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Okt./Nov.
Nr. 187
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fitness MANAGEMENT international 5/2026 Nr. 187 Offizielles Organ DSSV e. V. und BfB e. V.
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Aufstiegskongress 2026 dean&david-Gründer David Baumgartner über Schritte aus der Komfortzone
Studios als sozialer Raum Wie die Positionierung als „Third Place“ neues Potenzial freilegt
Vom Bundestag in die Fitnessbranche Rechtsanwalt Philipp Hartewig ist neuer Geschäftsführer des DSSV e. V.
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Es ist schon wieder so weit: Aufstiegskongresszeit! Janosch Marx
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nternehmertum bedeutet, Entscheidungen zu treffen, Verantwortung zu übernehmen, Teambuilding zu betreiben und sich immer wieder weiterzuentwickeln. Genau darum geht es beim Aufstiegskongress am 9. und 10. Oktober 2026 in Mannheim. Unter dem Motto „IDENTITY: HUMAN. SMART. STRONG.“ treffen Praxis, Wissenschaft und Management aufeinander. Besonders freue ich mich auf die drei Keynotes: David Baumgartner spricht über Unternehmertum, Mut und Resilienz, Boris Grundl über Leadership und Eigenverantwortung und Niko Kappel darüber, wie Haltung und Motivation helfen, Grenzen zu überwinden. Alle drei haben wir im Vorfeld interviewt. In dieser Ausgabe ab Seite 42 findest du das Gespräch mit David Baumgartner, der aus einer Idee während einer Weltreise mit dean&david ein Unternehmen mit mehr als 200 Standorten aufgebaut hat. Seine Botschaft: neugierig bleiben, Krisen aushalten und den Mut haben, die eigene Komfortzone zu verlassen. Ich würde mich freuen, dich und dein Team in Mannheim persönlich zu treffen.
Vom Bundestag zum DSSV Apropos persönliches Treffen: Der neue DSSV-Geschäftsführer Philipp Hartewig wird ebenfalls beim Aufstiegskongress in Mannheim dabei sein. Der Rechtsanwalt und ehemalige Bundestagsabgeordnete wird die politische Arbeit des Verbandes vorantreiben. Im Interview ab Seite 46 spricht er über politische Anerkennung, Bürokratie, Scheinselbstständigkeit und Qualitätsstandards. Sein Ziel ist klar: Fitness- und Gesundheitsanlagen sollen nicht lediglich als Freizeitangebote, sondern als unverzichtbarer Bestandteil eines gesunden und leistungsfähigen Deutschlands wahrgenommen werden.
42 Aufstiegskongress: dean&davidGründer David Baumgartner
Fitnessstudios als Trainingsstätte, sozialer Raum oder beides? Ein Thema, das hervorragend zum Kongressmotto passt, zieht sich auch durch diese Ausgabe: Welche Rolle wollen Fitnessstudios künftig im Leben ihrer Mitglieder spielen? Unser Schwerpunkt ab Seite 26 beschäftigt sich mit Studios als sozialen Räumen – als „Third Places“, die neben Training auch Gemeinschaft, Identifikation und Zugehörigkeit schaffen. Wie unterschiedlich das in der Praxis aussehen kann, zeigen Henning Förster vom Aktivpark Kall, Gerrit Sittler von CrossFit Saar und Eckhardt Santana von Vamos Fitness in Aschaffenburg. Dabei wird deutlich: Gerade in einer zunehmend digitalen Welt kann echte persönliche Begegnung zu einem entscheidenden Differenzierungsmerkmal unserer Branche werden. Gemeinschaft kann Menschen motivieren, langfristig dranzubleiben – und damit auch wirtschaftlich relevant werden.
46 Aus dem Bundestag zum DSSV – Interview mit Philipp Hartewig
Menschen über 60 in die Studios bewegen Dazu passt auch der Blick auf eine Zielgruppe, deren Bedeutung massiv wachsen wird: Menschen über 60 Jahre. Eine aktuelle Studie von DHfPG, IKK Südwest und Netzwerk Generation Ü mit knapp 3.500 Personen im Alter ab 60 Jahren zeigt vor allem eines: Die Generation 60 plus ist alles andere als homogen. Acht unterschiedliche Typen verdeutlichen, wie verschieden Ressourcen, Motivation und Aktivitätsbereitschaft ausgeprägt sind. Für Betreiber liegt darin eine große Chance, Angebote, Kommunikation und Betreuung künftig noch zielgerichteter auszurichten. Mehr dazu ab Seite 100 und natürlich auf dem Aufstiegskongress. Wir sehen uns am 9. und 10. Oktober in Mannheim! Mit den besten Grüßen aus Hamburg, Janosch Marx
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100 Spot on Gen Ü – Potenziale der Schlüsselzielgruppe 60 plus
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Henning Förster
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Gerrit Sittler
Eckhardt Santana
Training, Community, Wellbeing – Studios als sozialer Raum
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Aufstiegskongress:
dean&david-Gründer David Baumgartner
INHALT
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AKTUELLES
MANAGEMENT
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62 Personenporträt: Esther Helbach – ¡Vamos fitness! 64 MYGYM: raus aus dem Einzelkämpfermodus 66 EGYM macht Longevity messbar 68 Erfolg durch Personal, Teil 5 – soziale und emotionale Kompetenzen 72 LES MILLS REFORMER™ – Boutiquefans für klassische Fitnessstudios begeistern 74 miha bodytec: Marktstudie „EMS-Training 2026“ 76 wellhub: Strategien für neues Wachstum 78 MANAGEMENT Impuls: starke Teams sind keine Selbstläufer 82 TRINITY: Kündiger frühzeitig zurückgewinnen 84 Fitvertise: Rebranding mit Strategie 85 Epassi: Neue Kundengruppen dank Firmenfitness 86 Nachhaltiges Community Building – mehr Gemeinschaft, Motivation und Kundenbindung 90 airtango: vom Entertainment zum Kommunikationssystem 92 bsport: weniger Verwaltung, mehr Zeit für Mitglieder 94 Kolumne Dr. jur. Hans A. Geisler: rechtssichere Buttons für Online-Mitgliedschaften
Aktuelles aus der Fitness- und Gesundheitsbranche Studio des Monats: Iron&Soul Köln Das zweite Zuhause?! Studios als sozialer Raum – Training, Community und Wellbeing inkospor® ACTIVE COLLAGEN – Arthro Komplex Aufstiegskongress 2026: Keynote Speaker und dean&david-Gründer David Baumgartner im Interview Aufstiegskongress 2026: Was die Branche morgen bewegt, beginnt heute
DSSV 46 Interview mit Philipp Hartewig – vom Bundestag zum DSSV 52 Verbandsarbeit: Politik macht keine Trainingspause 54 Recht: Fitnessverträge: kleine Klausel, großes Risiko 58 Corona-Hilfen und neue Fördermitglieder 60 Kommentar Prof. Dr. Thomas Wessinghage: Gemeinsam stärker
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Aus dem Bundestag zum DSSV – Interview mit Philipp Hartewig
MANAGEMENT Impuls: starke Teams sind keine Selbstläufer
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Spot on Gen Ü – Potenziale der Schlüsselzielgruppe 60 plus
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FITNESS & GESUNDHEIT
WISSENSCHAFT & PRAXIS
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116 D HfPG-Science-Lab: Gemeinschaftsgefühl und Kundenbindung messbar machen 118 DHfPG/BSA Aktuell: Studium – Weiterbildung – Qualität 120 Kolumne Albert Busek: Aus sehr persönlicher Sicht – das Geschnek der Prävention 122 Science News: Wissenschaft für die Studiopraxis 124 Buchtipp: „Crashkurs Community-Management“ 126 Kolumne Antonio e Silva – die typischen „Schmerzpunkte“ identifizieren und gezielt angehen
seca: Körperanalyse als Umsatzhebel Life Fitness: Hammer Strength GLUTE ZONE – der strategische Erfolgsfaktor auf der Trainingsfläche 100 Spot on Gen Ü – Potenziale der Zielgruppe 60 plus 104 Panatta: Interview mit Bob Cicherillo 106 Wie körperliches Training die psychische Gesundheit fördert 110 Branche fragt – Wissenschaft antwortet: Sorgen hohe Wiederholungszahlen für mehr Muskeldefinition? 112 Community statt Loneliness – die soziale Dimension des Gruppentrainings
Fachartikel der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement (DHfPG) und der BSA-Akademie
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DSSV e.V. stellt neuen Geschäftsführer vor
BSA-Akademie startet Powerful-Future-Aktion
Seit dem 1. Juli 2026 ist Rechtsanwalt Philipp Hartewig (2. v. r.) Geschäftsführer des DSSV e. V. Der ehemalige Bundestagsabgeordnete bringt politische und juristische Erfahrung in den Verband ein. Er soll insbesondere die politische Interessenvertretung der Branche und die rechtliche Beratung der Mitgliedsunternehmen weiter stärken und enger miteinander verzahnen. Mehr dazu ab Seite 46.
Vom 9. bis 10. Oktober findet der Aufstiegskongress in Mannheim statt. Rund um den Fachkongress startet die BSA-Akademie die Powerful-Future-Aktion: Vom 28. September bis 12. Oktober erhalten Kunden im Webshop 25 Prozent Rabatt auf Lehrgänge und Lehrgangspakete. Bei einer Buchung vor Ort auf dem Aufstiegskongress erhalten sie zusätzlich ein Ticket für den Aufstiegskongress im nächsten Jahr.
fmi.news/dssv-hartewig
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Foto: Les Mills International
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Neuer Geschäftsführer bei Les Mills International
Markenzusammenführung von Epassi
Mit Jason Paris bekommt Les Mills International einen neuen CEO. Ab dem 6. Oktober 2026 übernimmt der neuseeländische Manager die operative Führung und Entscheidungsgewalt. Phillip Mills beendet damit wie geplant seine dreijährige Amtszeit als Geschäftsführer, unterstützt Jason Paris während der Übergangsphase und bleibt Gründer und Direktor. Jason Paris bringt Erfahrung aus Telekommunikation, digitalen Diensten und Medien mit.
Epassi, die Plattform für digitale Mitarbeiterbenefits führt Hansefit, Belonio und i-gb unter einer Marke zusammen. Epassi Sports kombiniert ein Sport- und Wellbeing-Netzwerk mit Belohnungen für Alltagsbewegung und ist für Neukunden ab Oktober 2026 buchbar. Das Modul „Fitness Network“ bietet Nutzenden Zugang zu mehr als 16.000 Sport- und Wellbeing-Partnern – von Fitnessstudios und Schwimmbädern bis hin zu Wellnessangeboten.
fmi.news/les-mills-paris
fmi.news/hansefit-epassi
Foto: all inclusive Fitness
Foto: HGM
Neuer CFO bei all inclusive Fitness
EGYM: Partner der Handballgemeinschaft München
Dr. Jobst Müller-Trimbusch (rechts) wird laut Unternehmensangaben am 1. Januar 2027 die Position des CFO bei all inclusive Fitness übernehmen. Der ehemalige CFO und Co-CEO der RSG Group folgt auf Rainer Mast, der die Geschäftsführung auf eigenen Wunsch zum Jahresende 2026 verlässt. Bis zum Jahreswechsel ist eine strukturierte Übergabe geplant. Müller-Trimbusch soll zudem die Expansion und Internationalisierung des Unternehmens begleiten.
Smarte Trainingstechnologie trifft auf ambitionierten Handball: Die Handballgemeinschaft München gewinnt mit EGYM einen neuen Technologie- und Businesspartner. Das Fitness- und Gesundheitstechnologieunternehmen unterstützt das ambitionierte Projekt von Beginn an und begleitet die Handballgemeinschaft München auf ihrem Weg, leistungsorientierte Strukturen für den Handballsport in der Metropolregion München aufzubauen.
fmi.news/ai-fitness-mueller-trimbusch
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Foto: Technogym
Foto: Schepers_Photography – stock.adobe.com
RUN X Challenge in Berlin
Zuckergetränkesteuer: Der DSSV e. V. warnt
Ende August 2026 feierten Technogym und World Athletics den Auftakt von RUN X in Berlin. Bei der neuen Laufbandweltmeisterschaft treten Freizeitläufer und Profis in einem vernetzten Fünf-KilometerWettbewerb gegeneinander an und soll das Lauferlebnis durch digitale Technologie global zugänglich und inklusiv gestalten. Die Teilnehmenden haben die Chance auf ein Gesamtpreisgeld von 100.000 US-Dollar für die besten Finalistinnen und Finalisten.
Ein Eckpunktepapier des Bundesfinanzministeriums sieht vor, die Zuckergetränkesteuer auf klassische Softdrinks sowie Getränke mit Süßungsmitteln, Granulate und Instantpulver auszuweiten. Somit wären – abhängig von der konkreten gesetzlichen Ausgestaltung – auch zuckerfreie Proteinshakes sowie viele klassische eiweißhaltige Produkte aus dem Fitnessbereich betroffen. Der DSSV fordert daher eine genaue Prüfung der Folgen für Fitness- und Proteinprodukte.
fmi.news/technogym-runx
fmi.news/dssv-zuckergetraenkesteuer
Foto: RSG Group USA
Foto: A.I. Fitness Holding GmbH
RSG Group USA ernennt alleinigen CEO
HYROX-Partnerschaft weiter ausgebaut
Die RSG Group USA Inc. ordnet die Führung von Gold’s Gym neu: Brad Reynolds übernimmt mit sofortiger Wirkung die alleinige CEO-Rolle; Danny Waggoner übernimmt als Chief Operating Officer die Entwicklung neuer Studios und die operative Steuerung des bestehenden Portfolios. Laut Unternehmensangaben soll die neue Struktur den Franchiseerfolg, die Mitgliedererfahrung und die Expansion stärken.
all inclusive Fitness erweitert die Kooperation mit HYROX deutlich. Nach Unternehmensangaben sollen bis 2029 rund 225 Clubs mit HYROX-Equipment ausgestattet werden. Bereits heute bieten rund 80 Standorte entsprechende Trainingsmöglichkeiten. Ergänzend erhalten Mitglieder künftig kostenfreien Zugang zu HYROX-Trainingsplänen in der App. Zudem wurde die Titelpartnerschaft von HYROX Köln auf der FIBO um drei Jahre verlängert.
fmi.news/rsg-group-reynolds
fmi.news/ai-fitness-hyrox
Foto: airtango Media GmbH
Foto: Sensopro
Digitales Inventar von airtango Media und MiiO Media
Sensopro spezialisiert Vertrieb in Deutschland
airtango Media und MiiO Media haben eine langfristige Kooperation für die digitale Werbevermarktung geschlossen. Insgesamt 47 Anlagen der Fitness Park Verwaltungs GmbH werden in das airtango-Ökosystem integriert. Damit wächst das Netzwerk in der DACH-Region auf 1.615 Standorte, rund 7.000 Screens und fünf Millionen Gym-Mitglieder. Marken erhalten so einen zusätzlichen Zugang im Trainingsumfeld.
Seit Sommer 2026 ist die Zusammenarbeit von Sensopro und crosscorpo in Deutschland klarer spezialisiert. Sensopro betreut Fitnesskunden direkt und baut dafür ein eigenes Vertriebsteam auf. crosscorpo fokussiert sich auf Physiotherapiepraxen und die Integration von Sensopro in den Praxisalltag. Die Neuausrichtung wird durch Andreas Kreil als Country Director geleitet, der mehr als 20 Jahre Erfahrung in der Fitness- und Gesundheitsbranche mitbringt.
fmi.news/airtango-miio-media
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Foto: Annika Will
Foto: all inclusive Fitness
all inclusive Fitness übernimmt fünf FitStop-Clubs
YTTP eröffnet erstes Strength-Studio in Köln
Mit fünf übernommenen FitStop-Clubs in Erfurt, Freising, Fulda, Landshut und Unterschleißheim baut all inclusive Fitness sein Clubnetz auf nun 202 Standorte aus. Mit der Übernahme kommen rund 20.000 Mitglieder hinzu, sodass insgesamt mehr als 730.000 Mitglieder bei all inclusive Fitness deutschlandweit trainieren. Im Zuge des Umbrandings werden die Clubs sukzessive an den Markenauftritt und das Konzept von all inclusive Fitness angepasst.
Mit YTTP Strength erweitert die Boutiquekette YTTP ihr bestehendes Angebot an Reformer- und Pilates-Kursen um funktionelles Hybridtraining. Das erste Studio wurde im September 2026 in Köln eröffnet und bietet betreute Gruppenkurse für bis zu 40 Personen. Für das Jahr 2026 sind zwei weitere Strength-Standorte in Berlin und Köln geplant. Auch das bestehende Studiokonzept soll in weiteren deutschen Großstädten ausgebaut werden.
fmi.news/all-inclusive-fitness-fitstop
fmi.news/yttp-strength-koeln
Foto: fitness MANAGEMENT
Foto: Wattbike
XTRAFIT wird Mitglied im DSSV e. V.
EGYM und Wattbike vernetzen Daten
Die Kölner Fitnesskette XTRAFIT tritt mit allen 20 Studios dem DSSV e. V. bei. XTRAFIT intensiviert damit ihr Engagement in der gemeinsamen Interessenvertretung der Branche. Geschäftsführer Fabian Menzel (links) verweist dabei auf politische und wirtschaftliche Herausforderungen. Der DSSV wertet den Beitritt als Signal für mehr gemeinsames Engagement und bessere Rahmenbedingungen in der Fitnessbranche.
Durch die Vernetzung der Systeme von EGYM und Wattbike können Leistungs- und Gesundheitsdaten wie VO2max, Kalorienverbrauch und virtuelle Distanz künftig automatisch an die EGYM-Plattform übertragen werden. Der auf dem Wattbike ermittelte VO2max-Wert fließt direkt in den Kardio BioAge-Score ein. Betreiber können die Tests somit in das Onboarding, in Reassessments und in individuelle Trainingsprogramme integrieren.
