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Nr. 183
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fitness MANAGEMENT international 1/2026
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Febr./März
Nr. 183 Offizielles Organ DSSV e. V. und BfB e. V.
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Performance is Health Warum Gesundheitstraining immer auch leistungsorientiertes Training ist
Erfolg durch Personal Trainerinnen und Trainer stärken das Qualitätsversprechen der Branche
Kieser tritt geschlossen dem DSSV bei Hintergründe und Perspektiven von CEO Michael Antonopoulos im Interview
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Warum immer nur Rabatte? Janosch Marx
Geschäftsführer fitness MANAGEMENT
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as Jahr 2026 hat begonnen und die Fitness- und Gesundheitsbranche befindet sich in ihrer jährlichen Hochphase. Ich hoffe, Sie hatten einen guten Einstieg und Ihre Neujahrskampagne bringt den gewünschten Erfolg. Mit meiner geschätzten Kollegin, Prof. Dr. Sarah Kobel von der DHfPG, hatte ich einen interessanten Austausch, den ich gerne mit Ihnen teilen möchte. Dank unserer DSSV-Studie zum Image der Fitnessbranche konnten wir dieses Jahr einen etwas anderen Blick auf die Mitgliedergewinnungsaktionen der letzten Wochen werfen und wertvolle Erkenntnisse ziehen. Um möglichst viele Neukunden zu generieren und die guten Vorsätze der Bevölkerung aufzugreifen, wird fast ausschließlich mit niedrigen Preisen bzw. Rabatten geworben. Wir haben uns gefragt, warum eigentlich niemand mit dem Kundennutzen wirbt. Die Nachfrage nach Fitnessmitgliedschaften ist in dieser Jahreszeit hoch. Volkswirtschaftlich geht eine erhöhte Nachfrage bei gleichbleibendem Angebot immer mit einem höheren Preis einher – nur in unserer Fitnessbranche scheint das anders zu sein. Ich lade Sie herzlich ein, unsere Gedanken dazu ab Seite 80 nachzulesen. Zusätzlich können Sie die Imagestudie in unserem fM Shop kostenlos herunterladen.
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Werben mit Leistung Anstatt über den Preis zu werben, könnte beispielsweise mit Qualitäts- und Leistungsversprechen geworben werden. Immerhin haben wir Millionen von Mitgliedern, die erwarten, durch das Training bei uns fitter und gesünder zu werden. Die erste Frage ist, ob wir ein solches Leistungsversprechen überhaupt definiert haben oder ob wir nur denken, dass wir es definiert haben. Die zweite Frage ist, ob wir dieses Versprechen in seiner Gänze kommunizieren, und wenn ja, wie. Die entscheidende Frage ist schließlich, wie dieses Versprechen vom Kunden wahrgenommen wird. Laut unserer Imagestudie haben wir hier noch erhebliches Potenzial, das gehoben werden kann – und Ihr Personal ist der Schlüssel dazu. Wie dies gelingen kann, lesen Sie in der ersten unserer mehrteiligen Artikelreihe „Erfolg durch Personal“ ab Seite 68.
Gesund trainieren, gemeinsam gestalten In unserer Schwerpunktreihe geht es um „Performance is Health“ und warum Gesundheitstraining immer auch leistungsorientiert ist (Seite 26). Apropos Gesundheitstraining: Ich freue mich sehr, dass alle Kieser-Studios in Deutschland fortan Mitglied beim DSSV e. V. sind. Das ist eine Premiere, denn erstmals ist ein Franchisesystem mit allen Franchisenehmern dem Arbeitgeberverband deutscher Fitness- und Gesundheits-Anlagen beigetreten. Über die Beweggründe und die sich daraus ergebenden Synergien spricht Kieser-CEO Michael Antonopoulos ab Seite 50. Außerdem springen wir wieder ein paar Monate in die Zukunft und werfen einen Blick auf die FIBO, den FIBO Congress und die Neuerungen, die Sie im April 2026 in Köln erwarten (Seite 44).
Neuer Podcast, neue Rolle Noch zwei Dinge in eigener Angelegenheit. Wie Sie vermutlich bereits mitbekommen haben, wurde unser Podcast „Fitness im Ohr“ neu aufgelegt. Alle zwei Wochen, immer montags, dürfen Sie sich auf eine neue Folge mit verschiedenen Gästen freuen. Wenn er Ihnen gefällt, können Sie gern fünf Sterne da lassen. Zudem habe ich eine neue Rolle beim DSSV und darf fortan das Amt des 2. Vorsitzenden ausüben (Seite 60). Dies ist mir eine große Ehre, und ich bedanke mich herzlich für die Wahl und das Vertrauen. Wir haben einige wegweisende Projekte für 2026, über die wir Sie zeitnah informieren werden, sobald diese spruchreif sind!
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Mit den besten Grüßen aus Hamburg,
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Ralf Trierweiler
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Robert Jablukov
Malte Gertenbach
Performance is Health
Michael Antonopoulos
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Kieser tritt geschlossen dem DSSV bei
INHALT
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AKTUELLES
DSSV
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50 Kieser tritt geschlossen dem DSSV bei – Interview mit Michael Antonopoulos 54 Verbandsarbeit: Politik trifft Praxis 56 Recht: Worauf sich Studioinhaber 2026 einstellen müssen 60 Neue Fördermitglieder und News 62 Kommentar Prof. Dr. Thomas Wessinghage: Gesundheit bedeutet Leistungsfähigkeit
Aktuelles aus der Fitness- und Gesundheitsbranche Studio des Monats: PELAHN SPORT Kleinlinden, Gießen Performance is Health – Warum ist Gesundheitstraining immer auch leistungsorientiertes Traing? Der Longevity in Hospitality Summit feiert 2026 seine Rückkehr zur FIBO FIBO Congress – jetzt Tickets sichern! pump by milon: Smarter trainieren. Effektiver wachsen.
achartikel der Deutschen Hochschule für Prävention und GesundheitsF management (DHfPG) und der BSA-Akademie
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Der Longevity in Hospitality Summit 2026
Prof. Dr. Sarah Kobel
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Erfolg durch Personal
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Janosch Marx
Preise schaffen Vertrauen und geben Orientierung
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MANAGEMENT
FITNESS & GESUNDHEIT
64 Personenporträt: Tim Bechtold – Duales Studium im Spitzensportalltag 66 Kolumne Dr. jur. Hans A. Geisler: KI im Unternehmensmarketing 68 Relevante Touchpoints der Customer Journey, Teil 1 – Erfolg durch Personal 72 EGYM: Jan Scherzer über Wachstum, KI und Ökosystem 74 Les Mills: So wird Krafttraining zugänglich für alle 76 MANAGEMENT Impuls: Wie Studios vom HYROX-Boom profitieren und neue Mitglieder gewinnen 80 Was kostet Fitness? Preise schaffen Vertrauen und geben Orientierung 82 miha bodytec: Selbstständigkeit mit Zukunft – EMS-Studios 84 Duales Studium ohne Abitur – neue Chancen für Ihr Recruiting 86 Leistungsorientierte Mitglieder ansprechen und begeistern – Performance Members im Studio 90 GymApp: GymDeals macht Kundenbindung digital 92 TRINITY: GYMPOD schließt erstes Jahr mit 14 Standorten ab 94 Deloitte: Fitnessketten im europäischen Fitnessmarkt
98 Social-Media-Trend Hybrid Athlete – optimale Effekte bei Kraft- und Ausdauertraining erzielen 102 Fact or Fake: Helfen Sit-ups gegen Bauchspeck? 104 Starker Darm – starke Leistung: Darmfreundliche Ernährung im Sport 108 Spot on – auftreten, anleiten, überzeugen: So gelingt die (erste) Kursstunde
WISSENSCHAFT & PRAXIS 112 DHfPG/BSA Aktuell: Studium – Weiterbildung – Qualität 114 Kolumne Albert Busek: Gedanken zum neuen Jahr 116 Science News: Wissenschaft für die Studiopraxis 118 Partnerverband BfB: Eckdatenerfassung der Besonnungsbranche 2025 Reminder 120 Buchtipp: Strong & Powerful 122 Kolumne Antonio e Silva: Erfolgsstrategien fürs Studiomanagement
Deutsche Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement
University of Applied Sciences
Wo Bewegung Veränderung schafft – Bachelor of Arts Sport- und Bewegungstherapie
• Duales Bachelor-Studium kombiniert Hochschulstudium und betriebliche Ausbildung
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Begleitung von Menschen mit orthopädischen, internistischen oder neurologischen Erkrankungen
• Praxiserfahrung von Beginn an durch das duale Studienmodell
Exklusive Bildungspartnerschaft mit Fachverband
Von allen Leistungsträgern anerkannte therapeutische Zusatzqualifikation
Neu: Studienstart im Sommersemester 2026
Sport- und Bewegungstherapie Master of Arts Sport- und Bewegungstherapie
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fundierten Entwicklung, Durchführung und Evaluation komplexer bewegungstherapeutischer Versorgungsprogramme
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Foto: DHfPG/BSA
Fotos: Kieser Training AG | fitness MANAGEMENT
Neuer Präventionslehrgang der BSA-Akademie
Kieser Deutschland schließt sich DSSV an
Die BSA-Akademie führt den neuen Lehrgang „Bewegungsexperte/ in Prävention“ ein, der Absolventinnen und Absolventen dazu befähigt, Präventionskurse nach Paragraf 20 SGB V im Handlungsfeld Bewegungsgewohnheiten anzubieten. Die neue Profiqualifikation umfasst acht Trainerlizenzen sowie vier ZPP-zertifizierte Präventionsprogramme. Weitere Infos zum Lehrgang findest du auf Seite 113.
Mit allen deutschen Studios tritt Kieser, einer der führenden Anbieter gesundheitsorientierten Krafttrainings, dem DSSV e. V. bei. Damit schließt sich erstmals ein deutschlandweit tätiges Franchisesystem mit allen eigenen Studios und Franchisestudios dem Branchenverband an. Laut Michael Antonopoulos (CEO Kieser), ist die „Mitgliedschaft im DSSV ... ein wichtiger Schritt, um die Zukunft der Branche aktiv mitzugestalten“. Mehr zum Beitritt ab Seite 50.
www.dhfpg-bsa.de/bewegungsexperte-in-praevention
fmi.news/kieser-dssv
Foto: EGYM SE
Foto: LifeFit MidCo Group GmbH
EGYM Kongress 2026 in Düsseldorf
LifeFit Group übernimmt drei ELIXIA-Studios in Berlin
Nach dem vollständig ausverkauften EGYM Kongress 2025 in München wird das Eventformat am 5. März 2026 in der Eventlocation The Frame in Düsseldorf fortgesetzt. EGYM lädt unter dem Motto „Fortschritt, der zählt“ Betreiber von Fitness- und Gesundheitsanlagen sowie Physiotherapeuten zum eintägigen Event, das den Fokus auf effektive Prozesse, messbare Ergebnisse und nachhaltiges Wachstum im Studio- und Praxisalltag setzt.
Nach der Integration der FIT/One-Clubs in Deutschland und Österreich setzt die LifeFit Group ihre Buy-and-Build-Strategie fort und übernimmt die ELIXIA-Gruppe aus Berlin. Die drei Studios werden in das Netzwerk von Fitness First integriert und verstärken das Premiumsegment Fitness First BLACK. Nach der Übernahme umfasst das Portfolio der LifeFit Group 215 Clubs mit mehr als 700.000 Mitgliedern.
fmi.news/egym-kongress-2026
fmi.news/lifefit-group-elixia
Foto: all inclusive Fitness
Foto: DSB-ONE GmbH
all inclusive Fitness beschleunigt Expansion
PHYSIO+: Konzept für den Selbstzahlerbereich
Durch den Einstieg von Kline Hill Partners als neuer Investor setzt all inclusive Fitness mit neuer Eigentümer- und Kapitalstruktur auf eine solide Basis, um die ambitionierte Wachstumsstrategie des Unternehmens weiter zu beschleunigen und nachhaltig umzusetzen. Der Fokus der langfristigen Wachstumsstrategie liegt u. a. auf der weiteren Expansion im deutschen Markt und der Eröffnung neuer Standorte in bestehenden und neuen Regionen.
Therapie, Training und Digitalisierung – all das vereint PHYSIO+. Patienten profitieren von nachhaltiger Betreuung, Therapeuten von neuen Perspektiven und Praxen von wirtschaftlicher Stabilität und Zukunftssicherheit. Dahinter stecken drei starke Partner mit einer gemeinsamen Vision: EGYM bringt das wissenschaftlich fundierte Trainingssystem, DSB-ONE die digitale Infrastruktur und POSITION das strategische und betriebswirtschaftliche Know-how.
fmi.news/ai-fitness-investoren
fmi.news/physio-plus-konzept
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Foto: RSG Group
Foto: DHfPG/BSA
Verleihung des ersten European Fitness Awards
Neues zu EMS-Schulungen der BSA-Akademie
Erstmalig verlieh die RSG Group im November 2025 den European Fitness Award (EFA) in Berlin. Mit dem Preis wurden Menschen, Projekte und Initiativen in sieben Kategorien gewürdigt, die Fitness mit Social Impact, Innovation, Empowerment und Vorbildfunktion verbinden und so die Branche prägen und vorantreiben. Im exklusiven Soho House versammelten sich rund 100 Gäste, um die Vielfalt und gesellschaftliche Relevanz von Fitness zu feiern.
Die BSA-Akademie strukturiert ihr Dienstleistungsangebot im Bereich Fachkunde EMF zur Stimulation seit dem 1. Januar 2026 neu. Die Qualifizierung führt die Fachkunde EMF („EMS-Trainer/in“) weiterhin durch und ergänzt diese ab 2026 um Fortbildungen zur Rezertifizierung. Die Zertifizierungsprüfungen übernimmt künftig die APV-Zertifizierungs GmbH. Interessierte können sich beim BSAService-Center beraten lassen.
fmi.news/rsg-group-efa
www.bsa-akademie.de/ems
Foto: Gym App GmbH
Foto: Sports Club
Gym App GmbH verstärkt sich mit Lars Beckmann
Sports Club eröffnet Studio in der Mall of Berlin
Das Techunternehmen Gym App, das mit Fitnesslösungen wie TrainToGo und GymDeals bekannt wurde, hat einen strategischen Coup gelandet: Lars Beckmann, bekannt als CEO des digitalen Ernährungstools SATISFEAT, übernimmt die Rolle des Head of Marketing. Mithilfe seiner Expertise im Aufbau und in der Skalierung digitaler Geschäftsmodelle soll die Bekanntheit der Produktassets in ganz Deutschland gesteigert werden.
Die norddeutsche Studiokette Sports Club eröffnet ihren 18. Standort in dem Berliner Einkaufszentrum Mall of Berlin im Bezirk Mitte auf circa 1.500 Quadratmetern. Geschäftsführer Alexander Sosa investiert rund 2,5 Millionen Euro in den vollständigen Neubau der Fläche. Die Bauarbeiten auf der Fitnessfläche finden parallel zum regulären Betrieb statt und umfassen neben neuestem Geräteequipment auch die Reaktivierung des 20 Meter langen Sportpools.
fmi.news/gym-app-beckmann
fmi.news/sports-club-berlin
Foto: EASYFITNESS Franchise GmbH
Foto: Urban Sports Club
HYROX bei EASYFITNESS
Urban Sports Club präsentiert Trends für 2026
Die Fitnesskette EASYFITNESS kooperiert mit HYROX und holt das erfolgreiche „World Series of Fitness Racing“-Format in seine Fitnessstudios. Mitglieder profitieren von strukturierten, wettkampforientierten Workouts, die Motivation, Teamgefühl und Trainingsfrequenz steigern. Zeitgleich erhalten die Franchisepartner ein skalierbares Produkt, das sich flexibel in bestehende Kurslandschaften einfügt und zusätzliche Umsätze ermöglicht.
Eine Umfrage von Urban Sports Club zeigt, dass neue Wellbeingtrends den aktiven Lebensstil 2026 prägen. Die Analyse des bisherigen Trainingsverhaltens der Mitglieder zeigt, dass Breathwork, Sensual Dancing, Jumping Fitness, Eisbaden und Sport mit der Familie zu den Trends gehören. Teilweise erreichten die Angebote eine Nachfragesteigerung von 171 Prozent. Fitness bleibt mit 44 Prozent aller Buchungen unangefochten auf Platz 1.
fmi.news/hyrox-easyfitness
fmi.news/usc-trends-2026
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Foto: Robert Schlesinger
Foto: DHfPG/BSA
pump by milon mit EFA ausgezeichnet
BSA-Podcastserie Ernährung gestartet
Die digitale Geräteserie pump by milon wurde beim European Fitness Award der RSG Group als „Größte Innovation des Jahres“ ausgezeichnet. Geschäftsführer und Mitentwickler Wolf Harwath nahm den Preis in Berlin persönlich entgegen und betonte den hohen Einsatz des gesamten Teams. Der Award unterstreicht milons Anspruch, mit digitalisierten, präzisen und geführten Trainingslösungen die Zukunft des Trainings weltweit mitzugestalten.
Ultraverarbeitete Lebensmittel stehen im Fokus der aktuellen Podcastfolge der BSA-Akademie. Studien, u. a. der DGE, zeigen Zusammenhänge zwischen hohem Konsum und Risiken wie Übergewicht und Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Im Podcast „Mach dein Hobby zum Beruf“ ordnet Expertin Anika Dornberg die Forschung ein. Weitere Folgen beleuchten Ernährungsqualität sowie die Rolle von Zucker und Zusatzstoffen für Gesundheit und Gewichtsmanagement.
fmi.news/pump-by-milon-efa
www.bsa-akademie.de/podcast
Foto: alexlmx – stock.adobe.com
Foto: Johnson Health Tech. GmbH
Deutschland hinkt bei Prävention deutlich hinterher
Matrix erneut „Most Innovative Brand of the Year“
Der Public Health Index 2025 stuft Deutschland trotz höchster Gesundheitsausgaben als Präventionsschlusslicht in Europa ein. Die AOK und das Deutsche Krebsforschungszentrum kritisieren u. a. fehlende wirksame Regulierungen bei Tabak, Alkohol und Zucker sowie unzureichende Maßnahmen gegen Bewegungsmangel und ungesunde Ernährung. Effektivere Prävention und umfassendes Gesundheitsmanagement können Ansatzpunkte sein.
Mit der Auszeichnung „Most Innovative Brand of the Year“ würdigt die Jury des Plus X Awards die konsequente Ausrichtung von Matrix-Produkten auf maximale Leistung, Motivation und höchsten Nutzerkomfort. Laut Jury stehen die Produkte „für Innovation in Bewegung – biomechanische Präzision, technologische Intelligenz und herausragende Trainingsqualität vereinen sich zu einem ganzheitlichen Fitnesserlebnis.“
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fmi.news/matrix-plus-x-award
Foto: RTL
Foto: EGYM SE
INJOY: Spende für den 30. RTL-Spendenmarathon
EGYM Wellpass wird Partner von clever fit Österreich
Dank des außergewöhnlichen Engagements aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter spendet INJOY insgesamt 50.000 Euro für den 30. RTL-Spendenmarathon zugunsten der Stiftung RTL – Wir helfen Kindern e. V. Die Spende wurde durch zahlreiche kreative Aktionen und Sammelaktionen in den INJOY-Clubs möglich. Mit dem Betrag werden Projekte gefördert, die Kindern in Not Hoffnung, Sicherheit, Bildung und bessere Zukunftschancen eröffnen.
Seit Dezember 2025 haben EGYM Wellpass-Mitglieder die Möglichkeit, in 31 clever fit-Studios in Österreich zu trainieren und erhalten so mehr Auswahl für Corporate Health und betriebliches Gesundheitsmanagement. „Wir erwarten durch diese Zusammenarbeit eine deutliche Erweiterung unseres Kundenkreises und eine nachhaltige Stärkung unserer Marktpräsenz“, so Arda Kocan, CEO der clever fit Gruppe Österreich.
fmi.news/injoy-rtl-spendenmarathon
fmi.news/egym-wellpass-clever-fit
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AKTUELLES | STUDIO DES MONATS
PELAHN SPORT Kleinlinden, Gießen
Gesundheit ganzheitlich gedacht Text: Anke Sörensen
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Fotos: PELAHN SPORT
Großzügige Trainingsflächen, hochwertige Ausstattung und ein richtungsweisendes Konzept: Im PELAHN werden Fitness, Physiotherapie und Prävention mit Angeboten zu Ernährung und Entspannung zu einem durchgängigen Gesundheitskonzept verzahnt. Die Kombination aus Studio und Physiotherapiepraxis unter einem Dach ermöglicht fließende Übergänge zwischen den beiden Bereichen und passgenaue Lösungen – immer mit dem Ziel, Mitglieder und Patienten in ein aktives, gesundes Leben zu begleiten.
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Von der Einzelpraxis zum regionalen Gesundheitsanbieter
PELAHN SPORT Gießen
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Die Wurzeln des Unternehmens liegen im November 1992, als Berno Pelikan in Gießen seine erste Physiotherapiepraxis eröffnete. Schnell entstand der Wunsch, Patienten nach der akuten Behandlung nicht einfach sich selbst zu überlassen. 2002 wurde die Praxis auf 800 Quadratmeter erweitert, um ein ganzheitliches Gesundheitskonzept mit Physiotherapie und Fitness unter einem Dach anzubieten. Zu diesem Zeitpunkt stieg Ulrike Pelikan als Gesundheitsmanagerin ins Unternehmen ein.
Mit dem Neubau in Gießen-Kleinlinden im Jahr 2009 setzte das Paar dann räumlich wie strategisch ein Zeichen. Sie investierten rund zwei Millionen Euro in moderne Trainingsflächen, Therapieräume und Diagnostik. Im linken Teil des Gebäudes liegt das Fitnessstudio, im rechten die Physiotherapie. Beides sind einzelne Unternehmen mit fließenden Übergängen für das Training. Seitdem wuchs das Unternehmen kontinuierlich und hat sich mit inzwischen vier PELAHN PHYSIO-Praxen und dem Fitnessstudio PELAHN SPORT zu einem der führenden Gesundheitsanbieter in der Region entwickelt. Das Physiotherapiekompetenzzentrum in Pohlheim kam erst Anfang 2026 hinzu. „Was sich nie verändert hat, ist unser Grundprinzip: Fitness und Physiotherapie gehören zusammen“, sagt Ulrike Pelikan. „Das ist der wesentliche Erfolgsfaktor, der uns seit mehr als drei Jahrzehnten trägt“ – auch in Krisenzeiten wie der Corona-Pandemie. Gegenüber den vielen Wettbewerbern in Gießen, das als Universitätsstadt eine hohe Dichte an Fitnessstudios aufweist, punktet das PELAHN SPORT mit einem Qualitätsversprechen, das sich aus der Kombination beider Bereiche ergibt.
