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1/2020 Nr. 147 Offizielles Organ DSSV e. V. und BfB e. V.
KING OF MACHI NES
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Nr. 147
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Febr./März
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Fitness Bodybuilding is back: FLEX GYM, Budapest
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Gesundheit Mitarbeiterführung in der Arbeitswelt 4.0
Management Kompetenzprofile erfolgreicher Manager
Markt NEU auf der FIBO 2020: Kongress, Hallen, DSSV
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DSSV Die Fitnesstrends 2020 der DSSV-Experten
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So geht Führung 2020 Unternehmensziele, Positionierung, Investitionen, Mitarbeiter – Unternehmer müssen sich permanent auf veränderte Gegebenheiten einstellen und Entscheidungen treffen. Die Qualität dieser Entscheidungen bestimmt den Erfolg jedes Unternehmens. Eine Fehleinschätzung wichtiger Trends kann dazu führen, dass Firmen dauerhaft den Anschluss verlieren. Fundierte Markt- und Trendprognosen helfen dabei, wichtige Marktbewegungen im Auge zu behalten. Zum Jahreswechsel hat der DSSV e. V. deshalb Branchenexperten nach ihren Einschätzungen zu den neusten Entwicklungen in der Fitness- und Gesundheitsbranche befragt. Welche Fitnesstrends 2020 für die Branche erwartet werden, lesen Sie auf Seite 20 ff. Mit ihrer Führungskompetenz entscheiden Unternehmer und Manager über Erfolg oder Misserfolg eines Unternehmens. Wie man heute in der Praxis effektiv führt und welche Denkanstöße Führungskonzepte internationaler Management-Experten geben, erfahren Sie auf S. 28 ff. Die Digitalisierung ist einer der Hauptfaktoren für den Wandel der Arbeitswelt. Sie führt zu Veränderungen von Geschäftsmodellen und der Arbeitsgestaltung. Welche Eigenschaften eine gute Führungskraft in der Arbeitswelt 4.0 mitbringen sollte und warum BGM den digitalen Wandel unbedingt begleiten sollte, lesen Sie ab Seite 34. Unternehmerischer Erfolg ist eng mit Investitionen verbunden. Die FIBO bietet vom 2. bis zum 5. April 2020 in Köln den weltweit größten Marktüberblick über Konzepte, Produkte sowie Workouts und gibt Business-Know-how von internationalen Experten an ihre Besucher weiter. Insbesondere der FIBO CONGRESS, der vom 2. bis 4. April im Rahmen der FIBO stattfinden wird, ist eine herausragende Adresse für topaktuelle und wissenschaftlich fundierte Impulse und Know-how. Der Fachkongress für Experten aus Fitness, Prävention und Gesundheit wird in diesem Jahr erstmalig von der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement (DHfPG) und der BSA-Akademie (BSA) unter Federführung der FIBO organisiert und durchgeführt. Nach acht Jahren ist auch der DSSV e. V. wieder auf der FIBO vertreten und wird dort seine Mitglieder sowie auch Studiobetreiber und Existenzgründer, die sich für eine Mitgliedschaft interessieren, begrüßen. Wir freuen uns auf Sie! Im Vorfeld der diesjährigen FIBO wird die Präsentation der „Eckdaten der deutschen Fitness-Wirtschaft” zum ersten Mal auf dem Kölner Messegelände stattfinden. Die „Eckdaten 2020“ stellen für die gesamte Branche einen wesentlichen Mehrwert dar, da sie allen Beteiligten umfangreiche Informations- und Planungsdaten liefern. Im Namen des DSSV, der DHfPG und Deloitte möchte ich mich bei allen Branchenprofis bedanken, die an der aktuellen Befragung teilgenommen haben. Vielen Dank für Ihr Mitwirken, die „Visitenkarte der Branche“ so aussagekräftig zu gestalten – Ihre Beteiligung macht den Unterschied. Viel Spaß beim Lesen!
INHALT 01/20
DSSV 20 64 66 72 76 77 134
Die Fitnesstrends 2020 der DSSV-Experten DSSV auf der FIBO Kommentar: Gemeinsam noch mehr erreichen DSSV beim Deutschen Arbeitgebertag 2019 Leistungen für Mitglieder Neue Mitglieder Recht: Die Rechtslage bei Unfällen im Studio
FITNESS PRIME TIME fitness: Das Premium-Erfolgskonzept Bodybuilding is back: FLEX GYM, Budapest Sandow und Schwarzenegger – Brüder im Geiste for me do: MetaCheck Power® Weightcheckers: SMARTfit – Fitness gamifying pur! efle-xx: Dokumentierbares Resistance Training Funktionelles Aufwärmen mit Kettlebells
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Die Fitnesstrends 2020 der DSSV-Experten
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FIBO 2020: Trendthemen und Innovationen in neuer Hallenstruktur
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Bodybuilding is back: Back to the roots im FLEX GYM, Budapest
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Kompetenzprofile erfolgreicher Manager
Foto: Behrendt und Rausch
82 92 96 104 108 110 118
GESUNDHEIT 34 38 84 100 106 114 124 130
Mitarbeiterführung in der Arbeitswelt 4.0 BGM als Chance zur Mitarbeitermotivation Dr. Marc Weitl über die Entwicklung der cardioscan GmbH Das P. Jentschura Entsäuerungs- und Regenerationskonzept for me do: Gen-Diät MetaCheck fitness® Ernährungsmythen (Teil 1): Milch – besser als ihr Ruf? DHfPG-Science-Lab: Weniger Stress durch Kraft-Zirkel? Besonnung: Studie bestätigt langjährige Arbeit des BfB
MANAGEMENT Kompetenzprofile erfolgreicher Manager Leadership: Die Big Seven für Inspiration und Motivation Entwicklung von Leistungsträgern in der Fitnessbranche Time Management und Produktivität im Fokus Professionelle Kundenbindung nach dem Neujahrsboom Kolumne Stefan Haase: Umsatz an der Fitnesstheke Kommentar Albert Busek: „Das Leben ist ein bewegliches Fest“ Zertifizierung: Die neue Europäische Norm für Studios Kolumne Antonio e Silva: Wie Fitnesskunden funktionieren
Foto: Ádám Szedlacskó
26 30 44 50 52 56 98 122 138
MARKT
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Foto: nd3000 - stock.adobe.com
Aktuelles aus der Fitness- und Gesundheitsbranche Studio des Monats: Kronos Aktivclub, Hennef an der Sieg Wenn Sport und Gesundheit auf Informatik treffen (Teil 1) Trendthemen und Innovationen auf der FIBO 2020 FIBO CONGRESS 2020: Vielseitiges Programm, Top-Referenten milon übernimmt five: Die neuen Geschäftsführer im Interview PRIME TIME fitness und Gympass Interview mit Marco Jakobs, CSO JK-International BSA/DHfPG GESUNDHEIT&FITNESS WEEK Das Total Coordination System (TCS) DHfPG/BSA Aktuell: Studium – Weiterbildung – Qualität Science News: Branchenrelevante Studien im Fokus Personenporträt: Eva-Maria Linden Veranstaltungen 2020 – Timeline Buchtipp: „Sozialpartnerschaft 4.0“
Foto: Blue Planet Studio - stock.adobe.com
08 14 48 60 62 70 80 88 90 112 120 126 128 132 136
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Mitarbeiterführung in der Arbeitswelt 4.0
AKTUELLES | ANZEIGE Foto: DHfPG/BSA
Foto: Kzenon - stock.adobe.com
Starke Verbündete gegen Krebs: Kieser Training und OnkoAktiv
Save the date: Aufstiegskongress 2020
Systematisches Krafttraining ist ein wichtiger Baustein in der Therapie von Krebserkrankungen. Daher starten Kieser Training und das Netzwerk OnkoAktiv am Nationalen Centrum für Tumorerkrankungen (NCT) Heidelberg e. V. eine neue Kooperation. Beide Partner wollen sich gemeinsam dafür einsetzen, Krafttraining als Begleittherapie bei Krebs weiter zu etablieren und durch das flächendeckende Studionetz noch mehr Patienten ein gezieltes, systematisches Krafttraining unter professioneller Anleitung zu ermöglichen.
Am 9. und 10. Oktober 2020 findet der offene Fachkongress der Zukunftsbranche Prävention, Fitness, Sport und Gesundheit, der von der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement (DHfPG), der BSA-Akademie sowie der BSA-Zert veranstaltet wird, im m:con Congress Center Rosengarten in Mannheim statt. Eröffnet wird der Aufstiegskongress wie schon in den vergangenen beiden Jahren bereits einen Tag zuvor durch den wissenschaftlichen Vorkongress „Up-to-date“.
bit.ly/krebs-kieser-onkoaktiv
www.aufstiegskongress.de
Fotos: gym80 International GmbH
Foto: myline Deutschland GmbH
myline Premium Days 2019 mit Teilnehmerrekord
Drei Veränderungen im gym80-Team
Die myline Premium Days sind vorüber. Mit mehr als 400 Teilnehmern aus den myline Partnerstudios waren die myline Premium Days 2019 die bisher stärkste Eventreihe der myline Deutschland GmbH. Ihren Höhepunkt bildete die Verleihung des „myline Excellence Partner“ Awards an die Top 10 myline Studios. Es ist die höchste Auszeichung, die myline an die besten myline Abnehmstudios in ganz Deutschland vergibt. Vorgestellt wurde außerdem das neue digitale Abnehmprogramm myline 2.0.
Drei auf einen Streich: Die gym80 International GmbH aus Gelsenkirchen vermeldet drei Personalwechsel. Zwei neue Mitarbeiter haben beim Gerätehersteller ihre Stelle angetreten, ein Mitarbeiter hat intern die Position gewechselt. Dennis Derendorf (links) wechselt vom Innendienst in den Außendienst, Markus Müller (mitte) verstärkt das gym80-Team als neuer Vertriebs-Mitarbeiter in Bayern. Neuer Sales Director für BeNeLux ist Kevin van Leen (rechts).
bit.ly/premium-days-2019
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bit.ly/gym80-personalien
AKTUELLES | ANZEIGE Foto: DHfPG/BSA
Foto: Studio Romantic - stock.adobe.com
Zertifizierung von Maßnahmen der BGF
Neue Lehrgänge im Kraft- und Functional Training
Das Bundesministerium für Gesundheit hat eine Klarstellung zur Zertifizierungspflicht von Maßnahmen der Betrieblichen Gesundheitsförderung (BGF) veröffentlicht. Hiernach sind verhaltensbezogene Maßnahmen in Zusammenhang mit einem betrieblichen Gesundheitsförderungsprozess als steuerbegünstigte Leistungen nicht zertifizierungspflichtig. Alternativ können Arbeitgeber auf zertifizierte Präventionsangebote zurückgreifen, die ebenfalls steuerbefreit sind.
Die BSA-Akademie bietet die neue Profiqualifikation „Trainer-A-Lizenz Kraft- und Functional Training“ sowie die Lehrgänge zum „Trainer für Freihantel- und Kettlebelltraining“ und zum „Trainer für Körpergewichts- und Schlingentraining“ an. Wer den „Trainer für Freihantelund Kettlebelltraining“ und den „Trainer für Körpergewichts- und Schlingentraining“ zusammen bucht, kann dank eines Paketpreises dabei von bis zu 503,- Euro Rabatt auf den Gesamtpreis profitieren.
bit.ly/bgf-zertifizierung
www.bsa-akademie.de/akft
Foto: Gold’s Gym
Foto: Prowave | SUNS
Gerätehersteller PROWAVE kooperiert mit Solariendienstleister SUNS
Gold's Gym: Kommt die US-Kultmarke bald (wieder) nach Deutschland?
Prowave, bekannt für Trainingsgeräte im Bereich Functional Fitness und Vibration Plates, stellte sich zum Ende des Jahres 2019 neu auf. Eine Kooperation mit Europas größtem Solariendienstleister SUNS soll die Marke noch stärker am Markt etablieren. Neben Geschäftsführer, Martin Ortner, der für die Entwicklung zuständig ist, bekommt PROWAVE mit Bernd Schmid einen weiteren Geschäftsführer. Dies sei ein Mehrwert, der für eine sehr erfolgreiche Zukunft stehe.
Dort trainieren, wo schon Arnold Schwarzenegger Gewichte stemmte: Bald könnte es auch wieder in Deutschland möglich sein, Teil der Gold's Gym Familie zu werden. Denn das Unternehmen sucht auf der firmeneigenen Webseite auch Franchisenehmer aus Deutschland. Die von Gold’s Gym veranschlagten anfänglichen Investitionskosten für eine Franchisepartnerschaft richten sich nach dem jeweiligen Land und der Region. Das Gold's Gym Franchiseentwicklungsteam nennt Interessenten gerne weitere spezifische Einzelheiten.
bit.ly/prowave-suns
bit.ly/golds-gym-franchising
Fotos: DEUSSL Manufaktur GmbH
Interview mit Markus Deussl Stanford Cooling Schnell regenerieren, Leistung steigern, Fett abbauen, Beschwerden lindern – all das soll Stanford Cooling ermöglichen. Das Gerät der DEUSSL Manufaktur GmbH arbeitet nach dem Prinzip der Kryotechnologie, vereinfacht sie aber deutlich. Statt einem Aufenthalt im Eisbad oder einer Kältekammer wird der Körper nur über eine Hand heruntergekühlt. Wie Stanford Cooling genau funktioniert und woher die Idee stammt, verrät Markus Deussl im Interview mit fM Online. bit.ly/stanford-cooling
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Foto: © Jacob Lund – stock.adobe.com
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STUDIO DES MONATS io ud St
des Mon at s
KRONOS Aktivclub Hennef an der Sieg Ja n
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Das eindrucksvolle Domizil des Kronos steht unter Denkmalschutz: die Sheddachhalle mit Feuerwehrturm der ehemaligen Chronos-Werke
Kronos Aktivclub, Hennef an der Sieg
Industrie-Design trifft familiäres Miteinander Text: Jürgen Wolff
Die denkmalgeschützte Fabrikhalle der ehemaligen Chronos-Werke aus dem 19. Jahrhundert ist das Zuhause des Kronos Aktivclub in Hennef. Unser Studio des Monats zeichnet sich neben seinem eindrucksvollen Domizil aber vor allem durch die leidenschaftliche Betreuung und die familiäre Atmosphäre aus, die der Studioleitung und allen Mitarbeitern besonders wichtig sind.
B
ereits durch seinen Standort erzielt das Studio des Monats einen ersten Wow-Effekt: Das Kronos liegt in der Innenstadt von Hennef im mit dem Architekturpreis NRW ausgezeichneten „Quartier Chronos“. Das innerstädtische Wohn- und Geschäftsquartier wurde
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2001 auf dem ehemaligen Werksareal des Waagenherstellers „Chronos“ errichtet. Die vorhandenen Altbauten sowie eine Fabrikhalle bilden dort gemeinsam mit zahlreichen Neubauten einen attraktiven Standort mit dem Charakter einer „modernen Altstadt“.
Denkmalgeschützte Architektur Die eindrucksvolle Lage in der Fabrikhalle im „Quartier Chronos“ war sowohl richtungsweisend für die Namensgebung des Kronos als auch für die einzigartige Atmosphäre im Studio. Bei der Gründung des Kronos im Oktober 2000 wurde der Name mit „K“ geschrieben, da die Schreibweise mit „Ch“ bereits ein geschützter Name war. Auf diese Weise konnte mit dem Studionamen gleichzeitig ein Teil der Historie des Gebäudes aufrechterhalten werden. Die Architektur der restaurierten ehemaligen Fabrikhalle hat einen besonderen Charme. Die gläsernen „Sägezähne“ der für Industrieanlagen des späten 19. Jahrhunderts typischen Sheddach-Konstruktion bestimmen das helle und freundliche Ambiente im Studio und bilden die Basis für die Atmosphäre: von natürlichem Licht durchflutet, offen und mit rohen Backsteinwänden – Industrie-Design at its best. Mit viel Liebe zum Detail sind Elemente der ehemaligen Fabrik mit modernen Stahlelementen sowie edlem Parkett kombiniert worden und die im Zentrum offene Galerie im Obergeschoss wird von den originalen Stahlpfeilern der ehemaligen Fabrik getragen. Studioleiter Micha Boldt schwärmt: „Das Studio wirkt allein durch die Architektur sehr offen und herzlich. Unsere Mitglieder, Neukunden
und auch Interessenten sind von der Atmosphäre unseres Studios sofort angetan. Wenn man sie fragt, was ihnen besonders gut im Kronos gefällt, loben Sie immer als erstes die besondere Atmosphäre, gefolgt von der familiären Betreuung und dem Miteinander.“
Die Freude an der Dienstleistung macht den Unterschied Dieses von den Kunden so geschätzte familiäre Miteinander ist ein Markenkern des Kronos. Weil die Mitarbeiter bei der Umsetzung der Betreuung eine entscheidende Rolle einnehmen, haben Personalauswahl und Teambuilding einen besonderen Stellenwert. „Unsere Mitarbeiter überzeugen durch fachliche und soziale Kompetenz und ihr Job ist es, die Mitglieder jeden Tag aufs Neue zu inspirieren und zu motivieren“, ergänzt Svenja Kreuer, Studioleiterin des Kronos. „Das Wichtigste für uns ist, dass neue Mitarbeiter unbedingt ins Team passen! Wer selbst Freude an Training und Gesundheit hat, die Lebensqualität anderer verbessern möchte, mit seiner Art noch gut motivieren kann und einen hohen Anspruch an die Qualität der eigenen Dienstleistung hat, der ist bei uns genau richtig!“ Das Kronos-Team lebt eine flache Hierarchie und pflegt einen sehr harmonischen und familiären Umgangston, unterstützt sich ge-
Fotos: KRONOS Aktivclub
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STUDIO DES MONATS
In der näheren Umgebung gibt es eine Multifunktionsanlage mit einer ähnlichen Ausrichtung, zu deren Team das Verhältnis sehr kollegial und weniger auf Wettbewerb ausgerichtet ist. Ein Discount-Studio, ein EMS-Studio sowie seit Kurzem ein Functional-Boutique-Studio sind die weiteren Mitbewerber vor Ort.
Starkes Netzwerk Das Kronos profitiert von einem starken Netzwerk, für das sowohl vor Ort als auch überregional strategische Kooperationen geschlossen wurden. Das Studio ist Teil der ACISO-Familie und Firmenfitness wird über INTERFIT und qualitrain angeboten.
In der Fabrikhalle wurde ab 1882 die erste eichfähige, automatische Waage der Welt produziert: die Chronos-Waage
Mit mehreren örtlichen Unternehmen wurden darüber hinaus individuelle Vereinbarungen für Firmenfitness getroffen. Zudem bestehen mit verschiedenen Einzelhändlern vor Ort in Hennef Kooperationen, durch die es bei Vorlage der Kronos-Mitgliedskarte Ermäßigungen gibt.
genseitig und versucht immer, als Team zusammenzuarbeiten. Micha Boldt sieht genau hierin den Punkt, der letztendlich die Freude an der Arbeit ausmacht und den die Kunden ebenso schätzen: „Auch Neumitglieder fühlen sich bei uns auf Anhieb wohl.“
An dem Projekt „Hennefer Fitness Card“ (HFC) beteiligt sich das Kronos ebenfalls. Kunden der teilnehmenden Studios können ihre Mitgliedschaft upgraden, um in zwei oder sogar drei Studios zu trainieren.
Optimierung der Dienstleistung durch Qualitätsmanagement
Kontinuierliche Optimierungen
„Unser Alleinstellungsmerkmal ist die kompetente Beratung und vor allem die persönliche Betreuung, die wir ständig optimieren und verbessern“, betont Svenja Kreuer. In wöchentlichen Teamsitzungen tauschen sich Trainer und Studioleitung über Neuigkeiten und Aktionen ebenso wie über die laufende Betreuung, Neuanmeldungen oder Kündigungen aus. Neue Ideen und Konzepte werden gemeinsam entwickelt und optimiert. Weiterhin durchlaufen alle Mitarbeiter eine eigens ins Leben gerufene Kronos Academy. Hier werden sie in allen Trainingsbereichen geschult, lernen viel über verschiedene Verletzungsbilder und deren Therapiemöglichkeiten, die richtige Kundenansprache und die internen Prozesse kennen. Alle Prozesse und Themengebiete rund um das Training, die Ernährung, die Betreuung und Beratung sowie den Verkauf werden regelmäßig gecoacht.
Das Kronos-Team setzt auf kontinuierliche Innovationen und legt großen Wert auf eine qualitativ-hochwertige Studioausstattung. „Wir versuchen, auf allen Ebenen mit der Zeit zu gehen und unseren Kunden regelmäßige Wow-Effekte zu liefern“, erklärt Micha Boldt. Studioleitung und Mitarbeiter sehen das Kronos in einem permanenten Prozess, durch die Betreuung so optimiert wird, dass die Integration von Neukunden bestmöglich gewährleistet ist und die Drop-out-Quote so gering wie möglich gehalten wird. Die Bestandskunden werden durch neue und innovative Trainingsangebote, wie z. B. den milon Zirkel, den eGym-Zirkel, fl-exx oder Power Plate, konstant motiviert. Im vergangenen Jahr wurde in eine cardioscan-Messstation mit der seca® Waage, Herz-Stress-Testung und Stoffwechselanalyse sowie in neueste Geräte für den eGym-Zirkel investiert. Die Umkleidekabinen und Nassräume wurden 2018 komplett renoviert.
Individuelle Betreuung und erstklassiger Service Positionierung als Premium-Gesundheitsstudio Die Angebotsschwerpunkte des Kronos sind Rücken- und Beweglichkeitstraining, Gewichtsreduktion in Kombination mit Ernährungsberatung sowie allgemeine Fitness. Der Altersdurchschnitt der Mitglieder zeigt, dass sich hier viele Berufstätige, Best Ager und Senioren fit halten möchten. „Wir haben uns ganz klar als Premium-Gesundheitsstudio im Hennefer Markt positioniert!“, betont Svenja Kreuer.
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Unter Marketinggesichtspunkten wurde die Ansprache der Kunden in den vergangenen Jahren immer weiter auf „Rücken“ und „Gelenke“, Gewichtsreduktion sowie Fitness und Lebensqualität im Alter ausgerichtet. Für die Mitglieder spielt die Leistungsfähigkeit und Stressreduktion im Berufsalltag eine immer größere Rolle, sodass auch Leistungen für diesen Bereich regelmäßig kommuniziert und beworben werden.
Die Studioleiter Svenja Kreuer und Micha Boldt sehen in ihrer Zielgruppe „Menschen aller Altersgruppen mit unterschiedlichsten sportlichen Zielen, präventiv und rehabilitativ. Sie haben einen hohen Anspruch an die Qualität unserer Dienstleistung und sind auf der Suche nach modernen Trainingsangeboten, persönlicher und individueller Betreuung sowie einem erstklassigen Service.“ Ein Großteil der Kunden sind daher Berufstätige sowie auch Best Ager und Senioren. Das Durchschnittsalter der Mitglieder liegt bei 45,3 Jahren. 56 Prozent sind Frauen, 44 Prozent Männer.
Immer up-to-date Eine einheitliche und gut funktionierende digitale Kommunikation ist ein wesentlicher Faktor dafür, dass die Betreuung der Kunden im Kronos so erfolgreich ist. „Das Wichtigste dabei ist, dass alle Informationen über unsere Kunden, wie beispielsweise Trainingsziele und Gesundheitszustand, für die verschiedenen Mitarbeiter zugänglich sind. Nur so können wir einen erstklassigen Service und eine professionelle Betreuung bieten. Wir haben über unsere Software die komplette Mitgliederverwaltung, den Check-in, den Trainingsbereich und den Verkauf miteinander vernetzt“, erklärt Micha Boldt. Über die studioeigene „Kronos-App“ werden die Mitglieder regelmäßig über Neuigkeiten und Aktionen informiert. Wichtige Informationen, wie z. B. der Kursplan oder die Öffnungszeiten an Feiertagen, werden in der App angezeigt. Trainingserinnerungen, Terminbestätigungen und Geburtstagswünsche werden automatisch per E-Mail oder SMS über das System verschickt. Über die neu gestaltete Homepage können Termine online vereinbart und automatisch Leads generiert werden.
Kommunikation über Social Media Der Bereich „Digitalisierung“ befindet sich im Kronos in einem ständigen Entwicklungsprozess. Das Team geht mit der Zeit, um die vielen neuen Chancen und Möglichkeiten zu nutzen. Social
Svenja Kreuer Studioleiterin Bereits in der Kindheit hat die Leidenschaft zu Bewegung ihre Hobbys bestimmt. Nach dem Abitur im Jahre 2010 lernte sie im Rahmen eines Praktikums das Kronos und sein Team kennen. Im Januar 2011 startete Svenja Kreuer mit einem dualen Studium an der DHfPG zum Bachelor of Arts Fitnesstraining, das sie 2014 mit ihrer Bachelor-Arbeit erfolgreich abschloss. Die Chance im Kronos Aktivclub zu bleiben nahm sie begeistert an. 2017 hat sie gemeinsam mit Micha Boldt gemeinsam die Studioleitung übernommen. Die Vielfalt der Aufgaben, die Zusammenarbeit mit dem Team und den Mitgliedern sowie die Begeisterung für Sport, Bewegung und Gesundheit motivieren sie immer wieder neu.
DIE ECKDATEN DES KRONOS AKTIVCLUB www.kronos-aktivclub.de Fläche des Studios gesamt: Kraftbereich: Cardiobereich: Kursraum 1: Kursraum 2: Wellness: Physio-Raum: Functional-Fläche:
ca 1.600 m2 600 m2 200 m2 230 m2 100 m2 200 m2 30 m2 100 m2
Ausstattung Kraft: gym80, Phoenix, Ziva Cardio: Life Fitness mit Discover ST Konsole Zirkel: milon Kraft- und Ausdauerzirkel, eGym-Zirkel, fle-xx Rückgrat-Konzept Mitarbeiter 48 Mitarbeiter insgesamt, davon 6 fest angestellt, 5 dual Studierende (DHfPG), 1 Heilpraktiker in der Kronos Physio Lounge (Chiropraktik, Yumeiho (japan. Massagetherapie) und viszerale Osteopathie)
Media hat einen sehr hohen Stellenwert im Marketing des Kronos. Facebook und Instagram werden ein- bis zweimal täglich aktualisiert sowie mit Inhalten und Informationen bespielt, zum Beispiel um aktuelle Aktionen zu kommunizieren und den Aktivclub als Lösungsanbieter für die Zielgruppe zu präsentieren – vor allem aber auch, um den Trainingsalltag und insbesondere Trainingserfolge der Mitglieder wiederzugeben und so die nachhaltigsten Wow-Effekte zu kommunizieren.
Micha Boldt Studioleiter Leichtathletik, Fußball, Mountainbiking, Kraftund Fitnesstraining, Kampfsport: Micha Boldt hat von Kindesbeinen an Sport geliebt. Die ersten Erfahrungen im Fitnessstudio hat er mit 16 als Aushilfskraft im Servicebereich gemacht. Während der Zeit bei der Bundeswehr wurde er auf eine Anzeige der DHfPG aufmerksam, in der das duale Studium beworben wurde. Ende 2008 begann er im Kronos seine Tätigkeit als Praktikant. Im Anschluss hat er zunächst ein duales Studium zum Bachelor of Arts Fitnesstraining und danach ein berufsbegleitendes Master-Studium in Gesundheitsmanagement an der DHfPG absolviert. 2017 hat er gemeinsam mit Svenja Kreuer die Studioleitung übernommen.
Fotos: KRONOS Aktivclub
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UMFRAGE FITNESSTRENDS 2020
Expertenbefragung des DSSV – die Fitnesstrends 2020
POSITIONIERUNG, QUALITÄT & MESSBARER KUNDENNUTZEN Text: Jürgen Wolff
Richtungswechsel oder einfach „back to the roots“? Im Rahmen der alljährlichen Expertenbefragung des DSSV zu den Trends für die Fitnessbranche haben die professionellen Fitnessanbieter ihre Prognosen abgegeben: Konzepte für Training und Betreuung bleiben im Blickfeld. Im Fokus stehen für 2020 aber verstärkt grundsätzliche Fragen wie die Positionierung des Studios, die Kompetenz der Trainer und das Kundenerlebnis. Es zählt nicht mehr nur, was angeboten wird, sondern in einem enger werdenden Markt auch zunehmend wie und von wem das Trainingsangebot den Kunden präsentiert wird.
DIE TOP-TRENDS DER DSSV-EXPERTEN FÜR 2020
Gesundheitstraining Wearables & digitale Lösungen
Qualifizierte Trainer mit hohem Ausbildungsstandard
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Fitnessprogramme für Best Ager & Senioren
CONSUMER VALUE UND AUTHENTISCHE POSITIONIERUNG
Betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM + BGF)
s ist wichtig, den Puls der Zeit zu beobachten, wenn man seinen Mitgliedern regelmäßig etwas Neues bieten möchte. Aber neu ist nicht per se gut und auch nicht zwangsläufig nachhaltig. Viele Betreiber sind dankbar für Trendberichte. Der DSSV e. V. befragt traditionell zum Jahreswechsel Experten nach ihrem Ausblick für das kommende Jahr. Der DSSV-Vorstand, die Mitglieder der Fachausschüsse sowie DSSV-Mitglieder und -Fördermitglieder haben auch im letzten Dezember ihre fundierten Einschätzungen zu den Entwicklungen in der Fitness- und Gesundheitsbranche abgegeben. Für das Jahr 2020 haben die Branchen-Insider Prognosen getroffen, die sich von den Aussagen vorheriger Jahre unterscheiden.
Foto: TU Kaiserslautern
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Foto: Volker Beushausen
Der DSSV und fitness MANAGEMENT haben die Umfrage ausgewertet und präsentieren nun die Ergebnisse. Neben Bewegungs- oder Trainingskonzepten und der Konzentration auf bestimmte Zielgruppen sehen die Branchenexperten für dieses Jahr stärker grundlegende Themen im Trend: eine klare, authentische Positionierung des Studios, die Qualität des Trainingsangebotes und der Mitgliederbetreuung, die Kompetenz der Trainer sowie ein messbarer Mehrwert für die Kunden im Studio.
Entscheidend für den Erfolg der Studios wird nach der Einschätzung der DSSV-Experten ein Trainingsangebot sein, das genau zur Zielgruppe passt und das authentisch vermittelt wird. Dazu braucht es mehr Betreuungs- und Servicequalität durch empathische, qualifizierte Trainer mit viel Sozial- und vor allem Medienkompetenz, weil das Aktivitätsmonitoring digital erfolgen wird. Qualifizierte Trainer mit hohem Ausbildungsstand sind deshalb seit mehreren Jahren der Top-Trend der DSSV-Befragung.
Foto: Franz Schepers
Qualifizierte Trainer mit Sozial- und Medienkompetenz In einem Punkt sind sich die befragten Experten einig: Es wird zukünftig nicht mehr nur auf das Angebot ankommen. Viele Trainingsangebote können erfolgreich sein, wenn sie in einem passenden Ambiente von Betreibern und Trainern mit Begeisterung vermittelt werden, das Studio seiner Zielgruppe auf diese Weise mit jedem Training ein unverwechselbares Erlebnis bietet und die Trainingsergebnisse dokumentiert sowie nachvollziehbar ausgewertet werden.
„Ich würde auf zwei besondere Trends setzen: einerseits auf die zunehmende Verbreitung und die rasante Entwicklung im Bereich der Wearables. Diese werden beim individuellen Trainingsund Aktivitätsmonitoring zukünftig eine größere Rolle einnehmen und wie in der aktuellen Erklärung der Bundesregierung zur Kostenübernahme von Gesundheits-Apps eine wesentliche Aufwertung erfahren. Den zweiten großen Trend sehe ich im Bereich des Gesundheitstrainings und dies explizit bei der Zielgruppe der Älteren. Allein durch den demografischen Wandel und die individuelle Verantwortungsübernahme für die eigene Gesundheit sind dies eigentlich keine Trends mehr, sondern klar etablierte Handlungsfelder.“
Die Ergebnisse der DSSV-Umfrage
Bei den „klassischen“ Fitnesstrends haben gut ausgebildete, kompetente Trainer, Wearables und digitale Lösungen sowie therapeutisches Training und Gesundheitsangebote die meisten Nennungen bekommen, gefolgt von Trainingsangeboten für Ältere, Gruppen- und Kleingruppentrainings sowie Betrieblichem Gesundheitsmanagement. Functional Training, HIIT und Personal Training gehören ebenfalls zu den mehrfach genannten Konzepten.
Prof. Dr. Michael Fröhlich Technische Universität Kaiserslautern
Thomas Kämmerling KWS GmbH „Aufgrund der „Überalterung“ und drastischen Zunahme von orthopädischen Problemen in allen Altersklassen sehe ich im Therapie- und Gesundheitstraining das größte Wachstum! Dazu zählt für mich auch das gelenkschonende EMS- oder therapeutische Personal Training. Als Unternehmen darf man den zweiten Gesundheitsmarkt – zum Wohle des eigenen Erfolgs UND zum Wohle der Bevölkerung – nicht außer Acht lassen!“
Gertrud Wulf 3life sports „Wearables stehen auch in unserem Club ganz weit oben. Wir wollen dadurch unsere Betreuung noch weiter optimieren und den Kunden den besten und erfolgreichsten Weg zu ihrem Ziel aufzeigen. Dabei legen wir großen Wert auf gesundheitsorientiertes Training. Bei uns ist das Gruppentraining ein ganz klarer Trend und durch eine Umstrukturierung konnten wir die Fluktuation senken. Zudem ist uns die Qualifikation unserer Trainer und Mitarbeiter sehr wichtig. In die Aus- und Weiterbildung neuer Kursformate sollte immer investiert werden.“
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„Für mich gibt es 2020 drei Trends, die zu Erfolgsfaktoren werden: Dazu gehört, ein wirklich guter Gastgeber zu sein! Neben der Qualifikation der Trainer gewinnen die Betreuung und die Servicequalität immer größere Bedeutung. Wir müssen gewissermaßen so etwas wie die „Fitness-Stammkneipe“ werden. Immer wichtiger wird auch das Betriebliche Gesundheitsmanagement. Wir stehen vor einem Wendepunkt, weil immer mehr Unternehmen begreifen, wie wichtig eine gute Unternehmenskultur und damit auch die Gesundheitsvorsorge für ihren Unternehmenserfolg ist. Zudem müssen wir mehr Bewegung in den Ernährungsmarkt bringen. Wir haben im Gegensatz zu WW (ehemals Weight Watchers) & Co die Möglichkeit, die Menschen ganzheitlich zu beraten, zu begleiten und seriöse Ernährungsangebote mit zielgerichteten Trainingskonzepten zu verbinden.“
Foto: privat
Foto: Linzenich Gruppe oHG
Johannes Linzenich Linzenich Gruppe
Foto: INJOY Berlin
UMFRAGE FITNESSTRENDS 2020
Angelika Fritz INJOY Berlin „Vermehrt nehmen die Mitglieder High-IntensityGruppenangebote an, bei denen sie sich richtig auspowern können. Die Nachfrage nach Gesundheitstrainingsformen für Ältere, die ins Rentenalter kommen, ist nach wie vor stark und Firmenmitgliedschaften werden direkt von den Arbeitgebern nachgefragt.“
Markus Begerow United Leisure Clubs (ULC) „Gruppenkurse sind mit Sicherheit ein großes Thema, sowohl im klassischen Bereich als auch im Functional Training. Gesundheitstraining für die Zielgruppe 45 plus sehe ich auch als Trend. Als weitere Entwicklung erwarte ich die Änderung der Tarifstruktur von langjährigen zu immer kurzfristigeren Angeboten.“
Foto: cardioscan GmbH
Dr. Marc Weitl cardioscan GmbH „Der Körper schreibt den Trainingsplan: Aus Körperdaten, werden automatisch individuelle Trainingspläne geschrieben. Die Digitalisierung wird zu individueller Standardisierung führen, die motiviert und die Fluktuation senkt. Trainer werden entlastet und können sich verstärkt ihren Kunden widmen.“
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Foto: privat
„2020 wird das Hauptgeschäft der Studios weiterhin das gerätegestützte Kraft- und Ausdauertraining ausmachen. Vermehrt wird das Training unterstützt durch digitale Innovationen zur Optimierung der Steuerung und Erfolge. Es sind neue Kompetenzen der Trainer gefordert, um mit den vielfältigen Techniken eine umfangreiche Betreuung zu gewährleisten und auch eine klare Positionierung des Studios gewinnt zunehmend an Bedeutung. Zusätzlich bietet betriebliches Gesundheitsmanagement großes Potenzial für Fitness-Anlagen, was bislang von der Branche nicht ausgeschöpft wurde.“
Dr. Hartmut Klose Lady Fitness Hannover, Schenefeld / Enjoy Fitness „Der Gesundheitsbereich wird weiter in den Vordergrund rücken. Firmenfitness wird immer wichtiger werden, da die Anzahl an neuen Mitgliedschaften zurückgehen wird. Man sollte also als Studio vermehrt auf Firmenfitness setzen. Auf die Sporttrends bezogen, sehe ich, dass das Bodybuilding wieder zurückkommt, aber auch, dass der Cardio-Bereich immer beliebter wird.“
Foto: SUNS
Foto: Klaudia Lech
Sabrina Fütterer DSSV e. V. / Öffentlich bestellte und vereidigte Sachverständige
Bernd Schmid SUNS „Die Fitnesstrends für das kommende Jahr sind für mich weiterhin das klassische Gerätetraining und das Training mit freien Gewichten. Unsere Branche muss sich aufgrund des demografischen Wandels stärker mit Fitnessprogrammen für ältere Menschen auseinandersetzen und bei der Digitalisierung nehme ich in unserer Branche noch erheblichen Nachholbedarf wahr.“
„Die Individualisierung des Trainings in Kombination mit Wearables sowie Online- und Offlinetrainings wird an erster Stelle stehen. Dies führt dazu, dass die Anforderungen an Trainerinnen und Trainer hinsichtlich Medienkompetenzen und fachlichen Anforderungen steigen werden, weil die technische Vielfalt und die eingesetzte Technik interpretiert werden müssen.
Foto: Lars Marschalek
Foto: Peter Kerkrath
Prof. Dr. Bernhard Allmann Deutsche Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement (DHfPG)
Foto: privat
Voraussetzung hierfür ist eine umfassende Qualifikation der Trainer und Personal Trainer. Andere Trends, wie Wearables und die Vernetzung von Trainingsdaten, können den Coach hierbei unterstützen.“
Reiner Sauck Fitnesscenter Gym 80 Wildeshausen „Die Digitalisierung schreitet immer weiter voran. Junge Leute wollen vermehrt ihre Fitnesstracker einsetzen. Deshalb bin ich überzeugt, dass die Fitness-Apps stärker auf den Markt kommen werden, auch wenn es aktuell den Anschein erweckt, dass diese Entwicklung rückläufig ist. Bei Menschen im Alter von 25–35 Jahren wird Functional Training wieder beliebter werden und die gesundheitlichen Aspekte des Trainings werden weiter in den Vordergrund rücken.“
Die fitnessbezogenen Angebote, die vielerorts in sogenannten Trendlisten auftauchen, sind im Grunde genommen seit Jahren die gleichen, namentlich geschönt und dem Zeitgeist angepasst.“
Foto: Klaudia Lech
Foto: Step Sports GmbH
„Zu den Trends 2020 gehören immer mehr ganzheitliche Trainings- und Betreuungsprogramme, die bis ins Coaching außerhalb des Fitnessclubs gehen. Gerade für eine ältere Zielgruppe ist dies äußerst wertvoll.
„Aus meiner Sicht ergeben sich für die Zukunft zwei wesentliche Trendrichtungen, die weniger inhalts- und produktbezogen, sondern vielmehr „consumer value“-orientiert zu betrachten sind. Der Fitnessmarkt wird zukünftig von zwei wegweisenden Konsumentengruppen und deren Bedürfnisse zu bedienen haben: zum einen die Gruppe mit dem Bedürfnis nach Unabhängigkeit und Flexibilität bei digitalen Lösungen und zum anderen den Konsumenten mit dem Bedürfnis nach Individualität, High-End-Service und Personalisierung.
Trends haben auch immer Gegentrends, sodass sich technikfreie Trainingsstätten und „natürliche“ Trainingsformen wie CrossFit-/Outdoorangebote ebenso etablieren werden. Beides fordert eine Weiterentwicklung in der Branche und bei den Trainern.“
Stefan Lang Step Sports GmbH
Günter Noll Donna‘s Frauenfitness
Nico Scheller In Shape „Das Jahr 2020 steht für die Fitnessclubs unter dem Motto „Positionierung“. Das alte „Familienstudio“, das mehr oder weniger jeden anspricht, hat meiner Ansicht nach ausgedient. Wer überleben will, muss sich klar aufstellen. Dabei reicht auch eine Ausrichtung, z. B. als „Discounter“, nicht mehr aus. Auch „Premium“ oder „Betreuung“ sind keine Positionierungsmerkmale, da sie von den Betreibern inflationär genutzt werden und für den Interessenten keine Abgrenzung erkennen lassen. Der Markt wird immer enger und Spezialisierung wird der Schlüssel zum Erfolg. Die große Herausforderung dabei ist, das auch zum Interessenten zu transportieren und nicht als leere Marketingphrase stehen zu lassen. Daher kann ich mich nicht auf „DEN Trend“ festlegen. Ein hochspezialisiertes Gesundheitsstudio mit älterem Zielpublikum wird sicher ebenso im Trend liegen wie ein top Kursstudio. Die Glaubwürdigkeit des Angebots, die Kundenerfahrungen, die Transparenz des Unternehmens und die Qualität der Dienstleistung werden entscheidende Einflussfaktoren sein.“
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Foto: Blue Planet Studio - stock.adobe.com
Kompetenzprofile erfolgreicher Manager
Effektiv führen in der Praxis Text: Karl Drack
Manager sind mit ihrer Führungskompetenz branchenübergreifend Schlüsselfiguren und entscheidende Multiplikatoren für den Erfolg bzw. Misserfolg eines Unternehmens. Das ist auch in der Fitness- und Gesundheitsbranche so – aber wie führt man heute in der Praxis effektiv und welche Kompetenzen sind dazu erforderlich?
C
itius, altius, fortius („schneller, höher, weiter“): Dieser Leitspruch beschreibt die Wettbewerbssituation vieler Fitnessund Gesundheitsunternehmen. Die heutige VUKA-Umwelt löst zunehmend die gewohnte, stabile Arbeitsumwelt ab: Häufige Umwälzungen und sprunghafte Entwicklungen stehen im Fokus (V für Volatilität). Viele Veränderungen sind nicht mehr vorhersehbar und verursachen unklare Situationen (U für Ungewissheit). Der dritte Buchstabe K steht für die zunehmende Komplexität an Aufgaben, mit der Führungskräfte heute täglich konfrontiert sind. Immer mehr Elemente greifen ineinander und erschweren somit den Überblick, sodass die Übersicht im hektischen Tagesgeschäft mehr und mehr verloren geht. Der letzte Buchstabe A steht für Ambivalenz. Klare Situationen mit eindeutigen Ursache-WirkungsBeziehungen werden immer seltener. Die zunehmende Digitalisierung und unterschiedliche Mitarbeitergenerationen mit teils konträren Bedürfnissen sind aktiv zu managen und die zentralen Management-Herausforderungen unserer Zeit. Somit verändern sich auch die Anforderungen an Manager und Führungskräfte immer intensiver und radikaler, denn „wer aufhört besser zu werden, hat aufgehört gut zu sein“ [Philip Rosenthal].