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Foto: SKILLCOURT
Foto: INJOY Quality GmbH
SKILLCOURT erhält Seed-Finanzierung
INJOY Quality GmbH übernimmt INJOY Soest
Das bayrische Diagnostik- und Trainingssystem SKILLCOURT hat eine Seed-Finanzierung über 1,7 Millionen Euro abgeschlossen und wird laut Unternehmensangaben mit 20 Millionen Euro bewertet. Das Kapital soll u. a. in die Produktentwicklung und die internationale Marktpräsenz fließen. Zudem ist der Ausbau des Partnernetzwerks sowie der Aufbau einer Datenplattform für kognitive und physische Gesundheit geplant.
Mit der Übernahme des bisherigen Franchisestandort INJOY Soest führt die INJOY Quality GmbH die Anlage künftig als Eigenbetrieb innerhalb der INJOY Organisation. Die Übernahme erfolgt mit wirtschaftlicher Wirkung rückwirkend zum 1. Januar 2026. Für die Kontinuität in der Führung des Standorts in der Übergangsphase bleibt Christoph Mielke in den kommenden zwei Jahren weiterhin als Geschäftsführer aktiv und wird den Integrationsprozess begleiten.
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Text: Jürgen Wolff
Fokus auf performanceorientiertes Krafttraining, Boutiquekurse und Recovery unter einem Dach: Iron&Soul erfindet das Fitnesstraining nicht neu, denkt aber viele Details anders und konsequent weiter. Anstatt Fitness als reine Trainingsleistung zu verstehen, setzt Iron&Soul auf Atmosphäre, soziale Begegnungen und ein echtes Erlebnis – vom auffälligen Design bis hin zur Präsenz auf Social Media. So entsteht ein Club, der weit mehr ist als ein Ort für die nächste Trainingseinheit.
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Zu den Besonderheiten zählen auch Bereiche des Clubs, die auf den ersten Blick nicht viel mit Training
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zu tun haben. Es gibt in der Nähe des Check-ins einen kleinen Co-Working-Bereich sowie die More Bar, eine Protein- und Shakebar mit Kaffee aus der Siebträgermaschine. Beide Bereiche wurden gezielt als Orte für das Community Building geschaffen, an denen sich Mitglieder und auch Trainerinnen und Trainer nach dem Training treffen, sich vernetzen und gemeinsam etwas trinken können. „Daraus entsteht Community, und Community ist der Teil unseres Produkts, den man nicht einkaufen kann“, sagt Laurenz Lankes.
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Fotos: Iron&Soul Köln GmbH
s sind viele kleine Besonderheiten, die das Iron&Soul Köln auszeichnen. Die Geschäftsführung – Gründer Axel Lankes, sein Sohn Laurenz Lankes und Alexander Frenger – verfügt über viele Jahre Branchenerfahrung und hat mit viel Liebe zum Detail einen Ort für gutes Training erschaffen und mehrere Trends der Branche weitergedacht.
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Gezielte Positionierung als Club Das Design und die Inneneinrichtung sind nicht Mainstream. Knallige Farben wurden stilsicher miteinander kombiniert und durch gezielte Beleuchtungseffekte in Szene gesetzt, sodass jeder Raum seinen unverwechselbaren Charakter erhält. „Licht- und Farbgebung sind die Hebel, die aus der Trainingsfläche einen Ort machen, an dem man sich gern aufhält“, sagt Laurenz Lankes. „Unser Anspruch ist, dass sich der Standort wie ein Club anfühlt und nicht wie eine Halle mit Geräten.“ Hinzu kommt ein praktischer Aspekt: Die Räume des Iron&Soul Köln funktionieren auf Bild und Video. „Unsere Mitglieder filmen sich, unsere Trainer produzieren Content, und wir selbst leben stark über Social Media“, erklärt Laurenz Lankes. „Wenn der Standort auf dem Handy schlecht aussieht, verschenkt man den größten Marketingkanal.“
Die erste Alternative Das auffällige Design ist Teil des Clubkonzepts. Auch Musik, Akustik und Duft haben im Iron&Soul Köln einen großen Stellenwert. Durch das Zusammenspiel entsteht ein Gesamterlebnis. „Unser Maßstab war die Frage, ob ein Nachmittag bei uns eine ernsthafte Alternative zu anderen Wochenendaktivitäten sein kann“, erläutert Laurenz Lankes. Was zugespitzt klingt, lässt sich anhand von Daten belegen: Der Sonntag ist inzwischen einer der stärksten Tage des Iron&Soul Köln. Der Club ist als Lifestyleort konzipiert. Die Mitglieder kommen, weil sie Gleichgesinnte treffen, weil sie nach dem Training noch bleiben können und weil Iron&Soul in Bewegung bleibt und regelmäßig Neues bietet: neue Kurse, neue Trainer, neue Formate und Events.
Training einfach gemacht Der Kraftbereich ist mit 1.200 Quadratmetern der größte Einzelbereich und das Herzstück des Clubs. Iron&Soul arbeitet bewusst nicht nur mit einem Hersteller zusammen, sondern betreibt „Cherry-Picking“: Für jede Muskelgruppe wird das beste Gerät ausgewählt. Im Ergebnis stehen EGYM, Matrix, 05/26
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HOIST, Panatta, Hammer Strength und gym80 nebeneinander. 800 Quadratmeter entfallen auf den Kurs-, 400 auf den Cardiobereich. Im Obergeschoss befindet sich die großzügige Functionalund HYROX-Area, in der HYROX-Formate sowie die eigenen HIIT- und Running-Kurse stattfinden. Dazu kommt ein zweiter großzügiger Kursraum, der flexibel für Mobility-, Stretchingund kraftorientierte Kursformate genutzt wird. Die Recovery Suite umfasst Sauna, Kompressionsmanschetten und seit Kurzem Möglichkeiten für eine Kryo- sowie Rotlichttherapie.
Drei Trends – ein Konzept Die Fläche für ihren Club hatte das Führungstrio bereits einige Jahre im Blick. Es kam lange nicht zu einer Einigung mit dem Vermieter, weil die Rechnung für einen reinen Fitnessbetrieb auf den insgesamt 5.500 Quadratmetern nicht aufging. Erst als das gesamte Objekt angemietet und Teile davon untervermietet wurden, ließ sich der Standort wirtschaftlich darstellen. Der inhaltliche Impuls, ein neues Clubkonzept zu starten, kam aus der Branchenerfahrung des Gründerteams, das drei
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sich mehrere Ketten- und Einzelbetriebe. „Dass unser Konzept hier funktioniert, sagt mehr über das Produkt als jede Standortanalyse“, sagt Laurenz Lankes. „Bereits im ersten Jahr waren wir einer der meistbesuchten Partnerstandorte des Netzwerks von Urban Sports Club. Seit der Eröffnung haben rund 50.000 unterschiedliche Menschen bei uns trainiert.“
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„Daraus entstand unsere Idee“, erklärt Laurenz Lankes. „Boutiquekurse auf Champions-League-Niveau und richtig gutes Krafttraining an einem zugänglichen Ort, zu einem Preis, den man sich dauerhaft leisten kann. Wir sind kein günstiger Anbieter, aber man bekommt bei uns Krafttraining und Boutiquekurse an einem Standort statt zweier Mitgliedschaften bei zwei Anbietern.“ Eröffnet wurde Iron&Soul Köln im Januar 2025.
Nicht alles hat vom Start weg funktioniert. Das größte Lernfeld waren die Kurskonzepte. Yoga wurde wieder aus dem Programm genommen, weil es nicht zur Positionierung und zur Zielgruppe passte. „Wir sind emotionaler, lauter und energiegeladener. Ein Format, das dem entgegenläuft, wird bei uns nicht gut besucht, egal wie gut der Trainer ist. Inzwischen haben wir unser Kursportfolio klar geschärft und passen es künftig standortspezifisch an“, erklärt Alexander Frenger. Eine weitere Veränderung war die More Bar, die im vergangenen Jahr implementiert wurde. Mit Warenmanagement, Pricing und Logistik wird sie wie ein Geschäft im Geschäft geführt. Die Partnerschaft mit More Nutrition und Oace für Gym- und Streetwear wird am zweiten Standort in Neuss und an weiteren geplanten Standorten fortgeführt.
Topstandort mit starkem Wettbewerb Der Standort im Kölner Süden ist durch ein dicht besiedeltes, urbanes Umfeld mit einer Mischung aus Studierenden, jungen Berufstätigen und Familien geprägt. Der Club ist gut erreichbar und in ein Wohn- und Alltagsumfeld eingebettet, in dem ein Clubbesuch nicht geplant werden muss, sondern nebenbei passiert. Bei der Qualität des Standorts ist die Wettbewerbssituation entsprechend intensiv. Im Umkreis von 500 Metern befinden
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Fotos: Iron&Soul Köln GmbH
Makrotrends identifiziert hatte: • Fitness und Gesundheit wachsen zunehmend zusammen. Das Verständnis dafür, wie relevant Krafttraining für die Gesundheit ist, hat sich in der Breite durchgesetzt. • Menschen suchen Orte, an denen sie sich persönlich begegnen können. Der soziale Aspekt ist kein Nebenprodukt des Trainings mehr, sondern für viele der eigentliche Grund, zu kommen. • Boutiquestudios sind qualitativ hervorragend, aber preislich für viele nicht dauerhaft tragbar.
Partnerschaften und Netzwerk Kooperationen sind ein zentraler Baustein des Modells von Iron&Soul. Die engsten Partnerschaften bestehen mit More Nutrition und ESN im Zusammenhang mit der More Bar und den Vendingautomaten sowie mit Oace im Bereich Bekleidung und gemeinsamen Communityevents. Hinzu kommen Partnerschaften mit Herstellern. Die Partner profitieren von der Präsenz über die Social-Media-Kanäle von Iron&Soul, auf denen im Jahresverlauf mehrere Millionen Impressions erzielt werden, und vom direkten physischen Zugang zu einer kaufkräftigen Zielgruppe. Der Club kann seinen Mitgliedern ein besseres Produkterlebnis bieten und erhält Zugang zu Know-how. „Für weitere Kooperationen sind wir offen – überall dort, wo sich Synergien heben lassen“, sagt Laurenz Lankes.
Viele Karriereoptionen für das Team Wie läuft die Zusammenarbeit des Teams im Studioalltag? „Jung, energiegeladen und sehr eng getaktet. Wir arbeiten mit klaren Standards, aber ohne starre Hierarchie im Alltag. Feedback läuft in beide Richtungen – zeitnah, nicht einmal im Jahr im Mitarbeitergespräch“, sagt Alexander Frenger. Den Teammitgliedern stehen sehr gute Entwicklungsmöglichkeiten und Karriereoptionen offen – von der Trainingsbetreuung auf der Fläche über die Kursleitung bis in die Clubleitung. Auf dem Expansionskurs von Iron&Soul entstehen diese Möglichkeiten laufend. „Wir besetzen lieber intern als extern“, so Alexander Frenger.
Qualifikationen und Soft Skills Die fachliche Qualifikation ist dabei wichtig, steht aber nicht an erster Stelle. Am wichtigsten sind die Bereitschaft, anzupacken und zu lernen, Offenheit für Feedback sowie Freundlichkeit. „Wer keine Lust auf People Business und Service hat, wird bei uns nicht glücklich, egal wie gut die Zeugnisse sind.“ Das Verständnis für das komplexe Angebot bei Iron&Soul Köln ist ein weiterer entscheidender Punkt: Kurse, Kraftfläche, EGYM, Recovery, More Bar. Mitarbeitende müssen das Gesamtkonzept verinnerlichen, um Gäste wirklich beraten zu können. „Ein
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weiterer Punkt ist Haltung. Wir suchen Menschen, die Lust darauf haben, einen positiven Einfluss auf das Leben anderer zu nehmen. Das ist der eigentliche Job“, so Alexander Frenger.
Digitalisierung mit Leitplanke Die Digitalisierung hat einen hohen Stellenwert – mit einer klaren Leitplanke: Im Club steht das Menschliche an erster Stelle. Deshalb wird nicht alles digitalisiert, was sich digitalisieren ließe. „Den ersten Kontakt im Club digitalisieren wir bewusst nicht. Wer zu uns kommt, soll von einem Menschen begrüßt werden“, erklärt Alexander Frenger. Digitale Tools und KI werden dort eingesetzt, wo sie Freiräume schaffen, um sich auf Menschen zu konzentrieren, sowie dort, wo sie Dinge sichtbar machen, die sonst übersehen würden.
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Social Media ist Baustein des Clubkonzepts „Social Media ist mit Abstand unser wichtigster Kanal in der Neukundengewinnung. Wir engagieren uns stark, menschlich und unterhaltsam zu sein, und liefern gleichzeitig echte Informationen statt reiner Werbung“, erklärt Laurenz Lankes. „Für ein Konzept wie unseres, das stark über Atmosphäre und Community funktioniert, ist das essenziell: Man kann Atmosphäre schlecht in einem Preisaushang erklären, aber sehr gut zeigen.“ Ein großer Teil der Inhalte entsteht aus dem Cluballtag heraus: Kurse, Umbauten, Trainerporträts, Behind-the-Scenes – auch die Unternehmensführung ist auf den Kanälen präsent. Der Service für die Mitglieder und Interessenten findet ebenfalls zu einem erheblichen Teil über Social Media statt, „weil Menschen sich dort informieren, wo sie ohnehin sind“, so Alexander Frenger.
Marketing und Community Jeder Standort hat einen eigenen Account. Bei Iron&Soul ist der standorteigene Account ein wichtiger Bestandteil des Community Buildings, weil so relevante Informationen wirk-
Laurenz Lankes ist in der Fitnessbranche aufgewachsen. Sein Vater Axel Lankes war über Jahrzehnte in der Branche in leitender Funktion tätig, Cluballtag war entsprechend früh Familienalltag. Sportlich kommt er aus dem Leistungstennis, heute trainiert er selbst HYROX. Nach dem Master in Business Analytics arbeitete er im Venturecapital im Bereich KI und begleitete dort den Aufbau junger Technologieunternehmen. Diese Kombination prägt seine Rolle bei Iron&Soul: Strategie, Zahlen, Digitalisierung und Expansion.
Alexander Frenger verantwortet bei Iron&Soul den operativen Bereich: Clubbetrieb, Prozesse, Personal und Qualität an den Standorten. Er sorgt dafür, dass aus einem Konzept ein funktionierender Alltag wird, und ist eines der beiden Gesichter der Marke nach außen. Davor hat er zehn Jahre lang den operativen Aufbau eines Kettenbetriebes mit mehr als 100.000 Mitgliedern begleitet.
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Das Marketing arbeitet weniger mit demografischen Segmenten, sondern mit Anlässen und Formaten. Wer HYROX sucht, wird über den Functional-Bereich und die eigenen Wettkampfformate angesprochen. Wer den Einstieg ins Krafttraining sucht, über EGYM und Betreuung. Wer Community sucht, über Kurse, Events und die More Bar.
Ein Konzept auf Wachstumskurs Passend zum frischen, lebendigen Social-Media-konzentrierten Auftritt ist die Zielgruppe tendenziell etwas jünger als im Branchendurchschnitt. Über den Trainingsalltag verteilt ist das Altersspektrum der Trainierenden breiter als die Positionierung vermuten ließe. Es kommen alle Altersgruppen zusammen, weiblich wie männlich. Die Trainierenden setzen sich bei Iron&Soul aus zwei Gruppen zusammen: Direktmitglieder mit voller Nutzung des Clubs sowie Nutzerinnen und Nutzer, die über Aggregatoren kommen und vor allem die Kurse nutzen, zunehmend aber auch auf der freien Fläche trainieren. „Der hohe Frauenanteil auf der Krafttrainingsfläche freut uns besonders. Das freundliche Design und unser starker Kursfokus senken die Hemmschwelle spürbar. Und wenn Frauen auf der Trainingsfläche vielen anderen Frauen begegnen, wirkt sich das positiv auf das generelle Trainingsklima aus “, sagt Alexander Frenger.
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Mitarbeitende
Bildungspartner:
15 insgesamt DHfPG
Verband
DSSV e. V.
Fotos: Iron&Soul Köln GmbH
Axel Lankes ist seit Jahrzehnten in der Fitnessbranche zu Hause und hat vor Iron&Soul eine Kette mit mehr als 20 Standorten aufgebaut und geführt. Er bringt in das Gründungsteam das ein, was sich nicht anlesen lässt: Erfahrung aus mehreren Marktzyklen, ein Gespür für Standorte und die Fähigkeit, Konzepte auf ihre wirtschaftliche Substanz abzuklopfen.
lich bei den Mitgliedern eines Standorts ankommen und sich rund um jeden Club eine eigene Community bildet. Das ist eine ressourcenintensive Strategie, insbesondere für neue Standorte, die sich aber bewährt. Für die Mitgliederbindung nutzt Iron&Soul Feedback-Automatisierung, digitale Mitgliederkommunikation und WhatsApp als schnellen, direkten Kanal für Interessenten.
Iron&Soul Köln GmbH Weyerstraßerweg 10A 50969 Köln www.ironandsoul.de
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AKTUELLES | STUDIOS ALS SOZIALER RAUM
Studios als sozialer Raum – Training, Community und Wellbeing
DAS ZWEITE ZUHAUSE?! Text: Anke Sörensen und Jürgen Wolff
Foto: Abrahams77/peopleimages.com – stock.adobe.com
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Soziale Räume oder „Third Places“ sind Treffpunkte für Menschen, an denen sie gemeinsame Interessen verfolgen oder aktiv sind – abseits ihres Zuhauses und Arbeitsplatzes. Für unsere Gesellschaft und ihren Zusammenhalt haben diese sozialen Räume eine große Bedeutung. Viele Studios verstehen sich bereits als zweites Zuhause für ihre Mitglieder und setzen mit ihrem Angebot auf eine Wohlfühlatmosphäre sowie eine enge, empathische Betreuung. Dass hinter dieser Ausrichtung viel mehr steckt als ein bloßes Gefühl, lässt sich anhand von Zahlen und der soziokulturellen Entwicklung belegen. Für die Fitness- und Gesundheitsbranche schlummert hier ein enormes Potenzial. Wie Studios dieses erfolgreich entfalten können, zeigen Henning Förster, Gerrit Sittler und Eckhardt Santana in Interviews.