Mitglieder und Patienten ernst nehmen Auf 1.400 Quadratmetern Fläche bietet PELAHN SPORT seinen Mitgliedern eine moderne Fitnessfläche mit Freihantel- und FunctionalTrainingsbereich, zwei EGYM- und einem fle-xx-Zirkel, SKILLCOURT, Galileo®-Vibrationstraining, einen Kursraum, einen voll ausgestatteten Outdoorfitnesscontainer von Cube Sports und einen Wellnessbereich mit Sauna. Doch das hochwertige Equipment macht nur einen Teil des Konzepts aus.
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m PELAHN SPORT herrscht ein Selbstverständnis, das weit über klassisches Fitnesstraining hinausgeht. Es ist kein Studio, das jeden Trend bedienen will, sondern ein Gesundheitsunternehmen, das seit über 33 Jahren konsequent einen Ansatz verfolgt, der damals visionär war und heute topmodern ist: die enge Verzahnung von Therapie und Training, von Prävention und Leistungsfähigkeit. „Unser Ziel war von Anfang an, Gesundheitsdienstleistungen ganzheitlich zu denken“, sagt Ulrike Pelikan, die gemeinsam mit ihrem Mann Berno das Unternehmen führt. Schon früh wollten beide nicht nur therapeutisch behandeln, sondern nachhaltig befähigen – also Menschen in ein aktives Leben begleiten.
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AKTUELLES | STUDIO DES MONATS Ebenso entscheidend: „Wir wollen, dass unsere Wertehaltung in jeder Begegnung spürbar ist“, erklärt Ulrike Pelikan. Respekt, Individualität und echte Aufmerksamkeit sind im PELAHN keine Marketingbegriffe, sondern Leitlinien für das Team aus 27 Mitarbeitenden im Fitnessbereich. Dieses Team ist das Herzstück des Unternehmens. Jeder soll sich gemäß seinen Kompetenzen einbringen können. Berno Pelikan betont: „Neben der Qualifikation zählt für uns die Haltung. Sie prägt die Qualität unserer Dienstleistung. Wir brauchen Mitarbeitende, die offen sind, aufmerksam zuhören und Veränderungen aktiv mitgestalten wollen.“ Dieses Miteinander prägt die Atmosphäre im Studio und zieht Mitglieder an, die eine individuelle Betreuung schätzen. Wertschätzung steht an erster Stelle – unabhängig davon, mit welcher Vorgeschichte ein Mitglied kommt oder auf welchem Fitnesslevel es ist. Ehemalige Patienten, die nach einer Verletzung zurück ins Training finden, sind ebenso willkommen wie Einsteiger, die einen sicheren Weg ins Training suchen oder leistungsorientierte Athleten, die gezielt ihre Performance steigern wollen. „Jeder Mensch bringt einen anderen Ausgangspunkt mit, körperlich wie mental“, so Ulrike Pelikan. „Genau dort setzen wir an und entwickeln passgenaue Lösungen.“
Verzahnung von Therapie und Training als USP Im PELAHN SPORT wird ein nahtloser Übergang vom ersten in den zweiten Gesundheitsmarkt umgesetzt. Patienten werden bereits während ihrer Physiotherapie im PELAHN PHYSIO aktiv in den Trainingsprozess überführt: Sie trainieren vier Wochen therapiebegleitend. In dieser Zeit begleitet ein Trainer sie eng, stimmt sich mit dem behandelnden Physiotherapeuten ab und zeigt, wie das Training langfristig helfen kann, um gesund zu bleiben. Am Ende steht ein Abschlussgespräch – oft mit nachhaltigem Effekt. Allein 2025 wurden so rund 80 neue Mitglieder gewonnen. Besonders gefragt ist auch die wöchentliche Physiotherapiesprechstunde im Fitnessstudio: „Hier klären Therapeuten Fragen zu Schmerzen, Trainingsanpassungen oder akuten Problemen – und entscheiden, ob jemand im Training korrigiert wird oder zurück in die Therapie gehört“, erläutert Berno Pelikan. Für die Mitglieder ist das ein hoher Mehrwert, aber natürlich profitiert auch die angeschlossene Physiotherapiepraxis von diesem Austausch.
Miteinander der Generationen Das Studio lebt von seiner Vielfalt. Das Durchschnittsalter liegt
Fotos: PELAHN SPORT
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bei 48 Jahren, ältere Mitglieder trainieren hier ebenso wie Studentinnen und Studenten. „Genau das ist gewollt“, sagt Ulrike Pelikan: „Viele jüngere Leute mögen den Mix. Bei uns fühlt sich niemand fehl am Platz – nicht aufgrund seiner Kleidung oder Körperform. Die Mitglieder lieben das Ambiente, weil es authentisch ist statt inszeniert, ohne hohen Leistungsdruck.“ Der funktionelle Outdoorcontainer, die SKILLCOURT-Fläche und dynamische Group-Fitness-Kurse sprechen leistungsorientierte Nutzer an, doch auch ältere Trainierende profitieren davon, wenn sie gut angeleitet werden. So wird der Cube auch für BGM-Maßnahmen und Präventionskurse genutzt.
Starker regionaler Bezug Der Name des Unternehmens verweist auf die Region. Ursprünglich hieß es „Gesundheitszentrum Pelikan“, doch nach einem Rechtsstreit mit der gleichnamigen Schreibwarenfirma entschied sich das Paar, eine Marke mit regionalem Bezug zu schaffen. Aus dem Familiennamen Pelikan und der Lahn, dem Fluss, der durch Gießen fließt, entstand PELAHN – als Sinnbild für Verbundenheit, Verlässlichkeit und Beständigkeit. Seit vielen Jahren betreut PELAHN SPORT regionale Sportvereine vom Nachwuchs bis zum Profisport. Besonders eng ist die Zusammenarbeit mit den Profibasketballern der Gießen 46ers, deren Spieler den Standort nutzen, um sich mit individuellem Training auf die Saison vorzubereiten. Auch komplette Mannschaften kommen für Betreuungseinheiten, Screenings oder Kursspecials ins Studio. Für zwei regionale Teams hat das PELAHN PHYSIO die medizinische Betreuung übernommen. Das breite Netzwerk zu Ärzten, Krankenkassen und anderen Gesundheitsdienstleistern unterstreicht die Position des Unternehmens im Markt. Es ist eine Win-win-Situation für alle Seiten, denn die Ärzte und Akteure aus der Gesundheitsbranche agieren nicht nur als Ratgeber, Coaches, Redner oder Seminarleiter im PELAHN, sondern greifen selbst auf dessen Expertise in Physiotherapie und Fitness zurück. „Wir stehen in engem Austausch, reagieren schnell auf Entwicklungen und entwickeln gemeinsam neue, maßgeschneiderte Konzepte für unsere Kunden“, so Berno Pelikan.
Digitalisierung als Motor für Qualität Digitalisierung ist im PELAHN SPORT längst Standard. Die gesamte Customer Journey vom Erstkontakt über Trainingsplanung bis hin zu Kursbuchungen und Vertragsprozessen ist digital strukturiert. Die interne Organisation arbeitet mit digitalen Handbüchern und klaren Prozessen – vom Onboarding neuer Mitarbeiter über Trainings- und Serviceabläufe bis 01/26
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hin zur technischen Dokumentation. Über diese digitale Wissensbasis kann das gesamte Team jederzeit auf aktuelle Informationen zugreifen und neue Mitarbeitende werden schnell integriert. Mitglieder nutzen die Member-App als zentralen digitalen Zugang. „Die Branche hat sich rasant verändert. Corona war ein Katalysator – und plötzlich brauchten wir Social-MediaManagement, digitale Abläufe, CRM-Prozesse“, erinnert sich Ulrike Pelikan. Heute verantwortet die 26-jährige Tochter Johanna Pelikan als Sportökonomin die Bereiche Digitalisierung und Change Management und sorgt dafür, dass das Familienunternehmen auf dem neusten Stand bleibt.
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PELAHN SPORT in Zahlen
Wir bewegen. Modernes Marketing Social Media hat einen zentralen Stellenwert in der Unternehmenskommunikation des PELAHN SPORT und ist ein strategisch wichtiger Bestandteil im Marketingmix. In Kombination mit physischen Touchpoints im Studio und den Physiotherapiepraxen, Kooperationen, klassischem Empfehlungsmarketing und direktem Vertrieb ist es der direkte Weg, um die Zielgruppe zu erreichen und sich mit ihr auszutauschen. Auch bei der Neukundengewinnung spielt Social Media eine wichtige Rolle, denn es ist für viele Interessenten der erste Kontaktpunkt, um sich ein authentisches Bild vom Studio und seinem Leistungsspektrum zu machen. Gleichzeitig stärkt die Kommunikation auf den verschiedenen Plattformen – Facebook, Instagram, WhatsApp, Website und Member-App – die Bindung zu den bestehenden Mitgliedern.
Familienunternehmen mit Haltung Was das PELAHN SPORT und das PELAHN PHYSIO ausmachen, ist nicht nur das Angebot sondern die Haltung: die Überzeugung, dass Gesundheit Zusammenarbeit braucht und Fitness und Therapie kein Widerspruch sind. Dass Menschen in jeder Lebensphase aktiviert werden können, bringt Ulrike Pelikan auf den Punkt: „Anfangen kann jeder – und profitieren kann jeder. Gesundheit ist keine Frage des Alters, sondern der Entscheidung, sich gut begleiten zu lassen.“
Fläche des Studios gesamt: Kraft: Cardio: Freihantel: Functional: Zirkel: Mobilität: Kurse: Outdoor: Wellness:
1.400 m² 250 m² 190 m² 150 m² 60 m² 110 m² 50 m² 120 m² 60 m² 60 m²
Ausstattung Kraft: gym80, EGYM Cardio: Precor, Technogym Mobilität: fle-xx Vikomotorik: SKILLCOURT Vibrationstraining: Galileo® Training Outdoor: Cube Sports Diagnostik: InBody, EGYM, SKILLCOURT, FMS Sauna: KLAFS Mitarbeitende Fitness: 27 gesamt, darunter 10 Trainer, 14 Kursleiter, 3 für Kundenmanagement, Digitale Prozesse und Haustechnik Physiotherapie: 69 gesamt, darunter 48 Physiotherapeuten, 21 Rezeption und Patientenmanagement Weitere Standorte für Physiotherapie: PELAHN Grünberger Straße PELAHN Am Alten Flughafen PELAHN Pohlheim PELAHN SPORT & PHYSIO Heerweg 12 35398 Gießen www.pelahn.de Tel: 0641 6868608 E-Mail: info@pelahn.de
Ulrike und Berno Pelikan PELAHN SPORT und PELAHN PHYSIO werden von einem Unternehmerpaar geführt. Aus einer kleinen Physiotherapiepraxis entwickelten Berno und Ulrike Pelikan in den letzten drei Jahrzehnten Schritt für Schritt einen umfassenden Gesundheitsdienstleister mit vier Standorten in und um Gießen. Die Vision: Gesundheit ganzheitlich denken. Mit viel Leidenschaft, Weitblick und Innovationskraft wird das Unternehmen kontinuierlich weiterentwickelt, stets mit dem Anspruch, Menschen individuell und nachhaltig in ihrer Gesundheit zu begleiten.
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Fotos: PELAHN SPORT
Die Verantwortungsbereiche sind klar getrennt: Während Ulrike Pelikan sich als Gesundheitsmanagerin der Fitnessbranche und ihrer Dynamik widmet, entwickelt Berno Pelikan als Physiotherapeut die therapeutischen Konzepte weiter. Nach dem Studium der Sportökonomie an der Universität Bayreuth ist auch Tochter Johanna Pelikan ins Unternehmen eingestiegen und verantwortet die Bereiche Digitalisierung und Change Management. Gemeinsam will die Familie Pelikan PELAHN als modernen Gesundheitsdienstleister in die Zukunft führen.
AKTUELLES | PERFORMANCE IS HEALTH
Text: Anke Sörensen und Jürgen Wolff
M Foto: Yakobchuk Olena – stock.adobe.com
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ie Gesundheitsversorgung steht vor einer zentralen Herausforderung: Die Lebenserwartung steigt, immer mehr Menschen werden immer älter. Doch die Zahl der gesunden Jahre wächst nicht im gleichen Maß. Zwischen Lebensspanne (Livespan) und Gesundheitsspanne (Healthspan) klafft eine zunehmend größere Lücke (Garmany & Terzic, 2024). Moderne Medizin ermöglicht zwar ein langes Leben, verhindert jedoch nicht automatisch funktionelle Einschränkungen, chronische Erkrankungen und einen damit einhergehenden Verlust an Lebensqualität im Alter. Vor diesem Hintergrund kommt dem Training im Fitnessstudio eine Schlüsselrolle zu.
Das Ziel, bis ins hohe Alter möglichst lange gesund, beweglich, stark und selbstbestimmt zu bleiben, wird unter dem Begriff Longevity zusammengefasst, einem der zentralen Themen für unsere Gesellschaft, die Wissenschaft und insbesondere den Gesundheitssektor. Schließlich geht es darum, in welcher Form etwa ein Viertel der Bevölkerung weiterhin am gesellschaftlichen Leben teilnehmen kann – und zwar aktiv und selbstbestimmt, nicht vor dem Fernseher oder am Rollator (Sörensen, 2025).
Dr. Marcel Reuter, der an der DHfPG den Fachbereich Trainings- und Bewegungswissenschaften leitet, formulierte den Auftrag für Fitness- und Gesundheitsstudios wie folgt:
(Reuter, 2025)
In der öffentlichen Wahrnehmung werden Bewegung und Training häufig gleichgesetzt. Aussagen wie „Im Sommer brauche ich kein Fitnessstudio, ich arbeite im Garten und fahre viel Rad“ sind weit verbreitet (Barz, 2025). Diese Sichtweise ist nachvollziehbar, greift jedoch zu kurz. Bewegungsempfehlungen, etwa von der Weltgesundheitsorganisation, definieren Mindestumfänge körperlicher Aktivität. Sie sind jedoch keine Trainingsempfehlungen.
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AKTUELLES | PERFORMANCE IS HEALTH Training verfolgt ein klares Ziel: die gezielte Steigerung körperlicher Leistungsfähigkeit durch geplante, systematische Belastung. Zahlreiche Studien zeigen, dass der Zusammenhang zwischen körperlicher Aktivität und Gesundheit nicht so stark ist wie der Zusammenhang zwischen zielgerichtetem Fitnesstraining und Gesundheit (Kokkinos & Myers, 2010; Kokkinos et al., 2010). Körperliche Aktivität ist vor allem dann gesundheitswirksam, wenn sie zu einer messbaren Verbesserung der Fitness führt – also Trainingscharakter besitzt.
für alle Mitglieder leicht verständlich sind sowie eine „greifbare“ Größe darstellen (Reuter, 2025). Für Fitnessstudios eröffnen diese Kennzahlen in Kombination mit den Zahlen aus BIA-Messungen die Möglichkeit, Trainingserfolge sichtbar zu machen und deren Relevanz für das alltägliche Leben der Trainierenden bei jedem Test oder Retest zu visualisieren. Mehr Alltagsübertrag und eine klarere Mitgliederedukation sind kaum möglich.
Leistungsorientiertes Training ist kein Widerspruch zu Gesundheit, sondern ihre Voraussetzung. Fitnessstudios, die Training als gezielte Intervention zur Steigerung von Kraft und Ausdauer verstehen, leisten einen zentralen Beitrag zur Verlängerung der Gesundheitsspanne.
(Reuter, 2025)
Fitnesstraining im Studio darf sich daher nicht darauf beschränken, Menschen lediglich „in Bewegung zu halten“. Ziel muss es sein, gezielt körperliche Anpassungen hervorzurufen. Dazu zählen der Aufbau und Erhalt von Muskelmasse, die Steigerung der Muskelkraft und die Verbesserung der kardiorespiratorischen Leistungsfähigkeit. Für Fitnessstudios bedeutet dies eine klare Richtung: Training muss strukturiert, progressiv und zielorientiert sein. Zentrale Prinzipien wie progressive Belastungssteigerung, regelmäßige Leistungsüberprüfung und die Entwicklung aller motorischen Fähigkeiten sind die Grundlage wirksamer Gesundheitsprävention: Training = Fitness = Gesundheit.
Um Trainierende mit einem gut strukturierten, zielgerichteten Trainingsplan und qualifizierter Betreuung im Training zu begleiten, ist die Ermittlung des aktuellen Gesundheitszustands der Kundinnen und Kunden bei Trainingsbeginn unerlässlich. Viele Fitness- und Gesundheitsstudios arbeiten hierfür mit BIA-Messungen, um die Körperzusammensetzung der Kunden zu ermitteln und dadurch mögliche Risiken und Kontraindikationen für das Training zu identifizieren, sowie mit Blutdruckmessung, um den kardiovaskulären Status quo zu ermitteln. Diese Analyse lässt sich wirksam durch zwei Parameter ergänzen, die leicht und noninvasiv gemessen werden können und den Leistungs- bzw. Trainingsfortschritt eindeutig abbilden: die VO2max und die Griffkraft.
VO2max und Handgriffkraft haben eines gemeinsam: Sie beschreiben funktionelle Leistungsfähigkeit und bilden damit ergänzend zu BIA-Messungen das biologische Alter eines Menschen sehr präzise ab. Ein großer Vorteil ist, dass sie als Parameter für eine Leistungssteigerung leicht messbar und
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Eine höhere Leistungsfähigkeit bedeutet für Menschen eine höhere Resilienz, eine höhere Anpassungsfähigkeit an die Herausforderungen des Alltags – das gilt für jüngere Erwachsene ebenso wie für Senioren. Je früher Menschen mit dem Fitnesstraining beginnen, je regelmäßiger sie trainieren und je leistungsfähiger sie sind, desto resilienter sind sie: Welcome Longevity!
Wer Gesundheit nachhaltig fördern will, muss Training nicht nur anbieten, sondern konsequent leistungsorientiert gestalten. Wie sich leistungsorientiertes Training im Studio umsetzen lässt, welche Trainingsregimes sich bewährt haben, welche Rolle die Trainerteams dabei einnehmen und für welche Zielgruppen es besonders geeignet ist, haben wir mit drei Betreibern völlig unterschiedlicher Studiokonzepte in Interviews besprochen: In den juka dojo Fitness Clubs in Hamburg werden Mitglieder über ihr Training zu „Helden“, weil sie Hindernisse des Alltags und des Älterwerdens überwinden und immer wieder neue Ziele erreichen. Geschäftsführer Ralf Trierweiler erläutert, was es dafür braucht. Die UFC GYMs bieten Fitness- und Gruppentrainings, die sich an dem herausfordernden Training und der Disziplin des Kampfsports orientieren. Geschäftsführer Robert Jablukov erklärt, wie das Konzept in der Praxis umgesetzt wird. In Kiel setzt FIT in drei Studios konsequent auf hochintensives Intervalltraining in Kleingruppen. Gründer Malte Gertenbach verrät, wie er und sein Team Mitglieder von 20 bis über 70 Jahren mehrmals wöchentlich für diese Trainingsform begeistern. Auszug aus der Literaturliste Garmany, A. & Terzic, A. (2024). Global Healthspan-Lifespan Gaps Among 183 World Health Organization Member States. JAMA Network Open, 7 (12), e2450241. Kokkinos, P. & Myers, J. (2010). Exercise and physical activity: clinical outcomes and applications. Circulation, 122, 1637-1648. Kokkinos, P., Myers, J., Faselis, C., Panagiotakos, D. B., Doumas, M., Pittaras, A. et al. (2010). Exercise capacity and mortality in older men: a 20-year follow-up study. Circulation, 122, 790–797. Reuter, M. (2025). Wir sind Logevity Champion. fitness MANAGEMENT international, 4 (180), 30–31. Soerensen, A. (2025). Add Life to Years – Health Trend Longevity. fitness MANAGEMENT international, 4 (180), 26–28. Für eine vollständige Literaturliste kontaktieren Sie bitte literatur@fitnessmanagement.de.
