2/2021
April/Mai
Nr. 154
EUR 9,-
sfr 14,-
C 31071
Fitness Hub Das neue Herzstück der vernetzten Trainingsfläche
Chancen und Perspektiven zum Restart Einschätzungen von Studiobetreibern und aus der Wirtschaftsforschung
Die Eckdaten 2021 Die Auswirkungen der Krise auf die deutsche Fitness- und Gesundheitsbranche
Strahlenschutzverordnung (NiSV) Der EMS-Markt wird reguliert und gleichzeitig professionalisiert
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EINE INITIATIVE VON
EMS-TRAINING.DE
DHFPG
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DSSV E.V.
DEM GRÖSSTEN INFORMATIONSUND SUCHPORTAL FÜR EMS-TRAINING
DER DEUTSCHEN HOCHSCHULE FÜR PRÄVENTION UND GESUNDHEITSMANAGEMENT
DEM FÜHRENDEN HERSTELLER VON EMS-TRAININGSGERÄTEN
DEM ARBEITGEBERVERBAND DEUTSCHER FITNESS- UND GESUNDHEITS-ANLAGEN
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STARTUP
Nach aktuellen Analysen* gehört EMS-Training (Elektro-Muskel-Stimulation) zu den Top Themen der Deutschen Fitness- und Gesundheitsbranche. Die Zahl der Anbieter hat in den letzten Jahren stetig zugenommen und wird weiter unaufhaltsam wachsen. Nutzen Sie diese Zukunftsperspektive als einzigartige Chance für Ihre eigene Unternehmensgründung! Der geringe Kapitalbedarf und die Unterstützung durch starke Partner bilden dafür die perfekte Grundlage. Egal, in welchem Beruf Sie heute arbeiten: Wenn Sie Wert auf einen gesunden Lebensstil legen und sich nicht als den „typischen Angestellten“ sehen, dann tun Sie es jetzt YOUR OWN BIG THING!
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EDITORIAL
Der Knick I
n den letzten 30 Jahren haben wir eines gelernt: Die Fitness- und Gesundheitsbranche wächst durchschnittlich um rund eine halbe Million Mitglieder pro Jahr. Die Ergebnisse unserer diesjährigen Eckdaten-Studie, die der DSSV zusammen mit Deloitte und der DHfPG durchgeführt hat, zeigen bedauerlicherweise ein anderes Bild: In 2020 haben wir 1,35 Millionen Mitglieder verloren. Die Ursache für diesen „Knick“ dürfte bekannt sein. Spannend wird es, wenn man sich mit der Frage beschäftigt, was das für uns als Branche bedeutet? Eine schnelle Internetrecherche nach dem Schlagwort „Fitness“ mit der Suchmaschine Ihres Vertrauens wird Sie zu dem einen oder anderen Journalisten führen, den Sie mehr oder weniger gut finden werden. Vermehrt stößt man auf Schlagzeilen, die für unsere Fitnessbranche eine düstere Zukunft prognostizieren. Korrekt ist: Zu unser aller Missfallen fand Fitness für viele Monate nicht statt. Dies ist jedoch primär dem Umstand geschuldet, dass man nicht ins Studio gehen durfte und weniger, dass man nicht wollte. Während ich diese Zeilen schreibe, sitze ich im ICE von Hamburg nach Frankfurt – und zwar als einziger Fahrgast im Abteil. Der Logik manch eines Journalisten zufolge dürfte es die Deutsche Bahn dann auch nicht mehr lange geben. Um die eingangs gestellte Frage zu konkretisieren: Wie stark bleiben Verhaltensmuster, die durch den Lockdown regelrecht erzwungen wurden, erhalten, wenn es keinen Lockdown mehr gibt? Es ist die logische Konsequenz, dass Menschen vermehrt Lieferdienste, Streamingplattformen oder auch digitale Fitnessangebote nutzen, da während der Schließungen schlicht und ergreifend keine Alternativen zur Verfügung stehen. Die stark angestiegene Nachfrage nach solchen Diensten ist folglich durch eine eingeschränkte Verfügbarkeit und weniger durch veränderte Präferenzen zu begründen. Sobald wir uns wieder in Richtung Normalität bewegen, werden die Menschen auch wieder in Restaurants, Kinos und unsere Fitnessstudios zurückkehren, so meine These. Als Randnotiz sei hinzuzufügen, dass es keiner kaufmännischen Hochleistung bedarf, bei einer Überflutung Sandsäcke zu verkaufen. Um die soeben aufgestellte These mit ein paar Fakten zu untermauern, hat unsere Redaktion für Sie, liebe Leser, umfangreiche Informationen zusammengestellt: In unserer Titelreihe „Chancen und Perspektiven zum Restart“ ab Seite 22 wurden ausgewählte Fachleute aus der Fitnessbranche sowie des renommierten Instituts der deutschen Wirtschaft interviewt. Eine kompakte Ergebnisübersicht der aktuellen Eckdaten-Studie des DSSV, von Deloitte und der DHfPG finden Sie ab Seite 40. Dem Thema zielgerichtete Kundenkommunikation in der aktuellen Situation widmet sich der Management Impuls ab Seite 70. Und auch im EMS-Segment gibt es durch die neue Strahlenschutzverordnung (NiSV) einige wichtige Änderungen (S. 56 ff.). Zu guter Letzt ermutige ich Sie, trotz der aktuellen Lage mit optimistischen Gedanken in die Lektüre dieser Ausgabe zu starten. Lassen Sie sich nicht von journalistischen Einzelmeinungen irritieren, sondern konzentrieren Sie sich auf die Fakten. Die Bevölkerung braucht uns als Fitness- und Gesundheitsanbieter mehr denn je. Die derzeitige „Überflutung“ heißt Bewegungsmangel und wir haben die passenden „Sandsäcke“ dafür. Und ausgezeichnete Kaufleute findet man in unserer Branche ebenfalls zu genüge: nämlich Sie.
Foto: Klaudia Lech
In diesem Sinne wünsche ich Ihnen viel Spaß beim Lesen und bleiben Sie zuversichtlich.
Janosch Marx Geschäftsführer fitness MANAGEMENT
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INHALT
Bernd Schmid
David Zimmermann
Dr. Ralf Kriegel
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Chancen und Perspektiven zum Restart
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Eckdaten der deutschen FitnessWirtschaft 2021
INHALT
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AKTUELLES
MANAGEMENT
10 Aktuelles aus der Fitness- und Gesundheitsbranche 16 Studio des Monats: Visiolife, World Conference Center Bonn 22 Chancen und Perspektiven zum Restart – Die Einschätzungen von drei Studiobetreibern 32 Interview mit Wirtschaftsforscher Prof. Dr. Axel Plünnecke (IW) 34 Aufstiegskongress 2021 36 Hygienezertifizierung: MedAix lässt Trainingszentren zertifizieren
56 Strahlenschutzverordnung: Perspektiven für den EMS-Markt 60 miha bodytec: Existenzgründung – die Krise als Chance nutzen 62 Wie EMS-Anbieter trotz Corona gestärkt in die Zukunft gehen 66 EGYM: Interview mit EGYM CEO Philipp Roesch-Schlanderer 68 FitnessLOFT: Interview mit Tobias Rautenstrauch 70 MANAGEMENT Impuls: zielgerichtete Kundenkommunikation in Zeiten von Corona 74 milon und five verstärken sich mit zehn neuen Branchenexperten 76 ACISO: Mitarbeiterqualifikation als Erfolgsfaktor 78 Die digitale Zukunft der Fitnessbranche 82 Urban Sports Club: Interview mit Benjamin Roth 84 FACEFORCE: die Vorteile des Studiotrainings aufzeigen 86 Gezieltes Marketing in der Corona-Krise 90 Kundenbindung: internationale Forschungsergebnisse (Teil 2) 94 JK-INTERNATIONAL: Wiedereröffnung mit Lufthygiene 96 DSB und OrangeGym – zwei starke Partner 98 PRIME TIME: in der Krise den Unterschied machen 100 EWE Vertrieb GmbH: Lufthygiene durch UV-C-Licht
DSSV 40 Eckdaten der deutschen Fitness-Wirtschaft 2021 46 Kommentar Birgit Schwarze: Unser Verlust lässt sich nicht beschönigen 48 Neue Mitglieder und Fördermitglieder des DSSV 50 Recht: Corona-Schutzmaßnahmen für Mitarbeiter
Prof. Dr. Arne Morsch
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Strahlenschutzverordnung: Perspektiven für den EMS-Markt
Prof. Dr. Markus Wanjek
Albert Busek
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Albert Busek über Studios als „magische” Plätze
Muskel-SkelettGesundheit durch Fitnesstraining
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FITNESS & GESUNDHEIT
WISSENSCHAFT & PRAXIS
102 FitLine®: Interview mit Markenbotschafter Christian Schwarzer 104 gym80: Handarbeit gepaart mit modernster Technik 106 EGYM Fitness Hub 108 Panatta: Master Gluteus Plus 110 CyberConcept: Die Zukunft ist jetzt 112 REIGN Total Body Fuel: die Performance Energy Innovation 114 MetaCheck fitness®: Konzept setzt auf individuelle Pläne 116 Ernährungsmythen (Teil 8): Flexitarismus 118 Der vielfältige Gesundheitsnutzen von Fitnesstraining (Teil 2): Muskel-Skelett-Gesundheit 122 Krafttraining bei Rückenschmerzen – PREBACK-Studie der Kieser Training AG und der DHfPG 124 Angewandte Trainingswissenschaft (Teil 6): High Volume Training
126 DHfPG/BSA Aktuell: Studium – Weiterbildung – Qualität 128 Kommentar Albert Busek: „magischer” Platz Sportstudio 130 DHfPG-Science-Lab: erfolgreich durch Einzelcoaching 132 Science News: Forschungsergebnisse für die Studiopraxis 133 Personenporträt: Niklas Magerl 134 Partnerverband BfB: Corona – was nun? Krisenmanagement 136 Buchtipp: „STRONG KITCHEN“ 138 Kolumne Antonio e Silva: Zielgruppe Generation 50 plus
achartikel der Deutsche Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement (DHfPG) F und der BSA-Akademie
AKTUELLES | ANZEIGE
Foto: DHfPG/BSA
Hinweis zu den Inhalten dieser Ausgabe der fitness MANAGEMENT international
BSA-Lehrgangsversicherung
Die dargestellten Meldungen und Artikel in dieser Ausgabe der fMi wurden entsprechend des Kenntnis- und Informationsstandes zum Zeitpunkt des Redaktionsschlusses verfasst. Aufgrund der Corona-Pandemie und den damit einhergehenden Maßnahmen kann es sein, dass die dargestellten Informationen zum Erscheinungszeitpunkt der Ausgabe nicht mehr aktuell sind. Beachten Sie daher auch die Meldungen auf unserer Website.
Es kann immer etwas Unvorhergesehenes passieren. Lehrgangsteilnehmende der BSA-Akademie können sich mit der Seminar-Versicherung der ERGO umfassend absichern. Bei Abbruch einer Weiterbildung oder bei Rücktritt erhalten sie die nicht genutzten Lehrgangs- und Reiseleistungen vor Ort und zusätzliche Rückreisekosten zurück. Kann eine Präsenzphase nicht stattfinden, wird ihnen das Geld für die mitversicherten Reiseleistungen erstattet.
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www.bsa-akademie.de/lehrgangsversicherung
Foto: FIBO
Foto: DHZ Fitness
FIBO 2021 erst im November
DHZ Fitness bietet Kraftgeräte fürs Outdoortraining
Keine FIBO im ersten Halbjahr: Die Fitnessleitmesse kann nun doch nicht wie geplant vom 24. bis 27. Juni 2021 in Köln stattfinden. Benedikt Binder-Krieglstein, CEO des Ausrichters Reed Exhibitions Deutschland GmbH, erläutert die Entscheidung: „Der aktuelle Pandemieverlauf und die Verzögerungen bei der Bereitstellung von Impfstoffen geben uns und den Ausstellern für den ursprünglich anvisierten Juni-Termin derzeit keine ausreichende Planungssicherheit."
Ein Outdoor Gym kann das klassische Fitnessstudio mit all seinen Möglichkeiten und Trainingsvarianten nicht ersetzen. Es kann aber gerade in Pandemiezeiten eine sehr sinnvolle Ergänzung darstellen. Gerätehersteller DHZ Fitness bietet daher einen vollständigen Gerätepark für draußen an. Die Geräte sind extrem robust und gegen Witterung und Vandalismus geschützt. Gemäß der Überbrückungshilfe III sind solche Outdoor Gyms auch zum Teil förderfähig.
bit.ly/fibo-november
bit.ly/dhz-outdoor-gym
Grafik: Lilanakani – stock.adobe.com
DHfPG-Absolventin erhält VPH-Förderpreis Thalia Bossemeyer, DHfPG-Absolventin des B. A. Fitnessökonomie, hat mit ihrer Abschlussarbeit „Digitalisierung und Innovationstrends in der Fitness- und Gesundheitsbranche“ den Förderpreis des Verbandes der Privaten Hochschulen e. V. (VPH) erhalten. Jedes Jahr prämiert der VPH mit diesem Preis herausragende Bachelor-Arbeiten. Das diesjährige Thema der Ausschreibung: „Digitalisierung als Motor des wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Wandels“. www.dhfpg.de/aktuelles
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DER HEAT P E R FOR MANCE R O W E R WURDE GE S CH AFFE N UM D A S MAXIMUM AUS D E M TR AIN I N G HERAUSZ UH OL E N. Modernes Design und innovative Technologie sprechen ambitionierte Sportler an und helfen ihnen dabei Grenzen zu überwinden.
FÜR MEHR INFORMATIONEN BITTE QR-CODE SCANNEN
AKTUELLES | ANZEIGE
Foto: DHfPG/BSA
Foto: Dodor_Inna – stock.adobe.com
Zertifizierung mit BSA-Zert
Tödliches Duo: Typ-2-Diabetes als Corona-Risiko
Fitness- und Gesundheitsanlagen sowie EMS-Studios können sich mit der BSA-Zert, der unabhängigen Zertifizierungsstelle der BSA-Akademie, nach der DIN EN 17229 und der DIN-Norm 33961 (Teil 2 bis 5) unabhängig und neutral zertifizieren lassen. Dadurch können Unternehmen Qualität nach außen sichtbar machen und das Vertrauen der Kunden in ihre Dienstleistung stärken. Ein Angebot kann jederzeit auf der Website der BSA-Zert angefragt werden.
Laut einer aktuellen Studie der University of Exeter, die im Fachjournal „Diabetologia“ veröffentlicht wurde, scheint Diabetes mellitus Typ 2 (ähnlich wie Adipositas und viele weitere Vorerkrankungen) einer der relevanten Risikofaktoren für schwere Krankheitsverläufe und eine hohe Sterblichkeit bei einer COVID-19-Infektion zu sein. Erschreckend dabei: Laut den Forschern sei das Mortalitätsrisiko bezogen auf das Alter bei jüngeren Menschen deutlich höher als bei älteren.
www.bsa-zert.de
bit.ly/risikofaktor-diabetes
Foto: Technogym GmbH
Foto: ngad – stock.adobe.com
Mission Gold: Technogym verlängert Partnerschaft
Kooperation zwischen DAK-Gesundheit und DSSV e. V.
Der Olympiastützpunkt Berlin (OSP) setzt seine erfolgreiche Zusammenarbeit mit Technogym fort. „Dank der langjährigen Erfahrung mit der Vorbereitung von Spitzensportlern ist es Technogym möglich, die Athleten mit den innovativsten Trainingsprodukten zu unterstützen“, so Stützpunktleiter Dr. Harry Bähr. Derzeit bereiten sich rund 100 Kandidaten auf dem OSP auf die Olympischen Spiele sowie die Paralympics in Japan in 2021 vor.
Als neuer Gesundheitspartner steht den DSSV-Mitgliedern ab sofort Deutschlands drittgrößter Krankenversicherer, die DAK-Gesundheit, zur Verfügung. Die DAK-Gesundheit unterstützt Betreiber und Mitglieder mit exklusiven Konditionen, sowohl beim Gesundwerden als auch beim Gesundbleiben – und das bereits seit Hunderten von Jahren. Alle weiteren Informationen zu den Leistungen finden DSSV-Mitglieder ab sofort im Mitgliederbereich auf der DSSV-Website.
bit.ly/technogym-olympia
www.dssv.de/anmelden/login-logout
Foto: Prostock-studio – stock.adobe.com
Foto: DHfPG/BSA
Fitnessketten unter den Top-Franchisekonzepten
DHfPG bietet kostenfreies Werbematerial an
Zum insgesamt 42. Mal hat das Entrepreneur-Magazin sein branchenübergreifendes Ranking der stärksten Franchisemarken veröffentlicht. Neunzehn Fitnessfranchiseunternehmen haben es dabei in die 500er-Liste geschafft. Neben „alten Bekannten“ wie Planet Fitness (8.) und Anytime Fitness (30.) sind 2021 auch wieder zahlreiche Newcomer aus dem boomenden Mikro- und BoutiqueStudio-Segment vertreten (z. B. The Exercise Coach, 161.).
Die Deutsche Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement (DHfPG) unterstützt ihre Ausbildungsbetriebe bei der Suche nach passenden Studierenden mit kostenfreien Werbematerialien sowie mit einer kostenfreien Jobbörse und vielen weiteren nützlichen Hilfen und Informationen. Das Studiensekretariat der DHfPG hilft bei Fragen rund um das Thema „Studierende finden“ gern weiter unter Tel.: +49 681 6855 150 oder info@dhfpg.de.
bit.ly/ranking-franchise
www.dhfpg.de/studierende-finden
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AKTUELLES | STUDIO DES MONATS
Visiolife – Health, Beauty & Wellness, World Conference Center Bonn
Eine Klasse für sich Text: Jürgen Wolff
Darf es etwas mehr sein? Effektives Training, Entspannung und Wellness auf höchstem Niveau – das Angebot im Visiolife ist in seiner Exklusivität unverwechselbar. Der Lifestyleclub befindet sich im Untergeschoss des Marriott World Conference Hotels im ehemaligen Regierungsviertel in Bonn direkt am Rhein. Diese top Lage passt perfekt zur Postionierung und zum exklusiven Angebot des Visiolife – Health, Beauty & Wellness.
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Visiolife
World Conference Center Bonn
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er Standort des Visiolife im ehemaligen Regierungsviertel im Zentrum von Bonn bietet viele Vorteile. Die Stadt Bonn hat das Bundesviertel neu gestaltet, nachdem die Bundesregierung und viele untergeordnete Behörden im Jahr 1999 nach Berlin umgezogen waren. Es entstand ein neues Areal mit kulturellen Angeboten und neuer Infrastruktur. 2014 erwarb die BonnVisio Gruppe das im Rohbau befindliche Hotel sowie den Verbindungsbau zum World Conference Center Bonn (WCCB) um den ehemaligen Plenarsaal des Deutschen Bundestages.
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Ein Schwesterunternehmen betreibt das Hotel unter dem Namen Bonn Marriott. Der Fitness- und Wellnessbereich wurde vom Hotelbetrieb getrennt und wird seither separat geführt. Die Planung und Ausgestaltung der Anlage übergab die BonnVisio an ihr Schwesterunternehmen, die Sportpark Bonn-Rhein-Sieg GmbH, die heute das Visiolife betreibt. Ziel war es, den internationalen Hotelgästen und zahlreichen Mitarbeitern der Unternehmen, die im ehemaligen Regierungsviertel ansässig sind, einen Fitness- und Wellnessbereich anzubieten, der alle Ansprüche übertrifft und eine eigenständige, überregionale Attraktion ist.
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Fotos: Sportpark Bonn-Rhein-Sieg GmbH
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Visiolife – nomen est omen Im Juni 2017 wurde das Visiolife im Marriott World Conference Hotel Bonn eröffnet. Der Name „Visiolife“ symbolisiert die Vision der BonnVisio Gruppe, Immobilien mit Lebensgefühl zu entwickeln, sowie das Leben, die Gesundheit, Schönheit und Wellness. Die Vorgaben der Eigentümergruppe, in dieser besonderen Lage ein international repräsentatives Fitness-, Wellness- und Beauty-Angebot zu schaffen, hat die Sportpark Gruppe in Vollendung umgesetzt. Das Ambiente der insgesamt 1.700 m2 großen Anlage ist stylish, die verbauten Materialien sind edel, die Einrichtung zeitlos elegant. Das besondere Highlight: Die Ruinen einer römischen Therme, die durch den gläsernen Boden zu bewundern sind, vermitteln die Aura einer fast 2.000 Jahre alten Bäderkultur.
Wettbewerb? Fehlanzeige! Das Visiolife steht nicht nur den Clubmitgliedern, sondern auch den Hotel- sowie Tagesgästen zur Verfügung – mit Öffnungszeiten rund um die Uhr. Die Marke „Visiolife“ wird in
Bonn und Umgebung als exklusiver Gesundheitsdienstleister beworben. Die Zielgruppe ist erlesen und anspruchsvoll, daher wird auf kompetente persönliche Betreuung großer Wert gelegt. Das Eins-zu-eins-Training im Visiolife ist insbesondere für Führungskräfte der internationalen Unternehmen attraktiv, die im Umfeld des Studios ihre Zentralen haben. „Für das Visiolife gibt es keinen Mitbewerber“, ist sich Geschäftsführer Christoph Sperber sicher. „Wir kennen keine Preisschlacht und Vergleiche mit anderen Fitnessclubs. Wir haben ein Angebot, das es so nur bei uns gibt.“ Die Sportpark-Gruppe betreibt im Designhotel Kameha Grand auf der gegenüberliegenden Rheinseite im Bonner Stadteil Ramerdorf ein zweites Visiolife mit einem Angebot, das in den Bereichen Trainingsbetreuung, Wellness und Beauty identisch mit dem Visiolife im Marriott ist. Das besondere Highlight des Visiolife im Kameha Grand: ein Infinitypool auf dem Dach mit Rheinblick.
Netzwerk aus Partnerfirmen Die Invite Group ist ein Unternehmen des Softwarepioniers und regionalen Investors Dr. Jörg Haas. Neben seinen Aktivitäten in der HW Partner AG mit Engagements in Cloud-Softwareunternehmen investiert Haas mit der BonnVisio Gruppe auch in hochwertige Immobilien und mit der Invite Group in Hotels, Gastronomie und Freizeitbereiche. Neben dem Marriott Hotel in Bonn gehören zu der Invite Group unter anderem auch das Designhotel Kameha Grand Bonn auf der gegenüberliegenden Rheinseite sowie das Lifestyle- und Familienhotel Marienhöh im Hunsrück, das Chaletdorf Bergwiesenglück in See/Tirol, das Papa Rhein Hotel in Bingen am Rhein, die Berliner Szenerestaurants Gendarmerie und Austernbank sowie auch die Fitnessstudios der Sportpark Bonn-Rhein-Sieg GmbH: Neben demVisiolife WCCB, das Visiolife Kameha Grand Bonn sowie die Sportparks Ennert, Bad Honnef und Oelberg. Die wichtigsten Kooperationspartner des Visiolife sind die Schwesterunternehmen aus dem Firmenverbund der Invite Group. Es bestehen Kooperationen mit den verschiedenen Hotels und Restaurants sowie im Bereich Softwarelösungen, Buchhaltung, Rechtsberatung oder Handwerksdienstleistungen. Die Firmen innerhalb der Unternehmensgruppe unterstützen sich gegenseitig, um die Synergien bestmöglich zu nutzen.
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AKTUELLES | STUDIO DES MONATS sind, stehen sie im Zentrum meiner Aufmerksamkeit und ich tue alles dafür, dass meine Gäste sich – und wir uns gemeinsam – wohlfühlen. Nach diesem Prinzip des herzlichen Miteinanders kümmern wir uns um jeden Besucher im Visiolife – Hotelgäste, Tagesbesucher und natürlich auch unsere Mitglieder. Ich möchte, dass meine Gäste sich darauf freuen, wiederzukommen.“
Diagnostik und Eins-zu-eins-Betreuung Eine ausführliche Eingangsdiagnostik steht am Anfang eines Besuches. Bestandteile dieser Anamnese am cardioscan checkpoint sind die Analyse der Körperzusammensetzung und des Stoffwechsels sowie eine Messung des Herzstresses und die Testung des Lebensstils. Anhand dieser physischen und psychischen Daten erstellt das Team einen individuellen Trainings- und Behandlungsplan. Das besondere Betreuungskonzept greift ab diesem Zeitpunkt und sichert durch dauerhafte, emphatische Unterstützung und Motivation der Personal Trainer den nachhaltigen Trainingserfolg der Kunden.
Persönlichkeiten entwickeln außergewöhnliche Leistungen Die Mitarbeiter des Visiolife haben für die erfolgreiche Umsetzung des Studiokonzeptes eine Schlüsselrolle inne. Um das Angebot mit Authentizität und Leben zu füllen, braucht es hervorragend ausgebildete Trainer, die in der Lage sind, die anspruchsvollen Kunden zu motivieren und immer wieder zum Trainingserfolg zu begleiten. Bei seinen Mitarbeitern setzt Christoph Sperber dementsprechend auf Schlüsselqualifikationen: „Qualifikation und Fachwissen setze ich voraus, entscheidend für unseren Erfolg ist die Persönlichkeit meiner Mitarbeiter und die Geschlossenheit als Team. Einen guten Trainingsplan zu schreiben ist wichtig und immer der erste Schritt. Die eigentliche Aufgabe der Trainer beginnt aber danach, nämlich damit, als Personal Trainer die Inhalte des Trainingsplans so zu vermitteln, dass unsere Kunden mit Spaß trainieren – und zwar immer wieder.“
Herzlichkeit macht den Unterschied „Der Service steht im Vordergrund“, so Christoph Sperber. „Wenn ich zu Hause Gäste erwarte, freue ich mich auf ihren Besuch und bereite mich vor, damit sie sich wohl fühlen. Sobald sie kommen, begrüße ich sie herzlich. Solange sie da
Physiotherapie komplettiert das Angebot Die Praxis für medizinische Kurzzeittherapie „Physiolife“ ist in den Fitness- und Lifestyleclub integriert. Ein festangestellter Therapeut verbindet hier klassische physiotherapeutische Behandlungen (Krankengymnastik (KG), manuelle Therapie (MT), klassische Massagetherapie (KMT), Krankengymnastik am Gerät (KGG) und Wärmeanwendungen) mit gerätegestütztem Training im Visiolife.
Exklusive Wellnessvielfalt Der Wellnessbereich des Visiolife ist als Entspannungswelt eine Klasse für sich. Die elegante Einrichtung, edle Natursteine und eine stilvolle Beleuchtung mit fünf verschiedenen Themensaunen und beheiztem Indoorpool vermitteln Luxus auf internationalem Topniveau. Das Angebot umfasst eine Finnische Sauna (90 °C), eine Bio Sauna (55 °C), eine Infrarot-Sauna (28–30 °C), ein Dampfbad (44 °C) sowie eine Textilsauna, in der sich bei 60 °C auch Gäste entspannen können, für die ein unbekleideter Saunagang nicht infrage kommt. Zum Textilbereich der Wellnessarea gehört auch der Indoorpool mit elf Metern Länge und sechs Metern Breite bei 28 °C Wassertemperatur. In der Lounge mit angeschlossener Bar können die Besucher ihre exklusive Auszeit über dem antiken Römerdenkmal aus-
Das historische Bauwerk wäre durch das Fundament des geplanten Hotels zerstört worden. Deshalb wurde die Ruine der römischen Therme auf einer Betonplatte um rund 60 Meter versetzt und in die Architektur des Visiolife integriert. Das etwa 30 Tonnen schwere antike Bauwerk ist im Studio, durch ein Glasdach geschützt, als stilechte Kulisse zu besichtigen und auch für Besucher zugänglich.
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Fotos: Sportpark Bonn-Rhein-Sieg GmbH
Auszeit über historischer Kulisse Eine Attraktion für sich ist der Unterbau des Visiolife. Die Umgestaltung des ehemaligen Regierungsviertels um das WCCB und den Platz der Vereinten Nationen begann im Jahr 2007. Bei den Bauarbeiten wurden Teile des „vicus bonnensis“ freigelegt, Ruinen einer römischen Siedlung aus dem 2. Jahrhundert n. Chr. Dabei wurden gut erhaltene Überreste einer römischen Badeanlage gefunden.
klingen lassen. Die Ruinen der römischen Therme sind durch den gut ausgeleuchteten gläsernen Boden zu besichtigen und schaffen ein einzigartiges Ambiente.
Beauty Vital Lounge Zur körperlichen „Rundum-Versorgung“ gehören exklusive Beauty-Anwendungen. Gäste können sich durch verschiedene Gesundheits- und Wellnessanwendungen mit neuester Technologie verwöhnen lassen. Neben vielen klassischen Kosmetikbehandlungen kann Lichttherapie in einem Collarium®, das die dosierte Besonnung mit UV-Licht mit einer Kollagentherapie kombiniert, genutzt werden. In einem VACUFIT® wird durch Intermittierende VakuumTherapie (IVT) der „Flow“ in Lymphsystem, Arterien und Venen verbessert, während die Überwassermassage von Wellsystem gleichzeitig für Entspannung sorgt.
Zielgruppe setzt auf Qualität Der Monatsbeitrag im Visiolife beträgt zwischen 100 und 140 Euro. Die Personal-Training-Mitgliedschaften liegen zwischen 390 und 890 Euro im Monat. „Unsere Gäste legen Wert auf Exklusivität sowie Qualität und sind bereit, diese auch entsprechend zu honorieren. Eine spezielle Altersgruppe als Zielgruppe könnte ich nicht festlegen, das ist bei uns eher sekundär“, so der Geschäftsführer. Da der Schwerpunkt des Visiolife mehr auf Wellness und Beauty liegt, haben Frauen unter den Mitgliedern einen Anteil von über 60 Prozent.
Konsequent digital für eine optimale Betreuung
Die Eckdaten des Visiolife Fläche des Studios insgesamt: Kraftbereich: Cardiobereich: Freies Training: Wellness: Beauty:
1.700 m2 120 m2 40 m2 18 m2 450 m2 68 m2
Die ideale Betreuung der Gäste bestimmt auch die technische Ausstattung und die digitale Infrastruktur des Visiolife. Sämtliche Arbeitsbereiche im Studio sind digitalisiert. Die Trainingsdokumentation im Visiolife läuft über milon CARE, der Check-in über Gantner, die Verwaltung über Magicline, die Finanz- und Lohnbuchhaltung, Dokumentenablage sowie Warenwirtschaft über Scopevisio und die Personaleinsatzplanung und Zeiterfassung über edpep/edtime.
Ausstattung: Kraftbereich: milon Kraft-Zirkel, milon Kraft-Ausdauer-Zirkel, five, wellengang, miha bodytec Cardiobereich: Life Fitness Personal Training: SHENTISPORTS® Anamnese: cardioscan Check-in: Gantner Verwaltung: Magicline Buchhaltung: Scopevisio
„Unsere Gäste bekommen unsere volle Aufmerksamkeit. Deshalb nutzen wir in allen Bereichen digitale Tools, damit die Mitarbeiter ihre Arbeitszeit in unsere Gäste investieren können“, erläutert Christoph Sperber. „Wir haben alle Abläufe in den Studios auf den Prüfstand gestellt und digital optimiert. Ich selbst habe in meinem Büro nur einen Ordner.“
Mitarbeiter: 10 Festangestellte, davon 2 Studierende (Master-Studiengang Prävention und Gesundheitsmanagement, DHfPG), 1 Auszubildender www.visio-life.de
Christoph Sperber (Jahrgang 1982) ist seit 2018 Geschäftsführer der Sportpark Bonn-Rhein-Sieg GmbH, zu der das Visiolife gehört. Der ehemalige Berufsunteroffizier der Bundeswehr hat den dualen Bachelor-Studiengang Ernährungsberatung und den MasterStudiengang Prävention und Gesundheitsmanagement an der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement (DHfPG) absolviert. Bis 2018 war Christoph Sperber Marketing- und Vertriebsleiter der Sportfabrik Bonn und der Baskets Sportfabrik. Seine Philosophie „Ich sehe jeden Mitarbeiter als Partner auf Augenhöhe an“ passt perfekt zur Vision der Sportpark-Gruppe: „Wir sehen es als unsere Aufgabe, das Wohlbefinden als höchstes Gut des Menschen sicherzustellen und für unsere Mitarbeiter bis zur Rente ein attraktiver Arbeitgeber zu sein.“
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Christoph Sperber Geschäftsführer der Sportpark Bonn-Rhein-Sieg GmbH und des Visiolife
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AKTUELLES | DIE FITNESSBRANCHE NACH CORONA
Chancen und Perspektiven zum Restart Text: Anke Sörensen
Die Corona-Krise hat viele Studioinhaber schwer getroffen und wird die Fitness- und Gesundheitsbranche nachhaltig verändern. Gleichzeitig hat sie das Bewusstsein für den hohen Stellenwert von Gesundheit und Fitness geschärft. Professionelle Dienstleister mit Gesundheitsauftrag werden in Zukunft stark an Bedeutung gewinnen. Doch welche Konsequenzen sollten Studiobetreiber jetzt aus der Pandemie ziehen? Wie sorgen sie für Sicherheit, Vertrauen und Flexibilität und nutzen digitale Tools optimal? Welche Kundenbindungsmaßnahmen sind effektiv? Das erläutern vier Fitness- und Wirtschaftsexperten.
D
ie Lage ist für viele Betreiber von Fitness- und Gesundheitsanlagen nach fast einem halben Jahr der Schließungen aufgrund von zwei Lockdowns kritisch. Viele Studiobetreiber stehen mit dem Rücken zur Wand und müssen hohe Umsatzverluste und die Verspätung von staatlichen Hilfen, die die finanziellen Einbußen nur zum Teil auffangen, kompensieren. Erschwerend kommt hinzu, dass die zweite pandemiebedingte Schließung die wichtigste Phase der Neukundengewinnung im Januar und Februar diesen Jahres betraf. Trotz Investitionen in umfangreiche und funktionierende Hygienekonzepte, klar nachvollziehbarer Besucherdaten via Check-in und einem in der SafeActive-Studie von EuropeActive nachgewiesenen geringen Infektionsrisiko blieb die Wiedereröffnung lange verboten. Aufgrund von
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schleppend oder nicht ausgezahlten Entschädigungen, Überbrückungshilfen und Krediten wurden viele Engpässe nur verschoben. Die Zukunft wird zeigen, wie gut welche Studios die Krise verkraften können.
Eckdaten bestätigen die Problematik Die „Eckdaten der deutschen Fitness-Wirtschaft 2021“, erstellt durch den Arbeitgeberverband deutscher Fitness- und Gesundheits-Anlagen (DSSV e. V.), das Prüfungs- und Beratungsunternehmen Deloitte und die Deutsche Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement (DHfPG), bringen die schwierige Entwicklung des letzten Jahres auf den Punkt und zeigen, wie hart die Corona-Krise die Fitnesswirtschaft getroffen hat. Nach Jahren kontinuierlichen Wachstums (Zuwachs von zwei fitness MANAGEMENT international
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Foto: Wellnhofer Designs – stock.adobe.com
Fitness – Quo vadis?
Millionen Mitgliedern zwischen 2015 und 2019) sank die Zahl der Mitglieder in Fitness- und Gesundheitsanlagen von 11,66 Millionen in 2019 auf 10,31 Millionen in 2020. Der Rückgang um 11,6 Prozent lässt sich auf höhere Kündigungszahlen wegen der coronabedingten Schließungen und fehlende Neuverträge zurückführen. Auch die Anlagenzahl sowie der Umsatz waren negativ betroffen. Die Anlagenzahl reduzierte sich 2020 um insgesamt 1,4 Prozent, das entspricht 131 geschlossenen Anlagen. Die Branche erlitt einen Umsatzrückgang von 24,5 Prozent auf 4,16 Mrd. EUR (netto). Im Gesamtmarkt sank der Umsatz pro Anlage von 570.000 EUR auf 436.000 EUR (netto). Ungebrochen hingegen blieb bis heute die starke Bindung der Mitglieder und ihre Solidarität gegenüber den Studios.
Trainingshäufigkeit der deutschen Fitnessstudiomitglieder 14,1 29,0
Alternativen sind keine Bedrohung Während der Lockdowns mussten sich Trainierende alternative Trainingsformen suchen. Die Ergebnisse der Studie zeigen deutlich, dass die Alternativen das Training im Studio nicht ersetzen können. Sie machen den Trainierenden weder wirklich Spaß, noch bieten sie eine langfristige Zukunftsperspektive. Nur knapp jeder Fünfte betrieb während des zweiten Lockdowns regelmäßig Krafttraining (19,3 %) oder Körpergewichtstraining (20,8 %). Auch Ausdauertraining (23,3 %) wurde in den Wintermonaten nur von etwas weniger als jedem Vierten praktiziert. Die Verbindung zu den Studios blieb bestehen: 15,1 Prozent nutzten die Online-Angebote ihres Studios.
Demotivation und schlechteres Wohlbefinden Sich eigenständig zum Training aufzuraffen, fiel schwer: Weit mehr als ein Drittel (40,6 %) der Befragten gab an, während des zweiten Lockdowns maximal einmal pro Woche oder seltener zu trainieren. In Zeiten geöffneter Studios waren das nur 14,1 Prozent! Die Motivation ist an den Besuch im Studio gekoppelt und sank während des Lockdowns deutlich, was zu einer drastischen Verschlechterung des körperlichen Wohlbefindens führte. Vor dem November-Lockdown fühlten sich die Teilnehmer noch relativ gut, nach den Schließungen aber wesentlich schlechter.
Mitglieder bleiben treu Doch es gibt auch einen Lichtblick: Trotz der Kündigungswelle fühlten sich viele Mitglieder ihrem Studio laut DHfPG-Studie weiterhin stark verbunden und fair behandelt. Wurden in den Monaten der behördlich angeordneten Schließungen Abbuchungen der Monatsbeiträge vorgenommen, empfanden 82 Prozent der Befragten dies als korrekt. Es herrschte die Meinung vor, dass das Trainingserlebnis im Studio deutlich größer ist als zu Hause und stark vermisst wird. Studioinhaber sollten diese Erkenntnisse für den Restart nutzen. 02/21
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40,6
WÄHREND LOCKDOWN 2 (alternative Trainingsformen)
ZWISCHEN LOCKDOWN 1 UND 2 (im Studio)
56,9
Studie der DHfPG Alle Appelle zur prekären Lage der Branche vonseiten des DSSV an die Politik und die Warnungen namhafter Wissenschaftler und Mediziner vor physischen und psychischen Folgeschäden durch den Trainingsausfall blieben bisher ohne Konsequenzen. Eine Studie der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement (DHfPG) liefert nun konkrete Erkenntnisse dazu, wie sich die Schließungen der Fitness- und Gesundheitsanlagen auf die Trainierenden auswirken. Im November und Dezember 2020 wurden dafür im Rahmen einer Online-Befragung 669 Studiomitglieder befragt.
22,9
1x pro Woche oder weniger 2–3x pro Woche
36,5
4x oder häufiger pro Woche
Bindung an das Studio auch in Lockdown 2? (n = 666) 5
4,33
4,30
3,81
4 3 2
1,46
1 Ich fühle mich während der Schließung gut von meinem Studio betreut.
Das Studio verhält sich mir gegenüber fair.
Mein Studio hat mich sehr enttäuscht.
Ich fühle mich meinem Studio gegenüber sehr verbunden.
Neuer Stellenwert für Gesundheit und Fitness Die Corona-Pandemie hat der Gesellschaft schmerzlich vor Augen geführt, wie wichtig ein gesunder Lebensstil und regelmäßiges Fitnesstraining zur Prävention, Stärkung des Immunsystems und für die Resilienz sind. Gesundheitsexperten sind sich einig, dass das Bewusstsein für die positiven Effekte von körperlichem Training wachsen wird. fitness MANAGEMENT international wollte wissen, welche Chancen Studiobetreiber jetzt sehen und welche Optionen für die Branche nach dem Restart von nachhaltiger Bedeutung sind. Dr. Ralf Kriegel, Geschäftsführer von ELEMENTS Fitness und Wellness, erläutert, warum er sich wünscht, dass Fitnessanbieter von der Politik als Bestandteil des Gesundheitssektors anerkannt werden. Bernd Schmid, Betreiber von 41 clever-fit-Studios, beschreibt, wie der Fitnessmarkt vom neuen Gesundheitsbewusstsein profitieren kann. David Zimmermann, Inhaber von DAVID Fitness & Health e. K., sieht vor allem für qualitativ hochwertige Fitnessangebote am Markt gute Chancen. Und mit Prof. Dr. Axel Plünnecke haben wir einen Wirtschaftsforscher nach seiner Einschätzung zur Lage der Fitness- und Gesundheitsbranche und seinen Zukunftsprognosen befragt. Literaturliste: DSSV e. V. – Arbeitgeberverband Deutscher Fitness- und Gesundheits-Anlagen (Hrsg.). (2021). Eckdaten der deutschen Fitness-Wirtschaft 2021. Hamburg: Hrsg. Kobel, S. & Preuschoff, G. (2021). Auswirkungen der Corona-Krise auf das Trainingsverhalten. Zugriff am 24.02.2021. Verfügbar unter https://www.fitnessmanagement.de/fileadmin/ user_upload/Bilder_news/2021/01_januar/19_bis_20/Ergebnisbericht_dhfpg.pdf
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AKTUELLES | DIE FITNESSBRANCHE NACH CORONA
Bernd Schmid, Sun's Unternehmensgruppe & CF Berlin GmbH
„Ein wesentlicher Punkt wird sein, das Vertrauen wiederzugewinnen.“
fMi: Inwieweit wird die Corona-Pandemie die Fitness- und Gesundheitsbranche in den kommenden Jahren beeinflussen? Bernd Schmid: Die Pandemie wird erheblichen Einfluss auf die Fitness- und Gesundheitsbranche haben. Die derzeit ungefähr 25 bis 30 Prozent Kündigungsrate können kaum aufgefangen werden – schon allein deswegen nicht, da wir derzeit keine neuen Mitgliedschaften schreiben können. Ich denke daher, dass wir mindestens die nächsten zwei bis drei Jahre benötigen werden, um unseren Stand vor der Pandemie wieder zu erreichen. Mit welchen wesentlichen Veränderungen werden sich die Studios nach der Wiedereröffnung dauerhaft auseinandersetzen müssen? Ein wesentlicher Punkt wird sein, das Vertrauen der Menschen wiederzugewinnen. Durch die Unsicherheit in unserem Land, die von der Politik verursacht wurde, wird es kein Selbstläufer, sofort wieder neue Mitglieder zu gewinnen. Ich denke jedoch, dass sich mit der Zeit und mit dem Gefühl für das Virus – das sicherlich nie ganz verschwinden wird – auch wieder die Verhaltensstrukturen der Menschen verändern werden, wodurch den Fitnessstudios wieder neue Mitgliedschaften zugeführt werden. Unter welchen Voraussetzungen kann der Markt von den Veränderungen profitieren? Ich denke, dass die Pandemie eine enorme Veränderung im Denken der Menschen verursacht hat. Sie werden künftig nachhaltiger leben wollen, vielleicht auch an ihrer Einstellung zum Geld verdienen etwas verändern und vielleicht nicht mehr alles dem Profit unterordnen. Die Menschen werden stattdessen mehr auf sich achten, mehr für sich tun und auch mehr für ihre Gesundheit sorgen. Von diesen Umständen wird unser Fitnessmarkt profitieren und am Ende der Pandemie auch einer der Profiteure dieser Veränderungen sein. In welchem Maß haben digitale Tools durch die Pandemie in Ihren Studios an Bedeutung gewonnen? Die digitalen Tools sind meines Erachtens nach unausweichlich. Die Digitalisierung insgesamt hat während der Pandemie an Bedeutung gewonnen, sie wird das normale Geschäft aber nicht ersetzen. Für mich sind diese digitalen Tools ein Add-on und im Umgang mit unserem Produkt ein zusätzlicher Aspekt mit neuen Anforderungen.
Bernd Schmid eröffnete seinen ersten Fitnessclub 1985, den zweiten 1987. 1988 folgte das erste Sonnenstudio. 1989 startete Bernd Schmid unter dem Namen Sun's Solarien in Freudenstadt im Schwarzwald mit Handel und Vermietung von Solarien sowie Equipment für Sonnenstudios. Das Unternehmen hat er unter dem Namen SUNS. Professional Beauty zum heute größten Händler der europäischen Besonnungsbranche entwickelt.
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Erwarten Sie in diesem Zusammenhang einen größeren Stellenwert für Outdoorangebote? Ich denke schon, dass Outdoorangebote zusätzlich eine Rolle spielen werden, sie werden aber dem klassischen Fitnessangebot nicht den Rang ablaufen. Welchen Einfluss haben die Auswirkungen der Pandemie auf Ihr Trainingsangebot und Ihre Positionierung? Ich bin der Meinung, dass die Pandemie auf die Trainingsangebote im herkömmlichen Fitnessbereich keinen großen fitness MANAGEMENT international
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Fotos: Bernd Schmid, CF Berlin GmbH
Nachdem er seine bis dahin vier Fitnessstudios bereits 1992 verkauft hatte, eröffnete Bernd Schmid im Jahr 2012 als Franchisenehmer der clever fit GmbH wieder ein Fitnessstudio. Inzwischen betreibt er 41 Studios – vor allem in Berlin und den „neuen“ Bundesländern. Seit 2014 ist der erfahrene Unternehmer im Beirat des DSSV e. V. – Arbeitgeberverband deutscher Fitnessund Gesundheits-Anlagen verantwortlich für die Fördermitglieder. www.sun-s.com
Die Kursbereiche spielen beim Angebot unserer Studios eine untergeordnete Rolle. Ich denke aber, dass viele, die den Fokus auf Groupfitness gesetzt haben, sich Gedanken machen müssen.
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Bernd Schmid: „Es wird eine große Rolle spielen, inwieweit wir für unsere Mitglieder Sicherheit gewähren können.”
Einfluss haben wird. Ich glaube, dass die Menschen durchaus einschätzen können, wie sie sicher trainieren können und wo sie vielleicht weiterhin auf Abstand Wert legen sollten. Dies können wir leisten, und wir sind in der Lage, dies auch an unsere Kunden zu kommunizieren.
Diese Maßnahmen und auch die werbliche Positionierung werden für uns Priorität haben. Mit welchen Vertragslaufzeiten haben Sie Ihre Mitgliedsverträge bisher gestaltet? Hat sich dieses System während der Lockdowns bewährt oder werden aufgrund veränderter Erwartungen der Fitnesskunden Anpassungen nötig? Die vertragliche Bindung ist derzeit in aller Munde, das heißt monatlich kündbare Verträge. Wozu dies geführt hat, können sicherlich all die berichten, die damit schon während des Lockdowns in der Umsetzung waren. Ich bin ziemlich sicher, dass diese Studios erhebliche Kündigungsquoten als Ergebnis haben. Es wurde den Mitgliedern natürlich leicht gemacht, mit der Pandemie als Grund zu kündigen. Trotzdem glaube ich, dass mit einem intelligenten Konzept auch kurze Laufzeiten angeboten werden können. Allein durch das neue Vertragsbindungsgesetz wird sich in der gesamten Branche einiges ändern. 02/21
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Haben Sie für den Restart neue Konzepte entwickelt oder Ihr Angebot erweitert, um neue Zielgruppen anzusprechen? Welche Maßnahmen haben dabei für Sie Priorität? Wie bereits erwähnt, wird es sicherlich eine große Rolle spielen, inwieweit wir für unsere Mitglieder Sicherheit gewähren können, damit sie das Vertrauen in unser Produkt zurückgewinnen.