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ie Idee, gemeinsam Leibesübungen durchzuführen, ist über 200 Jahre alt: Im Jahr 1816 gründete sich die Hamburger Turnerschaft als einer der ersten Sportvereine weltweit. Diese Idee hat sich über viele Jahrzehnte äußerst erfolgreich bewährt und – insbesondere in Deutschland – zu einem Phänomen entwickelt. Mehr als 29 Millionen Menschen sind hierzulande über Vereine im Sport organisiert (DOSB, 2025).
Das Potenzial des sozialen Raums Als starke Alternative zur Vereinsstruktur haben sich vor allem in den letzten 30 Jahren Fitness- und Gesundheitsanbieter zu sozialen Räumen und „Third Places“ entwickelt, die vielen Menschen über das Training hinaus ein Gefühl der Identität und Zugehörigkeit vermitteln. Seit etwa 15 Jahren ist Fitnesstraining die mitgliederstärkste Sportart in Deutschland und hat damit den Fußball abgelöst (DSSV, 2012, 2026).
Echte Verbindungen gehen verloren Die Stiftung für Zukunftsfragen – eine Initiative von British American Tobacco – hat im Jahr 2024 in einer Umfrage ermittelt, dass nicht einmal jeder fünfte Deutsche (18 %) sich einmal pro Woche mit Freunden trifft. 2004 lag der Anteil noch bei 28 Prozent. Bei den jüngeren Generationen ist diese Ausprägung noch stärker: Nur ein Drittel (32 %) verbringt regelmäßig Zeit mit Freunden, während es 2004 noch 56 Prozent waren. Gleichzeitig äußern zwei Drittel den Wunsch, häufiger Zeit mit Freunden verbringen zu wollen (Stiftung für Zukunftsfragen, 2024).
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Als lebendiger und etablierter Bestandteil der sozialen Infrastruktur können sich Studios von Orten des Trainings zu Orten des Miteinanders entwickeln. In einem Umfeld, das den
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Gesundheitsaspekt bedient und darüber hinaus sozialen Halt bietet, kann Bewegung leichter zu einem selbstverständlichen Teil des Lebens werden und Mitglieder langfristig (ver)binden.
Unverwechselbar durch soziale Interaktion Dank Digitalisierung und Social Media erhalten wir alle Informationen überall und können ständig kommunizieren. Gleichzeitig gibt es immer weniger Räume für physische Begegnungen, direkten Austausch und spürbare Gemeinschaft. Dabei ist die physische soziale Interaktion wichtig für das Wohlbefinden – ebenso wie die körperliche Gesundheit.
Wirtschaftlicher Mehrwert durch Gemeinschaft Das ist ein Punkt, der nicht unterschätzt werden sollte, denn der Wettbewerb innerhalb der Branche wird stärker. Discountanbieter, Premium- und Boutiquestudios sowie digitale und hybride Trainingsangebote konkurrieren um dieselbe Zielgruppe
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„Weiche“ Faktoren, wie die emotionale Bindung der Mitglieder, werden immer wichtiger. Studios mit einer vitalen Community profitieren auch wirtschaftlich. Eine starke Verbindung der Mitglieder mit ihrem Club sorgt für bessere Retentionraten, Empfehlungsquoten und eine höhere Trainingsfrequenz (Sörensen, 2026). Der Faktor „Community“ entwickelt sich von einem „weichen“ Imagethema zu einem skalierbaren wirtschaftlichen Erfolgsfaktor.
Studios als sozialer Raum Die Positionierung als sozialer Raum kann für Studios ein großes, neues Potenzial freilegen, mehr Menschen in Bewegung bringen und sie langfristig dafür begeistern. Sie können sich nachhaltig als fester Bestandteil der sozialen Infrastruktur etablieren und für eine größere Akzeptanz der Branche in Politik, Gesellschaft und Medien sorgen. Was es dafür braucht und welche Maßnahmen und Tools dabei wichtig sind, erläutern Henning Förster, Geschäftsführer des Aktivpark Kall, Gerrit Sittler, Gründer und Geschäftsführer von CrossFit Saar, einer der ältesten Boxes in Deutschland, sowie Eckhardt Santana, Gründer und Geschäftsführer des Vamos Fitness in Aschaffenburg, im Interview mit fitness MANAGEMENT international. Auszug aus der Literaturliste Deutscher Olympischer Sportbund e. V. (Hrsg.). (2025). Bestandserhebung 2025 (2. digitale Aufl.). Frankfurt am Main: Hrsg. DSSV e. V. – Arbeitgeberverband deutscher Fitness- und Gesundheits-Anlagen (Hrsg.). (2012). Eckdaten der deutschen Fitness-Wirtschaft 2012. Hamburg: Hrsg. Sörensen, A. (2026). Erfolg durch Personal, Teil 4 – die Community. fitness MANAGEMENT international, 4 (186), 74–76. Stiftung für Zukunftsfragen. (2024). Freundschaften im echten Leben: Real Life vs. Social Media. Verfügbar unter https://www.stiftungfuerzukunftsfragen.de/freundschaftenim-echten-leben-real-life-vs-social-media/ Für eine vollständige Literaturliste kontaktiere uns bitte literatur@fitnessmanagement.de.
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Foto: Abrahams77/peopleimages.com – stock.adobe.com
Warum also nicht Gesundheitsaspekte mit dem Benefit eines Social Hubs verbinden? Viele Studios machen das bereits seit vielen Jahren. Social Media hat die Optionen für Austausch und Auftritt in den vergangenen Jahren noch einmal vervielfacht. Mit Lounge- und Cafébereichen, Co-Working- sowie mit Wellness- und Recovery-Areas schaffen Studios Räume und eine Atmosphäre, die über das Trainingsangebot hinausgeht. Freizeitangebote werden mit der Trainingsumgebung kombiniert und zu sozialen Räumen entwickelt. Über ihren Auftrag als Gesundheitsdienstleister hinaus erschließen Studios soziale Räume, die bisher nicht konsequent bespielt wurden. Durch die Integration sozialer Aspekte werden Menschen erreicht, deren Motivation für eine Mitgliedschaft nicht Gesundheit, Shape oder Lifestyle ist, sondern Identifikation und Teilhabe. Studios festigen ihr bisheriges Engagement und schaffen einen attraktiven Zugang für neue Zielgruppen. So entstehen im Zeitalter von Digitalisierung und Social Media Räume, in denen echte Communitys wachsen können. Diese Gemeinschaft macht ein Studio einzigartig.
und nur wenige potenzielle Mitglieder können zwischen den Trainingsangeboten unterscheiden.
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Henning Förster
Gemeinsam mit seinem Bruder Steffen ist Henning Förster seit 2021 Geschäftsführer des Aktivpark Kall. Er machte vor seinem Bachelor- und MasterStudium in BWL eine Ausbildung zum Sport- und Fitnesskaufmann beim 1. FC Köln. Danach sammelte er Erfahrungen in der Strategieberatung sowie in Startups und verbrachte knapp zehn Jahre im Ausland (Wien, Sydney, Barcelona). Der Aktivpark Kall ist ein Familienunternehmen in dritter Generation, im September 2026 wurde der dritte Standort eröffnet. www.aktivpark-kall.de
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Foto: Dimension Media / Anni Schwanke
„Was macht den Besuch im Studio zum Erlebnis?“ Interview mit Henning Förster, Geschäftsführer Aktivpark Kall
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fMi: Der Aktivpark Kall geht mit seinem breiten Angebot weit über ein klassisches Fitnessstudio hinaus. Wie ist die Idee entstanden, Training, Gesundheit und Begegnung miteinander zu verbinden? Henning Förster: Wir sind ein Familienunternehmen, das mein Bruder und ich jetzt in dritter Generation führen. Mein Großvater hat es 1981 als reine Tennishalle gegründet. Danach kamen unter anderem Squash, Badminton, Kegelbahn und ein Restaurant hinzu. Diese Multifunktionalität ist über Jahrzehnte gewachsen und gehört zu unserer Geschichte. Seit längerer Zeit setzen wir den Fokus auf den Fitnessbereich, haben uns aber nie nur als klassisches Fitnessstudio verstanden. Wir orientieren uns beispielsweise an der Hotellerie und an Wellnesshotels: Was macht einen Ort aus, an dem Menschen sich gern aufhalten und wiederkommen? Gute Geräte und ein kompetentes Trainerteam sind wichtige Basics, aber was macht den Besuch im Studio zum Erlebnis? Das Gesamtpaket muss stimmen. Deshalb verbinden wir die Säulen Bewegung, Ernährung und Erholung mit Motivation und sozialem Miteinander. Das zieht sich durch von Fitness, Wellness und Restaurant bis hin zum Kinderland und unserem neuen Padel-Angebot. In vielen Branchen wird vom „Third Place“ gesprochen – also einem dritten Ort neben Zuhause und Arbeitsplatz. Ist der Aktivpark Kall ein „Third Place“ und was macht ihn dazu? Absolut. Die Bezeichnung trifft unsere Idee sehr gut. Wir wollen ein sozialer Treffpunkt sein, ein Begegnungsort. Die Menschen kommen nicht ausschließlich zum Training, sondern trinken anschließend einen Kaffee, gehen in die Sauna, essen im Restaurant oder spielen Padel. Vor 30 Jahren war die Kneipe ein wichtiger sozialer Treffpunkt. Das hat sich verändert, ein gesünderer Lebensstil ist wichtiger geworden. Ein modernes Studio braucht deshalb ein Ambiente, in dem Menschen sich wohlfühlen und gern Zeit verbringen – auch über das eigentliche Training hinaus. Welche Bedeutung hat der soziale Austausch für die Mitglieder? Wie wichtig sind die Aspekte Gemeinschaft und Zugehörigkeit für den Studiobesuch? In unserer ländlichen Region ist die soziale Komponente ungemein wichtig. Ein gutes Mitarbeiterteam sorgt für eine positive Atmosphäre, spricht Menschen aktiv an und bringt Mitglieder miteinander in Kontakt. Wir fördern das zusätzlich durch kleinere Veranstaltungen, Challenges und unser Sommerfest. Im Kursbereich sieht man besonders deutlich, wie stark soziale Bindungen wirken. Dort herrscht die geringste Fluktuation, was nicht allein am Trainingsangebot liegt, sondern vor allem daran, dass im Kurs Beziehungen und vielleicht sogar Freundschaften entstehen. Genau dieses Prinzip versuchen wir auf die Trainingsfläche zu übertragen. Lounge, Kaffeeangebote und Restaurant schaffen zusätzliche Möglichkeiten für Begegnung und sozialen Austausch. Welche Angebote und Aktionen haben sich besonders bewährt? Ein Beispiel sind unsere Sommerspiele. Mitglieder sammeln durch ihre Trainingsbesuche Karten für ein Quartett, das sie in 05/26
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Unser Credo ist, dass unser Team und die Atmosphäre die Mitglieder so motivieren und ansprechen, dass sie wiederkommen.“ eine Losbox werfen können. Doppelte Karten können sie miteinander tauschen. Für jedes Quartett können sie beim Trainer am Glücksrad drehen und Preise gewinnen. Am Ende findet ein großes Sommerfest statt, bei dem die Hauptpreise verlost werden. Im vergangenen Jahr waren rund 280 Mitglieder dabei. Entscheidend ist aber nicht der Gewinn, sondern dass durch das Spiel Austausch untereinander entsteht. Eine weitere Aktion heißt: „Ich teile meine Erfolgsgeschichte.“ Das machen wir jetzt im vierten Jahr. Sinngemäß geht es darum: „Du hast die Geschichte, wir das richtige Training.“ Mitglieder erzählen, warum sie zu uns gekommen sind und was sie erreicht haben. Dazu machen wir klassische Polaroidfotos. Mittlerweile hängen rund 150 solcher Geschichten bei uns. Mitglieder interessieren sich dafür, warum andere trainieren – und kommen darüber miteinander ins Gespräch. Welche Rolle spielen die Mitarbeitenden dabei, dass sich unterschiedliche Generationen und Zielgruppen willkommen fühlen? Bei Neueinstellungen ist für uns der persönliche Fit das wichtigste Kriterium. Fachkompetenz lässt sich entwickeln. Entscheidend ist zunächst, ob jemand zu unserem Team und unserer Philosophie passt und Verständnis für die Themen Lebensqualität, Wohlbefinden und – gerade im gesundheitsorientierten Bereich – die Lebenssituation mitbringt. Wir arbeiten zudem mit externen Coaches, die beispielsweise die Ansprache auf der Trainingsfläche, den Umgang mit Beschwerden oder die Betreuung von Neumitgliedern trainieren. Bestimmte Qualitätsstandards müssen für alle gelten, damit jedes Mitglied eine gute Betreuung erhält. Gleichzeitig darf Trainer A anders kommunizieren als Trainer B. Der persönliche Kontakt muss authentisch bleiben und zum jeweiligen Charakter passen. Wellbeing umfasst heute weit mehr als körperliche Fitness. Was gehört zu einem ganzheitlichen Wohlfühlkonzept? Die Grundlage ist ein modernes und effektives Trainingsangebot. Unser durchschnittliches Mitglied schafft es aufgrund von Beruf und Familie vielleicht ein- bis zweimal pro Woche zum Training. Deshalb muss es effizient sein und konkrete Probleme lösen.
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Wenn ein Studio nur noch einen Trainingsplan liefert, macht es sich langfristig selbst austauschbar.“ Gleichzeitig braucht es eine hohe Aufenthaltsqualität. Die Säule Erholung ist bei uns elementar. Stress und Überlastung spielen bei vielen gesundheitlichen Problemen eine große Rolle. Deshalb bieten wir unter anderem Yoga- und Entspannungskurse, Sauna und Wassermassage an. Bei manchen Mitgliedern beginnen wir bewusst mit Beweglichkeit und Erholung, bevor intensiver trainiert wird. Auch Ernährung gehört dazu – aber realistisch. Es bringt wenig, zu viele Trainingseinheiten und eine radikale Ernährungsumstellung zu verlangen. Wenn z. B. eine fünfzigjährige Mutter zweier Kinder zu uns kommt, die einmal pro Woche Zeit hat, und wir ihr sagen: „Du musst dreimal die Woche kommen, darfst nur noch Low Carb essen, musst drei Liter Wasser trinken und Alkohol komplett weglassen“, dann macht sie das wahrscheinlich vier Wochen lang und gibt danach auf. Gesundheitskonzepte müssen zum tatsächlichen Leben der Menschen passen. Langfristige Umsetzbarkeit ist wichtiger als kurzfristige Perfektion. Unser Credo ist, dass unser Team und die Atmosphäre die Mitglieder so motivieren und ansprechen, dass sie gern wiederkommen. Lässt sich der wirtschaftliche Wert einer starken Community überhaupt an Kennzahlen messen? Nur bedingt, weil immer mehrere Faktoren zusammenspielen. Aber: In Krisen wird Loyalität sichtbar. Wir hatten mit Corona und der Flutkatastrophe zwischen 2019 und 2021 innerhalb kurzer Zeit zwei massive externe Krisen. Natürlich haben wir Mitglieder verloren, aber gerade in dieser Zeit hat uns die hohe Verbundenheit geholfen. Wir haben Mitglieder, die seit 30 Jahren bei uns sind. Dazu trägt sicherlich der familiäre Charakter unseres Unternehmens bei. In der Regel ist immer jemand aus unserer Familie vor Ort und ansprechbar. Community lässt sich deshalb vielleicht nicht auf eine einzelne Kennzahl reduzieren, zeigt sich aber in Loyalität, Fluktuation, Weiterempfehlungen und darin, wie ein Unternehmen Krisen bewältigt. Digitale Trainingsangebote und KI gewinnen zunehmend an Bedeutung. Welche Rolle spielt der persönliche Kontakt im Studio? Digitale Tools und KI werden uns immer mehr administrative Aufgaben abnehmen. Gleichzeitig glaube ich, dass sich Menschen dadurch noch stärker nach persönlichem Kontakt sehnen. Eine Rechnung möchte man online abrufen können; wenn aber die Rückenschmerzen trotz Training nicht besser werden, möchte man mit einem Menschen sprechen.
