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fitness MANAGEMENT international 01/21 (Vollversion)

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1/2021

Febr./März

Nr. 153

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Freie Studienplätze beim Testsieger! *

Deutsche Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement

University of Applied Sciences *Testsieger der Studie „Private Hochschulen mit Schwerpunkt Gesundheit 2020“ des Deutschen Instituts für Service-Qualität im Auftrag von ntv

Fitnesstraining ist Teil der Lösung Trainingspause durch Lockdown schafft neue gesundheitliche Komplikationen

Schwerpunkt Kundenbindung Zentraler Erfolgsfaktor gegen die Krise: Best Practice, digital, international

Fokus Personal Training Individuelle Intensitätssteuerung, Vorteile des Small Group Personal Trainings

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Für die Betreiber von Fitnessclubs,

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die in der aktuellen Situation nach einer schnell umsetzbaren Lösung suchen um Neumitglieder zu generieren und Kündigungen aufzuhalten. Das miha bodytec EMS Shop-in-Shop System besticht unter anderem durch einfach umsetzbare Hygieneregeln bei maximaler Trainingseffizienz. Das schafft Vertrauen bei den Mitgliedern und spricht vor allem Neukunden an. Während herkömmliche Fitnessangebote noch verhalten genutzt werden, verläuft das EMS-Personaltraining schon längst wieder auf Hochtouren. Das belegen Zahlen des DSSV zum 30.06.2020.

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EDITORIAL

Neustart Ü

ber das Jahr 2020 wurde viel berichtet und ich möchte Ihre wertvolle Zeit nicht mit Wiederholung oder Phrasen verschwenden. Ein Fazit zu den Branchenzahlen in diesem außergewöhnlichen Jahr werden wir am 18. März 2021 erhalten, wenn der DSSV die „Eckdaten der deutschen Fitness-Wirtschaft 2020“ vorstellt. Vielmehr möchte ich mit Ihnen nach vorne schauen und aus dem Geschehenen die notwendigen Schlüsse ziehen. Wie alles im Leben ist es eine Frage der Perspektive, ob man die negativen oder die positiven Aspekte hervorheben möchte. Persönlich gehöre ich zu denen, die Letzteres bevorzugen. Aufgrund der zahlreichen Gespräche mit Ihnen, liebe Studiobetreiber, liebe Studierende und liebe Fachkräfte, wage ich zu behaupten, dass sich unsere Branche gerade eine neue Fähigkeit aneignet bzw. diese ausbaut. Durch die Pandemie und die dadurch bedingte „Eruption“ unserer Geschäftsmodelle wie auch unseres gesamten Lebens sind wir dazu gezwungen, uns anzupassen. Und dies tun wir aktuell. In kürzester Zeit haben wir unseren Status quo neu definiert und dies wird auch noch das eine oder andere Mal passieren (müssen). Gleichzeitig warne ich davor, querzudenken und ermutige Sie dazu, neu zu denken. Denn meines Erachtens wird ein umfassender Neustart der Fitness- und Gesundheitsbranche erfolgen und unsere Anpassungsfähigkeit ist dabei der Schlüssel zum Überleben und zum Erfolg. Als Herausgeber der fMi freue ich mich, Ihnen mit dieser Ausgabe die entsprechenden Tools und Inspirationen für den Neustart an die Hand zu geben. Unser Redaktionsteam hat für Sie mit Studiobetreibern und Fachkräften gesprochen und Ihnen Best-Practice-Beispiele zusammengestellt. In unserer Titelreihe „Fitnesstraining ist Teil der Lösung“ ab Seite 28 erfahren Sie, wie Ihre Kollegen mit der Krise umgehen und wie auch Sie diese Krise meistern können. Als Dienstleister, die wir alle sind, steht und fällt unser Erfolg mit unseren Mitarbeitern. Unser Team muss auf fachlicher sowie menschlicher Ebene bestens qualifiziert sein. Nur so werden wir unserem Anspruch als kompetenter und kundenorientierter Gesundheitsanbieter gerecht. Entsprechend haben wir als Schwerpunktthema dieser Ausgabe die Kundenbindung gewählt. Wir starten mit dem MANAGEMENT Impuls ab Seite 76 und fahren mit trainingsorientierten Fachartikeln ab Seite 108 fort. Apropos Team: Damit meine ich jeden Mitarbeiter in Ihrem Betrieb. Also geben Sie diese Ausgabe nach der Lektüre auch gern an all Ihre Angestellten, die Trainer, Servicemitarbeiter, dual Studierenden und Auszubildenden, weiter. Sofern nicht schon erfolgt, lade ich Sie abschließend ein, in das „Lager“ der positiv eingestellten und proaktiven Akteure der Fitness- und Gesundheitsbranche zu wechseln. Gewiss sind die Herausforderungen groß und verlangen nach einem intensiveren Einsatz als jemals zuvor. Doch aus Überzeugung kann ich Ihnen versichern, dass unsere Branche durch den Neustart noch mehr an Bedeutung gewinnen wird, denn wir sind eine Zukunftsbranche. Um es mit den Worten unserer Chefredakteurin und DSSV-Präsidentin Birgit Schwarze auf Seite 58 zu sagen: „Wir sind Teil der Lösung“.

Foto: Klaudia Lech

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen viel Spaß beim Lesen und bleiben Sie zuversichtlich!

Janosch Marx Geschäftsführer fitness MANAGEMENT

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INHALT

Prof. (DHfPG) Dr. med. Thomas Wessinghage

Hans Stummer

Daniela Völker

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Testsieger: Platz 1 für DHfPG

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Pandemie-Paradox: Fitnesstraining ist Teil der Lösung

Andreas Scheibe

INHALT

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AKTUELLES

MANAGEMENT

10 18 24 28 38 40 48 50 52 54

70 ACISO: Restart einer starken Branche 72 Lowell: In Krisenzeiten ist vor allem Solidarität gefragt 74 PRIME TIME fitness: Online PRIME CLASSES 76 MANAGEMENT Impuls: Kundenbindung in Zeiten von „Corona“ 80 Technogym: Kundenkontakt mit der Mywellness App 5.0 82 Kundenbindung: internationale Forschungsergebnisse (Teil 1) 84 Interview mit „Retention Guru“ Dr. Paul Bedford 86 Customer Centricity: Sichtweise der Kunden verstehen und nutzen 90 Digitale Kundenbindung als zentraler Erfolgsfaktor in der Krise 94 Jeder Kunde ist anders – zielgruppenspezifischer Verkauf 98 EGYM: Mehr Best Ager für Ihr Studio

Aktuelles aus der Fitness- und Gesundheitsbranche Studio des Monats: Sports Club Bergedorf DHfPG auf Platz 1 der privaten Hochschulen Das Pandemie-Paradox: Fitnesstraining ist Teil der Lösung Zertifizierung: Mit Hygienesiegel ein Zeichen setzen Der vielfältige Gesundheitsnutzen von Fitnesstraining (Teil 1) Neuer Reed CEO Benedikt Binder-Krieglstein im Interview FIBO CONGRESS 2021 – 24. und 25. Juni, Koelnmesse Digitales Lehrangebot der DHfPG und BSA-Akademie „Aufstiegskongress ONLINE ONLY“ war voller Erfolg

DSSV 56 58 60 64

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Kolumne Florian Kündgen: Zuversicht für 2021 Kommentar Birgit Schwarze: Wir sind Teil der Lösung Neue Mitglieder und Fördermitglieder des DSSV Steuer- & Arbeitsrecht: Fort- und Weiterbildung für Mitarbeiter fitness MANAGEMENT international

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Kundenbindung in Zeiten von „Corona”

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Albert Busek über Joe Gold

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Zuversicht für 2021 von Florian Kündgen

www.fitnessmanagement.de

FITNESS & GESUNDHEIT

WISSENSCHAFT & PRAXIS

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Das Team hinter SmartCircle Italienischer Stil: Panatta im SK 24 H Fitness Leinefelde MetaCheck fitness®: Dem Winterspeck den Kampf ansagen Dirk Baedorf: Entkommen Sie der „Präsenzfalle“ Intensitätssteuerung im Personal Training Individuelle Betreuung mit Small Group Personal Training Kundenbetreuung auf Beziehungsebene im Personal Training Angewandte Trainingswissenschaft (Teil 5): Die 5x5-Methode Ernährungsmythen (Teil 7): Intermittierendes Fasten

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DHfPG/BSA Aktuell: Studium – Weiterbildung – Qualität Kommentar Albert Busek: Joe Gold und sein Gold’s Gym DHfPG-Science-Lab: Veränderte Kundenbedürfnisse im Fokus Science News: Forschungsergebnisse für die Studiopraxis Personenporträt: Jan Kühl – von der DHfPG in die HBL Sicher sonnen: Die UV-Schutz-Verordnung wird zehn Jahre alt Buchtipp: „Die große Bodybuilding-Bibel“ Kolumne Antonio e Silva: Neukunden gewinnen

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The leading international trade show for ďŹ tness, wellness & health Exhibition Centre Cologne


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Foto: DHfPG/BSA

Hinweis zu den Inhalten dieser Ausgabe der fitness MANAGEMENT international

DHfPG belegt Platz 1 in Service-Studie

Die dargestellten Meldungen und Artikel in dieser Ausgabe der fMi wurden entsprechend des Kenntnis- und Informationsstandes zum Zeitpunkt des Redaktionsschlusses verfasst. Aufgrund der Corona-Pandemie und den damit einhergehenden Maßnahmen kann es sein, dass die dargestellten Informationen zum Erscheinungszeitpunkt der Ausgabe nicht mehr aktuell sind. Beachten Sie daher auch die Meldungen auf unserer Website.

Die Deutsche Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement (DHfPG) wurde in einer Service-Studie des Deutschen Instituts für Service-Qualität (DISQ) als „Beste private Hochschule im Bereich Gesundheit“ ausgezeichnet. Die Studie schafft Transparenz und informiert darüber, welche private Hochschule neben attraktiven Studienangeboten und Vertragsbedingungen den besten Service bietet. Lesen Sie mehr dazu ab Seite 24.

www.fitnessmanagement.de

bit.ly/dhfpg-testsieger

Foto: New Africa – stock.adobe.com

Foto: FIBO/Behrendt und Rausch

Gesamtstudie verdeutlicht geringes Infektionsrisiko

FIBO 2021 erst im Sommer

Nachdem EuropeActive bereits im November 2020 erste Zahlen zur SafeACTiVE-Studie veröffenticht hat, wurde nun der Gesamtreport publiziert. Gemeinsam mit der Universität Rey Juan Carlos und dem AWRC der Sheffield Hallam Universität wurden mehr als 115 Millionen Studiobesuche in ganz Europa analysiert. Das Ergebnis: Nach Auswertung der Gesamtstichprobe lag die durchschnittliche Infektionsrate bei gerade einmal 1,12 pro 100.000 Besuche.

Die Fitnessleitmesse kann nicht wie geplant vom 8. bis 11. April 2021 in Köln stattfinden. Der Lockdown ohne langfristige Strategie verhindert aktuell effektive Planungen. Als neuen Termin gaben die Veranstalter von Reed Exhibitions Deutschland GmbH den 24. bis 27. Juni 2021 bekannt. Damit werde der aktuellen „COVID-19Entwicklung“ entsprochen. Die FIBO will mit der Verschiebung mehr Planungssicherheit für Aussteller und Besucher schaffen.

bit.ly/update-safeactive-studie

bit.ly/fibo-verschoben

Foto: GutesaMilos – stock.adobe.com

Abgestimmtes Training mit milon und Life Fitness Cardiogeräte von Life Fitness können durch eine neue Schnittstelle ab sofort in die milon CARE Software integriert werden. In Zukunft können Trainer Übungen für alle Geräte zentral in der Software planen und auswerten. Auch für Trainierende wird das Training mit beiden Marken ab sofort komfortabler, denn sie können sich mit einem einzigen RFID-Medium, etwa einem Trainingsarmband, an allen Geräten anmelden. bit.ly/schnittstelle-milon-lifefitness

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AKTUELLES | ANZEIGE

Foto: lassedesignen – stock.adobe.com

Foto: DHfPG/BSA

Die WHO warnt vor Bewegungsmangel

Angebot der BSA-Akademie digital kennenlernen

Alarmierende Zahlen der World Health Organization (WHO) belegen: Mehr als 25 Prozent der Erwachsenen und 80 Prozent der Jugendlichen erreichen nicht die Bewegungsempfehlungen. Die gesetzlich angeordneten Schließungen sorgen in Kombination mit Begleiterscheinungen des Lockdowns (u. a. psychischer Stress) für eine Negativspirale. Dadurch wird die weitere Ausbreitung vieler Zivilisationskrankheiten kurz-, mittel- und langfristig begünstigt.

Auf der Website der BSA-Akademie können sich Interessierte in einem Infovideo über das BSA-Weiterbildungsangebot informieren. Dieses ist kostenfrei und jederzeit abrufbar. Außerdem wird die BSA-Akademie digitale Infoveranstaltungen anbieten, in denen Teilnehmende ihre Fragen per Live-Chat-Funktion direkt stellen können. Das Angebot wird ebenfalls von der Deutsche Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement (DHfPG) bereitgestellt.

bit.ly/who-bewegungsmangel

www.bsa-akademie.de/events

Foto: LifeFit Group

Foto: xtock – stock.adobe.com

Neuer Geschäftsführer bei Fitness First Germany

EU setzt auf Prävention und Gesundheitsförderung

Die Fitness First Germany GmbH hat einen neuen CEO: Seit dem 1. November 2020 verantwortet Johannes Maßen, der zuletzt als Director of Operations, Sales & Marketing im Unternehmen tätig war, die Geschicke des Premiumfitnessanbieters. In einem Interview mit fM ONLINE stellt sich der neue CEO vor und erläutert seine Pläne zur strategischen Ausrichtung des Unternehmens und der einzelnen Studios.

Der EU-Arbeitsplan für Sport (2021–2024) setzt auf gezielte Bewegungsförderung und vermehrte Investitionen in die Gesundheitsförderung. Gemeinsam mit den nationalen Verbänden, den Gesundheitsdienstleistern sowie den entsprechenden Institutionen wollen die parlamentarischen Abgeordneten künftig branchenübergreifend noch enger zusammenarbeiten. Zusammen will man dafür sorgen, dass die europäische Bevölkerung gesünder, fitter und aktiver wird.

bit.ly/ceo-fitness-first

bit.ly/eu-masterplan

Foto: Linzenich Fitnessgruppe oHG

Foto: wutzkoh – stock.adobe.com

Studiobetreiber nimmt Stellung zum WELT-Artikel

Globale Fitnesstrends: die Top Ten des ACSM

Mit der Überschrift „Jetzt kündigen – wer diese Konzepte kennt, muss nie wieder ins Fitnessstudio“ publizierte das Online-Portal welt.de einen Artikel über Fitness-Apps und suggeriert, dass Fitnessstudios ersetzt werden sollen. Studiobetreiber Ferdinand Linzenich, Mitgeschäftsführer von 11 Fitness- und Gesundheitsanlagen im Bergischen Land, zeigte "klare Kante" und antwortete mit sehr treffenden Worten in einem Leserbrief.

Trotz der anhaltenden weltweiten Corona-Pandemie hat das American College of Sports Medicine (ACSM) auch 2020 gemeinsam mit zahlreichen Experten aktuelle und künftige Trends der Fitnessund Gesundheitsbranche analysiert. Ein Blick auf die Top Ten verdeutlicht, dass Online-Trainings, Wearables und virtuelle Trainingssessions neben den klassischen Fitnessdienstleistungen und den entsprechenden Trainingsangeboten deutlich an Relevanz gewinnen.

bit.ly/leserbrief-linzenich

bit.ly/acsm-fitnesstrends-2021

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AKTUELLES | ANZEIGE

Foto: VadimGuzhva – stock.adobe.com

Foto: JK-GRUPPE GmbH

Der deutsche BGM-Markt wächst kontinuierlich

Neue Geräte: Wellsystem rüstet auf

Der Präventionsbericht 2020 der gesetzlichen Krankenkassen unterstreicht die zunehmende Relevanz des Betrieblichen Gesundheitsmanagements (BGM). Im Berichtsjahr 2019 haben die gesetzlichen Krankenkassen ihre Ausgaben hierfür gegenüber dem Vorjahr um 39 Prozent auf 240 Mio. EUR erhöht. Gleichzeitig geben die Unternehmen in Deutschland laut des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) immer mehr Geld für die betriebliche Weiterbildung aus.

Mit dem Wellsystem Wave_Touch und dem Wellsystem Spa_Complete stellt Wellsystem zwei neue Flagschiffe vor. Beide Produkte erweitern das Portfolio der Überwasser-Massage-Geräte in den Bereichen Spa und Lounge. Mittels wohltuender Wärme und der sanften Kraft des Wassers aktivieren sie die tieferen Gewebeschichten, regen den Stoffwechsel an, fördern die Durchblutung und lockern die gesamte Muskulatur.

bit.ly/gkv-praevention-2020

www.wellsystem.de

Foto: DHfPG/BSA

Foto: Dr. WOLFF®

Fachkunde-Nachweispflicht für EMS-Anbieter

Neues Mitglied im DSSV-Gesundheitsausschuss

Die Richtlinien der Strahlenschutzverordnung wurden verschärft – das betrifft auch EMS-Anbieter: Nach Artikel 4 § 4 der Verordnung zum Schutz vor schädlichen Wirkungen nichtionisierender Strahlung bei der Anwendung am Menschen (NiSV) müssen die Betreiber einer Anlage bis spätestens zum 31. Dezember 2021 sicherstellen, dass alle Mitarbeiter, die EMS-Training am Kunden anwenden, den erforderlichen Fachkundenachweis besitzen.

Seit dem 1. Januar 2021 verstärkt der Branchenexperte Dr. Hartmut Wolff den Gesundheitsausschuss des DSSV. Als Entwickler und Gründer des Unternehmens Dr. WOLFF® Sports & Prevention GmbH sammelte Dr. Hartmut Wolff über 20 Jahre Erfahrung in der Fitnessund Gesundheitsbranche. In Zukunft bringt Dr. Wolff sein Fachwissen sowie seine langjährige Erfahrung in der Fitness- und Gesundheitsbranche in die Ausschussarbeit des DSSV mit ein.

bit.ly/ems-fachkundenachweis

www.dssv.de/gesundheitsausschuss.

Foto: Technogym

Foto: DHfPG/BSA

Technogym eröffnet neuen Store in Los Angeles

DHfPG/BSA-Akademie gewinnt erneut body LIFE Award

Technogym gibt die Eröffnung eines brandneuen Stores in Los Angeles, Kalifornien, bekannt. Der zweistöckige Store mit ca. 325 Quadratmetern Fläche liegt in begehrter Lage im West Hollywood Design District. Angeboten werden dort Produkte, Technologien und Services für das Home-Training. Im Store können sich Kunden außerdem für ihre Home-Gym-Projekte von erfahrenen Personal Trainern und Innenausstattern beraten lassen.

Der body LIFE Award ging zum zwanzigsten Mal in Folge an die Deutsche Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement (DHfPG)/BSA-Akademie in der Kategorie „Aus-, Weiter- und Fortbildung“. Jedes Jahr ehrt die Fachzeitschrift body LIFE die besten Institutionen und Unternehmen aus dem Zukunftsmarkt Prävention, Fitness, Sport und Gesundheit. Aufgrund der aktuellen Corona-Krise fand die Preisverleihung erstmals digital statt.

bit.ly/technogym-los-angeles

www.bsa-akademie.de/news

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AKTUELLES | STUDIO DES MONATS

Sports Club Bergedorf

Innovation gehört zur Marke Text: Jürgen Wolff

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Fotos: Sports Club

Die Ausstattung des Studios ist premium, das Trainingsangebot ist premium, das Design ist eigenständig und edel, alle Prozesse sind digitalisiert und das Trainingserlebnis für die Kunden stimmt – nur der Preis von unter 30 EUR für die monatliche Mitgliedschaft fällt aus dem Rahmen. „Eigentlich sind wir ein bisschen zu günstig“, räumt Betreiber Alexander Sosa ein. Der Sports Club im Hamburger Stadtteil Bergedorf ist unser „Studio des Monats“.


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Sports Club Bergedorf Ja n

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„Wir wollten ein neuartiges Fitnesskonzept auf Premiumniveau mit Erlebnischarakter, ansprechendem Design und vollständig digitalen Prozessen schaffen. Zugleich sollte der Kunde diese hohe Qualität und Ausstattung für sein Training zu einem preiswerten Angebot erhalten“, so Alexander Sosa. „Diese Kombination wurde lange Zeit in unserer Branche per se ausgeschlossen.“

Standort mit Synergieeffekten Das Konzept des Sports Clubs passt perfekt in Einkaufszentren. Das Studio in Hamburg-Bergedorf wurde aufgrund der guten Erfahrungen seit seiner Eröffnung im Oktober 2018 zur Pilotanlage einer neuartigen Studioreihe. Die Positionierung in Einkaufszentren hat sich zu einem Win-win-Arrangement für alle Beteiligten entwickelt. Die Zentren, in denen häufig größere Ladenflächen leer stehen, brauchen eine Revitalisierung. Durch die Mitglieder des Sports Club erhöht sich die Besucherfrequenz und gleichzeitig senkt sich das Durchschnittsalter der Besucher. Für die vergleichsweise hohen Mieten kann der Sports Club im Gegenzug von einer attraktiven Innenstadtlage profitieren sowie auf eine bestehende Infrastruktur mit ÖPNV-Anbindung und Parkplätzen zurückgreifen.

Dienstleistungsbranchen sind der Maßstab Der Erfolg gibt dem Erfinder recht. „Wir bauen gerade insgesamt den neunten Sports Club. Es ist der vierte nach diesem Konzept in einem Einkaufszentrum“, erklärt Betreiber Sosa. Zum Geheimnis seines Erfolges gehört auch, dass er immer über den Tellerrand schaut. Bei der Standort- und Zielgruppenanalyse sowie der Ausstattung der Studios orientiert Alexander Sosa sich an den Parametern des Einzelhandels und der Systemgastronomie, „die der Fitness- und Gesundheitsbranche in vielen Bereichen voraus sind.“

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er Sports Club Bergedorf ist erst zwei Jahre alt, aber überaus erfolgreich. Eine großzügige Trainingsfläche, hochwertige Ausstattung und die persönliche Trainingsbetreuung der Mitglieder haben dabei für Alexander Sosa, den Betreiber der Sports Clubs, und sein Team oberste Priorität.

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Im Eingangsbereich laden echt englische Clubmöbel zum Entspannen ein

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AKTUELLES | STUDIO DES MONATS

Fotos: Sports Club

Durch ein cleveres Raumkonzept gibt es viel Platz zum Trainieren

Stilaffines Publikum Dass sich der Standort Einkaufszentrum auch für die ansässigen Einzelhändler und Gastronomen so vorteilhaft entwickelt, liegt an der Zielgruppe, die die Sports Clubs mit ihrem Konzept im Blick haben: Angesprochen werden qualitätsbewusste, gesundheitsorientierte Menschen jeden Alters. „Wir haben ein Durchschnittsalter von 40 Jahren und das Geschlechterverhältnis ist nahezu ausgeglichen. Bei uns darf jeder trainieren, der die Hausordnung befolgt und so haben wir ein sehr ‚normales‘ Publikum, was absolut als Kompliment

gemeint ist“, erläutert Alexander Sosa. „Unsere Ausstattung ist hochwertig und die Einrichtung modern und stylisch, damit treffen wir ein stilaffines Publikum, das nicht nur auf günstige Discountangebote anspringt.“

Top Ausstattung im Sports-Club-Design Warme, helle Farben mit viel Holz und Natursteinelementen schaffen im Sports Club Bergedorf ein freundliches Ambiente – bewusst als Kontrast zu den schwarzen bzw. dunklen Tönen, mit denen heute in vielen Studios gearbeitet wird. Die edle Gestaltung des Studios wird durch das Lichtdesign effektvoll in Szene gesetzt. Weitere hochwertige Ausstattungsmerkmale wie Panoramabildschirme und Laser-Beamer sorgen für einen zeitgemäßen Entertainmentfaktor. Der Sports Club Bergedorf ist sehr geräumig. Die verschiedenen Trainingsbereiche – Cardio, Kraft, elektronischer Zirkel, Beweglichkeit und Functional Training – sind so angeordnet, dass trotz einer beeindruckenden Anzahl an Geräten viel Raum für gutes Training vorhanden ist. Der großzügige Wellnessbereich mit mehreren Saunen ist ein weiteres Merkmal, mit dem sich der Club vom Wettbewerb abhebt.

Entscheidend ist der Nutzen für die Kunden Der sehr gut ausgestattete Functional-Bereich

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Die Verwendung neuester Geräte aus den Topserien der Industrie sowie chipgesteuerte Kraftgeräte gehören zum Markenkern der Sports Clubs. „Wir versuchen, dem Kunden Zugang zu neuester Technik zu verschaffen, um die Trainingsqualität fitness MANAGEMENT international

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hochzuhalten, damit unsere Mitglieder ihre Ziele möglichst in kurzer Zeit erreichen. Hier arbeiten wir mit allen guten Herstellern zusammen und testen auch viele Neuheiten. Was für gut befunden wird, zu uns passt und unseren Kunden einen erhöhten Nutzen bringt, bleibt. Alles andere wird entfernt“, erläutert Alexander Sosa. „Das moderne Konzept kommt in allen neuen Studios zum Einsatz. Lediglich kleine Unterschiede aufgrund abweichender Grundrisse werden berücksichtigt. Manchmal muss aus Platzgründen eine Sauna wegfallen.“

Digital up to date

Beweglichkeitstraining mit five, elektronisches Zirkeltraining mit EGYM

„Wir versuchen, immer am Puls der Zeit zu sein und uns die neueste Technik zunutze zu machen, um Prozesse für uns und unsere Kunden zu vereinfachen. Bei uns gibt es kein Bargeld, kein Papier und keinen Stift“, betont der Betreiber. „Alle Prozesse laufen vollständig digital ab – von der app-gestützten Trainingssteuerung bis hin zur vollelektronischen Getränketheke. Selbst unsere Homepage greift interaktiv auf unsere Mitgliederdatenbank zu, sodass jederzeit z. B. ein Personal Training ‚von außen‘ gebucht werden kann.“

Differenziertes Marketing „Wir investieren ein hohes Budget im Bereich Social Media, weil wir darüber unsere Kunden erreichen. Wir möchten auf das Handy unserer Zielgruppe“, antwortet Alexander Sosa auf die Frage nach dem Social-Media-Engagement seiner Clubs.

Die Anzahl der Cardiogeräte ist beeindruckend

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AKTUELLES | STUDIO DES MONATS

Das vielfältige Kursprogramm wird optisch und akustisch perfekt in Szene gesetzt.

Über Social Media schicken die verschiedenen Clubs mehrmals täglich Infos an ihre Mitglieder, die sowohl zentral über das Backoffice gesteuert, als auch von den Mitarbeitern der einzelnen Studios mit regionalen und studiospezifischen Inhalten bespielt werden. Die Mitarbeiter werden zu SocialMedia-Managern aufgebaut und können aktuelle Themen und Angebote über verschiedene Kanäle und Tools übermitteln. So haben sie auch digital einen engen Kontakt zu den Kunden. Interaktionen werden hier gezielt gesucht. Das Marketing für die Sports Clubs findet außerdem über die klassischen Medien statt. Aufgrund der breit gefächerten Altersstruktur der Mitglieder setzt das Unternehmen auch auf die regelmäßige Präsenz in den örtlichen Zeitungen.

Markenkern Innovation Das Themenfeld „Vision und Innovation“ gehört zum Markenkern der Sports Clubs und ist Chefsache. Alexander Sosa besucht wann immer möglich Branchenevents, Netzwerktreffen und Messen, um sich mit Kollegen auszutauschen, Anregungen zu erhalten, Neuheiten zu entdecken und Inspiration zu sammeln. Er versteht sich als Taktgeber für die Entwicklung der Studios. „Meine Aufgabe als Unternehmer ist es, am und nicht im Unternehmen zu arbeiten. Ich versuche, mich aus dem operativen Geschäft weitgehend herauszuhalten.“

Die Eckdaten zum Sports Club Bergedorf Fläche des Studios gesamt: Kraftbereich: Cardiobereich: Functional-Bereich: Kursraum: Wellness: Umkleiden/Duschen:

2.300 m2 1.100 m2 400 m2 100 m2 230 m2 150 m2 200 m2

Ausstattung: Kraft- und Cardiobereich: Matrix, Magnum, EGYM, five Les Mills Kursbereich: Körperanalyse: seca Licht und Akustik: Aschenbach Technische Infrastruktur: GANTNER Verwaltung: Magicline Mitarbeiter: 4 Vollzeitkräfte, 4 dual Studierende, 5 Aushilfen (Teilzeit) www.sports-club.de/bergedorf

Nach mehreren Stationen im Marketing namhafter Marken (Philips, Shell, Esso, Mercedes-Benz) hat der Unternehmer Alexander Sosa von 2001 bis 2010 eine Werbeagentur aufgebaut und geleitet. 2011 wechselte er in die Fitnessbranche, mit dem Ziel, hochwertige Studios zu bauen und umfangreiche Sport- und Gesundheitsdienstleistungen zu einem günstigen Preis anzubieten.

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Fotos: Sports Club

Alexander Sosa betreibt zurzeit neun Sports Clubs in Brandenburg, Hamburg, Niedersachsen und Schleswig-Holstein

Inspiriert durch seine Leidenschaft für Architektur und Innovationen hat Alexander Sosa das Konzept mit jedem neu eröffneten Club weiterentwickelt und auch immer ansprechender sowie moderner gestaltet. Im Frühjahr 2021 gibt es im Großraum Hamburg neun Sports Clubs und mehrere Anlagen sind in Planung. Er hält mit den Sports Clubs Einzug in immer mehr Einkaufszentren, die bei ihren Revitalisierungsmaßnahmen unterstützt werden, da die Studios die Kundenfrequenz signifikant erhöhen. Eine Sache ist für Alexander Sosa dabei immer entscheidend: Der Nutzen für den Kunden muss an höchster Stelle stehen.


AKTUELLES | SERVICE-STUDIE

Testsieger in Service-Studie!

DHfPG auf Platz 1 der privaten Hochschulen

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Fotos: DHfPG/BSA

Die Deutsche Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement (DHfPG) hat es auch in 2020 geschafft, ihre führende Marktposition zu festigen und noch weiter auszubauen. Nicht nur der Bezug eines neuen Studienzentrums im Business Campus München steht beispielhaft für diese Entwicklung. Belohnt wurde ihr Einsatz jetzt auch mit der Auszeichnung als „Beste private Hochschule im Bereich Gesundheit“. Dies ist das Ergebnis einer Studie, die das Deutsche Institut für Service-Qualität (DISQ) im Auftrag des Nachrichtensenders ntv zur Verbesserung der Servicequalität in Deutschland durchgeführt hat.


W

ie nie zuvor stehen Gesundheitsberufe im Fokus des öffentlichen Interesses. Wer sich für diesen Berufsweg entscheidet und sich mit einem Studium qualifizieren möchte, kann an spezialisierten privaten Hochschulen aus vielen Studiengängen wählen. Eine Orientierung hierzu bietet das unabhängige Deutsche Institut für Service-Qualität (DISQ), das im Auftrag des Nachrichtensenders ntv die acht größten* privaten Hochschulen mit dem Schwerpunkt Gesundheit in der Studie „Mehr Transparenz – mehr Kundennähe“ getestet hat. Ziel dieser von Juni bis Oktober 2020 durchgeführten Service-Studie war es, Transparenz zu schaffen und festzustellen, welche private Hochschule neben attraktiven Studienangeboten und Vertragsbedingungen den besten Service bietet.

DHfPG als „Beste private Hochschule im Bereich Gesundheit“ ausgezeichnet Als Testsieger geht die staatlich anerkannte Deutsche Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement aus dieser Studie hervor. Begründet wurde die Auszeichnung vom Deutschen Institut für Service-Qualität mit dem besten Service und dem überzeugenden Angebot im Vergleich aller Mitbewerber.

Wie wurde die DHfPG als Testsieger ermittelt? Um die Servicequalität vergleichen zu können, hatten geschulte Testkunden zuvor bei allen beteiligten Hochschulen verdeckte Telefon- sowie E-Mail-Tests durchgeführt. Im Rahmen dieser Tests wurde zum Beispiel nach Studiengangsempfehlungen, der Anrechnung bereits erbrachter Leistungen, der Finanzierung und der staatlichen Anerkennung von Studienabschlüssen gefragt. In die abschließende Bewertung flossen Faktoren wie Beratungskompetenz, Lösungs- und Kommunikationsqualität, Wartezeiten und Erreichbarkeit sowie das Beratungserlebnis ein. Zusätzlich analysierten professionelle Testnutzer den OnlineService. Durch Prüfungen der Internetauftritte erstellten sie eine Webanalyse hinsichtlich Bedienungsfreundlichkeit sowie Strukturierung und Verständlichkeit der Inhalte. Eine entscheidende

Rolle spielten außerdem spezieller Content und Funktionen wie zum Beispiel der Studienfinder, eine Übersicht der Studieninhalte, Erfahrungsberichte von Studierenden sowie der Download von Informationsmaterial. Abschließend wurden das Bachelor- und Master-Studienangebot sowie die Vertragsbedingungen geprüft und vergleichend bewertet.

Service und Angebot der DHfPG überzeugen Die professionellen Tester des DISQ kamen in ihrer Serviceund Angebotsanalyse dabei zu folgendem Ergebnis:

Der Online-Auftritt der DHfPG verfügt über einen hohen Informationswert und E-Mail-Anfragen werden sehr verständlich und individuell beantwortet. Zudem präsentieren sich die Studienberaterinnen und Studienberater am Telefon sehr freundlich und motiviert. Darüber hinaus punktet das Angebot der staatlich anerkannten Deutschen Hochschule zum Beispiel durch einen großen Umfang an Studiengängen und durch viele Standorte.

* gemessen an der Anzahl der Studierenden, Stand: WS 2018/2019; komplette Service-Studie erhältlich über marketing@dhfpg-bsa.de

DHfPG baut Vorsprung weiter aus

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ass die Deutsche Hochschule sich seit Jahren erfolgreich weiterentwickelt, zeigt sich auch im Ausbau der Studienzentren. Insgesamt verfügt sie über 11 Studienzentren in Deutschland, Österreich und der Schweiz, die nachfrageorientiert eingerichtet werden. Zum 1. Januar 2021 wurde nun am Standort München ein neues, modernes Studienzentrum im Business Campus München : Garching bezogen. Für die Studierenden bringt das Studienzentrum in Garching attraktive Vorteile mit sich. Der campusartige Bau ist verkehrsgünstig gelegen, das bedeutet zum Beispiel bei der Pkw-Anreise weniger Stau und viele Parkplätze in unmittelbarer Nähe. Hinzu kommt eine ausgebaute Infrastruktur im Hinblick auf Verpflegungsund Unterbringungsmöglichkeiten, abwechslungsreiche Freizeitangebote, nutzbare Grünflächen und vieles andere mehr. Alle, die sich selbst ein Bild der neuen Location machen wollen, können dies auf der Seite des Business Campus tun: https://bcmg.businesscampus.de/de/ 01/21

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Business Campus München : Garching Foto: Clemens Mayer Fotodesign

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AKTUELLES | GESUNDHEITSPOSITIVE EFFEKTE DES FITNESSSPORTS

Das Pandemie-Paradox

Fitnesstraining ist Teil der Lösung

Es ist paradox: Maßnahmen, die unsere Gesundheit erhalten sollen, können gleichzeitig dazu beitragen, dass wir krank werden. Um Millionen von Menschen vor einer Ansteckung mit COVID-19 zu schützen, bleiben sämtliche Fitness- und Gesundheitsanlagen, Sportvereine und Schwimmbäder während der Lockdowns geschlossen. Wissenschaftler und Mediziner warnen vor weitreichenden physischen und psychischen Folgeschäden durch den Trainingsausfall. Gesundheitsdienstleister und ein Orthopäde untermauern die wissenschaftlichen Erkenntnisse mit konkreten Beispielen aus der Studiopraxis. Text: Anke Sörensen und Jürgen Wolff

R

und 11,6 Millionen Mitglieder dürfen momentan nicht bei professionellen Gesundheitsdienstleistern trainieren, obwohl regelmäßige körperliche Aktivität einen positiven Einfluss auf die Immunfunktion hat und dazu beiträgt, den Körper vor viralen Infektionen zu schützen.

WHO und RKI mit alarmierenden Zahlen Gleichzeitig warnt die World Health Organization (WHO) vor Bewegungsmangel und legt erschreckende Zahlen zur Inaktivität der Bevölkerung und zu deren Folgen vor: Mehr als 25 Prozent der Erwachsenen und 80 Prozent der Jugendlichen weltweit bewegen sich zu wenig und kommen nicht auf das empfohlene Pensum von mindestens zweieinhalb Stunden Bewegung pro Woche, etwa 21 Minuten am Tag. Um sich fit zu halten, sollten laut WHO möglichst 150 Minuten Ausdauersport mit zweimal Krafttraining pro Woche kombiniert werden. Studienergebnisse des Robert Koch-Instituts (RKI) belegen, dass das Körpergewicht und der Body-Mass-Index (BMI) in Deutschland seit dem Frühjahr 2020 im Durchschnitt bereits deutlich gestiegen sind. Die Förderung der körperlichen Aktivität als präventive Gesundheitsmaßnahme wird sogar als eine der Hauptprioritäten in der Fünfjahresstrategie der Europäischen Union aufgeführt (EU-Arbeitsplan für Sport (2021–2024)).

Sehr geringes Risiko im Fitnessstudio

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Foto: Photocreo Bednarek – stock.adobe.com

Obwohl umfangreiche Hygienekonzepte dafür sorgen, dass Fitnessstudios nicht zum „Superspreader“-Ort werden, bleibt das Training verboten. EuropeActive veröffentlichte im Dezember 2019 das Ergebnis der SafeACTiVE-Studie: Die über einen Zeitraum von sechs Monaten ermittelte Gesamtstichprobe ergab ein geringes COVID-19-Infektionsrisiko in Fitness- und Gesundheitsanlagen. Bei mehr als 115 Millionen analysierten Besuchen in 4.360 Anlagen in 14 europäischen Ländern gab es lediglich 1.288 positive Fälle (1.092 Mitglieder, 196 Mitarbeiter), was einer durchschnittlichen Infektionsrate von 1,12 pro 100.000 Besuche entspricht.


Mens sana in copore sano Derzeit ist nur Individualsport erlaubt. Ohne Trainingsplan, feste Zeiten und professionelle Betreuung fällt Sport treiben den meisten Menschen schwerer als sonst, auch wenn viele Fitnessstudios momentan ein umfangreiches Digitalprogramm bereitstellen. Die Zielgruppe der Senioren beispielsweise wird über digitale Angebote kaum erreicht. Der Deutsche Alterssurvey (DEAS) zeigt, dass die sportliche Aktivität älterer Menschen zwischen 1996 und 2014 kontinuierlich gestiegen ist. Befürchtet wird jetzt eine Trendwende aufgrund der Kontaktbeschränkungen, die gemeinsame Sportaktivitäten verbieten (Wettstein, Nowossadeck, Spuling & Cengia, 2020). Um Resilienz und Widerstandskräfte zu stärken, ist es jedoch für alle Altersgruppen wichtig, Bewegung und Training fest in den Alltag zu integrieren. Die protektive Wirkung einer guten körperlichen Fitness für die Gesundheit der Bevölkerung sollte nicht langfristig unterschätzt werden. Sonst besteht die Gefahr, dass sich die Corona-Risikogruppe – laut Gesundheitsminister Jens Spahn jetzt schon 30 bis 40 Prozent der deutschen Bevölkerung– durch die Lockdowns auf lange Sicht noch vergrößert.

