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April/Mai
Nr. 148
EUR 9,-
sfr 14,-
C 31071
Mehr ab Seite 106 Fitness Training, Muskeln & Kraft: Wie Top-Athleten trainieren
Gesundheit Strategien gegen Körperfett: Gibt es den Königsweg?
Management Dual Studierende: Vorteile für die Branche
Markt Die Gesundheit geht vor: FIBO 2020 im Oktober
www.fitnessmanagement.de
DSSV Die Eckdaten der FitnessWirtschaft 2020
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Foto: Klaudia Lech
Birgit Schwarze Chefredakteurin
Die Branche zwischen Herausforderungen und Bestleistung Die Entscheidung fiel Ende Februar: Aufgrund der Ausbreitung der Coronavirus-Krankheit2019 (COVID-19) musste die FIBO 2020 verschoben werden. Der Veranstalter Reed Exhibitions Deutschland und die Koelnmesse haben mit dem Zeitraum 1. bis 4. Oktober 2020 schnell einen neuen Termin bekannt gegeben. Silke Frank, FIBO Event Director, erläutert in einem Interview ab Seite 54 die Hintergründe der Entscheidung, die Leitmesse zu verschieben und die weiteren Perspektiven für die FIBO 2020. Die Eckdaten der deutschen Fitness-Wirtschaft, die jedes Jahr vom DSSV e. V., von Deloitte und der DHfPG erhoben werden, melden erneut gute Nachrichten. Die aktuellen Zahlen bescheinigen der Fitness- und Gesundheitsbranche ein solides Wachstum. Mit 11,66 Millionen zählten die deutschen Fitness- und Gesundheits-Anlagen am 31. Dezember 2019 so viele Mitglieder wie nie zuvor (S. 46 ff.). Das ist eine beeindruckende Bestleistung. Der Schwerpunkt dieser Ausgabe knüpft ebenfalls an das Thema „Bestleistung“ an: Muskeln, Kraft und Trainingsformen. Joshua Wichtrup, einer der erfolgreichsten CrossFitter Deutschlands, und die Legenden des Strongman-Sports Žydrūnas Savickas und Magnús Ver Magnússon verraten, mit welchen Trainingsformen sie ihre maximale Leistung erreichen (S. 24 ff.). Ergänzend zu den Aussagen der Leistungssportler liefern zwei Fachartikel über „Hypertrophieauslösende Faktoren im Krafttraining“ (S. 32 ff.) und „Effekte von Bauchtraining auf lokale Fettreduktion“ (S. 36 ff.) sowie der erste Teil unserer Serie über Neuroathletiktraining „Gehirn und Muskel als Partner“ (S. 40 ff.) zusätzlich wissenschaftlich fundiertes Fachwissen für die Leistungsoptimierung durch Training. Wie Fitnesssportler über die Trainingsgestaltung hinaus ihre Trainingseffekte optimieren können, erfahren Sie in unserem Fachartikel über den Ernährungsmythos „Anaboles Fenster“ (S. 144 ff.). Zudem klären wir die Frage, ob es unter den Strategien zur Körperfettreduktion einen Königsweg gibt (S. 140 f.). Apropos Top-Leistung: Wir werden grün! fitness MANAGEMENT setzt ein starkes Zeichen für den Umweltschutz und produziert seine Magazine klimaneutral. Seit Jahresbeginn 2020 drucken wir klimafreundlich auf FSC-zertifiziertem Papier aus nachhaltiger Forstwirtschaft. Zusätzlich sparen wir CO2 und steigern die Wiederverwertbarkeit unserer Druckprodukte durch den Verzicht auf Cellophanierung. Zum Ausgleich der entstandenen CO2-Emissionen, forsten wir in Zusammenarbeit mit ClimatePartner (ID: 11266-2002-1001) deutsche Wälder auf. Viel Spaß beim Lesen!
The leading international trade show for fitness, wellness & health Exhibition Centre Cologne, 1 – 4 October 2020
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R E B O T C O 4 1– 0 2 0 2
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INHALT 02/20 DSSV 46 50 62 70 70 108 162
Die Eckdaten der deutschen Fitness-Wirtschaft 2020 Kommentar: Die Eckdaten der Branche sind – super! Florian Kündgen wird stellvertretender DSSV-Geschäftsführer Neue Mitglieder Neue Fördermitglieder DSSV-Workshop: Kostenmanagement Recht: Falsche Werbeaussagen und Markenverstöße
FITNESS 24 32 36 40 76 100 124 134
Maximale Leistung: wie Top-Athleten trainieren Hypertrophieauslösende Faktoren im Krafttraining Effekte von Bauchtraining auf lokale Fettreduktion Gehirn und Muskel als Partner (Teil 1) miha bodytec: EMS-Box im Aktiv Club Altenkirchen gym80: 40 Jahre „KING OF MACHINES” Life Fitness: Der Fitness-Videostream fürs Cardioworkout Das Team-Fitnessevent „Battleground Saar“
GESUNDHEIT Gesundheitspsychologie für die Praxis Tanita: Die unterschätzte Krankheit Sarkopenie for me do: Gen-Diät MetaCheck fitness® Medical Active: Interview mit Markus Rauluk JK-International: Weltneuheiten vom Marktführer Strategien zur Körperfettreduktion Ernährungsmythen (Teil 2): Das „anabole Fenster“ Besonnung: Eckdaten der deutschen Besonnungsbranche 2020
Joshua Wichtrup
MANAGEMENT five und milon starten gemeinsam durch! Frank Böhme über die ROC-IT®-Linie von HOIST bei Just Fit DHfPG-Studierende sind gefragter denn je Kolumne Stefan Haase: Erfolgreiches Benchmarking Erfolgsstrategien für die Sommermonate Kerstan Consult: Das KC-Fürsprecher-System Urban Sports Club: „Untourism“ und „Fitcations“ EGYM stellt digitale Innovationen vor Gympass: So gelingt die Kooperation mit einem Aggregator for me do: Galileo – eine Topinvestition ACISO: das A und O für mehr Erfolg DSB: Auch Premiumclubs profitieren vom digitalen Zeitalter Marbo Sport: UpForm F-Line Aidoo: Mit Leidenschaft und Begeisterung fairbunden SmartCircle: Kompakt, vielseitig und einfach zu bedienen Zertifizierung: Häufig gestellte Fragen DHfPG-Science-Lab: Digitale Transformation im Fitnessstudio Kolumne Antonio e Silva: Der Fitnesstrainer als Erfolgsfaktor
MARKT
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fitness MANAGEMENT international
FIBO 2020
R E B O T K O 4 – 1 54
Die Gesundheit geht vor: FIBO auf Oktober verschoben
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Dual Studierende: Vorteile für die Branche
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Strategien zur Körperfettreduktion
Foto: themorningglory - stock.adobe.com
Aktuelles aus der Fitness- und Gesundheitsbranche Studio des Monats: Fitnesscenter Gym 80 Bassum Die Gesundheit geht vor: FIBO auf Oktober verschoben Der Aufstiegskongress 2020 Digital ans Ziel mit Sport-/Gesundheitsinformatik cardioscan: Warum Diagnostik eine Win-win-win-Situation ist milon: 50 Jahre Innovation aus Tradition Kommentar Albert Busek: Muskeltraining = Völkerverbindung BSA/DHfPG GESUNDHEIT&FITNESS WEEK DHfPG/BSA Aktuell: Studium – Weiterbildung – Qualität Science News: Branchenrelevante Studien im Fokus Personenporträt: Jannik Kirchenkamp Veranstaltungen 2020 – Timeline Buchtipp: Rechtssicher werben
Magnús Ver Magnússon
Muskeln, Kraft und Trainingsformen – Wie Top-Athleten trainieren
Foto: fotobieshutterb - stock.adobe.com
08 16 54 56 58 88 102 138 142 148 154 156 160 164
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Žydrūnas Savickas
Foto: Behrendt und Rausch
66 80 82 94 96 98 104 106 110 116 120 122 126 128 132 150 152 166
Die Eckdaten der deutschen Fitness-Wirtschaft 2020
Foto: honored - stock.adobe.com, Fotos: siehe S. 24 ff.
90 112 114 118 130 140 144 158
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AKTUELLES | ANZEIGE Foto: milon industries
Foto: FIBO / Behrendt und Rausch
FIBO 2020: Fitnessmesse wegen Coronavirus (SARS-CoV-2/Covid-19) auf Oktober verlegt
Erfolgreicher Start ins Jubiläumsjahr: die milon Hausmesse 2020
Keine FIBO im April: Die Fitnessleitmesse kann nicht wie geplant im April 2020 in Köln stattfinden. Die Risiken aufgrund der aktuellen Lage durch das neuartige Coronavirus (SARS-CoV-2/Covid-19) seien zu hoch. Die Entscheidung ist dem Veranstalter nicht leicht gefallen. Der Schutz der Messebesucher, Aussteller und Mitarbeiter geht aber vor. Die FIBO wird nun vom 1. bis 4. Oktober 2020 auf der Koelnmesse in einer neuen Hallenkonstellation stattfinden und die südlichen Teile des Geländes belegen.
50 Jahre Innovationen für das Fitness- und Gesundheitstraining: Bei milon industries in Bayerisch-Schwaben stand die Historie während der Hausmesse im Jubiläumsjahr im Mittelpunkt. Schließlich galt es, einen „runden Geburtstag“ zu feiern, ganz nach der Devise „Innovation aus Tradition seit 1970“. Circa 200 Besucher aus der Fitness- und Gesundheitsbranche kamen zum milon Hauptsitz nach Emersacker. Ein Höhepunkt war der Vortrag „50 ist das neue 30“ von Wolf Harwath und Fitnessexperte Boris Schwarz.
bit.ly/fibo-2020-termin
bit.ly/milon-hausmesse-2020
Foto: AA+W - stock.adobe.com
Foto: naka - stock.adobe.com
fitness MANAGEMENT wird „Vorreiter“ auch in Sachen Umweltschutz
Zusammenarbeit mit ClimatePartner: fitness MANAGEMENT wird klimaneutral
Weniger Plastik, zertifiziertes Papier und umweltschonende Farben: fitness MANAGEMENT setzt seit dem Jahresbeginn 2020 in Sachen Umweltschutz ein Zeichen. Denn Klimaschutz und Nachhaltigkeit werden bei uns großgeschrieben. Wir drucken ab sofort klimafreundlich auf FSC®-zertifiziertem, recyclebarem und umweltfreundlichem Papier aus nachhaltiger Forstwirtschaft, sparen durch den Verzicht auf Cellophanierung CO2 ein und steigern die Wiederverwertbarkeit unserer Druckprodukte.
In Zusammenarbeit mit dem Unternehmen ClimatePartner unterstützt fitness MANAGEMENT den regionalen Klimaschutz. Unter der ClimatePartner ID 11266-2002-1001 kann der „Product Carbon Footprint“, der CO2-Ausweis unserer Produkte, eingesehen werden. Zum Ausgleich der entstandenen CO2-Emissionen forsten wir mit ClimatePartner die deutschen Wälder auf. Somit produzieren wir ab sofort klimaneutral und setzen ein weiteres Zeichen in Richtung Umweltschutz.
bit.ly/umwelt-fmi
bit.ly/klimaneutral-fmi
Foto: DHfPG/BSA
Save the date: Aufstiegskongress 2020 im Oktober in Mannheim Am 9. und 10. Oktober 2020 findet der offene Fachkongress der Zukunftsbranche Prävention, Fitness, Sport und Gesundheit im m:con Congress Center Rosengarten in Mannheim statt. Veranstalter sind auch in diesem Jahr die Deutsche Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement, die BSA-Akademie sowie die BSA-Zert. Teilnehmer können sich auf spannende Vorträge mit tollen Referenten und ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm freuen. www.aufstiegskongress.de
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fitness MANAGEMENT international
AKTUELLES | ANZEIGE Foto: eGym GmbH
Foto: Deutscher Basketball Bund
Fitte deutsche Basketballer auf dem Weg zu Olympia und zur EuroBasket
2. EGYM Kongress: Innovationen der Fitness- und Gesundheitsbranche erleben
Matrix Fitness bleibt „Offizieller Lizenzpartner des Deutschen Basketball Bundes (DBB)“. Das hat der Gerätehersteller aus Frechen (NRW) mitgeteilt. Damit kann sich die Basketballnationalmannschaft auch im Kraft- und Ausdauerbereich optimal auf die Olympischen Spiele 2020 in Tokio und die Europameisterschaft „EuroBasket 2021“ in Deutschland, Georgien, Italien und Tschechien vorbereiten. „Wir freuen uns, dass wir die Geräte auch weiter für unser Training einsetzen können“ sagt Bundestrainer Henrik Rödl.
Am 12. März 2020 lockt EGYM die Branche ins Titanic Chaussee Berlin: Das Motto des zweiten EGYM Kongresses lautet „Go Digital or Go Home!“ Teilnehmer erhalten vor Ort exklusive Einblicke in die neuesten Innovationen und Produkt-Updates aus den EGYM Labs. Motivierende Expertenvorträge, Möglichkeiten zur Vernetzung mit anderen Branchenprofis und eine After-Show-Party am Abend sorgen dafür, dass die zweite Auflage des EGYM Kongresses zum unvergesslichen Erlebnis wird.
bit.ly/matrix-dbb
bit.ly/egym-kongress-2020
Foto: seca deutschland
Foto: Klaudia Lech
Präsident und Vorstandsmitglied von EuropeActive zu Besuch beim DSSV
seca und Weightcheckers: Vertriebspartnerschaft für DACH-Region
Am 4. März 2020 besuchten EuropeActive-Präsident Andreas Paulsen und Vorstandsmitglied Herman Rutgers den DSSV. In konstruktiven Gesprächen mit Birgit Schwarze (Präsidentin DSSV) und Refit Kamberovic (Geschäftsführer DSSV) wurde die Entwicklung des europäischen Fitnessmarktes thematisiert. Die Vertreter der Verbände sprachen darüber, die bestehende Mitgliedschaft des DSSV bei EuropeActive in einer strategischen Partnerschaft auszubauen und damit die Zusammenarbeit zu verstärken.
Seca gewinnt mit der Weightcheckers GmbH einen neuen Vertriebspartner für die DACH-Region. Damit stärkt der deutsche Weltmarktführer im Bereich medizinischer Messsysteme und Waagen seine Position im Medical-Fitness-Sektor. Fitnessanbieter sollen künftig von der gebündelten Expertise beider Unternehmen profitieren. Die Kombination des medizinischen Know-hows von seca und der langjährigen Branchenerfahrung der Weightcheckers bietet Studios höchste Qualität sowie ein flächendeckendes Serviceangebot.
bit.ly/dssv-europeactive
bit.ly/seca-weightcheckers
Foto: DHfPG/BSA
BSA-Lehrgang „Fachberater/in für Beauty & Care Anwendungen“ Dieser neue Lehrgang wurde für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Beauty- und Solarienbranche, in einem Fitnessstudio oder SPA entwickelt, um sich im Bereich der Schönheits- und Körperpflege in apparativen Anwendungstechniken weiterzubilden. Nach erfolgreichem Abschluss sind die Absolventen u. a. in der Lage, kompetent zu beraten und individuelle, auf die jeweiligen Bedürfnisse zugeschnittene Anwendungspläne zur Verbesserung des Wohlbefindens zu erstellen. www.bsa-akademie.de/fachberater-bca
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AKTUELLES | ANZEIGE Foto: DHfPG/BSA
Foto: Concept2 Deutschland GmbH
„Concept2 Team Germany“ räumt bei den World Rowing Indoor Championships ab
Neuer Schwerpunkt im Master-Studiengang Prävention und Gesundheitsmanagement
Erfolg bei der Indoor-Ruder-WM in Frankreich: Das deutsche „Concept2 Team Germany“ war mit 48 Athleten, 17 Trainern, Betreuern und Schlachtenbummlern zu den World Rowing Indoor Championships 2020 (WRIC 2020) nach Paris gereist. Die internationalen Titelkämpfe im Stade Pierre de Coubertin endeten mit insgesamt 15 Podestplätzen. Alexandra Föster (RC Meschede) und Matthias Schömann-Finck (DHfPG) sicherten sich WM-Titel. Übertragen wurden die Rennen im YouTube-Livestream.
Der Master-Studiengang Prävention und Gesundheitsmanagement der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement (DHfPG) wurde um den neuen Schwerpunkt „Psychische Gesundheit“ erweitert. Die Studierenden erwerben dabei die notwendigen Kompetenzen, um psychische Belastungen in der Arbeitswelt zu analysieren und darauf aufbauend komplexe Maßnahmen zur Förderung der psychischen Gesundheit am Arbeitsplatz qualitätsgesichert zu planen, durchzuführen und zu evaluieren.
bit.ly/indoor-rowing-wm-2020
www.dhfpg.de/mpgm
Foto: TECHNOGYM GERMANY GmbH
Foto: David Pereiras - stock.adobe.com
DSSV-Workshop: Instagram für Fitnessstudios
Technogym wird offizieller Ausstatter der Olympischen Spiele 2020 in Tokio
Für Unternehmen der Fitness- und Gesundheitsbranche ist Online-Marketing eine wichtige oder mittlerweile sogar die wichtigste Quelle zur Gewinnung von neuen Interessenten und Mitgliedern. Insbesondere aufgrund der sehr stark nachlassenden Facebook-Reichweiten führt aktuell kein Weg an einer Präsenz auf Instagram vorbei. Doch wie ist eine solche zu erstellen und wie sind der Instagram Account und die Instagram Storys zu gestalten, damit die eigenen Ziele erreicht werden?
Technogym hat einen Vertrag über die Ausstattung von 30 olympischen Trainingszentren in Tokio abgeschlossen, nachdem das Unternehmen erneut zum offiziellen Ausstatter der Olympischen und Paralympischen Spiele 2020 ernannt wurde. Im Rahmen des Vertrags wird Technogym mehr als 1.200 Ausrüstungsgegenstände für rund 15.000 Athleten liefern, wobei jedes Zentrum speziell hinsichtlich der sportlichen Vorbereitung in den 33 verschiedenen olympischen Disziplinen ausgestattet ist.
bit.ly/dssv_workshop bit.ly/prowave-suns
bit.ly/technogym_olympia
Foto: detailblick-foto - stock.adobe.com
Mit Bewegung und Training den Teufelskreis durchbrechen Kampf dem Gelenkverschleiß: Laut der Deutschen Arthrose-Hilfe e. V. ist Arthrose die weltweit meistverbreitete chronische Gelenkerkrankung und führt im fortgeschrittenen Stadium zu Schmerzen, Funktionseinbußen und schlimmstenfalls zu degenerativen Veränderungen des Gelenkknorpels. Mit körperlicher Aktivität und gezieltem Fitness- und Krafttraining in der Therapie lässt sich einem fortschreitenden Gelenkverschleiß schon frühzeitig begegnen. Alle Details erfahren Sie auf fM ONLINE. bit.ly/arthrose-infografik bit.ly/prowave-suns
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Foto: movement concepts GmbH & Co. KG
Christin und Mario Görlach steigen bei skillcourt und runningzone ein
Life Fitness als erstes Fitnessunternehmen in Studios auf allen sieben Kontinenten
Herz-Kreislauf-, Muskel- und Gehirntraining in einem: Die Fitnessunternehmer Christin und Mario Görlach beteiligen sich an skillcourt, dem meistverkauften kognitiven Bewegungskonzept, und an der größten Laufschule Europas, runningzone (bisher next level. running). Durch das digitale Trainingssystem mit Scannertechnologie, das die motorische und visuelle Entwicklung von Sportlern, Kindern und Patienten mit den verschiedensten Einschränkungen verbessert, wollen sie neue Zielgruppen gewinnen.
So nah am Südpol war noch kein anderer. Durch die Kooperation mit Anytime Fitness stattet Life Fitness als Hersteller von PremiumFitnessgeräten den neuesten Club in der Antarktis aus – auf dem Polar-Kreuzfahrtschiff „Magellan Explorer“. Damit ist der Hersteller als erstes Unternehmen auf allen sieben Kontinenten vertreten. „Diese Kooperation zeigt eindrucksvoll, dass wir jedes Studio passgenau ausstatten können. Egal, wo und in welcher Größe“, so Geschäftsführer Chris Clawson von Life Fitness.
bit.ly/skillcourt-runningzone
bit.ly/life-fitness-antarktis
Anytime Fitness kommt nach Deutschland und eröffnet erstes Studio in NRW
Organisches Wachstum und Künstliche Intelligenz: Die OnlineFitnessplattform für Unternehmen, Gympass, verfolgt weiterhin eine organische Wachstumsstrategie und investiert bis 2023 rund 60 Millionen E in ihr Deutschlandgeschäft. Damit will das Unternehmen seine B2B-Ausrichtung stärken. Das Fitness-Partnernetzwerk und die Kooperation mit Firmenkunden sollen ausgebaut werden. Gympass hat außerdem das portugiesische KI-Start-up Flaner übernommen.
Unter dem Slogan „Coaching, Community und gute Laune“ setzt das US-Franchiseunternehmen Anytime Fitness in seinem ersten deutschen Studio vermehrt auf Personal und Kleingruppen-Training und bringt das internationale Fitness-Erfolgskonzept nun auch auf den deutschen Markt. Wir dürfen schon gespannt sein, wie sich der Big Player bei uns etablieren wird. Anytime Fitness ist seit Jahren die am schnellsten wachsende Fitness-Franchisekette der Welt und eröffnet durchschnittlich rund 300 neue Fitnessstudios pro Jahr.
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Foto: wavebreak3 - stock.adobe.com
Wachstumskurs fortsetzen: Gympass investiert 60 Millionen Euro in Deutschland
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Mrs. Sporty: beste Franchisenehmerin der Welt Eine echte Trophäensammlerin ist Isabella Kling. Denn nach dem regionalen Titel für Deutschland, Österreich und die Schweiz hat die Mrs.Sporty Franchise-Partnerin nun auch den internationalen Branchen-Award „Best Franchisee of the World“ gewonnen. Dafür ließ sie ihre Mitbewerber aus Brasilien, Kanada, den USA und Mexiko hinter sich und behauptete sich Anfang Februar 2020 bei der Verleihung durch den führenden Franchisemesse-Veranstalter MFV Expositions in Florenz. Wir gratulieren! bit.ly/unternehmerin-von-welt bit.ly/golds-gym-franchising
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STUDIO DES MONATS
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Fitnesscenter Gym 80 Bassum
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Fitness unter Freunden
Gym 80 Bassum M är
z 2020
Text: Jürgen Wolff | Fotos: Klaudia Lech
Das Gym 80 in Bassum bietet eine beachtliche Angebotsvielfalt für Fitness, Wellness und Gesundheit. Jana und Reiner Sauck entwickeln es Schritt für Schritt weiter, immer den Bedürfnissen ihrer Kunden entsprechend. Das wichtigste Alleinstellungsmerkmal des „Studio des Monats März 2020“ ist seine familiäre Atmosphäre. Der Leitsatz „Fitness unter Freunden“ wird im Gym 80 in Bassum gelebt und die Inhaber, die Studiomitarbeiter und ihre Mitglieder verstehen sich als Community – beim Training und darüber hinaus.
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as Fitnesscenter Gym 80 in Bassum ist in mehrfacher Hinsicht eine außergewöhnliche Fitnessanlage. Bereits die Fassade des Studios mit ihren Fensterelementen beeindruckt und deutet die Größe und Vielfältigkeit des Studios an. Die Fenster reichen über zwei Etagen und durchfluten den Eingangsbereich mit Empfangstheke und Bistrobereich, die Fläche für den milon Kraft-Ausdauer-Zirkel sowie den Cardiobereich auf der offenen Galerie in der ersten Etage mit natürlichem Licht. Mit ihrer Leidenschaft für den Fitnesssport und der angenehm bodenständigen Art, wie sie ihr Unternehmen führen, machen die Betreiber ihr Studio mit einer familiären Atmosphäre zu etwas Besonderem. Jana und Reiner Sauck lieben den Kontakt zu Menschen und sind in der Region verwurzelt. Sie leben den Slogan „Fitness unter Freunden“.
Fitness – Wellness – Gesundheit auf 3.000 m2 Die Gemeinde Bassum hat knapp 16.000 Einwohner und liegt etwa 20 Minuten südwestlich von Bremen im Städtedreieck Bremen, Hannover und Osnabrück. Das Umfeld ist ländlich ge16
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prägt. Am Ortsrand von Bassum hat das Gym 80 seinen Standort in einer ehemaligen Werkshalle. Auf 3.000 m2 steht den Mitgliedern eine große Vielfalt an Trainingsmöglichkeiten zur Verfügung: je ein großer Krafttrainingsund Cardiobereich, ein Kraft-Ausdauer-Zirkel, eine Saunalandschaft mit mehreren Ruheräumen, drei Kursräume mit einem breit gefächerten Angebot sowie separate Bereiche für HardcoreTraining, Crossfitness und Rückentraining.
Training und Events mit persönlicher Note Auf dem Land kennt man sich. Das wichtigste Marketing-Tool ist Mundpropaganda: „Da musst du hin, wenn du Sport machen willst!“ Das wichtigste Tool zur Kundenbindung ist die familiäre Atmosphäre. Im Gym 80 Bassum ist sie aber kein Etikett, sondern ein fester Bestandteil des gelebten Studioalltags. Die Kunden werden beim Check-in mit Namen begrüßt, die Mitarbeiter kennen ihre Vorlieben und Zeit für einen kurzen, freundlichen „Schnack“ ist immer. Gleiches gilt für die Trainingsbetreuung: Die Kunden werden persönlich und ihren individuellen Bedürfnissen entsprechend betreut. Viele Mitglieder kennen sich untereinander und motivieren sich gegenseitig beim Training. Um dieses familiäre Miteinander zu pflegen, wird den Mitgliedern über das Training hinaus einiges geboten: Das Team veranstaltet regelmäßig gemeinsame Aktionen wie Aktivtage, einen Tag der offenen Tür, Firmenfitness-Events sowie auch Mottopartys und Weihnachtsfeiern im Studio, bei denen immer kleine Geschenke und Goodies an die Gäste verteilt werden.
Kooperationen im lokalen Netzwerk Das Gym 80 in Bassum ist durch Kooperationen mit Firmen und Organisationen in ein starkes Netzwerk eingebunden. Es bestehen Vereinbarungen mit der AOK, der örtlichen Feuerwehr, Schulklassen und Sportvereinen. Viele der geschlossenen Kooperationen sind über Hansefit und die Wirtschafts- und Interessengemeinschaft der Region Bassum e. V. (WIR) zustande gekommen. Eine Kooperation für Kurs- und Bewegungsangebote mit der Fachklinik Bassum, deren Behandlungsschwerpunkt die tagesklinische Rehabilitation ist, wird immer weiter intensiviert.
Jana, Maren und Reiner Sauck vor der imposanten Fassade des Gym 80 Bassum
Erfolgreich sind Jana und Reiner Sauck auch mit Trainingsangeboten für zukünftige Zielgruppen. Schüler können im Gym 80 ohne Vertragsbindung trainieren. Ein Arrangement, das sich bewährt: „Wir haben regelmäßig Schüler und Studenten, die bei uns trainieren. Viele, die als Schüler bei uns angefangen haben, bleiben uns als berufstätige Kunden erhalten“, erklärt Jana Sauck. Auch aus Bewegungsangeboten für Babys und Mutter-Kind-Kursen haben sich Mitgliedschaften entwickelt.
Wachstum mit Augenmaß Jana und Reiner Sauck kommen beide aus dem Leistungssport (Schwimmen, Handball, Leichtathletik). Mit ihrer gemeinsamen Leidenschaft für den Fitnesssport haben sie als Studiobetreiber ihr Hobby zum Beruf gemacht. Jana Sauck gibt nach wie vor Kurse im Gym 80 und beide trainieren selbst drei bis vier Mal pro Woche. Das Motto „Fitness unter Freunden“ wird in Bassum auch von den Inhabern gelebt. Der Weg als Studiobetreiber begann für Jana und Reiner Sauck 1997, als sie eine 300 m2 große Anlage mit 200 Mitgliedern im nahe- gelegenen Wildeshausen übernahmen. Unter ihrer Füh02/20
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STUDIO DES MONATS
rung florierte das Studio, wuchs auf über 600 Mitglieder und „platzte bald aus allen Nähten“. 2002 folgte deshalb der Bau einer neuen 1.000 m2 großen Anlage in Wildeshausen. Durch die Übernahme eines ehemaligen Frauenfitnessstudios in Sarstedt, südlich von Hannover, erfolgte 2010 die nächste Erweiterung der Gym 80-Studios. Das Ehepaar Sauck baute die Anlage mit 600 m2 zunächst komplett um, startete anschließend mit einer „gemischten“ Anlage ohne ein einziges Mitglied und entwickelte den Standort mit aktuell 600 Mitgliedern zu einem erfolgreichen Studio. Das Studio des Monats in Bassum haben Jana und Reiner Sauck im September 2016 übernommen. Sie waren, wie bei ihren ersten beiden Studios auch, vom Potenzial der Anlage überzeugt. Nach und nach haben die beiden das Studio in Bassum umgestaltet, neue Geräte angeschafft und den Umkleide-, Sauna- und Nassbereich geschmackvoll renoviert. „Wir versuchen immer weiter, etwas aufzubauen und unsere Studios besser zu machen“, so erklärt Jana Sauck die erfolgreiche Entwicklung des Unternehmens.
Unternehmer, die anpacken – Mitarbeiter, auf die Verlass ist „Wir haben bei Null angefangen und damals noch nebenbei gearbeitet“, blickt Reiner Sauck zurück. „Wir hatten kein Geld, nur unsere Arbeitskraft und haben uns in den Studiobetrieb von der Pike auf eingearbeitet.“ Von diesem Know-how profitiert das Gym 80 heute noch: Wenn eine Mitarbeiterin oder ein Mitarbeiter ausfällt, können Jana und Reiner Sauck selbst jederzeit einspringen und das tun sie auch gern. „Wir müssen alle Bereiche draufhaben“, erklärt Jana Sauck. „Gut ausgebildeten Ersatz finden wir in unserer Region nicht so schnell.“
Fotos: Klaudia Lech
Die Kriterien für die Auswahl der Mitarbeiter im Gym 80 sind konsequent an dem Leitsatz „Fitness unter Freunden“ ausgerichtet. Neben der fachlichen Kompetenz von Kandidaten wird insbesondere auf deren Freundlichkeit im Umgang mit den Mitgliedern sowie auf ihr Verständnis von Dienstleistung geachtet.
Eckdaten des Gym 80 Bassum Fläche des Studios gesamt: ca 3.000 m2 Kraftbereich: 300 m2 Cardiobereich: 300 m2 Kursräume: 500 m2 Wellness: 1.000 m2 Physio-Raum: 60 m2 Functional: 60 m2 Massage: 20 m2 Wellness: ca. 1.000 m2 Dampfbad, Finnische Sauna, Biosauna, mehrere Ruhebereiche und im Außenbereich eine Finnische Sauna mit Ruhebereich Ausstattung: Kraft: gym80, Matrix Cardio: Matrix, Precor, Life Fitness (ehem. Tomahawk) Zirkel: milon Kraft- und Ausdauer-Zirkel (100 m2) Mitarbeiter: 18 Mitarbeiter insgesamt, davon zwei fest angestellt, eine dual Studierende (DHfPG), zwei Auszubildende
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(te c h n o l o g i e ) Es ist an der Zeit, neue Maßstäbe zu setzen. Unser Slat Belt Laufband Performance Plus übertrifft alle Erwartungen. Robust. Innovativ. Einzigartig in seiner Art. Besuchen Sie MatrixPerformancePlusTreadmill.de und gehören Sie zu den Ersten, die dieses Highlight auf Ihrer Cardiofläche anbieten werden.
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STUDIO DES MONATS
Es bleibt in der Familie Nach über 20 erfolgreichen Jahren als Studiobetreiber haben sich Jana und Reiner Sauck vorausschauende Gedanken über die Nachfolge für die Leitung ihres Unternehmens gemacht. „Wir wollen nicht verkaufen, dafür steckt zu viel Liebe in unseren Studios“, erklärt Jana Sauck. Eine Lösung, auf die sich alle Beteiligten freuen, war schnell gefunden: Ihre 20-jährige Tochter Maren soll nach Abschluss ihres dualen Studiums zur Fitnessökonomin an der DHfPG die Leitung des Gym 80 Bassum übernehmen. In diese Aufgabe ist Maren Sauck seit frühester Kindheit hineingewachsen und wird dafür an der Hochschule weiter ausgebildet. „Maren ist im Studio praktisch groß geworden und kannte schon viele Abläufe“, erklärt Reiner Sauck. Darüber hinaus passt das Studium sowohl zu den Anforderungen des Studios als auch zu Maren Sauck. „Wir waren erstaunt, wie viel Maren in so kurzer Zeit gelernt hat und dann auch umsetzen konnte.“ Der Vater und Chef ist begeistert. „Wir lassen sie allerdings auch! Das ist vielleicht leichter, weil wir als Chefs auch ihre Eltern sind, aber wir übergeben Aufgaben gern an unsere Kinder oder auch an Mitarbeiter, wenn sie es besser können. Auch wir müssen Veränderungen annehmen und uns anpassen!“
Vernetztes Training Die Veränderungen in den Bereichen Social Media, Vernetzung und Digitalisierung verfolgen Maren, Jana und Reiner Sauck mit großem Interesse, aber auch mit Gelassenheit. Sie orientieren sich an den Bedürfnissen ihrer Mitglieder. Im Gym 80 sind die vernetzte Trainingsfläche und der digitale Check-in eingerichtet und erfolgreich getestet, ebenso wie das vernetzte Betreuungssystem und das Terminbuch. „Am wichtigsten ist uns, auf jeden Kunden persönlich und individuell einzugehen“, erklärt Reiner Sauck. „Wir setzen auf digitale Unterstützung dort, wo sie unseren Kunden nützt. Sobald die Kunden den Fokus auf das Training verlieren, sind wir vorsichtig. Wenn ein Programm fürbestimmte Kunden nicht passt, dann betreuen wir diese lieber so, wie wir es am besten können – von Mensch zu Mensch.“ Fotos: Klaudia Lech
www.gym80-bassum.de
Im Studio groß geworden: Maren Sauck Die Tochter von Jana und Reiner Sauck wird im Gym 80 Bassum nach ihrem dualen Studium die Leitung übernehmen. „Ich freue mich auf die Aufgaben hier im Studio, schließlich bin ich hier groß geworden. Sobald ich über die Theke gucken konnte, habe ich im Service geholfen!“, sagt die 20-Jährige. Maren Sauck belegt seit dem Wintersemester 2018 den dualen BachelorStudiengang Fitnessökonomie an der DHfPG. Auf die Leitung des Studios fühlt sie sich bestens vorbereitet: „Das Konzept der dualen Ausbildung mit den vielen Praxistagen ist toll und für mich perfekt, weil ich gern selbstständig lerne und arbeite. Die Betreuung durch das Studiensekretariat und die Hotline ist super. Zusätzlich zu den Inhalten nehme ich von den Dozenten, die alle aus der Praxis kommen, sehr viel mit.“
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TRAINING INTERNATIONAL
Muskeln, Kraft und Trainingsformen – wie Top-Athleten trainieren
DER BESTE WEG ZUM MAXIMUM Text: Jürgen Wolff
Wie muss ich trainieren, um meine maximale Leistung zu erreichen? Millionen von Fitnesssportlern stellen sich genau diese Frage, denn Functional Fitness und leistungsorientierte Fitness haben in den vergangenen Jahren eine Fangemeinde entwickelt, die stetig wächst. Die Popularität von CrossFit mit seinen Wettkämpfen, die steigende Zahl von FitnessCompetitions sowie auch die steigende mediale Aufmerksamkeit von Strongman-Wettbewerben sind Merkmale dieser Entwicklung. Gibt es ein Patentrezept für ein Training, das zur optimalen Leistungsfähigkeit führt? Müssen die Muskeln und das Herz-Kreislauf-System im Training vollständig ausbelastet werden, um die Leistung maximal zu steigern und auch im Wettkampf die beste Leistung zu bringen? Für die Antworten auf diese Fragen haben wir drei absolute Experten befragt, die ihr Training darauf ausrichten, in Wettkämpfen maximale Leistung zu bringen: Die beiden Legenden des Strongman-Sports, Magnús Ver Magnússon (Island) und Žydrūnas Savickas (Litauen), waren beide vier Mal „World’s Strongest Man“. Joshua Wichtrup ist einer der erfolgreichsten CrossFitter Deutschlands und konnte sich 2019 als erster Deutscher für die CrossFit Games qualifizieren.
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So trainieren die stärksten und fittesten Männer der Welt!
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fMi: Herr Wichtrup, Sie gelten als einer der besten CrossFitter Deutschlands und haben diesen Status bei den CrossFit Games 2019 in den USA als bester Deutscher und viertbester Europäer eindrucksvoll untermauert. Was bedeutet dieses Ergebnis für Sie? Joshua Wichtrup: Als ich mit CrossFit angefangen habe, war eine Teilnahme noch utopisch. Über die Jahre habe ich mich dann bei internationalen Wettkämpfen ganz gut geschlagen und auch für die Europameisterschaften qualifiziert, sodass das Ziel „CrossFit Games“ immer näher kam. Mein Gedanke war immer: Wenn ich bei den Games bin, dann kann ich zeigen, was ich drauf habe, weil dort die gesamte Fitness „abgefragt“ wird.
Muskeln, Kraft und Trainingsformen
JOSHUA WICHTRUP
Als ich dann 2019 die Qualifikation geschafft hatte, war meine innere Zufriedenheit schon sehr groß. Die Games waren immer das oberste Ziel. Darauf hatte ich hingearbeitet. Einmal in meiner CrossFit-Karriere wollte ich bei den Games dabei sein, wollte wissen, wie sich das anfühlt. Und die Frage, ob sich der Aufwand über all die Jahre gelohnt hat, kann ich zu 100 Prozent mit Ja beantworten. Die harte Arbeit über all die Jahre, die Zeit und die Energie, die ich investiert habe, wurden mit der guten Platzierung belohnt. Das ist eine Erfahrung, die mich sicher nachhaltig prägen wird. fMi: Sie sind auch von Beginn an bei HYROX als National Ambassador an den Start gegangen und haben mehrere Wettkämpfe gewonnen – sowohl als Einzelstarter als auch im Doppel. Welche Pläne haben Sie für 2020? Joshua Wichtrup: 2018 habe ich viele HYROX-Wettkämpfe mitgemacht, weil es zeitlich super gepasst hat und für mich auch eine perfekte Vorbereitung auf die Games war. Es war super für mich, die Events mit meinem Training für die Grundlagenausdauer zu kombinieren und es hat mir auch einfach Spaß gemacht. Ich finde an HYROX gut, dass man sich darauf vorbereiten kann – anders als beim CrossFit, bei dem man nie weiß, was drankommt. Außerdem liegt mir die Kombination aus Übungen und Laufen. Das HYROX-Team konnte mich dementsprechend schnell dafür begeistern. Bei uns in der Box bieten wir das HYROX-Training als Kurs an, der auch sehr gut ankommt, weil das Training und auch die Wettkämpfe wirklich für jeden geeignet sind. In diesem Jahr werde ich sicher an ein paar Events teilnehmen, auf jeden Fall in Hamburg.
Vor sieben Jahre hatte ich meine Ausbildung als Sport- und Fitnesskaufmann beendet und mich entschieden, nicht in dem Studio zu bleiben, sondern mit einem Partner etwas Eigenes „auf die Beine zu stellen“. Einen Monat nach meiner Ausbildung – die Planung hatte natürlich früher begonnen – haben wir dann in Flensburg unsere CrossFit-Box eröffnet. Diese Kombination aus dem Vermitteln von komplexen, technisch anspruchsvollen Bewegungsabläufen und Übungen beim CrossFit und den kaufmännischen Aufgaben als Inhaber eines Unterneh-
Foto: Lars Franzen
fMi: In welchen Bereichen liegen Ihre sportlichen Wurzeln? Wie kam es, dass Sie CrossFit-Athlet geworden sind? Joshua Wichtrup: CrossFit trainiere ich seit sieben Jahren. Davor habe ich in der Jugend leistungsorientiert Handball gespielt. Von daher kannte ich schon viele funktionelle Übungen aus dem Athletiktraining und war motorisch sowie koordinativ auf einem sehr guten Niveau, was mir beim CrossFit von Anfang an geholfen hat, weil man als CrossFitter oder auch als HYROX-Athlet sehr vielseitig sein muss.
„Man muss auf den Punkt Leistung bringen!“ Joshua Wichtrup (27) ist einer der erfolgreichsten CrossFit-Athleten Deutschlands: 18th Fittest on Earth 2019 (mit Rang 18 bester Deutscher bei den CrossFit Games 2019) und „the fittest in Germany“ 2015, 2018 und 2019. Nach seiner Ausbildung zum Sport- und Fitnesskaufmann entschloss sich der ehemalige Handballer im Sommer 2013 gemeinsam mit seinem Partner Finn Schulz eine eigene Box zu gründen – CrossFit Flensburg. Joshua Wichtrup war 2018 National Ambassador für HYROX, hat mehrere HYROX-Events gewonnen und hält mit Partner Bo Kruse den Weltrekord bei den HYROX DOUBLES. www.crossfit-flensburg.de; www.joshuawichtrup.com; @ joshuawichtrup
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mens hat mir von Anfang an so gut gefallen, dass ich den Job mit extrem viel Herzblut gemacht habe. Das hat dazu geführt, dass wir heute eine sehr große Community sind, dass wir in Flensburg eine sehr schöne Box, ein unglaublich gut funktionierendes, motiviertes Trainerteam und wirklich tolle Mitglieder haben. Ich habe morgens nicht das Gefühl, dass ich zur Arbeit gehe, eher, dass ich meinem Hobby nachgehe. Besser kann es nicht sein. fMi: Wie häufig und in welchen Umfängen trainieren Sie? Joshua Wichtrup: Grundsätzlich trainiere ich jede Woche an fünf Tagen zwei Mal – eine Einheit am Vormittag, eine am Nachmittag. Zusätzlich mache ich verschiedene ergänzende Einheiten, wie z. B. Mobilitätstraining. An einem Tag trainiere ich nur ein Mal und an einem Tag mache ich Pause: Sonntag ist mein „Family Day“! Mein Training geht dabei über das Pensum eines Workout of the Day hinaus. Ich kombiniere oft mehrere Trainingselemente miteinander: mal mehr Gewichtheben, mal mehr Turnen, mal mehr Ausdauer. Eine Trainingseinheit dauert je nach Intensität zwischen 1 und 2,5 Stunden. fMi: Beinhaltet Ihr Training ausschließlich funktionale und CrossFit-bezogene Belastungsformen oder trainieren Sie auch Einheiten an klassischen Fitnessgeräten? Joshua Wichtrup: An Fitnessgeräten trainiere ich eigentlich gar nicht. Die klassischen Übungen aus dem Kraftdreikampf trainiere ich regelmäßig nach separaten Kraftplänen, weil diese Elemente auch bei Wettkämpfen immer gefordert werden. Beim CrossFit ist die Herausforderung, den Spagat zwischen Kraft, Ausdauer und Geschicklichkeit möglichst effektiv zu schaffen. Es ist schwer, stärker zu werden, dabei die Ausdauer beizubehalten und gleichzeitig auch technisch auf Top-Niveau zu bleiben. Diese Balance muss ich immer berücksichtigen. Ich denke aber, ich bin auf einem ganz guten Weg. Für mich macht das aber das CrossFitTraining aus: Es wird nie langweilig. Es gibt immer eine Übung, die du noch nicht oder noch nicht so gut kannst und noch viel effizienter machen könntest.
fMi: Welche Rolle spielt der kompetitive Charakter von CrossFit für Sie? Joshua Wichtrup: In dem Moment, in dem ich allein trainiere, ist die Uhr mein Gegner. Dann setze ich mir ein motivierendes Ziel, z. B. fünf Durchgänge à zwei Minuten, also muss ich in zehn Minuten durch sein. Anders ist es, wenn ich in der Gruppe trainiere oder natürlich bei Wettkämpfen. Da zählt die Zeit überhaupt nicht, solange ich schneller oder stärker bin als mein Gegner. Ich mag den Wettbewerb und ich bin auch ein Wettkampf-Typ. Es gibt ja Athleten, die im Training enorme Leistungen bringen, diese aber im Wettkampf nicht voll abrufen können. Bei mir ist das genau andersherum. Im Training bin ich immer in einem Bereich zwischen 80 und 90 Prozent. Das hat den Vorteil, dass ich kaum verletzt bin. Im Wettkampf bin ich aber immer bei 120 Prozent. Die Regeln und der Zeitdruck im Wettkampf sind für alle gleich und fordern maximale Intensität. Da kann man nicht den besten von 20 Versuchen auf Instagram stellen und sich feiern lassen, sondern muss auf den Punkt Leistung bringen. fMi: Inwieweit richten Sie Ihr Training auf Saisonhöhepunkte wie die CrossFit Games aus? Joshua Wichtrup: Im vergangenen Jahr lag mein Fokus schon zu 100 Prozent auf den Games – zuerst auf der Qualifikation, dann auf der Vorbereitung. Ich habe dabei von ganz vielen Seiten wertvolle Unterstützung bekommen, hatte aber nebenbei kaum Zeit für andere Projekte. Ich bin zwar professioneller CrossFit-Athlet, muss mich aber auch um meine Firma und vor allem um meine Familie kümmern. Deshalb bin ich in diesem Jahr als Mitglied des Teams „The PROGRM“ bei einigen Wettkämpfen angetreten. Das Training für Teams ist etwas anders, weil man insbesondere als Team gut agieren muss. Das Trainingsvolumen ist etwas geringer, die Intensität dafür etwas höher – vor allem im Wettkampf, weil kein Mitglied das Team hängen lassen will und immer noch ein paar Prozent „draufpackt“. Durch das etwas kleinere Trainingsvolumen habe ich aber entschieden mehr Zeit. Mit „The PROGRM“ haben wir am 16. Februar 2020 die Norwegian CrossFit® Championship gewonnen und sind damit direkt für die Games qualifiziert, die vom 29. Juli bis zum 2. August 2020 wieder in Madison im US-Bundesstaat Wisconsin stattfinden werden. Ich freue mich riesig, in diesem Jahr mit dem Team dabei zu sein – das wird wieder eine neue Herausforderung.
Foto: CrossFit Filthy 150
fMi: Welche Tipps würden Sie Existenzgründern mit auf den Weg geben, die eine eigene Box eröffnen möchten? Joshua Wichtrup: Sie sollten sich nicht zu schade sein, sich Hilfe zu holen. Die Selbstständigkeit erfordert unglaublich viel Wissen und Erfahrung, die man als Existenzgründer einfach nicht hat. Steuern, Finanzen und Mitarbeiter – das sind nur drei Bereiche, in denen man viele unnötige Fehler vermeiden kann, wenn man sich von Profis helfen lässt.
Der erste Deutsche, der sich für die CrossFit Games qualifizieren konnte: Joshua Wichtrup
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Auf der anderen Seite sollten sie so viel wie möglich selbst machen und so viel Erfahrung sammeln wie möglich. Du kannst nur etwas vermitteln, wenn du es selbst schon einmal gemacht hast und Erfahrungen gemacht hast. Das finde ich sehr wichtig, gerade am Anfang der Selbstständigkeit, wenn die finanziellen Mittel noch nicht da sind.
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Muskeln, Kraft und Trainingsformen
ŽYDRŪNAS SAVICKAS, BIG Z
fMi: Herr Savickas, Sie sind mit vier Titeln als „World‘s Strongest Man“ und acht Siegen bei den „Arnold Strongman Classic“ einer der erfolgreichsten Strongman-Athleten überhaupt und nach wie vor in einer Top-Verfassung. Nehmen Sie noch aktiv an Strongman-Wettbewerben teil? Žydrūnas Savickas: Ja, ich nehme noch an Wettbewerben teil. 2019 habe ich es aber etwas ruhiger angehen lassen. Ich habe trainiert, um in Form zu bleiben, ohne größere Ziele, und bin bei ein paar kleineren Competitions angetreten. In diesem Jahr plane ich, für ein paar größere Events zurückzukommen. Zwei oder drei Jahre möchte ich meine Karriere noch fortsetzen. fMi: Wo liegen Ihre sportlichen Wurzeln? Wie kam es, dass Sie Strongman-Athlet geworden sind? Žydrūnas Savickas: Als Kind habe ich Fußball, Basketball und Eishockey gespielt, habe aber nicht wirklich trainiert. Als ich 13 Jahre alt war, wollte ich unbedingt ins Gym. Das war sehr früh, aber ich habe mit einem Coach sehr vorsichtig mit dem Training angefangen und hatte große Freude daran. Ich hatte anfangs den Traum, Bodybuilder zu werden. Arnold Schwarzenegger war mein großes Idol. Ich bin auch schnell sehr viel stärker geworden. Als ich Strongman-Competitions im Fernsehen gesehen habe, war ich sofort begeistert und wollte das auch machen. Mit 16 habe ich dann zum ersten Mal an einem Wettbewerb teilgenommen und es hat mir richtig Spaß gemacht, sodass ich mich entschied, Strongman-Athlet zu werden. Im Verlauf der Jahre bin ich immer stärker geworden und wurde schließlich auch „World‘s Strongest Man“. Zu Beginn meiner Karriere war ich auch mehrfacher litauischer Meister sowie Vize-Welt- und Europameister im Powerlifting und halte heute noch mehrere litauische Landesrekorde. Später habe ich mich dann auf die Strongman-Wettbewerbe konzentriert.
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fMi: Wie können wir uns das Training eines professionellen Strongman-Athleten vorstellen? Wie häufig und in welchen Umfängen trainieren Sie? Žydrūnas Savickas: Mein Training richte ich nach den Wettkämpfen aus. In der Off-Season trainiere ich an fünf Tagen pro Woche, meistens im Gym, wobei ich die Schwerpunkte auf Powerlifting-Übungen und klassisches Bodybuilding lege, mit vergleichsweise weniger Gewicht und entsprechend mehr Wiederholungen. Strongman-Elemente trainiere ich nur an einem Tag in der Woche, wenn keine Wettkampfsaison ist. In der Wettkampfvorbereitung trainiere ich an vier Tagen im Gym und an zwei Tagen gezielt Strongman-Elemente. Je näher die Wettkämpfe kommen, desto mehr trainiere ich Strongman-Workouts. Ich trenne das Training relativ strikt. Die einzige Ausnahme ist das Loglift-Training (Baumstamm über den Kopf stemmen) aus dem Strongman-Bereich, das ich als reguläres Schultertraining in jede Session einbaue.
„Ich bin nie an das absolute Maximum gegangen“
Während der Wettkampfsaison finden fast an jedem Wochenende Competitions statt, sodass ich diese gleich als Trainingseinheiten nutze. Die Tage dazwischen widme ich der Regeneration und ich trainiere nur mit leichten Gewichten.
Žydrūnas Savickas, auch Big Z genannt, wurde 1975 in Litauen geboren. Vier Titel als „World‘s Strongest Man“ (2009, 2010, 2012, 2014) und acht Siege bei den „Arnold Strongman Classic“ (2003–2008, 2014, 2016) machen Big Z zu einem der erfolgreichsten Strongman-Athleten überhaupt. Er hält seit 2015 mit 228 Kilogramm den Weltrekord im Loglift und ist nach wie vor ein Kandidat für internationale Strongman-Titel. Big Z veranstaltet die „Savickas Classic Strongman“-Competition und betreibt in Litauen vier Fitnessstudios. www.savickas.lt; @savickas_bigz
Normalerweise dauert eine Trainingssession bei mir zwei Stunden. Für mich ist das perfekt, weil ich in dieser Zeit viel schaffen kann und trotzdem viel Raum zum Regenerieren bleibt. Regeneration ist ein wesentlicher Faktor. In der Wettkampfvorbereitung kann es aber schon vorkommen, dass eine Einheit auch mal länger als zwei Stunden dauert.
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fMi: Inwiefern hat sich Ihr Trainingspensum im Vergleich zum Beginn Ihrer Karriere geändert? Žydrūnas Savickas: Zu der Zeit als ich noch an Strongman- und Powerlifting-Competitions teilgenommen habe, habe ich schwerpunktmäßig Powerlifting trainiert. Heute sind die StrongmanÜbungen fester Bestandteil meiner Trainingsroutine. Ich habe mein Training dahingehend geändert, dass ich nicht mehr ans Maximum gehe. In den Sätzen mit hohen Gewichten mache ich zwischen zwei und fünf Wiederholungen.
fMi: Alle Strongman-Athleten trainieren hart. Verraten Sie uns Ihr Erfolgsgeheimnis? Žydrūnas Savickas: Das ist einfach, ich war stärker als alle anderen (lacht). Aber im Ernst: Für mich war nie das Ziel, einen Wettkampf zu gewinnen. In jeder Saison war mein Ziel, besser zu sein als im Jahr zuvor. Das hat dazu geführt, dass ich z. B. eher meinen eigenen Weltrekord verbessern, als einen Titel gewinnen wollte. Einige Wettbewerbe habe ich auf diese Weise mit großem Abstand gewonnen.