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Deshalb digitalisieren wir vor allem Prozesse, bei denen es für das Mitglied sinnvoll ist. Trainingspläne können beispielsweise in einer App hinterlegt werden. Das Ziel ist jedoch nicht weniger Betreuung, sondern mehr Zeit für Betreuung und Motivation. Wenn ein Studio nur noch einen Trainingsplan liefert, macht es sich langfristig selbst austauschbar, denn Trainingspläne kann man heute auch mit digitalen Anwendungen wie ChatGPT erstellen. Der persönliche Kontakt und die Community sind deshalb zentrale Differenzierungsmerkmale. Fitnessstudios werden zunehmend als Teil der Gesundheitsversorgung und als Orte gesellschaftlicher Teilhabe wahrgenommen. Welche Verantwortung haben Betreiber? Fitnessstudios sind heute ein wichtiger Teil des Gesundheitssystems, aber wir müssen uns unserer Rolle auch bewusst sein und diese differenziert betrachten. Ich würde mir nicht anmaßen, ein Studio mit einem Krankenhaus oder einer ärztlichen Einrichtung gleichzusetzen. Dennoch leisten Fitnessstudios einen enorm wichtigen Beitrag zur Prävention und Rehabilitation. Unser Gesundheitssystem investiert noch sehr stark in Behandlung, wenn Probleme bereits entstanden sind. Prävention wird zwangsläufig wichtiger werden und damit auch die Rolle professioneller Fitnessanbieter. Die Branche hat sich in den vergangenen Jahren deutlich professionalisiert. Die Kompetenz ist enorm gestiegen. Aus der klassischen „Muckibude“ sind vielerorts professionelle Gesundheitsanbieter geworden, die Menschen mit Rücken- und Gelenkbeschwerden, Übergewicht oder Herz-Kreislauf-Problemen begleiten. Wir tragen deshalb eine hohe Verantwortung, der die Branche mit ihrer Entwicklung gerecht wird. Gleichzeitig braucht es stärkere Anreize für einen gesunden Lebensstil und eine höhere gesellschaftliche Wertschätzung von Prävention. Welche Rolle werden Fitnessstudios als soziale Räume in den kommenden Jahren spielen? Ich glaube, dass diese Funktion deutlich wichtiger wird. Einsamkeit ist schon heute ein großes gesellschaftliches Thema, gerade bei älteren Menschen. Gleichzeitig können digitale Lebenswelten auch bei jüngeren Generationen dazu führen, dass direkter sozialer Austausch abnimmt. Orte, an denen Menschen tatsächlich zusammenkommen, gewinnen dadurch an Bedeutung – wie ein Boutiquestudio, in dem es eine coole Kaffeebar gibt, wo sich die Leute nach dem Training treffen. Studios werden deshalb noch stärker Training, Community und Aufenthaltsqualität verbinden. Gleichzeitig werden Medical Fitness und Medical Wellness wichtiger. Ich stelle mir einen Ort vor, den Menschen nicht erst aufsuchen, wenn sie krank sind, sondern an dem sie aktiv etwas für Gesundheit und Wohlbefinden tun können. Konzepte wie den Lanserhof, wo ich für eine Woche hingehe, um zu entschleunigen und therapeutische Angebote wahrzunehmen, finde ich sehr spannend. Für uns bedeutet das, die Aufenthaltsqualität weiterzuentwickeln und gesundheitliche Angebote stärker auszubauen. Unsere Kernaufgabe ist es, einen Ort zu schaffen, an dem Menschen gern sind, andere Menschen treffen und kompetente Ansprechpartner finden, die ihnen helfen, sich besser zu fühlen. fitness MANAGEMENT international
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CLEVERER PLANEN. HÄRTER TRAINIEREN. Eine leistungsstarke Glute-Zone für das Gesäßmuskeltraining zu schaffen, bedeutet nicht, auf Platz verzichten zu müssen. Mit intelligenter Planung können selbst kompakte Bereiche beeindruckende Ergebnisse liefern. Ob eine komplette Glute-Zone oder eine gezielt genutzte Nische – wir sorgen dafür, dass jeder Quadratmeter optimal genutzt wird.
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Gerrit Sittler
Der Diplom-Sportwissenschaftler und Personal Trainer ist Gründer von CrossFit Saar. Während seines Studiums der Sportwissenschaften entschied er sich, Personal Trainer zu werden, um Menschen im Training enger zu betreuen und sie effizient an ihre Ziele zu bringen. Durch ein Engagement auf der FIBO kam er mit CrossFit® in Berührung und lernte die Benefits des Trainingssystems am eigenen Körper kennen. Diese Art zu trainieren wollte Gerrit Sittler seinen Kunden bieten und gründete 2012 CrossFit Saar, das erste CrossFit®-Affiliate im Saarland. Heute ist er fitter als mit 30 bei der Gründung. www.crossfit-saar.de
Studios als sozialer Raum – Training, Community und Wellbeing
Interview mit Gerrit Sittler, Gründer von CrossFit Saar
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Foto: CrossFit Saar
„Gemeinschaft ist das, was Menschen weitermachen lässt“
fMi: CrossFit Saar definiert sich als „starke Fitness-Familie“. Welchen Stellenwert hat dieses Attribut für eure Box? Gerrit Sittler: Wir haben unsere Community eigentlich schon immer als unsere kleine CrossFit®-Familie bezeichnet. Wahrscheinlich liegt das daran, dass wir vor ziemlich genau 15 Jahren mit einer kleinen Handvoll Menschen in einer alten Backstube angefangen haben. Diese Gemeinschaft durfte über viele Jahre ganz natürlich wachsen. CrossFit® bringt Menschen zusammen, das ist bekannt. Ob daraus aber wirklich Gemeinschaft entsteht, entscheidet aus meiner Sicht nicht das Trainingsprogramm, sondern der Umgang miteinander. Deshalb ist Community für uns ein wesentlicher Bestandteil dessen, was CrossFit® ausmacht. Wodurch zeichnet sich die Community bei CrossFit Saar aus? Natürlich gehören gemeinsame Events, Sommerfeste oder besondere Workouts für uns dazu, ob zum Geburtstag eines Members oder wenn ein weggezogenes Mitglied uns seit Langem noch mal besucht. Sie alle schaffen gemeinsame Erinnerungen und haben einfach Spaß. Das Gemeinschaftsgefühl entsteht aber vor allem im Alltag – durch den Umgang miteinander, das ehrliche Interesse der Coaches und die vielen kleinen Begegnungen rund ums Training. Motivation schwankt bei jedem Menschen. Gemeinschaft ist oft das, was Menschen trotzdem weitermachen lässt. Ich glaube, genau das macht am Ende den Unterschied. Was macht eine echte Community im Zeitalter von KI und Social Media aus? Ich finde die Entwicklung rund um KI unglaublich spannend. Sie wird vieles verändern und uns in vielen Bereichen unterstützen. Aber je digitaler unser Alltag wird, desto wertvoller werden echte Begegnungen. Eine KI kann einen Trainingsplan schreiben oder Bewegungen analysieren. Sie merkt aber nicht, mit welcher Energie jemand durch die Tür kommt. Sie klopft dir nach einer schweren Wiederholung nicht auf die Schulter und sie freut sich nicht ehrlich mit dir über deinen ersten Pull-up. Inwieweit übernehmen Fitness- und Gesundheitsanbieter inzwischen auch eine Rolle als sozialer Raum? CrossFit® hat hier aus meiner Sicht einen besonderen Stellenwert. Die Gruppen sind überschaubar, man trainiert gemeinsam und lernt sich mit der Zeit wirklich kennen. Bei uns trainieren meist etwa zwölf Menschen in einer Class. Da bleibt kaum jemand ungesehen. Man freut sich miteinander über Erfolge, unterstützt sich und wächst gemeinsam. Dabei spielt es irgendwann kaum noch eine Rolle, welchen Beruf jemand hat oder wie fit er ist. Vor der Langhantel begegnen sich alle auf Augenhöhe. Zusätzlich zu Austausch und Umgang im Training selbst haben wir eine Ecke für die Community mit einem großen Board, auf dem sich Leute für gemeinsame Aktivitäten oder Events verabreden können, nach dem Training etwas trinken oder einfach plaudern können. Darüber hinaus haben wir eine Communitygruppe bei WhatsApp, in der wir unsere Members vernetzen und auf dem Laufenden halten. Welche Touchpoints und Prozesse sind entscheidend, damit sich neue Mitglieder willkommen fühlen und langfristig Teil der Community werden? Wir versuchen, neue Mitglieder genau dort abzuholen, wo 05/26
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sie gerade stehen. Viele kommen mit dem Gefühl zu uns, sie müssten erst fit werden, bevor sie überhaupt anfangen können. Genau diesen Druck versuchen wir ihnen als Erstes zu nehmen. Deshalb beginnt jeder mit einer individuellen Technik- und Bewegungseinweisung. Wir haben eine Starterroutine mit einigen Stunden intensivem Techniktraining, so führen wir sie an das CrossFit®-System heran. Eine der herausragenden Eigenschaften der CrossFit®-Trainings ist die universelle Skalierbarkeit. Wir zeigen passende Scaling-Möglichkeiten und begleiten den Einstieg Schritt für Schritt. Ein Beispiel: Kannst du nicht auf eine hohe Kiste springen, springst du auf eine niedrigere. Wenn du auch das noch nicht kannst, springst du auf eine flache Gewichtsscheibe. Wenn du gar nicht springen kannst, machst du Step-ups auf eine leichte Erhöhung. So kannst du es bei uns mit allen Übungen machen und sie auf die Bedürfnisse der Member anpassen. Uns ist wichtig, dass niemand das Gefühl hat, sich erst beweisen zu müssen. Die Starterroutine liefert dafür den technischen und theoretischen Background, aber die Empathie der Coaches ist genauso wichtig. Denn nur dadurch ist gewährleistet, dass die Leute dort abgeholt werden, wo sie stehen und sich wohl und gut aufgenommen fühlen. Braucht es Angebote für unterschiedliche Zielgruppen oder sind die Communityerlebnisse für alle gleich? Es braucht keine unterschiedlichen Angebote. Durch das individuelle Scaling arbeitet jeder auf seinem eigenen Leistungsniveau und trotzdem erleben alle dasselbe Workout. Ich glaube, genau das schafft Respekt füreinander und verbindet Menschen, die sich außerhalb der Box nie begegnet wären. Welche Rolle spielt das Team und welche Fähigkeiten und Qualifikationen sind besonders wichtig? Das Team ist unglaublich wichtig. Es prägt die Kultur der Box und gestaltet den sozialen Raum für die ganze Community. Fachliche Kompetenz gehört dazu; genauso wichtig ist aber die Haltung und das ehrliche Interesse daran, jedem einzelnen Menschen zu helfen. Praktische Erfahrungen als Athlet und Coach sind dabei das A und O. Wer selbst durch diesen Prozess gegangen ist, die Bewegungen verstanden hat und erfahren hat, was ein gutes Coaching ausmacht, entwickelt ein gutes Verständnis dafür, worauf es ankommt: nicht nur Fachwissen, sondern auch Empathie, Geduld sowie der richtige Tipp zur richtigen Zeit und die richtige Art der Motivation. Ich freue mich besonders darüber, wenn Mitglieder nach der Arbeit auf einen Kaffee bleiben oder sagen: „Ich komme heute gar nicht mehr zum Training – aber ich wollte einfach noch kurz bei euch sein.“ Da geht mir jedes Mal das Herz auf. Wie wird sich die Rolle von Fitnessanbietern in Zukunft entwickeln? Fitnessanbieter sind bereits mehr als Orte für Bewegung – und das wird sich in Zukunft noch verstärken. Unser Alltag wird immer schneller und digitaler. Gleichzeitig haben viele Menschen das Bedürfnis nach echter Begegnung und Zugehörigkeit. Deshalb glaube ich, dass Fitnessstudios und CrossFit®Boxen künftig nicht nur die Gesundheit fördern, sondern auch wichtige Orte der Gemeinschaft sein werden. Vielleicht liegt genau darin die größte Chance unserer Branche.
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Eckhardt Santana
Im Alter von zwölf Jahren kam Eckhardt Santana aus Venezuela nach Deutschland, um Fußball zu spielen. Er spielte zunächst im Nachwuchs des 1. FC Kaiserslautern und später bei Eintracht Frankfurt. Nach drei Kreuzbandrissen führte ihn sein Weg über die Physiotherapie in die Fitnessbranche. Eckhardt Santana absolvierte ein Studium im Sportmanagement und sammelte operative Erfahrung bei zwei großen Kettenbetrieben – von der Studio- bis zur Regionalleitung. Sein Schwerpunkt verlagerte sich auf Marketing, Sales und Digitalmarketing. Während der Corona-Pandemie machte er sich selbstständig und baute die auf die Fitnessbranche spezialisierte Agentur Santana Consulting auf. Heute fokussiert er sich mit Santana Consulting und der fittec Solutions GmbH auf Branding, Performance-Marketing, Technologie und innovative Studiokonzepte. www.santana.media, www.fittec.io, www.vamos.fitness
Studios als sozialer Raum – Training, Community und Wellbeing
Interview mit Eckhardt Santana, Gründer und Geschäftsführer von Vamos Fitness
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Foto: Santana Consulting GmbH
„Ambiente und Angebot müssen Begegnung ermöglichen“
fMi: Mit Vamos Fitness hast du ein neues Studiokonzept gelauncht – einen „Lieblings-Hotspot“, der alles mitbringen soll. Welche Ziele stehen dahinter? Eckhardt Santana: Die Grundidee war, in Aschaffenburg einen Ort zu schaffen, der mehr ist als ein klassisches Fitnessstudio. Wir wollten einen Platz kreieren, an dem Menschen gern und möglichst viel Zeit verbringen. Ich bin Fan davon, sich an Branchen zu orientieren, die uns ein Stück voraus sind. Als Inspiration diente unter anderem Starbucks: Dort wird nicht nur ein Produkt verkauft, sondern vor allem ein Erlebnis. Dieses Prinzip wollten wir auf Fitness übertragen. Deshalb kombiniert Vamos Training mit verschiedenen Angeboten, die den Alltag der Menschen erleichtern und dazu führen, dass sie dort mehr Zeit verbringen. Unser Konzept richtet sich insbesondere an drei Zielgruppen: Familien, Selbstständige beziehungsweise Menschen im Homeoffice sowie Personen, die bisher keine Fitnessstudiogänger waren. Gerade für Familien und Remote Worker schaffen wir Lösungen für alltägliche Zeitprobleme sowie Möglichkeiten zur Distraction in einem Safe Space. Ein wichtiger Baustein ist das Co-Working. Mitglieder können trainieren und anschließend noch einige Stunden arbeiten, während ihre Kinder betreut werden. Dafür stehen ergonomische Arbeitsplätze, Miet- und Callboxen zur Verfügung. Die Kinderbetreuung haben wir durch Kurse für Kinder ergänzt, z. B. Selbstverteidigung und Kids Dance. Auch Recovery- und Saunaangebote haben wir integriert. Welchen Stellenwert hat die Community für das Konzept? Einen absoluten. Wir erleben, dass Menschen über gemeinsame Interessen miteinander in Kontakt kommen. Im Co-WorkingBereich entstehen geschäftliche Kontakte, Eltern lernen sich über die Kinderbetreuung kennen und daraus entwickeln sich teilweise sogar Freundschaften. Das Spannende ist, dass hier Menschen zusammenkommen, die sich im normalen Alltag möglicherweise nie begegnen würden. Das gilt auch für die Mitarbeitenden. Unser Team ist vergleichsweise schlank aufgestellt; entscheidend ist für uns die grundlegende Gastfreundschaft. Wir setzen dabei bewusst stark auf Quereinsteiger aus Gastronomie, Hotellerie oder Einzelhandel. Diese Menschen bringen Serviceorientierung und Freude am Umgang mit anderen mit. Was zeichnet eine echte Community im Zeitalter von KI und Social Media aus? KI wird zunehmend den First-Level-Support übernehmen – also Standardfragen, E-Mails oder Chatbot-Kommunikation. Dadurch wird die persönliche Beziehung meines Erachtens noch wichtiger. Emotionalität, echte Verbindung und das Gefühl, irgendwo dazuzugehören, können nicht einfach durch automatisierte Kommunikation ersetzt werden. Genau darin sehe ich ein wesentliches Fundament einer Community. Welche Touchpoints und Prozesse fördern soziale Räume? Wir haben mit dem Konzept des Vamos einen Raum entwickelt, in dem Menschen mit gleichen Interessen zusammenkommen. Das Ambiente ist für mich ein Hauptfaktor und 05/26
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die Angebote müssen Begegnung ermöglichen. Touchpoints sind unter anderem der Workspace, die Lounge und der Cafébereich, die Kinderbetreuung, die Sauna und der Kursbereich. Entscheidend ist aber auch die räumliche Gestaltung. Als Betreiber sollte man nicht jeden Quadratmeter mit Trainingsgeräten füllen. Es braucht bewusst Freiräume, in denen Menschen verweilen und miteinander in Kontakt kommen können. Brauchen unterschiedliche Zielgruppen unterschiedliche Ansprache und Touchpoints? Definitiv. Die Ansprache erfolgt bei uns sehr zielgruppenspezifisch. Grundsätzlich geht es darum, die jeweiligen Bedürfnisse und Lebenssituationen zu verstehen, um passende Mehrwerte anzubieten und zu kommunizieren. Wir stellen sehr spezifisch die Module heraus und kommunizieren, welche Mehrwerte und welche Leistung wir bieten. Welche Rolle spielen Mitarbeitende für einen sozialen Raum und welche Qualifikationen haben sich bewährt? Eine sehr wichtige. Bei der Auswahl unserer Mitarbeitenden achte ich weniger darauf, wie viele Trainerscheine jemand besitzt, sondern stärker auf den persönlichen Hintergrund und die Bereitschaft, mit Menschen zu arbeiten. Die grundlegenden Anforderungen sind eigentlich einfach: Menschen begrüßen, sie wahrnehmen, verabschieden und möglichst auch ihren Namen kennen. Natürlich sind je nach Aufgabe spezifische Qualifikationen erforderlich – etwa bei pädagogischen Fachkräften in der Kinderbetreuung, spezialisierten Trainern oder Personal Trainern. Für die Basis unseres Konzepts ist aber die Serviceorientierung entscheidend. Wie flexibel ist das Konzept? Das Konzept des Vamos entwickelt sich permanent weiter. Wir sind erst im zweiten Jahr und haben bereits mehrere Anpassungen vorgenommen. Ursprünglich lag der Fokus stärker auf dem Training. Danach kam ein Kursraum hinzu und mit Reformer-Pilates und HYROX haben wir zwei Megatrends integriert. Bei der Kinderbetreuung haben wir zunächst nur Betreuung angeboten und später festgestellt, dass auch Bewegungsangebote für Kinder gefragt sind. Dieses Learning by Doing ist für uns ein wesentlicher Bestandteil des Konzepts. Vamos ist auch als eigener Inkubator gedacht, in dem wir Dinge testen und lernen können. Wie werden sich Studios als soziale Räume in den kommenden Jahren entwickeln? Ich glaube, dass der soziale Aspekt deutlich an Bedeutung gewinnen wird. Die Automatisierung und KI werden einen immer größeren Teil der standardisierten Kommunikation übernehmen. Gleichzeitig wird der Wunsch nach menschlicher Beziehung wachsen. Für Fitnessanbieter bedeutet das, noch stärker darüber nachzudenken, wie Räume gestaltet werden. Wir müssen Bereiche schaffen, in denen Menschen sich begegnen, sich wohlfühlen und auch zwei oder drei Stunden verbringen können. Gemeinsame Interessen – Fitness, Gesundheit oder bestimmte Aktivitäten – bieten dafür einen natürlichen ersten Touchpoint.
