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fitness MANAGEMENT international 01/22 (Vollversion)

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1/2022

Ferb./März

Nr. 159

EUR 9/12 (D/INT)

C 31071

DIE GESCHÄFTSFÜHRER DER MILONGROUP IM INTERVIEW Mehr auf Seite 48

DIE KOMBI MACHT’S ZWEI WELTEN – EINE MISSION

Hybride Geschäftsmodelle Dos, Don‘ts und Perspektiven für die Fusion von Therapie und Training

Mitglieder betreuen und motivieren Interdisziplinäre Impulse aus Psychologie, Ernährungs- und Trainingswissenschaft

Der DSSV verstärkt sein Team Prof. Dr. Thomas Wessinghage und Ralf Capelan unterstützen den Vorstand

www.fitnessmanagement.de


EDITORIAL

Bleibt alles anders

A

m 30. April 2020 publizierte der DSSV e. V. ein Video. Dieses zeigte beispielhaft, wie Sicherheits- und Hygienemaßnahmen in Fitnessbetrieben umgesetzt werden können, und stellte die für damalige Verhältnisse gravierenden, aber notwendigen Veränderungen in den Arbeitsabläufen dar. Auf politischer Seite traf das Video auf großen Zuspruch. Wie bei Neuerungen üblich, gab es aber auch einige Personen, die sich ablehnend oder kritisch zu den Inhalten des Videos äußerten. Schaut man sich das Video heute erneut an, würden die Inhalte von den Wenigsten als „weltfremd“ oder „undenkbar“ eingestuft werden, wie es noch vor knapp zwei Jahren der Fall gewesen ist. Im Vergleich zu den heutigen Rahmenbedingungen wäre es sogar begrüßenswert, wenn Sie als Fitnessbetreiber:innen „nur“ diese Maßnahmen erfüllen müssten.

Auch 2022 startete anders als das vergangene Jahr. Statt in einem harten Lockdown, der zumindest Einheitlichkeit ausstrahlte, befand sich die Fitness- und Gesundheitsbranche zum Jahreswechsel in einem sich ständig verschärfenden „Verodnungsdschungel“, wie auf Seite 58 dargestellt. Der „Bundeslandflickenteppich“ von 2G, über 2G plus bis zur Schließungsanordnung ist zurück – leider anders als erwartet. Wir können nun Schuldige suchen und diese anprangern. Am Ende wird uns dies aber nicht weiterbringen. Es verschafft uns lediglich mehr Arbeit und hemmt uns als Branche darin, uns die Anerkennung zu verschaffen, die uns gebührt. Unsere Energie sollten wir besser dafür verwenden, die Branche positiv hervorzuheben und uns auf die sich stetig ändernden Herausforderungen einzustellen. Einer unserer Partner hat es in seiner Weihnachtskarte sehr treffend formuliert: „Manchmal kann man nichts machen, außer WEITER!“ Also lassen Sie uns als Branche weitermachen, denn das Leben kommt von vorn.

„Wir freuen uns auf Ihr Feedback!“

Auch beim DSSV bleibt alles anders. Um die Herausforderungen in 2022 zu meistern, hat sich der Arbeitgeberverband personell verstärkt. Prof. Dr. Thomas Wessinghage und Ralf Capelan werden den DSSV-Vorstand fortan unterstützen. Wir hatten die Möglichkeit, mit beiden Fachexperten sowie mit dem stellvertretenden DSSV-Geschäftsführer, Florian Kündgen, über die künftigen Pläne und die Neuausrichtung des Verbandes zu sprechen (S. 50f). Daneben haben wir weitere spannende Themen für Sie: Unsere Redaktion hat verschiedene Konzepte auf ihre Krisenfähigkeit geprüft. In dem Artikel „Die Fusion von Therapie und Training“ ab Seite 22 erfahren Sie, wie die Verknüpfung von Physiotherapie und Fitnesstraining unter einem Dach gelingen kann und wie Sie Ihr eigenes Geschäftsmodell krisensicherer aufstellen können. Unter anderem haben wir die neue Rubrik „Interdisziplinär“ gestartet und betrachten Themengebiete aus mehreren Perspektiven. Unser erster Teil der Serie beschäftigt sich mit der Mitgliederbetreuung sowie -motivation und liefert ab Seite 70 innovative Impulse. Neben unseren neuen Rubriken sowie dem tagesaktuellen Corona-Update für die Fitnessbranche auf unserer Website gibt es weitere Neuerungen: Im letzten Jahr haben wir Ihnen mitgeteilt, wie wichtig die Kommunikation mit Kund:innen ist. Um unseren Worten auch Taten folgen zu lassen, wollen wir es Ihnen ebenfalls erleichtern, uns zu kontaktieren. Scannen Sie einfach den oben stehenden QR-Code und schicken Sie uns Ihre Anregungen, Ihr Lob oder auch Ihre Kritik.

Foto: Klaudia Lech

Ich freue mich auf Ihre Rückmeldung und jetzt viel Spaß beim Lesen.

Janosch Marx Geschäftsführer fitness MANAGEMENT Inspiriert von Herbert Grönemeyer und seinem gleichnamigen Lied „Bleibt alles anders“ aus dem Jahr 1998

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Scanne den QR Code und erfahre mehr.


INHALT

Christian Graupner

Prof. Dr. Andrea Pieter

Daniel Gier

Marcel Reuter

Aline Emanuel

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Hybride Geschäftsmodelle: Fitnesstraining und Physiotherapie

36

Interdisziplinäre Impulse: Mitgliederbetreuung und -motivation

INHALT

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AKTUELLES

MANAGEMENT

8 Aktuelles aus der Fitness- und Gesundheitsbranche 14 Studio des Monats: Gesundheitspark Nidda 22 Hybride Geschäftsmodelle: Die Fusion von Fitnesstraining und Physiotherapie 36 Interdiziplinäre Impulse: Mitglieder betreuen und motivieren 42 „Aufstiegskongress ONLINE ONLY“ beendet 44 FIBO 2022: 7. bis 10. April, Koelnmesse 48 milon Geschäftsführer Bernd Reichle und Wolf Harwath über das Training der Zukunft

70 MANAGEMENT Impuls: Innovationsmanagement Edith Gribs (Halle 22) im Interview 74 FACEFORCE: Fitnessanlagen brauchen neue Mitglieder 76 Interview mit David Stalker, Präsident von EuropeActive 80 Zertifizierung: Für ein gesteigertes Sicherheitsgefühl 82 ACISO: Warum der Flexibilität die Zukunft gehört 84 Urban Sports Club: Ein Partner packt aus – Adrian Rouzbeh 86 HYROX Lizenzkonzept: Fitness neu denken 88 Kreative Unternehmensführung: Fortschritt durch Innovation 92 EGYM Ökosystem: Smarte Workouts für echte Menschen 94 Erfolgreiche Positionierung: Die Rolle der Standortwahl 98 Lowell: Augmented Intelligence im Forderungsmanagement 100 Branchenkonzepte im Praxischeck: EMS-Training 104 miha bodytec: Existenzgründung – die Krise als Chance nutzen

DSSV 50 58 60 64 66 68

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DSSV-Vorstand bekommt Unterstützung von Prof. Dr. Thomas Wessinghage und Ralf Capelan Verbandsarbeit: Willkommen im „Verordnungsdschungel“ DSSV und DAK-Gesundheit kooperieren Recht: Neues Gesetz für faire Verbraucherverträge Neue Fördermitglieder und Mitglieder des DSSV Kommentar Birgit Schwarze: Jetzt die Weichen stellen!

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Bernd Reichle und Wolf Harwath über das Training der Zukunft

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EuropeActive-Präsident David Stalker im Interview

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Der DSSV verstärkt sein Team

www.fitnessmanagement.de

FITNESS & GESUNDHEIT

WISSENSCHAFT & PRAXIS

106 Hybride Kurspläne: Online- und Präsenzkurse optimal verbinden 110 Barrierenmanagement: Gesundheitsverhalten langfristig ändern 114 Panatta Freeweight Special: Standing Abductor 116 Zeitaufwand vs. Trainingseffekt: Effizientes Kraft- und Ausdauertraining 120 Ernährungspsychologische Erfolgsstrategien: Mit Coaching persönliche Ziele erreichen 124 MetaCheck & prepmymeal: Die perfekten Partner für Ihre Diät

126 DHfPG/BSA Aktuell: Studium – Weiterbildung – Qualität 128 Kommentar Albert Busek: TEAM – vier Buchstaben mit größter Bedeutung 130 DHfPG-Science-Lab: Herausforderung Studio-App 132 Personenporträt: Jeannette Koetzner 133 Science News: Wissenschaft für die Studiopraxis 134 Partnerverband BfB: Gesetzliche Regelungen für Solarien unbedingt einhalten 136 Buchtipp: „Operational Excellence and Transformative Leadership“ 138 Kolumne Antonio e Silva: Was motiviert Mitglieder zum Zurückkehren?

Fachartikel der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement (DHfPG) und der BSA-Akademie 01/22 fitness MANAGEMENT international

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AKTUELLES | ANZEIGE

Foto: elnariz – stock.adobe.com

Hinweis zu den Inhalten dieser Ausgabe

Studiengänge der DHfPG erfüllen GKV-Standards

Die dargestellten Meldungen und Artikel in dieser Ausgabe der fMi wurden entsprechend des Kenntnis- und Informationsstandes zum Zeitpunkt des Redaktionsschlusses verfasst. Aufgrund der Corona-Pandemie und den damit einhergehenden Maßnahmen kann es sein, dass die dargestellten Informationen zum Erscheinungszeitpunkt der Ausgabe nicht mehr aktuell sind. Beachten Sie daher auch die Meldungen auf unserer Website.

DHfPG-Absolvent:innen der Bachelor-Studiengänge Fitnessökonomie, Fitnesstraining, Gesundheitsmanagement und Sportökonomie erwerben mit ihrem Studium fachwissenschaftliche, fachpraktische und fachübergreifende Kompetenzen zur Durchführung von Angeboten der individuellen, verhaltensbezogenen Prävention nach §20 Abs. 4 Nr. 1 SGB V im Handlungsfeld Bewegungsgewohnheiten. Sie erfüllen somit die Mindeststandards des GKV-Spitzenverbands.

www.fitnessmanagement.de

www.bit.ly/dhfpg-anbieterqualifikation

Foto: milanmarkovic78 – stock.adobe.com

Foto: Sebastian Bahr

2. „SafeACTiVE Study“ verdeutlicht geringes Risiko

Experten Allianz für Gesundheit e. V. startet Kampagne

Nachdem EuropeActive 2020 erste umfassende Zahlen zur „SafeACTiVE Study“ vorgelegt hatte, wurde nun der zweite Gesamtbericht mit neuen Zahlen zum Jahr 2021 veröffentlicht. Nach der Analyse von mehr als 185 Millionen Studiobesuchen in ganz Europa ist das Ergebnis eindeutig: Die durchschnittliche Infektionsrate liegt bei gerade einmal 0,87, d. h. weniger als ein Fall pro 100.000 Besuche. Der Wert ist damit im Vergleich zur ersten Studie sogar gesunken.

Unter dem Titel „Wir produzieren die Kranken der Zukunft“ initiiert die Experten Allianz für Gesundheit e. V. zusammen mit Prof. Dr. Ingo Froböse eine Kampagne, um auf die gesundheitlichen Folgen und das gravierende Ausmaß von körperlicher Inaktivität durch die Pandemie für die Gesellschaft aufmerksam zu machen. Der Appell dahinter: „Es ist höchste Zeit: Gesundheit braucht Training! Jetzt im Fitnessstudio anmelden“.

www.bit.ly/zweite-safe-active-studie

www.bit.ly/kampagne-experten-allianz

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Foto: DHfPG/BSA

Ausbildungspartner:in der DHfPG werden Die eigenen Fachkräfte praxis- und betriebsorientiert qualifizieren – das können Fitness- und Gesundheitsunternehmen gemeinsam mit der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement (DHfPG). Sie werden dabei umfassend begleitet, u. a. mit Werbepaketen für die Suche nach Studierenden, kostenfreien Tagesseminaren für Ausbilder:innen und Beratung bei Fragen rund um das duale Studiensystem. Jetzt informieren unter Tel.: +49 681 6855 580. www.dhfpg.de/fuer-unternehmen

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Unseriöse Weiterbildung: der DSSV e. V. klärt auf

Dual Studierende als qualifizierte Mitarbeitende

Aktuell werben einige dubiose Bildungsanbieter:innen mit unrealistischen Dumpingpreisen und teils fadenscheinigen Weiterbildungsversprechungen. Diese Anbieter:innen haben ihren Unternehmenssitz häufig im Ausland und verfügen in Deutschland über lediglich über eine Briefkastenadresse. Der DSSV e. V. rät daher dazu, auf etablierte Institutionen zu setzen. Dazu zählt die BSA-Akademie, die mehr als 80 staatlich geprüfte und zugelassene nebenberufliche Lehrgänge anbietet.

Die Suche nach Fachkräften gestaltet sich zunehmend schwieriger, immer häufiger ist von Fachkräftemangel die Rede. In der neuen Folge des fM Podcasts „Fitness im Ohr“ widmen sich Carsten Bethäuser und Florian Kreis von der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement daher den Vorteilen von dual Studierenden in Ihrem Unternehmen. Diese und alle weiteren Folgen sind u.a. bei Spotify, Deezer, Apple oder Podigee zu finden.

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Foto: DHfPG/BSA

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Aufstiegsjobs.de – dual Studierende finden

Eigene Angebote ohne Online-Shop vermarkten

Die kostenfreie Online-Jobbörse Aufstiegsjobs.de der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement (DHfPG) bietet Unternehmen die Möglichkeit, Stellenangebote kostenfrei zu veröffentlichen und sich so als potenzielle Arbeitgeber:innen der Zukunftsbranche Prävention, Gesundheit, Ernährung, Fitness, Sport und Informatik zu positionieren. Registrierte Unternehmen haben darüber hinaus kostenfreien Zugriff auf die Stellengesuche von Jobsuchenden.

Ein Online-Shop ist meistens mit viel Aufwand, zusätzlichen Kosten und größerem Personaleinsatz verbunden. fitnessdeal24 bietet mit der gleichnamigen Plattform eine Möglichkeit, Sporterlebnisse in wenigen Schritten digital zu vermarkten — ganz ohne eigenen Shop. Die Angebote können individuell gestaltet und mittels Kampagnen über Social Media und Co. beworben werden. fitnessdeal24 fungiert dabei als Vermittler zwischen Anbieter:innen und Interessierten.

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Fitnesstrends für 2022 zeigen den Weg zum Erfolg

COVID-19: Risikofaktor Übergewicht

Der im September 2021 veröffentlichte „ LES MILLS Global Fitness Report“ ergab, dass u. a. die Mehrheit der Konsument:innen eine Mischung aus 60 Prozent Training im Fitnessstudio und 40 Prozent Training zu Hause bevorzugt. Livestreaming und On-Demand-Inhalte sind zu wichtigen Bestandteilen des langfristigen digitalen Angebots von Fitnessstudios geworden. Laut Report liegt der Fokus für 2022 daher auf der nahtlosen Verknüpfung von vor Ort und digital.

Nach aktuellen Studienergebnissen verschiedener Forscher scheint starkes Übergewicht einer der zentralen Risikofaktoren für schwere COVID-19-Erkrankungen zu sein. So ist u. a. bei Patient:innen mit Adipositas Grad 1 das Risiko einer intensivmedizinischen Behandlung fast doppelt so hoch als bei Personen mit einem BMI unter 30. Durch regelmäßiges Training und gezielte Ernährung können solche Risikofaktoren minimiert bzw. präventiv angegangen werden.

www.bit.ly/fitnesstrends-2022

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AKTUELLES | STUDIO DES MONATS

Gesundheitspark Nidda

Gesundheit mit einer Vision

Text: Anke Sörensen

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Foto: Daniel Glaab

Der Name ist Programm: Der familiengeführte Gesundheitspark Nidda ist ein Premiumanbieter und setzt seinen Fokus auf Prävention und Gesundheit. Das Team begleitet die Kund:innen auf ihrem Weg zu einem nachhaltig gesünderen und aktiveren Lebensstil. Jedes Mitglied wird in puncto Training, Ernährung und Entspannung ganzheitlich und professionell unterstützt, um die individuellen Ziele zu erreichen. 2018 wurde die Anlage um einen großzügigen Anbau erweitert, sodass hier jede Zielgruppe die passende Themenwelt zu ihrem Trainingsbedarf findet.


Meilensteine und Design

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Der erste Umbau der Anlage erfolgte Gesundheitspark 2012 und ging mit dem neuen KonNidda zept als Gesundheitspark und der Namensänderung einher. 2018 wurde Fe das Fitnessstudio um einen großzügibru ar 2 0 2 2 gen Anbau erweitert und erhielt sein heutiges Erscheinungsbild. Im modernen lichten Design, entworfen von Romina Ettl von Fifty-Fifty Design aus Mannheim, trainieren die Mitglieder in verschiedenen Themenwelten zu Beweglichkeit, Rücken, Functional Training, Kraft, Cardio und Prävention an modernsten Geräten. Ein großzügiger Wellnessbereich bietet auf 180 Quadratmetern zwei Saunen, Lichttherapie sowie HydroJet-Massageliegen. Die einzelnen Bereiche unterscheiden sich vom Stil, von der Farbgebung, der Licht- und Raumgestaltung sowie der musikalischen Untermalung komplett voneinander. Der ganz in Schwarz gehaltene Functional-Training-Raum beispielsweise steht im Kontrast zur lichtdurchfluteten Yoga-Lounge mit wandhoher ausgeleuchteter Fotoinstallation eines Badesees. Während im five Faszien-Beweglichkeits-Zirkel ruhige Töne erklingen, wird die Motivation im Athletik Park für ein jüngeres Publikum durch härtere Beats angeheizt – und ist bis hin zum Motivationsspruch „Sei immer hungrig nach Erfolg“ von Arnold Schwarzenegger auf die Zielgruppe abgestimmt.

Breite Zielgruppe und Mitgliederbindung Die verschiedenen Farben und Stile der Themenwelten bieten den Trainierenden eine zusätzliche Orientierung im vielfältigen Angebot. Da sich der Gesundheitspark in ländlicher Umgebung im Herzen Hessens befindet, ist die Zielgruppe sehr breit gefächert. Angesprochen werden hier alle Altersgruppen, die Wert auf eine professionelle Betreuung, hochwertige Trainingstechnologien und ein besonderes Wohlfühlambiente legen. Jede:r kann individuell an seiner:ihrer Trainingswelt andocken. „Wenn ich weiß, dass es besser geht, dann ist gut nicht gut genug“. Nach diesem Motto leitet Stefan Euler den Gesundheitspark Nidda seit 14 Jahren. Gemeinsam mit seiner Frau Sonja de Santis-Euler hat er die Anlage zur topmodernen Adresse für Fitness, Gesundheit und Wellness weiterentwickelt und als Premiumgesundheitsanbieter positioniert. Sein Team begleitet die Mitglieder aktiv auf ihrem Weg zu einem gesunden Lebensstil. Als Stefan Euler 1999 als Studioleiter anfing, umfasste der Fit & Fun Fitnessclub – so der damalige Name – noch 400 Quadratmeter. 2007 kaufte er den Club von der Familie Gerstenberger und hat ihn seitdem konsequent erneuert. Inzwischen ist daraus eine 2.400 Quadratmeter große Premiumanlage mit verschiedenen Themenwelten entstanden, in der circa 2.700 Mitglieder trainieren. Dabei steht der neue Name „Gesundheitspark“ für das aktuelle Portfolio: Ein großer Park mit unterschiedlich gestalteten Arealen bietet verschiedenste Trainingsmöglichkeiten, die alle dem Erhalt der Gesundheit dienen. Ergänzt wird das Angebot durch moderne Diagnostik. Die Zertifizierung nach DIN EN 17229 und DIN 33961 unterstreicht den hohen Anspruch der Anlage.

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Großer Wert wird im Gesundheitspark auch auf den Kursbereich gelegt, für den vier Kursräume zur Verfügung stehen. Die derzeit 50 Kurse reichen von Yoga bis HOT IRON® und sollen auf lange Sicht weiter ausgebaut werden. „Kurse sind bei uns ein ganz starkes Tool zur Kundenbindung“, erklärt Stefan Euler. „Wir haben festgestellt, dass mehr als die Hälfte unserer Mitglieder Kurse besucht. Sie kündigen außerdem viel seltener als diejenigen, die allein an den Geräten trainieren.“

Gemeinsam eine Vision verfolgen Um dem eigenen hohen Anspruch an die Qualität der Marke, das Angebot und den Umgang mit Kund:innen und Mitarbeitenden gerecht zu werden, entwickelte das Team 2016 mit Andreas Schmaler von Charisma Inhouse Coaching (C.I.C.) eine Vision für die nächsten zehn Jahre. „Ich glaube, dass man ein motiviertes Team an seiner Seite braucht, in dem jede:r Einzelne weiß, warum er:sie morgens herkommt und wo wir gemeinsam hinwollen. Mit Gehalt lassen sich Menschen über einen gewissen Zeitraum motivieren, aber erst mit einer gemeinsam erarbeiteten Vision vor Augen wird man langfristig erfolgreich.“ Die Beschäftigten des Gesundheitsparks sind ein zentraler Erfolgsfaktor. Stefan Eulers Wunsch ist es, in einem kleinen, kompakten Team über einen langen Zeitraum

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AKTUELLES | STUDIO DES MONATS

Ein ganzer Raum zum Auspowern: der Functional Training Tower von 3ZONE für jede Menge Abwechslung

zusammenzuarbeiten und Fluktuation – auch während der Corona-Pandemie – möglichst zu vermeiden. Denn motivierte Mitarbeitende sind die wertvollste Ressource in seinem Unternehmen und in ihre Aus- und Weiterbildung wurde in den letzten Jahren viel investiert. Studioleiterin und Prokuristin Jessica Mörschel ist bereits seit zwölf Jahren „an Bord“. Und weil Stillstand Rückschritt bedeutet, bringen auch fünf dual Studierende immer wieder neue Ideen ein.

„Erfolgsrad“ mit vier Handlungsfeldern

Während im Athletik Park dunkle Farben und Industriecharme den Ton angeben, ...

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Die Kund:innen werden in allen vier Handlungsfeldern ganzheitlich betreut, um nachhaltig erfolgreich zu sein. Wichtig dabei ist es, dass sie sich realistische Ziele setzen und diese langfristig planen, statt schnell frustriert wieder aufzugeben. Abnehmen ist für viele Neumitglieder ein wichtiges Thema. Seit Jahren arbeitet der Gesundheitspark daher mit ausgebildeten Ernährungsberater:innen und sehr erfolgreich mit den Abnehmprogrammen von myline. fitness MANAGEMENT international

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Fotos: Daniel Glaab

... ist der Outdoorbereich zum Relaxen hell und licht gestaltet.

Im Gesundheitspark wird die Philosophie gelebt, dass man Gesundheit immer als ganzheitlichen Prozess sehen muss. Deshalb erhält jede:r Neukund:in eine umfassende Einführung in das Gesundheitstraining, bestehend aus Anamnese, ausführlicher Diagnostik, einem Seminar zum Konzept des Parks, Ernährungsberatung, drei Personal Trainings und einer Kurseinheit zur Verbesserung der Beweglichkeit. Bei jedem Kontakt mit den Kund:innen wenden die Trainer:innen klar definierte Diagnostikmethoden an und machen weiterführende Trainingsangebote, die die Mitglieder dabei unterstützen sollen, ihre Ziele auch wirklich zu erreichen. Dabei ist das „Gesundheitspark Erfolgsrad“ das Kernstück des Betreuungssystems. „Wir zeigen damit, wie wichtig es ist, dass die vier Faktoren Training, Ernährung, Entspannung und Einstellung im Zusammenhang stehen. Das Rad läuft nur rund, wenn ich an allen vier Stellschrauben gleichzeitig arbeite“, so der Geschäftsführer.


Galileo® Vibrationstraining zur Stärkung der Tiefenmuskulatur

Rücken- und Präventionszirkel von Dr. WOLFF im Core Park

Das hauseigene Bistro als zentraler Treffpunkt nach dem Workout wurde in die Trainingsfläche integriert

Herzlich und menschlich Als Familienunternehmen kann der Gesundheitspark Nidda besonders durch Dienstleistung und persönliche Beziehungen punkten. „Wir versuchen, herzlicher zu sein und mehr Service zu bieten als andere“, sagt Stefan Euler. „Unsere Kund:innen sollen hier aus ihrem stressigen Alltag in eine Wohlfühlatmosphäre abtauchen und mit einem besseren Gefühl wieder nach Hause gehen, als sie gekommen sind.“ Hotelier und Coach Klaus Kobjoll vom Schindlerhof in Nürnberg ist sein Vorbild. „Kobjolls Dienstleistungsgedanke ‚Begeisterung ist übertragbar‘ lässt sich auch in der Fitness- und Gesundheitsbranche umsetzen. Unserem Team ist bewusst, dass die Kund:innen viel Geld zahlen, um bei uns ihre kostbare Freizeit zu verbringen. Dementsprechend müssen sie behandelt werden.“ Jeder Besuch beginnt daher mit einer herzlichen Begrüßung und endet mit einer herzlichen Verabschiedung. Gleichzeitig bedeutet Dienstleistung auch eine größere Präsenz der Trainer:innen auf der Trainingsfläche, damit immer Ansprechpersonen vor Ort sind. Regelmäßig stattfindende Seminare zu Gesundheitsthemen, wie beispielsweise ein Schlafcoaching, sorgen dafür, dass die Mitglieder sich in allen relevanten Fragen gut beraten fühlen.

In der Region beheimatet Nidda hat mit den umliegenden Ortschaften etwa 18.000 Einwohner:innen. Der Gesundheitspark ist in der Region durch BGM-Maßnahmen in benachbarten Firmen sowie Kooperationen mit Krankenkassen (bewegte Pausen, Präventionskurse etc.) und Medical Days bestens vernetzt. Auch für den Rehasport schicken Ärzte aus der Umgebung ihre Patient:innen in den Gesundheitspark. Hinzu kommen Kooperationen mit Vereinen zur Saisonvorbereitung sowie eine dauerhafte Zusammenarbeit mit einem ortsansässigen Sportgymnasium. Außerdem veranstaltet die Anlage alljährlich Charity-Events, bei denen Firmen in einem Cycling-Marathon gegeneinander antreten. 01/22

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Selbst die Flure sind mit liebevollen Details wie Hängepflanzen in Blumenampeln ausgestattet

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AKTUELLES | STUDIO DES MONATS

Der Unternehmer hinter dem Gesundheitspark Nidda Seit 2007 ist Stefan Euler Geschäftsführer des Gesundheitspark Nidda. Der 52-Jährige setzte beruflich immer auf Selbstständigkeit. Nach einer kaufmännischen Ausbildung eröffnete Stefan Euler 1991 bereits mit 21 Jahren sein erstes eigenes Sportgeschäft. Ab 1995 führte er zusätzlich Sport- und Musikevents durch. 1999 stieg er im Fit & Fun Fitnessclub als Studioleiter ein. Parallel zu dieser Tätigkeit eröffnete er 2004 gemeinsam mit seiner Frau Sonja de Santis-Euler ein Damenstudio, dem bis 2006 vier weitere folgten. 2007 kaufte er schließlich den Fit & Fun Fitnessclub, den er gemeinsam mit seiner Frau konsequent zum Gesundheitspark Nidda weiterentwickelt hat.

Die Erlöse gehen zum einen an das Kinderhospiz Bärenherz in Wiesbaden, zum anderen an ein regionales Tierheim. Neben dem sozialen Engagement wird im Gesundheitspark Nidda auf ein faires Preis-Leistungs-Verhältnis Wert gelegt. Der günstigste Basispreis von 59 Euro umfasst das vielseitige Angebot der Trainingsflächen und Kurse. Weitere Module wie Personal Training, Lichttherapie, Massagen, Vibrationstraining oder Diagnostik mit cardioscan oder dem milonizer sowie das Abnehmprogramm myline können on top gebucht werden.

Gesundheit im Fokus

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Fläche des Studios gesamt: 2.400 m2 Kraft- und Cardiobereich: 895 m2 Rehasport und Prävention: 640 m2 Kurse: 4 Räume + Outdoorbereich, 540 m2 Wellness: 180 m2 Ausstattung Kraft: milon Kraft-Ausdauer-Zirkel, EGYM-Zirkel, gym80, Freemotion, Matrix Magnum Cardio: Precor, Functional Training 3ZONE, Assault Air Bikes Diagnostik: Bodyscan, cardioscan, metabolicscan, milonizer, Blutdruckmessung Gesundheit: Dr. WOLFF Core Stability, itensic, Galileo®, five Beweglichkeits zirkel und Faszienbereich Ernährung: myline Kurse: 50 Kurse von Rehasport bis HOT IRON® und Cycling Wellness: 2 Saunen, Lichttherapie, HydroJet-Massage Mitarbeitende 21 gesamt 10 Festangestellte, 6 450-Euro Kräfte, 5 dual Studierende Fotos: Daniel Glaab

In Zukunft soll das Thema Gesundheit noch mehr an Bedeutung gewinnen. Der Gesundheitspark hat sich daher vor Kurzem Medical Active International angeschlossen. Dieses Gesundheitsnetzwerk vernetzt Fitnessstudios mit ausgewählten Ärzt:innen sowie Gesundheitspartner:innen, um noch mehr Menschen den Weg zur gesunden Bewegung und zum Fitnesstraining als Prävention zu ebnen. Die Kooperation unterstreicht die hohe Fachkompetenz und gesundheitsorientierte Betreuung in der Anlage – professionelle Trainingsgeräteausstattung sowie die Einhaltung von Hygiene und Sauberkeit gelten als Aufnahmekriterien. Ziel ist es, vor allem ältere Menschen zu erreichen und diese zu motivieren, aktiv etwas für ihre Gesundheit zu tun. Doch auch Bestandsmitglieder sollen von der wachsenden Kompetenz des Gesundheitsparks durch den engeren Dialog mit kooperierenden Ärzt:innen hinsichtlich einer noch gezielteren Betreuung profitieren. Stefan Euler und sein Team bleiben auch hier dem eingangs genannten Motto treu: „Wenn ich weiß, dass es besser geht, dann ist gut nicht gut genug“.

Die Eckdaten des Gesundheitspark Nidda

Gesundheitspark Nidda Zeppelinstr. 5 63667 Nidda www.gesundheitspark-nidda.de

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AKTUELLES | HYBRIDE GESCHÄFTSMODELLE

Hybride Geschäftsmodelle: Fitnesstraining und Physiotherapie

Die Fusion von Therapie und Training Text: Anke Sörensen und Jürgen Wolff

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Foto: dusanpetkovic1 – stock.adobe.com

Im Fitnessbereich verbindet man mit dem Begriff „hybrid“ seit der Corona-Pandemie gemeinhin das gleichzeitige Angebot von klassischem, analogem Training und digitalen Trainingsmöglichkeiten, beispielsweise per Livestream, App oder On-Demand. Doch ursprünglich bedeutet hybrid „von zweierlei Herkunft“ oder „aus Verschiedenartigem zusammengesetzt“. Der Begriff lässt sich also perfekt auf die Verknüpfungung von Physiotherapie und Fitnesstraining unter einem Dach übertragen – ein Geschäftsmodell mit deutlich mehr Schnittstellen als Gegensätzen. Welche Gestaltungsoptionen sich für dieses hybride Anlagenkonzept bieten, erläutern Christian Graupner, Inhaber des aktiVital Gesundheitszentrums in Dessau, und Daniel Gier, Geschäftsführer von MedAix, im Interview.


A

ufgrund der Corona-Pandemie und der Maßnahmen zu ihrer Bewältigung haben ehemalige Selbstverständlichkeiten wie die Möglichkeit, regelmäßig zu trainieren, heute einen neuen Stellenwert. Eingeschliffene Denkmuster und Verhaltensweisen mussten neu gedacht werden. Die Behörden haben durch Verordnungen und die Ansage „Fitnessstudios müssen geschlossen bleiben“ und „Physiotherapie darf öffnen“ eine klare Linie zwischen Erstem und Zweiten Gesundheitsmarkt gezogen. Dabei können der Erste und Zweite Gesundheitsmarkt erfolgreich voneinander profitieren, wenn Patient:innen aus der Therapie ins medizinische Gesundheitstraining wechseln oder bei Verletzungen und Beschwerden direkt eine angegliederte Physiopraxis besuchen.

Verkannter Gesundheitsauftrag In der Fitness- und Gesundheitsbranche hat die Schließung der Anlagen für Unverständnis und Verärgerung gesorgt. Die Branche sieht sich von der Politik, die den Gesundheitsaspekt des Trainings in Studios offenbar zu wenig kennt und würdigt, falsch eingeschätzt. Betreutes Training gegen Adipositas, Sarkopenie, Rückenschmerzen, Diabetes, kardiovaskuläre sowie viele weitere Erkrankungen scheint nicht relevant, ebenso wie die präventive Wirkung von Fitnesstraining. Überdies wird nicht gesehen, welche Bedeutung der soziale Ort „Fitness- und Gesundheitsstudio“ für die Psyche vieler Menschen hat. Die Folgen der verordneten Schließung der Studios für die rund zehn Millionen Trainierenden wurden hingenommen – und

auch die Frage, ob Physiotherapie nach Rezept mit anschließender Trainingstherapie nicht nachhaltiger wäre, blieb unbeantwortet.

Stereotype widerlegen Die Pandemie hat die Diskrepanz zwischen dem Selbstverständnis der Fitness- und Gesundheitsbranche und ihrer Wahrnehmung durch die Öffentlichkeit schmerzhaft deutlich gemacht. Der protektive und präventive Nutzen von regelmäßigem Training ist unumstritten und wissenschaftlich vielfach belegt. Von außen wird unsere Branche aber immer noch mit Stereotypen in Verbindung gebracht, die auf alten Vorurteilen beruhen. Die hochqualifizierten Leistungen der Fitness- und Gesundheitsbranche werden unterschätzt und in der Öffentlichkeit entsteht so manchmal ein falsches Bild.

Positionierung als Gesundheitsdienstleister:innen Um ein Umdenken in der Bevölkerung zu bewirken, muss die Branche aktiv werden und durch eine klarere Positionierung ihre Rolle als Gesundheitsdienstleisterin festigen und kommunizieren. Aus der wachsenden Bedeutung des Faktors „Gesundheit in der Gesellschaft“ ergibt sich eine große Chance für Fitness- und Gesundheitsdienstleister:innen. Dazu sollte sie den Nutzen für die Kund:innen und die angebotenen Problemlösungen deutlich machen: Stärkung des Immunsystems, Gewichtsreduktion, Prävention orthopädischer Leiden etc.

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AKTUELLES | HYBRIDE GESCHÄFTSMODELLE

Echten Mehrwert bieten Entscheidend für den Erfolg ist, dass die Kund:innen einen echten Mehrwert für ihre Gesundheit spüren und sich gut aufgehoben fühlen. Wenn der Gesundheitsauftrag mit Leidenschaft gelebt und mithilfe hochwertiger Konzepte umgesetzt wird, lässt sich das Bild der Branche nachhaltig korrigieren. Der Faktor „Betreuung durch qualifiziertes Personal“ spielt dabei eine immens wichtige Rolle und kann durch die Verzahnung von Fitness- und Physiotherapieangeboten noch deutlicher dargestellt werden.

Synergien nutzen Viele Betreiber:innen von Fitness- und Gesundheitsstudios haben ihre Erfahrungen aus den Lockdowns und die neuen Perspektiven zum Anlass genommen, sich deutlich als

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Erfolgreiche hybride Geschäftsmodelle Welche Möglichkeiten sich bieten, dieses hybride Geschäftsmodell zu gestalten, zeigen Christian Graupner, Inhaber des aktiVital Gesundheitszentrums in Dessau, und Daniel Gier, Geschäftsführer der MedAix Therapie- und Trainingszentren, im Interview mit fitness MANAGEMENT international. Besonders interessant an unseren beiden Gesprächspartnern ist, dass sie von zwei unterschiedlichen Ausgangspunkten zu einem ähnlichen Portfolio gelangt sind. Der Sportwissenschaftler Christian Graupner hat mit Fitnesstraining im Kursbereich begonnen und sein Gesundheitszentrum bereits 2012 um eine Praxis für Physiotherapie erweitert. Daniel Gier dagegen hat als Sportwissenschaftler für Prävention und Rehabilitation zunächst in Physiotherapieeinrichtungen gearbeitet, bevor er mit seinem Geschäftspartner 2007 das Angebot um gesundheitsorientiertes Training erweiterte. Heute sind an sechs der zehn Physiotherapiepraxen von MedAix sportwissenschaftliche Trainingszentren angegliedert. Literaturliste Statistisches Bundesamt. (2021). Bis 2035 wird die Zahl der Menschen ab 67 Jahre um 22 % steigen. Zugriff am 04.01.2022. Verfügbar unter https://www.destatis.de/DE/ Presse/Pressemitteilungen/2021/09/PD21_459_12411.html

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Foto: Jacob Lund – stock.adobe.com

Darüber hinaus ist die demografische Entwicklung hin zu einer überalterten Gesellschaft ein wesentlicher Punkt. Laut Statistischem Bundesamt wird in Deutschland die Zahl der Menschen im Rentenalter bis 2035 deutlich steigen: „Die Zahl der Personen im Alter ab 67 Jahren wird zwischen 2020 und 2035 um 22 Prozent von 16 Millionen auf voraussichtlich 20 Millionen steigen“ (2021). Die Corona-Pandemie hat überdeutlich gemacht, wie wichtig das persönliche Fitnesslevel für ein gestärktes Immunsystem ist. Das bietet Grund zur Annahme, dass das Interesse an Gesundheitstraining auch in den Zielgruppen wächst, die normalerweise nicht in einem Fitnessstudio trainieren würden. Die Hemmschwelle, Mitglied zu werden, wird durch das Angebot „Gesundheitstraining“ sinken.

Gesundheitsanbieter:innen zu positionieren, indem sie das eigene Angebot durch Physiotherapie ergänzen – durch die Kooperation mit einer bestehenden oder die Eröffnung einer eigenen Praxis. Die Synergien beider Bereiche sind bekannt und werden in der Branche bereits erfolgreich umgesetzt.


AKTUELLES | HYBRIDE GESCHÄFTSMODELLE

Hybride Geschäftsmodelle: Fitnesstraining und Physiotherapie

„Ich erwarte eine gleichberechtigte Präsenz beider Angebote“ Interview mit Christian Graupner, Inhaber des aktiVital Gesundheitszentrums

fMi: Die Anfänge des aktiVital liegen im Kursbereich. Heute gehören ein moderner Fitnessclub, eine Physiotherapie- und auch eine Schmerztherapiepraxis zum aktiVital Gesundheitszentrum. Was waren die Beweggründe, Ihr Unternehmen frühzeitig auch im Ersten Gesundheitsmarkt zu positionieren, indem Sie bereits 2012 eine Praxis für Physiotherapie in Ihren Club integrierten? Christian Graupner: 1. Wir befürchten, dass Fitness in diesem Land perspektivisch für 20 Euro „verramscht“ wird. Gesundheit wird jedoch immer ihren Wert haben und Geld kosten. Dafür reicht es dann nicht, sich singular im Bereich Fitness aufzustellen.

Unter dem Dach des aktiVital Gesundheitszentrums sind sechs Bereiche mit unterschiedlicher Ausrichtung vereint: der aktiVital Gesundheitsclub für Gesundheitstraining und Fitness, die physioVital Physio- und Trainingstherapie, der Rehaverein rehaVital e.V. für medizinisches Gesundheitstraining, EMS-Training, die Schmerztherapie nach Liebscher & Bracht sowie das Fitness- und Trainingsloft. Insgesamt 59 Mitarbeitende betreuen hier die Gesundheit von Mitgliedern und Patient:innen.

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Welche Faktoren waren bei der Implementierung der Physiotherapiepraxis die größten Herausforderungen und wie haben Sie diese bewältigt? Als Unternehmer war es ein Projekt, das es anzupacken galt. Als Sportwissenschaftler war es sehr anspruchsvoll, die therapeutische Denkweise zu verstehen und als „Nicht-Physiotherapeut“ lag die Herausforderung darin, mit externen Partner:innen und Krankenkassen zu agieren und uns auf die entsprechende Prozedur einzulassen. Haben Sie sich für die Planung, Gestaltung und Einrichtung der Praxis professionelle Unterstützung durch Berater:innen fitness MANAGEMENT international

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Foto: © Kathy Hennig, Golden Eyes - Fotografie Konzepte

Christian Graupner Christian Graupner, Jahrgang 1974, hat in Leipzig Sportwissenschaft studiert und war im Anschluss für LES MILLS als Nationaltrainer sowie für Bonsport als Sales-Manager tätig. Danach gründete er mit einem Partner eine Firma, die Gesundheitssport für Krankenkassen durchführte. Seit 2004 betreibt er das aktiVital Gesundheitszentrum mit Sitz in Dessau.

2. Gesundheit braucht Training. Als Gesundheitszentrum war es uns wichtig, alle Möglichkeiten der Anschlussheilbehandlung nach einer Reha oder auf Anweisung von Mediziner:innen anzubieten. 3. Zusätzlich wollten wir Menschen, die sich niemals in einem Fitnessclub anmelden würden, einladen, hochwertig und modern therapiert und behandelt zu werden. Wir verfolgen den Ansatz: „Eine Therapie ohne Training ist keine Therapie!“ Eine Kombination von Training und Behandlung ist Grundlage unserer Philosophie in unserer Praxis physioVital. 4. Als „älteste“ Stadt Deutschlands hat Dessau den höchsten Altersdurchschnitt unter ihren Einwohner:innen. Die Physiotherapie sollte helfen, uns im Markt klarer als Gesundheitsanbieter zu positionieren.


oder Consultants „an Bord“ geholt? Falls ja, inwieweit hat sich dieser Schritt rückblickend bewährt? Nachdem wir festgelegt hatten, welche Bereiche wir im Haus mit einer Physiotherapie belegen wollen, haben wir zunächst im Team eigene Gedanken formuliert. Da wir oft unseren eigenen Weg gehen, wollten wir uns auch hier verwirklichen. Nach dem Besuch der Fachmesse therapie LEIPZIG haben wir uns für eine Firma als Ausstatter entschieden, von der wir auch Know-how für die Gestaltung unserer Praxis erhielten. Zusätzlich haben wir uns einem Verband angeschlossen, damit wir von dort Unterstützung erhalten. Um uns gerade am Anfang bestmöglich auf die Arbeit an den Patient:innen konzentrieren zu können, haben wir mit einer Abrechnungsfirma kooperiert. Da das keine Atomwissenschaft ist, haben wir die Strukturen inzwischen angepasst und erledigen alles hausintern.

Neu im ClubConnector

Welche Faktoren haben den Erfolg des Projektes „Physiotherapie“ gesichert? Ist dieser Erfolg einer Physiopraxis, die an ein Fitnessstudio angeschlossen wird, planbar? Unser primäres Ziel war tatsächlich, uns vom Wettbewerb abzuheben, eine Schwarze Null zu schreiben und damit langfristig den Erfolg unseres aktiVital Gesundheitsclubs zu sichern. Heute wissen wir, dass die zufriedenen Gäste im Fitnessstudio ein Erfolgsfaktor für die Physiopraxis waren. Automatisch wurden auch dort Qualität und Herzlichkeit dankbar vorausgesetzt. Weitere Erfolgsfaktoren waren auch unsere persönlichen Ansprüche in puncto Qualität, Modernität, Personal und Herzlichkeit, die wir im aktiVital seit Jahren gelebt haben. Und ganz, ganz wichtig ist es, offene und an Entwicklung interessierte, tolle Physios zu finden. Menschen gehen zu Menschen. Hier waren wir bisher vom Glück gesegnet!

Inwieweit hat auf der einen Seite die Physiotherapie vom angegliederten Fitnessbetrieb und auf der anderen Seite der Fitnessbereich von der Physiotherapie profitiert? Das wollen und können wir in der Bewertung gar nicht trennen. Wir betrachten alles in unserem Haus als Einheit. Unserem Gesundheitsclub tat das positive Image im Gesundheitsmarkt gut: Unsere Mitglieder fühlen sich am richtigen Ort und in unserem Haus wurde die Eröffnung der Physiotherapie als konsequente Entwicklung in Richtung Gesundheitsanbieter wahrgenommen. Deshalb bestand unser Klientel in der Physiotherapie zu großen Teilen aus aktiVital-Mitgliedern. Der Club tat auch der Physiotherapie gut. Wir waren sehr schnell ausgebucht und durften uns um Erweiterungen und zusätzliches Personal bemühen. Durch welche unternehmerischen Maßnahmen sichern Sie im Praxisund Studioalltag die Synergieeffekte zwischen Physiotherapie und Fitnessbereich? 1. Gemeinsame Fortbildungen für das Personal aus beiden Bereichen, somit weiß jede:r um die Qualität und das Angebot der Anderen. 2. Ziel- und nutzenorientierte Kommunikation gegenüber den Patient:innen. 3. Im Fitnessclub werden Behandlungen in der Physiotherapie empfohlen. 4. In der Physiotherapie wird die Bedeutung von Training kommuniziert Grundsätzlich gilt bei uns: Zwar betrachten wir alle Angebote als Einheit und Teil des Gesamtbildes, dennoch darf jeder Bereich autark für sich funktionieren. Deshalb haben wir auch eine Trainingstherapie mit milon und five in die Praxis integriert. Wir glauben, dass viele Patient:innen sich niemals in einem Fitnessstudio anmelden würden, nur weil ihr:ihre 01/22

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Generell denke ich, Erfolg ist planbar; allerdings nur mit Fokus. Einfach nur ein paar Liegen in einen übrig gebliebenen Raum zu stellen, wird nicht funktionieren.