AKTUELLES | DIE FITNESSBRANCHE NACH CORONA
David Zimmermann, DAVID Fitness & Health e. K. Wiesbaden
„Gesundheit und Qualität haben einen höheren Stellenwert!“
fMi: Inwieweit wird die Corona-Pandemie die Fitness- und Gesundheitsbranche in den kommenden Jahren beeinflussen? David Zimmermann: Ich gehe davon aus, dass die Fitnessbranche sicherlich noch nicht in diesem Jahr, aber spätestens ab Frühjahr 2022 enorme Zuwächse verzeichnen wird. Das Bewusstsein in der Bevölkerung, sich fit und gesund halten zu müssen, ist in der Zeit der Pandemie und der Zwangsschließungen von Fitnessanlagen, Sportplätzen und Schwimmbädern deutlich gestiegen. Viele sind durch Homeoffice und zunehmenden Bewegungsmangel mit ihrem körperlichen Zustand unzufrieden. Auch fehlt vielen der soziale Kontakt und die Motivation in der Gruppe. Ein Online-Training im Wohnzimmer ist ja eine Zeit lang ganz okay, aber auf Dauer fehlt hier die Motivation und der Trainer, der Ansporn und Anleitung in der Übungsausführung und damit ein Stück Sicherheit gibt. Mit welchen wesentlichen Veränderungen werden sich die Studios nach der Wiedereröffnung dauerhaft auseinandersetzen müssen? Meiner Meinung nach werden die Kunden zukünftig stärker auf ausreichende Hygienemaßnahmen in den Fitnessanlagen Wert legen. Es wird auch mehr darauf geachtet werden, wie flexibel die Mitgliedsverträge sind, weil die Kunden schnell und unkompliziert aus dem Vertrag herauskommen möchten, wenn es zukünftig wieder zu Zwangsschließungen bzw. Nutzungseinschränkungen kommen sollte. Obwohl in vielen Anlagen mehr investiert wurde als gefordertund mit hohem Aufwand Hygienemaßnahmen wie Plexiglasabtrennungen, Geräteabstand und Desinfektionsmittelstationen bis hin zu Luftdesinfektionsanlagen umgesetzt wurden, mussten trotzdem alle Fitnessanlagen pauschal schließen – und das ohne Berücksichtigung der tatsächlichen Infektionszahlen in den Fitnessstudios. Damit hatte wohl niemand rechnen können und das wird sich zukünftig auf die Vertragsgestaltungen auswirken.
David Zimmermann
Seit 1997 betreibt er in Wiesbaden ein Fitnessstudio, das er 2005 zu einer Multifunktionsanlage auf 3.000 Quadratmeter erweiterte. 2019 eröffnete David Zimmermann seinen zweiten Standort in Wiesbaden mit dem Schwerpunkt „Funktionales Training“, die Fitness HALLE 46. Eine weitere Anlage befindet sich in Planung. www.davidfitness.de; www.fitness-halle46.de
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Die Pandemie hat den gesundheitlichen und insbesondere auch den sozialen Wert des Fitnesstrainings wieder viel stärker in das Bewusstsein großer Teile der Bevölkerung gerückt, als dies vor der Pandemie der Fall war. Daher gehe ich davon aus, dass viele Kunden ihre Kaufentscheidung künftig nicht mehr nur nach dem billigsten Preis treffen werden, sondern auch nach der Qualität und Sicherheit, die sie für ihre Beitragszahlungen erhalten. fitness MANAGEMENT international
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Fotos: Frank Ufer | DAVID Fitness & Health e. K.
Jahrgang 1964, ist Inhaber der DAVID Fitness & Health e. K. Nach dem Abitur war er bis 1995 Berufsoffizier der Bundeswehr und schloss sein Studium an der Universität der Bundeswehr in München als Diplom-Berufs- und Wirtschaftspädagoge ab. Nach Beendigung des aktiven Dienstes absolvierte er eine Ausbildung zum „Lehrer für Fitness, Gesundheit und Sportrehabilitation“ an der BSA-Akademie sowie eine Ausbildung zum Betriebsleiter für Fitnessanlagen mit Prüfung durch die IHK Saarland und Abschluss als „Fitnessfachwirt IHK“.
Unter welchen Voraussetzungen kann der Markt von den Veränderungen profitieren? Ich erwarte, dass zukünftig die qualitativ hochwertigen Fitnessangebote am Markt stärker wachsen werden, als es in den letzten zehn Jahren der Fall war. In dieser Zeit ist das Marktsegment der Discountstudios mit immer geringeren Monatsbeiträgen das am stärksten wachsende Marktsegment gewesen. Der Kampf um den billigsten Preis dominierte den Markt bis hin zu Monatsbeiträgen von einem Euro für die ersten sechs Monate. Die Durchschnittsbeiträge in unserer Branche haben sich durch diesen Preiskampf permanent nach unten entwickelt und der Kunde ist dieser Preisspirale dankbar gefolgt.
In welchem Maß haben digitale Tools durch die Pandemie in Ihren Studios an Bedeutung gewonnen? Das Angebot für digitale Kurse, Beratung und Trainingsangebote ist durch die Schließung der Fitnessanlagen enorm gewachsen, da es ja auch keine Alternative gab. Das wird sich natürlich wieder etwas regulieren, wenn die Pandemie durch die Impfung der Bevölkerung überwunden ist und die Fitnessanlagen wieder dauerhaft öffnen dürfen. Es bleibt aber auch in Zukunft eine große Nachfrage nach digitalen Angeboten bestehen und diese wird angefeuert von der Trainingsvielfalt der wieder geöffneten Fitnessanlagen. Digitale Optionen werden sich in Zukunft optimal mit den Angeboten in den Fitnessanlagen ergänzen, weil diese soziale Kontakte und die persönliche Trainerbetreuung ermöglichen. Diese Konstellation wird dem gesamten Fitnessmarkt zu neuen Höchstständen verhelfen. Vermutlich werden die Kursbereiche noch für längere Zeit besonderen Regeln zum Infektionsschutz unterliegen. Welche Lösungen haben Sie für Ihr Groupfitnessangebot entwickelt? Wir haben in allen Kursräumen Quadrate auf den Boden geklebt, die dem Kunden seinen eigenen sicheren Bewegungsbereich garantieren. Überfüllte Kursräume gehören der Vergangenheit an. Dieses Gefühl der Sicherheit hat auch nach dem ersten Lockdown, dessen Lockerung ja mit begrenzten Zutrittszahlen einherging, in unseren Anlagen dazu geführt, dass die Kurse wider Erwarten sehr gut besucht waren. Außerdem haben wir in allen Kursräumen Luftfilteranlagen installiert, die Aerosole aus der Luft rausfiltern und mittels Plasmatechnologie Viren und Bakterien abtöten. Das hilft uns auch in Zukunft, bei Grippewellen unsere Gäste vor Infektionen zu schützen. Zusätzlich wurden in allen Trainingsräumen verstärkt Desinfektionsmittelspender mit Hygienepapierspendern aufgestellt, sodass der Kunde überall seinem Bedürfnis nach Hygiene und Schutz gerecht werden konnte. Erwarten Sie in diesem Zusammenhang einen größeren Stellenwert für Outdoorangebote? Outdoorfitnessangebote werden weiterhin einen wachsenden Anteil an der gesamten Branche haben und das Indoorangebot sinnvoll ergänzen. Ein überproportionales Wachstum erwarte ich hier nicht. Welchen Einfluss haben die Auswirkungen der Pandemie auf Ihr Trainingsangebot und Ihre Positionierung? Gesundheit und Qualität haben plötzlich einen höheren Stellenwert. Es wird mehr Kunden geben, die bereit sind, für eine saubere und hygienische Fitnessanlage etwas mehr zu bezahlen, da sich das Hygieneverhalten der Bürger über viele Monate hinweg durch die Pandemie eingeschliffen hat. Das von vielen Kunden neu entdeckte Grundbedürfnis nach Qualität, Hygiene und Betreuung wird zu einer stärkeren Nachfrage in Qualitätsstudios führen, die aufgrund des höheren Personaleinsatzes diesem Bedürfnis stärker gerecht werden können, als dies bei Discountstudios der Fall ist. Daher werden wir in unseren Fitnessanlagen auch nach der Pandemie weiterhin auf hohe Qualität der Trainingsbetreuung, der Hygienestandards sowie der Sauberkeit der Anlagen setzen. 02/21
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David Zimmermann: „Das neu entdeckte Grundbedürfnis nach Qualität, Hygiene und Betreuung wird zu einer stärkeren Nachfrage in Qualitätsstudios führen.”
Haben Sie für den Restart neue Konzepte entwickelt oder Ihr Angebot erweitert, um neue Zielgruppen anzusprechen? Welche Maßnahmen haben dabei für Sie Priorität? Natürlich haben auch wir unsere digitalen Angebote weiter ausgebaut und verknüpfen unser Fitnessangebot in den Anlagen mit Online-Kursen und -Beratungen. Zielgruppenspezifische Lösungen können so viel besser im Markt positioniert werden, als das bisher über Marketingaktionen im Printbereich, Aushänge in den Anlagen und E-Mail-Newsletter möglich war. Diesen Service nach der Pandemie weiter auszubauen, hat für uns eine hohe Priorität. Mit welchen Vertragslaufzeiten haben Sie Ihre Mitgliedsverträge bisher gestaltet? Hat sich dieses System während der Lockdowns bewährt oder werden aufgrund veränderter Erwartungen der Fitnesskunden Anpassungen nötig? Natürlich werden auch wir unsere Mitgliedsverträge an das neue „Gesetz für faire Verbraucherverträge“ anpassen. Hier hat unser Verband, der DSSV, aber einen sehr guten Job gemacht, indem er darauf gedrungen hat, dass Laufzeiten bis zu 24 Monate bestehen bleiben können. Nach dem ursprünglichen Gesetzesentwurf sollte ja die Laufzeit auf zwölf Monate begrenzt werden. Die Kunden möchten am liebsten gar keine Vertragsbindung, das verstehe ich sogar. Allerdings können wir dann für unsere Fitnessanlagen keine finanzielle Planungssicherheit erreichen. Unsere Branche braucht langfristige Mitgliedschaften, um zukunftsfähig zu sein. Wir tätigen ja selbst regelmäßig hohe Investitionen in neue Fitnessgeräte, Renovierungsarbeiten etc. und müssen dafür langfristige Leasingverträge, Bankdarlehen und Mietverträge abschließen. Der Preiskampf um immer billigere Mitgliedschaften mit immer kürzeren Laufzeiten muss von uns endlich beendet werden! Dies liegt im Interesse aller Fitnessanlagen in Deutschland und auf längere Sicht auch im Interesse der Kunden, die ein gewisses Maß an Qualität und Sicherheit von uns erwarten.
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AKTUELLES | DIE FITNESSBRANCHE NACH CORONA
Dr. Ralf Kriegel, Geschäftsführer bei ELEMENTS Fitness und Wellness
„Gesundheit und Sicherheit haben oberste Priorität“
fMi: Inwieweit wird die Corona-Pandemie die Fitness- und Gesundheitsbranche in den kommenden Jahren beeinflussen? Dr. Ralf Kriegel: Das Bewusstsein für die positiven Effekte von sportlichem Training in Kombination mit einer ausgewogenen Ernährung zur Förderung der Gesundheit wird wachsen. In diesem Zusammenhang kommt der Stärkung des Immunsystems durch Sport eine bedeutende Rolle zu. Qualitativ hochwertige Fitnessanbieter haben sich nicht nur dem Lifestyle verschrieben, sondern sind durch ihre Angebote ein wesentlicher Bestandteil des Gesundheitssystems. Derzeit wird der positive Beitrag der Fitnessbranche – ob präventiv oder rehabilitativ – meines Erachtens aber leider völlig unterschätzt. Ich würde mir vonseiten der politischen Entscheidungsträger wünschen, dass Fitnessanbieter künftig als Bestandteil des Gesundheitssektors anerkannt werden. Die fortschreitende Digitalisierung prägt natürlich auch die Fitnessbranche. Neuartige Konzepte, die zeit- und ortsunabhängiges Training – sogenanntes Hybrid-Training – ermöglichen, werden in den kommenden Jahren noch wichtiger. Auch das Trainerprofil ist im Wandel. Die Trainer sind als Experten und Coaches Ansprechpartner für alle Fragen rund um Gesundheit, Bewegung, Ernährung, Lebensstil und Resilienz. Mit welchen wesentlichen Veränderungen werden sich die Studios nach der Wiedereröffnung dauerhaft auseinandersetzen müssen? Solange Corona unseren Alltag beherrscht, ist die konsequente Einhaltung der Hygiene- und Abstandsregeln in den Studios unumgänglich. Mit Desinfektionsmöglichkeiten und besonderen Schutzmaßnahmen tragen wir in den ELEMENTS Studios dazu bei, das Infektionsrisiko für unsere Mitglieder und Mitarbeiter so gering wie möglich zu halten. Auch die Nachverfolgbarkeit von Kontaktpersonen ist wichtig, um mögliche Infektionsketten unterbrechen zu können. Eine weitere Maßnahme, auf die wir schon nach dem ersten Lockdown gesetzt haben, besteht in einer Begrenzung der Anzahl von Studiogästen. So stellen wir den Mitgliedern ausreichend Raum zur Verfügung, um die Abstände einhalten zu können.
Dr. Ralf Kriegel ist seit 2015 Mitglied der Geschäftsführung bei ELEMENTS Fitness und Wellness, einer Marke der ACISO Fitness & Health GmbH. Er verantwortet in dieser Funktion sämtliche Prozesse und Themen aller sieben ELEMENTS Studios.
Unter welchen Voraussetzungen kann der Markt von den Veränderungen profitieren? Der Branche muss es gelingen, das Bewusstsein für die positiven Effekte von Fitness und gesundheitsorientierten Bewegungsprogrammen zu stärken und entsprechende Angebote bereitzustellen. Man darf dabei nicht außer Acht lassen, dass regelmäßige Bewegung nicht nur das körperliche, sondern auch das psy-
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Fotos: ELEMENTS Fitness und Wellness
Der promovierte Sportwissenschaftler war neben seiner Tätigkeit in der Fitnessbranche zusätzlich als Dozent an der Hochschule für angewandtes Management in Erding tätig und gab sein Wissen und seine Erfahrung an die kommende Generation von Sportmanagern weiter. Privat trainiert der Vater eines ebenfalls sportbegeisterten Sohnes leidenschaftlich gern und besucht die Studios auch regelmäßig nach Feierabend für sein Workout. Außerdem interessiert er sich für Politik und fährt mit Begeisterung Motorrad. www.elements.com; www.aciso.com
Gleichzeitig setzen wir auf die Kombination aus Studio- und Online-Training. Mitglieder, die zu Hause flexibel und individuell trainieren möchten, können unser kostenloses Online-Kursprogramm ELEMENTS@home mit professionellen Trainingsvideos und täglich neuen Live-Online-Kurse nutzen. Die Möglichkeit von Trainingsvideos on demand bieten wir unseren Mitgliedern übrigens schon seit einigen Jahren – also schon lange vor der Pandemie – als kostenlosen Service zur Mitgliedschaft an.
chische und soziale Wohlbefinden positiv beeinflusst. Die Digitalisierung bietet den Studios eine große Chance, ergänzend zum Studiotraining Online-Fitnessangebote zu schaffen und so zielgerichtet auf die aktuellen Gegebenheiten zu reagieren. In welchem Maß haben digitale Tools durch die Pandemie in Ihren Studios an Bedeutung gewonnen? Digitale Tools haben bei ELEMENTS noch stärker an Bedeutung gewonnen. Bereits als das Thema Lockdown zum ersten Mal aufkam, hat unser Team damit begonnen, neue Konzepte zu entwickeln und umzusetzen. Das Online-Kursprogramm, auf das unsere Mitglieder schon seit 2016 kostenlos zugreifen können, haben wir weiter ausgebaut und um Live-Online-Kurse mit unseren Trainern ergänzt. Auch Fitness- und Kochkurse sowie Workshops zu verschiedenen Gesundheitsthemen stehen unseren Mitgliedern seither auf digitalem Weg zur Verfügung. Für unsere Online-Kanäle – ob Website, Newsletter, Facebook oder Instagram – erarbeiten wir laufend neuen Content. Wir sehen darin eine tolle Möglichkeit, um mit unseren Mitgliedern in Verbindung zu bleiben, auch wenn diese nicht ins Studio kommen können – aufgrund der aktuellen Situation, aber auch aus beruflichen oder anderen Gründen. Vermutlich werden die Kursbereiche noch für längere Zeit besonderen Regeln zum Infektionsschutz unterliegen. Welche Lösungen haben Sie für Ihr Groupfitnessangebot entwickelt? Wir haben unsere Kursräume in Parzellen unterteilt, sodass alle Kursteilnehmer die Abstandsregeln noch besser einhalten können. In den Kursräumen ist, wie im gesamten Studio, eine optimale Luftzirkulation gewährleistet. Außerdem werden das Equipment und der Boden nach jedem Kurs desinfiziert. Unsere Trainer sind explizit geschult, um alle Hygiene- und Abstandsregeln genau einzuhalten und die Mitglieder gegebenenfalls an die Einhaltung zu erinnern. Erwarten Sie in diesem Zusammenhang einen größeren Stellenwert für Outdoorangebote? ELEMENTS bietet schon sehr lange Outdoorkurse im Sommer an – von Bootcamps über Lauftreffs bis hin zu Outdoor-Yoga. Diese werden auch weiterhin Bestandteil unseres Angebots sein. Outdoorsport und die Mitgliedschaft in einem Fitnessstudio schließen sich keinesfalls aus, sondern ergänzen einander vielmehr. Wer zum Beispiel das Lauftraining draußen absolviert, kann und sollte im Studio den Schwerpunkt auf muskuläres Training des gesamten Körpers legen. Auch Übungen zur Verbesserung der Beweglichkeit, spezielles Faszientraining und koordinatives Training sind eine optimale Ergänzung zur Laufeinheit im Freien. Unsere Trainer gehen auf die persönlichen Bedürfnisse der Mitglieder ein und entwickeln so einen maßgeschneiderten Trainingsplan. Welchen Einfluss haben die Auswirkungen der Pandemie auf Ihr Trainingsangebot und Ihre Positionierung? Wie bereits erwähnt, haben wir unser Online-Angebot erheblich ausgebaut und das werden wir auch nach der Wiedereröffnung beibehalten. Generell hat die Pandemie gezeigt, dass ein hohes Maß an Flexibilität in der Planung und im Ablauf notwendig ist. 02/21
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Dr. Ralf Kriegel: „Ich wünsche mir, dass Fitnessanbieter als Bestandteil des Gesundheitssektors anerkannt werden.“
Wir haben ein Spitzenteam und sind stolz darauf, auf Veränderungen und neue Verordnungen schnell reagieren zu können. Wichtig ist, den Mitgliedern klar zu vermitteln, dass wir alles dafür tun, ein sicheres Studiotraining zu ermöglichen und so eventuellen Bedenken entgegenwirken können. Haben Sie für den Restart neue Konzepte entwickelt oder Ihr Angebot erweitert, um neue Zielgruppen anzusprechen? Welche Maßnahmen haben dabei für Sie Priorität? Wir haben eine Wiedereröffnungskampagne entwickelt und arbeiten an neuen Online-Angeboten rund um die Themen Bewegung und Ernährung, die den Ein- bzw. Wiedereinstieg unserer Mitglieder wie auch neuer Mitglieder unterstützen sollen. Uns liegt viel daran, dass unsere Mitglieder mit einem guten Gefühl in unseren Studios trainieren und ihre Zeit bei uns genießen können. Die Gesundheit sowie Sicherheit unserer Mitglieder und Mitarbeiter hat stets oberste Priorität. Mit größter Sorgfalt achten wir darauf, alle Auflagen einzuhalten und darüber hinaus weitere Maßnahmen umzusetzen, um ein sicheres Training in unseren Studios zu gewährleisten. Zum Beispiel haben wir neue Desinfektionsgeräte angeschafft, mit denen das Servicepersonal eine Art „Desinfektionsnebel“ generiert, durch den der gesamte Trainingsbereich mehrmals am Tag großflächig desinfiziert wird. Mit welchen Vertragslaufzeiten haben Sie Ihre Mitgliedsverträge bisher gestaltet? Hat sich dieses System während der Lockdowns bewährt oder werden aufgrund veränderter Erwartungen der Fitnesskunden Anpassungen nötig? Unabhängig von der Pandemie haben wir unsere Vertragslaufzeiten angepasst, indem wir seit Kurzem Mitgliedschaften von 1, 7, 14 und 24 Monaten anbieten. Die Mitglieder haben mit den kurzen Laufzeiten die Möglichkeit hoher Flexibilität. Je länger die Laufzeit gewählt wird, desto günstiger wird der Beitrag. Ganz neu ist die Mitgliedschaft für unser Online-Angebot ELEMENTS@home, das nun auch Nichtmitgliedern für einen geringen Beitrag zur Gänze zur Verfügung steht. Neben Live-Kursen mit den ELEMENTS Trainern profitieren die Teilnehmer von über 1.000 professionell produzierten Online-Kursen, die überall und zu jeder Zeit abgerufen werden können. Außerdem erhält man Zugang zu zahlreichen Vergünstigungen und exklusiven Vorteilen bei den ELEMENTS Partnern. Wer sich später für eine Studiomitgliedschaft entscheidet, erhält die Kosten für die Online-Mitgliedschaft als Gutschrift auf seinem Beitragskonto zurück.
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AKTUELLES | DIE FITNESSBRANCHE NACH CORONA
Einschätzung aus der Wirtschaftsforschung
„Langfristig gibt es für die Branche insgesamt große Wachstumschancen.“ Die Lage vieler Fitness- und Gesundheitsanlagen in Deutschland ist im ersten Quartal des Jahres 2021 kritisch. Nach einem Jahr mit Umsatzrückgängen und verspäteten staatlichen Hilfen fiel die zweite pandemiebedingte Schließung auf die Monate, die für die Neukundengewinnung am wichtigsten sind. Aber: Das Gesundheitsbewusstsein der Menschen hat sich verändert. Sie vermissen das Training und die Gemeinschaft in ihrem Studio und der gesellschaftliche Stellenwert von Kraft- und Cardiotraining ist inzwischen sehr viel höher als vor Corona. Wie stehen die Chancen der Fitness- und Gesundheitsbranche für die Zeit nach der Pandemie wirklich? fMi hat den Wirtschaftsforscher Prof. Dr. Axel Plünnecke vom Institut der deutschen Wirtschaft (IW) nach seiner Einschätzung gefragt. fMi: Welche Veränderungen sehen Sie aufgrund der Pandemie im Rahmen der Gesundheitswirtschaft sowie der Prävention? Prof. Dr. Axel Plünnecke: Zur Eindämmung der Pandemie wurden viele wichtige Einrichtungen geschlossen, dazu gehören die Fitness- und Gesundheitsstudios. Zugleich nahmen durch Homeoffice und Homeschooling die Bewegungsaktivitäten stark ab. Der Mangel an Bewegung sowie die Stresssituation durch die Pandemie und die Maßnahmen zu ihrer Eindämmung belasten die physische und psychische Gesundheit der Menschen. Zugleich wurden viele wichtige Maßnahmen zur Prävention unterbrochen, da die Gesundheitswirtschaft nicht präventiv tätig sein konnte. Damit ist ein gewaltiger Stau an notwendigen präventiven Maßnahmen entstanden, der auf Dauer zu sehr hohen Gesundheitseinbußen führen dürfte.
Prof. Dr. Axel Plünnecke (Jahrgang 1971) hat Volkswirtschaftslehre in Göttingen studiert und an der Technischen Universität in Braunschweig promoviert. Seit 2003 ist er am Institut der deutschen Wirtschaft in Köln tätig und leitet dort das Kompetenzfeld Bildung, Zuwanderung und Innovation. Darüber hinaus ist Prof. Dr. Plünnecke stellvertretender Fachbereichsleiter Ökonomie an der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement (DHfPG).
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Die Corona-Krise bewirkt volkswirtschaftlich daher nicht nur kurzfristig hohe Kosten, sie belastet langfristig durch Schulfitness MANAGEMENT international
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Foto: Uta Wagner | Institut der deutschen Wirtschaft
Prof. Dr. Axel Plünnecke, Institut der deutschen Wirtschaft
Der Faktor Mensch ist für die deutsche Dienstleistungswirtschaft von hohem Stellenwert. Was bedeutet es für die Wirtschaft, wenn die Bevölkerung sich nicht mehr sportlich betätigen kann, z. B. in Fitness- und Gesundheitsanlagen? Langfristig ist mit erheblichen Kosten für die Wirtschaft zu rechnen. Durch die Dienstleistungen der Fitness- und Gesundheitsanlagen wird die physische und psychische Gesundheit der Bevölkerung gestärkt. Empirische Untersuchungen zeigen, dass sportlich aktive Menschen – auch bei gleichem Bildungsstand und sonst identischen Merkmalen – eine höhere Produktivität aufweisen und zu einem höheren Anteil erwerbstätig sind. Gerade Ältere stehen dem Arbeitsmarkt damit länger hochproduktiv zur Verfügung und können ihre wertvollen Erfahrungen einbringen.
schließungen die Kompetenzen der aktuellen Schülergeneration, also der künftigen Fachkräfte. Die Schließung der Sporteinrichtungen und Fitnessanlagen senkt durch fehlende präventive Impulse die Beschäftigungsfähigkeit eines Teils der aktuell schon erwerbstätigen Generationen. Daher müssen sowohl für Schulen als auch für Sport- und Fitnessangebote Maßnahmen entwickelt werden, um diese Herausforderungen langfristig zu meistern. Welche unternehmerischen Chancen und Herausforderungen gehen für die Fitness- und Gesundheitsbranche insgesamt sowie für die einzelnen Unternehmen damit einher? Welche Aufgabe sollte das deutsche Gesundheitssystem oder die Politik dabei spielen? Der große Bewegungsstau sowie der Mangel an präventiven Angeboten im Lockdown führen zu einem großen Bedarf an Dienstleistungen der Fitness- und Gesundheitsbranche. Die Politik sollte erkennen, zu welchen enormen langfristigen Kosten Schulschließungen und Schließungen in der Fitnessund Gesundheitsbranche führen. Sie sollte daher in beiden Bereichen massiv investieren, um die dauerhaft negativen Effekte auf das Arbeitsangebot vor dem Hintergrund des demografischen Wandels zu reduzieren. Krankenkassen und Unternehmen werden langfristig vom Bewegungsmangel der Mitglieder bzw. Mitarbeiter auch betroffen sein und haben Anreize, in Prävention und mehr Betriebliches Gesundheitsmanagement zu investieren. Die Branche kann gezielte Angebote für diesen Bedarf entwickeln. Sehen Sie im gestiegenen Gesundheitsbewusstsein der Deutschen eine Chance für ein weiteres Wachstum der Mitgliederzahlen in den Fitness- und Gesundheitsanlagen? Dieser Trend hilft in jedem Fall. Bildung und Gesundheit haben in den letzten Jahren gesellschaftlich an Bedeutung gewonnen. Empirisch zeigt sich, dass Bildung und sportliche Aktivität die Einkommens- und Karrierechancen sowie auch das Lebensgefühl positiv beeinflussen. In den letzten 20 Jahren hat sich im Zuge dieses Trends die Akademikerquote in Deutschland verdoppelt.
Auch beim Anteil der Mitglieder in Fitness- und Gesundheitsanlagen an der Bevölkerung ist weiteres Wachstum zu erwarten. Dazu zeigt die Forschung zu Altersbildern, dass ein Wandel in Richtung mehr Aktivität in den letzten Jahren stattgefunden hat. Auch hier bestehen weitere Wachstumschancen. Wie wird sich der Fitness- und Gesundheitssektor nach der Krise weiterentwickeln? Im Moment ist die Frage hochrelevant, welche dauerhaften Effekte durch die Corona-Krise zu erwarten sind. Verändert der während der Pandemie zu beobachtende Digitalisierungsschub die künftige Wirtschaftsstruktur? Werden zum Beispiel weniger Dienstreisen und Tagungen in Hotels durchgeführt, da man sich zu größeren Anteilen in Videokonferenzen austauscht? Verändern Streaminggewohnheiten die Nachfrage nach Filmen in Kinos? Was wird aus dem Einzelhandel in den Innenstädten, wenn Kunden positive Erfahrungen mit dem Online-Handel gemacht haben? Gab es also in der Krise Substitute, die nach der Krise Risiken für das Geschäft bedeuten? In der Gesundheitsbranche ist sicher der persönliche Kontakt zum Dienstleister besonders wichtig und in gleicher Qualität nicht so leicht zu substituieren. Dazu besteht, wie beschrieben, ein gewaltiger Bewegungs- und Präventionsstau. Es wird durch die Krise im Markt kurzfristig harten Überlebensdruck für die einzelnen Unternehmen geben. Langfristig bedeutet der steigende Stellenwert der Gesundheit für die Branche insgesamt aber große Wachstumschancen. Wie wichtig ist aus Ihrer Sicht die gesundheitsrelevante Rolle der Studios im Rahmen der Prävention? Die Studios spielen eine wichtige Rolle. In den Schulen sollte man zunächst Vergleichsarbeiten durchführen, um dann zusätzlich zielgenau zu fördern. Analog können die Studios durch eine Neuaufnahme der Anamnese die Effekte des Lockdowns auf die Gesundheitsdaten jedes einzelnen Mitglieds ermitteln und dann gezielte Maßnahmen zur Stärkung bzw. Wiederherstellung des Gesundheitsstatus entwickeln.
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AKTUELLES | AUFSTIEGSKONGRESS | ANZEIGE
Fotos: DHfPG/BSA
Aufstiegskongress 2021
Seien Sie dabei! In diesem Jahr wird der Aufstiegskongress am 8. und 9. Oktober voraussichtlich wieder im m:con Congress Center Rosengarten in Mannheim stattfinden können. Ein Schritt in Richtung Normalität, nachdem in 2020 die Corona-Krise vieles verändert hat und auch der Kongress erstmals als „Aufstiegskongress ONLINE ONLY“ durchgeführt wurde.
D
er Aufstiegskongress hat sich in den vergangenen Jahren als der Fachkongress für aktive Gesundheitsgestalter etabliert. Auch während der Corona-Krise fand er als eines der wichtigsten Branchenevents großen Zuspruch, obwohl eine Vor-Ort-Veranstaltung unmöglich war und er erstmals digital und kostenfrei als „Aufstiegskongress ONLINE ONLY“ angeboten wurde. In diesem Jahr wird der Aufstiegskongress aber voraussichtlich wieder im m:con Congress Center Rosengarten in Mannheim stattfinden können.
Sicherheit der Besucher steht an erster Stelle Höchste Hygiene- und Sicherheitsstandards sind essenziell. Die vergangenen Monate haben gezeigt, wie wichtig es ist, Konzepte zu entwickeln, die einer Infektion mit dem Coronavirus vorbeugen. Denn an erster Stelle steht immer die Sicherheit der Besucher. Aus diesem Grund befinden sich die Veranstalter des Aufstiegskongresses – die Deutsche Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement (DHfPG), die BSA-Akademie und die BSA-Zert – in enger Abstimmung mit den Verantwortlichen des m:con Congress Center Rosengarten, um ein Veranstaltungskonzept zu entwickeln, das höchsten Hygienestandards gerecht wird und das geltenden Richtlinien entspricht.
Erstmals sowohl vor Ort als auch digital In diesem Jahr setzen die Veranstalter auf die Kombination aus Vor-Ort-Veranstaltung und digitaler Verfügbarkeit der Inhalte. Dadurch soll jedem ein Besuch des Aufstiegskongres-
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ses ermöglicht werden. Interessierte können frei entscheiden, ob sie sich die Vorträge der Referenten vor Ort im m:con Congress Center Rosengarten anschauen, diese von zu Hause aus digital abrufen oder beide Varianten miteinander kombinieren.
Inhalte wie gewohnt auf höchstem Niveau Erstklassige Referenten werden in interessanten Vorträgen aktuelle Themen der Fitness- und Gesundheitsbranche behandeln. Durch den großen Praxisbezug der Vortragsinhalte können diese direkt in die alltägliche Arbeit integriert werden und sie positiv beeinflussen. Denn die Auswirkungen der Corona-Krise, die die Branche verändert haben und noch lange begleiten werden, machen neuen Input wichtiger denn je.
Save the date Der Aufstiegskongress ist eines der Branchenhighlights des Jahres. Nutzen Sie Ihre Chance und informieren Sie sich, Ihre Mitarbeiter und Kunden online oder vor Ort am 8. und 9. Oktober 2021 in spannenden Vorträgen renommierter Referenten über die neuesten Erkenntnisse und aktuellen Ergebnisse der Fitness- und Gesundheitsbranche.
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AKTUELLES | ZERTIFIZIERUNG
Foto: Giray/MedAix Simmerath
MedAix lässt Trainingszentren zertifizieren
Nach „ZertFit“ folgt Hygienezertifizierung Text: Ronja Reuber
Qualitativ hochwertiges und gesundheitsorientiertes Training steht bei MedAix im Vordergrund. Daher hat sich Gökhan Giray, Geschäftsführer der MedAix-Standorte in der Eifel, mit seinen Kollegen der Standorte Aachen, Düren und Mönchengladbach entschlossen, alle Trainingszentren neutral zertifizieren zu lassen. Nach erfolgreicher Zertifizierung nach der DIN EN 17229 und der DIN-Norm 33961 folgt nun auch die neue Hygienezertifizierung der unabhängigen Zertifizierungsstelle BSA-Zert für alle Trainings- und Rückenzentren.
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as Angebot von MedAix zeichnet sich durch die Verbindung von Physiotherapie, Rehasport mit angeschlossenem Trainingszentrum aus. „Wir sind kein klassisches Fitnessstudio. Der Gesundheitssport steht bei uns im Fokus“, so Görkhan Giray.
Qualität durch „ZertFit“ nochmals gesteigert „Die Checkliste der BSA-Zert zum Zertifizierungsverfahren führt alle wichtigen Dokumente auf und zeigt, dass man immer noch etwas verbessern kann“, resümiert Gökhan Giray den Einstieg in die Zertifizierung. Der Geschäftsführer der MedAix-Standorte in der Eifel findet es gerade heutzutage sinnvoll, einen gewissen Standard einzuführen und diesen dann natürlich auch einzuhalten. So könne man sich auch von den Mitbewerbern abheben. „Durch das Zertifikat wird nach außen kommuniziert, dass auf Qualität geachtet wird. Dies ist nicht nur für die Kooperationspartner und Kunden wichtig, sondern auch für die eigenen Mitarbeiter.“
Zusammenarbeit seit mehr als 15 Jahren „Dass wir uns für die BSA-Zert entschieden haben, hängt natürlich auch damit zusammen, dass wir seit über 15 Jahren mit der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement (DHfPG) und der BSA-Akademie zusammenarbeiten.“ Gökhan Giray bildet beispielsweise in seinen Trainings- und Rückenzentren Studierende im dualen Studiengang B. A. Gesundheitsmanagement an der DHfPG aus.
hat immer einen festen Ansprechpartner, an den man sich wenden kann.“
Mit Hygienesiegel Vorreiter in der Region „Die Corona-Pandemie hat auch dazu geführt, dass jeder verstärkt auf Hygiene achtet. Natürlich haben wir unsere Trainings- und Rückenzentren bereits vor der Corona-Pandemie schon immer hygienisch gereinigt und unsere Hygienekonzepte großgeschrieben. Aufgrund der aktuellen Situation wird den Kunden mit der neuen Hygienezertifizierung der BSA-Zert trotzdem ein zusätzliches Stück Sicherheit vermittelt.“ Eine eigene Hygienenorm* wurde definiert, um in Dienstleistungsunternehmen die Schaffung und Einhaltung von hygienisch einwandfreien Bedingungen sicherzustellen. Voraussetzung für die Zertifizierung ist u. a. das Zertifikat „Hygienebeauftragte/r (BSA)“, das durch den erfolgreichen Abschluss der gleichnamigen Online-Qualifikation der BSA-Akademie erlangt werden kann. Gökhan Giray sieht hierin einen besonderen Vorteil: „Dass die Qualifikation digital durchgeführt werden kann, ist super.“ Das MedAix-Trainingszentrum in Simmerath hat die Hygienezertifizierung bereits erfolgreich abgeschlossen – fünf weitere Trainingszentren folgen noch. „Wir sind stolz darauf, in der Eifel Vorreiter zu sein und für die gesamte Region Gesundheit und Bewegung anbieten zu können.“ Zum ganzen Erfahrungsbericht: www.bsa-zert.de/medaix
„Auch die Zertifizierung lief so unkompliziert ab, wie wir es bereits von der DHfPG und der BSA-Akademie kennen. Man
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* Gesetzliche Forderungen müssen unabhängig von dieser Hygienenorm erfüllt werden. fitness MANAGEMENT international
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MIT DEM HYGIENESIEGEL ZEICHEN SETZEN
BSA-Zert bsa-zert.de/hygiene
Zertifizierungsstelle der BSA-Akademie
DSSV | ECKDATEN
Eckdaten der deutschen Fitness-Wirtschaft 2021
Auswirkungen der Krise auf die Fitness- und Gesundheitsbranche Text: Florian Kündgen
Die Corona-Krise und die damit einhergehende, von der Politik bestimmte Stilllegung zahlreicher Lebensbereiche trifft Unternehmen vieler Branchen schwer. Auch die Fitnessund Gesundheitsbranche ist von der Krise betroffen – Fitness- und Gesundheits-Anlagen mussten in 2020 für mehrere Monate schließen. Die Folgen dieser behördlich angeordneten Schließungen sind derzeit noch nicht vollständig absehbar. Ein Vergleich der Zahlen der aktuellen Eckdaten-Studie zum Stichtag 31. Dezember 2020 mit den Zahlen des Vorjahres lässt jedoch erste Auswirkungen erkennen.
18,7
19,3
12,3
12,9
20,2
13,4
© DSSV
Entwicklung Penetrationsrate Fitnessmarkt 2016 – 2020 (in %)
21,3 18,8
14,0
12,4
G
emeinsam mit Deloitte und der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement (DHfPG) haben wir als Arbeitgeberverband deutscher Fitness- und Gesundheits-Anlagen (DSSV e. V.) diese wissenschaftliche Studie erstellt. Der Fitness- und Gesundheitsbranche liegt damit eine verlässliche Quelle aussagekräftiger Kennzahlen vor. Die „Eckdaten der deutschen Fitness-Wirtschaft 2021“ sind eine repräsentative „Visitenkarte“ der Branche, ein Ausdruck der Wirtschaftskraft und ein Bekenntnis zur Transparenz. Nicht zuletzt ist diese Studie eine fundierte Grundlage für den Austausch mit allen an unserer Branche Interessierten – darunter Banken, Versicherungen und Partner aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft sowie Bildung, Forschung und Medien.
2016
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Gesamtbevölkerung in Deutschland
2018
2020
Bevölkerung 15- bis 65-Jährige in Deutschland
Quelle: Statistisches Bundesamt Wiesbaden, 2020
40
2019
fitness MANAGEMENT international
02/21
Foto: siraphol – stock.adobe.com
Reaktionsquote erleidet einen „Knick“ Prävention, Fitness und Gesundheit – drei Determinanten, deren Relevanz und Akzeptanz in der breiten Öffentlichkeit, auch zunehmend durch die langanhaltende Pandemie, immer größer werden. Die aktuell ermittelte Reaktionsquote unterstreicht dies mit einem Wert von 12,4 Prozent (-1,6 Prozentpunkte): Rund jeder achte Bundesbürger ist weiterhin Mitglied
DIE FITNESSSACHVERSTÄNDIGEN Die vollständigen „Eckdaten der deutschen Fitness-Wirtschaft 2021“ Preis: 99,- EUR (zzgl. Versand), ermäßigt: 39,- EUR (zzgl. Versand) (für Schüler und Studierende bei Vorlage einer gültigen Bescheinigung) Für Studierende der DHfPG ist die Studie kostenfrei erhältlich.
Steuerberater und von der IHK Koblenz öffentlich bestellter und vereidigter Sachverständiger für Wirtschaftlichkeitsberechnung für Fitnessund Freizeit-Anlagen.
Tel.: 040 – 766 240 00 www.ssv-verlag.de
Werner Kündgen
Joseph-von-Fraunhofer-Str. 1 53501 Grafschaft (Ringen) Telefon: 02641 - 800 40 www.kuendgen.de
in einer der 9.538 Anlagen. Viele Jahre zeigte die Entwicklung nur in eine Richtung – und zwar nach oben.
Mitgliederzahl sinkt Nach über 30 Jahren des kontinuierlichen Wachstums erleidet die deutsche Fitness-Wirtschaft im Jahr 2020 einen pandemiebedingten Rückschlag. Entgegen der kontinuierlichen Steigerungen der letzten Jahre zeigt sich die Mitgliederzahl in 2020 erstmals rückläufig. Waren 2019 noch 11,66 Millionen Menschen Mitglied in einer Fitness- und Gesundheits-Anlage, sind es im Krisenjahr 2020 noch 10,31 Millionen. Der Anteil stillgelegter Mitgliedschaften ist zudem überproportional
12,00
10,08 10,00
0,55
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Günter Noll
0,65
10,31
9,79 0,52
6,15 5,45
6,00
5,17 Von der IHK Koblenz öffentlich bestellte und vereidigte Sachverständige für Wirtschaftlichkeitsanalysen für kleine und mittlere Unternehmen (KMU), insbesondere Sport-, Fitnessund Gesundheits-Anlagen.
4,00
2,00
4,74
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2016
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2020 inkl. sMG
2020 exkl. sMG
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sMG = stillgelegte Mitgliedschaften (coronabedingt)
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fitness MANAGEMENT international
Auf dem Freibogen 3 53127 Bonn Telefon: 0228 - 298 701 www.fitnesssachverstaendige.de
11,66
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8,00 4,80
© DSSV
Mitgliederentwicklung 2016 – 2020 (in Mio.)
Von der IHK Bonn/Rhein-Sieg öffentlich bestellter und vereidigter Sachverständiger für die Bewertung von Fitnessund Freizeit-Anlagen.
Sabrina Fütterer
Dahlenkehre 3i 21077 Hamburg Telefon: 040 - 648 343 57 www.fitnesssachverstaendige.de
DSSV | ECKDATEN angestiegen. Dieser zusätzliche Anteil, der im Wesentlichen auf die behördlich angeordneten Schließungen sowie die Verunsicherung der Mitglieder aufgrund der Corona-Pandemie zurückzuführen ist, liegt nach Schätzungen des DSSV bei rund fünf Prozent über dem Normalniveau. Werden diese hauptsächlich coronabedingt stillgelegten Mitgliedschaften, die Ende des Jahres 2020 bestehen, herausgerechnet, zählen die Anlagen am Ende des Betrachtungszeitraums 9,79 Millionen aktive Mitglieder.
Branche erleidet Verluste trotz großer Solidarität der Mitglieder Auch wenn in diesem Jahr ein Rückgang festzustellen ist, kann man erkennen, dass das Verständnis für die Situation der Betriebe und dementsprechend die Solidarität der Mitglieder aufrechterhalten werden kann. Dies bestätigt auch eine Endkundenbefragung, die von der DHfPG im November/ Dezember 2020 durchgeführt wurde. Wie diese Studie zeigt, sind andere praktizierte Trainingsformen während der behördlich angeordneten Schließungen der Anlagen keine Alternativen für die Zukunft. Motivation und körperliches Wohlbefinden „erleiden“ während der Zeit der Schließungen – trotz eventuell praktizierter alternativer Trainingsformen – einen Tiefpunkt.
Rund 25 Prozent Umsatzverlust Der Umsatzeinbruch schlägt mit 1,35 Mrd. EUR zu Buche, was einen Rückgang um 24,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr bedeutet. Im Vergleich zum Mitgliederverlust von 1,35 Millionen Mitgliedern (-11,6 % ggü. Vorjahr) bzw. – unter Berücksichtigung der genannten stillgelegten Mitgliedschaften – 1,87 Millionen Mitgliedern (-16,0 % ggü. Vorjahr) sinkt der Umsatz der Branche überproportional und beträgt im Betrachtungszeitraum 2020 nur noch 4,16 Mrd. EUR (2019: 5,51 Mrd. EUR). Hinzu kommt, dass die behördlich angeordneten Schließungen auch in 2021 anhalten und wichtige Monate zur Mitgliedergewinnung entfallen. Dies trifft die Branche doppelt, da neben den anhaltend hohen Kündigungszahlen auch die für diese Jahreszeit üblichen Neumitgliedschaften ausbleiben.
5,00
5,05
5,20
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Umsatzentwicklung 2016 – 2020 (in Mrd. EUR, netto) 5,51 0,51
4,16 4,00 1,85
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2,00 2,81
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Einzel
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Schlüsselbranche für Prävention und Gesundheit als Teil der Lösung Obwohl die Auswirkungen auf die Branche momentan so gravierend sind, gilt es dennoch festzuhalten, dass diese akuten ökonomischen Schwierigkeiten der Fitnessbranche nicht auf Ursachen struktureller Natur zurückzuführen sind, sondern als Folge der Krise entstehen. Die Fitnessstudios sind heutzutage zu einem elementaren Bestandteil der Gesundheitsversorgung geworden, tragen zum Wohlergehen der Menschen bei. Laut Einschätzung des DSSV, der Prüfungs- und Beratungsgesellschaft Deloitte und der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement (DHfPG) sowie vieler weiterer Experten ist die Fitness-Wirtschaft nach wie vor als wichtige Schlüsselbranche für Prävention, Fitness und Gesundheit anzusehen. Die Bedeutung von Bewegung für die physische sowie psychische Gesundheit und das Immunsystem ist wissenschaftlich nachgewiesen. Damit stellt diese Zukunftsbranche im Zuge der Corona-Pandemie einen Teil der Lösung dar.
Mitglieder wollen ihre Studios erhalten Hinzu kommt eine starke emotionale Bindung der Mitglieder an das eigene Studio sowie eine ungebrochene Solidarität. Werden Beiträge während der Zeit der Schließungen der Anlagen eingezogen, sind 82,0 Prozent der Mitglieder vollkommen einverstanden damit. Die Mitglieder wollen ihre Studios erhalten, um auch künftig dort trainieren zu können. Viele Betriebe haben während der Monate der Schließungen die Mitgliedsbeiträge weiter eingezogen. Diese sollten in der Regel aufgrund der nicht erbrachten Leistung als Anzahlungen und nicht als Umsatz verbucht sein. Die Abgrenzung beziehungsweise Realisation der Umsätze kann in Abhängigkeit von der Einzelsituation im jeweiligen Studio unterschiedlich sein. Zudem müssen die Betreiber für diese Anzahlungen voraussichtlich vor allem in 2021, aber auch in den darauffolgenden Jahren Leistungen erbringen und zu diesem Zeitpunkt auf Beiträge und Zahlungen verzichten.
Prävention und Gesundheit als Treiber des zukünftigen Erfolgs Wissenschaftliche Untersuchungen zeigen, dass eine gute körperliche Fitness eine wichtige Basis für eine erfolgreiche Krankheitsbewältigung und ein wichtiger Schutzfaktor vor schwerwiegenden Verläufen bei Infektionserkrankungen ist. Generell führt regelmäßiges körperliches Training zu einer verbesserten Funktionalität des Immunsystems. Der Körper kann sich besser auf die Bewältigung einer Erkrankung einstellen. Erste Untersuchungen dazu, wie das menschliche Immunsystem das Coronavirus bewältigt, zeigen, dass es zu einem Anstieg der antikörperproduzierenden Zellen kommt. Durch körperliches Training kann die Aktivität der Zellen gesteigert werden. Deren Aufgabe ist die Zerstörung aller Zellen, in denen sich die Viren vermehren. Regelmäßiges Training und eine gute körperliche Leistungsfähigkeit sind somit für eine angemessene Immunreaktion des Körpers von wichtiger Bedeutung. Es hat bereits eine Sensibilisierung der Bevölkerung stattgefunden. Nun gilt es, diese wissenschaftlichen Erkenntnisse weiter nach außen zu tragen, um mit Prävention den weiteren Erfolg der Unternehmen anzukurbeln. fitness MANAGEMENT international
02/21
Eine 2020 vom europäischen Branchenverband EuropeActive in Auftrag gegebene Studie bescheinigt den europäischen Fitness- und Gesundheits-Anlagen ein geringes Infektionsrisiko mit COVID-19. Insgesamt 115,3 Millionen Besuche in mehr als 4.000 europäischen Fitness- und Gesundheits-Analgen wurden analysiert. Das Ergebnis zeigt eine Infektionsrate von 1,12 pro 100.000 Studiobesuche. Im Vergleich dazu zeigen die Ergebnisse der Eckdaten-Studie für den deutschen Markt mit 0,44 Infektionen pro 100.000 Besuche in Fitness- und Gesundheits-Anlagen eine noch geringere Infektionsrate. Diese geringen Infektionsraten in europäischen bzw. insbesondere in deutschen Anlagen zeigen deutlich, dass die Fitness- und Gesundheitsbranche über gut funktionierende Sicherheits- und Hygienekonzepte verfügt, die konsequent und damit Erfolg bringend umgesetzt werden. Dass die Fitness- und Gesundheits-Anlagen die Bedeutung umfassender Sicherheits- und Hygienekonzepte kennen und ernstnehmen, zeigt sich in der Höhe der getätigten Investitionen in diesem Bereich. Insgesamt beträgt das Investitionsvolumen in Sicherheits- und Hygienekonzepte in 2020 54,6 Mio. EUR.