Physische und psychische Beeinträchtigungen Pandemiebedingte Einschränkungen zur Eindämmung der Verbreitung des Coronavirus beeinflussen unseren Lebensstil und das Gesundheitsverhalten. Durch die Arbeit im Homeoffice entfällt für viele Menschen der Arbeitsweg zu Fuß oder per Rad, passives Dauersitzen nimmt zu. Bereits nach wenigen Wochen körperlicher Inaktivität verschlechtern sich die Gesundheitswerte, Risikofaktoren für Erkrankungen steigen. Wissenschaftler untersuchen jetzt, wie sich die erzwungene Sportpause physisch und psychisch auf die Menschen auswirkt. Sie warnen bereits vor gesundheitlichen Folgen wie Typ-2-Diabetes, Adipositas und Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Schlaganfällen oder Herzinfarkten, aber auch vor der Zunahme von Depressionen, weil Sport als Ausgleich, seelischer „Puffer“ und soziale Komponente fehlt.

Körperliche und psychische Auswirkungen der Zwangspause Eine Gießener Studie zur Sportaktivität während des Lockdowns im Frühling ergab, dass sich die Inaktivität in dieser Zeit negativ auf die Stimmung auswirkte. Menschen, die vor der „Corona-Zeit“ sportlich sehr aktiv waren und dann pausieren mussten, berichteten vermehrt von negativen Emotionen (Mutz & Gerke, 2020).

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In einer groß angelegten internationalen Studie der Universität Potsdam mit über 13.000 Befragten weltweit wurde ebenfalls untersucht, wie sich das Sport- und Bewegungsverhalten der Menschen durch die coronabedingten Einschränkungen verändert hat und wie dadurch das subjektive Wohlbefinden beeinflusst wurde. Für Deutschland zeigt sich: Viele Menschen bewegen sich trotz der Corona-Krise regelmäßig. Wer aber schon in „normalen Zeiten“ zu wenig aktiv war, bleibt während der Pandemie weitgehend inaktiv. Insgesamt treiben mehr Menschen weniger Sport als vorher, die Trainingseinheiten sind kürzer und weniger intensiv. Befürchtet wird daher, dass das Training in Eigenregie nicht ausreicht, um das Fitness01/21

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level zu halten oder zu verbessern. Erlebnisse wie Gemeinsinn, Freude an der Bewegung und Selbstbestimmtheit fehlen. Bei Befragten, die weniger aktiv sein konnten als gewollt, sank das subjektive Wohlbefinden. Die vielen Inaktiven bewerteten ihre Stimmung noch negativer als die Bewegungsaktiven. Aus körperlichen, psychischen und sozialen Gründen raten die Sportwissenschaftler daher zur zeitnahen Wiederermöglichung von organisiertem Sport unter Einhaltung der Hygieneregeln (Brand, Timme & Nosrat, 2020).

Konsequenzen für ältere Menschen Besonders interessant ist in diesem Zusammenhang das Studiendesign der CoNFINE-Studie, weil diese auf eine sehr umfangreiche und besonders objektive Datenbasis zugreifen kann. Die Universität Oldenburg untersucht zurzeit in Kooperation mit milon und dem Physiotherapeuten-Netzwerk Physio Aktiv die Konsequenzen der coronabedingten Sportpause für Menschen über 60 Jahre. Mit zunehmendem Alter dauert der Wiederaufbau von Muskelkraft immer länger. Ziel der Studie ist es, aufzuzeigen, was eine längere Unterbrechung des Kraft-Ausdauer-Trainings für die körperliche Leistungsfähigkeit und gesundheitsbezogene Lebensqualität älterer Menschen bedeutet. milon stellt dafür erstmals die Daten der Trainingssoftware milon CARE anonymisiert und unter Berücksichtigung strenger Datenschutzstandards zu Verfügung. Die Daten der über 60-Jährigen werden in einem Zeitraum von einem Monat vor und sechs bzw. zwölf Monaten nach der ersten Trainingspause am milon Kraft-Ausdauer-Zirkel verglichen. Als Vergleichsgruppe dient eine Gruppe von Studienteilnehmenden zwischen 45 und 60 Jahren. Den Wissenschaftlern bieten die Daten den Vorteil der höchsten Standards in der Vergleichbarkeit. Geplant ist, im nächsten Schritt die Daten der milon Cloud auch international zu untersuchen (Zieschang & Koschate, 2020).

Konkrete Fälle aus deutschen Gesundheitsanlagen In der Branche macht sich die verordnete Inaktivität von Mitgliedern und Patienten ebenfalls deutlich bemerkbar. Um die Studien anhand von Beispielen greifbarer zu machen, hat fitness MANAGEMENT international Orthopäden und Gesundheitsanbieter zu ihren Erfahrungen befragt. Vier Brancheninsider berichten vom Gesundheitszustand ihrer Mitglieder und Patienten während der Lockdown-Phasen. Auf den folgenden Seiten erläutert Prof. (DHfPG) Dr. Thomas Wessinghage die gesundheitspositiven Effekte von Fitnesstraining und Bewegung. Hans Stummer, Physiotherapeut und Betreiber des TZ Trainings- und Therapiezentrum Eggenfelden, sowie Daniela Völker sowie Andreas Scheibe vom Zentrum Aktiver Prävention (ZAP) im Racket Center Nußloch nennen konkrete Fälle von Fitnesssportlern, deren Gesundheitszustand sich durch die trainingsfreie Zeit der Lockdown-Phasen massiv verschlechtert hat.

Auszug aus der Literaturliste World Health Organization (Hrsg.). (2020). WHO Guidelines On Physical Activity And Sedentary Behaviour. Geneva: Hrsg Zieschang, T. & Koschate, J. (2020). Einschränkungen des sozialen Lebens im Rahmen der COVID-19 Pandemie – Auswirkungen auf die körperliche Leistungsfähigkeit und gesundheitsbezogene Lebensqualität älterer Menschen (CoNFINE) Zugriff am 22.12.2020. Verfügbar unter https://www.physioaktiv.de/files/tao/memberbereich_2017/Marketing/ Studien/Confine-Studie-2020/c2020_B_Projektskizze_FINAL.pdf Für eine vollständige Literaturliste kontaktieren Sie bitte presse@fitnessmanagement.de.

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AKTUELLES | GESUNDHEITSPOSITIVE EFFEKTE DES FITNESSSPORTS

Prof. (DHfPG) Dr. med. Thomas Wessinghage

Foto: DHfPG/BSA

„Die überwiegende Mehrheit der Menschen braucht jemanden, der ihnen hilft.“

Prof. (DHfPG) Dr. med. Thomas Wessinghage Dr. Thomas Wessinghage (Jahrgang 1952) ist einer der renommiertesten deutschen Sportmediziner. Als Mittelstreckenläufer gehörte er über 15 Jahre zur Weltklasse, war Europameister, 22 Mal Deutscher Meister und hält den aktuellen deutschen Rekord über 1.500 Meter. Nach dem medizinischen Staatsexamen an der Universität Mainz begann er seine medizinische Karriere 1977 als ärztlicher Leiter und Geschäftsführer der Tagesklinik Reha-Zentrum Nord in Norderstedt. Bis September 2020 war er Chefarzt, ärztlicher Direktor und Geschäftsführer der drei Kliniken der Medical Park AG im Tegernseer Tal. Im Oktober 2020 hat sich Dr. Thomas Wessinghage nach 42 Jahren als Arzt in den Ruhestand begeben. Seit vielen Jahren ist er ein gefragter Experte und Referent zu den Themen Motivation, Laufen, Bewegung und Gesundheit. Dr. Thomas Wessinghage ist Autor mehrerer Bücher sowie Prorektor an der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement (DHfPG).

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fMi: Sind Ihnen aus Ihrer ärztlichen Tätigkeit Fälle von Patienten bekannt, die vor einem der beiden Lockdowns im Jahr 2020 beschwerdefrei waren und bei denen nach der mehrwöchigen Trainingsabstinenz eine Verschlechterung ihres Zustandes eingetreten ist? Dr. Thomas Wessinghage: Diese Frage würde ich gern etwas anders beantworten. Ich war in der Rehabilitation tätig, habe also mit Patienten zu tun gehabt, die schwere Ereignisse hinter sich hatten – zumeist Operationen, vielfach aber auch Unfälle – und da habe ich solche Beispiele tagtäglich erlebt. Ich hatte ständig Patienten, bei denen ich wusste, wenn die jetzt nicht trainieren, dann wird das nichts mehr. Ich erinnere mich an Sportunfälle sowie an Radfahrer, die gestürzt waren, und insbesondere auch an ältere Menschen, die durch körperliche Gebrechen stark eingeschränkt waren. Mein Team und ich wussten, dass es für all diese Betroffenen nur einen Weg raus gibt – und das ist das gezielte körperliche Training. Diese Erkenntnis bezieht sich sowohl auf Kranke in Kliniken als auch auf Kunden in Fitnessstudios und anderen Sporteinrichtungen. Die Bedeutung der gezielten Bewegung für die Gesundheit des Menschen ist vollkommen unstrittig. Welche Krankheitsbilder oder Verletzungen sind generell besonders betroffen? Wenn wir uns über Leiden der Menschen unterhalten, dann kommen wir immer wieder an den Punkt, dass die Erkrankungen, die am häufigsten auftreten oder die schlimmsten Beeinträchtigungen mit sich bringen, mit dem modernen Lebensstil und dem Bewegungsmangel zu tun haben. Nehmen wir den Typ-2-Diabetes als Beispiel: Grob geschätzt gibt es zehn Millionen Diabetiker in Deutschland. Neun Millionen bräuchten diese Krankheit nicht zu haben, wenn sie sich ausreichend und gezielt bewegen würden – nur grob geschätzt. fitness MANAGEMENT international

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Hygieneplan zu entwickeln und dessen Umsetzung auch durch die persönliche Verantwortlichkeit eines Hygienebeauftragten dem zuständigen Gesundheitsamt gegenüber zu belegen. Wenn wir jetzt feststellen, dass wir fast zehn Monate nach dem Auftreten der Pandemie durch vermeintliche Schutzmaßnahmen unser Land in ernsthafte Schwierigkeiten bringen, aber dadurch nicht die Ältesten, die Heimbewohner, Patienten in den Kliniken und besonders die vulnerablen Menschen effektiv schützen können, sondern im Gegenteil die Todeszahlen steigen, dann führen die Maßnahmen nicht zu dem gewünschten Erfolg.

Foto: Thomas Plettenberg

In Deutschland gibt es jedes Jahr rund 500.000 Patienten mit Herzinfarkten und Schlaganfällen als Herz-Kreislauf-Erkrankungen, von denen etwa 40 Prozent nicht betroffen wären, wenn sie sich ausreichend bewegen würden. Das wären rund 200.000 Fälle in Deutschland pro Jahr. Bei der Diskussion um die Wiedereröffnung ganzer Branchen fiel häufig das Wort „systemrelevant“. Wie stehen Sie dazu? „Systemrelevanz“ ist ein sehr technischer Terminus. Man könnte es aber anders formulieren und sagen: „Aus Sorge um das Wohlergehen der Menschen können und wollen wir auf Bewegung nicht verzichten.“ Die aktuelle Situation ist nämlich fatal: Gerade in einer Zeit, in der es um die Gesundheit geht, um die Widerstandsfähigkeit, die Resilienz, in der es darum geht, nicht krank zu werden und eine Infektion zu vermeiden oder auch eine Infektion besser zu überstehen, in der es darum geht, nach der Krankheit mit einem vielleicht sogar schweren Verlauf wieder auf die Beine zu kommen – und es geht darum, die Folgen des Lockdowns im Hinblick auf Eintönigkeit und depressive Stimmung auch psychisch zu überwinden –, in einer solchen Zeit ist es besonders wichtig, dass die Menschen ein ausreichendes Maß an Bewegung und Training fest in ihren Lebensplan integrieren. Die überwiegende Mehrheit der Menschen braucht heute jemanden, der ihnen dabei hilft. Und jetzt sind wir bei der „Systemrelevanz“ der Fitnessstudios: Das, was früher die Vereine waren, sind heute die individualisierten Angebote. Viele Menschen sind damit überfordert, sich einen Bewegungsplan zu machen, obwohl sie ihn extrem dringend brauchen – ich würde fast sagen, genauso dringend wie Essen und Trinken! Hier wollen die Fitnessstudios ihre Aufgabe wahrnehmen. Wenn die vorgegebenen Hygienemaßnahmen umgesetzt werden, sehe ich überhaupt keine Logik darin, die Studios zu schließen. Fitness- und Gesundheitseinrichtungen sind aufgrund ihrer Organisationsstruktur sehr gut in der Lage, einen geeigneten 01/21

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Deshalb müssen die Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie hinterfragt werden. Auf keinen Fall sollten wir so weitermachen wie bisher. Vielleicht sollten die Seniorenheime sowie deren Bewohner und die Beschäftigten vor Ort durch gezielte Strategien besser geschützt und die Fitnessstudios stattdessen geöffnet werden. Welche Lösungen wünschen Sie sich für die Fitness- und Gesundheitsbranche, damit deren Kunden, Mitglieder sowie Patienten gar nicht erst in eine gesundheitlich schwierige Situation geraten? Ich würde mir eine Aufklärungskampagne wünschen. Den Menschen sollte verständlich gemacht werden, was sie tun können und wie sie sich am besten körperlich betätigen, um ihre Abwehrkräfte zu stärken und damit das Infektionsrisiko zu senken. Eine entsprechende Kampagne habe ich vermisst. Wir haben nur Kontakte vermieden und nichts für den Einzelnen getan, um dessen Widerstandsfähigkeit gegen die Infektion mit einem gefährlichen Virus zu erhöhen. Das finde ich falsch. An erster Stelle würde ich mir diese Kampagne wünschen. Dazu gehört dann zweitens, dass die für eine körperliche Betätigung zur Verfügung stehenden Einrichtungen in den Fokus gerückt werden – das sind eben die Fitnessstudios, andere Sporteinrichtungen und durchaus auch Vereine, je nachdem welchen Sport die Menschen machen wollen. Am besten suchen sich die Menschen eine Umgebung, die sie auffordert und nachhaltig dazu motiviert, sich zu bewegen und tun sich mit anderen zusammen, die ein ähnliches Ziel haben und die sie zusätzlich motivieren. Viele Menschen brauchen Geräte, die sie zur Bewegung animieren. Stellen Sie sich eine leere Turnhalle vor, in der die Schulklasse am Rand auf den Bänken sitzt. Sobald Sie einen Ball in die Halle werfen, ist alles in Bewegung. Sportpädagogen nennen dieses Phänomen „Aufforderungscharakter“, den Geräte zweifelsfrei haben. Betreuer und Trainer in den Studios haben einen noch sehr viel höheren Stellenwert für die Motivation. An dritter Stelle kämen für mich die Vorschriften für den Infektionsschutz in den empfohlenen Einrichtungen, also die Begrenzung der Anzahl der Trainierenden pro Quadratmeter, Abstandsregeln, Maskenpflicht, Nutzung der Umkleideräume und Desinfektionsutensilien. Aus meiner Sicht haben wir bisher zu wenig an die Menschen gedacht.

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AKTUELLES | GESUNDHEITSPOSITIVE EFFEKTE DES FITNESSSPORTS

„Je inaktiver die Patienten vorher waren, desto stärker waren sie hinterher eingeschränkt.“

Hans Stummer Jahrgang 1971, ist Physiotherapeut mit mehreren Abschlüssen in sportphysio- und manualtherapeutischen Konzepten. 2010 wechselte er aus dem Angestelltenverhältnis in die Inhaberschaft des TZ Therapie und Trainingszentrums Eggenfelden. Ziel des Fitnessstudios mit angeschlossener Physiotherapie im bayerischen Landkreis Rottal-Inn sind nachhaltige Gesundheitslösungen, d. h. Patienten und Kunden mit individuellen Lösungen in Bewegung zu bringen und dafür zu sorgen, dass sie am Ball bleiben.

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fMi: Haben Sie im TZ Eggenfelden Mitglieder bzw. Patienten, die vor einem der beiden Lockdowns im Jahr 2020 beschwerdefrei waren und bei denen nach der mehrwöchigen Trainingsabstinenz eine Verschlechterung ihres Zustandes eingetreten ist? Hans Stummer: Ein Beispiel aus der Physiotherapie ist für mich besonders präsent. Wir hatten uns im Verlauf des Lockdowns im März entschlossen, die Praxis zu schließen, obwohl die rechtliche Situation uns erlaubt hätte, den Betrieb weiterzuführen. Aufgrund des heftigen lokalen Pandemiegeschehens konnten wir den Praxisbetrieb nicht in einer wirtschaftlich lohnenden Weise aufrechterhalten. Es ging einfach niemand mehr aus dem Haus, auch die Ärzte hatten leere Praxen. Die Patienten konnten bedingt durch unsere fünfwöchige Praxisschließung während des ersten Lockdowns nicht behandelt werden. Einer unserer Patienten, der zuvor mit Unterstützung gehen konnte, wurde durch den Wegfall der regelmäßigen Physiotherapie rollstuhlpflichtig. Er hat sein „Prä-Corona-Aktivitätsniveau“ bis heute noch nicht wieder erreicht. Ich habe aber auch Beispiele von Rückenpatienten aus dem Trainingsbetrieb: Bernhard, 57 Jahre, Handwerker, hat chronisch unspezifische lumbale Rückenschmerzen. Nach mehreren Rehaaufenthalten, Facetteninfiltrationen und -denervierung kam Bernhard in unser Studio. Neben langfristiger Physiotherapie trainiert er dreimal wöchentlich (itensic, milon Kraftausdauer, funktionelles Training, Cardio). fitness MANAGEMENT international

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Fotos: Halfpoint – stock.adobe.com | TZ Eggenfelden

Hans Stummer, TZ Trainings- und Therapiezentrum Eggenfelden


Bereits während des ersten Lockdowns bemerkte er durch die Trainingsabsenz eine deutliche Verschlechterung seiner Rückenschmerzen – eine sechswöchige Arbeitsunfähigkeit war die Folge. Nachdem sein Zustand sich bis zum zweiten Lockdown stabilisiert und er Angst vor einer erneuten Symptomverstärkung hatte, einigten wir uns zusammen mit dem behandelnden Hausarzt auf eine Verordnung KGG (Anm. d. Redaktion: Krankengymnastik am Gerät), damit er trotz des zweiten Lockdowns weiterhin trainieren kann. Gerhard, 60 Jahre, Lagerist, leidet an multiplen thorakalen Diskusprotrusionen (Anm. d. Redaktion: Bandscheibenvorwölbungen) mit thorakalen Rückenschmerzen. Gerhard trainiert bereits sein Leben lang. Nachdem seine Rückenprobleme begannen, wurde ihm ärztlicherseits eine Beendigung des Krafttrainings nahegelegt. Daraufhin verschlechterte sich seine Symptomatik deutlich. Gerhard suchte bereits in der ersten Lockdown-Phase nach Möglichkeiten, weiterhin zu trainieren und ließ sich ein Rezept KGG verordnen. Jedoch musste er dann pausieren, da wir auch den Praxisbetrieb, wie gerade erwähnt, einstellen mussten. Im zweiten Lockdown kann Gerhard nun mittels KGG-Rezept weiter trainieren. Ein nützlicher Nebeneffekt des Umstandes, dass wir nun Patienten mit ähnlich gelagerter Symptomatik in Kleingruppen (KGG wird in der Gruppe bis drei Personen verordnet) trainieren: Es kommen nun Kunden untereinander ins Gespräch, die sich vorher aufgrund unterschiedlicher Besuchszeiten nie kennenlernten. Neue Bekanntschaften werden im Studio geknüpft und Erfahrungen ausgetauscht. Welche Krankheitsbilder sind generell besonders betroffen? Wir haben Verschlechterungen durch Trainingsabsenz bei Patienten mit folgenden Krankheitsbildern bemerkt: - Chronisch unspezifischer lumbaler Rückenschmerz: erhöhtes Schmerzniveau, gewohntes Aktivitätsniveau konnte nicht aufrechterhalten werden - Multiple Sklerose: stärkere Fatigue, Tonussteigerung - Diabetes: höhere Insulindosen notwendig Je multimorbider und inaktiver die Patienten vorher waren, desto stärker waren sie durch den Wegfall von Aktivierung durch Training und vor  allem durch Physiotherapie hinterher eingeschränkt.

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Inwieweit ist es möglich, über digitale Trainingsbetreuung einen Teil der Probleme aufzufangen? Digitale Trainingsbetreuung heißt bei uns Online-Kurse. Mit diesen haben wir die gewohnt fleißigen und regelmäßigen Kursteilnehmer weiterhin erreicht. Ein paar wenige konnten wir für Online-Kurse hinzugewinnen, wobei deren Anzahl nicht nennenswert ist. Wir konnten mit unseren Maßnahmen also kaum Kunden auffangen. Inwieweit sie selbstständig mit anderen Mitteln weitermachen, wissen wir nicht. Einige haben berichtet, dass sie sich selbst mit Kleingeräten ausgestattet haben. Wie gehen die Mitglieder damit um, dass ihnen die soziale Komponente des Trainings genommen wird? Wie die Mitglieder mit den Kontaktverlusten umgehen, kann ich nur schwer beurteilen, da wir ja aktuell kaum Kontakt haben. Wir haben nach dem ersten Lockdown bei den Mitgliedern viel Erleichterung und Freude gespürt, dass sie wieder trainieren können. Welche Lösungen oder auch mögliche Handlungsspielräume wünschen Sie sich für Ihre Einrichtung, damit Ihre Kunden, Mitglieder sowie Patienten gar nicht erst in eine gesundheitlich schwierige Situation geraten? Die Lösung für die Physiotherapie gibt es bereits: Durch den Status „systemrelevanter Beruf“ waren wir hier vom „Lockdown light“ nicht betroffen. Die Auslastung war im Gegensatz zum ersten Lockdown hoch. Offensichtlich wollten die Menschen wieder ihre gewohnte Teilhabe und hatten keine so große Angst mehr, aus dem Haus zu gehen. Wir versuchen auch, Angst zu nehmen, indem wir alle mit FFP-Masken arbeiten und vor den Augen der Patienten die Therapieliegen, Bänke oder Trainingsgeräte umfassend desinfizieren. Wie bereits erwähnt, nutzen auch Trainingskunden die Möglichkeit, mittels einer ärztlichen Verordnung KGG trainieren zu können. Für die Studios wäre meiner Meinung nach die Zeit ebenso reif, als systemrelevant eingestuft zu werden. Ich hätte mir einfach gewünscht, weiter so arbeiten zu dürfen wie im Sommer. Ehrlich gesagt: Digitale Betreuung können andere besser. Wir leben davon, physisch mit den Kunden und Patienten in Kontakt zu treten.

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AKTUELLES | GESUNDHEITSPOSITIVE EFFEKTE DES FITNESSSPORTS

„Die Rückmeldungen machen deutlich, welche Verantwortung wir als Sport- und Therapieanbieter haben.“

Daniela Völker Daniela Völker studierte an der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement (DHfPG) und erreichte dort die Abschlüsse Bachelor of Arts Fitnessökonomie sowie Master of Arts Prävention und Gesundheitsmanagement. Heute leitet sie das Zentrum Aktiver Prävention (ZAP) im Racket Center Nußloch mit den Bereichen Prävention, Rehabilitation sowie Physiotherapie und ist für die unternehmerische sowie personelle Weiterentwicklung verantwortlich.

Andreas Scheibe Seit Anfang 2019 arbeitet Andreas Scheibe als Gesundheits- und Individualtrainer im ZAP und betreut vor allem Gäste mit gesundheitlichen Einschränkungen am Bewegungsapparat. Er ist hauptsächlich für das Schnittstellenmanagement zwischen Therapie und Prävention verantwortlich. Als ehemaliger Leistungssportler kann er auf einen großen Erfahrungsschatz speziell für das gesundheitsorientierte Training zurückgreifen.

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fMi: Sind Ihnen Mitglieder bzw. Patienten des Zentrum Aktiver Prävention (ZAP) im Racket Center Nußloch bekannt, die vor einem der beiden Lockdowns im Jahr 2020 beschwerdefrei waren und bei denen nach der mehrwöchigen Trainingsabstinenz eine Verschlechterung ihres Zustandes eingetreten ist? Daniela Völker: Mehrere unserer Mitglieder haben über körperliche Beschwerden geklagt, die alle mit Mangel an Bewegung und Training in Verbindung standen. Es wurden wiederkehrende Schmerzen im Lendenwirbelsäulen- und Verspannungen im Brustwirbelsäulenbereich sowie im Schulter- und Nackenbereich nach längerem Sitzen oder Stehen genannt. Diese Schmerzen verspürten die Betroffenen während des regelmäßigen Trainings im ZAP oder beim Rehabilitationssport nicht. Der Bewegungsmangel hat auch negative Auswirkungen auf die Gelenke: Mehrere unserer Mitglieder leiden unter Arthrose. Die damit verbundenen Schmerzen, insbesondere im Knie und in der Hüfte, verstärkten sich oder traten bei einigen Mitgliedern während des Lockdowns wieder auf. Die mangelnde Stabilisation und Kräftigung der Knie und Sprunggelenke und die fehlende „Gelenk-Lockerheit“ führten in diesen Bereichen ebenfalls zu Beschwerden. Viele Mitglieder meldeten auch eine „Gangunsicherheit“: Kraft, Koordination sowie Gleichgewichtsgefühl sind in der trainingslosen Zeit zurückgegangen. Die vielen Rückmeldungen machen deutlich, wie hoch die Bedeutung von regelmäßigem Training und ausreichender Bewegung ist und unterstreicht, welche Verantwortung wir als Fitness- und Therapieanbieter haben. fitness MANAGEMENT international

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Fotos: Racket Center Nußloch

Daniela Völker und Andreas Scheibe, Zentrum Aktiver Prävention (ZAP) im Racket Center Nußloch


Unabhängig von den Schmerzen fühlten sich zahlreiche Mitglieder müde und unausgeglichen, was zum einen generell auf die Beschränkung des alltäglichen Lebens, zum anderen aber auch auf den Bewegungsmangel zurückzuführen ist. Dadurch lässt natürlich auch die über Monate oder sogar Jahre aufgebaute Kondition nach. Die Alternative zum Fitnessstudio, nämlich in der Natur joggen zu gehen, wird gerade jetzt in den Wintermonaten kaum genutzt und ist auch für viele keine echte Alternative zum gesundheitsorientierten Muskeltraining in einem betreuten Fitnessstudio. Konnten für Ihre Mitglieder Lösungen gefunden werden, um wieder mehr in Bewegung zu kommen, damit sich der Zustand nicht weiter verschlimmert? Andreas Scheibe: Zuallererst führen unsere Kunden immer ein Anamnese-Gespräch mit unserem zuständigen ZAP Physiotherapeuten oder Gesundheitsberater. Hierbei werden der Gesundheitszustand mit den aktuellen Schmerzsyndromen bzw. Beschwerden, die täglichen Aktivitäten und die Ziele des Kunden besprochen. Wir haben den riesengroßen Vorteil, dass unser Fitness- und Präventionsstudio direkt an die Physiotherapie angekoppelt ist und beide Teams – Therapeuten und Trainer – im ständigen Austausch miteinander stehen. Der Rehasport bildet darüber hinaus unsere dritte Säule und ist ein ebenso wichtiges Zahnrad. Durch die enge Zusammenarbeit können Informationen über Trainings- und Therapieerfolge abteilungsübergreifend ausgetauscht und die Trainingsplanerarbeitung individuell auf den und mit dem Kunden abgestimmt werden. Regelmäßige Kontrolltermine und Zielfestlegungen sowie Erfolgsdokumentationen anhand verschiedener Tests sind gewährleistet. Inwieweit ist es möglich, über digitale Trainingsbetreuung einen Teil der Probleme aufzufangen? Bei wem funktioniert das und bei wem nicht? Andreas Scheibe: Das Auffangen der Probleme über digitale Trainingsbetreuung ist aufgrund der mangelnden Ressourcen in den eigenen vier Wänden nur bedingt möglich. Den Mitgliedern fehlen zu Hause zum einen die Gewichte sowie die Geräte, die sie aus dem Fitnessstudio kennen, und zum anderen ein persönlicher Trainer, der sie beim Training unterstützt. Das Training im ZAP zeichnet sich durch den persönlichen Bezug und den direkten engen Kontakt zu den Trainern aus. Diese Aspekte sind beim Training zu Hause nicht gegeben. Über den digitalen Weg können die Trainer nicht so gut eingreifen und die Bewegungsabläufe korrigieren – die Trainierenden sind auf sich allein gestellt. Hinzu kommt die Angst, ohne Gesundheitstrainer Fehler bei der Ausführung der Übungen zu machen, weswegen lieber ganz darauf verzichtet wird. Darüber hinaus fehlt vor allem bei älteren Menschen oftmals das technische Know-how und die Affinität. Viele Ältere haben kein passendes mobiles Endgerät oder gar keinen Internetzugriff. Wie gehen die Mitglieder damit um, dass ihnen die soziale Komponente des Trainings genommen wird? Daniela Völker: Die persönliche Kommunikation und die individuellen Gespräche und Trainingsziele sind Hauptmerkmale des ZAP. Viele unserer Mitglieder berichten, dass ihnen das Training 01/21

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fehlt und sie den persönlichen Kontakt zu anderen Mitgliedern und den Teams vom Racket Center und dem ZAP vermissen. Das Fehlen von Trainerkompetenzen und vor allem auch von Trainingspartnern oder des Gesprächs mit Mittrainierenden hat eine sehr große negative Auswirkung auf die Trainingsmotivation. Mitglieder, die sonst mehrmals die Woche trainiert haben, können sich zu Hause teilweise überhaupt nicht zum Sporttreiben motivieren. Auch die fehlende Präsenz eines Trainers hat negative Folgen: Ohne die Expertise eines Trainers als Unterstützung und Hilfestellung steigt die Angst, einen Bewegungsfehler beim Training zu machen. Für viele unserer Mitglieder sind die Trainer neben einem kompetenten Trainingsexperten auch ein vertrauter Gesprächspartner und Zuhörer. Diese Komponente geht durch die Beschränkungen vollständig verloren. Dadurch gibt es weniger Möglichkeiten, die eigenen Trainingspläne anzupassen bzw. werden sie ohne Fachwissen oftmals falsch angepasst – die Leistung stagniert oder nimmt im schlimmsten Fall sogar ab. In ganz vereinzelten Fällen kommt es auch zu einer „Übermotivation“. Das heißt, die Trainierenden machen zu viel und zu oft Sport. Welche Lösungen oder auch mögliche Handlungsspielräume wünschen Sie sich für Ihre Einrichtung, damit Ihre Kunden, Mitglieder und Patienten gar nicht erst in eine gesundheitlich schwierige Situation geraten? Daniela Völker: Zum einen ist natürlich – gerade in der Pandemie – eine Erweiterung der digitalen und medialen Voraussetzungen hilfreich. Dadurch kann zum einen das Online-Angebot und zum anderen die Kommunikation optimiert werden. Zur Verbesserung der Online-Live-Kurse sind auch Schulungen für unsere Trainer sinnvoll. Der Ausbau von Outdoorsportanlagen ist ebenfalls ein sehr interessantes Thema. Wir planen gerade einen hochwertigen und witterungsbeständigen Außenbereich für Kurse mit kleineren Gruppen oder auch einzelnen Personen. Dieser ist nicht nur in der Pandemie eine hilfreiche Alternative, sondern vor allem für die Sommermonate eine gute Möglichkeit, Sport und frische Luft zu kombinieren. Insgesamt zeigt die Pandemie, dass gesundheitsorientiertes Muskeltraining unter fachkundiger Anleitung in zertifizierten Gesundheits- und Fitnesseinrichtungen nicht den Stellenwert genießt, den es verdient. Die Aufgabe, die unsere Branche für die Bürgergesundheit erfüllt, muss in Zukunft deutlich stärkere Anerkennung finden. Eine der wichtigsten Dinge ist jedoch die Kommunikation mit und der Kontakt zu den Mitgliedern. Für sportanbietende Dienstleister wie uns ist es von sehr großer Bedeutung, die Bedürfnisse und Wünsche der Mitglieder zu kennen, um diese „abholen“ zu können und sie an uns zu binden. Daher sollte der Kontakt stetig optimiert, angepasst und vor allem aufrechterhalten werden.

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AKTUELLES | ZERTIFIZIERUNG

Neue Dienstleistungszertifizierung der BSA-Zert

Foto: Michael Wallmüller

Mit Hygienesiegel ein Zeichen setzen Text: Ronja Reuber

Das Fitness- und Gesundheitsstudio EASYFITNESS Hannover-Süd ist bereits nach der DINNorm 33961 zertifiziert und hat sich nun als erstes Unternehmen für die neue Hygienezertifizierung der BSA-Zert entschieden. Wir haben mit Markus Tapper, dem Geschäftsführer des Studios, gesprochen und ihn nach seinen Beweggründen gefragt.

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ie Betreuung seiner Kunden liegt dem 45-Jährigen besonders am Herzen. Daher hat er sich bereits nach der DIN 33961 zertifizieren lassen und nun auch die neue Hygienezertifizierung der BSA-Zert begonnen, obwohl oder gerade weil 2020 durch die Corona-Krise etliche Herausforderungen für die Branche mit sich brachte und man noch nicht weiß, wie das Jahr 2021 aussehen wird.

gienemaßnahmen essenziell u. a. für die Kundenbindung. Um dem gestiegenen Anspruch gerecht zu werden, bietet die BSA-Zert ein neues Zertifizierungsprogramm für Dienstleistungsbetriebe an: die Hygienezertifizierung. Eine eigene Hygienenorm* wurde definiert, um in Dienstleistungsunternehmen die Schaffung und Einhaltung von hygienisch einwandfreien Bedingungen sicherzustellen.

Studio bereits nach DIN-Norm zertifiziert

Hygienezertifizierung: Vertrauen zurückgewinnen

Der Geschäftsführer des EASYFITNESS in der Südstadt von Hannover hat vor vier Jahren sein Studio neutral zertifizieren lassen. „Das war mir persönlich wichtig. Dadurch haben wir eine ständige Qualitätskontrolle und halten so gewisse Standards ein. Durch die Zertifizierung sind wir auch auf diverse Erkenntnisse gestoßen, haben Arbeitsprozesse neu gestaltet, uns umstrukturiert und geschaut, wo wir noch etwas optimieren können.“

Das EASYFITNESS Hannover-Süd ist nun das erste Fitnessstudio, das die Hygienezertifizierung begonnen hat. „Ich muss ehrlich sagen, dass ich mir Anfang des Jahres gar nicht vorstellen konnte, dass es in Deutschland einmal zu einem Lockdown mit zahlreichen Schließungen kommen würde. Nach dem ersten Lockdown merkte man bereits, dass sich das Kundenverhalten verändert hat. Die Mitglieder machten sich Sorgen und trauten sich teilweise nicht ins Studio zurück, obwohl wir die Hygieneauflagen umgesetzt und das auch kommuniziert haben. Daher haben wir überlegt, wie wir ihr Vertrauen zurückgewinnen und das Bedürfnis nach Sicherheit erfüllen können. Mithilfe eines Zertifikats, sozusagen einer offiziellen Bestätigung, dass unser Studio hygienisch einwandfrei ist, können wir unseren Kunden zeigen, dass wir das Thema ernst nehmen.“ Markus Tapper möchte mit der Zertifizierung auch signalisieren, dass Fitnessstudios einen wertvollen Beitrag zur Gesundheit leisten und mehr sind als reine „Muckibuden“.

Im Rahmen der Zertifizierung wurden die Mitarbeitenden unter anderem in Erste Hilfe und Brandschutz geschult. „Wir hatten vorher keinen Defibrillator im Studio – jetzt sind wir für den Ernstfall gewappnet, auch wenn wir hoffen, dass dieser nie eintreten wird.“

Neue Dienstleistungszertifizierung der BSA-Zert Das Jahr 2020 brachte einige Herausforderungen für die Fitness- und Gesundheitsbranche mit sich und das Hygienebewusstsein ist seit „Corona“ noch stärker in den gesellschaftlichen Fokus gerückt. Besonders in Fitness-, EMS- und Sonnenstudios oder auch in Physiotherapiepraxen sind intensive Hy-

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Zum ganzen Erfahrungsbericht: bsa-zert.de/mtapper * Gesetzliche Forderungen müssen unabhängig von dieser Hygienenorm erfüllt werden. fitness MANAGEMENT international

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Studiozertifizierung nach DIN EN 17229 und DIN 33961 Personenzertifizierung nach UV-Schutz-Verordnung Hygienezertifizierung NEU für Dienstleistungsunternehmen


AKTUELLES | FACHARTIKEL GESUNDHEIT

Der vielfältige Gesundheitsnutzen von Fitnesstraining (Teil 1)

Text: Prof. Dr. Arne Morsch und Prof. Dr. Markus Wanjek

Fitnesstraining ist für unsere Gesundheit essenziell. Bei regelmäßiger Anwendung und richtiger Dosierung schützt es vor den häufigsten Erkrankungen unserer Zeit und vor einem verfrühten Tod. Ebenso lassen sich bereits bestehende Krankheitsbilder und gesundheitliche Beschwerden verbessern.

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Foto: NDABCREATIVITY – stock.adobe.com

Herz-Kreislauf-Gesundheit


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auerhaft gesund bleiben ist für die meisten Menschen aktuell wichtiger denn je (GSK Consumer Health Care, 2020; Hinz et al., 2010). Körperliche Aktivität ist eine der wirksamsten Maßnahmen, um dieses Ziel zu erreichen. Durch regelmäßige körperliche Aktivität in der richtigen Art und Dosierung können die häufigsten Gesundheitsprobleme unserer Zeit positiv beeinflusst oder ganz vermieden werden (USDHHS, 2018). Als besonders gesundheitswirksam haben sich Ausdauer- und Krafttraining erwiesen. Beide Aktivitätsformen werden in den evidenzbasierten Bewegungsempfehlungen der World Health Organization (WHO) und anderer Fachorganisationen zum Erhalt und zur Verbesserung der Gesundheit sowie zur Prävention von chronischen Erkrankungen empfohlen (DHSC, 2019; FGÖ, 2020; Garber et al., 2011; Rütten & Pfeifer, 2017; USDHHS, 2018; WHO, 2020). Leider sind die gesundheitsförderlichen Bewegungsempfehlungen und der dadurch erzielbare breite Gesundheitsnutzen den meisten Menschen immer noch nicht hinreichend bekannt (Rütten & Pfeiffer, 2017). Zudem fällt die praktische Umsetzung schwer. Etwa 80 Prozent der deutschen Erwachsenen erreichen die empfohlene gesundheitsförderliche Aktivitätsdosis nicht (Finger et al., 2017). Insofern besteht dringender Handlungsbedarf für eine gesundheitsbezogene Bewegungsförderung (WHO, 2018). Fitnessstudios sind aufgrund ihres Leistungsangebotes und ihrer lokalen Verbreitung ideale Orte, um die gesundheitsförderlichen Bewegungsempfeh-

lungen unter qualifizierter Anleitung flächendeckend umzusetzen. Sie können einen wichtigen Beitrag leisten, damit Millionen Menschen von den vielfältigen Gesundheitseffekten eines individuell dosierten Fitnesstrainings profitieren (DSSV, 2020; Sörensen, 2020). Zur bestmöglichen Ausschöpfung der gesundheitsförderlichen und krankheitspräventiven sowie heilenden Potenziale von Fitnesstraining soll diese sechsteilige Artikelreihe „Der vielfältige Gesundheitsnutzen von Fitnesstraining“ einen Beitrag leisten. Sie gibt Antworten auf die folgenden Leitfragen: Was ist der evidenzbasierte Gesundheitsnutzen von Fitnesstraining im Hinblick auf die heute vorherrschenden Gesundheitsprobleme? Welche Trainingsdosis bietet den optimalen Gesundheitsnutzen und welche Empfehlungen gelten für verschiedene Zielgruppen? Welchen Beitrag können Fitnessstudios durch eine adäquate Umsetzung der gesundheitsförderlichen Bewegungsempfehlungen für die Gesundheit der Bevölkerung leisten? Die Fachinhalte der Artikelreihe richten sich sowohl an Studiobetreiber und Trainer als auch an interessierte Kunden. Der erste Teil der Artikelreihe befasst sich mit den positiven Effekten von Fitnesstraining auf die Herz-Kreislauf-Gesundheit:

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AKTUELLES | FACHARTIKEL GESUNDHEIT

Herz-Kreislauf-Erkrankungen Ein gesundes, gut funktionierendes und leistungsfähiges HerzKreislauf-System ist für jeden Menschen bis ins hohe Alter essenziell. Wird unser „Lebensmotor“ auf Dauer jedoch nicht adäquat gepflegt, drohen Leistungsbeeinträchtigungen und ernsthafte Gesundheitsschäden, ein Verlust an Lebensqualität bis hin zu einem vorzeitigen Tod. Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind die häufigste Todesursache in Deutschland. Gut jeder dritte Erwachsene verstirbt daran (Statistisches Bundesamt, 2020). Als Ursache für einen frühzeitigen Tod vor dem 65. Lebensjahr führen sie zu einem erheblichen Verlust an potenziellen Lebensjahren (RKI, 2015).