AKTUELLES | HYBRIDE GESCHÄFTSMODELLE Arzt:Ärztin ihnen ein Rezept verschrieben hat. Das Verständnis für Training ist bei typischen Patient:innen eher nicht vorhanden, das Verständnis für Therapie und Trainingstherapie jedoch schon. Dieses verbinden sie aber oft nicht mit einem Fitnessstudio. Wenn das Angebot einen medizinischen und therapeutischen „Touch“ hat, sind die Patient:innen dafür offen und schon sind sie im Training – allerdings in der Räumen der Physiotherapie. Welchen Stellenwert haben in Ihrem Unternehmen die Mitarbeiter:innen und deren Qualifikation für die erfolgreiche Verzahnung von Therapie und Training? Ich denke, für die Verzahnung von Therapie und Training ist die Qualifikation in der Spitze nicht entscheidend. Mitarbeitende haben für mich persönlich den höchsten Stellenwert im Unternehmen. Ich bemühe mich um Augenhöhe und Wertschätzung. Intelligente Mitarbeitende, die ihren Job lieben, können damit sehr gut umgehen. Allerdings nicht alle. Wenn ich ehrlich bin, betrachte ich Mitarbeiter:innen oft unabhängig von Qualifikation und unendlich vielen Fortbildungen. Der Mensch zählt – das Wollen, die Herzlichkeit, Ehrlichkeit und Empathie. Dennoch sind wir in der Physiotherapie abhängig von der Vergütung durch die Krankenkassen und das ist natürlich an die entsprechende Qualifikation gebunden. Unternehmen des Ersten und Zweiten Gesundheitsmarktes beklagen einen zunehmenden Fachkräftemangel. Ist für Ihr Unternehmen der Fachkräftemangel auch ein Thema? Falls ja, wie lösen Sie diese Problematik? Ja, erst recht bei unserem Anspruch. Wir erwarten wirklich viel, aber wir sind überzeugt, dass die klassische Therapeut:innenausbildung und die alten Behandlungsformen längst antik sind. Im Gesundheitsmarkt passiert so viel, in der Ausbildung wird darauf aber nicht reagiert. Also haben neue Therapeut:innen oder auch Trainer:innen bzw. Coach:innen bei uns ganz schön zu „leiden“, bis sie unsere Ansprüche und Wünsche erfüllen. Nur, weil sie ganz viele Abschlüsse haben, dürfen sie noch lange nicht an unseren Gästen, Mitgliedern oder Patient:innen agieren. Die Lösung? Wir arbeiten an Ruf und Image, an Qualität und Atmosphäre. Uns ist bewusst, dass sowohl die Tätigkeiten der Therapeut:innen als auch der Gesundheitscoach:innen unglaublich anspruchsvolle Jobs sind. Dem versuchen wir auf allen Ebenen – Augenhöhe, Ausstattung, Ambiente, Verantwortung, Weiterbildung, Arbeitszeiten, Gehalt etc. – gerecht zu werden und wettbewerbsfähig zu sein. Vor welche wesentlichen Herausforderungen hat die Corona-Pandemie Ihr Unternehmen in den letzten zwei Jahrengestellt und wie sind Sie diesen begegnet? Die größten Herausforderungen sind die Kommunikation und die oft sinnfreien Vorgaben aus der Politik, häufig in völliger Unkenntnis der Wertigkeit unserer Angebote für die Endkund:innen. Die ständige Panikmache und Verbreitung von Angst macht etwas mit uns allen. Sie begleiten uns im Alltag und nehmen uns Zuversicht, Leichtigkeit und Präsenz. Den Fokus ausschließlich auf die Pandemie zu legen und dabei alle anderen Krankheitsbilder, wie Adipositas, Sarkopenie, Diabetes, koronare Erkrankungen, sowie die Psyche und vieles

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mehr komplett zu vernachlässigen, deren dramatische Folgen billigend in Kauf zu nehmen und den Menschen lange Zeit und in weiten Teilen die Möglichkeit zu nehmen, eigenverantwortlich etwas dagegen zu tun, belastet uns als Gesundheitsanbieter enorm. Wir als gesamtes Gesundheitszentrum sind bisher durch vielerlei Maßnahmen wirklich gut durch diese Zeit gekommen. Dafür sind wir sehr dankbar. Wie hat sich der Fitnessbetrieb im Verbund mit der Physiotherapiepraxis vor dem Hintergrund der Digitalisierung in den vergangenen Jahren entwickelt? Das ist schwer zu beantworten. Aktuell gibt es unserer Kenntnis nach leider noch keine Software, die beide Bereiche optimal und wertig vernetzt. Beide Bereiche entwickeln sich digital separat weiter. Gibt es aus Ihrer Sicht beim digitalen Wandel wesentliche Unterschiede zwischen Physiotherapie und Fitnessbereich? Inwieweit lassen sich Erkenntnisse aus dem einen Bereich auf den anderen übertragen? Fitness ist noch immer innovativer, herzlicher, näher am Gast, auch im digitalen Bereich. Das liegt daran, dass die Therapeut:innengilde ihr Geld von den Krankenkassen bekommt, im Fitnessbereich ist der:die Kund:in jedoch Selbstzahler:in. Man war schon immer um den Gast bemüht. In der Physiotherapie waren Freundlichkeit und Gästebetreuung lange Zeit Fremdwörter. Mit der zunehmenden Zahl der Selbstzahler:innenangebote in den Physiopraxen dreht sich das gerade. Dennoch ist die Lernaufgabe meiner Einschätzung nach bei den Physiotherapeut:innen – auch wegen nicht immer vorhandener Lernbereitschaft – größer als im Fitnessbereich. Welche Entwicklung erwarten Sie in den kommenden Jahren für die Kombination aus Physiotherapie und Fitnesstraining? Was sind Ihrer Einschätzung nach die größten Herausforderungen und wie bereiten Sie sich darauf vor? Für Premiumanbieter:innen im Gesundheitssegment ist beides unabdingbar. „Physios“ entwickeln sich in Richtung Fitness und integrieren Trainings- und Beweglichkeitsbereiche. Fitnessstudios wiederum nähern sich der Physiotherapie. Im Gesundheitsmarkt ist das reine Gerätetraining langfristig sicher nicht ausreichend. Ich erwarte tatsächlich eine gleichberechtigte Präsenz beider Angebote. Die größten Herausforderungen sehe ich darin, den Personalmangel zu bewältigen und die Wertigkeit der Arbeit von „Physios“ auch in der Vergütung der Arbeitsleistung durch die Krankenkassen wiederzufinden. Es ist wichtig, sowohl den Beruf der Physiotherapeut:innen als auch der Fitnesstrainer:innen gesellschaftlich besser anzuerkennen und wertvoller darzustellen. Ohne Gesundheit ist alles nichts und doch ist oft eine Beurteilung dieser tollen Berufe unter Wert wahrzunehmen. Wir schätzen die Tagesleistung unserer Mitarbeitenden und versuchen, ihnen diese Wertschätzung in vielen Bereichen entgegenzubringen. Das klappt nicht immer, aber immer öfter. Welche Tipps geben Sie Studiobetreiber:innen mit auf den Weg, die mit dem Gedanken spielen, ihr Angebot um eine Praxis für Physiotherapie zu erweitern? Machen! fitness MANAGEMENT international

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AKTUELLES | HYBRIDE GESCHÄFTSMODELLE

Hybride Geschäftsmodelle: Physiotherapie und Fitnesstraining

„Beide Ebenen brauchen volle Aufmerksamkeit“ Interview mit Daniel Gier, Geschäftsführer von MedAix

fMi: MedAix hat seine Wurzeln in der Physiotherapie. Wenige Jahre nach der Eröffnung der ersten Praxis für Physiotherapie wurde das Angebot um gesundheitsorientiertes Training erweitert. Was waren die Beweggründe, Ihr Unternehmen schon 2007 auch im Zweiten Gesundheitsmarkt zu positionieren? Daniel Gier: Die grundlegende Idee hinter MedAix ist, eine maximal bewegungsorientierte Therapieausrichtung konzeptionell zu verankern. Diese Ursprungsidee hatte mein Mit-

Daniel Gier Der Diplom-Sportwissenschaftler (Prävention und Rehabilitation, Deutsche Sporthochschule Köln) Daniel Gier, Jahrgang 1977, ist Geschäftsführer der MedAix Gruppe. Nachdem er von 1997 bis 2005 diverse sporttherapeutische Tätigkeiten in rehabilitativen und physiotherapeutischen Einrichtungen ausgeübt hatte, übernahm Daniel Gier 2005 die Leitung des MedAix Rückenzentrum Aachen. 2006 eröffnete er gemeinsam mit MedAix-Gründer Zoran Stojanovic den Präventions- und Gesundheitstraining Aachen e.V. für Rehabilitationssport.

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Schnell wurde uns klar, dass der Bedarf an einer physio- und sporttherapeutischen Ausgestaltung der Idee riesig ist, da die meisten unserer Patient:innen nach Anschlussprogrammen fragten und wir zu diesem Zeitpunkt nichts anzubieten hatten. Die Entscheidung, ein Trainingszentrum anzugliedern, war der logisch nächste Schritt, da auch Angebote wie Präventionskurse und Rehasport nach Platz verlangten. Ziel war es, neben der physiotherapeutischen Versorgung dem Berufsstand der Sportwissenschaftler:innen ein Arbeitsfeld aufzubauen, das gemäß der Ausbildungsqualität auch entsprechend ausgestaltet ist. Hierbei war uns bewusst: Patient:innen, die zu Selbstzahlerkund:innen werden sollen, haben andere Ansprüche als klassische Fitnesskund:innen. Der Bedarf liegt in der konsequenten sporttherapeutischen und dadurch personellen Qualität. Welche Faktoren waren bei der Angliederung eines Trainingszentrums die größten Herausforderungen? Zunächst musste ich schauen, wie ich in meiner Funktion die Finanzierung eines solchen Businesszweigs aufstelle. Man fitness MANAGEMENT international

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Foto: MedAix GmbH

Die MedAix GmbH betreibt heute mit rund 250 Mitarbeiter:innen zehn Physiotherapiepraxen mit Schwerpunkt in der KGG und MKT für muskuloskelettale Indikationen und leitet die Physiotherapie in der Eifelklinik St. Brigida in Simmerath. Über alle Standorte hinweg bietet das Unternehmen 150 Rehasportgruppen pro Woche an sowie 100 Gesundheitskurse und Outdoortrainings. Die Tochtergesellschaft ZS Health Management betreut an 20 Standorten bundesweit Großunternehmen bei der Umsetzung von MedX-Rückenprojekten und organisiert jährlich 300 Gesundheitsmaßnahmen in KMUs.

Geschäftsführer Zoran Stojanovic, der von Hause aus Physiotherapeut ist. Über die Fragestellung der trainingstherapeutischen Ausgestaltung haben wir uns kennengelernt und die physiotherapeutischen Ansätze mit sportwissenschaftlichen Konzepten kombiniert.


muss Zahlen mit vielen Nullen schon sehr abstrakt betrachten, sonst ist man in Entscheidungen gehemmt. Das Augenmaß ist entscheidend. Die inhaltliche Ausgestaltung war das geringere Problem: Wir hatten eine Vision, sehr klare Vorstellungen und eine fokussierte Strategie – also starteten wir mit der Umsetzung. In der ersten Phase sind uns bei der Auswahl unseres Personals Glücksgriffe gelungen. Mit Zoran und mir sind bis heute sechs Mitarbeitende aus der Gründungszeit noch mit „an Bord“, alle mittlerweile in Führungspositionen oder geschäftsführend an Expansionsstandorten tätig. Ohne ein herausragendes Team wäre MedAix nicht das, was es heute ist. Bis heute ist die größte Herausforderung, die Teams der Physiotherapeut:innen und Sporttherapeut:innen mit demselben Verständnis für die konzeptionelle Ausrichtung unserer MedAix-Idee „auszustatten“, wie Zoran und ich es ursprünglich selbst umgesetzt hatten. Ich kann allen Unternehmer:innen nur raten: Glauben Sie keinem Werbeversprechen am Markt. Ohne eine konsequente und fortwährende Arbeit am Personal, an der konzeptionellen Schnittstelle und der Ausrichtung des therapeutischen Wirkens funktioniert kein Business dieser Art! Welche Faktoren haben den Erfolg des Projektes „Trainingszentrum“ gesichert? Die konsequente Ausrichtung auf eine Zielgruppe, die um 2007 kaum Bezug zum Fitnessstudio hatte: die Generationen „Traditionals“ und „Babyboomer“. Wir vermeiden eine zu große Verwechslungsgefahr mit einem klassischen Fitnessstudio. Das beginnt beim Wording und zieht sich durch alle Dienstleistungsebenen. So vermeiden wir das Wort „Fitness (studio)“ konsequent. Dies tun wir nicht, weil wir den Begriff nicht mögen oder den Fitnessmarkt verleugnen. Es passt einfach nicht zu unserem Selbstverständnis. Fitness machen andere, wir machen Physiotherapie und sportwissenschaftliches Training. In den ersten Jahren spielte uns „in die Karten“, dass wir am Standort Aachen der einzige Anbieter waren, der die Verwebung zwischen aktiver Physiotherapie und sportwissenschaftlichem Trainingszentrum so kompromisslos gelebt hat. Es war neu und so „überraschend“, dass sich genau diese Zielgruppen erschließen ließen, die eben kein Fitnessangebot suchten und dankbar waren, dass es nun ein Setting gab, in dem sie sich wohlfühlen konnten. Dazu war entscheidend, dass der Dienstleistungs- und Servicegedanke bei uns einen hohen Stellenwert einnimmt, mit ansprechendem Umfeld, Platz und attraktiven Rahmenbedingungen, in denen sich die Kund:innen wohlfühlen. Der Transfer von Patient:innen mit abgeschlossener Physiotherapie in die Sporttherapie ist als Ursprungsidee ein wichtiger Baustein. Dabei sind die „Vertriebszahlen“ nicht primär entscheidend, vielmehr ist die konsequente inhaltliche Ausrichtung am Ersten und Zweiten Gesundheitsmarkt imagebildend. Hinzu kommt der Rehabilitationssport: Auch hier waren wir erster Anbieter in der Region. Die ersten Gruppen habe ich 01/22

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2006 selbst ins Leben gerufen und geleitet. Zu diesem Zeitpunkt kam das Thema erst so richtig ins Bewusstsein der Anbieter:innen, Ärzt:innen und Krankenkassen. Obwohl in unseren Anfängen der Fokus auf gerätegestütztem und gesundheitsorientiertem Krafttraining lag, wurde sehr schnell klar, dass der Rehabilitationssport zu einer tragenden Säule in unserem Portfolio werden würde. Zum einen erzeugen Gruppensportangebote eine hohe soziale Bindung und damit auch eine hohe soziale „Gesundheit“ bei den Teilnehmenden. Zum anderen schafft der Rehabilitationssport enormen Traffic in unseren Trainingszentren. Inwieweit hat die Physiotherapie vom angegliederten Trainingsbetrieb und der Trainingsbereich von der Physiotherapie profitiert? Für uns ist diese Symbiose die beste Entscheidung gewesen, die wir treffen konnten. Wir gehen davon aus, dass mindestens ein Drittel aller Kund:innen in mindestens zwei Dienstleistungsbereichen von MedAix versorgt wurden. Das Konzept ist keine Einbahnstraße – Arzt:Ärztin, Rezept, Therapie, Training –, sondern vielmehr ein Kreisverkehr. Egal, wo man als Kund:in in den Kreisel einbiegt, man befindet sich bei MedAix. Das ist vor allem eine Frage der Beratungsleistung unseres starken Teams. Potenzielle Kund:innen, die sich im Trainingszentrum anmelden möchten, aber massive Beschwerden haben, werden zunächst keine Kund:innen, da wir ihnen eine bessere und angepasstere Versorgung empfehlen. Dieser „Macht der Beratung“ sind sich viele unserer Kolleg:innen noch nicht ausreichend bewusst. Die Kund:innenerwartung ist: „Du bist der Profi! Sag mir, was ich tun soll!“ Durch welche unternehmerischen Maßnahmen sichern Sie im Praxis- und Studioalltag die Synergieeffekte zwischen Physiotherapie und Trainingsbereich? Wir setzen u. a. folgende Maßnahmen um: • Es braucht ein Leitbild und eine klare unternehmerische Ausrichtung • Alle Mitarbeitenden in den Bereichen Kommunikation, Verkauf und Servicekompetenz konsequent schulen und ausbilden • Teambesprechungen interdisziplinär durchführen • Klare Prozesse und Verantwortlichkeiten definieren • Benchmark-Zahlen werden den Mitarbeitenden mitgeteilt Keine Maßnahme hat so nachhaltig positiv gewirkt wie das Kommunizieren der Erfolgszahlen und Quoten an die Teams. Ich kann jede:n nur ermutigen, seinem:ihrem Team offen und ehrlich die Erfolgszahlen zu nennen und gemeinsam realistische Ziele zu definieren. Diese Offenheit und Transparenz sind für die Mitarbeitenden extrem wertvoll. Welchen Stellenwert haben in Ihrem Unternehmen die Mitarbeiter:innen und deren Qualifikation für die erfolgreiche Verzahnung von Therapie und Training? Ohne unsere Mitarbeitenden wären wir nichts. Wir verkaufen keine Gerätenutzung oder ein Trainingskonzept oder jedes Jahr einen neuen Fitnesstrend. Wir „verkaufen“ die Kompetenz, die Leidenschaft, das Wissen und die Expertise. Dabei braucht es natürlich einen „MedAix-Rahmen“: eigene Konzepte, eigene Inhalte, ein gemeinsames Credo.

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AKTUELLES | HYBRIDE GESCHÄFTSMODELLE Unser Auftrag ist es, die optimalen Voraussetzungen für dieses Engagement und diese Leidenschaft zu schaffen. Im Großen und Ganzen schaffen unsere Rahmenbedingungen und das Mitwirken aller Kolleg:innen eine tolle „Sogwirkung“, sodass alle Berufsstände selbstbewusst und souverän sagen können: Ich arbeite bei MedAix. Das macht uns sehr stolz. Externe Fortbildungen unterstützen wir finanziell zu 99 Prozent, zeitlich zu 100 Prozent. Unternehmen des Ersten und Zweiten Gesundheitsmarktes beklagen einen zunehmenden Fachkräftemangel. Ist für Ihr Unternehmen der Fachkräftemangel auch ein Thema? Ja, uns trifft der Fachkräftemangel hart. Das MedAix-Konzept basiert auf der personellen Qualität. Insbesondere in der Physiotherapie, aber auch bei sportwissenschaftlichem Personal hat der Fachkräftemangel bereits große Lücken gerissen, die aktuell nur bedingt zu schließen sind. Es gibt mehr offene Stellen als Stellengesuche. Neue Mitarbeitende findet man zurzeit nicht, die offenen Stellen werden schnell „unter der Hand“ besetzt. In den letzten zwei Jahren haben wir ein ganzes Maßnahmenpaket entwickelt, um diesem Trend entgegenzusteuern. Dazu zählen: • In den Bereichen Mitarbeiter:innenführung und Führungskräfte haben wir optimiert, investiert und legen sehr großen Wert auf einen wertschätzenden Führungsstil. • Wir haben die Arbeitsverträge sowie Gehälter und Incentives massiv angepasst. • Wir binden unsere Teams in unternehmerische Entscheidungen mit ein. • Wir bauen Kooperationen mit Ausbildungsinstituten auf oder aus. Weitere Maßnahmen stehen auf unserer To-do-Liste. Mit Sicherheit lässt sich sagen, dass die zeitliche sowie finanzielle Investition in neue Mitarbeitende heute um das Zwei- bis Dreifache höher liegt als noch vor einem oder zwei Jahren. Wie hat die Corona-Pandemie diese Entwicklung beeinflusst? Die pandemische Lage hat in mehreren Bereichen einen Katalysatoreffekt erzeugt. Es ist kein Geheimnis, dass in therapeutischen, pädagogischen und pflegerischen Berufen sowie in den Freizeitbranchen, wenn auch – wie bei uns – mit hohem Qualitätsanspruch, die Gehaltsstruktur im Vergleich zu anderen Berufszweigen nicht konkurrenzfähig war. Das hat sich dramatisch verändert. Wer aktuell kein Gehaltsgefüge entwickelt und seinem Team keine Entwicklungsmöglichkeiten aufzeigt, wird schnell ohne Personal dastehen. Dass physiotherapeutische Einrichtungen im Sinne der medizinischen Notwendigkeitsbetrachtung während der Lockdowns geöffnet bleiben durften und bei uns weiterhin Teilbetriebe geöffnet waren, hat unser Profil als Dienstleister im Ersten Gesundheitsmarkt und auch das Profil des physiotherapeutischen Berufsstandes geschärft. Im Zweiten Gesundheitsmarkt ist die Situation umso dramatischer. Für die Notwendigkeit von Sport- und Bewegungsangeboten – vor allem in pandemisch bedingten LockdownZeiten – ist es fatal, dass diese Dienstleister:innen um ihre

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Berufsreputation kämpfen müssen. Sportwissenschaftler:innen, Gymnastiklehrer:innen und Gesundheitsmanager:innen sind aktuell kaum zu finden. Welche Entwicklung erwarten Sie in den kommenden Jahren für die Kombination aus Physiotherapie und Fitnesstraining? Was sind für Sie die größten Herausforderungen? Aktuell verschwinden viele Anbieter:innen am Markt, die sich nicht eindeutig zu einem Schwerpunkt bekennen. Grob gesprochen gibt es aktuell nur noch zwei thematische Felder: „Fitness“ und „Gesundheit“. Es braucht eindeutige Entscheidungen der Anbieter:innen. Der Markt „Fitness“ ist riesig und aus meiner Sicht herausragend zukunftsträchtig. Es gehört zum Lifestyle dazu, sportlich, aktiv und fit zu sein. Training dieser Art wird eine gesellschaftliche Akzeptanz erhalten, die sich die Branche verdient hat. Sich als Anbieter:in dieser Art zu positionieren ist strategisch sinnvoll, sollte dann aber auch konsequent eingehalten werden. Was aber passiert: Viele Fitnessstudios werden nun einfach zu Gesundheitsstudios umgelabelt, ohne die nötige Expertise oder die nötigen Ressourcen zu haben. Gesundheitsanbieter:innen sind Lösungsanbieter:innen: Die Zielgruppe definiert sich aus Kund:innen, denen oben genannte Attribute nur zweitrangig wichtig oder sogar völlig egal sind. Zumeist liegen gesundheitliche Probleme vor. Aus diesem Grund suchen sie persönliche Beratung, medizinische und therapeutische Trainingsansätze, Coaching- und Betreuungsleistungen. Die fachliche Kompetenz der Mitarbeitenden ist das entscheidende Qualitätsmerkmal. Das Problem: Die Kund:innen können aktuell nicht unterscheiden, wer sein Dienstleistungsversprechen wirklich hält. Mehr Transparenz für Kund:innen und fest definierte Rahmenbedingungen würden der gesamten Branche sehr guttun. Es wäre zielführend, durch entsprechende Voraussetzungen auch Bereiche des Ersten Gesundheitsmarktes abdecken zu können oder ein völlig neues Geschäftsfeld zu entwickeln, das in der Sozialgesetzgebung sowie bei Kostentragenden katalogisiert Einzug hält. Die „sporttherapeutische Versorgung“ als Ergänzung zur Physiotherapie oder im Anschluss an eine physiotherapeutische Maßnahme muss gesellschaftspolitischer Wille werden. Wir bereiten uns genau darauf vor. Welche Tipps geben Sie Physiotherapeut:innen mit auf den Weg, die mit dem Gedanken spielen, ihr Angebot um einen Trainingsbereich zu erweitern? Nun, der Weg kann ja auch „vom Gesundheitsstudio zum ganzheitlichen Gesundheitsdienstleister“ sein. In beiden Fällen kann ich Folgendes empfehlen: • Keine Kompromisse machen! Beide Dienstleistungsebenen brauchen volle Aufmerksamkeit. Es gibt keine Selbstläufer. Eine solche Entscheidung trifft man nicht nebenher. • Alles steht und fällt mit entsprechend qualifiziertem und fokussiertem Personal. • Machen Sie keine halben Sachen. • Consulting ist sinnvoll, aber nur in ausgewählten Themenbereichen. • Brennen Sie für das Thema. fitness MANAGEMENT international

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Innovative Impulse zur Mitgliederbetreuung und -motivation

Trainingserfolge sichtund erlebbar machen Text: Carolin Schmidt und Florian Schmidt

Durch die zunehmende Digitalisierung und Vernetzung der Studios haben Unternehmen immer mehr hilfreiche digitale Unterstützungstools wie z. B. Sport-Apps oder smarte Fitnessgeräte zur Verfügung, um die Trainingsbetreuung vor Ort noch abwechslungsreicher, individueller und zielgruppenorientierter zu gestalten. Wie wirkt sich diese Entwicklung auf die Arbeit von Trainer:innen und ihre Bedeutung für das Fitnessstudio aus?

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haben wir mit erfahrenen Fachexpert:innen der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement (DHfPG) besprochen. Prof. Dr. Andrea Pieter, Marcel Reuter und Aline Emanuel zeigen aktuelle Potenziale und Grenzen der Digitalen Transformation sowie der Vor-Ort-Betreuung auf und geben wertvolle Tipps für die Umsetzung.

Welche Herausforderungen und Chancen sich dadurch für unterschiedliche Bereiche der Mitgliederbetreuung ergeben,

Wang, T., Gan, Y., Arena, S. D., Chitkushev, L. T., Zhang, G. & Rawassizadeh, R. (2021). Advances for Indoor Fitness Tracking, Coaching, and Motivation: A Review of Existing Technological Advances. IEEE Systems Man and Cybernetics Magazine, 7 (1), 4–14.

Literaturliste Schwarzenberger, D. (2021). Fitnessstudios im Trend der Digitalisierung: Eine Untersuchung relevanter Aspekte zur Kundenzufriedenheit im Kontext der Kundenbindung. Dissertation, Universität Leipzig. Leipzig.

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Fotos: Rido – stock.adobe.com | DHfPG/BSA

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ereits vorab ist zweifelsfrei zu sagen: Bei aller Digitalen Transformation (Wang et al., 2021) ist und bleibt die Kompetenz der Trainer:innen nach wie vor einer der wichtigsten Erfolgsschlüssel – auch deshalb, weil nur sie diese digitalen Hilfsmittel in der täglichen Studiopraxis überhaupt effektiv und sinnvoll einsetzen können. Denn die besten Lösungen nutzen nichts, wenn das volle Potenzial dieser Möglichkeiten nicht ausgeschöpft wird und das Mitglied alleingelassen bzw. nicht aktiv begleitet und individuell betreut wird (Schwarzenberger, 2021).


Ziel sollte es sein, das Beste aus digital und analog zu nutzen, um die Betreuung der Kund:innen kontinuierlich zu optimieren.

fMi: Viele Studiobetreiber:innen stehen vor der Herausforderung, ihren Mitgliedern auch kleine Trainingserfolge sichtbar zu machen und die Motivation konstant zu fördern, um sie so „bei der Stange“ zu halten. Warum sind individuelle Ziele und eine zielgerichtete Motivation im Rahmen der Betreuung wichtig? Prof. Dr. Andrea Pieter: Sich persönliche Ziele zu setzen ist einer der wirksamsten Anreize zum Sporttreiben überhaupt. Konkrete, individuell auf die Kund:innen zugeschnittene Ziele sind dadurch gekennzeichnet, dass die Kund:innen aufgrund ihrer Mittel und Fähigkeiten eine realistische Chance haben, diese auch zu erreichen. Durch die Festlegung individueller, realistischer Ziele kann somit beispielsweise eine Überforderung zu Beginn des Trainings vermieden werden. Das Erreichen eines Ziels beinhaltet bei einem solchen Vorgehen aber immer auch ein Erfolgserlebnis, das motiviert und wiederum neue Zielsetzungen herausfordert. Die kontinuierliche Erneuerung realistischer Ziele verhindert, dass die mentale Energie und Freude am Training verlorengehen. Welche Chancen bieten in diesem Kontext analoge und digitale Unterstützungstools für ein noch individuelleres Coaching und ein noch umfassenderes Trainingserlebnis im Studio? Mit analogen und digitalen Unterstützungstools können Coaching-Prozesse noch ziel- und bedarfsorientierter gestaltet werden. Es ist möglich, Trainingsfortschritte und die oben genannten Erfolgserlebnisse zu visualisieren und somit den Spaß und die Motivation zu erhöhen. Insbesondere die digitalen Unterstützungstools bringen auch eine große Flexibilität für die Kund:innen mit sich, da sie ortsunabhängig durchgeführt werden können. Durch die intelligente Nutzung von entsprechenden analogen und digitalen Angeboten gewinnt man im Studio natürlich auch Zeit, um Kund:innen vor Ort noch individueller bei ihrer Zielerreichung zu unterstützen. Mensch vs. Maschine: Schlagen Qualifikation und Empathie die Technologie? Wer hat in Sachen Motivation die Nase vorn und warum? Nach wie vor ist in Sachen dauerhafte Motivation der Faceto-Face-Kontakt sozusagen im Vorteil. Trainer:innen können 01/22

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Prof. Dr. Andrea Pieter Die promovierte Erziehungswissenschaftlerin ist Rektorin an der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement (DHfPG) und beschäftigt sich hauptsächlich mit Fragen zur Gesundheitsbildung und Veränderung des Gesundheitsverhaltens.

wesentlich individueller und mit mehr Fingerspitzengefühl auf Kund:innen eingehen als dies eine Fitness-App o. Ä. tun könnte. Der zwischenmenschliche Anteil im Trainingsprozess darf nicht unterschätzt werden. Trainer:innen können direkt ein individuelles Feedback geben, empathisch motivieren und sind als qualifizierte Partner:innen im Trainingsprozess von großer Bedeutung für ihre Klientel. Gerade zum Trainingseinstieg oder für Menschen, die Probleme haben, sich selbst zum Sport zu motivieren, ist das analoge Training im Studio von großem Vorteil. Wie lassen sich analoges und digitales Coaching vor Ort im Studio sinnvoll kombinieren, damit die Mitglieder langfristig „am Ball“ bleiben und aktiv in ihre Gesundheit investieren? Wie lässt sich dieser „Spagat“ bestmöglich umsetzen? Eine qualifizierte Rundumbetreuung ist nach wie vor am besten durch die Trainer:innen vor Ort im Studio zu gewährleisten. Der Trainingserfolg und die Motivation können durch den zusätzlichen Einsatz von digitalen Tools aber erheblich gesteigert werden. So ist beispielsweise die Kombination aus Live-Coaching und digitalem Coaching im Rahmen eines elektronisch gesteuerten Kraft- und Ausdauertrainings oder in digitalen Stressbewältigungskursen durchaus sinnvoll. Ziel sollte es sein, das Beste aus digital und analog zu nutzen, um die Betreuung der Kund:innen kontinuierlich zu optimieren. Wie lassen sich die Bausteine „Körperliche Fitness“ und „Mentale Fitness“ am besten verbinden, um den Kund:innen ein umfassendes Gesundheitsangebot zu ermöglichen? Zunehmend rückt neben der körperlichen auch die mentale Gesundheit in das Bewusstsein der Menschen. Dies bietet speziell für Studios die Chance, einen ganzheitlichen interdisziplinären Ansatz zu verfolgen und damit neue Zielgruppen anzusprechen. Dies erfordert qualifizierte Trainer:innen, die neben klassischem Kraft- und Ausdauertraining auch Meditationen anleiten oder Entspannungskurse durchführen können oder in der Lage sind, Stressbewältigungsstrategien zu vermitteln. Somit wird es möglich, ganz neue Mehrwerte zu schaffen und Kund:innen langfristig an das Studio zu binden.

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AKTUELLES | INTERDISZIPLINÄR

Eine Motivationssteigerung heißt weniger Drop-outs durch höhere Zufriedenheit bei gleichzeitiger Steigerung der Weiterempfehlungsrate.

fMi: Virtuelle Trainingswettkämpfe auf dem Ruderergometer, immersive Fitnessrunden auf dem Indoor-Cycling-Bike oder smarte Trainingszirkel auf der Fläche – Wie beurteilen Sie diese Entwicklungen im Hinblick auf das Trainingserlebnis vor Ort? Marcel Reuter: Es gibt sicherlich spannende und innovative Entwicklungen, die das Trainingsangebot vor Ort erheblich erweitern. So können Kund:innen aus einem riesigen Portfolio an Trainingsmethoden und Bewegungsformen nach eigenem Interesse und Leistungsstand wählen. Das fördert den Spaß und zugleich die Motivation und bringt aus trainings- und betriebswirtschaftlicher Sicht Vorteile mit sich. Eine Motivationssteigerung bei den Kund:innen heißt für das Studio weniger Drop-outs durch höhere Zufriedenheit bei gleichzeitiger Steigerung der Weiterempfehlungsrate. Unter diesem Gesichtspunkt sind Investitionen in innovative Trainingsangebote sicherlich eine mittel- und langfristig gewinnbringende Maßnahme. Aus trainingswissenschaftlicher Sicht sind Dauerhaftigkeit und Kontinuität sowie variierende Belastungen grundlegende Trainingsprinzipien zum Auslösen von Trainingsreizen. Damit sind sie essenziell zum Erreichen der gesetzten Ziele. Ein innovatives und vielfältiges Trainingsangebot vor Ort kann dabei einen großen Beitrag leisten.

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erlässlich. Bei hohen Intensitäten und einer damit verbundenen starken Belastung des Herz-Kreislauf-Systems oder des Bewegungsapparates sollte sichergestellt werden, dass beispielsweise keine internistischen oder orthopädischen Risikofaktoren vorliegen. Welche neuen Chancen und Herausforderungen bringen diese Entwicklungen im Rahmen der Trainingsbetreuung beispielsweise in puncto Sicherheit, Individualisierung oder Motivation mit sich? Welche Rolle kommt dem:der Trainer:in und insbesondere der Vor-Ort-Betreuung hierbei zu? Je komplexer das Training bzw. die Trainingsmethoden, desto wichtiger ist eine engmaschige und zielorientierte Betreuung durch den:die Trainer:in. Die Leistungsfähigkeit kann nur dann durch das Training optimiert werden, wenn Belastung und Erholung richtig aufeinander abgestimmt werden. Wird zum Beispiel nur die Belastung in den Vordergrund gestellt und werden die benötigten Erholungszeiten nicht eingehalten, kann dies zur Leistungsstagnation oder sogar zu Leistungseinbußen und Verletzungen führen. Diese gegensätzliche Entwicklung ist sehr häufig bei hochmotivierten Anfänger:innen zu beobachten. Jedem:Jeder Trainer:in muss bewusst sein, dass Belastungen und anschließende Erholungsphasen optimal aufeinander abgestimmt sein sollten. Welche Kompetenzen müssen Trainer:innen heute mitbringen, um mit den wachsenden Ansprüchen und der schnelllebigen digitalen Entwicklung der Branche Schritt zu halten? Die Anforderungen an eine ganzheitliche Trainingsbetreuung sind hoch. Deshalb gilt hier das Prinzip des lebenslangen Lernens. Um eine professionelle und umfassende Trainingssteuerung im fitness- und gesundheitsorientierten sowie rehabilitativen Training durchzuführen, benötigt es umfassende trainingswissenschaftliche, sportmedizinische sowie sportpädagogische Kompetenzen. Um den:die Kund:in ganzheitlich betreuen zu können, empfehlen sich Spezialisierungen und interdisziplinäre Weiterbildungen, gerade in Anbetracht der technischen Entwicklung von digitalen Trainingssystemen. fitness MANAGEMENT international

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Fotos: DHfPG/BSA

Für welche Zielgruppen sind solche Angebote aus Ihrer Sicht interessant bzw. für wen sind sie eher weniger geeignet und warum? Dafür gibt es kein Rezept. In diesem Entscheidungsprozess spielen verschiedene Faktoren eine Rolle. Grundsätzlich kann man sagen, je höher das Anforderungsprofil der Sportart oder Bewegungsform, desto besser sollten die motorischen Fähigkeiten individuell ausgeprägt sein, um z. B. Überlastungen zu vermeiden und das Verletzungsrisiko zu reduzieren. Bei der Frage, ob eine bestimmte Bewegungsform geeignet ist oder nicht, spielen die physiologischen Voraussetzungen und die Bewegungserfahrung, sprich das Trainingsalter, eine entscheidende Rolle. Speziell für Anfänger:innen ist eine gute Vorbereitung zur Stärkung der motorischen Fähigkeiten un-

Marcel Reuter Der ehemalige Badminton-Nationalspieler und M. Sc. Sportwissenschaft hat langjährige Erfahrung im Coaching und in der Beratung von Spitzensportler:innen und Mannschaften. Heute ist er Fachbereichsleitung Trainingsund Bewegungswissenschaften an der DHfPG.


Die Kombination aus Ernährung, Training und Entspannung im Rahmen einer professionellen Rundumbetreuung wird zum effizienten Erfolg führen.

fMi: Smarte Diagnostik-Tools, BIA-Körperanalysewaage und Co. sind in vielen Studios vorhanden, aber wird das Potenzial dieser Geräte auch zielführend für die Betreuung individueller Bedürfnisse genutzt? Aline Emanuel: Oftmals leider zu wenig. Am Beispiel der BIAKörperanalysewaage erkennt man, dass diese nur beim Anamnesegespräch des:der Neukund:in und eventuell bei einer weiteren Retestung eingesetzt wird. Um den bestehenden Mitgliederstamm umfangreich zu betreuen, wäre es angebracht, für jede:n Kund:in regelmäßig Beratungs- bzw. Messtermine anzubieten. Hier sollten die individuellen Ziele gehört und Pläne sowie Ernährungsempfehlungen von Ernährungsberater:innen ausgesprochen werden. Eine solche Waage kann meist mehr als das reine Erfassen des Körperfettgehaltes. Muskuläre Dysbalancen bei Neukund:innen oder bestehenden Mitgliedern können erkannt und durch den passenden Trainingsplan behandelt werden. So nehmen die Fitness- und Gesundheitsstudios die Bedürfnisse ihrer Mitglieder ernst und stärken gleichzeitig die emotionale Bindung. Wie beurteilen Sie den Nutzen solcher Unterstützungstools im Hinblick auf die langfristige Motivation und die Zielerreichung der Kund:innen? Diese Tools sind wichtig, um eine interdisziplinäre Betreuung zu komplettieren. Sie ersetzen aber in keinem Fall eine kompetente Trainingsbetreuung bzw. Ernährungsberatung. Der:die Berater:in hat die Aufgabe, die nüchternen Werte eines Tools in Empfehlungen zu übersetzen. Denn dem Mitglied selbst nutzt es gar nichts, wenn es seinen Körperfettanteil kennt. Der:die Berater:in muss dies greifbar machen und aus den Werten individuelle Empfehlungen für Ernährung und Training ableiten. Nur eine Kombination aus guten digitalen Tools und dem Know-how von Trainer:innen bzw. Berater:innen führt zur Zielerreichung und langfristigen Motivation. Häufig treten nach einer gewissen Zeit Stagnationen auf. Zu diesem Zeitpunkt sollten Berater:innen und Trainer:innen mit Beratungsgesprächen und Anpassungen der Empfehlungen reagieren. Langfristige Motivation erreicht man also über stetige Betreuung und Anpassung. 01/22

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Aline Emanuel Als M. A. Prävention und Gesundheitsmanagement ist einer ihrer Schwerpunkte das Coaching in der Ernährungsberatung. Aline Emanuel ist als Dozentin, Tutorin und Autorin für die DHfPG und als Leiterin des Fachbereichs Ernährung an der BSA-Akademie tätig.

Stichwort: ganzheitliche Betreuung im Studio. Welche Rolle spielt hierbei eine qualifizierte Ernährungsberatung? Und wie kann diese in ein interdisziplinäres Betreuungskonzept ganzheitlich eingebettet werden, um Kund:innen eine sinnvolle Symbiose zu bieten? Jedes Studio, das großen Wert auf die Zielerreichung seiner Mitglieder legt, benötigt mindestens eine qualifizierte Ernährungsfachkraft. Diese muss sehr eng mit den Trainer:innen und Entspannungsexpert:innen zusammenarbeiten. Es gibt kein Mitglied, das keine Ernährungsberatung benötigt. Jedes Ziel muss individuell betreut werden. Eine Kombination der drei wesentlichen Bereiche Ernährung, Training und Entspannung wird zum effizienten Erfolg der Kund:innen führen. Erfolgreiche Trainierende werden bleiben und es auch weitererzählen. Und dabei ist es gleich, ob jemand Muskelmasse aufbauen, Körperfett reduzieren, orthopädische oder internistische Probleme verbessern oder dem altersbedingten Muskelabbau vorbeugen möchte. Mit einer interdisziplinären Betreuung fühlen sich Kund:innen verstanden. Wo sehen Sie weiteren Entwicklungs- bzw. Handlungsbedarf, damit für die Mitglieder im Studio eine solche Betreuung künftig gewährleistet werden kann? Stellen Sie sich vor, es gäbe im Studio nicht nur Trainer:innen, sondern auch Fachkräfte aus den Bereichen Ernährung, Coaching und Stressmanagement sowie Personen, die sich nur um die digitale Entwicklung kümmern und z. B. Smartwatches oder Trainingsgeräte auf die individuellen Bedürfnisse zugeschnitten programmieren könnten. Wir sollten endlich weg vom Gedanken, dass ein Studio nur zum ,,Pumpen“ geeignet ist. Ein Studio kann viel mehr als das. Zukünftig sehe ich das Studio als einen der Mittelpunkte im Leben eines jeden Menschen. Es wird zum Alltag dazugehören, weil das Training dort zur eigenen Gesundheit und zum Wohlbefinden wesentlich beiträgt. In einer Gesellschaft, in der Gesundheit und Nachhaltigkeit immer wichtiger werden, sollte auch das Studio mit interdisziplinärer Betreuung professionell eingebettet sein.

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AKTUELLES | AUFSTIEGSKONGRESS | ANZEIGE

„Aufstiegskongress ONLINE ONLY“

Zum Jahreswechsel beendet Am 31. Dezember 2021 wurde der „Aufstiegskongress ONLINE ONLY“ offiziell nach fast drei Monaten beendet. Knapp 2.000 Personen haben sich registriert und die Vorträge über die Webseite und die neue Kongress-App abgerufen. Die Veranstalter konnten sich erneut über positive Resonanz aus der Branche freuen – in diesem Jahr hoffen sie aber wieder auf einen Vor-Ort-Kongress in Mannheim.

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ie Corona-Pandemie prägte auch das Jahr 2021. Viele Branchenevents mussten digital durchgeführt oder ganz abgesagt werden. Auch der Aufstiegskongress wurde erneut rein digital als „Aufstiegskongress ONLINE ONLY“ angeboten.

Das Programm – topaktuell und praxisbezogen Viele hochkarätige Referent:innen stellten in kurzweiligen Vorträgen die neuesten wissenschaftlichen Ergebnisse sowie Trends der Fitness- und Gesundheitsbranche vor. Auch in der Diskussionsrunde sprachen bekannte Köpfe über die aktuelle Situation der Branche und potenzielle Lösungsansätze. Die praxisorientierten Inhalte des Aufstiegskongresses gaben auch in 2021 wichtigen Input zur Bewältigung der CoronaPandemie und waren für die interne Schulung von Mitarbeitenden, Studierenden und Führungskräften bestens geeignet.

Jannis Traxel, Talent Development Manager FITSEVENELEVEN

Knapp 2.000 Personen haben sich zwischen dem 8. Oktober und 31. Dezember 2021 registriert und die Vorträge auf der Webseite oder in der neuen Kongress-App abgerufen. Diese Zahl zeigt: Das Online-Angebot bietet fachlich hochwertigen Input und wird besonders zu Schulungszwecken gern genutzt. Allerdings können die Begegnungen und Vorträge vor Ort dadurch nicht ersetzt werden. Die Mitglieder der Fitness- und Gesundheitsbranche schätzen und vermissen den persönlichen Austausch auf dem Kongress und dessen besondere Atmosphäre.

In 2022 hoffentlich wieder in Mannheim! Die Veranstalter – die Deutsche Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement (DHfPG), die BSA-Akademie und die BSA-Zert – sind zuversichtlich, dass der Aufstiegskongress in diesem Jahr wieder wie gewohnt vor Ort im m:con Congress Center Rosengarten in Mannheim stattfinden kann. Tragen Sie sich bereits jetzt den 6. bis 8. Oktober 2022 als Termin für den diesjährigen Aufstiegskongress in Ihren Kalender ein und freuen Sie sich auf spannende Vorträge von TopExpert:innen der Branche – hoffentlich wieder in Mannheim.

Mit dem Newsletter bestens informiert Abonnieren Sie jetzt unter www.aufstiegskongress.de den Kongress-Newsletter und seien Sie über die neuesten Entwicklungen zum diesjährigen Aufstiegskongress immer aktuell informiert. www.aufstiegskongress.de

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Fotos: DHfPG/BSA

„Die Vorträge helfen, neue Sichtweisen zu erlangen und geben Anstoß für neue Ideen. Wir haben einige Vorträge gemeinsam mit unseren dual Studierenden angesehen [ ... ]. Die daraus resultierenden Anregungen helfen dabei, unsere Prozesse und Strategien zu hinterfragen und zu optimieren. [ ... ] “

Online kann vor Ort nicht ersetzen


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FIBO 2022: 7. bis 10. April, Koelnmesse

Dieses Jahr ist FIBO-Jahr 2022 ist endlich wieder FIBO: Vom 7. bis 10. April trifft sich die internationale Fitnessbranche in den Kölner Messehallen. Im Fokus stehen Technologien und Produkte für ein gesundes Leben und Business.

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ie Branche macht sich bereit für ein längst ersehntes Live-Treffen: auf der FIBO 2022. Aussteller:innen und Besucher:innen stehen in den Startlöchern, um endlich wieder international zusammenzukommen. Mit dabei sind zum Beispiel Johnson Health Tech, EGYM, Scotfit, ACISO, milon, LES MILLS, BLACKROLL oder Ludwig Artzt.

Zukunftsthemen Gesundheit und Digitalisierung

Zudem gilt es für die Branche in allen Bereichen neue Zielgruppen zu erreichen, wie zum Beispiel in der Hotellerie, in der das Thema „Fitness und Gesundheit“ einen immer höheren Stellenwert bekommt. Hier arbeitet die FIBO mit zahlreichen Partner:innen zusammen. Ein weiteres Schwerpunktthema

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Halle 8 wird erstmals zur „Gesundheitshalle“ Einen besonderen Schwerpunkt auf alles rund um das Zukunftsthema Gesundheit legt die Halle 8 mit ihren Aussteller:innen und ihrem Programm. Hier präsentieren sich etwa Hansefit, KLAFS, HUR, Urban Sports Club, PINO Pharmazeutische Präparate, M.A.C CENTERCOM, HydroMassage, Novotec Medical oder Stratec Medizintechnik. Als neuer Partner mit dabei ist 2022 zum Beispiel die TheraPro. Die Fachmesse wird Vorträge anbieten und damit einen weiteren Akzent im Bereich des medizinisch-therapeutischen Angebots setzen. Geplant ist zudem ein Vortragsprogramm von „Exercise is Medicine“. Ziel der Initiative ist es, körperliche Aktivität und Sport als Prävention gegen Krankheiten und zur medizinischen Behandlung zu verschreiben. Die FIBO trägt als Mitglied der Initiative dazu bei, die Bedeutung von körperlicher Aktivität weiter in der Bevölkerung zu verankern und alle Altersklassen für das Thema zu sensibilisieren. fitness MANAGEMENT international

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Foto: RX Austria & Germany

Die durch die Krise stark getroffene Branche braucht Impulse, um gemeinsam die Weichen für die Zukunft zu stellen. Gesundheit und Digitalisierung werden den Markt auf lange Zeit prägen. So sind langfristig steigende Ausgaben der Menschen für Fitness und Gesundheit zu erwarten. Gesundheitsexpert:innen und -anbieter:innen sind gefragter denn je: Für die Fitnessbranche ein Geschäftsfeld mit viel Potenzial. So steht das Thema auch bei der FIBO im Fokus, zum Beispiel als Teil des FIBO CONGRESS oder im „Meetingpoint Health & Wellness“.

der Messe ist in diesem Jahr die Digitalisierung, die bei vielen Aussteller:innen im Mittelpunkt stehen wird. Hierzu wird es auch ein attraktives Contentprogramm geben.


Das Programm des „Meetingpoint Health & Wellness“ ist nicht nur an Physiotherapeut:innen, Sportwissenschaftler:innen oder Rehatrainer:innen gerichtet, sondern spricht auch gezielt Studiobetreiber:innen mit einer gesundheitlichen Ausrichtung an. So sind Themen rund um Training, Ernährung oder Digitalisierung für Therapeut:innen, Sportwissenschaftler:innen, Trainer:innen und Betreiber:innen von Fitnessstudios gleichermaßen spannend.

Trainingsmethoden am „Meetingpoint Health & Wellness” Prof. Dr. Alexander Ferrauti, Leiter des Lehrstuhls für Trainingswissenschaft an der Ruhr-Universität Bochum, geht am FIBO Freitag, den 8. April, auf das moderne Grundlagenwissen zum Kraft-, Schnelligkeits-, Beweglichkeits-, Ausdauerund Techniktraining ein und erweitert dies durch einen Exkurs zu modernen Trainingsinterventionen. Dabei erhält man nicht nur wertvolle Hinweise zu den Bereichen Leistungsdiagnostik, Trainingssteuerung und Monitoring. Auch die Personal Trainerin Luise Walther geht mit ihrem Vortrag auf das Thema Training ein. Ihr Ansatz zeigt praktische Anwendungsbeispiele des neurozentrierten Trainings, auch für LongCovid-Patienten. Der Kardiologe und Privatdozent Dr. Felix Post, Partner der sportärztezeitung, beleuchtet die Bedeutung von Ausdauertraining. Auch er wird einen Teil seines Vortrages dem Thema Corona widmen. Nicht nur in den medizinischen und therapeutischen Gesundheitseinrichtungen werden Patient:inen, Kund:innen oder Mitglieder mit der Diagnose Long-Covid ihre körperliche Fitness trainieren. Im Expert:innentalk „Training“, an dem Prof. Ferrauti wie auch Dr. Felix Post teilnehmen, werden Themen der Trainingssteuerung, Regeneration und Ernährung diskutiert. Am FIBO Sonntag, den 10. April, geht dann Matthias Herzog auf die verschiedenen Menschentypen ein und erklärt Trainer:innen, wie sie ihre Kund:innen typgerecht zur Spitzenleistung bringen können.

FIBO CONGRESS mit DHfPG und BSA-Akademie Ein umfangreiches Weiterbildungsangebot gibt es auch auf dem FIBO CONGRESS, der vom 7. bis 9. April parallel zur Messe stattfindet und erstmals von der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement (DHfPG) und der BSA-Akademie organisiert wird. Das Programm umfasst insbesondere Themen, die für Studiobetreiber:innen und Trainer:innen interessant sind. Der Kongress findet direkt auf dem Messegelände der FIBO, im Congress-Centrum Nord, statt. Studiobetreiber:innen werden u. a. durch den Themenstrang Management angesprochen. Hier geht es z. B. um die passende Geschäftsstrategie und es wird ein Blick auf die Möglichkeiten von gesundheitsorientierten Konzepten und die Herausforderungen durch Wettbewerber:innen aus dem Boutique-Bereich geworfen. Zudem stehen Employer Branding sowie mentales Training im Fokus. So erfährt man im Vortragsblock „Coaching in Fitnessanlagen: Wie man Kunden und Mitarbeiter wirklich erfolgreich macht“, wie man Menschen in ihrer persönlichen und beruflichen Entwicklung unterstützen kann. In weiteren Vorträgen geht es zum Beispiel darum, 01/22

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wie man Mitglieder durch effektives Online-Marketing gewinnen und binden kann. Im Fokus stehen Instagram, Google und YouTube. Das weitere Kongressprogramm bietet einen vielfältigen Themenmix u. a. aus Trainings- und Ernährungsthemen, Physiotherapie, Potenzialen im Betrieblichen Gesundheitsmanagement und Informationen zur Existenzgründung.