Ausgewählte Führungskonzepte – Viele Wege führen nach Rom Aber wie führt man in der Praxis richtig? In seiner Führungs-Bibel „Radikal führen“ (2012) deckt Deutschlands Management-Autor Nr. 1 26
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Reinhard K. Sprenger folgende Kernaufgaben von Führungskräften klar auf: • Zukunftsaufgabe sichern • Mitarbeiter führen • Zusammenarbeit organisieren • Transaktionskosten senken • Konflikte lösen Dieser Philosophie bleibt Sprenger auch in seinen weiteren Management-Büchern „Radikal digital – Weil der Mensch den Unterschied macht“ und „Sprengers Spitzen – 42 unbequeme Management-Wahrheiten“ (beide 2018) treu, in denen Führungskräfte neben 111 interessanten Führungskonzepten in Verbindung mit dem digitalen Wandel auch umfangreiches Hintergrundwissen und Praxis-Tipps zur (selbst-)kritischen Reflexion des eigenen Führungsverhaltens bekommen. Soweit zur Theorie, aber wie sieht es mit der konkreten Umsetzung aus?
Kennen Sie Coveys sieben Prinzipien für mehr Effektivität und Erfolg? Wenn man sich intensiv mit dem Thema Effektive Führung beschäftigt, bietet Stephen R. Covey (2005) mit seinem „7-Habit-Ansatz für mehr Effektivität“ viele wertvolle, zeitlose Führungsprinzipien für erfolgreiche Manager, an denen sich Club- bzw. Studiobetreiber in der Praxis ebenfalls sehr gut orientieren können.
Sieben Eigenschaften erfolgreicher Manager nach Covey 1. Denken, führen und handeln Sie proaktiv Erzielen Sie außergewöhnliche Ergebnisse, indem Sie den Einfallsreichtum und die Initiative jedes einzelnen Mitarbeiters gezielt nutzen, um Barrieren abzubauen und gemeinsam das Unternehmen weiterzuentwickeln. 2. Umdenken: Setzen Sie das Ziel/Ergebnis an den Anfang Ihres Handelns/Strebens Entwickeln Sie eine ergebnisorientierte Denkweise bei allem, was Sie tun, und richten Sie alle Bemühungen und Aktivitäten auf dieses konkrete Ziel aus. 3. Setzen Sie das Wichtigste an erste Stelle und managen Sie durch Priorisieren Eliminieren Sie Energie- und Zeitfresser, indem Sie sich auf die wichtigen Ziele zuerst konzentrieren und diese gemeinsam mit dem Team realisieren. 4. Denken Sie in Chancen bzw. win-win-orientiert Motivieren Sie Ihr Team durch die Übertragung von Verantwortung und durch ein einheitliches Erfolgsverständnis dazu, sich
aktiv einzubringen. Mit diesem Verständnis gelingt es Ihnen, die individuellen Persönlichkeiten als auch das Gesamtunternehmen voranzubringen und (noch) erfolgreicher zu machen. 5. Versuchen Sie zuerst zu verstehen, dann verstanden zu werden Schaffen Sie eine Atmosphäre des hilfreichen Gebens und Nehmens, indem Sie sich die Zeit nehmen, Probleme vollständig zu analysieren, zu verstehen und auf die Bedürfnisse Ihrer Mitarbeiter einzugehen. Hierbei ist Empathie, aktives Zuhören, offenes, ehrliches Feedback, Verlässlichkeit sowie authentische Führung in der Praxis besonders wichtig. 6. Nutzen Sie Synergien effektiv Hinterfragen Sie konstruktiv und kontinuierlich Ihr Unternehmen und entwickeln Sie mit Ihrem Team gemeinsam Problemlösungsfähigkeiten, um neue innovative Lösungen für relevante Problemfelder zu finden. 7. Schärfen Sie Ihre „Führungs-Säge“ Nur wenn Sie es schaffen, wie bei einer Säge jede einzelne Zacke zu schärfen, stimmt am Ende das Gesamtergebnis. Das gilt sowohl für die Leidenschaft, das Engagement und die Power Ihrer Mitarbeiter als auch für Ihr eigenes Führungsverhalten.
Leben und führen Sie nach den sechs Führungsgrundsätzen von Malik? Ähnlich wie Covey verfolgt auch der Management-Experte F. Malik mit seinen sechs Grundsätzen wirksamer Führung in Kombination mit seinem Führungsrad einen ganzheitlichen Managementansatz. (Lesen Sie dazu mehr im Fachartikel „Effektiv führen mit dem Malik Management®“ von Jochen van Recum und Florian Schmidt, beide
DHfPG, fMi 05/18 S. 58–60) Er setzt an unterschiedlichen Stellschrauben an, um primär zuerst sich als Führungskraft selbst und dann das gesamte Unternehmen und die Mitarbeiter zu managen. Denn: Führung beginnt immer mit Selbstführung.
1. Sorgen Sie für eine klare Resultatsorientierung und führen Sie durch fordernde Ziele. Reflektieren Sie das Erreichte und bleiben Sie erfolgshungrig.
4. Setzen Sie die Stärken Ihrer Mitarbeiter zielführend ein, um gemeinsam das Unternehmen weiter voranzubringen.
2. Befähigen und ermutigen Sie Ihre Mitarbeiter dazu, ihren Beitrag zum Ganzen zu leisten.
5. Vertrauen Sie Ihren Mitarbeitern, geben Sie Freiraum für eigene Entscheidungen und wertschätzen Sie auch Teilerfolge, denn „wer aufgehört hat besser zu werden, hat aufgehört gut zu sein”.
3. Konzentrieren Sie sich auf Weniges, aber dafür Wesentliches und gehen Sie diese Herausforderungen an.
6. Gehen Sie auch mit Rückschlägen positiv um, führen Sie authentisch und machen Sie so sich und Ihr Unternehmen nachhaltig erfolgreicher.
Abb. 1: Sechs Grundsätze der Führung in Anlehnung an Maliks Führungsgrundsätze
Der Kompetenzenatlas als nützliches Handwerkstool für die Management-Praxis Die einzige Konstante in der Führung ist der Wandel: Gerade zukunftsfähige Unternehmen sind in der Lage, auf die wachsende Komplexität, Dynamik, Ungewissheit und Ambivalenz im Markt erfolgreich zu reagieren und diese zu meistern. Das Kompetenzmodell nach Heyse und Erpenbeck (2007) charakterisiert die Fähigkeiten eines Menschen, sich selbstorganisiert in solchen neuen, offenen und komplexen Situationen zurechtzufinden und proaktiv zu handeln.
Man unterscheidet hier folgende vier Grundkompetenzen, die besonders für Führungskräfte immer wichtiger werden: • Personale Kompetenz (P) – Learning to be • Sozial-kommunikative Kompetenz (S) – Learning to live together • Fach- und Methodenkompetenz (F) – Learning to know • Aktivitäts- und Handlungskompetenz (A) – Learning to do 01/20
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Jede dieser vier Grundkompetenzen wird in weitere 16 Teilkompetenzen differenziert. Insgesamt ergeben sich in diesem Kompetenzmodell somit 64 abgeleitete Teil- bzw. Schlüsselkompetenzen. Diese können einzeln analysiert und je nach strategischer und operativer Anforderung des jeweiligen Unternehmens gezielt im Mitarbeiter- und Führungsbereich weiterentwickelt werden.
P Personale Kompetenz Einsatzbereitschaft
Glaubwürdigkeit
Eigenverantwortung
Schöpferische Fähigkeit
Offenheit für Veränderungen
Humor
Hilfsbereitschaft
Lernbereitschaft
Ganzheitliches Denken
P
Welche 16 Teilkompetenzen würden Sie vorrangig der Metakompetenz „Führung“ zuordnen? Bitte ankreuzen oder einkreisen!
A Aktivitäts- und Handlungskompetenz
Normativethische Einstellung
Loyalität
Mit dem im Folgenden dargestellten Kompetenzatlas können Sie schnell und einfach Ihre persönlichen Teilkompetenzen herausfinden:
Selbstmanagement
Entscheidungsfähigkeit
Gestaltungswille
Tatkraft
Innovationsfreude
Belastbarkeit
Ausführungsbereitschaft
Initiative
Optimismus
Soziales Engagement
Ergebnisorientiertes Handeln
Zielorientiertes Führen
A/P
P/A
P/S
P/F
Mitarbeiterförderung
Delegieren
Konfliktlösungsfähigkeit
Integrationsfähigkeit
Mobilität
A
A/S
A/F
Disziplin
Zuverlässigkeit
Impulsgeben
Schlagfertigkeit
Beharrlichkeit
Konsequenz
Akquisitionsstärke
Problemlösungsfähigkeit
Wissensorientierung
Analytische Fähigkeiten
Konzeptionsstärke
Organisationsfähigkeit
P/S
S/A
F/P
F/A
Teamfähigkeit
Dialogfähigkeit + Kundenorientierung
Experimentierfreude
Beratungsfähigkeit
Sachlichkeit
Beurteilungsvermögen
Fleiß
Systematischmethodisches Vorgehen
Kommunikationsfähigkeit
Kooperationsfähigkeit
Sprachgewandtheit
Verständnisbereitschaft
Projektmanagement
Folgebewusstsein
Fachwissen
Marktkenntnisse
S Beziehungsmanagement
S/F Anpassungsfähigkeit
Pflichtgefühl
F/S Gewissenhaftigkeit
S Sozial-kommunikative Kompetenz
Lehrfähigkeit
Fachliche Anerkennung
F Planungsverhalten
Fachübergreifende Kenntnisse
F Fach- und Methodenkompetenz
Abb. 2: Kompetenzatlas nach Heyse & Erpenbeck KODE® (2007) – eigene Darstellung
Führungskompetenzen weiter ausbauen – aber wie? Nun stellt sich die Frage, welche dieser Kompetenzen die wichtigsten sind, damit sich der Führungserfolg tatsächlich einstellt? Wissen, Fertigkeiten, Qualifikationen usw. allein sind noch keine Kompetenz und kein Erfolgsgarant. Zum hier verwendeten Kompetenzbegriff in Verbindung mit dem Kompetenzatlas ist die Charakterisierung von Keim und Wittmann (2009) sehr treffend: „Wirklich kompetent wird nur, wer aus Erfahrungen und Erlebnissen handelt und lernt, wer sich auf Neues einlässt – und daraus seine Schlüsse zieht, wer zum Experten seiner selbst wird.“ Eine internationale Expertenbefragung ergab als Querschnittskompetenz (sogenannte Metakompetenz) folgende 16 Teilbzw. Schlüsselkompetenzen als Soll-Profil aus allen vier Grundkompetenzen: • Glaubwürdigkeit • Kommunikationsfähigkeit • Ergebnisorientiertes Handeln • Mitarbeiterförderung • Zielorientiertes Führen • Eigenverantwortung • Entscheidungsfähigkeit 28
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• Organisationsfähigkeit • Integrationsfähigkeit • Innovationsfreude • Delegieren • Belastbarkeit • Selbstmanagement • Konzeptionsstärke • Beurteilungsvermögen • Impulsgeben Welche dieser 16 Teilkompetenzen haben Sie im Kompetenzatlas der Metakompetenz „Führung“ zugeordnet bzw. angekreuzt? Erfahrungsgemäß gibt es in der Praxis aufgrund von Befragungen zahlreiche Überlappungen (60–90 %) mit den Ergebnissen dieses Experten-Ratings. Im eigenen Unternehmen kann das individuelle Anforderungsprofil für relevante Teilkompetenzen in „Führung/ Management“ durchaus sinnvoll abweichen. Vier der im ExpertenRating genannten Teil-/Schlüsselkompetenzen werden nachfolgend exemplarisch als Führungs-Teilkompetenzen dargestellt und weiter erläutert, um Ihnen praktische Tipps zur Selbstreflexion und Umsetzung zu geben.
Ausgewählte Führungs-Teilkompetenzen Mitarbeiterförderung Eine gute Führungskraft … … praktiziert Mitarbeiterförderung als persönliches Anliegen und als Mittel, die soziale Kooperation und Kommunikation und damit die Zusammenarbeit zu verbessern. … setzt sich für zeitweilige Arbeitsphasen mit ungesteuerter, nicht direkt an Aufgaben gebundener Ideenproduktion und mit weitgehender Kritikfreiheit (Brainstorming) ein. … realisiert intensive Lernphasen in verschiedenen (Lern-) Formen für interessierte Mitarbeiter. … unterstützt reflexive, selbstkritische Auseinandersetzun gen der Mitarbeiter mit den eigenen Problemlösungs prozessen. Ergebnisorientiertes Handeln Eine gute Führungskraft … … verfolgt und realisiert Ziele bewusst mit großer Willens stärke, Beharrlichkeit und Aktivität und gibt sich erst zu frieden, wenn klare Ergebnisse vorliegen. ... nimmt auf alle Teilaspekte des zum Ziel führenden Handelns aktiv Einfluss. … legt bei zeitweiligen Schwierigkeiten und bei der Sicherung von Ergebnissen eine große Ausdauer an den Tag. … wird durch die Erwartung von konkreten Ergebnissen motiviert.
Impulse geben Eine gute Führungskraft … … regt gemeinsames Denken an und gibt Denkanstöße. … setzt energisch Verhaltensanstöße für ein gemeinsames Handeln der Gruppe/des Teams. … begleitet das gemeinsame Handeln im Unternehmen und in Außenaktivitäten durch Ermunterung und Impulse. … bringt den persönlichen Wissens- und Werthintergrund in Anregungen ein.
Aus den vorgestellten Selbst- und Fremdeinschätzungen lassen sich u. a. gezielte personelle und organisatorische Entwicklungsmaßnahmen, Kompetenzinterviews, Workshops, Coachings, modulare Trainingseinheiten und Weiterbildungsmaßnahmen ableiten. Mit systematischen Konzepten zur Kompetenzanalyse und -entwicklung der Führungskräfte und Mitarbeiter tun sich viele Unternehmen immer noch schwer. Und doch werden folgende Selbsterkenntnisse sowie die vorgestellten Praxistools für die Bewältigung der Aufgaben in der Zukunft immer bedeutender, denn … • die Weiterentwicklung der Führungskräfte und Mitarbeiter ist von strategischer Bedeutung für die Fitness- und Ge sundheitsbranche. • Führungskräfte und Mitarbeiter sind gemeinsam für den Wertschöpfungsprozess, den Erfolg und die Unternehmens leistung verantwortlich. • es gilt, jeden Mitarbeiter als Wissens- und Leistungspotenzial und somit als Werte-/Umsatztreiber zu sehen (und nicht primär als Kostenfaktor) und diesen gezielt zu fördern. Es gibt nicht das eine Erfolgsgeheimnis erfolgreicher Führung. Sich regelmäßig mit unterschiedlichen Führungsansätzen intensiv zu beschäftigen, eröffnet neue Perspektiven, Denkanstöße und ergibt Sinn, denn: „Man hat etwas Neues erst dann verstanden, wenn man es in mehr als einer Weise versteht.“ [Marvin Minski]. Entschleunigen Sie deshalb nach dem stressigen Studioalltag auch einmal ganz bewusst durch „kluges Nichtstun“ im Rahmen der Teilkompetenz „Selbstmanagement“. Möglicherweise beschleunigen Sie dann wieder mit einer ganz anderen Qualität und neuem Elan den Erfolg Ihres Unternehmens. Denn erst die Selbstreflexion macht uns zum Unternehmer und zum proaktiven Treiber der Geschehnisse. „Es gibt nichts Gutes, außer man tut es!“ [Erich Kästner]. Viel Erfolg bei der Umsetzung in puncto Führungskompetenzentwicklung.
Karl Drack Foto: DHfPG/BSA
Delegieren Eine gute Führungskraft … … überträgt persönliche Verantwortung gezielt auf andere mit dem Ziel der Verbesserung der Zusammenarbeit, regt sie an und ermutigt sie zur Selbstständigkeit. … schätzt die Stärken und die Schwächen von Mitarbeitern differenziert ein und delegiert dadurch sinnvoll und effektiv. … setzt das Delegieren nicht nur als eine „Führungstechnik“ ein, sondern hat ein in seiner Persönlichkeit verankertes Bedürfnis, andere in die Verantwortung einzubinden und an Entscheidungen zu beteiligen. … unterweist die Mitarbeiter kontinuierlich sowie verständ lich und erhöht damit die Delegationsmöglichkeit.
Fazit
Karl Drack, Wirtschafts- und Sozialwissenschaftler M. A., war langjähriger Betriebsleiter im Gesundheitsbereich. Als Coach/Unternehmensberater ist er spezialisiert im strategischen Kompetenzmanagement. Seit 1998 ist er Dozent an der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement (DHfPG) und der BSA-Akademie. www.dhfpg-bsa.de
(Eigene leicht modifizierte Darstellung nach Heyse & Erpenbeck (2007)) Auszug aus der Literaturliste Covey, S. R. (2005). Die 7 Wege zur Effektivität – Prinzipien für persönlichen und beruflichen Erfolg. Offenbach am Main: Gabal. Heyse, V. & Erpenbeck, J. (Hrsg.) (2007). Kompetenzmanagement. Methoden, Vorgehen, KODE® und KODE®X im Praxistest: Münster: Waxmann Verlag.
Tipp: Reflektieren Sie Ihr Führungsverhalten in der täglichen Arbeit im eigenen Unternehmen kontinuierlich, hinterfragen Sie Ihr eigenes Handeln und feilen Sie an allen relevanten Teilkompetenzen.
Malik, F. (2013). Führen, Leisten, Leben. Wirksames Management für eine neue Zeit (Limitierte Sonderausgabe). Frankfurt am Main: Campus Verlag. Sprenger R. K. (2018) Radikal digital: Weil der Mensch den Unterschied macht – 111 Führungsrezepte. München: DVA Verlagsgruppe Random House. Für eine vollständige Literaturliste kontaktieren Sie bitte marketing@dhfpg-bsa.de.
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LEADERSHIP
Inspiration und Motivation in Sachen Leadership
Unsere „Big Seven“ im fMi-Ranking Text: Florian Schmidt
W
as brauchen erfolgreiche Führungskräfte heute? Welche Karriere-Skills und Charaktereigenschaften sind in der Praxis unabdingbar? Das Buch „Erfolg – Was Sie von den Super-Erfolgreichen lernen können“ von Business-Influencer Julien Backhaus und die Fachartikel zum Thema Leadership bzw. Führung haben uns inspiriert, uns mit diesen Fragen genauer zu beschäftigen. Deshalb haben wir inspirierende Zitate von großen Persönlichkeiten aus unterschiedlichen Dekaden und Bereichen zusammengetragen und für Sie unsere „Big Seven“ zusammengestellt, die diese Fragen beantworten sollen.
1
VERLÄSSLICHKEIT & AUTHENTIZITÄT
5
Treten Sie authentisch für das ein, wofür Sie und Ihr Unternehmen stehen und führen Sie auch nach diesem Grundsatz Ihre Firma und Ihre Mitarbeiter. Hier zählen keine Werbeslogans und Worthülsen, sondern Taten und Einstellungen, die Sie glaubhaft täglich vorleben und repräsentieren.
MIT EMPOWERMENT & ELAN VORANGEHEN
„Nur wenige Menschen sehen ein, dass sie letztendlich nur eine einzige Person führen können und auch müssen. Diese Person sind sie selbst.“ Peter F. Drucker, Begründer der modernen Managementlehre
6
Wer, wenn nicht Sie als Führungskraft, sollte bereit sein, neue Wege einzuschlagen, wenn sie Fortschritt bedeuten? Ein „kleiner Schritt“ nach vorne kann Großes bewirken und es liegt an Ihnen, gemeinsam mit Ihrem Team nach „den Sternen“ zu greifen und Ihr Unternehmen voranzubringen.
INNOVATIONSBEREITSCHAFT & OFFENHEIT Innovationsbereitschaft bedeutet nicht nur, den Mut zu haben, Neues zu wagen, sondern vielmehr eine zentrale Lebenseinstellung zu besitzen, die sich auch in der Führung und im Umgang mit Herausforderungen und neuen Ideen zeigt. „Innovation geschieht durch Menschen, die sich auf dem Flur treffen oder sich abends um halb 11 anrufen, um sich von einer neuen Idee zu erzählen oder weil sie etwas realisiert haben, das unsere Denkweise komplett verändert. Es sind die Ad-hoc-Meetings von sechs Personen, die von jemandem initiiert werden, der von einer coolen, neuen Idee berichtet und eure Meinung dazu hören möchte.“ Steve Jobs, Apple-Gründer und Visionär
WISSBEGIERDE, LERNBEREITSCHAFT & DEMUT Der Erfolg ist nicht die Leistung eines Einzelnen, sondern des gesamten Teams. Man kann viel reden, aber was zählt, ist anzupacken und manchmal auch einfach zuzuhören und zu lernen. „Der simple Fakt ist, dass noch nie jemand irgendetwas gelernt hat, indem er sich selbst beim Reden zuhörte.“ Sir Richard Branson, Unternehmer und Abenteurer
„Wann, wenn nicht jetzt? Wo, wenn nicht hier? Wer, wenn nicht wir?“ John F. Kennedy, US-Präsident von 1961 bis 1963
3
SELBSTFÜHRUNG & REFLEXION Führung beginnt immer mit Selbstführung. Wer andere führen will, muss bei sich selbst anfangen und sich ständig hinterfragen und weiterentwickeln.
„Dafür stehe ich mit meinem Namen.“ Claus Hipp, Unternehmer
2
Grafik: MicroOne – stock.adobe.com
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DURCHHALTEVERMÖGEN & SELBSTVERTRAUEN Wenn Sie vorankommen wollen, müssen Sie hungrig nach neuen Herausforderungen sein und sich auch von Rückschlägen und Fehlern nicht verunsichern lassen. Solange Sie im Kopf klar bzw. motiviert sind, zielstrebig agieren und auf Ihre Intuition vertrauen, können Sie und Ihr Team jede Herausforderung meistern – Sie müssen nur wollen. „Bleib hungrig, bleib gesund, sei ein Gentleman, glaube an deine innere Stärke und sprenge deine eigenen Grenzen.“ Arnold Schwarzenegger, Fitness-Ikone, Schauspieler und Politiker
4
„Um klar zu sehen, genügt oft ein Wechsel der Blickrichtung.“ Antoine de Saint-Exupéry, Autor von „Der kleine Prinz“
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Foto: DHfPG/BSA
EMPATHIE & FLEXIBILITÄT Die Herausforderungen in der Führung sind vielschichtig und komplex. Nur wenn Sie sich in die Probleme, Wünsche und Bedürfnisse Ihrer Mitarbeiter, Geschäftspartner sowie Kunden hineindenken können, kann Ihnen dieser Spagat gelingen.
Wenn Sie all diese Eigenschaften als Führungskraft in Ihrer täglichen Arbeit im Studio bereits beherzigen und vor allem auch danach leben, ist dies umso besser. Wenn nicht, können Sie jetzt auf mehr als genug motivierende und fachlich fundierte Inspiration zurückgreifen. Florian Schmidt fMi Redakteur
FACHARTIKEL BGM
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Herausforderungen der Arbeitswelt 4.0
Gesundes Führen im digitalen Zeitalter Text: Ann-Katrin Graß und Sarah Staut
Die zunehmende Digitalisierung findet in der Arbeitswelt u. a. Anwendung in der Beschleunigung von Prozessen, der Vermeidung von Fehlerquellen im Unternehmen und in der Professionalisierung von Tätigkeiten durch den Einsatz funktionsspezifischer Software. Somit führt die digitale Transformation zu Veränderungen von Geschäftsmodellen, Organisationen und der Arbeitsgestaltung, wodurch auch veränderte Anforderungen an Führungskräfte entstehen.
Z
u den häufigsten Charakteristika der Arbeit im Wandel zählen (Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften [ZHAW] & Institut für Angewandte Psychologie [IAP], 2017, S. 7): - Unsicherheit bei Mitarbeitern - Zunehmend wichtig: Begleitung von Mitarbeitern - Bedürfnis nach realer Interaktion steigt je komplexer die Projektgestaltung - Digitaler Wandel als Treiber der Karriere - Strategische Einschätzung der Nachhaltigkeit von digitalen Trends - Geschwindigkeit des Wandels Unsicherheiten bestehen u. a. hinsichtlich der zunehmenden Komplexität von Arbeitsprozessen und der Arbeitsplatzsicherheit. Daher
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ist es unumgänglich, den „digitalen Wandel als zielorientierten Change-Prozess anzusehen, in welchem die Mitarbeiter auf der Prozessebene, aber auch auf der emotionalen Ebene aktiv begleitet werden“ (ZHAW & IAP, 2017), um ihnen die Möglichkeit zu bieten, offen über Befürchtungen und Ängste sprechen zu können.
Digitalisierung und Arbeitsqualität Etwa 82 Prozent sind laut einer Beschäftigtenumfrage in Deutschland von Digitalisierungsprozessen an ihrem Arbeitsplatz betroffen (DGB-Index Gute Arbeit, 2016). Dabei stellt sich die Frage, wie sich Digitalisierungsprozesse auf die Qualität der Arbeitsbedingungen auswirken. Die Digitalisierung beeinflusst aktuell vor allem junge und höher
qualifizierte Beschäftigte (DGB-Bundesvorstand, 2019). Es ist jedoch davon auszugehen, dass sich das in Zukunft ändern wird. Die Arbeitsmenge hat in den Augen von 54 Prozent der Beschäftigten infolge der Digitalisierung zugenommen (DGB-Index Gute Arbeit, 2016). Mit der Digitalisierung nimmt die Arbeitsbelastung insbesondere aus der Sicht junger Beschäftigter tendenziell zu (DGB-Bundesvorstand, 2019). Hierfür wird jedoch nicht „die Technik“ selbst verantwortlich gemacht, sondern das „Wie“ und „Wozu“ des Einsatzes bewirkt einen Zuwachs oder Abbau von Belastungen (DGB-Index Gute Arbeit, 2016). Mehr als jeder Zweite stellt eine Zunahme der gleichzeitig zu bewältigenden Arbeitsvorgänge und gestiegene Komplexitätsanforderungen (Multitasking) fest (DGB-Index Gute Arbeit, 2016). Zudem geht mit der Digitalisierung eine Flexibilisierung von Unternehmens- und Arbeitsformen einher (Robelski et al., 2018). Diese umfasst eine steigende Verfügbarkeit von Informationen sowie die Vernetzung zwischen Menschen und physischen Objekten wie z. B. Maschinen. Produktionsprozesse laufen hochautomatisiert ab. Das hat eine Abkehr vom bisherigen Arbeitsverhältnis einer Festanstellung mit regelmäßigen Arbeitszeiten an einem festen betrieblichen Arbeitsplatz zur Folge (Hornung, Herbig & Glaser, 2008). Die digitalisierte und globalisierte Arbeitswelt verlangt gleichermaßen von Unternehmen wie Beschäftigten Flexibilität hinsichtlich der Arbeitszeiten, der Arbeitsorte sowie der Arbeitstätigkeiten (Fincke, Harth & Mache, 2018).
Eigenschaften einer guten Führungskraft im digitalen Zeitalter Aufgrund der mit der Digitalisierung einhergehenden Komplexitätserhöhung wird es für Führungskräfte zunehmend schwieriger, das für eine Aufgabenstellung relevante Wissen zu besitzen, um Mitarbeiter anleiten und Prozesse kontrollieren zu können. Damit verbunden ist es für Führungskräfte unumgänglich, die Mitarbeiter zum selbstständigen Arbeiten zu befähigen. Führungskräfte müssen also lernen, Macht abzugeben und Eigenverantwortung sowie Autonomie bei den Mitarbeitern zu fördern. Dies erfordert zunächst einmal Vertrauen in die eigenen Mitarbeiter. Neben einer stärkeren Partizipation von Mitarbeitern infolge der Digitalisierung wird auch eine zunehmende Demokratisierung von Unternehmen ermöglicht und von Führungskräften gefordert (Schwarzmüller et al., 2017, S. 621). Gerade weil das Marktumfeld durch die Digitalisierung weniger berechenbar wird, wird es für Führungskräfte immer bedeutsamer, mit Unsicherheit und Komplexität umgehen zu können, was eine hohe Risikotoleranz und -akzeptanz erfordert (Schwarzmüller et al., 2017, S. 623). Nach Velten et al. (2015) zählen folgende Aspekte zu den Anforderungen und Eigenschaften, die an eine Führungskraft der digitalen Arbeitswelt gestellt werden (siehe Abb. 1 und 2):
Funktionen, die eine gute Führungspersönlichkeit im digitalen Zeitalter erfüllen sollte Motivation anderer Mitarbeiter durch Vorbildfunktion
86,5
Durchsetzen neuer Ideen und Impulse
85,9
Fördern digitaler Skills und Qualifikationen Mitarbeiterebene
84,3
Umsetzen bzw. Durchsetzen einer unternehmensweiten Digitalisierungsstrategie
82,7
Vorteile und Chancen der Digitalisierung im Unternehmen bekannt machen
80,5 0
20
40
60
80
100
Abb. 1: Funktionen, die im Rahmen der Befragung überwiegend mit „stimme eher zu“ bzw. „stimme voll und ganz zu“ bewertet wurden (n = 503; Angabe in %) (Velten et al., 2015, S. 24–26)
Eigenschaften, die eine gute Führungspersönlichkeit im digitalen Zeitalter auszeichnen hinterfragt neue IT-Lösungen kritisch im Hinblick auf den Wertbeitrag im eigenen Unternehmen
85,9
teilt neues Wissen im Unternehmen und stößt Diskussionen an
85,1
denkt strategisch in neuen Geschäftsmodellen
84,9
macht sich für die Qualifikation und Förderung der IT- und Digitalisierungs-Skills aller Mitarbeiter stark
84,7
pflegt einen konstruktiven und kontinuierlichen Austausch mit der eigenen IT-Abteilung
84,5
informiert sich aktiv zu neuen IT-Innovationen und digitalen Lösungen
84,3
fördert die Innovationskultur im Unternehmen über alle Bereiche hinweg
83,1
handelt unternehmerisch und stellt bestehende Prozesse infrage
82,7
ist offen für neue Technologien und IT-Services und testet diese auch privat
81,5 0
20
40
60
80
100
Abb. 2: Eigenschaften, die im Rahmen der Befragung überwiegend mit „stimme eher zu“ bzw. „stimme voll und ganz zu“ bewertet wurden (n = 503; Angabe in %) (Velten et al., 2015, S. 24–26)
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FACHARTIKEL BGM
Laut van Dick et al. (2017, S. 22) gehören Lernfortschritte und Unterstützung zu den wesentlichen Merkmalen. Führungskräfte sorgen für verbindliche Prozesse zum Lernen aus Fehlern und zur produktiven Klärung von Konflikten. Eine Führungskraft sollte dabei auch ihre Mitarbeiter zum Experimentieren ermutigen und dementsprechend für eine konstruktive Feedback-Kultur sorgen. Dabei übernimmt sie Aufgaben hinsichtlich Unterstützung sowie Moderation und schafft den Rahmen, dass die Ergebnisse verfügbar sind. Hinsichtlich Innovation und Wachstum ist eine nachhaltig hohe Bereitschaft und Fähigkeit zum Wandel notwendig, um eigenverantwortliches Handeln zu fördern. Mit der zunehmenden Digitalisierung verändern sich die Anforderungen an Beschäftigte gravierend. Die Anzahl der Tätigkeiten, bei denen kognitive, informatorische sowie emotionale Faktoren dominieren, steigt stetig. Somit findet in vielen Berufen eine Verschiebung von vormals physischen zu überwiegend psychischen Anforderungen statt. Hinzu kommen tätigkeitsübergreifende Entwicklungen wie Entgrenzung, Verdichtung, Flexibilisierung und mobiles Arbeiten (Bundesministerium für Arbeit und Soziales [BMAS], 2016, S. 135).
bungen zur Arbeitswelt 4.0 drei zentrale Themen, die im Rahmen des Arbeits- und Gesundheitsschutzes betrachtet werden müssen: 1. Kontrolltätigkeiten am Bildschirm 2. Mensch-Roboter-Interaktion 3. Überwachung der individuellen Arbeitsleistung Diesbezüglich sollten auch Führungskräfte im Blick haben, welche Risiken – wie beispielsweise steigende Komplexität von Arbeitsprozessen – mit der Digitalisierung einhergehen können.
Führung in der Arbeitswelt 4.0
Durch die neuen Arbeitsformen ergeben sich Möglichkeiten wie mobiles Arbeiten oder Tele-/Heimarbeit. Da sogenannte „mobile Workers“, also ortsungebundene Beschäftigte, oftmals dazu neigen, weniger Pausen zu machen und häufig die Kontrolle über die Arbeitszeit zu verlieren, sollten Führungskräfte permanent ihr Aufgenmerk darauf richten. Dahingehend obliegt es auch der Führungskraft, die Mitarbeiter auf die (emotionale) Fähigkeit zur Selbstdistanzierung hinzuweisen und Überforderung zu vermeiden. Zudem ist der Workload zu berücksichtigen.
Gesunde Führung im digitalen Zeitalter bedeutet vor allem die Herausforderungen der Arbeitswelt 4.0 zu bewältigen. Aus Sicht von Diebig, Müller und Angerer (2017) ergeben sich aus Beschrei-
Zusammengefasst können folgende Kompetenzen und Eigenschaften abgeleitet werden (siehe Tab. 1):
Tab. 1: Wesentliche Kompetenzen und Eigenschaften einer Führungskraft im digitalen Zeitalter (eigene Darstellung)
Wesentliche Kompetenzen und Eigenschaften einer Führungskraft • Entscheidungsfähigkeit • Medienkompetenz • Verständnis von Diversity aufgrund interdisziplinär zusammengesetzter Teams • Interkulturelle Kompetenzen • Distanzfähigkeit • Kommunikationsfähigkeit • Weisungskompetenz • Konfliktkompetenz • Wissenstransfer • Innovationskompetenz
• Strategisches Denken • Teamfähigkeit • Lernbereitschaft • Veränderungsbereitschaft • Offenheit gegenüber neuen Technologien • Fortbildungen zum Umgang mit Technologien und digitalen Lösungen fördern • Emotionale Intelligenz • Empathie • Vorbildliches Verhalten/Vorbild sein • Kritikfähigkeit • Risikotoleranz • Führung auf Distanz
Fazit Bei der gegenwärtigen Diskussion über psychische Belastungen und Anforderungen in der Arbeitswelt ist es umso wichtiger für ausreichende Erholungs- und Stressbewältigungsmaßnahmen zu sorgen sowie Distanzfähigkeit zu entwickeln. Auch wenn sich Führungskräfte für ausreichend Entscheidungsbefugnisse und Autonomie ihrer Mitarbeiter einsetzen, ist es dennoch notwendig zu prüfen, ob und inwieweit die Mitarbeiter mit den damit verbundenen Anforderungen zurechtkommen oder gar über- bzw. unterfordert sind. Gerade bei strukturellen oder technologischen Veränderungen sollte versucht werden, auf die individuellen Bedürfnisse und Belange der jeweiligen Mitarbeiter einzugehen, da nicht jeder Mitarbeiter gleich gut mit Veränderungen umgehen kann. Ein offener Umgang mit sensiblen oder auch kritischen Themen, wie beispielsweise der Umgang mit psychischen Belastungen, sollte vonseiten der Führungskräfte aktiv angegangen und geprüft sowie bei Bedarf Unterstützung geboten werden. Diesbezüglich sollten Führungskräfte ihre Mitarbeiter dazu anregen und motivieren, ihre Arbeitstätigkeiten und eingesetzte Technologie regelmäßig zu reflektieren, um Risiken zu erkennen und zielorientiert arbeiten zu können. Veränderungen
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und die Vorteile des Wandels müssen für alle Unternehmensebenen nachvollziehbar sein und als Chance verstanden werden. Da Führungskräfte einer Fürsorgepflicht unterliegen, nehmen sie im Arbeits- und Gesundheitsschutz, vor allem aber im BGM, eine Schlüsselrolle ein. Sie bestimmen, was zu tun ist, treffen Entscheidungen, sind Vorbilder und können motivieren. Für Führungskräfte bedeutet das, dass sie auch für das BGM Wegbereiter sowie Wegbegleiter sein sollten. Da sich durch die Digitalisierung auch Möglichkeiten des mobilen bzw. multilokalen Arbeitens ergeben, die u. a. positiv zur WorkLife-Balance beitragen können, sollten diese Mitarbeitern auch angeboten und von Führungskräften befürwortet und unterstützt werden. Daneben können auch digitale Instrumente, wie Apps und Wearables, eingesetzt werden, die zur Gesundheitsförderung beitragen. Eine Klärung gegenseitiger Erwartungen von Führungskräften, aber auch von Mitarbeitern ist hierbei empfehlenswert, denn die Potenziale der Digitalisierung sollten sinnvoll eingesetzt werden und nicht zur Überforderung führen.
Ann-Katrin Graß hat Gesundheitsmanagement studiert und ihr Studium mit dem M. A. Prävention und Gesundheitsmanagement abgeschlossen. Unter anderem verfügt sie über Erfahrung in der Umsetzung von Präventionsprogrammen und Coaching-Maßnahmen im Gesundheitsmanagement kleiner und mittelständischer Unternehmen sowie in Settings.
Foto: DHfPG/BSA
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Ann-Katrin Graß
Sarah Staut Die Gesundheitswissenschaftlerin arbeitet als wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement (DHfPG) sowie der BSA-Akademie im Fachbereich Gesundheitsförderung/Betriebliches Gesundheitsmanagement. Praktische Erfahrungen im BGM sammelte sie bereits in namhaften Unternehmen.
www.dhfpg-bsa.de Auszug aus der Literaturliste DGB-Bundesvorstand (Hrsg.). (2019). Arbeitsqualität aus der Sicht von jungen Beschäftigten. 7. Sonderauswertung zum DGB-Index Gute Arbeit. Zugriff am 24.04.2019. Verfügbar unter https://index-gute-arbeit.dgb.de/++co++8ac20602-4a57-11e9-9476-52540088cada DGB-Index Gute Arbeit. (2016). DGB-Index Gute Arbeit. Der Report 2016. Wie die Beschäftigten die Arbeitsbedingungen in Deutschland beurteilen. Zugriff am 15.04.2019. Verfügbar unter https://index-gute-arbeit.dgb.de/++co++76276168-a0fb-11e6-8bb8-525400e5a74a Velten, C., Janata, S., Hille, M. & Michel, J. (Crisp Research, Hrsg.). (2015). Digital Leader. Leadership im digitalen Zeitalter. Ergebnisse einer empirischen Studie in Kooperation mit Dimension Data Deutschland. Zugriff am 09.05.2019. Verfügbar unter https://www.crisp-research.com/publication/digital-leader/ Für eine vollständige Literaturliste kontaktieren Sie bitte marketing@dhfpg-bsa.de.
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Hinweis Vortrag auf dem FIBO CONGRESS 2. bis 4. April 2020 im Congress-Centrum Nord in Köln Sarah Staut, die Autorin dieses Fachbeitrages, referiert beim diesjährigen FIBO CONGRESS im Themenstrang Betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM). Weitere Infos unter fibo-congress.com
FACHARTIKEL BGM
Mitarbeiterbindung in der Gesundheitsbranche
BGM als Chance zur Mitarbeitermotivation
Foto: georgerudy – stock.adobe.com
Text: Anke Mächler
Immer mehr Unternehmen bieten ihren Mitarbeitern Maßnahmen zur Gesundheitsförderung an. Fitness- und Gesundheitsstudios nehmen hier eine Doppelrolle ein. Einerseits unterstützen sie Unternehmen bei der Einführung und Umsetzung von betrieblichen Gesundheitsförderungsmaßnahmen. Andererseits müssen sie auch für ihren Betrieb mögliche Gesundheitspotenziale erschließen und ihrer Rolle als Arbeitgeber und den damit verbundenen Pflichten gerecht werden.
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ie Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt stellt Unternehmen vor zwei große Herausforderungen: Zum einen wird es immer schwieriger, qualifizierte Mitarbeiter zu gewinnen – zum anderen,
diese auch langfristig zu halten. Neben dem steigenden Leistungsanspruch wird ein Mangel an Wertschätzung als Grund für die fehlende Bindung angeführt. Faktoren wie Gehalt, Vereinbarkeit von Berufs- und Privatleben, Personalentwicklung sowie besondere zusätzliche Angebote wie Bonusprogramme spielen eine entscheidende Rolle, um die Zufriedenheit der Mitarbeiter zu gewährleisten. Diese allgemeine Betrachtung gilt es nun auf die Fitness- und Gesundheitsbranche zu übertragen und Möglichkeiten aufzuzeigen, wie es gelingen kann, die Mitarbeiterbindung durch verschiedene Maßnahmen im Bereich des BGM-Portfolios zu verbessern. Die besondere Herausforderung liegt dabei in der Doppelfunktion als Dienstleister und gleichzeitig als Arbeitgeber und damit als Vorbild. Diese Vorbildfunktion des Arbeitgebers entscheidet unter Umständen im Bereich der Kundenneugewinnung auch über Glaubwürdigkeit und Authentizität. Für die Implementierung eines BGM in ein Unternehmen gibt es sowohl aus Arbeitgeber- wie auch aus Arbeitnehmersicht Vorteile (siehe Tab. 1).
Tab. 1: Vorteile von BGM-Maßnahmen für Arbeitgeber und Arbeitnehmer
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Vorteile Arbeitgeber
Vorteile Arbeitnehmer
• Erhöhung der Mitarbeitermotivation durch Stärkung der Identifikation mit dem Unternehmen • Förderung der Leistungsfähigkeit aller Mitarbeiter • Kostensenkung durch Reduzierung von Krankheitsausfällen • Verbesserte Kommunikation und Teamstrukturen • Steigerung der Betreuungsqualität • Imageaufwertung des Unternehmens • Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit durch Vorbildfunktion gegenüber Neukunden • Geringere Fluktuation
• Verbesserung der gesundheitlichen Bedingungen im Unternehmen •V erringerung von Überlastung bzw. Unterforderung •V erbesserung des Gesundheitszustandes •M inimierung gesundheitlicher Risiken •V erbesserung des Wohlbefindens und der Lebensqualität • E rhaltung/Zunahme der eigenen Leistungsfähigkeit •M itgestaltung des Arbeitsplatzes und des Arbeitsablaufs • E rhöhung der Arbeitszufriedenheit und Verbesserung des Betriebsklimas
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Gratifikationen als Chance Im Modell beruflicher Gratifikationskrisen von Siegrist (1996; Abb. 1) steht der Aspekt der Belohnung, die für eine erbrachte Arbeitsleistung gewährt wird, im Vordergrund. Kommt es zu einem Missverhältnis zwischen der Arbeitslast und der entsprechenden Vergütung, wird in diesem Modell aufgezeigt, dass es zu einer Gratifikationskrise kommt. Dabei spielen nicht nur der tatsächliche Lohn oder das Gehalt eine Rolle, sondern auch die Anerkennung und Wertschätzung sowie die beruflichen Aufstiegsmöglichkeiten und die Sicherung des Arbeitsplatzes (siehe Abb. 1). - Lohn, Gehalt - Wertschätzung - Aufstiegsmöglichkeiten - Arbeitsplatzsicherheit - BGM? - Anforderungen - Verpflichtungen Extrinsische Komponente
Belohnung
Verausgabung Erwartung Intrinsische Komponente Erwartung
Abb. 1: „Modell beruflicher Gratifikationskrisen“ mit BGM-Aspekt
Im Umkehrschluss bedeutet das, dass gezielte BGM-Maßnahmen im Unternehmen für die Mitarbeiter als Gratifikation wahrgenommen und als Wertschätzung empfunden werden könnten. Wichtig ist hierbei, dass die Maßnahmen möglichst genau auf die Bedürfnisse der Mitarbeiter zugeschnitten sind. Um sich im Wettbewerb um gute Nachwuchs-/Fachkräfte von der Konkurrenz abzuheben bzw. um Mitarbeiter gezielt zu binden, bieten Unternehmen zusätzliche Leistungen wie beispielsweise BGM-Maßnahmen an. Doch das übliche Angebot von Einzelaktivitäten, wie es in vielen Branchen praktiziert wird, ist nicht ausreichend, da Angebote für Bewegung das berufliche Umfeld der Mitarbeiter betreffen und damit keine attraktive Leistung darstellen. Ideal wäre ein umfassendes BGM-Konzept, das neben Möglichkeiten zur Gestaltung der Arbeitsbedingungen (Verhältnisprävention) auch Chancen zur Änderung des individuellen Verhaltens aufzeigt (Verhaltensprävention). Zentrale Erfolgsfaktoren sind dabei die Unterstützung durch Geschäftsleitung und Führungskräfte sowie eine regelmäßige Evaluation und Weiterentwicklung.
