März 2009
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ARC
mit
HITE KTU & AM R BIEN TE
WALTER RIZZI
Der leise Aufstieg vom Bio-Bauern zum Millionär
DIE GEWINNER Südtirols erfolgreichste Unternehmen
NORBERT KOSTNER Wie der Spitzenkoch die High Society verwöhnt
AMBIENTE Stilvolle Deko-Ideen
INHALT
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EDITORIAL
News & Trends
Auf ein Neues
Titel 8
Vom Bio-Bauer zum Millionär Der leise Aufstieg des Vinschgauer Exportmeisters Walter Rizzi.
Unternehmer & Märkte Siegertypen Das Ranking der Top-Performer der Südtiroler Wirtschaft: Wer hat den größten Wachstumssprung geschafft? Wer arbeitet mit der höchsten Rentabilität? Exklusiv in Südtirol Panorama
22 Produktpiraterie Doppelmayr, Loacker oder Thun: Sie alle sind davon betroffen. Wie sie rechtlich dagegen vorgehen und welche Chancen ihnen bleiben
Geld & Finanzen 24 Schnäppchen am Gericht Chancen und Risiken beim Wohnungskauf über gerichtliche Versteigerungen
Luxus & Lifestyle 30 Thai-Gourmet Wie der Grödner Spitzenkoch Norbert Kostner in einem der weltbesten Hotels die High Society verwöhnt
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Up to Date Die exklusivsten Airport-Lounges | Travel-Insidertipp London
Spezial Architektur & Ambiente 36 Luxus fürs Auge Erst entsprechende Dekoration vollendet die Inneneinrichtung. Südtirol Panorama zeigt wie stilvoll Ambiente sein kann
44 Architektur mit PS Der Meraner Roman Delugan, Architekt des Porsche Museums in Stuttgart, im Interview
54 Wenn ein Stuhl auf Reisen geht Der Aufstieg des Karl Emilio Pircher in die Design-Elite Europas
58 Der Sextner Würfel Das Wohnhaus „Cube“ sorgt für Furore
60 Der homogene Baukörper Die gelungene Erweiterung eines Unternehmens in Deutschnofen
66 Das Spiel der Prismen Eine Brixner Zahnarztpraxis setzt auf gerade Linien
Foto: Ludwig Thalheimer
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Eleganz, das war unser Motto, elitär und liberal unser Anspruch. In jeder Phase des zweimonatigen Relaunchs haben wir uns an das lateinische „eligere“ gehalten - wir waren wählerisch: bei den Fotos, bei den Themen, bei der grafischen Aufbereitung. Dieser Relaunch sollte keine Spontanaktion sein, sondern ein Produkt reifer Überlegung. Ich freue mich, dass Sie nun das neue Südtirol Panorama mit zeitgemäßem Layout und erweiterter Heftstruktur in den Händen halten. Dank der neu eingerichteten Ressorts Unternehmer & Märkte, Geld & Finanzen sowie Luxus & Lifestyle werden wir künftig noch fundierter über erfolgreiche Manager des Landes berichten, dem Anleger noch mehr Service in allen Fragen der Geldanlage bieten und auch die edlen Seiten des Lebens nicht zu kurz kommen lassen. Der neue Erscheinungstermin an jedem ersten Freitag im Monat macht uns gleichzeitig zum ersten und einzigen monatlichen Wirtschaftsmagazin in Südtirol. Für eine Leserschaft, die anspruchsvoll, aktuell und ausgewogen über Hintergründe und Sachverhalte der Südtiroler Wirtschaft informiert werden möchte. Mein größter Dank und gleichzeitg mein höchstes Kompliment geht an Ralf Kohler. Als Art Director der ff-Media hat er in völliger Eigenregie das komplette Konzept des neuen Layouts erstellt und mit seiner präzisen und immer ruhigen Art umgesetzt. Für mich hat er damit eine Preziose in der Südtiroler Medienlandschaft geschaffen. Gleich in dieser ersten Ausgabe bieten wir einen spannenden Blick hinter die Kulissen der Top-Unternehmen. Lesen Sie exklusiv ab Seite 8 das Ranking der besten Performer der Südtiroler Wirtschaft. Dekorationen verleihen Inneneinrichtungen erst eine individuelle Note. Lassen Sie sich ab Seite 36 inspirieren.
70 Sterile Kälte war einmal
Verena Pliger
Der geschmackvolle Umbau des Krankenhaus Brixen
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Kraftvoll wie das Wasser Das neue Wasserkraftwerk Reinbach im Ahrntal
Service 25 25 26 35 74
Portfolio: Russicher Rubel Finanzkommentar: Mythos Gold? Finanzkolumne: Globalisierung im Test Termine des Monats Was macht eigentlich … … Zeno Giacomuzzi?
Impressum Erscheinungstermin: 06. März 2009 Projektleitung: Verena Pliger Verantwortlicher Direktor: Kurt W. Zimmermann Autoren: Thomas Amonn, Lisa Ari, Ariane Löbert, Edit Meraner, Korrektur: Claudia Savelli Rückmeldungen an die Redaktion: panorama@ff-bz.com Grafik und Produktionsleitung: Ralf Kohler Marketing und Verkaufsleitung: Cornelia Erler, Barabra Wierer Herausgeber: ff-Media GmbH Bozen - Eintrag. Lg. Bozen 20/98 R.P. vom 7.10.98 Südtirol Panorama: Brennerstraße 7a, 39100 Bozen, Tel. 0471 30 45 48, Fax 30 45 11, www. panorama-online.com, panorama@ff-bz.com Druck: Kärntner Druckerei, Klagenfurt (A) Gesamtauflage: 26.000 Stück
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NEWS & TRENDS
Raumschiff Enterprise
Foto: designboom
Endlich der Beweis, dass es sie doch gibt, die Ufos! Jene außerirdischen Objekte, die plötzlich auf einem Plateau landen und unser Leben völlig aus dem Gleichgewicht bringen. Nur nach den Außerirdischen wird man auf dem Piz la Ila in Alta Badia vergeblich suchen. Anfang 2010 wird der weltbekannte Waliser Designer Ross Lovegrove in 2100 Metern Höhe eine Übernachtungsmöglichkeit installieren – genau in der Form, wie wir uns ein Ufo vorstellen. Mit einer Doppelglashaut und einer neuartigen reflektierenden Beschichtung wird es den Besuchern einen 360-Grad-Blick auf die Dolomiten bieten. Genauso wie Ufos, soll sich auch das Gebilde mit einem Durchmesser von acht Metern von Mutter Erde abkapseln. Dank externer Powerplants soll Lovegroves Objekt vom Stromnetz völlig unabhängig sein.
Erasmus für Gründer
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Foto: www.suedtirolfoto.com/Helmuth Rier
Spricht man über die Arbeit im Veranstaltungswesen, so steht meist „nur“ der kulturelle Auftrag im Vordergrund. Zu den organisatorischen, verwalterischen und steuerlichen Rechten und Pflichten von Arbeitnehmern und Arbeitsgebern gibt es kaum Möglichkeiten des Austausches oder der Weiterbildung. Die Stiftung Stadttheater und Konzerthaus hat diese fehlende Plattform zum Anlass genommen, um in Bologna eine erste Tagung zu diesem Thema abzuhalten. Gekommen waren über 70 Repräsentanten der bekanntesten Theaterhäuser Italiens. In Vorträgen und Referaten wurden sie über die Unterschiede von lohnabhängigen, projektbezogenen und selbstständigen Arbeitsverhältnissen informiert, über die Einstellung von Nicht-EU-Bürgern, die Zusammenarbeit mit Minderjährigen sowie die steuerlichen Aspekten der unterschiedlichen Arbeitsverhältnisse.
Foto: Photocase / Flobox
EU-weit Erfahrungen sammeln, den Unternehmergeist stärken und damit das Verständnis zwischen den EU-Bürgern stärken. Das ist das Ziel des Wettbewerbs „Erasmus für Jungunternehmer“. Dafür fördert die EU in den nächsten zwei Jahren insgesamt 870 Auslandserfahrungen. Jungen Unternehmern soll die Möglichkeit eröffnet werden, für sechs Monate bei einem Klein- und Mittelbetrieb (KMU) im EU-Raum Gast zu sein und Erfahrungen zu sammeln. Wer darf teilnehmen? Alle Nascent Entrepreneurs (NE), das heißt jeder, der plant ein eigenens Unternehmen zu gründen oder in den letzten drei Jahre bereits eines gegründet hat. Wer sind die Gastunternehmer? Erfahrene Geschäftsleute, die ein KMU in der EU führen. Die EU vergibt Zuschüsse für Reise- und Unterkunftskosten. Infos zu den Bewerbungen für das Programm über die Website www.erasmus-entrepreneurs.eu
Sichtwechsel für „work in show“
KARRIERESPRUNG
In Südtirol … BLOCKBUSTER: FRAU AN DER SPITZE
Der Marketing-Wettbewerb von www.edilportale.com, Italiens größtem Online-Portal für Architektur und Bauwesen, ist eine feste Instanz in der Branche. In diesem Jahr wurden über 1.000 Projekte eingereicht. Als Sieger der Kategorie „Beste Unternehmens-Zeitschrift“ wurde HOPPE mit seiner Zeitschrift „HOPPE inFORMA“ ausgezeichnet. Damit setzte sich das deutsche Unternehmen mit Niederlassung in St. Martin in Passeier gegen zehn weitere Nominierte durch. „Der Vorsprung anderen Zeitschriften gegenüber erwächst aus der Kreativität in Gestaltung und Umsetzung, der kommunikativen Kompetenz sowie der Lesefreundlichkeit, die den Kunden und seine Bedürfnisse in den Mittelpunkt stellt“, so das Urteil der Jury. Die Südtiroler Marketingleiterin Magdalena Siller (li.) nahm den Award in Mailand entgegen.
MARLENE SEBASTIANI ist die neue Direktorin des Cineplexx Bozen
Südtirols Kinofans warten bereits gespannt auf das neue Mehrsaalkino in Bozen. Nachdem die Eröffnung des Filmtempels aufgrund von baulichen Verzögerungen mehrmals verschoben werden musste, steht nun der offizielle Termin fest: Mitte Mai wird Cineplexx Bozen seine Tore öffnen. Als Direktorin wurde die Marketingexpertin und bisherige Geschäftsführerin des Katholischen Familienverbands, Marlene Sebastiani bestellt. Sie setzte sich bei einer Ausschreibung, die über eine Personalagentur geführt wurde, gegenüber ihren Mitkonkurrenten durch und konnte die Eigentümer der Constantin Unternehmensgruppe von sich überzeugen. Im Moment hält sie sich noch in den etablierten Cineplexx-Strukturen in Wien und anderen Standorten in Österreich auf, um einen Einblick in die Kinobranche zu erhalten. In Südtirol erwartet sie dann ein völliger Neustart: „Mein Hauptaugenmerk liegt sicher in der richtigen Vermarktung des neuen Kinokomplexes. Deshalb werde ich mich verstärkt um die Bereiche Marketing, Öffentlichkeitsarbeit und Kooperationen kümmern. Dazu kommen aber auch die organisatorischen, verwaltungstechnischen Aufgaben und die Personalführung. Ich freue mich aber wahnsinnig auf diese Verantwortung“, erzählt Marlene Sebastiani.
… und Anderswo HERR ÜBER 10.000 MITARBEITER KARL HEINZ SALZBURGER ist Cor-
Foto: EOS
Foto: HOPPE
„Beste UnternehmensZeitschrift“
„Grappa-Fibel“ für den richtigen Genuss Längst hat nicht nur Südtiroler Wein internationale Liebhaber gefunden. Auch der heimische Grappa hat sich in den letzten Jahrzehnten einen Namen gemacht, sozusagen vom Arme-Leute-Schnaps zur Edelspirituose. Woran man einen guten Grappa erkennt und wie man ihn richtig genießt, erklären ab sofort sechs Südtiroler Brennereien in einer eigenen Grappa-Fibel. Mit Tipps zu den richtigen Gläsern, der idealen Raumtemperatur und der Lagerung. Ausschließlich einheimische Trester, die aus autochtonen Rebsorten stammen und hier in Südtirol destilliert werden, kommen in den Grappa mit dem Qualitätszeichen Südtirol. Die Auflagen sind streng: Mindestens zweimal pro Jahr muss sich der Grappa einer sensorischen Prüfung durch die Verkostungskommission der Anag unterziehen, das Qualitätszeichen gibt es erst ab 75 von 100 Punkten. Dazu gibt es jede Menge kuriose Anekdoten.
porate Vice President von VF North Face, Wrangler, Reef, 7 For All Mankind, Napapijri, Lee ... - insgesamt mehr als 40 bekannte Marken- und Lifestylefirmen zählen zum amerikanischen Unternehmen Vanity-Fair-Corporation (VF). An deren Spitze steht seit Anfang des Jahres auch ein Südtiroler. Der gebürtige Bozner und im Schweizer Lugano wohnhafte Karl Heinz Salzburger (52) gehört damit dem Stab der elf Vice Presidents an. Damit gehört der charismatische Manager als erster und einziger Europäer diesem Führungsstab an. VF zählt weltweit zu den führenden Unternehmen im Bekleidungssektor. Es erzielt einen Jahresumsatz von rund 2,5 Milliarden US-Dollar und beschäftigt rund 10.000 Mitarbeiter. Salzburger wird auch weiterhin die Geschäftsbereiche Europa, Mittlerer Osten, Asien und Afrika leiten. Seine Aufgabe wird es sein, dass das internationale Einkommen der Gruppe bis spätestens 2012, ein Drittel des Unternehmensumsatzes ausmacht. Außerdem ist er zum President - VF International und zum Mitglied des Operating Committees von VF befördert worden. Lesen Sie in der April-Ausgabe des Südtirol Panorama ein ausführliches Interview mit dem Topmanager Karl Heinz Salzburger.
