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fitness MANAGEMENT international 02/26 (Leseprobe)

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Eckdaten 2026

Mehr als 12 Mio. Mitglieder und Rekordumsatz trotz struktureller Veränderungen

Starkes Signal für Verbandsarbeit EASYFITNESS tritt geschlossen dem DSSV bei – Jens Tappe im Interview

Check-in statt Mitgliedschaft? Fabian Menzel und Benjamin Roth über Veränderungen durch Aggregatoren

Rekordzahlen – und jetzt die Zukunft gestalten

Mit 12,36 Millionen Mitgliedern und einem Nettoumsatz von 6,25 Milliarden Euro im Jahr 2025 hat die Fitness- und Gesundheitsbranche neue Rekordwerte erreicht. Doch gerade in wirtschaftlich starken Zeiten sollten die Weichen für die Zukunft gestellt werden, wenn wir nachhaltig wachsen wollen – und da haben wir noch einiges vor uns. So ist der DSSV beispielsweise an der Novelle der Nationalen Empfehlungen für Bewegung und Bewegungsförderung für Deutschland (kurz: NEBB) des Bundesministeriums für Gesundheit beteiligt. Einer unserer Hauptkritikpunkte daran ist, dass aktuell nur von „muskelkräftigenden Aktivitäten“ die Rede ist. Andere Länder wie die Schweiz, die Niederlande oder das Vereinigte Königreich sind bereits einen Schritt weiter: In deren Bewegungsrichtlinien wird explizit von „Krafttraining“ gesprochen und Fitnessstudios werden als prädestinierte Einrichtungen dafür genannt. Da die NEBB als Grundlage für Politik und Gesellschaft dient, ist es unerlässlich, dass wir als Fitnessbranche künftig auch in der deutschen Leitlinie namentlich verankert sind.

Fachleute sprechen sich für Fitness aus

Dass die Fitnesswirtschaft eine der zukunftsweisenden Branchen im Kampf gegen Bewegungsarmut ist, bestätigen namhafte Fachleute aus Politik, Sozialversicherungssystemen und Wirtschaft bereits heute. Wir haben die aktuelle DSSV-Studie „Eckdaten der deutschen Fitnesswirtschaft 2026“, die gemeinsam mit Deloitte und der DHfPG erstellt wurde, mit verschiedenen Protagonisten diskutiert. Wie Prof. Dr. Michael Hüther, u. a. Direktor am Institut der deutschen Wirtschaft, Prof. Dr. Jörg Loth, Vorstandsvorsitzender der IKK Südwest und Andrea Milz, Staatssekretärin für Sport und Ehrenamt des Landes NRW, unsere Branche sehen, erfährst du ab Seite 26.

Alle EASYFITNESS-Franchisepartner treten dem DSSV bei Persönlich freut es mich sehr, dass ein engeres Zusammenrücken innerhalb der Branche immer besser gelingt. Neben Tausenden von Einzelstudiobetreibern schließen sich auch weitere große Akteure wie jüngst EASYFITNESS mit all seinen Franchisepartnern dem DSSV an. „Gerade jetzt braucht es Zusammenarbeit“, lautet das Fazit von Jens Tappe, Geschäftsführer der EASYFITNESS Franchise GmbH, im Interview. Warum sich die Gruppe für die engere Vernetzung mit dem DSSV entschieden hat und wie wir als Branche die Weichen stellen können, liest du ab Seite 56.

Wie Aggregatoren die Fitnessbranche verändern

Aus unserer „Fitness im Ohr“-Folge mit Benjamin Roth (Urban Sports Club) und Fabian Menzel (XTRAFIT) ist ein weiterer lesenswerter Beitrag entstanden. In dieser Podcastfolge beleuchten wir die Zusammenarbeit mit Aggregatoren aus verschiedenen Perspektiven und liefern Denkanstöße. Aufgrund der zahlreichen positiven Rückmeldungen nach der Erstausstrahlung haben wir beschlossen, die wichtigsten Inhalte ab Seite 110 für dich zusammenzufassen.

FIBO und die Branchenkampagne „United let’s move.“

Vom 16. bis 19. April 2026 ist es wieder soweit: Die FIBO und der FIBO Congress, in Kooperation mit der DHfPG und der BSA-Akademie, öffnen in Köln erneut ihre Tore (S. 44). Ich freue mich sehr, dich dort begrüßen zu dürfen, und lade dich herzlich ein, uns in Halle 6, Stand B05, zu besuchen. Wir berichten dir gern von unseren Plänen für die „United let’s move.“-Kampagne, die wie jedes Jahr im September in der Europäischen Woche des Sports stattfindet (S. 60).

Mit den besten Grüßen aus Hamburg, Janosch Marx

Besuch am DSSV-Stand Halle 6, Stand B05

Jetzt Informationen anfordern zur „United let’s move.“-Kampagne!

„Eckdaten der deutschen Fitnesswirtschaft 2026“

INHALT

02/26

AKTUELLES

10 Aktuelles aus der Fitness- und Gesundheitsbranche

18 Studio des Monats: XTRAFIT, Köln-Zentrum

26 „Eckdaten der deutschen Fitnesswirtschaft 2026“ –was prägt den Fitnessmarkt 2026?

42 Die Highlights der FIBO 2026

44 FIBO Congress 2026: zwei Tage voller Zukunftsthemen

48 EGYM präsentiert Smart Strength Series 3, das Betriebssystem für Fitness und Wellbeing

52 Der Ausbau von gym80 – mehr Raum für Stärke

DSSV

56 Verbandsarbeit: Geschlossener Beitritt aller EASYFITNESS Studios zum DSSV e. V. – Interview mit Jens Tappe

60 „United let’s move.“ 2026

62 Recht: Obliegenheitsverletzungen im Versicherungsfall

66 Neue Fördermitglieder und Mitglieder

68 Kommentar Ralf Capelan: mehr Mitglieder, mehr Verantwortung

MANAGEMENT

70 Personenporträt: Hung Quang Nguyen –zwischen Hörsaal und Hantel

72 Les Mills: Global Fitness Repor t 2026

76 Erfolg durch Personal, Teil 2 –Diagnostik und Trainingsplanung

80 miha bodytec: Selbstständigkeit mit Zukunft – EMS-Studios

82 DSB-ONE: stärker durch bewusst gewählte Partnerschaft

86 Der unterschätzte Trainerberuf

90 Gym App: Data-Intelligence (e)skalier t Kundenbindung

94 wellyou schafft digitalen Raum für interne Kommunikation

96 gym80: BUILT STRONG. WORLDWIDE.

98 GYMPOD setzt Expansion konsequent for t

102 Gesundheit braucht Professionalisierung –Fachpersonal schafft Vertrauen

106 EGYM Wellpass: mehr als nur Zugang

108 Kolumne Dr. jur. Hans A. Geisler: Unternehmen für den Notfall schützen

110 Podcast: Wie Aggregatoren die Fitnessbranche verändern

114 Gantner Electronic präsentiert das GT7 Lite

116 sofSURFACES: Fitnessböden der Extraklasse

118 MANAGEMENT Impuls: Mitgliedschaftsmodelle neu gedacht

42
Die Highlights der FIBO 2026
Prof. Dr. Michael Hüther
Prof. Dr. Jörg Loth Andrea Milz

56

EASYFITNESS tritt geschlossen dem DSSV bei

JENS TAPPE

Erfolg durch Personal –Diagnostik und Trainingsplanung

110

Wie Aggregatoren die Fitnessbranche verändern

FITNESS & GESUNDHEIT

122 HYROX365: Turn Members into Athletes

124 Studiomanagement mit KPIs und KI –Kennzahlen als Schlüssel für den Unternehmenserfolg

128 SCANECA: Körperanalyse in 3D

130 DRAX: Hidden Champion aus Südkorea

132 Panatta Total Black – innovatives Rückentraining

134 Technogym AI Ecosystem

136 KI als Werkzeug in der Trainingsbetreuung

140 Fact or Fake: Macht Fett fett? www.fitnessmanagement.de

WISSENSCHAFT & PRAXIS

142 Kolumne Albert Busek: Freude am Tun steigert den Erfolg

144 Science News: Wissenschaft für die Studiopraxis

146 DHfPG/BSA Aktuell: Studium – Weiterbildung – Qualität

148 Wissen, das Menschen aufrichtet –Marie Sophie Romanowski im Personenporträt

150 Partnerverband BfB: gemeinsam stärker auftreten

152 Buchtipp: Das Ende der Arbeitswelt, wie wir sie kannten

154 Kolumne Antonio e Silva: Strategien zur Kundenbindung

Fachartikel der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement (DHfPG) und der BSA-Akademie

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Mehr entdecken

Übergangsregelung zur Scheinselbstständigkeit

Die Übergangsregelung zur sozialversicherungsrechtlichen Behandlung von Lehrkräften wird verlängert. Nach einem Brandbrief des DSSV e. V. und weiterer Verbände reagiert das Bundesministerium für Arbeit und Soziales auf anhaltende Rechtsunsicherheit. Die ursprünglich bis zum 31. Dezember 2026 befristete Regelung gilt nun bis zum 31. Dezember 2027. Eine dauerhafte gesetzliche Lösung steht weiterhin aus.

fmi.news/scheinselbststaendigkeit

LifeFit Group übernimmt 21 Just-Fit-Studios

In großen Schritten zum Ziel von 250 Anlagen: Die LifeFit Group übernimmt Just Fit mit 21 Studios in Köln und Mönchengladbach. Die Anlagen werden in die Fitness-First-Segmente RED und BLACK integriert. Damit wächst die LifeFit Group auf mehr als 230 Clubs. Das Ziel: bewährte Strukturen erhalten und die Studios schrittweise in das nationale Netzwerk einbinden. Die Transaktion steht noch unter kartellrechtlichem Vorbehalt.

fmi.news/lfg-x-jf

Aufstiegskongress 2026 – die Jubiläumsausgabe

Am 9. und 10. Oktober findet der Aufstiegskongress im m:con Congress Center Rosengarten in Mannheim statt. Mit der 20. Ausgabe des jährlich stattfindenden Fachkongresses feiern die Veranstalter DHfPG und BSA-Akademie ein besonderes Jubiläum. Die Teilnehmenden erwartet ein abwechslungsreiches Programm mit aktuellen Vorträgen und praxisnahen Impulsen aus Prävention, Fitness und Gesundheit. Tickets sind bereits erhältlich.

www.aufstiegskongress.de

fM Podcast „Wie Aggregatoren Fitness verändern“

Klauen Aggregatoren den Studios die Mitglieder? Benjamin Roth (Urban Sports Club) und Fabian Menzel (XTRAFIT) diskutieren die Rolle von Aggregatoren im deutschen Fitnessmarkt. Mehr als 75 Prozent der Anlagen kooperieren mit Plattformen, rund 1,47 Millionen Mitglieder nutzen Aggregatorenmodelle. Im Fokus stehen Wachstum, Preisstruktur und strategische Einordnung. Mehr dazu im Podcast „Fitness im Ohr“ und im Interview ab Seite 110. fmi.news/podcast-fitnessaggregatoren

Kooperation von PadelCity und all inclusive Fitness TrainToGo startet bundesweite TV-Kampagne

Mit einer bundesweiten TV-Kampagne auf RTL2 will die Gym App GmbH die Plattform TrainToGo stärker im Markt positionieren. Die App digitalisiert den Weg vom Probetraining zur Mitgliedschaft und überträgt Vertragsdaten direkt in CRM-Systeme. Fitnessstudios sollen dadurch junge Zielgruppen erreichen und Mitglieder digital gewinnen. Die Präsenz rückt Partnerstudios in den Fokus eines Millionenpublikums und sorgt so für einen Anstieg der Studiobesuche. fmi.news/traintogo-tv

Die langfristig angelegte Kooperation zwischen PadelCity und all inclusive Fitness umfasst Branding auf allen Courts, die Einrichtung von Performance- und Warm-up-Zonen sowie gemeinsame Community-Aktivitäten. Beide Unternehmen verfolgen ähnliche Expansionsziele und wollen den Padelsport in Deutschland weiterentwickeln. Auch kombinierte Standorte von Fitnessstudios und Padelcourts sind Teil der gemeinsamen Perspektive. fmi.news/all-inclusive-fitness-padelcity

Foto: LifeFit Group
Foto: DHfPG/BSA
Foto: fitness MANAGEMENT
Foto: sebra - stock.adobe.com
Foto: A.I. Fitness GmbH
Foto: Gym App GmbH

David Lloyd Clubs übernimmt Aspria

Der britische Premiumgesundheits- und -wellnesskonzern David Lloyd Clubs (DLC) übernimmt den Luxusgesundheitsclubbetreiber Aspria mit zehn Clubs in Deutschland, Belgien, Italien und Spanien. Damit steigt die Zahl der Anlagen von DLC in Kontinentaleuropa auf 40, zusätzlich zu 109 Standorten im Vereinigten Königreich. Neben einer starken und etablierten Mitgliederbasis gehen mehr als 25 Jahre Markterfahrung im Premiumsegment in den Konzern über.

fmi.news/david-lloyd-aspria

Maximale Flexibilität in der Weiterbildung

Die BSA-Akademie macht ihre Lehrgänge noch flexibler: Je nach Weiterbildung können die Teilnehmenden wählen, ob sie ihre Lehrveranstaltung vor Ort an einem der Lehrgangszentren, im Livestream (als Zuschaltung zu einer Vor-Ort-Lehrveranstaltung) oder digital (flexibler On-demand-Abruf einer Videolektion) absolvieren. So lassen sich Weiterbildungen optimal an individuelle Zeitpläne und Lebenssituationen anpassen.