Foto: NDABCREATIVITY – stock.adobe.com

Zu den häufigsten Herz-Kreislauf-Erkrankungen gehören Bluthochdruck (Hypertonie), Koronare Herzkrankheit (KHK) (z. B. Herzinfarkt, Herzinsuffizienz) und Schlaganfall. Hypertonie ist dabei der häufigste und wichtigste vermeidbare Risikofaktor für KHK und Schlaganfall. Etwa 20 Millionen Erwachsene in Deutschland sind von Hypertonie betroffen (RKI, 2015). Da die Entstehung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen maßgeblich durch den individuellen Lebensstil mitverursacht wird, ist das Präventionspotenzial hoch (RKI, 2015). Körperliche Aktivität in Form von Ausdauer- und Krafttraining stellt in dieser Hinsicht einen wirkungsvollen Schutzfaktor dar (Kraus et al., 2019; Pescatello et al., 2019; USDHHS, 2018).

Fitnesstraining für Herz-Kreislauf-Gesundheit

Empfohlene Trainingsdosis

Zu den positiven Effekten von Training auf die Herz-Kreislauf-Gesundheit liegt eine überzeugende wissenschaftliche Evidenz vor. Regelmäßiges Training schützt vor den häufigsten Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Das Erkrankungsrisiko für Hypertonie, KHK und Schlaganfall sowie das Risiko für einen frühzeitigen Tod kann deutlich gesenkt werden. Ein hohes Maß an Ausdaueraktivität kann sogar lebensverlängernd wirken (PAGAC, 2018). Auch bei bereits bestehenden Herz-KreislaufErkrankungen wirkt sich Training positiv aus (Pedersen & Saltin, 2015). Bei Hypertonie beispielsweise ist der blutdrucksenkende Effekt von Training vergleichbar mit dem eines Medikaments (Löllgen, 2013). In der nachfolgenden Tabelle sind die zentralen Effekte von Training auf die Herz-KreislaufGesundheit zusammengefasst:

Um die Herz-Kreislauf-Gesundheit dauerhaft zu erhalten oder zu verbessern, … sollten Erwachsene (18–65 Jahre) mindestens 150–300 Minuten pro Woche moderat-intensive oder 75–150 Minuten pro Woche anstrengende Ausdaueraktivitäten oder eine entsprechende Kombination von mittlerer und höherer Intensität betreiben. sollte mindestens zwei Mal pro Woche ein Krafttraining für alle großen Muskelgruppen durchgeführt werden. Diese Empfehlungen gelten auch für Ältere (> 65 Jahre) und Menschen mit chronischen Erkrankungen, sofern keine Kontraindikationen für körperliche Aktivität vorliegen (WHO, 2020; USDHHS, 2018).

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Tab. 1: Wissenschaftlich belegter Nutzen von Fitnesstraining (Ausdauer- und Krafttraining) auf die Herz-Kreislauf-Gesundheit (PAGAC, 2018; USDHHS, 2008; Warburton et al., 2010)

Herz-Kreislauf-Erkrankungen

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Effekte von Training

Hypertonie

+ Erhalt eines normalen Blutdrucks – Schutz vor Hypertonie + Senkung eines erhöhten Blutdrucks bei Hypertonie; je höher der Ausgangswert, umso stärker die Senkung + Schutz vor weiteren Herz-Kreislauf-Erkrankungen bei Hypertonie

Koronare Herzkrankheit (KHK)

+ Senkung des Erkrankungsrisikos um ca. 25 %

Schlaganfall

+ Senkung des Erkrankungsrisikos um ca. 25 %

Vorzeitiger Tod

+ Senkung des allgemeinen Sterblichkeitsrisikos um ca. 30 % + Senkung des kardiovaskulären Sterblichkeitsrisikos um ca. 20–35 % + Zugewinn an Lebensjahren (ca. 2–5 Jahre)

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AKTUELLES | FACHARTIKEL GESUNDHEIT

Fazit Durch regelmäßiges Fitnesstraining kann die HerzKreislauf-Gesundheit bis ins hohe Alter erhalten bzw. verbessert werden. Bereits eine Aktivitätsdosis von 150 Minuten pro Woche moderat-intensives Ausdauertraining bietet einen erheblichen Schutz vor Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Ein begleitendes Krafttraining zwei Mal pro Woche verstärkt diesen Schutz. Von den Gesundheitseffekten profitieren sowohl gesunde Menschen als auch Personen mit Risikofaktoren oder einer bereits bestehenden Herz-Kreislauf-Erkrankung. Den größten Gesundheitsnutzen können vor allem körperlich inaktive Personen erzielen, wenn sie mit einem Training beginnen. Ein richtig dosiertes, regelmäßiges Fitnesstraining lohnt sich daher für jeden.

Foto: NDABCREATIVITY – stock.adobe.com

Neben einer guten Herz-Kreislauf-Gesundheit ist auch ein gesundes Muskel-Skelett-System wichtig. Der zweite Teil dieser Artikelreihe beschäftigt sich daher in der nächsten Ausgabe mit den Effekten von Fitnesstraining auf die Muskel-Skelett-Gesundheit.

Fotos: DHfPG/BSA

Prof. Dr. Arne Morsch

Prof. Dr. Markus Wanjek

Prof. Dr. Arne Morsch ist Fachbereichsleiter Gesundheitswissenschaften und Dozent der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement (DHfPG). Darüber hinaus leitet er den Fachbereich Gesundheitsförderung der BSA-Akademie.

Prof. Dr. Markus Wanjek ist stellvertretender Fachbereichsleiter Gesundheitswissenschaften und Dozent bzw. Referent an der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement (DHfPG) und BSA-Akademie. Er verfügt über eine 20-jährige praktische Berufserfahrung im Fitness- und Gesundheitsbereich.

www.dhfpg-bsa.de

www.dhfpg-bsa.de

Auszug aus der Literaturliste DSSV Arbeitgeberverband Deutscher Fitness- und Gesundheits-Anlagen, Deloitte & Deutsche Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement. (2020). Eckdaten der deutschen Fitness-Wirtschaft 2020. Hamburg: DSSV Arbeitgeberverband Deutscher Fitness- und Gesundheits-Anlagen. U.S. Department of Health and Human Services (USDHHS) (2018). Physical Activity Guidelines for Americans (2nd Ed.). Washington D.C. Für eine vollständige Literaturliste kontaktieren Sie bitte marketing@dhfpg-bsa.de.

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AKTUELLES | FACHMESSE | ANZEIGE

Benedikt Binder-Krieglstein: Über die Ruhe im Sturm

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Foto: DAVID PAYR

Benedikt Binder-Krieglstein (43) ist neuer CEO von Reed Exhibitions Deutschland, dem Veranstalter der FIBO. Er hat diese Funktion zusätzlich zur Position als CEO von Reed Exhibitions Österreich übernommen. Zusammen mit Silke Frank, Event Director der FIBO, wird er die Messe ins nächste Jahrzehnt führen. Die aktuell größte Aufgabe: Den Messeveranstalter durch die globale Pandemie bringen. Dabei spielt die Digitalisierung eine große Rolle. So fand die FIBO im Oktober 2020 erstmals als rein digitales Event statt und setzte damit wichtige Impulse in der Fitnessbranche. 2021 wird die FIBO wieder auf dem Kölner Messegelände stattfinden. Innovative, digitale Lösungen werden die Messe weiter begleiten. fMi hat mit Benedikt Binder-Krieglstein über seine Vision für die FIBO gesprochen.

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Interview mit Benedikt Binder-Krieglstein, CEO Reed Exhibitions Deutschland

fMi: Mitten in der Corona-Pandemie haben Sie das Ruder von Reed Exhibitions Deutschland übernommen. Wie haben Sie die ersten Monate erlebt? Benedikt Binder-Krieglstein: Der Zeitpunkt war sicherlich ungewöhnlich und natürlich waren die ersten Monate turbulent. Vergleichbar mit einem Schiff, dessen Steuer man im Sturm übernimmt. Gerade in solch stürmischen Zeiten ist es wesentlich, Ruhe zu bewahren und den Weitblick zu behalten, sprich, das große Ganze nicht aus den Augen zu verlieren. Ich habe versucht, stets mit dieser Einstellung an diese große Aufgabe heranzugehen. Hinter mir steht zudem ein Spitzenteam. Gemeinsam werden wir die kommenden Herausforderungen meistern. Seit 2017 sind Sie bereits CEO von Reed Exhibitions in Österreich. Wo sind die Unterschiede zu Deutschland? Der wesentlichste Unterschied besteht darin, dass wir in Österreich deutlich mehr Publikumsmessen veranstalten, während in Deutschland der Fokus auf dem internationalen Fachmessebereich liegt. Was wir gemeinsam haben, ist das Ziel, Menschen zusammenzubringen, um Business zu ermöglichen und Branchen zu stärken. 2020 war leider nicht das Jahr für große Messen, vieles lässt sich aber durch einen Wechsel der Perspektive lösen. Es gilt, immer neue Wege zu finden, um unseren Ausstellern wie Besuchern die Vernetzung zu ermöglichen. Zum Beispiel durch eine Verlegung in den digitalen Raum, wie es etwa bei der letzten FIBO der Fall war. Solche Formate haben Potenzial für die Zukunft, nicht als Ersatz für Live-Messen, aber als sinnvolle Ergänzung. Wir werden unser digitales Know-how weiterhin für die Fitnessbranche einsetzen. Von sicheren Prognosen konnten wir uns 2020 erst einmal verabschieden. Wie reagieren Sie darauf? Wir sind es als Messeveranstalter gewohnt, langfristig zu planen und zu organisieren. Die Entwicklungen des vergangenen Jahres haben das unmöglich gemacht. Wie in 2020 werden wir auch 2021 gefordert sein, flexibler denn je zu agieren, gerade was die Verschiebung unserer Veranstaltungen angeht. Darüber hinaus haben wir sehr intensiv an der Weiterentwicklung unserer digitalen Produkte gearbeitet, um unseren Kunden eine alternative Plattform anbieten zu können. Dies schafft für uns eine gute Ausgangsbasis, um die kommenden Veranstaltungen sowohl physisch als auch virtuell durchzuführen. Zusammen mit Silke Frank werden Sie die FIBO ins nächste Jahrzehnt führen. Was sind die ersten Themen, die Sie angehen wollen? Unser oberstes Ziel ist es natürlich, die Messehallen in Köln wieder mit Leben zu füllen. Auch wenn digitale Events gut funktionieren, können sie das reale Messeerlebnis nicht ersetzen. Gerade bei einer Messe wie der FIBO spielt das Live-Erlebnis eine wesentliche Rolle. Im realen Raum „lebt“ die 01/21

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Kommunikation, all unsere Sinne sind gefordert und auch das Netzwerken ist persönlich vor Ort einfach anders als zu Hause vor dem Computer. Auf der FIBO sind schon viele langfristige, vertrauensvolle Geschäftsbeziehungen entstanden. Den Mehrwert der Digitalisierung möchte dennoch niemand mehr missen. Daher steht eine digitale und virtuelle Vernetzung der Branche auch weit oben auf unserer To-do-Liste. Die mit der FIBO@business und FIBO@ home lancierten Digitalservices werden uns weiter begleiten und eine wertvolle Ergänzung zur Live-Veranstaltung darstellen. Inwieweit kann die FIBO die vom Lockdown getroffene Branche unterstützen? Die Fitnessbranche wurde zweifelsohne durch den mehrmaligen Lockdown schwer getroffen. Sie hat aber auch die Chance, wieder gestärkt aus der Pandemie hervorzugehen. Als internationale Plattform bietet die FIBO eine öffentlichkeitswirksame Gelegenheit zur Positionierung der Branche in Gesellschaft und Politik. Darüber hinaus schafft sie die wichtige Möglichkeit zur Branchenvernetzung, denn nur gemeinsam sind wir stark. Wir werden mit zusätzlichen Angeboten 365 Tage im Jahr für die Branche da sein und Zukunftsthemen aktiv vorantreiben. Viele Aussteller und Besucher sind aufgrund der unklaren Entwicklung der Pandemie verunsichert. Was können Sie ihnen entgegnen? Es ist wichtig, nicht den Mut zu verlieren und Ausdauer sowie Kraft zu zeigen. Ich weiß, die aktuelle Zeit ist herausfordernd und ermüdend, wir dürfen aber das Wesentliche nicht aus den Augen verlieren: Es wird wieder bergauf gehen. Wir haben gelernt, mit dem Virus zu leben, und inzwischen gesehen, dass Messen mit Sicherheits- und Hygienekonzepten möglich sind. Es gilt natürlich, stets die Zahlen sowie das Pandemiegeschehen im Blick zu haben, um je nach Situation mit einer gewissen Flexibilität und Wendigkeit reagieren zu können. Haben Sie einen persönlichen Bezug zur Fitnessbranche? Jeder, der sich mit Sport und Fitness beschäftigt, weiß, dass großes Durchhaltevermögen, Kampfgeist, Konsequenz und letztlich Mut gefordert sind, um zum Erfolg zu kommen. Das hat für mich eine große Bedeutung. Die moderne Arbeitswelt kann der Gesundheit viel abverlangen. Meine Fitnessroutine hat daher höchste Priorität für mich, egal ob beim Ausdauersport oder bei Kraft- und Kampfsporttrainings. Wir bedanken uns für das Gespräch.

24. – 27. Juni 2021 www.fibo.com

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AKTUELLES | FACHKONGRESS | ANZEIGE

Ein Highlight in 2021

FIBO CONGRESS

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ie FIBO, internationale Leitmesse für Fitness, Wellness und Gesundheit, wird dieses Jahr wieder auf dem Kölner Messegelände und erstmals im Sommer, vom 24. bis 27. Juni, veranstaltet. An den ersten beiden Messetagen wird Fachbesuchern die Möglichkeit geboten, sich auf dem FIBO CONGRESS weiterzubilden und gleichzeitig an der Messe teilzunehmen.

Konzept an Hygieneregeln angepasst

Die Kongresstickets können unter www.fibo-congress.de erworben werden. Der Eintritt zur FIBO ist im Preis mitinbegriffen.

Aufgrund der Corona-Pandemie wird der Kongress als Interimsveranstaltung durchgeführt. „Die ursprüngliche Konzeption des FIBO CONGRESS werden wir dann im Jahr 2022 wieder aufgreifen“, so Silke Frank.

DHfPG/BSA organisieren den Kongress Die Vermittlung von aktuellem Fachwissen ist vor allem dieses Jahr ein wesentlicher Bestandteil der FIBO. Auch im Rahmen des FIBO CONGRESS wird Weiterbildung auf einem hohen Niveau geboten. Mit der DHfPG und der BSA verantworten erfahrene Spezialisten, die seit über 35 Jahren im Bereich Bildung und Kongresse tätig sind, die Organisation sowie die Durchführung des FIBO CONGRESS unter Federführung der FIBO. „Das Weiterbildungsprogramm und vor allem der FIBO CONGRESS sind sehr wichtige Bausteine der FIBO, die in Zukunft noch weiter an Bedeutung gewinnen werden“, erklärt Silke Frank, Event Director der FIBO. „Deswegen freuen wir uns ganz besonders, dass wir mit der DHfPG/BSA Partner an unserer Seite haben, die über langjährige Erfahrung, auch in der Organisation von Kongressen, verfügen.“

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Der FIBO CONGRESS 2021 wird als reiner Fachkongress im Congress-Centrum Nord Koelnmesse stattfinden. Das Konzept wurde – unter Berücksichtigung der im Juni voraussichtlich noch bestehenden Hygieneregeln – angepasst. In diesem Jahr wird z. B. ein großer Saal genutzt, anstelle mehrerer kleiner Räume, um den empfohlenen Abstand einhalten zu können.

Vielfältiges Programm für Fachbesucher Das diesjährige Motto: „Krisenzeiten erfolgreich meistern“. Neben der Beschäftigung mit dem schwerpunktmäßigen Thema „Erfolgreiches Management inkl. Führung und Organisationsentwicklung“ werden die neuesten Erkenntnisse u. a. zur Wirkung von Training auf das Immunsystem sowie zur digitalen Neukundengewinnung vorgestellt. Diskussionsrunden beispielsweise zur Positionierung als Gesundheitsdienstleister ergänzen das Programm. Die aktuellen Inhalte sowie die vielen Impulse „aus der Praxis für die Praxis“ können direkt in den Unternehmen umgesetzt werden. Weitere Informationen und Tickets finden Sie unter www.fibo-congress.com.

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Foto: DHfPG/BSA

Vom 24. bis 25 Juni 2021 findet der FIBO CONGRESS als hochwertige Weiterbildungsveranstaltung mit einem veränderten Konzept und entsprechenden Hygienemaßnahmen auf der FIBO statt. Die Deutsche Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement (DHfPG) und die BSA-Akademie (BSA) werden den Kongress im Congress-Centrum Nord Koelnmesse unter Federführung der FIBO organisieren und durchführen.


AKTUELLES | DIGITALES LEHRANGEBOT | ANZEIGE

Foto: DHfPG/BSA

DHfPG und BSA-Akademie

Digitalisierungsstrategie Bereits seit vielen Jahren arbeiten die Deutsche Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement (DHfPG) und die BSA-Akademie mit einem hybriden pädagogischen Konzept. Um allen Studierenden und Lehrgangsteilnehmenden jederzeit ein modernes, zukunfts- und krisensicheres Fernlernen zu ermöglichen, werden die digitalen Angebote immer weiter ausgebaut, ohne jedoch die Präsenzphasen vor Ort zu ersetzen.

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ie DHfPG und die BSA-Akademie setzen seit über 35 Jahren auf die Kombination von Fernstudium bzw. Fernunterricht mit Fernlernphasen und kompakten Präsenzphasen. Ein wesentlicher Baustein dieses Studienbzw. Lehrgangssystems sind dabei digitale Angebote für die Studierenden und Lehrgangsteilnehmenden. Das Learning Management System ILIAS spielt hier eine zentrale Rolle, denn über diese Online-Lernplattform werden alle Fernstudiengänge bzw. -lehrgänge organisiert sowie digitale Medien und digitale Lernkontrollen für die Fernlernphasen bereitgestellt.

Digitalisierungsschub im ersten Lockdown Auch bei der DHfPG und der BSA-Akademie hat die Pandemie dazu geführt, dass die Digitalisierung noch schneller vorangetrieben wurde. Im ersten Lockdown wurden beispielsweise die Präsenzphasen vor Ort unmittelbar durch digitale Unterrichtsphasen ersetzt. So konnten Studien- und Lehrgänge wie geplant fortgesetzt und erfolgreich abgeschlossen werden.

Digitales Lehrangebot stark erweitert Die Entwicklung im Bereich der Digitalisierung wurde bereits vor dem zweiten Lockdown weiter verstärkt. Die DHfPG bietet ihren Studierenden nun neben den digitalen Unterrichtsphasen

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zusätzlich Webinare, Live-Sprechstunden zur Prüfungsvorbereitung und Livestream-Präsenzphasen an. Zum Beispiel bei den Livestream-Präsenzphasen werden Studierende oder Lehrgangsteilnehmende interaktiv in den Unterricht eingebunden und sie können ihre Fragen in einem speziellen, moderierten Chat einbringen. Studierende wie Lehrgangsteilnehmende haben aktuell (abhängig von den Verordnungen der Bundesländer) und auch zukünftig die Möglichkeit, eine Präsenzphase digital, vor Ort oder beides in Kombination zu absolvieren.

Präsenzphasen vor Ort bleiben Um jederzeit ein modernes, zukunfts- und krisensicheres Fernlernen zu ermöglichen, werden zukünftig die digitalen Formate weiter forciert, ergänzt und optimiert, ohne jedoch die Präsenzphasen vor Ort zu ersetzen. Der praxisorientierte Unterricht sowie die Interaktion mit den erfahrenen Dozierenden und innerhalb der Gruppe werden auch in Zukunft einen sehr großen Mehrwert darstellen. Weitere Infos zum DHfPG-Studium und zu den BSA-Lehrgängen: www.dhfpg-bsa.de fitness MANAGEMENT international

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AKTUELLES | NACHBERICHT ONLINE-KONGRESS | ANZEIGE

Foto: DHfPG/BSA

„Aufstiegskongress ONLINE ONLY“ war voller Erfolg

Digitaler Kongress in besonderen Zeiten Vom 1. Oktober bis 31. Dezember 2020 war das Programm des „Aufstiegskongress ONLINE ONLY“ digital und kostenfrei verfügbar. In dieser Zeit haben sich mehr als 3.100 Personen registriert. Die Videos zu den 25 Vorträgen sowie zur Diskussionsrunde haben die Online-Besucher über 7.800 Mal abgerufen. Dieses Ergebnis zeigt: Der digitale Aufstiegskongress fand großen Zuspruch! 2020 war ein Jahr, in dem auch die Fitness- und Gesundheitsbranche vor unbekannte Herausforderungen gestellt wurde. Die Veranstalter des Aufstiegskongresses, dem Fachkongress für aktive Gesundheitsgestalter, sahen sich mit einer völlig neuen Situation konfrontiert. Der Aufstiegskongress konnte aufgrund der Corona-Pandemie nicht wie gewohnt in Mannheim

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stattfinden, sondern wurde erstmals digital und vollkommen kostenfrei als „Aufstiegskongress ONLINE ONLY“ angeboten.

Digitaler Kongress mit erstklassigem Programm Viele spannende Vorträge zu hochaktuellen Themen der Fitnessund Gesundheitsbranche wurden beim „Aufstiegskongress fitness MANAGEMENT international

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ONLINE ONLY“ geboten. Beispielsweise präsentierte Dr. Sarah Kobel die Ergebnisse ihrer Studie, die sich mit dem Trainingsverhalten von Mitgliedern vor, während und nach dem ersten Lockdown beschäftigte. In einem der Vorträge des Forums BGM stellte Sarah Staut die Frage: „Next Level BGM dank Corona?“. Wie Kunden zu „Fans“ werden, erläuterte Niko Russ als einer der Referenten des Forums Management. Unter der Moderation von Roman Spitko sprachen in der Diskussionsrunde Henrik Gockel (PRIME TIME fitness), Stefan Lang (STEP SPORTS & SPA) und Monica Lanzendörfer (Fit in Haan) unter anderem darüber, was sie aus der Corona-Krise gelernt haben und wie es nun weitergehen könnte.

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Die Vorträge der bekannten Referenten waren kostenfrei und mehrfach abrufbar. Sie eigneten sich außerdem für die interne Weiterbildung von Mitarbeitern.

Zahlen der Online-Besucher sprechen für sich Dass dieses Angebot auf sehr großen Zuspruch in der Branche stieß und ausgiebig genutzt wurde, beweist die Bilanz deutlich: Mehr als 3.100 Personen haben sich für den Aufstiegskongress registriert und die Videos zu den Vorträgen wurden über 7.800 Mal abgerufen. Das zeigt, wie wichtig es war, diesen „Aufstiegskongress ONLINE ONLY“ anzubieten.

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Wir sehen uns wieder – hoffentlich in Mannheim! Die Corona-Krise hat das Jahr 2020 geprägt: Ausgangsbeschränkungen, Studioschließungen und das Verbot von Großveranstaltungen wurden zur „neuen Normalität“. Umso mehr hoffen wir darauf, dass in diesem Jahr der Aufstiegskongress wieder in Mannheim stattfinden kann. Denn obwohl der OnlineKongress ein voller Erfolg war, sind es u. a. das Netzwerken in der Speakers Corner, die Partner-Ausstellung und das Get Together sowie die persönliche Zusammenkunft der Branche, die den Aufstiegskongress ausmachen und seine besondere Atmosphäre prägen.

Mit dem Newsletter immer up to date

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Melden Sie sich auf der Kongresswebseite für den kostenfreien Newsletter an oder folgen Sie uns auf Facebook. So bleiben Sie immer aktuell informiert. www.aufstiegskongress.de

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DATE Der Aufstiegskongress 2021 findet voraussichtlich vom 7. bis 9. Oktober 2021 wieder in Mannheim statt. Merken Sie sich jetzt schon diesen Termin in Ihrem Kalender vor und nehmen Sie an einem der wichtigsten Events der Fitness- und Gesundheitsbranche teil!

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DSSV | KOLUMNE

Fitness- und Gesundheitstraining wird wichtiger denn je

Zuversicht für 2021 Text: Florian Kündgen

Die Pandemie und die Reaktion der Politik stellt die Fitness- und Gesundheitsbranche vor große Herausforderungen. Dennoch gibt es Grund zur Hoffnung. In seiner Kolumne erläutert Florian Kündgen, der stellvertretende Geschäftsführer des DSSV, dass genau diese Krise die Bevölkerung umso mehr für das Thema Gesundheit sensibilisiert. Foto: DSSV

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or einem Jahr blickten wir mit positiver Stimmung und hoher Erwartung auf die bevorstehenden Monate. Es war von einem weiteren Wachstum des Zukunftsmarktes Prävention, Fitness und Gesundheit auszugehen. Die Eckdaten der deutschen Fitness-Wirtschaft zum Stichtag 31.12.2019 zeigten Rekordwerte auf. Doch mit der Entstehung der Corona-Pandemie und durch das damit einhergehende Infektionsgeschehen in Deutschland änderte sich unser gesamtes Leben schlagartig. Zur Vermeidung von Neuinfektionen und zur Senkung der Infiziertenzahlen wurden Kontaktbeschränkungen beschlossen, Infektionsschutzmaßnahmen wie die AHA+L+A-Regeln umgesetzt und das öffentliche Leben mittels zweier Lockdowns heruntergefahren. Die Fitness- und Gesundheitsbranche wurde wie die Gastronomie- und Hotelleriebranche sowie zahlreiche andere Branchen trotz immenser Anstrengungen und Investitionen in perfekt ausgearbeitete Hygiene- und Sicherheitskonzepte mehrmals behördlich geschlossen. An dieser Stelle möchte ich betonen, dass die wissenschaftliche Forschungslage zum Coronavirus erkennen lässt, dass das Training in Fitnessund Gesundheitsstudios ein nur sehr geringes Infektionsrisiko aufweist. Gleichzeitig zeigen wissenschaftliche Untersuchungen wie bspw. der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement (DHfPG), welchen bedeutsamen Beitrag die Fitness- und Gesundheitsbranche zur physischen wie psychischen Gesundheit der Menschen leistet. Nach diesem doch ernüchternden Jahr für unsere Branche würde ich gern mit einem positiven Zitat auf das neue Jahr blicken: „Die kräftigsten Bäume wachsen unter den schwierigsten Bedingungen.“ Der Einbruch der Check-in-Zahlen und die Abwanderung einiger Mitglieder aufgrund des ersten Lockdowns haben die Betreiber bewegt, sowohl ihre Konzepte zu überarbeiten und in Hygienemaßnahmen zu investieren als auch ihre Mitarbeiter fortzubilden. Die DSSV-Umfrage zum Halbjahr 2020 bestätigte, dass sich nach dem ersten Lockdown im Frühjahr zum Sommer hin wieder viele Trainierende auf das Fitnesstraining im Studio gefreut haben. Die Check-in-Zahlen stiegen nahezu auf Vor-CoronaWerte und viele Neumitgliedschaften konnten geschlossen werden. Wir sprachen sodann von der V-Krise oder dem V-Aufschwung. Wir als DSSV gehen davon aus, dass das Jahr 2021 auch wieder einen Aufschwung aufzeigen wird. Fitness- und Gesundheitstraining wird wichtiger denn je sein. Die Menschen wurden durch die Corona-Krise stark mit den Themen Gesundheit und Immunstärkung konfrontiert und es fand bereits jetzt eine zunehmende Sensibilisierung in der breiten Bevölkerung, den Medien und der Politik statt. Training, das in den eigenen vier Wänden abgehalten wird, bspw. per App, kann und wird das Training im Studio nicht ersetzen. Mit Sicherheit wird es eine Koexistenz dieser Trainingsformen geben, nicht zuletzt vorangetrieben durch die anhaltende Digitalisierung. Aber das Training mit professionellen Rahmenbedingungen, also mit qualifizierten Trainern, die sich des Mitglieds annehmen, ist nicht ersetzbar. Denn Fakt ist, dass die große Mehrheit der Menschen ohne Motivation durch einen Trainer sowie ohne die Gemeinschaft, die Fitnessstudios bieten, die Selbstdisziplin nicht aufbringen, dauerhaft zu trainieren. Der DSSV als Arbeitgeberverband wird sich weiterhin mit voller Kraft und Energie für Sie und unsere Branche Prävention, Fitness und Gesundheit einsetzen, damit Sie mit Zuversicht in die Zukunft schauen können.

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DSSV | KOMMENTAR

Wir sind Teil der Lösung Kann eine baldige Öffnung von Fitness- und Gesundheits-Anlagen unter Abwägung gesundheitlicher Nutzeffekte und bestehender Infektionsrisiken aus wissenschaftlicher Sicht gerechtfertigt werden? Diese Frage ist ganz eindeutig mit Ja zu beantworten! Sie wird gestützt durch die aktuelle Abhandlung der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement (DHfPG) – die herausragende Bildungs- und Forschungsinstitution in der deutschen und europäischen Fitnessbranche sowie Bildungs- und Wissenschaftspartner des DSSV – zur Öffnung von Fitness- und Gesundheits-Anlagen.

Die wissenschaftliche Abhandlung belegt zweierlei: • Das Setting in Fitness- und Gesundheitsstudios weist nur ein sehr geringes Infektionsrisiko auf. Bei konsequenter Umsetzung von Sicherheits- und Hygienekonzepten – wie sie von DSSV und DHfPG seit April 2020 der Branche zur Verfügung gestellt werden – ist bei einem beherrschbaren Infektionsgeschehen kein erhöhtes Infektionsrisiko nachzuweisen und somit ein sicheres Training möglich. • Wissenschaftliche Untersuchungen belegen eindeutig die herausragenden Effekte von präventivem Ausdauer- und Krafttraining für die physische und psychische Gesundheit und für die Funktionsfähigkeit des Immunsystems.

Foto: Klaudia Lech

Die DHfPG wurde im Dezember 2020 ausgezeichnet als „Beste Private Hochschule im Bereich Gesundheit“ – eine Anerkennung, die uns alle sehr stolz macht! Birgit Schwarze Präsidentin DSSV e. V.

Durch den erneuten Lockdown werden viele Millionen Menschen daran gehindert, ihrem regelmäßigen gesundheitsfördernden Training in der Fitness-Anlage nachzugehen. Wir alle wissen, Bewegungsmangel und unausgewogene Ernährung, also Sofa und Fast Food, gehören zu den zentralen Risikofaktoren der sogenannten Zivilisationskrankheiten. Eine längere Schließung der Fitnesseinrichtungen führt somit sowohl zu negativen Folgen für die Volksgesundheit als auch zu einem immensen wirtschaftlichen Schaden für die Unternehmen. Umgekehrt ist eine gute körperliche Fitness als wichtiger Schutzfaktor vor genau diesen Zivilisationskrankheiten anzusehen. Damit der vielfältige Gesundheitsnutzen eines körperlichen Trainings zum Tragen kommen kann, fordern wir die politischen Entscheidungsträger daher zu einer schnellstmöglichen Öffnung von Fitness- und Gesundheits-Anlagen auf. Fitness- und Gesundheits-Anlagen in Deutschland sind Teil der Lösung vieler Gesundheitsprobleme in der Bevölkerung. Sie sollten deshalb einen festen Bestandteil bei medizinischen Strategien zur Gesundheitsförderung – auch in Zusammenhang mit der Corona-Pandemie – darstellen. Denn ein funktionierendes Gesundheitssystem wie das deutsche braucht die Fitness- und Gesundheits-Anlagen, um auch in Zukunft leistungsfähig und gesund zu bleiben! Insbesondere unsere FitnessAnlagen mit ihren qualifizierten Angeboten, ihrem herausragenden Trainingsequipment und ihren fachlich sehr gut ausgebildeten Trainern, die eine qualifizierte Beratung und Trainingssteuerung möglich machen, sichern Prävention und Gesundheitsförderung für Millionen von Menschen in Deutschland! In diesem Sinne lassen Sie uns gemeinsam zu unseren Forderungen stehen und beweisen, dass wir einen wichtigen Beitrag leisten. Ihre Birgit Schwarze

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Birgit Schwarze fitness MANAGEMENT international

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DSSV | NEUE MITGLIEDER & FÖRDERMITGLIEDER

Der DSSV begrüßt –

Neue Fördermitglieder Dr. WOLFF® Seit 1993 prägt das Unternehmen Dr. WOLFF® eindrucksvoll das Thema Rückenfitness/-therapie in einer bisher einzigartigen und eigenwilligen Form. Seitdem gelingt es dem dynamischen Unternehmen in einer beeindruckenden Weise, außergewöhnliche Rückenkonzepte – orientiert am aktuellen Stand der Forschung – international dauerhaft zu etablieren. Dr. WOLFF® Produkte werden weltweit in über 3.500 Einrichtungen eingesetzt. Arbeitsschwerpunkt der Unternehmung ist die Entwicklung und der Vertrieb präventiv-medizinischer Trainingsgeräte, therapeutischer Rückensysteme und Trainingsdiagnostik. Die speziellen Dr. WOLFF® Systeme für die medizinische Trainingstherapie sind mit einer sehr erfolgreichen Trainingskonzeption verbunden. Hierbei unterstützt Dr. WOLFF® die Kunden durch umfangreiche Schulungs- und Marketingmaßnahmen. www.dr-wolff.de

FACEFORCE FACEFORCE hat sich auf die Entwicklung von Online-Marketing-Strategien und -Kampagnen spezialisiert, um mehr Interessenten für Unternehmen zu generieren und so mehr Umsatz durch Neumitglieder und Produktverkäufe zu erzielen. Seit Gründung des Unternehmens 2013 zählen über 1.300 Gesundheitsunternehmen, darunter Fitness- und Wellnesseinrichtungen, EMS-Studios, Personal Trainer und Physiotherapiezentren im deutschsprachigen und europäischen Raum zu den Kunden von FACEFORCE. Um weggefallene Mitglieder und Neukunden in den Fitness-Anlagen zu kompensieren, hat FACEFORCE schon während der Corona-Pandemie passende Maßnahmen für ein erfolgreiches Jahr 2021 entwickelt. Mit nur einem Mausklick plant der Betreiber sein gesamtes Online-Marketing für das Jahr, basierend auf den Erfahrungen und Auswertungen von jährlich über 10.000 Kampagnen. Dazu steht dem Fitnessunternehmen ein All-in-one-System zur Verfügung, um über das ganze Jahr einen regelmäßigen Strom an Interessenten zu erzeugen. Auch bei Fragen oder Herausforderungen rund um Facebook, Instagram und Co. steht dem Fitnessclub dabei ein persönlicher Support zur schnellen und reibungslosen Unterstützung zur Seite – 24 Stunden am Tag, sieben Tage die Woche. Durch die Unterstützung eines derzeit 14-köpfigen Teams werden Unternehmer und Mitarbeiter somit rund um das Thema Online-Marketing entlastet. Das schafft mehr Zeit, um sich auf seine Kernkompetenzen vor Ort zu konzentrieren: die Betreuung von Mitgliedern und Interessenten. Neben den Fitness- und Gesundheitseinrichtungen entwickelt die Digital-Schmiede ebenso für Industrieunternehmen (Business-to-Business) passende Marketingkampagnen und -strategien, berät Unternehmen rund um das Thema Social-Media-Marketing und entwickelt im Bereich Virtual Reality (VR) und Augmented Reality (AR) zukunftsweisende Technologien und Produkte für die Branche. www.face-force.de

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Der DSSV begrüßt –

Neue Mitglieder ArtLetik UG Laufen und Meer Anja Musiol 26607 Aurich

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Magafit Radebeul Sebastian Eckner 01445 Radebeul

Oase FitnessAnlage GmbH Monika Brand 68804 Altlußheim

Baegersport Marco Bäcker 53783 Eitorf

Gym Fitness Osterholz GmbH Siegfried Manz 27711 OsterholzScharmbeck

Mrs. Sporty Club 817 Michael Marx 10625 Berlin

Sporteve X Sabine Knoche-Lenz 20251 Hamburg

Dynamic-Fitness Ute Klausmann 78120 Furtwangen im Schwarzwald

Impuls fitness Berlin Oliver Burmeister 12247 Berlin

Noa Impulse Onur Tiren 71701 Schwieberdingen

Workout Fitness & Wellness Tobias Delp 63546 Hammersbach

EMS-Lounge Coburg-Klinikum Stephan Klein 96450 Coburg

Kraftwerk Niederzier Dieter Collas 52382 Niederzier

Now-FIT Fitnessstudio Raubling Now Verwaltungs GmbH 83064 Raubling/ Pfraundorf

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„Liebes Team, einfach mal Danke sagen. Eure Informationen sind sehr hilfreich für mich. Sie machen alles etwas leichter.“

„Ich freue mich, bei Ihnen Mitglied sein zu können. Ein riesiger Mehrwert für die Unternehmer.“ Eugen Leibman orthofit GmbH

Kerstin Pommerenke Fitnessclub Albatros

„Der DSSV macht einen überragenden Job, das können wir rückblickend auf unsere bisherige Zusammenarbeit sowie gerade jetzt, in dieser schwierigen Zeit, aussprechen und mehrfach unterstreichen.“ Benedikt Waldner EMS-Lounge

„Ich möchte mich einmal ganz, ganz herzlich bedanken für die tollen Infos, die von euch immer versendet werden und auch, dass sie gerade jetzt für alle zugänglich sind.“ Eiken Geue-Rickmers Mrs.Sporty Itzehoe

„Ein herzliches Danke an alle DSSV-Mitarbeiter für die Unterstützung, um unser Überleben zu sichern!“ Dieter Büsing Freetomove GmbH


ZUSAMMEN AN DER KRISE WACHSEN UND WIEDER EINE ERFOLGREICHE ZUKUNFT GESTALTEN

seit 1984

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WIR ALS SPITZENVERBAND STELLEN DAFÜR DIE WEICHEN GEMEINSAM FÜR IHRE ZUKUNFT


DSSV | RECHT

Mitarbeiterweiterbildung aus steuer- und arbeitsrechtlicher Sicht

Fort- und Weiterbildung sind lebenslang notwendig Text: Iris Borrmann und Florian Kündgen

Fort- und Weiterbildungen sind nicht immer preiswert. Doch fast alle Kosten sind auch steuerlich absetzbar, wenn Sie einigen Punkten Beachtung schenken. Im Arbeitsalltag stellen sich dazu bestimmte Fragen, wie etwa: Kann ich als Arbeitgeber die Weiterbildungskosten meiner Mitarbeiter steuer- und abgabenfrei übernehmen? Wie sind die Kosten steuerlich einzuordnen, wenn eine Weiterbildung mit einem Urlaub verbunden wird? Und wie kann ich sicherstellen, dass ein gerade teuer ausgebildeter Mitarbeiter nicht kündigt?