Foto: Oliver Oppitz
Juliane Egartner
SÜDTIROL PANORAMA: Die Baubranche steckt in einer tiefen Krise. Wie geht Wipptaler Bau dagegen vor? JULIANE EGARTNER: Wir sind
Teil einer Kette. Bis Mitte des Jahres werden wir uns noch mit Aufträgen durchkämpfen, danach hängt alles von der Dauer der Krise ab. Aber so schnell lassen wir uns nicht unterkriegen. Ich sage zu meinen Jungs immer: Wir haben noch nie etwas gemacht, das nicht Erfolg hatte.
NEWS & TRENDS
Exportanstieg von „Töldra“ Spezialitäten 158 authentische Produkte aus dem Ahrntal finden den Weg auf den internationalen Markt: Vom Honig über den Kräutertee bis hin zu den Kaminwurzen - die Ahrntal Natur GmbH beliefert bereits jetzt nicht mehr nur den Südtiroler Einzelhandel, sondern auch die Regionen Venezien, Marken und Ligurien. Nun möchte das Unternehmen, dem 23 Bauern und Kleinbetriebe angehören, auch jenseits des Brenners den Export vorantreiben. Die Einladung zum oberösterreichischen „Tag der Lebensmittel“ in Linz im Mai dieses Jahres soll als Sprungbrett dafür dienen. „Oberrösterreich ist aufgrund seiner Stärke im Lebensmittelsektor sowie der großen Cluster-Traditon ein tolles Vorbild für uns“, sagt Bettina Schmid (rechts im Bild), Managerin des Clusters Alimentaris des TIS innovation park in Bozen. Ahrntal Natur ist ein Mitgliedsunternehmen dieses Clusters. „Unser Ziel bei der Gründung vor sechs Jahren war einzig und allein, uns nicht zu verschulden. Es reichte uns einmal im Jahr mit unseren Familien gemeinsam essen zu gehen“, erzählt Martin Pircher, einer der vier Gesellschafter. Möglich sei dieser Idealismus nur, weil die vier Gesellschafter nicht hauptberuflich für Ahrntal Natur tätig sind und damit auf die Gewinne des Vertriebs auch nicht angewiesen sind. Mittlerweile ist Ahrntal Natur mehr als einfach nur der Vertrieb von Qualitätslebensmitteln, auch für das Standortmarketing spielt der Betrieb eine bedeutende Rolle.
Foto: TIS innovation park
KURZ NACHGEFRAGT
Mit welcher Strategie wird man in der Bauwirtschaft die Krise überstehen?
Wir packen es, wenn wir Opferbereitschaft zeigen und zusammenhalten. Aber dafür müssen auch die Medien damit aufhören, Pessimismus zu schüren. Sie verschärfen die Krise nur zusätzlich.
Von einer Moral kann gar nicht die Rede sein. Es fehlt einfach das Flüssige. Leider fällt immer öfter auf, dass bestimme Firmen bewusst nicht bezahlen, weil sie wissen, dass ihnen sowieso erst in fünf Jahren ein Prozess gemacht würde und sie dann eh pleite sind. Bei uns laufen sehr wenige Prozesse, denn ich versuche immer mit den Leuten zu reden. Was hat sich verändert, seit Ihr Sohn Christian im Landtag sitzt?
Wir spüren natürlich seine Abwesenheit, aber das müssen wir wohl meistern. Ich hoffe jedenfalls, dass er im Landtag den Bürokratieabbau vorantreiben kann.
Foto: LVH
Wie steht es um die Zahlungsmoral?
Bausektor: Stärke in Krisenzeiten Erstmals organisierten die Berufsgemeinschaften der Baugruppe eine gemeinsame Großveranstaltung. Beim „Baukongress 2009“ sollen am 31. März 2009 im Hotel Sheraton in Bozen die einzelnen Gemeinschaften gemeinsam über den Bausektor informiert werden. Bislang hatte jede Berufsgemeinschaft ihre eigene Jahresvollversammlung abgehalten. Mit dem neu konzipierten Baukrongress möchte der LVH der Politik und der Öffentlichkeit, aber auch den Berufskollegen die Stärke der gesamten Baugruppe zeigen und darauf aufmerksam machen, welche bedeutende Rolle das Bauhandwerk in Südtirol spielt. Auf diese Weise würden auch die Tätigkeiten der einzelnen Berufsgemeinschaften viel mehr Gewicht erhalten. „Wir werden bessere Rahmenbedingungen bei Arbeitssicherheit und Bürokratie einfordern sowie Maßnahmen gegen die Wirtschaftskrise und speziell die Baukrise“, sagt Markus Bernard (im Bild), Obmann der LVHBerufsgruppe Bau und Initiator des Kongresses. Mahnende Worte will der Baugruppen-Chef bei dieser Gelegenheit zum Thema Preispolitikan seine Kollegen richten. Mit lauter Stimme sollen zudem die derzeitigen Schwierigkeiten im Bausektor angesprochen werden. Im allgemeinen Teil der Veranstaltung wird Professor Erich Kirchler von der Universität Wien über die „Psychologie riskanter Entscheidungen“ referieren und dabei Tipps für Entscheidungen in Krisenzeiten geben. Noch vor dem allgemeinen Teil finden Einzelveranstaltungen für die jeweiligen Bauberufe statt. Bernard ist vom Erfolg des ersten gemeinsamen Baukongresses überzeugt. „Die Reaktionen waren sehr positiv. Wir haben den Vorschlag zuerst gemeinsam im Baugruppenausschuss diskutiert, danach haben alle Berufsbeiräte zugestimmt“. Für Bauhandwerker ist der erste Südtiroler Baukongress auf jeden Fall ein Pflichttermin. Informationen unter www.lvh.it
NEWS & TRENDS
Foto: Naturhotel Moosmair
In den 14 Residenzen der „Pergola Residence“ in Algund hat der Südtiroler Designstar Matteo Thun die Übergänge von Natur und Kultur fließend gestaltet.
Foto: Vigilius Mountain Resort
Das auf 1340 Meter hoch gelegene „Naturhotel Moosmair“ in Ahornach kommt ganz ohne Alpenbarock aus: Nur Sonne, Heilkräuterkunde und Spa.
Foto: Pergola Residence
Im „Vigilius Mountain Resort“ auf dem Vigiljoch kommt Luxus ohne goldene Wasserhähne daher. Das Hotel hat die Jury von „Geo Saison“ bereits zum dritten Mal begeistert.
Südtiroler Hotels spielen in der Premium Liga Bereits zum dritten Mal hat das deutsche Reisemagazin Geo Saison das Ranking der 100 besten Hotels Europas ermittelt. Eine Jury mit 26 hochkarätigen Experten (unter anderem Matteo Thun) hat darüber entschieden, welche Hotels seit dem letzten Jahr hinzugekommen sind und wer sich gesteigert hat. Prämiert wurden jeweils zehn Hotels in zehn verschiedenen Kategorien. Gleich drei Platzierungen gingen in diesem Jahr an Südtirol: Das „vigilius mountain resort“ wurde zum Sieger in der Kategorie Designhotels erklärt, die beiden Hotels „Pergola Residence“ in Algund und das „Naturhotel Moosmair“ in Ahornach wurden jeweils in der Kategorie Ökohotels ausgezeichnet. Für Helmut Ebenkofler vom Naturhotel Moosmair bedeutet die Auszeichnung eine Anerkennung für seine Bemühungen „Öko“ und zeitgemäßes Design zu vereinen: „Die Kombination von Tradition und Moderne hat uns zu dieser Auszeichnung verholfen. Unsere herrliche Landschaft, die tollen Produkte der heimischen Bauern, die hochwertigen Materialien unserer Umgebung sowie die Gastfreundschaft des Südtirolers waren sicher entscheidend.“
UNTERNEHMER & MÄRKTE
Über den Dingen
Foto: Alexander Alber
Walter Rizzi? Sie kennen Walter Rizzi nicht? Damit sind Sie nicht allein. Denn abseits vom Vinschgau ist der Bekanntheitsgrad des smarten Unternehmers nur marginal – obwohl er zu den 50 reichsten Südtirolern zählt. Südtirol Panorama zeigt, wie es der Latscher mit dem Vertrieb von Bioprodukten zum Millionär schaffte und warum es sich lohnt, in die Kunst der Architektur zu investieren.
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UNTERNEHMER & MÄRKTE
S
Zu Hause im eigenen Turm: Walter Rizzi hat sich in St. Martin (oberhalb von Latsch) auf 1750 Metern von Architekt Werner Tscholl den wohl ungewöhnlichsten Wohnturm erbauen lassen.
Foto: Rizzi-Group
chon als kleiner Bub hatte er mit den armen Schweinen, die auf dem elterlichen Bauernhof in Latsch abgeschlachtet wurden, Erbarmen. Er konnte nicht dabei zusehen wie die Tiere vor den Schlächter kamen. Sein Erbarmen ging so weit, dass er beschloss zeit seines Lebens auf Fleisch zu verzichten. Obst und Gemüse würden schließlich auch ganz gut schmecken. Dass daraus mal eine der schillerndsten Unternehmensgeschichten entstehen würde, hätte dem jungen Burschen zu der Zeit wohl niemand zugetraut. Noch heute kennt man Walter Rizzi fast ausschließlich im Vinschgau, auch wenn er im vergangenen November in der Wochenzeitschrift ff unter die 50 reichsten Südtiroler gereiht wurde. Anders die Orte, in denen er residiert. Internationale Lifestylemagazine betiteln seine Bauten als architektonische Ausrufezeichen. Etwa sein Ferienhaus, ein Turm-Chalet in St. Martin, oder die mystisch dunkelgrüne Würfelskulptur in Latsch, in der die Büros seines Unternehmens „Rizzi-Group“ untergebracht sind. Damit hat er Furore gemacht – als Person ist er immer im Hintergrund geblieben. „Ich lebe bescheiden“, meint der Vinschgauer Millionär. Unter bescheiden mag der Rest der Bevölkerung zwar etwas anderes verstehen, schließlich besitzt Rizzi mit dem Turm-Chalet ein Ferienhaus, das damals, vor neuen Jahren, bereits rund 9 Milliarden Lire gekostet hat. Dennoch: Rizzi hält nicht viel von teuerem Wein, macht sich nichts aus feinen Gourmetrestaurants, fährt einen 8 Jahre alten Audi A2 und ist seit 37 Jahren mit der gleichen Frau verheiratet.
jede Firma hat seine eigene Struktur, aber hinter jeder steht Walter Rizzi. WIE ALLES BEGANN. Angefangen hat der
Unter den 100 umsatzstärksten Unternehmen scheint die Firma Rizzi nicht auf. Laut Walter Rizzi soll die Gruppe aber einen Gesamtumsatz von 200 Millionen machen, damit würde die Gruppe auf Platz zehn in Südtirol stehen. Noch vor Thun, Finstral oder Hoppe. Und das mit einer extrem hohen Rentabilität, denn die Rizzi-Group hat nur 30 fest angestellte Mitarbeiter. Das Umsatzvolumen hat der gewiefte Geschäftsmann auf seine Einzelfirmen, allesamt als GmbH oder AG eingeschrieben, aufgeteilt. Um wie viele Einzelfirmen es sich dabei handelt, darüber herrscht Unklarheit. Während auf der Website der Rizzi-Group acht Firmen aufscheinen, spricht Walter Rizzi selbst von neun Firmen. In den Bilanzen der Han-
Foto: Rizzi-Group
GESAMTUMSATZ VON 200 MILLIONEN.
Die Zentrale der Rizzi-Group in Latsch: Der Glaskubus kann in 6000 verschiedenen Farben leuchten.
delskammer scheint sein Unternehmen jedenfalls nicht als Gruppe auf. „Jede meiner Firmen hat seine eigene Struktur und sein eigenes Personal. Damit können wir die einzelnen Sparten als Profitcenter halten. Schließlich können wir unseren Kunden schlecht gesundes Bio-Obst und gleichzeitig konventionelles Tomatenmark verkaufen“, meint der ehemalige Vizebürgermeister von Latsch Walter Rizzi. Das bedeutet,
heute 65-Jährige vor 30 Jahren. Erst mit der „Vermittlung“ von Obst und Gemüse, dann mit dem Direktexport und schließlich mit dem Export von italienischen Spezialitäten und Wein. Insgesamt 30 Hektar Äpfel und Kirschen sowie sieben Hektar Gemüse (Zucchini, Fenchel, Lauch, Weißkohl, Wirsing, Auberginen und Radicchio) sind im Obervinschgau zwischen Glurns und Morter in seinem Besitz. Unter dem Namen Selecta GmbH ist er Ende der Siebziger erstmals als Vermittler zwischen Lieferanten und Kunden aufgetreten und hat dafür eine Vermittlungsprovision kassiert. Selbst auf den Feldern angepackt hat er nie, weder bei der Aussaat noch bei der Ernte. Dafür habe ihm schlichtweg die Zeit gefehlt, schließlich war er der „Manager“. Mittlerweile hat er seine Agenturtätigkeit drastisch reduziert. Dafür hat er längst das Potenzial des Direktexports von Obst und Gemüse ins Ausland erkannt und hat sich damit eine goldene Nase verdient. Mit Ausnahme der Kirschen baut er nach eigenen Aus-
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UNTERNEHMER & MÄRKTE sagen noch heute alle Produkte nach biologischen Grundsätzen an.