www.bsa-akademie.de/lehrgangssystem

Matrix Fitness kooperiert mit seca

Gemeinsam arbeiten Matrix Fitness und seca an einem integrierten Angebot, das eine medizinisch validierte Messung der Körperzusammensetzung mit KI-gestützten Trainingsprogrammen verbindet. Die Kooperation reagiert auf den wachsenden Bedarf nach personalisierten und messbaren Trainingsergebnissen. Die integrierte Lösung wird auf der FIBO präsentiert und die Umsetzung medizinischer Messwerte in konkrete Trainingsanweisungen ermöglicht. fmi.news/matrix-seca

FitX erhält Deutschen Kunden-Award 2026

Branchenchampion in der Kategorie „Preis-Leistungs-Verhältnis“: FitX wurde im Rahmen des Deutschen Kunden-Award 2026 der Deutschen Gesellschaft für Verbraucherstudien mit dem 1. Platz in der Branche „Fitnessstudios“ ausgezeichnet. Der Preis basiert auf einer bundesweiten, branchenübergreifenden Online-Kundenbefragung und würdigt Unternehmen, die in den Bereichen Kundenzufriedenheit, -service und Preis-Leistungs-Verhältnis überzeugt haben. fmi.news/award-fitx

EASYFITNESS tritt dem DSSV e. V. bei

Ein starkes Signal für die gesamte Branche: EASYFITNESS, eines der größten und dynamischsten Fitnessfranchisesysteme, tritt mit allen deutschen Studios und Franchisepartnern dem DSSV e. V. bei. Verband und Unternehmen erachten dies als wichtigen Schritt, um die politische Interessenvertretung zu stärken und die Rolle der Branche als Gesundheits- und Wirtschaftsfaktor sichtbarer zu machen. Mehr dazu im Interview ab Seite 56. fmi.news/easyfitness-dssv

wellyou und Urban Sports Club bauen Partnerschaft aus

Die seit 2019 bestehende Kooperation zwischen wellyou und Urban Sports Club wird weiter ausgebaut und ermöglicht es wellyou, eine völlig neue Zielgruppe zu erschließen. Neu eröffnete Standorte profitieren durch die Integration in das Urban Sports Club-Netzwerk insbesondere von einer schnelleren Auslastung. Markus Sigl (CEO wellyou) betont die Bedeutung der Zusammenarbeit und die Relevanz des „Zugang zum wichtigen Segment ... Firmenfitness“. fmi.news/usc-wellyou

Foto: DHfPG/BSA
Foto: FitX Deutschland GmbH
Foto: EASYFITNESS Franchise GmbH | fitness MANAGEMENT
Foto: Yingyaipumi – stock.adobe.com
Foto: Urban Sports Club
Foto: Johnson Health Tech. GmbH

Fitness First x airtango: digitales Screennetzwerk

Die Digitalisierung der Studios treibt Fitness First konsequent voran: Gemeinsam mit dem Digital-Signage-Spezialisten airtango stattet die Studiokette seine mehr als 200 Clubs in Deutschland und Österreich mit einem einheitlichen Screennetzwerk aus. Bestehende und neue Standorte werden mit digitalen Screens ausgestattet, die zentral mit Inhalten aus den Bereichen Sport, Gesundheit und Lifestyle, ergänzt mit eigenen Inhalten von Fitness First, bespielt werden. fmi.news/fitness-first-airtango

EGYM und Playlist kündigen Fusion an

Playlist – die neu gegründete Muttergesellschaft von MINDBODY, Booker und ClassPass – und EGYM vereinbarten im Januar 2026 eine Fusion. Die Transaktion bewertet das fusionierte Unternehmen mit 7,5 Milliarden US-Dollar und bringt 785 Millionen US-Dollar neues Kapital. EGYM wird Teil des Playlist-Portfolios, alle Marken bleiben bestehen. Das Ziel ist eine integrierte Wellnesstechnologieplattform, die u. a. Software, Hardware und Firmenfitness umfasst. fmi.news/egym-playlist

Neuerungen für „United let’s move.“

Auch in 2026 wird die erfolgreiche Brancheninitiative „United let’s move.“ unter dem Motto #BEACTIVE fortgesetzt. In diesem Jahr übernimmt Fitness First die Schirmherrschaft von all inclusive Fitness und führt die Organisation aus dem vergangenen Jahr weiter. Neben dem DSSV e. V. unterstützt auch erstmalig der Fachverband Freizeit- und Sportbetriebe in der Wirtschaftskammer Österreich (WKO) die Initiative. Mehr dazu ab Seite 60.

fmi.news/ulm-2026

Hola Málaga:

DSSV-Event 2026 in Südspanien

Vom 20. bis 23. Oktober 2026 lädt der DSSV e. V. erneut zum jährlichen Event. Nach zwei Jahren auf der Baleareninsel Mallorca verschlägt es die Teilnehmenden in diesem Jahr nach Málaga, in den Süden der iberischen Halbinsel. Die drei Tage sind erneut gespickt mit Networking, inspirierenden Vorträgen, sportlichen Aktivitäten und unvergesslichen Erlebnissen. Eine Anmeldung ist bereits jetzt möglich.

www.dssv.de/event2026

McFIT öffnet Konzept für internationales Franchise

Die Marke McFIT beginnt ein neues Kapitel der Unternehmensentwicklung: Erstmals wird das erfolgreiche Studiokonzept auch als internationales Franchise angeboten. Damit ebnet McFIT den Weg für ein globales Franchisewachstum in bislang unerschlossenen Märkten, in denen das Unternehmen bislang nicht mit eigenen Standorten vertreten ist. Die Struktur für die bestehenden Märkte soll unverändert bleiben.

fmi.news/mcfit-franchise

Master-Studium jederzeit starten

An der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement (DHfPG) können Studierende ab sofort jederzeit mit ihrem Master-Studium starten. Der Studienbeginn ist nicht länger an feste Semesterzeiten gebunden, sondern frei wählbar. Dadurch lässt sich das Master-Studium ideal an persönliche Lebens- und Berufsphasen anpassen und direkt im Anschluss an ein BachelorStudium aufnehmen.

www.dhfpg.de/master

Foto: EGYM SE
Foto: Perez Lavilla, Miguel
Foto: RSG Group GmbH
Foto: sebra – stock.adobe.com
Foto: DHfPG/BSA
Foto: LifeFit Group Service GmbH

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Einfach mal groß denken: Die Schildergasse in der Kölner Innenstadt gehört zu den meistfrequentierten Einkaufsstraßen Deutschlands. Hier hat XTRAFIT im Januar 2026 auf 3.200 Quadratmetern ein neues Studio eröffnet, das mit Design und Ausstattung ein Zeichen setzt: Sechs Trainings- und drei Wellnessbereiche verteilen sich auf vier Etagen. Die Schwerpunkte liegen auf Kraft-, Performance- und Kursangeboten – damit sich das Training flexibel in den Berufsalltag in der City integrieren lässt.

Text: Anke Sörensen

Studio des Monats XTRAFIT

Köln-Zentrum

April 2026

XTRAFIT zieht es dahin, wo das Leben pulsiert. Bislang lagen die Kölner Standorte der Fitnesskette vor allem am Stadtrand und in klassischen Drive-Lagen. „Als mitgliederstärkste Fitnesskette in Köln war es für uns der logische nächste Schritt, auch in der City präsent zu sein“, erklärt Geschäftsführer Gabriel Vogel. „Mit dem neuen Studio bieten wir aktuell die größte zusammenhängende Trainingsfläche in der Kölner Innenstadt.“

Mit seinem 20. Studio zog XTRAFIT in das ehemalige Gebäude von Karstadt Sport in der Schildergasse 33 und liegt nun mittendrin, über Douglas und gegenüber vom Apple Store. Neben der hohen Sichtbarkeit bietet die prominente Lage weitere Vorteile: beste Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr, zahlreiche Parkmöglichkeiten in der Umgebung sowie die Nähe zu vielen Arbeitsplätzen. XTRAFIT will hier vor allem Berufstätige erreichen, die das Training unkompliziert in ihren Alltag integrieren wollen und kurze Wege und flexible Öffnungszeiten schätzen: Büroangestellte, Beschäftigte im Einzelhandel und Pendler, aber auch Bestandsmitglieder, denn diese können flexibel jedes XTRAFIT-Studio nutzen. Das Konzept geht auf. Geschäftsführer Fabian Menzel erklärt: „Unsere Nutzungsstatistiken zeigen, dass viele Mitglieder diesen Standort als zusätzlichen Trainingsplatz verwenden – in Kombination mit einem wohnortnahen Studio.“

Klar strukturiertes Trainingserlebnis

Rund vier Millionen Euro investierte das Unternehmen in Umbau, Ausstattung und Design des ehemaligen Kaufhauses. Die baulichen Gegebenheiten waren herausfor-

dernd, denn ein vierstöckiges Studio funktioniert nur, wenn die Orientierung intuitiv ist. Ein wichtiger Designaspekt war deshalb die Gestaltung des Treppenhauses, in dem die Ebenen durch gezielte architektonische Übergänge miteinander verbunden wurden.

Die Struktur setzt auf einen flüssigen Rundlauf durch alle Etagen mit klar geordneten Trainingswelten und soll Performance mit Aufenthaltsqualität verbinden. Wie in allen XTRAFIT-Studios sind die Trainingsbereiche in Cardio-, Kraft-, Freihantel- und Functional-Bereich sowie Kursräume und Lady Gym untergliedert. Hinzu kommt der Wellnessbereich mit Sauna, Massagen und Solarium. „Dieses einheitliche Leistungsversprechen bildet die Erfolgsbasis unseres Konzepts“, sagt Fabian Menzel.

Check-in, Trainingsdokumentation und Mitgliederverwaltung sind komplett digitalisiert, um eine nahtlose, moderne Member Experience von der Anmeldung bis zur Trainingseinheit zu ermöglichen.

Richtungsweisendes Design

Mit dem Ergebnis des Umbaus sind die Geschäftsführer rundum zufrieden. „Das Flagship ist eine konsequente Weiterentwicklung unserer bestehenden Designsprache. Wir haben unsere Corporate Identity räumlich klarer implementiert und das Online-Markenerlebnis stärker mit dem Studioerlebnis verzahnt“, betont Gabriel Vogel. „Farben, Muster und Typografie greifen besser ineinander und stärken die visuelle Identität. So wirkt die Atmosphäre motivierend, ohne überladen zu sein.“

Ein wesentliches Designelement war die Lichtplanung, welche die Trainingsflächen funktional strukturiert und in den Wellnessbereichen bewusst ruhigere Entspannungszonen

schafft. In Verbindung mit der offenen Raumstruktur entstehen so Klarheit und Orientierung.

„Insgesamt ist das Design ruhiger und das Material hochwertiger geworden. Neue Oberflächen und Details verleihen dem Studio eine moderne Anmutung, ohne die DNA der bisherigen Marke zu verlieren“, ergänzt der Geschäftsführer.

Mix aus bewährt und neu

Matrix ist von Anfang an Partner für Kraft-, Freihantelund Cardiogeräte und lieferte eine brandneue Generation von Plate-loaded-Geräten. Ebenfalls neu ist die Integration von EGYM. Nach einem Pilotprojekt 2025 mit EGYM beginnt XTRAFIT 2026 damit, schrittweise verschiedene Standorte mit dem neuen Kraftgeräte-Set-up auszustatten – natürlich allen voran das Flagship: „EGYM bringt digitale Trainingssteuerung und automatisierte Geräteeinstellung in unser Konzept und macht Training dadurch messbarer, leichter zugänglich und zugleich effizienter“, erläutert Fabian Menzel. „Die Kombination aus digitalen Trainingsgeräten, automatisierter Geräteeinstellung und Appgestützter Trainingssteuerung hebt das Trainingserlebnis auf ein neues Niveau.“

Im Functional-Bereich setzt XTRAFIT auf ein offenes Raumkonzept mit ZIVA-Equipment, WOODWAY-Laufbändern und -Schlittenbahnen. Die Fläche ist klar auf Performance und HYROX-Vorbereitung ausgelegt. Auffällig: Der Verzicht auf klassische Rack-Strukturen zugunsten offener Wandlösungen, was mehr Bewegungsfreiheit schafft und vielseitigere Trainingsoptionen bietet.

Urban und zielgruppengerecht Kraft und Performance sind zentrale Schwerpunkte des Angebots. „Durch die Integration der EGYM Geräte entwickeln wir den klassischen Kraftbereich digital weiter. Ergänzt wird dies durch eine HybridTraining-Fläche als vielseitige Performancezone für funktionelles Ganzkörpertraining. Diese ist ideal zur Vorbereitung auf HYROX-Rennen oder als intensive Ergänzung zum klassischen Krafttraining“, so Fabian Menzel.

Auch das Kursprogramm spielt eine zentrale Rolle –insbesondere frühe Morgen- und Mittagsformate, die zu den Arbeitszeiten in den umliegenden Büros, in der Gastronomie und den Geschäften passen. Der Kursplan soll gezielt Mitglieder ansprechen, die das Training vor, während oder nach der Arbeit in ihren Tagesablauf integrieren wollen. Das Studio ist täglich von 6 bis 24 Uhr geöffnet. Persönlichen Service und Betreuung vor Ort gibt es täglich von 8 bis 22 Uhr.

Trotz des Fokus auf Berufstätige sieht sich XTRAFIT als Anbieter für eine breite Zielgruppe und will ebenso junge wie ältere Mitglieder, Trainingsanfänger und erfahrene Sportler ansprechen.

Erfahrenes Team

Im Flagship-Studio arbeiten 30 festangestellte Mitarbeitende aus Training, Kursbereich und Service sowie eine duale Studentin. Fachlich gelten klare Mindestanforderungen an Lizenzen und Zertifikate, wichtig ist darüber hinaus vor allem die soziale Kompetenz: „Neben Qualifikation zählt vor allem Serviceorientierung. Wir sind Dienstleister. Professionalität, Verlässlichkeit und ein guter Umgang mit Menschen sind für uns entscheidend“, sagt Gabriel Vogel.