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Foto: juka dojo Fitness Club
Interview mit Ralf Trierweiler, Inhaber und Geschäftsführer juka dojo, Hamburg
Neugierig geworden? Dann jetzt die Podcast-Folge „Fitness im Ohr“ mit Ralf Trierweiler anhören:
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fMi: Die juka dojo Fitness Clubs bestehen seit 40 bzw. sogar 55 Jahren. Heute habt ihr die Clubs als „Anbieter Nr. 1 für Gesundheit, Fitness und Lebensqualität“ positioniert. Wie würdest du euer Studiokonzept beschreiben und wie hat es sich über die Jahre entwickelt? Ralf Trierweiler: Das Konzept ist darauf ausgerichtet, schon beim ersten Kontakt das emotionale Ziel des Kunden zu erfahren, ihm einen Weg aufzuzeigen, wie er dieses erreichen kann und ihn dann auf diesem Weg sehr eng zu begleiten. Hierfür haben wir Prozesse hinterlegt, damit das Team einheitlich arbeitet und der Erfolg kein Zufall ist. Der Kunde muss die Dinge natürlich selbst umsetzen; er wird von uns aber sehr eng begleitet und unterstützt. Unser Leitbild ist: „Wir coachen mit Herzlichkeit und Kompetenz, wir schaffen jd-Helden“. Ein Held ist er dann dadurch, dass er mit einem Problem, durch das er sich im Alltag nicht gut fühlt, zu uns gekommen ist. Das können Schmerzen sein, ein paar Pfunde zu viel oder weil er nicht mehr mit seinen Enkelkindern spielen kann, da er zu unbeweglich geworden ist. Wenn er nun zu uns kommt, gehen wir auf die gemeinsame Reise und am Ende steht der Held, der das Problem nicht akzeptiert hat, sondern mit unserer Hilfe sein Leben wieder verbessert hat. Wir sprechen hier vor allem Menschen an, die genau diesen Trainer brauchen, der sie unterstützt, wahrnimmt und die nötige Aufmerksamkeit gibt. Ich denke, mittlerweile ist es für uns im hochpreisigen Segment sehr wichtig, dass wir messbare Erfolge aufzeigen können. Der Kunde bezahlt für eine Dienstleistung und vor allem dafür, dass er durch die Unterstützung ein Ergebnis bekommt. Alle Prozesse in den juka dojos sind darauf ausgerichtet, Mitglieder zu jd-Helden zu formen, indem wir gemeinsam an individuellen Problemen arbeiten und immer wieder erreichbare Ziele setzen. Wie hat sich dieser performanceorientierte Ansatz für das Gesundheitstraining entwickelt und wie habt ihr diesen ausgestaltet? Wie schafft ihr es, Menschen, die zu euch kommen, weil sie etwas für ihre Gesundheit machen wollen oder müssen und sich mit Fitness und Training wenig auskennen, zu jd-Helden zu machen? Wenn es um das Training geht, sind vor allem zwei Dinge sehr wichtig: zum einen die Regelmäßigkeit bzw. die Häufigkeit und die Progression. Schon bei der Regelmäßigkeit oder Häufigkeit der Trainings haben einige beim Start ein Problem, weil ca. 85 Prozent unserer Kundinnen und Kunden nicht so gestrickt sind, dass sie es nicht abwarten können, zum Training zu kommen. Das müssen wir in unserem Konzept berücksichtigen. In den ersten drei Monaten ist für uns also ein Schwerpunkt, bei den Mitgliedern eine Routine aufzubauen, damit sie zweimal pro Woche zum Training kommen. Ein weiterer, wichtiger Punkt ist, dass die Trainingszeit intensiv sein muss und es nicht reicht, Gewichte zu bewegen. Daran müssen wir unsere Mitglieder gewöhnen. Unsere Teams arbeiten dafür mit milon Q, milon X sowie five und nutzen alle digitalen Optionen. Die Trainerinnen und Trainer haben ein iPad und sehen z. B. ob Gewichte erhöht werden und wie sich der Puls beim Training verhält. Das Training muss effektiv sein und darf aber nicht zu lange dauern. Es gibt immer ei01/26
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nen freien Trainer, der ähnlich wie ein Kurstrainer „seine Leute“ im milon-Bereich hat und dafür sorgt, dass sie hochmotiviert trainieren. Hierbei wird immer wieder mal über das Ziel des Kunden gesprochen, damit das Warum immer präsent bleibt. Regelmäßige Re-Checks sind zwar wichtig, entscheidend sind aber die Trainingseinheiten zwischen diesen Checks. Wie wirkt es sich auf die Motivation der Mitglieder aus, wenn es im Training auf einmal nicht nur darum geht etwas für die Gesundheit zu tun, sondern individuell gesteckte Ziele zu verfolgen? Bei Alice im Wunderland hießt es: „Wenn du kein Ziel hast, ist es egal welchen Weg du gehst“. Ziele sind wichtig, damit die Kunden aus ihrer Komfortzone kommen und dem Plan unserer Trainer folgen. Wenn es um den Erhalt von Gesundheit geht, sprechen wir von der Langfristigkeit der negativen Effekte. Ich merke ja nicht sofort, wenn mein Lebensstil ungesund ist. Der Schweinehund hat viele Möglichkeiten anzusetzen, sodass das Training in dieser Woche als nicht so wichtig angesehen wird. Wenn ich ein festes Ziel habe und dieses noch in Etappenziele unterteile, dann wird plötzlich jedes Training wichtig. Bei unserem Ernährungskonzept haben Mitglieder z. B. jede Woche einen kurzen Coachingtermin mit ihren Trainerinnen oder Trainern. Sie wissen, dass sie hier auf die Waage müssen und möchten nicht erklären, warum sie sich nicht an den Plan halten konnten. Wie habt ihr dieses stets fordernde Trainingsangebot und das intensive Betreuungskonzept im Studiobetrieb miteinander kombiniert und welchen Stellenwert hat euer Trainerteam für den Erfolg des Konzeptes? Das Trainerteam ist für den Erfolg unseres Konzeptes entscheidend, da es sonst nur eine Idee wäre. Neben den sportwissenschaftlichen Hintergründen brauchen unsere Trainerinnen und Trainer vor allem Skills im zwischenmenschlichen Bereich. Sie müssen Verständnis für den Kunden haben, gleichzeitig aber auch ein „wohlwollender Diktator“ sein; sie müssen Dienstleistung leben.
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AKTUELLES | PERFORMANCE IS HEALTH Wir haben intern auch fachliche Schulungen, aber wir trainieren und schulen sehr viel im Bereich Dienstleistung und Service. Die Führung der Mitarbeitenden ist für uns elementar und wir haben mit Thomas Pöter viel Energie investiert, um das Prinzip der situativen Führung einzubauen. Gute Arbeit muss unbedingt wertgeschätzt werden und wenn Dinge nicht nach Plan laufen, brauchen die Mitarbeitenden Unterstützung. Die Trainingsangebote sind dann die Werkzeuge der Mitarbeitenden, mit denen sie und die Mitglieder arbeiten. Bei der Auswahl unserer Werkzeuge achten wir darauf, dass es für den Kunden schnell, effektiv und nicht kompliziert ist. Für unser Team ist wichtig, dass es die Mitglieder und ihre Performance einfach im Blick behalten kann: Es ist immer wieder großartig, wenn Kunden dann Functional-Kurse besuchen, bei denen sie wieder direkt mit einem Trainer zusammenarbeiten. Welche Zielgruppen spricht euer Konzept an und was sind die häufigsten Gründe eurer Kundinnen und Kunden, sich für juka dojo zu entscheiden? Zu uns kommen oft die, die beim Erreichen ihrer Ziele Unterstützung brauchen. Die Hauptzielgruppe ist zwischen 45 und 70 Jahre alt und hat beim Start noch wenig Erfahrung mit Fitnessclubs. Sie kommen oft über eine Empfehlung und entscheiden sich dann – wenn sie ein gutes zwischenmenschliches Gefühl haben und uns vertrauen – dass wir ihr (emotionales) Ziel gemeinsam erreichen.
Welche Zielgruppen haben deiner Einschätzung nach das größte Wachstumspotenzial für Trainingskonzepte mit gezielter und intensiv betreuter Belastungssteigerung? Inwieweit habt ihr euer Marketing darauf eingestellt? Es gibt mehrere Zielgruppen mit Potenzial. Zum einen wächst der Markt der jungen Kunden, die oft gut aufgeklärt sind und wissen, was sie machen müssen. Sie sind sehr motiviert, haben oft Trainingspartner. Hier wird sich ein Kundensegment entwickeln, das in der Belastungssteuerung unterstützt werden möchte. Darin sehe ich einen großen Markt. Aber auch bei unserer Zielgruppe sehe ich weiterhin großes Potenzial. Im Marketing sprechen wir gar nicht über Dinge wie Belastungssteuerung. Das würde unsere Kundinnen und Kunden
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vermutlich abschrecken. Wir sprechen zwei Gruppen an: einmal die Menschen, die noch gar nicht wissen, dass wir als Fitnessclub die Lösung für ihr Problem haben und dann die, die schon kurz vor einer Kaufentscheidung sind und ein Einstiegsangebot brauchen. Welche Effekte haben die Trainingserfolge für die Kundenbindung und wie wichtig ist der Aufbau einer Community? Das ist schwer zu beantworten. Damit Kunden lange Mitglieder bleiben, müssen beide Dinge miteinander verschmelzen. Mitglieder starten mit ihren persönlichen Zielen, aber gerade bei unserer Hauptzielgruppe kann das nicht die einzige Motivation sein. Oftmals verändern sich Ziele auch während der Mitgliedschaft bzw. Kundenreise. Vielleicht ist jemand gestartet, weil er sich im Sommer im Strandurlaub gut fühlen möchte und hatte eine bestimmte Kilozahl im Hinterkopf, die er seines Erachtens nach zu viel hatte. Die konnte er vielleicht nicht ganz erreichen, aber durch das Training hat er eine andere Beziehung zu seinem Körper aufgebaut und fühlt sich deutlich wohler, aktiver und merkt, dass das Training guttut. Wenn wir es jetzt geschafft haben, dass das Training zur Routine geworden ist, gerät das ursprüngliche Ziel in den Hintergrund oder verschwindet sogar ganz. Jetzt ist die Community wichtig. Der Kunde muss das Gefühl haben, dazuzugehören und wertgeschätzt zu werden. Wir versuchen, das über die Vernetzung der Mitglieder untereinander im Training, durch Kundenveranstaltungen sowie den Aufbau einer Community-App, über die Mitglieder sich austauschen, gemeinsame Challenges machen, sich zu Aktivitäten verabreden und sich gegenseitig unterstützen. Hier haben wir einen sehr erfolgreichen Testballon gehabt und werden dieses Thema intensivieren. Ich würde sagen, dass die Kundinnen und Kunden wegen ihrer Ziele starten und wegen der Community bleiben. Welche Empfehlungen gibst du Existenzgründern, Trainern und Trainerinnen sowie Studiobetreibenden, die ihr Angebot auf performanceorientiertes Gesundheitstraining ausrichten möchten? 1. Definiere genau deine Zielgruppe. Bei uns sind es z. B. Sabine und Klaus. Wer ist das genau? Wie sieht ihr Alltag aus und was brauchen Sabine und Klaus von uns? 2. Die Trainingsdaten, Daten zur Belastungssteuerung etc. brauchen die Trainerinnen und Trainer, um den Kunden zu führen. Überlege genau, welche Informationen du dem Kunden gibst, damit er etwas umsetzt. Weniger ist oft mehr, um den Kunden nicht zu verwirren und ihm eine klare Linie zu geben. 3. Erarbeite mit dem Kunden ein emotionales Ziel. Die Vorstellung des Ziels muss so klar sein, dass er davon ein Bild zeichnen könnte. 4. Setze kleine Etappenziele, die unbedingt erreicht werden müssen. 5. Schau dir viele Konzepte in diesem Bereich an und baue daraus dein eigenes Konzept, das zu dir und deiner Zielgruppe passt. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass ich bei den meisten Unternehmern, die ich besuche, etwas lernen kann. Jeder Clubbetreiber hat sich viele sehr gute Gedanken für seinen Club gemacht und auch, wenn nicht alles zu mir passt, kann ich doch oft noch Dinge einbauen. fitness MANAGEMENT international 01/26
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Foto: UFC GYM Germany
Interview mit Robert Jablukov, CEO bei UFC GYM Germany, Berlin
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fMi: Im UFC GYM bietet ihr „die Evolution von Kampfsport, Fitness und Recovery“. Kannst du das Studiokonzept konkreter beschreiben? Robert Jablukov: Unser Konzept basiert auf drei Säulen: Kampfsport, Fitness und Recovery. Wir orientieren uns an den vielseitigsten Athleten der Welt – den UFC-Fightern. Kraft, Ausdauer, Beweglichkeit und mentale Stärke greifen dabei ineinander. Kampfsport ist bei UFC GYM Teil der Philosophie, aber kein Muss. Wir verstehen ihn nicht als Kampf, sondern als Trainingsprinzip: Das bedeutet Körperkontrolle, Fokus und funktionelle Bewegung statt Schläge oder Wettkampf. Viele Mitglieder kommen zu uns, weil sie ihre Fitness verbessern wollen und die klare Struktur schätzen. Kampfsport liefert die Grundlagen, Fitness setzt sie um, Recovery sorgt dafür, dass Leistung langfristig möglich bleibt. Genau dieses Zusammenspiel macht UFC GYM aus. Was sind die Beweggründe für genau dieses Trainingskonzept? Wie kombiniert ihr im Studiobetrieb Kampfsport, funktionelles Training, Kurse und Recovery miteinander? Die Beweggründe sind sehr klar: Der Körper trennt nicht zwischen Training, Kursen und Regeneration – also tun wir es auch nicht. Leistungsfähigkeit entsteht nur im Zusammenspiel dieser Elemente. Im Studiobetrieb greifen Kampfsport, funktionelles Training und Kurse deswegen bewusst ineinander. Kampfsport liefert Koordination, Beweglichkeit und Fokus, funktionelles Training übersetzt das in Kraft und Belastbarkeit, Kurse geben Struktur und Dynamik. Recovery ist fest integriert und kein Zusatz, weil nachhaltige Leistung ohne Regeneration nicht funktioniert. So entsteht ein Trainingssystem, das im Alltag praktikabel ist und sich an unterschiedliche Ziele und Leistungsniveaus anpassen lässt. Warum ist ein holistisches Konzept für dich der beste Weg, die Gesundheit der Mitglieder zu erhalten oder zu verbessern? Weil Gesundheit langfristig gedacht werden muss. Unser Konzept zielt nicht auf kurzfristige Effekte, sondern auf nachhaltige Belastbarkeit. Durch die Verbindung von funktionellem Training, koordinativen Elementen aus dem Kampfsport und fester Recoverystruktur trainieren unsere Mitglieder ganzheitlich statt isoliert. Regeneration ist dabei keine Ergänzung, sondern Voraussetzung. So entsteht ein Trainingssystem, das Leistung ermöglicht und gleichzeitig Überlastung vorbeugt. Das Konzept zielt auf die Optimierung der Gesundheit ab. Menschen, die etwas für ihre Gesundheit tun wollen, denken vermutlich nicht zuerst an Training, das von MMA inspiriert ist. Wie vermittelt ihr den Kunden den hohen gesundheitlichen Nutzen dieser speziellen Traingsform? Wir vermitteln den gesundheitlichen Nutzen vor allem über das Erlebnis. Unsere Classes sind energetisch, intensiv und gemeinschaftlich – das muss man fühlen, nicht erklärt bekommen. Durch die Dynamik der Gruppe, die klare Führung der Trainer und das strukturierte Trainingssystem spüren Mitglieder 01/26
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schnell, wie leistungsfähig ihr Körper wird. Dieses Gefühl von Energie, Kontrolle und Fortschritt macht den gesundheitlichen Mehrwert unmittelbar erlebbar und sorgt dafür, dass man wiederkommt. Wie baut ihr bei Untrainierten bzw. Anfängerinnen und Anfängern Hemmschwellen ab? Indem wir sehr bewusst den Einstieg gestalten. Niemand muss bei uns etwas können, bevor er anfängt. Gerade Anfängerinnen und Anfänger werden Schritt für Schritt an das Training herangeführt. Wir arbeiten mit klaren Strukturen, kleinen Gruppen und Trainerinnen und Trainern, die erklären, begleiten und korrigieren. Kampfsport wird dabei nie als Kampf vermittelt, sondern als kontrollierte Bewegung. Der Fokus liegt auf Technik, Sicherheit und Vertrauen in den eigenen Körper. So entsteht schnell das Gefühl, am richtigen Ort zu sein – ohne Leistungsdruck, aber mit spürbaren Fortschritten. Wie wirkt es sich auf die Motivation der Mitglieder aus, wenn es im Training um Performance und Kampfsport geht, und nicht nur darum, „etwas für die Gesundheit zu tun“? Der Unterschied liegt im Mindset: Wenn Training nur als Pflicht für die Gesundheit verstanden wird, bleibt es oft abstrakt – Performance gibt dem Ganzen ein klares Ziel und messbaren Fortschritt. Kampfsport bringt dabei einen besonderen Fokus ins Training und vor allem in unserer Community jede Menge Spaß. Gesundheit entsteht so eher als Konsequenz, nicht als Hauptmotivation. Mitglieder erleben Training als etwas Aktives, Herausforderndes und Sinnstiftendes. Dieses Gefühl, sich weiterzuentwickeln und Teil einer Gemeinschaft zu sein, sorgt dafür, dass man dranbleibt – und genau das ist am Ende der größte Hebel für langfristige Gesundheit.
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AKTUELLES | PERFORMANCE IS HEALTH Wie lässt sich das individuelle Leistungslimit eurer Mitglieder sicher ermitteln und welche Prozesse habt ihr dafür definiert? Wir ermitteln das individuelle Leistungslimit über strukturierte Einstiege, nicht über maximale Belastung. Am Anfang stehen Gespräche, eine grundlegende Bewegungs- und Leistungseinschätzung sowie die Bewertung durch unsere Trainer. Training wird dann schrittweise aufgebaut, mit Fokus auf Technik und Kontrolle statt auf Gewicht oder Tempo. Durch laufende Betreuung passt sich die Intensität mit der Entwicklung des Mitglieds an – sicher und nachhaltig. Intensive Trainingseinheiten brauchen eine intensive Betreuung. Wie lässt sich der Spagat zwischen Motivation und Trainingssicherheit gewährleisten? Indem klare Strukturen den Rahmen des UFC GYM-Trainingskonzepts die Leitplanken für unsere Trainings vorgeben. Motivation entsteht bei uns nicht durch ständiges Pushen, sondern durch sauberes Coaching und realistische Zielsetzung. Trainer achten konsequent auf Technik, Belastung und Tagesform der Mitglieder. Intensität wird gesteuert, nicht dem Zufall überlassen. Gleichzeitig sorgen klare Fortschritte und messbare Entwicklungen für Motivation. So bleibt Training fordernd, aber kontrolliert – und genau dieser Rahmen sorgt für Sicherheit und langfristige Trainingsbereitschaft. Wie wichtig ist das Trainerteam für den Erfolg des Konzepts? Welche Qualifikationen und Fähigkeiten sind dafür entscheidend? Das Trainerteam ist der zentrale Erfolgsfaktor unseres Konzepts, weil es das verbindende Element unserer Community ist. Fachliche Qualifikation ist dabei selbstverständlich wichtig, entscheidend ist jedoch die Fähigkeit, zu coachen und Freude am Training zu vermitteln. Trainer müssen Bewegungen verständlich erklären, korrigieren und Belastungen realistisch einschätzen können, dabei gleichzeitig motivieren und
Sicherheit geben. Am Ende geht es nicht ums Vormachen, sondern darum, Menschen professionell und nachhaltig durch ihr Training zu führen. Welche Zielgruppen kommen zu euch? Was ist der häufigste Grund eurer Mitglieder, sich für das UFC GYM zu entscheiden? Unsere Zielgruppe ist sehr breit. Zu uns kommen Einsteigerinnen und Einsteiger genauso wie erfahrene Sportler, Menschen, die nach einer Trainingspause wieder starten, ebenso wie leistungsorientierte Mitglieder. Was sie verbindet, ist der Wunsch nach einem strukturierten, funktionalen Training mit klarer Betreuung. Der häufigste Grund für die Entscheidung ist unser Konzept. Viele suchen eine Alternative zum klassischen Fitnessstudio und schätzen die Kombination aus Abwechslung, Performancegedanken und Community – und genau das bietet UFC GYM. Welche Zielgruppen haben das größte Wachstumspotenzial für Trainingskonzepte mit hochintensiven Belastungen und wie adressiert ihr diese im Marketing? Das größte Wachstumspotenzial sehen wir bei zwei Gruppen: bei Erwachsenen, die effizient trainieren wollen und messbare Ergebnisse erwarten, sowie bei Kindern und Jugendlichen. Gerade im Nachwuchsbereich wächst der Bedarf an strukturiertem Training, das Bewegung, Koordination und Disziplin vereint. Im Marketing sprechen wir Erwachsene über Performance, Struktur und Fortschritt an, Kindertraining hingegen über Entwicklung, Sicherheit und Spaß an Bewegung. In beiden Fällen zeigen wir, dass unser Training klar geführt, altersgerecht skaliert und langfristig sinnvoll aufgebaut ist. Welche wesentlichen Vorteile bietet diese Trainingsform bei der Kundenbindung und beim Aufbau einer Community? Diese Trainingsform schafft Identifikation: Wenn Training als gemeinsame Herausforderung erlebt wird, entsteht automatisch Verbindung – nicht nur zum Konzept, sondern auch untereinander. Durch klare Strukturen, feste Kurse und wiederkehrende Trainingsformate wachsen Routinen und Verlässlichkeit. Mitglieder sehen Fortschritte, teilen Erlebnisse und entwickeln ein echtes Zugehörigkeitsgefühl. Das stärkt die Community und sorgt dafür, dass Training nicht austauschbar wird, sondern Teil des Alltags. Welche Empfehlungen hast du für Existenzgründer, Trainer und Studiobetreibende, die ihr Angebot um performanceorientierte Angebote erweitern wollen? Man sollte sich bewusst sein, dass performanceorientierte Konzepte keine Selbstläufer sind. Es wird Phasen geben, in denen Dinge nicht sofort funktionieren – und das gehört dazu. Entscheidend ist, daraus zu lernen und das Konzept kontinuierlich weiterzuentwickeln. Meine Empfehlung ist, mit klaren Strukturen zu starten, ein starkes Trainerteam aufzubauen, ihm zuzuhören und es wertzuschätzen, statt nur Intensität nach oben zu drehen. Performance heißt nicht, dauerhaft Vollgas zu geben, sondern Fortschritt sinnvoll zu steuern. Wer Community, Sicherheit und Regeneration mitdenkt und auch über eigene Fehler schmunzeln kann, schafft ein Angebot, das langfristig trägt.