Digitale Zukunftstrends In Zukunft könnte gelten: Kein Erfolg ohne ein sinnvolles digitales Angebot mit der entsprechenden Infrastruktur. So werden neue Technologien sowohl bei Aussteller:innen als auch im Rahmenprogramm einen großen Stellenwert einnehmen. Am Samstag, den 9. April, sind auch beim „Meetingpoint Health & Wellness“ digitale Zukunftstrends das bestimmende Thema. Prof. Dr. David Matusiewicz ist einer der renommiertesten Referent:innen, wenn es um das Thema Digitalisierung im Gesundheitswesen geht. Nach seinem Impulsvortrag am Samstag wird eine Runde von Expert:innen aus Wirtschaft, Gesundheit und Wissenschaft die rasanten Entwicklungen im Gesundheitsmarkt diskutieren.

Eigene Area rund um Cannabidiol Entzündungshemmend, schmerzlindernd und regenerativ: CBDProdukte können Sportler:innen im Training und Wettkampf unterstützen. Zusammen mit Behrentin Communication, dem Veranstalter der CBD Messe für Sport, Beauty, Wellness und pharmazeutische Produkte, holt die FIBO das Trendthema im April auf die Messe. Es gilt, Einsatz- und Vermarktungsmöglichkeiten sowie neueste wissenschaftliche Erkenntnisse kennenzulernen, zum Beispiel im Bereich von Textilien und Sportswear, zur Regeneration oder Leistungssteigerung.

EHFF bildet erneut Messe-Kick-off Am Mittwoch, den 6. April, findet im Congress-Centrum Nord der Koelnmesse auch wieder das European Health & Fitness Forum (EHFF) statt. Der von EuropeActive organisierte Kongress führt regelmäßig die Top-Riege der internationalen Fitnessbranche zusammen. FIBO 2022 – 7. bis 10. April Messegelände Köln www.fibo.com

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AKTUELLES | TRAININGSWELTEN | ANZEIGE

Die führenden Köpfe der milongroup: Wolf Harwath (l.) und Bernd Reichle

Die milon Geschäftsführer Bernd Reichle und Wolf Harwath über das Training der Zukunft

Die Kombi macht's!

Zwei Jahre sind seit der Übernahme von five vergangen. In der Zwischenzeit ist viel passiert: Unter dem Dach der neu formierten milongroup hat sich das Unternehmen als verlässlicher und visionärer Lösungsanbieter positioniert, der der Branche gerade in herausfordernden Zeiten mehr zu geben hat als edle Holzgeräte und cloudbasierte Zirkel. fitness MANAGEMENT international (fMi) hat mit den beiden Geschäftsführern Bernd Reichle und Wolf Harwath in einem Interview über das vergangene Jahr gesprochen und auch gefragt, warum die neue Kombination das Training für alle so einfach macht.

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Flankierend hat unser Marketing erfolgreich den Relaunch der beiden Marken vorangetrieben, sodass wir heute als milongroup mit einer gemeinsamen Identität auftreten. Dabei war uns wichtig, nicht die Wurzeln der Marken milon und five zu „kappen“ – unsere Herkunft „Made in Germany“ und die damit verbundene deutsche Wertarbeit, die beide Marken seit jeher auszeichnet, sind nach wie vor wichtige Kernpunkte. Klingt spannend! Was können wir uns unter den neuen Trainingswelten vorstellen? Wolf Harwath: Wir haben den Begriff Trainingswelten nicht ohne Grund gewählt. Es geht darum, den Menschen, die trainieren, eine von Anfang bis Ende schlüssige Reise durch diese Welten zu ermöglichen. Im Zentrum steht ein ganzheitliches, nach neuesten sportwissenschaftlichen und physiotherapeutischen Erkenntnissen ausgerichtetes Kraft- und Beweglichfitness MANAGEMENT international

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Foto: milon Industries GmbH

fMi: Herr Reichle, Herr Harwath, eines unserer letzten Interviews mit Ihnen beiden stammt aus dem Jahr 2020. Damals haben Sie die Übernahme von five als „nächsten logischen Schritt“ bezeichnet. Rückblickend betrachtet: Wie lief dieser ab und welche weiteren Entscheidungen resultierten aus dem Zusammenschluss? Bernd Reichle: Wir haben in den vergangenen beiden Jahren sehr viele Schritte nach vorne gemacht – gemeinsame Schritte. Als wir five Ende 2019 akquiriert haben, stand für uns fest, dass die Themen Ausdauer, Kraft und Beweglichkeit inhaltlich zusammengehören. Insbesondere Wolf hat das neue Konzept mit Leben gefüllt und fachlich so untermauert, dass durch und durch schlüssige gemeinsame Trainingswelten entstanden sind. Wir sind zusammengewachsen und haben Lösungen entwickelt, die verdeutlichen, dass diese Kombination ein integraler Bestandteil eines jeden Trainings ist.


keitstraining. Daneben gibt es viele weitere Module, die wir sinnvoll verbunden haben. So lassen sich alle Interessierten adressieren und sämtliche relevanten Facetten eines effektiven Fitness- und Gesundheitstrainings abbilden. Das Konzept stellt den Erfolg der Trainierenden sicher und ermöglicht Betreiber:innen nachvollziehbare und effiziente Prozesse auf der Trainingsfläche. Zugleich ist das System flexibel genug, um auch neue Trends und Bedürfnisse zu integrieren. Zum Beispiel five-Express – das ist ein modernes neues Warm-up, das den physiologischen Problemen von heute viel gezielter entgegenwirkt als eine Runde auf dem Crosstrainer.

„Unsere Trainingswelten treffen mit ihrem Mix aus Kraft, Ausdauer und kognitiven Anteilen genau den Zahn der Zeit. Das ist etwas, was die Menschen nach den vergangenen beiden Jahren Ausnahmezustand mehr denn je benötigen!“ Apropos Ausnahmezustand: Wie haben Sie Ihre Kund:innen und Partner:innen in der Krisenzeit unterstützt? Bernd Reichle: Wir haben die Zeit der Pandemie genutzt, um uns in vielen Bereichen weiterzuentwickeln. Wir haben „nach innen“ viel geschult, neue Konzepte erarbeitet und uns sowohl personell als auch strukturell neu aufgestellt, natürlich in permanenter Zusammenarbeit und im engen Austausch mit unseren Partner:innen und Kund:innen. Letztlich geht es ja darum, gemeinsam Lösungen zu erarbeiten, die der Branche helfen, sich weiterzuentwickeln und gestärkt aus dieser Zeit hervorzugehen.

„Wir wollen das Bewusstsein der Menschen schärfen, dass richtiges Training alternativlos ist, um gesund zu bleiben.“ Wolf Harwath: Wir haben die Zeit auch genutzt, um Produktinnovationen voranzutreiben. 2021 sind wir mit einigen Neuentwicklungen an den Markt gegangen. Q snake beispielsweise ist unsere neue Trainingsvisualisierung in Schlangenform. Über ein kostenfreies Update erhalten alle milon Q Geräte dieses neue Live-Feedback als zusätzliche Option zu unserem bisherigen Pendel. Das Besondere daran: Für jedes Gerät und jedes Motiv wurde die Q snake separat erstellt. Wir erreichen damit ein hochgradig individuelles Trainingsgefühl, wie man es so bisher noch nicht kannte. Das gilt auch für die freie Trainingsfläche mit milon Q free. Wer milon nur als Zirkel kannte und sein Satztraining an analogen Geräten absolvierte, wird staunen und den Unterschied spüren! Bernd Reichle: Unsere Innovationen und das gesamte neue Trainingsweltenkonzept haben wir dann im Sommer 2021 auf einer großen Roadshow durch die DACH-Region unseren Partner:innen live vorgestellt und erlebbar gemacht. Das war ein perfekter Anlass, um sich endlich wieder einmal persönlich zu treffen und zu netzwerken – etwas, was uns allen sehr gefehlt hat. Wir waren überwältigt, wie zahlreich und mit welcher Begeisterung und mit welchem Optimismus dieses Angebot wahrgenommen wurde. Für die Branche war das auch ein 01/22

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Signal, mit dem wir Mut und Zuversicht verbreiten wollten. Unsere Botschaft ist klar: Gerade jetzt ist Training wichtiger denn je – und unersetzlich! Gab es auch konkrete Aktionen oder Hilfestellungen? Wolf Harwath: Das gesamte Jahr über haben wir regelmäßig kostenfreie Webinare rund um die Themen Wiedereröffnung, Unterstützungshilfen, Refinanzierung, Mitgliedermotivation und Trainingswissen veranstaltet. Da waren auch B2C-Livestreams, also für Mitglieder oder Interessierte, dabei. Jeder da draußen sollte verstehen, was Lockdown und Co. mit unseren Körpern anrichten und warum wir etwas dagegen tun müssen. Die Nachfrage war riesig. Wir haben uns auch andere Dinge einfallen lassen: Zum Beispiel gab es – gibt es immer noch – eine gemeinsame Aktion mit der Zeitschrift GEO, die darauf abzielt, Studiomitglieder (wieder) zu gewinnen. Das ist ein 16-seitiger Sonderdruck zum Thema „Unsere Kraftpakete“, den die Betreiber:innen über uns beziehen und für sich personalisieren lassen können. Zusätzlich gibt es passend dazu einen zweiseitigen Trainings-Guide für alle (Wieder-)Einsteiger:innen. Stand heute sind schon unglaubliche 1.000.000 Bestellungen eingegangen! Als Postwurfsendung oder Auslage im Studio ist das eine grandiose Aktion für alle Mitglieder. Dann gibt es unsere neuen, von der Krankenkasse geförderten Online-Paragraf-20-Kurse „mobi“ und „milo“, die orts- und zeitunabhängig zu Hause absolviert werden können. Theorieeinheiten und die sonst üblichen notwendigen Qualifikationen entfallen. Das macht die Kurse zu perfekten Refinanzierungstools. Die Kosten und der Aufwand sind deutlich geringer als bei herkömmlichen Paragraf-20-Kursen mit Präsenzterminen und obendrein kann man mit unserer Aktion derzeit noch zusätzlich sparen. Zum Abschluss bleibt natürlich die Frage nach der Zukunft. Was steht im Jahr 2022 auf Ihrer Agenda? Bernd Reichle: Wir haben einiges vor: Von der Markenpflege, -gestaltung und -weiterentwicklung über Produktentwicklungen und konzeptionelle Weiterentwicklungen bis hin zu Partnerschaften. Das sind Dinge, die nicht nur kurz- und mittelfristig, sondern auch langfristig aufgebaut werden müssen – und da werden wir den Weg konsequent weitergehen. Wolf Harwath: Worauf sich die Branche neben der ein oder anderen Produktinnovation auf alle Fälle freuen kann: Wir werden 2022 – selbstverständlich nur, wenn es die Situation zulässt – viele Events veranstalten, bei denen man nicht nur uns kennenlernen, sondern sehr viel praktisches Know-how mit nach Hause nehmen kann. In Hüfingen im Schwarzwald, der Heimat von five, bauen wir gerade eine völlig neue Trainingsund Schulungswelt auf, in der wir unser Wissen der Branche zentralisiert vermitteln möchten. Wir wollen Fitness- und Gesundheitstraining einfach machen – für alle. Das sind doch gute Aussichten! Vielen Dank für das Interview.

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DSSV | INTERVIEW

Prof. Dr. Thomas Wessinghage und Ralf Capelan unterstützen den DSSV-Vorstand

DER DSSV VERSTÄRKT SEIN TEAM Text: Florian Schmidt

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m Winter 2021/2022 hat sich die Lage der Fitness- und Gesundheitsbranche erneut zugespitzt. Verschärfte Auflagen sowie Zugangsbeschränkungen durch 3G-, 2G- und 2G-plus-Regelungen stellen die Unternehmen vor neue Herausforderungen. Um die Branche in dieser Krise bestmöglich zu begleiten, hat sich der DSSV e. V. als Europas größter Arbeitgeberverband für die Fitness-Wirtschaft tatkräftige Unterstützung geholt. Neben dem Vorstand, der Geschäftsstelle sowie den Ausschüssen werden der Mediziner und ehemalige Leichtathlet Prof. Dr. Thomas Wessinghage, der als Europameister 1982 über 5.000 Meter und als 22-maliger Deutscher Meister neue sportliche Maßstäbe setzte, sowie der Diplom-Betriebswirt und Branchenexperte Ralf Capelan ab 2022 den Verband verstärken. fitness MANAGEMENT international (fMi) hatte die Möglichkeit, mit den beiden sowie mit Florian Kündgen, dem stellvertretenden Geschäftsführer des DSSV, ein Exklusivinterview über die zukünftigen Pläne zu führen.

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Prof. Dr. Thomas Wessinghage

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fMi: Die neuen Regelungen wie 2G oder 2G plus stellen die Branche vor große Herausforderungen. Wie sind die Rückmeldungen, die Sie von den Fitnessstudios bzw. Ihren 3.000 DSSV-Mitgliedern bekommen? Florian Kündgen: Die Lage ist ernst und sehr angespannt. Nachdem die Fitness- und Gesundheits-Anlagen noch Anfang November wichtige Neumitgliedschaften schreiben und zumindest halbwegs optimistisch in die Zukunft blicken konnten, herrscht aktuell innerhalb der Branche wieder große Unsicherheit und die Existenzangst vieler Unternehmen nimmt wieder zu. In diesen turbulenten und unsicheren Zeiten sehen sich die fast 9.600 deutschen Fitness- und Gesundheits-Anlagen mit wachsenden Herausforderungen und Problemen konfrontiert. Durch das am 24. November 2021 in Kraft getretene neue Infektionsschutzgesetz, die zunehmenden Verschärfungen der Corona-Regeln auf Bundes- wie auf Landesebene und die fast wöchentlich wechselnden Auflagen sind die Fragezeichen und Sorgen bei vielen Fitness- und Gesundheitsbetrieben aktuell sehr groß. Das zeigt sich vor allem auch an den vielen Rückfragen und Anrufen, die die DSSV-Geschäftsstelle in den letzten Wochen verzeichnen konnte: Das ohnehin schon hohe Aufkommen an Telefongesprächen hat sich seitdem noch einmal mehr als verdoppelt. Wir erhalten täglich zwischen 120 und 150 Anrufe von verunsicherten und teils auch zurecht verärgerten Mitgliedern, die um ihre Existenz fürchten und gezielt die kompetente Hilfe der DSSV-Expert:innen und -Juristinnen suchen. Im Rahmen seiner Verbandsarbeit engagiert sich der DSSV deshalb gerade in dieser Krise unermüdlich und vertritt die Interessen der Branche gegenüber wichtigen Entscheidungsträger:innen aus der Politik. Der intensive Kontakt zu und der direkte Austausch mit dem Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) bzw. dem Bundesfinanzministerium (BMF) hat beispielsweise dazu geführt, dass auf Drängen des DSSV die Überbrückungshilfen für Unternehmen verlängert (Überbrückungshilfe IV) sowie weiter aufgestockt und zusätzlich das Antragsverfahren vereinfacht wurde. Mit Prof. Dr. Thomas Wessinghage und Ralf Capelan hat sich der DSSV prominente Unterstützung ins Team geholt. Was waren die Beweggründe hierfür? Florian Kündgen: Der regelmäßige Austausch im Vorstand und mit den unterschiedlichen DSSV-Ausschüssen hat in der Vergangenheit schon sehr gut funktioniert und wertvolle Ergebnisse hervorgebracht. Angesichts wachsender Herausforderungen und den Erfahrungen der letzten Monate müssen wir die zentrale Rolle der Fitnessund Gesundheitsstudios im Kontext der Volksgesundheit gegenüber der Politik und Gesellschaft noch prominenter vertreten und in den Köpfen der Entscheidungsträger:innen fest verankern.

Ralf Capelan

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Mit Prof. Dr. Thomas Wessinghage haben wir einen führenden Fach- und Branchenexperten an unserer Seite, der uns bei diesem Vorhaben mit seiner Expertise tatkräftig und vor allem fachkundig unterstützen kann. Als renommierter Facharzt und Mediziner genießt er hohe Wertschätzung und ist in wichtigen relevanten Medizin- und Präventionsnetzwerken vertreten. Gleichzeitig ist er auch innerhalb der Branche und der

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DSSV | INTERVIEW Gesundheitspolitik bestens vernetzt. Durch die noch engere Zusammenarbeit mit ihm versprechen wir uns hier wertvolle Synergieeffekte sowie neue Chancen, um die gesundheitsrelevante Rolle der Branche weiter zu untermauern. Aufgrund der immer komplexer werdenden Anforderungen im Rahmen der Unternehmensführung hat der DSSV auch im Bereich Management sein Team verstärkt. Mit Ralf Capelan, der uns seit Jahren bei der Durchführung und Veröffentlichung unserer Studie „Eckdaten der deutschen Fitness-Wirtschaft“ kompetent unterstützt, konnten wir einen weiteren wichtigen Partner gewinnen. Mit seiner langjährigen Branchenerfahrung als Unternehmensberater bringt der BWL-Experte und Dozent an der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement (DHfPG) hier wertvolle ökonomische Expertise mit, von der die DSSV-Mitglieder langfristig profitieren werden. Lieber Herr Prof. Dr. Wessinghage, lieber Herr Capelan, nach dieser ausführlichen Einleitung folgt nun die Frage an Sie, warum Sie sich entschieden haben, diese neue Aufgabe zu übernehmen? Prof. Dr. Thomas Wessinghage: Aufgrund meiner unterschiedlichen beruflichen Tätigkeiten als Mediziner sowie meiner Rolle als Prorektor für Hochschulentwicklung und Transfer an der DHfPG sind die Themen Fitness, Gesundheit und Prävention von jeher wichtige Eckpfeiler in meinem Leben. Ich bin seit Jahren mit der Branche und auch mit dem DSSV als Dachverband eng verbunden und die schwere „Gesundheitshypothek“ der Corona-Pandemie macht mir ernsthafte Sorgen. Die anhaltende Pandemie stellt uns im Rahmen der Volksgesundheit vor immense Herausforderungen: Diverse Zivilisationskrankheiten, wie u. a. Rückenschmerzen, Adipositas, Diabetes, Bluthochdruck, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Depressionen, werden durch die Krise begünstigt und die Fallzahlen sind auf einem absoluten Rekordhoch. Die beiden harten Lockdowns und die Einschränkungen haben dazu geführt, dass sich die Situation um den akuten Bewegungsmangel

Prof. Dr. Thomas Wessinghage Der Facharzt für Orthopädie sowie für Physikalische und Rehabilitative Medizin, mit der Zusatzbezeichnung „Sportmedizin“, ist Prorektor der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement (DHfPG). Im Laufe seiner ärztlichen Karriere hatte er u. a. verschiedene Führungspositionen in großen Rehakliniken inne und war zuletzt als Ärztlicher Direktor und Chefarzt der Medical Park Kliniken im Tegernseer Tal tätig. Im Juli 2008 wurde ihm der Professorentitel der DHfPG im Fachbereich Fitnesstraining, Studiengebiet Medizin/Trainingswissenschaften verliehen. Weltruhm erlangte er als Ausnahmeathlet: Unter anderem wurde er 1982 Europameister über 5.000 Meter in Athen und siegte in 22 Deutschen Meisterschaften. Er stellte eine Vielzahl europäischer Rekorde auf – zwei deutsche Bestzeiten über 1.500 und 2.000 Meter sind bis heute ungebrochen. Zu den Themen Laufen und Ernährung ist er ein gefragter Experte z. B. für Seminare und Publikationen.

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innerhalb der Bevölkerung nochmals deutlich verschärft hat. All das sind deutliche Alarmsignale, die zeigen, wie ernst die Lage ist. Aus meiner Sicht ist es hier „fünf nach Zwölf“. Angesichts dieser negativen Entwicklungen ist es umso wichtiger, den Menschen gerade jetzt zielführende, niederschwellige und jederzeit frei zugängliche Präventionsangebote in den Anlagen bereitzustellen, damit sie wieder „in Bewegung“ kommen und sich dort fit halten können. Zukünftig möchte ich mich gemeinsam mit dem DSSV noch mehr dafür einsetzen, dass die zentrale gesundheitsrelevante Rolle der Branche in den Fokus der Gesellschaft und Politik rückt. Dafür wollen wir vermehrt aufklären und uns auch gezielt enger mit Institutionen wie dem Deutschen Ärztebund vernetzen. Durch eigene Kampagnen sowie durch die Unterstützung von branchenübergreifenden Kooperationsprojekten wie „Exercise is Medicine“ wollen wir so gemeinsam für einen positiven Imagewandel und eine deutliche Akzeptanzsteigerung der Branche sorgen. Denn eines ist klar: Mit ihrem professionellen Angebot und ihrer qualifizierten Betreuung sind die Fitness- und Gesundheitsstudios weit mehr als nur eine bloße Freizeitbeschäftigung und sollten deshalb im Rahmen einer ganzheitlichen Public-Health-Strategie konsequent berücksichtigt und umfassend miteinbezogen werden! Ralf Capelan: Durch meine Arbeit als selbstständiger Unternehmensberater sowie meine Beratertätigkeit im Kontext der jährlich erscheinenden Eckdaten-Studie von DSSV, Deloitte und der DHfPG stehe ich im ständigen Austausch mit Studiobetreiber:innen und kenne die Probleme, Bedürfnisse und Herausforderungen der Branche nur allzu gut. Diese Erfahrungen möchten wir künftig noch gezielter und effektiver in die Verbands- und Gremienarbeit des DSSV integrieren. Ich freue mich auf diese spannende und fordernde Aufgabe und bin mir sicher, dass wir für die DSSV-Mitglieder bzw. für die gesamte Branche so langfristig noch bessere Hilfestellung, Unterstützung und einen größtmöglichen Know-howTransfer gewährleisten können. Unser oberstes Ziel ist es, den Unternehmen nach den schwierigen „Corona-Jahren“ 2020 und 2021 mit praxisnahen Workshops und Seminaren in den nächsten Monaten dabei zu helfen, die Betriebe zukunftssicher und wirtschaftlich gesund aufzustellen und die Krise erfolgreich zu meistern. Herr Capelan, welche Tätigkeiten werde Sie dabei genau übernehmen? Ralf Capelan: Zukünftig werde ich mich mit dem DSSV und seinen Mitarbeitenden noch stärker um alle relevanten ökonomischen Fragestellungen und kaufmännischen Themen kümmern, die für Studiobetreiber:innen in diesen turbulenten Zeiten von wachsender Bedeutung sind. Das umfasst vor allem auch die immer komplexer werdenden und sich ständig verändernden Rahmenbedingungen rund um die Corona-Überbrückungshilfen, Ausgleichszahlungen und vieles mehr. In der Unternehmenspraxis sehen sich die Betriebe gerade hier mit zunehmenden bürokratischen Hürden, vielen Unsicherheiten und diversen rechtlichen Schwierigkeiten konfrontiert und brauchen unsere Unterstützung. In Kooperation mit dem zuständigen DSSV-Sachverständigengremium und dem DSSVJuristinnenteam möchten wir in den nächsten Wochen zum fitness MANAGEMENT international

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einen durch gezielte Aufklärung und praxisnahe Hilfestellungen für noch mehr Transparenz und Klarheit sorgen. Zum anderen wollen wir gleichzeitig auch an branchenspezifischen Kompensationsleistungen für 2022 arbeiten, damit die Interessen der Branche bestmöglich gewahrt und gegenüber der Politik und zentralen Entscheider:innen noch besser vertreten werden können. Wie bewerten Sie die aktuellen Entwicklungen der Branche, auch im Hinblick auf die Entscheidungen der Politik? Prof. Dr. Thomas Wessinghage: Angesichts steigender Infektionszahlen im November und Dezember 2021 waren erneute behördliche Einschränkungen und Kontaktbeschränkungen vonseiten der Politik zu erwarten. Meines Erachtens waren bzw. sind diese Lösungen deutlich zu kurz gegriffen und schaffen neue Probleme – besonders im Hinblick auf die Fitness- und Gesundheits-Anlagen, die deutliche Eintrittsbeschränkungen im Rahmen von 3G, 2G und 2G plus bis hin zu regionalen Schließungen der Studios akzeptieren müssen. Die umfangreichen Ergebnisse der DHfPG-Corona-Studien und auch zahlreiche nationale wie internationale Vergleichszahlen belegen eindeutig, dass die anhaltende Pandemie die Bevölkerung mental und physisch zusehends schwerer belastet. Im Schnitt haben die Deutschen seit der Krise beispielsweise etwa fünf Kilogramm zugenommen und Rückenleiden sind aufgrund von Homeoffice und Co. auf einem absoluten Rekordniveau. Es ist definitiv nicht von der Hand zu weisen, dass die Pandemie die Entstehung von diversen Zivilisationskrankheiten kurz-, mittel- und langfristig deutlich begünstigt und zwangsläufig zu akutem Bewegungsmangel und vermehrter Inaktivität führt. Das zeigt sich u. a. auch darin, dass die Trainingshäufigkeit in den letzten Monaten aufgrund der langen Schließungsperiode und den erschwerten Zutrittsbedingungen erheblich abgenommen hat. Bedenkt man, dass insbesondere den Fitness- und Gesundheits-Anlagen im Kampf gegen den Bewegungsmangel und die unterschiedlichen Zivilisationskrankheiten erwiesenermaßen eine entscheidende Rolle zukommt, sind diese Entscheidungen aus meiner Sicht im Sinne eines ganzheitlichen PublicHealth-Verständnisses nicht nachvollziehbar, auch aufgrund des ebenfalls nachweislich geringen Infektionsrisikos in den Studios sowie der umfassenden Hygiene- und Sicherheitsmaßnahmen vor Ort. Das gesundheitsorientierte Fitnesstraining bietet hier im Rahmen der Prävention vielfältige Vorteile und senkt nicht nur das Risiko der Entstehung solcher Erkrankungen, sondern schützt auch aktiv vor schweren Verläufen bei einer Infektion mit COVID-19. Deshalb sollte seitens der politischen Entscheidungsträger:innen zeitnah ein Umdenken erfolgen, wenn man die „Gesundheitshypothek“ nicht weiter anwachsen lassen und wertvolles Präventionspotenzial vergeuden möchte. Das ist die eigentliche Herausforderung, vor der wir aktuell stehen und dafür werden wir uns in den nächsten Monaten gemeinsam mit dem DSSV und seinen Partner:innen auf gesellschaftlicher und politischer Ebene weiter aktiv einsetzen. Ralf Capelan: Für die Studios haben die bundesweit behördlich angeordneten Schließungen 2020 und 2021 und 01/22

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die verschärften Auflagen der letzten Monate zu erheblichen Mitgliederverlusten, finanziellen Einbußen bzw. deutlichen Mehrkosten, z. B. aufgrund von Testangeboten sowie hohen Investitionen in Hygienemaßnahmen, Luftfilteranlagen, Einlasssysteme und digitale Kursangebote, geführt. Diese werden die Betreiber:innen noch über Jahre wirtschaftlich beschäftigen und fordern. Gleichzeitig haben viele Betriebe bisher keine oder nur unzureichende finanzielle Entlastungen erhalten und warten nach wie vor auf wichtige zugesicherte Überbrückungshilfen. Auf Dauer ist diese Situation so für die Betriebe nicht mehr tragbar, denn die finanziellen Reserven sind aufgebraucht und es besteht akuter Handlungsbedarf. Fakt ist: Die Betriebe haben in dieser schwierigen Phase knapp ein Viertel der Mitglieder verloren. Ebenfalls ist das für die Branche so wichtige Neukund:innengeschäft aufgrund der unsicheren Lage und der aktuellen Auflagen vielerorts erneut zum Erliegen gekommen. Das genaue Ausmaß der Pandemie lässt sich gegenwärtig zwar nur schwer abschätzen, aber wir versprechen uns von der laufenden Eckdaten-Umfrage zum Geschäftsjahr 2021 wertvolle neue Erkenntnisse. Umso wichtiger ist es, den Fitness- und Gesundheitsunternehmen gerade jetzt seitens der Politik Perspektiven und umfassende finanzielle Unterstützung zu bieten. Hier ist die neue Regierung gefordert, den Betreiber:innen unkompliziert und zeitnah entsprechende Lösungen anzubieten, um diese Verluste adäquat auszugleichen. Damit die Studios ihrem „Gesundheitsauftrag“ wieder uneingeschränkt nachkommen und mit ihren professionellen Dienstleistungen die Folgekosten für die Kranken- und Pflegeversicherungen im Rahmen der Prävention aktiv senken können, muss hier deutlich nachgebessert werden! Damit dies schnell und vor allem effizient geschieht, hat der DSSV bereits die Initiative ergriffen und Kontakt zur neuen Regierung sowie zu den für die Branche relevanten neuen Ministerien aufgenommen.

Ralf Capelan Der Diplom-Betriebswirt und M. A. Gesundheitsmanagement ist Dozent, Autor und Tutor an der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement (DHfPG) und der BSAAkademie. Ralf Capelan studierte im Anschluss an seine Ausbildung zum Bankkaufmann Betriebswirtschaftslehre an der FH in Düsseldorf mit den Schwerpunkten Marketing, Unternehmensführung und Controlling. Nachdem er viele Jahre in einer der größten Unternehmensberatungen im Fitness- und Freizeitmarkt sowie als Mitglied der Geschäftsleitung in zwei führenden Fitnessketten tätig war, gründete er sein eigenes Beratungsunternehmen. Im Jahr 2001 wurde Ralf Capelan von der IHK zum öffentlich bestellten und vereidigten Sachverständigen ernannt. Seit 2014 gehört er zum festen Autor:innenteam der „Eckdaten der deutschen Fitness-Wirtschaft“.

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DSSV | INTERVIEW Wie sehen die übergeordneten DSSV-Ziele für die Zukunft aus? Florian Kündgen: Unser erstes Ziel ist es, die gesundheitsrelevante Rolle der Fitness- und Gesundheitsbranche weiter zu festigen und die Brancheninteressen gegenüber der Politik, Wirtschaft und Gesellschaft bestmöglich zu vertreten. Hier gibt es noch viel zu tun, damit langfristig ein Umdenken stattfinden und die Branche weiterwachsen kann. Als Europas größter Arbeitgeberverband für die Fitness-Wirtschaft werden wir deshalb auf nationaler wie internationaler Ebene weiter konsequent agieren und uns mit konkreten Forderungen und Konzepten unermüdlich für die Belange und Interessen unserer Mitglieder einsetzen. Prof. Dr. Thomas Wessinghage: Dem kann ich mich nur anschließen. Durch verstärkte Medien- und Aufklärungsarbeit, gezieltes Lobbying sowie neue Netzwerke wollen wir der Branche so langfristig zu noch mehr Akzeptanz und Wertschätzung verhelfen. Die deutschen Fitness- und Gesundheitsstudios und ihre Mitarbeitenden leisten im Rahmen der Prävention täglich einen wichtigen Beitrag zur Volksgesundheit, den man nicht hoch genug wertschätzen kann. Diesen Weg sollten wir konsequent weiterverfolgen und mit unseren qualifizierten Angeboten noch mehr Menschen für einen aktiven und gesunden Lebensstil begeistern! Ralf Capelan: Damit die Fitness- und Gesundheitsunternehmen zukunftssicher planen können, braucht es vonseiten der Politik mehr finanzielle Unterstützung und größeren wirtschaftlichen Rückhalt. Allein aus gesundheitsökonomischer Sicht sollten die entsprechenden Akteur:innen hier zukünftig noch enger zusammenarbeiten, damit Krankheitskosten durch gezielte Präventionsangebote gesenkt werden können und das Gesundheitssystem so langfristig deutlich entlastet werden kann.

Florian Kündgen Florian Kündgen ist stellvertretender Geschäftsführer des DSSV e. V. Des Weiteren arbeitet er als Dozent für die Deutsche Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement (DHfPG) im Fachbereich Management. Zusätzlich wirkt er an verschiedenen Marktstudien wie beispielsweise den „Eckdaten der deutschen Fitness-Wirtschaft“ mit. Als freier Mitarbeiter ist er im Bereich Unternehmensbewertungen und Wirtschaftlichkeitsberechnungen von Fitness- und Gesundheits-Anlagen sowie im Bereich der steuerlichen und betriebswirtschaftlichen Beratung tätig. Im Rahmen seiner akademischen Ausbildung hat er ein betriebswirtschaftliches Studium (Master of Science) mit den Schwerpunkten in Sanierungs- und Turnaround-Management sowie Mergers & Acquisitions absolviert.

Welchen konkreten Ratschlag würden Sie den Betreiber:innen dabei mit auf den Weg geben? Ralf Capelan: Wir können alle Verantwortlichen nur motivieren und ermutigen, sich trotz der schwierigen aktuellen Situation nicht verunsichern zu lassen und den Weg der Professionalisierung konsequent weiterzuverfolgen. Hier gilt es, zusammen mit dem DSSV an einem Strang zu ziehen und sich weiter auf allen politischen, gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Ebenen aktiv für unsere gemeinsamen Ziele zu engagieren. Mit hohen Qualitäts- und Qualifikationsstandards können wir langfristig dafür sorgen, dass wir als Branche gesamtgesellschaftlich als professionelle Gesundheitsdienstleistungsunternehmen noch deutlicher wahrgenommen werden und endlich die Wertschätzung erhalten, die wir verdient haben. Wer hier auf Qualitätsangebote statt Preiskampf setzt, seinen Mitgliedern durch innovative Lösungen neue Mehrwerte schafft und ihnen dabei hilft, gesund zu bleiben, wird sich im Markt langfristig behaupten und wird vom gestiegenen Gesundheitsbewusstsein profitieren. Können Sie eine Prognose für die weitere Entwicklung der Branche abgeben? Prof. Dr. Thomas Wessinghage: Ich bin der festen Überzeugung, dass die Fitness- und Gesundheitsstudios trotz der Krise sehr optimistisch in die Zukunft blicken können. Der Präventionsbedarf war noch nie so groß wie heute und das eröffnet der gesamten Branche neue Chancen und Möglichkeiten. Die Corona-Pandemie hat die Themen Gesundheit und Prävention gesamtgesellschaftlich deutlich mehr in den Fokus gerückt: Die Bevölkerung ist sensibilisiert und das Gesundheitsbewusstsein – egal, ob im privaten, beruflichen oder im sozialen Bereich – ist merklich angestiegen. Aktuelle Branchenumfragen zeigen, dass die Menschen mehr denn je professionelle Unterstützung brauchen, diese aktiv suchen und auch bereit sind, in die eigene Gesundheit sowie in präventive Angebote künftig mehr Geld zu investieren. Mit ihren individuellen Lösungen und ihrer umfassenden, qualifizierten Betreuung sind die Studios für unterschiedliche Zielgruppen und Generationen die perfekten Partner, um sich körperlich wie mental effektiv fit und gesund zu halten. All das sind relevante Gründe, weshalb wir nicht verzagen, den Blick nach vorne richten und die Branche gemeinsam weiter voranbringen sollten! fitness MANAGEMENT international

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Foto: DHfPG/BSA

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Was können die Betreiber:innen von Fitness- und Gesundheitsanlagen tun, um diese Ziele zu unterstützen? Florian Kündgen: Damit diese Ziele auch erreicht werden, setzen wir auf die Unterstützung der Betreiber:innen und den intensiven Austausch mit ihnen. Denn nur wenn alle Beteiligten in ihrer täglichen Arbeit sensibel mit diesen wachsenden Herausforderungen umgehen und aktiv ihren Beitrag leisten, kommen wir unseren Zielen einen wichtigen Schritt näher und sorgen für ein Umdenken. Gemäß dem Motto „Steter Tropfen höhlt den Stein“ gilt es, in der Praxis auch im Austausch mit regionalen und kommunalen Institutionen möglichst professionell zu agieren und aktiv den Dialog zu suchen. Hier werden wir den DSSV-Mitgliedern in den kommenden Wochen durch entsprechende Seminare, Checklisten und vieles Weitere wertvolle Hilfestellungen bieten.


www.ks-einrichtungen.de


DSSV | VERBANDSARBEIT

Willkommen im „Verordnungsdschungel“

16 Bundesländer, 16 Verordnungen Text: Annika Hundt

27. Januar 2020: Ein Mann aus dem Landkreis Landsberg am Lech in Bayern hat sich mit dem Coronavirus infiziert. Das Virus hat Deutschland erreicht. Auf der Bundespressekonferenz am 11. März 2020 erklärte der damalige Gesundheitsminister Jens Spahn, dass das Zusammenleben trotz Pandemie weiter funktionieren müsse: „Deshalb gilt es immer, die Balance zu halten – zwischen Einschnitten und dem Alltag“. Knapp zwei Jahre später steckt Deutschland immer noch mitten in der Pandemie – mit erschreckenden Fallzahlen. Die Politik hat wenig aus ihren Fehlern gelernt, weiterhin gibt es keine einheitlichen Regelungen für Fitness- und Gesundheits-Anlagen, die stark unter den zwei Lockdowns gelitten haben. Eine Bestandsaufnahme.

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Chronologie der Ereignisse Über 680 Tage sind vergangen, seit Sachsen und Hessen am 13. März 2020 die ersten Verordnungen veröffentlichten. Auf den Websites der Landesregierungen wurde jeweils die Rubrik „Corona“ sowie eine eigens dafür vorgesehene Hotline eingerichtet. Von der abrupten Schließung der Fitness- und Gesundheits-Anlagen wurde die Branche komplett überrascht und vor vollendete Tatsachen gestellt. In den Betrieben herrschten Chaos und Ungewissheit. Ordnungs- und Gesundheitsämter sowie Landesregierungen

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Grafik: piixypeach – stock.adobe.com

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b dem 22. März 2020 mussten die ersten Fitnessund Gesundheits-Anlagen aufgrund behördlicher Anordnung schließen, bundesweit galten strenge Ausgangs- und Kontaktbeschränkungen. Zunächst angedacht für vier Wochen. Was darauf folgte, war ein Wirrwarr aus Coronaschutzverordnungen, der unsere tägliche Verbandsarbeit bis heute bestimmt. 16 Bundesländer – 16 unterschiedliche Verordnungen, es folgt ein Überblick über den deutschen „Dschungel“ an Verordnungen.


und Ministerien wurden mit Nachfragen „bombardiert“, die Telefonleitungen dauerhaft belegt. Damit hatte niemand gerechnet. Im bis dato weitgehend unbekannten Infektionsschutzgesetz wurde verzweifelt nach Lösungen gesucht. Es dauerte Tage, manchmal Wochen, bis arbeits-, vertragsund steuerrechtliche Fragen von behördlicher Seite bearbeitet wurden. Einige Themen sind bis heute ungeklärt. In der Hauptgeschäftsstelle des DSSV liefen die Telefone zu Fragen rund um das Vertrags- und Arbeitsrecht heiß: Sollen die Beiträge trotz Schließung weiter abgebucht werden? Können Rehamaßnahmen sowie medizinisch verordnete Funktionstrainings weiter durchgeführt werden? Haben Mitglieder einen Anspruch auf das Sonderkündigungsrecht? Darf ich für meine Mitarbeiter:innen Urlaub anordnen oder sie in Kurzarbeit schicken? Können Trainer:innen sich im Studio aufhalten, um Online-Kurse zu geben? Und ganz wichtig: Wer ersetzt mir den entstehenden finanziellen Schaden? Der erste Lockdown endete, als am 11. Mai 2020 in Nordrhein-Westfalen die Fitnessstudios wieder öffnen durften. In Bayern mussten die Mitglieder noch bis zum 8. Juni 2020 auf ihr Training warten. Die Studios sind seitdem wieder geöffnet, aber es gibt strenge Hygiene- und Abstandsregeln. Die Inhaber:innen müssen ein Hygienekonzept vorlegen und regelmäßig für den Austausch der Raumluft sowie für die Desinfektion der Geräte sorgen. Was damals bereits auffällt: Jedes Bundesland hat seine eigene Verordnung und individuelle Auflagen für jeden Bereich. Ein wahrer „Dschungel“ an Vorschriften. Nicht nur für Laien, auch für Jurist:innen und Behördenmitarbeiter:innen waren und sind die Verordnungen oftmals zu kompliziert verfasst und einige Punkte sind – auch heute noch – Auslegungssache. Als Arbeitgeberverband deutscher Fitness- und Gesundheits-Anlagen ist es unsere Aufgabe, stets den Überblick über alle 16 Bundesländer zu behalten und die Branche über die aktuellen Auflagen zu informieren. Wir fragen: Warum werden keine einheitlichen Rechtsgrundlagen geschaffen?

Déjà-vu im Herbst und Frühling Die Inzidenzen stiegen nach dem Ende der Sommerferien kontinuierlich an. Im Oktober verständigten sich Bund und Länder auf neue Eindämmungsregeln. Am 2. November mussten die Fitness- und Gesundheits-Anlagen wieder bundesweit schließen. Erneuter Lockdown. Ein Lockdown, der laut der damaligen Bundeskanzlerin Angela Merkel den Deutschen das Weihnachtsfest und schließlich Ostern retten sollte. Am Ende dauerte der Lockdown über 180 Tage. Trotz der Hoffnung, dass die Politik aus den letzten Monaten gelernt hat, blieb alles wie gehabt: 16 Länder, 16 Verordnungen – Willkommen zurück im „Verordnungsdschungel“! Nach über 180 Tagen im Lockdown öffneten die Fitness- und Gesundheits-Anlagen in den ersten Bundesländern im Mai 2021. Im Juni zogen auch die letzten Bundesländer nach. Zunächst blieb vielen Betreiber:innen nur die Möglichkeit, Outdoortraining anzubieten. Erneut entstand ein großes Wirrwarr: Während beispielsweise im Saarland 35 Personen an einem Kurs teilnehmen durften, waren es in Niedersachsen 60. Warum durfte in Nordrhein-Westfalen eine Person auf sieben Quadratmetern trainieren, aber in Rheinland-Pfalz auf drei Quadratmetern? Im Durchschnitt veröffentlichten die Bundesländer 2,5 Verordnungen pro 01/22

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Monat. Selbst die Landesregierungen änderten den Titel irgendwann von „Dreizehnte Coronaschutzverordnung“ nur noch zu „Coronaschutzverordnung“. Im E-Mail-Postfach des DSSV fanden sich über 2.250 E-Mails zu Änderungen der Coronaschutzverordnung, die alle geprüft, bearbeitet und auf der Internetseite aufbereitet zur Verfügung gestellt werden mussten.

„Corona-Winter“: alle Jahre wieder? Mitte Dezember 2021: Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz liegt bei über 350 und variiert stark in den einzelnen Bundesländern. Bund und Länder haben erneut verschärfte Maßnahmen eingeführt. In allen Bundesländern gilt für den Besuch von Fitness- und Gesundheits-Anlagen 2G oder 2G plus. Sachsen ist im Lockdown und in Bayern müssen Studios in Hotspot-Regionen (Inzidenz über 1.000) schließen. Wieder fehlen einheitliche Vorgaben. Das zeigt sich exemplarisch am Umgang mit dem Antigen-Schnelltest-Nachweis für 2G plus. Mancherorts ist ein Nachweis erlaubt, der von den Mitgliedern selbst vor Ort unter Aufsicht durchgeführt wird. Anderswo muss er von geschultem Personal durchgeführt werden oder aus einem Testzentrum stammen und auch da werden die Schlangen von Tag zu Tag länger. Ausnahmen gibt es vereinzelt für Mitglieder, die bereits ihre Auffrischungsimpfung, den „Booster“, erhalten haben. Mancherorts ersetzt ein Nachweis über die Auffrischungsimpfung den Antigen-Schnelltest, aber auch hier gibt es keine flächendeckende Lösung. Und dabei bleibt es nicht. Sogar bei den Ausnahmen für Minderjährige variiert die Altersgrenze je nach Bundesland zwischen 16 und 18 Jahren. In Rheinland-Pfalz brauchen Jugendliche zwischen 12 und 17 Jahren einen tagesaktuellen, negativen Testnachweis, in Hessen müssen Schüler:innen ihr Testheft vorweisen, anderswo reicht ein Schüler:innenausweis. Seit dem 25. November gilt flächendeckend 3G am Arbeitsplatz. Nur Bayern hat wieder eigene Regeln. Wer weder genesen noch geimpft ist, muss hier an zwei nicht aufeinanderfolgenden Tagen pro Woche einen PCR-Test vorweisen. Die Kosten belaufen sich auf 70 bis 120 Euro und die Nachfrage ist hoch, sodass das Ergebnis nicht immer nach 24 Stunden abrufbar ist. Wer trägt die Kosten? Unklar. Außerdem dürfen hier nur 25 Prozent der maximalen Studiokapazität genutzt werden – ein wirtschaftliches Desaster für alle Studioinhaber:innen. Abzuwarten bleibt, welche Regeln im Jahr 2022 auf die Fitness- und Gesundheits-Anlagen zukommen. Eins ist sicher: Einheitlich wird es sicherlich nicht werden, das Wirrwarr geht weiter, auch im Jahr 2022.

Fazit

Der DSSV bietet der gesamten Branche seit über zwei Jahren einen umfangreichen und permanenten Informationsservice über die aktuellen Geschehnisse während der Corona-Krise. In vielen Gremien und Ausschüssen erhielt der DSSV als Vertreter der Branche großen Zuspruch für die Priorisierung der Fitness- und Gesundheits-Anlagen. Wir werden uns weiterhin täglich unermüdlich für die Belange der Studios auf Bundes- und Länderebene einsetzen. Weitere Informationen unter: www.dssv.de

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DSSV | KOOPERATION

Interview mit Silvana Steffens, DAK-Gesundheit Kooperationsvertrieb

DSSV und DAK-Gesundheit kooperieren Der DSSV e. V. hat mit der DAK-Gesundheit eine Kooperation vereinbart. Silvana Steffens aus dem Kooperationsvertrieb der DAK-Gesundheit erläutert im Interview mit fitness MANAGEMENT international die Perspektiven der Kooperation sowie die Vorteile und Chancen, die sich für DSSV-Mitglieder daraus ergeben.

fMi: Die DAK-Gesundheit hat mit dem DSSV eine Kooperationsvereinbarung geschlossen. Welchen Stellenwert haben Ihrer Meinung nach die Fitness- und Gesundheits-Anlagen heutzutage für die Gesunderhaltung der Menschen? Silvana Steffens: Es gibt viele Gründe, warum immer mehr Sportinteressierte die Fitness- und Gesundheits-Anlagen nutzen. Ihre Ziele sind beispielsweise die Gewichtsreduktion, der Muskelaufbau, aber auch die sozialen Kontakte. Der Fitnesssport ist in unserer Gesellschaft so gegenwärtig wie nie zuvor! Den sogenannten Zivilisationskrankheiten, wie z. B. Adipositas, Herz-Kreislauf-Beschwerden oder Diabetes Typ 2 kann mit einem gezielten Fitnesstraining vorgebeugt werden.

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Die DAK-Gesundheit bietet ihren Versicherten umfangreiche Präventionsangebote in den verschiedenen Handlungsfeldern an. Das gehört u. a. zu den originären Aufgaben der DAK-Gesundheit als Krankenkasse. Darüber hinaus möchten wir aber auch sportliche Aktivitäten unserer Versicherten belohnen und Anreize zu mehr Bewegung schaffen. Hierfür stehen unseren Versicherten umfangreiche Bonusprogramme zur Verfügung. Zudem gibt es weitere Möglichkeiten, um über Betreiber:innen von Fitness- und Gesundheits-Anlagen sportliche Aktivitäten zu fördern. Was können Sie als DAK-Gesundheit gerade in dieser herausfordernden Zeit den Mitgliedsunternehmen des DSSV anbieten? Wovon profitieren diese? Viele Unternehmen der Fitness- und Gesundheitsbranche hafitness MANAGEMENT international

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Foto: pompixs – stock.adobe.com

Warum engagiert sich die DAK-Gesundheit im Bereich der Fitness- und Gesundheits-Anlagen? Wie gerade beschrieben, haben die sportlichen Aktivitäten in Fitness- und Gesundheits-Anlagen sehr viele positive Effekte auf den Gesundheitszustand der Trainierenden. Ziel der DAK-Gesundheit ist es, diese sportlichen Aktivitäten zu fördern. Des Weiteren trainieren in Deutschland bereits mehr als

zehn Millionen Menschen in Fitness- und Gesundheits-Anlagen. Insofern erreichen wir über den DSSV als Verband eine sehr große Zielgruppe.


ben seit Beginn der Corona-Pandemie mit erheblichen wirtschaftlichen Herausforderungen zu kämpfen. Hier setzt ganz gezielt das DAK Business Consulting an und bietet verschiedenste Möglichkeiten an – u. a. im Bereich des Employer Branding, der Mitarbeiter:innenmotivation, in Form von Führungskräfteseminaren sowie durch die Steigerung der Resilienz, durch digitale Mitarbeiter:innengesundheit, Online-Coachings, Gesundheitstage und Boni für Durchführungen von Gesundheitsmaßnahmen. Gern erarbeiten wir mit den DSSV-Mitgliedsunternehmen weitere individuelle Angebote! Welche digitalen Möglichkeiten bieten Sie aktuell an? Die digitalen Angebote haben wir erheblich ausgeweitet und speziell auf die unterschiedlichsten Interessengruppen ausgerichtet. Die Entwicklung neuer Angebote ist sehr dynamisch und insofern ist eine abschließende Aufzählung nur schwer möglich. Darüber hinaus können digitale Angebote auch speziell an den unterschiedlichen Anforderungen bzw. Bedürfnissen in den jeweiligen Unternehmen ausgerichtet werden. Die Mitgliedsunternehmen des DSSV sind herzlich eingeladen, uns hierzu zu kontakten.