Sprung zum Millionär mit einem geschätzten Vermögen von 50 Millionen ermöglicht.
EXPORT AN DEUTSCHE DISCOUNTER. KOOPERATION MIT GROSSBETRIEBEN. Rizzi besitzt nicht nur eigene Obst-
wiesen, sondern kooperiert mittlerweile auch mit Betrieben im Ausland. So bezieht er von einem Großbetrieb von 50 Hektar in der Pfalz den Feldsalat, Radieschen oder Weißkraut. Damit kann er das Angebot an frischer Ware möglichst breit gefächert halten und seinen Kunden über einen möglichst langen Zeitraum anbieten. „Ich stimme mit dem dortigen Besit-
Fotos: Alexander Alber
Sein Absatzmarkt liegt vor allem in Italien, wo er die Supermarktkette Esselunga bedient, und in Deutschland, wo er unter anderem Systemlieferant der Supermarktkette Kaufland ist. Sprich Kaufland bezieht alle Bioprodukte – bis auf Karotten, Kartoffeln und Bananen - ausschließlich von Walter Rizzi. Sehr stark vertreten sind Rizzis Produkte aber auch bei den Discountern Norma, Netto oder Plus, also jenen Ketten, die in den letzten Jahren in
der Unternehmer. Dem deutschen Kunden können dadurch regionale Produkte angeboten werden. Ein Punkt, der für den Kunden immer wichtiger wird. Gleichzeitig kann Rizzi manche Gemüsesorten, die er in der Pfalz anbauen lässt, wiederum nach Italien importieren. Auch in Sizilien hält Rizzi 25 Prozent an einer Aktiengesellschaft, die sowohl Weintrauben als auch Orangen und Zitronen anbaut. Dieses Unternehmen mit dem Namen „Medisol“ ist wiederum ein Joint Venture mit dem größten ägyptischen Orangenproduzenten. Ihre Zusammenarbeit läuft darauf hinaus, auch in Ägypten Weintrauben anzupflan-
Gute Aussichten für Exporteur Walter Rizzi: Der Umsatz von Biolebensmitteln entwickelt sich in Deutschland trotz Wirtschaftskrise positiv.
Deutschland einen wahren Boom erlebt haben und die als Gewinner der Wirtschaftskrise gelten. Rizzi war einer der Ersten, der die Discounter mit biologischen Produkten beliefert hat. Dass die biologischen Äpfel oder Zucchini von Rizzis Feldern kommen, das erkennt der Kunde nicht. „Auf der Ware steht nur das Herkunftsland und unsere Firma ˇBio-Natura‘, nicht aber die Provinz oder gar der Vinschgau“, meint der Geschäftsmann.
„Enweder meine Kinder oder meine Mitarbeiter sollen mir im Betrieb nachfolgen“, Walter Rizzi
VERMÖGEN VON RUND 50 MILLIONEN.
Wenn Rizzi heute im Turm-Chalet die Flügeltüren öffnet und auf die Terrasse tritt, steht er bei schlechtem Wetter über den Wolken. Bei Schönwetter schweift sein Blick hinab auf seine Obst- und Gemüseplantagen, die einen Großteil des Obervinschgaus bedecken. Sie haben ihm den
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zer das Anbauprogramm ab und beteilige mich dafür finanziell, indem ich etwa die Anschaffungskosten für das notwendige Pflanzenmaterial vorfinanziere. Damit verpflichte ich mich quasi die Ware bei der Ernte auch abzunehmen“, meint
zen, die zeitlich vor den sizilianischen Weintrauben auf den Markt gehen können. Medisol stellt dafür seine Facharbeiter zur Verfügung und möchte im Gegenzug die Trauben aus Ägypten beziehen. ZUKUNFT GEHÖRT DEN DISCOUNTERN.
Während der Kunde in einem herkömmlichen Supermarkt in Deutschland für einen Kilo Fenchel 3 Euro bezahlt, muss er beim Discounter nur maximal 1,50 Euro aus der Tasche ziehen. Preisunterschiede von über 100 Prozent sind keine Seltenheit. Doch wie erklärt sich der Zulieferer die hohen Unterschiede? Führen Discounter wegen der niedrigen Preise auch minderwertige Ware? „Nein, ganz sicher nicht. Die Qualität von Bioprodukten ist bei beiden Ketten dieselbe. Bei Discountern gelten teilweise sogar die strengeren Ein-
Foto: Privat
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Walter Rizzi mit seiner Frau Christine und seinen vier Kindern Lukas, Simone, Daniel und Florian. Sie sollen die Rizzi-Group in den nächsten Jahren übernehmen.
gangskontrollen. Nur ist die Kostenstruktur bei den Discoutern einfach sehr viel schlanker“, meint Walter Rizzi. Tatsächlich: Der Kunde erhält in Billigsupermärkten wenig bis gar keinen Service, er findet keine Frischeabteilung und damit auch keine Bedienungsabteilungen. Außerdem bieten herkömmliche Supermarktketten ein volles Sortiment an, während Discounter nur einen Bruchteil der Produkte abdecken. „So spart der Discounter ein, damit er sich das Bioprodukt leisten kann. Discounter lassen sich Bio mittlerweile etwas kosten, weil sie damit ihr Image aufwerten wollen“, erzählt der Bioexporteur. Walter Rizzi dürften die Preisunterschiede egal sein: Ob Supermarkt oder Discounter, er bekommt nach eigenen Angaben denselben Preis für die gelieferte Ware.
und Tomatensauce bis hin zu Balsamicoessig und italienischen Weinen. Teilweise finden sich darunter auch Produkte, bei denen wir Südtiroler Feinschmecker die Nase rümpfen würden. Bei den Discountern in Deutschland finden sie dagegen reißenden Absatz – etwa die Spaghetti Miracoli, wo es die Tomatensauce und den geriebenen Parmesankäse zur Spaghettipackung gleich dazu gibt. RIZZI-GROUP SOLL IN DER FAMILIE BLEIBEN. Seit rund einem Jahr läuft die
Firma Riwa unter dem Namen „Flori“, also benannt nach seinem erst 23-jährigen Sohn Florian, dem der Vater dieses Unternehmen auch überschrieben hat. Operativ im Unternehmen tätig ist er nicht. „Er studiert noch in Piacenza, er beendet bald sein Studium und steigt dann ope-
MIT PASTA GOLDENE NASE VERDIENT.
Doch wird man mit der Produktion und dem Vertrieb von Bioprodukten wirklich so reich? „Sicher nicht. Entscheidend war sicher, dass ich mit der Firma Riwa vor rund vier Jahren in den Vertrieb von Nudelwaren eingestiegen bin und wir damit unser Angebot ausweiten und eine viel breitere Kundenschicht ansprechen konnten“, meint Rizzi. Waren es zuerst noch Nudeln in den verschiedensten Variationen – von Spaghetti, Eiernudeln bis hin zu Lasagneblättern – kamen im Laufe der Zeit noch weitere typisch italienische Produkte hinzu. Das Sortiment reicht mittlerweile von Pesto über Ketchup
Walter Rizzi Seiner Heimatgemeinde Latsch ist der 65Jährige treu geblieben: Hier hat er vor 30 Jahren mit der „Vermittlung“ von biologischem Obst und Gemüse begonnen. Genau hier thront heute auch sein mystischer Glaswürfel, der Sitz seiner Firmen. Sein Hauptgeschäft ist mittlerweile der Export von Obst und Gemüse an Supermärkte in Deutschland und Italien. Vor vier Jahren ist er zusätzlich in den Export von Nudelwaren eingestiegen und liefert den Discountern in Deutschland ein breites Sortiment an italienischen Spezialitäten - von der Tomatensauce bis hin zum Wein.
rativ in das Unternehmen ein“, meint der stolze Vater. Er hofft übrigens, dass alle seine vier Kinder den Weg in das RizziImperium finden. Bereits heute ist Tochter Simone (34) für den Foodbereich zuständig, während der älteste Sohn Lukas (33) die Ländereien, sprich die Landwirtschaft führt. Seine Frau dagegen führt in ihrem Geburtsort Tschars acht Ferienwohnungen und zeigt sich für die Vermietung des Turm-Chalets für Fotoshootings verantwortlich. Dass sich die Kinder bei der Nachfolgeregelung in die Haare kommen könnten, glaubt der Vater verneinen zu können: „Meine Frau und ich waren unseren Kindern ein gutes Vorbild, wir bilden eine sehr harmonische Familiengruppe. Sollten meine Kinder am Unternehmen aber nicht interessiert sein, so könnte ich mir durchaus vorstellen, dass einzelne Mitarbeiter oder eine Gruppe von ihnen den Betrieb übernehmen könnten. Nur externe Investorengruppen, die kommen sicher nicht infrage“, so Rizzi. NOCH LANGE NICHT ARBEITSMÜDE.
Aber keine Sorge: Grund zum Abtreten gibt es bislang nicht. Auf die Frage was ihn denn noch antreibt, meint Rizzi voller Enthusiasmus: „Es ist die Freude an der Arbeit, die Freude am Erfolg, das ist meine Bestätigung, dass ich noch gesund und fit bin.“ FÖRDERER VON VINSCHGER KUNST.
Der sportliche Vinschger, der jeden Morgen eine Stunde im eigenen Schwimmteich schwimmt oder im Wald joggt, setzt nicht nur mit architektonisch eigenwilligen Bauten Akzente, sondern auch mit seinen Kunstsammlungen. „Vor allem versuche ich die heimischen Vinschger Künstler zu fördern. In meinem Haus in Latsch hängen Scherer-Bilder, im Turm-Chalet Gemälde von Jörg Hofer. Im Erdgeschoss des Firmensitzes in Latsch haben wir im sogenannte Spazio Rizzi eine 100 qm große Ausstellungsfläche geschaffen, die für die Öffentlichkeit zugänglich ist“, erzählt der Kunstliebhaber. Dort waren den Winter über archäologische Fundstücke aus dem Vinschgau exponiert, ab April möchte Rizzi dem Barbianer Künstler Lothar Dallago Raum schaffen. Während andere in teure Yachten und Luxusurlaube investieren, findet Rizzi seine Leidenschaft in heimischer Kunst und zeitgenössischer Architektur. ◀ VERENA PLIGER
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Auf der Überholspur Wachstum ist das Kriterium für Erfolg. Besonders dann, wenn zugleich die Rendite steigen. Südtirol Panorama hat die Kennzahlen über drei Jahre verglichen und stellt die 15 Unternehmen mit den größten Trendumsatzzuwächsen vor. Mit einigen Überraschungen
1. Energie- und Umweltbetriebe Moos
▶ Umsatz in €: 12.923 (2005), 1.600.620 (2006), 2.175.200 (2007)
Foto: Alexander Alber
Als die Energie- und Umweltbetriebe Moos (EUM) vor sechs Jahren in Moos in Passeier gegründet wurden, hatten die Initiatoren ein klares Ziel: Sie wollten den Bürgern günstigeren Strom anbieten. Heute zählt die Genossenschaft rund 670 Mitglieder, das sind rund 92 Prozent der Bevölkerung in den fünf Fraktionen der Gemeinde Moos. Sie alle können den Strom heute um circa 50 Prozent günstiger beziehen. Um Mitglied zu werden, ist ein einmaliger Beitrag von 100 Euro fällig, bei Austritt gibt es das Geld wieder zurück. Im Jahre 2006 ging das neue E-Werk in Moos in Passeier an welchem die EUM eine Beteiligung von 53 Prozent hält mit einer Jahresproduktion von rund 45 Millionen Kilowattstunden in Betrieb. Seitdem kassiert die EUM die Erträge aus dem Verkauf der Grünen Zertifikate und dem Stromverkauf. Dabei werden rund 6 Millionen Kilowattstunden an die Mitglieder verteilt, die restlichen 17 Millionen werden am freien Strommarkt verkauft.
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Der Top-Performer der Südtiroler Wirtschaft: Hubert Brunner ist Geschäftsführer der Energie- und Umweltbetriebe Moos.
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Die EUM hat vor allem vom Jahr 2006 auf das Jahr 2007 einen radikalen Umsatzsprung von 12.000 Euro auf 1,6 Millionen Euro hingelegt und befand sich auch im folgenden Jahr im Steigen. Die Erlöse wurden im Jahr 2008 großteils in die Verbesserung des Leitungsnetzes investiert. „Die Versorgungssicherheit hat sich durch die unterirdische Verlegung der Leitungen sowie durch die Einbindung aller Verteilerkabinen in ein zentrales Netzleitsystem stark verbessert“, freut sich Geschäftsführer Hubert Brunner. Mit der Idee der lokalen Energieproduktion auf ökologischer Basis liegen die Energie- und Umweltbetriebe Moos im Trend der Zeit und zeigen in den Umsätzen und der bisher erreichten Rendite eine vorbildliche Entwicklung.