Ermittlung des Status quo im Unternehmen Eine Empfehlung für den ersten Schritt ist der INQA-Check „Gesundheit“ der „Offensive Mittelstand – Gut für Deutschland“ (2016), um eine vertiefende Selbstbewertung Ihres Unternehmens vorzunehmen. Der INQA-Check „Gesundheit“ behandelt alle wesentlichen Themen der Gesundheitsförderung und des Gesundheitsmanagements und ermöglicht es kleinen und mittleren Unternehmen, einen Status quo zu ermitteln und darauf basierend entsprechende Interventionen zu planen.
Interventionsplanung auf Basis der Ergebnisse Auf Basis der Ergebnisse des Checks können Maßnahmen in den Handlungsfeldern Gesundes Unternehmen, Gesunde Arbeitsbedingungen, Gesunde Führung und Gesundes Verhalten geplant werden: Beispiele hierfür sind: Gesundheitsförderliches Führungsverhalten - kontinuierliche Führungskräfteentwicklung (Umgang mit Über- und Unterforderung als Führungskraft)
FACHARTIKEL BGM
Arbeitsschutz - Durchführung regelmäßiger Gefährdungsbeurteilungen inkl. psychischer Belastung (Vorbildfunktion) und Angebot von individuellen Gesundheitschecks - Umgang mit Abwesenheit, Einführung systematischer Rückkehrgespräche - Pausenraumgestaltung (Verantwortlichkeiten klären), Rückzugsräume Betriebliches Eingliederungsmanagement (BEM) - Verbesserung der Kommunikation und Einladung, am BEM teilzunehmen - Aktualisierung der Dienstvereinbarung zum BEM Verpflegungsmöglichkeiten - Mikrowelle, Küchenzeile, Obst usw. Wichtig bei der Einführung verschiedenster Maßnahmen ist die Berücksichtigung der Prinzipien der Betrieblichen Gesundheitsförderung: Partizipation: Die gesamte Belegschaft wird in Prozesse und Veränderungen der Betrieblichen Gesundheitsförderung einbezogen. Integration: Betriebliche Gesundheitsförderung wird in allen Unternehmensbereichen und bei wichtigen Entscheidungen berücksichtigt. Ganzheitlichkeit: Gesundheit wird durch das individuelle Verhalten der Beschäftigten und die Bedingungen am Arbeitsplatz beeinflusst.
Fazit
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Anke Mächler Anke Mächler war nach ihrem Sportund Germanistik-Studium viele Jahre als Geschäftsführerin und Inhaberin eines BGM/BGF-Dienstleistungsunternehmens tätig. Heute gibt sie ihre Erfahrung als BGM-Beraterin und Dozentin an der BSA-Akademie und der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement (DHfPG) weiter.
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- Entwicklung eines (Nachwuchs-)Führungskräftekonzeptes - Q ualifizierung der Führungskräfte für gesundheitsförderliches Verhalten (Information über Rechte und Pflichten, z. B. Arbeitsschutz und Fürsorgepflicht) - Einführung von Mentoring-Programmen (Train-the-Trainer-Konzepte) - Coaching, Supervision (Umgang mit „schwierigen“ Mitarbeitern) Zusammenarbeit im Team - Umgang mit Konflikten und gerechte Arbeitsverteilung, um Mobbing vorzubeugen - Fehlerkultur und gegenseitige Unterstützung, Feedback-Kultur leben - Seminare zu Kommunikation (interne und externe Kommunikation gegenüber Kunden/Lieferanten und Kooperationspartnern) - Workshops (Teamentwicklung),Teamcoaching, Supervision (z. B. Umgang mit „schwierigen“ Kunden, Kunden mit besonderen Krankheitsbildern) - Workshop zur Gestaltung der digitalen Zusammenarbeit (Regeln zur Erreichbarkeit, „Ausschaltzeiten“ von Mobilgeräten) Arbeitsorganisation - z. B. Arbeitszeitmodelle und Arbeitszeitgestaltung Personalentwicklung - individualisierte Weiterbildungsprogramme - Lebenslaufplanung (Aufstiegschancen) - Seminare zum Stress- und Zeitmanagement - regelmäßige Rücksprachen
Die Anforderungen an die Belastbarkeit der Mitarbeiter allgemein und in der Fitness- und Gesundheitsbranche nehmen durch den zunehmenden Wettbewerb und die höheren Kundenerwartungen stetig zu. Vor diesem Hintergrund werden die Arbeitgeber mehr denn je daran interessiert sein, Instrumente zu entwickeln und zu nutzen, um die Motivation der Mitarbeiter über die monetären Aspekte hinaus zu erhöhen bzw. zu erhalten. Maßnahmen im Rahmen eines BGM sind gerade aus Sicht der Branche naheliegend und vor dem Hintergrund der Vorbildfunktion ein guter Ansatz.
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Literaturliste Offensive Mittelstand – Gut für Deutschland (Hrsg.) (2016). INQA-Check „Gesundheit“. Die Potenziale für ein gesundes Unternehmen ausschöpfen – Selbstcheck für Unternehmer. Zugriff am 03.12.2019. Verfügbar unter http://www.inqa-check-gesundheit.de/check-gesundheit/daten/mittelstand/pdf/INQA_Check_Gesundheit.pdf Siegrist, J. (1996). Soziale Krisen und Gesundheit. Eine Theorie der Gesundheitsförderung am Beispiel von Herz-Kreislauf-Risiken im Erwerbsleben. Göttingen: Hogrefe.
FACHARTIKEL FÜHRUNG & TALENTENTWICKLUNG
Entwicklung von Leistungsträgern in der Fitnessbranche
Führungskräfte von morgen im Fokus Text: Prof. Dr. Oliver Schumann
Führung rückt immer mehr in den Mittelpunkt der Bemühungen von Managern und HR-Verantwortlichen – zu Recht: Nachwuchsführungskräfte aufzubauen und diese zu stärken, kann als erfolgskritisch bezeichnet werden. Die Fitness- und Gesundheitsbranche als wichtiger Teil des Dienstleistungssektors betreibt „People Business“ und benötigt Menschen, die den Unterschied machen können. Diese Leistungsträger müssen gefunden, geführt und gebunden werden – aber wie?
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unehmend taucht bei vielen Studiobetreibern immer häufiger die Frage auf: Wer übernimmt mein Fitnessstudio bzw. wie organisiere ich meine Nachfolgeregelung? Es werden Nachfolger auf strategischer Ebene genauso benötigt wie qualifizierter Nachwuchs für die steigenden Leistungs- und Qualitätsansprüche der Kunden im operativen Studioalltag. Die Dienstleistung „Fitness“ ist nicht greifbar und so wird der Dienstleister zur Vertrauensperson. Gleichzeitig sind folgende Rahmenbedingungen in der Fitnessbranche zu konstatieren: • Lange Arbeitszeiten und Arbeitszeiten, wenn andere Freizeit haben • Unser Wirtschaftszweig ist umgeben von Branchen, die einen Fachkräftemangel aufweisen … • … und nicht nur bereit sind, mehr zu zahlen, sondern es auch tun. • Durch die Digitalisierung gibt es diverse konkurrierende Fitness angebote, die günstiger und auch jederzeit verfügbar sind. Entsprechend braucht unsere spezielle Branche Menschen, die den Unterschied im Erleben der Dienstleistung ausmachen. Und Kunden, die wiederum auch bereit sind, für diesen Unterschied den entsprechenden Preis zu bezahlen! Kurzum: Es werden Leistungsträger gesucht.
Zentrale Aufgaben von Führungskräften: Finden, Führen und Binden Wenn man sich intensiv mit der Managementliteratur zum Thema Leadership und Führung (vgl. Malik, 2013; Drucker, 2016, usw.) auseinandersetzt, sind drei zentrale Bausteine bei der Entwicklung von neuen Leistungsträgern besonders wichtig. Das Finden, Führen und Binden von jungen Talenten sind die Kernaufgaben einer jeden Führungskraft, die Leistungsträger im eigenen Unternehmen entwickeln und langfristig beschäftigen will. 44
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Wie kann das Finden von Leistungsträgern gelingen? Ein erster Schritt ist die Definition, was unter Leistung und Leistungsträgern verstanden wird. Oftmals sind es nicht die „High Potentials“, sondern vielmehr die „Right Potentials“, die für den qualitativen Schub sorgen – also die Menschen, die zum Unternehmen und seiner Wertestruktur am besten passen (vgl. Bartscher & Stöckl, 2019). Hierfür wird eine klar positionierte Arbeitgebermarke genauso benötigt wie sauber definierte Auswahl-, Berufungs- und Förderprinzipien, denn diese erwarten aufstrebende Nachwuchskräfte heute. Prüfen Sie, nach welchen Prinzipien bei Ihnen Führungskräfte ausgewählt und Leistungsträger identifiziert und gefördert werden? Die zentrale Bedeutung von Führungskräften spiegelt sich in ihrer Qualität wider. Gerade Nachwuchsführungskräfteprogramme müssen zwei wesentliche Ziele verfolgen: 1. Sind die Teilnehmer nach solchen Programmen bereit, Menschen zu führen? 2. Wenn die Antwort „Ja“ lautet, muss die zweite Frage sein: Was ist dein Führungsverständnis? Nicht selten haben Führungskräfte in der Praxis diverse komplexe Aufgaben zu meistern und sind auch im operativen Tagesgeschäft zeitlich voll eingespannt. Entsprechend fehlt im Alltag die Zeit für Führung. Es ist also ein Zeit- und Aufmerksamkeitsmanagement erforderlich, um herauszufinden, für was und mit wem Führungskräfte ihre Zeit verbringen. Hier wiederum kommt es oftmals zu einer überproportionalen Aufmerksamkeit für Mitarbeiter, die zwar können und sich Aufgaben zutrauen, allerdings nicht wollen.
Grafik: ilyaf - stock.adobe.com
Diese Energie fehlt wiederum für die Leistungsträger, die sich mit einem starken Wollen, Können und Selbstvertrauen auszeichnen. Die Konsequenz: Leistungsträger kündigen innerlich oder verlassen das Unternehmen, wenn sie nicht gefördert und gefordert werden.
Fördern und Fordern – die Erfolgsformel für junge Talente Leistungsträger von heute sind selbstbewusst, konsequent und wollen gefordert und gefördert werden, denn sie wissen: „Wer immer tut, was er schon kann, bleibt immer das, was er schon ist“ (Henry Ford). Entsprechend attraktiv müssen die Aufgabe, das Umfeld und die Rahmenbedingungen sein.
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Geben Sie Ihren Leistungsträgern ausreichend Raum und Zeit, um sich zu entwickeln? Und: Haben Ihre Führungskräfte den Mut, die Leistungsträger so zu entwickeln, dass diese besser werden als sie selbst?
Gerade Angst verhindert diese unbedingte Entwicklungsbereitschaft, weswegen Führung auch als „Emotionsmanagement“ bezeichnet werden kann: Führung ist der Umgang mit weichen Faktoren – besonders mit den eigenen Emotionen und den Emotionen des Gegenübers. Das Ziel von Führung in der Dienstleistungsbranche ist es, dass die Mitarbeiter ihren Beitrag zum Erreichen der Unternehmensziele leisten. Je besser die Führungsqualität, desto eher sind die Mitarbeiter nicht nur bereit dazu, sondern auch über die Maßen engagiert, diesen Beitrag zu liefern und sich aktiv ins Unternehmen einzubringen – teilweise auch mit Aufgaben, an die sie sich vorher nicht herangetraut hätten oder zu denen sie nicht bereit gewesen wären. Hauptaufgabe vor dem Hintergrund dieser Zielsetzung ist es, dass Führungskräfte in der Lage sind, menschliche Beziehungen aufzubauen – zwischen Führung und Geführten sowie innerhalb des Teams. Folgende Kernergebnisse können durch den Abgleich aktueller Managementtheorien und Untersuchungen der aktuellen „Führungspraxis“ in Fitnessund Gesundheitsunternehmen aus zahlreichen Bachelor- und Master-Thesen der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement (DHfPG) seit 2014 festgehalten werden: • Führung: wesentlicher Faktor für Unternehmenserfolg • Verhalten Führungskräfte: wesentlicher Einflussfaktor für Mitarbeitermotivation
FACHARTIKEL FÜHRUNG & TALENTENTWICKLUNG
• Leadership: spielt in der Fitnessbranche (noch) keine entschei dende Rolle • Transformational geführte Mitarbeiter sind leistungsfähiger, stärker intrinsisch motiviert und kreativer sowie zufriedener als transaktional geführte • Berufliche Förderung spornt zu Höchstleistungen an • Kommunikation (Reden und Zuhören) und Feedback sind ent scheidende Führungstools • Diskrepanz zwischen Selbsteinschätzung und Fremdeinschät zung bei Führungskräften • Wertschätzung und Anerkennung scheint wichtigstes Führungs instrument zu sein Insbesondere die beiden letzten Ergebnisse sind zentral und werden durch das Thema Wahrnehmung verbunden. Es gibt eine eindeutige Diskrepanz zwischen der Selbst- und Fremdwahrnehmung von Führungskräften und ihrer selbst erlebten Qualität: Fragestellung: Es kommt ja vor, dass man sich ab und zu selbst bewerten muss. Glauben Sie, dass Sie eine gute Führungskraft sind?
wie viele sich in der Kostenrechnung prima auskennen, aber in der Einschätzung von Werten jämmerlich versagen“ (Peter E. Schumacher, Publizist).
Fazit Nur wenn Führungskräfte sich diesen Kernaufgaben und relevanten Aspekten der Mitarbeiterführung bewusst sind und vor allem auch danach handeln, können aufstrebende Leistungsträger effektiv weiterentwickelt und langfristig an das eigene Unternehmen gebunden werden. Weitblick, Umdenken und eine ständige Reflexion des eigenen, klar definierten Führungsverständnisses sind deshalb von elementarer Bedeutung – nicht nur dann, wenn man sich mit der Nachfolgeregelung auseinandersetzt. Wollen ist gut, machen ist besser! Dieses Entwicklungsfeld ist zügig zu erschließen und zu besetzen – Trainings, Coachings und Weiterbildungen für Führungskräfte gibt es viele: Wer die „Right Potentials“ sucht, muss in der Praxis auch bereit sein, das Richtige zu tun.
97 % 3%
69 % 31 %
Ja
Nein
Prof. Dr. Oliver Schumann ist für die BSA-Akademie und die Deutsche Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement als Dozent, Tutor und Autor tätig. Die Schwerpunkte seiner Professur liegen in den Bereichen Strategisches Management, Neurokommunikation und Sportökonomie.
Foto: DHfPG/BSA
Prof. Dr. Oliver Schumann
Fragestellung: Hatten Sie in Ihrer beruflichen Laufbahn schon einmal eine schlechte Führungskraft?
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Abb.: eigene Darstellung in Anlehnung an Gallup Inc. (2017)
Wahrnehmung spielt also eine wesentliche Rolle. Wahrnehmung ist die Grundlage für Wertschätzung und Anerkennung und mangelnde Wahrnehmung führt zu mangelnder Wertschätzung. Die Fähigkeit, Wertschätzung und Anerkennung zum Ausdruck zu bringen, stellen zentrale Entwicklungsfelder für Führungskräfte sowohl aus wissenschaftlicher als auch aus Praxis-Sicht dar – das folgende Zitat kann hierfür instrumentalisiert werden: „Erstaunlich,
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Auszug aus der Literaturliste Bartscher, T. & Stöckl, J. (2009). Systematische Entwicklung von Leistungsträgern in der Praxis: in Pro Firma (11), 76–79. Drucker, P. F. (2016). Das Geheimnis effizienter Führung. Harvard Business Manager, (1), 6–13. Gallup Inc. (Hrsg.) (2017). Infografik zum ENGAGEMENT INDEX 2016. Zugriff am 14.11.2019 unter http://downbeatradio.eu/wp-content/uploads/2017/03/GallupEngagementIndex2016.pdf Für eine vollständige Literaturliste kontaktieren Sie bitte marketing@dhfpg-bsa.de.
Hinweis Vortrag auf dem FIBO CONGRESS 2. bis 4. April 2020 im Congress-Centrum Nord in Köln Wie Sie Ihr eigenes Führungsbild für sich entwickeln und welche Aufgaben eine Führungskraft hat, erfahren Sie auf dem FIBO CONGRESS 2020 in Prof. Dr. Oliver Schumanns Vortrag „Erfolgreiche Führung in der Fitness- und Gesundheitsbranche: Wie geht das?“. Das vollständige Programm sowie weitere Informationen zum FIBO CONGRESS finden Sie unter www.fibo-congress.com.
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BILDUNG | ANZEIGE
Teil 1: Wenn Sport und Gesundheit auf Informatik treffen
Eine Kombination mit Zukunft Text: Prof. Dr. Marco Speicher
Der Bedarf an Datenverarbeitung und Softwareentwicklung steigt mit zunehmender Digitalisierung in der Sport-, Fitness- und Gesundheitsbranche immer weiter an. Jedoch fehlt es an qualifizierten Nachwuchskräften, die das Know-how aus Informatik sowie Trainings- und Gesundheitswissenschaft vereinen, um praxistaugliche Lösungen zu entwickeln. In dieser neuen Kolumne wird das Berufsfeld der Sport- und Gesundheitsinformatik näher vorgestellt.
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us sport- und gesundheitswissenschaftlicher Sicht ist die Informatik ein wertvoller Partner in Bereichen, in denen sich Wissenschaftler selbst in der Regel kaum auskennen. Dies gilt besonders für die elektronische Datenverarbeitung und Softwareentwicklung, z. B. zur Dokumentation und Visualisierung von Trainingsdaten, zur Steuerung von Sensoren oder bei der Entwicklung und Unterhaltung computergestützter Trainingsgeräte. Des Weiteren ist die Informationstechnologie (IT) eine wichtige Quelle für Innovationen in den Bereichen Sport, Fitness und Gesundheit. Kooperationen mit der Informatik helfen Sportwissenschaftlern, aktiven Sportlern und auch Sportinteressierten, sich mit neuen Technologien vertraut zu machen und einen Vorteil daraus zu gewinnen. Ein prominentes Beispiel ist die Kooperation der National Football League (NFL), der amerikanischen Profiliga im American Football, mit den Software-Giganten Microsoft und Amazon. Die NFL erfasst Echtzeitinformationen über einen RFID-Sender in der Kleidung der Spieler (ähnlich wie bei der Diebstahlsicherung in Geschäften). Mittels Machine Learning werden diese Daten zur Entwicklung neuer Methoden der Visualisierung von Spieleraktionen auf dem Feld genutzt. Diese Daten helfen den Vereinen und Trainern, Aufstellungen, Bewegungen und wichtige Ereignisse auf dem Feld vorherzusagen. Aber auch die Zuschauer am Bildschirm können durch verbesserte Übertragungen und Analysen der Daten nach Spielen mehr eingebunden werden.
Wie arbeiten Informatik und Sportwissenschaft zusammen? In den letzten Jahrzehnten haben sich verschiedene Arten der Kooperation beider Bereiche entwickelt. Man unterscheidet hierbei klar zwischen der sogenannten Multidisziplinarität und einer echten Interdisziplinarität. 48
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Im ersten Fall nutzt die Sport- und Gesundheitswissenschaft bestehende Ansätze und Werkzeuge der Informatik, nimmt demnach nicht an der Konzeptualisierung und Entwicklung teil. Die Informatik bzw. in diesem Fall kommerzielle Softwareentwicklungsunternehmen agieren nur als anonyme Dienstleister, ohne Kontakt zur Sportwissenschaft (vgl. Beispiel NFL und Microsoft/Amazon). Ein weiteres Beispiel hierfür ist Hawk-Eye, ein computergestütztes System im Fußball, womit strittige Torentscheidungen während des Spiels geklärt werden können. Dieses System wurde vom Mathematiker Paul Hawkins entwickelt und gehört mittlerweile zum Sony Europe-Unternehmen. Genutzt wird es normalerweise von Schiedsrichtern, die eigens für die Bewertung und Analyse geschult wurden. Im interdisziplinären Fall wird Wissen aus der Informatik in die Sportwissenschaft integriert, z. B., wenn technische Lösungen benötigt werden, die es auf dem Markt (noch) nicht gibt. Das Wissen wird entweder durch den Erwerb der erforderlichen Fähigkeiten (z. B. Studium der Informatik oder Weiterbildungen) oder durch den Abschluss von Partnerschaften mit der Informatik, z. B. durch studentische (Abschlussarbeiten oder Praxisprojekte) oder drittmittelfinanzierte Projekte (Forschungs- oder Industrieprojekte), aufgenommen. Zusammengefasst lässt sich sagen: Informatik im Sport steht hauptsächlich für den Einsatz von Computertechnologie im Sport und in der Sportwissenschaft. Die Sport- und Gesundheitsinformatik hingegen umfasst auch die nachhaltige Anwendung von Methoden und Paradigmen aus der Informatik sowie aus Forschungsprogrammen, um sport- und gesundheitwissenschaftliches Wissen auf die Informatik sowie Informatikwissen auf die Sport-, Fitnessund Gesundheitsbranche zu übertragen.
Fitnessexperte und Informatiker – geht das?
In den letzten Jahren hat sich jedoch eine neue Form der Interdisziplinarität entwickelt. Spezielle Sport- und GesundheitsinformatikStudiengänge sind entstanden, die Wissen aus der Trainingswissenschaft, Naturwissenschaft und Informatik vereinen, wie z. B. der neue duale Sport- und Gesundheitsinformatik-Studiengang an der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement (DHfPG). Ähnlich erfolgreich wie z. B. die schon etablierten Hybriden Wirtschaftsinformatik, Medieninformatik und Bioinformatik, bildet die Sport- und Gesundheitsinformatik eine Kommunikationsschnittstelle zwischen den beiden unterschiedlichen Fachbereichen. Ein Sport- und Gesundheitsinformatiker kann beide Sprachen sprechen und somit als eine Art Übersetzer sowohl in der Sport- und Fitnessbranche oder dem Gesundheitsbereich agieren als auch durch seine Expertise im IT-Sektor zwischen den einzelnen Positionen vermitteln.
Fazit Also zurück zu der Frage: Zwei Branchen, ein Mitarbeiter – geht das? Die Antwort ist eindeutig „Ja“. Durch die fortschreitende Digitalisierung in der Sport-, Fitness- und Gesundheitsbranche entstehen viele neue Möglichkeiten und Schnittstellen als Herausforderungen und Chancen. Um den digitalen Wandel weiter voranzutreiben, werden Fachkräfte benötigt, die sowohl über die trainings- und gesundheitswissenschaftlichen Grundlagen verfügen als auch über die mathematischen und technischen Fähigkeiten – definitiv eine Kombination mit Zukunft, um digitale Innovationen in den Bereichen Sport, Fitness und Gesundheit weiter voranzutreiben und dadurch Wettbewerbsvorteile zu sichern. Wie solch eine fachliche Symbiose in der Praxis konkret aussehen kann, erfahren Sie im nächsten Teil dieser Kolumne.
Foto: DHfPG/BSA
Im Gegensatz zu anderen interdisziplinären Verbindungen (wie Biologie und Chemie, Astronomie und Physik oder Soziologie und Psychologie) gibt es bei der Sport- und Gesundheitsinformatik keine gemeinsame Grenze, an der eine Disziplin in eine andere übergeht, und kein gemeinsames Wissen.
Der Gesundheitssektor vernetzt sich digital Die Digitalisierung ist im deutschen Gesundheitssektor angekommen und ermöglicht völlig neue Geschäftsmodelle und Anwendungsbeispiele. Erste Krankenkassen bieten bereits Kostenerstattungen und Zusatzleistungen im Rahmen eines gesunden Lebensstils mit dem Schwerpunkt auf Bewegung und Ernährung. Hier dienen gesammelte Daten von mobilen Schrittzählern, digitalen Blutdruckmessgeräten und Smartwatches mit integriertem Pulsmesser als Beleg. Das ist durchaus vergleichbar mit dem Angebot erster Kfz-Versicherer kleine Geräte in die Fahrzeuge der Kunden einzubauen, um so Rückschlüsse auf das Fahrverhalten zu erlangen. Fährt der Kunde regelkonform und korrekt, wird er beim Versicherer mit Kostenerstattungen gelockt. Umgekehrt stehen potenzielle Strafen im Raum. Dieses Modell könnte sich beispielsweise auch auf Krankenversicherungen übertragen lassen. Die Kompetenz in Sachen Gesundheit würde hier allein bei der Krankenkasse (Auftraggeber) und hinsichtlich der Technik allein beim Softwarelieferant (Auftragnehmer) liegen. Ein Sport- und Gesundheitsinformatiker könnte hier die ideale Schnittstelle zwischen beiden Seiten darstellen.
Prof. Dr. Marco Speicher Prof. Dr. Marco Speicher ist Dozent an der DHfPG. 2019 promovierte er im Fachbereich Informatik an der Universität des Saarlandes zum Thema „Measuring User Experience for Virtual Reality“. Von 2014 bis 2019 war er wissenschaftlicher Mitarbeiter und Doktorand am Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI). Dort war er Teil des Forschungsund Entwicklungsteams des Ubiquitous Media Technologies Lab (UMTL) und des Innovative Retail Laboratory (IRL). www.dhfpg-bsa.de
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Neuer DHfPG-Studiengang B. Sc. Sport-/Gesundheitsinformatik Die DHfPG erweitert zum Wintersemester 2020 ihr Angebot um den dualen Studiengang B. Sc. Sport-/Gesundheitsinformatik. Nähere Informationen finden Sie unter: dhfpg.de/bsgi
Fotos: DHfPG/BSA
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MANAGEMENTIMPULS
Alles eine Frage der richtigen Priorisierung?
Time Management und Produktivität im Fokus
Grafik: Graf Vishenka - stock.adobe.com
Text: Florian Schmidt und Anke Sörensen
Zu Beginn des Jahres ist der Stress und das Arbeitsaufkommen für Studiobetreiber und Manager in der Fitness- und Gesundheitsbranche besonders groß. fitness MANAGEMENT international sprach deshalb mit ausgewählten Branchenexperten über ihre ganz persönlichen Erfolgsrezepte, um trotz Termin- und Zeitdruck den Überblick zu behalten und optimale Ergebnisse zu erzielen.
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er in dieser Zeit sein Selbst- und Zeitmanagement nicht im Griff hat bzw. unstrukturiert arbeitet, läuft schnell Gefahr, den Überblick zu verlieren und in seiner Produktivität erheblich eingeschränkt zu werden. Fehler, Informationsverlust und Frustration machen sich breit und man hat das Gefühl, „vor lauter Bäumen den Wald nicht mehr zu sehen“. Aber das muss nicht so sein, wenn man einige Expertentipps beachtet.
Lernen von den Besten: Tools und Strategien aus der Praxis
auf ihre To-dos setzen. Delegieren gehört an dieser Stelle ebenso dazu wie tägliche Arbeitsroutinen und der nötige Ausgleich. Denn produktiv können Führungskräfte langfristig nur bleiben, wenn sie nicht nur effizient arbeiten, sondern auch die eigene Work-Life-Balance im Auge behalten.
Fazit und Lesetipp
In der Managementfachliteratur existiert eine Vielzahl von Praxistools, um die eigene Produktivität hochzuhalten und das persönliche Zeitmanagement zu optimieren. Die Ivy-Lee-Methode, die Eisenhower-Matrix, das Pareto-Prinzip oder die GTD-Methode sind nur einige von vielen nützlichen Ansätzen, die hier zu nennen sind und in qualifizierten Weiterbildungsangeboten praxisnah vermittelt werden. Alle diese Tools haben eines gemeinsam:
Der Schlüssel: planen, priorisieren und terminieren Führungskräfte müssen sich intensiv mit ihren konkreten Aufgaben beschäftigen, Prioritäten setzen, Unwichtiges ausblenden, potenzielle Energie- bzw. Zeitfresser eliminieren und einen klaren Fokus
Alle diese Methoden und Expertentipps sind sehr einfach in der Handhabung, schnell umsetzbar und sparen langfristig nicht nur Zeit und Geld, sondern vor allem auch Energie. Wie Führungskräfte diesen Spagat zwischen Be- und Entlastung bestmöglich realisieren können, vermittelt David Allen anschaulich in seinem Buch „Wie ich die Dinge geregelt kriege – Selbstmanagement für den Alltag“. Das Buch des Bestsellerautors ist ein absolutes Must-have für jeden, der sich selbst (noch) besser managen möchte. Mit diesen Praxistipps bzw. dem nötigen Know-how behalten Sie auch in hochintensiven Stoßzeiten den Überblick, bleiben produktiv und können Ihr Unternehmen und Ihre Mitarbeiter effizient und agil führen.
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Foto: LifeFit Group
Gute Mitarbeiter ermöglichen, dass man selbst deutlich mehr Zeit gewinnt. Sie mit viel Fokus zu entwickeln, ist die beste Garantie – was man hier säht, erntet man sofort. Eine Jahresplanung mit allen wichtigen Terminen zum Ende des Vorjahres erstellen und dann zu 80 Prozent kompromisslos einhalten. Eine Business Initiative Planung (BIP) aufsetzen mit den 7 P´s: People, Portfolio, Produkt, Price & Marketing, Process & Commercial Management, Performance und einem Plan (Strategie) in drei Stufen (Jahren). Jedes P wird Martin Seibold, mit zwei bis drei geplanten Initiativen pro Stufe weiterCEO LifeFit Group entwickelt. Das führt zu Transparenz und absolutem Fokus in der gesamten Organisation. Klare Vergabe von Kompetenzen und Vertrauen ermöglichen die Delegation der Entscheidung. Wir akzeptieren Fehler und „feiern“ diese, pushen uns damit und lernen schnell. Voice-, Bild- und Videonachrichten in Einzel- und Gruppenchats sind schnelle und effektive Kommunikationstools. Unsere Teams nutzen verschiedene Planungstools zur Projektsteuerung.
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Foto: Ronny Barthel
fitness MANAGEMENT hat zwei Experten befragt, welche Strategien beziehungsweise Tools sie nutzen, um in ihrem Job den Überblick zu behalten.
Michael Maute, Geschäftsführer bestform fitness studio Albstadt, Vitalzentrum Malesfelsen, Fitness Rottweil, BGM-Speaker
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Ganz wichtig sind die Unterstützung und das Verständnis meiner Ehefrau, außerdem eine gesunde Selbstreflexion. Wenn ich an meine Grenzen komme, leite ich Maßnahmen zur Entspannung ein. Sehr wichtig ist mein Training: mindestens drei bis vier mal pro Woche gegen 5:30 Uhr früh. Ich brauche immer ein Ziel, auf das ich mich freuen kann, nie einen langen Urlaub, sondern alle zwei bis drei Monate wenige Tage zum Verreisen und Kraft tanken. An der BSA-Akademie habe ich die Fortbildung „Gesundheitsexperte im Betrieb – Förderung der psychosozialen Gesundheit“ absolviert und weitere ManagementEinzel-Coachings, beides hat sehr viel gebracht. Es zählt die Einstellung: Wenn viel schiefgeht, sammle ich mich und vergegenwärtige mir alle positiven Aspekte. Stresst mich ein Verhalten, frage ich mich, ob es sich lohnt, sich darüber aufzuregen. Bei „Nein“ hake ich es schnellstmöglich ab und widme mich wichtigeren Dingen.
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FACHARTIKEL KUNDENBINDUNG
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Professionelle Kundenbindung nach dem Neujahrsboom
Neukunden effektiv & langfristig binden Text: Niko Russ
Wie viel Prozent der im Januar gewonnenen Neukunden trainieren im April noch regelmäßig im Studio? Fitnessbetreiber wollen immer den Königsweg: Der Vertrieb liefert die Neukunden und der Service macht diese zu Stammkunden. So weit die Theorie: In der Praxis sieht es häufig anders aus. Nach der Neujahrseuphorie nimmt zumindest bei einem Teil der Kunden die Trainingshäufigkeit merklich ab. Das muss aber nicht so sein, wenn Sie einige Praxis-Tipps beherzigen.
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it jeder Menge guter Neujahrsvorsätze und Motivation starten deutschlandweit Neukunden im Januar ins Training und schließen eine Studio-Mitgliedschaft ab. Die Trainingsflächen sind Anfang des Jahres hochfrequentiert und die Trainer sowie das Servicepersonal voll ausgelastet. Doch nicht allen Studios gelingt es, im Laufe des Jahres an den Neujahrsboom als erfolgreichen Auftakt des Geschäftsjahres anzuknüpfen. Die Gründe dafür sind
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vielfältig und nicht nur in der abnehmenden Trainingsmotivation zu sehen. Den Unternehmen gehen dadurch in den Folgemonaten nicht nur Kunden, sondern vor allem auch wertvoller Umsatz verloren, wenn die Mitglieder nicht vom Studio- und Betreuungsangebot überzeugt werden.
Aber welche konkreten Maßnahmen lassen vom ersten Tag an die Drop-out-Rate sinken und sorgen für eine bessere Kundenbindung?
Rechenbeispiel Bei 1.500 Mitgliedern und einem Beitrag von 50 Euro pro Monat bringt eine Verbesserung der Kundenbindung um fünf Prozentpunkte einen jährlichen (Mehr-)Umsatz von 45.000 Euro. Oder andersherum gesagt: Wenn nur 30 Ihrer Neukunden ihren Erstvertrag (Laufzeit sechs Monate) nicht verlängern, weil Sie sie in dieser Zeit nicht überzeugt haben, gehen Ihnen für das laufende Geschäftsjahr nicht nur mindestens 9.000 Euro, sondern auch Ihr wertvollstes Marketinginstrument verloren, denn zufriedene Kunden sind immer noch die beste Werbung für Ihr Unternehmen.
Intensive Betreuung trotz Neujahrsstress In der „heißen“ Phase sollten Betreiber ein besonderes Augenmerk auf die Betreuung legen. Es gilt, die Trainer und das Servicepersonal für die im Folgenden erläuterten erfolgskritischen Aspekte zu sensibilisieren, da sonst wertvoller Umsatz verloren geht und später noch mehr Geld in die erneute Kundenakquise investiert werden muss. Für den ersten Eindruck gibt es bekanntlich keine zweite Chance. Gerade neue Mitglieder sind sehr sensibel und deutlich kritischer. Nach der „Stages of Change Theorie“ (vgl. Prochaska & DiClemente, 1992; Prochaska, DiClemente, & Norcross, 1992) dauert die Eingewöhnungsphase ungefähr sechs Wochen. Über diese Zeit gilt es, die Kunden intensiv zu begleiten und vom eigenen Leistungsangebot und der Betreuung voll zu überzeugen. Qualifizierte und empathische Trainer, die nicht nur als Lehrer, sondern als Motivatoren fungieren, sind einer der zentralen Erfolgsfaktoren, um in dieser entscheidenden Phase bei den Kunden zu punkten (vgl. Middelkamp, Wolfhagen & Steebergen, 2013).
Was zählt, sind Kundennähe und persönlicher Kontakt Ein zentraler Beweggrund, weshalb sich Neumitglieder für ein Training im Fitnessstudio entscheiden, ist die individuelle Betreuung. Häufig haben der Trainer, der Berater oder das Marketing diese beim Verkaufsgespräch angepriesen, aber wird das Versprechen auch tatsächlich eingehalten? Dieses Versprechen sollte das Studio definitiv erfüllen und die Kundenerwartungen bestenfalls sogar übertreffen. Jedes Neumitglied sollte (je nach Studiokonzept) zu Beginn mit fünf Terminen ausgestattet werden, die im Idealfall durch denselben Trainer bzw. Ansprechpartner durchgeführt werden: • Check-up • Geräteeinweisung • Kurstermin • Gruppenworkout auf der Fläche (funktionelles Training) • eigenständiges Training Der persönliche Kontakt kann hier sehr viel bewirken. Eine hohe Mitarbeiterfluktuation und ständig wechselnde Ansprechpartner sind Punkte, die es (wenn möglich) zu vermeiden gilt. Selbst wenn ein Kunde nicht alle fünf Termine benötigen sollte, ist es sinnvoll, diese individuell festzuhalten. Denn jeder fixe Termin steht indirekt für eine „Verabredung“, die mit einer gewissen Verbindlichkeit gekoppelt ist. Diese Verbindlichkeit, in Kombination mit dem intrinsischen Antrieb des Kunden, gilt es zu nutzen und dem Neumitglied auf den ersten Schritten zur langfristigen Bindung an das Studio zu helfen.
Das „Motivationsloch”
Motivation
Dauerhafte Motivation durch Wachstumsbedürfnis und positive Trainingserfahrungen
Motivationshoch durch Befriedigung des Mangelbedürfnisses/ erste Erfolge
Kritische Schwelle „Kaufschwelle“ Mitgliedschaft durch Mangelbedürfnis (Antrieb Gewichtsabnahme, Verbesserung der Fitness etc.)
Kündigungsgefahr
Motivationsloch
Zeit
Abb. 1: eigene leicht modifizierte Darstellung nach Kotler et al. (2017)
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SMARTe Ziele setzen und Erfolge sichtbar machen Ohne ein bestimmtes Ziel sind die Neumitglieder häufig orientierungslos. Mit SMARTen Zielen werden sie fokussierter, ziehen das Training präziser durch und lassen sich nicht so schnell davon abbringen. Die SMART-Formel steht für: Spezifisch Messbar Attraktiv Realistisch Terminiert Die mit dem Trainer formulierten Ziele sollten am besten schriftlich festgehalten werden. Hier können Studios heute (dank digitaler Unterstützung) Ziele und auch die entsprechenden Erfolgsergebnisse jederzeit nachvollziehbar und abrufbar machen, was für zusätzliche Motivation sorgt.
Moderates Training – Überforderungen vermeiden Das Adjektiv „moderat“ bedeutet „in Maßen“, „zurückhaltend“ oder „angemessen“ und genauso sollten die ersten Trainingseinheiten gestaltet werden. Das Motto „viel hilft viel“ bringt nicht zwangsläufig den gewünschten Erfolg. Das Gegenteil ist häufig der Fall. Übertraining kann demotivieren und ist im schlimmsten Fall mit einer Zwangstrainingspause verbunden. Dies gilt es als professionell agierendes Studio durch eine zielgerichtete Betreuung zu verhindern. Ein guter Trainer steuert die Belastung moderat und passt diese in regelmäßigen Abständen an, um den Kunden in der Eingewöhnungsphase langsam an das Training heranzuführen. So kann ein frühzeitiger Drop-out verhindert und dem Kunden mehr Sicherheit vermittelt werden.
Dem Motivationsloch aktiv entgegenwirken Wenn die ersten Trainingstermine gut laufen und sich kleine Erfolge einstellen, ist die Motivation beim Kunden hoch. Ihm fällt es leicht, regelmäßig zum Training zu erscheinen. Schwieriger wird es, wenn die Motivation nachlässt, Erfolge ausbleiben und die Leistung stagniert. Ablenkungen spielen eine weitere Rolle: Lustlosigkeit macht sich breit und andere Termine haben Priorität. Kurzum: Das Neumitglied ist in das Motivationsloch gefallen (siehe Abb. 1). Der Trainer sollte jedem Neueinsteiger die Entstehung eines Motivationslochs und die mit dem Workout verbundenen Anpassungsprozesse erklären. Es ist völlig normal und menschlich, dass so etwas passiert – die Frage ist, wie man damit umgeht. Wichtig für die Motivation in den ersten Wochen ist das Erzielen von sichtbaren und „leichten“ Erfolgen. Regelmäßiges Training ist häufig bereits eine Leistung – hier ist das Loben der Mitglieder von großer Bedeutung. Sich wohlfühlen und mehr Energie haben sind weitere positive Effekte, die sich einstellen. Hier gilt es, das regelmäßige Gespräch zu suchen und genau diese Themen aufzugreifen. Das motiviert, hilft über das Motivationsloch hinweg und schafft gleichzeitig eine kundenorientierte Atmosphäre.
Fazit Jedes Fitnessunternehmen ist auf eine professionelle Kundenbindung angewiesen und die Konkurrenz ist groß – umso wichtiger ist es deshalb, Kunden langfristig zu begeistern und zu überraschen. Hier sind alle Mitarbeiter gefordert, dafür zu sorgen, dass die Neukunden nicht nach drei bis sechs Monaten den Weg zurück auf die heimische Couch einschlagen. Je zeitiger sich das gesamte Unternehmen um diese Mitglieder kümmert und die wesentlichen „Knackpunkte“ der Neukundenbindung beherzigt, desto größer ist die Chance, möglichst viele Neukunden zu loyalen Fans und Stammkunden zu machen. Neben allen anderen Managementaufgaben sollten genau diese grundlegenden Verhaltensweisen im Neujahrsboom in den Fokus gerückt werden. Ihre Neukunden werden es Ihnen danken.
Kundenkartei und Monitoring – zwei einfache Praxistipps Niko Russ
1. Ein detailliertes Mitgliedermanagement kann helfen, in der Neujahrsphase den Überblick zu behalten. Viele Kunden, neue Gesichter und jede Menge Termine müssen gemanagt werden. Je präziser das eigene Mitgliedermanagement, umso eher können Sie individuell auf die einzelnen Kunden eingehen, deren Trainingshäufigkeit dokumentieren und bei Bedarf nachfassen.
Niko Russ verfügt über ein Studium der Fitnessökonomie an der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement (DHfPG). Er ist seit 16 Jahren in der Fitnessbranche mit den Themengebieten Sales, Marketing und Kundenbindung tätig. Als freiberuflicher Berater unterstützt er Fitnesseinrichtungen in diesen Themen. Er ist als Autor und Dozent sowohl für die BSA-Akademie als auch für die DHfPG tätig.
2. Sofern dieses Monitoring effektiv und tagesaktuell gepflegt und analysiert wird, können analoge Abwesenheitslisten oder automatische digitale Hinweise direkt Auskunft darüber geben, welche Neukunden seit längerem (zwischen 14 und 30 Tagen) nicht im Studio waren. So können Sie sich wieder ins Gedächtnis bringen, direkt mit dem Mitglied kommunizieren und Kundennähe bzw. Wertschätzung zeigen – vorausgesetzt Sie mahnen und belehren nicht, sondern treffen den Nerv und den persönlichen Ehrgeiz des Kunden, damit er den „inneren Schweinehund“ selbst überwindet und den Weg aus dem Motivationsloch meistert. Je größer die Trainingshäufigkeit, desto geringer die Wahrscheinlichkeit eines vorzeitigen Drop-outs. Aber Vorsicht: Viel hilft nicht immer viel. 54
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Durch zwei einfache Maßnahmen können die Kunden unterstützt werden, um den Trainingsanschluss nicht zu verlieren:
www.dhfpg-bsa.de
Auszug aus der Literaturliste Kotler, P., Keller, K. L. & Bliemel, F. (Hrsg.) (2007). Marketing-Management: Strategien für wertschaffendes Handeln (12. aktualisierte Auflage). München: Pearson Education. Middelkamp, J., Wolfhagen, P. & Steebergen, J. (2013). Kundenbindung in Fitnessclubs. Praktische Hilfsmittel zur Kundenbindung für Manager. Den Bosch: Black Box Publishers. Prochaska, J. O. & DiClemente, C. C. (1992). Stages of change in the modificationof problem behaviors. In M. Hersen, R. M. Eisler & P. Miller (Eds.), Progress on behavior modification (pp. 184-214). Sycamore: SycamorePress. Für eine vollständige Literaturliste kontaktieren Sie bitte marketing@dhfpg-bsa.de.