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Foto: Manuel Weber
Interview mit Malte Gertenbach, Gründer und geschäftsführender Gesellschafter FIT GmbH & Co. KG, Kiel
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fMi: Die FIT-Studios bieten ein hochintensives funktionelles Training in Kleingruppen mit einer gesundheitsorientierten Ausrichtung an. Was macht dieses Studiokonzept aus und was waren die Beweggründe, genau dieses Trainingskonzept anzubieten? Malte Gertenbach: Im Zentrum unseres Studiokonzepts steht der Dienstleistungsaspekt: Wir möchten Menschen ein persönlich betreutes, funktionelles Training ermöglichen, das sie nicht allein bewältigen müssen. Während meines Studiums habe ich als Personal Trainer gearbeitet und mir immer wieder überlegt, betreutes Training einer größeren Kundengruppe zugänglich zu machen. In klassischen Fitnessstudios habe ich immer wieder beobachtet, dass Trainierende nicht wirklich wissen, welche Übungen sinnvoll sind oder wie sie diese ausführen sollen. Genau hier setzen wir an: Unser Kleingruppentraining bietet eine strukturierte Anleitung, die dem Mitglied sämtliche Entscheidungen abnimmt – von der Übungsauswahl über die Intensität bis zur richtigen Ausführung. Der Kunde kann zwei Minuten vor Beginn erscheinen, geht auf die Trainingsfläche und wird vollständig begleitet. Personal Training ist zwar ideal, aber nicht für jeden finanzierbar. Das Kleingruppenkonzept schließt diese Lücke. Wir bieten über alle Standorte hinweg 300–350 angeleitete Sessions pro Woche, inklusive Open-Gym-Slots sogar rund 600 buchbare Trainingsmöglichkeiten. Ein Schwerpunkt liegt auf kraftorientierten Anteilen, weil nur bei ermüdenden Wiederholungsbereichen echte Reize für Muskelaufbau und Gesundheit entstehen. Zugleich greifen wir Trends wie HYROX auf, dessen funktionelle, leicht erlernbare Bewegungen sich optimal in unsere Trainingsphilosophie integrieren lassen. So stellen wir sicher, dass jedes Mitglied eine hohe Trainingsqualität hat und langfristig gesundheitsrelevante Fortschritte erzielt. Warum ist hochintensives Training der beste Weg, die Gesundheit der Menschen zu erhalten oder zu verbessern? Hochintensives Training (HIT) ist die effektivste Methode, um die Gesundheit ganzheitlich zu fördern. In klassischen Fitnessstudios arbeiten die Leute häufig isoliert an Geräten, ohne wirklich von den Synergieeffekten zwischen Kraft, Ausdauer, Mobilität und Stabilität zu profitieren. HIT in einem funktionellen Gruppentrainingskontext vereint diese Komponenten in einem durchdachten Ablauf. Das FIT-Konzept setzt auf ein strukturiertes 30-MinutenProgramm mit drei klaren Phasen: sechs bis acht Minuten Aktivierung zur Förderung von Mobilität und Stabilität, danach Krafttraining mit funktionellen Ganzkörperübungen und einem intensiven Workout-Finale, in dem einfache Übungen in hoher Frequenz kombiniert werden. Im Kraftteil geht es darum, Menschen behutsam an effektives Hypertrophietraining heranzuführen – weil insbesondere Frauen von sich aus häufig zu geringes Trainingsgewicht wählen. In Kombination mit kardiovaskulären Elementen entsteht eine ganzheitliche Trainingsform, die für viele erstmal ungewohnt, aber hochwirksam ist. 01/26
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Der entscheidende Effekt: der schnelle und spürbare Alltagsübertrag. Viele Mitglieder berichten nach wenigen Wochen, wie deutlich sich ihr Wohlbefinden verbessert hat, sowohl körperlich als auch psychisch, weil ihnen Bewegungen im Alltag leichter fallen. Daraus entwickelt sich die Motivation, regelmäßig zu trainieren – und das ist der Schlüssel zur langfristigen Gesunderhaltung. Wie werden diese anspruchsvollen Trainingsangebote mit vielen Kursen und dem entsprechenden Betreuungskonzept im Studiobetrieb miteinander kombiniert? Pro Standort haben wir zwei Haupttrainingsräume. In den Trainingseinheiten arbeiten wir mit einem Trainer-TeilnehmerVerhältnis von eins zu acht, um die Betreuung wirklich leisten zu können. Die Organisation des Trainingsbetriebes haben wir in Form einer App digitalisiert, die unsere Mitglieder auf ihrem Smartphone haben und in der die Einheiten verwaltet werden. Einsteiger starten mit einem kostenlosen Auftakttermin inklusive Check-up. Hier führen wir eine umfassende Anamnese inklusive BIA-Körperanalyse durch. Danach geht es im Eins-zu-eins-Setting mit einem Trainer oder einer Trainerin zu einem kleinen Assessment, wo erste Übungen durchgeführt werden. Das ist die Basis für das eigentliche Probetraining in der Gruppe, das 45 Minuten dauert; nicht 30, weil wir uns für die Technikschulung und die Einweisung mehr Zeit nehmen. Ziel ist, alle Kunden in unsere Level-eins- und Level-zwei-Gruppen zu überführen, die mit einer Dauer von 30 Minuten und kürzeren Pausen kompakter gestaltet sind. Dort setzen wir die Techniken voraus. Der Unterschied zwischen Level eins und Level zwei ist nur die Intensität. Level zwei ist schon ein ernsthaftes Athletiktraining, das aber für Leute, die regelmäßig trainieren, machbar ist. Bei gesundheitsorientiertem Training denken die meisten Neukunden vermutlich nicht zuerst an kurze, hochintensive Trainingseinheiten. Wie gelingt es, dass die Kunden den hohen gesundheitlichen Nutzen dieser Trainingsform verstehen und motiviert sind, dieses Training durchzuführen? Hochintensives Training wirkt, aber der Einstieg ist nicht immer leicht. Besonders für sportliche Neueinsteiger oder Menschen mit längerer Trainingspause kann die erste Einheit zu einer ernüchternden Erfahrung werden. Heftiger Muskelkater ist aber immer auch ein klares Zeichen: Hier passiert etwas. In unserer Kommunikation setzen wir auf Ehrlichkeit und sagen klar: Das Training ist intensiv, aber zielführend. Wir sagen nicht: „Bei uns ist alles ganz locker und dauert nur 15 Minuten“. Wir sagen: „Es ist anstrengend – aber es lohnt sich.“ Dieser ehrliche Ansatz zieht zwar nicht jeden an, aber erreicht Menschen, die bereit sind, ihre Komfortzone zu verlassen. Viele neue Mitglieder sind am Anfang von der Intensität beeindruckt. Hier beginnt die zentrale Arbeit unserer Teams: Motivation durch Aufklärung, Coaching und realistische Zielsetzung. Ein großer Hebel ist dabei das Gruppentraining selbst, weil der soziale Kontext motiviert. Wenn ich sehe, dass jemand mit 50 fitter ist als ich mit 30, dann kann das antreiben oder abschrecken; aber es zeigt, was möglich ist.
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AKTUELLES | PERFORMANCE IS HEALTH geschulten Trainerteam ab. Die Qualität eines hochintensiven Gruppentrainings wird von der Kompetenz, Präsenz und Sensibilität der Trainerinnen und Trainer geprägt. Gruppentraining erfordert eine hohe didaktische und soziale Kompetenz, weit über das hinaus, was auf der Trainingsfläche nötig ist. Die hohe Betreuungsqualität und die persönliche Atmosphäre im Training unterscheiden FIT von herkömmlichen Studios. Ein gutes Gruppentraining ist fachlich exzellent und lebt auch von der Atmosphäre. Stimmung, Authentizität und zwischenmenschliche Dynamik entscheiden darüber, ob ein Kunde wiederkommt. Bei FIT kommt den Coaches eine doppelte Verantwortung zu: Sie sollen ihre Kundinnen und Kunden begeistern, motivieren und anleiten, aber auch rechtzeitig eingreifen, wenn jemand sich überfordert. Gerade in höheren Intensitätsbereichen muss man sehr genau hinschauen. Der entscheidende Motivationsfaktor ist auch hier der Alltagsübertrag, weil die Mitglieder schon nach kurzer Zeit konkrete Verbesserungen spüren – mehr Energie, ein besseres Körpergefühl, mehr Stabilität. Wie lässt sich das individuelle Leistungslimit für Kundinnen und Kunden sicher ermitteln und welche inhaltlichen oder didaktischen Prozesse können dafür definiert werden? Jede Kundenreise beginnt bei uns mit einer ehrlichen Bestandsaufnahme. Sicheres und effektives Training beginnt mit einer fundierten Einschätzung der körperlichen Ausgangslage. Alle neuen Kundinnen und Kunden starten mit einem FitnessCheck-up, in dem körperliche Voraussetzungen, funktionelle Fähigkeiten und individuelle Trainingsziele erfasst werden. Das Check-up-Konzept bei FIT beinhaltet ein Bewegungsscreening, in dem funktionelle Grundbewegungen wie Ausfallschritt, Unterarmstütz oder Übungen am Slingtrainer absolviert werden. Dabei beurteilen die Coaches Mobilität, Stabilität und Bewegungsqualität. Diese Einschätzung bildet die Grundlage für eine Trainingsempfehlung und einen Einstiegspfad. FIT legt großen Wert darauf, dass neue Kundinnen und Kunden sich nicht überfordern und falsch starten. Deshalb empfiehlt das Trainerteam, zunächst an der Functional Basics-Einheit teilzunehmen. Hier wird nicht nur trainiert, sondern erklärt: Was ist eine saubere Kniebeuge? Warum ist ein Ausfallschritt funktionell relevant? Was heißt Ganzkörpertraining konkret? Sobald ein gewisses Bewegungsverständnis vorhanden ist, steigen die Teilnehmer systematisch in das Leveltraining ein. Je nach persönlichem Fortschritt und Interessenlage folgen dann spezialisierte Kurse, etwa das besonders strukturierte Modified Strongman Training, bei dem die Kraftkomponente im Vordergrund steht. Ein wesentliches Element im FIT-System ist das aktive Coaching bei der Kurswahl. Wenn jemand zu früh in ein zu intensives Training einsteigt, weisen die Coaches bewusst darauf hin und empfehlen, einen Schritt zurückzugehen. Wie lässt sich der Spagat zwischen Motivation und Trainingssicherheit gewährleisten und welche Rolle kommt dabei dem Trainerteam zu? Der Erfolg des Konzepts hängt maßgeblich von unserem gut
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Wir haben ein eigenes Schulungskonzept, das besonders auf die Anforderungen des Gruppentrainings ausgelegt ist. Neben der engen Zusammenarbeit mit dual Studierenden setzen wir auf regelmäßige Fortbildungen und Hospitationen. Monatlich finden interne Trainings zu zwei Kernfeldern statt: Trainingswissenschaftliche Inhalte, z. B. zu Übungsausführung und Belastungssteuerung, sowie Coaching-Kompetenzen, mit Inhalten z. B. zu Kommunikation oder Verhalten in der Gruppe. Ziel ist es, die Trainerteams nicht nur fachlich, sondern auch didaktisch und emotional weiterzuentwickeln. Unsere Teams coachen aktiv. Sie geben klare Anweisungen, korrigieren, motivieren und sagen „Stopp“, wenn es nötig ist. Welche Zielgruppen betreiben dieses spezifische Training in den FIT-Studios? Was ist der häufigste Grund der Kundinnen und Kunden, sich für FIT zu entscheiden? Die Zielgruppe von FIT ist breit gefächert, hat aber einen gemeinsamen Nenner: Das Konzept spricht vor allem Menschen an, die effizient trainieren möchten, einen spürbaren gesundheitlichen Nutzen erwarten und gleichzeitig ein modernes, motivierendes Umfeld suchen. Viele unserer Mitglieder kommen aus der Gruppe der „In-der-zweiten-Lebenshälfte-Ankommer“, also Personen ab circa 45 Jahren. Sie sind beruflich stark eingebunden, haben Familie und wenig Zeit, aber hohe Ansprüche an sich selbst. Die Kundschaft in den FIT-Studios reicht von motivierten Sporteinsteigern bis zu sehr fitten, ambitionierten Mitgliedern, die mehrmals pro Woche trainieren: Menschen über 50, die schon lange trainieren und fitter sind als viele 30-Jährige, Trainierende, die Klimmzüge oder Liegestütze lernen wollen – oft erstmals im Leben, sowie junge Erwachsene, die körperlich fit bleiben und gleichzeitig Zeit sparen möchten. Ein zentrales Trendthema für FIT ist Firmenfitness. Durch Kooperationen mit großen Anbietern wie Hansefit oder Wellpass haben wir eine deutlich größere Reichweite. Die Mitgliedschaften sind für die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer meist kostenfrei oder subventioniert, wodurch die Hemmschwelle zum Einstieg sinkt. Viele entdecken FIT über diese Schiene und probieren das Training zunächst aus. Welche Zielgruppen haben das größte Wachstumspotenzial für Trainingskonzepte mit hochintensiven Belastungen? fitness MANAGEMENT international
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Inwieweit ist das Marketing bei FIT darauf eingestellt? Ich sehe zwei zentrale Zielgruppen mit hohem Potenzial für Trainingskonzepte mit funktioneller Ausrichtung und – je nach Leistungsstand – auch mit hoher Intensität: zum einen die Gruppe der über 60-Jährigen, zum anderen junge Erwachsene, die zunehmend gesundheitsorientiert denken. Aber nicht jede Zielgruppe eignet sich für jede Trainingsform, hier ist die Differenzierung entscheidend. Die Altersgruppe 65 plus ist bei uns sehr stark vertreten, viele Mitglieder sind sogar über 70 Jahre alt. Bei ihnen steht nicht die Trainingsintensität im Vordergrund, sondern Alltagsfähigkeit und Lebensqualität. Das Training zielt auf funktionelle Kräftigung, Mobilität und kardiovaskuläre Grundbelastung, ohne die Grenze zur Überforderung zu gehen. Insbesondere die älteren Menschen erfahren durch gezieltes funktionelles Training einen enormen Nutzen – etwa bei Gangsicherheit, Mobilität im Alltag oder Sturzprophylaxe. Auch das Community Building funktioniert in dieser Gruppe hervorragend. Sie organisieren sich in WhatsApp-Gruppen und achten aufeinander – das ist richtig schön zu sehen. In den letzten Jahren fällt auf, dass junge Erwachsene im Alter zwischen 20 und 35 Jahren heute – anders als noch vor 20 Jahren – deutlich bewusster im Umgang mit ihrer Gesundheit sind. Fitness, Leistungsfähigkeit und auch ihr Aussehen spielen für sie eine größere Rolle. Das führt zu einer überraschend hohen Bereitschaft, sich mit intensivem Training auseinanderzusetzen. Fit sein ist heute ein Coolnessfaktor und der lässt sich im Marketing gut aufgreifen. Unsere Marketingstrategie setzt fast ausschließlich auf Social Media, insbesondere auf Instagram. Das Ziel ist dabei weniger die direkte Werbebotschaft, sondern der realistische Einblick in Training, Vielfalt der Teilnehmenden und Ablauf. Die Leute sollen sehen, dass bei uns ganz normale Menschen trainieren. Diese Authentizität senkt Hemmschwellen, insbesondere bei potenziellen Migliedern, die bisher wenig Berührungspunkte mit intensiverem Training hatten. Hochintensives Training ist kein Massenprodukt. Ziel ist nicht, jede Zielgruppe gleichermaßen anzusprechen, sondern den passenden Einstieg für unterschiedliche Menschen zu schaffen – angepasst an Alter, Trainingsstand und Zielsetzung. Entscheidend ist Ehrlichkeit im Marketing: keine falschen Versprechen, sondern realistische Erwartungen und individuelle Begleitung.
scheidende Unterschied. Die gemeinsame Anstrengung, das bewusste Verlassen der Komfortzone und das Wir-Gefühl schaffen eine besondere emotionale Bindung – sowohl zum Training als auch zur Community. Für uns ist diese Wirkung ein zentraler Bestandteil der Kundenbindung. Vor allem in den abschließenden Workout-Phasen der FIT-Einheiten entsteht eine Dynamik, die über das rein Sportliche hinausgeht. Auch wenn nicht explizit im Wettbewerb trainiert wird, vergleichen sich viele Teilnehmerinnen und Teilnehmer – bewusst oder unbewusst – mit anderen. Wer hält durch? Wer macht noch eine Wiederholung? Wer zieht mit? Diese leise Wettkampfsituation motiviert viele. Für andere ist sie abschreckend. Die Trainingsform wirkt, aber sie polarisiert. Wir versuchen gar nicht, es allen recht zu machen, sondern stellen das Konzept offen und transparent dar – in Probetrainings, auf der Website und auf Social Media. Welche Empfehlungen gibt es für Existenzgründer, Trainer und Trainerinnen sowie Studiobetreibende, die ihr Angebot mit intensiven Trainingsformen erweitern möchten? Die Trainingsform gut erklären und, wenn sie ergänzend angeboten wird, die klare Abgrenzung zu anderen Trainingsmethoden, damit die Kunden sich bewusst für oder gegen kurzes, intensives Training entscheiden können. Dann zählen zwei Aspekte: Coaching, Motivation und die Stimmung in der Trainingseinheit auf der einen, die fachliche Komponente auf der anderen Seite. Es ist wichtig, permanent in die Ausbildung der Mitarbeitenden zu investieren und sich selbst voranzubringen. In den Trainings muss ein konkreter roter Faden vorgegeben werden, damit sichergestellt ist, dass die Trainerinnen und Trainer sich an die Konzepte halten und nicht übermotiviert Dinge ausprobieren. Wie in vielen Lebensbereichen wird es immer wichtiger, die Community in den Mittelpunkt zu stellen. Viele Leute organisieren sich mittlerweile über Social Media z. B in Run Clubs, laufen gemeinsam eine Strecke, unterhalten sich. Auf solche Szenarien muss sich die Fitnessbranche vorbereiten und dem Community Building mehr Aufmerksamkeit widmen.
Welche wesentlichen Vorteile bieten Trainingsformen mit hoher Intensität über das Trainingsangebot hinaus – z. B. bei der Kundenbindung oder beim Aufbau einer Community? Der Aufbau einer Community funktioniert bei uns eher über das Trainingserlebnis in der Gruppe. Wer regelmäßig dieselben Kurszeiten besucht, hat gemeinsame Erlebnisse, lernt andere kennen und wird Teil einer Gruppe, ohne explizite Communityprogramme oder -events. Diese Form des Zusammenhalts ist besonders stark bei den Best Agern ausgeprägt, aber auch bei jüngeren Gruppen sichtbar. Hochintensive Trainingsformen im Gruppensetting sind kein Angebot für alle – aber für viele, die bleiben, sind sie der ent01/26
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dssv.de/event2026
DSSV-Event 2026 MÁLAGA 20. bis 23. Oktober
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Vom Wellnesstrend zum Businesstreiber:
Longevity in Hospitality Summit 2026
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ie FIBO setzt mit dem Longevity in Hospitality Summit ein starkes Zeichen für einen Markt, der laut UBS bis 2030 auf acht Billionen US-Dollar anwachsen wird. Für Hoteliers, Mediziner:innen, Spa- und Wellnessverantwortliche sowie Betreiber:innen und Investor:innen eröffnet das Thema Longevity neue Wege, Gästeerlebnisse profitabel weiterzuentwickeln und sich strategisch neu zu positionieren. „Der Longevity in Hospitality Summit ist eine visionäre Plattform, die Hospitality- und Gesundheitsführer:innen, Wellnesspioniere und zukunftsorientierte Hoteliers dabei unterstützt, die Chancen der Langlebigkeit als Geschäftsfeld zu erkennen.
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Es geht darum, die bewährten Inhalte wie Bewegung, Regeneration, Ernährung und mentale Gesundheit gezielt einzusetzen, um daraus profitable Konzepte und unvergessliche Gästeerlebnisse zu schaffen – mit messbarem Mehrwert für Betreiber und Gäste gleichermaßen“, so Anke Brendt, Product Manager der FIBO und Verantwortliche des Summits. Begleitet wird der Summit 2026 erneut von einem internationalen Advisory Board mit Judith Cartwright (Black Coral Consulting), Yves Preissler (Yves Preissler Business Consulting), Andrew Gibson (Andrew Gibson Advisory) und Franz Linser (Linser Hospitality) – allesamt führende Expert:innen, die die strategische Ausrichtung prägen. fitness MANAGEMENT international
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Fotos/Grafik: © RX Deutschland GmbH FIBO Jannik Hammes | Abstractor – stock.adobe.com
Der Longevity in Hospitality Summit feiert 2026 seine Rückkehr zur FIBO – internationaler, inspirierender und konsequent auf die Zukunft der Hospitality-Branche ausgerichtet. Der englischsprachige Summit im Confex rückt erneut jene zentralen Themen in den Mittelpunkt, die den globalen Longevity-Boom prägen: Schlaf, Ernährung, Bewegung, Recovery, mentale Gesundheit und ganzheitliches Wohlbefinden.
Jetzt Tickets für die FIBO und den Longevity in Hospitality Summit auf www.fibo.com sichern und die Zukunft aktiv mitgestalten.
Ein Programm, das Orientierung und Umsetzungskraft verbindet Der Summit bringt führende Köpfe aus Hospitality, Health, Wellness und Investment zusammen und zeichnet ein klares Bild davon, wie Longevity die Branche in den kommenden Jahren verändern wird. Die Opening Keynote von Anna Bjurstam (Six Senses) zeigt den Paradigmenwechsel von klassischer Wellness hin zu einem integrierten Longevity-Ökosystem, das den modernen Gast über alle Touchpoints hinweg begleitet und neue Umsatzpotenziale eröffnet. In Gesprächen und Panels wird erlebbar, wie Hotels durch Human Performance-Konzepte, personalisierte Services, recoveryorientiertes Design und neue Membership-Modelle ihre Relevanz steigern können. Branchenexpert:innen wie Stuart Greif (Forbes Travel Guide), Olivier Harnisch (Lunasole Hospitality), Rosie Larson (Kerzner International), Greg Payne und weitere zeigen, wie sich Schlaf, Ernährung, Bewegung, Regeneration und Social Fitness zu starken Geschäftsmodellen entwickeln. 01/26
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Besonders praxisnah wird es mit Erfahrungsberichten aus internationalen Häusern: Lilian Roten (Design Journey), Lindsay Madden-Nadeau (Red Sea Global) und Jakob Fäßler (Sonnenalp Resort) geben exklusive Einblicke in die Implementierung erfolgreicher Longevity-Konzepte. Ergänzend zeigt Dr. Susanna Søberg (Søberg Institute), wie Recoveryanwendungen, Kälteund Wärmetherapie sowie Jetlag-Management einen messbaren wirtschaftlichen Mehrwert schaffen können. Den Abschluss bildet ein Blick auf die globale Longevity Economy und deren Potenziale an der Schnittstelle von Hospitality, Health, Lifestyle und Investment.
Ein Tag für Austausch, Impulse und starke Verbindungen Der Summit versteht sich als Ort, an dem Inspiration in Umsetzung übergeht. Networking-Sessions und ein exklusives Dinner am Abend schaffen Raum für intensiven Austausch und neue Partnerschaften. Dabei treffen Teilnehmende auch auf die Gewinner des Aktiv Hotel Award von MeinTophotel.