Darüber hinaus habe ich heute mehrere verschiedene Übungen in mein Programm eingebaut und trainiere nicht mehr nur mit dem Fokus auf „lift and carry“, sondern auch für meine Gesundheit. Ich mache heute viele Übungen für die kleineren Muskelgruppen zur besseren Regeneration und zur Verletzungsprävention.
Ein Geheimnis ist vielleicht, dass ich nie an das absolute Maximum gegangen bin. Ich hatte immer noch „Reserven im Tank“, weshalb ich nicht so oft schwere Verletzungen hatte und mein Körper geschont wurde. Das hat mir definitiv geholfen, so lange aktiv zu sein. Dieses Jahr ist meine 29. Saison im Strongman-Sport. Wenn ich im nächsten Jahr meine 30. Saison absolviert habe, ist das vielleicht ein guter Anlass, in Rente zu gehen.
fMi: Wie trainieren Sie die Strongman-Übungen? Žydrūnas Savickas: Die Strongman-Exercises zu trainieren ist schwierig. Es gibt bei den Wettbewerben ungefähr 30 verschiedene Challenges, die man nicht alle trainieren kann. Ich konzentriere mich deshalb auf die Basics, die in den meisten Wettbewerben anstehen: Log Lift, Farmers Walk, Atlas Stones, Tire Flip und Apollon’s Axle.
fMi: Welche Übung darf für Sie in keinem Trainingsplan fehlen? Žydrūnas Savickas: Die Kniebeuge. Der Leg-Day ist mein liebster Trainingstag und die Kniebeuge macht mir am meisten Spaß.
Meistens trainiere ich drei dieser Challenges in einer Trainingssession, manchmal auch vier. Dabei steigere ich die Gewichte nach dem Pyramidenprinzip bis zu dem Gewicht, das im Wettkampf gefragt ist. Ich gehe manchmal auch darüber hinaus, um für den Wettkampf eine Reserve zu haben. Das Strongman-Training ist wegen der hohen Gewichte intensiver und dauert auch länger, mitunter drei bis vier Stunden.
fMi: Welchen Rat geben Sie jungen Kraftsportlern, die eine Karriere als Strongman-Athlet anstreben? Žydrūnas Savickas: Das Wichtigste ist, an sich selbst zu glauben und sich hohe Ziele zu setzen, die einen motivieren. Außerdem braucht man Geduld. Erfolg braucht Zeit. Dafür ist es wichtig, dass man gern trainiert und in jeder Trainingssession Spaß hat, dann kommt der Erfolg von ganz allein.
fMi: In welchem Rhythmus überarbeiten Sie Ihre Trainingspläne? Žydrūnas Savickas: Das ist abhängig von den Events, auf die ich mich vorbereite. In jeder Saison gibt es zwei oder drei wichtige Wettkämpfe, auf denen mein Fokus liegt, z. B. „Europe‘s Strongest Man“ oder die „Arnolds“. Auf die Anforderungen dieser Wettkämpfe bereite ich mich dann an zwei oder drei Tagen pro Woche gezielt vor. Bei kleineren Events, die manchmal im Wochenrhythmus aufeinander folgen, ist gezielte Vorbereitung schwierig. Ich vertraue dann darauf, dass ich generell in guter Form bin und trainiere vielleicht nochmals die Technik, wenn ich vorher weiß, welche Challenge gefragt ist.
fMi: Was sind Ihre Pläne für die Zukunft? Žydrūnas Savickas: Mein Plan ist, noch viele Jahre gesund und stark zu sein. Im Strongman-Sport möchte ich noch ein paar gute Wettbewerbe absolvieren und nochmals richtig schwere Gewichte heben. Mein Traum ist es, noch einmal meinen eigenen Weltrekord im Loglift zu verbessern. Leider hatte ich 2015 eine Schulter- und Nackenverletzung und konnte den Rekord über fünf Jahre nicht angreifen. Bis dahin hatte ich mich in jedem Jahr verbessert und einen neuen Weltrekord aufgestellt. Es würde mich wirklich glücklich machen, wenn ich das nochmals schaffen würde.
Foto: Zoie Carter-Ingham
fMi: Könnten traditionelle Fitnessstudios auch Strongmanbezogene Trainingsformen in ihr Angebot integrieren? Welche Voraussetzungen wären aus Ihrer Sicht für den Erfolg einer solchen Kombination ausschlaggebend? Žydrūnas Savickas: Das ist schwer zu sagen. Ich gebe Strongman-Seminare auf der ganzen Welt und kenne knapp 100 Strongman-Gyms sowie Gyms, in denen man Strongman-Exercises trainieren kann. Ich habe verschiedene Studioformate kennengelernt. Es gibt reine Strongman-Gyms, die sehr erfolgreich arbeiten und sehr viele Kunden haben. Ich habe auch CrossFit-Boxen gesehen, die Strongman-Bereiche haben, die ausgesprochen gut laufen. Herkömmliche Studios können mit Strongman-Angeboten ebenfalls erfolgreich sein, das sehe ich auch hier in Litauen. Sogar einige „Fashion-Gyms“ bieten Strongman-Training an. Der Sport wird immer beliebter und immer mehr Leute möchten das Training versuchen. Strongman-Training ist ein tolles und abwechslungsreiches Workout für den ganzen Körper und für Gyms eine gute Gelegenheit, etwas Neues zu bieten. Ich denke, je besser das Angebot und das Equipment sind, desto größer ist die Chance für Studios, mit einem Strongman-Angebot erfolgreich zu sein.
228 kg – Žydrūnas Savickas (Big Z) ist Weltrekordhalter in der Strongman-Disziplin Log Lift
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Muskeln, Kraft und Trainingsformen
MAGNÚS VER MAGNÚSSON
fMi: Herr Magnússon, als einer der erfolgreichsten Strongman-Athleten sind Sie Ihrem Sport noch immer verbunden. Aktuell sind Sie bei den „World‘s Strongest Man“-Wettbewerben und den „Arnold Strongman Classic“ als oberster Wettkampfrichter aktiv sowie auch bei den „World‘s Strongest Disabled Man“-Wettbewerben, einer Eventreihe, die Sie gleichzeitig veranstalten. Wie kam es zu Ihrem Engagement bei „World‘s Strongest Disabled Man“? Magnús Ver Magnússon: „World‘s Strongest Disabled Man“ wurde in Island gegründet und entwickelt. Ein Freund von mir, Arnar Mar Jonsson, hatte schon längere Zeit als Coach und Trainer mit behinderten Erwachsenen und Kindern gearbeitet und hatte dafür ein spezielles Gym. Um der Gruppe etwas Neues zu bieten, hat er mit ihnen auch draußen trainiert. Da stand sein Truck und es entstand die Idee: „Lasst uns das Ding ziehen!“ Es ging ihm darum, den Menschen zu zeigen, was sie alles tun können trotz ihrer Behinderung und da kam ich ins Spiel. Wir haben für das Training Übungen aus dem Strongman-Bereich genommen und unter anderem auch spezielle Rollstühle entwickelt. Etwas später haben wir dann begonnen, Events zu veranstalten. Das war Mitte der 1990er Jahre. Heute ist „World‘s Strongest Disabled Man“ ein weltweiter Sport. fMi: Was wünschen Sie sich für die Eventserie „World‘s Strongest Disabled Man“? Welche Ambitionen haben Sie? Magnús Ver Magnússon: Es hat mich immer erstaunt, zu was Menschen mit Handicap fähig sind. Ich habe immer bewundert, welche Herausforderungen sie bewältigen können – sogar in Rollstühlen. Damals gab es für Personen mit Behinderung nur die klassischen Übungen vom Powerlifting. Wir wollten diesen Menschen neue und mehr Möglichkeiten geben, zu zeigen, was sie leisten können. Jetzt können sie Atlas Stones heben und beim Log Press Baumstämme über ihren Kopf stemmen. Zu Beginn haben wir nur eine „World‘s Strongest Disabled Man“Competition im Jahr veranstaltet, hier in Island. Nach und nach kamen Leute aus UK, Norwegen und Schweden, haben mitgemacht und unser Event bekam immer mehr Aufmerksamkeit. Vor ein paar Jahren hat einer unserer Partner dann „Britain‘s Strongest Disabled Man“ veranstaltet. Diese Competition gibt es seitdem jedes Jahr. Danach kam Nordamerika hinzu und auch in Deutschland haben wir „Germany‘s Strongest Disabled Man“. Die Veranstaltung verbreitet sich auf der ganzen Welt und ist inzwischen das vierte Jahr infolge bei den „Arnold Strongman Classics“ dabei. Ich freue mich am meisten darüber, dass sich immer mehr Menschen mit Behinderung für Disabled Strongman und die Übungen interessieren. Alle verlieben sich dann in diesen Sport, der ihr Leben verändert. Es ist großartig zu sehen, wie dieser Sport wächst und es ist fantastisch, an dieser Entwicklung beteiligt zu sein.
„Seid smart beim Training!“ Der Isländer Magnús Ver Magnússon (Jahrgang 1963) ist einer der erfolgreichsten Athleten in der Geschichte der Strongman-Wettbewerbe. Zwischen 1991 und 1996 errang er vier Mal den Titel als „World’s Strongest Man“. Er war unter anderem Europameister im Kraftdreikampf und gewann in seiner Karriere eine Vielzahl weiterer Titel. 2004 war er zuletzt „Iceland's Strongest Man“. Nach seiner aktiven Zeit fungiert er nun weltweit als Kampfrichter bei Strongman-Competitions und als Veranstalter der Eventreihe „World‘s Strongest Disabled Man“. Magnús Ver Magnússon betreibt ein Fitnessstudio in Reykjavík. @magnusvermag
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fMi: Wo liegen Ihre sportlichen Wurzeln? Wie kam es, dass Sie Strongman-Athlet geworden sind? Magnús Ver Magnússon: Ich bin in einem kleinen Ort mit knapp 1.000 Einwohnern im Osten Islands aufgewachsen. Dort habe ich mit dem Training begonnen. Der örtliche Sportverein hat Kraftgeräte angeschafft und meine Kumpels und ich haben dort als Jugendliche mit dem Training angefangen. Später bin ich nach Reykjavík gezogen, um dort zur Schule zu gehen und um weiter zu trainieren. Ich war immer schon stark und mein Körper hat sehr gut auf das Training reagiert. Mitte der 1980er habe ich bereits an Powerliftingund Strongman-Wettbewerben teilgenommen. 1991 war ich Euro-
pameister im Powerlifting und auf der Warteliste für den „World’s Strongest Man“. Als mein Landsmann Jón Páll Sigmarsson verletzt absagen musste, wurde ich als Nachrücker nominiert und wurde 1991 zum ersten Mal „World’s Strongest Man“. 1992 habe ich einen Fehler gemacht, der mich den Titel gekostet hat, ich wurde nur Zweiter. 1993 hat mich der Tod von Jón Páll Sigmarsson sehr belastet und ich war einfach nicht voll da, sodass ich wieder Zweiter wurde. Zu wissen, dass beide Male ein Sieg möglich gewesen wäre, hat mich dazu motiviert, unglaublich hart zu trainieren und dies hat dazu geführt, dass ich 1994, 1995 und 1996 drei Mal hintereinander „World’s Strongest Man“ wurde. fMi: Wie können wir uns das Training eines professionellen Strongman-Athleten vorstellen? Wie häufig und in welchen Umfängen haben Sie trainiert? Magnús Ver Magnússon: Ich habe an fünf oder sechs Tagen pro Woche trainiert. Einen Tag habe ich immer freigenommen, zwei Tage, wenn ich sehr müde war. Trainiert habe ich je nach Saisonund Wettkampflage zwei bis vier Stunden. fMi: Inwiefern hat sich Ihr Trainingspensum heute im Vergleich zu Ihrer aktiven Zeit geändert? Magnús Ver Magnússon: Als professioneller Athlet war mein Training immer von der Wettkampfvorbereitung geprägt. Diese Motivation fehlt, seit ich nicht mehr an Wettkämpfen teilnehme (lacht). Aber ich trainiere immer noch gern, um einigermaßen „in shape“ und stark zu bleiben, aber Umfang und Intensität meines Trainings sind deutlich geringer als früher und ich trainiere heute schwerpunktmäßig die klassischen Powerlifting-Übungen. fMi: Hat Ihr Training mehr funktionale und Strongmanbezogene Belastungsformen beinhaltet oder haben Sie mehr Einheiten an klassischen Fitnessgeräten trainiert? Magnús Ver Magnússon: Als ich mit dem Kraftsport angefangen habe, hatten wir gar nicht das Equipment, wie z. B. Atlas Stones oder Logs. Deshalb habe ich größtenteils im Gym trainiert und dort dann Übungen gemacht, die den Strongman-Übungen möglichst nahekamen, z. B. dem Farmers Carry, indem ich mit schweren Kurzhanteln durch das Studio gelaufen bin. Die kleineren Gewichte habe ich dann durch mehr Wiederholungen ausgeglichen.
fMi: Welche Übung darf für Sie in keinem Trainingsplan fehlen? Magnús Ver Magnússon: Die klassischen Übungen aus dem Powerlifting trainiere ich eigentlich immer und ergänze sie mit anderen Übungen. Zu meiner aktiven Zeit war die Kniebeuge meine Lieblingsübung. Bei den „World’s Strongest Man“ 1995 habe ich mit 437,5 Kilogramm meine Bestleistung erreicht. fMi: Welchen Rat geben Sie jungen Kraftsportlern – sowohl mit Behinderung als auch ohne –, die eine Karriere als Strongman-Athlet anstreben? Magnús Ver Magnússon: Trainiert hart und macht viele Sätze, aber seid smart beim Training und übertreibt es nicht. Trainiert nicht bis zum vollständigen Muskelversagen. Viele Kraftsportler trainieren fünf Sätze mit fünf Wiederholungen, wobei sie erst in den letzten beiden Sätzen an ihre Grenze kommen. Das heißt, dass die ersten drei Sätze eigentlich zu leicht waren. Mein Tipp ist: Geht für nur zwei Sätze mit dem Gewicht noch etwas höher und für die restlichen drei Sätze mit dem Gewicht leicht runter und macht mehr Wiederholungen. Dadurch wird der Körper nicht so müde, die Muskeln nicht so sauer und man regeneriert deutlich schneller. Wenn man das Gym verlässt, sollte man wissen, dass noch ein oder zwei Prozent mehr möglich gewesen wären. Geht im Training nicht an das absolute Maximum. Macht die Übungen dafür mit mehr Dynamik und mehr Wiederholungen. Im Wettkampf zahlt sich das aus, weil man mehr zuzusetzen hat. Das etwas höhere Wettkampfgewicht merkt ihr aufgrund des Adrenalins gar nicht. fMi: Könnten traditionelle Fitnessstudios auch Strongmanbezogene Trainingsformen in ihr Angebot integrieren? Welche Voraussetzungen wären aus Ihrer Sicht für den Erfolg einer solchen Kombination ausschlaggebend? Magnús Ver Magnússon: Seit meiner aktiven Wettkampfzeit in den 1990er Jahren hat es bei den Trainingsformen eine enorme Entwicklung gegeben. Für mich war Strongman-Training so etwas wie die Basis für die Entwicklung von CrossFit. CrossFit ist Strongman-Training, das jeder machen kann. Ich finde diese Entwicklung großartig. In vielen Studios auf der ganzen Welt gibt es heute Equipment für funktionelles Training, CrossFit und Strongman, manchmal sogar Atlas Stones. Viele Menschen lieben es, so zu trainieren, man muss ihnen nur die Gelegenheit und die Geräte geben.
fMi: Alle Strongman-Athleten trainieren hart. Was war Ihr Erfolgsgeheimnis? Magnús Ver Magnússon: Ich hatte nie einen Coach und habe mein Training selbst entwickelt und zusammengestellt. Dabei habe ich immer viel experimentiert und verschiedene Übungen und auch viel Neues ausprobiert. Ich bin nie strikt einem Trainingsplan gefolgt, sondern habe viel variiert. Mein Tipp ist, den Trainingsrhythmus nicht auf eine Woche auszulegen, sondern auf zwei. Das ist so, als würde man öfter neue Trainingsreize setzen und der Körper reagiert stärker, weil er sich nicht so schnell an das Training gewöhnt. Ein großer Vorteil war sicher meine Athletik. Als Strongman braucht man athletische Fähigkeiten. Bevor ich mit dem Kraftsport anfing, habe ich Fußball und Basketball gespielt sowie Kugelstoßen und Diskuswerfen trainiert. Dadurch hatte ich viel Ausdauer, eine enorme Schnellkraft und insgesamt eine sehr gute Athletik und Beweglichkeit. Mit 120 Kilogramm Körpergewicht bin ich die 100 Meter in 11 Sekunden gelaufen. Diese Fähigkeiten haben vielleicht den Unterschied gemacht.
Fotos: Privat
1991, 1994, 1995 und 1996 errang Magnús Ver Magnússon den Titel „World’s Strongest Man“
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Hypertrophieauslösende Faktoren im Krafttraining
Wirksame Belastungsstimuli für Muskelwachstum Text: Patrick Berndt
Trainierende und Trainer in der Fitness- und Gesundheitsbranche sehen sich häufig mit dem Thema Muskelaufbau konfrontiert, unabhängig davon, ob damit ästhetische, gesundheitliche oder sportliche Ziele verfolgt werden. Dabei sind die physiologischen Voraussetzungen, die ein Krafttraining zur Auslösung von Hypertrophie erfüllen muss, nur wenigen bekannt. Dieser Artikel klärt über die essenziellen Faktoren zur Optimierung des Muskelaufbautrainings auf.
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itnesstraining zur Erreichung der persönlichen optisch-ästhetischen Ideale ist seit jeher einer der meistgenannten Gründe für den Besuch von Fitness- und Gesundheitsstudios (Statista, 2016). In diesem Kontext erfreuen sich insbesondere Trainingsmethoden zum Aufbau von Muskelmasse besonderer Beliebtheit. Hypertrophietraining wird jedoch nicht nur im Leistungssport, sondern auch im Breitensport häufig praktiziert, weshalb die Anzahl an Meinungen zur „optimalen Trainingsmethode für Muskelaufbau“ stetig steigt. Aktuelle Studien liefern Hinweise, dass es keine bestimmte Trainingsmethode gibt, die als die wirksamste Methode gilt, sondern dass vielmehr ein breites Spektrum an Möglichkeiten existiert, um Hypertrophie auszulösen (Morton et al., 2016; Schoenfeld, Grgic, Ogborn & Krieger, 2017).
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kels liegt in der intramuskulären Vermehrung kontraktiler (Sarkomere) und nicht-kontraktiler Proteine sowie der damit einhergehenden Steigerung des Plasmavolumens der Muskelzelle. Die gesteigerte Neubildung von Muskelprotein (Muskelproteinsynthese) ist eine Reaktion des menschlichen Körpers auf bestimmte physiologische Faktoren, die infolge eines beanspruchenden Krafttrainings auf den Muskel einwirken. Durch den Aufbau von neuem Muskelgewebe sollen die krafterzeugenden Strukturen des Körpers widerstandsbzw. leistungsfähiger werden. Dadurch kann die im Training erlebte Belastung bei erneuter Durchführung besser bewältigt werden, ohne dabei Schaden zu nehmen. Die erwähnten hypertrophieauslösenden Faktoren sind mittlerweile größtenteils bekannt und wissenschaftlich belegt (z. B. Schoenfeld, 2010).
Muskelwachstum
Hypertrophieauslösende Faktoren
Der physiologische Hintergrund der Volumenzunahme eines Mus-
Die Bedeutung dieser hypertrophieauslösenden Faktoren für die
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trainingspraktische Anwendung liegt in der Tatsache begründet, dass die menschliche Muskulatur weder in der Lage ist, Wiederholungen zu zählen, noch die Gewichtsangabe auf den Hantelscheiben abzulesen. Demzufolge sind Kenntnisse darüber, welche Faktoren tatsächlich eine steigernde Wirkung auf die Muskelproteinsynthese haben, als absolute Grundlage anzusehen, um dem Trainingsprinzip der variierenden Belastung gerecht zu werden und langfristiges Muskelwachstum zu ermöglichen. So wurden folgende drei Faktoren von Schoenfeld (2010) als zentrale Mediatoren für krafttrainingsinduzierte Muskelhypertrophie theoretisiert: • mechanische Spannung • metabolischer Stress • muskuläre (Mikro-)Traumata Entsprechend der aktuellen Studienlage muss der tatsächliche Einfluss dieser Faktoren bzw. der bis dato angenommene Wirkmechanismus und die daraus resultierende Praxisrelevanz jedoch kritisch hinterfragt werden. So wurde die Theorie über die Bedeutung der akuten Mikrotraumatisierung des Muskelgewebes, die Schoenfeld in seinem Paper aus dem Jahr 2010 annahm, bereits zwei Jahre später von ihm selbst (Schoenfeld, 2012) durch ausgiebige Literaturrecherche widerlegt. Die These, dass der Einfluss der Mikrotraumatisierung auf die Muskelproteinsynthese nicht von Relevanz ist, wird ebenfalls von neueren Untersuchungsergebnissen (Damas, Libardi & Ugrinowitsch, 2018) gestützt. Dementsprechend sollte die Erzeugung von Mikrotraumatisierung durch Krafttraining nicht mehr länger als Voraussetzung für Muskelwachstum angesehen werden, sondern allenfalls als geduldeter „Kollateralschaden“. Bei weit fortgeschrittenen Athleten muss die Traumatisierung möglicherweise bewusst in Kauf genommen werden, da die Trainingsbelastungen, die die Traumatisierung erzeugen, gleichzeitig notwendig sind, um weitere trainingswirksame Reize erzeugen zu können. Für alle anderen Personen muss die Entstehung von übermäßigen Mikrotraumatisierungen sogar als kontraproduktiv für das Muskelwachstum angesehen werden. Da Muskelschädigungen die benötigte Regenerationsdauer verlängern
FACHARTIKEL INDIVIDUALTRAINING
und somit die mögliche Belastungsfrequenz limitieren, ist mit suboptimalen Muskelzuwächsen zu rechnen (Schoenfeld, Ogborn & Krieger, 2016). Allerdings gelingt die Erzeugung hoher mechanischer Spannungen selten gänzlich ohne Mikrotraumatisierung, weshalb das Ausmaß der Schädigung über eine adressatenspezifische Limitierung des Belastungsvolumens sowie des Ausbelastungsgrades (Nähe zum Muskelversagen) gesteuert werden sollte.
Daraus kann geschlussfolgert werden, dass eine krafttrainingsinduzierte Steigerung der Muskelproteinsynthese durch ein breites Spektrum an Wiederholungszahlen (ca. 3–30-RM) möglich ist, sofern man in jedem Satz zumindest in die Nähe des Muskelversagens (= maximale periphere Ermüdung) kommt. Dies konnte bereits im Jahr 2017 durch eine groß angelegte Metaanalyse von Schoenfeld, Grgic, Ogborn und Krieger wissenschaftlich belegt werden.
Darüber hinaus wird aktuell die sogenannte „metabolic stress hypothesis“ kritisch hinterfragt, die den direkten Einfluss der Akkumulation von Metaboliten (Anhäufung von Stoffwechselneben- und -endprodukten) auf die Steigerung der Muskelproteinsynthese postuliert. Eindeutig ist jedoch, dass metabolischer Stress einen indirekten Einfluss auf das Muskelwachstum hat, da die periphere Ermüdung die Muskelfaserrekrutierung und somit die induzierte mechanische Spannung beeinflusst (de Freitas, Gerosa-Neto, Zanchi, Lira & Rossi, 2017; Schoenfeld et al., 2017).
Fazit Zusammenfassend lässt sich festhalten, dass die Bedeutung der Muskeltraumatisierung für das krafttrainingsinduzierte Muskelwachstum deutlich geringer ist als bisher angenommen und aufgrund des erhöhten Regenerationsbedarfs sogar negative Effekte auf die Belastungsfrequenz haben kann. Für die Praxis gilt, dass im Krafttraining eine Steigerung der Muskelhypertrophie weitestgehend unabhängig von der verwendeten Last ausgelöst werden kann, sofern folgende Kriterien erfüllt werden: • Die Bewegungen sollten möglichst kontrolliert und in moderatem Tempo ausgeführt werden • Die Bewegung muss bis zu einem ausreichenden Erschöpfungsgrad der Muskulatur ausgeführt werden • Die bei der Bewegung verwendeten Lasten sollten höher als 30 % 1-RM sein
Im Kontext der eingangs dargestellten hypertrophieauslösenden Faktoren, verbleibt demnach einzig die mechanische Spannung, deren Stellung als einflussreichster Mediator für trainingsinduzierte Muskelhypertrophie weiterhin unbestritten bleibt (Burkholder, 2007; Schoenfeld et al., 2017).
Steuerung der mechanischen Spannung Zur Maximierung der Muskelproteinsynthese muss eine möglichst hohe mechanische Spannung auf alle Muskelfasern eines Muskels einwirken. Demnach ist das Ziel im Hypertrophietraining einerseits eine möglichst maximale Faserrekrutierung zu erreichen und andererseits die mechanische Spannung zu maximieren.
Auch die Faserrekrutierung ist nicht ausschließlich von der Höhe der bewegten Last abhängig. Das Hennemann’sche Größenordnungsprinzip beschreibt, dass die großen motorischen Einheiten mit höherem FT-Faseranteil primär bei hohen, und kleine motorische Einheiten mit höherem ST-Faseranteil eher bei niedrigeren Beanspruchungen (Last & Geschwindigkeit) rekrutiert werden (Henneman, 1957; De Marées, 2003, S. 183). Allerdings werden bei fortschreitender peripherer Ermüdung (z. B. Metabolitenakkumulation) die Erregungsschwellen der großen motorischen Einheiten herabgesetzt, wodurch bei ausreichender Annäherung an die muskuläre Ausbelastung (engl. „proximity to failure“; Nóbrega & Libardi, 2016) auch mit niedrigeren Lasten eine vollständige Faserrekrutierung erzeugt werden kann (Contessa, De Luca & Kline, 2016). Die Trainingslasten müssen im Hypertrophietraining demnach lediglich hoch genug sein (> 30 % 1-RM), um durch primär anaerob-laktaziden Stoffwechsel und die damit verbundene Akkumulation von Metaboliten (z. B. H+-Ionen) eine periphere Ermüdung auslösen zu können. 34
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Foto: DHfPG/BSA
Die mechanische Spannung wird dabei nicht allein über die Höhe der Last gesteuert, sondern in hohem Maß auch von der Bewegungsgeschwindigkeit (Lin, 2003; Lin, 2009). Dies begründet sich darauf, dass die Anzahl an möglichen Querbrückenbindungen, also aktiven Aktin-Myosin-Verbindungen zur Krafterzeugung in den Sarkomeren, von der Kontraktionsgeschwindgkeit abhängig ist. Je schneller man sich bewegt, desto weniger Querbrückenbindungen können gleichzeitig gebildet werden und dementsprechend geringer ist die dabei erzeugte Kraft. Aufgrund dieses Phänomens ist die mechanische Spannung, die auf die einzelnen Muskelfasern einwirkt, bei schnellen Kontraktionen geringer als bei Bewegungen mit moderater Geschwindigkeit.
Es existiert ein breites Spektrum an Wiederholungszahlen und Intensitäten, das sich zum Auslösen von Muskelwachstum eignet. Für langfristig optimale Ergebnisse sollte auf eine Belastungsprogression sowie eine Trainingsperiodisierung geachtet werden. Trainierende, deren Ziel der Muskelaufbau ist, sollten sich daher an qualifizierte Trainer wenden, um einen Trainingsplan zu erhalten, der sich durch ein breites Spektrum an systematisch variierenden Wiederholungsbereichen (Periodisierung) sowie eine progressive Belastungsgestaltung auszeichnet.
Patrick Berndt Der Sportwissenschaftler Patrick Berndt ist als wissenschaftlicher Mitarbeiter und Dozent im Fachbereich Trainingsund Bewegungswissenschaft an der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement (DHfPG) sowie BSA-Akademie tätig. Durch seinen Einsatz als Athletik- und Personal Trainer in den Bereichen des Individualund Mannschaftssports sowie als trainingswissenschaftlicher Berater verfügt er über umfassende Praxiserfahrung und Fachkompetenz. www.dhfpg-bsa.de
Auszug aus der Literaturliste Contessa, P., Luca, C. J. de & Kline, J. C. (2016). The compensatory interaction between motor unit firing behavior and muscle force during fatigue. Journal of Neurophysiology, 116 (4), 1579–1585. Schoenfeld, B. J. (2010). The mechanisms of muscle hypertrophy and their application to resistance training. Journal of Strength and Conditioning Research, 24 (10), 2857–2872. Für eine vollständige Literaturliste kontaktieren Sie bitte marketing@dhfpg-bsa.de.
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FACHARTIKEL GRUPPENTRAINING
Effekte von Bauchtraining auf lokale Fettreduktion
Sixpack durch Bauchkiller-Kurse – Ja oder Nein? Foto: themorningglory - stock.adobe.com
Der Sommer steht vor der Tür und die überschüssigen Pfunde, die sich über den Winter angesammelt haben, sind noch nicht abtrainiert. Diese Situation kommt vielen bekannt vor. Besonders das unschöne Bauchfett soll noch vor dem geplanten Sommerurlaub verschwinden. Viele Fitnesskunden wünschen sich eine punktuelle Fettreduktion und sehen Bauchkiller-Kurse als die optimale Lösung. Aber reicht ein reines Bauchmuskeltraining aus? Text: Anna Welker
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ruppentrainingskurse sind in Fitness- und Gesundheitsstudios ein beliebtes Angebot für die Mitglieder. Seit 2017 gehört das Gruppentraining zu den Top 20 (Platz 6) der weltweiten Fitnesstrends. Für das Jahr 2020 liegt es laut einer aktuellen Umfrage auf Platz 3 und gehört damit eindeutig zu den wichtigsten Angeboten von Fitness- und Gesundheitsstudios (Thompson, 2019, S. 13). Rund 71 Prozent der Fitnessanlagen setzen auf Gruppentraining, von den Kettenbetreibern sind es sogar 90 Prozent (Thompson, 2019, S. 32). Es gibt eine Vielzahl an ausdauer- und kraftorientierten Kursprogrammen zur Leistungs- oder Gesundheitsverbesserung. Der sogenannte Bauchkiller-Kurs gehört zu den kraftorientierten Kursen und ist in der Regel ein 10- bis 20-minütiges reines Bauchmuskeltraining. Attraktiv ist das Angebot vor allem für diejenigen, die sich einen straffen und definierten Bauch davon versprechen. Um dieses Ziel zu erreichen, sollte man allerdings ein paar wichtige Punkte beachten.
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Trainingsziel: straffer und muskulöser Bauch Für das äußere Erscheinungsbild ist die Körperzusammensetzung entscheidender als die Körpermasse bzw. das -gewicht. Es ist daher nicht erstrebenswert, zwanghaft ein bestimmtes Körpergewicht erreichen zu wollen – sinnvoller ist es, den Körperfettanteil zu reduzieren und den Anteil an Skelettmuskelmasse zu erhöhen. Dadurch treten die Muskeln deutlicher hervor und das Erscheinungsbild kann maßgeblich verändert werden. Um den Körperfettanteil zu reduzieren, ist eine negative Energiebilanz nötig, das heißt wir müssen mehr Energie verbrauchen, als wir über die Nahrung zu uns nehmen. Im Grunde erreichen wir dies über drei Wege: 1) Energieverbrauch durch mehr körperliche Aktivität erhöhen 2) weniger Energie mit der Nahrung aufnehmen 3) eine Kombination der beiden vorgenannten Punkte
Grundsätzlich können gesunde Erwachsene mit allen drei Varianten an Körperfettmasse verlieren. Trotzdem ist die Kombination aus einer Diät (negative Energiebilanz) und einem erhöhten Energieverbrauch durch gesteigerte körperliche Aktivität (z. B. Krafttraining) klar zu bevorzugen. Der Grund dafür ist, dass bei einer reinen Diät auch fettfreie Masse, die zum großen Teil aus Muskelmasse besteht, verloren gehen kann. Um diesen unerwünschten Nebeneffekt zu verhindern, wird zu einer kalorienreduzierten Ernährung ein Krafttraining empfohlen (Toigo, 2019, S. 303–321). Das Krafttraining dient in diesem Fall nicht, wie oft angenommen, dem Aufbau, sondern dem Erhalt der stoffwechselaktiven Muskulatur. Zudem belegen die Autoren Miller, Mull, Aragon, Krieger und Schoenfeld (2018), dass eine Kombination aus Diät und Krafttraining im Vergleich zu einer reinen Diät eine größere Abnahme der Fettmasse bewirkt. Wenn man sich vor Augen führt, dass für das äußere Erscheinungsbild das Muskelvolumen relativ groß und das Fettvolumen relativ klein sein sollte, dann kann die Kombination von Krafttraining und negativer Energiebilanz den gewünschten Erfolg eines straffen und muskulösen Bauchs erzielen. Durch die Reduktion der Fettmasse und den Erhalt der Muskelmasse tritt die Muskulatur nun deutlicher hervor. Die vereinfachte Darstellung eines Muskelquerschnitts (vgl. Abb. 1) zeigt, dass die Fettmasse durch Krafttraining mit kombinierter Diät deutlich reduziert werden kann. Die Knochenund Muskelfläche bleiben hier unverändert.
Punktuelle Fettreduktion durch Bauchkiller-Kurse? Bauchkiller-Kurse sind speziell dafür gedacht, die oftmals hartnäckigen Fettdepots am Bauch loszuwerden. Die dahinterliegende Idee ist, dass mit Bauchmuskelübungen und deren vielfacher Wiederholung der Effekt der punktuellen Fettreduktion (engl. „Spot Reduction“) eingeleitet wird (Toigo, 2019). Der Begriff „Spot Reduction“ wurde lange Zeit als Mythos deklariert (Kostek et al., 2007; Ramírez-Campillo et al., 2013; Vispute, Smith, LeCheminant & Hurley, 2011). Bereits in den 80er Jahren untersuchten Katch, Clarkson, Kroll, McBride und Wilcox (1984), ob ein ausschließliches Bauchmuskeltraining (Sit-ups) eine punktuelle Fettreduktion bewirkt. Dies konnte nicht bestätigt werden –
Vorher
Nachher
Abb. 1: Muskelquerschnitt (modifiziert nach Toigo, 2019)
es zeigte sich keine Veränderung des abdominalen Fettgewebes; auch das Körpergewicht und die Gesamtkörperfettmasse blieben unverändert. Vispute et al. (2011) untersuchten ebenfalls den Effekt eines Bauchmuskeltrainings (7 Bauchübungen 5-mal pro Woche) auf die abdominale Körperfettreduktion. Alle Studienteilnehmer behielten eine isokalorische Ernährung bei. Nach der sechswöchigen Intervention zeigte sich keine größere abdominale Körperfettreduktion im Vergleich zur Kontrollgruppe, die kein Training absolviert hatte. Hinzu kam, dass beide Studien keine Auswirkungen auf die Körperkomposition (Körpergewicht, Bauchumfang, Gesamtkörperfett etc.) nachweisen konnten. Demnach scheint es auch nicht verwunderlich, dass keine punktuelle Fettreduktion auftrat, da die Teilnehmer generell kein Gesamtkörperfett verloren hatten. Die Studie von Di Scotto Palumbo, Guerra, Orlandi, Bazzucchi und Sacchetti (2017) belegt, dass eine punktuelle Fettreduktion bei untrainierten Übergewichtigen möglich ist. Auch aus physiologischer Sicht liegt die Vermutung nahe, dass punktuell bzw. lokal Körperfett verbrannt werden kann. Man nimmt an, dass eine
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FACHARTIKEL GRUPPENTRAINING
Muskelaktivität auch die Fettoxidation im nahe gelegenen Fettgewebe begünstigt (Henselmans, 2019). Bei unilateralen Übungen wie der einbeinigen Kniebeuge wird demnach mehr Körperfett am aktiven Bein (z. B. linker Oberschenkel) verbrannt als am inaktiven Bein. Dies hängt mit der lokalen Lipolyse bzw. Fettverbrennung zusammen. Durch die körperliche Beanspruchung kommt es zu einer gesteigerten Durchblutung im Gewebe. Diese erhöht auch die Blutzufuhr der fettabbaufördernden Hormone Adrenalin und Noradrenalin. Zudem können auch Myokine, die vom aktiven Muskel freigesetzt werden, die Fettoxidationsrate im nahe gelegenen Fettgewebe erhöhen (Henselmans, 2019). Lokaler Fettabbau braucht mehr als lokales Krafttraining Di Scotto Palumbo et al. (2017) fanden in ihrer Studie heraus, dass ein Krafttraining der oberen Extremitäten auch zu einem höheren lokalen Fettabbau, gemessen an der Armstrecker-Hautfalte, führt. Ebenso bewirkte ein Krafttraining der unteren Extremitäten, gemessen an der Beinstrecker-Hautfalte, eine höhere Fettreduktion (vgl. Abb. 2). Die Körperfettmessung wurde mit der Kaliperzange durchgeführt. Gruppe 1 (blau) absolvierte das Krafttraining für die oberen Extremitäten plus 30 Minuten Training auf dem Fahrradergometer bei 50 Prozent VO2max. und Gruppe 2 (hellgrün) das Krafttraining für die unteren Extremitäten plus 30 Minuten Training am Armergometer bei 50 Prozent VO2max. Auch der DEXA-Scan zur Bestimmung der Körperzusammensetzung belegt das Ergebnis der punktuellen Fettreduktion. Da beide Gruppen zusätzlich zum Krafttraining und der anschließenden Ausdauereinheit dreimal pro Woche ein Zirkeltraining (3 Sätze à 10 Wdh. bei 60 % 1-RM) absolvierten, konnten sie wesentlich an Gesamtkörperfettmasse verlieren. Das Erreichen einer negativen Energiebilanz durch körperliches Training und/oder eine Diät ist entscheidend, um eine punktuelle Fettreduktion überhaupt nachweisen zu können.
Armstrecker
Beinstrecker
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drei Aspekte für das Training relevant, damit die punktuelle Fettreduktion funktionieren kann: 1. Muskulatur erhalten Ein adäquater Trainingsreiz ist wichtig, damit die Muskulatur erhalten bleibt und die Durchblutung im umliegenden Fettgewebe gesteigert wird. So erreichen die fettabbaufördernden Hormone die entsprechenden Fettzellen für die erwünschte Spot Reduction. 2. Gesamtenergieverbrauch erhöhen Ein reines Bauchmuskeltraining ist nicht ausreichend, um die punktuelle Fettreduktion zu erzielen, da der Gesamtenergieverbrauch nur durch das Training großer Muskelgruppen erhöht werden kann. Dementsprechend ist nach dem Bauchmuskeltraining eine intensive Ausdauereinheit oder ein Ganzkörper-Workout sinnvoll. 3. Diät einhalten Eine punktuelle Fettreduktion funktioniert nur, wenn die gesamte Körperfettmasse im Rahmen einer Diät reduziert wird. Dazu muss eine negative Energiebilanz angestrebt werden. Allein durch Bauchübungen wird es nahezu unmöglich, einen straffen und muskulösen Bauch zu erreichen, da das Unterhautfettgewebe wie ein Film über der Muskulatur liegen bleibt.
Fazit Die punktuelle Fettreduktion bzw. Spot Reduction ist nur möglich, wenn ein Krafttraining zum Erhalt der Muskulatur erfolgt, ein hoher Gesamtenergieverbrauch im Training angestrebt und eine negative Energiebilanz im Rahmen einer Diät erzielt wird. Demnach muss die Spot Reduction nicht länger als Mythos deklariert werden, sondern kann unter speziellen Voraussetzungen funktionieren. Die Frage, ob durch BauchkillerKurse die lästigen Fettpolster in der Körpermitte gezielt schrumpfen können, ist zumindest für übergewichtige Trainingsanfänger in Kombination mit einer negativen Energiebilanz mit Ja zu beantworten.
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Abb. 2: Veränderung der Fettmasse (FM) (modifiziert nach Di Scotto Palumbo et al., 2017)
Obwohl diese Studie belegt, dass die sogenannte Spot Reduction zumindest bei untrainierten Übergewichtigen möglich ist, muss weiterhin hinterfragt werden, wie groß die Wirkung eines lokalen Krafttrainings, wie beispielsweise eines Bauchkiller-Kurses, ist. Die Vermutung liegt nahe, dass die Spot Reduction durch die anschließende Ausdauereinheit nach dem Krafttraining sowie das zusätzliche Zirkeltraining verstärkt wurde. Zusammenfassend sind 38
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Anna Welker Die Sportwissenschaftlerin arbeitet als pädagogische Mitarbeiterin an der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement (DHfPG) sowie der BSA-Akademie im Fachbereich Trainings- und Bewegungswissenschaft. Praktische Erfahrungen im Bereich Gruppen- sowie Individualtraining sammelte sie in Fitness- und Gesundheitseinrichtungen.
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Veränderung der FM in %
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Auszug aus der Literaturliste Henselmans, M. (2019). New science: spot reduction is not a myth. Zugriff am 17.12.2019. Verfügbar unter https://mennohenselmans.com/science-spot-reduction-myth/ Thompson, W. R. (2019). Worldwide survey of fitness trends for 2020. ACSMs Health Fit J., 23 (6), 10–18. Für eine vollständige Literaturliste kontaktieren Sie bitte marketing@dhfpg-bsa.de.
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FACHARTIKEL NEUROATHLETIK
Gehirn und Muskel als Partner (Teil 1)
Grundlagen des Neuroathletiktrainings Bild: Giovanni Cancemi - stock.adobe.com
Immer wieder werden in der Fitnessbranche neue Trends „geboren“. Einer dieser Trends ist das Neuroathletiktraining (NAT), dessen Bekanntheit in Europa in den letzten Jahren vor allem durch das von Dr. Eric Cobb (Z-Health® Performance Solutions) entwickelte neurozentrierte Training zugenommen hat. Der erste Teil dieser zweiteiligen Artikelreihe behandelt die theoretischen Grundlagen, Hintergründe und Zielsetzungen des Neuroathletiktrainings. Text: Prof. Dr. Daniel Kaptain | Prof. Dr. Ulf Sobek
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as Neuroathletiktraining (NAT) basiert auf der ganzheitlichen Betrachtung aller an einer sportlichen Bewegung beteiligten Funktionssysteme des Körpers. In diesem Kontext spielt vor allem das zentrale Nervensystem, bestehend aus Rückenmark und Gehirn, eine bedeutende Rolle. Die weiteren zentralen Systeme sind das propriozeptive, das visuelle und das vestibuläre. In Anbetracht der Funktionssysteme, auf die das Neuroathletiktraining abzielt, erklärt sich von selbst, weshalb dieses auch als Erweiterung des klassischen, orthopädisch-mechanischen Ansatzes verstanden werden kann. Diese neue Betrachtungsweise stellt vor allem in heutigen Zeiten der Bewegungsarmut und -monotonie eine nicht zu unterschätzende Herausforderung dar. Darüber hinaus bietet das NAT weiteres Potenzial zur Steigerung der sportlichen Leistungsfähigkeit. Die Zielsysteme des NAT werden nachfolgend genauer dargestellt.
tät) zu aktivieren. Dies bedeutet, dass bestimmte Bewegungsmuster in ausgewählten Gelenken und externe neuromuskuläre Reize zur Potenzierung der Systemleistung eingesetzt werden.
Das propriozeptive System
Das vestibuläre System
„Die Propriozeption, auch Tiefensensibilität oder Eigenwahrnehmung genannt, ist die bewusste und unbewusste Verarbeitung afferenter Informationen über die Gelenkstellung, -bewegung und -kraft durch das zentrale Nervensystem“ (Quante & Hille, 1999, S. 306). Dabei spielt v. a. die Kommunikationsgeschwindigkeit, also die Zeit von der Reizaufnahme der Gelenkrezeptoren bis zum Beginn des Bewegungsvollzugs durch einen neuronalen Impuls des Zentralnervensystems (ZNS) an die entsprechende Muskulatur, eine entscheidende Rolle. Die inhaltliche Strategie des NAT ist demnach sowohl die Rezeptoren in der Peripherie (Haut, Band/ Kapsel, Sehnen, Knorpel etc.) gezielt zu stimulieren, als auch das ZNS durch die Erweiterung von Bewegungsmustern (Neuroplastizi-
Das vestibuläre System ist zuständig für die Orientierung von Position und Bewegung (Drehsinn und Geschwindigkeitsempfinden) im Raum und liefert somit einen elementaren Referenzwert für die anderen genannten Systeme (Schmid-Fetzer & Lienhard, 2018). Durch vestibuläre Signale (Vestibularorgan = Gleichgewichtsorgan; Lage im Innenohr) findet eine ständige Informationsübermittlung an koordinierende Zentren über die Lage des Kopfes im Schwerefeld der Erde statt. Bewegungen des Kopfes werden in Richtung und Beschleunigung erfasst. Der Vestibularanalysator hat dementsprechend für die Koordination von Bewegungsabläufen einen hohen Stellenwert, insbesondere in Sportarten mit turnerischen und akrobatischen Elementen.
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Das visuelle System Das visuelle System ist der erste Analysator, der dem Gehirn Informationen über die Umweltbedingungen liefert. Durch die Reizaufnahme des visuellen Systems werden die meisten „Daten“ an das ZNS geliefert, die dort in einem Aktionsplan (Bewegungsentwurf/ -steuerung) verarbeitet werden. Die visuelle Information von der eigenen Bewegung umfasst sowohl die direkte Information über die Ausgangssituation vor Bewegungsbeginn als auch die Situationsveränderung während des Bewegungsvollzugs selbst.
Bild: pickup - stock.adobe.com
Aufgaben des neuromuskulären Systems im Alltag Zunächst muss festgehalten werden, dass es die Hauptfunktion unseres Gehirns ist, unser Überleben zu sichern. Bei allem, was wir tun, analysiert unser Gehirn immer, ob es sicher für uns ist. Danach werden die Entscheidungen getroffen. Anhand der in Abbildung 1 dargestellten Übersicht ist es nachvollziehbar, dass die Teilsysteme einander beeinflussen und die Leistungsfähigkeit eines jeden Teilsystems elementare Bedeutung für die Ausführung von Bewegungsmustern hat. Ein Beispiel soll das illustrieren: Ein Sportler läuft über einen unebenen Waldweg. Das visuelle System nimmt ein Schlagloch frühzeitig wahr und leitet die Informationen über die Beschaffenheit des Untergrundes an das ZNS weiter. Dieses wiederum aktiviert die entsprechenden Muskelgruppen und Gelenkrezeptoren, um einen gezielten (horizontalen) Sprung zu absolvieren. Sowohl in der Lauf- wie auch in der Sprung- und vor allem in der Landephase reguliert der vestibuläre Sinnesapparat die sich ändernden Gleichgewichts- und Geschwindigkeitsbedingungen und zentriert die Lage des Körpers im Raum. Eine Besonderheit ergibt sich natürlich auch aus der Beschaffenheit des Untergrundes im Allgemeinen. Ist dieser besonders rutschig bzw. uneben, so sind es die Mechanorezeptoren (z. B. lokalisiert an den Füßen), die diese visuell nicht wahrnehmbare Beschaffenheit erkennen und über afferente Leitbahnen an das Gehirn senden. Hier wird diese Information schnellstmöglich aufgenommen, verarbeitet und über die efferenten Leitbahnen an die anzusteuernden Muskeln geleitet, um durch die Aktivierung der Antagonisten zur schnellen posturalen Kontrolle einen Sturz des Sportlers zu vermeiden. Gleiches gilt beispielsweise auch für Bewegungen in der Dunkelheit, wenn das visuelle System nicht genügend Informationen aufnehmen kann. Bei einem ungeschulten neuromuskulären System ist in der Regel eine verlangsamte Bewegungsausführung bzw. eine Hemmung die Folge. Hieraus wird ersichtlich, welchen Einfluss das Zusammenwirken dieser analytischen Systeme auf die effiziente und verletzungsfreie Bewegungsausführung haben kann. Die Optimierung des neuromuskulären Gesamtsystems ist demnach der Kerninhalt des NAT, was vor allem auch im Rehabilitationsprozess nach einer zurückliegenden Verletzung von Bedeutung ist, um Folgeverletzungen zu vermeiden und die Leistungsfähigkeit durch Abbau solcher Hemmungen wiederherzustellen.
FACHARTIKEL NEUROATHLETIK
Sensorischer Input
Verarbeitung und Interpretation
Motorischer Output
Somit dient das NAT auch als Filter für „richtige“ (= leistungssteigernde) und „falsche“ (= leistungshemmende) Bewegungsmuster und ebenso als Korrekturmaßnahme. Da das Nervensystem reaktiv ist, kann der unmittelbare Erfolg eines „Drills“ festgestellt werden. Es gibt Testungen, die die beteiligten Strukturen in der Bewegungskoordination prüfen (z. B. Kleinhirntests), um so herauszufinden, welche Bewegungsabläufe zur Korrektur abzuleiten sind. Sie machen darüber hinaus die Trainingsfortschritte des neuromuskulären Zusammenspiels überprüfbar.
Fazit Das Neuroathletiktraining ist eine ganzheitliche Betrachtungsweise des neuromuskulären Systems und sensibilisiert Trainer dazu, mehr Wert auf die Aktivierung der neuronalen Strukturen zu legen. Wenn alle Systeme optimal zusammenarbeiten, ist eine sichere und effektive Bewegungsausführung gewährleistet, wodurch sich der Leistungsoutput steigert. Diverse Übungen zur Steigerung der neuromuskulären Interaktion sollten je nach Zielsetzung und Ausgangslevel in jedes Trainingsprogramm implementiert werden. Im zweiten Teil dieser Artikelreihe, der in der fMi 03/20 erscheint, werden adäquate Testungen und passende Übungen exemplarisch vorgestellt und erläutert. Foto: BigBlueStudio - stock.adobe.com | Grafik: tsuneomp - stock.adobe.com
Prof. Dr. Daniel Kaptain
Durch gezielte Aktivierung, z. B. des visuellen Systems vor der sportlichen Belastung bzw. im Alltag mithilfe sogenannter „Drills“, wird das Zusammenspiel der beteiligten Systeme optimiert. Differenzierte Übungen, die meistens aus dem propriozeptiven Training im Rehabilitationsbereich bekannt sind, sollten demnach in jedem Trainingsprogramm vorzufinden sein, unabhängig davon, ob der Trainierende diese zur Wiederherstellung oder zur Steigerung der Leistung verwendet. Werden Übungen zur Aktivierung des neuromuskulären Systems regelmäßig zu Beginn einer Trainingssession eingesetzt, so werden diese vom Gehirn als „bekannt“ wahrgenommen, was grundsätzlich das Bewegungslernen erleichtert. Durch die Änderung bestimmter Bewegungsmuster von „unbekannt“ zu „bekannt“ reduzieren sich ebenso die hemmenden Einflüsse auf die Bewegungsgeschwindigkeit. Der Grund für Defizite oder Leistungsstagnationen kann dementsprechend auch eine Hemmung des neuromuskulären Systems aufgrund unbekannter Bewegungsmuster sein.
Professor Dr. Daniel Kaptain ist u. a. Dozent an der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement (DHfPG) und der BSA-Akademie. Er promovierte im Fachbereich Sportwissenschaften. Darüber hinaus ist er Experte für Konditions- und Athletiktraining sowie ausgebildeter Trainingstherapeut.
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Prof. Dr. Ulf Sobek Professor Dr. Ulf Sobek ist Dozent an der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement (DHfPG) und BSA-Akademie sowie Fitnesstrainer der U-20- und U-19-Fußballnationalmannschaft. Der Sportwissenschaftler war als Co- und Athletiktrainer des 1. FC Saarbrücken und 1. FC Köln tätig, wo er 2011 die Deutsche Meisterschaft der U17 gewann.
Foto: DHfPG/BSA
Trainingsinhalte im Neuroathletiktraining
Foto: DHfPG/BSA
Abb. 1: Input – Interpretation – Output (modifiziert nach Lienhard, 2019, S. 9)
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Solche Hemmungen treten allerdings nicht nur bei unbekannten Bewegungsmustern auf, sondern auch bei Bewegungen, die mit unangenehmen Empfindungen wie Schmerz assoziiert werden. Bewegungsmuster, bei denen man sich eine Verletzung zugezogen hat, sind dementsprechend ebenfalls beeinflusst von diesen Hemmungen, die im nachfolgenden Rehabilitationsprozess gezielt abgebaut werden müssen, um die „alte“ Leistungsfähigkeit wiederzuerlangen. 42
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Literaturliste Quante, M. & Hille, E. (1999). Propriozeption: Eine kritische Analyse zum Stellenwert in der Sportmedizin. Deutsche Zeitschrift für Sportmedizin, 50 (10), 306–310. Schmid-Fetzer, U. & Lienhard, L. (2018). Neuroathletiktraining. Grundlagen und Praxis des neurozentrierten Trainings. München: Pflaum.
ECKDATEN
ECKDATEN 2020 der deutschen Fitness-Wirtschaft
Fitness und aktives Gesundheitstraining gehören heute zum Lifestyle und haben sich zu einer wirtschaftlich überaus erfolgreichen Branche entwickelt, die seit vielen Jahren stetiges Wachstum generiert. Im vergangenen Jahr konnten erneut deutlich mehr Menschen für ein Training in Fitnessanlagen begeistert werden, wie die aktuellen Ergebnisse der „Eckdaten der deutschen Fitness-Wirtschaft 2020“ zeigen.