Die Endkundenbefragungen der DHfPG während der beiden Schließungszeiträume haben eindeutig aufgezeigt, dass sich viele zufriedene Mitglieder solidarisch mit den Unternehmen sowie den Mitarbeitern gezeigt und die qualifizierte, individuelle Betreuung im Studio schmerzlich vermisst haben. Nach der Wiedereröffnung gilt es, die Mitglieder noch intensiver als bisher zu betreuen. Den Trainern kommt hier eine entscheidende Rolle zu. Schließlich sind sie der Schlüssel für eine intensive Kundenbeziehung, den effektiven Trainingserfolg sowie die künftige Mitgliedermotivation. Persönlich und individuell können sie den Wiedereinstieg nach der langen Trainingsabstinenz sichern und die Fokussierung auf die Wichtigkeit von Hygiene- und Sicherheitsmaßnahmen, die von der Branche bereits gut umgesetzt wurden, weiter vorantreiben. Umso wichtiger ist es deshalb, gerade jetzt gezielt in die Aus- und Weiterbildung der Mitarbeiter sowie in hohe Qualifikationsstandards zu investieren. Diese sind die elementare Basis für langfristigen Unternehmenserfolg, künftiges Wachstum und die weitere Professionalisierung unserer Branche. Mit den wachsenden Marktherausforderungen steigen auch die interdisziplinären Anforderungen an die Mitarbeiterqualifikation kontinuierlich an. Diesen persönlichen, fachlichen und digitalen Herausforderungen gilt es, in der Praxis umfassend Rechnung zu tragen und gezielt in diese Bereiche zu investieren.
1,12
1,20 1,00 0,80 0,60
0,44
0,40 0,20 0,00 Europa
Deutschland
Höhe der in 2020 getätigten Investitionen in Hygiene- und Sicherheitskonzepte (in Mio. EUR, netto)
60,00
© DSSV
Qualifikation als Rückgrat der Branche
Anzahl positiver COVID-19-Fälle pro 100.000 Besuche in Fitness- und Gesundheits-Anlagen in 2020
© DSSV
Geringes Infektionsrisiko in deutschen Fitness- und Gesundheits-Anlagen
54,6
50,00 40,00 30,00
24,4
25,1
20,00 10,00
5,1
0,00 Einzel
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Mikro
Gesamt
Foto: DSSV e. V.
Fazit
Für 2021 beobachten wir voller Zuversicht ein sich festigendes Verständnis der Politik für die Gesundheitsrelevanz der Fitness-Wirtschaft für die Bevölkerung. Die Pandemie hat die Menschen mehr denn je für das Thema Gesundheit sensibilisiert und unsere Betriebe haben durch ihre Qualifikation und Professionalität die Gesundheitskompetenz erworben, um Teil der Lösung zu sein. Das bestätigt uns in unserer Überzeugung, dass die Fitness- und Gesundheitsbranche auch weiterhin ein Zukunftsmarkt ist.
02/21
fitness MANAGEMENT international
Florian Kündgen Florian Kündgen ist stellvertretender Geschäftsführer des DSSV e. V. Des Weiteren arbeitet er als Dozent für die Deutsche Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement (DHfPG). Als freier Mitarbeiter ist er im Bereich Unternehmensbewertungen und Wirtschaftlichkeitsberechnungen von Fitness- und Gesundheits-Anlagen sowie im Bereich der steuerlichen und betriebswirtschaftlichen Beratung tätig. www.dssv.de
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DSSV | KOMMENTAR
Die „Eckdaten der deutschen Fitness-Wirtschaft 2021“ belegen:
Unser Verlust lässt sich nicht beschönigen
Wir wurden – ohne eigenes Verschulden – bis ins Mark getroffen und haben keine Chance erhalten, unsere so wichtige Kompetenz bei der Gesunderhaltung der Bevölkerung darzulegen. Die Schließungen in unserer Branche sind vollständig politisch begründet und wurden ohne Berücksichtigung unserer guten Hygienekonzepte und der Tatsache, dass Fitnessstudios keine „Hotspots“ sind, veranlasst. Unser Sonderopfer für die Gesellschaft ist nicht, obwohl von der Politik versprochen, entschädigt worden – große Teile unserer Wirtschaft und auch unserer Bevölkerung sind ganz einfach aus dem „Verkehr“ gezogen worden. Die Nachwirkungen dieser, aus meiner Sicht verfehlten Politik werden in der Wirtschaft, in der Bevölkerung und in unser aller Gesundheit noch viele Jahre spürbar sein. Und es wird großer Anstrengungen innerhalb unserer Gesellschaft bedürfen, um alle Schäden zu „heilen“.
Foto: Klaudia Lech
Das Jahr 2020 war kein leichtes, das zeigen die Ergebnisse der „Eckdaten der deutschen Fitness-Wirtschaft 2021“ schwarz auf weiß. Unsere Branche hat große Verluste zu verzeichnen – bei den Mitgliedern, beim Umsatz und auch bei einigen Anlagen von Kollegen, denen die prekäre wirtschaftliche Situation keine andere Wahl gelassen hat als zu schließen. Fast zwölf Prozent unserer Kunden sind nicht mehr da – entmutigt von den langen Monaten der Lockdowns. Und wir hatten keine Chance, durch eine gute Neukundenakquise hier gegenzuhalten. Die Verluste schlagen ein riesiges Loch in die Bilanz – fast 25 Prozent des Umsatzes sind ebenfalls verloren gegangen. Niemand in der Branche kann eine seriöse Prognose darüber abgeben, wann wir diese Verluste wieder aufgeholt haben werden.
Birgit Schwarze Präsidentin DSSV e. V.
Aber auf der anderen Seite hat unsere Branche in den letzten 30 Jahren Großes geleistet, ohne dass wir in irgendeiner Weise in dem Bestreben unterstützt worden sind, der Volksgesundheit zu dienen! Wir haben unsere Betriebe, unsere Angebote, unsere Dienstleistungen und unsere Qualifikationen seit 1980 konsequent und nachhaltig aufgebaut und haben es gemeinsam geschafft, dass 2019 fast zwölf Millionen Menschen uns ihr Wohlergehen, ihre Lebensqualität und ihre Gesundheit anvertrauten! In den so wichtigen Altersgruppen zwischen 15 und 65 Jahren kamen 2020 fast 19 Prozent der deutschen Bevölkerung in unsere Fitnessstudios – eine bemerkenswerte Leistung, die sicherlich ihresgleichen sucht! Ich bin fest davon überzeugt, dass sehr vielen Menschen in den letzten Monaten erst richtig bewusst wurde, wie wichtig das Training in ihrem Fitnessstudio für sie geworden ist. Ich rechne damit, dass sie alle froh sein werden, wenn sie wieder zu uns kommen können – ihre feste Anlaufstelle für ihr gesundheitliches Wohlergehen, für ein gutes Training, für den sozialen Austausch. Bitte machen Sie gemeinsam mit mir weiter – mit der Zuversicht, dass unserer guten Leistung zukünftig nichts im Wege stehen wird und wir gemeinsam eine erstklassige Arbeit zeigen dürfen! In diesem Sinne grüße ich Sie herzlich aus Hamburg! Ihre Birgit Schwarze
Birgit Schwarze
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fitness MANAGEMENT international
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DSSV | NEUE MITGLIEDER & FÖRDERMITGLIEDER
Der DSSV begrüßt –
Neue Mitglieder
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ACTIVITY Bürstadt Bernard Farac 68642 Bürstadt
Frau Aktiv Ronald Wenzel 31137 Hildesheim
Körperformen Marion Jesche 67359 Grünstadt
SF FitnessBox Stefan Fett 61231 Bad Nauheim
ACTIVITY Lampertheim Bernard Farac 68623 Lampertheim
Gesund+Vital Boris Jendretzki 44225 Dortmund
Körperformenstudio Nagold Gerd Böckle 72202 Nagold
SMS Fitness- und Gesundheitszentrum David Scheck 78727 Oberndorf am Neckar
body+soul Center Hirschgarten Michael Pribil 80639 München
Gesund und Vital Thomas Waldmann 76756 Bellheim
LIFE Medical Sports Club Petra Scheiing 58730 Fröndenberg/ Ruhr
Sporteve Bargteheide Martin Adamzik 22941 Bargteheide
Bodyconcept Rodenkirchen Kevin Kaderka 50996 Köln
Gesundheits Lounge BonnyFit Gabriele Müller & Frank Runkler 57610 Altenkrichen (WW)
Medpark Bremen GmbH Timo Boelkes 28717 Bremen
Sportpark Limburg Tomás Büker 65549 Limburg a. d. Lahn
ChrisFit UG Christian Görgner 73430 Aalen
Grenzenlosgesund Giso Harrer 52538 Gangelt
mh-sports Marcel Heidler 39104 Magdeburg
Sports Island Hakim Benz 68766 Hockenheim
Die Fitness Insel Eduard Kepler 21107 Hamburg
Gym me Fitness GmbH Niclas Gudjons 30989 Gehrden
Mrs. Sporty Kristin Schooff 22607 Hamburg-Flottbek
Sportstudio Innings Geretsried Volker Schertl 82538 Geretsried
eFITiv Speyer Silvia Lutz 67346 Speyer
Impuls Emre Canyakan 45721 Haltern am See
Mrs. Sporty Stuttgart-Heumaden Anja Dinkelacker 70619 Stuttgart
Sportstudio Rössler GmbH Tanja Rössler 67433 Neustadt
ELEMENTARY by TEAMFRSHMKR Marcus Kemmer 22763 Hamburg
Impuls Emre Canyakan 48249 Dülmen
MT-Fitness Martin Tilsner 74821 Mosbach
Sport-Villa Georg Sieger 22339 Hamburg
EMA-active Torsten Neumann 08056 Zwickau
InBalance Birte Tohse-Schütt 25469 Halstenbek
Reha & Fitnesspark Darren Gilbert und Günter Schier 87700 Memmingen
turnhalle die fitnesslounge Katrin Cremer 44265 Dortmund
Fitness Life Thomas Sprengel 55271 Stadecken-Elsheim
KampfkunstzentrumRemscheid GmbH Gerd Lehmann 42853 Remscheid
Seidon GmbH & Co. KG Emir Smajic 24944 Flensburg
WellVita Buchen Karin & Marco Katzenmaier GbR 74722 Buchen (ODW)
fitness MANAGEMENT international
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Der DSSV begrüßt –
Neue Fördermitglieder JETMIX® Die CWA GmbH ist Entwickler und Hersteller von Getränke- und Warenausgabemaschinen speziell für die Sport- und Fitnessbranche. 2015 war der Start mit einer Proteinshakemaschine, der JETMIX® PROTEIN. Mit einem industriellen Reinigungssystem sowie der Verwendung von frischer Milch bei freier Wahl des Proteinpulvers hebt sich die Maschine vom Markt ab. Es folgte die Entwicklung einer Mineralgetränkemaschine, der JETMIX® MINERAL. Die Maschine spendet Wasser (Soda) und mischt dieses mit sechs verschiedenen Konzentraten. Die Besonderheit dabei ist, dass sich nur bei der Benutzung der Maschine Konzentrat im System befindet. Das einzigartige patentierte Verfahren löst das komplexe Reinigungsproblem – denn es gibt keines! Ein Touch-integriertes Lesegerät und ein einseitiges Bedienmenü ermöglichen eine sehr übersichtliche und einfache Bedienung. Die neueste Sensation ist der JETMIX® SNACK, ein Snackund Warendispenser mit 42 Zoll Touchdisplay. Mit Warenkorbsystemen, individueller Werbung und zeitgemäßem Touchdisplay kann dieser den Umsatz drastisch steigern. Optisch erinnert der JETMIX® SNACK an ein maximiertes Smartphone inklusive Rundum-LED-Beleuchtung und integriertem Lesegerät. Das Produkt kann auch als Infopoint eingesetzt werden. Hygiene und Digitalisierung: JETMIX®-Produkte haben ein eloxiertes Aluminiumgehäuse und spezielle Touchdisplay-Oberflächen, sodass keine Fingerabdrücke auf dem Gehäuse sichtbar werden. Ausgestatte Lesegeräte für die Selbstbedienung ermöglichen eine kontaktlose Bezahlung. Einen hohen Nutzen erzielt der Studiobetreiber dadurch, dass alle Geräte und auch das Mobiliar aus einer Hand kommen. Dadurch gibt es nur einen Ansprechpartner, einen Wartungsvertrag und eine Finanzierung. So können Kosten erheblich eingespart und die logistischen Abläufe rationell verbessert werden. Freie Wahl der Füllprodukte und Studiosoftware sind entscheidende Vorteile des digitalisierten JETMIX®-Thekensystems, das derzeit mit 20.000 EUR Überbrückungshilfe III gefördert wird. Ebenso werden unverbindliche Testphasen angeboten, bei denen Sie sich von den Produkten überzeugen können.
www.cwagmbh.de
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DSSV | RECHT
Rechtsberatung für Fitnessstudiobetreiber
Corona-Schutzmaßnahmen für Mitarbeiter Text: Iris Borrmann
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fitness MANAGEMENT international
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Foto: blackday – stock.adobe.com
Wenn die Fitnessstudios wieder für Mitglieder öffnen können, wollen die Studioinhaber gewappnet sein. Da sämtliche Schutzmaßnahmen weiter bestehen werden, müssen die Hygienekonzepte überprüft werden und es ist ein Briefing aller Mitarbeiter erforderlich. Schließlich sollen die Mitarbeiter nicht nur selbst alle Auflagen und Bestimmungen einhalten, sondern auch den Betrieb bestmöglich präsentieren.
W
elche rechtlichen Möglichkeiten haben Inhaber, um die Mitarbeiter zu verpflichten, einen bestens vor Corona geschützten Betrieb zu repräsentieren? Dazu wird im Folgenden auf zwei wichtige Aspekte eingegangen: Zum einen geht es um die Frage, ob der Studio-
inhaber anordnen kann, dass die Mitarbeiter sich einer CoronaSchutzimpfung unterziehen. Zum anderen wird eine aktuelle Gerichtsentscheidung besprochen, die das oft von Mitarbeitern als lästig empfundene Tragen einer Maske während der Arbeit im Studio konkretisiert.
Kann der Studioinhaber eine Corona-Impfung für die Mitarbeiter anordnen? Voraussetzung für eine Impfpflicht Grundsätzlich gilt zum jetzigen Zeitpunkt, dass eine Impfung ein bedeutender Eingriff in die grundrechtlich geschützte Position der körperlichen Unversehrtheit des Arbeitnehmers ist, die der Arbeitgeber nicht anordnen darf. Ausgenommen sind nur medizinisches Personal, das eine Masernimpfung zulassen muss1, und Soldaten der Bundeswehr, die nach dem Soldatengesetz verpflichtet sind, bestimmte Impfungen hinzunehmen2, um die Einsatzbereitschaft der Truppe nicht zu schwächen.
Keine Corona-Impfpflicht Will der Arbeitgeber in einem nichtmedizinischen oder nicht-militärischen Betrieb eine Impfung der Mitarbeiter anordnen, ist dies nur auf der Grundlage eines Gesetzes möglich. Da es derzeit keine Corona-Impfpflicht gibt, kann der Arbeitgeber keine Maßnahmen gegen diejenigen Mitarbeiter ergreifen, die nicht geimpft sind oder es grundsätzlich ablehnen. Der Arbeitgeber muss die Mitarbeiter also beschäftigen, unabhängig davon, ob sie geimpft sind oder nicht.
Die Ausnahme Falls ein nicht geimpfter Arbeitnehmer in einem gesundheitlich sensiblen Bereich innerhalb des Fitnessstudios arbeiten muss und der Arbeitgeber bei Abwägung der Interessen aller Beteiligten zu dem Ergebnis kommt, dass dieser Mitarbeiter ohne Impfung nicht in Kontakt mit seinen Kunden kommen darf, könnte dieser seinen Anspruch auf Arbeitsvergütung verlieren oder personenbedingt gekündigt werden. Das wäre der Fall, wenn der Mitarbeiter ohne Impfung für die Ausübung seines Berufes ungeeignet wäre. Dies wird allerdings hauptsächlich im klinisch-gesundheitlichen Bereich angenommen. Im sportlich-gesundheitlichen Bereich kommt es selten zu einer Annäherung von Personen, der nicht durch die allgemeinen Schutzmaßnahmen (Maske, Abstand) begegnet werden kann.
Mitteilungspflicht der Arbeitnehmer Arbeitnehmer müssen auch nicht aktiv mitteilen, ob sie geimpft sind oder nicht. Wenn der Arbeitgeber aber die Auskunft verlangt, weil er auch für die Gesundheit der übrigen Arbeitnehmer und seiner Kunden zu sorgen hat, kann diese Frage zulässig sein.
Verweigerung bestimmter Beschäftigungen für Nicht-Geimpfte Wenn der Arbeitgeber ein konkretes Interesse daran hat, dass ein ungeimpfter Arbeitnehmer keinen Zutritt zu bestimmten Bereichen bekommt, muss er das sehr genau begründen. Eine Begründung ist nur stichhaltig, wenn die allgemeinen Maßnahmen, etwa Abstandsregelung und Maskenpflicht, nicht ausreichend sind. Hier handelt es sich beispielsweise um Anwendungen direkt an einer Person, die über eine halbe Stunde 02/21
fitness MANAGEMENT international
lang unmittelbar engsten Kontakt erfordert (z. B. Massagen). Ein Arbeitgeber kann einem ungeimpften Mitarbeiter auch die Nutzung eines sehr kleinen Pausenraums untersagen, wenn sich dort bereits eine weitere Person aufhält. Solche Regelungen sollten nachvollziehbar in einer Gefährdungsbeurteilung dokumentiert werden. Verbietet man gewisse Beschäftigungen oder den Zutritt zu Räumlichkeiten, ist immer zu prüfen, ob es dadurch zu einer (arbeitsrechtlich sanktionierten) Benachteiligung von Beschäftigten kommt, die ihren Anspruch auf Schutzimpfung nicht wahrnehmen wollen (§ 612a BGB). Ein Arbeitnehmer müsste eine rechtswidrige Anordnung des Arbeitgebers nicht beachten und könnte zusätzlich auf Unterlassung klagen.
Auslobung eines Impfbonus Hat der Arbeitgeber ein nachvollziehbares Interesse an der Impfung, kann er im Gegenzug dafür, dass der Arbeitnehmer seine grundrechtlich geschützte Position aufgibt, eine Belohnung anbieten. Ein Impfbonus kann z. B. in Form einer Sonderzahlung an Arbeitnehmer geleistet werden, die sich freiwillig gegen das Coronavirus impfen lassen (Nachweis anfordern!). Zu beachten ist, dass die Einführung einer solchen Sonderzahlung am allgemeinen arbeitsrechtlichen Gleichbehandlungsgrundsatz zu messen ist. Eine entsprechende Impfprämie müsste daher so gewährt werden, dass kein Mitarbeiter benachteiligt wird, ohne dass ein Sachgrund dafür vorliegt. Eine Differenzierung zwischen „regulären“ Vollzeitbeschäftigten und Beschäftigten in Teilzeit, Minijobbern, dual Studierenden etc. dürfte hier nicht gelten, da der Inhaber von der Impfung sämtlicher Beschäftigten profitiert – unabhängig von deren Status und Beschäftigungsgrad. Vor der tatsächlichen Umsetzung empfiehlt es sich, die Voraussetzungen einer Impfprämie, deren Höhe und Zahlungsmodalitäten präzise zu formulieren, bevor sie den Mitarbeitern gegenüber kommuniziert wird. Tipp: Für die Bonusauszahlung können Arbeitgeber die steuerfreie Coronaprämie nutzen (siehe: BMF, Schreiben v. 26.10.2020, IV C 5 - S 2342/20/10012 :003). Das gilt für alle Inhaber, die diese Prämie (höchstens 1.500 EUR) bisher noch nicht ausgezahlt haben. Die Frist zur Auszahlung der einmaligen Prämie wurde bis zum 30. Juni 2021 verlängert. Da die Impfbereitschaft ein sachliches, objektivierbares Kriterium ist, verstößt die darauf begründete Entscheidung nicht gegen den arbeitsrechtlichen Gleichbehandlungsgrundsatz. 1
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Seit Inkrafttreten des Masernschutzgesetzes am 1. März 2020 dürfen bestimmte Arbeitnehmergruppen (z. B. Erzieher, Lehrer und medizinisches Personal) nur tätig werden, wenn sie einen Impfnachweis erbringen können. § 17 a Soldatengesetz
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DSSV | RECHT
Fotos: dusk – stock.adobe.com | Klaudia Lech
Kann der Inhaber das Tragen einer Maske durchsetzen? Grundsätzliche Maskenpflicht Diese Frage ist leicht zu beantworten, da inzwischen in fast allen Räumen mit Publikumsverkehr – sogar hoheitlich – eine Maskenpflicht angeordnet ist. Die Diskussion darüber, ob jetzt auch in Fitnessstudios medizinische (FFP2-)Masken erforderlich sind, hat gerade erst begonnen. Aufgrund der öffentlich-rechtlichen Verpflichtung sowie aus Gründen der Fürsorgepflicht für alle anderen Mitarbeiter ist der Inhaber berechtigt und verpflichtet, das Tragen einer Maske anzuordnen. Bei Verstoß folgt eine Abmahnung. Wird diese Abmahnung ignoriert, kann das Arbeitsverhältnis verhaltensbedingt gekündigt werden.
Vorlage eines Attestes Die Maskenpflicht wurde jedoch bereits während des ersten Lockdowns dadurch unterwandert, dass viele Hausärzte ein Attest ausstellten, das den Patienten von der Maskenpflicht befreite. Später gab es dafür sogar Vordrucke im Internet.
Ein Präzedenzfall In einem vom Arbeitsgericht Siegburg im Dezember 2020 gesprochenen Urteil3 wurden hierzu einige Sachverhalte klargestellt. Im zugrunde liegenden Fall ging es darum, dass ein im Rathaus beschäftigter Mitarbeiter das Tragen einer MundNasen-Bedeckung nicht erfüllen wollte, obwohl diese Verpflichtung vom Dienstherrn angeordnet worden war. Er legte ein ärztliches Attest vor, das ihn ohne Angabe von Gründen von der Maskenpflicht befreite. Auf die Anweisung des Arbeitgebers, in den allgemeinen Räumen ein Gesichtsvisier zu tragen, legte er ein neues ärztliches Attest vor, das ihn ebenfalls ohne Angabe von Gründen auch von der Pflicht zum Tragen von Gesichtsvisieren jeglicher Art befreite. Der Arbeitgeber lehnte daraufhin die Beschäftigung des Angestellten ohne Gesichtsbedeckung im Rathaus ab. Auf den Antrag auf Erlass einer einstweiligen Verfügung des Arbeitnehmers, ohne Gesichtsbedeckung an seinem alten Arbeitsplatz zu arbeiten oder alternativ im Homeoffice beschäftigt zu werden, hat das Arbeitsgericht nun Folgendes klargestellt: 1. Der Arbeitgeber darf das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung während der Arbeitszeit anordnen, da der Gesundheits- und Infektionsschutz der Mitarbeiter und Besucher das Interesse des Arbeitnehmers überwiegt.
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2. Enthalten ärztliche Atteste, die eine Befreiung von der Maskenpflicht bescheinigen, keine konkreten und nachvollziehbaren Angaben, warum eine Maske nicht getragen werden kann, bestehen Zweifel an ihrer Richtigkeit. Ein ärztliches Attest zur Befreiung von der Maskenpflicht bedarf konkreter und nachvollziehbarer Angaben. Wichtig ist, dass das Gericht Zweifel an der Richtigkeit der ärztlichen Atteste zugelassen hat. Atteste müssen nach Auffassung des Gerichtes konkrete und nachvollziehbare Angaben enthalten, warum eine Maske nicht getragen werden kann. Es muss nachvollziehbar sein, welche konkret zu benennenden gesundheitlichen Beeinträchtigungen aufgrund der Verpflichtung zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung zu erwarten sind und woraus diese im Einzelnen resultieren. Soweit entsprechende Vorerkrankungen vorliegen, müssen auch diese konkret bezeichnet werden. 3
Arbeitsgericht Siegburg – Urteil vom 16.12.2020 – Az.: 4 Ga 18/20
Die dargestellten Informationen entsprechen dem Kenntnisstand vom 12. März 2021. Aufgrund der Corona-Pandemie und den damit einhergehenden Maßnahmen kann es sein, dass diese Informationen zum Erscheinungszeitpunkt der Ausgabe nicht mehr aktuell sind. Beachten Sie daher auch die Meldungen auf unserer Website.
Iris Borrmann, DSSV-Syndikusanwältin Zu allen rechtlichen Fragen rund um den Studioalltag bietet die Rechtsabteilung des DSSV im Rahmen einer bestehenden Mitgliedschaft die Möglichkeit, eine kostenlose rechtliche Erstberatung mit Einschätzung der Rechtslage zu erhalten, beispielsweise nach Erhalt einer Attestkündigung, zur Überprüfung von Vertragsklauseln oder zu arbeitsrechtlichen Themen. Tel.: 040 - 766 24 00, E-Mail: jurist@dssv.de
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MANAGEMENT | STRAHLENSCHUTZVERORDNUNG
Herausforderungen durch die Strahlenschutzverordnung (NiSV)
Mehr Regulierung und Professionalisierung im EMS-Markt Text: Anke Sörensen
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Am 1. Januar 2021 trat die novellierte Strahlenschutzverordnung (NiSV) in Kraft. Diese Neuregelung bringt Veränderungen und Herausforderungen mit sich. Bereits jetzt gilt die Melde-, Aufklärungs- und Dokumentationspflicht. Ab dem Jahreswechsel 2021/22 muss das Personal über einen gesetzlich vorgeschriebenen Fachkundenachweis verfügen, um mit Kunden trainieren zu dürfen. Im Folgenden wird erläutert, warum die staatlichen Regulierungen den EMS-Markt weiter professionalisieren werden.
I
n den vergangenen Jahren hat EMS-Training eine enorme Entwicklung durchlaufen. Die Kombination aus persönlicher Betreuung, qualifiziertem Fachpersonal, festen regelmäßigen Terminen und einer hocheffizienten Anwendung sorgt für eine breite Zielgruppenansprache und begeistert immer mehr Kunden für die Branche. Das nachhaltige Erreichen von Trainings- und Behandlungsergebnissen ist dank Empfehlungsmarketing der Katalysator für die Ausbreitung. Mehr als 3.000 gewerbliche Anbieter von EMS-Training sorgen für ein flächendeckendes Angebot. Mit der steigenden Wahrnehmung innerhalb der Bevölkerung nimmt auch die mediale Berichterstattung über EMS-Training zu. Durch vereinzelt auftretende Negativberichte wurden in diesem Zuge die behördlichen Stellen auf EMS-Training aufmerksam.
Aktuelle und zukünftige Änderungen durch die NiSV Mit der Veröffentlichung des Artikel 4 der novellierten Strahlenschutzverordnung (Verordnung zum Schutz vor schädlichen Wirkungen nichtionisierender Strahlung bei der Anwendung am Menschen; kurz: NiSV) sind die Anbieter von EMS-Training mit der Regulierung unerwartet konfrontiert worden. Diese Neuregelung bringt aktuell viele Änderungen mit sich. Neben einer Meldepflicht besteht hier seit dem 1. Januar 2021 auch eine Aufklärungs- und Dokumentationspflicht. So muss u. a. jedes durchgeführte Training mit allen Parametern im Detail dokumentiert werden. Eine weitere Änderung tritt zum Jahreswechsel 2021/22 in Kraft. Mit dem dann gesetzlich vorgeschriebenen Fachkundenachweis EMF muss auch die Qualifikation des Personals gegenüber den Behörden transparent nachgewiesen werden. Als Mindestanforderungen gelten hier eine Basisqualifikation, wie beispielsweise die „Fitnesstrainer/in-B-Lizenz“ sowie eine spezifische Zusatzausbildung im Bereich EMS, die die Anforderungen gemäß der Strahlenschutzverordnung erfüllt. Neben dem Basislehrgang bietet z. B. die BSA-Akademie auch die Zusatzausbildung mit dem Fernlehrgang „EMS-Trainer/in“ (2 Tage Präsenzphase) zur Erstqualifikation an. Außerdem können zukünftig bereits qualifizierte EMS-Trainer die gemäß Strahlenschutzverordnung erforderliche Fachkunde, wie vorgeschrieben, nach mindestens fünf Jahren mit der „Fortbildung EMS-Trainer/in“ (1 Tag Präsenzphase) aktualisieren.
über 60 Seiten sind hier die Empfehlungen der Strahlenschutzkommission mit wissenschaftlicher Begründung unter dem Titel „Anwendungen elektrischer, magnetischer und elektromagnetischer Felder (EMF) zu nichtmedizinischen Zwecken am Menschen“ zusammengefasst. Nachfolgend werden die wichtigsten Stellen der Verordnung sowie deren Bedeutung für den EMS-Markt beleuchtet und erläutert.
Was hat EMS mit Strahlenschutz zu tun? Im Vorwort des Berichts der Strahlenschutzkommission wird erklärt, warum unterschiedliche Technologien, darunter EMSTraining, beim Bundesumweltministerium in den Fokus gelangt sind: Mit der wachsenden Zahl der Anwendungen von elektrischen, magnetischen und elektromagnetischen Feldern (EMF) sowie dem Einsatz von Geräten, die ursprünglich primär für medizinische Anwendungszwecke entwickelt wurden, hat die Strahlenschutzkommission (SSK) die Risiken der gezielten Anwendung von EMF am Menschen bewertet und daraus klare Ziele sowie neue Regularien für die Anwendung formuliert.
Professionalisierung der Branche Für die Betreiber von EMS-Training stellen all diese Anforderungen keine unüberwindbaren Hürden dar. Als eigenständiges Segment im Fitness- und Gesundheitsmarkt hat sich die EMS-Branche sehr professionell entwickelt. Egal ob Geräte, Software, eine qualifizierte Ausbildung der Trainer oder umfassende Betreiberkonzepte – die wichtigsten „Spieler“ im EMS-Markt sind hier seit mehr als zehn Jahren aktiv und haben die notwendigen Strukturen entwickelt.
Empfehlungen der Strahlenschutzkomission (SSK) Bei Recherchen zu diesem Beitrag ist die Redaktion auf einen Bericht der Strahlenschutzkommission (SSK) gestoßen. Auf 02/21
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„Insbesondere sollten die gesundheitlich relevanten Wirkungen der verschiedenen Geräte betrachtet und die notwendigen fachlichen Anforderungen, über die ein Anwender für den sicheren Einsatz dieser Geräte am Menschen verfügen sollte, erarbeitet werden.“
Generelle Risikobewertung und Sicherheitsaspekte In einem allgemeinen Abschnitt wird die ausführliche wissenschaftliche Begründung dafür geliefert, wann Anwendungen bzw. Technologien als sicher oder riskant einzustufen sind.
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MANAGEMENT | STRAHLENSCHUTZVERORDNUNG
„Für eine Bewertung möglicher Risiken bei EMFAnwendungen werden die von der ICNIRP (Vereinigung von Wissenschaftlern zur Erforschung der Auswirkungen von nichtionisierender Strahlung) empfohlenen Basisgrenzwerte (‚basic restrictions’) für die Allgemeinbevölkerung herangezogen.“
Die von der ICNIRP empfohlenen Grenzwerte basieren auf frequenzabhängigen Wirkschwellen und wurden hinsichtlich ihrer gesundheitlichen Relevanz in diesem Zuge, ebenfalls unter Berücksichtigung der aktuellen Forschungslage, bewertet, um ein Gesundheitsrisiko auszuschließen. Wenn die o. g. Basisgrenzwerte überschritten werden, dürfen Geräte nur als Medizinprodukte, nicht aber als Verbraucherprodukte, auf den Markt gebracht werden. Die Anwendung ist dann nur unter Auflagen erlaubt.
„Deswegen sind besondere Maßnahmen für Anwendungen von Medizinprodukten im nichtmedizinischen Bereich erforderlich, insbesondere wenn eine Exposition oberhalb von entsprechenden Wirkschwellen liegt. In diesem Fall ist ein akutes gesundheitliches Risiko möglich und die Anwendung im nichtmedizinischen Bereich soll nur in Ausnahmefällen unter einer klaren Nutzen-Risiko-Abwägung und mit entsprechenden Auflagen erlaubt werden.“
Da für eine wirkungsvolle Anwendung von EMS-Training in EMS-Einrichtungen die Überschreitung dieser Basisgrenzwerte notwendig ist, um die gewünschten gesundheitspositiven Effekte auch zu erzielen, leiten sich daraus folglich zusätzliche Anforderungen an die Gerätesicherheit, die Mitarbeiterqualifikation sowie die Anwendung ab.
„Die elektromagnetischen Felder liegen oberhalb der ICNIRP-Basisgrenzwerte und erreichen bzw. überschreiten teilweise den Bereich der Wirkschwellen, um den gewünschten therapeutischen Effekt zu erzielen.“
Verbot privater Nutzung Da die sichere Anwendung von EMS-Geräten, die die Wirkschwellen überschreiten, im privaten Bereich nicht gewährleistet werden kann, spricht sich die Strahlenschutzkommission (SSK) in ihren Empfehlungen dafür aus, die private Anwendung solcher EMS-Geräte zu verbieten.
„Die Behandlung soll nur in kontrollierbarem, gewerblichem Umfeld und mit weiteren Auflagen erfolgen (siehe Abschnitt 3.1.3.3). Solche Anwendungen sollen für Privatpersonen verboten werden.“
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MS-Training wird als hochwirksame Anwendung mit E potenziell mittlerem gesundheitlichem Risiko und einer positiven Nutzen-Risiko-Bilanz eingestuft ie Strahlenschutzkommission (SSK) spricht sich für ein D Verbot von einem derartigen EMS-Training im privaten Bereich aus Für wirksames EMS-Training gelten besondere Regularien: - Nur in kontrollierbarem, gewerblichem Umfeld und mit weiteren Auflagen - Einsatz von Medizinprodukten im nichtmedizinischen Bereich - Dokumentationspflichten - Qualifikation der Trainer verpflichtend (nach dem 31.12.2021)
Wachsende Anforderungen an die Mitarbeiterqualifikation Auf dieser Basis werden in einem weiteren Abschnitt die EMSAnwendungen individuell betrachtet und entsprechende Empfehlungen abgeleitet, um ein sicheres Training zu gewährleisten.
„Anwendungen mit potenziell mittlerem gesundheitlichem Risiko (so sind EMS-Anwendungen eingestuft) sind mit Anforderungen an die Qualifikation der anwendenden Personen (Fachkunde) zu verbinden und auf den gewerblichen Einsatz zu beschränken.“
Fachkundenachweis ab 2022 verpflichtend Aufgrund der genannten Besonderheiten ist deshalb nach dem 31. Dezember 2021 ein Fachkundenachweis für alle EMS-Trainer gesetzlich verpflichtend. Für Unternehmen ergeben sich zusätzliche Auflagen. fitness MANAGEMENT international
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EMS-Training im Fokus
ie Strahlenschutzverordnung ist bindend für alle geD werblichen EMS-Anbieter
en auch EMS-Training durch den Gesetzgeber reguliert wurde. EMS-Training wird als eine hochwirksame Anwendung mit potenziell mittlerem gesundheitlichem Risiko und mit einer positiven Nutzen-Risiko-Bilanz eingestuft. Da die ICNIRP-Basisgrenzwerte bei der Trainingsbelastung mittels Stromimpulse überschritten werden, müssen daher sichere Medizinprodukte eingesetzt werden. Ein Einsatz im nichtmedizinischen Bereich ist immer zwingend an die neuen Anforderungen und die Mitarbeiterqualifikation über den entsprechenden Fachkundenachweis gekoppelt. Zielführende Investitionen in die Mitarbeiterqualifikation Betreiber, die diese Anforderungen bis zum Stichtag nicht erfüllen, dürfen kein EMS-Training mehr anbieten und riskieren den Verlust ihrer Geschäftsgrundlage. Deshalb gilt es, schon jetzt in die Qualifikation der eigenen Mitarbeiter zu investieren, um die gesetzlichen Anforderungen umfänglich zu erfüllen und die eigene Unternehmenszukunft und Existenzgrundlage zu sichern. Weitere Professionalisierung der Branche Das hocheffiziente EMS-Training wird durch die neuen Regeln fest an die persönliche Dienstleistung und den gewerblichen oder medizinischen Einsatz gekoppelt. Die neuen Qualifikations- und Sicherheitsstandards bieten den Kunden Verlässlichkeit und Sicherheit. Zusätzlich wird die Position der EMS-Anbieter als professionelle und kundenorientierte Gesundheitsanbieter langfristig gestärkt.
Wie wird es weitergehen?
„Bei gewerblicher Anwendung an Dritten handelt es sich um ein kontrollierbares Umfeld, in welchem die Durchsetzung bestimmter Auflagen, gekoppelt mit gewerblicher Zulassung, möglich ist. Mögliche Auflagen sind: – Fachkunde, –V orgaben und Anforderungen an Betrieb und Unterhalt, – Kontrolle der EMF-Anlagen, – Durchführung einer Nutzen-Risiko-Analyse, – Information der Kunden.“
Diese Auflagen sind für alle Unternehmen verbindlich und werden regelmäßig vom Gesetzgeber kontrolliert.
Staatliche Regulierung birgt Potenzial für den EMS-Markt Durch die vom Bundesumweltministerium veranlasste Untersuchung wird klar, warum neben einigen anderen Technologi02/21
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Es bleibt abzuwarten, ob und ab wann das von der Strahlenschutzkommission empfohlene Verbot der Anwendung im privaten Bereich durch den Gesetzgeber ausgesprochen wird. Dann ist die beliebte Trainingsform endgültig den Experten vorbehalten. Egal, ob in Praxen oder spezialisierten EMS-Einrichtungen, EMS-Training wird nur noch mit einem gut ausgebildeten Trainer oder Therapeuten möglich sein! Während die EMS-Betreiber mittel- und langfristig davon profitieren, kann diese Neuregulierung für einige Hersteller von EMS-Geräten das „Aus“ bedeuten. Eine Vielzahl von neuen Produkten drängt sich aktuell auf den Markt. Angetrieben durch den Peloton-Hype und den durch Corona beschleunigten Homefitness-Trend ist der private Einsatz von EMS-Geräten das Ziel einiger Hersteller. Neben der Hürde der Zulassung zum Medizinprodukt werden einige Investoren vor allem durch das potenzielle Risiko eines Verbots der privaten Nutzung abgeschreckt werden. Für Betreiber von EMS-Einrichtungen bedeutet dies, dass sie auf einen Gerätehersteller setzen sollten, der alle Anforderungen der Strahlenschutzverordnung erfüllt und außerdem rechtzeitig und mit dem nötigen Vorlauf die Qualifikation aller Mitarbeiter sicherstellen, damit der Betrieb des Unternehmens auch nach dem 31. Dezember 2021 problemlos fortgesetzt werden kann.
Literaturliste: Strahlenschutzkommission. (2019). Anwendungen elektrischer, magnetischer und elektromagnetischer Felder (EMF) zu nichtmedizinischen Zwecken am Menschen. Zugriff am 25.02.2021. Verfügbar unter https://www.ssk.de/SharedDocs/Beratungsergebnisse_ PDF/2019/2019-08-12EMFMenschen.pdf?__blob=publicationFile
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MANAGEMENT | EXISTENZGRÜNDUNG I ANZEIGE
Die Krise als Chance nutzen
Erfolgreiche Existenzgründung in der EMS-Branche
Foto: miha bodytec GmbH
EMS-Training ist vom deutschen Fitnessmarkt nicht mehr wegzudenken. In den vergangenen Jahren hat das EMS-Segment Steigerungen u. a. im Gesamtmarktanteil und bei der Mitgliederzahl verzeichnen können. Diese positiven Tendenzen kann auch die CoronaPandemie nicht schmälern. Trotz teilweise sinkender Mitgliederzahlen in vielen klassischen Fitnessanlagen und eines Rückgangs der Gesamtstudiozahl in Deutschland hat sich das Konzept des EMS-Studios weitestgehend als krisensicher erwiesen. Eine positive Nachricht für alle, die den Schritt in die Existenzgründung wagen wollen.
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ie auffallend gute Positionierung des Angebotes von EMS-Anlagen wurde nicht nur mit den Umfrageergebnissen der DSSV-Studie „Wirtschaftliche und strukturelle Auswirkungen von Covid-19 auf die Fitness- und Gesundheitsbranche“ zum Stichtag 30. Juni 2020 belegt. Das hochwertige Personal Training hat sich, als einer der wenigen Bereiche, während der Pandemie bemerkenswert positiv entwickelt. Eine Studie der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement (DHfPG) bestätigt zudem, dass das Dienstleistungsmodell von EMS-Studios während der coronabedingten Schließungen oftmals zur Solidarisierung der Mitglieder mit ihrem Studio geführt hat. Mitglieder fühlten sich in den EMSAnlagen – im Vergleich zu anderen Segmenten – besser betreut.
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Dies ist auch ein Grund dafür, dass sich EMS-Studios nach dem ersten Lockdown am schnellsten erholt haben und damit konkurrenzlos an den Ergebnissen aller anderen Fitnesseinrichtungen „vorbeigezogen“ sind. Vielerorts konnten EMSStudios sogar während der behördlich angeordneten Schließungen ihren Betreib mit Sondergenehmigung weiterführen. Es verwundert daher nicht, dass auch die Ergebnisse der „Eckdaten der deutschen Fitness-Wirtschaft 2021“ des DSSV für das EMS-Segment relativ positiv ausgefallen sind. Mit einem Gesamtmarktanteil von 14,8 Prozent aller Fitness- und Gesundheitsanlagen in Deutschland konnte eine Steigerung von einem Prozentpunkt gegenüber dem Vorjahr erreicht werden. fitness MANAGEMENT international
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Auch die Mitgliederzahl hat sich, wie auch in den Vorjahren, kontinuierlich erhöht. Das EMS-Segment präsentiert sich weiterhin als Wachstumsmarkt.
Krisensicheres Training Eine tiefergehende Analyse belegt die Gründe hierfür: Beim EMS-Training befinden sich nur wenige Personen zeitgleich in der Einrichtung und die Verweildauer ist mit 30 Minuten verhältnismäßig kurz. Damit sinkt die Angst der Kunden vor einer möglichen Virenübertragung auf ein kalkulierbares Minimum. EMS-Training verläuft immer über Terminvergabe. Soll heißen: keine Warteschlangen vor den Studios und damit auch keine unnötige Verbreitung von Viren. EMS-Training besticht mit einfachen, aber maximal sicheren Hygieneregeln – das schafft zusätzlich Vertrauen bei den Kunden. EMS-Training stärkt nicht nur die Muskulatur, sondern auch das gefährdete Immunsystem. Damit kann der Kunde auf natürliche Weise und unabhängig vom Alter aktiv das Risiko für eine Erkrankung senken. Auch für dieses Jahr wird für den EMS-Markt ein deutlicher Nachfrageschub erwartet. Homefitness ist für viele Kunden keine nachhaltig funktionierende Lösung – und die vorgenannten Gründe werden nach der Wiedereröffnung zur weiteren Steigerung der Popularität dieser Trainingsform beitragen. Die zunehmende Nachfrage nach kompetenten und qualifizierten EMS-Anbietern macht dieses Segment besonders für Gründer interessant. Der schnell wachsende Markt bietet Neueinsteigern zahlreiche Möglichkeiten und Chancen.
Existenzgründung als Alternative zum Beschäftigungsverhältnis Immer mehr Menschen in Deutschland denken über eine berufliche Selbstständigkeit nach. Viele Gründungswillige eint der Wunsch nach beruflicher Freiheit und Unabhängigkeit, nach Selbstverwirklichung und vollständiger Kontrolle über die eigene Lebenszeit. Auch die Aussicht auf finanziellen Wohlstand kann ein Anlass für die Gründung eines eigenen Unternehmens sein. Der Schritt in die Selbstständigkeit ist immer mit Risiken verbunden, die eine ganz andere Dimension einnehmen als ein gewöhnlicher Wechsel der Arbeitsstelle. Deshalb sollte dieser Schritt wohlüberlegt und gut geplant sein. Eine selbstständige Tätigkeit kann gegenüber einem abhängigen Arbeitsverhältnis auch viele Vorteile mit sich bringen. Hierzu zählen insbesondere die folgenden Punkte: • Wirtschaftliche Unabhängigkeit und keine Anweisungen durch Vorgesetzte • Erhöhung des Einkommens
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• Freie Zeiteinteilung hinsichtlich der eigenen Arbeitszeiten • Verwirklichung eigener Ideen und Entfaltung der eigenen Kreativität • Nutzen steuerlicher Vorteile • Einbringen sämtlicher persönlicher Erfahrungen möglich • Hobby zum Beruf machen
Das eigene EMS-Studio als Einstieg in den Zukunftsmarkt Gesundheit Im Hinblick auf die Frage, in welcher Branche man als Existenzgründer aktiv werden soll, lassen sich die meisten Gründungswilligen von den eigenen Interessen bzw. der eigenen beruflichen Vorprägung leiten. Das stetige Wachstum der Fitness- und Gesundheitsbranche lässt den Markt auch für viele Start-upGründer attraktiv erscheinen – insbesondere dann, wenn man bereits im Vorfeld als Mitglied oder Angestellter mit der „Materie“ in Kontakt getreten ist. Umgekehrt steigt jedoch auch die Zahl der Studioinhaber, die von der Entwicklung des Marktes als Quereinsteiger profitieren wollen. Wer eine eigene Existenz in der Fitness- und Gesundheitsbranche aufbauen will, dem bietet aktuell vor allem ein Segment attraktive Möglichkeiten: der EMS-Markt.
Branchenspezifische Besonderheiten in der EMS-Branche Neben einer steigenden Nachfrage nach dem effektiven Ganzkörpertraining gibt es weitere Faktoren, die den EMS-Markt für Gründer immer interessanter werden lassen. Gerade in diesem Segment bieten zahlreiche Franchise- und Lizenzsysteme schlüsselfertige Konzepte an, die Existenzgründer in allen Bereichen professionell unterstützen können. Hier wird es Selbstständigen also ermöglicht, von der Erfahrung und der Reichweite etablierter Konzepte zu profitieren. Darüber hinaus bietet ein EMS-Studio als klassischer Vertreter des Mikrostudios die Vorteile eines überschaubaren Investitionsvolumens und eines geringen Flächenbedarfs. Genau diese beiden Aspekte können den Aufbau eines konventionellen Studios für Existenzgründer erheblich erschweren. EMS-Konzepte greifen zudem den technischen und digitalen Trend auf und bieten den Kunden diverse Vorteile. EMS-Studios benötigen aufgrund ihres tendenziell hochpreisigen Spezialangebots außerdem weniger Mitglieder, um die Gewinnschwelle zu erreichen.
Mit Rückenwind die Selbstständigkeit wagen Der EMS-Markt bleibt also trotz der Corona-Krise stabil und bietet Unternehmern oder Existenzgründern nach wie vor ein riesiges Potenzial: Neben der individuellen Betreuung und den kurzen Trainingseinheiten untermauert das EMS-Training derzeit vor allem aufgrund seiner sicheren Trainingsform seinen Status als krisensichere Investition. Diesen Rückenwind sollten Sie jetzt gewinnbringend nutzen. Der direkte Weg zu Ihrem erfolgreichen EMS-Studio führt über: www.yourownbigthing.de
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MANAGEMENT | FACHARTIKEL EMS-MARKT
Chancen und Perspektiven des EMS-Markts
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Trotz Corona gestärkt in die Zukunft Text: Sascha Tetzlaff
Vor der Corona-Krise war der deutsche EMS-Markt ein Wachstumsmarkt mit jährlich neuen Erfolgszahlen. Egal, ob Umsatz-, Mitglieder- oder Anlagenentwicklung, der EMS-Sektor war immer vorn dabei. Damit die Erfolgsgeschichte auch nach der Pandemie weitergeführt werden kann, muss das Konzept ausgebaut und sollten konzeptionelle Stärken noch besser genutzt werden.