Der Alltag hat sich schnell eingespielt. Hier zählt die Erfahrung: Als sechster Kölner Standort konnte XTRAFIT in der Startphase auf ein professionelles Team sowie einen erprobten Studioleiter zurückgreifen, sodass die Abläufe und Prozesse sofort stabil funktionierten. Obwohl der Recruiting-Aufwand anspruchsvoller geworden ist, helfen die modernen Arbeitsbedingungen und Entwicklungsperspektiven innerhalb des Unternehmens dabei, passende Mitarbeitende zu gewinnen und zu halten, so Gabriel Vogel.

Marketing und Kooperationen

Zur Eröffnung lag der Fokus auf Lokalpatriotismus. So ist der Slogan „XTRAFIT im Herzen von Köln“ bewusst doppeldeutig gewählt und beschreibt sowohl die Lage als auch die Haltung des Kölner Unternehmens. Die Kampagne wurde intensiv digital begleitet und mit Offline-Maßnahmen flankiert. Um sich in der Nachbarschaft bekannt zu machen, setzte das Team auf

einen besonderen Türöffner und verteilte „FEEL-GOOD-Scheine“ fürs Training an die Mitarbeitenden der umliegenden Geschäfte.

„Gerade bei einer Studioeröffnung denken wir ganzheitlich und bespielen alle relevanten Touchpoints“, sagt Fabian Menzel. Dabei ist Social Media ein integraler Bestandteil des Kommunikationsmixes; der Standort liefert die Bühne. Für Begeisterung sorgte der Auftritt von Influencer Tim Johnson, der seit der Eröffnung des ersten Studios in Köln-Ehrenfeld im Jahr 2014 Mitglied ist. „Die authentische Einbindung bestehender Mitglieder sorgt für glaubwürdige Kommunikation und stärkt unsere lokale Verankerung zusätzlich. Neben der Mitgliedergewinnung nutzen wir Social Media und digitale Plattformen auch zur Bindung unserer Community sowie zur Ansprache potenzieller Mitarbeitender. Eine starke digitale Präsenz unterstützt dabei Markenaufbau und Recruiting gleichermaßen.“

Zum Opening Weekend kooperierte XTRAFIT mit Partnern aus der Region wie dem Douglas-Flagship-Store im selben Haus, der Privatbrauerei Gaffel oder „Rund um Köln“– aber auch mit überregionalen Partnern wie Les Mills oder Compleat. Strategische Partnerschaften pflegt das Unternehmen gruppenweit: „Diese Kooperationen“, so Fabian Menzel, „stärken unsere lokale Verankerung, erhöhen die Markenreichweite und schaffen echten Mehrwert.“

Wettbewerb gelassen nehmen

In der Kölner Innenstadt herrscht ein hoher Wettbewerb, wenn es um Fitness geht. Etablierte Anbieter und neue Konzepte drängen in die City; die Bandbreite reicht von Discount bis Premium. Die Geschäftsführer sehen es gelassen, denn die Schildergasse liefert eine Frequenz, die sie an vielen anderen Standorten erst mühsam aufbauen müssen. Gleichzeitig erschließt der Standort innerstädtische Wohnlagen. Ihre Erwartung: Der Club gewinnt neue Mitglieder und schafft Bestandsmitgliedern einen klaren Mehrwert – besonders für diejenigen, die in der Innenstadt arbeiten.

Hinter XTRAFIT steht ein Geschäftsführer-Duo, das die Marke aus der Unternehmenszentrale in Köln weiterentwickelt, überregional skaliert und die Studioteams vor Ort leitet.

ist seit 2014 und somit seit dem Start Geschäftsführer von XTRAFIT. Er verantwortet die Bereiche Operations, HR, Kurse, Einkauf und Expansion. ist seit 2019 Geschäftsführer von XTRAFIT. Seine Verantwortungsbereiche umfassen Finanzen, Business Development, Marketing, Mitgliederservice und IT.

XTRAFIT betreibt 20 Studios mit geografischen Schwerpunkten im Raum Köln/Bonn, im Rhein-Main-Gebiet sowie weiteren Standorten bundesweit und hat über 100.000 Mitglieder.

Das Konzept steht für Fitness, Wellness und Lifestyle zum fairen Preis und will hochwertige Trainingsangebote für alle zugänglich machen.

Erste Bilanz und Blick nach vorn

Nur wenige Monate nach dem Start fällt die Zwischenbilanz positiv aus. „Die Entwicklung verläuft sehr positiv. Sowohl die Mitgliederzahlen als auch das Feedback zur Lage und zum neuen Studiokonzept stimmen uns sehr zufrieden“, sagt Gabriel Vogel. Köln-Zentrum ist zudem ein Vorreiter, denn der Standort definiert den künftigen Design- und Ausstattungsstandard für weitere Neueröffnungen und die Modernisierung bestehender Studios.

Fläche des Studios gesamt: 3.200 m2

Kraft: 500 m2

Cardio: 400 m2

Freihantel: 450 m2

Functional: 200 m2

Kurse: 400 m2

Lady Gym: 150 m2

Wellness: 250 m2

Ausstattung

Kraft: Matrix, EGYM

Cardio: Matrix

Functional: Matrix, ZIVA, WOODWAY

Kurse: SOTA

Diagnostik: InBody

Sauna: Devine Wellness & Spa

Solarium: SUNS

Digitalisierung: Exerp, Gantner Electronic

Mitarbeitende

30 Festangestellte, darunter 12 Trainer, 9 Kursleiter, 1 duale Studentin, 8 Service

XTRAFIT

Schildergasse 33

50667 Köln www.xtrafit.de/studios/köln-zentrum

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„Eckdaten der deutschen Fitnesswirtschaft“ bilden Marktdynamik ab

Was prägt den Fitnessmarkt 2026?

Die Fitness- und Gesundheitsbranche in Deutschland gewinnt weiter an gesellschaftlicher sowie wirtschaftlicher Bedeutung: Erstmals trainieren mehr als zwölf Millionen Menschen in deutschen Fitnessanlagen, der Branchenumsatz erreicht mit mehr als sechs Milliarden Euro ein neues Rekordniveau. Auch die Zahl der Fitnessanlagen im Bundesgebiet wächst. Gleichzeitig gehen diese Entwicklungen mit strukturellen Veränderungen im Markt einher, die, richtig genutzt, erhebliches Potenzial für weiteres Wachstum eröffnen. Ein präziser Blick auf die Marktstruktur ist vor diesem Hintergrund wichtiger denn je. Die „Eckdaten der deutschen Fitnesswirtschaft 2026“ liefern hierfür die empirische Basis.

Als etablierte Marktstudie beleuchten die „Eckdaten der deutschen Fitnesswirtschaft“ wesentliche Branchenkennzahlen für das Betrachtungsjahr sowie im Jahresvergleich. Die diesjährige Studie zeichnet das wirtschaftlich stärkste Ergebnis seit Beginn der Marktanalyse: Anlagen-, Mitglieder- und Umsatzzahlen wachsen weiter, die Zahl der Trainierenden erreicht hierbei einen neuen Höchst-

stand, der Branchenumsatz liegt so hoch wie nie zuvor. Entsprechend positiv zeigt sich die wirtschaftliche Stimmung innerhalb der Branche.

Gleichzeitig prägen intensiver Wettbewerbsdruck und strukturelle Veränderungen den Markt. Die anhaltende Konsolidierung verschiebt Machtverhältnisse, während die wachsende

Text: Prof. Dr. Sarah Kobel, Anke Sörensen und Jürgen Wolff

Zahl an Smart-Gyms das Angebot von Fitness als Dienstleistung verändert und den Wettbewerb um neue Mitglieder weiter verschärft.

In diesem Umfeld wird die eigene Positionierung zum zentralen Hebel: Klare Profile, eine konsistente Umsetzung des Leistungsversprechens, eine scharfe Differenzierung vom Wettbewerb und eine konsequente Orientierung an Kundennutzen gestalten sich zunehmend erfolgsentscheidend.

Mitgliederentwicklung zeigt zunehmende gesellschaftliche Akzeptanz von Fitnesstraining Zum Stichtag 31.12.2025 verzeichneten die Fitness- und Gesundheitsanlagen in Deutschland insgesamt 12,36 Millionen Mitglieder (vgl. Abb. 1). Besonders stark wächst die Nachfrage in den Alterssegmenten bis 30 Jahre sowie ab 60 Jahre. Die Reaktionsquote in der Gesamtbevölkerung liegt bei 14,8 Prozent. Bezogen auf die branchenrelevante Zielgruppe ab 15 Jahren trainieren insgesamt 17,1 Prozent in Fitness- und Gesundheitsanlagen in Deutschland.

Hinzu kommen Personen, die nicht über Verträge mit stationären Fitnessanlagen verfügen, aber über Aggregatorenmitgliedschaften dennoch in den Anlagen trainieren. Diese Trainierenden miteinbegriffen, zählt die Branche im Jahr 2025 insgesamt 13,83 Millionen Trainierende.

Die aktuellen Entwicklungen sprechen dafür, dass die gesellschaftliche Akzeptanz des Fitnesstrainings zunehmend steigt und damit auch langfristig die gesundheitspositive Wirkung

Abb. 2: Preisstruktur (in %, Kategorien in EUR, brutto)

Abb. 1: Mitgliederentwicklung (in Mio.)

eines regelmäßigen Fitnesstrainings in der Bevölkerung anerkannt wird.

Positive Preisentwicklung im Einzel- und Kettensegment Ein steigendes Preisniveau ist Ausdruck dafür, dass es der Branche zunehmend gelingt, den Nutzen ihrer Angebote im Markt zu vermitteln und eine entsprechende Zahlungsbereitschaft zu sichern. Über alle Anlagen hinweg steigt der durchschnittliche Monatsbeitrag von 46,95 Euro (brutto) im Vorjahr

Einzel Ketten Special Interest © DSSV

auf 48,55 Euro (brutto) im Betrachtungsjahr (vgl. Abb. 2). Sowohl im Einzel- als auch im Kettensegment steigen die Monatsbeiträge für eine zwölfmonatige Standardmitgliedschaft gegenüber dem Vorjahr an. Im Einzelsegment liegt der Durchschnittsbeitrag bei 59,24 Euro (+1,39 EUR), im Kettensegment bei 40,54 Euro (+2,10 EUR). Parallel dazu verschiebt sich die Beitragsverteilung in höhere Preiskategorien. Im Einzelsegment geht der Anteil der Mitglieder mit Monatsbeiträgen unter 45 Euro zurück. 52,1 Prozent entrichten zwischen 45 und unter 65 Euro (brutto) pro Monat. Auch im Kettensegment verzeichnet dieses Beitragsband den stärksten Zuwachs: 23,7 Prozent der Mitglieder zahlen einen Beitrag in dieser Höhe (Vorjahr: 17,5 %). Im Special-Interest-Segment hingegen sinkt der durchschnittliche Monatsbeitrag von 82,79 Euro auf 80,02 Euro (brutto). Ausschlaggebend hierfür ist insbesondere der Rückgang höherpreisiger EMS-Anlagen in diesem Segment.

Rekordumsatz und steigende Beschäftigtenzahlen als Ausdruck wirtschaftlicher Relevanz der Branche

Die steigenden Mitgliederzahlen im Markt, das Anlagenwachstum und die vorgenommenen Preisanpassungen resultieren in einem neuen Umsatzhöchstwert der Branche: Im Betrachtungsjahr 2025 erwirtschaftet die Fitness- und Gesundheitsbranche einen Gesamtumsatz von 6,25 Milliarden Euro (netto) (vgl. Abb. 3). Das Umsatzwachstum beläuft sich im Vergleich zum Vorjahr auf 7,4 Prozent.

Gleichzeitig steigt auch die Zahl der Beschäftigten in der Branche. Im Betrachtungsjahr 2025 waren insgesamt 167.100 Mitarbeitende in der Fitness- und Gesundheitsbranche beschäftigt. Damit übersteigt die Beschäftigtenzahl den Wert des Vorjahres (157.700).

Gesundheitspositionierung als Differenzierungschance mit hohen Anforderungen

Vor dem Hintergrund dieser Entwicklungen zeigt sich die Branche zunehmend heterogen. Von einer einheitlichen Fitnessbranche kann kaum gesprochen werden, vielmehr prägt eine stark segmentierte und vielfältige Angebotslandschaft mit unterschiedlichen strategischen Ausrichtungen den Markt.

Im Betrachtungsjahr steigt der Anteil an Anlagen, die sich schwerpunktmäßig in den Bereichen „Training“ (33,5 %) und „Lifestyle“ (21,9 %) positionieren. Diese Entwicklung ist einerseits Ausdruck der Orientierung an unterschiedlichen Kundenbedürfnissen und Zielgruppenansprachen. Andererseits ist sie auf die wachsende Zahl der Smart-Gyms zurückzuführen, die sich primär in den Kategorien „Training“ und „Lifestyle“ verorten.

39,3 Prozent der Fitness- und Gesundheitsanlagen positionieren sich schwerpunktmäßig als Gesundheitsdienstleister (vgl. Abb. 4). Der Anteil der Anlagen mit primärer Gesundheitsausrichtung ist in den vergangenen Jahren jedoch rückläufig. Diese Entwicklung aber ist nicht als Bedeutungsverlust der Gesundheitsdienstleistung zu interpretieren. Betreiber müssen sich zunehmend bewusst entscheiden, welche Zielgruppen sie adressieren und welches Leistungsversprechen sie glaubwürdig und konsistent erfüllen wollen. Eine Positionierung als Gesundheitsdienstleister ist dabei mit hohen Kompetenzanforderungen verbunden, bietet gleichzeitig aber eine strategisch wichtige Chance zur Differenzierung des eigenen Leistungsangebots.

