vom ersten Tag an. Unsere Werdegänge zeigen viele Parallelen auf, da wir uns beide vom Malocher zum Geschäftsführer hochgearbeitet haben. Die 25 Jahre bei gym80 haben Schimmy geprägt und er prägt wiederum gym80. Ich bin stolz auf ihn, weiter so!“
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Foto: gym80 International GmbH
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„Mein Bruder Alexander und ich sind froh, zusammen mit Schimmy und gym80 die PURE KRAFT – NO BULLSHIT Linie entwickelt zu haben. Das waren zwei Jahre intensive Arbeit, aber die hat sich gelohnt: Jetzt gibt es Krafttrainingsgeräte, mit denen man gleich zwei Mal durch die Hölle geht.“
DEN „Mit Schimmy und gym80 verbinde ich immer das Wort „Qualität“. Außergewöhnliche Qualität der Produkte von gym80 und eine noch größere Qualität als empathischer und zuverlässiger Mensch in der Person von Schimmy.“
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2020 feiert das Unternehmen 40-jähriges Bestehen. Hier dürfen wir schon jetzt gespannt sein, was uns gym80 dann präsentieren wird. Yilmaz ist jedenfalls voller Tatendrang und freut sich auf die Zukunft mit seinem Team. An Innovationen und Individualität wird es zukünftig nicht mangeln – ganz im Gegenteil!
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Das nächste Jubiläum in 2020
„Schimmy und mich verbindet eine ganz lange Freundschaft, seit mittlerweile fast 30 Jahren. Wenn ich an Schimmy denke, denke ich an Ehrlichkeit und bin einfach nur stolz, ein Ruhrpottjunge zu sein genau wie Schimmy.“
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Foto: Klaudia Lech
als Lifestyle-Marke im B2C-Segment wahrgenommen zu werden. Der Anspruch ist beständig: beste Qualität „made in Germany“! Aktuell arbeitet gym80 weiter an der „PURE KRAFT Serie 2.0“ (Facelift) und an der „PURE KRAFT – NO BULLSHIT Linie“. Der Load-Drop-Mechanismus der „PURE KRAFT – NO BULLSHIT Linie“ ist einzigartig und patentiert. Auf der FIBO erstmals vorgestellt, gab es nur positives Feedback vom Amateur bis zum Profisportler oder Unternehmer und sogar von Mitbewerbern. Auch im Functional- und Performance-Bereich wird die „80ATHLETICS-Serie“ weiter ausgebaut. Das Thema Digitalisierung wird in naher Zukunft ebenfalls mehr in den Fokus rücken. Außerdem wird die Marke med80 (ehemals gym80 medical), mit eigenem Showroom in Waltrop und zertifizierten Konzepten, noch attraktiver für den Medical-Markt.
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Das 15-minütige Feuerwerk hinter der Montagehalle
Fotos 1, 2, 4: gym80 International GmbH, Foto 3: Markus Rauluk
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„Mit Schimmy verbinde ich in erster Linie gym80, weil er ja mittlerweile das Gesicht für gym80 ist. Meiner Meinung nach macht er einen sehr geilen Job, führt gym80 wieder zurück zu den Wurzeln und zeigt, was gym80 ausmacht.“
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HISTORIE DER BRANCHE
fM-Reihe – Die Historie der Fitnessbranche (Teil 3)
FRÜHE VISIONÄRE, TÜFTLER & BRANCHENGRÖSSEN Die (r)evolutionäre Fitnessbewegung auf dem Weg zum Volkssport
Innovation & Improvisation – die (r)evolutionäre Entwicklung nimmt ihren Lauf
Die starken „Eisenmänner“ haben die frühe deutsche Fitnessbewegung in den 1960ern geprägt. Zu Anfang waren die Studios noch fest in Männerhand, bevor die Aerobic-Welle das Fitnesstraining auch für Frauen und eine breite Bevölkerungsschicht hip, sexy und salonfähig machte. Über 11 Millionen Mitglieder heute wären ohne die modernen Fitness-Pioniere in der Geräte-, Kurs- und Branchenentwicklung dieser Zeit keinesfalls möglich gewesen – deshalb widmen wir diesen Vorreitern, Tüftlern und Visionären Teil 3 unserer fM-Historien-Reihe.
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it der Eröffnung des ersten deutschen Fitnessstudios von Harry Gelbfarb (1930–2005) 1955 war der Grundstein für die Fitnessentwicklung hierzulande gelegt, aber bis zum beliebtesten Sport der Deutschen war es noch ein sehr steiniger und langer Weg. Durch die ersten Bodybuilding-Wettkämpfe (s. Teil 2 unserer Reihe) erhielt die Fitnessbewegung zwar eine größere mediale Bühne, aber die wenigsten Studios wurden positiv angesehen und abfällig als „Muckibuden“ bezeichnet. Bis Ende der 1970er entsprachen weder die Geräte noch die Qualifikation der Trainer irgendwelchen einheitlichen Standards und es wurde sehr viel improvisiert – zum Glück könnte man wohl heute sagen.
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Die Kraftgeräte wurden selbst gefertigt und lizensierte Trainer existierten praktisch nicht. Das Trainerpersonal wurde vornehmlich durch die Studiobetreiber geschult, die meist selbst aktive Bodybuilder waren. Aus diesen Anfängen entwickelte sich die Fitnessbranche gerade in der umtriebigen Zeit zwischen 1970 und 1985 enorm weiter – was auch an der Innovationskraft, dem Ideenreichtum und der Hartnäckigkeit der folgenden Branchenpioniere des deutschen Fitnessmarktes lag, von denen viele heute noch die Branche aktiv mitgestalten und weiter voranbringen. An dieser Stelle sei explizit darauf hingewiesen, dass wir hier nur ausgewählte Persönlichkeiten kurz und prägnant vorstellen können und unsere innovative Branche noch viele weitere Vorreiter/Unternehmer hervorgebracht hat, auch wenn sie hier nicht ausdrücklich namentlich genannt werden.
SCHNELL – „Made in Germany“ seit mehr als 60 Jahren und zwei Generationen Josef Schnell (1934–2010) war in der Nachkriegszeit, neben seiner Leistungssportkarriere, einer der ersten deutschen Pioniere im Kraftgerätebau und entwickelte im Rahmen seines „kreativen Schaffens“ unzählige Patente und Innovationen. Der siebenmalige Deutsche Gewichtheber-Meister gründete 1957 in Peutenhausen sein eigenes Unternehmen, das heute erfolgreich von seinen beiden Söhnen Klaus und Achim Schnell weitergeführt wird. Der findige Unternehmer, Erfolgstrainer (von Weltklasse-Athleten wie u. a. Rudolf Mang und Werner Kucera) und Tüftler entwickelte die SCHNELL Trainingsgeräte GmbH kontinuierlich weiter. 1972 wurde das Familienunternehmen zum offiziellen Lieferanten der Olympischen Spiele in München (in den Sportarten Gewichtheben, Ringen und Judo), erlangte so auch international Bekanntheit und genießt seither nicht nur in Profisportlerkreisen eine hohe Akzeptanz und Wertschätzung. Der Name SCHNELL steht seit mehr als 60 Jahren für höchste Ansprüche an Qualität, Biomechanik und Ergonomie. Die Geräte verbessern weltweit die Leistungsfähigkeit unzähliger Elitesportler wie auch die körperliche Fitness von Millionen Freizeit- und Gesundheitssportlern.
Galaktisch gut: Die Gottlob`s machen Galaxy Sport zum Star im Geräteuniversum Peter Gottlob war nicht nur deutscher Bodybuilding-Meister und Studiobetreiber der ersten Stunde (1959), sondern im Laufe seiner
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1968 in Stuttgart v. l.: Alfred Hammerschmidt, Dietmar Ulbrich, Peter Gottlob mit Sohn Axel, Günter Heinlein, Arnold Schwarzenegger (beide zu Besuch aus München)
Karriere auch ein absoluter Innovator in Sachen Kraftgeräteentwicklung. Nach dem Erfolg seines ersten Studios in Stuttgart am Löwentor, in dem auch Stars wie Arnold Schwarzenegger und Franco Columbu trainierten, expandierte Gottlob in den Folgejahren und gründete weitere Studios. Schnell wurde auch sein Sohn Axel vom „Bodybuilding-Virus“ infiziert. Der Filius, der als Trainer und Studioleiter in den familieneigenen Studios arbeite, eiferte seinem Vater nach, gewann 1982 die deutsche Bodybuilding-Meisterschaft und stieg ebenfalls in das Unternehmen ein. 1983 zog sich Peter Gottlob aus dem operativen Studiogeschäft zurück und gründete das Unternehmen „Galaxy Sport“, um sich fortan ausschließlich dem Vertrieb und der Entwicklung der eigenen Kraftgeräte für Bodybuilding, Fitness und Rehabilitation zu widmen. Diese vermarktete und entwickelte er gemeinsam mit seinem Sohn trotz der starken internationalen Konkurrenz erfolgreich in Europa, Asien und den USA. Das Familienduo entwickelte mehr als 100 professionelle Trainingsmaschinen und machte Galaxy Sport Ende der 1980er zum führenden Anbieter professioneller Trainingsgeräte – bevor das Unternehmen 1992 verkauft wurde. Dem „Fitness-Virus“ blieb der Unternehmer zeitlebens treu und sein Sohn gestaltet bis heute die Branche mit seinem eigenen Institut und seiner Forschung aktiv mit.
Werner Kieser – der spätere „Rückenflüsterer“ entdeckt das Eisen
Werner Kieser im Jahr 1968 an selbst gebauter Bizeps-Maschine
grund des großen Erfolgs bei Rückenschmerzen zum festen Bestandteil des Konzeptes wurde. Neben dem Aufbau zahlreicher Studios und dem speziellen Kieser Training-Prinzip, entwickelte, produzierte und vertrieb Kieser seit 1990 alle Maschinen selbst. Zu den Neuentwicklungen zählen z. B. die A5 für das Beckenbodentraining oder die B3/B4 zur Stärkung der Muskeln des Sprunggelenkes. Mittels Franchising expandierte er zunächst in die Schweiz und ab 1994 dann auch nach Deutschland und legte damit den Grundstein für das erste erfolgreiche Franchisekonzept der Branche. Inzwischen haben er und seine Frau das Unternehmen, das 159 Studios in 5 Ländern zählt, an den langjährigen CEO Michael Antonopoulos und Verwaltungsrat Nils Planzer verkauft.
Friedemann Uhl setzt mit DAVID früh auf das Thema „Gesundheit“ Friedemann Uhl war seiner Zeit weit voraus und prägte das Thema „Gesundheit“ durch seine Entwicklungen und Visionen wie kein anderer aktiv mit. 1978 übernahm er in Neu-Ulm sein erstes Studio und eröffnete mit gerade einmal 25 Jahren in Biberach (1980) einen Gesundheitspark. Im Jahr 1983 übernahm Uhl die Generalvertretung des finnischen Sportgeräteherstellers DAVID und stellte bereits hier die entscheidenden Weichen für seinen späteren Erfolg. 1985 gründete Uhl das bundesweit erste Fitnessstudio, das den Begriff „Medi“ in der Firmierung tragen durfte. Damit setzte er neue Maßstäbe, was eine evidenzbasierte, sportmedizinische Betreuung sowie eine ganzheitliche betriebliche Gesundheitsförderung anging. Seit der Übernahme der David GmbH & Co. KG im Jahre 1997 setzt der Visionär seine Gesundheitskonzepte konsequent um. Friedemann Uhl hat das Unternehmen zu einem Marktführer von Analyse- und Trainingssystemen in Diagnostik, Rehabilitation Therapie und Prävention gemacht.
Werner Pfitzenmeier – Bodybuilder, Visionär und Unternehmer Seines Zeichens ebenfalls Wettkampf-Bodybuilder und Unternehmer, entwickelte Werner Pfitzenmeier bereits in jungen Jahren Pioniergeist und Unternehmerqualitäten. Mit gerade einmal 17 Jahren gründete er 1978 im Keller seines Elternhauses sein erstes eigenes Studio auf 60 Quadratmetern und improvisierte aus Beton, Alteisen und Schrott Langhanteln sowie seine ersten eigenen Trainingsgeräte. Wer hätte damals wohl gedacht, dass hier der Grundstein für die erfolgreichste eigentümergeführte Unternehmensgruppe (Pfitzenmeier Resorts/Clubs, Venice Beach, Medifit Gesundheits-
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Foto: Busek-Archiv
Laut seinen eigenen Angaben holte sich Werner Kieser seine Inspiration unter anderem auch in den Studios von Poldi Merc (Berlin) und Peter Gottlob (Stuttgart), bevor er 1966 sein erstes Studio in Zürich in einer Abrisshalle eröffnete. Geld hatte er zu dieser Zeit nur wenig, aber dafür jede Menge Visionen und Eisen, das er billig auf dem Schrottplatz kaufte und zu Trainingsgeräten „veredelte“. Sein spartanisches „Gebilde aus Schrott und Hoffnungen“, wie er sein erstes Studio selbst süffisant bezeichnete, war der Startschuss für eine eindrückliche Entwicklung. 1967 gründete er die Kieser Training AG, reiste nach Amerika und brachte von dort jede Menge Inspiration, Know-how und auch die revolutionäre Nautilus-Geräte-Technik mit über den großen Teich, für die er 1980 Generalimporteur in Europa wurde. Ein Jahr zuvor brachte er sein erstes Buch „Leistungsfähiger durch Krafttraining“ heraus. 1990 eröffnete seine Frau Dr. med. Gabriela Kieser mit der von Arthur Jones entwickelten Lumbar-Extension-Maschine (LE) in Zürich die erste europäische Praxis für medizinische Kräftigungstherapie, die auf-
Foto: Kieser Training AG
Foto: Busek-Archiv
Foto: Busek-Archiv
Josef Schnell beim Test eines Prototypen in den Anfangsjahren
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HISTORIE DER BRANCHE
Glückwünsche zu Werner Pfitzenmeiers Junioren-Gesamtsieg der D.M. 1980 von den Schauspielern Sven Ole Thorsen und Brad Harris sowie Orga-Chef Albert Busek
zentrum, BaseFit, FitCamp etc.) in der Rhein-Neckar-Region entstehen würde? Der Keller im heimischen Elternhaus reichte bereits nach einem Jahr nicht mehr aus und der Jungunternehmer zog 1979 in die Kronenstraße um. 1981 eröffnete er in der Schwetzinger Scheffelstraße auf mehr als 1.000 Quadratmetern eine der größten und modernsten Fitnessanlagen der damaligen Zeit. 1983 bzw. 1985 folgten zeitnah weitere Standbeine in Weinheim und Heidelberg und mit der Gründung der Internationalen Fitness- und Aerobic Akademie (IFAA) avancierte das Unternehmen seither auch zu einer gefragten Adresse in puncto Schulungen, Ausbildungen und Fachveranstaltungen. Inspiriert von Arnold Schwarzenegger, Jane Fonda und Co. brachte Pfitzenmeier internationale Fitnesstrends nach Deutschland und etablierte als einer der Ersten Indoor Cycling, Tae Bo, Pilates oder das Gruppen-Langhanteltraining Power Dumbell als feste Bestandteile in seine Studiokonzepte.
gym80 – robustes „Heavy Metal“ aus dem Ruhrpott Walter Herden und Peter Förster gründeten 1980 in Gelsenkirchen die Firma gym80. Herden entwarf bis 2011 (danach Wechsel zu milon) als verantwortlicher Konstrukteur für die Sportgeräte-Entwicklung unzählige Kraftmaschinen und Trainingsgeräte. Er war gelernter Heizungs- und Regeltechniker, der sich in seiner Freizeit leidenschaftlich dem Kraftsport widmete. Weil er auf dem Markt keine geeigneten Produkte fand, die seinen hohen Ansprüchen genügten, begann er damals in den Kellerräumen eines Schalker Gymnasiums (wo er als Hausmeister arbeitete) eigene Fitnessgeräte zu konstruieren – mit durchschlagendem Erfolg. Durch Mundpropaganda baute er sich schnell eine große Fangemeinde auf, die Nachfrage stieg und im Jahr 1990 übernahm der Herner Unternehmer Wolfgang Tillmann das Unternehmen. gym80 steht seither für handwerkliche Präzision, Design, robusten Stahl und langlebige Produkte „für die Ewigkeit“. Viele der ersten Kraftmaschinen tun heute noch verlässlich ihren Dienst, was insbesondere auch dem hohen Qualitätsanspruch des Gründers zu verdanken ist. Wolfgang Tillmann, seine Tochter Sonja, Arie van Winkelhof und Simal Yilmaz haben diese Passionen, den Qualitätsanspruch und die Standortverbundenheit vom „Pott“ in der gym80-DNA konserviert und vertreiben heute knapp 300 verschiedene Kraftmaschinen.
LESETIPP: gym80-Artikel auf S. 34
Vorreiter in Sachen NEM: Weider, Multikraft & INKO Wer für Bodybuilding-Wettkämpfe trainiert bzw. aktiv Kraftsport betreibt, setzt seit jeher nicht nur auf die richtigen Geräte, sondern
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Foto: Busek-Archiv
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Friedemann Uhl (dritter von rechts) gehört u. a. mit seiner DAVID-Diagnostik zu den Visionären der Branche und arbeitete schon in den 80er Jahren mit Krankenkassen zusammen.
Als herausragender Gerätekonstrukteur wurde Walter Herden Herz und Seele von gym80, wobei alles mit einfachsten Mitteln begann.
auch auf Nahrungsergänzungsmittel (NEM). Absolute Pioniere auf dem Gebiet waren die Brüder Joe und Ben Weider. Das Unternehmen Weider Sports Equipment Limited & Weider Health and Fitness wurde in den USA und in Kanada bereits 1945 gegründet. Es war eine der ersten Firmen überhaupt, die neben Trainingsgeräten und Co. weltweit ab 1948 auch Nahrungsergänzungsmittel herstellte und vertrieb. Ab 1960 waren die Produkte auch in Deutschland erhältlich und aus dem kleinen Familienunternehmen wurde ein börsennotierter Konzern, der bis heute international zu einer der bekanntesten NEM-Marken gehört. Wolfgang Brandt gründete 1977 die Firma Multikraft (1988 umfirmiert in Multipower) und versorgte den kontinuierlich wachsenden Markt der Kraftsportler mit Eiweiß, Kreatin, Mineralstoffen und diversen Zusatzpräparaten. Die Etiketten schrieb der Gründer anfangs selbst mit der Schreibmaschine und als „Labor“ fungierte in den ersten Jahren der Keller – doch dabei sollte es nicht bleiben. Mit seinen Produkten „traf er den Nerv“ der Kunden. Er kaufte 1980 eine Lebensmittelproduktion (inkl. Labor, Qualitätskontrolle und Logistik), entwickelte sein Unternehmen stetig weiter und machte Multipower somit zu einer der heute noch führenden Marken der Branche. Auch die allseits bekannte Marke INKO hat ihren Ursprung in dieser Zeit. 1982 gründete Helmut J. Mader die INKO Internationale Handelskontor GmbH in Stein bei Nürnberg und zog 1984 an den heutigen Standort Roth um, wo seither nach höchsten Qualitätsstandards die Forschung, Entwicklung, Produktion und Qualitätssicherung der firmeneigenen Produkte durch die Muttergesellschaft Nutrichem diät+pharma GmbH gesichert wird. Die vielseitigen inkospor®-Produkte werden dort gemäß dem Motto „erlebbar besser“ produziert und durch die heute mehr als 40 Mitarbeiter im Innen- und Außendienst europaweit vertrieben. Gesundheitsbewusste und Lifestyleorientierte sowie Fitness- und Freizeitsportler, aber auch zahlreiche professionelle Bodybuilder „schwören“ auf die Riegel, Drinks, Gels und Pulver – und das schon seit 1982.
Stulpen, Leggings, Frauenpower – die AerobicWelle, ein Glücksfall für die Fitnessbranche Der Beginn der Aerobic-Welle brachte in den achtziger Jahren einen enormen Schub für die gesamte Branche mit sich und löste praktisch über Nacht weltweit eine wahre Fitness- und Aerobic-Hysterie aus. Neben der absoluten Gallionsfigur Jane Fonda
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In den 80ern brach – in Stulpen, Leggings und sexy Bodys – eine wahre Aerobic-Hysterie aus.
Foto: Busek-Archiv
Foto: © Netfalls - Fotolia.com
Foto: Busek-Archiv
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Die Landeshauptstadt München ruft die Bevölkerung auf, ihre Muskeln durch Bewegung und Sport zu kräftigen.
Im Mai 2019 fand die 60. Deutsche Bodybuilding- und Fitness-Meisterschaft statt. Wie in diesem Bericht erwähnt, hat die Presse nach der 1. Deutschen Meisterschaft 1960 die Trainingsstätten der Teilnehmer an einer solchen Meisterschaft als „Muckibuden“ bezeichnet. Das aus dem Lateinischen abgeleitete „Mäuschen“ für Muskeln wurde nun also zu „Mucki“. Es wäre nichts dagegen einzuwenden, hätten die Autoren damals den Begriff nicht von Beginn an ins Lächerliche gezogen und negativ bewertet. Für mich war es schon damals absolut unverständlich, dass gebildete Menschen in Muskeln etwas Negatives sahen. Rückblickend rege ich mich noch heute über diese lang anhaltende Borniertheit auf. Persönlich hat mich dies zusammen mit vielen anderen aber nur noch mehr motiviert, für das Wunder der Muskulatur nachhaltig einzutreten. Wie in so vielen Bereichen des Lebens, war es ein langer Prozess, diese Vorurteile auszuräumen. Für mich persönlich war schon 1960 das Ziel: „Muskeln für alle“. In den folgenden Jahrzehnten haben viele Personen mit kreativen Ideen, visionärer Kraft und großem Durchhaltevermögen dazu beigetragen, dass sich das partielle Muskeltraining in breitesten Bevölkerungsschichten durchgesetzt hat. Im Boom der achtziger Jahre habe ich ein sehr erfolgreiches Video produziert und schon damals das Muskeltraining als künftigen Volkssport gesehen, was ich im Video auch klar artikuliert habe. Die Stadt München bestätigte mit ihrer Plakataktion im Frühjahr 2019, dass nun auch die „Muckis“ gesellschaftsfähig geworden sind. Deutschland wurde vom „Muskel-Entwicklungsland“ in den sechziger Jahren zum Spitzenreiter 2019 in Europa.
Foto: Klaudia Lech
trug Sydne Rome bereits 1980 mit ihrem Auftritt im Aktuellen Sportstudio des ZDF dazu bei, Aerobic hierzulande bekannt zu machen. Mit ihrem Workout-Video „Jane Fonda's Workout“ (1982) begeisterte die Amerikanerin eine ganze Generation: In ihrem Outfit aus Stulpen, Leggings und dem engen Body brachte sie nicht nur Frauen überall auf der Welt, sondern auch die gesamte Männerwelt ins Schwitzen. Ihr erstes Video wurde zum absoluten Kassenschlager, stürmte zahlreiche Rekorde und animierte immer mehr junge Frauen, sich nicht nur vorm TV aktiv fit zu halten. Diesen Trend setzte Adrienne Schladerer als erfolgreiche Ausbilderin und Presenterin mit ihrer „Forever-Fit-Videoreihe“ weiter fort. Telegymnastikformate wie „Enorm in Form“ (ZDF) und das ostdeutsche Aerobic-Pendant „Popgymnastik“ in „Medizin nach Noten“ sorgten ebenfalls dafür, dass mit den Frauen eine neue Zielgruppe für die Fitnessstudios gewonnen wurde und zugleich der Grundstein für die modernen Kurssysteme gelegt werden konnte.
Fazit Albert Busek: MUCkis für alle
Fitness auf dem Weg zum Volkssport – steigende Akzeptanz und neue Herausforderungen
Die Gründung der BSA-Akademie, des DSSV, der FIBO und zahlreicher Fachverlage sowie die weitere Ausdifferenzierung bzw. Professionalisierung der Branche bis nach der Jahrtausendwende sind wichtige Meilensteine, an die wir nahtlos in Teil 4 unserer Reihe anknüpfen werden – seien Sie also gespannt!
Albert Busek ist u. a. Unternehmer, Studiobesitzer, Gründer der BSA-Akademie und einer der Wegbereiter des Bodybuildings in Deutschland. Als Sportfunktionär bei Bodybuilding-Meisterschaften trat er erstmals 1960 in Erscheinung. Als langjähriger Präsident des Deutschen Bodybuilding- und Fitnessverbandes (DBFV) sowie Herausgeber und Chefredakteur mehrerer Bodybuilding-Zeitschriften stieg er zu einem der einflussreichsten Funktionäre der deutschen Kraftsportszene auf.
Florian Schmidt
Foto: DHfPG/BSA
Das moderne Fitnesstraining wurde gerade durch diese Entwicklungen und den Pioniergeist dieser „(r)evolutionären Zeit“ deutlich facettenreicher. Fitness war in der Gesellschaft angekommen – aber von einer breiten Akzeptanz konnte man zu dieser Zeit trotzdem noch nicht sprechen, obgleich das mediale Interesse an der Branche stetig wuchs. Im Aktuellen Sportstudio des ZDF beantwortete Albert Busek 1982 Harry Valérien`s Fragen zum deutschen Studiomarkt – aber es sollte noch sehr viel Überzeugungs- und Lobbyarbeit kosten, um die Branche langfristig zu etablieren.
Albert Busek
Florian Schmidt absolvierte nach einem Studium im Hotelmanagement und mehreren Jahren Berufserfahrung in der internationalen Hotellerie zusätzlich ein Master-Studium in Sportwissenschaft. Er ist als Dozent, Wissenschaftsredakteur und Tutor für die Deutsche Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement/BSA-Akademie tätig.
www.dhfpg-bsa.de
Auszug aus der Literaturliste Behringer, W. (2012). Kulturgeschichte des Sports: vom antiken Olympia bis zur Gegenwart. München: C. H. Beck Verlag.
Grenz, T. (2017). Mediatisierung als Handlungsproblem. Eine wissenssoziologische Studie zum Wandel materialer Kultur. Wiesbaden: Springer VS Verlag für Sozialwissenschaften.
Pauls, J. (2015). Das große Buch vom Krafttraining. München: Stiebner Verlag. Foto: Busek-Archiv
Geest, G. von der. (2012). Fitness-Bewegung. Vom Ursprung der „Mucki-Buden”, Ärztezeitung. Zugriff am 07.01.2019. Verfügbar unter https://www.aerztezeitung.de/panorama/article/822800/ fitness-bewegung-ursprung-mucki-buden.html
Kieser, W. (2008). Die Entdeckung des Eisens. Stationen meines Lebens. Berlin: Econ Verlag.
Stemper, T. (2017). Sport für alle – in kommerziellen Fitnessanlagen. In D. H. Jütting & M. Krüger (Hrsg.), Sport für alle. Idee und Wirklichkeit (Edition global-lokale Sportkultur, Band 31). Münster: Waxmann. Für eine vollständige Literaturliste kontaktieren Sie bitte marketing@dhfpg-bsa.de.
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ECKDATEN
Ø REAKTIONSQUOTEN IN DEUTSCHLANDS BUNDESLÄNDERN
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13,3%
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Eckdaten 2019 der deutschen Fitness-Wirtschaft
Fitness in Deutschlands 20 größten Metropolen Am 19. März 2019 wurden die „Eckdaten der deutschen Fitness-Wirtschaft” in Köln vorgestellt. Darin enthalten ist der jährliche Vergleich der Reaktionsquoten nach Bundesländern. Zusammen mit Ralf Capelan, Dozent an der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement (DHfPG), hat fitness MANAGEMENT die Reaktionsquoten auf Detailebene analysiert und in den 20 größten Städten Deutschlands ausgewertet. Das Ergebnis: Bereits 2,8 der rund 11,1 Millionen Mitglieder trainieren in diesen 20 Metropolen.
D
ie Entwicklung der deutschen Fitness- und Gesundheitsbranche ist längst auch ein mediales Thema. Seit der Veröffentlichung der aktuellen Eckdaten-Studie im März dieses Jahres gab es weit mehr als 150 Medienhäuser und Verlage, die den Status quo der Fitness-Wirtschaft aufgegriffen und ihren Millionen an Lesern zur Verfügung gestellt haben. Diese Medienresonanz ist beeindruckend. Ob TV, Print oder digital, ob Tages- oder Wochenzeitung, ob als Kurzmeldung oder als ausführlicher Hintergrundbericht, zahlrei-
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che Leitmedien wie ARD, ZDF, n-tv, das Handelsblatt, die Welt aber auch etliche Onlineportale griffen die positiven Kennzahlen auf: Die Branche wächst auf 9.343 Fitness- und Gesundheitsanlagen in Deutschland und zählt rund 11,1 Millionen Mitglieder.
Mitgliederverteilung nach Bundesländern Aber wie verteilen sich die 11,1 Millionen Mitglieder auf die 16 Bundesländer? Und in welchen Bundesländern ist eine hohe, in welchen
Ø REAKTIONSQUOTEN IN DEN 20 GRÖSSTEN STÄDTEN DEUTSCHLANDS Frankfurt a. M.
13,7 %
Stuttgart
14,4 %
Bonn
13,9 %
Köln
13,9 %
München
13,3 %
Nürnberg
13,3 %
Hannover
13,8 %
18,7 %
Hamburg
18,6 %
18,6 %
Düsseldorf
13,9 %
Dresden
10,9 %
Top-20-Städte
13,4 %
Bremen
16,6 %
Dortmund
13,9 %
Bielefeld
13,9 %
Bochum
13,9 %
15,6 %
Essen
13,9 %
15,4 %
Münster
13,9 %
Leipzig
10,9 %
Wuppertal
13,9 %
Berlin
14,5 %
Duisburg
13,9 %
Regionale Reaktionsquoten von über 20 Prozent erreicht
Werden die Mitglieder in den 20 größten Städten addiert, so decken diese mit 2,8 Millionen der insgesamt 11,1 Millionen Trainierenden bereits ein Viertel aller Mitglieder in Deutschland ab. Im Vergleich dazu machen die Einwohner dieser Städte mit rund 16,2 Millionen Menschen nur ein Fünftel der deutschen Bevölkerung aus. Der höhere Mitgliederanteil in diesen Regionen liegt primär darin begründet, dass gerade in den Großstädten vermehrt Niedrigpreisanbieter mit großflächigen Anlagen und entsprechend auch mehr Mitglieder vorzufinden sind. Zudem sind Mikro- bzw. Boutiquestudios meist in städtischen Regionen vertreten, was die Mitgliederzahl in diesen Großstädten zusätzlich erhöht. Relativ ausgedrückt machen die Fitnessstudiomitglieder in diesen 20 Städten im Verhältnis zu den Einwohnern 17,2 Prozent aus. Damit liegt die Reaktionsquote in diesen Städten um 3,8 Prozentpunkte über dem Bundesdurchschnitt von 13,4 Prozent.
Fazit: Erfolg ist kein Automatismus Zusammenfassend kann festgehalten werden, dass sich die Fitnessbranche auch weiterhin positiv entwickelt. Die Anzahl der Anlagen, aber auch die Anzahl der Mitglieder pro Anlage steigen. Allerdings ist dieses Wachstum nicht selbstverständlich, sondern wird durch eine anhaltende Professionalisierung der Marktteilnehmer und Rahmenbedingungen vorangetrieben. Fazit: „Am Erfolg der Branche teilzuhaben, ist kein Automatismus!“
18,4 % 17,4 % 17,2 % 16,6 % 16,4 % 15,7 %
15,2 % 15,0 % 14,9 % 14,5 % 14,1 %
ø Stadt
Die zugrunde gelegten Einwohnerzahlen wurden auf der Basis der neuen Bevölkerungsdaten des Zensus 2015 des Statistischen Bundesamtes Wiesbaden sowie der Landesämter ermittelt. Die Werte für die Mitgliedschaften stellen eine Hochrechnung dar, die nach der Methodik der „Eckdaten 2019 der deutschen Fitness-Wirtschaft“ des DSSV ermittelt wurden. Dieser Hochrechnung liegen 2.656 kommerzielle Fitnessanlagen, verteilt über die 20 betrachteten Städte, zugrunde. Auf Basis dieser Grundgesamtheit wurden die Mitgliedschaften über die Durchschnittswerte der jeweiligen Marktgebiete und Segmente (Einzel-, Ketten- und Mikrostudio) hochgerechnet. Die Hochrechnung der Mitgliedschaften bezieht sich auf den Stichtag 31.12.2018. Die (Fitness-)Reaktionsquote ist definiert als Anteil der Mitgliedschaften in Fitness- und Gesundheitsanlagen, gemessen an der Gesamtpopulation eines Gebietes in Prozent.
Die vollständigen „Eckdaten 2019 der deutschen Fitness-Wirtschaft“ können unter www.ssv-verlag.de erworben werden. Kosten: 99,- EUR (zzgl. Versand). Ermäßigter Preis: 39,- EUR (für Schüler und Studierende bei Vorlage einer gültigen Bescheinigung). DSSV e. V. – Arbeitgeb erverband deutsche Beutnerring 9 | 21077 Hamburg r Fitness- und E-Mail: dssv@dssv Gesundheits-Anlage | .de | www.dssv Telefon 040 - 766 24 00 n | Fax: 040 .de 766 24 044
Tel. 040 - 766 240 31 | www.ssv-verlag.de
ECKDATEN
der deutsch
2019
en Fitness-Wi
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2019
Die Top-20-Städte vereinen ein Viertel aller Mitglieder in Deutschland
19,2 % 18,8 %
Hinweis zur Methodik
Foto: Foto:DHfPG/BSA DHfPG/BSA
„Neue“ Bundesländer liegen regional auch über dem Bundesdurchschnitt. Unter den Top-20-Städten befinden sich beispielweise auch Dresden (17,4 %) und Leipzig (15,0 %). Im Vergleich zur durchschnittlichen Reaktionsquote im Bundesland Sachsen, welche bei 10,9 Prozent liegt, zeigt sich anhand der beiden genannten Beispiele, dass auch in den urbanen Regionen der ostdeutschen Bundesländer durchaus höhere Reaktionsquoten als im Bundesdurchschnitt (13,4 %) erreicht werden.
ø Bundesland
20,1 % 19,4 %
© DSSV
Während in den Eckdaten nur die Bundesländer verglichen werden, geht die nachfolgende Analyse einen Schritt weiter: Die 20 größten Städte nach Einwohnerzahl wurden ausgewertet und entsprechend ihrer Reaktionsquote in Beziehung gesetzt. Während der Schnitt der bundesweiten Reaktionsquoten bei 13,4 Prozent liegt, schaffen es einige Städte sogar über 20 Prozent. Hier seien Frankfurt am Main (21,9 %), Stuttgart (20,3 %) und Bonn (20,1 %) genannt. Beispielsweise handelt es sich in Frankfurt um einen stark umkämpften Markt, in dem ein relativ hoher Anteil an Fitnessstudioketten aus allen Segmenten angesiedelt ist. Neben großen nationalen und internationalen Ketten sind in der Stadt am Main aber auch einige lokale Kettenbetreiber vorzufinden, die zusätzliche Mitglieder binden.