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2. Prinoth 181 GmbH
Ranking: So wurde bewertet
Foto: Alexander Alber
Erich Prinoth, Inhaber der Prinoth 181 hat die ehemalige Prinoth-Fabrik (Pistenfahrzeuge) zu einem Gewerbepark umfunktionert. Lukrativ sind aber vor allem seine Immobiliengeschäfte
▶ Umsatz in €: 30.597 (2005), 674.521 (2006), 4.273.341 (2007) Erich Prinoth ist kein Unbekannter. Sein Vater gilt als Erfinder der Pistenfahrzeuge; dessen gleichnamiges Unternehmen zählt seit 2000 zur Leitner-Gruppe in Sterzing. Erich Prinoth selbst war in diesem Unternehmen nach dem Tod seines Vaters für mehrere Jahre als Geschäftsführer tätig. Nach der erfolgreichen Integration von Produktion und Verwaltung in die Leitner-Gruppe in Sterzing, suchte Prinoth nach einem Weg, das leere Fabrikgebäude in St. Ulrich zu nutzen. Er gründete neben seiner Tätigkeit als Präsident der beiden Skilifte Ciampinoi und Seceda das
Unternehmen Prinoth 181. Aus der ehemaligen Fabrik ist heute ein Gewerbepark mit „5-Sterne“-Fitnesscenter, Restaurant, Bar, Architekturbüros und Handwerksfirmen entstanden. Seine unternehmerischen Tätigkeiten gehen aber darüber hinaus: Prinoth ist etwa am Gardasee stark im Immobiliengeschäft tätig. Er kauft Objekte an, saniert diese und verkauft sie weiter. Besonderen Erfolg hatte er damit im Jahre 2007. Mit dem niedrigen Personalstand von nur neun Mitarbeitern, die unter anderem eine Residence mit 12 Wohnungen in Gröden betreuen, konnte er eine hohe Rentabilität von 24 Prozent erreichen.
Unter den Top 15 kommen all jene Unternehmen vor, die in den letzten drei Jahren den größten relativen Umsatzsprung gemacht haben. Um ein aussagekräftiges Ranking zu erstellen, hat Südtirol Panorama das Beratungsunternehmen Lexington Company mit der Auswertung beauftragt. Grundlage waren die öffentlich zugänglichen Daten der Geschäftsabschlüsse von Unternehmen mit Rechtssitz in Südtirol, geliefert von der Handelskammer Bozen. Dabei handelt es sich ausschließlich um Kapitalgesellschaften oder Genossenschaften, welche die vollständigen Bilanzen aus den Jahren 2005, 2006 und 2007 abgegeben haben und in den drei Jahren mindestens einmal einen Umsatz von mindestens 1 Mio Euro erzielt haben. Von Interesse waren vor allem operative Unternehmen mit Gewinnzweck, also all jene, die unter anderem Umsatz, Personaleinsatz, Cashflow und ein Betriebsergebnis aufweisen. Aufgrund der Selektionskriterien kann die Liste der ausgewerteten Unternehmen keinen Anspruch auf Vollständigkeit erfüllen. Aus der Bewertung ausgenommen waren weiters Neugründungen, das bedeutet Unternehmen, die in den Jahren 2005, 2006 oder 2007 ihre Tätigkeit aufgenommen haben und dadurch außerordentliche Zuwachsraten aufgrund der Gründungsphase aufweisen. Für die Brancheneinteilung wurde ausschließlich der in der Handelskammer aufgeführte Tätigkeitskodex nach Ateco2002 verwendet. Zur Bestimmung der Aufsteiger wurde die Entwicklung der Kennzahlen Umsatz, Anlagenentwicklung, Personalaufwand, Umsatzrentabilität, dynamische Verschuldung, Cashflow, Anlagendeckung, Personaleffizienz, Eigenkapitalund Gesamtkapitalrentabilität analysiert. Erstes Selektionskriterium für das Ranking war die Umsatzentwicklung. Für die Bewertung des Trends wurde eine lineare Regression nach der Minimum-Quadrat-Methode über die Drei-Jahres-Entwicklung gelegt und der Steigungskoeffizient in Relation zum Ausgangsniveau der Kennzahl gesetzt.
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UNTERNEHMER & MÄRKTE
5. Südtiroler Transportstrukturen AG
4. Arcus GmbH
Foto: Alexander Alber
3. Konsortium der Mietwagenunternehmer
Josef Franz Gross, Präsident des Verwaltungsrats des Konsortiums
▶ Umsatz in €: 114.727 (2005), 6.691.553 (2006), 7.485.511 (2007) Das Konsortium ist ein Zusammenschluss von derzeit 330 Mietwagenunternehmen, das Personentransporte für die öffentliche Hand durchführt. Dazu gehören vor allem die Schülertransporte. Darüber hinaus werden Ersatzfahrten für die Trenitalia, die SAS, die Vinschgerbahn und einigen Liniendienste der SAD und der SASA durchgeführt. Denn das Konsortium ist sehr flexibel und kann auf Abruf ein örtliches Unternehmen beauftragen. Das Konsortium selbst verfügt über kein wesentliches Anlagevermögen. Es wird von einem fünfköpfigen Verwaltungsrat geleitet, während das Mitarbeiterteam aus drei Personen besteht. Präsident Josef Franz Gross sieht durch den Aufbau von Mobix ein weiteres Wachstumspotenzial. Mobix ist ein Rufparksystem für Sammeltaxis. Im Gegensatz zu den Nigthlinern, die mit großen Bussen zu bestimmten Zeiten die Menschen nach Hause bringen, können die Sammeltaxis ihre Fahrten den effektiven Bedürfnissen der Menschen anpassen. Die Zukunft des Konsortiums ist gerade in Zeiten von verstärktem Umweltbewusstsein, strengeren Verkehrsstrafen und dem immer attraktiver werdenden Angebot der Öffentlichen Mobilität gesichert.
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Peter Mader, Inhaber der MaderGroup
Vinschgerbahn: Eines der Prestigeprojekte der Südtiroler Transportstrukturen
▶ Umsatz in €: 6.700 (2005), 2.456.436 (2006), 201.185 (2007)
▶ Umsatz in €: 602.115 (2005), 5.171.791 (2006), 13.323.272 (2007)
Die Bauträgergesellschaft Arcus kennen nur die wenigsten. Wesentlich bekannter ist die Mader-Group, zu der das Unternehmen zählt. Die Sterzinger Gruppe hat seit ihrer Gründung 1987 ein rasantes Wachstum hingelegt. Peter Mader hat damals als jüngster Meister Italiens mit einem Einmanninstallationsbetrieb begonnen. Heute zählen 80 Mitarbeiter zu seiner Gruppe und rund 15 verschiedene Unternehmungen und Beteiligungen im Installationsbereich, im Baugewerbe, im Immobiliensektor und im Tourismus (Hotel Feuerstein in Pflersch). Das Unternehmen Arcus wurde im Jahr 2008 von der Firma Mader Immobilien KG übernommen.
Das Unternehmen ist privatwirtschaftlich organisiert, gehört aber zu 100 Prozent der öffentlichen Hand. Die STA projektiert, baut und betreibt Transportinfrastrukturen für die öffentliche Mobilität. In den Neunzigerjahren wurde der Bau des Flughafens Bozen realisiert. Heute betrifft ihre Tätigkeit vor allem das Eisenbahnwesen. So wurde die Vinschgerbahn gebaut, die sie auch betreibt. Außerdem hat sie die Errichtung und Sanierung von Bahnsteigüberdachungen und Unterführungen für Bahnhöfe im Pustertal und entlang der Brennerlinie für das Assessorat für Mobilität betreut. Ein weiterer Auftrag betraf das Fahrsicherheitszentrum in Pfatten.
Der Bau des Brenner Outlet Centers und des Fernheizwerks in Wiesen zählen zu den größten Referenzprojekten der Mader-Group. Dabei lautet Maders Motto stets: „Wir wachsen quantitativ aus eigener Kraft. Externes Wachstum muss immer wirtschaftlich sein.“ Der erst 44-jährige Peter Mader, der vor einem Jahr seinen Master in Management abgeschlossen hat, hat in den letzten zwei Jahren 2,5 Millionen Neuinvestitionen getätigt. Zum einen für den 5800 qm großen Firmensitz nahe der Autobahnausfahrt in Sterzing und zum anderen in die Filiale in Brixen.
Bei der Realisierung dieser Bauvorhaben zeichnet sich die STA für die Ausschreibung verantwortlich, betreut die Bauten und übernimmt auch die Bauleitung und Projektsteuerung. Der effektive Bau wird von Dritten durchgeführt. In der STA und ihrem Wachstum zeigen sich deutlich die Investitionen in Öffentliche Verkehrsmittel sowie in die Wiederbelebung der regionalen Bahnen in Südtirol, aber auch die Investitionen in die verbesserte Mobilität und Sicherheit in unserer Provinz. Damit werden die Erreichbarkeit unseres Landes, sowie die Ökologie und Sicherheit der Transportmöglichkeiten verbessert.
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UNTERNEHMER & MÄRKTE
8. Punto Quota GmbH
6. Therme Meran A.G.
▶ Umsatz in €: 370.454 (2005), 2.156.592 (2006), 2.959.153 (2007)
▶ Umsatz in €: 1.263.275 (2005), 6.111.680 (2006), 15.612.946 (2007) Adelheid Stifter, die ehemalige Direktorin des Kaufleuteverbandes, führt die im Dezember 2005 eröffnete und von Stardesigner Matteo Thun konzipierte Therme Meran mit der dazugehörenden Parkgarage. Wie allgemein bekannt ist, kämpft die Therme Meran mit den hohen Investitionskosten, die mit dem Bau verbunden waren. Aufgrund dieser Investitionen fallen jährlich 3,9 Millionen Euro an Zinsen und 4,5 Millionen Euro an Abschreibungen für das Unternehmen an. Demgegenüber stand ein Unternehmen, das mit seiner Eröffnung erst Umsatz aufbauen und den Betrieb in den Griff bekommen musste. Sieht man sich die operative Entwicklung der Therme an, so kann man vermerken, dass die Besucherzahlen von 315.799 Personen im Jahre 2006 auf 360.655 im Jahr 2008 ge-
Foto: Fri-El
7. FriGmbH El Montemurro
Fri El Montemurro betreibt einen Windkraftwerkpark in der Provinz Potenza
▶ Umsatz in €: 1.173.463 (2005), 4.198.973 (2006), 9.918.726 (2007) Das Unternehmen gehört zu 50 Prozent der Fri El und zu 50 Prozent der Energie Spa. Alleinverwalter ist der Steuerberater Heinz Peter Senoner. Die Fri El Montemurro betreibt einen Windkraftpark in der Provinz Potenza. Der Umsatz-
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Adelheid Stifter, Direktorin der Therme Meran
steigert werden konnten. Damit konnte auch eine Erhöhung des Umsatzes erreicht werden; vor allem im Zeitraum 2006-2007 nahm dieser von 6,1 auf 15,6 Millionen Euro zu. Die Rentabilität konnte im selben Zeitraum ebenfalls verdreifacht werden. Damit ist die Therme Meran keinesfalls auf einem Niveau, das als ausreichend betrachtet werden kann. Der Entwicklungssprung allerdings ist beachtlich.
zuwachs ergibt sich aus der Realisierung des Windparks in zwei Phasen. 2006 war nur ein Teil des Windparks in Potenza in Betrieb, während 2007 mit allen 28 Windrädern Strom erzeugt wurde, sodass ein Umsatz von 9.918.726 Euro erzielt werden konnte. Der Umsatz ergibt sich neben dem Verkauf des Stroms auch aus dem Verkauf von „grünen Inhaberscheinen“. Durch eine Sale and Lease Back Operation wurde das Anlagevermögen stark reduziert, das heißt die Windparkanlage wurde an die Leasinggesellschaft verkauft. Diese überlässt in Folge die Anlage wieder der Fri El Montemurro gegen Bezahlung der Leasingraten, die Kapital- und Zinsanteile enthält. Betreiber von Windparks zeichnen sich generell durch hohe Erlöse und geringe Kosten aus. Die Kosten der Fri El Montemurro betreffen vor allem Versicherungs- und Wartungskosten. Das Unternehmen hat als Teil einer Holding keine Personalund Verwaltungskosten.
Mit einer Erstinvestition von 400.000 € gewann Punto Quota GmbH 2006 den Wettbewerb für den Verkauf von Spielen und Wetten in Trentino-Südtirol, der aus der Liberalisierung der Monopole („Legge Bersani“) hervorging. Die Tätigkeit umfasst in erster Linie Wetten auf Pferderennen und Sportveranstaltungen sowie Slot Machine. Das Sinicher Unternehmen führt inzwischen in der Provinz Bozen 10 eigene Wettbüros sowie rund 35 Corner in fremden Verkaufspunkten. Der Umsatzwachstum von rund 350 Prozent in der Periode 2005 bis 2007 widerspiegelt den Start der Konzession, doch immerhin wurde 2008 der Umsatz nach eigenen Angaben nochmals mehr als verdoppelt, und zwar auf 8,6 Mio. €. Dabei half, neben dem Ausbau der Verkaufspunkte und der Spielmöglichkeit über die Webseite der Firma, auch das allgemeine Wachstum des Marktes der Geldspiele: Sportwetten verzeichneten ein Plus von 38 Prozent. Von den Wetteinnahmen werden den Gewinnern rund 78 Prozent ausgezahlt, 5 Prozent erhält der Staat.