Weiterbildungsquote verzeichnet starkes Plus In einem zunehmend differenzierten Marktumfeld mit steigenden Qualitätsanforderungen gewinnt die Qualifizierung der Mitarbeitenden weiter an Bedeutung. Im Betrachtungsjahr steigt die Weiterbildungsquote von 89,8 Prozent auf 95,3 Prozent. Diese Entwicklung stärkt sowohl die interne Dienstleistungsqualität als auch die externe Wahrnehmung der Branche.

Der Fokus der Anlagen richtet sich verstärkt auf das Kerngeschäft: 72,1 Prozent der Anlagen bilden ihre Mitarbeitenden im gerätegestützten Krafttraining weiter, 55,2 Prozent im gerätegestützten Herz-Kreislauf-Training. Im Vorjahresvergleich gewinnen zudem die Fachgebiete BGM/BGF, Mentale Fitness sowie Sport- und Bewegungstherapie an Bedeutung.

Digitalisierung stärkt Service und Prozesse

Die Digitalisierung wird zunehmend als Instrument zur Optimierung betrieblicher Abläufe und zur Erweiterung des Serviceangebots genutzt. 72,3 Prozent der Ketten- und 58,9 Prozent der Einzelanlagen bieten digitale Zusatzleistungen an; insbesondere im Einzelsegment ist ein deutlicher Zuwachs zu beobachten.

Klassische digitale Trainingsangebote wie Online-Kurse verlieren hingegen weiter an Bedeutung. Der Fokus liegt auf der Unterstützung der Customer Journey und der Trainingssteuerung. Digitale Schnittstellen ermöglichen die systematische Erfassung und Analyse von Trainingsdaten und schaffen eine datenbasierte Grundlage für individuelle Trainingsplanung. Sie unterstützen die fachliche Arbeit der Mitarbeitenden, erleichtern die strukturierte Dokumentation und fördern eine kontinuierliche, zielgerichtete Betreuung der Mitglieder.

Hohe Investitionstätigkeit stärkt

Angebots- und Qualitätsstruktur

Im Jahr 2025 investieren 91,9 Prozent der Betriebe und damit deutlich mehr als im Vorjahr (82,2 %). Das Investitions-

Abb. 3: Umsatzentwicklung (in Mrd. EUR, netto)

Bewegung neu definiert

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4: Anlage nach Positionierung (starke bis sehr starke Positionierung, in %)

volumen der Branche steigt auf 798 Millionen Euro (Vorjahr: 762 Mio. EUR).

Der Schwerpunkt liegt weiterhin auf der Trainingsinfrastruktur: 57,5 Prozent der Anlagen investieren in Krafttrainingsgeräte (Vorjahr: 53,9 %), 45,2 Prozent in Geräte für das Herz-Kreislauf-Training (Vorjahr: 40,5 %). Auch Kleingeräte, etwa für Functional oder Personal Training, gewinnen an Bedeutung. Hier steigt der Anteil investierender Betriebe auf 40,2 Prozent.

Darüber hinaus investieren 11,8 Prozent der Anlagen in Angebote wie Yoga oder Pilates, 12,6 Prozent in Ernährungsberatung. 30,1 Prozent tätigen Investitionen in Diagnostikgeräte und stärken damit ihre Möglichkeiten zur differenzierten Trainings- und Gesundheitsanalyse.

Wettbewerbsdruck nimmt zu, wirtschaftliche Lage bleibt stabil

Die strukturellen Veränderungen im Markt führen zu einer spürbaren Intensivierung des Wettbewerbs. 60,9 Prozent der Einzelanlagen bewerten den Wettbewerbsdruck im Jahr 2025 als eher stark bzw. stark (Vorjahr: 55,8 %). Treiber dieser Entwicklung sind insbesondere die fortschreitende Marktkonsolidierung und die zunehmende Zahl an Smart-Gyms.

Gleichzeitig bleibt die Einschätzung der wirtschaftliche Lage überwiegend positiv. Im Gesamtmarkt bewerten 65,8 Prozent der Anlagen ihre wirtschaftliche Lage positiv, 28,9 Prozent als durchschnittlich und 5,3 Prozent als negativ.

Branche blickt mit hoher Investitionsbereitschaft auf 2026 Für die kommenden zwölf Monate überwiegt der Optimismus. Im Gesamtmarkt gehen 64,6 Prozent der Anlagen von einer positiven Entwicklung ihrer wirtschaftlichen Situation aus, 29,7 Prozent erwarten ein stabiles Niveau und 5,7 Prozent eine Verschlechterung. Besonders zuversichtlich zeigen sich Kettenbetriebe (70,4 %).

Die positive Erwartungshaltung spiegelt sich in der Investitionsplanung wider: 80,0 Prozent der Anlagen beabsichtigen,

2026 zu investieren. Das geplante Investitionsvolumen liegt mit 1.060 Millionen Euro (netto) erstmals über einer Milliarde Euro.

Fazit

Die „Eckdaten der deutschen Fitnesswirtschaft 2026“ dokumentieren eine Branche mit hoher gesellschaftlicher Reichweite und wachsender ökonomischer Bedeutung. Mit 12,36 Millionen Mitgliedern erreicht Fitnesstraining einen zunehmenden Anteil der Bevölkerung. Zugleich erwirtschaftet die Branche 6,25 Milliarden Euro Umsatz und sichert über 167.000 Arbeitsplätze. Damit ist sie sowohl Bestandteil präventiver Gesundheitsstrukturen als auch ein signifikanter Wirtschaftsfaktor.

Steigende Beiträge, hohe Investitionsquoten und eine ausgeweitete Weiterbildungstätigkeit verweisen auf eine fortschreitende Professionalisierung des Marktes. Die zunehmende strukturelle Differenzierung erfordert klare Positionierungen und geschärfte Leistungsprofile und resultiert in einer wachsenden Marktreife. Die dargestellten Entwicklungen unterstreichen, dass die Fitness- und Gesundheitsbranche bei gesundheitspolitischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Fragestellungen zunehmend Berücksichtigung finden muss.

Warum die Eckdaten wichtig sind

Um den Stellenwert der Fitness- und Gesundheitsbranche für Wirtschaft, Kostenträger im Gesundheitsmarkt und Politik einzuordnen, haben wir Entscheidungsträger gefragt, wie sie das Potenzial der Branche bewerten und welche Daten aus der Eckdatenstudie für sie relevant sind.

Die Interviews mit Prof. Dr. Michael Hüther, Direktor und Mitglied des Präsidiums des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW), Prof. Dr. Jörg Loth, Vorstand und Verwaltungsrat der IKK Südwest, sowie Andrea Milz, Staatssekretärin für Sport und Ehrenamt des Landes Nordrhein-Westfalen, lesen Sie auf den folgenden Seiten.

Literaturliste

DSSV e. V. – Arbeitgeberverband deutscher Fitness- und Gesundheits-Anlagen (Hrsg.). (2025). Eckdaten der deutschen Fitnesswirtschaft 2025. Hamburg: Hrsg.

DSSV e. V. – Arbeitgeberverband deutscher Fitness- und Gesundheits-Anlagen (Hrsg.). (2026). Eckdaten der deutschen Fitnesswirtschaft 2026. Hamburg: Hrsg.

Einzel Ketten Special Interest Alle Anlagen
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„Eckdaten der deutschen Fitnesswirtschaft 2026“

„Prävention statt Reparatur“ –Fitness als Investition in Humankapital und Standortqualität

Prof. Dr. Michael Hüther

Direktor und Mitglied des Präsidiums, Institut der deutschen Wirtschaft

Nach einem Studium der Wirtschaftswissenschaften und Geschichte an der Justus-Liebig-Universität Gießen promovierte Prof. Dr. Michael Hüther in Volkswirtschaftslehre. 1991 wurde er wissenschaftlicher Mitarbeiter beim Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung, wo er 1995 zum Generalsekretär befördert wurde. Im Jahr 1999 übernahm er die Position des Chefvolkswirts der DekaBank und wurde 2001 zum Leiter der Abteilung Volkswirtschaft und Kommunikation ernannt. Seit August 2001 ist er Honorarprofessor an der EBS Business School und seit Juli 2004 Direktor des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW). Als führender deutscher Wirtschaftsforscher engagiert er sich für die soziale Marktwirtschaft und ist durch zahlreiche Gremienmitgliedschaften, darunter der Aufsichtsratsvorsitz der TÜV Rheinland AG, einflussreich in Politik und Wirtschaft.

fMi: Mehr als zwölf Millionen Mitglieder, über sechs Milliarden Euro Umsatz und mehr als 160.000 Beschäftigte: Wie beurteilen Sie die volkswirtschaftliche Bedeutung der Fitnessbranche in Deutschland?

Prof. Dr. Michael Hüther: Die Fitnessbranche gehört zu den wichtigsten Dienstleistungsbranchen im wachsenden Gesundheits- und Freizeitmarkt. Besonders wichtig ist die Branche aus ökonomischer Sicht, da sie sich positiv auf das Arbeitsangebot der Volkswirtschaft auswirkt. Die Mitglieder beugen durch ihre Aktivität in den Fitnessstudios präventiv Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Rückenschmerzen oder Diabetes vor. Damit hilft die Fitnessbranche dabei, dass auch andere Branchen ihre Beschäftigten länger bei hoher Leistungsfähigkeit im Erwerbsleben einsetzen können.

Wo ordnen Sie die Fitnessbranche zu: dem zweiten Gesundheitsmarkt oder doch eher der Freizeitwirtschaft?

Auch wenn beide Zuordnungen richtig sein können – aus volkswirtschaftlicher Sicht ist die Zuordnung und Weiterentwicklung im zweiten Gesundheitsmarkt besonders wichtig. Es geht darum, das Prinzip „Prävention statt Reparatur“ zu stärken, durch Fitnessangebote einen gesunden Lebensstil als gesellschaftlichen Trend zu prägen und die Schnittstelle zur Medizin auszuweiten – zum Beispiel durch Rehasport, Präventionskurse und BGM. Letztendlich kann dadurch der erste Gesundheitsmarkt vor dem Hintergrund steigender Herausforderungen im Zuge des demografischen Wandels entlastet werden.

Während das Wirtschaftswachstum in Deutschland stagnierte bzw. sich nur leicht erholte, verzeichnet die Fitnessbranche ein stabiles Wachstum. Wo sehen Sie Ursachen für diese Entwicklung im Vergleich zu anderen Wirtschaftssegmenten?

Die Industriebranchen werden durch mehrere gleichzeitig auftretende disruptive Einflüsse wie Demografie, Digitalisierung, Dekarbonisierung und Deglobalisierung belastet. Hohe Energiekosten, der Wettbewerb aus China mit einer zu weichen chinesischen Währung und Zölle in den USA belasten die exportorientierten Hochtechnologiebranchen. Dienstleistungsbranchen sind hiervon weniger betroffen; der demografische Wandel führt zusätzlich zu steigender Nachfrage nach Gesundheitsdienstleistungen.

demografische Wandel führt unter sonst gleichen Bedingungen zu stark steigenden Gesundheitskosten und Belastungen bei den Lohnnebenkosten. Durch die Professionalisierung der Branche kann die Fitnesswirtschaft helfen, präventiv und damit investiv zu wirken und die Belastungen des demografischen Wandels für die Volkswirtschaft zu mildern.

Wie trägt die Fitness- und Gesundheitsbranche aus Ihrer Sicht zur volkswirtschaftlichen Wertschöpfung bei?

Zum einen direkt als Branche, die Dienstleistungen in den Bereichen Freizeit und Gesundheit erbringt. Darüber hinaus wirkt sie sich indirekt aus, indem sie, wie die Weiterbildungsbranche, einen Beitrag zum Humankapital der Volkswirtschaft leistet. Bildung und Gesundheit entscheiden darüber, ob es uns in einer alternden Gesellschaft gelingt, die Herausforderungen der Transformation zu meistern und den Wohlstand zu sichern.

„Der demografische Wandel führt zusätzlich zu steigender Nachfrage nach Gesundheitsdienstleistungen.“

Die Fitness- und Gesundheitsbranche hat sich seit der Jahrtausendwende stark professionalisiert. Die branchenspezifische Fachqualifikation wird durch praxinahe duale Studiengänge sichergestellt, wissenschaftlich fundierte Trainingsmethoden werden eingesetzt. Inwiefern tragen diese Entwicklungen zum langfristigen Wachstum der Branche bei und erhöhen zugleich deren Attraktivität als Arbeitgeber?

Diese Entwicklung ist sehr wichtig und im Kern Voraussetzung dafür gewesen, dass sich die Fitnessbranche zu einem wichtigen Anbieter im stark wachsenden Gesundheitsmarkt transformieren konnte. Die Akademisierung der Ausbildung hilft auch bei der Fachkräftesicherung in der Branche und der Weiterentwicklung der Dienstleistungsangebote.

DSSV, DHfPG und Deloitte erheben die „Eckdaten der deutschen Fitnesswirtschaft“ seit mehr als 35 Jahren. Welchen Stellenwert hat die Studie für das Image der Branche in der Öffentlichkeit und für die Interessenvertretung gegenüber Politik und Entscheidungsträgern?

Daten und Fakten sind wichtig, um die erfolgreiche Transformation der Branche darzustellen und ihre Bedeutung als wichtiger Akteur im zweiten Gesundheitsmarkt zu betonen. Der

Regelmäßige körperliche Aktivität trägt zur langfristigen Gesunderhaltung der Bevölkerung bei, im demografischen Wandel zählt „arbeitsfähig bleiben“ mehr denn je. Welche Rolle spielt die Fitness- und Gesundheitsbranche; um die Beschäftigungsfähigkeit der Erwerbstätigen langfristig zu sichern?