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ie „Eckdaten der deutschen Fitness-Wirtschaft“ bieten alljährlich einen umfassenden Überblick über die wichtigsten Kennzahlen der Fitness- und Gesundheitsbranche. Der DSSV-Arbeitgeberverband deutscher Fitness- und Gesundheits-Anlagen hat die Daten in Kooperation mit der Beratungs- und Prüfungsgesellschaft Deloitte sowie der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement (DHfPG) erhoben.
Vergleich der mitgliederstärksten Trainingsformen 2019 (in Mio., Veränderung zum Vorjahr in Klammern) Fitnesstraining
11,66 (+ 5,1 %)
Fußball
7,13 (+ 0,6 %)
Turnen
5,00 (+ 0,3 %)
Tennis
1,37 (- 0,9 %)
Bogen- & Schießsport Bergsport (Alpinisten)
Branche wächst erfolgreich weiter
1,35 (- 0,4 %) 1,25 (+ 4,6 %)
Leichtathletik
0,80 (- 1,2 %)
Handball
0,75 (- 1,1 %)
Reiten
0,68 (- 0,6 %)
Golf
0,64 (- 0,4 %)
Schwimmen
0,57 (+ 1,8 %) 0
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Quelle: Deutscher Olympischer Sportbund (DOSB)
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In der Vergangenheit hat sich die Branche immer wieder an die veränderten Bedürfnisse der Kunden angepasst und Angebote für neue Zielgruppen geschaffen. Als Antwort auf die Änderung des Lebensstils in den Bereichen Bewegung, Ernährung und Entspannung positioniert sie sich als professioneller Dienstleister mit umfassenden Angeboten und hoch qualifizierten Mitarbeitern. Diese Fähigkeiten der Professionalisierung und die Weiterentwicklung der eigenen Leistungsangebote sorgen dafür, dass die Branche schon seit vielen Jahren starke Wachstumsraten vorweist. Mit neuen Impulsen und Angeboten erreicht sie auch in diesem Jahr zusätzliche Zielgruppen, beispielsweise durch spezialisierte Konzepte im Bereich der Mikrostudios und in kleineren Fitnessanlagen.
Fitnesstrend ungebrochen Erfreuliche Zahlen: Mit einem Plus von 5,1 Prozent und 11,66 Millionen zählten die deutschen Fitness- und Gesundheits-Anlagen am 31. Dezember 2019 so viele Mitglieder wie nie zuvor. Besonders die Entwicklung der letzten fünf Jahre, von 2015 bis 2019, spiegelt die weiterhin wachsende Fitnessbegeisterung wider. Allein in dieser Periode konnte ein Wachstum von mehr als zwei Millionen Mitgliedern erzielt werden – in Relation zu 2015 bedeutet dies eine durchschnittliche jährliche Wachstumsrate von 5,4 Prozent. Damit sind bereits 14,0 Prozent der Gesamtbevölkerung von rund 83,02 Millionen in Deutschland Mitglieder in einer der deutschen Fitness- und Gesundheits-Anlagen.
Aktueller Anteil an der Gesamtbevölkerung in Deutschland und Anzahl Mitglieder 2015 – 2019 (in Mio.) 11,66
12 10,61
11,09
10,08 10
9,46
8
14,0%
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der Gesamtbevölkerung sind Fitnessstudiomitglieder
Fitnesstraining auf Platz 1 11,66 Millionen sprechen für sich: Damit hat sich das Fitnesstraining auch 2019 als mitgliederstärkste Trainingsform durchgesetzt und kann eine erneute Steigerung der Reaktionsquote von 13,4 auf 14,0 Prozent verzeichnen. Zwar bleibt Fußball eine beliebte Sportart in Vereinen und nimmt in Bezug auf die Mitgliederzahl (7,13 Millionen) den zweiten Platz ein, jedoch ist die Mitgliederzahl dort nur geringfügig um 0,6 Prozent gewachsen. Bei der Anzahl der Fitnesstreibenden dagegen fällt die Steigerung mit 5,1 Prozent deutlich höher aus. Ebenso hat sich die Reaktionsquote in der für die Branche relevanten Kernzielgruppe der 15- bis 65-Jährigen um 1,1 Prozentpunkte auf 21,3 Prozent erhöht.
86,0 % Nichtmitglieder
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2016
2017
2018
2019
Fitnessstudiomitglieder Quelle: Bevölkerungsanzahl: Statistisches Bundesamt Wiesbaden, 2019
ECKDATEN
Anzahl Kettenzentralen der Makroketten (> 200 m2) und Mikroketten (≤ 200 m2) nach Anlagenanzahl 45,0 39 40,0 35,0 30,0 25,0 19
20,0
14
15,0 10,0
7
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5
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0,0 5–7 Anlagen
8–10 Anlagen
11–13 Anlagen
14–16 Anlagen
17–20 Anlagen
21–25 Anlagen
6.000
8.684
8.332
2.054
1.876
8.988
9.343
> 250 Anlagen
Einzelbetriebe werden zu Kettenbetrieben
2.265
2.516
2.707
1.786
1.867
1.960
2.074
4.819
4.844
4.856
4.867
4.888
3.000
1.000 0 2015
48
151–250 Anlagen
9.669
1.637
Ketten
121–150 Anlagen
Die Branche konnte 2019 mit 9.669 Anlagen eine Verbesserung von 3,5 Prozent zum Vorjahr aufweisen und sich insgesamt über einen Nettoanstieg von 326 Anlagen freuen. Alle drei Anlagenformen vermeldeten Wachstum. Spitzenreiter dieser Entwicklung sind die Mikrostudios mit einer Gesamtfläche bis zu 200 Quadratmeter. Sie haben ihre Anlagenzahl mit einem erneuten Anstieg von 7,6 Prozent auf 2.707 Studios erhöht. Bei diesem Anlagentyp zeichnet sich eine größere Differenzierung der Anbieterkonzepte ab. EMS-Studios sorgen mit 129 Anlagen mehr als im Vorjahr für die größte Steigerungsrate im Bereich der Mikrostudios. Die Einzelanlagen mit einer Gesamtfläche größer 200 Quadratmeter stellten im Jahr 2019 mit 4.888 Anlagen knapp die Hälfte der kommerziell betriebenen Fitness- und Gesundheits-Anlagen, trotzdem bedeutete der Zuwachs von 21 Anlagen aber nur einen Anstieg von 0,4 Prozent. Die Zahl der Kettenbetriebe größer 200 Quadratmeter ergab 2.074 Anlagen und wies mit 114 Anlagen eine Steigerung von 5,8 Prozent auf.
4.000
Einzel
91–120 Anlagen
Anlagenzahl wächst anlagenübergreifend
5.000
2.000
61–90 Anlagen
Neben der Mitgliedersteigerung im Gesamtmarkt ist besonders interessant, welche Zielgruppen mit dem Fitnessangebot erreicht werden können. Die Attraktivität der Branchenangebote für ältere Menschen lässt sich am Durchschnittsalter der Mitglieder ablesen, das 41,0 Jahre beträgt. Weitere Kennzahlen: Ein Einzelbetrieb verzeichnet im Durchschnitt 994 und ein Kettenbetrieb durchschnittlich 2.964 Mitglieder je Anlage. Dabei beträgt der Anteil der weiblichen Mitglieder in Einzelbetrieben 54,3 Prozent und in Kettenbetrieben 47,5 Prozent. 7,6 Prozent der Einzelbetriebe und 1,6 Prozent der Kettenbetriebe sind ausschließlich Anlagen für Frauen, im Mikrosegment sind es sogar 10,2 Prozent.
8.000 7.000
31–60 Anlagen
Mitgliederzahl steigt
Anlagenentwicklung 2015 – 2019 (absolute Anzahl)
9.000
26–30 Anlagen
2016
2017
Mikro
02/20
fitness MANAGEMENT international
2018
2019
Bei den Kettenbetrieben lohnt sich eine genauere Berachtung. Oft wird der Begriff „Kette“ mit Großunternehmen oder gar „Discountern“ gleichgesetzt. Eine detailliertere Betrachtung zeigt, dass viele Kettenbetriebe eher zwischen fünf und zehn Betriebsstätten zählen. Zum Stichtag 31. Dezember 2019 betrieben 39 Kettenzentralen zwischen fünf und sieben Anlagen und 19 Kettenzentralen zwischen acht und zehn Anlagen. Damit verfügten mehr als die Hälfte aller Kettenzentralen über fünf bis zehn Anlagen. Per Definition zählen Fitnessstudios erst dann als „Kette“, wenn fünf oder mehr Anlagen betrieben werden. Andernfalls wurden sie im Rahmen dieser Studie als Einzelbetrieb erfasst. In 2019 stieg die Zahl der Einzelstudios, die eine fünfte Anlage eröffnet haben und folglich mit allen Anlagen aus dem Einzel- in das Kettensegment abwanderten. Dieser Zugang von „Einzel“ zu „Ketten“ umfasste im Betrachtungszeitraum 56 Anlagen.
ULTRA Regeneration der Spitzenklasse Branchenumsatz nimmt zu Die deutsche Fitness- und Gesundheitsbranche konnte im Betrachtungszeitraum 2019 eine Umsatzsteigerung von 3,4 Prozent auf 5,51 Milliarden EUR erzielen. Somit bleiben die optimistischen Prognosen aus den Vorjahren bestehen. Im Einzelnen zeigt sich, dass sich der durchschnittliche Jahresumsatz einer Kettenanlage um 0,1 Prozent auf 1.038.000 EUR (netto) erhöht hat. Der mittlere Jahresumsatz eines Einzelbetriebes stieg auf rund 583.000 EUR (netto) und im Vergleich zum Vorjahresniveau konnten die Mikrostudios den mittleren Jahresumsatz auf 189.000 EUR (netto) steigern. Im Gesamtmarkt sank der Umsatz pro Anlage von 571.000 EUR (netto) auf 570.000 EUR (netto), was im Wesentlichen durch den höheren Anteil an Mikrostudios bedingt ist.
Positive Stimmung und optimistische Prognosen Die Stimmung innerhalb der Branche bleibt weiterhin sehr positiv. Mit einem Wachstum von 3,4 Prozent bewegt sich der Branchenumsatz auf einem erfreulichen Niveau. Die optimistische Stimmung wird auch in den Äußerungen der Anlagenbesitzer deutlich: 76,6 Prozent der Kettenbetreiber, 59,1 Prozent der Mikrostudiobesitzer und auch 55,3 Prozent der Einzelstudiobetreiber bewerten ihre gegenwärtige wirtschaftliche Situation als „gut“ bzw. „eher gut“.
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Das gilt auch für den Arbeitsmarkt. 2019 erhöhte sich die Mitarbeiterzahl in der Fitness- und Gesundheitsbranche um 4.900 (2,3 %) auf 217.400. 78,4 Prozent aller Anlagenbetreiber rechnen mit einer „sich verbessernden“ oder „eher guten“ wirtschaftlichen Situation. Die positiven Erwartungen der Studiobetreiber spiegeln sich auch in den Erwartungen erhöhter Mitgliederzahlen für 2020 wider. Dabei rechnen Einzelbetriebe von 2019 auf 2020 mit einer Steigerung von 1,9 Prozent auf 1.013 Mitglieder, Kettenbetriebe erwarten eine Erhöhung von 3,4 Prozent auf 3.066 Mitglieder je Anlage und Mikrostudios rechnen in der Mitgliederprognose für 2020 mit einer Steigerung auf 257 Mitglieder (+ 6,6 %).
Umsatzentwicklung 2015 – 2019 (in Mrd. EUR, netto)
5,00
4,83
5,05
5,20
5,33
5,51 0,51
0,39
0,43
0,47
1,68
1,85
1,93
2,03
2,15
2,80
2,81
2,84
2,83
2,85
2015
2016
2017
2018
2019
0,35
4,00 3,00 2,00 1,00 0,00 Einzel
Ketten
Mikro
© fitness MANAGEMENT
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KOMMENTAR Foto: Klaudia Lech
Birgit Schwarze Chefredakteurin
Die Eckdaten der Branche sind – super! Wie immer gilt: die guten Nachrichten zuerst! Und das sind die Eckdaten der deutschen Fitness-Wirtschaft, die der Arbeitgeberverband Deutscher Fitness- und Gesundheits-Anlagen DSSV e. V. zusammen mit der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement (DHfPG) sowie dem Prüfungs- und Beratungsunternehmen Deloitte offiziell jedes Jahr erhebt. Die aktuellen Zahlen beweisen es: Die Mitgliederzahlen sind auf 11,66 Millionen Menschen gestiegen, sodass wir im Fußball-Land Deutschland unsere Position als mitgliederstärkste Trainingsform nicht nur behaupten, sondern auch noch weiter ausbauen konnten! Was mich besonders freut: Die Eckdaten belegen auch, dass sich inhabergeführte Studios mit bis zu vier Betrieben als sehr robustes Marktsegment darstellen und am Markt behaupten. Einzelstudios entwickeln also Konzepte und Strategien für ihren Erfolg vor Ort – umrahmt von Ketten- und Mikrostudios, die die Märkte weiter beflügeln. Und auch neue Trends und das immer wichtiger werdende Betriebliche Gesundheitsmanagement stärken die Möglichkeiten und Perspektiven unserer Branche. Als sehr vernünftige Strategie zum Schutz der Studiobetreiber, ihrer Mitarbeiter und der Studiomitglieder, aber natürlich auch besonders zum Schutz der Ausstellerfirmen und deren Mitarbeiter, erweist sich die Entscheidung der FIBO, die Messe auf Anfang Oktober zu verlegen. Nichts könnte aktuell schlechter sein, als bewusst mögliche Risiken in unsere Studiobetriebe hineinzutragen! Schließlich wollen wir von unseren guten Eckdaten als Branche profitieren! Der Oktober wird also ein wichtiger Monat für unsere Branche – nicht nur in Köln, sondern auch in Mannheim, denn dort findet vom 8. bis 10. Oktober 2020 der Aufstiegskongress der DHfPG statt – DER wichtigste Wissenschafts- und Fachkongress für die deutsche Fitness-Wirtschaft. Hier geht es um Know-how-Transfer, Qualifikationen und Best-Practice-Vorstellungen – alles nach Faktenlage und immer auf dem neuesten Stand der Wissenschaft. Wir sehen also, dass wir auch weiterhin ziemlich gute Perspektiven haben, und ich bin mir sicher, dass wir gemeinsam als Branche auch vielleicht kritische Zeitabschnitte bewältigen werden – mit der gebotenen Vorsicht, aber immer positiv denkend und besinnend auf unsere Kernkompetenzen und Stärken. In diesem Sinne grüße ich Sie herzlich aus Hamburg!
Birgit Schwarze
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fitness MANAGEMENT international
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VERANSTALTUNG
FIBO 2020
R E B O T K O 4 1 – R O T C E R I D T N E FIBO EV VIEW R E T N I M I K N SILKE FRA
Die FIBO 2020 musste von April in den Oktober verschoben werden – eine Maßnahme, die zum Schutz der Gesundheit von Messebesuchern, Ausstellern und Mitarbeitern nötig geworden war. Die Risiken aufgrund der Lage durch das neuartige Coronavirus (SARS-CoV-2, Covid-19), die sich immer weiter zuspitzten, seien zu hoch gewesen. fitness MANAGEMENT hat FIBO Event Director Silke Frank in einem Interview nach den Hintergründen der Entscheidung und den Perspektiven für die FIBO 2020 befragt. 54
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fitness MANAGEMENT international
fMi: Frau Frank, Ende Februar teilte Reed Exhibitions Deutschland mit, dass die FIBO 2020 aufgrund der Ausbreitung der Coronavirus-Krankheit (COVID-19) auf einen Termin in der zweiten Jahreshälfte 2020 verschoben werden müsse. Inzwischen wurde der 1. bis 4. Oktober als neuer Termin festgelegt. Die Zustimmung der Branche für diese Entscheidung war in weiten Teilen positiv. Für einige Branchenteilnehmer haben sich daraufhin aber Fragen ergeben. Würden Sie die Entscheidung, die FIBO zu verschieben und deren Hintergründe für unsere Leser noch einmal erläutern? Silke Frank: Viele Unternehmen auf der Aussteller- und Besucherseite von Messen sind aktuell verunsichert und haben restriktive Reiseverordnungen beschlossen, die auch den Besuch von Messen betreffen. Die Kölner Gesundheitsbehörden haben empfohlen,
vorerst keine Messen mit hoher internationaler Beteiligung durchzuführen. Die Durchführung der FIBO zu dem ursprünglich geplanten Termin war daher nicht möglich. Die Gesundheit unserer Austeller, Besucher und Mitarbeiter hat außerdem höchste Priorität. Insbesondere nach der Zuspitzung der Lage in Norditalien und mit dem Auftreten der ersten Fälle in Nordrhein-Westfalen haben wir die Situation mit Sorge betrachtet. fMi: Wie können wir uns diesen Entscheidungsprozess vorstellen? Wer wurde kontaktiert – Messe, Stadt, Behörden, internationale Entscheider? Wer hatte letztlich die Entscheidung in der Hand? Silke Frank: Wir standen in den vergangenen Wochen in einem regelmäßigen Austausch mit den lokalen Behörden, der Koelnmesse und über den deutschen Messeverband im Dialog mit den Bundesbehörden und -ministerien. Natürlich befanden wir uns auch im regelmäßigen Gespräch mit unseren Ausstellern und Partnern. In den Prozess eingebunden war selbstverständlich auch unser Mutterhaus, Reed Exhibitions, das die Entwicklung tagesaktuell gescreent und bewertet hat. fMi: Der Ausweichtermin konnte sehr schnell gefunden werden. Silke Frank: Ja, die FIBO wird vom 1. bis 4. Oktober dieses Jahres in Köln stattfinden. Mit dem neuen Termin im Herbst entsprechen wir dem Wunsch vieler Aussteller, im laufenden Geschäftsjahr einen alternativen Termin anzubieten. fMi: Als eines der wichtigsten und größten Events der Fitness- und Gesundheitsbranche braucht die FIBO unter normalen Bedingungen knapp 12 Monate Vorbereitungszeit. Welches sind für Sie und Ihr Team gerade die größten Herausforderungen? Silke Frank: Der neue Termin steht und jetzt beginnen die konkreten Planungen mit Ausstellern, Partnern und Besuchern. Es ist eine wirklich außergewöhnliche Situation, die uns viel abverlangt, die uns aber auch als Branche enger zusammenschweißen wird. Das merken wir gerade durch zahlreiche Gespräche und Aktionen unserer Kunden. Wir werden alles geben, um im Oktober eine starke FIBO auf die Beine zu stellen. Glücklicherweise müssen wir auch nicht ganz von vorne anfangen, da unser Konzept und die Schwerpunkte für die FIBO 2020 stehen. Wir sind zuversichtlich, dass wir auch beim neuen Termin vieles umsetzen können, was wir für April geplant hatten.
Fotos: Behrendt und Rausch
fMi: Wird es bei der FIBO im Herbst Veränderungen geben, die Sie uns zu diesem frühen Zeitpunkt schon mitteilen können? Silke Frank: Die FIBO 2020 wird zum neuen Termin in einer anderen Hallenkonstellation stattfinden und die südlichen Geländeteile des Kölner Messegeländes belegen. Der Zugang wird dann über die Eingänge Ost, West und Süd erfolgen. Das European Health & Fitness Forum (EHFF) wird aber wie gewohnt am Vorabend der FIBO, dem 30. September, stattfinden. Darauf haben wir uns mit EHFF-Veranstalter EuropeActive verständigt. www.fibo.com
FIBO Event Director Silke Frank
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fitness MANAGEMENT international
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VERANSTALTUNGEN | ANZEIGE
time for action – Perspektiven schaffen und sichern
Der Aufstiegskongress 2020 Am 9. und 10. Oktober 2020 findet der Aufstiegskongress im m:con Congress Center Rosengarten in Mannheim statt. Unter dem diesjährigen Motto „time for action – Perspektiven schaffen und sichern“ können sich Interessierte über Trends und Entwicklungen in der Zukunftsbranche Prävention, Fitness, Sport und Gesundheit informieren und austauschen. Der wissenschaftliche Vorkongress „Up-to-date“ präsentiert bereits am Vortag die neuesten Forschungsergebnisse und Erkenntnisse.
D
ie „Ressource Mensch“ wird im heutigen Arbeitsmarkt, der sich vom Arbeitgeber- zum Arbeitnehmermarkt gewandelt hat, immer wichtiger. Es heißt, die „richtigen“ Leute für das Unternehmen zu gewinnen und so den Erfolg zu sichern. Auch die Selbstwahrnehmung von Kunden hat sich verändert. Sie legen immer mehr Wert auf ihre Gesundheit und ihr Wohlbefinden – vor allem im Alter. Der Begriff „Nachhaltigkeit“ gewinnt in diesen Kontexten zunehmend an Bedeutung, besonders für die Fitness- und
Erfahren Sie die Neuheiten der Branche in den Fach-Foren
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Gesundheitsbranche. Daher stellen beim diesjährigen Aufstiegskongress renommierte Experten und Top-Speaker in ihren Vorträgen dar, wie Unternehmen der Branche Perspektiven für ihre Mitarbeiter und dementsprechend auch für ihr Unternehmen schaffen und sichern und wie sie ihre Unternehmensführung nachhaltig gestalten können. Denn keine andere Branche bleibt trotz Digitalisierung so sehr ein „People Business“ wie die Fitness- und Gesundheitsbranche.
Treffen Sie die Top-Referenten in der Speakers Corner
Erleben Sie ein vielfältiges Kongressprogramm
Zwei abwechslungsreiche Kongresstage Beim zweitägigen Fachkongress erleben Teilnehmende interessante Vorträge, Fach-Foren und Intensivseminare, entspannende EarlyMorning-Workouts und ein freundschaftliches Get Together mit DJ und Buffet. Ein ganz besonderes Highlight ist erneut die PartnerAusstellung mit mehr als 20 Unternehmen aus der Fitness- und Gesundheitsbranche. Hier haben Teilnehmende die Möglichkeit, sich im unverbindlichen Gespräch mit namhaften Firmen über die neuesten Produkte und Angebote aus der Branche zu informieren. Ebenso haben Interessierte im Anschluss an die einzelnen Vorträge die Gelegenheit, sich in der Speakers Corner in einer lockeren Atmosphäre mit den Referenten zu unterhalten. Zum Entspannen und Plaudern mit anderen Kongressbesuchern steht die KongressLounge zur Verfügung.
Hochaktuelle Fach-Foren und Intensivseminare
Fotos: DHfPG/BSA
Der 14. Aufstiegskongress wartet auch in diesem Jahr am zweiten Kongresstag wieder mit hochaktuellen Fach-Foren und praxisnahen Intensivseminaren auf. Die Besucher können sich auf spannende Vorträge aus den Bereichen Training, Gruppentraining, Management, Ernährung, Sportökonomie, Coaching und Betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM) freuen. Im Fach-Forum BGM spricht beispielsweise Christoph Mundt darüber, wie eine als sinnstiftend empfundene Arbeit nachhaltig gesund und glücklich macht. In einem
der Vorträge des Fach-Forums Training widmet sich Prof. Dr. Ulf Sobek dem noch wenig erforschten Gebiet des Neurotrainings und wie dies als neuer Trainingsansatz betrachtet werden kann. Parallel zu den Fach-Foren bietet der Aufstiegskongress auch wieder zwei ausgewählte Intensivseminare. Das Kongressprogramm ist in gestaffelter Form organisiert, sodass die Teilnehmenden an allen für sie interessanten Foren teilnehmen können.
„Up-to-date“ mit dem wissenschaftlichen Vorkongress Auch 2020 findet der wissenschaftliche Vorkongress „Up-to-date“, der sich als Forum zum Austausch über Forschungsergebnisse und Erkenntnisse in der Branche etabliert hat, am Vortag des Aufstiegskongresses statt. In zahlreichen Kurzvorträgen präsentieren Professoren und Forscher der DHfPG, weiterer Hochschulen sowie Forschungspartner aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse. Anschließend besteht die Möglichkeit, mit den Referenten über ihre aktuellen Forschungsprojekte und -ergebnisse rund um die Themen Prävention, Fitness, Sport und Gesundheit zu diskutieren. Der Vorkongress steht allen interessierten Kongressteilnehmern offen. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt. Weitere Informationen, Impressionen, Teilnehmerstimmen inkl. Videointerviews finden Sie unter www.aufstiegskongress.de.
Jetzt zum Schnellstarter-Preis anmelden! Nutzen Sie den Schnellstarter-Preis ab 49 EUR pro Person und melden Sie sich und Ihre Mitarbeiter zum diesjährigen Aufstiegskongress an. Eine Anmeldung ist ab Anfang April möglich unter www.aufstiegskongress.de/anmeldung.
Immer auf dem neuesten Stand mit dem Kongress-Newsletter Sie möchten immer aktuell rund um den Aufstiegskongress und das Kongressprogramm informiert sein? Dann melden Sie sich auf der Kongresswebseite für den kostenfreien Newsletter an oder folgen Sie uns auf Facebook unter: www.facebook.de/aufstiegskongress.
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Grafik: DHfPG/BSA
Teil 2: Potenziale für die Sport-, Fitness- und Gesundheitsbranche
Digital ans Ziel mit Sport-/Gesundheitsinformatik Das Berufsfeld der Sport-/Gesundheitsinformatik befasst sich mit mehr als nur der einfachen Anwendung von Werkzeugen zur Erfassung, Analyse und Präsentation von Daten. Zusätzlich zur Werkzeug-Ebene – sei es Software oder Hardware – gibt es auch Methoden, Theorien und Paradigmen, mit denen neue Potenziale zur Unterstützung und Weiterentwicklung der Fitnessund Gesundheitsbranche erschlossen werden können.
D
ie Themengebiete der Informatik, die für die Sport-, Fitnessund Gesundheitsbranche relevant sind, stellen wir in dieser Ausgabe vor. Diese beziehen sich auf vier Hauptforschungsbereiche der Informatik sowie deren Anwendung in den Gebieten Fitness, Sport und Gesundheit: (1) Erfassung und Speicherung von Daten, (2) Modellierung, Analyse und Simulation, (3) Präsentation und Visualisierung von Daten und (4) Kommunikationstechnologie (vgl. Titelbild). In dieser Ausgabe betrachten wir die ersten beiden Forschungsbereiche:
(1) Erfassung und Speicherung von Daten Die Informatik stellt Werkzeuge zur Verfügung, die zur Erfassung von Trainings- und Gesundheitsdaten (z. B. Art, Intensität und Dauer des Trainings, Verhalten oder Leistung des Sportlers) und deren Speicherung verwendet werden können. So ist es für Trainer und Betreuer möglich, sich über den Ausgangszustand und die Leistungsentwicklung ihrer Sportler zu informieren. Aber auch moderne Geräte zur biomechanischen Datenerhebung wie Kraftmessplatten, Hochgeschwindigkeitskameras, GPS-Geräte 58
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fitness MANAGEMENT international
und Bewegungserfassungssysteme verwenden eine Software, die Sensoren steuern und bei der Verwaltung von Messdaten helfen kann. Als Beispiel wären Videokameras in weniger frequentierten und schlecht einsehbaren Bereichen eines Fitnessstudios denkbar (wie z. B. Seniorenbereiche). Hier können Abweichungen vom üblichen Verhalten wie Stürze erkannt werden, um potenzielle Not- sowie Unfälle zu erkennen oder gar vorherzusagen und zu verhindern. Erste Krankenkassen bieten bereits als Teil ihrer mobilen Apps eine Synchronisation mit Fitnesstrackern an, um den Kunden eine Übersicht über einfache Gesundheitsdaten wie z. B. Schritte, Herzfrequenz und Gewicht zur Verfügung zu stellen. Zusätzliche Bonusprogramme sollen die Kunden dazu animieren, einen gesünderen Lebensstil zu verfolgen. Ein weiteres aktuelles Beispiel ist die neue Marketingkampagne einer amerikanischen Fitnesskette: Die Kunden bekommen Rabatte in unterschiedlicher Höhe auf ihren monatlichen Mitgliedsbeitrag, wenn sie regelmäßig im Studio erscheinen und ihren Trainingsplan einhalten. Die von Apple speziell für Fitnessstudios entwickelte Plattform „GymKit“ ermöglicht eine bidirektionale Synchronisie-
rung zwischen der Smartwatch des Kunden und kompatiblen Cardiogeräten des Studios. Smartwatches und Laufuhren eignen sich zwar für die Herzfrequenzmessung während eines Workouts, sind aber in Innenräumen beim Tracking von Geschwindigkeit und Distanzen weniger nützlich, da sie dafür normalerweise eine Kombination aus GPS und Handgelenkbewegungen verwenden. GPS ist jedoch nur außerhalb von Gebäuden verfügbar und die sonstigen Sensoren der Uhr (wie z. B. Beschleunigungssensor oder Gyroskop) reichen für ein zuverlässiges Tracking nicht aus. Cardiogeräte hingegen eignen sich hervorragend für die Messung von Distanzen und Geschwindigkeit, sind jedoch vergleichsweise ungenau bei der Überwachung der Herzfrequenz. Handlaufleisten an den Geräten sollen Abhilfe schaffen, die Daten gehen jedoch teilweise nach dem Training verloren. Eine Plattform wie Apples „GymKit“ kombiniert und synchronisiert beide Datenquellen. Vor dem Beginn eines Trainings koppelt der Kunde seine Smartwatch drahtlos mit einem Fitnessgerät. Sobald ein Training beendet ist, werden die Daten auf der Uhr gesichert und vom Fitnessgerät gelöscht.
im Allgemeinen vorangestellt, um sich auf Spiele zu beziehen, die von Institutionen wie Militär, Bildung, Forschung, Gesundheitswesen und Politik verwendet werden. Das Konzept ähnelt bekannten Simulationsformen wie der Flugsimulation, mit der Piloten das Fliegen erlernen, betont aber ausdrücklich den pädagogischen Mehrwert sowie den Spaß und den Wettbewerbscharakter. „Serious Games“ können sich positiv auf Wahrnehmung, Reaktion und motorische Kontrolle auswirken und sind potenziell für die Aufklärung, Prävention und Intervention im Sport nützlich. Athleten nutzen Bio- und Neurofeedback, um sich zu fokussieren und ihre Konzentration und Aufmerksamkeit zu steuern. In Zukunft könnte ein Sportler während eines Wettkampfs bei den Olympischen Spielen auch inmitten eines vollen Stadions mit VR-Brille und Noise-Cancelling-Kopfhörern zwischen seinen Läufen oder Sprüngen Ruhe und Konzentration finden. Die Zeiten, in denen Sportler mit gesenktem Kopf unter ihren Trainingsjacken versuchten, sich zu fokussieren, wären damit gezählt.
(2) Modellierung, Analyse und Simulation
Im Bereich der Analyse und Simulation von Fitnesstraining und Sportarten haben die Methoden der Künstlichen Intelligenz (KI) an Bedeutung gewonnen: Künstliche neuronale Netzwerke werden eingesetzt, um z. B. den Zusammenhang zwischen Trainingsinput und Leistungsausgang beim Schwimmen zu simulieren oder taktische Bewegungsmuster im Ballsport zu identifizieren und zu analysieren. Unterschiedliche Algorithmen helfen hier bei der Optimierung von Bewegungsabläufen des Sportlers, der Spieltaktik oder beim Design von Sportgeräten. Sogenannte „Serious Games“ finden auch immer häufiger Verwendung beim Training. Diese „Serious Games“ sind angewandte Spiele, die für einen primären Zweck entwickelt wurden, der nicht der reinen Unterhaltung dient. „Serious“ (engl. für ernsthaft) wird
Fazit In dieser Ausgabe wurden zwei potenzielle Anwendungsbereiche der Sport-/Gesundheitsinformatik als Grundlagen zur Weiterentwicklung und Digitalisierung der Fitness- und Gesundheitsbranche vorgestellt. Damit kann auch die Beschäftigung von Hybrid-Experten aus Informatik, Fitness, Sport und Gesundheitswesen legitimiert werden, da Personen mit diesem Qualifikationsprofil zur Entwicklung und Pflege maßgeschneiderter IT-Lösungen prädestiniert sind.
Prof. Dr. Marco Speicher Prof. Dr. Marco Speicher ist Dozent an der DHfPG. 2019 promovierte er im Fachbereich Informatik an der Universität des Saarlandes zum Thema „Measuring User Experience for Virtual Reality“. Von 2014 bis 2019 war er wissenschaftlicher Mitarbeiter und Doktorand am Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI). Dort war er Teil des Forschungsund Entwicklungsteams des Ubiquitous Media Technologies Lab (UMTL) und des Innovative Retail Laboratory (IRL).
Foto: DHfPG/BSA
Immer häufiger werden in der Fitness- und Gesundheitsbranche mathematische Softwarelösungen zur Datenanalyse genutzt. Bei der Entwicklung neuer digitaler Sportgeräte und deren Software setzt man auf Werkzeuge für die computergestützte Konstruktion von 3D-Modellen (z. B. AutoCAD oder Blender 3D). Mithilfe von 3D-Animationen lassen sich einzelne Muskelkontraktionen im Detail betrachten und verschiedene Übungen simulieren. Bewegte Bilder und 3D-Animationen lösen dabei konventionelle Handbücher ab. In der heutigen Zeit leiht man sich selten ein Buch über Trainingsmethoden aus, sondern abonniert eher den YouTube-Kanal eines bekannten Fitnessgurus oder installiert eine Trainings-App auf seinem Smartphone mitsamt Erklärvideos für die einzelnen Übungen.
www.dhfpg-bsa.de
Neuer DHfPG-Studiengang B. Sc. Sport-/Gesundheitsinformatik Die DHfPG erweitert zum Wintersemester 2020 ihr Angebot um den dualen Studiengang B. Sc. Sport-/Gesundheitsinformatik. Nähere Informationen finden Sie unter: dhfpg.de/bsgi Foto: DHfPG/BSA
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INTERVIEW
Refit Kamberovic, Hauptgeschäftsführer des DSSV (links) und Florian Kündgen, stellvertretender DSSV-Geschäftsführer (rechts), gemeinsam beim fMi-Interview in der Geschäftsstelle in Hamburg
Florian Kündgen wird stellvertretender DSSV-Geschäftsführer
Der DSSV stellt die Weichen für die Zukunft Text: Anke Sörensen | Fotos: Klaudia Lech
Die DSSV-Familie hat ein neues Mitglied: Mit Wirkung zum 1. Juli 2020 wird Florian Kündgen stellvertretender Geschäftsführer des DSSV – Arbeitgeberverband deutscher Fitness- und Gesundheits-Anlagen. Damit verstärkt der DSSV sein Team um Präsidentin Birgit Schwarze und Hauptgeschäftsführer Refit Kamberovic und stellt den Verband zukunftsfähig auf. Im Interview mit der fMi erläutern Refit Kamberovic und Florian Kündgen die Hintergründe zu dieser Entscheidung und die zukünftigen Pläne des Verbandes. fMi: Florian Kündgen wird ab Sommer das DSSV-Team als stellvertretender Geschäftsführer verstärken. Wie kam es zu dieser Entscheidung? Refit Kamberovic: Die Wahl von Florian Kündgen fiel uns leicht, da er unser Anforderungsprofil eines stellvertretenden Geschäftsführers perfekt erfüllt. Ausschlaggebend für unsere Entscheidung ist unsere Verpflichtung als Arbeitgeberverband gegenüber den Interessen unserer Mitglieder. Deren Anliegen müssen in der Politik, der Öffentlichkeit, dem Kapitalmarkt aber auch in sämtlichen anderen Interessengruppen innerhalb sowie außerhalb der Fitness- und Gesundheitsbranche bestmöglich vertreten sein. Aktuell entwickelt sich der Markt in der Fitness- und Gesundheitsbranche sehr dynamisch. Dementsprechend gilt es, den DSSV zukunftsfähig aufzustellen und an dieses Umfeld anzupassen. Wir freuen uns, da Florian Kündgen dem DSSV bei diesem Prozess mit seiner Kompetenz und seinen bisherigen Erfahrungen in der Fitnessbranche eine große Unterstützung sein wird. 62
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Florian Kündgen: Ich freue mich sehr auf die neue Aufgabe. Unsere Branche wächst und wird von Jahr zu Jahr professioneller. Neue Player kommen hinzu und die Marktanforderungen bzw. die Interessen der Nutzer/Kunden ändern sich stetig. Das heißt für uns, dass wir zum einen unsere Kompetenzen dem dynamischen Marktumfeld anpassen müssen, aber zum andern, dass wir in unserer Funktion als Arbeitgeberverband auch vorausgehen und den Markt für unsere Mitglieder aktiv mitgestalten müssen. fMi: Inwieweit helfen Ihnen Ihre Erfahrungen aus Ihrer bisherigen Tätigkeit in der neuen Funktion als stellvertretender DSSV-Geschäftsführer? Florian Kündgen: Unsere Steuerberatungskanzlei Kündgen und Kündgen Steuerberatung Treuhandgesellschaft mbH ist seit mehr als 60 Jahren am Markt. Ich bin dementsprechend in diese beratende Tätigkeit hineingewachsen. Als Sachverständiger habe ich schon einige Start-ups, aber auch gestandene Unternehmen/Be-
Birgit Schwarze Präsidentin DSSV e. V.
Sabrina Fütterer Geschäftsstellenleiterin DSSV e. V.
Wieder ein Glücksfall! Florian Kündgen ist mit dem DSSV aufgewachsen und ich freue mich, dass er zukünftig auch auf der beruflichen Ebene sehr eng mit uns zusammenarbeiten wird. Ein wahrer Gewinn für den Verband und seine Mitglieder!
Florian Kündgen und ich arbeiten bereits seit Jahren im Rahmen von Sachverständigentätigkeiten erfolgreich zusammen und jetzt werden wir auch in Sachen Verbandsarbeit gemeinsame Wege beschreiten. Ich freue mich sehr darauf!
triebe und M&A’s (Unternehmenskäufe und -nachfolgen) in der Fitness- und Gesundheitsbranche erfolgreich begleitet. In Summe können sich die Mitglieder des DSSV auf ein breit gefächertes und branchenspezifisches Wissen von meiner Seite aus freuen. Zudem werden sie mit meiner Person auch in Zukunft einen kompetenten Ansprechpartner haben, der ihnen in allen betriebswirtschaftlichen, steuerrechtlichen und branchenspezifischen Fragen die entsprechende kompetente Unterstützung bieten kann.
Diese ausgezeichnete Entscheidung wiederholen wir nun mit Florian Kündgen. Er ist mit dem DSSV aufgewachsen und hat die „DSSVDNA“ im Blut. Zudem ist er fachlich und menschlich eine sehr kompetente Person und das gesamte DSSV-Team zählt auf ihn. Zusammen mit Sabrina Fütterer, Florian Kündgen und Janosch Marx im operativen Bereich sowie Birgit Schwarze und mir in der strategischen Führungsebene sind wir so ausgezeichnet und schlagkräftig für die Zukunft aufgestellt. Und natürlich haben wir unsere Mitarbeiter und Studierenden als motiviertes Team an unserer Seite, die täglich eine super Arbeit für die DSSV-Mitglieder und die Branche machen.
Refit Kamberovic hat es bereits zu Beginn angesprochen: Basierend auf einer wachsenden, altersgruppenübergreifenden Relevanz von Fitness und Gesundheit, wächst die Branche in allen Segmenten. Sie verändert sich zunehmend dynamischer. Technologie und Digitalisierung sind in dieser Hinsicht zwei bedeutsame Themenfelder, die wir als DSSV in unsere beratende und unterstützende Tätigkeit noch stärker mit aufnehmen werden. Aber auch die sich regelmäßig verändernden Gesetzgebungen und die daraus resultierenden neuen Anforderungen an die Anlagenbetreiber sind für uns von enormer Bedeutung. Hier gilt es, immer up to date zu sein und diese zugunsten der Fitnessbranche zu beeinflussen. Ich bin der festen Überzeugung, dass wir als großes Netzwerk auch in Zukunft sehr viel für unsere Mitglieder, aber auch für die Branche erreichen werden.
Vor drei Jahren haben wir uns bei unserem offiziellen Verbandsorgan – der fitness MANAGEMENT international – mit Geschäftsführer Janosch Marx ebenfalls Verstärkung aus unserer Branche in die Großfamilie geholt. Damals hatte unsere Verbandspräsidentin Birgit Schwarze von einem Glücksfall gesprochen. Das hat sich bis heute vielfach bestätigt und die fMi ist unter seiner Führung zum auflagenstärksten Fachmagazin der Fitness- und Gesundheitsbranche gewachsen. Wir haben bei der fMi mittlerweile ein junges, dynamisches Team, haben unsere Auflage mehr als verdoppelt und auch den Online-Bereich innovativ, modern und zukunftsweisend ausgebaut.
fMi: Danke für das Interview!
FLORIAN KÜNDGEN Beruflicher Werdegang • ab 2020 stellvertretender Geschäftsführer des DSSV • ab 2020 Dozententätigkeit an der DHfPG • seit 2009 freier Mitarbeiter im Bereich Unternehmensbewertungen und Wirtschaftlichkeitsberechnungen von Fitness- und Gesundheitsanlagen und KMU • seit 2005 freier Mitarbeiter im Bereich der steuerlichen und betriebswirtschaftlichen Beratung
Foto: privat
fMi: Mit Florian Kündgen holen Sie sich einen jungen, kompetenten Mann ins Team. Was bedeutet das für die Zukunft des DSSV? Refit Kamberovic: Die Fitnessbranche ist eine relativ junge Branche. Als wir vor über 35 Jahren unsere Arbeit aufgenommen haben, wurden wir zunächst ignoriert, dann belächelt und später bekämpft. Viele unserer DSSV-Mitglieder haben diese Erfahrungen ebenfalls durchlebt. Unsere Branche hat sich über die letzten Jahre äußerst positiv entwickelt, da wir immer zusammengehalten haben. Frau Schwarze und ich haben diese Branche und unseren Verband stets als große Familie gesehen. Eine solche kann man nicht führen wie eine Aktiengesellschaft. Florian Kündgen ist in dieser Familie groß geworden und hat die notwendigen Erfahrungen und die fachliche Qualifikation für eine leitende Tätigkeit innerhalb unserer Branche. Deshalb beruht die Entscheidung für Florian Kündgen auf Vertrauen und positiven Erfahrungswerten.
fMi: Wie sieht Ihr persönlicher Zeitplan in der neuen Konstellation mit Florian Kündgen aus? Refit Kamberovic: Ich habe immer gesagt, dass ich, so lange ich fit und gesund sein werde, auch für den DSSV und die Branche bzw. die Familie da sein werde. Florian Kündgen wird ab dem 1. Juli 2020 die operative Leitung des DSSV übernehmen. Unterstützt wird er dabei von Sabrina Fütterer, die seit Jahren bereits als Geschäftsstellenleiterin tätig ist. Ich werde mich zukünftig auf die strategische Führung und Leitung konzentrieren und die Weiterentwicklung des DSSV vorantreiben. Aber eines muss ich noch dazu sagen: Mit so vielen jungen Leuten um mich herum fühle ich mich selbst wieder jung und ich habe richtig Lust, in dieser Konstellation weiterzumachen. Fazit: Ich werde der Fitnessbranche noch viele Jahre erhalten bleiben.
Akademische Ausbildung • 2012 bis 2014 M. Sc. Betriebswirtschaftslehre: Betriebswirtschaftliches Studium mit den Schwerpunkten in Sanierungs- und Turnaroundmanagement sowie M&A • 2007 bis 2010 B. A. Medienmanagement: Betriebswirtschaftliches Studium mit den Schwerpunkten in Marketing- und Kommunikati onsmanagement
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INNOVATIVE KOOPERATION | ANZEIGE
Five und milon ändern ihre Reiseroute aufgrund unvorhersehbarer Turbulenzen
FIBO 2020 – delayed! Foto: Moritz Tewes
Damit hat wohl keiner gerechnet – während die Crew von milon und five bereits alle Vorbereitungen für einen perfekten Start auf der FIBO 2020 abgeschlossen hatte, traf die Nachricht der FIBO-Verschiebung aufgrund des Coronavirus (Covid-19, SARS-CoV-2) ein. Ein harter Schlag für die gesamte Fitnessbranche: Das Hauptevent, das die Branche seit 1985 jährlich zusammengeführt hat, wird dieses Jahr zum ersten Mal aufgrund von Sicherheitsmaßnahmen erst im Oktober stattfinden.
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iese Turbulenzen waren für niemanden vorhersehbar. Erstmalig sollte dieses Jahr die ganze Welt des elektronisch gesteuerten milon Kraft- und Ausdauertrainings kombiniert mit dem innovativen Beweglichkeitskonzept von five am gemeinsamen Stand präsentiert werden. Um allen Kunden und Interessenten eine Alternative zur FIBO zu bieten, haben die beiden Qualitätsanbieter aus Süddeutschland kurzfristig Ersatzveranstaltungen „auf die Beine gestellt“, die an verschiedenen Standorten in Deutschland, der Schweiz und Österreich stattfinden werden. Bei diesen Netzwerken im kleineren Kreise können alle Innovationen hautnah erlebt werden. Auch auf die Messeangebote muss niemand verzichten – von diesen kann bei jeder Ersatzveranstaltung profitiert werden.
ger Kooperation mit milon, haben wir unsere neuartigen Ideen von effektivem Beweglichkeitstraining ständig weiterentwickelt. milon und five ergänzen sich aus sportwissenschaftlicher und physiotherapeutischer Sicht perfekt. Darüber hinaus pflegen beide Unternehmen eine authentische Kultur, die den Made-in-GermanyInnovationsgeist, großes Sport- und Technik-Know-how sowie eine starke Kundenzentrierung vereint. Zusammen sind wir noch stärker und wollen weitere Innovationen und auch neue Konzeptansätze auf Trainingsebene entwickeln“, so Wolf Harwath, Geschäftsführer der Five-Konzept GmbH und seit Anfang 2020 für die Bereiche Vertrieb und Marketing der gesamten milon Gruppe verantwortlich.
Kundenerlebnisreise durch das Studio der Zukunft
Termine für unsere FIBO-Ersatzveranstaltungen
„Wir hatten eine einmalige Kundenerlebnisreise durch das Studio der Zukunft an unserem Messestand geplant. Dennoch lassen wir uns von diesen Turbulenzen nicht von unserem Ziel abbringen. In den 16 Jahren seit der Gründung von five, seit 2012 auch in en-
Die ersten Termine stehen bereits fest: Am 22. April findet ein Netzwerk im Rückgrat Donaueschingen statt und vom 24.–25. April gibt es erneut eine zweitägige Hausmesse bei milon in Emersacker. Alle weiteren Termine gibt es unter www.milonfiveunited.com.
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NEUE FÖRDERMITGLIEDER
DIE FITNESSKENNER (FNK) Die Fitnesskenner (FNK) ist ein Empfehlungsportal, das speziell für die Fitness- und Gesundheitsbranche entwickelt wurde. Es bietet Trainierenden eine bestmögliche Orientierung bei der Suche und Auswahl des geeigneten Studios, Trainers oder Physiotherapeuten durch transparente Kundenbewertungen. Für Betreiber bietet das Portal einen aktiven Eintrag mit Galeriefunktion und die Möglichkeit, ihre gesamte Online-Reputation tagesaktuell auf allen relevanten Kanälen wie z. B. Google oder Facebook immer im Blick zu haben. Gruppen mit mehreren Standorten profitieren zusätzlich von einer Management-Übersicht (Dashboard) im Betreiberbereich. Gute Bewertungen können aktiv zur Mitgliederwerbung und -bindung eingesetzt werden. Dies geschieht in Form eines neutralen Vertrauenssiegels auf der eigenen Website sowie durch das Anzeigen der Bewertungen in den Google-Suchergebnissen und im myBusiness-Bereich. Die Glaubwürdigkeit der Fitnesskenner-Bewertungen wird dabei durch Vertrauensfaktoren (notwendige Zusatzangaben des Bewerters) sichergestellt. Diese bieten auch Schutz vor ungerechtfertigter Kritik. Das erhaltene Feedback aus den Bewertungen, insbesondere auch aus dem nicht-öffentlichen Bereich (Fair-Play-Funktion), kann dazu beitragen, frühzeitig Optimierungsmöglichkeiten für das jeweilige Fitnessstudio zu erkennen und die Fluktuationsrate zu senken. Fitnesskenner ist im Unterschied zu reinen Generalisten eine Branchenlösung, die zusammen mit Studios und Aktiven aus der Branche entwickelt wurde. Die Kenner GmbH mit Sitz in Lippstadt ist Spezialist für den Bereich Online-Marketing und bietet neben Portallösungen ergänzend auch intelligente freie WLAN-Technik für Studios an sowie lokale Außenwerbung in Fußgängerzonen-Hotspots. Im DSSV-Vorteilsclub erhalten Mitglieder 15 Prozent Rabatt auf den aktuellen Listenpreis für die gesamten oben dargestellten Portalleistungen. www.fitnessstudiokenner.de
OFB PORTAL Was ist Ihr Studio wert? Oder Ihre Geräte? Hier finden Sie die Antwort! Das OFB Portal ist das erste Portal zur datenbasierten Bewertung von Fitness- und Gesundheitsanlagen sowie Fitness- und Cardiogeräten. Es wird betrieben von der W.I.F.F. GmbH – Wirtschaftsinstitut für Fitness und Freizeit GmbH. Schon seit 1995 beschäftigt sich das W.I.F.F. mit der Erhebung und Analyse von Marktdaten, der Erstellung von Businessplänen und Existenzgründungsgutachten sowie der Beratung von Unternehmen in der Fitness- und Freizeitbranche. Geschäftsführer der W.I.F.F. GmbH ist Günter Noll. Er ist öffentlich bestellter und vereidigter Sachverständiger der IHK Bonn/Rhein-Sieg für die Bewertung von Fitness- und Freizeitanlagen. www.online-fitness-bewertung.de
MTL POWER FOOD MTL Power Food versteht sich als der Private Label Anbieter, um Ihr Business tatkräftig zu unterstützen und die Bindung Ihrer Kunden zu stärken. Wir bieten Ihnen hierfür ein breites Sortiment an professioneller Sportlernahrung, Nahrungsergänzungsmitteln und Snacks unter Ihrem eigenen Label in kleinsten Abnahmemengen. Dank unserer Produktentwicklung und eigenen Produktionsstätten sind wir in der Lage, Ihnen regelmäßig innovative Ideen zeitnah anzubieten und aktuelle Trends zu bedienen. Unser Fertigwarenlager hält ein breites Sortiment an Produkten vor, die auftragsbezogen mit Ihrem Label versehen und zeitnah an Sie geliefert werden. Mit unseren professionellen Produkten binden Sie ohne großen Aufwand kompetent Ihre Kunden und bleiben immer flexibel. Halten Sie Ihre Lagerbestände gering und minimieren Sie somit Ihre Kapitalbindung, in dem Sie bei Bedarf Ihre Bestellung bei uns auslösen. Unsere Artikel – hergestellt in Deutschland – halten wir auf über 2500 Palettenplätzen bereit, um Sie dann innerhalb kürzester Zeit zu beliefern. Das hoch motivierte MTL Power Food Team, unser professionelles Qualitätsmanagement und das integrierte HACCP-System gewährleisten dabei höchste Produktsicherheit. www.mtlpowerfood.de
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EMS-RAUMKONZEPT | ANZEIGE
EMS-Box im Aktiv Club Altenkirchen
Der Kunde erwartet eine sehr hohe Qualität
Fotos: Salvatore Oliverio
Mit dem Raumkonzept „built-in“ ermöglichen Körperformen und miha bodytec die schlüsselfertige Umsetzung eines EMS-Studios als Shop-in-Shop-System auf der bereits bestehenden Fläche eines Fitnessstudios. So lässt sich EMS-Training unkompliziert als zusätzliche Dienstleistung in das vorhandene Angebot integrieren. Im Aktiv Club Altenkirchen hat Torsten Wengenroth im August 2019 seine eigene EMS-Box eröffnet. Seit einem halben Jahr ist der Betreiber des Premiumclubs mit der Performance und der durchweg positiven Resonanz seiner Mitglieder und Trainer außerordentlich zufrieden. 76
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as neue Shop-in-Shop-Konzept für EMS-Training ist ein voller Erfolg! Mit 36 Jahren Branchenerfahrung weiß Torsten Wengenroth, Studiobetreiber des Aktiv Clubs Altenkirchen, genau, wovon er spricht. Schon ein halbes Jahr nach der Eröffnung schreibt Körperformen Altenkirchen schwarze Zahlen. Trotz vergleichsweise wenig Werbung in Print- und Onlinemedien verfügt die EMS-Lounge bereits über 130 Mitglieder, 70 interne und 60 externe, die im stylischen Ambiente trainieren. Nach sechs Monaten ist der Break-even klar erreicht. Noch besser: Jeder dritte Kunde, der mit EMS-Training gestartet ist, hat den Aktiv Club Altenkirchen inzwischen dazu gebucht – eine klassische Win-winSituation.