Foto: Robert Kneschke – stock.adobe.com

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Aus der steuerlichen Sicht …

Aus der rechtlichen Sicht …

Steuer- und abgabenfreie Erstattung der Weiterbildung

Rückzahlungsvereinbarungen für Mitarbeiterfortbildungen

Übernimmt ein Fitness- und Gesundheits-Anlagen-Betreiber die beruflichen Fort- und Weiterbildungskosten für seine Angestellten, so sind diese Zahlungen immer dann steuer- und abgabenfrei, wenn die Weiterbildungsmaßnahme im überwiegend betrieblichen Interesse durchgeführt wird (siehe Richtlinie 19.7 Abs. 1 der Lohnsteuerrichtlinien).

Die Fort- bzw. Weiterbildung der Mitarbeiter ist unerlässlich, wenn ein Studio sich auf dem Markt behaupten will. Unterstützt der Inhaber diese finanziell, will er selbstverständlich sicherstellen, dass das erworbene Fachwissen auch seinem Studio zugutekommt und der Mitarbeiter nicht unmittelbar oder zeitnah nach einer teuren Fort- oder Weiterbildung kündigt und sein Wissen in einem anderen Unternehmen nutzt. Unter bestimmten Voraussetzungen kann die Fort- bzw. Weiterbildung daher mit einer Rückzahlungsvereinbarung verknüpft werden, die bei einer vorzeitigen Kündigung eine volle oder teilweise Rückzahlung der Fortbildungskosten durch den Mitarbeiter vorsieht. Die in diesem Beitrag beschriebene Rückzahlungsvereinbarung ist nicht auf Ausbildungsverhältnisse jeder Art anzuwenden.

Tipp: Lassen Sie den Vertrag mit dem Bildungsinstitut und die Rechnung gleich auf Ihr Unternehmen ausstellen.

Rechnung auf Namen des Arbeitnehmers Es ist ebenfalls zulässig, dass der Arbeitgeber Weiterbildungsmaßnahmen erstattet, für die sich der Mitarbeiter selbst angemeldet und eine Rechnung auf seinen Namen erhalten hat. Auch hier gilt die Steuer- und Abgabenfreiheit, wenn die nachfolgenden Merkmale erfüllt sind: Zusage der Übernahme der Kosten erfolgte durch den Arbeitgeber Arbeitnehmer hat die Bildungsmaßnahme erst nach mündlicher oder schriftlicher Zusage der Kostenübernahme abgeschlossen Die übernommene Rechnung ist im Original vom Arbeitgeber aufzubewahren, um einen Werbungskostenabzug vom Arbeitnehmer auszuschließen. Außerdem ist eine Rechnungskopie dem Lohnkonto beizufügen.

Fortbildungskosten des Arbeitgebers mit Urlaub verbinden Nehmen Sie als Fitness- und Gesundheits-Anlagen-Betreiber an einer Weiterbildungsveranstaltung teil und hängen an diese noch ein paar Tage Urlaub dran und/oder nehmen Ihren Lebens- oder Ehepartner mit, müssen Sie alle Kosten (An- und Abfahrtskosten sowie Übernachtungskosten) in abziehbare und nicht abziehbare Betriebsausgaben aufteilen. Ihre Reise gilt steuerrechtlich als „gemischte Aufwendung“. Nur die reinen Lehrgangskosten betreffen die Weiterbildung zu 100 Prozent. Das entschied der Bundesfinanzhof in einem Urteil vom 24. August 2012 (Aktenzeichen III B 21/12, NV). Tipp: Entscheidend ist, exakt nach dem beruflich bzw. privat veranlassten Zeitanteil zu gliedern. Die Teilnahme des Lebens- oder Ehepartners an dieser Reise zur Fortbildung oder zum Besuch von Messen, Kongressen etc. ändert nichts am Aufteilungsmaßstab bzw. führt zu keiner geringeren Berücksichtigung der Kosten für die Hin- und Rückreise.

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Voraussetzung 1: Vorteilhaft für den Mitarbeiter Nach der Rechtsprechung des Bundesarbeitsgerichts (BAG) sind Rückzahlungsvereinbarungen nur hinsichtlich solcher Fortbildungen wirksam, die für den Arbeitnehmer vorteilhaft im Sinne einer Verbesserung seiner beruflichen Möglichkeiten sind. Dies kann der Zugang zu einer bislang verschlossenen beruflichen Tätigkeit auf dem Arbeitsmarkt oder einer besser bezahlten Stelle beim eigenen Arbeitgeber sein. Die entsprechenden Verbesserungen müssen genau durch diese Fortbildung möglich werden. Beispiele: Ausbildung zur/zum Trainer/in Sportrehabilitation Ausbildung zur/zum Hygienebeauftragte/r (BSA) Ausbildung zur Fachkraft Betriebliches Gesundheitsmanagement (IHK) Außer in diesen vom Studioinhaber forcierten Ausbildungen können Rückzahlungsvereinbarungen auch geschlossen werden, wenn die Fortbildung auf eigenen Wunsch des Arbeitnehmers erfolgt. Dagegen können Rückzahlungsvorbehalte nicht vereinbart werden, wenn es sich lediglich um kurze betriebsbezogene Fortbildungsmaßnahmen handelt. Diese erweitern die vorhandenen Kenntnisse und Fähigkeiten nur, frischen sie auf oder sind nötig, um sich die speziell für dieses Studio erforderliche Gerätekunde anzueignen, sind aber in Konkurrenzstudios nicht nutzbar. Das gilt auch für Lehrgänge im bisherigen Berufsfeld, die keinen qualifizierten Abschluss vermitteln, sowie für fachliche Fortbildungskurse, die lediglich dazu eingesetzt

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DSSV | RECHT

werden, Kenntnisse aufzufrischen oder zu vermitteln, die neuen betrieblichen Gegebenheiten dienen. Bei derartigen Maßnahmen sind keine Rückzahlungsvorbehalte möglich, da sie dem Arbeitnehmer in aller Regel weder besondere Aufstiegschancen beim eigenen Arbeitgeber noch eine Chancenverbesserung auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt eröffnen.

Voraussetzung 3: Regelung der Rückzahlungsmodalitäten

Beispiele: Einarbeitung in eine nicht gängige Studiosoftware Schulung für betriebsinternes Betreuungskonzept Interne und studiospezifische Verkaufsschulung

Würde mit dem Ausscheiden des Arbeitnehmers (innerhalb der Bindungsdauer) der volle Rückzahlungsbetrag fällig, käme die Klausel einer Vertragsstrafenregelung gleich und wäre unwirksam. Möglich ist es, bei einer einjährigen Bindungsdauer den Rückzahlungsbetrag pro Monat um 1/12 zu reduzieren (bei einer zweijährigen Bindungsdauer dementsprechend um 1/24).

Im Rahmen einer Rückzahlungsvereinbarung müssen außerdem die Rückzahlungsmodalitäten geregelt werden. Die Rechtsprechung gibt vor, dass der Rückzahlungsbetrag zeitanteilig im Verhältnis zur Bindungsdauer gestaffelt werden muss.

Voraussetzung 2: Angemessene Bindungsdauer

Der Rückzahlungsbetrag darf nur die tatsächlich angefallenen Fortbildungskosten umfassen.

Selbst wenn eine Fortbildungsmaßnahme vorteilhaft ist, ist eine Rückzahlungsvereinbarung nicht automatisch zulässig. Außerdem spielt noch das Verhältnis der Weiterbildungsdauer zur Bindungsdauer der jeweiligen Klausel eine wichtige Rolle. Die Weiterbildungsdauer umfasst den Zeitraum, den die Bildungsmaßnahme einnimmt. Die Bindungsdauer regelt, wie lange der Arbeitgeber sich nach der Fortbildung auf die Klausel berufen kann.

Voraussetzung 4: Mitarbeiter muss sich abwenden Eine Rückzahlung von Fortbildungskosten darf nur verlangt werden, wenn der betreffende Arbeitnehmer das Arbeitsverhältnis vor Ablauf der jeweiligen Bindungsfrist beendet. Der Arbeitnehmer muss also selbst die Beendigung des Arbeitsverhältnisses veranlasst haben – und zwar entweder durch eigene Kündigung oder durch schuldhaftes Fehlverhalten. Eine betriebsbedingte Kündigung oder andere vom Arbeitgeber veranlasste Beendigungen des Arbeitsverhältnisses können die Rückzahlung nicht auslösen.

Weiterbildungsdauer und Bindungsdauer müssen in einem angemessenen Verhältnis zueinander stehen. Die Bindungswirkung darf wegen der Berufsfreiheit des Arbeitnehmers nicht zu lang gewählt werden. Die Abwägung, wann eine Bindung zu lang ist, wird allerdings immer im Einzelfall getroffen. Beispiele aus der Rechtsprechung bieten jedoch nur Anhaltspunkte. Im Einzelfall kann zum Beispiel auch eine kurze, dafür aber sehr kostenaufwendige und intensive Fortbildung eine längere Bindungsdauer rechtfertigen.

DSSV-Mitglieder finden eine vorformulierte Rückzahlungsvereinbarung im internen Mitgliederbereich der Website www.dssv.de unter Arbeitsrecht.

Foto: Klaudia Lech

Foto: DSSV

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Florian Kündgen, stellvertretender Geschäftsführer DSSV

Iris Borrmann, DSSV-Syndikusanwältin

Bei der täglichen Arbeit in einer Fitness- oder Gesundheits-Anlage treten immer wieder steuerrechtliche Fragen auf, die man angesichts der Vielzahl an Paragrafen und Vorschriften häufig nicht abschließend beantworten kann. Als DSSV bieten wir unseren Mitgliedern an: Sparen Sie Zeit, Mühe und Geld. Lassen Sie sich von unseren Steuerexperten beraten.

Zu allen rechtlichen Fragen rund um den Studioalltag bietet die Rechtsabteilung des DSSV im Rahmen einer bestehenden Mitgliedschaft die Möglichkeit, eine kostenlose rechtliche Erstberatung mit Einschätzung der Rechtslage zu erhalten, beispielsweise nach Erhalt einer Attestkündigung, zur Überprüfung von Vertragsklauseln oder zu arbeitsrechtlichen Themen.

Tel.: 040 - 766 24 00, E-Mail: dssv@dssv.de

Tel.: 040 - 766 24 00, E-Mail: jurist@dssv.de

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100% KONFORM! miha bodytec medical ist ein zertifiziertes Medizinprodukt und erfüllt alle Anforderungen der DIN Norm 33961-5 für EMS-Training.

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Nach aktuellen Analysen gehört „EMS-Training“ zu den Top-Themen der Fitness- und Gesundheitsbranche. Die Zahl der Anbieter hat in den letzten Jahren stetig zugenommen und wird weiter unaufhaltsam wachsen. Nutzen Sie diese Zukunftsperspektive auch für Ihr Unternehmen! Als Marktführer, Partner und Taktgeber bieten wir jedem gewerblichen Anbieter von EMS-Training ein umfassendes Leistungspaket, das hilft, erfolgreich zu sein und sich im Zukunftsmarkt „EMS“ zu positionieren. Jetzt Beratungstermin vereinbaren! Tel.: +49 821 45 54 92 - 0

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MANAGEMENT | KRISENBEWÄLTIGUNG | ANZEIGE

2021: Restart einer starken Branche

Foto: Orlando Florin Rosu – stock.adobe.com

Der Weg aus der Krise

Der Wirtschaftseinbruch, der aus den weltweit verhängten Corona-Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie resultiert, ist einzigartig in der Schnelligkeit seiner Ausbreitung und Tiefe sowie in seinem Ausmaß. Wie ist ein schnelles Wiederanspringen der Wirtschaft in der Fitness- und Gesundheitsbranche möglich? Die Unsicherheiten und Sorgen über den weiteren Verlauf sind auf politischer, wirtschaftlicher, sozialer und gesellschaftlicher Ebene groß. Sie stellen umfassende Herausforderungen dar, deren Bewältigung dabei über das Tempo und die Art der Erholung entscheidet. Doch es gibt gute Gründe für die Fitnessbranche, vorsichtig optimistisch und zuversichtlich zu sein. Das Gesundheitsbewusstsein der Bevölkerung im Hinblick auf die Bedeutung eines durch Training und Ernährung starken Immunsystems ist enorm gestiegen. Was ist jetzt zu tun, um erfolgreich aus der Krise herauszukommen?

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in erfolgreicher Neustart ist kein Selbstläufer. Realistisch betrachtet ist der Weg zunächst zurück zum Vorkrisenniveau und dann darüber hinaus steinig. Die weiterhin enorme Unsicherheit und die Belastung der Unternehmensbilanzen durch entgangene Umsätze und Kündigungen der Mitglieder führen nachvollziehbar zu Investitionszurückhaltungen. Aus diesem Grund brauchen wir zum Jahresauftakt eine mutige und motivierende Aufbruchsstim-

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mung, die sich von den Unternehmern auf die Mitarbeiter, Kunden und den Markt überträgt.

Kernthema: gezielte Neukundengewinnung Ein zentrales Thema und gleichzeitig auch die größte Schwierigkeit stellt jetzt für viele Unternehmer und Teams die Kundenrück- und die Neukundengewinnung dar. Mit einer konsequenten und erprobten Strategie zur effektiven fitness MANAGEMENT international

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Kundenansprache gilt es, von Anfang an nach dem Restart/ der Wiedereröffnung zu punkten. Im ersten Schritt bedeutet dies, die Zielgruppen zu definieren, das Kaufinteresse durch zielgruppengerecht formulierte Botschaften zu wecken, alle verkaufsunterstützenden Aspekte im Unternehmen auf Aktualität zu prüfen und – falls erforderlich – die Verkaufsprozesse zu optimieren. Richten wir den Blick auf praxiserprobte Erfolgstools, die perspektivisch die Effektivität der Akquise klar erhöhen und Zielgruppen für Ihre Angebote begeistern.

Wichtigster Schlüssel ist neues Vertrauen Vertrauen in die Zukunftsfähigkeit der Dienstleistungen ist für den Kundenzuspruch absolut erforderlich und maßgeblich entscheidend für einen neuen Aufschwung. Um dem Kunden auf die Situation angepasste, maßgeschneiderte Lösungen bieten zu können sowie seine Aufmerksamkeit und sein Vertrauen zu gewinnen, sollten folgende Fragen klar beantwortet sein: • Bietet mein Unternehmen kreative und interessante Lösungen – sowohl online als auch offline – für alle Kundenbedürfnisse? • Welche Qualitätsansprüche bestehen? • Welcher Service wird an welcher Stelle im Unternehmen erwartet? • Welche Art der Kontaktierung wird bevorzugt? • Bieten meine Umsetzungskonzepte den gewünscht hohen Kundennutzen? • Nutze ich alle Social-Media-Kanäle wirklich effektiv und professionell?

Eine wichtige Rolle in dem vertrauensbildenden Prozess zur Kundenbindung spielt neben der sogenannten Hardware, also der hochwertigen Studioausstattung inklusive Hygienekonzepten, die „Software“, die Sozial- und Fachkompetenz der Mitarbeiter/innen. Jeder einzelne Kontakt zählt! An keiner Stelle in unseren Kunden- und Trainingsbetreuungsprozessen können wir uns Schwachstellen erlauben. Regelmäßige Teamschulungen auf Basis eines abgestimmten Jahresaus- und -fortbildungsplans gehören heute in professionellen Unternehmen zu den Basics. Neben den sich ständig weiterentwickelnden Fachkenntnissen sind der Motivationsaspekt und die Persönlichkeitsentwicklung durch den Austausch mit den Referenten und Branchenkollegen nicht zu unterschätzende Erfolgsfaktoren für den operativen Alltag.

Präsenz auf allen Kanälen Um nun eine möglichst große Reichweite in der Neukundengewinnung zu erzielen, müssen die verschiedensten Kommunikationskanäle genutzt werden. Online- und Offline-Maßnahmen ergänzen sich dabei. Die Basis bilden Ihre Homepage und die Social-Media-Kanäle. Neben dem generischen Content können Sie mit bezahlten Anzeigen auf Facebook, Instagram und Google für eine zielgruppenspezifische Verbreitung sorgen. Je nach Thema und Zielgruppe sind aber auch die klassischen Werbewege wie Haushaltsverteilungen oder Anzeigen und Advertorials das Mittel der Wahl. Ein durchdachter Mix, passend zum Budget und den angestrebten Zielen, sorgt für die besten Erfolge beim Restart und ist die Antwort auf dem Weg aus der Krise.

Wer den Ansprüchen seiner Kunden dauerhaft gerecht werden will, baut langfristig eine Vertrauensbasis auf und schafft die jetzt so dringend erforderliche Kundenbindung und daraus resultierend eine hohe Weiterempfehlungsbereitschaft. Diese bedeutet einen Meilenstein bei der Imagebildung und Positionierung im regionalen Wettbewerb.

Ulrike Schönfelder Unternehmenskommunikation 089 - 45 09 81 321 ulrike.schoenfelder@aciso.com

Foto: Aciso

Foto: Olivier Le Moal – stock.adobe.com

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MANAGEMENT | INKASSO | ANZEIGE

Foto: Lowell Group | Fotograf: André Lössel

Fairer Umgang mit Geschäftspartnern

In Krisenzeiten ist vor allem Solidarität gefragt Die globale Wirtschaft steht vor einer der größten Herausforderungen der Geschichte. Coronabedingt sind erneut viele Betriebe geschlossen, doch Miet-, Personal- und Betriebskosten laufen weiter. Besonders die Fitnessbranche hat unter der Corona-Krise sehr zu leiden, aber auch Privatpersonen haben es aktuell schwer. Da stellt sich die Frage, wie man in diesen Zeiten mit offenen Forderungen umgehen soll. Sicher ist, dass gesellschaftlicher Zusammenhalt, Solidarität und verantwortungsbewusstes Handeln nun besonders gefragt sind.

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or dem Hintergrund der COVID-19-Pandemie spüren viele Unternehmen die Schockwellen der CoronaKrise und geraten plötzlich in Zahlungsnot. Das eigene Forderungsmanagement spielte bei vielen Unternehmen in den langen Jahren des wirtschaftlichen Aufschwungs eher eine untergeordnete Rolle. Mit der Krise rückt diese Thematik nun stärker in den Fokus, denn ein konsequentes, aber auch umsichtiges Forderungsmanagement und die Sicherung von berechtigten Zahlungsansprüchen sind in dieser besonderen Lage essenziell. Die Unterstützung eines erfahrenen Inkassodienstleisters kann dabei helfen, tragfähige Lösungen mit säumigen Zahlern zu finden und dabei die Kundenbeziehung nicht unnötig zu belasten. Besonders jetzt kommt es darauf an, gute Geschäftsbeziehungen nachhaltig zu sichern, um die Krise möglichst unbeschadet zu überstehen. Fitnessstudios sind von der Corona-Krise besonders stark betroffen. Durch die Schließung der Betriebe verweigern einige Mitglieder sogar die Zahlung ihrer Monatsbeiträge. Solche Ausfälle haben einen negativen Einfluss auf die Liquidität eines Studios und können im Extrem-

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fall zur Zahlungsunfähigkeit des Studiobetreibers führen. Liquiditätsreserven sind in der aktuellen Lage wichtiger denn je und können die Existenz von Betrieben sichern sowie sie durch die Krise bringen. Doch was tun, wenn keine finanziellen Reserven und somit keine ausreichenden Polster vorhanden sind, um diese Zeiten erfolgreich zu überbrücken? In einer solchen Situation ist ein Blick auf die eigene Unternehmensbilanz und die überfälligen Bestands- sowie Altforderungen sehr hilfreich. Der Verkauf offener Forderungen an einen professionellen Dienstleister kann ein gezieltes Instrument zur schnellen Steigerung der Eigenkapitalquote werden und somit die Existenz des Studios trotz der Corona-Krise sichern. Mit einer Kapitalerhöhung durch den Verkauf von Bestandsforderungen werden dem Studiobetreiber liquide Mittel zugeführt, die zur Tilgung der fälligen Verbindlichkeiten genutzt werden können. Eine solche Maßnahme eignet sich optimal, um kurzfristige Liquiditätsengpässe zu überbrücken und die Existenz des eigenen Betriebes zu sichern. fitness MANAGEMENT international

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Forderungsmanagement heißt auch Verantwortung Kurzarbeit, Einnahmeausfälle oder sogar der Verlust des Arbeitsplatzes sind Auswirkungen der Corona-Krise. Die Folge: Verbraucher haben nicht mehr genug Geld in der Haushaltskasse, um alle laufenden Rechnungen zu begleichen. Sollten Verbraucher aufgrund der Einschränkungen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie ihren Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen können, ist es wichtig, dass sie zuallererst und möglichst zeitnah mit dem jeweiligen Unternehmen oder Inkassobüro Kontakt aufnehmen und es über die Zahlungsschwierigkeiten informieren. Bei Lowell wurden bereits solidarische und kooperative Hilfsangebote entwickelt, um auf die individuellen Bedürfnisse der Konsumenten eingehen zu können. Neben der Vereinfachung bei der Abschließung von Ratenzahlungsvereinbarungen bieten unsere Kolleginnen und Kollegen über alle Kommunikationskanäle hinweg Betroffenen eine umfassende Beratung an. „In der aktuellen Zeit der ökonomischen Unsicherheit ist für uns bei Lowell klar, dass wir als Inkassounternehmen besondere Verantwortung tragen, mitfühlend agieren und mit dem Konsumenten gemeinsam eine individuelle Lösung finden wollen“, so Markus Krummen, Geschäftsführer der Inkasso Becker Wuppertal GmbH & Co. KG.

Inkassodienstleister agieren in einem sensiblen Umfeld – nicht nur in Krisenzeiten Inkassodienstleister agieren immer in einem sensiblen Umfeld. Die Pflicht zur Rücksichtnahme auf die Belange und Interessen der Konsumenten folgt schon aus der Verpflichtung gegenüber dem Gläubiger, den Inkassoprozess so zu gestalten, dass die Kundenbindung weiterhin aufrechterhalten bleibt. Aktuell gibt es im Forderungsmanagement noch keine rechtlichen oder regulatorischen Anforderungen, die dediziert auf die Schutzbedürftigkeit von Konsumenten abzielen. Als schutzbedürftig werden Schuldner bezeichnet, die aufgrund einer schwerwiegenden, beeinträchtigenden Situation aktuell oder andauernd nicht in der Lage sind zu zahlen, da sie sich in einer seelischen, körperlichen oder finanziellen Notlage befinden. Um ihr Wohlergehen zu unterstützen, hat sich die Lowell Group für eine einheitliche Richtlinie als Grundlage zum ethisch-sozialen Umgang mit schutzbedürftigen Konsumenten entschieden. Wenn sich also durch die vorangegangene Kommunikation herausstellt, dass ein Konsument schutzbedürftig sein könnte, wird das Inkassoverfahren individuell geprüft und – falls notwendig – entsprechend angepasst. Eine solche Anpassung geschieht dabei stets aufgrund einer intensiven Einzelfallbewertung.

Pandemie bisher kein Verschuldungstreiber für Privathaushalte Laut einer aktuellen Untersuchung der Inkassowirtschaft hat die Pandemie in Deutschland bisher zu keinem größeren Anstieg von Zahlungsausfällen bei Verbrauchern geführt. Viele Konsumenten konnten Altverbindlichkeiten sogar abbauen. Die befürchtete Pleitewelle bei den Privathaushalten ist bisher ausgeblieben. Dass so viele Konsumenten alte Verbindlichkeiten gegenüber Gläubigern und Inkassodienstleistern abbauen konnten, liegt an den Lockdowns. Eine große Zahl an Verbrauchern nutzte die erzwungene Ruhe, um sich einen Überblick über ihre finanzielle Situation zu verschaffen. Durch geplatzte 01/21

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Urlaube und ausgefallene Großveranstaltungen konnten viele das vorhandene Geld verwenden, um alte Verbindlichkeiten zu begleichen. Die Zahl überschuldeter Privatpersonen hat sich insgesamt um 69.000 Personen auf 6,85 Millionen verringert. Nichtsdestotrotz ist die aktuelle Tendenz lediglich ein Bruchteil des Gesamtbildes der aktuellen Situation. Zwar gibt es viele Verbraucher, die bis heute gut durch die Krise gekommen sind, doch steht diesen weiterhin die Anzahl der stark Betroffenen gegenüber, verschärft durch den zweiten Lockdown des Jahres 2020. Dieser trifft erneut vor allem die Menschen hart, die die nennenswerten Teile ihres Einkommens durch einen 450-Euro-Job erzielen. Für die Betroffenen greift kein Kündigungsschutz, kein Kurzarbeitergeld und es gibt kaum staatliche Unterstützung. Gläubiger und Inkassodienstleister versuchen, diese Menschen bestmöglich durch mehr Kulanz und Entgegenkommen bei Zahlungsvereinbarungen aufzufangen. So geht aus den aktuellen Daten des Bundesverbandes Deutscher Inkasso-Unternehmen (BDIU) hervor, dass Konsumenten im letzten halben Jahr dreimal häufiger ein Zahlungsaufschub gewährt wurde als im Vergleichszeitraum in 2019. Die Pandemie wirkt sich somit bei der Mehrheit bis heute finanziell kaum aus, bei einigen Verbrauchern ist die Lage dafür umso dramatischer.

Die Sorge vor einer Insolvenzwelle in Deutschland wächst Aus der ersten Krise scheint Deutschland zunächst, nicht zuletzt aufgrund zahlreicher Stützungsmaßnahmen der Regierung, noch einmal erfolgreich herausgekommen zu sein. Der zweite Lockdown des Jahres führt jedoch erneut zu starken Einschnitten in das Wirtschaftsleben. Der vermeintlich positive Befund der sinkenden Überschuldungsquote ist kein Zeichen der Entspannung. Die langfristigen Perspektiven für die Überschuldungsentwicklung zeigen, dass finanziell gut abgesicherte Verbraucher Einkommensausfälle kompensieren können, es jedoch eine Vielzahl an Konsumenten gibt, die keine oder nur geringe finanzielle Reserven haben. Das sind die Betroffenen, die sich in der aktuellen Lage nun verschulden müssen. Neben den Überschuldungsfällen erwarten Experten einen hohen Nachholbedarf bei den Verbraucherinsolvenzverfahren, der zu einem zusätzlichen Anstieg der Überschuldungsfälle führen würde. Die Aussetzung der Insolvenzantragspflicht in den vergangenen Monaten erlaubte es den Unternehmen, trotz Überschuldung und Zahlungsunfähigkeit weiterarbeiten zu können. Diese Regelung hat so das Ausmaß der Krise für die Betriebe kaschiert. Zwar ist die Zahlungsunfähigkeit heute wieder ein Grund, beim Insolvenzgericht antreten zu müssen, die Überschuldung ist jedoch weiterhin für einen Insolvenzantrag ausgesetzt. Inkasso heißt Verantwortung – das gilt nicht nur in der aktuellen Krise, sondern immer. Doch besonders jetzt stehen in der Inkassobranche verantwortliches Handeln, Solidarität und Fairness an erster Stelle.

Ausführliche Informationen über die Dienstleistungsangebote der Inkasso Becker Wuppertal – Part of Lowell Group erhalten Sie unter: www.lowellgroup.de

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MANAGEMENT | KOMMENTAR | ANZEIGE

Erfolgreich mit einem hybriden Geschäftsmodell? Als Mitglied im Beirat für Europa im Weltverband IHRSA tauscht sich Henrik Gockel (Geschäftsführer PRIME TIME fitness) regelmäßig mit den Vertretern europäischer Clubbetreiber zu aktuellen Trends aus. Aktuell im Fokus: Online-Training. In der fMi beschreiben er und Michael Remlinger, Franchise- und Marketingmanager des Boutique-Studio-Konzeptes PRIME TIME fitness, ihre aktuellen Eindrücke.

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ährend eines Treffens unseres Gremiums meinte ein Kollege kürzlich in die Runde: „Hätten wir früher unsere hybriden Geschäftsmodelle so entwickelt wie aktuell, dann hätten Unternehmen wie Peloton niemals entstehen können“. Ob das tatsächlich so zutrifft oder nicht – als „stationäre“ Fitnessanbieter müssen wir uns auf jeden Fall fragen, inwieweit tatsächlich Handlungsbedarf besteht.

Die professionellste Form des Trainings

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Die Lehren aus den Lockdowns Aber Club-Training ist im Lockdown schlichtweg nicht möglich. Um unsere Mitglieder „bei Laune“ zu halten, musste im OnlineTraining etwas passieren. Prinzipiell kann man hier zwischen zwei Varianten wählen: 1. vorgefertigte On-Demand-Angebote einkaufen und seinen Mitgliedern anbieten (z. B. Les Mills, Cyberobics, Wexer etc.) 2. etwas Eigenes kreieren Als Anbieter von Premiumtraining mit Schwerpunkt auf dem Personal Training kam für uns nur Variante zwei infrage. Ein hybrides Geschäftsmodell bedeutet, dass man das Clubfitness MANAGEMENT international

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Fotos: PRIME TIME fitness

Nehmen wir Peloton als Beispiel: Wir verfolgen deren Entwicklung schon länger und waren bereits vor einigen Jahren in Stores in den USA. Bis zum ersten Lockdown waren wir klar der Meinung, dass Home-Training etwas anderes ist als Training im Club und sich beides gegenseitig ergänzen, aber nicht konkurrieren würde. Home-Training wäre somit als Ergänzung zum Training im Studio zu sehen. Der Gedanke dabei war, dass wir Peloton sogar „helfen“ und Vertriebspartner sein könnten, weil

es für unsere Branche wichtig ist, dass insgesamt mehr trainiert wird. Dass Club-Training die professionellste Form des Trainings ist, davon sind wir heute noch überzeugt.


Feeling mit nach Hause bringt, das heißt u. a., mit den Trainern zu trainieren, die man auch vor Ort trifft. Unser Team macht in unseren Studios den entscheidenden Unterschied und so sollte es auch online sein: Signature Classes nach unserem Trainingskonzept mit unseren besten Personal Trainern!

PRIME Sessions und Webinare Seit Gründung von PRIME TIME fitness haben wir auf klassische Kurse verzichtet. Seit einigen Jahren bieten wir allerdings Small Group Sessions an. Hier haben wir verschiedene vorchoreografierte Programme entwickelt (u. a. Strength, HIIT, Mobility oder Yoga). Diese PRIME Sessions waren die Basis für unsere Online-Angebote. Zunächst starteten wir im ersten Lockdown mit Kursen aus unserem geschlossenen PT Club „Romeo & Julia“ in Frankfurt. Diese wurden live auf YouTube gestreamt und konnten so auch jederzeit online abgerufen werden. Zusätzlich begannen wir, unsere Expertise unseren Mitgliedern in Form von wöchentlichen Webinaren zur Verfügung zu stellen.

Erfolg muss sich entwickeln Von unseren ca. 1.500 „Personal Training only“-Membern haben sich ca. fünf Prozent in der ersten Phase dazu entschieden, ihr Personal Training online durchzuführen. Das sind immerhin mindestens 75 Mitglieder. Jetzt kann man sagen, dass dies noch kein durchschlagender Erfolg wäre. Es darf aber NIE vergessen werden, dass jede Disruption des Marktes zunächst langsam erfolgt und dann rasch an Fahrt aufnimmt, wie z. B. auch die E-Mobilität. So wird es sich auch mit dem hybriden Fitnessgeschäftsmodell entwickeln.

Hybride Modelle in der Praxis Diese Formate haben wir nach der Wiedereröffnung unserer Clubs im Juni 2020 komplett in dieser Form beibehalten und haben es geschafft, eine Online-Community zu bewahren. Zum zweiten Lockdown haben wir noch einiges daraufgelegt. Besonders erfolgreich sind die 1:10 PRIME Classes live. Bei diesen hat ein Trainer bis zu zehn Teilnehmer, die er live sieht. So sind Trainingskorrekturen und individuelle Motivation möglich. Diese 1:10-Programme sind von uns selbst entwickelt und vorchoreografiert worden. Damit sichern wir den einzigartigen „Touch & Feel“ unserer Premium-Training-Brand PRIME TIME fitness. Zugegeben, solche Entwicklungsschritte sind für einen Einzelstudiobetreiber schwierig, aber muss man deshalb gleich alles von der Stange kaufen und einfach sein Logo daraufsetzen? Das gilt auch für die Anmeldung und das Marketing. Zusammen mit unseren Softwarepartnern haben wir die OnlineProgramme wie auch den Registrierungsprozess weiterentwickelt. Aber so richtig sinnvoll ist dieser Ansatz nur, wenn man unter PRIME TIME fitness als Brand operiert, denn dann kommen unsere Angebote sowohl offline im Club wie auch online aus einem Guss beim Mitglied oder Interessenten an.

Auch in der Krise hat sich unser Geschäftsmodell als vergleichsweise robust erwiesen. Unser Mitgliederverlust von 31. Dezember 2019 auf 31. Dezember 2020 wird weniger als zehn Prozent betragen. Wir verkaufen auch während der Schließung noch ca. 25 Prozent der Mitgliedschaften im Vergleich zu den Zeiten ohne behördliche Schließung. Neben unserem Trainingskonzept sind wir davon überzeugt, eines der besten Vertriebsteams der Branche zu haben – insbesondere offline. Dadurch erzielen wir in unserem Segment auch sehr viele Mitglieder pro Quadratmeter. Das gelingt uns durch strikte Spezialisierung. Verglichen mit einer Fußballmannschaft ist der Vertrieb der Sturm, der die potenziellen Mitglieder sozusagen abholt. Die Trainingsabteilung hält die Mitglieder mit den besten Trainings motiviert und das MemberManagement passt auf, dass niemand kündigt. All dies läuft hochspezialisiert und straff gemanagt ab.

Das Franchisekonzept PRIME TIME fitness Für wen ist PRIME TIME fitness als Franchise interessant? Aus der Branche zum Beispiel für Betreiber von Mikroanlagen unter 200 Quadratmeter, die einen größeren Club eröffnen wollen. Erwirbt eine Mikroanlage gegebenenfalls einen Verdienst von 5.000 EUR pro Monat, liegt dies bei einem PRIME TIME fitness Club beim Fünffachen – bei mehr oder weniger gleichem persönlichen Arbeitsaufwand, aber höherem Kapitaleinsatz. Ein erfolgreicher Mikrobetreiber hat Bonität, wodurch es auch mit wenig Eigenkapital möglich wird, einen PRIME TIME fitness Club zu gründen. Eine weitere Zielgruppe für unser Franchise sind Betreiber bestehender Clubs, die sich wandeln wollen oder müssen. Aber auch leitende Mitarbeiter aus der Fitnessbranche oder anderer Branchen, die sich persönlich und als Selbstständige mit einem Erfolgskonzept weiterentwickeln wollen. PRIME TIME fitness passt in Einzugsgebiete ab ca. 50.000 Einwohner mit starkem Wettbewerb – je mehr, desto besser –, denn dann gelingt die Positionierung über die Differenzierung „Premiumtraining“. Lassen Sie uns gern miteinander in Verbindung treten und uns darüber austauschen, welche Ansätze der Zusammenarbeit wir gemeinsam entwickeln können.

Henrik Gockel Geschäftsführer hgockel@primetime-fitness.de 0171 - 5011 050

Mit Spezialisierung die Krise gemeistert PRIME TIME fitness ist mit bald zwölf Clubs und knapp 20.000 Mitgliedern eine der erfolgreichsten Boutique-Premium-Trainings-Brands in Deutschland. Wir sind überzeugt, nach dem Re-Opening wieder schnell unsere Clublevel von über 30 Prozent EBITDA-Margen zu erreichen. 01/21

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Michael Remlinger Franchise- und Marketingmanager mremlinger@primetime-fitness.de 0151 - 1916 7650

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MANAGEMENT | IMPULS

MANAGEMENT Impuls: Kundenbindung in Zeiten von „Corona“

Nähe als entscheidender Faktor Text: Florian Schmidt und Jürgen Wolff

Die Bindung zu den Mitgliedern und die Intensität der Kundenbeziehung sind wichtige Gradmesser, die über den langfristigen Erfolg von Fitness- und Gesundheitsunternehmen entscheiden. Die CoronaKrise und die beiden Lockdowns haben aufgezeigt, wie wichtig gerade jetzt die Nähe zu Mitgliedern in der Praxis ist. Deshalb haben wir mit Andreas Cleve und Christian Braun, Inhaber des Im|Puls Das Gesundheitsstudio in Eggenstein-Leopoldshafen und Christophe Collinet, CCO der LifeFit Group, über ihre Erfahrungen der letzten Monate gesprochen sowie über ihre aktuellen Strategien, um Mitglieder langfristig für das Fitnesstraining und das eigene Studio zu begeistern.

Foto: bnenin – stock.adobe.com

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er Grundstein für eine intensive Beziehung zum Mitglied wird primär vor Ort in den Studios gelegt. Qualifizierte, dienstleistungsorientierte sowie motivierte Mitarbeiter sind dabei die Hauptakteure, deren Handeln von weiteren analogen und digitalen Maßnahmen flankiert wird. Je näher die Studios an den Mitgliedern sind und je mehr sie auf deren Bedürfnisse, Anliegen sowie Wünsche eingehen, umso höher ist die Kundenzufriedenheit und die Loyalität gegenüber dem Unternehmen. Soweit die Theorie. Aber was passiert, wenn die Kundenbeziehung von heute auf morgen auf die Probe gestellt wird?

Corona-Krise als „Feuertaufe“ für die Kundenbeziehung Die Corona-Pandemie und die beiden Lockdowns haben eindrücklich belegt, wie wichtig in diesen unruhigen Zeiten eine intensive Kundenbeziehung, Verlässlichkeit, Vertrauen, Wertschätzung, offene Kommunikation und die Nähe zu den Mitgliedern sind.

Verändertes Mindset im Umgang mit Mitgliedern Die veränderten Rahmenbedingungen haben vielen Studiobetreibern den Spiegel vorgehalten und verdeutlicht, dass man in Sachen Kundenbindung deutlich „breiter“ denken und agieren muss als bisher. Wer sich ausschließlich auf seine Stärken in der direkten Trainingsbetreuung vor Ort fokussiert hatte, musste praktisch über Nacht neue Wege und Lösungen finden, um die Kunden trotz der gesetzlich angeordneten Schließungen weiterhin bestmöglich zu betreuen.