21,9 % 20,3 %
ECKDATEN
eine geringere Reaktionsquote zu verzeichnen? Diesen Fragen ist die Eckdaten-Studie 2019 nachgegangen. Weit vorne liegen die Stadtstaaten Hamburg (18,6 %), Bremen (16,6 %) und Berlin (14,5 %). Doch auch kleine Bundesländer wir das Saarland (15,1 %) oder dicht besiedelte Bundesländer wie Nordrhein-Westfalen (13,9 %) schneiden im nationalen Vergleich gut ab. „Schlusslichter“ im Deutschlandvergleich sind die ostdeutschen Bundesländer Thüringen (10,1 %), Sachsen-Anhalt (9,5 %) und Mecklenburg-Vorpommern (8,0 %). Dies ist aber weniger auf die Tatsache zurückzuführen, dass es sich um „neue“ Bundesländer handelt, vielmehr sind diese geringeren Quoten dadurch bedingt, dass es in diesen Gebieten vergleichsweise weniger Ballungszentren gibt als in anderen Bundesländern.
Ralf Capelan Dipl.-Betriebswirt Ralf Capelan ist Dozent, Autor und Tutor an der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement/BSA-Akademie. Seit vielen Jahren ist der ehemalige Geschäftsleiter führender Fitnessketten zudem als Unternehmensberater im Fitness- und Freizeitmarkt tätig.
www.dhfpg-bsa.de
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INTERNATIONAL
Die Zeichen stehen gut für ein erhebliches Wachstum in der Fitnessbranche
Das „Goldene Zeitalter“ der Fitness ist eingeläutet Foto: © thodonal - Fotolia.com
D ie Fitness- und Gesundheitsbranche ist eine Wachstumsbranche – die Eckdaten 2019 der deutschen Fitness-Wirtschaft von DSSV, Deloitte und DHfPG unterstreichen dies eindrucksvoll: Der deutsche Fitnessmarkt verzeichnet mehr als 11 Millionen Mitglieder in über 9.000 Studios. Auch der European Health & Fitness Market Report 2019 von Europe Active und Deloitte weist für die Fitnessbranche in Europa ein solides Wachstum aus. Hans Muench, Kenner der internationalen Fitnessszene, analysiert für fitness MANAGEMENT die Wachstumsperspektiven.
D
ie Sterne für die Fitness- und Gesundheitsbranche stehen gut: Die Bedingungen für ein weiteres Wachstum sind für die Verbraucher und auch für Studiobetreiber, Mitarbeiter und Trainer nahezu optimal. Dieses Wachstum – sowohl in Deutschland also auch international – wird in einer Reihe von Bereichen zu beobachten sein, vor allem in den folgenden: 1. Die Anzahl der Studiomitglieder und Nutzer von Fitnessclubs und alternativen Fitnessangeboten wird signifikant steigen. 2. Eine Erhöhung der Reaktionsquote: Der Prozentsatz der körperlich aktiven Bevölkerung, die in Fitnessanlagen – inkl. Boutique-Studios, Aggregatoren und Vereinsfitness – aktiv ist, wird weiter steigen. 3. Mehr Sportmöglichkeiten werden angeboten, um Fitness noch zugänglicher zu machen. Dazu gehören traditionelle Gesundheits- und Fitnessclubs sowie Online- und auch Outdoorfitness.
10 Gründe für nachhaltiges Wachstum Diese positive Konstellation und die Voraussetzungen für ein anhaltendes und nachhaltiges Wachstum der Branche sind auf eine Reihe von Ursachen zurückzuführen. Unter anderem sind dies: 1. Mehr Auswahl. Die Differenzierung und Segmentierung im Markt ermöglicht den Fitnessbegeisterten mehr denn je genau das zu bekommen, was sie wollen und wann sie es wollen. Streaming- und On-Demand-Dienste bieten den Verbrauchern die Gelegenheit, rund um die Uhr Kurse zu besuchen, wo immer sie sind und wann immer sie es wünschen. 50
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2. Niedrigere Preise für bestimmte Produkte und Dienstleistungen, z. B. Low-Budget-Clubs für diejenigen, die nur Maschinen nutzen wollen oder On-Demand- und StreamingInhalte für diejenigen, die lieber zu Hause trainieren. Die (finanzielle) Schwelle zur Teilnahme an Fitnessangeboten sinkt durch das Angebot maßgeschneiderter Lösungen. 3. Wachstum und Diversifizierung des Boutique-Angebotes. Die Spezialisierung (Indoor-Cycling, HIIT, Rudern, Yoga, Pilates, Barre, Boxen und viele weitere Modelle einschließlich multidisziplinärer Konzepte), begleitet von dem Wunsch der Verbraucher nach einer Team- oder Gemeinschaftserfahrung, hat Konzepte entstehen lassen, die eine höhere Qualität des Trainingserlebnisses und generell maßgeschneiderte Lösungen schaffen. 4. Ein verstärktes Bewusstsein für die Bedeutung und den Nutzen von Bewegung für das allgemeine Wohlbefinden ist zunehmend wahrnehmbar – in den Medien, bei Firmen, Krankenversicherungen und der Bevölkerung allgemein. Verbraucher bekommen mehr und bessere Informationen über die Vorteile von Bewegung und wie man Sport treiben kann, wodurch der Status von Fitness und Fitnessanbietern gestiegen ist und auch weiter steigt. 5.Eine erhöhte Akzeptanz von Personal Trainern. Coaching, ob individuell oder in kleinen Gruppen, ist in vielen Bereichen Realität geworden, nicht nur in den Bereichen Gesund-
heit und Fitness. Die Bereitschaft, für zusätzliche oder separate Angebote mehr zu bezahlen als den Mitgliedschaftspreis, wächst. 6. Fitness-Tracker (Wearables, Apps) sind inzwischen zum Mainstream geworden. Eine aktuelle Studie (The Role of Wearables in Fitness Ecosystems) von Stephen Mears, Futuresource Consulting Ltd. belegt dies eindeutig. Mittels Fitness-Tracker ist es für die Menschen einfacher geworden, ihre Aktivitäten und Fortschritte nachzuvollziehen und zu verstehen. Inzwischen gibt es mehrere Unternehmen, die digitale Lösungen zur Messung von Kraft und Ausdauer (Gewicht, Wiederholungen) anbieten. Auf der FIBO 2019 wurde z. B. powrlink (vom Kölner Hersteller Aerobis) vorgestellt. Unternehmen wie Fittrack und Advagym bieten ähnliche Lösungen. 7. Ein verbessertes Preis-Leistungsverhältnis schafft mehr Wert. Für die Trainierenden, die sich Clubs mit langfristigen Verträgen angeschlossen haben (12 bis 24 Monate), die Einrichtungen jedoch nicht so oft genutzt haben wie gedacht, eröffnen sich alternative Möglichkeiten – man bezahlt nur für das, was man tatsächlich nutzt. Hierzu gehören digitale Aggregatoren (z. B. Urban Sports Club, ClassPass oder GymPass), durch die verschiedene Arten von Sport- und Bewegungseinrichtungen in Anspruch genommen werden können, ohne mehrere Mitgliedschaften eingehen zu müssen. Viele dieser Angebote sind darüber hinaus monatlich kündbar. 8. Körperliche und geistige Gesundheit sind zunehmend untrennbar miteinander verbunden. Fit zu werden und zu bleiben kann z. B. helfen, einen besseren Job zu bekommen, wettbewerbsfähiger zu sein und sich am Arbeitsplatz zu behaupten. Fit sein wird auch als eine Art „Versicherung für den Lebensstandard“ und als erstrebenswerter Zustand für Geist und Körper verstanden. 9. Neue und innovative Produkte erhöhen die Attraktivität und Effizienz des Workouts. Hierzu gehören spannende VR- (Virtual Reality) und AR- (Augmented Reality, die Wahrnehmung der um virtuelle Elemente erweiterten realen Welt) Lösungen. 10. Neue Kinderbewegungsprogramme wie friendscallmejim.com kombinieren traditionelle Übungen wie Klettern mit modernen „Fantasy“-Inputs (Zeichentrickfiguren und/oder multimediale Ergänzungen) und erhöhen die Attraktivität des Erlernens der motorischen Fähigkeiten.
Wird die gesamte Branche vom Wachstum profitieren? Wie in jeder Branche bringen Entwicklungen – insbesondere technologischer Art – neue Geschäftsmodelle mit sich und zwingen bestehende Unternehmen zur Anpassung. Anbieter, die nicht anpassungsfähig genug sind, können unter Druck geraten. Das Wachstum des Low-Budget- oder Discount-Sektors hat u. a. dazu geführt, dass Fitnesstraining als solches in der Wertschätzung vieler Verbraucher gesunken ist. Das zwingt Fitnessdienstleister, vor allem im mittleren Preissegment, ihre individuellen Mehrwerte transparenter darzustellen.
„Das Glas ist mehr als halb voll“
Foto: Hugues Namaar
Trainer und Trainerinnen haben 2019 ausgezeichnete Karriere- und Verdienstperspektiven. Fitnesstrainer bzw. Personal Trainer zu werden, gilt für Männer und Frauen als anerkannter Karriereweg. Die Sterne haben sich also auf einen gesünderen Planeten ausgerichtet, und eine „steigende Flut treibt alle Boote“.
Hans Muench: Ein Kanadier mit deutschem Pass, lebt seit fünf Jahren in Winterthur, Schweiz. Er war viele Jahre Director of Europe der IHRSA. Hans Muench ist heute Dozent im MBA-Programm der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement (DHfPG), gefragter Referent und Berater für Clubs und Lieferanten der Fitness- und Freizeitbranche in mehreren Ländern sowie Beiratsmitglied des Boutique-Studioverbandes AFS (www.afsfitness.com). www.hans-muench.com
NEUE FÖRDERMITGLIEDER
Neue Fördermitglieder seca ist Weltmeister im Bereich des Ausdauersports: Seit 1840 entwickelt und produziert seca ausdauernd und ambitioniert medizinische Messsysteme und Waagen und ist in diesem Segment Weltmarktführer. Die seca Teamplayer arbeiten international in 16 Niederlassungen an innovativen Messlösungen zur Beurteilung des Gesundheitszustandes, um diese Poleposition weiterhin zu halten. Insbesondere, wenn es um die exakte Bestimmung der Körperzusammensetzung geht, ist seca in der Medizin führend. In nur 17 Sekunden bestimmen die medical Body Composition Analyzer (mBCA) von seca den Muskel- und Körperfettanteil sowie das Körperwasser und die Zellgesundheit. Darum überzeugt seca auch in der Sport- und Rehabilitationsmedizin sowie in der Fitnessbranche Ärzte, Trainer und Sportler, die Wert auf höchste Präzision legen und einen medizinischen Anspruch an das Training haben. Messsysteme, die sonst in der Kardiologie oder Onkologie eingesetzt werden, bieten Ergebnisse, deren Genauigkeit wissenschaftlich validiert ist und tiefe Insights ermöglichen. Fitnessstudios, die ihre Kunden mit individuellen und ganzheitlichen Trainingskonzepten unterstützen wollen, profitieren von diesem medizinischen Anspruch. Ergänzende Software- und Integrationslösungen tragen die Daten in die digitale Welt und begleiten Studios ins Zeitalter der Fitness 4.0. Mit jahrzehntelanger Erfahrung im medizinischen Messen und Wiegen setzt das Hamburger Unternehmen neue Maßstäbe bei der gesundheitlichen Prävention, der Rehabilitation und bei Medical Fitness-Anwendungen. Dabei hat seca das Ziel klar vor Augen: Studios im umkämpften Fitnessmarkt noch wettbewerbsfähiger und profitabler zu machen! seca. Präzision für die Gesundheit. www.seca.com
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Neue Mitglieder OFFIZIELLES MITGLIED
BOCK auf SPORT Juliane Heyers 26899 Rhede
Sportinsel Kelheim Ahmet Lafci 93309 Kelheim
Megafit Carsten Richter 01445 Radebeul
Fitnesslounge Erlangen Georg Weid 91054 Erlangen
Körperformen Konstanz Daniel Weissinger 78467 Konstanz
Wellness bei Tiffany Brigitte Reinhart 83043 Bad Aibling
EMS-Lounge Sandra Maier 63769 Hösbach
RainbowPark Andrea Neukirch 31515 Wunstorf
EMS-Lounge Michaela Erdenbrink 49477 Ibbenbühren
HAGIUS Nicolas Schmidt-Hagius 14195 Berlin
Sporthäusel Susanne Goy 56335 Neuhäusel San-Fit Sancar GbR 61169 Friedberg
FÖRDERMITGLIED
LifeFitness Rödermark Ahmet Kilic 63322 Rödermark 25MINUTES Denis Rösler 50672 Köln
Noch mehr Leistungen für DSSV-Mitglieder!
Der DSSV-Vorteilsclub Der Vorteilsclub Um unseren Mitgliedsstudios den bestmöglichen Service bieten zu können, wird unsere Verbandsarbeit seit über 35 Jahren von unseren Fördermitgliedern unterstützt, die mit ihren Produkten und Leistungen alle Bereiche des Studiobedarfs abdecken. Die Angebotsbreite der DSSV-Fördermitglieder reicht von der Herstellung von Fitnessgeräten sowie der Ausstattung und Einrichtung über Nahrungsergänzungsmittel und Analyseverfahren bis hin zu Trainingsprogrammen sowie Unternehmensberatung und Marketing. Darüber hinaus gehören auch Bildungsinstitute zu den Partnern des DSSV. Profitieren Sie noch heute von exklusiven Angeboten und verschaffen Sie sich einen Überblick über die Vorteile im internen Bereich.
Mehr erfahren im internen Bereich unter www.dssv.de
FACHARTIKEL MARKETING
E-Mail-Marketing in der Fitnessbranche E-Mail-Marketing gehört seit den Anfängen des Internets zu den wichtigsten digitalen Marketing-Disziplinen und hat bis dato nichts von seiner Bedeutung eingebüßt. Auch in der deutschen Fitness- und Gesundheitsbranche ergibt sich ein großes Potenzial, um mit E-Mail-Marketing bestehende Mitglieder besser ans eigene Unternehmen zu binden bzw. neue Mitglieder für das Studio zu gewinnen.
E
-Mail-Marketing ist ein Teilgebiet des Online-Marketings und im Speziellen dem Direktmarketing zuzuordnen. Es dient Unternehmen dazu, ihre bestehenden Kontakte zu Mitgliedern und Kunden weiterhin auszubauen und zu festigen sowie neue Kunden bzw. neue Mitglieder zu gewinnen. Wie der Name schon verrät, funktioniert E-Mail-Marketing über das Versenden von meist automatisierten E-Mails. Für die „Marketing-Automatisierung“ steht Unternehmen mittlerweile eine große Auswahl an Tools zur Verfügung. Die Funktionen solcher softwaregestützter E-Mail-Marketingtools reichen von Kampagnenerstellung (Kampagne) über Analyse- und Trackingfunktionen (Tracking) bis hin zum automatisierten und individuellen E-Mail-Versand.
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Im Rahmen des E-Mail-Marketings wird zwischen dem klassischen Newsletter und dem E-Mailing unterschieden. Bei den E-Mailings handelt es sich um den unregelmäßigen Versand von E-Mails, z. B. dann, wenn es ein aktuelles Angebot oder ein neues Produkt gibt und das Unternehmen seine Kunden darauf aufmerksam machen möchte. Newsletter und E-Mailing unterscheiden sich darin, dass der Newsletter in regelmäßigen Abständen an den Kundenstamm bzw. an Interessenten geschickt wird, wobei die Frequenz variieren kann. Newsletter können z. B. täglich, einmal in der Woche, monatlich oder in größeren Zeitintervallen versendet werden. Mithilfe eines Newsletters gibt das Unternehmen einen Überblick über aktuelle Geschehnisse, die das Unternehmen betreffen oder auch über be-
vorstehende Events. Selbstverständlich kann im Newsletter auch auf aktuelle Aktionen oder Produkte hingewiesen werden, die relevant für die Kunden sein können. Eine gut formulierte E-Mail im Rahmen des E-Mail-Marketings enthält idealerweise eine entsprechende Handlungsaufforderung (Call-to-Action) inkl. Verlinkungen, die auf spezielle Landingpages des Unternehmens weiterleiten. Eine Landingpage ist eine auf ein bestimmtes Ziel fokussierte Webseite. Zum Beispiel dient die Landingpage eines Fitnessstudios ausschließlich dazu, ein bevorstehendes Event zu bewerben oder etwa den Verkauf einer bestimmten Zusatzleistung (z. B. Personal Training) zu vermarkten. Ein großer Vorteil des E-Mail-Marketings liegt in der Möglichkeit, automatisierte E-Mail-Sequenzen (sogenannte Kampagnen) zu versenden, die jeweils bestimmte Ziele verfolgen. So könnten z. B. spezielle E-Mail-Kampagnen eingesetzt werden, die ausschließlich das „Onboarding“ neuer Mitglieder unterstützen oder im Speziellen auf die Mitgliedergewinnung abzielen.
Status quo E-Mail-Marketing
Foto: © Tierney - Fotolia.com
Trotz der im Vergleich zu den 90er Jahren geringeren E-MailÖffnungsraten von aktuell branchenübergreifend knapp 25 Prozent und Klickraten von 5 bis 10 Prozent, ist E-Mail-Marketing immer noch einer der wichtigsten digitalen Marketing-Kanäle. Denn der Einsatz von E-Mail-Marketing ist auch und gerade heutzutage mit vielen Vorteilen verbunden:
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FACHARTIKEL MARKETING
• Über die entsprechenden E-Mail-Marketingtools ist eine Marketing-Automatisierung möglich. Dies bedeutet, dass die E-Mails – bezogen auf bestimmte Zeiten, Events oder Ähnliches – einmalig oder in Sequenzen vollautomatisiert herausgeschickt werden können. Dazu können die E-Mails auch noch individualisiert werden. Dies bedeutet, dass man mit relativ wenig Aufwand sehr effektiv sein kann. Zum Beispiel könnte jeder neue Lead über eine automatisierte E-Mail-Sequenz, also über mehrere aufeinander folgende E-Mails, mit hochwertigem, zielgruppenrelevantem Content dazu gebracht werden, eine Mitgliedschaft im Studio abzuschließen. Quasi neue Mitgliedschaften „auf Autopilot“. Was will ein Unternehmer mehr?
Fazit E-Mail-Marketing ist und bleibt ein fester Bestandteil jeder Marketingstrategie. Oftmals wird jedoch noch nicht das volle Potenzial, insbesondere bezogen auf eine mögliche Marketing-Automation, genutzt. Da E-Mail-Marketing enorme Automatisierungsmöglichkeiten liefert, sind positive Ergebnisse im Bezug auf Mitgliedergewinnung und -bindung sehr zeitund kosteneffektiv erreichbar.
Roman Spitko
Foto: DHfPG/BSA
Vorteile in der Praxis • E-Mail-Marketing ist unabhängig. Man muss sich beim E-MailMarketing keinen speziellen Regeln der Plattformen unterwerfen. So kann man z. B. mit E-Mails unabhängig der Werberichtlinien und Nutzungsbedingungen von Google, Facebook usw. agieren. • E-Mail-Adressen (insbesondere von Kunden) sind, sofern sie rechts- und datenschutzkonform erhoben wurden, einfach zu verwenden, vor allem für Aussendungen an den bestehenden Kundenstamm. Aber auch eine Gewinnung von neuen „Leads“, also von Interessenten, ist über entsprechende Schritte und Tools auf der Landingpage bzw. Homepage des Studios leicht zu realisieren. Mit der effektiven Kombination verschiedener Online-Marketing-Techniken ist es sogar möglich, neue Leads vollautomatisch, quasi „auf Autopilot“, zu akquirieren. Je nach nachgelagerten Verkaufsprozessen können diese Leads dann unkompliziert in neue Mitglieder umgewandelt werden. • E-Mail-Kampagnen können Unternehmen dabei helfen, Glaubwürdigkeit und Vertrauen aufzubauen. Die Grundlage hierfür sind problemlösende, informative Inhalte („Content“), die an die Adressaten gesendet werden. Und Vertrauen bzw. Glaubwürdigkeit sind eine wichtige Basis, damit aus Interessenten Kunden werden, welche die Produkte bzw. Dienstleistungen der Unternehmen tatsächlich kaufen. • Über E-Mail-Kampagnen, E-Mailings und Newsletter können neue Produkte, Angebote, Zusatzleistungen, aber auch neue Mitgliedschaften beworben und schließlich auch verkauft werden. • Für jede Marketingstrategie ist Messbarkeit ein wichtiger Erfolgsfaktor, um basierend auf den erzielten Ergebnissen Verbesserungsmaßnahmen einzuleiten. E-Mail-Marketing-Softwaretools bieten hier erstklassige Möglichkeiten, wichtige Kennzahlen, wie z. B. die Klick-, Öffnungs- und Konversionsraten, schnell zu analysieren und daraufhin die entscheidenden Optimierungsmaßnahmen durchzuführen. • Nahezu jeder Mensch verfügt über eine E-Mail-Adresse und E-Mails können heutzutage von allen Endgeräten aus geöffnet werden. Dies ist ein entscheidender Vorteil, denn andererseits ist – allen Trends zum Trotz – nicht jeder Mensch z. B. auf Facebook oder Instagram vertreten. • Mehrfachkontakte und regelmäßige Kommunikation sind wichtig, um Beziehungen aufzubauen und im Bewusstsein der Menschen zu bleiben. Dies gilt für bestehende Mitglieder, aber auch für potenzielle Mitglieder (Leads). Somit helfen regelmäßige E-Mails sehr bei der Kunden- und Lead-Pflege, da solche Mehrfachkontakte einfach realisiert werden können.
Roman Spitko verfügt über ein Studium der Betriebswirtschaftslehre sowie ein Master-of-Laws-Studium (LL.M.). Er ist als Dozent für die Deutsche Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement/BSA-Akademie tätig. Seit 2015 fungiert er zudem als Fachleiter Management/Ökonomie.
www.dhfpg-bsa.de Literaturliste Holland, H. (2014). Digitales Dialogmarketing. Grundlagen, Strategien, Instrumente. Wiesbaden: Springer Gabler. Lammenett, E. (2017). Praxiswissen Online-Marketing. Affiliate- und E-Mail-Marketing, Suchmaschinenmarketing, Online-Werbung, Social Media, Facebook-Werbung (6. Aufl.). Wiesbaden: Springer Gabler. Olbrich, R., Schultz, C. D. & Holsing, C. (2015). Electronic Commerce und Online-Marketing. Ein einführendes Lehr- und Übungsbuch. Berlin: Gabler.
Der Autor dieses Artikels referiert zu diesem Thema beim DSSV-Workshop „Mitgliederbindung & -gewinnung durch Online-Marketing “, der im Juni in mehreren deutschen Städten stattfindet.
Online Marketing
E-Mail-Marketing – zur Kundenbindung und -gewinnung Instagram – einer der wichtigsten Online-Marketing-Kanäle YouTube – Erstellung eines eigenen Kanals als entscheidender Faktor speziell in der Fitness- und Gesundheitsbranche Frankfurt: Leipzig: Hamburg:
11.06.2019 12.06.2019 18.06.2019
München: Köln:
19.06.2019 25.06.2019
Anmeldung unter: www.bildungsinstitut.dssv.de/online-marketing
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Zusätzlich hält Roman Spitko ein Intensivseminar zum Thema Instagram beim diesjährigen Aufstiegkongress am 25./26.10. in Mannheim. Weitere Informationen: www.aufstiegskongress.de
Foto: © Tierney - Fotolia.com
HINWEIS
RECHT
Der DSSV klärt auf:
Scheinselbstständigkeit – Risiko für Studiobetreiber und Trainer
Gerade in der Fitness- und Gesundheitsbranche ist Scheinselbstständigkeit aktuell ein viel diskutiertes Thema. Es herrscht sowohl seitens der Arbeitgeber als auch der Arbeitnehmer nach wie vor große Verunsicherung im Rahmen der freiberuflichen Tätigkeit von Übungsleitern, Personal Trainern und Co. Deshalb klärt der DSSV mit diesem Artikel von Werner Kündgen auf, wann eine Scheinselbstständigkeit überhaupt vorliegt bzw. was in der vertraglichen Ausgestaltung bei der Beschäftigung von Mitarbeitern im Einzelfall beachtet werden muss, damit keine horrenden Nach- bzw. Strafzahlungen auf Sie zukommen. Foto: © tynyuk - Fotolia.com
D
er Fitness- und Gesundheitsmarkt wächst und die Nachfrage nach qualifizierten Mitarbeitern und Trainern steigt kontinuierlich an. Die Studiobetreiber haben heute diverse Möglichkeiten, ihre Fachkräfte entweder als Angestellte oder als freie Mitarbeiter zu beschäftigen. Je nach Bedarf stehen u. a. festangestellte Trainer, dual Studierende (z. B. in der Studienrichtung Fitnessökonomie oder Fitnesstraining) oder selbstständige Honorarkräfte, Personal Trainer etc. zur Verfügung.
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Scheinselbstständigkeit herrscht besonders hier wachsende Unsicherheit, was auch die steigende Zahl an Rückfragen und Anrufen in der DSSV-Rechtsabteilung zeigt.
Und hier besteht bereits der erste große Unterschied: Ein Angestellter genießt als Arbeitnehmer gemäß § 611a zahlreiche Schutzbestimmungen des Arbeitsrechts und verursacht zudem zusätzliche Lohnnebenkosten. Der Begriff des Arbeitnehmers hat somit zentrale Bedeutung im Arbeitsrecht. Ein freier Mitarbeiter ist dagegen als Selbstständiger aufgrund des Dienst- oder Werkvertrages einzustufen (§§ 611, 631 BGB).
Für die Unterscheidung, ob ein Trainer nun tatsächlich oder nur zum Schein selbstständig agiert, kommt es nicht per se auf die formelle Bezeichnung oder die vertraglichen Regelungen, sondern vielmehr auf die tatsächliche Ausgestaltung des zustande kommenden Arbeitsverhältnisses an. Die vertragliche Vereinbarung ist hier nicht maßgeblich entscheidend – vielmehr sind die tatsächlichen Tätigkeiten und die Rahmenbedingungen des Arbeitsverhältnisses hier ausschlaggebend (siehe Tabelle 1). In der Praxis bereitet die Abgrenzung dieser Aspekte vielen Studiobetreibern nach wie vor große Schwierigkeiten, wodurch es bei den Betriebsprüfungen der zuständigen Rentenversicherungsträger immer wieder zu „bösen Überraschungen“ kommt.
Gerade der Einsatz von freien Mitarbeitern ist in vielen Betrieben der Fitness- und Gesundheitsbranche ein notwendiges Mittel, um Lohnkosten zu senken und den Einsatz des Personals im Studio möglichst flexibel zu gestalten. Aufgrund der jüngsten Entwicklungen und der medialen Berichterstattung rund um das Thema
Geht der Unternehmer bzw. Studiobetreiber nämlich fälschlicherweise von einer selbstständigen Beschäftigung aus, so kommt es bei Feststellung einer abhängigen Beschäftigung durch den Betriebsprüfer in der Regel zur Nachzahlung der Sozialversicherungsbeiträge durch den Arbeitgeber. Ob nun eine Arbeitnehmereigenschaft
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Tabelle 1: Grundlegende Unterscheidungen zwischen einem Angestelltenverhältnis und einer freien Mitarbeitertätigkeit
Kennzeichnend für Arbeitnehmereigenschaft:
Kennzeichnend für eine Tätigkeit als freier Mitarbeiter:
Weisungsgebundenheit hinsichtlich: Art, Weise, Zeit, Dauer und Ort der Dienstleistung
nicht weisungsgebunden hinsichtlich: Ort, Zeit und Verfahren der Leistungserbringung, mit Ausnahme fachlicher Weisungen
Eingliederung in den Betrieb
freiberuflich selbstständig tätig
persönliche Abhängigkeit
trägt eigenes Geschäftsrisiko
wirtschaftliche Abhängigkeit
verwendet eigene Arbeitsmittel/hat eigenes Büro
Arbeitnehmer bringt in der Regel seine gesamte Arbeitskraft ein
kann uneingeschränkt für andere Auftraggeber tätig werden
Arbeitnehmer darf durch eigene Tätigkeit oder Tätigkeit für ein anderes Unternehmen seinem Arbeitgeber keine Konkurrenz machen
hat weder Kündigungsschutz oder Urlaubsanspruch noch Anspruch auf Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall
Arbeitnehmer hat seine Leistung durch eigene Person zu erbringen
ist einkommenssteuerpflichtig und ggf. umsatzsteuerpflichtig hat eine eigene Berufshaftpflichtversicherung hat keine Sozialversicherung Streitigkeiten werden vor Zivilgerichten ausgetragen
tatsächlich vorliegt, muss nach einer Würdigung aller Umstände des Einzelfalls bestimmt werden. Ein Blick auf die generellen Unterscheidungskriterien des Beschäftigungsverhältnisses (siehe Tabelle 1) zeigt, dass die zugrunde liegenden kennzeichnenden Kriterien durchaus nicht immer alle gleichzeitig zutreffen müssen bzw. diese bei Trainern, Übungsleitern und Co. nicht immer trennscharf abgegrenzt werden können. Wesentliches Indiz ist in erster Linie der Grad der unternehmerischen Entscheidungsfreiheit. Die Entscheidungsfreiheit kann gemäß Direktionsrecht des Arbeitgebers (§ 106 GewO) den Inhalt, die Durchführung, die Zeit und den Ort der Tätigkeit betreffen. In seiner Entscheidung eingeschränkt ist, wer nicht im Wesentlichen frei seine Tätigkeit gestalten und seine Arbeitszeit bestimmen kann (weisungsgebunden). Der Grad der persönlichen Abhängigkeit hängt dabei auch von der Eigenart der jeweiligen Tätigkeit ab. Weitere Indizien sind, inwiefern ein unternehmerisches Risiko getragen wird, unternehmerische Chancen wahrgenommen werden und hierfür beispielsweise Eigenwerbung betrieben wird. Beim konkreten Verdacht einer Scheinselbstständigkeit werden alle Aspekte sorgfältig geprüft und bewertet.
Wann liegt konkret eine Scheinselbstständigkeit vor? Eine Scheinselbstständigkeit liegt immer dann vor, wenn jemand zwar nach der zugrunde liegenden Vertragsgestaltung selbstständige Dienst- oder Werksleistungen für ein fremdes Unternehmen erbringt, tatsächlich aber nicht selbstständige Arbeiten in einem Arbeitsverhältnis leistet. Wenn beispielsweise ein Trainer augenscheinlich als freiberuflicher Mitarbeiter agiert und dem Studiobetreiber eine entsprechende Honorarrechnung für die erbrachten Leistungen stellt, ist das noch lange kein stichhaltiges Entscheidungskriterium für eine vorliegende selbstständige Tätigkeit. Hier prüft der zuständige Rentenversicherungsträger mit dem sogenannten „Statusfeststellungsverfahren“ nachträglich die tatsächliche Art des Beschäftigungsverhältnisses. Je nachdem, welche Kriterien hier erfüllt bzw. nicht erfüllt sind, entscheidet eben diese Einzelprüfung darüber, ob der entsprechende Trainer tatsächlich
als Selbstständiger bzw. freiberuflicher Mitarbeiter eingestuft wird oder ob eine Scheinselbstständigkeit vorliegt. Ist dies der Fall, wird der besagte Trainer rückwirkend als sozialversicherungs- und lohnsteuerpflichtiger Angestellter eingestuft.
Welche Konsequenzen resultieren aus einer Scheinselbstständigkeit? Wird bei einer entsprechenden Betriebsprüfung eine Scheinselbstständigkeit festgestellt, hat dies zur Konsequenz, dass insbesondere auf den Arbeitgeber zahlreiche Nachzahlungen und ggf. Strafzahlungen zukommen, denn es droht … eine Nachzahlung der Sozialversicherungs-, Säumnis- und Zinsbeträge, … eine Haftung wegen nicht abgeführter Lohnsteuer, … eine Geltendmachung des Vorsteuerabzuges … sowie ggf. Strafen aufgrund des Verstoßes gegen zahlreiche Arbeitnehmerschutzvorschriften. Der Studiobetreiber muss diese ausstehenden Sozialabgaben rückwirkend bis zu vier Jahre erstatten. Der scheinselbstständige Trainer selbst haftet maximal drei Monate in Höhe des Arbeitnehmeranteils. Je nach Länge des Beschäftigungsverhältnisses kommt daher für den Arbeitgeber zusätzlich ggf. der entsprechende Arbeitnehmeranteil hinzu. Stellt der zuständige Rentenversicherungsträger bei der Überprüfung den Tatbestand einer Scheinselbstständigkeit fest, werden meist als Konsequenz in der Folge alle freien Mitarbeiter des entsprechenden Unternehmens ebenfalls geprüft, was schnell zu weiteren Nachzahlungen führen kann – wenn die Mühle erst einmal ins Rollen gekommen ist. Je nach Anzahl der Mitarbeiter und des zeitlichen Umfangs der relevanten Beschäftigungen, kann dies sehr schnell existenzbedrohende Ausmaße für den Betrieb annehmen und im schlimmsten Fall bei grobem Vorsatz sogar strafrechtliche Konsequenzen nach sich ziehen.
Tabelle 2: Beispielrechnung bei 4-jähriger Beschäftigungsdauer mit monatlichem Nettoverdienst des Arbeitnehmers i. H. v. 1.500,00 €
Vom Arbeitgeber zu leistende Zahlung pro Arbeitnehmer
pro Monat
pro Jahr
Arbeitnehmeranteil ausstehender Sozialabgaben
434,06 €
5.208,72 €
Arbeitgeberanteil ausstehender Sozialabgaben
428,65 €
5.143,80 €
71,35 €
856,20 €
934,06 €
11.208.72 €
Zzgl. Umlagen sowie Insolvenzgeldumlage Summe Nachzahlungen und ggf. Strafzahlungen
Bezogen auf vier Jahre entspricht dies pro Arbeitnehmer 44.834,88 Euro, die der Studiobetreiber nachzahlen muss.
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RECHT Tabelle 3: Allgemeine Checkliste zur Scheinselbstständigkeit für Studiobetreiber
Indizien für Scheinselbstständigkeit
Indizien gegen Scheinselbstständigkeit
Ein klar definierter Auftraggeber Wirtschaftliche Abhängigkeit, Wettbewerbsverbot, Anteil von fünf Sechsteln des Umsatzes mit einem Auftraggeber usw.
