ISSN 2509-422X
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AUSGABE 06/2018
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CH CHF 20,00
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Leistungslust Ausgabe 06/2018
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KOPFLOS TRAINIEREN? GEHT NICHT! Liebe LL-Freunde, willkommen in der letzten Ausgabe des Jahres 2018! Diesmal widmen wir uns einem Thema, das seit einigen Jahren immer mehr Aufmerksamkeit bekommt: dem neurozentrierten Ansatz im Training von Athleten. Im wahrsten Sinne des Wortes kopflos zu trainieren, ist schließlich unmöglich; Nervensystem und Hirn sind immer in irgendeiner Form an Bewegung beteiligt. Keine Bewegung, kein Umstand unserer Umwelt, nichts, was nicht in unserem Oberstübchen interpretiert wird und eine Reaktion zur Folge hat. Der Einfluss des Gehirns auf Bewegung ist unbestritten enorm – und macht es zu einer guten Stellschraube, um die Leistung von Athleten und Kunden zu verbessern, sei es im Sport, im Alltag oder im Beruf. Dass Erkenntnisse aus der Neurologie und Neurowissenschaft auch im Sport immer mehr Beachtung finden, ist begrüßenswert. Aber nicht insofern, als damit eine vermeintliche neue „Allheilmethode“ Einzug fände oder endlich der Heilige Gral des Athletiktrainings gefunden wäre. Nein, vielmehr ist der neuronale Ansatz eine gute Sache, weil ein neuer Input in ein bestehendes System immer eine Reaktion desselbigen provoziert. Etablierte Vorgehensweisen werden hinterfragt, neue Dinge werden ausprobiert, es wird diskutiert – und das kann für Trainer, aber vor allem auch für Sportler und Kunden von Vorteil sein. Diskussion ist zentral für Erfolg und Weiterentwicklung.
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Mit dieser Ausgabe wollen wir einen Teil dazu beitragen und neue Denkanstöße für euer Training liefern. Wir haben für den Titelbeitrag ausführlich mit Dominik Suslik gesprochen, einem der führenden Experten in Sachen neurozentriertes Training in Deutschland. Er erläutert die Hintergründe und gibt Tipps, wie man auch im Breitensport neurozentriert arbeiten kann. Der Arzt und Performance Coach Gerrit Keferstein setzt sich in seinem Beitrag zur Regeneration mit der Bedeutung des Melanopsins auseinander – ein Protein, das bei der Steuerung unseres TagNacht-Rhythmus eine zentrale Rolle spielt und damit für eine gute Erholung entscheidend ist. Außerdem werfen wir einen Blick auf das kommende Jahr und stellen unter anderem die Fitnesstrends 2019 vor, die das American College of Sports Medicine eruiert hat. Seid also offen für Neues, liebe LL-Freunde, genießt die letzten Wochen von 2018 und startet gut ins neue Jahr! Euer Nils Borgstedt, Redaktionsleiter Leistungslust
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INHALTSVERZEICHNIS
TITELTHEMA
OKUS HIRN – DAS NEURO F ZENTRIERTE TRAINING BERATUNG
• Mit einem Bein in der Prävention?. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . • Leselust. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
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TRAINING
• Die Bedeutung des dynamischen Sehens –
Über die Wahl der richtigen Strategie beim Bewegungssehen. . . . . . 30
• Wahrnehmung und Reaktion
Wie funktioniert eigentlich Bewegung?. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 34 40
• Mit Visualisierungstechniken zum Rekord. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . • Muskelatrophie und Memory-Effekt –
Das Mysterium von Verlust und Erhalt der Muskelmasse . . . . . . . . . 44 47
• Studie – Kognitiv fit bleiben . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . • Trainingsparameter im Krafttraining –
Aktuelle Evidenz und praktische Empfehlungen. . . . . . . . . . . . . . . . . 48 52
• Trainergebrüll . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
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ERNÄHRUNG
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• Antientzündliche Ernährung. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . • Esspiration. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
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SCHWERPUNKTTHEMA IN DIESER AUSGABE STEHT NEURONALES TRAINING IM FOKUS. VIEL SPASS BEIM LESEN!
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REGENERATION
• Regeneration: Wie wirkungsvoll ist die Sportmassage?. . . . . . . . . . . . • Regenerationsrezeptor: Melanopsin. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
FITNESSSZENE
• Fitnesstrends 2019. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . • Was unsere Kunden wirklich von uns lernen können! . . . . . . . . . . . . • Top-Sport 2019 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . • Drei-Satz-Training . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . • News. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . • Starke Typen. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . • Marktplatz . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . • Tschüss, 2018 – hallo, 2019!. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
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INTERVIEWS
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• Fokus Hirn – Das neurozentrierte Training –
Im Gespräch mit Dominik Suslik. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 6
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• Fehlerfreiheit? Nein danke! –
Im Gespräch mit Peter Hochreither. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 20
• „Wir sind mehr Sammler als Jäger!“ –
Im Gespräch mit Nico Broegger. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 56
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AUTORENVORSTELLUNG
UNSERE EXPERTEN – FÜR DICH. KATRIN BÖNING Kati ist Under Armour Ambassador, Personal Trainerin, Buchautorin und Inhaberin von „Bodyconcept – Gesundheit bewegt“; sie ist Dozentin für die Sportlerei-Akademie und das Institut für Bildung und Entwicklung der Caritas.