Longevity im Messebereich: Halle 1 als Innovationshub Parallel zum Summit wird Halle 1 der FIBO erneut zum Zentrum für Longevity- und Hospitality-Innovationen. Im Longevity Market Place präsentieren Unternehmen wie NADclinic, Art of Cryo und IMAGE Skincare Technologien und Lösungen, die das Thema Langlebigkeit ganzheitlich erlebbar machen. Ein modulares Ausstellungskonzept sorgt für Vielfalt und Flexibilität. Zudem bietet der Meeting Point Spa & Wellness spannende Vorträge von Ausstellern am Donnerstag und Sonntag sowie die Verleihung des Aktiv Hotel Awards am Freitag, bevor der Spa Day am Samstag weitere Impulse setzt. Die integrierte Wellnesslounge bietet die perfekte Kulisse für Networking unter Expert:innen und Gesprächen über die Zukunft der Branche. Die FIBO macht deutlich: Longevity ist kein Fragment, sondern ein wachsendes Ökosystem, das die Hospitality-Branche nachhaltig prägen wird.
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AKTUELLES | FIBO CONGRESS | ANZEIGE
FIBO Congress – jetzt Tickets sichern!
Ein Highlight für Fachbesucher Am 16. und 17. April 2026 trifft sich die Fitness- und Gesundheitsbranche auf dem FIBO Congress, der parallel zur FIBO 2026 im Confex auf dem Messegelände Köln stattfindet. Organisiert von der DHfPG und der BSA-Akademie unter Federführung der FIBO erwartet die Teilnehmenden ein kompaktes und hochwertiges Fachprogramm mit über 40 Vorträgen sowie viel Raum für Networking und fachlichen Austausch.
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er FIBO Congress als einer der führenden Kongresse für Professionals sowie Fach- und Führungskräfte der Fitness-, Präventions- und Gesundheitsbranche wird auch in diesem Jahr wieder im Rahmen der internationalen Leitmesse für Fitness, Wellness und Gesundheit, der FIBO, ausgerichtet.
Neu: kompaktes Zwei-Tages-Format 2026 findet der Congress konzentriert auf die Fachbesuchertage am Donnerstag und Freitag (16.–17. April 2026) statt. Damit setzen die Veranstalter klar auf fokussierten Wissenstransfer und effiziente Netzwerkmöglichkeiten, was perfekt für Fachleute geeignet ist, die mit kompaktem Zeitbudget maximale Inhalte mitnehmen wollen.
Inhalte mit Zukunft: Training, BGM, Ernährung, KI, Longevity und mehr
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Bewährte Organisation durch DHfPG/BSA Wie in den Jahren zuvor übernehmen die Deutsche Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement (DHfPG) und die BSA-Akademie unter Federführung der FIBO die Organisation und Durchführung des Kongresses. Die beiden Bildungsunternehmen sind aufgrund ihrer über 40-jährigen Erfahrung im Bildungs- und Kongressbereich absolute Topspezialisten in der Eventplanung.
Bewährte Location: Confex/Koelnmesse Der FIBO Congress findet erneut im modernen Confex der Koelnmesse statt. Das Confex liegt zentral, gut erreichbar und ist perfekt auf Messe und Kongress abgestimmt. Teilnehmer profitieren vom bewährten Zugang über das Confex-Gebäude, das ein effizientes Ein- und Auschecken ermöglicht.
Networking und Austausch in der KongressLounge und Speakers Corner Auch 2026 bietet der FIBO Congress Raum für Austausch: In der Kongress-Lounge können sich die Teilnehmenden mit Kollegen und Kolleginnen, Branchenteilnehmern und Referierenden vernetzen sowie in der Speakers Corner fitness MANAGEMENT international
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Foto: DHfPG/BSA
Das Vortragsprogramm umfasst über 40 praxisnahe und zukunftsorientierte Sessions und liefert dem Publikum dabei Inhalte aus der Praxis für die Praxis – Teilnehmende können die Impulse damit direkt in ihren Berufsalltag übernehmen und umsetzen. Bewährte Themen wie Training, Ernährung, Betriebliches Gesundheitsmanagement, Mental/Coaching und Management werden um gefragte Zukunftsfelder erweitert wie unter anderem KI in der Fitnessbranche, Longevity und nachhaltige Gesundheitskonzepte. Damit adressiert der FIBO
Congress exakt die Herausforderungen und Chancen einer sich wandelnden Branche.
direkt mit Vortragenden austauschen. Dabei haben sie unkomplizierte Möglichkeiten, Fragen zu klären und Kontakte zu vertiefen.
Von FIBO und FIBO Congress profitieren Interessierte können die Veranstaltungstage einzeln buchen und erhalten mit allen Tickets sowohl Zugang zur FIBO als auch zum FIBO Congress. Dadurch erhalten Besucherinnen und Besucher neben dem fachlichen Input beim FIBO Congress auch die Chance, sich auf der Messe über Innovationen und Trends in der Industrie zu informieren. Personen, die schon ein FIBO-Ticket haben, können den FIBO Congress zu attraktiven Konditionen hinzubuchen. FIBO und FIBO Congress – die ideale Kombination für alle Fachbesucher!
Warum sich eine Teilnahme beim FIBO Congress 2026 lohnt • Fokus auf Zukunft: Mit Themen wie KI und Longevity setzt der FIBO Congress strategische Impulse für das eigene Unternehmen – gerade in Zeiten, in denen Prävention, Gesundheit und nachhaltige Fitnesskonzepte an Bedeutung gewinnen. • Effizient und kompakt: Zwei Tage mit einem intensiven Programm aus über 40 Vorträgen sind ideal für Berufstätige und Entscheider, die maximale Inhalte bei minimalem Aufwand suchen. 01/26
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• Praxisnah und umsetzbar: Alle Vorträge sind auf die tägliche Praxis ausgelegt, wodurch die gewonnenen Impulse direkt in die eigene Arbeit oder das eigene Unternehmen überführt werden können. • Netzwerk und Sichtbarkeit: Die Kombination aus Messe und FIBO Congress öffnet Türen zu neuen Kontakten, Kooperationen und Marktchancen.
Jetzt schnell Tickets sichern Ob für Trainer, Studiobetreibende, Gesundheitsmanagerinnen oder Berater: Der FIBO Congress liefert Wissen, Kontakte und Inspiration für den nächsten Schritt in der Branche. Jetzt die Gelegenheit nutzen und Tickets für den FIBO Congress 2026 sichern. FIBO Congress und FIBO 2026 – die Chance auf Weiterbildung, Trends und neue Verbindungen! www.fibo-congress.com
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AKTUELLES | TRAININGSINNOVATION | ANZEIGE
pump by milon
Smarter trainieren. Effektiver wachsen. Die Trainingsfläche kennt viele Geräte – aber keines wie pump by milon. Bereits im vergangenen Jahr hat milon die neue Geräteserie vorgestellt, die die Einfachheit klassischer Steckgewichtsgeräte mit der Effizienz modernster Trainingswissenschaft verbindet. Die Resonanz war stark, die Neugier groß – und jetzt wird deutlich: Das Potenzial von pump by milon ist erst am Anfang.
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och nie war es so leicht, intelligentes Krafttraining mitten auf der Trainingsfläche zu integrieren. Für jedes Studio. Für jeden Sportbegeisterten. Für jedes Ziel.
Jeder kann trainieren, wie er will, ob mit Display oder nur für sich. pump by milon bringt das, was lange gefehlt hat: ein hochintensives, exzentrisch erhöhtes Training, das ohne Log-in, ohne Set-up und ohne technische Hürden funktioniert. Einfach ans Gerät gehen, Gewicht auswählen und loslegen – Plug and Train – für maximale Effizienz bei minimaler Einstiegshürde.
Training muss nicht kompliziert sein Trotz dieser radikalen Einfachheit steckt in jedem Gerät ein technologischer Vorsprung, der die Trainingsqualität auf ein neues Level hebt: • erhöhte Exzentrik für maximales Muskelwachstum • perfekte physiologische Kraftkurven über die gesamte Range of Motion • volle Trainingsfreiheit bei Range of Motion, Tempo und Wiederholungen Ein Training, das intuitiv bleibt – aber so effektiv ist wie nie zuvor.
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Fotos: milon industries GmbH
Das Gewicht kann sekundenschnell angepasst werden – klassisch über Steckgewichte oder fein abgestuft in Ein-Kilogramm-Schritten. Dazu kommen noch smarte Features wie die Anzeige der Wiederholungen, individuell definierbare Startpositionen und die freie Wahl von Tempo, Bewegungsumfang und Wiederholungsanzahl.
Neben den Trainingseffekten bietet pump by milon weitere Features, die die Trainingsfläche noch effizienter machen: • geräuschloses Training – keine knallenden Gewichtsplatten • keine Scheiben und kein Umlagern – die Trainingsfläche bleibt ordentlich und übersichtlich • extrem platzsparend – wahrscheinlich der kleinste Footprint der Branche: schlank, kompakt, mit geringer Bauhöhe und minimalem Platzbedarf • maximale Haltbarkeit – keine klassischen Gewichtsblöcke, keine verschleißanfälligen Komponenten, für Langlebigkeit im Studioalltag
für hohen Komfort auch bei maximaler Auslastung. Die große Range of Motion ermöglicht eine optimale Vordehnung und setzt einen besonders starken Muskelaufbaureiz im Gluteus. • pump Abductor Upright – optimal in Kombination mit dem Hip Thrust. Das Training in einer natürlichen, stehenden Position sorgt für maximale Stabilisation und Aktivierung der Gesäßmuskulatur. Die große Range of Motion ermöglicht eine optimale Vordehnung, insbesondere der kleinen Gluteus-Anteile, und setzt einen wirkungsvollen Muskelreiz.
Die Innovationen auf der klassischen Trainingsfläche
Und auch die nächsten fünf Geräte stehen schon in den Startlöchern: Lat Pull, Shoulder Press, Dual Chest Press, Chest Squeezer und Leg Press 45.
Mit den ersten fünf pump-Geräten begann die Evolution. Jedes wurde entwickelt, um ein Maximum an Trainingsgefühl, Effizienz und Alltagstauglichkeit zu bieten: • pump Leg Extension – der Quadrizeps-Klassiker, der durch die Oberkörperrücklage eine optimale Vordehnung des M. rectus femoris ermöglicht und so maximale Muskelvorspannung sowie idealen Muskelaufbau fördert. • pump Prone Leg Curl – liegendes Beintraining, das den Zielmuskel über den gesamten Bewegungsradius ideal aktiviert. Durch die Bauchlage bleibt der Zielmuskel vollständig frei, was eine optimale Ansteuerung der Beinbeuger ermöglicht. • pump Row – Rudern mit sattem Zuggefühl für intensives Rückentraining: Ein gleichmäßiger, konstanter mechanischer Reiz über die gesamte Bewegung maximiert den Muskelaufbau. In Kombination mit einer optimalen Kraftkurve und der erhöhten Exzentrik entsteht ein besonders wirkungsvoller Trainingsreiz. • pump Hip Thrust – das Trendgerät schlechthin: komfortabler als klassische Langhantelvarianten und biomechanisch deutlich präziser. Das ergonomische, bewegliche Polster mit spezieller Aussparung im Schambereich sorgt
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Damit deckt pump by milon nun nahezu alle essenziellen Übungen ab, die Trainierende aus dem klassischen Studioalltag kennen – nur smarter, effektiver und deutlich benutzerfreundlicher. Doch das ist erst der Anfang. Die Vision von pump by milon reicht weit über diese Geräte hinaus. In den kommenden Jahren wird das Portfolio stetig erweitert, um die gesamte Trainingsfläche neu zu definieren – Übung für Übung, Gerät für Gerät, Innovation für Innovation. Studios erhalten dadurch ein flexibles System, das sich perfekt in jede Trainingsfläche integrieren lässt. Für Mitglieder entsteht eine Trainingswelt, die vertraut wirkt – aber sich revolutionär anfühlt.
Award-winning-Innovation Ein weiteres Highlight, das zeigt, wohin pump by milon die Branche bewegt: Die Geräteserie wurde gleich zweimal als „Innovation of the Year 2025“ ausgezeichnet – sowohl beim European Fitness Award als auch beim bodyLIFE Award.
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DSSV | MITGLIEDSCHAFT KIESER
Interview mit Michael Antonopoulos
Kieser tritt geschlossen dem DSSV bei Text: Alexander Wulf
Die Worte „Der Mensch wächst am Widerstand“ von Werner Kieser hat Michael Antonopoulos verinnerlicht und führt als CEO die Kieser Training AG mit dem gleichen Grundsatz weiter. Seit 2017 leitet Antonopoulos nach dem Führungswechsel die Geschicke des Unternehmens und setzt jetzt mit dem geschlossenen Beitritt aller deutschen Kieser-Studios zum DSSV e. V. ein klares Zeichen für Qualität, Zusammenhalt und gesundheitspolitische Wirksamkeit in der Branche. Kieser ist damit das erste deutschlandweit tätige Franchisesystem, das vollständig dem Arbeitgeberverband beitritt und damit die gemeinsame Interessenvertretung gegenüber Politik und Gesellschaft stärkt.
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fMi: Kieser blickt auf eine fast 60-jährige Unternehmensgeschichte zurück. Welche zentralen Meilensteine haben das Unternehmen geprägt und welche Werte sind dabei bis heute unverändert geblieben? Michael Antonopoulos: Kieser wurde 1967 von Werner Kieser in Zürich gegründet – mit einem damals wie heute klaren Fokus: gezieltes, gerätegestütztes Krafttraining zur Prävention und Rehabilitation, insbesondere bei Rückenbeschwerden, fitness MANAGEMENT international
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Foto: Kieser Training AG
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m Interview spricht Michael Antonopoulos über die Werte und Meilensteine des Unternehmens, die konsequent medizinische Ausrichtung von Kieser sowie die Erwartungen an die DSSV-Mitgliedschaft. Zudem erläutert er, warum Krafttraining aus seiner Sicht eine zentrale Rolle in Prävention und Gesundheitsversorgung einnehmen muss und welchen Beitrag Kieser künftig zur Weiterentwicklung der Branche leisten wird.
anzubieten. Ein wichtiger Meilenstein der Unternehmensgeschichte war der Aufbau des Franchisesystems in den 1980er Jahren, der unsere kontrollierte und umfassende Expansion ermöglichte. 2017 erfolgte der Eigentümerwechsel von Werner und Gabriela Kieser zu Nils Planzer und mir sowie die Rückholung der ehemaligen Schweizer Kieser-Studios ins Kieser-System. Heute betreiben wir weltweit über 170 Studios und feiern in diesem Jahr 20 Jahre Kieser in Australien.
vertreten. Welche besonderen Anforderungen stellt dieses Modell an Qualitätssicherung und Markenführung? Für unsere Kundinnen und Kunden darf es keinen Unterschied geben, ob sie ein eigenes Kieser-Studio oder ein Franchisestudio betreten. Das Erlebnis muss überall gleich hochwertig sein. Dafür braucht es greifbare Standards, zentral ausgebildetes Personal, einheitliche Prozesse und kontinuierliches Qualitätsmonitoring.
Unverändert geblieben sind unsere zentralen Werte wie wissenschaftliche Fundierung, medizinischer Anspruch, hohe Qualität, Effizienz, eine umfangreiche Personaldichte mit qualifizierten Mitarbeitenden sowie Authentizität und Vertrauen. Diese Werte prägen unsere Kultur seit fast 60 Jahren.
Ein weiterer USP ist unsere zentrale Entwicklung und Produktion der Trainingsmaschinen. So stellen wir medizinische Leistung, Langlebigkeit und Einheitlichkeit in allen Kieser-Studios sicher. Für mich ist daher eine konsequente Überprüfung der Standardeinhaltung und damit einhergehenden Qualität ein wichtiger Bestandteil für eine starke, international funktionierende Marke.
Kieser positioniert sich seit jeher klar im medizinisch fundierten Krafttraining. Wie unterscheidet sich dieses Konzept von anderen Fitnessanbietern im deutschen Markt? Kieser steht eindeutig für ein medizinisch ausgerichtetes, gerätegestütztes Krafttraining. Zwei Trainingseinheiten à 30 Minuten pro Woche genügen, um einen kontinuierlichen Muskelerhalt und auch Muskelwachstum zu erreichen. An jedem Gerät wird 90 bis 120 Sekunden bis zur muskulären Erschöpfung trainiert – evidenzbasiert und zielgerichtet. Unsere Trainingspläne werden individuell von geschultem Personal erstellt und bei gesundheitlichen Einschränkungen in Zusammenarbeit mit medizinischem Fachpersonal verifiziert. Wir begleiten unsere Mitglieder eng, dokumentieren ihre Fortschritte und übernehmen Verantwortung: Wer länger fehlt, wird von uns aktiv kontaktiert. Es liegt uns am Herzen, dass unsere Kundinnen und Kunden ihre Trainingsziele erreichen. Hierfür liegt unser Fokus auf dem Muskelaufbau und der Muskelerhaltung. Im Gegensatz zu klassischen Fitnessstudios verzichten wir bewusst auf Lifestyleinszenierung. Stattdessen stehen Ruhe, Konzentration, korrekte Übungsausführung, Evidenz und die Erhaltung von Lebensqualität im Mittelpunkt. Die Kieser-Studios stehen für ein ruhiges, reduziertes Trainingsumfeld und einen hohen Anteil medizinisch geschulten Personals. Wie wichtig ist diese klare Fokussierung in einem zunehmend erlebnis- und lifestyleorientierten Gesundheitsmarkt? Diese Fokussierung ist ein zentraler Bestandteil unserer Markenidentität. Kieser steht für Stille, Konzentration und Sachlichkeit. Keine Musik, keine Bildschirme, keine Inszenierung – sondern ein reduziertes, vom Bauhausstil inspiriertes Umfeld, das den Trainingszweck unterstützt. Der Fokus liegt beim Training und dem eigenen Körper. Unsere Kundinnen und Kunden trainieren für ihre Gesundheit, nicht für Selbstdarstellung. Diese Ernsthaftigkeit schafft Vertrauen. Entscheidend ist dabei unser qualifiziertes Personal auf der Fläche, das Sicherheit gibt, Fortschritte überprüft und einen Blick auf die korrekte Übungsausführung hat. Das unterscheidet uns elementar vom erlebnisorientierten Wettbewerb. Als Franchisesystem mit eigenen Studios und Franchisepartnern ist Kieser deutschlandweit stark 01/26
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Der Fitness- und Gesundheitsmarkt in Deutschland befindet sich im Wandel – Stichworte sind Demografie, Prävention und Gesundheitsorientierung. Wo sehen Sie aktuell die größten Chancen, aber auch die größten Herausforderungen für die Branche? Der demografische Wandel ist eine große Chance für medizinisch fundiertes Krafttraining und damit für Kieser. Das Durchschnittsalter unserer Kundinnen und Kunden liegt bei rund 50 Jahren, häufig mit Beschwerden des Bewegungsapparats. Mit zunehmendem Alter steigt der Bedarf an Prävention, Rehabilitation und Erhalt der Selbstständigkeit. Krafttraining wird dabei zunehmend als Grundlage von Gesundheit und Langlebigkeit erkannt. Die Herausforderung liegt in der politischen und strukturellen Anerkennung. Im Austausch mit Krankenkassen, der Rentenversicherung und der Ärzteschaft wird deutlich: Training – insbesondere Krafttraining – muss als medizinische Maßnahme verstanden und anerkannt werden. Dafür braucht es klare Qualitätskriterien und qualifiziertes Personal. Genau hier sehen wir unsere Stärke mit einem System wie dem unserem, das im Branchenkontext per se auf der medizinischen Seite stand und steht. Diese grundlegende Anerkennung zu bekommen, ist ein großes Ziel von uns. In der politischen und gesellschaftlichen Wahrnehmung wird Fitness zunehmend als Teil des Gesundheitssystems diskutiert. Welche Rahmenbedingungen braucht es aus Ihrer Sicht, damit Krafttraining stärker als präventive Gesundheitsmaßnahme anerkannt wird? Krafttraining hat heute in den Entscheidungsgremien noch nicht den Stellenwert, den es bräuchte, um als Gesundheitsmaßnahme zu gelten. Jeder weiß: Bewegung ist wichtig. Der entscheidende Unterschied liegt allerdings in ihrer Ausprägung, Struktur und professioneller Begleitung. Der Mensch wächst am Widerstand, hat Werner Kieser immer gesagt. Medizinisches Krafttraining wirkt nachweislich positiv bei Osteoporose, Diabetes mellitus Typ 2, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Depressionen sowie chronischen Rückenschmerzen. Es stärkt gezielt die Muskulatur, die Knochen und den Stoffwechsel. Es verbessert die Haltung, die Gelenkgesundheit und baut Stress ab. Damit hebt medizinisches Krafttraining das allgemeine Wohlbefinden sowie die körperliche Leistungsfähigkeit und
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DSSV | MITGLIEDSCHAFT KIESER Welche konkreten Erwartungen verbinden Sie mit der Mitgliedschaft im DSSV, insbesondere im Hinblick auf politische Interessenvertretung und gesundheitspolitische Wirksamkeit? Wir erwarten eine stärkere öffentliche Wahrnehmung und eine größere gesundheitspolitische Durchschlagskraft durch diesen Zusammenschluss. Themen wie Muskelkraft, Prävention und evidenzbasiertes Training brauchen mehr Bedeutung und Sichtbarkeit in der Gesellschaft. Gemeinsame Kampagnen und abgestimmte politische Positionen sind dafür essenziell. Mit vereinter Stimme lassen sich Ziele erreichen, die allein nur schwer umsetzbar wären.
Michael Antonopoulos
Kieser ist nun als erstes deutschlandweites Franchisesystem mit allen Studios dem DSSV beigetreten. Warum war Ihnen dieser geschlossene Schritt wichtig – und warum jetzt? Der gesamtheitliche Beitritt aller unserer deutschen Studios – eigener wie auch Franchisestudios – ist ein bewusstes Signal der Geschlossenheit und politischen Wirksamkeit. Kieser ist damit die erste Franchisekette mit vollständiger Branchenrepräsentation im DSSV. Gerade in einer Phase, in der Prävention und Gesundheitsversorgung neu gedacht werden, ist eine starke, geeinte Stimme entscheidend. Innerhalb des DSSV verstehen wir uns als eindeutig medizinisch positionierter Baustein mit Gesundheit in der DNA – und als konstruktiver Impulsgeber für die Weiterentwicklung der Branche in Richtung Gesundheit.