Die gesamte Branche hat während des ersten Lockdowns schon viele neue (digitale) Lösungen und Innovationen geschaffen, auf die man bei der zweiten Schließung zurückgreifen und die man weiter ausbauen konnte.

Herausforderung: Präsenz zeigen – egal, ob analog oder digital Das Motto „Aus den Augen, aus dem Sinn“ war für die Studios während der Schließungen definitiv keine Option und es galt, gerade dann, wenn die Mitglieder nicht vor Ort trainieren konnten, Flagge und Präsenz zu zeigen. Nähe und Emotionalität aufzubauen ist eine Sache, aber diese auch auf Dauer und unter widrigsten Umständen gezielt zu erhalten, war die zentrale Herausforderung für viele Studios.

Gezielte Investitionen in die Kundenbeziehungen Aber wie bleibt man trotz der räumlichen Distanz in den Köpfen der Mitglieder präsent? Welche Möglichkeiten hat man, um auch aus der Ferne Kunden weiterhin intensiv zu betreuen? Wie schenkt man ihnen die nötige Aufmerksamkeit und Wertschätzung, die sie verdienen? Wie wirkt sich diese kritische Phase auf die weitere Kundenbeziehung aus? Und welche Lehren kann man daraus für den Restart und die Zeit danach ziehen? Um diese Fragen zu beantworten, haben wir mit Andreas Cleve und Christian Braun, Inhaber des Im|Puls Das Gesundheitsstudio in Eggenstein-Leopoldshafen und Christophe Collinet, Chief Commercial Officer bei der LifeFit Group GmbH, über ihre Erfahrungen und Konzepte gesprochen, die sich in der Krise bewährt haben und wichtige Anhaltspunkte für die künftige Mitgliederbindung liefern.

fMi: Welchen Stellenwert hat die intensive Beziehung zu Ihren Mitgliedern und Kunden in Ihrem Unternehmen? Andreas Cleve: Die intensive Beziehung zu unseren Mitgliedern und Kunden hat für uns den größten Stellenwert. Nur dadurch erreichen wir bei ihnen eine hohe Identifikation mit unserem Studio und schließlich auch eine geringere Drop-out-Quote.

Andreas Cleve: Außerdem gab es vor Corona regelmäßige Events, wie zum Beispiel unser Sommerfest, bei dem wir uns immer ein kulinarisches Highlight einfallen lassen und alle Mitglieder einladen. An Weihnachten gibt es jedes Jahr ein Geschenkle von Herzen! 01/21

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Andreas Cleve (l.) und Christian Braun Inhaber des Im|Puls DAS Gesundheitsstudio in Eggenstein-Leopoldshafen

Foto: Kim Heck | barefoottales.de

Welches waren die wichtigsten Maßnahmen, mit denen Sie und Ihre Mitarbeiter diese Bindungen schon vor der Krise gepflegt haben? Christian Braun: Hohe persönliche, regelmäßige und vor allem ehrliche Betreuung. Jedes Mitglied wird bei jedem Besuch wahrgenommen und wertgeschätzt. Zusätzlich halten wir den Kontakt zu unseren Mitgliedern über Social Media, unsere Betreuungs-App und regelmäßige Zufriedenheits-Calls.

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MANAGEMENT | IMPULS

Inwieweit haben Sie während der Lockdowns von dieser engen Bindung profitiert? Christian Braun: Wir hatten relativ wenige coronabedingte Kündigungen und haben sehr viel positives Feedback erhalten. Wir haben viele Dinge erlebt, die einfach zu Herzen gehen: Nach der Verkündung des Herbst-Lockdowns hatten wir weinende Mitglieder vor uns stehen. Sie konnten nicht glauben, dass wir trotz aller Bemühungen und so viel investierten Herzblutes doch wieder schließen müssen und wollten uns einfach nur in den Arm nehmen. Da weiß man, dass man wohl einiges richtiggemacht hat. Ein weiteres Highlight war ein XXL-Wurstkorb mit vielen Leckereien, den uns ein Mitglied geschickt hat, um einfach mal Danke zu sagen, weil wir im November nicht abgebucht haben. Mit welchen Maßnahmen haben Sie diesen besonderen Kontakt in den Lockdown-Phasen aufrechterhalten? Andreas Cleve: Wir haben persönliche Telefonate mit allen Mitgliedern geführt, auch mit denen, die länger nicht da waren. Wir waren für Fragen und Rückmeldungen ständig erreichbar. Für unsere Mitglieder haben wir eine Rundum-Trainingsbetreuung für das Gesundheitstraining zu Hause auf die Beine gestellt – via Trainings-App inklusive Online-Videos und regelmäßigen Corona-Update-E-Mails mit den wichtigsten und aktuellsten Infos rund um das Studio. Wir waren immer da und haben mit einer aufrichtigen Transparenz alles offen kommuniziert. Welchen Einfluss hatten diese Bemühungen aus Ihrer Sicht auf die weitere Kundenbeziehung? Christian Braun: Wir denken, dass gerade in solch schwierigen Zeiten sich mittelfristig die Spreu vom Weizen trennen wird

und dass wir nächstes Jahr die Ernte für unsere großen Bemühungen einfahren. Gerade die Mitglieder, die auch unsere Angebote genutzt haben, werden nach der Wiedereröffnung noch enger zu uns stehen und eine höhere Bindung zu uns haben. Vielleicht gibt es die gleichen Bindungseffekte auch bei vielen der Mitglieder, die kein Angebot genutzt haben, weil sie viel lieber bei uns trainieren oder sich zu Hause doch nicht trauen, aber trotzdem unsere Bemühungen und die viele Arbeit schätzen, die wir geleistet haben. Welche Rolle hat die Kundenloyalität in puncto Zahlungsmoral, Abbuchungen von Mitgliedsbeiträgen, anstehenden Vertragsverlängerungen, etwaigen Kündigungen usw. gespielt? Andreas Cleve: Die Loyalität unserer Mitglieder ist in so einer Zeit natürlich der wichtigste Faktor für den weiteren Erfolg unseres Unternehmens. Sie ist die Grundlage für die hohe Zahlungsmoral und die breite Unterstützung, die von unseren Mitgliedern gekommen ist. Welche Innovationen und Lösungen werden Sie im Rahmen der Kundenbindung auch über die Krise hinaus weiterverfolgen und ausbauen? Christian Braun: Wir werden die Bereiche Social Media und individuelle Home-Betreuung durch unsere App weiter vorantreiben und wollen hier noch besser werden. Zusätzlich geben wir aktuell regelmäßig Schulungen, was wir im Normalbetrieb in der Menge und Intensität nie könnten. Wir wollen unsere Mitarbeiter auf das nächste Level bringen, damit wir eine noch höhere Sensibilität für die Kundenwünsche und -bedürfnisse erreichen. Unser Hygienekonzept werden wir darüber hinaus auch stetig weiterentwickeln.

Foto: LifeFit Group

fMi: Welchen Stellenwert hat die intensive Beziehung zu Ihren Mitgliedern und Kunden in Ihrem Unternehmen? Christophe Collinet: Für uns stehen das Vertrauen und die Gesundheit unserer Mitglieder an erster Stelle. Das war schon vor der Corona-Pandemie so und hat sich dadurch nur noch verstärkt. Uns ist es wichtig, dass sich sowohl unsere Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen als auch unsere Kunden immer sicher und wohl bei uns fühlen. Während der Schließungen unserer Clubs standen wir durch E-Mails, Telefon und durch unsere verstärkten Online-Angebote im engen Austausch mit unseren Mitgliedern. Wir möchten unsere Kunden zu einem gesünderen und fitteren Lebensstil inspirieren und sie beim Erreichen ihrer Ziele unterstützen.

Christophe Collinet Chief Commercial Officer LifeFit Group GmbH

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Welches waren die wichtigsten Maßnahmen, mit denen Sie und Ihre Mitarbeiter diese Bindungen schon vor der Krise gepflegt haben? Das Wichtigste ist natürlich der persönliche Austausch mit den Mitgliedern und ihre Motivation im Club selbst – beim Training, in den Kursen, aber auch im täglichen Umgang miteinander. fitness MANAGEMENT international

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Dazu gehört auch der Aufbau einer Community durch andere Kommunikationsmittel wie Social Media oder unseren Newsletter. Der wichtigste Touchpoint sind immer unsere Mitarbeiter und Trainer in den Studios. Alle Mitarbeiter der LifeFit Group verfolgen die gleiche Mission: mit den Mitgliedern interagieren und sie zum bzw. beim Training motivieren. Inwieweit haben Sie während der Lockdowns von dieser engen Bindung profitiert? Schon während des ersten Lockdowns im Frühjahr hat sich gezeigt, dass unsere Mitglieder bei Fitness First – aber auch bei smile X und ELBGYM, die ebenfalls zur LifeFit Group gehören – überaus solidarisch und loyal sind. Die Kündigungsraten haben sich erfreulicherweise kaum erhöht und die OnlineAngebote wurden verstärkt genutzt. Auch im Sommer waren die Kündigungszahlen trotz der Einschränkungen noch auf einem ähnlichen Niveau wie im Vorjahr. Mit welchen Maßnahmen haben Sie diesen besonderen Kontakt in den Lockdown-Phasen aufrechterhalten? Zunächst war es für uns immer sehr wichtig, extrem schnell und transparent mit unseren Mitgliedern zu kommunizieren. Das heißt, dass wir, sobald behördlich angeordnete Veränderungen eingetreten sind, deren Bedeutung für unsere Mitglieder und unsere Lösung immer als einer der Ersten in der Branche kommuniziert haben. Wir haben unser Customer-Service-Team deutlich aufgestockt und uns bei allen Anfragen sehr kulant gezeigt. So konnten wir schon im ersten Lockdown gute Erfahrungen mit einer umfangreichen Auswahl an Kompensationsangeboten für die Schließungszeiten sammeln. Außerdem waren wir über unsere Websites sowie E-Mail und Telefon für unsere Mitglieder zu erreichen, haben über unsere Social-Media-Kanäle Kontakt mit ihnen gehalten und zahlreiche Live-Online-Kurse angeboten. Bei Fitness First haben wir quasi den Kursplan eines Clubs virtualisiert und alle Kunden konnten anhand des digitalen Kursplans ihre Workouts planen. ELBGYM hat beispielsweise täglich neue Home-Workouts auf Instagram gepostet und regelmäßig Fragen der Mitglieder mit einem persönlichen Video des Gründers Wilhelm Schröter auf Instagram beantwortet. Wir haben sehr gute Erfahrungen damit gemacht und diese im zweiten Lockdown gewinnbringend eingesetzt. So können unsere Kunden beispielsweise auch im zweiten Lockdown wieder ganz einfach per Mausklick beitragsfreie Pausen ihres Vertrags auf der Website aktivieren. Welchen Einfluss hatten diese Bemühungen aus Ihrer Sicht auf die weitere Kundenbeziehung? Wir haben im ersten Lockdown nicht viele Mitglieder verloren – und die anderen sind zügig wieder ins Training gestartet. Das hat uns gezeigt, dass wir die richtigen Maßnahmen ergriffen haben. Im zweiten Lockdown haben sich die Kündigungsraten erhöht, was wir allerdings eher auf die allgemeine Unsicherheit über die Dauer des zweiten Lockdowns und die zunehmende wirtschaftliche Unsicherheit zurückführen. 01/21

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Welche Rolle hat die Kundenloyalität in puncto Zahlungsmoral, Abbuchungen von Mitgliedsbeiträgen, anstehenden Vertragsverlängerungen, etwaigen Kündigungen usw. gespielt? Das hat sicherlich eine große Rolle gespielt, denn eine sehr hohe Anzahl an Kunden war bereit, weiterhin ihre Mitgliedsbeiträge zu zahlen. Das macht man nicht, wenn man mit dem Trainingserlebnis und dem Kundenservice unzufrieden ist. Viele Kunden, die gekündigt haben, haben uns auch gesagt, dass sie auf jeden Fall zurückkommen wollen, sobald sich die Corona-Lage beruhigt hat. Welche Innovationen und Lösungen werden Sie im Rahmen der Kundenbindung auch über die Krise hinaus weiterverfolgen und ausbauen? Ganz klar ist, dass wir die Online-Angebote und den -Content ausweiten werden. Als zentrale digitale Plattform launchen wir Anfang des Jahres 2021 eine neue Fitness First App, die sehr umfangreiche Services und Produktwelten anbieten wird. Auch unsere anderen digitalen Kanäle wie Social Media werden noch stärker in den Fokus gerückt und zum Austausch mit unseren Mitgliedern genutzt. Die flexible Pausenregelung kam sehr gut bei unseren Mitgliedern an. Das ist etwas, das wir auch in Zukunft beibehalten wollen. Damit wir auch mit unseren ehemaligen Mitgliedern in Kontakt bleiben können, haben wir eine Art „Stand-by-Mitgliedschaft“ entwickelt, mit der Kunden, die uns verlassen müssen, für ein weiteres Jahr noch Teil der Fitness First Community bleiben können. Sie erhalten Zugang zur App und den digitalen Inhalten und können ein Mal im Monat vergünstigt trainieren. An dieser Stelle möchten wir unseren Kunden nochmals ein ganz großes Dankeschön aussprechen, weil sie uns nicht nur die Treue gehalten haben, sondern sich auch vorbildlich bei der Einhaltung der Corona-Regeln in den Clubs verhalten haben.

Fazit In puncto Kundenbindung spielt die emotionale Verbundenheit mit dem Studio, den Trainern und die Mitglieder-Community heute mehr denn je eine entscheidende Rolle. Es gilt, gezielt in diese Beziehung auf allen Kanälen zu investieren. Eine authentische Haltung, faire Lösungsangebote sowie eine offene und transparente Kommunikation haben sich als Erfolgsfaktoren bewährt. Betreiber sollten hier zukünftig noch ganzheitlichere Trainingserlebnisse und eine Rundumbetreuung bieten, die die Mitglieder langfristig überzeugen und binden. Nur wer hier weiter aktiv in diese Beziehung investiert und vor allem auch überrascht, kann langfristig mit loyalen und begeisterten Mitgliedern rechnen, die auch in schwierigen Zeiten zum Unternehmen halten.

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MANAGEMENT | VIRTUELLES TRAINING I ANZEIGE

Mywellness App 5.0

Immer und überall mit Ihren Kunden in Kontakt

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echnogym ermöglicht mit der Mywellness App sowohl Betreibern als auch deren Kunden ein einzigartiges Trainingserlebnis und bietet ihnen eine neue Dimension des smarten Trainings. Neben der Synchronisation und Dokumentation der sportlichen Aktivitäten haben Nutzer die Möglichkeit, mit anderen in den Austausch zu gehen oder sie herauszufordern. Für Betreiber bietet diese Plattform zudem hervorragende Ansatzpunkte zur Kommunikation mit den Kunden und zur weiteren Trainingssteuerung. Die neueste Version ermöglicht es zudem, Kurse und Trainingsprogramme als Live- oder On-Demand-Stream zur Verfügung zu stellen. Live-Streams und alle weiteren aufgezeichneten Videos können ganz einfach in der Bibliothek gespeichert und jederzeit vom Kunden on demand abgerufen werden. Durch die neue webbasierte Benutzeroberfläche ist dies nun auf jedem beliebigen Gerät möglich. Das Upgrade bietet viel Potenzial für neue Geschäftsmodelle, sowohl in der Neukundenansprache als auch in der Betreuung von Bestandskunden.

Möchten Sie mehr Informationen und eine kostenlose Beratung zu digitalen Lösungen von Technogym erhalten, dann melden Sie sich bei uns. Technogym Germany GmbH Frankfurter Straße 211 | 63263 Neu-Isenburg E-Mail: info_d@technogym.com | Tel.: 0800 - 0 55 66 33 www.technogym.com

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Foto: Technogym

Mit der Mywellness App von Technogym haben Ihre Kunden die Möglichkeit, auch zu Hause ihr Training zu absolvieren, Trainingsfortschritte zu dokumentieren und Trainingserfolge zu erzielen, um stets für einen gesunden und bewegungsreichen Lebensstil motiviert zu bleiben. Begleiten Sie Ihre Kunden, bleiben Sie erreichbar und bieten Sie ihnen so die bestmögliche Unterstützung.

Kunden berichten von ihren Erfahrungen Philipp Maier, Inhaber und Geschäftsführer des urbanhealthclub Ludwigsburg, über die Mywellness App:

„Das Jahr 2020 hat uns vor ungeahnte Herausforderungen gestellt, die wir jedoch genutzt haben, um für uns und unsere Kunden neue Potenziale zu identifizieren. So ist bereits im Frühjahr das Label ‚UHC-Home‘ entstanden, das uns die Möglichkeit bietet, unseren Kunden, auch ohne den direkten Kontakt, zu ihren Trainingserfolgen zu verhelfen. Die Mywellness App von Technogym bietet uns hierfür die bestmögliche Plattform. Neben der Zurverfügungstellung von Live- und On-Demand-Kursangeboten ermöglicht sie uns, die Kommunikation, beispielsweise mittels Push-Nachrichten, mit unseren Mitgliedern aufrechtzuhalten. Wir sehen in der Nutzung der Mywellness App ein enormes Potenzial, das Portfolio und die Qualität des urbanhealthclub zu präsentieren. Im Hinblick auf die hoffentlich baldige Wiedereröffnung der Studios ist das Empfehlungsmarketing an dieser Stelle nicht zu unterschätzen. Aus diesem Grund haben wir uns bewusst dafür entschieden, Nichtmitgliedern den Zugang zum Live- und On-Demand-Angebot zu ermöglichen, nur die besten Trainer für das Online-Angebot einzusetzen und uns auf ausgewählte Kursformate zu fokussieren, die sich vom Standard-Online-Kursangebot unterscheiden, u. a. Calisthenics, Afro Dance, Yoga und Pilates. Für uns stellt diese Arbeit keine Übergangslösung dar. Das Online-Angebot in der Mywellness App von Technogym soll mittelfristig als kostenpflichtiges Modul in das Produktportfolio aufgenommen werden, indem neue Kunden das Modul zu ihrer Mitgliedschaft hinzubuchen. Wir haben das Angebot der Mywellness App von Technogym genutzt und individuell an die Bedürfnisse unserer Kunden angepasst. Auch in der technischen Umsetzung der Online-Angebote konnten wir mit standardisiertem Equipment eine optimale Ton- und Bildqualität erreichen und somit unseren Kunden den maximalen Mehrwert der App und des Angebots bieten. Unsere guten Erfahrungen haben uns dazu veranlasst, das Thema ‚Live-Streaming von Kursen‘ weiter auszubauen und künftig unseren Mitgliedern die Möglichkeit zu bieten, per Live-Stream von zu Hause aus am Kursangebot teilzunehmen.“

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MANAGEMENT | CUSTOMER RETENTION

Was Fitnesskunden brauchen Text Dr. Paul Bedford

„Retention Guru“ – Nomen est omen. Im Bereich Kundenbindung gehört Dr. Paul Bedford international zu den renommiertesten Experten, auch über die Fitnessbranche hinaus. Im Rahmen seiner Studien hat er mit seinem Team die Erfahrungen und Erlebnisse von Millionen (!) Fitnesskunden in Großbritannien und auf dem nordamerikanischen Fitnessmarkt untersucht – sowohl in großen internationalen Ketten als auch in kleineren lokalen Betrieben. Seine wichtigsten Erkenntnisse und verblüffend einfachen Lösungen für den langfristigen Erfolg von Fitnessclubs teilt er in der fitness MANANGEMENT international.

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s gibt viele Faktoren, die in Fitnessstudios nachhaltig Einfluss auf den Mitgliedererhalt haben. Wir haben diese Faktoren danach kategorisiert, wie stark sie sich auf den Unternehmenserfolg auswirken. Die Top 3 geben bereits einen sehr guten Einblick in das Geheimnis der Kundenbindung. Anhand von einfachen Beispielen können Betreiber leicht verstehen, wie und wann sie besser auf ihre Kunden eingehen können.

1. Besuche Der erste und wichtigste Faktor sind die Besuche. Ohne Besuche kann ein Studio keinen Erfolg haben, egal wie schön der Club ist oder wie kompetent die Mitarbeiter sind. Der Erfolg hängt davon ab, dass die Menschen kommen und auch wiederkommen. Das klingt vielleicht banal, aber wenn die Kunden bei Ihnen im Studio sind, können Sie darauf aufbauend alle weiteren Maßnahmen entwickeln. Unsere Datenerhebungen haben ergeben, dass Kunden, die den Club ein Mal pro Wochen

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besuchen, sehr wahrscheinlich als Mitglieder erhalten bleiben. Die Mitglieder, die weniger als ein Mal pro Woche in den Club kommen, werden wahrscheinlich in naher Zukunft kündigen. Sie nutzen das Angebot und die Dienstleistung einfach nicht. Nun ist ein Training pro Woche nicht genug, um spürbare physische Verbesserungen am Körper zu bewirken, aber es ist genug, um das Mitglied zu halten. Daraus leitet sich die erste und grundlegende Aufgabe für das Studio und seine Mitarbeiter ab: Sorgt dafür, dass eure Mitglieder nächste Woche wiederkommen sowie auch jede weitere Woche danach.

2. Interaktion Sobald die Mitglieder im Studio sind, kommt es auf den zweitwichtigsten Punkt an: die Interaktion. Alle Mitarbeiter im Haus, beginnend bei der Rezeption, können mit den Mitgliedern interagieren. Wie wichtig diese Gespräche insbesondere auf der Trainingsfläche sind, konnten wir feststellen, indem wir die fitness MANAGEMENT international

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Foto: Olivier Le Moal – stock.adobe.com

Kundenbindung: internationale Forschungsergebnisse (Teil 1)


Fünf Stufen der Interaktion Für die Gespräche mit Kunden gibt es mehrere Level, die die Intensität dieser Gespräche kennzeichnen. Wir unterscheiden fünf „Level of Interaction“: Level 1 wäre die freundliche Begrüßung, einfach höflich zu sein. Das fünfte und höchste Level nennen wir „Conversational Behaviour Challenge“. Hier geht es um fein dosierte Sprachanwendung mit Begriffen aus dem Coaching und Consulting. Diese sollen die Kunden überzeugen, ihren Lebensstil zu verändern. Entscheidend für die Kundenbindung ist, dass die Mitglieder auf dem richtigen Level angesprochen werden. Mit einem neuen Mitglied sollten Sie nicht auf Level 4 oder 5 interagieren. Die Beziehungen zu den Kunden müssen sich entwickeln. Interaction not Interruption Aufmerksamkeit ist bei Interaktionen mit den Kunden wichtig. Ihre Mitglieder kommen ins Studio, weil sie trainieren möchten und dabei sollte man sie nicht unnötig stören. Die Mitarbeiter und insbesondere die Trainer müssen ein Gefühl dafür entwickeln, wann der richtige Zeitpunkt für ein Gespräch ist. Auf dem Weg ins Studio, auf dem Weg raus, wenn die Mitglieder

sich erholen oder von einem Gerät zum anderen wechseln. Wenn jemand z. B. auf dem Laufband trainiert, sollte man ihn kurz grüßen, aber nicht ansprechen.

„Programming“ in Teil 2 In der kommenden Ausgabe der fMi veranschaulicht Dr. Paul Bedford im zweiten Teil seines Artikels, wie Studiobetreiber aufbauend auf Besuchen und Interaktion anhand einer einfachen Kategorisierung der Studiobesucher maßgeschneiderte Trainingspläne entwickeln können, die ihre Kunden bei der Stange halten.

Foto: Paul Bedford

Qualität der Interaktionen in Studios gemessen haben. Wenn Sie ein Mitglied nach einem Begrüßungsgespräch an der Rezeption fragen, wie es dieses Gespräch auf einer Skala von 1 bis 10 bewertet, dann sind 6 oder 7 die häufigsten Antworten. Wenn aber ein Trainer das Mitglied mit Namen anspricht, es fragt, wie es sich fühlt und was heute auf dem Trainingsplan steht, dann wird dieses Gespräch in der Regel mit 9 oder 10 bewertet. Der Grund dafür ist, dass Trainer stärker mit der Dienstleistung Fitness in Verbindung gebracht werden und die Interaktion mit ihnen deshalb höher bewertet wird. Vielleicht hilft ein Vergleich, diesen Mechanismus zu verdeutlichen: Wenn Sie ein Fußballspiel besuchen und der Ordner am Einlass Sie freundlich begrüßt, dann ist das nett – 6 oder 7. Wenn aber ein Spieler ihrer Mannschaft zu Ihnen kommt, Sie mit Namen begrüßt und ihnen einen tollen Nachmittag wünscht, dann ist das mindestens eine 9.

Paul Bedford PhD Seit drei Jahrzehnten ist Dr. Paul Bedford in der Fitnessbranche tätig. Er hat mehr als 150 Vorträge und Präsentationen in 31 verschiedenen Ländern gehalten, darunter 17 für die IHRSA. Dr. Paul Bedford hat zwei Master-Abschlüsse, einen in Bewegung und Gesundheitslehre, den zweiten in sozialwissenschaftlicher Forschung. Der Forschungsschwerpunkt für seine Doktorarbeit war die Mitgliederbindung in Fitnessstudios. Zurzeit arbeitet er zu gleichen Teilen an der Forschung im Bereich Kundenbindung, Fluktuation und Kundenloyalität sowie zum Themengebiet Coaching von Unternehmen bei praktischen Ansätzen zur Verbesserung sämtlicher Bereiche des Kundenerlebnisses. Die Forschung von Dr. Paul Bedford basiert auf den Daten von 4,5 Millionen Kunden aus über 4.000 Clubs mit rund 70 verschiedenen Ausrichtungen. www.retentionguru.com

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MANAGEMENT | CUSTOMER RETENTION

Interview mit „Retention Guru“ Dr. Paul Bedford

„Viele Menschen werden Fitness wollen“ fitness MANAGEMENT international hat mit Dr. Paul Bedford über die Kundenbindung in Zeiten der Corona-Pandemie und auch über die Perspektiven für den Restart nach dem zweiten Lockdown gesprochen.

Foto: Paul Bedford

In welchen Bereichen sehen Sie die größten Herausforderungen für Studios? Die Kommunikation mit den Kunden wird noch wichtiger. Wenn wir den Kunden gut erklären, warum wir gewisse Situationen so handhaben müssen, dann werden sie es verstehen.

Dr. Paul Bedford

fMi: Worin sehen Sie die Hauptunterschiede bei Maßnahmen zur Kundenbindung zwischen der Zeit vor „Corona“, der Zeit des Lockdowns und der Zeit des Restarts? Dr. Paul Bedford: Ich fürchte, die coronabedingten Hygienemaßnahmen werden noch eine gewisse Zeit bleiben. Wir werden vielleicht noch für Jahre Handdesinfektion, die verstärkte Reinigung der Geräte und Abstandsregeln in den Studios haben. Der wesentliche Unterschied für die Wiedereröffnung wird aus meiner Sicht sein, dass sich das Trainingserlebnis für die Kunden ändert. Das wird vor allem Studiokonzepte betreffen, die stark auf die Customer Experience und gut besuchte Kursräume setzen. Denken sie z. B. an Cycling-Studios, die von einem vollen Kursraum leben, in dem der Instruktor die trainierende Community anfeuert. Aufgrund der Abstands- und Hygieneregeln müssen solche Trainingskonzepte neu gedacht werden. Die Studios werden kreativ sein müssen – gar nicht mal für die Neukunden, die kennen es ja nicht anders, sondern für die Kunden, die das alte, gruppendynamische Trainingserlebnis gewöhnt waren. Aber auch diese Herausforderung können wir meistern, wenn wir sie annehmen. Wir müssen kreativ sein und Alternativen anbieten. Wenn man die Teilnehmer eines Online-Tutorials fragt, wie das Event war, werden sie sagen: „Nicht wie ein LiveTutorial, aber es war gut, ich habe einiges mitgenommen!“ Es geht darum, das Beste aus der Situation zu machen.

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Die Umstände der Pandemie bringen für die Kommunikation aber auch neue Chancen. Wir können die Kunden ansprechen: „Sagen Sie mir bitte Bescheid, wenn Sie auf dem Laufband fertig sind, dann komme ich und reinige es für Sie.“ Beim nächsten Kontakt mit dem Kunden könnte ich dann fragen, wie heute sein Workout war und die Interaktion auf ein neues Level heben. Wir müssen die Situation annehmen und kreativ sein. Fitnessstudios in Irland durften im Dezember wieder öffnen. Welche Erfahrungen haben die Betreiber und Mitglieder in Irland beim Restart gemacht? Ich habe kurz vor dem Restart im November für den irischen Verband rund sechs Wochen mit 22 Studios in Irland gearbeitet. Während nach dem ersten Lockdown im Frühjahr die Kunden gleich mit der Wiedereröffnung in die Studios kamen, war es im Herbst anders: Die Häufigkeit ihrer Besuche war deutlich geringer. Dieser Rückgang in der Besuchsfrequenz war aber eher der Jahreszeit geschuldet als COVID-19. Die Menschen haben zuerst ihre Weihnachtseinkäufe erledigt, bevor alles wieder geschlossen wurde. Ähnlich war es hier in England, wo wir Anfang Dezember aus einem harten vierwöchigen Lockdown kamen. Ich denke, dass sich das im neuen Jahr spürbar ändern wird. Wir werden beim Restart eine große Anzahl neuer Trainierender sehen, die schwerpunktmäßig über 45 Jahre alt sind. Durch die Pandemie hat sich ein ganz neues Bewusstsein für die Gesundheit entwickelt. Es ist inzwischen jedem klar, dass Menschen ab einem gewissen Alter ein höheres Risiko haben, an COVID-19 zu erkranken – insbesondere, wenn sie nicht fit sind. Viele Menschen werden Fitness wollen, wobei der Gesundheitsgedanke im Vordergrund stehen wird, nicht die Performance. Die Branche muss sich darauf vorbereiten, dass sie Fitness noch stärker unter dem Gesundheitsaspekt kommuniziert. Das ist eine Gelegenheit für die Betreiber, viele neue Kunden zu gewinnen. fitness MANAGEMENT international

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MANAGEMENT | KOMMENTAR KUNDENBINDUNG

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Customer Centricity

Sichtweise der Kunden verstehen und nutzen Text: Dr. Sarah Kobel und Florian Schmidt

„Kundenorientierung“, „Targeted Advertising“, „Touchpoints“ – Begriffe, die längst als Schlagworte des Marketings gelten. Was aber dahinter steckt und wie es deren Potenziale zu nutzen gilt, verstehen nicht alle Unternehmen. Gerade aber in der Dienstleistungsbranche lohnt sich der sogenannte Blick durch die Brille des Kunden!

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ie „Eckdaten der deutschen Fitness-Wirtschaft 2020“ (DSSV, 2020) zeigen, dass sich der Fitness- und Gesundheitsmarkt immer weiter professionalisiert und differenziert. Mit dieser Entwicklung gehen für die Betreiber auch zahlreiche Herausforderungen im Rahmen der Kundenbindung einher. Denn Kunde ist nicht gleich Kunde – die Motive, Fitness zu treiben, sind vielfältig.

Kundenerlebnisse: Zufriedenheit vs. Begeisterung Um der Konkurrenz voraus zu sein, müssen Sie den Kunden nicht nur zufriedenstellen, sondern ihn mit Ihrer Leistung begeistern. Philip Kotler, Professor für Marketing

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Durch die größer werdende Konkurrenz im Markt sowie die gestiegenen Kundenerwartungen hinsichtlich der Dienstleistung (als solche), durch die Trainingsbetreuung und die Interaktion zwischen Studio und Mitgliedern stehen die Fitness- und Gesundheitsanlagen vor wachsenden Herausforderungen, die ihnen aber gleichzeitig eine Chance zur Differenzierung von Mitbewerbern bieten. Hierbei geht es nicht nur um das reine Leistungsangebot. Dieses ist nämlich vielfach vergleichbar zu den Mitbewerbern. Selbst die Qualität der Dienstleistung Fitness reicht hierbei nicht mehr unbedingt als Alleinstellungsmerkmal aus. Vielmehr geht es um das Gesamtpaket und den individuellen Kundennutzen – in funktionaler wie emotionaler Hinsicht.

Wie aber gewinnt man die nötigen Customer Insights? Es gilt, die Bedürfnisse der Kunden auf einer zielgruppenspezifischen Ebene zu identifizieren. Die reine Bereitstellung der fitness MANAGEMENT international

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Dienstleistung Fitness reicht bei Weitem nicht mehr aus, sondern es geht um die Frage, was der Kunde will, damit die Dienstleistung für ihn ein überzeugendes Gesamtpaket darstellt.

Blick durch die Kundenbrille Dazu müssen Studios genauer hinschauen – und zwar durch die Brille des Kunden! Fit halten, Krankheitsprävention, soziale Kontakte, Leidenschaft, Lebenseinstellung usw. Die Motivatoren für Fitness sind vielfältig. Beobachten Sie Ihre Mitglieder und potenziellen Neukunden deshalb, fragen Sie nach deren Wünschen, Bedürfnissen und scheren Sie nicht alle Kunden über einen Kamm.

DIE FITNESSSACHVERSTÄNDIGEN

Holen Sie sich regelmäßig gezielt persönliches Feedback ein – und schrecken Sie auch vor Kritik nicht zurück, sondern nehmen Sie diese als Anlass, sich stetig zu verbessern. Steuerberater und von der IHK Koblenz öffentlich bestellter und vereidigter Sachverständiger für Wirtschaftlichkeitsberechnung für Fitnessund Freizeit-Anlagen.

Auf Individualität statt Massenkommunikation setzen

The aim of marketing is to know and understand the customer so well, the product fits him and sells itself. Peter F. Drucker, Ökonom

Werner Kündgen

Joseph-von-Fraunhofer-Str. 1 53501 Grafschaft (Ringen)  Telefon: 02641 - 800 40 www.kuendgen.de

Marketing ist hierbei längst keine Form der einseitigen Kommunikation mehr, sondern erlaubt die direkte Interaktion mit dem Kunden. Social Media macht es vor: Wie wichtig die Interaktion mit dem Kunden und das Gefühl von Nähe und Präsenz – auch bei Abwesenheit – sind, zeigt sich in der aktuellen Corona-Krise: Die wahrgenommene Nähe des Studios korreliert positiv mit der Zahlungsmoral und Loyalität der Mitglieder. Fitnessdienstleistungen sind eben nicht nur ein einseitiges Leistungsangebot, sondern „leben“ auch von gegenseitiger Wertschätzung. Erst diese Beziehung mit den Mitgliedern rundet das Angebot ab, macht es individuell und liefert gleichzeitig auch die nötigen Customer Insights! Deshalb geben Sie dem Kunden die Möglichkeit, auch mit Ihnen zu interagieren, und hören Sie genau hin.

Von der IHK Bonn/Rhein-Sieg öffentlich bestellter und vereidigter Sachverständiger für die Bewertung von Fitnessund Freizeit-Anlagen.

Günter Noll

Emotionale Bindung – Touchpoints richtig nutzen

Auf dem Freibogen 3 53127 Bonn Telefon: 0228 - 298 701 www.fitnesssachverstaendige.de

Your personal brand is a promise to your clients… a promise of quality, consistency, competency, and reliability. Jason Hartman, Unternehmer und Autor

Touchpoints sind in aller Munde, der Grundgedanke ist aber vielfach noch nicht in den Köpfen der Verantwortlichen angekommen: Alles, was ein Unternehmen ist und tut, dient der Kommunikation mit seinen (potenziellen) Kunden. Ein Fitnessanbieter sollte sich deshalb immer im Klaren darüber sein, wie er von seinen (potenziellen) Kunden wahrgenommen werden möchte. Hieran schließt sich die oben gestellte Frage: Was will ich kommunizieren? Dabei lohnt sich der stetige Blick durch die Brille des Kunden nicht nur, er wird sogar erforderlich, wenn man langfristig am Markt erfolgreich bleiben will. 01/21

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Von der IHK Koblenz öffentlich bestellte und vereidigte Sachverständige für Wirtschaftlichkeitsanalysen für kleine und mittlere Unternehmen (KMU), insbesondere Sport-, Fitnessund Gesundheits-Anlagen.

Sabrina Fütterer

Dahlenkehre 3i 21077 Hamburg Telefon: 040 - 648 343 57 www.fitnesssachverstaendige.de


MANAGEMENT | KOMMENTAR KUNDENBINDUNG

Fazit Nur wenn Sie eben diese Customer Insights kennen, immer wieder die eigenen Angebote hinterfragen und gezielt durch die Brille des Kunden blicken, können Sie in der Praxis auch entsprechende ganzheitliche Kundenerlebnisse bieten. Wenn Sie als Studio hier langfristig begeistern wollen, müssen Sie all Ihre Dienstleistungen und Touchpoints – egal, ob analog oder digital – als umfassenden Gesamtprozess der gegenseitigen Wertschätzung verstehen und innovativ weiterentwickeln. Das Wissen über den einzelnen Kunden ist hierfür die Grundvoraussetzung dieses Wertschätzungsprozesses, aber nicht der zentrale Schlüssel. Es gilt, eben dieses Wissen umzusetzen und in authentische Erlebnisse und Emotionen zu transferieren. Je intensiver und näher Unternehmen an ihren Kunden sind bzw. sich bestmöglich um deren Ziele und Bedürfnisse kümmern, umso eher stechen diese Anlagen auch aus der Masse der Mitbewerber heraus und werden als professionelle und kundenorientierte Gesundheits- und Fitnessdienstleister wahrgenommen. Foto: Mladen – stock.adobe.com

Ihre Kunden kümmert es nicht, wie viel Sie wissen, bis sie wissen, wie viel Sie sich kümmern. Damon Richards, Customer-Care-Experte

Fotos: DHfPG/BSA

Dr. Sarah Kobel

Florian Schmidt

Die promovierte Betriebswirtin ist als Dozentin und Tutorin an der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement (DHfPG) sowie der BSA-Akademie im Bereich Ökonomie tätig. Durch ihre wissenschaftliche Tätigkeit und Promotion am Institut für Konsum- und Verhaltensforschung an der Universität des Saarlandes besitzt sie fundierte Kenntnisse in der Konzeption, Durchführung und Auswertung empirischer Untersuchungen.

Florian Schmidt absolvierte nach einem Studium in Hotelmanagement und mehreren Jahren Berufserfahrung in der internationalen Hotellerie zusätzlich ein Master-Studium in Sportwissenschaft. Er ist als Dozent, Wissenschaftsredakteur und Tutor für die Deutsche Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement (DHfPG) sowie für die BSA-Akademie tätig.

www.dhfpg-bsa.de

www.dhfpg-bsa.de

Auszug aus der Literaturliste Bruhn, M. & Hadwich, K. (Hrsg.). (2012). Customer Experience. Forum Dienstleistungsmanagement. Wiesbaden: Springer Gabler. DSSV e. V. – Arbeitgeberverband Deutscher Fitness- und Gesundheits-Anlagen (Hrsg.). (2020). Eckdaten der deutschen Fitness-Wirtschaft 2020. Hamburg: Hrsg. Kotler, P., Kartajaya, H. & Setiawan, I. (2018). Marketing 4.0. Der Leitfaden für das Marketing der Zukunft. Frankfurt a. M.: Campus. Für eine vollständige Literaturliste kontaktieren Sie bitte marketing@dhfpg-bsa.de.

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MANAGEMENT | PRAXISTIPPS KUNDENKOMMUNIKATION

Foto: metamorworks – stock.adobe.com

Die zentralen Erfolgsfaktoren in der Krise

Digitale Kundenbindung Text: Roman Spitko

Während des ersten Lockdowns im Frühjahr 2020 gelang es einigen Studios, in Bezug auf das Thema „Kundenbindung in der Krise“ vieles richtig zu machen und die Schließungen zu meistern. Aber was genau haben sie konkret gemacht und was waren die zentralen Erfolgsfaktoren der digitalen Kundenbindung?