Von der Idee bis zur Umsetzung der EMS-Box Zwei Jahre hat es letztlich gedauert, bis die Körperformen EMSBox im Aktiv Club Altenkirchen eröffnet wurde. Torsten Wengenroth hat die Marktentwicklung des EMS-Ganzkörpertrainings mit Reizstromimpulsen bereits seit Jahren verfolgt. Ausschlaggebend für die Verwirklichung waren schließlich mehrere Gründe: „Zum einen bin ich vom EMS-Prinzip und seiner Effektivität überzeugt. Ich schätze dabei vor allem den Ansatz des Personal Trainings und die Eins-zu-eins-Betreuung.” Zum anderen hat er die Entwicklung des Weltmarktführers miha bodytec bereits über die Jahre akribisch beobachtet. „Im Hinblick auf die Wertigkeit der Geräte kam für mich keine Alternative zu diesem Anbieter infrage.“ Gerade die Kombination von miha bodytec als Ausstatter und Körperformen als Franchisepartner hat den Rheinland-Pfälzer aus dem Westerwald begeistert. In jeder Planungsphase war die Verständigung untereinander exzellent, es gab keinerlei Probleme bei Konzeption und Durchführung.
Kompetente Unterstützung zum Start Körperformen hat als Franchisepartner die Einführung der EMSLounge unterstützt und die Werbung begleitet. Zudem übernahm ein erfahrenes Team die Schulungen, um die Trainer optimal auf die Arbeit und die Besonderheiten des EMS-Trainings vorzubereiten. Obwohl die meisten der Trainer des Aktiv Clubs Altenkirchen über einen akademischen Abschluss als Bachelor of Arts Fitnesstraining verfügen, dauerte die Schulung eine komplette Woche – schließlich gewährleistet nur die Fachkompetenz der Trainer eine hohe Trainingsqualität. Auch für medizinische Fragen, die während der Trainingseinheit auftauchen, steht Körperformen als Ansprechpartner weiterhin zur Verfügung.
Qualität als oberstes Gebot Qualität ist Torsten Wengenroth extrem wichtig. Nicht umsonst wurde sein Premiumclub 2019 beim milon BOOST Award in der Kategorie „Fitness & Gesundheit” mit dem zweiten Platz ausgezeichnet. Er bietet seinen Mitgliedern ein High-End-Angebot mit
Die EMS-Box nach dem miha bodytec Raumkonzept „built-in“ Eröffnung August 2019 80 m2 Grundfläche, ca. 130 Mitglieder 4 Umkleiden Empfangstresen 2 miha bodytec II
„Körperformen hat mich überzeugt, weil Geschäftsführer Marcel Kentenich selbst aus der Branche kommt und so über das praktische Know-how verfügt. Er bietet ein maßgeschneidertes Konzept – das hilft uns als Fitnessclub wirklich sehr.“
großzügigem Wellnessbereich, dem five Rücken- und Gelenkkonzept, vier milon Zirkeln, VIP-Service, frischen Eiweißshakes und Müslifrühstück mehrmals pro Woche. Gerade ein hochpreisiges Zusatzangebot wie EMS-Training muss den hohen Ansprüchen der Klienten gerecht werden: „Unsere Mitglieder sind sehr anspruchsvoll und erwarten für diesen Preis einen Topservice. Die Ausstattung, Ausbildung der Trainer und Motivation, das muss alles passen, sonst „floppt” es. Man muss zu hundert Prozent hinter dem Konzept stehen, davon bin ich überzeugt. Als EMS-Anbieter bekomme ich keine zweite Chance, dafür ist es zu teuer.” 02/20
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EMS-RAUMKONZEPT | ANZEIGE
Foto: Salvatore Oliverio
Festgelegtes Pricing gewährt hohen Standard
„Ich kann das Shop-in-Shop-System zu hundert Prozent empfehlen! Unsere Mitglieder und Trainer sind total begeistert von der Effektivität und der individuellen Betreuung. Man muss aber ganz klar allererste Qualität bieten, damit es ein voller Erfolg wird.“
Räumliche Integration in den Premiumclub Die Positionierung der EMS-Box war unkompliziert. Für das Shopin-Shop-System wurde ein ehemaliger Clubraum so umgebaut, dass die vorhandenen 80 Quadratmeter optimal genutzt werden. Durch einen separaten Eingang, Empfangstresen und eigene Umkleiden haben externe Kunden den Vorteil, dass sie auf dem Weg zum Training den Aktiv Club Altenkirchen nicht durchqueren müssen. Für 3,90 EUR pro Woche können sie bei Bedarf aber den großzügigen Wellnessbereich des Clubs nutzen. Studiomitglieder erreichen die EMS-Box über einen direkten Zugang im Club.
Shop-in-Shop-System als eigenständiges Angebot Die lichtdurchflutete Körperformen-Box wird durch das Branding und den separaten Eingangsbereich sofort als eigenständiges Shop-in-Shop-System und hochwertige Zusatzleistung wahrgenommen. Die Mitgliedschaft in der EMS-Box ist nicht im Aktiv Club Altenkirchen enthalten, sondern wird zusätzlich berechnet. Der Wochenpreis für das EMS-Training beginnt ab 24,90 EUR pro Woche und variiert je nach Laufzeit des Abos. 78
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Bei der Zusammenarbeit mit Körperformen müssen die Preise in allen 200 Partnerstudios strikt eingehalten werden, sodass Preisdumping keine Chance hat. Bevor ein Abo gebucht wird, können Clubmitglieder das System zweimal, Interessenten von außerhalb einmal kostenlos testen. Vor der Anwendung wird mit jedem Interessenten eine spezielle Anamnese durchgeführt, die auch Kontraindikationen berücksichtigt. „Viele Interessenten wissen noch nicht, was EMS-Training überhaupt bedeutet. Es besteht nach wie vor viel Erklärungsbedarf“, betont Torsten Wengenroth. Die Altersstruktur der Kunden liegt mit 47 Jahren leicht unter dem Durchschnitt im Aktiv Club Altenkirchen mit 52 Jahren.
EMS ist Personal Training Fünf EMS-Trainer wurden in Altenkirchen ausgebildet. Sie schätzen es sehr, in den exakt 20 Minuten Trainingszeit maximal mit zwei Kunden zu arbeiten und intensive Ergebnisse zu erzielen. „Unsere Mitglieder spüren plötzlich Muskelkater an Stellen, von denen sie vorher nicht wussten, dass dort überhaupt Muskeln existieren“, freut sich der Studiobetreiber. „Sie sind wirklich begeistert. Schließlich erreicht das Gerät über 90 Prozent aller Muskeln.“ Nur eines ärgert Torsten Wengenroth manchmal: dass er sich nicht schon viel früher entschieden hat, eine EMS-Box zu eröffnen. Denn die Investition von etwa 80.000 EUR für den Umbau und sämtliche Anschaffungen haben sich nach einen halben Jahr rentiert und zahlen sich jetzt wirklich aus.
Steckbrief des Aktiv Clubs Altenkirchen Gründung 1984 als klassisches Fitnessstudio 1.000 m2, ca. 900 Mitglieder Premiumclub mit five Rücken- & Gelenkkonzept, 4 milon Zirkeln, Wellnessbereich mit 4 Saunen und Massageliegen
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INTERVIEW | ANZEIGE
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Frank Böhme über die ROC-IT®-Linie von HOIST bei Just Fit
„Alle sind begeistert!“ Gerätetraining auf einem anderen Niveau: Die ROC-IT®-Linie der Firma HOIST ist mit der ROX®-Technologie ausgestattet. Durch eine dynamische Führung des Sitzes verschiebt sich während der Trainingsbewegung der Schwerpunkt des Trainierenden. Dadurch vergrößert sich die „Range of Motion“ und es werden natürliche Bewegungsabläufe imitiert, die einem Training mit Freihanteln gleichkommen. Die Kölner Premiumkette Just Fit hat ihre Anlage in Frechen mit der kompletten ROC-IT®-Linie ausgestattet. Just Fit-Geschäftsführer Frank Böhme erläutert im Interview, was ihn und sein Team an den Geräten überzeugt.
Fotos: Stephan Pick Photography
Just Fit-Geschäftsführer Frank Böhme mit den customized ROC-IT® SELECTORIZED Geräten im Just Fit 03 Classic in Frechen bei Köln
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Das Just Fit 03 Classic in Frechen ist mit der ROC-IT®-Linie von HOIST ausgestattet
fMi: Herr Böhme, im Just Fit 03 Classic in Frechen können Ihre Mitglieder seit Kurzem an Geräten der ROC-IT®-Linie von HOIST trainieren. Wie sind Sie auf diese Geräte aufmerksam geworden? Frank Böhme: Seit 35 Jahren mache ich mir Gedanken, was ich unseren Mitgliedern Neues, Spektakuläres bieten kann. Wir haben Mitglieder, die seit über 30 Jahren bei uns trainieren, und suchen deshalb immer nach Neuheiten. Dabei sind wir auf HOIST aufmerksam geworden und waren sofort begeistert. Mein komplettes Trainerteam sagt, das seien vollkommen neue Reize und es sei fast unmöglich, falsch zu trainieren. Sämtliche Varianten, sich falsch zu bewegen, fallen einfach weg, weil man in der Trainingsbewegung optimal geführt wird. fMi: Welche Features der Geräte haben Sie überzeugt und aus welchen Gründen haben Sie die komplette Linie in Frechen installiert? Frank Böhme: Zuallererst überzeugt natürlich die einzigartige Bewegungsführung. Darüber hinaus handelt es sich bei der ROC-IT®Linie um ein hochwertiges Produkt, das einer gewissen Philosophie bedarf und das man nicht in Billiganlagen findet. Wir können durch die Geräte auch eine zusätzliche Abgrenzung von der Billigkonkurrenz generieren. fMi: Welches Feedback bekommen Sie von Ihren Mitgliedern zu den Geräten? Frank Böhme: Im ersten Moment entstand bei den Mitgliedern der Eindruck: „Das ist jetzt wieder ein Fitnessgerätepark“. Im zweiten Moment haben sie dann gesehen, dass die Trainierenden während der Bewegungsausführung an den Geräten mitbewegt werden. Nach der Einweisung durch unsere Trainer waren alle durchweg begeistert – egal ob jung oder alt, ob dicke Oberarme oder Anfänger, alle!
Frank Böhme (l.) und Wilfried „Pelle“ Peltz (r.) von HOIST-Fitness Germany
rend. Danach können die Mitglieder sofort selbstständig trainieren, weil man während der Trainingsbewegung optimal geführt wird. Dadurch entfällt einfach ein Großteil der Korrekturen auf der Trainingsfläche. Unsere Trainer können natürlich ganz anders motivieren, wenn sie zu den Mitgliedern gehen und sagen „super gemacht!“, anstatt „Vorsicht, das solltest du anders machen“. Das Feedback unserer Trainer ist top. fMi: Wie hat die Zusammenarbeit mit dem HOIST-Team geklappt? Frank Böhme: Perfekt! Es hat alles super gepasst. Ich kenne Nils Peitzner und vor allem Wilfried „Pelle“ Peltz und Roland Bebak ja schon sehr lange, und es ist wirklich perfekt abgelaufen. Das Team hat mehrmals nachgefragt, ob alles zu unserer Zufriedenheit läuft oder ob sie noch etwas tun können. Ich wünsche mir, dass auch andere Firmen nach dem Abschluss noch so aktiv sind und helfen. Die top Zusammenarbeit ist auch ein Grund für mich, bei diesem Interview mitzuwirken. fMi: Welche Tipps geben Sie Studiobetreibern, die sich für die Geräte der ROC-IT®-Linie interessieren? Frank Böhme: Testet die Geräte! Ich lade alle Studiobetreiber aus dem Norden, Süden, Osten, Westen und rund um Köln ein, mit zwei, drei Trainern vorbeizukommen und den Gerätepark bei uns auszuprobieren. Dann wissen sie, warum ich so euphorisch bin. Die Geräte sind wirklich etwas Besonderes.
HOIST-Fitness Germany GmbH
fMi: Was sagen Ihre Mitarbeiter und Trainer zu den ROC-IT®-Geräten von HOIST? Frank Böhme: Unsere Trainer sind total happy mit den Geräten. Der ganze Gerätepark ist nach der ersten Einweisung selbsterklä-
Bonner Wall 122 50677 Köln Telefon: +49 221 964 61 838 E-Mail: info@hoist-fitness.com www.hoist-fitness.com
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BILDUNG | ANZEIGE
Die Lösung für die Personalherausforderung in unserer Branche
DHfPG-Studierende sind gefragter denn je Der Fitness-, Präventions- und Gesundheitsmarkt boomt, aber es fehlt vielerorts an qualifizierten und motivierten Fachkräften und der Kampf um junge Nachwuchskräfte ist groß. Duale Studiengänge sind von Unternehmen wie Studierenden gleichermaßen sehr stark gefragt und bieten zahlreiche Vorteile im Vergleich zu klassischen Ausbildungsberufen. Die dualen Studiengänge bleiben von den gesetzlichen Änderungen im Rahmen der Mindestlohnvergütung für Auszubildende sowie dem Mindestlohngesetz (MiLoG) unangetastet und sind eine Win-win-Situation für die gesamte Branche. Aus diesen Gründen lohnt es sich mehrfach, mit dual Studierenden gezielt in die Qualifikation des eigenen Fach- und Führungskräftenachwuchses zu investieren.
Foto: fotobieshutterb - stock.adobe.com
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ildung schafft Aufstieg – dieser Trend setzt sich auch 2020 fort. Eine höhere Berufsbildung bietet hervorragende Chancen für die Fachkräfte von morgen. Das zeigte schon die vom Deutschen Industrie- und Handelskammertag (DIHK) vorgelegte „Erfolgsstudie Weiterbildung 2018“. „Wer als beruflich qualifizierte Fachkraft motiviert ist und in die eigene Weiterbildung investiert, steigt mit hoher Wahrscheinlichkeit auf der Karriereleiter weiter nach oben“, so Achim Dercks (stellvertretender Hauptgeschäftsführer des DIHK). Noch nie haben in Deutschland so viele junge Menschen studiert wie heute. Das geht aus dem Bericht des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) hervor. Akademiker und Fachkräfte sind auf dem Arbeitsmarkt gefragter denn je: Die Arbeitslosenquote von Akademikern liegt mit 2,2 Prozent deutlich unter dem Bundesdurchschnitt.
Dual studieren ist „in“ und branchenübergreifend gefragt Das belegt neben dem Bericht „Bildung in Deutschland 2018“ auch der „Trendmonitor Weiterbildung“. Die kontinuierlich steigenden Immatrikulationszahlen der Deutschen Hochschule für Präventi82
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on und Gesundheitsmanagement (DHfPG), dem Bildungspartner des DSSV, sind ein klares Indiz für die hohe Nachfrage nach qualifizierten Fach- und Führungskräften. Aktuell sind mehr als 8.400 Studierende immatrikuliert – Tendenz weiter steigend. Egal, ob als selbstständiger Personal Trainer, Ernährungsberater oder Führungskraft im Betrieblichen Gesundheitsmanagement (BGM) – die breit gefächerten Studiengänge der DHfPG bieten vielfältige Karrierechancen und Berufsperspektiven. Warum sich DHfPG-Studierende mehrfach lohnen, zeigen aktuelle Vergleichsberechnungen.
Relevante Key Facts und Vergleichsberechnungen Stellt man Kosten und Nutzen für Studiobetreiber bzw. Unternehmer gegenüber, bieten dual Studierende im Vergleich zum klassischen Lehrberuf des Sport- und Fitnesskaufmanns (IHK) zahlreiche Vorteile, die auf Grundlage der vorgelegten Berechnungen ersichtlich werden. Hier lohnt sich eine detaillierte Betrachtung der relevanten Kosten sowie der entsprechenden Qualifikationen und Einsatzmöglichkeiten. Für die folgenden Berechnungen wurden die für das Jahr 2020 gültigen Sozialversicherungsabgaben und Gehaltsrichtlinien des DSSV herangezogen.
Durchschnittliche Personalkosten pro Jahr (Betrachtungszeitraum 3,5 Jahre) 13.500 € 13.000 € 12.500 € 12.000 € 11.500 € 11.000 € 10.500 € 10.000 €
DHfPG-Studierender
Das duale Studium an der DHfPG erstreckt sich über einen Zeitraum von 3,5 Jahren. Die Personalkosten, die mit der Anstellung eines dual Studierenden anfallen, beinhalten neben der Vergütung und den Sozialabgaben auch die anfallenden Studiengebühren. Orientiert man sich an den Gehaltsempfehlungen des DSSV, ergeben sich für den dual Studierenden über einen Zeitraum von 3,5 Jahren Personalkosten von insgesamt 40.472,25 EUR. Auf Jahresbasis betrachtet entspricht dies Personalkosten von durchschnittlich 11.563,50 EUR. Im gleichen Zeitraum kostet ein Auszubildender, der nach dreijähriger Ausbildung in ein Vollzeit-Angestelltenverhältnis übernommen wird, 45.470,99 EUR. Wird auch dieser Betrag auf Jahresbasis heruntergebrochen, liegen die Kosten bei durchschnittlich 12.991,71 EUR pro Jahr. Um eine zeitliche Vergleichbarkeit herzustellen, wird angenommen, dass der Auszubildende nach Abschluss seiner Ausbildung für ein halbes Jahr in ein
Auszubildender + anschließende Festanstellung
Vollzeit-Angestelltenverhältnis übernommen wird. So kann auch hier ein Zeitraum von insgesamt 3,5 Jahren betrachtet werden.
Vorteil dual Studierender der DHfPG in puncto Gesamtkosten über den Betrachtungszeitraum
Für die Studiobetreiber, die geeignete Mitarbeiter einstellen wollen, sind neben den „nackten Vergleichszahlen“ auch zahlreiche weitere Faktoren relevant.
Wie häufig ist der junge Mitarbeiter vor Ort, wie und wo kann ich ihn einsetzen und welche Zusatzqualifikationen bringt er mit?
Kosten pro Arbeitstag im Betrieb (3,5 Jahre) 85 € 80 € 75 € 70 € 65 € 60 € 55 € 50 € 45 € 40 €
Kosten pro Arbeitstag im Betrieb (3,5 Jahre)
DHfPG-Studierender 54,84 €
Auszubildender + anschließende Festanstellung 80,48 €
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BILDUNG | ANZEIGE
Durchschnittliche Kosten
DHfPGStudierender
Übernommener Auszubildender
Minijobber/ Praktikant
Honorarkraft Fitnesstrainer
Honorarkraft Gruppentrainer
Kosten pro Tag im Betrieb
54,84 €
80,48 €
97,24 €
83,20 €
124,80 €
Kosten pro Stunde im Betrieb
6,86 €
10,06 €
12,16 €
10,40 €
15,60 €
–
+46,75 %
+77,32 %
+51,71 %
127,57 %
(Betrachtungszeitraum 3,5 Jahre)
Vergleich zu DHfPGStudierendem
Für den Arbeitgeber ist mit der Anstellung eines dual Studierenden ein entscheidender weiterer Vorteil verbunden: Der Studierende ist im gesamten Bachelor-Studium im Durchschnitt aller Studiengänge der DHfPG lediglich 67 Tage abwesend (Präsenzphase). Ein Auszubildender besucht in der Regel* an zwei Tagen in der Woche die Berufsschule, sodass sich über die gesamte Ausbildung eine Abwesenheit von 240 Tagen ergibt. Lässt man diese Abwesenheit in die Personalkostenrechnung mit einfließen, ergibt sich ein deutliches Bild. Der Studierende verursacht in den sieben Semestern seines Studiums pro Tag Anwesenheit im Betrieb durchschnittlich Kosten in Höhe von 54,84 EUR, während für einen Tag Anwesenheit des Sport- und Fitnesskaufmanns (3 Jahre Ausbildung + 6 Monate Anstellung in Vollzeit) 80,48 EUR fällig sind. Die Personalkosten des Auszubildenden, der nach der Ausbildung übernommen wird, übersteigen die Personalkosten des Studierenden also um über 46 Prozent.
Vorteil dual Studierender der DHfPG in puncto effektive Arbeitszeit/Kosten pro Arbeitstag im Betrieb
Ein in geringfügiger Beschäftigung arbeitender Praktikant kostet den Arbeitgeber bei einer Mindestlohnvergütung von 9,35 EUR zuzüglich Sozialabgaben (30 %) an einem achtstündigen Arbeitstag 97,24 EUR. Dieser Betrag ist um über 77 Prozent höher als die Personalkosten, die für einen dual Studierenden an einem Arbeitstag anfallen. Auch die Kosten von Honorarkräften, die auf Tages- oder Stundenbasis beschäftigt werden, liegen im Vergleich deutlich höher. Berücksichtigt man hier zudem, dass die dual Studierenden aufgrund der breit gefächerten Studieninhalte der Betriebswirtschaftslehre wie Marketing, Controlling, Lohnbuchhaltung usw. nicht nur auf der Fläche, sondern auch im Vertrieb bzw. Verkauf, im Management und in der Leitung flexibel eingesetzt werden können, ergeben sich weitere wichtige Vorteile. Sie sind somit vielseitig einsetzbar und bringen bereits während des Studiums für Studiobetreiber in der Praxis verschiedene Fertigkeiten mit, die das Unternehmen voranbringen können. Neben diesen praxisrelevanten Studieninhalten verfügen Studierende im Vergleich zu Auszubildenden ohne Mehrkosten über viele relevante Zusatzlizenzen, für die der Betrieb im Rahmen einer entsprechenden Weiterqualifizierung der Auszubildenden deutlich mehr investieren müsste.
Die bisherigen Vorteile liegen klar auf der Hand, aber wie sieht es im Vergleich zu anderen branchenrelevanten Beschäftigungsverhältnissen aus?
Vorteil dual Studierender der DHfPG: breit gefächerte Einsatzmöglichkeiten und diverse Zusatzqualifikationen im Rahmen des dualen Studiengangs inklusive; keine weiteren Kosten
DHfPG-Studierender Auszubildender
Fitnesstrainer/in-B-Lizenz
inklusive 1.198,00 €
Trainer/in für Cardiofitness
inklusive
Gesundheitstrainer/in
inklusive 898,00 €
Trainer/in für gerätegestütztes Krafttraining
inklusive
898,00 €
Trainer/in für Sportrehabilitation
inklusive
898,00 €
898,00 €
Ernährungstrainer/in-B-Lizenz inklusive 1.198,00 € TRAINERLIZENZEN
Summe Trainerlizenzen
inklusive
5.988,00 €
Sales- und Servicefachkraft
inklusive
1.198,00 €
Marketingmanager/in
inklusive 898,00 €
Unternehmensmanager/in inklusive 898,00 €
KAUFMÄNNISCHE + SONSTIGE QUALIFIKATIONEN
Controlling- und Finanzmanager/in
inklusive
Summe kfm. + sonstige Qualifikationen
inklusive
3.892,00 €
898,00 €
Summe aller Lizenzen
inklusive
9.880,00 €
* Für die Berechnungen wurde/n der Ausbildungsplan/die Unterrichtstage der Ausbildung „Sport- und Fitnesskaufmann“ (Saarland) zugrunde gelegt. Diese Tage können je nach Bundesland in der Anzahl variieren.
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Fazit Win-win-Situation für Unternehmen, Studierende und die gesamte Branche Eine Branche, die wachsen möchte, braucht begeisterte Mitarbeiter. Diese zu finden wird schwieriger, das ist die Aussage von Studiobesitzern, die wir beim DSSV häufiger hören. Auch in unserer Branche macht sich der „War for Talents“, d. h. der Kampf der Unternehmen um die besten Fachkräfte, immer mehr bemerkbar. Wer gute Nachwuchskräfte finden möchte, tritt in Konkurrenz zu etablierten Branchen, die mit viel Energie, attraktiven Anreizen und großen Kampagnen um Nachwuchskräfte „kämpfen“. Um Studios zu unterstützen, hat der DSSV gemeinsam mit seinem Bildungspartner, der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement (DHfPG), Marketingmaterial (Poster, Flyer, Social-Media-Posts usw.) entwickelt, die Studiobesitzer kostenfrei downloaden und direkt zur Gewinnung neuer dual Studierenden einsetzen können.
der, als fest angestellte Trainer/Studioleiter oder als Inhaber. Sie alle haben dazu beigetragen, dass die Branche heute ein tolles Standing hat und von einer „Nischenbewegung“ zu einem Must-have geworden ist.
Das Image der Branche wird vor Ort geschaffen Neue Talente werden meist regional gewonnen. Hier ist es wichtig, wie gut ein Unternehmen als Arbeitgeber in seinem Markt wahrgenommen wird. Sind Sie schon ein Arbeitgeber, über den sehr positiv gesprochen wird? Der attraktiv für junge Menschen ist? Sind Sie zum Beispiel schon präsent auf Infotagen an Gymnasien und Fachoberschulen in Ihrer Region? Und vor allem: Informieren Sie über die Möglichkeiten, in Ihrem Unternehmen Karriere in einem attraktiven Job und bei einem tollen Arbeitgeber zu machen?
Fitness – heute mit positivem Image Heutzutage verfügt Fitnesstraining über ein positives Image und hat zusätzlich eine hohe Akzeptanz als ergänzendes Training in anderen Sportarten, in der Medizin/Therapie und nicht zuletzt bei den Arbeitgebern, die immer mehr BGMProgramme auflegen. Doch dies war nicht immer so. Noch vor wenigen Jahrzehnten wurde man für Fitnesstraining belächelt. Die Anerkennung hat sich die Branche insbesondere durch die hohe Qualität der Dienstleistung erarbeitet, die unsere Mitarbeiter erbringen.
Zukunft gestalten Unsere Branche wird weiter wachsen. Die aktive Gesundheitsgestaltung wird den Menschen immer wichtiger und hier können wir mit guten Dienstleistungen einen großen Beitrag leisten. Dazu brauchen wir noch mehr hervorragend qualifizierte Mitarbeiter, die mit Enthusiasmus unsere Branche auf das „nächste Level“ bringen. Investitionen in die Fach- und Führungskräfte von morgen sorgen für eine stetige Professionalisierung und (Weiter-)Entwicklung unserer Branche und sind deshalb auch ein besonderes Anliegen des DSSV.
Dank an alle engagierten Mitarbeiter Als Hauptgeschäftsführer des DSSV möchte ich mich bei allen Mitarbeitern, die an der Entwicklung unserer Branche in den letzten Jahrzehnten beteiligt waren, bedanken. Mitarbeiter, die jeden Tag Leistung bringen und die Qualität für Kunden erlebbar machen. Ganz egal ob als Aushilfskraft, als Studieren-
Refit Kamberovic
Zusätzliche Informationen Wenn Sie junge Menschen für ein duales Studium bei Ihnen begeistern möchten, dann können Sie jetzt neben der kostenfreien Jobbörse www.aufstiegsjobs.de auch die zahlreichen Druckvorlagen (Poster, Flyer, Postkarte), die weiteren Infos (Social-Media-Posts, Texte für die Homepage etc.) und die Tipps nutzen, die die DHfPG als kostenfreie Downloads unter www.dhfpg.de/studierende-finden zur Verfügung stellt.
Foto: Klaudia Lech
Refit Kamberovic Refit Kamberovic, Gründer und Hauptgeschäftsführer des DSSV e. V. sowie Gründer der fitness MANAGEMENT international, ist Sportwissenschaftler, Kaufmann und leidenschaftlicher Kampfsportler. In der deutschen Fitnessbranche ist er seit 1978 aktiv – zunächst als Studiobetreiber, später als Berater für Industrie und Studiobetreiber sowie als Autor mehrerer Fachbücher. www.dssv.de
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Auszug aus der Literaturliste Arbeitgeberverband deutscher Fitness- und Gesundheits-Anlagen (DSSV) (Hrsg.) (2019): Gehaltsrichtlinien (Stand Januar 2020). Deutscher Industrie- und Handelskammertag (DIHK) (2018). Erfolgsstudie Weiterbildung 2018. Zugriff am 21.01.2020 unter: https://www.dihk.de/resource/blob/5472/89bbc878508c319b47c1fc4ec6039080/dihk-erfolgsstudie-weiterbildung-2018-data.pdf Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft & Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDS) (Hrsg.) (2018). Erfolgsmodell Duales Studium – Leitfaden für Unternehmen. Zugriff am 22.01.2020 unter: https://www.arbeitgeber.de/www/arbeitgeber.nsf/res/ Duales-Studium.pdf/$file/Duales-Studium.pdf Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft (Hrsg.) (2018). Trendmonitor Weiterbildung. Zugriff am 21.01.2020 unter: https://www.stifterverband.org/trendmonitor-weiterbildung-2018 Für eine vollständige Literaturliste kontaktieren Sie bitte den DSSV e. V.
INTERVIEW | ANZEIGE
Die Macht der Messung
Warum Diagnostik eine Win-win-win-Situation ist Foto: cardioscan GmbH
Jan Bormann (54) arbeitet seit 2012 als Unternehmens berater für Fitness- und Gesundheitsstudios im Premiumsegment. Der Vater von drei erwachsenen Kindern lebt mit Frau und Hund am Stadtrand von Oldenburg. Er betrieb Leistungssport (Badminton-Bundesliga, 1. BC Beuel) und studierte parallel Sport in Prävention, Rehabilitation und Sporttherapie (DSHS Köln) und Sonderpädagogik (Uni Köln). Nach seinem Abschluss folgte der Umzug nach Norddeutschland, wo er von 2001 bis 2016 Studiobesitzer war. Im Interview erläutert er, warum Gesundheitschecks heute für eine optimale Trainingsplanung unentbehrlich sind. Unternehmensberater und Fitness-Insider
Sie sind schon lange Wegbegleiter von cardioscan. Wie und wann hat alles begonnen? Jan Bormann: Ich war auf einer Netzwerkveranstaltung in der Hafenstadt Hamburg zu Gast, lernte dort Marc Weitl und sein Team kennen und war von der Herz-Stress-Messung sofort begeistert. Warum haben Sie sich damals und auch heute wieder für cardioscan entschieden? Jan Bormann: Damals lag der Reiz im Neuen, unser Club war in der Region der erste, der Gesundheitschecks auf diesem Niveau anbieten konnte. „Anders als andere“ war oft mein Motto und mein Herz schlug sicher auch durch meine Erfahrung in Studium und Sport für Leistungsdiagnostik. Heute empfehle ich meinen Kunden cardioscan Messungen, weil diese Ein- und Ausgang aller professionellen Trainingsbetreuungen sein sollten. Wir können Menschen mit unseren Trainings- und Ernährungskonzepten einen Mehrwert bieten und mit cardioscan Erfolge messbar und sichtbar machen. Wie würden Sie die Entwicklung von cardioscan aus Ihrer Sicht beschreiben? Jan Bormann: Aufregend, weil cardioscan ein komplettes Messzentrum für den Kunden bietet. Die Trainer können – je nach Konzept, Wissensstand, Trainingsentwicklung und Ziel des Kunden – das Thema „Trainingsbetreuung“ höchst professionell über den cardioscan Checkpoint abbilden. Sie sind maßgeblich an Konzept, Prozess und Umsetzung der Betreuung im INJOY Oldenburg und LadyFitness Oldenburg beteiligt. Wie sieht das bei Ihnen genau aus? Jan Bormann: Der Kunde möchte Lösungen und wir wollen ihm diese unbedingt bieten! Dazu gehören meines Erachtens drei Dinge: • ein umfangreiches Leistungsspektrum an Trainings- und Erholungsmöglichkeiten sowie Ernährungsempfehlungen 88
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• ein kompetentes und kundenorientiertes Team, um die Mitglieder mithilfe individueller Pläne und Programme auf diesem Weg zu begleiten • ein System, das diese beiden Bereiche zusammenführt Jeder Kunde startet bei uns mit einem Gesundheitscheck (bodyscan, cardioscan, lifestylescan). Hier entsteht die Grundlage und Zielrichtung für unsere Trainingsplanung. Häufig empfehlen wir dem Kunden noch eine zusätzliche (kostenpflichtige) Beratung zur Stoffwechseloptimierung. metabolicscan und viplan sind hier die perfekte Ergänzung zu dem (natürlich softwaregestützten) individuellen Trainingsplan. Welchen Nutzen hat der cardioscan Checkpoint für Sie? Jan Bormann: Ich sehe in dieser konzeptionellen Lösung eine Win-win-win-Situation: Der Kunde hat einen größeren Trainingserfolg – weil die Trainingsplanung zielgerichteter ist. Der Betreiber findet seinen Nutzen in der Tatsache, dass erfolgreiche Kunden länger bleiben und häufiger weiterempfehlen. Auch die Trainer haben einen tollen Vorteil, weil sie (endlich) ein perfektes Werkzeug für qualifizierte Betreuung an die Hand bekommen. Was sind die wichtigsten Punkte, die man aus Ihrer Sicht als Unternehmensberater und Studio-Insider bei der Umsetzung von Diagnostik beachten sollte? Jan Bormann: Die Fragen sind doch zunächst: Wo stehe ich? Wo will ich hin? Was sind meine USPs? Wie grenze ich mich zum Wettbewerb ab? Wie definiere ich „qualifizierte Trainingsbetreuung“ und wo ist in meinem Club das „Erlebnis“ für den Kunden? Wenn ich dann die Chancen von Diagnostik erkenne, sollte ich mich fragen, ob mein System zeitgemäß und innovativ ist. Kunden wollen smarte und individuelle Lösungen. Der Kunde muss den Nutzen spüren und das beginnt schon bei der Beratung von Interessenten.
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FACHARTIKEL PSYCHOLOGIE
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Gesundheitspsychologie für die Praxis
Self-Leadership – dual Studierende im Fokus Neue Technologien helfen, schneller an Wissen und Informationen zu gelangen, und führen zu mehr Autonomie, die einen zentralen Faktor für die Motivation und Gesundheit darstellt. Dies gilt insbesondere für Führungsverantwortliche, da die technologischen Veränderungen oftmals mit mehr Gestaltungs- und Entscheidungsfreiheit einhergehen und so eine erhöhte Selbstorganisation voraussetzen. Eine aktuelle Untersuchung zeigt, dass sich ein duales Studium positiv auf Self-Leadership auswirken kann.
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ie Arbeits- und Lebenswelt ist heutzutage mit hohen zeitlichen, kognitiven und emotionalen Anforderungen verbunden. Dies beeinflusst auch das psychische Wohlbefinden. Mit der wachsenden Bedeutung von Gesundheitsförderung an Hochschulen steht auch die Gesundheit von Studierenden immer mehr im Mittelpunkt des Interesses. Ziel dabei ist es, einen Lebensraum zu schaffen, der vor allem der Herstellung von Gesundheit dient und eine persönliche und soziale Entwicklung von Studierenden fördert. Daraus ergibt sich die Notwendigkeit eines detaillierten Wissens über Determinanten der Gesundheit Studierender. In der Arbeitswelt bilden Mitarbeiter das wichtigste Leistungspotenzial eines Unternehmens, insbesondere in der Dienstleistung der Fitness- und Gesundheitsbranche. Nur motivierte und leistungsbereite Mitarbeiter gelten als Garanten für einen nachhaltigen Unternehmenserfolg. In diesem Zusammenhang spielen dual Studierende als potenzielle angehende Führungskräfte eine zentrale Rolle, da sie womöglich später die Verantwortung für die Mitarbeiter im
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Rahmen ihrer Fürsorgepflicht tragen. Sie haben zum einen eine gewisse Vorbildfunktion und sind zum anderen selbst Anforderungen ausgesetzt. Der vorliegende Beitrag zeigt die positive Auswirkung eines dualen Studienganges auf die Selbstorganisation und Self-Leadership (Selbstführung). Hierbei liegt der Fokus auf der Personengruppe „Dual Studierender“ der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement (DHfPG).
Bedeutung von Self-Leadership und Selbstmanagement In diesem Zusammenhang nimmt das Thema „Self-Leadership“ einen relevanten Stellenwert ein. Darunter werden selbstbeeinflussende Prozesse zur Steigerung der persönlichen Effektivität verstanden, die es ermöglichen, eigene Stärken zu erkennen, zu nutzen und zugleich Schwächen zu eliminieren (Neck & Manz, 2010, S. 4). Führung, das scheint heute außer Zweifel zu stehen, spielt sowohl für die Gesundheit der Mitarbeiter als auch für die „Gesundheit“ des Unternehmens eine wichtige Rolle. Besonders
in der Mitarbeiterführung tragen die Führungskräfte durch ihre Vorbildfunktion Verantwortung dafür, wie sie mit Belastungen, Ressourcen und ihrer eigenen Gesundheit umgehen. Das motivationale Herzstück von Self-Leadership stellen laut Furtner (2017, S. 2) die natürlichen Belohnungsstrategien dar. Dabei besteht das zentrale Ziel aller selbstbeeinflussenden Strategien darin, dass sich eine Person intrinsisch motivieren und idealerweise vollkommen in einer Tätigkeit aufgehen kann. Dem wird eine große Bedeutung beigemessen, denn das höchste Ziel der menschlichen Motivation liegt darin, „ein innewohnendes Interesse für eine Tätigkeit zu entwickeln und Spaß und Freude während der Aufgabenbewältigung zu erleben. […] Eine Person versteht es, intrinsisch motivierende Aspekte in ansonsten weniger erfreuliche Arbeitsaufgaben mit einzubauen und die mentale Vorstellungskraft positiv auf den persönlichen Erfolg auszurichten“ (Furtner, 2017, S. 2). Dabei nehmen natürliche Belohnungsstrategien von Self-Leadership Einfluss auf die subjektive Wahrnehmung (positive Einstellung gegenüber der Aufgabe), gedankliche Ausrichtung (positives Denken) und Emotionen (Spaß sowie Freude) (Furtner, 2017, S. 20). Selbstmanagement-Kompetenz ist zudem ein wesentlicher Erfolgsfaktor, um mit den zahlreichen Anforderungen und Herausforderungen des Arbeits- und Privatlebens umgehen zu können und leistungsfähig, motiviert sowie gesund zu bleiben. Diese Kompetenz umfasst „die Bereitschaft und die Fähigkeit, das eigene Leben selbstverantwortlich zu steuern und so zu gestalten, dass Leistungsfähigkeit […], Gesundheit (mentale und körperliche Fitness), Leistungsbereitschaft (Identifikation, Engagement), Wohlbefinden und Balance gefördert und langfristig erhalten werden. Selbstmanagement ist gelebte Selbstverantwortung“ (Graf, 2017, S. 154).
schnittlich 1,8 Stunden pro Woche damit verbracht, sich mit der Informationssuche zum Thema Gesundheit und Gesundheitsförderung (Ernährung, Sport und Bewegung) zu befassen (Matusiewicz, Krol, Stender & Lux, 2018). Eine Befragung von 1.383 Studierenden der TU Kaiserslautern ergab, dass etwa ein Drittel (32,2 %) der Befragten mindestens einmal pro Woche Erschöpfung erlebt. Zudem erlebt etwa ein Viertel (26,6 %) mindestens einmal pro Woche einen Bedeutungsverlust und kann in der Freizeit lediglich moderat vom Studium abschalten. Die Selbstwirksamkeitserwartung wird jedoch als eher hoch eingeschätzt. 56 Prozent der befragten Studierenden sind regelmäßig mindestens zwei Stunden pro Woche sportlich aktiv (Lesener, Blaszcyk, Gusy & Sprenger, 2018).
Gesundheitsverhalten und Self-Leadership Im Rahmen des 2019 stattgefundenen Aufstiegskongresses der DHfPG wurden dual Studierende zur Teilnahme an einer Online-Befragung eingeladen. Durch die Berücksichtigung validierter Skalen (Erhebungsinstrumente) wurden u. a. die Themen „Interne Ressourcen“ (Self-Leadership, Engagement, Selbstwirksamkeit), „Psychische Gesundheit“ sowie „Gesundheitsverhalten“ (Schlaf, körperliche Aktivität) fokussiert. Insgesamt haben 153 Teilnehmer die Online-Umfrage abgeschlossen. Die meisten (61 %) waren zwischen 23 und 26 Jahre alt, davon 58 Prozent weiblich. 42,5 Prozent gaben an, Personalverantwortung zu tragen. Der allgemeine Gesundheitszustand wurde von 58,8 Prozent als gut und von 22,2 Prozent sogar als sehr gut beurteilt. Im Bereich der durchschnittlichen körperlichen Aktivität pro Woche ergab sich ein Mittelwert von 340 Minuten. Auf einer Skala von „sehr schlecht“ bis „sehr gut“ bewerteten 58,2 Prozent der Befragten ihre Schlafqualität als „ziemlich gut“.
Gesundheit von Studierenden Studienergebnisse der FOM Hochschule für Oekonomie & Management zum Gesundheitsverhalten von rund 1.000 berufstätigen Studierenden zeigen, dass diese Erfolg im Beruf (73,8 %) sowie regelmäßigen Sport (65,7 %) als wichtig erachten. Die befragten Studierenden gaben an, im Durchschnitt 3,6 Stunden in der Woche einer sportlichen Aktivität nachzugehen. Zudem werden durch-
ASKU 3 Items
Selbstwirksamkeitserwartung
Die Basis für die aufgeführte Untersuchung zeigt das folgende Modell: Engagement, als Garant für Unternehmenserfolg – als bedeutender Kundenbindungsfaktor in der Dienstleistung – beeinflusst das Gesundheitsverhalten und umgekehrt. Diese „Beziehung“ wird durch interne Ressourcen – Selbstwirksamkeit und Self-Leadership – beeinflusst (vgl. Abb.1):
Self-Leadership
ASLQ 3 Items
Ressourcen intern
UWES„Arbeit” 3 Items
Engagement UWES„Uni” 3 Items
Bewegung in Min.
Gesundheit + Gesundheitsverhalten
IPAQ 3 Items
Einschätzung und Zufriedenheit: Bewegungsverhalten
PSQ 1 Item
Schlafqualität
Subjektive Gesundheit
Subj.G. 1 Item
Psychische Gesundheit
BAT 4 Items
Abb. 1: Modell zur Beziehung zwischen Ressourcen und Gesundheitsverhalten (eigene Darstellung)
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FACHARTIKEL PSYCHOLOGIE
Tab. 1: Korrelationen – Self-Leadership und Gesundheitsverhalten (eigene Darstellung)
KORRELATIONEN Self-Leadership
Selbstwirksamkeit
0,567**
Self-Leadership
Engagement Arbeit
Engagement Uni
Aktivität Min./ Woche
Allg. Gesundheitszustand
Schlafqualität
Psychische Gesundheitsbeeinträchtigung
0,360**
0,431**
0,275**
0,430**
0,369**
0,391**
0,500**
0,426**
0,253**
0,449**
0,363**
0,504**
0,388**
0,312**
0,488**
0,405**
0,397**
0,387**
0,319**
0,202*
0,335**
0,412**
0,388**
Selbstwirksamkeit
0,567**
Engagement Arbeit
0,360**
0,500**
Engagement Uni
0,431**
0,426**
Aktivität Min./ Woche
0,275**
0,253**
Allg. Gesundheitszustand
0,430**
0,449**
0,388**
0,405**
0,319**
Schlafqualität
0,369**
0,363**
0,312**
0,397**
0,202*
0,412**
Psychische Gesundheitsbeeinträchtigung
0,391**
0,504**
0,488**
0,387**
0,335**
0,388**
0,456** 0,456**
0,282** 0,282**
0,439** 0,439**
** Die Korrelation ist auf dem 0,01-Niveau signifikant (zweiseitig). * Die Korrelation ist auf dem 0,05-Niveau signifikant (zweiseitig).
Fazit und praktische Relevanz
Prof. Dr. Julia Krampitz
Foto: DHfPG/BSA
Die in Abbildung 1 skizzierten Zusammenhänge zum Thema SelfLeadership konnten durch die Ergebnisse der bereits erwähnten Untersuchung bestätigt werden (vgl. Tab. 1). Self-Leadership zeigt eine hohe positive Korrelation mit den untersuchten Dimensionen (körperliche Aktivität, Schlafqualität etc.), wobei ein negativer Zusammenhang mit der psychischen Gesundheitsbeeinträchtigung auffällt (vgl. Tab. 1, rote Markierung). D. h. eine hohe Self-Leadership-Ausprägung wirkt als Prädiktor für die psychische Gesundheitsbeeinträchtigung.
Der „arbeitende Mensch“ muss heutzutage mehr als jemals zuvor seine berufliche Entwicklung selbstständig organisieren und zusätzlich seine sozialen Kontakte und das Privatleben pflegen. Die moderne Arbeitswelt erfordert mehr Selbstorganisation. Wie aus der Stichprobe „Dual Studierender“ zu entnehmen ist, bietet das duale Studium hierbei einen sich positiv auswirkenden Rahmen für die Selbstführung. Verantwortungsbewusstsein für die eigene Gesundheit, das Arbeitsverhalten und das Engagement wird durch Self-Leadership-Fähigkeiten gestärkt und stellt somit eine gute Basis dar, um eine verantwortungsvolle Führungsrolle zu übernehmen.
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www.dhfpg-bsa.de
Sarah Staut
Foto: DHfPG/BSA
Aufgrund der beschriebenen Relevanz der Self-Leadership-Kompetenz für die Gesundheit, insbesondere für das Gesundheitsverhalten, scheint ein Handeln Erfolg versprechend, das Mitarbeiter in die Lage versetzt, sich selbst zu führen. Um leistungsbereite Mitarbeiter zu gewinnen und langfristig zu binden, ist es wichtig, Self-Leadership zu fördern. Dazu gehört vor allem, einen Rahmen zu schaffen, der die intrinsische und extrinsische Motivation in den Vordergrund rückt. Gerade hinsichtlich der Förderung der extrinsischen Motivation nimmt der Arbeitgeber eine nicht zu unterschätzende Rolle für die Motivationsförderung in Form von (monetärer) Belohnung, Anerkennung und Lob ein. Der Schlüssel dazu ist eine werteorientierte Selbstführung. Damit haben Führungskräfte für die Mitarbeiterbindung und damit auch für den Erfolg des Unternehmens eine Schlüsselfunktion inne. „Self-Leader“ zu sein, bedeutet auch eine Führung „passend zur Lebenswelt“ zu entwickeln.
Professor Dr. Julia Krampitz, Doctor of Public Health und M. A. Prävention und Gesundheitsmanagement, ist als Professorin für den Fachbereich Psychologie/Pädagogik an der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement (DHfPG) tätig. Sie fungiert außerdem als Fachautorin und gefragte Expertin in den Medien.
Die Gesundheitswissenschaftlerin arbeitet als wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement (DHfPG) sowie der BSA-Akademie im Fachbereich Gesundheitsförderung/ Betriebliches Gesundheitsmanagement. Praktische Erfahrungen im BGM sammelte sie bereits in namhaften Unternehmen. www.dhfpg-bsa.de
Auszug aus der Literaturliste Furtner, M. & Baldegger, U. (2016). Self-Leadership und Führung. Theorien, Modelle und praktische Umsetzung. Wiesbaden: Springer. Graf, A. (2017). Selbstmanagement-Kompetenz – Sich selbst als Führungsperson an einer Hochschule wirkungsvoll führen. In L. Truniger (Hrsg.), Führen in Hochschulen (S. 153–177). Wiesbaden: Springer Fachmedien Wiesbaden. Für eine vollständige Literaturliste kontaktieren Sie bitte marketing@dhfpg-bsa.de.
KOLUMNE
Foto: Rawpixel.com - stock.adobe.com
Potenziale und Perspektiven durch erfolgreiches Benchmarking
Die Wahrheit muss nicht immer hart sein! Text: Stefan Haase
Leistungs-Benchmarking, Verfahrens-Benchmarking, funktionelles Benchmarking, Prozess-Benchmarking, Internes Benchmarking, Wettbewerbs-Benchmarking, Strategisches Benchmarking: Es existiert eine große Instrumentenauswahl zur Erkennung schlummernder Potenziale und neuer Perspektiven in Ihrem Unternehmen. Jedes Top-Unternehmen dieser Welt unterzieht sich nach der Best-Practice-Methode diesen Analysen, um seine Performance stetig zu verbessern.
V
iele im Benchmarking angewandte Methoden unterliegen dem seit Jahren gängigen Generalvergleich: Bin ich „besser“ oder „schlechter“ als im Vorjahr? Ein funktionierender Vergleich hängt insbesondere von der Bereitschaft jedes einzelnen Unternehmers ab, seine Zahlen und Daten bekannt zu geben und zu vergleichen. Tun Unternehmer dies nicht, so verzichten sie bewusst auf mögliche Renditepotenziale.
cken, ist ausgesprochen groß. Das vorherrschende Weltbild könnte Schaden nehmen, schlimmer noch, man müsste vielleicht Veränderungen im täglichen Ablauf in Kauf nehmen. Die sehr erfolgreichen Unternehmen in der Branche führen solche Analysen ständig durch. Die Erkenntnis, permanent auf dem bestmöglichen Stand zu sein, führt zu Stabilität und Perspektiven. Die wirtschaftliche Flexibilität solcher Anlagen ist gerade in schwierigen Zeiten enorm.
Angst „frisst“ Perspektive auf …
Folgende Vorteile erzielen Sie durch erfolgreiches Benchmarking:
Die Gründe für dieses Verhalten sind mit den Gründen für das Unterlassen von Gesundheitsvorsorgeuntersuchungen zu vergleichen. Die Angst, man könnte eine bösartige Zelle oder ein Defizit entde94
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• Schrittweise Veränderung von Leistung und Innovation • Verbesserung von Qualität und Produktivität
• Verbesserung und Eindeutigkeit der Leistungsmessung • Transparenz der Aktionen • Stärkere Motivation der Mitarbeiter • Erweiterter Blick auf das Gesamtbild
Was ist Benchmarking? Benchmarking als Allgemeinbegriff ist ein detailliertes Analyseund Planungsinstrument auf Basis errechneter Kennzahlenparameter oder Prozessstrukturen. Es ist somit ein Prozess, der Dienstleistungen, Produkte, Methoden, Abläufe und Strukturen betrieblicher Funktionen eines oder mehrerer Unternehmen gegenüberstellt, um Optimierungspotenziale oder Qualitäts- und Leistungssteigerungsvolumina aufzudecken. Nicht wenige Unternehmen, die sich diesem Prozedere des Vergleichens unterworfen haben, konnten daraus Erkenntnisse ziehen, die zu mehr Erfolg beigetragen haben.
Erfolgreiches Benchmarking beinhaltet in der Regel folgende Elemente: • Vergleich von Leistungsaspekten mit den Besten • Identifizierung von Schwachstellen • Suche nach Ansätzen zur Leistungsverbesserung • Konsequente Implementierung von Verbesserungen • Überwachung der Fortschritte
Betriebsvergleiche – Unternehmensgröße ist relativ Betriebsvergleiche basieren auf bestimmten Parametern wie z. B. Eigenkapitalquote, Umsatzrendite, Gesamtkapitalrentabilität oder Deckungsgraden und vielem mehr. Wir konzentrieren uns in den nachstehenden Zeilen auf das operative Geschäft, denn dieses beeinflusst signifikant das Gewinnergebnis. Es sind die vielfach relativen Parameter, die in Quote, sprich in Prozent, eine Vergleichbarkeit, unabhängig von Unternehmensgrößen und Mitgliederanzahl herstellen. Hinzu kommen auch Parameter wie pro Mitglied, pro m², pro Arbeitsstunde usw., die als Orientierung dienen. All diese Berechnungen sind im Bereich der Umsatzträger, aber auch innerhalb der Kostenträger notwendig. Ein Fitnessclub wird auf diese Weise mit einem anderen vergleichbar, ob es sich nun um eine Anlage mit 750 m² oder 2.000 m² handelt. Nur so ist zu erkennen, welche Maßnahmen ergriffen werden müssen, um die Ergebnisse der Anlage langfristig zu verbessern.
Worauf Sie achten müssen Gefragt sind Vergleiche mit Unternehmen, die auch in Ihrem Segment positioniert sind und keine anderen. Als Premiumanlage können Sie keinen Vergleich mit einem Discounter durchführen und umgekehrt.
Solche Fragestellungen können Sie nur bei direkter Erfassung der Daten, die als Vergleich dienen sollen, konkret hinterfragen, um
Quelle der Vergleichszahlen Unternehmensberatungen und andere Institutionen sowie Netzwerke bieten ihren Kunden und Mitgliedern seit vielen Jahren sogenannte Umsatz- und Kostenanalyse-Workshops an. Der Arbeitgeberverband deutscher Fitness- und Gesundheits-Anlagen (DSSV) führt ebenfalls entsprechende Vergleichsparameter. Diese berücksichtigen insbesondere die genannten Faktoren bereits bei der Erfassung. Das hieraus entstehende Datenmaterial ergibt Durchschnitts- und Anhaltswerte, die sich ausschließlich auf die Branche beziehen. Quellen wie Steuerberater können nur bedingt das operative Geschäft abbilden. Die Erfahrung zeigt, dass diese Betriebsvergleiche, die auf Positionen der Summen- und Saldenliste abgestellt sind, sehr selten die genannte Homogenisierung darstellen können. Banken-, Sparkassen- oder auch die DATEV-Auswertungen haben hier unterschiedliche Schlüssel, die jeweils nach internen Gegebenheiten zusammengestellt sind – ein konkreter Vergleich ist also schwer möglich.