Bieten Sie den Arbeitgeber:innen finanzielle Anreize, wenn diese BGF- und BGM-Maßnahmen über die DAK-Gesundheit anbieten? Ziel ist es, im Rahmen der Betrieblichen Gesundheitsförderung, BFG, die Gesundheit der Mitarbeitenden zu fördern. Ein maßgeschneidertes Konzept wirkt sich nicht nur auf den Unternehmenserfolg, die Mitarbeiter:innengesundheit und auf die Attraktivität als Arbeitgeber:in aus, sondern kann auch mit bis zu 3.000 Euro im Rahmen des DAK Business Bonus gefördert werden.

Wie kommen die DSSV-Mitglieder an diese Angebote? Wir möchten diesen Prozess so einfach wie möglich gestalten. Die Mitgliedsunternehmen des DSSV finden meine persönlichen Kontaktdaten im Mitglieder-Login des DSSV. Gern können sie auch über die Verlinkung der DAK-Gesundheit auf der DSSV-Website mit uns in Kontakt treten.

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DSSV | RECHT

Neues Gesetz für faire Verbraucherverträge

Mitgliedsverträge jetzt anpassen Nur noch bis zum 28. Februar 2022 dürfen die bewährten Laufzeitverträge mit einer fixen Verlängerung für Mitgliedschaften in Fitnessstudios abgeschlossen werden. Mit Wirkung zum 1. März 2022 sind die gesetzlich zulässigen Laufzeiten und Kündigungsfristen durch das neue Gesetz für faire Verbraucherverträge erheblich geändert worden. Zum 1. Juli 2022 ist zudem ein sogenannter Kündigungsbutton auf der Studiowebsite einzurichten.

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Foto: Song_about_summer – stock.adobe.com

Text: Andrea Elbl


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och regelt das Bürgerliche Gesetzbuch (BGB) für Dauerschuldverhältnisse, worunter auch Fitnessstudioverträge fallen, dass eine Erstlaufzeit von maximal zwei Jahren zulässig ist. Eine stillschweigende Verlängerung darf jeweils maximal ein Jahr betragen und die maximale Kündigungsfrist beträgt drei Monate.

Rechte der Verbraucher:innen gestärkt Mit dem ab 1. März 2022 gültigen Gesetz für faire Verbraucherverträge werden derartige Laufzeiten und Kündigungsfristen zukünftig nicht mehr zulässig sein. Begründet wird das Gesetz damit, dass die Rechte der Verbraucher:innen gegenüber der Wirtschaft gestärkt werden sollen. Zukünftig sind nur noch Fitnessstudioverträge (Dauerschuldverhältnisse) mit folgenden Parametern zulässig:

Erstlaufzeit der Verträge Die Erstlaufzeit darf weiterhin maximal 24 Monate betragen. Diese Erstlaufzeit ist an keinerlei weitere Bedingungen geknüpft. Es muss weder ein Kündigungshinweis an das Mitglied kurz vor Ablauf erfolgen, noch muss ein Einjahresvertrag angeboten werden oder ähnliches. Die Kündigungsfrist zum Ende der Erstlaufzeit darf maximal einen Monat betragen.

Online-Kündigung auch für vor Ort abgeschlossene Verträge Die Regelungen zu der neu geschaffenen Kündigungsmöglichkeit auf der Website gelten hingegen auch für alle bis dahin über Websites abgeschlossenen Verträge. Das heißt, ab dem 1. Juli 2022 – wenn also der Kündigungsbutton Pflicht wird – muss auch für bereits heute elektronisch abgeschlossene Verträge die Möglichkeit angeboten werden, über die Website zu kündigen. Zusätzlich muss auch Mitgliedern, die ihren Vertrag vor Ort im Studio abgeschlossen haben, diese Kündigungsmöglichkeit über die Website eingeräumt werden!

Kein Abtretungsverbot in AGB Im neuen Gesetz für faire Verbraucherverträge wurden darüber hinaus weitere Neuerungen beschlossen: So kann das Recht von Verbraucher:innen, ihre Geldforderungen gegenüber Unternehmen an Dritte abzutreten, grundsätzlich nicht mehr in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) wirksam ausgeschlossen werden. Dies hat z. B. Relevanz in Bezug auf einige im Internet vertretene Firmen, die Rückforderungen an sich abtreten lassen, die aus Beiträgen von Trainierenden entstanden sind, die während der Lockdowns eingezogen worden waren.

Voraussetzungen für eine stillschweigende Verlängerung Eine stillschweigende Verlängerung des Fitnessstudiovertrages nach der Erstlaufzeit ist in Verträgen, die ab dem 1. März 2022 abgeschlossen werden, nur noch dann zulässig, wenn diese Verlängerung nur auf unbestimmte Zeit – also ohne eine feste weitere Laufzeit – erfolgt und dem Mitglied das Recht eingeräumt wird, das verlängerte Vertragsverhältnis (jederzeit) mit einer Frist von höchstens einem Monat zu kündigen.

Neu: der Kündigungsbutton Im neuen Paragraf 312k BGB wurde – insbesondere für online abgeschlossene Verträge – eine weitere Änderung vorgenommen: Wenn es Mitgliedern ermöglicht wird, über eine Website einen Vertrag im elektronischen Geschäftsverkehr zu schließen, muss das Studio sicherstellen, dass die Mitglieder auf dieser Website auch eine ordentliche oder außerordentliche Kündigung über eine Kündigungsschaltfläche abgeben können (Kündigungsbutton). Die Vorschrift zur Einrichtung eines Kündigungsbuttons gilt ab dem 1. Juli 2022. Besonders zu beachten ist: Falls auf der Website der vorgeschriebene Kündigungsbutton nicht fristgerecht eingerichtet wird, können Verbraucher:innen das Vertragsverhältnis jederzeit und ohne Einhaltung einer Kündigungsfrist kündigen.

Regelungen für bestehende Verträge Hinsichtlich der Laufzeiten und Kündigungsfristen gelten die bis zum Tag des Inkrafttretens abgeschlossenen Vereinbarungen weiter; es gibt keine rückwirkende Anwendung des Gesetzes. Wer also noch am 28. Februar 2022 einen Vertrag mit einer zweijährigen Laufzeit mit Verlängerungen von jeweils einem Jahr abschließt, kann diesen Vertrag fortführen, bis er gekündigt wird. 01/22

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Andrea Elbl, DSSV-Juristin Andrea Elbl war zwanzig Jahre lang als Rechtsanwältin in unterschiedlich ausgerichteten Kanzleien tätig, davon war sie dreizehn Jahre selbstständig. Seit März 2015 berät sie als Teil der Rechtsabteilung des DSSV in Hamburg die Mitglieder in Rechtsfragen, wobei ihr Schwerpunkt auf dem Fitnessstudiovertragsrecht liegt.

Zu allen rechtlichen Fragen rund um den Studioalltag bietet die Rechtsabteilung des DSSV im Rahmen einer bestehenden Mitgliedschaft die Möglichkeit, eine kostenlose rechtliche Erstberatung mit Einschätzung der Rechtslage zu erhalten, beispielsweise nach Erhalt einer Attestkündigung, zur Überprüfung von Vertragsklauseln oder zu arbeitsrechtlichen Themen. Tel.: 040 - 766 24 00, E-Mail: jurist@dssv.de

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DSSV | NEUE FÖRDERMITGLIEDER & MITGLIEDER

Der DSSV begrüßt –

Neue Fördermitglieder Der Name AURUM ist das Akronym für „Adaptive Resistance & Measurement“, dem einzigartigen Wertangebot des Unternehmens. Mit seinem Fokus auf Effektivität, Zeiteffizienz und Sicherheit strebt AURUM danach, den Goldstandard im Krafttraining und in der medizinischen Trainingstherapie einzuführen. Das innovative Trainingskonzept wurde 2018 entwickelt. Aus ihrer Zeit in der Merger & Acquisitions-Beratung kennen die Gründer:innen das Problem, keine Zeit für lange Trainingseinheiten mehrmals pro Woche zu haben. Die Lösung fanden sie 2017 im hochintensiven Krafttraining. Wenig später war die Nachfrage im Freundes- und Bekanntenkreis so groß, dass sie zur offiziellen Einführung von AURUM im Jahr 2018 führte. Kurz darauf wurde das AURUM 6-Minuten-Training in Zürich als das effektivste und sicherste Training etabliert.

Trainiere wie ein Astronaut Das Trainingssystem verheiratet sozusagen zwei „Hidden Champions“ der Fitness- und Gesundheitswelt in einem einmaligen Konzept: das High Intensity Training (HIT) und isokinetische Trainingsgeräte. Die Trainingsmaschine inkludiert sechs Trainingsstationen in einem. Die Übungen Beinpresse, Pulldown, Brustpresse, Lumnalextension, Schulterdrücken und Rudern werden alle jeweils für eine Minute ausgeführt. Die Softwaretools beinhalten für den:die Kund:in eine ideale Feedbackfunktion bezüglich des Trainingsfortschritts. Zusätzlich bucht man bei AURUM mit seinem Termin praktisch das ganze Studio für sich. Bei jedem Trainingstermin steht dem:der Kund:in ein persönlicher AURUM-Coach zur Verfügung, der sowohl allgemein als auch spezifisch auf höchstem Niveau ausgebildet ist. www.aurumfit.com

Sphery ist ein im März 2018 gegründetes FitTech-Start-up aus Zürich, das sich auf die Entwicklung von hochmotivierenden und digitalen Body-&-Brain-Trainingskonzepten für die Bereiche Fitness, Sport und Rehabilitation spezialisiert hat. Mit dem Fokus auf KI und Machine Learning arbeitet Sphery kontinuierlich an der Entwicklung des bestmöglichen individuellen Trainingserlebnisses. Das Kernprodukt ExerCube verbindet in einem dreidimensionalen, physisch-immersiven Hightech-Würfel Gaming mit ganzheitlichem Fitnesstraining – im Single- wie im Multiplayer-Modus. Die forschungsbasierte Entwicklung und Überprüfung der unterschiedlichen Fitness-GameSzenarios hinsichtlich Attraktivität und Effektivität stellen dabei ein wichtiges Qualitätsmerkmal dar.

Das Beste aus Fitness und Gaming Das physisch-kognitive Training bietet nachweislich diverse Trainingsbenefits und stärkt neben Kraft, Schnelligkeit, Ausdauer und Koordination durch ausgeklügelte multisensorische Stimuli gleichzeitig die kognitive Fitness. Mithilfe eines Herzfrequenzsensors und der automatisierten Trainingsanpassung werden zudem die Intensität und Komplexität in Echtzeit reguliert und an individuelle Bedürfnisse angepasst. Eine Auswahl an Voreinstellungen erlaubt zudem die Anpassung des Systems an die speziellen Bedürfnisse von Nutzer:innen mit körperlichen Beeinträchtigungen. Die Sphery-App bietet neben der klassischen Aufzeichnung und Analyse des Trainingsfortschritts eine Multiplayer-Funktion, die es ermöglicht, ExerCuber:innen weltweit herauszufordern und sich für Tournaments der ExerCube League zu qualifizieren. Die Benutzungsdatenbank der App lässt sich mit dem CRM-System des Studios koppeln und ermöglicht somit eine ganzheitliche Integration. Zusammen mit der Home-Version schlägt der ExerCube die Brücke zwischen analogem und digitalem Sport und macht körperliche Aktivität auf diese Weise attraktiv und zugänglich für alle. www.sphery.ch

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Der DSSV begrüßt –

Neue Mitglieder Bella Ladys Gym & Personal Training Isabella Brandstötter 22547 Hamburg

FORMWERK Marco Epp 66450 Bexbach

Physio Fitness München Cornelius Wandschneider 81739 München

contigo Stefan Schlegel 68519 Viernheim

HandWerk Gesundheitssport Heike Philippin 71254 Ditzingen

PhysioFit - Das BewegungsZentrum Ortenburg Ruth-Maria Wieberneit-Hanfgarn 94496 Ortenburg

Crosspandables Athletic Unity – Die Fitness Box Karsten Hempel 44534 Lünen

J+JUST MORE Stefan Polzer 51702 Bergneustadt

Pro Aktiv Jens Reuter 57368 Lennestadt

Easyfitness Nordenham Crunchtime Fitness GmbH 26954 Nordenham

Mrs.Sporty Goch Anne Kiel 47574 Goch

PT Lounge Köln Jens Vatter 50672 Köln

eFITiv Frauenfitness Silvia Lutz 67354 Römerberg

MyBody&Health Nippes Stefan Bedorf 50733 Köln

Sportfabrik GmbH Marcus Pieker 53229 Bonn

Elbfitness Elbfitness GmbH & Co. KG 21357 Bardowick

ORANGE Fitness Club Corinna Clös 63150 Heusenstamm

sportsisters Kiel Alexandra Dietz und Jan Peter Winkler-Dietz 24159 Kiel

Elbfitness Elbfitness GmbH & Co. KG 21339 Lüneburg

OXYGYM Fitness & Health GmbH Hans-Dieter Schlindwein 76532 Baden-Baden

WingTsun Selbstverteidigung & Gesundheitsschule Marc Schulin 86157 Augsburg

EMS Lounge HochrheinWaldshut Janine Schilling 79761 WaldshutTiengen

Paramount Sport Bernd Schindler 09116 Chemnitz

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DIE FITNESSSACHVERSTÄNDIGEN

Steuerberater und von der IHK Koblenz öffentlich bestellter und vereidigter Sachverständiger für Wirtschaftlichkeitsberechnung für Fitnessund Freizeit-Anlagen.

Werner Kündgen

Joseph-von-Fraunhofer-Str. 1 53501 Grafschaft (Ringen)  Telefon: 02641 - 800 40 www.kuendgen.de

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Von der IHK Bonn/Rhein-Sieg öffentlich bestellter und vereidigter Sachverständiger für die Bewertung von Fitnessund Freizeit-Anlagen.

Günter Noll

Sabrina Fütterer

Auf dem Freibogen 3 53127 Bonn Telefon: 0228 - 298 701 www.fitnesssachverstaendige.de

Von der Handelskammer Hamburg öffentlich bestellte und vereidigte Sachverständige für Wirtschaftlichkeitsanalysen für kleine und mittlere Unternehmen (KMU), insbesondere Sport-, Fitness- und Gesundheits-Anlagen.

Dahlenkehre 3i 21077 Hamburg Telefon: 040 - 648 343 57 www.fitnesssachverstaendige.de


DSSV | KOMMENTAR

Jetzt die Weichen stellen! Das Jahr 2022 hat begonnen. Es wird nicht einfach sein, die großen Verluste aus den Jahren 2020 und 2021 in unserer Branche auszugleichen. Wir müssen alle enorme Anstrengungen unternehmen, um eine positive Zukunft zu generieren. In dieser Lage sind zwei Grundsätze deshalb besonders wichtig:

Foto: Klaudia Lech

1. Lassen Sie die Fakten sprechen Es geht jetzt nicht um persönliche Meinungen oder wie immer geartete Schätzungen zur Lage der Branche. Aus diesem Grund ist die jährliche Erhebung der „Eckdaten der deutschen Fitness-Wirtschaft“ des DSSV gemeinsam mit der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement (DHfPG) und der Beratungsgesellschaft Deloitte elementar, um einen seriösen und wissenschaftlich ermittelten Status der wesentlichen Daten auszuarbeiten. Im März werden wir diese Untersuchungsergebnisse zum Jahr 2021 der Branche und der allgemeinen Öffentlichkeit präsentieren. So können wir unsere Fitness-Wirtschaft glaubwürdig darstellen und entsprechende Forderungen formulieren.

Birgit Schwarze Präsidentin DSSV e. V.

2. Gesundheitlichen Nutzen von Fitnesstraining wissenschaftlich ermitteln Bereits seit Langem ist der Wissenschafts- und Bildungspartner des DSSV, die DHfPG, mit den zuständigen Stellen im Saarland in Gesprächen, um ein elementares Modellprojekt für ein ganzes Bundesland ins Leben zu rufen. Jetzt ist es soweit. Für das Frühjahr 2022 plant das saarländische Ministerium für Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie gemeinsam mit der DHfPG und dem Verein Prävention und Gesundheit im Saarland e. V. (PuGiS) die Durchführung eines Modellprojektes im Saarland. Das Modellprojekt orientiert sich an den international anerkannten Bewegungsempfehlungen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und an der wissenschaftlichen Evidenz zur gesundheitlichen Wirksamkeit eines körperlichen Trainings. Hiernach scheinen Trainingsprogramme insbesondere dann Erfolg versprechend, wenn sie ein individuell ausgerichtetes und regelmäßiges Kräftigungsund Ausdauertraining beinhalten. Das ist auch der Grund dafür, dass der Modellversuch die saarländischen Fitness- und Gesundheitseinrichtungen einbezieht, da hier eine optimale Infrastruktur vorhanden ist, um den Modellversuch im oben genannten Sinne umzusetzen. Ziel soll es sein, dem zunehmenden Bewegungsmangel und den daraus resultierenden Gesundheitsfolgen aktiv entgegenzuwirken und Menschen mit fehlendem oder nicht ausreichendem Bewegungsverhalten den Zugang zu einem regelmäßigen körperlichen Training im Fitnessstudio und dem damit einhergehenden Gesundheitsnutzen zu ermöglichen. Die Studienteilnehmenden sollen dabei vom Fachpersonal der regionalen Fitnessstudios unterstützt werden.

Wir haben gemeinsam viel Arbeit vor uns, die es zu bewältigen gilt. Also stellen Sie jetzt mit uns gemeinsam die Weichen für die Branche. Ich wünsche uns allen eine sich stetig verbessernde Lage für unsere Branche in diesem Jahr! Ihre Birgit Schwarze

Birgit Schwarze

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MANAGEMENT | IMPULS

Zukunftssicher mit einer gelebten Innovationskultur

Prüfen, hinterfragen, optimieren Text: Florian Schmidt und Jürgen Wolff

Wie halten Sie es mit Innovationen? Hadern Sie noch oder erneuern Sie schon? Neue Herausforderungen brauchen kreative Lösungen und ein zielgerichtetes Innovationsmanagement. Mit Edith Gribs, Inhaberin der Halle 22, haben wir im fMi Interview darüber gesprochen, wie Fitnessunternehmen eine Innovationskultur etablieren und das eigene Studio durch neue Lösungs- und Führungsansätze fit für die Zukunft machen können.

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ie beiden Geschäftsjahre 2020 und 2021 waren enorm turbulent und fordernd. Sie haben eindrücklich aufgezeigt, wie wichtig es für Fitness- und Gesundheitsunternehmer:innen ist, sich gesellschaftlichen Veränderungen und den aktuellen Herausforderungen des Marktes aktiv zu stellen sowie gemeinsam mit dem Team an der Weiterentwicklung des Unternehmens zu arbeiten.

mik der Veränderungen und der externe Innovationsdruck in unserer schnelllebigen Zeit deutlich zugenommen haben und immer komplexer werden.

In schwierigen Phasen zeichnen sich resiliente Betriebe besonders durch folgende Kerneigenschaften aus: „Spitzenunternehmen sind ständig innovierende Unternehmen. Dass sie das sind, liegt an ihrer organisatorischen Beschaffenheit“ (Robert H. Waterman Jr., US-amerikanischer Managementexperte, Unternehmensberater und Autor).

Wachsende Kund:innenansprüche (IHRSA Foundation, ABC Fitness Solution & ClubIntel, 2021), die zunehmende Digitalisierung (Erner, 2019) und auch die Corona-Pandemie (Roth, 2020) haben als „Innovationsbeschleuniger“ wesentlich dazu beigetragen, dass die Entwicklungszyklen innerhalb der Branche immer kürzer werden. Studios müssen sich ständig neu erfinden und sich in vielen Bereichen weiter professionalisieren. Gerade deshalb sind Anpassungsfähigkeit und Innovationskraft heute maßgebende Eckpfeiler der Unternehmensführung, die in der Praxis über Erfolg und Misserfolg entscheiden.

Innovation vs. Stagnation

Fallstricke des Innovationsmanagements

Schon der griechische Philosoph Heraklit von Ephesos (ca. 520 v. Chr.–ca. 460 v. Chr.) wusste: „Das einzig Beständige ist der Wandel“. An diesem altbekannten Sinnspruch hat sich bis heute nichts Wesentliches geändert – außer, dass die Dyna-

Wer langfristig qualitativ hochwertige Gesundheitsdienstleistungen anbieten und sich im Markt behaupten will, muss die eigenen Angebote, Prozesse und Lösungen kontinuierlich auf den Prüfstand stellen, hinterfragen und optimieren.

Ein gezieltes und strukturiertes Innovationsmanagement sollte zwingend immer eine systematische Planung, Steuerung und Kontrolle aller relevanten Innovationsprozesse

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Foto: Worawut – stock.adobe.com

Hier besteht in der Unternehmenspraxis häufig ein zentrales Problem: Es fehlt vielerorts an einem strukturierten Vorgehen sowie an einem einheitlichen Innovationsverständnis (Christensen, Matzler & Eichen, 2011).


innerhalb des eigenen Unternehmens umfassen (Pfannstiel, Kassel & Rasche, 2020). Dabei geht es in erster Linie darum, die eigenen Arbeitsprozesse, Wertangebote und Dienstleistungen systematisch so zu analysieren, dass Verbesserungspotenziale sukzessive aufgedeckt werden. Nur so können die Effizienz des Unternehmens und der Nutzen für die Kund:innen weiter optimiert werden. Als hilfreiches Management-Tool kann beispielsweise das Business Model Canvas (BMC) bei der Umsetzung wertvolle Dienste leisten (Clemann, 2017).

Wie Innovation zur „Unternehmens-DNA“ wird

Eine starke Innovationskultur verankern

Christensen, C. M., Matzler, K. & Eichen, S. F. (2011). The innovator‘s dilemma. Warum etablierte Unternehmen den Wettbewerb um bahnbrechende Innovationen verlieren. München: Franz Vahlen.

Ein erfolgreiches Innovationsmanagement beginnt immer mit der richtigen Führung, denn: „Wenn Unternehmen Neues schaffen wollen, brauchen sie vor allem eines: fähige Manager, die das Unternehmen zu einer Innovationsmaschine umbauen.“ (Furr & Dyer, 2017, S. 25). Um als Unternehmen langfristig erfolgreich zu agieren, braucht es heute im Fitness- und Gesundheitsmarkt also mehr denn je Zielstrebigkeit, Weitblick, kreative Lösungen und Ideen sowie eine hohe Veränderungsund Innovationsbereitschaft im gesamten Team. Doch wie schafft man eine solche Innovationskultur? Welche relevanten Ansatzpunkte sind für Studiobetreiber:innen und Führungskräfte der Branche aktuell besonders wichtig?

Um diese und weitere wichtige Fragen zu beantworten, haben wir mit der Inhaberin der Halle 22, Edith Gribs, gesprochen, deren Studio seit 1982 für zeitgemäße Konzepte und eine gelebte Innovationskultur steht. Im Interview hat sie uns verraten, mit welchen Innovationsstrategien sie ihr Unternehmen fit für die Zukunft machen will und wie sie dabei den Innovationsgeist im Team konstant hochhalten und weiter fördern will.

Literaturliste

Clemann, T. (2017). Das Unternehmen als Innovationsschmiede (Teil 2): Die Business Model Canvas als Praxistool im Innovationsmanagement. fitness MANAGEMENT international (3), 52–56. Erner, M. (Hrsg.) (2019). Management 4.0 – Unternehmensführung im digitalen Zeitalter. München: Springer Gabler. Furr, N. & Dyer, J. H. (2017). Expedition ins Unbekannte. Harvard Business Manager Edition (1), 25–33. Zugriff am 15.11.2021. Verfügbar unter https://www.manager-magazin.de/harvard/ innovation/expedition-ins-unbekannte-a-00000000-0002-0001-0000-000148083552 IHRSA Foundation, ABC Fitness Solution & ClubIntel (Hrsg.) (2021). The Next Fitness Consumer: 10 Key Findings. Zugriff am 16.11.2021. Verfügbar unter https://www.ihrsa. org/publications/the-next-fitness-consumer-key-findings/ Pfannstiel, M. A., Kassel, K. & Rasche, C. (Hrsg.) (2020). Innovationen und Innovationsmanagement im Gesundheitswesen: Technologien, Produkte und Dienstleistungen voranbringen. München: Springer Gabler. Roth, J.-H. (2020). Digitale Erfolgspotenziale nach dem Restart – Corona als Beschleuniger der Digitalisierung. fitness MANAGEMENT international (4), 46–48.

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Wir haben 12.167 Fitness-Konsumenten aus aller Welt befragt, um ihr FitnessVerhalten besser zu verstehen. Entdecken Sie im Report: • Den idealen Workout-Mix für das Studiomitglied von Heute • Die Bedeutung des menschlichen Faktors für das Mitgliedererlebnis • Die perfekte Kombination aus Live-und digitalen Angeboten LESMILLS.DE | (0) 40 524 7212 - 0 | INFO@LESMILLS.DE


MANAGEMENT | IMPULS

Zukunftssicher mit einer gelebten Innovationskultur

„Wir brauchen empathische, kommunikativ starke Persönlichkeiten“ Edith Gribs, Geschäftsführerin der Halle 22, im Interview Edith Gribs studierte an der Deutschen Sporthochschule Köln und eröffnete 1982 nach einer kurzen Lehrtätigkeit ihr erstes Fitnessstudio auf 300 Quadratmetern. Im Mai 2000 folgte in der denkmalgeschützten Halle eines ehemaligen Stahlwerks auf 1.350 Quadratmetern die Eröffnung des Studios mit dem neuen Namen „Halle 22 Sport und Fitness“. Die heutige „Halle 22 Fitness & Gesundheit e. K.“ verfügt inzwischen über 4.450 Quadratmeter Fläche inklusive einer Praxis für Physiotherapie und bringt den alten Charme des Gebäudes mit den modernen Erweiterungen in Einklang. Die Positionierung der Halle 22 zielt auf Gesundheit und Wohlbefinden. Seit 2010 betreibt Edith Gribs auch erfolgreich einen zweiten Fitnessclub in Willich.

fMi: Welche Innovationen waren aus Ihrer Sicht für den Markt allgemein und insbesondere für Ihr Unternehmen in den letzten Monaten besonders wichtig? Edith Gribs: Wenn wir von Innovationen sprechen, sind es alle digitalen Tools, die Lösungen für die einfache Kommunikation, für schnelle, zeitnahe Informationsweiterleitungen sowie Bindungssysteme für die Mitglieder und unser Team bereitstellen. Die digitale Außendarstellung durch die Optimierung unserer eigenen App inklusive Interaktionsmöglichkeiten mit unseren Mitgliedern, durch Online-Buchungssysteme etc. sowie durch Nutzung verschiedener Social-Media-Kanäle, um verschiedene Zielgruppen zu erreichen, war besonders wichtig.

Welchen Stellenwert hat Innovationsmanagement für Sie? Innovationsmanagement heißt, den Markt zu beobachten, neue Trends zu erkennen und zu bewerten sowie Ideen zu sammeln und auf Sinnhaftigkeit und Umsetzbarkeit zu prüfen.

Über diese Tools und Kanäle konnten wir weitere Innovationen wie digitale und hybride Trainings- und Kursangebote, Webinare mit Expert:innen, Online-Lösungen zu den Themen Abnehmen und Stressabbau sowie allgemeine, digitale Coachings und Personal Trainings präsentieren.

Inwiefern hat sich dieser Stellenwert aufgrund der fortschreitenden Digitalisierung und der Erfahrungen der Corona-Jahre 2020 und 2021 verändert? Der Wert von Innovation hat durch die neue „Herausforderung Corona“ noch mehr an Bedeutung gewonnen und uns in einigen Bereichen zum Umdenken gezwungen. Mithilfe digitaler Tools konnten wir Prozesse im Unternehmen beschleunigen – insbesondere die Umsetzung der notwendigen Hygienekonzepte, die Veränderung der Kommunikations- und Meetingstruktur via Zoom oder Teams sowie die Mitarbeitendenführung durch Online-Coachings und Online-Befragungen.

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Foto: Edith Gribs

Darüber hinaus haben wir umgedacht, neue Trainingsräume geschaffen und Outdoorangebote entwickelt. Wir werden im März oder April diesen Jahres einen 650 Quadratmeter großen Outdoorbereich für verschiedene Zielgruppen eröffnen, den wir teilweise schon umgesetzt haben.

Genau das haben wir bereits seit über 16 Jahren mit einem Kontinuierlichen Verbesserungsprozess (KVP) in das Unternehmen integriert. Dieser Prozess hat uns schon immer wichtige Impulse gegeben, die sowohl von unseren Mitarbeiter:innen als auch von den Kund:innen bzw. Mitgliedern gekommen sind. Auswertungen hierzu werden regelmäßig in den einzelnen Unternehmensbereichen vorgenommen und präsentiert.


Wie haben Sie das Management von Innovationen in Ihrem Unternehmen – personell oder hierarchisch – organisiert? In unserem etablierten Managementprozess gibt es neben einem transparenten Organigramm eine feste Kommunikationsstruktur, fest definierte Teams und klare Verantwortlichkeiten mit den dazugehörigen Aufgabenmatrizen. Innerhalb der gesetzten „Leitplanken“ sollen die Mitarbeiter:innen eigenverantwortlich handeln und je nach Position auch führen. Das Controlling erfolgt durch Rechenschaftsberichte und Reportingregeln. Der KVP ist offen für alle Mitarbeiter:innen sowie auch für unsere Mitglieder und berücksichtigt Vorschläge von beiden Seiten. Jede:r Mitarbeiter:in hat über Innovationsbögen, die wir verteilt haben, die Möglichkeit, regelmäßig und systemisch Innovationen einzubringen, mindestens aber einmal im Jahr vor der Jahreszielplanung. Für die direkte und stetige Mitgliederbefragung nutzen wir das System von SayWay. Welche Rolle spielen Ihre Mitarbeiter:innen für die Weiterentwicklung Ihres Unternehmens? Welche Fähigkeiten und Qualifikationen müssen diese heute mitbringen? Die fachliche Qualifikation ist die Grundvoraussetzung für die Zusammenarbeit. Weiterbildung und Spezialisierung sind bei uns gewünscht und werden gefördert. Es sind aber andere Qualitäten, die unser Unternehmen für die Zukunft wirklich weiterbringen: Was sich in den letzten Jahren besonders herausgestellt und jetzt in Pandemiezeiten erst recht an Bedeutung gewonnen hat, sind die Mitarbeiter:innen, die in ihrer sozialen Kompetenz und ihrer emotionalen Intelligenz stark sind. Wir brauchen empathische, kommunikativ starke Persönlichkeiten, Menschen, die Menschen mögen und den Begriff Dienstleistung positiv besetzen, d. h. ihren Job gern machen. Dabei ist wichtig, dass die Mitarbeiter:innen ehrgeizig sind, Flexibilität beweisen, unser Leistungsangebot kennen und den persönlichen Nutzen für unsere Mitglieder verständlich machen können. Wir wollen uns als Premiumanbieter über den Faktor Mensch noch stärker abgrenzen. Aufgabe der Unternehmensführung ist es, die notwendigen Rahmenbedingungen für die Mitarbeiter:innen zu schaffen, Anreize zu setzen, Perspektiven aufzuzeigen, adäquate Arbeitszeitmodelle und faire Honorierungssysteme anzubieten. Welche Medien oder Plattformen nutzen Sie, um sich über potenzielle Innovationen zu informieren und woher kommen die Impulse für relevante Neuentwicklungen? Wir nutzen verschiedene Medien und Plattformen, weil wir ein breitgefächertes Publikum haben, in dem alle Altersklassen vertreten sind. Auch ein Newsletter sowie klassische Mailings und Pushnachrichten gehören dazu. Videobotschaften kommen bei unseren Mitgliedern sehr gut an. Impulse für Neuentwicklungen kommen primär aus der Branche: Fachzeitschriften, Branchenveranstaltungen und Messen, Fachverbände, Netzwerke und Herstellerpräsentationen. Wir schauen aber auch gern über den „Tellerrand“ unserer Branche hinweg auf die allgemeine Entwicklung von Märkten, 01/22

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wie z. B. der Hotellerie und Gastronomie, der Gesundheitsbranche, der Freizeitbranche sowie anderer Konsumsparten, wie z. B. Streamingdienste oder Online-Handel. Welche Management- bzw. Führungstools nutzen Sie in der Praxis, um die Weiterentwicklung Ihres Angebotes und der Prozesse im Studioalltag zu gewährleisten? Wir leben seit 16 Jahren einen klar strukturierten Managementprozess mit fest definierten, qualitativen und quantitativen Zielen. Dieser Prozess, den wir in Zusammenarbeit mit Andreas Schmaler von Charisma Inhouse Coaching (CIC) durchführen, schafft für alle Mitarbeitenden Klarheit und gibt Sicherheit. Bei unseren alljährlich im November stattfindenden Strategietagen reflektieren wir gemeinsam mit jeweils wechselnden Teammitgliedern das vergangene Jahr nach den Gesichtspunkten „Was war gut?“ und „Was ist verbesserungswürdig?“. Nach der Analyse beginnen wir mit der Planung des neuen Jahres. Im Vorfeld dieser „Planungstage“ ist durch das Ausfüllen der Innovationsbögen immer das gesamte Team eingebunden. Mit den Ergebnissen und den gesammelten Ideen gehen die Bereichsleitungen in die Planung. Nach Abschluss der Jahreszielplanung gibt es Anfang Januar eine Kick-off-Veranstaltung mit unserem gesamten Team. Innerhalb der folgenden 14 Tage werden in den einzelnen Bereichen Auftaktmeetings durchgeführt. Alle Mitarbeitenden sind dann an Bord und werden informiert. Jede:r Mitarbeiter:in hat einmal im Jahr ein Eins-zu-eins-Gespräch. Harmonisierung, ein Abgleich der gegenseitigen Erwartungshaltung und Vereinbarung der Ziele jedes:jeder Einzelnen sind dabei unsere Intention. Die wichtigste Basis aller Unternehmensstrukturen aber ist unsere Unternehmenskultur, die auf einem gemeinsam entwickelten Leitbild basiert, das alle Mitarbeiter:innen einbindet. Gemeinsam definierte Werte und gemeinsam entwickelte „Goldene Regeln“ stärken den Teamgeist, regeln das Miteinander und fördern die Identifikation mit dem Unternehmen und seinen Zielen. Die Kombination all dieser Maßnahmen fördert und sichert langfristig unseren Erfolg. In welchen Bereichen sehen Sie für die Fitness- und Gesundheitsbranche aktuell den größten Innovationsbedarf? Der größte Innovationsbedarf der Fitness- und Gesundheitsbranche ist sicherlich das Erstreiten einer Anerkennung unserer Branche in der Gesellschaft, der Politik und dem öffentlichen Leben als relevanter Teil des Zweiten Gesundheitsmarktes. Hierfür muss die Aufklärung allgemein forciert werden, insbesondere beim Lehrpersonal, bei Ärzt:innen und Politiker:innen. Schon der Sportunterricht in den Schulen müsste reformiert werden. Damit einhergehend bedarf es einer höheren Wertschätzung der Mitarbeitenden und ihrer Leistungen. Das sollte sich unter anderem in gut bezahlten Jobs zeigen. Wertschätzung für die Leistungen unserer Top-Mitarbeiter:innen muss auch den Kund:innen klargemacht werden. Diese Leistungen dürfen nicht – wie bislang üblich – immer inklusive sein. Eine adäquate Preispolitik sowie eine klare Positionierung und Erkennbarkeit im Markt zu zeigen, ist hier die Aufgaben der Unternehmer:innen.

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MANAGEMENT | KOMPLETTLÖSUNG | ANZEIGE

FACEFORCE liefert die Lösungen

Fitnessanlagen brauchen neue Mitglieder

Der gesundheitliche Nutzen von Fitness- und Gesundheitsanlagen ist für Expert:innen unbestritten. Durch die Corona-Pandemie wurden die Mitglieder allerdings in die Passivität gezwungen. Das Resultat: Allein in 2020 gingen mehr als 1,35 Millionen Mitglieder durch Kündigung verloren. Was Fitness- und Gesundheitsanlagen jetzt also wirklich dringend brauchen, sind neue Mitglieder und die damit verbundenen Umsätze. FACEFORCE hat hierfür neue und agile Lösungen entwickelt.

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auch nur dann auf, wenn sich der:die Kund:in tatsächlich angestrengt hat. Das Generieren neuer Mitglieder kann daher gerade in diesen Zeiten zur echten Herausforderung werden.

Neue Lösungen für Interessierte und Mitglieder Genau diese Probleme werden durch das neue FACEFORCE Universum gelöst. Den Kund:innen von FACEFORCE stehen ab sofort komplett neue Wege offen, die sowohl Mitglieder als auch Umsätze generieren. Um neue Mitgliedschaften abzuschließen, benötigt man einen Strom von Interessierten in den Fitnessanlagen. Dazu liefert das FACEFORCE Universum mittlerweile mehr als 100 Lösungen. fitness MANAGEMENT international

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Fotos: FACEFORCE GmbH

m das Problem, das die Gesundheitsbranche im Allgemeinen hat, zu erkennen, ist zunächst die Einordnung der in dieser Branche angebotenen Dienstleistungen anhand eines Beispiels sinnvoll: Beim betreuten Muskeltraining handelt es sich um eine aktive körperbezogene Dienstleistung. Im Vergleich dazu ist z. B. die Arbeit eines Friseurs eine passive körperbezogene Dienstleistung. Aber wodurch unterscheiden sich diese Formen? Ein Besuch im Salon mit einem Preis von 50 Euro und einer Dauer von 30 Minuten zieht eine direkte Veränderung des Aussehens nach sich. Diese Veränderung erfolgt dabei ohne Anstrengung des:der Kund:in. Beim betreuten Training – mit dem gleichen Preis- und Zeiteinsatz – ist im besten Fall nach 12 Wochen ein erster leichter Erfolg erkennbar. Diese Erfolge treten aber


Aber natürlich muss kein:e Kund:in von FACEFORCE im neuen Universum selbst nach der passenden Lösung suchen. Eine spezielle Abteilung kümmert sich um den Kund:innenerfolg und die richtige Lösung für jeden Bedarf – sieben Tage die Woche, 365 Tage im Jahr per Telefon, über E-Mail oder Videokonferenz erreichbar. Hier bekommt der Betrieb immer eine passende Antwort auf offene Fragen. Dabei runden individualisierbare Lösungen für jeden Bedarf das Portfolio ab.

Nicht nur Interessierte, sondern Umsätze direkt online generieren Ein weiterer Teil des FACEFORCE Universums zielt auf direkte Umsätze – auch unabhängig von der Mitgliedschaft – ab. Egal ob einzelne Produkte, einmalige Dienstleistungen oder ganze Verträge: All dies ist mit mitfitPAY komplett flexibel und individuell möglich. Die FACEFORCE Kundschaft profitiert vom neuen System durch reibungslos in die bestehende Homepage integrierbare Online-Shops oder durch die Einbindung von Direktzahlungsmöglichkeiten in Kampagnen. Durch diese Direktzahlung werden die beliebtesten und meistverbreiteten Zahlungsmöglichkeiten wie PayPal, Kreditkarte oder Sofortzahlung nutzbar. Der „Clou“ dahinter: FACEFORCE Kund:innen können mitfitPAY jederzeit monatlich hinzubuchen oder abwählen.

Weitere digitale Produkte als „Marketingtreiber“ Nachdem nun neue Mitglieder und höhere Umsätze gesichert sind, bietet das Universum auch Platz für zusätzliche „digitale

Begeisterung“. Mit HOLOSCAN, der coronakonformen und kontaktlosen 3D-Körpervermessung, wird unter Einhaltung des nötigen Abstands das Mitglied vermessen und per Hologramm in der kostenlosen App auf dem Smartphone dargestellt. Das erzeugt nicht nur Weiterempfehlungen, sondern direkt neue potenzielle Mitglieder durch speziell darauf angelegte Kampagnen. All jenen Clubbetreiber:innen, die noch weiter gehen und sowohl Mitglieder als auch Interessierte eindrucksvoll über den Gesundheitsnutzen von Fitnesstraining aufklären wollen, steht ELIAS als virtueller Berater ebenfalls zur Seite. Neu ist hier: ELIAS steht als Leihsystem zur Verfügung. Dies bedeutet für die FACEFORCE Kundschaft, dass die Hardware nicht erst selbst angeschafft werden muss, sondern lediglich für die Dauer der Nutzung geliehen wird. All diese Neuerungen und Optimierungen hat FACEFORCE in einem dreiminütigen, faszinierenden Video in Szene gesetzt. Lassen Sie sich überraschen!

FACEFORCE GmbH Lebacher Straße 4 66113 Saarbrücken beratung@face-force.de Telefon: +49 (0) 681 9659 24 20


MANAGEMENT | INTERNATIONAL

Interview mit David Stalker, EuropeActive-Präsident

„Als wettbewerbsfähige Branche gestärkt aus der Pandemie hervorgehen“ Text: Anke Sörensen

Die Corona-Pandemie hat die Fitness- und Gesundheitsbranche in Europa maßgeblich verändert und hohe wirtschaftliche Schäden verursacht. David Stalker, Präsident von EuropeActive, zieht im Interview ein Resümee des vergangenen Jahres und zeigt, wie unterschiedlich stark einzelne Länder betroffen waren. Gleichzeitig betont er, dass die gesamte Branche durchaus vom positiven Imagewandel profitieren kann, wenn alle Akteur:innen gemeinsam an einem Strang ziehen und sich strategisch klug positionieren.

fMi: Inwieweit hat die Corona-Pandemie die Fitness- und Gesundheitslandschaft in Europa verändert? Wann wird der wirtschaftliche Schaden vollständig absehbar sein? David Stalker: Das schwierigste Jahr in der Geschichte unserer Fitness- und Gesundheitsbranche hat die Art und Weise, wie wir arbeiten, interagieren und sogar mit Mitgliedern und Kund:innen kommunizieren, deutlich verändert. Es ist von entscheidender Bedeutung, den finanziellen, physischen, psychischen und sozialen Schaden zu verstehen, den die COVID-19-Pandemie in ganz Europa angerichtet hat, um unsere Unternehmen entsprechend anzupassen und als wettbewerbsfähige Branche gestärkt daraus hervorzugehen. Laut der achten Ausgabe des „European Health & Fitness Market Report“ (2021), veröffentlicht von Deloitte und EuropeActive, führte die Pandemie dazu, dass die Regierungen mehrere Schließungsperioden für Fitnessclubs anordneten. In einigen Fällen blieben die Studios zwischen 40 und 50 Prozent der Betriebstage geschlossen, in Deutschland beispielsweise sogar mehrere Monate. Nicht überraschend ist, dass dies einen Rückgang des Wirtschaftswachstums nach Jahrzehnten des kontinuierlichen Anstiegs bewirkt. Es wird ernsthafter Anstrengungen erfordern, um sich davon zu erholen.

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Wie lange wird es dauern, bis sich die Fitness- und Gesundheitsbranche vollständig von den Auswirkungen der Pandemie erholt hat? Es ist schwer, dafür ein genaues Datum zu nennen. Wir sehen aber positive Anzeichen dafür, dass die Mitglieder wieder in die Fitnesseinrichtungen zurückkehren. Aufgrund des Aufkommens alternativer Fitnesslösungen zur Überbrückung vorübergehender Schließungen der Clubs haben viele Anlagenbetreiber:innen ihre Dienstleistungen schrittweise angepasst und ihr digitales Angebot verbessert, um diese beispiellose Krise zu überwinden. EuropeActive arbeitet weiter hart daran, die Branche bis zum Jahr 2025 schrittweise zu überdenken, umzubauen und zu erneuern, in Übereinstimmung mit den vier Säulen unseres Manifests, die die vier wichtigsten und kritischen Bereiche für Verbesserungen darstellen: Gesundheit, Digitalisierung, Community und Standards. Da die Impfkampagnen in ganz Europa in vollem Gang sind, sind wir optimistisch, dass der Mangel an neuen Mitgliedern und Rückkehrer:innen in die Mitgliedschaft aus der ersten Hälfte des Jahres 2021 in der zweiten Jahreshälfte 2022 ausgeglichen werden kann.

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Foto: EuropeActive

Der wirtschaftliche Schaden der Branche und die Erholung davon hängen bis zu einem gewissen Grad mit den sehr unterschiedlichen finanziellen Unterstützungspaketen der Regierungen in Europa während und nach den Schließungen zusammen. Wir haben gesehen, dass der digitale und technologische Teil unserer Branche in Europa erheblich gewachsen

ist und die klassischen Geschäftsmodelle von Fitnessclubs neu erfunden wurden, hin zu Hybridmodellen wie dem „Dreiecksmodell“, das stationäre Clubs, digitale Plattformen und Outdoorlösungen kombiniert. Wir erleben auch eine Entwicklung hin zu Fitness als Gesundheitslösung. Diese verfolgt das Ziel, in der Gesellschaft als eine wesentliche Branche für Prävention anerkannt zu werden.


Zusätzliche COVID-Sicherheitsprotokolle wie Zugangskontrollen, Kapazitätsbeschränkungen, Reinigungs- und Hygieneverfahren usw. werden ebenfalls eine entscheidende Rolle dabei spielen, die Rückkehr der Menschen zu erleichtern und somit die vollständige finanzielle Erholung der Branche zu beeinflussen. Ein paar Länder haben bereits einige dieser Maßnahmen eingeführt, darunter das „Covid Safe Ticket“ (CST) in Belgien oder den „Pass Sanitaire“ in Frankreich. In welchen europäischen Ländern war die Fitness- und Gesundheitsbranche am stärksten von der Krise betroffen und warum? In Ländern wie Polen, Belgien, Frankreich, Deutschland oder Italien wurden die Studios Anfang 2021 landesweit für mehr als fünf Monate geschlossen, was ihre operative und finanzielle Stabilität schwer beeinträchtigte. Auch der spanische Markt, der am zweitlängsten unter betrieblichen Restriktionen litt, und Frankreich, wo ab Juli 2021 Gesundheitsanforderungen für den Zugang zu Fitnessclubs eingeführt wurden, waren stark betroffen. Darüber hinaus sind die großen Unterschiede zwischen den staatlichen Unterstützungsregelungen (Freistellungsmöglichkeiten, direkter finanzieller Ausgleich für Fixkosten usw.) in den europäischen Ländern der Schlüssel, um zu messen, wie stark die Krise die verschiedenen Fitnessmärkte in Europa getroffen hat. In dem Bewusstsein, dass die Hauptakteur:innen der europäischen Fitness- und Gesundheitsbranche mit großen Schwierigkeiten konfrontiert sind, müssen wir persönliche und kommerzielle Interessen beiseitelassen und als eine solide Branche zusammenarbeiten, um gestärkt aus der Krise hervorzugehen. Welche Länder sind mit einem „blauen Auge“ davongekommen und aus welchen Gründen? Skandinavische Länder wie Schweden, wo es 2020 keine obligatorischen Clubschließungen gab, und Finnland, wo nur für einen Monat im Jahr komplette Schließungen auf nationaler Ebene angeordnet wurden, konnten ihr Geschäft besser am Laufen halten als andere südeuropäische Länder. Obwohl der britische Markt anfangs von schwerwiegenderen Schließungsperioden betroffen war, zeigen Clubs wie The Gym Group, David Lloyd Clubs oder PureGym ein interessantes Tempo der Erholung in Bezug auf die Rückkehr der Mitglieder und die Eröffnung neuer Studios. Das zeigt ein wenig Licht am Ende des Tunnels. Laut dem „Fitness Industry Preview Report 2021“ wurden in Großbritannien seit März 2019 trotz der Pandemie 338 neue Fitnessstudios eröffnet. Welche Art von Anbieter:innen (Einzelbetriebe, Ketten, Mikrostudios) hatten bisher die größten Probleme in der Krise? Wir sind uns bewusst, dass ein großer Teil der Branche, insbesondere Betreiber:innen von Einzelclubs oder kleineren Fitnessketten, in dieser Krise erheblich leidet. Man kann aber durchaus sagen, dass sich die Branche als flexibel genug

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David Stalker ist derzeit CEO von Myzone EMEA und APAC, dem weltweit führenden Anbieter von Wearable-Tracking-Technologie für die Fitnessbranche, Präsident von EuropeActive, nicht geschäftsführender Direktor von Lampton Leisure und Vorsitzender von Marwell Zoo. David Stalker hat seine berufliche Laufbahn in der Freizeit-, Gesundheits- und Fitnessbranche verbracht und ist bekannt für seine zahlreichen Erfolge in leitenden Positionen, unter anderem bei ukactive, dem Chartered Institute for the Management of Sport and Physical Activity (CIMSPA), Relaxion PLC, WWH Corporation ltd und Bladerunner Ltd.