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Nils ist Redaktionsleiter der Leistungslust. Nach dem Studium der Medienwissenschaft in Regensburg hat der gebürtige Münchner das Online-Sportportal netzathleten.de mit konzipiert, aufgebaut und als Chefredakteur geleitet. Mit dem Sportjournalismus verbindet der Kletterer und Läufer seine Leidenschaften Sprache und Sport auf ideale Weise – immer mit dem Anspruch, dem Leser Information gut verständlich und unterhaltsam zu präsentieren.
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NILS BORGSTEDT
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THOMAS COLSHORN Thomas ist Sportwissenschaftler und Physiotherapeut und hat sich während seines Studiums mit medizinischem Fitnesstraining und Functional Training befasst. Er arbeitet als Therapeut, Trainer, Dozent und Journalist und lebt in Bremen.
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Daniela ist systemischer Coach, Sport Mental Coach, Ernährungs- und Gesundheits trainerin, erfolgreiche Amateur-Triathletin sowie Diplom-Wirtschaftswissenschaftlerin. Sie arbeitet freiberuflich für die Hochschule München. Ihr eigenes Coaching-Unternehmen heißt FREIWASSER. Danielas Themen sind Leistungsfähigkeit, mentales Training, Hypnose, Persönlichkeits- und Teamentwicklung, Mitarbeiterführung und Laufbahnberatung.
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DANIELA DIHSMAIER
PATRICK HARTMANN Patrick ist Physiotherapeut (M. Sc.), Sport- und Gymnastiklehrer und Sporttherapeut. Er ist Inhaber von hpPHYSIO. Zudem ist er bei der FOMT als Referent für Krankengymnastik am Gerät, Sportphysiotherapie und orthopädische Rehabilitation im In- und Ausland tätig.
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GERRIT KEFERSTEIN Gerrit hat Sport an der University of Wisconsin und Medizin an der Universität Göttingen, Homburg und Bonn studiert. Er ist Arzt und Performance Coach und hat bereits mit Teams wie den Telekom Baskets, Kölner Haien, Grizzlies Wolfsburg und der deutschen Eishockey- Nationalmannschaft gearbeitet. Sein Interessenschwerpunkt liegt derzeit auf der Optimierung von physiologischen Regenerationsprozessen, um mehr Erfolge aus dem Training zu ziehen, aber auch, um Menschen bei der Bewältigung von chronischen Krankheiten zu helfen.
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Antonia hat Sportwissenschaft und Biologie studiert. Seit 2015 ist sie selbstständige Personal Trainerin, Online-Coach mit eigener App und baut gerade ihre eigene Lebensmittel-Produktlinie auf. Sie ist Sportmasseurin und qualifizierte Fitnesstrainerin und beschäftigt sich intensiv mit den Themen Gesundheitsförderung und Koordination.
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ANTONIA LIEF
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FLORIAN MÜNCH
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Florian ist Personal Trainer, Autor und Gründer der Sportlerei Akademie. Seine Motivation und Beharrlichkeit setzt er als Ausbilder, Unternehmer und Athletikcoach für die Weiterbildung seiner Studenten und den Wettkampferfolg seiner Sportler ein.
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David ist Sportwissenschaftler (M. Sc.) und angehender Physiotherapeut. Neben seinem Studium in Freiburg arbeitet er als Athletiktrainer, Personal Trainer und Dozent. In seiner Arbeit mit Amateur- und Profisportlern sowie Klienten kombiniert er das Wissen aus Sportwissenschaft und Physiotherapie zur optimalen und interdisziplinären Betreuung seiner Kunden.
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DAVID SCHEINOST
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JELENA TANCIC Jelena hat einen Master of Science in Recreation and Sport Science mit Schwerpunkt Coaching Education. An der Ohio University (USA) betreut sie als Volunteer Coach unter anderem das Cross-Country-Team der Damen und die Leichtathletik-Mannschaft der Universität.
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Training
DIE BEDEUTUNG DES DYNAMISCHEN SEHENS – ÜBER DIE WAHL DER RICHTIGEN STRATEGIE BEIM BEWEGUNGSSEHEN Ein Beitrag von Jelena Tancic
Die visuelle Wahrnehmung spielt eine übergeordnete Rolle in nahezu allen Sportarten, denn bis zu 95 Prozent der Umwelteindrücke werden im Sport über das Auge aufgenommen (1). Die drei grundlegenden Aufgaben des optischen Sinnessystems sind die Erstellung einer Orientierungsgrundlage für den Sportler, die Kontrolle von Eigenbewegung sowie die Antizipation von Fremdbewegung (2). Des Weiteren ermöglicht die visuelle Wahrnehmung eine Bewegungsbeurteilung. Gerade in Ball- und Rückspielsportarten mit Gegnerbeteiligung zeigt sich die Bedeutung des dynamischen Sehens: Die Spieler müssen nicht nur ihre eigene Lage und die des Schlägers (Tennis, Tischtennis, Hockey) auf dem Spielfeld beurteilen, sondern auch die Position, Richtung und Geschwindigkeit des Balles und des Gegenspielers in ihre Berechnungen und den daraus resultierenden Handlungsplan einbeziehen.