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s wurden in einer Studie der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement (DHfPG) (Kobel & Preuschoff, 2020) über 3.000 Mitglieder nach dem ersten coronabedingten Lockdown

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befragt. Das Ergebnis: Studios sind in Bezug auf die Kundenbindung dann gut durch die Krise gekommen, wenn sie eine starke emotionale Nähe zu ihren Mitgliedern aufrechterhalten haben. fitness MANAGEMENT international

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Emotionale Bindung als Schlüssel Die zentralen Erfolgsfaktoren, um eine solche emotionale Verbundenheit herzustellen und somit die Kundenbindung gezielt zu stärken, waren angesichts der Ergebnisse insbesondere …

eine transparente und umfassende Information über alle Aspekte, die für die Mitglieder wichtig waren,

ein positives und zuversichtliches Kommunikationsverhalten,

„Gesicht zu zeigen“, indem einzelne Mitarbeiter, wie z. B. Trainer, oder aber auch die Geschäftsführung in Videos zu sehen waren,

präsent zu sein, um auf sämtlichen Kommunikationskanälen Fragen und Anliegen der Mitglieder beantworten und behandeln zu können,

und die Zurverfügungstellung mehrwertstiftender Inhalte (Content), unter anderem in Form von Videos, Beiträgen, Trainingsplänen oder Ähnlichem – insbesondere über digitale Kommunikationskanäle.

Digitale Kanäle wichtiger denn je

In einem zweiten Schritt ist es empfehlenswert, die Kommunikationskanäle zu bedienen, die man „kontrollieren“ kann. Dazu zählen insbesondere Social-Media-Kanäle, auf denen man z. B. entsprechende bezahlte Werbung schaltet. Durch die bezahlte Werbung sowie die explizite Ansteuerung der jeweiligen Zielgruppen kann man genauer beeinflussen, wer die Informationen tatsächlich zu Gesicht bekommt. Erst in einem finalen Schritt sollten weitere relevante Informationen (bspw. zusätzliche Posts) dann über Social-Media-Kanäle direkt gestreut werden. Das liegt darin begründet, dass ein Algorithmus bestimmt, welche User der jeweiligen Social-Media-Plattform welchen Beitrag überhaupt zu sehen bekommen. Der Grund: In der Regel ist die Reichweite der Beiträge stark beschränkt bzw. werden die Beiträge, die ein Unternehmen teilt, den Usern gar nicht erst angezeigt oder nur sehr wenigen tatsächlich präsentiert. Somit erreichen wichtige Informationen, sinnstiftende Aktionen und Alternativangebote erst gar nicht alle Mitglieder, für die diese Inhalte interessant sind, und verfehlen dadurch ihren positiven Effekt.

Fazit Aus diesem Grund sollte man sich als Betreiber immer bewusst machen, dass man diese spezielle Reihenfolge der Kommunikationskanäle einhält, um die größtmögliche Kommunikationswirkung mit seinen Botschaften und Angeboten zu erzeugen. Denn nur wenn die Informationen auch tatsächlich wirken, werden sie dabei helfen, die eingangs beschriebene emotionale Bindung zu sichern und die Kundenbeziehung zu stärken.

Foto: DHfPG/BSA

Während der behördlich angeordneten Schließungen erfolgte die Kundenkommunikation, -information und -interaktion zumeist ausschließlich über digitale Kommunikationskanäle (vgl. ClubIntel, 2020). Diese werden aus Sicht zahlreicher Branchenexperten (Delloite & ukactive, 2020) aufgrund der „Corona-Dynamik“ deshalb immer wichtiger. Um sicherzustellen, dass die vom Unternehmen versendeten Informationen auch tatsächlich bei den Mitgliedern ankommen und ihre gewünschte Wirkung entfalten können, gilt es, gerade bei der Kommunikation über digitale Kanäle (mit all ihren Besonderheiten) einiges zu beachten.

Die richtige Priorisierung der Kanäle Um den größtmöglichen Effekt für die emotionale Bindung zu erreichen, empfiehlt sich die folgende Priorisierung nach den entsprechenden digitalen Kommunikationskanälen: In einem ersten Schritt sollten die Kommunikationskanäle bedient werden, die man bereits seit längerem benutzt. Dazu zählen insbesondere die eigene Website sowie der E-MailVerteiler der Kunden. Diese werden nicht von einem Algorithmus gesteuert, weshalb man sie „unabhängig“ bespielen kann. Die Wahrscheinlichkeit, dass die Informationen, die man versenden will, auch tatsächlich die Zielgruppe erreichen, für die sie bestimmt sind, ist – insbesondere im Vergleich zu den nachfolgenden Kanälen am größten. 01/21

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Roman Spitko Roman Spitko schloss ein Studium der Betriebswirtschaftslehre sowie ein Master-in-Commercial-Law-Studium (LL. M.) ab. Er ist als Dozent für die Deutsche Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement (DHfPG) sowie für die BSA-Akademie tätig. Zudem fungiert er als Fachleiter Management/Ökonomie. www.dhfpg-bsa.de

Literaturliste ClubIntel (2020) (Hrsg.). The Fitness Industry’s Response to COVID-19 – Insights into the Collective Improvisation, Innovation and Resilience of Global Fitness Operators. Zugriff am 25.11.2020 unter: https://www.club-intel.com/download-whitepaper/?redirectUrl=https://www.club-intel.com/wp-content/uploads/Report-on-Fitness-Industrys-Response-to-COVID-19-1.pdf Delloite & ukactive (Hrsg.). European Health & Fitness Market Report 2020. Zugriff am 25.11.2020 unter: https://www2.deloitte.com/content/dam/Deloitte/de/Documents/ consumer-business/European-Health-and-Fitness-Market-2020-Reportauszug.pdf Kobel, S. & Preuschoff, G. (2020). DHfPG-Studie: Fitnesstraining vor, während und nach „Corona“ – Relevante Erfolgsfaktoren in der Krise. In fitness MANAGEMENT international (fMi), 06/2020, 28–32.

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MANAGEMENT | FACHARTIKEL VERKAUF

Foto: Bojan – stock.adobe.com

Jeder Kunde ist anders – So überzeugen Sie beim Verkauf

Zielgruppenspezifische Verkaufsstrategien Text: Florian Kreis

Eine kundenzentrierte Verkaufsstrategie ist essenziell für eine nachhaltige und erfolgreiche Unternehmensführung. Wer die Beratungsgespräche spezifisch auf seine Zielgruppe(n) ausrichtet, steigert seinen Verkaufsabsatz sowie den Umsatz und leistet einen wertvollen Beitrag zum Unternehmenserfolg und zur langfristigen Kundenbindung. So die Theorie – was Sie dabei in der Praxis beachten müssen, erfahren Sie in diesem Artikel.

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ufgrund des schnell wachsenden und wettbewerbsintensiven Fitness- und Gesundheitsmarkts ist es essenziell, die Bedürfnisse der eigenen Zielgruppe(n) zu kennen und dementsprechend maßgeschneiderte Dienstleistungen und Lösungen anzubieten. Deshalb muss der operative Verkauf folglich an die Ansprüche der jeweiligen Kunden angepasst und immer weiter professionalisiert werden.

Wachsende Herausforderungen im Markt Mit 9.669 Anlagen und einer Mitgliederzahl von 11,66 Millionen konnte die Branche bisher ein stetiges Wachstum verzeichnen (DSSV, 2020). Diese Entwicklungen bieten trotz der Krise sehr viel Potenzial und große Chancen, aber der zunehmende Konkurrenzdruck und der intensive Wettbewerb um die Gunst der Kunden stellen die Unternehmen vor neue Herausforderungen.

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Bedarfsanalyse diese Motive und unterbreitet dem Kunden ein maßgeschneidertes Angebot.

Zielgruppenanalyse und Positionierung Die Grundlage für eine gut gewählte Strategie ist eine klare Zielgruppenanalyse mit einer deutlichen Positionierung des eigenen Unternehmens auf dem Markt. Voraussetzung für Letzteres ist, zunächst umfangreiche Kenntnis über die eigene Zielgruppe zu erlangen (bspw. über Befragungen) und im zweiten Schritt dieses Wissen gezielt für weitere Angebotsentwicklungen etc. zu nutzen.

Zielgruppen sind Gruppen von Personen, die mindestens ein gemeinsames/gleiches Merkmal aufweisen. Dr. Matthias Zimmermann, Sportökonom

Individuelle Lösungen für unterschiedliche Bedürfnisse

Welche Motive haben Ihre Zielgruppen?

Jeder Kunde kommt mit einer anderen Intention aufgrund individueller, dieser Intention zugrunde liegender Motive ins Studio. Ein guter Berater erkennt mittels einer zielgerichteten

Laut der aktuellen „Germany in Motion“-Studie (kurz: GIM) können Kunden auf Grundlage ihrer Motive in folgende unterschiedliche Typologien (vgl. Abb. 1) eingeteilt werden (GIM, 2018): fitness MANAGEMENT international

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Fit4Slim 22 % Wer sind sie? zumeist weiblich (68 %) 18 – 39 Jahre (ø 38 %) Ihre Ziele?

Sport als Mittel zum Zweck: abnehmen, besser aussehen. Ihnen fällt das „Aufraffen“ am schwersten.

ZIELE?

Sport2Move 22 %

Was sind die Ziele sportlicher

Betätigung? Entspannung Gewichtsreduktion Aussehen Muskelaufbau Gesundheit Aufmerksamkeit, Anerkennung

Wer sind sie? weiblich (49 %) und männlich (51 %) 40 – 64 Jahre (ø 45 %) Ihre Ziele?

Sportliche Betätigung als Ausgleich zum Alltag mit einer gewissen intrinsischen Leistungsmotivation. Klassische Individualsportler, selten im Fitnessstudio anzutreffen.

Fit4Sports 15 %

Fit2Share 18 %

Sport2Support 23 %

Wer sind sie? zumeist männlich (65 %) alle Altersklassen (ø 41 %)

Wer sind sie? zumeist männlich (70 %) 18 – 39 Jahre (ø 35 %)

Wer sind sie? zumeist weiblich (61 %) 50 – 64 Jahre (ø 47 %)

Ihre Ziele?

Ihre Ziele?

Ihre Ziele?

Passionierte Sportler. Sport ist Spaß, Lebenseinstellung und Status. Leistungs- und erfolgsorientiert. Höchste Ausgabebereitschaft.

Sport ist Statussymbol und Mittel zur Selbstinszenierung – aber auch ein Muss. SocialMedia-affin. Investieren in Bekleidung, Zubehör und NEM.

Sport als „runde Sache“: verbindet Freude an Bewegung, Gesundheit und Geselligkeit. Schätzen fachliche Betreuung.

Abb. 1: Verschiedene Kundentypologien im Überblick (mod. nach GIM, 2018)

Suchen Sie nach Alleinstellungsmerkmalen Die Herausforderung in der Praxis: Viele der Kundenmotive bedient nahezu jeder Mitbewerber. Für eine klare Differenzierung muss deshalb ein zentrales Alleinstellungsmerkmal (engl.: Unique-Selling-Proposition, kurz: USP) entwickelt werden. Fragen, die Sie sich für Ihren eigenen USP stellen müssen: • Warum sollten sich Mitglieder gerade bei uns anmelden und nicht bei unseren Mitbewerbern? • Was macht unser Studio/unsere Dienstleistung einmalig? • Was bieten wir unseren Kunden, was sie nur bei uns bekommen? Voraussetzung zur Beantwortung dieser Fragen: • Kenntnis über Mitbewerber, Markt und eigene Stärken • Wissen über Motive/Ansprüche unterschiedlicher Zielgruppen Die Merkmale der Zielgruppe(n) und der eigene USP müssen jedem Mitarbeiter bekannt sein und in der eigenen Unternehmensphilosophie täglich gelebt werden. Die Frage, die das gesamte Team beantworten muss: Warum sind wir der richtige Club mit dem größten Wert bzw. Nutzen für unsere Kunden? Um diese Frage umfassend zu beantworten, können Sie sich in der Praxis an folgender „Agenda“ für Ihre Verkaufsstrategie orientieren. Sie wird Ihnen dabei helfen, an der richtigen Stelle zum richtigen Zeitpunkt im Verkaufsprozess das Richtige zu tun.

1. Überzeugender Erstkontakt mit dem Kunden Wenn der Kunde das Studio betritt, hatte er erfahrungsgemäß meist schon sechs bis zwölf Kontakte mit Ihrem Unternehmen. Die ersten Kontaktmöglichkeiten, bevor es überhaupt zu einer persönlichen Begegnung kommt, sind z. B. Websites, Landingpages, Social-Media-Kanäle oder Empfehlungen und 01/21

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positive Mund-zu-Mund-Propaganda von zufriedenen Mitgliedern. Wichtig ist, hier bereits die Unternehmensphilosophie klar hervorzuheben, damit sich die Kunden mit dem Club direkt identifizieren können und sie Sie als optimalen Problemlöser wahrnehmen und berücksichtigen. Heutzutage werden bereits bis zu 70 Prozent aller B2C-Kaufentscheidungen getroffen, noch bevor ein Vertriebsmitarbeiter aktiv wird (Bredl, 2017). Gerade deshalb werden diese Erstkontaktpunkte immer wichtiger. Innerhalb der persönlichen Interaktion zwischen Kunde und Mitarbeiter ist es wichtig, schnellstens eine positive Beziehung aufzubauen und hieran anzuknüpfen, denn trotz der zunehmenden Digitalisierung machen Menschen gern Geschäfte mit Menschen, besonders, wenn sie diese mögen. Empfehlungen für den Aufbau einer positiven Beziehungsebene: • Kundenwünsche erkennen/Interessierte emotional „abholen“ • persönliche Vorstellung und individuelle Beratung sowie Zeit zum Kennenlernen • persönliche Beziehung aufbauen und über gezielt gestellte offene Fragen wichtige Informationen gewinnen

2. Zielgerichtete, kundennahe Bedarfsanalyse Kunden „kaufen“ Werte. Diese sind nicht immer greifbar, stehen aber im Einklang mit den damit verbundenen Emotionen, Motiven und Bedürfnissen sowie dem konkreten Nutzen. Was Kunden brauchen: • Vertrauen in die Person und in das Unternehmen • positive Bilder und Begeisterung • Informationen, Entscheidungshilfen und einen optimalen Lösungsvorschlag

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MANAGEMENT | FACHARTIKEL VERKAUF Innerhalb der Bedarfsanalyse muss aktiv zugehört werden, denn nur so erfahren Sie auch die unbewussten Intentionen. Diese Zeit gehört zu 70 Prozent dem potenziellen Neukunden. Es gilt, Interesse, Aufmerksamkeit und Präsenz zu zeigen. Punkte, die Sie nach Ihrer Bedarfsanalyse für sich beantworten sollten: • Was ist das Ziel des Kunden? Was ist sein Motiv? Welchen Mehrwert/Nutzen sucht er? • Hat er besondere Wünsche? Was benötigt er dafür? • Kann ich ihm diese Wünsche in der Praxis auch erfüllen?

3. Die richtige Angebotspräsentation Erst wenn Sie den Wert des Kunden und seine Beweggründe im Detail kennen, können Sie ihm ein individuelles und maßgeschneidertes Angebot bzw. eine Lösung präsentieren. Verkaufen bedeutet in diesem Zusammenhang, dem Kunden ein gutes Gefühl zu ermöglichen und ihm zu helfen, ein schlechtes zu vermeiden, indem er seine Werte und Ziele durch das passende Angebot realisieren kann (vgl. Hermann-Ruess, 2007). Setzen Sie deshalb in der Praxis auf … • eine nutzen- und weniger auf eine leistungsorientierte Präsentation • eine möglichst einfache Angebotspräsentation • das Aufzeigen von zusätzlichen Alternativmöglichkeiten und Zusatzangeboten In der weiteren Angebotspräsentation kann sehr gut mit Suggestivfragen gearbeitet werden. Diese haben das Ziel, auf Kundenseite zusätzliche Bedürfnisse zu wecken und zum Kauf anzuregen. Wer hier „die richtigen Knöpfe drückt“ und Interesse sowie Emotionen weckt, steigert nicht nur seine Chancen auf den erfolgreichen Vertragsabschluss einer Mitgliedschaft, sondern stellt auch die Weichen für mögliche Zusatzverkäufe wie z. B. Personal-Trainer-Stunden und Ähnliches.

Tipps für einen erfolgreichen Abschluss: • Fassen Sie Übereinstimmungen, Nutzen, Vorteile und Lösungen zusammen • Klären Sie alle offenen Fragen und haben Sie keine Angst vor einem Nein • Überzeugen Sie, schaffen Sie Vertrauen, aber überlassen Sie dem Kunden die Entscheidung

Fazit Wenn Sie die vorgestellten Anhaltspunkte innerhalb Ihrer kundenzentrierten Verkaufsstrategie berücksichtigen und die zentralen „Stellschrauben“ in der Praxis noch mehr beachten, werden Sie erfolgreicher agieren und die Kunden von Ihnen und Ihrem Angebot überzeugen. Orientieren Sie sich an diesen Eckpfeilern, hinterfragen Sie kontinuierlich bestehende Verkaufsprozesse (auch im Hinblick auf die zunehmende Digitalisierung und die damit verbundenen Möglichkeiten) und folgen Sie bei allem, was Sie tun, diesem Leitsatz:

Erfolgreiches Verkaufen bedeutet, die Kunden und die eigenen Stärken des Unternehmens zu kennen, den Kunden wertzuschätzen, ihn wirklich verstehen zu wollen, ihm die optimale Leistung zu bieten und ihn so glücklich zu machen. Der beste Verkäufer ist derjenige, der es langfristig schafft, seinen Kunden einen Mehrwert zu bieten. Das ist die berühmte Win-win-Strategie, die einzige, die langfristig erfolgreich funktioniert. Anita Hermann-Ruess, Rhetoriktrainerin und Neurokommunikationsexpertin

Foto: DHfPG/BSA

4. Abschluss: Start in eine investive Kundenbeziehung Dirk Kreuter, der renommierte deutsche Verkaufstrainer und Autor, bringt treffend auf den Punkt, an welcher Hürde viele Verkaufsprozesse letztendlich scheitern:

Aus Angst, zu weit zu gehen, gehen wir oft nicht weit genug. Dirk Kreuter, Verkaufstrainer und Autor Florian Kreis

Praxiserfahrungen zeigen, dass 50 Prozent der Mitarbeiter die Kunden nicht direkt „einladen“, ausreichend begeistern und zum finalen Abschluss bewegen. Mögliche Gründe: Barrieren im Verkaufsdenken und die Angst vor einem Nein. Laden Sie Ihren Kunden deshalb aktiv zum Beitritt ein und fordern Sie ihn auf, gemeinsam mit Ihnen seine Ziele zu verwirklichen. Die konkrete Aufforderung kann gut mit entsprechenden Alternativfragen durchgeführt werden. Je eher Sie vor Verkaufsabschluss zwischen den Zeilen lesen, Körpersignale und Emotionen deuten und ggf. mögliche Vorbehalte und Zusatzwünsche erkennen, umso zielführender können Sie das Verkaufsgespräch auch abschließen.

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Florian Kreis, M. A. Prävention und Gesundheitsmanagement, verantwortete in leitender Position bei einer namhaften Unternehmensgruppe u. a. die Optimierung von Verkaufsprozessen sowie die Entwicklung von Segmentierungsstrategien für Neueröffnungen. Er ist als Dozent, Autor und Tutor an der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement (DHfPG) und der BSA-Akademie tätig. www.dhfpg-bsa.de

Auszug aus der Literaturliste DSSV e. V. – Arbeitgeberverband Deutscher Fitness- und Gesundheits-Anlagen (Hrsg.). (2020). Eckdaten der deutschen Fitness-Wirtschaft 2020. Hamburg: Hrsg. Esch, F.-R. (2019). Aufbau starker Marken durch integrierte Kommunikation. In F.-R. Esch (Hrsg.), Handbuch Markenführung (S. 909–938). Wiesbaden: Springer Gabler. Für eine vollständige Literaturliste kontaktieren Sie bitte marketing@dhfpg-bsa.de.

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Duale Bachelor-Studiengänge ■

Sport-/Gesundheitsinformatik

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Fitnessökonomie

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Sportökonomie

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Gesundheitsmanagement

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Fitnesstraining

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Ernährungsberatung

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zusätzlich Master-Studium

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Deutsche Hochschule

dhfpg.de/fmi

für Prävention und Gesundheitsmanagement

University of Applied Sciences

*Testsieger der Studie „Private Hochschulen mit Schwerpunkt Gesundheit 2020“ des Deutschen Instituts für Service-Qualität im Auftrag von ntv


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Mehr Best Ager für Ihr Studio

Gewinnen Sie mit EGYM neue Mitglieder Gesundheitsorientiertes Training liegt insbesondere in der Generation 50 plus voll im Trend. Für die Zukunftssicherheit Ihrer Anlage ist es elementar, die Bedürfnisse dieser ständig wachsenden Zielgruppe, die bereits über 40 Prozent der Bevölkerung ausmacht, zu verstehen und sie entsprechend zu adressieren.

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iner Studie von EGYM zufolge geht es den Mitgliedern beim Training aktuell vorwiegend um die Stärkung ihres Immunsystems. Vor dem ersten Lockdown im März 2020 hatten sich 63 Prozent der Mitglieder für ein Trainingsprogramm mit ästhetischen Zielen eingetragen, während lediglich 33 Prozent Programme mit Schwerpunkt Gesundheit wählten. Nach der Wiedereröffnung Mitte Mai lag der Anteil der Programme mit dem Fokus auf Ästhetik bei nur noch 44 Prozent, während sich nunmehr 53 Prozent aller Mitglieder für Gesundheit als primäres Trainingsziel entschieden. Mit zunehmendem Alter stieg dieser Anteil deutlich an (z. B. 61 Prozent der 61- bis 70-Jährigen). Die Produkte von EGYM unterstützen Studiobetreiber dabei, in der aktuellen Situation Mitglieder zu gewinnen und zu halten: Das hochwertige EGYM Immunity Boost Trainingsprogramm hilft beim Stärken der Gesundheit. Mitglieder erleben spürbare

Erfolge, was langfristig das Vertrauen in Ihr Studio stärkt und darüber hinaus die Weiterempfehlungsraten pusht. Die Branded Member App ist Ihre eigene Studio-App, über die Sie mit Ihren Mitgliedern smart kommunizieren, deren Trainingsfortschritt verfolgen sowie virtuelle Trainingseinheiten und Workouts für zu Hause anbieten. Die Smart Strength Geräte von EGYM bieten Ihren Mitgliedern ein personalisiertes Trainingserlebnis, damit diese ihre sportlichen Ziele erreichen, ohne sich dabei zu überlasten.

Wie erreicht man die Zielgruppe der Best Ager? Bieten Sie maßgeschneiderte Trainingsprogramme für Gesundheitssuchende an, damit diese ihre Ziele erreichen. Intelligente und personalisierte Workouts wie auf den EGYM Smart Strength Geräten sind selbst für Anfänger benutzerfreundlich und stellen sicher, dass jedes Training effektiv ist. Kombinieren Sie Vor-Ort-Trainings mit virtuellen Trainingseinheiten. Die eigene Studio-App unterstützt Sie dabei, Ihre Kundengruppen anzusprechen, indem Sie Ihre Reichweite über die Grenzen Ihres Studios hinaus ausdehnen. Bieten Sie virtuelle Beteiligung an Ihren beliebtesten Kursen für Best Ager an. Viele Menschen werden für die Teilnahme an einem Online-Kurs bezahlen und das Gefühl haben, weiterhin Teil Ihres Studios und der Community zu sein.

Kontakt Einsteinstraße 172 81677 München

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Tel.: +49 89 - 9213 105 100 egym.com sales@egym.com

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Foto: EGYM GmbH

Wenn Sie Ihren Mitgliedern dabei helfen, ihre Ziele zu erreichen, sollten Sie ihnen zugleich ergänzende Ernährungslösungen (z. B. Vorträge oder Ernährungsratgeber) mit anbieten. So lässt sich das erreichte Ziel auch längerfristig halten. Unsere EGYM Konzeptberater beraten Sie gern bei Ihrer Zielgruppenansprache und Aktionen rund um Ihr Gym.


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Sebastian Wülker Vetriebsleiter DACH-Region

Istvan Mezei Design u. Produktentwicklung

Dietmar Wülker CEO PEB-Praxisberatung GbR

Balint Gönczy Produktingenieur

Attila Lukàcs Software

Das Team hinter SmartCircle

So einfach, so bequem und so smart

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as verbirgt sich hinter dem vielversprechenden Namen SmartCircle? Die Hintergründe hierzu und warum sich Kunden auf ein interessantes Produkt freuen können, erfahren Sie im Interview mit Adam Stier und Sebastian Wülker.

fMi: Herr Stier und Herr Wülker, bitte stellen Sie sich und Ihr Produkt doch kurz den Lesern vor! Adam Stier: Ich bin Mitinhaber der NAST Kft. mit Sitz in Budapest. Als Zulieferer für diverse namhafte Hersteller von Trainingsgeräten haben wir viel Erfahrung in der Branche. Ich habe die Entwicklung des Marktes über viele Jahre beobachtet und die Stärken sowie Schwächen genauestens analysiert. Auf Grundlage dieser Erkenntnisse habe ich, mit der Unterstützung des besten ungarischen Industriedesignerteams, begonnen, die neue Gerätelinie zu entwerfen und zu entwickeln. Sebastian Wülker: Als Teil des Teams der PEB-Praxisberatung zählt der stetige Aufbau des Vertriebes vor allem für Deutschland, Österreich und die Schweiz zu meinen Hauptaufgaben. Des Weiteren unterstütze ich das Projekt in den Bereichen Marketing, Management und in der Gestaltung der digitalen und Printmedien. Das klingt nach Visionen und einer Menge Arbeit, aber was zeichnet Ihr Produkt besonders aus? Sebastian Wülker: Als wir das Konzept von SmartCircle entwickelt haben, hatten wir eine klare Zielvorstellung: Die Kunden sollen Geräte erhalten, die zum einen problemlos in das Gesamtkonzept des Studios bzw. der therapeutischen Einrichtung passen und zum anderen so einfach wie möglich zu bedienen sind. Alle Eigenschaften von SmartCircle unterstützen dies. Wie unterscheiden sich Ihre Geräte von anderen Geräten in diesem Bereich? Adam Stier: Als uns unser Designer Istvan Mezei die ersten Skizzen der Geräte vorlegte, haben wir uns sofort in die For-

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men verliebt. Schönheit liegt im Detail, daher beweisen wir zusätzliche Sorgfalt, indem wir nur hochwertige Materialien verarbeiten. Wir verwenden bei der Produktion die aktuellsten Techniken, um das Erscheinungsbild durch hohe Ästhetik zu prägen. Die Ergebnisse sprechen für sich. Während der Entwicklung haben wir dank der Unterstützung von Physio- und Sporttherapeuten großen Wert auf die Anthropometrie und Ergonomie legen können. Auch war uns eine individuell entwickelte Softwarelösung wichtig. Wie äußert sich Ihre Erfahrung in Ihrem Entwicklungsteam? Adam Stier: (Lächelt) In den vergangenen sechs Entwicklungsjahren sind wir ein wirkliches Team geworden. Zu Beginn waren da Istvan Mezei, der für das CAD Design und die Produktentwicklung zuständig war, sowie der langjährig erfahrene Physiotherapeut Dietmar Wülker, der ebenfalls in die Entwicklung einbezogen wurde. Seit etwa drei Jahren ist nun der Ingenieur Balint Gönczy für die komplette Produktgestaltung und den technischen Support zuständig. Unsere eigens entwickelte Software wurde von unserem Programmierer Atilla Lukács weiterentwickelt. Vier Personen, das klingt ja nach einem eher überschaubaren Team für einen Gerätehersteller? Sebastian Wülker: Das Team der PEB-Praxisberatung unterstützt dieses Projekt schon von Anfang an. Dietmar Wülker hat durch seine Arbeit beim Deutschen Verband für Physiotherapie e.V. Fachkompetenz, auf die wir nun zurückgreifen können. Durch seine Kontakte zu wichtigen Spezialisten in der Gesundheits- und Fitnessbranche, wie z. B. zum Facharzt für RehaMedizin und Sportwissenschaftler Dr. med. Dr. Sportwiss. Marius Rothe, haben wir weitere fachliche Beratung. SmartCircle Ansprechpartner: Sebastian Wülker Eper Str. 20a | 48599 Gronau | Telefon: 02562 - 9919173 sebastian.wuelker@smart-circle.eu | www.smart-circle.eu

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Fotos: PEB-Praxisberatung GbR

Adam Stier CEO NAST Kft.


Neu: Wave_Touch & Spa_Complete

Kontaktlose Überwasser-Massage Entspannung für Körper & Seele

Rückenbeschwerden und Stress sind Volkskrankheiten unter denen immer mehr Menschen leiden. Die Überwasser-Massage ist die ideale Ergänzung zum aktiven Training und hilft entspannt fit zu bleiben. Wohltuende Wärme und die sanfte Kraft des Wassers aktivieren die tieferen Gewebeschichten, regen den Stoffwechsel an, fördern die Durchblutung und lockern die gesamte Muskulatur. Der neue Spa_Complete bietet zusätzlich eine einzigartige Entspannungswelt aus Licht, Farben, Aroma und Musik. Für ein ganzheitliches Wohlfühlerlebnis. • Kontaktlose Massage ohne Personalaufwand • Neueste Hydrojet-Technologie vom Marktführer • Weltweit einzigartige Schultermassage • Löst Verspannungen und lockert die Muskeln • Beauty Light LEDs zur Hautpflege • Farblichtanwendungen zur Tiefenentspannung • § 20: Prävention & Gesundheitsförderung

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FITNESS & GESUNDHEIT | DESIGN | ANZEIGE

Fotos: Panatta | Sportstudio Kowalski

Panatta im SK 24 H Fitness Leinefelde

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„Die Italiener haben einfach Stil“

chönes Design, vielseitiges Geräteangebot, top Qualität: Die Brüder Michael und Andreas Kowalski setzen im SK 24 H Fitness mit drei Standorten in Thüringen auf die Fitnessgeräte des italienischen Herstellers Panatta. Michael Kowalski erläutert die Vorzüge der Marke und stellt den Club Leinefelde vor, der auch als Showroom fungiert.

Wie zufrieden sind Sie mit der Zusammenarbeit? Sehr. Eine wichtige Rolle spielt für uns, dass die Firma in Italien sitzt, also in der EU. Die Geräte werden schnell per Lkw geliefert, statt aus Übersee lange per Container verschifft. Wir bestellen sehr viele Geräte, da kommt es auf einen reibungslosen Ablauf an, bei dem wir auf Deutsch bestellen und verstanden werden.

fMi: Wodurch unterscheiden Sie sich vom Wettbewerb? Michael Kowalski: Unsere Anlagen zeichnen sich durch die persönliche Handschrift aus. Wir legen Wert darauf, dass die Mitglieder in einem schönen Ambiente trainieren. Das besondere Design unserer Clubs haben mein Bruder und ich entworfen, in Leinefelde mit Möbeln von Guido Maria Kretschmer und hochwertiger Ausstattung von den Böden bis zu den Geräten. Uns ist es außerdem wichtig, alle Kunden persönlich zu kennen, denn wir arbeiten in einer Kleinstadt, da zählt diese Komponente besonders.

Welches Feedback erhalten Sie von den Mitgliedern? Die Kunden loben die hohe Qualität und sind begeistert vom modernen Gerätepark. Männer nutzen vor allem den Freihantelbereich und die Freeweight-Geräte, Frauen die Cardiogeräte und die „Women Workout Area“. Der „Glutes Workout Zirkel“ ist für das Training von Bauch, Oberschenkeln und Po konzipiert. Panatta ist einer der wenigen Hersteller, der Geräte speziell für die vermeintlichen Problemzonen der Frauen anbietet.

Warum haben Sie sich für Panatta entschieden? Der Club in Leinefelde ist zu hundert Prozent mit Geräten von Panatta ausgestattet. Sie haben einen besonderen Style. Wir stehen auf italienisches Design. Wer einmal in Italien war, weiß, dass es ein wunderschönes Land ist, mit tollen Bauwerken, Autos und Menschen. Die Italiener haben einfach Stil. Panatta überzeugt in puncto Fertigung und Finish und bietet sehr viele technische Variationen. Firmengründer Rudy Panatta kommt aus dem Leistungssport, die Geräte funktionieren biomechanisch hervorragend. Das Konzept zur individuellen Gestaltung bietet über 2.000 Farbkombinationen, das passt zu uns. In Leinefelde haben wir alles in Rot- und Schwarztönen gestaltet. Panatta ist zu einer Luxusmarke geworden, die noch individuell ist. Mein Bruder und ich heben uns damit von anderen Studios ab.

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Welches ist Ihr persönliches Lieblingsgerät? Ich trainiere am liebsten den Rücken an der Lat Machine Convergent, mein Bruder liebt die Squat Lunge für Kniebeugen. Michael Kowalski, SK 24 H Fitness Das Sportstudio Kowalski mit drei Standorten in Leinefelde, Mühlhausen und Bad Langensalza in Thüringen hat ca 1.600 Mitglieder. Als Discounter bietet es eine Mitgliedschaft ab 4,99 EUR pro Woche an – ein sehr gutes Preis-LeistungsVerhältnis. Kontakt für Besichtigung des Showrooms und Gerätekauf: Tel.: 03605 - 256 940 0, team@sportstudio-kowalski.de

100 % „Made in Italy“ Besuchen Sie die Welt von Panatta: www.panattasport.com @panattasport, @panattaofficial

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FITNESS & GESUNDHEIT | ABNEHMKONZEPT | ANZEIGE

Mit MetaCheck fitness® das Studioangebot im neuen Jahr erweitern

Die Zeit nach der Jahreswende bringt oftmals Motivation für körperliche Betätigung mit sich. Grund dafür sind zusätzliche Kilos, die die Folge sowohl der monatelangen Schließung der Fitnessstudios als auch der genussvollen Wintermonate sind. Mit dem MetaCheck fitness® können Fitnessstudiobetreiber ihren Mitgliedern ein konkretes Angebot an die Hand geben, das auf die individuellen genetischen Veranlagungen eingeht und abgestimmte Empfehlungen in den Bereichen Ernährung und Bewegung ausspricht.

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Fotos: Vasyl – stock.adobe.com | Caroline Schneider

Dem Winterspeck den Kampf ansagen


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ür viele ist die Weihnachtszeit die schönste Zeit des Jahres und sie wird oft in vollen Zügen genossen. Da kommen durch Spekulatius und Co. schnell ein paar überschüssige Kilos zusammen. Zum Jahreswechsel lautet der gute Vorsatz dann wie so oft, die Wohlfühlkilos wieder loszuwerden. Um dieses Ziel zu erreichen, führt der Weg für viele Menschen ins Fitnessstudio. Sobald sich die Türen der Studios wieder öffnen dürfen, kann demnach mit einem großen Ansturm gerechnet werden. Mit dem MetaCheck fitness® hat die CoGAP GmbH die klassische Ernährungs- und Sportberatung um den Faktor Genetik erweitert und auf ein neues Level gebracht. In teilnehmenden Studios erhält der Kunde seine ganz persönliche Diät- und Trainingsempfehlung, die auf seiner genetischen Veranlagung basiert. Eine optimale Ergänzung des Studioangebots, die sich besonders zum Jahreswechsel lohnt.

Individuelle Ernährungsberatung und Trainingspläne Die Durchführung des MetaCheck fitness® ist denkbar einfach und kann direkt im Studio vorgenommen werden. Die Probe wird dann im Labor anonymisiert analysiert. Ein einfacher Wangenabstrich genügt. Im Auswertungsergebnis enthalten ist der Meta-Typ des Kunden. Anhand diesem können Empfehlungen ausgesprochen werden, die zeigen, welche Makronährstoffe am effektivsten verstoffwechselt werden und wie man dadurch leichter und nachhaltiger abnehmen kann.

Abgerundet wird der MetaCheck fitness® durch viel Detailwissen über den eigenen Körper: • Wie anfällig ist der Kunde für den Jo-Jo-Effekt? • Wie ausgeprägt sind Hunger- und Sättigungsgefühl? • Wie viele Mahlzeiten am Tag sind optimal? Diese Informationen helfen dem Trainer, seinem Kunden die bestmögliche Grundlage zum Gewichtsverlust zu bieten.

Mit Schulung zum MetaCheck fitness®Experten In MetaCheck fitness® Angelegenheiten stehen die Experten der for me do GmbH den Studiomitarbeitern jederzeit zur Verfügung, indem sie effiziente Schulungen durchführen und das Studio mit Marketingmaterialien ausstatten. Die Schulungsinhalte sind leicht verständlich, sodass in kurzer Zeit jeder Fitnesstrainer alles rund um die Einbindung der Analyseergebnisse in die Trainingspläne der Kunden, die Meta-Typ-Varianten, die Berücksichtigung der Ergebnisse in die Ernährungspläne sowie Strategien zu Marketing und Verkauf lernt. Durch Informationsbroschüren und MetaCheck fitness® Musterauswertungen kann direkter Kundenkontakt hergestellt und der Verkauf gefördert werden.

Stark nach der Krise mit MetaCheck fitness®

Die Ausdauervariante E (wie „Endurance“) ist durch einen besonders hohen Kalorienverbrauch bei Ausdauersportarten gekennzeichnet, wie es zum Beispiel beim Joggen oder Schwimmen der Fall ist. Die Schnellkraftvariante S (wie „Speed“) weist einen höheren Kalorienverbrauch bei Schnellkraftsportarten auf, wie zum Beispiel beim Sprinten oder Intervalltraining.

Inzwischen wird deutlich, dass die Corona-Pandemie das Gesundheitsbewusstsein der Menschen deutlich gestärkt hat. Nie war es wichtiger, gesund und fit im Alltag zu sein. Auch die Lockdowns, das vermehrte Homeoffice und die mangelnde Bewegung führen dazu, dass der Drang nach körperlicher Fitness zunimmt. Aus aktuellen Studien geht ebenfalls hervor, dass im Falle einer Coronavirusinfektion das Körpergewicht darüber entscheiden kann, ob es zu schwerwiegenden Komplikationen kommen kann oder die Krankheit milde verläuft. Ein fitter Körper sorgt hingegen für eine Entlastung des Immunsystems und kann mit Infektionen besser umgehen als ein durch Übergewicht geschwächter Körper (Özuak & Seltenreich, 2020). Hier kann man mit dem MetaCheck fitness® perfekt anknüpfen, denn jeder Kunde erfährt durch seinen persönlichen Meta-Typ, welche Makronährstoffe er am effektivsten verstoffwechselt, wie er dadurch leichter und nachhaltiger abnehmen kann und wie er aktiv die Verbesserung seines Gesundheitszustands angeht.

Das Center of Genetic Analysis and Prognosis – kurz CoGAP – wurde 2009 gegründet und widmet sich seitdem der Entwicklung genetischer Analysen. Seit 2019 ist CoGAP® eine hundertprozentige Tochter der R-Biopharm AG. Der global agierende Diagnostikhersteller aus Darmstadt gehört zu den weltweit führenden Anbietern für klinische Diagnostik sowie Lebensmittelund Futtermittelanalytik.