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in wesentlicher Wachstumsmarkt waren in den letzten Jahren vor allem die Mikrostudios, zu denen auch der EMS-Markt zählt, der laut den „Eckdaten der Deutschen Fitness-Wirtschaft 2020“ rund die Hälfte aller Anlagen in diesem Segment ausmacht (DSSV, 2020). Gerade durch die vergleichsweise niedrigen Startinvestitionen, den geringen Platzbedarf und eine niedrige Break-even-Schwelle ist der Markt sehr attraktiv für Gründer und es bestehen diverse
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Franchisemöglichkeiten. Dazu erweist sich das EMS-Angebot als zukunftsorientiert und es ist „voll im Trend“. Auf den vorderen Plätzen der globalen Fitnesstrends finden sich u. a. Personal Training, kurze intensive Trainingseinheiten und auch Trainings mit gesundheitsorientierter Ausrichtung wieder (Thompson, 2020). Das EMS-Training vereint viele dieser Trends in einem Konzept und wird auch aufgrund seiner Vorteile von Kunden stark nachgefragt. fitness MANAGEMENT international
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Kundennähe als Erfolgsfaktor in der Krise Während viele Bestandteile eines klassischen Fitnessangebots als relativ austauschbar wahrgenommen werden können, ist die fachliche Expertise und Empathie der Mitarbeiter, bezogen auf Individualität, Motivation und Kundennähe, unersetzlich. In Zeiten von physischer Distanz war bzw. ist die nichtphysische Nähe zum Kunden das elementarste Kundenbindungstool, das den Betreibern zur Verfügung steht. Je mehr Wert bereits vor der Krise auf die Kundenbeziehung gelegt wurde, desto größer war die Loyalität während der Schließungen und desto wahrscheinlicher ist es, dass diese auch in Zukunft Bestand haben wird. Eine DHfPG-Studie bestätigt, dass sich in einigen Bereichen die EMS-Studios als Vorreiter der Branche herauskristallisiert haben. Es zeigte sich, dass sich die EMS-Mitglieder während des ersten Lockdowns – im Vergleich zu den anderen Segmenten – besser betreut fühlten und sich sehr loyal gegenüber den Studios zeigten (Kobel, Preuschoff & Schmidt, 2020). Die Ergebnisse unterstreichen die zentrale Rolle der Trainer-Kunden-Beziehung sowie den Faktor „qualifizierte/motivierte Mitarbeiter“. Das ist sicher auch ein Grund, weshalb die Checkin-Zahlen nach dem Restart im EMS-Sektor am schnellsten wieder angestiegen sind (DSSV, 2020).
„New Normal“: Chancen für die Branche Viele unserer Gewohnheiten und Verhaltensmuster mussten
wir in den letzten Monaten anpassen und das hat tiefgreifende Auswirkungen auf unser Kauf-, Konsum- und Freizeitverhalten (Appinio, 2020). Hierbei spielen neben vielen gesundheitsrelevanten Gründen sicher auch eine steigende Sensibilisierung und relevante Sicherheits- und Hygienefaktoren eine wichtige Rolle. Und genau auf diese Veränderungen scheinen vor allem auch EMS-Studios optimal reagieren zu können. Dabei sollte der Fokus vor allem auf folgende vier Stärken gerichtet werden:
Ganzheitlicher Ansatz als Chance Bereits Anfang der 1960er-Jahre entwickelte sich der Zweig der funktionellen Elektrostimulation in der Therapie. Somit hat das EMS-Training seinen Ursprung in der Gesundheitstherapie und der Rehabilitation nach Verletzungen, Unfällen oder Operationen. Diese Form des Gesundheitstrainings sollte in Zukunft noch stärker in der Außendarstellung und der Positionierung der Einrichtungen herausgestellt werden. Zu einem ganzheitlich gesunden Lebensstil gehört jedoch mehr als „nur“ angeleitetes Muskeltraining mittels EMS. Ein steigendes Gesundheitsbewusstsein in der Bevölkerung bietet also die ideale Grundlage zur Erweiterung des Geschäftsfeldes und zur Generierung von Zusatzangeboten aus den Bereichen Ernährung und Entspannung. Es gilt, solche ergänzenden Angebote betriebswirtschaftlich sinnvoll und zielführend zu implementieren und dadurch Kunden weitere Mehrwerte zu bieten.
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MANAGEMENT | FACHARTIKEL EMS-MARKT
Digitale Lösungen etablieren
Neben der Einbringung neuer Geschäftsfelder, z. B. zusätzliche digitale Ernährungsprogramme oder Online-Entspannungskurse, können digitale Angebote auch bei der ganzheitlichen Betreuung von Mitgliedern unterstützen. In der Regel verbringt ein EMS-Kunde ein- bis zweimal die Woche 20 bis 30 Minuten in der Einrichtung. Also maximal eine Stunde pro Woche hat der Trainer die Möglichkeit, die Mitglieder zu motivieren, zu unterstützen und sie auf dem Weg zu einem gesünderen Lebensstil zu begleiten. Gerade App-Lösungen bieten hier optimale Voraussetzungen, um die Mitglieder noch effektiver zu begleiten, indem sie z. B. sportliche Aktivitäten außerhalb der Anlage erfassen, motivierenden Content teilen oder einfach die Kommunikation aufrechterhalten. Dadurch werden die Mitglieder noch umfassender und ganzheitlicher durch die Mitarbeiter betreut und an das Unternehmen gebunden.
Erfolgsfaktoren Personal und Mitarbeiterqualifikation Das Angebot von EMS-Training zeichnet sich durch eine enge Kundenbetreuung im Eins-zu-eins- oder Eins-zu-zwei-Verhältnis aus. Die Corona-Pandemie zeigt: Dort, wo man sich wahrgenommen, wertgeschätzt und gemocht fühlt, zeugt die Beziehung von Loyalität und Solidarität. Verschwindet man hingegen in der anonymen Masse, sieht man sich vermutlich nicht in der moralischen und emotionalen Pflicht, Unterstützung in schweren Zeiten zu leisten. Dabei liegt der zentrale Unterschied hierbei in der umfassenden Nähe zu den Kunden. Diese „Trumpfkarte“ gilt es, auch in Zukunft weiter auszuspielen, indem der Mitarbeiterqualifizierung sowie -entwicklung eine zentrale Bedeutung beigemessen und in diese weiter investiert wird. Neben den fachlichen und zwischenmenschlichen Anforderungen an das Personal fordert der Gesetzgeber künftig zusätzlich einen speziellen Fachkundenachweis, damit langfristig ein sicheres und professionelles Training gewährleistet werden kann.
Konzeptionelle Vorteile konsequent nutzen Die Sensibilität für Hygiene und Gesundheitsschutz war in der breiten Bevölkerung sicherlich noch nie so hoch wie heute. Das bietet vor allem EMS-Einrichtungen die Chance, sich als ideales Kleinraumkonzept in der „Post-Corona-Phase“ zu positionieren. Denn viele Dinge, die durch Corona wichtiger denn je erscheinen, sind in EMS-Einrichtungen bereits etablierter Standard. So befinden sich beim EMS-Training in der Regel maximal zwei bis drei Personen (1:1- oder 1:2-Betreuung) im Trainingsbereich. Auch Warteschlangen oder Menschenansammlungen in Räumlichkeiten sind aufgrund von Terminvergabe nahezu ausgeschlossen. Hohe Hygienestandards wie die Desinfektion der Gerätschaften nach jeder Benutzung sind selbstverständlich. Nun müssen die Betriebe diese Selbstverständlichkeit nach außen tragen und für ein anhaltend großes Vertrauen und Sicherheitsgefühl seitens der Kunden sorgen.
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Fotos: innervisionpro – stock.adobe.com | DHfPG/BSA
Spätestens durch die Pandemie wurde der „Digitalisierungsturbo“ in der Fitnessbranche weiter verstärkt. Gerade während der beiden Lockdowns versuchten viele Studios, ihre Mitglieder mit digitalen Angeboten zu unterstützen und den Kontakt aufrechtzuerhalten. Diese „gezwungene“ Implementierung neuer Plattformen muss auch künftig genutzt werden. Die Zukunft sollte nicht stationäres Training in der Anlage oder Online-Training sein, sondern eine Synergie zwischen beiden Angeboten.
Fazit EMS-Betriebe waren vor Corona einer der wesentlichsten Wachstumstreiber der Fitness- und Gesundheitsbranche. Auch während des ersten Lockdowns bestätigte sich, dass die Unternehmen in diesem Segment sehr viel richtiggemacht haben. Corona wird unsere Gesellschaft und die Branche langfristig verändern, deshalb darf man sich auf seinem Erfolg nicht ausruhen und muss das Konzept konsequent weiterentwickeln. EMS-Training, ob als Stand-aloneKonzept oder Shop-in-Shop gestaltet, wird mit der richtigen Fokussierung und Positionierung auch weiterhin in eine positive Zukunft „blicken“ können.
Sascha Tetzlaff Sascha Tetzlaff, M. A. Prävention und Gesundheitsmanagement, verfügt über langjährige Branchenerfahrung im Zweiten Gesundheitsmarkt in den Bereichen Fitness und Physiotherapie. Er ist als pädagogischer Mitarbeiter und Dozent an der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement (DHfPG) im Fachbereich Management tätig. www.dhfpg-bsa.de
Auszug aus der Literaturliste Appinio. (2020). Konsumstudie: Corona. Zugriff am 21.01.2021. Verfügbar unter https://www.appinio.com/de/consumer-corona-report Kobel S., Preuschoff, G. & Schmidt, F. (2020). Erfolgsfaktor Mitarbeiter am Beispiel EMS-Training. fitness MANAGEMENT international, 6 (152), 35–37. Thompson, W. (2020). Worldwide Survey of Fitness Trends for 2021. ACSM's Health & Fitness Journal, 25 (1), 10–19. Für eine vollständige Literaturliste kontaktieren Sie bitte marketing@dhfpg-bsa.de
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Interview mit EGYM CEO Philipp Roesch-Schlanderer
„Die Senkung des BioAge ist das wichtigste Trainingsziel“ Mit seinen digital vernetzten Fitnessgeräten entwickelte sich EGYM innerhalb weniger Jahre vom Start-up zum Kandidaten für einen Börsengang. Investoren hatte der Firma mehr als 100 Millionen Euro zur Verfügung gestellt. Dann traf die Corona-Krise auch EGYM. Firmengründer und CEO Philipp Roesch-Schlanderer reagierte rasch und mit harten Einschnitten: Mitarbeiter mussten gehen, Kosten wurden reduziert und die Produktpalette umgestellt. Dadurch kam das Unternehmen vergleichsweise stabil durch die Krise. Anfang Februar 2021 machte das Hightechunternehmen bundesweit Schlagzeilen mit einer weiteren Finanzierungsrunde durch seine Investoren. Philipp Roesch-Schlanderer spricht im Interview mit fitness MANAGEMENT international über die Situation der Branche, mögliche Lösungen und seine Strategie für EGYM. fMi: Herr Roesch-Schlanderer, wie beurteilen Sie die aktuelle Situation unserer Branche? Philipp Roesch-Schlanderer: Weiten Teilen von Regierung und Öffentlichkeit ist überhaupt nicht klar, was die Politik bei den kleinen und mittelständischen Unternehmen im Fitnessmarkt angerichtet hat. Von November letzten Jahres an wurde praktisch ein mehrmonatiges Umsatzverbot verhängt, während erste Kompensationszahlungen vielfach erst im Januar kamen.
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Foto: EGYM GmbH
EGYM CEO Philipp Roesch-Schlanderer
Der Marktanteil der Einzelstudios in Deutschland liegt bei über 50 Prozent, daher reden wir hier von vielen betroffenen Familienunternehmen, die monatelang überhaupt keine Einnahmen hatten! Wenn die Politik entscheidet, bestimmte Branchen komplett dicht zu machen, ist es das Mindeste, dass diese Leute fair behandeln werden – und nicht sagen, „Ihr kriegt schnell euer Geld“, das dann aber nicht kommt, während gleichzeitig die Mitglieder sauer sind, dass sie noch ihren Beitrag bezahlen müssen. Für die betroffenen Betriebe sind das auch riesige seelische Herausforderungen.
Ich bin sehr für die freie Marktwirtschaft: Hätten Studios per se keinen Erfolg, wäre das halt so und sie verschwänden von selbst von der Bildfläche. Aber wenn unsere Regierung eine höchst erfolgreiche und systemrelevante Branche zusperrt, ist sie auch verantwortlich für die Kompensation ihrer Eingriffe. Diese Anforderung sehe ich derzeit überhaupt nicht erfüllt. Eigentlich sollte man meinen, dass unsere Branche beim Thema Gesundheit Teil der Lösung ist … In der Tat! Die deutschen Fitness- und Gesundheitsanlagen haben mehr als zehn Millionen Mitglieder, die einen sehr relevanten Markt repräsentieren und die Leute gesund machen bzw. präventiv tätig sind. Was öffentlich überhaupt nicht diskutiert wird, ist der riesige langfristige Schaden für die Volksgesundheit, der gerade vor unseren Augen entsteht. Das Infektionsgeschehen ist das eine, aber wenn man über eine längere Lockdown-Periode spricht, muss man schon auch an die nachkommenden, viel größeren Gesundheitsschäden denken. Ich sehe einfach keinen intelligenten, nachvollziehbaren Plan der Politik für unsere Industrie. Wie verändert sich Ihrer Ansicht nach das Training in bzw. mit der Pandemie? Wenn Corona überhaupt irgendeinen positiven Aspekt hat, dann den, dass wir einen ganz starken globalen Trend hin zu gesundheitsorientiertem Training sehen – auf Kosten des ästhetischen Trainings. Dieser Trend zeichnete sich bereits vor der Pandemie ab und hat sich inzwischen noch einmal massiv ausgeweitet. Ich gebe Ihnen ein Beispiel: Über neun Jahre waren an den EGYM Geräten immer Muskelaufbau und Abnehmen die beliebtesten Trainingsziele – seit Juni 2020 ist es Immunity Boost! Fast 40 Prozent aller Nutzer – bei älteren Personen waren es sogar über die Hälfte – haben Immunity Boost als ihre Prio 1 ausgewählt. Dieses Trainingsprogramm ist sicher mit ein Grund, weshalb EGYM Studios im letzten Sommer 15 Prozent mehr Neuverträge als der Branchendurchschnitt verzeichneten. Deshalb appellieren wir für 2021 an die Studiobetreiber: Macht die Senkung des BioAge zum wichtigsten Ziel für eure Kunden! Die Motivation fürs Abnehmen geht nach einigen Monaten zurück, aber das Thema „Sich jünger und gesünder fühlen – länger leben!“ bleibt und wird immer wichtiger – übrigens für alle Zielgruppen. In der EGYM Fitness App sehen die Kunden auf einen Blick, wie sich ihr BioAge durch regelmäßiges Training verbessert. Wir berücksichtigen dabei die Dimensionen Kraft, Kardio, Stoffwechsel und neuerdings auch Beweglichkeit. BioAge gibt es nur bei EGYM. Wir haben dazu zahlreiche Partner in den Bereichen Körpermesssysteme (z. B. InBody, Tanita, seca) und Kardio (z. B. Matrix und Precor) in unser Ökosystem mit 02/21
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eingebunden. Die Beweglichkeitsdaten liefert unser brandneuer EGYM Fitness Hub, den wir vor wenigen Tagen vorgestellt haben. BioAge visualisiert auf valider Datenbasis, wie sich der Körper durchs Training verjüngt. Besser kann man Mitglieder – und natürlich Neukunden – nicht motivieren! Welche Rolle spielt künftig das Training zu Hause? Ist z. B. Peloton eine Gefahr für die Studios? Mir wird zu viel über die mögliche Gefahr diskutiert. Klar, der Peloton CEO sagt regelmäßig, dass er den Studios die Mitglieder wegnehmen wolle. Aus meiner Sicht sollten wir total selbstbewusst sein und auf die Stärke unserer Einrichtungen, nämlich das gerätegestützte Gesundheitstraining, setzen. Aber was wir noch viel mehr tun sollten, ist, uns zu überlegen, was wir von Peloton lernen können: Die haben ein Produkt, das die Leute echt begeistert. Millionen Nutzer verwenden das Peloton Bike durchschnittlich pro Haushalt und Monat 20 (!!!!) Mal. Wir sollten also überlegen, wie wir eine genauso tolle Nutzererfahrung auch in die Gyms bekommen. EGYM will das Thema auf jeden Fall angehen und sehen, wie wir von Peloton lernen können, um das Training im Studio noch viel mehr aufzuwerten. Wie kommt EGYM durch die aktuelle Krise? Im Frühjahr 2020 befanden wir uns auf einem sehr dynamischen Wachstumspfad. Als Corona kam, realisierten wir schnell, dass das unsere Branche voll erwischen wird. Wir haben sofort entsprechende Maßnahmen getroffen, um unseren Kunden auch in dieser unübersichtlichen Situation Stabilität und Sicherheit zu bieten. Wir haben unsere Ressourcen auf Kernthemen, wie z. B. das Immunity Boost Programm konsolidiert. Und wir haben unsere Kosten entsprechend reduziert. Auf diese Weise stellten wir frühzeitig sicher, dass unser Geschäftsmodell langfristig „gesund“ bleibt, auch in einem herausfordernden Marktumfeld. Lässt sich das quantifizieren? 2019 haben wir 82 Millionen Euro Umsatz gemacht. Dank einer sensationellen Gemeinschaftsleistung unseres gesamten EGYM Teams haben wir dieses Level im vergangenen Jahr in etwa gehalten. Klar hatten wir uns für 2020 mehr vorgenommen, aber unter den gegebenen Umständen bin ich zufrieden. Wir haben unsere Kosten durch die erwähnten Maßnahmen sehr gut in den Griff bekommen und fahren im Moment in der Safety-Car-Phase. Hinzu kommt, dass uns unsere Investoren kürzlich 28 Millionen Euro frisches Kapital zur Verfügung gestellt haben, das wir in die Entwicklung weiterer innovativer Produkte investieren.
egym.com
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MANAGEMENT | FRANCHISE | ANZEIGE
Fotos: FITNESSLOFT Nordhausen
Interview mit Tobias Rautenstrauch
Vom Studenten zum Franchisenehmer Mangelnde Zielstrebigkeit kann man Tobias Rautenstrauch nicht vorwerfen. 2011 begann er seine Karriere bei FitnessLOFT als dualer Student des Bachelor-Studiengangs Fitnessökonomie an der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement (DHfPG). Zehn Jahre später startete er mit dem FitnessLOFT Nordhausen, seinem ersten eigenen Studio, durch und ist damit seit 2020 der erste Franchisenehmer der Fitnesskette FitnessLOFT. ment mit dem Fokus auf „Marketing & Vertrieb“ und „Finanzen & Controlling“ ab. 2020 eröffnete er in Nordhausen auf über 1.600 Quadratmetern sein erstes eigenes Fitnessstudio.
Tobias Rautenstrauch hat in der FitnessLOFT Gruppe sämtliche Abteilungen durchlaufen und führt nun in Nordhausen sein erstes eigenes Studio mit 15 Mitarbeitern
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chon ein halbes Jahr nach seinem Start bei FitnessLOFT in Gifhorn übernahm Tobias Rautenstrauch dort die Studioleitung. Die Geschäftsführer Dr. Simon F. Stolze und Günter Becker erkannten rasch sein Potenzial und holten ihn anderthalb Jahre später als Assistent der Geschäftsführung in die Zentrale nach Braunschweig. Dort begleitete er sämtliche Entwicklungen des Unternehmens FitnessLOFT von damals drei auf heute über dreißig Standorte. In seiner Zeit bei FitnessLOFT leitete er verschiedene Abteilungen, von Qualitäts- und Expansionsmanagement über zentralen Einkauf und Marketing bis hin zum Aufbau des Franchisesystems. Parallel dazu schloss er sein Master-Studium an der DHfPG in Prävention und Gesundheitsmanage-
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fMi: Wann haben Sie das FitnessLOFT Nordhausen eröffnet und wie zufrieden sind Sie mit der Entwicklung des Studios? Tobias Rautenstrauch: Wir haben am 1. Juni 2020 eröffnet. Ursprünglich war die Eröffnung für den 15. März 2020 geplant, diese hat sich wegen der Corona-Pandemie verzögert. So führte unter anderem der vollständige Lockdown in Italien Anfang 2020 zu Lieferengpässen bei den Fliesen für den Wellnessbereich. Als der Umbau fertig war, wollten wir am 14. April öffnen. Zu diesem Zeitpunkt befand sich ganz Deutschland im Lockdown, die ersehnte Eröffnung musste bis zum 1. Juni warten. Unter dem Gesichtspunkt Corona läuft die Entwicklung sehr positiv und ich bin zufrieden. Wenn man von einer „normalen“ Studioeröffnung ausgeht, erfüllt sich die Planung für den Standort natürlich noch nicht. 2020 wollten wir rund 9,5 Monate öffnen (Mitte März bis Dezember), bedingt durch die behördlich angeordneten Schließungen waren es 2020 nur fünf Monate. Da kann die ursprüngliche Planung verständlicherweise nicht eingehalten werden. Was lernen Sie aus dem Lockdown? Während des ersten Lockdowns habe ich mit den Behörden vor Ort gesprochen, sodass wir als reine Verkaufsfläche und nicht als klassisches Fitnessstudio gewertet wurden. Dadurch hatten wir einen verlängerten Vorverkauf. Zwar musste die Hälfte der Fläche (800 m2) mit Flatterband abgesperrt werden, aber so konnte ich weitere Mitgliedschaften generieren und mit mehr Mitgliedern starten. fitness MANAGEMENT international
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Zusätzlich wurden während des ersten Lockdowns meine Mitarbeiter umfassend bei der hauseigenen Akademie von FitnessLOFT weitergebildet. Der Ausbildungsleiter vermittelte ihnen das Wissen zur Fitnesstrainer-B-Lizenz, sodass jetzt jeder Mitarbeiter Trainingspläne schreiben kann. Bei uns gibt es dadurch keinen klassischen Servicebereich mehr. Unsere Mitarbeiter sind Allrounder und mischen nicht nur Shakes, sondern arbeiten auch im Trainingsbereich und führen zum Beispiel InBody-Analysen durch – auch unsere Teilzeitbeschäftigten. Im zweiten Lockdown hatten wir mehrere LES MILLS-Schulungen für den Kursbereich. In der Region Nordhausen gab es dafür kaum Trainer. Darum ließ ich drei Trainer für Bodypump®, zwei für GRIT® und eine Trainerin für Bodybalance® ausbilden. So nutze ich die Zeit, um gestärkt aus der Situation hervorzugehen und nach dem Lockdown einen noch größeren Kursbereich anbieten zu können. Momentan arbeite ich mit meinem Team sehr viel an digitalen Inhalten, um uns später die Arbeit im Livebetrieb zu erleichtern. Beispielsweise haben wir bereits den gesamten Content für 2021/2022 in Social Media fertig und einen Online-Shop ins Leben gerufen. Warum haben Sie sich für den Standort Nordhausen entschieden und was hat Sie davon überzeugt, den Schritt in die Selbstständigkeit zu wagen? In den letzten zwei Jahren bei FitnessLOFT war das Thema Franchise mein Projekt, mit dem Ziel, mich selbstständig zu machen. In Absprache mit den beiden Geschäftsführern wollte ich einen eigenen Standort eröffnen, aber vorher das System so weit aufbauen, dass es anschließend als Franchisekonzept von FitnessLOFT vertrieben werden kann. Damals verhandelte ich verschiedene potenzielle Objekte für das Unternehmen FitnessLOFT und potenzielle Franchisenehmer. Nordhausen war von Anfang an einer meiner Favoriten, für den viele Faktoren sprachen. Die Standortanalyse zu Einwohnerzahl, Potenzial und Mitbewerbern war sehr vielversprechend. In der Kernstadt leben knapp 40.000 Einwohner, 85.000 im Landkreis. Das Objekt liegt an einer der Hauptstraßen der Stadt und gleichzeitig in der Nähe der Hochschule. Auch das Objekt, die Halle des ehemaligen Fahrzeugteilegroßhandels Wessel + Müller AG mit knapp sieben Meter hohen Decken, gefiel mir. Hier konnte ich alles sehr offen gestalten, was perfekt in das Konzept von FitnessLOFT passt – die optimale Wahl für mein erstes eigenes Studio. Welche Vorteile bietet FitnessLOFT gegenüber anderen Franchisepartnern? Mein Werdegang ist natürlich etwas Besonderes, da ich von 2011 bis Ende 2019 in der FitnessLOFT Gruppe angestellt war, in sämtlichen Abteilungen gearbeitet habe und mit allen Partnern und Lieferanten der Unternehmensgruppe bereits seit Jahren vernetzt bin. Das ist für einen externen Franchisenehmer anders, aber auch hier wird eine enge Vernetzung mit vielen Lieferanten seitens des Franchisegebers angestrebt. Die Unternehmenskette FitnessLOFT hat 29 eigengeführte Standorte, an denen sehr viel Eigenerfahrung in Bezug auf Marketingmaßnahmen und Vertriebsmaßnahmen gesam02/21
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melt werden kann. Neue Ideen werden zuerst an eigenen Standorten getestet, bevor sie an die Franchisenehmer weitergegeben werden. Das Risiko trägt hier somit der Franchisegeber und nicht direkt der Franchisenehmer. Bei anderen Franchisegebern steht das System, aber es gibt wenig eigene Standorte, alles andere sind Franchisebetriebe. Ein Riesenvorteil ist, dass ich die Kostenstruktur gering halten kann. Es gibt keine versteckten Kosten, beispielsweise bei Druckdaten für Flyer. Bei FitnessLOFT erhalte ich Druckdaten und kann die Druckerei frei wählen, verhandele eins zu eins die Konditionen. Ich muss nicht über FitnessLOFT bestellen, die Bearbeitung mitzahlen und lande dann statt 5 bei 10 EUR pro Flyer. Diese Kostenstruktur spiegelt sich auch in der Einkaufspolitik wider. FitnessLOFT hat sehr gute Konditionen für sich und die Franchisenehmer ausgehandelt. FitnessLOFT gibt einen groben Rahmen an Lieferanten vor. Die finale Auswahl ist aber nicht auf einen Hersteller oder Lieferanten beschränkt, man kann aus einem Portfolio mit verschiedensten Varianten auswählen und sich sein Studio mit ganz eigenem Flair zusammenstellen. Bei uns in Nordhausen stehen sowohl Geräte von Matrix als auch von milon, Ziva und Elbesport. Nach dem Lockdown bekommen wir noch einen Zirkel von Nautilus. Was empfehlen Sie Fitnessprofis, die selbst mit dem Gedanken spielen, Franchisenehmer zu werden? Am Anfang steht die Frage: Welches Konzept möchte ich eröffnen? Mikrostudio, Ladyfitness, EMS-Studio oder klassisches Fitnessstudio? Der Franchisemarkt bietet wahnsinnig viele Varianten und verschiedene Systeme. Welcher Franchisegeber passt zu mir? Welcher Standort kommt infrage? Diese beiden Fragen spielen wechselseitig miteinander. Abhängig von der Marktsituation ist es gegebenenfalls wirtschaftlich nur rentabel, in das Discount- oder in das Premiumsegment einzusteigen. Sehr wichtig ist dabei die Standort- und Mitbewerberanalyse. Wie sieht das Preissystem der Mitbewerber aus, wie die Einkommensstruktur des Standortes? In Nordhausen befinde ich mich im Premium-Discount-Bereich. Unser Basisbeitrag startet aktuell bei 19,90 EUR zzgl. Gebühren (Start-, Jahrespauschale), inklusive aller Leistungen liegen wir bei 29,90 EUR monatlich. In diesem Preissegment gibt es aktuell nur einen Mitbewerber vor Ort, der allerdings weniger Leistung bietet. Alle anderen Anbieter liegen deutlich über unseren Preisen. An anderen Standorten kann der Franchisenehmer bei FitnessLOFT auch mit einem hochpreisigen Modell arbeiten (z. B.: 49,90 EUR monatlich inklusive aller Leistungen). So bietet FitnessLOFT für viele Standorte verschiedene Preismodelle und ist nicht nur an ein Preissegment gebunden. Das gibt dem Franchisenehmer die Freiheit, den Standort zu analysieren, die Mitbewerberlage zu prüfen und sich danach für ein Preismodell zu entscheiden – von Discount bis Premium ist alles möglich. Bei der finalen Auswahl des Preissystems wird der Franchisenehmer bereits von FitnessLOFT begleitet. E-Mail: franchise@fitnessloft.de Zusätzliche Informationen: www.fitnessloft.de/franchise
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MANAGEMENT | IMPULS
Restart: zielgerichtete Kundenkommunikation in Zeiten von Corona
Text: Florian Schmidt und Jürgen Wolff
Nach dem Wegbrechen des umsatzstarken Neujahrsgeschäfts und der schwierigen Situation rund um die Neukundenakquise stehen die Studiobetreiber aktuell vor großen Herausforderungen: Es gilt, zeitnah nach der Wiedereröffnung möglichst viele (Neu-) Mitglieder für das Training im Studio zu begeistern und trotz der anhaltenden Verunsicherung im Markt neues Vertrauen aufzubauen. Wie Betreiber diese Challenge meistern wollen und welche Strategien und Lösungen sie dabei verfolgen, lesen Sie in Interviews mit Ralf Trierweiler (juka dojo) und Sven Janus (terra sports).
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it den Monaten Januar, Februar und März sind den Studiobetreibern nicht nur die umsatzstärksten Monate des Geschäftsjahres komplett weggebrochen, sondern ihnen ist auch einer der wichtigsten Zeiträume zur Neukundenakquise verloren gegangen.
Schwere Hypothek: wichtige Neuverträge fehlen Aktuelle Branchenzahlen des DSSV oder der Sport Alliance zeigen, wie hart der zweite Lockdown die Branche aus wirtschaftlicher Sicht getroffen hat: Normalerweise „puffert“ gerade das erste Jahresquartal die natürliche Mitgliederfluktuation ab und sorgt für ein Drittel der jährlich abgeschlossenen Neuverträge – doch in Zeiten der COVID-19-Pandemie ist vieles anders. Allein im Januar fehlten den deutschen Unternehmen schätzungsweise 13 Prozent der kalkulierten Neuverträge. Berücksichtigt man zusätzlich das wirtschaftlich schwierige vierte Quartal 2020, mussten die Studiobe-
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treiber in puncto Neuverträge Einbußen von bis zu 57 Prozent hinnehmen.
Mitgliedergewinnung wichtiger denn je Angesichts dieser Zahlen wird deutlich, warum nach der Wiedereröffnung gerade der Neukundenakquise eine wichtige Bedeutung zukommt. Doch wie gewinnt man in diesen unsicheren Zeiten Neukunden für das eigene Studio? Welche Rolle spielen dabei die Kundennähe und eine offene, transparente Kommunikation? Wie schafft man über entsprechende Angebote Sicherheit und Vertrauen? Um diese und weitere Fragen zu beantworten, haben wir mit Ralf Trierweiler, Inhaber und Geschäftsführer der juka dojo Fitness Clubs in Hamburg, und Sven Janus, Geschäftsführer der terra sports GmbH, über ihre Lehren aus der Krise, neue Strategien und die Pläne für die nächsten Monate gesprochen. fitness MANAGEMENT international
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Fotos: fizkes – stock.adobe.com | Marco Trierweiler
Neukundengewinnung als zentrale Herausforderung
wir auf eine Mischung aus Landingpages, E-Mail- und SMSMarketing, Webinaren und Videobotschaften, die den Kunden begleiten und zu uns in den Club führen sollen. Welche Verkaufsargumente sind in der aktuellen Situation besonders wichtig sowie Erfolg versprechend und warum? Ich denke, dem Kunden wird es um das Wohlfühlen und die Lebensqualität gehen. Gerade in diesen Bereichen können wir als Fitnessclub sehr stark punkten, was auch die eben genannten Themen beinhaltet.
Ralf Trierweiler Inhaber und Geschäftsführer der juka dojo Fitness Clubs in Hamburg
fMi: Rechnen Sie damit, fehlende Neuverträge im Jahresverlauf durch gezielte Maßnahmen kompensieren zu können? Ralf Trierweiler: Ich glaube nicht, dass wir das in diesem Jahr schaffen werden. Wenn wir nach dem Lockdown wieder öffnen, beginnt ja die in Bezug auf Neuverträge ruhigere Zeit. An einen merkbaren Aufbau ist dann meines Erachtens erst wieder ab Herbst zu denken. Ich rechne damit, dass wir von heute an ca. zwei Jahre brauchen werden, um wieder auf dem Stand vor Corona zu sein. Haben Sie geplant, in diesem Jahr vermehrt in die Kundengewinnung zu investieren? Wir werden in Bezug auf die Neukundenakquise einen sehr hohen Aufwand betreiben. Das bedeutet aber nicht, dass wir hier gleich deutlich mehr Etat hineinstecken. Zusätzlich zu den Neukunden, die noch nie bei uns waren, haben wir ja mehrere Zielgruppen, von denen wir die Kontaktdaten schon haben. Das sind z. B. all die Interessenten, die schon mal bei uns waren und aus irgendeinem Grund nicht abgeschlossen haben, aber auch die Mitglieder, die gerade jetzt in der Corona-Zeit nicht gekommen sind und gekündigt haben. Das sind unterschiedliche Zielgruppen, die jeweils anders angesprochen werden müssen. Hier werden wir einen hohen Aufwand betreiben. Mit welchen Strategien und Angeboten wollen Sie in der Praxis bei den Interessenten punkten? Ich rechne damit, dass die klassischen Themen, wie Abnehmen oder Schmerzfreiheit in Bezug auf Rücken und Gelenke, gerade nach dem Lockdown Wirkung zeigen. Hier ist es wichtig, dem Kunden klare Konzepte aufzuzeigen, wie er diese Ziele bei uns auch wirklich erreicht. In diesem Bereich haben wir in der letzten Zeit viel automatisiert. Wir werden den Interessenten zielgenau Content zu ihren Problemthemen liefern können, in dem dann verschiedene Angebote des Kennenlernens enthalten sind. Dafür setzen 02/21
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Da wir aber auch gerade die Zielgruppe ansprechen wollen, die noch nicht bei uns war, müssen wir die Hürden so niedrig wie möglich setzen, z. B. durch Testangebote oder monatlich kündbare Angebote. Der Kunde muss das Erlebnis „Fitness“ spüren und er muss merken, dass dieses ein anderes ist, als wenn er vor dem PC Sport macht oder spazieren geht. Im ersten Lockdown war ich noch der Meinung, das Thema Immunsystem würde die Menschen interessieren. Das ist aus meiner Sicht allerdings nicht der Fall. Daran müssen wir sicherlich langfristig arbeiten, kurzfristig sieht der Kunde uns hier aber nicht als ersten Lösungsanbieter. Welche Rolle spielen die Faktoren Hygiene- und Sicherheitsstandards, Mitarbeiterqualifikation, digitale Zusatzangebote, Online-Verträge sowie flexiblere Mitgliedschaftsmodelle in der Außendarstellung und für das Marketing Ihrer Studios? Oh, das sind ja viele, aber wichtige Fragen in einer (lacht). Die Hygiene wird einen sehr hohen Stellenwert haben. Dem Kunden muss schon in der Werbung deutlich gemacht werden, dass wir hier verantwortungsbewusst sind. Auch wird es wichtig sein, aufzuzeigen, dass ein Fitnessclub nicht unhygienischer ist als z. B. ein Supermarkt oder ein anderes Geschäft. Wir sind im Bereich Hygiene bei den meisten Punkten, wie Lüftung und Nachverfolgung von Kontakten, sogar deutlich besser aufgestellt. Die Mitarbeiterqualifikation war vor dem Lockdown wichtig und ist es nach dem Lockdown auch. Gerade wenn wir einen deutlichen Unterschied zu den Online-Angeboten hervorheben wollen, werden in der nächsten Zeit neben den fachlichen besonders auch die sozialen Kompetenzen gefordert sein. Auch wenn ich der Meinung bin, dass wir gerade die Kunden in unserem Studio haben, die den persönlichen Kontakt und die Atmosphäre im Club wollen, sehe ich die digitalen Angebote als eine tolle Ergänzung. Hier gibt es so viele Möglichkeiten, dem Kunden einen Mehrwert zu bieten. Wir werden dies beibehalten. Es ist aber auch für potenzielle Mitglieder ein Zwischenschritt, um mit uns in Kontakt zu kommen. Bei den Mitgliedschaftsmodellen bin ich eher konservativ. Ich glaube nicht, dass die Zeit der 24-Monatsvereinbarung schon vorbei ist. Sicherlich ist es wichtig, flexible und einfache Einstiegsmodelle zu finden, aber wenn der Kunde das Vertrauen hat, sieht er nach meinen Erfahrungen kein Problem in einer längeren Bindung. In der Werbung werden natürlich die Einstiegsmodelle eine Rolle spielen. Wir müssen unsere
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MANAGEMENT | IMPULS
Erfahrung noch machen, ob die Kunden diese online abschließen. Im Discount- ist das vermutlich einfacher als im Premiumbereich. Welche Lehren ziehen Sie aus der Krise für die zukünftige Neukundenakquise? Wir waren vor dem Lockdown sehr glücklich mit unseren älteren Mitgliedern. Um unseren Schnitt von 55 Jahren im juka dojo Nienstedten wurden wir immer beneidet, da es sich hier bekanntlich um eine sehr konstante Zielgruppe handelt. Da waren wir sehr verwöhnt. Die Pandemie und die damit verbundene Angst gerade bei älteren Menschen hat dieses Bild komplett auf den Kopf gestellt. Wir werden also in der Wer-
bung und im Angebot vermehrt auf eine Zielgruppe zwischen 30 und 50 Jahren setzen. Sehen Sie im gestiegenen Gesundheitsbewusstsein und der Sensibilisierung durch die Pandemie auch eine Chance für ein weiteres langfristiges Mitgliederwachstum? Auch wenn die Menschen uns in Bezug auf das Immunsystem noch nicht als ihren Ansprechpartner sehen, glaube ich, dass das Thema „körperliches Wohlbefinden“ eine größere Rolle einnehmen wird. Hier sehe ich die große Chance für uns, langfristig noch mehr zu wachsen. Und natürlich müssen wir intensiv daran arbeiten, dass wir in Zukunft als die gesehen werden, die die Risikogruppen in der Bevölkerung kleiner machen.
Werden Sie in diesem Jahr vermehrt in die Neukundengewinnung investieren? Wir haben schon immer stark auf diesen Bereich gesetzt, da der EMS-Sport generell noch etwas mehr Aufmerksamkeit benötigt als das Training in konventionellen Studios. Wir investieren monatlich in das Konzept der global fitness and health academy. Die Ergebnisse der letzten Jahre haben uns dahingehend bestätigt und gezeigt, dass wir die besten Wachstumszahlen der Branche haben. Mit welchen Strategien und Angeboten wollen Sie in der Praxis bei den Interessenten punkten? Ich denke, dass uns die Themen Sicherheit und Hygiene noch jahrelang begleiten werden. Daher haben wir alle Maßnahmen getroffen, um den besten Schutz bieten zu können.
Sven Janus Geschäftsführer der terra sports GmbH
fMi: Rechnen Sie damit, fehlende Neuverträge im Jahresverlauf durch gezielte Maßnahmen kompensieren zu können? Sven Janus: Die Zeit der Schließungen hat uns natürlich – wie alle anderen auch – in eine schwierige Lage gebracht. Nichtsdestotrotz werden wir die fehlenden Neuverträge kompensieren können. Wir haben durch unseren hervorragenden Kundenkontakt viele Mitglieder dazu bewegen können, uns in dieser schwierigen Zeit zu unterstützen. Dafür möchte ich mich auch an dieser Stelle noch einmal persönlich bei allen Kunden herzlich bedanken.
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Wir haben neben der DIN-Zertifizierung und der neuen Strahlenschutzverordnung nun auch die EU-Norm umgesetzt und werden in naher Zukunft alle Studios zertifiziert haben, sodass ein Maximum an Sicherheit für unsere Kunden gewährleistet ist.
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Welche Verkaufsargumente sind in der aktuellen Situation besonders wichtig sowie Erfolg versprechend und warum? Für uns sowie für die gesamte Branche ist es natürlich von Vorteil, dass wir ein beschränktes Kundenaufkommen haben. Personal Training ist für uns nur mit maximal zwei Kunden gleichzeitig möglich. Wir haben die Möglichkeit, Kontakte einfach und nachvollziehbar über die Studiosoftware zu tracken. Neben den unzähligen Schutzmaßnahmen, die wir anbieten, steht natürlich das Ziel des Kunden im Mittelpunkt. Ich bin nach wie vor davon überzeugt, dass die professionelle Betreuung fitness MANAGEMENT international
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Foto: Sven Janus
Wir haben mit unserem Partner für Neukundengewinnung und Kundenbindung, der global fitness and health academy GmbH und Geschäftsführer Julian Hermsen, ein seit Jahren erfolgreiches System implementiert. Dies bezieht sich auf Neukundengewinnung – online und offline –, Empfehlungsmanagement, Kundenbindung sowie auf Schulungen des gesamten Personals. Von daher sind wir sicher, dass wir unsere Netto-Wachstumszahlen von mindestens zwölf pro Monat und Studio wieder erreichen werden.
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Natürlich sind wir in erster Linie Personal Trainer. Daher ist jeder Erfolg des Kunden auch unser Erfolg. Dazu bieten wir eine Menge an Extraleistungen wie personalisierte Ernährungscoachings. Uns ist sehr wichtig, dass unsere Personal Trainer diesen Titel auch verdienen. Jeder Angestellte der terra sports GmbH, wird mehrmals pro Monat von der global fitness and health academy geschult und fortgebildet. Ohne eine fünftägige Startschulung arbeitet kein Mitarbeiter am Kunden.
durch einen fachkundigen Personal Trainer das beste Mittel ist, seine persönlichen Ziele schnell und nachhaltig zu erreichen. Welche Rolle spielen die Faktoren Hygiene- und Sicherheitsstandards, Mitarbeiterqualifikation, digitale Zusatzangebote, Online-Verträge sowie flexiblere Mitgliedschaftsmodelle in der Außendarstellung und für das Marketing Ihrer Studios? Eine große Rolle. Die Hygiene- und Sicherheitsstandards hatten wir bei terra sports schon vor der Corona-Krise umgesetzt. Diese haben wir beispielsweise durch Plexiglasscheiben zwischen Kunde und Trainer noch einmal aufgestockt. Die Qualifikation der Mitarbeiter ist der wichtigste Faktor. Neben dem dualen Studium an der DHfPG oder der Ausbildung über die IHK bilden wir unsere Mitarbeiter ständig fort. Die Themen Ernährung, Trainingslehre, Knigge, Verkauf, Kundenbindung, Anatomie und Physiologie durchläuft jeder Mitarbeiter je nach Wissensstand mehrmals im Monat. Die global fitness and health academy kann mit dem Psychologen Julian Hermsen auch unsere Führungskräfte optimal coachen und fortbilden. Online-Verträge sind heutzutage selbstverständlich. Wir gehen diesen Weg aber etwas anders. Wir möchten über die Online-Verträge hinaus mit jedem neuen Mitglied der terra sports Familie persönlich sprechen, seine Wünsche, Ziele und Motiva-
tion herausfinden und ihm die Besonderheiten des EMS-Trainings bei terra sports erläutern. Wir haben einen hybriden Weg gewählt, weil für uns der persönliche Kontakt zum Kunden das Wichtigste und Schönste an unserer täglichen Arbeit ist. Welche Lehren ziehen Sie aus der Krise für die zukünftige Neukundenakquise? Die Kunden für den EMS-Sport sind vielfältig. Wir möchten in Zukunft auch gerade den Best Agern bessere Angebote und mehr Möglichkeiten geben, um terra sports zur Erfüllung ihrer persönlichen Ziele zu nutzen. Wir sind mit unserem Partner für die Neukundenakquise hochzufrieden. Wir haben ein komplettes System um den Kunden herum aufgebaut, das zukunftssicher ist und freuen uns alle, wenn es endlich wieder losgeht. Sehen Sie im gestiegenen Gesundheitsbewusstsein und der Sensibilisierung aufgrund der Pandemie auch eine Chance für ein weiteres langfristiges Mitgliederwachstum? Ja definitiv. Ich denke, die gesamte EMS-Branche wird nach der Wiedereröffnung einen enormen Kundenzufluss haben. Mich freut, dass unser Sport generell mehr in den Fokus rücken wird und ich bin sicher, dass sich alle Anbieter dieser Verantwortung bewusst sind.
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MANAGEMENT | WACHSTUMSSTRATEGIE | ANZEIGE
milon und five verstärken sich mit zehn neuen Branchenexperten
„Verstärkung – qualitativ, punktuell und ganz gezielt“
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reaking News zu Jahresbeginn haben bei milon und five inzwischen Tradition. Nach der Kooperation mit proxomed und der Übernahme von five im vergangenen Jahr hat die milon Gruppe auch zu Beginn des Jahres 2021 weitere strategische Weichen für eine erfolgreiche Zukunft gestellt: Das Unternehmen erweitert sein Team um zehn erfahrene und branchenbekannte Experten. In einem Interview haben Bernd Reichle (Geschäftsführung milon Gruppe), Wolf Harwath (Geschäftsführung milon Gruppe) und Marc Wisner (Vertrieb milon Gruppe) mit fitness MANAGEMENT international über die Hintergründe dieser Entscheidung gesprochen.
fMi: Die milon Gruppe hat zu Jahresbeginn 2021 ihr Vertriebsteam mit zehn erfahrenen Experten verstärkt. Welche Überlegungen haben Sie dazu veranlasst, diesen Schritt zu gehen, und warum tun Sie es gerade jetzt, wo viele Unternehmen „den Gürtel enger schnallen“? Bernd Reichle: Eine sehr erfolgreiche Strategie zur Krisenbewältigung ist, antizyklisch zu agieren – also gerade in einer Krise Chancen zu erkennen und dann gezielt Maßnahmen zu ergreifen. Diesen Weg konnten wir gehen, weil wir uns eine sehr gute Ausgangslage erarbeitet hatten.