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Die Bedeutung des dynamischen Sehens im Sport lässt sich am Beispiel Tennis sehr gut veranschaulichen: Die visuelle Wahrnehmung und Aufmerksamkeit ist auf die Bewegung des Gegenspielers und anschließend auf die Flugkurve des Balles gerichtet. Erfahrenen Spielern reicht es dabei aus, nur einen Teil der Ballflugkurve zu beobachten – es gelingt ihnen, die gesamte Flugbahn aufgrund von Erfahrungswerten zu berechnen, ohne dass sie den Weg des Balls bis zum Ende beobachten müssen. Dies resultiert in einer Zeitersparnis, die wiederum von den Spielern genutzt wird, um sich am errechneten LanFür Eilige depunkt des Balles in eine optiWer über herausragende male Position zu bringen. Der Blickstrategien verfügt, dem Spieler stellt sich darauf wird es gelingen, den Ball oder das ein, den Ball anzunehSportgerät im Voraus zu berechnen, den men und möglichst Auftreffpunkt zu antizipieren und die platziert zurückzuspieeigene Bewegungsreaktion entsprechend len: Das Treffen des Balanzupassen. Außerdem können Gegnerbeweles im richtigen Moment gungen frühzeitig beurteilt werden. an der richtigen Stelle im Blickstrategien werden durch langjähriges Raum wird mit dem weiTraining entwickelt. Sie sind auch für teren Ziel des angestrebten Trainer entscheidend, um die BeweAuftreffpunkts im gegnerigungen ihrer Athleten optimal schen Feld und dem dabei zu beobachten und zu als Hindernis zu überwinanalysieren. denden Netz gekoppelt (2).
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Was ist dynamisches Sehen? Generell werden statisches und dynamisches Sehen unterschieden. Die Qualität des statischen Sehens wird hauptsächlich durch die Sehschärfe bestimmt (3). Die Wahrnehmung schneller Prozesse, wie die Bewegungswahrnehmung, wird als dynamisches Sehen bezeichnet (3) und ist im Sport von enormer Bedeutung. Das dynamische Sehen lässt sich in efferentes und afferentes Sehen unterteilen. Beobachtet der Athlet einen Ball, der von links nach rechts das Gesichtsfeld durchkreuzt, dann wandert das Bild des vorbeifliegenden Balles entgegengesetzt zu seiner Flugrichtung über die Sensoren der Netzhaut. Da es bei dieser Art des dynamischen Sehens zu einem schnellen Überstreichen der Sensoren und einer geringen räumlichen Auflösung in der Netzhautperipherie kommt, wird der Ball jedoch nur unscharf wahrgenommen. Diese Form des Bewegungssehens wird als retinale Bildwanderung oder afferente Bewegungswahrnehmung bezeichnet (Abb. 1a) (4). Efferentes Sehen beschreibt die Leistungsfähigkeit des Sehens bei konjugierten Augenbewegungen. Damit bewegte Objekte deutlich abgebildet werden können, müssen sie ständig im Netzhautbereich des schärfsten Sehens, der Fovea centralis, gehalten werden (2). Dies erfolgt, indem die Fovea centralis
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Foto: Maridav/shutterstock.com
Sakkaden und sakkadische Suppression. Bei höheren Objektgeschwindigkeiten ist es nicht mehr möglich, diese Objekte durch Augenbewegung kontinuierlich zu verfolgen. Hier werden ruckartige Bildsprünge eingesetzt, sogenannte Sakkaden. Über
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Afferentes Bewegungssehen. Dynamisch-antizipative Sehleistungen sind für die Vorbereitung und die Bewegungsaktion von großer Bedeutung. In vielen Situationen muss der Sportler unter Zeitdruck Entscheidungen treffen, die durch sein gezieltes Bewegungssehen beeinflusst werden. Dies lässt sich gut an einem Beispiel aus dem Handball veranschaulichen (5): Wirft ein Spieler den Ball beim Siebenmeter aus dem Stand auf das Tor, erreicht der Ball eine Geschwindigkeit von circa 110 Kilometern pro Stunde bei den Männern und circa 90 Kilometern pro Stunde bei den Frauen. Steht der Torwart drei Meter vor dem Tor, beträgt die Flugzeit eines mit nur 60 Kilometern pro Stunde geworfenen Balles bis zum Torwart im Mittel gerade einmal 0,24 Sekunden (5). Die durchschnittliche Reaktionszeit eines Torwarts beträgt hingegen etwa 0,39 Sekunden. Um den Ball halten zu können, muss der Torhüter also bereits vor dem Wurf eine Bewegungsaktion ausführen. Dies ist möglich, indem er seine Wahrnehmung frühzeitig auf die Arm- und/oder Handhaltung des Werfers richtet. Erfolgreiche Torhüter haben sich durch jahrelanges Training und viele Hundert auf das Tor geworfene Bälle Wurfbilder erarbeitet, in welche sie die Würfe kategorisieren können. Diese Wurfbilder erlauben es ihnen, die Richtung und Geschwindigkeit des Balles zu antizipieren und so frühzeitig – bevor der Werfer abgeworfen hat – eine Bewegungsreaktion auszuführen (6).