Welche Rolle soll Kieser in fünf bis zehn Jahren innerhalb der deutschen Fitness- und Gesundheitsbranche spielen – und welchen Beitrag möchten Sie gemeinsam mit dem Verband dafür leisten? Unser Ziel in den kommenden fünf bis zehn Jahren ist es, die führende Adresse für medizinisch fundiertes Krafttraining in Deutschland und Europa zu sein – und diese Position langfristig zu sichern. Hierzu werden wir unser bereits bestehendes Netzwerk in der Gesundheitsbranche weiter ausbauen. Gemeinsam mit dem DSSV möchten wir Krafttraining als festen Bestandteil von Prävention und Gesundheitsversorgung etablieren, Qualität sichern, Fachkräfte fördern und das gesellschaftliche Bewusstsein für die Bedeutung von Muskelkraft stärken. Kurz gesagt: Unsere Vision ist es, die Welt zu kräftigen.
www.kieser.com
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Foto: Kieser Training AG
kann somit präventiv, therapeutisch und rehabilitativ wirken. Genau dies erfüllt Kieser seit Jahrzehnten in der Praxis und praktiziert mit Erfolg, was gesundheitspolitisch noch stärker verankert werden muss. Wir sehen uns mit unserer Basis als verlässlichen, erprobten Partner eines zukunftsfähigen Gesundheitssystems.
Mit Angeboten wie Physiotherapie an ausgewählten Standorten und evidenzbasierter Nährstoffberatung erweitert Kieser sein Leistungsspektrum. Wie fügt sich diese Entwicklung in Ihre langfristige Unternehmensstrategie ein? Beide Angebote sind logische Erweiterungen unseres Kernprodukts. In Australien betreiben alle 34 Kieser-Studios seit Jahren eigene Physiotherapiepraxen, die unmittelbar an die dortigen Studios, genannt „Clinics“, angeschlossen sind. Dieses Modell übertragen wir nun schrittweise nach Europa und haben bereits erste Physiotherapiestandorte in Deutschland und der Schweiz integriert. Die Nährstoffberatung haben wir Anfang 2025 in allen europäischen Studios eingeführt. Sie ergänzt unser Kernkonzept des medizinischen Krafttrainings sinnvoll und stärkt unsere Position als ganzheitlicher Gesundheitspartner. Jedoch stehen wir hier noch am Anfang, sammeln Erfahrungen und lassen diese in die Weiterentwicklung dieses Angebots einfließen.
ist seit 2009 CEO und seit 2017 Miteigentümer der Kieser Training AG. Seinen Einstieg bei Kieser hatte der Familienvater, der ursprünglich aus der Finanz- und Beratungsbranche kommt, bereits 2004 als CFO.
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Der DSSV ist die zentrale Stimme der Fitness- und Gesundheitsbranche und möchte diese Stimme geeint lauter werden lassen. In welchen Themenfeldern möchten Sie sich als Kieser künftig aktiv einbringen oder Impulse setzen? Wir möchten uns vor allem in den Bereichen Prävention und Langlebigkeit engagieren. Muskelkraft ist eine zentrale Voraussetzung für Gesundheit, Selbstständigkeit und Lebensqualität im Alter. Ein weiterer Schwerpunkt ist die Entwicklung verbindlicher Qualitätsstandards und Zertifizierungen für medizinisch fundiertes Krafttraining, um eine deutliche Abgrenzung zu rein kommerziellen Fitnessangeboten zu schaffen. Ebenso wichtig ist die Förderung qualifizierter Fachkräfte mit medizinisch-therapeutischem Hintergrund. Gemeinsam mit dem DSSV wollen wir hierfür die politische Lobbyarbeit stark intensivieren.
DSSV | VERBANDSARBEIT
Die strategische Verbandsarbeit des DSSV im Mittelstandsausschuss der BDA/BDI
Politik trifft Praxis Text: Alexander Wulf
Die politische Interessenvertretung war vom ersten Tag an zentrale Aufgabe des DSSV e. V. und geschieht häufig im Hintergrund. Nicht immer ist es hilfreich, Verhandlungen oder Meinungsverschiedenheiten mit politischen Vertretern öffentlich zu führen – das sollte sich die aktuelle Politik auch heute wieder mehr vor Augen führen. Dennoch gibt es auch Dialoge mit Abgeordneten und Mandatsträgern, die gespickt sind mit wertvollen Anregungen und sich für einen öffentlichen Austausch lohnen. Und die Bedeutung der politischen Arbeit wächst bei den wirtschaftlichen Unsicherheiten, wachsender Regulierung und steigenden Kosten weiter an.
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mittelständischer Branchen und politische Entscheidungsträger, um über Herausforderungen, wirtschaftliche Rahmenbedingungen und notwendige Reformen zu sprechen. Für die Fitness- und Gesundheitsbranche, die mit über zehn Millionen Mitgliedern einen wesentlichen Beitrag zur Volksgesundheit leistet, ist dieser Dialog essenziell: Bürokratische Belastungen, energiepolitische Unsicherheiten und arbeitsrechtliche Vorgaben treffen personalintensive Betriebe besonders stark.
Der Mittelstandsausschuss fungiert dabei als zentrale Plattform für Austausch und Positionierung. Hier treffen sich Vertreter
Im Spätsommer und Herbst des Jahres 2025 fanden drei wichtige Gespräche statt, bei denen der DSSV die Interessen der fitness MANAGEMENT international
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ls Mitglied im Mittelstandsausschuss der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA) und des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI) engagiert sich der DSSV e. V. in Gesprächen mit politischen Entscheidungsträgern aller demokratischen Parteien. Ziel ist es, die Perspektiven der Branche frühzeitig in politische Prozesse einzubringen, Fehlentwicklungen sichtbar zu machen und konstruktive Lösungswege aufzuzeigen.
Branche vertrat und Impulse für einen verlässlicheren wirtschaftlichen Rahmen setzen konnte.
Branche zur Prävention und Gesundheitsförderung weiterhin leisten zu können.
Reformdruck im „Herbst der Reformen“ – Gitta Connemann MdB (CDU)
Innovationsfähigkeit und wirtschaftsfreundliche Rahmenbedingungen – Christian Dürr (FDP)
Bereits im September diskutierte der Mittelstandsausschuss mit Gitta Connemann, Staatssekretärin im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie sowie Mittelstandsbeauftragte der Bundesregierung. Unter dem Schlagwort eines von CDU/CSU ausgerufenen „Herbst der Reformen“ wurde deutlich, wie ernst die Lage für deutsche Unternehmen derzeit ist. Ausschussvorsitzender Dr. Hans-Toni Junius eröffnete den Austausch mit dem Hinweis, dass der Mittelstand „keine Perspektive für längere Frist“ sehe, wenn die Politik nicht entschlossener handele.
Im Dezember fand der digitale Austausch mit Christian Dürr, Bundesvorsitzender der FDP, statt. Dürr analysierte zu Beginn die wirtschaftlichen Entwicklungen und kam zu einem klaren Befund: Deutschland habe kein Erkenntnis-, sondern ein Umsetzungsproblem. Viele politische Akteure sprächen über den Abbau von Bürokratie, doch Verbesserungen seien kaum sichtbar.
Connemann bestätigte diese Einschätzung ausdrücklich. Die wirtschaftliche Situation sei „außerordentlich schwierig“, verschärft durch internationale Handelspolitik und interne Wettbewerbsnachteile. Zwar verwies sie auf energie- und finanzpolitische Maßnahmen wie Senkungen der Netzentgelte oder den Haushaltsentwurf 2025/26, doch zugleich hob sie die zunehmenden Liquiditätsprobleme vieler mittelständischer Unternehmen hervor. Das Problem ist den Verantwortlichen häufig also bekannt, aber gibt es auch Lösungen? Weiter wurden in dem Gespräch zentrale Zukunftsthemen diskutiert: die Stabilität des Gesundheits- und Pflegebereichs, arbeitsmarktpolitische Reformbedarfe etwa beim Kündigungsschutz oder der Lohnfortzahlung sowie steuerpolitische Spielräume.
Energiepolitik, Bürokratie und wirtschaftliche Planbarkeit – Michael Kellner MdB (BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN) Im November folgte der Dialog mit Michael Kellner, energiepolitischem Sprecher und Vorsitzendem der AG Wirtschaft der Bundestagsfraktion von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN. Nach einem kurzen Rückblick auf Kellners Tätigkeit als früherer Mittelstandsbeauftragter skizzierte dieser die aktuellen wirtschaftsund energiepolitischen Herausforderungen – und forderte einen „Kurswechsel“ in Regierungsarbeit und Haushaltsentscheidungen. Kellner begrüßte zwar den Industriestrompreis, kritisierte jedoch fehlende strukturelle Entlastungen wie eine Absenkung der Stromsteuer. Die unklare Umsetzung des Wärme- und Heizungsgesetzes sowie fragile Lieferketten würden zusätzliche Unsicherheiten schaffen. In der Diskussion wurde auch der Bürokratieabbau thematisiert – ein seit Jahren ungelöstes Problem, das die mittelständischen Dienstleistungsbetriebe erheblich belastet. Der DSSV nutzte diese Gelegenheit, um konkrete Beispiele aus der Fitnessbranche zu benennen: steigender administrativer Aufwand, fehlende Planbarkeit energiepolitischer Maßnahmen und arbeitsrechtliche Regelungen, die den Alltag in personalintensiven Betrieben erschweren. Gleichzeitig betonte der Verband die Bedeutung wirtschaftlicher Stabilität, um den gesellschaftlich wichtigen Beitrag der 01/26
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Er warb dafür, in Deutschland „mehr Risiko zu wagen“ und Innovationen nicht durch übermäßige Regulierung schon im Vorfeld abzuwürgen. Politik müsse die internationale Wettbewerbsfähigkeit im Blick behalten und mehr Anreize für Leistung, Unternehmertum und Investition setzen. Der Ausschuss unterstrich in diesem Austausch die Folgen für Unternehmen: Bürokratische Überlastung, energiepolitische Unsicherheit und fehlende Verlässlichkeit gefährden Investitionen und Innovationskraft. Obwohl die FDP derzeit nicht im Bundestag vertreten ist, wurde Christian Dürr bewusst als Gesprächspartner eingeladen. Zum einen bleibt die FDP als etablierte politische Kraft ein relevanter Akteur in der öffentlichen Debatte und bringt weiterhin wirtschaftspolitisch prägende Positionen ein. Zum anderen folgt der Mittelstandsausschuss dem Grundsatz, über Wahlzyklen hinaus den Austausch mit allen demokratischen Parteien und ihren führenden Köpfen zu pflegen. Politik ist kein linearer Prozess, sondern ein Kreislauf: Personen und Parteien können rasch wieder an Einfluss gewinnen, und frühzeitige Dialoge schaffen Verständnis, Vertrauen und Anschlussfähigkeit.
Politische Arbeit als kontinuierlicher und nie endender Prozess Die drei Gespräche verdeutlichen, wie wichtig kontinuierliche politische Arbeit ist. Jede Runde macht sichtbar, dass die Fitness- und Gesundheitsbranche Teil des mittelständischen Rückgrats der deutschen Wirtschaft ist — und gleichzeitig besondere Herausforderungen trägt: hohe Personalkosten, starke Abhängigkeit von energiepolitischen Entscheidungen, komplexe Regulierungen und die gesellschaftliche Verantwortung, Millionen Menschen gesundheitlich zu unterstützen. Der Austausch mit politischen Entscheidungsträgern schafft Raum, diese Anliegen sichtbar zu machen, Fehlentwicklungen aufzuzeigen und konstruktive Lösungen zu diskutieren. Er bietet zugleich die Chance, als Verband Brücken zu bauen — zwischen Wirtschaft und Politik, zwischen Gesetzgebung und Praxis, zwischen Prävention und ökonomischer Realität. Für den DSSV bleibt es daher zentral, über Ausschüsse und weitere politische Gremien aktiv Einfluss zu nehmen und die Stimme der Fitnessbranche zu stärken. Denn eines zeigt sich in allen Gesprächen: Gute politische Rahmenbedingungen sind kein Selbstzweck, sondern die Grundlage dafür, künftig wirksam zur Gesundheit der Bevölkerung beitragen zu können.
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DSSV | RECHT
Worauf sich Studioinhaber 2026 einstellen müssen
2026: neues Jahr, neue Gesetze Text: Andrea Elbl und Adam Hecher
Auch 2026 gibt es neue Regeln und Gesetze, die Studiobetreiber zu beachten haben. Neben der Aktivrente sind dies u. a. rechtliche Neuerungen, wie die Erhöhung des Mindestlohns sowie die Einführung des Widerrufsbuttons zur Jahresmitte. Der nachfolgende Artikel gibt einen Überblick über einige der bislang beschlossenen Gesetzesänderungen.
Mindestlohn und Personalvergütung Seit dem 1. Januar 2026 gilt ein neuer bundesweiter Mindestlohn von 13,90 Euro (brutto) pro Stunde. Grundlage hierfür ist der Beschluss der Mindestlohnkommission vom 27. Juni
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2025, dem das Bundeskabinett am 29. Oktober 2025 zugestimmt hat. Auch der Empfehlung der Kommission für eine weitere Anhebung auf 14,60 Euro (brutto) pro Stunde im Jahr 2027 wurde entsprochen. Für Betreiber von Fitnessstudios besonders relevant ist die parallele Anpassung im Bereich der geringfügigen Beschäftigung: Der steuerliche Freibetrag für Minijobs wurde deutlich erhöht. Seit Jahresbeginn dürfen geringfügig Beschäftigte 603 Euro pro Monat verdienen (zuvor 556 Euro), ohne sozial-
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ie Einhaltung rechtlicher Rahmenbedingungen ist ein zentraler Faktor für den Betrieb eines Fitnessstudios. Auch das Jahr 2026 bringt Entwicklungen mit sich, die Einfluss auf betriebliche Abläufe, Vertragsgestaltungen und unternehmerische Entscheidungen haben.
versicherungspflichtig zu werden. Ab dem 1. Januar 2027 steigt diese Grenze weiter auf 633 Euro monatlich. Unverändert bleibt hingegen die Einkommensobergrenze für den Übergangsbereich (Midijobs), die weiterhin bei 2.000 Euro monatlich liegt.
viele Betriebe – insbesondere kleine und mittelständische Unternehmen sowie Dienstleistungsbranchen – auf erfahrene Kräfte zurückgreifen möchten, um personelle Engpässe zu überbrücken oder um Spitzenzeiten besser bewältigen zu können.
Anpassung der Mindestausbildungsvergütung
Gleichzeitig setzt das Gesetz klare Grenzen, um Missbrauch zu verhindern und die Rechtssicherheit zu gewährleisten. Jeder einzelne befristete Vertrag darf höchstens dreimal verlängert werden und insgesamt eine Dauer von maximal zwei Jahren nicht überschreiten. Werden über einen längeren Zeitraum mehrere befristete Verträge mit demselben Beschäftigten geschlossen, gilt zusätzlich eine Obergrenze von zwölf Befristungen innerhalb eines Zeitraums von höchstens acht Jahren. Für Arbeitgeber bedeutet dies, dass bei der erneuten Anstellung die Dokumentation und Fristenkontrolle zwingend sorgfältig erfolgen muss, um unbeabsichtigte Entfristungen zu vermeiden.
Ebenfalls neu geregelt wurde die Mindestausbildungsvergütung. Für Auszubildende, die ihre Ausbildung im Jahr 2026 beginnen, gelten neue Mindestvergütungen. Diese sind in den Gehaltsrichtlinien im internen Mitgliederbereich des DSSV zu finden. Für Fitnessstudiobetreiber bedeutet dies, dass neben den allgemeinen Personalkosten auch die Ausbildungsvergütungen strategisch neu bewertet werden sollten. Eine frühzeitige Anpassung der Budgetplanung sowie der Ausbildungsverträge ist ratsam, um sowohl die gesetzlichen Vorgaben zu erfüllen als auch die Wirtschaftlichkeit des Ausbildungsbetriebs langfristig zu sichern.
Neuregelungen zur Beschäftigung im Rentenalter: Die Aktivrente ist seit dem 1. Januar 2026 in Kraft Zum 1. Januar 2026 sind umfassende Änderungen im Rentenrecht in Kraft getreten, die auch für Betreiber von Fitnessstudios praxisrelevant sind. Grundlage hierfür ist der am 5. Dezember des vergangenen Jahres verabschiedete Gesetzesentwurf zur Stabilisierung des Rentenniveaus und zur vollständigen Gleichstellung der Kindererziehungszeiten – das sogenannte „Rentenpaket 2025“. Ziel der Aktivrente ist es, einen Anreiz – sowohl für ältere Arbeitnehmer als auch Arbeitgeber – zur Beschäftigung über die Regelaltersgrenze zu setzen und so dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken. Eine zentrale Neuregelung des Rentenpakets ist die Einführung der Aktivrente und des monatlichen Steuerfreibetrags von 2.000 Euro für Beschäftigte, die bereits das Rentenalter erreicht haben und weiterhin oder erneut einer beruflichen Tätigkeit nachgehen. Dieser soll einen finanziellen Anreiz schaffen, den Übergang in den Ruhestand flexibler zu gestalten, und die Beschäftigung älterer Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer zu fördern. Für Fitnessstudiobetreiber eröffnet dies die Möglichkeit, erfahrene und gut eingearbeitete Fachkräfte langfristig im Betrieb zu halten und dadurch den Verlust von wertvollem Wissen und gewachsenen Kundenbeziehungen zu vermeiden. Darüber hinaus enthält das Rentenpaket 2025 bedeutende Neuerungen im Befristungsrecht: Arbeitgebern wird erstmals ausdrücklich gestattet, ehemalige Beschäftigte nach Erreichen der Regelaltersgrenze sachgrundlos befristet erneut einzustellen. Ein sachlicher Grund im Sinne des § 14 Abs. 1 Teilzeit- und Befristungsgesetz (TzBfG) ist damit für diese Personengruppe nicht mehr erforderlich. Dabei ist unerheblich, wie lange die vorherige Beschäftigung zurückliegt oder ob zwischenzeitlich ein vollständiger Ruhestand vorlag. Der Gesetzgeber trägt damit der Tatsache Rechnung, dass
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Für Fitnessstudiobetreiber schafft die Reform einen neuen rechtlichen Rahmen, der sowohl Flexibilität als auch Planungssicherheit bietet. Die Möglichkeit, qualifizierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter über das Rentenalter hinaus in maßgeschneiderten Beschäftigungsmodellen einzusetzen, kann insbesondere in Bereichen wie Kursleitung, Trainingsbetreuung, Rehasport oder Service eine wertvolle Ergänzung des bestehenden Personalportfolios darstellen. Zugleich sollten Betreiber prüfen, ob interne Prozesse – etwa Vertragsmanagement, Personalplanung und steuerliche Beratung – an die neuen Rahmenbedingungen angepasst werden müssen.
Die neuen Transparenzpflichten Bis zum 7. Juni 2026 muss das Entgelttransparenzgesetz (EntgTranspG) an die Vorgaben der Richtlinie (EU) 2023/970 angepasst werden. Ziel der Entgelttransparenzrichtlinie ist es, den Gender Pay Gap weiter zu verringern und eine gleichwertige Bezahlung von Männern und Frauen bei vergleichbaren Tätigkeiten sicherzustellen. Dieses Ziel soll durch eine Reihe neuer, europaweit verbindlicher Regelungen erreicht werden. Ein wesentlicher Bestandteil der Richtlinie ist ein erweiterter Auskunftsanspruch der Beschäftigten gegenüber ihrem Arbeitgeber. Auf Anfrage müssen künftig folgende Informationen offengelegt werden: - das durchschnittliche Entgelt vergleichbarer Tätigkeiten (Medianentgelt) - die Kriterien, nach denen das Entgelt festgelegt wird - bis zu zwei weitere Entgelttatbestände im Vergleichsbereich Während der aktuelle Auskunftsanspruch bislang nur für Arbeitnehmer in Betrieben mit mehr als 200 Beschäftigten gilt, entfällt diese Einschränkung künftig vollständig. Der Auskunftsanspruch wird also für alle Unternehmen, unabhängig von ihrer Größe, verpflichtend.
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DSSV | RECHT Auch im Bewerbungsprozess müssen Arbeitgeber ab Mitte 2026 neue Transparenzpflichten beachten. Unternehmen sind verpflichtet, spätestens vor dem ersten Bewerbungsgespräch Angaben zur Gehaltsspanne zu machen. Zudem wird es untersagt sein, Bewerber nach ihrer bisherigen Vergütung zu fragen.
Der neue Widerrufsbutton
Weitere umfangreiche Pflichten betreffen größere Unternehmen. Betriebe mit mindestens 100 Beschäftigten müssen zum Beispiel künftig in festen Intervallen einen Gender-Pay-GapReport erstellen und veröffentlichen. Die Häufigkeit hängt von der Unternehmensgröße ab:
Geregelt ist dies in dem neuen § 356a BGB, der diese digitale Funktion formal verankert. Die Widerrufsfunktion muss ohne Weiteres zu finden und während der gesamten Widerrufsfrist gut sichtbar und durchgehend verfügbar sein. In der Regel erfolgt die Umsetzung dadurch, dass der Widerrufsbutton optisch hervorgehoben auf der Website des Unternehmers verfügbar ist.
- 100 bis 149 Beschäftigte: erster Bericht bis 2031, danach alle drei Jahre - 150 bis 249 Beschäftigte: erster Bericht ab 2027, danach alle drei Jahre - ab 250 Beschäftigten: ab 2027 jährlich Auch wenn die Richtlinie erst Mitte des Jahres in nationales Recht umgesetzt wird, ist es ratsam, sich frühzeitig mit den neuen rechtlichen Vorgaben auseinanderzusetzen. Die neuen Transparenzpflichten gelten zum Teil für Unternehmen jeder Größe und betreffen damit auch kleinere Fitnessstudios. Entscheidend ist, dass Entgeltentscheidungen nachvollziehbar, einheitlich und geschlechtsneutral begründet werden. Studioinhaber sollten daher ihre Vergütungsstrukturen prüfen, klare Gehaltsspannen für jede Position definieren und ihre Bewerbungsprozesse anpassen.
Ab dem 19. Juni 2026 wird eine Widerrufsfunktion bei OnlineVerträgen verpflichtend werden. Der Gedanke dahinter ist, dass der Widerruf für den Verbraucher letztlich genauso leicht möglich sein soll wie der Vertragsschluss – also digital, klar und zugänglich.