Bestimmen Sie Ihren Status quo! Der Schlüssel hin zu mehr Rendite und Erfolg erfordert eine Basis, die Offenheit und Ehrlichkeit signalisiert. Bestimmen Sie Ihren persönlichen Status quo. Wo stehe ich? Und vor allem, wo steht mein Unternehmen im Vergleich zur Branche und zu den Besten der Branche? In welchen Umsatz- und Kostenparametern bin ich defizitär und in welchen bin ich gut? An welchen „Schrauben“ kann ich intelligent und ohne Qualitätsverlust drehen, um eine höhere Rendite zu erzielen? Der Vergleich mit den besten Parameterwerten der Branche gibt Orientierung und Sicherheit für zukünftiges Handeln und Tun. Aktive Zukunftssicherung mit erhöhter Renditeperspektive kann gezielt realisiert werden, wenn man nur will!
Branchenrelevante Messgrößen sind der Schlüssel Es müssen alle Umsatz- und Kostenpositionen erfasst und ins Verhältnis zu den Besten oder dem Durchschnittswert gesetzt werden. Der „Tod“ eines jeden Vergleiches sind entsprechende Kontenzusammenfassungen. Summen- und Saldenlisten bieten nicht die Möglichkeit, exakte Umsatz- und Kostenträger zu erkennen. Negativbeispiele sind hier „Umsätze 19 Prozent“ und „Umsätze 7 Prozent“ – nur als Ausschnitt einer Bandbreite an „Müllkonten“. Entsprechende Größen erhält man durch die Zusammenführung branchenspezifischer Messgrößen wie Mitgliederbestand, zahlaktive Mitglieder, Studiofläche, Anzahl geleisteter Arbeitsstunden usw. Sie sehen, die seit Jahren angewandte „Währung“ von Mitgliederbestand oder Zu- und Abgänge reicht schon lange nicht mehr aus, um Umsatz- und Kostenoptimierungspotenziale zu entdecken. Der Erfolg liegt definitiv im Detail.
Stefan Haase
Foto: DHfPG/BSA
Auch die Gesellschaftsform spielt eine erhebliche Rolle. Ob es sich um eine GmbH, GbR, KG oder ein Einzelunternehmen handelt, ist von immenser Bedeutung, da je nach Gesellschaftsart bestimmte Buchungen unterschiedlich durchgeführt werden. Als Beispiel soll das Geschäftsführergehalt (geschäftsführender Gesellschafter) dienen: In einer GmbH wird es innerhalb der Personalkosten gebucht. In der Einzelunternehmung als Teil der Privatentnahme aus der Gewinnposition. Wie sieht es bei freiberuflichen Mitarbeitern aus? Zählen diese zu Personalkosten oder Fremdleistungen? Auch Reinigungskräfte: Sind diese angestellt oder wurden sie durch eine Reinigungsfirma ersetzt? Auch hier wären wir bei Fremdleistungen.
sie einheitlich zu homogenisieren. Bitte „keine Äpfel mit Birnen“ vergleichen!
Stefan Haase, Betriebswirt und Industriekaufmann, war langjähriger Partner einer renommierten Unternehmensberatung, zuletzt in der Funktion des betriebswirtschaftlichen Leiters. Er ist Mitglied des DIN/CEN-Normungsausschusses für Fitnessanlagen und zudem als Dozent, Autor und Tutor für die Deutsche Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement (DHfPG) tätig. www.dhfpg-bsa.de
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MANAGEMENTIMPULS
Herausforderung „Sommerloch“
Erfolgsstrategien für die Sommermonate Foto: Igor Link - stock.adobe.com
Text: Florian Schmidt und Jürgen Wolff
Jedes Jahr aufs Neue müssen Studiobetreiber und Unternehmer in der Fitness- und Gesundheitsbranche sich damit befassen, wie sie das eigene Unternehmen durch das Sommerloch führen. Hierbei sind die Strategien und Herangehensweisen durchaus sehr unterschiedlich und nicht alle Studios sind gleichermaßen davon betroffen. fitness MANAGEMENT international hat mit zwei erfahrenen Führungskräften aus der Branche über ihre individuellen Erfolgsrezepte gesprochen.
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ie viele andere Branchen unterliegt auch die Fitness- und Gesundheitsbranche im Jahresverlauf konjunkturellen Schwankungen und die Unternehmer sehen sich mit variierenden Nachfragesituationen konfrontiert.
Sommer, Sonne, Fitnessflaute? Während insbesondere die Wintermonate zu den absoluten „Hochzeiten“ der Branche gehören, wird es in den Sommermonaten für Studiobetreiber zunehmend schwieriger, an die Erfolgszahlen des Neujahrsbooms anzuknüpfen. Das schöne, heiße Wetter veranlasst viele Kunden mit dem Training im Studio einen Gang runterzuschalten und die Urlaubs- bzw. Ferienzeit sorgt zusätzlich dafür, dass zumindest bei einem Teil der Anlagen die Anmelde- wie Besucherzahlen zurückgehen. Aber muss das sein?
Erfolgsstrategien für die Sommermonate In puncto Kursorganisation, Personalplanung, Marketing und Co. stellt diese Zeit die Studiobetreiber alljährlich vor viele Fragen und
Herausforderungen. Wird das Angebot und das Personal in den Sommermonaten zurückgefahren oder doch marketingtechnisch aus allen Rohren mit kreativen Kampagnen und Werbeaktionen gefeuert? Sind spezielle Kleingruppen-Workouts im Freien der Schlüssel zum Erfolg oder dreht man doch lieber an der Preisschraube und lockt Kunden mit speziellen Sommerangeboten und Vergünstigungen ins Studio?
Fazit Es gibt also nicht den Königsweg durch das Sommerloch und jeder Betreiber geht mit dem Thema unterschiedlich um. Je nach Konzept und Angebot bieten die Sommermonate auch jede Menge Ansatzpunkte und Potenziale, um (Neu-)Kunden zu begeistern und an das eigene Unternehmen zu binden.
Patrick Klein, Berater Protrain Fitness
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Foto: Michael Jarmusch
Wilhelm Schröter, Geschäftsführer elbgym GmbH
Foto: Klaudia Lech
Zwei Experten mit unterschiedlichen Studiokonzepten über ihre Erfolgsrezepte:
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Wir haben konzeptionell bedingt den Vorteil, dass unsere Mitglieder grundsätzlich das ganze Jahr über trainieren und sich entsprechend auch das ganze Jahr über neu anmelden. Ein Sommerloch im herkömmlichen Sinne haben wir noch nie erlebt.
Nach Auswertung der letzten drei Jahre sind die Zu-/Abgänge im Sommer identisch zu den anderen Monaten. Natürlich sind Januar und Februar die stärksten Monate, ein Sommerloch macht sich jedoch nicht bemerkbar.
Wir nutzen einfach die Vorzüge des Sommers. Wir können Workouts mit unseren Mitgliedern draußen veranstalten und den Community-Gedanken stärken – davon profitieren wir dann auch noch in der kälteren Jahreszeit. Unsere Mitglieder teilen diese Workouts oder Events dann auf Social Media, womit wir Aufmerksamkeit erreichen.
In unserem Studio haben die Mitglieder die Möglichkeit, für drei Wochen im Sommer während ihres Urlaubes einen Freund als Urlaubsvertretung einzusetzen. Eine weitere Kampagne ist ein spezielles 6-Wochen-Kennenlernangbot.
Wichtig ist es grundsätzlich, ein Angebot zu schaffen, das eine interessante Alternative zum Ausgehen im Sommer darstellt.
Die wichtigste Maßnahme ist die enge und familiäre Bindung unserer Kunden an die Mitarbeiter des Protrains über das ganze Jahr.
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Lowell_
Fit im Forderungsmanagement „Mit Inkasso Becker Wuppertal ist auch mein Konto endlich wieder stark in Form!“
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Wir bieten Ihnen zahlreiche Dienstleistungsangebote zur Unterstützung und Vereinfachung des Forderungsmanagements. Dabei gehört der Ankauf titulierter und nicht titulierter Forderungen seit Jahrzehnten zu unserem Kerngeschäft.
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UNTERNEHMENSBERATUNG | ANZEIGE
Das KC-Fürsprecher-System
Wie Sie von Kündigungen profitieren Die Kündigung von Mitgliedsverträgen gehört in unserer Branche leider zum Geschäft. Wenn sich daraus aber in den sozialen Netzwerken zusätzlich noch Imageverluste entwickeln, kann das für Fitnessunternehmen gefährlich werden. Kerstan Consult hat dieses Risiko erkannt und mit dem KC-Fürsprecher-System eine wirksame Präventionsmaßnahme entwickelt.
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rüher war alles so einfach: Ein Studiomitglied hat gekündigt – und kein Außenstehender hat davon erfahren. Heute geht alles und jedes durch die sozialen Netzwerke – und jeder erfährt davon. Wer etwas postet, stellt sich natürlich selbst im besten Licht dar, denn es liegt in der Psychologie des menschlichen Wesens, dass jeder Mensch seine getroffenen Entscheidungen – seine Kündigung – verteidigt und gegenüber Andersdenkenden rechtfertigt.
Gegensprecher können zum Problem werden Daraus resultiert: Die Aussagen der Ex-Kunden als Gegensprecher können einen großen Imageschaden für Ihr Unternehmen darstellen und öffnen anderen Unternehmen die Tür. Für uns als eine der führenden Unternehmensberatungen stellt sich nun die Frage: Wie können wir das Image der Clubs unserer Mandanten verbessern und gleichzeitig Kunden, die gekündigt haben, nicht als Neukunden für andere Clubs auf dem Markt zur Verfügung stellen?
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nat an. Mit ziemlich großem Erfolg! Denn es funktioniert, weil diese Kunden jeden Monat durch das von uns entwickelte System automatisch ein Fürsprecher-Tagesticket mit einem Wert von 30 EUR erhalten, das immer bis zum Ende des jeweiligen Monats gültig ist. Das Fürsprecher-Tagesticket enthält Premiumleistungen wie z. B. die Wellnessmassage, Lymphdrainage, skinny lift®, Ultraschallbehandlung usw., sodass sich aufgerechnet ein wesentlich höherer Wert ergibt. Der Fürsprecher-Kunde kann sich dieses Ticket modular zusammenstellen. Dabei ist bemerkenswert, dass der Kunde in der Regel immer versucht, den gesamten Wert des Tickets an einem Tag aufzubrauchen. Das System schlägt ihm danach vor, ein weiteres Fürsprecher-Tagesticket zu einem vergünstigten Preis zu erwerben oder mit einem gewissen Aufpreis dieses Ticket auf eine Monatskarte upzugraden.
Die Lösung: das KC-Fürsprecher-System
Vorteile des KC-Fürsprecher-Systems
Wir haben vor geraumer Zeit das KC-Fürsprecher-System eingeführt. Wir bieten den Kunden, die ihre Mitgliedschaft kündigen, eine sogenannte Fürsprecher-Mitgliedschaft für 4,98 EUR pro Mo-
Durch das von uns entwickelte KC-Fürsprecher-System können Sie vier entscheidende Veränderungen erreichen, von denen Ihr Unternehmen nachhaltig profitieren wird:
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1. Von 250 Kündigungen können Sie ca. 180 Kunden pro Jahr in das KC-Fürsprecher-System einbuchen, was Ihnen zusätzlich rund 1.000 EUR monatlich bringt. 2. Ihre ehemaligen Kunden sind für die Konkurrenz nicht als potenzielle Neukunden verfügbar.
Fünf Fürsprecher-Maßnahmen sichern Ihren Erfolg 1. Veränderung der Kündigungsbestätigungen und attraktives Angebot, auf den monatlich kündbaren Fürsprecher-Tarif für nur 4,98 EUR pro Monat umzusteigen. 2. Ein automatisiertes monatliches Anschreiben inkl. modularem Fürsprecher-Tagesticket für diese Fürsprecher-Kunden.
3. Dadurch verbauen Sie Ihren Mitbewerbern Marktanteile. 4. Fürsprecher-Kunden werden erklären, dass sie natürlich noch Kunden in Ihrem Unternehmen sind, aber nicht mehr ganz so oft den Club besuchen. Denn sie erhalten regelmäßig Neuigkeiten aus dem Club, bekommen Angebotserweiterungen präsentiert und werden zu allen Veranstaltungen eingeladen.
3. Das modulare Fürsprecher-Tagesticket, das sich der Kunde selbst zusammenstellen kann, inkl. hochwertigen Premiumleistungen. 4. Das automatisierte Upgrade vom ersten kostenlosen FürsprecherTagesticket zu einem vergünstigten Zusatztagesticket. 5. Alternativ: ein automatisiertes Upgrade auf ein Monatsticket.
Imagegewinn und mehr Kundenempfehlungen Das Image Ihres Clubs auf dem Markt wird sich in jedem Fall verbessern und Ihre Kundenempfehlungen werden steigen. Das KC-Fürsprecher-System ist das wahrscheinlich einzige Reaktivierungssystem, das in der Praxis tatsächlich funktioniert.
Wir laden Sie herzlich zu einem unserer Seminare „Sieger erkennen Chancen“ ein: 08.04.20 München
Gern zeigen wir Ihnen, wie Sie langfristig das Image Ihres Unternehmens verbessern und damit eine zusätzliche Einnahmequelle generieren, die Sie nicht vernachlässigen sollten. Ihr Michael Kerstan & Team
Interessiert? Rufen Sie uns an unter: 06173 - 95 02 02 oder senden Sie eine E-Mail an: info@kerstanconsult.de
21.04.20 Stuttgart Fotos: Kerstan Consult GmbH
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26.05.20 Hannover
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Fotos: gym80 International GmbH
Von Stahl bis digital
40 Jahre „KING OF MACHINES” gym80 hat allen Grund zu feiern, denn in diesem Jahr hat das Traditionsunternehmen aus dem Ruhrgebiet 40-jähriges Firmenjubiläum. Seit 1980 konstruieren und produzieren die „KING OF MACHINES“ Kraftgeräte „made in Germany“ und sind dabei ihren Wurzeln immer treu geblieben.
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alter Herden, der sich privat leidenschaftlich dem Kraftsport widmete, gründete 1980 zusammen mit Peter Förster die Firma gym80. Der gelernte Heizungs- und Regeltechniker fand auf dem damaligen Markt kein Produkt, das seinen Ansprüchen gerecht wurde – also baute er im Keller des Schalker Gymnasiums, wo er als Hausmeister tätig war, Fitnessgeräte für den eigenen Bedarf. Durch Mundpropaganda erwarb er sich schnell eine große Fangemeinde und die Nachfrage nach seinen Fitnessgeräten stieg stetig. Da für ihn nichts näher lag als sein Hobby zum Beruf zu machen, begann hier die Geschichte der Firma gym80 International GmbH. Walter Herden blieb dem Unternehmen lange als Konstrukteur erhalten und bestimmte bis 2012 das Produktsortiment mit.
Ralf Möller stieg anfangs ein Kurzzeitig war auch Bodybuilding-Weltmeister Ralf Möller bei gym80 mit an Bord. Er veräußerte aber aufgrund seiner erfolgreichen Karriere als Schauspieler 1989 seine Anteile an den Herner Unternehmer Wolfgang Tillmann. Das Unternehmen wuchs ste100
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tig, sodass der Produktionsstandort in die Wiesmannstraße nach Gelsenkirchen-Schalke verlegt wurde. Dort befindet sich bis heute die Produktion und das Headquarter der „KING OF MACHINES“. Im Jahr 2003 überschrieb Tillmann das Unternehmen seiner Tochter Sonja, die es in den Folgejahren immens prägte. 2005 wechselte Arie van Winkelhof mit über 30 Jahren Branchenerfahrung zu gym80 und übernahm dort die Geschäftsführung.
Mit Simal Yilmaz „back to the roots“ Simal Yilmaz, heutiger Inhaber des Traditionsunternehmens, startete vor über 25 Jahren als gelernter Industriemechaniker im Service von gym80. Im Jahr 2000 übernahm er dann die Produktionsleitung und stieg sechs Jahre später in die Geschäftsführung ein. Zusammen mit Arie van Winkelhof leitete er, bis in die jüngste Vergangenheit, das Unternehmen. 2017 begann dann ein Generationswechsel an der Führungsspitze, der im Januar 2019 erfolgreich beendet wurde. Seitdem geht es „back to the roots“, ohne dabei die Trends der Zukunft aus den Augen zu verlieren.
Die neue Ära bewahrt die Tradition Ganz nach dem diesjährigen FIBO Motto „40 Jahre KING OF MACHINES – von Stahl bis digital“ zeigt das Team von gym80, „wo die Reise hingeht“. „Wir wollen niemals aufhören zu begeistern“, sagt Yilmaz euphorisch. „Unser Fokus liegt auf dem, was wir am besten können: Kraftgeräte mit exzellenter Biomechanik, unübertrefflicher Qualität und Haltbarkeit zu bauen. Unsere Geräte haben eine Seele, die durch die Geschichte und den Charakter des Unternehmens maßgeblich geprägt wurde. Diese Seele zu bewahren und dabei weiterhin die besten Geräte der Welt zu bauen, wird immer das wichtigste Ziel bleiben.“
technik und Handarbeit: acht Schweißroboter, vier Laser, eine eigene Schreinerei und Polsterei sowie viele Arbeitsstationen, an denen per Hand geschweißt, geschliffen, montiert und lackiert wird. Dadurch ist es gym80 möglich, den Kunden keine Grenzen bei der Kreativität und Individualität zu setzen. „Unzählige Farbvariationen, Polsterfarben und Haptik sowie gestickte oder gelaserte Logos sind nur einige Möglichkeiten!“ erzählt Yilmaz stolz. Auf der diesjährigen FIBO wird es also auch wieder für alle Besucher viel Besonderes zu entdecken geben.
Save the date! Neben einer stetig wachsenden Produktpalette im Kraftbereich, launchte gym80 2019 die Functional Performance- und Athletikserie 80ATHLETICS sowie das digitale Raum-in-Raum-Konzept DISTRICT80. gym80digital unterstützt hier die Kunden bestmöglich bei der Digitalisierung des eigenen Gyms. Mit einem breiten Angebot, von der costumized Studio-App bis hin zur kompletten Mitgliederbetreuung, ermutigt gym80 Kunden und Interessenten im digitalen Zeitalter anzukommen – denn neben dem reinen Fitness- und Kraftsport ist das schon Gegenwart und Zukunft.
Modernste Fertigungstechnik und Handarbeit Sich trotz der Digitalisierung treu zu bleiben, wird jedoch immer der Anspruch des Traditionsunternehmens sein. Mit rund 95 Prozent Produktionstiefe kombiniert gym80 modernste Fertigungs-
Am 23.04.2020 lädt das Team King of machines nach Gelsenkirchen ein, um das 40-jährige Jubiläum zu feiern. Von 10:00 – 17:00 Uhr werden zahlreiche Geräteinnovationen und spannende Neuheiten präsentiert, die selbstverständlich direkt getestet werden können. Im riesigen Showroom, der direkt neben der Produktion gelegen ist, stehen natürlich noch viele weitere Geräte, Maschinen und Equipment zum Ausprobieren bereit. Wer noch nie gesehen hat, wie die Kraftmaschinen „Made in Germany“ produziert werden oder wer es nochmal sehen möchte, kann das Herzstück von gym80 an diesem Tag ganz exklusiv besichtigen. Ab 17:00 Uhr wird dann gebührend das Jubiläum gefeiert: Ein DJ wird den Gästen und dem Team ordentlich einheizen. Für Drinks und Food ist natürlich ebenfalls gesorgt! Alle Gäste können sich also auf einen spannenden Tag und einen ausgelassenen Abend mit großem Feuerwerk freuen! Jetzt noch schnell anmelden!
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Aus Emersacker in die Welt
50 Jahre milon – Innovation aus Tradition Innovation aus Tradition – unter diesem Leitsatz steht bei milon nicht nur das Jubiläumsjahr 2020, damit lässt sich auch die 50-jährige Firmengeschichte des bayerisch-schwäbischen Unternehmens gut beschreiben. Seit 1970 wird bei milon kontinuierlich daran gearbeitet, Sport und Training für alle Menschen so einfach wie möglich zu machen und dabei immer wieder neue Innovationen zu präsentieren. milon ist heute in zahlreichen Ländern vertreten und hält dabei stets an seinen traditionellen Werten fest: deutsche Ingenieurskunst „Made in Emersacker“ mit hohem Qualitätsanspruch für sportmedizinisch fundiertes Gesundheits- und Fitnesstraining. Ein Rückblick. Fotos: milon industries GmbH
1970
1980
1990
Die berühmte Ballwurfmaschine Angefangen hat die Erfolgsgeschichte von milon im Jahr 1970, als Dieter Miehlich die Firma miha gründete. Miehlich hatte damals die Idee, eine automatische Ballwurfmaschine zur Trainingsoptimierung im Tennissport zu entwickeln. Diese kommt 1972 auf den Markt – eine Sensation auf den Tenniscourts. In den nächsten Jahren entwickelt miha die Maschine kontinuierlich weiter und vergrößert die Produktpalette auf fünf verschiedene Modelle, die miha zu Europas Nummer 1 für Ballwurfmaschinen macht. Daneben präsentiert das Unternehmen weitere elektronische Trainingshilfen, beispielsweise einen automatischen Skitrainer. Noch heute finden sich miha-Ballwurfmaschinen in vielen Tennisanlagen überall in Europa.
Die Vorreiter der heutigen milon Geräte: mit Chipkarte, elektronisch gesteuert Es mag heute manche überraschen, wie früh milon schon elektronisch gesteuerte Geräte entwickelt hat. Natürlich noch ohne Displays, Gamification-Elemente und in ganz anderer Optik, aber dennoch bereits mit automatischem, intelligentem Trainingsplanungssystem. Es beginnt 1986 mit der Serie „TrainLab“, den ersten elektronisch gesteuerten Krafttrainingsgeräten von miha. Drei Jahre später folgt mit der Einführung der Cardio-Linie die nächste Sensation: Die Geräte werden auf ein Chipkartensystem umgestellt, mit dem man das Training nun erstmals individuell planen und steuern kann.
Neuerfindung des Zirkeltrainings In den 90ern bringt das Unternehmen aus Bayerisch-Schwaben die nächste Innovation auf den Markt: Mit dem „pro Step control“ präsentiert das Unternehmen das weltweit erste Treppensteiggerät mit Pulssteuerung. Mit dem wachsenden Erfolg reicht nun der bisherige Produktionsstandort in Augsburg nicht mehr aus und die Firma zieht um nach Emersacker, wo auch heute noch der Hauptsitz von milon ist. Hier entwickelt miha unter anderem das Rollenmassagegerät „rollo Fit“ und den „Crosswalker“. Auch „TrainTec“ entsteht hier 2000, die nächste Generation elektronisch gesteuerter Kraftgeräte, mit der das Unternehmen das altbekannte Zirkelprinzip neu interpretiert und so das typische getaktete milon Zirkeltraining etabliert. 102
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JAHRE MILON
GEMEINSAM ERFOLGREICH
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Aus miha wird milon Mit dem neuen Jahrtausend bricht das Unternehmen in eine neue Größendimension auf und erweitert die Produktionsstätte auf 4.700 m². Neben der Entwicklung der „CableTec“-Linie, der ersten elektronisch gesteuerten Seilzugmaschine, steht in diesem Jahrzehnt auch der große Marken-Relaunch an: 2008 wird aus der miha Maschinen GmbH die milon industries GmbH und läutet damit mehr als nur einen Wechsel im Erscheinungsbild ein. Außerdem erweitert das Unternehmen sein Portfolio um die milon Financial Services, damit Studiobetreiber bei der Finanzierung ihrer Einrichtung unterstützt werden. Seit 2002 bietet milon darüber hinaus seine Kraft- und Ausdauergeräte als MED-Linie an, die gemäß des Medizinproduktegesetzes zertifiziert sind – ein wesentlicher USP im Marktsegment der elektronisch gesteuerten Kraft- und Ausdauergeräte.
2010
Alles wird digital 2012 führt milon die Design-Linie PREMIUM ein, die mit mehreren Awards ausgezeichnet wird. Ein Jahr später stellt milon die mechanische Geräteserie „milcanic“ designed by PORSCHE DESIGN vor und erhält dafür den FIBO Innovation Award 2012 in der Kategorie Design. Ebenso erhält die Geräteserie 2013 den Red Dot Design Award in der Kategorie „Product Design“. Ebenfalls in 2013 kommt dann schließlich die digitale Komponente dazu, als mit der milon CARE die bis dato innovativste und cloudbasierte Softwarelösung vorgestellt wird, mit der Studiobetreiber von der Gerätesteuerung über die Trainingsplanung und -analyse bis hin zum Management der Einrichtung alles im Blick haben. Darüber hinaus wird milon zum Komplettanbieter und erweitert sein Produkt- und Serviceangebot hin zu schlüsselfertigen Betreiberkonzepten. Zum 45-jährigen Jubiläum stellt das Unternehmen 2015 die nächste Innovation vor – den milonizer. Mit diesem biometrischen Erkennungssystem lassen sich automatisch und in wenigen Sekunden die Körpermaße des Trainierenden ermitteln.
2017
2017 wird schließlich die Geräteserie vorgestellt, die alle bisherigen milon Geräterserien in den Schatten stellt: milon Q – mit völlig neuer Technologie, intuitiver Nutzerführung, edlem Design und Gamification-Elementen, getreu dem Motto „Training with a smile“. Auch neue digitale Anwendungen folgen in den nächsten Jahren: die milon ME App, das Mitgliederportal für Trainierende sowie milon COCKPIT, ein Analyse-Tool für die Studiofläche, mit dem Studiobetreiber die relevanten milon Kennzahlen ihrer Fitness- oder Gesundheitseinrichtung immer im Blick haben. 2019 kommt schließlich der neue Q free-Modus hinzu, der die Q-Geräte auch für die freie Trainingsfläche nutzbar macht – mit allen Vorteilen aus dem Zirkeltraining.
2020
2020
milon und five: die perfekte Ergänzung Ende 2019 wirbelt eine Nachricht die Branche auf: milon übernimmt die Firma five, die mit ihren revolutionären Holzparcours das Beweglichkeitstraining für Trainierende erleichtert. Durch die Integration von five in die milon Familie erhalten Kunden nun ein ganzheitliches Trainingssystem aus einer Hand – für die perfekte Kombination aus Kraft, Ausdauer und Beweglichkeit, sowohl aus sportwissenschaftlicher als auch aus physiotherapeutischer Sicht. 2020 wird also nicht nur 50 Jahre milon gefeiert, sondern auch die erfolgreiche Transformation von einem Top-Gerätehersteller zu einem ganzheitlichen, zukunftsfähigen Anbieter von Produkten, Services und Schulungen im Fitness- und Gesundheitsmarkt. 02/20
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MARKETING | ANZEIGE
„Untourism“ und „Fitcations“
So sorgen Urlauber für ausgebuchte Kurse
Viele Fitnessstudiobetreiber kennen die Situation: Während die meisten Stammkunden im Sommer „ausgeflogen“ sind und auf den Trainingsflächen gähnende Leere herrscht, sind die Straßen, Cafés und Museen voller Touristen. Warum also nicht einfach die Urlauber in die Studios holen und so für volle Kurse sorgen?
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enau 533 Stufen führen auf den Südturm des Kölner Doms. Wer diese hinter sich gebracht hat, sehnt sich nach einer kleinen Auszeit im Wellnessbereich. Und auch alle, die sich schon einmal vor den zahlreichen Exponaten im Pergamonmuseum in Berlin „die Beine in den Bauch gestanden haben“, wissen den sportlichen Ausgleich auf der Hantelbank zu schätzen. Dass die meisten Touristen in München dankbar für ein Laufband sind, auf dem sie die Kalorien des deftigen Schweinebratens loswerden können, muss nicht extra erwähnt werden. Manche Gäste lassen sich sogar für einen Fitnessstudiobesuch begeistern, obwohl sie die Attraktionen davor ganz ausfallen lassen: „Untourism“ nennt
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sich der Trend, bei dem Menschen die üblichen Touristen-Hotspots meiden und Städte lieber aus Sicht der Einheimischen erkunden. Einen großen Einfluss auf das Lebensgefühl einer Stadt haben dabei natürlich auch die Sportangebote, die von den Bewohnerinnen und Bewohnern vor Ort genutzt werden.
Mit Plattformen Urlauber gewinnen Obwohl Touristen ein unglaubliches Potenzial für Fitnessstudios darstellen, sehen Studiobesitzer in ihnen auf den ersten Blick keine Zielgruppe, die es zu gewinnen gilt. Dabei ist mit dieser Gruppe sogar eine Umsatzsteigerung möglich. Über 37 Millionen Besu-
internationaler und damit steigt die Reisetätigkeit der Angestellten. In der Kombination mit zunehmenden Anforderungen und wachsender Verantwortung führt das beim Einzelnen schnell zu Überlastung und schlimmstenfalls zum Burn-out. Für Arbeitgeber ist es daher wichtig, das Arbeitsumfeld an die Anforderungen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter anzupassen. Besonders gut geht das mit flexiblen, ortsunabhängigen und länderübergreifenden Firmensportangeboten. Denn die sorgen in einer globalisierten Umgebung für eine optimale Work-Life-Balance und sind die ideale Ergänzung zum Arbeitsalltag. Viele Firmen zahlen daher die Mitgliedschaft ihrer Angestellten bei Sport- und Fitness-Flatrates oder bezuschussen diese zumindest.
Fitnessstudios leisten wichtigen Beitrag Klar ist: Das Thema Gesundheit rückt in der Gesellschaft immer stärker in den Fokus. Stress abbauen, das Endorphinlevel anheben, selbst gesteckte Ziele erreichen oder Spaß im Team mit Kolleginnen und Kollegen haben – darauf wollen viele gerade auf Dienstreisen nicht verzichten. Davon profitiert auch der Arbeitgeber: Arbeitnehmer sind dank regelmäßigem sportlichen Ausgleich motivierter, stressresistenter, besser gelaunt und generell zufriedener in ihrem Arbeitsalltag. Soll das Betriebliche Gesundheitsmanagement international und standortübergreifend funktionieren, benötigen Firmen allerdings Kooperationspartner, die solche Maßnahmen professionell durchführen können. Häufig greifen sie daher über Sport- und Fitnessplattformen auf die Kompetenz von externen, qualifizierten Dienstleistern wie Fitnessstudios zurück. Allein bei Urban Sports Club sind bereits über 2.000 Unternehmen Kunde. Damit leisten die Studios einen wichtigen Beitrag für das Betriebliche Gesundheitsmanagement und die Firmen ziehen aus der Expertise der Plattformen und der Anbieter einen großen Nutzen.
Teamsport mit Kollegen vor Ort
Foto: Flamingo Images - stock.adobe.com | Urban Sports GmbH
cherinnen und Besucher kommen allein aus dem Ausland jährlich nach Deutschland. Und die Zahl steigt: Prognosen gehen davon aus, dass es 2030 bereits 121,5 Millionen sein werden. Plattformen wie Urban Sports Club ermöglichen den Zugang zu dieser Zielgruppe. Von Finnland über Frankreich bis nach Spanien: Die Sport- und Fitness-Flatrate hat mittlerweile zahlreiche Mitglieder in neun Ländern. Die Sportangebote können ohne Aufpreis in allen Ländern genutzt sowie unkompliziert und einfach in der App gefunden werden. Die Plattformen bringen so Studios mit Kunden zusammen und helfen damit beiden Seiten: Mitglieder finden auch auf Reisen das richtige Sportangebot und die zusätzlichen Gäste füllen die Kurse der Anbieter. Ein Konzept, das ankommt: Über fünf Millionen Sportbesuche tätigen die Mitglieder von Urban Sports Club jährlich – und sorgen so für zusätzliche Erträge bei den aktuell über 8.000 Partnerstudios.
Nach den Ferien beginnt die Dienstreisezeit
Meistens gehen Arbeitnehmer nicht allein zum Sport, sondern treffen sich nach Feierabend noch mit Kolleginnen und Kollegen vor Ort für ein gemeinsames Workout. Damit machen Dienstreisende die besuchten Studios auch unter den Einheimischen bekannter. Das Training fördert darüber hinaus den Teamzusammenhalt: Die Leidenschaft für einen gemeinsamen Sport verbindet und der kollegiale Kontakt wird durch eine freundschaftliche Ebene vertieft – und das über Ländergrenzen hinweg. Besonders, wenn sich Teams aufgrund räumlicher Distanz nur selten sehen, ist das ein wichtiger Aspekt für die Unternehmenskultur.
Spontanbesuche erhöhen Reichweite Egal ob Dienstreisende oder Urlauber – die Besuche führen nicht nur zu mehr Erträgen. Jedes Mitglied, das über die Plattform den Weg ins Studio findet, erfüllt auch die Funktion eines Influencers. Gefällt ein Studio, empfehlen es begeisterte Nutzer mündlich an Freunde, Bekannte oder Kollegen vor Ort weiter, schreiben positive GoogleBewertungen und Beiträge in Reiseblogs oder teilen Fotos über ihre Social-Media-Kanäle. So wird das Studio schnell zum angesagten Insidertipp für Gäste aus aller Welt und kann zeitgleich neue lokale Kundinnen und Kunden für feste Mitgliedschaften gewinnen. Sport- und Fitnessplattformen wie Urban Sports Club bieten viele Vorteile, wenn es darum geht, neue Zielgruppen zu erreichen. Bevor sich ein Studio für eine Partnerschaft entscheidet, sollte es sich in Ruhe informieren und bei den Plattformen individuell beraten lassen. Denn klar ist: Nur mit glücklichen Partnern entsteht eine langfristige, erfolgreiche Zusammenarbeit.
Ist die Ferienzeit vorbei, strömen dank der Plattformen wieder die Firmenkunden in die Fitnessstudios. Unternehmen werden immer
www.urbansportsclub.com
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DIGITALE INNOVATIONEN | ANZEIGE
EGYM stellt digitale Innovationen vor
Geballte Software-Power für höhere Produktivität Fotos: EGYM GmbH
EGYM präsentiert in diesem Frühjahr seine komplett neue App-Welt für die Fitnessbranche: Die EGYM Trainer App informiert den Trainer ab sofort in Echtzeit darüber, was für ihn genau jetzt auf der Trainingsfläche der wichtigste Job ist.
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en größten Nutzen für das Studio stiften und immer das Wertvollste für die Mitglieder tun: Die völlig neue EGYM Trainer App legt den Fokus auf optimales Aufgabenmanagement und höchste Produktivität – bei einfachster Bedienbarkeit. Die ebenfalls komplett neue EGYM Branded Member App ist jetzt auch für die Apple Watch verfügbar und besitzt u. a. Anbindungen zu Garmin, Apple Health und Strava. Mithilfe der EGYM Trainer App fokussiert sich der Trainer auf das Wesentliche: Bereits die Startseite zeigt ihm eine priorisierte Aufgabenliste und schafft sofort Produktivitätsvorteile. Aufgabenketten enthalten schon vorhandene Betreuungskonzepte oder lassen sich ganz einfach neu erstellen und steuern so die Kundenerfahrung. Die von den Mitgliedern am häufigsten aufgerufene Trainingsauswertung ist das biologische Alter, denn es ist die einfachste Darstel-
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lung, um auf einen Blick den eigenen Trainingsfortschritt abzulesen. In der Trainer App sind neben der Maximalkraft ab sofort auch die aktuellen Werte für das Herz-Kreislauf-System und das metabolische Alter unter dem Begriff „Bio Age“ zusammengefasst. Sie werden fortlaufend automatisch synchronisiert. Das gibt dem Trainer einen noch detaillierteren Überblick, um proaktiv auf seine Mitglieder zuzugehen, mehr Planbarkeit in der Betreuung zu erreichen und darüber hinaus die Kundenbedürfnisse besser zu verstehen.
Die Branded Member App im Studio-Look Erfolge werden gemeinsam im Studio gefeiert und mit den Freunden geteilt. Die EGYM Branded Member App fördert den Community-Gedanken und damit die Identifikation der Kunden mit ihrem Gym, denn die App erscheint im jeweiligen Studio-Look auf den Smartphones der Mitglieder. Das stärkt die Marke und erhöht den Wert der Mitgliedschaft. Die Branded Member App ist in den Ausführungen Basic und Advanced erhältlich. Zu den digitalisierten Prozessen in der App gehören Kurspläne und -buchungen sowie Trainingsplanung und -erfassung. Wie sich das eigene „Bio Age“ über die Zeit entwickelt hat, können die Mitglieder nunmehr auf Knopfdruck mit ihren Freunden teilen – für die Extraportion Motivation. Und der Link zum eigenen Studio ist inklusive! Für die Branded Member App Advanced sind eine Fülle wertvoller Funktionen für Zusatzumsätze erhältlich, wie etwa personalisierte Angebote und Rabatte, Neukundengewinnung oder Loyalitätsprogramme und Prämien für treue Kunden. Wussten Sie, dass Prämien in 20 Prozent der Fälle dazu genutzt werden, um die Mitgliedschaft zu verlängern? Oder Stichwort Weiterempfehlungen: Sie lassen sich in der Branded Member App Advanced mit wenigen Klicks direkt aus dem Smartphone-Telefonbuch oder über Social Media teilen – angereichert durch individuelle Angebote, wie etwa kostenlose Monatsmitgliedschaften oder die Teilnahme an Gewinnspielen. Die EGYM Branded Member App ist die neue maßgeschneiderte Studio App, natürlich vernetzt mit den meisten gängigen Club- und Mitgliederanwendungen.
Erschließen Sie alle Potenziale Ihrer Anlage
Neuer Markenauftritt
Planvoll trainieren mit dem modular aufgebauten Trainingskonzept HIBB (Hochintensiv Betreuter Bereich): die intelligente Kombination von Muskellängen-/Faszien- und Krafttraining. HIBB gewährleistet bei minimalem Personaleinsatz auf kleiner Fläche maximalen Erfolg für Betreiber und Kunden.
Pünktlich zum zehnjährigen Firmenbestehen präsentiert EGYM seinen weiterentwickelten, modernen Markenauftritt. Der neue Claim „Fit for Life“ unterstreicht die Positionierung des Unternehmens an der Schnittstelle von Fitness und Gesundheit. Die Marke EGYM steht für das Erreichen von Resultaten – das gilt sowohl für die Trainingsziele der Mitglieder als auch für die wirtschaftlichen Ambitionen der Anlagenbetreiber. EGYM möchte mit seinen gesundheits- und zielfokussierten Produkten bzw. Konzepten die über 80 Prozent des Studiopublikums ansprechen, die keine Experten sind und ihnen die Extraportion Motivation, Orientierung und Hilfe geben, mit denen sie die persönliche Erfolgsschwelle überwinden. Unverändert bleibt folglich die Mission des Münchner Sports-Tech-Unternehmens: „Make the gym work for everyone“.
Schon bei qualitrain mit dabei? Corporate Fitness bringt Unternehmen in Bewegung, neue Kunden in den Markt und damit mehr Umsatz für Fitnesseinrichtungen. Über 3.000 hochwertige Sport-, Fitness- und Wellnesseinrichtungen sind bereits Partner des bundesweiten Firmenfitnessnetzwerks qualitrain. Mit qualitrain erreichen unsere Firmenfitnesspartner überwiegend Menschen, die zuvor noch keine Studiomitglieder waren.
Erleben Sie die Welt von EGYM live bei einer unserer kommenden Veranstaltungen. Alle Informationen gibt’s hier: sales@egym.de Kontakt EGYM GmbH · Einsteinstrasse 172 · 81677 München Tel. +49 89 9213105 100 · E-Mail: sales@egym.de · www.egym.com
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DSSV-WORKSHOP | ANZEIGE
Foto: BillionPhotos.com - stock.adobe.com
DSSV-Workshop
Kostenmanagement Etwa 85 Prozent aller Fitness-Anlagen haben zu hohe Kosten, weil das Kostenmanagement fehlt. Im DSSV-Workshop erfahren Studiobetreiber praxisnah und anhand von Best-Practice-Beispielen, wie sie Kosten analysieren, Einsparpotenziale nutzen und die Rendite verbessern können. Ein gutes Kostenmanagement ermöglicht neue Perspektiven Häufig konzentrieren sich Fitnessstudiobetreiber auf die Gewinnung von Neukunden, um den Unternehmenserfolg zu verbessern. Durch eine veränderte Sichtweise und die Konzentration auf den Kostenbereich können jedoch teilweise erheblich nachhaltiger Renditesteigerungen bei gleichzeitiger Vermeidung weiterer Marketingkosten generiert werden.
Ihre Chancen • Kostenanalyse Eine Analyse der wichtigsten Kostenpositionen hilft Ihnen dabei, sich selbst einzuordnen und Optimierungspotenziale abzuleiten. • Kostenmanagement – ein „Must-have“ für jedes erfolgreiche Unternehmen Nach einer konkreten Kostenanalyse erfahren Sie, wie ein strukturiertes Kostenmanagement aussehen kann.
Nutzen Sie Ihre Einsparpotenziale im Kostenbereich Damit Sie Ihre Rendite durch die Verringerung von Kosten verbessern können, ist ein klar strukturiertes und alle Bereiche umfassendes Kostenmanagement notwendig. Dieses reicht von der Optimierung der Aufbau- und Ablauforganisation über die Formulierung einer zielgerichteten Stellenausschreibung bis hin zur Personaleinsatzplanung und der Nutzung von technischen Möglichkeiten.
• Kostenoptimierung in der Praxis Gezielte Optimierungsmaßnahmen helfen Ihnen dabei, direkt mit der Umsetzung anzufangen.
Die Themen der Vorträge • Das Potenzial der Kosten Wie Sie Ihre Rendite durch ein Kostenmanagement verbessern können
Mit Kostenmanagement auf Erfolgskurs! Jetzt mit einem strukturierten Kostenmanagement die Rendite nachhaltig verbessern! In diesem eintägigen Workshop für Inhaber und Geschäftsführer erfahren Sie eine neue Sichtweise auf den Kostenbereich. Sie können Ihre eigenen Kostenfresser analysieren, Optimierungsmaßnahmen ableiten und dadurch Ihre Rendite nachhaltig verbessern.
• Augen auf bei der Kostenproduktion Tipps zur Kostenanalyse
Ihre Referenten
Die Termine
Günter Noll - Dipl.-Sportlehrer - Betreiber von sechs Fitness-Anlagen in Bonn - Öffentlich bestellter Sachverständiger für die Bewertung von Fitness- und Freizeit-Anlagen
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Sabrina Fütterer - M. A. Prävention und Gesundheitsmanagement - Geschäftsstellenleitung DSSV e. V. - Öffentlich bestellte Sachverständige für die Bewertung von Fitness- und Freizeit-Anlagen
• Management auf allen Ebenen Wie sieht das Kostenmanagement bei erfolgreichen Unternehmen aus?
Frankfurt 23.04.2020
München 19.05.2020
Hamburg 24.04.2020
Köln 29.05.2020
Stuttgart 08.05.2020 Online-Anmeldung unter: www.bildungsinstitut.dssv.de/km
FITNESSKONZEPTE | ANZEIGE
So gelingt die Kooperation mit einem Aggregator
Partnerschaft auf Augenhöhe
Fotos: Gympass
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ls Geschäftsführer von Gympass Deutschland, dem größten Anbieter für Firmenfitness, kennt Ralf Aigner die Fragen der Fitnessbranche hinsichtlich einer Partnerschaft mit Aggregatoren. Als reiner B2B-Vermittler bringt Gympass über 80 Prozent neue Nutzer zu seinen Fitnesspartnern und erschließt damit zusätzliche Umsätze. Ralf Aigner gibt fünf Tipps für eine langfristig erfolgreiche Partnerschaft:
Preisvorteilen, um ihre reguläre Mitgliedschaft in eine des Aggregators umzuwandeln. Das hat natürlich Einfluss auf die Umsätze und Margen der Studiobetreiber. Finden Sie also einen Partner, der dazu beiträgt, neue Nutzer in Ihre Einrichtung zu bringen, anstatt bestehende Mitglieder abzuwerben.
Konzentrieren Sie sich auf Neukunden Definieren Sie Ihre Erwartungen Was erwarten Sie von der Partnerschaft mit einem Aggregator? Viele Fitnessstudiobetreiber sehen in der Zusammenarbeit vor allem eine kurzfristige Möglichkeit, ihre Einnahmen zu steigern. Obwohl dies der Fall sein kann, sollten und können Sie langfristiger planen und auf eine strategische Partnerschaft setzen. Aggregatoren sollten einen Mehrwert schaffen, der über die bloße Erweiterung Ihres Vertriebs- und Marketingteams hinausgeht. B2B-Aggregatoren sind eine ideale Lösung für Studiobetreiber, die ihr Firmenfitnessangebot ausbauen und zusätzliche Besucher gewinnen möchten.
Schützen Sie bestehende Mitgliedschaften Stellen Sie sicher, dass die Partnerschaft mit einem Aggregator Ihre bestehenden Mitgliedschaften nicht kannibalisiert. Die meisten B2C-Aggregatoren fokussieren sich auf den Teil der Bevölkerung, der bereits sportlich aktiv ist, und locken diese meist mit attraktiven
Genau 14 Prozent der Deutschen haben eine Mitgliedschaft in einem Fitnessstudio. Es gibt also ein großes Potenzial, neue Nutzer für die Fitnessbranche zu gewinnen. Der richtige Aggregator kann Ihnen dabei helfen, diese Zielgruppe zu erschließen. Aus eigener Erfahrung wissen wir, dass wir mindestens 80 Prozent neue Nutzer in die Studios unserer Partner bringen, d. h. diese Nutzer hatten zuvor keine direkte Mitgliedschaft bei unserem Partner.
Verstehen Sie das Zahlungsmodell Bevor Sie sich für eine neue Partnerschaft entscheiden, ist es wichtig, genau zu verstehen, welche finanzielle Planungssicherheit Ihnen der Partner bieten kann. Fragen Sie nach Referenzen von anderen Fitnessbetreibern, die bereits länger mit dem Aggregator kooperieren. Noch besser: Sprechen Sie mit ihnen, um herauszufinden, ob sich die versprochenen Einnahmen mit den tatsächlichen Ergebnissen decken.
Denken Sie langfristig Definieren Sie Ihre Erwartungen und Erfolgskennzahlen und kommunizieren Sie diese klar. Außerdem sollten Sie überlegen, welche Vorteile eine exklusive Partnerschaft mit dem Aggregator bringen kann. Eine exklusive Kooperation im B2B-Bereich sichert die Wertigkeit Ihres eigenen Angebots gegenüber dem Markt und schützt vor Preisdumping. Zudem bieten sich bei einer Exklusivität andere Möglichkeiten der Vertragsgestaltung, die sicherstellen können, dass die gemeinsamen Ziele erreicht werden.
Ralf Aigner Geschäftsführer von Gympass Deutschland
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SARKOPENIE | ANZEIGE
Risiko Sarkopenie: ein Kommentar
Wenn wir älter werden, verlieren wir an Kraft. In unseren Vierzigern erleben viele von uns einen altersbedingten Schwund an Muskelmasse, -kraft und -funktion. Der medizinische Name dafür lautet: Sarkopenie. Doch diese Krankheit wird bislang wenig beachtet, obwohl sie eine geringere Lebensqualität und höhere Gesundheitskosten verursacht. Alexander Goebel, Commercial Manager Deutschland der Körperanalysegeräte-Marke Tanita, kommentiert.
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ie Schlagwörter in der Fitness- und Gesundheitsbranche kommen und gehen, doch beim Thema Sarkopenie wird das anders sein – im Interesse von Kunden, Patienten, Trainern und Studios bleibt das Thema 2020 und darüber hinaus präsent. Doch was sind die Ursachen der Sarkopenie und was kann getan werden, um die Krankheit zu verhindern oder ihr zumindest vorzubeugen?
Dabei ist im Alter gesunde Muskelmasse unerlässlich, um Mobilität, Alltagsfunktionen und Lebensqualität sicherzustellen. Sie ist wichtig, um ein gutes Körpergleichgewicht zu erhalten und so Stürze zu vermeiden, die zu Verletzungen oder im schlimmsten Fall sogar zum Tod älterer Menschen führen können.
Wie können wir Sarkopenie-Risiken reduzieren? Was ist Sarkopenie? Sarkopenie ist ein „junger“ Begriff, der aber seine Wurzeln im Altgriechischen hat: „sarx“ für Fleisch und „penia“ für Verlust. Die Krankheit blieb bis 2010 ein relativ neues medizinisches Phänomen. Dann definierte die „European Working Group on Sarcopenia in Older People“ (EWGSOP) die Krankheit als „niedrige Muskelmasse mit reduzierter Muskelkraft und reduziertem Gangtempo“. Zugleich wurde die BIA-Technologie als Schlüsselmethode identifiziert, um Muskelmasse effektiv zu messen. Auch wegen dieser besseren Messmöglichkeiten ist Sarkopenie mehr in den Fokus gerückt.
Wie entsteht Sarkopenie? Von der Geburt bis in die Dreißiger hinein werden die Muskeln größer und stärker. Irgendwann während der Dreißiger beginnen dann die meisten Menschen sowohl an Muskelmasse als auch an -funktion zu verlieren. Im Alter von 50 bis 80 Jahren nimmt die Muskelmasse deutlich ab, was auf Probleme wie einen sinkenden Hormonspiegel, die Fähigkeit des Körpers, Proteine zu metabolisieren und eine unzureichende Kalorienzufuhr zurückzuführen ist.
Alexander Goebel Commercial Manager Tanita Europe BV
Foto: Tanita Europe
Dipl.-Sportwissenschaftler an der DSHS Köln, ehemaliger Personal Trainer und Leistungssportler. Aufbau und Betreuung von nationalen und internationalen Geschäftsbeziehungen in der Fitness- und Gesundheitsbranche. Devise: Wir müssen gedanklich weg vom BMI – hin zur BIA.
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Wichtig ist ein aktiver Lebensstil, der auch regelmäßiges Krafttraining umfasst. Entscheidend ist, dass jeder auf die eigenen, individuellen Voraussetzungen achtet und Ernährungs- oder Trainingspläne entsprechend anpasst: abhängig von Alter, Fitness und Gesundheitszustand. Im fortgeschrittenen Alter, wenn Sarkopenie zunehmend ein Thema wird, sind therapeutische Programme sinnvoll, die Kraft, Mobilität und Lebensqualität verbessern.
Keine Medikamente gegen Sarkopenie Spätestens ab dem 50. Lebensjahr sollte man ein gezieltes Training ins Auge fassen. Bis heute gibt es keine Medikamente gegen Sarkopenie und die positive Wirkung von Aminosäuren ist umstritten. Ein weiteres wichtiges Instrument ist die Gesundheitsüberwachung mit bioelektrischer Impedanzanalyse (BIA): Mit der präzisen, nicht-invasiven Methode messen Ärzte und Trainer regelmäßig die Muskelmasse der Betroffenen – bereits in jüngeren Jahren und heruntergebrochen auf Gliedmaßen. Nutzer erkennen mit den Messungen Trends und identifizieren einen Muskelschwund frühzeitig.
Fazit: Sarkopenie vorbeugen Neueste Studien zeigen, dass es nie zu spät ist, mit dem Training zu beginnen, die langfristigen gesundheitlichen Vorteile zu nutzen und Sarkopenie vorzubeugen. Das gilt besonders für Menschen, die viel sitzen. Zugleich kann die Körperanalyse nicht nur die Gesundheit überwachen, sondern auch dabei helfen, neue Fitnessziele zu setzen. Sie steigert die Motivation für körperliche Aktivität und einen gesunden Lebensstil. Davon profitiert der Einzelne heute und in Zukunft.
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Die unterschätzte Krankheit Sarkopenie
STOFFWECHSELANALYSE | ANZEIGE
Gen-Diät MetaCheck Das Original seit 2010
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Gen-Diät MetaCheck fitness®
Das Original seit 2010 Seit nunmehr 10 Jahren bietet die Gen-Diät MetaCheck fitness® ihren Kunden die Möglichkeit, mit einem individuellen, auf die eigenen Gene abgestimmten Ernährungs- und Sportplan gesund und nachhaltig abzunehmen. Wie gut dieses Abnehmkonzept in Fitnessstudios funktioniert, demonstrieren zahlreiche Testimonials und TV-Beiträge sehr eindrucksvoll. Das Center of Genetic Analysis and Prognosis – kurz CoGAP – hat die Gen-Diät entwickelt und ist auf diesem Gebiet Vorreiter der Branche.
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ls erster Anbieter in Deutschland bietet CoGAP ein Gesamtkonzept rund um die Gen-Diät MetaCheck fitness® in der Fitnessbranche an, das seit Jahren überzeugt. Der exklusive Vertrieb der Gen-Diät MetaCheck fitness® in den Bereichen Fitness, Physiotherapie und Mikrostudios für Deutschland wird von der for me do GmbH übernommen.