Efferentes Bewegungssehen. Wie beschrieben ermöglicht eine koordinierte Blickmotorik, sich bewegende Objekte im Gesichtsfeld foveal zu erfassen und bei geringeren Objektgeschwindigkeiten zwischen rund 50 und 100 Grad pro Sekunde kontinuierlich mit den Augen zu verfolgen (2).
Grafik: Richard Pflaum Verlag
durch koordinierte Augen- und Kopfbewegungen mit dem bewegten Objekt mitgeführt wird (Abb. 1b) (4).
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Abbildung 1: afferentes (a) und efferentes (b) Sehen
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den bis zu circa 600 bis 700 Grad pro Sekunde schnellen Blicksprung durch Augen- und Kopfbewegung erfolgt eine möglichst präzise Annäherung an das sich bewegende Objekt (4). Während der sakkadischen Augenbewegung selbst ist die Informationsaufnahme allerdings beeinträchtigt, denn Informationen zur Detailwahrnehmung gehen erst wieder ein, wenn ein neuer Fixationspunkt anvisiert wird (2). Dies wird als sakkadische Suppression bezeichnet. Demnach muss der Sportler die Fixationspunkte optimal setzen, um den Detailverlust zu minimieren und das sich bewegende Objekt bestmöglich verfolgen zu können. Dies gelingt ihm durch antizipatorisches Timing, das er sich durch immer wiederkehrende Trainingssituationen erarbeitet hat. Der Sportler kann Größe, Richtung und Geschwindigkeit des Blicksprungs passend wählen und berechnen, um das „verloren gegangene“ Objekt wieder einzufangen. Erfahrene Sportler und Trainer konzentrieren sich auf die relevanten Diagnosemerkmale einer Bewegung: So können sie die weitere Bewegungsrichtung und -geschwindigkeit anhand einer Wenn-dann-Beziehung vorherberechnen. Durch die geringere Anzahl der Sakkaden inklusive sakkadischer Suppression minimieren sie folglich auch den Informationsverlust (7). Blickmotorik und Sport. Abbildung 2 zeigt das Ergebnis einer Vielzahl an Studien, welche die
sakkadische Ortungsgeschwindigkeit von Spitzensportlern verschiedener Sportarten untersucht haben. Demnach erzielen Athleten aus Rückschlagsportarten eine deutlich höhere sakkadische Ortungsgeschwindigkeit als Mannschaftssportler, Individualsportler oder Nichtsportler (Kontrollgruppe). Dies lässt sich dadurch erklären, dass die Ball- und Aktionsgeschwindigkeiten in Rückspielsportarten deutlich höher sind als in Ball- oder Individualsportarten. Diese erhöhten Geschwindigkeiten fungieren als Trainingsreize, die wiederum für adaptive Prozesse im Bereich der Blickmotorik verantwortlich sind (8). Unter dem gleichen Gesichtspunkt lassen sich auch die geschlechtsspezifischen Unterschiede in der Ortungsgeschwindigkeit erklären, denn im Herrenbereich sind Ball- und Aktionsgeschwindigkeiten deutlich höher als im Damenbereich (8). Trainierbarkeit. Längsschnittstudien bestätigen eine entwicklungs- und anforderungsinduzierte Verbesserung der blickmotorischen Leistung von der Vorpubertät bis zur Adoleszenz (9). Vor allem für Sportarten mit hohen visuell-dynamischen Anforderungen heißt das, dass ein gezieltes sportartspezifisches Training stattfinden sollte, um vorhandene Adaptationsreserven im Bereich der Blickmotorik zu erreichen. Im sportartspezifischen Training sollten daher hohe Ball- und Aktions geschwindigkeiten, die entsprechend hohe
sakkadische Ortungsgeschwindigkeit
Grad/ s
= x + sx
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Kontrolle
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Tischtennis
Tennis
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Schwimmen
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Basketball
Handball
Badminton
Abbildung 2: Sakkadische Ortungsgeschwindigkeiten verschiedener Sportarten (nach (8))
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RSG / Turnen