Wir werden im demografischen Wandel unseren Wohlstand nur halten können, wenn wir das Arbeitskräfteangebot des Einzelnen erhöhen – hierzu gehören die Ausweitung der durchschnittlichen Wochenarbeitszeit und eine längere Lebensarbeitszeit.

Neben besseren Erwerbsanreizen, die die Politik schaffen muss, sind auch die Unternehmen gefragt. Dabei werden beispielsweise Maßnahmen aus dem BGM relevant, die die Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen innerhalb Deutschlands sowie im internationalen Vergleich sichern. Dazu gehören bei den Unternehmen drei Dinge: Investitionen in Vereinbarkeit von Familie und Beruf, in Weiterbildung und in Gesundheit.

Ist Prävention aus Ihrer Sicht auch ein unterschätzter Hebel im War for Talents?

Ja, Unternehmen konkurrieren um einen knapper werdenden Fachkräftenachwuchs. Daher ist die Attraktivität als Arbeitgeber wichtiger denn je. Eine Unternehmenskultur, in der Werte wie Weiterbildung, Entwicklung, Vereinbarkeit von Familie und Beruf und Gesundheit im Alltag gelebt werden, ist neben den Hard Facts entscheidend im Kampf um Talente.

Mehr Fitness und Prävention entlasten langfristig die Sozialversicherungssysteme und sind eine wertvolle Investition in Humankapital und Standortqualität. Stimmen Sie zu?

Diese These bringt die Bedeutung der Fitnessbranche sehr gut auf den Punkt.

„Eckdaten der deutschen Fitnesswirtschaft 2026“
„Wir brauchen einen Systemwechsel: weg von Kuration, hin zu Prävention“

Prof. Dr. Jörg Loth

Vorstandsvorsitzender der IKK Südwest

Nach einem Studium der Betriebswirtschaft promovierte Prof. Dr. Jörg Loth zum Doktor der Wirtschaftswissenschaften am Lehrstuhl für Medizinmanagement der Universität Duisburg-Essen. Nach mehreren Jahren in verantwortungsvollen Funktionen in der gesetzlichen Krankenversicherung ist er seit 2014 Vorstand der IKK Südwest. Darüber hinaus hat er eine Professur für Ökonomie an der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement (DHfPG) und der BSA-Akademie in Saarbrücken inne. Er ist Dozent, Autor und Tutor sowie Herausgeber zahlreicher gesundheitsökonomischer Publikationen.

fMi: Wo sehen Sie aktuell die größten strukturellen Herausforderungen für gesetzliche Krankenkassen – insbesondere mit Blick auf die langfristige Finanzierbarkeit und Leistungsfähigkeit des Systems?

Prof. Dr. Jörg Loth: Das deutsche Gesundheitssystem steht vor immensen Herausforderungen: Steigende Ausgaben, der demografische Wandel und zunehmende chronische Erkrankungen erfordern kurzfristige Maßnahmen zur Sicherung der Finanzierung und Leistungsfähigkeit. Hierzu erarbeitet die von der Bundesgesundheitsministerin eingesetzte Finanzkommission aktuell Lösungen.

Foto: Jennifer Weyland

Mittel- und langfristig benötigen wir aber einen echten Systemwechsel – weg vom nahezu ausschließlichen Fokus auf Kuration hin zu einer wirkungsvollen Prävention zur Krankheitsvermeidung. Kurzum: Wir brauchen ein „Umparken im Kopf“.

Prävention und Gesundheitsförderung gelten als zentrale Stellschrauben, um Krankheitslast und Folgekosten nachhaltig zu senken. Studien zeigen, dass Bewegungsmangel zu den größten vermeidbaren Gesundheitsrisiken zählt. Welche Bedeutung messen Sie körperlicher Aktivität und Bewegung im Rahmen einer zukunftsorientierten Gesundheitsstrategie der GKV bei?

Wir haben derzeit eine massive Zunahme sogenannter Zivilisationserkrankungen, wie zum Beispiel Diabetes mellitus Typ 2, Adipositas, Fettstoffwechselstörungen und Bluthochdruck. Wir sprechen hierbei auch vom tödlichen Quartett. Diese Erkrankungen, die circa 80 Prozent des Krankheitsgeschehens ausmachen, sind nicht nur Trigger für weitere Morbidität, sondern vor allem gut durch einen gesunden und bewussten Lebensstil vermeidbar.

Und genau an dieser Stelle kommt eine stimmige Präventionsstrategie ins Spiel. Zentral sind dabei zwei Aspekte. Zum einen die vier Handlungsfelder der Prävention: Bewegung, Ernährung, psychische Gesundheit und der Umgang mit Sucht. Zum anderen die bekannten Lebensphasen: Dazu zählen gesund aufwachsen, gesund leben und arbeiten sowie Gesundheit im Alter. Das bedeutet, dass bereits beginnend in Kita und Schule den Kleinsten der Wert von ausreichender Bewegung und Sport vermittelt wird. Ebenso wichtig ist eine gesunde Ernährung.

Nicht zuletzt hat diese Entwicklung für den Wirtschaftsstandort Deutschland zur Folge, dass die dringend benötigten Fachkräfte gesünder und länger zur Verfügung stehen.

Welches Potenzial sehen Sie in der Fitnessbranche, um Prävention stärker in den Alltag der Bevölkerung zu integrieren und Krankenkassen bei ihrem gesetzlichen Auftrag zu unterstützen?

Die Fitness- und Gesundheitsbranche ist der aktive und qualifizierte Begleiter für Millionen Bürgerinnen und Bürger in Deutschland, um insbesondere die Problemfelder der Bewegung und Ernährung aktiv in den jeweiligen Lebensphasen zielgerichtet zu unterstützen.

Die Branche hat sich in den vergangenen Jahrzehnten zudem sehr deutlich gewandelt. Heute steht in den Einrichtungen in einem großen Maße akademisch ausgebildetes Personal zur Erstellung von Trainingsplänen, zu der Umsetzung der gesundheitsförderlichen Maßnahmen und als Ansprechpartner rund um die Gesundheit zur Verfügung.

„Das deutsche Gesundheitssystem steht vor immensen Herausforderungen.“

Die Fitnessbranche trägt außerdem dazu bei, präventive Aktivitäten niedrigschwellig und dauerhaft in den Alltag zu integrieren. Und schließlich steht sie für das Zielbild der Zukunft in der Gesundheitspolitik, mit dem es gilt, vermeidbare Erkrankungen erst gar nicht entstehen zu lassen. Für uns als Krankenkassen wird die Branche immer mehr zu einem wichtigen Partner und Leistungserbringer.

Aufgabe der GKV muss es sein, diese Handlungsfelder aktiv und attraktiv mit qualifizierten Partnern über die Lebensphasen hinweg zu unterstützen und zu begleiten.

Regelmäßige körperliche Aktivität wirkt sich nachweislich positiv auf Leistungsfähigkeit, Resilienz und Arbeitsfähigkeit aus. Welchen Beitrag kann gezieltes Kraft- und Ausdauertraining zum Erhalt der Erwerbsfähigkeit und zur Stabilisierung des Wirtschaftsstandorts Deutschland leisten?

Gezieltes und idealerweise intrinsisch motiviertes Kraft- und Ausdauertraining ist ein Garant zur Reduzierung von Krankheitslasten in einer Volkswirtschaft. Denn von der Vermeidung lebensstilbedingter Erkrankungen profitieren letztlich alle: Für die Bevölkerung bedeutet das eine höhere Lebensqualität, häufig zusätzliche selbstbestimmte Lebenszeit mit einer ins spätere Lebensalter verlagerten Pflegebedürftigkeit und für die Solidargemeinschaften in der Kranken- und Pflegeversicherung eine Begrenzung der aktuell ausufernden Leistungsausgaben.

Welchen Stellenwert haben die „Eckdaten der deutschen Fitnesswirtschaft“ für die gesundheitspolitische Einordnung der Fitnessbranche und für den Dialog mit Politik und Kostenträgern? Welche Kennzahlen sind aus Ihrer Sicht besonders relevant? Studien wie die „Eckdaten der deutschen Fitnesswirtschaft“ sind für die gesundheitspolitische Einordnung der Branche von großer Bedeutung. Sie liefern wichtige Daten für den Dialog mit der Politik und uns Kostenträgern. Sie zeigen eindrucksvoll, wie viele Millionen Menschen tagtäglich bereits heute für ihre Gesundheit aktiv sind.

Mit über 9.000 Betrieben und einem jährlichen Umsatz von mehr als sechs Milliarden Euro bildet die Branche auch einen wichtigen, zukunftsweisenden Wirtschaftsfaktor in Deutschland. Sehr positiv ist dabei auch der steigende Marktanteil von fast 14 Prozent zu bewerten. Denn er zeigt, dass ein nicht zu unterschätzender Anteil in der Bevölkerung die Notwendigkeit für eigene körperliche Aktivitäten und den Spaß an der Bewegung sowie dem Kraftaufbau erkannt hat.

Zukünftig wird es wichtig sein, die Erfolge sowie die Wirksamkeit von Prävention und Gesundheitsförderung noch stärker in wissenschaftlichen Studien messbar zu machen.

Die Branche hat sich in den letzten Jahren mit dualen Studiengängen, evidenzbasierten Trainingskonzepten und standardisierten Qualitätsmodellen stark professionalisiert. Wie wichtig sind qualifiziertes Personal, nachweisbare Qualität und wissenschaftliche Fundierung für Krankenkassen, um intensiver mit Fitnessanbietern zusammenzuarbeiten? Aktuell liegt der Schwerpunkt im deutschen Gesundheitswesen auf der Kuration, sprich der Diagnostik und Therapie von bestehenden Erkrankungen. Die Mediziner und medizinischen Fachkräfte genießen hierbei völlig zurecht ein hohes Ansehen und einen ausgezeichneten Ruf.

Gemeinsam muss es uns gelingen, zukünftig alles dafür zu tun, dass Krankheiten erst gar nicht auftreten oder sich ausbreiten können. Hierfür ist die Fitness- und Gesundheitsbranche der Garant der Zukunft. Das bedeutet jedoch auch, dass in gleichem Maße wie in der Medizin die Qualität und das Renommee stimmen müssen.

Für uns als Krankenkassen sind die nachweisbare Qualifikation des Personals und die wissenschaftlich fundierten Angebote eine elementare Voraussetzung. Nur dann kann der skizzierte Systemswitch wirklich gelingen. Und gerade an diesen Stellschrauben hat die Branche in den letzten Jahren durch qualifizierte und bedarfszentrierte Bildungsangebote, zum Beispiel bei der DHfPG und der BSA-Akademie, hart gearbeitet.

Trotz wachsender Angebote erreichen viele Präventionsmaßnahmen nicht dauerhaft die Zielgruppen mit dem größten Bedarf. Glauben Sie, dass Fitnessstudios ihren Gesundheitsauftrag bereits ausreichend kommunizieren und umsetzen? Wo sind Ansatzpunkte, um gemeinsam mit Krankenkassen mehr Menschen nachhaltig in Bewegung zu bringen?

genhöhe, sondern auch für das Bewusstsein zur Vermeidung von Erkrankungen durch systematische Fitness- und Gesundheitsangebote.

Daher ist es bedeutsam, sowohl seitens der gesetzlichen Krankenversicherungen als auch der Gesundheits- und Fitnessbranche, mit zielgruppenorientierter Kommunikation und wegweisenden strategischen Partnerschaften die Reichweite und Wirkung der vorhandenen Angebote zu erhöhen.

Der DSSV verfolgt mit seiner Qualitätsoffensive das Ziel, Fitnessanbieter stärker als Partner von Krankenkassen, Sozialversicherungsträgern und Rehaeinrichtungen zu etablieren. Wie bewerten Sie diese Entwicklung und welche Voraussetzungen müssen erfüllt sein, damit Fitnessstudios als verlässlicher Bestandteil der Gesundheitsversorgung anerkannt werden können?

Damit die Verschiebung des Fokus weg von der Kuration hin zur Prävention mittel- bis langfristig gelingen kann, müssen die Angebote der Fitnessstudios und sonstigen Gesundheitseinrichtungen so ausgelegt sein, dass durch sie eine deutlich höhere Marktdurchdringung in der Bevölkerung ermöglicht und damit die Krankheitslast, gerade bei den vermeidbaren Zivilisationserkrankungen, signifikant reduziert wird. Die Qualitätsoffensive des DSSV ist dabei ein wichtiger, positiver Schritt.

„Eine deutlich stärkere Wirkung wäre mit‚Training auf Rezept‘ verbunden.“

Trotz der positiven Entwicklung der „Eckdaten der deutschen Fitnesswirtschaft“ mit steigenden Marktanteilen bzw. Reaktionsquoten sprechen wir aktuell ganz überwiegend die Menschen an, die ohnehin bereits gesundheitlich affin sind.

Die Zielgruppen, für die das „Umparken im Kopf“ von zentraler gesundheitlicher Bedeutung sind, erreichen sowohl wir als Krankenkassen als auch die Gesundheits- und Fitnessbranche nur bedingt. Dieser Herausforderung müssen wir uns zukünftig noch stärker stellen.

Zentral wichtig erscheint mir in diesem Kontext die Vermittlung von Kompetenz und Eigenverantwortung für die Gesundheit, also für Körper und Geist. In aktuellen Studien sehen wir, dass über 50 Prozent der Bevölkerung nicht über eine ausreichende Gesundheitskompetenz verfügen. Diese Kompetenz ist nicht nur ein entscheidender Schlüssel für die partizipative Behandlung von Erkrankungen und Arztgesprächen auf Au-

In diesem Kontext müssen wir auch kritisch prüfen, ob die im Jahr 2015 mit dem Präventionsgesetz eingeführten ärztlichen Präventionsempfehlungen ausreichend sind.