KOLUMNE
Nahrungsergänzungsmittel – auf zu neuen Ufern im Premiumsektor!
Kapitulation oder Resignation? Text: Stefan Haase
Der Bistro- und Rezeptionsbereich ist das Herzstück jeder Premiumanlage – das Zentrum der Macht über Mitglieder und Umsatz. Doch wie wird dieser in der Realität behandelt? Als ein Stück Holz am Haupteingang der Anlage, auf den man sich stützen und auf dem man etwas abstellen kann? Welche Aufgaben haben die Mitarbeiter hinter diesem „Barrikadenaufbau“ oder „Mitgliederschutzwall“: Verkäufer oder Sicherheitsbeauftragte des Riegelregals? Entscheiden Sie selbst!
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ie durchschnittlichen Ergebnisse belegen, dass die überwiegende Anzahl der Fitnessanlagen nur den Umsatz realisiert, der nicht vermieden werden kann. Glauben Sie nicht, dass es in Ihrer Anlage anders ist. Die Bandbreite der Umsätze mit Nahrungsergänzungsmitteln pro Mitglied und Monat liegt in Deutschland zwischen 2 und 4 Euro inklusive Getränke-Abo, wobei hier alle Produktkategorien einbezogen sind. Die Top-Range der Premiumanlagen erreicht zwischen 10 und 13 Euro pro Mitglied monatlich. Dass wir uns nicht falsch verstehen: Wir sprechen nicht von Pizza, Flammkuchen oder einem Restaurantbetrieb. Gemeint sind ausschließlich Produkte, die zur individuellen Zielerreichung Ihrer Mitglieder dienen.
sind kein Prozess, sondern nur ein unverbindlicher Hinweis, was man zur Unterstützung des Trainings zu sich nehmen könnte – vergleichbar mit der roten Ampel für Autofahrer in Frankreich oder Italien, die dort nur als Empfehlung angesehen wird. Wenn Sie Ihrem Mitglied konstruktiv mit entsprechenden Nahrungsergänzungsmitteln helfen wollen, dann eliminieren Sie den Begriff „Empfehlung“ in seinem Trainingsplan und ersetzen ihn durch „Verschreiben“ – und zwar verbindlich für jeden Trainingsgang. Machen Sie Ihren Mitgliedern bewusst, dass Nahrungsergänzung hilft, ihren Zielwünschen näherzukommen.
Testen Sie: Wie stark ist Ihr aktiver Verkauf? Eine Branche ohne komplette integrative Wertschöpfungskette Weshalb haben Sie Nahrungsergänzungsmittel im Sortiment? Untersucht man die Fakten, so lässt sich feststellen, dass in vielen Studios Lagerhaltung betrieben und somit „totes Kapital“ verwaltet wird. Vollumfängliche Vertriebskonzepte sind entweder nicht oder nur teilweise vorhanden – von den obligatorischen Bewerbungsinstrumenten wie Plakate, Aufsteller oder Aktionsangebote abgesehen. Die einzige, in sich schlüssige Prozessgestaltung ist Ihr Trainingsplan für das Mitglied, sonst nichts! Lapidare „Empfehlungen“ zur Zielerreichung Ihrer Kunden auf deren persönlichen Trainingsplänen 56
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Um den Aktiv-Verkauf in Ihrem Unternehmen messen zu können, dürfen Sie nicht vom Umsatz ausgehen. Der Faktor muss eine Stückzahl sein, unabhängig vom Preis. Das Wort „aktiv“ beschreibt, wie viel Bewegung bzw. Verkaufsenergie im gesamten Studio vorhanden ist. Den Ausgangswert einer repräsentativen Beispielrechnung bildet Ihr monatlicher Gesamtumsatz im Nahrungsergänzungsbereich. Sehen Sie sich die nachstehenden Beispielrechnungen an und berechnen Sie mit Ihren Daten testweise Ihren reinen Aktiv-Verkauf mit und ohne Getränke-Abo. Belassen Sie die durchschnittliche Verkaufspreis-Konstante von 2 Euro pro Stück. Dieser Wert schwankt
Umsatz = Aktiv-Verkauf 7 % - 19 % + Getränke-Abo
Umsatz = Aktiv-Verkauf 7 % + 19 %
Gesamtumsatz monatlich
Gesamtumsatz monatlich
6.500,00 €
Öffnungsstunden monatlich
320 Std.
2.500,00 €
Öffnungsstunden monatlich
320 Std.
VK-Preis pro Stück
2,00 €
VK-Preis pro Stück
2,00 €
Stück pro Öffnungsstunde
10,2 St.
Stück pro Öffnungsstunde
3,9 St.
Stück pro Viertelstunde
2,5 St.
Stück pro Viertelstunde
1,0 St.
Gesamtumsatz pro Öffnungsstunde
20,31 €
Gesamtumsatz pro Öffnungsstunde
7,81 €
individuell zwischen 1,50 Euro und 2,50 Euro. Die Formel lautet somit: ((Gesamtumsatz inkl. Getränke-Abo) / Ø-VK-Konstante) / Öffnungsstunden
der Personalkosteneinsparung werden die Getränkeanlagen auch noch zur Trainingsfläche hin positioniert, sodass man der Selbstbedienung freien Lauf lässt.
Ohne Getränke-Abo – wie sind Sie im aktiven Verkauf aufgestellt?
Wenn aber die Konstruktion Ihres Getränke-Abo nicht gut durchdacht ist, passiert Folgendes: Sie haben einen weiteren „Ruhebereich“ für Ihre Mitarbeiter geschaffen. Sie eliminieren den „Point of Sale“, an welchem sich Käufer und Verkäufer treffen. Ein Produktverkauf außerhalb des Abonnements wird dann unmöglich, weil Sie den Kontakt zu Ihrem Konsumenten verloren haben.
Der beispielhafte Wert von 3,9 Stück besagt, dass diese Stückzahl irgendeines Produktes pro Öffnungsstunde „an den Mann bzw. die Frau gebracht wird“, also dass pro Viertelstunde ein Stück von irgendetwas verkauft wird. Ein Stück in 15 Minuten! Was ist mit den restlichen 14 Minuten? Die Besten der Besten liegen bei 10 bis 15 Stück pro Öffnungsstunde. Beachten Sie, dass wir hier nur von Aktiv-Verkäufen sprechen. Unterdurchschnittliche Studios liegen bei 1 bis 2 Stück pro Öffnungsstunde. Diese Werte müssen mit dem Verkaufsverhalten in Zusammenhang gebracht werden. Natürlich existieren Stunden mit höherer und mit niedrigerer Besucherfrequenz, jedoch hat diese Betrachtung keine Relevanz für defizitäre Werte. Sie zeigen eindeutig eine fehlende Prozessstruktur auf.
Vorteile, die nicht genutzt und wahrgenommen werden Der Unterschied zwischen der klassischen Gastronomie und der Fitnessbranche liegt darin, dass wir die Kunden bereits im Hause haben. Das ist ein unschlagbarer Vorteil! Der Verkauf jedoch spielt sich oft unter dem Motto „Wer etwas möchte, der wird sich schon melden!“ ab. Diese Einstellung ist der Erfolgsverhinderer Nummer eins.
Getränke-Abo – positiv und negativ zugleich Ein Getränke-Abo – richtig konzipiert und durchgeführt – kann sich zu einem erheblichen Umsatzträger entwickeln. Jedoch zeigt die Praxis, dass es vor allem dazu dient, das Mitglied zum eigenen „Abzapfen“ am Dispenser zu erziehen. Unter dem Vorwand
Der Schlüssel für Ihren Verkaufserfolg liegt in der direkten und aktiven Ansprache des Mitgliedes. Nur so können Umsätze zielgerichtet gesteuert werden. Definieren Sie dafür eindeutige Prozessabläufe bis ins Detail. Produktschulungen sowie die Einbindung aller Beteiligten und somit auch der Trainer und Instruktoren zur Erläuterung der Wirkungsweisen von Produkten sind dabei zwingend notwendig. Werden Sie sich bewusst, dass Sie „Premium“ sind. Das bedeutet, Sie bieten exzellenten Service auf allen Ebenen, verbal und nonverbal, Sie agieren zuvorkommend und vieles andere mehr. Reine Selbstbedienung für Mitglieder ohne persönliche Ansprache klingt praktisch, jedoch konterkariert dies Ihre Unternehmenspositionierung und gefährdet Ihren Status und Ihr Image. „Spitzenservice erlebbar machen“ ist die Aufgabe – von Mensch zu Mensch und nicht zur Maschine. Service heißt, dem Mitglied Produkte zu zelebrieren und nicht zu delegieren.
Stefan Haase
Foto: DHfPG/BSA
Schauen Sie sich das operative Tagesgeschäft im Servicebereich genau an. Können Sie nach bestem Wissen und Gewissen sagen, dass hier aktiv verkauft wird? Gehen Ihre Mitarbeiter auf das Mitglied zu? Werden Ihre Kunden außerhalb des Servicebereiches, im Kardio-, Fitness- oder im Gymnastikbereich aktiv von Ihren Mitarbeitern darauf angesprochen? Wenn Sie der Meinung sind, „dies alles und viel mehr“ wird umgesetzt, so prüfen Sie, ob Ihre Mitarbeiter nach Aufnahme der Kernbestellung eine Nachfrage nach einem anderen Produkt stellen? Wie ist es im Ruhebereich und in der Sauna?
Die Erfolgsfaktoren – aktiver Verkauf und Premiumservice
Stefan Haase, Betriebswirt und Industriekaufmann, war langjähriger Partner einer renommierten Unternehmensberatung, zuletzt in der Funktion des betriebswirtschaftlichen Leiters. Er ist Mitglied des DIN/CEN-Normungsausschusses für Fitnessanlagen und zudem als Dozent, Autor und Tutor für die Deutsche Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement (DHfPG) tätig. www.dhfpg-bsa.de
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Neue Hallenstruktur der FIBO bietet viel für Studiobetreiber
„Wir sehen uns auf der FIBO!“ Es gibt Termine, die stehen einfach fest. Für Studiobetreiber ist die FIBO, vom 2. bis 5. April 2020 in Köln, der Branchentreffpunkt Nummer eins. Hier gibt es den kompletten Marktüberblick, um im Wettbewerb zu bestehen und den eigenen Clubmitgliedern das bestmögliche Training zu bieten.
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ie FIBO setzt in diesem Jahr die Trendthemen der Branche in einer neuen Hallenstruktur um und rückt Innovationen und Weiterbildung noch mehr in den Fokus. Highlights sind das neue FIBO Future Forum, das Virtual Gym, der Meetingpoint Health, das Wellness Competence Center und der neu konzipierte FIBO CONGRESS. Zahlreiche Partner wie die BSA-Akademie/DHfPG, der Deutsche Wellness Verband e. V., der ECC-Club und Innovation Booster bieten Inhalte zu Themen wie Digitalisierung, BGM, Existenzgründung, Management, Training sowie Ernährung.
In den eigenen Erfolg investieren Wer seine Mitglieder binden möchte, muss investieren. Die FIBO bietet dafür den weltweit größten Marktüberblick über Produkte und Workouts und gibt Business-Know-how von internationalen Experten an ihre Besucher weiter. Wichtige Anlaufpunkte für Studiobetreiber sind dabei natürlich die Ausstellungsbereiche Cardio & Strength sowie EMS & Vibration in den Hallen 6, 7 und 9 sowie Health Training Equipment in den Hallen 7 und 8. In der Halle 9 wird eine neue Businesshalle geschaffen. Völlig neu aufgestellt ist zudem die Halle 8, die sich in einem ganzheitlichen Ansatz den Themen Gesundheitstraining und Wohlbefinden widmet. Die Halle 5.2 zeigt an einem Ort Produkte und Workouts rund um Functional Training, Group Fitness und Fighting Fit.
wöhnlichen Programm zu Innovationen und Zukunftsthemen der Branche sowie aufstrebenden Unternehmen und spannenden Ideen viel Inspiration bietet. Das FIBO Future Forum erwartet die Besucher täglich mit spannenden Vorträgen. Am Samstag liegt der Fokus auf Existenzgründung sowie Franchising und es ist eine DIFG Podiumsdiskussion zum Thema „Fitness 2030 – der Expertentalk“ geplant. Am Sonntag gibt es beim Pitch der Innovation Booster GmbH ein heißes Rennen um den Titel „Bestes Startup der FIBO 2020“. Im vergangenen Jahr holten sich die Gründer der App „Getbaff“, die Oberflächen mit Videos bespielt, den Titel. Sie werden in diesem Jahr in der Halle 5.1 zu finden sein.
Innovationen virtuell greifbar machen Ebenfalls in der Halle 5.1 stellt die FIBO Zukunftsprojekte in der virtuellen Welt in den Mittelpunkt. In einem spannenden neuen Projekt mit DHZ Fitness Europe werden die Nominierten des FIBO INNOVATION & TREND AWARDs im Virtual Gym erlebbar. Die ausgezeichneten Produkte setzt SciePro im 3D-Modell sehr anschaulich um. Ausgerüstet mit VR-Brillen können die Besucher sehen, wie das Produkt in ihr Studio integriert werden kann und welche Einsatzmöglichkeiten es gibt.
Von der FIBO in die Welt In die Zukunft blicken Abseits der großen Marken auf der FIBO sollten Studiobetreiber unbedingt die Halle 5.1 besuchen, die 2020 mit einem außerge60
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Neue Produkte und Dienstleistungen global agierender Unternehmen finden Studiobetreiber zur FIBO 2020 erstmals auch in der Halle 4.1, die mit dem Themenschwerpunkt „Globaler Handel“ an
Fotos: Behrendt und Rausch
den Start geht. Zu finden sind hier in erster Linie Trainingsgeräte aus aller Welt, aber auch Consulting Services, EMS, Functional Training, Wellness & Spa sowie Health Training Equipment. Nationale und internationale Besucher werden hier gezielt mit expandierenden Herstellern zusammengebracht. In der Mitte der Halle gibt es eine Aktionsfläche mit einem speziellen HändlerMatchmaking, Networking & Kaffee Lounge sowie einem Bereich nur für die Partner der FIBO. Erstmals kooperiert die FIBO dabei mit dem ECC-Club, der Entscheidern des Handels und Handelsumfelds exklusives Networking für E-Commerce und Cross-Channel sowie wertvolle Branchen-Insights bietet.
Gesundheit für alle Zielgruppen Die Halle 8 wird 2020 zur Gesundheitshalle und bietet Studiobetreibern, die sich stärker auf den Gesundheitsmarkt ausrichten möchten, Lösungen rund um Prävention, Rehabilitation und Therapie. Das Ausstellerangebot erstreckt sich von der Praxiseinrichtung über Abrechnungssysteme, Therapiegeräte, Therapieliegen sowie Bedarfs- und Verbrauchsartikel bis hin zur Beratung und Fortbildung. Herzstück der Halle ist der Meetingpoint Health. Hier präsentieren sich zum einen Partner und Institutionen aus dem Gesundheitsbereich, die beratend zur Verfügung stehen. Zum anderen genießt Networking in entspannter Atmosphäre einen hohen Stellenwert. Das Rahmenprogramm wird von praxisorientierten Workshops, Vorträgen und Expertengesprächen zu Themen wie Gesundheit, Therapie und Training geprägt sein. Dabei gehen die Redner auch auf die aktuellen politischen Entwicklungen in der Physiotherapie ein. Der Meetingpoint Health ist außerdem Startpunkt der Guided Tours.
Geschäftsmodell zukunftsfähig ausrichten. Die Aussteller präsentieren den Betreibern von Fitnesseinrichtungen, Hotels, Spas, Bäderbetrieben und Wellnessanlagen das Rundum-Paket: von neuen Ideen zur Umsatzsteigerung über Trendprodukte bis zum umfassenden Gesamtkonzept. Neben dem Angebot der Aussteller ist das Wellness Competence Center in Halle 8 die zentrale Anlaufstelle für interessierte Besucher der FIBO. Dort beraten sie unter anderem die Experten des Deutschen Wellness Verbandes zu den Themen Bewegung und Ernährung, sie können neue Anwendungen direkt selbst testen. Ruhe und Entspannung fangen unmittelbar auf der Ausstellungsfläche an. So erwartet das Kompetenzteam rund um Rose Egger und Bo Poomsean die Besucher mit kostenlosen Thai-Sportmassagen. Jimmy Outlaw berät außerdem zu Themen rund um Ernährungsentwicklungen, während es als Kostprobe frisch gemixte Smoothies gibt. Wer sich speziell für Innovationen aus dem Wellnessbereich interessiert, erhält im Wellness Competence Center einen umfassenden Überblick. Hier präsentieren sich die Nominierten des Wellness & Spa Innovation Awards, ausgezeichnet vom Deutschen Wellness Verband. Gekürt werden die besten Einreichungen in den Kategorien Fitness & Bewegung, Entspannung & Erholung, Körperpflege & Behandlungen, Essen & Trinken, Ökologie & Nachhaltigkeit und Architektur & Design sowie Gesamtkonzept.
Wellness als übergreifendes Konzept Es ist nicht nur die Sonnenbank oder die Sauna – Wellness ist Teil eines aktiven, gesundheits- und erlebnisorientierten Lebensstils und geht über das reine Treatment hinaus. Hier sind Studiobetreiber gefragt, die ihren Kunden ein ganzheitliches Angebot bieten wollen. Sie finden in der Halle 8 der FIBO Inspirationen, wie sie an der Schnittstelle von Fitness, Wellness und Gesundheit das eigene
Die FIBO 2020 Die FIBO findet 2020 vom 2. bis 5. April auf dem Messegelände Köln statt. www.fibo.com
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FIBO CONGRESS 2020
Vielseitiges Programm mit Top-Referenten Im Rahmen der internationalen Leitmesse für Fitness, Wellness und Gesundheit, FIBO, findet vom 2. bis 4. April 2020 der FIBO CONGRESS als Fachkongress für Experten aus Fitness, Prävention und Gesundheit statt. Er wird von der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement (DHfPG) und der BSA-Akademie (BSA) unter Federführung der FIBO organisiert sowie durchgeführt. Das Programm überzeugt mit mehr als 80 Vorträgen von Top-Referenten.
Erfahrene Organisatoren Vom 2. bis 4. April 2020 findet der FIBO CONGRESS auf dem Messegelände der FIBO im Congress-Centrum Nord in Köln statt. Mit der DHfPG und der BSA werden führende Bildungsanbieter der Branche, die über mehr als 35 Jahre Erfahrung verfügen, die Organisation und Durchführung des Kongresses unter Federführung der FIBO verantworten. Dank ihrer langjährigen Expertise, auch in der Organisation von Veranstaltungen, wird der Fachcharakter des Kongresses im Rahmen der FIBO nochmals auf eine neue Ebene gehoben.
Abwechslungsreiches Vortragsprogramm Der FIBO CONGRESS ist in folgende Themenstränge aufgeteilt: Gesundheit (bestehend aus Training, Ernährung und Mentale Fitness), Management, Existenzgründung, Betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM), Sun, Beauty & Care, EMS-Training und Physiotherapie. Die Teilnehmer profitieren von aktuellen, direkt umsetzbaren Inhalten der Top-Referenten. Insgesamt werden mehr als 80 Vorträge an den drei Kongresstagen präsentiert.
Gesundheit Die Vorträge zum Thema Training stellen beispielsweise neue Ansätze des Athletiktrainings vor und bieten Forschungsupdates aus dem Krafttraining. Außerdem wird Prof. Dr. Daniela Klix, Referentin für Sport und körperliche Leistungsfähigkeit bei der Bundeswehr und Dozentin der DHfPG/BSA, über Pacing-Strategien im Ausdauertraining aufklären: Um die eigene Leistungsgrenze auszutesten und die Energiereserven des Körpers optimal zu nutzen, bedarf es der richtigen Pacing-Strategie. Wer wissen möchte, wie man das Thema Ernährung ins Personal Training integriert und den finanziellen Umsatz mit Nahrungsergänzungsmitteln steigern kann, der ist beim Vortrag von Clive Salz, Diplom-Fitnessökonom und seit 2003 Dozent der DHfPG/BSA in der Trainings- und Ernährungslehre, genau richtig. Der Ernährungsexperte, der bereits zahlreiche Spitzensportler und Prominente aus ganz Deutschland betreute, wird in seinem Vortrag veranschaulichen, dass Ernährungsberatung ein unterschätztes Umsatzpotenzial darstellt.
Fotos: DHfPG/BSA
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Auch im Bereich Mentale Fitness werden renommierte Speaker vortragen: Prof. Dr. Oliver Schumann, Dipl.-Sportökonom, Sportpsychologe und Experte für Strategisches Management und Kommunikation, rückt das Thema Wille und Willenskraft in den Fokus. In seinem Vortrag wird er beispielhaft aufzeigen, was die Vorteile eines ausgeprägten Willens sind, wie man Willenskraft trainieren kann, welche Rolle Gewohnheiten spielen und wie man diese erkennen und überwinden kann. Prof. Dr. Julia Krampitz präsentiert Coaching-Strategien zur Förderung eines gesunden Lebensstils und erklärt, warum auch das gezielte Training des Kopfes eine wichtige Rolle spielt.
Management und Existenzgründung Die Management-Vorträge können ebenfalls mit spannenden Themen aufwarten. So wird beleuchtet, was die aktuellen und zukünftigen strategischen Herausforderungen in der Fitness- und Gesundheitsbranche sind und wie Mitgliedergewinnung/Mitgliederbindung durch effektives Online-Marketing funktionieren. Zudem wird Henrik Gockel, Branchenexperte, Inhaber der Boutique-StudioKette PRIME TIME fitness und Dozent der DHfPG/BSA, erläutern, wie Boutique-Studios den Markt verändern und wie man als Fitnessstudio-Betreiber darauf reagieren kann. Teilnehmer erfahren unter anderem, wie der Boutique-Markt funktioniert. Der Referent klärt über Chancen und Risiken von und durch Boutique-Konzepte auf und die Teilnehmer erfahren, wie Boutique-Angebote in bestehende Clubs integriert werden können. Wer eine Selbstständigkeit anstrebt, kann sich im Themenstrang Existenzgründung über die richtige Strategie, Planung und Finanzierung informieren. Die Bedeutung der Standortwahl und die Möglichkeiten der Risikoabsicherung werden ebenfalls behandelt.
BGM, Sun, Beauty & Care, EMS und Physiotherapie Im Bereich des Betrieblichen Gesundheitsmanagements (BGM) beschäftigen sich die Experten unter anderem mit erfolgreichen Präventionsmaßnahmen von Muskel-Skelett-Erkrankungen in der betrieblichen Praxis sowie mit psychosozialer Gesundheit und E-Health-Lösungen. Des Weiteren werden die Zielgruppenpotenziale der Sun, Beauty & Care-Branche untersucht sowie Strategien anderer Geschäftsbereiche aufgezeigt, die in diese Branche übertragen werden können. Im Themenfeld EMS bringen die Referenten die Wirkungsweisen und Anwendungsmöglichkeiten von EMS-Trainings Betreibern, Trainern und Interessierten näher. Außerdem wird das EMS-Training als erfolgreiches Businessmodell diskutiert sowie die Anwendbarkeit im Breiten- und Leistungssport vorgestellt. Prof. Dr. Christoph Eifler, Prorektor sowie Fachbereichsleitung Trainings- und Bewegungswissenschaft an der DHfPG, wird zudem Qualitätskriterien als Positionierungsmerkmale im EMS-Markt hervorheben.
Der Themenstrang Physiotherapie komplettiert das Programm, das mehr als 80 Vorträge auf drei Kongresstage aufteilt.
Erstklassiges Preis-Leistungs-Verhältnis Topaktuelle Themen, welche die Fitness- und Gesundheitsbranche bewegen, werden auf dem FIBO CONGRESS zu einem erstklassigen Preis-Leistungs-Verhältnis ab 99 Euro präsentiert. Tickets gibt es für einen, zwei oder für die gesamten drei Kongresstage. Teilnehmer können alle Themenstränge besuchen und auch die FIBO MESSE ist am jeweils gebuchten Kongresstag inklusive.
Weitere Infos und Tickets finden Sie unter FIBO-CONGRESS.COM Der Flyer mit dem kompletten Kongressprogramm liegt dieser fMi-Ausgabe bei. organized by
media partners
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FIBO 2020
DSSV auf der FIBO
WIR SIND WIEDER DA! Text: Birgit Schwarze
Nach acht Jahren ist der DSSV e. V., Arbeitgeberverband deutscher Fitness- und GesundheitsAnlagen, zum ersten Mal wieder auf der FIBO, der weltweit größten Messe für Fitness, Wellness und Gesundheit, in Köln vertreten und freut sich darauf, seine Mitglieder sowie Existenzgründer fachkundig zu allen Branchenthemen zu beraten.
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uf der FIBO 2020 präsentiert sich der DSSV in Halle 9 am Messestand C58 auf über 150 Quadratmetern mit einem Team von zehn Mitarbeitern. Mit dabei sind die Präsidentin Birgit Schwarze und der Hauptgeschäftsführer Refit Kamberovic. Für alle rechtlichen Fragen steht das dreiköpfige Juristen-Team zur Verfügung. Erstmalig ist das DSSV-Sachverständigengremium mit dem Vizepräsidenten Werner Kündgen vor Ort, außerdem natürlich die Mitarbeiter der Mitglieder- und Fördermitgliederberatung. Als offizielles Organ des DSSV ist auch die fitness MANAGEMENT international mit vier Vertretern in Köln dabei, unter anderem mit dem Geschäftsführer Janosch Marx.
Kompetente Anlaufstelle Der DSSV ist Europas größter Arbeitgeberverband für die FitnessWirtschaft, sodass der Messestand erfahrungsgemäß als Anlaufstelle für eine Vielzahl von Mitgliedern fungieren wird. Wie auf anderen Veranstaltungen wird der Arbeitgeberverband dort dreißig bis vierzig Existenzgründer kostenlos beraten. Selbstverständlich ist die Erstberatung auch für Studiobesitzer, die noch keine DSSVMitglieder sind, kostenfrei. 64
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Ebenso wie für die Studiobetreiber ist der Messestand für Pressevertreter von großem Interesse. Hier bekommen sie Antworten auf alle Fragen rund um die neuesten Trends und die Entwicklung der Branche. Außerdem können sich die zahlreichen ausländischen Besucher hier über den deutschen Fitnessmarkt informieren, der für viele Länder eine Vorbildfunktion hat.
Informationen zu den „Eckdaten 2020“ Erst drei Wochen vor der FIBO wird der DSSV gemeinsam mit dem Prüfungs- und Beratungsunternehmen Deloitte und der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement (DHfPG) mit den „Eckdaten 2020 der deutschen Fitness-Wirtschaft“ eine repräsentative Erhebung veröffentlichen, die sicher auch auf der FIBO stark nachgefragt wird und bei Fitnessunternehmen, -industrie und -mitarbeitern für Gesprächsstoff sorgen wird.
FIBO GLOBAL FITNESS Termin: 2. bis 5. April 2020 | 9:00 bis 18:00 Uhr Standort: Halle 9, Stand C58
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BESUCHEN SIE UNS! Standort: Halle 9, Stand C58
Unser Team
Juristen
Birgit Schwarze
Refit Kamberovic
Iris Borrmann
Andrea Elbl
Ernst Stilke
Präsidentin
Hauptgeschäftsführer
Juristin
Juristin
Jurist
DSSV-Sachverständigengremium
Linda Huber
Annika Hundt
Alexander Wulf
Werner Kündgen
Günter Noll
Sabrina Fütterer
Mitglieder- & Fördermitgliederberatung
Mitgliederberatung
Mitgliederberatung & Öffentlichkeitsarbeit
Vizepräsident & vereidigter Sachverständiger für Wirtschaftlichkeitsberechnungen von Fitnessund Freizeitanlagen
vereidigter Sachverständiger für die Bewertung von Fitnessund Freizeitanlagen
Geschäftsstellenleiterin & vereidigte Sachverständige für Wirtschaftlichkeitsanalysen für kleine und mittlere Unternehmen (KMU)
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KOMMENTAR
Foto: Klaudia Lech
Gemeinsam noch mehr erreichen – mit der FIBO positiv in das Jahr 2020 Mit starken Partnern und richtungsweisenden Kooperationen kann die Fitness- und Gesundheitsbranche weiter so erfolgreich wachsen. Es gilt, die Stärken und Kernkompetenzen der einzelnen Partner optimal zu nutzen, das Netzwerk weiter auszubauen und innovative Wege einzuschlagen, um die Branche voranzubringen und weiter zu professionalisieren.
Gemeinsam stark – eine neue Kooperation mit Signalcharakter Der größte europäische Arbeitgeberverband für Fitness- und Gesundheits-Anlagen sowie seine Bildungspartner, die Deutsche Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement (DHfPG) und die BSA-Akademie, sind gemeinsam mit der weltweit führenden Leitmesse für Fitness, Wellness und Gesundheit eine richtungsweisende strategische Kooperation eingegangen. Im Rahmen des FIBO CONGRESS wurde eine professionelle Arbeitsteilung zwischen dem DSSV, der BSA-Akademie und der DHfPG formiert, um unter Federführung der FIBO den internationalen Fachbesuchern ein abwechslungsreiches und hochwertiges Weiterbildungsangebot zu bieten.
Der FIBO CONGRESS 2020 – geballter Wissenstransfer für die Praxis Die FIBO profitiert dabei von 35 Jahren Branchenerfahrung der beiden renommierten Bildungsanbieter in den Bereichen Kongressorganisation und Weiterbildung und bietet ihrerseits gleichzeitig optimale Rahmenbedingungen bzw. die passende Bühne für das neue Event-Highlight der Branche. An den drei Kongresstagen werden erfahrene Experten als Top-Speaker in mehr als 80 Vorträgen praxisnahes Know-how sowie höchst aktuelle wissenschaftliche Inhalte vermitteln, die im Studioalltag direkt umsetzbar sind.
Neue Impulse und Win-win-Situation für die gesamte Branche Gemeinsam mit all unseren Partnern können wir so wertvolle Impulse für den nationalen Fitnessmarkt setzen und die Branche noch enger vernetzen und verzahnen. Eine einzigartige Win-win-Situation für alle Aussteller und Fachbesucher der FIBO ist damit definitiv gegeben und ich bin sehr stolz, dass wir diese richtungsweisende Kooperation geschlossen haben. Ich bin mir ganz sicher: So werden wir in 2020 gemeinsam noch sehr viel mehr erreichen und durch die noch engere Zusammenarbeit den Markt nachhaltig weiterentwickeln.
Für Sie immer am Puls des Geschehens Der DSSV e. V. ist mit einem großen Messestand und geballter Manpower als kompetenter Ansprechpartner auf der FIBO (Halle 9 Stand C 58) vertreten und bietet Studiobesitzern, Existenzgründern und Interessierten unabhängige Beratung für alle Studiobelange.
Neu: Präsentation der „Eckdaten 2020“ in den Räumen der Koelnmesse GmbH Last but not least: Ein weiteres Event-Highlight ist die Präsentation der „Eckdaten 2020 der deutschen Fitness-Wirtschaft“, die ab diesem Jahr ebenfalls auf dem Messegelände in Köln stattfindet. Die aktuellsten Zahlen wurden in Zusammenarbeit mit dem DSSV, der DHfPG und Deloitte erhoben und sind die „Visitenkarte“ unserer Branche. Die Studie unterstreicht alljährlich das wirtschaftliche Potenzial und die Relevanz des Fitness- und Gesundheitsmarkts als wichtigen Wirtschaftssektor. Was wäre also treffender, als diese Zahlen am 12. März auch in Köln zu präsentieren? Besser geht es nicht, oder?
Foto: DHfPG/BSA
In diesem Sinne wünsche ich uns allen eine gute gemeinsame Zukunft – die Weichen sind gestellt – und wir sehen uns in Köln!
Birgit Schwarze Präsidentin DSSV e. V.
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Birgit Schwarze Präsidentin DSSV e. V.
INTERVIEW | ANZEIGE
Foto: milon Holding
Die neue Geschäftsführung der milon Holding: Wolf Harwath (links) und Bernd Reichle
milon übernimmt five – Interview mit Bernd Reichle und Wolf Harwath
„Es war einfach der logische nächste Schritt“ Text: Jürgen Wolff
Die Meldung war der Knaller zum Jahreswechsel: Die milon Gruppe übernimmt die Five Konzept GmbH & Co. KG zum 01. Januar 2020 und auch die Geschäftsführung der milon Holding, der Muttergesellschaft der milon Gruppe, wird mit der doppelten Führungsspitze Wolf Harwath und Bernd Reichle neu aufgestellt. fMi hat die beiden Geschäftsführer zu den Hintergründen der Übernahme und zu ihren gemeinsamen Perspektiven befragt. fMi: Anfang Dezember wurde die Branche mit der Meldung überrascht, dass die milon Holding Five-Konzept übernimmt. Was waren die Beweggründe für diesen Schritt? Bernd Reichle: five und milon arbeiten schon seit vielen Jahren eng zusammen. Es hätte sich schon in der Vergangenheit angeboten, dass man diese Zusammenarbeit weiter intensiviert, aber es ergibt sich nicht immer die Gelegenheit zu einer solchen Akquisition. Diese Partnerschaft hat sich bewährt, weil sich unsere Produkte in idealer Form ergänzen und das Beweglichkeitstraining von five eine optimale Ergänzung zu unserem Konzept darstellt. Darüber hinaus harmonieren die Teams von milon und five aktuell, sowie bereits auch in der Vergangenheit auf menschlicher Ebene wirklich toll – und zwar sowohl was die Geschäftsführung als auch die Vertriebsteams anbetrifft. Es war uns eine Herzensangelegenheit, die beiden Unternehmen zusammenzuführen und unter einem Dach zu vereinen – und das ist uns dann zum Glück auch gelungen. 70
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Wolf Harwath: Der Gedanke, die Firmen noch enger miteinander zu verknüpfen, besteht bereits seit Jahren – bisher hat es aus verschiedenen Gründen einfach nicht zu hundert Prozent gepasst. Was mich persönlich betrifft, so habe ich wirklich Lust, beide Unternehmen gemeinsam voranzubringen. Wir machen das bei milon und five seit Jahren erfolgreich. Jetzt war es für mich einfach der logische nächste Schritt, mit einem großen Partner zusammenzugehen und die gemeinsame Expertise für eine noch erfolgreichere Zukunft zu vereinen. fMi: Welche wesentlichen Vorteile ergeben sich für die beiden Unternehmen durch die Übernahme? Bernd Reichle: Wenn man unter einem Dach ist, in einer Familie sozusagen, dann kann man sehr viel effizienter und effektiver „die PS auf die Straße bringen”. Das gilt für Vertriebsaktivitäten, die Entwicklung von Konzepten und integrierte Betreiberkonzepte, die alles vereinen, was milon und five bislang zwar partnerschaftlich, aber eben separat entwickelt und vertrieben haben.
Wir legen großen Wert darauf, dass wir nach wie vor zwei eigenständige Firmen haben mit selbstständigen Organisationen und selbstständigen Vertriebsteams. Wir werden die Themen besser und intensiver synchronisieren. Die beiden Marken werden wir aufrechterhalten, weil sie einfach einen Wert darstellen und im Markt auch eine Bekanntheit haben. Das werden wir nicht antasten.
fMi: Welche Veränderungen werden sich für die Kunden von milon und five aus dem Zusammenschluss ergeben? Wolf Harwath: Vorweg – ganz vieles wird erst einmal unverändert bleiben. Es wird sowohl den spezialisierten five-Vertrieb sowie den spezialisierten milon-Vertrieb weiterhin geben. Beide Produkte sind so einzigartig, dass es vermessen wäre, zu glauben, beide „Mannschaften“ könnten das eine oder das andere gleich mitmachen.
fMi: Herr Reichle, Sie haben viele Jahre Erfahrung als CFO bei milon. Sie, Herr Harwath, haben viele Jahre Erfahrung als five-Geschäftsführer und Vertriebler. Nun sind Sie beide gleichberechtigte Geschäftsführer der milon Holding. Wie werden die Kompetenzen zukünftig aufgeteilt? Bernd Reichle: Wolf ist gemeinsam mit mir Geschäftsführer der Muttergesellschaft und bleibt auch Geschäftsführer von five. Darüber hinaus besitzt er eine weitere gruppenweite Zuständigkeit für die Bereiche Vertrieb und Marketing, wobei diese sehr viel umfassender ist als wirklich nur Vertrieb und Marketing.
Wo sich viel ändern wird, ist der Schulungsbereich. Wir werden die milon solutions und die five-Academy verschmelzen. Das wird nicht von heute auf morgen passieren und auch nicht in dem Sinne, dass die five-Schulungsleiter jetzt milon-Schulungen geben, aber wir werden das Know-how beider Teams miteinander kombinieren.
Wolf Harwath: Wir wollen und werden die milon Holding gemeinschaftlich führen und eine partnerschaftliche Firmenspitze darstellen. Wir haben beide sehr unterschiedliche Stärken, die wir vernünftig miteinander kombinieren müssen und da wird es keine klare Trennung geben. Ich werde Bernd bei vertrieblichen Fragen genauso zu Rate ziehen, wie er mich sicher auch bei betriebswirtschaftlichen Fragen zu Rate ziehen wird. Auch wenn wir jetzt erst angefangen haben, fühlt es sich für mich sehr gut an und ich bin sehr guter Dinge, dass uns das auf einer partnerschaftlichen Ebene gelingen wird. Das ist mir wichtig. Bernd Reichle: Mir war wichtig, dass Wolf an Bord bleibt, als es um das Thema „Akquisition five” ging. Das war auch unserem Gesellschafter Hubert Haupt sehr wichtig. Wolf ist ein sehr zielorientierter und erfahrener Mann, der gruppenweit den Vertrieb verantwortet. Ich habe die Funktion des CFO der milon Gruppe, sprich für alle Gesellschaften einschließlich five. Darüber hinaus bin ich alleiniger CEO der milon industries GmbH und verantworte dort neben den Finanzen auch alles Operative. fMi: Bleiben wir noch einmal kurz bei five. Sie, Herr Harwath, sind nach wie vor gleichberechtigter Geschäftsführer der Five Konzept GmbH & Co. KG? Wolf Harwath: Genau. Christoph Limberger, der mit mir gemeinsam Geschäftsführer von five ist, macht weiterhin das, was er am besten kann: five leiten. Dazu aber eines, das ich nicht oft genug sagen kann: Ich bin der meist überschätzte Mensch der Branche und Christoph der am meisten unterschätzte! Zu der Aussage stehe ich auch, weil Christoph im Hintergrund bei five alles leitet, was „DailyBusiness” ist. Ich bin der, der draußen am Markt ist, der die Firma nach vorne treibt und das Gesicht nach außen ist. Diese Stärke werde ich jetzt natürlich gleichermaßen auch für milon einbringen. Christoph ist für mich genauso wertvoll wie Bernd in der neuen Konstellation. Bernd Reichle: Wir haben deshalb auch entschieden, dass es nicht den geringsten Grund gibt, irgendetwas an dieser Konstellation des bewährten five-Teams zu verändern. Ich habe mich bewusst rausgehalten. Es reicht, wenn ich in der Gruppe die Gesamtverantwortung habe.
Meine Vision dahingehend ist, dass ein Trainer, der einen Kunden mit einer Knieverletzung bekommt, ganz genau weiß, welches Training bei milon für den Kraft- und Ausdauerbereich für diesen Kunden ideal ist und was er bei five im Sinne des Beweglichkeitstrainings machen kann. Es geht darum, beide Konzepte in ihrer Gesamtheit zu nutzen, um dem Kunden einen ganzheitlichen Ansatz zu bieten, seine individuellen Ziele optimal zu erreichen. Bernd Reichle: Es kamen ja auch Fragen von unseren Kunden, sowohl five- als auch milon-Kunden, mit genau dieser Unsicherheit: „Wer ist denn dann künftig mein Ansprechpartner?“ Wir haben alle dahingehend beruhigen können und gesagt: „Ihr behaltet natürlich eure gewohnten Ansprechpartner aus den Vertriebsteams!“ fMi: Im Zuge der Übernahme hat milon Innovationen und auch neue Konzeptansätze angekündigt. In welchen Bereichen sind die ersten Innovationen geplant? Wolf Harwath: Auf Seiten der Beweglichkeit bringt five eine riesige Expertise mit. Ich glaub, die ist im Markt bekannt und dafür stehen wir auch. milon wiederum hat eine enorme Expertise im Bereich des elektronisch gesteuerten Kraft- und Ausdauertrainings sowohl in Zirkelkonstellationen als auch auf der freien Fläche. milon hat in den letzten Jahren eine Vielzahl von wirklich tiefgreifenden Innovationen auf den Markt gebracht. Es geht uns nicht darum, 100 neue Geräte vorzustellen, sondern darum, das Bestehende maximal effektiv zu nutzen. Und da sind sowohl milon als auch five sehr gut aufgestellt. Wir wollen zunächst die „Reise” der Trainierenden ein bisschen anders darstellen als wir das bisher getan haben und als es sonst im Markt gelebt wird. Wir haben viele gute Ideen, wie ein ideales Training für den normalen Gesundheitskunden ablaufen sollte, wie wir die Kunden noch besser abholen und wie wir ihnen gemeinsam ein wirklich besseres Trainingserlebnis und -ergebnis bieten können. Auf der FIBO werden wir auch einiges davon zeigen. fMi: An welchem Stand oder welchen Ständen wird man milon und five auf der FIBO im April 2020 treffen? Wolf Harwath: Da gebe ich jetzt mal eine diplomatische Antwort: Wir haben beide Flächen letztes Jahr gebucht, bevor wir wussten, dass wir zusammenkommen. Und diese beiden Flächen werden wir gemeinsam bespielen. Man wird auf der FIBO eine gewisse Veränderung sehen – bei beiden Firmen. Mehr verrate ich noch nicht. fMi: Wir bedanken uns für das Interview und freuen uns, Sie auf der FIBO an den Ständen A39 und C36 in der Halle 6 zu treffen! 01/20
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DSSV beim Deutschen Arbeitgebertag 2019
Brücken bauen – Zukunft gestalten Text: Birgit Schwarze
Foto: Marius Schwarz
BDA-Präsident Ingo Kramer begrüßt die 1.500 Spitzenvertreter im Congress Center des Estrel Hotels in Berlin
Auch in diesem Jahr war der DSSV wieder auf dem Deutschen Arbeitgebertag in Berlin vertreten. Hier trafen sich rund 1.500 Spitzenvertreter aus den Bereichen Wirtschaft, Politik und Gesellschaft. Zum zwanzigjährigen Jubiläum eröffnete der amtierende BDA-Präsident Ingo Kramer die wichtigste wirtschafts- und sozialpolitische Veranstaltung der deutschen Wirtschaft mit dem Motto „Brücken bauen – Zukunft gestalten“.
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eben Reden von Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier und Bundesfinanzminister Olaf Scholz, sprach Bundeskanzlerin Angela Merkel: „Da, wo Gewerkschaften und Unternehmen gemeinsam nach Lösungen suchen – so hart es auch sein mag – ist der Zusammenhalt per se besser geregelt. Deshalb wünsche ich Ihnen Erfolg bei Ihren Beratungen, denn da, wo Sie mit einem gemeinsamen Vorschlag zu uns kommen, ist das Gesetz in der Großen Koalition ruckzuck geschrieben“, appellierte Merkel zum Abschluss an das Publikum. Deutschland erlebe zurzeit eine Schwächephase der Konjunktur, welche nach einem langen Konjunkturaufschwung ungewohnt erscheine, so die Kanzlerin. Anlässlich des dreißigjährigen Jubiläums des Mauerfalls blickte Merkel auf einige Erfolge zurück, wie zum
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Beispiel die Verdoppelung der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit in den neuen Bundesländern und die stark sinkende Arbeitslosenquote um ein Drittel des Wertes von 2005.