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Dann haben wir uns mit unserem Gesellschafter Hubert Haupt zusammengesetzt und konnten ihn von unserem angestrebten Weg überzeugen – sogar begeistern. Dementsprechend hat er uns voll unterstützt und wir konnten bereits ab Mai unsere Themen angehen: neue Entwicklungsprojekte und das Zusammenlegen unserer Entwicklungsressourcen, um Abläufe in der Softwareentwicklung zu optimieren. Es reicht aber nicht, wenn ich hervorragende Produkte und Hardware bereitstellen kann, sondern ich brauche auch die richtigen Lösungen sowie passende Konzepte und ich brauche insbesondere die richtige Kompetenz. Das ist ein wesentlicher Baustein. Diese Kompetenz brauchten wir in einer Stärke, die gewährleistet, dass wir unseren Kunden nach Corona effektiv dabei helfen können, beispielsweise den Verlust an Mitgliedern schnellstmöglich zu kompensieren. Es war also nur logisch, dass wir uns gerade in dieser Situation quantitativ, aber vor allem qualitativ, punktuell und ganz gezielt verstärkt haben. Darüber hinaus haben wir uns auch im Bereich User Experience personell verstärkt sowie mit Entwicklern im Bereich Digital-Services, um dort „unsere PS besser und schneller auf die Straße zu bringen“. Inwieweit wird der Vertrieb für die beiden Marken milon und five jetzt neu strukturiert? Wolf Harwath: Ich finde, dass der Ausdruck „Vertrieb“ der Sache nicht ganz gerecht wird. Nur dem Gedanken folgend, fitness MANAGEMENT international
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Foto: milon industries GmbH
Als sich im Februar vergangenen Jahres die Entwicklung der Pandemie abzeichnete, haben wir sehr früh reagiert, in den Krisenmodus geschaltet und zuallererst die Liquidität der milon Gruppe sichergestellt. Dadurch, dass wir so früh begonnen haben, die richtigen Maßnahmen zu ergreifen, waren wir in der Lage, auch sehr früh wieder umzuschalten. Auf dem Weg, uns für die Zeit nach der Krise wieder optimal aufzustellen, konnten wir nicht einzelne Geschäftsbereiche wie den Vertrieb, die Prozessoptimierung oder die Produktentwicklung isoliert betrachten, sondern mussten alle Bereiche prüfen. Und genau das haben wir gemacht und sehr rasch Konzepte entwickelt.
v. l. n. r.: Alexander Strahl (Vertrieb), Marc Wisner (Vertrieb), Bernd Reichle (Geschäftsführung milon Gruppe), Wolf Harwath (Geschäftsführung milon Gruppe), Andreas Kreil (Vertrieb) und Christoph Limberger (Geschäftsführung five)
mehr Verkäufer zu haben, hätten wir den Schritt nicht gewagt. Wer die Beteiligten ein bisschen kennt, der weiß, dass sehr viel mehr dahintersteckt, als eine Gruppe von Verkäufern. Wenn man sich ansieht, wie milon und five in der Vergangenheit im Markt agiert haben und aufgetreten sind, dann sind wir keine klassischen „Verkäuferfirmen“. Wir sind ganz stark darin, unsere Kunden mit zu entwickeln und zu beraten. Wir lieben es, Netzwerke zu schaffen und unsere Märkte weiterzuentwickeln. Wenn man sich das Team anschaut, das jetzt zu uns gekommen ist, dann sieht man Menschen, die auch für unsere Philosophie stehen, die auch ihre Kunden immer beraten und weiterentwickelt haben und – das muss ich wertschätzend sagen – einen genialen Job gemacht haben. Wir haben Anfang des Jahres die Chance ergriffen, weil dieses Team einfach perfekt bei uns reinpasst und wir dieselbe Philosophie leben. Dieses Team für uns gewinnen zu können, war also keine Vertriebsentscheidung, sondern eine strategische Entscheidung, die uns entwicklungstechnisch in allen Unternehmensbereichen weiterbringen wird. Welche Änderungen wird es für Ihre Kunden geben? Wolf Harwath: Wir haben bisher einen hochspezialisierten milon Vertrieb und einen hochspezialisierten five Vertrieb. Jetzt kommt ein neues Team hinzu, das aus Spezialisten für beide Themenbereiche besteht, die sich in beiden Bereichen bezüglich Trainingsphilosophie und Kundenbetreuung optimal auskennen. In der Zukunft wird uns das zu einem Strategiewechsel führen. Dieser Strategiewechsel wird nicht heute oder morgen vollzogen, langfristig ist aber unsere Zielsetzung, dass alle Berater zu allen Produkten gleichermaßen beraten können. An der Stelle möchte ich betonen, dass sich die Produkte von milon und five nicht voneinander trennen lassen. Jeder Vertriebsmitarbeiter kennt sowieso beide Produktwelten in- und auswendig. Es wird immer Spezialisten geben, aber unsere Gesamtwelt müssen alle draufhaben. Wir müssen uns verändern, weil es nicht reichen wird, weiterzumachen wie bisher und darauf zu hoffen, dass alle Kunden wiederkommen. Das treibt uns gerade an. Sind für die nahe Zukunft neue Produkte und Konzepte geplant? Wolf Harwath: Es ist ein Segen für uns, dass unser Gesellschafter den Weitblick hat und während dieser Krise investiert, damit wir nach der Krise optimal aufgestellt sind. Das ist für mich nicht selbstverständlich. Unsere komplette Entwicklungsabteilung ist nicht in Kurzarbeit, sondern arbeitet. Dabei geht es nicht nur um Neuentwicklungen, sondern wir optimieren auch die bestehenden Geräte, wie z. B. die milon Q-Serie, für die es neue Trainingsprogramme geben wird. Das neue Programm „Isokinetik Therapie“ haben wir bereits bei unseren Netzwerktreffen im vergangenen Herbst vorgestellt. Die Q-Geräte werden wir permanent weiterentwickeln. Alles, was auf dem Bildschirm stattfindet, wird in Richtung Gamification und User Experience gehen. Hinzu kommt noch der milonizer, der einen Relaunch erfahren wird, weil die Technik hier enorme Fortschritte gemacht hat. 02/21
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Und wir wagen uns auch in Richtung Functional Training. Das geführte Training, das Q in Perfektion abbildet, werden wir durch Seilzüge ergänzen und ganz neue Produktwelten erschaffen. Ich glaube, wir haben die Chance, funktionelles Training für die große Zielgruppe der gesundheitsorientiert Trainierenden wirklich zu revolutionieren. So viel kann ich in aller Kürze über die wichtigsten Projekte verraten. Das sind keine Projekte, die morgen kommen – insbesondere bei den Neuentwicklungen. Das wird noch etwas dauern. Ich schätze, dass wir 2022 beginnen können, etwas Konkretes zu zeigen. Bernd Reichle: Mir ist noch wichtig, etwas zu dem zu ergänzen, was Wolf über die Q-Serie gesagt hat. Die Q-Serie hat aufgrund ihrer grundlegenden technischen Ausrichtung ein enormes Potenzial und stellt für die Studiobetreiber eine Investition dar, die für viele Jahre nachhaltig zukunftssicher ist. Wir werden die Geräte über die Software und auch die Hardware weiterentwickeln, um das Trainingserlebnis immer weiter zu verbessern. Marc Wisner: Das war, wenn ich das verbinden darf, ein wesentlicher Grund für mich und meine Kollegen, den Schritt zu milon zu gehen: Wir waren von der Ausrichtung von milon und five überzeugt. Da sind zunächst die Updates für bestehende Produkte, hinzukommen aber auch grundsätzliche strategische Entscheidungen für neue Technologieplattformen und Tools, die in Zukunft ergänzt werden können. Es hat uns alle fasziniert, wie eng verzahnt die Zusammenarbeit schon nach wenigen Tagen war und dass unser aller Fokus in die gleiche Richtung geht. Alle aus dem Team, das jetzt neu zu milon und five gekommen ist und zu dem ich gehöre, sind froh, dass sie sich einbringen können. Herr Wisner, welche weiteren Punkte haben für Sie den Ausschlag gegeben, diesen Wechsel zu vollziehen? Marc Wisner: Mein Hauptmotiv war, mit den Leuten zusammenzubleiben, mit denen ich schon so viele Jahre durch dick und dünn gegangen bin. Ich weiß einfach, welche Power und positive Energie von dieser Truppe ausgeht. Der zweite Grund war die Entwicklung, die bei der milon Gruppe unter der Führung von Herrn Reichle und Wolf gerade angestoßen wird. Für mich sind der Gesundheits- und der Medizinmarkt als Zukunftsmärkte in diesem Zusammenhang ein absolutes Motiv. Dass alle milon Produkte, die auf der neuen Plattform entwickelt werden, sehr schnell auch als Medizinprodukte verfügbar sind, bietet mir als Konzeptexperte die Ressourcen, die ich mir wünsche. Von 2011 bis 2014 habe ich schon einmal sehr erfolgreich mit Wolf zusammengearbeitet und wir haben trotz aller Umstände unsere Freundschaft über all die Jahre gepflegt. Ein wichtiger Grund für die Entscheidung war auch, jetzt gemeinsam mit ihm an einem Strang zu ziehen. Darauf freue ich mich sehr. Wir wünschen Ihnen eine weiterhin erfolgreiche Umsetzung und bedanken uns herzlich für das Gespräch.
Das Live-Interview finden Sie hier.
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Fotos: bnenin – stock.adobe.com | ACISO
Mitarbeiterqualifikation als Erfolgsfaktor
Solidarität muss man sich erarbeiten Die beiden Lockdowns haben gezeigt, wie fragil der Erfolg vieler Clubs ist. Schnell wurden Unternehmer mit einer rasch ansteigenden Fluktuation und sogar mit Anfeindungen durch Mitglieder konfrontiert. Dazu kam die teilweise geringe Bereitschaft, Beitragsabbuchungen zu tolerieren. Solidarität war Fehlanzeige! Wohl dem Unternehmer, der durch jahrelange beste Kundenpflege auch in den Lockdowns auf Unterstützung hoffen durfte. Nun zeigt sich: Investitionen in qualifizierte und motivierte Mitarbeiter haben sich mehr als ausgezahlt.
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rundsätzlich ist die Bereitschaft eines Kunden, für eine Dienstleistung einen Betrag zu zahlen, eine einfache Abwägung zwischen Kosten und Nutzen. Erhalte ich für mein Geld eine Leistung, die meine Erwartungen zumindest erfüllt, bin ich bereit zu zahlen. Für Fitnessclubs bedeutet das, bei jedem Kontakt mit dem Kunden immer wieder konstante Leistung abzuliefern, häufig über Jahre. Die Kosten-Nutzen-Relation einzuhalten ist für einen Discounter einfach: Der Kunde zahlt wenig und erwartet dafür auch nicht viel. Anders sieht es im Qualitätssegment aus. Wer monatlich 60 EUR oder mehr auf den Tisch legt, wird sich schneller fragen, ob die Leistung stimmt.
Lockdowns wirken wie ein Brennglas Schon bei geöffneten Clubs sind gewaltige Unterschiede hinsichtlich des Kundenservices und – als Folge daraus –
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der Kundenbindung zu erkennen. Die beiden Lockdowns haben diese Unterschiede noch einmal deutlicher gemacht. Während manche Clubs 25 Prozent oder mehr ihrer Kunden verloren haben, liegen andere nur knapp unter ihrem Vor-Krisen-Stand und haben in beträchtlichem Maße von freiwilligen Beitragszahlungen der Kunden profitiert. Dabei spielt es nur eine untergeordnete Rolle, wie viele Angebote die Clubs in den Lockdowns erbracht haben. Online-Kurse, regelmäßige Serviceanrufe bei den Kunden, Hotline-Zeiten, Webinare, hybride Konzepte – die Möglichkeiten wurden von allen Anbietern mehr oder weniger genutzt. In der Rückmeldung der Kunden zeigte sich hier aber häufig, dass nicht das WAS oder WIE VIEL entscheidend ist, sondern das WIE. Ein wirklich herzlicher Anruf eines Mitarbeiters war wichtiger als eine möglichst große Anzahl an Online-Kursen. fitness MANAGEMENT international
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Wenn der Nutzen für die Kunden gefühlt gegen Null tendiert, weil sie sich zu Hause nicht motivieren können und ihnen außerdem die Chance genommen wird, die sozialen Vorteile des Clubbesuches zu genießen, entscheiden emotionale Faktoren mehr denn je.
Profitieren von der Vergangenheit Damit wird die in den Jahren zuvor aufgebaute Kundenbindung zur entscheidenden Größe. Den größten Beitrag dazu leistet in einem Fitnessclub das Team, das durch fachliche Qualifikation und vor allem durch soziale Kompetenz und perfekte Servicequalität für persönliche und emotionale Bindung sorgt. Ein Club, der schon in den letzten Jahren regelmäßig in seine Mitarbeiter investiert hat, wird es also leichter haben. Nach den Erkenntnissen einer Befragung von 300 Clubs durch das Forschungs-Institut Würtenberger (FIW) im Dezember 2020 werden Teams regelmäßig geschult. Nach dem Verkauf stehen dabei Themen wie Trainerlizenzen, Groupfitness, Ernährung etc. auf der Liste. Qualifikationen wie Kundenservice, Beschwerdeverhalten, Kommunikation und Ähnliches finden sich auf dieser Liste nicht. Die Prioritäten sollten sich daher verändern!
Mitarbeiterqualifikation ist eine Investition „In Werbung muss ich investieren, dann kommt über die Neukunden auch mehr Umsatz rein.“ Dieser Überlegung werden wohl alle Unternehmer folgen. Das Gleiche gilt auch für eine Investition in die Mitarbeiterqualifikation. Jeder Kunde, der nicht kündigt, bedeutet ebenfalls mehr Umsatz. Dabei hat sich die Lernwelt in den letzten Jahren und nicht zuletzt durch Corona so stark verändert, dass sich diese Investitionen auch sehr in Grenzen halten. Hybride Ausbildungsmöglichkeiten, bei denen Online- und Präsenzanteile kombiniert werden, minimieren den zeitlichen und finanziellen Aufwand und garantieren doch einen größtmöglichen Lernerfolg. 02/21
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Wollen, können, tun Je mehr sich die Ausbildungen an der Praxis orientieren, desto besser. Wir brauchen Mitarbeiter, die stark in der Umsetzung sind, keine „Fachidioten“. Im besten Fall stärkt eine Ausbildung die Motivation der Teilnehmer. Sie gibt den Inhalten einen Sinn und regt die Mitarbeiter an, das Erlernte umzusetzen. Nur, wenn sie verstanden haben, warum ihre Arbeit am Kunden so wertvoll ist, nur, wenn sie es wirklich wollen, werden sie perfekten Service liefern. Gleichzeitig braucht es einfache und doch wirkungsvolle Fähigkeiten. Regelmäßige Coachings können dafür sorgen, dass sich erlerntes Wissen verfestigt und nachhaltig eingesetzt wird. Die Mitarbeiter müssen die Sicherheit haben, dass das, was sie tun, das Richtige ist. Übung und Feedback sind dazu wertvolle Hilfen. Sind die beiden Voraussetzungen gegeben, werden die Mitarbeiter „tun“. Im besten Falle werden sie sogar dazu angeregt, sich selbst weiterentwickeln zu wollen.
Moderne Lernwelten Anregungen dazu geben moderne Lernwelten, in denen die Mitarbeiter eine individuelle Lernkarriere vorfinden. Schritt für Schritt erweitern sie ihre Kompetenzen, werden für jeden Fortschritt belohnt und erhalten Inspiration für die weitere Entwicklung.
Jan Scherzer Leitung ACISO Academy 089 45 09 81 324 jan.scherzer@aciso.com www.aciso-academy.com
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MANAGEMENT | KOMMENTAR DIGITALISIERUNG
Die digitale Zukunft der Fitnessbranche
Text: Prof. Dr. Marco Speicher
Die Corona-Pandemie und die beiden Lockdowns haben die Fitness- und Gesundheitsbranche vor große Herausforderungen gestellt. Die Krise hat als „Digitalisierungsbeschleuniger“ die technische Weiterentwicklung in vielen relevanten Geschäftsbereichen deutlich forciert und sowohl neue Potenziale als auch unerwartete Chancen aufgezeigt.
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Foto: vectorfusionart – stock.adobe.com
Digitale Transformation – Quo vadis?
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ie Digitale Transformation eines Unternehmens beschreibt einen fortlaufenden Veränderungsprozess mithilfe digitaler Technologien. Ein solcher Prozess kann sich für viele Fitness- und Gesundheitsunternehmen – besonders in der aktuellen Situation – als sehr herausfordernd darstellen. Es wird zunehmend schwieriger, mit den schnelllebigen technischen Entwicklungen und dem digitalen Wandel in der Praxis Schritt zu halten (Club Industry, 2020). Zudem mangelt es häufig an dem nötigen IT-Fachwissen, um die richtigen wirtschaftlichen Entscheidungen überhaupt zielführend treffen zu können.
Relevante Fragen, die sich Unternehmen aktuell stellen Es kommen schnell Fragen auf, wie zum Beispiel: Welche Software soll für Livestreamings genutzt werden? Welche Hardware muss zusätzlich angeschafft werden und wer kümmert sich um die Wartung der Geräte und Software? Wie kann der Kontakt zu den Kunden über digitale Tools bestmöglich aufrechterhalten werden? Und wie können die Trainingsdaten der Kunden auch zu Hause digital erfasst und schließlich ausgewertet werden? Die Entscheidung darüber, in welche Technologien es sich lohnt zu investieren, und die Mitarbeiter sowie die Kunden für die Veränderungen zu gewinnen, sind oft der schwierigste Teil. Es fordert also eine flexible, offene und innovative Denkweise,
um veraltete Geschäftsprozesse loszulassen und darauf zu vertrauen, dass die Veränderungen große und langfristig wichtige Fortschritte mit sich bringen werden. Und genau hier ist die Fitness- und Gesundheitsbranche im klaren Vorteil, da die Forschung im Bereich der digitalen Technologien hier in den letzten Jahrzehnten bereits essenzielle Meilensteine erreicht hat und täglich neue digitale Konzepte für ein besseres Trainingserlebnis und eine motivierende Prävention hervorbringt. Im Folgenden möchte ich Ihnen einige kurze Ansatzpunkte, Perspektiven und Impulse für die Digitale Transformation in der Fitness- und Gesundheitsbranche skizzieren.
Der Aufstieg der On-Demand-Lösungen Fitnesskunden wünschen sich immer stärker eine individuelle Betreuung, abgestimmt auf ihre eigenen Wünsche und Bedürfnisse. Eine sogenannte On-Demand-Versorgung spricht Verbraucher an, die Dienstleistungen nach ihrem eigenen Zeitplan und von überall als Alternativ- oder auch als Zusatzangebot nutzen wollen. Man spricht hier auch häufig von einer 360-Grad-Betreuung. Die Menschen sind im letzten Jahrzehnt immer mobiler geworden. Aktuelle Statistiken zeigen, dass mehr als 50 Prozent aller Web-Browsing-Aktivitäten weltweit auf mobilen Geräten durchgeführt werden. Somit wird die Bereitstellung von On-DemandAngeboten, wie Workout-Videos, personalisierten Trainingsplänen oder Livestream-Trainingsangeboten immer gefragter.
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NEU: B. SC. SPORT-/GESUNDHEITSINFORMATIK MIT DUAL STUDIERENDEN DIGITALISIERUNG VORANTREIBEN Deutsche Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement
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University of Applied Sciences
MANAGEMENT | KOMMENTAR DIGITALISIERUNG Coronabedingt müssen sich die Fitnessstudios mit diesen Aspekten deutlich mehr beschäftigen als vor der Krise und sind gefordert, über digitale Lösungen ein umfassendes Trainingserlebnis sowie eine motivierende Betreuung zu bieten. Daily LiveWorkouts, Online-Videosprechstunden mit dem Coach sowie eine interaktive Fitnesscommunity sind hier wichtige Teilaspekte. Doch bei diesen Lösungen muss es nicht bleiben: Es gilt, die „Kriseninnovationen“ jetzt nutzbringend und mehrwertstiftend in das bestehende Angebot zu integrieren. Hier bietet die fortschreitende Digitalisierung im Profi- wie im Fitnesssport zahlreiche Potenziale, die man nutzen kann, um noch individueller auf die Kundenbedürfnisse einzugehen. Beispielsweise könnten Trainer im Rahmen des Einzelcoachings bzw. Personal Trainings digital und live auch die Trainingsparameter der Sportler überwachen, die von vernetzten Sensoren und Geräten aufgezeichnet und gemessen werden, um im Nachhinein gemeinsam mit ihnen die Ergebnisse in einem Videochat zu analysieren. Diese neue Qualität und Quantität an Daten führt uns zum nächsten wichtigen Baustein der Digitalen Transformation der Branche.
Die Bedeutung und der Nutzen von Big Data
Eine gezielte Analyse und Nutzung der umfassenden Mitglieder- bzw. Kundendaten ist besonders auch in puncto CRM (= Customer Relation Management), Kundenbedingung und Reklamationsmanagement von elementarer Bedeutung. Big Data-Analysen könnten hier wiederkehrende Vorlieben oder Beschwerden bei Fitnesskunden deutlich besser identifizieren und diese Informationen zeitnah für jeden Mitarbeiter im Studio verfügbar machen. Zudem wäre in größeren Studios eine präzisere Personalplanung möglich, da Big Data mittels prädiktiver Analyse dabei helfen könnte, zukünftige Stoßzeiten besser abzuschätzen und dadurch das Personal noch zielgerichteter und effektiver einzusetzen.
Das Wachstum von Wearable Medical Devices (WMD) Ein weiterer Trend der Digitalen Transformation ist das Sammeln eigener Fitness- und Gesundheitsdaten durch teils medizinische Geräte, darunter auch Wearable-Technologie, wie z. B. Smartwatches, Pulsgurte oder sonstige Sensoren am Körper oder im Gerät.
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Die neuen digitalen Möglichkeiten geben hier den Kunden ein Gefühl der Eigenverantwortung im Prozess der Verbesserung ihres Fitness- und Gesundheitszustands. Zudem können kompetitive Ziele über digitale Fitness-Challenges, GamificationElemente etc. zusätzlich dafür sorgen, die Mitgliederbindung zu stärken und die Motivation hochzuhalten.
Fazit Das Hauptziel bei der Digitalen Transformation in der Fitness- und Gesundheitsbranche ist es, die Arbeit künftig zu rationalisieren und Systeme bzw. Arbeitsprozesse weiter zu optimieren sowie zu vernetzen. Die Digitalisierung bietet hier die Chance, Fehler zu reduzieren, Kosten durch benutzerfreundliche Web- und App-Lösungen zu senken und das Trainingserlebnis sowie die Betreuung noch kundennäher auszugestalten.
Foto: DHfPG/BSA
Der Begriff „Big Data“ beschreibt das Sammeln von Informationen über Personen, Unternehmen oder Dinge durch Formate wie Social Media sowie auch durch spezifische Fitness- oder Ernährungs-Apps oder e-Commerce und identifiziert Muster und Trends für die zukünftige Nutzung. Für die Fitness- und Gesundheitsunternehmen kann Big Data mehrere wichtige Vorteile bieten: Unter anderem senkt beispielsweise eine computergestützte Analyse von Trainingsdaten die Fehlerrate. Des Weiteren können die Trainingsbetreuung und die Customer Experience vor Ort weiter professionalisiert und Prozesse optimiert werden. So ist es möglich, in Echtzeit zum Beispiel die Online-Buchungsauslastung oder die Studioauslastung abzubilden, freie Termine direkt über Push- oder Beacon-Technologie zu vergeben und Kunden noch intensiver zu betreuen. Ein weiterer Effekt wäre die Verringerung von Wartezeiten an bestimmten Geräten im Fitnessstudio u. v. a. m.
In der Vergangenheit waren die meisten Kunden damit zufrieden, wenn diese Daten grundlegend erhoben wurden. Doch im digitalen Zeitalter fokussieren sie sich deutlich mehr auf die eigene Gesundheit und verlangen immer häufiger detailliertere Informationen über ihren Fitness- und Gesundheitszustand. Sie wollen zeitnah und von überall Zugriff auf ihre Daten haben, aber möchten sie auch ohne Expertenwissen verstehen. Hier können spezifische App-Lösungen für eine weitere Personalisierung und Professionalisierung des Trainingserlebnisses sorgen, indem über eine entsprechende Visualisierung (ggf. auch über Virtual Reality) Trainingserfolge sichtbar gemacht und der Fortschritt informativ und zeitgemäß abgebildet werden kann.
Prof. Dr. Marco Speicher Prof. Dr. Marco Speicher ist Dozent an der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement (DHfPG). Er promovierte zum Thema „Measuring User Experience for Virtual Reality“ und war wissenschaftlicher Mitarbeiter und Doktorand am Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI). www.dhfpg-bsa.de
Literaturliste Club Industry. (2020). Technology: Agent of Growth for the Health and Wellness Industry (October 2020). Zugriff am 28.01.2021. Verfügbar unter https://pages.questexnetwork. com/HOSP-CI-Promo-TechReport20.html StatCounter. (2020). Percentage of mobile device website traffic worldwide from1st quarter 2015 to 3rd quarter 2020. Statista. Zugriff am 29.01.2021, von https://www. statista.com/statistics/277125/share-of-website-traffic-coming-from-mobile-devices/
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Fotos: Jacob Lund, StratfordProductions – stock.adobe.com | Sebastian Krawczyk
Interview mit Benjamin Roth, Urban Sports Club
„Die Menschen wollen zurück in die Studios“ fitness MANAGEMENT international hat mit Benjamin Roth, dem Co-Founder und CEO von Urban Sports Club, darüber gesprochen, wie sich die Trainingsgewohnheiten der Menschen während der Corona-Pandemie verändert haben und wie Studios darauf am besten reagieren können. fMi: Was haben Sie aus dem Jahr 2020 gelernt? Benjamin Roth: In jeder noch so unvorhersehbaren Krise gibt es immer etwas Positives: Wir haben gezeigt, wie anpassungsfähig wir als Branche sein können. Dass wir innerhalb von Tagen mit unseren Partnern von Urban Sports Club ein Livestream-Angebot auf die Beine stellen können, das unsere Mitglieder auch annehmen, obwohl sie vorher ein flexibles Offline-Angebot hatten – das hätten wir nicht gedacht.
Benjamin Roth gründete die Fitnessplattform Urban Sports Club mit seinem Mitgründer Moritz Kreppel 2012 in Berlin
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Im März 2020 haben wir uns bewusst für Livestreams aus den Studios entschieden, damit unsere Partner den Mitgliederkontakt halten können. Online-Kurse sind aber kein vollständiger Ersatz, Klettern und Schwimmen funktionieren im Wohnzimmer beim besten Willen nicht. Wir haben große MarketingKampagnen eingesetzt, um Mitglieder zu Online-Fitness während der Lockdowns zu motivieren und etwa die Hälfte hat sie dankbar angenommen. Die Menschen werden in die Studios zurückfinden: Unsere Zahlen letzten Sommer haben das gezeigt. Dazu kommt eine „Online-Müdigkeit“ bei vielen, die den Studios helfen wird, die Menschen zurückzuholen. Unser Ziel ist es, unsere privaten Mitglieder und Firmen über ein flexibles Hybrid-Angebot und Spaß am Sport zu motivieren – vor allem diejenigen, die noch nicht oder nicht mehr aktiv sind. fitness MANAGEMENT international
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Welche Erkenntnisse zeigen Ihre Auswertungen der Daten? Sind Überraschungen dabei? Ja, der Oktober, das heißt der Monat vor dem zweiten Lockdown, war ein sehr starker Monat mit mehr Buchungen als durchschnittlich im Dezember 2019 und Januar 2020. Das zeigt uns: Die Menschen wollen Sport treiben und zurück in die Studios. Was uns verwundert hat, ist, dass die Nutzung der Kurse zur Mittagszeit zwar etwas angestiegen ist, aber trotz Homeoffice und Kurzarbeit Dienstag um 18 Uhr die beliebteste Zeit zum Trainieren geblieben ist. Ich war auch überrascht, dass Tanzen sich als sportliche Aktivität deutlich schneller erholt hat als andere Aktivitäten und sogar schnell über das VorCorona-Niveau hinausging. Vielleicht haben hier viele einen Weg gefunden, die geschlossenen Clubs zu kompensieren. Nicht überraschend war, dass die Nachfrage nach OutdoorFitness in die Höhe gegangen ist. Bei Online-Kursen spielt die Größe der Studios oder Anbieter keine große Rolle, es geht mehr um den Bezug der Trainer und Trainerinnen zur Community und um die Qualität des Online-Angebots. Wie hat sich die Nutzung der Online-Kurse entwickelt? In den Lockdown-Zeiten ist die Nutzung natürlich rasant gestiegen – zum Glück für unsere Partner und Mitglieder, die weiter etwas tun konnten. Im Sommer 2020, nach dem Lockdown, ist ein Großteil unsere Mitglieder in die Studios zurückgekehrt, während die Online-Kurse sich von Juli bis Oktober bei circa 12 Prozent Nutzung eingependelt haben. Gibt es eine bestimmte Zielgruppe, die besonders onlineaffin ist? Und auch das Gegenteil? Die Online-Kurse wurden zu 82 Prozent von Frauen gebucht. Warum sind es nur 18 Prozent der Männer? Kurse sind bei Frauen generell beliebt, während viele Männer Geräte und wettbewerbsorientiertes Training bevorzugen. Die beliebtesten Online-Kategorien sind Yoga, Fitness und Functional Training, Pilates, Tanz, Meditation und Pole Dance. Ich hätte nicht gedacht, dass Pole und Chair Dance solche Trends im Lockdown werden würden. Bei Yoga und Meditation lag die Vermutung nahe, da viele Menschen einen starken mentalen Ausgleich gesucht haben. Haben sich Ihre Mitgliederzahlen verändert? Wenn ja, eher bei den Privatkunden oder beim Firmensportangebot? Natürlich haben wir auch Mitglieder während des Lockdowns verloren. Zuversichtlich stimmt uns aber, dass wir etwa vier Monate nach der ersten Wiedereröffnung ein sehr starkes Mitgliederwachstum verbuchen konnten. In den Lockdowns hat über die Hälfte der Mitglieder pausiert. Privatpersonen tendieren schneller dazu, „in die Pause zu gehen“ als Geschäftskunden. Bei Firmen haben wir ein verstärktes Interesse gespürt, dass sie sich jetzt um die Gesundheit der Mitarbeitenden kümmern wollen – gerade in Zeiten, in denen viele im Homeoffice sind. Sehen Sie die Online-Angebote als vollwertigen Ersatz für den Studiobesuch oder eher als Ergänzung während der Lockdowns? Im Sommer 2020 sind fast 90 Prozent unserer Mitglieder zum Training im Studio oder im Freien zurückgekehrt, weil sie die Community und die direkte Anleitung durch Kursleiter oder Trainerin brauchen. Jedoch schreiben Mitglieder uns auch mit der Bitte, die Online-Kurse beizubehalten, da sie nun ländlich 02/21
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wohnen und sich freuen, bei tollen Studios in den Städten online per Livestream zu trainieren. Sie werden die Online-Kurse weiter nutzen, genau wie Geschäftsreisende oder Eltern mit sehr vollem Kalender – wie ich –, die weiterhin einige Tage pro Woche von zu Hause aus arbeiten. Wie schnell sind die Mitglieder nach dem ersten Lockdown in die Studios zurückgekehrt? Das hat ein paar Wochen gedauert, wobei wir auch sehr kundenfreundlich reagierten und den Mitgliedern Zeit geben wollten, um aus der „COVID-19-Pause“ herauszukommen. Die Hygieneregeln waren neu und viele hatten noch Angst. Vier bis fünf Monate nach der ersten Wiedereröffnung ist die Nutzung unseres Sportangebots dann aber sogar allgemein über Vorjahresniveau gewachsen. Was müssen die Studios für den Restart beachten, um erfolgreich zu sein? Hygienekonzepte und klare Kommunikation. Vertrauen und Community-Gefühl wieder aufbauen. Kurse und Zeitfenster lassen sich digital buchen, sodass Kontakte nachvollziehbar sind. Es geht uns ja darum, Mitglieder zum Training zu motivieren, aber auch darum, dass Training für die Gesundheit und Disziplin an der Studiotür nicht aufhören. Darauf zielte unsere #SafeSportsClub-Kampagne vergangenes Jahr schon ab. Fitnesstraining ins Freie verlegen, sofern das möglich ist. Wer ein Hybrid-Angebot hat, kann testen, ob die erfolgreichsten Online-Kurse weiterhin funktionieren. Unser Angebot von Urban Sports Club bleibt hybrid und wir werden verstärkt Firmen und private Mitglieder zum Sport motivieren. Wie lautet Ihre Prognose für die Wiedereröffnung? Einerseits wollen die Menschen endlich wieder aus dem Haus und etwas für ihre Fitness tun. Andererseits sind viele noch nicht geimpft und werden vorsichtig sein. Wenn die Mitglieder mit dem Hygienekonzept zufrieden sind, werden sie wieder regelmäßig im Studio trainieren. Outdoor- wird sicherlich mit Indoor- und Online-Training noch mehr gemixt. Aufgrund meiner Erfahrung denke ich, dass es ein paar Wochen dauern wird, aber dann werden Menschen stärker denn je zurückkommen. Das zeigt das letzte Jahr und der „Hunger“ der Menschen nach Gemeinsamkeit, nach Erlebnissen und einer durch Fitness gestärkten Gesundheit.
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Fotos: FACEFORCE GmbH
Hometraining gefährdet Fitness- und Gesundheitsanbieter
Die Vorteile des Studiotrainings aufzeigen Unter dem Motto „Menschen bewegen, sich selbst zu bewegen“ setzt sich der Saarbrücker Marketingspezialist FACEFORCE seit Jahren dafür ein, Menschen für den Fitness- und Gesundheitssport zu begeistern. Mit der Kampagne „Gesundheit in Zeiten von Krankheit“ haben sie jüngst den „Nerv“ der Branche getroffen und der Öffentlichkeit und der Politik aufgezeigt, welche Folgen der Lockdown für die psychische und physische Gesundheit hat. In der fMi weisen Dominik Weirich (CEO) und Pascal Braun (CFO) nun auf ein weiteres Problem der Lockdowns hin und bieten mit dem neuesten Erklärfilm „Mehr als nur Training“ ein direktes Hilfsangebot für die Branche.
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ir als Experten der Fitness- und Gesundheitsbranche wissen natürlich, dass es einen Unterschied zwischen Hometraining und einem Training mit den Experten in den Fitness- und Gesundheitseinrichtungen gibt. Dem Endkundenmarkt, also unseren Bestandsmitgliedern und den potenziellen zukünftigen Mitgliedern, ist dieser Unterschied aber nicht zwingend bewusst. Und diese Tatsache gefährdet Fitness- und Gesundheitsanbieter!
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Hometraining-Anbieter profitieren von der Krise Gerade Geschäftsmodelle wie Peloton, die aktuell mit großen Werbekampagnien u. a. im TV auf sich aufmerksam machen, sind die Profiteure der Corona-Krise und des damit einhergehenden Lockdowns. Solche Anbieter sind jedoch nicht nur neue Konkurrenzangebote zum Training im Fitnessstudio, sondern schaffen auch fitness MANAGEMENT international
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ganz neue Probleme. John Foley, Geschäftsführer von Peloton, sorgte mit einer Äußerung für einen großen medialen Aufreger. Weltweit hätten 250 Millionen Menschen eine Mitgliedschaft in einem Fitnessstudio, so Foley. Er sagt: „Meine These ist: Niemand will eine Mitgliedschaft in einem Fitnessstudio. Du bezahlst Geld, weil du fit sein willst.“ Man müsse diesen Menschen nur ein alternatives Angebot machen, das Training an einem angenehmeren Ort zu einem besseren Preis-Leistungs-Verhältnis verspricht. „Jeder“, sagt Foley, „würde sofort kündigen und wechseln.“
und Dominik Weirich (CEO) EFORCE GmbH FAC O), (CF un Bra cal Pas
Problematisch für den Fitness- und Gesundheitsanbieter sind dabei folgende Punkte: • Die Anlagen werden als unangenehme Orte dargestellt. • Das Preis-Leistungs-Verhältnis wird pauschal infrage gestellt. • Bei länger anhaltender Pandemie führt dies zu einer Gewöhnung an das Hometraining.
Jede Stärke ist aber auch eine Schwäche Natürlich kann man, ganz nüchtern betrachtet, der Argumentation von John Foley folgen. Wir als Experten für Gesundheit wissen, das dieses Bild eines Fitnessstudios nicht der Wahrheit entspricht. Fatal wird es für uns als Fitness- und Gesundheitsanbieter aber eben dann, wenn der Endkundenmarkt dieser Argumentation wirklich folgt. Allerdings ist eben auch klar, dass jede Stärke eine Schwäche ist: Ein gemütlich eingerichtetes Wohnzimmer mag die angenehmere Atmosphäre abbilden. Die Schwäche daran ist aber eben, dass man hier garantiert keine anderen Menschen kennenlernt und erst recht keine mit großer Expertise im Bereich Fitness und Gesundheit. Eben keine Menschen, die bei ganz individuellen Anforderungen die passende Lösung parat haben. FACEFORCE ist der Überzeugung, dass Fitness- und Gesundheitsanlagen daher zum Wohle der Volksgesundheit nicht durch einfaches Hometraining ersetzt werden können!
Die Kunst besteht in der Verständlichkeit Allerdings besteht jetzt die große Kunst darin, allen Interessenten und abstinenten Mitgliedern auf einen Schlag die Vorteile des Trainings in einer Fitness- und Gesundheitsanlage auf einfachste und für jeden nachvollziehbare Art und Weise klar zu machen. Diese Herausforderung löst FACEFORCE mit einem kurzweiligen Erklärfilm, der keine Zweifel mehr zulässt: Es gibt keine dauerhaften Alternativen zu Fitness- und Gesundheitsanlagen!
Hier geht es zum Erklärfilm: http://bit.ly/mehr-als-training
FACEFORCE GmbH Lebacher Straße 4 66113 Saarbrücken beratung@face-force.de Telefon: +49 (0) 681 9659 24 20 02/21
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MANAGEMENT | KOMMENTAR MARKETING
Gestiegenes Gesundheitsbewusstsein als Chance
Gezieltes Marketing in der Corona-Krise Text: Carlo Vandijck und Florian Schmidt
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ktuell zeigt sich im Markt ein ambivalentes Bild: Auf der einen Seite haben viele motivierte Mitglieder – für die das Training häufig ein essenzieller Bestandteil der Gesunderhaltung ist – lange sehnsüchtig auf die Wiedereröffnung gewartet und planen, zeitnah wieder in die Anlagen zurückzukehren (ClubIntel, 2020). Gleichzeitig ist der Präventionsbedarf größer denn je: Die negativen Begleiterscheinungen der Pandemie (zunehmender Bewegungsmangel, Übergewicht, Rückenschmerzen aufgrund von Homeoffice, chronischer Stress usw.) haben dazu geführt, dass zielgerichtete gesundheitsorientierte Fitnessangebote langfristig nochmals deutlich an Relevanz gewinnen werden. Auf der anderen Seite gestaltet sich die Neukundengewinnung nach dem Wegbrechen der üblicherweise starken Wintermonate sowie aufgrund der allgemeinen Verunsicherung recht schwie-
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rig. Während Fitnessfans und Bestandsmitglieder vergleichsweise gut zu überzeugen sind, sieht es bei den Neukunden bzw. den „Wackelkandidaten“ schon deutlich schwieriger aus. Viele reagieren aktuell eher abwartend – die Gründe dafür sind vielfältig.
Aktuelle Herausforderungen für das Marketing Gerade deshalb gilt es jetzt, diese Entwicklungen aufzugreifen, die Angebote entsprechend anzupassen und die Vermarktung bestmöglich auf die neue Situation abzustimmen. Daraus ergeben sich folgende grundlegende Herausforderungen:
1. Positionieren Sie sich als Experte für ein starkes Immunsystem
In der Pandemie steht die eigene Gesundheit an oberster Stelle. Der bekannte Spruch von Arthur Schopenhauer: „Die Gesundfitness MANAGEMENT international
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Foto: Shutter2U – stock.adobe.com
Nach dem zweiten Lockdown muss nicht nur der stationäre Trainingsbetrieb reorganisiert werden, sondern vor allem auch die Neukundenakquise wieder schnell „an Fahrt aufnehmen“. Es gilt, durch Marketing die Stärken und positiven Effekte des Fitnesstrainings hervorzuheben, Unsicherheiten abzubauen und neue Mitglieder durch spezielle Aktionen wieder zeitnah in die Anlagen zu locken.
heit ist nicht alles, aber ohne Gesundheit ist alles nichts“, bekommt unter diesen Bedingungen nochmals eine ganz andere Tragweite. Sie als Gesundheitsexperte wissen nur allzu gut, wie schwierig es unter normalen Bedingungen sein kann, Präventionsmaßnahmen zu vermitteln. Viele Menschen haben sich in der Krise vermehrt über ihre Gesundheit Gedanken gemacht und sind sensibilisierter. Somit bietet das „New Normal“ auch neue Potenziale.
Schutzfaktor Fitness – Vorteile gezielt vermarkten Ihr Ziel muss es sein, die Stärkung des Immunsystems und die positiven Effekte des Fitnesstrainings vermehrt in den Fokus zu rücken. Stellen Sie klar heraus, wie eine gute Immunabwehr die Gesundheit schützen kann. Zeigen Sie, warum die eigene Fitness „die beste Waffe“ darstellt, um relevante Risikofaktoren für z. B. schwere COVID-19Verläufe und diverse Zivilisationskrankheiten zu minimieren (Mohamed & Alawna, 2020). Gemäß dem Motto „Tue Gutes und rede darüber“ kann mit diesen starken Argumenten gepunktet werden. Mit Ihrem Expertenwissen können Sie hier fundiert informieren, aufklären und überzeugen. Es besteht u. a. die Möglichkeit, spezifische Infoveranstaltungen oder E-Mail-Marketingaktionen zu organisieren, Landingpages einzurichten oder über Social-Media-Posts das Thema gezielt in den Fokus zu rücken.
Aber Achtung, die Message muss richtig vermittelt werden. Dos: Eine erfolgreiche Vermarktung ist vor allem dann gegeben, wenn die positiven, kurzfristigen Konsequenzen in den Vordergrund gestellt werden. Erklären Sie, wie effektiv und einfach Erfolge zu erzielen sind und heben Sie dabei die positiven Aspekte besonders hervor. Don'ts: Beschreiben Sie keine langfristigen, negativen Auswirkungen des Nichtstuns. Vermeiden Sie zwingend sogenannte Furchtappelle wie: „Wenn Sie nichts unternehmen, dann ...“, und Aussagen mit dem „drohenden Zeigefinger“ (Höfling, 2001).
2. Bieten Sie Sicherheit und Verlässlichkeit
Neben den Vorteilen spielen vor allem auch die Themen Vertrauen, Verlässlichkeit und Sicherheit eine wichtige Rolle. Branchenzahlen wie die SafeACTiVE-Studie (EuropeActive, 2020) liefern wertvolle Argumente, die belegen, dass das Infektionsrisiko in den Studios unter Einhaltung der geltenden Hygienemaßnahmen gering und das Training sicher ist. Mit einer konsequenten Umsetzung vor Ort und einer transparenten Außenkommunikation können Sie Unsicherheiten bei Neu- wie Bestandskunden abbauen. Investitionen in ein sicheres Trainingsumfeld (Hygienekonzept, Luftfiltersystem etc.) sind Punkte, die sensibilisierten Kunden neben einer qualifizierten Betreuung ebenfalls wichtig sind. Deshalb sollte man auch diese
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Ihr persönlicher Beratungstermin: +49 (0) 6196 7691662 � beratung@InBody.com � www.InBody.com
MANAGEMENT | KOMMENTAR MARKETING Aspekte vermarktungstechnisch einsetzen und z. B. durch ein Hygienesiegel und entsprechend geschultes Fachpersonal zusätzlich Sicherheit und Vertrauen schaffen.
3. Umfangreiche Zusatzangebote optimal in Szene setzen Kundenfeedbacks der letzten Monate (Kobel & Preuschoff, 2020) haben gezeigt, dass kein Alternativangebot das Training vor Ort adäquat ersetzen kann. Die fortschreitende Digitalisierung mit On-Demand-Kursen, Live-Workouts, digitalen Trainingsplänen usw. sind dennoch heute längst kein Nice-tohave-Faktor, sondern vielmehr ein Must-have. Es gilt deshalb, diese digitalen Lösungen zielführend weiterzuentwickeln und in das eigene Angebotsportfolio zusätzlich fest zu integrieren. Sie bedeuten einen weiteren Mehrwert und sind gleichzeitig ein Tool, um unsicheren Kunden aufzuzeigen, dass auch im Falle einer erneuten behördlich angeordneten Schließung die Dienstleistung weiter aufrechterhalten und eine individuelle Betreuung gewährleistet werden kann.
Mit der richtigen Kampagne den Nerv der Zeit treffen Neben den genannten Faktoren können Sie zusätzlich auch mit einer spezifischen Kampagne punkten. Hierzu einige Umsetzungsimpulse: Zum Beispiel können Sie durch eine „Help a Friend“-Aktion neue Trainierende ins Studio locken. Anders als beim klassischen Probetraining geschieht dies durch eine gezielte Empfehlungskampagne der Mitglieder. Jedes Mitglied erhält zwei Trainingsgutscheine für Familienmitglieder, Freunde, Bekannte oder Arbeitskollegen. Der Vorteil dabei: Ihre Mitglieder wissen am besten, wie intensiv und kundennah Sie sich in den letzten Monaten um sie gekümmert haben. Als Multiplikatoren
sind Ihre Kunden Ihr positives Sprachrohr nach außen, das Sie auch zum authentischen Storytelling für die Neukundengewinnung (bspw. im Rahmen einer Online-Marketingkampagne über Facebook und Instagram) nutzen sollten. Erfolgsentscheidend ist, dass Sie diese Karten als „knappes Angebot“ vermarkten und dem Mitglied klar ist, dass diese exklusiven und limitierten Gutscheine einen besonderen Benefit darstellen. Eine weitere anknüpfende Idee könnte eine Healthy-Family-Mitgliedschaft darstellen. Die Familie liegt uns besonders am Herzen und viele haben sich in den letzten Monaten vermehrt Sorgen um Angehörige gemacht. Gerade jetzt ist deshalb die optimale Zeit, um über ein entsprechendes Mitgliedschaftsmodell nachzudenken. Warum kreieren Sie hierzu nicht ein vorteilhaftes Tarifsystem (je mehr Angehörige ersten Grades Mitglied sind, desto attraktiver das Leistungspaket und der Beitrag)? Dies sind nur einige Denkanstöße, die Sie für die konkrete Umsetzung in Betracht ziehen können.
Fazit Das Wort „Krise“ setzt sich im Chinesischen aus zwei Schriftzeichen zusammen: Das eine bedeutet Gefahr und das andere Gelegenheit. Da gerade jetzt der Wunsch bzw. das Bewusstsein nach individueller Gesundheit größer denn je ist, sollte unsere Branche diese Chance nutzen, um noch mehr Menschen erfolgreich für ein gesundheitsorientiertes Training in den Studios zu begeistern. Wir haben viele Argumente und Trümpfe in der Hand, wir müssen Sie nur nutzbringend einsetzen und ausspielen.
Fotos: DHfPG/BSA
Carlo Vandijck
Florian Schmidt
Carlo Vandijck ist Sportlehrer und arbeitet seit 30 Jahren in diversen Positionen in der Fitnessbranche, unter anderem für die Fitnessketten FIT PLUS Fitness Center GmbH und Elixia Health & Wellness Group. Außerdem ist er seit 20 Jahren Dozent an der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement (DHfPG) und der BSA-Akademie.
Florian Schmidt absolvierte nach einem HotelmanagementStudium und mehreren Jahren Berufserfahrung in der internationalen Hotellerie zusätzlich ein Master-Studium in Sportwissenschaft. Er ist als Dozent, Wissenschaftsredakteur und Tutor für die Deutsche Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement (DHfPG) und die BSA-Akademie tätig.
www.dhfpg-bsa.de
www.dhfpg-bsa.de
Auszug aus der Literaturliste ClubIntel (2020). The Fitness Industry’s Response to COVID-19 – Insights into the Collective Improvisation, Innovation and Resilience of Global Fitness Operators. Zugriff am 20.01.2021. Verfügbar unter http://www.club-intel.com/download-whitepaper/?redirectUrl=http://www.club-intel.com/wp-content/uploads/Report-on-Fitness-Industrys-Response-to-COVID-19-1.pdf Kobel. S. & Preuschoff, G. (2020). DHfPG-Studie: Fitnesstraining vor, während und nach „Corona“. Relevante Erfolgsfaktoren in der Krise. fitness MANAGEMENT international 6 (152), 28–32. Für eine vollständige Literaturliste kontaktieren Sie bitte marketing@dhfpg-bsa.de.
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„Was kann ich für Sie tun?“ Text: Dr. Paul Bedford
Dr. Paul Bedford ist einer der international renommiertesten Experten im Bereich Kundenbindung. Seine wissenschaftlichen Forschungen basieren auf der Befragung von Millionen Fitnesskunden in Großbritannien und auf dem nordamerikanischen Fitnessmarkt, deren Erfahrungen und Erlebnisse in Studios er ausgewertet hat. Die wichtigsten Erkenntnisse seiner Forschung sowie verblüffend einfache Lösungen für den langfristigen Erfolg von Fitnessclubs schildert der „Retention Guru“ in einer zweiteiligen Artikelreihe für fitness MANAGEMENT international.
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ir wollen in diesem Artikel die Faktoren erläutern, die für Fitnessstudios nachhaltig Einfluss auf den Mitgliedererhalt haben, sowie Denkanstöße und Lösungsansätze für Ihre Studiopraxis abbilden. Im ersten Teil des Beitrages in der fMi 1/2021 haben wir die beiden grundlegenden Faktoren für eine wirkungsvolle Bindung Ihrer Mitglieder an Ihr Studio veranschaulicht: die regelmäßigen Besuche Ihrer Mitglieder im Studio sowie die fein „dosierte“ Interaktion mit Kunden und Interessenten.
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3. Programming Als drittwichtigsten Aspekt der Kundenbindung haben wir im Team das „Programming“ ermittelt. Damit ist das Trainingsangebot im Studio generell gemeint sowie dessen individuelle Gestaltung in Form von Trainingsplänen. Welche Trainingsoptionen bietet der Club seinen Mitgliedern und wie vermittelt er sie seinen Kunden und Interessenten. Um die Mechanismen in diesem Bereich besser nachvollziehen zu können, unterteilen wir die Trainierenden bzw. die Interessenten in drei Gruppen: fitness MANAGEMENT international
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Fotos: putilov_denis | Mladen – stock.adobe.com
Kundenbindung: internationale Forschungsergebnisse (Teil 2)
1. Die erfahrenen Trainierenden: Sie können in Europa in jeden Club gehen und dort ohne große Einweisung ihr Workout durchführen. Sie kennen vielleicht nicht jedes Gerät, können aber eine Brustpresse von einer Schulterpresse unterscheiden. 2. D ie Neulinge, die noch nie in einem Studio trainiert haben, für sie ist alles neu. Sie brauchen Hilfe, viel Unterstützung und Führung. ie dritte Gruppe findet sich zwischen den Erfahrenen 3. D und den Neulingen. Wir nennen sie die „Jo-Jo-Exerciser“, weil sie anfangen zu trainieren, wieder aufhören und wieder anfangen – sie bleiben nie lange genug dabei, um Fortschritte zu machen. Wenn ein Jo-Jo-Exerciser (kurz: Jo-Jo) in ein Studio kommt und gefragt wird, ob er schon einmal Mitglied in einem Studio war, sagt er Ja. Dementsprechend werden die Jo-Jos von den Mitarbeitern behandelt, als wären sie erfahrene Trainierende – das sind sie aber nicht. Tatsächlich müssten sie bei ihrem Neustart unterstützt werden wie Neulinge. Stattdessen werden sie weitgehend sich selbst überlassen. Da ihnen aber die Erfahrung fehlt, erzielen sie erneut kaum Ergebnisse. Wir empfehlen, dass die Studiomitarbeiter den Neuankömmlingen folgende Frage stellen: Welche Aussage beschreibt Sie als Fitnesssportler am besten? A) Ich habe so etwas noch nie gemacht und ich bin dankbar für jede Unterstützung, die ich bekommen kann. B) Ich habe schon im Studio trainiert und kenne einige Geräte, aber ich brauche Hilfe, damit ich mich besser zurechtfinde. Die Jo-Jos können sofort sagen, dass Sie Typ B sind, um dann entsprechend wie ein Neuling unterstützt zu werden. Die Studiomitarbeiter können jetzt einschätzen, wen sie vor sich haben und können den Jo-Jos besser helfen, sodass diese nicht wieder scheitern, sondern am Ball bleiben.