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Starke Strukturen für mehr Beweglichkeit Bild/Foto: KI-generiert, bereitg. von NUTRICHEM DIÄT + PHARMA GMBH
Gelenke, Sehnen und Knochen sind täglich gefordert, ganz gleich, ob beim Training, während der Arbeit oder im Alltag. Genau hier setzt inkospor® ACTIVE COLLAGEN – Arthro Komplex an und unterstützt deinen Körper strukturell.
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ewegung trägt maßgeblich dazu bei, die Struktur von Knochen, Sehnen und Gelenken zu erhalten. Gleichzeitig benötigt der Körper dafür die passenden Nährstoffe. Eine ausgewogene Ernährung mit hochwertigem Eiweiß bildet die Basis – kollagenspezifische Bausteine spielen dabei eine besondere Rolle. Kollagen ist ein zentrales Strukturprotein des Körpers. Es bildet Faserbündel und verleiht Gelenken, Sehnen und Knochen dadurch Stabilität, Belastbarkeit und Elastizität. Sein Vorhandensein ist eine grundlegende Voraussetzung für Beweglichkeit.
Aufbau und Erhalt der Körperstruktur Mit zunehmendem Alter und insbesondere bei regelmäßiger körperlicher Belastung nimmt die körpereigene Kollagenbildung ab, während gleichzeitig der Bedarf steigt. Genau hier setzen die Kollagenpeptide des inkospor® ACTIVE COLLAGEN – Arthro Komplex an. Für die Bildung von Kollagen benötigt der menschliche Körper vor allem die Aminosäuren Glycin, Prolin und Hydroxyprolin, die natürlicherweise im Kollagen vorkommen.
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Bioaktive Kollagenpeptide sind gezielt aufgespaltene Kollagenbausteine. Sie sind gut löslich, leicht verdaulich und liefern dem Körper genau jene Aminosäuren, die für kollagene Strukturen typisch sind. Darüber hinaus wirken sie als funktionelle Signalgeber, die den Aufbau und Erhalt der Körperstruktur unterstützen.
Gezielt statt beliebig mit Dreifachkomplex inkospor® ACTIVE COLLAGEN kombiniert drei spezifische Kollagenpeptide, die jeweils auf unterschiedliche Strukturen des Bewegungsapparates ausgerichtet sind.
Knorpel und Gelenke Knorpel ermöglicht reibungsarme Bewegung und wirkt wie ein natürlicher Stoßdämpfer im Gelenk – bei Bewegung wird er mechanisch belastet. FORTIGEL® ist ein bioaktives Kollagenpeptid, das gezielt zur Unterstützung von Aufbau und Erhalt von Gelenkknorpel entwickelt wurde. Die enthaltenen Kollagenpeptide sind auf knorpeltypische Kollagenstrukturen abgestimmt. Sie liefern dem Körper gezielt Bausteine für Bereiche, in denen Beweglichkeit und Belastbarkeit entscheidend sind.
die drei enthaltenen Kollagenpeptide und gewährleistet den ganzheitlichen Ansatz des Kollagenkomplexes. Darüber hinaus werden die Kollagenpeptide durch weitere Nährstoffe wie Kurkumaextrakt, Siliziumdioxid sowie wichtige Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente ergänzt, die an zahlreichen Stoffwechselprozessen rund um den Bewegungsapparat beteiligt sind.
Zielgruppe? inkospor® ACTIVE COLLAGEN richtet sich an alle, die ihre Beweglichkeit langfristig erhalten und unterstützen möchten: Sportler:innen aus Kraft-, Ausdauer- oder Teamsportarten, ambitionierte Freizeitathlet:innen, Menschen mit einem stark beanspruchten Bewegungsapparat, jene, die Einschränkungen am Bewegungsapparat vorbeugen möchten, sowie Menschen in der Rehabilitation. Eine gezielte Zufuhr von Kollagenpeptiden kann den Körper in Phasen erhöhter Beanspruchung sinnvoll begleiten. Besonders effektiv ist die Kombination mit Protein.
Knochenstruktur
Einfach in den Alltag zu integrieren
Knochen sind kein starres Material, sondern lebendes Gewebe, und Kollagen ist ein wichtiger Bestandteil ihrer Struktur. FORTIBONE® ist ein Kollagenpeptid mit Fokus auf die strukturelle Basis des Knochens. Es liefert Peptide, die auf die kollagene Knochenmatrix ausgerichtet sind, in die später Mineralstoffe eingebaut werden.
Kollagene Strukturen profitieren nicht von kurzfristigen Impulsen, sondern von kontinuierlicher Versorgung. inkospor® ACTIVE COLLAGEN ist deshalb bewusst auf eine einfache, tägliche Anwendung ausgelegt – damit strukturelle Unterstützung leicht und unkompliziert zur täglichen Routine werden kann. Für optimale Ergebnisse empfiehlt sich die tägliche Einnahme – sowohl an Trainings- als auch an Ruhetagen.
Sehnen und Bänder Kraftübertragung und Gelenkstabilisierung gehören zu den Aufgaben von Sehnen und Bändern, die besonders sensibel auf wiederholte oder hohe Belastung reagieren. TENDOFORTE® ist ein bioaktives Kollagenpeptid, das speziell auf die Anforderungen von Sehnen und Bändern abgestimmt ist. Die enthaltenen Kollagenpeptide liefern dem Körper gezielt Bausteine für zug- und spannungsbelastete Gewebe.
Mikronährstoffe – das Plus im Arthro Komplex Glycin ist die im Kollagen am häufigsten vorkommende Aminosäure. Sie spielt eine zentrale Rolle bei der körpereigenen Kollagenbildung und kann vom Körper selbst gebildet werden. Bei intensiver Belastung kann der Bedarf jedoch steigen. Die zusätzliche Zufuhr von Glycin unterstützt die körpereigene Kollagensynthese und die strukturelle Stabilität des Bindegewebes. Glycin ergänzt im inkospor ® ACTIVE COLLAGEN
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Aufstiegskongress: Unternehmertum mit David Baumgartner
Harte Arbeit, Kreativität und Passion Aus einer Idee in einer Hängematte in Laos wurde eine der führenden Healthy-FoodSystemgastronomien im deutschsprachigen Raum: David Baumgartner, Gründer von dean&david, spricht im Interview über Unternehmergeist, mutige Entscheidungen und die Bedeutung von Resilienz. Auf dem Aufstiegskongress gibt der Serienunternehmer ehrliche Einblicke in mehr als 20 Jahre Unternehmensentwicklung mit praxisnahen Learnings für Unternehmerinnen und Unternehmer sowie Führungskräfte. 42
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fMi: Die Idee für dean&david entstand auf einer Weltreise. Gab es einen ganz bestimmten Moment, in dem du dachtest: „Das muss es auch in Deutschland geben“? David Baumgartner: Einen bestimmten Moment gab es nicht. Es war mehr ein Prozess, ausgelöst durch viele Impressionen rund um gesundes und schnelles Essen, das ich weltweit gefunden habe. Denn nach meinem Studium habe ich mich für ein halbes Jahr auf Weltreise begeben und dabei viele Foodkonzepte kennengelernt: von Garküchen in Südostasien über Saft- und Smoothiebars in Australien bis hin zu Salatbars in New York. Mir wurde klar, dass das bei uns in Deutschland fehlte. Wir hatten kaum gesundes, frisches Fast Food und genau diese Lücke wollte ich schließen. Hattest du damals einen konkreten Businessplan oder bist du eher nach dem Motto „Learning by Doing“ gestartet? Sowohl als auch. Einen Businessplan gab es. Den hatte ich in einer Hängematte in Laos liegend geschrieben. Rückblickend hat der allerdings vorne und hinten nicht gepasst. Vor allem beim Timing habe ich mich massiv verschätzt. Vieles hat sich dann erst in der Praxis entwickelt. Am Ende war es viel Learning by Doing. Wie gründet man ein Unternehmen, wenn Budget und Ressourcen begrenzt sind? Worauf kommt es am Anfang wirklich an? Harte Arbeit, Kreativität und Passion. Am Anfang muss man vor allem bereit sein, selbst anzupacken. Ich habe vieles selbst gemacht: vom Einkauf bis zur Zubereitung. Außerdem haben Freunde, Familie und Bekannte mitgeholfen. Wichtig ist auch, dass man sich ehrlich einschätzt. Nicht jeder ist für den dauerhaften Druck des Unternehmertums gemacht. Wenn man von seiner Idee überzeugt ist, sollte man sich zwar andere Meinungen anhören, am Ende aber seinen eigenen Weg gehen. Welche Risiken bist du bewusst eingegangen? Ich habe mich mit Mitte 20 bis über beide Ohren verschuldet. Bei einem Misserfolg wäre ich auf Jahre pleite gewesen. Das war schon ein großes Risiko, das ich eingegangen bin. Zudem war es ja auch ein komplett neues Konzept. Ich habe mich da vollständig auf meine Intuition und meinen eigenen Geschmack verlassen. Du bezeichnest dich als Quereinsteiger. War das eher ein Vorteil oder ein Nachteil? Ein Vorteil! Ich hatte keine klassische Gastronomieausbildung und deshalb auch keine Scheuklappen. Ich bin ohne festgefahrene Denkweise herangegangen und habe das Konzept aus der Sicht des Gastes entwickelt. Natürlich musste ich vieles erst lernen und habe auch Fehler gemacht. Das gehört dazu. Aber genau dieses Learning by Doing hat dean&david geprägt. Wann wusstest du zum ersten Mal: dean&david kann wirklich groß werden? Das ging sehr schnell. Schon nach den ersten drei Monaten stand fest: Das hat Zukunft! Das Feedback der Gäste war von Anfang an unfassbar positiv. Sie kamen immer wieder 05/26
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und brachten immer mehr Leute mit. So sind wir jeden Tag in Transaktionen und im Umsatz gewachsen. Was bedeutet Unternehmertum für dich heute und was hättest du deinem jüngeren Ich vor der Gründung gern mitgegeben? Ehrlich gesagt hat sich an meiner Haltung bis heute nicht viel verändert. Wer es wirklich nach ganz oben schaffen möchte, muss aus meiner Sicht konstant fleißig sein. Man muss Resilienz entwickeln, kreativ mit Problemen und Herausforderungen umgehen können und sich immer wieder selbst kritisch hinterfragen. Gleichzeitig sollte man wachsam bleiben und ein gutes Händchen für Zahlen und Geld haben. Wachstum kann auch Probleme mit sich bringen. Was waren gerade in der Anfangszeit die Schwierigkeiten, die ihr beim Wachstum meistern musstet? Eigentlich hatten wir damit keine großen Schwierigkeiten. Wir sind in den ersten Jahren bewusst langsam gewachsen. Bevor wir den nächsten Schritt gegangen sind, wollten wir erst ein solides Fundament schaffen. Jeder, der schon einmal ein Haus gebaut hat, weiß: Wenn das Fundament nicht stimmt, wird es später schwierig. Viele sprechen vom „Unternehmermindset“. Was steckt für dich konkret dahinter? Ich glaube, das hat man oder hat man nicht. In den letzten 20 Jahren habe ich viele großartige Unternehmer getroffen. Viele davon deutlich erfolgreicher als ich. Und da sieht man schon einen gewissen roten Faden. Konkret sind das alles getriebene Leute – auch wenn das nicht immer nur positiv ist – die von morgens bis abends unternehmerisch denken. Egal ob bei der eigenen Urlaubsplanung oder in der Firma: Alles wird immer hinterfragt, alles immer optimiert. Bis zur Eröffnung des ersten Restaurants verging deutlich mehr Zeit als geplant. Was war die größte Hürde auf diesem Weg? Die größte Hürde waren Banken und Vermieter. Sie hatten kein Vertrauen in mich. Ich war 26 Jahre alt, hatte keine
STAY ON THE GROUND – bleib auf dem Boden, egal wie erfolgreich du bist.“ 43
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BLEIB NEUGIERIG, und sei mutig.“ Gastroerfahrung und wollte ein Konzept umsetzen, das damals niemand kannte. Rund ein Jahr lang habe ich nach einem geeigneten Standort gesucht und fast nur Absagen bekommen. In Deutschland wird einfach viel zu viel auf Lebensläufe, Herkunft usw. geschaut. Da geht viel Potenzial verloren, was uns als Land letztendlich schwächt. Welche drei Learnings möchtest du den Teilnehmenden des Aufstiegskongresses unbedingt mit auf den Weg geben? Erstens: Stay on the ground – bleib auf dem Boden, und zwar egal, wie erfolgreich du bist. Zweitens: Jedes Unternehmen wird früher oder später mit Krisen konfrontiert. Lass dich davon nicht entmutigen. Und drittens: Bleib neugierig und sei mutig. Denn wer offen für Neues ist und den Schritt aus der Komfortzone wagt, schafft die Grundlage für nachhaltigen Erfolg. Viele Teilnehmende sind Unternehmer oder Führungskräfte in der Fitness- und Gesundheitsbranche. Worauf können sie sich in deinem Vortrag besonders freuen? Auf viele hoffentlich lehrreiche Insights aus über 20 Jahren Unternehmertum in einer der härtesten und wettbewerbsintensivsten Branchen der Welt. Ich möchte offen über Erfolge, Rückschläge und wichtige Learnings sprechen und den Teilnehmern Impulse mitgeben, die sie direkt für ihr eigenes Unternehmen oder ihre Führungsarbeit nutzen können.
DAVID BAUMGARTNER David Baumgartner ist Gründer und Geschäftsführer von dean&david. Nach seinem Wirtschafts- und Politikstudium entwickelte er auf einer Weltreise die Idee für ein gesundes Fast-Food-Konzept und eröffnete 2007 das erste Restaurant in München. Heute zählt dean&david mit über 200 Standorten zu den führenden Healthy-Food-Systemgastronomien im deutschsprachigen Raum. Als Unternehmer steht David Baumgartner für Mut, Resilienz sowie konsequentes „Learning by Doing“ und gibt seine Erfahrungen als Speaker an Gründer und Führungskräfte weiter. www.deananddavid.com
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Aufstiegskongress 2026
Was die Branche morgen bewegt, beginnt heute … und bekommt auf dem Aufstiegskongress 2026 eine Bühne.
Gründen, führen, weiterdenken
David Baumgartners Vortrag ist Teil des vielseitigen Managementprogramms des Aufstiegskongresses. Weitere Impulse liefern unter anderem: • Bastian Thum, der zeigt, wie Fitnessund Gesundheitsanlagen für die Generation Z relevant bleiben, • sowie Prof. Dr. Oliver Schumann, der praxisnah erläutert, wie eine klare Unternehmensstrategie langfristigen wirtschaftlichen Erfolg ermöglicht.
Fotos: DHfPG/BSA | ©24passion
Drei Köpfe, eine Branche, viele Impulse Die drei Keynotes des diesjährigen Aufstiegskongresses ergänzen sich bewusst, indem sie unterschiedliche Herausforderungen der Fitness- und Gesundheitsbranche aufgreifen. Gemeinsam spannen die Speaker den Bogen von Unternehmensgründung über Leadership bis hin zu mentaler Stärke und Leistungsfähigkeit:
• Boris Grundl vermittelt, wie Leadership und Eigenverantwortung zur Grundlage erfolgreicher Unternehmen und Teams werden. • Niko Kappel macht deutlich, wie Resilienz, Motivation und die richtige Haltung helfen, Grenzen zu überwinden und dauerhaft Spitzenleistungen zu erreichen.
©2 4passion
In seiner Keynote „Die ‚dean&david‘ Story – aus der Idee ein Unternehmen gründen und erfolgreich machen!“ nimmt David Baumgartner die Teilnehmenden mit auf seine unternehmerische Reise – von der Geschäftsidee bis zum erfolgreichen Unternehmen. Dabei spricht er offen über Chancen, Rückschläge und die Learnings aus mehr als 20 Jahren Unternehmertum und zeigt, welche Eigenschaften erfolgreiche Unternehmer und Führungskräfte heute brauchen.
• David Baumgartner zeigt, wie aus einer Idee ein erfolgreiches Unternehmen entsteht und welche unternehmerischen Entscheidungen Erfolg ermöglichen.
Der größte Mehrwert? Das, was du mitnimmst. Der Aufstiegskongress findet am 9. und 10. Oktober 2026 im m:con Congress Center Rosengarten in Mannheim statt. Unter dem Motto „IDENTITY: HUMAN. SMART. STRONG. – Insights to Impact“ erwartet die Teilnehmenden: • mehr als 20 Top-Speaker – von Koryphäen aus dem Spitzensport über Praktiker aus dem Studioalltag bis hin zu Wissenschaftlern • über 30 Aussteller in der begleitenden Partner-Ausstellung • aktuelle Erkenntnisse aus wissenschaftlichen Untersuchungen und Marktforschung • praxisnahe Strategien für die Unternehmensführung, Trainingsbetreuung und die Ernährungsberatung • neue Perspektiven zu Zukunftsthemen wie GLP-1, Gen Z, KI und Longevity
Weitere Informationen und das vollständige Programm findest du unter www.aufstiegskongress.de. Einfach den nebenstehenden QR-Code scannen und schnell noch die letzten Tickets sichern!