Das Motto ist Programm Passend zum Motto des Deutschen Arbeitgebertages „Brücken bauen – Zukunft gestalten“ sei „der gesellschaftliche Zusammenhalt die Voraussetzung für die Lösung grundsätzlicher Fragen“, so Merkel. Dabei gelten die Digitalisierung und der Klimawandel als die zwei großen Herausforderungen unserer Zeit. Die Finanz- und Wirtschaftskrise 2008/2009 habe gezeigt, wohin der Weg auch in Zukunft wieder führen müsse. Damals entstand, um die Krise zu bewältigen, die G20 auf der Ebene der Staats- und
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Regierungschefs, denn als Gemeinschaft sei man stark. Merkel betonte diesen Erfolg nochmals, um auf den derzeitigen Rückzug einiger Länder aus dieser kooperativen Zusammenarbeit aufmerksam zu machen.
Zusammenleben und Zusammenarbeit stärken BDA-Präsident Ingo Kramer stellte ebenfalls heraus, wie wichtig eine kooperative Zusammenarbeit sei: „Wir können in der Volkswirtschaft nur gewinnen, wenn wir auch im gesellschaftlichen Zusammenleben gewinnen.“ Neben der Schwächephase der Konjunktur sprach er über internationale und nationale Unsicherheiten wie den Brexit und die Klimadebatte. Auch die Spannungen innerhalb der GroKo seien problematisch und er hoffe, dass die Grundrente den gewünschten Koalitionsfrieden bringe. Das neue Jahr wird zeigen, in welche Richtung sich die internationale und nationale Wirtschaft entwickeln wird.
Der DSSV macht Politik Der Deutsche Arbeitgebertag ist jedes Jahr wieder eine überaus wichtige Veranstaltung für den DSSV als Spitzenverband der deutschen Wirtschaft, um mit den maßgeblichen Entscheidern in Politik und Wirtschaft zu sprechen. Foto: Marco Urban
In diesem Jahr trafen sich DSSV-Präsidentin Birgit Schwarze, Hauptgeschäftsführer Refit Kamberovic und Geschäftsstellenleiterin Sabrina Fütterer mit Stefan Dressendörfer, Vorstandsmitglied des Bundesfachverband Besonnung (BfB), zu weiteren Gesprächen über die Verbändekooperation der Jahre 2020/21. Anschließend stand ein weiteres, sehr wichtiges Meeting auf der Tagesordnung: Dr. Volker Hansen, Abteilungsleiter Soziale Sicherung bei der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände BDA und alternierender Verwaltungsratsvorsitzender beim GKV-Spitzenverband, dem Bundesverband der gesetzlichen Krankenversicherungen in Deutschland, sowie Dr. Birgit Verworn, Refe-
BDA-Präsident Ingo Kramer bei der Eröffnungsrede des Arbeitgebertages
rentin Soziale Sicherung bei der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände, diskutierten mit dem DSSV das weitere Vorgehen des Verbandes in Sachen Betriebliche Gesundheitsförderung.
Weniger Bürokratie für BGM Seit dem Jahr 2016 fordert der DSSV in seinem Positionspapier „Bewegungsförderung im Kontext Betrieb – Lohnsteuerliche Regelungen praxisgerecht gestalten“, dass die Betriebliche Gesund-
Foto: © BDA
(v. l. n. r. ) Werner Kündgen (DSSV), Dr. Volker Hansen (BDA), Birgit Schwarze (DSSV), Refit Kamberovic (DSSV), Sabrina Fütterer (DSSV), Janosch Marx (fitness MANAGEMENT), Dr. Birgit Verworn (BDA)
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lichen Gesundheitsförderung nach § 3 Nr. 34 EstG im Zuge des Bürokratieentlastungsgesetzes III“ und unterstützen damit vehement die Forderungen des DSSV. Zu Recht fürchten diese Institutionen, dass die Arbeitgeber gesundheitsfördernde Maßnahmen zukünftig immer weniger unterstützen werden bis hin zu ganz massiven Einbrüchen, da vonseiten der Politik „die Umsetzbarkeit der Zertifizierung offensichtlich falsch eingeschätzt und die langfristige gesundheitspolitische Konsequenz dieser Änderung weitgehend ausgeblendet wurde“.
Forderung einer Gesetzeskorrektur In einem Fachbeitrag der Zeitschrift „Soziale Sicherheit des Deutschen Gewerkschaftsbundes DGB“, Ausgabe 10/2019, wird dieses Thema ebenfalls umfangreich erörtert. Frau Dr. Birgit Verworn von der BDA und Robert Spiller, Referatsleiter Gesundheitspolitik, Krankenversicherung, Europäische Arbeitsmarkt- und Sozialpolitik beim Bundesvorstand des DGB, fordern hier DGB und BDA: „Zertifizierungspflicht für Betriebliche Gesundheitsförderung wieder aufheben“.
Daraus resultiert: Foto: Marco Urban
Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel bei ihrer engagierten Rede
„Die Sozialpartner fordern eine baldige Gesetzeskorrektur, mit der die Durchführung von steuerbefreiten Maßnahmen der Betrieblichen Gesundheitsförderung ohne Zertifizierung ermöglicht wird.“ Der DSSV hat damit praktisch alle wichtigen Beteiligten „auf seiner Seite“ – und wird weiter kämpfen für die Interessen der Fitnessund Gesundheits-Anlagen in Deutschland!
heitsförderung von Auflagen und Regulierungen befreit wird, um den Arbeitgebern endlich ein praxisgerechtes und BGM-förderndes Instrument an die Hand zu geben. Zusammen mit dem GKV-Spitzenverband fordern auch BDA und BDI (Bundesverband der Deutschen Industrie) in ihrem Papier vom Oktober 2019 – der DSSV berichtete – eine „Streichung der Zertifizierungspflicht für arbeitgeberfinanzierte Maßnahmen der Betrieb-
DAT2020 Der nächste Deutsche Arbeitgebertag findet am 26. November 2020 statt.
Foto: © BDA
(v. l. n. r. ) Janosch Marx (fitness MANAGEMENT), Werner Kündgen (DSSV), Refit Kamberovic (DSSV), Birgit Schwarze (DSSV), Stefan Dressendörfer (BfB), Sabrina Fütterer (DSSV), Roy Scherer (Kieser Training GmbH)
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LEISTUNGEN FÜR MITGLIEDER
Noch mehr Leistungen für DSSV-Mitglieder Der DSSV-Vorteilsclub bietet Ihnen eine große Auswahl an Produkten und Leistungen der Fördermitglieder und Kooperationspartner des DSSV zu exklusiven Preisen nur für Mitglieder. Der Vorteilsclub ist im internen Bereich auf der DSSV-Homepage zu finden und wird stetig erweitert. Die angebotenen Leistungen sind in verschiedene Kategorien unterteilt. Unter anderem sind bislang Kategorien wie Trainingsequipment, Telekommunikation, Nahrungsergänzungsmittel, Versicherung oder Webhosting aufgeführt. Foto: James Thew - stock.adobe.com
Um DSSV-Mitgliedsstudios den bestmöglichen Service bieten zu können, wird die Verbandsarbeit seit über 35 Jahren von Fördermitgliedern unterstützt, die mit ihren Produkten und Leistungen alle Bereiche des Studiobedarfs abdecken.
Der DSSV informiert alle Mitglieder regelmäßig über neue Produkte im DSSV-Vorteilsclub, wie zum Beispiel über das neue Angebot von gethandy.de. Profitieren Sie noch heute von den exklusiven Angeboten verschiedener Kooperationspartner und verschaffen Sie sich einen Überblick der Vorteile.
Exklusiver Preisvorteil für alle Mitglieder Über den DSSV-Partner gethandy.de bekommen Sie jetzt ein leistungsstarkes Angebot von Klarmobil.de im D-Netz. Durch das Angebot des Kooperationspartners sparen Sie 360 EUR. Für zwei Jahre zahlen Sie eine monatliche Gebühr von nur 9,99 EUR, statt der üblichen 24,99 EUR! Profitieren Sie von exklusiven Tarifdetails in Deutschland und Ländern der Europäischen Union.
Zum Angebot gelangen Sie im internen Bereich unter „Vorteilsclub” und „Telekommunikation”!
Die Tarifdetails • FLAT Internet 6 GB (21,6 Mbit/s) LTE • FLAT Telefonie ins Festnetz • FLAT Telefonie in alle Mobilfunknetze • FLAT SMS • EU-Roaming inklusive 25 EUR Bonus bei Rufnummermitnahme von einem anderen Anbieter • D-Netz
Einweisung in DSSV-Präventionsprogramme
Termine für 2020 sichern Der DSSV bietet seinen Mitgliedern eine einfache Möglichkeit, die Präventionskurse „Kraft Aktiv” und „Cardio-Fitness” nach § 20 SGB V abzurechnen.
unter dem Punkt „Gesundheitsprogramme“. Die Kosten für die Einweisung in die Präventionsprogramme belaufen sich auf 69 EUR zzgl. MwSt.
Um ordnungsgemäß mit den Krankenkassen abrechnen zu können, benötigen die jeweiligen Kursleiter hierfür eine Einweisung in die Programme, die in Form von Präsenzschulungen als Tagesseminar stattfinden. Damit Sie bzw. Ihre Trainer diese Schulungen so schnell und problemlos wie möglich wahrnehmen können, bieten wir Ihnen in Kooperation mit unserem Bildungspartner, der BSA-Akademie, Tagesseminare an.
Wie erhalte ich die Kursmanuals „Kraft Aktiv” und „Cardio-Fitness”? Als Studioinhaber füllen Sie das Formular „Nutzungserklärung” aus und schicken es per E-Mail oder Fax an den DSSV. Kurze Zeit später erhalten Sie eine Bestätigungs-E-Mail, in der Ihnen mitgeteilt wird, dass Sie die Kurse mit Ihrem gewohnten Benutzernamen und Passwort im internen Bereich unter dem Menüpunkt „Gesundheitsprogramme” herunterladen können.
Die detaillierte Beschreibung aller zu erfüllenden Voraussetzungen, um nach § 20 SGB V abrechnen zu können, untergliedert nach Art der Qualifikation Ihres Kursleiters, finden Sie im internen Bereich 76
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Die neuen Termine für 2020 finden Sie im internen Bereich unter www.dssv.de im Bereich „Gesundheitsprogramme“.
NEUE MITGLIEDER
Neue Mitglieder OFFIZIELLES MITGLIED
Active Body Lounge Christian Stindt 44225 Dortmund
fitness4you Daniel Haymann 78256 Steißlingen
Mrs. Sporty Berlin-Zehlendorf Sabine Rotzoll 14167 Berlin
ananas gym GmbH Jana Engel 47807 Krefeld
Fitness and more Achim Kaehlcke 24613 Aukrug
Mrs. Sporty Hechingen Silvia Bakos 72379 Hechingen
Baltic Fitness Ingo Ohler 24229 Kiel
Fitnesscenter Temple Gym Marc und Lars Fischbach 48703 Stadtlohn
Mumm Fitness Rico und Sandra Mudrak 09599 Freiberg
Easyfitness Hannover-Südstadt Markus Tapper 30171 Hannover
Fitness Oase Markus Häusler 53783 Eitorf
elbgym Stadthöfe Wilhelm Schröter 20354 Hamburg
Gesundheitszentrum Kreuth Werner Wiemken 83708 Kreuth b. Tegernsee
Persystema Fitness | Gesundheit | Lebensbalance Sandra Koop 21035 Hamburg
EMS-Lounge Obernburg am Wendelinusplatz Tina Tatjana Gröger 63785 Obernburg am Main
Gold´s Gym Markus Lehner 69126 Heidelberg
E xofit Philipp Cleves 97753 Karlstadt F inest Fitness Club Weinheim Stefan Stadler 69469 Weinheim fi tbox Greifswald Dom Erik Dülge und David Wendt 17489 Greifswald fi tbox Karlsruhe Sebastian Wagner 76227 Karlsruhe
höhenflug EMS-Training Melanie Hitschler 15366 Neuenhagen
PULSUM MOTUS – Kräftigung durch Schwingung Dr. Robert Wegner 22926 Ahrensburg redfit Bunde GmbH Edmund Schmiemann und Matthias Lang 26831 Bunde
Lifestudio Fitness GmbH Heidi Diegruber 27777 Ganderkesee
Xsports Fitness Schloß Holte-Stukenbrock Kai Jaeger 33758 Schloß Holte-Stukenbrock
LR Integral-Sports Leo Reich 57439 Attendorn
Xsports Fitness Halle/Westfalen Kai Jaeger 33790 Halle (Westf.)
Move – Fit mit Fun TB Verwaltungs GmbH 50181 Bedburg
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Foto: PRIME TIME fitness
PRIME TIME fitness und Gympass
„Die ‚Marktmachtbalance‘ zwischen Aggregatoren und Betreibern ist wichtig“ A
ls Geschäftsführer von PRIME TIME fitness und Dozent an der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement (DHfPG) kennt sich der ehemalige Unternehmensberater Henrik Gockel hervorragend in der Fitnessbranche aus. Im Interview spricht er über sein neuestes Studio in München, sein Erfolgsrezept, die Zusammenarbeit mit Aggregatoren und seine Erfahrungen mit Firmenfitness-Anbietern.
Trainingsangebote gegen die Nutzung ihrer Spas „tauschen“, aber auch Food-Konzepte und unsere exklusive Partnerschaft mit der Dörr Group als exklusiver McLaren Distributor in Frankfurt, Stuttgart und München. Mit diesen Partnern wollen wir zugleich unseren Premiumanspruch untermauern. Ein drittes, wichtiges Instrument ist die Zusammenarbeit mit Aggregatoren bzw. Vermittlungsplattformen, die als zusätzliche Vertriebskanäle für uns fungieren.
fMi: Am 20. Januar hat in der Maximilianstraße, in Münchner Bestlage, ein weiteres PRIME TIME fitness Studio eröffnet. Was können Sie uns darüber erzählen? Henrik Gockel: Es ist uns gelungen, einen Standort für Fitness an einer der feinsten Adressen Deutschlands, wenn nicht gar Europas, zu sichern. Ich bin bereits seit mehr als 30 Jahren in der Fitnessbranche tätig und habe viele Clubs in Gewerbegebieten, am Rande der Städte, beraten und betrieben. Mit unserem PremiumBoutique-Konzept PRIME TIME fitness haben wir es geschafft, die besten Lagen in den Städten mit Fitness zu bespielen – passend zu unserem Erfolgskonzept: Fokussierung auf das beste Training mit den besten Trainern an den besten Standorten. Die Adresse Maximilianstraße 35 ist vorläufig der „Gipfel“ dieser Entwicklung.
fMi: Wie sehen Sie die Rolle dieser Vermittlungsplattformen im Markt? Henrik Gockel: Aktuell sieht die Realität so aus, dass nur knapp über 13 Prozent der Deutschen Mitglied in einem Fitnessstudio sind und damit mehr oder weniger regelmäßig Sport treiben. Umgekehrt bedeutet dies, dass 87 Prozent der Bevölkerung potenzielle NeuMitglieder für die Fitnessbranche darstellen. Das Wachstumspotenzial ist also enorm groß und bietet genug Raum für alle Marktteilnehmer, egal ob Premiumstudio oder Discounter, Verein oder Aggregator. Am Ende agieren die Aggregatoren als Vermittler für uns Betreiber. Sie sind spezialisiert auf die Angebotsvermarktung und bringen neue Besucher, aber unsere Angebote und Dienstleistungsqualität sind es, die diese Besucher zu wiederkehrenden Kunden machen und so eine zusätzliche, beständige Einnahmequelle garantieren.
fMi: Wie gewinnen Sie Mitglieder für Ihr neues Studio? Henrik Gockel: Wir nutzen selbstverständlich die klassischen Marketing- und Werbekanäle, um Mitglieder zu gewinnen. Dazu zählen zum Beispiel Online- und Offline-Werbeanzeigen, aber auch Promoter. Ein weiterer Eckpfeiler unseres Erfolgs sind Kooperationen. Dazu gehören beispielsweise Hotels, mit denen wir unsere 80
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fMi: Würden Sie also anderen Fitnessstudio-Betreibern empfehlen, mit Aggregatoren zusammenzuarbeiten? Henrik Gockel: Jein. Man sollte sich im Vorfeld das Businessmodell des jeweiligen Aggregators genau anschauen und ich unterscheide hier prinzipiell zwischen B2C- und B2B-Anbietern. Als Betreiber
möchte ich ja eigentlich neue Mitglieder gewinnen und diese nicht an einen Aggregator übertragen, um dann Einzeleintritte zu verkaufen. B2C-Angebote sprechen mit oft aggressiven Preisen ein bereits sportaffines Publikum an, sodass sich Mitgliedschaften meist nur verlagern. B2B-Aggregatoren hingegen gehen den Weg über Firmenfitness-Angebote, die vor allem den inaktiven Mitarbeitern in den Partnerfirmen den Zugang zu Sportangeboten erleichtern. Deshalb arbeitet PRIME TIME fitness exklusiv mit einem B2B-Anbieter zusammen, denn dessen Vorgehensweise kannibalisiert unser bestehendes Geschäftsmodell nicht, sondern eröffnet uns neue Mitgliederpotenziale. Ich bin überzeugt, dass wir mit Gympass den richtigen Partner gefunden haben. fMi: Seit wann kooperieren Sie mit Gympass? Henrik Gockel: Hier muss ich in meiner Antwort etwas ausholen. Als Betreiber war ich zunächst ebenfalls skeptisch gegenüber Aggregatoren und kein Fan der ersten Stunde. Aber natürlich beobachte ich den Markt und konnte sehen, dass Gympass sein Angebot genau unseren Bedürfnissen angepasst hat, indem es Mitarbeitern aus größeren Firmen national und international ihr Training ermöglicht – und zwar nur, wenn die jeweilige Firma dies finanziell unterstützt. Nach einigen Jahren der Annäherung hat unsere Kooperation dann im August 2019 begonnen und Gympass ist für uns nun auch ein strategisch wichtiger Partner bei der Vermarktung unseres neuen Clubs. fMi: Ihre Partnerschaft mit Gympass ist exklusiv. Warum haben Sie sich explizit für diesen Anbieter entschieden und was passt besonders gut an dieser Kooperation? Henrik Gockel: Mit einer exklusiven Kooperation, gerade im B2B-Bereich, schützen wir aktiv die Wertigkeit unseres eigenen Angebots gegenüber dem Markt. Wenn mehrere Aggregatoren unsere Angebote zu unterschiedlichen Preisen öffentlich bewerben, kann das unseren Premiumanspruch kannibalisieren. Auch unsere eigene Preispolitik kann dadurch geschädigt werden.
fMi: Würden Sie also sagen, dass es für Studiobetreiber erforderlich ist, mit Aggregatoren zusammenzuarbeiten, um wirtschaftlich erfolgreich zu sein? Henrik Gockel: Das ist eine Frage der Definition von wirtschaftlichem Erfolg. Mir als Betreiber ist es wichtig, von niemandem außer unseren Mitgliedern abhängig zu sein. Gympass ist für mich die „Cream on top“ und hilft, unsere Rentabilität zu steigern. Mit diesen Gewinnen können wir neue, attraktive Standorte erschließen. Ich strebe in unseren Marktgebieten eine Balance an. Das bedeutet, wenn sich der Marktanteil von Gympass-Mitgliedern auf ein existenziell wichtiges Niveau hebt, will ich umgekehrt jene Standorte besetzt haben, die den Firmen der Gympass-Mitglieder wichtig sind. Ein Paradebeispiel ist unser neuer Club in der Münchner Maximilianstraße. Im Gebäude sind Firmen ansässig, die bereits mit Gympass arbeiten und sich natürlich freuen, dass wir direkt dort eröffnet haben. Wenn die Kooperation mit Gympass enden würde, hätten sowohl wir als auch die Firmen ein Problem. Ich denke, die „Marktmachtbalance“ zwischen Aggregatoren und Betreibern ist wichtig. Beide sind aufeinander angewiesen. fMi: Apropos neuer Club: Wissen Sie schon, welches Training Sie als erstes im neuen Studio machen möchten? Henrik Gockel: Das wird kein echtes Training, sondern mehr ein Ausprobieren. Wir haben zum ersten Mal alle verfügbaren milon Q-Geräte im Einsatz, die „Pürzel No Bullshit“ Maschinen von gym80, „Schmankerl“ von Hoist, die „Hip Thrust” von Scotfit, unsere neuen 30 Minuten Kleingruppen-PT Sessions und vieles mehr. Das werde ich wie ein kleines Kind zu Weihnachten im ersten Training alles antesten.
Foto: PRIME TIME fitness
Für die Entscheidung mit Gympass zu arbeiten, gibt es fünf Gründe: 1. Gympass spricht Mitarbeiter nur über ihre Firmen an und nicht den Endverbraucher direkt. Wir sind ein Member Club und keine öffentliche Sportanlage. Das ist mir extrem wichtig. 2. Die Firmen unterstützen die Mitgliedschaft ihrer Mitarbeiter aktiv. Das ist für mich die Königsdisziplin in Sachen Corporate Fitness und Gympass ist darin der Meister. Bei Gympass gibt es ein spezielles Activation & Engagement Team, das die Partnerfirmen mit spezialisierten Kommunikationsprogrammen dabei unterstützt, ihre Mitarbeiter für ein aktives und gesundes Leben zu sensibilisieren und so zum Sport zu motivieren. 3. Großunternehmen und Konzerne sind oft in mehreren Ländern tätig und brauchen entsprechend internationale FirmenfitnessLösungen, die flächendeckend verfügbar sind und ReportingMöglichkeiten bieten. Gympass hat dieses Rundum-Service-Paket und kooperiert mit großen Unternehmen, die wir allein nicht erreichen würden. 4. Gympass hat ein fixes Vergütungsmodell entwickelt, das für uns leicht kalkulierbar und profitabel ist. Ein Gympass-Mitglied erfährt dadurch die gleiche Dienstleistungsqualität wie die von uns generierten Member. Alle sind Mitglieder erster Klasse. 5. Gympass ist für uns nicht nur ein Vetriebspartner, sondern bietet uns durch Marktverständnis und Customer Insights zusätzlichen Mehrwert. Das unterstützt zum Beispiel unsere Expansionspläne und die Planung unserer Trainingsangebote.
fMi: Sie sagten, dass Gympass speziell sportlich inaktive Menschen anspricht. Bewirkt das eine Veränderung Ihrer Kundenstruktur, kommen tatsächlich mehr absolute Neueinsteiger in Ihre Studios? Henrik Gockel: Es ist noch zu früh, um es mit exakten Daten belegen zu können. Ich kann klar sagen, dass jetzt Mitarbeiter aus Firmen trainieren, die jahrelang nur um uns „herumgeschlichen“ sind, aber keine Mitgliedschaft abschließen wollten. Gerade in größeren Firmen haben die Mitarbeiter ein enormes Anspruchsdenken, wenn es um Angebote ihres Arbeitgebers geht. Neben hochwertigem, aber günstigem Essen gehört auch Fitness dazu. Wir können kein Premiumtraining zu Niedrigpreisen anbieten, aber wenn die Mitgliedschaft über die Firma mittels Gympass unterstützt wird, ist das möglich. Dank Gympass beginnen also auch Mitarbeiter mit dem Training, denen es sonst zu teuer wäre. Der Fitnessmarkt ist preiselastisch, wie die Discounter gezeigt haben. Der Firmenfitness-Markt folgt den gleichen Gesetzen.
Henrik Gockel, Geschäftsführer PRIME TIME fitness und Dozent an der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement
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PRIME TIME fitness
Das Premium-Erfolgskonzept jetzt auch als Franchise
Fotos: PRIME TIME fitness
Werden Sie als Partner Teil dieser Erfolgsgeschichte! 2010 von Henrik Gockel in Frankfurt am Main gegründet, legte PRIME TIME fitness in jüngster Vergangenheit als einer der erfolgreichsten Fitnessanbieter im Premium-Boutique-Fitnesssektor ein beachtliches Wachstum hin.
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er Ursprung der Erfolgsgeschichte wurde im renommierten Frankfurter Wohn- und Businessquartier Westend gelegt, heute zählen insgesamt elf Top-Standorte in Frankfurt, München und Hamburg zu PRIME TIME fitness, kurz PTF.
Nils Kuprat, erster Franchisenehmer mit seinem Club in der HafenCity
Zur Kollektion gehören beispielsweise Europas höchster Fitnessclub im MAIN TOWER Frankfurt und die 1-a-Locations am Münchner Viktualienmarkt und in der Maximilianstraße.
Der USP, also das Alleinstellungsmerkmal von PRIME TIME fitness, ist das Premium-Training-Konzept inklusive Personal Training an den besten Standorten attraktiver Städte auf einer kompakten Fläche von 350 bis 1.000 Quadratmetern. Kernzielgruppe sind „Urban Performer“, also Menschen, die in der Stadt leben, beruflich, familiär oder sozial stark engagiert sind und etwas für ihre Fitness tun möchten. Seit der Gründung hat PRIME TIME fitness je einen Club pro Jahr als Filiale eröffnen können. Die Expansion wurde nach einem einmaligen initialen Eigenkapitalinvestment der Gesellschafter allein aus dem Cashflow in Kombination mit klassischer Banken- und Leasingfinanzierung gestemmt. In Kernkennzahlen wie Mitglieder pro Quadratmeter, Umsatz pro Mitglied, Cashflow-Marge, „Time to break-event“ setzt PRIME TIME fitness Branchen-Benchmarks. Das klare Markenbild, die eindeutige Positionierung und vor allem die sehr gute Rentabilität förderten nun den Gedanken, das PRIME TIME fitness-Konzept auch als Franchise anzubieten. Rasche Expansion, eine klare Positionierung und Nachhaltigkeit des Erfolges stehen oft im Widerspruch. Ideal war, dass Nils Kuprat, der erste Mitarbeiter 2010, im Jahr 2017 auch der erste Franchisenehmer wurde. 82
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Nils eröffnete „sein“ PRIME TIME fitness in der feinen Hamburger HafenCity. Dieser Franchise-Pilotbetrieb ist ein voller Erfolg. Ein weiterer Standort in Hamburg ist in Planung. Zudem konnten in diesem Pilotbetrieb alle „Systeme“ auf Franchisetauglichkeit gecheckt werden: Vertrieb, Training inklusive der PTF-typischen Standards wie Myzone Heart Rate Control, milon und Fatburner-Zirkel, Personal-Training-Mitgliedschaften bis hin zum Mitglieder-CRM-Konzept. PRIME TIME fitness ist die Antwort auf das Wachstum im Boutique-Fitnessmarkt – und das mit der Erfahrung von zehn Jahren Erfolgsgeschichte in diesem Marktsegment. Wenn Sie bereit sind, einen Fitnessclub in einem Einzugsgebiet ab 100.000 Einwohnern zu eröffnen, sollten wir einen Termin vereinbaren, damit Sie sich vom PRIME TIME fitness-Konzept und unserer Expertise überzeugen können. Wir begleiten Sie komplett von der Standortwahl über die Mietvertragsverhandlungen, den Ausbau und die Einrichtung bis hin zur Eröffnung und dem laufenden Betrieb. Sie als Franchisenehmer erwartet ein funktionierendes System mit Benchmark-Erfolgskennzahlen inklusive eines starken Netzwerks aus Experten und kreativen Köpfen. Gemeinsam mit PRIME TIME fitness können Sie im Zukunftssegment Boutique-Fitness am Fitnessmarkt durchstarten, Erfahrungswerte nutzen, den Markt vergrößern und selbst wachsen.
Ihre Ansprechpartner: Henrik Gockel (Gesellschafter & Geschäftsführer PRIME TIME fitness) HGockel@primetime-fitness.de Tel.-Nr.: 069-7158 995 111 Michael Remlinger (Franchise- & Marketingmanager) MRemlinger@primetime-fitness.de Tel.-Nr.: 069-7158 995 999
DIAGNOSTIK | ANZEIGE
Interview mit Dr. Marc Weitl, cardioscan GmbH
Visionen und Meilensteine in der Geschichte von cardioscan Text: Anke Sörensen
Vor achtzehn Jahren hat Dr. Marc Weitl die cardioscan GmbH gegründet. Im Interview spricht der Gründer und Geschäftsführer Dr. Weitl über seine Motive zur Firmengründung, seine Visionen und die Meilensteine in der Geschichte der Firma – und darüber, wie die Digitalisierung die gesamte Fitnessbranche weiter verändern wird. fMi: 2001 haben Sie als erfahrener Sportmediziner und ehemaliger Leistungssportler die in Hamburg ansässige Firma cardioscan GmbH gegründet. Was waren Ihre Beweggründe? Dr. Marc Weitl: Im Rückblick kann ich als ehemaliger Leistungssportler sagen, dass ich mich schon immer fragte, wie man effektiver trainieren könnte. Unsere damaligen Leistungstests waren einfach unzureichend. Der wichtigste Grund war aber, dass ich während meiner sportlichen und klinischen Karriere zwei plötzliche Herztode miterleben musste. In einem dieser Fälle stürzte ein Proband bei einem klinischen Belastungstest vom Rad und starb. In dem Moment war mir klar, wir brauchen ein EKG mit automatischer Interpretation, am besten noch mit einer Echtzeit-Bildgebung des Herzens. Am nächsten Tag kündigte ich, obwohl ich gerade bayerischer Staatsbeamter auf Lebenszeit geworden war, um meine eigene Firma zu gründen. Alle hielten mich für völlig verrückt, mein Chef, meine Eltern … 84
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Ich gründete cardioscan mit dem Ziel, ein dreidimensionales Bild des Herzens darzustellen, „das mehr sagt als tausend Worte“ und so den plötzlichen Herztod verhindern kann. fMi: Am 21. November 2019 feierte cardioscan seinen 18-jährigen Geburtstag mit einer großen Jubiläumsparty und über 200 Gästen. Grund genug, Bilanz zu ziehen. Auf welche Meilensteine können Sie in der Firmengeschichte zurückblicken? Dr. Marc Weitl: Gegründet habe ich cardioscan 2001 mit der Idee des ersten bildgebenden EKGs, auf das wir seit 2002 ein weltweites Patent haben. 2005 entwickelten wir als erste Firma ein mobiles EKG, den viport. Lustigerweise hatte dieser das gleiche Display und die gleiche EKG-Funktion wie die Apple Watch heute, war leider nur dreizehn Jahre vor ihrer Zeit. Viele Ärzte begrüßen diese Technik heute und raten Herzrisiko-Patienten, präventiv eine Apple Watch zu tragen.
2008 erkannten wir, dass im Fitnessbereich das EKG allein nicht ausreicht. Man muss aus der Diagnostik heraus den Menschen sagen, was sie für eine schlanke Figur oder den Muskelaufbau tun können. Als erster Anbieter entwickelten wir direkt aus dem EKG intelligente Trainingsempfehlungen, die sich heute mittels künstlicher Intelligenz immer weiterentwickeln, sodass jeder seinen maßgeschneiderten Trainingsplan bekommt. 2017 bauten wir dieses Prinzip mit dem vicoach als virtuellen Begleiter in Form einer App weiter aus. 2019 brachten wir mit der bodyscan IQ ein intelligentes System zur smarten Körperzusammensetzungsanalyse auf den Markt. Also jedes Jahr jede Menge Innovationen.
fMi: Ihre Schwerpunkte sind datenbasierte, individuelle Lösungen für Training, Ernährung und Entspannung. Sind in Zukunft darüber hinaus noch weitere Aspekte geplant? Dr. Marc Weitl: Das reicht vollkommen aus. Die WHO sagt, einen gesunden Lebensstil zu zelebrieren hängt vor allem von drei Dingen ab: Training, Ernährung und Regeneration. Genau dazu wollen wir einen Beitrag leisten, indem wir Menschen dadurch motivieren, dass ihr Training Wirkung zeigt und sie deswegen dranbleiben. fMi: Wir haben jetzt 18 Jahre cardioscan erlebt. Wenn man in die Zukunft schaut, wie sehen die nächsten 18 Jahre cardioscan aus? Dr. Marc Weitl: „Dein Körper schreibt den Trainingsplan“ ist für uns kein Werbeslogan, sondern der Inbegriff unserer Vision. Training soll Wirkung zeigt. Doch dazu reicht es nicht, einfach nur zu trainieren. Diese Vision ist nicht trivial. Und genau deswegen treibt sie mein Team und mich täglich an, besser zu werden und die Vision zu erreichen. In 18 Jahren wird genau das selbstverständlich sein.
Foto: cardioscan GmbH
fMi: Aus Ihrer Vision haben sich konkrete Leistungen und Produkte abgeleitet wie der cardioscan, bodyscan und metabolicscan. Was ist in Zukunft geplant, zum Beispiel auf der FIBO 2020? Dr. Marc Weitl: Wir verfolgen im Fitnessbereich einen ganzheitlichen Ansatz. Der Mensch besteht nicht nur aus seinem Stoffwechsel, der Körperzusammensetzung oder dem Herz. Wenn ich den Körper lesen will und die Vision ernst nehme, dass der Körper den Trainingsplan schreibt, dann muss ich ihn ganzheitlich checken. Über die Jahre haben wir die Messung so weiterentwickelt, dass sie nun innerhalb von 20 Sekunden passieren kann. Auf der FIBO 2020 werden wir unser neues Produkt zur „Selbstvermessung in wenigen Sekunden“ vorstellen, denn Zeit ist heute ein wesentlicher Faktor.
Gesundheitsbranche. Auf Platz 2 stehen Ärzte, die dritte Zielgruppe ist für uns der Tourismus. Wir haben sämtliche Kreuzfahrtschiffe ausgestattet, die ROBINSON Clubs, sehr viele Fünf-Sterne-Wellnesshotels und Ressorts.
Natürlich bringen wir das Thema Selbstvermessung auf der FIBO 2020 auch deswegen, weil wir den Trainer wieder das machen lassen wollen, was er sehr gut kann: Menschen betreuen und motivieren. Aber Diagnostik, eine Interpretation daraus ziehen und einen Trainingsplan generieren – das sollte möglichst digitalisiert sein. Im Prinzip soll der Trainer in seiner Kernkompetenz durch die Digitalisierung optimal unterstützt werden. fMi: Stichwort Digitalisierung: Wie wird sie den Markt in Zukunft verändern, was sehen Sie als die größten Herausforderungen an ein ganzheitliches Leben und wie integriert sich cardioscan in diesen Bereich? Dr. Marc Weitl: Wer nicht längst auf diesen Zug aufgesprungen ist, für den ist er abgefahren. Schauen wir mal andere Branchen an: Da ist bereits vieles digitalisiert. Oder wer checkt heutzutage noch am Schalter einer Fluggesellschaft ein? Wenn wir in der Fitnessbranche die Digitalisierung nicht auf den Nutzen des Kunden ausrichten, wird das nicht funktionieren. Der Trainierende will seinen Trainingsplan möglichst automatisiert auf dem Smartphone haben. Ich stelle mir das so vor, als würde ich am Flughafen durch die Sicherheitskontrolle gehen. Das dauert ungefähr zwanzig bis dreißig Sekunden. Genauso schnell hole ich mein Handy aus der Innentasche und habe meinen Trainingsplan direkt abrufbereit. So muss das funktionieren, voll digitalisiert. Kommt auf der FIBO bei uns vorbei und schaut es Euch an: Halle 6, Stand C46! fMi: Sie entwickeln Technologien für den zweiten Gesundheitsmarkt. Von wem werden Ihre Produkte am meisten genutzt, von Medizinern, Fitness-Experten oder den Anbietern? Dr. Marc Weitl: Wir haben inzwischen eine eindeutige Verteilung: Wir sind einer der führenden Anbieter in der Fitness- und
Dr. Marc Weitl Der ehemalige Weltklasse-Turner hat in Sportmedizin promoviert und nach vielen Jahren in Klinik und Forschung das Medizintechnik-Unternehmen cardioscan gegründet. Dr. Marc Weitl und dem cardioscan-Team vertrauen mehr als 10.000 Health Professionals großer Kliniken und Unternehmen. Millionen Menschen werden weltweit jährlich mit der patentierten cardioscan Technologie untersucht, für Bewegung begeistert und profitieren von mehr Fitness und Gesundheit.
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REBRANDING | ANZEIGE
Marco Jakobs, CSO JK-International, über das erfolgreiche Rebranding der Marke Ergoline
„Die Studiobetreiber profitieren am meisten!“
Die JK-Gruppe ist einer der führenden Anbieter in den Bereichen Wellness, Lifestyle und Healthcare. Die Corporate Identity der Unternehmensgruppe wurde komplett überarbeitet. Am deutlichsten sichtbar wird dies beim neuen Markenauftritt der weltweit bekanntesten Solarienmarke Ergoline: Natürlichkeit geht vor! Geschäftsführer Marco Jakobs erläutert die Hintergründe.
Fotos: Ergoline
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fMi: Vor wenigen Wochen wurde der neue Markenauftritt von Ergoline vorgestellt. Was waren die Gründe für das umfassende Rebranding? Marco Jakobs: Sowohl die Erwartungen der Kunden als auch unsere Technologien haben sich in den letzten Jahren grundlegend gewandelt. Heute wünschen sich die Menschen eine gepflegte Haut mit natürlicher Bräune und möchten dabei eine entspannende Auszeit vom Alltag genießen. Mit unseren hautpflegenden Lichttechnologien, individueller UV-Intensität und neuen Komfortausstattungen können wir diese Wünsche erfüllen. Darum war es dringend nötig, auch unsere Kommunikation anzupassen, um dies auf den ersten Blick sichtbar zu machen. fMi: Wie muss man sich das vorstellen – wie läuft so ein Rebranding ab? Marco Jakobs: Rebranding bedeutet, dass die Corporate Identity, also das gesamte Erscheinungsbild eines Unternehmens, der Zeit angepasst wird. Geschieht das nicht regelmäßig, wirkt man irgendwann altmodisch. Wir haben uns bei der Neuausrichtung unserer Marke konsequent an den Erwartungen und Wünschen der Nutzer orientiert. Der erste Schritt war daher eine repräsentative Bevölkerungsbefragung, um zu erfahren, warum Menschen Solarien nutzen, was ihnen dabei besonders wichtig ist – und welche Ängste und Bedenken bisherige Nichtnutzer von Solarien haben. Aus den Erkenntnissen der Repräsentativbefragung haben wir eine Marketingstrategie abgeleitet, die durch neue Bild- und Farbwelten mit Leben gefüllt wurde. Ergoline steht heute für Natürlichkeit, gepflegte Haut und Wellness als zentrale Markenversprechen. fMi: Wodurch zeichnet sich der neue Markenauftritt von Ergoline aus? Marco Jakobs: Bisher hat vor allem die Farbe Schwarz dominiert. Da Ergoline für Lichtkompetenz steht, ist der neue Markenauftritt viel heller, freundlicher und frischer. Die ganze Bildsprache ist außerdem deutlich „ruhiger“ und natürlicher.
wir auch die Dachmarke unserer JK-Unternehmensgruppe neu aufgestellt. Zu den drei Hauptmarken der JK-Gruppe gehören neben Ergoline die Marke Wellsystem als führende Marke bei Überwassermassage-Geräten und die Marke Beauty Angel, unter der wir UV-freie Lichtanwendungen zur Hautpflege und Vitalisierung anbieten. Unter der Marke JK sind alle Unternehmensaktivitäten im Headquarter und unsere vier Auslandsgesellschaften vereint. In der Kommunikation gegenüber Endkunden bleibt JK jedoch stets im Hintergrund – hier sind Ergoline, Wellsystem und Beauty Angel die Stars! fMi: Was ändert sich für die Betreiber? Marco Jakobs: Die Studiobetreiber profitieren am meisten vom Rebranding. Sämtliche Werbematerialien, wie z. B. Flyer, Poster, Kundenbroschüren und Roll-up-Banner, wurden komplett neu erstellt. Mit den neuen Materialien können die Kunden viel besser angesprochen werden als bisher. Die Key-Benefits, also die tatsächlichen Kundenvorteile, stehen im Mittelpunkt der Werbung. Mit jedem Solarium erhalten Betreiber ein umfangreiches Werbemittelpaket kostenlos dazu. In unserem Webshop unter www.ergoline-webshop.de gibt es außerdem eine große Auswahl an weiteren Werbematerialien. fMi: Ist das Rebranding jetzt abgeschlossen? Marco Jakobs: Wir haben die neue Corporate Identity fast überall umgesetzt. Die eigentliche Herausforderung beginnt aber erst. Denn jetzt muss die Marke gepflegt und kontinuierlich weiterentwickelt werden. Vor allem die Ansprache der Endnutzer muss im Rahmen unserer Möglichkeiten stark vorangetrieben werden. Und natürlich möchten wir auch Wellsystem und Beauty Angel künftig weiterentwickeln. In den nächsten Jahren haben wir noch einiges vor! Viel Erfolg und vielen Dank für das Interview.
Neben den Produktbildern spielen Lifestyle-Motive aus eigenen Fotoshootings weiterhin eine große Rolle für unsere Marke. Farben und Ästhetik sind jedoch deutlich ruhiger und zurückgenommener als in der Vergangenheit. Wir haben auch auf übermäßige Bildbearbeitung verzichtet – wir möchten, dass sich die Nutzer mit uns identifizieren und sich in der Bildsprache wiederfinden können. Natürlichkeit geht vor! fMi: Auch das Logo wurde leicht verändert, oder? Marco Jakobs: Ja, hier gab es eine Logo-Evolution – wie sie alle erfolgreichen Marken regelmäßig durchführen. Auf den ersten Blick fällt das oft gar nicht auf. Rückblickend ist man dann meist erstaunt, wie stark sich die Logos im Lauf der Zeit verändert haben. Bei uns ist die Begradigung des Logos am auffälligsten, wodurch das Logo-Design insgesamt harmonischer wirkt. Die Farbe Magenta und den charakteristischen Ergoline-Schriftzug haben wir jedoch nicht verändert. Das hat einen extrem hohen Wiedererkennungswert – unser handgeschriebenes, magentafarbenes Logo kennt wirklich fast jeder. Von dem Vertrauen, das uns als mit Abstand beliebteste Solarienmarke geschenkt wird, möchten wir auch in Zukunft profitieren. fMi: Auf der Visitenkarte sehe ich ein großes JK-Logo. Wurde das auch überarbeitet? Marco Jakobs: Ja! Im Rahmen des Ergoline-Rebrandings haben
Marco Jakobs Marco Jakobs ist 45 Jahre alt, verheiratet und Vater einer kleinen Tochter. Der Diplom-Sportwissenschaftler ist ehemaliger Leistungssportler und u. a. Weltmeister und Olympiasieger im Bobfahren. Er hat langjährige Vertriebserfahrung in den Bereichen Fitness, Pharmaund Medizinprodukte. Seit 2019 ist er CSO der JK-Gruppe. Die Unternehmensgruppe stellt mit ihrer Weiterentwicklung vom Solarienhersteller zum ganzheitlichen Anbieter für Wellness, Medical und Beauty eine spannende Herausforderung dar.
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VERANSTALTUNGEN | ANZEIGE
BSA/DHfPG GESUNDHEIT&FITNESS WEEK
Sommer, Sonne, Fitness & Gesundheit
Foto: ROBINSON Club Daidalos
Auch in diesem Jahr bietet die TOP-EVENT-Woche der BSA-Akademie/Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement in Kooperation mit der SAFS – Swiss Academy of Fitness & Sports und dem ROBINSON Club Daidalos Anfängern, Wiedereinsteigern und Fortgeschrittenen ein vielfältiges Programm. Auf der griechischen Insel Kos führen vom 23. bis 30. Mai 2020 renommierte Experten der Fitness- und Gesundheitsbranche durch eine abwechslungsreiche Woche.