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MANAGEMENT | INTERNATIONAL und strategischen Interessengruppen daran, die Neupositionierung unserer Branche in Richtung Gesundheit zu verwirklichen, und einer der ersten Schritte in Richtung dieses Ziels wird der Exercise for Health Summit in Madrid 2022 sein.

David Stalker auf dem diesjährigen European Health & Fitness Forum

erwiesen hat, um sich durch selbstkritisches und kreatives Denken an die Herausforderungen anzupassen. Trotzdem sind wir immer noch dabei, unsere Unternehmen neu zu erfinden, um als Branche stärker zu werden. Die Clubbetreiber:innen waren auch in der Lage, die Hygieneund Sicherheitsmaßnahmen zu verbessern, um zu gewährleisten, dass Fitnesszentren und Freizeiteinrichtungen sichere Orte für die Menschen sind. In dieser Hinsicht ist unsere Fähigkeit, uns als Lösungsanbieter:innen für die öffentliche Gesundheit zu positionieren, entscheidend dafür, dass Institutionen und Entscheidungsträger:innen verstehen, wie wichtig unsere Branche für das geistige, soziale und körperliche Wohlbefinden der Menschen ist. Was sind positive Gegenbeispiele und wie können Unternehmen von diesen Vorbildern lernen? Ich bin sehr erstaunt darüber, wie es Clubbetreiber:innen sowie „traditionellen“ und „digitalen“ Anbieter:innen gelungen ist, ihre Geschäftsmodelle gemeinsam anzupassen und auch in der schwierigsten Situation, mit der sie bisher konfrontiert waren, erfolgreich zu sein. Auch Fitnessprofis wie Personal Trainer:innen oder Fitnessinstruktor:innen mussten sich neu erfinden und ihre Geschäftsangebote neu gestalten, um sich durch die Krise zu navigieren, als die Anlagen geschlossen wurden. Für EuropeActive ist es von größter Bedeutung, unsere Mitglieder und wichtigen Partnerunternehmen umfassend zu informieren und zu unterstützen, Schwachstellen zu beheben und sich neu zu positionieren, um nach diesen schwierigen Zeiten wieder aufzusteigen.

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Stehen wir mit den Digitalisierungsmaßnahmen in der Fitness- und Gesundheitsbranche in Europa noch am Anfang oder sind wir schon weit genug? Von wem können wir lernen? Digitale Lösungen wurden in den letzten Monaten beschleunigt und haben sich als nützliches Instrument erwiesen, um Fitnesskonsument:innen jeglicher Herkunft zu erreichen. Es ist ein kollektives Denken erforderlich, um den Prozess der Digitalisierung zu beschleunigen, damit wir die Dienstleistungen für unsere Kund:innen besser verstehen und optimieren können. Diese Entwicklung wird bleiben und in naher Zukunft weiter voranschreiten. Wie in unserem Manifest unter der Überschrift „Digital“ dargelegt, stellen wir erhebliche Mittel für die Digitalisierung bereit. EuropeActive hat sich zum Ziel gesetzt, unsere digitale und technologische Gemeinschaft zu fördern und ihr bei allen wichtigen Veranstaltungen eine zentrale Rolle zu geben. Dementsprechend haben wir unseren President's Council for Suppliers, Digital & Tech gegründet, um die Debatte mit einigen der größten Führungskräfte und Expert:innen in diesem Bereich zu ermöglichen und zu leiten. Anfang November fand das achte European Health & Fitness Forum unter dem Motto „The Great Transformation“ statt. Welche neuen Erkenntnisse und Schritte für die Zukunft lassen sich aus dieser Veranstaltung ableiten? Wir sind sehr stolz darauf, dass es uns gelungen ist, unser achtes European Health & Fitness Forum unter so wechselnden, unvorhersehbaren Umständen zu organisieren. Wir haben die Veranstaltung aus dem Sport- und Olympiamuseum in Köln live in ganz Europa und darüber hinaus gestreamt. Außerdem begleitete uns ein Publikum aus Branchenvertreter:innen vor Ort bei diesem einzigartigen Erlebnis, das mit einem fantastischen Networking-Dinner mit unseren geladenen VIP-Delegierten endete. Die Veranstaltung bot eine einzigartige Gelegenheit, um sich auf die Zukunft der Fitnessbranche zu konzentrieren, und fitness MANAGEMENT international

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Foto: EuropeActive

Die Gesundheit hat während der Pandemie einen ganz neuen, höheren Stellenwert bekommen. Wie kann die Fitnessbranche das Beste aus dieser Entwicklung machen? Eines der Hauptziele unseres Manifests für „EuropeActive's Horizon 2025“ ist es, eine möglichst positive Zukunft für unsere Branche als anerkannte Anbieterin von Unterstützung für die körperliche und geistige Gesundheit und das Wohlbefinden der Menschen zu gewährleisten. Von entscheidender Bedeutung ist, dass Regierungen und Entscheidungsinstitutionen diese Botschaft aufgreifen, damit unsere Branche als eine wesentliche Lösung für die öffentliche Gesundheit anerkannt wird. Wir arbeiten sehr intensiv mit unseren Mitgliedern

Was sind die gravierendsten Veränderungen in der Branche, die Sie für die Zukunft erwarten? Einer der Hauptvorteile der Digitalisierung und der Fitnesstechnologie besteht darin, dass die Fitnessanbieter:innen ihre Kund:innen und Mitglieder auch außerhalb der Clubs erreichen können. So wird es für all jene, die das Haus nicht verlassen können, einfacher, ein Fitnessprogramm einzuhalten. Auch nach COVID-19 kann das populär bleiben, gerade für Menschen mit einem engen Zeitplan oder für alle, die lieber zu Hause trainieren. Außerdem können Personal Trainer:innen auf diese Weise problemlos mit ihrem Kund:innenstamm in Kontakt bleiben und mit ihnen ohne die üblichen zeitlichen und räumlichen Beschränkungen arbeiten. Grundsätzlich bleibt aber festzuhalten, dass dies in der Regel ein Zusatzangebot darstellt, also ein Substitut für das Training in stationären Fitnessstudios, und das Angebotsspektrum folglich erweitert.


zwar anhand der vier Hauptsäulen unseres Branchenmanifests: Gesundheit, Digitalisierung, Community und Standards. Branchenführende und -expert:innen sowie einige renommierte branchenexterne Redner:innen gaben wertvolle Einblicke in die Realitäten der Branche und zeigten potenzielle Zukunftschancen in den vier genannten Bereichen auf. Ich möchte alle dazu ermutigen, sich den Termin für das neunte European Health & Fitness Forum am Mittwoch, den 6. April 2022, in Köln vorzumerken. Inwieweit kann EuropeActive als gemeinnützige Organisation, die die gesamte europäische Gesundheits- und Fitnessbranche in Brüssel vertritt, die Politik beeinflussen? Bevor ich auf die politische Frage eingehe, möchte ich betonen, wie wichtig die Präsenz von EuropeActive in Brüssel ist, wenn es darum geht, Politiker:innen und Entscheidungsträger:innen zu helfen, unsere Branche besser zu verstehen. Es ist enorm wichtig, dass die Menschen, die Entscheidungen treffen, die sich auf unsere Branche auswirken, verstehen, wer wir sind und was wir tun. Der Beginn der Pandemie hat erneut gezeigt, wie viele Menschen immer noch ein veraltetes oder falsches Bild von unserer Branche haben. Dies hat sich in den letzten 18 Monaten deutlich geändert. EuropeActive führt täglich Gespräche mit Beamt:innen, Politiker:innen und anderen Verbänden in Brüssel, um sicherzustellen, dass sie verstehen, wie positiv sich das Angebot unserer Branche auf das Wohlergehen der Europäer:innen auswirkt und welche Bedeutung die Branche in Bezug auf den wirtschaftlichen Beitrag und die Beschäftigung hat. Seit über einem Jahrzehnt ist EuropeActive in Brüssel präsent und hat enorme Fortschritte bei der Verbesserung des Profils unserer Branche erzielt, und es wurden mehrere wichtige Türen zu den EU-Institutionen geöffnet. Wir haben unsere Glaubwürdigkeit als Partner der Kommission, des Parlaments und des Rates stetig ausgebaut, indem wir wertvolle und positive Beiträge zu einer ganzen Reihe von Politikbereichen, wie gesundheitsfördernde körperliche Aktivität, Dopingbekämpfung, Kompetenzen, Qualifikationen und Beschäftigung, geleistet haben. Dies geschieht auf unterschiedliche Weise, von der Teilnahme an öffentlichen Konsultationen über offene Briefe bis hin zu Treffen mit EU-Kommissar:innen und allem, was dazwischen liegt. Entscheidend ist, dass das EuropeActive-Team während des gesamten Prozesses die Interessen unserer Branche vertritt und schützt und auf das Ziel hinarbeitet, dass mehr Menschen sich häufiger bewegen. Seit der Einführung unserer neuen Strategie im vergangenen Jahr haben wir unsere Lobbyarbeit weiter verstärkt und unseren Einfluss in Brüssel deutlich ausgebaut. Die Tatsache, dass die Europäische Kommission und die WHO EuropeActive und unsere Branche in diesem Jahr als wichtigen Partner in den Kampf gegen die Inaktivität einbezogen haben, zeugt davon. Wie die Pandemie jedoch zuweilen schmerzlich deutlich gemacht hat, besteht die Europäische Union aus 27 verschiedenen Mitgliedstaaten, und nur die Kombination von Arbeit auf nationaler und europäischer Ebene wird die besten Ergebnisse für unsere Branche bringen. Aus diesem Grund hat EuropeActive die Gemeinschaft der nationalen Partnerverbände aktiv erweitert und die Zusammenarbeit mit ihnen verstärkt. Seit Beginn der Pandemie haben wir acht neue nationale Verband01/22

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spartner:innen aufgenommen, von denen wir einige bei der Gründung und dem Start ihres Verbandes unterstützt haben. So haben wir jetzt 28 nationale Verbandspartner:innen, mit denen wir eng zusammenarbeiten, um sicherzustellen, dass die Interessen unserer Branche auf allen Ebenen wahrgenommen werden. Durch diese Art der Zusammenarbeit ist EuropeActive in Brüssel am wirkungsvollsten. Wie können einzelne Studiobetreiber:innen die Aktivitäten von EuropeActive unterstützen? Die Mitgliedschaft bei EuropeActive steht jeder Organisation offen, die sich dafür einsetzt, dass sich mehr Menschen häufiger und mehr bewegen, unabhängig von ihrer Größe, der Anzahl der Clubs und/oder den Einnahmen. Unser Mitgliederbetreuungsteam stellt sicher, dass alle EuropeActive-Mitglieder im Mittelpunkt unserer Aktivitäten zum Schutz und zur Förderung der Fitness- und Gesundheitsbranche stehen und hält sie mit den neuesten Informationen auf dem Laufenden. Natürlich ist es ebenfalls sehr wichtig, starke nationale Verbände zu haben, wie zum Beispiel den DSSV e. V. – Arbeitgeberverband deutscher Fitness- und Gesundheits-Anlagen, der in Deutschland ein wichtiger Partner für uns ist. Durch die Mitgliedschaft im nationalen Verband, beispielsweise im DSSV, oder die Teilnahme an Datenerhebungen leisten die Studiobetreiber:innen einen wichtigen Beitrag zur nationalen und europäischen Verbandsarbeit. Wir fördern und unterstützen auch die Markt- und wissenschaftliche Forschung, um die Qualität des Wissens und der Erkenntnisse über die Fitnessbranche zu verbessern. Diese Erkenntnisse sind für Mikrostudios oder Betreiber:innen von Einzelclubs wichtig, um zu verstehen, wie sich die Branche entwickelt. Sie helfen ihnen, ihr Geschäft an die Bedürfnisse und Anforderungen der Verbraucher:innen anzupassen. Darüber hinaus kommen alle EuropeActive-Mitglieder bei unseren jährlichen Veranstaltungen in den Genuss unvergleichlicher Networking-Möglichkeiten, da dort zahlreiche Fitnessfachleute, Führungskräfte und Interessenvertreter:innen der Branche aus Europa und darüber hinaus zusammenkommen, um Erfahrungen, Wissen und Visionen für ihre Unternehmen auszutauschen.

Der Verband EuropeActive besteht seit über 21 Jahren und war zuvor als European Health and Fitness Association (EHFA) tätig. Im Jahr 2015 änderte sich der Name in EuropeActive, um die Position als europäischer Verband für Fitness und körperliche Aktivität besser widerzuspiegeln. Diese Änderung bedeutete die ausdrückliche Verankerung der Werte des Verbandes in seinem neuen Namen. Im Mittelpunkt der Positionierung steht das Bestreben, mehr Menschen häufiger und aktiver in Bewegung zu bringen und damit der europäischen Fitness- und Gesundheitsbranche zu dienen. In der deutschsprachigen Fitness- und Gesundheitsbranche ist fitness MANAGEMENT der offizielle Medienpartner von EuropeActive. www.europeactive.eu

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MANAGEMENT | ZERTIFIZIERUNG

Für ein gesteigertes Sicherheitsgefühl

„Die Hygienezertifizierung ist mittlerweile ein Muss“ Text: Ronja Reuber und Carolin Schmidt

Die Fitnessökonomin und Athletiktrainerin Eugenia Garber kann seit Kurzem einen weiteren Titel führen: „Hygienebeauftragte (BSA)“. Dank ihr trägt der Bavarese Fitnessclub seit letztem Jahr das Hygienesiegel der BSA-Zert. Sie hat uns berichtet, warum sich das Fitnessstudio im Premiumsegment für die Hygienezertifizierung entschieden hat. Über eine Agentur zur Hygienezertifizierung Mit der Erweiterung und Modernisierung des Studios im vergangenen Jahr hat sich der Fitnessclub dazu entschieden, auch die eigene Website zu optimieren. „Damit haben wir eine Agentur beauftragt, die uns auch auf die Idee gebracht hat, eine Hygienezertifizierung in Angriff zu nehmen. Ein Zertifikat, mit dem man u. a. auf der Website werben kann, kommt schließlich sehr gut an.“ Clubleiterin Eugenia Garber nahm das Projekt sofort in die Hand und wurde so auf das Angebot der BSA-Zert aufmerksam. „Auf Hygiene wurde im Studio schon immer sehr geachtet, aber wir hatten kein Siegel, das uns öffentlichkeitswirksam unsere hohen Standards bestätigt. Mit diesem Schritt wollten wir unseren Mitgliedern zeigen, dass wir das Thema ernstnehmen.“

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Die Erweiterung des Studios auf insgesamt 3.000 Quadratmeter bedeutet auch mehr Abstand zwischen den Trainierenden und Geräten. „Unsere Mitglieder wollen sich hier wohlfühlen und in Ruhe trainieren können. Das ist durch die große Trainingsfläche kein Problem. Aber das Thema Hygiene spielt natürlich auch eine bedeutende Rolle.“

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Strukturierte Prozesse und positive Resonanz „Durch den unvoreingenommenen Blick der BSA-Zert auf die bestehenden Prozesse haben wir erkannt, was wir gut machen und an welchen Stellen wir noch etwas verbessern können. Ich hatte außerdem das Gefühl, dass ich jederzeit anrufen kann, wenn ich Unterstützung brauche.“ Nachdem die Zertifizierung erfolgreich abgeschlossen war, postete der Fitnessclub ein Bild auf seinen Social-Media-Kanälen. „Die Rückmeldungen waren sehr positiv! Es unterstreicht nochmals, dass wir sehr viel Wert auf die Hygienemaßnahmen legen. Ich finde, dass diese Hygienezertifizierung der BSA-Zert mittlerweile zu einem Muss in der Branche geworden ist.“ Weitere Informationen zur Hygienezertifizierung unter: www.bsa-zert.de/hygiene fitness MANAGEMENT international

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Foto: Bavarese Fitnessclub, Eugenia Garber

er Bavarese Fitnessclub ist ein Premiumfitnessstudio mit modernsten Geräten von Technogym. „Zusätzlich bieten wir unseren Mitgliedern im großzügigen Wellnessbereich Entspannung nach dem Training“, erzählt die Clubleiterin Eugenia Garber. „Was das Thema Digitalisierung angeht, sind wir auf dem neuesten Stand. Wir haben letztes Jahr außerdem weitere 1.000 Quadratmeter Fläche angemietet, um den Bereich Group Fitness auslagern zu können.“ Nun gibt es ein eigenes Gebäude mit vier Kursräumen plus Functional Area. Dazu gehört neben einem eigenen Raum für Yoga auch ein virtueller Kursraum.

Also nutzten sie die Zeit der Schließung und gingen die Zertifizierung an. „Da auch ich in Kurzarbeit war und nur vier Stunden pro Tag tätig sein konnte, gestaltete es sich etwas umfangreicher als gedacht. Ich musste in dieser Zeit noch andere Aufgaben erledigen und gleichzeitig sollte auch unsere neue Website fertig werden. Da habe ich den Aufwand etwas unterschätzt, aber es hat sich gelohnt.“


MEHR SICHERHEIT

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DIN EN 17229 und DIN 33961

Fitnesseinrichtungen

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FÜR IHRE KUNDEN!

Dienstleistungsunternehmen

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MANAGEMENT | STRATEGIEPLANUNG | ANZEIGE

Warum der Flexibilität die Zukunft gehört

Improvisation ist das „New Normal“

Planungen haben aktuell eine sehr bescheidene „Halbwertzeit“. Immer wieder gilt es, sich auf veränderte Rahmenbedingungen einzustellen. Manche:r Unternehmer:in mag unter diesen Vorzeichen die Planung am liebsten ganz einstellen. Aber wie heißt es so schön: „Eine solide Planung ist die beste Grundlage für eine geniale Improvisation.“ Die Planung muss heute jedoch ausreichend Spielräume und sich auch sehr kurzfristig anpassen lassen.

Auch wenn sich vieles verändert und beschleunigt hat, so werden doch die großen Entwicklungen nicht aufzuhalten sein. Ganz oben steht dabei auf allen Listen der Trendforscher:innen das Thema „Gesundheit“. Für unsere Branche bedeutet dies immense Potenziale. Als Unternehmer:in sollten Sie folgende Themen im Auge haben, um diese Chancen bestmöglich zu nutzen:

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a. Biete ich wirklich Lösungen? Nur mit Versprechungen kann ich im Gesundheitsbereich nicht punkten. Die Kund:innen wollen Ergebnisse. Betreuungskonzepte, die Mitglieder langfristig und nachhaltig erfolgreich machen, sind darüber hinaus die Voraussetzung dafür, dass man auch von den anderen Parteien im lokalen Gesundheitsnetzwerk anerkannt wird. > Überprüfen Sie Ihr Betreuungssystem und Ihre Lösungskonzepte fitness MANAGEMENT international

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Foto: RichVintage – Getty Images

Auch Corona wird die Megatrends nicht ändern


d. Nutze ich die Themen rund um gesunde Ernährung? Ernährung wird neben Training und Entspannung als dritte Säule immer wichtiger. Wenn Sie diesen Faktor bisher nicht in Ihre Gesundheitslösungen einbeziehen, sollten Sie sich entsprechende Konzepte suchen. > Machen Sie Ihre Trainer:innen zu Gesundheitscoach:innen, die ganzheitliche Lösungen bieten

Haben Sie einen Plan? Für all diese Punkte gibt es Lösungen. Diese müssen Sie für sich individuell zusammenstellen. Es braucht eine klare Strategie, mittelfristige und kurzfristige Planungen. Erfahrene Berater:innen der ACISO können Ihnen dabei helfen, diese zu erstellen. Und sie werden Sie auch dabei unterstützen, wenn es gilt, kurzfristig von der Planung abzuweichen.

Trends im Marketing und in der Unternehmensführung Neben dem Megatrend Gesundheit gibt es auch im Marketing drei weitere Strömungen, die Sie berücksichtigen sollten. • Sorgen Sie für emotionale Touchpoints • Fitness und Gesundheit bleiben „Personal Businesses“. Die digitalen Entwicklungen sollten die persönlichen Touchpoints der Kund:innen mit dem Unternehmen unterstützen, nicht überflüssig machen. • Ihr Team bleibt die wichtigste Ressource im Unternehmen. Human Relations, also die Pflege von Beziehungen innerhalb des Teams und von dort aus mit den Kund:innen, wird Ihre zentrale Aufgabe bleiben.

Menschen suchen nach dem Sinn

b. Kennt mein Markt meine Lösungen? Noch immer werden Fitness- und Gesundheitsclubs nicht als erste Kontaktstellen für Gesundheitsfragen genannt. Noch zu wenig kommunizieren viele Clubs ihre Kompetenzen und geben Aktionen zur Gewinnung von Neukund:innen den Vorrang vor Informations- und Imagewerbung. Insbesondere die Präsentation von Erfolgsgeschichten Ihrer Kund:innen machen Ihre Leistungen glaubwürdig. > Überprüfen Sie Ihren Kommunikationsmix c. Biete ich klare Vorteile gegenüber anderen Anbieter:innen? Was unterscheidet mich vom Discounter um die Ecke? Diese Frage sollten Sie beantworten können und bestenfalls sogar Ihr lokaler Markt. Dies erfordert einen langfristigen Markenaufbau mit eindeutigen Differenzierungspunkten. > Arbeiten Sie Ihre USPs heraus 01/22

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Um Ihr Team zu bewegen, braucht es mehr als einen anständigen Lohn. Angesichts der vielen Herausforderungen auf der Welt gewinnen Unternehmen an Wertigkeit, die einen wirklichen Beitrag leisten. Wenn dieser „Sinn“ noch mit einer authentischen Fokussierung auf Diversität, Gleichberechtigung und Nachhaltigkeit verknüpft ist, umso besser. Wichtig ist, dass diese Begriffe wirklich gelebt und erlebbar werden. Dann werden sie auch zum Anziehungspunkt für Kund:innen. Insbesondere die Generationen U30 sind nicht mehr bereit, den Status quo hinzunehmen. Sie hinterfragen und schauen genau hin.

In der ACISO-Gemeinschaft sind wir stark All den Herausforderungen erfolgreich zu begegnen ist eine Mammutaufgabe. In einer Gemeinschaft und mit der Unterstützung von Spezialist:innen wird vieles einfacher. Bei ACISO finden Sie diese Unterstützung. Wir bieten individuelle Lösungen, die Sie geplant flexibel machen. Gern sprechen wir gemeinsam darüber, welche Form für Sie die beste ist.

ACISO Fitness & Health GmbH Valentin-Linhof-Str. 8 | 81829 München info@aciso.com | Tel. 089 – 45 09 81 30 aciso.com

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MANAGEMENT | SPORTAGGREGATOR | ANZEIGE

Urban Sports Club

Ein Partner packt aus Adrian Rouzbeh ist Kampfsportler, Autor und Gründer des Kampfsport- und Fitnessstudios PHP Gym in Düsseldorf und seit vier Jahren Partner bei Urban Sports Club. Er erläutert, was ihn an der Zusammenarbeit so begeistert. Zudem zieht Patrick Soxhlet, VP Partner Management Global bei Urban Sports Club, sein Resümee für 2021 und berichtet über die Pläne seines Teams für 2022.

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as PHP Gym ist der ganze Stolz von Adrian Rouzbeh, dort bietet er gemeinsam mit seinem Team unter anderem Kampfsport, Functional Training und Krafttraining an. Adrian selbst ist Träger des schwarzen Gürtels und lehrt Luta Livre und Mixed Martial Arts (MMA). Im Interview mit der fMi erzählt er, wie er zu Urban Sports Club kam und was diese Partnerschaft für ihn bedeutet.

Wie war das Echo der Mitglieder bezüglich der Partnerschaft? Es kamen völlig neue Sportcharaktere in das Studio und das fanden unsere Stammmitglieder toll. Bei Urban Sports Club hat man gemerkt, dass die Mitglieder sich – ähnlich wie wir – als Teil einer Community verstehen. Die Mitglieder fühlten sich sofort wohl – das war sehr schön zu beobachten.

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Wie ist die Zusammenarbeit mit dem Partner Management Team von Urban Sports Club? Es ist wirklich ein super Verhältnis. Man merkt, dass sie gefitness MANAGEMENT international

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Fotos: Urban Sports GmbH | Memo Filiz

fMi: Wie lange sind Sie schon bei Urban Sports Club Partner und wie kam es zur Zusammenarbeit? Adrian Rouzbeh: Ich bin vor vier Jahren online auf Urban Sports Club aufmerksam geworden und habe auch bezüglich anderer Aggregatoren recherchiert. Aber mit Urban Sports Club war das zwischenmenschliche und berufliche Klima perfekt und wir spürten, dass das der richtige Partner für uns ist.

Welche Vorteile bietet Ihnen die Partnerschaft? Urban Sports Club nimmt den Gyms die Scheuklappen weg, denn sie geben stets Tipps und motivieren uns dazu, über den „Tellerrand“ hinauszuschauen. Sie inspirieren mich fortlaufend. Wir haben auf Empfehlung hin zum Adrian Rouzbeh, Gründer Beispiel einen Mobility-Kurs und Inhaber vom PHP Gym in unser Angebot aufgenommen und gemerkt, dass wir in diesem Bereich noch viel mehr anbieten können, denn die Nachfrage war da. Urban Sports Club sieht genau, was die Mitglieder mögen, und tritt dann mit diesem Wissen an uns heran. Jede:r Partner:in hat dadurch die Möglichkeit, sich zu entwickeln und sich den neuen Sportcharakteren anzupassen.


er mittlerweile ein 34-köpfiges Team und zeichnet für die strategische Entwicklung des Partner Management Teams verantwortlich. Mit ihm haben wir über seine wichtigsten Learnings aus 2021 und seine Pläne für 2022 gesprochen. fMi: Rückblickend auf 2021: Patrick Soxhlet, VP Partner Was waren Ihre größten Management Global USC Erfolge im Partner Management Team? Patrick Soxhlet: Der Zusammenhalt im Team war herausragend. Es ist beeindruckend, wie das Team durch dieses schwierige Jahr gegangen ist und wie sie die Partner:innen durch die Krise begleitet haben. Wir konnten trotz der besonderen Lage neue Partner:innen gewinnen. Hinzu kommt der Launch unseres neuen On-Demand-Angebotes und die Tatsache, dass wir uns online noch viel stärker aufgestellt haben, was unseren Firmenkund:innen zugute kommt. Wir haben es gemeinsam geschafft, unser hybrides Angebot noch vielseitiger zu gestalten und das war ein toller Erfolg. Was hat Sie im letzten Jahr besonders positiv überrascht? Unsere Partner:innen haben uns beim Aufbau unseres OnDemand-Angebotes sehr unterstützt. Deren Bereitschaft und Vertrauen, etwas Neues mit uns zu entwickeln, haben mich gefreut. Sie haben 2021 einige namhafte Ketten neu dazugewonnen – war das Ihre Strategie? Es war ganz klar ein Ziel in unserer strategischen Ausrichtung. Wir haben aber auch viele neue inhabergeführte Studios dazugewinnen können und legen darauf ebenfalls sehr großen Wert.

meinsam mit uns wachsen möchten. Bei meinem Ansprechpartner Thorsten und seinem Thema finde ich immer ein offenes Ohr. Wir tauschen Ideen aus, besprechen neue Pläne und ich bekomme auch interessante, neue Vorschläge. Ich merke, dass wir ihnen wichtig sind und sie wollen sicherstellen, dass es uns langfristig gut geht. Welche spannenden neuen Projekte planen Sie für 2022? Ich möchte die Kampfsportszene noch viel mehr voranbringen und mehr Aufmerksamkeit für den MMA-Sport generieren. Dafür werde ich vielleicht Kampfsportvideos für meine Online-Auftritte produzieren und vieles mehr. Außerdem arbeite ich an meinem zweiten Buch. Es wird definitiv ein spannendes Jahr.

Patrick Soxhlet ist VP Partner Management Global bei Urban Sports Club, dem Team, das für die Zusammenarbeit und Betreuung der rund 6.000 Partner:innen in Deutschland verantwortlich ist. Bereits seit Mai 2017 im Unternehmen führt 01/22

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Was sind die Ziele von Partner Management für 2022? Wir wollen unseren On-Demand-Bereich ausbauen, um weiter auf die Wünsche unserer B2C- und B2B-Mitglieder einzugehen. Unser Online-Angebot ist eine gute Ergänzung und rund zehn Prozent unserer Mitglieder nutzen dieses gern zusätzlich zum Vor-Ort-Angebot. Zudem haben wir unseren Partner:innen gezeigt, dass wir sie erfolgreich durch eine Krise bringen können und es danach auch wieder mit voller Power mit uns weitergeht. Welche Trendsportarten haben Sie für kommendes Jahr „auf dem Radar“? Wir beobachten gespannt Padel, Piloxing und viele MischSportarten. Boutique-Fitness wird auch weiterhin wichtig bleiben. Außerdem waren wir sehr erfreut, dieses Jahr unseren Mitgliedern noch mehr Indoor-Cycling-Kurse anbieten zu können. Aber auch Bouldern und HIIT-Workouts in Gruppen werden weiterhin boomen. Was sind Ihre eigenen Lieblingssportarten? Ich nutze gern die Online-Angebote unserer Partner:innen und probiere die Live-Kurse aus. Wenn ich meine Teams in den anderen Städten besuche, teste ich gern gemeinsam mit ihnen unsere Boutique-Fitness-Angebote, wie zum Beispiel Indoor Cycling.

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MANAGEMENT | HYROX PARTNERSCHAFTSKONZEPT | ANZEIGE

The World Series of Fitness Racing: HYROX

Fitness neu denken

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YROX ist das Fitness-Race für alle. Bei HYROX müssen die Athlet:innen ihre Kraft und Ausdauer gleichermaßen unter Beweis stellen. In einer innovativen Mischung aus acht Ein-Kilometer-Läufen im Wechsel mit acht unterschiedlichen Workouts kann jede:r Athlet:in sein:ihr persönliches Fitnesslevel austesten und sich entweder allein oder mit Partner:in (Double) der Challenge stellen. Präzise Zeitmessung und ein komplett identisches Set-up vor Ort in den Wettkampflocations garantieren die professionelle Umsetzung jedes Wettkampfes. Bis zu 3.000 Athlet:innen nehmen an jedem Event der HYROX WORLD SERIES OF FITNESS teil, die durch vier Städte in Nordamerika und 16 europäische Metropolen tourt. Ihren spektakulären Abschluss findet die Tour alljährlich in den WORLD CHAMPIONSHIPS OF FITNESS.

HYROX Gym Partnerschaft Bereits beim Auftakt der HYROX Events 2017 in Hamburg haben die Veranstalter mit Gyms, Studios und Fitnessketten kooperiert und festgestellt, wie erfolgreich das HYROX Konzept in den jeweiligen Studios angenommen wurde. Aus dieser Erfahrung heraus wurde das HYROX Partnerschafts- bzw. Affiliationmodell für Fitnessstudios und Gyms entwickelt.

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HYROX bietet ein attraktives Partnerschaftsmodell an, dass auf jede Art von Studio angepasst werden kann. Die mittlerweile über 450 Partnerstudios in Deutschland profitieren von den starken Marketingmaßnahmen von HYROX: Sie können u. a. offizielle HYROX Trainingskurse anbieten und können zahlreiche Marketingtools sowie die Marke HYROX mit ihrem unverwechselbaren Corporate Design nutzen. Neben der Stärkung der eigenen Studiocommunity bringt HYROX so neue Interessenten in die Studios. Über ein attraktives Kickback-Modell kann die geringe Lizenzsumme zum Teil zurückverdient werden. Sie sind interessiert, Partnerstudio zu werden oder möchten mehr darüber erfahren? Schreiben Sie eine Mail an Jacob Tilly (jacob@hyrox.com), er erläutert Ihnen die Vorteile und Optionen des Studiomodells im Detail.

HYROX Physical Fitness Test Seit Juli 2021 läuft die HYROX Gym Tour. Im Rahmen dieser Tour haben Studios die Gelegenheit, das neueste HYROX Produkt in ihrem Studio kennenzulernen: den HYROX Physical Fitness Test – kurz PFT. Der HYROX PFT wird ab sofort in tausenden Gyms weltweit durchgeführt. Im Rahmen der HYROX PFTs veranstaltet HYROX in Ihrem Studio ein Event für Ihre Mitglieder – völlig kostenfrei! Inhaber und Mitglieder erfahren vor Ort den Spirit von HYROX sowie Tipps und Tricks für das HYROX Fitness Race. Falls Sie mit Ihrem Studio Interesse an einem HYROX PFT haben, melden Sie sich gerne bei Philipp von Soosten (philipp@ hyrox.com). www.hyrox.com

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Das HYROX Konzept bei der Pfitzenmeier Gruppe

„Ein Mehrwert für Mitglieder und Mitarbeitende“

Michael Wunderle Der Regionalleiter für die VeniceBeach- und FitBase-Studios der Pfitzenmeier Gruppe, Michael Wunderle (Jahrgang 1986), hat an der DHfPG den Bachelor-of-Arts-Studiengang Fitnessökonomie abgeschlossen und ist HYROX Finisher. www.venicebeach-fitness.de; fitbase.fitness

fMi: Wie kam es dazu, dass die Unternehmensgruppe Pfitzenmeier mit ihren Anlagen Wellness und Fitnesspark Pfitzenmeier, VeniceBeach, FitBase und FitCamp Partner von HYROX geworden ist? Michael Wunderle:  Vor knapp vier Jahren haben wir zum ersten Mal vom HYROX Event gehört, das in der DM Arena in Karlsruhe stattfand. Wir haben schnell erkannt, dass das Konzept mit seinen Competitions super zu uns und unseren Trainingsangeboten passt und für unsere Mitglieder und Mitarbeitenden einen Mehrwert bietet. Nach kreativen Gesprächen mit Jacob Tilly von HYROX haben wir beschlossen, miteinander zu kooperieren.

Fotos: Upsolut Sports GmbH, Christopher Griener

Waren in den Studios oder an den bisherigen Trainingskonzepten Veränderungen nötig, um das HYROX Trainingskonzept zu integrieren? Warum passt HYROX zum Angebot der Studios? Da unsere Fitnessanlagen mit großen und modernen Athletikarenen oder Functional-Fitness-Bereichen ausgestattet sind, waren keine Veränderungen notwendig. Die Trainingsformen waren für uns nicht neu und das Konzept passte mit seinen unterschiedlichen Disziplinen perfekt zu unseren Trainingsmöglichkeiten. Neu war der Wettkampfcharakter. Wie haben Sie HYROX in Ihr bisheriges Angebot eingebunden? Rund drei Monate vor dem Event bewerben wir die Veranstaltung und bieten neben unseren Athletikkursen ein bis zweimal in der Woche zusätzliche HYROX Vorbereitungskurse an. Dort werden unsere Mitglieder mit gezielten Übungen und Trainingsprogrammen auf den Wettkampftag vorbereitet. Die Resonanz ist sehr positiv. Welche Erfahrungen haben Sie mit HYROX innerhalb Ihrer Studiocommunity gemacht? Wie ist das Feedback der Kund:innen auf der einen und der Mitarbeitenden auf der anderen Seite? Die meisten Mitglieder, die am Event teilnehmen möchten, besuchen auch kontinuierlich unsere HYROX Kurse. Das sind oft ehrgeizige Mitglieder, die sich hohe Ziele gesteckt haben. Für einige ist dabei neu, ihr persönliches Fitnesslevel zu messen und ihre persönliche Leistung mit anderen zu vergleichen. 01/22

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Zur Community zählen auch Mitglieder, die noch unschlüssig sind, ob sie am Event teilnehmen, aber den Spirit und die Dynamik der Gruppenkurse genießen. Die Vorbereitungskurse und Übungen machen neugierig und wirken „ansteckend“. In der Vorbereitungszeit sieht man immer häufiger Mitglieder, die HYROX spezifische Übungen durchführen. Das fällt auf und andere Mitglieder interessieren sich plötzlich auch für das Thema. Beim letzten Event in Karlsruhe haben neben knapp 300 Mitgliedern auch über 60 Mitarbeiter:innen der Pfitzenmeier Gruppe aus der ganzen Region teilgenommen. Für viele – insbesondere für unsere Auszubildenden und Studierenden – war das ein absolutes Highlight. Man hat sich über die Erfahrungen auf der Strecke bei den einzelnen Competitions und den Muskelkater danach noch wochenlang unterhalten. Inwiefern hat HYROX Sie bei der Umsetzung in den Studios unterstützt? Im Zuge der Vereinbarung der Kooperation haben wir einen gemeinsamen Roll-out besprochen. Neben Marketingmaterialien war es für uns entscheidend, unsere Mitarbeitenden von Anfang an mit „ins Boot“ zu holen. Wir haben dazu eine große Kick-off-Veranstaltung durchgeführt, bei der sich das Team von HYROX vorstellen konnte und alle einen Einblick in das Konzept bekamen. Im Anschluss wurde gemeinsam trainiert und wir haben Trainingskonzepte ausgearbeitet, die dann unsere Gruppenkurse prägten. Welche Tipps geben Sie Studiobetreiber:innen oder auch Fitnessketten, die HYROX Partner:innen werden wollen? Der Erfolg steht und fällt mit dem Team. Wenn Mitarbeitende und Trainer:innen sich selbst für HYROX begeistern, steht einer erfolgreichen Kooperation nichts im Wege. Mein Fazit: Auch wenn sich nicht jedes Mitglied brennend für HYROX interessiert, bringt es ordentlich Action in den Club.

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MANAGEMENT | FACHARTIKEL INNOVATIONSMANAGEMENT

Kreative Unternehmensführung für erfolgreiche Zukunft

Fortschritt durch Innovation Text: Nicolai Rolli

Wer sich langfristig im Markt behaupten will, braucht neben zeitgemäßen Dienstleistungsangeboten und qualifizierten Mitarbeitenden vor allem auch neue Umsetzungsideen. Mit den folgenden Praxisimpulsen sorgen Sie für die notwendigen „Entwicklungssprünge“ und schaffen ein kreatives Unternehmensumfeld, das Innovationen begünstigt.

2. Entdeckungsphase

1. Erkundungsphase

• Was sind die drängendsten Probleme und Engpässe unserer Kund:innen? • Wie gut ist die Problemlösungsqualität unserer Dienstleistung für unsere Zielgruppe? • Wie können wir den Nutzen (Problemlösung oder Wunscherfüllung) für unsere Zielgruppe steigern? • Wie können wir unsere Kund:innen dabei unterstützen, sich weiterzuentwickeln und sich ganzheitlich, also physisch, psychisch und sozial wohl(er) zu fühlen? • Was müssen wir tun, damit unsere Zielgruppe unsere Leistung als einzigartig wahrnimmt? Hinter diesen Fragen steht die Überzeugung, dass Unternehmen dann erfolgreich sind, wenn sie die Probleme ihrer Kund:innen einfacher, schneller und nachhaltiger lösen als die Konkurrenz. Gehen Sie dabei wie folgt vor:

• Mit welchen neuen Dienstleistungen/Produkten können neue Märkte erobert werden (z. B. GesundheitsCoaching-Angebote für Mitglieder)? • Welche zusätzlichen Qualifikationen brauchen die Beschäftigten? • Wie können bestehende Dienstleistungen/Produkte an die Bedürfnisse der Kund:innen angepasst werden, um sich von der Konkurrenz abzuheben (z. B. Ergänzungen um digitale Betreuung außerhalb des Studios)? • Wie können interne Arbeitsprozesse im Hinblick auf einen höheren Kund:innennutzen angepasst werden (z. B. Möglichkeiten, das körperliche/seelische Wohlbefinden direkt nach dem Training zu messen)? • Welche neuen Geschäftsmodelle können einen einzigartigen Kund:innennutzen bieten und stellen eine interessante Ertragsquelle dar (z. B.: Physiotherapie in das Unternehmen integrieren)?

Foto/Grafik: Looker_Studio, vectorcreator – stock.adobe.com

Innovatives Denken startet immer mit dem Hinterfragen der aktuellen Situation:

Nach der Erkundung der aktuellen Situation dienen Befragungen von Mitgliedern und Team-Innovations-Workshops dazu, konkrete Ideen und Chancen zu finden bzw. neue Zielgruppen zu erschließen. Das Innovationsmanagement beinhaltet einen engen Dialog mit der Zielgruppe und setzt sich u. a. mit folgenden Fragen auseinander:

Probleme analysieren Engpässe erkennen Unternehmensstärken und Marktchancen bewusst machen

Abb. 1: „Roadmap“ zur Innovationskultur (eigene Darstellung)

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eschäftigt man sich mit aktuellen Herausforderungen von Betreiber:innen und Führungskräften der Fitness- und Gesundheitsbranche, dann steht das Thema Innovationsmanagement ganz oben auf der Business-Agenda. Steigender Wettbewerb, deutlich komplexer werdende Geschäftsmodelle und die immer dynamischere Digitale Transformation der Branche (Rolli, 2020) bringen viele Unternehmen in Zugzwang. Oftmals fehlt bei allem „Innovationsenthusiasmus“ dabei aber der richtige Fokus: Mit dem Thema Innovation ist es fast ein bisschen so wie mit dem Glück: Alle wollen es haben, aber keiner weiß so recht, wie es gelingen kann. (Seeger, 2017)

Was umfasst ein Innovationsmanagement? Innovationsmanagement beschreibt die Systematik, Innovationen gezielt in Organisationen zu fördern. Konkret geht es um die Koordination von Maßnahmen, um Innovationen und zukunftsorientierte Entwicklungsprozesse im Unternehmen zu begünstigen.

3. Entwicklungsphase In der dritten Phase geht es um die konkreten Details der Innovationsidee. Eine Vision von der Zukunft nimmt Gestalt an (= Visioning): • Wie sieht das neue Geschäftsmodell im Detail aus? Welche Ressourcen sind elementar? • Welche zusätzlichen oder neuen Problemlösungen oder „Engpassinnovationen“ sollen in die Umsetzung gebracht werden und welche Wertschöpfungsprozesse werden benötigt? • Wie sieht das Ertragsmodell der Innovation aus? • Wie stellen wir uns die konkrete Umsetzung vor? Das Ziel der Entwicklung ist es, einen konkreten Zukunft-Ziel-Entwurf zu erarbeiten, der sowohl für das Unternehmen als auch für die Zielgruppe attraktiv und erstrebenswert ist.

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4. Implementierungsphase Ziel einer jeden aussichtsreichen Innovation ist die erfolgreiche Umsetzung im Markt. Hierbei gilt es, die Unterstützung des gesamten Unternehmens zu aktivieren. Die eigene Innovationskultur, d. h. die Unterstützung durch das Team, prägt v. a. die Implementierung. Jaworski und Zurlino (2007) führen als Merkmale einer Innovationskultur u. a. die Offenheit und Wissensvernetzung (Austausch mit Kundschaft, Lieferunternehmen, etc.), die inspirierende Führung und die Freiräume für Kreativität an. Durch das Testen der Innovation in einem Pilotprojekt erhöhen sich die Erfolgschancen. Risiken bei der Umsetzung der Innovation können somit minimiert werden. Die Innovation kann z. B. zunächst nur für eine begrenzte Zielgruppe angeboten werden. Eine strukturierte Auswertung des Pilotprojektes bringt Erkenntnisse, was gut und was nicht so gut funktioniert hat. Diese Erkenntnisse werden dann für eine eventuell notwendige Konzeptanpassung und später für das „Ausrollen“ der Innovation herangezogen.

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MANAGEMENT | FACHARTIKEL INNOVATIONSMANAGEMENT Das lateinische Wort „innovare“ (Wortbasis für Innovation) bedeutet übersetzt „erneuern“. Im wirtschaftlichen Sinne müssen solche Erneuerungen immer einen wahrnehmbaren Nutzen bringen (Graning, Hartlieb & Lerche, 2013). Das Ziel von Innovationen ist es, die eigenen Angebote und die eigene Dienstleistung zu verbessern, indem gezielt auf die Probleme, Bedürfnisse und Wünsche der Zielgruppe eingegangen wird (Wördenweber, Eggert, Größer & Wickord, 2020). Die vereinfachte Formel dafür lautet:

Innovation bessere Leistung höhere Zufriedenheit der Zielgruppe mehr Umsatz Steigender Innovationsbedarf – gerade im Mittelstand James M. Higgins, Autor von vielen Publikationen zum Thema Management, sieht in diesen publikumsgerechten Innovationsprozessen deshalb schon seit geraumer Zeit ein zentrales Aufgabenfeld von Führungskräften: „Zweifellos liegt der Schwerpunkt der Führungsaufgabe im 21. Jahrhundert darin, mehr kundenorientierte Innovationen entwickeln zu lassen und diese konsequent im Markt durchzusetzen.“ (1998, S. 31). Bestärkt wird diese These durch aktuelle Forschungsergebnisse und wachsende Herausforderungen im Rahmen der Unternehmensführung (Arenberg, 2020).

technologische Neuerungen (Künstliche Intelligenz, Big Data etc.) und die Digitalisierung entscheidende „Innovationstreiber“ sind, die zahlreiche neue Potenziale, Chancen und Möglichkeiten für die Studios bieten (Moustakas et al., 2021). Bei aller Digitalen Transformation liegt die Chance für die professionelle Gesundheitsdienstleistung aber besonders auf der Ebene des gesteigerten zwischenmenschlichen Beziehungsbedürfnisses von Kund:innen. Empathie (Betreuung) und Kreativität (Innovationen finden) sollten daher gezielt gefördert werden. Digitalisierung im Sinne von technologischem Fortschritt (z. B. intelligente, smarte Trainingsgeräte und ein umfassendes Trainingserlebnis vor Ort) ergänzt diese empathische Beziehung, aber sollte diese definitiv nicht ersetzen.

Innovationsimpulse für die praktische Umsetzung Um im eigenen Unternehmen langfristig eine offene, kreative und motivierende Innovationskultur zu etablieren, bietet die eingangs platzierte „Roadmap“ (vgl. Abb. 1) mit ihren vier Wegweisern wertvolle Ansatzpunkte.

Fazit Mit diesen hilfreichen Innovationsimpulsen steht kreativen Geschäftsideen jetzt nichts mehr im Weg. Scheuen Sie sich nicht, häufiger out of the box zu denken und beziehen Sie Ihr Team aktiv mit ein, denn Innovationsmanagement bedeutet, das Unternehmen gemeinsam immer wieder neu zu erfinden.

Der „Mittelstandskompass“ der Steuerberatungsgesellschaft ETL Service GmbH (2021) deckt hier einen akuten Handlungsbedarf auf und liefert gleichzeitig zentrale Handlungsempfehlungen für mittelständische Unternehmen: Ein zentraler Punkt ist dabei der Ausbau der Aktivitäten im Bereich der Innovationen sowie der zielgerichteten Kund:innen- bzw. Marktforschung. Nach den aktuellen Analysen unterscheiden sich in der Praxis nämlich gerade hier erfolgreiche von weniger erfolgreichen Unternehmen.

Was es braucht, sind kreative „Innovationssprünge“

Chancen erkennen und neue Wege einschlagen Jean-Philippe Hagmann (2018) bezeichnet neben dem Streben nach Wachstum die exponentielle Entwicklung von technologischem Fortschritt und dem Anstieg der Bedürfnisse der Zielgruppen als Haupttreiber für notwendige Innovationen. Branchenfachleute (ClubIntel, 2020, Wang et al., 2021) sind sich einig, dass für die innovative Weiterentwicklung vor allem

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Nicolai Rolli Der Diplom-Sportwissenschaftler und Betriebswirt (IWW) ist Dozent an der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement (DHfPG) und Referent an der BSA-Akademie. Er absolvierte nach seinem Studium eine Ausbildung zum Heilpraktiker und ein betriebswirtschaftliches Fernstudium. Aktuell ist er als selbstständiger Coach und Unternehmensberater tätig. www.dhfpg-bsa.de

Auszug aus der Literaturliste Arenberg, P. (2021). Innovationsmanagement: Die Rolle der Führungskraft. Wissensmanagement, 3, 38–39. Graning, P., Hartlieb, E. & Lercher, H. (Hrsg.) (2013). Innovationsstrategien: Von Produkten und Dienstleistungen zu Geschäftsmodellinnovationen. Wiesbaden: Springer Gabler. Hagmann, J. P. (2018). Hört auf, Innovationstheater zu spielen! Wie etablierte Unternehmen wirklich radikal innovativ werden. München: Franz Vahlen. Wördenweber, B., Eggert, M., Größer, A. & Wickord, W. (2020). Technologie- und Innovationsmanagement im Unternehmen (4. Aufl.). Wiesbaden: Springer Gabler. Für eine vollständige Literaturliste kontaktieren Sie bitte marketing@dhfpg-bsa.de.