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DSSV | INTERVIEW PHILIPP HARTEWIG
VOM ZUM
Interview mit Philipp Hartewig, dem neuen Geschäftsführer des DSSV e. V.
DSSV Text: Janosch Marx
Vom Bundestag in die Fitnessbranche: Der ehemalige Bundestagsabgeordnete und Rechtsanwalt Philipp Hartewig ist seit dem 1. Juli 2026 Geschäftsführer des DSSV e. V. In seiner neuen Funktion verbindet er juristische Expertise mit politischer Erfahrung aus erster Hand. Sein Ziel ist es, die politische und gesellschaftliche Anerkennung der Fitness- und Gesundheitsbranche weiter zu stärken, verlässliche wirtschaftliche Rahmenbedingungen zu fördern und konkrete Lösungen für zentrale Herausforderungen wie Scheinselbstständigkeit, Bürokratie und Qualitätsstandards voranzutreiben. Im Interview erläutert Hartewig, warum die Fitnessbranche als wichtiger Akteur für Gesundheit und Prävention stärker wahrgenommen werden muss, weshalb die Zusammenarbeit zwischen Betrieben, Verband, Politik, Sozialversicherungsträgern und dem organisierten Sport entscheidend ist und wie Studiobetreibende die Verbandsarbeit unterstützen können. fMi: Philipp, du bist seit dem 1. Juli 2026 Geschäftsführer des DSSV. Mit welchem persönlichen Ziel hast du diese Aufgabe übernommen und wie war dein vorheriger Werdegang bis hin zum ersten Kontakt mit dem DSSV? Philipp Hartewig: Mein Ziel ist es, gemeinsam mit den verschiedenen Akteuren eine klare strategische Perspektive für den DSSV und die Fitness- und Gesundheitsbranche zu entwickeln. Besonders wichtig ist mir, dem DSSV und somit der Fitness- und Gesundheitsbranche gegenüber der Öffentlichkeit und der Politik eine stärkere Stimme zu verleihen.
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Wie hast du die politischen Maßnahmen während der Corona-Pandemie wahrgenommen? Das war für mich und mein Verhältnis zur Branche ein prägendes Thema. Ich betrachtete die Schließung von Sport- und Fitnessangeboten zunehmend kritisch. Gerade in den ersten Monaten der pandemiebedingten Schließungen wurden aus meiner Sicht wiederholt Fehler gemacht und neue Erkenntnisse über Sport, Fitness und Bewegung nicht ausreichend berücksichtigt. fitness MANAGEMENT international
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Foto: fitness MANAGEMENT
Als ich 2021 in den Bundestag gewählt wurde und das Amt des sportpolitischen Sprechers meiner Fraktion übernahm, habe ich die wesentlichen Verbände und Akteure angeschrieben – selbstverständlich zählte dazu auch der DSSV als Interessenvertreter der Fitnessbranche. Mir war wichtig, mich direkt vorzustellen und frühzeitig einen kontinuierlichen Austausch zu beginnen. So hat sich die Zusammenarbeit mit dem DSSV entwickelt.
Sport, wozu für mich auch die Fitnessbranche zählt, war dabei keine zufällige politische Zuständigkeit. Ich verbinde diese Branche mit einer persönlichen Leidenschaft. Schon während des Studiums beschäftigte ich mich mit Sportrecht und engagierte mich ehrenamtlich in Sportstrukturen. Eine Mitgliedschaft im Fitnessstudio sowie regelmäßiges Training gehören für mich einfach dazu. Als wir Abgeordneten unsere Präferenzen für Ausschüsse nennen konnten, stand der Sportausschuss daher ganz oben auf meiner Liste.
Die Fitness- und Gesundheitsbranche muss deutlich stärker gehört werden“
Diese Situation hat mich noch einmal stärker politisiert. Bereits vor meiner Zeit im Bundestag bin ich juristisch gegen sportbezogene Einschränkungen im Freistaat Sachsen vorgegangen. So habe ich beispielsweise 2021 als Privatperson gegen den Freistaat Sachsen geklagt, wieder eine grundsätzliche Öffnungsmöglichkeit für Fitnessstudios zu schaffen. Nach dem Regierungswechsel im Jahr 2021 konnte ich die Erkenntnisse aus diesem Verfahren direkt in Berlin einbringen. Wir sorgten dann unmittelbar dafür, dass Sportstätten nicht mehr ohne Weiteres vollständig geschlossen werden konnten. Rückblickend erscheint vieles 05/26
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Philipp Hartewig
ist Rechtsanwalt und seit dem 1. Juli 2026 Geschäftsführer des DSSV e. V. – Arbeitgeberverband deutscher Fitness- und Gesundheits-Anlagen. Von 2021 bis 2025 gehörte er dem Deutschen Bundestag an. Dort war er unter anderem Mitglied des Rechts- und des Sportausschusses sowie sportpolitischer Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion. Als Geschäftsführer verantwortet er die Verbandsarbeit und setzt dabei Schwerpunkte in der politischen Interessenvertretung und der juristischen Beratung der Mitgliedsunternehmen.
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DSSV | INTERVIEW PHILIPP HARTEWIG
Der Beitrag der Fitnessbranche zur Gesundheitsförderung und Prävention ist unverzichtbar“
selbstverständlich, doch damals waren entsprechende Positionen politisch keineswegs unumstritten.
Bis heute teile ich die Ansicht, dass Fitnessstudios als Teil der Lösung und nicht als Teil des Problems zu betrachten sind. Bewegung kann zur Prävention beitragen und Menschen dabei unterstützen, ihre Gesundheit aktiv zu stärken. Das fragwürdige politische Leitbild lautete hingegen: zu Hause bleiben, sich auf die Couch setzen und Risiken vermeiden. Sollte es noch einmal zu einer vergleichbaren Situation kommen, muss die Branche deutlich lauter sein und stärker gehört werden. Für meine zukünftige Tätigkeit beim DSSV leite ich daraus einen klaren Auftrag ab: Die Fitness- und Gesundheitsbranche muss als gesundheits- und gesellschaftspolitischer Faktor so fest etabliert werden, dass ihre Bedeutung in zukünftigen politischen Krisensituationen von Beginn an berücksichtigt wird. Du hast 2024 als Abgeordneter ein Positionspapier publiziert. Was stand darin und welche Idee steckte dahinter? Wir haben gesehen, dass die Fitness- und Gesundheitsbranche in sehr unterschiedlichen Lebensbereichen Mehrwerte schafft, und das wollte ich unmissverständlich zum Ausdruck bringen. „Der Beitrag der Fitnessbranche zur Gesundheits-
Besuch auf der FIBO 2022 beim politischen Rundgang mit FIBO-Eventdirektorin Silke Frank (Mitte) und Janosch Marx (rechts) Beim „United let’s move.“-B2B-Event 2023 in Berlin waren viele bekannte Gesichter der Branche anwesend. Für Philipp ist die Kampagne eine Herzensangelegenheit
förderung und Prävention ist unverzichtbar für eine gesunde Gesellschaft.“ Das war die Kernaussage, und wir haben das Positionspapier bewusst zum Beginn der FIBO im April 2024 veröffentlicht, was zu großer Medienresonanz führte. Die Branche bringt Menschen in Bewegung, kann zur Entlastung des Gesundheitssystems beitragen und ist gleichzeitig ein wichtiger Wirtschaftsfaktor. Das wurde besonders beim Thema Post-Covid deutlich. Während in vielen Bereichen noch immer konkrete Antworten fehlen, konnten Teile der Fitnessund Gesundheitsbranche bereits Lösungen anbieten. Meines Erachtens ist es deshalb nicht ausreichend, den gesellschaftlichen Beitrag der Branche lediglich verbal anzuerkennen. Politische Anerkennung muss sich auch in konkreten Rahmenbedingungen widerspiegeln. Das Positionspapier war damals ein wichtiges Signal in diese Richtung. Das Papier diente auch als Grundlage für nachfolgende Anhörungen, beispielsweise im Sportausschuss. Die Rolle von Fitnessstudios und körperlicher Aktivität im Zusammenhang mit Post-Covid hat gezeigt, welchen Beitrag konkrete bewegungsbezogene und gesundheitsorientierte Maßnahmen leisten können. Gerade die Möglichkeit der individuellen Betreuung ist eine Stärke professioneller Fitness- und Gesundheitsanbieter, die wir meines Erachtens noch mehr hervorheben sollten. Sportvereine leisten einen enormen Beitrag dazu, Menschen zu mehr Bewegung zu motivieren, und sie sind sehr stark im sozialen Miteinander. Bei individuellen gesundheitlichen Fragestellungen kann die Fitness- und Gesundheitsbranche jedoch sehr viel zielgerichteter mit einzelnen Personen arbeiten. Das ist ein wichtiger Unterschied. Ist Deutschland aus deiner Sicht überreguliert? Ja. Wir könnten sehr viele Vorschriften abschaffen. Das Problem beginnt jedoch, wenn man konkret über einzelne Regelungen spricht. Grundsätzlich sind alle für Bürokratieabbau, aber wenn dann aber zehn Vorschriften auf dem Tisch liegen, findet sich bei fast jeder jemand, der erklärt, warum gerade diese Regelung doch sinnvoll sein könnte. Daher plädiere ich für mehr politischen Mut, bestehende Vorschriften zu streichen. Viele Regulierungen sind Ausdruck einer nicht nachvollziehbaren Kultur des Misstrauens gegenüber engagierten Unternehmen. „Schwarze Schafe“ erreicht man häufig auch nicht dadurch, dass man noch eine zusätzliche Vorschrift oder Dokumentationspflicht schafft. Wir haben ein enormes Bürokratieproblem – dazu gehören auch ein falsches Mindset sowie fehlendes Vertrauen in die Unternehmer und die Bevölkerung.
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Fotos: fitness MANAGEMENT
Für Fitnessstudiobetreiber ist diese Haltung besonders relevant: Nach meinen ersten Erfahrungen in der DSSV-Rechtsberatung gehören Arbeitsrecht, Vertragsrecht, Datenschutzrecht, Sozialversicherungsrecht und zahlreiche Dokumentationspflichten zu den wiederkehrenden betrieblichen Fragestellungen. Das könnte der Gesetzgeber deutlich einfacher gestalten, ohne Einbußen an Rechtssicherheit für die Unternehmen zu riskieren.
Philipp Hartewig
EINE LAUFBAHN IM EINSATZ FÜR RECHT, SPORT UND GESUNDHEIT
STUDIUM
BIS 2021
2021
AB 2021
2024
JULI 2026
Studium der Rechtswissenschaft mit Schwerpunkt Unternehmensrecht, Engagement im Sportrecht sowie anschließendes juristisches Referendariat
Fitnessstudiomitgliedschaft und regelmäßiges Training als fester Bestandteil seines Alltags
Wahl in den Deutschen Bundestag
Direkte Kontaktaufnahme mit relevanten Verbänden – der DSSV als einer der ersten Ansprechpartner
Veröffentlichung eines Positionspapiers im Bundestag
Übernahme der Geschäftsführung des DSSV
Sportrecht und Ehrenamt
Sportbegeisterung auch außerhalb der Politik
Einzug in den Bundestag
Übernahme des Amtes als sportpolitischer Sprecher seiner Fraktion
Wie bewertest du die Diskussion über den sozialversicherungsrechtlichen Status von Freiberuflern – Stichwort Scheinselbstständigkeit? Ausgangspunkt der Diskussion um Scheinselbstständigkeit ist unter anderem das sogenannte Herrenberg-Urteil des Bundessozialgerichts (BSG) von 2022. Das Gericht stufte eine auf Honorarbasis tätige Musikschullehrerin aufgrund ihrer tatsächlichen Einbindung in die Organisation als abhängig beschäftigt ein. In der Folge veränderte sich die Prüfungspraxis bei selbstständigen Lehr- und Trainertätigkeiten. Für Fitnessstudiobetreiber und selbstständige Trainer kann das erhebliche Konsequenzen haben. Auch wenn Kursleiter oder Personal Trainer für mehrere Auftraggeber tätig sind, ihre Arbeit eigenständig gestalten und ein wirtschaftliches Risiko tragen, kann ein Statusfeststellungsverfahren eine abhängige Beschäftigung feststellen. Den Betreibern drohen dann Nachzahlungen von Sozialversicherungsbeiträgen. Das Kernproblem ist die fehlende Rechtssicherheit. Die derzeitige Übergangsregelung verschiebt die Problematik lediglich bis Ende 2027, löst aber nicht die grundlegende Rechtsproblematik. Der DSSV fordert deshalb Bestandsschutz für bestehende Konstellationen sowie klare Positivkriterien, anhand derer Selbstständigkeit verlässlich festgestellt werden kann. Die Leute wollen selbstständig sein. Wer auf eigene Rechnung arbeitet, sein wirtschaftliches Risiko trägt und seine Tätigkeit selbst bestimmt, muss auch die Möglichkeit haben, als Selbstständiger anerkannt zu werden. Viele Trainer wollen ausdrücklich selbstständig tätig sein, und hierfür muss es einen rechtssicheren Rahmen geben. Für die Fitnessbranche bleibt 05/26
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Früher Austausch mit der Branche
Stimme für die Branche
Geschäftsführer beim DSSV
Ziel: den vielfältigen Beitrag der Fitnessund Gesundheitsbranche für Gesellschaft, Wirtschaft, Bildung, Pflege und Gesundheitspolitik sichtbar machen
das Thema damit eine zentrale sozialversicherungsrechtliche Herausforderung, die der DSSV sowohl in der Rechtsberatung als auch politisch adressiert. Im Frühjahr 2024 hatte Philipp
Wie bewertest Hartewig Vertreter der Fitnessbranche zum Sportempfang mit du europäische dem damaligen BundesfinanzNormen, wenn minister Christian Lindner (3. v. l.) einzelne in den Bundestag eingeladen Anforderungen Vor dem Besuch des Aufstiegskongresses 2023 in Mannheim durfte mit deutschem das Early-Morning-Workout Recht kollidieren? natürlich nicht fehlen Normen können dabei helfen, die Qualität in Fitnessstudios zu sichern und weiterzuentwickeln. Problematisch wird es jedoch, wenn einzelne Vorgaben einer solchen Norm nicht mit dem in Deutschland geltenden Recht vereinbar sind. Genau diese Herausforderung sieht der DSSV in der aktuellen Fassung der europäischen Norm für Fitnessstudios, der EN 17229. Nach Auffassung des Verbandes stehen einzelne Anforderungen im Widerspruch zu deutschen Rechtsvorschriften. Ein vom DSSV beauftragtes Rechtsgutachten hat diese Bedenken bestätigt. Es ist im internen Bereich des DSSV nachzulesen. Dadurch entsteht für Studiobetreiber eine schwierige Situation: Einerseits möchten sie sich an anerkannten Qualitätsstandards orientieren, andererseits müssen sie sicherstellen, dass sie deutsches Recht einhalten.
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DSSV | INTERVIEW PHILIPP HARTEWIG
Die neue DSSV-Spitze (v. l.): Gülizar Cihan, Prof. Dr. Thomas Wessinghage, Philipp Hartewig und Janosch Marx Bereits während seiner Zeit als Bundestagsabgeordneter unterstützte Philipp Hartewig die Fitnessbranche, bspw. beim Parlamentarischen Abend des DSSV im Jahr 2022
Im Rahmen unserer Qualitätsoffensive arbeiten wir als DSSV deshalb an einem eigenen Standard. Das Ziel besteht darin, einen praxistauglichen Standard zu schaffen, der hohe Qualitätsanforderungen mit den rechtlichen Vorgaben in Deutschland verbindet. Denn gute Qualität sollte sich nicht allein an einer Zertifizierung zeigen, sondern vor allem daran, dass die Standards im Studioalltag sinnvoll, praktikabel und rechtssicher umgesetzt werden können.
In der Politik ist das Verständnis für die Branche teilweise größer als von außen wahrgenommen“ 50
Was versteht die Fitnessbranche möglicherweise falsch über Politik? Vielleicht die Wahrnehmung von Politikern. Auch Politiker sind Menschen. Viele von ihnen trainieren selbst in Fitnessstudios. Man kann Abgeordnete einladen und ihnen vor Ort zeigen, welche Themen einen beschäftigen. In der Politik ist das Verständnis für die Branche teilweise größer als von außen wahrgenommen. Möglicherweise kommunizieren die Politiker dies nicht oft genug; möglicherweise wollen die Menschen aber auch ihr stereotypisches Bild von Politikern nicht loslassen. Die Frage kann also genauso umgekehrt werden. Der beste Weg ist immer der Dialog: Man sollte auf Menschen und auf Politiker zugehen. Politische Interessenvertretung muss nicht zwangsläufig auf Bundesebene durch den DSSV erfolgen. Auch einzelne Studiobetreiber können den Kontakt zu ihren regionalen Abgeordneten suchen und sie in ihre Anlagen einladen. Politiker aller Fraktionen sind in der Regel gern dazu bereit. Hilfreich dabei ist, nicht nur Probleme zu benennen, sondern auch konkrete Vorschläge mitzubringen. Genau darin sehe ich meine und unser aller Aufgabe beim DSSV: Erfahrungen aus den Betrieben aufnehmen, daraus praktikable politische Lösungsansätze entwickeln und diese gegenüber Politik, Verwaltung und Öffentlichkeit vertreten. Unser langfristiges Ziel ist, dass die Fitness- und Gesundheitsbranche nicht lediglich als Freizeitangebot betrachtet wird, sondern als unverzichtbarer Bestandteil eines gesunden und leistungsfähigen Deutschlands.