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Wie läuft die Gen-Diät MetaCheck fitness® ab? Die Basis der Gen-Diät MetaCheck fitness® ist eine Gen-Analyse mittels eines einfachen Wangenabstrichs, der vom Trainer vor Ort im Studio entnommen wird. Im Labor wird die Probe dann auf bestimmte Stoffwechselgene und deren Interaktion miteinander untersucht, um Aussagen über eine genetisch angepasste Ernäh-
rung und ein typgerechtes Fitnessprogramm zu treffen. Innerhalb von zehn Tagen liegt dann das Analyseergebnis beim Trainer vor und kann mit dem Kunden besprochen werden. Damit dies reibungslos abläuft, führen die Vertriebspartner und Fitnessexperten der for me do GmbH im Vorfeld eine Kick-offVeranstaltung durch, in der die zukünftigen MetaCheck fitness®Berater alles zu Durchführung, Beratung sowie zu Strategien in Bezug auf Marketing und Verkauf erlernen. Dank dieser Schulung ist die Beratung der Kunden für jeden Mitarbeiter im Fitnessbereich mühelos nachzuvollziehen und auszuführen.
Was bekommt der Kunde für sein Geld? Nach Abschluss der Analyse erhält der Kunde über seinen Berater seine persönliche Auswertung mit allem, was er für eine erfolgreiche Gewichtsreduktion braucht. So wird der Kunde einem von vier Meta-Typen und einem von zwei Sport-Typen zugeteilt. Dank dieser Stoffwechseltypisierung erfährt er, welche Makronährstoffe (Proteine, Fette und Kohlenhydrate) weniger und welche vermehrt in Körperfett umgewandelt werden und ob ausdauer- oder schnellkraftbasierte Sportarten einen effektiveren Kalorienverbrauch hervorrufen. Für den perfekten Start gibt es mit der Auswertung einen individuellen Ernährungsplan für vier Wochen, eine Lebensmittelliste mit über 800 Lebensmitteln und zahlreiche personalisierte Rezeptideen im kostenlosen Onlineportal. Zusätzlich werden noch fünf wichtige Abnehmfaktoren ermittelt (Jo-Jo-Effekt, Muskelmasseverlust während einer Diät, Hungergefühl, Sättigungsgefühl, viszerales Fettgewebe), die weitere, individuelle Ernährungsempfehlungen ermöglichen. Abgerundet wird das Konzept mit einem individuellen Mahlzeitenersatz – dem MetaShake® – sowie individuellen Kochbüchern, einem Ernährungsportal und einer exklusiven, onlinebasierten App.
Die Gen-Diät MetaCheck fitness® als ein hoch innovativer Ansatz mit Fokus auf Ernährung und Sport zur gesunden, nachhaltigen Gewichtsreduktion bietet jedem Fitnessstudio ein weiteres Instrument zur Verbesserung seiner Beratung. Profitieren auch Sie vom Marktführer der Gen-Diät! Weitere Infos unter: www.formedo.de.
Die Vorteile der Gen-Diät MetaCheck fitness®: • unkomplizierter Wangenabstrich genügt • Auswertung in hochwertiger Box mit passender MetaShake® 1-Wochen-Kur + Rezept-Booklet • Meta-Typ- und Sport-Typ-Bestimmung • fünf wichtige Abnehmfaktoren (Jo-Jo-Effekt, Muskelmasseverlust, Hungergefühl, Sättigungsgefühl, viszerales Fettgewebe) • individuell angepasste Ernährungspläne und Trainingsempfehlungen • kostenloser Zugang zur exklusiven webbasierten MetaCheck-App für alle Kunden und Trainer • Einkaufsführer mit über 800 Lebensmitteln für flexibles Zusammenstellen der Mahlzeiten • innovativer Meta-Typ-gerechter Mahlzeitenersatz MetaShake® • Kick-off-Veranstaltung von for me do
Foto: CoGAP
Der MetaCheck fitness® verhilft den Menschen so bei der Wahl der für sie geeigneten Ernährungs- und Bewegungsprogramme zum effektiven und nachhaltigen Abnehmen. Gleichzeitig entlastet er die Trainer, da sämtliche Ernährungspläne und Empfehlungen im Gesamtpaket enthalten sind und der Trainer dem Kunden alle notwendigen Materialien direkt aushändigen kann. Durch einen konkreten und durchdachten Pre-Sales-Service wie Vorabberatung, Bereitstellung von Informationsbroschüren und Präsentation einer MetaCheck fitness®-Musterauswertung kann ein direkter Kundenkontakt hergestellt und die Verkaufsförderung somit aktiv begünstigt werden.
Julia Paul Julia Paul hat nach ihrer Ausbildung zur staatlich anerkannten Diätassistentin an der Uniklinik Düsseldorf ein Bachelorstudium an der Universität Bonn im Bereich Ernährungs- und Lebensmittelwissenschaften mit dem Schwerpunkt Ernährungswirtschaft erfolgreich abgeschlossen. Mittlerweile ist sie bei der CoGAP GmbH als leitende Ernährungswissenschaftlerin tätig und hat berufsbegleitend ein Fernstudium zur Ernährungsberaterin für Sportler absolviert.
for me do GmbH Schloßbergstr. 28 | 38315 Hornburg | Tel.: 0 53 34 – 94 86 16 | info@formedo.de | www.formedo.de
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VIBRATIONSTRAINING | ANZEIGE
Interview mit Mario Schneider, Betreiber des Sport- In in Brandenburg / Wust
Galileo – eine Topinvestition
Foto: Luis Louro - stock.adobe.com
„Für meine Kunden nur das Beste“ ist die Devise von Mario Schneider im Sport-In in Brandenburg / Wust. Aus diesem Grund hat er sich für das Vibrationstraining von Galileo Therapy entschieden und ist vom Nutzen der Schmerzbehandlung und der positiven Resonanz seiner Kunden überzeugt. Welche Gründe für die Zusammenarbeit mit Galileo sprechen und wie er die Umsetzung im Gesundheitsstudio gestaltet, erläutert er im Interview.
M
ario Schneider betreibt seit 15 Jahren die Multifunktionsanlage Sport-In in Brandenburg / Wust.
Neben dem umfangreichen Ballsport Angebot (Tennis, Squash, Badminton) betreibt er zusammen mit seiner Frau Brit und einem 30-köpfigen Team auf einer Gesamtfläche von 4.300 m2, davon 450 m2 Trainingsfläche, ein Gesundheitsstudio. Im Interview erläutert uns Mario Schneider die Beweggründe, warum er sich für das Galileo Vibrationstraining entschieden hat und davon begeistert ist. Herr Schneider, wie sah Ihr erster Kontakt zum Thema Galileo mit der for me do GmbH aus? Mario Schneider: Seit einigen Jahren war und bin ich mit Marcus Neugebauer, dem Berater meiner Region von for me do, in lockerem Kontakt zum Thema Vibrationstraining. Das Thema Vibra-
Was hat Sie dazu bewegt, sich für das Galileo Vibrationstraining zu entscheiden? Mario Schneider: Ich habe viele Anbieter getestet und verschiedene Standpunkte angehört. Allerdings hat mich nur Galileo Training mit seinem medizinischen und therapeutischen Background überzeugt. Mit dieser einzigartigen Kombination schaffe ich es, neben den Bestandskunden auch neue Mitglieder zu generieren. Hierbei halfen mir vor allem das Marketingpaket und die individuelle, konzeptionelle Beratung zur internen und externenBewerbung, die for me do anbietet.
Foto: Foto-Wildgrube
Bis heute bin ich von der Kombination aus therapeutischen Anwendungsmöglichkeiten mit intelligenter Trainingssteuerung wie Chipkarten, Trainingsplansoftware und Avatar-Lösung für ein eigenständiges Training begeistert, selbst wenn ich ganz klar sagen muss, dass Galileo nicht der günstigste Anbieter im Bereich Vibrationstraining ist. Für mich zählt die Devise: für meine Kunden nur das Beste – eine Entscheidung, die ich bis heute nicht bereut habe.
Brit und Mario Schneider, Betreiber des Sport- In in Brandenburg / Wust
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tionstraining beschäftigte mich immer wieder und mir war klar, dass es eine sinnvolle Ergänzung zu bestehenden Trainingssystemen ist. Da die Auswahl an möglichen Vibrationstrainingsgeräten schier endlos ist, habe ich mir viel Zeit gelassen, um eine persönliche Entscheidung zu treffen, welcher Anbieter für mich und meine Mitglieder die beste Wahl sei.
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Wie sah denn genau die Umsetzungsstrategie seitens der for me do aus? Mario Schneider: Mein Berater von for me do, Marcus Neugebauer, und ich haben viele intensive Gespräche zur Umsetzung intern wie
extern geführt, woraus wir schlussendlich für unser Gesundheitsstudio das passende Konzept generiert haben. Da wir 2016 direkt mit zwei Systemen eingestiegen sind, war für mich klar, dass das Galileo Vibrationstraining einen absoluten Mehrwert für meine Kunden bieten muss. Mittlerweile sind wir bei vier Systemen angelangt. Nach einer intensiven Schulung meiner Mitarbeiter durch for me do sowie einem groß angelegten Infoabend für unsere Mitglieder haben wir begonnen, das Galileo Training unseren Mitgliedern „schmackhaft“ zu machen, indem sie es erst zweimal kostenfrei testen konnten. Diese Entscheidung war goldrichtig! Man muss nicht viel erzählen – unsere Mitglieder haben den positiven Effekt sofort gespürt. Sie waren und sind bis heute absolut begeistert. Nach dem Probetraining konnten die Interessenten das Galileo Modul ganz einfach zu ihrem Bestands- oder Neukundenvertrag dazu buchen. Aktuell haben ca. 750 von 1.600 Mitgliedern ein Galileo Zusatzabo. Eine Zahl, die mich persönlich stolz macht und zeigt, wie genial Galileo Training ist und welchen Mehrwert und Nutzen unsere Kunden spüren, wenn sie damit trainieren. Meine Mitarbeiter und ich selbst trainieren regelmäßig mit Galileo.
Wir bieten regelmäßig einen Infoabend in Form eines 30-minütigen Workshops „Galileo“ an, wo wir das Thema Vibration vorstellen und so neue Mitglieder wie auch Bestandskunden immer wieder mit Galileo in Berührung bringen. Manchmal möchten langjährige Kunden auf einmal Galileo testen. Das Schöne ist: Wer es einmal ausprobiert hat, ist begeistert.
Neben der täglichen Kommunikation, welche Nutzen Galileo hat, bilden wir natürlich intern wie extern unsere Mitarbeiter fort, teilweise im Haus oder auf Fortbildungen, die durch for me do angeboten werden. Manche Mitarbeiter sind mittlerweile richtige Galileo-Profis und haben sich dem Thema verschrieben. Neben der Mitarbeiterfortbildung kombinieren wir das Galileo Training auch mit unseren bestehenden Faszientrainings und den verschiedenen Zirkelsystemen. So haben die Kunden drei wesentliche Elemente: Stabilität, Mobilität und Kraft – und das bei unter einer Stunde Training.
Fazit Galileo Training war und ist für mich eine Topinvestition und genau richtig für unsere gesundheitsorientierte Ausrichtung und somit eine klare Abgrenzung gegenüber den anderen Anbietern. Danke an for me do und insbesondere an Marcus Neugebauer, der nicht müde wird, das Thema Galileo Vibrationstraining erfolgreich zu entwickeln.
for me do GmbH Marcus Neugebauer Ist seit 2010 als Senior Berater bei der for me do GmbH beschäftigt. Er ist verantwortlich für die gesamte Region Süd-Ost und ausgewiesener Experte für den Bereich Medical-Fitness. Mit seiner umfangreichen Kompetenz unterstützt Marcus Neugebauer Kunden von der Produkteinführung bis hin zur Neupositionierung im Gesundheitsmarkt.
Fotos: for me do GmbH
Wie bei allen Systemen, klingt die Begeisterung auch bei neu eingeführten Systemen nach einiger Zeit wieder ab. Die Kunden sind nicht mehr so „heiß“ wie am Anfang. Wie konnten Sie dem entgegenwirken? Mario Schneider: Dieses Thema kennt wohl jeder Betreiber. Nach einer Anfangseuphorie stellt sich schnell wieder der Alltag ein – nicht so beim Galileo Training.
Seit Neuestem arbeiten wir im Hinblick auf Beckenbodentraining mit einer Frauenärztin zusammen. Über Empfehlungen kamen so die ersten Neukunden, die gleich Mitgliedschaften abgeschlossen haben.
neugebauer@formedo.de 0 53 34 / 94 86 16 | www.formedo.de
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GESUNDHEITSNETZWERK | ANZEIGE
Foto: Neustockimages - istockfoto.com
Zielgruppen durch Positionierung als Gesundheitspartner besser erreichen
Netzwerk mit Ärzten und Gesundheitspartnern Immer mehr Fitness-, Physiotherapie- und Gesundheitsanbieter suchen nach Lösungen, sich mit ihrem Unternehmen erkennbarer auszurichten, vom Wettbewerb abzugrenzen und ihre Zielgruppen besser zu erreichen. Medical Active Consulting bietet ein Konzept, das diese Unternehmen in lokale Netzwerke mit Ärzten und weiteren Gesundheitspartnern einbindet. Was verbirgt sich hinter diesem wachsenden Erfolgsrezept? fitness MANAGEMENT international sprach mit Medical Active-Entwickler Markus Rauluk. fMi: Herr Rauluk, Ihr Netzwerk wächst und immer mehr Gesundheitsstudios sowie auch Therapeuten mit Selbstzahlerbereichen schließen sich Medical Active an. Warum sollten Studiobetreiber über Gesundheitsnetzwerke nachdenken und für welche Unternehmer sind diese besonders interessant? Markus Rauluk: Viele Discountbetriebe rüsten auf und positionieren sich mit immer vielfältigeren und lifestyleorientierten Angeboten. Es ist also nicht sinnvoll, hier als klassischer Premium- bzw. Gesundheitsanbieter mithalten zu wollen, auch weil der niedrige Beitrag der Discounter meist nur über entsprechend viele Mitglieder zu kalkulieren ist. Das Verhältnis von viel und günstig können sich Premium- bzw. Gesundheitsanbieter in der Regel nicht leisten. Das müssen sie aber auch nicht – denn neueste Statistiken belegen, was Unternehmer der Fitness- und Gesundheitsbranche aus Erfahrung gern bestätigen: Der Altersdurchschnitt steigt. 50 Prozent der 118
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Bevölkerung sind bald zwischen 40 und 80 Jahre alt. Demografisch bedingt entstehen hier also neue, sehr interessante Zielgruppen mit ganz eigenen Ansprüchen und Bedürfnissen! Alle Unternehmer, die Menschen aus diesen Zielgruppen für sich als Mitglieder erreichen wollen, können in Zukunft auf Gesundheitsnetzwerke kaum noch verzichten. fMi: Was sind die wichtigsten unternehmerischen Aspekte, wenn ich ein Gesundheitsnetzwerk aufbauen möchte? Markus Rauluk: Ein entscheidender Erfolgsfaktor ist grundsätzlich das Thema Positionierung. Als Unternehmer muss man zunächst verschiedene Parameter festlegen, z. B. welche Zielgruppe man erreichen will, welche Bedürfnisse diese hat und wie ich diese befriedigen kann. Es sollte u. a. geprüft werden, ob der Mitgliedsbeitrag, den ich erzielen möchte, mit der Qualität, die ich dafür bieten muss, übereinstimmt.
Um diese Zielgruppe erreichen zu können, muss ich von ihr als Gesundheits- und Qualitätsunternehmer wahrgenommen werden. Es geht also um die Erkennungsmerkmale meiner Kompetenz. Neben meiner gesundheitlichen Ausrichtung, der Ausbildungsqualität meiner Mitarbeiter und der Ausstattung meiner Räumlichkeiten kann der Aufbau eines lokalen Netzwerkes aus Ärzten und weiteren Gesundheitspartnern meine Positionierung sehr gut unterstützen und helfen, die anvisierten Zielgruppen besser zu erreichen. fMi: Was sind die Merkmale dieser Zielgruppen und was haben sie mit der Arztpraxis als Netzwerkpartner zu tun? Markus Rauluk: Bezogen auf die Arztpraxis ist ein wesentliches Merkmal meiner Zielgruppe die Besuchshäufigkeit. Menschen mit wenig Bezug zu eigenverantwortlichen Bewegungsaktivitäten besuchen Arztpraxen aus medizinischer Sicht oftmals wegen Kleinigkeiten, ausgelöst durch Bewegungsmangel. Viele Besuche wären also vermeidbar, würde man gezielt eigeninitiativ unter qualitativ kompetenter Betreuung trainieren. Medical Active hat zum Thema Besuchshäufigkeit drei relevante Zielgruppen im Fokus: 1. Engagiert im Job (oder in der Familie): Diese Patienten wollen oft mals, dass der Arzt nochmals „nachschaut“, um nach Möglich keit schneller wieder fit zu werden. Der oftmals vermutete Wunsch nach einem Krankenschein ist nicht der Grund für häu fige Arztbesuche. Es geht eher darum, die Arbeitskollegen nicht länger als nötig krankheitsbedingt im Stich zu lassen (oder die Familie zu vernachlässigen). 2. Fit im Alter: Die Hauptmotivation dieser Menschen für Arztbe suche ist eine Kombination aus Vorsicht und Qualitätsdenken. Sie sind offen für kompetente Empfehlungen, z. B. für Qualitäts anbieter, bei denen sie sich fit und gesund halten können. Mög licherweise haben sie Angst, sich ohne oder bei falscher Betreuung unnötigen gesundheitlichen Risiken auszusetzen. 3. Einsam im Alter: Diese Menschen besuchen die Arztpraxis oftmals aus sozialen Gründen wie Einsamkeit, vom Ehepartner getrennt, wenig Kontakt zur Familie, zum Nachbarn, etc. Ihnen würde also Bewegung in einem angenehmen Umfeld unter Gleichgesinnten aus gesundheitlichen sowie auch aus sozialen Gründen guttun.
ungsprozess beschleunigt werden. Die Patienten können, je nach Ausgangsituation, schneller regenerieren und länger gesund bleiben. Einfach ausgedrückt: Wer fitter ist, ist seltener krank! Das Interesse des Patienten, grundsätzlich oder z. B. nach einer Therapie, auch selbst aktiv etwas für sich zu tun, sollte vorhanden sein oder vom Arzt oder Umfeld des Patienten geweckt werden. Auch der Fokus auf die Wirtschaftlichkeit* einer Praxis kann bei der Gesamtbetrachtung eine Rolle spielen, da viele Ärzte bei häufigen Patientenbesuchen – insbesondere von regulär gesetzlich Versicherten – zum Teil nur Pauschalen abrechnen können und nicht jede erbrachte Leistung. Wartezeiten und überfüllte Praxen sind auch in unseren Nachbarländern ein Problem. Aus der Schweiz kommt sinngemäß z. B. folgendes Feedback: Lieber mehr Vorsorge-Effizienz als ein unangemessen hoher Nachsorgeaufwand – also lieber einmal richtig untersuchen und behandeln lassen sowie gezielte Maßnahmen ergreifen, auch in Eigenregie, als wegen jeder Kleinigkeit die Praxis immer wieder aufzusuchen. fMi: Bei Unternehmern der Fitness-, Physio-, und Gesundheitsbranche gibt es in Bezug auf Ärzte oft noch Vorbehalte und Fehlinterpretationen. Wie passen Ärzte, Fitness- und Gesundheitsunternehmer und Gesundheitstraining eigentlich zusammen? Markus Rauluk: Vorurteile und Denkmuster wie der Arzt als „Gott in Weiß“ oder „Nimmt mich ein Arzt überhaupt ernst?“ sind uns bekannt. Diese sind aber heutzutage meistens unzutreffend. Neben der Weiterentwicklung medizinischer Sichtweisen zu gezielten Bewegungsaktivitäten spielt hier auch der sogenannte Generationenwechsel bei Medizinern eine wichtige Rolle. Ärzte der neuen, jüngeren Generation sind oftmals selbst sehr sportlich unterwegs. Sie kennen den Sinn von eigenverantwortlichen Bewegungs-, Beweglichkeits- und Trainingsaktivitäten im Anschluss an die vorgeschaltete Therapie oder Genesungszeit. Sie sehen also den kooperativen Ansatz. Medical Active liefert Erfahrungswerte sowie erprobte Abläufe und Tools, die den effizienten Aufbau von lokalen Gesundheitsnetzwerken erleichtern.
Wir haben also eine Ursache, die in verschiedenen Symptomen sichtbar wird: Bewegungsmangel! Das Merkmal dieser drei Gruppen ist eine verhältnismäßig hohe Besuchshäufigkeit in Arztpraxen verschiedenster fachlicher Ausrichtungen aus unterschiedlichsten Gründen. Hausärzte und Orthopäden sind sicher die klassischen Fachbereiche, an die man als Gesundheitsanbieter zuerst denken würde, wenn es um Kooperationen geht. Nach unserer Erfahrung gibt es deutlich vielfältigere Möglichkeiten, ein Netzwerk mit Ärzten und Gesundheitspartnern zu gestalten. HNO und Zahnärzte, Kardiologen, Gynäkologen, Urologen, Apotheken und Therapeuten, die Anzahl der Fachbereiche ist theoretisch unbegrenzt, da das Thema Bewegungsmangel fast überall eine Rolle spielen kann. fMi: Was ist aus Ihrer Sicht die Motivation eines Arztes, das Thema Bewegung in seine Patientenberatung miteinzubeziehen? Markus Rauluk: Priorität hat immer der Patientennutzen. Durch gezieltes, eigenverantwortliches Training kann oftmals der Genes
Markus Rauluk Markus Rauluk ist Inhaber und Entwickler von Medical Active International. Medical Active unterstützt qualifizierte Fitness- und Gesundheitsunternehmen bei der Optimierung ihrer Gesundheitspositionierung und beim Aufbau von lokalen Netzwerken mit Ärzten und Gesundheitspartnern. Durch die Beteiligung an einem kleinen Studio in NRW hat Markus Rauluk die Fitnessbranche im Alter von 20 Jahren von der Pike auf gelernt und übernahm schon frühzeitig Führungsaufgaben in größeren Clubs. Es folgten weitere Berufsstationen in Wien, London, Zürich, Berlin und Hamburg, u. a. für Meridian Spa & Fitness und Holmes Place, wo er professionelle Managementerfahrung sammelte. Anspruchsvolle und komplexe Themen in einfach anwendbare Abläufe zu wandeln ist seine Stärke. Foto: privat
medical-active.net
* Wirtschaftlichkeit von Arztbesuchen: Viele Ärzte können bei regulär gesetzlich versicherten Patienten in Deutschland nur einen Besuch mit einem Pauschalbetrag pro Quartal abrechnen, der abhängig von diversen Kennziffern bei ca. 15 bis 35 EUR liegen kann. Immer mehr Menschen gehen wegen Kleinigkeiten und länger dauernden Genesungsprozessen verhältnismäßig oft (bis zu 3 – 5 Mal pro Quartal) zum Arzt. Auch in unseren Nachbarländern sind Arztpraxen aus diesen und ähnlichen Gründen überfüllt.
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BERATUNG | ANZEIGE
Fotos: ACISO Fitness & Health GmbH
ACISO – das A und O für mehr Erfolg Erfolg ist immer die Summe richtiger Entscheidungen. Jeden Tag treffen wir sie. Manche davon sind einfach und von geringerer Bedeutung, andere sind nicht nur schwieriger zu treffen, sie haben auch langfristige Folgen. Während im privaten Umfeld subjektive Entscheidungen stets nachvollziehbar und legitim sind, werden im beruflichen Kontext objektive Entscheidungen erwartet. Sie sollten für alle Beteiligten das bestmögliche Ergebnis darstellen. Leichter gesagt als getan? Mit einem externen Berater lässt sich oft ein hohes Maß an Objektivität erreichen.
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ute Beratung bedeutet auch, immer eine sinnvolle Balance zwischen Wünschen und Realität zu erarbeiten. Als Unternehmer in der Fitness- und Gesundheitsbranche, einem gleichermaßen umkämpften wie dynamischen Wachstumsmarkt, gilt es, Chancen rechtzeitig zu erkennen, sie einer realistischen Einschätzung zu unterziehen und zielgerichtete Maßnahmen zur Umsetzung zu ergreifen. Wohl dem, der dabei kompetente Orientierungshilfe hat. Ansonsten bleiben vermeintliche Chancen häufig nur (ungenutzte) Möglichkeiten, auch in Bezug auf die Unternehmens- und Mitarbeiterentwicklung oder gar auf Expansionspläne.
Erfolg durch strategische Unternehmensbegleitung, Mitarbeitermotivation und klare Ziele Ein erfolgsorientiertes Unternehmen benötigt die Fähigkeit, die eigenen Angebote und Dienstleistungen immer wieder infrage zu stellen, um zu erkennen, ob mit dem jetzigen Portfolio auch in Zukunft verlässliche Gewinne zu erzielen sind. Dabei geht es um eine kritische Auseinandersetzung mit allen Abläufen in sämtlichen Abteilungen. Extern begleitete Strategieprozesse, unter anderem basierend auf Erfahrungswerten und Kennzahlen im Branchenver120
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gleich, geben unerlässliche Anhaltspunkte und eine klare Orientierung für den Erfolgskurs. Wer seinem Erfolgskurs folgt, der setzt sich und dem Team klare Ziele, die er unter Zuhilfenahme eines regelmäßigen Controllings sicher erreicht. Um die daraus resultierende Qualität für den Kunden im gesamten Unternehmen erlebbar zu machen, benötigt es einen Leader, ein Team, eine wertebasierte Philosophie, ritualisierte und standardisierte Prozessabläufe, eine gute Organisation und ein gutes Controlling. Schon allein das zu schaffen, empfinden vor allem klein- und mittelständische Unternehmen oft als schwierig. Mit einem externen Berater entwickelte Strategien, die anschließend – neu oder bereinigt – in den Unternehmensalltag eingebaut werden, schaffen eine Win-win-Situation für alle Beteiligten. Die spezialisierten Berater der ACISO Consulting begleiten Unternehmer zum Beispiel mit dem strategischen Planungs-Tool „Kompass“.
Effektive Bildungspower mit Mehrwert: Glückliche Mitarbeiter bedeuten glückliche Kunden In den letzten Jahren haben sich die Anforderungen an ein Un-
ternehmen in der Fitnessbranche gravierend verändert. Gesellschaftliche und gesundheitspolitische Entwicklungen zeigen sich zunehmend in einer neuen Kundenstruktur: Heute besucht vielfach ein mittelaltes Publikum, die sogenannten „Best Ager“, ein Fitnessstudio. Menschen leben zunehmend gesundheitsbewusst und/oder wollen aktiv etwas gegen Beschwerden und Krankheiten tun. Gleichzeitig sind junge, dynamische, fitte und leistungsorientierte Kunden an einem gezielten Training interessiert. Daraus folgt, dass sich die Branche den zunehmenden Anforderungen an die Professionalisierung der Mitarbeiter und den steigenden Erwartungen der Kunden stellen muss. Zwei Zitate beschreiben die Thematik unter betriebswirtschaftlicher Betrachtung treffend: „Wer Zahlen bewegen will, kommt nicht umhin, zuerst die Menschen zu bewegen.“ Und: „Wer mit Zeit nicht umgehen kann, kann mit Geld nicht umgehen.“
von INJOY den deutschsprachigen Fitnessmarkt wesentlich mit ihrer Philosophie und sind heute mit ihrem starken Markencharakter aus der Fitness- und Gesundheitsbranche nicht mehr wegzudenken. 160 Studios zählten im Januar 2020 in Europa zu INJOY. Zum Jahresbeginn 2020 wurde die Marke INJOY zum sechsten Mal in Folge vom Deutschen Institut für Service-Qualität (DISQ) im Rahmen einer Servicestudie zum Testsieger Fitnessstudios ernannt. Das erfolgreiche Umsetzungskonzept für Functional Training, FTCLUB, wird zukünftig als Franchisekonzept angeboten. Die umfassenden Leistungen reichen von der Existenzgründung über ein außergewöhnliches Trainingskonzept bis zum erprobten Marketing. Functional Training ist mehr als nur ein Trend. Experten sind ausnahmslos der Meinung, ja sogar der festen Überzeugung, dass es DIE Zukunftschance in der Fitnessbranche ist.
Erfolg verbindet eine starke Gemeinschaft Die ACISO ACADEMY hilft Ihrem Team, das volle Potenzial zur Kundenbindung und Kundengewinnung für Ihr Unternehmen zu entfalten. Sie ist ein Ausbildungsinstitut mit einem umfangreichen Programm. Im Managementbereich reicht das Angebot von Seminaren zur Mitarbeiterführung oder zum Controlling bis hin zur Teamschulung in den wichtigsten operativen Bereichen wie Verkauf oder Kundenservice. Hinzu kommen Schulungen für Trainer und Kursleiter. Zufriedene, glückliche und bestenfalls begeisterte Kunden sind die Basis für eine erfolgreiche Weiterempfehlung und gleichzeitige Positionierung in Ihrem regionalen Markt und Wettbewerb.
Erfolgsfaktor Franchise: INJOY und FT-CLUB – zwei starke Marken mit überzeugenden Philosophien Franchise liegt nicht nur in Deutschland, sondern weltweit im Trend. INJOY als erfolgserprobtes Franchisekonzept seit nunmehr 18 Jahren ist in seiner Ausrichtung weit mehr als nur ein Ort, an dem Menschen trainieren. Am 2. Februar 2002 ging das FitnessFranchisesystem an den Start und steht seitdem für kompetentes und effizientes Training. Vom ersten Tag an prägten die Studios
Branchenübergreifend herrscht einhelliger Konsens darüber, dass Unternehmens- und Kompetenznetzwerke zu den wichtigsten Erfolgsfaktoren für Innovationen in der Wirtschaft geworden sind und es weiterhin sein werden. Eine starke Gemeinschaft zeichnet sich durch regelmäßigen Austausch und durch persönliche Treffen aus. So tauschen sich aktuell fast 700 ACISO Kunden und ihre Führungskräfte regelmäßig mit ihrem persönlichen Berater und ergänzend bundesweit zu relevanten Themen und Erfolgsfaktoren in ihren Netzwerken und Events aus. Sie vertrauen auf Lösungen für Einzelstudios, Franchisenehmer oder Lizenzpartner.
Gern laden wir Sie ein, Teil dieser Gemeinschaft zu werden. Zu einer Terminvereinbarung für eine unverbindliche Beratung, z. B. in der Zentrale in München oder bei Ihnen vor Ort, erreichen Sie uns unter 089-450 98 130. www.aciso.com
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DIGITALISIERUNG | ANZEIGE
Automatisierter Bistrobereich im vita club Süd
Voll integrierter Bistrobereich im digitalisierten MYGYM
Auch Premiumclubs profitieren vom digitalen Zeitalter
Automatisierung und Premium sind kein Widerspruch Als Betreiber einer Vielzahl von hochwertigen Fitnessclubs widerlegt Christian Hörl aufgrund seiner weitreichenden Erfahrung das Vorurteil, dass Kunden im Premiumsegment der Automatisierung skeptisch gegenüberständen. Im Gegenteil – er zeigt die Vorteile der digitalen Transformation auf und liefert praxisnahe Beispiele zur erfolgreichen Umstrukturierung.
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hristian Hörl ist so etwas wie ein „alter Hase“ im Fitnessgeschäft. Seit über 30 Jahren führt er die Premiumclubs vita club in Salzburg. „Die Bedenken gegenüber automatisierten Prozessen im Premiumsegment waren allgemein immer hoch und sind es teilweise heute noch“, weiß der Betreiber von insgesamt 17 Anlagen in Österreich und Deutschland. Das Bild der Branche hat sich über die Jahrzehnte radikal verändert – von der Muckibude zum Gesundheitspartner, von Spinden mit Vorhängeschloss bis zum voll automatisierten Clubleben.
Auch im vita club habe man gezögert, als es um die Einführung vieler Automatisierungsprozesse vor allem im Thekenbereich ging. Schließlich wurde Premium durch einen hohen Servicegrad und den Einsatz von vielen Mitarbeitern definiert. Dass diese Ansicht heute nicht mehr gilt, zeigt sich an vielen positiven Beispielen. Der vita club ist nur eines davon. Viele Premiumclubs folgen mittlerweile dem Beispiel und profitieren von den Erfahrungen über die Beratungsleistungen der Firma DSB.
Digitalisierung als Erfolgsmodell Ausschlaggebend für die Transformation des Premiumclubs war das Vorbild der ehemals „kleinen Schwester“ MYGYM, einem hoch automatisierten Studio mit günstigem Beitrag, das zur Erweiterung des Angebots im Jahr 2011 eröffnet wurde. „Gemeinsam mit unserem 122
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Partner Siggi Manz von der Firma Hector hatten wir die Vision des voll automatisierten Clubs, in dem der Mitarbeiter von allen lästigen Aufgaben des Alltags (Handtuch- und Schlüsselausgabe etc.) befreit ist und sich voll und ganz dem Wohlergehen der Mitglieder widmen kann, ähnlich wie ein Concierge im Fünfsternehotel.“ Herausgekommen ist dabei die gemeinsame Firma DSB, die heute nicht nur für die eigenen Unternehmen, sondern auch für externe Franchisepartner und Clubkunden digital-systemische Betriebskonzepte erstellt. Der Erfolg gab den Unternehmern Recht. Die digitalisierten MYGYM Studios wurden schon bald zum Erfolgsmodell und waren nun auch im Vergleich zum ehemaligen "großen Bruder" vita club auf der Überholspur.
Vorteile der Automatisierung Doch warum sollten die praxiserprobten und erfolgreichen Mechanismen nicht auch im Premiumsegment umsetzbar sein? Sie sind es. Heute bedienen sich die vita club-Mitglieder selbstständig an einer modernen Kaffeebar, nehmen im Vorbeigehen einen Eiweißshake für zu Hause aus dem Automaten mit und verlassen das Studio ohne langes Anstehen an der Theke. Denn bezahlt wird an der Rezeption im vita club seit 2018 nicht mehr, zumindest nicht in bar. Der Club ist bargeldlos und nahezu verwaltungsfrei. Die Beratungs- und Verkaufstermine reduzieren sich auf ein Minimum, denn neue Mitglieder schließen in der Regel online – meist aufgrund einer digitalen Weiterempfehlung durch ein bestehen-
Fotos: vita club
Das Mitglied verwaltet seine Daten in der App selbst und lädt Neukunden zum gemeinsamen Training ein
des Mitglied – ihren Vertrag ab. Der Verkaufsmitarbeiter übernimmt vielmehr die Rolle eines Concierge, der Neukunden herzlich in Empfang nimmt und sie mit den Gepflogenheiten des Clubs vertraut macht. Da man sich an dieser Stelle nicht mehr um den Verkauf von Mitgliedschaften kümmern muss, kann man sich voll auf das Angebot von Zusatzleistungen, sogenannten Add-ons, wie z. B. Getränkeabos konzentrieren. Der After Sale läuft so erfolgreich, dass in den Eigenbetrieben über 70 Prozent der Mitglieder ein Getränkeabo gebucht haben. Spannendes Detail am Rande: Der Kaffeeumsatz hat sich nach der Umstellung von Personal auf die große Kaffeestation um das 2,5-fache erhöht.
Kostenreduktion und Wertschöpfung Der Schlüssel zum Erfolg liegt in der Steigerung des Umsatzes und der Reduktion der Kosten, also der Nutzung der Potenziale „in beide Richtungen“. Der Kosteneffekt wird sofort am Tag der Einführung spürbar, denn Personal wird nur noch dort eingesetzt, wo es zur Wertschöpfung beiträgt. Das kann Christian Hörl bestätigen: „Es ist unglaublich, mit wie viel weniger Mitarbeitern wir heute im Premiumsegment arbeiten, ohne dass der Service darunter gelitten hätte. Im Gegenteil, die Mitglieder genießen es, keine Wartezeiten an der Theke zu haben und ihr Clubleben selbst steuern zu können. Und wenn jemand seinen Kaffee serviert bekommen möchte, dann machen wir das.“ Der Kunde nimmt Service heute nicht mehr über die Anzahl der mehr oder weniger motivierten Mitarbeiter wahr, sondern darüber, wie gut und wie schnell seine Bedürfnisse befriedigt werden.
Praxiserprobte Konzepte Die Praxiserfahrungen, die im vita club und in MYGYM gesammelt werden, fließen direkt in die Weiterentwicklung der Firma DSB ein. Alle Lösungen der Beratungsfirma sind somit praxiserprobt und basieren auf typischen Alltagsproblemen der Betreiber. „Während viele Beratungsfirmen ihre Ideen am Schreibtisch entwickeln, leben wir unsere Konzepte erst einmal vor“, so Christian Hörl, „damit sind wir in der Branche einzigartig.“ Die digitale Transformation eines Premiumclubs ist sicherlich herausfordernder als im Discountsegment, zumal es sich meist um alteingesessene Clubs mit historisch gewachsener Struktur handelt.
Qualität wird heute auch an Geschwindigkeit gemessen
Die erste Überzeugungsarbeit für die Sinnhaftigkeit einer Umstrukturierung ist jedoch beim Eigentümer zu leisten. Hier gilt es, eine starke Vision zu erarbeiten und das Bild für die Abläufe der Zukunft zu schärfen. Im vita club fand dafür zunächst ein intensives Strategiemeeting im Führungskreis statt, in dem nicht nur alle Prozesse, sondern auch mögliche Potenziale akribisch durchleuchtet wurden. Am Ende kristallisierte sich folgender Maßnahmenplan für die digitale Transformation heraus:
Digitales Marketing - Anpassung des Angebots - Online-Verkauf von Mitgliedschaften - Einführung der digitalen Weiterempfehlung - Einbindung aller Online-Kanäle
Digitale Clubprozesse - Automatisierung der Theke (Kaffee-, Getränke- und Shakeautomat) - Umstellung auf bargeldlos - Selbstverwaltung durch den Kunden - Automatisierung des Zusatzverkaufs (Solarium, Trainingsbetreuung etc.) via Terminal In der Implementierungsphase konnte man auf die Erfahrungen aus den MYGYM-Anlagen zurückgreifen. „Diesen Schritt nehmen wir unseren DSB-Kunden ab. Denn sie profitieren von unserer Best Practice“, verspricht Hörl. Digitalisierung ist heute für Discountstudios ein Muss, aber auch für Premiumclubs absolut gewinnbringend. Der Weg dorthin will jedoch gut durchdacht und geplant sein, will man nicht in der Entwicklungsphase mehr Geld verlieren als später verdienen. Umso wichtiger ist ein richtiger Systempartner, der eine „Alles aus einem Guss“-Lösung gewährleisten kann. Das Ineinandergreifen der einzelnen Komponenten und Prozesse, das Vermeiden von Schnittstellen sowie ein zentraler Koordinator sind einige der Erfolgsgeheimnisse der DSB. „Hätten wir mit dem vita club diesen radikalen Schritt nicht gewagt und uns nicht von Grund auf neu erfunden, würde ich heute nicht so gelassen in die Zukunft blicken“, resümiert Christian Hörl. 02/20
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VIRTUELLES TRAINING | ANZEIGE
Der Fitness-Videostream fürs Cardioworkout
Motivierendes Cardiotraining mit Life Fitness On Demand
Die Einheiten von Life Fitness On Demand auf der Discover SE3 HD-Konsole werden von ausgewählten Elitetrainern geleitet. Sie sind zwischen zehn und 40 Minuten lang und auf Trainierende aller Alters- und Leistungsklassen ausgerichtet – mit einer Vielzahl von Schwierigkeitsstufen, Trainingsmethoden und Musikgenres.
Life Fitness hat sein digitales Angebot mit dem virtuellen Trainingsprogramm Life Fitness On Demand ausgeweitet. Der Fitness-Videostream mit Workouts ausgewählter Instruktoren läuft exklusiv auf Cardiogeräten mit der Discover SE3 HD-Konsole. Damit ist Life Fitness der erste Hersteller, der virtuelles Training für eine ganze Produktreihe anbietet.
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ife Fitness On Demand steht in Deutschland, Österreich und der Schweiz auf Laufbändern, Crosstrainern, Fahrradergometern sowie dem PowerMill Climber und dem Arc Trainer zur Verfügung. „Wir sind stolz, als erstes Unternehmen der Fitnessbranche einen Trainingsstream für eine ganze Geräteserie anbieten zu können“, sagt Dan Wille, Vizepräsident Marketing und Produktentwicklung von Life Fitness. Die Geräte von Life Fitness würden jedes Jahr von mehr als 60 Millionen Menschen in mehr als 250.000 Studios, Sportzentren, Gesundheitseinrichtungen und Hotels auf der Welt genutzt. „Mit Life Fitness On Demand helfen wir den Anlagenbetreibern dabei, ihre Mitglieder, Patienten und Gäste langfristig zu motivieren und zu begeistern. Und auch für das Heimtraining sind unsere digitalen Coaches die optimalen Trainingspartner.“
Elitetrainer leiten virtuelle Trainingseinheiten Die zur Verfügung stehenden 80 Trainingseinheiten von Life Fitness On Demand werden von Elitetrainern geleitet. Sie sind zwischen 124
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10 und 40 Minuten lang und auf Trainierende aller Alters- und Leistungsklassen ausgerichtet – mit einer Vielzahl von Schwierigkeitsstufen, Trainingsmethoden und Musikgenres. Dabei ist eines immer gleich: Die Musik und die Instruktoren packen die Teilnehmer und reißen sie mit. Die Videos für Life Fitness On Demand wurden in Zusammenarbeit mit der digitalen Fitnessplattform NEOU produziert, in einem 2.000 Quadratmeter großen Studio mit Toptechnik inmitten von Manhattan. Das Ergebnis sind hochauflösende Stimmungsmacher für das Ausdauertraining. „Wir freuen uns, die Nutzer der bekanntesten Fitnessgeräte der Welt in eine neue Trainingsdimension zu begleiten“, sagt Nathan Forster, Gründer und Geschäftsführer von NEOU, „durch die Kooperation mit Life Fitness schaffen wir einen international verfügbaren und einfachen Zugang zu Premiumfitness.“ Künftig werden noch viele neue Workouts für Trainierende hinzukommen, um ihnen eine immer größer werdende Media-
thek zur Verfügung zu stellen und so für noch mehr Abwechslung zu sorgen.
Cardiotraining neu definiert „Life Fitness On Demand ist das Ergebnis der Zusammenarbeit von Toptrainern und unseren Spezialisten für Biomechanik, Softwareentwicklung und Produktmanagement“, sagt Arturo Gutierrez, Product Director und Head Instructor von Life Fitness On Demand. „Mit diesem Videostream werden wir das Cardiotraining neu definieren und den Trainierenden tolle Möglichkeiten eröffnen, unsere Geräte für ein motivierendes und effektives Workout zu nutzen.“ Der Videostream steht den Betreibern von Studios und deren Mitgliedern ohne zusätzliche Kosten zur Verfügung. Nötig sind nur die neueste Software auf den Discover SE3 HD-Konsolen und eine Internetverbindung. Alle neuen Discover SE3 HD-Konsolen sind ab Werk mit Life Fitness On Demand ausgestattet. Der Videostream kann über die Konsole selbst oder die Fitnesscloud HALO von Life Fitness aktiviert werden.
Weltklassecoaches in Ihrer Anlage Für eine erfolgreiche Einführung von Life Fitness On Demand in Studios, Sportzentren und Gesundheitseinrichtungen gibt Life Fit-
ness den Betreibern gratis Marketingmaterial an die Hand. Es gibt digitales Material für die Social-Media-Kommunikation und Werbemittel wie Roll-ups und Poster. Außerdem sind kostenlose Webinare geplant, in denen die Kunden erfahren, wie sie ihr Studio zur virtuellen Workout-Zone machen. Mit Life Fitness On Demand holen sich Studioverantwortliche digitale Weltklassecoaches in die Anlage – zu jeder Zeit, auf allen Cardiogeräten mit Discover SE3 HD-Konsole. Damit heben sie das intensive und anspruchsvolle Grouptraining für ihre Mitglieder auf ein neues Level: mitreißendes Boutique-Feeling – hervorragende Trainer, herausragendes Trainingsprogramm, Top-Equipment und Motivation pur – nicht nur auf dem Bike, sondern auf der ganzen Gerätepalette. So geht virtuelles Workout für alle. Mehr Informationen über Life Fitness On Demand gibt es unter www.lifefitness.de/LFOD.
Life Fitness Europe GmbH Neuhofweg 9 | 85716 Unterschleißheim Telefon: 089 - 31 77 510 | E-Mail: vertrieb@lifefitness.com www.lifefitness.de
Life Fitness On Demand läuft exklusiv auf Cardiogeräten mit der Discover SE3 HD-Konsole. Damit ist Life Fitness der erste Hersteller, der digitales Grouptraining für eine ganze Produktreihe anbietet. Fotos: Life Fitness
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KRAFTGERÄTE | ANZEIGE
UpForm F-Line von Marbo Sport
Innovativ und flexibel Fotos: P.P.H.U. "MARBO" S.C.
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as polnische Unternehmen Marbo Sport wollte im April auf der FIBO, die wegen des Coronavirus (COVID-19) leider verschoben werden musste, verschiedene neue Produkte vorstellen. Die Firma Marbo Sport produziert ihre Geräte in ihrer eigenen, hochmodernen Fabrik in Polen. Dadurch können Kunden aus Deutschland auf kurzem Weg terminnah beliefert werden. Sollten Sie kurzfristig Kraftmaschinen, Functional Rigs oder anderes Fitnessequipment in professioneller Qualität benötigen, können wir von Marbo Sport ihnen helfen. Sprechen Sie unseren Händler dazu an, damit wir gemeinsam Planungssicherheit für Sie herstellen können. Dominika Zięba, Vertriebsleiterin der Marke UpForm, erläutert eine neue, moderne Herangehensweise bei der Planung von Trainingsräumen. Die UpForm F-Linie ist eine neue Lösung für Kraftgeräte im europäischen Markt. Woher kam die Inspiration dafür? Dominika Zięba: Wir haben in der Produktion der Marbo Sport Free Weight- und Marbo Sport Professional-Geräte viel Erfahrung gesammelt. Diese beiden Linien haben wir in den letzten Jahren kontinuierlich verbessert, was uns eine sehr gute Position auf dem europäischen und auch auf dem globalen Markt verschafft hat. Trotz des erreichten Erfolgs suchten wir weiterhin nach Lösungen, die es Studioinhabern ermöglichen, einen perfekten Trainingsort zu schaffen. Unser Wunsch war, unserer Kundschaft einen Handlungsspielraum gewährleisten, damit die Übungsräume nach ihren eigenen Vorstellungen gestaltet werden können. Die Upform F-Line stellt keine starre Lösung vor. Die Linie bietet die Möglichkeit, Maschinen auszuwählen, die perfekt in das Konzept des Betreibers passen.
Haben Sie Fragen zu den Produkten von Marbo Sport? Vertriebspartner Deutschland ist JK Sportvertrieb Tel. 0431 - 39 908 990, kontakt@jk-sportvertrieb.de
Dominika Zięba Vertriebsleiterin der Marke UpForm
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Was genau ist an der Marke UpForm F-Line so innovativ? Was unterscheidet Sie von anderen Linien? Dominika Zięba: Ein großer Vorteil der UpForm F-Linie ist ihre Modularität. Türme, die mehrere Geräte verbinden, sind im Angebot vieler Hersteller zu finden. Die Maschinen, die sich im Turm befinden, sind aber festgelegt. Im Unterschied dazu geben wir nichts vor. Wir überlassen diese Entscheidung unserem Kunden und ermöglichen sogar eine nachträgliche Erweiterung des Turmes mit weiteren Stationen. Es ist also möglich, aus individuell ausgewählten Stationen mehrere Türme aufzubauen? Dominika Zięba: Das ist richtig. Wir bieten den Studios die Möglichkeit, aus bis zu vierzehn verschiedenen Stationen, Verbindungsbalken und Ablagen Türme individuell zusammenzustellen. Der Betreiber kann jeden Turm aus drei oder sogar vier separaten Stationen aufbauen, die im Verbund deutlich weniger Platz einnehmen. Darüber hinaus können einige Geräte mit optionalen Standbeinen als freistehende Maschinen aufgestellt werden. Und Sie bieten diese Lösung auf dem europäischen Markt an? Dominika Zięba: Marbo Sport bietet diese Lösung nicht nur in Europa, sondern auch weltweit an. Die UpForm F-Line ist ein revolutionäres System für Fitnessclubs und Hotels, mit dem wir gleichzeitig den Eintritt in den kommerziellen Premiummarkt geschafft haben. Für viele Kunden ist der Produktionsort der bestimmende Qualitätsfaktor. Dominika Zięba: Dem stimme ich voll und ganz zu. Das ist der Grund dafür, warum sich unsere ganze Produktion auf dem Gebiet der Europäischen Union befindet. Wir verwenden die modernsten Laserbearbeitungsmaschinen, Schweißroboter und CNC-Bearbeitungszentren, um die höchste Qualität unserer Geräte zu gewährleisten. UpForm F-Line ist eine Premiummarke, die mit Liebe zum Detail gefertigt wird. Wo kann ich UpForm F-Line-Geräte kaufen? Dominika Zięba: Die UpForm F-Line kann über unsere Händler erworben werden, die nicht nur den bestmöglichen Verkaufsservice bieten, sondern auch die Installation durchführen und Garantie- und Nachgarantieservices gewährleisten.
SOFTWARE-KONZEPT | ANZEIGE
Fotos: Aidoo Software GmbH
Aidoo Software
Mit Leidenschaft und Begeisterung fairbunden Aidoo steht für über 30 Jahre Entwicklung innovativer Software-Konzepte für die Sport- und Fitnessbranche sowie Therapieeinrichtungen. Unser Ziel ist es, alle Bereiche und Arbeitsprozesse in einer Anlage zu digitalisieren und zum festen Bestandteil einer vernetzten Umwelt zu machen. Dafür bieten wir Lösungen, die einfach zu bedienen sind, um zu organisieren, zu automatisieren und maximale Effizienz für Betreiber, Trainer, Mitglieder, Kunden und Therapeuten zu bringen. Es ist unsere Mission, die Digitalisierung mit Leidenschaft intensiv für eine bessere Fairbindung voranzutreiben.
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ir wachsen mit unseren Kunden: Anlagen in Deutschland, Belgien, Luxemburg, der Schweiz und Österreich nutzen bereits unsere Produkte und vertrauen den mittlerweile rund 30 Aidoo-Mitarbeitern. Unser kompetenter, individueller RundumService richtet sich garantiert immer nach den Bedürfnissen und Wünschen der Kunden.
Wir haben das Angebot und unsere Kunden die Wahl Unsere Lösungen bieten zahlreiche individuelle, aber auch ganzheitliche Möglichkeiten für einzelne Bereiche oder eine gesamte Einrichtung. Effizienz und gute Kundenbetreuung fangen schließlich an der Tür oder am Empfang an und sollten permanent im gesamten Studio-Alltag präsent sein. Wir bieten: • Zutrittskontrolle und Kassensystem: Benutzerfreundlich und sicher erleichtern sie den Arbeitsablauf am Front Desk und sorgen für die individuelleren Betreuungsmöglichkeiten des Studiomitglieds. • Systembistro: Bargeld- und personalloser, automatisierter Verkauf, übermittelt die Verkaufsdaten direkt und übersichtlich an den Betreiber. • Vertragsverwaltung: Laufzeiten werden taggenau abgebildet und abgerechnet – kein Geld wird verschenkt. • Sales-Modul: Kunden motiv- und bedarfsorientiert beraten – für höhere Abschlussquoten und einen höheren Durchschnittsumsatz. 128
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• Kurs- und Instructor-Terminals, Onlinevertragsabschluss sowie Onlinekurs- und -terminverwaltung: Automatisch entsteht weniger Organisationsaufwand. • Mitgliederbetreuungsprogramm: Die Fluktuation wird nachhaltig gesenkt für einen steigenden Unternehmenserfolg. • Online-Selfservices: Am Puls der Zeit auch mobil auf eigene Daten zugreifen, diese verwalten oder z. B. Kurse buchen – das können Mitglieder und Kunden jederzeit mit diesem Tool. • Mitgliedermanagement: Die Vertrags- und Beitragsbearbeitung wird in die Aidoo-Zentrale ausgelagert, mehr räumliches und zeitliches Wachstumspotenzial in den eigenen Studiowänden.
Wir können noch viel mehr … Ein Angebot, das sich ständig im Wandel befindet – wir bleiben mit unseren Produkten am Puls der Zeit. Denn für Aidoo heißt die Zukunft immer: „Digital einfach fairbunden!“
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Foto: Ergoline
Nominiert für den FIBO Innovation & Trend Award 2020
Weltneuheiten vom Marktführer Mit Spectra beginnt eine neue Ära der UV-LED-Technologie. Das optimierte Lichtspektrum mit reduzierter Infrarotstrahlung ist besonders hautschonend und ermöglicht ein vollkommen neues und angenehmes Besonnungserlebnis. Aber auch von Wellsystem gab es eine Weltpremiere: Der neue Relax_Easy ist der günstigste Einstieg in die original Hydrojet-Technologie vom Marktführer.