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koordinative Anforderungen an die Blickmotorik stellen, als Trainingsreiz eingesetzt werden (8). Die durch zahlreiche Studien belegte Trainierbarkeit der blickmotorischen Leistungsfähigkeit wird ursächlich weniger auf muskuläre als vielmehr auf zentral-koordinative Effekte zurückgeführt (2). Hinzu kommt, dass Sportler und Trainer sich durch langjähriges Training und dadurch resultierende Erfahrungswerte Blickstrategien erarbeiten: Sie wissen, wo sich die relevanten Merkmale im Bewegungsablauf (zeitlich und räumlich) befinden, und setzen dementsprechend ihre Fixationspunkte. Die richtige Wahl der Fixationspunkte ermöglicht es ihnen, Rückschlüsse auf die Bewegungsausführung des Gegners oder die sich verändernde Richtung und Geschwindigkeit des Sportgerätes zu ziehen (7). Tidow (10) weist daraufhin, dass jeglichem Sehtraining eine hohe Wirkungsspezifität zuerkannt werden muss, dass jedoch keine generalisierbaren Übertragungseffekte zu erwarten sind. Trainingseffekte treten nur dann ein, wenn das
Stimulusmaterial in der Trainingsphase den Wahrnehmungsbedingungen in der Realsituation entspricht. Generell lässt sich für die Trainierbarkeit des dynamischen Sehens festhalten, dass die Kopplung von Wahrnehmungs- und Bewegungsanforderungen möglichst spezifisch gestaltet werden soll. Die Trainingssituationen sollen folglich möglichst exakt der angezielten Spielsituation entsprechen. •
Praxistipps •• Dynamisches Sehen sollte sportartspezifisch
trainiert werden, um Adaptationsprozesse anzustoßen und Blickstrategien auszubilden. •• In Übungsformen soll die Geschwindigkeit des Balles beziehungsweise Sportgerätes wettkampfgetreu sein, um Blickstrategien optimal zu entwickeln und Antizipations leistungen im Wettkampf zu verbessern.
LITERATUR 1. Schnell D. 1999. Wieviel Auge braucht der Sport? Dtsch. Arztebl. 96; 14:A-925/B-706/C-646 2. Jendrusch G. 2011. Dynamisches sehen. Akt. Kontaktol. 6; 18:26–29 3. Fischer B, Hartnegg K. 2006. Dynamisches Sehen. http://www.optomotorik.de/sehen/index. htm; Zugriff am 12.10.2018 4. De Marées H. 2002. Sportphysiologie. Köln: Sportverlag Strauß
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5. Jendrusch G. 2009. Sportspiele und visuelle Leistungsfähigkeit – Bochumer Perspektiven. In: Voigt HF, Jendrusch G (Hrsg.), Sportspielforschung und -ausbildung in Bochum – Was war, was ist und was sein könnte. Hamburg: Czwalina
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6. Wilke G, Uhrmeister J. 2009. Koordinationstraining – Teil 2: Abwehr und Torwart. Köln: Sportverlag Strauß
7. Tidow G. 1996. Zur Optimierung des Bewegungssehens im Sport. In: Aspekte der Sinnesund Neurophysiologie im Sport. Herausgeber: U. Bartmus, et al. Köln: Sport und Buch Strauß 8. Jendrusch G. 2006. Sportbezogene Leistungen des visuellen Systems. In: In memoriam Horst de Marées anlässlich seines 70. Geburtstages. Herausgeber: U. Bartmus, et al. Köln: Sportverlag Strauß 9. Jendrusch G, et al. 1999. Geschlechts- und altersspezifische Unterschiede in der blickmotorischen Leistungsfähigkeit. In: Praxisorientierte Bewegungslehre als angewandte Sportmotorik. Herausgeber: J. Krug, C. Hartmann. Sankt Augustin: Academia 10. Tidow G. 1993. Bewegungssehen – Möglichkeiten und Grenzen. In: Bewegungen lesen und antworten. Herausgeber: H.-F. Voigt. Ahrensburg: Czwalina
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Ersetzen in Zukunft Roboter den Trainer?
„Informieren, diskutieren und dann erst seine Meinung bilden!“
Ich war immer sehr voreingenommen bezüglich der Digitalisie rung in der Trainingsbetreuung. Wie so oft sollte man sich aber genauer informieren, bevor man subjektive Seelenblähungen rauslässt. Dass ein virtuelles oder nur durch Apps angeleite tes Training keine hochwertige, persönliche Trainingsbe treuung ersetzen kann, ist für mich Fakt! Da der Heftschwerpunkt der Leistungslust im Februar 2019 „Digitalisierung“ ist, habe ich mir Gedanken gemacht und Gespräche gesucht. Von meinen Seminar teilnehmern erfuhr ich nun von verschiedenen Tools und Anwendungen zur Live-Trainingssteuerung, die mich positiv beindruckten. So wurde auch ich daran erinnert, offen zu sein für Neues und nicht vorschnell zu urteilen.