9. SEL AG ▶ Umsatz in €: 722.720 (2005), 2.842.252 (2006), 5.653.615 (2007) Das Ziel der Sel AG ist es, die Energieversorgung in ganz Südtirol auch in Zukunft zu sichern. Insgesamt zählen zu der Holding-Struktur 25 Tochtergesellschaften aus den Bereichen Strom, Gas, Wärme - sie wurden in der Studie nicht berücksichtig. 93,88 Prozent der Sel AG befinden sich im Eigentum der Autonomen Provinz Bozen und 6,12 Prozent im Eigentum der Selfin GmbH, einem Zusammenschluss von 102 Südtiroler Gemeinden und vier Südtiroler Bezirksgemeinschaften. Mit der Übernahme des Fernheizwerkes in Bozen Süd im Juli 2006 und dem Einstieg in den Stromhandel hat die Sel AG ein ungebrochenes Wachstum und eine sehr hohe Rentabili-
tät erzielt. „Wir haben die guten Jahre im Energiebereich einfach genutzt“, meint Präsident Klaus Stocker.
Foto: Alexander Alber
Das Kerngeschäft der Sel AG liegt im Stromhandel: Hier kauft die Sel von den kleinen kommunalen E-Werken Strom an und verkauft ihn an ihre Trading-Gesellschaften weiter. Neben dem StromKlaus Stocker, Präsident der Sel AG handel schlagen auch die Minderheitsbeteiligungen an kleineren Kraftwerken positiv zu Buche. In die Zukunft blickt Stocker mit gemischten Gefühlen: „An der Strombörse sind in den letzten drei Monaten die Preise um fast ein Drittel gesunken. Auch in Italien fürchten wir einen Verfall der Energiepreise und dadurch auch der Erlöse.“
10. Zima Wohngesellschaft GmbH
Foto: Ingrid Heiss
▶ Umsatz in €: 940.924 (2005), 18.119.959 (2006), 7.087.391 (2007)
Hermann Thaler, Geschäftsführer der Zima Wohngesellschaft
Neben seiner ehemaligen politischen Tätigkeit im Landtag ist Hermann Thaler seit fünf Jahren mit 20 Prozent Beteiligung Geschäftsführer der Zima Wohnbaugesellschaft. Die restlichen 80 Prozent gehören der österreichischen Zima Holding AG. Als klassischer Bauträger hat die Gesellschaft ein geringes Anlagevermögen. Der Umsatz ist im Jahr 2006 stark gestiegen und hat sich 2007 auf einem Niveau von rund sieben Millionen Euro eingependelt.
Hohe Umsätze in einem einzelnen Jahr sind in der Baubranche nicht selten: Denn der Umsatz hängt mit der Anzahl der Bauprojekte und den fertiggestellten Bauten zusammen, die zum Verkauf stehen. Dies gilt für die Zima Wohnbaugesellschaft umso mehr, da die Käufer erst nach Fertigstellung der Wohneinheiten und bei notarieller Überschreibung den Kaufpreis bezahlen müssen. Dadurch wird der Umsatz eines Bauprojektes erst nach gänzlicher Fertigstellung des Projektes erzielt. Trotzdem ist es Hermann Thaler mit seinem Team gelungen, die Rentabilität des Unternehmens stark zu verbessern. „Seriosität, Vertrauen und Qualität sind für den Erfolg in der Bauträgerbranche die wesentlichsten Voraussetzungen“, meint Hermann Thaler.
UNTERNEHMER & MÄRKTE
11. GmbH C 9 Costruzioni ▶ Umsatz in €: 281.242 (2005), 1.577.527 (2006), 2.077.191 (2007) Das Tiefbauunternehmen arbeitet für die Autonome Provinz Bozen und die Autobahngesellschaft A22. Außerdem ist C 9 Costruzioni als Subunternehmen tätig, wie etwa am Bau der Umfahrung Brixen und Bruneck. Die C9 ist fast ausschließlich in Südtirol tätig, gehört aber zur Gruppe Betumi Impresa SPA aus Mezzocorona, die in Bereich Hochbau, Infrastrukturen, sowie Straßenbau tätig ist. Seine operative Tätigkeit in Südtirol hat das Unternehmen mit der Verlegung des Geschäftssitzes von Gardolo nach Bozen im Jahre 2005 aufgenommen. Das Unternehmen führt Carlo Cenacchi mit acht Mitarbeitern.
12. Wierer Bau AG ▶ Umsatz in €: 1.827.000 (2005), 10.870.374 (2006), 13.128.932 (2007) War das Traditionsunternehmen aus Kiens früher direkt eine Baufirma, ist Wierer Bau seit rund zehn Jahren als Bauträger tätig. Der stetige und rasche Umsatz- und Rentabilitätszuwachs bestätigt, dass die neue Positionierung Erfolg hat. Das Kerngeschäft ist heute das Entwickeln, Errichten und Vermarkten von bezugsfertigen Wohnimmobilien. Wierer Bau kümmert sich also um das Projektmanagement, die Finanzierung und übernimmt das Risiko, auch für manchmal nicht optimale Jahre. In diesem Geschäft schlägt sich der Umsatz nämlich erst dann in den Bilanzen nieder, wenn ein Objekt notariell überschrieben wird. Das kann oft eine längere Zeit dauern. Gleich schnell wie man in einem Jahr wächst, kann man im nächsten fallen. Die Entwicklungen des Unternehmens sind derzeit allerdings beachtlich und zeigen das Potenzial im Bereich der Bauträgerschaft. Gregor und Michael Wierer haben schon früh die Möglichkeiten des Outsourcings erkannt: Im Unternehmen sind nur drei Mitarbeiter fix beschäftigt.
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14. Ropatec GmbH
Eine Ropatec-Kleinwindkraftanlage in England
▶ Umsatz in €: 252.114 (2005), 729.662 (2006), 1.077.674 (2007) United Nations, McDonald’s, Audi oder die Weltraumgesellschaft ESA: All diese renommierten Konzerne sind Kunden des Bozner Unternehmens Ropatec. Der
Hersteller von Kleinwindkraftanlagen mit Vertikalachse ist mittlerweile in 38 Ländern präsent und erzielt 95 Prozent des Umsatzes im Ausland. Nach mehreren Entwicklungsjahren im Jahre 2004 auf den Markt gekommen, ist Ropatec aber erst seit 2005 aktiv im Verkauf tätig. Der Umsatz konnte seitdem enorm gesteigert werden, allein vom Jahr 2007 auf 2008 um 100 Prozent. Der Cashflow ist derzeit noch negativ. Zu erklären ist dieser negative Kapitalrückfluss mit den hohen Entwicklungskosten. Außerdem hat Ropatec 2008 wegen der Markteinführung der neuen Generation den enormen Preisanstieg auf den Rohstoffmärken selbst absorbiert. Die höheren Kosten, etwa für Stahl, wurden also nicht auf die Abnehmer abgewälzt. Ropatec hat weltweit Entwicklungspotenzial, da unter anderem der Telekommunikationssektor großes Interesse an Windkraftanlagen mit Vertikalachse zeigt.
13. Union Bau GmbH
15. Metall Ritten GmbH
▶ Umsatz in €: 11.556.282 (2005), 16.345.776 (2006), 51.502.082 (2007)
▶ Umsatz in €: 855.526 (2005), 2.154.200 (2006), 3.198.365 (2007)
Das Familienunternehmen in Sand in Taufers hat sich in den letzten hundert Jahren zu einem der renommiertesten Bauunternehmen in Südtirol entwickelt und weist ein stetiges und sehr schnelles Wachstum auf: Das Unternehmen konnte seinen Umsatz vom Jahr 2005 zum Jahr 2007 fast vervierfachen. Laut Geschäftsführer Christoph Ausserhofer sind dies die Ergebnisse der 2004 beschlossenen Erschließung des norditalienischen Raumes. Heute wird dort ein großer Teil des Umsatzes getätigt.
Angefangen haben Lorenz Kröss und Valentin Wenter 1990 in einer Garage auf dem Ritten. Damals noch alleine. Heute gehören ihrem Metallverarbeitungsunternehmen 26 Mitarbeiter an und ihr Firmensitz in Klobenstein hat eine Fläche von 2500 qm.
Eines der Referenzprojekte war der Bau des Kinos Cineplex in Rozzano mit 3.200 Sitzplätzen und 22 Restaurants. Das Generalbauunternehmen mit 135 Mitarbeitern deckt die komplette Bauabwicklung und –koordinierung ab: Von der Beratung bei der Planung über den architektonischen Entwurf bis hin zur Ausführung der Bau- und Zimmermannsarbeiten.
Metall Ritten hat in den letzten Jahren mit Metallen und Glas herausragende Architekturprojekte umgesetzt: Etwa das Messner Mountain Museum, die Kirche in Leifers oder die Bahnsteige der Vinschgerbahn von Algund nach Mals. Letztere hat ihnen im Jahre 2006 an nur 75 Tagen einen Umsatz von 1,2 Mio. Euro erbracht. Ihr Umsatzwachstum ist rapide und in den letzten Jahren konstant. 2009 hält es Lorenz Kröss trotz Krise für realistisch die 4-Millionen-Grenze zu knacken. Dann soll auch ihr neuer Produktzweig Früchte tragen: Seit zwei Jahren bieten sie auch Fassadensysteme aus Aluminium an.
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Die Branchenkönige Wer hat in den einzelnen Branchen die Nase vorn? Südtirol Panorama zeigt, welche Unternehmen in den letzten drei Jahren die beste Trendumsatzentwicklung erreicht haben. Dienstleistung & Finanzen
Energie und Umwelt
1.
Konsortium der Mietwagenunternehmer, Bozen
1.
EUM Umwelt- und Energiebetriebe Moos, Moos in Passeier
2.
Therme Meran AG, Meran
2.
3. 4.
Kronberg Real Italia GmbH, Bruneck Sequenza SPA, Bozen
5.
Vienna Servizi GmbH, Bozen
6.
Rubner Entwicklungs- und Beteiligungsgesellschaft SRL, Kiens
7. 8. 9.
Medical Advanced Services & Solutions GmbH, Bozen
10.
1.
Prinoth 181 GmbH, St. Ulrich
FRI-EL Montemurro GmbH, Bozen
2.
Arcus GmbH, Sterzing
3.
Sel AG, Bozen
3.
Zima Costruzioni GmbH, Bozen
4.
Thermo Wipptal AG, Pfitsch
4.
C 9 GmbH, Bozen
5.
SET Subsoil Environment GmbH, Eppan
5.
Wierer Bau, Kiens
6.
Tiwag - Italia GmbH, Bozen
6.
Unionbau, Sand in Taufers
EOS Italia AG, Bozen
7.
Seltrade AG, Bozen
7.
Case e Dimore GmbH, Bozen
Liebherr Noleggio Italia AG, Brixen
8.
Pa Service GmbH, Bozen
8.
Helios Costruzioni GmbH, Terlan
9.
Elektrizitätswerk Antholz GmbH, Rasen/Antholz
9.
Italcommerz GmbH, Auer
10.
Alber Invest GmbH, Laas
Rubner Projectmanagement GmbH, Brixen
10.
Produktion
Euro Alpe GmbH, Bozen
Hotel- und Gastgewerbe
1.
Metall Ritten GmbH, Ritten
1.
MC1 GmbH, Bozen
2.
Bausystem GmbH, Leifers
2.
Fawo GmbH, Brixen
3.
Keyobject GmbH, Bozen
3.
Gretl am See GmbH, Kaltern
4.
Pro.Cat GmbH, Bozen
4.
Cavallino Bianco Family Spa Hotel, Ortisei
5.
Frener & Reifer Metallbau GmbH, Brixen
5.
Hotel La Perla GmbH, Corvara
6.
Wolf Artec GmbH, Natz/Schabs
6.
Bufalo GmbH, Brixen
7.
Trimont GmbH, Bozen
7.
Hotel Majestic GmbH, Bruneck
8.
Stahlbau Pichler GmbH, Bozen
8.
Firstclass GmbH, Schlanders
9.
Alpenfrucht GmbH, Kurtinig
9.
Sinner GmbH, Valle di Casies
10.
Rabensteiner GmbH, Brixen
10.
Technik, Chemie & Elektrik
Caravan Park Sexten GmbH, Sexten
Ropatec GmbH, Bozen
1.
Südtiroler Transportstrukturen SPA, Bozen
2.
Autotest GmbH, Lana
2.
Hasler-Trans GmbH, Freienfeld
3.
Linel GmbH, Brixen
3.
4.
UTS Italia GmbH, Bruneck
S&P Spedition und Logistik GmbH, Latsch
TTControl GmbH, Brixen
4. 5.
Reicheneder Italia GmbH, Leifers
5. 6.
Progress Maschinen & Automation GmbH, Brixen
6.
Tiroler Autobusgesellschaft GmbH, Brixen
7.
Krelamp GmbH, Marling
7.
Alfa Service Società Cooperativa, Bozen
8.
Trojer Gastrodesign GmbH, Leifers
8.
Gruber Logistics AG, Auer
9.
Gas und Wasser Anlagenbau GmbH, Bozen
9.
Zambon GmbH, Sarntal
Euroclima AG, Bruneck
Die Macher der Studie Michael Hölzl und Lukas Gritsch vom europäischen Beratungsunternehmen Lexington Company mit Sitz in Bozen sind international erprobte Experten für Unternehmensbewertungen, strategische Neupositionierungen und Sanierungen. Seit vielen Jahren managen sie Firmenübernahmen, Fusionen sowie Finanz- und Integrationsaufgaben. Zu ihren Referenzen zählen unter anderem Projekte in der Schweiz, in Frankreich, in Griechenland, in Rumänien und Albanien. In Südtirol ist Lexington Company Partner für Unternehmen aus allen Wirtschaftsbereichen. Für Südtirol Panorama hat das Beratungsunternehmen die Studie zu den Südtiroler Unternehmen mit der größten Trendumsatzentwicklung erarbeitet.