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ach dem großen Erfolg in 2019 haben angesehene Experten erneut ein vielfältiges Programm von Ernährungsberatung über Kraft-/Athletiktraining bis hin zu Entspannungskursen für die „BSA/DHfPG GESUNDHEIT&FITNESS WEEK“ entwickelt – und damit ideale Rahmenbedingungen für jedes Leistungslevel.
Das Programm – eine Auswahl
Jürg Neukom
Foto: DHfPG/BSA
Marcel Reuter
Foto: SAFS
Foto: DHfPG/BSA
Bereits beim Frühstück können Interessierte erfahren, wie „Healthy Breakfast“, „Brain Food Breakfast“ und „Sporty Breakfast“ unsere persönlichen Tagesziele beeinflussen können. Sportlicher geht es beim kurzen Selbsteinschätzungslauf mit anschließender Laktatmessung zu. Hier werden den Läufern Herzfrequenz und Milchsäure im Blut (Laktat) gemessen, um einen individuellen Belastungsbereich für ein gesundheitsorientiertes Lauftraining festzulegen. Auch für Kraftsportler und die, die es (wieder) werden wollen, bieten eine professionelle Einführung in gerätegestütztes Krafttraining und eine Krafttestung mit anschließender Trainingsplanung, bei der auch die „alten Hasen“ noch Neues lernen können, einen lehrreichen Programmpunkt. Entspannungssuchende kommen bei vielseitigen Body&Mind- sowie Stretching-Kursen voll auf ihre Kosten.
und Coach von Spitzensportlern die Workouts besonders gut auf die Bedürfnisse der Teilnehmenden abstimmen. Der Fitnessökonom Jürg Neukom ist Dozent an der SAFS. Durch seine über zwanzigjährige Expertise in der Fitness- und Gesundheitsbranche kennt er alle Ansprüche bei der Erstellung von Trainingsplänen für Anfänger, Wiedereinsteiger und Fortgeschrittene. Aline Emanuel, M. A. Prävention und Gesundheitsmanagement, ist Dozentin an der DHfPG und Leiterin des Fachbereichs Ernährung an der BSA-Akademie. Durch ihre wissenschaftliche sowie praxisorientierte Tätigkeit als Ernährungsberaterin und Pilates-Trainerin weiß sie genau, worauf es bei Ernährung und Fitness ankommt.
Aline Emanuel
Am besten direkt buchen! Die Experten der BSA/DHfPG und SAFS Neben Sommer und Sonne ist auch das Betreuungsteam der TOPEVENT-Woche 2020 mehr als beeindruckend. Drei der insgesamt 11 Experten sind Marcel Reuter, Jürg Neukom und Aline Emanuel: Marcel Reuter, ehemaliger Badminton-Nationalspieler und Dozent an der DHfPG, ist Experte für Kraft- und Athletiktraining. Der Sportwissenschaftler kann durch seine langjährige Erfahrung als Berater
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Die „BSA/DHfPG GESUNDHEIT&FITNESS WEEK“ vom 23. bis 30. Mai 2020 ist ein Event exklusiv für Gäste des ROBINSON Club Daidalos. Interessierte können in jedem beliebigen Reisebüro oder unter ROBINSON.de ihren Urlaub buchen und kostenfrei am Programm teilnehmen. Weitere Informationen unter: www.bsa-akademie.de/kos
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FLEX GYM, Budapest, Ungarn
Back to the Roots Text: Anke Sörensen
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Ádám Szedlacskó hat sich mit dem FLEX GYM in Budapest einen Traum erfüllt und eine Hommage an die Bodybuilding-Kultur geschaffen. Legenden wie Arnold Schwarzenegger und Ralf Moeller pilgerten ebenso hierher wie Hollywoodstars heute während der Dreharbeiten. In der einzigartigen Atmosphäre, flankiert von überlebensgroßen Filmstatuen wie „Hulk“ und „Superman“, trainierten bereits Jamie Foxx, Will Smith, David Michael „Dave“ Bautista und Dwayne „The Rock“ Johnson, um nur einige zu nennen. Im September 2019 eröffnete Szedlacskó in seinen Räumen zusätzlich das Fitnessmuseum „The Golden Era of Bodybuilding“.
fMi: Seit neun Jahren betreiben Sie erfolgreich das FLEX GYM. Woher stammte die Idee, ein eigenes Studio zu eröffnen und wie sind Sie in die Fitnessbranche gekommen? Ádám Szedlacskó: Als ich 13 Jahre alt war, nahm mich mein Großvater mit zu einem Spiel der Harlem Globetrotters hier in Ungarn. Am Ausgang kaufte er mir ein Buch, das ich unbedingt haben wollte, die „Encyclopedia of Modern Bodybuilding“ von Arnold Schwarzenegger. Darin fand ich Übungen für zu Hause, wie Dips zwischen zwei Stühlen oder Kniebeugen. Beim Lesen hat mich die Liebe zum Bodybuilding gepackt. Seitdem kaufte ich mir regelmäßig Zeitschriften wie die „Sportrevue“, herausgegeben von Albert Busek, sowie weitere Bücher zum Thema. Die Sportler wurden meine Vorbilder. fMi: Wie kamen Sie gerade auf die „Sportrevue“? Ádám Szedlacskó: Ich habe drei Jahre bei meinem Stiefvater in Düsseldorf gelebt und dort fiel mir am Kiosk sofort die „Sportrevue“ als Bodybuilder-Zeitschrift auf. Sie war mein Favorit, ich hatte jede Ausgabe. fMi: Zurück in die Gegenwart. Wann haben Sie das FLEX GYM gegründet? Ádám Szedlacskó: Ich bin in den 90er-Jahren aufgewachsen, beeinflusst von dieser Zeit und ihrem Style, und habe schon lange 92
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von meinem eigenen Gym geträumt. So entstand die Idee, ein Studio im Oldschool-Style zu eröffnen. Das, was viele Studios heute machen, ist nicht mein Geschmack. Ich will solide Geräte, ohne viel Schnickschnack – back to the roots. In den Neunzigern war ich in einem Studio Personal Trainer, das nach fünf Jahren schließen musste. Mein damaliger Chef fragte, ob ich Interesse an den Geräten hätte. Obwohl ich noch gar keinen Platz dafür hatte, erkannte ich ihren Wert und nahm sofort einen Kredit auf, um sie zu kaufen. In Budapest fand ich dann einen guten Standort und fing an. Auch der Name des FLEX GYM stammt von den Geräten. Die meisten gehören zur Gruppe FLEX Equipment und werden heute nicht mehr gebaut. Ich halte sie für die besten Maschinen, sie sind „unkaputtbar“. Bei mir sieht es aus wie in einem echten amerikanischen Fitnessstudio, ich kaufte nur ein paar andere Geräte dazu. fMi: Als Besucher spürt man hier sofort eine außergewöhnliche Atmosphäre. Wie machen Sie das und was unterscheidet das FLEX GYM von anderen Fitnessstudios? Ádám Szedlacskó: Das FLEX GYM ist kein Studio, sondern ein richtiges Gym! Wenn jemand es als Fitnessstudio bezeichnet, läuft es mir kalt den Rücken hinunter. Wir bieten vom Flair her ein echtes Gym, in das man hineinkommt und sofort trainieren will. Ich achte
Foto: Ádám Szedlacskó
BU1 (v. l. n. r.) Branchenpionier Albert Busek, Fitness-Ikone Arnold
Das FLEX GYM bietet auf 3.000 m² alles, was die Mitglieder benötigen, um sich auszupowern
BU1 Die überlebensgroße Filmstatur „Hulk“ ist nur eines der vielen Highlights im Fitnessstudio
auf alles: die Musik und darauf, dass kein Staub in den Ecken und kein Papier auf dem Boden liegt. Ich bin den ganzen Tag hier, das ist das Allerwichtigste. Wir sind erfolgreich, weil wir hier aus Leidenschaft arbeiten und mit dem ganzen Herzen dabei sind. Geld motiviert mich nicht. fMi: Erinnern Sie sich an Meilensteine in der Geschichte Ihres Gyms, die Sie geprägt haben? Ádám Szedlacskó: Ich genieße jeden Moment. Aber natürlich gab es besondere Augenblicke, zum Beispiel 2013, als Dwayne „The Rock“ Johnson zum Training vorbeikam. Damals lernte ich, worauf ich achten muss, wenn berühmte Personen hier sind. Die müssen in Ruhe trainieren können, niemand sollte sie mit Fotos
Foto: Lars Marschalek
Foto: Lars Marschalek
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Foto: instagram szedlacsko
Schwarzenegger und FLEX GYM-Inhaber Ádám Szedlacskó
BU1 Hollywoodstar Dwayne „The Rock“ Johnson (links) mit Zoe Szedlacskó (rechts) nach dem Training
oder der Frage nach einem Autogramm stören. Wir haben das wohl so gut gemacht, dass Johnson während des Drehs von „Herkules“ 170 Tage lang jeden Tag hier trainierte. Ich verpasste keinen einzigen. fMi: Hier trainieren viele weitere Stars wie Jamie Foxx, Will Smith und Arnold Schwarzenegger. Wie finden die Stars zu Ihnen? Ádám Szedlacskó: Arnold Schwarzenegger oder, wie eben erwähnt, Dwayne „The Rock“ Johnson brauchen täglich ihr Training. Wenn jemand nach Budapest kommt, um einen Film zu drehen, läuft viel über Empfehlungen ab. Die Stars wollen nicht riskieren, erst im Studio zu sehen, ob alles reibungslos läuft. Hier wissen
INTERNATIONAL UNGARN
Foto: Gyula Nagy & Attila Újhelyy
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Ádám Szedlacskó (links mit Mikrofon) mit Albert Busek (Mitte) bei der Eröffnung der „The Golden Era of Bodybuilding“ am 13. September 2019
sie, dass ich die ganze Zeit persönlich vor Ort bin. Sie können hier 24/7 herkommen, wann immer sie möchten. fMi: Gibt es einen prominenten Gast, zu dem Sie eine besondere Verbindung haben? Ádám Szedlacskó: Ich kümmere mich immer um alle meine Gäste gleich und unterscheide dabei nicht zwischen weniger oder sehr berühmt. Stolz bin ich allerdings auf die Bodybuilding-Legenden, die ich früher nur aus Alberts Zeitschrift „Sportrevue“ kannte. Es bedeutet mir viel, dass sie bei mir trainierten. fMi: Sie sind mit Arnold Schwarzenegger befreundet, er ist oft hier im FLEX GYM. Was bedeutet diese Freundschaft für Sie und das Studio? Ádám Szedlacskó: Diese Freundschaft bedeutet mir alles. Sie ist mir mehr wert als alles andere, was ich im Leben erreicht habe. Jeder kennt Arnold Schwarzenegger als Star, als siebenfachen Mr. Olympia. Aber ich kenne Arnold als echten Menschen und Freund. Als Star ist er groß, aber als Privatperson ist er noch sehr viel größer. Ich bin sehr stolz auf unsere Freundschaft und möchte ihn ebenfalls stolz machen. Deswegen will ich dieses Oldschool-Feeling und die Geschichte weitergeben. Ich schulde es ihm, alles für die nächste Generation zu bewahren. fMi: Im vierten Stock haben Sie im September das Fitnessmuseum „The Golden Era of Bodybuilding“ eröffnet. Dort werden die alten Nautilus- und Universal-Geräte von Albert Busek ausgestellt. Wie kam es zu dieser Idee? Ádám Szedlacskó: Im letzten Mai war ich gemeinsam mit Albert Busek beim Austrian World Summit in Wien, wo Arnold Schwarzenegger als Speaker auftrat. Albert besuchte mich vorher in Budapest und bot an, mir seine alten Geräte zu schenken, an denen Legenden wie Schwarzenegger trainiert haben. Hier haben sie einen Ehrenplatz bekommen. Ich bin sehr stolz auf dieses Geschenk und darauf, heute mit dem Mann befreundet zu sein, mit dessen Zeitschriften ich aufgewachsen bin. Das Museum wurde im Stil der 94
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80er-Jahre renoviert, damit die Besucher ein Gefühl für die damalige Zeit bekommen. Es soll genauso aussehen wie sein Studio in München. An dem Museum habe ich Tag und Nacht gearbeitet und mich auf Alberts Gesicht gefreut, wenn er es zum ersten Mal sieht. fMi: Albert Busek selbst hat uns erzählt, dass es in seinen Augen keinen Menschen gibt, der Bodybuilding so sehr liebt wie Sie. Können Sie diese Aussage bestätigen? Ádám Szedlacskó: Ja, das kann man so sagen. Ich liebe Bodybuilding wirklich und trainiere seit 1991. Damals war ich JugendBodybuilding-Meister in Nordrhein-Westfalen. Ich hatte noch nie das Gefühl, dass Bodybuilding mich langweilt oder meine Leidenschaft erloschen ist. Jeden Tag komme ich mit neuen Ideen in mein Studio. fMi: Hier läuft den ganzen Tag der Kultfilm des Bodybuildings „Pumping Iron“ mit Arnold Schwarzenegger und Lou Ferrigno. Spiegelt diese Zeit Ihre Unternehmensphilosophie wider? Ádám Szedlacskó: Ich hätte wirklich gern einmal in den 70er-Jahren trainiert. Die Fotos aus dieser Zeit zeigen echte Freundschaften, gute Laune und hartes Training – keine Selfies, aber viel Spaß und Freude an der Sache. fMi: Apropos Selfies – in Deutschland setzen viele Studios auf Social Media. Wie wichtig sind Ihnen diese Kanäle? Ádám Szedlacskó: Ich bin ein bisschen oldschool. Obwohl ich sehr viele Bilder von meinem Studio habe, will ich nicht jeden Tag eins posten, nur weil man posten muss. Ich teile meine Bilder dann, wenn der richtige Zeitpunkt gekommen ist. Social Media ist ein eigener Job, das kann ich nicht. fMi: Hier trainieren nicht nur Stars, sondern auch andere Mitglieder. Welche Menschentypen bilden den Mitgliederstamm? Ádám Szedlacskó: Die Bandbreite unserer Mitglieder reicht wie in den meisten Studios vom Studenten bis zum 75-Jährigen. Ich
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Foto: Ádám Szedlacskó
Foto: Janosch Marx
In der „The Golden Era of Bodybuilding” können die Mitglieder an den Original-Geräten trainieren, an denen auch schon Arnold Schwarzenegger seine Workouts absolvierte
Das FLEX GYM bietet auch einen Functional Training-Bereich im Freien
Der Unternehmer hinter dem FLEX GYM Ádám Szedlacskó ist 44 Jahre alt, verheiratet und hat zwei Töchter. Der Bodybuilding-Liebhaber trainiert fast täglich sehr intensiv, anderthalb Stunden lang Supersätze, und hat noch nie im Leben Alkohol getrunken. Aufgrund einer Diabetes-Erkrankung konnte er in jungen Jahren in Deutschland nur einen Wettkampf bestreiten. Trotzdem blieb er der Branche treu und arbeitete zunächst als Personal Trainer. Vor neun Jahren eröffnete er das FLEX GYM in Budapest, das mit Fotos, Wandmalereien, Airbrush, Postern, überlebensgroßen Filmstatuen und Signaturen der Stars die Bodybuilding-Kultur feiert.
Foto: instagram flexgymbudapest
Foto: Janosch Marx
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Foto: Ádám Szedlacskó
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BU1 Hollywoodstar Jamie Foxx zu Besuch im Studio (links als Aufsteller, rechts in Person)
bin froh, dass es ganz normale Mitglieder sind, denn diese sind für einen Geschäftsmann ökonomisch am besten, weil sie auch mal einen Proteinriegel essen und einen Eiweißshake trinken. Wir haben hier aber auch Mitglieder, die intensiv für Wettkämpfe trainieren und sich optimal vorbereiten wollen. Dank der fast 200 Geräte sind die Möglichkeiten sehr komplex. fMi: Inzwischen bieten Sie neben dem Bodybuilding auch zwei CrossFit-Boxen und Kampfsport an. Warum sind Trainingsangebote über das Krafttraining hinaus wichtig? Ádám Szedlacskó: Die Mitglieder entscheiden selbst, in welchen Bereich und zu welchem Trainer sie kommen. Einer unserer Trainer wirbt auf Social Media mit Kampfsport – das ist gut für ihn und für uns. fMi: In Deutschland haben wir ein Wachstum in der Fitnessbranche von circa fünf Prozent pro Jahr. Wie sieht der Wettbewerb in Ungarn aus, werden hier viele Studios neu eröffnet? Ádám Szedlacskó: Ja, deswegen ist es gut, dass wir uns durch unser individuelles Konzept abheben. Wir sind zum Beispiel auf alle Probleme mit den Maschinen vorbereitet. Als Arnold Schwarzenegger einmal trainierte, riss ein Trizepsseil. Schon als er mit seinen Bizepscurls fertig war, war das Seil ausgetauscht. Das geht in anderen Studios nicht. Sie finden hier kein Gerät, das nicht funktioniert.
Uhr ins Studio. Beim Umbau für das Museum war ich auch mal bis 3 oder 4 Uhr morgens hier. Das Gym macht eine Riesenarbeit, aber ermüdet mich nicht, mir macht alles Spaß. Weil ich so oft und lange hier bin, ist meine Frau auch nicht eifersüchtig auf eine andere Frau, sondern auf das Studio. fMi: Das klingt nach einem Leben für die Leidenschaft. Was hat sich in den letzten Jahren verändert, wie stark hat sich das FLEX GYM vergrößert? Ádám Szedlacskó: Bei der Eröffnung am 4. Oktober 2010 hatten wir eine Etage mit einer Fläche von 600 bis 700 Quadratmetern. Jetzt sind wir bei fünf Etagen mit 3.000 Quadratmetern. fMi: Noch eine Frage zum Schluss: Welchen Rat können Sie deutschen Fitnessstudio-Betreibern geben? Ádám Szedlacskó: Du musst deinen Job und deinen Sport lieben! Man sollte mit dem Herzen dabei sein. Es ist wichtig, dass nicht nur das Geld motiviert. www.flexgym.hu
Die Eckdaten des FLEX GYM Eröffnung:
10. April 2010
Gesamtfläche:
3.000 m2
Mitarbeiter: 5 feste Trainer, 70 nicht fest angestellte Personal Trainer
In Budapest eröffnen viele Studios, in die viel Geld gesteckt wird. Aber Geld lässt sich hier nur verdienen, wenn man Tag und Nacht vor Ort ist. Das Studio ist wie ein Kind, auf das man immer ein Auge haben muss.
Angebot: Bodybuilding, CrossFit, Functional Training, Cardio Park, Fight Area, Outdoorfläche Street Workout
Unsere Rezeption öffnet morgens um 6 Uhr, ich bin ab 8:30 Uhr hier. Nachmittags hole ich meine Kinder von der Schule ab, verbringe Zeit mit meiner Familie und komme abends wieder bis 23
Mitgliedsbeitrag: 17.000 Forint, ca. 50 Euro pro Monat
Ausstattung: FLEX Restaurant, Finnische und Infrarot-Sauna, Massagen, Kryotherapie, InfraTrainer®
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PIONIERE DER BRANCHE
Sandow und Schwarzenegger
Brüder im Geiste Ohne diese beiden Vorreiter wäre die Fitnessbranche heute niemals so weit entwickelt, wie sie ist. Albert Busek erläutert, warum Eugen Sandow als Urvater des Bodybuildings gilt, wie Arnold Schwarzenegger dessen Erbe weiterentwickelte und welche erstaunlichen Parallelen die Karrieren der beiden Ausnahmesportler aufweisen. Text: Albert Busek Fotos: Busek-Archiv
Multitalent Eugen Sandow
Historischer Rückblick: der Wunsch nach Kraft
Sandow, der Urvater des Bodybuildings
Wie die fMi-Serie „Historie der Branche“ berichtete, war das Training mit Gewichten bereits zur Zeit der Pharaonen eine gängige Praxis. Diese Entwicklung setzte sich mit Unterbrechungen vom klassischen Altertum über das Mittelalter bis hin zur Renaissance fort. Zu allen Zeiten war das Streben nach Stärke weit verbreitet, das Thema Kraft faszinierte die Menschen seit jeher. Dabei wurden die unterschiedlichsten Trainingsmethoden genutzt und ständig weiterentwickelt. Sich im sportlichen Wettstreit zu messen war und ist seitdem das ultimative Ziel der Menschen, die ihre körperlichen Grenzen ausloten wollen. Die Kreativität im Erfinden neuer Wettkampfarten ist dabei beeindruckend.
Heute betreiben über 11 Millionen Menschen in über 9.000 Studios in Deutschland gezieltes Körpertraining. Diese Entwicklung begann bereits Ende des 19. Jahrhunderts und ist untrennbar mit einem Namen verbunden: Eugen Sandow. 1867 in Königsberg / Ostpreußen als Friedrich Wilhelm Müller geboren, legte er sich später einen Künstlernamen zu, den Geburtsnamen seiner Mutter. Obwohl er schon sehr früh am Aufbau von Kraft und Stärke interessiert war, dauerte es noch Jahre, bis Friedrich seinen Körper so weit in Form gebracht hatte, dass er sich an den damals höchst populären „Herausforderungswettkämpfen“ beteiligen konnte. Schon in dieser Phase war zu erkennen, dass sich Friedrich von seinen Konkurrenten vor allem durch ein herausragendes Selbstvermarktungstalent unterschied. Er konzipierte mit dem „Muscle Display“ bereits eine eigene Bühnenshow.
Wettkampf im Wandel der Zeit Ringen ist eine uralte Disziplin, auch Kugelstoßen oder Springen waren schon vor über 500 Jahren populär. Mehrere Jahrhunderte lang hielten sich dabei die Berichte von legendären Höchstleistungen: Im Brunnenhof der Residenz München erinnern noch heute ein 364 Pfund schwerer Stein und drei in die Mauer eingeschlagene Nägel daran, wie Herzog Christoph der Starke von Bayern (1449–1493) 1490 einen Wettkampf gewann. Dabei stieß er den Stein neun Schritte weit und schlug mit dem Fuß den höchsten der drei Nägel aus einer Höhe von 3,60 Metern herunter.
Erste Form des Bodybuildings In vielen weiteren Epochen wurde das „Training des Bewegungsapparates durch Überwindung eines Widerstandes über einen vorgeschriebenen Bewegungsablauf“ praktiziert, mal populärer und mit neuen Ideen, mal weniger populär und ohne neue Impulse. Einige dieser Aktivitäten hätten bereits als Bodybuilding bezeichnet werden können, denn kein anderer Begriff versinnbildlicht das Training des Körpers besser als „Bodybuilding“, zu deutsch „Körperbildung“. Durch die allgemeine Sportbewegung in den letzten 50 Jahren erleben wir in unserer Epoche ein sich ständig verbesserndes Verhältnis zum Körper – auch zum eigenen. 96
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Olympia als neue Ära des Körperkults Die Veränderungen im Sport anlässlich der ersten Olympischen Spiele der Neuzeit 1896 in Athen waren für Sandow maßgeschneidert. Damals besann man sich auf die Rückkehr zum griechischen Ideal – auf die Muskelentwicklung als Verherrlichung der menschlichen Figur. Muskeln wurden zum Schönheitsideal und dienten nicht mehr dem reinen Überleben oder der Selbstverteidigung. Die ersten Olympischen Spiele lösten eine Massenbewegung aus – weg vom „stattlichen Mann“ mit „umfangreicher Mitte“, hin zum Ideal eines gleichmäßig geformten Körpers mit sichtbarem Muskelrelief. Der neue Begriff der „Körperkultur“ wurde geprägt, der heute noch in vielen Ländern bekannt ist (u. a. in Tschechien, der Slowakei, Frankreich, Belgien, England, Italien).
Körpertraining als Ideal Die Anhänger dieser „Körperkultur“ setzten sich vehement für eine gesunde Lebensweise ein und interessierten sich vor allem für die Bedeutung des Trainings zur Verbesserung der Gesundheit. Sie entdeckten, wie sich der Körper an neue Trainingstechniken anpassen kann und propagierten den daraus resultierenden großen Nutzen für das
Sandow und Schwarzenegger wurden von Frauen aller Schichten bewundert, wie diese Pressemeldungen von 1897 (POLICE GAZETTE, links) und 1977 (BILD am 22. Januar, unten, nach der Premiere von „Pumping Iron“) zeigen, wovon bei Schwarzenegger auch Präsidentenwitwe Jacqueline Kennedy begeistert war.
Fitness-Ikone Arnold Schwarzenegger
Wohlbefinden. 1892 erschien in England die erste Ausgabe der Zeitschrift „Health and Strength“. Was der jungen Bewegung aber noch fehlte, war ein Idol, ein Athlet, der ihre Ideen perfekt verkörperte. Sie träumten von einer zu Fleisch gewordenen Statue der berühmten griechischen Bildhauer Praxiteles oder Phidias. Seit seinem dramaturgisch genial vorbereiteten Sieg über den damals sehr populären Charles Sampson 1889 in der London Music Hall war Sandow auf dem besten Weg, genau in diese Rolle zu schlüpfen. Er hatte bereits durch zahlreiche Auftritte eine magische Anziehungskraft entwickelt.
Von New York bis ins britische Königshaus Mit nur 26 Jahren lockte ihn ein sehr gutes Angebot in die USA, wo ihm in New York, Chicago und schließlich auf einer landesweiten Tour die Zuschauer und Presse zu Füßen lagen. Zurück in England eilte ihm großer Ruhm voraus. Bei Volk und Adel gleichermaßen populär gehörte Eugen Sandow an der Schwelle des 20. Jahrhunderts zu den bekanntesten Persönlichkeiten Europas. Nun kam seine große Zeit der Selbstvermarktung. Er gründete unter anderem eine Fachzeitschrift, ein Trainingsinstitut und die „Health League“. Außerdem schrieb er Bücher, verkaufte Trainingsgeräte und veranstaltete 1901 in der Royal Albert Hall mit „The Great Competition“ die erste Bodybuilding Meisterschaft. Dort fungierte Sir Arthur Conan Doyle, Schöpfer des legendären Detektivs „Sherlock Holmes“, als Kampfrichter, er schrieb später auch das Vorwort zu Sandows Hauptwerk „Life is Movement“ von 1919. Sandow führte den Begriff „Bodybuilding“ ein und war jahrelang der persönliche Fitnessberater von King George V. – sozusagen sein Personal Trainer.
Parallelen zur Fitness-Ikone der Gegenwart Wenn man die Karrieren von Sandow und Schwarzenegger vergleicht, ergeben sich erstaunliche Übereinstimmungen. Mit seinen 22 Jahren war Sandow als Kraftsportler extrem jung, um einen etablierten Champion wie Charles Sampson zu entthronen. Auch Schwarzenegger startete schon als Jugendlicher begeistert mit Muskeltraining. Als dieser bei der Wahl zum Mr. Universum den
amtierenden Mr. America Dennis Tinerino sensationell schlug, war er ebenfalls erst 20 Jahre alt. Damit brach er, entgegen der Meinung aller Zweifler, ein seit Jahren bestehendes „Gesetz“ – nämlich, dass ein amtierender Mr. America auch Mr. Universum wird. Sowohl für Sandow als auch für Schwarzenegger bestimmten diese Siege in London entscheidend den weiteren Verlauf ihrer Karrieren.
Die richtigen Kontakte für den Karrierekick Beide Ausnahmesportler stammten aus dem deutschsprachigen Raum und schafften ihren großen Durchbruch in den USA. Dort erreichten sie einen Popularitätsgrad, der nur wenigen Athleten vergönnt war und ist. Zwei Persönlichkeiten waren entscheidend am jeweiligen Erfolg der beiden Bodybuilder beteiligt: Bei Sandow war es Florenz Ziegfeld jr., der ihn bei einem Auftritt im Trocadero in New York entdeckte und sofort sein Talent erkannte. Bei Schwarzenegger war es Joe Weider, der allerdings erst nach einem zweijährigen Briefwechsel mit mir bereit war, Arnold zu sich in die USA einzuladen, wo er sofort sein außergewöhnliches Potenzial entdeckte und förderte. Ziegfeld und Weider haben einen Großteil dazu beigetragen, dass man zu Sandows und Schwarzeneggers Karriere in den USA nur sagen kann: „The rest is history“.
Warum Sandows Erbe bis in die Gegenwart wirkt Sandow und Schwarzenegger stiegen durch ihre Erfolge als Sportler und Entertainer in die höchsten gesellschaftlichen Kreise auf. In Bezug auf Selbstvermarktung, taktisches Geschick und Verkaufstalent sind die beiden Ausnahmeathleten „Brüder im Geiste“. Unter effektiver Ausnutzung sich ständig weiterentwickelnder Technologien transportiert Schwarzenegger Sandows Vermächtnis in unsere Zeit – und das nun schon seit seinem ersten Titel als Mr. Universum 1967, genau hundert Jahre, nachdem Sandow geboren wurde. Bis heute ist Schwarzenegger Sandows größter Fan. Im Grunde fußen alle seine unglaublichen Erfolge auf denen von Sandow – eine wunderbare Vorstellung. 01/20
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KOMMENTAR
Foto: Klaudia Lech
„Das Leben ist ein bewegliches Fest“ (Ernest Hemingway) Albert Busek Branchenpionier & Medienmacher
Ein Kommentar von Albert Busek zur Nachricht der World Health Organization (WHO), dass sich drei von vier Jugendlichen heute viel zu wenig bewegen. Der Fitnessexperte und Wegbereiter des Bodybuildings appelliert daran, sich auf unsere Wurzeln zu besinnen, die kindliche Bewegungsfreude zu reaktivieren und Bewegung ohne Leistungsdruck und Spezialisierung wieder als Genuss zu verstehen. Als menschliche Wesen sind wir physisch orientiert. Der Körper hat sich biomedizinisch, physiologisch und neurologisch so entwickelt, dass er den Gefahren der Existenz auf diesem Planeten standhalten kann. In vorgeschichtlicher Zeit mussten die Menschen alle Fähigkeiten einsetzen, um überleben zu können – und das permanent. Damals hieß es „Friss oder stirb!“ Leider ist diese existenzielle Grundregel heute in großen Gebieten unseres Planeten immer noch gültig. Für die Mehrheit der Menschen bieten die Errungenschaften der Zivilisation heutzutage jedoch einen gewissen Schutz.
Vom unbeschwerten Ausprobieren bis zur Spezialisierung Als kleine Kinder haben wir viele Talente. Wir sind wissensdurstig und wollen alles erforschen. Wir klettern, laufen und singen. Wir malen Bilder, um unsere Welt zu deuten. Wir nutzen unsere Fähigkeiten, ohne uns unserer Talente bewusst zu sein. Der Begriff Spezialisierung ist uns fremd. Wir tun das, was uns die größte Befriedigung verschafft, ohne uns selbst bestätigen zu wollen oder ein bestimmtes Ziel anzustreben. So gesehen ist die Kindheit der Höhepunkt des Lebens. Genau betrachtet, machen wir uns von diesem Höhepunkt an lächerlich. Sobald wir etwas älter werden, beginnen wir, zweifelhaften Zielen nachzujagen und uns zu spezialisieren. Der Sinn für Abenteuer, Staunen und Erschrecken, der uns einst beherrschte, geht verloren. Die Fixierung auf ein einziges Ziel beraubt uns der einfachsten Freuden des Lebens. Wir programmieren unser Leben und verbrauchen dabei die ganze Speicherkapazität unseres „inneren Computers“ für nur wenige Aktivitäten: eine Beschäftigung, ein Hobby, eine Sportart.
Ein Plädoyer für die Vielfalt Zugegeben, wer es als Golfspieler, Sprinter oder Kraftsportler zum Champion bringen will, muss sich spezialisieren. Der Zehnkämpfer und die Siebenkämpferin in der Leichtathletik oder die Triathletinnen und
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Triathleten gehören zu den wenigen Ausnahmen. Durch den „Champion“Status werden sie als Allround-Athleten bejubelt und doch sind sie, gemessen an der Weltelite, in jeder Einzeldisziplin nur mittelmäßig. Der Olympiasieger im Zehnkampf und die Olympiasiegerin im Siebenkampf galten immer als der König oder die Königin der Leichtathletik. Triathletinnen und Triathleten muss man inzwischen ebenfalls einen solch herausragenden Status als „Mehrkämpfer“ zugestehen. Durch die Konzentration auf EINE Aktivität besteht immer die Gefahr, dass für nichts anderes mehr Platz ist. Damit stehen wir im Bodybuildingund Fitnesssport nicht allein da. Genau wie Golfspieler, Ruderer, Läufer und alle anderen, für die nur die eigene Sportart zählt, sind wir fest miteinander verbunden, sprechen unsere eigene Sprache und halten uns an bestimmte Spielregeln. Was uns „tröstet“ ist, dass wir so viele sind.
Zurück zum ganzheitlichen Denken und Erleben Ich erkannte schon sehr früh, dass Bodybuilding und alle daraus entstandenen Varianten – also die gezielte (Aus)bildung des Körpers – eine Aktivität war, der die Verbindung zu anderen Lebensbereichen fehlte. Deshalb habe ich schon frühzeitig bei jeder sich bietenden Möglichkeit versucht, die Notwendigkeit des ganzheitlichen Trainings und der entsprechenden Ausbildung herauszustellen. Regeneration, Ernährung und Entspannung spielen neben dem Training eine ebenso wichtige Rolle. Die Einbeziehung dieser Aspekte der „Körperbildung“ fördert die Leistung und trägt in hohem Maße seit nunmehr über 60 Jahren dazu bei, dem inzwischen als „Fitnesstraining“ etablierten Begriff zu seiner heutigen Popularität zu verhelfen. Als Kinder der Natur berufen wir uns auf Techniken, die der Menschheit das Überleben ermöglichten. Heute können wir neben dem Fitnesssport viele weitere dieser wunderbaren Aktivitäten genießen. Wer zum Beispiel schon einmal einen unberührten Tiefschneehang hinuntergefahren ist, mit dem Paddelboot im Wildwasser unterwegs war oder einen Berg bestiegen hat, weiß wovon ich spreche. Laut dem großen amerikanischen Schriftsteller Ernest Hemingway ist das Leben „ein bewegliches Fest“. Sicher meinte der Nobelpreisträger das im übertragenen Sinne, aber auch im wörtlichen Sinne trifft es zu. Voraussetzung dafür ist es, ganz bewusst mit seinem Körper zu leben und ihm regelmäßig zu geben, wofür er geschaffen ist: B-e-w-e-g-u-n-g!
Foto: lil_22 – stock.adobe.com
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Das P. Jentschura Entsäuerungs- und Regenerationskonzept
Sauer verliert! Der menschliche Organismus ist darauf ausgerichtet, die Säure-BasenBalance im Körper zu erhalten, damit insbesondere das Blut basisch bleibt. Aufgrund einer meist vitalstoffarmen und säureüberschüssigen Ernährung, durch Stress und Umwelteinflüsse sind jedoch immer mehr Menschen übersäuert. Das Konzept der Marke P. Jentschura ermöglicht das Training auf Basis einer gezielten Entsäuerung und Entschlackung, kombiniert mit einer vitalstoffreichen und regenerativen Ernährung.
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egeneration ist immer ein entscheidender Faktor für den Erfolg der Mitglieder und somit des Studios. Ob in der Reha, zum Leistungsaufbau oder im Spitzensport – egal ob jung oder alt, ob für die gute Figur, schöne Haut und Haare oder generell für die Gesundheit bis ins hohe Alter –, ohne Regeneration der Zellen, des Gewebes, der Organe und deren Funktionen stellt sich kein Erfolg ein. Und dieser Erfolg ist basisch. Das Problem ist, dass immer mehr Mitglieder übersäuert sind. Und Säuren boykottieren den Erfolg...
Problem: Säuren machen dick und krank Aufgrund der heute als „normal“ bezeichneten Ernährungs- und Lebensweise sind die Organismen vieler Menschen übersäuert. Säuren wirken im Körper wie „Sand im Getriebe“: Sie erhöhen den Verschleiß, fördern entzündliche Prozesse, verzögern die Regeneration und verschlechtern den Leistungsaufbau. Stattdessen beschleunigen sie Alterungsprozesse und eine Gewichtszunahme.
Ein weiter bestehendes Übermaß an Säuren muss der Organismus neutralisieren, dies geschieht schlimmstenfalls mit Mineralstoffen aus körpereigenen Depots – aus Haut, Haaren, Bindegewebe sowie aus den Zähnen und Knochen. Zu guter Letzt gehen abgelagerte Säuren, gebunden an Fett und verdünnt mit Wasser, gerade in den Problemzonen als sogenannte „Schlacken“ buchstäblich richtig ins Gewicht – das ist bei Abnehmkuren zwingend zu berücksichtigen. All diese Probleme können nicht allein durch Kalorienzählen und Training nachhaltig gelöst werden, sehr wohl aber in Kombination mit dem Säure-Basen-Haushalt!
Positionierung durch „einmaliges Wissen“
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Zum Erhalt der lebenswichtigen Säure-Basen-Balance wird bei einer Säureüberlastung die Haut als Ausscheidungsorgan zunehmend aktiv und es kommt zu zahlreichen Hautproblemen. Nicht ausgeschiedene Säure und Schadstoffe lagern sich im Bindegewebe, in den Faszien und im Bewegungsapparat ab, zu Lasten der Beweglichkeit und der Stabilität.
Die naturbelassenen P. Jentschura-Qualitätsprodukte sorgen für einen ausbalancierten Säure-Basen-Haushalt
BEST PRACTICE – Trainer und Studiobesitzer über P. Jentschura
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Florian Maier, Kunde seit 2005, Deutscher Vizemeister IFBB
Corinna Maier, Kundin seit 2013, Body-Gym Straubing
Stefan Fauser, Kunde seit 2012, INJOYmed Müllheim
„Durch meine ‚Jentschura-Kur‘ konnte ich auf der Deutschen Meisterschaft eine Form vorweisen, die ich mir selbst zu Hochzeiten nicht hätte erträumen können.”
„Wir empfehlen jedem Studio, einen Abendvortrag zu buchen. Wir freuen uns auch noch Wochen danach über steigende Umsätze.”
„Die Entschlackungsthematik ist nicht nur en vogue, sondern auch höchst effektiv. Mit einer zielgerichteten Entschlackung bekommt man gerade hartnäckige Figurprobleme schnell und spielend in den Griff.”
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JENTSCHURA´S BASENKUR zum Entsäuern & Regenerieren
Problemlösung: Das Jentschura-3-Wochen-Konzept Training auf Basis einer gezielten Entsäuerung und Entschlackung, kombiniert mit einer vitalstoffreichen und regenerativen Ernährung, ist das langjährig bewährte Konzept des Marktführers P. Jentschura. Die Abnehm-, Figur- und Gesundheitsergebnisse sind deutlich besser, wenn der Organismus in der Säure-BasenBalance ist. Darüber hinaus liefert die basische Ernährung bedeutende Bausteine zur Regeneration für straffes, starkes Gewebe, eine gute Figur und eine gute Gesundheit. Mit dem Jentschura-Konzept und den -Produkten können jederzeit selbst bestehende Mitglieder ganz neu abgeholt und begeistert werden. Das mit anderen Angeboten leicht kombinierbare System, das binnen drei Wochen sichtbare und spürbare Ergebnisse zeigt, funktioniert in drei Schritten: 1. Schlackenlösung mit dem 7x7 Bio-KräuterTee in Kombination mit reichlich stillem Wasser 2. Neutralisierung der daraus hervorgegangenen Säuren und Schadstoffe durch basenüberschüssige Kost sowie durch das hochwertige und regenerierende 100-Bio-Pflanzen-Lebensmittel WurzelKraft 3. Ausscheidung schädigender Stoffe, insbesondere über die Haut, mittels basischer Körperpflege unter Anwendung des basisch mineralischen Körperpflegesalzes MeineBase
Fotos und Grafiken: Jentschura International GmbH
Umsatzsteigerung und Mitgliederbindung Jentschura ist seit mehr als 30 Jahren der Säure-Basen-Experte und nimmt mit seinen Produkten seit mehr als 20 Jahren die Marktführerrolle ein. Jetzt ist ein guter Zeitpunkt, um mit Jentschura zu starten, denn viele Kunden werden nun ins Studio kommen, „sauer“ über ihre Figur, ihr Hautbild, ihre Beweglichkeit, Belastbarkeit, Leistungsfähigkeit etc. Das Jentschura-Konzept startet mit einer umfangreichen Schulung des Studioteams. Danach folgt ein Abendvortrag für Mitglieder und weitere Interessierte. Das Wichtigste sind erfolgreiche und zufriedene Mitglieder. Dann haben auch die Inhaber ihre Freude an der Entsäuerungsthematik. Zumal der Umsatz durch den Produktverkauf mit einer Spanne von rund 50 Prozent steigt – und zufriedene Kunden werben neue Kunden.
P. Jentschura bietet Ihnen • mehr als 30 Jahre Forschung und Erfahrung • Konzepte und Produkte zur Entsäuerung, Ernährung und Regeneration • gute Kombinierbarkeit mit bereits bestehenden Konzepten • Inhouse-Schulung für Mitarbeiter • Abendvortrag für Mitglieder und Interessierte • kostenfreie Fachberatung • ca. 50 Prozent Spanne direkt Weitere Informationen, kostenfreie Ratgeber und Produktproben: Jentschura International GmbH Otto-Hahn-Str. 22-26 · D-48161 Münster www.p-jentschura.com
Ines Rinsche, Kundin seit 2014, INJOY Fitnessclub Osterode
Theresa Töllner, Kundin seit 2016, Halle 22, Willich
Thomas Lieke, Kunde seit 2009, Inhaber Body & Mind Zentrum, Luckau
„Zwei Tage nach dem Vortrag war der gesamte Bestand ausverkauft. Das Infomaterial war an dem Abend bereits völlig vergriffen. Die Produkte selbst sind inzwischen in das INJOY-Ernährungskonzept bei uns im Haus integriert und so kommt niemand mehr dran vorbei. Der Erfolg ist, dass die Teilnehmer im 8-Wochen-Kurs bis zu 20 Prozent mehr Gewicht verlieren.”
„Wir glauben, dass wir mit der Entscheidung, Jentschura-Produkte mit ins Sortiment aufzunehmen, unserer Vision einer individuellen Zielerreichung und aktiven Freizeitgestaltung einen Schritt näher kommen. Die Natürlichkeit der Produkte passt auch in die von uns angestrebte ökologische Ausrichtung.“
„Die Jentschura-Philosophie ist fester Bestandteil unseres Betreuungsangebotes und sichert uns erfolgreiche, gesunde und glückliche Mitglieder. Der Umsatzrekord in 2015 war da nur ein schöner Nebeneffekt seriöser und qualifizierter Arbeit.”
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Basis für effizientes Krafttraining Der Erfolg beim Sport, sei es beim Krafttraining und Muskelaufbau oder im Ausdauersport, ist von Mensch zu Mensch sehr unterschiedlich und maßgeblich von Faktoren wie der Ernährung und der genetischen Veranlagung abhängig. Die weltbesten Langstreckenläufer stammen beispielsweise aus Ostafrika, wohingegen die besten Sprinter ihre Wurzeln im Westen Afrikas haben. Hinzu kommt, dass jeder Mensch unterschiedlich auf bestimmte Trainingsmethoden beziehungsweise -reize reagiert.