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Mehr Infos unter: www.sportlerei-akademie.de
„Hört auf euren Körper!“
Das eigene Körpergefühl ist der Maßstab
Echte Sportler kennen ihren Körper ziemlich gut und können INGALENA sich selbst gut einschätzen. Ganz SCHÖMBURG-HEUCK besonders ist mir diese Fähigkeit wieder während meiner Schwanger schaft aufgefallen: Mein Körperge fühl und mein Bewusstsein haben mir geholfen, diese zehn Monate gesund und fit erleben zu können. „Bewegung“ hat das Wort „Training“ ersetzt, „Entspannung“ oftmals das Wort „Anspannung“. Dass regelmäßige Bewe gung Mutter und Kind hilft, ist erwiesen. Das eigene Körpergefühl ist dabei der Maßstab, an dem sich das Bewegungsverhalten in der Schwangerschaft orientieren sollte. Keine Zahlen, keine Wattwerte – nur das Gefühl. Und das hat eine werdende sportliche Mutter.
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Mehr Infos unter: www.ingalena-heuck.de
Drei Tipps für einen entspannten Jahreswechsel
Weihnachten, Silvester und der Start ins neue Jahr sollten eigentlich eine besinnliche Zeit sein. Oftmals ist das aber nicht der Fall – Trubel in der Stadt, letzte Projekte müssen fertig werden, die Festivitäten wollen geplant werden, und und und. Da hilft es, auch zwischendurch einmal abzuschalten. Der Körper braucht solche kleinen Erholungspausen. Ich gebe meinen Kunden daher immer drei Entspannungsübungen für zwischendurch auf den Weg. 1. Handy aus! Man darf auch mal nicht erreichbar sein und sollte den Fokus auf das Hier und Jetzt lenken – ohne Ablenkung.
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2. In die Luft gucken, wie früher als Kind. Schau in den Himmel und versuch die Wolkenformatio nen zu deuten. Was erkennst du? Ein Pferd? Einen Hasen? Eine Blume? Dieses Vorgehen hilft, kurz abzuschalten und den Kopf wieder freizubekommen.
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3. Mache viermal einen Sonnengruß aus dem Yoga. Der Sonnengruß weitet den Brustkorb, erleichtert die Atmung und sorgt für etwas Bewegung. Gerade wenn dein Kunde viel sitzt, ist es sinnvoll, ihn immer wieder zu Bewegung zwischendurch anzuhalten.
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In diesem Sinn: Kommt gut durch den Weihnachtstrubel und startet entspannt ins neue Jahr! Mehr Infos unter: www.johannafellner.de
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„Der Körper braucht Erholung – auch zwischendurch!“ JOHANNA FELLNER
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Drei Wege des Lernens
„Ein Coach ist auch Lehrer!“ OLIVER SCHMIDTLEIN
Als Coach hat man nicht nur die Aufgabe, das Training eines Sportlers zu planen und zu überwachen. Man muss dem Athle ten auch immer etwas beibringen, beispielsweise eine neue Bewegung oder Übung. Und das geht über drei Wege: auditives Lernen, das heißt, wir sprechen, der Sportler hört uns zu und versucht die Anweisungen umzusetzen; visuelles Lernen, bei dem der Sportler Übungen nach ahmt, die wir ihm zeigen; und schließlich kinästheti sches Lernen, sprich, wir setzen gezielt taktile Reize beim Trainierenden oder lassen ihn einfach machen, damit er selbst spürt, worauf es ankommt. Je nach Athlet und Übung sollte man die passende Methode auswählen und in der Lage sein, die Vorgehensweise situativ anzupassen. Mehr Infos unter: www.osphysio.de
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Es geht um das Warum!
Ich kann mit meinem Sportler Dinge bis zur Perfektion trainieren, „Etwas richtig zu tun, und dennoch sind sie nicht zielfüh bedeutet nicht, dass man rend und somit nicht das Richtige das Richtige tut.“ für meinen Athleten. Nehmen wir DR. DR. MED. HOMAYUN zum Beispiel Krafttraining für die GHARAVI Verbesserung der Schnelligkeit: Zwar benötigen wir Kraft für die Technik und die saubere Ausführung einer Bewegung, viel mehr Potenzial steckt aber in der neurologischen Ansteuerung über das Gehirn. Insofern ist es gerade auch im Training elementar, die Neuromotorik zu trainieren. Bloßes Krafttraining (neuromusku läres Training), um Spritzigkeit auf dem Feld zu bekommen, geht in meinen Augen in eine unergiebige Richtung. Mehr Infos unter: www.daasm.org
Sportler und Reha-Patienten können profitieren