Transport
1.
10.
Bau und Immobilien
10.
ABD Airport AG, Bozen
Michael Hölzl und Lukas Gritsch vom Beratungsunternehmen Lexington Company
Schwarz Transporte GmbH, Lajen
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BUSINESS PR-INFO
Die zertifizierte elektronische Post Der wesentliche Vorteil der E-mail ist die Unmittelbarkeit und der Umstand, dass die Nachrichten Text, Bilder, Audio, Video oder jede andere Art von Dateien „transportieren“ können. Totalcom garantiert, dass die Verwendung der zertifizierten elektronischen Post ausschließlich unter Verwendung „sicherer Protokolle“ abläuft.
D
ie Zertifizierte Elektronische Post (PEC) ist eine Form der E-mail, mit welcher der Absender über eine rechtlich gültige elektronische Dokumentation des Versandes und der Ablieferung informatischer Dokumente verfügt. Die „Zertifizierung“ der Übermittlung und Ablieferung – der zwei grundlegenden Elemente bei der Übertragung informatischer Dokumente – bedeutet, dass der Absender von seinem Postdienst eine Bestätigung bekommt, die einen rechtlich gültigen Nachweis der Übermittlung der Nachricht und der allfälligen beiliegenden Dateien darstellt. Mit anderen Worten wird dem Verfahren der elektronischen Übermittlung dadurch die Charakteristik der Zustellung mittels eingeschriebener Postsendung verliehen, in allen gesetzlich vorgesehenen Fällen, wie etwa bei gesetzlich vorgesehenen Mitteilungen und für Mitteilungen, deren Versand, nicht aber deren Ablieferung, nachgewiesen werden muss (Versand von Rechnungen): ▶ Übermittlung von Bestellungen, Verträgen, Rechnungen ▶ Einberufung von Ausschüssen, Versammlungen, Leitungsgremien ▶ Verteilung von Rundschreiben und Richtlinien ▶ Verwaltung des offiziellen Kommunikationsflusses innerhalb komplexer oder vernetzter Organisationen (Franchising, Vertreter, usw.) ▶ Integration der zertifizierten Sendungen in andere Produkte wie ERP, Lohn- und Gehaltsverwaltung, Protokollierung, Dokumentenverwaltung, Workflow
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Das DPR 11.2.2005 Nr. 68 regelt die Verfahren und Verwendung der PEC nicht nur innerhalb der öffentlichen Verwaltung, sondern auch zwischen privaten Bürgern. Die Fristen für die Anwendung der neuen Regelungen sind unterschiedlich. Für neue Unternehmensgesellschaften sind sie seit 29. November 2008 Pflicht, und die PECAnschrift muss beim Antrag auf Eintragung ins Unternehmensregister angegeben werden. Das Gesetzesdekret „anti-crisi“ hat die sofortige Pflicht für die öffentlichen Verwaltungen festgelegt, während für die Freiberufler eine Frist von einem Jahr, und die Frist von drei Jahren für die Gesellschaften gilt, die am 29.11.2008 schon im Unternehmensregister eingetragen waren. Die Übermittlung gilt als „Zertifizierte Post” nur dann, wenn die Postfächer des Senders und des Empfängers die Eigenschaften der PEC aufweisen. Entspricht eines der beiden Postfächer nicht den PEC-Regeln, geht ein wesentliches Element verloren und das System kann nur einen Teil der vorgesehenen Zertifizierung sicherstellen; in solchen Fällen fehlt beispielsweise die Bestätigung der erfolgten Ablieferung.
Totalcom garantiert, dass die Verwendung der zertifizierten elektronischen Post ausschließlich unter Verwendung „sicherer Protokolle” abläuft, sodass jegliche Manipulation der Nachricht durch Dritte verhindert wird. Totalcom bietet verschiedene Optionen für Kunden, die keine Domain mit dem Namen ihres Unternehmens benötigen (z.B.: Unternehmen@totalpec.it) und solche, die eine Domain oder Subdomain mit Postfächern vorziehen (z.B.: info@pec. unternehmen.it). Das Standardpostfach hat eine Speicherkapazität von 125 Megabyte. Die Benachrichtigungen bei Erhalt einer zertifizierten E-Mail erfolgen wahlweise per E-Mail oder per SMS. ◀
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BUSINESS PR-INFO
Optimaler Schutz für das Klimahaus Der Traum vom Wohnen kann schnell zum Albtraum werden, wenn der Bau nicht entsprechend gegen Schäden abgesichert ist. Die Tiroler Versicherung bietet als erstes Unternehmen in Südtirol auch eine Spezialversicherung für Klimahäuser an.
S
pätestens bei Beginn der ersten Arbeiten auf der Baustelle stellt sich jeder Bauherr diese essenzielle Frage: Wie kann der Neubau am besten und am sichersten versichert werden? Die Tiroler Versicherung, die seit nunmehr zwei Jahren auch in Trentino-Südtirol tätig ist und eine eigene Landesdirektion in Bozen unterhält, ist der Ansprechpartner für alle Absicherungen rund um den Hausbau. Auf welche Regeln es betreffend Versicherung schon beim Neu- oder Umbau ankommt, erklärt Alois Kaiser, Landesdirektor der Tiroler Versicherung in Trentino-Südtirol im Interview mit Südtirol Panorama.
SÜDTIROL PANORAMA: Im Zuge einer Baumaßnahme treten ja zu unterschiedlichen Zeiten verschiedene Notwendigkeiten auf, die es zu versichern gilt. Gibt es dazu ein spezielles Zeitgerüst, wann ein Bauherr welche Versicherung abschließen muss? ALOIS KAISER: Auch wenn sich ein Ge-
bäude erst im Rohbau befindet, sollte es rechtzeitig gegen Gefahren versichert werden. Das heißt, der Bauherr sollte grundsätzlich bereits zu Baubeginn die wichtigsten Versicherungen abgeschlossen haben. Denn von der Phase des Baubeginnes bis zur Bezugsphase können etwa durch Feuer-, Leitungswasser-, Sturm- und Hagelschäden bereits beträchtliche Schäden eintreten. Gibt es für den Rohbau eine eigene Versicherung?
Ja, die sogenannte Feuer-Rohbau-Versicherung, die wir ab Baubeginn kostenlos anbieten. Während eine gewöhnliche Gebäudeversicherung nur das im Bau befindliche Gebäude versichert, werden
Schützt die Bauherren-Haftplichtversicherung auch vor Ansprüchen Dritter?
Ja, diese Versicherung deckt all jene verursachten Schäden, die durch die Bautätigkeit entstehen und schützt auch bei Schadensersatzansprüche Dritter. Das heißt, die Bauherrenhaftpflichtversicherung haftet auch dann, wenn sich jemand durch herabstürzendes Material verletzt oder in eine nicht ausreichend gesicherte Baugrube stürzt. Der Bau von Klimahäusern liegt in Südtirol im Trend. Gibt es hierfür ein spezielles Versicherungsangebot?
„Versicherungsschutz für den Bauherren ist extrem wichtig“, meint Alois Kaiser
bei der Rohbauversicherung auch die auf dem Grundstück befindlichen Baumaterialien miteinbezogen. Nach Fertigstellung des Baus geht diese automatisch in die eigentliche Wohngebäudeversicherung mit Brand über. Der Bauherr trägt die Verantwortung für die Sicherheit auf seiner Baustelle, kann man sich auch hierfür absichern?
Auf jeden Fall. Hierfür gibt es die Bauherren-Haftpflichtversicherung. Der Abschluss dieser Versicherung ist extrem wichtig, denn der Bauherr trägt im Normalfall die Verantwortung oder zumindest die Mitverantwortung für die Sicherheit auf seiner Baustelle. Damit ist er auch für die dort tätigen Personen und vor allem für alle Privatpersonen verantwortlich, die zu Arbeitszwecken, aber auch nach Feierabend das Baugrundstück betreten.
Die Tiroler Versicherung ist die bisher einzige in Italien tätige Versicherung, die ein eigenes Versicherungsprodukt speziell für das Klimahaus anbietet. Mitversichert sind unter anderem auch Schäden an Fotovoltaik-, Solar- und Klimaanlagen am Versicherungsgrundstück. Bei der Versicherung „Für’s Klimahaus“ bietet die Tiroler Versicherung verschiedene Versicherungsmodule an. Diese reichen von der Feuerversicherung, über die Leitungswasser- und Sturmversicherung bis zur Einbruchdiebstahlversicherung und Beraubung, Glasversicherung und schließlich Haftpflichtversicherung. Letztere kann als Privathaftpflichtversicherung oder als solche für den Hausund Grundbesitz von Kondominien ab◀ geschlossen werden.
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UNTERNEHMER & MÄRKTE
Weltreich der Piraten
GUTE MIENE ZUM BÖSEN SPIEL. Di-
ese Episode ist mittlerweile einige Jahre alt. Heute weiß man, dass von den über 250 in China installierten vermeintlichen „Doppelmayr“-Seilbahnen nur knapp 50 tatsächlich aus den Werkhallen des Weltmarktführers stammen. Der Rest sind Plagiate. „Wir haben damals einen Mitarbeiter durch China geschickt und die betroffenen Anlagen fotografiert“, bestätigt Thomas Pichler, Marketingchef von Doppelmayr Italia mit Sitz in Lana. Aber man sei weitgehend machtlos, da chine-
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Foto: Doppelmayr
Foto: Doppelmayr
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as Telefon klingelt. Ein Kundendienstmitarbeiter des Seilbahnherstellers Doppelmayr antwortet. Am anderen Ende ein hörbar verzweifelter Seilbahnbetreiber in irgendeinem chinesischen Skigebiet. Der Sessellift mache immer wieder Probleme, sei grundsätzlich schlecht gewartet und jetzt vollends defekt. Der Techniker erfragt Details zu Anlage und Einsatzort und stellt nach kurzer Recherche fest, dass die Firma Doppelmayr im betreffenden Gebiet gar keine Liftanlagen installiert hat. Der vermeintliche Kunde beteuert jedoch, dass überall auf seiner Anlage das Logo des österreichischen Herstellers prangt. Eine Reise zum Ort des Geschehens bringt schnell Klarheit, dass es sich beim defekten Lift um eine dreiste Fälschung handelt.
Foto: Doppelmayr
Jahr für Jahr gehen der regulären Wirtschaft Milliardenumsätze durch Raubkopien von Markenprodukten verloren. Betroffen sind auch international agierende Firmen aus Südtirol. Ein Lagebericht vom Kriegsschauplatz Weltwirtschaft.
Original und Fälschung: Oben ein echter Doppelmayrlift, unten zwei Beispiele chinesischer Fälschungen: „Da stehen einem die Haare zu Berge“, sagt Marketingchef Thomas Pichler.
sische Behörden und Gerichtsbarkeit den Patentschutz, trotz eindeutiger Gesetzeslage, kaum wirksam umsetzen würden. Im Gegenteil. Die Behörde, die in China für die Betriebserlaubnis von Seilbahnen zuständig ist, hat die von Doppelmayr eingereichten Pläne direkt an eine Firma mit staatlicher Beteiligung weitergeleitet, die auf dieser Basis die Liftanlagen nachbaut. „Da muss man gute Miene zum bösen Spiel machen“, sagt Pichler, der Markt sei zu groß und zu wichtig, um sich einfach zurückzuziehen. Die Fälscherhochburg Asien ist nicht die alleinige Heimat der modernen Freibeuter. Probleme gebe es auch im arabischen Raum, sagt Lukas Charisius von
der Rechtsabteilung des Rittner Waffelherstellers Loacker. „Hier stoßen wir immer wieder auf Produkte mit ähnlichem Verpackungsdesign, aber völlig anderem Geschmack.“ Nach Abwägung des jeweiligen Schadens und der Erfolgsaussichten gehe man rechtlich dagegen vor. „Doch der Markenschutz ist insgesamt ein sehr schwieriges Feld und ein Kampf gegen Windmühlen“, sagt auch Charisius. Deshalb werden neben der eigenen Rechtsabteilung auch eigens auf Marktbeobachtung und Markenüberwachung spezialisierte Rechtspartner hinzugezogen. PHÄNOMEN DER GLOBALISIERUNG.
Mit der fortschreitenden Globalisierung
UNTERNEHMER & MÄRKTE
STRIKTE KONTROLLE DER ZULIEFERER.
Der Bozner Outdoorspezialist Salewa muss nicht nur die eigenen Produkte mit Patenten schützen. Man sei auch von der Zuliefererseite zuweilen mit Fälschungen
konfrontiert, sagt Thomas Steiner, verantwortlich für die Produktentwicklung. „China hat einen riesigen Textilmarkt und während die Sicherheit bei großen Marken wie etwa Gore-Tex sehr groß ist, kann es bei kleineren Firmen durchaus vorkommen, dass falsche, fehlerhafte oder nachgemachte Produkte auftauchen“, erklärt er. Man habe für diesen Bereich daher ein eigenes Qualitätsmanagement.