Mehrere Auftraggeber Eigener Kundenstamm
Weisungs- & organisationsgebunden Klare Vorgaben hinsichtlich Art, Dauer, Inhalt, Gestaltung der Kurse, Workouts etc. Feste personelle Eingliederung in den Organisationsbetrieb des Studios (Dienstplan, Zusammenarbeit mit Arbeitnehmern, regelmäßige Teilnahme an Meetings usw.)
Gewerbeanmeldung Freiraum bei der Ausgestaltung der Kurse, freie Preisgestaltung etc. Eigene Haftpflichtversicherung, eigenes Kapital, eigene Betriebsmittel (Equipment, Firmenwagen, Büro, gebrandete Logo-Bekleidung, Werbemittel usw.)
Bezahlung nach Arbeitszeit Urlaubs- sowie Krankheitsvertretung, Anspruch auf Entgeltfortzahlung, gesetzliche Kündigungsfrist etc.
Bezahlung nach Erfolg Reduktion bei Misserfolgen – Unternehmerrisiko: möglicher Totalverlust durch Haftung bei falscher Arbeitsausführung oder Vermögenszuwachs durch eine mögliche Beteiligung
Warum ist deshalb eine frühzeitige Statusfeststellung für Unternehmer so wichtig? Um es erst gar nicht so weit kommen zu lassen, besteht die Möglichkeit, im Vorfeld einer Beschäftigung durch die Clearingstelle der Deutschen Rentenversicherung entsprechende Zweifel hinsichtlich der sozialversicherungsrechtlichen Einordnung der jeweiligen Erwerbstätigkeit klären zu lassen und so Rechtssicherheit zu erlangen. Dies geschieht im Rahmen des Statusfeststellungsverfahrens (Formular V0027).
liste (siehe Tabelle 3), die Ihnen der DSSV zur Verfügung stellt, können Sie sich bereits vor Beginn des Beschäftigungsverhältnisses mit diesen Aspekten ausführlich auseinandersetzen, damit es nicht nachträglich zu einer „bösen Überraschung“ bei der Betriebsprüfung kommt. Grundsätzlich unterscheidet man nach folgender „Faustformel“: Wer weisungsgebunden und fest in den Organisationsbetrieb eines Studios eingegliedert ist, ist Arbeitnehmer und kein Selbstständiger – also Achtung!
Wie wird eine solche Statusprüfung durchgeführt?
Werner Kündgen
Am besten richten Sie bei Beginn der Zusammenarbeit eine Statusanfrage an die BfA. Die Einstufung erfolgt dabei aus der „Gesamtwürdigung aller Umstände des Einzelfalls“. Stellt die BfA die Selbstständigkeit fest, ist das Ergebnis ab dem 01.01.2005 für alle Sozialversicherungszweige verbindlich. Die Antragstellung erfolgt schriftlich auf einem eigens hierfür entwickelten Antragsvordruck. Dieser kann im Internet unter: www.deutsche-rentenversicherung-bund.de heruntergeladen oder direkt bei der Deutschen Rentenversicherung schriftlich angefordert werden. Antragsberechtigt sind nur die Beteiligten, d. h. Auftraggeber und Auftragnehmer. Unbeteiligte Dritte, Behörden, Krankenkassen etc. sind nicht berechtigt, eine Statusprüfung durchführen zu lassen. Mit den entsprechenden Erläuterungen zum Antrag auf Feststellung des sozialversicherungsrechtlichen Status (V0028) und der Check-
• Vizepräsident des DSSV und des Bildungs-Institutes Deutscher Sportstudio Verband e. V. • Steuerberater • Vereidigter und öffentlich bestellter Sachverständiger • Leiter der Steuerabteilung und politischer Sprecher des DSSV
www.dssv.de Literaturliste Arbeitgeberverband Deutscher Fitness- und Gesundheits-Anlagen e. V. (DSSV) (Hrsg.) (2019). Eckdaten 2019 der deutschen Fitness-Wirtschaft. Hamburg: Selbstverlag. Arbeitgeberverband Deutscher Fitness- und Gesundheits-Anlagen e. V. (DSSV) (Hrsg.) (2019). Gehaltsrichtlinien (Stand Januar 2019). Hamburg: Selbstverlag. Refit Kamberovic (2018). Warum sich DHfPG-Studierende mehrfach lohnen. In fitness MANAGEMENT international 01/2019 (S. 36–39). Hamburg.
Fazit Aus Sicht des DSSV ist dringend zu empfehlen, bereits vor der Beschäftigung von selbstständig tätigen Erwerbspersonen eine solche Statusprüfung bei der Deutschen Rentenversicherung durchführen zu lassen, denn nur sie gibt die nötige Rechts- und somit auch Planungssicherheit. Zusätzlich sollten sich Studioinhaber von den freiberuflichen Trainern einmal jährlich belegen lassen, dass diese eine eigene Berufshaftpflichtversicherung abgeschlossen haben. Ist dies nicht der Fall, könnten Haftungsansprüche gegen den Trainer an den Studioinhaber weitergegeben werden und dies gilt es zu vermeiden. Die Rechtsabteilung des DSSV sowie spezialisierte Fachanwälte können Ihnen hierzu detaillierte weitere Auskünfte geben. Ein Blick auf die aktuellen Gehaltsrichtlinien des DSSV (Stand Januar 2019) und die steigende Zahl an akademischen Mitar-
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beitern in der Fitnessbranche von zurzeit 19,4 Prozent (DSSV, 2019) verdeutlicht, dass immer mehr Unternehmen und Studiobetreiber hier umdenken und neben den selbstständigen bzw. freien Honorarkräften immer häufiger auch auf festangestellte Mitarbeiter zurückgreifen. Gerade wenn es nicht nur um die Übernahme einzelner Kurse/Schichten, sondern um eine zeitintensive und regelmäßige Beschäftigung geht, zeigt der jüngste Personalkostenvergleich des DSSV (siehe fMi 01/2019), dass sich die dual Studierenden der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement (DHfPG) hier mehrfach lohnen. Insbesondere die Studierenden bzw. Absolventen des Studiengangs „Bachelor of Arts Fitnesstraining“ sind aufgrund ihrer Qualifikationen und Lizenzen flexibel einsetzbar, können diverse Aufgaben im Studio übernehmen und das Unternehmen aktiv mitgestalten.
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Foto: © nd3000 - Fotolia.com
Starke Nachfrage und hohe Akzeptanz innerhalb der Branche
Erfolgsmodell duales Studium Duale Studiengänge werden stark nachgefragt und genießen bei Studierenden wie Arbeitgebern gleichermaßen eine hohe Akzeptanz und Wertschätzung – das belegen zahlreiche branchenübergreifende Studien, die aktuellen Zahlen der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement (DHfPG) sowie die Eckdaten 2019 der deutschen Fitness-Wirtschaft.
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uale Studiengänge sind in der Fitness- und Gesundheitsbranche stark nachgefragt: Das zeigen u. a. die kontinuierlich steigenden Immatrikulationszahlen der DHfPG von aktuell 8.125
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Studierenden und die aktuelle Akademikerquote von knapp 1/5 aus den aktuellen Eckdaten der Deutschen Fitness-Wirtschaft (DSSV, Deloitte und DHfPG).
1/5 DER MITARBEITER IN DER FITNESS- & GESUNDHEITSBRANCHE SIND AKADEMIKER
2.707
DUAL STUDIERENDE SIND GEFRAGT
2018
Neuimmatrikulationen (DHfPG)
79,4 %
der Betriebe beschäftigen mind. 1 Studierenden
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Neben diesen generellen Kennzahlen und zahlreichen Studien aus dem branchenübergreifenden Bildungssektor (s. weiterführende Literaturliste) erfasst die DHfPG durch ihr hochschulinternes Qualitätsmanagement systematisch lückenlos und transparent weitere relevante Kennzahlen. Die Ergebnisse der regelmäßigen Studierenden-, Absolventen- und Praxispartnerbefragungen sowie der Evaluationsberichte/Audits werden nicht nur im Rahmen der Hochschulakkreditierung durch den Wissenschaftsrat bzw. die entsprechenden Akkreditierungsagenturen intensiv geprüft, sondern fließen vor allem auch kontinuierlich in die Weiterentwicklung der bestehenden Studiengänge ein, um einen hohen Praxisbezug und ein optimales duales Studium zu gewährleisten.
Ausgewählte Kennzahlen zum Studium Ein Blick auf die aktuellen Kennzahlen zeigt, dass im Vergleich zum Bundesdurchschnitt mit 97 Prozent (Bachelor of Arts) bzw. rund 90 Prozent (Master of Arts) ein außergewöhnlich hoher Anteil an DHfPG-Studierenden das Studium in der Regelstudienzeit abgeschlossen hat. Die Abbruchquote liegt mit knapp 10 Prozent ebenfalls deutlich niedriger als der Bundesdurchschnitt bzw. die Kennzahlen staatlicher Universitäten und Fachhochschulen.
AUSGEWÄHLTE KENNZAHLEN ZUM STUDIENVERLAUF
97
%
der dualen Bachelor-Absolventen schließen in der Regelstudienzeit ab
92
%
der Studierenden empfehlen die dualen Studiengänge weiter
10
%
Abbruchquote liegt deutlich unter dem Bundesdurchschnitt
Etwas mehr als ein Drittel der Studierenden wechselt im Laufe des Studiums zwar den Betrieb, absolviert aber dennoch das Studium im Anschluss erfolgreich. Die überwiegende Mehrzahl der Betriebswechsel findet bereits im ersten Semester im Rahmen der beruflichen Orientierung/der Probezeit statt. Die Studierenden suchen sich hier im Sinne einer natürlichen „Auslese“ gezielt die Betriebe aus, in denen sie sich bestmöglich weiterentwickeln und das Erlernte direkt umsetzen können. Die Abschlussnoten der Absolventen der DHfPG fallen mit 2,2 im Durchschnitt gut aus. Aus retrospektiver Sicht sind 74 Prozent der Bachelor-Absolventen mit dem dualen Studium an der Hochschule sehr zufrieden bzw. zufrieden. 92 Prozent der befragten Studierenden geben am Ende ihres Studiums an, dass sie das Studium an der DHfPG weiterempfehlen würden.
DUALES STUDIUM | ANZEIGE
Win-win-Situation für Studierende und Unternehmen – Praxispartner vom dualen Studium überzeugt Der Vorteil eines dualen Studiums liegt u. a. darin, dass die Studierenden im Schnitt 32 bis 35 Stunden pro Woche im Unternehmen mitarbeiten und neben dem akademischen Grad (z. B. Bachelor of Arts) auch 3,5 Jahre Berufserfahrung erwerben, die sie gewinnbringend in das Unternehmen einbringen und für die eigene Karriere nutzen können. Dass die praxisintegrierten Bachelor-Studiengänge der DHfPG eine optimale Kombination aus Praxisbezug und Theorie bieten, bestätigt nicht nur die Mehrzahl der Studierenden selbst, sondern auch die zahlreichen Praxispartner und Betriebe. Bereits während des Studiums sehen 81 Prozent hier einen hohen praktischen Nutzen: Sie können die dual Studierenden im eigenen Betrieb flexibel einsetzen, von deren Know-how profitieren und gemeinsam das Unternehmen voranbringen. So werden beispielsweise die Inhalte der dualen Studiengänge und/oder die Ergebnisse aus Abschlussarbeiten von knapp 70 Prozent der Betriebe zusammen mit den Studierenden für Optimierungen und Neuentwicklungen genutzt und umgesetzt. 98 Prozent der Praxispartner sind u. a. auch deshalb mit der DHfPG sehr zufrieden und planen langfristig mit den dual Studierenden.
Optimale Aufstiegs- und Karrierechance durch ein duales Studium 90 Prozent der Bachelor-Absolventen der DHfPG finden unmittelbar nach Abschluss ihres Studiums direkt eine Anstellung (65 Prozent davon sogar unbefristet), 61 Prozent bleiben weiterhin in ihrem Ausbildungsbetrieb beschäftigt und gestalten diesen auch zukünftig aktiv mit. 58 Prozent der Betriebe entscheiden sich bereits im Studienverlauf dazu, die Studierenden nach Abschluss des Studiums zu übernehmen und fast drei Viertel der Praxispartner beabsichtigt, zukünftig noch mehr dual Studierende zu beschäftigen. Das ist ein klares
Foto: © nd3000 - Fotolia.com
Indiz dafür, dass die Studiengänge der DHfPG bei Unternehmen eine hohe Akzeptanz und Wertschätzung genießen. Die Fitnessund Gesundheitsbranche bietet also für junge Nachwuchskräfte nicht nur sichere Arbeitsplätze, sondern auch langfristig berufliche Perspektiven.
SEHR GUTE KARRIERECHANCEN & AUFSTIEGSMÖGLICHKEITEN:
90 %
der B. A.-Absolventen finden direkt eine Stelle
65 %
schaffen den Sprung in eine unbefristete Anstellung
61%
bleiben weiterhin in ihrem Betrieb
Weiterführende Literaturliste zu relevanten Studien im Bereich „Duales Studium“ Autorengruppe Bildungsberichterstattung, wbv Media (Hrsg.) (2018): Bildung in Deutschland 2018. Ein indikatorengestützter Bericht mit einer Analyse zu Wirkungen und Erträgen von Bildung. Zugriff am 11.04.2019 unter https://www.bildungsbericht.de/de/bildungsberichte-seit-2006/bildungsbericht-2018/pdf-bildungsbericht-2018/bildungsbericht-2018.pdf Hans-Böckler-Stiftung (Hrsg.) (2019): DUAL STUDIEREN – UND DANN? Eine empirische Studie zum Übergangsprozess Studium–Beruf dualer Studienabsolvent/inn/en. Zugriff am 11.04.2019 unter https://www.boeckler.de/pdf_fof/100691.pdf Heublein, U., Ebert, J., Hutzsch, C., Isleib, S., König, R., Richter, J. & Woisch, A. (2017). Zwischen Studienerwartungen und Studienwirklichkeit Ursachen des Studienabbruchs, beruflicher Verbleib der Studienabbrecherinnen und Studienabbrecher und Entwicklung der Studienabbruchquote an deutschen Hochschulen. HIS Forum Hochschule 1/2017. Hannover: Deutsches Zentrum für Hochschul- und Wissenschaftsforschung GmbH. Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft (Hrsg.) (2018): Trendmonitor Weiterbildung. Zugriff am 11.04.2019 unter https://www.stifterverband.org/pressemitteilungen/2018_01_31_trendmonitor_weiterbildung Stifterverband und Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA) (Hrsg.). Erfolgsmodell duales Studium. Leitfaden für Unternehmen. Zugriff am 11.04.2019 unter https://www.arbeitgeber.de/www/arbeitgeber.nsf/res/A62F023938200413C125796C0053568B/$file/Duales-Studium.pdf Die Evaluationsergebnisse und Kennzahlen der DHfPG stammen u. a. aus dem „Gesamtbericht 2017 – Qualitätsmanagement Leistungsbereich Lehre und Studium“ (25.09.2018) sowie aus aktuellen internen Auswertungen.
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VERANSTALTUNGEN
Mitarbeiter machen den Unterschied: „Touch & Tec – NEXT LEVEL“
Der Aufstiegskongress 2019
Prof. Dr. Friederike Rosenberger
Die Deutsche Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement/BSA-Akademie/BSA-Zert veranstaltet am 25./26. Oktober den Aufstiegskongress im m:con Congress Center Rosengarten in Mannheim. Der Fachkongress für aktive Gesundheitsgestalter widmet sich unter dem Motto „Touch & Tec – NEXT LEVEL“ besonders der Frage, ob sich durch individuelle Kundenbetreuung ein wirtschaftlicher Erfolg erzielen lässt. Also: High Profit durch High Touch?
I
st es möglich, durch „High Touch“ – eine individuelle und sehr persönliche Betreuung von Kunden – als Unternehmen im Fitnessund Gesundheitsbereich langfristig erfolgreich zu sein, also „High Profit“ zu generieren? Welche technischen Möglichkeiten haben Fitness- und Gesundheitsanbieter heute und in Zukunft, um sich voll auf die Bedürfnisse der Mitglieder konzentrieren zu können und sie aktiv und individuell bei der Erreichung ihrer Ziele zu unterstützen? Durch technischen Support können Ressourcen frei werden, die wiederum für eine individuelle Betreuung und Motivation der Kunden durch Mitarbeiter eingesetzt werden können. So kann die Kundenzufriedenheit gesteigert, die Fluktuation reduziert und die Basis für ein nachhaltig erfolgreiches Unternehmen gelegt werden. Unter dem diesjährigen Motto „Touch & Tec – NEXT LEVEL“ widmet sich der offene Fachkongress 2019 genau dieser Thematik.
„Up-to-date“ schon vor Kongresseröffnung Wer am 24. Oktober, ein Tag vor der offiziellen Kongresseröffnung, den wissenschaftlichen Vorkongress „Up-to-date“ besucht, auf dem Professoren und Forscher der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement (DHfPG) und weiterer Hochschulen sowie Forschungspartner ihre aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnisse referieren, kann u. a. beim Vortrag von Prof. Dr. Friederike Rosenberger dabei sein. Die Sportwissenschaft-
Nach einem Lauftraining mit Prof. Dr. Wessinghage und einem Gruppen-Workout am frühen Samstagmorgen können die Kongressteilnehmer direkt in die Fach-Foren starten. Im Forum Training „Evidence-Based Personal Training“ tragen bspw. Prof. Dr. Jens Ebing und Patrick Berndt ihre jeweiligen Referate „Hypertrophietraining – Forschungs-Upgrade für das Personal Training“ und „Anpassungsprozesse im Krafttraining – Angewandte Muskelphysiologie im Personal Training“ vor. Unter dem Titel des Forums Management „Dienstleistung – Digitalisierung und die ‚richtigen‘ Menschen machen Firmen erfolgreich!“ präsentieren Nicole Capelan und Andreas Wintz ihre Beiträge „Generation Z – Blackbox neue Generation Arbeitnehmer“ und „Die ‚perfekte‘ Dienstleistung – Qualität auf dauerhaft hohem Niveau“. Doch auch die Fach-Foren Ernährung, Betriebliches Gesundheitsmanagement sowie das Fach-Forum Sportökonomie werden von renommierten Experten mit spannenden Themen zum Kongressmotto „Touch & Tec – NEXT LEVEL“ gestaltet. Parallel zu den Foren bieten die beiden Referenten Roman Spitko und Ralf Capelan in gestaffelter Form zwei praxisnahe Intensivseminare zu „Existenzgründung“ und
Der wissenschaftliche Vorkongress steht allen interessierten Kongressteilnehmern offen. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt. Weitere Informationen unter: www.aufstiegskongress.de/vorkongress
Zahlreiche Top-Speaker Die offizielle Kongresseröffnung findet ein Tag später, am Freitag, den 25. Oktober, statt. Prof. Dr. Thomas Wessinghage, Prorektor der DHfPG, gibt den Startschuss für den insgesamt 13. Aufstiegskongress. Der Lauf-Europameister von 1982 über 5.000 Meter und Facharzt für Orthopädie sowie für Physikalische und Rehabilitative Medizin läutet damit ebenso die anschließende mit Top-Speakern besetzte Vortragsreihe, die von Pierre Geisensetter moderierte Podiumsdiskussion, das Nachwuchsforum sowie die obligatorische Ehrung von DHfPG-Absolventen ein. Der Tagesabschluss findet
Länger gesund und jung durch Sport – Was sagt die Wissenschaft? Der Schlüssel zum Muskelwachstum Schnell im Kopf: Exekutive Funktionen diagnostizieren und trainieren Ganzkörper-EMS-Training im Nachwuchsleistungsfußball
fitness MANAGEMENT international
Prof. Dr. Jan Mayer
M. Sc. Joshua Berger
„Instagram-Marketing“ an. Zwischen den Vorträgen können sich die Kongressteilnehmer unverbindlich und ganz individuell auf der angeschlossenen Partner-Ausstellung über neue Produkte und Angebote aus der Branche informieren.
Themenvielfalt am Foren-Samstag
lerin und Professorin an der DHfPG sowie stellvertretende Leiterin der Arbeitsgruppe Onkologische Sport- und Bewegungstherapie, Abteilung Medizinische Onkologie am Nationalen Centrum für Tumorerkrankungen (NCT) in Heidelberg, forscht und lehrt zu gesundheitsorientiertem Training, insbesondere für onkologische Patienten. In ihrem Vortrag erklärt Prof. Dr. Rosenberger, wie Elektromyostimulation (EMS) in der Onkologie einsetzbar ist und sich auf die Lebensqualität Betroffener auswirken kann.
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Dr. sc. ETH David Aguayo
schließlich in Form eines Get Togethers mit DJ und Buffet statt, das zum Netzwerken und Energietanken einlädt – denn der Samstag hat weitere Highlights zu bieten.
Weitere Referenten/Themen des wissenschaftlichen Vorkongresses: Prof. Dr. Arne Morsch Dr. sc. ETH David Aguayo Prof. Dr. Jan Mayer M. Sc. Joshua Berger
Prof. Dr. Arne Morsch
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Early-Bird-Tickets sichern! Zum diesjährigen Aufstiegskongress gibt es die neue Early-BirdAktion: Bei einer frühzeitigen Anmeldung gilt ein ermäßigter Preis (ab 49,- EUR pro Person). Also markieren Sie sich das Kongressdatum in Ihrem Kalender und melden Sie sich schon heute zum rabattierten Eintrittspreis an.
Top informiert mit dem Kongress-Newsletter Sie möchten immer rund um den Aufstiegskongress und das Kongressprogramm informiert sein? Dann melden Sie sich auf der Kongresswebseite für den kostenfreien Newsletter an oder folgen Sie uns auf Facebook unter www.facebook.de/ aufstiegskongress. Anmeldung, Impressionen, Teilnehmerstimmen inkl. VideoInterviews finden Sie unter www.aufstiegskongress.de
DIN
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Wie die DIN-Norm die Fitness- und Gesundheitsbranche prägen kann
„Faktencheck Fitnessnorm“ D
urch die DIN-Norm 33961 ist es Fitnessstudios möglich, sich durch eine neutrale und unabhängige Zertifizierungsstelle nach einheitlichen Standards prüfen und zertifizieren zu lassen. Mit der Weiterentwicklung der DIN 33961, Teil 5 (EMS-Training), ist es seit kurzer Zeit auch als EMS-Anbieter möglich, auf den neutralen und unabhängigen Qualitätsnachweis zu setzen. Die Zertifizierung bietet zahlreiche Vorteile. So können sich Studios unter anderem von Mitbewerbern abheben und die eigene Qualität als Marketing- und Verkaufsargument gewinnbringend einsetzen.
Teil 1 Grundlegende Anforderungen an den Betrieb
Teil 2 Anforderungen an das gerätegestützte Herz-Kreislauf-Training
Teil 3 Anforderungen an das Gruppentraining
Teil 4
Wer hat die DIN-Norm entwickelt? In anderen Bereichen der Wirtschaft sind Zertifizierungen und unabhängige Qualitätsüberprüfungen bereits seit Längerem ein etablierter Standard. Deutschland verfügt als erstes Land weltweit über eine demokratisch legitimierte Norm für Fitnessstudios: die DIN-Norm 33961. Sie wurde vom Deutschen Institut für Normierung, in Zusammenarbeit mit Experten aller interessierten Kreise der Branche, d. h. mit Vertretern der Fitnessbranche, Verbände und Krankenkassen, Bildungsinstitutionen, Prüfungsinstitutionen und des Verbraucherschutzes, entwickelt und im Jahr 2013 veröffentlicht. Erstmalig werden mit dieser Normenreihe Anforderungen an den Betrieb von Fitnessstudios festgelegt, insbesondere an die Betreuung der Kunden. Mit der DIN-Norm hat die Branche selbst eine grundsätzliche Möglichkeit geschaffen, um Qualität auf Basis einer demokratisch legitimierten Norm prüfen zu können. So kann unter Umständen auch verhindert werden, dass der Gesetzgeber die Notwendigkeit sieht, bestimmte Sachverhalte ohne spezifische Branchenkenntnisse durch Gesetze zu regeln. Welche Auswirkungen diese gesetzlichen Regelungen ohne gezielte Branchenkenntnisse haben können, sieht man beispielsweise deutlich an der UV-Schutz-Verordnung im Bereich der Solarien.
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obligatorisch
Anforderungen an das gerätegestützte Krafttraining
zusätzlich zu „Grundlegende Anforderungen an den Betrieb (Teil 1)“ ist ein weiterer Teil (Teil 2–5) erforderlich
Teil 5 Anforderungen an das EMS-Training
Zusätzliche Leistungen wie Sauna, Kinderbetreuung, Solarium etc. werden in der DIN 33961 nicht berücksichtigt.
Darum ist die DIN-Norm 33961 so wichtig Die Zahl der Fitnessstudios in Deutschland beläuft sich laut der Eckdaten 2019 der deutschen Fitness-Wirtschaft derzeit auf 9.343. Die Studios haben jedoch oft sehr unterschiedliche Sicherheitsstandards, Betreuungssysteme, Geräteausstattungen oder Mitarbeiterqualifikationen, die für Kunden nur schwer durchschaubar sind. Neben der sichtbaren Qualitätsbestätigung für Kunden und Kooperationspartner sprechen folgende Hauptargumente für die Umsetzung der Zertifizierung nach DIN-Norm 33961:
Was regelt die DIN-Norm?
Schutz vor Fremdbestimmung • Die Branche reguliert sich selbst, es ist keine Fremdregulierung durch konkurrierende Branchen oder den Gesetzgeber erforderlich
Die DIN-Norm 33961 regelt die Mindestanforderungen an Qualität und Sicherheit hinsichtlich Studioausstattung und -management. Sie deckt die folgenden fünf Bereiche ab:
Mögliche zukünftige Anforderungen anderer Institutionen • Unternehmen könnten die Zertifizierung nach der DIN-Norm
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fitness MANAGEMENT international
33961 im Rahmen von Betrieblicher Gesundheitsförderung als Voraussetzung verlangen • Versicherungen und Krankenkassen könnten die Zertifizierung nach der DINNorm 33961 für Gesundheitskurse fordern Benchmark • Die DIN-Norm 33961 wurde von Branchenexperten geschaffen • Sie wird als Mindestanforderung für Studios gesehen und dient somit als Orientierung • An den Inhalten kann sich jedes Fitnessstudio messen und ausrichten Rechtssicherheit • Durch die Zertifizierung lassen sich Rechtsstreitigkeiten auf Basis einer anerkannten Norm lösen • Im Haftungsrecht dienen Normen als Bewertungsmaßstab • Im Deliktsrecht kann das Einhalten von Normen, z. B. bei einem Verschulden mit Personenschaden, von einem Fahrlässigkeitsvorwurf entlasten • Selbst in Fällen, in denen Normen nicht zum Inhalt eines Vertrages gemacht worden sind, dienen sie im Streitfall dennoch als Entscheidungshilfe vor Gericht Optimiertes Notfallmanagement • Ob im Brandfall, bei Erster Hilfe, bei notwendiger Wiederbelebung oder auch beim lebenserhaltenden Einsatz eines Defibrillators – Fitnessstudiobetreiber und ihre Mitarbeiter werden für den Notfall gerüstet sein und über die notwendige Ausstattung im Unternehmen verfügen. Die Erfahrung hat gezeigt, dass gut geschultes Personal im Ernstfall bereits in mehreren zertifizierten Studios das Leben seiner Mitglieder retten konnte.
Anpassungen der DIN-Norm Am 04.09.2018 tagte der DIN-Normenausschuss Sport- und Freizeitgeräte zur DIN-Norm 33961 in Berlin und beschloss einstimmig die Freigabe, der in der DINNorm 33961 Teil 2 bis 4 vorgesehenen Änderungen. Diese Normenpflege der DIN-Norm 33961 wurde aus Gründen der Praktikabilität beschlossen. Kleinere Schwächen, die aus den Erfahrungen der ersten Zertifizierungen heraus entdeckt wurden, sind erkannt und behoben worden, um den Zertifizierungsprozess zu optimieren und ihn für die Studios zu erleichtern.
Erweiterung der DIN-Norm um Teil 5 (EMS-Training) Mikrostudios weisen laut der aktuellen Eckdaten der deutschen Fitness-Wirtschaft das stärkste Anlagenwachstum auf und avancieren zu einem Wachstumstreiber der Branche. Um über elf Prozent ist die Anlagenzahl der Mikrostudios im Vergleich zum Vorjahr gestiegen, was insbesondere auf die wachsende Zahl an reinen EMS-Studios zurückzuführen ist. Unter anderem aus diesem Grund wurde die Normenreihe DIN 33961 zu Beginn des Jahres um den Bereich EMS-Training erweitert. Der neue Teil 5 der DIN-Norm 33961 regelt wichtige Bereiche wie z. B. Ausstattung und Anforderungen an EMS-Geräte, Trainingsprogramme/-abläufe, Personalanforderungen für EMS-Training, Hygiene, Eingangsbefragung/Anamnese sowie Trainingsdurchführung und gewährleistet dadurch auch die Sicherheit von EMS-Training. Damit haben nun auch EMS-Anbieter die Möglichkeit, ihre Qualität durch eine neutrale Zertifizierung auf Basis der DIN-Norm sichtbar zu machen.
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Mit der BSA-Zert zur Studiozertifizierung nach DIN-Norm 33961 Die BSA-Zert ist die neutrale und unabhängige Zertifizierungsstelle der BSA-Akademie. Sie führt das entsprechende Zertifizierungsverfahren „ZertFit“ sowohl für Fitness- und Gesundheitsstudios als auch für EMS-Studios nach DIN-Norm 33961 durch.
Alle Infos unter: bsa-zert.de
KOMMENTAR Foto: Klaudia Lech
Birgit Schwarze Präsidentin DSSV
Die Regulierung der Branche liegt in Ihrer Hand Im Jahr 2012 gab es in Deutschland einen strukturellen Umbruch in der Besonnungsbranche. Viele Sonnenstudios hatten sich verkleinert oder sogar geschlossen. Auch aus den Fitnessstudios und Bäderbetrieben wurden in dieser Zeit viele Solarien entfernt. Grund hierfür war die UV-Schutz-Verordnung, die in Kraft getreten ist und den Betrieb von Sonnenstudios eingeschränkt hatte. Der Gesetzgeber hat mit dieser Verordnung im Sinne des Verbraucherschutzes gehandelt, wenngleich dies auch mit dem Ende der Existenzen zahlreicher Anbieter im Markt verbunden war. Glücklicherweise wurden schnell Ausbildungen und Zertifikate entwickelt, die den Betrieb auch unter der bestehenden UV-Schutz-Verordnung ermöglichen.
Könnte ein struktureller Umbruch auch der Fitnessbranche bevorstehen? Ein solch extremer Umbruch wie in der Besonnungsbranche ist im Fitnessmarkt unwahrscheinlich. Der Grund hierfür ist die DINNorm 33961. Der Gesetzgeber müsste im Falle einer Verordnung vorab prüfen, ob eine Richtlinie oder sogar eine Norm besteht, um sich an dieser zu orientieren. Das Gute an der DIN-Norm 33961 ist, dass sie von der Branche selbst in einem demokratischen Prozess erarbeitet wurde. Dadurch ist auch der Großteil der mehr als 9.300 Studios in Deutschland zertifizierbar. Zudem haben wir als Branche gezeigt, dass uns Qualität wichtig ist und dass wir daran interessiert sind, diese Qualität neutral überprüfen zu lassen. Wir als DSSV können voller Überzeugung sagen, dass die Rahmenbedingungen für unsere Branche nie besser waren als heute und dass wir eine positive Zukunftsperspektive haben, wenn wir weiterhin unsere Qualität verbessern und mehr Angebote für unterschiedliche Zielgruppen schaffen. Die DIN-Norm bietet eine erstklassige Basis, um die Akzeptanz der Branche durch neutral geprüfte Qualität weiter zu steigern.
Die Norm ist nur sinnvoll, wenn alle mitmachen Die DIN-Norm 33961 erfüllt aber nur dann ihren Zweck, wenn die gesamte Branche dazu bereit ist, sie aktiv umzusetzen. Diese Erfahrung mussten auch die Sonnenstudios machen. Bereits seit 2003 wurde vom Bundesamt für Strahlenschutz ein freiwilliges Zertifizierungsverfahren angeboten, das aber weniger als 2 Prozent der Studios in Anspruch nahmen. Die Folge war, dass der Gesetzgeber die Notwendigkeit zu handeln sah. Gleiches gilt für die Fitnessbranche: Wenn sich die Branche entgegen der Norm verhält und beispielsweise vermehrt personalfreie Studios oder „Selbstbedienungsstudios“ eröffnet, besteht das Risiko, dass der Gesetzgeber doch interveniert. Aber es sollten vor allem auch die Chancen und Möglichkeiten dieser Norm betrachtet werden. So ist ein Zertifikat als Nachweis über Normkonformität auch im Bereich Firmenfitness oder des Betrieblichen Gesundheitsmanagements ein Türöffner. Außerdem ist eine DIN-Norm-Zertifizierung bei der Abrechnung mit Krankenkassen von Vorteil. So funktioniert es bereits in der Schweiz, wo eine Studiozertifizierung seit Jahren ein etablierter Standard ist. Liebe Leser, nutzen Sie die DIN-Norm 33961 als Chance und tragen Sie mit Ihrer Zertifizierung als Qualitätsnachweis dazu bei, dass unsere Branche auch weiterhin das bleibt, was sie ist: eine Zukunftsbranche.
Birgit Schwarze
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fitness MANAGEMENT international
EMS
Foto: Volker Beushausen
Wie kommt das Mikrostudio in Ihr Unternehmen?
EMS-Shop-in-Shop-Systeme als Zukunftschance Die Fitness- und Gesundheitsbranche hat sich stark verändert. Dies ist vor allem dem Überangebot und Preisverfall des Produktes „Fitness“ durch die Discount-Riesen und in physiotherapeutischen Einrichtungen der enormen Abhängigkeit vom gesetzlichen Kassensystem geschuldet. Wer sein Unternehmen in der heutigen Zeit nicht scharfkantig abgrenzt und finanziell mehrsäulig aufstellt, wird die nächsten Jahre kaum überstehen.
E
in wichtiger Rettungsanker für viele inhabergeführte Fitnessund Gesundheitseinrichtungen ist ein EMS-Shop-in-ShopKonzept. Systematisch und klug aufgestellt, ermöglicht es ein enormes Netto-Mitgliederwachstum sowie Mitgliedsbeiträge von über 100 Euro pro Monat. Worauf Sie als Betreiber bei der Integration eines Shop-in-Shop-Konzeptes in Ihrer Anlage achten müssen und welche enormen Vorteile und auch Stolpersteine es mit sich bringt, erfahren Sie in diesem Artikel.
ferenzieren und somit der neuen Zielgruppe – einen vorher noch nicht dagewesenen – Mehrwert bieten.
