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ESG quo vadis? – Impulse für die Zukunft
Am 21. Oktober 2025 fand an der Hochschule Campus Wien die Green Lecture mit World Café: „ESG quo vadis? Chancen und Herausforderungen für Unternehmen“ statt. In fünf Gesprächsrunden diskutierten Expert*innen, Unternehmensvertreter*innen, u.a. von KMU, Studierende und Praktiker*innen über die drängendsten Fragen rund um Nachhaltigkeit und Reporting. Das Ergebnis: ESG ist und bleibt ein strategischer Faktor für Wettbewerbsfähigkeit – zugleich eine komplexe Aufgabe, die Unternehmen konkret betrifft.
Was beschäftigt die Wirtschaft?
Die Omnibusregelung sorgt für Unsicherheit: wechselnde Vorgaben, unklare Deadlines und ein „Hin und Her“ führten zu abgebrochenen oder verzögerten Berichtsprozessen. Parallel dazu wächst der Druck, ESG-Daten transparent und vergleichbar zu machen – intern und entlang der Wertschöpfungskette. Es hat sich aber auch gezeigt, dass Unternehmen, die bereits alles für die neuen Reporting-Standards vorbereitet hatten, dabeibleiben möchten, da sie klare Vorteile erkannt haben.
aus den Tischen des World-Cafés
Tisch 1 – Omnibusregelung mit Brigitte Bichler (OMV)
Gefordert werden klare Richtlinien, stabile Fristen und eine praxisnahe Auslegung, damit Reporting verlässlich planbar ist.
Tisch 2 – ESG SmartHub mit Günter Horniak (Hochschule Campus Wien)
Es zeigt sich großes Interesse an digitalen, praxisnahen Lösungen. Der ESG SmartHub kann KMU bei ESG-, CSRD- und VSME-Anforderungen unterstützen, Zusammenarbeit fördern und Anwendungsszenarien bündeln, und dies ohne Kosten.
Tisch 3 – KMU im Austausch mit Roland Spitzhirn (Vereinigte Eisfabriken)
Die Nachhaltigkeitsberichterstattung hat einen hohen Stellenwert, wird bei KMUs jedoch besonders durch begrenzte Ressourcen, Prozessaufwand, erforderliche Datenqualität, Schnittstellenprobleme und Kooperationsbedarfe gebremst. Externe Expertise (z. B. Wirtschaftsprüfung) liefert wertvolle Perspektiven.

Expert*innen und Kooperationspartner*innen der Veranstaltung
Tisch 4 – Wertschöpfungskette mit Henriette Gupfinger (kiwi sustainable solutions) Es fehlt ein umfassendes, integriertes Tool für nachhaltige Beschaffung; aktuell sind Funktionen auf viele Systeme verteilt. Zudem verhindern ungeschützte Begriffe wie „regional“ oder „nachhaltig“ Vergleichbarkeit. Gewünscht sind klare Standards und transparente Daten.
Tisch 5 – VSME-Standard und Wettbewerbsfähigkeit mit Jakob Staltner (Österr. Kontrollbank)
Ein gemeinsamer Fragebogen im Rahmen des ESG SmartHub und der EU-VSME-Standard versprechen einheitliche ESG-Daten, Effizienz und weniger Bürokratie. Kritisch betrachtet wird der Mehrwert für Kund*innen, der Einfluss auf Kreditratings und die Frage, wie Banken ESG in die Risikobewertung integrieren. Trotz Freiwilligkeit wird VSME zum indirekten Muss – getrieben durch Lieferkettenanforderungen größerer Unternehmen. Gewünscht ist ein europäischer Vergleich zur Einschätzung von Wettbewerbswirkungen für KMU.
Unternehmen brauchen praxisnahe Tools, klare Begriffe und verlässliche Standards. Der Austausch im World Café zeigte, wie wichtig Vernetzung ist: Nur durch Zusammenarbeit entstehen Transparenz, Vergleichbarkeit und echte Orientierung. Zudem zeigt sich, dass zahlreiche Unternehmen die ESG-Vorteile erkannt haben.
Die Campus Wien Academy ist Teil der Hochschule Campus Wien und erweitert das Studienangebot sowie das akademische Weiterbildungsprogramm der Hochschule um Zertifikatsprogramme, Micro-Credentials, Seminarreihen, Einzelseminare und Webinare.
Im Sinne des lebensbegleitenden Lernens passt die Campus Wien Academy ihr Programm an die Erfordernisse des Arbeitsmarktes und der Gesellschaft an und konzipiert maßgeschneiderte Angebote für Unternehmen, Organisationen, den Wissenschaftsbetrieb sowie für Privatpersonen.
Zum Programm:
Zum ESG Hub:
www.esg-hub.at
Campus Wien Academy
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