Foto: Archiv
ist Produktpiraterie zu einem weltweiten Phänomen geworden. „Da draußen herrscht Krieg“, sagte Maximilian BurgerScheidlin, Geschäftsführer der Internationalen Handelskammer in Wien, bereits 2006 beim Forum Alpbach. Ein Krieg um die besten Ideen, die aufregendsten Innovationen - und den schnellen Gewinn. Kriegerisch klingt deshalb auch seine Antwort: „Unsere Teams schließen derzeit in China 30 bis 40 Fälscherfabriken pro Monat und sprengen die Maschinen.“ Von Fälschungen betroffen ist auch der Bozner Keramikhersteller Thun. Im Visier steht dabei vor allem das Design der typischen Thun-Engel. „Wir investieren weltweit in den Designschutz, beobachten Messen und ziehen entweder die Produkte sofort ein oder prozessieren.“ Bislang sei man damit immer erfolgreich gewesen, erzählt die Marketingleiterin Marion Fischnaller. Auch die Brixner Firma Durst Phototechnik ist Ziel von Piratenangriffen. Chinesische Fälscher bauen großformatige und hochtechnologische Fotodrucker im Wert von 120.000 bis 260.000 Euro entweder in Teilen oder sogar komplett nach, sagt Generaldirektor Richard Piock. Auch er räumt ein, dass man im Kampf um den Patentschutz nicht immer erfolgreich sei.
Waffeln von Loacker: Produktpiraten kopieren gerne die Verpackung
Phänomen Produktpiraterie Insgesamt entfallen nach EU-Angaben durch Produktpiraterie, illegale Überproduktion, Parallel- und Re-Importe mittlerweile 10 Prozent des Welthandels auf Plagiate und Fälschungen. Dies entspricht einem internationalen Schaden von über 300 Milliarden Euro. In Arbeitsplätze umgerechnet bedeutet dies, dass dadurch im gesamteuropäischen Raum rund 300.000 Jobs verloren gehen. An den Außengrenzen der EU werden jährlich fast 100 Millionen Fälle von Produkt- und Markenpiraterie festgestellt. Am häufigsten betroffen sind nach wie vor: ▶ Bekleidung ▶ Uhren ▶ Software ▶ Medikamente ▶ Autoteile ▶ aber auch komplette Maschinen, Fahrzeuge oder eben Seilbahnen, im Wert von mehreren Hunderttausend Euro.
IMAGEVERLUST VERMEIDEN. Neben dem wirtschaftlichen Schaden geht es auch um den möglichen Imageverlust. „Was passiert, wenn ein gefälschter Lift abstürzt - und in den Medien das Doppelmayr-Logo zu sehen ist? Soll die Firma Serviceleistungen für falsche Lifte anbieten, um den Wert der Marke zu schützen?“, fragt Burger-Scheidlin von der Internationalen Handelskammer in Wien provokant. Thomas Pichler von Doppelmayr antwortet mit einem klaren Nein. „Wenn man sich die Fotos der Anlagen anschaut, stehen einem die Haare zu Berge“, sagt er. Damit wolle man auf gar keinen Fall irgendetwas zu tun haben. Noch schwieriger zu beantworten ist die Frage nach dem richtigen Schutz vor Produktpiraten. Dazu gehört neben einer genauen Beobachtung des Marktes und der Kontrolle der Zulieferer auch der Schutz des Markennamens in jeder nur möglichen Sprache. Sonst kann es passieren, dass der eigene Name im Chinesischen nachemp◀ funden wird – und zwar ganz legal. ARIANE LÖBERT
GELD & FINANZEN
Von der Verlosung über die freiwillige Versteigerung - die Möglichkeiten des Verkaufs von Immobilien werden immer vielfältiger. In Italien sind diese Verfahren bislang nicht möglich. Gelegenheiten zum Erwerb von Eigenheimen bieten aber Zwangsversteigerungen – wie sie auch am Bozner Gericht stattfinden.
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Das Tor zum Glück? Immer mehr Südtiroler hoffen auf die Ersteigerung einer Immobilie am Landesgericht Bozen.
GÜNSTIGE GELEGENHEIT. In Südtirol fin-
den bislang nur gerichtliche Zwangsversteigerungen statt, bei denen die Gläubiger den Verkauf einer Immobilie verlangen. Oft sind dies Banken, die diese Immobilien finanziert haben. Im Jahre 2007 wurden laut Rechtsanwalt Anton Mair beispielsweise 27,5 Prozent der Liegenschaftsvollstreckungen am Landesgericht Bozen von Banken eingeleitet, im Jahre 2008 waren es ungefähr 26 Prozent.
Foto: Privat
n Kärnten wurde im Jänner eine 412 qm Villa am Wörthersee für 99 Euro verlost, nachdem die Besitzer keinen Käufer fanden, der bereit war den Marktwert der Villa zu bezahlen. Für die Hauslotterie wurden 9.999 Lose zu je 99 Euro ausgegeben. Der glückliche Gewinner konnte die Villa also zu einem Preis von 99 Euro erwerben. Neben der Verlosung von Immobilien sind seit Jänner dieses Jahres in Österreich auch freiwillige Versteigerungen möglich. Das Auktionshaus Dorotheum hat sich bereits darauf eingestellt und wird im Juni die ersten Versteigerungen durchführen. Die Gebühren sind dabei happig. Verkäufer werden voraussichtlich 2 bis 5 Prozent und Käufer 2,5 bis 6 Prozent des Immobilienwertes an das Dorotheum bezahlen, dazu kommen noch die Steuern und Kosten für die Eintragung ins Grundbuch.
Foto: Oliver Oppitz
Shopping bei Gericht
Rechtsanwalt Anton Mair aus Bozen betreut Liegenschaftsvollstreckungen für verschiedene Raiffeisenkassen
Durch den Verkaufserlös können die Schulden zur Gänze oder zum Teil gedeckt werden. So kann das Leid derjenigen, die eine Immobilie aufgrund einer Überschuldung verlieren zur Freude des anderen werden. „Auf jeden Fall können sich für diejenigen, die ein Eigenheim suchen, günstige Gelegenheiten ergeben“, sagt der Bozner Rechtsanwalt Anton Mair. Vor allem dann, wenn die Immobilie bei der ersten Versteigerung nicht einen neuen Eigentümer gefunden hat und der Ausrufpreis bei der nächsten Versteigerung um 25 Prozent gesenkt wird. In diesem Fall kann die Immobilie unter dem geschätzten Marktwert erworben werden. SPEKULATIONSGESCHÄFTE. Wird der
Ausrufpreis jedoch mehrmals gesenkt, finden sich oft viele Bieter zur Verstei-
BÖRSE AKTUELL
Mythos Gold
GUTACHTEN. Um böse Überraschungen
zu vermeiden, sollten Interessenten das Gutachten des Sachverständigen genauestens lesen und mit dem Verwahrer der Immobilie einen Besichtigungstermin vereinbaren. Im Gutachten werden neben dem geschätzten Marktwert sämtliche Belastungen, Hypotheken, Pfändungen und Dienstbarkeiten aufgelistet. Hypotheken und Pfändungen werden nach Abschluss der Versteigerung gelöscht, nicht jedoch andere Belastungen wie Fruchtgenuss- oder Wohnrechte, sofern sie vor eventuellen Hypotheken eingetragen wurden. Bestimmte Landesbindungen kön-
Foto: Oliver Oppitz
gerung ein, da sie alle auf ein Schnäppchen hoffen. Im gegenseitigen Wettbewerb treiben sie den Preis dann allerdings wieder nach oben. Dasselbe passiert auch bei hochinteressanten Objekten, sodass reine Spekulationsgeschäfte, bei denen ein Objekt mit dem Zweck des anschließenden Verkaufs mit Gewinn ersteigert wird, selten möglich sind. „Dafür gibt es zwei Gründe: Zum einen wurde im Jahre 2002 der Verkauf ohne Versteigerung eingeführt, bei dem ein bindendes Angebot abgegeben wird, das nicht mehr zurückgenommen werden kann. Zum anderen kann im Zwangsvollstre-
Die Spannung steigt im Saal des Landesgerichts Bozen: Wer kriegt den Zuschlag für die zu versteigernde Immobilie? Das letzte Wort hat Richter Michele Paparella (vorne links außen).
Ist das Gold ein sicherer Hafen in Krisenzeiten? Im Jahr 1987 verlor der amerikanische S&P500 Index in vier Monaten über 33 Prozent, der Goldpreis stieg um fast 9 Prozent. In Krisenzeiten steigt die Nachfrage nach Gold und das Edelmetall ist ein natürlicher Schutz gegen hohe Inflation. Aufgrund dieser Eigenschaften weist Gold eine nur geringe Korrelation mit den Aktien- und Anleihenmärkten auf und eignet sich hervorragend als Diversifikation für einen langfristig denkenden Investor. Als sicherer Hafen gelten jedoch eher traditionelle Staatsanleihen, die einen periodischen Zinsfluss generieren und zu einem bestimmten Fälligkeitsdatum 100 Prozent des eingesetzten Kapitals zurückzahlen. Gold weist diese Charakteristika nicht auf und der Preis kann starken Schwankungen unterworfen sein. Wie kann man in Gold investieren? Der einfachste Weg ist sicherlich der Kauf von spezialisierten Investmentfonds. Diese sind jedoch meistens in Goldaktien veranlagt, was nicht einem Engagement im Rohstoff selber entspricht. Des Weiteren gibt es börsengehandelte Fonds (ETFs), speziell konstruierte Schuldverschreibungen (ETCs) und Zertifikate, welche die Entwicklung des Goldpreises sehr gut nachbilden. Bei diesen Instrumenten sollte darauf geachtet werden, dass der Rohstoff physisch hinterlegt ist, um das Emittentenrisiko möglichst gering zu halten. Der Goldpreis quotiert in US-Dollar, weshalb eine währungsgesicherte Variante der erwähnten Anlageformen Schutz vor den Kursschwankungen im Währungspaar Dollar-Euro bietet. Natürlich kann Gold auch in Form von Barren gekauft und im Tresor einer Bank oder an einem anderen sicheren Ort gelagert werden. ARTHUR LECHNER ist Leiter von Private Ban-
king der Hypo Tirol Bank in Italien
PORTFOLIO
ckungsverfahren das Teilungsverfahren beantragt werden, sodass die Immobilie geteilt und nur jener Anteil versteigert wird, welcher der gepfändeten Quote entspricht. Ist eine Teilung nicht möglich, wird die gesamte Immobilie versteigert“, erklärt Rechtsanwalt Anton Mair. Vor Einführung des Teilungsverfahrens waren hochspekulative Geschäfte möglich, bei denen ein Spekulant eine Miteigentumsquote ersteigert und die anderen Anteile zu einem Wert unter dem Marktwert gekauft hat, da sich für Miteigentumsanteile oft keine anderen Interessenten fanden. Anschließend wurde die gesamte Immobilie zum Marktwert am freien Markt mit Gewinn verkauft.
nen nach Bezahlung eines Ablösepreises nachträglich gelöscht werden. HÖHERE REGISTERGEBÜHR. Bei einem
freiwilligen Verkauf kann die Berechnung der Registergebühr auf den aufgewerteten Katasterwert beantragt werden, der in der Regel weit geringer ist als der Marktwert. Der Katasterwert geht aus den Unterlagen des Katasteramtes hervor. Bei einer gerichtlichen Versteigerung wird die Registergebühr nicht auf den aufgewerteten Katasterertrag, sondern auf den Zuschlagspreis berechnet, sodass höhere Registergebühren anfallen können. Wird beispielsweise eine Immobilie zwischen Privatpersonen mit einem aufge-
Russischer Rubel Der Kursverfall des Rubels setzte sich im Februar fort, obgleich die russische Regierung zur Stützung über 200 Milliarden US-Dollar der nationalen Währungsreserven eingesetzt hat. Auch andere osteuropäische Währungen sind seit Monaten massiv unter Druck. Experten befürchten eine Krise wie 1997 in Südostasien. THOMAS AMONN
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Wechselkurs Rubel zu Währungskorb USDollar / Euro
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KOMMENTAR VON THOMAS AMONN
Es ist das Ende einer großen Illusion. Seit dem Anfang der Neunzigerjahre haben die reichen Wirtschaftsnationen keine ernsthafte Krise durchlebt. Die Rezession von 2001 war die mildeste seit Menschengedenken. Das Platzen der Internetblase bedeutete nicht den Zusammenbruch des Finanzsystems, sondern nur das Ende einer Torheit, ähnlich der Tulpenzwiebelmanie im 17. Jahrhundert. Selbst Länder wie Deutschland und Japan machten unter der Oberfläche jahrelang anämischer Wachstumszahlen tief greifende Anpassungs- und Restrukturierungsprozesse durch, deren Früchte sie zuletzt ernten konnten. Diese 18-jährige Expansionsphase war vom Vertrauen in zwei positive Langfristfaktoren getragen: Zum einen gewährleistete die Globalisierung, dass sich der Antrieb der internationalen Konjunktur auf mehrere Zugpferde verteilte: Zunehmend konnten die aufstrebenden Schwellenmärkte Schwächen der etablierten Industrienationen ausgleichen. Nicht nur öffneten sich in Asien, Russland und den Golfstaaten neue Absatzmärkte; vor allem Süd- und Ostasien wurden zum Standort vorgelagerter Produktionsstufen und billiger Importgüter für den Westen, sodass Letzterer sich auf die Segmente mit höherer Wertschöpfung konzentrieren konnte. Arbeitsteilung als Win-Win-Situation. Zum anderen war die Globalisierung von Vorteil für die finanziellen Rahmenbedingungen. Outsourcing und billige Importware deckelten den Preisdruck in den entwickelten Ländern. Infolgedessen konnten die Zentralbanken den Konjunktur- und Börsenknick nach dem Jahr 2000 mit Billigzinsen bekämpfen, ohne die Inflation anzuheizen. Zudem wurde das Zinsniveau auch dadurch gedrückt, dass die exportstarken Schwellenländer – von China bis zu den Ölförderstaaten – die sich anhäufenden Währungsreserven in westlichen (namentlich amerikanischen) Staatsanleihen anlegten. Das Ergebnis war ein paradiesischer Zustand niedriger Zinsen, moderater Inflation und leicht verfügbaren Finanzkapitals. Die gefühlten Risiken waren niedrig, der gefühlte Wohlstand infolge des Wertanstiegs der Vermögenswerte hoch. Nach 18 Jahren Wachstum hatten viele schon geglaubt, dass die Globalisierung ein Schutzmittel gegen tiefe Rezessionen sei. Jetzt erleben wir zum ersten Mal, dass die Wirtschaft weltweit synchron von Expansion auf Kontraktion umschaltet: Aufträge und Produktion brechen in nie da gewesenem Tempo ein. Geld wird aus allen Weltregionen und Anlageklassen abgezogen. Die Insolvenzen nehmen sprunghaft zu, und die westlichen Banksektoren wären ohne Staatshilfen schon längst pleite. Wir segeln in unerforschten Gewässern.