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Neuronales Training kann eine sinnvolle Bereicherung einer Rehabilitation und eines Trainings sein. Die Erkenntnisse aus der Neurowissenschaft ermöglichen es uns, uns „Neuronales Training einer Verletzung oder einem sportlichen kann sinnvoll sein.“ Ziel von einer weiteren, bisher im Trai ning häufig ausgeblendeten Perspektive DR. MED. MARKUS zu nähern. Dadurch erhalten wir ein KLINGENBERG noch umfassenderes Bild des Athleten und können ihn noch besser und individu eller betreuen. Hier steckt meiner Meinung nach noch viel Potenzial verborgen. Für nächstes Jahr plane ich gemeinsam mit Patrick Meinart einen Workshop für Screening und neuronales Training. Mehr Infos unter: www.markusklingenberg.de
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Autorenhinweise
Profil Die Zeitschrift Leistungslust ist eine Fachzeitschrift für Sport- und Fitness-Trainer und richtet sich insbesondere an Fitness- und Personal Trainer, Sport- und Fitnesskaufleute, Betreiber von Fitnessstudios sowie Sportwissenschaftler und Sportmediziner. Frei nach dem Motto „Jederzeit praktisch informiert“ möchte Leistungslust direkt anwendbares Wissen für den Traineralltag vermitteln. Die Zeitschrift steht für den Transfer neuer wissenschaftlicher Erkenntnisse in die Trainer- und Sportpraxis. Annahmekriterien Eingereichte Artikel sollen aktuelle und für die Zielgruppe relevante Informationen beinhalten, zum Beispiel Neuerungen und Trends, Anleitungen und Tipps für den Trainingsalltag oder Ernährungsempfehlungen für die Kunden. Wichtig dabei ist die wissenschaftliche Fundierung der Inhalte. Idealerweise begründen Autoren ihre Darstellung auf Basis neuer wissenschaftlicher Erkenntnisse. Die Redaktion nimmt nur Artikel an, die zuvor in keinem anderen Medium (Zeitschrift, Internet etc.) weder im In- noch im Ausland veröffentlicht worden sind und auch nicht zeitgleich anderen Zeitschriften angeboten werden. Der Verlag setzt voraus, dass der korrespondierende Autor von seinen Co-Autoren die Genehmigung zur Veröffentlichung hat. Der Autor garantiert mit Einreichung seines Manuskripts, dass er im Besitz der Urheberrechte an Text und Abbildungen ist und diese Autorenhinweise gelesen und akzeptiert hat. Urheberrecht Die Zeitschrift und alle in ihr enthaltenen Beiträge und Abbildungen genießen urheberrechtlichen Schutz. Jede Verwertung außerhalb der engen Grenzen des Urheberrechtsgesetzes ist ohne Zustimmung des Verlags unzulässig und strafbar. Mit der Annahme der Arbeit und seiner Veröffentlichung in der Zeitschrift geht das volle Verlagsrecht für alle Sprachen und Länder einschließlich des Rechtes zur Übersetzung, zur Vergabe von Nachdruckrechten, zur Einspeicherung und Bearbeitung in elektronischen Systemen, zur Veröffentlichung in Datennetzen sowie Datenträgern jeglicher Art an den Verlag über. Dies bezieht sich namentlich auf die Darstellung im Rahmen von Internet- und Online-Dienstleistungen, auf die Herstellung von Sonderdrucken sowie Vervielfältigungen und gilt auch bei Abbildungen für die auszugsweise Wiedergabe (auch auf Titelseiten) und den Nachdruck. Allgemeine Richtlinien für die Einreichung von Manuskripten Grundsätzlich gelten die nachfolgend beschriebenen allgemeinen Regelungen. Zu Beginn des Manuskripts Kontaktdaten des Autors mit Adresse, E-Mailadresse und Telefonnummern aufführen. Eingereicht werden können Fachartikel mit Umfängen zwischen 3.000 und 6.000 Zeichen inkl. Leerzeichen. Autoren sollten im Vorfeld mit der Redaktion Kontakt aufnehmen, um Themenidee, Umsetzung und konkreten Umfang abzustimmen. Es gilt die neue deutsche Rechtschreibung; maßgebend sind die Richtlinien des Wörterbuchs medizinischer Fachbegriffe, 9. Aufl., Mannheim: Dudenverlag; eingedeutschte lateinische Wörter werden mit k und z statt mit c geschrieben. Das Manuskript möglichst unformatiert einsenden, also unter anderem keine Kästen, Textfelder, Farben, Unterstreichungen und automatische Aufzählungen einfügen. Bitte Schriftart Arial, Schriftgröße 11pt benutzen; Überschriften in Fett. Zum Manuskript gehört auch ein berufliches Kurzprofil des Autors (ca. 300 Zeichen) und ein separates Porträtbild in druckfähiger Qualität des Autors (s. u.).