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n einer wegweisenden Studie unterzogen Forscher 585 Personen (342 Frauen und 243 Männer) einem zwölfwöchigen Trainingsprogramm und untersuchten die Veränderungen der Muskelgröße und -stärke. Obwohl alle Personen ein identisches Trainingsprogramm absolvierten, fiel das Ergebnis sehr unterschiedlich aus. Einige Personen wiesen keinerlei Veränderungen auf, während andere wiederum einen enormen Anstieg der Muskelgröße und -stärke zeigten. Der Anstieg der Muskelgröße variierte dabei zwischen 2 und 59 Prozent. Die Steigerung der Muskelstärke, ermittelt durch das One-Repetition-Maximum (1-RM), lag zwischen 0 und 250 Prozent. Anders ausgedrückt, konnten also einige Personen ihre Muskelstärke überhaupt nicht verbessern, wohingegen andere ihre Stärke fast verdoppelten. Diese Studie verdeutlichte schon damals, dass Menschen aufgrund ihrer Gene sehr unterschiedlich auf Trainingsreize reagieren. Weiterhin demonstrieren Familien- und Zwillingsstudien ganz klar, dass die Genetik einen signifikanten Einfluss auf die sportliche Leistung und Beteiligung hat, selbst wenn Umwelteinflüsse mitberücksichtigt werden. So liegt die Erblichkeit der Muskelstärke und -masse zwischen 31 und 78 Prozent, für die Erblichkeit der verschiedenen Muskelfasertypen geht man von 50 Prozent aus.
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Die Frage ist also nicht, ob die eigene sportliche Leistung von den Genen abhängt, sondern wie man das Wissen über die eigene genetische Veranlagung nutzen kann, um das Training effektiver und effizienter zu gestalten.
Trainingsoptimierung durch Berücksichtigung der individuellen genetischen Veranlagung Die Basis für eine Trainingsplanung zum erfolgreichen Muskelaufbau ist die Zusammensetzung der Muskelfasern. Grundsätzlich unterschiedet man zwei Typen von Muskelfasern: rote und weiße. Rote Muskelfasern kontrahieren beziehungsweise zucken sehr langsam, sind besonders ausdauernd und dadurch prädestiniert für länger andauernde Belastungen mit geringerer Intensität. In der Literatur bezeichnet man sie auch als Typ I oder Slow Twitch Muskelfasern. Weiße Muskelfasern, auch Typ II oder Fast Twitch Muskelfasern genannt, sind im Gegensatz dazu schnell zuckend und prädestiniert für kurze und Schnellkraft orientierte Trainingsinhalte. Zudem lassen sie sich weiter unterteilen in Typ IIa und Typ IIx Muskelfasern. Generell besitzt jeder Skelettmuskel alle Muskelfasertypen. Dennoch überwiegen bei einigen Menschen die roten und bei anderen wiederum die weißen Muskelfasern, da die Muskelfaserzusam-
Mit der genetischen Analyse auf DNA-Basis erfahren Sie zum besseren Muskelaufbau mehr über… …die Optimierung Ihrer Erholungsphasen (Trainingstage / Woche)
…Ihre Muskelfasertypzusammensetzung (rote / weiße Muskelfasern)
…Koffein-Metabolismus und Möglichkeiten der Performance-Steigerung …Ihren individuellen Bedarf an Omega-3 und Antioxidantien
…mTor anabolischer Signalweg Grafik: CoGAP GmbH
www.metacheck-power.de mensetzung in erster Linie durch die Genetik bestimmt ist. Gene wie beispielsweise das ACTN3, ACE, PPARA, PGC1A und das AGT haben dabei einen signifikanten Einfluss. Die Ermittlung der Muskelfasertypen stellt also einen ersten, wichtigen Schritt in der Optimierung des Trainings dar. Weitere wichtige Aspekte für ein effizientes und effektives Training sind die Optimierung der Erholungsphasen, die Regulierung der Nährstoffzufuhr (z. B. Omega 3 und Antioxidantien), der Koffein-Metabolismus zur Leistungssteigerung sowie eine gut funktionierende Proteinbiosynthese für das Muskelwachstum. Ähnlich der Muskelfaserzusammensetzung spielen auch für diese Aspekte der Trainingsoptimierung unterschiedliche Genvarianten eine entscheidende Rolle. Beispiele dafür sind die Gene IL6, TNF, IGF2, SOD2, CCR2 und CYP1A2. Mithilfe des von der CoGAP GmbH entwickelten MetaCheckPower® Gen-Tests werden die genannten unterschiedlichen Genvarianten untersucht und deren verschiedene Kombinationen genutzt, um einen optimalen Trainingsplan zu erstellen. Mit diesem auf die eigenen Gene individuell abgestimmten Trainingsplan können Muskeln nachhaltig und effizient aufgebaut werden.
deutlich spürbaren Leistungseinbußen führen. Daran angeknüpft werden mithilfe eines IgG-Bluttests zusätzlich zur Gen-Analyse noch Unverträglichkeiten gegen 22 der häufigsten tierischen und pflanzlichen Proteinquellen getestet, welche Sportler in der Regel in Form von Pulver oder als direktes Lebensmittel zu sich nehmen. Als Ergebnis erhält jeder Kunde eine individuelle Auflistung der Proteinquellen, welche gut beziehungsweise schlecht vertragen werden. Basierend darauf erhält der Kunde zusätzlich personalisierte Rezepte. Somit ist es erstmals mithilfe eines einzigen Tests möglich, gleichzeitig die genetische Veranlagung des Sportlers bei der Trainingsgestaltung und die persönliche Verträglichkeit für den Kraftsport relevanter Proteine zu berücksichtigen, um den Muskelaufbau zu optimieren. Der neu entwickelte MetaCheck Power® Kombitest wird auf der FIBO 2020 vorgestellt. Bis dahin können alle relevanten Informationen auf www.metacheck-power.de eingesehen werden.
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Weltneuheit – Kombination von Gen- und Bluttest Wie der Sportler effektiv trainieren und wie die entsprechende Regeneration danach aussehen soll, beantwortet aktuell der MetaCheck Power®Test. Darüber hinaus ist sich aber auch jeder Sportler bewusst, dass die Ernährung einen großen Einfluss auf die eigene Leistung hat. Gerade im Bereich Muskelaufbau und Regeneration nach dem Training spielt die Aufnahme geeigneter Proteine eine zentrale Rolle. Für den Sportler stellt sich dabei immer dieselbe Frage: „Welches Protein ist für mich am besten geeignet?“ Um diese wichtige Frage zu beantworten, entwickelt die CoGAP GmbH aktuell eine analytische Erweiterung zum bestehenden MetaCheck Power®Test. Im Rahmen der Ernährung sind Unverträglichkeiten ein häufiges Problem von Sportlern, da sie für den Körper eine hohe Belastung darstellen. Wenn Sportler große Mengen an Proteinen zu sich nehmen, welche sie nicht gut vertragen, kann dies auf Dauer zu
Foto: Dr. Orhan Özüak
Dr. Orhan Özüak ist promovierter Genetiker mit den Schwerpunkten Molekulargenetik und Entwicklungsbiologie. Er ist spezialisiert auf genetische und epigenetische Prozesse der Selbstorganisation von Zellen auf der Basis ererbter Genregulationsnetzwerke. Nach seiner langjährigen Forschungstätigkeit an der Universität zu Köln wechselte er 2014 zur CoGAP GmbH als Leiter der Abteilung Forschung und Entwicklung. Seitdem ist er mit seiner Arbeit maßgeblich an der Neuentwicklung von Analysen im Bereich der Nutrigenetik und der Fitnessoptimierung beteiligt.
for me do GmbH Schloßbergstr. 28 | 38315 Hornburg | Tel.: 0 53 34 - 94 86 16 info@formedo.de | www.formedo.de
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Jeder Mensch verarbeitet Lebensmittel anders. Patentrezepte zum Abnehmen für jedermann gibt es deshalb nicht! Das kann auch an der individuellen genetischen Veranlagung des Einzelnen liegen. Im Laufe der Evolution musste sich der Mensch immer wieder an neue Lebensbedingungen anpassen. Dieser Prozess verlief jedoch nicht bei allen Menschen gleich, daher entwickelten sich verschiedene genetische Metabolismus- bzw. Stoffwechseltypen, die sogenannten Meta-Typen. MetaCheck fitness® arbeitet mit dieser Methode und konnte dadurch in den vergangenen zehn Jahren zahlreichen Menschen zur Abnahme verhelfen.
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ier unterschiedliche Meta-Typen werden beim MetaCheck fitness® definiert: Alpha, Beta, Gamma und Delta.
Der Meta-Typ Alpha verstoffwechselt Kohlenhydrate und Fette schlecht, Proteine dagegen gut. Für diesen Typ wäre eine Kombination aus einer kohlenhydrat- und fettreduzierten Ernährung (Low Carb / Low Fat) für eine Gewichtsreduktion ideal. Der Meta-Typ Beta verarbeitet im Gegensatz zum Alpha-Typ neben Proteinen auch Fette sehr gut. Für diesen wäre eine LowCarb-Diät empfehlenswert. Der Meta-Typ Gamma setzt Kohlenhydrate gut, Fette und Proteine dagegen schlecht um. Bei diesem Typ muss, anders als bei 106
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Alpha und Beta, der Kohlenhydratanteil der Nahrung auch während einer Gewichtsabnahme nicht reduziert werden. Lediglich der Anteil an Nahrungsfetten sollte verringert werden. Der Meta-Typ Delta verstoffwechselt Kohlenhydrate und Fette gut und sollte daher im Rahmen einer Gewichtsreduktion vor allem auf die verringerte Zufuhr von Proteinen achten. Alle Meta-Typen weisen jeweils zwei Sportvarianten auf. Die Ausdauervariante E (wie „Endurance“) ist durch einen besonders hohen Kalorienverbrauch bei Ausdauersportarten gekennzeichnet, während die Schnelligkeitsvariante S (wie „Speed“) einen höheren Kalorienverbrauch bei Schnelligkeitsportarten wie Krafttraining aufweist.
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KOORDINATIONSTRAINING | ANZEIGE
TCS muss man erleben TCS Training ist die Innovation auf dem Sport- und Physiotherapiemarkt. Mit nur einem Gerät trainieren Sie gleichzeitig Balance, Ausdauer, Kraft, sensomotorische Regulationsfähigkeit und Körperkontrolle. Mit TCS wird die Koordination verbessert und der Bewegungsapparat gestärkt. Das Total Coordination System ist geeignet für Physiotherapie, Reha-Programme, Fitness, Spitzensportler und als regelmäßige Dosis Sport für jedermann.
Foto: TCS GmbH
Koordinationstraining ist verantwortlich für das Erlernen, Steuern, Abstimmen und Anpassen von Bewegungsabläufen. Je größer und genauer die Geschicklichkeit wird, desto einfacher lassen sich alltägliche und natürlich sportliche Anforderungen erfüllen. Koordinationstraining ist die erste und beste Methode, um seinen Körper in ein perfektes
muskuläres Zusammenspiel zu bringen. Dabei werden Kraft, Ausdauer und Schnelligkeit verbessert. Beispielsweise erreichen wir nur über ein gutes Koordinationstraining die sogenannte autochthone (autonome) Wirbelsäulenmuskulatur. Bei TCS handelt es sich um ein medizinisches Produkt mit entsprechender medizinischer Zulassung, das von Spezialisten entwickelt wurde. Das System ist so neu und individuell, dass sein Erfinder Werner Stark, der mit seinem Sohn Tobias das Unternehmen leitet, es zum Patent angemeldet hat. Es ist individuell erweiterbar und „made in Germany“, dabei fast so schön wie ein Möbelstück und fügt sich in jede Umgebung ein.
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Mehr Informationen unter www.tcs-training.de.
FACHARTIKEL ERNÄHRUNG
Ernährungsmythen (Teil 1)
Milch – besser als ihr Ruf? Text: Aline Emanuel
Es gibt kaum ein Lebensmittel, welches in der Fitnessbranche und beim Endverbraucher ähnlich kontrovers diskutiert wird. Milch soll angeblich für Krebs, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Diabetes verantwortlich sein. Auch deswegen findet man im Supermarkt immer mehr Milchalternativen. Doch ob diese wirklich gesünder als die normale Kuhmilch sind, ist selten bekannt. Eine ernährungswissenschaftliche Betrachtung soll zur Aufklärung dieser Frage beitragen. Foto: beats_ - stock.adobe.com
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uhmilch steht bei ca. zwölf Prozent der deutschen Bevölkerung mehrmals wöchentlich auf dem Speiseplan und bei ungefähr der gleichen Zahl an Personen sogar täglich. Ungefähr 20 Prozent konsumieren keine Kuhmilch. Dabei ist der Verzehr von Milch in Vollfettstufen in den letzten Jahren (2015 – 2018) deutlich populärer geworden, was sich an den abgesetzten Mengen erkennen lässt (VuMa, n. D.).
werden diese Produkte auch zunehmend häufiger von Personen ohne Unverträglichkeit verzehrt, die sich lediglich bewusster ernähren wollen. Das zunehmend breiter werdende Spektrum an solchen Alternativen stellt Endverbraucher vor Kaufentscheidungen, die ohne tiefere Kenntnis der Unterschiede nur schwer rational zu treffen sind.
Was ist in Milch enthalten? Aktuell existieren viele Empfehlungen von Ernährungswissenschaftlern, die zum bevorzugten Verzehr von Milch in Vollfettstufe raten. Doch neben der Kuhmilch mit unterschiedlichem Fettanteil gibt es in den Supermärkten eine immer größer werdende Auswahl an Ersatzprodukten, die vorrangig von Veganern oder Personen mit Laktoseunverträglichkeit/Milcheiweißallergie konsumiert wird. Allerdings 114
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Milch und weitere Produkte, die daraus hergestellt werden, sind in Deutschland für einen Großteil der Bevölkerung beliebte Grundnahrungsmittel. Milchprodukte haben eine hohe Nährstoffdichte und versorgen uns mit vielen Makro- und Mikronährstoffen. Milch besteht in absteigender Menge aus Wasser, Milchzucker (Laktose), Eiweiß und Fett. In ihr ist hochwertiges Milcheiweiß enthalten,
welches ein für Menschen sehr günstiges Profil an essenziellen Aminosäuren aufweist. Das Milchfett besteht überwiegend aus kurz- und mittelkettigen, leicht verdaulichen Fettsäuren, die den Cholesterinspiegel nicht beeinflussen und antibakteriell sowie antiviral wirken. Insbesondere wenn die Kuh sich im Freien bewegen und frisches Gras fressen kann sowie ausreichend Sonnenlicht ausgesetzt ist, enthält ihre Milch besonders viele ungesättigte Fettsäuren. Darüber hinaus ist Milch Träger der fettlöslichen Vitamine A, D, E, K sowie der wasserlöslichen B-Vitamine. Sie enthält neben Kalzium auch noch Magnesium, Kalium, Phosphor, Zink und Jod. Kritiker würden diese Liste mit Wachstumshormonen, entzündungsfördernden Adipokinen und anderen Stoffen mit teilweise zu Unrecht attestierten gesundheitsnegativen Effekten ergänzen. Allerdings sind genau diese Hormone beispielsweise ganz natürlich in der Milch enthalten, da die eigentliche Funktion der Milch darin besteht, das Kälbchen optimal bei der Entwicklung zu unterstützen. Der Umstand, dass Wachstumshormone und möglicherweise entzündungsfördernde Adipokine in Milch enthalten sind, sagt allein jedoch absolut nichts über ihre Wirkung auf den Organismus erwachsener Menschen aus.
Wie gesund ist Milch? Die in der Milch vorkommenden Wachstumsfaktoren (z. B. IGF-1 = Insulin-like growth factor 1) tragen nur in geringem Umfang zur Erhöhung der IGF-1-Konzentration im menschlichen Blut bei (Qin et al., 2009). Die Studienlage ist hier jedoch noch nicht eindeutig. Es kommt hinzu, dass neben Proteinen auch Mineralstoffe wie
Kalzium, Magnesium, Kalium, Phosphor sowie Vitamin B2 einen erhöhenden Effekt auf IGF-1 haben können (Norat et al., 2007). Die Adipokine sind in ihrer Anzahl stark von der Art der Milch abhängig: Steht auf dem täglichen Speiseplan der Kuh ausschließlich Getreidefutter und wird sie unter Bedingungen gehalten, die viel Stress bedeuten, kann die Konzentration dieser entzündungsfördernden Stoffe stark ansteigen. Bei artgerechter Fütterung und Haltung ist ein deutlicher Unterschied erkennbar. Die Tiere nehmen über Grünfutter und Heu entzündungshemmend wirkende Omega-3-Fettsäuren auf, welche auch an ihre Milch abgegeben und wodurch die Wirkung der Adipokine herabgesetzt wird.
Gesättigte Fettsäuren und Herz-KreislaufErkrankungen Noch immer vertreten viele Mediziner und Ernährungsberater die Meinung, dass gesättigte Fettsäuren, die z. B. in Fleisch, Wurst und Käse enthalten sind, für Arteriosklerose und ihre Folgen (Herzinfarkte, Schlaganfälle, Thrombosen etc.) verantwortlich sind. In einer Studie von Puaschitz et al. (2015) hat man ebendiesen Zusammenhang zwischen der Zufuhr gesättigter Fettsäuren und dem Risiko für Herzinfarkte, koronare Gefäßerkrankungen sowie der Gesamtsterblichkeit bei Patienten mit bestehender koronarer Gefäßerkrankung und konventioneller Medikation überprüft. Die Forscher kamen nach einem Untersuchungszeitraum von fünf Jahren zum Ergebnis, dass kein kausaler Zusammenhang zwischen der Zufuhr gesättigter Fettsäuren und entstandener Herzinfarkte angenommen werden kann. Darüber hinaus konnten mittlerweile mehrere Studien und
FACHARTIKEL ERNÄHRUNG
Metaanalysen zeigen, dass ein regelmäßiger fettarmer Milchkonsum sogar das Risiko einer kardiovaskulären Erkrankung (z. B. Schlaganfall) senken kann (Fontecha et al., 2019; Hu et al., 2014).
Wissenschaftlicher Kenntnisstand zur Milch In der Fachliteratur wird ein gesteigerter Konsum von Milch und Milchprodukten häufig mit einem erhöhten Prostatakrebsrisiko in Verbindung gebracht. Aktuellere Werke stellen diesen Zusammenhang allerdings teilweise stark infrage. Obwohl es einige Studien gibt, deren Daten Hinweise auf eine Risikoerhöhung liefern (Boeing, 2012; Allen et al., 2008), konnte aufgrund mangelhaft durchgeführter Untersuchungen bisher keine endgültige Aussage getroffen werden (López-Plaza et al., 2019). Bei Brust- und Darmkrebs deutet die Studienlage sogar auf eine potenzielle Risikominderung durch Milchkonsum hin (Keum et al., 2014; Dong et al., 2011; Barrubés et al., 2019). Betrachtet man die Körperzusammensetzung des Durchschnittsdeutschen, erkennt man schnell, dass diese meist einen zu hohen Körperfettanteil haben. Auch hierbei kann Milchkonsum langfristig helfen, indem die Zunahme der fettfreien Masse unterstützt wird (Maersk et al., 2012). An dieser Stelle kann erneut auf die bereits erwähnten Wachstumshormone in der Milch verwiesen werden, welche bei isokalorischer Kost in erster Linie die Zunahme der fettfreien Masse fördern. Dadurch ist Milch nahezu ideal für Fitnesskunden, die ihre Körperzusammensetzung optimieren und Muskelmasse aufbauen möchten. Aus dem gleichen Grund trägt Milch zum Schutz vor Übergewicht und dem Metabolischen Syndrom bei (Mena-Sánchez et al., 2019).
Kuhmilch = Kuhmilch? Für den Endverbraucher sorgt die immense Produkt- und Anbietervielfalt im Supermarkt oftmals für Verwirrung. Hier gibt es bei den Kuhmilchsorten neben der Hausmarke nämlich auch noch Alpen-, Land- oder Bergbauernmilch. Diese Bezeichnungen unterliegen keinen gesetzlichen Vorschriften. Immerhin geben die meisten Molkereien mittlerweile die Herkunft der Milch auf den Verpackungen an. Liegt keine Laktoseunverträglichkeit oder Milcheiweißallergie vor und ernährt man sich nicht vegan, sollte auf Weide-/Heu- bzw. Bio-Milch gesetzt werden. Diese Begriffe sind geschützt und geben dem Verbraucher eine gewisse Sicherheit. Bei Weidemilch ist gesetzlich geregelt, dass die Kühe mindestens 120 Tage im Jahr auf der Weide verbringen müssen. Bei Heumilch ist die Fütterung mit frischem Heu, Grünlandfutter und eventuell zusätzlichem Getreide vorgeschrieben, damit das Produkt diese Bezeichnung tragen darf. Bei Bio-Milch gibt es je nach Bio-Siegel unterschiedliche Vorgaben. Hier ist der Zugang zur Weide im Sommer und ausreichend Bewegungsfreiheit im Stall während der Wintermonate geregelt. Die Tiere dürfen kein gentechnisch verändertes Futter und keine Krankheiten vorbeugenden Medikamente erhalten. Hierbei sollte darauf geachtet werden, dass das Siegel aus Deutschland stammt und entsprechenden Kontrollregularien unterliegt, um ein Mindestmaß an tatsächlicher Bio-Qualität sicherzustellen.
Fazit
Was hat es mit den Milchalternativen auf sich? Der Begriff „Milch“ ist in der EU nur für Kuhmilch zulässig (Ausnahme: Kokosmilch). Die Milchalternativen haben deshalb oft die Endung -drinks (z. B. Haferdrink). In den Supermarktregalen findet man eine immer größer werdende Auswahl an Alternativen wie beispielsweise: • Haferdrink • Mandeldrink • Sojadrink • Dinkeldrink • Reisdrink • Haselnuss-/Cashewdrink Sie alle enthalten bei konventioneller Produktion Zusatzstoffe wie Zucker, Emulgatoren, Verdickungsmittel, Stabilisatoren und Säureregulatoren. In Bio-Qualität ist die Zutatenliste meist kürzer und weist neben dem Hauptprodukt nur Wasser, Öl und Salz auf. Da diese Alternativen meist kalziumärmer als Kuhmilch sind, werden ihnen Kalzium und andere Mikronährstoffe hinzugefügt, worauf bei Bio-Produkten jedoch verzichtet wird. Allergiker sollten beim Verzehr von Milchersatzprodukten beachten, dass es zu einer Kreuzallergie zwischen Birkenpollen und Soja-/Mandel-/Haselnussmilch kommen kann. 116
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Der Endverbraucher muss keine Angst vor dem Verzehr von Milch und Milchprodukten haben. Beim Einkauf sollte lediglich auf Weide- oder Heumilch mit einem deutschen Bio-Siegel geachtet werden, um eine ausreichende Qualität des Produkts zu gewährleisten. Liegt eine Unverträglichkeit vor oder wird vegane Kost bevorzugt, kann allerdings auch auf Milchalternativen in Bio-Qualität zurückgegriffen werden, wobei sich für gesunde Personen hierdurch keine gesundheitlichen Vorteile ergeben. Im Zweifelsfall sollte jedoch immer Rat bei qualifizierten Fachkräften eingeholt werden, um eine individuelle und optimale Entscheidung bei der Lebensmittelauswahl treffen zu können.
Aline Emanuel Aline Emanuel verfügt über einen Abschluss als M. A. Prävention und Gesundheitsmanagement. Einer ihrer Schwerpunkte ist das Coaching in der Ernährungsberatung. Sie ist als Dozentin, Tutorin und Autorin für die Deutsche Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement (DHfPG) und als Leiterin des Fachbereichs Ernährung an der BSA-Akademie tätig.
Foto: DHfPG/BSA
Manche Milchprodukte, insbesondere fettarme Milch sowie Joghurt, konnten zudem mit einem verminderten Risiko für Typ-2-Diabetes in Verbindung gebracht werden (Álvarez-Bueno et al., 2019; de Oliveira et al., 2013; Zong et al., 2014; O’Connor et al., 2014). Allerdings sollten Personen, die überwiegend kohlenhydratreiche Kost zu sich nehmen und gleichzeitig einen bewegungsarmen Alltag haben, beachten, dass durch den Verzehr dieser Produkte das Akne-Risiko steigt (Spencer et al., 2009). Daher sollte beim Verzehr von Milchprodukten zusätzlich das Aktivitätsprofil sowie das Ernährungsverhalten berücksichtigt werden.
www.dhfpg-bsa.de
Auszug aus der Literaturliste Boeing, H. (2012). Prävention durch Ernährung, 12. Ernährungsbericht 2012. Deutsche Gesellschaft für Ernährung e. V., S. 340–357. Spencer, E. H., Ferdowsian, H. R. & Barnard, N. D., (2009). Diet and acne: a review of the evidence. International Journal of Dermatology, 48(4), S. 339–347. Für eine vollständige Literaturliste kontaktieren Sie bitte marketing@dhfpg-bsa.de.
Rezept
Chai Tee mit Honig und Milch
Zutaten (für 4 Gläser):
Zubereitung
• 4 Kardamomkapseln • 1 TL Fenchelsamen • 5 TL Honig • 1 Zimtstange • 400 ml Milch • 2 TL loser schwarzer Tee (oder 2 Teebeutel)
• Kardamomkapseln zerdrücken • 300 ml Wasser, zerdrückter Kardamom, Fenchelsamen, 1 Teelöffel Honig und Zimtstange 1 bis 2 Minuten köcheln lassen • 200 ml Milch zugeben, aufkochen lassen; Tee zugeben und ca. 4 Minuten ziehen lassen • 200 ml Milch erhitzen und aufschäumen • Tee durch ein Sieb gießen und in Gläser füllen • Aufgeschäumte heiße Milch darauf gießen und mit je 1 Teelöffel Honig beträufeln Foto: Grafvision - stock.adobe.com
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FACHARTIKEL INDIVIDUALTRAINING
Angewandte Trainingswissenschaft (Teil 1)
Funktionelles Aufwärmen mit Kettlebells Text: Patrick Berndt
Foto: Srdjan - stock.adobe.com
Diese Fachartikelreihe befasst sich in sechs Teilen mit komplexen Bewegungen aus dem funktionellen Krafttraining mit Langhanteln und Kettlebells, ihren technischen Besonderheiten und praktischen Anwendungsmöglichkeiten, um neue Impulse für die Trainingsgestaltung zu liefern. Zum Auftakt der Reihe wird exemplarisch dargestellt, wie man sich gemäß aktueller trainingswissenschaftlicher Erkenntnisse mit Kettlebells auf hohe Belastungen vorbereiten kann.
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ockeres Laufen mit anschließendem Dehnen, wie es jahrzehntelang als Aufwärmprogramm praktiziert wurde, bereitet nicht optimal auf die spezifischen Belastungen eines Krafttrainings vor, insbesondere wenn dieses ballistische Bewegungen beinhaltet (Andrade et al., 2015). Um eine optimale Belastbarkeit des gesamten Bewegungsapparates herzustellen, muss im Kontext eines funktionellen Aufwärmprogramms darauf geachtet werden, dass die Belastungsintensität, Bewegungsgeschwindigkeit und -amplitude während des Aufwärmprogramms progressiv an die Anforderungen der Zielbewegung angepasst werden (McGowan, Pyne, Thompson & Rattray, 2015). Dies ist insbesondere bei Krafttrainingseinheiten von Bedeutung, bei denen mit maximaler Last, Geschwindigkeit oder Amplitude trainiert wird. Nach der allgemeinen Erwärmung sollte demnach ein spezielles Aufwärmprogramm erfolgen, das sowohl die beanspruchten Muskelgelenksysteme mobilisiert als auch das neuromuskuläre System auf schnelle bzw. hochintensive Leistungen vorbereitet, um dadurch die nachfolgend erbrachten Trainingsleistungen zu optimieren (Fradkin, Zazryn & Smoliga, 2010). Aufgrund der vielfältigen Anwendungsmöglichkeiten sowie der einfachen Handhabung bei ballistischen Bewegungen eignen sich Kettlebells
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sehr gut zur Verwendung innerhalb eines funktionellen Aufwärmprogramms vor dem Schnell- und Maximalkrafttraining. Stellvertretend für die Vielzahl möglicher Übungen werden nachfolgend die Übungen Kettlebell Swing (vgl. Abb. 1) und Kettlebell Halo (vgl. Abb. 2) näher thematisiert.
Kettlebell Swing In der Startposition befinden sich die Füße in schulterbreitem Parallelstand, die Kugelhantel wird im Obergriff erfasst und die Hüftund Kniegelenke sind leicht gebeugt, während der Oberkörper unter Beachtung der physiologischen Wirbelsäulenhaltung nach vorne kippt. Nun wird die Kettlebell durch eine explosive Hüft- und Knieextension nach vorne oben beschleunigt. Die Arme bleiben passiv gestreckt und dienen nur der Kraftübertragung. Die Bewegung endet im aufrechten Stand, wobei die Kettlebell bis knapp über Schulterhöhe in die Horizontale weiter beschleunigt wird. Am Umkehrpunkt wirkt die Schwerkraft und zieht die Kettlebell dem Masseschwerpunkt folgend nach unten. In der anschließenden exzentrischen Bewegungsphase werden Hüft- und Kniegelenke passiv gebeugt, der Oberkörper kippt wieder nach vorne und die Kettlebell schwingt zwischen den Beinen hindurch leicht nach hinten oben. Anschließend wird die Bewegung dynamisch wiederholt.
Foto: Srdjan - stock.adobe.com Foto: ifitos2013 - stock.adobe.com
Abb. 1: „Kettlebell Swing“ – Kettlebell Basisschwung
Abb. 2: „Kettlebell Halo“ – Kettlebell Kopfumkreisen
Es sollte darauf geachtet werden, dass die Beschleunigung der Kettlebell ausschließlich aus der Hüft- und Kniestreckung und nicht aus einer Armzugbewegung erfolgt. Während der gesamten Schwungbewegung muss der Rumpf in seiner physiologischen Haltung sowie die Schulterblätter nach hinten unten fixiert werden (Jonen & Netterville, 2014).
manschette des Schultergelenks, die schulterblattfixierende Muskulatur sowie die Muskulatur der oberen Extremitäten beansprucht.
Beidarmige vs. einarmige Ausführung Bei beiden Varianten des Kettlebell Swings resultiert die primäre Kraftentfaltung zur Beschleunigung der Kettlebell aus einer explosiven Knie- und Hüftgelenkextension. Zudem erfordern die auftretenden Stabilisationsanforderungen eine Aktivierung der LWS-Extensoren (McGill & Marshall, 2012) und die Schulterblattstabilisatoren werden beansprucht. In der Endphase der exzentrischen Bewegung müssen die unteren Bewegungssegmente des M. rectus abdominis angespannt werden, um die Beckenhaltung zu stabilisieren. Bei der einarmigen Ausführung ist anzumerken, dass aufgrund der unilateralen Kraftübertragung in den oberen Extremitäten eine rotatorische Kraft auf den Schultergürtel einwirkt, die von der gesamten Rumpfmuskulatur stabilisiert werden muss. Bei der einarmigen Ausführung konnte im Bereich der Mm. erector spinae eine höhere Muskelaktivität der zum kettlebellführenden Arm kontralateralen Seite registriert werden. Umgekehrt konnte auf der Seite des kettlebellführenden Arms eine höhere Aktivierung des M. rectus abdominis festgestellt werden (Andersen et al., 2016; Andersen, Fimland & Saeterbakken, 2019).
Kettlebell Halo Der Kettlebell Halo (engl. „Halo“ für „Heiligenschein“) kann, je nach Kettlebellgewicht, als Mobilisationsübung oder Kräftigungsübung für Schultergürtel und Schultergelenk eingesetzt werden. Aufgrund der kreisenden Bewegungen werden hier konzentrische und exzentrische Arbeit muskelgruppenspezifisch kombiniert. Der Trainierende nimmt einen etwa hüftbreiten Parallelschrittstand ein. Die Kettlebell wird beidhändig an den Seitenhörnern erfasst, wobei der Griff der Kettlebell nach unten zeigt. Aus dieser Position wird die Kettlebell eng um den Kopf gekreist, wodurch der Masseschwerpunkt der Kugel aufgrund seiner exzentrischen Position während der gesamten Bewegungsausführung variiert (vgl. Abb. 2). Durch ebendiesen variierenden Masseschwerpunkt der Kettlebell entstehen bei dieser Übung multidirektionale Stabilisierungsanforderungen für die gelenkumgebende Muskulatur. Daher werden beim Kettlebell Halo alle Anteile des Deltamuskels, der obere Anteil des Trapezmuskels, die Rotatoren-
Fazit Der Kettlebell Swing beansprucht alle Muskelgelenksysteme der unteren Extremitäten sowie der Lenden- und Brustwirbelsäule. Aufgrund dieser muskulären Beanspruchung und dem charakteristischen Widerstandsverlauf eignet sich diese Übung gut zur Vorbereitung auf komplexe Übungen für die unteren Extremitäten, insbesondere für ballistische Übungen. Darüber hinaus kann die einhändige Ausführungsvariante als spezifische Aufwärmübung vor rotatorischen Belastungen genutzt werden. Ergänzend zum Kettlebell Swing kann der Kettlebell Halo zur Mobilisation von Schultergelenk und -gürtel dienen, welche bei ballistischen Übungen (z. B. Snatch, Clean & Jerk) ebenfalls stark beansprucht werden. Insgesamt muss im Kontext des funktionellen Trainings beachtet werden, dass komplexe Übungen nicht nur adäquat von qualifiziertem Personal vermittelt, sondern auch alle beanspruchten Strukturen optimal auf die Belastung vorbereitet werden müssen, um effektiv und sicher zu trainieren. Patrick Berndt
Foto: DHfPG/BSA
Der Kettlebell Swing kann auch einarmig ausgeführt werden (vgl. Titelbild), wobei der Bewegungsablauf mit der beidarmigen Variante weitgehend identisch ist.
Bei der Übungsausführung ist darauf zu achten, dass die Bewegungsrichtung nach einer bestimmten Anzahl an Wiederholungen umgekehrt wird.
Der Sportwissenschaftler Patrick Berndt ist als wissenschaftlicher Mitarbeiter und Dozent im Fachbereich Trainings- und Bewegungswissenschaft an der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement (DHfPG) sowie BSA-Akademie tätig. Durch seinen Einsatz als Athletik- und Personal Trainer in den Bereichen des Individual- und Mannschaftssports sowie als trainingswissenschaftlicher Berater verfügt er über umfassende Praxiserfahrung und Fachkompetenz. www.dhfpg-bsa.de
Auszug aus der Literaturliste Andersen, V., Fimland, M. S., Gunnarskog, A., Jungård, G.-A., Slåttland, R.-A., Vraalsen, Ø. F. et al. (2016). Core Muscle Activation in One-Armed and Two-Armed Kettlebell Swing. Journal of strength and conditioning research, 30 (5), 1196–1204. McGowan, C. J., Pyne, D. B., Thompson, K. G. & Rattray, B. (2015). Warm-Up Strategies for Sport and Exercise: Mechanisms and Applications. Sports medicine (Auckland, N.Z.), 45 (11), 1523–1546. Für eine vollständige Literaturliste kontaktieren Sie bitte marketing@dhfpg-bsa.de.
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BILDUNG | ANZEIGE
Studium – Weiterbildung – Qualität Informationen/Neuigkeiten der BSA-Akademie, der BSA-Zert und der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement
Master-Studiengang: Fitnessökonomie Aufbauend auf dem erfolgreichen dualen Bachelor-Studiengang Fitnessökonomie bietet die Deutsche Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement (DHfPG) den Master of Arts Fitnessökonomie an. Die Regelstudienzeit des Master-Studiengangs beträgt vier Semester. Wie jeder der insgesamt vier Master-Studiengänge an der DHfPG besteht der Master of Arts Fitnessökonomie aus einem Fernstudium mit kompakten Präsenzphasen. Nach dem Abschluss sind die Absolventen unter anderem in der Lage, wirtschaftlich sinnvolle Entscheidungen zu treffen und Unternehmen in der Fitness- und Gesundheitsbranche strategisch zu führen. dhfpg.de/mfo Foto: DHfPG/BSA
Personal Trainer: mit Grundlagen zur Spezialisierung Bevor sich Personal Trainer spezialisieren, sollten sie sich eine professionelle Grundlage aneignen. Daran orientiert sich auch das „BSA-Personal-Trainer-Zertifikat“ der BSA-Akademie. Drei Qualifikationen schaffen diese professionelle Grundlage, und zwar die Basislehrgänge „Fitnesstrainer/in-B-Lizenz“, „Fitnesscoach“ und „Existenzgründung“. Alternativ zum „Fitnesscoach“ wird auch die „Mentaltrainer/in-B-Lizenz“ als Basisqualifikation anerkannt. Neben den festgelegten Basislehrgängen wählen die Teilnehmer mindestens zwei Lehrgänge zur individuellen Spezialisierung, zum Beispiel im Bereich Fitness- und Athletiktraining, Mentale Fitness, Gesundheit oder Ernährungsberatung. bsa-akademie.de/pt Foto: DHfPG/BSA
BSA-Infoveranstaltungen Die BSA-Akademie bietet regelmäßig Infoveranstaltungen an ihren bundesweiten Lehrgangszentren an und informiert über ihre mehr als 70 Qualifikationen, das kombinierte Lehrgangssystem sowie den modularen Aufbau. Jetzt kostenfrei zu einem der nächsten Termine anmelden! >> bsa-akademie.de/events
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04.02.2020 Düsseldorf 20.02.2020 München 27.02.2020 Saarbrücken 11.03.2019 Köln
Praxisworkshop: „Verkauf von Nahrungsergänzungsmitteln“ 35 Prozent der Bundesbürger kaufen Nahrungsergänzungsmittel (lt. Bundeszentrum für Ernährung). Dadurch ist ein Markt entstanden, der vor allem Fitness- und Gesundheitseinrichtungen enormes Potenzial bietet. Gefragt sind qualifizierte Ansprechpartner, die individuelle Bedarfsanalysen für Kunden durchführen, abschlussorientiert beraten und dadurch den Umsatz von Nahrungsergänzungsmitteln deutlich steigern. Der neue Praxisworkshop „Verkauf von Nahrungsergänzungsmitteln“ der BSA-Akademie vermittelt Fitnessstudiobetreibern, Trainern und Mitarbeitern in Fitness- und Gesundheitsunternehmen genau dieses Fachwissen. bsa-akademie.de/nahrungsergaenzung-verkauf Foto: DHfPG/BSA
DIN-Norm 33961, Teil 5: die Zertifizierung für EMS-Studios Mit der Zertifizierung „ZertFit“, die durch die unabhängige Zertifizierungsstelle BSA-Zert auf Basis der DIN EN 17229 in Kombination mit dem Teil 5 der DIN 33961 (EMS-Training) vergeben wird, positioniert sich ein EMS-Studio ganz klar als Qualitätsanbieter, bei dem Sicherheit, Betreuung und Hygiene im Fokus stehen. Der Kunde kann sich bei zertifizierten Studios darauf verlassen, dass er dort ein sicheres Training nach neusten wissenschaftlichen Erkenntnissen absolviert und jederzeit von ausgebildetem Trainingspersonal betreut wird. Mit jedem zertifizierten Studio verbessert sich das Image und Ansehen der gesamten Branche. bsa-zert.de/ems Foto: DHfPG/BSA
Studiengänge >> dhfpg.de
Lehrgänge >> bsa-akademie.de
Zertifizierung >> bsa-zert.de
Mehr Infos zu dualem Bachelor- und Master-Studium, BSA-Lehrgängen oder zur Zertifizierung unter: Tel. +49 681 6855 143
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ZERTIFIZIERUNG
Die neue Europäische Norm für Studios bietet zahlreiche Vorteile Text: Sebastian Fess
sind weniger detailliert und der Ablauf wurde für den Kunden optimiert. Somit haben die Studios, die sich zertifizieren lassen möchten, eine Wahlmöglichkeit, wobei die Vertragsgestaltung, die Erfüllung der Forderungen und auch der Ablauf einfacher sind als vorher. Es ist jetzt mit weniger Aufwand verbunden, sich zertifizieren zu lassen, als dies vor dem Inkrafttreten der DIN EN 17229 der Fall war.
Preise für Zertifizierung gesenkt Durch die Nutzung neuer Möglichkeiten im Zertifizierungsverfahren, wie dem Remote-Audit (z. B. Audit per Videotelefonat), können die Kosten deutlich gesenkt werden, ohne dass es zulasten der Validität im Rahmen der Evaluierung geht. So wird beispielsweise die Einhaltung der Zertifizierungsvoraussetzungen jährlich per Dokumentenprüfung und Remote-Audit kontrolliert. Damit entfällt die bisherige Begutachtung vor Ort. Diese Einsparungen werden an die Kunden weitergeleitet, dadurch ergeben sich attraktive Kostenvorteile. Die Zertifizierung nach der DIN EN 17229 kostet lediglich 29,90 Euro netto pro Monat und die Teile 2 bis 5 der DIN 33961 jeweils 10 Euro. Es wird also spürbar günstiger für die Studios.
Monatlich kündbar, keine Rezertifizierung Eine Rezertifizierung, wie sie bisher nach dreijähriger Zertifizierungsdauer stattgefunden hat, ist nicht mehr erforderlich. Der Zertifizierungsvertrag läuft auf unbestimmte Zeit und ist monatlich kündbar. Das vereinfacht den Ablauf zusätzlich.
Foto: DHfPG/BSA
Zwei Normen, eine Zertifizierungsstelle
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ie Europäische Norm DIN EN 17229 hat den Teil 1 der DINNorm 33961 im Oktober 2019 abgelöst. Die Teile 2 bis 5 der DIN-Norm bleiben allerdings weiterhin bestehen. Bundesweit bietet nur die unabhängige Zertifizierungsstelle BSA-Zert sowohl Zertifizierungen nach DIN EN 17229 als auch in Kombination mit der DIN-Norm 33961 an. Im Folgenden wird aufgezeigt, warum die Zertifizierung nach zwei verschiedenen Normen einfacher ist als bisher und Studios dabei noch Geld sparen.
DIN EN 17229 bildet die Basis Mit der DIN EN 17229 ist es für Studiobesitzer seit Oktober 2019 möglich, die Qualitätsstandards ihrer Unternehmen von einer neutralen und unabhängigen Zertifizierungsstelle nach einer europäischen Norm bestätigen zu lassen. Sie bildet die Basis für die Zertifizierung. Eine Zertifizierung allein nach DIN-Norm Teil 2 bis 5 ist nicht möglich. Jedoch können sich Studios nach Teil 2 bis 5 (gerätegestütztes Ausdauertraining, Gruppentraining, gerätegestütztes Krafttraining und EMS-Training) der DIN-Norm 33961 zusätzlich zertifizieren lassen.
Die unabhängige Zertifizierungsstelle BSA-Zert, die bereits seit dem Jahr 2015 die Studiozertifizierung mit ihrem Zertifizierungsprogramm „ZertFit“ nach der DIN-Norm durchführt, bietet sowohl Zertifizierungen nach DIN EN 17229 als auch nach DIN 33961 in den Teilen 2 bis 5 an. Somit haben die Studiobesitzer einen festen Ansprechpartner und können von zwei Zertifizierungen aus einer Hand profitieren.
Vorteile der Dienstleistungszertifizierung Das Zertifizierungsverfahren wurde vereinfacht und die Gebühren gesenkt, doch sämtliche Vorteile, welche die Dienstleistungszertifizierung mit sich bringt, bleiben bestehen. Diese sind beispielsweise: • Risikoabsicherung durch Rechtssicherheit • Sicherheit für Belegschaft und Kunden im Notfall • Erhöhung der Marketingwirkung und Steigerung des Imageeffektes • Geprüfte Ausstattung – sichere Trainingsgeräte • Verkaufsargument für Kunden und Kooperationspartner • Kompetenznachweis – Bestätigung qualifizierter Kundenbetreuung • Optimierung der eigenen Abläufe und Standards • Angebot von Firmenfitness und BGM als zertifizierter Anbieter Das Team der BSA-Zert unterstützt Studiobetreiber gern auf dem Weg zur erfolgreichen Zertifizierung:
Verfahren wird einfacher Studiobesitzer haben nun auch die Möglichkeit, ihr Studio ausschließlich nach der DIN EN 17229 zertifizieren zu lassen, was bei Teil 1 der DIN 33961 nicht der Fall war. Die Inhalte der DIN EN 17229 122
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Tel.: +49 681 6855 330 | E-Mail an: info@bsa-zert.de Alle Infos unter bsa-zert.de
NEUES AUS DER WISSENSCHAFT
Wie sich die Durchführung eines vierwöchigen Kraft-Zirkeltrainings auf das Stressempfinden auswirkt
Weniger Stress durch Kraft-Zirkel?