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Foto: DHfPG/BSA

Heute geht es mehr denn je darum, die Zukunft zu „erfinden“ bzw. selbst zu gestalten. Schon Computerpionier Alan Kay wusste: „Die beste Methode, die Zukunft vorherzusagen ist, sie zu erfinden“. Mut zur Innovation sowie neue Wege gehen und vor allem kreative Lösungen finden, das alles kann ein wichtiger Schlüssel sein. Ein Beispiel: 1968 hat der amerikanische Leichtathlet Dick Fosbury den Hochsprung revolutioniert und mit seiner neuen Sprungtechnik, dem sogenannten Fosbury-Flop, die Sportart auf ein neues Level gehoben. Wie bei so vielen anderen Innovationen davor und danach wurde auch seine „Kreativität“ anfangs nur belächelt – sein Weltrekord gab ihm jedoch Recht. Sein Stil wurde fortan kopiert und ist bis heute „das Maß aller Dinge“ im Hochsprung.


MANAGEMENT | SMARTE DIGITALISIERUNG | ANZEIGE

Smarte Workouts für echte Menschen im EGYM Ökosystem

Das Mitglied ist der Star Die smarte Digitalisierung der Trainingsfläche stellt das Mitglied in den Fokus: Vielfältige Personalisierungsmöglichkeiten, Spaß beim Training und motivierende Anzeige des Trainingsfortschritts auf jedem Endgerät, z. B. mit dem beliebten BioAge. Das sind die EGYM Workouts für „echte Menschen“ – mit smarten Kraft- und Mobilitätsgeräten und kompatiblen Kardiomaschinen vieler Marktführer.

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GYM hat sein Ökosystem konsequent für den Erfolg der Mitglieder entwickelt. Im Mittelpunkt stehen Nutzererfahrung und das Erreichen der Trainingsziele für alle. Die entscheidende Voraussetzung dafür ist die nahtlose Verbindung von Hard- und Software, unabhängig von Anbieter und Standort, also die Digitalisierung des „Kernprodukts“ im Studio, sprich, der gesamten Trainingsfläche. Zugleich erfordert die digitale Transformation, dass Betreiber sie zur Chefsache machen, um so ihr Unternehmen durchgängig zielgruppenorientiert zu gestalten.

Dem gestiegenen Gesundheitsbewusstsein gerecht werden

Veränderte Erwartungen der Trainierenden Andererseits haben sich auch die Erwartungen der Trainierenden massiv verändert: Mit dem Siegeszug des Smartphones in fast alle Bereichen unseres Lebens ist für die Mehrzahl der Mitglieder die Anbindung des Studiotrainings an ihre Sport- und Fitness-Apps ganz selbstverständlich. Die führenden Homefitness-Anbieter setzen daher gezielt – und mit Erfolg – auf digital gestützte Trainingserlebnisse.

Mit der kontinuierlichen Weiterentwicklung moderner Trainingslösungen hin zur EGYM Experience trägt EGYM den gewandelten Mitgliederanforderungen Rechnung. Heute trainieren deutlich breiter gefächerte Zielgruppen regelmäßig in Gyms: Nichtfachleute, ältere Menschen, Rekonvaleszenten etc. Hinzu kommt der starke globale Trend zum gesundheitsorientierten Training. In diesem Bereich gehört EGYM zu den weltweit führenden Unternehmen.

Für die Betreiber von Fitness- und Gesundheitsanlagen steckt in der smarten Digitalisierung ihres Angebots die große Chance, sich als innovative Fitnessanbieter zu positionieren und darüber hinaus ihre bewährten Alleinstellungsmerkmale auszuspielen: Zugang zu modernstem Equipment, kompetente Mitgliederbetreuung, persönliches/individualisiertes Training, Gemeinschaft und soziale Verantwortung.

Damit Fitnesseinrichtungen dem gestiegenen Gesundheitsbewusstsein Rechnung tragen und mit überzeugenden Konzepten den Massenmarkt bedienen können, investiert EGYM verstärkt in dieses Feld und setzt so neue Maßstäbe. Ergebnis sind z. B. innovative Trainingsmethoden an den EGYM Strength

Die smarte Digitalisierung mit dem EGYM Ökosystem hebt diese Werte auf ein neues Level: Sie berücksichtigt persönliche Trainingsvorlieben und Services für die Kunden innerhalb und – dank Anbindung über die EGYM Branded Member App – auch außerhalb des Fitnessstudios.

Smarte Digitalisierung

Erfahren Sie mehr über die „Smarten Workouts für echte Menschen“ von EGYM. fitness MANAGEMENT international

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Foto: EGYM GmbH

EGYM GmbH Einsteinstraße 172 | 81677 München Tel. 089 921 310 5100 egym.com | sales@egym.com

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Geräten, wie Immunity Boost, ein kontrolliertes, progressives und genau dosiertes Training, das Überbelastung vermeidet, oder Metabolic Fit, das bei der Regulierung des Stoffwechsels hilft.


BSA-Akademie Prävention, Fitness, Gesundheit

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MANAGEMENT | FACHARTIKEL POSITIONIERUNG UND STANDORTWAHL

Die zentrale Rolle der richtigen Standortwahl

Erfolgreiche Positionierung

Text: André Ehrlich

Kaum ein Fitness- und Gesundheitsunternehmen zweifelt an der Bedeutung des Standortes für den späteren wirtschaftlichen Erfolg des Studios. Dennoch wird die Standortauswahl in der Praxis häufig nur „aus dem Bauch heraus“ getroffen. Aber ist das der richtige Weg oder geht es besser? Mit den folgenden Ansatzpunkten erhalten Sie hilfreiche Umsetzungstipps für die Praxis.

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Informationen ignorieren muss und gute Intuition nicht durch Big Data ersetzt werden kann (Gigerenzer, 2013). Doch kann ein so extremer Ansatz auch bei einer so wichtigen Entscheidung wie der Standortwahl gelten?

Die Bedeutung der Standortwahl Die Wahl des Standortes ist eine sogenannte konstitutive Entscheidung eines Unternehmens, die langfristige Bedeutung hat und üblicherweise nicht ohne erheblichen Aufwand geänfitness MANAGEMENT international

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Foto: ekostsov – stock.adobe.com

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obert Schumann, ein bekannter deutscher Komponist und Pianist, sagte einmal: „Der Verstand irrt, das Gefühl nie“. Das Wechselspiel zwischen Logik und Intuition ist ein interessantes Gebiet der Psychologie und Entscheidungsforschung. Prof. Gerd Gigerenzer (Psychologe, Direktor emeritus am Max-Planck-Institut für Bildungsforschung und seit 2020 Direktor des Harding-Zentrums für Risikokompetenz an der Universität Potsdam) geht sogar so weit zu behaupten, dass man für gute Entscheidungen manche


stellt werden soll – nach dem möglichst gewinnbringendsten Standort gesucht? Der Wissenschaft folgend sollten bei der Standortwahl alle gegenwärtigen und zukünftigen Umweltzustände berücksichtigt werden, um unter den infrage kommenden Standorten denjenigen auszuwählen, der die Differenz zwischen standortbedingten Erträgen und Aufwendungen zugunsten der Rentabilität optimiert (Kinkel, 2009). In der Praxis bedeutet dies, in einem ersten Schritt zu überprüfen, ob die geografische Lage es ermöglicht, die betriebswirtschaftlich gesetzten Ziele zu erreichen. Erst in einem zweiten Schritt sollten technische oder juristische Themen geprüft werden.

Lage, Lage, Lage? Die oft zitierte Regel für die Wertermittlung von Immobilien und somit für die Kaufentscheidung von Immobilieninvestor:innen muss nicht unbedingt auch für den richtigen Betriebsstandort gelten. In den meisten Branchen steht nicht der Wert des Objektes im Vordergrund, sondern künftige Umsatzund Gewinnpotenziale. Hierfür gelten aber andere Bewertungsmaßstäbe, die meist weder von der Rechtsvertretung, der Steuerberatung oder von Immobilienagenturen zutreffend eingeschätzt werden können. Branchen wie Hotellerie, Gastronomie und Retail sind– getrieben von großen, über Jahrzehnte gewachsenen Ketten oder Franchiseunternehmen – in der Prüfung sehr sicher und können auf detaillierte Erfahrungswerte und Tools zur Bewertung und Entscheidungshilfe zurückgreifen. Diese werden Filialist:innen oder Franchisenehmenden von der Zentrale meist kostenlos als Beratungsleistung vor der jeweiligen Standortentscheidung zur Verfügung gestellt. Ähnlich agieren mittlerweile auch größere Fitnessketten und Franchiseanbieter:innen.

Was Big Data leisten kann und was nicht

dert werden kann. Fehlentscheidungen wirken daher über viele Jahre nach, haben großen Einfluss auf die Erträge und Kosten des Unternehmens und somit ein hohes Schadenspotenzial. Dennoch wird vor der Neueröffnung oft mehr Zeit in die Wahl der Geräteausstattung investiert, indem umfangreiche Recherchen betrieben und Erfahrungswerte eingeholt werden, als in diesen essenziellen Aspekt. Dabei kann die Lage eines Studios den Erfolg unter Umständen so stark begrenzen, dass selbst das beste Konzept mit dem besten Equipment keinen langfristigen Profit erzielen kann. Oft ergibt sich die Standortwahl aus Zufällen oder Gelegenheiten. Das muss kein Nachteil sein. Ob der Standort aber auch zur eigenen Unternehmensstrategie passt, hängt von den entsprechenden Zielen der Geschäftsführung ab: Wird der Standort aus Imagegründen gewählt, um den Markteintritt der Konkurrenz zu verhindern, oder wird – was nachfolgend unter01/22

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Gerade für Einzelstudios waren solche Lösungen früher schwer und nur zu exorbitant hohen Preisen zugänglich. Hier hat sich in den letzten Jahren viel verändert und es gibt Tools, die kostengünstig eine Vielzahl relevanter Standortdaten „auf Knopfdruck“ liefern können. Werte wie Bevölkerungsdichte und -wachstum, Kaufkraft sowie öffentliche Anbindung können beliebig zu Suchprofilen kombiniert, gewichtet und auf Makro- und Mikroebene tagesaktuell abgerufen werden. Das funktioniert aber nicht nur als Abfrage für einen bestimmten Standort, sondern auch umgekehrt zur Ermittlung potenzieller Lagen, die bestimmte Kriterien erfüllen, was eine erhebliche Erleichterung bei der Expansionsplanung darstellt. Aus den Daten ermitteln diese Tools meist sogenannte Scoring-Modelle, die eine gute Entscheidungshilfe bilden können. Allerdings sollte deren Genauigkeit nicht überschätzt werden, da das Ergebnis stark von der Auswahl der Kennzahlen und deren Gewichtung abhängig ist. Eine Standortbewertung nur auf Zahlenbasis gerät spätestens bei der nachfolgenden Wettbewerbsanalyse ins Wanken. Auch wenn viele Wettbewerbsdaten online verfügbar sind, erfordert eine zutreffende Bewertung der Konkurrenz entsprechende Branchenkenntnisse und eine individuelle Ausrichtung am geplanten Konzept sowie am angestrebten Preissegment.

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MANAGEMENT | FACHARTIKEL POSITIONIERUNG UND STANDORTWAHL die Entscheidung mit ein. Werden neue Gebiete erschlossen, erfordert es einen erheblichen Zeitaufwand, um mit lokaler Präsenz, Gesprächen und Befragungen ein Gefühl für den Standort zu entwickeln.

Wenn billig plötzlich teuer wird Beginnen erste Verhandlungsgespräche, ist der Mietzins natürlich von großer Bedeutung. Jedoch haben bei einem Mietvertrag, der viele Jahre oder Jahrzehnte läuft, andere Faktoren ein ähnliches Gewicht – diese werden aber häufig unterschätzt oder gänzlich ignoriert. Baukostenzuschuss, Indexierung, Instandhaltung, Nebenkosten, Flächenberechnung, Sicherheiten, Mithaftung, Mietbeginn und mietfreie Zeit sind nur ein paar Stichworte, die Beachtung finden sollten.

Abb. 1: Praxisbeispiel: Digitaler Überblick zum Standort Berlin (modifiziert nach 21st Real Estate GmbH, 2021)

Noch intuitiver ist die zwingende Berücksichtigung des sogenannten lokalen Wissens, wie es in Bezug auf den Standort nur die direkte Nachbarschaft oder lange ansässige Unternehmen über Jahre entwickeln können. Solche Aspekte führen oft irrational und numerisch nicht begründbar dazu, dass ein Standort von der lokalen Kundschaft angenommen wird oder nicht (Antweiler, 1998). Bei ortsansässigen Betrieben fließt dieser Aspekt meist unbemerkt und automatisch in

Wer weiß, was in der aktuellen Marktsituation üblich ist und verlangt werden kann, ist hier klar im Vorteil. Ist den Verhandelnden beispielsweise nicht bewusst, dass institutionelle Vermietende aufgrund der internen Cashflow-Kalkulation höchst ungern den Mietzins reduzieren, dafür aber oft alternativ hohe Summen zu Beginn für den Innenausbau bereitstellen, werden sie nicht per se auf eine Mietzinsreduktion bestehen, was aber langfristig gesehen finanziell wesentlich sinnvoller wäre. Wer hier nicht die Tricks und Kniffe kennt, sollte sich professionell beraten und in der Verhandlung begleiten lassen. Die Kosten hierfür entsprechen oft nur einem Bruchteil der Beträge, die eingespart werden können.

Praxistipp Grundsätzlich gilt, dass ein günstiger Mietpreis nicht dazu verleiten sollte, einen Standort zu realisieren, der auch nur die geringsten Zweifel an der gewünschten Zielgruppenfrequenz aufwirft. Oft sind teurere Standorte langfristig wirtschaftlicher, wenn sie im Gegenzug mehr Umsatzsicherheit gewährleisten und performanter helfen, die sonstigen Fixkosten zu decken.

Fazit

André Ehrlich André Ehrlich ist als Dozent, Autor und Tutor an der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement (DHfPG) sowie als Referent an der BSA-Akademie tätig. Als Jurist war er viele Jahre in geschäftsführender Funktion im Fitnessmarkt aktiv. Heute ist er Inhaber einer Unternehmensberatung sowie eines Unternehmens für Immobilienberatung und -vermittlung.

Verstand und Bauchgefühl sollten sich bei der Standortwahl nicht ausschließen, sondern ergänzen. Künstliche Intelligenz und Big Data verbessern die Entscheidungsqualität, können aber nicht alle wesentlichen Aspekte abbilden und den unternehmerischen Erfolg prognostizieren. Daher bleibt die Standortwahl trotz neuer Hilfsmittel eine der riskantesten betriebswirtschaftlichen Entscheidungen. Doch gerade das erhebt sie auch zu einem Erfolgspotenzial und Wettbewerbsvorteil für Betreiber:innen, die sich engagiert, offen und mit Mut dem unternehmerischen Risiko stellen.

www.dhfpg-bsa.de

Auszug aus der Literaturliste Foto: DHfPG/BSA

Gigerenzer, G. (2013). Risiko – Wie man die richtigen Entscheidungen triff. München: C. Bertelsmann. Kinkel, S. (2009). Erfolgsfaktor Standortplanung: In- und ausländische Standorte richtig bewerten (2., aktualisierte Aufl.). Berlin: Springer. Wöhe, G., Dörung, U. & Brösel, G. (2020). Einführung in die Allgemeine Betriebswirtschaftslehre (27., überarbeitete und aktualisierte Aufl.). München: Franz Vahlen. Für eine vollständige Literaturliste kontaktieren Sie bitte marketing@dhfpg-bsa.de.

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Fitnessstudios zukunftsorientiert managen – Jetzt dual Studierende ausbilden!

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MANAGEMENT | FORDERUNGSMANAGEMENT | ANZEIGE

Augmented Intelligence im Forderungsmanagement

Wie Maschinen den Menschen unterstützen

Das Forderungsmanagement wird zunehmend digitaler, doch der persönliche Kontakt zu den Kund:innen darf dabei nicht „auf der Strecke“ bleiben. Augmented Intelligence im Forderungsmanagement dient als Erweiterung und Unterstützung der menschlichen Intelligenz mit Künstlicher Intelligenz (KI). Durch die richtige Kombination von Mensch und Maschine können analoge und digitale Kommunikationswege genutzt und Kund:innen zur richtigen Zeit über den richtigen Kanal abgeholt werden.

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Was ist Augmented Intelligence? Bei Augmented Intelligence handelt es sich um eine Erweiterung der menschlichen Intelligenz mit KI. Die Kombination von Mensch und Maschine unterstützt bei der Entscheidungsfindung. Sprich, durch die erweiterte Intelligenz können menschliche Entscheidungen schneller und präziser getroffen werden. Mit Augmented Intelligence soll aber nicht der Mensch durch die Maschine ersetzt werden. Ziel dieser erweiterten Intelligenz ist die Unterstützung der menschlichen Intelligenz durch das maschinelle Lernen und Denken der KI. Im Gegensatz zu der KI, bei der die Maschine durch angeeignetes Wissen selbst die Entscheidung trifft, bleibt die Entscheidungsfindung bei der erweiterten Intelligenz beim Menschen.

Vorteile von erweiterter Intelligenz In nahezu jedem Unternehmen gibt es Bereiche, in denen bestimmte Prozesse viel Zeit in Anspruch nehmen. Die Datenerfassung von Kund:innen, die Kommunikation mit ihnen und das Rechnungs- und Mahnwesen sind besonders zeitaufwendige Aufgaben. Mithilfe von erweiterter Intelligenz lassen sich viele ProzeSse verschlanken und optimieren. Zu den wesentlichen Vorteilen von Augmented Intelligence gehören folgende Beispiele: Zeit- und Kostenersparnis Je mehr Zeit bestimmte Prozesse in einem Unternehmen in Anspruch nehmen, desto weniger Zeit bleibt für andere wichtige Aufgaben. Das manuelle Erfassen von Kund:innendaten, das Schreiben von Rechnungen und Mahnungen per Hand, das Überwachen von Zahlungseingängen durch Mitarbeitende oder die Kommunikation mit Kund:innen per Brief, E-Mail oder Telefon sind besonders zeitaufwendig. Durch die Zusammenarbeit von Mensch und Maschine lassen sich einzelne Arbeitsschritte verschlanken. So können Sie Zeit, Personal, Ressourcen und Kosten sparen.

Foto: sdecoret – stock.adobe.com

Risikominimierung Erweiterte Intelligenz dient als Unterstützung bei der frühzeitigen Identifikation von Risikokund:innen. Durch zahlungsunfähige oder zahlungsunwillige Personen, die nicht pünktlich oder gar nicht bezahlen, geraten viele Unternehmen in finanzielle Engpässe. Mit Augmented Intelligence lassen sich umfangreiche Daten sammeln, auswerten und Muster erkennen. Je mehr Informationen Ihnen zu Ihrer Klientel vorliegen, desto eher erkennen Sie auch mögliche Gefahren und können die Risiken von Zahlungsausfällen reduzieren. Zufriedenheit der Kund:innen In der heutigen Zeit wünschen sich Kund:innen, dass ihre Bedürfnisse und Anliegen schnell, unkompliziert und individuell gelöst werden. Eine einfache Kontaktaufnahme, zügige Antworten und individuelle Angebote sorgen für eine hohe Zufriedenheit. Mit der Kombination von KI und menschlicher Intelligenz können Sie Ihre Kund:innen bestmöglich abholen – flexible Kommunikationsplattformen lassen die Herzen Ihrer Klientel dabei höherschlagen. 01/22

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Einsatzgebiete von Augmented Intelligence im Forderungsmanagement Bei Augmented Intelligence liegt die Entscheidungsfindung allein beim Menschen, was vor allem im Forderungsmanagement besonders wichtig ist. Eine Maschine kann zwar Risiken frühzeitig erkennen, aber nicht immer so empathisch handeln, wie es ein Mensch tun würde. Wenn Maschine und Mensch interagieren, kann die erweiterte Intelligenz im Inkasso verschiedene Gebiete unterstützen: Data Analytics Optimale Voraussetzungen für Augmented Intelligence im Forderungsmanagement bietet Data Analytics. Für den Menschen ist es fast unmöglich, riesige Datenmengen zu erfassen und zu analysieren. Mit dem Einsatz der erweiterten Intelligenz werden Daten maschinell gesammelt, analysiert und gefundene Muster bereitgestellt. Behavioral Science Im Forderungsmanagement ist es von Vorteil, wenn Sie Ihre Kund:innen genau kennen. Die erweiterte Intelligenz ist dabei optimal für eine solche Verhaltenswissenschaft. Augmented Intelligence sammelt nicht nur Daten, sondern kann durch maschinelles Lernen selbstständig (Verhaltens-)Muster erkennen. Welche Zahlungsart bevorzugt Kunde X? Erfolgt eine pünktliche Bezahlung durch Kundin Y? Omnichannel-Kommunikation Die Korrespondenz im Inkasso ist für säumige Kund:innen oftmals unangenehm, da nicht alle mit Absicht in Zahlungsverzug geraten. Zusätzlich gibt es Anliegen, wie beispielsweise Zahlungsnachweise, die Konsument:innen schnell klären möchten. Im Debitorenmanagement kommt es also ganz besonders auf das Einfühlungsvermögen an. Das Zusammenspiel von KI und menschlicher Intelligenz ist für die Omnichannel-Kommunikation daher eine große Bereicherung. Mit kanalübergreifenden Kommunikationsplattformen wie Live-Chat, E-Mail, Telefon, SMS oder den klassischen Brief können Sie Ihre Zielgruppe zum richtigen Zeitpunkt über den passenden Kanal auf Augenhöhe ansprechen.

Fazit: Mit Augmented Intelligence das Forderungsmanagement verbessern In Zukunft werden Mensch und Maschine immer häufiger zusammenarbeiten. Der Einsatz von KI vereinfacht schon heute zahlreiche Prozesse. Augmented Intelligence im Forderungsmanagement ist eine Chance, verschiedene Arbeitsabläufe zu optimieren und die Entscheidungsfindung zu vereinfachen. Bei Inkasso Becker Wuppertal – Part of Lowell wurde dafür sogar eine eigene Formel entwickelt: AI x HI = CX² Mehr über Artificial Intelligence (AI), Human Intelligence (HI) und Customer Experience (CX) finden Sie unter ibw.lowellgroup.de.

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MANAGEMENT | PRAXISCHECK EMS

Branchenkonzepte im Praxischeck: EMS-Training

Wie viel mehr kann EMS? Text: Anke Sörensen und Jürgen Wolff

Der Bereich EMS-Training (kurz: EMS) ist seit vielen Jahren ein Erfolgsmodell. Die „Eckdaten der deutschen Fitness-Wirtschaft“ verzeichnen für Mikrostudios mit dem Angebot EMS Jahr für Jahr ein überproportionales Wachstum. Und auch immer mehr klassische Fitness- und Gesundheitsanbieter:innen integrieren EMS in ihr Angebot. Aber hat diese Trainingsform in unserer Branche den Stellenwert, der ihr gebührt? Wird schon das gesamte Potenzial genutzt? Wie viel mehr kann EMS? fitness MANAGEMENT international ist diesen Fragen nachgegangen und macht einen Praxischeck.

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odern, effektiv, zeitsparend – auf EMS-Training treffen viele positive Attribute zu. EMS ist u. a. mit relativ kurzen Anwendungszeiten sehr effektiv und braucht wenig Platz. Es bietet also sehr viele Vorteile.

Ursprünge in der Therapie

Hohe Anforderungen an EMS-Anbieter:innen

Um das Prinzip des EMS-Trainings richtig zu verstehen, lohnt sich ein Blick in die Geschichte dieses Trainings- bzw. Therapiekonzeptes. Die Anwendung der funktionellen Elektrostimulation wurde bereits Anfang der 1960er-Jahre für die therapeutische Rehabilitation zum Wiederaufbau von Muskeln entwickelt. Die funktionelle Elektrostimulation der Muskulatur erfolgt sowohl in der Rehabilitation als auch im Training im Regelfall mit Oberflächenelektroden über die Haut. Durch Veränderung der Reizfrequenz können verschiedene Bereiche des Muskelfaserspektrums unterschiedlich stark beansprucht werden. Die durch Strom induzierte Muskelkontraktion führt zu strukturellen Anpassungen der Muskulatur und zu einer messbar gesteigerten Leistungsfähigkeit der „behandelten“ Muskulatur.

EMS-Geräte erfüllen die hohen Anforderungen der Medizintechnik und sind als Medizinprodukte einzustufen, unabhängig von der Anwendung. Die Definitionen des Medizinproduktegesetzes (MPG) in den Paragrafen 2 und 3 sind eindeutig. Gleiches gilt für die Ausführungen der hierzu erlassenen Verordnung nebst Anlagen. Die Zuordnung der EMS-Geräte zu den Medizinprodukten hat weitreichende Folgen. Diese wurden auch im Teil 5 (EMS-Training) der DIN 33961, der DIN-Norm für Fitnessanlagen, sowie in der aktuellen Version der Strahlenschutzverordnung (NiSV) berücksichtigt. Die Anforderungen an EMS-Anbieter:innen sind damit hoch: Die Geräte müssen dem MPG entsprechen und die Umsetzung des fitness- und gesundheitsorientierten Trainings – inklusive der notwen-

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Darüber hinaus hat EMS seinen Ursprung in der Gesundheitstherapie und der Rehabilitation nach Verletzungen, Unfällen oder Operationen. Diese Form des Gesundheitstrainings sollte angesichts der pandemiebedingten Auflagen und der Frage nach Systemrelevanz von Fitnesstraining in Zukunft noch stärker in der Außendarstellung und der Positionierung herausgestellt werden.

In der Therapie und im Training wird mit den gleichen EMSGeräten gearbeitet. Der Unterschied liegt im Einsatzbereich sowie in der Zielsetzung und der Steuerung der Übungen. Physiotherapeut:innen nutzen medizinische EMS in der Rehabilitation oder wenn Patient:innen mit Problemen wie Schmerz, Bewegungseinschränkungen oder Funktions- bzw. Kraftverlust zu ihnen kommen. Sie wählen gezielt Übungen aus, die ein funktionelles Problem oder Krankheitsbild verbessern sollen und vom Schwierigkeitsgrad und der Intensität her genau zum Zustand des:der Patient:in passen. Sowohl die lokale Stimulation als auch die Ganzkörperstimulation findet Anwendung in der Therapie.


digen Fachkunde jedes:jeder Trainer:in – muss gemäß der Strahlenschutzverordnung erfolgen und auch dokumentiert werden. Diese Verordnung müssen alle EMS-Anbieter:innen ab dem 1. Januar 2023 umsetzen (Stilke, 2021).

Wie effektiv ist EMS-Training? Um die Effektivität einer Trainingsform zu ermitteln, eignet sich ein Vergleich mit einer anderen Trainingsform. Kemmler et al. (2015) haben der Ganzkörperelektrostimulation (WBEMS) zu diesem Zweck ein hochintensives Krafttraining (HITRT) gegenübergestellt, um einen alltagsrelevanten Vergleich zwischen dem zeiteffektiven WB-EMS und dem Krafttraining zu gewährleisten. HIT-RT, definiert als „Einsatztraining unter Einsatz von Intensivierungstechniken“ (Giessing, 2008; Steele, Fisher, Giessing & Gentil, 2017), ist ähnlich dem WB-EMS der Prototyp eines zeiteffektiven Trainings für Menschen mit geringem Zeitbudget. Im Rahmen dieser Untersuchung trainierten 23 Männer nach Zufallseinteilung jeweils über 16 Wochen in einer HIT-RT- bzw. einer WB-EMS-Gruppe. Die HIT-RT-Gruppe trainierte zwei- (selten) bis dreimal pro Woche und absolvierte ein Ganzkörpereinsatztraining mit zunehmend ausbelastenden Intensivierungtechniken (u. a. Super- und Dropsätze).

Bereicherung für den gesundheitsorientierten Fitnessmarkt Zusammenfassend betrachtet führten beide Trainingsmethoden zu einer signifikanten und hochrelevanten Erhöhung der Muskelmasse und einer in etwa ebenso hohen Reduktion der Körperfettmasse (≈1,0 kg). Die Entwicklung in der HIT-RTGruppe lag für beide Größen etwas günstiger. Ebenfalls vergleichbare Ergebnisse zeigten sich für die Verbesserung der Maximalkraft, bei der die HIT-RT-Gruppe für die Beinkraft etwas höhere, für die Rückenkraft etwas niedrigere Kraftwerte zeigte. Beide Gruppen wiesen ebenfalls eine signifikante Reduktion des Risikos eines metabolischen Syndroms auf, aber hier waren die Ergebnisse für die WB-EMS-Gruppe deutlich günstiger. Dieser Unterschied war u. a. auf die deutlichere Reduktion des Taillenumfangs zurückzuführen. Kemmler et al. (2015) kommen zu dem Schluss, dass faktisch beide Trainingsmethoden zu weitgehend vergleichbaren Verbesserungen von Gesundheits- und Leistungsgrößen führen. Beachtete man Kontraindikationen und die Richtlinien für ein sicheres und effektives WB-EMS-Training, so könne diese Trainingstechnologie aus metabolischer Sicht ebenso wie aus orthopädischer Sicht als besser belastungsverträglich im Vergleich zu einem intensiven konventionellen Krafttraining eingeschätzt werden. WB-EMS stelle eine Bereicherung des gesundheitsorientierten Fitnessmarktes dar, folgern die Wissenschaftler:innen.

Ganzkörper-EMS als Option für Senioren Darüber hinaus haben Forscher:innen festgestellt, dass die Trainingsmethode Ganzkörper-EMS und die Zielgruppe Senior:innen perfekt zusammenpassen (2018). Bei Senior:innen zeigen sich neben positiven Effekten auf kardiometabolische Größen – kardiale Auswurfleistung, metabolisches Syndrom, Blutdruck und das gesamte sowie abdomi01/22

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nale Körperfett – besonders bei Muskelmasse und -funktion Ergebnisse im Bereich eines intensiven Krafttrainings (Kemmler et al., 2015). Gerade im Spannungsfeld der Sarkopenie zeigen kürzlich durchgeführte Untersuchungen deutlich das hohe Potenzial des WB-EMS-Trainings (Kemmler, et al., 2016; Kemmler et al., 2017) zur Erhöhung der funktionellen Kapazität von älteren Menschen (70 Jahre +). Auch die Muskelmasse, die neben der Muskelfunktion ebenfalls im Bereich der Thermoregulation und der Adipositasproblematik eine wichtige Rolle spielt, wird über eine WB-EMS-Anwendung signifikant positiv beeinflusst. Zudem zeigten die vorliegenden Untersuchungen mit älteren Menschen keine nennenswerten „unerwünschten“ Nebenwirkungen (Kemmler et al., 2018). Bei konsequenter Überprüfung und Berücksichtigung von Ausschlusskriterien und medizinischen Kontraindikationen sowie einer Betreuung durch gut ausgebildete, WB-EMS-lizensierte Trainer:innen ist Ganzkörper-EMS-Training ein ideales „Tool“ für ein gesundheitsorientiertes Training bei älteren Menschen (Kemmler et al., 2018).

Chancen und Perspektiven des EMS-Marktes In den vergangenen zwei Jahren mussten die Menschen viele ihrer Gewohnheiten und Verhaltensmuster an die jeweilige Corona-Lage anpassen. Wobei neben vielen gesundheitsrelevanten Gründen sicher auch eine steigende Sensibilisierung und relevante Sicherheits- und Hygienefaktoren eine wichtige Rolle spielten. Das bietet vor allem EMS-Einrichtungen die Chance, sich als ideales Kleinraumkonzept in der „Post-CoronaPhase“ zu positionieren. Viele Maßnahmen, die aufgrund von Corona wichtiger erscheinen als zuvor, sind in EMS-Einrichtungen bereits etablierter Standard. So befinden sich beim EMS-Training in der Regel maximal zwei bis drei Personen (1:1- oder 1:2-Betreuung) im Trainingsbereich. Auch Warteschlangen oder Menschenansammlungen in Räumlichkeiten sind aufgrund von Terminvergabe nahezu ausgeschlossen. Hohe Hygienestandards wie die Desinfektion der Gerätschaften nach jeder Benutzung sind selbstverständlich (Tetzlaff, 2021).

Nur Vorteile? EMS im Praxischeck Die Trainingsform EMS bietet viele Vorteile. fitness MANAGEMENT international hat geprüft, ob und wie sich diese „PS auch auf die Straße bringen“ lassen. Welche Faktoren machen EMS-Training erfolgreich? Welche Zielgruppen fragen die Trainingsform nach? Wie sehen Studiobetreiber:innen die Perspektiven von EMS? Antworten auf diese und weitere Fragen gibt Natalie Hütsch, die in Bornheim zwei EMS-Studios als Franchisenehmerin von Körperformen betreibt, im Interview.

Auszug aus der Literaturliste Stilke, E. (2021). Fachkunde und Sicherheitsstandards. medical fitness & healthcare, 01/2021, 66–67. Kemmler, W., Teschler, M., Weissenfels, A., Fröhlich, M., Kohl, M. & von Stengel, S. (2015). Ganzkörper-Elektromyostimulation versus HIT-Krafttraining – Effekte auf Körperzusammensetzung. Deutsche Zeitschrift für Sportmedizin, 66 (12), 321–327. Tetzlaff, S. (2021). Trotz Corona gestärkt in die Zukunft. fitness MANAGEMENT international, 2 (154), 62–64. Für eine vollständige Literaturliste kontaktieren Sie bitte presse@fitnessmanagement.de.

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MANAGEMENT | PRAXISCHECK EMS

Branchenkonzepte im Praxischeck: EMS-Training

„20 Minuten pro Woche passen in jeden Zeitplan!“

fMi: Von welchen Zielgruppen wird EMS-Training in Ihrem Studio schwerpunktmäßig nachgefragt? Natalie Hütsch: Zur Zielgruppe gehören überwiegend Menschen mittleren und höheren Alters, die ihrem Körper etwas Gutes tun wollen, Wert auf Gesundheit legen und bis ins hohe Alter im Alltag fit und mobil bleiben wollen. Aber auch immer mehr jüngere Menschen können sich für das EMS-Training begeistern, weil sie dadurch z. B. ihre Rückenprobleme, ausgelöst durch häufiges und langes Sitzen, loswerden. Was ist der häufigste Grund, warum sich Ihre Kund:innen für EMS-Training entscheiden? Ein wichtiger Grund ist die Zeitersparnis. 20 Minuten EMS-Training pro Woche reichen aus, um sportliche Ziele zu erreichen und das eigene Wohlbefinden zu verbessern. 20 Minuten pro Woche passen in jeden Zeitplan. Zudem schätzen unsere Kund:innen die persönliche Betreuung durch unsere erfahrenen Personal Trainer:innen und die angenehme Atmosphäre in unserem modernen Studio. Mit unseren hohen Qualitäts- und Sicherheitsstandards grenzen wir uns von anderen Wettbewerber:innen ab. Welche Zielgruppen bieten Ihrer Einschätzung nach im Jahr 2022 das größte Wachstumspotenzial für EMS-Training? Inwiefern werden Sie Ihr Marketing daran anpassen? Das größte Wachstumspotenzial bietet aus meiner Sicht die jüngere Zielgruppe. Diese stand bislang weniger im Fokus. Das möchten wir nun ändern und unser Marketing dahingehend anpassen. Das Thema Gesundheit hat im Bewusstsein der Gesellschaft einen festen Platz eingenommen, so auch bei der jüngeren Zielgruppe.

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unsere individuelle Trainingsplanerstellung und kontinuierliches Arbeiten an den persönlichen Zielen des jeweiligen Mitglieds ist die Kund:innenbindung bei uns natürlicherweise sehr gut. Aufgrund der intensiven Betreuung sind die Kund:innen besonders motiviert. Welche Faktoren machen ein EMS-Angebot aus Ihrer Sicht erfolgreich – sowohl als Shop-in-Shop im Studio als auch in Form eines eigenständigen Angebotes? Mehrere Faktoren kennzeichnen den Erfolg der EMS-Anwendung. Dazu zählen neben dem gesundheitsorientierten Trainingsansatz vor allem die persönliche Betreuung durch Personal Trainer:innen im Eins-zu-eins- oder Eins-zu-zwei-Training. Feste Trainingstermine und insbesondere die angesprochene Zeitersparnis sind weitere Alleinstellungsmerkmale. Unsere modernen Studios sowie hohe Qualitäts- und Sicherheitsstandards sind ebenso Bausteine des Erfolgs. Welche Empfehlungen haben Sie für Trainer:innen und Studiobetreiber:innen, die sich dafür interessieren, EMS-Training zu etablieren bzw. ihr Angebot mit der Trainingsform zu erweitern? Gesundheit wird immer wichtiger. Immer mehr Menschen legen Wert darauf, ihrem Körper etwas Gutes zu tun, um möglichst lange fit und mobil zu bleiben. Hierfür ist unsere gesundheitsorientierte EMS-Anwendung die perfekte Trainingsmethode – insbesondere in Zeiten von Corona aufgrund hoher Sicherheits- und Hygienestandards, getrennter Umkleidekabinen, fester Termine und nur zweier Trainierender im Studio. Als Ergänzung im bestehenden Fitnessstudio bietet EMSTraining viele Synergieeffekte: Fitnessmitglieder nutzen das Angebot zusätzlich zu ihrem bisherigen Training, evtl. auch um muskuläre Dysbalancen gezielt auszugleichen. EMS-Kund:innen nutzen Kraft- oder Cardiotraining als Ergänzung. fitness MANAGEMENT international

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Fotos: Körperformen

Welche wesentlichen Vorteile bietet EMS über die reine Trainingsform hinaus – z. B. bei der Kund:innenbindung oder beim Aufbau einer Community? Durch das Personal Training und feste Trainingstermine,

Natalie Hütsch entschied sich nach ihrer Ausbildung dazu, ihr eigenes Körperformen in Bornheim zu eröffnen. Inzwischen hat Sie bereits ihr zweites Studio in Roisdorf eröffnet.


MANAGEMENT | EXISTENZGRÜNDUNG | ANZEIGE

Die Krise als Chance nutzen

Erfolgreiche Existenzgründung in der EMS-Branche

Foto: miha bodytec GmbH

EMS-Training ist vom deutschen Fitnessmarkt nicht mehr wegzudenken. In den vergangenen Jahren hat das EMS-Segment Steigerungen u. a. im Gesamtmarktanteil und bei der Mitgliederzahl verzeichnen können. Diese positiven Tendenzen kann auch die CoronaPandemie nicht schmälern. Trotz teilweise sinkender Mitgliederzahlen in vielen klassischen Fitnessanlagen und eines Rückgangs der Gesamtstudiozahl in Deutschland hat sich das Konzept des EMS-Studios weitestgehend als krisensicher erwiesen. Eine positive Nachricht für alle, die den Schritt in die Existenzgründung wagen wollen.

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ie auffallend gute Positionierung des Angebotes von EMS-Anlagen wurde nicht nur mit den Umfrageergebnissen der DSSV-Studie „Wirtschaftliche und strukturelle Auswirkungen von Covid-19 auf die Fitness- und Gesundheitsbranche“ zum Stichtag 30. Juni 2020 belegt. Das hochwertige Personal Training hat sich, als einer der wenigen Bereiche, während der Pandemie bemerkenswert positiv entwickelt. Eine Studie der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement (DHfPG) bestätigt zudem, dass das Dienstleistungsmodell von EMS-Studios während der coronabedingten Schließungen oftmals zur Solidarisierung der Mitglieder mit ihrem Studio geführt hat. Die Mitglieder fühlten sich in den EMSAnlagen – im Vergleich zu anderen Segmenten – besser betreut.

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Dies ist auch ein Grund dafür, dass sich EMS-Studios nach dem ersten Lockdown am schnellsten wieder erholt haben und damit konkurrenzlos an den Ergebnissen aller anderen Fitnesseinrichtungen „vorbeigezogen“ sind. Vielerorts konnten EMSStudios sogar während der behördlich angeordneten Schließungen ihren Betrieb mit Sondergenehmigung weiterführen. Es verwundert daher nicht, dass auch die Ergebnisse der „Eckdaten der deutschen Fitness-Wirtschaft 2021“ des DSSV e. V. für das EMS-Segment relativ positiv ausgefallen sind. Mit einem Gesamtmarktanteil von 14,8 Prozent an allen Fitnessund Gesundheitsanlagen in Deutschland konnte eine Steigerung von einem Prozentpunkt gegenüber dem Vorjahr erreicht fitness MANAGEMENT international

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werden. Auch die Mitgliederzahl hat sich, wie auch in den Vorjahren, kontinuierlich erhöht. Das EMS-Segment präsentiert sich weiterhin als Wachstumsmarkt.

Krisensicheres Training Eine tiefergehende Analyse belegt die Gründe hierfür: Beim EMS-Training befinden sich nur wenige Personen zeitgleich in der Einrichtung und die Verweildauer ist mit 30 Minuten verhältnismäßig kurz. Damit sinkt die Angst der Kund:innen vor einer möglichen Virenübertragung auf ein kalkulierbares Minimum. EMS-Training verläuft immer über Terminvergabe. Soll heißen: keine Warteschlangen vor den Studios und damit auch keine unnötige Verbreitung von Viren. EMS-Training besticht mit einfachen, aber maximal sicheren Hygieneregeln – das schafft zusätzlich Vertrauen bei der Kundschaft. EMS-Training stärkt nicht nur die Muskulatur, sondern auch das gefährdete Immunsystem. Damit kann der:die Kund:in auf natürliche Weise und unabhängig vom Alter aktiv das Risiko für eine Erkrankung senken. Auch für dieses Jahr wird für den EMS-Markt ein deutlicher Nachfrageschub erwartet. Homefitness ist für viele Kund:innen keine nachhaltig funktionierende Lösung – und die vorgenannten Gründe werden vor allem jetzt, nach der Wiedereröffnung, zur weiteren Steigerung der Popularität dieser Trainingsform beitragen. Die zunehmende Nachfrage nach kompetenten und qualifizierten EMS-Anbieter:innen macht dieses Segment besonders für Gründende interessant. Der schnell wachsende Markt bietet zahlreiche Möglichkeiten und Chancen für einen Neueinstieg.

Existenzgründung als Alternative zum Beschäftigungsverhältnis Immer mehr Menschen in Deutschland denken über eine berufliche Selbstständigkeit nach. Viele Gründungswillige eint der Wunsch nach beruflicher Freiheit und Unabhängigkeit, nach Selbstverwirklichung und vollständiger Kontrolle über die eigene Lebenszeit. Auch die Aussicht auf finanziellen Wohlstand kann ein Anlass für die Gründung eines eigenen Unternehmens sein. Der Schritt in die Selbstständigkeit ist immer mit Risiken verbunden, die eine ganz andere Dimension einnehmen als ein gewöhnlicher Wechsel der Arbeitsstelle. Deshalb sollte dieser Schritt wohlüberlegt und gut geplant sein. Eine selbstständige Tätigkeit kann gegenüber einem abhängigen Arbeitsverhältnis auch viele Vorteile mit sich bringen. Hierzu zählen insbesondere die folgenden Punkte: • Wirtschaftliche Unabhängigkeit und keine Anweisungen durch Vorgesetzte • Erhöhung des Einkommens

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• Freie Zeiteinteilung hinsichtlich der eigenen Arbeitszeiten • Verwirklichung eigener Ideen und Entfaltung der eigenen Kreativität • Nutzung steuerlicher Vorteile • Einbringen sämtlicher persönlicher Erfahrungen möglich • Hobby zum Beruf machen

Das eigene EMS-Studio als Einstieg in den Zukunftsmarkt Gesundheit Im Hinblick auf die Frage, in welcher Branche man als Existenzgründer:in aktiv werden soll, lassen sich die meisten Gründungswilligen von den eigenen Interessen bzw. der eigenen beruflichen Vorprägung leiten. Das stetige Wachstum der Fitness- und Gesundheitsbranche lässt den Markt auch für viele Start-ups attraktiv erscheinen – insbesondere dann, wenn man bereits im Vorfeld als Mitglied oder Angestellte:r mit der „Materie“ in Kontakt getreten ist. Umgekehrt steigt jedoch auch die Zahl der Studioinhaber:innen, die von der Entwicklung des Marktes durch einen Quereinstieg profitieren wollen. Wer eine eigene Existenz in der Fitness- und Gesundheitsbranche aufbauen will, dem bietet aktuell vor allem ein Segment attraktive Möglichkeiten: der EMS-Markt.

Branchenspezifische Besonderheiten in der EMS-Branche Neben einer steigenden Nachfrage nach dem effektiven Ganzkörpertraining gibt es weitere Faktoren, die den EMS-Markt für Gründer:innen immer interessanter werden lassen. Gerade in diesem Segment bieten zahlreiche Franchise- und Lizenzsysteme schlüsselfertige Konzepte an, die bei der Existenzgründung in allen Bereichen professionell unterstützen können. Hier wird es Selbstständigen also ermöglicht, von der Erfahrung und der Reichweite etablierter Konzepte zu profitieren. Darüber hinaus bietet ein EMS-Studio als klassischer Vertreter des Mikrostudios die Vorteile eines überschaubaren Investitionsvolumens und eines geringen Flächenbedarfs. Genau diese beiden Aspekte können den Aufbau eines konventionellen Studios für Existenzgründer:innen erheblich erschweren. EMS-Konzepte greifen zudem den technischen und digitalen Trend auf und bieten der Klientel diverse Vorteile. EMS-Studios benötigen aufgrund ihres tendenziell hochpreisigen Spezialangebots außerdem weniger Mitglieder, um die Gewinnschwelle zu erreichen.

Mit Rückenwind die Selbstständigkeit wagen Der EMS-Markt bleibt also trotz der Corona-Krise stabil und bietet Unternehmer:innen oder Existenzgründer:innen nach wie vor ein riesiges Potenzial: Neben der individuellen Betreuung und den kurzen Trainingseinheiten untermauert das EMS-Training derzeit vor allem aufgrund seiner sicheren Trainingsform seinen Status als krisensichere Investition. Diesen Rückenwind sollten Sie jetzt gewinnbringend nutzen. Der direkte Weg zu Ihrem erfolgreichen EMS-Studio führt über: www.yourownbigthing.de

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FITNESS & GESUNDHEIT | FACHARTIKEL GRUPPENTRAINING

Hybrider Kursplan

Online- und Präsenzkurse optimal verbinden Text: Manuela Reusing

In den vergangenen Monaten haben sich Online-Kurse im Gruppentrainingsbereich etabliert. Dabei wird zwischen Livestreams und Aufzeichnungen unterschieden. Was bei der Implementierung der unterschiedlichen Formate zu beachten ist, wie diese zukünftig weitergeführt werden und bestehende Kurspläne ergänzen können, zeigt der vorliegende Artikel.

Welche Bedeutung dem Kursangebot mittlerweile zukommt, zeigen die Zahlen aus 2020: Sogar in diesem besonders schweren Jahr ist der prozentuale Anteil der Fitnessunterneh-

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men, die Kurse anbieten, im Vergleich zum Vorjahr gestiegen (DSSV, 2021). Bei einer Umfrage der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement (2021) gaben 18 Prozent der befragten Endverbraucher:innen an, dass sie dauerhaft ein digitales Trainingsangebot von ihrem Fitnessstudio erwarten. Für knapp die Hälfte der Befragten ist der persönliche Kontakt zu den Kursleiter:innen so bedeutend, dass es für Unternehmen zielführend ist, selbst digitale Anfitness MANAGEMENT international

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Foto: rawpixel.com – stock.adobe.com

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ruppentraining spielt bereits seit den späten 1980erJahren in vielen Fitnessstudios eine Rolle. Seit circa zehn Jahren werden auch Online-Kurse auf dem deutschen Markt angeboten.


gebote mit den eigenen Trainer:innen zu erstellen und diese entsprechend ihren Mitgliedern verfügbar zu machen. Für Unternehmen wird es also höchste Zeit, sich mit der Thematik „Hybrider Kursplan“ auseinanderzusetzen.

• Steht permanent ein professionell ausgestatteter Raum inklusive Technik für Livestreams zur Verfügung? • Stehen für die anvisierten Kurszeiten und -inhalte ausreichend Kursleiter:innen zur Verfügung?

Vorteile von Gruppentrainingsangeboten im Studio

Sind die räumlichen, technischen und personellen Voraussetzungen für Livestreams momentan nicht gegeben, sollten die Möglichkeiten zur Aufzeichnung überprüft werden: • Wer kann wo Kurse aufzeichnen? • Welche Kurstrainer:innen bereiten welche Inhalte vor? • Welche rechtlichen Aspekte sind zu beachten (Musik, Internetplattform usw.)?