Eine deutlich stärkere Wirkung wäre mit „Training auf Rezept“ verbunden, um damit die Branche als unmittelbarer Leistungserbringer zu nutzen. In anderen EU-Ländern, zum Beispiel in Schweden, ist man hier bereits deutlich weiter.

Was kann das deutsche GKV-System von anderen Ländern wie Schweden lernen, um das Gesundheitsbewusstsein sowie mehr Bewegung der Bevölkerung zu fördern? Welche Anreize wären unter welchen Rahmenbedingungen denkbar?

In Deutschland können wir gut von anderen Ländern lernen. Gerade wenn wir das Verhältnis zwischen Input und Outcome im Gesundheitswesen oder das EU-Ranking zur Prävention betrachten, erkennen wir, dass Deutschland nur die hinteren Plätze erreicht. Auch deshalb ist eine Reform des Systems unerlässlich. Denn spricht ernsthaft etwas dagegen, diejenigen, die aktiv etwas für ihre Gesundheit tun und damit die Solidargemeinschaft entlasten, zu belohnen?

Mit mehreren hundert Milliarden Euro jährlich ist unser Gesundheitssystem monetär gut und ausreichend aufgestellt. Für eine gelingende Reform wird es notwendig sein, mit den vorhandenen Mitteln verstärkt Anreize für ein gesund-

heitsbewusstes Leben zu schaffen. Die dafür notwendige Umverteilung mit perspektivischer Senkung der finanziellen Belastungen für die Versicherten und die Wirtschaft kann beispielsweise in einem Präventionsfonds münden, mit dem sowohl die Handlungsfelder als auch die Lebensphasen besser als heute bedient werden können.

Die in anderen EU-Ländern, zum Beispiel in Schweden, vorherrschenden Instrumente einer konsequenten Strategie zur gesundheitlichen Förderung und eines begleitenden Healthin-all-Policies-Ansatzes mit präventiven Aktivitäten auf Rezept sind in jedem Falle auch für die künftige Architektur des deutschen Gesundheitssystems betrachtenswert. Zur Finanzierung von Gesundheit können neben der Krankenversicherung die in anderen Ländern praktizierten Modelle in Form von Stiftungen (Schweiz) und Steuern (Schweden) herangezogen werden.

Damit einhergehen muss stets auch die deutliche Reduktion krankheitsförderlicher Stoffe wie Alkohol, Tabak und Zucker.

Ein Blick in die Zukunft: Welche konkreten Perspektiven sehen Sie für die Zusammenarbeit zwischen gesetzlichen Krankenkassen und der Fitness- und Gesundheitsbranche? Welche Pilotprojekte oder strategischen Ansätze halten Sie für vielversprechend?

Damit die skizzierte Systemreform mit dem Schwerpunkt auf Prävention und der damit verbundenen Reduzierung der Krankheitslast gelingen kann, braucht es eine konsequente Zusammenarbeit mit starken Partnern. Die Fitness- und Gesundheitsbranche wird neben dem organisierten Sport zweifelsohne ein elementarer Bestandteil einer solchen langfristigen Partnerschaft sein müssen. Die aktuelle Zusammenarbeit zwischen der GKV sowie der Gesundheits- und Fitnessbranche bei zertifizierten Präventionskursen und Bonusprogrammen bietet dazu eine gute Grundlage – sie wird jedoch zukünftig zur Zielerreichung nicht mehr ausreichen.

In der Corona-Pandemie konnten die gesetzlichen Krankenkassen gemeinsam mit der Fitnessbranche im Saarland wegweisende und viel beachtete Maßnahmen auf den Weg bringen: So wurde mit der Fitmach-Aktion unter Beteiligung von 1.000 Personen eine Verbesserung der Gesundheit und ein signifikanter Anstieg der Trainingsfreude nachgewiesen.

In einer Post-COVID-Studie in den Jahren 2023/24 konnte beispielsweise gezeigt werden, dass ein individuell abgestimmtes Kraft- und Ausdauertraining in Fitnessstudios signifikant gegen Post-COVID-Fatigue hilft.

Abschließend lässt sich noch sagen, dass wir zukünftig im deutschen Gesundheitswesen aufgrund der evidenten Erkenntnissituation durch zahlreiche Studien und Pilotprojekte ganz klar den Schwerpunkt auf die Vermeidung und Reduzierung von Krankheit legen müssen.

Ich bin mir allerdings sehr bewusst, dass ein solcher Systemswitch das Bohren eines außerordentlich dicken Brettes darstellt. Doch ich kann es nicht deutlich genug betonen: Für die Gesundheit der Bürgerinnen und Bürger in unserem Land sollte uns kein Aufwand zu hoch sein.

„Eckdaten der deutschen Fitnesswirtschaft 2026“
„Wichtig ist es, Personen in Bewegung zu bringen, die bislang nicht aktiv waren“

Andrea Milz

Staatssekretärin für Sport und Ehrenamt des Landes Nordrhein-Westfalen

Nach einer Ausbildung zur Fremdsprachenkorrespondentin begann Andrea Milz ihre berufliche Laufbahn 1981 in der CDU-Bundesgeschäftsstelle, wo sie als Sekretärin und Chefsekretärin tätig war. 1990 wechselte sie in die Pressestelle des Bundesministeriums für Post und Telekommunikation. 1995 trat sie in die Deutsche Post AG ein, wo sie im Politikbereich zunächst als Sachbearbeiterin, später als Referentin und schließlich als kommissarische Abteilungsleiterin arbeitete. Von 2000 bis 2017 gehörte Andrea Milz dem Landtag Nordrhein-Westfalen an und war von 2010 bis 2014 stellvertretende Vorsitzende der CDU-Landtagsfraktion. Seit dem 30. Juni 2017 ist sie Staatssekretärin für Sport und Ehrenamt des Landes Nordrhein-Westfalen und engagiert sich für die Stärkung von Sportstrukturen, Ehrenamt und gesellschaftlichem Engagement.

fMi: Wo ordnen Sie die Fitnessbranche zu: dem zweiten Gesundheitsmarkt oder doch eher der Freizeitwirtschaft?

Andrea Milz: Die Fitnesswirtschaft richtet sich an den Interessen, Wünschen und an den Erwartungen ihrer Kundinnen und Kunden aus. Für die einen mag das Gesundheitsmotiv ausgeprägter sein – für andere zählen eher Ästhetik oder die Freude an der Bewegung.

NRW hat eine starke Vereinslandschaft. Gleichzeitig trainieren Millionen Menschen in Fitness- und Gesundheitsanlagen. Welche Rolle sollte die Fitnessbranche im Sportland.NRW künftig einnehmen?

Dies entscheidet kein anderer als die Fitnessbranche selbst. Wir erleben seit vielen Jahren, dass Gesundheits- und Sportangebote der Fitnessbranche enorm nachgefragt sind. Die wachsende Nachfrage wird vom organisierten Sport und der Fitness- und Gesundheitsbranche mit unterschiedlichen Angeboten beantwortet. Es ist aber Platz für beide. Sie ergänzen sich gut und

leisten damit einen wichtigen Beitrag zu einem flächendeckenden Angebot an unterschiedlichen Bewegungsmöglichkeiten für die Menschen in Nordrhein-Westfalen. Gerade diese Vielfalt und Dichte macht das Sportland.NRW einzigartig.

Sehen Sie in der Fitness- und Gesundheitsbranche eine gleichwertige Ergänzung zum organisierten Sport – oder erfüllen beide unterschiedliche gesellschaftliche Funktionen? Ich kenne den organisierten Sport und die Fitness- und Gesundheitsbranche sehr gut. Sie erfüllen unterschiedliche Aufgaben. Neben seiner Kernaufgabe, Sportangebote zu machen, kommt dem organisierten Sport inzwischen eine ganz wichtige gesellschaftliche Aufgabe als Sozialraumakteur zu. Sportvereine sind die soziale Heimat vieler. Aus meiner Sicht sollten sie sich nicht als Konkurrenten verstehen.

Bewegungsmangel und steigende Gesundheitskosten stellen Politik und Gesellschaft vor große Herausforderungen. Welchen Beitrag kann die Fitnessbranche zur Präventionsstrategie des Landes leisten? Wichtig ist es, insbesondere die Personen in Bewegung zu bringen, die bislang nicht aktiv waren. Dafür bedarf es einer gezielten Ansprache. Die Fitness- und Gesundheitsbranche leistet durch qualifizierte, individuelle Betreuung, Anleitung und Gesundheitschecks einen wichtigen Beitrag zum gesundheitsorientierten Training. Insbesondere zertifizierte Präventionsangebote und Gesundheitsstudios bieten neben der Bewegung auch Inhalte zu Stressmanagement und einer nachhaltigen Änderung des Lebensstils.

mäßiger Austausch mit der Kommune und weiteren Akteuren vor Ort essenziell. Wir werden auch in Zukunft solche Netzwerke und daraus entstehende Bewegungsangebote fördern.

Wie kann es gelingen, private Investitionen in Gesundheit –wie sie Millionen Menschen in Fitnessstudios tätigen –besser mit öffentlichen Gesundheitszielen zu verzahnen?

Diese Verzahnung findet ja bereits statt. Die Orientierung auf einen gesunden und bewegungsintensiven Lebensstil sorgt ja mit dafür, dass sich die Nachfrage nach entsprechenden Angeboten erhöht. Davon profitieren wir in mehrfacher Hinsicht. Gesundheitlich, gesellschaftlich und wirtschaftlich. Auf der Bevölkerungsebene nutzen wir verhältnispräventive Maßnahmen dafür, die Lebensbedingungen für alle Bürgerinnen und Bürger zu verbessern. Für Individuen liegt der Vorteil einer Mitgliedschaft, ob im Sportverein oder in der Fitness- und Gesundheitsbranche, in der Investition in die eigene Gesundheit und Lebenszufriedenheit. Vorteile für die Teilnehmenden bestehen insbesondere durch Kooperationen, wie beispielsweise im Bereich von betrieblicher Gesundheitsförderung oder ZPP-zertifizierten Kursen.

„Die Fitness- und Gesundheitsbranche leistet einen wichtigen Beitrag zum gesundheitsorientierten Training.“

Viele Fitnessanbieter erreichen Bevölkerungsgruppen, die im Vereinssport unterrepräsentiert sind. Wie kann diese Reichweite strategisch für öffentliche Bewegungsziele genutzt werden? Wir befinden uns in der vorteilhaften Lage, dass in unserem Land mit dem organisierten Sport und der Fitness- und Gesundheitsbranche zwei starke Systeme für die Bewegungsförderung der Bevölkerung bestehen. Menschen mit ganz unterschiedlichen Bedürfnissen finden hier eine große Vielfalt von Angeboten, die allen Ansprüchen gerecht werden. Für uns in Nordrhein-Westfalen ist es wichtig, dass Menschen aller Altersgruppen, jedes Geschlechts und jeder Herkunft die Möglichkeit haben, ihre bewegungsbezogenen und sportlichen Ziele zu erreichen und einen gesunden Lebensstil mit Freude zu pflegen.

Ein großer Teil der Fitnessanlagen positioniert sich im Schwerpunkt „Gesundheit“. Welche politischen Rahmenbedingungen wären notwendig, um qualitätsgesichertes Fitnesstraining stärker in Präventionsprogramme und kommunale Gesundheitsstrategien einzubinden?

Fitnessanlagen leisten einen großen Beitrag zur wohnortnahen Zurverfügungstellung von Bewegungs- und Präventionsangeboten. Die Situation vor Ort ist sehr divers. Daher ist ein regel-

Die Branche hat in Ausbildung, Professionalisierung und Qualitätsstandards investiert. Was erwarten Sie noch, damit die Branche als verlässlicher Partner wahrgenommen wird?

Es ist uns ein großes Anliegen, unsere förderpolitischen Programme dort, wo es möglich ist, für alle Anbietenden von Sport- und Bewegungsangeboten zu öffnen. Wichtig ist, dass wir mit öffentlichen Mitteln fördern, wo ein tatsächlicher Fehlbedarf in der Finanzierung besteht. Dies bedeutet auch, dass mit den Angeboten keine Gewinnabsichten verfolgt werden dürfen. Sobald diese Voraussetzungen erfüllt sind, freuen wir uns über möglichst vielfältige Anträge. Die Professionalisierung der Fitness- und Gesundheitsbranche steht dabei nicht infrage.

Wenn Sie das Sportland.NRW im Jahr 2035 beschreiben: Welche Rolle spielt die Fitness- und Gesundheitsbranche in einer bewegungsorientierten Gesellschaft der Zukunft? Bis 2035 werden weitere Innovationen die Sport- und Bewegungslandschaft prägen. Ich gehe davon aus, dass uns ein noch stärker individualisiertes und systemisch angelegtes Training erwartet. Sicherlich werden dabei auch die vernetzte Gesundheitsbranche mit Ärzten, Krankenkassen und Therapeuten sowie der Einsatz von KI und Wearables eine zunehmend größere Rolle spielen. Gerade in einer immer höher technisierten Welt und der Möglichkeit der digitalen Teilnahme, wird der persönlichen Interaktion und dem sozialen Austausch eine große Bedeutung zukommen. Ich sehe hier die Fitness- und Gesundheitsbranche nicht nur als Treiber von Entwicklungen, sondern auch in der Verantwortung, starke Communitys zu bilden – für mehr Begegnungen und echte Interaktion.

16 - 19 APRIL VISIT US BOOTH 7 A32

Von Padel und Pilates bis Longevity und Leadership

Die Highlights der FIBO 2026

Vom 16. bis 19. April 2026 wird Köln erneut zum pulsierenden Zentrum der internationalen Fitness- und Gesundheitsbranche. Die FIBO 2026 verspricht ein Feuerwerk an Innovationen, Inspirationen und interaktiven Erlebnissen. Studiobetreiber:innen, Trainer:innen und Fitnessbegeisterte dürfen sich auf ein Programm freuen, das Bewegung, Wissen und Networking auf ein neues Level hebt.