Leistungen des EMS-Shop-in-Shop-Konzeptes
Wenn es keinen spürbaren Mehrwert für den Erfolg beim Mitglied und somit keine Unterscheidungsmerkmale zum restlichen Unternehmen gibt, werden Sie nicht nur Probleme haben, den zusätzli-
Hier gilt insbesondere eins: Ihr Konzept muss sich von Ihrer übrigen Leistung im Unternehmen in entscheidenden Punkten dif74
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Beim EMS-Shop-in-Shop-System gewinnen Sie eine neue Zielgruppe über die Mehrwert-Parameter Motivation/Sicherheit (Personal Training), Zeiteffizienz (1x 20 Minuten pro Woche), Regelmäßigkeit (fester Termin pro Woche) und Simplizität (ideal für Nicht-Sportler sowie gesundheitlich Eingeschränkte).
chen Preis für Ihr Shop-in-Shop-Konzept zu rechtfertigen, sondern auch Probleme haben, Mitglieder für Ihr Shop-in-Shop-Konzept zu gewinnen.
Welche Vorteile und Synergien bietet mir die Integration eines Mikrostudios als Shop-in-Shop? Die Vorteile eines Shop-in-Shop-Systems sind zahlreich – auch gemessen an einem klassischen Stand-alone-Mikrostudio.
Verkomplizieren Sie es nicht Generell gilt bei Shop-in-Shop-Systemen: Das Leistungsangebot sollte exklusiv, die Außendarstellung sollte spitz positioniert und die Ablaufprozesse sollten so effizient wie möglich sein. Überfrachten Sie Ihr Shop-in-Shop-Konzept nicht mit zusätzlichen „Nebenprodukten“ und unnötigen Ablaufprozessen. Denn nur Konzentration bringt Erfolg. Das Shop-in-Shop-Konzept muss der Spezialist sein und darf nicht als „Alleskönner“ enden. Auch für Ihre Mitarbeiter im Shop-in-Shop-Konzept sind klare Strukturen und Standardisierungen der Schlüssel zum Erfolg. Beim EMS-Shop-in-Shop-System heißt das: Konzentrieren Sie sich auf die Kernleistung, also das systematische EMS-Personal-Training. Darin müssen Sie glänzen, darum muss es sich drehen. Bringen Sie jetzt nicht noch unnötige zusätzliche Behandlungen, alternative Trainingsvarianten (Cardio-Training, Functional Training …) und Nebenprodukte (Sportkleidung, Nahrungsergänzung …) mit in das Shop-in-Shop-System, denn sonst verwässert Ihre Kerndienstleistung und Sie verlieren an Durchschlagskraft.
Kannibalisiere ich mit einem EMS-Shop-in-ShopSystem meine jetzigen Interessenten/Mitglieder? Nein. Zumindest nicht, wenn sich die Leistung des Shop-in-Shops sichtlich vom restlichen Unternehmen unterscheidet! Die Zielgruppe und Philosophie des Shop-in-Shop-Systems muss sich darauf fokussieren, Menschen in Ihr Unternehmen zu holen, die den Weg bisher – aus welchem Grund auch immer – nicht in Ihren Club gefunden haben oder Ihren Club bereits abgewählt haben (Kündigungen/Ex-Mitglieder). Beim EMS-Shop-in-Shop-System holen Sie diejenigen Menschen in Ihr Unternehmen (zurück), die aufgrund von Zeitaspekten, Motivationsaspekten und dementsprechend auch ausbleibenden Erfolgen den Weg in das Fitnessstudio meiden. Und natürlich wird sich auch ein Teil Ihrer bestehenden Mitglieder vom Shop-in-Shop-Konzept angezogen fühlen. Nicht umsonst geht der Trend bei Shop-in-Shop auch in Richtung Doppelmitgliedschaft.
Wie schaffe ich es, mit dem EMS-Shop-in-ShopSystem höhere Beiträge zu generieren? Die Zahlungsbereitschaft (Wertschätzung) Ihrer Kunden und somit Ihre Wertschöpfung als Unternehmer kann nur geschaffen werden, wenn Sie dem Shop-in-Shop-Kunden eine exklusive, meist betreuungsintensive Leistung mit unglaublich großem Kundennutzen geben können – sei es Effizienz, Sicherheit, zusätzliche Motivation oder schnelle und einfache Erfolge. Es muss einen spürbaren und „ins Auge springenden“ Mehrwert für den Kunden geben, wenn er bereit dazu sein soll, Ihre Shop-in-Shop-Leistung zu einem lukrativen Beitrag zu buchen. Mit dem EMS-Shop-in-Shop-System wecken Sie beim Kunden die Bedürfnisse nach Sicherheit, Motivation und insbesondere Effizienz. Menschen, die einen regelmäßigen Termin mit einem Personal Trainer (Motivation und Sicherheit) für ihren Erfolg brauchen/ wollen und zudem nur einmal pro Woche 20 Minuten investieren möchten, sind hier genau richtig. Es geht hierbei keineswegs um das Training mit Strom, sondern den außergewöhnlichen Nutzen für den Kunden.
Diese Synergien beginnen schon bei den enormen Kostenvorteilen, gemessen an Miete, Personaleinsatz sowie Vertriebsmöglichkeiten. Am interessantesten sind jedoch die zusätzlichen Umsatzpotenziale für Ihr bestehendes Unternehmen. Richtig aufgestellt, bekommen Sie nun eine ganz neue Zielgruppe und dadurch natürlich auch mehr Aufmerksamkeit und Zulauf für Ihr Unternehmen. Bei einem EMS-Shop-in-Shop-System können Sie mit 100 „EMSMitgliedern“ im Jahr rechnen. Das sind 100 Mitglieder – mit einem Beitrag von 100 Euro pro Monat – welche vorher nicht zu Ihnen gekommen wären. Und all jene haben wiederum Familie und Freunde, die wiederum potenzielle EMS- oder eben auch Club-Mitglieder darstellen. Durch ein Shop-in-Shop-System haben Sie die Möglichkeit, Ihr bestehendes Unternehmen um einen zusätzlichen Marktöffner zu erweitern sowie eine „Cash-Cow“ zu vergolden – aus „selbstständiger Unternehmer“-Sicht ein klares Muss.
Die Räumlichkeiten des EMS-Shop-in-Shop-Konzeptes Die Räumlichkeiten des EMS-Shop-in-Shop-Konzeptes sind selbstverständlich abhängig vom jeweiligen Lizenzsystem oder von Ihren eigenen Wünschen, die Sie darin verwirklichen möchten. Wenn Sie aber ein klassisches EMS-Shop-in-Shop-System planen, genügen meist 40 bis 50 Quadratmeter. Denken Sie immer an das Wort „Exklusivität“, wenn Sie auf eigene Faust Ihr EMS-Shop-in-ShopSystem gestalten sollten.
Mit welchem externen Mitgliederzuwachs kann man rechnen? Auch hier kommt es selbstverständlich ganz auf Ihre Strategie bzw. auf das System an, welches Sie mit Ihrer Shop-in-Shop-Lösung verfolgen. Greifen Sie auf bestehende und gelebte Konzepte zurück, die Ihnen bereits eine funktionierende Struktur – Trainingskonzepte, Marketingplan, geschulte Vertriebs- und Promotionsabläufe, Internetseite, Social-Media-Plattform – bieten, dann sollten Sie im Schnitt mit 10 Neumitgliedern pro Monat für Ihr Shop-in-ShopSystem rechnen. Nach einem Jahr hat Ihre Gesamtunternehmung durch das EMSShop-in-Shop-System somit ca. 120 Mitglieder netto aufgebaut. Dies macht das Shop-in-Shop-Konzept natürlich besonders attraktiv für Unternehmen, die ein Mitgliederwachstum verzeichnen möchten.
Wie muss ich mir ein Shop-in-Shop-Konzept finanziell vorstellen? Anders als im klassischen Fitness-Bereich setzen Sie im Shop-inShop-Konzept nicht auf die Masse an Mitgliedern, sondern auf die Wertschöpfung pro Mitglied. Die Leistung des Shop-in-ShopKonzeptes muss deshalb Exklusivität, Wertschätzung und Qualität in sich vereinen. Mit einem Mitgliedsbeitrag zwischen 85 und 150 Euro pro Monat sollten Sie deshalb kalkulieren. So erwirtschaften Sie schon – je nach Konzept – mit 100 bis 200 Mitgliedern eine gute Rendite. Viele EMS-Mikrostudios wirken von außen augenscheinlich gering besucht. Denn anders als im Fitnessclub spielen hier nicht 03/19
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EMS
Fotos: Volker Beushausen
Check-ins pro Stunde oder lange Öffnungszeiten eine Rolle. Wenn Sie 120 Kunden in Ihrem EMS-Shop-in-Shop-System betreuen, macht das einen Gesamtumsatz von ungefähr 100.000 Euro bis 120.000 Euro pro Jahr aus, und das bei überschaubaren laufenden Kosten. Denn der einzige relevante Kostenpunkt sind die Mitarbeiterkosten. Und bei 120 EMS-Kunden – vorausgesetzt es findet ein 1:2-Training alle 30 Minuten statt – brauchen Sie gerade einmal 40 Öffnungsstunden pro Woche. Somit sind bei 10 Neumitgliedern pro Monat bereits regelmäßige Jahresumsätze von über 120.000 Euro nach nur zwölf Monaten möglich. Finanziell gesehen ein klarer Anker für Ihr Unternehmen.
Das Fazit: Eine systematische Shop-in-Shop-Lösung als Chance Die Entscheidung, ob und wie Sie das EMS-Shop-in-Shop-System in Ihrem Club installieren, ist am Ende selbstverständlich Ihnen überlassen. Jedoch hat die Erfahrung zahlreicher Clubbetreiber gezeigt: Abgrenzung und Positionierung gegenüber dem Wettbewerb ist heutzutage so wichtig wie noch nie und ein Shop-inShop-System kann Sie dabei ein großes Stück vor Ihre Wettbewerber bringen. Vor allem wenn es darum geht, eine rentable Klientel aufzubauen. Und wenn Sie sich selbst keine Gedanken um den Schlüssel zum Erfolg bei einem EMS-Shop-in-Shop-System machen möchten, dann greifen Sie einfach auf schlüsselfertige Shop-in-Shop-Konzepte zurück. So oder so, sollten Sie sich baldmöglich mit der Thematik auseinandersetzen, bevor Sie die Chance verpassen.
Die Dos und Don’ts für Ihren Shop-in-Shop-Erfolg Dos • Eigenständiger Name für das Shop-in-Shop-System • Eigenständiges Design/Corporate Identity • Exklusive und hochwertige (Dienst-)Leistung 76
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• Wertschöpfende Mitgliedsbeiträge (85–150 Euro pro Monat) • Nutzung der Synergien (Personaleinsatz, Vertriebsstruktur …) • Rückgriff auf gelebte und funktionierende Konzepte/Leistungen Don’ts • Shop-in-Shop von Clubmitgliedern gratis/vergünstigt nutzbar • Verwässerung der Leistung (zu viele Angebote im Shop-in-Shop) • Keine Konzentration bzw. Fehlen von Verantwortlichkeiten • Nicht zu Ende gedachtes Konzept (fehlende Internetseite, fehlendes Marketing …) • Keine optische Trennung vom „Rest“ des Clubs
Thomas Kämmerling • 1. Sachverständiger für Gesundheitsanbieter beim DSSV • seit 2016 Inhaber des EMS-Shop-in-Shop-Konzeptes PERSONALSPEEDBOX • seit 2010 Berater von über 100 Gesundheitsstudios mit der KWS Unternehmensberatung • seit 1983 in der Gesundheitsbranche tätig – Physiotherapeut und gelernter Kaufmann • 35 Jahre erfolgreicher Inhaber des Sportmedizinischen Trainingszentrum Kämmerling
STUDIOZERTIFIZIERUNG | ANZEIGE
Foto: DHfPG/BSA
V. l.: Roman Baquet (BSA-Zert), Sven Janus (Geschäftsführer terra sports), Jens Werner (stellv. Leiter BSA-Zert)
DIN-Norm 33961
terra sports setzt auf neue Qualitätsstandards Die Gründer der terra sports GmbH, Siegbert und Sven Wortmann sowie Sven Janus, wollen die neuen Chancen nutzen, die sich durch die Erweiterung der DIN-Norm 33961 um den Teil „EMS-Training“ bieten. Bis Anfang 2020 sollen alle bundesweiten Standorte durch die neutrale und unabhängige Zertifizierungsstelle BSA-Zert nach DIN-Norm 33961 zertifiziert und die Qualitätsstandards in den EMS-Studios nachgewiesen werden.
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er Slogan „Your Personal Training“ ziert das Logo des aufstrebenden EMS-Anbieters terra sports. Dieser Zusatz soll verdeutlichen, dass die persönliche Betreuung der Kunden in dem Gelsenkirchener Unternehmen eine große Rolle spielt. Die Kunden sollen alle Vorteile der elektrischen Muskelstimulation sowie eine individuelle Betreuung durch qualifizierte Trainer nutzen können. Die Basis dieses Konzepts bilden dabei die Mitarbeiter. In den vergangenen Jahren führte dieser Eigenanspruch zu einer erfolgreichen Expansion des Unternehmens. Heute bestehen bereits über 50 terra sports-Standorte, hauptsächlich in Nordrhein-Westfalen. Bemerkenswert bei diesem Wachstum ist die Tatsache, dass es sich hierbei nicht um Franchise-Filialen handelt sondern alle in Eigenregie betrieben werden. Dies macht terra sports zum weltweit größten Filialisten im Bereich EMS.
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Von 30-jähriger Erfahrung in der IT-Branche profitiert Die junge EMS-Kette profitiert zum einen von Sven Janus' Branchenkenntnis, der schon zur Gründung von terra sports einen großen Erfahrungsschatz im Bereich EMS-Selbstständigkeit gesammelt hatte, und zum anderen von der über 30-jährigen Erfahrung des eigentlichen Mutterunternehmens aus der IT-Branche, der Wortmann AG. Sie ist mit 1,3 Mrd. Euro Umsatz eines der erfolgreichsten unabhängigen deutschen IT-Unternehmen. Als Hersteller, Distributor und Cloud Service Anbieter bedient die Wortmann AG mit ihren mehr als 600 Mitarbeitern über 15.000 Fachhändler und Systemhäuser in ganz Europa. Die Eigenmarke TERRA, mit ihren Tablets, Notebooks, PCs, Workstations, Servern oder Storages, wird in Deutschland assembliert und verfügt über ein eigenes Part-
nerservicenetz sowie ein zentrales Servicecenter am Produktionsstandort. Mit der Gründung von terra sports haben Siegbert und Sven Wortmann zusammen mit Sven Janus die EMS-Branche für sich entdeckt und damit einen stark nachgefragten Markt bedient, der sich in den vergangenen Jahren längst in der Fitness- und Gesundheitsbranche etabliert hat.
Zertifizierungen sind in der IT-Branche Standard Gespannt verfolgten die Geschäftsführer die neuesten Entwicklungen in der EMS-Branche. Dabei ging es um die Normenreihe DIN 33961 für Fitness- und Gesundheitseinrichtungen, die kürzlich um den Bereich EMS-Training erweitert wurde. Damit haben EMS-Anbieter die Möglichkeit, ihre Qualität durch eine neutrale Zertifizierung auf Basis der DIN-Norm sichtbar zu machen. „Aus der IT-Branche sind uns Begriffe wie Zertifizierung, DIN-Norm oder Qualitätssicherung natürlich seit jeher bekannt. Als die DINNorm 33961 um den Teil „EMS-Training“ erweitert wurde, war für uns ziemlich schnell klar, dass wir die Zertifizierung gerne an sämtlichen Standorten durchführen möchten, um unsere eigenen Qualitätsansprüche auch von außen neutral und unabhängig bestätigen zu lassen“, erklärt Sven Wortmann.
Fotos: Nikos_Studio
Erfahrungen auf EMS-Studios übertragen Der Begriff „TERRA“ steht für Qualität. Die Produkte der Wortmann AG sind wegen ihrer hohen Qualität und ihres exzellenten Services und Supports anerkannt und gleich mehrfach von unabhängigen Institutionen geprüft und zertifiziert. Mit der DIN-Norm 33961 haben die Inhaber von terra sports nun die Möglichkeit, neutrale und unabhängige Qualitätsnachweise für die EMS-Studios zu erlangen. Der neue Teil der DIN-Norm 33961 regelt wichtige Bereiche wie z. B. Ausstattung und Anforderungen an EMS-Geräte, Trainingsabläufe, Personalanforderungen für EMS-Training, Eingangsbefragung/Anamnese sowie Trainingsdurchführung. Die Norm optimiert das Notfallmanagement, bietet Rechtssicherheit im Sinne des Verbraucherschutzes und deckt die aktuellen Regelungen des modernisierten Strahlenschutzrechtes vom 19. Oktober 2018 ab.
Passende Zertifizierungsstelle gefunden Bei der Suche nach einer geeigneten Zertifizierungsstelle sind die Inhaber auf die BSA-Zert aufmerksam geworden. Die BSA-Zert ist die unabhängige Zertifizierungsstelle der BSA-Akademie, die seit über 35 Jahren eines der führenden Bildungsinstitute in den Bereichen Prävention, Fitness und Gesundheit ist. Die BSA-Zert verfügt als Zertifizierungsstelle über Neutralität und Unabhängigkeit und führt das entsprechende Zertifizierungsverfahren „ZertFit“ für die EMS-Einrichtungen durch. „Da wir seit Jahren unsere Mitarbeiter an der BSA-Akademie sowie beim Schwesterunternehmen, der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement, ausbilden und wir mit beiden Unternehmen sehr gute Erfahrungen gemacht haben, konnten wir uns guten Gewissens für die Zertifizierungsstelle BSAZert entscheiden“, betont Sven Janus. Das Unternehmen terra sports ist entschlossen, die neuen Chancen zu nutzen, den EMS-Markt als Wachstumstreiber der Branche weiter zu stärken sowie die Qualität und die Sicherheit von EMS-Anwendungen neutral und unabhängig bestätigen zu lassen. „Der Zertifizierungsprozess war für uns als Qualitätsanbieter leicht umsetzbar. Viele Anforderungen der DIN-Norm wurden bereits anhand von Dokumenten nachgewiesen und erfüllt. Die restlichen Punkte konnte der Begutachter vor Ort prüfen. Lediglich wenige interne
Abläufe mussten dabei optimiert werden. Bei Fragen standen uns die BSA-Zert-Mitarbeiter jederzeit zu Verfügung. Darum haben wir uns auch entschieden, komplett auf die neuen Qualitätsstandards zu setzen und nach der erfolgreichen Zertifizierung der ersten Studios alle Standorte bis zum Frühjahr 2020 von der BSA-Zert zertifizieren zu lassen“, bekräftigt Geschäftsführer Sven Janus.
Mehr Infos zum Unternehmen: terra-sports.de Mehr Infos zum Zertifizierungsverfahren: bsa-zert.de/ems
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VERANSTALTUNGEN | ANZEIGE
V. l.: Thomas Nemmaier (stv. Geschäftsführer ACISO), René Kalt (Geschäftsführer ACISO), Oliver Sekula (CEO ACISO)
Fotos: ACISO Fitness & Health GmbH
feiert erfolgreiche Premiere auf der FIBO D
urch die 100-prozentige Anteilsübernahme von Greinwalder & Partner durch die MIGROS Freizeit Deutschland GmbH – mit den Unternehmen INLINE und INJOY – ist die ACISO Fitness & Health GmbH entstanden. Nicht weniger als „das A und O der Fitnessbranche" konnten Besucher der FIBO 2019 nun in Köln erleben, wo die neuen starken Partner das erste Mal gemeinsam unter dem neuen Namen ACISO auftraten und ihr Leistungsportfolio vorstellten. Zukünftig besteht das neue Unternehmen aus folgenden drei Geschäftsbereichen: einer Unternehmensberatung (ACISO Fitness & Health Consulting), Franchisesystemen wie INJOY und FT-CLUBS und den Premium-Studios ELEMENTS.
Fitness in Deutschland und Europa weiter auf Wachstumskurs Das Branchen-Highlight in Köln wurde seinem Ruf wieder einmal gerecht, denn mit Fachbesuchern aus 133 Nationen unterstrich die FIBO eindrucksvoll, dass sie der weltweit größte und wichtigste Treffpunkt der Branche ist. Gemäß der Eckdaten-Studie 2019 der deutschen Fitness-Wirtschaft zeigt sich die Branche stärker aufgestellt denn je. So verzeichneten die deutschen Fitnessstudios im vergangenen Jahr 11,09 Millionen Mitglieder – ein Wachstum von 4,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Damit setzte der deutsche Fitnessmarkt seinen Wachstumstrend der vergangenen Jahre fort.
Jetzt QR-Code scannen und das exklusive Interview von fitness MANAGEMENT mit Oliver Sekula und Thomas Nemmaier von ACISO ansehen.
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Auch der Gesamtumsatz legte um 2,5 Prozent auf 5,33 Milliarden Euro zu, während die Anzahl der Fitnessanlagen um 3,9 Prozent auf 9.343 anstieg. (Original-Content von: DSSV, Deloitte, DHfPG) ACISO erfuhr auf seinem Stand in Halle 8 größte Resonanz und Zuspruch aus der Branche, dem nationalen wie internationalen Markt, von Kunden, Interessenten, Partnern, Investoren und Medien. Das hohe Interesse galt natürlich vorrangig dem zukünftigen Leistungsportfolio, neuen Paketen, Mehrwerten und Kundenvorteilen im Rahmen der Beratungs- und Marketingleistungen. Das neu zusammengeführte Kompetenz- und Beraterteam erwies sich unter der Führung der neuen Geschäftsleitung als schlagkräftige Einheit mit größtmöglicher wechselseitiger Unterstützung im gemeinsamen Know-how-Transfer zu allen Produkten und Dienstleistungen. Eine spektakuläre Party am Messestand freitagabends rundete den überaus gelungenen Auftakt ab. ACISO (www.aciso.com) unter der Leitung von Oliver Sekula (CEO) wird sich nach Abschluss des aktuellen Prozesses der sogenannten Post Merger Integration der drei Unternehmen und der Einrichtung seiner neuen Zentrale in München konsequent nationalen wie internationalen Expansionsplänen in der Fitness- und Gesundheitsbranche widmen. Höchste Priorität hat dabei die Kundenzufriedenheit jedes einzelnen Standorts.
V. l.: Oliver Sekula (CEO ACISO), Sandra Geiselhardt (Geschäftsführerin ACISO), Dr. Ralf Kriegel (Geschäftsführer ACISO)
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Alles neu macht die FIBO! Nicht nur der Messestand der beiden Lowell Tochterunternehmen Inkasso Becker Wuppertal GmbH & Co. KG und intratech GmbH erstrahlte in neuen Farben, auch viel Neues gab es auf der diesjährigen Messe in Köln zu berichten.
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ie FIBO Messe ist das Highlight der Fitnessbranche und die perfekte Plattform für die Präsentation von Produktneuheiten aus der ganzen Welt. In diesem Jahr präsentierte sich das Lowell Competence Center Fitness unter dem Motto „Ein starkes Team für die Fitnessbranche“. Zusammen bieten die beiden Unternehmen ihren Kunden ein Rundum-Paket an, welches von der softwareseitigen Steuerung der Büro- und Mitgliederverwaltung über Bonitätsprüfungen bis hin zum Ankauf überfälliger Forderungen reicht.
für Konsumenten und Kunden. Durch die Vereinfachung und Beschleunigung des Ankaufprozesses wird aber vor allem ein schnellerer Cashflow generiert – auch für Kleinstforderungen. Neben der DSGVO-Konformität standen auch die Optimierung und Automatisierung der bestehenden Prozesse im Mittelpunkt, außerdem die Entwicklung eines intuitiven Datenübernahmetools, welches den Kunden die schnelle und einfache Datenübergabe unabhängig von der eigenen Studiosoftware ermöglicht.
Standardisierung als Katalysator für Innovation
Innovative Technologien, bei denen der Faktor Mensch nicht aus den Augen gelassen werden darf
Nach dem Zusammenschluss der beiden führenden europäischen Forderungsspezialisten GFKL und Lowell im April 2017 wurde aus dem neuen Gruppenverbund die Lowell Group. Seither hat sich vor allem in den Bereichen Prozessstandardisierung und neue Technologien einiges innerhalb der Gruppe getan. So informierte die Inkasso Becker Wuppertal ihre Messestandbesucher in diesem Jahr über ihre neue, innovative und individualisierte Inkassosoftware. Aufgrund der hohen Qualitätsstandards wurde diese als erste Software im Bereich Forderungsmanagement mit einem TÜV-Gütesiegel ausgezeichnet. Sie wird europaweit in Inkassounternehmen, Versicherungen und Banken eingesetzt. Die optimierte Prozesslandschaft bildet hierbei die Basis für viele weitere Services wie zum Beispiel die Verknüpfung zum gruppenweiten Konsumenten- und Mandantenportal. Somit garantiert das neue, gebührenoptimierte System eine höhere Transparenz 82
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Vor drei Jahren hat die Lowell Group ein eigenes Vorstandsressort „Decision Science“ etabliert, welches vor allem innovative Ansätze im Zusammenhang mit Predictive Analytics und Data Sourcing für die Gesellschaften realisiert. Allein in Deutschland hat die Unternehmensgruppe offene Forderungen gegenüber einem von fünf Erwachsenen bearbeitet. Die Verbindung von Erfahrung, etwa zum Zahlungsverhalten aus der Vergangenheit, kombiniert mit Erkenntnissen aus der Verhaltensforschung bildet eine wichtige Grundlage für die Experten aus dem Bereich Decision Science. Jede Person, ungeachtet der Wohnregion, hat eine eigene Geschichte und ganz individuelle Lebensumstände. Um diesen auch gerecht werden zu können und eine verbindliche und individuelle Lösung zu finden, wird vor allem
Fotos: Lowell Group
die Kommunikation mit den Konsumenten fortlaufend verbessert. Schon die Kontaktaufnahme zu einem 20-Jährigen sollte anders erfolgen als zu einem 60-Jährigen. Durch verschiedene Segmentierungsansätze arbeitet Lowell hier an einer eigenen Omnichannel-Strategie, um individuell auf die Konsumenten eingehen und kosteneffizient agieren zu können. „Für uns ist es wichtig, eine optimale Kombination für die Digitalisierung unserer Prozesse zu finden. Zwar steigern wir durch die Optimierung von beispielsweise Chat-Lösungen die Erreichbarkeit für unsere Konsumenten, nichtsdestotrotz ist es uns wichtig, dass der Faktor Mensch dabei nicht verloren geht. Bei Lowell ist es die Kombination aus innovativer Technologie und Empathie unserer Kolleginnen und Kollegen, um für unsere Kunden erfolgreich tätig zu sein“, so Sandra Trotzowsky, Chief Sales Officer Lowell Group DACH.
und Freizeitanlagen: iBS smart. Selbstverwaltung für Kunden auf allen technischen Devices, Zeit- und Ressourcenplanung für Mitarbeiter sowie zuverlässiger Beitragseinzug machen iBS smart zum Herzstück eines jeden Studiosystems. Schnittstellen zur eigenen Homepage und Kunden-Apps ermöglichen eine problemlose Integration von Arbeitsabläufen über die reine Studiowelt hinaus. Die fünf wichtigsten Basisfunktionen sowie 10 individuell ausgewählte Basic Reports bieten eine standardisierte und übersichtliche Lösung, durch die der Studiobetreiber spürbar entlastet wird und sich voll und ganz auf das Geschäft konzentrieren kann.
iBS – Die perfekte Software für Ihr Studio Viel Neues konnte auch die intratech GmbH aus Köln berichten. Sie stellte ihr neues Verwaltungskonzept für Fitness- und Freizeitanlagen „intratech Business Solutions“ vor. Besucher der Messe konnten sich live vor Ort von den vielfältigen Möglichkeiten der Software überzeugen. Durch die moderne Nutzeroberfläche garantiert die Software eine einfache Handhabung und eine schnelle Adaption des Systems. Alle Aufgabenbereiche im Studio können von einer zentralen Plattform aus gemanagt werden. Ob von zu Hause oder unterwegs: Die cloudbasierte Softwarelösung iBS ermöglicht es den Studiobetreibern, das Tagesgeschäft des Betriebs oder aktuelle Statistiken jederzeit im Auge zu behalten.
iBS smart – So individuell wie Ihr Studio! Neben der neuen Software iBS bietet die intratech GmbH nun auch kleineren Studiobetreibern mit bis zu 1.000 Mitgliedern die optimale und vor allem kostengünstige Lösung für ihre Fitness-
Inkasso Becker Wuppertal & intratech – Part of Lowell Group Ein starkes Team für die Fitnessbranche Kontakt Inkasso Becker Wuppertal GmbH & Co. KG | Friedrich-Engels-Allee 32 42103 Wuppertal | Tel. +49 (0) 202 / 49371469 | vertrieb.ibw@lowellgroup.com intratech GmbH | Hermann-Heinrich-Gossen-Straße 3 | 50858 Köln Tel. +49 (0) 2234 94980 | info@intratech.de
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Foto: Aidoo Software GmbH
Erfolgreicher Messeauftritt für die AIDOO SOFTWARE F
ür die AIDOO SOFTWARE hat sich die FIBO definitiv gelohnt. An vier Messetagen gab es insgesamt 170 Termine mit Bestands- und Neukunden. Großen Gefallen hat das Signatur-Pad gefunden, dass den Sales-Bereich deutlich einfacher macht. Mit einer digitalen Unterschrift werden der Vertrag und auch modulare Zusatzverkäufe papierlos und deutlich schneller abgeschlossen. Alle Unterschriften werden direkt in die Aidoo Sales eingespielt und ermöglichen auch mehrere Signaturen in einem Dokument. Ebenfalls interessierten sich die Besucher für die Onlinemodule. Mittlerweile bietet die Aidoo sechs Module an, die z. B. die Kurs- und Terminbuchung organisieren oder Onlinevertragsabschlüsse ermöglichen. Zur Onlinefamilie gehören auch zwei Portale: eines für Mitglieder, um unter anderem Adress- und Kontoänderungen selbstständig vorzunehmen und das Admin-Portal, um der Aidoo Welt den eigenen, individuellen Look zu geben und Texte anzupassen. „Die FIBO hat wieder viele tolle Gespräche hervorgebracht und neben einem super Austausch haben wir auch 45 Verträge abgeschlossen. Darunter Onlineerweiterungen, aber auch einige Neukunden, die in Kürze aidoonisiert werden“, freut sich Daniel Maschke, Geschäftsführer und Entwickler der AIDOO SOFTWARE. Das Mitglieder-Management, kurz MM, bekommt ebenfalls neue Aufträge. Jeder Studiobetreiber weiß, wie viel wertvolle Zeit in das
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Abarbeiten und Einpflegen von Kundendaten, Auszeiten, Attesten und Vertragsdaten investiert werden muss. Das Mitglieder-Management übernimmt all diese Aufgaben und bietet einen festen Ansprechpartner für die Mitglieder, auf Wunsch auch mit örtlicher Telefonnummer. „Die wesentliche Kernbotschaft hat sich ebenfalls durch die FIBO-Gespräche gefestigt“, erzählt Daniel Maschke weiter. „Oft wurde die Frage gestellt, was denn die Aidoo von anderen Software-Anbietern unterscheide. Und natürlich haben wir viele technische Vorteile, vor allem der Terminplaner ist mit Abstand das Steckenpferd der Verwaltungssoftware. Der wirkliche Unterschied liegt aber in unserem Grundsatz: Aidoo fairbindet. Wir versuchen so viele Kundenwünsche wie möglich zu berücksichtigen. Das können kleinste Änderungen sein oder komplette Neuentwicklungen wie die Arbeitszeiterfassung per Gesichtsscan für die ELAN Studios. Aber auch, wenn nur ein einziges Studio von einer Programmierung profitiert, setzen wir diese um – denn wir programmieren unser „Baby“ selbst und wollen einfach auf Augenhöhe mit unseren Kunden zusammenarbeiten.“ Wer auf der FIBO keinen Termin mit dem Aidoo Team vereinbart hatte, kann sich unter www.aidoo.de informieren und telefonisch unter 0285 - 38 999 000 oder per E-Mail an info@aidoo.de Kontakt aufnehmen.
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Foto: © Thomas Reimer - Fotolia.com
Eine märchenhafte Idee wird Wirklichkeit oder: GymPool bewegt Deutschland
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n einem Zeitalter von Newslettern, Newstickern, Blitzreportagen und Fake News kommen immer öfter die Gedanken an die guten alten Märchen. „Märchen pflügen die Seele, damit auf ihr etwas wachsen kann von dem, was der Mensch zum Leben braucht: Mut zum Beispiel, Zuversicht und natürlich Fantasie“, so sprach die „Welt“ vor kurzer Zeit. GymPool verfolgt eine märchenhafte Idee, die schon bald Wirklichkeit werden kann. Eine Idee von einem bewegten Deutschland, in dem es deutlich mehr gesunde und mobile Menschen geben wird, als dies heute der Fall ist. Eine optimale Welt, in der Übergewicht, Diabetes und Stubenhocker keinen Platz mehr finden. Alle Menschen haben eine Sportart oder einen sportlichen Partner gefunden, der sie immer wieder antreibt und einen gesunden Lebensstil fördert. Die Bösewichte dieser Geschichte liegen auf der Hand: Stress, wenig Zeit, Fastfood, Faulheit und verlockende Netflix-Angebote. Sie lassen immer mehr Menschen auf der Couch enden anstatt auf Laufbändern, in Schwimmbädern oder in der Walkinggruppe im Park aktiv zu sein. Das Konzept von GymPool verbindet alle denkbaren Sportarten in einem System ohne Laufzeit und Monotonie. 24,50 Euro, 44,50 Euro oder 64,50 Euro zahlt ein GymPooler monatlich, um die entsprechenden Partner der S-, L- oder XL-Tarife zu nutzen. Und dann geht es los: Per App werden Partner in der Umgebung gefunden und das Handy checkt sich automatisch ein, wenn man vor der Tür des Sportanbieters steht. So kann das Training ganz einfach starten. Damit haben wir einen Protagonisten, der gegen das Böse kämpft – aber wo ist eigentlich der Held, der jede Geschichte erst zum guten Märchen macht? Nun, dieser Held liest gerade diese Zeilen. Un-
ser „Held“ ist Studiobetreiber, Schwimmbadleiter, Personal Trainer oder betreibt eine andere Art von Freizeit-/Sporteinrichtung. Nur durch das heldenhafte Angebot an Bewegung können wir unseren Protagonisten aus der Welt der Faulheit und Krankheit in eine bessere Welt mit Bewegung und Gesundheit bringen. Helden verrichten Heldentaten für andere. Im Märchen von GymPool profitieren sie aber auch davon – und zwar durch eine höhere Auslastung ihrer Anlage und auch durch höhere Umsätze. Denn jeder GymPooler bringt durch eine check-in-genaue Vergütung mehr Geld aufs Konto. Und das ohne Risiko und Aufwand. Es gibt keine Vertragslaufzeiten für eine Partnerschaft und auch keine Kosten. Die Online-Anmeldung ist schnell und unkompliziert. Die benötigte simple Technik in Form eines Bluetooth-Senders (Ibeacon) kommt bequem per Post, sodass es bald auch in der nächsten „Heldenanlage” heißt: trainiere. einfach. überall.