Die Widerrufsfunktion muss gut lesbar mit „Vertrag widerrufen“ oder einer anderen gleichbedeutenden eindeutigen Formulierung beschriftet sein. Der Verbraucher muss die Möglichkeit haben, eine Widerrufserklärung abzugeben und die zur Identifizierung des Vertrags erforderlichen Angaben bereitzustellen oder diese zu bestätigen. Der Unternehmer hat dem Verbraucher, wenn dieser die Bestätigungsfunktion aktiviert hat, auf einem dauerhaften Datenträger unverzüglich eine Eingangsbestätigung zu übermitteln, die zumindest den Inhalt der Widerrufserklärung sowie das Datum und die Uhrzeit ihres Eingangs enthält. Bei Nichtumsetzung drohen wettbewerbsrechtliche Abmahnungen, Bußgelder (bis zu 50.000 EUR oder bis zu 4 % des Jahresumsatzes) sowie verlängerte Widerrufsfristen.
Steuerliche Änderungen Der Grundfreibetrag steigt 2026 auf 12.348 Euro. Die Anpassung soll die Wirkung der Inflation berücksichtigen und verhindern, dass Steuerpflichtige durch die kalte Progression stärker belastet werden. Der Spitzensteuersatz von 42 Prozent greift ab 2026 ab einem Einkommen von 69.879 Euro (brutto). Die Anhebung dieser Grenze um 2,0 Prozent dient ebenfalls dem Ausgleich inflationsbedingter Effekte.
Andrea Elbl, DSSV-Juristin
Adam Hecher, DSSV-Jurist
Andrea Elbl war 20 Jahre lang als Rechtsanwältin in unterschiedlich ausgerichteten Kanzleien tätig; davon war sie 13 Jahre selbstständig. Seit März 2015 berät sie als Teil der Rechtsabteilung des DSSV in Hamburg die Mitglieder in Rechtsfragen, wobei ihr Schwerpunkt auf dem Fitnessstudiovertragsrecht liegt.
Adam Hecher hat nach dem Abschluss des Studiums der Rechtswissenschaft sein Referendariat am Landgericht Lübeck absolviert. Seit April 2025 berät er als Teil der DSSV-Rechtsabteilung die Mitglieder bei jeglichen Rechtsfragen, wobei sein Schwerpunkt auf arbeitsrechtlichen Fragestellungen liegt.
Tel.: 040 - 766 24 00, E-Mail: jurist@dssv.de
Tel.: 040 - 766 24 00, E-Mail: jurist@dssv.de
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DSSV-Mitglieder erhalten im Rahmen ihrer Mitgliedschaft eine kostenlose Beratung zu aktuellen gesetzlichen Neuerungen. Für individuelle Beratungen oder konkrete Einzelfälle steht Ihnen die Rechtsabteilung des DSSV gerne zur Verfügung.
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DSSV | NEUE FÖRDERMITGLIEDER & NEWS
Der DSSV begrüßt –
Neue Fördermitglieder Die neuen Fördermitglieder des DSSV e. V. stellen sich vor:
DRAX – DESIGNED BY SCIENCE DRAX ist ein Premiumfitnessgeräte-Innovator Südkoreas, der nichts dem Zufall überlässt. Weltweit anerkannt für sein einzigartiges Portfolio, das angewandte Sportwissenschaft, High-End-Design und präziseste Performancetechnologie verbindet. Jedes Gerät ist designt für maximale Effizienz, biomechanische Perfektion und kompromisslosen Komfort.
HIRAX – The Intelligent Studio HIRAX verbindet anspruchsvolles Design mit modernster KI-Technologie und erzeugt ein Trainingserlebnis im Premiumsegment, das präzise, intelligent und effizient ist. Im Herzen von HIRAX arbeitet das KI-RAX-System. Es vernetzt sämtliche DRAX-Geräte, generiert individuelle Programme und optimiert jeden Trainingsprozess in Echtzeit. Access, Locker, Session, Journey, Progress – alles automatisiert. HIRAX steht für datenbasiertes High-Performance-Training in einem exklusiven Umfeld. Ultimativer Komfort. Messbare Ergebnisse. Reproduzierbare Performance. www.draxfit.de
Mineko – die Nebenkostenprüfer Prüfung von Betriebskostenabrechnungen für Fitnessstudios Mineko ist seit über zehn Jahren auf die Prüfung gewerblicher Betriebskostenabrechnungen für Mieter spezialisiert. Besonders in Fitnessanlagen mit großen Flächen und hohen Betriebskosten entstehen jährlich Einsparpotenziale von mehreren tausend Euro. • Fokus auf Fitnessstudios und Gesundheitszentren als wichtige Assetklasse • Spezialisierung auf die Prüfung für Mieter • strukturierte Auswertung komplexer Kostenpositionen • Erzielung von Ersparnissen
Erfahrung, Datenbasis und KI-Unterstützung Ein Team aus 42 Expertinnen und Experten prüft Abrechnungen auf Basis von über 140.000 Prüfungen. Fachwissen, Fehlerdatenbank und KI-Analyse ermöglichen die Erkennung typischer Abrechnungsfehler und jährliche Einsparungen für Betreiber von Fitnessstudios. www.mineko.de/betriebskosten-fitnessstudio
RealRyder International – dynamische Bewegung, ganzheitliches Training RealRyder steht für ein neues Erlebnis im Indoor Cycling. Das weltweit einzigartige Bike mit neig- und drehbarem Rahmen vereint Cardio-, Core- und Ganzkörpertraining in einer natürlichen, dreidimensionalen Bewegung. Jede Einheit fordert Balance, Koordination und Stabilität – mit höherem Kalorienverbrauch, spürbarer Aktivierung und motivierender Dynamik.
Vielseitigkeit für Performance, Prävention und Reha Vom Profisport bis zur Rehabilitation: RealRyder ermöglicht Training für jede Zielgruppe. Athleten verbessern Rumpfstabilität, Kraft und Koordination – selbst U.S. Air Force und Navy SEALs trainieren seit Jahren auf diesem Level. Patienten gewinnen nach Operationen Mobilität und Sicherheit zurück. Auch in Kombination mit EMS-Training bietet RealRyder ein ganzheitliches, innovatives Konzept für Studios, Trainer und Gesundheitseinrichtungen. www.realryder.com
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Das neue Führungstrio des DSSV e. V. (v. l. n. r.): Janosch Marx (2. Vorsitzender), Prof. Dr. Thomas Wessinghage (1. Vorsitzender) und Ralf Capelan (Schatzmeister)
Janosch Marx wird Teil des DSSV-Vorstands
Fitnessverband verstärkt Führungsspitze Der DSSV e. V. – Arbeitgeberverband deutscher Fitness- und Gesundheits-Anlagen verstärkt seine Führungsspitze: Janosch Marx wird Teil des Vorstands und übernimmt das Amt des 2. Vorsitzenden. Mit dieser Entscheidung setzt der DSSV auf Kontinuität, fundierte fachliche Expertise und eine zukunftsorientierte strategische Ausrichtung.
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anosch Marx ist dem Verband seit vielen Jahren eng verbunden. Während seiner Tätigkeit im Aufsichtsrat des DSSV hat er seit Dezember 2022 maßgeblich zur strategischen Weiterentwicklung und zum Mitgliederaufbau des Verbands beigetragen. Insbesondere die Initiierung und Begleitung zentraler Kooperationen innerhalb der Fitness- und Gesundheitsbranche tragen seine Handschrift. Zudem ist er seit 2011 an der Eckdatenstudie für die deutsche Fitnesswirtschaft beteiligt, die der Branche jährlich relevante Kennzahlen bereitstellt.
Foto: DSSV e. V.
Prof. Dr. Thomas Wessinghage, 1. Vorsitzender des DSSV, begrüßt die Neuerung: „Janosch Marx ist als Mitglied des DSSV-Vorstands ein großer Gewinn für den Verband. Mit ihm haben wir einen ausgewiesenen Branchenkenner in der richtigen Position. Ich freue mich auf die weitere Zusammenarbeit mit ihm als Vorstandskollege und sehe seine neue Rolle als logische Konsequenz seines bisherigen Engagements für den Verband.“ Auch Ralf Capelan, Schatzmeister und Vorstandsmitglied des DSSV, ist erfreut: „Janosch Marx zeichnet sich insbesondere durch seine analytische Stärke, seine Vernetzung in der Branche und sein tiefes Verständnis für Marktzusammenhänge 01/26
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aus. Bereits in der Vergangenheit konnte der Verband davon profitieren. Mit ihm werden wir auch zukünftig weitere wichtige Weichen für unsere Mitglieder und die Fitnessbranche stellen.“ In seiner neuen Funktion wird Janosch Marx den Vorstand des DSSV dabei unterstützen, die Interessen der Mitgliedsunternehmen zu stärken und die Position der Fitness- und Gesundheitsbranche im politischen, gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Umfeld nachhaltig auszubauen. Ein besonderer Fokus liegt dabei auf der Etablierung neuer strategischer Partnerschaften. Janosch Marx ist Geschäftsführer des Fachverlags fitness MANAGEMENT und Vorstandsmitglied des DSSV e. V. – Arbeitgeberverband deutscher Fitness- und Gesundheits-Anlagen. Seine Expertise spiegelt sich auch in seiner Rolle als Vorstandsmitglied von EuropeActive, dem europäischen Fitnessstudioverband, wider. Darüber hinaus ist er als wissenschaftlicher Mitarbeiter für die Deutsche Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement (DHfPG) tätig und betreut verschiedene Marktstudien, darunter die „Eckdaten der deutschen Fitnesswirtschaft“.
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DSSV | KOMMENTAR
Gesundheit bedeutet Leistungsfähigkeit Der Jahresbeginn ist traditionell die dynamischste Zeit für die Fitness- und Gesundheitsbranche. Menschen fassen Vorsätze, entdecken neue Motivation und suchen ganz bewusst nach Angeboten, die ihre körperliche und mentale Leistungsfähigkeit stärken. Dabei zeigt sich ein klarer Trend: Gesundheit wird zunehmend in Verbindung mit Leistung gedacht. „Performance is Health“ – dieser Gedanke bringt das neue Verständnis auf den Punkt.
Prof. Dr. Thomas Wessinghage 1. Vorsitzender des DSSV e. V.
Während früher Gesundheit oft auf die Abwesenheit von Krankheit reduziert wurde, verstehen wir sie heute als einen aktiven Zustand umfassender Leistungsfähigkeit. Gesundheit ist kein Endpunkt, sondern ein ständiger Prozess, der individuellen Alters- und Lebensumständen angepasst werden muss sowie ein kontinuierliches Arbeiten an sich selbst erfordert – körperlich, geistig und emotional. Genau hier liegt die große Chance für Fitness- und Gesundheitsanlagen: Wir können Menschen befähigen, ihr Potenzial zu entfalten. Leistungsorientierte Gesundheitsangebote sind dabei mehr als ein neues Marketinglabel. Sie verbinden evidenzbasiertes Training mit moderner Diagnostik, individueller Betreuung und nachhaltiger Wirkung. Wer seinen Mitgliedern zeigt, wie sich gezieltes Training auf Schlafqualität, Stressresilienz, Lebensfreude und Alltagskompetenz auswirkt, bietet mehr als ein Produkt – er vermittelt einen Lebensstil. Gerade jetzt, zu Beginn des Jahres, ist es unsere Aufgabe, diese Botschaft klar, mutig und direkt zu transportieren. Menschen kommen mit konkreten Fragen: „Wie werde ich leistungsfähiger im Beruf?“, „Wie kann ich erschöpfungsfrei mit meinen Kindern spielen?“, „Wie bleibe ich unabhängig im Alter?“. Wer hier eine kompetente, klare und realisierbare Antwort gibt – und ein Angebot dahinter legt, das wirklich funktioniert –, baut Vertrauen auf. Es geht also primär nicht darum, möglichst viele Verträge abzuschließen; es geht darum, möglichst viele Beziehungen aufzubauen. Diejenigen von uns, die Leistungsorientierung und Gesundheitsförderung meistern, setzen den Standard von morgen. Sie zeigen, dass Fitness mehr ist als Sport – nämlich ein Schlüssel zu einem gesunden, erfüllten Leben. Lassen Sie uns diesen Jahresstart dafür nutzen, das Thema „Performance is Health“ mit Leben zu füllen: durch kluge Kommunikation, durch professionelle Angebote, durch eine Kultur, die Entwicklung fördert.
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Ihr Thomas Wessinghage 1. Vorsitzender des DSSV e. V.
Prof. Dr. Thomas Wessinghage
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Duales Studium im Spitzensportalltag
Im Takt zum Erfolg Wie schafft man es, Spitzensport, Beruf und duales Studium gleichzeitig zu meistern? DHfPG-Student und Kanurennsportler Tim Bechtold zeigt, wie es gelingt. Mit Disziplin, Struktur und der richtigen Unterstützung setzt er sportlich wie beruflich starke Zeichen – und steuert 2026 auf seinen Studienabschluss zu.
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eistungssport und duales Studium – für viele kaum vorstellbar, für Tim Bechtold tägliche Realität. Der 23-jährige DHfPG-Student im Gesundheitsmanagement blickt auf ein intensives Jahr 2025 zurück. Neben starken nationalen und internationalen Ergebnissen, darunter Gold bei der Deutschen Meisterschaft und Platz vier bei der U23-WM in Portugal, absolvierte er sein duales Studium bei der Knielinger Physiotherapie und bereitete sich parallel auf seine Abschlussarbeit im Frühjahr 2026 vor.
nicht selbstverständlich und für mich enorm wertvoll“, betont der angehende Gesundheitsmanager.
Sein Alltag beginnt früh. Nach dem Frühstück geht es zur ersten Trainingseinheit in den Rheinhafen. „Ein strukturierter Tagesplan ist für mich essenziell“, erzählt Tim Bechtold. Nach dem Training folgt der Arbeitsalltag in der Physiotherapiepraxis, wo er das Gelernte aus den Studienbriefen unmittelbar anwenden kann. Abends stehen weitere Trainingseinheiten an, bevor die Lernzeit beginnt. Freizeit bleibt wenig, doch der Kanurennsportler weiß, warum er diesen Weg geht: „Die Kombination aus Studium, Arbeit und Sport gibt mir unglaublich viel zurück.“
Ein Jahr voller Erfolge – und klarer Ziele
Flexibilität, Vertrauen und digitale Lernmöglichkeiten
Auch die DHfPG bietet ihm optimale Rahmenbedingungen. Dank digitaler Lernoptionen kann er selbst während Trainingslagern im Ausland weiterstudieren. Die praxisnahen Inhalte wiederum lassen sich unmittelbar in seine sportliche Planung integrieren – ein Gewinn für Studium und Spitzensport gleichermaßen.
„Meine Platzierung bei der U23-WM hat mir gezeigt, dass ich international vorne mitfahren kann“, sagt Tim Bechtold. Neben dem WM-Erfolg überzeugte er auch national: Meistertitel im C1 über 5000 Meter, Bronze im C2-Mix – seine Bilanz kann sich sehen lassen. Dass er trotz Doppelbelastung konstant stärker wird, macht ihn besonders stolz. Für 2026 stehen große Schritte an: die Abschlussarbeit, neue Verantwortung im Unternehmen und sportlich der Angriff auf internationale Spitzenplätze.
Der enge Austausch mit seinem Ausbildungsbetrieb spielt eine Schlüsselrolle. Die Knielinger Physiotherapie ermöglicht ihm flexible Arbeitszeiten, Freistellungen für Trainingslager und Wettkämpfe sowie regelmäßige Lernchecks mit seinen Ausbildungsleitern. „Diese Unterstützung ist
Sein Tipp für Studierende
Foto: Knielinger Physiotherapie
„Ziele klar definieren, strukturiert bleiben und Unterstützung annehmen. Mit Leidenschaft, Disziplin und guter Organisation ist alles möglich.“ Zur ganzen Erfolgsgeschichte unter: www.dhfpg.de/tbechtold
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Rechtliche Herausforderungen beim Einsatz Künstlicher Intelligenz
KI im Unternehmensmarketing
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ei der Nutzung von Künstlicher Intelligenz (KI) im Marketing müssen Unternehmerinnen und Unternehmer insbesondere die Vorgaben in den Rechtsbereichen des Urheber-, Marken-, Datenschutz- und Wettbewerbsrechts beachten.
Markenrecht und Wettbewerbsrecht Bei der Nutzung einer KI besteht die Gefahr, dass z. B. bereits für Dritte geschützte Marken zur Nutzung vorgeschlagen werden. Ist eine Nutzung durch den Markeninhaber nicht lizenziert, sollten fremde Marken nicht erwähnt und genutzt werden. Verstöße der KI-generierten Werbung gegen das Wettbewerbsrecht sind denkbar, wenn z. B. in Ihrer Werbung versehentlich der falsche Preis benannt oder eine gesundheitliche Wirkaussage getätigt wird, die nicht durch bereits zum Zeitpunkt der Veröffentlichung vorliegende Gutachten bewiesen werden kann. Die veröffentlichte Werbung muss transparent und diskriminierungsfrei, also dem Allgemeinen Gleichbehand-
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lungsgesetz entsprechend sein und z. B. im Fall einer Preiswerbung die Vorgaben der Preisangabenverordnung (PAngV) einhalten.
Datenschutz Wird in der unternehmensinternen Marketingabteilung die KI lediglich für die Generierung von Bildern, Videos und Texten verwendet, hat das Datenschutzrecht keine Relevanz. Anders ist es, wenn personenbezogene Daten eingegeben und genutzt werden. Dies ist z. B. der Fall, wenn durch die Verwendung von KI-Tools das Verhalten der eigenen Kunden und die Kundendaten analysiert werden, damit personalisierte Inhalte entstehen. Rechtlich besonders sensibel ist es, wenn Sie Bilder in KI-Diensten verwenden, auf denen reale Personen zu erkennen sind. Solche Bilder enthalten eine Vielzahl personenbezogener Daten und erfordern – nicht zuletzt auch wegen des Rechtes am eigenen Bild – zwingend die Einholung der vorherigen Einwilligung der abgebildeten Personen. fitness MANAGEMENT international
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Fotos/Grafiken: S and V Design, Iconic Prototype, Cetacons – stock.adobe.com | Dr. Geisler, Dr. Franke · Rechtsanwälte Partnerschaft mbB
Der Einsatz Künstlicher Intelligenz im Marketing von Unternehmen spart Zeit und Geld. Jeder Unternehmer sollte die juristischen „Fallstricke“ kennen und sein Unternehmen, insbesondere die unternehmensinterne Marketingabteilung, so strukturieren, dass Rechtsverstöße möglichst ausgeschlossen sind. Mit den rechtlichen Herausforderungen, die der Einsatz von KI mit sich bringt, befasst sich dieser Artikel.
Urheberrechte Der ungeprüfte Einsatz einer KI begründet unter anderem die Gefahr, dass urheberrechtlich geschützte Werke wie Texte, Bilder oder Videos verwendet oder reproduziert werden. Sie sollten vor Veröffentlichung der Ergebnisse eigenverantwortlich prüfen, ob Urheberrechte verletzt werden und die Ergebnisse so bearbeiten, dass keine Urheberrechtsverletzung vorliegt.
Arbeitsanweisungen an das Personal der Marketingabteilung Es empfiehlt sich, den eigenen Mitarbeitern konkrete Vorgaben zu machen, wie die KI für das Marketing des Unternehmens einzusetzen ist. Insoweit sind auch Arbeitsanweisungen notwendig, damit Rechtsverstöße möglichst ausgeschlossen und datenschutzrechtliche Bestimmungen bestmöglich eingehalten werden.
Kennzeichnungspflicht Ab dem 2. August 2026 wird eine Kennzeichnungspflicht für KI-generierte Inhalte in Kraft treten. Dies schreibt Art. 50 der KI-Verordnung vor. Die betroffenen Personen sind dann darüber zu informieren, dass sie mit einem KI-System interagieren. Keine Kennzeichnungspflicht besteht, wenn es aufgrund der äußeren Umstände und des Kontextes offensichtlich ist, dass ein KI-System vorliegt bzw. agiert(e).
Fazit Die Nutzung von KI – auch im Marketing – ist nicht mehr aufzuhalten und wird zukünftig nicht mehr wegzudenken sein. Eine mit KI erzeugte Werbung tangiert zahlreiche Rechtsbereiche. Jede von einer KI erzeugte Werbung ist vor ihrer Veröffentlichung und Verbreitung auf etwaige Rechtsverstöße hin zu überprüfen und ggf. von solchen zu befreien. Durch unternehmensinterne organisatorische und kontrollierende Maßnahmen der vorgegebenen Arbeitsabläufe ist sicherzustellen, dass Rechtverletzungen möglichst ausgeschlossen werden. Ist dies der Fall, steht einer Nutzung von KI nichts im Wege.
Vor dem Beginn seiner Tätigkeit als selbstständiger Anwalt war Dr. Hans Geisler Unternehmer und Inhaber mehrerer Fitnessstudios. Er ist Mitbegründer und Namensgeber der Rechtsanwaltskanzlei Dr. Geisler, Dr. Franke & Kollegen. Seine Tätigkeitsschwerpunkte liegen im Bau- und Architektenrecht, Handels- und Gesellschaftsrecht, gewerblichen Rechtschutz sowie Strafrecht.
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Dr. jur. Hans A. Geisler
MANAGEMENT | ERFOLGSFAKTOR PERSONAL
Relevante Touchpoints der Customer Journey, Teil 1
ERFOLG DURCH PERSONAL Text: Anke Sörensen und Jürgen Wolff
Eine zunehmende Heterogenität der Kundenwünsche erfordert von Studiobetreibenden ein Umdenken: Neben dem reinen Leistungsangebot, der Ausstattung und dem Preis erlangt die Qualifikation des Personals eine zunehmend größere Bedeutung – sowohl für die Kommunikation nach außen als auch für die unternehmensinterne Umsetzung. Das zeigen auch die Studien „Typologie der Fitnesstreibenden 2024 – Wer trainiert in Fitness- und Gesundheitsanlagen in Deutschland?“ und „Das Image der Fitnessbranche 2025 “ vom DSSV und der DHfPG.