Caroline Schneider

Auf der Grundlage der MetaCheck fitness® Auswertung stellt der Berater im Studio dem Kunden ein individuelles Sport- und Ernährungsprogramm zusammen. Wertvolle Tipps für eine richtige Ernährung zum Abnehmen in Form von individuellen Ernährungsvorschlägen, Rezeptideen sowie einer Lebensmittelliste zur Übersicht für den Kunden sind Bestandteile der Analyseauswertung. Zusätzlich weist jeder Meta-Typ eine von zwei Sportvarianten auf.

Exklusiver Vertriebspartner: Die for me do GmbH ist exklusiver Vertriebspartner für den Bereich Fitness, Physiotherapie und Mikrostudios. Mit über 1.500 Beratern in Deutschland ist sie damit Marktführer in diesem Segment.

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Caroline Schneider hat ihr Studium in Sprache und Kommunikation mit dem Ergänzungsfach Wirtschaftswissenschaften (B. A.) erfolgreich abgeschlossen und war jahrelang in der Fitnessbranche tätig. Heute arbeitet sie in der Gesundheitsbranche als Projektmanagerin und hat sich als persönliches Ziel gesetzt, so oft wie möglich Bewegung und Sport in ihren Alltag zu integrieren. Literaturliste: Özuak, O. & Seltenreich, K. (2020). Risikofaktor für schweren Verlauf von COVID-19. medical fitness and healthcare, 2, 70–71.

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FITNESS & GESUNDHEIT | NAHRUNGSERGÄNZUNG | ANZEIGE

Foto: (Pixabay) lewisgoodphotos

Überleben und wachsen trotz Pandemie

Entkommen Sie der „Präsenzfalle“

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Foto: coolhand1180 – stock.adobe.com

inige Unternehmen, insbesondere die, die keinen persönlichen Kontakt zu ihren Kunden benötigen, florierten im Jahr 2020. Wenn aber Ihr Geschäft wie in der Gastronomie-, Reise- oder Fitnessbranche die physische Präsenz Ihrer Kunden voraussetzt, dann drohen Ihnen Probleme. Viele Unternehmen haben bereits Schwierigkeiten, andere warten und versuchen, das Virus „auszusitzen“, aber einige haben schon einen Weg gefunden, um zu überleben. Starten Sie eine Partnerschaft mit einem der erfolgreichsten globalen Nahrungsergänzungsmittelunternehmen, das Ihnen Folgendes bietet:

Foto: Robert Kiyosaki (www.richdad.com)

Die wirklich cleveren Unternehmen haben bereits einen Weg gefunden, ihr Geschäftsmodell zu erweitern, indem sie ihren bestehenden Kunden ergänzende Dienstleistungen anbieten. Viele Besitzerinnen und Besitzer von Fitnessstudios erkennen, dass der Fitnesserfolg ihrer Kundschaft neben einer Übungsroutine sehr stark von der Qualität der Ernährung abhängt. Sie überleben nicht nur, während ihre Studiotüren geschlossen sind, sie blühen auf! Finden auch Sie heraus, wie Ihr Fitnessgeschäft WACHSEN kann, während die Welt versucht, die Pandemie zu überstehen.

~ Abraham Lincoln

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Viele Fitnesseinrichtungen weltweit haben schon die finanziell günstige Chance erkannt, ihre Kunden noch zufriedener zu machen.

Wann starten Sie? Kontaktieren Sie mich für weitere Informationen!

DIRK BAEDORF

Foto: Dirk Baedorf

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FITNESS & GESUNDHEIT | FACHARTIKEL INTENSITÄTSSTEUERUNG

Intensitätssteuerung im Personal Training

Spotting und Hands-on-Techniken Text: Prof. Dr. Christoph Eifler

Im Kontext des Personal Trainings existieren spezielle Techniken zur Intensivierung der Trainingsbelastung. Insbesondere das sogenannte Spotting und die Hands-on-Techniken zum manuellen Widerstandstraining können für Personal Trainer bei der individuellen Intensitätssteuerung hilfreich sein.

Foto: Seventyfour – stock.adobe.com

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ersonal Trainer müssen flexibel sein und über die Kompetenz verfügen, ihren Kunden auch mit wenig Equipment ein effektives Workout zu bieten. Diese Fähigkeit wird vor allem bei einem Körpergewichtstraining ohne jegliche Hilfsmittel gefordert. Im Personal Training werden in diesem Kontext das sogenannte Spotting und die Hands-on-Techniken verwendet. Das Ziel dieses Artikels besteht darin, diese Begriffe näher zu betrachten und das manuelle Widerstandstraining als spezielle Form des Spotting bzw. der Hands-on-Techniken vorzustellen.

Spotting und Hands-on-Techniken Spotting beschreibt übergeordnet die Kontrolle der korrekten Bewegungsausführung, die Korrektur von Bewegungsfehlern sowie die Durchführung von Hilfestellungen (Spotting also im Sinne einer Fokussierung der Aufmerksamkeit auf den Trainierenden). Bei enger Auslegung des Begriffes wird unter Spotting die Durchführung von Hilfestellungen verstanden, die den Technikerwerb bzw. die Bewegungsausführung unterstützen oder den Trainierenden beim Training mit hohen Zusatzlasten absichern sollen. Auch die Hilfestellung zum Erzwingen weiterer Wiederholungen über das konzentrische Muskelversagen hinaus fällt unter das Spotting.

In der Trainingspraxis werden manuell ausgeführte Hilfestellungen sowie das Setzen eines mit den Händen erzeugten Widerstands auch als Hands-on-Techniken bezeichnet, da der Trainer beim Trainierenden buchstäblich die Hände anlegen muss. Insofern gelten Hands-on-Techniken als spezielle Methoden des Spotting. Insbesondere das Setzen manueller Widerstände ist eine nachweislich effektive Möglichkeit der Intensitätssteuerung im Krafttraining (Chulvi-Medrano et al., 2017).

Manuelles Widerstandstraining Beim manuellen Widerstandstraining sind einige Aspekte zu beachten: Der manuelle Widerstand sollte so erzeugt werden, dass dieser exakt in der gegenläufigen Richtung zu der Wirkungsrichtung des Kraftimpulses der Muskulatur einwirkt. Hinsichtlich der Höhe des manuellen Widerstands ist es sinnvoll, die jeweilige Übung zunächst mit geringem Druck auszuführen, um herauszufinden, wie viel Kraft der Trainierende bei der Bewegungsausführung überhaupt aufbringen kann, respektive wie viel Kraft für den manuellen Widerstand aufgebracht werden muss. Der ausgeübte Druck sollte möglichst konstant gehalten werden. Ist dieser nicht gleichbleibend, sind mechanische

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FITNESS & GESUNDHEIT | FACHARTIKEL INTENSITÄTSSTEUERUNG Es ist möglich, den manuellen Widerstand so hoch zu wählen, dass er vom Trainierenden nicht überwunden werden kann. Die Folge ist eine isometrische Beanspruchung der Arbeitsmuskulatur. Er kann aber auch nur so hoch sein, dass der Trainierende ihn gerade so überwindet. Daraus resultiert eine intensive konzentrische Beanspruchung. Der manuelle Widerstand kann auch höher als der maximal mögliche Kraftimpuls aus der Arbeitsmuskulatur des Kunden sein. Die Folge wäre ein hochintensives exzentrisches Krafttraining. Es sollte im Vorfeld geklärt werden, an welchen Körperpartien ein manueller Widerstand angesetzt werden darf. Unproblematisch ist in der Regel ein Griffansatzpunkt an den Extremitäten oder am Schultergürtel.

Fazit Foto: Friends Stock – stock.adobe.com

Unter Berücksichtigung der genannten Punkte kann im Personal Training insbesondere bei der Ausführung von Übungen mit dem eigenen Körpergewicht oder dem Schlingentrainer eine individualisierte Intensitätssteuerung erfolgen, die ohne zusätzliche Hilfsmittel funktioniert. Durch die korrekte Handhabung von Spotting und Hands-on-Techniken kann die Trainingsbetreuung ohne finanziellen Aufwand verbessert und das Training der Kunden effektiviert werden.

Foto: DHfPG/BSA

Spannungsschwankungen in der Arbeitsmuskulatur des Trainierenden das Resultat. Darunter können die Effektivität und Qualität der Bewegungsausführung leiden. Bei manuellem Widerstand an Extremitäten oder auf beiden Seiten des Schultergürtels ist die Erzeugung eines symmetrischen Drucks wichtig. Es sollte daher unbedingt darauf geachtet werden, dass der manuell gesetzte Widerstand nicht die Bewegungsausführung abfälscht.

Prof. Dr. Christoph Eifler Prof. Dr. Christoph Eifler leitet den Fachbereich Trainings- und Bewegungswissenschaft der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement (DHfPG) sowie den Fachbereich Fitness der BSA-Akademie. An der DHfPG erfüllt er zudem das Amt des Prorektors für Forschung. www.dhfpg-bsa.de

Literaturliste Chulvi-Medrano, I., Rial, T., Cortell-Tormo, J. M., Alakhdar, Y., La Scala Teixeira, C. V., Masiá-Tortosa, L. & Dorgo, S. (2017). Manual resistance versus conventional resistance training: impact on strength and muscular endurance in recreationally trained men. Journal of Sports Science & Medicine, 16 (3), 343–349.

Manueller Widerstand beim Seitstütz Foto: DHfPG/BSA

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FITNESS & GESUNDHEIT | PERSONAL TRAINING IN DER GRUPPE

Individuelle Betreuung in Kleingruppen

Fotos: LStockStudio – stock.adobe.com

Small Group Personal Training Text: Prof. Dr. Daniel Kaptain

Mit Gruppendynamik, individueller und intensiver Trainingsbetreuung sowie vergleichsweise geringen Kosten vereint das Small Group Personal Training die Vorteile des Gruppen-, Personal- und Flächentrainings in einem attraktiven Angebot für Fitnesskunden.

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aut allgemeiner Definition ist Personal- oder auch Einzeltraining das körperliche und ggf. auch mentale Training im Rahmen einer individuellen Betreuung einzelner Personen durch eine ausgebildete Fachkraft. Dabei berät diese, erstellt passende Trainingspläne, geht auf die Bedürfnisse des Kunden durch abgestimmte Einzellektionen ein und gibt Ernährungstipps zur optimalen Unterstützung des Trainings (Kaptain, 2018a). Neben dem Einzeltraining gibt es

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die Eins-zu-zwei-Betreuung, das sogenannte Partner Personal Training, sowie das Training in Kleingruppen (oder auch Small Group Personal Training, kurz: SGPT). Letzteres wird in diesem Artikel schwerpunktmäßig besprochen.

Professionelle Betreuung als Erfolgsbasis Eine professionelle und individuelle Betreuung ist eine Grundvoraussetzung für ein effizientes und effektives Training fitness MANAGEMENT international

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(Mazetti et al. 2000; Ratamess, et al. 2008). Dies ist der Hauptgrund, warum immer mehr Kunden die Vorzüge eines Personal Trainers nutzen. Diese Form der Betreuung besteht jedoch nicht ausschließlich aus der engmaschigen Eins-zu-einsBetreuung während des Trainings, sondern beinhaltet auch die ganzheitliche Betrachtung der leistungsbeeinflussenden Parameter wie Ernährung und Regeneration. Außerdem wird auf den daraus resultierenden Ergebnissen die Trainingsplanung aufgebaut (Kaptain, 2018b). All dies wird von einem Personal Trainer erwartet, da es im Allgemeinen um die Optimierung der Leistungsfähigkeit des Kunden geht. Diese umfassende Dienstleistung hat jedoch ihren Preis, der laut Branchenschnitt bei 60 bis 100 EUR (BPT, 2020) und mehr je Stunde liegt. Das können sich viele Kunden nicht leisten, obwohl sie an einer hohen Betreuungsqualität interessiert sind. Eine bemerkenswerte und effektive Möglichkeit bietet hier das SGPT. Dabei wird von einem Personal Trainer das Training einer gewissen Anzahl von Personen gleichzeitig strukturiert, betreut und gesteuert. Somit können sich mehrere Personen die Trainerkosten teilen, während die Betreuung trotzdem auf einem hohen Level gehalten wird. Der Unterschied zum Gruppentraining liegt primär in der geringeren Gruppengröße, die es ermöglicht, individuelle Progressionen sowie Übungsmodifikationen vorzunehmen und eine ganzheitliche Betreuung (ergänzende Trainings-, Ernährungs- und Gesundheitstipps) der Kunden zu gewährleisten.

Zielgruppenspezifische SGPT-Angebote

Eine weitere Option ist die gezielte Betreuung der Generation 65 plus, da zum einen die koordinative Fähigkeit bei dieser Klientel oft nicht mehr genügend ausgeprägt ist, zum anderen gerade diese Personengruppe einen erhöhten Präventionsbedarf hat (Sturzprophylaxe). Durch individualisierte Trainingsinhalte, beispielsweise Training der Standstabilität und dynamischer Alltagsbelastungen wie Ausfallschritte oder das Heben und Tragen von Lasten, können ältere Personen zielgerichtet und strukturiert betreut werden. Zielgruppenspezifisches SGPT stellt dabei nicht nur für den Kunden eine interessante und kostensparende Option dar. Auch der Betreiber der Fitness- oder Gesundheitseinrichtung kann mit geringeren Personalkosten kalkulieren und Kunden durch eine hohe Betreuungsqualität bzw. die daraus resultierende Zufriedenheit nachhaltig binden, was zusätzliche ökonomische Effekte mit sich bringt (Kaptain, 2018b; Kaptain, 2018c; Rustaden et al., 2017; Storer et al., 2014). 01/21

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Durch SGPT können Kunden sowohl mit leistungsorientierten Zielen (z. B. Kraftsteigerung oder Muskelaufbau) wie auch aus dem präventiv-rehabilitativen Training (z. B. Sturzprophylaxe) umfassend und qualitativ hochwertig betreut werden. Dies sind essenzielle Faktoren zur nachhaltigen Kundenbindung, denn erfolgreiche und zufriedene Kunden sind stets das Ziel! Um diese exklusive und hochwertige Betreuungsleistung zu erbringen, sind entsprechend hochqualifizierte und motivierte Trainer die Grundvoraussetzung.

Foto: DHfPG/BSA

In der Praxis haben sich Konzepte etabliert, durch die Trainer auch zeitlich orientiert arbeiten. Beispielsweise werden nur bestimmte Elemente der Fitnesseinheit durch den Personal Trainer betreut und angeleitet (Kaptain, 2018b). Die Kunden führen das Warm-up selbstständig durch und werden anschließend nur für die komplexen sowie technisch anspruchsvolleren Übungen vom Trainer begleitet. Dies spart Zeit und damit Kosten und steigert zusätzlich die Effizienz, da solche Trainingselemente (Dauer ca. 20–25 Minuten) auch mehrfach hintereinander angeleitet werden können. Somit wird die Anzahl der intensiv betreuten Kunden nochmals vergrößert, die Betreuungsqualität bleibt jedoch auf einem ähnlich hohen Niveau.

Fazit

Prof. Dr. Daniel Kaptain Prof. Dr. Daniel Kaptain ist u. a. Dozent an der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement (DHfPG) und der BSA-Akademie. Er promovierte im Fachbereich Sportwissenschaften. Außerdem arbeitet er als Personal Trainer, Trainingstherapeut und Athletiktrainer. Darüber hinaus ist er Experte für Konditions- und Athletiktraining. www.dhfpg-bsa.de

Auszug aus der Literaturliste BPT – Bund deutscher Personal Trainer (2020). Die häufigsten Fragen rund um den BPT e. V. & das Personal Fitness Training. Zugriff am 02.11.2020. Verfügbar unter: https:// www.bundesverband-pt.de/bundesverband/haeufige-fragen/ Rustaden, A. M., Haakstad, L. A. H., Paulsen, G. & Bø, K. (2017). Effects of BodyPump and resistance training with and without a personal trainer on muscle strength and body composition in overweight and obese women – A randomised controlled trial. Obesity Research & Clinical Practice, 11(6), 728–739. Für eine vollständige Literaturliste kontaktieren Sie bitte marketing@dhfpg-bsa.de.

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FITNESS & GESUNDHEIT | FACHARTIKEL PSYCHOLOGIE

Kundenbetreuung auf Beziehungsebene

Guter Draht im Personal Training Text: Prof. Dr. Julia Krampitz

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Foto: NDABCREATIVITY – stock.adobe.com

Wie können Personal Trainer eigentlich eine tragfähige Kundenbeziehung aufbauen? Als ein wichtiger Erfolgsfaktor ist hier die Coaching-Haltung zu nennen. Nur, wenn der Personal Trainer offen und „echt“ mit dem Kunden arbeitet, fasst dieser Vertrauen und den Mut, selbst aufgeschlossen und unverfälscht zu sein. Die Entwicklung eines sogenannten guten Drahtes stellt somit einen Erfolgsgaranten in der Kundenbindung dar. Doch wie genau beeinflusst dieser das Verhalten des Kunden?


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er Begriff „Rapport“, oder auch als sogenannter guter Draht bezeichnet, geht auf den Hypnotiseur Franz Anton Mesmer zurück. Er bezeichnete damit eine vertrauensvolle, wertschätzende Beziehung zwischen Therapeut und Patient, Coach und Klient, aber auch zwischen Personal Trainer und Kunde. Zur Herstellung und Aufrechterhaltung des guten Drahtes und um eine tragfähige Beziehung zu fördern, sind alle Beteiligten gefragt, in besonderem Maße jedoch der Gesprächsführer (hier also der Personal Trainer).

Beeinflussung des Kundenverhaltens Im Personal Training besteht die Kunst darin, eine wertschätzende und wohlige Gesprächsatmosphäre für den Kunden aufzubauen, die als Nährboden zur Reflexion des (Gesundheits-)Verhaltens, der Kräfte und Potenziale dient. Ziel ist es, den Kunden durch die Optimierung seiner Fähigkeiten auf dem Weg zu persönlichen und trainingsspezifischen Zielen zu begleiten. Erzeugt wird diese wohlige Gesprächsatmosphäre durch eine interessierte und wertschätzende Haltung gegenüber dem Kunden sowie durch die Akzeptanz seines Weltbildes. Methoden wie das aktive Zuhören und das Spiegeln auf der inhaltlichen, stimmlichen und körpersprachlichen Ebene können diese Haltung dabei verstärken.

Gute Beziehung als Erfolgsfaktor

Hingegen fördern Vertrauen und prosoziale Interaktionen die vermehrte Ausschüttung des Bindungshormons Oxytocin. Wird durch den guten Draht die sogenannte Oxytocin-Dusche ausgelöst, wirkt dies angstlösend bzw. motivationsanregend und gleichzeitig hemmend auf die Cortisol-Freisetzung. Oxytocin hat nachweislich einen förderlichen Effekt auf Einfühlungsvermögen, Vertrauen und Empathie (Meyer-Lindenberg et al., 2011). Dies stärkt nicht nur kurzfristig die Bindung zwischen Personal Trainer und Kunde, sondern sichert langfristig auch eine erfolgreiche Kundenbindung. Als Personal Trainer ist es daher wichtig, zu verstehen, wie Menschen andere Menschen wahrnehmen und deren Verhalten deuten, denn beides beeinflusst das eigene Handeln.

Fazit Der Personal Trainer besitzt also die Möglichkeit, mit der Wirkung der Oxytocin-Dusche zu einer erfolgsfördernden Betreuungsatmosphäre beizutragen oder wie es bereits Frindte (2001, S. 17) formulierte:

Kommunikation ist ein sozialer Prozess, in dessen Verlauf sich die beteiligten Personen wechselseitig zur Konstruktion von Wirklichkeit anregen.

Durch das richtige Auftreten können Personal Trainer demnach unmittelbar die Beziehung zum Trainierenden und damit die Kundenbindung insgesamt positiv beeinflussen.

Foto: DHfPG/BSA

Der Social-Brain-Forschung nach gilt die gute Beziehung als ein wesentlicher Erfolgsfaktor für die Veränderungswirksamkeit von Interventionen aller Art (Grawe, 2004; Herrmann, 2009) – das trifft auch auf die Bindung zwischen Kunde und Personal Trainer im Fitness- oder Gesundheitsstudio zu. In Studien konnte gezeigt werden, dass Brüche in dieser Beziehung (z. B. Gefühl mangelnder persönlicher Akzeptanz und Zugehörigkeit) Hirnareale aktivieren können, die an der Verarbeitung von Schmerzen beteiligt sind, was zu negativen Emotionen führt.

Für einen gelungenen Start sowie die optimale verbale und nonverbale Kommunikation unter der Oxytocin-Dusche helfen folgende Reflexionsfragen: Welcher Typ Mensch ist mein Kunde? Welche Eindrücke schwingen aus dem Erstkontakt mit? Was wüsste ich gern noch über das Anliegen/Ziel des Kunden? Inwieweit hilft mir meine Vorbereitung, ein guter Personal Trainer zu sein? Was muss ich als Personal Trainer tun und lassen, um „mein Geld wert“ zu sein? Ist es mir wichtig, dass der Kunde mich gut bewertet? Welche Risiken birgt es, dass ich Bestätigung erfahren will? Was unterscheidet mein Personal Training von anderen?

Prof. Dr. Julia Krampitz Prof. Dr. Julia Krampitz, Doctor of Public Health und M. A. Prävention und Gesundheitsmanagement, ist als Professorin für den Fachbereich Psychologie/Pädagogik an der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement (DHfPG) tätig. Sie fungiert außerdem als Fachautorin und gefragte Expertin in den Medien. www.dhfpg-bsa.de

Tipps für den Erstkontakt Das Personal Training beginnt nicht erst mit dem Start der ersten Einheit, es beginnt viel früher – und zwar im Kopf. Bereits die Haltung, mit der man ins Beratungsgespräch für ein Personal Training geht, bestimmt die Perspektiven, die Fragen, das gesamte Auftreten. 01/21

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Auszug aus der Literaturliste Frindte, W. (2001). Einführung in die Kommunikationspsychologie. Weinheim: Beltz. Meyer-Lindenberg, A., Domes, G., Kirsch, P. & Heinrichs, M. (2011). Oxytocin and vasopression in the human brain: Social neuropeptides for translational medicine. Journal of Nature Reviews Neuroscience, 12, 524–538. Für eine vollständige Literaturliste kontaktieren Sie bitte marketing@dhfpg-bsa.de.

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FITNESS & GESUNDHEIT | FACHARTIKEL KRAFTTRAINING

Angewandte Trainingswissenschaft (Teil 5)

Die 5x5-Methode Text: Patrick Berndt

Effektives Krafttraining muss nicht kompliziert sein! Die 5x5-Methode basiert auf komplexen Grundübungen mit der Langhantel und einer systematischen Belastungsprogression, wodurch sowohl Trainingseinsteiger als auch Fortgeschrittene ihre Maximalkraft steigern und Muskelwachstum erzeugen können.

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ie 5x5-Methode ist ein Beispiel dafür, dass eine Trainingsmethode zur Steigerung von Kraft und Muskelmasse entgegen vieler Vorstellungen absolut nicht hochkomplex und kompliziert sein muss. Insbesondere Einsteiger und Fortgeschrittene können sogar vom Minimalismus solcher Methoden profitieren, da diese leicht

umzusetzen sind. Gepaart mit einer systematischen Belastungssteigerung von Woche zu Woche kann dies zu einer kontinuierlichen und langfristigen Umsetzung des Trainingsplans motivieren und eine Steigerung von Kraft und Muskelmasse ermöglichen (Peterson, Pistilli, Haff, Hoffmann & Gordon, 2011).

Foto: less.talk – stock.adobe.com

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Die 5x5-Methode

Tab. 2: Belastungsprogression bei der 5x5-Methode

Mittlerweile existieren unzählige Varianten der ursprünglichen 5x5-Methode, wie beispielsweise Starting Strength, Stronglifts, Madcow u. v. a. m. Das Grundprinzip der Trainingsmethode ist allerdings bei nahezu allen gleich. Man trainiert an drei Tagen pro Woche jeweils den gesamten Körper durch folgende Grundübungen mit der Langhantel: Kniebeugen Kreuzheben Bankdrücken Schulterdrücken Rudern Die Übungen werden in zwei Trainingseinheiten (A und B) aufgeteilt, wobei Kniebeugen Teil beider Einheiten sind. Kreuzheben wird hingegen nur einmal pro Woche mit verringertem Belastungsumfang durchgeführt, um den unteren Rücken nicht zu überlasten. Die Reihenfolge der Einheiten ändert sich nicht, sodass Trainingseinheit A zweimal und B nur einmal pro Woche ausgeübt wird. Zwischen den Einheiten sollte jeweils mindestens ein Tag zur Regeneration eingeplant werden. Tab. 1: Trainingseinheiten und Übungsverteilung bei der 5x5-Methode

Einheit A

Einheit B

Einheit A

5x5 Kniebeugen

5x5 Kniebeugen

5x5 Kniebeugen

5x5 Bankdrücken

5x5 Schulterdrücken

5x5 Bankdrücken

5x5 Rudern

1x5 Kreuzheben

5x5 Rudern

(z. B. Montag)

(z. B. Mittwoch)

(z. B. Freitag)

Belastungssteuerung und -progression

Einsteiger

Fortgeschrittene

Kniebeugen

+ 10 kg/Woche

+ 5 kg/Woche

Kreuzheben

+ 10 kg/Woche

+ 5 kg/Woche

Bankdrücken

+ 5 kg/Woche

+ 2,5 kg/Woche

Schulterdrücken

+ 5 kg/Woche

+ 2,5 kg/Woche

Rudern

+ 5 kg/Woche

+ 2,5 kg/Woche

Weitere Übungen sind bei der 5x5-Methode nicht notwendig. Sie können weiter fortgeschrittenen Trainierenden allerdings dabei helfen, mehr Muskelmasse aufzubauen oder an Schwachstellen zu arbeiten, um ihre Kraftleistung nochmals zu verbessern.

Fazit Trotz des simplen Aufbaus der 5x5-Methode können durch kontinuierliche und progressiv gesteigerte Belastungen beachtliche Zuwächse an Kraft und Muskelmasse erreicht werden. Sofern eine für die Kundenziele adäquate Ernährung und Regeneration eingehalten sowie auf eine optimale Bewegungstechnik geachtet wird, stellt die 5x5-Methode eine effektive Trainingsmethode dar. Insbesondere Personen mit geringerer Trainingserfahrung können mit ihr sicher an das Maximalkrafttraining herangeführt werden.

Foto: DHfPG/BSA

Wie die Methodenbezeichnung bereits verrät, führt man bei der 5x5-Methode während jeder Übung fünf Trainingssätze mit jeweils fünf Wiederholungen durch. Das Kreuzheben bildet hierbei eine Ausnahme, da nach mehreren Aufwärmsätzen lediglich ein Arbeitssatz ausgeführt wird. Grundvoraussetzung für das Training nach dieser Methode ist selbstverständlich, dass alle geplanten Übungen technisch korrekt absolviert werden können, da der Fokus zu jedem Zeitpunkt auf einer möglichst maximalen Bewegungsqualität liegen sollte. Zur Fortschrittsüberprüfung sowie zur Belastungssteuerung empfiehlt sich vor Trainingsbeginn ein Krafttest, um das Fünfwiederholungsmaximum (5-RM) für alle Übungen des Trainingsplans zu ermitteln.

Foto: less.talk – stock.adobe.com

Um zu gewährleisten, dass trotz sukzessiver Ermüdung in jedem Trainingssatz alle geplanten Sätze mit fünf Wiederholungen absolviert werden können, sollte zu Beginn des Trainings die Trainingslast nur 80 Prozent des 5-RMs entsprechen. Die Last wird anschließend von Woche zu Woche kontinuierlich gesteigert. Wobei Anfänger aufgrund des größeren technisch-koordinativen Verbesserungspotenzials in der Regel eine steilere Progression verwenden können als Fortgeschrittene (vgl. Tab. 2). Falls man die gesteigerte Last nicht mehr in allen Sätzen fünfmal bewältigen kann, reduziert man diese auf die Werte der Vorwoche und fährt anschließend mit der Progression fort (Wood, Goodwin & Cleather, 2016). 01/21

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Patrick Berndt Der Sportwissenschaftler Patrick Berndt ist als wissenschaftlicher Mitarbeiter und Dozent im Fachbereich Trainings- und Bewegungswissenschaft an der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement (DHfPG) sowie an der BSA-Akademie tätig. Durch seinen Einsatz als Athletik- und Personal Trainer in den Bereichen des Individual- und Mannschaftssports sowie als trainingswissenschaftlicher Berater verfügt er über umfassende Praxiserfahrung und Fachkompetenz. www.dhfpg-bsa.de

Literaturliste Peterson, M. D., Pistilli, E., Haff, G. G., Hoffmann, E. P. & Gordon, P. M. (2011). Progression of volume load and muscular adaptation during resistance exercise. European Journal of Applied Physiology, 111 (6), 1063–1071. Wood, P. P., Goodwin, J. E. & Cleather, D. J. (2016). Lighter and heavier initial loads yield similar gains in strength when employing a progressive wave loading scheme. Biology of Sport, 33 (3), 157–261.

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FITNESS & GESUNDHEIT | FACHARTIKEL ERNÄHRUNG

Ernährungsmythen (Teil 7)

Intermittierendes Fasten Text: Niklas Schwarz

Die Popularität des intermittierenden Fastens als Erfolg versprechende Ernährungsstrategie nimmt stetig zu. Wie sie angewendet werden kann und welche Vor- sowie Nachteile sie birgt, ist jedoch häufig unklar. Nachfolgend soll über die praktische Umsetzung von Fastenstrategien aufgeklärt werden.

Foto: TanyaJoy – stock.adobe.com

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as intermittierende Fasten (kurz: IF; Syn.: Intervallfasten, Intermittent Fasting) nimmt seit geraumer Zeit an Bekanntheit und Beliebtheit zu. Viele Aussagen bezüglich gesundheitlicher Vorteile und positive Erfahrungsberichte verbreiten sich rasch. Über die verschiedenen Vorgehensweisen wird intensiv diskutiert, wobei die 16:8-Variante wohl als berühmteste gelten kann.

Was ist intermittierendes Fasten? Beim IF wird die Nahrungsaufnahme in zwei Phasen aufgeteilt. In der Fastenphase wird keine Nahrung zugeführt. Energiefreie Flüssigkeiten wie z. B. Wasser, Kaffee oder ungesüßter Tee dürfen allerdings konsumiert werden. In der zweiten Phase kann „normal“ gegessen und getrunken werden. Beispielsweise fastet man bei der 16:8-Diät 16 Stunden am Stück, woraufhin in den nachfolgenden acht Stunden Nahrung aufgenommen wird. Ob man mit intermittierendem Fasten Gewicht reduziert oder erhöht, hängt maßgeblich von der Energiezufuhr ab. Aufgrund der eingeschränkten Zeit für die Nahrungsaufnahme fällt es vielen deutlich leichter, ein Kaloriendefizit zu erreichen.

Die 16:8-Diät

Ein nennenswerter Nachteil ist die relativ hohe Abbruchquote von bis zu 38 Prozent (Trepanowski et al., 2017). Weiterhin konnte gezeigt werden, dass bei Gesunden alle gesundheitsbezogenen Parameter (z. B. Blutfettwerte, Blutglukosespiegel etc.), die sich während des Fastens verbessert haben, nach dem Ende der Diät zurück auf ihre Ausgangslage fielen (Richter, 2017). Aufgrund dessen ist es von großer Bedeutung, dass Ernährungsberater ihre Klienten kontinuierlich und intensiv betreuen, um diese negativen Punkte zu vermeiden.

Fazit Zum intermittierenden Fasten gehören, wie zu jeder anderen Ernährungsstrategie auch, Vor- und Nachteile. Dementsprechend sollte die Gestaltung des intermittierenden Fastens immer an die individuellen Bedürfnisse und zeitlichen Rahmenbedingungen angepasst werden, um Effektivität zu gewährleisten und die Abbruchwahrscheinlichkeit zu minimieren. Durch eine nachhaltige und intensive Betreuung des Klienten können mit dem intermittierenden Fasten, vor allem auch durch eine sinnvolle Kombination mit einer anderen Ernährungsform, signifikante Erfolge erzielt werden.

Foto: DHfPG/BSA

Ein Vorteil dieser Form des intermittierenden Fastens ist, dass bei genauem Planen der Fastenphase nur eine Hauptmahlzeit entfällt. Beispielsweise kann das Fasten von 20 Uhr bis 12 Uhr dauern und somit die Person von 12 Uhr bis 20 Uhr Nahrung zuführen. Für viele fällt dadurch zum Beispiel nur das Frühstück aus und das Mittag- sowie Abendessen können wie gewohnt verzehrt werden. Zu beachten ist jedoch, dass in diesem Zeitfenster von acht Stunden nicht vermehrt Energie zugeführt werden darf. Ansonsten käme es zu einem Ausgleich des Energiedefizits, das durch das Weglassen einer Mahlzeit erreicht wurde.

Nachteile des intermittierenden Fastens

Für bestimmte Personengruppen, z. B. Schichtarbeiter, stellt sich das Einhalten fester Fastenzeiten als oftmals schwierig dar. Sie müssten z. B. mit ihrem Schichtwechsel auch die Fastenphase anpassen. Eine Alternative zur 16:8-Diät ist das Fasten an einem ganzen Tag in der Woche. Somit wird an sechs Tagen „normal“ gegessen und an einem Tag komplett gefastet.

Vorteile des intermittierenden Fastens IF bewirkt einen positiven Effekt auf die Blutfettwerte und die Prävention von Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Jedoch stellt sich die Frage, ob diese Effekte auf das intermittierende Fasten oder auf die dadurch erzielte Gewichtsreduktion zurückzuführen sind (Malinowski et al., 2019). Foto: TanyaJoy – stock.adobe.com

Darüber hinaus ist es ein weiterer Pluspunkt, dass IF mit anderen Ernährungsformen kombiniert werden kann. Zum Beispiel ist eine vegane, Paleo- oder auch Low-Carb-Ernährung in das intermittierende Fasten integrierbar. Somit können die Vorteile der gewählten Ernährungsweise und die Vorzüge des intermittierenden Fastens kombiniert werden, um bessere Erfolge zu erzielen.

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Niklas Schwarz Niklas Schwarz, B. A. Ernährungsberatung, ist als Dozent, Autor und Tutor an der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement (DHfPG) sowie an der BSA-Akademie im Fachbereich Ernährung tätig. Praktische Erfahrung sammelte er mehrere Jahre als Fitnesstrainer und Ernährungscoach in der Betreuung von Sportlern sowie übergewichtigen Personen. www.dhfpg-bsa.de

Literaturliste Malinowski, B., Zalewska, K., Węsierska, A., Sokołowska, M. M., Socha, M., Liczner, G. et al. (2019). Intermittent Fasting in Cardiovascular Disorders – An Overview. Nutrients, 11 (3), 673. Richter, M. (2017). Fasten im Ramadan. Ernährungsumschau, 5, 17–22. Trepanowski, J. F., Kroeger, C. M., Barnosky, A., Klempel, M. C., Bhutani, S., Hoddy, K. K. et al. (2017). Effect of Alternate-Day Fasting on Weight Loss, Weight Maintenance, and Cardioprotection Among Metabolically Healthy Obese Adults: A Randomized Clinical Trial. JAMA internal medicine, 177 (7), 930–938.

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WISSENSCHAFT & PRAXIS | BILDUNG | ANZEIGE

Studium – Weiterbildung – Qualität Informationen und Neuigkeiten der BSA-Akademie, der BSA-Zert und der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement (DHfPG)

Neue Qualifikation der BSA-Akademie „Hygienebeauftragte/r (BSA)“ Mitarbeiter, die Hygienekonzepte umfassend planen, einführen und überwachen können, werden für Dienstleister wie Fitness-, EMS- und Sonnenstudios sowie Physiotherapiepraxen zunehmend wichtiger. Mit der neuen Online-Qualifikation „Hygienebeauftragte/r (BSA)“ der BSA-Akademie erfahren Teilnehmende zum Beispiel, wie sie die Unternehmensleitung in Hygienefragen beraten können. Das Zertifikat „Hygienebeauftragte/r (BSA)“ ist u. a. Voraussetzung der neuen Hygienezertifizierung für Unternehmen, die von der unabhängigen Zertifizierungsstelle BSA-Zert angeboten wird. Dadurch kann Hygiene als geprüftes Qualitätsmerkmal für Kunden, Geschäftspartner und Mitarbeiter sichtbar gemacht werden. Ein unverbindliches Angebot zur Hygienezertifizierung kann jederzeit auf der Website der BSA-Zert angefordert werden. Zur Qualifikation: bsa-akademie.de/hygiene; zur Zertifizierung: bsa-zert.de/hygiene Foto: DHfPG/BSA

Studiengänge >> dhfpg.de

Lehrgänge >> bsa-akademie.de

Zertifizierung >> bsa-zert.de

Mehr Infos zum dualen Bachelor- und Master-Studium, zu den BSA-Lehrgängen oder zur Zertifizierung unter: Tel. +49 681 6855 143

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M. A. Prävention und Gesundheitsmanagement Studienschwerpunkt „Sporternährung“ Zum Erhalt bzw. zur Steigerung der körperlichen Leistungsfähigkeit ist auch die richtige Ernährung entscheidend. Studierende des Master-Studiengangs Prävention und Gesundheitsmanagement der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement erwerben im Studienschwerpunkt „Sporternährung“ Kompetenzen, um z. B. die individuelle Leistung bei gleichzeitiger Gesunderhaltung des Sportlers zu optimieren. Studierende dieses Master-Studiengangs wählen zwei aus insgesamt 16 Studienschwerpunkten aus. dhfpg.de/mpgm Foto: DHfPG/BSA

Jetzt gesetzliche Anforderungen erfüllen Fachkunde EMF erwerben Der Lehrgang „EMS-Trainer/in“ der BSA-Akademie entspricht inhaltlich den Anforderungen der gesetzlich geforderten Fachkunde EMF (EMF = Elektromagnetische Felder). Durch eine anschließende Personenzertifizierung bei der BSA-Zert, der Zertifizierungsstelle der BSA-Akademie, können Lehrgangsabsolventen den Fachkundenachweis erwerben.* Die BSA-Zert befindet sich für dieses Zertifizierungsprogramm im Antragsverfahren bei der DAkkS (Deutsche Akkreditierungsstelle GmbH).