Als Märchen würde GymPool wohl so klingen: Es waren einmal viele tausend Sportpartner, die in Deutschland durch die Wälder und Städte zogen. Dabei trafen sie auf viel Faulheit, Angst, Krankheit und andere Hindernisse von Menschen, die sich einfach nicht bewegten. Doch tapfer und tollkühn schafften es die Partner mit ihrem Geschick, diese Menschen zu bewegen! Sie verbreiteten Sport und Bewegung – und zwar zu Wasser und zu Land, in Hallen und Studios, alleine und zusammen. So konnte am Ende keine Ausrede mehr gegen die Gruppe der Partner standhalten. Die Menschen bewegten sich und wurden stets gesünder und zufriedener. Immer mehr Partner schlossen sich an und schon bald war das ganze Land in Bewegung! Und wenn sie nicht gestorben sind, trainieren sie noch immer einfach überall. Werde auch DU ein Held unter partner.gympool.de oder durch einen Anruf bei Burkhard Westermann unter +49 421 - 377 076 00. 03/19
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Foto: la vida SPORTS
Interview mit Kristina Isabel Doll, Unternehmerin, la vida SPORTS GmbH
„Die typischen Diäten sind tot” la vida SPORTS – eines der bekanntesten Fitnessstudios in Deutschland gehört zu der Unternehmensgruppe monte mare Betriebs GmbH, die seit 30 Jahren an aktuell 11 betriebenen Standorten Schwimmbäder, Sauna- und SPA-Anlagen sowie Tauchzentren und Hotels baut und belebt.
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rlaub und Entspannung ist auch im monte mare Andernach ein wichtiges Thema. Im 1.750 Quadratmeter großen, integrierten Fitnessstudio la vida SPORTS, das wie die ganze Anlage im mediterranen Finca-Stil gestaltet ist, wird die Grundidee einer ausgewogenen „Work-Life-Balance" bis ins kleinste Details umgesetzt. Dienstleistungen und Angebote wie beispielsweise Personal Training, kleine Auszeiten in Form von individuellen Wellness- und Energy-Packages im Hotel, Betriebliches Gesundheitsmanagement, Stressmanagement und Ernährungscoaching werden auf die individuellen Wünsche zugeschnitten. Wir haben Fitness-Unternehmerin Kristina Isabel Doll über Qualitätskonzepte in der Fitnessbranche befragt.
Wie kamen Sie auf die Idee, mit MetaCheck fitness® zu starten und warum? Kristina Isabel Doll: Das Konzept MetaCheck fitness® haben wir schon seit vielen Jahren über Dritte verfolgen können. Damals waren wir noch mit unserem eigenen Konzept „la vida VITAL“ vertreten. Zum Zeitpunkt unseres Betriebsbeginns, vor etwa 7 Jahren, war dies für uns eine tolle Möglichkeit, die Kunden näher kennenzulernen und sehr eng mit ihnen zusammenzuarbeiten. Wir konnten einen „guten Draht aufbauen“, haben jedoch sehr viele Ressourcen in diese Art des Ernährungscoachings investiert. Mit 86
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dem Wachstum entstand die Notwendigkeit, ein zuverlässiges, valides, einfach verständliches System zu integrieren, welches für die Kunden ebenso eine vollumfängliche und nachhaltige Ernährungsberatung bietet. Unser Ziel war – und ist – es immer, unsere Mitglieder beim Abnehmen bzw. bei einer Ernährungsumstellung zu unterstützen, ohne mit ihrer Gesundheit zu spielen! Durch das Zusammenspiel von den Erfahrungen anderer, dem Selbsttest und der Notwendigkeit, eine zuverlässige, einfach umsetzbare Systematik zu finden, kamen wir letztlich zu dem Entschluss, MetaCheck fitness® guten Gewissens als externes Konzept anbieten zu können. Was überzeugt Sie am MetaCheck fitness®-Konzept? Kristina Isabel Doll: Die Individualität dieser Gen-Diät. Jeder Proband erhält sein individuelles Ergebnis. Seine Gene bestimmen, welches Essen gut für ihn ist. Auf dieser Basis erhält er maßgeschneiderte Sport- und Ernährungsempfehlungen. Mehrere Vergleichsstudien belegen, dass eine genotypgerechte – also eine auf die Gene angepasste – Diät im Durchschnitt 2,5- bis 4-mal bessere Ergebnisse beim Abnehmen erzielt. Einfacher ge-
Für viele bedeutet eine ausgearbeitete Trainings- und Ernährungssteuerung wie beim MetaCheck fitness® den Luxus, mit minimalem zeitlichen Aufwand einen maximalen Erfolg zu erzielen. Das Prinzip HIIT hat sich daher auch hier durchsetzen können. Sie haben eine MetaCheck fitness® Kick-off-Veranstaltung organisiert, wie war die Reaktion darauf? Kristina Isabel Doll: Die Resonanz war grandios. Die Menschen sind neugierig auf Konzepte wie dieses. Mehr über den eigenen Körper zu erfahren, wenig körperlichen Aufwand in die Analyse zu investieren und langfristig mit dem reinen Einsatz alternativer Lebensmittel seine Lebensqualität zu steigern, klingt für viele Menschen sehr attraktiv. Zum jetzigen Zeitpunkt kann ich sagen, dass wir uns sehr über die Resonanz, das Vertrauen und den Erfolg unserer Mitglieder freuen.
Foto: Dennis Schreiber
Wie wurden Sie von der for me do GmbH unterstützt? Kristina Isabel Doll: Das Team von for me do hat unsere Mitarbeiter geschult. Zusätzlich haben wir gemeinsam erarbeitet, wie wir die Konzepte am besten verkaufen können, bspw. auch im erweiterten Vertrieb von Betrieblichem Gesundheitsmanagement. Dass wir darüber hinaus mit Kundeninformationen und Seminarangeboten auf dem Laufenden gehalten werden, freut uns natürlich auch. Betriebliches Gesundheitsmanagement mit MetaCheck fitness®, wie interessant ist das für Ihr Studio? Kristina Isabel Doll: Da wir selbst bereits im Betrieblichen Gesundheitsmanagement für andere Firmen, Banken und Institutionen engagiert sind, bieten wir nun auch die MetaCheck®-Tests mit an.
Kristina Isabel Doll la vida SPORTS GmbH
sagt: In demselben Zeitraum, in dem ich mit einer zufällig ausgewählten Diät 1 Kilogramm abnehmen kann, sind dies bei einer auf mein Metaprofil angepassten Diät gleich 2,5 bis 4 Kilogramm.
Auch hier sind die Nachfrage und das Interesse groß, da das Konzept durch den geringen Aufwand viele Zielgruppen anspricht. Ein Blick in die Zukunft, wird la vida SPORTS expandieren? Kristina Isabel Doll: Zum aktuellen Zeitpunkt stehen zwei weitere Projekte im Raum. Wir freuen uns, nach der Realisierung darüber zu berichten!
Wie passt MetaCheck fitness® in Ihr la vida-Konzept? Kristina Isabel Doll: Bei allen Entscheidungen ist uns immer das individuelle Wohl des Kunden wichtig. Für unsere Philosophie stehen weder kurzfristige Wow-Effekte noch der schnelle Umsatz. Wir sind langfristig orientiert und setzen auf Nachhaltigkeit. Viele Diäten haben nicht den gewünschten Erfolg, weil sie nicht individuell auf den Anwender abgestimmt sind. Wie ist diesbezüglich Ihre Kundenerfahrung? Kristina Isabel Doll: Das Thema „Ernährung“ ist sehr komplex und bietet viel Raum für Unsicherheiten seitens der Kunden. Unsicherheiten führen zu Unbehagen und Unzufriedenheit, daher nehmen wir nur Konzepte auf, welche in sich schlüssig sind und im besten Falle aufkommende Fragen bereits vorab behandeln und Kunden mit guten Informationen versorgen. Wie wichtig sind individuelle Sportempfehlungen? Kristina Isabel Doll: Grundsätzlich gilt: Besser starten als warten. Wir alle wissen aber auch, wie sehr man die Effizienz eines Trainings durch diverse individuell ausgerichtete Anpassungen steigern kann.
Kontakt info@formedo.de www.formedo-metacheck.de
Foto: © Jacob Lund - Fotolia.com
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Foto: wavebreakmedia - Shutterstock.com
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Durch Digitalisierung und Automatisierung entsteht ein neues Berufsbild
Der Concierge Die Digitalisierung ermöglicht, dass die Prozesse innerhalb eines Studios besser ineinandergreifen. Die Grenze zwischen Trainingsfläche und Service verschwimmt und neue Berufsbilder können entwickelt werden.
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in „Concierge“ [kɔ̃ˈsi̯ ɛrʃ] bzw. ein „Concierge-Service“ gehört in der (Luxus-)hotellerie zu den besonderen Leistungsversprechen und zu dem besonderen Dienstleistungsanspruch, der für diese Art von Hotels selbstverständlich ist.
Vom Torwächter zur emotionalen Markenbindung Ausgehend von dem mittelalterlichen „Concierge du Palais“, der die Aufgaben eines Torwächters innehatte, entstand über den amerikanischen „Doorman“ im Laufe der Jahre ein neues Berufsbild, welches laut Definition die Hauptaufgabe hat, „potenzielle und kaufkräftige Hotelgäste und VIPs zu erkennen und als Stammgäste zu gewinnen. Er steht im Dienste von Gästen mit zumeist hohen oder höchsten Erwartungen“. Ein solcher Concierge übernimmt für „seine“ Gäste Erledigungen, bucht z. B. Flüge und Taxis, organsiert das Abendpro-
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gramm, steht für Tipps und Anregungen zur Verfügung usw. Er ist also bemüht, dem Hotelgast seinen Aufenthalt so angenehm wie möglich zu machen und ihn in einer fremden Umgebung zu betreuen. Auch bekannte (Luxus-)marken außerhalb der Hotelbranche bieten seit einiger Zeit rund um ihre Produkte und Dienstleistungen besondere Concierge-Services oder VIP-Telefonnummern an, um die Kunden emotional an die Marke zu binden und ihnen einen besonderen „Money can`t buy-Service“ oder spezielle Erlebnisse zu bieten, die sie von ihren Mitbewerbern abheben. Überträgt man diese Idee auf eine moderne Fitnessanlage, wird schnell deutlich, welchen besonderen Charme diese Idee auch für unsere Branche hätte:
Foto: MyGym Saalfelden
Ein neues Berufsbild für die Branche? Ein/e „Fitnessstudio-Concierge“ ist eine völlig andere Person als die allseits bekannten Servicemitarbeiter. Diese sind in einem klassisch betriebenen Studio in der Regel vollständig mit Ein- und Auscheckvorgängen, Telefonaten, Getränkezubereitung oder Barverkäufen beschäftigt, also mit Aufgaben die zwar für die Abläufe im Studio notwendig sind, sich aber nicht immer auf die konkreten Mitgliederbedürfnisse oder den „Service“ fokussieren. Aufgrund des niedrigeren Qualifikationsanspruchs für solche Tätigkeiten gehören Servicemitarbeiter normalerweise auch nicht zu den Topverdienern innerhalb der Belegschaft und sind oftmals nebenberuflich oder als Aushilfe angestellt.
Das leisten Fitnessstudio-Conciergen Der oder die Concierge ist im Gegensatz dazu ein gut bezahlter Mitarbeiter bzw. eine gut bezahlte Mitarbeiterin in Vollzeit. Er/sie bewegt sich während der gesamten Arbeitszeit frei im Studio, verfügt über eine Grundqualifikation als Trainer/-in, denkt und handelt sehr serviceorientiert und ist in einem solchen Maße von den oben beschriebenen Alltagsaufgaben befreit, dass er/sie immer ein offenes Ohr und Zeit für die Wünsche und Bedürfnisse der Mitglieder und Interessenten hat. Diese Person verkörpert aus unserer Sicht erlebbare Servicequalität! Ein/e Fitnessstudio-Concierge ist also mit einer Querschnittsaufgabe betraut, die sowohl die Abläufe auf der Trainingsfläche als auch Aufgaben rund um den Service und das Mitgliedermanagement umfasst. Er/sie kümmert sich um Personen, die offensichtlich falsch trainieren, gibt Hilfestellung bei der Benutzung der Geräte, kontrolliert die Sauberkeit aller Bereiche und steht für alle Fragen rund um das Angebot des Studios oder des Mitgliedschaftsvertrages zur Verfügung. Jetzt kann man sich natürlich fragen, was ein solches Berufsbild mit Digitalisierung und Automatisierung zu tun hat? Man könnte diese Person ja jederzeit zusätzlich einstellen.
Concierge-Service personell umsetzbar? Auf den ersten Blick ist das sicherlich richtig. Wenn man jedoch tiefer in das Thema einsteigt, verändert sich das Bild: In dem oben beschriebenen, klassisch betriebenen Fitnessstudio führt die Einstellung eines/einer Concierge sofort zu erhöhten Personalkosten, die über Beitragsanpassungen oder Zusatzumsätze finanziert werden müssten. Weiterhin wäre diese eine Person nicht während der gesamten Öffnungszeiten des Clubs anwesend. Man müsste diese Position also sogar mehrfach besetzen. Weiterhin bräuchte diese Person in ihrem direkten Arbeitsbereich Zugang zu allen relevanten Kundendaten, um optimal im Sinne des Kunden arbeiten zu können. Es würde ihr also nichts nützen, wenn z. B. der Rechner mit der Mitgliederverwaltung in irgendeinem verschlossenen Büro stehen würde.
Digitalisierte Prozesse sind notwendig In einem von der DSB digital organisierten Studio ist der/die Concierge jederzeit in der Lage, Mitgliedschaftsvereinbarungen zu
schließen oder umzuschreiben (auch ohne umfangreiche Verkaufsausbildung!), den automatisierten Getränke- bzw. Thekenservice zu überwachen, allgemeine Trainingstipps zu geben oder Mitglieder gezielt zu besonderen Angeboten oder Veranstaltungen einzuladen. Last, but not least hat er/sie regelmäßig die Möglichkeit, seine/ihre Gesprächspartner aktiv auf eine (digitale) Weiterempfehlung anzusprechen. Das wichtigste Instrument ist z. B. die spezielle DSB Studioapp, die jedes Mitglied dank der digitalen Mitgliedskarte auf dem Smartphone hat und mit der es sein gesamtes Clubleben selbst oder mithilfe des/der Concierge steuert und Weiterempfehlungen versendet.
Zusatzverkäufe in Echtzeit Das zweite wichtige Arbeitsmittel des/der Concierge ist ein Verkaufsterminal, an dem er/sie im Dialog mit dem Mitglied die Mitgliedschaftsvereinbarung anpasst und Zusatzverkäufe tätigt. Alle hier vorgenommenen Änderungen werden vom Terminal in Echtzeit in die Mitgliederverwaltung übertragen. Die entsprechenden Buchungsvorgänge werden vollautomatisch ausgelöst. Gut gemachte Digitalisierung und Automatisierung, die erst dann erreicht ist, wenn tatsächlich alle Prozesse sinnvoll und reibungslos ineinandergreifen, ist also in der Lage, auch in unserer Branche völlig neue Wege zu ermöglichen, die harte Grenze zwischen „Trainingsfläche“ und „Service“ und somit auch zwischen Trainern und Servicemitarbeitern aufzulösen, und wie oben beschrieben, völlig neue, qualifizierte Berufsbilder zu schaffen.
Haben wir Ihr Interesse geweckt? Gerne stellen wir Ihnen in einem der DSB/MYGYM-Showrooms unser Digitalkonzept inkl. des Concierge-Services, den wir bereits erfolgreich in unseren Anlagen umsetzen, vor. www.dsb.digital | office@dsb.digital
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Foto: DANIEL DOEBLER
MYGYM private Sinsheim
100 Prozent Flexibilität Das MYGYM private in Sinsheim bietet seinen Mitgliedern Spaß am Training, eine moderne Ausstattung und Geräte in einem freundlichen und einladenden Ambiente. Das Boutique-Studio ist als „faires Fitnessstudio“ positioniert, in dem die Mitglieder nur die Leistungen bezahlen, die sie auch tatsächlich nutzen, 365 Tage im Jahr, ohne Vertragslaufzeit.
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er Name „MYGYM private Sinsheim” erklärt schon das Markenversprechen: Der Endkunde stellt „sein“ Studio und „sein“ Training so zusammen, wie er es wünscht. Der Zusatz „private“ beschreibt den MYGYM Betriebstyp: bis ca. 500 Quadratmeter Grundfläche, mit dem Charakter eines „privaten“ Trainingsraumes von „nebenan“, was auch bedeutet, dass beim eigenen täglichen Workout nicht zu allen Öffnungszeiten Trainerpersonal anwesend ist.
Die Positionierung des MYGYM private Sinsheim Das MYGYM private Sinsheim ist ein typisches Boutique-Studio, das Menschen anspricht, die eine hohe Online-Affinität haben, sich ein angenehmes, wohnortnahes Trainingsangebot für ein regelmäßiges Training wünschen und nicht bereit sind, für Produkte und Dienstleistungen zu zahlen, die sie nicht in Anspruch nehmen oder auf die sie keinen Wert legen. Je nach individueller Präferenz können ausgehend von der Basismitgliedschaft besondere Zusatzangebote wie z. B. Functional Trainingskurse oder Getränke dazu gebucht werden. Eine professionelle Trainingsbetreuung wird über – ebenfalls auf Wunsch individuell zubuchbare – Personal90
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Trainings-Angebote sichergestellt. Weniger trainingserfahrene Neumitglieder können als Einstieg den § 20-zertifizierten Kurs „Fitnessführerschein” absolvieren.
Volldigitalisiert und -vernetzt Das MYGYM private Sinsheim ist vollkommen digitalisiert und vernetzt. Beginnend mit der Onlinemitgliedschaft über die digitale Konfiguration der individuellen Zusatzangebote bis hin zu den SBAutomaten im Servicebereich steuert der Kunde das Studio komplett über seine Clubkarte oder sein Mobiltelefon, das z. B. auch als Instrument für den Check-in (QR-Code) dient. Alle Mitarbeiter müssen über eine entsprechende Trainerqualifikation verfügen. Da es keine Servicemitarbeiter gibt (SB-Terminals im Bistrobereich), übernimmt das Trainerteam auch die Betreuung des Servicebereiches und sorgt für Sauberkeit und eine angenehme Trainingsatmosphäre. Die Mitarbeiter sind analog zur Zielgruppe sehr online-affin und jederzeit in der Lage, die Kunden bei der Bedienung der Terminals und der Administration ihrer Abonnements zu unterstützen.
Das Boutique-Konzept Das Studio ist in die Grundfläche (ca. 400 m2) und die Empore (ca. 80 m2) aufgeteilt, wobei die Grundfläche nochmals in zwei unterschiedliche Areale aufgegliedert werden kann. Auf der ersten Hälfte der Grundfläche befinden sich der Cardio-, der Bistro- und der Kraftbereich. Die zweite Hälfte der Grundfläche konzentriert sich mehr auf das freie bzw. fortgeschrittene Krafttraining, z. B. am Functional-Tower, und auf Small-Group-Kurse. Auf der Empore findet man den Kurzhantelbereich, Krafttrainings- und Rudergeräte. Einen Wellness- oder Physiobereich gibt es nicht.
Woher kam der Impuls zur Eröffnung des ersten MYGYM? MYGYM private ist ein serienreifes Boutique-Konzept speziell für Existenzgründer. Zu Beginn der Selbstständigkeit werden Gründer in die Lage versetzt, mit nur wenigen Betreuungsstunden pro Tag ein Studio zu eröffnen. Mithilfe der volldigitalisierten Ausstattung können sich Betreiber und Mitarbeiter außerdem zu 100 Prozent auf den Trainingsbetrieb konzentrieren. Bei steigender Mitgliederzahl und damit auch steigenden Umsätzen können die Betreuungsstunden und der Personalstamm leicht den aktuellen Gegebenheiten und den wirtschaftlichen Möglichkeiten angepasst werden.
Das Franchisekonzept MYGYM
„Flexible Mitgliedschaften mit maximaler Kundenorientierung“ Siegfried Manz verfügt über 25 Jahre Berufserfahrung in IT-Systemen für die Fitnessbranche. Als Inhaber der Firma Hector und Geschäftsführer der DSB -digital systemische Betriebskonzepte GmbH ist er Experte, wenn es darum geht, digitale Prozesse im Club zu organisieren.
In welchen Bereichen lag bei der Ausgestaltung des MYGYM Konzeptes Ihr Hauptaugenmerk? Siegfried Manz: Ganz klar in einer maximalen Kundenorientierung. Wir wollten vom ersten Tag an eine extrem an die Bedürfnisse eines modernen Konsumenten angelehnte Fitnessmarke schaffen, die sich durch sehr flexible Mitgliedschaftsmodelle, kurze Vertragslaufzeiten und niedrige Eintrittshürden auszeichnet. Dadurch haben wir erreicht, dass wir derzeit über 70 Prozent unserer Mitgliedschaften bereits online außerhalb des Studios abschließen. Tendenz steigend! MYGYM Studios sind weder reine Discount- noch reine Premiumanlagen. Bei MYGYM kann sich jedes Mitglied seine Mitgliedschaft exakt so konfigurieren, wie sie zu ihm und zu seinen aktuellen Bedürfnissen passt. Je nach Anlagentyp können somit bequem Kurse, Sauna, elektronische Zirkel, Lichttherapie u. v. m. modular dazu gebucht werden – ganz so, wie der jeweilige Standort diese Leistungen vorhalten kann oder will. Wodurch unterscheiden sich die MYGYM Studios von anderen Studios? Was ist das Alleinstellungsmerkmal bzw. der USP für die Franchisenehmer? Siegfried Manz: Der USP liegt in der umfassenden Digitalisierung und den zentralen Services für den Franchisenehmer, die ihn und seine Mitarbeiter maximal von zeitraubenden Alltagsaufgaben entlasten. So kann er sich ganz auf das Kerngeschäft Training bzw. Trainingsbetreuung konzentrieren.
Foto: DSB - digital systemische Betriebskonzepte GmbH
Wie ist das Studiokonzept MYGYM entstanden und wie kam es im Weiteren dazu, daraus ein Franchisekonzept zu entwickeln? Woher kamen jeweils die Impulse? Siegfried Manz: Das MYGYM Konzept ist im Jahr 2011 in Zusammenarbeit mit meinem langjährigen Geschäftspartner und Freund Christian Hörl entstanden. Er suchte eine Möglichkeit, in der Region Salzburg mit einem neuartigen „smarten“ Studiokonzept neue, bislang von ihm noch nicht bediente Zielgruppen zu gewinnen. Zu diesem Zeitpunkt betrieb Christian Hörl bereits sehr erfolgreich mehrere Premiumanlagen. Auf Basis seines 30-jährigen Betreiber-Know-hows und meiner nun 25-jährigen Expertise als Dienstleister für Fitnessclubs im Online- und IT-Bereich ist das volldigitale Fitnessstudio-Betriebskonzept entstanden, das die Grundlage für die Marke MYGYM bildet.
Die Marke MYGYM transportiert bereits im Namen das Programm und auch direkt die Information für die Zielgruppe, um welches Angebot es sich handelt. Ein Franchisenehmer muss nicht entscheiden, ob er lieber eine Discount- oder Premiumanlage betreiben möchte. Ein MYGYM Studio deckt unterschiedlichste Zielgruppen ab und lässt stark voneinander abweichende Mitgliedschaftspreise zu. Ein weiterer USP ist, dass diverse Fitnessflächengrößen von 400 bis 3.000 Quadratmeter mit dem MYGYM System betrieben werden können. Das erlaubt dem Franchisenehmer auch in kleineren Einzugsgebieten kleinere Clubs oder in der Stadt entsprechend größere Clubs erfolgreich zu platzieren. Ebenso ist die Angebotsvielfalt, die der Franchisenehmer zur Verfügung stellen will, ganz ihm überlassen. Ob Sauna, Kurse oder Zirkel – das Mitglied wählt seine Module dank der mit der Verwaltung vollintegrierten Club-APP oder am SB-Terminal im Club selbst hinzu oder ab. Eine „klassische“ Verkäufertätigkeit oder gar Vertriebsmitarbeiter sind im MYGYM System nicht mehr notwendig. Ebenso entfällt das komplette Backoffice und die Verwaltung – das Mitglied verwaltet sich im Wesentlichen selbst und der Rest wird für ganz kleines Geld outgesourct. 03/19
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KOLUMNE
Gefährliche Konstellationen frühzeitig erkennen und Lösungen eruieren!
Investitionen richtig und zukunftssicher finanzieren
Foto: © rcfotostock - Fotolia.com
Eine Finanzierungszusage ist noch lange kein Grund und keine Bestätigung, in Sachen Investitionsfinanzierungen alles richtig gemacht zu haben, denn erst die Zukunft zeigt, ob die gewählte Finanzierungmethode tatsächlich die richtige war.
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easen oder finanzieren? Wenn es nur diese beiden Finanzierungsmöglichkeiten geben würde, könnte eine Entscheidung vordergründig einfach sein. Doch die Problematik besteht darin, dass es sich hierbei nur um Oberbegriffe handelt, welche jeweils zu weiteren Möglichkeiten der Finanzierung führen. Zudem ist es grundsätzlich eine Frage Ihrer persönlichen Bilanzstrategie, die selbstverständlich erheblichen Einfluss auf die angewandte Methode hat. Wenn Ihre Strategie auf die Erhöhung Ihres Anlagevermögens ausgelegt ist, liegt eine klassische Finanzierung bzw. ein Darlehen nahe.
Methodik von Annuitätendarlehen Diese Darlehensform zeichnet sich in ihrer monatlich feststehenden Zahlungsratenhöhe insbesondere dadurch aus, dass innerhalb der Zahlungsraten die Zins- und Tilgungsanteile enthalten sind und sich diese über die Darlehenslaufzeit in ihren Anteilshöhen gegenläufig verhalten. Dies kommt dadurch zustande, dass bei Beginn der Darlehensaufnahme der monetäre Zinsanteil, der zu diesem Zeitpunkt noch nicht einem Tilgungsmodus unterworfen wurde, am höchsten ist. Mit jeder monatlich einsetzenden Tilgungsrate reduziert sich der Kapitalrestwert und führt im darauffolgenden Monat einerseits zu reduzierten Zinsanteilen und gleichzeitig dazu, dass der ersparte Zinsanteil als weiteres Tilgungsvolumen den monatlichen Tilgungsraten aufgeschlagen wird. Durch die monatlich gleichbleibende Darlehensrate (= Annuität) bringt dies im Zeitverlauf immer reduziertere Zinszahlungen und gleichzeitig höhere Tilgungsanteile mit sich.
Einsatzbereich der Annuitätendarlehen Annuitätendarlehen kommen in der Praxis nicht nur im privaten Bereich, sondern auch im gewerblichen Sektor häufig vor. Der Einsatz dieser Darlehensform ist primär im Privatbereich sinnvoll und unbedenklich, da die monatlichen Darlehensraten keine steuerlich 92
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relevanten Vor- bzw. Nachteile beinhalten. Anders sieht dies im gewerblichen Einsatz aus. Bei Anschaffung von Investitionsgütern müssen diese zum Anlagevermögen aktiviert werden. Sie sind somit auch durch deren permanente Abnutzung im operativen Betrieb als Wertverlust verzeichnet. Dies erfolgt über den Zeitraum der sogenannten Nutzungsdauer, die in den entsprechenden AfA-Tabellen vorgegeben ist. Diese Abschreibungen werden als Aufwand/Kosten behandelt und erscheinen somit in der Gewinn- und Verlustrechnung. Die Eigenheit einer AfA liegt darin, dass sie als Kostenposition den Gewinnausweis mindert, ohne jedoch zu einer Auszahlung bzw. Ausgabe in monetärer Sicht zu führen. Hierdurch wird ein steuerlicher Vorteil geschaffen, der einerseits zu einer niedrigeren Steuerlast im Gewerbe- bzw. Ertragssteuerbereich führt und sich andererseits im zu versteuernden Gewinn äußert.
Sinn und Zweck von Abschreibungen Der klassische Sinn und Zweck von Abschreibungen wird in der Betriebswirtschaftslehre wie folgt beschrieben: Abschreibungen (= Teilwerte der Anschaffungs- oder Herstellungskosten) werden als Aufwand/Kosten berücksichtigt, um einen periodengerechten Gewinn auszuweisen sowie die Wertverluste des Anlagevermögens zu dokumentieren. Hierzu wird von gesetzgebender Seite der oben angeführte mindernde Gewinn- und somit Steuereffekt bereitgestellt, um nach Ablauf der Nutzungsdauer bis zu seinem Erinnerungswert von 1 Euro soviel Steuerersparnisse zu erzielen, dass zumindest ein entsprechendes Kapitalvolumen für die Reinvestition eines gleichen oder ähnlichen Anlagegutes vorhanden ist. Der Staat fördert somit die Investitionsbereitschaft der Unternehmungen durch diesen Effekt, um einen Teil der Wiederbeschaffungskosten abzudecken.
Die Missachtung des eigentlich Gewollten Leider werden Abschreibungen und ihre Liquiditätsvolumina oftmals nicht für das positive Ansinnen des Gesetzgebers verwendet.
Tilgungshöhe bis mtl. 5.000 Euro steuerlich durch Gewinnminderung gedeckt! = 60.000 Euro p. a.
Annuitätshöhe
Tilgungshöhe bis mtl. 5.001 Euro steuerlich nicht gedeckt. Begleichung durch versteuertes Einkommen/Inhaber
Zins
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auf
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AfA-Höhe linear/mtl. 5.000 Euro
Tilgungshöhe bis mtl. 5.000 Euro steuerlich durch Gewinnminderung gedeckt! = 60.000 Euro p. a.
Abb. 1: Konkretes Rechenbeispiel aus der Praxis
Gravierende Fehler in der Finanzierungsmethodik durch unterschiedlichste Sichtweisen Falsche Darlehensform, Missbilligung der Fristenkongruenz, fehlerhafte Interpretation vom Zinsen sparen, zu kurze Laufzeiten der Nutzungsdauer in Verbindung mit überproportionalem Tilgungsanteil – Abzahlungskonstrukte, die zu Liquiditätsengpässen führen sowie im extremsten Fall zur Insolvenz o. Ä. Alle diese teilweise gut gemeinten Aktivitäten führen oftmals in nicht vorhersehbare bzw. ungewollte Unternehmenssituationen, die oft durch Unkenntnis produziert werden. Folgendes Beispiel soll Ihnen einen Sachverhalt verdeutlichen, der in der Praxis vermehrt festzustellen ist: Sie kaufen ein Investitionsgut, welches Sie über eine Nutzungsdauer von 8 Jahren abschreiben können. Sie missachten allerdings (trotz vorgegebener Nutzungsdauer!) den genannten Zeitraum (Fristenkongruenz!) und möchten dieses Investitionsgut bereits nach 5 Jahren getilgt haben. Ihr Ziel ist es, so wenig wie möglich Zinsen zu zahlen. Die Finanzierung erfolgt über ein Annuitätendarlehen mit wachsendem Tilgungsanteil im Zeitverlauf. Durch den progressiven Verlauf der Tilgungshöhe überschreiten Sie relativ schnell den Grenzwert der AfA-Höhe (monatlich), der steuerbegünstigt in Ihrer GuV vermerkt ist. Im konkreten Beispiel (siehe Abb. 1) gehen wir von einer AfA-Höhe von 5.000 Euro monatlich aus. Durch den erhöhten Tilgungsanteil müssen Sie nun ab Überschreitung dieses Grenzwertes jeden weiteren Euro aus versteuertem Gewinn begleichen! Dies kann dazu führen, dass Sie bei einer dann vorhandenen Tilgungshöhe von ca. 9.000 Euro (oder mehr) nur 5.000 Euro (= maximale AfA-Höhe) monatlich steuerlich abdecken können und 4.000 Euro aus Ihrem persönlichen Gewinn nach Steuern zu begleichen haben. Hier ist als Beispiel eine Personengesellschaft zugrunde gelegt, die sich aus dem Gewinn finanziert. Solche Konstrukte kommen leider nicht nur bei großen Finanzierungen (wie z. B. Betriebsgebäude) vor, sondern auch bei wesentlich kleineren Darlehensvolumina, welche durch Annuitätendarlehen gespeist werden. Wobei hier erwähnt werden muss,
dass speziell bei Investitionen von Betriebsgebäuden diese Darlehensform fast Standard ist. Sie finanzieren in der Regel maximal eine Laufzeit von 20 Jahren, wobei die gesetzliche AfA-Nutzungsdauer bei Betriebsgebäuden länger ist als ihre Darlehenslaufzeit.
Lösungsansätze • Grundsätzlich sollten Sie nicht nur, sondern Sie müssen, aus Eigennutz heraus, jegliche Investition vorab mit Ihrem Steuerberater besprechen. • Achten Sie bei der zu wählenden Finanzierungsform immer auf den Tilgungsanteil, dass dieser – wie im Beispiel dargestellt – nicht über den Grenzwert der AfA-Höhe hinausgeht. • Alternative Finanzierungsmethoden sind auch sogenannte „Endfällige Darlehen“ oder „Tilgungsdarlehen“, die mit fixen Tilgungshöhen behaftet sind. • Ist „das Kind schon in den Brunnen gefallen“, dann ziehen Sie, wenn möglich, eine seriöse Umschuldung in Betracht oder lösen Sie bereits fortgeschrittene Darlehen aus anderen Investitionen über Barmittel ab, falls der AfA-Effekt hierzu sinnvoll ist, um die entsprechende Lücke im AfA-Gesamtvolumen günstiger zu schließen – notfalls auch mit Zinsverlusten. Eine Begleichung aus versteuertem Einkommen ist grundsätzlich teurer als die letztgenannte Maßnahme. • Weiterhin bieten auch die sogenannten GWG (Geringwertige Wirtschaftsgüter) die Möglichkeit (je nach Jahresentscheidung welche AfA-Variante Sie hier wählen), um „Boden gut zu machen“ – auch wenn es sich hierbei nur um kleinere Beträge handelt. Dadurch können Sie temporär Ihre Gesamt-AfA-Linie in der Unternehmung beeinflussen.