Fahren ohne Führerschein? Dieser Punkt ist entscheidend für die Kundenbindung in Studios, weil die meisten Trainingsprogramme eben für Neulinge und die Jo-Jos entwickelt werden. Beide Trainingstypen brauchen eher weniger Übungen, damit sie diese zunächst erlernen können. Sie müssen sich sehr viel auf einmal aneignen und benötigen zuerst die Fähigkeit zu trainieren. Es ist wichtig, dass sie Selbstvertrauen aufbauen, sich im Studio zurechtfinden und ein Gefühl für ihren Körper entwickeln, bevor es um Muskelaufbau und Fettreduzierung geht. Das braucht Zeit.
Wenn sich dieses Gefühl nicht einstellt, bleiben sie keine Kunden. Die Trainingsprogramme müssen so gestaltet sein und begleitet werden, dass sie die Menschen nicht überfordern.
Kunden müssen ihren Trainingsplan verstehen Der zweite wichtige Faktor für die individuelle Trainingsgestaltung ist, dass die Mitglieder ganz genau verstehen, warum sie eine bestimmte Übung machen. An dieser Stelle bin ich selbst ein gutes Beispiel: Ich bin leidenschaftlicher Radfahrer. Ich gehe in ein Studio und sage dem Trainer, dass ich ein erfahrener Fitnesssportler bin und gern ein Trainingsprogramm hätte, das mich auf dem Moutainbike besser macht. Angenommen, ich bekomme z. B. eine Übung mit Kettlebells empfohlen: Wenn ich nicht verstehe, warum mich diese Übung auf dem Fahrrad besser macht, werde ich beim nächsten Training wieder die Übungen trainieren, von denen ich denke, sie würden besser zum Mountainbiken passen. Trainer müssen den Sinn und das Ziel jeder einzelnen Übung genau erklären, das ist genauso wichtig wie die richtige Übungsausführung. Entscheidend ist, dass die Kunden die Übung und die damit verbundene Anstrengung mit dem Benefit für ihre Gesundheit und ihrem Trainingsziel in Verbindung bringen. Trainingsprogramme dürfen sich nur um die Kunden drehen und müssen gut erklärt werden, damit die Kunden sie verstehen und dabeibleiben. Das gilt für Anfänger und Jo-Jos in stärkerem Maße als für erfahrene Fitnesskunden.
Der „Berg des Unbequemen“ Unsere Untersuchungen haben auch gezeigt, dass die Übungen für Anfänger und Jo-Jos nicht zu intensiv sein dürfen. Die erfahrenen Studiomitglieder freuen sich, wenn sie nach dem Training völlig erschöpft sind. Ungeübte sind von diesem Gefühl schnell überfordert oder empfinden es sogar als Schmerz. Deshalb ist es wichtig, zuerst die Trainingshäufigkeit zu steigern, bevor die Umfänge und zuletzt die Intensität erhöht werden. Wir nennen diesen Punkt den „Berg des Unbequemen“, den die neuen Mitglieder erklimmen müssen. Sie müssen erfahren, dass die Erschöpfung sich auszahlt.
Ich vergleiche diesen Part gern mit dem Führerschein. Dort eignet man sich zuerst die Theorie des Straßenverkehrs an, dann lernt man das Auto kennen, fährt mehrere Stunden mit einem Fahrlehrer unter verschiedenen Bedingungen und legt schließlich eine Prüfung ab. An das eigentliche Fahren gewöhnt man sich erst nach der Prüfung, weil man dann mehr und allein fährt. Wenn wir diese Phasen des Lernens auf ein Fitnessstudio übertragen, werden viele Neulinge in einer neuen Umgebung nach etwa einer Stunde allein gelassen. Sie wissen, was ein Laufband oder eine Brustpresse ist, aber sie fühlen sich bestimmt nicht wohl und alles andere als sicher. Diese Menschen brauchen mehr und andauernden Support, bis sie genügend Sicherheit haben und sich wohlfühlen. 02/21
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MANAGEMENT | CUSTOMER RETENTION zum einen die Wertschätzung für seinen Besuch, zum anderen veranlassen wir ihn, sich ernsthaft Gedanken darüber zu machen, wann er wiederkommt. Wenn er sagt: „Am Freitag“, dann ist die Wahrscheinlichkeit, dass er an diesem Tag kommt, sehr groß, weil er es nicht nur gedacht, sondern vor allem laut gesagt hat. Der Kunde trifft eine Art Vereinbarung für seinen nächsten Besuch mit dem Mitarbeiter, aber vor allem mit sich selbst. Wichtig dabei ist, dass diese Fragen auch mit ehrlicher Neugier gestellt werden – jedes Mal! Wenn die Fragen routiniert oder gar gelangweilt gestellt werden, erreicht man vielleicht das Gegenteil.
Was wünschen sich Fitnesskunden? Wir haben rund 10.000 Kunden aus 26 Clubs gefragt, was sie sich vonseiten ihrer Clubs wünschen. Zusammengefasst lässt sich sagen: Die Kunden wollen gefragt werden: „Was kann ich für Sie tun?“ Es ist dabei gar nicht entscheidend, ob sie gerade etwas brauchen oder nicht. Sie könnten Ja sagen oder „Nein, vielen Dank“. Entscheidend ist, dass vonseiten der Clubs aktiv die Bereitschaft gezeigt wird, etwas zu tun, wenn es gewünscht ist.
Welche Reise machen unsere Kunden? Unsere Branche muss lernen, die sogenannte Customer Journey besser zu verstehen: Woher kommen die Kunden? Wie hoch ist ihr individueller „Berg des Unbequemen“? Was erleben sie als Neulinge oder Jo-Jos bei uns? In vielen Studios kümmern sich die Mitarbeiter bei den ersten zwei, vielleicht drei Besuchen um die Neuen, danach werden sie leider zu oft allein gelassen. Wir haben intensiv untersucht, welche Kontaktpunkte sich in den Clubs am besten eignen, um mit Interessenten und Mitgliedern zu interagieren, damit sie sich auf ihrer Reise in der Anlage gut betreut fühlen. Dazu haben wir einige einfache, aber sehr wirkungsvolle Formen der Interaktion ermittelt, die die Kundenbindung deutlich intensivieren.
Hier lohnt sich der Vergleich mit einem Restaurant: Dort ist es üblich, dass der Gast gefragt wird, ob alles in Ordnung ist. Der Gast wird aktiv um sein Feedback gebeten. Wenn er ein Problem hat, kann er es hier und jetzt äußern. Wichtig ist, dass der Gastgeber diesen entscheidenden Schritt auf den Gast zu macht. Wenn der Gast wahrnimmt, dass man seine Customer Experience oder seine Customer Journey wirklich verbessern möchte, dann gibt er ehrliches Feedback – und das ist das Wichtigste: Er kommt wieder.
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Zwei Fragen können den Unterschied machen Auf dem Weg ins Studio sind die meisten Mitglieder heutzutage in Eile. Sie haben einen Zeitplan für ihr Training oder haben danach noch etwas vor – besonders die Kunden, die morgens kommen. Während des Trainings – darüber haben wir in Teil 1 schon kurz gesprochen – können die Trainer die Mitglieder ansprechen, wenn sie gerade eine Pause machen oder zum nächsten Gerät gehen und sie nach ihrem Workout fragen. Der beste Zeitpunkt für ein kurzes Gespräch ist, wenn die Kunden auf dem Weg aus dem Studio sind.
Als zweite Frage würde ich vorschlagen: „Wann dürfen wir Sie wieder begrüßen?“ Mit dieser Frage geben wir dem Kunden
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Paul Bedford PhD Seit drei Jahrzehnten ist Dr. Paul Bedford in der Fitnessbranche tätig. Er hat mehr als 150 Vorträge und Präsentationen in 31 verschiedenen Ländern gehalten, darunter 17 für die IHRSA. Dr. Paul Bedford hat zwei Master-Abschlüsse, einen in Bewegung und Gesundheitslehre, den zweiten in sozialwissenschaftlicher Forschung. Der Forschungsschwerpunkt für seine Doktorarbeit war die Mitgliederbindung in Fitnessstudios. Zurzeit arbeitet er zu gleichen Teilen an der Forschung im Bereich Kundenbindung, Fluktuation und Kundenloyalität sowie zum Themengebiet Coaching von Unternehmen bei praktischen Ansätzen zur Verbesserung sämtlicher Bereiche des Kundenerlebnisses. Die Forschung von Dr. Paul Bedford basiert auf den Daten von 4,5 Millionen Kunden aus über 4.000 Clubs mit rund 70 verschiedenen Ausrichtungen. www.retentionguru.com
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Fotos: Mladen – stock.adobe.com | Paul Bedford
Zwei kurze Fragen, die immer mal wieder eingestreut werden, reichen vollkommen aus. Die erste Frage sollte ungefähr lauten: „Wie war Ihr Workout heute?“ Sie gibt den Mitgliedern die Gelegenheit, ihr Befinden nach dem Training zu reflektieren. Wenn sie sich gut fühlen, bestärkt die Frage dieses positive Gefühl im Studio. Wenn sie irgendetwas anzumerken haben, dann können sie es auf der Stelle loswerden und nehmen es nicht mit nach Hause oder zur Arbeit.
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WOLFF
Weniger Kündigungen im Sommer. Neue Mitglieder in der Sommerzeit. Mehr Sicherheit in Zeiten von Corona.
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Mehr Sicherheit beim Training
Wiedereröffnung mit Lufthygiene
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ür Systeme zur Luftreinigung gibt es inzwischen zahlreiche Anbieter. Die Kommission Innenraumlufthygiene (IRK) des Umweltbundesamtes hat daher in einer Stellungnahme Empfehlungen für die Gerätewahl zur Luftreinigung ausgesprochen.
Worauf ist bei Luftreinigern zu achten? Das IRK rät von der Vernebelung von Desinfektionsmittel ohne besondere Schutzmaßnahmen und Gefährdungsanalysen ab. Auch auf die Emission von Ozon, wie sie z. B. bei der Ionisation oder Plasmatechnologie entstehen kann, sollte verzichtet werden. Ozon ist ein starkes Reizgas für den Atemtrakt und reagiert mit anderen Stoffen in der Raumluft, wodurch neue Schadstoffe wie Formaldehyd entstehen. Bei UVC-Luftreinigern sollten überprüfbare Nachweise zur Wirksamkeit vorliegen und eine Bestrahlung von Personen mit UVC muss ausgeschlossen werden.
Qualität „Made in Germany“ mit 15 Jahren Erfahrung Die JK-Gruppe produziert UVC-Luftentkeimer, die in der Medizinund Lebensmittelindustrie bereits seit mehr als 15 Jahren erfolgreich eingesetzt werden. Die Reinigungsrate von über 99,99 Prozent bei Coronaviren und die hohe Wirksamkeit bei weiteren Mikroorganismen, wie z. B. Bakterien, Allergenen und Schimmelpilzen, sind durch zahlreiche Studien bestätigt. Spezielle Lichtfallen garantieren, dass kein UVC nach außen dringt und der Verzicht auf Chemikalien sowie Ozon macht die Anwendung besonders sicher.
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Vorteile der UVC-Luftreinigung von pure:
• Ozonfreie Luftentkeimung aus der Medizin • Neutralisation von über 99,99 Prozent der Coronaviren • Hochwirksam bei Bakterien, Sporen und Allergenen • Ohne Einsatz von Chemikalien oder teure Filterwechsel • Besonders leise Lüftertechnologie (29,4 dBA – 56,4 dBA) • Reinigt über 450 m3 Raumluft je Stunde • Qualität „Made in Germany“ mit 15 Jahren Erfahrung • Media Kit zur Kundeninformation inklusive • Unterstützung bei der Erstellung von PR-Mitteilungen • Plug & Play: pure Steribase 450 ist sofort einsatzbereit
Staatliche Förderung nutzen Sicherheit ist aktuell wichtiger denn je. Mit zusätzlicher Lufthygiene können Sie sich für die Wiedereröffnung optimal aufstellen und sich einen echten Wettbewerbsvorteil schaffen. Jetzt ist der perfekte Zeitpunkt für eine Investition, denn zur Eindämmung der Corona-Pandemie fördert der Staat Investitionen in mobile Luftreiniger mit bis zu 90 Prozent. Ihr Steuerberater kann Sie hierzu individuell beraten. Gern lassen wir Ihnen Studien und Wirknachweise von pure zukommen und beraten Sie individuell zur optimalen Lösung für Ihre Anlage.
Ihr Ansprechpartner: Michael Quehl info@pure-lufthygiene.de 0173 - 5483 311 02224 - 818 - 409 www.pure-lufthygiene.de fitness MANAGEMENT international
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Fotos: JK-International GmbH
Das Sicherheitsbedürfnis der Menschen und die auch daraus resultierenden Anforderungen an das Hygienekonzept sind so groß wie nie zuvor. Luftreiniger können hier helfen, um die Sicherheit sowie das Vertrauen von Mitgliedern und Mitarbeitern zu erhöhen und neue Kunden zu gewinnen. Profitieren Sie beim Kauf von UVC-Luftreinigern auch von der staatlichen Förderung im Rahmen der Überbrückungshilfe III.
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Fotos: OrangeGym
OrangeGym und DSB
Zwei starke Partner Wenn einer der erfolgreichsten Fitnessökonomen Deutschlands ein neues Studio eröffnet, kann man davon ausgehen, dass der Betrieb auch höchsten wirtschaftlichen Ansprüchen gerecht wird. Wenn der Betreiber gleichzeitig ein ehemaliger Leistungssportler ist, verspricht das Projekt zudem Fitnesstraining auf allerhöchstem Niveau. Mario Görlach hat sich mit seiner Tochter Christin mit dem OrangeCampus einen Traum erfüllt und greift dabei mit DSB auf ein erfahrenes Unternehmen in Sachen digitale Betriebskonzepte zurück.
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enn jeder „sein Ding“ macht und dabei alle unter einem Dach trainieren, dann ist man im „OrangeGym – It´s myGym“ im neu eröffneten OrangeCampus. Profisportler absolvieren hier ihr Workout neben ambitionierten Freizeitsportlern; Marathonläufer treffen auf Yoginis.
Das weitreichende Angebot enthält neben großzügigen Trainingsflächen für Kraft, Ausdauer, Kurse und Functional Training auch einen skillcourt, eine Laufschule sowie eine 150 Meter lange Laufbahn und bietet damit den unterschiedlichsten Fitnessbegeisterten ein Zuhause. Auf über 4.000 Quadratmetern gibt es alles, was zu einem modernen Fitnesstraining gehört: EGYM Gerätepark und Zirkel, EGYM Smart Flex, Power Plate Stationen, gym80 Kraftgeräte, Matrix Cardiopark und eine eigene Yoga-Wall. Mario Görlach sagt: „Wer glaubt, dass Homefitness und Radeln – sprich Bewegung – ein dosiertes, effektives Krafttraining im Fitnessclub ersetzen kann, riskiert seine Gesundheit. Aus dem Grund sehe ich nicht die Fitness-
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branche, aber die Studiobranche mit einem dosierten, hocheffektiven Krafttraining noch ganz am Anfang. Der Erfolg für die Mitglieder muss garantiert sein.“
Reibungsloser Service Jeder, der selbst ein Studio betreibt, weiß, wie viel Arbeit und Verantwortung hinter einem solchen Konzept stecken. Eine derart große Angebotspalette führt nicht selten zu Schnittstellenproblemen, hohen Mitarbeiterkosten und einer Reihe von technischen Herausforderungen. Worüber viele den Kopf schütteln, das spornt Mario Görlach erst richtig an: Trotz aller Diversität, trotz eines großen Angebots will er ein Studio kreieren, in dem Abläufe reibungslos funktionieren und alle Prozesse „aus einem Guss“ gestaltet sind. Davon sollen die Kundin und der Kunde am besten gar nichts mitbekommen. Vielmehr soll sich das Mitglied in der neuen Fitnesswelt so smart und unkompliziert bewegen, wie es nur fitness MANAGEMENT international
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geht. Das bedeutet, kein lästiges Warten am Eingang, schnellen Zugang zu Getränken und Snacks sowie reibungslose Terminvereinbarungen und Kursbuchungen mittels Mausklick. Um diesen Ansprüchen gerecht zu werden, bedienen sich Mario Görlach und seine Tochter Christin der Firma DSB, die es sich zum Ziel gesetzt hat, Betriebe in das digitale Zeitalter zu begleiten. Prozesse sind digitalisiert – ohne dass Mitarbeiter darin involviert sein müssen.
Digitalisierung zum Wohl des Kunden Der Verkauf und der Abschluss neuer Mitgliedschaften erfolgt digital, ebenso wie die Verwaltung der Mitgliederdaten und die Buchung von Terminen in der eigenen App. Per App checkt der Kunde ein, erhält Trainingspläne, verabredet sich mit Trainingspartnern, lädt diese zum Training ein oder kontrolliert seinen Verzehr. Die Nahrungsmittel kommen aus einem hochmodernen Automaten, egal ob Eiweißshake, Riegel oder Kaffee – auf Wunsch auch gern serviert vom Mitarbeiter. Der wird keineswegs wegrationalisiert, sondern übernimmt die Rolle des fitnessaffinen Concierges. Befreit von allen lästigen Routineaufgaben wie Schlüsselausgabe oder Kassenübergabe können sich die Mitarbeiter im OrangeGym voll und ganz auf das Wohlbefinden und die Betreuung der Mitglieder konzentrieren.
Partnerschaft mit Potenzial Im Hintergrund führt das System der DSB alle wesentlichen Kernbereiche des Unternehmens digital zusammen und löst die damit verbundenen Prozesse und Aufgaben zielorientiert, kundenfreundlich und kostengünstig. Möglich wird das durch die schnittstellenfreie technologische Basis aus Software, Hardware, Gerätesteuerung und Online-Plattform. Wie jeder DSB-Club wird auch das OrangeGym komplett bargeldlos geführt. DSB Geschäftsführer Siggi Manz sieht in Mario Görlach einen perfekten Partner, der über großen Weitblick verfügt, um das 02/21
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Potenzial des Systems nicht nur zu verstehen, sondern auch voll auszuschöpfen. „Es geht immer um eine umfassende und ganzheitliche Strategie und nicht um die Nutzung einzelner Module“, so Siggi Manz.
Umfassende Optimierung Die DSB setzt ihre Konzepte digital im Unternehmen um. Das Kernmandat ist neben der Gewinnung von neuen Mitgliedern, diese lange und zufrieden im Club zu halten und gleichzeitig deutlich die Kosten zu senken. Dabei bedient sich die DSB eines digitalen „Werkzeugkastens“. Es zählt jedoch nicht das einzelne Tool, wie z. B. die Software, sondern es kommt auf die komplette Umsetzung und das Ergebnis an. Um den Erfolg zu maximieren, geht das Leistungsangebot über das Sichtbare im Club hinaus. Dazu zählt auch eine Optimierung der Preis- und Verkaufsstrategie des Unternehmens sowie eine entsprechende Marketingunterstützung, besonders im Bereich des digitalen Marketings.
Individuell auf Kundenbedürfnisse zugeschnitten OrangeGym bietet ein modulares Angebotssystem mit monatlichen Abos an. Die günstige Basismitgliedschaft von 29,90 EUR kann mit vielen Zusatzmodulen wie der Nutzung von EGYM oder dem skillcourt individuell aufgewertet werden. Jeder bezahlt also nur das, was auch wirklich genutzt wird. Allein dadurch erhöhen sich Kundenzufriedenheit und Akzeptanz des Mitgliedsbeitrags. Die Buchung von Zusatzmodulen erfolgt ganz einfach am Terminal im Club oder per Klick über die App. Flexibilität ist dabei wichtiger denn je. Mitgliederwünsche können spontan erfüllt werden. Je unkomplizierter, desto besser. Die Zeiten, in denen Mitglieder über Verträge langfristig gebunden werden konnten, sind längst vorbei. Vielmehr zählt die Qualität von Leistung und Service. Je mehr Zeit dem Club bleibt, diese zu optimieren, desto besser wird das Unternehmen für die kommenden Jahre gerüstet sein. Wer wirtschaftlich erfolgreich am Markt agieren will, wird technische oder organisatorische Reibungsverluste minimieren müssen. Bei OrangeGym ist dies geglückt.
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In der Krise den Unterschied machen
Fitness für Ihre Karriere
Die Premium-Trainingscenter von PRIME TIME fitness standen gerade in der jüngeren Vergangenheit durch die angebotenen Einzel-Outdoortrainings in Veranstaltungszelten im Blickfeld vieler Medien. Hinter dieser kreativen Idee steckt ein Franchisekonzept, das nicht nur während der Krise auf innovative Lösungen mit gleichzeitig höchstmöglicher Qualität setzt.
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it inzwischen fast zwölf Premium-Trainingscentern bietet PRIME TIME fitness hochwertiges Training in Frankfurt, München und Hamburg. Hinter diesem Konzept stehen vergleichsweise kleine Boutique-Center, die persönliche Atmosphäre garantieren, konzeptionell den Fokus auf das Training ohne „Schnickschnack“ legen und jeder Mitarbeiter als Personal Trainer agiert.
Die angesprochene Zielgruppe Mit diesem Konzept werden die „Urban Performer“ angesprochen, die es zwischenzeitlich in jeder Kleinstadt gibt: Menschen, die wirtschaftlich oder auch sozial engagiert sind, deswegen wenig Zeit haben und effizient etwas für ihre Gesundheit tun wollen.
Die Ausstattung Das Trainingskonzept und die Ausstattung der PRIME TIME fitness Anlagen setzt sich aus verschiedenen Komponenten zusammen. Das Kernelement bildet neben Cardiotraining, mit dem eigens konzipierten „Fat Burner HIIT Zirkel“, der Krafttrainingsbereich. Hinzu kommen der Koordinationsbereich sowie die Beweglichkeits-Area, bei der bewusst auf vorgefertigte Konzepte verzichtet wird.
Erfolgreich auch in der Krise Auch in der Krise hat sich diese Arbeitsteilung bestens bewährt. Denn mit einem Team aus Spezialisten in den einzelnen Bereichen lassen sich im Brainstorming optimale Ideen entwickeln, die im Lockdown auch ihre Umsetzung gefunden haben. Dazu zählen neben den Outdoor-Trainingszelten, dem Virtual Club mit 1:10 PRIME Classes live und dem Online Personal Training auch die Vermietung von Indoor-Trainingsflächen, Rehasport, Training auf Attest und vieles mehr. Auch der Nachrichtensender ntv und das Deutsche Institut für Service-Qualität sind von PRIME TIME fitness überzeugt. Die Auszeichnung mit dem Deutschen Servicepreis 2021 in der Kategorie „Sport und Gesundheit“ zeugt davon, das dieses Konzept auch in schwierigen Zeiten punkten kann. Wann steigen Sie ins Premiumtraining nach dem Erfolgskonzept von PRIME TIME fitness ein?
Das Team und das Management Mitarbeiterqualifikation ist für PRIME TIME fitness eine Selbstverständlichkeit. Mit den beiden Bildungspartnern Deutsche Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement (DHfPG) und BSA-Akademie werden die Mitarbeiter daher auf höchstem Niveau aus- bzw. weitergebildet.
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Michael Remlinger Franchise- und Marketingmanager mremlinger@primetime-fitness.de 0151 - 1916 7650
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Fotos: PRIME TIME fitness | rangizzz – stock.adobe.com
Um Trainingserfolge messbar zu machen, arbeitet PRIME TIME fitness nicht nur in diesem Bereich mit einer Vielzahl namhafter Hersteller zusammen. So werden Messdaten mittels der Programme von milon, InBody und Myzone erfasst und in Apps integriert. Dies geschieht mit dem klaren Ziel, jedem Mitglied alle relevanten Daten und Trainingspläne jederzeit zur Verfügung stellen zu können.
Damit sich auf das Wesentliche konzentriert werden kann – die Mitgliederbetreuung –, wird der Club durch strikte Arbeitsteilung gemanagt. Verglichen mit einer Fußballmannschaft kann man sich die einzelnen Bereiche wie den Sturm, das Mittelfeld und die Verteidigung vorstellen: • Die Vertriebsabteilung sorgt für Neukunden. • Das Training deckt die Bedürfnisse und Ziele der Kunden ab. • Das Member-Management sorgt dafür, dass die Mitglieder „am Ball bleiben“.
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NEU: DIGITALE PRÄSENZPHASEN Maximale Flexibilität beim dualen Studiensystem: Ab sofort können die kompakten Präsenzphasen an einem der bundesweiten Studienzentren oder in digitaler Form absolviert werden.
Deutsche Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement
dhfpg.de/fmi
University of Applied Sciences
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Lufthygiene durch UV-C-Licht
EWE legt Coronaviren lahm! Fotos: Signify GmbH | EWE Vertrieb GmbH
Sie gefährdet die Gesundheit der Menschen und ist auch für die Fitnessbranche wirtschaftlich eine Bedrohung – die Corona-Pandemie. Der Oldenburger Energiedienstleister EWE bietet eine Lösung an, um Coronaviren in der Luft durch Licht unschädlich zu machen. Die fMi hat mit dem EWE-Lichtexperten Herbert Warnecke über Luftentkeimung durch UV-C-Licht gesprochen. fMi: Herr Warnecke, Corona beherrscht noch immer das Weltgeschehen. EWE bietet jetzt die Möglichkeit, die Viren schon in der Luft zu eliminieren, und zwar durch eine spezielle Beleuchtung. Wie genau machen Sie durch Licht den Viren die „Lampen aus“? Herbert Warnecke: Als Nummer fünf im deutschen Energiemarkt besetzt EWE seit Jahren auch das Thema Lichtmanagement. Ein Fokus liegt auf der Umrüstung von konventioneller Beleuchtung auf LED-Technik mit Blick auf Kosten- und CO2-Einsparung.
Herbert Warnecke, EWE Vertrieb GmbH Gruppenleiter, Key Account Green Solutions Er verantwortet mit einem Team von 15 Mitarbeitenden deutschlandweit die Weiterentwicklung eines grünen Lösungsvertriebes. Dies umfasst unter anderem das Fokusangebot Licht, das sich um den Bereich UV-C-Licht erweitert hat. Aber auch energieeffiziente Lösungen zur Erzeugung von CO2-freiem Strom aus PV-Anlagen und das Thema Ladeinfrastruktur für E-Mobilität gehören in seinen Geschäftsbereich.
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Seit letztem Jahr sind wir auch zertifizierter Premiumpartner von Signify, der Lichtsparte von Philips, dem marktführenden Hersteller von UV-C-Beleuchtung. UV-C-Licht umfasst einen Wellenlängenbereich der UV-Strahlung, der in der Natur von der Atmosphäre absorbiert wird, bevor er die Erdoberfläche erreicht. UV-C-Strahlung schädigt das Erbgut von Bakterien und Viren – auch von Coronaviren – und macht sie so unschädlich. In der Medizin wird sie seit über 40 Jahren zur Luft- und Flächendesinfektion genutzt. In der öffentlichen Anwendung – wie in Fitnessstudios – ist sie noch neu. Das klingt so, als würde die Strahlung nicht nur Bakterien und Viren unschädlich machen, sondern auch für Menschen nicht ungefährlich sein, trifft das zu? Das ist wie beim Freihanteltraining: Richtig ausgeführt, nutzt fitness MANAGEMENT international
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Töten auch Coronaviren und sind für die Wand- und Deckenmontage geeignet: UV-C-Strahler – links die Philips UV-C-Wandleuchte, rechts die Philips UV-C-Deckenleuchte
es dem Körper, falsch gemacht, kann es ihn überlasten. UVC-Strahlen sind in der Tat bei Sicht- und Hautkontakt für den Menschen schädlich. Es gilt also, das Licht so abzuschirmen, dass es unmöglich ist, hineinzuschauen oder dass UV-CStrahlen auf den Körper treffen. Deshalb dürfen nur zertifizierte Unternehmen UV-C von Signify verbauen. EWE ist eines davon. Gibt es räumliche Voraussetzungen für die Installation, zum Beispiel eine bestimmte Mindestdeckenhöhe, oder lassen sich die Leuchten in jeder Umgebung installieren? Für die sichere Installation einer Produktlinie gilt – neben der Abschirmung – eine bestimmte Installationshöhe. Es gibt aber Spielraum. Die optimale Höhe liegt zwischen 2,3 und 3,5 Meter. Die übliche Deckenhöhe von 2,5 Meter reicht also, um UV-CLeuchten sicher anbringen zu können. Besonders wirkungsvoll wird die Luft durch UV-C-Strahlung desinfiziert, wenn sie durch entsprechende Klimatechnik zirkuliert und gezielt an den Leuchten entlang strömt. Darüber hinaus gibt es heute geschlossene Deckenleuchten, die die Luft ansaugen, desinfizieren und mittels Lüfter wieder in den Raum transportieren.
rigen während des laufenden Studiobetriebes erfolgen kann. Zudem bieten wir die Leistung auch im Contracting an. Das heißt, ein Kunde benötigt für die Installation kein Eigenkapital. Sie sagten UV-C-Beleuchtung wird im Krankenhausbereich schon lange genutzt. Wird sie sich Ihres Erachtens auch außerhalb von Krankenzimmern und Operationssälen etablieren? Ich bin davon überzeugt. Die Corona-Pandemie hat auch einen neuen Umgang mit dem Thema Hygiene bewirkt. Infektionsgefahr besteht – das gilt auch für Grippe- und Erkältungsviren – überall dort, wo Menschen auf engem Raum zusammenkommen. Das ist im normalen Betrieb auch in Fitnessstudios der Fall. Und UV-C-Strahlung ist eine wirksame Methode, um die Virenbelastung zu minimieren. Die Niederlande gehen bei dem Thema UV-C schon voran. Ich denke, auch in Deutschland wird sich UV-C-Beleuchtung außerhalb von Krankenhäusern, in Büros, in Supermärkten, aber auch in Fitnessstudios, durchsetzen. Vielen Dank für das Gespräch!
Welche Kosten kommen auf einen Studiobetreiber zu, wenn er seine Räumlichkeiten mit UV-C-Beleuchtung ausstattet? Das lässt sich pauschal schwer sagen. Es hängt natürlich von der Raumgröße ab und somit davon, wie viele Leuchten verbaut werden oder auch, ob die Beleuchtung mit einer Klimaanlage gekoppelt werden soll. Die Kosten werden auch davon beeinflusst, wie der Raum sich darstellt, also wie zugänglich die vorgesehenen Positionen für die Leuchten im Raum sind. Nach einer Ist-Analyse der Raumsituation können wir dann sehr genau die Kosten für die Installation benennen, die im Üb02/21
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EWE Vertrieb GmbH Cloppenburger Straße 318 26133 Oldenburg Internet: www.ewe.com Ansprechpartner: Herbert Warnecke Tel.: +49 162 138 50 52 E-Mail: Herbert.Warnecke@ewe.de
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FITNESS & GESUNDHEIT | NAHRUNGSERGÄNZUNG | ANZEIGE
Interview mit Christian Schwarzer, Handball-Legende und Markenbotschafter für FitLine®
„Das Produktkonzept mit den für mich besten Resultaten“
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ie PM-International AG vertreibt weltweit in mehr als 40 Ländern selbst entwickelte und größtenteils patentierte Nahrungsergänzungsmittel der Eigenmarke FitLine® sowie Kosmetik. Die Produkte sind über selbstständige Vertriebspartner oder in Direktverkaufszentren erhältlich. Der ehemalige Handball-Nationalspieler Christian Schwarzer ist Markenbotschafter für FitLine®. Seine Erfahrungen mit den Produkten schildert er im Interview. fMi: Wie sind Sie auf PM-International und die FitLine-Produkte aufmerksam geworden? Christian Schwarzer: Beim Sport hatte ich immer das Problem eines zu hohen Flüssigkeits- und Mineralstoffverlusts. Im Laufe der Zeit habe ich sehr viel ausprobiert – geholfen hat kein Produkt. In meiner Zeit beim TV Niederwürzbach kam einer unserer Physiotherapeuten zu mir und sagte, dass er ein Produkt von der Firma PM-International gefunden hätte, das mir helfen könnte. Das Produkt hieß FitLine Restorate und sollte die Regeneration1 beschleunigen. Ich habe es ausprobiert und nach etwa zwei Wochen waren meine Probleme weg. Ich konnte dadurch meinen Sport so ausüben, wie ich es immer wollte. Wodurch zeichnen sich die Produkte von FitLine® für Sie besonders aus? Die Produkte zeichnen sich durch ihre Resultate aus. Durch das Nährstofftransport-Konzept (NTC®) von PM-International werden die Nährstoffe dorthin gebracht, wo sie gebraucht werden – auf die Zellebene. Das konnte ich regelmäßig erleben durch Resultate, Qualität und Sicherheit der Produkte und das bei einem tollen Geschmack.
Handball-Legende Christian „Blacky“ Schwarzer, Europameister 2004, Olympia-Silber 2004, Weltmeister 2007
Aktuell trinke ich jeden Morgen einen PowerCocktail, eine Zwei-in-eins-Lösung, die Energie liefert, die Konzentration verbessert und das Immunsystem4 unterstützt. In Verbindung mit Restorate nehme ich auch regelmäßig Gelenk-Fit. Sehr gut finde ich auch das ProShape (Amino) mit allen essenziellen Aminosäuren5 und das IB5 zur Stärkung des Immunsystems4. Ich bin so gut wie nie krank, war zu meiner aktiven Zeit kaum verletzt und habe bis 40 auf sehr hohem Niveau gespielt. Das führe ich auch darauf zurück, dass ich schon so lange die FitLineProdukte nehme. PM-International nutzt ein spezielles Vertriebssystem. Was sind die Besonderheiten daran und wo liegen die Vorteile? Die Produkte haben schnelle und gute Resultate. Deshalb sind sie erklärungsbedürftig und PM-International hat sich dagegen entschieden, sie einfach in Supermärkten im Regal zu verkaufen, sondern den Direktvertrieb gewählt. Man möchte dafür sorgen, dass Interessenten die Produkte richtig anwenden. Beim Direktvertrieb können die Menschen, die die FitLine-Produkte empfehlen und verkaufen, ihre Kunden und Interessenten individuell beraten und jederzeit auf Fragen eingehen. Ein Vorteil dieses Vertriebssystems ist, dass Interessenten kein finanzielles Risiko eingehen. Wenn jemand sich entscheidet, die Produkte zu nutzen, kann er diese direkt über einen Berater oder im Internet bestellen und eine Empfehlungsnummer angeben. Über diese Nummer wird dann pro Bestellung eine Provision an den Berater ausgeschüttet. Die Vertriebspartner müssen so keine großen Mengen vorhalten. Was sollten Personen, die sich für den Vertrieb von FitLine® interessieren, beachten? Ich würde jedem empfehlen, die Produkte zuerst auszuprobieren, um selbst Erfahrungen zu sammeln. Jeder Mensch ist anders. Diese Erfahrungen können dann auch authentisch weitergegeben werden, um neue Interessenten zu begeistern.
Foto: Christian Schwarzer
Welche Produkte aus dem FitLine-Portfolio nutzen Sie persönlich regelmäßig? Angefangen habe ich mit
Restorate, das mir sehr gut geholfen hat. Vor, während und nach der Belastung habe ich meinen Elektrolythaushalt mit dem FitnessDrink2 in Balance gehalten – das tue ich übrigens heute noch, wenn ich jogge oder Tennis spiele. Etwas später habe ich dann Activize hinzugenommen, das die Energiebereitstellung3 unterstützt.
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reich an Magnesium – trägt zu einer normalen Funktion des Nervensystems und zu einer normalen Muskelfunktion bei Kohlenhydrat-Elektrolyt-Lösungen tragen zur Aufrechterhaltung der Ausdauerleistung bei längerem Ausdauertraining bei 3 B-Vitamine (Thiamin B1, Niacin B3, Riboflavin B2, Pyridoxin B6, Pantothensäure B5 und Biotin B7) tragen zu einem normalen Energiestoffwechsel bei 4 reich an Vitamin C – trägt zu einer normalen Funktion des Immunsystems bei 5 Proteine tragen zu einer Erhaltung/Zunahme von Muskelmasse bei 2
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FL.Fitn
FitLine Produkte
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Das Geheimnis der Profis nicht nur für Spitzen- und Breitensportler, sondern für alle die fit bleiben wollen.
Patrick Bacher Vorstand der PM-International AG *
“Die FitLine Premium-Nahrungsergänzung ist seit mehr als 20 Jahren im Sport etabliert. Du möchtest die Produkte kennen lernen und Dich über eine Vertriebstätigkeit mit FitLine informieren? Melde Dich bei uns und werde selbst Teil des Erfolgs mit FitLine!“
*Alle FitLine Nahrungsergänzungsprodukte stehen auf der Kölner Liste®. Die Kölner Liste® veröffentlicht Produkte, die von einem in der NEM-Analytik (Nahrungsergänzungsmittel) auf Dopingsubstanzen weltweit führenden Labor getestet wurden.
PM-International AG www.pm-international.com/de/de/fitline-sport/ Tel: +49 6232 296 306 Mail: Patrick.Bacher@pm-international.de
FitLine ist offizieller Ausrüster u.a. von:
www.fitline.com
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Resultate erleben.
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FITNESS & GESUNDHEIT | UNTERNEHMENSPORTRÄT I ANZEIGE
Innovation und Tradition – gym80
Handarbeit gepaart mit modernster Technik 40 Jahre Erfahrung und Leidenschaft – seit 1980 ist gym80 Top-Hersteller von Krafttrainings-, Fitness- und Performancegeräten und gehört damit zu den Urgesteinen der Branche. Trotz unzähliger Innovationen und Neuentwicklungen bleibt der Gerätehersteller aus Gelsenkirchen seinen Wurzeln treu.
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Kraftmaschinen aus dem Ruhrpott Das Traditionsunternehmen aus dem Ruhrpott blickt heute auf eine bewegte Vergangenheit mit vielen großartigen Partnern und weitreichenden, zukunftsorientierten Entscheidungen
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zurück. Simal Yilmaz, heutiger Inhaber, und sein Team gehen strammen Schrittes einer starken Mission in Richtung Zukunft entgegen: „Aus Stahl gefertigt, um die Welt zu stärken“. Mit digitalen Lösungen am Puls der Zeit bleiben und weiterhin niemals aufhören zu begeistern, das ist das Ziel der Ruhrpottler.
WEIGHT STACK MACHINES – SYGNUM – die Komplettausstattung Die SYGNUM Serie wird mit höchstem Anspruch an Qualität, Funktionalität, Sicherheit und Trainingskomfort gebaut. Ideale Biomechanik, optimale Widerstandskurven sowie individuelle Einstellbarkeit ermöglichen effektives Training für jedes Trainingslevel. fitness MANAGEMENT international
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Fotos: gym80 International GmbH
ie Erfolgsgeschichte begann in einem Keller des Schalker Gymnasiums: Walter Herden baute dort Anfang der 1980er-Jahre eigene Fitnessgeräte, da es auf dem damaligen Markt keine Geräte gab, die seinen Ansprüchen gerecht wurden. Über Mundpropaganda der stetig wachsenden Fangemeinde wurden seine Geräte immer bekannter und die Nachfrage stieg konstant, sodass 1980 die Firma gym80 gegründet wurde.
Von konventionellen Steckgewichtsmaschinen über duale Maschinen, Maschinen für Muskelschlingentraining und Maschinen mit Kabelzügen bis hin zu Bänken, Multifunktionsstationen und Equipment – die SYGNUM Serie deckt die komplette Range für eine lückenlose Studioausstattung ab. Unverkennbar SYGNUM: Das vier Millimeter dicke Ovalrohr. Oft kopiert, aber nie erreicht, wird es auch heute noch nachhaltig aus Deutschland bezogen.
PLATE LOADED – PURE KRAFT Die Plate Loaded Serie PURE KRAFT von gym80 zeichnet sich durch ihre ideal auf die jeweiligen Kraftkurven angepassten Widerstandskurven aus. Diese werden unter anderem durch Zuhilfenahme von dafür speziell abgestimmten Kontergewichten, Einstiegshilfen, diversen Griffvarianten sowie ausgefeilter Biomechanik mit diversen Einstellmöglichkeiten und integrierten Scheibenablagen ermöglicht. Das Training an Plate Loaded Maschinen ist schon lange viel mehr als nur ein Trend. Es ist ein Trainingsgefühl, auf das viele Trainierende einfach nicht mehr verzichten wollen. Plate Loaded Maschinen vereinen die Robustheit des ursprünglichen Kurz- und Langhanteltrainings und den Trainingskomfort sowie die Stabilität von Gerätetraining. Load Drop – genial einfach und effektiv Diese Maschinen der PURE KRAFT STRONG Serie sind mit einem einzigartigen und patentierten Mechanismus ausgestattet: dem Load Drop-Mechanismus. Dieser kann vom Trainierenden selbst ohne Positionsänderung betätigt werden, sobald seine Belastungsgrenze erreicht ist. Das Gewicht bewegt sich dann in Richtung Drehachse, der Hebelarm wird verkürzt und die Trainingslast verringert sich um rund 30 Prozent. Damit werden weitere Wiederholungen ermöglicht, um einen maximalen Reiz im Muskel zu erzeugen. Die PURE KRAFT Serie von gym80 beinhaltet inzwischen über 40 Maschinen – und es werden stetig mehr. Mit gleich mehreren Auszeichnungen für die PURE KRAFT STRONG Serie zeigt gym80, wie Qualität „Made in Germany“ geht.
FUNCTIONAL – 80ATHLETICS & IRON QUBE Die Nachfrage nach funktionalen Lösungen ist nach wie vor groß, denn Functional Übungen gehören mittlerweile in (fast) jede Trainingsroutine. Das Gelsenkirchener Unternehmen bietet deshalb eine Vielzahl an funktionellen Lösungen, bei denen das Hauptaugenmerk auf Vielfalt, Qualität und Innovation liegt. Von Equipment über Einzelstationen und großflächige Installationen, wie z. B. den IRON QUBE, bis hin zur 80ATHLETICS Serie: Die Rigs, Racks und Add-ons der Serie können so weit individualisiert werden, dass eine Integration in so gut wie jeden Trainingsbereich möglich ist. Somit entsteht ein Bereich für Performance- und Athletiktraining, der keine Wünsche offenlässt.
Trainingsprogramme und Entertainmentfunktionen sind ganz einfach über die großzügigen Touchscreens zu bedienen. Mittels des integrierten DVBT-2-Empfängers lässt sich das Fernsehprogramm schauen. Hinzu kommen Features wie z. B. eine Smartphone-Spiegelung oder virtuelles Training. So kann während des Workouts nicht nur der eigene SocialMedia-Feed gecheckt oder noch eine Folge der Lieblingsserie gestreamt werden, sondern auch das Training auf virtuellen Touren ist möglich, z. B. durch die Berge Österreichs. Das ergonomisch abgestimmte Training nach integrierten Trainingsplänen oder die einfache Erstellung eigener Trainingspläne runden die innovativen und komfortablen Geräte der Endurance80 Serie ab. Individualisierungen – das Besondere Die Individualisierungsmöglichkeiten, die der Traditionshersteller aus Gelsenkirchen bietet, suchen ihresgleichen. Unzählige Farbvariationen, Polsterfarben, verschiedenste Haptiken sowie gestickte oder gelaserte Logos sind nur einige der zahlreichen Optionen. Einzigartig, individuell und stark – KING OF MACHINES! www.gym80.com
CARDIO – Endurance80 Die Endurance80 „black line“ beinhaltet Cardiogeräte wie Laufband, Crosstrainer, Sitz- und Liegefahrrad. Die Konsole aller Geräte verfügt über eine intuitive Bedienungsführung und innovative Technologie. 02/21
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Welcome to Ruhrpott gym80 International GmbH Wiesmannstraße 46 D-45881 Gelsenkirchen
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FITNESS & GESUNDHEIT | VERNETZTE TRAININGSFLÄCHE | ANZEIGE
EGYM Fitness Hub
Das neue Herzstück der vernetzten Trainingsfläche
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Fotos: EGYM GmbH
EGYM präsentiert Fitness Hub, das neue Herzstück der vernetzten Trainingsfläche in modernen Fitness- und Gesundheitsanlagen. Mit smartem Onboarding, wiederkehrenden Messungen und Flexibilitätstests sowie der Visualisierung des Trainingserfolgs adressiert Fitness Hub auf einen Schlag drei der dringlichsten Kundenbedürfnisse. Fitness Hub stellt damit die Mitgliederbetreuung auf ein völlig neues Level.
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itness Hub ist ein weiterer Baustein des offenen EGYM Ökosystems, das sämtliches EGYM Equipment, die EGYM Apps für Trainer und Mitglieder sowie eine ständig wachsende Zahl angebundener Geräte führender Drittanbieter umfasst.
EGYM Technologie für das bestmögliche Trainingserlebnis „Uns treibt die Vision des Fitnessstudios an, das für alle funktioniert. Mit Fitness Hub setzen wir in puncto vernetzte Trainingsfläche und bestmögliches Trainingserlebnis für die Mitglieder einen weiteren Meilenstein“, betont Philipp RoeschSchlanderer, EGYM Mitgründer und CEO. „Durch das optimale Zusammenspiel mit dem EGYM Ökosystem bietet Fitness Hub den Fitness- und Gesundheitseinrichtungen eine konsistente, qualitativ hochwertige und personalisierte Trainingserfahrung, die sowohl Mitglieder als auch Trainer begeistert.“
Bodyscan und Onboarding in zwei Minuten Gerade in Pandemiezeiten ist Fitness Hub eine wertvolle Unterstützung für Fitness- und Gesundheitseinrichtungen. Bodyscan und Onboarding erfolgen komplett berührungslos und nehmen, statt bisher durchschnittlich 20, lediglich zwei Minuten in Anspruch. Anschließend gewährleisten die intelligenten EGYM Smart Strength und Smart Flex Geräte ein sicheres und effektives Training in nur 30 Minuten, während die Mitglieder die erforderliche Distanz zueinander halten.
Innovation für das EGYM Ökosystem Fitness Hub wurde vom EGYM Engineering Team von Grund auf neu entwickelt. Er verfügt über modernste 3D-Bildgebungstechnologie, einen 27 Zoll Full HD Touchscreen im ergonomischen Hochformat und ist dank seiner hochwertigen Verarbeitung bestens für den professionellen Dauereinsatz im Studio geeignet. Fitness Hub ist das Herzstück der vernetzten Trainingsfläche und zentraler Touchpoint für wiederkehrende unkomplizierte Messungen und Tests zur nachhaltigen Motivation der Mitglieder. Fitness Hub nutzt die offene EGYM Cloud zur nahtlosen Einbindung einer steigenden Anzahl an Geräten von Drittherstellern, wie z. B. Körperanalysewaagen von seca, Tanita und InBody oder Smart-Kardiogeräte u. a. von Matrix oder Precor. Nach Körperscan und Gewichtsanalyse sorgt Fitness Hub für die automatisch korrekte Einstellung aller angebundenen Geräte.
3D-Kamera für höchste Präzision Als eines der weltweit ersten Produkte ist der Fitness Hub mit Microsofts neuester 3D-Kamera Azure Kinect 3.0 ausgestattet – für höchste Präzision und zuverlässige Messungen. Die physische Interaktion mit dem Personal oder den Geräten ist auf ein absolutes Minimum reduziert – ideal, um alle Anforderungen an Abstandswahrung bzw. Sicherheit zu erfüllen.
Ein neues Level für die Mitgliederbetreuung War es bislang für das Mitglied schwierig, wenn nicht unmöglich, Verbesserungen bei Muskellängentraining und Körperzusammensetzung schnell und nachvollziehbar zu erkennen, macht EGYM Fitness Hub das Messen per Bildschirmanleitung einfach und intuitiv. Schummeln ist übrigens zwecklos: 02/21
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Fitness Hub stellt mit seiner smarten Technologie sicher, dass alle Messungen korrekt und ohne Abstriche durchgeführt werden. Sämtliche Trainingsfortschritte weist die EGYM Branded Member App, u. a. in ihrer beliebten BioAge Funktion, zuverlässig aus – separat für die Bereiche Kraft, Kardio, Stoffwechsel und Beweglichkeit.