Gruppentraining verfolgt generell die gleichen Ziele wie Kraft-, Ausdauer- oder Beweglichkeitstraining auf der Fläche. Zusätzlich kann das Trainieren in der Gruppe die Motivation fördern: Die Kommunikation, der Spaß an Bewegung mit Musik und das Wissen um eine kompetente fachliche Betreuung durch die Gruppenleitung motivieren die Mitglieder, den Kursbereich im Studio zu nutzen (Sofija, Plugge, Wiseman & Harris, 2018). Die vielfältigen Vorteile sowohl für die Kundschaft als auch für den Fitnessbetrieb werden in den letzten Jahren immer mehr erkannt: Kursteilnehmende kommen meist regelmäßig zum Training (zu „ihrem“ Kurs), erreichen dadurch ihre Ziele, knüpfen Freundschaften und bauen eine Bindung zur Gruppe, zur Kursleitung und damit zum Unternehmen auf. Online-Kurse stellen eine Möglichkeit dar, diese Vorteile des Gruppentrainings gezielt zu erweitern: Durch das digitale Angebot werden mehr Mitglieder erreicht, da die Kurse im privaten Umfeld durchgeführt werden können. Besonders neuen Teilnehmenden wird der Einstieg erleichtert, da die Kurse zunächst im häuslichen Umfeld getestet werden können. Vor allem während der Lockdowns haben einige langjährige Mitglieder, die bisher „nur“ an den Geräten trainiert haben, die Inhalte der Kurse kennengelernt und sind jetzt „Stammkund:innen“ im Gruppentrainingsbereich.

Online-Kurs: live oder „Konserve“? Werden Online-Kurse eingesetzt, kann ein Unternehmen zwischen der Umsetzung von Livestreams und dem Angebot von aufgezeichneten Formaten (= on demand) wählen. Livestreams haben den Vorteil, dass sie die aktive Interaktion zwischen den Beteiligten ermöglichen und dadurch abwechslungsreicher und individueller gestaltet werden können. Außerdem verleiten die verbindlichen Livestream-Termine zur regelmäßigen Teilnahme und stärken damit die Kund:innenbindung. Nachteilig an festgelegten Terminen ist jedoch der höhere organisatorische und monetäre Aufwand, der unter anderem aus dem ständigen Personaleinsatz sowie der regelmäßigen Kursraumnutzung resultiert. Diesen Nachteil kann der Betrieb durch die aufgezeichnete On-Demand-Lösung umgehen. Hier werden Ressourcen nur einmalig beansprucht und Nutzer:innen können jederzeit, mehrfach und nahezu überall vom digitalen Kursangebot profitieren. Allerdings müssen für die Produktion der Aufzeichnungen separate Musikrechte erworben werden. Das ist wiederum bei Livestream-Veranstaltungen nicht notwendig. Nach Abwägen der Vor- und Nachteile muss jedoch jedes Unternehmen selbst für sich entscheiden, ob eines der beiden Formate angeboten wird oder ob sich Livestream- und OnDemand-Kurse als Zusatzleistung lohnen.

Voraussetzungen checken Um als Unternehmen möglichst zeitnah einen hybriden Kursplan anbieten zu können, sollten in einem ersten Schritt die gegebenen Voraussetzungen für die Umsetzung von Livestreams analysiert werden: 01/22

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Ist die Entscheidung für die Erstellung eines hybriden Kursplans gefallen, sind darüber hinaus organisatorische Fragen zu beantworten: • Welche Kursformate sollen „digitalisiert“ werden? • Zu welchen Zeitpunkten werden die Kurse stattfinden bzw. verfügbar sein? • Wie viele Kurse werden im digitalen Format angeboten? Bei der Erstellung des hybriden Kursplans gibt es grundsätzlich kein „richtig“ oder „falsch“. Es können lediglich Überlegungen angestellt und Impulse gegeben werden. Letztendlich entscheidet das Controlling darüber, ob der hybride Kursplan seinen Sinn und Zweck für das Unternehmen erfüllt oder ob Anpassungen vorgenommen werden müssen.

Vor-Ort-Kurse bilden das Grundgerüst Die Fitness- und Gesundheitskurse, die live im Unternehmen stattfinden, stellen das Grundgerüst für den hybriden Kursplan dar. Online-Kurse ergänzen und erweitern die Vor-Ort-Kurse, ohne dabei in Konkurrenz zu diesen zu treten. Das bedeutet, dass sowohl eine zeitliche als auch eine inhaltliche Abstimmung zwischen den beiden Formaten stattfinden muss. Außerdem sollten bei der gesamten Planung der Online-Kurse die häuslichen Voraussetzungen der Mitglieder berücksichtigt werden. So werden sich das Platzangebot, das zur Verfügung stehende Equipment und eventuell auch die Kursdauer und der -zeitpunkt von der Durchführung im Fitnessstudio unterscheiden. Aus diesem Grund ist darauf zu achten, dass alle Übungen möglichst auf kleinem Raum, mit wenigen Sprüngen und einer geringen Gesamtdauer (10 bis maximal 30 Minuten) umgesetzt werden können. Kleingeräte sollten durch Alltagsgegenstände ersetzbar sein (z. B. Wasserflaschen statt Hanteln). Da Aufzeichnungen jederzeit und überall online abrufbar und durchführbar sind, sollte der Titel neben Ziel und Inhalt des Kurses ebenso Informationen zu Dauer und Rahmenbedingungen enthalten (z. B. „20 Minuten Rückenfitness im Stand (ohne Equipment)“ oder „30 Minuten Bauch-Beine-Po auf der Matte“). Werden die Aufzeichnungen auch für Online-Kurse im Studio genutzt, die im Kursraum stattfinden, ist eine Festlegung der Startzeitpunkte für die Trainingsvideos sinnvoll. Zum Beispiel könnten jeden Wochentag zwischen 12:15 Uhr und 15:15 Uhr stündlich Trainingsvideos starten.

Interaktion im Livestream Livestreams stellen eine gute Möglichkeit dar, mit den Mitgliedern zu Uhrzeiten in Kontakt zu treten, zu denen sie üblicherweise noch nicht oder nicht mehr im Studio sind.

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FITNESS & GESUNDHEIT | FACHARTIKEL GRUPPENTRAINING

Tab. 1: Beispiel eines hybriden Kursplans

MONTAG Livestream 7:00–7:30 Uhr Yoga-Routine

DIENSTAG LIVE

Livestream 7:00–7:30 Uhr Rückenfit

MITTWOCH LIVE

LIVE

DONNERSTAG LIVE

FREITAG

Livestream 21:00–21:30 Uhr Stretch und Relax

Livestream 20:00–20:30 Uhr Yoga am Abend

Livestream 7:00–7:30 Uhr Mobility

LIVE

9:15–10:00 Uhr Bauch, Beine, Po

9:15–10:00 Uhr Indoor Cycling

9:15–10:00 Uhr WSG

9:45–10:15 Uhr Beckenbodentraining

9:00–9:50 Uhr Langhanteltraining

10:10–11:00 Uhr Pilates

10:15–11:00 Uhr Sitzgymnastik

10:15–11:00 Uhr Indoor Cycling

10:20–11:05 Uhr Pilates

10:00–10:30 Uhr Jumping Fitness

Unsere On-Demand-Kurse findet ihr im Mitgliederbereich unserer Website, täglich im Kursraum: 12:15 Uhr: „Entspannter Nacken in 20 Min.“, 13:15 Uhr: „30 Min. Mobility“,

ONLINE

14:15 Uhr: „Bauch Express (15 Min.)“, 15:15 Uhr: „30 Min. HIIT“

17:30–18:15 Uhr Bauch, Beine, Po

18:00–18:45 Uhr Step

18:00–18:45 Uhr Dance Fitness

18:00–18:50 Uhr Langhanteltraining

17:00–17:45 Uhr Step

18:25–19:15 Uhr Yoga

18:55–19:40 Uhr Bauch, Beine, Po

18:55–19:45 Uhr Langhanteltraining

19:00–19:45 Uhr Intervalltraining

18:00–19:00 Uhr Yoga

19:15–19:45 Uhr Jumping Fitness

19:50–20:30 Uhr Pilates

20:00–20:45 Uhr Indoor Cycling

19:15–20:45 Uhr Indoor Cycling

20:00–20:45 Uhr Indoor Cycling

Ein „Early Morning Workout“ im Wohnzimmer, im Anschluss die Dusche im eigenen Badezimmer, keine Fahrzeiten: für viele ein verlockendes Angebot für einen aktiven Start in den Tag. Aber auch am späteren Abend lohnen sich Livestream-Kurse. Denn wenn es draußen kalt und dunkel ist, fällt einigen der Weg ins Gym besonders schwer. Die Einhaltung einer Online-Trainingsverabredung ist meist realistischer. Wenn es den Kursteilnehmenden (zumindest zeitweise) möglich ist, Kamera und Mikrofon einzuschalten, kann auch online der soziale Austausch gefördert werden. Gleichzeitig besteht die Möglichkeit, Verabredungen für das gemeinsame Training vor Ort zu vereinbaren.

Die Analyse Zur Überprüfung der wirtschaftlichen Auswirkungen des hybriden Kursplans ist eine Testphase von zunächst drei Monaten

empfehlenswert. Für die Analyse sollte direkt nach der Erstellung des Plans festgelegt werden, welche Daten im Zusammenhang mit den Kursen erhoben werden: Welche Kurse weisen besonders viele oder wenige Teilnehmende auf? Sind Auffälligkeiten hinsichtlich Frequentierung auf die Kursleitung, den Inhalt, den Wochentag oder die Tageszeit zurückzuführen? Wie ist die Durchdringungsquote? Auch eine Analyse der Kündigungszahlen ist ratsam: Haben die Mitglieder, die gekündigt haben, Kursformate genutzt? Ein hybrider Kursplan benötigt demnach den stetigen Prozess der Analyse und Anpassung, um dessen Vorteile hinsichtlich Kund:innengewinnung und -bindung zu maximieren. Aber der Kursplan ist und bleibt ein wichtiges Tool in puncto Kund:innenbindung und ein Aushängeschild für die Fitness- und Gesundheitsunternehmen.

Fazit

Manuela Reusing, M. A. Prävention und Gesundheitsmanagement, ist Dozentin an der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement (DHfPG) und Referentin für die BSA-Akademie. Sie konzipiert und unterrichtet seit 30 Jahren verschiedeneKurskonzepteundGruppentrainingsangebotefürFitnesseinrichtungen. www.dhfpg-bsa.de

Auszug aus der Literaturliste DSSV e. V. – Arbeitgeberverband Deutscher Fitness- und Gesundheits-Anlagen (Hrsg.). (2021). Eckdaten der deutschen Fitness-Wirtschaft 2021. Hamburg: Hrsg. Sofija, E., Plugge, M., Wiseman, N. & Harris, N. (2018). 'This is the beginning of the new me': process evaluation of a group fitness intervention to promote wellbeing in formerly homeless individuals. BMC public health, 18(1), 290. Für eine vollständige Literaturliste kontaktieren Sie bitte marketing@dhfpg-bsa.de.

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Foto: Jacob Lund – stock.adobe.com | DHfPG/BSA

Manuela Reusing

Gruppentrainingsangebote bringen seit vielen Jahren Vorteile für Unternehmen: zufriedene Stammkund:innen, die sich „ihrem“ Kurs und damit auch dem Unternehmen zugehörig fühlen. Darüber hinaus bilden der Digitalisierungsschub und die damit verbundenen Möglichkeiten eine große Chance für Fitnesseinrichtungen. Online-Kurse können auf bestehenden Kursplänen aufbauen, das Angebot erweitern und somit den Mitgliederstamm festigen und vergrößern.


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FITNESS & GESUNDHEIT | FACHARTIKEL MOTIVATION UND VOLITION

Gesundheitsverhalten langfristig ändern

Barrierenmanagement Text: Sabine Kind

Foto: Wellnhofer Designs – stock.adobe.com

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Der positive Einfluss von Bewegung auf das Wohlbefinden gilt durch zahlreiche Studien als belegt. Doch auch wenn die Motivation für mehr Bewegung oft hoch ist, führen Barrieren wie der „innere Schweinehund“ dazu, dass viele ihr Verhalten nicht langfristig ändern können. Hier stellt sich die Frage, welche unterstützenden Maßnahmen vonseiten der Sport-, Fitness- und Gesundheitsanlagen ergriffen werden können.

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m das Verhalten zu ändern, bedarf es zweier wesentlicher Komponenten: Motivation und Volition. Motivation ist die aktivierende Ausrichtung einer Handlung auf einen positiv bewerteten Zielzustand (Rheinberg, 2002, S. 17). Sie bildet die Basis für eine Verhaltensänderung. Ohne Motivation ist die Wahrscheinlichkeit für eine Verhaltensänderung sehr gering. Die zweite wichtige Komponente ist die Volition. Hierbei handelt es sich um die willentliche Steuerung des eigenen Verhaltens – kurz gesagt um die Willenskraft. Je höher diese ist, desto wahrscheinlicher wird es, dass das gewünschte Verhalten aufgenommen bzw. langfristig umgesetzt wird.

Maßnahmen zur Förderung der Motivation Eine zentrale Maßnahme zur Förderung der Motivation ist die positive Beeinflussung von Konsequenzerwartungen. Hier geht es darum, dass der:die Trainer:in gemeinsam mit dem:der Klient:in erarbeitet, welche Vorteile das neue Verhalten hat. Je mehr positive Konsequenzen erkannt werden, desto größer sollte die Motivation zur Verhaltensänderung werden (Parschau, 2013). Hilfreiche Instrumente können hier zum Beispiel eine einfache Pro-Contra-Tabelle (Was spricht für die Veränderung – was spricht dagegen?) oder eine Entscheidungswaage sein. Im anschließenden Gespräch sollte dann auf die folgenden Aspekte eingegangen werden: • Wie ist das quantitative Verhältnis zwischen den genannten Vor- und Nachteilen einer Verhaltensänderung? • Wie ist das Verhältnis zwischen rationalem und emotionalem Ausdruck in den Aussagen? • Was sind die stärksten Gründe (1–3) für eine Veränderung? Bei der Entscheidungswaage können die jeweils genannten Vorteile z. B. symbolisch mit einem Gewicht (in kg ausgedrückt) versehen werden.

Formulierung von individuellen Zielen Aus der Absicht heraus, das Verhalten ändern zu wollen, sollten die Kund:innen in einem nächsten Schritt konkrete Ziele definieren. Diese bilden im weiteren Verlauf die Basis für die Planung der Aktivität und dienen als Gradmesser zur Bewertung des Erfolges. Die Ziele sind die Grundlage für die Zusammenarbeit von Trainer:in und Kund:in in der volitionalen Phase. Deshalb sollten diese immer schriftlich fixiert sein. Wichtig ist, dass das Ziel eigenständig formuliert wird, damit eine Identifikation mit diesem stattfinden kann. Der:Die Trainer:in unterstützt hierbei, gibt fachliche Hinweise und lenkt die bewusste Auseinandersetzung mit der angestrebten Verhaltensänderung. Das formulierte Ziel sollte die Person in ihrem Alltag begleiten, zum Beispiel durch einen Eintrag in den Kalender, eine kurze Notiz in der Wohnung u. ä.

Förderung der Volition Doch die Aufnahme und vor allem die Beibehaltung einer Ver01/22

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haltensänderung wird nur teilweise von der Motivation geprägt. Ein „klassisches“ Beispiel hierfür sind die guten Vorsätze zu Neujahr: Die Motivation ist hoch, aber für die Umsetzung und Verwirklichung sind weitere Handlungsprozesse notwendig (Fuchs, 1997, 2014). Die Unterstützung der Klientel bei der Umsetzung des Zielverhaltens durch den:die Trainer:in ist hier ein wichtiger Aspekt (Sniehotta, Winter, Dombrowski & Johnston, 2007, S. 166). Wesentliche Interventionen sind: • Formulierung von Handlungsplänen • Identifikation von Barrieren • Entwicklung von wirksamen Gegenstrategien zur Überwindung der Barrieren (Barrierenmanagement) • regelmäßige Selbstbeobachtung In den weiteren Ausführungen werden insbesondere die Identifikation von Barrieren sowie das Barrierenmanagement betrachtet. Die Identifikation von Barrieren sowie die Bewältigungsplanung sind wesentliche Aspekte für die Umsetzung bzw. Beibehaltung eines gesundheitsförderlichen Verhaltens. Hierbei geht es zum einen um das Erkennen von Hindernissen (Barrieren), die der Ausführung der Handlungspläne entgegenstehen könnten. Zum anderen sollen geeignete Strategien gefunden werden, wie mögliche auftretende Barrieren erfolgreich überwunden werden können (Sniehotta et al., 2007, S. 160–161).

Erster Schritt – die Identifikation von Barrieren Die Leitfrage hier lautet: Was könnte der Umsetzung des Handlungsplanes entgegenstehen? Es wird zwischen äußeren und inneren Barrieren unterschieden. Äußere Barrieren sind beispielsweise keine Zeit, hohe Kosten, schlechtes Wetter, berufliche Verpflichtungen. Zu den inneren Barrieren zählen keine Lust, Müdigkeit, Stress, Angst vor Blamage oder Bequemlichkeit. In dieser Phase kann der:die Trainer:in unterstützend tätig sein. Beispielsweise kann gemeinsam eine Liste der Barrieren erarbeitet werden (z. B. „Bitte notieren Sie bis zu drei Hindernisse, die Sie davon abhalten könnten, regelmäßig sportlich aktiv zu sein.“), auch Rückfragen können gegebenenfalls gestellt werden (Göhner & Fuchs, 2007, 48–50; 54–58).

Zweiter Schritt – Strategien zum Barrierenmanagement Barrierenmanagement steht für das kreative Finden von Lösungsmöglichkeiten für die Überwindung der persönlich wahrgenommenen Barrieren (z. B. „Was können Sie tun, damit Sie trotz der genannten Hindernisse sportlich aktiv sind?“). Hier besteht zum Beispiel die Möglichkeit einer

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FITNESS & GESUNDHEIT | FACHARTIKEL MOTIVATION UND VOLITION Gegenüberstellung: Hindernis 1 – Gegenstrategie 1 usw. Im Rahmen eines Barrierenmanagements sind folgende Kontrollstrategien von Bedeutung (Fuchs, 2007; Göhner & Fuchs, 2007): • Aufmerksamkeitskontrolle: Ausblenden von Informationen, die konkurrierende Intentionen unterstützen würden. Beispiel: Gar nicht erst den Fernseher einschalten. • Stimmungsmanagement: Mit den eigenen Stimmungslagen so umgehen, dass sie die geplante Handlung nicht beeinträchtigen. Beispiel: Wenn man weiß, dass man zu Hause nach der Arbeit zunächst schlafen würde und sich nicht mehr zum Sport aufraffen könnte, dann fährt man direkt von der Arbeit zum Fitnessstudio. • Kognitive Umstrukturierung: Neubewertung von Situationen zur Förderung der geplanten Handlung. Beispiel: Regen nicht als Hindernis, sondern als willkommenes Naturerlebnis beim Joggen einschätzen. • Nachmotivieren: Frühzeitig nachlassende Motivation erkennen. Beispiel: Noch einmal deutlich die gesundheitspositiven

Ziele formulieren, die durch das Sporttreiben erreicht werden sollen. • Strategien der Umweltkontrolle: Sich die räumlich-materielle Umgebung so einrichten, dass die Ausführung des Zielverhaltens erleichtert wird. Beispiel: Immer eine gepackte Sporttasche im Auto liegen haben. • Soziales Commitment: Bewusstes Einbinden des neuen Verhaltens in einen sozialen Kontext. Beispiel: Die sportliche Aktivität in einer Gruppe ausführen. Nachdem entsprechende Gegenstrategien zum Einsatz gekommen sind, muss abschließend immer geprüft werden, ob diese auch tatsächlich funktioniert haben. Um den Ablauf und die Umsetzung eines Barrierenmanagements zu verdeutlichen, zeigt die Tabelle 1 das Beispiel einer Kundin, die ihr Verhalten ändern möchte. Nach der Erstellung eines Handlungsplans folgt die Identifikation möglicher Barrieren. Für die festgestellten Barrieren werden abschließend Bewältigungsstrategien erarbeitet.

Tab 1.: Beispielhafte Handlungsplanung zur Ausübung von sportlicher Aktivität, Barrierenidentifikation und Bewältigungsplanung (eigene Darstellung)

WAS?

WIE oft? WIE lange?

ab WANN?

WANN?

1. Welche sportliche Aktivität wollen Sie ausüben? Bitte tragen Sie Ihre Wunschaktivitäten in den Kasten ein. 2. Wie oft wollen Sie diese sportliche Aktivität betreiben und wie lange sollen die einzelnen Einheiten dauern? Bitte tragen Sie die angestrebte Häufigkeit und Dauer pro Woche ein.

3. Wann wollen Sie mit der sportlichen Aktivität beginnen? Bitte tragen Sie das Datum ein, an dem Sie mit Ihrer Aktivität beginnen wollen. 4. Wann wollen Sie die sportliche Aktivität betreiben? Bitte tragen Sie den jeweiligen Tag bzw. die jeweiligen Tage ein und geben Sie eine ungefähre Uhrzeit an, zu der Sie die Aktivität ausüben wollen.

WO?

5. Wo wollen Sie die sportliche Aktivität betreiben? Bitte tragen Sie den Ort ein, an dem Sie Ihre angestrebte Aktivität ausführen möchten.

mit WEM?

6. Mit wem wollen Sie die sportliche Aktivität betreiben? Bitte tragen Sie ein, ob Sie die Aktivität allein oder mit anderen Personen (wenn ja, mit wem?) ausüben wollen.

Hilfsmittel?

7. Welche Hilfsmittel benötigen Sie für die Ausübung Ihrer sportlichen Aktivität? Bitte tragen Sie ein, welche Hilfsmittel Sie möglicherweise benötigen.

8. Was könnte Sie daran hindern, Ihre gewählte sportliche Aktivität wie geplant auszuüben? Bitte tragen Sie mindestens zwei Situationen ein, die Sie an der Ausübung Ihrer Aktivität hindern könnten. Barrieren?

Bitte überlegen Sie sich, wie Sie trotz der genannten Barrieren Ihre gewählte sportliche Aktivität ausüben können.

Barrierenüberwindung?

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9. Wie würden Sie die sportliche Aktivität trotz widriger Umstände betreiben können? Bitte tragen Sie Möglichkeiten ein, wie Sie Ihre Aktivität trotz Schwierigkeiten ausführen können.

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Fazit Trainer:innen können bei der Aufrechterhaltung regelmäßiger körperlicher Aktivität unterstützen, indem sie bei der Identifikation von Barrieren sowie für das Barrierenmanagement wertvolle Hilfestellungen geben. Hierbei sollte gegenüber den Klient:innen eine wertschätzende Haltung eingenommen werden. Aktives Zuhören sowie eine Gesprächsführung mittels offener Fragetechniken helfen den Klient:innen dabei, die eigenen Barrieren zu erkennen und schließlich auch steuern zu können.

Sabine Kind Sabine Kind, M. A. Gesundheitsmanagement, arbeitet als Dozentin, Autorin und Tutorin an der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement (DHfPG) sowie als Referentin an der BSA-Akademie. Sie ist Autorin zahlreicher Fachartikel und gefragte Expertin zu Fitness- und Gesundheitsthemen. www.dhfpg-bsa.de

Foto: DHfPG/BSA

Auszug aus der Literaturliste Fuchs, R. (2007). Das MoVo-Modell als theoretische Grundlage für Programme des Gesundheitsverhaltens. In R. Fuchs, W. Göhner & H. Seelig (Hrsg.), Aufbau eines körperlich-aktiven Lebensstils (S. 317–325). Göttingen: Hogrefe. Fuchs, R. (2014). Modelle des Gesundheitsverhaltens. In M. Egger & O. Razum (Hrsg.), Public Health. Sozial- und Präventivmedizin kompakt (S. 142–146). Berlin: de Gruyter. Sniehotta, F. F., Winter, J., Dombrowski, S. & Johnston, M. (2007). Volitionale Verhaltenskontrolle. In R. Fuchs, W. Göhner & H. Seelig (Hrsg.), Aufbau eines körperlich-aktiven Lebensstils (S. 150–169). Göttingen: Hogrefe. Für eine vollständige Literaturliste kontaktieren Sie bitte marketing@dhfpg-bsa.de.

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Mehrgelenkige Übung (Abduktion und Extension der Hüfte)

Das Gerät ist mit einem Exzenter (CAM) aus eloxiertem Stahl ausgestattet, der während der Bewegung eine Widerstandskurve liefert, die an jedem Punkt der Range of Motion auf die ausgeübte Kraft der Hüftabduktoren abgestimmt ist. Die großen Griffe an der Vorderseite ermöglichen Trainierenden jeder Körpergröße während der Übung eine stabile und korrekte Haltung. Der Standing Abductor bietet die Möglichkeit, zwei verschiedene Übungsvariationen mit unterschiedlicher Muskelaktivierung auszuführen:

Eingelenkige Übung (nur Hüftabduktion)

Die mehrgelenkige Übung mit kombinierter Hüftabduktion und Hüftextension ermöglicht eine vollständige Aktivierung der Gesäßmuskeln, wobei der Gluteus maximus stärker beansprucht wird. Durch die dynamische Kniebeuge mit aktiver Streckung der Kniegelenke wird die vordere Oberschenkelmuskulatur aktiviert, wodurch auch der Stand der Trainierenden während der Übung stabil gehalten wird.

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Fotos: Panatta

Die eingelenkige Übung am Standing Abductor konzentriert sich auf die Hüftabduktoren, wobei vorrangig der Gluteus minimus und der Gluteus medius beteiligt sind. Im Vergleich zur Übung an der traditionellen Abduktorenmaschine im Sitzen wird hier M. gluteus maximus durch die statische Kniebeugeposition stärker aktiviert: Der große Gesäßmuskel ist während der gesamten Übung aufgrund der konstant gebeugten Hüftposition einer isometrischen Spannung ausgesetzt.

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FITNESS & GESUNDHEIT | FACHARTIKEL KRAFT- UND AUSDAUERTRAINING

Effizientes Kraft- und Ausdauertraining

Zeitaufwand vs. Trainingseffekt Text: Katrin Bohr

Einer der am häufigsten angegebenen Gründe gegen die Aufnahme eines regelmäßigen Trainings ist Zeitmangel. Aktuellen Studien zufolge ist der erforderliche Zeitaufwand für ein effektives Training jedoch deutlich geringer, als viele denken. Mit welcher Dosis im Kraftund Ausdauertraining bereits Erfolge erzielt werden können, zeigt dieser Artikel.

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Zirek, Reijnierse & Maier, 2019). Auch mit Ausdauertraining wird eine Reihe vorteilhafter Effekte verbunden: Verbesserungen der psychischen Gesundheit, der Lebensqualität oder des Herz-Kreislauf-Systems sind nur einige davon (Ahn & Kim, 2020; Gilani & Feizabad, 2019). Dementsprechend ist die Optimierung der eigenen Kraft und Ausdauer für eine breite Bevölkerungsgruppe empfehlenswert.

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Foto: Jacob Lund – stock.adobe.com

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rafttraining steigert die Muskelkraft, erhöht die Muskelmasse und hat zahlreiche gesundheitliche Vorteile. So wird unter anderem die Ausführung von Alltagsaktivitäten, das Herz-Kreislauf-System, die Bewältigung von Rückenschmerzen oder das Verletzungsrisiko positiv beeinflusst (Case, Knudson & Downy, 2020; Ding et al., 2020; Moreno Catalá, Schroll, Laube & Arampatzis, 2018; Wang, Yao,


Doch trotz der bekannten Effekte führt nicht jeder ein regelmäßiges Kraft- und Ausdauertraining durch. Als Begründung dafür werden häufig Zeitmangel und berufliche sowie familiäre Verpflichtungen genannt (Statista, 2015). Dass man trotz eines vollen Terminkalenders bereits mit geringem Trainingsaufwand nennenswerte Fortschritte erzielen kann, bestätigt die aktuelle Studienlage.

Relevanz des Volumens im Krafttraining Beim Krafttraining sind das Trainingsvolumen und vor allem die Trainingshäufigkeit die zeitrelevanten Parameter. Während die Trainingshäufigkeit die Anzahl der Trainingseinheiten pro Woche beschreibt, wird über das Trainingsvolumen die Anzahl der Sätze pro Muskelgruppe angegeben. Bezüglich der Trainingshäufigkeit wird Krafttrainingsunerfahrenen seitens des American College of Sports Medicine (2009) ein zwei- bis dreimaliges Training pro Woche empfohlen. Dabei sollte sich die Frequenz mit zunehmendem Leistungsniveau auf vier bis fünf Mal pro Woche erhöhen. Zeitlich eingeschränkte Personen, die mit Fitness- und Gesundheitssport beginnen möchten, könnten die empfohlene Trainingshäufigkeit allerdings als demotivierend empfinden. Denn ein mehrmaliges Training pro Woche wird oft mit hohem Zeitaufwand für An- und Abreise sowie mit langen Trainingseinheiten assoziiert. Aufgrund des geringen Zeitbudgets könnte dies sofort als nicht oder nur schwer umsetzbar angesehen werden. Im ungünstigsten Fall könnten anfänglich Motivierte dadurch sogar ganz von sportlicher Aktivität und damit auch von einer eventuellen Mitgliedschaft in einer Sport-, Fitness- oder Gesundheitseinrichtung abgehalten werden. Für Trainer:innen ist es daher wichtig zu wissen, dass bereits eine geringe Dosis Krafttraining zu maßgeblichen Anpassungen führen kann. Bereits mehrere Studien zeigen, dass mit einer einzigen Trainingseinheit pro Woche positive Effekte hinsichtlich Hypertrophie und Kraftzuwachs eintreten können (Grgic et al., 2018; Ralston, Kilgore, Wyatt, Buchan & Baker, 2018; Schoenfeld, Grgic & Krieger, 2019). Konkret untersuchten Schoenfeld et al. (2019) hierzu, wie häufig ein Muskel pro Woche trainiert werden muss, um Muskelhypertrophie zu maximieren. Dabei stellten sie fest, dass durch höhere Trainingsfrequenzen dann signifikant größere Effekte erzielt wurden, wenn sich durch zusätzliche Einheiten auch das Trainingsvolumen erhöhte. Wurde das wöchentliche Volumen jedoch gleichgesetzt, konnten zwischen den Gruppen, die einmal pro Woche trainierten und den Gruppen, die ihr Training mindestens dreimal wöchentlich durchführten, keine signifikanten Unterschiede festgestellt werden. Das Forschungsteam schlussfolgerte daraus, dass Trainierende nach Belieben selbst über ihre wöchentliche Trainingsfrequenz entscheiden können, wenn das Trainingsvolumen vorgegeben ist. Zu ähnlichen Ergebnissen kam auch die Metaanalyse von Ralston et al. (2018), in der die Auswirkungen unterschiedlicher Trainingsfrequenzen auf die Muskelkraftsteigerung untersucht wurden. Die Untersuchungsgruppe leitete aus ihren Ergebnissen ab, dass geringe Trainingshäufigkeiten (low frequency [LF]; 1 Trainingseinheit [TE]/Woche) ähnliche Kraftzuwächse generieren können wie höhere Frequenzen (high frequency [HF] ≥ 3 TE/Woche), wenn das Trainingsvolumen 01/22

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FITNESS & GESUNDHEIT | FACHARTIKEL KRAFT- UND AUSDAUERTRAINING gleichgesetzt wird. Somit sei ein LF-Training eine geeignete Möglichkeit, um bei untrainierten oder älteren Erwachsenen Kraftzuwächse zu erreichen. Darüber hinaus könne aber eine höhere Trainingsfrequenz dabei helfen, das wöchentliche Trainingsvolumen insgesamt zu steigern und damit weitere Kraftzuwächse möglich zu machen. Dass das wöchentliche Trainingsvolumen für Hypertrophieund Krafteffekte wichtiger ist als die Trainingsfrequenz, stellten auch Iverson, Norum, Schoenfeld und Fimland (2021) heraus. In einem narrativen Review überprüften sie, wie Trainingsprogramme gestaltet sein müssen, um zeiteffizient Kraft und Muskelmasse zu steigern. Dabei analysierten sie neben der minimal notwendigen Trainingsfrequenz auch die Untergrenze für ein effektives Trainingsvolumen. Für Personen mit eingeschränktem Zeitbudget leiteten sie dabei ein Minimalvolumen von vier Sätzen pro Muskelgruppe pro Woche ab. Dieses kann entweder in einer längeren Trainingseinheit oder in mehreren kürzeren umgesetzt werden.

Zeiteffizientes Ausdauertraining mit HIIT Ähnlich wie beim Krafttraining bestehen auch hinsichtlich ausdauernder Belastungen allgemeine Bewegungsempfehlungen. Um erhebliche gesundheitliche Vorteile zu erlangen, empfiehlt die Weltgesundheitsorganisation (2020) wöchentlich 150 bis 300 Minuten moderat-intensives oder 75 bis 150 Minuten intensives Ausdauertraining. Alternativ ist eine entsprechende Kombination beider Varianten möglich. Wie neue Untersuchungen zeigen, wirken sich allerdings schon geringere wöchentliche Umfänge positiv auf die Gesundheit aus. Vor allem High-Intensity Interval Training (HIIT) scheint eine zeiteffiziente Vorgehensweise zu sein, die ähnliche Auswirkungen wie ein wesentlich längeres Training mit den Dauermethoden hat und die sogar für zuvor Inaktive geeignet ist (Kettenis, 2021). Im Jahr 2016 untersuchten Gillen et al. dazu bei sportlich inaktiven Männern die Auswirkungen eines zehnminütigen Sprint-Intervall-Trainings (3 x 20 Sekunden Fahrradsprint unter Vollbelastung mit jeweils zwei Minuten Entlastung – 3 TE/ Woche) im Vergleich zu einem 45-minütigen Training nach der extensiven Dauermethode (ca. 70 % Hfmax – 3 TE/Woche). Hierbei konnte festgestellt werden, dass das kurze intensive Intervalltraining die kardiometabolische Gesundheit in gleichem Maße verbessert wie das klassische Ausdauertraining nach der Dauermethode. Denn trotz des fünffach geringeren Volumens des Intervalltrainings waren die positiven Effekte auf die kardiorespiratorische Fitness, die Insulinsensitivität und den Mitochondriengehalt nahezu identisch. Die Autor:innen schlussfolgerten daraus, dass ein Sprint-Intervall-Training mit einem wöchentlichen Engagement von 30 Minuten genauso effektiv ist wie 150 Minuten moderat-intensives Ausdauertraining pro Woche.

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Knowles, Herbert, Easton, Sculthorpe und Grace (2014) beobachteten die zeitsparenden, gesundheitspositiven Effekte des HIIT sogar bei älteren, lebenslang inaktiven Menschen. Bereits ein hochintensives Intervalltraining, das lediglich alle fünf Tage mit vier bis sechs Intervallen durchgeführt wurde, verbesserte die Einstufung der gesundheitsbezogenen Lebensqualität, die Trainingsmotivation sowie die aerobe Kapazität. Dementsprechend ist HIIT auch für Ältere mit fehlender Trainingserfahrung eine geeignete Möglichkeit, um die Gesundheit und Belastbarkeit mit geringem Zeitaufwand positiv zu beeinflussen.

Fazit Zeitknappheit führt immer wieder dazu, dass Menschen gar nicht erst mit Sport beginnen. Die aktuelle Studienlage zeigt jedoch, dass sowohl für Kraft- als auch für Ausdauertrainingseffekte nur wenig Zeit investiert werden muss. Trainer:innen sollten daher auf eingeschränkte zeitliche Verfügungsrahmen sensibel reagieren und individualisierte zeiteffiziente Pläne erstellen. Bisher Inaktive können dadurch Zweifel hinsichtlich der Umsetzbarkeit von Sport abbauen und zur Trainingsaufnahme ermutigt werden.

Katrin Bohr Katrin Bohr, M. A. Prävention und Gesundheitsmanagement, ist wissenschaftliche Mitarbeiterin, Tutorin, Dozentin und Autorin an der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement (DHfPG) und Referentin für die BSA-Akademie im Fachbereich Trainings- und Bewegungswissenschaften. www.dhfpg-bsa.de

Auszug aus der Literaturliste Gillen, J. B., Martin, B. J., MacInnis, M. J., Skelly, L. E., Tarnopolsky, M. A. & Gibala, M. J. (2016). Twelve Weeks of Sprint Interval Training Improves Indices of Cardiometabolic Health Similar to Traditional Endurance Training despite a Five-Fold Lower Exercise Volume and Time Commitment. PloS one, 11 (4), e0154075. Iversen, V. M., Norum, M., Schoenfeld, B. J. & Fimland, M.S. (2021). No Time to Lift? Designing Time-Efficient Training Programs for Strength and Hypertrophy: A Narrative Review. Sports Med, 51 (10), 2079–2095. Schoenfeld, B. J., Grgic, J. & Krieger, J. (2019). How many times per week should a muscle be trained to maximize muscle hypertrophy? A systematic review and meta-analysis of studies examining the effects of resistance training frequency. Journal of Sports Sciences, 37 (11), 1286–1295. Für eine vollständige Literaturliste kontaktieren Sie bitte marketing@dhfpg-bsa.de.

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Diese zeiteffiziente Gesundheitswirkung auf das Herz-Kreislauf-System konnten Cocks et al. (2016) auch bei Übergewichtigen feststellen. In ihrer Untersuchung stellten sie einen wöchentlichen Trainingsumfang von 200 bis 300 Minuten mit der extensiven Dauermethode einem dreimal wöchentlich durchgeführten, hochintensiven Training mit vier bis sieben Sprintintervallen gegenüber. Beide Trainingsformen bewirkten

gleiche Steigerungen hinsichtlich Kapillarisierung, Insulinsensitivität und aerober Kapazität. Daraus wurde geschlossen, dass sich HIIT auch für Übergewichtige als eine zeiteffiziente Alternative zum klassischen Ausdauertraining darstellt.

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FITNESS & GESUNDHEIT | KOMMENTAR ERNÄHRUNGSCOACHING

Ernährungspsychologische Erfolgsstrategien

Mit Coaching persönliche Ziele erreichen Text: Aline Emanuel

Zum Jahresbeginn setzen sich viele Menschen neue gesundheitsbezogene Ziele. Um diese zu erreichen, ist es oftmals notwendig, auch das eigene Ernährungsverhalten zu verändern. Wie ein gutes Ernährungscoaching bei der Umsetzung gesundheitlicher Vorsätze unterstützen kann, zeigt der nachfolgende Artikel.

Natürlich begleiten Sie als Trainer:in diese Personen bei der konkreten Definition und bei der Erreichung ihrer Ziele. Es

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werden Gespräche geführt, Ziele genannt und neue Trainingspläne geschrieben. Aber wie ernst wird der Aspekt Ernährung dabei thematisiert?

Zwischen den Zeilen lesen, oder besser hören Ein bestehendes oder neues Mitglied kommt in der Regel mit einer spezifischen Zielsetzung in das Unternehmen. Zur Veranschaulichung und aufgrund der branchenspezifischen Rele-

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Foto: Тарас Нагирняк – stock.adobe.com

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ls Unternehmensleitung oder Trainer:in kennen Sie das alljährliche Phänomen: Anfang Januar strömen die Mitglieder und Neukund:innen in die Sport-, Fitness- und Gesundheitsanlagen, um ihre guten Vorsätze für das neue Jahr in die Tat umzusetzen.


vanz wird nachfolgend das Thema Gewichtsreduktion in den Fokus gerückt. Ein:e Kund:in gibt an, jetzt wieder mehr trainieren zu wollen, da er:sie die überflüssigen Pfunde verlieren möchte. Jetzt sind Sie gefragt: Sie erkennen das Potenzial und gehen den nächsten Schritt.

Ziele definieren und ein Angebot kreieren Oftmals wird der Trainingsplan erstellt und ein wenig über die Ernährung „geplaudert“. Das reicht aber nicht aus. Sie als Fachkraft wissen, dass die Kalorienbilanz ein elementarer Faktor bei der Gewichtsreduktion ist. Erfolgreiche Trainer:innen und Unternehmen haben die Aufgabe, die Wünsche und Ziele ihrer Klientel ernstzunehmen und ihnen ein Angebot zu kreieren, das die Zielerreichung maximal unterstützt. Daher sollte ein Trainingsplan bestenfalls an ein individuelles Ernährungscoaching gekoppelt sein, das die Festlegung von Zielen, die Erstellung von Handlungsplänen, die Vermittlung von Selbstvertrauen sowie die Befähigung zum selbstbestimmten Handeln umfasst. Denn Coachingstrategien, die auf die Änderungen des gesamten Ernährungsverhaltens abzielen, stellen eine vielversprechende Möglichkeit und einen hochwirksamen, nachhaltigen Ansatz zur Gewichtsreduktion dar (Dayan, Sforzo, Boisseau, Pereira-Lancha & Lancha, 2019). In einem ersten Schritt legen Sie also kurz-, mittel- und langfristige Ziele fest, die zum Individuum passen. Geben Sie keine Ziele vor, sondern erarbeiten Sie diese gemeinsam mit der abnehmwilligen Person. Die SMART-Formel (= spezifisch, mess-

bar, attraktiv, realistisch, terminiert) kann dabei von großem Nutzen sein (Whitmore, 1997). Achten Sie währenddessen auf eine wertschätzende Atmosphäre: Der gecoachten Person muss gezeigt werden, dass sie bereits vieles richtig umsetzt. Sie sollte dazu motiviert werden, an die bisherigen Erfolge anzuknüpfen. Es gibt Lob für jeden noch so kleinen Schritt.

Individuelle Voraussetzungen Sie möchten kein Massenprodukt anbieten? Dann nehmen Sie sich Zeit für Ihre Kund:innen und erstellen Sie ein individuell passendes Konzept mittels einer konkreten Verhaltensanalyse. Mit dem Konzept sollten folgende Aspekte berücksichtigt werden, um sich gegenüber der Konkurrenz abzuheben: • Alltag/Arbeitszeiten • Lieblingslebensmittel • Abneigungen • Essgewohnheiten (z. B. kein Frühstück vor 11 Uhr) • Ernährungsformen (z. B. vegetarisch, Low Carb) • Individuelle Bedürfnisse (z. B. Mikronährstoffversorgung) • Individuelle Anpassbarkeit, wenn es die Situation erfordert (z. B. Einladung zu Kaffee und Kuchen) Denn nur, wenn Menschen zu 100 Prozent überzeugt davon sind, dass ihr Vorhaben gut umsetzbar ist und sie Gefallen daran finden, weil ihre Vorlieben und Abneigungen berücksichtigt wurden, werden sie ihre Ziele erreichen können.

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Zielgruppenorientierte Betreuung Lehrgangsinhalte u. a.:  Rechtliche Rahmenbedingungen der Ernährungsberatung  Psychologische Strategien zur Verhaltensänderung  Zielgruppenspezifische Ernährung, z. B. Schwangere, Kinder und Senioren

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FITNESS & GESUNDHEIT | KOMMENTAR ERNÄHRUNGSCOACHING Erarbeiten Sie darüber hinaus die persönlichen Essmotive. Sind diese rational oder emotional? Isst die Person einfach immer das, was in der Kantine angeboten wird? Oder isst sie aus Gewohnheit? Zu welchem Esstyp gehört die Person? Finden Sie ein „geübtes, aber gestresstes Alltagsmanagement-Ass“ vor sich, das sich nach Work-Life-Balance sehnt und hohe Ansprüche an die optimale Ernährung seiner Familie hat? Oder arbeiten Sie mit einem „freudlosen Gewohnheitstier“, das stark an Routinen und Traditionen festhält und eher zur älteren Zielgruppe gehört? Esstypen sind stark abhängig vom Alter und von der Generation. Beachten Sie dies bei der individuellen Beratung.

Die Maßnahmensammlung Nicht Sie geben den Ernährungsplan vor, Ihr:e Kund:in erarbeitet ihn selbst mit Ihrer fachlichen Unterstützung. Denn Coaching bedeutet Hilfe zur Selbsthilfe. Ein richtiges Coaching wird heute noch zu selten umgesetzt bzw. angewendet. Nutzen Sie dies also als Ihr Alleinstellungsmerkmal und seien Sie anders als die Konkurrenz, die z. B. Massenprodukte anbietet! Im Coaching sollten Sie darauf achten, mehr zu fragen als anzuleiten. Sie geben also keine Maßnahmen vor, die umgesetzt werden sollen. Stattdessen erklären Sie die Hintergründe und lassen daraus Schlussfolgerungen und eigene Maßnahmen ziehen. Vermitteln Sie also beispielsweise einer Person, die ihr Gewicht reduzieren möchte, was nach einer Mahlzeit mit hohem glykämischem Index im Körper vorgeht. Mit diesem Wissen wird sie ihre früheren Ernährungsgewohnheiten hinterfragen und motivierter sein, ihr Verhalten zu ändern. Fordern Sie anschließend dazu auf, Ideen zu entwickeln, wie zukünftig mit Lebensmitteln umgegangen werden kann, die einen hohen glykämischen Index aufweisen. Aus den eingebrachten Vorschlägen erstellen Sie einen gemeinsamen Maßnahmenkatalog. Dabei greifen Sie als Trainer:in und Coach:in nur dann ein, wenn es fachlich notwendig ist und Ideen ergänzt werden sollten. Nehmen Sie sich selbst sehr zurück und lassen Sie Ihr Gegenüber ausreden. Seien Sie empathisch und versetzen Sie sich in die Situation der gecoachten Person. Ein klient:innenzentrierter Beratungsstil zeichnet sich durch die Echtheit, die wertschätzende Einstellung und die Empathie gegenüber sich selbst und den Kund:innen aus (Rogers, 1991). Arbeiten Sie in einem weiteren Schritt an Aktionsplänen und einem präventiven Barrierenmanagement. So wird Ihr Coaching nach dem GROW-Modell (Modell zur Zielsetzung und Problemlösung, Whitmore, 1997) vervollständigt. Legen Sie innerhalb des Aktionsplans fest, wann, was, wie, wo umgesetzt werden soll, was dafür organisiert werden muss und wer hierbei unterstützend einwirken kann.

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Wenn seit Betreuungsbeginn einige Wochen vergangen sind und Ihr:e Klient:in eine starke Bindung zu Ihnen und Ihrem Unternehmen aufgebaut hat, ist Ihre Aufgabe die Evaluation. Hierfür überprüfen Sie die Zielerreichung und besprechen das Ergebnis mit Ihrer:Ihrem Kund:in. Sind Ziele nicht erreicht worden, erörtern Sie gemeinsam mögliche Gründe. Vielleicht stellen Sie dabei fest, dass diese Ziele neu definiert oder modifiziert werden müssen. Bleiben Sie individuell! Unabhängig davon sollten Sie weiterhin auf individuelle, persönliche Ansprachen achten und sich Zeit für Gespräche nehmen. Da Ernährungscoaching ein wirksames Instrument für eine dauerhafte Änderung von Ernährung und Lebensstil ist (Aparicio et al., 2021), kann Ihre Wertschätzung zu einer langfristigen Bindung führen.

Fazit

Nutzen Sie das Wissen Ihrer Fachkräfte im Unternehmen und betreuen Sie Ihre Klientel individuell statt nur pauschal. Mit einem kund:innenspezifischen Coaching, das Ernährung, Training und Verhaltenstraining einschließt, werden Ihre Kund:innen die Neujahrsziele besser erreichen und langfristiger halten. Somit werden Anerkennung, Wertschätzung und die Stabilisation der Mitgliederzahlen ermöglicht.

Siehe dazu auch den Fachartikel „Barrierenmanagement“ in dieser Ausgabe auf S. 110 ff.

Aline Emanuel Aline Emanuel, M. A. Prävention und Gesundheitsmanagement sowie B. A. Ernährungsberatung, bringt mehrjährige Erfahrung in der Ernährungsberatung verschiedener Zielgruppen mit. Sie ist als Dozentin, Tutorin und Autorin für die Deutsche Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement (DHfPG) und als Leiterin des Fachbereichs Ernährung an der BSA-Akademie tätig. www.dhfpg-bsa.de

Literaturliste Aparicio, A., Perea Sánchez, J. M., González-Rodríguez, L. G. & Estevan, M. d. C. (2021). Nuevas técnicas de atención al paciente: el coaching nutricional. Nutritión Hospitalaria, 38 (2), 49–53. Dayan, P. H., Sforzo, G., Boisseau, N., Pereira-Lancha, L. O. & Lancha ., A. H., Jr (2019). A new clinical perspective: Treating obesity with nutritional coaching versus energy-restricted diets. Nutrition, 60, 147–151. Rogers, C. (1991). Die klientenzentrierte Gesprächstherapie. Client-Centered Therapy. Frankfurt a. M.: Fischer Taschenbuch Verlag. Whitmore, J. (1997). Coaching für die Praxis. München: Heyne.