Stefan Haase Stefan Haase, Betriebswirt und Industriekaufmann, war langjähriger Partner einer renommierten Unternehmensberatung, zuletzt in der Funktion des betriebswirtschaftlichen Leiters. Er ist Mitglied des DIN/CEN-Normungsausschusses für Fitnessanlagen und zudem als Dozent, Autor und Tutor für die Deutsche Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement tätig.
Foto: DHfPG/BSA
Steuern sparen ist mittlerweile zu einer „Challenge“ geworden, um kurzfristige Wünsche des Unternehmers zu befriedigen, wie z. B. Steuernachzahlungen auszugleichen. Dies führt in der Zukunft immer zu Dysbalancen nicht nur in Ihrer Rentabilitätsstruktur, sondern vor allem auch in Ihrer Liquiditätsentwicklung, welche dann zu Lasten der angedachten Reinvestitionen gehen.
www.dhfpg-bsa.de
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BERATUNG | ANZEIGE
Unabhängig die Zukunft positiv gestalten „Als sicherlich erfolgreiche und völlig unabhängige Unternehmensberatung sehen wir eine dramatische Wandlung in der Branche, die auf die Einzelunternehmer zukommen könnte“, so Michael Kerstan von Kerstan Consult GmbH. Was er damit genau meint, lesen Sie im Folgenden. Gefahr Nr. 1 Preisdiktat durch überregionale Vertragsanbieter In der klassischen Betriebswirtschaftslehre gibt es eine eiserne Regel: Wenn der Teil des Umsatzes, der mit nur einem Kunden erzielt wird, größer ist als die Rendite des ganzen Unternehmens, dann kann dieser Kunde den Preis und dadurch das Unternehmen beeinflussen bzw. kontrollieren. Möglicherweise wurden im Hinblick auf große Zusatzumsätze sogar erhebliche Investitionen getätigt. Nachdem das Umsatzwachstum durch die Zusammenarbeit signifikant gesteigert wurde, wurden vom Nachfrager dann die Preise neu verhandelt. Geschieht das zuungunsten des Anbieters, kommen auf diesen – gelinde gesagt – erhebliche Probleme zu. Wir kennen diese Geschäftsentwicklungen von den Anbietern, die vor einigen Jahren für Lebensmitteldiscounter produziert haben. Diese geschäftliche Zwickmühle kann für den Einzelunternehmer fatal werden – Wir zeigen Ihnen gern einen möglichen Ausweg!
Gefahr Nr. 2 Mitarbeiter werden Mangelware Viele Studiobesitzer haben große Probleme bei der Suche und Bindung von geeigneten Mitarbeitern. Laut aktueller Eckdaten-Studie des DSSV haben die Einzelunternehmer einen Personalkostenanteil von durchschnittlich 32,2 Prozent. Bei den Kettenbetrieben, zu de94
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nen sowohl Premiumanlagen als auch Discounter zählen, kommen wir auf 26,8 Prozent Personalkosten. Es stellt sich somit die Frage: Wie kann ich als Einzelunternehmer, der nicht die Möglichkeiten der Kettenunternehmen hat, meinen Personalkostenanteil bestmöglich einsetzen und durch meine Mitarbeiter im Idealfall sogar ein Alleinstellungsmerkmal für meinen Club schaffen? In zahlreichen Fitnessstudios finden wir viele Mitglieder, die • mit Kopfhörern trainieren, • sich Trainingstipps von sogenannten Influencern holen, • sich durch viele Jahre Training gut bis sehr gut auskennen. Diese Mitglieder möchten möglicherweise keine besondere Trainingsbetreuung und sind auch nicht bereit, dafür zu zahlen! Hieraus ergibt sich die Frage: Wie kann ich als Einzelunternehmer Zusatzeinnahmen durch meine Trainer generieren, die diesen auch direkt wieder zugutekommen? Aufgrund des steigenden Kostendrucks besteht eine erhebliche Wahrscheinlichkeit, dass sich Teile der Branche in wenigen Jahren auf das in England mittlerweile übliche System hin verändern: Trainerleistungen werden zu buchbaren Leistungen, wie zum Beispiel bei Tennis und Golf. Im Club hängen die Profile von ausgebil-
deten Trainern aus, mit teilweise extrem hoher Qualifikation und den dazugehörigen Stundenpreisen. Die Betreuung kann direkt auf der Homepage des Clubs oder vor Ort gebucht werden und der Club bekommt automatisch 20 Prozent der Trainereinnahmen. Zu diesem Betreuungssystem haben wir ein Verkaufssystem entwickelt, welches 180 Euro zusätzlich für die anfänglich benötigte Betreuung generiert.
• eine Homepage, die den Kunden mittels Avatar digital durch die Anmeldung führt, • digitale Erfassung aller Interessen, • digitale Verkaufsunterstützung. Danach benötigt Ihr Club eine digitale Erklärung aller anfallenden Aufgaben und eine digitale Überprüfung der fristgerechten Erledigungen.
Wenn Sie diese Mehreinnahmen in Ihre Mitarbeiter reinvestieren, bekommen Sie motiviertere und besser ausgebildete Mitarbeiter, die länger in Ihrem Unternehmen bleiben.
Im Anschluss folgt die Digitalisierung für Ihren Kunden: • digitale Anamnese, • digitale Planerstellung, • digitale Geräte, • digitale Leistungsanpassung.
Gefahr Nr. 3 Fehlende Digitalisierung
Dies sind die vier Faktoren, um zukünftig im Wettbewerbsmarkt Fitness „mitmischen“ zu können.
Digitalisierung ist ein MUSS. Jedoch sollte die Digitalisierung von außen nach innen erfolgen. Es ist durchaus sinnvoll, intern mit den modernsten elektronischen Zirkeln zu arbeiten und nach außen hin ebenfalls einen digitalen Club zu präsentieren.
Wir zeigen Ihnen, wie Sie die Voraussetzungen dafür schaffen und das Geld für die im Club benötigte Digitalisierung im Voraus erwirtschaften.
Digitalisierung fängt außen an, dies bedeutet:
Ihr Michael Kerstan & Team
Melden Sie sich an zum Seminar: „Ich bin ein Erfolgs-Magnet!“ Interessiert? Rufen Sie uns an unter: 06173 - 95 02 02 oder senden Sie eine E-Mail an: info@kerstanconsult.de Fotos: Kerstan Consult GmbH
Michael Kerstan
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KONGRESS | ANZEIGE
Tolle Stimmung, viele Innovationen, volles Haus!
Erster eGym Kongress in Leipzig Impressionen vom ersten eGym Kongress für Bestandskunden im Vorfeld der FIBO in Leipzig: Über 300 Studiobetreiber aus ganz Deutschland folgten der Einladung des Münchner Sports-Tech-Unternehmens und verbrachten einen informativ-unterhaltsamen Tag mit Motivationsreferaten, einer Podiumsdiskussion über die Chancen und Herausforderungen der Digitalisierung für die Fitness- und Gesundheitsbranche sowie einer nicht enden wollenden rauschenden Party.
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Fotos: egym GmbH
Edgar Itt, ehemaliger 400-Meter-Läufer und 400-Meter-Weltklasse-Hürdensprinter, Medaillengewinner bei den Olympischen Spielen 1988 in Seoul. Er versteht es, seine Zuhörer zu motivieren und mitzureißen. Sein sehr persönlich gehaltener Vortrag erntete die ersten Standing Ovations des Tages.
iner der vielen Höhepunkte der Veranstaltung war die erstmalige Präsentation der aktuellen eGym Innovationen, darunter die neue VISION Konsole der eGym Kraftgeräteserie. Ihr kristallklares, hervorragend ablesbares Bild in Full-HD sorgt für noch mehr Motivation und ein überragendes Trainingserlebnis. Die Geräte strahlen eine coole Eleganz aus und sind ein echter Blickfang in jedem Studio. Weiter wurden die neuen intelligenten Funktionen der eGym Trainer App, die die Produktivität der Trainer weiter erhöhen sowie die Standard-Kardio-Schnittstelle der Open-Cloud-Platform eGym ONE vorgestellt, durch die sich Kardio-Geräte von noch viel mehr Herstellern nahtlos andocken lassen.
Die Zusammenhänge, die körperliches und seelisches Gleichgewicht stören und schließlich zu Beschwerden führen, sind immer individuell. Dr. med. Kurt Mosetter geht es daher in der von ihm entwickelten Myoreflextherapie nicht um die Behandlung einer Krankheit, sondern um die Behandlung eines Menschen.
Kontakt eGym GmbH | Einsteinstraße 172 | 81677 München | www.egym.de/business
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FITNESS MAL ANDERS
„KÖRPERLICHE FITNESS IST EINER DER GARANTEN FÜR DEN POLIZEILICHEN ERFOLG“
Foto: Bundespolizei
FITNESS MAL ANDERS: DIE BUNDESPOLIZEI
Interview mit Alexandra Natho 98
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Körperliche Leistungsfähigkeit ist in vielen Berufszweigen wichtig für die Ausübung der Tätigkeiten – in manchen Berufszweigen ist Fitness darüber hinaus essenziell, weil es auch um Leben und Tod geht. In Teil 2 unserer neuen Artikelreihe beschäftigen wir uns mit Fitness und Athletik bei der Bundespolizei. Alexandra Natho von der Bundespolizeiakademie in Lübeck ist Fachlehrerin im Bereich Polizeisport und bundesweite Ansprechpartnerin für Belange rund um das Thema Sport in der Prävention. fitness MANAGEMENT wollte wissen, wie die Bundespolizei die Fitness ihrer Mitarbeiter sicherstellt und hat Alexandra Natho dazu in einem Interview befragt. fM: Welchen Stellenwert haben körperliche Fitness und Athletik für den Dienst bei der Polizei? Alexandra Natho: Für den Polizeiberuf ist nicht nur körperliche Fitness, sondern auch eine solide Gesundheit unbedingt erforderlich. Wechselschichten, lange und mitunter anstrengende Einsätze, die Konfrontation mit verschiedensten Situationen – der Polizeidienst stellt hohe Anforderungen an den Körper und die Psyche. Gute körperliche Leistungsfähigkeit und Fitness sind dabei wichtige Grundvoraussetzungen für jedes polizeiliche Handeln und für die polizeiliche Handlungssicherheit, mitunter auch bei der Anwendung von notwendigen Zwangsmaßnahmen. Polizeiliches Handeln erfordert ein regelmäßiges Training, mit dem Ziel, die Polizei-beamten zu professioneller Arbeit mit hoher fachlicher, sozialer, persönlicher und interkultureller Kompetenz zu befähigen. Der Erhalt und Ausbau dieser Grundbefähigungen und damit auch der körperlichen Fitness genießen daher innerhalb der Aus- und Fortbildung der Bundespolizei eine hohe Priorität. fM: Wie ist der Bereich Fitness und Athletik strukturell, zeitlich und auch in Bezug auf Zusatzangebote in die Ausbildung der Bundespolizisten eingebunden? Alexandra Natho: Innerhalb der Bundespolizei gibt es aufgrund der verschiedenen Ausbildungs- und Studienstandorte, der unterschiedlichen Laufbahnen im mittleren, gehobenen und höheren Polizeivollzugsdienst und den differenzierten Zielformulierungen unterschiedliche strukturelle und zeitliche Bedingungen. Ohne jetzt näher auf einzelne Laufbahnen einzugehen, ist es für alle Entscheidungsträger der Bundespolizei unbestritten, dass ein hohes Maß an körperlicher Fitness neben den anderen berufsspezifischen Faktoren ein wesentlicher Garant für den polizeilichen Erfolg ist. Dies wird z. B. in der Grundlagenausbildung im mittleren Polizeivollzugsdienst durch eine Vielzahl an Trainingseinheiten deutlich, die u. U. durch individuelles betreutes Training der Dienstanfänger, welches auch außerhalb des Dienstes stattfindet, ergänzt werden können. fM: In welchen Bereichen der körperlichen Fitness liegt im Verlauf der Ausbildung bei der Bundespolizei das Hauptaugenmerk? Alexandra Natho: Die Inhalte der Ausbildung und des Trainings orientieren sich in erster Linie an der Verbesserung bzw. dem Erhalt der sportmotorischen Grundfähigkeiten.
FITNESS MAL ANDERS
Fotos: Bundespolizei
Hierzu gehören unter anderem die Verbesserung der Grundlagen in diesen Bereichen, z. B. der Kraft und der koordinativen Fähigkeiten für das Erlernen von Einsatztrainingsfertigkeiten, die läuferische Ausdauer und Sprintschnelligkeit, das Überwinden von Hindernissen im Rahmen von Hindernis- und Gerätebahnen sowie Grundlagen für das Retten von Personen aus Wassergefahren. Unsere Sportleiter/Trainer wählen und organisieren die Inhalte dabei so, dass zum einen die Teambildung unterstützt und zum anderen auch das Bewusstsein für die eigene Gesundheit (Präventionssport) und die persönliche Fitness gefördert wird. Darüber hinaus soll die Auswahl an Trainingsinhalten auch einen Anreiz zur Intensivierung außerdienstlicher Sportaktivitäten bieten. fM: Gab es in Bezug auf den Stellenwert der körperlichen Fitness und auch in Bezug auf die Ausbildungsinhalte im Bereich körperliche Fitness in den vergangenen Jahren wesentliche Veränderungen? Alexandra Natho: Letztmalig hat die Ständige Konferenz der Innenminister und -senatoren im Juni 2011, auf Basis der Grundpositionen des Deutschen Polizeisportkuratoriums (DPSK) zum Sport in der Polizei, die erhebliche Bedeutung der körperlichen Leistungsfähigkeit als Schlüsselqualifikation für den Polizeiberuf in einem Beschluss herausgehoben. An dieser selbstverständlichen Auffassung hat sich auch innerhalb der Bundespolizei nichts geändert. fM: Mangelnde Fitness ist nicht nur ein Problem bei einer Berufsgruppe. Kann die Polizei überhaupt auffangen, was unsere Gesellschaft vorher über Jahre hinweg versäumt hat? Alexandra Natho: Unsere Auszubildenden sind auch nur ein Spiegelbild der Gesellschaft. Aktuelle Studien belegen ja die besorgniserregende Entwicklung zum Thema Kinder und Bewegung. Die Spielkonsole ist heute meist interessanter als der Bolzplatz. Diese Entwicklung macht auch vor der Bundespolizei nicht halt und erschwert unsere Arbeit. Tatsächlich schlagen sich Veränderungen
hinsichtlich der körperlichen Leistungsfähigkeit vor allem in einem Ansteigen koordinativer Defizite nieder, die dann leider auch mit einem erhöhten Verletzungsrisiko in der sportlichen und polizeilichen Ausbildung verbunden sind. Das Überwinden von Hindernissen ist ein originärer Bestandteil des Bewegungsspektrums eines Polizisten. So nehmen bei der sportlichen Ausbildung Hindernisbahnen – neben Kraft- und Ausdauertraining – einen zentralen Stellenwert ein. Die Anforderungen an die körperliche Leistungsfähigkeit sind hier sehr komplex. Durch methodisches und individuelles Vorgehen wird versucht, die Auszubildenden zum Erfolg zu führen. fM: Die Polizei fordert von ihren Beamten ein breites Spektrum verschiedener Tätigkeiten. Ist es für Sie überhaupt möglich, die verschiedenen Einheiten und deren individuell unterschiedlichen Anforderungen an Fitness und Athletik auf einen Standard zu bringen? Wie begegnen Sie dieser Herausforderung in der Praxis? Alexandra Natho: In der Tat wäre ein solcher Anspruch nicht realistisch. Jedem Polizeibeamten steht grundsätzlich ein bestimmtes zeitliches Kontingent für ein sportliches Training zur Verfügung. Dieses kann er je nach Möglichkeit außerhalb seines Dienstes oder schichtbegleitend wahrnehmen. Im Vordergrund stehen hier der Erhalt der körperlichen Leistungsfähigkeit und die Gesundheitsprävention. In den geschlossenen Einheiten und verschiedenen Spezialverwendungen sind die Zeiträume für ein körperliches Training wesentlich weiter gefasst, um den spezifischen Anforderungen der jeweiligen Einheiten gerecht werden zu können. Darüber hinaus haben die Führungskräfte der Spezialverwendungen die Möglichkeit, bei Bedarf den Zeitanteil für ein sportliches Training temporär noch weiter zu erhöhen. fM: Gibt es bei der Bundespolizei spezielle Vorgaben oder Angebote, durch welche die Bundespolizisten auch
Alexandra Natho Alexandra Natho (34) ist Polizeioberkommissarin und Diplom-Sportwissenschaftlerin. Sie arbeitet als Fachlehrerin im Bereich Polizeisport an der Bundespolizeiakademie in Lübeck. Von 1993 bis 2012 war Alexandra Natho erfolgreiche Eisschnellläuferin. Von 2008 bis 2010 war sie Teil der Spitzensportförderung der Bundespolizei und gewann mehrere deutsche Meistertitel. Noch während ihrer Zeit als Leistungssportlerin schloss sie ihr Diplom-Studium als Sportwissenschaftlerin an der Ruhr-Universität in Bochum ab. Seit 2013 gehört sie zur Fachgruppe Polizeitraining, Fachbereich Polizeisport, bei der Bundespolizeiakademie in Lübeck. In dieser zentralen Aus- und Fortbildungsstätte der Bundespolizei wird die Qualifikation von Sportleitern/Trainern im Dienstsport bundesweit geplant und durchgeführt. Neben ihrer Tätigkeit als Fachlehrerin für die Aus- und Fortbildung bei der Bundespolizei wurde Frau Natho 2014 als Fachwirtin im Bereich Gesundheits- und Präventionssport zur bundesweiten Ansprechpartnerin für Belange rund um das Thema Sport in der Prävention berufen. Außerdem leitet Frau Natho regelmäßig gesundheitsfördernde Kurse in Lübeck. Ihr Ziel ist es, den Präventionssport inhaltlich stetig weiterzuentwickeln. Seit 2018 ist Alexandra Natho lizensierte Kursleiterin Yoga.
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nach ihrer Ausbildung im aktiven Dienst im Bereich Fitness und Athletik unterstützt werden? Alexandra Natho: Um das sportliche Training in und nach der Ausbildung zu gewährleisten, werden an der Bundespolizeiakademie in mehrwöchigen Schulungsmaßnahmen ausgewählte Polizeivollzugsbeamte auf diese Aufgabe vorbereitet. Ergänzend dazu wurden für das Training in der Polizeiausbildung in der jüngeren Vergangenheit zivile Sportlehrer in der Bundespolizei eingestellt. Das Polizeitraining nach der Ausbildung, zu dem auch der Erhalt sowie der Ausbau der physischen Leistungsfähigkeit zählt, ist funktionsbezogen und basiert auf den in der polizeilichen Ausbildung erworbenen Grundbefähigungen. Hierfür steht jedem Polizeivollzugsbeamten ein gewisses Zeitkontigent zur Verfügung. Jeder ist allerdings auch aufgefordert, eigeninitiativ und in seiner Freizeit zu trainieren. Innerhalb der Behörde können die Dienststellen dabei auf ausgebildete Sportleiter (Trainer) zurückgreifen, die dienststellenintern ein Sport- und Fitnessangebot anbieten bzw. den Polizeivollzugsbeamten für eine individuelle Beratung zur Verfügung stehen. Sofern es die Wahrnehmung der gesetzlichen Aufgaben zulässt, ist auch ein schichtbegleitendes Training möglich. Dies ist allerdings aufgrund der Aufgabendichte in den Dienststellen nur schwer zu gewährleisten. Die Sport-/Fitnessangebote für geschlossene Einheiten oder Spezialkräfte der Bundespolizei orientieren sich in erster Linie an deren Aufgaben und gehen über das „normale“ Maß hinaus. fM: Die professionelle Fitness- und Gesundheitsbranche ist in den Bereichen Training, Prävention, Rehabilitation und auch BGM konzeptionell sehr gut aufgestellt und verfügt deutschlandweit über eine gewachsene Infrastruktur mit immer mehr zertifizierten Anbietern (DIN 33961). Inwieweit können lokale Fitness- und Gesundheitsdienstleister die Bundespolizei mit ihrem professionellen Angebot unterstützen? Alexandra Natho: Der Dienstsport in der Bundespolizei wird, wie bereits beschrieben, in der Regel von intern ausgebildeten Sportübungsleitern in bundeseigenen Sportstätten durchgeführt. Stehen diese nicht in erforderlichem Umfang zur Verfügung oder sind Anfahrtswege aufgrund ihrer Länge nicht zu vertreten, können im Rahmen des zur Verfügung stehenden finanziellen Budgets geeignete Sportstätten angemietet oder Nutzungsverträge mit anderen Anbietern geschlossen werden. Kooperationen mit der Bundeswehr, dem Zoll und mit den Kommunen vor Ort sind weit verbreitet. In Einzelfällen wird aber auch auf Angebote von kommerziellen Fitnessstudios zurückgegriffen. Im Jahr 2013 wurde das Behördliche Gesundheitsmanagement in die Bundespolizei implementiert. In dessen Geltungsbereich sind neben den Polizei- auch die Verwaltungsbeamten sowie die Tarifbeschäftigten eingeschlossen. Als Multiplikatoren dienen in den verschiedenen Organisationsbereichen eingesetzte regionale Ansprechpartner. Für den Bereich der Gesunderhaltung und Fitness wurden in Ergänzung der eigenen Ressourcen bundesweit Kooperationsvereinbarungen mit professionellen Anbietern getroffen.
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Fotos: LesMills GmbH
Machen Sie HIIT zur Stütze Ihres Angebots Ein bahnbrechender Ansatz für Kleingruppentraining hat dem Boutique-Studio emPOWERed in Baltimore, USA, dabei geholfen, mit einem hochwertigen HIIT-Angebot auf sich aufmerksam zu machen. Inhaberin Angela Davis teilt das Geheimnis für den Erfolg ihres Boutique-Studios, das nicht aufhört zu wachsen.
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ür Angela Davis, Inhaberin und CEO von emPOWERed in Baltimore, war die Eröffnung eines Boutique-Studios eine echte Herzensangelegenheit.
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Während einer schrecklichen Familientragödie fand Angela Trost im Fitnesstraining. Das inspirierte sie, ein Studio aufzubauen, in dem auch andere Menschen mit einem maßgeschneiderten Programm ihre Leidenschaft für Fitness entdecken können. Das 5.000 Quadratmeter große Boutique-Studio ist auf Gruppenfitness spezialisiert. Der Fokus liegt auf einer geschmackvollen Einrichtung sowie Top-Instruktoren, die das Angebot perfekt machen. Die Mitgliedschaft, die 99 US-Dollar pro Monat kostet, ermöglicht den Zugang zu über 50 Kursen pro Woche in zwei Kursräumen. Das Angebot reicht von Tanz- und Ballet-Classes bis hin zu Yoga und Boxen. Doch es ist das Kleingruppentraining, das emPOWERed wirklich zum Erfolg verholfen hat. Es liefert den Teilnehmern großartige Resultate und trägt gleichzeitig zur Umsatzsteigerung bei.
Umsatzsteigerung durch LES MILLS GRIT „Unsere Kleingruppentrainings bestehen aus LES MILLS GRIT Einheiten und sind das Herzstück unseres Angebots“, hebt Angela Davis hervor. „Letztes Jahr brachte GRIT uns einen zusätzlichen Umsatz von 21.000 Dollar ein. Das ist eine Steigerung von 50 Prozent im Vergleich zum Vorjahr – die Mitglieder können nicht genug davon bekommen!“ Die Mitglieder können achtwöchige Transformationsprogramme absolvieren, die zwei GRIT Classes pro Woche beinhalten: Eine davon ist GRIT Strength und die zweite entweder GRIT Cardio oder GRIT Athletic. Das achtwöchige Programm kostet Mitglieder 149 US-Dollar und Nichtmitglieder 179 US-Dollar. Die Plätze sind hart umkämpft und das Studio kann den Ansturm kaum bewältigen. „Wir mussten die Anzahl der Programme verdreifachen, weil sie bei den Mitgliedern so beliebt sind, und trotzdem sind sie bis auf den letzten Platz ausgebucht“, berichtet Angela Davis. „Die Bindungsrate bei unseren GRIT Kursen liegt bei über 90 Prozent und, wie diese Zahl vermuten lässt, ist infolgedessen auch die Weiterempfehlungsrate hoch.“ „Vor unserer Eröffnung hatte ich GRIT noch nie ausprobiert, doch nachdem ich mich über das Programm informiert hatte, war ich von der Qualität überzeugt.“ „Einen Großteil unseres Erfolges haben wir GRIT zu verdanken und es hat unser Gruppenfitnessangebot im Allgemeinen gestärkt, da es den Standard für die Intensität und Qualität aller Programme im Studio gesetzt hat.“
Resultate basierend auf wissenschaftlichen Fakten Einer der wichtigsten Gründe, warum das Kleingruppentraining bei emPOWERed so erfolgreich ist, sind die wissenschaftlich fundierten Resultate. Dabei stützt sich das Studio zum einen auf Studienergebnisse von LES MILLS und zum anderen auf eigene Studien, die emPOWERed in Zusammenarbeit mit Wissenschaftlern durchgeführt hat, um die Leistungssteigerung der Teilnehmer während des achtwöchigen Programms zu untersuchen. Eine dieser Studien (Essel, 2018) ergab, dass Teilnehmer des GRIT Programms eine 5 Kilometer lange Laufstrecke bereits nach sechs Wochen um durchschnittlich 8 Prozent schneller zurücklegten. Dies legt nahe, dass auch Profiläufer ähnliche Ergebnisse erzielen könnten, wenn sie die Workouts in ihren Trainingsplan integrieren würden.
In der zweiten Studie nutzte man BOD POD, ein System zur Messung der Körperzusammensetzung, um die körperlichen Veränderungen der Teilnehmer eines GRIT Kleingruppenkurses zu untersuchen. Die Ergebnisse waren beeindruckend. Obwohl sie ihr Ernährungsverhalten nicht verändert hatten, verloren die Teilnehmer im Durchschnitt 1,5 Kilogramm Fettmasse und nahmen durchschnittlich 0,98 Kilogramm Muskelmasse zu. Angesichts der Flut an Fitness-Mythen und zweifelhaften Behauptungen, die in Social Media kursieren, ist der wissenschaftlich fundierte Ansatz von emPOWERed genau das Richtige, um sich als glaubwürdiger Anbieter von der Masse abzuheben. Gleichzeitig kann das Studio mit den verschiedenen Studienergebnissen (verbesserte Laufzeiten und optische Veränderungen) gezielt auf die Bedürfnisse spezieller Zielgruppe eingehen – was es bei der Konkurrenz in dieser Form kaum gibt. Angela Davis ergänzt: „Die Studien haben unserem Studio geholfen, sich von den Mitbewerbern zu unterscheiden und ganz klar hervorzuheben, welche Resultate die Teilnehmer mit unseren Intensivkursen erzielen. In unserer Gegend wird das in dieser Form sonst nicht angeboten.“ „Es gibt so viele Menschen, die etwas an ihrem Körper verändern wollen und immer mehr Menschen, die Laufsport betreiben. Diese Zielgruppen anzusprechen und ihnen maßgeschneiderte Lösungen bieten zu können, hat uns geholfen, uns von der Konkurrenz abzuheben.“
Top-Instruktoren als Mittel zur Kundenbindung Beeindruckende Resultate und hochwertige Programme haben emPOWERed zwar zum Erfolg und zu vielen neuen Mitgliedern verholfen, doch für Angela Davis ist es das Team aus Instruktoren, welches dafür verantwortlich ist, dass die Mitglieder immer wieder gerne ins Studio kommen. „Unser Team ist einfach großartig – und unsere LES MILLS GRIT Instruktoren gehören zu den beliebtesten Instruktoren“, ergänzt sie. „Sie sind selbstbewusst, hoch qualifiziert, offen und technisch sehr versiert – ich bemerke eindeutig einen Unterschied zwischen LES MILLS Instruktoren und anderen Coaches.“ „Die Fähigkeit, ein hochwertiges Trainingserlebnis zu schaffen, bei dem die Teilnehmer ihre individuellen Ziele in einer angenehmen Atmosphäre erreichen können, entspricht genau der Vision, die ich bei der Eröffnung von emPOWERed hatte. Und das wird auch in Zukunft unser Erfolgsrezept sein.“
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Fotos: MATRIX
ATHLETIKTRAINING | ANZEIGE
Deutscher Tischtennis-Bund und MATRIX bei der WM 2019 in Budapest
Vertrauen im Leistungssport Tischtennis ist eine der schnellsten Rückschlagsportarten der Welt. Um in diesem rasanten Sport mithalten zu können, ist nicht nur ein kühler Kopf gefragt. Vor allem die Athletik hat eine besondere Bedeutung. Nun hat sich der Deutsche Tischtennis-Bund mit MATRIX einen Kooperationspartner mit Nationalmannschaftserfahrung ins Boot geholt, um in puncto Athletik noch besser zu werden.
E
rst vor wenigen Wochen gaben der Deutsche Tischtennis-Bund e. V. (DTTB) und die Johnson Health Tech. GmbH ihre Kooperation bekannt. Der Zeitpunkt dafür hätte für beide Seiten nicht perfekter sein können. Die Zusammenarbeit, die sich auf die Geräte der Marke MATRIX konzentriert, wurde kurz vor der Tischtennis-WM in Budapest (21. bis 28. April 2019) geschlossen. Spieler und Verantwortliche konnten die Geräte direkt zur Vorbereitung auf das Großereignis nutzen. Gekrönt wurde diese neue Zusammenarbeit durch den Gewinn der Bronzemedaille im gemischten Doppel durch Patrick Franziska und Petrissa Solja.
DTTB-Athletiktrainer Benjamin Schmitz und Volker Lichte
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fitness MANAGEMENT hat DTTB-Sportdirektor Richard Prause, Athletiktrainer Benjamin Schmitz und MATRIX Key-Account-Manager Volker Lichte zur Kooperation und zum Athletiktraining der deutschen Tischtennis-Nationalmannschaft befragt.
fM: Was bedeutet die Kooperation mit MATRIX für den DTTB? Richard Prause: Wir freuen uns darüber, dass MATRIX den deutschen Tischtennissport ideell und materiell unterstützt. Das Engagement kommt sowohl den Nationalteammitgliedern ohne Behinderung als auch den Para-Athleten am Bundesstützpunkt in Düsseldorf zugute. fM: Gibt es Unterschiede in der Zusammenarbeit mit dem DTTB im Vergleich zu den anderen Nationalmannschaftsverbänden? Volker Lichte: Ja, die gibt es durchaus. Sind es bei den bisherigen Partnerschaften primär Geräte zum Ausdauer- und Regenerationstraining, die wir bereitstellen, wie z. B. unsere CXP Bikes oder Laufbänder und Equipment für Functional Training, so liegt dieses Mal der Fokus im Bundesstützpunkt in Düsseldorf eher auf dem Krafttraining. fM: Welche Geräte stehen Trainern und Spielern des DTTB-Teams ab sofort zur Verfügung? Volker Lichte: Konkret sind es hier die Kraftgeräte aus unserer Magnum-Serie mit robusten Half Racks und Plate Loaded Maschinen sowie ein Mehrstationen-Kabelzugturm. Es erklärt sich dadurch von selbst, welcher Schwerpunkt hier im Training der Nationalspieler gesetzt wird und zeigt eindeutig die wachsende Bedeutung des Athletiktrainings in dieser Sportart. Umso wichtiger ist es, dass die Nationalspieler hier im Bundesleistungsstützpunkt in Düsseldorf dauerhaft optimale und zuverlässige Trainingsbedingungen vorfinden.
Foto: DTTB
fM: Was genau versteht man unter „Athletik“ im Tischtennis und welche Rolle spielt sie? Benjamin Schmitz: Durch den hohen Trainingsaufwand der fein-
DTTB-Sportdirektor Richard Prause
motorisch stark ausgeprägten Hochleistungssportart Tischtennis hat das Athletiktraining einen enormen Stellenwert. In erster Linie bedeutet Athletik für einen Tischtennisspieler aber verletzungsfrei zu sein. Nur ein athletisch gut ausgebildeter Körper ist in der Lage, die hohen physischen und psychischen Beanspruchungen bzw. Belastungen im Training und Wettkampf verletzungsfrei zu überstehen. Da beim Tischtennis im Vergleich zu anderen Hochleistungssportarten der Trainingsaufwand (5–7 h/Tag) sehr ausgeprägt ist, ist der Spieler auf eine umfangreiche athletische Ausbildung angewiesen. Hinzu kommt, dass der Leistungssport Tischtennis durch Regelveränderungen (z. B. Veränderungen im Bereich des Spiel- und Ballmaterials) und den immer dichter werdenden Saisonplan mit mehr internationalen Turnieren große Herausforderungen an den eigenen Körper stellt. Daher steht der Aspekt der Verletzungsprophylaxe im Athletiktraining bei uns natürlich an erster Stelle. Ein weiterer wichtiger Punkt ist die individuelle Leistungsoptimierung eines Spielers. Auch hier nimmt die Athletik in einer der schnellsten Rückschlagsportarten der Welt einen immer größer werdenden Stellenwert ein. Um noch reaktionsfreudiger, explosiver und schnellkräftiger bei zeitgleich technisch sauberer und stabiler Bewegungsausführung agieren und reagieren zu können, ist ein entsprechend gut ausgebildeter aktiver und passiver Bewegungsapparat unabdingbar. Einfacher gesagt: Wer athletisch besser ausgebildet ist, kann quantitativ und qualitativ hochwertiger am Tisch trainieren und ist der Konkurrenz immer den entscheidenden Schritt voraus. fM: Wie kommen die Geräte von MATRIX im Training bzw. in der Regeneration zum Einsatz? Benjamin Schmitz: Die Geräte von MATRIX kommen bei uns in allen athletischen Bereichen zum Einsatz. Die Spieler haben mit MATRIX die besten Möglichkeiten, sich ideal auf ihr Training am Tisch und auf anstehende Wettkämpfe bzw. Turniere vorzubereiten. Außerdem setzen wir die Geräte im Bereich der Rehabilitation ein, um verletzte Spieler wieder fit zu machen, aber auch um sie systematisch bei der Vorbereitung auf saisonale Höhepunkte wie Weltmeisterschaften und Olympische Spiele zu unterstützen. Die Spieler nutzen die MATRIX-Geräte nicht nur im täglichen Training zum gezielten Warm-up vor den Tischtenniseinheiten, sondern auch nach dem Training als Möglichkeit zur Regeneration, beispielsweise zum Ausfahren. Des Weiteren eignen sich die Geräte perfekt, um im Bereich der Explosivität Krafttrainingsimpulse in tischtennisspezifische Bewegungsmuster am Tisch zu übertragen.