Stil- und Schreibempfehlungen Achten Sie auf gute Verständlichkeit und vermeiden Sie Schachtelsätze. Fachbegriffe und Abkürzungen müssen erklärt beziehungsweise bei der ersten Nennung ausgeschrieben werden. Schreiben Sie im Aktiv statt im Passiv. Formulieren Sie die Inhalte praxisorientiert und instruktiv. Untermauern Sie Ihre Darstellungen und Empfehlungen wenn möglich mit wissenschaftlichen Grundlagen und aktuellen internationalen Forschungsergebnissen. Die Beiträge dürfen keinen werbenden Charakter für ein bestimmtes Konzept aufweisen. Schreiben Sie immer sachlich, informativ und fundiert. Literaturverweise im Text Die zitierten Publikationen entsprechend der Reihenfolge ihrer ersten Erwähnung im Text durch arabische Ziffern in runden Klammern kennzeichnen, zum Beispiel: Die Autoren stellten dar, dass … (1). Literaturverzeichnis am Ende des Artikels Zeitschriftennamen bitte nach den Richtlinien von World Medical Periodicals abkürzen. Literaturangaben am Ende des Artikels in numerischer Reihenfolge auflisten. Bei zwei Autoren werden beide Namen aufgeführt. Bei drei oder mehr Autoren wird nur der Erstautor genannt und das Kürzel et al. angefügt. Die genutzten Quellen müssen wie folgt zitiert werden. Zeitschriftenartikel: Denham J, et al. 2015. Four weeks of sprint interval training improves 5-km run performance. J. Strength Cond. Res. 29; 8:2137–2141 Buch: Hottenrott K, Neumann G. 2013. Trainingswissenschaft: Ein Lehrbuch in 14 Lektionen (Sportwissenschaft studieren). Aachen: Meyer & Meyer Buchkapitel: Pfeiffer M. 2013. Trainingswissenschaft. In: Einführung in die Sportwissenschaft. Herausgeber: V. Burk, M. Fahrner. Stuttgart: UTB GmbH Bitte exakt auf Reihenfolge und Vollständigkeit der bibliografischen Angaben achten; bei Internetquellen Institution / Autor / Verantwortlichen (laut Impressum), das Jahr, die vollständige Internetadresse und den Zugriffszeitpunkt (Datum) nennen. Abbildungen Fotos, Grafiken und Tabellen bitte nicht in den Fließtext einbinden, sondern als separate Dateien senden; Grafiken und Tabellen werden für den Satz ggf. nachbearbeitet; Abbildungen durchnummerieren; Auswahl anbieten (Hoch-/ Querformat); aussagekräftige Bildunterschriften und Quellenangaben bitte am Ende des Manuskripts; Verweise im Text (Abb. 1), (Tab. 1); Einwilligung von abgebildeten Personen schriftlich bestätigen lassen, bei Minderjährigen von den Erziehungsberechtigten. Dateiformate für Bilder: *.eps, *.tif, *.jpg; Bild-Auflösung mind. 300 dpi (Internetbilder sind nicht geeignet). Einreichung Manuskripte bitte elektronisch per E-Mail übermitteln an: leistungslust@pflaum.de, es können nur gängige Textverarbeitungsprogrammen / Datenaustauschformaten bearbeitet werden (*.doc, *.docx, *.rtf, *.txt) Korrektur Der korrespondierende Autor erhält eine redigierte Version des Artikels per E-Mail zur sorgfältigen Prüfung, umgehenden Rückmeldung und Freigabe an die Redaktion. Geringfügige Kürzungen und Änderungen, die die inhaltliche Aussage des Textes nicht beeinträchtigen, behält sich die Redaktion zu jedem Zeitpunkt vor. Haftung Für unverlangt eingesandte sowie verloren gegangene Manuskripte oder Abbildungsvorlagen kann der Verlag keine Haftung übernehmen.
Fachbeirat
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Esther Nazzaro-Napierski International anerkannte Sporttherapeutin und Fitnessexpertin für das ZDF
Johanna Fellner Fitnessexpertin, Coach und Reebok Mastertrainerin
Wolfhard Cliff Savoy Physiotherapeut und Leiter des Therapie- und Trainingszentrums der Schön Klinik Harlaching
Dr. Dr. Homayun Gharavi Arzt, Sportwissenschaftler und akademischer Direktor der Deutschen Akademie für Angewandte Sportmedizin (DAASM)
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Dr. med. Markus Klingenberg Facharzt für Orthopädie und leitender Arzt der Beta Klinik in Bonn Florian Münch Personal Trainer und Inhaber der Sportlerei Akademie
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Dr. Tanja Boßmann Studierte Physiotherapeutin und Chefredakteurin der „pt Zeitschrift für Physiotherapeuten“
Oliver Schmidtlein Gründer und Inhaber der Praxis OSPHYSIO training & therapie Ingalena Schömburg-Heuck Sportwissenschaftlerin, Ernährungsberaterin und Laufexpertin
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15.2.2019
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Leistungslust www.leistungslust.de ISSN 2509-422X Herausgeber und V.i.S.d.P. Agnes & Nils-Peter Hey Verlag Richard Pflaum Verlag GmbH & Co. KG Postanschrift: Postfach 190737, 80607 München Paketanschrift: Lazarettstrasse 4, 80636 München, 089 / 12 607-0 Komplementär PFB Verwaltungs-GmbH Kommanditistin Edith Laubner, Verlegerin Geschäftsführerinnen Agnes Hey, Edith Laubner
Redaktion Nils Borgstedt, Florian Münch, Maximilian Kreuzer leistungslust@pflaum.de Leiter Mediavertrieb Siegfried Kunert, siegfried.kunert@pflaum.de Kundenerlebnis kundenerlebnis@pflaum.de, 089 / 12 607-0 Druck pva Druck und Medien-Dienstleistungen GmbH Industriestraße 15 D-76829 Landau in der Pfalz Inhaltsverzeichnis Interviewpartner FeudMoth / shutterstock.com Titelfoto Yaroslav Mishin / shutterstock.com
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