Auch 2026 dürfen sich Studiobetreiber:innen, Trainer:innen und Fitnessbegeisterte auf vier Tage voller Highlights, Netzwerken und großartiger Erlebnisse freuen. Neben Altbewährtem erwarten Besucher:innen auch einige Neuerungen.

Women’s Leadership Summit: Empowerment und Networking

Am Freitag, den 17. April, steht die FIBO ganz im Zeichen von Female Empowerment. Der Women’s Leadership Summit bietet ein exklusives Forum für Frauen, die die Fitnessbranche prägen und gestalten. Nach einem belebenden Morning Walk, geht es für die Teilnehmerinnen mit einer Guided Exhibitor Tour in die Messehallen. Der Ladies Lunch mit Vergabe des RX Female Awards powered by FIBO sowie ein spannender Panel-Talk mit Karo Kauer und Judith Williams liefern Inspiration pur.

Am Nachmittag warten dann spannende Keynotes. Judith Williams, eine der erfolgreichsten Unternehmerinnen und Investorin aus „Die Höhle der Löwen“ wird in ihrer Keynote „How to Win Over a Shark“ exklusive Einblicke in die Welt der Investments und Entscheidungsprozesse auf höchstem Niveau geben und zentrale Fragen beantworten: Worauf achten Investor:innen bei Pitches wirklich? Welche Qualitäten zeichnen starke Leadership-Teams aus? Und wie gewinnt man das Vertrauen von Top-Entscheider:innen? Karl Foster, Head of AI bei Sport Alliance, schließt mit seiner Keynote „Achieving ROI in AI in the Health & Fitness Industry“ an.

Jeder Moment des Women’s Leadership Summit ist darauf ausgerichtet, Frauen zusammenzubringen, die schon jetzt die Zukunft von Gesundheit, Fitness und Wellness führen, gestalten und neu definieren.

Future Forum: Tech trifft Fitness Im Confex wird die Zukunft der Fitnessbranche greifbar. Im Herzen der Halle präsentiert das Future Forum bahnbrechende Technologien und smarte Lösungen, die den Markt revolutionieren. Die FIBO arbeitet dafür mit Partnern wie EuropeActive, Vincenzo Lardinelli von FlitFit und der BSA-Akademie zusammen. Von der Automatisierung im Fitnessbereich über Longevity-Athleten bis hin zu Visionen wie „Fitness 2050 – Holodeck trifft Digitalen Zwilling“: Hier erfahren Studiobetreiber:innen und Trainer:innen, wie sie ihre Angebote zukunftssicher gestalten können. Lassen Sie sich von führenden Expert:innen inspirieren und entdecken Sie, wie Digitalisierung und Innovation Ihre Arbeit transformieren können.

Die Synergien aus Fitness, Wellness und Longevity

In Halle 1 dreht sich alles um Wellness & Spa, Hospitality und Longevity. Am Meeting Point Spa & Wellness entsteht ein Programm, welches die richtigen Fragen samt Antworten für die Zukunft von Hotel-, Fitness- und Longevity-Angeboten liefert. So vermittelt der Hoteltag am Freitag neue Perspektiven und Hintergründe rund um das Thema „Ganzheitliche Gesundheit“ zur Neuausrichtung bzw. Weiterentwicklung für Wellnesshotels und andere Gesundheitsanbieter:innen. Mit dem Fokus auf Erlebnis und Machbarkeit geht es um Analysen, Zahlen und Best-Practice-Beispiele, präsentiert von Partnern wie Sven Huckenbeck Holistic Health, dem Deutschen Medical Wellness Verband und der Deutschen Longevity Gesellschaft.

Feierlich wird es ebenfalls mit der Vergabe des Aktiv Hotel Awards von Mein Tophotel. Wolfgang Falkner und Keven Prünster haben für den Spa Day am Samstag ein abwechs-

lungsreiches Programm auf die Beine gestellt, bevor weitere Aussteller den Sonntag mit ihrer Expertise abschließen. Die integrierte Wellnesslounge bietet die perfekte Kulisse für Networking unter Expert:innen und Gespräche über die Zukunft der Branche.

Ein Eldorado der Trends

Die FIBO wird zum Hotspot für alle, die Sport nicht nur sehen, sondern selbst erleben wollen. Besonders Padel, der Trendsport schlechthin, steht im Fokus. Im eigenen Padel Court in der Halle 4.2 können Besucher:innen trainieren, an Seminaren teilnehmen und erfahren, wie sich Padel als Umsatzbringer in Fitnessstudios integrieren lässt – von der Flächennutzung bis hin zu Community Building durch Turniere. Auch Golffans kommen hier auf ihre Kosten: Interaktive Stationen laden dazu ein, den perfekten Schwung zu üben und neue Technologien im Golfsport zu entdecken.

Gemeinsame Erlebnisse, die bleiben

Die FIBO 2026 ist mehr als eine Messe – sie ist ein Festival der Begegnungen. Ob beim Networking Walk des Women’s Leadership Summit, beim Ausprobieren neuer Sportarten oder beim Austausch mit Branchenkolleg:innen: Die FIBO schafft Momente, die verbinden und inspirieren.

Sichere dir jetzt dein Tickets unter www.fibo.com und sei Teil des größten Fitness- und Gesundheitsevents des Jahres!

Der FIBO Congress 2026, organisiert von DHfPG und BSA-Akademie, versammelt die Fitness- und Gesundheitsbranche am 16. und 17. April in Köln. Im Confex der Koelnmesse –parallel zur FIBO – geben rund 40 Vorträge bei einem der Branchenhighlights des Jahres Impulse zu Themen wie KI, Longevity, Abnehmspritze, Recovery, moderner Führung und zyklusbasiertem Training. Ein Kongress für alle, die den Wandel aktiv gestalten wollen.

2 Tage Kongress
Top-Referierende Über 40 Vorträge

er FIBO Congress 2026 liefert wichtige Impulse für die Zukunft der gesamten Branche und gilt als eines der Highlights des Jahres. Auf was sich Besucherinnen und Besucher freuen können.

KI als Effizienz- und Wachstumstreiber verstehen Longevity als neues Geschäftsmodell einordnen BGM strategisch weiterdenken fundier te Vorträge zu zyklusbasiertem Training, Abnehmspritze, HIIT und vielem mehr

Besonders wertvoll ist der konsequente Praxisbezug. Die Sessions liefern konkrete Anwendungsbeispiele, Best Practices und direkt umsetzbare Strategien für Studios, Gesundheitsanbieter und Führungskräfte.

konkrete Best Practices mitnehmen neue Strategien für Kundenbindung und Kundengewinnung entdecken eigene Prozesse kritisch hinterfragen und Ziele definieren

Darüber hinaus bietet der FIBO Congress Raum für strategische Standortbestimmung. Wo steht mein Unternehmen? Welche Trends sind relevant – und welche nicht? Gerade Entscheiderinnen und Entscheider profitieren vom direkten Austausch.

Gespräche mit Referierenden in der Speakers Corner Networking mit Branchenkollegen in der Kongress-Lounge Kooperationsmöglichkeiten sondieren

Paracycling-Weltmeisterin Denise Schindler erläutert in ihrer Keynote, wie man trotz Rückschlägen erfolgreich sein kann.

Weltrekord-Apnoetaucher Christian Redl zeigt, wie mentale Stärke hilft, Leistungsgrenzen zu verschieben. Lernen vom Leistungssport:

Impulse aus außergewöhnlichen Lebenswegen und Spitzenleistungen Strategien für mentale Stärke, Fokus und Leistungsfähigkeit Erfahrungsberichte mit neuen Perspektiven

Das Kongressticket verbindet Fachkongress und Messeerlebnis zu einem umfassenden Branchenevent.

hochkarätige Keynotes als Inspirations- und Impulsquelle Panel-Talks und über 40 Vorträge zu topaktuellen Branchenthemen freier Eintritt zur FIBO – der weltweit führenden Messe für Gesundheit, Fitness und Wellness internationaler Zugang durch Liveübersetzung per App (mehr als 50 Sprachen); bitte hierfür Mobiltelefon und Kopfhörer mitbringen schneller zum FIBO Congress: exklusiver Fast-Lane-Zugang

Jetzt noch Ticket sichern und Teil des Branchenhighlights 2026 werden:

Premiere für neue Smart Strength Series 3 Gerätelinie

präsentiert das Betriebssystem für Fitness und Wellbeing

Studioerfolg hängt heute nicht mehr von einer einzelnen Technologie ab, sondern von einem intelligenten System, das Fortschritt skalierbar macht und dauerhaft sichert. Genau hier setzt EGYM an: Zur FIBO stellt das Unternehmen sein neu positioniertes Fitness- und WellbeingBetriebssystem vor – eine durchgängige Verbindung von Training, Daten, Intelligenz und Betrieb. Der erste physische Kontaktpunkt mit dem System ist die neu gestaltete Gerätelinie EGYM Smart Strength Series 3.

Die Idee hinter dem neuen Fitness- und WellbeingBetriebssystem: Nicht einzelne Produkte verbessern den Studioalltag, sondern ihr reibungsloses Zusammenspiel. Ziel ist es, Betreiber, Trainer und Mitglieder gleichermaßen erfolgreicher zu machen – durch mehr Effizienz, bessere Trainingsresultate und langfristige Mitgliederbindung.

Vom Produktportfolio zum System

Die Fitnessbranche hat heute kein Technologieproblem mehr. Geräte, Software, Apps und Tools sind vorhanden. Die eigentliche Herausforderung liegt darin, alles so zu verbinden, dass Fortschritt entsteht – und bleibt. EGYM positioniert sein Ökosystem deshalb neu: Es wird zum Betriebssystem für Fitness und Wellbeing. Es koordiniert Training, Betreuung, Daten und Abläufe so, dass sie nicht isoliert wirken, sondern sich gegenseitig verstärken.

Das Ergebnis sind drei zentrale Mehrwerte: Flexibilität für unterschiedlichste Studiokonzepte, Effizienz in täglichen Prozessen und langfristiger Trainingserfolg für Mitglieder. Dieses System ist in mehrere Ebenen gegliedert, von den physischen Trainingsflächen über das Trainingserlebnis bis hin zu Datenintelligenz und Studiomanagement. Mit der EGYM Business Suite als zentraler Plattform für die Studiosteuerung wird aus Komplexität ein klarer Überblick, ganz ohne zusätzlichen

administrativen Aufwand. Das Betriebssystem organisiert Training – die Business Suite macht es steuerbar.

Erst das Zusammenspiel aller Ebenen schafft echten Nutzen: strukturierte Onboardings, personalisierte Trainingssteuerung, weniger manuelle Arbeit im Alltag und eine Mitgliederreise, die über Jahre hinweg konsistent und motivierend bleibt. Dass dieses Konzept funktioniert, zeigen die Dimensionen bereits heute: Milliarden Trainingsdaten, Millionen aktive Nutzer und ein globales Netzwerk aus Studios und Partnern liefern die Basis für kontinuierliche Weiterentwicklung – und messbaren Fortschritt.

Die neue Smart Strength Series 3 Gerätelinie: der physische Einstieg ins System Mit seinen neuen Smart Strength Geräten bringt EGYM die nächste Generation seines elektronischen Krafttrainings auf die Fläche. Im Mittelpunkt stehen drei zentrale Weiterentwicklungen: spürbar verbesserte Ergonomie, ein modernes Premiumdesign mit klarer Pro-Anmutung und eine noch tiefere Integration von Software und Trainingsintelligenz.

Das neue Erscheinungsbild mit schlanker Formensprache, großem 18,5-Zoll-Display auf Augenhöhe und einladendem Ambiente dank LED-Elementen für unterschiedliche Farbwelten sorgt nicht nur für einen hochwertigen Look, sondern

schafft Orientierung und Aufmerksamkeit auf der Trainingsfläche. Gleichzeitig ermöglichen NFC-Login – z. B. per Smartphone – und optimierte Benutzerführung einen schnellen, intuitiven Einstieg ins Training.

Noch entscheidender ist das Trainingsgefühl selbst: Neue, dreidimensional geformte Polster, überarbeitete Griffwinkel, größere Kontaktflächen und optimierte Bewegungsführungen erhöhen Komfort, Sicherheit und Trainingsqualität spürbar –für Einsteiger ebenso wie für ambitionierte Nutzer. Die Maschinen reagieren dabei direkt auf die individuellen Trainingspläne. Einstellungen, Intensitäten und Trainingsmethoden werden automatisch gesteuert und konfiguriert. Das Ergebnis ist ein hoch personalisiertes Krafttraining, das sich an den Menschen anpasst, nicht umgekehrt.

Ein System für unterschiedliche Trainingsmindsets

Mit den Trainingsmodi EGYM Zirkel und EGYM Pro verbindet EGYM geführtes und freies Training auf einer gemeinsamen technologischen Basis. Während der Zirkel für Sicherheit

und Effektivität sorgt, ermöglicht EGYM Pro maximale Autonomie und Performance-Orientierung. Beide Welten sind vollständig miteinander synchronisiert: Fortschritte bleiben erhalten, egal wie oder wo trainiert wird. So entsteht ein Angebot, das Einsteiger, ambitionierte Trainierende und auch physiotherapeutische Anwendungen gleichermaßen unterstützt.

EGYM Genius AI: die Intelligenz hinter dem Fortschritt

Im Hintergrund sorgt EGYM Genius AI dafür, dass das gesamte System kontinuierlich dazulernt. Die KI-basierte Trainingsintelligenz verbindet Trainingsdaten, Nutzungsmuster und Fortschritte zu personalisierten Empfehlungen, nicht nur für einzelne Workouts, sondern für langfristige Entwicklungen. Durch den EGYM Fitness Hub sind sämtliche Bewertungsdaten sofort Teil der EGYM Intelligenzebene. Direkt nach der Messung fließen diese Ergebnisse direkt in Genius ein und beeinflussen aktiv die nächsten Trainingsempfehlungen. Für Trainer bedeutet das weniger administrative Arbeit und mehr Zeit für echte Betreuung.