Foto: Remy Gros/ITTF
fM: Fußball-, Handball-, Basketball- und EishockeyNationalmannschaft – Die Kooperation mit dem DTTB ist nun das nächste deutsche Auswahlteam im Partnerschafts-Portfolio von MATRIX. Welche Bedeutung hat das für MATRIX? Volker Lichte: Die Kooperation mit dem DTTB zeigt auf, welches Vertrauen die Marke MATRIX im Leistungssport genießt. Es ist eine Entscheidung der nationalen Verbände für unsere Topleistungen, die wir erbringen. Dazu zähle ich die zuverlässige Abwicklung und Lieferung, die optimale Beratung und Betreuung sowie die unkonventionelle Unterstützung bei „Sonderaufgaben“, wie z. B. eine Lieferung von unseren CXP Bikes in die Kabine bei einem WM-Halbfinale. Das gemeinsame Verhältnis ist geprägt dadurch, dass sich die Verbände komplett auf uns verlassen können.
Die deutschen Bronzemedaillen-Gewinner im gemischten Doppel: Petrissa Solja und Patrick Franziska
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BOUTIQUE-KONZEPT | ANZEIGE
Fotos: FT-CLUB by ACISO
Das Boutique-Studio-Konzept FT-CLUB
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Kontakt: ACISO Fitness & Health Consulting Valentin-Linhof-Straße 8 81829 München
FACHARTIKEL INDIVIDUALTRAINING
Intensives Training mit geringem Aufwand
Functional Training als Outdoortraining Foto: © Jacob Lund - Fotolia.com
Sommer, Sonne, Outdoortraining! Sport in der Natur kann auf vielfältige Art und Weise unser körperliches Wohlbefinden steigern und dabei den Stresslevel deutlich senken. Er kann effizient und mit geringem Materialaufwand praktisch überall ausgeführt werden. Basierend auf der aktuellen Studienlage werden hier die gesundheitspositiven Eigenschaften eines funktionellen Trainings im Freien dargestellt.
G
erade in der warmen Jahreszeit kann es sehr motivierend sein, das eigene Training nach draußen zu verlagern. Funktionelles Training in der freien Natur kann zu einem besseren Körpergefühl, einer erhöhten Stresstoleranz und Ausgeglichenheit beitragen. Diese Beobachtungen und Empfindungen können auch auf Basis wissenschaftlicher Daten bestätigt werden. Immer mehr Studien belegen die gesundheitspositiven Effekte von Sport und Bewegung vor der eigenen Haustür.
„An outdoor session a day keeps the stress away” In einem Review von Thompson Coon et al. (2011, 1761–1772) konnten die positiven Auswirkungen von körperlichen Aktivitäten in der Natur auf das geistige und körperliche Wohlbefinden, die gesundheitsbezogene Lebensqualität und die Bereitschaft zur Einhaltung einer langfristigen körperlichen Aktivität im Gegensatz zur Bewegung in Innenräumen aufgezeigt werden. Im direkten Vergleich konnte mit dem Outdoortraining ein noch stärkeres Gefühl der Revitalisierung und des positiven Engagements verbunden 108
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werden als mit einem Indoortraining. Die Probanden berichteten von einem höheren Energielevel und einem geringeren Maß an psychischer Anspannung und Stress. Weiterhin konnten, unmittelbar nach körperlicher Betätigung, sehr positive Wirkungen auf das psychische Wohlbefinden aufgezeigt werden, die nicht nach derselben Übung in Innenräumen dokumentiert werden konnten. Weitere Untersuchungen konnten belegen, dass Bewegung in naturnahen Räumen positive Effekte auf die Blutdruckregulation, das Stressempfinden, die Aufmerksamkeit und das emotionale Wohlbefinden haben, wir uns also besser von Stress befreien können als in einer urbanen Umgebung (Hartig et al., 2003, S. 109–123).
Training + Outdoor = Performance Eine Übung, die unter Simulation von Naturbedingungen durchgeführt wird, bezeichnet man auch als „Green Exercise“ (Pretty et al., 2005). Diese wurde mit einer Vielzahl psychologischer und physio-
logischer Vorteile in Verbindung gebracht (White et al., 2013; Weng und Chiang, 2014). In einer aktuellen Studie von Wooller et al. (2018) wurde herausgestellt, dass diese „Green Exercises“ für den Einsatz von Bewegung als therapeutische Maßnahme oder als Erholung von akutem psychischem Stress als wichtig erachtet werden sollten. Im Versuchsaufbau wurden fünfzig Probanden dafür zufällig einer von fünf Gruppen zugeordnet: Ruhe, Übung, Übung mit Naturgeräuschen, Übung mit Naturvisualisierung sowie Übung mit Naturgeräuschen und -visualisierung. Die Ergebnisse zeigten, dass sowohl Stimmungsschwankungen als auch wahrgenommener Stress der Probanden durch „Green Exercises“ mehr als durch die im Innenraum ausgeführten Übungen oder auch die ausschließliche Ruhe verbessert werden konnten. Unmittelbar nach der Intervention zeigten sich hier für Stimmungs- und Stresswerte deutliche Verbesserungen bei allen simulierten Naturbedingungen im Vergleich zur Ruhe oder den im Innenraum ausgeführten Übungen (Wooller et al., 2018). In einer anderen Studie ließen sich einige gesundheitspositive Effekte dabei sogar durch das reine Zeigen von Naturmotiven an einer Leinwand feststellen. „Green Exercises“ verbessern hier, im Vergleich zum Training in „von Menschenhand geschaffenen Umgebungen“, sowohl psychische Parameter wie Stimmung und Aufmerksamkeit als auch physiologische Parameter wie Herzfrequenz, Blutdruck und den Cortisolspiegel (Focht 2009; Li et al. 2011; Thompson Coon et al. 2011; Rogerson und Barton 2015).
Intensives Training – Geringer Aufwand Beim Outdoortraining lassen sich vielfältige Trainingsmethoden einsetzen, die je nach persönlicher Präferenz kombiniert und variiert werden können. So können Intervallmethoden wie das High Intensity Interval Training (HIIT) angewandt und damit ein hochintensives Training mit minimalem Zeitaufwand umgesetzt werden. Neben der Effektivität und Effizienz bestehen die Vorteile des Outdoortrainings in seiner Einfachheit und seinem geringen Materialbedarf. So kann unter Berücksichtigung biomechanischer Grundlagen nur mit dem eigenen Körpergewicht und ohne jegliche Hilfsmittel ein intensives und vielfältiges Ganzkörpertraining durchgeführt werden. Beispielsweise lassen sich funktionsgymnastische Übungen bereits durch kleine Veränderungen des Hebelarms oder der Unterstützungsfläche deutlich erschweren oder erleichtern. Diese Möglichkeit gezielter Progressionen und Regressionen führt zu einer großen Übungsvielfalt. Nimmt man nun noch Kleinequipment wie Minibands, Superbands oder kleinere Gewichte, z. B. in Form von Kettlebells, hinzu, so kann sich jeder Sportbegeisterte richtig austoben. Weiterhin sind der Kreativität beim Training in der freien Natur keine Grenzen gesetzt. Parkbänke als Hilfsmittel für Liegestütze und Dips, lose Baumstämme für Ruderübungen und Schulterpresse sowie steile Anstiege für Tempoläufe sind nur einige wenige Beispiele. Mit einem Trainingspartner oder beim Training in der Gruppe können Motivation, Teamgedanke und der Spaß an der Bewegung in der Natur sogar noch vervielfacht werden.
FACHARTIKEL INDIVIDUALTRAINING
Foto: © Leonid - Fotolia.com
Tab. 1: Funktionelles Outdoortraining
#
Inhalt
Zeit in Min.
1
Warm-up Run (Getting there)
10
2
Dynamic Flexibility – Movement Preps
10
3
Total Bodyworkout Lower Body: Squats, Lunges, Calf Raises Core: Plank-Variationen, Pillar Bridge, Mountain Climbers Upper Body: Push-ups, Shoulder Press, Rows
30
4
Recovery Run (Getting back)
10
Fazit
Foto: © undrey - Fotolia.com
Ein funktionelles Training in der freien Natur kann die vielfältigen gesundheitspositiven Effekte, die allgemein mit Bewegung verbunden werden, noch verstärken. Dabei lassen sich die Effekte sowohl in physischer als auch psychischer Hinsicht auf Basis wissenschaftlicher Erkenntnisse bestätigen. Das Outdoortraining kann zeitsparend ohne bzw. mit sehr geringem Materialaufwand durchgeführt und in der Intensität nach Wunsch angepasst werden. Aufgrund dessen kann das Outdoortraining sowohl als eigenständiges Training betrieben, als auch als sinnvolle Ergänzung zum Leistungsangebot von Fitnessstudios angesehen werden.
Hilfreiches Material Miniband Superband ggf. kleine Matte
Ruben Hornberger Der Sportwissenschaftler ist als Dozent an der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement/ BSA-Akademie tätig. Durch seine Stationen als Athletiktrainer im Leistungssport hat er, auch international, vielfältige Erfahrungen sammeln können. Diese bringt er als Coach und Berater für Privatkunden und Unternehmen ein.
Foto: DHfPG/BSA
Tab. 2: Praktische Hilfsmittel für das Outdoortraining
www.dhfpg-bsa.de
Alles, was die Natur hergibt. Sei kreativ!
Auszug aus der Literaturliste Focht, B. C. (2009). Brief walks in outdoor and laboratory environments: effects on affective responses, enjoyment and intentions to walk for exercise. Research quarterly for exercise and sport, 80(3), 611–620. Hartig, T., Evans, G. W., Jamner, L. D., Davis, D. S. & Gärling, T. (2003). Tracking restoration in natural and urban field settings. Journal of environmental psychology, 23(2), 109–123. Für eine vollständige Literaturliste kontaktieren Sie bitte marketing@dhfpg-bsa.de.
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FACHARTIKEL GRUPPENTRAINING
Walking als sanftes Ausdauertraining unter freiem Himmel
Es muss nicht immer ein Bootcamp sein Foto: © dusanpetkovic1 - Fotolia.com
„Intensiv und zeiteffizient“ muss es sein – viele Fitnesstrends richten sich genau danach. Aber muss es immer ein Bootcamp sein, um etwas für seine Fitness zu tun? Alternative Outdoorprogramme können vor allem im Sommerloch gezielt zur Kundenbindung eingesetzt werden.
land ist es weit verbreitet. Rund 840.000 Personen (ab 14 Jahre) der deutschsprachigen Bevölkerung geben an, dass sie mehrmals wöchentlich Walking betreiben (VuMA, 2019). Beliebt scheint die Freizeitsportart vor allem bei den 50- bis 59-Jährigen zu sein (Institut für Demoskopie Allensbach [IfD], 2018). Bei einer Befragung im Jahr 2018 gaben 4,13 Mio. Befragte (ca. 31 %) an, dass sie in ihrer Freizeit häufig oder ab und zu Walking ausüben (Abb. 1).
4,5
I
Walking – Hintergrund Seit Anfang der 80er Jahre hat sich das Walking (engl. Gehen) neben dem Jogging als gesundheitsorientierte Bewegungsform etabliert (Schwarz, 2001, S. 1). Seinen Ursprung hat das fitnessorientierte Gehen in Skandinavien und den USA. Auch in Deutsch112
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4 3,5 Personen in Millionen
m Fitnesstraining spricht man von sogenannten Bootcamps und meint damit ein angeleitetes Gruppentraining, meist unter freiem Himmel. Wie der Name Bootcamp schon vermuten lässt, handelt es sich um eine intensive, schweißtreibende Trainingsform. Ursprünglich stammt der Begriff aus der militärischen Grundausbildung in den Vereinigten Staaten und suggeriert ein Training unter Drill. Im Gegensatz dazu wird das Walking, die sportliche Variante des Gehens, als „sanfte Ausdauertrainingsform” beschrieben, die „einen ausreichenden Trainingsreiz bei gleichzeitig geringer Überforderungsgefahr bietet“ (Morris 1997; modifiziert nach Schwarz, 2001, S. 1). Betrachtet man die aktuellen Fitnesstrends, so wird schnell klar, wohin der Trend geht – zu einem intensiven, zeiteffektiven Training (ACSM; 2017, S. 14). Aber auch Walking kann für viele Fitnesskunden eine abwechslungsreiche Alternative im Freien sein.
3 2,5
2,5 1,95
2 1,5 1
0,67
0,5 0 14–19 Jahre
20–29 Jahre
30–39 Jahre
Abb. 1: Anzahl der Personen in Deutschland, die in der Freizeit (häufig oder
Walking für jede Zielgruppe Walking wird gerade für Sport(wieder-)einsteiger, Senioren, Leistungsschwächere und Risikogruppen als „ideale Gesundheitssportart“ aufgrund der vielen positiven Gesundheitseffekte propagiert (Bös & Schott, 1997; zitiert nach Schwarz, 2001, S. 1). Die kardiovaskulären Effekte sind ähnlich vielfältig wie beim Joggen bei moderater Intensität. Aufgrund der fehlenden Flugphase und der dadurch geringeren Bewegungsgeschwindigkeit werden die Gelenke beim
4,13
3,3 3,07
2,46
40–49 Jahre
50–59 Jahre
60–69 Jahre
70 Jahre und älter
ab und zu) Walking betreiben, nach Alter im Jahr 2018 (in Millionen) (IfD, 2018)
FACHARTIKEL GRUPPENTRAINING
Belastung Bewegungsapparat
Geschwindigkeits-Walking 85–100 % der HFmax
Extensive/ Intensive IM Intensive DM
Fitness-Walking 65–85 % der HFmax
Variable DM Extensive DM
Gesundheits-Walking 55–65 % der HFmax © BSA/DHfPG
niedrig
Abb. 2: Die Walking-Trainingsbereiche mit entsprechenden Trainingsmethoden (DM = Dauermethode; IM = Intervallmethode) (modifiziert nach Gerig, 2005, S. 43)
Walking jedoch weitaus weniger belastet. Walker und Walkerinnen sind demnach deutlich weniger anfällig für Verletzungen oder Überlastungsschäden am Bewegungsapparat (Schwarz, 2001, S. 4). Zudem lässt sich die richtige Walking-Technik schnell und einfach erlernen. Wie bei allen anderen Sportarten, ist auch beim Walking ein trainingswirksamer Reiz wichtig, um kardiovaskuläre Anpassungen zu erzielen. Innerhalb der Trainingssteuerung hat sich die Herzfrequenz zur Ableitung von Trainingsintensitäten bewährt. Anhand der maximalen Herzfrequenz (HFmax) können Trainingsbereiche unterschieden und in das Gesundheits-Walking, das Fitness-Walking und das Geschwindigkeits-Walking eingeteilt werden (Abb. 2). Das Gesundheits-Walking stellt die Basis des Trainings dar und richtet sich vor allem an Einsteiger, Leistungsschwächere und Risikogruppen (z. B. Adipöse). Die relativ geringe Intensität von 55–65 % HFmax sollte als leicht anstrengend bis anstrengend empfunden werden (Gerig, 2005, S. 44). Eine geeignete Trainingsmethode im Gesundheits-Walking ist die extensive Dauermethode (DM) mit mindestens 20 Minuten kontinuierlicher Belastung. Je länger die Trainingseinheit (≥ 60 Min.), desto größer ist der Anteil der Fettverbrennung. Gerade für Abnehmwillige ist das Gesundheits-Walking in Kombination mit einer Ernährungsumstellung eine gute Möglichkeit, Gewicht zu reduzieren oder zu halten. Mit steigender körperlicher Leistungsfähigkeit nimmt auch die Belastungsintensität zu. Im Fitness-Walking können neben der extensiven DM auch die variable DM und die intensive DM (75–85 % HFmax) angewandt werden. Die Trainingseinheit sollte als anstrengend bis sehr anstrengend empfunden werden. Durch die höhere Gehgeschwindigkeit muss gegenüber dem Gesundheits-Walking auch der Armeinsatz schwungvoller erfolgen und die Schrittlänge und -frequenz erhöht werden. Die intensivste Form des Walkings ist das Geschwindigkeits-Walking für Fortgeschrittene. Da Geschwindigkeiten von 8 bis 10 Kilometer pro Stunde und mehr erreicht werden – Sportgeher ausgenommen –, ist die Beanspruchung für den Bewegungsapparat deutlich höher als im Gesundheits-Walking (Schwarz, 2001, S. 6). Es kann zu Überlastungsreaktionen kommen, welche sich primär als Druckschmerz in der vorderen Unterschenkelmuskulatur äußern. Eine Untersuchung von Schwarz (2001, S. 127) zeigte, dass Personen bei einer Herzfrequenz im intensiven Bereich (Männer: 81 % HFmax; Frauen: 88 % HFmax) – ähnlich wie beim Geschwindigkeits-Walking – zwar einen ausreichenden Trainingsreiz für Herz-Kreislauf-Anpassungen erreichen, aber gehäuft muskuläre Beschwerden auftreten. Demnach 114
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muss bei hohen Geschwindigkeiten auf eine gute Walking-Technik sowie auf einen sinnvollen Wechsel zwischen Be- und Entlastung geachtet werden, um Überlastungssyndrome zu vermeiden.
Kundenbindung durch Walking-Kurse In Fitness- und Gesundheitsstudios liegt der Schwerpunkt auf dem Gesundheits- und Fitness-Walking. Die Mehrzahl der Kunden möchte ihre körperliche Fitness verbessern, sich wohler fühlen und etwas Gutes für ihre Gesundheit tun. Gerade für Sport(wieder-) einsteiger oder ältere Menschen bietet sich das Training aus folgenden Gründen an: • Einfache und schnell zu erlernende Walking-Technik • Keine Vorkenntnisse oder Vorerfahrungen nötig • Geringer materieller Aufwand, lediglich gutes Schuhwerk • In der Gruppe durchführbar (psycho-sozialer Aspekt) • Unterstützend bei einer Gewichtsreduktion • Gelenkschonende Bewegungsform • Geringe Verletzungsgefahr • Kardioprotektiver Effekt (Gerig, 2005) • Stärkung der Rumpf- und Armmuskulatur • Positiver Effekt auf das habituelle Wohlbefinden und die Stressbewältigung (Gerig, 2005) • Individuelle Intensitätssteigerung möglich (z. B. durch schwungvollen Armeinsatz oder Walking mit Zusatzgewicht) Vor allem im Frühjahr und Sommer kann das Walking im Freien eine gute Alternative zum Cardio-Training auf dem Laufband oder Fahrradergometer sein. Damit ein trainingswirksamer Reiz gegeben ist, sollte der Kursleiter entscheiden, welcher Trainingsbereich sinnvoll ist (Abb. 2). Bei einer heterogenen Walking-Gruppe, wie sie in der Praxis oft vorkommt, bietet sich das Walken mit Zusatzgewichten an, um die Intensität individuell anzupassen. So kann jede Person individuell körperlich beansprucht werden.
Fazit Es muss nicht immer intensiv und anstrengend sein. Mit einem zielgruppenorientierten Walking-Programm können sowohl Fitnessbegeisterte als auch Gesundheitssportler auf ihre Kosten kommen. Zudem ist ein Walking-Gruppenkurs im Freien eine attraktive Abwechslung zum Training im Fitnessstudio – gerade im Frühjahr und Sommer.
Anna Welker Die Sportwissenschaftlerin ist als pädagogische Mitarbeiterin an der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement sowie der BSA-Akademie im Fachbereich Trainings- und Bewegungswissenschaft tätig. Sie arbeitete bereits als Sporttherapeutin und Kursleiterin in Fitness- und Gesundheitseinrichtungen.
Foto: DHfPG/BSA
hoch
www.dhfpg-bsa.de
Literaturliste Gerig, U. (2005). Richtig Walken (5. Aufl.). München: BLV. Institut für Demoskopie Allensbach (Hrsg.). (2018). Walking in Deutschland nach Alter 2018. Verfügbar unter https://www.ifd-allensbach.de/startseite.html Schwarz, M. (2001). Walking als Ausdauertrainingsform im Freizeit- und Gesundheitssport. Dissertation. Universität des Saarlandes, Saarbrücken.
FACHARTIKEL GESUNDHEITSFÖRDERUNG
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Training unter freiem Himmel
Ergänzende Outdoorangebote in Fitnessstudios Fitness- und Gesundheitsanlagen dienen in der kalten und dunklen Jahreszeit vielen Sportlern zum „Überwintern“. Für die Fitnessanlagen stellen sich aber große Herausforderungen, wenn im Frühjahr die ersten Sonnenstrahlen an Kraft gewinnen und die Tage wieder länger werden. Wie können Outdoorsportler auch im Sommer als Kunden gehalten werden? Und welche Outdoortrainingsangebote können den sonstigen Mitgliedern zur Verfügung gestellt werden?
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raining bei Dunkelheit und Kälte ist nicht jedermanns Sache und so „überwintern“ viele Outdoorsportler in der dunklen Jahreszeit im Fitnessstudio. Dort führen sie zum einen „ihren“ Sport indoor durch, zum anderen werden oft auch bewusst alternative Angebote im Kraft- und Gruppentraining genutzt, um Abwechslung und Auflockerung im Training zu haben oder auch, um eventuelle Schwächen bei Kraft und/oder Beweglichkeit auszugleichen. Laut einer Umfrage des Statistikportals Statista aus dem Jahre 2017 übten 32,4 Prozent der Befragten über 18 Jahre im Winter Sport nur drinnen aus. 29,6 Prozent der Befragten gaben an, Sport drinnen und draußen zu betreiben. Zum Vergleich: Im Frühling waren lediglich 13,6 Prozent nur indoor und 43 Prozent der Befragten indoor und outdoor aktiv (Statista GmbH, 2017). Für Fitnessstudios stellt sich die Frage, mit welchen Angeboten Outdoorsportler auch im Sommer als Kunden gehalten und an das Unternehmen gebunden werden können. Um „klassische“ Outdoorsportler über den Sommer zu begleiten, können folgende Dienstleistungen angeboten werden:
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- Qualifizierte Anleitung durch Trainer, Bindung durch Beratung und Hinweise auf orthopädische Defizite sowie Angebote von Ausgleichssport - Strukturierte Trainingsplanung mit eindeutigem Sportartenbezug (ggf. auch mit Angeboten zur Leistungsdiagnostik, falls das Fitnessstudio über einen eigenen Diagnostikbereich verfügt) - Zusätzliche Angebote im Kraft-/Gruppentrainingsbereich mit spezifischem Sportartenbezug - Angebote zur Ernährungsberatung - Fitnessstudio als Ausgangs-/Treffpunkt für Outdooraktivitäten (z. B. Startpunkt für Laufgruppen)
Zusatzangebote im Outdoorbereich für „klassische“ Mitglieder Laut Renout (2015, S. 626) haben sich Fitnessstudios in der Vergangenheit meist (bis auf wenige Ausnahmen wie z. B. Klettergärten) von Outdoorsportmöglichkeiten abgegrenzt. „Draußen konnte schließlich jede(r) umsonst und selbst organisiert aktiv werden, dazu brauchte es keine Mitgliedschaft und dafür würde wohl niemand zahlen; das war
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lange Zeit die Position von kommerziellen Sportstättenbetreibern“ (Renout, 2015, S. 626–627). In jüngster Vergangenheit zeigt sich hier jedoch ein anderes Bild: Betreiber von Fitnessstudios bieten gezielt Outdoorsport für ihre Mitglieder an. Aus der jährlichen Umfrage „Worldwide Survey of Fitness Trends“ der amerikanischen Fachgesellschaft ACSM (American College of Sports Medicine) geht hervor: Auch die in der Fitnessbranche Tätigen sehen Outdooraktivitäten für ihre Kunden seit Längerem als wichtigen Trend. Seit 2012 rangieren „Outdoor activities“ unter den Top 15 der abgefragten Fitness-Trends (Thompson, 2017). Die Gründe hierfür sind vielfältig. Zum einen greifen Fitnessstudios ein aktuelles Lebensgefühl von Freiheit und „back to the nature“ auf. Zum anderen können die Mitglieder sicher sein, dass qualifizierte Trainer die Outdooreinheiten anleiten, Hilfestellungen geben und Korrekturen der Übungen vornehmen. Auch haben die angeleiteten Outdooreinheiten eine motivierende Wirkung, da es sich zumeist um psycho-edukative Kurskonzepte handelt, die ein gutes organisatorisches Rahmenkonzept beinhalten. Sie ermöglichen eine gezielte Kundenansprache, erhöhen die Kundenbindung, verstärken die individuellen und sozialen Kompetenzen und können als Türöffner für ein zukünftiges Individualtraining dienen (Renout, 2015, S. 628–629). Ein Ziel von Trainingskonzepten im Outdoorbereich (Abb. 1) ist das Erlernen neuer Bewegungsformen und Ausführungsvarianten bzw. das Verfeinern bereits erlernter Übungen (Lange, 2007, S. 30–31). In Abbildung 2 sind einige Beispiele für Trainingsangebote im Outdoorbereich dargestellt.
FACHARTIKEL GESUNDHEITSFÖRDERUNG
Walking/ Nordic Walking Koordinationstraining
Das passende Ambiente
Variieren
Yoga/Pilates Angebote Outdoortraining Fitnessstudio
Neue Kombinationen entdecken
Trimm-dichPfade
Abwechslung
Laufgruppen Functional Training
Fotos: DHfPG/BSA
Abb. 1: Ziele von Outdoortraining (modifiziert nach Lange, 2007, S. 31)
Abb. 2: Beispiele Outdoortrainingsangebote (eigene Darstellung)
Was sollte beachtet werden?
Tab. 1: Aspekte im Rahmen eines Outdoortrainings (eigene Darstellung)
Kriterium
Erfüllt?
Ort/Ausstattung: Liegt die Trainingsstätte in erreichbarer Nähe? • Bei Walking/Laufen: Rundkurs? • Strecke mit festen Zwischenstopps, wenn Teilnehmer unterschiedliche Leistungsniveaus haben? Wurde ein gemeinsamer Treffpunkt vereinbart? Wurde eine Uhrzeit vereinbart? Welche Hilfsmittel/Materialien werden benötigt? Wer organisiert diese bis wann? • Transport zur Trainingsstätte Wetter: Findet das Training bei jedem Wetter statt? Bei „Nein“: Gibt es eine Alternative? Trainer: Welche Ressourcen/Qualifikationen hat der Trainer? Ist bei Bedarf eine Vertretung vorgesehen? • Verfügt diese über alle relevanten Informationen? Hat der Trainer eine Erste-Hilfe-Ausbildung absolviert (siehe auch unter „Notfallmanagement“)? Notfallmanagement: Ist ein Notfallmanagement vorhanden? Wer ist dafür verantwortlich? Gibt es einen Erste-Hilfe-Kasten, Smartphone usw. zum Mitnehmen? Versicherungen: Sind ggf. versicherungstechnische Aspekte zu beachten? (Diese sind individuell zu prüfen und werden nicht tiefergehend erläutert) • Haftpflichtversicherung • Unfallversicherung • ...
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Fazit Viele Studien zeigen gesundheitsförderliche Effekte von Outdoorsport auf. Regelmäßige Bewegung im Freien sorgt für eine verbesserte Durchblutung und trägt zur Verbesserung der Immunabwehr bei. Darüber hinaus kann der Aufenthalt in der Natur einen Beitrag zur Stressreduktion leisten. Dass Outdoorsport Bestandteil der Gesundheitsbildung sein kann, ist als weiterer Beweggrund zu nennen, weshalb Fitnessstudios Aktivitäten in der Natur in ihr Angebotsportfolio aufnehmen sollten. Auch finanziell rechnet sich Outdoorsport für Fitnessanbieter, da es nicht notwendig ist, neue Flächen für Sportaktivitäten zu erschließen. Zudem haben viele Städte und Gemeinden das Potenzial für Outdooraktivitäten erkannt und bieten vermehrt öffentlich zugängliche Bewegungsparcours an. Da diese jedoch nur unter fachkundiger Anleitung von ausgebildeten Trainern genutzt werden sollten, ist es für Fitnessstudios von Vorteil, Trainings in diesen Anlagen anzubieten. Durch die Vielzahl möglicher Angebote können somit unterschiedliche Personengruppen angesprochen, motiviert und an das Studio gebunden werden.
Sabine Kind Sabine Kind, M. A. Gesundheitsmanagement, ist an der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement und ihrem Schwesterunternehmen BSA-Akademie als Dozentin im Fachbereich Gesundheitswissenschaften und UV-Schutz tätig. Des Weiteren ist sie Autorin von Fachartikeln und gefragte Expertin zu Fitness- und Gesundheitsthemen.
www.dhfpg-bsa.de
Foto: DHfPG/BSA
Einige Aspekte, die bei der Durchführung eines Outdoortrainings beachtet werden sollten, sind in Tabelle 1 (Checkliste) aufgeführt.
Literaturliste Lange, H. (Hrsg.). (2007). Trendsport für die Schule (1. Aufl.). Wiebelsheim: Limpert.
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Renout, G. (2015). Sportliche Aktivitäten in und jenseits von Verein und Fitnessstudio. In R. Freericks & D. Brinkmann (Hrsg.), Handbuch Freizeitsoziologie (S. 619–639). Wiesbaden: Springer. Statista GmbH. (2017). Ausübung von Sport im Freien in Deutschland 2017 | Umfrage. Zugriff am 01.03.2019. Verfügbar unter https://de.statista.com/statistik/daten/studie/1673/umfrage/ sport-im-freien/ Thompson, W. R. (2017). Worldwide Survey of Fitness Trends for 2018. The CREP Edition. ACSM' Health & Fitness Journal, 21 (6), 10–19. https://doi.org/10.1249/FIT.0000000000000341
BILDUNG | ANZEIGE
Studium – Weiterbildung – Qualität Informationen/Neuigkeiten der BSA-Akademie, der BSA-Zert und der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement
Das eigene Angebot erweitern als EMS-Trainer/in In den vergangenen Jahren hat sich das EMS-Training als anerkannte Trainingsform etabliert. Die Durchführung einer Trainingssteuerung im Ganzkörper-EMS-Training für Kunden unterschiedlicher Leistungsstufen sowie die Einweisung der Kunden in die EMS-Technologie und die dazugehörigen Trainingsprogramme sind die Schwerpunkte des Lehrgangs „EMS-Trainer/in“ an der BSA-Akademie. Sowohl bei der Planung der Trainingsprogramme als auch bei der Einweisung und Überwachung des Trainings orientieren sich die Lehrgangsteilnehmer an wissenschaftlich abgesicherten Handlungsempfehlungen zu einer effektiven und sicheren Anwendung der EMS-Technologie.
www.bsa-akademie.de/ems
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Hochschulausbildung zur Führungskraft: B. A. Fitnessökonomie
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Der Bedarf an hoch qualifiziertem Personal in der Wachstumsbranche Prävention, Fitness, Sport und Gesundheit hat sich in den letzten Jahren stark erhöht. Im Verlauf des dualen Bachelor-Studiengangs „Fitnessökonomie“ der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement (DHfPG) erlernen Studierende im Fernstudium mit kompakten Präsenzphasen, die zentralen ökonomischen Zusammenhänge in Fitness- und Gesundheitsunternehmen zu erkennen und zu verstehen, um diese erfolgreich leiten zu können. Ebenso bilden Ernährungs- und Trainingswissenschaft – in Form von gesundheitsorientierter Ernährung und den Themenblöcken gesundheitsorientiertes Kraft-, Ausdauer-, Beweglichkeits- und Koordinationstraining sowie Rehabilitatives Training – weitere Schwerpunkte.
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www.dhfpg.de/bfo
BSA-Infoveranstaltungen Die BSA-Akademie bietet regelmäßig Infoveranstaltungen an ihren bundesweiten Lehrgangszentren an und informiert über ihre mehr als 70 Qualifikationen, das kombinierte Lehrgangssystem sowie den modularen Aufbau. Jetzt kostenfrei zu einem der nächsten Termine anmelden! >> bsa-akademie.de/events
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04.06.2019, 17:00 Uhr 11.06.2019, 17:00 Uhr 17.07.2019, 17:00 Uhr 25.07.2019, 17:15 Uhr
Düsseldorf Leipzig Köln Saarbrücken
DIN-Norm 33961, Teil 5: EMS-Training neutral zertifizieren Die Normenreihe DIN 33961 wurde um den Bereich EMS-Training erweitert. Der neue Teil 5 der DIN-Norm 33961 regelt wichtige Bereiche wie z. B. Ausstattung und Anforderungen an EMS-Geräte, Trainingsabläufe, Personalanforderungen für EMS-Training, Eingangsbefragung/Anamnese sowie Trainingsdurchführung. Damit haben EMS-Anbieter die Möglichkeit, ihre Qualität durch eine neutrale Zertifizierung auf Basis der DIN-Norm sichtbar zu machen. Die BSA-Zert führt als unabhängige Zertifizierungsstelle das entsprechende Zertifizierungsverfahren für EMS-Studios durch. www.bsa-zert.de/ems
Professionelles Anleiten als Athletiktrainer/in Die Qualität der Ausführung einer Trainingsübung hat einen entscheidenden Einfluss auf deren Wirksamkeit. Eine professionelle Anleitung durch qualifiziertes Personal ist deshalb wichtig. Mit dem Lehrgang „Athletiktrainer/in“ werden die Teilnehmer qualifiziert, Sportler unterschiedlichster Leistungsklassen im Hinblick auf eine gezielte Leistungssteigerung zu betreuen und sie auf hohe körperliche Belastungen im Sport, Beruf sowie im Alltag vorzubereiten. Der Fokus des Athletiktrainings liegt auf dem funktionellen Training, den konditionellen Fähigkeiten in Kraft, Schnelligkeit und Ausdauer sowie auf der Verbesserung der grundlegenden Bewegungskoordination und Sensomotorik. Ergänzend zu dieser Qualifikation bietet die BSA-Akademie die Weiterbildungen „Athletiktrainer/in Leistungssport“ und „Athletiktrainer/in-A-Lizenz“. www.bsa-akademie.de/athltr
Sport beginnt beim Essen: Berater/in für Sporternährung Die Ernährung spielt für Breiten- als auch für Leistungssportler eine übergeordnete Rolle, um die Leistungsfähigkeit und Regeneration zu gewährleisten. Basierend auf physiologischen und biochemischen Grundlagen werden die Teilnehmer des BSA-Lehrgangs „Berater/in für Sporternährung“ befähigt, die Ernährung von Sportlern zu erfassen und zu bewerten sowie im Saisonverlauf bezüglich der verschiedenen Trainingsphasen und Trainingsziele bedarfsgerecht anzupassen. Die Berater/innen für Sporternährung verfügen über wichtige Grundlagen zur sportartspezifischen Leistungsphysiologie und Ernährung, unter Beachtung der unterschiedlichen Trainingsphasen. Sie berücksichtigen hierbei sowohl die Anforderungen von Ausdauer- und Spiel- als auch von Kraftsportarten. www.bsa-akademie.de/bese Fotos: DHfPG/BSA
Studiengänge >> dhfpg.de
Lehrgänge >> bsa-akademie.de
Zertifizierung >> bsa-zert.de
Mehr Infos zu dualem Bachelor- und Master-Studium, BSA-Lehrgängen oder zur Zertifizierung unter: Tel. +49 681 6855 143
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KENNZAHL DES MONATS
Deutschland trainiert am liebsten selbstorganisiert
Fitness steht hoch im Kurs
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der Sportler treiben selbstorganisiert Sport
Die Fitnessbranche ist ein wichtiger Wirtschaftszweig und Wachstumsmotor innerhalb des deutschen Sportsektors. Auch die Zahl der Fitnesssportler steigt kontinuierlich. Aktuelle Studien des Bundesinstituts für Sportwissenschaft und des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie bestätigen diese Entwicklung und liefern weitere wichtige Kennzahlen: Der informelle Sportsektor wächst und 72 Prozent der deutschen Bevölkerung trainieren selbstorganisiert. Fitnesstraining bleibt auch angesichts der Eckdaten 2019 weiter auf der Erfolgsspur und auf Platz 1 der mitgliederstärksten Trainingsformen – so kann es also gerne weitergehen. Vergleich der mitgliederstärksten Trainingsformen (in Mio., Veränderung zum Vorjahr in Klammern) 11,09 (+ 4,5 %)
Fitnesstraining
7,09 (+ 0,7 %)
Fußball
4,98 (+ 0,8 %)
Turnen Tennis
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Schützenverein
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er neueste Bericht des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) und des Bundesinstituts für Sportwissenschaft (BISp) legt aktuelle Zahlen aus der deutschen Sportwissenschaft dar und gibt Auskunft über das Engagement und die Konsumausgaben für Sport inner- und außerhalb des Vereinssports.