Fotos: fitness MANAGEMENT
Lange wurden die Fitnesswirtschaft und der organisierte Sport als zwei getrennte Welten wahrgenommen. Wie siehst du die aktuelle und zukünftige Zusammenarbeit? In der Vergangenheit gab es teilweise ein Konkurrenzdenken. Heute sehe ich das Miteinander viel stärker. Die Fitnessbranche und der organisierte Sport sind Partner, keine Konkurrenten. Viele Menschen sind sowohl in einem Sportverein als auch in einem Fitnessstudio Mit-
glied. Beide Angebote erfüllen unterschiedliche Bedürfnisse. Bei zentralen gesellschaftlichen Fragen wie der Förderung von Bewegung und Gesundheit, der Prävention oder den Herausforderungen durch das Thema Scheinselbstständigkeit sind die Interessen ohnehin sehr deckungsgleich. Wenn es darum geht, Menschen zu mehr Bewegung und Gesundheit zu motivieren, sind wir Partner. Sowohl die Fitnesswirtschaft als auch der organisierte Sport zählen zu den größten Anbietern von Bewegungsmöglichkeiten in Deutschland. Deshalb sollten sie auch politisch stärker zusammengedacht werden. Wenn es uns gelingt, mehr Menschen für einen aktiven Lebensstil zu begeistern, haben wir auch mehr Mitglieder in den Fitnessstudios und Vereinen.
Hier geht’s zur Podcastfolge von „Fitness im Ohr“ mit Philipp Hartewig
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DSSV | VERBANDSARBEIT
Wie der DSSV die Brancheninteressen vertritt
Politik macht keine Trainingspause Text: Alexander Wulf
Wer ein Fitnessstudio führt, beschäftigt sich im Alltag mit Mitgliedern, Mitarbeitern, Trainingsangeboten, Kosten, Digitalisierung und der Frage, wie sich der eigene Betrieb weiterentwickeln lässt. Was dabei manchmal aus dem Blick gerät: Ein erheblicher Teil der Rahmenbedingungen, unter denen Fitness- und Gesundheitsanlagen arbeiten, wird nicht im Studio entschieden – sondern in Berlin und Brüssel.
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Der DSSV hat deshalb frühzeitig deutlich gemacht, dass Minijobs erhalten bleiben müssen. Die aktuellen politischen Signale, die grundsätzlich von einem Fortbestand dieser Beschäftigungsform ausgehen, sind zunächst positiv. Gleichzeitig stehen mögliche zusätzliche Belastungen im Raum. Genau deshalb reicht es nicht, sich nach einer politischen Ankündigung zurückzulehnen. Entscheidend ist am Ende, was tatsächlich im Gesetz steht und welche Auswirkungen die konkrete Ausgestaltung auf die Betriebe hat.
Gerade der kommende Herbst zeigt, warum diese politische Interessenvertretung notwendig ist. Zwei Themen werden uns besonders beschäftigen: die Zukunft der Minijobs und die rechtssichere Beschäftigung selbstständiger Trainer.
Im Herbst werden wir deshalb die weitere politische Entwicklung eng begleiten und unsere Position erneut deutlich machen. Dabei soll die Fitnesswirtschaft nicht allein auftreten. Der DSSV sucht gezielt den Schulterschluss mit anderen Branchen und Arbeitgeberverbänden, die vor vergleichbaren Herausforderungen stehen. Dazu gehört insbesondere das Gastgewerbe mit dem DEHOGA.
Minijobs: klein im Namen, groß für die Branche Kaum eine Beschäftigungsform wird politisch so regelmäßig diskutiert wie der Minijob. Für manche ist er ein Auslaufmodell, für andere ein unverzichtbares Instrument eines flexiblen Arbeitsmarktes. Für Fitness- und Gesundheitsanlagen ist die Antwort eindeutig: Minijobs gehören zur betrieblichen Realität. Minijobs ermöglichen es den Betrieben, genau dort Personal einzusetzen, wo es benötigt wird. Das ist keine arbeitsmarktpolitische Theorie, sondern der Alltag in tausenden Anlagen.
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Selbstständig oder nicht? Eine Frage mit erheblichen Folgen Noch komplexer ist die Diskussion um selbstständige Trainer. Selbstständige Kursleiter und Trainer sind seit Jahrzehnten Bestandteil der Fitness- und Gesundheitsbranche. Sie bringen Spezialwissen in die Studios, entwickeln eigene Kurskonzepte, fitness MANAGEMENT international
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Bild: KI-generiert, bereitg. von DSSV e. V.
nd dort wird bekanntlich nicht immer danach gefragt, ob eine neue Regelung in der betrieblichen Praxis auch funktioniert. Politische Entscheidungen können für einen einzelnen Betrieb schnell ganz konkrete Auswirkungen haben. Deshalb gehört zur Arbeit des DSSV e. V. nicht nur die Beratung seiner Mitglieder. Als Arbeitgeberverband deutscher Fitness- und Gesundheits-Anlagen vertritt der DSSV die Interessen der Branche gegenüber Politik, Sozialversicherungsträgern und anderen Institutionen.
arbeiten für unterschiedliche Auftraggeber und ermöglichen eine Angebotsvielfalt, die allein mit festangestellten Mitarbeitern häufig kaum abzubilden wäre. Spätestens das sogenannte Herrenberg-Urteil des Bundessozialgerichts aus dem Jahr 2022 hat jedoch zu großen Unsicherheiten geführt. Ob jemand tatsächlich selbstständig oder sozialversicherungspflichtig beschäftigt ist, wird anhand einer Gesamtwürdigung beurteilt. Kriterien wie Weisungsgebundenheit, Eingliederung und Unternehmerrisiko spielen dabei eine zentrale Rolle. Doch gerade hier kollidiert die aktuelle Prüfpraxis der Deutschen Rentenversicherung teilweise mit der betrieblichen Realität. Ein Trainer unterrichtet beispielsweise jeden Dienstag um 18 Uhr einen Kurs im Studio. Natürlich steht die Uhrzeit im Kursplan. Natürlich nutzt er dafür den Kursraum des Studios. Und selbstverständlich gelten dort Qualitäts-, Hygiene- und Sicherheitsvorgaben. Daraus automatisch auf eine abhängige Beschäftigung zu schließen, würde jedoch wesentliche Besonderheiten der Tätigkeit ignorieren. Genau hier setzt die politische Forderung des DSSV an: Branchentypische organisatorische Rahmenbedingungen dürfen nicht automatisch als Indiz gegen Selbstständigkeit gewertet werden. Feste Kurszeiten, die Nutzung von Räumen und Geräten, die Aufnahme in einen Kursplan oder wiederkehrende Termine können sich schlicht aus der Art der Tätigkeit ergeben. Mit der Übergangsregelung des Paragrafen 127 SGB IV wurde zunächst bis Ende 2027 Zeit gewonnen.
Der DSSV fordert einen Neustart Der DSSV möchte nicht lediglich einzelne Formulierungen korrigieren. Unser Ziel ist eine dauerhaft verständliche, vorhersehbare und branchentaugliche Regelung. Dazu gehört zunächst echter Vertrauensschutz. Unternehmen müssen sich auf bestandskräftige Statusentscheidungen verlassen können. Gleiches muss aus Sicht des DSSV gelten, wenn ein Vertragsmodell bei einer Betriebsprüfung vollständig offengelegt und von der Deutschen Rentenversicherung nicht beanstandet wurde. Wer transparent handelt und sich auf eine behördliche Bewertung verlässt, darf Jahre später nicht plötzlich mit erheblichen Beitragsforderungen konfrontiert werden. Des Weiteren brauchen wir klare Positivkriterien für die Selbstständigkeit. Dazu können unter anderem die freiwillige Entscheidung beider Vertragsparteien, die eigenständige fachliche Gestaltung, das Recht zur Ablehnung einzelner Aufträge, ein angemessenes Honorar, eigenes unternehmerisches Auftreten, weitere Auftraggeber sowie eigene wirtschaftliche Chancen und Risiken gehören. Auch die Altersvorsorge muss differenziert betrachtet werden. Wer beispielsweise bereits über eine sozialversicherungspflichtige Hauptbeschäftigung, ein Versorgungswerk, eine Pension oder eine ausreichende private Vorsorge abgesichert ist, sollte nicht allein wegen einer zusätzlichen selbstständigen Trainertätigkeit in ein bestimmtes Vorsorgemodell gedrängt werden. 05/26
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Politik beginnt lange vor dem fertigen Gesetz Politthriller im Kino haben nicht ohne Grund häufig Überlänge – es sind oft Geduld sowie Durchhaltevermögen gefragt und politische Interessenvertretung ist selten spektakulär. Es gibt meistens keinen Moment, in dem ein Verband einen großen roten Knopf drückt und die gewünschte Regelung anschließend im Bundesgesetzblatt steht. Die tatsächliche Arbeit beginnt viel früher. Positionen müssen entwickelt, juristisch geprüft und mit Zahlen sowie Erfahrungen aus der Praxis unterlegt werden. Gespräche mit Politikern, Ministerien und anderen Verbänden müssen geführt, Stellungnahmen geschrieben und politische Entwicklungen fortlaufend bewertet werden. Über die Mitgliedschaft in der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA) ist der DSSV zudem in die organisierte Arbeitgebervertretung eingebunden. Besonders wichtig ist dabei, dass die betroffenen Branchen frühzeitig gehört werden. Genau diese Aufgabe übernimmt der DSSV für die Fitnesswirtschaft. Wir erklären, warum ein Kurstrainer nicht automatisch ein Arbeitnehmer ist. Warum ein Minijob am Sonntagabend nicht durch theoretische Personalmodelle ersetzt werden kann. Warum zusätzliche Dokumentationspflichten in einem Ministerium vielleicht nach drei Zeilen Formular aussehen, sich multipliziert mit Mitarbeitern, Standorten und Monaten aber schnell zu einem erheblichen Aufwand entwickeln. Kurz gesagt: Wir übersetzen Fitnesswirtschaft in Politik und umgekehrt.
Warum jedes Mitglied dabei zählt Dabei gibt es eine einfache politische Realität: Eine Interessenvertretung ist immer so stark wie die Branche, die hinter ihr steht. Wenn der DSSV gegenüber Politik und Ministerien spricht, sprechen wir nicht über abstrakte Geschäftsmodelle. Wir sprechen für Unternehmen, Arbeitgeber und ihre Mitarbeiter. Wir sprechen für eine Branche mit mehr als zwölf Millionen Trainierenden und einer immer größeren Bedeutung für Bewegung, Prävention, Gesundheit und gesellschaftliche Teilhabe. Praktisch lässt es sich einfach ausdrücken: Politik arbeitet mit Interessen. Wer seine Interessen nicht organisiert vertritt, darf sich nicht wundern, wenn andere Interessen bei einer gesetzlichen Regelung stärker berücksichtigt werden. Heute diskutieren wir über Minijobs und Scheinselbstständigkeit. Morgen geht es möglicherweise um Arbeitszeit, Sozialversicherung, Mindestlohn, Datenschutz, Bürokratie, steuerliche Fragen oder neue Anforderungen an Arbeitgeber. Manche Vorschläge werden für die Fitnesswirtschaft Chancen bieten. Andere werden Belastungen mit sich bringen. Wieder andere werden vermutlich gut gemeint sein und in der betrieblichen Praxis trotzdem Kopfschmerzen verursachen. Politische Interessenvertretung ist deshalb kein Projekt mit Enddatum. Es wird nie den Moment geben, an dem wir sagen können: „So, Fitnesswirtschaft fertig vertreten.“
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DSSV | RECHT
AGB im Fitnessstudio
Fitnessverträge: kleine Klausel, großes Risiko Text: Gülizar Cihan
Allgemeine Geschäftsbedingungen (AGB) sind das rechtliche Fundament jedes Fitnessstudiovertrages. Fehlerhafte Klauseln können jedoch weitreichende Folgen haben – von der Unwirksamkeit einzelner Regelungen bis hin zu kostenintensiven Abmahnungen. Der Beitrag erläutert die Grundzüge der AGB-Kontrolle, aktuelle Entwicklungen und zeigt auf, worauf Betreiber bei der Vertragsgestaltung besonders achten sollten.
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er Mitgliedschaftsvertrag bildet die rechtliche Grundlage der Geschäftsbeziehung zwischen Fitness- bzw. Gesundheitsanlage und Mitglied. Er regelt nicht nur Laufzeit, Vergütung und Kündigungsmöglichkeiten, sondern enthält regelmäßig zahlreiche weitere Bestimmungen zu Ruhezeiten, Haftung, Hausordnung, Beitragsanpassungen oder digitalen Leistungen. In der Praxis werden diese Regelungen nahezu ausnahmslos in Form von AGB verwendet. Gerade hierin liegt jedoch ein erhebliches rechtliches Risiko.
AGB-Kontrolle: Rechtssicherheit durch transparente Vertragsgestaltung
Für Betreiber bedeutet dies, dass Vertragsmuster keine statischen Dokumente sind. Vielmehr müssen sie regelmäßig an gesetzliche Änderungen und die aktuelle Rechtsprechung
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AGB unterliegen einer strengen Inhaltskontrolle Nach § 305 Abs. 1 Bürgerliches Gesetzbuch (BGB) sind AGB alle für eine Vielzahl von Verträgen vorformulierten Vertragsbedingungen, die eine Vertragspartei der anderen bei Vertragsschluss stellt. Ob der Vertrag in Papierform, auf einem Tablet oder vollständig online abgeschlossen wird, spielt dabei keine Rolle. Bereits standardisierte Mitgliedschaftsverträge erfüllen regelmäßig diese Voraussetzungen. AGB sind grundsätzlich zulässig. Der Gesetzgeber unterwirft sie jedoch einer umfassenden Inhaltskontrolle nach den §§ 305 ff. BGB, da der Verbraucher auf ihren Inhalt regelmäßig keinen Einfluss nehmen kann. Ziel dieser Kontrolle ist es, ein angemessenes Gleichgewicht zwischen den Interessen fitness MANAGEMENT international
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Kaum ein anderer Vertragstyp wurde in den vergangenen Jahren derart intensiv gerichtlich überprüft wie Fitnessstudioverträge. Zahlreiche Entscheidungen des Bundesgerichtshofs (BGH), der Oberlandesgerichte und Verbraucherverbände haben die Vertragsgestaltung nachhaltig geprägt.
angepasst werden. Unwirksame Klauseln führen nicht lediglich dazu, dass einzelne Formulierungen „verbessert“ werden. Vielmehr treten an ihre Stelle unmittelbar die gesetzlichen Regelungen – häufig mit wirtschaftlich nachteiligen Folgen für den Betreiber.
beider Vertragsparteien sicherzustellen und eine unangemessene Benachteiligung des Verbrauchers zu verhindern. Die Prüfung erfolgt in mehreren Schritten. Zunächst muss festgestellt werden, ob die AGB überhaupt wirksam in den Vertrag einbezogen wurden. Anschließend wird geprüft, ob einzelne Klauseln überraschend oder unverständlich sind. Den Schwerpunkt bildet schließlich die Inhaltskontrolle nach §§ 307 bis 309 BGB. Hier entscheidet sich, ob einzelne Vertragsbestimmungen Bestand haben oder unwirksam sind.
Transparenzgebot als Leitprinzip Eine zentrale Rolle spielt das Transparenzgebot des § 307 Abs. 1 Satz 2 BGB. Danach müssen Vertragsklauseln klar, verständlich und nachvollziehbar formuliert sein. Das Mitglied muss bereits bei Vertragsschluss erkennen können, welche Rechte und Pflichten bestehen und welche wirtschaftlichen Folgen einzelne Regelungen haben. Unklare oder widersprüchliche Klauseln gehen grundsätzlich zulasten des Verwenders. Gerade bei umfangreichen Vertragswerken entstehen häufig Unsicherheiten, wenn verschiedene Regelungen aufeinander verweisen oder unterschiedliche Begriffe verwendet werden. Eine verständliche Sprache ist deshalb nicht nur verbraucherfreundlich, sondern reduziert zugleich das Risiko einer gerichtlichen Beanstandung.
Typische Problemfelder bei Fitnessstudioverträgen Besonders häufig beschäftigen Gerichte Klauseln zu Vertragslaufzeiten, Kündigungen, Ruhezeiten, Beitragserhöhungen und Haftungsbeschränkungen. Seit Inkrafttreten des Gesetzes für faire Verbraucherverträge am 1. März 2022 dürfen sich Verbraucherverträge nach Ablauf der Erstlaufzeit nicht mehr automatisch um eine weitere feste Vertragslaufzeit verlängern. Zulässig bleibt zwar weiterhin
eine Erstlaufzeit von bis zu 24 Monaten. Nach deren Ablauf verlängert sich der Vertrag jedoch lediglich auf unbestimmte Zeit und kann sodann jederzeit mit einer Frist von höchstens einem Monat gekündigt werden. Vertragsmuster, die hiervon abweichen, entsprechen regelmäßig nicht mehr der geltenden Rechtslage. Auch das Thema Ruhezeiten beschäftigt die Praxis seit Jahren. Schwangerschaft, längere Erkrankungen oder berufliche Auslandsaufenthalte führen häufig dazu, dass Mitglieder eine Unterbrechung ihrer Mitgliedschaft wünschen. Der Bundesgerichtshof hat hierzu entschieden, dass vereinbarte Ruhezeiten grundsätzlich zulässig sind und sich die Vertragslaufzeit entsprechend verlängern kann. Voraussetzung bleibt allerdings eine transparente und eindeutige vertragliche Regelung. Unklare Formulierungen oder uneingeschränkte Entscheidungsspielräume des Betreibers können dagegen gegen das Transparenzgebot verstoßen. Auch Haftungsregelungen gehören zu den klassischen Streitpunkten. Noch immer finden sich vereinzelt Klauseln, die eine Haftung des Studios nahezu vollständig ausschließen. Solche Formulierungen sind regelmäßig unwirksam. Insbesondere eine Haftung für vorsätzliches oder grob fahrlässiges Verhalten sowie für Schäden aus der Verletzung von Leben, Körper oder Gesundheit kann nicht formularmäßig ausgeschlossen werden. Zulässig sind lediglich differenzierte Haftungsbeschränkungen, die sich an den gesetzlichen Vorgaben orientieren.