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In einer mehrteiligen Reihe beleuchten wir zentrale Touchpoints, an denen ein geschultes Team den entscheidenden Unterschied zur Konkurrenz machen kann: das Qualitätsversprechen in der Außenkommunikation, die Diagnostik und Trainingsplanung, die laufende Trainingsbetreuung, das Community Building sowie die sozialen und emotionalen Aspekte der Personalqualifikation. Abschließend fassen wir zusammen, wie Personal je nach Positionierung als Erfolgsfaktor eingesetzt werden kann. Den Auftakt bildet das Qualitätsversprechen in der Kommunikation, das potenzielle Kunden wahrnehmen, noch bevor sie das Studio betreten.
QUALIFIKATION ENTSCHEIDET, OB EIN QUALITÄTSVERSPRECHEN VERTRAUEN SCHAFFT
heitskompetenz der Branche unmittelbar von der Qualifikation des Personals in den Fitnessanlagen abhängt: „Wird diese als unzureichend eingeschätzt, verliert die Branche an Glaubwürdigkeit. Wird die Personalqualifikation hingegen als fundiert wahrgenommen, stärkt das die Akzeptanz und das Vertrauen in die gesundheitliche Relevanz der gesamten Branche.“ (Marx & Kobel, 2025)
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ie Erwartungen der Kunden verändern sich und steigen stetig. Das reine Angebotsportfolio oder der Preis allein reichen heute nicht mehr aus, um sich von anderen Fitnessanlagen abzugrenzen. Ein moderner Gerätepark, kundenfreundliche Öffnungszeiten oder Zusatzangebote sind längst keine Begeisterungsfaktoren oder Alleinstellungsmerkmale mehr, sondern Standard. Eine Chance, aus der breiten Masse an guten Fitness- und Gesundheitsanlagen als hervorragendes Fitnessstudio hervorzustechen, liegt in einer exzellenten Dienstleistung. Und diese setzt gut qualifiziertes Personal voraus (Eifler, 2023). Qualifiziertes Personal ist neben der Lage des Studios, dem Preis für Mitgliedschaften und seiner Ausstattung einer der wichtigsten Erfolgsfaktoren für Fitnessstudios, wird aber leider häufig unterschätzt. Mitglieder wollen sich optimal betreut fühlen, doch optimale Betreuung kann aus Kundensicht sehr unterschiedlich aussehen: Manche Kunden suchen intensive Trainingsanleitung, andere verfolgen konkrete, teils sehr ambitionierte Ziele, bei denen sie gezielte Beratung wünschen; wieder andere legen mehr Wert auf den zwischenmenschlichen Charakter der Betreuung als auf die fachliche Unterstützung. So unterschiedlich die Trainingsziele auch sein mögen, der Wunsch nach der passenden Betreuung eint alle.
Qualifikation schafft Orientierung und Vertrauen Die 2025 vom DSSV e. V. und der DHfPG durchgeführte Imagestudie zeigt klar, dass die wahrgenommene Gesund01/26
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Die Studie zeigt weiter: Das Vertrauen in Fitnessanlagen ist häufig deshalb gering, weil es an Orientierung fehlt. Potenzielle Neukunden stehen vor der Frage, welches Studio für sie und ihre individuellen Ziele geeignet ist. Bei über 9.100 Fitnessanlagen im Bundesgebiet (DSSV, 2025) mit oftmals ähnlichem Leistungsangebot gestaltet sich diese Entscheidung schwierig.
Qualitätsversprechen als Türöffner für die Kundenbeziehung Individualisierung statt Massenabfertigung lautet eine zentrale Botschaft der Befragten der Imagestudie, wenn es darum geht, wie die Branche ihr Image im Spiegel der Gesellschaft verbessern kann (Marx & Kobel, 2025). Während in anderen Dienstleistungsbranchen wie der Hotellerie individuelle Kundenbedürfnisse klar im Fokus stehen, versuchen Fitnessstudios vor allem mit breitem Leistungsportfolio zu überzeugen. Doch was erwartet den Kunden neben diesem Leistungsangebot auf individueller Ebene? Welche Zielgruppen fühlen sich von den Studios angesprochen und welche Erwartungen dürfen diese an das Studio stellen? Diese Botschaft muss klar, stark und überzeugend sein, denn sie ist ein Qualitätsversprechen, das für potenzielle Mitglieder die Basis ist, sich für ein Studio zu entscheiden – oder eben für dessen Konkurrenz.
Qualitätsversprechen und Markenidentität Ein glaubwürdiges Qualitätsversprechen kann nur entstehen, wenn Fitnessanlagen klar definiert haben, wofür sie stehen, welche Leistungen sie anbieten wollen und welche Zielgruppen sie gezielt ansprechen. Es geht dabei weniger um einzelne Angebote als um eine klare Markenidentität, die den strategischen Rahmen für alle kommunikativen und operativen Entscheidungen schafft.
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MANAGEMENT | ERFOLGSFAKTOR PERSONAL
PERSONAL IST DER ZENTRALE ERFOLGSFAKTOR Anlagen, deren Profil klar erkennbar ist und deren Leistungsversprechen nachvollziehbar zur jeweiligen Positionierung passt, können bei potenziellen Kunden Vertrauen erzeugen. Das gilt für Studios mit einem hohen Qualitätsanspruch, hoher Personaldichte und einem höheren Preis ebenso, wie für Studios mit niedrigeren Ansprüchen und entsprechend niedrigeren Leistungsversprechen. Denn so wird transparent, ob ein Studio eher ein niedrigschwelliges Trainingsangebot, eine leistungsorientierte Trainingsumgebung oder eine gesundheitsbezogene Betreuung in den Mittelpunkt stellt. Qualitätsversprechen und tatsächliches Angebot müssen übereinstimmen, um Vertrauen aufzubauen und nachhaltig eine Marke zu etablieren.
Klar ist: Wer mit Gesundheit wirbt, braucht Gesundheitskompetenz. Und Gesundheitskompetenz zeigt sich in spezifisch geschultem, qualifiziertem Personal. Gleiches gilt für Studios, die mit dem Erreichen spezifischer Leistungsziele werben: Auch hier ist qualifiziertes Personal erforderlich, um Mitglieder trainingswissenschaftlich fundiert zu begleiten – unabhängig davon, aus welchen Kategorien von Trainierenden sich die Zielgruppe des Studios zusammensetzt. Kurzum: Das Personal in den Fitnessanlagen muss so qualifiziert sein, dass ein über das Marketing und das Leistungsportfolio transportierte Qualitätsversprechen im Studioalltag tatsächlich eingelöst werden kann. Personal ist also kein Nice-to-have, sondern der zentrale Erfolgsfaktor jedes Fitnessstudios, unabhängig von seiner Positionierung.
Fazit
Eine klare Markenidentität ist damit Voraussetzung für Individualisierung. Nur wer weiß, welche Zielgruppen er ansprechen will, kann Erwartungen realistisch steuern und passende Betreuungskonzepte entwickeln. Ein unscharfer Markenkern hingegen führt zwangsläufig zu einem unscharfen Qualitätsversprechen – mit der Folge, dass Kommunikation und tatsächliche Leistung nicht mehr klar aufeinander abgestimmt sind.
Fitnessanlagen sollten den Fokus zunächst nach innen richten und ihre Markenidentität klar schärfen. Darauf aufbauend gilt es, die Außenkommunikation konsequent an dieser Markenidentität auszurichten. Es muss deutlich kommuniziert werden, welche Form der Betreuung das Studio bietet und welche Bedürfnisse potenzieller Kunden durch das Personal vor Ort erfüllt werden können.
Preis als Qualitätsversprechen
Die Qualifikation des Personals fungiert dabei als entscheidender Faktor für die Glaubwürdigkeit, als vertrauensbildender Anker, der die Tür öffnet, um potenzielle Mitglieder zu gewinnen. Es überzeugt sie im Studioalltag davon, dass das kommunizierte Qualitätsversprechen tatsächlich gelebt wird.
Auch der Preis vermittelt potenziellen Kunden ein klares Bild davon, was sie in einem Fitnessstudio erwarten dürfen. Menschen nutzen den Preis häufig als Qualitätsindikator, insbesondere dann, wenn ihnen Vergleichsmöglichkeiten oder inhaltliche Orientierung fehlen. Eine Differenzierung über einen möglichst niedrigen Preis ist damit kein geeigneter Weg, um Mitglieder zu gewinnen und langfristig zu binden. Vielmehr muss der Preis das kommunizierte Qualitätsversprechen stützen. Ein Studio, das (überwiegend) personallos agiert und primär Trainingsflächen und Geräte bereitstellt, kann glaubwürdig mit einem niedrigen Preis auftreten. Ein hoher monatlicher Mitgliedsbeitrag würde Erwartungen wecken, die nicht glaubwürdig eingelöst werden können. Umgekehrt wäre ein gesundheitsorientiertes Studio mit gut qualifiziertem, entsprechend geschultem Personal unglaubwürdig, wenn ein niedriger Preis aufgerufen würde, der Zweifel an der Qualität des Angebots aufkommen ließe.
Konsistenz zwischen Qualitätsversprechen und innerer Umsetzung 41,1 Prozent der Fitnessanlagen positionieren sich schwerpunktmäßig im Bereich „Gesundheit“ (DSSV, 2025). Gesundheit ist einer der zentralen Werte und ein bedeutender Treiber für ein regelmäßiges Fitnesstraining (DHfPG, 2025), daher
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sind gesundheitsorientierte Angebote für viele Interessenten hochattraktiv. Daraus ergibt sich, dass Fitnessanlagen aller Segmente, vom Discount- bis zum Premiumclub, in ihrer Kommunikation Gesundheit versprechen. Unbestritten ist, dass mit Fitnesstraining eine Vielzahl gesundheitlicher Effekte einher gehen. Ob und wie diese Effekte den Mitgliedern zugänglich gemacht werden und den Erwartungen der Kunden entsprechen, entscheidet über Erfolg oder Misserfolg in der Kundenzufriedenheit und -bindung.
FÜR DETAILLIERTE INFORMATIONEN ÜBER DIE STUDIE „DAS IMAGE DER FITNESSBRANCHE 2025“ BITTE DEN QR-CODE SCANNEN.
SO GEHT ES WEITER: IN DER NÄCHSTEN AUSGABE FOLGT „ERFOLG DURCH PERSONAL, TEIL 2: DIAGNOSTIK UND TRAININGSPLANUNG“.
Auszug aus der Literaturliste DSSV e. V. – Arbeitgeberverband deutscher Fitness- und Gesundheits-Anlagen (Hrsg.). (2025). Eckdaten der deutschen Fitnesswirtschaft 2025. Hamburg: Hrsg. Eifler, C. (2023). Relevanz von Weiterbildungen. Investition in Qualifikation. fitness MANAGEMENT international, 3 (167), 94–96. Kobel, S., Marx, J. (2025). Wo steht die Branche heute?. fitness MANAGEMENT international, 6 (182), 38–41. Für eine vollständige Literaturliste kontaktieren Sie bitte literatur@fitnessmanagement.de.
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MANAGEMENT | FACHARTIKEL PREISGESTALTUNG
Was kostet Fitness?
Preise schaffen Vertrauen und geben Orientierung Text: Prof. Dr. Sarah Kobel und Janosch Marx
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er Preis rückt früh in den Mittelpunkt der Wahrnehmung, oft zulasten einer differenzierten Darstellung des tatsächlichen Leistungsangebots. Preise sind aber viel mehr als der Betrag in Euro, den Kunden für die Nutzung einer Fitnessanlage entrichten müssen.
Preise transportieren Qualität und Leistungsversprechen Preise sind Qualitätsbotschaften, die gerade jetzt richtig platziert und genutzt werden sollten. Denn sie bieten den potenziellen Kundinnen und Kunden Orientierung, damit sie das für sich geeignete Fitnessstudio finden können. Eine Ori-
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entierung, die vielfach fehlt, denn aus Sicht der Interessenten sind viele Fitnessanlagen schlicht austauschbar. Fehlen Kriterien zur Beurteilung der Qualität einer Leistung, ziehen Konsumenten häufig den Preis als Qualitätsbotschaft heran. Eine starke Chance für Fitnessanlagen, die den potenziellen Kunden die enorme Wertigkeit ihrer Angebote vor Augen führen wollen.
Vorteile unterschiedlicher Preissegmente im Fitnessmarkt Fitness- und Gesundheitsanlagen im Markt sind stark heterogen. Kundinnen und Kunden können zwischen Anbietern fitness MANAGEMENT international
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Fotos: Karinka – stock.adobe.com | DHfPG/BSA | fitness MANAGEMENT
Vielfach gehört auch die Mitgliedschaft in einer Fitnessanlage zu den guten Vorsätzen, die viele Menschen in der deutschen Bevölkerung gerade zum Jahresbeginn wieder in die Tat umsetzen wollen. Überall werben Fitnessanbieter deshalb mit Niedrigpreisen. Aber wer wirbt eigentlich mit Kundennutzen?
aus dem Discountsegment (bis zu 40 EUR pro Monat), aus dem Mittelpreissegment (40 bis 75 EUR pro Monat) bis hin zu Anbietern aus dem Premiumsegment (ab 75 EUR pro Monat) auswählen. Und diese Vielfalt ist positiv, da sie so für alle Menschen den niedrigschwelligen Zugang zu Fitnessanlagen ermöglicht, unabhängig von der Einkommensstärke oder der sozialen Schicht. Auch mit Blick auf das Leistungsangebot ist für alle Bedürfnisse etwas dabei: von der bloßen Vermietung von Trainingsgeräten und Flächen in personalarmen Studios bis hin zu Fitnessanlagen mit qualifiziertem Personal, das über hohe Gesundheits- und Trainingskompetenz verfügt und so die bestmögliche Unterstützung bei der individuellen Zielerreichung gewährleistet. Allerdings muss für potenzielle Kundinnen und Kunden erkennbar sein, welches Leistungsversprechen mit welchem Preis verbunden ist.
Kunden brauchen Orientierung Das zentrale Problem besteht jedoch darin, dass Interessierte genau das häufig nicht unterscheiden können. Die Differenzierung bei Produkten im Supermarkt — etwa im Schokoladenregal — ist für alle klar ersichtlich: die preisgünstigen Handelsmarken stehen ganz unten im Regal, die klassischen Marken in der Mitte und die Premiumprodukte finden sich in der obersten Reihe des Regals.
Preisvorstellungen und Implikationen Für potenzielle Kundinnen und Kunden liefert der Preis ganz häufig Antworten auf die Fragen, ob sie der Werbung der Fitnessanbieter Vertrauen schenken dürfen und ob das jeweilige Fitnessstudio ihre Erwartungen und Bedürfnisse zufriedenstellend erfüllen kann. Der Preis stellt damit eine unmissverständliche Qualitätsbotschaft im ersten Kundenkontakt dar. Eine Qualitätsbotschaft, die mit Bedacht gesetzt und mit dem Markenkern vereinbar sein muss. Denn diese Botschaft entscheidet nicht selten darüber, ob potenzielle Kundinnen und Kunden den Wert des Angebots erkennen. Falsche Preissignale wecken falsche Erwartungen und führen unweigerlich zu Unzufriedenheit und Fluktuation. Die richtige Preispolitik aber bietet den Betreibern von Fitnessanlagen die Chance, die Wertigkeit ihres Angebots klar sichtbar zu machen und sich im Markt entsprechend zu positionieren.
Bei der Wahl des geeigneten Fitnessstudios fehlt es häufig an Anhaltspunkten zur Beurteilung, ob das Studio für die individuellen Bedürfnisse geeignet ist. Und genau hierbei spielt der Preis als Orientierungshilfe eine zentrale Rolle.
Preise erlauben den ersten Abgleich zwischen Erwartung und Angebot Preise sind Richtlinien dafür, was ein Kunde in und von der Fitnessanlage erwarten darf, und ermöglichen den Abgleich, ob seine Ziele und Wünsche mit dem Angebot übereinstimmen. Preise bieten den Kunden also die Orientierung, die ihnen bei der Suche nach der für sie passenden Fitnessanlage so häufig fehlt.
Prof. Dr. Sarah Kobel Die Leiterin des Bereichs Wissenschaft und Forschung an der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement (DHfPG) ist Tutorin und Dozentin an der DHfPG und der BSA-Akademie. Sie promovierte am Institut für Konsum- und Verhaltensforschung an der Universität des Saarlandes.
Preis als strategische Chance für Fitnessanbieter Die Frage, die sich für Fitnessanbieter also stellt, ist an dieser Stelle zweifelsohne die Frage nach der eigenen Markenidentität: Wer wollen wir sein? Wie wollen wir wahrgenommen werden und welche Kundenerwartungen können wir tatsächlich erfüllen? Gerade Betriebe, die sich nachhaltig als Gesundheitsdienstleister etablieren wollen, brauchen ein entsprechendes Preisniveau, um ihr Leistungsversprechen glaubwürdig zu untermauern. Gesundheit braucht Wertigkeit, und die zeigt sich in einem ersten Schritt auch beim Preis. Transparenz und Fairness sind dabei ebenso entscheidend wie ein Preisniveau, das die Finanzierung von Qualität ermöglicht. Niedrigpreisstrategien bergen die Gefahr negativer Preisheuristiken und können die Wahrnehmung von Professionalität und Seriosität untergraben. Ein angemessenes Preisniveau ist daher nicht nur wirtschaftlich notwendig, vielmehr lassen sich Qualität, Glaubwürdigkeit und langfristige Bindung nur durch entsprechende Preisgestaltung gleichermaßen sichern. 01/26
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Janosch Marx Der Geschäftsführer des Fachverlags fitness MANAGEMENT (fM) und Vorstandsmitglied des DSSV – Arbeitgeberverband deutscher Fitness- und Gesundheitsanlagen. Seine Expertise spiegelt sich auch in seiner Rolle als Vorstandsmitglied beim europäischen Fitnessverband EuropeActive wider. Darüber hinaus ist er als wissenschaftlicher Mitarbeiter für die Deutsche Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement (DHfPG) tätig und betreut verschiedene Marktstudien, darunter die „Eckdaten der deutschen Fitnesswirtschaft“.
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WISSENSCHAFT & PRAXIS | KOLUMNE
Effizient, nachhaltig, durchdacht
Erfolgsstrategien fürs Studiomanagement
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Text: Antonio e Silva
rfolgreiches Management im Studio basiert auf einer Kombination aus Mitarbeiterführung, Kundenbindung, operativer Effizienz und finanzieller Kontrolle.
Die Mitarbeiter sind das Herzstück des Studios: Ihre Motivation und Kompetenz bestimmen die Kundenzufriedenheit. Das Personal sollte qualifiziert und leidenschaftlich sein sowie exzellenten Kundenservice bieten. Investieren Sie in die kontinuierliche Schulung des Teams (u. a. zu Fitnesstrends, Erster Hilfe, Verkaufstechniken und Beschwerdemanagement). Teambesprechungen sollten regelmäßig stattfinden, z. B. alle 30 Tage. Geben Sie konstruktives Feedback und erkennen Sie gute Leistungen durch wettbewerbsfähige Gehälter, flexible Arbeitszeiten oder Anreize wie eine kostenlose Mitgliedschaft oder einen Bonus bei Zielerreichung an.
Langfristig Mitglieder binden Das Personal sollte freundlich, hilfsbereit und proaktiv sein. Der erste Eindruck zählt, ebenso wie die fortlaufende Betreuung. Bieten Sie Einführungsberatungen an, um individuelle Ziele festzulegen. Schaffen Sie Gruppenkurse und Trainingspläne für unterschiedliche Leistungsniveaus und Interessen.
Eine benutzerfreundliche App für Mitglieder ist heute eine Notwendigkeit und bietet einen riesigen Mehrwert für Kursplan und -buchung, Trainingsplan und -tracking sowie Studionews und Events. Mit hinterlegtem QR-Code lässt sich die App sogar anstelle der Mitgliedskarte zum Check-in nutzen.
Zukunft strategisch planen Erstellen Sie einmal pro Jahr ein detailliertes Budget für Betriebskosten wie Miete, Gehälter und Nebenkosten sowie für Investitionen wie neue Geräte und Renovierungen. Behalten Sie auch die Kündigungsrate im Blick: Wie viele Mitglieder verlassen das Studio? Ziel ist es, diese Zahl so gering wie möglich zu halten. Auch wichtig: Wann sind die Stoßzeiten und wie kann man die Auslastung außerhalb dieser Zeiten erhöhen, z. B. mit speziellen Kursen? Last but not least: Denken Sie an den Net Promoter Score (NPS). Wie wahrscheinlich ist es, dass Mitglieder das Studio weiterempfehlen?
Profitabilität pro Mitglied Die monatlichen Preise für Mitgliedsbeiträge variieren stark. Günstige Studios kosten 19 bis 29 Euro, mittelpreisige Studios 30 bis 59 Euro und Premiumanbieter liegen bei 60 bis über 100 Euro pro Monat. Zusätzliche Einnahmequellen sind: 1. Personal Training (15–25 % des Gesamtumsatzes) 2. Getränke/Nahrungsergänzung/Ernährungsberatung (5–10 % des Gesamtumsatzes) 3. Wellnessangebote, Solarium, Kurse
Reibungsloser Betrieb
Antonio e Silva Experte für Gesundheitswirtschaft und Fitnessstudiomarketing
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Erstellen Sie einen präventiven Wartungsplan für alle Geräte. Defekte Geräte müssen schnell repariert oder ausgetauscht werden, um Frustration der Mitglieder zu vermeiden. Ein Fitnessstudio muss immer makellos sauber sein: Umkleiden, Duschen und Trainingsbereiche müssen regelmäßig
Die wichtigsten Punkte: Mensch zuerst: motiviertes Personal und zufriedene Mitglieder Qualität halten: Geräte, Sauberkeit und Betreuung auf höchstem Niveau Daten nutzen: finanzielle und operative Kennzahlen regelmäßig analysieren und darauf basierend Entscheidungen treffen
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Fotos: Frank Coop/peopleimages.com | Volker Beushausen
Feedback-Schleifen lohnen sich: Sammeln Sie aktiv Feedback in Umfragen, Vorschlagsboxen oder persönlichen Gesprächen und zeigen Sie den Mitgliedern, dass Sie ihre Meinung ernst nehmen, indem sichtbare Änderungen folgen. Events (z. B. Challenges, Tage der offenen Tür, Workshops) stärken das Gemeinschaftsgefühl – denn Mitglieder, die im Studio Freunde haben, kündigen seltener.
gründlich gereinigt werden. Stellen Sie außerdem ausreichend Desinfektionsmittel und Handtücher zur Verfügung.
BSA-Akademie Prävention, Fitness, Gesundheit
School for Health Management
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