Deutsche Bevölkerung ist sport- und fitnessaffin, trainiert aber meist selbstorganisiert Laut dieser neuen Key Facts werden 92 Prozent der ausgeübten Sportaktivitäten dem selbstorganisierten Sportsektor zugeordnet. 28 Prozent der Befragten sind Mitglied in mindestens einem Sportverein und die große Mehrheit (72 Prozent) der Sportler treibt ausschließlich selbstorganisiert Sport. Das liegt u. a. daran, dass gerade beliebte Sportarten wie Fitness, Schwimmen oder Laufen meist außerhalb der Vereine praktiziert werden. Ein zurückgehendes Wettkampfengagement, die vermehrte Individualisierung sowie die wachsende Konkurrenz von kommerziellen Sportanbietern verändern den Sportsektor zunehmend. Zur Verdeutlichung dieser Veränderungen lohnt ein Blick auf die Konsumausgaben: 81 Prozent der Konsumausgaben von Sportlern (ab 16 Jahren) entfallen auf den selbstorganisierten Sport. Die aktuellen Kennzahlen des Sportsatellitenkontos (SSK) verdeutlichen ebenfalls, dass Sportlerinnen und Sportler am meisten Geld für Fitness-Sport ausgeben.
Trend ungebrochen – Fitness weiterhin die klare Nr. 1 Auch in den aktuellen Eckdaten der deutschen Fitness-Wirtschaft (DSSV, Deloitte und DHfPG) spiegeln sich diese Entwicklungen wider. Der Fitnesstrend ist ungebrochen: Mit einem Vorjahresplus von 4,5 Prozent und 11,09 Millionen Mitgliedern liegt Fitnesstraining deutlich vor Fußball auf Platz 1. Nach der jährlichen Bestandsaufnahme des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) stellt Fitnesstraining, ungeachtet der Alters- und Organisationsstruktur, im Vergleich zu den klassischen Vereinssportarten die mitgliederstärkste Trainingsform in Deutschland dar und wächst weiter.
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der Konsumausgaben von Sportlern (ab 16 Jahren) entfallen auf den selbstorganisierten Sport.
MITGLIEDSBEITRAG PRO MONAT EINZEL
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MIKRO
Deutschlands Fitnesssportler auf einen Blick Laut den aktuellen Eckdaten liegt das Durchschnittsalter der Mitglieder bei 40,8 Jahren und 55,5 Prozent der Mitglieder sind Frauen. Die mehr als 11 Millionen Mitglieder geben im Monat durchschnittlich etwa 43 Euro (brutto) für eine Mitgliedschaft aus und trainieren regelmäßig mindestens einmal pro Woche im Studio. Die Fitnessund Gesundheitsbranche bietet in puncto Individualisierung für unterschiedliche Alters- bzw. Zielgruppen eine ideale Infrastruktur. Ein flächendeckendes Studionetz mit vielfältigen Konzepten bietet den Fitnessbegeisterten etliche Alternativen, um zeitlich flexibel und entsprechend ihrer persönlichen Präferenzen zu trainieren.
Fitness: Wachstumsmarkt und wichtiger Wirtschaftszweig
Mitgliederstruktur im deutschen Fitnessmarkt
Besonders die Entwicklung der letzten fünf Jahre spiegelt die weiterhin wachsende Fitnessbegeisterung in Deutschland wider. Allein in der Periode zwischen 2014 und 2018 konnte ein Wachstum von mehr als zwei Millionen Mitgliedern verzeichnet werden, was einer durchschnittlichen jährlichen Wachstumsrate von 5,1 Prozent entspricht. 13,4 Prozent der deutschen Gesamtbevölkerung sind bereits Mitglied in einer der 9.343 Fitness- und Gesundheitsanlagen und die Branche ist mit einem Gesamtumsatz von 5,33 Milliarden Euro (netto) ein wichtiger Wirtschaftszweig im deutschen Sportsektor.
Fazit Auch, wenn nach wie vor viele Menschen im organisierten Sport aktiv sind, gewinnt der selbstorganisierte Sport zunehmend an Bedeutung – insbesondere Fitness. Die Infrastruktur der Studios und die Vielfalt des Trainingsangebotes bieten beste Voraussetzungen, dass sich dieser Trend weiterentwickelt.
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DER MITGLIEDER SIND FRAUEN
ANZAHL MITGLIEDER
FITNESS KEINE FRAGE DES ALTERS
40,8
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+4,5 gegenüber dem Vorjahr
Jahre
Quellen: DSSV e. V. – Arbeitgeberverband deutscher Fitness- und Gesundheits-Anlagen (Hrsg.) (2019): Eckdaten 2019 der deutschen Fitness-Wirtschaft. Hamburg. Bundesministerium für Wirtschaft und Energie und Bundesinstitut für Sportwissenschaft (Hrsg.). (2019). Sport inner- oder außerhalb des Sportvereins: Sportaktivität und Sportkonsum nach Organisationsform. Zugriff am 10.05.2019 unter: https://www.bmwi.de/Redaktion/DE/Publikationen/Wirtschaft/sportwirtschaft-2019.pdf?__blob=publicationFile&v=6 Bundesministerium für Wirtschaft und Energie und Bundesinstitut für Sportwissenschaft (Hrsg.). (2019). Sportwirtschaft Fakten & Zahlen, Ausgabe 2018. Zugriff am 10.05.2019 unter https://www.bmwi.de/Redaktion/DE/Publikationen/Wirtschaft/sportwirtschaft-fakten-und-zahlen.pdf?__blob=publicationFile&v=12/
TRAININGSHÄUFIGKEIT
Check-ins pro Anlage pro Mitglied/Monat EINZEL
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PERSONENPORTRÄT
Als Fitnessökonom erfolgreich in der Finanzberatung durchgestartet M
arkus Treger hat bereits während seines dualen BachelorStudiums der Fachrichtung Fitnessökonomie an der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement (DHfPG) Bankkaufleute, Versicherungs- und Unternehmensberater trainiert. Er absolvierte seine betriebliche Ausbildung im Rahmen des Studiums bei der Kieser Training AG in München und wusste damals noch nicht, dass er nur wenige Jahre später, wie seine damaligen Kunden, selbst erfolgreich in der Finanzberatung Fuß fassen würde. Als begeisterter Sportler war es für Markus Treger schon früh klar, dass er gerne ein Studium in der Sport- und Fitnessbranche beginnen würde. „Auch wenn es nicht ganz für die Karriere als Profi-
fußballer gereicht hat, wollte ich doch in der Branche studieren, für die mein Herz schlägt.“ So entschied Treger sich für ein duales Bachelor-Studium an der DHfPG – genauer gesagt, für den Studiengang Fitnessökonomie. Seinen dazugehörigen Ausbildungsbetrieb fand er in München bei der Kieser Training AG.
Aufstieg bei der Kieser Training AG Schon während seines Studiums war er sehr engagiert und vertriebsorientiert. „Die praktische Arbeit hat mir immer schon ein Stück weit mehr gelegen als die Theorie. Dennoch hat mir das Studium der Fitnessökonomie viel geholfen, gerade was die betriebswirtschaftlichen Inhalte angeht, aber auch im Bereich der Beratung und Sozialkompetenz“, führt er aus. Seine guten Vertriebszahlen blieben auch seinen Vorgesetzten im Ausbildungsbetrieb nicht verborgen und so steuerte er schnell eine Geschäftsleiter-Laufbahn an. Obwohl er noch während seines Studiums in die Zentrale von Kieser nach Zürich wechseln konnte und dort auch gute Zukunftsperspektiven sah, entschied er sich nach seinem Studienabschluss für eine Karriere bei einer führenden europäischen Finanzberatung, der MLP SE.
Wechsel zur Finanzberatung „Als ich die Chance bei MLP gesehen habe, war ich wirklich positiv überrascht, dass ich mit meinem Studienabschluss und meinen bisherigen beruflichen Erfahrungen diese Möglichkeit bekomme. Hier habe ich gelernt, die Studieninhalte im Finanzcoaching anzuwenden. Mittlerweile bin ich seit vier Jahren hier und kann sagen, dass ich meinen Traumjob gefunden habe. Es ist schon beeindruckend, was mit einem Studium an der DHfPG möglich ist.“ In Konstanz leitet Markus Treger nun sein eigenes Team, während er weiterhin als Berater tätig ist. Das Unternehmen konzentriert sich vorwiegend auf die Beratung von Akademikern und zählt auch einige Profisportler zu seinen Mandanten.
Foto: Markus Treger
Weitere DHfPG-Absolventen eingestellt
Markus Treger (30) ist Bachelor-Absolvent der DHfPG und arbeitet bei der MLP Finanzberatung SE.
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„Wir beraten fair und unabhängig. Gerade diese soziale Kompetenz, die Bedürfnisse der Menschen zu verstehen und mit ihnen zusammen die richtigen Lösungen zu finden, habe ich an der DHfPG gelernt“, ist sich Markus Treger sicher. „Aus eigener Erfahrung kann ich nur berichten, dass ein Studium an der DHfPG mehr Möglichkeiten bietet, als die meisten vielleicht glauben oder an die sie im ersten Moment denken. Bei uns genießt die Hochschule bereits einen sehr guten Ruf, sodass ich schon bei weiteren Absolventen der DHfPG das Recruiting und Onboarding durchführen durfte. Für mich war die DHfPG ein toller Mentor. Heute freue ich mich, wenn sich DHfPGAbsolventen an mich wenden, um von meinen Erfahrungen zu profitieren.“ Die ganze Erfolgsgeschichte lesen unter: dhfpg.de/mtreger
BESONNUNG | ANZEIGE
Fotos: Hahn
12. Europäischer Fachkongress Solarien und Besonnung im „The Westin“ in Leipzig
Auf der Zielgeraden! Am 21. September 2019, in knapp vier Monaten ist es so weit – der Europäische Fachkongress Solarien und Besonnung, mit dem Bundesfachverband Besonnung als Veranstalter, geht in die 12. Runde.
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chon viele beeindruckende Städte, Veranstaltungsorte und Speaker konnten wir für uns gewinnen. Dabei richten wir un-
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ser Line-up immer an unseren Teilnehmern aus. Wir orientieren uns Jahr für Jahr an den Wünschen unserer Mitglieder, Händler, Hersteller und Sponsoren, an deren Meinung und der Bewertung unseres Kongresses aus dem Vorjahr. So entstand in diesem Jahr ein Programm für unsere Teilnehmer, das viel Zeit für den Austausch, aber auch mindestens genauso viele Informationen für die Branche, gepaart mit einer Portion Unterhaltung bereithält. Überzeugen Sie sich selbst:
PROGRAMM* Begrüßung Hans-Dieter Roggendorf, 1. Vorsitzender des BfB Der Umsatzverdoppler Dipl.-Ing. Robert Rankel, Vertriebsexperte > Kaffeepause ESA Zusammenfassung Stefan Dressendörfer, 2. Vorsitzender des BfB Mistery Shopping/Testkunden/Gütesiegel Holger Ziegert, Vorstandsmitglied BfB > Mittagspause Vitamin D und Sonnenlicht Prof. Dr. Stefan Pilz, Spezialist für Endokrinologie und Diabetologie an der Uni Graz Bildungsoffensive: Lehrgang „Fachkraft Sun, Beauty & Care“ Samir Vincevic, Referent der BSA-Akademie > Kaffeepause Das Team ist der Star Mirko Slomka, Ex-Bundesliga-Trainer Verabschiedung Hans-Dieter Roggendorf, 1. Vorsitzender des BfB *Stand 22.04.2019, nachträgliche Änderungen sind möglich
Möchten auch Sie ein Teil des 12. Europäischen Fachkongresses am 21. September 2019 im „The Westin“ in Leipzig sein? Dann sichern Sie sich Ihr Ticket per E-Mail an: info@bundesfachverband-besonnung.de. Weitere Informationen finden Sie auf: www.fachkongress-besonnung.de. Wir freuen uns auf Sie! Ihr BfB
Pressekontakt: Auf den Punkt. Janine Birnbaum, Brandenburgstraße 6, 63456 Hanau Mobil: 0159-012 921 30, mail@janine-aufdenpunkt.de birnbaum@bundesfachverband-besonnung.de
VERANSTALTUNGEN
VERANSTALTUNGEN 2019 – TIMELINE Rimini Wellness 30. Mai – 02 Jun., Rimini, Italien | riminiwellness.com FitTech Summit 4. Jun., München | fittechsummit.com
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DSSV-Workshop: Mitgliederbindung & -gewinnung durch Online-Marketing 11. Jun., Frankfurt | 12. Jun., Leipzig | 18. Jun., Hamburg 19. Jun., München | 25. Jun., Köln bildungsinstitut.dssv.de BSA-Lehrgang „Ernährungstrainer-B-Lizenz“ 13. – 16. Jun., Sersheim | bsa-akademie.de/ertrb BSA-Lehrgang „Trainer für Freihantel- und Kettlebelltraining“ 17. – 19. Jun., München | bsa-akademie.de/fkt
ISPO Shanghai 5. – 7. Jul., Shanghai, China | ispo.com/en/shanghai BSA-Praxisworkshop „Verkauf von Nahrungsergänzungsmitteln“ 6. Jul., Köln | bsa-akademie.de/nem
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BSA-Lehrgang „EMS-Trainer“ 13. Jul., Hamburg | bsa-akademie.de/ems BSA-Lehrgang „Fitnesscoach“ 27. – 28. Jul., Frankfurt | bsa-akademie.de/fitco
BSA-Lehrgang „Fachkraft Sun, Beauty & Care“ 16. – 18. Aug., Frankfurt | bsa-akademie.de/beauty-and-care
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OKT. 03.10. – 06.10. Belgrad
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BSA-Lehrgang „Gesundheitstrainer“ 23. – 25. Aug., Saarbrücken | bsa-akademie.de/getr FIBO China 22. – 24. Aug., Shanghai, China | www.fibo-china.cn/en/
dssv.de
OKT. 24.10.
BSA-Lehrgang „Kursleiter Fit Kids“ 19. – 20. Aug., Leipzig | bsa-akademie.de/fitkids
RECHT
Foto: © stadtratte - Fotolia.com
Geringfügige Beschäftigung – Einführung und Änderungen ab 2019
Minijob, Midijob und kurzfristige Beschäftigung Geringfügige Beschäftigungsverhältnisse sind sowohl für Arbeitgeber als auch für Arbeitnehmer attraktiv: Diese „Minijobs“ bieten für beide Seiten eine große Flexibilität und sind nach deutschem Recht in der gesetzlichen Kranken-, Pflege- und Arbeitslosenversicherung nicht in vollem Umfang versicherungspflichtig. Lesen Sie, was Studiobetreiber 2019 über das Recht der „Minijobs“ wissen müssen.
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ich mit dem Recht der „Minijobs“ zu beschäftigen, lohnt sich für Studiobetreiber, wenn sie einen Mitarbeiter möglichst kostengünstig und rechtssicher in Teilzeit beschäftigen möchten. In diesem Artikel werden wir die rechtlichen Aspekte der am meisten verbreiteten Formen der geringfügigen Beschäftigung erläutern: 1. Der Minijob oder 450-Euro-Job mit einem Arbeitsentgelt von monatlich bis 450,00 Euro, 2. der sogenannte Midijob – Arbeitsentgelt derzeit zwischen monatlich 450,01 Euro und 850,00 Euro (ab 01.07.2019 bis zu 1.300,00 Euro) oder 3. die sogenannte kurzfristige Beschäftigung für 3 Monate oder 70 Arbeitstage.
geren Beschäftigung eines Mitarbeiters Urlaubsansprüche aus der Vergangenheit nachzahlen müssen.
All diese Beschäftigungsformen sind verpflichtend bei der Minijob-Zentrale anzumelden (www.minijob-zentrale.de). Für Arbeitgeber sind hier die Unterschiede zwischen den Beschäftigungsformen hinsichtlich der verminderten Arbeitnehmerbeiträge nach den sozial- und steuerrechtlichen Anforderungen zu beachten.
Die Kosten für den Studioinhaber können sich dabei – unter Hinzufügung von anteiligen Umlagen und Beiträgen zur Unfallversicherung – zu einem Arbeitgeberbruttobetrag auf bis zu 590,40 Euro summieren. Der Arbeitnehmer kann daneben aus seinem Entgelt einen Anteil von derzeit 3,9 Prozent in seine Rentenversicherung einzahlen, um die damit verbundenen Vorteile auf Ansprüche aus der Rentenversicherung zu nutzen. Dies ist nicht möglich, wenn eine Befreiung von der Rentenversicherungspflicht in der Person des Arbeitnehmers vorliegt (z. B. Vollrentenbezieher, Beamte) oder gegenüber dem Arbeitgeber schriftlich ein dahingehender Befreiungsantrag gestellt wurde, den dieser an die Minijob-Zentrale weiterleitet.
Arbeitsrechtlich haben die Arbeitnehmer die gleichen Rechte und Pflichten wie ein in Vollzeit beschäftigter Mitarbeiter. Hierzu gehören nicht nur der Kündigungsschutz und die Entgeltfortzahlung im Fall der Arbeitsunfähigkeit, sondern auch der Anspruch auf bezahlten Erholungsurlaub von mindestens vier Wochen im Jahr (hier anteilig für die Beschäftigungszeit). Eine Missachtung dieser Arbeitnehmerrechte kann teuer werden. Oft müssen Studioinhaber darüber in Kenntnis gesetzt werden, dass sie nach einer län130
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Minijob Für Beschäftigungsverhältnisse aus der Kategorie „Minijob“ sind von dem Arbeitgeber in der Regel Pauschalbeiträge entsprechend des Arbeitsentgelts (bis 450,00 Euro) in Höhe von 13 Prozent zur Krankenversicherung – soweit ansonsten schon eine Mitgliedschaft in der gesetzlichen Krankenversicherung vorliegt – und 15 Prozent zur Rentenversicherung sowie regelmäßig 2 Prozent pauschale Lohnsteuer zu entrichten, soweit nicht die individuellen Besteuerungsmerkmale heranzuziehen sind.
Ein Arbeitnehmer kann mehrere Minijobs zugleich ausüben. Da diese zusammengerechnet werden, dürfen sie in der Summe den Betrag
von regelmäßig 450,00 Euro monatlich nicht überschreiten. Regelmäßig heißt hier, es dürfen Überschreitungen vorkommen, soweit im Jahresmittel der Höchstbetrag von 5.400,00 Euro nicht überschritten wird. Auf der Webseite der Minijob-Zentrale sind hierzu weitergehende Informationen und ein Berechnungstool zu finden.
Besonderheiten bei Abrufarbeitsverhältnissen Eine Verschärfung beim Teilzeit- und Befristungsgesetz hat der Gesetzgeber für die Minijobs auf Abruf vorgenommen. Schon bisher sollte im Arbeitsvertrag für den Arbeitnehmer eine Arbeitsleistung entsprechend des erwarteten Arbeitsanfalls vereinbart werden. Es ist also eine bestimmte Dauer der wöchentlichen und täglichen Arbeitszeit festzulegen und schriftlich zu vereinbaren. Wurde das nicht im Vorhinein schriftlich vereinbart, unterstellte die Sozialversicherung (Betriebsprüfer!) bisher eine regelmäßige wöchentliche Arbeitszeit von mindestens 10 Stunden. Nun gilt seit dem 01.01.2019 – ohne eine schriftliche Vereinbarung – eine Arbeitszeit von 20 Stunden wöchentlich als vereinbart. Wird die tägliche Arbeitszeit nicht festgelegt, ist der Arbeitnehmer jeweils für mindestens drei verbundene Stunden in Anspruch zu nehmen. Darüber hinaus sind noch die Erhöhungsgrenzen in Abweichung von der Vereinbarung oder die Unterschreitungsgrenzen sowie die Benachrichtigung für den Abruf vier Tage zuvor zu beachten. Bei falscher oder unterlassener Eingrenzung ist schnell mit Nachforderungen der Sozialversicherung in fünfstelliger Höhe (!) zu rechnen, z. B. für drei Jahre rückwirkend. Für Nachforderungen wird der sogenannte Phantomlohn für berechnete, aber nicht geleistete Arbeitszeit zugrunde gelegt. Dieser überschreitet oft nicht nur die Geringverdienergrenze, es entstehen auch Sozialversicherungspflicht und Steuern in erheblicher Höhe (20 Stunden wöchentlich x mindestens 9,19 Euro Mindestlohn x 4,33 als monatliche Berechnungsgröße). Hinzuzufügen ist der Entgeltanspruch des Arbeitnehmers für diese Zeit.
für die Entgeltgeringfügigkeit gilt. Allerdings sind trotzdem die Umlagen U1 (Krankheit), U2 (Mutterschutz) und U3 (Insolvenzgeld) von zusammen regelmäßig 1,2 Prozent und die Beiträge zur Unfallversicherung sowie die pauschale Lohnsteuer – je nach Fall 25 Prozent oder 20 Prozent, hier an das Betriebsstätten-Finanzamt und nicht an die Minijob-Zentrale – zu leisten. Dieses Arbeitsmodell war zunächst bis Ende 2018 befristet und ursprünglich für Saisonarbeiter, Schüler, Studierende und kurzfristige Vertretungen gedacht. Diese zeitliche Befristung wurde nun aufgehoben. Auch bei dieser geringfügigen Beschäftigung ist die Entgeltgeringfügigkeitsgrenze von 450,00 Euro monatlich wieder relevant. Diese Grenze gilt allerdings nur bei berufsmäßiger Beschäftigung, d. h., wenn der Job für die in Betracht kommende Person nicht von untergeordneter wirtschaftlicher Bedeutung ist, ansonsten ist das Entgelt in der Höhe nicht beschränkt. Das Problem ist ausgeschlossen, wenn neben diesem Job eine Hauptbeschäftigung ausgeführt wird, die den Lebensunterhalt sichert. Bei der kurzfristigen Beschäftigung kann das Arbeitsentgelt brutto gleich netto an den Beschäftigten ausgezahlt werden, da bei diesem Arbeitsverhältnis keine Sozialabgaben und kein Lohnsteuerabzug zu berechnen sind und der Arbeitgeber nur mit einem Pauschalbetrag von 25 Prozent belastet wird oder sich der Steuerbetrag nach der Steuerklasse des Arbeitnehmers richtet, soweit dieses von Vorteil ist. Der Arbeitnehmer muss ausdrücklich erklären, dass keine Beiträge an die Rentenversicherung abgeführt werden sollen. Das ist möglich, wenn Rentenbeitragszahlungen aus einem anderen Arbeitsverhältnis, aus Freiwilligkeit oder eine Befreiung vorliegen.
BDA-Checkliste für DSSV-Mitglieder Für die hier dargestellten Minijobs wurde von der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA) eine hilfreiche Checkliste entwickelt, die auch auf der Seite der Minijob-Zentrale oder der Homepage des DSSV von Mitgliedern heruntergeladen werden kann.
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Für Arbeitnehmer bestand nach der bisherigen Regelung das Recht, zur Vermeidung von Nachteilen, auf Antrag beim Arbeitgeber und für die Zukunft, auf die Reduzierung der Arbeitnehmeranteile zu verzichten und den geminderten Arbeitnehmerrentenbeitrag in voller Höhe zu zahlen. Ab dem 01.07.2019 wird die dann als Übergangszone bezeichnete Spanne auf bis zu 1.300,00 Euro erhöht. Damit beseitigt der Gesetzgeber die Nachteile im Leistungsrecht der Rentenversicherung. Für die Mitarbeiter ist dies besonders attraktiv, da trotz geringerer Beitragszahlungen künftig die dem Bruttoentgelt entsprechenden Rentenansprüche erworben werden.
Kurzfristige Beschäftigung Bei der kurzfristigen Beschäftigung, die auf drei Monate oder 70 Arbeitstage pro Kalenderjahr begrenzt ist, muss der Arbeitgeber keine pauschalen Sozialabgaben zahlen, da die Pflicht hierzu nur
Jeder Arbeitgeber, der einen Minijob vergeben will, sollte mit dieser Checkliste die Prüfung der sozialversicherungsrechtlichen Voraussetzungen für den bestimmten Arbeitnehmer beginnen und das Ergebnis dann von diesem unterzeichnen lassen. Für den (negativen) Fall, dass keine Liste vorgelegt werden kann, wird dem Arbeitgeber nämlich zusätzlich zu einem Verstoß automatisch vorsätzliches Verhalten unterstellt, verbunden mit erheblichen Nachforderungen für die vergangene Beschäftigungszeit. Foto: Klaudia Lech
Als Midijobs werden Arbeitsverhältnisse bezeichnet mit einem erzielten Arbeitsentgelt von monatlich 450,01 Euro bis 850,00 Euro. In dem noch als Gleitzone (ab 01.07.2019 „Übergangszone“) bezeichneten Entgeltbereich übernimmt der Arbeitgeber die Sozialversicherungsbeiträge in voller Höhe und der Arbeitnehmer einen verminderten Beitrag, entsprechend des gleitenden Entgelts von 4 Prozent bei 450,01 Euro bis zum vollen Beitrag ansteigend. Der Arbeitnehmer hat dabei den umfassenden Anspruch auf alle Leistungen der Sozialversicherung. Durch dieses Konstrukt soll der Übergang von einem 450-Euro-Minijob zu umfangreicherer Beschäftigung abgefedert werden. In der Rentenversicherung werden Entgeltpunkte nach Maßgabe der Beiträge ermittelt.
Ernst Stilke, DSSV-Jurist Fragen? Zu allen rechtlichen Fragen rund um den Studioalltag bietet die Rechtsabteilung des DSSV im Rahmen einer bestehenden Mitgliedschaft die Möglichkeit, eine kostenlose rechtliche Erstberatung mit Einschätzung der Rechtslage zu erhalten, beispielsweise nach Erhalt einer Attestkündigung, zur Überprüfung von Vertragsklauseln oder zu arbeitsrechtlichen Themen. Tel.: 040 - 766 24 00, E-Mail: dssv@dssv.de
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BUCHTIPP
Marketing and Sales in the Fitness Sector – human powered and data driven Autoren: Jan Middelkamp, Herman Rutgers Seitenanzahl: 264 ISBN: 9789090316352 Preis: 49,50 Euro Sprache: Englisch Erscheinungsjahr: 2019
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Marketing und Sales im FitnessSektor – angetrieben von Mensch und Technologie
Z
wischen 2007 und 2017 hat der europäische Fitnessmarkt einen Mitgliederanstieg von 36 auf 60 Millionen erfahren, was einem Wachstum von 67 Prozent in einem Jahrzehnt entspricht. Die größten Sektor verändernden Einflüsse waren hier u. a. die Akzeptanz von Fitness als Massensport, der Einsatz von fortgeschrittener Technologie für Equipment- und Management-Systeme, die Erfindung von Apps und Wearables und die steigende Popularität von Gruppentrainings und virtueller Fitness. Die meisten dieser Entwicklungen wurden aufgrund der zunehmenden Wichtigkeit und Weiterentwicklung des Internets und der Smartphones möglich. Diese Veränderungen haben auch eine Verlagerung des Vertriebs im Fitness-Sektor hervorgerufen. Schwerpunkte des Marketings liegen nun auf Social Media und der Medienkommunikation. Den traditionellen Vertreter-Verkäufen wird weniger Bedeutung beigemessen. Das Ziel dieses Buches ist es, das Denken anzuregen und die Aspekte von Marketing und Sales zu beleuchten sowie praktische Tipps für eigene Ansätze zu geben. Die 11 Kapitel dieses Buches behandeln u. a. folgende Themen: Kommunikation im Marketing: offline vs. online, Marketing und Sales im Gruppentraining und im Personal Training sowie Personal Branding.
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Wie Frauen kaufen:
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Fitness-Mitgliedschaften
Frauen entscheiden anders als Männer B
ei meinen Beratungsterminen in Fitnessstudios sind bundesweit Mängel bezüglich der Beratungen von weiblichen und männlichen Kunden zu verzeichnen: Bei beiden Geschlechtern wird die gleiche Verkaufsmethode praktiziert. Die Begründung für dieses Modell lautet unisono: „Wir haben das immer so gemacht.“ Doch vermutlich ist dieses Manko auf die Fehlinterpretation der Eigenschaften von Frauen und Männern seit der frühen Menschheitsgeschichte zurückzuführen.
Frauen sind anders … Männer auch Bereits lange vor Erscheinen des Bestsellers von John Gray hat sich gezeigt, dass Frauen früher beispielsweise eher als Sammlerinnen unterwegs waren, Männer hingegen vorwiegend als Jäger. Das Praktizieren einer identischen Verkaufsmethode für beide Geschlechter ist daher wenig effektiv. Industriebranchen wie Bekleidungshäuser, Parfümerien oder Friseure machen sich vorzugsweise differenzierte Verkaufsstrategien zunutze. Wie aus obigem Schaubild ersichtlich, ist die Motivation für den Erwerb von Objekten bei Frauen/Männern unterschiedlich.
Wie kann ich meine Verkaufseffektivität steigern? Wenn Sie ein Probetraining einsetzen, dann sollten Sie am besten das „2-DAYS-Erlebnis“ anbieten. Es beinhaltet einen Tag Fitnesstraining und einen Tag Gruppenfitness, wobei bei letzterer Variante immer die Möglichkeit bestehen sollte, einen oder zwei fitnessbegeisterte Freunde mitzubringen. Warum ein Zwei-TageProbetraining? Auf diese Weise erhält der Kunde zum einen tieferen Einblick in Ihr Fitnessangebot, zum anderen hat sich herauskristallisiert, dass Frauen bevorzugt das Gruppenfitnessangebot besuchen. Foto: Volker Beushausen
Wichtig bei der Fitnessberatung für Frauen:
Antonio e Silva Sales Director/Vertriebsleiter for me do
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1. Aus der Erfahrung heraus, dass Frauen eher das Bedürfnis des „positiven Erlebens“ nach dem Probetraining haben, sollten für sie viele Trainingsübungen, die Freude machen, gepaart mit anstrengenden, aber zu bewältigenden Übungen angeboten werden.
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2. Als Studiobesitzer sollten Sie unterschwellig stets auf die Qualität der Geräte und Mitarbeiter sowie auf die Sauberkeit/Hygiene des gesamten Studios hinweisen. 3. Frauen sind, was die Realisierung von Trainingszielen betrifft, sehr realistisch. Sie bevorzugen das Setzen von langfristigen Zielen, wenn es ums Abnehmen oder die Mobilität geht. Für kurzfristige Effekte sind sie weniger zu begeistern. 4. Ein wesentlicher Faktor bei der Entscheidung für ein Fitness-Abo ist die Palette der Angebote in einem zu realisierenden Fitnesspaket. Es hat sich gezeigt, dass Frauen Module bevorzugen, die ihnen diverse Gestaltungsmöglichkeiten bieten. Die Kosmetikindustrie nutzt dieses Bedürfnis der Frauen seit Jahren marktstrategisch aus, wie man unschwer am Inhalt der Kosmetikschränke vieler weiblicher Besitzer erkennen kann.
Wichtig bei der Fitnessberatung von Männern: 1. Männer benötigen einen Fitnesstrainer, der ihnen eine genaue Richtung vorgibt. Die Aussage: „Mit dieser Trainingsmethode erreichen Sie die optimalsten Ergebnisse“ ist Musik in Männerohren. Männer sind häufig technikorientiert und bevorzugen oftmals eine strikte Richtlinie anstatt zwei oder drei Alternativen. 2. Schnelle Ergebnisse mit einem minimalen Zeitaufwand werden favorisiert. Aus diesem Grund sind Zirkeltraining oder Vibrations-Trainingskonzepte die ideale Konstellation. 3. „Big is beautiful“. Männer fühlen sich in überwiegend großen Räumlichkeiten wohl. Weisen Sie sie öfter auf die hohe Anzahl an Fitnessgeräten bzw. auf die zahlreichen Parkmöglichkeiten außerhalb Ihres Studios hin. 4. Offerieren Sie Vergünstigungen innerhalb Ihres Studios. Es hat den Anschein, dass sich Männer als sog. „Schnäppchenjäger“ entpuppen können und auf Rabatt-Deals „anspringen“. Ein Beispiel aus der Textilindustrie: Sind vier Hemden als Paket im Angebot, so werden sie häufig von Männern „erbeutet“, obwohl vielleicht nur eines der Modelle regelmäßig getragen wird.
Tipp: Kopieren Sie diesen Artikel und lassen Sie bei einem der nächsten Mitarbeitertreffs darüber diskutieren und abstimmen, ob Sie in Ihrem Studio die oben beschriebene differenzierte Verkaufsstrategie realisieren wollen. Führen Sie darüber hinaus eine Statistik über Ihre Erfolgsquote.
3/2019
Juni/Juli
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Nr. 143
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C 31071
fitness MANAGEMENT international 3/2019 Nr. 143 Offizielles Organ DSSV e. V. und BfB e. V. Deutschland | Österreich | Schweiz
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Fitness Starke Unternehmerinnen
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Markt FIBO – Top-Event 2019, neues Hallenkonzept 2020
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