Mehr Freiraum für Trainer Fitness Hub entlastet nicht zuletzt das Personal im Studio von vielen zeitraubenden manuell zu absolvierenden Aufgaben. Das stärkt die Rolle der Trainer, die viel mehr Freiräume für persönliche Interaktion, Training und Gesundheitsberatung erhalten und so den Mitgliedern deutliche Mehrwerte bieten.
Erhöhung der Trainingseffizienz EGYM Chef Philipp Roesch-Schlanderer: „Fitness- und Gesundheitseinrichtungen rund um den Globus müssen sich seit Beginn der Pandemie rasch an eine neue Welt mit veränderten Mitgliedererwartungen anpassen: ob kontaktlose Interaktion, hybride Modelle aus Studio- und Heimtraining oder gesundheitsorientierte Workouts. In allen Fällen spielt unsere EGYMTechnologie eine herausragende Rolle. Nur so werden wir den Erwartungen der Mitglieder gerecht, und nur so können wir Millionen potenzieller Kunden, die ein gesundheitsförderndes Training suchen, ein entsprechendes attraktives Angebot machen. Fitness Hub ist der nächste große Schritt in Richtung Erhöhung der Trainingseffizienz, stärkere Motivation der Mitglieder und größerer wirtschaftlicher Erfolg für Fitness- und Gesundheitseinrichtungen.“
Scannen Sie den QR-Code, um mehr über Fitness Hub zu erfahren oder direkt einen Demo-Termin zu vereinbaren.
EGYM GmbH Einsteinstraße 172 | 81677 München www.egym.com | sales@egym.com
www.egym.com/de/fitness-hub
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FITNESS & GESUNDHEIT | KRAFTTRAINING | ANZEIGE
100 % „MADE IN ITALY“
Master Gluteus Plus 100 % „Made in Italy“ Besuchen Sie die Welt von Panatta: www.panattasport.com @panattasport, @panattaofficial
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er Panatta Master Gluteus Plus ist ein Gerät, das die Muskeln des Unterkörpers auf sehr effektive Weise einzeln trainiert. Die doppelte Polsterung und die Stützgriffe des Gerätes garantieren eine perfekte Ausrichtung des Rumpfes zum Schubbein. Durch die Möglichkeit der individuellen Längsverstellung in Kombination mit der verstellbaren Fußplattform findet jeder Benutzer für seine Körpergröße die richtige Startposition. Der Master Gluteus Plus verbindet eine gleichzeitige Streckung der Hüfte und des Knies, wobei alle Hauptmuskeln der Oberschenkel mit besonderer Beteiligung des großen Gesäßmuskels aktiviert werden. Was dieses Gerät einzigartig macht, ist die Möglichkeit, die Neigung der Gleitsäule und damit die Schubbewegung in drei verschiedenen Winkeln einzustellen, um damit die bestmögliche Beanspruchung der beteiligten Muskeln zu erzielen.
• ÜBUNG 1 (80° Neigungswinkel):
Die hintere Schubbewegung des Beines wird entlang eines stark geneigten, fast vertikalen Verlaufes ausgeführt, um die spezifische Wirkung des Gesäßmuskels, mit nur teilweisem Einsatz des Kniebeugers und des Quadrizeps, zu begünstigen.
• ÜBUNG 2 (62,5° Neigungswinkel):
Die hintere Schubbewegung des Beines wird entlang eines mittleren geneigten Verlaufes ausgeführt. In diesem Fall geht die Bewegung vom Gesäß und von Teilen des Quadrizeps aus, um die Streckung des Oberschenkels zu unterstützen.
• ÜBUNG 3 (45° Neigungswinkel):
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Fotos: Panatta
Die hintere Schubbewegung des Beines wird entlang eines im 45-Grad-Winkel geneigten Verlaufs ausgeführt. Dies setzt das Gesäß mit einem besonderen Einsatz des Quadrizeps in Bewegung, wodurch eine vollständige Streckung des Knies erreicht wird.
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FITNESS & GESUNDHEIT | DIGITALISIERUNG I ANZEIGE
Mit CyberFitness zum digitalisierten Fitnessanbieter
Die Zukunft ist jetzt
Foto: CyberConcept GmbH
Jahrelang schwebte das große Wort „Digitalisierung“ gleichermaßen verheißungsvoll wie bedrohlich über der Fitnessbranche. Fachmagazine und Branchenexperten mahnten zur rechtzeitigen Weichenstellung. Dabei sei die Zukunft, für die man sich zu wappnen habe, noch in weiter Ferne. Das hat sich mit dem Jahr 2020 schlagartig geändert.
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s wäre zu kurz gedacht, den aktuellen gesamtgesellschaftlichen Digitalisierungsschub allein Corona zuzuschreiben. Aber dass die Bedeutung von Digitalisierung insbesondere im privaten Bereich zugenommen hat, ist augenscheinlich. Streamingangebote, virtueller Kommunikations- und Geldverkehr und vieles weitere haben nicht nur die Akzeptanz für Digitalisierung, sondern ein regelrechtes Bedürfnis nach ihr geschaffen.
Die größten Vorteile von CyberFitness für Studios sind die hohe Qualität des Kursangebots sowie die Bündelung verschiedener Formate: • CyberFitnessPRO bedient als B2B-Angebot direkt die Bedürfnisse von Studios • CyberFitness bietet ein komplettes virtuelles Fitnessstudio für zu Hause • CyberHealth bietet nach §20 zertifizierte Gesundheitskurse
Virtuelle Fitness
Eine Kombination in diesem Umfang spricht für die Arbeit von CyberFitness für den deutschen Fitness- und Gesundheitsmarkt.
Diese Entwicklung geht freilich auch an Fitnessstudios nicht spurlos vorüber – insbesondere in einer Zeit, in der sie aufgrund von Schließungen ihr Angebot den Mitgliedern nicht zur Verfügung stellen können. Mit diesen Herausforderungen sehen sich bereits etablierte Studios wie Existenzgründer gleichermaßen konfrontiert. Virtuelle Fitness hat im letzten Jahr in diesem Kontext enorm an Bedeutung gewonnen. Denn Mitgliedern ist es hiermit möglich, ihre gewohnten Kurse mit ihren gewohnten Trainern nicht nur im Studio, sondern auch im heimischen Wohnzimmer oder in der Natur zu absolvieren.
Mehr als zehn Jahre Marktexpertise Anbieter virtueller Fitness gibt es viele. Im Jahr 2020 sind viele neue Unternehmen auf diesen „Digitalisierungszug“ aufgesprungen. Dazu kommen die „alten Hasen“, die bereits seit über zehn Jahren ihre Expertise im Markt aufbauen und sie bewiesen haben. Zu Letzteren gehört CyberFitness, das bereits 2008 gestartet ist und mit über 700 Kunden in Deutschland, Österreich und der Schweiz die Mitglieder der Studios begeistert.
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Digitalisierung fördern Mit der Schließung seit November 2020 setzen viele Studios auf diese Vorteile von CyberFitness, um direkt nach der Wiedereröffnung im modernen Gewand wieder durchzustarten. Attraktiv wird eine Umstellung auch durch die digitale Förderung des Bundes „Digital Jetzt“, die bis zu 50.000 EUR Fördergelder bereitstellt und Bestandsunternehmen wie Existenzgründern eine Perspektive eröffnet, das eigene Studio zukunftssicher zu machen.
CyberConcept GmbH Dieckstraße 71-75 48145 Münster hallo@cyberconcept.de
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Hip Thrust Maschine für effektives Glutaeustraining
BOOTY BUILDER
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Der Booty Builder® unterstützt durch seine patentierte hochstehende Fußplatte das intensive Training der gesamten Gesäßmuskulatur – musculus glutaeus maximus, -medius und -minimus! Aufgrund der höheren Position der Füße und der ergonomischen Konstruktion ermöglicht die Fußplatte eine größere Bewegungsamplitude sowie einen über den gesamten Bewegungsablauf konstanten Widerstand. Dadurch können bessere Ergebnisse erzielt werden als beim Training mit vergleichbaren Geräten. Mit dem Booty Builder® werden Ihre Kunden die Bedeutung der Glutaeusaktivierung für die körperliche Funktion, Kraft und Leistung erkennen und spüren. Der Booty Builder® kann vielseitig eingesetzt werden: im klassischen Fitnessstudio ebenso wie in Rehaeinrichtungen. Das innovative Gerät ist in verschiedenen Varianten erhältlich – mit Steckgewichten sowie auch als Version für Hantelscheiben. In jeder Ausführung macht der Booty Builder® die Übung „Hip Thrust“ (Hüftheben) maximal effektiv, einfach, sicher und er braucht dabei nur eine sehr kleine Stellfläche.
Body-Gym GmbH
VERTRIEB
GERMANY AUSTRIA SWISS
•
Mobile & WhatsApp: +49 177 728 3790
Sinsheimer Strasse 120 Rosa-Hofmann-Strasse 33 Sulzeralle 71
•
Webshop: www.Bootybuilder.eu
69226 Nußloch 5020 Salzburg 8404 Winterthur
Tel.: +49 - 6224 - 90 95 135 Tel.: +43 - 6624 - 39 50 198 Tel.: +41 - 5252 - 53 30 900
germany@bootybuilder.eu austria@bootybuilder.eu swiss@bootybuilder.eu
FITNESS & GESUNDHEIT | PERFORMANCE DRINK | ANZEIGE
Die Performance Energy Innovation
REIGN Total Body Fuel
reignbodyfuel.com
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nergydrinks sind die Wachstumskategorie im Markt der alkoholfreien Getränke, haben zweistellige Zuwächse und sind relevanter denn je 1. Der wichtigste Wachstumsmotor ist die Innovationskraft der Branche, die ein komplett neues Subsegment im Energydrink-Markt hervorgebracht hat: Performance Energy (PE). PE-Drinks grenzen sich durch einen funktionalen Zusatznutzen, indem sie um Aminosäuren wie BCAA ergänzt werden, von den klassischen Energydrinks ab.
Das PE-Segment verzeichnet aktuell ein rasantes Wachstum, immer mehr Wettbewerb sorgt für Dynamik 2. Um das Potenzial zu erkennen, lohnt sich ein Blick in das Herkunftsland USA. Dort hat PE bereits knapp 15 Prozent Umsatzanteil 3 am gesamten Energydrink-Markt. Das zeigt, wohin die Reise gehen wird. Der Trend wird stark von der jungen, fitnessbegeisterten Generation, der sogenannten Gen Z, vorangetrieben. Eine ähnliche Entwicklung sieht man in allen fitnessbegeisterten Zielgruppen.
Die sportliche Neuheit im Trendsegment Performance Energy: REIGN Total Body Fuel ist der ultimative Boost zum Workout für alle KraftsportlerInnen und Fitnessfans. REIGN überzeugt mit sechs starken Geschmacksrichtungen und den funktionalen Zusatzstoffen BCAA und L-Arginin als Ergänzung zum gewohnten Koffein-Kick.
Außerdem besticht REIGN durch einflussreiche Markenbotschafter – global Natalie Eva Marie und Hafþór Júlíus „Thor“ Björnsson sowie weitere nationale Influencer. Weiterhin überzeugt die Marke durch relevantes Social-Media-Marketing und einen aufmerksamkeitsstarken Auftritt am Verkaufspunkt ihre KonsumentInnen. REIGN positioniert sich so als starke Marke in einem zukunftsorientierten Markt und stellt die Weichen für weiteres Wachstum. Die BetreiberInnen der bereits mit REIGN kooperierenden Fitnessstudios freuen sich über den signifikanten zusätzlichen Absatz. REIGN gekühlt dort verfügbar zu machen, wo die KonsumentInnen trainieren, ist das gemeinsame Erfolgsrezept für die Marke und die Fitnessbranche. Zur Kontaktaufnahme wenden Sie sich bitte an: reign@salesaffairs.de
Das Erfolgsrezept von REIGN Total Body Fuel
Als Lifestyleprodukt steht REIGN für hartes Krafttraining, bei dem SportlerInnen an ihre Grenzen gehen oder diese sogar überschreiten. Damit spricht es die junge, fitnessorientierte Gen Z zielgerichtet an.
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Quelle: 1 AC Nielsen, Total DE, Umsatzveränderung in % , FY 2020 vs. FY 2019 2 AC Nielsen, Performance Energy, LEH o Discount, Q1 2019-Q4 2020, Volume Sales 3 Nielsen USA; Umsatzanteil am Energy-Segment (ohne Kaffee- & Proteingetränke), Letzte 13 Wochen KW 39 2020
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Fotos: © 2020 Reign Beverage Company LLC
Die Marke REIGN aus dem Hause Monster Energy ist dabei, sich als wachstumstreibende Marke im PE-Segment zu etablieren. REIGN überzeugt durch seine funktionalen Zusatzstoffe BCAA und L-Arginin. Zudem enthält der PerformanceEnergydrink natürliches Koffein, B-Vitamine, Zero Zucker und Zero Kalorien. REIGN ist mit Kohlensäure versetzt und bietet der sportlichen Zielgruppe nicht nur den nötigen Boost für ein erfolgreiches Workout, sondern überzeugt zudem geschmacklich mit bald sechs einzigartigen Geschmacksrichtungen. Die Marke sorgt damit für Abwechslung im strikten Ernährungsplan von KraftsportlerInnen.
Wie viele Mitglieder hat die deutsche Fitness- und Gesundheitsbranche?
44.873 6,1 Mio. Ähm, viele? Falls Sie eine Antwort angekreuzt haben, sollten Sie unseren Newsletter abonnieren: www.fitnessmanagement.de/inside
FITNESS & GESUNDHEIT | ABNEHMKONZEPT I ANZEIGE
Fotos: privat / Linda Bock | Caroline Schneider
Das MetaCheck fitness® Konzept setzt auf individuelle Pläne
77 Kilo verloren – ein neues Lebensgefühl gewonnen Nie stand die eigene Gesundheit so stark im Fokus wie in diesen Zeiten. Die Pandemie führt den Menschen vor Augen, wie wichtig ein starkes Immunsystem und körperliche Fitness sind. MetaCheck fitness® ist für Fitnessstudiobetreiber eine gute Möglichkeit, ihren Mitgliedern ein konkretes Gesundheitsangebot zu machen. Die genetische Stoffwechselanalyse kann zu deutlich mehr Gesundheit sowie körperlicher Fitness verhelfen.
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ie Gesundheit verbessern und durch Training Körpergewicht verlieren – das war der Wunsch von Linda. „Als ich mich für den MetaCheck entschieden habe, was nach meiner Erkenntnis die beste Investition meines Lebens war, lief alles auf einmal wie von selbst. Ich bin der Stoffwechsel-Typ Delta, der Kohlenhydrat-Typ, und somit schließlich genau das Gegenteil von dem, womit ich jahrelang versucht habe abzunehmen.“ Bis heute hat sie mit dem Abnehmkonzept 77 Kilogramm Körpergewicht verloren.
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Neues Lebensgefühl dank MetaCheck fitness® „Mein persönliches MetaCheck fitness® Ergebnis gab mir den Antrieb, mich voll in die neue Ernährung reinzuhängen. Mein betreuender Trainer im Studio half mir bei der Umsetzung. Ich hielt mich an die Ernährungspläne, die ich im Rahmen der Beratung im Studio bekommen hatte. So bekam ich schnell ein Gefühl für Mengen, nach und nach variierte ich aber mit den Zutaten und habe dadurch sehr viel über Makronährstoffe, Nährwerte und meinen Grundumsatz gelernt. Die individuelle fitness MANAGEMENT international
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Lebensmittelliste, die ich mit dem Testergebnis erhalten habe, war mir dabei eine große Hilfe.“ Neben der Ernährungsumstellung trainierte Linda weiter in ihrem Fitnessstudio, denn mit dem MetaCheck fitness® Ergebnis erhielt sie auch Auskunft darüber, mit welcher Sportart sie die Gewichtsabnahme am besten unterstützen könnte. „Schnellkraftsport ist genau das Richtige für mich.“ So konnte ihr Trainer die Ergebnisse gut in ihren Trainingsplan integrieren und ihr entsprechende Kurse empfehlen.
Mit der Genanalyse den Grundstein legen Beim MetaCheck fitness® handelt es sich um ein ganzheitliches Konzept, basierend auf einem simplen Wangenschleimhautabstrich. Dieser kann unkompliziert vor Ort im Fitnessstudio oder auch zu Hause durchgeführt werden. Das Ergebnis des Gentests kommt als hochwertige und verständliche Darstellung des jeweiligen Meta-Typs mit daran angepassten Ernährungsplänen und Trainingsempfehlungen. Darüber hinaus werden fünf weitere Tendenzen (u. a. die Tendenz zum Muskelmasseverlust) untersucht, um die Planung des Trainings effektiver gestalten zu können.
Individuelle Trainings- und Ernährungspläne Durch die Analyse wird ermittelt, zu welchem der insgesamt vier Stoffwechsel-Typen der Kunde gehört. Diese von CoGAP definierten Meta-Typen unterscheiden sich in der Effizienz der Verstoffwechselung der Makronährstoffe. Basierend auf diesem Ergebnis erhält der Kunde eine individuelle, in Ampelfarben gekennzeichnete, Lebensmittelliste mit über 800 Lebensmitteln. Um gleich richtig durchstarten zu können, liegt der Auswertung ein Vier-Wochen-Ernährungsplan bei. Zusätzlich besteht die Möglichkeit, sich auf dem kostenfreien Onlineportal Folgepläne erstellen zu lassen und Meta-Typ gerechte Rezeptvorschläge zu erhalten. Doch gerade im Fitnessstudio ist die Sportvariante für die Mitglieder besonders interessant. Alle Meta-Typen weisen jeweils eine von zwei Sportvarianten auf. Die Ausdauervari-
ante E (wie „Endurance“) ist durch einen besonders hohen Kalorienverbrauch bei Ausdauersportarten (z. B. Joggen, Schwimmen oder Radfahren) bei gleichbleibender Intensität gekennzeichnet. Im Gegensatz dazu weist die Schnelligkeitsvariante S (wie „Speed“) einen höheren Kalorienverbrauch bei Schnelligkeitssportarten (z. B. HIIT, Aerobic oder Krafttraining) auf. Die entsprechenden Kurs- oder wahlweise EMS-Empfehlungen werden ebenfalls im MetaCheck fitness® Ergebnis dargestellt.
Portfolio mit MetaCheck fitness® ergänzen Die Experten der for me do GmbH stehen den Studiomitarbeitern jederzeit zur Verfügung, indem sie effiziente Schulungen durchführen und das Studio mit Marketingmaterialien ausstatten. Die Schulungsinhalte sind leicht verständlich, sodass in kurzer Zeit jeder Fitnesstrainer alles rund um die Stoffwechselanalyse lernt und schnell am Kunden anwenden kann. Durch Informationsbroschüren und MetaCheck fitness® Musterauswertungen kann direkter Kundenkontakt hergestellt und der Verkauf gefördert werden. Die ganzheitliche Herangehensweise ermöglicht es den Fitnesstrainern also, ihren Mitgliedern das nötige Wissen an die Hand zu geben, damit diese ihre Abnehmziele umsetzen können. Durch wiederkehrende Re-Checks und Betreuungsgespräche wird zeitgleich die Bindung zu den Kunden erhöht und die Trainer können individuell auf deren Bedürfnisse eingehen.
Nachhaltige Erfolge fördern Der MetaCheck fitness® ist somit eine sinnvolle Ergänzung im Studioangebot. Durch die Bestimmung des individuellen Meta- und Sport-Typs können die Mitglieder beim leichten und nachhaltigen Abnehmen unterstützt werden. Für Linda war der MetaCheck fitness® der erste Impuls, ihren eigenen Gesundheitszustand aktiv zu verbessern. Bis heute ist sie dabeigeblieben und hat es nicht nur geschafft, ihr Gewicht zu halbieren, sondern es mithilfe des Konzepts auch dauerhaft zu halten.
Die MetaCheck fitness® Analyse im Überblick: • Meta-Typ-Bestimmung • Vier-Wochen-Ernährungsplan • Lebensmittelliste mit über 800 Lebensmitteln • 5 weitere wichtige Tendenzen • Sport-Typ-Bestimmung • Individuelle Trainingsempfehlung inkl. Kursangebote • 1-Wochen-Kur MetaShake mit Rezeptheft • Zugangscode für die webbasierte MetaCheck App • In mehreren Sprachen erhältlich
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Caroline Schneider Caroline Schneider hat ihr Studium in Sprache und Kommunikation mit dem Ergänzungsfach Wirtschaftswissenschaften (B. A.) erfolgreich abgeschlossen und war jahrelang in der Fitnessbranche tätig. Heute arbeitet sie in der Gesundheitsbranche als Projektmanagerin und hat sich als persönliches Ziel gesetzt, so oft wie möglich Bewegung und Sport in ihren Alltag zu integrieren.
for me do GmbH Salzdahlumer Straße 196 • 38126 Braunschweig • 05 31 - 866 933 44 info@formedo.de • www.formedo.de
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FITNESS & GESUNDHEIT | FACHARTIKEL ERNÄHRUNG
Fotos: Vasyl – stock.adobe.com | DHfPG/BSA
Ernährungsmythen (Teil 8)
Flexitarismus – gut für Umwelt und Mensch? Text: Christina Esser
Pudding-Vegetarier, Rohköstler, Ovo-Lakto-Vegetarier etc. – Formen von Vegetarismus gibt es viele. In diesem Kontext verbreitet sich der Begriff des Flexitarismus zunehmend. Was sind aber Flexitarier? Eine Randgruppe, ein Trend, eine Zielgruppe für Fitness- und Gesundheitseinrichtungen oder ist Flexitarismus sogar Zukunft für alle?
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er Begriff Flexitarier bezeichnet flexible Vegetarier. Sie essen generell Fleisch, tun dies aber nicht täglich oder regelmäßig. Sie schränken ihren Fleisch- und auch Fischkonsum somit stark ein (Mensink et al., 2016). Wie gering der Fleischverzehr ausfällt, ist jedoch nicht genau definiert. Flexitarismus liegt im Trend. Eine von der Georg-August-Universität Göttingen und der Universität Hohenheim durchgeführte Befragung zeigt, dass es eine große Anzahl an Menschen gibt, die bewusst wenig Fleisch essen (Flexitarier,
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11,6 %) oder ihren Konsum reduzieren wollen (9,5 %). Dem Großteil der Flexitarier liegt die Umwelt und das Tierwohl sehr am Herzen. Fast 80 Prozent von ihnen ist die Qualität des Fleisches sehr wichtig. Außerdem besteht eine größere Zahlungsbereitschaft für qualitativ hochwertiges Fleisch (Cordts, Spiller, Nitzko, Grethe & Duman, 2013).
Hohes Gesundheits- und Umweltbewusstsein Flexitarismus hat viele Vorteile. Wer seltener Fleisch konsufitness MANAGEMENT international
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miert, dafür dann aber tiefer „in die Tasche greift“, tätigt keine Ausgaben, sondern investiert in seine Gesundheit! Biofleisch (und Biomilch) enthalten 50 Prozent mehr Omega-3-Fettsäuren als Produkte aus konventioneller Tierhaltung. Durch eine gute Versorgung mit Omega-3-Fettsäuren kommt es unter anderem zu weniger Entzündungen und bei Sportlern zu einer besseren Regeneration. Biomilch enthält zusätzlich mehr Mineralstoffe und Antioxidantien (Średnicka-Tober et al., 2016). Bioprodukte stehen für artgerechtere Tierhaltung. Der Einsatz von Antibiotika wird vermieden oder stark begrenzt, dadurch kommt es zu weniger Antibiotikaresistenzen bei den Konsumenten. Das alles macht Tier und Mensch gesünder. Außerdem übernimmt jeder durch die Verwendung von Bioprodukten Verantwortung für eine geringere Umweltbelastung.
Nährstoffversorgung bei „Teilzeitvegetariern“ Die Nährstoffempfehlungen für Jod, Vitamin D, Eisen und Kalzium werden nicht umfassend von jedem gedeckt (MRI, 2008). Grundsätzlich gilt, je mehr Lebensmittelgruppen vom Speiseplan verschwinden, desto eher können Versorgungsprobleme auftreten. So können bei Ovo-Lacto-Vegetariern zusätzlich Zink, Selen und Omega-3-Fettsäuren kritisch sein und bei Veganern zusätzlich noch Vitamin B2 und B12. Diese Versorgungslücken, die durch vegetarische oder vegane Ernährung entstehen, können Flexitarier durch gelegentlichen Fleisch- und Fischverzehr minimieren.
Zukunft der Ernährung? Flexitarismus könnte in Zukunft noch bedeutsamer werden. Denn der Klimawandel zeigt sich auch hierzulande deutlich. Jeder, der Verantwortung für die Umwelt sowie die eigene Gesundheit übernehmen möchte, kann dies auf vielen Wegen tun. Selbst kleine Dinge zeigen dabei Wirkung. Wer beispielsweise seltener Fleisch konsumiert, dafür aber hochwertig und aus artgerechter Tierhaltung, trägt aktiv zum Klimaschutz bei. Neben der besseren Behandlung der Tiere ist ihr Fleisch auch gesünder für den menschlichen Organismus. Auch der Verzehr von Biogemüse und -obst kann die Umwelt schonen: Unter dem Einsatz von Pflanzenschutzmitteln leiden Feldvogelarten, Wildbienen, Insekten und die Blütenvielfalt, was nicht nur zu Artensterben führen kann, sondern auch den Ökosystemen der umliegenden Gewässer schadet. Wer Gemüse, Obst oder Getreide in Bioqualität kauft, minimiert das Artensterben und schützt unsere Gewässer. Schließlich sind Rückstände von Pflanzenschutzmitteln in den konsumierten Lebensmitteln nicht nur für Vögel und Insekten gesundheitsschädlich. Qualitativ hochwertige Lebensmittel sind zwar nicht günstig, aber das sind minderwertigere Lebensmittel häufig auch nicht. So mancher Einkauf im Bioladen ist nicht oder nur unwesentlich teurer als im Supermarkt. Wer sich nun die Frage stellt, wo man regionales Biofleisch kaufen kann, muss einfach nur Augen und Ohren offenhalten. Mittlerweile gibt es ein stetig wachsendes Netzwerk an Hofläden und Biobauernhöfen mit Direktverkauf, deren Lage und Verkaufszeiten in der Regel mithilfe der gängigen Suchmaschinen im Internet herausgefunden werden kann. Flexitarismus könnte daher in Zukunft nicht nur aus gesundheitlichen, sondern auch aus ökologischen Gründen für alle interessanter werden. 02/21
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Flexitarier als Zielgruppe der Branche Der geringe Fleischverzehr geht oft mit einer gesundheitsbewussten Ernährungs- und Lebensweise einher (Leitzmann & Keller, 2020). Vegetarier oder Flexitarier besuchen im Vergleich zur restlichen deutschen Gesellschaft generell häufiger Fitnessstudios (IfD Allensbach, 2020; zitiert nach Statista, 2020). Auch die Beweggründe sind so vielfältig wie die Ernährungsformen selbst. Die eigene Fitness und das Körpergewicht motivieren 40 Prozent der Flexitarier. Die eigene Gesundheit und das Wohlbefinden stehen bei Flexitariern hoch im Kurs (EARSandEYES, 2019; zitiert nach Statista, 2020). Aufgrund ihrer Affinität zu ernährungs- und bewegungsrelevanten Themen könnten Flexitarier mit einer Portfolioerweiterung, wie etwa durch angepasste Angebote zur Ernährungsberatung oder durch nachhaltig produzierte Produkte, als Zielgruppe direkt angesprochen werden.
Fazit Flexitarier sind längst keine Randgruppe mehr. 11,6 Prozent der deutschen Bevölkerung essen bereits bewusst weniger Fleisch, ohne gänzlich darauf zu verzichten. Durch ihre gesundheitsbewusste Lebensweise befassen sie sich nicht nur mit der Herkunft und Qualität ihrer Nahrung, sondern besuchen auch häufiger Fitness- und Gesundheitseinrichtungen. Dadurch stellen sie eine große Zielgruppe für Gesundheits- und Fitnesseinrichtungen dar!
Christina Esser Christina Esser, B. A. Ernährungsberatung, arbeitet als Dozentin, Tutorin und Autorin an der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement (DHfPG) sowie an der BSA-Akademie im Fachbereich Ernährung. Sie ist als Referentin und als lizenzierte Trainerin im Ernährungs- und Trainingsbereich tätig. www.dhfpg-bsa.de
Auszug aus der Literaturliste Cordts, A., Spiller, A., Nitzko, S., Grethe, H. & Duman, N. (2013). Imageprobleme beeinflussen den Konsum – Von unbekümmerten Fleischessern, Flexitariern und (Lebensabschnitts-)Vegetariern. Fleischwirtschaft, 7/2013, 59–63. Leitzmann, C. & Keller, M. (2020). Vegetarische und vegane Ernährung. (4., vollständig überarbeitete und erweiterte Aufl.). Stuttgart: Eugen Ulmer. Średnicka-Tober, D., Barański, M., Seal, C., Sanderson, R., Benbrook, C., Steinshamn, H. et. al. (2016). Composition differences between organic and conventional meat: a systematic literature review and meta-analysis. The British Journal of Nutrition, 115 (6). Für eine vollständige Literaturliste kontaktieren Sie bitte marketing@dhfpg-bsa.de.
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FITNESS & GESUNDHEIT | FACHARTIKEL GESUNDHEIT
Der vielfältige Gesundheitsnutzen von Fitnesstraining (Teil 2)
Text: Prof. Dr. Arne Morsch und Prof. Dr. Markus Wanjek
Muskel-Skelett-Erkrankungen (MSE) gehören zu den häufigsten chronischen Erkrankungen. Sie sind weltweit die führende Ursache für chronische Schmerzen, körperliche Funktionseinschränkungen und den Verlust an Lebensqualität. Fitnesstraining ist eine wirksame Maßnahme zum Schutz vor und zur Behandlung von MSE.
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Muskel-Skelett-Gesundheit
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in gesundes Muskel-Skelett-System ist in jedem Lebensalter für eine selbstständige und beschwerdefreie Lebensführung unverzichtbar. Alterungsprozesse, Über- und Fehlbelastung sowie Bewegungsmangel begünstigen neben weiteren Risikofaktoren und Ursachen die Entstehung von verschiedenen degenerativen, entzündlichen und systemischen Erkrankungen des Muskel-Skelett-Systems. Sie werden unter dem Begriff „Muskel-Skelett-Erkrankungen (MSE)“ zusammengefasst (RKI, 2015).
Muskel-Skelett-Erkrankungen Zu den bedeutsamsten MSE gehören Rückenschmerzen, Arthrose und Osteoporose (RKI, 2015). Sie sind die Hauptursache für chronische Schmerzen, körperliche Funktionseinschränkungen und den Verlust an Lebensqualität (Fuchs et al., 2013). Zudem sind MSE für die meisten Arbeitsunfähigkeitstage verantwortlich (Badura et al., 2020). Ungefähr 80 Prozent der deutschen Bevölkerung waren mindestens einmal im Leben von Rückenschmerzen betroffen (RKI, 2012). Diese sind damit die am häufigsten auftretenden Gesundheitsbeschwerden bei Erwachsenen. Etwa 30 Prozent leiden unter chronischen Rückenschmerzen, das bedeutet fast täglich auftretende oder länger anhaltende Schmerzen über einen Zeitraum von mehr als drei Monaten. Betroffen sind alle Altersgruppen, wobei die Fallzahlen mit steigendem Alter zunehmen (Kuntz et al., 2017). Arthrose ist die häufigste Gelenkerkrankung. Etwa 20 Prozent der Erwachsenen weisen eine Arthrose auf. Bei den über 60-Jährigen sind es mehr als 40 Prozent. Besonders oft sind das Knie- und Hüftgelenk betroffen (Fuchs et al., 2013). Osteoporose, also der zunehmende Abbau von Knochenmasse und ein damit einhergehendes erhöhtes Frakturrisiko, ist vor allem bei Frauen ab 50 Jahre ein weit verbreitetes Gesundheitsproblem. Etwa jede vierte Frau über 50 weist eine Osteoporose auf. Über die Hälfte der Betroffenen erleidet mindestens eine Fraktur (Hadji et al., 2013).
Aufgrund der hohen Verbreitung von MSE, des zumeist chronischen Krankheitsverlaufs und der gravierenden Folgen für die Betroffenen kommt einer wirkungsvollen Prävention und Behandlung eine große Bedeutung zu. Fitnesstraining spielt in dieser Hinsicht eine zentrale Rolle.
Fitnesstraining für die Muskel-Skelett-Gesundheit Regelmäßiges Fitnesstraining besitzt vielfältige präventive und therapeutische Potenziale im Hinblick auf MSE. Präventive Wirkungen von Training sind vor allem für Osteoporose gut belegt. Für Rückenschmerzen und Arthrose sind primär therapeutische Effekte nachgewiesen. In Tabelle 1 sind die zentralen Effekte von Training auf die Muskel-Skelett-Gesundheit zusammengefasst.
Empfohlene Trainingsdosis Um die Muskel-Skelett-Gesundheit bis ins hohe Alter zu erhalten oder zu verbessern, … sollten Erwachsene (18–65 Jahre) und Ältere (65 +) mindestens 150 Minuten pro Woche moderat-intensives oder 75 Minuten pro Woche intensives Ausdauertraining (oder eine Kombination beider Intensitäten) betreiben. sollte zusätzlich mindestens zwei Mal pro Woche ein Krafttraining durchgeführt werden. Diese Empfehlungen gelten sowohl zur Prävention von MSE als auch für Menschen mit bestehenden MSE wie Rückenschmerz oder Arthrose (ACSM, 2018; Pfeifer & Geidl, 2017). Zur Prävention und Behandlung von Osteoporose sollte zwei Mal pro Woche ein intensives Krafttraining in Kombination mit einem Impact Training (4–7 Mal pro Woche) durchgeführt werden. Ergänzend dazu ist ein Gleichgewichtstraining (4 Mal pro Woche) zur Sturz- und Frakturprophylaxe erforderlich. Ausdaueraktivitäten stellen zumeist keinen hinreichenden Belastungsreiz für den Knochen dar (Beck et al., 2016; Daly et al., 2019).
Tab. 1: Wissenschaftlich belegter Nutzen von Fitnesstraining für die Muskel-Skelett-Gesundheit (Ebeling et al., 2013; Kraus et al., 2019; Niederer et al., 2018; PAGAC, 2008; Shiri et al., 2018; Vuori, 2001)
Muskel-Skelett-Erkrankungen
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Effekte von Training
Rückenschmerz1
+ Senkung des Erkrankungsrisikos für akute, chronische und wiederkehrende Rückenschmerzen + Verbesserung der Beschwerdesymptomatik bei subakuten und chronischen Rückenschmerzen: Schmerz , körperliche Funktionseinschränkungen + Steigerung der Lebensqualität
Arthrose (Knie/Hüfte)
+ Verbesserung der Beschwerdesymptomatik: Schmerz , körperliche Funktionseinschränkungen + Steigerung der Lebensqualität
Osteoporose
+ Senkung des Erkrankungsrisikos + Erhöhung der Knochendichte, Knochenfestigkeit + Verlangsamung des Knochenmasseverlustes + Senkung des Sturzrisikos + Senkung des Frakturrisikos
Unspezifische lumbale Rückenschmerzen (Low Back Pain)
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Fazit
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Regelmäßiges Fitnesstraining ist für ein gesundes Muskel-Skelett-System bis ins hohe Alter unverzichtbar. Es schützt vor den häufigsten MSE. Bei bestehenden MSE ist es eine wirksame Behandlungsmethode. Doch nicht nur eine gute Muskel-Skelett-Gesundheit ist wichtig. Auch der Erhalt eines normalen Körpergewichtes und eine gesunde Körperzusammensetzung im Altersverlauf sind u. a. als Schutz vor verschiedenen Stoffwechselkrankheiten wie z. B. Diabetes von Bedeutung. Der dritte Teil dieser Artikelreihe beschäftigt sich daher mit den Effekten von Fitnesstraining auf das Körpergewicht und die Stoffwechselgesundheit.
Prof. Dr. Arne Morsch
Prof. Dr. Markus Wanjek
Prof. Dr. Arne Morsch ist Fachbereichsleiter Gesundheitswissenschaften und Dozent der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement (DHfPG). Darüber hinaus leitet er den Fachbereich Gesundheitsförderung der BSA-Akademie.
Prof. Dr. Markus Wanjek ist stellvertretender Fachbereichsleiter Gesundheitswissenschaften und Dozent bzw. Referent an der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement (DHfPG) und BSA-Akademie. Er verfügt über eine 20-jährige praktische Berufserfahrung im Fitness- und Gesundheitsbereich.
www.dhfpg-bsa.de
www.dhfpg-bsa.de
Auszug aus der Literaturliste American College of Sports Medicine (ACSM). (2018). ACSM's guidelines for exercise testing and prescription (10th ed.). Philadelphia: Wolters Kluwer Health. Robert Koch-Institut (RKI). (2015). Gesundheit in Deutschland 2015. Gesundheitsberichterstattung des Bundes. Berlin: Robert Koch-Institut. Für eine vollständige Literaturliste kontaktieren Sie bitte marketing@dhfpg-bsa.de.
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FITNESS & GESUNDHEIT | FACHARTIKEL PREBACK-STUDIE
Fotos: fizkes – stock.adobe.com | DHfPG/BSA
PREBACK-Studie der Kieser Training AG und der DHfPG
Krafttraining bei Rückenschmerzen Text: Prof. Dr. Christoph Eifler
Ein Forschungsprojekt der Kieser Training AG und der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement (DHfPG) untersuchte die Effekte eines Krafttrainings nach dem Kieser Training-Konzept auf Rückenschmerzen nach abgeschlossener Heilbehandlung. Die Studienergebnisse sowie deren potenzieller Nutzen zur Minderung von Krankheitskosten werden nachfolgend dargestellt.
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ückenschmerzen gehören zu den am häufigsten angegebenen Schmerzen der Deutschen. Circa 80 Prozent geben an, dass sie mindestens einmal in ihrem Leben Rückenschmerzen hatten (RKI, 2012). Deren Behandlung verursacht jährlich Kosten in Milliardenhöhe. Zusätzlich entstehen indirekte Kosten durch Arbeits- und Erwerbsunfähigkeit. Von besonderem Interesse im Kontext der Prävention und Behandlung sind die Effekte eines Krafttrainings, da empirische Befunde einen Zusammenhang zwischen Kraftdefiziten der Rumpfmuskulatur und dem Auftreten von Rückenschmerzen belegen. Aus diesem Grund führte die Kieser Training AG in Kooperation mit der DHfPG eine multizentrische Studie zur Überprüfung der Effekte eines tertiärpräventiven Krafttrainings nach dem Kieser Training-Konzept bei Patienten mit Rückenschmerzen nach Abschluss einer ambulanten oder stationären Heilbehandlung (kurz: PREBACK-Studie) durch.
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Methodik der Studie Die Intervention beinhaltete 20 Trainingseinheiten eines hinsichtlich der Belastungsnormativa und Übungsauswahl standardisierten maschinengestützten Krafttrainings mit mindestens einer und maximal zwei Trainingseinheiten pro Woche. Folgende Messungen wurden durchgeführt: Testung der Kraftleistungsfähigkeit der Rumpfextensoren und -flexoren an spezifischen Testmaschinen (LE und F2) sowie eine Erhebung der körperlichen und psychischen Gesundheitswahrnehmung mit dem SF-36-Fragebogen, des Chronifizierungsrisikos für Rückenschmerzen mithilfe des Heidelberger Kurzfragebogens Rückenschmerz (HKF-R10) und der wahrgenommenen Arbeitsfähigkeit mithilfe des Work Ability Index (WAI). Ausgewertet wurden die Daten von insgesamt 122 Probanden (66 Frauen, 56 Männer).
Ergebnisse Ein standardisiertes maschinengestütztes Krafttraining über 20 Trainingseinheiten nach dem Kieser Training-Konzept führt fitness MANAGEMENT international
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Tab. 1: Gegenüberstellung: Krankheitskosten versus Gesundheitskosten
Krankheitskosten chronischer Rückenschmerzen*
Gesundheitskosten eines präventiven Krafttrainings**
direkte Kosten
8.861,47 €/Jahr
516,- €/Jahr
indirekte Kosten
22.286,66 €/Jahr
keine
Gesamtkosten
31.148,12 €/Jahr
516,- €/Jahr
* (in Anlehnung an Ossendorf, 2020) ** (in Anlehnung an DSSV, 2020)
zu signifikanten Steigerungen der Kraftleistungsfähigkeit der Rumpfextensoren und -flexoren, zu einer signifikanten Verbesserung des wahrgenommenen körperlichen Gesundheitszustands und der wahrgenommenen Arbeitsfähigkeit sowie zu einer signifikanten Reduzierung des Chronifizierungsrisikos für Rückenschmerzen. Ein Effekt auf den wahrgenommenen psychischen Gesundheitszustand konnte nicht nachgewiesen werden.
Schlussfolgerungen und Handlungsempfehlungen Diese Ergebnisse bestätigen die vorliegenden Befunde zur Effektivität eines Krafttrainings nach dem Kieser Training-Konzept bei Personen mit Rückenschmerzen. Als ausschlaggebend für die bereits nach 20 Trainingseinheiten messbaren Effekte können die konsequent hohe Trainingsintensität (muskelermüdend bzw. muskelerschöpfend) sowie die progressive Intensitätssteigerung im Kieser Training-Konzept angesehen werden.
Aus diesen Daten ergibt sich die in Tabelle 1 abgebildete Gegenüberstellung der Krankheitskosten chronischer Rückenschmerzen und der Gesundheitskosten eines präventiven Krafttrainings in einem Fitnessstudio.
Fazit Aktuelle Zahlen aus repräsentativen Untersuchungen zeigen, dass die jährlichen Krankheitskosten für die Behandlung von Rückenschmerzen über sechzig Mal höher sind als die Gesundheitskosten für ein präventivorientiertes Krafttraining bei einem kommerziellen Fitnessanbieter. Ein maschinengestütztes Krafttraining stellt somit eine nachweislich effektive und überaus kostengünstige Intervention in der Prävention und Behandlung von Rückenschmerzen dar.
Rückenschmerzen und deren medizinische Behandlung verursachen jährlich Ausgaben in Milliardenhöhe (BÄK et al., 2017). Daher sollen die durchschnittlichen Kosten eines präventiven Rückentrainings in einem Fitnessstudio (Gesundheitsaufwendungen) den durchschnittlichen direkten und indirekten Kosten, die durch Rückenschmerzen verursacht werden, nachfolgend gegenübergestellt werden.
Krankheits- versus Gesundheitskosten Eine aktuelle Krankheitskostenanalyse bei Patienten mit chronischen Rückenschmerzen (Ossendorf, 2020) liefert die folgenden Fakten: In Deutschland werden jährlich ca. 20 Millionen Patienten wegen Rückenschmerzen behandelt. Personen mit chronischen Rückenschmerzen verursachen jährlich durchschnittliche Gesamtkosten in Höhe von 31.148,12 EUR. Davon entfallen im Schnitt 8.861,47 EUR auf die direkten Krankheitskosten (ärztliche Behandlung, Medikamente etc.) und 22.286,66 EUR auf die indirekten Krankheitskosten (Produktivitätsausfall durch Arbeits- und Erwerbsunfähigkeit). Die Gesamtkosten teilen sich somit zu 28 Prozent in direkte und zu 72 Prozent in indirekte Kosten auf. Zur Beurteilung der Gesundheitskosten eines präventiven Rückentrainings auf Selbstzahlerbasis wird auf eine aktuelle Marktstudie des DSSV e. V. – Arbeitgeberverband deutscher Fitness- und Gesundheits-Anlagen (DSSV, 2020) zurückgegriffen. Demnach liegt der monatliche Bruttobeitrag einer Mitgliedschaft in einem Fitnessstudio im Durchschnitt bei 43 EUR. Neben diesen direkten existieren keine weiteren nennenswerten indirekten Kosten eines gesundheitsorientierten Trainings. 02/21
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Prof. Dr. Christoph Eifler Prof. Dr. Christoph Eifler leitet den Fachbereich Trainings- und Bewegungswissenschaft der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement (DHfPG) sowie den Fachbereich Fitness der BSA-Akademie. An der DHfPG erfüllt er zudem das Amt des Prorektors für Forschung. www.dhfpg-bsa.de
Literaturliste Bundesärztekammer (BÄK), Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV), Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften (AWMF) (Hrsg.). (2017). Nationale Versorgungsleitlinie Kreuzschmerz – Langfassung (2. Aufl., Version 1). Berlin: BÄK DSSV e. V. – Arbeitgeberverband Deutscher Fitness- und Gesundheits-Anlagen (Hrsg.). (2020). Eckdaten der deutschen Fitness-Wirtschaft 2020. Hamburg: Hrsg. Eifler, C., Kettenis, L., Morsch, A. & Reuter, M. (2020). Effekte eines tertiärpräventiven Krafttrainings nach dem Kieser Training-Konzept auf Rückenschmerzen nach Abschluss einer ambulanten oder stationären Heilbehandlung (PREBACK-Studie). Zugriff am 04.02.2021. Verfügbar unter https://www.rehadat-forschung.de/export/sites/ forschung-2021/lokale-downloads/BMAS/FO125854_Abschlussbericht.pdf Robert Koch-Institut (Hrsg.). (2012). Rückenschmerzen. Gesundheitsberichterstattung des Bundes. Heft 53. Zugriff am 18.01.2021. Verfügbar unter https://www.rki.de/DE/ Content/Gesundheitsmonitoring/Gesundheitsberichterstattung/GBEDownloadsT/ rueckenschmerzen.pdf?__blob=publicationFile
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FITNESS & GESUNDHEIT | FACHARTIKEL KRAFTTRAININGSMETHODEN
Angewandte Trainingswissenschaft (Teil 6)
High Volume Training Der Ansatz des High Volume Trainings zum Aufbau von mehr Muskelmasse ist fast so alt wie das Krafttraining selbst. Doch was sagt die Wissenschaft über diese weit verbreiteten Trainingsmethoden, zu denen auch das populäre German Volume Training gezählt wird? Worauf bei der Planung und Umsetzung von High Volume Training geachtet werden sollte, wird in diesem Artikel näher erläutert.
B
ei Betrachtung der trainingswissenschaftlichen Studien zur Krafttrainingssteuerung ist festzustellen, dass das wöchentliche Gesamttrainingsvolumen in den letzten Jahren sehr umfangreich erforscht wurde. Das Trainingsvolumen wird dabei definiert als die Anzahl wöchentlich ausgeführter Trainingssätze pro Muskelgruppe (McBride et al., 2009). Insbesondere beim Krafttraining mit der Zielsetzung des Muskelaufbaus gilt der Einfluss des Trainingsvolumens, als Parameter zur Quantifizierung mechanischer Muskelspannung, schon seit Längerem als belegt (Schoenfeld, Ogborn & Krieger, 2017).
Belastungsvolumen für Muskelwachstum Volumenorientierte Trainingsansätze existieren jedoch nicht erst seit Kurzem, sondern sind seit mehreren Jahrzehnten sehr bekannt. Formen des High Volume Trainings, wie das German Volume Training (GVT, altern.: 10 x 10-Methode) von Rolf Feser bzw. Charles Poliquin oder die 8 x 8-Methode von Vince Gironda, finden sowohl im Bodybuilding als auch in vielen anderen Bereichen des Kraftsports heute noch regelmäßig Anwendung. Doch erst die Ergebnisse trainingswissenschaftlicher Studien aus den vergangenen Jahren konnten die Bedeutung des Trainingsvolumens zur Vergrößerung der Muskelmasse beim Krafttraining objektiv bestätigen. Dabei konnte festgestellt werden, dass zwischen dem wöchentlichen Gesamttrainingsvolumen und dem erzielten Muskelaufbau eine Dosis-Wirkungs-Beziehung besteht. Das bedeutet, dass die Menge an Muskelmasse, die durch ein Krafttrainingsprogramm aufgebaut werden kann, umso größer ist, je mehr Trainingssätze pro Muskelgruppe pro Woche ausgeführt wurden
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(Colquhoun et al., 2018; Figueiredo, Salles & Trajano, 2018; Schoenfeld, Ogborn & Krieger, 2017).