Rechtsfolgen unwirksamer Klauseln werden häufig unterschätzt Ein weit verbreiteter Irrtum besteht in der Annahme, dass Gerichte unzulässige Klauseln im Streitfall auf das zulässige Maß „zurechtschneiden“. Das deutsche AGB-Recht kennt jedoch grundsätzlich keine geltungserhaltende Reduktion. Ist eine Klausel unwirksam, entfällt sie vollständig. An ihre Stelle tritt gemäß § 306 BGB die gesetzliche Regelung.
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DSSV | RECHT Für Betreiber kann dies erhebliche wirtschaftliche Konsequenzen haben. Ist beispielsweise eine Vertragsverlängerungsklausel unwirksam, gelten unmittelbar die gesetzlichen Kündigungsmöglichkeiten. Fehlt eine wirksame Preisanpassungsklausel, besteht regelmäßig keine Grundlage für eine einseitige Beitragserhöhung. Ebenso können unwirksame Haftungsregelungen dazu führen, dass das Studio in einem deutlich weitergehenden Umfang haftet, als ursprünglich beabsichtigt. Hinzu kommt, dass sich die Unwirksamkeit einer Klausel regelmäßig nicht nur auf einen einzelnen Vertrag auswirkt. Da AGB typischerweise gegenüber einer Vielzahl von Mitgliedern verwendet werden, betrifft der Fehler sämtliche gleichlautenden Vertragsverhältnisse.
Abmahnungen und Unterlassungsansprüche Die Verwendung unwirksamer AGB bleibt häufig nicht auf einzelne Rechtsstreitigkeiten mit Mitgliedern beschränkt. Nach dem Unterlassungsklagengesetz können insbesondere Verbraucherverbände gegen rechtswidrige Vertragsklauseln vorgehen. Daneben kommen unter bestimmten Voraussetzungen auch wettbewerbsrechtliche Ansprüche von Mitbewerbern in Betracht. In der Praxis beginnt ein solches Verfahren regelmäßig mit einer kostenpflichtigen Abmahnung. Darin wird der Betreiber aufgefordert, die beanstandete Klausel künftig nicht mehr zu verwenden und eine strafbewehrte Unterlassungserklärung abzugeben. Erfolgt dies nicht, drohen gerichtliche Unterlassungsverfahren mit entsprechenden Gerichts- und Anwaltskosten. Neben den unmittelbaren finanziellen Belastungen ist auch der organisatorische Aufwand erheblich. Vertragsmuster müssen kurzfristig angepasst, Mitarbeitende informiert und gegebenenfalls bereits verwendete Formulare ausgetauscht werden. Hinzu kommen mögliche Rückfragen von Mitgliedern und ein nicht zu unterschätzender Reputationsschaden.
Vertragsschluss, etwa wenn Vertragsunterlagen nicht vollständig ausgehändigt, Widerrufsbelehrungen unzureichend erläutert oder individuelle Absprachen nicht ordnungsgemäß dokumentiert werden. Ein rechtssicheres Vertragsmanagement umfasst daher nicht nur rechtlich einwandfreie Vertragsmuster, sondern auch deren korrekte Anwendung im Studioalltag.
Fazit AGB bilden das rechtliche Fundament nahezu jedes Fitnessstudiovertrages. Ihre Bedeutung wird jedoch häufig unterschätzt. Fehlerhafte oder veraltete Klauseln können nicht nur zur Unwirksamkeit einzelner Regelungen führen, sondern erhebliche wirtschaftliche und rechtliche Folgen nach sich ziehen. Neben der Anwendung der gesetzlichen Vorschriften drohen Abmahnungen, Unterlassungsverfahren sowie ein erheblicher organisatorischer Aufwand. Die Rechtsprechung entwickelt sich kontinuierlich weiter. Betreiber sollten daher ihre Vertragsunterlagen regelmäßig anpassen und sämtliche Vertragsprozesse – vom digitalen Vertragsschluss bis zur Online-Kündigung – in die rechtliche Überprüfung einbeziehen. Wer auf transparente, ausgewogene und aktuelle Vertragsbedingungen setzt, schafft nicht nur Rechtssicherheit, sondern stärkt zugleich das Vertrauen seiner Mitglieder und minimiert langfristig rechtliche Risiken.
Im Rahmen der DSSV-Mitgliedschaft können Verträge kostenlos auf ihre rechtliche Wirksamkeit überprüft werden. Mehr dazu unter www.dssv.de.
Regelmäßige Vertragsprüfung als Bestandteil des Risikomanagements Angesichts der dynamischen Entwicklung der Rechtsprechung empfiehlt es sich, Vertragsmuster in regelmäßigen Abständen rechtlich überprüfen zu lassen. Gerade Fitnessstudioverträge unterliegen seit Jahren einer intensiven gerichtlichen Kontrolle. Gesetzesänderungen – wie zuletzt durch das Gesetz für faire Verbraucherverträge – zeigen, dass sich rechtliche Rahmenbedingungen kurzfristig ändern können.
Darüber hinaus empfiehlt es sich, auch Mitarbeitende regelmäßig zu schulen. Fehler entstehen nicht selten bereits beim
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Gülizar Cihan, DSSV-Juristin Als selbstständige Rechtsanwältin war Gülizar Cihan jahrelang in verschiedenen Fachrichtungen tätig. Gleichzeitig war sie einige Zeit in einem mittelständischen Unternehmen rechtsberatend aktiv. Seit August 2021 gehört sie zur Rechtsabteilung des DSSV und berät die Mitglieder vor allem in verwaltungsrechtlichen und arbeitsrechtlichen Fragen. Tel.: 040 - 766 24 00, E-Mail: jurist@dssv.de
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Eine regelmäßige Überprüfung sollte sich dabei nicht allein auf den eigentlichen Mitgliedschaftsvertrag beschränken. Ebenso sollten Hausordnungen, Datenschutzinformationen, Einwilligungserklärungen, digitale Vertragsstrecken sowie automatisierte Kündigungs- und Mahnprozesse einbezogen werden. Gerade an den Schnittstellen zwischen Vertrag, Online-Abschluss und digitaler Kommunikation entstehen häufig rechtliche Schwachstellen.
DSSV | CORONA-HILFEN
Corona-Hilfen sorgen weiter für Unverständnis
Noch immer kein Ende in Sicht Text: Alexander Wulf
Mehr als sechs Jahre nach Beginn der Pandemie ist das Kapitel Corona-Hilfen für viele Fitnessstudios noch immer nicht abgeschlossen. Insgesamt wurden bundesweit rund 130 Milliarden Euro an Corona-Wirtschaftshilfen ausgezahlt. Allein auf die Überbrückungshilfen I bis IV sowie die November- und Dezemberhilfe entfielen rund 60 Milliarden Euro. Die Überbrückungshilfen sollten insbesondere laufende Fixkosten bei erheblichen Umsatzeinbrüchen auffangen, während die November- und Dezemberhilfe vor allem Unternehmen unterstützte, die von den damaligen Schließungen betroffen waren.
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inige Schlussabrechnungen führen weiterhin zu Ablehnungs- und teilweise erheblichen Rückforderungsbescheiden. Aktuell geht es bei Fitnessstudios insbesondere um die Frage, wie Mitgliedsbeiträge aus den behördlich angeordneten Schließungszeiten als Umsatz zu behandeln sind. Erfreulich ist: Das Wirtschaftsministerium einiger Länder und das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie hat bestätigt, dass die besonderen Regelungen für Fitnessstudios weiterhin Teil der Verwaltungspraxis sind.
Umsätze aus Schließungsmonaten richtig angeben
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Auf die richtige Dokumentation kommt es an Besonders wichtig ist deshalb die Dokumentation. Ist aus den Unterlagen nicht erkennbar, dass Beiträge erstattet, gutgeschrieben oder einem späteren Leistungszeitraum zugeordnet wurden, kann die Bewilligungsstelle vom Umsatz im Monat des Zahlungseingangs ausgehen. Rückforderungen können daher auch auf einer unklaren oder unvollständigen Zuordnung beruhen. Betroffene Studios sollten entsprechende Bescheide umgehend prüfen und die Rechtsbehelfsfrist von einem Monat ab Bekanntgabe beachten. Im Fokus stehen die konkrete Umsatzberechnung und die Zuordnung der Mitgliedsbeiträge. Vertragsunterlagen, Mitgliederinformationen, Verlängerungsvereinbarungen, Gutschriften, Erstattungsbelege, Kontoauszüge und Buchungsunterlagen können entscheidend sein. Bei einer pauschalen Anrechnung der Beitragseingänge sollte ausdrücklich eine Einzelfallprüfung unter Berücksichtigung der Förderbedingungen und Sonderregelungen verlangt werden.
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Grundsätzlich gilt also weiterhin: Zurückgezahlte oder gutgeschriebene Beiträge sind nicht als Umsatz anzusetzen. Jahres- und Halbjahresbeiträge müssen den jeweiligen Monaten zugeordnet werden. Beiträge, die eindeutig und nachweisbar für einen späteren Leistungszeitraum gezahlt wurden, können im Schließungsmonat ebenfalls außer Betracht bleiben. Und das ist der entscheidende Punkt bei vielen
Rückforderungen – der Nachweis für spätere Leistungszeiträume oder Kompensationsleistungen war laut Bewilligungsstelle nicht ausreichend.
NEUE FÖRDERMITGLIEDER | DSSV
Der DSSV begrüßt –
Neue Fördermitglieder Das neue Fördermitglied des DSSV e. V. stellt sich vor:
WE FUEL THE FUTURE OF NUTRITION. The Quality Group gehört zu den etablierten Anbietern von Sporternährung und Nahrungsergänzungsmitteln in Deutschland. Mit den Marken ESN und More Nutrition betreibt das Unternehmen ein vollständig integriertes Direct-to-Consumer- und Social-Commerce-Modell mit eigener Produktion, Logistik und Techinfrastruktur. Neben dem starken D2C-Geschäft wächst The Quality Group auch im B2B-Bereich, insbesondere im Lebensmitteleinzelhandel, kontinuierlich.Das Unternehmen mit Sitz in Elmshorn beschäftigt über 1.600 Mitarbeitende und erzielte im Jahr 2025 einen Umsatz von einer Milliarde Euro. Eigentümer sind die Gründer, ein erfahrenes Managementteam sowie CVC Capital Partners, eine der weltweit führenden Private-Equity-Gesellschaften.
DRIVEN BY OUR COMMUNITY. The Quality Group entwickelt und skaliert führende Marken für Nutrition, Performance und Wellbeing. Angetrieben wird das Unternehmen von seiner Community: ihren Fragen, ihren Zielen und ihrem Anspruch an Qualität. So entstehen Produkte, die Menschen dabei unterstützen, bessere Gewohnheiten aufzubauen. www.tqgg.com | www.esn.com | www.morenutrition.de
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DSSV | KOMMENTAR
Gemeinsam stärker Fitnessstudios sind heute mehr als Orte für körperliches Training. Sie sind soziale Räume, in denen Menschen zusammenkommen, gemeinsame Ziele verfolgen und Zugehörigkeit erleben. Gerade in einer Zeit, in der Einsamkeit und psychische Belastungen zunehmen, gewinnt diese Funktion erheblich an Bedeutung. Bewegung stärkt nicht nur den Körper – sie verbindet Menschen und trägt wesentlich zum persönlichen Wohlbefinden bei.
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Diese Erfahrung hat auch meine Zeit als Leistungssportler geprägt. Leichtathletik wird zwar häufig als Individualsport wahrgenommen: Im Wettkampf steht man allein an der Startlinie und muss die Leistung selbst erbringen. Doch sportlicher Erfolg entsteht niemals allein. Trainingsgruppen, Trainer, medizinische Betreuung und das persönliche Umfeld bilden eine Gemeinschaft, die motiviert, auffängt und durch schwierige Phasen bringt. Selbst die Konkurrenz trägt dich häufig als Sportler durch einen schwierigen Wettkampf. Gerade an Tagen, an denen das Training besonders anstrengend ist oder ein Wettkampf nicht wie erhofft läuft, ist dieses Miteinander von unschätzbarem Wert.
Prof. Dr. Thomas Wessinghage 1. Vorsitzender des DSSV e. V.
Ähnliches erleben wir heute in Fitness- und Gesundheitsanlagen. Ein freundlicher Empfang, die persönliche Ansprache durch qualifizierte Mitarbeitende oder das gemeinsame Training in einer Gruppe können entscheidend dafür sein, ob Menschen dauerhaft aktiv bleiben. In vielen Fällen muss auch nicht viel geredet werden. Das gemeinsame Training, nebeneinander an seinen persönlichen Zielen arbeiten oder ein kurzer motivierender Blick sind oft genauso entscheidend. Wer sich gesehen, unterstützt und als Teil einer Gemeinschaft fühlt, kommt nicht nur regelmäßiger ins Studio, sondern verbindet Training mit positiven Emotionen. Viele Anlagen fördern dieses Gemeinschaftsgefühl bereits durch Gruppenkurse, gemeinsame Veranstaltungen, Challenges oder digitale Communityangebote. Diese Anstrengungen sollten wir konsequent fortsetzen und weiterentwickeln. Dabei geht es nicht darum, Geselligkeit künstlich zu inszenieren. Gemeinschaft entsteht durch Aufmerksamkeit, Verlässlichkeit und echte Begegnungen. Die Fitnessbranche schafft damit einen gesellschaftlichen Mehrwert, der weit über Muskelkraft und Ausdauer hinausgeht. Studios können Orte sein, an denen körperliche Gesundheit, mentale Stärke und soziale Verbundenheit zusammenfinden. Wenn uns das gelingt, fördern wir mehr als regelmäßiges Training. Ihr Thomas Wessinghage 1. Vorsitzender des DSSV e. V.
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WISSENSCHAFT & PRAXIS | KOLUMNE
Erfolgsstrategie für Fitnessstudios
„Man kann Pinguinen kein Eis verkaufen“ Text: Antonio e Silva
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er schon am Nordpol lebt, braucht keine Kühlung. Wer Sport hasst, dem braucht man keine klassische Mitgliedschaft zu verkaufen. Eine erfolgreiche Studiostrategie im Jahr 2026 muss weg vom „Eisverkauf“ (dem bloßen Zugang zu Geräten) und hin zur Lösung echter Probleme. Ein Fitnessstudio zu führen, ist ein Balanceakt zwischen Gemeinschaftsgefühl und knallhartem Business. Um eine effektive Strategie zur Problemlösung zu entwickeln, sollte man die typischen „Schmerzpunkte“ identifizieren und gezielt angehen. Das Problem: Viele Studios gewinnen zwar neue Kunden, verlieren sie aber nach drei bis sechs Monaten wieder (hohe Fluktuation). Die Lösung: ein strategischer Fahrplan, um die häufigsten Hürden im Fitnessbusiness zu überwinden.
Systematisches Onboarding
Optimale Auslastung
Antonio e Silva Experte für Gesundheitswirtschaft und Fitnessstudiomarketing
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Mittags und am späten Abend sind Studios oft nicht ausgelastet, während es ab 17 Uhr zu voll ist. Die Lösung sind vergünstigte, zielgruppenspezifische Angebote, z. B. für Rentner am Vormittag oder Mitglieder, die ausschließlich zwischen zwölf und 16 Uhr trainieren. Auch ein 14-Tage-Testabo ohne Vertragsbin-
Glücksrad-Check-in Diese Maßnahme sorgt schon am Eingang für gute Laune und steigert die Kundenbindung und Motivation. Je nach Preisen können Zusatzumsätze oder Empfehlungen generiert werden. Jedes Mitglied, das z. B. am Montag oder Donnerstag eincheckt, erhält am Empfang ein Los und darf einmal am Glücksrad drehen. Ideen für Preise sind Proteinshakes, Kaffee oder Eiweißriegel.
Firmenfitness: Kooperationen mit lokalen Unternehmen Um erfolgreich Firmenfitnessangebote zu verkaufen, musst du verstehen, dass Firmen nicht einfach nur „Fitness“ für ihre Mitarbeitenden wollen, sondern die Produktivität steigern, weniger Krankheitstage und ein besseres Image erzielen möchten. Der wichtigste Punkt bei der Akquise ist es, den richtigen Ansprechpartner zu finden, also den Inhaber, HR-Leiter oder betrieblichen Gesundheitsmanager. Frage deine Mitglieder: „Wer von euch arbeitet in einem lokalen Unternehmen, das Interesse an Fitnessbenefits hätte?“ Oft trainieren die besten Türöffner bereits bei dir im Studio.
Das Topargument: steuerliche Vorteile Unternehmer lieben es, Steuern zu sparen. Wichtig sind folgende Punkte: 1. Sachbezugswert: Unternehmen können ihren Mitarbeitern monatlich bis zu 50 Euro steuerfrei als Sachzuwendung (z. B. Fitnessgutschein) zukommen lassen. 2. Präventionskurse (§ 20 SGB V): Viele Kurse können von den Krankenkassen bezuschusst oder vollständig übernommen werden. 3. Steuerfreibetrag (§ 3 Nr. 34 EStG): Firmen können pro Mitarbeiter und Jahr bis zu 600 Euro steuerfrei für zertifizierte Gesundheitsmaßnahmen ausgeben. fitness MANAGEMENT international
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Fotos: BullRun – stock.adobe.com | Volker Beushausen
Entscheidend für ein erfolgreiches Onboarding ist der erste Monat. Versende nach dem ersten, siebten und 30. Tag automatisierte, aber persönliche Nachrichten. Biete alle acht Wochen kostenlose Körperanalysen an, um Fortschritte sichtbar zu machen – denn wer Erfolge sieht, kündigt seltener. Zusätzlich binden Communityevents (z. B. kleine Challenges oder Workshops) Mitglieder emotional an das Studio.
dung kann sinnvoll sein, denn die Conversion-Rate nach zwei Wochen Training ist meist sehr hoch.
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