Je mehr trainiert wird, desto besser versteht das System, was funktioniert. Trainingspläne passen sich automatisch an, Progressionen werden optimiert und Risiken früh erkannt. Regelmäßige Software-Updates, neue Trainingslogiken und eine immer tiefere Integration der Anwendungen sorgen dafür, dass sich das System kontinuierlich weiterentwickelt. Es entstehen skalierbare Strukturen, die Qualität sichern –unabhängig von Personalstärke oder Studiogröße. Genius macht das Betriebssystem lebendig: Es sorgt dafür, dass Fortschritt sichtbar bleibt, sich weiterentwickelt und sich über Zeit hinweg stabilisiert.

Mehr Erfolg für alle Beteiligten

Ob Boutiquestudio, große Kette oder Physiopraxis: Das neu positionierte EGYM Ökosystem ist darauf ausgelegt, unterschiedlichste Konzepte zu unterstützen. Betreiber gewinnen mehr Transparenz und Effizienz, Trainer erhalten bessere Werkzeuge für personalisierte Betreuung, Mitglieder erleben motivierendes Training mit messbaren Fortschritten – vom ersten Einstieg bis hin zu langfristiger Gesundheit und Leistungsfähigkeit im Sinne eines ganzheitlichen Longevity-

Ansatzes. Mit der Einbindung von EGYM Wellpass erstreckt sich das System auf zusätzliche Zielgruppen und neue Nutzungskontexte.

Mit der neuen Smart Strength Gerätelinie, der tieferen Integration von Genius und der klaren Systemlogik zeigt EGYM zur FIBO 2026, wie modernes Fitnessund Wellbeing-Training künftig gedacht wird: als vernetztes Erlebnis, das Menschen langfristig begleitet – und Studios nachhaltig erfolgreicher macht.

Alle neuen Innovationen auf der FIBO live erleben: Halle 6, A37 und C32.

Kontakt:

Neue Maßstäbe

DER AUSBAU VON GYM80 –MEHR RAUM FÜR STÄRKE

gym80 erweitert seinen Standort in Gelsenkirchen auf rund 60.000 Quadratmeter und setzt mit innovativen Fitnessmaschinen „Made in Germany“ neue Maßstäbe. Modernste Technik, Nachhaltigkeit und eine gezielte Ausbildungsoffensive sichern die Zukunft und stärken die globale Marktposition.

In Gelsenkirchen wächst derzeit der Standort von gym80 – und mit ihm entstehen neue Möglichkeiten für Produktion, Logistik, Mitarbeiter und Kunden. Dieser Ausbau ist weit mehr als eine Flächenerweiterung: Er ist ein eindeutiges Bekenntnis zur Zukunftsfähigkeit, zu Innovation und zu dem Anspruch, die weltweite Fitnessindustrie mit Premiumqualität „Made in Germany“ zu versorgen.

Über 60.000 Quadratmeter voller Innovation

Mit dem Ausbau wächst die Gesamtfläche von gym80 auf über 60.000 Quadratmeter. Hier entstehen Maschinen, die für ihre Robustheit, Ergonomie und Langlebigkeit bekannt sind. Vom präzisen Gewichtsstapel über individuelle Polsterungen bis zu Sonderanfertigungen: Jede Maschine wird

in Gelsenkirchen mit modernster Technik und handwerklichem Können gefertigt. Biomechanische Prüfungen, kreative Lösungen und jahrzehntelange Erfahrungen garantieren, dass gym80 den hohen Ansprüchen seiner Kunden gerecht wird.

Die Produktserien SYGNUM, PURE KRAFT, 80ATHLETICS und MED80 profitieren direkt von den neuen Flächen. Kürzere Lieferzeiten, mehr Flexibilität in der Anpassung und eine höhere Produktionskapazität werden gewährleistet.

Hightech trifft Handwerk

Im Team KING OF MACHINES arbeiten bereits über 300 Mitarbeiter im Headquarter in Gelsenkirchen, verteilt auf rund 30

verschiedene Berufsfelder aus über 26 Nationen. Das Unternehmen setzt auf eine Verbindung von automatisierter Präzision und handwerklichem Feinschliff. Modernste Anlagen sorgen für Effizienz und höchste Genauigkeit. Gleichzeitig bleibt die manuelle Fertigung essenziell für den letzten Schliff und die perfekte Haptik. Erst im September wurde eine neue Laseranlage geliefert, was einen weiteren Schritt in die technologische Zukunft darstellt. Doch gym80 investiert nicht nur in Technologie, sondern auch in Menschen: Mitarbeiter und Auszubildende stehen im Mittelpunkt.

Nachhaltigkeit als Grundprinzip

Trotz der Expansion verliert gym80 das Thema Nachhaltigkeit nicht aus den Augen. Digitale Prozesse optimieren die Nutzung der Materialien. Pulverreste aus der Pulverbeschichtung werden über eine Rückführungsanlage erneut genutzt. Unvermeidbare Reste werden recycelt, Lieferwege verkürzt und lokale Lieferanten bevorzugt.

Ein weiterer Bestandteil ist das Refurbishment von Altgeräten. Kunden können ihre Maschinen generalüberholen lassen und ihnen ein zweites Leben geben – ressourcenschonend und wirtschaftlich zugleich.

Globale Präsenz aus dem Ruhrgebiet

Von Gelsenkirchen aus beliefert gym80 weltweit unter anderem führende Fitnessketten und Flagship-Studios. Über 70 Länder werden mit Maschinen aus Deutschland versorgt, darunter Märkte in Europa, Nordamerika, Südkorea, Australien und der Golfregion. Die Logistik spielt eine Schlüsselrolle: Mit dem Ausbau wurden die Lagerhallen modernisiert, neue Laderampen geschaffen und die Lagertechnik auf den neuesten Stand gebracht. Ziel ist es, Geräte schneller, flexibler und zuverlässiger weltweit zu liefern. So stellt gym80 sicher, dass jede Bestellung in höchster Qualität beim Kunden ankommt –egal, ob im Ruhrgebiet oder weltweit.

Ganzheitlicher Partner für Studios gym80 ist nicht nur als Maschinenbauer, sondern auch als umfassender Partner seiner Kunden tätig. Der Service reicht von der Erstellung eines Gerätestellplans über die Gestaltung der Maschinen und das passende Marketingmaterial bis hin zur finalen Abwicklung sowie der weltweiten Lieferung und Schulung. Genau deshalb entscheiden sich Fitnessstudios

weltweit für gym80: Individualisierung, höchste Qualität und das deutliche Versprechen „Made in Germany“.

Nachwuchsförderung und Ausbildung

Ab 2026 werden am Standort Gelsenkirchen zahlreiche neue Ausbildungsberufe angeboten. Damit öffnet gym80 jungen Talenten die Tür zu einer sicheren beruflichen Zukunft. Diese Ausbildungswege sind ein wichtiger Baustein in der langfristigen Nachwuchsförderung.

Die Partnerschaft mit dem FC Schalke 04 verbindet zwei Traditionsmarken aus Gelsenkirchen und schafft außerdem eine Plattform zur Förderung von Nachwuchstalenten sowie beruflichen Chancen in der Region.

Globale Präsenz und eine klare Vision

Seit über 45 Jahren entwickelt gym80 Premiumfitnessgeräte „Made in Germany“. 24/7/365 trainiert und arbeitet irgendwo auf der Welt jemand an unseren Maschinen: drückt Stahl, kämpft und wächst. gym80 liefert Fitnesslösungen an führende Studios und Fitnessketten weltweit und steht immer für Qualität und Zuverlässigkeit.

Nach Rekordjahr 2024 weiter voll auf Erfolgskurs

Die gym80-Gruppe blickt auf ein Rekordjahr 2024 mit einem Umsatz von über 60 Millionen Euro zurück. Der positive Trend setzte sich 2025 nahtlos fort – allein im ersten Halbjahr wurde ein Plus von rund 20 Prozent erreicht. Am Jahresende konnte ein neuer Rekord von rund 70 Millionen Euro erzielt werden. Jede neue Halle, jede neue Maschine und jeder zusätzliche Arbeitsplatz ist ein sichtbares Zeichen des Wachstums. Hinzu kommen rund 40 Veranstaltungen, die die Nähe zu Partnern, Kunden und Interessierten stärken und die Marke gym80 noch sichtbarer machen.

Ein klares Signal für die Zukunft

Der Ausbau in Gelsenkirchen ist mehr als ein Bauprojekt. Es ist ein klares Signal: für die Mitarbeiter, für den Standort Deutschland, für die weltweiten Kunden und für die Marke gym80 selbst. Premiumqualität „Made in Germany“, gelebte Verantwortung für Umwelt und Team sowie die Kraft, weltweit Maßstäbe zu setzen: gym80 lebt den Anspruch, der KING OF MACHINES zu sein – jeden Tag mit dem Ziel, die Welt ein bisschen stärker zu machen.

Strategien zur Kundenbindung Kundenwünsche im Fitnessstudio nutzen

In der Fitnessbranche hat sich ein deutlicher Wandel vollzogen: Es geht nicht mehr nur um „Muskeln und Schwitzen“, sondern um ein ganzheitliches Gesundheitsmanagement. Die Kunden sind anspruchsvoller und legen großen Wert auf Zeitersparnis sowie mentale Balance.

Wenn Mitglieder in einem Fitnessstudio nach Optionen fragen, die aktuell nicht Teil des Angebots sind, ist das eine Goldgrube für die Geschäftsentwicklung – denn es zeigt genau, wo Marktlücken bestehen oder wie sich Trends verschieben.

Analyse: Was fehlt genau?

Bevor du etwas änderst, musst du verstehen, ob es sich um Einzelwünsche oder einen echten Trend handelt. Kategorisiere die Anfragen nach:

1. Equipment

2. Kurse/Inhalte

3. Service und Lifestyle

4. Flexibilität

Strategische Kooperationen: das Shop-in-Shop-Prinzip Studiobetreibende müssen nicht alles selbst anbieten. Wenn Kunden nach Physiotherapie, Ernährungsberatung oder speziellen Kursen fragen, hole dir Partner ins Haus. Der Vorteil: Du teilst dir das Risiko und die Miete, zeitgleich bietest den Kunden einen Mehrwert an.

Wenn sie Flexibilität wünschen, die dein aktuelles Modell nicht hergibt, führe ein Hybridmodell mit Zusatzmodulen ein. Beispiel: Ein Basistarif für das Training an Geräten plus Add-ons für Kurse oder Wellness, die monatlich dazu- oder abgewählt werden können.

Antonio e Silva

Experte für Gesundheitswirtschaft und Fitnessstudiomarketing

Feedbackkultur als Marketingtool Kommuniziere offen. Falls viele Mitglieder eine Renovierung der Sauna wünschen, die aktuell jedoch zu teuer wäre, erkläre ihnen zumindest die Absicht. Tipp: Nutze eine Wunschwand oder digitale Umfragen, denn Kun -

den, die sich gehört fühlen, bleiben loyaler – selbst, wenn ihr Wunsch nicht sofort erfüllt wird.

Motivation und Mehrwert per Newsletter

Der Newsletter eines Studios sollte nie wie eine klassische Werbemail klingen, sondern stattdessen die „Fear of Missing Out“ (FOMO) wecken und Lesern das Gefühl geben, Teil eines Insiderzirkels zu sein. Der Fokus liegt auf Kundenbindung und Expertenstatus, mit interessanten Inhalten wie dem Rezept des Monats, Ankündigungen von Events und Kursen sowie einem Reaktivierungsangebot, um inaktive Mitglieder zurückzuholen.

Tipps für einen erfolgreichen Newsletter:

• Personalisierung: Nutze unbedingt die Variable [Vorname]. „Hallo [Vorname]“ wird deutlich häufiger geöffnet als ein anonymes „Liebes Mitglied“.

• Starke Betreffzeilen: Vermeide langweilige Titel wie „Newsletter 05/2024“. Nutze lieber „Dein neuer Trainingsplan“ oder „Drei Fehler beim Kreuzheben“.

• Call-to-Action (CTA): Sage den Lesern genau, was sie tun sollen, z. B. „Jetzt Kursplatz sichern“, „Zum Rezept“ oder „Termin buchen“.

Identifikation der Wettbewerber Zunächst solltest du klären, wer deine Kunden abwirbt. Es gibt zwei Kategorien: erstens die direkte Konkurrenz, also andere Fitnessstudios im Umkreis von fünf bis zehn Kilometern wie Discounter, Premiumclubs und Boutiquestudios; zweitens die indirekte Konkurrenz wie Sportvereine, Yogastudios, CrossFit®Boxen oder Personal Trainer. Weiter ist die Analyse der Zielgruppe relevant. Wer trainiert dort: Bodybuilder oder Senioren, ein Lifestylepublikum oder Rehapatienten?

Strategie: die Marktlücke finden

Wo sind die anderen schwach?

• Servicelücke: Wenn alle Discounter in der Nähe anonym sind, punktest du mit exzellenter Betreuung und Community Events.

• Zeitlücke: Wenn die anderen Studios um 22 Uhr schließen, ist ein 24/7-Zugang dein Vorteil.

• Nischenlücke: Vielleicht fehlt in deiner Stadt ein reines Frauenstudio oder der Fokus auf Functional Training?

Text: Antonio e Silva

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*Nur gültig vom 8. bis 19. April 2026. Ausgenommen sind Lehrgänge mit ausgewiesener Umsatzsteuer und EMS-Lehrgänge. Für Förderungen gelten gesonderte Regeln.

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