Wöchentliches Trainingsvolumen Wie der aktuellen Studienlage entnommen werden kann, ist diese Dosis-Wirkungs-Beziehung allerdings nicht linear, sondern weist eine invertierte U-Form auf. Das heißt, dass im Kontext des Muskelaufbautrainings eine Unter- sowie eine Obergrenze für das Trainingsvolumen existiert. Ab einem individuellen Mindestvolumen, das benötigt wird, um überhaupt Trainingsanpassungen auszulösen, werden die Muskelaufbaueffekte mit zunehmendem Trainingsvolumen größer. Jedoch nehmen diese ab einer bestimmten Volumenobergrenze wieder rapide ab (Barbalho, Coswig, Steele, Fisher, Paoli & Gentil, 2019). Die erwähnten Grenzen richten sich in der Praxis nach der Trainingserfahrung bzw. dem Leistungsstand des Trainierenden sowie nach der individuellen Regenerationsfähigkeit, weshalb hier keine allgemeine Pauschalaussage getätigt werden kann. Allerdings deutet eine aktuelle Studie darauf hin, dass für krafttrainingserfahrene Sportler ungefähr zwanzig Sätze pro Muskelgruppe pro Woche als Obergrenze des regenerierbaren Trainingsvolumens gelten (Haun et al., 2018). Bei Einsteigern liegt diese Obergrenze natürlich deutlich niedriger, wohingegen bei Hochleistungssportlern auch noch höhere Volumina erforderlich werden können. Um das tatsächliche minimal effektive sowie das maximal regenerierbare Trainingsvolumen individuell zu ermitteln, müssen Trainer geeignete Monitoring-Strategien zur Kontrolle und Analyse des Trainings anwenfitness MANAGEMENT international
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Fotos: Srdjan – stock.adobe.com | DHfPG/BSA
Text: Patrick Berndt
Tab. 1: Volumenprogression und Methodenwechsel über drei Mesozyklen für krafttrainingserfahrene Sportler
Woche 1
Woche 2
Woche 3
Woche 4
Woche 5
Woche 6 (Deload)
Mesozyklus 1
12 x 12 Wdh.
14 x 12 Wdh.
16 x 12 Wdh.
18 x 12 Wdh.
20 x 12 Wdh.
6 x 12 Wdh.
Mesozyklus 2
12 x 10 Wdh.
14 x 10 Wdh.
16 x 10 Wdh.
18 x 10 Wdh.
20 x 10 Wdh.
6 x 10 Wdh.
Mesozyklus 3
12 x 8 Wdh.
14 x 8 Wdh.
16 x 8 Wdh.
18 x 8 Wdh.
20 x 8 Wdh.
6 x 8 Wdh.
(Anzahl wöchentlicher Trainingssätze pro Muskelgruppe bei zwei Trainingseinheiten pro Muskelgruppe pro Woche)
den (z. B. Dokumentation von Trainingsvolumen und Regenerationsparametern).
Aufteilung des Trainingsvolumens Bei bekannten Trainingsmethoden, wie beispielsweise dem German Volume Training, werden pro Übung zehn Sätze ausgeführt. Demgegenüber stehen wissenschaftliche Erkenntnisse, denen zufolge das Trainingsvolumen nicht mehr als fünf Sätze pro Übung betragen sollte, um optimale Ergebnisse zu erzielen (Amirthalingam, Mavros, Wilson, Clarke, Mitchell & Hackett, 2017). Sind aufgrund des Leistungsstandes größere Trainingsvolumina pro Muskelgruppe pro Einheit notwendig, um weitere Anpassungen auszulösen, sollten die geplanten Trainingssätze besser auf mehrere Übungen verteilt werden. Der Muskel kann dadurch aus verschiedenen Winkeln und bei unterschiedlichen Muskellängen belastet werden, was langfristig größere Effekte verspricht. Übersteigt das erforderliche Trainingsvolumen zehn Sätze pro Muskelgruppe pro Woche, ist aus trainingswissenschaftlichen sowie zeitökonomischen Gründen eine Aufteilung des Gesamtvolumens auf mehrere wöchentliche Einheiten sinnvoller, als alle Sätze in einer Einheit auszuführen. Denn hohe wöchentliche Trainingsvolumina können durch mehrere Trainingseinheiten leichter realisiert und einfacher regeneriert werden (Schoenfeld, Grgic & Krieger, 2019).
Fazit High Volume Training ist seit vielen Jahrzehnten bekannt und stellt einen geeigneten Ansatz dar, um fortgeschrittenen Sportlern zu mehr Muskelmasse zu verhelfen. Allerdings eignen sich solche Methoden aufgrund des erforderlichen Zeitaufwands eher für fortgeschrittene Fitnesssportler mit leistungsorientierten Trainingsmotiven. Bei der praktischen Umsetzung sind die Kompetenz und das Fingerspitzengefühl der Trainer gefragt. Denn einerseits sollte das Volumen zwar ein gewisses Minimum überschreiten, um überhaupt Anpassungen auszulösen. Andererseits darf es aber auch langfristig kein Ausmaß annehmen, bei dem der Körper nicht mehr in der Lage ist, sich davon zu erholen. Dies unterstreicht die Bedeutung von gut ausgebildetem Trainerpersonal, das durch individuelle Trainingsplanung und die Anwendung geeigneter Monitoring-Strategien auch bei fortgeschrittenen Sportlern Überlastungen vermeidet und effektives Training ermöglicht.
Trainingsplanung für High Volume Training Wie in allen Aspekten des Krafttrainings muss das Trainingsprinzip der progressiven Belastungssteigerung auch bei der Planung von Muskelaufbauprogrammen berücksichtigt werden. Darüber hinaus sollte zur Gewährleistung langfristiger Trainingserfolge auch eine Periodisierung der Belastungsintensitäten im Sinne eines Methodenwechsels eingeplant werden (Schoenfeld & Grgic, 2018). Aufgrund der Bedeutung des Trainingsvolumens für die Auslösung von Hypertrophieadaptationen bietet eine Belastungsprogression der wöchentlichen Trainingsvolumina innerhalb eines Mesozyklus größere Vorteile als die Veränderung eines anderen Belastungsparameters (Israetel, Feather, Faleiro & Juneau, 2019). Fasst man diese evidenzbasierten Handlungsempfehlungen zum High Volume Training zusammen, sollte innerhalb des Mesozyklus eine Volumenprogression erkennbar sein, während von Mesozyklus zu Mesozyklus ein Methodenwechsel stattfindet. Aufgrund der hohen Trainingsvolumina bietet sich eine Abgrenzung der Mesozyklen durch kurze Phasen mit verringerter Belastung an (sog. Deload-Wochen, vgl. Tab. 1), um Überlastungen zu vermeiden und langfristigen Muskelaufbau zu ermöglichen (Schoenfeld & Grgic, 2018). Tabelle 1 stellt die exemplarische Umsetzung einer solchen Trainingsplanung für krafttrainingserfahrene Sportler dar. 02/21
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Patrick Berndt Der Sportwissenschaftler Patrick Berndt ist als wissenschaftlicher Mitarbeiter und Dozent im Fachbereich Trainings- und Bewegungswissenschaft an der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement (DHfPG) sowie an der BSA-Akademie tätig. Durch seinen Einsatz als Athletik- und Personal Trainer in den Bereichen des Individual- und Mannschaftssports sowie als trainingswissenschaftlicher Berater verfügt er über umfassende Praxiserfahrung und Fachkompetenz. www.dhfpg-bsa.de
Auszug aus der Literaturliste Israetel, M., Feather, J., Faleiro, T. V. & Juneau, C.-E. (2019). Mesocycle Progression in Hypertrophy: Volume Versus Intensity. Strength and Conditioning Journal, 42 (5), 2–6. Schoenfeld, B. J., Ogborn, D. & Krieger, J. W. (2017). Dose-response relationship between weekly resistance training volume and increases in muscle mass: A systematic review and meta-analysis. Journal of sports sciences, 35 (11), 1073–1082. Für eine vollständige Literaturliste kontaktieren Sie bitte marketing@dhfpg-bsa.de.
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WISSENSCHAFT & PRAXIS | BILDUNG | ANZEIGE
Studium – Weiterbildung – Qualität Informationen und Neuigkeiten der BSA-Akademie, der BSA-Zert und der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement (DHfPG)
NEU: Digital oder vor Ort! Bildungsangebot von DHfPG/BSA-Akademie Studierende der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement (DHfPG) können ab sofort Lehrveranstaltungen digital oder vor Ort absolvieren. Mit dieser Wahlmöglichkeit für jedes einzelne Studienmodul wird der vorgegebene Studienverlauf individuell gestaltet, ein ortsunabhängiges Studium erzielt und werden die Bedürfnisse der Studierenden und Ausbildungsunternehmen berücksichtigt. Die BSA-Akademie bietet ab sofort die Möglichkeit, die Präsenzphasen wahlweise an einem der bundesweiten Lehrgangszentren oder digital zu absolvieren. Der praxisorientierte Unterricht sowie die Interaktion mit den erfahrenen Dozierenden und innerhalb der Gruppe werden bei beiden Bildungsanbietern auch in Zukunft einen sehr großen Mehrwert darstellen. www.dhfpg-bsa.de
Mit BSA-Zert zur Hygienezertifizierung Hygiene – entscheidendes Qualitätsmerkmal
Fotos: DHfPG/BSA
Mehr als 68 Prozent der über 60-Jährigen legen Wert auf Hygienestandards bei der Wahl ihres Fitness- oder Gesundheitsstudios (DSSV, 2021). Fitness-, EMS- und Sonnenstudios sowie Physiotherapiepraxen können mit der neuen Hygienezertifizierung der BSA-Zert Hygiene als geprüftes Qualitätsmerkmal sichtbar machen. Voraussetzung für eine erfolgreiche Zertifizierung ist u. a. das Zertifikat „Hygienebeauftragte/r (BSA)“, das durch die gleichnamige Online-Qualifikation der BSAAkademie, dem Bildungspartner der BSA-Zert, erlangt werden kann. Im Rahmen der Überbrückungshilfe III kann eine Förderung der Qualifikation beantragt werden. Mehr Infos zum Lehrgang: www.bsa-akademie.de/hygiene www.bsa-zert.de/hygiene
Studiengänge >> dhfpg.de
Lehrgänge >> bsa-akademie.de
Zertifizierung >> bsa-zert.de
Mehr Infos zum dualen Bachelor- und Master-Studium, zu den BSA-Lehrgängen oder zur Zertifizierung unter: Tel. +49 681 6855 143
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Testsieger in Service-Studie DHfPG auf Platz 1 der privaten Hochschulen Die staatlich anerkannte Deutsche Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement (DHfPG) wurde in der Studie „Mehr Transparenz – mehr Kundennähe“ des unabhängigen Deutschen Instituts für Service-Qualität (DISQ), im Auftrag des Nachrichtensenders ntv, als „Beste private Hochschule im Bereich Gesundheit“ ausgezeichnet. Die professionellen Tester des DISQ kamen in ihrer Service- und Angebotsanalyse zu dem Ergebnis, dass die DHfPG neben attraktiven Studienangeboten und Vertragsbedingungen den besten Service bietet. www.dhfpg.de/news
Fachkraft UVSV Mitarbeiter mit der BSA-Akademie qualifizieren Fachlich umfassend qualifiziertes Personal ist essenziell, um Kunden langfristig zu binden. Im BSA-Lehrgang „Fachkraft UVSV“ erfahren Teilnehmende, wie sie mit ihren Kunden die gesetzlich vorgeschriebenen Beratungsgespräche zur Nutzung von Solarien fachlich korrekt durchführen und Kundenfragen zur UV-Bestrahlung kompetent beantworten. Der Lehrgang ist die Voraussetzung für die gleichnamige und gesetzlich vorgeschriebene Personenzertifizierung durch die BSA-Zert. www.bsa-akademie.de/uv-schutz
Förderung erhalten Beschäftigte in Kurzarbeit weiterbilden Unternehmen können die Zeit der Kurzarbeit nutzen und ihre Mitarbeiter mit ausgewählten Lehrgängen der BSA-Akademie wie „Fitnesstrainer/in-B-Lizenz“ oder „Trainer/in-A-Lizenz Kraftund Functional Training“ weiterbilden. Zusätzlich zur Förderung der Weiterbildungskosten und des Arbeitsentgeltes von bis zu 100 Prozent erhalten Unternehmen für Mitarbeiter in Kurzarbeit unter bestimmten Voraussetzungen 50 Prozent der Sozialversicherungsbeiträge für den jeweiligen Kalendermonat zurück. www.bsa-akademie.de/foerderung-in-kurzarbeit
Über die DHfPG und die BSA-Akademie informieren Die DHfPG und die BSA-Akademie bieten Infoveranstaltungen vor Ort sowie kostenfrei abrufbare Infovideos auf ihren Websites an. Jeweils zwei Mal im Monat werden digitale Infoveranstaltungen zum Studium an der DHfPG bzw. zu den Lehrgängen der BSA-Akademie angeboten. Beide Unternehmen sind regelmäßig auf digitalen Messen vertreten. Alle Termine finden Sie unter: >> dhfpg.de/events
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>> bsa-akademie.de/events
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WISSENSCHAFT & PRAXIS | KOMMENTAR ALBERT BUSEK
Fitnesstraining ist alternativlos
Sportstudio – ein „magischer“ Platz Diese Ausgabe erscheint ein Jahr nachdem ich erstmals auf Facebook zu dieser für alle so schwierigen Zeit ausführlich Stellung bezogen habe. Da ich mich seit über 60 Jahren intensiv mit dem Wunderwerk Muskulatur beschäftige, war und ist mein Fokus dabei damals wie heute auf die Fitnessbranche und insbesondere die Studios gerichtet.
Text und Fotos: Albert Busek
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amals musste ich einfach sofort meine Solidarität mit allen Menschen bekunden, die in unserer großartigen Branche tätig sind.
Am 7. Mai 2020 veröffentlichte ich einen weiteren Text mit der Überschrift, die ich erneut für diesen Artikel ausgewählt habe. Ich schilderte aus eigener Erfahrung als Betreiber und Betreuer an einigen Beispielen, warum das Sportstudio ein „magischer“ Platz ist. Am 9. Oktober 2020 schrieb ich an gleicher Stelle in meinem Text über Zuversicht u. a.:
JA, die Zahlen sind schrecklich und dahinter verbergen sich viele Einzelschicksale. JA, wir müssen uns strikt an Vorgaben halten und die überwältigende Mehrheit macht das auch. Aber – NEIN, die tägliche Verbreitung von Zahlen und Statistiken in allen Medien ist für mich kontraproduktiv, wenn wir die Zuversicht aufbauen wollen, die wir zur langfristigen Bewältigung dieser Pandemie zwingend brauchen. Es ist auch die Art und Weise sowie die Gestik der ‚Verkünder‘, die für mich einfach deutlich überzogen ist. Die Verhältnismäßigkeit fehlt mir bei den ‚Verkündern‘ ebenso wie die Erkenntnis, dass wir mit COVID-19 auf absehbare Zeit leben können und müssen.
Wir alle kennen die Entwicklung bis heute. In Sachen Zuversicht hat sich nichts gebessert – und auch nicht an der Erkenntnis, dass wir mit COVID-19 leben können und müssen.
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Ich schreibe diesen Text Mitte Februar 2021 und bin entsetzt über die mangelnde Kenntnis über unsere Branche beziehungsweise deren weitgehende Nichtbeachtung durch die Politik. Die Entwicklung der Fitnessbranche seit den Anfängen in den Fünfzigerjahren gehört zu den großen Erfolgsgeschichten der Nachkriegszeit. In diesem Magazin werden in Zusammenarbeit mit dem DSSV und der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Deloitte seit vielen Jahren Zahlen und Fakten veröffentlicht, die für sich sprechen. Über 200.000 Menschen waren bis zum Ausbruch der Pandemie in der Fitnessbranche beschäftigt.
Fitnessbranche in der Krise Ich kenne die aktuellen Zahlen noch nicht, aber ich befürchte große Einbrüche aufgrund der monatelangen Schließung aller Fitnessanlagen, trotz enormer Anstrengungen der Betreiber hinsichtlich Hygiene und anderer Vorsichtsmaßnahmen gemäß den behördlichen Vorgaben. Unablässig wiederholt der DSSV seit Monaten die Aussage:
Die Fitnessbranche ist nicht das Problem, sondern Teil der Lösung.
Über die Bedeutung der Prävention habe ich in meiner journalistischen Tätigkeit unzählige Artikel veröffentlicht und dabei Studien aus aller Welt als Belege genannt. Für die körperliche fitness MANAGEMENT international
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Fitness ist PRÄVENTION heute nötiger denn je und dafür gibt es kaum einen besseren Platz als das FITNESSSTUDIO!
Fachliche Anleitung fehlt In jüngster Vergangenheit habe ich immer wieder gelesen und gehört, dass man ganz individuell für sich auch zu Hause trainieren kann und dazu nicht unbedingt in ein Fitnessstudio gehen muss. Überhaupt etwas zu tun, um eine schwierige Phase zu überwinden, ist sicher besser als nichts. Doch auf Dauer werden viele Menschen zu Hause weniger effektiv präventiv trainieren können als in einem Fitnessstudio mit fachlicher Anleitung – ganz abgesehen vom nicht zu unterschätzenden Motivationsschub durch die Gemeinschaft.
Individuelle Betreuung ist essenziell Rein pragmatisch gesehen, ist es einer sehr großen Zahl von Studiomitgliedern aus unterschiedlichen Gründen nicht möglich, beim individuellen Training – indoor oder outdoor – auch nur annähernd die nötige Effektivität zu erzielen, damit man wirklich von Prävention sprechen könnte. Es fehlt einfach an der vielfältigen Ausstattung und dem Fachwissen – ob für Ausdauer oder partielles Muskeltraining. Ich habe in meiner Zeit als Studiobetreiber tausende von Menschen betreut. Der sportliche „Bogen“ bei meinen Mitgliedern reichte dabei von absolut nicht belastbar bis zu Extremsportler. Eine besondere Herausforderung waren Menschen mit Handicap oder Trainierende, die nach abgeschlossener Reha zu mir kamen – oder Personen, die keinerlei Bezug zu ihrem Körper hatten. Ich bin der festen Überzeugung, dass die überwiegende Mehrheit nur in einer optimal ausgestatteten Fitnessanlage und von geschulten Trainern betreut dauerhaft bei geringstem Risiko das bestmögliche Resultat erzielen kann.
Der Körper ist ein Wunderwerk Für ein professionelles Training gibt es viele gute Gründe:
Patentanwalt Robert Münzhuber begann wie viele meiner Mitglieder übergewichtig und in extrem schlechter körperlicher Verfassung. Nach dem Eingangstest sagte ich zu ihm: „Herr Münzhuber, bei Ihnen ist es schon nach zwölf!“ Präzise wie in seiner Arbeit befolgte er alle Trainingspläne. Sechs Monate später, 15 Kilogramm leichter und mit einer deutlich besseren Gesamtverfassung, überreichte ich ihm beim Sommerfest vor allen Anwesenden einen Ehrenpokal.
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Über 600 Muskeln arbeiten in unserem Körper wie kleinste, kleine, mittlere und große Motoren. Erst sie ermöglichen, dass wir uns bewegen, dass wir sprechen, ja sogar lachen können. Während viele Muskeln zwischendurch immer wieder Erholungspausen brauchen, gibt es für das Herz keinen „Urlaub“. Das Herz eines Siebzigjährigen hat in seinem Leben etwa drei Milliarden Mal geschlagen! Eine wirklich unvorstellbare Zahl. Neben dem Herzmuskel vervollständigen glatte und quergestreifte Muskeln das Wunder der Schöpfung. Das Hauptaugenmerk liegt für die meisten Menschen auf der Skelettmuskulatur, die wir beim Training direkt und unmittelbar erleben und spüren. Spüren dürfen, muss ich hinzufügen! Was die Zusammenarbeit der Skelettmuskeln betrifft, gibt es Agonisten, Antagonisten, Synergisten, Abduktoren, Adduktoren, Flexoren, Extensoren und Rotatoren. Aus dieser komplexen Vielfalt ergeben sich unzählige Möglichkeiten, um die Muskulatur gezielt und partiell zu trainieren.
Teil der Lösung Um das Training so effektiv und risikolos wie möglich zu gestalten, benötigt man eine ebenso umfassende Ausstattung wie Ausbildung. Beides findet man in den meisten Fitnessanlagen. Dieses Angebot ist, um ein heute in der Politik so häufig genutztes Wort zu verwenden, alternativlos! Seit Jahrzehnten tragen die Fitnessanlagen zur Verbesserung der Volksgesundheit und damit zur Reduzierung der immensen Kosten im Gesundheitswesen bei. Nachweislich liegen genehmigungsfähige Hygienekonzepte vor. Die Verantwortlichen der Sportstudios und Sportanlagen haben ihre Hausaufgaben gemacht – die politisch Verantwortlichen offensichtlich nicht. Am 7. Mai 2020 habe ich darum gebeten - jetzt fordere ich: Lasst die Menschen in den Vereinen und Sportstudios wieder das tun, was nachweislich Teil der Lösung zur Bewältigung dieser Pandemie ist!
Eine umfassende und vielfältige Geräteausstattung – im Bild mein damaliger Trainer Charly Freninger an der Keiser Air – ermöglichte mir die optimale Trainingsanpassung an nahezu jede Zielvorstellung – selbst bei sehr schlechter körperlicher Verfassung oder Handicap.
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WISSENSCHAFT & PRAXIS | NEUES AUS DER WISSENSCHAFT
Individuelle Betreuung sichert langfristige Motivation und Erfolge
Einzelcoaching fördert Trainingszielerreichung Grafik: artinspiring – stock.adobe.com | Foto: privat
Immer mehr Fitnessbegeisterte wollen sich in Fitnessstudios körperlich wie mental fit und gesund halten. Die Trainingsmotivation ist dabei eng mit der persönlichen Zielerreichung verknüpft. Einzelcoaching bietet hier im Rahmen der individuellen Betreuung zahlreiche Vorteile, um die Drop-out-Rate zu verringern und Mitglieder langfristig an das Unternehmen zu binden.
der Kunden auf Dauer konstant hochgehalten und ein vorzeitiger Drop-out verhindert werden. Laut aktuellen Studien (z. B. Kotte, Hinn, Oellerich & Möller, 2016; Theeboom, Beersma & van Vianen, 2014) stellt Einzelcoaching hier einen vielversprechenden Ansatz dar, um Fitnesskunden bei der Aufrechterhaltung ihrer Motivation und bei der Erreichung ihrer persönlichen Trainingsziele optimal zu unterstützen. Inwieweit sich die Durchführung eines mehrwöchigen Einzelcoachings positiv auf die Trainingszielerreichung und das damit verbundene subjektive Wohlbefinden auswirkt, untersuchte eine Master-Thesis der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement (DHfPG).
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Methodik
itnesstraining ist laut den „Eckdaten der deutschen Fitness-Wirtschaft 2020“ (DSSV, 2020) die beliebteste Trainingsart der Deutschen und das Personal Training liegt im ACSM-Ranking der Top-Fitnesstrends 2021 in Europa an der Spitze. Um langfristig am Markt erfolgreich zu sein und Fitnesskunden an das Unternehmen zu binden, bedarf es nicht nur qualifizierter Trainer, sondern auch innovativer sowie individualisierter Trainings- und Betreuungskonzepte, die den Fitnesskunden „da abholen, wo er steht“. Zusätzlich zu den bewährten Betreuungs- und Trainingskonzepten von qualifizierten Fachkräften sind ergänzende und noch individueller auf die Kundenziele zugeschnittene Angebote notwendig. So können Fitnesskunden ihre Trainingsziele bestmöglich erreichen. Durch eine noch individuellere Betreuung können die Motivation sowie das subjektive Wohlbefinden
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Im Rahmen der Studie wurden 20 weibliche Mitglieder eines Fitnessstudios befragt. Die untersuchte Stichprobe setzte sich aus einer Experimentalgruppe (EG; n = 10) und einer Kontrollgruppe (KG; n = 10) zusammen. In einer klassischen Prä-PostMessung wurde zum einen das subjektive Wohlbefinden vor und nach der Durchführung eines achtwöchigen Einzelcoachings im Studio (4 Sitzungen à 60 Minuten; in Form eines persönlichen Gesprächs) mittels des Fragebogens „WHO-5 Wohlfühltest“ erfasst. Dieser Test enthält insgesamt fünf Items, die sich auf das Befinden in den letzten zwei Wochen beziehen: In den letzten zwei Wochen… 1. „war ich froh und guter Laune“, 2. „habe ich mich ruhig und entspannt gefühlt“, 3. „habe ich mich energisch und aktiv gefühlt“, 4. „habe ich mich beim Aufwachen frisch und ausgeruht gefühlt“, 5. „war mein Alltag voller Dinge, die mich interessieren“. Diese Aussagen wurden auf einer sechsstufigen Skala von „0 = zu keinem Zeitpunkt“ bis „5 = die ganze fitness MANAGEMENT international
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DHfPG-Science-Lab: Master-Thesis Fachbereich Psychologie
Subjektives Wohlbefinden im Prä-Post-Vergleich
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Zufriedenheit mit der Zielerreichung (in %)
60
Summenwert Wohlbefinden
50 15 40 10
17,1
20,4
16,7
18,3
30 20
5
20
60
20
10 0
Mittelwerte EG Prä
Mittelwerte KG Post
Abb. 1: Prä-Post-Vergleich zwischen der EG und der KG in puncto Wohlbefinden
0
0 sehr zufrieden
überwiegend zufrieden
etwas zufrieden
wenig zufrieden
Abb. 2: Zufriedenheit mit der Zielerreichung des absolvierten Einzelcoachings
FAZIT Zeit“ bewertet. Daraus wurde für beide Gruppen jeweils ein Gesamtwert (minimal 0 Punkte; maximal 25 Punkte) berechnet. Während die KG ausschließlich den Prä- und den Post-Test ohne eine Intervention absolvierte, führte die EG zwischen den beiden Testungen zusätzlich Einzelcoaching-Sitzungen nach dem GROW-Modell (Goal: Festlegen des Ziels; Reality: Realitätsprüfung; Options: Optionen und alternative Handlungsstrategien; What/When/Who/Will: Was wird wann von wem mit fester Absicht getan?) durch. Des Weiteren wurde die EG nach Ende der einzelnen Sitzungen jeweils befragt, wie zufrieden sie mit der Zielerreichung war. Die Bewertung erfolgte in vier Stufen von „wenig zufrieden“ bis „sehr zufrieden“ (0–25 %, 25–50 %, 50–75 %, 75–100 %).
Ergebnisse Die Ergebnisse zeigen, dass das subjektive Wohlbefinden der EG durch die Teilnahme an dem achtwöchigen Einzelcoaching im Vergleich zur KG positiv beeinflusst wurde (vgl. Abb. 1). Konkret steigerte sich der Wert für das subjektive Wohlbefinden in der EG um 2,7 Punkte (von 17,1 auf 20,4 Punkte), wohingegen sich der Wert in der KG um nur 1,6 Punkte erhöhte (von 16,7 auf 18,3 Punkte). Mit Blick auf die anschließende Befragung der EG zur Zufriedenheit mit der Zielerreichung gaben 60 Prozent der Teilnehmerinnen an, zu 50 bis 75 Prozent zufrieden mit der persönlichen Zielerreichung nach der Teilnahme am Einzelcoaching zu sein. Zwanzig Prozent waren sogar sehr zufrieden (75– 100 %, vgl. Abb. 2). 02/21
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Das Ziel der Studie bestand darin, zu untersuchen, inwieweit sich die Durchführung eines mehrwöchigen Einzelcoachings positiv auf die Trainingszielerreichung und das damit verbundene subjektive Wohlbefinden von Fitnesskunden auswirkt. Die Ergebnisse zeigen, dass sowohl das physische und mentale Wohlbefinden als auch die Erreichung der persönlichen Trainingsziele durch die Teilnahme an dem achtwöchigen Einzelcoaching positiv beeinflusst wurden. Einzelcoaching stellt somit einen vielversprechenden Ansatz dar, um Fitnesskunden bei der Aufrechterhaltung ihrer Motivation und der Erreichung ihrer persönlichen Trainingsziele zusätzlich zu unterstützen. Bewährte Betreuungs- und Trainingskonzepte qualifizierter Trainer können so optimal ergänzt und noch individueller auf die Kundenziele zugeschnitten werden. Die Nähe durch die intensive Eins-zu-eins-Betreuung bzw. das Coaching unterstützt die Kundenbindung, sichert langfristig die Motivation und kann gleichzeitig zur Senkung der Drop-out-Rate beitragen.
KRISTINA KELLER Alter: 26 Jahre Abschluss: M. A. Prävention und Gesundheitsmanagement Aktuelle Tätigkeit: Clubmanagement/stellvertretende Geschäftsleitung ladyFITNESS Wiesbaden
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WISSENSCHAFT & PRAXIS | SCIENCE NEWS
Aktuelle Forschungsergebnisse im Fokus
Wissenschaft für die Studiopraxis
Effektive Adipositasprävention im Studio
Die Zukunft des Fitnessmarktes
Gesundheitskompetenz der Bevölkerung
What exercise prescription is optimal to
Foresight for the Fitness Sector: Results
in Deutschland vor und während der
improve body composition and cardiores-
from a European Delphi Study and Its
Corona-Pandemie
piratory fitness in adults living with obesity?
Relevance in the Time of COVID-19
Untersuchungsschwerpunkte Untersucht wurde die Gesundheitskompetenz, also das Suchen, Finden, Verstehen und Anwenden von gesundheitsrelevanten Informationen.
Untersuchungsschwerpunkte Es wurde analysiert, welches Training bei erwachsenen Adipositaserkrankten in puncto Gewichtsabnahme, individueller Körperzusammensetzung und kardiorespiratorischer Fitness am Erfolg versprechendsten ist.
Untersuchungsschwerpunkte Die Studie beschäftigt sich mit aktuellen bzw. künftigen Entwicklungen im Fitnessmarkt und den daraus resultierenden Herausforderungen für Betreiber.
Methode Im Rahmen der repräsentativen Querschnittsbefragung „HLS-GER 2“ wurden in Interviews 2.162 Bundesbürger befragt. Zentrale Ergebnisse Mit 58,8 Prozent weisen mehr als die Hälfte aktuell eine geringe Gesundheitskompetenz auf. In den letzten sechs Jahren ist diese Quote um zehn Prozent angestiegen und die Pandemie sorgt für Verunsicherung, viele Fragezeichen und Unverständnis. Fast drei Viertel der Befragten sehen sich bei der Einschätzung von relevanten Informationen mit wachsenden Problemen konfrontiert und suchen Hilfe. Praxisrelevanz und Fazit Die Studie unterstreicht, wie wichtig die Stärkung der Gesundheitskompetenz sowie eine gezielte Prävention im Rahmen der Public-Health-Herausforderung sind. Kunden brauchen mehr denn je fundierte Informationen, verlässliche evidenzbasierte Trainingsempfehlungen und einen kompetenten Ansprechpartner. Qualifizierte Fitnessexperten können hier zielführend beraten und einen wesentlichen gesundheitsrelevanten Beitrag für die Allgemeinheit leisten. Schaeffer, D., Berens, E.-M., Gille, S., Griese, L., Klinger, J., de Sombre, S. et al. (2021). Gesundheitskompetenz der Bevölkerung in Deutschland vor und während der Corona Pandemie. Zugriff am 08.02.2021. Verfügbar unter https://pub.uni-bielefeld.de/download/ 2950305/2950403/HLS-GER%202_Ergebnisbericht.pdf
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Methode Systematische Literaturrecherche zum aktuellen Forschungsstand sowie umfangreiche Meta-Analysen. Zentrale Ergebnisse Die Analysen der Studienergebnisse verdeutlichen, dass eine Kombination aus hochintensivem aerobem Ausdauertraining und gezieltem Widerstandskafttraining die optimalste Lösung darstellt, um effektiv abzunehmen und die gesteckten Trainingsziele zu erreichen. Praxisrelevanz und Fazit Den kontinuierlich steigenden Adipositaszahlen kann im Fitnessstudio effektiv entgegengewirkt werden. Die Fitness- und Gesundheitsanlagen bieten den Kunden hinsichtlich der Adipositasprävention durch ihr Equipment und die qualifizierte Betreuung einen optimalen Trainingsrahmen, um diese Kombination bestmöglich zu realisieren. Neben spezifischen Trainingsplänen können die Fachkräfte zusätzlich mit individuellen Ernährungsempfehlungen dabei helfen, noch effektiver Gewicht zu verlieren und gesünder zu leben. O'Donoghue, G., Blake, C., Cunningham, C., Lennon, O. & Perrotta, C. (2021). What exercise prescription is optimal to improve body composition and cardiorespiratory fitness in adults living with obesity? A network meta-analysis. Obesity Reviews, 22 (2), e13137.
Methode Mittels der Delphi-Methode und einer Online-Umfrage wurden 50 internationale Branchenexperten zu Trends, Entwicklungen sowie künftigen Prognosen befragt. Zentrale Ergebnisse Die Studie identifiziert die Digitale Transformation, wachsende Gesundheitsbedürfnisse im Rahmen der Betreuung und die Konzentration auf individuelle Kundenbedürfnisse als die entscheidenden Treiber des Branchenwandels. Aus Expertensicht sind diese Faktoren besonders wichtig und werden in den nächsten Jahren deutlich an Relevanz gewinnen. Praxisrelevanz und Fazit Um langfristig erfolgreich zu bleiben und den wachsenden Kundenbedürfnissen gerecht zu werden, sollten Betreiber gezielt in die Ausbildung sowie die zielgruppenspezifische Weiterentwicklung des Angebots investieren. Der Trainerqualifikation kommt hier eine entscheidende Rolle zu. Die Anforderungen an die fachlichen wie technischen Skills der Trainer nehmen kontinuierlich zu, weshalb interdisziplinäre Kompetenzen ein Must-have für die Zukunft sind. Moustakas, L., Szumilewicz, A., Mayo, X., Thienemann, E. & Grant, A. (2021). Foresight for the Fitness Sector: Results from a European Delphi Study and Its Relevance in the Time of COVID-19. International Journal of Environmental Research and Public Health, 17 (23), 8941.
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Fotos: NDABCREATIVITY, Oranuch, vectorfusionart – stock.adobe.com
Gesundheit braucht Fachexperten
WISSENSCHAFT & PRAXIS | PERSONENPORTRÄT
Durch DHfPG-Studium auf der Überholspur
Karriere im BGM Text: Ronja Reuber
Niklas Magerl hatte eigentlich vor, nach dem Abitur Sport und Englisch auf Lehramt zu studieren. Das änderte sich jedoch nach dem Besuch einer Karrieremesse in München. Dort wurde er auf den Messestand der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement (DHfPG) aufmerksam. Heute ist er BGM-Koordinator von STRABAG.
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ach der Karrieremesse in München war für Niklas Magerl klar, dass er an der DHfPG studieren möchte. „Ich habe mich über das duale Studiensystem der DHfPG, das aus einem Fernstudium mit kompakten Lehrveranstaltungen – vor Ort und digital – plus Tätigkeit im Ausbildungsbetrieb besteht, informiert und mir die verschiedenen Bachelor-Studiengänge angeschaut. Danach musste ich nicht lange überlegen!“, erzählt der 28-Jährige.
Als Studierender zum Stellvertreter Der gebürtige Bayer entschied sich für den B. A. Gesundheitsmanagement und begann die betriebliche Ausbildung in einem Fitnessstudio in München. Trainingsbetreuung und Mitgliedergewinnung waren seine Hauptaufgaben. Gegen Ende des Studiums wurde Niklas Magerl sogar zum stellvertretenden Betriebsleiter befördert.
Nach dem Studium immer wieder weiterbilden 2020 absolvierte Niklas Magerl zusätzlich den Lehrgang „Berater/in für Firmenfitness“ an der BSA-Akademie. Für 2021 hat der 28-Jährige bereits einen weiteren Lehrgang geplant. „Um auch vom Bundesverband Betriebliches Gesundheitsmanagement (BBGM) offiziell anerkannt zu sein, schließe ich noch den BSA-Lehrgang ‚Betriebliche/r Gesundheitsmanager/in‘ ab.“ Zur ganzen Erfolgsgeschichte: dhfpg.de/nmagerl
Selbstständigkeit und Master-Studium Nach dem Bachelor-Studium machte er sich im Betrieblichen Gesundheitsmanagement (BGM) selbstständig. „Die BWLModule haben mir dabei extrem geholfen.“ Zusätzlich begann er den Master-Studiengang Prävention und Gesundheitsmanagement an der DHfPG mit den Schwerpunkten „Gesundheitsmanagement“ und „Betriebliches Gesundheitsmanagement“, die aus insgesamt 16 Schwerpunkten frei wählbar sind. „In dieser Zeit habe ich durch die vielen Praxisbeispiele und Tipps sehr viel dazugelernt.“ Der BGM-Dienstleister, für den er freiberuflich tätig war, bot ihm eine Festanstellung als Regionalleiter an. „Da habe ich natürlich sofort Ja gesagt!“ Nach etwa einem Jahr stieg er zum Netzwerkmanager auf. „Ich war für die Betreuung der freiberuflichen Mitarbeitenden und die Netzwerkerweiterung zuständig.“
BGM-Koordinator bei STRABAG
Foto: privat
Nach seinem erfolgreichen Master-Studium entdeckte Niklas eine Stellenanzeige von STRABAG, einem europäischen Technologiekonzern für Baudienstleistungen. „In Köln war eine Stelle als BGM-Koordinator frei. Da habe ich mich direkt beworben und eine Zusage erhalten.“
Niklas Magerl (28) hat durch ein Bachelor- und Master-Studium an der DHfPG seinen Karriereweg im BGM geebnet
Im vergangenen Jahr gewann STRABAG sogar den Corporate Health Award. „Darüber habe ich mich natürlich sehr gefreut!“ 02/21
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WISSENSCHAFT & PRAXIS | PARTNERVERBAND BFB
Fotos: raisondtre – stock.adobe.com | BfB e. V.
Krisenmanagement
Corona – was nun? „In der Krise beweist sich der Charakter“, sagte einmal unser verstorbener Altkanzler Helmut Schmidt. Ein Satz, der heute mehr denn je an Bedeutung gewinnt. In der CoronaKrise mussten sich auch die Unternehmer in der Freizeitbranche mit Dingen beschäftigen, mit denen sie sich bisher nicht auseinandersetzen wollten. Anstatt über die nächste Aktion oder Investition nachzudenken, waren sie mit völlig neuen Fragen konfrontiert.
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o stelle ich einen Antrag auf Kurzarbeitergeld? Wie und woher erhalte ich staatliche Leistungen? Auf welche Rechtssituation habe ich mich gegenüber meinen Vermietern oder Banken einzustellen?
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Ein Unternehmer steht für seine Überzeugungen und übernimmt Verantwortung für sein Handeln. Er stellt sich auch mal „in den Wind“ und ist bereit, dafür persönliche Nachteile in Kauf zu nehmen. Jeder kann ihn erkennen und persönlich fitness MANAGEMENT international
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Deutsche Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement
BS
School for Health Management
Zer der
Prävention, Fitness, Gesundheit
GESETZLICHE
Die Krise hat vieles verändert. Die Menschen haben sich selbst entschleunigt, die Luft ist gereinigt, die Natur wurde neu entdeckt und der Weinkeller geleert. Dabei haben viele Menschen die eigenen Kochkünste verbessert. Gleichzeitig sind viele Dinge, die man vorher für unerlässlich gehalten hat, überflüssig geworden. Dadurch entstehen sowohl Gefahren für das Bewährte als auch Chancen für die Zukunft. Für einige Unternehmen kam Corona aber zur Unzeit. Was für Außenstehende nur Kollateralschäden sind, ist für die Betroffenen einfach nur furchtbar und existenzvernichtend. Wer jedoch seine Hausaufgaben gemacht hat und die Angst vor neuen Krediten und der Beantragung von Fördermitteln ablegen konnte, kann möglicherweise zum „Krisengewinner“ werden. Es muss nicht gleich ein neues Geschäftsmodell sein. Manchmal bereinigt eine Krise auch das Vorhandene und Selbstverständliche. Auch unser Unternehmen wurde in „voller Fahrt“ von COVID-19 erwischt und ausgebremst. Wir haben jedoch die Gelegenheit dazu genutzt, einmal über alles neu nachzudenken und uns von Altem getrennt und Neues begonnen. Das hat so manche schlaflose Nacht gekostet, aber für uns gilt der Satz von Gustav Heinemann noch heute: „Wer nichts verändern will, wird auch das verlieren, was er bewahren möchte.“
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FACHKRAFT UVSV
University of Applied Sciences belangen. Sein Name steht im Impressum oder im behördlichen Register. Ein guter Unternehmer denkt nach vorn und nicht nach innen oder gar nach hinten. Der Begriff „Hilfsgeld“ kommt in seinem Wortschatz in der Regel nicht vor. Aber muss er nun wegen der Pandemie seine Werte über Bord werfen und zum Opportunisten mutieren? Sicher nicht.
BSA-Akademie
Holger Ziegert Der studierte Wirtschaftswissenschaftler Holger Ziegert ist Mitglied des BfB-Vorstands. Seit 2008 ist er u. a. als Geschäftsführer und Gesellschafter der AYK Gruppe mit Sitz in Köln aktiv und durchlief zuvor Führungs-, Geschäftsführer- und Vorstandspositionen in Unternehmen der Medizintechnik sowie der Kosmetik- und Freizeitindustrie.
Bundesfachverband Besonnung e. V. (BfB) Talblick 24 77960 Seelbach Telefon: 07823 - 96 29 14 Telefax: 07823 - 96 29 15 www.bundesfachverband-besonnung.de
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bsa-akademie.de/uvsv
WISSENSCHAFT & PRAXIS | BUCHTIPP
FÜR MEHR POWER IM LEBEN
»STRONG KITCHEN« 34,80 € Autor: Marc Rohde | ISBN: 978-3-00-064335-4 Sprache: Deutsch | Hardcover | Seitenzahl: 180
IMPRESSUM Verlag und Herausgeber
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Gesundheitsmanagement GmbH
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»STRONG KITCHEN« „STRONG KITCHEN“ ist mehr als ein Kochbuch – ein Ernährungskonzept für mehr Leistungsstärke durch schnelle Powerrezepte. Der leicht verständliche Einstieg in eine gesunde Ernährung und über 50 einfache Rezepte machen aus jedem Kochmuffel einen begeisterten Powerkoch! Coach Marc Rohde verhilft mit seinen Tipps und Rezepten zu mehr Stärke, mehr Geschmack und mehr Zeit für Abenteuer. Effektivität und Optimierung stehen dabei an erster Stelle.
Offizielles Organ des DSSV e. V.
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und BfB e. V.
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Chefredaktion Birgit Schwarze
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Lektorat
Dr. Paul Bedford, Patrick Berndt,
Andrea Paulus,
Albert Busek, Iris Borrmann,
Carolin Schmidt
Prof. Dr. Christoph Eifler, Antonio e Silva, Christina Esser,
Layout und Bildbearbeitung
Kristina Keller, Florian Kündgen,
Lars Marschalek,
Prof. Dr. Arne Morsch, Ronja Reuber,
Kimberly Piersdorf,
Florian Schmidt, Anke Sörensen,
Stefanie Reifschneider
Prof. Dr. Marco Speicher, Sascha Tetzlaff, Carlo Vandijck, Prof. Dr. Markus Wanjek, Jürgen Wolff, Holger Ziegert
Das Kochbuch ergänzt als integriertes Element die Elbsprint Fitness- und Business Coachings oder bietet unabhängig davon Anleitungen für schnelle, leckere und gesunde Ernährung.
Urheber- und Verlagsrechte Alle in diesem Magazin veröffentlichten Beiträge sind urheberrechtlich geschützt. Das gilt auch für die veröffentlichten Anzeigen sowie redaktionellen Anzeigen
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IN 5 MINUTEN DAS BUCH GEWINNEN!
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WISSENSCHAFT & PRAXIS | KOLUMNE
Fotos: Mladen – stock.adobe.com | Volker Beushausen
Zielgruppe Generation 50 plus
Muss sich die Branche neu erfinden?
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ie Corona-Pandemie verändert die Fitnessbranche: Viele Studios kämpfen ums Überleben, durch die Lockdowns fehlt der Mitgliederzuwachs und die Anzahl der Kündigungen steigt von Monat zu Monat. Nach der Wiedereröffnung wird die Kundenbindung daher für Studiobetreiber umso wichtiger. Das Thema Gesundheit hat an Wert gewonnen. Für die Branche ist die aktive Phase der Menschen im Alter zwischen 50 und 80 Jahren in den Fokus gerückt. Um Kunden der Generation 50 plus auf lange Sicht zu halten, müssen ihre Wünsche kontinuierlich über die gesamte Zeit der Mitgliedschaft erfüllt werden. Wie gut das gelingt, zeigt sich an der Kündigungsrate und am kommerziellen Erfolg eines Studios. Es ist heute mitunter schwierig, neue Mitglieder ins Studio zu locken. Dazu sind aufwendige und teure Marketingmaßnahmen notwendig, deren Erfolg sich vorher schwer abschätzen lässt.
Generation 50 plus: Wohlbefinden des Individuums Umso wichtiger ist es, die Generation 50 plus als Kunden zu halten. Gerade im mittleren und hohen Preissegment, wo auf Betreuung und Service gesetzt wird, ist das in erster Linie Aufgabe des Trainerstabs. Dieser sollte sich unbedingt als Verkäufer einer Dienstleistung verstehen. In größeren Anlagen wurde früher auf geschulte Berater gesetzt, die Kunden nach Abschluss eines neuen Vertrags an die Trainer „weiterreichten“. Diese Strategie ist heute im Sinne der Kundenbindung überholt. Jeder Trainer und jede Trainerin verkauft ständig Dienstleistungen auf der Trainingsfläche und muss sich dessen neben der fachlichen Kompetenz bewusst sein, um Erfolg zu haben. Kundenbindung ist keine Selbstverständlichkeit, sondern erfordert kontinuierlichen Einsatz.
Wie lassen sich Erfolge effektiv steuern?
Antonio e Silva Experte für Gesundheitswirtschaft und Fitnessstudiomarketing
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Was kann konkret getan werden? Selbstverständlich liegt der Schlüssel zum Erfolg eines Studios nicht ausschließlich in den Händen des Trainerteams. Dennoch haben sie erheblichen Einfluss auf eine langfristige Mitgliederbindung. Die Erfahrung zeigt, dass schon Anlagen an häufigem Trainer-
wechsel gescheitert sind, weil die Mitglieder dort wiederholt ihre Bezugspersonen auf der Fläche verloren. Bei einer Kündigung oder Stagnation des Umsatzes ist es längst zu spät. Wie kann man Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen belohnen, deren Erfolge nicht direkt wahrnehmbar sind, sondern nur indirekt über die Umsatzentwicklung?
Strategien zur Mitgliederbindung Oft werden Trainern und Trainerinnen Provisionen für den Abschluss neuer Verträge gezahlt. Das ist ein geeignetes Mittel, um das Bewusstsein dafür zu fördern, inwieweit der eigene Erfolg direkt mit dem des Studios verknüpft ist. Dies kann aber auch negative Auswirkungen auf die Kundenbindung haben. Falls nur Provisionen für neu abgeschlossene Verträge gezahlt werden, bietet diese Maßnahme keinen Anreiz, Bestandskunden einen besseren Service zu bieten – im Gegenteil. Im Extremfall stürzt sich das Trainingspersonal auf jedes neue Gesicht und vernachlässigt teuer akquirierte Mitglieder. Es gibt aber keine Garantie, dass diese Mitglieder bleiben, auch nicht über die Vertragslaufzeiten! Prinzipiell könnte man jedem Mitglied einen bestimmten Trainer fest zuordnen, der dafür verantwortlich ist, dass es nicht kündigt. Doch was passiert, wenn das Mitglied ihn nicht mag und lieber von jemand anderem betreut werden möchte? Oder der Betreuer aus Arbeitszeit- oder Urlaubsgründen nicht präsent ist? Ein anderer Trainer hat möglicherweise wenig Interesse an einem Mitglied, für das er nicht verantwortlich ist, und hat mit den eigenen „Schützlingen“ genug zu tun. Das führt zu einer Burgmentalität, die dem Service insgesamt schadet. Wie kann man das Engagement für die Mitglieder auf der Trainingsfläche besser messen und belohnen?
Die Kompetenzstrategie Wer den Fitnessstudiovertrag mit einem Neukunden abschließt, erhält zunächst nur einen Teil der üblichen Provision. Der Rest wird in einen Topf eingezahlt, der zum Monatsende (prozentual) abhängig von der Betreuungsleistung (neue Termine für Trainingspläne, Re-Test-Termine) unter allen Trainern und Trainerinnen aufgeteilt wird. Solche Provisionen versprechen Erfolg, denn sie bringen eine neue Triebkraft in Ihr Studio und machen Ihre Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen autonomer. fitness MANAGEMENT international
02/21
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