Die weltweit steigende Zahl an Fitnessstudios sowie stetig wachsende Mitgliederzahlen der letzten Jahre verdeutlichen, dass der eigenen Gesundheit immer größere Beachtung geschenkt wird. Dabei ist seit Längerem zu beobachten, dass gesundheitsorientierte Fitnessprogramme unter der Aufsicht von qualifizierten Fachkräften nicht nur zu körperlichen Verbesserungen beitragen, sondern auch die psychische Gesundheit positiv beeinflussen. Doch ist dieser Effekt auch für das individuelle Stresserleben zu beobachten? Hintergrund Die heutige Arbeits- und Lebenswelt ist durch hohe zeitliche, kognitive und emotionale Anforderungen geprägt. Nicht selten hat dies Auswirkungen auf das psychische Befinden wie z. B. das individuelle Stresserleben. Eine mögliche positive Bewältigungsform von Stress stellt körperliche Aktivität dar. Die positive Wirksamkeit körperlicher Aktivität auf die physische Gesundheit ist vielfach nachgewiesen. Doch auch die psychische Gesundheit scheint positiv beeinflusst zu werden. Hier bietet die Fitness- und Gesundheitsbranche eine optimale Möglichkeit, durch sportliche Aktivität unter professioneller Anleitung von multidisziplinär geschultem Personal (Trainingslehre, Coaching, Stressmanagement) vorteilhaft auf die Psyche einzuwirken. Ein in Fitnessstudios häufig angebotenes gesundheitsorientiertes Trainingsprogramm stellt das KraftZirkeltraining dar. Ob die Teilnahme an solch einem vierwöchigen Kraft-Zirkel das individuelle Stresserleben positiv beeinflusst, wurde in der vorliegenden Studie näher untersucht.
Stresskomponenten wie die Stressgesamtbelastung, körperliche und psychische Stresssymptome sowie individuelle Stressbewältigungsstrategien. Die untersuchte Stichprobe setzte sich aus einer Interventionsgruppe (IG; n = 49, Durchschnittsalter: 48 Jahre; 71 Prozent weiblich, 29 Prozent männlich) und einer Kontrollgruppe (KG; n = 49, Durchschnittsalter: 35 Jahre; 43 Prozent weiblich, 57 Prozent männlich) zusammen. Die Interventionsgruppe führte zweimal wöchentlich den standardisierten Kraft-Zirkel unter Aufsicht von qualifiziertem Personal durch. Jede Trainingseinheit beinhaltete eine fünfminütige Aufwärmphase auf dem Fahrradergometer. Im Anschluss folgten mindestens zwei und maximal drei Zirkelrunden mit elf Kraftgeräten (z. B. Rumpfbeugen an der Bauchmaschine, Beinpresse horizontal sitzend, Armbeugen an der Armbeugemaschine). Die Trainingseinheit wurde mit einem erneuten zehnminütigen Ausdauertraining auf dem Fahrradergometer abgeschlossen. Die Kontrollgruppe nahm nicht an dem Trainingsprogramm teil.
Ergebnisse Methodik Es erfolgte eine klassische Prä-Post-Messung, d. h., das individuelle Stresserleben wurde vor und nach der Durchführung des vierwöchigen Kraft-Zirkeltrainings mittels des Fragebogens „Stress- und Coping-Inventar (SCI)“ schriftlich festgehalten. Das SCI erfasst 124
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Die Ergebnisse zeigen, dass das individuelle Stresserleben durch die regelmäßige Teilnahme an einem vierwöchigen Kraft-Zirkel im Vergleich zur Kontrollgruppe positiv beeinflusst wurde. Das heißt, der erlebte Stress konnte durch das Zirkeltraining und die professionelle Betreuung insgesamt reduziert werden.
DHfPG-Science-Lab: Bachelor-Thesis Fachbereich Psychologie Stressgesamtbelastung und Stresssymptome Kontrollgruppe (KG)
Stressgesamtbelastung und Stresssymptome Interventionsgruppe (IG) Prä
Post
Prä
30
30
25
25
28,3
20 15
22,4 15,2
13,4
20 15
17,9
16,2
10
11,6
10
10,7
5
22,0 15,3
14,5
22,1
15,8
15,5
10,0
10,4
5
0
0 Unsicherheit
Überforderung
Verlust
Stresssymptome
Unsicherheit
Copingstrategien IG Prä
Überforderung
Verlust
Stresssymptome
Copingstrategien KG
Post
Prä
Post
14
14 12 10 8
Post
10,3
11,1
10,5
11,5
12,4
13,2
12 10
12,4 10,5
10,6
10,2
12,6
10,3
8
6
6
4
4
2
2 0
0 Positives Denken
Aktive Stressbewältigung
Soziale Unterstützung
Positives Denken
Aktive Stressbewältigung Soziale Unterstützung
Abb. 1: Interventionsgruppe
Abb. 2: Kontrollgruppe
FAZIT Stressgesamtbelastung Die Gesamtbelastung konnte in der Interventionsgruppe im Durchschnitt um 6,43 Punkte gesenkt werden. In allen drei Unterkategorien (Stress durch Unsicherheit, Stress durch Überforderung, Stress durch Verlust/negative Erlebnisse) zeigten sich deutliche Verbesserungen (siehe Abb. 1). Die Gesamtbelastung in der Kontrollgruppe verringerte sich hingegen durchschnittlich nur um 0,13 Punkte. In allen drei Unterkategorien (Stress durch Unsicherheit, Stress durch Überforderung, Stress durch Verlust/ negative Erlebnisse) zeigten sich keine erkennbaren Verbesserungen (siehe Abb. 2).
Stresssymptome Die Stresssymptome konnten in der Interventionsgruppe im Durchschnitt um 5,92 Punkte gesenkt werden (siehe Abb. 1). In der Kontrollgruppe verringerten sich diese jedoch kaum, durchschnittlich nur um 0,16 Punkte (siehe Abb. 2).
Das Ziel der Studie bestand darin, zu untersuchen, ob sich ein vierwöchiges gesundheitsorientiertes Fitnessprogramm in Form eines Kraft-Zirkels positiv auf das individuelle Stresserleben auswirkt. Die Ergebnisse belegen eindeutig, dass das individuelle Stresserleben durch eine regelmäßige Teilnahme an diesem Trainingsprogramm reduziert werden konnte. Dies spiegelte sich zum einen in einer verringerten Gesamtbelastung und in verminderten körperlichen und psychischen Stresssymptomen wider. Zum anderen zeigte sich ein verbesserter Umgang mit Stress in alltäglichen Situationen. Die Teilnehmer verbesserten sich nicht nur darin, Stress durch positives Denken zu reduzieren, sondern auch darin, Stress durch aktive Stressbewältigung erst gar nicht entstehen zu lassen. Zudem fühlten sie sich durch ihr soziales Umfeld besser unterstützt. Die Ergebnisse unterstreichen die Theorie, dass körperliche Aktivität nicht nur die physische, sondern ebenso die psychische Gesundheit, hier in Form des individuellen Stresserlebens, positiv beeinflusst. Fitnessstudios bieten mit ihren zahlreichen gesundheitsorientierten Fitnessprogrammen und der professionellen Betreuung eine optimale Basis, um körperlich aktiv zu sein. Sie liefern somit einen wesentlichen Beitrag zur Aufrechterhaltung und Verbesserung der physischen und psychischen Gesundheit ihrer Mitglieder. Gut ausgebildetes Betreuungspersonal gewährleistet hierbei höchstmögliche Sicherheit und die Effektivität dieser Programme.
MAGDALENA SCHÖNHUTH Alter: 27 Jahre Duales Studium: Fitness-Point GmbH Abschluss: B. A. Fitnessökonomie Aktueller Arbeitgeber: Holoplot GmbH, Berlin (Teamleitung Personal & Admin)
Copingstrategien Für die Strategien „Positives Denken“, „Aktive Stressbewältigung“ sowie „Soziale Unterstützung“ konnten in der Interventionsgruppe positive Effekte festgestellt werden (siehe Abb. 1). In der Kontrollgruppe konnte dieser Effekt statistisch nicht bestätigt werden (siehe Abb. 2).
Foto: DHfPG/BSA
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SCIENCE NEWS
Aktuelle Forschungsergebnisse für die Studiopraxis
BRANCHENRELEVANTE
Studien im Fokus
Ab dieser Ausgabe liefern die Science News einen fachübergreifenden Überblick zu neuen Forschungsergebnissen rund um die Themenfelder Management, Fitness, Gesundheit und viele andere mehr. Die vorgestellten Studien haben eine hohe Praxisrelevanz und bieten aktuelles Fachwissen für die tägliche Arbeit in der Fitness- und Gesundheitsbranche.
Studie: Management
Studie: Fitness
Studie: Gesundheit
WHY DO CLIENTS ENROL AND CONTINUE AT SPORTS CENTRES?
THE MINIMUM EFFECTIVE TRAINING DOSE REQUIRED TO INCREASE 1-RM STRENGTH IN RESISTANCE-TRAINED MEN
EFFICACY AND SAFETY OF WHEY-PROTEIN SUPPLEMENTS ON VITAL SIGN AND PHYSICAL PERFORMANCE AMONG ATHLETES
Untersuchungsschwerpunkte
Untersuchungsschwerpunkte
Untersuchungsschwerpunkte
Schwerpunkte der Befragung waren die Identifikation von Faktoren, die den Abschluss einer Mitgliedschaft fördern, zur Beibehaltung der Mitgliedschaft führen oder die Zufriedenheit mit dem Trainingserfolg positiv beeinflussen.
Es wurde überprüft, welcher minimale wöchentliche Trainingsaufwand betrieben werden muss, um die Maximalkraft (1-RM) von trainierten Sportlern bei den Übungen „Kniebeuge“ und „Bankdrücken“ zu steigern.
Das Ziel der Studie bestand darin, die Sicherheit und Effektivität von Whey-Protein hinsichtlich der sportlichen Leistungsfähigkeit und Regeneration von Sportlern zu untersuchen.
Methode
Methode
Methode
Querschnitterhebung durch schriftliche Befragung neun spanischer Fitnessketten (105 Studios, n = 21.043)
Systematische Literaturrecherche und anschließende metaanalytische Betrachtung der Ergebnisse
Systematische Literaturrecherche nach randomisierten kontrollierten Studien mit anschließender Metaanalyse
Zentrale Ergebnisse
Zentrale Ergebnisse
Zentrale Ergebnisse
Personen, die über Werbung oder Empfehlungen von einem Fitnessstudio erfahren, sind signifikant zufriedener als solche, die aufgrund der räumlichen Nähe zu ihrem Wohnort von dem Studio erfahren. Das Verfolgen spezifischer Ziele beeinflusst die Zufriedenheit der Mitglieder mit ihrem eigenen Trainingsfortschritt positiv.
Alle Studien konnten zeigen, dass bereits ein Satz pro Übung bei einer bis drei Trainingseinheiten pro Woche effektiv ist. Es wurden signifikante Steigerungen des 1-RM von männlichen kraftsporterfahrenen Sportlern bei den Übungen „Kniebeuge“ und „Bankdrücken“ beobachtet, sofern bis zum konzentrischen Muskelversagen trainiert wurde.
Die Ergebnisse der 20 Studien zeigten, dass Whey-Protein als Nahrungsergänzungsmittel einen positiven Einfluss auf Vital- und Leistungsparameter, die Regenerationsfähigkeit nach hochintensiven Belastungen sowie den Anteil der Magermasse des Körpers hat.
Praxisrelevanz und Fazit
Praxisrelevanz und Fazit
Praxisrelevanz und Fazit
Vor allem „fit bleiben“ und ein gesunder Lebensstil stellen wichtige Ziele der Mitglieder dar. Gelingt es Fitnessbetreibern, ihre Mitglieder darin zu bestärken und zu fördern, kann dies zu einer langfristigen Bindung führen.
Auch Fitnesskunden mit geringem Zeitbudget sollten dazu ermutigt werden, mindestens einmal wöchentlich Krafttraining zu betreiben, da die Maximalkraft bereits mit geringem zeitlichen Aufwand positiv beeinflusst werden kann.
Fitnessstudios sollten ihre Kunden auf den Nutzen und die gesundheitliche Unbedenklichkeit von Whey-Protein hinweisen, um die Betreuungsqualität sowie die Trainingsfortschritte der Kunden zu optimieren.
Rodríguez Cañamero, S., García-Unanue, J., Felipe, J. L., Sánchez-Sánchez, J. & Gallardo, L. (2019). Why do clients enrol and continue at sports centres? Sport, Business and Management: An International Journal, 9 (3), 273–283.
Androulakis-Korakakis, P., Fisher, J. P. & Steele, J. (2019). The Minimum Effective Training Dose Required to Increase 1-RM Strength in Resistance-Trained Men: A Systematic Review and Meta-Analysis. Sports Medicine. December 2019, published online.
Lam, F.-C., Bukhsh, A., Rehman, H., Waqas, M. K., Shahid, N., Khaliel, A. M. et al. (2019). Efficacy and Safety of WheyProtein Supplements on Vital Sign and Physical Performance Among Athletes: A Network Meta-Analysis. Frontiers in pharmacology, 10, 317.
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PERSONENPORTRÄT
B2B-Coachings und Vertrieb von Ernährungsprogrammen
Von der Studioleitung zur Qualitätsmanagerin Text: Sebastian Fess
E
iner der führenden Anbieter ganzheitlicher Abnehmprogramme in der Fitnessbranche, myline, entwickelte im Sommer 2019 ein neues Stellenprofil. Von der myline-Zentrale in Oestrich-Winkel aus sollte ab sofort das Qualitätsmanagement für die Partnerstudios betrieben werden. Ebenfalls sollten von hier aus regelmäßig Schulungen zu den verschiedenen Abnehmkonzepten erfolgen. Diese Aufgaben wurden Eva-Maria Linden (23) übertragen. Nach ihrem dualen Bachelor-Studium Fitnessökonomie wechselte die ehemalige Studioleiterin des Mrs.Sporty Mainz zu den Ernährungsexperten.
meinem Studium schon berufsrelevante Erfahrung sammeln konnte und nicht neben meinem Vollzeitstudium kellnern musste, um Geld zu verdienen.“ Die Kombination aus Wirtschaftswissenschaften und Trainingslehre, die der Studiengang Fitnessökonomie beinhaltet, hat sie sehr angesprochen. Die Präsenzphasen besuchte sie am Studienzentrum der DHfPG im nahe gelegenen Frankfurt. „Viele Themen aus dem Bereich der Wirtschaftslehre hatte ich schon in der Schule, das war natürlich ein Vorteil. Aber auch sonst war das Studium in Verbindung mit der betrieblichen Ausbildung machbar.“
Die ehemalige Handballspielerin hat sich bereits in ihrer Jugend für die Themen Sport und Ernährung interessiert und die Möglichkeiten eines Studiums in der Sport- und Fitnessbranche recherchiert. „Ich bin dann auf eine Stellenanzeige der Fitnesskette Mrs.Sporty gestoßen, die ein duales Bachelor-Studium angeboten hat. So bin ich auf die Deutsche Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement aufmerksam geworden.“ Eva-Maria Linden hat das Konzept des dualen Studiums an der Deutschen Hochschule (DHfPG) von Beginn an gefallen. Sie entschied sich für den Studiengang Fitnessökonomie und begann ihre betriebliche Ausbildung bei Mrs.Sporty in Mainz. „Das Fernstudium mit den ‚kurzen und knackigen‘ Präsenzphasen und der Praxiserfahrung, die ich im Studio sammelte, waren eine ideale Kombination.“
Während des Studiums zur Filialleitung
„Dual zu studieren ist kein Hexenwerk“
Foto: Ingo Heyer
Mit dem Vorurteil, dass ein duales Studium eine große Herausforderung darstellt und nicht für jedermann geeignet ist, will die 23-Jährige aufräumen. „Ich habe oft gehört, dass ein duales Studium gleichzeitig bedeutet, dass die Freizeit und Hobbys auf der Strecke bleiben. Das war bei mir auf keinen Fall so. Dual zu studieren ist kein Hexenwerk. Vielmehr habe ich davon profitiert, dass ich neben
Eva-Maria Linden (23) ist Bachelor-Absolventin der DHfPG und Qualitätsmanagerin der myline-Zentrale in Oestrich-Winkel
Doch auch bei Mrs.Sporty in Mainz durfte sie nicht nur die im Studium erworbenen Kompetenzen der Trainingslehre umsetzen. Nach etwa der Hälfte der Studienzeit eröffnete ihre Ausbildungsleiterin und Mrs.Sporty-Franchisenehmerin ihr zweites Studio. Dies ebnete Eva-Maria Linden den Weg zur Studioleitung. „Meine Ausbildungsleiterin kümmerte sich fortan um das neue Studio, war dort im Alltagsgeschäft eingebunden und übertrug mir die Studioleitung für das Mainzer Studio. Das war natürlich eine Riesenchance für mich, auch wenn es ein großer Schritt war. Letztendlich habe ich es konsequent durchgezogen.“
Wechsel ins Qualitätsmanagement von myline Vor Ende ihres Studiums überlegte sie sich, wie sie sich beruflich am besten weiterentwickeln könnte. Dabei wurde sie auf eine Stellenausschreibung von myline, dem erfolgreichen Anbieter für Abnehmprogramme, aufmerksam. Das Unternehmen suchte im Bereich Qualitätsmanagement Verstärkung in der Zentrale in Oestrich-Winkel. myline kann, laut eigenen Angaben, bereits auf mehr als 500 Partnerstudios und Physiotherapiepraxen zählen, welche die Ernährungsprogramme an ihre Kunden weitergeben. Wie die Studiobetreiber und deren Mitarbeiter beim Vertrieb der Programme am besten vorgehen, damit sie mehr Umsatz für ihr eigenes Unternehmen generieren können, dazu berät Eva-Maria Linden die Kunden seit Sommer 2019. „Ich coache viel am Telefon und führe zudem Inhouse-Coachings in den Partnerstudios durch. Ich vermittle dabei praxisbezogene Strategien zur Vermarktung unserer Abnehmprogramme. Für mich ist dieser Praxisbezug besonders wichtig. Deshalb wende ich alle von mir geschulten Strategien jede Woche auch selbst in der Praxis an. Dazu steht mir der angeschlossene Vivana Fitness & Wellness Park mit seinen Mitgliedern zur operativen Umsetzung zur Verfügung. Ich stelle fest, dass dies wiederum meine Coachings in den Inhouse-Schulungen der myline-Partnerstudios maßgeblich so erfolgreich macht.“ Von Woche zu Woche sammelt sie mehr Erfahrung. Ihr neuer Arbeitsplatz inmitten der Rheingauer Weinberge, wo sich die myline Deutschland Zentrale und der angeschlossene Vivana Fitness & Wellness Park des Inhabers Alexander Dillmann befindet, gefällt der 23-Jährigen. Hier sieht sie sehr gute Entwicklungsmöglichkeiten. „Ich fühle mich als Teil des myline-Teams sehr wohl. Durch das Studium habe ich das Wissen erworben, das ich für meine jetzigen beruflichen Aufgaben benötige.“ Zur ganzen Erfolgsgeschichte: www.dhfpg.de/emlinden
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BESONNUNG
Foto: didesign - stock.adobe.com
„Dermatologen sehen mehr Vorals Nachteile durchs Solarium“ (1)
Aktuell findet man im Netz diese Schlagzeile, die auf der Studie des renommierten Professors Dr. med. Jörg Reichrath basiert und uns in unserer langjährigen Arbeit bestätigt. Unten stehend erläutern wir die Ergebnisse der Studie.
E
s sind jene Meldungen, die wir brauchen und die wichtig sind – nicht nur für die Besonnungsbranche, sondern auch für die Fitnessbranche. Immerhin werden heute etwa 25 Prozent der Solarien in Deutschland in Fitnessclubs betrieben. Der Trend geht dabei zu
Hybrid-Geräten, die UV-Licht mit rotem Beauty-Light kombinieren. Angesagt ist eine schöne, sanfte Bräune. Der Bundesfachverband für Besonnung e. V. (BfB) hat sich für das Jahr 2020 viel vorgenommen. Ein wichtiger Punkt wird der Ausbau der Kooperation mit dem DSSV und der BSA-Akademie sein. Beide Kooperationen werden uns helfen, valide Branchenzahlen zu erarbeiten und die Beratungsqualität vor Ort in den Studios durch Schulungen, Weiterbildungen und Beratungshilfsmittel zu verbessern. Es ist ein offenes Geheimnis, dass für uns die Qualität und Professionalität der Fitnessbranche ein Vorbild ist. Falls Sie Fragen zu dem gesamten Thema Solarien, zu den Schulungsmaßnahmen und gesetzlichen Bestimmungen oder gesundheitlichen Fragen zur Solarien-Anwendung haben, ist der BfB Ihr Ansprechpartner. Kontaktieren Sie uns bitte per E-Mail an info@bundesfachverband-besonnung.de. Für das Jahr 2020 wünschen wir Ihnen eine gesunde Umsatzentwicklung und steigende Mitgliederzahlen. Mit sonnigen Grüßen Hans-Dieter Roggendorf
Foto: Frank Rutowicz
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https://www.medical-tribune.de/medizin-und-forschung/artikel/dermatologen-sehen-mehr-vor-als-nachteile-durchs-solarium/
(1)
Foto: deagreez - stock.adobe.com
Ergebnisse einer Metaanalyse widersprechen Berichten der EU und der WHO
D
ie Wissenschaftler um Professor Dr. med. Jörg Reichrath konnten zeigen, dass es keinen kausalen Zusammenhang zwischen einer maßvollen Nutzung von Solarien und einem erhöhten Melanom-Risiko gibt. Damit widersprechen die Forscher auch den bisher von der EU und der WHO veröffentlichten Berichten, nach welchen die UV-Strahlung in Solarien für einen beträchtlichen Anteil von Hautkrebs-Erkrankungen verantwortlich seien – und zwar sowohl von hellem Hautkrebs (Basalzellkarzinome, Plattenepithelkarzinome der Haut) als auch von schwarzem Hautkrebs (malignes Melanom). Professor Dr. med. Jörg Reichrath, leitender Oberarzt der dermatologischen Klinik am Universitätsklinikum des Saarlandes in Homburg, sieht das anders: „Die Einschätzungen der beiden Gremien basieren auf einer unvollständigen, unausgewogenen und unkritischen Literaturauswertung. Der derzeitige wissenschaftliche Kenntnisstand unterstützt nicht die Schlussfolgerung, dass maßvolle Solariennutzung das Risiko, an schwarzem Hautkrebs zu erkranken, erhöht.“
Bisherige Studien weisen erhebliche Schwächen auf Das Forscherteam fand bei seiner Auswertung erhebliche Schwächen von bisherigen Studienergebnissen. Diese basierten hauptsächlich auf Beobachtungen, die aufgrund mangelhafter Datenlage keinen kausalen Zusammenhang beweisen. „Wertet man innerhalb einer Studie Patienten-Untergruppen aus, so zeigt sich, dass vermutlich auch andere Einflüsse eine Rolle spielen“, so der Studienleiter Professor Dr. med. Jörg Reichrath. „So kann die Solariennutzung ein ‚Marker‘ sein für ‚Sonnenanbeter‘, die sich der natürlichen Sonnenstrahlung exzessiv aussetzen und durch häufige Sonnenbrände ihr Melanom-Risiko erhöhen.“ Professor Dr. med. Jörg Reichrath und seine Kollegen kommen damit zu dem Ergebnis, dass der derzeitige wissenschaftliche Kenntnisstand nicht die Schlussfolgerung zulässt, dass eine maßvolle Solariennutzung das Risiko für schwarzen Hautkrebs erhöht. Quellen: https://idw-online.de/de/news688216 http://ar.iiarjournals.org/content/38/2/1111.full?sid=8025a2e1-dcb7-41a0-8112671b5d8aba38 http://ar.iiarjournals.org/content/38/2/1187.full?sid=8025a2e1-dcb7-41a0-8112671b5d8aba38 http://ar.iiarjournals.org/content/38/2/1111.long
Pressekontakt: Auf den Punkt. Janine Birnbaum Brandenburgstraße 6, 63456 Hanau Mobil: 0159 - 012 921 30 E-Mail: mail@janine-aufdenpunkt.de birnbaum@bundesfachverband-besonnung.de
VERANSTALTUNGEN
VERANSTALTUNGEN 2020
TIMELINE
6. ARTZT Symposium 31. Jan. – 2. Feb., Montabaur artzt.eu/fortbildungen/artzt-symposium/
Februar 2020
TheraPro Stuttgart 7. – 9. Feb., Stuttgart messe-stuttgart.de/therapro
März 2020
MEET THE TOP 5. – 8. Mrz., Mallorca, Spanien meet-the-top.fitness DSSV-Workshop „Gruppenfitness-Management“ 17. Mrz., Berlin | 19. Mrz., München 26. Mrz., Frankfurt | 27. Mrz., Köln bildungsinstitut.dssv.de/gfm IHRSA 18. – 21. Mrz, San Diego, USA hub.ihrsa.org/ihrsa-2020
FIBO CONGRESS 2. – 4. Apr., Köln | fibo-congress.com FIBO 2. – 5. Apr., Köln | fibo.de
April 2020
DSSV-Workshop „Gruppenfitness-Management“ 9. Apr., Hamburg | bildungsinstitut.dssv.de/gfm Zukunft Personal Nord 21. – 22. Apr., Hamburg | nord.zukunft-personal.com BGMpro Köln 29. – 30. Apr., Köln | bgmpro.de
Ausblick
OKT.
8.10. – 10.10.
Mannheim
Save the Date! aufstiegskongress.de
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RECHT
Rechtssicherheit für Studiobetreiber
Mehr Sport – weniger Unfälle! Text: Andrea Elbl
Foto: kavee29 - stock.adobe.com
Seit Jahresbeginn tummeln sich wieder viele neue Mitglieder mit guten Vorsätzen im Fitnessstudio. Aber wie ist die Rechtslage, falls sich ein Trainierender einmal verletzt und wie kann das Studio vorbeugen? DSSV-Juristin Andrea Elbl erläutert, auf welche Sicherheitsaspekte Studiobetreiber achten müssen und zeigt einzelne Fallbeispiele aus der Rechtsprechung auf.
A
m besten für alle Beteiligten ist es, wenn die Mitglieder ohne Zwischenfälle trainieren und ihre sportlichen Ziele erreichen, aber ab und zu kommt es leider auch im Fitnessstudio zu Unfällen oder Verletzungen. Je besser Studiobetreiber sich mit der Rechtslage auskennen, desto eher können sie vorbeugen und einen Rechtsstreit vermeiden.
Vorbeugung von Unfällen durch Anamnese Um einer Verletzung beim Training vorzubeugen, ist zunächst eine sorgfältige Anamnese im Studio anzuraten, bei der neben dem Gesundheitszustand auch Risikofaktoren oder Kontraindikationen abgefragt werden. Auf deren Basis sollte dann ein angepasster Trainingsplan erstellt werden.
Einweisung in die Geräte Beim gerätegestützten Training ist zur Verhinderung jeglicher Verletzungsgefahr zunächst eine genaue Einweisung an den einzelnen Geräten vorzunehmen und dann darauf zu achten, dass die Geräte von den Trainierenden auch entsprechend benutzt werden. Auch bei Kursen und anderen Trainingsarten sind die Trainer angehalten, eine Einweisung und zielgruppengerechtes Training anzubieten.
Zustand der Geräte und des Studios Sofern Gerätetraining angeboten wird, ist seitens des Betreibers 134
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darauf zu achten, dass sich die Geräte immer in beanstandungsfreiem Zustand befinden, dies gilt insbesondere für Seilzüge und Laufbänder. Sobald der Betreiber Kenntnis von einer Beschädigung erhält, muss er diese beseitigen. Darüber hinaus müssen die Geräte in regelmäßigen Intervallen gewartet werden. Ebenfalls ist darauf zu achten, dass beispielsweise keine glatten Böden vorhanden sind und auch im Außenbereich die Räum- und Streupflicht beachtet wird.
Sicherheitsstandards im Saunabereich Sofern eine Saunanutzung angeboten wird, sind die Sicherheitsstandards einzuhalten. Dazu gehören beispielsweise ein Notfallschalter und ein Brandschutzgitter. Es sind aber auch regelmäßige Kontrollgänge vorzunehmen, wobei der Deutsche Sauna-Bund e. V. aus medizinischen Gründen halbstündliche Intervalle des Rundgangs empfiehlt.
Ersthelfer im Fitnessstudio Des Weiteren ist jeder Betrieb verpflichtet – abhängig von der Anzahl der Beschäftigten – mindestens einen Ersthelfer zu bestellen. Neben der Erstellung eines Notfallplans muss ein Verbandskasten vor Ort sein, Standard ist heutzutage auch die Anschaffung eines Defibrillators. Und schließlich sollten alle Mitarbeiter für den Notfall eine Unterweisung in Erster Hilfe erhalten haben.
Haftung im Studioalltag Die Haftungsgrundlage des Betriebsinhabers ergibt sich in der Regel aus § 823 BGB. Dort heißt es: „Wer vorsätzlich oder fahrlässig das Leben, den Körper, die Gesundheit … eines anderen widerrechtlich verletzt, ist dem anderen zum Ersatz des daraus entstandenen Schadens verpflichtet“. Eine Haftung setzt zusätzlich ein Verschulden des Verursachers voraus, wobei es die einfache Fahrlässigkeit gibt („Das kann jedem einmal passieren“), die grobe Fahrlässigkeit („Das darf nicht passieren!“) und den Vorsatz. Im Studioalltag geht es in der Regel um die Verletzung von Verkehrssicherungs- oder Aufklärungspflichten.
Versicherung im Schadensfall Da sich bei Körperschäden (Verletzung oder gar Tod) die Haftung des Studios nicht wirksam beschränken lässt, ist der Abschluss einer Betriebshaftpflichtversicherung beziehungsweise Vermögensschadenshaftpflichtversicherung dringend angeraten. Sobald sich ein Mitglied im Studio verletzt, ist die Versicherung zu informieren. Die Versicherung entscheidet im Rahmen ihrer Regulierungshoheit dann, ob eine sofortige Zahlung zu erfolgen hat oder ob erst eine gerichtliche Klärung des Sachverhalts abgewartet wird. Bei der zweiten Alternative stellt die Versicherung dem Studioinhaber gegebenenfalls einen Rechtsanwalt und trägt auch alle Kosten der Rechtsverteidigung.
Vier einschlägige Urteile aus dem Fitnessstudiobereich Zur Verdeutlichung, in welchen Fällen eine Haftung bejaht oder abgelehnt wurde, folgen hier nachstehend einige Urteile der letzten Jahre:
KG Berlin, Urteil vom 23.05.2016, Az. 20 U 207/15: Auch im Bereich EMS-Training gibt es mittlerweile einige gerichtliche Entscheidungen. So verlangte eine Frau von dem Betreiber eines EMS-Fitnessstudios ein Schmerzensgeld in Höhe von mindestens 50.000 Euro, Schadensersatz sowie eine Rente, nachdem sie sich aufgrund eines starken Stromschlags beide Schultern ausgerenkt und an den Oberarmköpfen Trümmerbrüche erlitten hatte. Tatsächlich wurde der Regler für die Arme von der Trainierenden auf eine zu hohe Stromstärke gestellt, wobei letztendlich nicht geklärt werden konnte, ob es ein Versehen war. Das Kammergericht (KG) kam zu dem Ergebnis, die Klägerin habe nicht hinreichend dargelegt, dass der Studiobetreiber seine Verkehrssicherungspflichten verletzt hat; eine Hinweispflicht auf die Gefahr erheblicher Verletzungen in Form von Knochenbrüchen bei einem Hochdrehen der Reglerknöpfe auf höchste Stufe habe nicht bestanden.
LG Köln, Urteil vom 11.07.2018, Az. 18 O 73/16: Und nun etwas Kurioses zum Schluss: Das LG Köln entschied nach Einholung eines Sachverständigengutachtens, dass ein mehrtägiger Muskelkater nach einem EMS-Training keinen Schmerzensgeldanspruch rechtfertigen kann, da es sich bei Muskelkater um eine Beeinträchtigung handele, wie sie nach jeder Art sportlicher Betätigung zu erwarten sei und üblicherweise von Sporttreibenden hingenommen werde.
LG Duisburg, Urteil vom 07.01.2011, Az. 6 O 75/10: Der Fitnessstudiobetreiber haftet nicht wegen Verletzung einer Verkehrssicherungspflicht, wenn eine Trainierende eigenmächtig ein Laufband ohne Einweisung in Betrieb nimmt und sich dabei verletzt. Das LG Duisburg beschäftigte sich mit einem Fall, bei dem ein Neumitglied die Einweisung in die Geräte nicht abwarten wollte und ein Laufband unter Anleitung einer Freundin benutzte. Die Trainierende zog sich bei einem Sturz einen Oberschenkelhalsbruch zu. Das LG verneinte Schmerzensgeld – und Schadensersatzansprüche, da den Betreiber keine Pflichtverletzung treffe. Der Inhaber hatte vorher erklärt, dass neue Mitglieder alle Geräte nur nach Einweisung benutzen dürfen. Wenn dagegen verstoßen wird und sich die Trainierende verletzt, handelt es sich um eine schuldhafte Selbstgefährdung, für die der Inhaber nicht haftet.
Foto: Klaudia Lech
LG Coburg, Urteil vom 03.02.2009, Az. 23 O 249/06: Ein Sportler legte auf ein Rückenzuggerät 90 Kilogramm auf. Da das Seil, an dem das Gerät hing, bereits korrodiert war, riss es. Die Gewichte fielen herunter und eine Querstange traf den Trainierenden am Kopf. Er erlitt eine Kopfplatzwunde sowie eine Schädelprellung, außerdem wurde seine Hörfähigkeit dauerhaft beeinträchtigt. Das Landgericht (LG) verurteilte den Betreiber zur Zahlung eines Schmerzensgeldes in Höhe von 4.000 Euro, da er seine Sorgfaltspflicht verletzt habe. Bei einer regelmäßigen Kontrolle und Wartung hätte er erkennen können, dass sich auf dem Seil bereits Rost gebildet hatte und einzelne Faserstränge herausstanden.
Andrea Elbl, DSSV-Juristin
Fragen? Zu allen rechtlichen Fragen rund um den Studioalltag bietet die Rechtsabteilung des DSSV im Rahmen einer bestehenden Mitgliedschaft die Möglichkeit, eine kostenlose rechtliche Erstberatung mit Einschätzung der Rechtslage zu erhalten, beispielsweise nach Erhalt einer Attestkündigung, zur Überprüfung von Vertragsklauseln oder zu arbeitsrechtlichen Themen. Tel.: 040 - 766 24 00, E-Mail: jurist@dssv.de
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BUCHTIPP
Steffen Kampeter: »Sozialpartnerschaft 4.0 – Tarifpolitik für die Arbeitswelt von morgen« Autor: Steffen Kampeter (Hg.) Seitenanzahl: 168 ISBN: 978-3-593-51168-9 Preis: 22,00 Euro Sprache: deutsch
IMPRESSUM Verlag und Herausgeber
Webseite
fitness MANAGEMENT –
www.fitnessmanagement.de
eine Marke der PIPG GmbH Privates Institut für Prävention und
Versand
Gesundheitsmanagement GmbH
Deutschland, Österreich, Schweiz
Beutnerring 9 D-21077 Hamburg
Lieferbedingungen Einzelheftpreis
»Sozialpartnerschaft 4.0 – Tarifpolitik für die Arbeitswelt von morgen«
D
ie Sozialpartnerschaft in Deutschland gilt bis heute als gutes Beispiel für eine funktionierende Beziehung zwischen Beschäftigten und Arbeitgebern. Der Begriff bezeichnet das konsensbasierte Verhältnis zwischen Arbeitgeber- und Arbeitnehmerverbänden zur Beilegung von Interessenkonflikten. Die Sozialpartnerschaft mit der Tarifautonomie als zentralem Baustein macht die Erfolgsgeschichte der Marktwirtschaft in Deutschland aus.
Jahresabonnement Inland 43,– Euro*
Offizielles Organ des DSSV e. V.
Jahresabonnement Ausland 61,– Euro*
und BfB e. V.
*inkl. MwSt. und Versandkosten
Geschäftsführer
Kündigungsfrist
Janosch Marx, Johannes Marx
1 Monat vor Ablauf des Bezugsjahres
Chefredaktion
Produktion
Birgit Schwarze
Prospektus Druckerei Tartu Str. 6
Vertrieb und Anzeigen
Welche Zukunft hat das Modell? Wie muss die Sozialpartnerschaft 4.0 gestaltet werden, um auch morgen noch als Vorbild dienen zu können? Die Antworten auf diese Fragen fallen ganz unterschiedlich aus. In 18 Beiträgen ziehen namhafte Persönlichkeiten, wie Peter Altmaier oder Hubertus Heil, Bilanz und erläutern, wie der Interessenausgleich zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern künftig geregelt werden kann.
H-8200 Veszprém
Refit Kamberovic, Natali von Zmuda, Alisha Dittmer
Registereintragung Amtsgericht Hamburg
Kontakt
Doch unsere Wirtschaftsordnung und viele Institutionen haben in jüngster Zeit Vertrauen verloren, das zurückgewonnen werden muss. Die Sozialpartnerschaft als Instrument zur Konfliktlösung ist vermehrt in die Kritik geraten. Dazu hat die Zunahme prekärer Beschäftigungsverhältnisse und der Bedeutungsverlust der Gewerkschaften wesentlich beigetragen. Zudem steht die Sozialpartnerschaft durch die Digitalisierung und die damit einhergehenden fundamentalen Veränderungen in der Arbeitswelt vor ganz neuen Herausforderungen.
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Telefon: +49 (0) 40 / 300 945 - 0 Telefax: +49 (0) 40 / 300 969 90
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E-Mail: info@fitnessmanagement.de
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Redaktionelle Mitarbeit
Art Direktion
Patrick Berndt, Albert Busek,
Klaudia Lech
Karl Drack, Andrea Elbl, Aline Emanuel, Antonio e Silva, Sebastian Fess,
Layout und Bildbearbeitung
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Klaudia Lech,
Anke Mächler, Niko Russ,
Lars Marschalek,
Florian Schmidt, Magdalena Schönhuth,
Kimberly Piersdorf,
Prof. Dr. Oliver Schumann, Anke Sörensen,
Stefanie Reifschneider
Sarah Staut, Jürgen Wolff
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KOLUMNE
Mit Kundenkenntnis zur Kundengewinnung
Wie Fitnesskunden funktionieren Text: Antonio e Silva
Foto: New Africa – stock.adobe.com
Um erfolgreich bei der Neukundengewinnung zu sein, müssen Sie genau wissen, wie diese denken und welche Erwartungshaltung sie haben. Das ist sehr unterschiedlich. Für alle Kunden gelten jedoch die sogenannten „Goldenen Regeln“. Wenn Sie die in Ihre Beratungsgespräche einbeziehen, werden Sie erkennen, welche Türen Verkaufspsychologie öffnen kann. Sieben „Goldene Regeln“ zur Kundengewinnung 1. Eindeutigkeit in der Informationsübermittlung Für viele Interessenten zählt bei der Entscheidung für ein Fitnessstudio das Gefühl, dass es eine Vorreiterfunktion hat. Als Erster mit einem Trend zu starten ist vergleichbar mit der Auszeichnung durch einen Experten. Bildlich gesprochen: Sind Sie eine Lokomotive oder nur ein Waggon? Bei der Beratung sollte Ihr Trainer vermitteln: “Wir sind das erste Fitnessstudio, das das Trainingssystem „xy“ eingeführt hat.“
Foto: Volker Beushausen
2. Alleinstellungsmerkmal als Wettbewerbsvorteil Interessenten haben die Wahl zwischen verschiedenen Fitnessstudios. Um sich von der Konkurrenz abzugrenzen, sollte es gelingen, einen besonderen Nutzen aus Alleinstellungsmerkmalen zu ziehen. Ein Wettbewerbsvorteil ist vor allem für die qualitätsorientierte Strategie (Differenzierung oder Nischenstrategie) relevant. Beispielsweise ist die DIN EN 17229 ein Plus bei der Best-Ager-Beratung, denn sie schafft Vertrauen und sichert eine hohe Qualität.
Antonio e Silva Sales Director/Vertriebsleiter for me do
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3. Steuerung des Interesses Kunden orientieren sich nachweislich eher am Neuen als am Besseren. Im digitalen Zeitalter wollen sie den neuesten Trend angeboten bekommen. Lassen Sie während eines Beratungsgesprächs den Satz fallen: „Wir sind die Trendsetter bei Abnehm-Konzepten, unsere Kunden verlieren durchschnittlich sechs Kilo Fett in sieben Monaten.“
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4. Erzeugung eines Glücksgefühls Sie müssen Ihre Kunden im Dialog begeistern. Eine Empfehlung: Lose sind auf jedem Kindergeburtstag ein Hit, bei Fitnesskunden auch. Lassen Sie jeden Interessenten vor der Besichtigung und dem Probetraining ein Los wählen, das erzeugt ein Glücksgefühl. Natürlich gewinnt jedes Los, zum Beispiel einen Termin auf der Sonnenbank oder einen VIP-Tag. Der Trick: Bevor der Neukunde mit dem Training startet, hat er bereits etwas gewonnen. 5. Lockstoff für Neukunden Ein Bekannter war im Urlaub und erzählt Ihnen fünfmal, wie hervorragend alles war. Ihrem neuen Mitglied geht es in der Regel genauso. In den ersten Monaten wird er jedem mitteilen, wie toll Ihre Anlage ist. Mundpropaganda ist die preiswerteste Werbung, die Sie einsetzen können, ist aber nicht zu steuern. Nach zwei Monaten – das belegt die Statistik – sinkt die Bereitschaft zu werben, nach sechs Monaten brauchen Sie Rabattaktionen dafür. Das kostet Sie Geld und belästigt den Kunden, schlimmstenfalls fühlt er sich bedrängt und geht verloren. Bieten Sie Neukunden lieber direkt nach der Erstberatung ein PartnerAbo an, bei dem der Lebenspartner nur die Hälfte zahlt. 6. Berücksichtigung von Kundentypen Es gibt zwei unterschiedliche Typen von Fitnesskunden, den „Normalen“ und „Fast-Lane-Kunden“: Der Normalkunde will ohne Stress trainieren, wenige Kontakte knüpfen und hat Zeit. Der Fast-Lane-Kunde favorisiert eine effektive Trainingsmethode, die maximal 30 Minuten dauert. Beide Typen brauchen ein entsprechendes Konzept. Ich frage meine Kunden immer: „Möchten Sie eine normale Trainingszeit oder die kompakte Variante?“ 70 Prozent aller Befragten entscheiden sich für die 30-Minuten-Lösung. 7. Offenlegung der Trainingsergebnisse Leider vergessen wir immer wieder, dass unsere Kunden Trainingsergebnisse sehen wollen. In der Regel bleibt kein Kunde ohne Ergebnis länger in einer Abo-Beziehung. Prüfen Sie die Ergebnisse regelmäßig, vorzugsweise alle zwei Monate. Zeigen Sie Ihren Mitgliedern die Fortschritte auf und verstärken Sie die neuen Ziele – eine der besten Methoden, um die Kündigungsquote gering zu halten.
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