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Foto: DHfPG/BSA

Ist das Vorhaben konkretisiert, hilft ein Barrierenmanagement dabei, den Plan in die Tat umzusetzen und an diesem festzuhalten. Hierfür setzt sich der:die Klient:in mit möglichen Hindernissen (z. B. Lieblingsschokolade im Angebot) auseinander, auf die er:sie bei der Umsetzung seines:ihres Plans stoßen könnte und überlegt sich entsprechende Gegenstrategien. Auch das Thema „Innerer Schweinehund“ kann neben Zeitmangel und Ablenkung bzw. Versuchung hier thematisiert werden.

Die Evaluation und dauerhafte Betreuung


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Die perfekten Partner für Ihre Diät

MetaCheck & prepmymeal MetaCheck trifft prepmymeal – eine Kooperation, die gesunde Ernährung auf ein neues Level hebt. Die MetaCheck Gen-Diät setzt seit mehr als zehn Jahren den hohen Maßstab für die individuelle Ernährungsberatung. Mit prepmymeal wird es nun leicht, die gesunden und Meta-Typ gerechten Mahlzeiten zeitsparend zu sich nach Hause zu holen.

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etaillierter und individueller als anhand der eigenen Gene kann ein Ernährungsplan nicht aufgestellt werden. Über 1.500 MetaCheck Berater:innen allein in Deutschland können den langfristigen Abnehmerfolg dank des von Ernährungswissenschaftler:innen entwickelten Ernährungsplans täglich bestätigen. Nach Durchführung der Genanalyse weiß man, wie der eigene Stoffwechsel tickt. Sind Kohlenhydrate wirklich „böse“? Oder ist es vielleicht das Protein, das eher eingelagert als in direkt zur Verfügung stehende Energie umgewandelt wird? Aus der Genanalyse resultieren vier von CoGAP definierte Meta-Typen. Diese geben Aufschluss darüber, welche Makronährstoffe in der individuellen Ernährung favorisiert werden sollten.

Abnehmen nach Plan

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Typgerechte Ernährung Wäre es nicht schön, einfach eine Mahlzeit auszuwählen, die zum eigenen Meta-Typ passt? Schließlich spielt der Faktor Zeit beim Einkaufen und Kochen einer gesunden und ausgewogenen Speise eine große Rolle. In der heutigen Zeit geht es oft hektisch zu und es fällt häufig schwer, sich ausreichend Zeit für den Einkauf und die Zubereitung zu nehmen.

Zeit sparen und trotzdem gesund essen Genau hier setzt unsere neue Kooperation mit prepmymeal an. Mit prepmymeal wird es leicht, die gesunden und MetaTyp gerechten Mahlzeiten zeitsparend zu sich nach Hause zu holen. Ungesunde Fertiggerichte aus dem Supermarkt gehören damit der Vergangenheit an. Ausgewählte Zutaten, kurze Zutatenlisten und der Verzicht auf Konservierungsstoffe, Geschmacksverstärker und andere Zusätze sowie seit Neuestem die Eingliederung in die vier Meta-Typen Alpha, fitness MANAGEMENT international

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Fotos: for me do

Der Vier-Wochen-Startplan ist einfach und wirkungsvoll. Die erste Abnehmphase wird dabei mit einem konkreten Plan begleitet, in dem Zutaten und Mengen individuell kalkuliert sind und nach Meta-Typ zusammengestellt werden. Nach der Abnehmphase folgt eine Stabilisierungsphase, in der die

Pfunde oft weiter schwinden. Hier gestaltet sich der Essensplan offener. Die Nährstoffverteilung auf dem Teller wird so zur Routine.


Beta, Gamma und Delta helfen, die Mahlzeit gekonnt auszuwählen und weiter am Erfolg zu arbeiten.

Individuelle Auswahl Bei jeder Bestellung kann man seine Box individuell zusammenstellen und ist immer auf der sicheren Seite, wenn die Zeit zum Kochen doch einmal zu knapp sein sollte.

Vorteile nutzen Ein weiterer Vorteil dieser Kooperation ist, dass MetaCheckKund:innen über einen Gutscheincode von ihrem:ihrer Berater:in einen Rabatt von zehn Prozent auf jede Bestellung erhalten.

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WISSENSCHAFT & PRAXIS | BILDUNG | ANZEIGE

Studium – Weiterbildung – Qualität Informationen und Neuigkeiten der BSA-Akademie, der BSA-Zert und der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement (DHfPG)

Master-Studiengänge der DHfPG Jetzt zu Expert:innen qualifizieren Bachelor-Absolvent:innen der DHfPG sowie anderer Hochschulen können sich mit den vier Master-Studiengängen der DHfPG, dem M. A. Prävention und Gesundheitsmanagement, dem M. A. Fitnessökonomie, dem M. A. Sportökonomie sowie dem MBA Sport-/Gesundheitsmanagement zu Expert:innen weiterqualifizieren und weitreichende Kompetenzen erlangen. Die Kombination aus Fernstudium mit kompakten Lehrveranstaltungen vor Ort und/oder digital garantiert maximale Flexibilität und ermöglicht es den Studierenden, ihr Studium auch nebenberuflich zu absolvieren. Für weitere Informationen zum Master-Studium an der DHfPG sowie zu Finanzierungs- und Fördermöglichkeiten kontaktieren Sie gern das Service-Center unter Tel.: +49 681 6855 599. www.dhfpg.de/master

Ohne das Gehirn läuft nichts BSA-Praxisworkshop „Neurotraining“

Fotos: DHfPG/BSA

Obwohl wir mit unserem Gehirn jede Bewegung unseres Körpers steuern, wird sein Potenzial im Training oft nicht erkannt. Mit dem BSA-Praxisworkshop „Neurotraining“ lernen Teilnehmende dieses Potenzial mit ihren Kund:innen einzusetzen, um die Ziele wie Gewichtsreduktion oder Muskelaufbau zu erreichen. Der praxisorientierte Workshop vermittelt u. a. wichtiges theoretisches Wissen zur Arbeitsweise von Gehirn und Nervensystem. Die Teilnehmenden erlangen außerdem die notwendigen Kompetenzen, um z. B. Übungen zu allen relevanten Gelenken zusammenzustellen, die für ihre Kund:innen und deren Ziele förderlich sind. Der Workshop richtet sich an Trainer:innen mit entsprechenden Vorkenntnissen und soll zur direkten praktischen Umsetzung der erlangten Kompetenzen qualifizieren. www.bsa-akademie.de/neurotraining

Studiengänge >> dhfpg.de

Lehrgänge >> bsa-akademie.de

Zertifizierung >> bsa-zert.de

Mehr Infos zum dualen Bachelor- und Master-Studium, zu den BSA-Lehrgängen oder zur Zertifizierung unter: Tel. +49 681 6855 143

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B. A. Fitnessökonomie an der DHfPG Führungskräfte qualifizieren Fitness- und Gesundheitsunternehmen können mit dem dualen Bachelor-Studiengang Fitnessökonomie Studierende qualifizieren, die sowohl über betriebswirtschaftliche als auch trainingswissenschaftliche Kenntnisse verfügen. Durch die interdisziplinäre Vermittlung von Kompetenzen sind die Absolvent:innen u. a. dazu in der Lage, ein Unternehmen zu leiten und Personalverantwortung zu übernehmen als auch Trainingsprogramme zu konzipieren. Hohe Anwesenheitszeiten der Studierenden im Betrieb sind durch das duale Studiensystem gesichert. Im Rahmen des Studiengangs sind darüber hinaus elf Trainer:innenlizenzen und kaufmännische Qualifikationen inklusive (z. B. „Trainer/in für Sportrehabilitation“). www.dhfpg.de/bfo

DHfPG/BSA-Akademie sucht Unterstützung Werden Sie jetzt Teil des Teams! Sie legen Wert auf flache Hierarchien und ein Prinzip der offenen Tür? Sie setzen auf Teamwork und Kommunikation ist Ihnen besonders wichtig? Dann werden Sie Teil der DHfPG/ BSA-Akademie! Bewerben Sie sich jetzt als: • Mitarbeiter:in Unternehmenskommunikation • Dual Studierende:r • Kaufmännische:r Sachbearbeiter:in Die detaillierten Stellenangebote und weitere offene Stellen finden Sie unter www.dhfpg-bsa.de/karriere oder richten Sie Ihre aussagekräftige Bewerbung initiativ an jobs@dhfpg-bsa.de. www.dhfpg-bsa.de/karriere

Neuer Studienschwerpunkt an der DHfPG „Kommunales Gesundheitsmanagement“ Die DHfPG bietet im Hochschulbereich ein akademisches Angebot zur Qualifizierung als Kommunale:r Gesundheitsmanager:in an. Der neue Studienschwerpunkt „Kommunales Gesundheitsmanagement“ im Master-of-Arts-Studiengang Prävention und Gesundheitsmanagement vermittelt methoden- und fachspezifische Kompetenzen zum Aufbau und zur Steuerung eines nachhaltigen Kommunalen Gesundheitsmanagements. Eine Anmeldung zum Studienschwerpunkt ist bereits möglich. Die ersten Präsenzphasentermine finden im Sommer 2022 statt. www.dhfpg.de/mpgm

Über die DHfPG und die BSA-Akademie informieren Die DHfPG und die BSA-Akademie bieten Infoveranstaltungen vor Ort sowie kostenfrei abrufbare Infovideos auf ihren Websites an. Jeweils zwei Mal im Monat werden digitale Infoveranstaltungen zum Studium an der DHfPG bzw. zu den Lehrgängen der BSA-Akademie angeboten. Beide Unternehmen sind regelmäßig auf (digitalen) Messen vertreten. Alle Termine finden Sie unter: >> dhfpg.de/events

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>> bsa-akademie.de/events

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WISSENSCHAFT & PRAXIS | KOMMENTAR ALBERT BUSEK

Vier Buchstaben mit größter Bedeutung

TEAM Text: Albert Busek

Sehr kurz vor Redaktionsschluss schreibe ich diesen Text Anfang Dezember 2021 für die erste Ausgabe 2022. Ich habe die erneut dramatische Pandemie-Entwicklung abgewartet und mir eine erleuchtende Inspiration für diesen Kommentar erhofft. Sie kam allerdings nicht, jedenfalls nicht bewusst.

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Ich will hier nicht weiter ins Detail gehen, aber beim „Zermartern“ meines Gehirns auf der Suche nach Lösungen und einem

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Thema für diesen Kommentar schoben sich immer drängender Bilder aus meinem sehr langen Arbeitsleben vor mein geistiges Auge. Die Erinnerungen betrafen vor allem Menschen, mit denen ich zusammengearbeitet habe – bei großen und kleinen Aufgaben, über kurze oder sehr lange Zeit. In unserer Branche war ich in diversen Bereichen mit sehr vielfältigen Anforderungen aktiv. Dadurch lernte ich Menschen mit ganz unterschiedlichen Talenten, Charakteren und Belastungspotenzialen kennen. Und so kam ich auf das, was Goethe in Faust I als „des Pudels Kern“ bezeichnete – das Team. fitness MANAGEMENT international

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Foto: Christof Stache

ls unverbesserlicher Optimist suchte ich in einer der wohl schwierigsten Zeiten unseres Landes seit 1945 den „sweet spot“, wie im englischen Sprachgebrauch eine optimale Wirkung bezeichnet wird. Dieses Optimum an Solidarität, gegenseitigem Respekt und Toleranz ist eine Voraussetzung dafür, dass wir die zum Teil sehr großen Gräben in unserer Gesellschaft wieder schließen können.


dass alle in unserer Branche tätigen Menschen in einem Team, das diese Werte tagtäglich mit „frohem Herzen“ lebt, weiterhin Erfolg haben werden. Kreativität, Anpassung an die sich ändernden Bedürfnisse der Kund:innen, bestmögliche Aus- und Weiterbildung und großer persönlicher Einsatz von allen im Team bilden das Fundament. Wo immer man sich dabei Motivation und Inspiration für die Arbeit im Team holen kann, sollte man das auch tun. Das betrifft das ganze Spektrum unserer Aktivitäten. Hervorragend eignen sich dafür Musik, Kunst und Sport.

Mit Teamgeist aufs Treppchen Aus dem Sportbereich teile ich gern mit Ihnen ein Erlebnis, das mich nachhaltig begeistert hat. Schon beim Schreiben dieser Zeilen kommt wieder große Freude auf. Es geht um die deutschen Skispringer:innen bei der Nordischen Ski-Weltmeisterschaft 2021 in Oberstdorf – der „Heim-WM“ der „Adler“. Für das deutsche Team fing alles bestmöglich an: Gold im Mixed Team am 28. Februar. Es war Freude pur, im TV in die strahlenden Gesichter von Katharina Althaus, Anna Rupprecht, Markus Eisenbichler und Karl Geiger zu schauen. Die Teamleistung war herausragend, wobei die Stärkeren die Schwächeren einfach mitzogen.

Ski-WM 2021 Oberstdorf, Gold für Deutschland mit v.l.: Pius Paschke, Markus Eisenbichler, Severin Freund und Karl Geiger

Teamgeist als Lösung In meinem Arbeitsleben habe ich das immer wieder erlebt: Wir brauchten uns! Wir hätten ansonsten die vorgegebenen Ziele nicht erreicht! Wir sind dabei auch Streitgesprächen nicht aus dem Weg gegangen! Wir erreichten (fast) immer unser gesetztes Ziel! (Das „fast“ ist prozentual niedrig einstellig – in über 60 Jahren) Es war jeweils das Team, das die Ziele erreicht hat. Arnold Schwarzenegger sagt ergänzend zu diesem Thema seit Jahren bei öffentlichen Auftritten immer wieder: „You can call me anything – Schwarzie, Schnitzel, or whatever you want, but don’t call me a selfmade man, because I’m not!“ Das wichtigste in jedem Team ist das, was wir in diesen Zeiten so dringend benötigen: Zusammenhalt!

Mut zu Fehlern Mit Empathie kann man (fast) jede Tendenz zur Ausgrenzung und Spaltung überwinden. Fehler machen wir alle und hinfallen können wir auch mal. Entscheidend ist, dass man sofort wieder aufsteht und gemeinsam neuen Mut fasst. Wir dürfen in einer großartigen Branche arbeiten. Nach der Lektüre so vieler Ausgaben der fMi bin ich felsenfest davon überzeugt, 01/22

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Im Einzel lief es bei den Frauen am 3. März nicht ganz so gut. Die Erwartungen an die Herren im Einzel am 5. März waren jedoch sehr groß. Wie so viele hielt auch ich den Atem an, als Markus Eisenbichler kopfüber schwer stürzte. Gott sei Dank stand er aber gleich wieder auf. Alle Fans dachten in diesem Moment wohl, dass Markus dadurch zum Teamwettkampf am nächsten Tag nicht mehr werde antreten können – eine große Schwächung des Teams. Karl Geiger schaffte mit der Bronzemedaille im Einzel als einziger Deutscher noch den Sprung aufs Treppchen. Dann die große Spannung beim Teamwettbewerb der Herren am 6. März. Die Erwartungen waren bei vielen Fans nun gedämpft und dann kam die freudige Überraschung. Markus Eisenbichler war trotz seines Sturzes tatsächlich dabei, ebenso wie Severin Freund, dem nach zwei Kreuzbandrissen und vielen Rückschlägen in den Jahren zuvor die Trainer:innen nun ebenfalls das Vertrauen schenkten. Wer Skispringen verfolgt, weiß, dass gerade im Teamwettbewerb kleinste Kleinigkeiten, die einzelne Springer:innen betreffen, für den gemeinschaftlichen Erfolg entscheidend sein können. Zusammenhalt, Glaube an die eigenen Fähigkeiten, motivierende Gesten und schließlich das Glück der Tüchtigen machten ein kleines Wunder möglich – Gold vor den so starken Österreichern und Polen.

Ein großes Dankeschön Wichtiger und auch berührender als Gold war für mich der Zusammenhalt als Team, trotz der Probleme am Vortag. Ich sage von ganzem Herzen Danke an Pius Paschke, Severin Freund, Markus Eisenbichler und Karl Geiger für diese Lehrstunden darüber, was der Begriff Team wirklich bedeutet. Sie alle haben dieses Sportereignis für mich unvergesslich gemacht.

Albert Busek Experte für Bodybuilding und Fitness

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WISSENSCHAFT & PRAXIS | NEUES AUS DER WISSENSCHAFT

VOR- UND NACHTEILE SOLCHER TOOLS

DARAUF LEGEN NUTZER:INNEN WERT

65% Hilfreiche Fortschritts-/Erfolgsdokumentation 58% Unterstützung bei der Zielerreichung 49% P ositiver Einfluss auf Gesundheitsverhalten 47% Sinnvoll zur Motivationssteigerung 26% mangelnde Trainingsüberwachung und Fehlen einer persönlichen Ansprechperson

AKTUELLE NUTZUNG 79% Fitness-Apps (Tracking, Trainingsplanung, Workouts usw.)

45% Gesundheits-Apps (z. B. Schlaf-, Puls- oder

66% Bedienungsfreundlichkeit/Usability 64% Verlässlichkeit der Daten 60% Verständliche Informationen 53% Datenschutz

Diabetesüberwachung)

34% Ernährungs-Apps

(Kalorienbedarfsplaner,

Ernährungstagebuch etc.)

83% gehen davon aus, dass die Relevanz von solchen digitalen Tools weiter zunehmen wird

Die Nutzer:innen sind der Meinung, dass Apps auch langfristig die Vor-Ort-Angebote nicht ersetzen werden, sondern vielmehr eine sinnvolle und zielführende Ergänzung darstellen.

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Ganzheitliche analoge und digitale Betreuung

Herausforderung Studio-App Betreiber:innen sehen sich im Rahmen der Studiovernetzung mit kontinuierlich steigenden Anforderungen in Sachen Konnektivität sowie mit einer zunehmenden Konkurrenz von App-Angeboten konfrontiert. Um Kund:innen ein möglichst umfassendes Trainingserlebnis zu bieten, müssen sich die Studios intensiv mit den aktuellen Bedürfnissen sowie mit neuen technologischen Möglichkeiten beschäftigen. In einer Bachelor-Thesis der DHfPG wurden diese Aspekte genauer untersucht – die Ergebnisse liefern wertvolle Erkenntnisse.

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DHfPG-Science-Lab: Bachelor-Thesis Fachbereich Gesundheitsförderung

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igitale Unterstützungstools, wie z. B. Fitness-, Gesundheits- und Ernährungs-Apps, erfreuen sich seit Jahren wachsender Beliebtheit. Eine Studie von forsa und der Kaufmännischen Krankenkasse (KKH) sowie die Ergebnisse einer Untersuchung von Bitkom Research (2020) belegen, dass sich die Zahl der Nutzer:innen in den letzten Jahren verdoppelt hat und diese Tools generationsübergreifend immer häufiger Verwendung finden. Mit der steigenden Nachfrage wachsen gleichzeitig auch kontinuierlich die Anforderungen und Erwartungen an die entsprechenden Angebote, was sowohl Unternehmen im Bereich App-Entwicklung als auch Fitness- und Gesundheitsbetriebe vor immer größere Herausforderungen stellt. Der „Fitness Industry Trend Report 2019“ (ClubIntel, 2019) sowie der Digitalisierungsreport „Technology: Agent of Growth for the Health and Wellness Industry” (Club Industry, 2020) verdeutlichen, dass im Markt bis zu diesem Zeitpunkt häufig nur Insellösungen existierten und es an einer sinnvollen Vernetzung solcher Angebote in vielen Anlagen fehlte. So verfügten beispielsweise vor der Corona-Pandemie lediglich 21 Prozent der Clubs über eine eigene Studio-App und nur 18 Prozent über ein digital vernetztes Studio. Und gerade diese gezielte Vernetzung wird immer wichtiger: Ein Blick auf den „Worldwide Survey of Fitness Trends for 2021“ (Thompson, 2021) unterstreicht, wie wichtig dieser Faktor aus Sicht von führenden Fitnessfachleuten heute ist, um langfristig wettbewerbsfähig zu bleiben. Durch die Corona-Krise hat die Digitalisierung innerhalb der Branche nochmals einen deutlichen „Innovationsschub“ erlebt. Umso wichtiger ist es, sich als Betrieb deshalb mit dem aktuellen Nutzungsverhalten und den individuellen Bedürfnissen dieser wachsenden Zielgruppe auseinanderzusetzen, um die eigenen Angebote entsprechend weiter zu optimieren und gezielt zu vernetzen. Doch was gilt es dabei alles zu beachten und was ist den Nutzer:innen besonders wichtig? Um diese und weitere Fragen zu beantworten, wurden diese Aspekte im Kontext einer BachelorThesis der DHfPG genauer untersucht.

Fotos: Oleksandr – stock.adobe.com | privat

Methodik Im Rahmen der Abschlussarbeit wurde eine Online-Umfrage zum individuellen Nutzungsverhalten sowie zu den konkreten Anforderungen und Erwartungen an entsprechende AppAngebote durchgeführt. Neben diesen Aspekten wurden die teilnehmenden Personen ebenfalls zur Zukunftsrelevanz sowie zu den Vor- und Nachteilen solcher spezifischer AppLösungen befragt. An der Online-Befragung nahmen insgesamt 163 Personen (Auswahlmöglichkeit: männlich/weiblich; jeweils 50 Prozent) teil. Das Durchschnittsalter betrug 44,9 Jahre (Standardabweichung: 19,3). 01/22

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Ergebnisse Mit 56 Prozent gab mehr als die Hälfte der Befragten an, entsprechende App-Angebote mehr oder weniger regelmäßig zu nutzen. Fitness-Apps waren in der Stichprobe mit 79 Prozent dabei am weitesten verbreitet. Mit 45 bzw. 34 Prozent folgten Gesundheits- und Ernährungs-Apps. Für die Nutzer:innen waren neben der Bedienfreundlichkeit und der Verlässlichkeit der Daten vor allem auch die Informationsqualität sowie der Schutz der eigenen personenbezogenen Daten besonders wichtig. Die digitalen Tools bieten demnach den Vorteil, den eigenen Trainingsfortschritt sowie individuelle Erfolge jederzeit transparent nachvollziehen zu können, und stellen damit für viele eine wertvolle Motivationshilfe dar. Nachteile sehen die Nutzer:innen in der Praxis u. a. bei der mangelnden Trainingsüberwachung und dem Fehlen einer persönlichen Ansprechperson für individuelle Fragen, Korrekturen, Tipps usw. Die große Mehrheit (83 %) ist der Überzeugung, dass die Relevanz solcher Angebote weiter zunehmen wird – wobei die digitalen Angebote in erster Linie als Ergänzung zu sehen sind und die Vor-Ort-Betreuung keinesfalls gänzlich ersetzen sollten.

Fazit Um diesen wachsenden Ansprüchen in der Praxis bestmöglich gerecht zu werden, gilt es, solche digitalen Unterstützungstools gezielt mit den Vorteilen einer qualifizierten Vor-Ort-Betreuung zu kombinieren, um neue Mehrwerte und Synergien zu schaffen. Zentrale Voraussetzung dafür ist eine sukzessive Weiterentwicklung und Vernetzung der eigenen analogen und digitalen Betreuungs-/Dienstleistungsangebote. Anders als Insellösungen kann eine zentrale Studio-App hier viele Vorteile bieten und neue Chancen bzw. Einsatzfelder eröffnen. So können beispielsweise die Bereiche mentale/körperliche Fitness, Ernährung und Coaching dort noch enger miteinander verzahnt, der persönliche Kontakt zum:zur Trainer:in erweitert und den Mitgliedern so eine interdisziplinäre Rundumbetreuung gewährleistet werden, die sich ganz klar von anderen Konkurrenzangeboten im Markt abgrenzt. Gemeinsam mit qualifizierten Sport-/Gesundheitsinformatiker:innen können hier ganzheitliche Lösungen entwickelt werden, die nicht nur das Trainingserlebnis auf ein neues Level heben, sondern auch die Betreuungsqualität und die Bindung zu den Kund:innen langfristig steigern.

Stefanie Bayer Alter: 22 Abschluss: B. A. Gesundheitsmanagement Aktuelle Tätigkeit: Master-of-Arts-Studium Prävention und Gesundheitsmanagement

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WISSENSCHAFT & PRAXIS | PERSONENPORTRÄT

Fitness aus Leidenschaft

Mit DHfPG-Studium endlich zum Traumberuf Text: Ronja Reuber und Carolin Schmidt

Jeannette Koetzner fand an der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement (DHfPG) mit dem B. A. Fitnessökonomie den passenden Studiengang für sich.

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ie gebürtige Erlangerin begann ursprünglich mit dem Studium der Rechtswissenschaften. „Ich habe jedoch gemerkt, dass ich mich persönlich nicht in diesem Beruf sehe.“ Zu diesem Zeitpunkt arbeitete sie in einem Fitnessstudio auf der Trainingsfläche. Dieser Umstand brachte sie dann auf den richtigen beruflichen Pfad.

Mit dem B. A. Fitnessökonomie ihren Weg gefunden Von Anfang an machte ihr die Arbeit mit den Mitgliedern und Kolleg:innen sehr viel Spaß. Das gab ihr schließlich den Impuls, ihren beruflichen Weg vollständig in der Fitness- und Gesundheitsbranche zu gehen. „Ich habe noch das 1. Staatsexamen abgeschlossen, um danach direkt mit dem Studiengang B. A. Fitnessökonomie an der DHfPG zu starten. Zu Beginn tendierte ich sogar eher zum Studiengang B. A. Fitnesstraining. Wegen des größeren betriebswirtschaftlichen Anteils habe ich mich dann aber für Fitnessökonomie entschieden. Das war für mich in jedem Fall die richtige Entscheidung.“

Im Ausbildungsbetrieb Karriere gemacht

Schon zu Beginn ihres Studiums übernahm sie die Leitung für den Kursbereich und kurz darauf dann

Auch das duale Studiensystem bot ihr sehr viel Abwechslung. „Der Wechsel zwischen Betrieb und Hochschule war immer sehr spannend. Auch der persönliche Austausch mit meinen Kommiliton:innen hat mir sehr viel gebracht.“

Neue Wege mit Technogym Nach ihrem Abschluss wollte Jeannette Koetzner neue Erfahrungen sammeln. „Als Studioleiterin habe ich einige Projekte begleitet, die wir komplett mit Technogym realisierten. Darüber entstand der erste Kontakt zum Trainernetzwerk von Technogym, für das ich ein Jahr lang nebenberuflich tätig war. Aufgrund meiner Begeisterung für die Marke bewarb ich mich auf eine Vollzeitstelle.“ Sie wurde kurzerhand zum Vorstellungsgespräch eingeladen und arbeitet mittlerweile als Digital Sales Specialist bei Technogym. Jeannette Koetzner ist für den Vertrieb sowie die Schulungen für das digitale Ökosystem mywellness verantwortlich.

Ihr Tipp für Studierende „Ich bin froh, dass ich den Studiengang gewechselt habe und das tue, was mir wirklich Spaß macht. Man verbringt viel Zeit in seinem Job, daher sollte man das mit absoluter Leidenschaft machen.“ Weitere Erfolgsgeschichten unter: www.dhfpg.de/erfolgsgeschichten

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Foto: Technogym

Den passenden Ausbildungsbetrieb fand sie in dem Fitnessstudio, in dem sie bereits als Trainerin auf der Fläche gearbeitet hatte.

die stellvertretende Studioleitung. „Nach einem Jahr habe ich die Studioleitung komplett übernommen. Dadurch kamen auch viele Arbeitsbereiche dazu, wie die Personalplanung, die Implementierung von neuen Kurskonzepten oder die Planung und Durchführung neuer Projekte.“ Die praxisorientierten Studieninhalte konnte die Fitnessökonomin sofort umsetzen und so die neue Herausforderung sehr gut meistern. „Ich habe mich insbesondere im Kursbereich an vielen Beispielen der DHfPG orientiert. Das hat mir wirklich geholfen.“


WISSENSCHAFT & PRAXIS | SCIENCE NEWS

Aktuelle Forschungsergebnisse im Fokus

Fotos: Bojan, OneBit, Svitlana – stock.adobe.com

Wissenschaft für die Studiopraxis

Studio-App für noch mehr Bindung und Motivation

Hocheffektiv: Fitnesstraining vs. Bluthochdruck

Fitness ist die beste Altersmedizin

The use of fitness centre apps and its re-

Personalized exercise prescription in

Constant Daily Exercise to Keep the Doc-

lation to customer satisfaction

the prevention and treatment of arterial

tor Away

hypertension

Untersuchungsschwerpunkte Die Studie beschäftigt sich mit dem Nutzungsverhalten bzw. den -absichten von spezifischen FitnessstudioApp-Lösungen und deren Einfluss auf das Trainingsverhalten sowie die Zufriedenheit der Kund:innen. Methode Mithilfe des UTAUT2-Ansatzes sowie dem Partial Least Square Structural Equation Modelling (PLS-SEM) wurden Daten von 1.676 Fitnesskund:innen analysiert. Zentrale Ergebnisse Laut der Ergebnisse können individualisierte Studio-Apps dabei helfen, die Motivation zu fördern und das Gesundheitsverhalten langfristig positiv zu beeinflussen. Die interaktiven, sozialen und motivationalen Aspekte spielen für die Mitglieder eine wichtige Rolle und wirken sich positiv auf deren Zufriedenheit aus.

Untersuchungsschwerpunkte Führende Mediziner:innen untersuchten die Effekte verschiedener Trainingsformen auf den Blutdruck. Methode In die Metaanalyse wurden 34 Studien einbezogen, die sich mit Trainingsinterventionen beschäftigen, die typischerweise zur Beeinflussung hypertoner Veranlagung oder manifester Hypertonie verordnet werden. Zentrale Ergebnisse Patient:innen mit Hypertonie profitieren demnach von aerobem Ausdauertraining. Besonders bei hohen Hypertonieklassen stellt zusätzliches Krafttraining eine sinnvolle Ergänzung dar. Menschen mit hochnormalem Blutdruck sprechen auf dynamisches Krafttraining am besten an. Mit isometrischem Krafttraining sinkt das Hypertonierisiko bei (noch) normalem Blutdruck ebenfalls nachweislich.

Untersuchungsschwerpunkte Regelmäßiges Training ist ein wesentlicher Schlüssel für ein langes, gesundes Leben. Wie Studios Best Ager dabei zielführend unterstützen können, haben taiwanesische Forscher:innen untersucht. Methode Mittels qualitativer Befragungen wurden Daten von 15 Trainierenden ausgewertet und die wichtigsten Aspekte für eine langfristige Trainingsmotivation strukturiert zusammengefasst. Zentrale Ergebnisse Die Analysen machen deutlich: Neben einer qualifizierten und persönlichen Betreuung vor Ort tragen vor allem motivierende Ziele, sichtbare Trainingsfortschritte und die Interaktion mit anderen Mitgliedern dazu bei, sich langfristig fit zu halten. Verstärkt werden diese Aspekte durch positive Erlebnisse, wie bspw. eine Verbesserung des allgemeinen Gesundheitszustandes (mehr Mobilität, weniger Schmerzen im Alltag usw.), die mit einem regelmäßigen Training einhergehen.

Praxisrelevanz und Fazit Die Studie verdeutlicht, wie wichtig ergänzende digitale Angebote sind. Sie sorgen nicht nur für noch mehr Spaß, Motivation und Abwechslung beim Training, sondern steigern auch aktiv die Mitgliederzufriedenheit. Im Rahmen der Studiovernetzung können Studios diese Aspekte für sich gewinnbringend einsetzen, um die Bindung weiter zu steigern.

Praxisrelevanz und Fazit Das neue Positionspapier liefert wertvolle Argumente, warum die Studios in Sachen Prävention die beste Anlaufstelle sind – denn kein anderes Umfeld kann die Vorteile verschiedener Trainingsformen besser und professioneller unter einem zentralen Dach vereinen.

Praxisrelevanz und Fazit Im Hinblick auf die demografischen Entwicklungen ist es umso wichtiger, dieser wachsenden Zielgruppe attraktive Betreuungskonzepte zu bieten und sie frühzeitig für ein „Leben in Bewegung“ zu motivieren.

Ferreira Barbosa, H., García-Fernández, J., Pedragosa, V. & Cepeda-Carrion, G. (2021). The use of fitness centre apps and its relation to customer satisfaction: a UTAUT2 perspective. Zugriff am 05.12.2021. Verfügbar unter https://doi.org/10.1108/IJSMS-01-2021-0010

Hanssen, H., Boardman, H., Deiseroth, A., Moholdt, T., Simonenko, M., Kränkel, N. et al. (2021). Personalized exercise prescription in the prevention and treatment of arterial hypertension: a Consensus Document from the European Association of Preventive Cardiology (EAPC) and the ESC Council on Hypertension. Zugriff am 03.12.2021. Verfügbar unter https://doi.org/10.1093/eurjpc/zwaa141

Chen, M. H., Yu, C. L. & Chang, S. H. (2021). Constant Daily Exercise to Keep the Doctor Away: A Study of Adherence to Physical Exercise Using a Gym in Individuals Older Than 55 Years. Zugriff am 02.12.2021. Verfügbar unter https://doi.org/10.1080/17482631.20 20.1859174

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WISSENSCHAFT & PRAXIS | PARTNERVERBAND BFB

Zusatzeinnahmen durch Solarien

Gesetzliche Regelungen unbedingt einhalten! Text: Holger Ziegert

Solarien gelten in vielen Fitnessanlagen als sichere „Bank“ für regelmäßige Einnahmen. Leider nehmen es viele Betreiber:innen mit dem Thema Jugendschutz nicht ernst genug. Die mangelnde Kontrolle vonseiten der Behörden lässt den Eindruck entstehen, dass hier Laisser-faire im Umgang mit dem Jugendschutz möglich erscheint.

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halten, diese ohne permanent anwesendes Fachpersonal betreiben. Allerdings muss die Erstberatung der Nutzer:innen durch eine fachkundige Person erfolgen. Fachkundig ist, wer eine Ausbildung und Zertifizierung zur UV-Fachkraft gemäß den Vorgaben der UV-Schutzverordnung absolviert hat.

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Fotos: elroce – stock.adobe.com | BfB e. V.

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s sollte hinlänglich bekannt sein, dass es in Deutschland ein geltendes Nutzungsverbot für Jugendliche unter 18 Jahren für gewerblich angebotene Solarien gibt. Die hierfür seit 2012 geltenden gesetzlichen Regelungen finden sich in der UV-Schutzverordnung. Demnach dürfen Anlagen, die höchstens zwei Solarien vor-


für Prävention und und Gesundheitsmanagement für Prävention Gesundheitsmanagement

BSA-Akademie BSA-Akademie Prävention, Fitness, Gesundheit

University of Applied Sciences University of Applied Sciences

School for for Health Management School Health Management

Deutsche Hochschule Deutsche Hochschule Jugendschutz nicht erfüllt

Das zuständige Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz (BMU) legte erst kürzlich den „Finger in die Wunde“ und droht nun mit stärkeren Einschränkungen, falls die Anbieter:innen von Solarien hier nicht bessere Kontrollmechanismen implementieren sollten. Das wenig „solarium-nahe“ Ministerium sieht hier Handlungsbedarf und forderte den Bundesfachverband Besonnung e. V. auf, die Betreiber:innen von Solarien und Fitnessanlagen stärker in die Pflicht zu nehmen.

Anstehende Novellierung der UV-Schutzverordnung

GESETZLICHE VORSCHRIFT ERFÜLLEN Erstzertifizierung und Rezertifizierung

Eine gute Gelegenheit für den Gesetzgeber, eine mögliche Verschärfung oder gar ein partielles Verbot einzuführen, bietet die aktuell anstehende Novellierung der UV-Schutzverordnung, die coronabedingt auf den Beginn des Jahres 2022 verschoben wurde. Das sollten wir in eigenem Interesse durch die Einhaltung der gesetzlichen Vorgaben verhindern.

nebenberuflich mit nur 1 Tag Präsenzphase

Aus diesem Grund arbeiten DSSV und BfB hier eng zusammen. Den Betreiber:innen von Sonnenstudios und Fitnessanlagen wird dringend geraten, die notwendigen Schulungszertifikate zu erlangen und beim Checkin das Alter besser zu kontrollieren, damit die Solarien auch zukünftig ein fester Bestandteil im ihrem Portfolio bleiben können.

Bundesweite Lehrgangszentren

Prüfung direkt im Lehrgangsanschluss

Inhouse-Schulung möglich

BSA-Zert BSA-Zert Zertifizierungsstelle Zertifizierungsstelle derder BSA-Akademie BSA-Akademie

FACHKRAFT UVSV

Eine vom Bundesfachverband Besonnung e. V. (BfB) in Auftrag gegebene, repräsentative Studie liefert das Ergebnis, dass anscheinend immer noch Jugendliche in Sonnenstudios und Fitnessanlagen ungehindert Solarien nutzen können. Grund genug, um das Thema noch einmal zu verinnerlichen, denn der Gesetzgeber ist unnachgiebig, wenn es um den Jugendschutz geht.

Prävention, Fitness, Gesundheit

Holger Ziegert Der studierte Wirtschaftswissenschaftler Holger Ziegert ist Mitglied des BfB-Vorstands. Seit 2008 ist er u. a. als Geschäftsführer und Gesellschafter der AYK Gruppe mit Sitz in Köln aktiv. Zuvor durchlief er Führungs-, Geschäftsführer- und Vorstandspositionen in Unternehmen der Medizintechnik sowie der Kosmetik- und Freizeitindustrie.

Bundesfachverband Besonnung e. V. (BfB) Talblick 24 77960 Seelbach Telefon: 07823 - 96 29 14 Telefax: 07823 - 96 29 15 www.bundesfachverband-besonnung.de

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bsa-akademie.de/uvsv


WISSENSCHAFT & PRAXIS | BUCHTIPP

Jan Middelkamp, Herman Rutgers (Hrsg.)

»Operational Excellence and Transformative Leadership« 49,50 € Herausgeber: Jan Middelkamp, Herman Rutgers ISBN: 9789083149431| Sprache: Englisch Hardcover | Seitenzahl: 268 erhältlich über europeactive.blackboxpublishers.com

»Operational Excellence and Transformative Leadership« Die Fitnesslandschaft und das Ökosystem der Fitness- und Bewegungsbranche haben sich in den letzten Jahren dramatisch verändert. Zudem hat die COVID-19-Krise mit den daraus resultierenden Schließungen der Fitness- und Gesundheitsanlagen in den Jahren 2020 und 2021 alle Unternehmen gezwungen, ihr Geschäftsmodell und ihren Modus Operandi zu überdenken. Gleichzeitig hat die Corona-Pandemie dazu geführt, dass die Gesellschaft der Prävention und den Vorteilen einer gesunden Lebensweise mehr Aufmerksamkeit schenkt als früher. Dies hat das Bewusstsein für die positive Wirkung von Fitness und körperlicher Aktivität gestärkt, und unsere Branche wird nun hoffentlich vonseiten der Regierungen und der medizinischen Gemeinschaft als Teil der Lösung akzeptiert. Das Buch wurde von Jan Middelkamp und Herman Rutgers, beide Vorstandsmitglieder der Non-Profit-Organisation EuropeActive, herausgegeben. Es liefert praktische Tipps, wie Unternehmer:innen einerseits während und nach der Krise zurechtkommen und wie sie andererseits die neue Ära des Wachstums am besten angehen können. In elf Kapiteln, verfasst von 17 internationalen Autor:innen, werden fünf Schwerpunkte behandelt. Vier davon basieren auf dem Manifest von EuropeActive: Gesundheit, Digitales, Gemeinschaft und Standards. Hinzu kommt ein zusätzlicher Schwerpunkt zum operativen Management, in dem Führung, Finanzmanagement, Qualitätsmanagement und Vielfalt behandelt werden sowie eine Fallstudie betrachtet wird.

IMPRESSUM Verlag und Herausgeber

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ClimatePartner ID

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11266-2002-1001

info@fitnessmanagement.de

Website www.fitnessmanagement.de

Redaktionelle Mitarbeit

Lektorat

Stefanie Bayer, Patrick Berndt,

Carolin Schmidt

Katrin Bohr, Albert Busek, André Ehrlich, Andrea Elbl,

Layout und Bildbearbeitung

Aline Emanuel, Antonio e Silva,

Lars Marschalek,

Annika Hundt, Sabine Kind,

Lara-Chantal Müller,

Ronja Reuber, Manuela Reusing,

Stefanie Reifschneider

Nikolai Rolli, Carolin Schmidt, Florian Schmidt, Anke Sörensen, Jürgen Wolff, Holger Ziegert

Gendergerechte Sprache Als Fachverlag, der das Leitmagazin einer offenen und bunten Zukunftsbranche herausgibt, sehen wir uns in einer Vorbildfunktion. Dazu gehört auch eine klare Haltung gegenüber Diskriminierung jeglicher Art. Mit Beginn des Jahres 2022 verwenden wir deshalb in unseren Medien gendergerechte Sprache. Uns ist wichtig, niemanden auszuschließen – vor allem nicht sprachlich. Urheber- und Verlagsrechte Alle in diesem Magazin veröffentlichten Beiträge sind urheberrechtlich geschützt. Das gilt auch für die veröffentlichten Anzeigen sowie redaktionellen Anzeigen

IN 5 MINUTEN DAS BUCH GEWINNEN!

(Advertorials). Kein Teil dieses Magazins darf außerhalb der engen Grenzen des Urheberrechtsgesetzes ohne schriftliche Genehmigung des Verlags in irgendeiner

Wie hat Ihnen unsere Ausgabe gefallen? Nehmen Sie bis zum 11. März 2022 an unserer OnlineUmfrage teil und nutzen Sie die Chance, das Buch „Operational Excellence and Transformative Leadership“ zu gewinnen! Zur Umfrage gelangen Sie über den nebenstehenden QR-Code oder den folgenden Link: bit.ly/umfrage_fMi_0122 Mit Ihrer Teilnahme an dieser Umfrage tragen Sie dazu bei, die Qualität unserer Fachpublikation weiter zu steigern. fitness MANAGEMENT dankt Ihnen und freut sich, Sie bei der nächsten Ausgabe oder über unsere Online-Kanäle wieder begrüßen zu dürfen!

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Form vervielfältigt, verbreitet oder öffentlich wiedergegeben oder zugänglich gemacht, in Datenbanken aufgenommen, auf elektronischen Datenträgern gespeichert oder in sonstiger Weise elektronisch vervielfältigt, verbreitet oder verwertet werden. Zuwiderhandlungen sind strafbar. Hinweis Namentlich gekenn­zeichnete Artikel sowie Beiträge, die mit dem Begriff „Anzeige“ gekennzeichnet sind, geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion wieder. Haftung für Internetadressen Diese Publikation enthält Internetadressen zu externen Webseiten Dritter, auf deren Inhalte die PIPG GmbH keinen Einfluss hat. Deshalb wird für diese fremden Inhalte kein Gewähr übernommen und eine Haftung seitens der PIPG GmbH ausgeschlossen.

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WISSENSCHAFT & PRAXIS | KOLUMNE

Was motiviert Mitglieder zum Zurückkehren?

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ufgrund der Corona-Pandemie haben ca. 20 Prozent der Mitglieder den Anschluss an ein regelmäßiges Fitnesstraining verloren. Passive Studiomitglieder gehören folglich auf Dauer zu den potenziell verlorenen Mitgliedern. Eine Zeitung, die ich nicht regelmäßig lese, werde ich kündigen. Eines Ihrer Hauptziele sollte deshalb sein, diese Zielgruppe erneut zu Trainingseinheiten zu motivieren.

Fitnessstudio oder doch Heimtraining? Viele Menschen wollen trotz oder gerade wegen des Coronavirus Sport treiben. Aus einem Sicherheitsgefühl heraus präferieren sie es aber, die Trainingssequenzen zu Hause durchzuführen. Die Hauptaltersgruppe, die einen Hometrainer kauft, sind die 50- bis 59-Jährigen. Sie wählen Produkte, die Wellbeing und ein Gesundheitsgefühl vermitteln. Für den eService-Markt im Segment Fitness wird bis 2024 eine Steigerung des Online-Umsatzes von ca. 30 Prozent prognostiziert. Ein Grund für diese Zunahme ist, dass professionelle Trainingsbetreuung verstärkt online zur Verfügung steht. Menschen brauchen allerdings Sozialkontakte, sprich, Menschen brauchen Menschen. Deshalb wird kein Online-Angebot langfristig eine Fitnesscommunity ersetzen können. Fitnesstrainer:innen helfen dabei, die Motivation aufrechtzuhalten und achten auf die Sicherheit beim Training – beides sind sehr wichtige Faktoren bei Sportangeboten.

Warum Ihr Fitnessstudio einen mehrgleisigen Marketingansatz benötigt Wie bringt man passive Mitglieder ins Fitnessstudio zurück? Senden Sie an alle passiven Mitglieder einen Newsletter mit folgendem Inhalt:

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3. Neues Trainingssystem: Präsentieren Sie ein neues Trainingskonzept, wie beispielsweise kleine Gruppentrainings mit maximal vier Personen. Diese können an den entsprechenden Geräten und auf der adäquaten Trainingsfläche Bauch-, Beine-, Po-Training oder Arm-, Brust- und Schulterübungen absolvieren. Sie werden die Erfahrung machen, dass die Kurse in kürzester Zeit voll sind. 4. Partnerschaftsabo: Kennen Sie den Hauptgrund, warum viele Kund:innen das Fitnessstudio nach kurzer Zeit wieder verlassen? Die Partner:innen – ob Freund:in oder Ehepartner:in – sind nicht glücklich mit der Situation, dass ihr Pendant in der Anlage trainiert, während sie allein gelangweilt zu Hause sitzen. Laden Sie die Partner:innen Ihrer Mitglieder zum Probetraining ein und bieten Sie einen deutlich günstigeren Partnerschaftstarif (die zweite Person bezahlt nur den halben Preis) an. 5. Teilen Sie Erfahrungsberichte: Stellen Sie Kund:innen vor, die zum Beispiel Gewicht verloren oder erfolgreich an einem Rückenprogramm teilgenommen haben. Vergessen Sie nicht: Menschen lieben den Erfolg und erleben ihn doppelt, wenn sie von anderen dafür gelobt werden. 6. Informieren Sie Ihre Kund:innen über die neue Hygienezertifizierung: Hygiene bedeutet Sicherheit. Achten Sie unbedingt darauf, dass Ihre Mitglieder über die neue Zertifizierung informiert werden. Nur ein Zertifikat bietet eine echte Alternative zur gefühlten Sicherheit!

„Megamarkt“ Gesundheit Früher meist als reine Abwesenheit von Krankheit bezeichnet, erlebt der Begriff „Gesundheit“ ein großes Comeback. Kaum eine Branche ist in den vergangenen Jahren stärker gewachsen als der Markt für Fitnessdienstleistungen. Die Corona-Krise ist hoffentlich nur eine „Pause“ für unsere bis dato erfolgreiche Fitnessbranche. Sehen Sie diese Zeit als Herausforderung, um neue Marketingstrategien zu verfolgen, die dem Markt eine neue Richtung geben, mit der sich große Erfolge erzielen lassen. fitness MANAGEMENT international

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Fotos: Flamingo Images – stock.adobe.com | Volker Beushausen

1. Mehrwert: Jetzt ist der perfekte Zeitpunkt, um neue Instruktor:innen und Kurse zu präsentieren. Wenn Sie wieder mit Mitgliedern in Kontakt treten, möchten Sie deren Motivation erhöhen und ihnen einen Grund geben, erneut Teil Ihrer Fitnesscommunity zu werden. Ob es sich um eine neue Fitnessherausforderung handelt oder erstklassige Trainer:innen zu Ihrem Team gestoßen sind – Sie wollen die Mitglieder für Ihr Angebot begeistern. Präsentieren Sie Ihre Fitnessgeräte, die modernsten Standards entsprechen, Antonio e Silva oder die neue OutdoortfitnesstrainingsExperte für Gesundheitswirtschaft fläche – das ist noch interessanter. und Fitnessstudiomarketing

2. Willkommen-zurück-Aktionen: Alle Mitglieder, die innerhalb der nächsten 30 Tage mit dem Training starten, erhalten ein „extra“ Servicemodul für ein Jahr kostenlos. Ein Modul könnte beinhalten: Getränke, Massageliege oder Solarium.


dhfpg.de

Bachelor of Science Sport-/Gesundheitsinformatik

Bachelor of Arts Fitnessökonomie

Bachelor of Arts Sportökonomie

Bachelor of Arts Gesundheitsmanagement

Master of Arts Prävention und Gesundheitsmanagement

Bachelor of Arts Fitnesstraining

Bachelor of Arts Ernährungsberatung

Master of Arts Fitnessökonomie

Führungskräfte qualifizieren. Zukunft gestalten.

Master of Arts Sportökonomie

Deutsche Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement

University of Applied Sciences Master of Business Administration Sport-/Gesundheitsmanagement


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