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bsa-zert.de/ems Foto: DHfPG/BSA

Hochwertiges Zusatzangebot schaffen „BSA-Personal-Trainer-Zertifikat“ Die persönliche Betreuung von Kunden wird immer wichtiger. Interessierte, die das „BSA-Personal-Trainer-Zertifikat“ erhalten möchten, absolvieren die drei Basislehrgänge „Fitnesstrainer/inB-Lizenz“, „Existenzgründung“ sowie „Fitnesscoach“ (oder „Mentaltrainer/in-B-Lizenz“) als fester Bestandteil der Qualifikation und darüber hinaus mindestens zwei weitere Lehrgänge, mit denen sie sich als Personal Trainer spezialisieren. Eine individuelle Lehrgangskombination aus unterschiedlichen Bereichen wie Fitness/ Individualtraining oder Ernährung ist möglich.

bsa-akademie.de/pt Foto: DHfPG/BSA

Über die DHfPG und die BSA-Akademie informieren Die DHfPG und die BSA-Akademie bieten neben den Infoveranstaltungen vor Ort Infovideos auf ihren Websites an. Interessierte können sich mithilfe der kostenfrei und jederzeit abrufbaren Videos u. a. über das Studien- bzw. Lehrgangssystem näher informieren. >> dhfpg.de/events

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>> bsa-akademie.de/events

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WISSENSCHAFT & PRAXIS | KOMMENTAR ALBERT BUSEK

Joe Gold und sein Gold’s Gym

Die „Urzelle“ der modernen Fitnessbranche Das Gold's Gym ist eine Legende, deren Geschichte 1965 in Venice Beach, Kalifornien, begann. Im Sommer 2020 kam es zum Eigentümerwechsel, als Rainer Schaller mit der RSG Group die Kultmarke übernahm. Albert Busek schildert, wie sich das berühmte Gym vom Traum eines Einzelnen zu einer der bekanntesten Fitnessketten der Welt entwickelte. Mit dem Gründer Joe Gold verband den Autor eine langjährige Freundschaft. Text und Fotos: Albert Busek

Immer gut drauf: Joe Gold an der Rezeption im World Gym in Marina del Rey, Kalifornien

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wei große Lieben bestimmten das Leben von Joe Gold: die zum Meer und die zum Training mit Gewichten. 1922 in East L. A. geboren, diente er als sehr junger Mann im Zweiten Weltkrieg in der US Navy und fuhr später als Seemann auf Handelsschiffen über alle Weltmeere. Auch das Training mit Gewichten lernte er früh kennen und trainierte mit Freunden im Heimstudio in seiner Garage in City Terrace/L. A. Schon damals baute Joe jedes Gerät selbst und nutzte dafür alles, was irgendwie passte. Außerdem spielte er Football an der Roosevelt High School und entdeckte den Muscle Beach direkt am Santa Monica Pier für sich, wo er viele in der Szene bekannte Sportler wie Jack LaLanne und Steve Reeves kennenlernte. Sein erstes Studio eröffnete Joe Gold allerdings in New Orleans. Er gab es aber wieder auf, als er sich der Mae West Nightclub Revue in Las Vegas anschloss, zusammen mit „Eisenfreunden“ wie Irvin „Zabo“ Koszewski, Gordon Mitchell und Mickey Hargitay.

Eine Legende entsteht Als Joe nach L. A. zurückkehrte, gab es das Muscle Beach Gym nicht mehr. Um dessen außerordentlichen Spirit fortleben zu lassen, kaufte er zwei Parzellen an der Pacific Avenue in Venice mit der berühmten Hausnummer 1006, ganz nah am Meer. Gemeinsam mit seinem lebenslangen Freund Zabo baute er dort nicht nur das Studio selbst, sondern auch alle Geräte, Bänke, Ablagen und Hanteln. Das Gebäude – ein großer Kubus oder „Schwitzkasten“ – war nebensächlich und bildete nur den Rahmen. Alle Energie, alles Können konzentrierte Joe auf eine Geräteausstattung, die den Athleten die besten

Voraussetzungen für ein optimales Training bieten sollte. Diese Geräte waren ihrer Zeit weit voraus, stabil und funktionell. Beispielsweise liefen die Kabelzüge erstmals über große Rollen mit doppelten Kugellagern, sodass bei jeder Wiederholung die maximale Wirkung entfaltet werden konnte. Alle, die das Eisen liebten, fühlten sich von der ersten Sekunde an im „Ur“-Gold’s Gym wie im Paradies. Für Joe und Zabo wurde es zum „aktiven Wohnzimmer“, in dem sie Freunde empfingen. Ein entscheidender Vorteil war, dass durch die meist offen stehende Eingangstür eine frische Meeresbrise wehte. So strikt wie Joe bei der Umsetzung der Vorstellungen für sein Gym war, war er auch im Umgang mit Menschen. Von ihm gab es nur Klartext. Für alle, die er mochte, erfand er sofort Spitznamen. Arnold wurde zum „Austrian Oak“, Franco zum „Sardinian Samson“. 1970 zog es Joe jedoch wieder aufs Meer. Er verkaufte sein Gold’s Gym mit allen Rechten, was er nur wenige Jahre später und bis zu seinem Tod tief bereute. Den Schmerz überwand er später durch die Gründung des World Gym, einer ebenfalls sehr erfolgreichen Studiokette.

Jahrzehntelange tiefe Freundschaft Wie viele andere Menschen war ich bei unserer ersten Begegnung 1974 von Joe Gold und seinem „Ur“-Gold’s Gym fasziniert. Unsere bis zu seinem Tod andauernde Freundschaft empfinde ich als besonderes Geschenk in meinem Leben. Das Schicksal wollte, dass ich ihn am 2. Juli 2004 noch in seiner Wohnung direkt am World Gym in Marina del Rey besuchen konnte. Bis dahin hatte ich nicht gewusst, wie schlecht sein Gesund-

Arnold Schwarzenegger im Wagen vor dem „Ur“-Gold’s Gym in Venice, Kalifornien.

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WISSENSCHAFT & PRAXIS | KOMMENTAR ALBERT BUSEK heitszustand tatsächlich war und ich war deshalb tief betroffen. Es wird mir für immer unvergesslich bleiben, dass er mich trotzdem in seinen Privaträumen empfing. Wir sprachen über den Tod von Marlon Brando am Tag zuvor und über die „Golden Era“. Zehn Tage später starb Joe Gold und wurde seinem Wunsch entsprechend vor der Küste Kaliforniens auf See bestattet.

Mediale Würdigung der Bodybuilding-Ikone Die New York Times bezeichnete Joe Gold anlässlich seines Todes als „Schöpfer des Bodybuilding-Mekkas“ und bezog sich dabei nicht nur auf das Gold’s Gym, sondern auch auf das World Gym mit damals fast 1.000 Sportstudios in über 50 Ländern. Dass die Presse so umfangreich über die für Bodybuilding- und Fitness-Fans in aller Welt sehr traurige Nachricht berichtete, ist darauf zurückzuführen, dass am 13. Juli 2004 aus dem California State Capitol eine offizielle Erklärung zum Tod von Joe Gold abgegeben wurde. Absender war der 38. Gouverneur von Kalifornien, Arnold Schwarzenegger.

g

Ich bin sehr traurig über die Nachricht von Joe Golds Tod. Joe war ein vertrauensvoller Freund und eine Vaterfigur für mich und er war bestimmend für mein Training in meinen Tagen als Bodybuilder. Gold’s Gym war nicht nur eine Trainingseinrichtung, sondern mein Zuhause. Joe war eine Inspiration für viele und sein Tod trifft die gesamte Fitnessgemeinschaft sehr. Sofort nach meiner Ankunft in Amerika 1968 kümmerte sich Joe um mich. Er hat mir Mut gemacht und sein trockener Humor war täglich etwas Besonderes im Studio. Joe Gold war eine Bodybuilding-Legende, ein Pionier, aber vor allem war er ganz tief in seinem Herzen ein Bodybuilding-Fan. Die Welt wird ärmer sein ohne ihn. Joe war 36 Jahre lang ein lieber Freund. Ich werde ihn vermissen. Arnold Schwarzenegger

Die Vorreiterfunktion des Gold‘s Gym

Arnold Schwarzenegger war für Joe Gold wie ein Sohn, den er nie hatte. 1987 überreichte ich Joe zur Eröffnung des neuen World Gym in Venice eine Collage vom emotionalsten Foto, das ich von Arnold und ihm je gemacht habe – ein Schnappschuss im Studio zwischen zwei Sätzen.

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Es war immer etwas ganz Besonderes, Joe und Arnold gemeinsam im Studio zu erleben – man spürte sofort die ideale gegenseitige Ergänzung und Liebe. Die Assoziationen waren Trainer und Athlet, Vater und Sohn. Der außergewöhnliche Gold’s Gym-Spirit und das außergewöhnliche Charisma Arnold Schwarzeneggers inspirierten Filmemacher George Butler zum Doku-Drama „Pumping Iron“, das Bodybuilding erstmals auf Mainstream-Niveau katapultierte und damit die Existenz der Gyms einer breiten Öffentlichkeit bekannt machte. Alle Trainingsszenen wurden im Gold’s Gym gedreht. Schon kurz nach der Premiere 1977 konnten sich die damaligen Inhaber vor Anfragen nicht retten. Das Gold’s Gym wurde zum Global Player. Dieser Erfolg war der Auslöser dafür, dass sich die Fitnessbranche in den kommenden Jahrzehnten in ihrer großen Vielfalt entwickeln konnte. Vor 1977 wurde das in den Gyms praktizierte Training belächelt, kritisiert oder rundweg abgelehnt – auch von Ärzten, Trainern, Therapeuten und Wissenschaftlern. Heute findet man Gyms beziehungsweise Fitnessstudios überall auf der Welt. Das Zeitalter der modernen Fitnessbranche begann mit der Gründung des Gold’s Gym 1965. Dem neuen Eigentümer, Rainer Schaller, wünsche ich eine glückliche Hand und gutes Gelingen, um das Vermächtnis von Joe Gold erfolgreich mit neuem Leben zu erfüllen. fitness MANAGEMENT international

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WISSENSCHAFT & PRAXIS | NEUES AUS DER WISSENSCHAFT

„New Normal“? – veränderte Kundenbedürfnisse im Fokus

Was bewegt Fitnesskunden in Corona-Zeiten? 84 %

der Studios haben Alternativangebote währende des Lockdowns bereitgestellt

Grafik: kebox – stock.adobe.com

Die Mehrheit der Kunden war mit diesen Angeboten sehr bzw. eher zufrieden

Die Corona-Krise und die damit verbundenen gesetzlich angeordneten Lockdowns der Fitness- und Gesundheitsanlagen haben im Rahmen der Kundenbindung vieles verändert. Umso wichtiger ist es deshalb für Betreiber, aktuelle Kundenbedürfnisse zu kennen und die Angebote entsprechend anzupassen bzw. weiterzuentwickeln. Eine Abschlussarbeit der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement (DHfPG) zeigt die Wichtigkeit von aktuellen Kundenbedürfnissen sowie deren wachsende Relevanz im Markt.

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itgliederbedürfnisse unterliegen ständiger Veränderung und die Ansprüche der Trainierenden in puncto Betreuungsqualität, ganzheitliches Fitnesserlebnis, Dienstleistung oder Sicherheit steigen kontinuierlich. Branchenstudien, wie z. B. der ClubIntel-Report „What Members Say Matters“ (2020) sowie die „Corona-Studie“ der DHfPG (Kobel & Preuschoff 2020) liefern wertvolle Hinweise, wie sich relevante Kundenbedürfnisse in der Krise verändert haben und dadurch die Unternehmen vor wachsende Herausforderungen gestellt werden. Die Corona-Pandemie bedeutet einen enormen externen Stressfaktor für die Beziehung zwischen Studios und Kunden, der das Konsumverhalten der Mitglieder kurz-, mittel- und langfristig verändern wird. Doch was genau brauchen die Mitglieder in dieser unruhigen Zeit und wie verändern diese Bedürfnisse die Zukunft der Branche? Genau diesen Fragen ging die hier vorgestellte Master-Thesis der DHfPG nach und untersuchte während des ersten Lock-

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downs sowie der Zeit nach dem Restart in einer umfangreichen Online-Befragung unterschiedliche Themenfelder. Ziel der Thesis war es, auf Basis der empirischen Daten nützliche Hinweise und Informationen zu gewinnen, was die Kunden aktuell besonders bewegt und worauf sie künftig vermehrt Wert legen werden.

Methodik Es wurden 949 Fitnesskunden aus der Schweiz und Deutschland u. a. mittels des Kano-Modells und des Self-StatedImportance-Fragebogens (SSI-Fragebogen) zu aktuellen Bedürfnissen rund um den ersten Lockdown sowie zu den damit einhergehenden Veränderungen für die Fitnessdienstleistungen befragt. Der Survey deckte mit mehr als 50 Fragen diverse Themenfelder ab und beleuchtete die Aspekte: Hygieneanforderungen, flexiblere Mitgliedschaftsmodelle, spezielle Angebote zur Stärkung des Immunsystems, digitales Online-Training, Studio-Apps sowie die Interaktion über Social Media. fitness MANAGEMENT international

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DHfPG-Science-Lab: Master-Thesis Fachbereich Ökonomie Wachsende Kundenbedürfnisse auf einen Blick (Wichtigkeit in %) Wachsende Hygieneanforderungen

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Flexiblere Mitgliedschaftsmodelle

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Spezielle Angebote zur Stärkung des Immunsystems

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Alternative Online-Trainings- & Zusatzangebote

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Eigene Studio-App

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Vermehrte Social-Media-Aktivitäten

Abb. 1: Aktuelle Kundenbedürfnisse sowie deren Wichtigkeit im Überblick

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FAZIT Das Thema Hygiene wird langfristig deutlich an Relevanz gewinnen. Studios können durch ein Hygienesiegel ihren Kunden Sicherheit, Transparenz und Vertrauen bieten.

Ergebnisse Die Ergebnisse zeigen, dass die überwiegende Mehrheit der Studios (84 %) den befragten Mitgliedern entsprechende Alternativangebote (z. B. Livestreams, Online-Workouts, digitale Trainingspläne) bereitgestellt hat. Die Mitglieder waren mit diesen mehrheitlich (54 %) sehr bzw. eher zufrieden. Es kristallisierten sich die folgenden Themenfelder (vgl. Abb. 1) als besonders relevant heraus: Der Hygienefaktor war den Kunden besonders wichtig. In Bezug auf ihre Mitgliedschaft wünschten sie sich etwas mehr Flexibilität und erwarteten vermehrt auch speziellere Angebote, um das eigene Immunsystem gezielt zu stärken. Digitale Trainings-/Zusatzangebote sowie eine Studio-App waren in den Augen der Kunden ebenfalls wichtig, um den Kontakt zum Studio und den Trainern sowie das eigene Training weiter aufrechtzuerhalten. Hinsichtlich der Information/ Kommunikation waren gerade in dieser Zeit die Social-MediaAktivitäten für die Mitglieder eine wesentliche Unterstützung. Die Ergebnisse unterstreichen die zunehmende Relevanz verschiedener Einflussfaktoren, die neben einer professionellen und qualifizierten Trainingsbetreuung vor Ort für Kunden besonders wichtig sind. Mit den gestiegenen Kundenbedürfnissen gehen für Betreiber wachsende Herausforderungen einher, die sich direkt wie indirekt auf die weitere Ausgestaltung der Angebote/Dienstleistungen/Mitgliedschaften sowie auf die künftige Kundenzufriedenheit auswirken werden. 01/21

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Die digitalen Angebote haben während der Schließungen effektiv dazu beigetragen, dass die Mitglieder trotz der räumlichen Distanz die Nähe und die Bindung zum Studio nicht verloren haben. Diese Angebote werden angesichts aktueller Experteneinschätzungen (vgl. Delloite, 2020; Roth, 2020) deshalb über die Krise hinaus immer wichtiger werden. Die Lockdowns haben als „Digitalisierungsbeschleuniger“ gewirkt und liefern wertvolle Erkenntnisse bzw. treiben Innovationen voran, die es jetzt in das Angebotsportfolio fest zu integrieren und weiterzuentwickeln gilt. Entsprechende additive Dienstleistungen sind heute für viele Kunden Must-haves und die neuen digitalen Möglichkeiten eröffnen den Betreibern zusätzliche Potenziale, die es zu nutzen gilt. Somit können gezielte Investitionen in diese Bereiche langfristig nicht nur die Kundenzufriedenheit sichern und Mehrwerte bieten, sondern auch die Mitgliederbindung an das eigene Studio – über die Lockdowns hinaus – intensivieren.

FELIX ZIMMERMANN Alter: 31 Jahre Abschluss: Master of Business Administration (MBA) Aktuelle Tätigkeit: Geschäftsführer starperformance Consulting AG

Foto: Felix Zimmermann

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WISSENSCHAFT & PRAXIS | SCIENCE NEWS

Aktuelle Forschungsergebnisse im Fokus

Wissenschaft für die Studiopraxis

Einfluss der Ernährung auf COVID-19

Training senkt Demenzrisiko

Estimating the global economic benefits

COVID-19: The Inflammation Link and the

Benefits of exercise training on cerebro-

of physically active populations over 30

Role of Nutrition in Potential Mitigation

vascular and cognitive function in ageing

Untersuchungsschwerpunkte Es wurde der potenzielle Einfluss der Ernährung auf Risikofaktoren (u. a. schlechter Ernährungsstatus, Diabetes mellitus, chronische Lungenerkrankungen, Fettleibigkeit und kardiovaskuläre Erkrankungen) sowie auf unkontrollierte inflammatorische Immunreaktionen als Charakteristikum von schweren COVID-19-Verläufen untersucht.

Untersuchungsschwerpunkte Untersuchungsgegenstand war der Einfluss von körperlichem Training auf die kognitive Leistungsfähigkeit, die Durchblutung des Gehirns und die Neuroplastizität bei Personen über 50 Jahre. Diese gelten als Indikatoren für das Demenzrisiko.

years (2020–2050)

Untersuchungsschwerpunkte Die Studie untersuchte den Zusammenhang zwischen vermehrter körperlicher Aktivität (gemäß der WHO-Empfehlungen) und dem Langzeitnutzen für die Wirtschaft/Volksgesundheit. Methode Multivariable Regressionsprognosemodelle zu den positiven ökonomischen (Einfluss des BIP) und gesundheitlichen Langzeiteffekten (verringerte Morbidität/Mortalität) über die nächsten 30 Jahre. Zentrale Ergebnisse Mit einer Steigerung der körperlichen Aktivität auf die Minimalanforderungen der WHO Activity Guidelines könnten jährlich zwischen 314 bis 446 Mrd. USD mehr erwirtschaftet und Krankheitskosten/Fehltage usw. deutlich gesenkt werden. Zusätzlich würde die Aktivitätssteigerung dafür sorgen, dass die künftige Prävalenz von diversen Zivilisationskrankheiten ebenfalls verringert würde.

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Methode Recherche und Sichtung des aktuellen Forschungsstandes zu potenziellen Auswirkungen der Ernährung auf relevante Einflussfaktoren von COVID-19. Zentrale Ergebnisse Eine angepasste Ernährung zur Verminderung von Fettleibigkeit und bereits existierenden Komorbiditäten ist von zentraler Bedeutung, um schwere COVID-19-Verläufe zu vermeiden. Die Ernährung sollte ausreichend Lebensmittel mit antiinflammatorischer, antithrombotischer und antioxidativer Wirkung beinhalten.

Methode Systematische Literaturrecherche in sieben Datenbanken (PubMed, CINAHL, Cochrane, ScienceDirect, Web of Science, Scopus und MEDLINE) sowie Google Scholar. Zentrale Ergebnisse Die Studienlage deutet darauf hin, dass körperliches Training in Form von Kraft-, Ausdauer- oder kombiniertem Training die kognitive Leistungsfähigkeit, die Durchblutung des Gehirns und die Neuroplastizität verbessern kann. Dies gilt insbesondere für die Bereiche des Gehirns, die für exekutive Funktionen und Erinnerungsvermögen verantwortlich sind.

Praxisrelevanz und Fazit Die Ergebnisse unterstreichen die wachsende Relevanz der Fitnessund Gesundheitsanlagen im Rahmen der Bewegungsförderung und der Prävention. Die Studios bieten hier den entsprechenden professionellen Rahmen, um sich – evidenzbasiert betreut – bestmöglich mental und physisch fit zu halten.

Praxisrelevanz und Fazit Die Schlussfolgerung der Autoren unterstreicht die Bedeutung einer gesunden Ernährungs- und Lebensweise während der COVID-19-Pandemie, insbesondere für Personen mit einem erhöhten Infektionsrisiko.

Praxisrelevanz und Fazit Körperliches Training kann unabhängig vom Gesundheitszustand das Risiko einer Demenzerkrankung bei Personen über 50 Jahre verringern. Diese Effekte untermauern den Stellenwert von Fitnesstraining sowohl für die körperliche als auch für die geistige Gesundheit.

Hafner, M. ,Yerushalmi, E., Stepanek, M., Phillips, W., Pollard, J., Deshpande, A. et al. (2020). Estimating the global economic benefits of physically active populations over 30 years (2020–2050). British Journal of Sports Medicine, 54, 1482–1487.

Zabetakis, I., Lordan, R., Norton, C. & Tsoupras, A. (2020). COVID-19: The Inflammation Link and the Role of Nutrition in Potential Mitigation. Nutrients, 12, 1466.

Bliss, E. S., Wong, R. H. C., Howe, P. R. C. & Mills, D. E. (2020). Benefits of exercise training on cerebrovascular and cognitive function in ageing. Zugriff am 05.01.2021. Verfügbar unter https://journals.sagepub.com/doi/epub/10.1177/0271678X20957807

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Grafiken: Jehsomwang, iconicbestiary – stock.adobe.com

Zukünftige Health-Benefits


WISSENSCHAFT & PRAXIS | PERSONENPORTRÄT

„Irgendetwas mit Sport …“

Sportökonom in der Handball-Bundesliga Text: Felix Laufer

Für den heute 27-jährigen Jan Kühl war schon in der Schulzeit klar, dass es beruflich in den Sportbereich gehen soll. Mit der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement (DHfPG) konnte er sich diesen Traum erfüllen: Heute ist er als Venue Manager, Marketing & Sales beim Handball-Bundesligisten, dreifachen deutschen Meister und Champions-League-Teilnehmer SG Flensburg-Handewitt tätig.

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as berufliche Ziel von Jan Kühl lautete: „Irgendetwas mit Sport …“. Mit dem Bachelor of Arts Sportökonomie an der DHfPG legte er den Grundstein für seine berufliche Laufbahn.

Früh hat Jan Kühl an seinem Weg in die Sportbranche gearbeitet. Heute kann er mit Stolz sagen, dass er seinen Traum verwirklicht hat.

Nach dem Bachelor-Studium, das ein Fernstudium mit kompakten Präsenzphasen und einer betrieblichen Ausbildung vereint, wollte der Sportökonom, der bis dato in einem Fitnessstudio gearbeitet hatte, sich neuen Herausforderungen stellen. Er fasste den Entschluss, durch ein Praktikum die Tätigkeiten in der Sportbranche näher kennenzulernen. „Ein ehemaliger Fußballmannschaftskollege, der den Bereich Hospitality & Events der SG Flensburg-Handewitt leitet, sagte mir, dass sie im Marketing auf der Suche nach einem Praktikanten wären.“

„Man muss Gas geben und auch einen gewissen Mehraufwand als andere betreiben, um sein Ziel zu erreichen.“

Sein Tipp

Zur ganzen Erfolgsgeschichte: dhfpg.de/jkuehl

Kurz nach Praktikumsbeginn verließ die Pressesprecherin den Verein und er übernahm u. a. die Betreuung des gesamten Social-Media-Bereichs. Seine engagierte Arbeit blieb nicht verborgen und man bot ihm kurzerhand eine Festanstellung an.

Nebenberufliches Master-Studium

Foto: Jan Kühl

Da auch in den Master-Studiengängen der DHfPG Fernstudium und kompakte Präsenzphasen miteinander kombiniert werden, entschied sich Jan Kühl, noch das Master-of-Arts-Studium Sportökonomie zu absolvieren. So konnte er das Angebot der SG Flensburg-Handewitt wahrnehmen und gleichzeitig das weiterführende Studium angehen. „Da man den Master nebenberuflich durchführen kann, lässt er sich optimal mit einer Vollzeitstelle kombinieren.“

Traumjob gefunden „Als Venue Manager, Marketing & Sales kümmere ich mich um den reibungslosen Ablauf an den Spieltagen. Ich organisiere das Hallenprogramm, erarbeite das Hygienekonzept für den Spiel- und Trainingsbetrieb, koordiniere die ehrenamtlichen Helferteams und befasse mich mit der Ablaufkoordination bei internationalen Spielen.“ Ein breit gefächertes Aufgabenfeld, in dem ihm die theoretischen Inhalte des Master-Studiums an der DHfPG zugutekommen, da sie direkt in die Praxis übertragbar sind. 01/21

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Jan Kühl (27) hat nach seinem Bachelor-Abschluss in Sportökonomie an der DHfPG seinen Traumjob durch ein Praktikum gefunden

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WISSENSCHAFT & PRAXIS | PARTNERVERBAND BFB

UVSV

Fotos: PhotoSG – stock.adobe.com | BfB. e. V.

Die UV-Schutz-Verordnung wird zehn Jahre alt

Sicher sonnen Text: Holger Ziegert

Die UV-Schutz-Verordnung steht im Frühjahr 2021 nach zehn Jahren nun vor ihrer ersten Überprüfung. Das ist für alle professionellen Betreiber von Solarien ein guter Anlass, um noch einmal in der eigenen Anlage und in den eigenen Reihen nachzuforschen, ob alle Anforderungen erfüllt werden.

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ie Urmodelle des Betreibens von Solarien in den späten 1970er-Jahren waren – wie auch heute noch Usus – ein Profit-Sharing oder eine Art von Mietmodell. Die ersten Solarien in Deutschland fand man in Schwimmbädern, damals noch als Stehsolarien mit Salonschwingtür und Holzverkleidung. Das Betreiben eines Solariums stellte kaum besondere rechtliche Vorgaben an diejenigen, die dieses Geschäftsmodell für sich entdeckten. Erst in den 1980er-Jahren entwickelten sich Studiokonzepte, die das Betreiben von mehreren Solarien in eigenen Räumen ermöglichten.

Besonnung im qualitativen Wandel Seitdem der Gesetzgeber im Jahr 2011 mit der Verordnung zum Schutz vor schädlichen Wirkungen künstlicher ultravioletter Strahlung (UV-Schutz-Verordnung, UVSV) klare Vor-

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gaben für den Betrieb eines Solariums macht, befindet sich die Besonnungsbranche in Deutschland in einem qualitativen Wandel. Anders als in anderen Ländern der EU hat Deutschland hier einen klaren und ausreichenden Ordnungsrahmen zum Betreiben von Solarien geschaffen. Im Vordergrund stehen dabei der Verbraucherschutz und der Schutz von Jugendlichen unter 18 Jahren. Die Verordnung hat damit nicht nur technische Vorgaben gemacht, sondern auch im Bereich der Aus- und Weiterbildung für eine Verbesserung der Beratungsqualität gesorgt.

Wichtige Faktoren: Ausbildung und Schulung Neben behördlichen Überprüfungen durch Gesundheits- oder Ordnungsämter unterstützt der Bundesfachverband Besonnung e. V. (BfB) durch eigene Überprüfungen seiner Mitglieder die Umsetzungsvorgaben – mit Erfolg. fitness MANAGEMENT international

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Diese Prüfungen wirken sich positiv auf frühere Kritikpunkte des zuständigen Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU) aus. Die Verbände der Fitnessbranche und der BfB stehen in den Fragen zur Umsetzung der UVSV eng beieinander. So konnten in den letzten Jahren viele Mitarbeiter in den Betrieben die gesetzlich vorgeschriebenen Schulungen absolvieren. Hinzu kommen technische Maßnahmen und Kontrollinstrumente, die bei der Verhinderung des Missbrauchs durch Jugendliche unterstützen.

DENKEN SIE RECHTZEITIG AN IHRE

REZERTIFIZIERUNG!

BfB ist Sprachrohr und Sparringspartner Die UV-Schutz-Verordnung besagt, dass man beim Betrieb von ein bis zwei Solarien geschultes Personal für Beratungstermine vor Ort haben muss. Bei drei und mehr Geräten ist die permanente Anwesenheit von Fachpersonal Pflicht. Mittlerweile stehen in Deutschland ca. 5.300 Solarien in Fitnessanlagen – Tendenz steigend. Pro Fitnessanlage, die Besonnung anbietet, sind das im Schnitt 1,8 Sonnenbänke. Laut Einschätzung des BfB nutzen ca. 40 Prozent der Mitglieder die Solarien in den Studios regelmäßig. Somit ist der Anteil der Fitnessbranche an der Gesamtnutzung von Solarien in Deutschland nicht unerheblich und als zweites Standbein der Besonnungsbranche zu verstehen. Grund genug für die Marktteilnehmer außerhalb des klassischen Sonnenstudios, sich auch mit dem Thema UVSV weiter auseinanderzusetzen. Für alle Betreiber von Solarien ist der Bundesfachverband Besonnung e. V. nicht nur Sprachrohr, sondern auch hilfreicher Sparringspartner bei allen Fragen rund um das Thema „Sonne und Solarium“. Aktuelle Informationen findet man unter der in Kürze aktualisierten Website: www.bundesfachverband-besonnung.de

FACHKRAFT UVSV n Erstzertifizierung sowie Rezertifizierung n Prüfung direkt im Anschluss an den Lehrgang Holger Ziegert Der studierte Wirtschaftswissenschaftler Holger Ziegert ist Mitglied des BfB-Vorstands. Seit 2008 ist er u. a. als Geschäftsführer und Gesellschafter der AYK Gruppe mit Sitz in Köln aktiv und durchlief zuvor Führungs-, Geschäftsführer- und Vorstandspositionen in Unternehmen der Medizintechnik sowie der Kosmetik- und Freizeitindustrie. Bundesfachverband Besonnung e. V. (BfB) Talblick 24 77960 Seelbach Telefon: 07823 - 96 29 14 Telefax: 07823 - 96 29 15 www.bundesfachverband-besonnung.de

n Wahlweise 1 oder 2 Tage Präsenzphase n Inhouse-Schulung möglich bsa-akademie.de/uvsv

BSA-Akademie Prävention, Fitness, Gesundheit

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School for Health Management


WISSENSCHAFT & PRAXIS | BUCHTIPP

Arnold Schwarzenegger mit Bill Dobbins

»Die große Bodybuilding-Bibel« 39,99 € ISBN: 978-3-7423-0958-7 | Sprache: Deutsch Softcover | Seitenzahl: 672

IMPRESSUM Verlag und Herausgeber

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fitness MANAGEMENT –

Deutschland, Österreich, Schweiz

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Gesundheitsmanagement GmbH

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Beutnerring 9

Jahresabonnement Inland 43 EUR*

D-21077 Hamburg

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Jahresabonnement Ausland 61 EUR* *inkl. MwSt. und Versandkosten

Organ

»Die große Bodybuilding-Bibel« Der Klassiker von 1985 in neuer Ausgabe: „Die große Bodybuilding-Bibel“ von Arnold Schwarzenegger ist einer der unübertroffenen Bestseller zum Thema Bodybuilding und bis heute ein Standardwerk für Fans und Sportler, die gern mit Gewichten arbeiten. Arnold Schwarzenegger ist der erfolgreichste Bodybuilder aller Zeiten. In dieser erweiterten und aktualisierten Neuausgabe mit über 800 Fotos aus der goldenen Zeit des Bodybuildings gibt der fünfmalige Weltmeister und siebenmalige Mr. Olympia eine umfassende und sehr persönliche Einführung in die Geheimnisse seines Sports: • die wichtigsten Trainingsprinzipien • Übungen für alle Muskelgruppen • Diät- und Ernährungsgrundlagen • Posing • Wettkampfvorbereitung • die besten Strategien, um als Sieger von der Bühne zu gehen Die Grundprinzipien des Bodybuildings für Anfänger und Fortgeschrittene, Trainingsprogramme sowie weit über 100 Übungen für verschiedene Muskelgruppen werden sehr detailliert beschrieben und durch entsprechende Trainingsbilder mehrerer Legenden des Sports illustriert. Ein besonderes Highlight sind hier die Übungen und Techniken, mit denen sich die individuellen Schwachstellen, die jeder Trainierende kennt, ausgleichen lassen.

Offizielles Organ des DSSV e. V.

Kündigungsfrist

und BfB e. V.

1 Monat vor Ablauf des Bezugsjahres

Geschäftsführer

Produktion

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Prospektus Druckerei

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Chefredaktion Birgit Schwarze

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Redaktionelle Mitarbeit

Lektorat

Dr. Paul Bedford, Patrick Berndt,

Andrea Paulus,

Albert Busek, Iris Borrmann,

Carolin Schmidt

Prof. Dr. Christoph Eifler, Antonio e Silva, Felix Laufer,

Layout und Bildbearbeitung

Prof. Dr. Daniel Kaptain, Dr. Sarah Kobel,

Klaudia Lech (Art Direktion),

Prof. Dr. Julia Krampitz, Florian Kreis,

Lars Marschalek,

Florian Kündgen, Prof. Dr. Arne Morsch,

Kimberly Piersdorf,

Ronja Reuber, Florian Schmidt,

Stefanie Reifschneider

Niklas Schwarz, Anke Sörensen, Roman Spitko, Prof. Dr. Markus Wanjek Jürgen Wolff, Holger Ziegert, Felix Zimmermann

Urheber- und Verlagsrechte Alle in diesem Magazin veröffentlichten Beiträge sind urheberrechtlich geschützt. Das gilt auch für die veröffentlichten Anzeigen sowie redaktionellen Anzeigen (Advertorials). Kein Teil dieses Magazins darf außerhalb der engen Grenzen des

Jeder Kraftsportler kann aus diesem Buch von Arnold Schwarzenegger etwas mitnehmen, lernen und sich inspirieren lassen.

Urheberrechtsgesetzes ohne schriftliche Genehmigung des Verlags in irgendeiner Form vervielfältigt, verbreitet oder öffentlich wiedergegeben oder zugänglich gemacht, in Datenbanken aufgenommen, auf elektronischen Datenträgern gespeichert oder in sonstiger Weise elektronisch vervielfältigt, verbreitet oder

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verwertet werden. Zuwiderhandlungen sind strafbar.

Wie hat Ihnen unsere Ausgabe gefallen? Nehmen Sie bis zum 12. März 2021 an unserer OnlineUmfrage teil und nutzen Sie die Chance, das Buch „Die große Bodybuilding-Bibel“ zu gewinnen! Zur Umfrage gelangen Sie über den nebenstehenden QR-Code oder den folgenden Link: bit.ly/umfrage_fMi_0121 Mit Ihrer Teilnahme an dieser Umfrage tragen Sie dazu bei, die Qualität unserer Fachpublikation weiter zu steigern. fitness MANAGEMENT dankt Ihnen und freut sich, Sie bei der nächsten Ausgabe oder über unsere Online-Kanäle wieder begrüßen zu dürfen!

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WISSENSCHAFT & PRAXIS | KOLUMNE

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Neukunden gewinnen durch Nachbearbeitung

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iele Fitnessstudiobetreiber sind der Meinung, dass sie schnell Erfolg haben, wenn sie immer wieder etwas Neues ausprobieren. Falls sich der Umsatz nach vier Wochen nicht verdoppelt hat, verwerfen sie das Pro­ jekt und versuchen etwas Anderes. Diese Methode des Studio­ managements nennt man die „Chaosmethode“. Selbst bei einer top­Werbe- und Marketingidee dauert es zwei bis drei Monate, bis sie zum Erfolg führt. Nicht umsonst lassen erfolgreiche Fir­ men u. a. ihre Facebook- und Zeitungsanzeigen monatelang laufen. Dasselbe gilt für Kampagnen in kostenlosen Anzei­ genblättern. Ein solches Inserat sichert die größte Streuung, über den Erfolg entscheidet aber sein Wiedererkennungswert. Nur wer wiedererkannt wird, erfährt Resonanz auf seine per­ sönliche Positionierung in der Öffentlichkeit.

Welchen Fitnessstudiotyp verkörpern Sie? Eine Anlage für alle Kunden? Dieser Weg ist in der Branche zwar gängig, aber leider nicht zielführend. Wer allen Kunden gleich viel bieten will, geht zu viele Kompromisse ein. Um eine einheitliche, konstante und klare Linie in der Außendarstellung zu erreichen, sollten Sie sich eindeutig auf eine Zielgruppe festlegen, die von anderen Anbietern vernachlässigt wird, zum Beispiel auf Frauen oder Best Ager. Warum sollten Frauen bei Ihnen nicht billiger trainieren dürfen als Männer oder als bei der Konkurrenz? Das wird sich schnell herumsprechen und Sie sind Ihren Konkurrenten meilenweit voraus!

Kennen Sie Ihre Kunden und Interessenten?

Foto: Volker Beushausen

Nein? Sollten Sie aber. Das A und O einer erfolgreichen Anla­ genführung ist eine sorgfältig aufgebaute und permanent ge­ pflegte Datenbank. Neukunden freuen sich, wenn man ihnen die volle Auf­ merksamkeit schenkt. Jeder Kunde sollte nach Vertragsabschluss spüren, dass Ihr Bemühen um seine Zufrie­ denheit im Vordergrund steht.

Antonio e Silva Experte für Gesundheitswirtschaft und Fitnessstudiomarketing

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Die Kunst der konsequenten Nachbearbeitung Weisen Sie die Mitarbeiter an, bei allen Telefonkontakten, Besichtigungen und

Probetrainings die Adresse und Telefonnummer der Interessen­ ten zu notieren. Schicken Sie jedem Neumitglied 48 Stunden nach Vertragsabschluss ein Anschreiben, um es in der Anlage zu begrüßen. So fühlen sich die Mitglieder ernst genommen, bestenfalls bekommen Sie ein Stimmungsbild, Anregungen oder werden auf Fehler hingewiesen. Viele Fitnessanlagen las­ sen nach Vertragsabschluss drei Wochen lang nichts von sich hören. Die Neukunden fühlen sich vergessen, schlimmstenfalls erfolgt die erste Abbuchung, bevor sie das Studio überhaupt be­ treten haben – der schnellste Weg, sie auf Dauer zu vergraulen. Welcher Kunde/welche Kundin wird statistisch am schnellsten den Fitnessvertrag kündigen? • Sein/e oder ihr/e Lebenspartner/in ist kein Mitglied • Der Kunde/die Kundin trainiert nur einmal pro Woche • Der Kunde/die Kundin trainiert ohne Trainingspartner/in

„Wir lieben Ihre Wünsche“-Aktion Einmal im Jahr, vorzugsweise im Februar, sollten Sie ein Schreiben versenden, in dem Sie Ihre Kunden auffordern, kon­ krete Verbesserungsvorschläge zu äußern. Das ist die soge­ nannte „Wir lieben Ihre Wünsche“-Aktion. Unentschlossene können Sie dreimal pro Jahr kontaktieren. Wenn Sie Interes­ senten allerdings zwei Jahre lang regelmäßig angeschrieben haben, ohne dass diese ein Abo abgeschlossen haben, lö­ schen Sie sie aus der Datenbank. In der Regel allerdings wird sich Ihre Hartnäckigkeit bezahlt machen. Bei festen Mitgliedern sollte das Anschreiben auf jeden Fall den Namen oder Mitgliedsausweis enthalten – damit der Kun­ de oder die Kundin etwas in der Hand hat. Wenn darüber hinaus auch einige Gutscheine (z. B. für 2 x Solarium) inbegrif­ fen sein sollten, ist das sicher kein Fehler, sondern Service. Apropos Anschreiben: Haben Sie Ihren Kunden bisher zum Geburtstag gratuliert, ein frohes Weihnachtsfest oder ein fro­ hes neues Jahr gewünscht? Nein? Versuchen Sie es. Diese kleine Geste ist nicht mit Geld zu bezahlen. Das Forcieren einer konsequenten Nachbearbeitung führt zu einer Erhöhung der Mitgliederanzahl. fitness MANAGEMENT international

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WIR MACHEN DICH STARK!

Seit 1980 sind wir Top Hersteller von Krafttrainings-, Fitness- und Performancegeräten und schreiben die Geschichte einer völlig neuen Trainingsqualität. Exzellente Biomechanik, handwerkliche Präzision, modernste Technik, klares Design, Individualität und unvergleichbare Haltbarkeit zeichnen unsere Kraftmaschinen aus. Das ist Qualität „Made in Germany“ und wir wollen niemals aufhören zu begeistern! Wir sind das Team gym80 – KING OF MACHINES! Jetzt informieren!

www.gym80.de


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