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enn der Marktführer einlädt, trifft sich die Branche, um im Windhagener Info-Center die neuesten Besonnungs- und Lichttrends zu entdecken. Im Februar war es wieder soweit: Erstmals wurde die neue LED-Gesichtsbräunertechnologie von Ergoline präsentiert. Ergoline Spectra will neue Maßstäbe setzen, denn herkömmliche Gesichtsbräuner erzeugen neben UV- vor allem Infrarotstrahlung. Zu hohe Infrarotstrahlung nehmen wir durch Rötung und Hautspannen nach einem Sonnenbad wahr. Mit Ergoline Spectra werden nur die gewünschten Lichtspektren erzeugt. Die reduzierte Infrarotbestrahlung macht die Besonnung unvergleichlich sanft und angenehm. Gleichzeitig reduziert die neue Technologie den Stromverbrauch gegenüber bisherigen Gesichtsbräunern um ca. 90 Prozent und hat eine Lebensdauer von 20.000 Stunden.
WELTPREMIERE: SONNENENGEL SPECTRA Der Sonnenengel ist das weltweit einzige Solarium mit integriertem Hautsensor und steht für sensorsicheres Sonnen, nachgewiesene Vitamin-D-Bildung und eine schöne Bräune. Der neue Spectra LEDGesichtsbräuner macht die Besonnung besonders hautschonend und angenehm. Erstmalig verfügt der neue Sonnenengel auch über die erfolgreiche Hybrid-Technologie, bei der das UV-Spektrum mit hautpflegendem Beauty Light ergänzt wird. Mit vier Son130
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nen- und Licht-Programmen ist der Sonnenengel Spectra genauso individuell wie Ihre Kunden und bietet verschiedene Anwendungsmöglichkeiten. Für den nachgewiesenen Vitamin-D-Aufbau und die Wirkung des UV-freien Beauty Lights wurde der Sonnenengel durch das Gesundheitsnetzwerk Medical Active als „Innovative Technology“ ausgezeichnet. Diese Auszeichnung können Sie auch werblich in Ihrem Club nutzen, um Ihre Gäste über die biopositiven Wirkungen der Lichtspektren zu informieren.
NEUHEIT VON WELLSYSTEM: RELAX_EASY Als wohltuende Ergänzung des Fitnesstrainings gewinnt die „Überwasser-Massage“ in immer mehr Fitnessstudios an Bedeutung. Relax_Easy ist das neue Einsteigermodell von Wellsystem. Die Reduzierung der Funktionen auf das Wesentliche ermöglicht einen unschlagbar günstigen Preis und eine besonders einfache Bedienung. Auf die gewohnte Qualität des Marktführers muss dabei nicht verzichtet werden. In elegantem Weiß gehalten, passt der Wellsystem Relax_Easy perfekt in jedes Ambiente.
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TRAININGSSYSTEM | ANZEIGE
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Kompakt, vielseitig und einfach zu bedienen
for future: SmartCircle
Foto: Adam Stier
Die physiotherapeutische Praxis Hoegen in Ochtrup bietet ihren Patienten und Mitgliedern seit über einem Jahr isodynamisches Ganzkörpertraining an SmartCircle Geräten. Warum die Inhaberin Irmgard Hoegen sich für die SmartCircle Trainingsgeräte und deren besondere Trainingsform entschieden hat, erklärt Sie im Interview mit fitness MANAGEMENT international.
lichst viele Muskeln trainiert werden können. Daher spielte auch die kompakte Größe eine Rolle. Des Weiteren haben wir eine Zielgruppe, die Geräte nutzen will, die vor allem einfach zu bedienen sind.
Foto: Sebastian Wülker
fMi: Frau Hoegen, vielen Dank, dass Sie sich die Zeit für dieses Interview genommen haben. Sie nutzen seit fast einem Jahr die SmartCircle Trainingsgeräte. Wie zufrieden sind Sie? Irmgard Hoegen: Ich bin sehr zufrieden und froh, dass ich diese Entscheidung getroffen habe. Jeden Tag blicke ich in sehr erfreute Gesichter der Trainierenden und das stetige Wachstum spricht, glaube ich, für sich. fMi: Haben Sie mit diesem Andrang vorher gerechnet? Irmgard Hoegen: Durch die vielen positiven Gespräche mit den SmartCircle Mitarbeitern vor dem Kauf war ich schon sehr optimistisch gestimmt, was ja auch zum Kauf geführt hat. Wie die Geräte dann bei meinen Patienten und Mitgliedern ankommen werden, das war für mich natürlich auch spannend. fMi: Warum haben Sie sich für isodynamische Trainingsgeräte entschieden? Irmgard Hoegen: Unser Trainingsraum ist nicht besonders groß und dort finden regelmäßig Rehasportkurse statt. Wir brauchten also Geräte, die wenig Platz einnehmen und an denen trotzdem mög132
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fMi: Es gibt diverse Anbieter auf dem Markt, Sie haben sich für die Geräte von SmartCircle entschieden. Wie kam es dazu? Irmgard Hoegen: (lächelt) Es hat einfach alles gepasst. Wir waren direkt begeistert von dem Design und den individuellen Gestaltungsmöglichkeiten: Durch das Display in Verbindung mit der SmartCard sind die Geräte wirklich für jeden unserer Mitglieder kinderleicht zu bedienen, sie sind geräuscharm, das Sitzgefühl ist erstklassig, die Verarbeitung und auch das Design sind von hoher Qualität. Der Preis hat natürlich auch gestimmt. fMi: Das klingt ja sehr positiv. Wie hoch ist denn ihr eigener Aufwand? Wie viel Zeit müssen Sie und ihr Team investieren, damit das Training reibungslos läuft? Irmgard Hoegen: In den ersten Wochen war der Aufwand natürlich am höchsten, z. B. wegen der Programmierung der Chipkarten. Das hat sich aber schnell gelegt. Die Bedienung der Geräte ist selbsterklärend und so einfach, dass unser personeller Bedarf sehr gering ist. Nach dem ersten Training, das von mir und meinen Kolleginnen begleitet wird, können die Mitglieder komplett ohne weitere Anweisungen trainieren.
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fMi: Vielen Dank für dieses Interview und weiterhin viel Erfolg mit den Geräten. Irmgard Hoegen: Dankeschön.
SmartCircle Ansprechpartner: Sebastian Wülker Eper Str. 20a | 48599 Gronau | Telefon: 02562 - 9919173 sebastian.wuelker@smart-circle.eu | www.smart-circle.eu
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VERANSTALTUNGEN
Fotos: Christian Alschbach
Der professionelle Aufbau eines Fitness-Wettkampfs
Battleground Saar
Foto: DHfPG/BSA
Björn Bruckmann Der Personal Trainer und Diplom-Sportlehrer hat als Athletik- und Fitnesstrainer in der Basketball Bundesliga Pro A gearbeitet und ist CrossFit-Trainer bei CrossFit Saar (CFS) in Völklingen.
Fitness-Competitions gehören zu den angesagtesten Trends der Branche. Events wie HYROX oder CrossFit-Wettkämpfe sind sehr gut besucht, oft sogar ausverkauft und ihre Zahl wächst stetig. Welche Grundgedanken stecken hinter Fitnessevents? Wie organisiert man so ein Event und führt es erfolgreich durch? Björn Bruckmann, Veranstalter des neuen Team-Fitnessevents „Battleground Saar“, das vom 27. bis 28. Juni 2020 in Völklingen an der Saar stattfinden wird, beantwortet diese Fragen im Interview mit Carsten Bethäuser, fMi. Text: Carsten Bethäuser
fMi: Wie kam Ihnen die Idee zu „Battleground Saar“? Björn Bruckmann: Die Idee hatte ich schon vor vielen Jahren. Wir haben in unserer CrossFit-Box begonnen, kleinere Events zu starten. Daraus ist 2015 zum ersten Mal eine Strongman-Veranstaltung entstanden, die so gut verlief, dass die Idee aufkam, „Germany’s Strongest Disabled Man“ auszurichten. Wir haben daraufhin 2017 zum ersten Mal die „Disabled Strongest Man“-Veranstaltung ausgerichtet. Aus dem Strongman- und Eventbereich komme ich aber nicht ursprünglich. Ich bin Personal Trainer, unter anderem für Functional Training und übe bei CrossFit Saar (CFS) leitende Tätigkeiten aus. Da lag es nahe, dass ich auch in diesem Bereich ein Event ins Leben rufen und schauen wollte, wie es ankommt. 134
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fMi: Seit wann planen Sie das Event? Björn Bruckmann: Die Umsetzung startete im Frühjahr 2018. Da hatte ich mich entschlossen, ein Functional-Fitnessevent „auf die Beine zu stellen“. Ich habe mir als erstes die Frage gestellt, welches Konzept am besten zur Region passt, da wir im südwestdeutschen Raum nur sehr wenige Events haben. Damit fiel der Startschuss. fMi: Was waren die entscheidenen Fragen, die Sie klären mussten, damit das Event realisiert werden kann? Björn Bruckmann: Das schwierigste waren das Konzept und der Ort: Mit oder ohne Qualifikationsrunde war eine der wichtigsten Fragen. Der Ort ist aber genauso bedeutend, weil sich ein solches
Event ab einer gewissen Größe nicht mehr in einer normalen CrossFit-Box austragen lässt, und bei CFS haben wir mit 650 Quadratmetern schon eine der größten Boxen in Deutschland zur Verfügung. Die zweitgrößte Herausforderung war es, mit dem Event „bei null“ zu starten. Ich hatte keine Sponsoren, kein Team, keine Helfer, kein Equipment und keine Erfahrungswerte. Das Equipment ist ein riesen „Knackpunkt“: Allein der Quadratmeterpreis von Abwurfmatten zur Absicherung des Bodens schreckt viele Sponsoren enorm ab. Zudem muss man eine sehr gute Equipmentqualität anbieten, um die Sportler nicht zu „vergraulen“. Das ist glücklicherweise durch die Geräte von ATX® Athletic Training Xtreme und Concept2 gegeben. fMi: Wie wird „Battleground Saar“ ablaufen? Björn Bruckmann: Es ist ein Event mit 100 Teams und insgesamt 200 Athleten. Je 50 männliche und 50 weibliche Zweierteams bestreiten anspruchsvolle Wettkämpfe in zwei Arenen. Samstags absolvieren alle Teams vier Workouts ohne Ausscheidungsrunde. Sonntags wird nach dem ersten der insgesamt drei Workouts ein „Cut“ erfolgen. Dadurch tritt nur eine bestimmte Anzahl an Teams bei den finalen Workouts an. fMi: Welche Besonderheiten bietet „Battleground Saar“? Björn Bruckmann: Die Teilnahme ist ohne vorherige Qualifikation möglich! Die Athleten werden ein Event erleben, das professionell durchgeführt wird und alle Teilnehmer zwei Tage lang fordert. Auch die Sportler, die nicht ins Finale kommen, haben an beiden Tagen in den Arenen gekämpft und gespürt, wie sich „Battleground Saar“ anfühlt. fMi: Wieso haben Sie auf eine Qualifikation verzichtet? Björn Bruckmann: Viele gute Athleten quälen sich durch Qualifikationen, um es einmal auf die große Wettkampffläche zu schaffen, doch nur wenige erreichen das Ziel, sich zu qualifizieren. Mit „Battleground Saar“ möchte ich den Sportlern die Möglichkeit bieten, sich in einer imposanten Kulisse einem anspruchsvollen Wettkampf zu stellen, ohne vorher Gefahr zu laufen, die Vorrunde nicht zu bestehen. Ich selbst betreibe den Sport seit vielen Jahren, bin aber auch kein Spitzenathlet. Da ich das aber wirklich gern mache und in der Vergangenheit zwei Mal die Chance hatte, bei einem Event zu starten, möchte ich dieses Feeling auch anderen ermöglichen, die es normalerweise nicht durch die harten Vorrunden schaffen. fMi: Welche Zielgruppe sprechen Sie an? Björn Bruckmann: Ich spreche alle Sportler aus dem Functional-Bereich an. Egal ob sie in einer CrossFit-Box, einer Functional-Fitnessecke im Fitnessstudio oder einem Crosstraining-Studio trainieren. fMi: Ist „Battleground Saar“ ein Event nur für Elitesportler? Björn Bruckmann: Nein. Jedoch ist es auch definitiv kein Event für Anfänger. Das einmalige Feeling soll aber möglichst vielen Athleten mit unterschiedlichen Leistungsleveln geboten werden. Daher werden die Workouts für alle auf einem machbaren, aber anspruchsvollen und fordernden Niveau stattfinden. fMi: Wer unterstützt Sie bei der Umsetzung des Events? Björn Bruckmann: ATX unterstützt mich aktuell mit High-End-Geräten, -Gewichten, -Stangen und Bodenbelägen. Diese sind absolut hochwertig. Die verwendeten Geräte und Materialien kann man nach dem Wettkampf auch günstig erwerben. Das geht vorab über den Shop der Battleground-SaarWebseite (www.battleground-saar.de). Concept2 stellt dankenswerterweise Ruderergometer und Skiergometer bereit. Nocco kümmern sich um Nutrition und die Athletenbetreuung und sind auch mit einem Stand für die Zuschauer vertreten. Die BSA-Akademie ist mit einem Infostand und einem Gewinnspiel ebenfalls vor Ort und stellt den neuen nebenberuflichen Lehrgang „Trainer-A-Lizenz Kraft- und Functional Training“
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Über die Workouts erzähle ich nicht zu viel. Das soll bis zum Eventtag eine Überraschung bleiben. Was ich sagen kann, ist, dass sie indoor und outdoor durchgeführt werden. Die Sportler dürfen sich auf ein professionelles Event freuen und die große Wettkampfluft schnuppern. Wir haben auch die Genehmigung bekommen, abends Wettkämpfe bei Flutlicht durchzuführen. fMi: Können Teilnehmende und Zuschauer etwas gewinnen? Björn Bruckmann: Die Plätze 1 bis 3 sind dotiert und Sachpreise werden auch noch vergeben. Wir überlegen noch an kleinen Preisen für die jeweiligen Workouts. Das hängt aber sehr stark von den potenziellen Sponsoren ab. Auch für die Zuschauer gibt es einige Preise an den Ständen, wie zum Beispiel der BSA-Akademie, zu gewinnen. CrossFit Saar verlost eine Jahresmitgliedschaft in ihrer CrossFit-Box in Völklingen. fMi: Was planen Sie für die Zukunft? Wird „Battleground Saar“ größer? Björn Bruckmann: Ich war überzeugt, dass die Startplätze für das Event ausverkauft sein würden, aber dass es so schnell geht, hat mich komplett umgehauen. Wenn jetzt alles gut läuft, werde ich das Event auf jeden Fall weiterentwickeln und nochmals veranstalten. Ich habe da sehr viele Ideen. Ich möchte auch gern mit anderen Anbietern kooperieren und keinen Konkurrenzkampf erzeugen. Zum Beispiel haben sich die Organisatoren der Lux Fitness Challenge, einem Fitnessevent aus Luxemburg, bei mir gemeldet. Wir werden uns in Zukunft aufgrund der geografischen Nähe regelmäßig austauschen. vor. Omega3Zone, ein sehr bekannter Hersteller von hochwertigen Omega-3-Produkten, wird auch mit den eigenen Produkten vor Ort sein. ProWin International sponsert die Preisgelder. Die ProWinStiftung unterstützt auch meine Idee, einen Teil der Ticket-Vorverkaufseinnahmen an Fit4Charity zu spenden und verdoppelt nochmals diesen Betrag. Über die Unterstützung der Stadt Völklingen bin ich sehr froh. Ohne sie wäre das ganze Event unmöglich gewesen. Sonst sind es sehr viele freiwillige Helfer und Freunde, ohne die die Veranstaltung nicht denkbar wäre. An dieser Stelle: Vielen Dank an alle, die mir helfen! fMi: Welche Herausforderungen liegen noch vor Ihnen? Björn Bruckmann: Das Event ist „in trockenen Tüchern“ und kann eigentlich beginnen. Die Startplätze waren nach nur einer Woche komplett ausverkauft. Trotzdem suche ich dringend noch Sponsoren, die mich unterstützen. Das macht die Veranstaltung auch für die Zuschauer nochmals spannender, da sie dann rund um das Event noch etwas erleben und gewinnen können.
Foto: Björn Bruckmann
Ich suche auch noch einige Volunteers. Interessierte können sich gern über die Webseite melden. fMi: Was erwartet die Sportler und Zuschauer vor Ort? Björn Bruckmann: Es kommen bekannte Personen wie die bereits von den CrossFit Games bekannte Nina Falkenhagen als Headjudge und Dragan Crefeld bildet mit Alexander Karpf ein Moderatoren-Duo. Ein DJ garantiert die richtige Atmosphäre. Die Zuschauer werden umfangreich verköstigt: Vom Burger bis zum veganen Essen wird alles da sein.
Nina Falkenhagen
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Auf jeden Fall möchte ich, dass der Sport und die Unterstützung der Community immer im Vordergrund des Events stehen. fMi: Wie vermarkten Sie das Event? Björn Bruckmann: Das Event hatte sehr schnell eine riesen Reichweite. Es kommen sogar Leute aus Flensburg. Im ersten Schritt lief das rein über die Website, Instagram, Facebook und Weiterempfehlungen innerhalb diverser Interessengruppen. Für die Anmeldung nutze ich nur große offizielle Anbieter wie EVENTIM und Competition Corner, die auch andere Fitnessevents anbieten. Wenn man dort mal nach Wettkämpfen ohne Qualifikationsrunde sucht, sind nicht wirklich viele gelistet. Das ist wohl auch ein Grund für den schnellen Ausverkauf.
Carsten Bethäuser Carsten Bethäuser, Dipl. Inf. (FH), spezialisierte sich nach seinem Studium der Informatik zum Online-Marketing-Manager, was er aktuell an der BSA-Akademie und DHfPG hauptberuflich ausübt. Er ist begeisterter CrossFit-Sportler und Fitness-Enthusiast.
www.dhfpg-bsa.de
Foto: DHfPG/BSA
Fotos: Christian Alschbach
KOMMENTAR Foto: Klaudia Lech
Albert Busek Branchenpionier & Medienmacher
Bill Grant, Arnold Schwarzenegger und Serge Nubret 1974 im Gold's Gym
Friedliches Miteinander im Studio
Muskeltraining = Völkerverbindung Beim Muskeltraining, das sich in der modernen Ausrichtung seit über 70 Jahren in allen Kontinenten kontinuierlich verbreitet, spielen weder die Hautfarbe noch die Religion oder kulturelle Eigenarten in der Bewertung der Menschen eine Rolle. Auch Politik bleibt komplett außen vor. Es geht nur um die Menschen und den Sport, den sie lieben. In Zeiten vieler Kriege, Konflikte und Unruhen wird man in vielen Studios der Welt von einem freundschaftlichen Gemeinschaftsgefühl erfasst, das jegliche Vorurteile im Umgang mit Menschen eliminiert.
Foto: Busek-Archiv
Friedliches Miteinander im Fitnessstudio Wer regelmäßig in dieses Umfeld eintaucht, weiß, wovon ich spreche – von dem Platz, der heute in allen Regionen der Welt als DER Treffpunkt für Muskelfans gilt: dem Sportstudio, international eher als Fitnessstudio bekannt. Allein in Deutschland gibt es über 9.000 und weltweit Hunderttausende von Fitnessstudios – eine gigantische Erfolgsstory und in allen großen Nationen der Welt ein Milliardengeschäft. Das wirklich Bedeutende findet allerdings wie selbstverständlich statt: Ob in Shanghai, Kapstadt, New York, auf Neuguinea, im Bayerischen Wald, an der Nordsee oder in Südamerika – in jedem dieser Studios herrscht eine kameradschaftliche Atmosphäre, wie wir sie heute nur noch selten erleben. Hier ist Muskeltraining gleichbedeutend mit Völkerverbindung.
Brüderliche Kameradschaft Menschen trainieren unter Menschen mit ähnlichen Zielen, egal, ob diese höher oder niedriger gesteckt sind. Ob alt oder jung, liberal oder konservativ, reich oder arm, Genie oder Durchschnittsmensch, Firmenboss oder einfacher Arbeiter – für alle sind 100 Kilogramm beim Bankdrücken eben 100 Kilogramm. Eine einfache Wahrheit, die jeder versteht und die zusammenschweißt. Weltweit habe ich nirgendwo eine solch brüderliche Kameradschaft wie in den Studios erlebt. Sobald man das Studio betritt, verschwindet die wirtschaftliche Stellung und der persönliche Status mit der Straßenkleidung im Umkleideschrank. Politische und religiöse Überzeugungen werden dem Streben nach Gesundheit und Fitness untergeordnet. Sorgen und Probleme bleiben vor der Tür. Wer mit den Gewichten „kämpft“, hat kaum Platz für anderes. Wer die 100 Kilogramm drücken will, muss sich ganz darauf konzentrieren – ebenso wie der Mann oder die Frau, die dabei Hilfestellung gibt. Vielleicht sympathisieren sie mit einer anderen politischen Partei oder mit einem anderen Wirtschaftssystem als ihr(e) Helfer(in). In diesem Augenblick interessiert jedoch nur eines: alle vorgegebenen Wiederholungen zu absolvieren! Und die Hilfestellung wird prompt und gut geleistet. Warum? Außerhalb des Studios können sie sein, was sie wollen. Hier ist der Fokus ganz auf den „Kampf“ mit den Gewichten beziehungsweise das Überwinden eines Widerstandes gerichtet.
Mikrokosmos mit Vorbildcharakter Das ist der Grund, warum die Studios heute so populär sind. Sie sind der natürliche Treffpunkt für Menschen verschiedener Herkunft. Niemand zwingt sie zu kommen oder miteinander auszukommen. Aber in dieser Atmosphäre erscheint es selbstverständlich. Man muss sich gegenseitig helfen. In Form kommen, Fettpolster abbauen, beweglicher werden oder Muskelmasse entwickeln sind gemeinsame Ziele, die verbinden. In einer Welt, in der Rassen- und Religionskämpfe sowie politische Kämpfe an der Tagesordnung sind, wirkt eine solche Verbundenheit wie der Wunschtraum von Idealisten. Und doch: Wenn die Welt die Zeichen aus dem Mikrokosmos eines Studios richtig deuten könnte, müsste sie kein Traum bleiben. In unzähligen Studios habe ich erlebt, dass für die Menschen nur eines zählt: gemeinsam trainieren und sich gegenseitig unterstützen – das ist viel mehr als nur Koexistenz! Selbst Kritik löst sich in nichts auf, wenn man bedenkt, dass Millionen Sportlerinnen und Sportler etwas erreicht haben, was die Menschheit offenbar seit ewigen Zeiten vergeblich versucht. Etwas, das die Macht hat, alle Barrikaden niederzureißen und in unserer krisengeschüttelten Welt vom Götterfunken der Freude berührt zu werden – alle Menschen werden Brüder. In diesem Sinne wünsche ich allen Leserinnen und Lesern viel Freude und Erfolg.
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FACHARTIKEL KÖRPERFETTABBAU
Herausforderungen beim Abnehmen
Strategien zur Körperfettreduktion Text: Jan Prinzhausen
Das Ziel des Körperfettabbaus verfolgen Übergewichtige aus gesundheitlichen Gründen und Fitnessbewusste zur Förderung eines athletischen Aussehens. Obwohl eine Vielzahl an Diätformen und Richtlinien zum Fettabbau verfügbar ist, zeigt sich das Interesse an neuen Strategien ungebrochen. Mitentscheidend dürfte u. a. das Verhältnis von nötigem Aufwand zu erzielten Effekten bisheriger Anwendungen sein, das offensichtlich nicht den Erwartungen entspricht.
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hysiologisch ist der Abbau von Körperfett ausreichend beschrieben: Nur wenn ein Energiedefizit besteht, mobilisiert der Körper eigene Energiereserven (Hall et al., 2012). Basierend auf diesem gemeinsamen Nenner lässt sich die Wirkung bisheriger und mit hoher Wahrscheinlichkeit auch aller zukünftigen Diätstrategien erklären. Lediglich die Art, wie das Energiedefizit erzielt wird, weicht bei den jeweiligen Diätformen voneinander ab.
Stellenwert des Energiedefizits Bei fettarmer Ernährung spielt die verminderte Fettzufuhr zum Einsparen von Energie eine Rolle. Demgegenüber verhilft die reduzierte Kohlenhydratmenge bei kohlenhydratarmer Kost zu einer niedrigeren Energiezufuhr. Das Erhöhen der Protein- und Ballaststoffzufuhr fördert die Sättigung, wodurch weniger Nahrungsenergie aufgenommen wird. Vegetarische und vegane Kost gehen mit der Reduktion des Verzehrs energiereicher Fertignahrung einher. Beim intermittierenden Fasten gilt hingegen: Je geringer die Anzahl der am Tag eingenommenen Mahlzeiten, desto geringer erweist sich die Gesamtenergiezufuhr. Die Aufzählung von Diäten und deren Eigenschaften ließe sich beliebig verlängern. Allerdings gilt bei allen Diäten dieselbe Kernaussage, dass das Erzeugen eines Energiedefizits essenziell für die Gewichtsreduktion ist. 140
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Als wichtiger Aspekt muss jedoch ergänzt werden: Je stärker das Energiedefizit, desto ausgeprägter zeigen sich folglich der Körperfett- und Körpermasseabbau (Anderson et al., 2001). Ein langfristiger Erfolg ist damit aber nicht gesichert. Dem Abnehmen folgt in der Regel die Wiederzunahme (Anastasiou, Karfopoulou & Yannakoulia, 2015). Daher interessiert weniger die Frage, welche Diät den größten Erfolg gewährt. Vielmehr muss beleuchtet werden, warum Abnehmwillige oftmals nicht imstande sind, die Theorie der negativen Energiebilanz langfristig in ein praktisch anwendbares Maßnahmenbündel umzumünzen.
Wissen und Fähigkeiten Wissenslücken und häufig fehlende Unterstützung durch Fachkräfte sind Ursachen hierfür. Dadurch wird zum Beispiel eine erhöhte Fettverbrennung mit Körperfettabbau verwechselt und ein Gewichtsverlust mit Körperfettabbau gleichgesetzt. Sobald der Anteil der Kohlenhydrate in der Ernährung reduziert und der Anteil der Fette erhöht wird, lässt sich eine gesteigerte Fettverbrennung messen. Bei unveränderter Energiezufuhr kommt es aber nicht zum Körperfettabbau. Es werden lediglich mehr Nahrungsfette verbrannt (Bergouignan et al., 2012). Zudem kann der Abbau von Körpermasse zulasten der muskulären Kohlenhydratspeicher, des Körperwassers
lich 90 Gramm Kohlenhydratzufuhr akzeptiert werden und eine 100-Gramm-Tafel 54 Gramm Kohlenhydrate enthält, lässt sich gelegentlich eine definierte Menge der Süßware berücksichtigen. Eine Person, die das Frühstücken ablehnt, muss nicht dazu überredet werden, wenn die Energie- und Nährstoffzufuhr über die verbleibenden Mahlzeiten sicherzustellen ist. Eine Bratwurst oder ein Stück Kuchen hindern nicht daran, abzunehmen, wenn sich diese Lebensmittel in der negativen Energiebilanz berücksichtigen lassen. Limitiert wird die Anwendung solcher Maßnahmen, da Abnehmwillige den eigenen Energiebedarf oft nicht kennen. Das Gehirn gibt kein eindeutiges Stoppsignal, bei welcher täglichen Energiemenge erfolgreiches Abnehmen bzw. der Körperfettabbau gelingen.
Wahrnehmung und Realität
Foto: karepa - stock.adobe.com
und der fettfreien Masse (u. a. Muskulatur) gehen (Eston et al., 1992). Der Abbau fettfreier Masse erhöht das Risiko, den Jo-JoEffekt auszulösen (Stubbs et al., 2018) sowie an Gesundheit und Lebenserwartung einzubüßen (Hamer & O'Donovan, 2017). Empfehlungen wie „mehr Vollkorn“ oder „mehr Obst und Gemüse“ zu verzehren sind hinlänglich bekannt. Abnehmwillige folgen den Regeln mit dem Ergebnis, nicht abzunehmen. Die Erklärung für die Ursache zeigt zugleich das bestehende Defizit an Handlungswissen. Denn die Empfehlungen enthalten korrekterweise „mehr Vollkorn statt Weißmehl und Zucker“ sowie „mehr Obst und Gemüse im Austausch gegen Softgetränke, Bratwurst usw.“ zu verzehren (Thielecke & Jonnalagadda, 2014; Trumbo & Rivers, 2014). Werden Vollkornprodukte und Obst zusätzlich zu Weißmehl, Torte usw. gegessen, erhöht sich die Gesamtenergiezufuhr. Resultat ist eine noch stärker ausgeprägte positive Energiebilanz mit entsprechendem Körperfettansatz. Bewusst beliebte energiedichte Lebensmittel zu reduzieren, stößt aber auf wenig Begeisterung.
Abzugrenzen ist der Abbau eines erhöhten Körperfettanteils bei Übergewicht bzw. Adipositas vom Ziel, den Körper zu definieren. Der Körperfettanteil kann, z. B. für Shows oder Wettkämpfe, vorübergehend durch radikales Hungern deutlich unter die Normwerte reduziert werden (Pardue, Trexler & Sprod, 2017). Eine langfristige Körperfettreduktion lässt sich auf diese Weise nicht erzielen. Mediale Darstellungen dürfen hier nicht mit reellen Möglichkeiten verwechselt werden. Häufig kommt es auch zu Fehlinterpretationen veröffentlichter wissenschaftlicher Studien. Fachpublikationen, die z. B. Maßnahmen zur Gewichtsreduktion bei adipösen postmenopausalen Frauen untersuchen, lassen sich nicht auf junge Kraftsportler übertragen. Solcher wichtigen Details ungeachtet, wird vorschnell eine „neue Maßnahme XY zur Maximierung der Fettverbrennung“ herausgelesen, die folglich nicht funktioniert.
Fazit Der Körperfettabbau erfordert eine negative Energiebilanz. Einen Königsweg gibt es nicht. Somit besteht ausreichend viel Freiraum für individuelle Vorgehensweisen. Davon profitieren unter anderem Übergewichtige, wenn die langfristige Kontrolle von Gewicht und Fettanteil beabsichtigt wird, da individuelle Ernährungsstrategien das Durchhaltevermögen positiv beeinflussen können.
Jan Prinzhausen
Die bisherige Darstellung zeigt: Die langfristige Kontrolle des Körperfettanteils gelingt nicht, indem Einschränkungen und Verbote zur Voraussetzung gemacht werden. Der Großteil der Abnehmwilligen ist nicht in der Lage, rigide Einschränkungen langfristig durchhalten zu können (Bryant, King & Blundell, 2008). Wenn Kuchen, Pommes usw. Teil der individuellen Lebensqualität sind, werden Diätformen mit entsprechenden Verboten scheitern. Die Schuld beim Abnehmwilligen zu suchen, ist nicht hilfreich. Vielmehr müssen Diätkonzepte daraufhin überprüft werden, inwiefern Freiräume für individuelle Vorlieben und alltagstaugliche Anwendungen bestehen. Dabei zeigt sich, dass viele propagierte Strategien tatsächlich unrealistische Einengungen von den Anwendern abverlangen. Hier ist es Aufgabe der Anbieter, alltagstaugliche und individuell flexible Konzepte zu erarbeiten. Nicht der Abnehmwillige soll sich an die Rahmenbedingungen des Diätkonzeptes anpassen müssen, sondern das Diätkonzept muss sich in den Alltag des Abnehmwilligen integrieren lassen.
Der Ernährungswissenschaftler Jan Prinzhausen ist Dozent an der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement (DHfPG) sowie der BSA-Akademie. Außerdem ist er Ernährungsberater am Olympiastützpunkt Thüringen und veröffentlicht Bücher zu den Themen Sporternährung, Abnehmen und Ernährungsberatung.
Foto: DHfPG/BSA
Einengung und Freiraum
www.dhfpg-bsa.de
Auszug aus der Literaturliste Anastasiou, C. A., Karfopoulou, E. & Yannakoulia, M. (2015). Weight regaining: From statistics and behaviors to physiology and metabolism. Metabolism, 64 (11), 1395–1407. Thielecke, F., Jonnalagadda, S. S. (2014). Can whole grain help in weight management? Journal of Clinical Gastroenterology, 48 (1), 70–77. Für eine vollständige Literaturliste kontaktieren Sie bitte marketing@dhfpg-bsa.de.
Beispiele: Vollmilchschokolade in eine Low-Carb-Ernährung zu integrieren, erscheint widersprüchlich. Wenn allerdings täg02/20
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VERANSTALTUNGEN | ANZEIGE
Bald ist es wieder soweit! Die „BSA/DHfPG GESUNDHEIT&FITNESS WEEK“ findet vom 23. bis 30. Mai 2020 zum zweiten Mal auf der griechischen Insel Kos statt. Veranstalter sind die BSA-Akademie und die Deutsche Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement (DHfPG) in Kooperation mit der SAFS – Swiss Academy of Fitness & Sports sowie dem ROBINSON Club Daidalos. Experten der Fitness- und Gesundheitsbranche führen durch ein vielfältiges Programm.
D
ie griechische Insel Kos dient in wenigen Wochen erneut als Treffpunkt für Gesundheitsinteressierte, Fitnessfans und die, die es (wieder) werden wollen. Insgesamt führen 11 Experten durch das sechstägige Programm, das aus Kursen, Workshops, Vorträgen und Testungen inklusive anschließender Analysen besteht. Im Blick sind dabei immer die individuellen Ziele und Leistungslevel der Teilnehmenden. Hier finden sich ideale Rahmenbedingungen für Anfänger, Wiedereinsteiger und Fortgeschrittene.
Die Experten stellen sich vor Die „BSA/DHfPG GESUNDHEIT&FITNESS WEEK“ zeichnet sich nicht nur durch ihre Location, sondern auch durch die Kompetenz der Experten aus. Drei von ihnen stellen wir hier näher vor: Patrick Klein zum Beispiel ist Experte und internationaler Presenter im Bereich Indoor Cycling. Er hat seine Leidenschaft zum Beruf gemacht und diese Begeisterung für den Sport gibt er während der Trainingseinheiten an die Teilnehmenden weiter. Immer mit Blick auf die individuellen Leistungslevel der Trainierenden, gehen auch der Spaß und die jeweiligen persönlichen Ziele nicht verloren. Lisa Stefani ist Dozentin der SAFS, unter anderem in den Bereichen Power Yoga und Pilates. Sie ist professionelle Tänzerin mit einem Abschluss als Bachelor of Arts in Contemporary Dance sowie einem Postgraduate Diploma in Dance Performance und überzeugt durch ihre Ausstrahlung und immer gute Laune. Prof. Dr. Thomas Wessinghage, Facharzt für Orthopädie, ist international in der Athletikszene bekannt: Lauf-Europameister über 5.000 Meter und zwanzigfacher Deutscher Meister. Mit seiner ärztlichen und sportlichen Expertise weiß er genau, worauf es beim Lauftraining ankommt.
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in Theorie und Praxis. Für die, die im Urlaub gern früh aufstehen, kann der Tag bereits um acht Uhr, beispielsweise mit einer Einheit „Atmung & Achtsamkeit“, beginnen. Wer möchte, kann zu einem späteren Zeitpunkt bei einem Selbsteinschätzungslauf mitmachen: Dabei absolvieren die Teilnehmenden einen Zwei-Kilometer-Testlauf im selbst gewählten Tempo mit gleichzeitiger Messung der Herzfrequenz und Milchsäure im Blut (Laktat). Auf dieser Basis legen die Experten den individuellen Belastungsbereich für ein gesundheitsorierentiertes Lauftraining fest. Im Vortrag der Ernährungswissenschaftlerin Aline Emanuel „Fett macht fett?“ erfahren die Teilnehmenden mehr über Ernährungsmythen und können bei einer anschließenden Verkostung gesunde Fette in Form von Ölen und anderen Lebensmitteln ausprobieren. Viele verschiedene Body&Mind-Kurse wie beispielsweise „Body Harmony“ mit Eva Gut oder „Gesunder Rücken“ mit Jürg Neukom bieten Entspannung und die Möglichkeit, vom Alltagsstress abzuschalten. Aber auch für aktive und ehemalige Kraftsporttreibende sowie interessierte Anfänger hält das Programm einiges bereit: Gemeinsam mit Clive Salz und Marcel Reuter führen die Teilnehmenden eine Krafttestung durch, anhand der das optimale individuelle Trainingsgewicht ausgearbeitet wird. Und für alle, die sich gern auspowern möchten, sind im Programm viele Kurse wie zum Beispiel „Cycling Start-up“ mit Patrick Klein oder „FunTone® Basic – Functional BBP“ mit Jana Spring zu finden.
Buchen Sie am besten direkt!
Einblick in das Programm
Die TOP EVENT-Woche vom 23. bis 30. Mai 2020 ist exklusiv für Gäste des ROBINSON Club Daidalos. Interessierte können ihren Urlaub in jedem beliebigen Reisebüro oder direkt über ROBINSON.com buchen und kostenlos am Programm teilnehmen.
Im vielfältigen Programm erfahren Interessierte unter anderem mehr über Ernährung, Functional Training, Yoga, Pilates und Laufen
Weitere Informationen unter: bsa-akademie.de/kos
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Foto: ROBINSON
Das TOP EVENT vor einer Traumkulisse
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BSA/DHfPG GESUNDHEIT&FITNESS WEEK
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FACHARTIKEL ERNÄHRUNG
Ernährungsmythen (Teil 2)
Protein – Existiert das „anabole Fenster“? Text: Dennis Pfaff
Neben der Trainingsgestaltung hinterfragen viele Fitnesssportler, in welchem Zeitraum nach der Trainingseinheit Protein zugeführt werden sollte, um die Trainingseffekte zu optimieren. Hierzu hat sich die Meinung etabliert, dass die Proteinzufuhr nur dann wirksam ist, wenn sie in einem bestimmten Zeitfenster („anaboles Fenster“) nach der Trainingsbelastung erfolgt. Doch welchen Einfluss haben Zeitpunkt, Menge und Art der Proteinzufuhr tatsächlich? Foto: aamulya - stock.adobe.com
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it zunehmender Trainingserfahrung und Motivation befassen sich Sportler mit Fragen zum Thema Mahlzeitenund Nährstoff-Timing rund um die Trainingseinheiten. Manche behaupten, der Zeitpunkt der Proteinzufuhr, sogar einzelner Aminosäuren, sei entscheidender als die Tagesgesamtzufuhr. Die sogenannte Post-Workout-Mahlzeit stelle dabei die wichtigste Mahlzeit dar. Dieser Zeitraum nach dem Training wird als „anaboles Fenster“ bezeichnet, in dem Sportler eine vor allem proteinreiche Mahlzeit zu sich nehmen sollten. In der Theorie klingt das durchaus sinnvoll, denn der trainingsbedingte katabole Zustand (Abbaustoffwechsel) könnte so unterbunden, beschädigte Strukturen und Muskelgewebe schneller regeneriert und die Energiespeicher (Glykogen) zügig wieder aufgefüllt werden. Insgesamt stellt sich der Organismus durch das Nährstoffsignal auf regenerierende und aufbauende Stoffwechselprozesse um, sodass er für die nächste Trainingseinheit besser gerüstet ist. Daraus ergeben sich weitere Fragen: Befindet sich der Körper durch das Training tatsächlich in einem katabolen Zustand? Oder sind noch genug Nährstoffe im Blutkreislauf, in den Gewebespeichern oder sogar – noch nicht aufgenommen – im Magen-Darm-Trakt vorhanden? Wie lange ist das „anabole Fenster“ geöffnet? Und ist bei einer späteren Nährstoffzufuhr das Training umsonst gewesen?
Muskelproteinaufbau und -abbau Der Körper befindet sich in einem ständigen gleichzeitigen Auf- und Abbau von Proteinen. Dieser Prozess findet größtenteils in der Skelettmuskulatur statt. Hier werden etwa 80 Prozent der Aminosäuren aus dem Proteinabbau zum Aufbau neuer Proteine
wiederverwendet. Das Verhältnis zwischen Muskelproteinaufbau (MPS: engl. muscle protein synthesis) zu Muskelproteinabbau (MPB: engl. muscle protein breakdown) wird als „net protein balance“ bezeichnet. Für den Muskelaufbau sollte das Verhältnis entsprechend positiv sein. Krafttraining allein kann bei Untrainierten bereits zu einer Verdopplung der Muskelproteinsynthese führen. Dieser Effekt wird allerdings durch den gegenüberstehenden erhöhten Abbau im Nüchternzustand gedämpft (Kumar et al., 2009). Um die „net protein balance“ positiv zu beeinflussen, muss also ein passendes Nährstoffsignal folgen, das den Trainingsreiz unterstützt. Der Einfluss von Aminosäuren speziell auf den Muskelproteinabbau ist vernachlässigbar und kommt vielmehr durch eine Begünstigung der Muskelproteinsynthese zum Tragen (Glynn et al., 2010). Die Überlegenheit von Aminosäuren bzw. Proteinen gegenüber der alleinigen Gabe von Kohlenhydraten scheint hierbei gegeben zu sein (Koopman et al., 2007; Staples et al., 2011). Insbesondere wird die Muskelproteinsynthese nach dem Training durch das Vorhandensein von essenziellen Aminosäuren im Blut begünstigt (Biolo et al., 1997; Glynn et al., 2010). Für die Praxis lässt sich daraus ableiten, dass Proteine mit einer hohen biologischen Wertigkeit z. B. aus Ei, Fleisch, Fisch, Milch oder Molkenprotein (Whey), die einen hohen Anteil essenzieller Aminosäuren aufweisen, optimal geeignet sind. Auch verschiedene pflanzliche Proteinquellen, wie z. B. Soja, weiße Bohnen, Linsen oder Nüsse (bedingt), können durch die Kombination mit anderen pflanzlichen Quellen eine hohe Wertigkeit erzielen.
FACHARTIKEL ERNÄHRUNG
Zeitpunkt und Höhe der Proteinzufuhr Bezüglich des Zeitpunktes der Zufuhr von Nährstoffen zur Muskelproteinsynthese sind die publizierten Daten nicht einheitlich (Aragon & Schoenfeld, 2013). Zu verschieden sind die Ergebnisse, Studiendesigns, Probanden und Methoden, sodass im engeren Sinn Aussagen kaum möglich sind. Was man allerdings sagen kann: Beim Training mit suboptimal gefüllten Energiespeichern bleibt der Muskelproteinabbau erhöht und die Proteinbilanz negativ – trotz einer Erhöhung der Muskelproteinsynthese durch das Training (Kumar et al., 2009). Ein Krafttraining mit dem Ziel des Muskelaufbaus nach längerer Fastenperiode wäre dann nicht zielführend. Es sollte wenigstens eine leicht verdauliche, proteinreiche Mahlzeit circa ein bis zwei Stunden vor dem Training verzehrt werden, um die Trainingsleistung und den Nährstoffstatus zu verbessern. In diesem Fall wirkt die Pre-Workout-Mahlzeit gleichzeitig auch als Post-Workout-Mahlzeit, da die Nährstoffe durch die Zeit der Verdauung und Absorption auch noch nach dem Training deutlich erhöht im Blut vorzufinden sind und die Muskelproteinsynthese dauerhaft stimulieren (Tipton et al., 2001). Das „Fenster“ ist demnach länger geöffnet und macht eine Post-Workout-Mahlzeit direkt nach dem Training eher optional. Eine proteinbetonte, gemischte Mahlzeit ein bis zwei Stunden später reicht dann aus, um die Regeneration und den anabolen Zustand wieder zu erhöhen bzw. hochzuhalten. Liegt die letzte Mahlzeit vor dem Training länger als drei bis vier Stunden zurück, empfehlen Aragon und Schoenfeld (2013) nochmals etwa 25 Gramm Protein über eine leicht verdauliche Mahlzeit zuzuführen. Dies kann beispielsweise durch die Zufuhr von ca. 200 Gramm Magerquark, 170 Gramm Tofu, 120 Gramm Putenbrust oder 30 Gramm Molkenproteinpulver erreicht werden. In diesem Zusammenhang wurden auch Untersuchungen bezüglich der Proteinmenge, die eine maximale Stimulation der Muskelproteinsynthese bewirkt, durchgeführt. Die Ergebnisse waren ebenfalls nicht 146
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einheitlich, dennoch ist eine Zufuhr zwischen 20 und 40 Gramm Protein als Richtgröße wahrscheinlich (Moore et al., 2009; Yang et al., 2012). Ältere Personen (Generation 65 plus) sollten sich dabei am oberen Ende des Wertebereichs orientieren, da für sie eine Auslastung der Muskelproteinsynthese erst durch die höhere Proteinmenge festgestellt werden konnte (Yang et al., 2012).
Fazit Zeitpunkt, Menge und Nährstoffgehalt der letzten Mahlzeit(en) vor dem Training entscheiden über die Relevanz der schnellen Nährstoffzufuhr nach dem Training. Je nach individueller Trainings- und Mahlzeitenplanung hat entweder die Pre- oder die Post-Workout-Mahlzeit einen entsprechend höheren Stellenwert (Kerksick et al., 2017). Den Proteinen wird nach dem Krafttraining die größere Bedeutung zugesprochen, während die zeitnahe, ausreichende Kohlenhydratzufuhr zwar nicht zu vernachlässigen ist, jedoch für Ausdauersportler vermutlich eine höhere Priorität hat als für Kraftsportler. Eine maximale Stimulation der Muskelproteinsynthese kann durch die Zufuhr von hochwertigem Protein in der Menge 0,4 g/kg Körpergewicht oder alternativ 10 Gramm essenzieller Aminosäuren (EAAs) alle drei bis vier Stunden erzielt werden (Kerksick et al., 2017). An dieser Stelle ist anzumerken, dass eine vollständige Proteinquelle der Supplementierung von (einzelnen) Aminosäuren überlegen ist. Die Zufuhr von 30 bis 40 Gramm Casein (= Milchprotein) vor dem Schlafengehen geht zudem mit einer erhöhten Muskelproteinsynthese und Stoffwechselrate über Nacht einher, ohne dabei die Fettverbrennung nennenswert zu reduzieren (Madzima et al., 2014; Kinsey et al., 2016). Für den ambitionierten Freizeitsportler sollte allerdings in erster Linie das Ziel sein, die tägliche Gesamtproteinzufuhr von 1,4 bis 2,0 g/kg Körpergewicht über gleichverteilte Mahlzeiten zu erreichen (Jäger et al., 2017).
Dennis Pfaff Dennis Pfaff, B. Sc. Bewegung und Gesundheit sowie M. Sc. Ernährungswissenschaften, ist pädagogischer Mitarbeiter und Dozent an der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement (DHfPG) und der BSAAkademie. Seine Interessen gelten dem Fitnesstraining und ganzheitlichen Lösungsansätzen rund um das Thema Gesundheit.
Foto: DHfPG/BSA
Das Auffüllen der Glykogenspeicher nach dem Training gilt als ein wichtiger Einflussfaktor zur Einleitung regenerativer Prozesse und der Glykogenstatus an sich ist eine entscheidende Größe, wenn es um die Leistungsfähigkeit im Training geht. Eine (vollständige) Wiederauffüllung der Glykogenspeicher vor dem Krafttraining kann einen positiven bzw. protektiven Einfluss auf die Leistungsfähigkeit im Training haben und somit die Anpassungen ebenfalls positiv beeinflussen. Weiterhin sollte bei mehreren sportlichen Belastungen am Tag auf eine ausreichende Wiederauffüllung der Glykogenspeicher zwischen den Einheiten geachtet werden (Aragon & Schoenfeld, 2013). In diesem Zusammenhang besteht eine weitverbreitete Ernährungsstrategie darin, eine schnelle und möglichst hohe Insulinausschüttung nach dem Training zu erzeugen, um unter anderem die Verfügbarkeit von Aminosäuren für das Muskelgewebe zu erhöhen. Es ist allerdings fraglich, inwieweit es sinnvoll ist, Insulinspitzen nach der Trainingseinheit zu erzeugen, da ab einer gewissen Insulinkonzentration und bei gleichzeitigem Vorhandensein von Aminosäuren die Aufnahme dieser in die Muskelzellen nicht weiter gesteigert wird und die Stimulation der Muskelproteinsynthese vermutlich ausschließlich auf den intrazellulären Aminosäuren beruht (Greenhaff et al., 2008; Rennie et al., 2006). Diese Insulinkonzentration wird bereits durch eine übliche gemischte Mahlzeit erreicht. Zudem bleibt sie je nach Mahlzeit über mehrere Stunden erhöht (Capaldo et al., 1999). Eine moderate Insulinausschüttung nach dem Training könnte dennoch von Vorteil sein, um die antikatabolen Effekte auf den Muskelproteinabbau zu nutzen, während gleichzeitig der anabole Effekt durch die Aminosäuren bestehen bleibt.
www.dhfpg-bsa.de
Auszug aus der Literaturliste Aragon, A. A. & Schoenfeld, B. J. (2013): Nutrient timing revisited: Is there a post-exercise anabolic window? Journal of the International Society of Sports Nutrition, 10, 5. Kerksick, C. M.; Arent, S.; Schoenfeld, B. J.; Stout, J. R.; Campbell, B.; Wilborn, C. D. et al. (2017). International society of sports nutrition position stand: nutrient timing. Journal of the International Society of Sports Nutrition, 14, 33. Für eine vollständige Literaturliste kontaktieren Sie bitte marketing@dhfpg-bsa.de.
DIE FITNESSSACHVERSTÄNDIGEN
(eine Stunde vor dem Training)
Nährwerte insgesamt (ermittelt nach BLS v3.02)
Energie 178 kcal
Protein 28 g
Fett 1g
Kohlenhydrate 12 g
Steuerberater und von der IHK Koblenz öffentlich bestellter und vereidigter Sachverständiger für Wirtschaftlichkeitsberechnung für Fitnessund Freizeit-Anlagen.
Ballaststoffe 2g
Werner Kündgen
Zutaten (für 1 Portion)
Zubereitung
200 g Magerquark 100 g Beerenobst 100–200 ml Wasser (je nach gewünschter Konsistenz)
Magerquark, Beerenobst und etwas Wasser in einem Mixer mischen und anschließend das restliche Wasser bis zur gewünschten Konsistenz zugeben.
Joseph-von-Fraunhofer-Str. 1 53501 Grafschaft (Ringen) Telefon: 02641 - 800 40 www.kuendgen.de
Von der IHK Bonn/Rhein-Sieg öffentlich bestellter und vereidigter Sachverständiger für die Bewertung von Fitnessund Freizeit-Anlagen.
Günter Noll
Auf dem Freibogen 3 53127 Bonn Telefon: 0228 - 298 701 www.fitnesssachverstaendige.de
Von der IHK Koblenz öffentlich bestellte und vereidigte Sachverständige für Wirtschaftlichkeitsanalysen für kleine und mittlere Unternehmen (KMU), insbesondere Sport-, Fitnessund Gesundheits-Anlagen.
Sabrina Fütterer Foto: Kamjana - stock.adobe.com
Dahlenkehre 3i 21077 Hamburg Telefon: 040 - 648 343 57 www.fitnesssachverstaendige.de
BILDUNG | ANZEIGE
Studium – Weiterbildung – Qualität Informationen/Neuigkeiten der BSA-Akademie, der BSA-Zert und der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement
Qualifikation als Athletiktrainer/in Die Qualität der Ausführung einer Trainingsübung hat einen entscheidenden Einfluss auf deren Wirksamkeit. Eine professionelle Anleitung durch qualifiziertes Personal ist deshalb wichtig. Mit dem Lehrgang „Athletiktrainer/in“ werden die Teilnehmenden dazu qualifiziert, Sportler unterschiedlichster Leistungsklassen im Hinblick auf eine gezielte Leistungssteigerung zu betreuen und sie auf hohe körperliche Belastungen im Sport, Beruf sowie im Alltag vorzubereiten. Der Fokus des Athletiktrainings liegt auf dem funktionellen Training, den konditionellen Fähigkeiten Kraft, Schnelligkeit und Ausdauer sowie auf der Verbesserung der grundlegenden Bewegungskoordination und Sensomotorik. bsa-akademie.de/athltr Foto: DHfPG/BSA
Trainer/in-A-Lizenz Kraft- und Functional Training Trainer stehen vor der Herausforderung, den unterschiedlichen Trainingszielen ihrer Kunden sowie deren Leistungsvoraussetzungen bei der Planung und Umsetzung eines individuellen Krafttrainings gerecht zu werden. Um diese Anforderungen erfüllen zu können, hat die BSA-Akademie die Profiqualifikation „Trainer/in-A-Lizenz Kraft- und Functional Training“ entwickelt. Sie besteht aus den Einzellehrgängen „Fitnesstrainer/in-B-Lizenz“, „Trainer/in für gerätegestütztes Krafttraining“ und den beiden neuen Lehrgängen „Trainer/-in für Freihantel- und Kettlebelltraining“ sowie „Trainer/in für Körpergewichts- und Schlingentraining“.
bsa-akademie.de/akft Foto: DHfPG/BSA
BSA-Infoveranstaltungen Die BSA-Akademie bietet regelmäßig Infoveranstaltungen an ihren bundesweiten Lehrgangszentren an und informiert über ihre mehr als 70 Qualifikationen, das kombinierte Lehrgangssystem sowie den modularen Aufbau. Jetzt kostenfrei zu einem der nächsten Termine anmelden! >> bsa-akademie.de/events
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17.04.2020 Berlin 26.04.2020 Hamburg 30.04.2020 Saarbrücken 06.05.2020 Leipzig 13.05.2020 Köln 27.05.2020 München
Angebot der DHfPG: jetzt studieren – später bezahlen Bachelor-Absolventen der DHfPG haben die Möglichkeit, die Studiengebühren für ein Master-Studium an der DHfPG in monatlichen Raten erst nach dem Master-Abschluss zu entrichten. Dabei können sie zwischen einer Laufzeit von 25 Monaten oder 52 Monaten wählen. Eine vorzeitige, vollständige Rückzahlung ist ebenfalls jederzeit möglich. Diese Zahlungsvarianten werden direkt von der Hochschule zur Verfügung gestellt. Die DHfPG möchte Bachelor-Absolventen in ihrem Vorhaben bekräftigen, die eigenen Kompetenzen mit einem Master-Studium zu erweitern und hierfür eine Starthilfe geben. dhfpg.de/master/jetzt-studieren-spaeter-bezahlen Foto: DHfPG/BSA
Rechtzeitig an gesetzlich vorgeschriebene Rezertifizierung denken! Wer bereits vor längerer Zeit die Zertifizierung als „Fachkraft UVSV“ gemäß UV-Schutz-Verordnung (UVSV) absolviert hat, sollte an die gesetzlich vorgeschriebene Rezertifizierung denken, die alle fünf Jahre verpflichtend ist. Die Rezertifizierung ist frühestens sechs Monate vor Ablauf des Zertifikates möglich. Die Gültigkeit des Zertifikates darf nicht abgelaufen sein. Die Zertifizierungsstelle BSA-Zert überprüft im Rahmen der Rezertifizierung die erworbenen fachlichen Kenntnisse und stellt als Bestätigung das erforderliche Zertifikat aus. Zugelassen ist, wer eine gültige Zertifizierung vorweisen kann und an einer mindestens eintägigen Fortbildung gemäß § 5 Absatz 2 UVSV teilgenommen hat. bsa-zert.de/uvsv Foto: DHfPG/BSA
Studiengänge >> dhfpg.de
Lehrgänge >> bsa-akademie.de
Zertifizierung >> bsa-zert.de
Mehr Infos zu dualem Bachelor- und Master-Studium, BSA-Lehrgängen oder zur Zertifizierung unter: Tel. +49 681 6855 143
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ZERTIFIZIERUNG
Häufig gestellte Fragen zur Zertifizierung
Was Sie über die DIN EN- und DIN-Norm wissen sollten! Was ist das Ziel von nationalen beziehungsweise europäischen Normen? Studios haben oft sehr unterschiedliche Sicherheitsstandards, Betreuungssysteme, Geräteausstattungen oder Mitarbeiterqualifikationen, die für Kunden nur schwer durchschaubar sind. Um mehr Transparenz zu schaffen, können Studios sich sowohl nach DIN EN 17229 als auch nach DIN 33961 die Qualität der Ausstattung und Dienstleistungen neutral und unabhängig bestätigen lassen. Beide Normen beinhalten Mindestanforderungen für Fitnessstudios, an denen sich Verbraucher orientieren können. Europäische Normen (EN) bezwecken die Harmonisierung von technischen Regeln im europäischen Binnenmarkt. Wenn in einem Bereich eine EN-Norm veröffentlicht wird, ist die entsprechende nationale Norm im gleichen Zuge zurückzuziehen.
Was regeln die DIN-Norm 33961 beziehungsweise die DIN EN-Norm 17229 im Detail und worin liegt der Unterschied? Die DIN EN 17229 ist die europäische Norm für Fitnessstudios. Sie gilt für alle öffentlich zugänglichen Fitnessstudios, in denen körperliche Aktivitäten für Gruppen und/oder Einzelpersonen angeboten werden, um eine sichere und geregelte Umgebung zu bieten. Ihre Mindestanforderungen umfassen die operativen und betrieblichen Verfahren für das Angebot und die Bereitstellung der Dienstleistung zusammen mit den Anforderungen für die Auswahl und die Aufstellung der Ausrüstung sowie sämtlicher zugehöriger Einrichtungen, falls diese vorhanden sind.
Foto: DHfPG/BSA
Die unabhängige Zertifizierungsstelle BSA-Zert bietet die Dienstleistungszertifizierung für Fitness- und Gesundheitsanlagen auf Basis der DIN EN 17229 sowie der DIN-Norm 33961 (Teil 2–5) an. Die Zertifizierung bestätigt dem Studio dessen Qualität in den jeweiligen Anforderungsbereichen umfassend, neutral und unabhängig. Nachfolgend werden die am häufigsten gestellten Fragen der an einer Zertifizierung interessierten Studioinhaber beantwortet.
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Die DIN EN 17229 löste im Oktober 2019 den Teil 1 der DIN-Norm 33961 ab. Die Teile 2 bis 5 der DIN-Norm sind jedoch erhalten geblieben und decken speziell die folgenden vier Bereiche ab: Teil 2: Anforderungen an das gerätegestützte Herz-Kreislauf-Training Teil 3: Anforderungen an das Gruppentraining Teil 4: Anforderungen an das gerätegestützte Krafttraining Teil 5: Anforderungen an das EMS-Training Diese Bereiche können nach wie vor von der BSA-Zert, auch einzeln, zertifiziert werden. Somit ist zukünftig auch eine Kombination der Zertifizierung aus DIN EN-Norm und DIN-Norm möglich. Die BSA-Zert bietet diese Kombination an.
Wie läuft das Zertifizierungsverfahren in der Regel ab? Was hat sich durch das Inkrafttreten der Europäischen Norm geändert? Der Ablauf der Studiozertifizierung ist bei der DIN EN 17229 und der DIN 33961 (Teil 2–5) identisch. Der Kunde fordert beispielsweise unverbindlich ein Angebot über die Website der BSA-Zert an. Entscheidet er sich für eine Zertifizierung, reicht er nach Vertragsschließung anhand von Checklisten verschiedene Unterlagen ein. Diese Unterlagen dienen als Nachweis, dass die Anforderungen der zur Zertifizierung beantragten Norm (DIN EN 17229, DIN 33961 oder eine Kombination) erfüllt werden. Bei Bedarf werden zusätzlich Details vor Ort im Rahmen eines Remote-Audits (Videotelefonat) begutachtet.
Für welche Dauer werden die Studios zertifiziert? Ist eine Rezertifizierung vorgesehen? Der Zertifizierungsvertrag läuft auf unbestimmte Zeit und kann jeweils zum Ende eines Monats gekündigt werden. Rezertifizierungen sind somit nicht erforderlich. Die Einhaltung der Zertifizierungsvoraussetzungen wird jährlich per Dokumentenprüfung und gegebenenfalls in einem Remote-Audit überprüft.
Welche Gebühren entstehen, wenn man sich nach DIN EN 17229 und zusätzlich nach den einzelnen Teilen der DIN 33961 zertifizieren lässt? Ist die Zertifizierung nach zwei verschiedenen Normen mit einem höheren finanziellen Aufwand verbunden? Für die Zertifizierung nach der DIN EN-Norm investieren Sie 29,90 EUR netto/Monat. Für jeden weiteren Teil der DIN-Norm, der zertifiziert werden soll, fällt eine zusätzliche Gebühr von 10 EUR monatlich an (exkl. Umsatzsteuer). Die Gesamtgebühren für eine „ZertFit“-Zertifizierung nach der DIN EN 17229 und der DIN-Norm 33961 richten sich danach, wie viele einzelne Teile der DIN-Norm zusätzlich zertifiziert werden sollen.
Hat die Zertifizierung auch Einfluss auf das Thema Sicherheit im Studio? Ja, Sicherheit spielt in beiden Normen eine wichtige Rolle. Ob im Brandfall oder bei Erster Hilfe – z. B. bei Wiederbelebung mithilfe des Einsatzes eines Defibrillators – Studioinhaber und ihre
Mitarbeiter werden auf den Notfall vorbereitet sein und über die erforderliche Ausstattung im Unternehmen verfügen. Des Weiteren prüfen und optimieren Studiobetreiber interne Abläufe und Standards im Rahmen einer Zertifizierung auch unter Sicherheitsaspekten.
Ergeben sich durch eine Zertifizierung weitere Vorteile für ein Studio? Mit der erfolgreichen Zertifizierung Ihres Unternehmens durch eine unabhängige und neutrale Zertifizierungsstelle wird die Qualität Ihrer Dienstleistungen transparent gemacht, was Vertrauen bei Endverbrauchern, Firmenkunden und Kooperationspartnern schafft. Die Einhaltung der im Rahmen der DIN EN 17229 sowie der DIN 33961 festgelegten Kriterien zur Qualität der Dienstleistung sowie zur Sicherheit und Gesundheit der Kundinnen und Kunden gibt Ihnen Rechtssicherheit im Sinne des Verbraucherschutzes. So schützt die Zertifizierung sowohl die Kunden als auch das Unternehmen. Aus dem Zertifizierungsverfahren wird das Unternehmen gestärkt hervorgehen und sich noch besser im Wettbewerb präsentieren.
Kontakt Telefon: +49 681 6855 330 oder E-Mail an: info@bsa-zert.de Alle Infos unter: bsa-zert.de
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NEUES AUS DER WISSENSCHAFT
Digitale Transformation im Fitnessstudio
Potenziale digitaler Fitnesstools
Foto: Lilanakani - stock.adobe.com
Wearables sowie Fitness- und Gesundheits-Apps sind seit geraumer Zeit der Top-Trend in der Fitnessbranche und bei Fitnesskunden sehr beliebt. Die zunehmende Digitalisierung stellt die Unternehmen in puncto Studiovernetzung jedoch vor wachsende Herausforderungen. Wie beurteilen Fitnesskunden den digitalen Trend und was ist ihnen dabei besonders wichtig? Die vorgestellte Bachelor-Thesis der DHfPG geht diesen Fragen nach und zeigt Chancen sowie Potenziale auf.
Hintergrund Zahlreiche Studien, wie z. B. der „Worldwide Survey of Fitness Trends for 2020“ des American College of Sports Medicine (ACSM) oder der „Optimized Self Monitor 2019“ von SPLENDID RESEARCH, unterstreichen die Relevanz und zunehmende Wichtigkeit der Wearable-Technologie. Aus Sicht der mehr als 3.000 befragten internationalen Fitnessexperten sind Wearables mit deutlichem Abstand die Nr. 1 im aktuellen ACSM-Ranking. Auch die DSSV-Experten sehen im Rahmen der Trend-Umfrage 2020 aufgrund der steigenden Nutzerzahlen sowie in der Digitalisierung insgesamt ein großes Potenzial für Fitnessstudios. Laut aktuellen Zahlen von FORSA und der Kaufmännischen Krankenkasse (KKH) hat sich die Zahl der Nutzer von Wearables sowie Fitness- und Gesundheits-Apps in den vergangenen vier Jahren verdoppelt. Nahezu jeder dritte Bundesbürger (32 Prozent) zwischen 18 und 50 Jahren nutzt diese Technologien. Gerade von den jüngeren Kunden werden digitale Tools sowie digital vernetzte Trainingsgeräte und Fitnessstudios stark nachgefragt. Die Anforderungen, unter anderem an Konnektivität und Kompatibilität, steigen. Bisher fehlt es in der Praxis aber flächendeckend an ganzheitlich-vernetzten Lösungen. Häufig existieren, wenn überhaupt, nur digitale „Insellösungen“: Laut dem aktuellen „ClubIntel 152
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Fitness Industry Trend Report 2019“ bieten lediglich 21 Prozent der Fitnessanlagen weltweit eine eigene Club-App und nur 18 Prozent ein digital vernetztes Studio an. Somit ist die Digitalisierung aus Sicht der knapp 1.000 befragten Fitnessexperten nach wie vor die „Achillesferse“ unserer Branche. Aus diesem Grund untersucht die vorgestellte Bachelor-Thesis der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement (DHfPG) diese Entwicklungen und liefert exemplarisch einen Überblick zu digitalen Innovationen aus Sicht der Kunden.
Methodik Mittels eines standardisierten Online-Fragebogens wurden in der Bachelor-Thesis die Kundenbedürfnisse und das Nutzungsverhalten von 121 ausgewählten Fitnesskunden (Durchschnittsalter: 51 Jahre; Geschlechterverteilung: 49 Prozent männlich bzw. 51 Prozent weiblich) in einem kleineren, mittelständischen Fitnessstudio (450 Mitglieder) aus dem Mittelpreissegment (durchschnittlicher Mitgliedsbeitrag 45,90 EUR) untersucht. Im Rahmen der Befragung wurden die Mitglieder in insgesamt 33 Fragen zu ihrem Nutzungsverhalten sowie den Erwartungen im Hinblick auf digitale Fitnessangebote befragt.
46 % DER KUNDEN WÜNSCHEN SICH MEHR DIGITALE FITNESSGERÄTE WEARABLES
FITNESS- & GESUNDHEITS-APPS
31 %
24 % NUTZUNG FÜR . . . MOTIVATION ACTIVITY-TRACKING TRAININGSDOKUMENTATION
WÜNSCHEN SICH EINE EIGENE STUDIO-APP
NUTZEN SIE
WÜNSCHEN SICH MEHR KONNEKTIVITÄT
NUTZEN SIE
46 %
26 % NUTZUNG FÜR . . . COMMUNITY
45 % 52 %
ERNÄHRUNGSPLAN 93 %
TRAININGSPLAN MOTIVATION
3% 13 % 19 % 48 %
ACTIVITY-TRACKING Abb. 1: Nutzungsverhalten und Wünsche der Kunden bezüglich digitaler Fitnesstools
TRAININGSDOKUMENTATION
61 % 68 %
Ergebnisse
Fazit
Abbildung 1 stellt die wichtigsten Ergebnisse informativ dar und liefert einen Überblick zum aktuellen Nutzungsverhalten sowie zu den Wünschen der befragten Mitglieder. Im Vergleich zum Bundesdurchschnitt nutzen sie Wearables (24 Prozent) bzw. Fitness- und Gesundheits-Apps (26 Prozent) etwas weniger häufig, was sich u. a. durch die Altersstruktur des Studios erklären lässt. Die digitalen Trainingshelfer werden bisher vornehmlich zur Trainingsdokumentation, zum Activity-Tracking (Kalorien, Schritte etc.) und als Motivationshilfe eingesetzt. Die Mitglieder sehen die Digitalisierung generell als hilfreich bis sehr hilfreich an und der Wunsch nach mehr Konnektivität und digitalen Trainingsgeräten steigt über alle Altersschichten hinweg. Obwohl die Mehrheit der befragten Mitglieder digitale Fitnesstools bisher (noch) nicht aktiv nutzt, wünschen sich fast die Hälfte der Kunden eine studioeigene App, digitale Fitnessgeräte sowie eine bessere digitale Vernetzung. Vergleicht man die vorgestellten Ergebnisse mit den Analysen des ClubIntel Reports (2019), so zeigt sich, dass es noch einiges zu tun gibt, um den wachsenden Kundenansprüchen und dem digitalen Wandel in der Praxis tatsächlich gerecht zu werden.
Der Markt für digitale Fitnessprodukte wächst rasant und es wird zunehmend schwieriger, mit diesen Entwicklungen Schritt zu halten. Die Wearable-Technologie bietet als ein wichtiger Teilaspekt der Digitalisierung für Studiobetreiber vielfältige Einsatzmöglichkeiten und Perspektiven, die bisher aber nur die wenigsten in vollem Umfang nutzen. Wearables, Apps, digitale Trainingsgeräte, smarte Körperwaagen und Co. sind hilfreiche Tools, um das Trainingserlebnis und die Betreuung zukünftig noch erfolgreicher, individueller und kundennäher zu gestalten. Zum Beispiel können Leistungsparameter und Trainingserfolge immer in Echtzeit visualisiert und zur Trainingsüberwachung sowie zur Motivation genutzt werden. Die Digitalisierung umfasst aber nicht nur das Training selbst, sondern auch die Mitgliederverwaltung, Kundenbindungsmaßnahmen sowie die Interaktion über Social Media bzw. die eigene App. Somit kommt ein digital vernetztes Studio den Kunden wie den Trainern gleichermaßen zugute und gewährleistet als komplexes System eine noch professionellere Betreuung und ein zeitgemäßes Kundenerlebnis.
Digitale Fitnesstools stellen eine sinnvolle Ergänzung im täglichen Trainings- bzw. Studioalltag dar. Jedoch braucht es stets auch eine professionelle Trainingsbetreuung durch entsprechend qualifizierte Trainer, um die Potenziale der digitalen Tools gewinnbringend zu nutzen. Gefragter denn je sind angesichts dieser Herausforderungen zum einen die Studiobetreiber, die das digital vernetzte Studio als komplexes Gesamtsystem verstehen, strategisch planen und umsetzen. Zum anderen braucht es aber auch IT-Experten, die neben der Informatik-Expertise auch das nötige trainingswissenschaftliche Know-how mitbringen, um innovative Fitnesstechnologien bedarfsgerecht zu entwickeln und in den Studios zielführend zu implementieren.
THALIA BOSSEMEYER Alter: 22 Duales Studium: Body in Balance Kaufungen Abschluss: B. A. Fitnessökonomie Aktuelle Tätigkeit: Personal Trainerin und Vitalcoach auf einem Kreuzfahrtschiff bei „Mein Schiff“
Foto: DHfPG/BSA
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SCIENCE NEWS
Die folgenden drei Studien sind nicht nur topaktuell, sondern haben auch eine hohe Praxisrelevanz. Die Forschungsergebnisse und Schlussfolgerungen lassen sich direkt auf den Studioalltag übertragen und bieten neue Perspektiven auf Basis aktuellster wissenschaftlicher Erkenntnisse. Einfluss von Fitness Communitys
Sprint-Intervalltraining für Ältere
Pflanzliche Proteine
HEALTH AND FITNESS ONLINE COMMUNITIES AND PRODUCT BEHAVIOUR
THE IMPACT OF SPRINT INTERVAL TRAINING FREQUENCY ON BLOOD GLUCOSE CONTROL AND PHYSICAL FUNCTION OF OLDER ADULTS
A COMPARISON OF DIETARY PROTEIN DIGESTIBILITY, BASED ON DIAAS SCORING, IN VEGETARIAN AND NON-VEGETARIAN ATHLETES
Untersuchungsschwerpunkte Ziel der Studie war es, den Einfluss des Online-Verhaltens von Konsumenten auf deren Einstellung und Kaufverhalten in der Fitness- und Gesundheitsbranche zu untersuchen.
Untersuchungsschwerpunkte Die Studie untersuchte den Einfluss der wöchentlichen Häufigkeit von Sprint-Intervalltraining (SIT) auf Blutzuckerwerte und die funktionelle Leistung von älteren Menschen.
Untersuchungsschwerpunkte Die Untersuchung verfolgte den Zweck, die Qualität des Nahrungsproteins in der vegetarischen und nicht-vegetarischen (omnivoren) Ernährung von Sportlern zu vergleichen.
Methode Schriftliche Befragung von Mitgliedern der Online Health & Fitness Community (#fitfam) bei Instagram (n = 221) zu ihrem Nutzungsverhalten, ihrem Sportengagement, ihrer Trainingsmotivation und ihrem individuellen Gesundheitsverhalten.
Methode 34 ältere Personen führten über acht Wochen ein SIT (6–10 x 6 Sek. max. Belastung; 60 Sek. Pause) auf dem Fahrradergometer mit unterschiedlicher Belastungshäufigkeit (SIT 0 vs. SIT 1 vs. SIT 2) durch. Davor und danach wurden die Glucosetoleranz und die funktionelle Leistung getestet.
Methode 38 Sportler, die sich omnivor, und 22 Sportler, die sich vegetarisch ernähren, führten sieben Tage ein Ernährungsprotokoll. Mithilfe der Angaben aus den Protokollen wurde mittels DIAAS (Digestible Indispensable Amino Acid Score) die Proteinmenge und -qualität ermittelt und mit den aktuellen Zufuhrempfehlungen verglichen.
Zentrale Ergebnisse Die Identifikation mit und Interaktion in Online-Communitys steigert das Gesundheitsbewusstsein und beeinflusst die Trainingsmotivation sowie den Konsum von Fitnessprodukten nachweislich positiv.
Zentrale Ergebnisse SIT 1 und SIT 2 konnten sowohl die Glucosewerte als auch die funktionelle Leistung signifikant verbessern, wobei die Effekte in SIT 2 größer waren.
Zentrale Ergebnisse Die Qualität der aufgenommen Nahrungsproteine ist bei omnivorer Ernährung höher als bei vegetarischer Ernährung.
Praxisrelevanz und Fazit Online Health & Fitness Communitys bieten durch die Interaktion und den digitalen Austausch mit anderen Nutzern ein Umfeld, das sich positiv auf das Gesundheitsverhalten, die Motivation und das Kaufverhalten auswirkt. Durch eine eigene Social-MediaCommunity können Studios ihre Kunden künftig gezielt vernetzen, motivieren und noch enger an das eigene Unternehmen binden.
Praxisrelevanz und Fazit Bereits durch ein einmaliges Sprint-Intervalltraining verbessert sich die metabolische Gesundheit sowie die funktionelle Leistungsfähigkeit von älteren Menschen. Diese Erkenntnisse können dazu genutzt werden, um den Zeitaufwand als Argument gegen die Aufnahme eines Fitnesstrainings zu entkräften.
Praxisrelevanz und Fazit Aufgrund der niedrigeren Proteinqualität in den verzehrten Lebensmitteln sollten Vegetarier darauf achten, sich an der Obergrenze der Zufuhrempfehlung für Protein zu orientieren, um optimale Trainingsanpassungen zu ermöglichen.
Adamson, S., Kavaliauskas, M., Lorimer, R. & Babraj, J. (2020). The Impact of Sprint Interval Training Frequency on Blood Glucose Control and Physical Function of Older Adults. International journal of environmental research and public health, 17 (2), E454
Ciuris, C., Lynch, H. M., Wharton, C. & Johnston, C. S. (2019). A Comparison of Dietary Protein Digestibility, Based on DIAAS Scoring, in Vegetarian and Non-Vegetarian Athletes. Nutrients, 11 (12), E3016.
Dessart, L. & Duclou, M. (2019). Health and fitness online communities and product behaviour. Journal of Product & Brand Management, 28 (2), 188–199.
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PERSONENPORTRÄT
Performance Center mit Bundesligaprofi eröffnet
Master-Absolvent macht Sportler stark Text: Sebastian Feß
E
ine schwere Sportverletzung im Alter von 18 Jahren beendete sowohl Jannik Kirchenkamps (26) Traum von einer Fußballerlaufbahn als auch seine Pläne, bei der Polizei zu beginnen. Aufgrund seiner Vorliebe für den Fitnesssport entschied er sich im Anschluss für ein Studium an der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement (DHfPG). Heute leitet er das Performance Center „Black Hall“, das er zusammen mit dem U21-Fußballnationalspieler Robin Koch gegründet hat. Schon mit 16 Jahren ging Jannik Kirchenkamp regelmäßig ins „Gym“ mit dem Ehrgeiz, seine körperliche Fitness zu optimieren. Damit schaffte er es sogar bis zur Teilnahme an der Deutschen Meisterschaft im Natural Bodybuilding. „Außerdem habe ich nach meiner Kreuzbandverletzung gemerkt, dass die Nachbehandlung nicht ausreichend und teils nicht professionell genug war. Daher habe ich beschlossen, mich in diesem Bereich weiterzubilden, um andere Menschen auf ihrem Genesungsweg in ein schmerzfreies Leben zu begleiten.“ Bei der Suche nach einer passenden Hochschule wurde er auf die Deutsche Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement (DHfPG) aufmerksam.
Als Studierender in Luxemburg gearbeitet Seinen Ausbildungsbetrieb fand der gebürtige Krefelder dank der kostenfreien Online-Jobbörse der DHfPG bei einem Premium-Fitnessanbieter auf dem luxemburgischen Kirchberg. „Mein Ausbildungsbetrieb setzte mich in den ersten Jahren überwiegend als Personal Trainer und Ernährungsberater ein, worüber ich sehr froh war. Die Studieninhalte des Studiengangs Bachelor of Arts Fitnessökonomie konnte ich damals schon in den Bereichen Trainingslehre und Ernährungslehre eins zu eins umsetzen.“ Der Umzug in das Großherzogtum stellte sich zu einem späteren Zeitpunkt als Glücksgriff heraus. Im nicht weit entfernten Trier lernte er den Nachwuchskicker Robin Koch kennen, mit dem er Jahre später ge-
meinsam ein Fitnessstudio eröffnen sollte. Doch zunächst wurde er regelmäßig Personal Trainer des heutigen Nationalspielers.
Während des Master-Studiums zum Studioleiter aufgestiegen Arbeit und Studium konnte er sehr gut miteinander vereinbaren. „Für mich persönlich war es nach dem Abitur die beste Entscheidung, da ich weder Lust auf ein „trockenes“ Studium hatte, noch darauf, zu arbeiten, ohne mich dabei „richtig“ weiterzubilden. Mit dem dualen Studiensystem hat man meiner Meinung nach die perfekte Mischung aus Theorie und Praxis sowie ausreichend Zeit, sich zwischen den Präsenzphasen auf das neue Modul vorzubereiten.“ Darum fasste er auch den Entschluss, sich nach dem Bachelor-Studium mit einem Master-Studium an der DHfPG weiter zu spezialisieren. Sein gewählter Master-Studiengang Prävention und Gesundheitsmanagement bot ihm die Möglichkeit, sich für zwei von insgesamt 14 Studienschwerpunkten zu entscheiden. Er suchte sich „Rehabilitatives Training“ und „Sportpsychologische Trainingstechniken“ aus. Währenddessen arbeitete er knapp zwei Jahre als Studioleiter in einer Fitnessanlage, die zur Unternehmensgruppe seines Ausbildungsbetriebes gehört. Nachdem er das Master-Studium erfolgreich absolviert hatte, bildete er sich noch mit den Lehrgängen „Athletiktrainer“ sowie „Athletiktrainer Leistungssport“ an der BSA-Akademie weiter. Dann passierte das, was der passionierte Fitnesssportler nicht geplant hatte, von dem er aber schließlich vollends überzeugt war.
Erfolgreiche Existenzgründung mit dem Fußballprofi Robin Koch, inzwischen als Erstligaprofi beim SC Freiburg aktiv, suchte nach einer Möglichkeit, sich ein zweites Standbein neben dem Fußball aufzubauen. Er setzte sich mit seinem langjährigen Personal Trainer zusammen und beide „tüftelten“ an einer gemeinsamen Idee. Sie wollten ein Performance Center eröffnen, das Profi- sowie Freizeitsportlern die Möglichkeit bietet, sowohl ein Athletik- als auch das Reha-Trainingsangebot zu nutzen. „Ich wollte wieder zurück nach Krefeld, darum haben wir die „Black Hall“ auch in meiner Heimatstadt eröffnet.“
Foto: privat
Bereits mit großem Kundenstamm gestartet
Jannik Kirchenkamp (26) ist Bachelor-Absolvent der DHfPG und leitet das Performance Center „Black Hall“
Zu seinen Kunden gehören unter anderem Spieler des KFC Uerdingen und von Borussia Mönchengladbach, der aus St. Tönis stammende Eishockey-Nationalstürmer Marcel Noebels (Eisbären Berlin) oder der ehemalige Bayern München-Profi Sinan Kurt. Jannik Kirchenkamp hat es mit nur 26 Jahren geschafft, zusammen mit dem prominenten Bundesligakicker Robin Koch als Gesellschafter ein Performance Center in seiner Heimatstadt zu eröffnen, das schon kurz nach der Gründung über einen beeindruckenden Kundenstamm verfügt. Dabei fungiert er als alleiniger Geschäftsführer. „Die Inhalte aus dem Master-Studium konnte ich nutzen, um meine Selbstständigkeit erfolgreich umzusetzen. Die zusätzlichen Lehrgänge zum „Athletiktrainer“ und „Athletiktrainer Leistungssport“ haben mir wiederum sehr geholfen, mein Trainingskonzept für unser Performance Center zu entwickeln!“ Zur ganzen Erfolgsgeschichte: www.dhfpg.de/jkirchenkamp
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BESONNUNG
Eckdatenerfassung des Bundesfachverband Besonnung e. V.
Ein Aufruf zur Teilnahme!
Der Bundesfachverband Besonnung e. V. hat in Zusammenarbeit mit der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement eine Eckdatenerfassung für die Besonnungsbranche in Auftrag gegeben. Die Eckdatenerfassung dient dazu, die Branche in ihrer Gesamtheit abzubilden. Die Ergebnisse sollen künftig Entscheidern in der Politik, in Banken sowie der Presse und Öffentlichkeit helfen, sich ein Bild von der Branche zu machen. Um die Entwicklung der Branche aufzuzeigen, soll die Erhebung in regelmäßigen Abständen erfolgen. Die Ergebnisse werden offiziell vorgestellt und sind über die Verbandsseite abrufbar.
Wie kann ich als Studiobetreiber mitmachen? Als Studiobetreiber haben Sie die Möglichkeit, über folgenden Link teilzunehmen: https://tiny.dhfpg-bsa.de/bfb_eckdaten Den Link finden Sie ebenfalls auf der Internetseite des Bundesfachverband Besonnung e. V. Auf schnellstem Wege kommen Sie per Smartphone über das Scannen des QR-Codes unten auf dieser Seite zur Eckdatenerfassung. 15 Minuten Ihrer Zeit helfen uns, und natürlich auch Ihnen selbst, unsere Branche besser kennenzulernen und valide Zahlen zu generieren. Bitte schenken Sie unserer Branche 15 Minuten Ihrer kostbaren Zeit! Hinweis: Viele Marktteilnehmer wie Händler oder Hersteller werden diesen Link zusätzlich bewerben und an ihre Kunden versenden. Auch hier ist eine Teilnahme möglich.
Wie scanne ich einen QR-Code? Für das Scannen eines QR-Codes benötigen Sie ein Smartphone. Öffnen Sie die Kamera des Smartphones und halten Sie das Smartphone, als ob Sie den Code fotografieren wollten, darüber. Ohne weiteres Zutun erkennt die Kamera den Code und fragt Sie nun, ob Sie den Link öffnen wollen. Durch Ihre Bestätigung gelangen Sie nun zur Eckdatenerfassung. Die Erfassung ist anonym und dauert höchstens 15 Minuten.
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BSA-Akademie
Deutsche Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement
Prävention, Fitness, Gesundheit
University of Applied Sciences
School for Health Management
NEU
FACHBERATER FÜR
BEAUTY & CARE ANWENDUNGEN
Foto: elroce - stock.adobe.com
An wen richtet sich die Umfrage? Die Erfassung richtet sich an alle Studiobetreiber, die ein Studio mit mindestens vier Solarien betreiben.
Wer ist unser Unterstützer? Die Erhebung wird in Zusammenarbeit mit der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement durchgeführt und im Anschluss nochmals eingehend geprüft.
Wann werden die Ergebnisse der Eckdatenerfassung veröffentlicht? Die Präsentation der Datenerfassung ist für den 8. Oktober 2020 in Mannheim geplant. Weitere Information hierzu folgen in Kürze.
Save the date Am 6. Juli 2020 findet im IntercityHotel Frankfurt Airport, Frankfurt am Main, die jährliche Mitgliederversammlung des Bundesfachverband Besonnung e. V. statt.
Die neue Qualifikation in der Beauty- und Solarienbranche! Jetzt Umsatz- und Kundenerfolg steigern! Der nebenberufliche Lehrgang vermittelt den Teilnehmern umfassendes Fachwissen und praktische Fertigkeiten in der Beratung und Anwendung von apparativen Beauty-Techniken. Qualifizierte Mitarbeiter steigern das Vertrauen Ihrer Kunden in Ihre Dienstleistungen und tragen zum Unternehmenserfolg bei. Die Lehrgangsteilnahme ermöglicht:
Pressekontakt: Auf den Punkt. Janine Birnbaum Brandenburgstraße 6, 63456 Hanau Mobil: 0159 - 012 921 30 E-Mail: mail@janine-aufdenpunkt.de birnbaum@bundesfachverband-besonnung.de
n Sicheres Hintergrundwissen n Verbesserte Dienstleistungsqualität n Gesteigerte Kundenzufriedenheit n Nachhaltige Verkaufserfolge
bsa-akademie.de/fachberater-bca
VERANSTALTUNGEN
VERANSTALTUNGEN 2020
TIMELINE
DSSV-Workshop „Gruppenfitness-Management“ 9. Apr., Hamburg | bildungsinstitut.dssv.de/gfm Zukunft Personal Nord 21. – 22. Apr., Hamburg | nord.zukunft-personal.com
April 2020
DSSV-Workshop „Kostenmanagement“ 23. Apr., Frankfurt | 24. Apr., Hamburg bildungsinstitut.dssv.de/km BGMpro Köln 29. – 30. Apr., Köln | bgmpro.de
DSSV-Workshop „Kostenmanagement“ 8. Mai, Stuttgart | 19. Mai, München | 29. Mai, Köln bildungsinstitut.dssv.de/km
Mai 2020
Corporate Health Convention 12. – 13. Mai, Stuttgart | corporate-health-convention.de Zukunft Personal Süd 12. – 13. Mai, Stuttgart | sued.zukunft-personal.com SALUT! 2020 12. – 14. Mai, Saarbrücken | salut-gesundheit.de BSA/DHfPG Gesundheit&Fitness Week 23. – 30. Mai, Kos, Griechenland | bsa-akademie.de/kos
Yoga-Trainer/in-B-Lizenz 4. – 7. Jun., Hamburg | 25. – 28 Jun., Köln bsa-akademie.de/yob
RiminiWellness 28. – 31. Mai, Rimini, Italien | riminiwellness.com
DSSV-Workshop „Online-Marketing: Instagram für Fitnessstudios“ 9. Jun., Hamburg | 17 Jun., Köln | 23. Jun., Berlin 25. Jun., München | 30. Jun., Frankfurt bildungsinstitut.dssv.de/online-marketing
Juni 2020
Erfolgreiches Online-Marketing für Fitnessanbieter 20. Jun., Köln | bsa-akademie.de/online-marketing Fachberater/in für Beauty & Care Anwendungen 20. Jun., Hamburg | bsa-akademie.de/fachberater-bca OutDoor by ISPO 28. Jun. – 1 Jul., München | ispo.com/outdoor
OKT.
1.10. – 4.10.
Köln
Ausblick
Save the date!
fibo.de
OKT.
8.10. – 10.10.
Mannheim
aufstiegskongress.de
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DSSV | RECHT
Foto: peterschreiber.media - stock.adobe.com
Abmahnungen für falsche Werbeaussagen und Markenverstöße
Vorsicht Falle! Text: Iris Borrmann
Die bittere Pille zuerst: Nicht jede spontane Marketingidee lässt sich auch umsetzen. Sobald ein Fitnessunternehmen eine Werbekampagne, eine Broschüre, einen Tag der offenen Tür oder sogar ein Rebranding plant, ist neben den Überlegungen, was am besten beim Publikum ankommt, grafisch umsetzbar und bezahlbar ist, auch eine kleine rechtliche Prüfung erforderlich – eventuell verbunden mit einer Recherche beim Deutschen Patent- und Markenamt (DPMA).
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or allem Neuunternehmer und Existenzgründer, aber auch „alte Hasen“ haben das Thema Wettbewerbsrecht häufig nicht im Fokus. Deshalb kommt es immer wieder zu Abmahnungen wegen irreführender Werbung. Wann Werbung als irreführend gilt, ist in § 5 des Gesetzes gegen den unlauteren Wettbewerb (UWG) geregelt.
Auszug: „§ 5 Irreführende geschäftliche Handlungen“ (1) Unlauter handelt, wer eine irreführende geschäftliche Handlung vornimmt (Anm. d. Red.: Hierzu zählen auch Marketingmaßnahmen), die geeignet ist, den Verbraucher oder sonstigen Marktteilnehmer zu einer geschäftlichen Entscheidung zu veranlassen (Anm. d. Red.: z. B. der Abschluss eines Mitgliedsvertrages), die er andernfalls nicht getroffen hätte. Eine geschäftliche Handlung ist unter anderem dann irreführend, wenn sie unwahre Angaben oder sonstige zur Täuschung geeignete Angaben enthält. Die Liste der unwahren oder täuschenden Angaben ist lang. Ob das Studio besser dargestellt wird als es ist oder wichtige Tatsachen verschwiegen werden, ist dabei egal. Sobald sich Personen, Verbraucherschutzverbände, Konkurrenten oder „getäuschte Mitglieder“ beeinträchtigt fühlen, können sie das Studio beziehungsweise den Inhaber abmahnen.
Markenverstöße und ihre Entdeckung Wenn ein Studioinhaber einen neuen Namen für seinen Club verwenden oder einen Kurs durch einen besonderen Namen heraus162
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heben will, kann es schnell zu einer Markenrechtsverletzung kommen. Das geschieht, sobald ein anderer bereits Markeninhaber dieses Namens ist. Allerdings gilt die Markenrechtsverletzung nicht nur dann, wenn der Studioinhaber beispielsweise für sein Kursprogramm einen bereits geschützten Namen verwendet. Es dürfen auch keine ähnlichen Bezeichnungen, bei denen eine Verwechslungsgefahr mit der geschützten Marke besteht, genutzt werden. Durch das Internet besteht permanent die Gefahr einer Entdeckung. Viele Markenrechtsinhaber nutzen einen Service, der in bestimmten Intervallen alle Websites nach der Nutzung der geschützten Marke durchsucht. Kann der Markeninhaber beweisen, dass bei Eingabe seines geschützten Markennamens in eine Suchmaschine die Website eines Dritten als Ergebnis erscheint, ist ein Verstoß schnell nachgewiesen und wird in der Regel abgemahnt.
Verhalten nach einer Abmahnung Eine Abmahnung kann mit erheblichen Kosten verbunden sein, die weit über die Kosten für den eigenen und den gegnerischen Anwalt hinausgehen. Eventuell müssen Name und Homepage geändert sowie Plakate und Flyer sofort eingezogen werden. Wenn ein Studioinhaber von einem Anwalt, der einen Verbraucher oder einen betroffenen Mitbewerber vertritt, eine Abmahnung erhält, muss er zunächst prüfen, was ihm genau zur Last gelegt wird. Falls er sein Studio oder einen Kurs mit einem angeblich geschützten Namen benannt hat, sollte er zunächst beim Deutschen Patent- und Markenamt nachforschen.
Markenrecherche in Datenbanken Durch eine Markenrecherche lässt sich weitgehend feststellen, ob die geplante Namensgebung keine älteren, also bereits eingetragenen Rechte verletzt. Im DPMA-Register können Unionsmarken (EM) und international registrierte Marken (IR) mit Schutzwirkung für Deutschland gratis recherchiert werden (QR-Code unten rechts). Allerdings übernimmt das DPMA für diese Daten keine Gewähr für Richtigkeit und Vollständigkeit. Für eine vollständige Recherche zu Marken mit Schutzwirkung in Deutschland sowie zum aktuellen Rechtsstand sollten ebenfalls die Datenbanken des Amtes der Europäischen Union für geistiges Eigentum (EUIPO) und der Weltorganisation für geistiges Eigentum (WIPO) hinzugezogen werden.
eine Preiserhöhung in Kraft tritt. Selbst wenn diese entscheidende Tatsache irgendwo in kleiner Schriftgröße am Rande eines Werbeplakates aufgedruckt steht, reicht dies oft für die Annahme einer Täuschung aus. Anzugeben ist nach der Preisangabenverordnung gegenüber Verbrauchern immer der (Brutto-) Endpreis! 2. Das beste, größte, neueste oder einzige Studio sollte nur als Werbung genutzt werden, wenn das tatsächlich nachgewiesen werden kann (sogenannte Alleinstellungswerbung). 3. Zu „dick auftragende“ Werbung über die wesentlichen Merkmale einer Dienstleistung sollte zwingend unterlassen werden.
Rechtliche Folgen Ist die Marke nicht geschützt, lohnt es sich, zunächst nachzufragen, woraus der Anwalt die Berechtigung für seine Abmahnung herleitet. Ist die Marke allerdings eingetragen, muss der Unternehmer auf jeden Fall die Anwaltsgebühren bezahlen. Diese richten sich nach einem Streit- bzw. Gegenstandswert, der oft viel zu hoch angesetzt wird. Das birgt zwei Ärgernisse: Zum einen steigt die zu leistende Schadensersatzsumme, zum anderen wird auch ein gerichtliches Vorgehen teurer, da ab einem Streitwert von 5.000 EUR das Landgericht zuständig ist und somit Anwaltszwang herrscht und sich das Studio vor Gericht nicht selbst vertreten kann.
Vorsicht bei der Unterlassungserklärung In fast allen Fällen wird durch den gegnerischen Anwalt zusätzlich eine sogenannte strafbewehrte Unterlassungserklärung zur Unterzeichnung vorgelegt. Das kann nicht nur aufgrund der Abmahnung bei Markenverstößen, sondern auch bei unlauterer Werbung oder fehlerhaften Klauseln im Mitgliedsvertrag passieren.
Angabe über Verfügbarkeiten (z. B. Öffnungszeiten „rund um die Uhr“, obwohl es am Wochenende eine Betriebspause von 00.00 bis 6.00 Uhr gibt) Vorteile der Nutzung, insbesondere die zu erwartenden Ergebnisse („garantierte Gewichtsreduktion“)
Sonderfall: Newsletter Wenn ein Studio eine Abmahnung wegen unverlangt zugesandter WerbeE-Mails erhält, wird ihm meist der Vorwurf gemacht, dass es dem Empfänger ohne dessen ausdrückliche Einwilligung eine Werbe-E-Mail gesendet hat. Damit wird das „allgemeine Persönlichkeitsrecht“ des Verbrauchers verletzt, weil er durch die Zusendung unerwünschter Werbung beeinträchtigt wird. Ein Newsletter gilt auch dann als Werbung, wenn er echte Neuigkeiten wie den Umzug des Studios oder den Anbau einer Sauna enthält. Der Bundesgerichtshof lässt keinen Zweifel daran, dass es sich bereits um Werbung handelt, wenn nur ein Hinweis auf das Unternehmen und dessen Geschäftstätigkeit zu finden ist. Schon der Versand einer einzigen E-Mail reicht aus, um abgemahnt zu werden. Die Ausnahme: Werbende E-Mails dürfen an diejenigen verschickt werden, die sich vorher ausdrücklich damit einverstanden erklärt haben. Das Fitnessstudio kann eine solche Einwilligung mit seinen Mitgliedern direkt bei Abschluss des Mitgliedsvertrages vereinbaren. Eine rechtssichere Formulierung einer solchen Einwilligung finden Sie im Mitgliederbereich des DSSV.
Foto: Klaudia Lech
Die Unterlassungserklärung wird persönlich unterschrieben und ist aus mehreren Gründen gefährlich: Das Studio muss sich unter anderem verpflichten, bestimmte Namen, Kursbezeichnungen, Vertragsklauseln oder Werbeaussagen nicht mehr zu nutzen. Hierbei sollte man sehr vorsichtig sein, da die Verpflichtung keine zeitliche Begrenzung kennt. Selbst wenn der Inhaber eines neu eröffneten Studios in einem anderen Bundesland eine vor zehn Jahren abgemahnte Klausel wiederverwendet, kann das die Vertragsstrafe auslösen. Zudem muss der Inhaber sofort alle Verträge, Homepages, Kursbezeichnungen etc. ändern. Eine abgemahnte Marke darf nicht mehr auftauchen, da – so steht es ebenfalls in der Unterlassungserklärung – der Unternehmer für jeden Fall des Verstoßes eine dort bestimmte Summe (meist zwischen 2.000 und 5.000 EUR) bezahlen muss.
Beispiele:
Da man nicht wortgetreu alles unterschreiben sollte, was einem der gegnerische Anwalt vorlegt, empfiehlt der DSSV in manchen Fällen eine Abänderung der Klausel. Im Hinblick auf die Höhe der Vertragsstrafe ist das unter bestimmten Voraussetzungen möglich.
Vermeidbare Fehler Werbung arbeitet zwar gerade mit der Suggestion, dass spezielle Angebote alle Probleme lösen oder das Leben generell schöner machen, jedoch sind hier Grenzen gesetzt, was die Versprechungen von Leistungen und Möglichkeiten angeht. Um nicht in eine Abmahnsituation zu kommen, sollte man folgende Fehler vermeiden: 1. Tatsachenbehauptungen müssen stimmen. Wird ein Mitgliedsbeitrag von 29,90 EUR für einen 12-Monatsvertrag angeboten, darf beim tatsächlichen Vertragsabschluss nicht herauskommen, dass dies nur für die ersten drei Monate gilt und anschließend
Iris Borrmann, DSSV-Juristin
Fragen? Zu allen rechtlichen Fragen rund um den Studioalltag bietet die Rechtsabteilung des DSSV im Rahmen einer bestehenden Mitgliedschaft die Möglichkeit, eine kostenlose rechtliche Erstberatung mit Einschätzung der Rechtslage zu erhalten, beispielsweise nach Erhalt einer Attestkündigung, zur Überprüfung von Vertragsklauseln oder zu arbeitsrechtlichen Themen. Tel.: 040-766 24 00, E-Mail: jurist@dssv.de
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BUCHTIPP
Thomas Seifried: »Rechtssicher werben: Abmahnungen vermeiden in Werbung und Akquise« Autor: Thomas Seifried Seitenzahl: 180, broschiert ISBN-13: 978-3000631108 Preis: 29,99 EUR Sprache: deutsch
IMPRESSUM
Verlag und Herausgeber
Versand
fitness MANAGEMENT –
Deutschland, Österreich, Schweiz
eine Marke der PIPG GmbH Privates Institut für Prävention und
Lieferbedingungen
Gesundheitsmanagement GmbH
Einzelheftpreis
Beutnerring 9
Jahresabonnement Inland
D-21077 Hamburg
Jahresabonnement Ausland 61,– EUR*
9,– EUR* 43,– EUR*
*inkl. MwSt. und Versandkosten Organ
»Rechtssicher werben: Abmahnungen vermeiden in Werbung und Akquise«
Offizielles Organ des DSSV e. V.
Kündigungsfrist
und BfB e. V.
1 Monat vor Ablauf des Bezugsjahres
Geschäftsführer
Produktion
Janosch Marx, Johannes Marx
Prospektus Druckerei Tartu Str. 6
Chefredaktion
H-8200 Veszprem
„Wer nicht wirbt, der stirbt“, heißt es. Aber auch wer wirbt, generiert nicht immer nur Umsätze. Die Verwendung von nicht lizenzierten Medien, geschützten Bezeichnungen oder Designs kann ebenso teure Abmahnungen verursachen wie rechtswidrige Werbung.
Birgit Schwarze
Dieses Praktikerhandbuch zum Werberecht hilft, Abmahnungen wegen Rechtsverletzungen zu vermeiden. Rechtliche Risiken, die bei der Kreation und Durchführung von Werbekampagnen häufig auftreten, werden für den Laien anhand mehrerer Hundert Beispiele aus der Rechtsprechung verständlich erläutert. Zahlreiche Praxistipps machen das Buch zu einem wichtigen Begleiter für jeden, der wirbt. Berücksichtigt wurde die Rechtsprechung bis Mai 2019.
Kontakt
Der Autor Thomas Seifried ist seit Anfang 2007 u. a. Fachanwalt für gewerblichen Rechtsschutz.
Redaktionelle Mitarbeit
Art Direktion
Patrick Berndt, Carsten Bethäuser,
Klaudia Lech
Registereintragung Vertrieb und Anzeigen
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HRB 147152
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Telefon: +49 (0) 40 / 300 945 - 0 Telefax: +49 (0) 40 / 300 969 90
ClimatePartner ID
E-Mail: info@fitnessmanagement.de
11266-2002-1001
Webseite www.fitnessmanagement.de
Iris Borrmann, Thalia Bossemeyer,
Aus dem Inhalt: • Leads generieren mit Gewinnspielen • Auswahl von Begriffen, Texten, Medien und Designs • Werbung mit fremden Marken • Marken- und Designrecherchen durchführen • Irreführende und vergleichende Werbung • Preis- und Rabattwerbung • E-Mail-Werbung und Telefonakquise • Suchmaschinenoptimierung (SEO) und -werbung (SEA) • Social-Media- und Influencer-Marketing
Albert Busek, Antonio e Silva,
Layout und Bildbearbeitung
Sebastian Feß, Stefan Haase,
Klaudia Lech,
Refit Kamberovic, Prof. Dr. Daniel Kaptain,
Lars Marschalek,
Prof. Dr. Julia Krampitz, Dennis Pfaff,
Kimberly Piersdorf,
Jan Prinzhausen, Florian Schmidt,
Stefanie Reifschneider
Prof. Dr. Ulf Sobek, Anke Sörensen, Sarah Staut, Anna Welker, Jürgen Wolff
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KOLUMNE
Der Fitnesstrainer als Erfolgsfaktor Text: Antonio e Silva
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itarbeiter sind der wichtigste Erfolgsfaktor in einem Fitnessstudio. Das ist unumstritten. Sie können den besten Standort und die optimale Geräteausstattung haben – aber ohne ein motiviertes Team wird Ihr Unternehmen nicht zukunftsfähig sein. Ein motivierter und kompetenter Mitarbeiter „provoziert“ viel Umsatz. Umgekehrt kann ein ausschließlich negativ eingestellter Mitarbeiter Ihrem gesamten Team und damit dem Umsatz schaden. Ich habe immer wieder erlebt, dass Fitnessstudios sich nicht optimal entwickeln konnten, weil ein einziger Mitarbeiter durch seine abwertende Haltung einen eklatanten Schaden verursachte. Warum Mitarbeiterförderung wichtig ist, wird hier durch die Analyse der Strategie des gesamten Fitnessstudios bzw. einzelner Abteilungen sowie durch die Optimierungschancen dargelegt.
Fünf Tipps für eine bessere Mitarbeiterförderung 1. Weisen Sie Ihrem Trainerteam genau definierte Kompetenzfelder zu. Die Zeiten, in denen jeder Trainer alles konnte, sind vorbei. Die einzelnen Kompetenzfelder sind: • Trainer als Experte für Rücken-/Osteoporose-/Arthrose-Training • Trainer als Experte für Abnehm-Kunden • Trainer als Experte für Herz-Kreislauf-Themen • Trainer als Experte für Muskelaufbau und Functional Training • Mitarbeiter für Kundenbeschwerden bzw. Kundenzufriedenheit
Foto: Volker Beushausen
Die Mitarbeiter haben die Aufgabe, diese oben genannten Themenfelder immer wieder mit neuen Ideen zu füllen, beispielsweise durch Infoveranstaltungen, Facebook-Posts sowie Kooperationen mit Medizinern vor Ort. Antonio e Silva Sales Director/Vertriebsleiter for me do
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2. Jedes Fitnessstudio sollte alle 14 Tage eine Teambesprechung (maximal 60 Minuten) haben, in der jeder Trainerexperte seine Ideen
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Foto: Bojan - stock.adobe.com
kurz vortragen kann. So sind alle Teammitglieder auf dem neuesten Stand und es kommt nicht zu Wissenslücken. Die Gefahr einer schlechten Kommunikation stellt – ohne dieses Prozedere – ein großes Problem in nahezu jedem Unternehmen dar. 3. „Keine Profis – kein Umsatz“. Dieses Statement ist immer noch aktuell. Wie viel Geld investieren Sie in die Ausbildung Ihres Teams? Meine Regel lautet: Jeder Mitarbeiter ist verpflichtet, drei Seminare pro Jahr zu besuchen, um immer auf dem neuesten Wissensstand zu sein. 4. Firmenevents sind meiner Meinung nach viel mehr als ein Betriebsausflug. Es sind Veranstaltungen, durch deren gemeinsames Erlebnis man sich besser respektieren und schätzen lernt. Teambildende Firmenevents sind zum Beispiel: Dinner-Quiz, Bildhauerworkshop, Fechtworkshop oder Wildwasser-Rafting. 5. Ich glaube an den Satz: „Keine Provision, keine Motivation“. Wir müssen von anderen Branchen wie der Lebensmittelbranche lernen. Die erfolgreichste Supermarktkette Europas verdankt einen Großteil ihres Erfolgs der Einführung eines guten Provisionssystems. Wie aber kann man das Engagement der Trainer für die Kunden auf der Trainingsfläche belohnen? Bevor man es belohnen kann, muss es erst einmal gemessen werden. Willkür oder Ungerechtigkeit durch die Geschäftsführung führt mit hoher Wahrscheinlichkeit zu Missstimmungen unter den Mitarbeitern und ist damit der Kundenbindung nicht dienlich. Provisionen für Mitarbeiter bringen eine neue Triebkraft in Ihr Studio. Zudem werden Ihre Mitarbeiter selbstständiger. Die Grundlage einer optimalen Motivation der Mitarbeiter ist selbstverständlich eine angemessene Vergütung der Tätigkeit und kann nur über ein Provisionssystem erreicht werden. Fazit: Wer am Fitnessmarkt erfolgreich sein will, braucht eine positive Einstellung. Die richtige Motivation ist alles!
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Foto: © Luis Louro/fotolia
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