Foto: Oliver Oppitz
Globalisierung im Test
Um an Liegenschaftsvollstreckungen teilzunehmen, muss beim Richter (links im Bild Richter Michele Paparella) eine Kaution in Form eines Zirkularschecks hinterlegt werden.
werteten Katasterwert von 100.000 Euro mittels Kaufvertrag zu einem Marktwert von 250.000 Euro als Erstwohnung verkauft, fallen 3.000 Euro als Registergebühr (3 Prozent des aufgewerteten Katasterertrages) an. Bei einer Versteigerung wird jedoch die Registergebühr auf den Zuschlagspreis, z.B. 250.000 berechnet. In diesem Fall wäre eine Registergebühr von 7.500 Euro (3 Prozent Registergebühr auf den Zuschlagspreis) zu bezahlen. Diesem Nachteil steht der Vorteil gegenüber, dass die Eigentumsübertragung durch die Gerichtskanzlei abgewickelt wird und somit keine Notarspesen anfallen.
ERSTWOHNUNG. Auch bei einer Verstei-
gerung kann der Erwerb einer Liegenschaft als Erstwohnung erfolgen, sodass der verminderte Steuersatz zur Anwendung kommt. Es ist ebenso möglich, die Immobilie mittels einer Bankfinanzierung und entsprechender Eintragung einer Hypothek im Grundbuch zu erwerben. In diesem Fall sollte man allerdings bereits frühzeitig abklären, ob eine Bank die Finanzierung gewährt, denn ein Angebot für die Ersteigerung einer Immobilie ist immer verbindlich. Sollte also der Interessent ein Angebot unterbreitet haben, anschließend aber nicht die Bankfinan-
HYPO VORARLBERG LEASING AG Galileo-Galilei-Str. 10/B, I-39100 Bozen Tel. +39 0471 060 500 www.hypoleasing.it, info@hypovbg.it
zierung gewährt bekommen, verliert er die hinterlegte Kaution von 10 Prozent des Ausrufspreises. Außerdem muss er eventuell einen Differenzbetrag bezahlen. Das kommt in jenen Fällen vor, wenn die Immobilie zu einem niedrigeren Preis verkauft wird. ZUNAHME VON EXEKUTIONEN. Rechtsanwalt Anton Mair, der
verschiedene Raiffeisenkassen bei Exekutionen vertritt, stellt eine Zunahme der Exekutionen fest. „Während 2006 beim Landesgericht Bozen 371 Exekutionen eingeleitet wurden, waren es im Jahre 2007 bereits 418 und im Jahr 2008 schon 434. Bei Weitem nicht alle Exekutionsverfahren enden in einer Versteigerung, da der Schuldner bis zur Versteigerung die Möglichkeit hat, seine Schulden zu begleichen“, erklärt Mair. Wer anlässlich einer Versteigerung nicht die passende Immobilie findet, kann immer noch auf die traditonelle Form des Hauskaufes zurückgreifen: Von Privatpersonen oder Baufirmen mit oder ohne Zuhilfenahme eines Maklers: Erst kürzlich bot eine 67-jährige Person durch ein Inserat den Verkauf ihrer Wohnung in Gries gegen eine monatliche Leibrente von 2.000 Euro an. ◀ EDIT MERANER
Das 1 x 1 der Versteigerungen Versteigerungen werden auf der Homepage des Landesgerichtes Bozen (www.landesgerichtbozen.net oder www.tribunaledibolzano.net) und in verschiedenen Medien bekannt gegeben. Der Verkauf kann ohne Versteigerung oder mit Versteigerung erfolgen, wobei der Richter die zwei Daten beider Versteigerungsformen in einer Verfügung festsetzt: Beim Verkauf ohne Versteigerung muss ein Angebot mindestens in der Höhe des Ausrufpreises gemacht werden. Außerdem muss ein Zirkularscheck über 10 Prozent des Ausrufpreises einen Tag vor der Versteigerung in der Gerichtskanzlei als Kaution hinterlegt werden. Bei Verkäufen aus einem Konkurs kann die Hinterlegung der Kaution eventuell auch am selben Tag erfolgen. ▶ Ist nur ein Bieter vorhanden, erhält dieser den Zuschlag, auch wenn er persönlich nicht anwesend ist. ▶ Bei mehreren Bietern macht der Richter einen Wettbewerb. Den Zuschlag erhält der Meistbietende. Wurde kein Angebot abgegeben, erfolgt der Verkauf mittels Versteigerung zu einem anderen Termin. Für die Teilnahme müssen ein Teilnahmegesuch und ein Zirkularscheck über 10 Prozent des Ausrufpreises als Kaution hinterlegt werden. ▶ Ist nur ein Bieter interessiert, muss er das in der Ausschreibung angegebene Mehrangebot machen, um die Liegenschaft zu erwerben. Macht er dieses Mehrangebot nicht und kann er keinen plausiblen Grund dafür angeben, werden 10 Prozent der hinterlegten Kaution als Strafe einbehalten. ▶ Bei mehreren Bietern findet eine Versteigerung statt. Hier erhält der Meistbietende den Zuschlag. Innerhalb von 10 Tagen kann jedoch jemand ein um ein Fünftel des Zuschlagspreises höheres Angebot machen. In diesem Fall findet wieder eine Versteigerung statt zwischen der Person, die das Mehrangebot gemacht hat und jener, die den Zuschlag erhalten hat. Bei einem Zuschlag muss spätestens innerhalb von 60 Tagen der Versteigerungspreis bei sonstigem Verlust der Kaution bezahlt werden. Zusätzlich müssen 15 Prozent des Zuschlagspreises für die anfallenden Spesen einbezahlt werden, bei Kauf einer Erstwohnung 5 Prozent. Die effektiv anfallenden Spesen werden dann von der Agentur der Einnahmen berechnet und eine allfällige Differenz an den Käufer zurückerstattet.
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LUXUS & LIFESTYLE
Karriere ohne Lehre Seit 38 Jahren regiert er über eines der besten Hotels der Welt. Er verwöhnt das Who is Who der Schönen und Reichen und bleibt dabei ein bodenständiger Grödner. Ein Besuch bei Norbert Kostner im Mandarin Oriental in Bangkok
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in Strom von lauten Mopeds, TukTuks, Taxis und Bussen bahnt sich hupend den Weg durch den Verkehr. An den Kreuzungen versuchen Polizisten mit Mundschutz ein wenig Ordnung in das Chaos zu bringen. Mitten in diesem nicht enden wollenden Verkehrsstrom tut sich ein kleines Viertel auf: Ruhig und abgelegen säumen wuchtige, neu restaurierte Kolonialbauten den gepflasterten Weg. Es zeigt sich sofort: In diesem Viertel Bangkoks trifft sich die High Society. Von nervtötenden Tuk-Tuks keine Spur mehr. Wer sich in Bangkok standesgemäß einquartieren möchte und über das nötige Kleingeld verfügt, übernachtet in dieser Ecke – genauer gesagt im Mandarin Oriental. Eine Oase der Ruhe direkt am Chayo Phraya River . UNTER DEN TOP 5 DER BESTEN HOTELS DER WELT. Das 136 Jahre alte Hotel Man-
darin Oriental hielt für elf Jahre den Titel als bestes Hotel der Welt, heute ist es unter den Top 5. Für eine Übernachtung in der etwa 300 Quadratmeter großen „Oriental Suite“ werden pro Nacht mehr als 2000 Euro fällig. Die Eingangslobby ist prunkvoll, ein fünf Meter hohes frisches Blumenbouquet thront in der Mitte. Das Ambiente ist gehoben, die Concierge noch freundlicher als im Rest von Thailand. Chefkoch dieses edlen Palastes ist kein Geringerer als der Grödner Norbert Kostner. Seit 34 Jahren arbeitet er als Koch in diesem international renommierten Hotel, seit 1981
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Es gibt kein Rezept, das nicht von Norbert Kostner abgesegnet wird: Er ist der Herr über die sieben Küchen im Mandarin Oriental in Bangkok. 2000 Mahlzeiten täglich werden hier zubereitet
führt es das Hotel als Küchenchef. 150 Mitarbeiter folgen in der Küche seinem Ruf. Er ist der Herr über das Gelingen von 2000 Mahlzeiten am Tag. AUF TUCHFÜHLUNG MIT DER HIGH SOCIETY. Zum Interview in der Lobby um
halb 8 Uhr morgens kommt der Chef, wie
ihn hier alle nennen, eine halbe Stunde zu spät – verschmitzt fragt er mich in unverkennbarem Grödner Dialekt ober er oder ich nun zu spät sei. Seine Augen strahlen, er scheint sich zu freuen, dass jemand aus seiner Heimat hier bei ihm zu Gast ist. Die Spritzer Soja- und Fischsoße auf seiner Kochschürze zeigen, dass
LUXUS & LIFESTYLE der 1,70 m große St. Ulricher heute bereits hinterm Herd stand. Seit 28 Jahren nun schon führt er die sieben Küchen des Hauses und bekocht das Who is Who der Schönen und Reichen: Zu seinen Gästen gehörten unter anderem Elizabeth Taylor, Henry Kissinger, Königin Margarethe von Dänemark, Bill Gates oder die Politiker Margaret Thatcher und George W. Bush. Auch Prinzessin Diana und Prinz Charles haben aus seiner Speisekarte gewählt.
GEBLENDET VOM GOLD DER PALÄSTE.
Thailand war zu der Zeit vom Tourismus noch völlig unberührt. Die Lebensphilosophie der Thailänder, das Gold der Paläste und vor allem das Essen waren Grund
KEIN ERBARMEN FÜR DEN SOHN. Bang-
DURCHBRUCH ALS AUTODIDAKT. Von
dieser noblen Welt blenden lassen, das hat sich der Norbert Kostner nie. Dafür hat er sich seinen Erfolg viel zu mühsam erarbeitet. „Ich bin ein Autodidakt. Ich habe keine Schule und auch keine Lehre absolviert. Das Kochen habe ich bei Signora Guaracino im Ristorante Adua unter den Meraner Lauben gelernt. Sie hat mir den richtigen Umgang mit der Pfanne gelehrt. Aus Büchern lernen kann jeder, sich etwas von erfahrenen Köchen abschauen, das ist viel schwieriger“, meint der 63-Jährige. Eine Eigenschaft, die vielen Jungköchen heutzutage fehle: „Viele meiner jungen Bewerber sind zwar gute Theoretiker, sie können ihr Wissen in der Küche aber nicht umsetzen. Und wer hinter dem Herd nicht schwitzt, der wird es nie zu etwas bringen“, meint Norbert Kostner.
Eine Übernachtung in der luxuriösen „Authors´ Suite“ im Mandarin Oriental kostet 1530 USD. 5-Sterne-Haute-Cusine nicht inklusive.
UNTER SCHWEIZER REGIMENT. Nur mit
einem kleinen Lederkoffer im Gepäck, zog er Ende der 60er-Jahre von einem exklusiven Hotel in den Schweizer Alpen zum nächsten. Es war die Blütezeit von St. Moritz. Während sich Gunter Sachs, Karajan, Onassis oder der Schah von Persien an der Hotelbar vergnügten, genoss Kostner die richtig harte „Schweizer Lehre“. Er lernte jene Präzision, die er in Südtirol nie gelernt hatte. Verschafft hat ihm diese Aufenthalte sein „Ziehvater“ Franz Wild vom Montreux Palace. Er hat ihn unter seine Fittiche genommen. „Wilds Motto lautete: Willst Du etwas lernen, dann gib Vollgas. Also habe ich rund um die Uhr gearbeitet“, erzählt Kostner. Doch er wollte raus in die Welt, nach Los Angeles, in die Goldgrube Kaliforniens. Am besten sofort. Das Schicksal schlug dann aber einen anderen Weg ein: Bevor es über den Großen Teich gehen sollte, schickte ihn sein künftiger Arbeitgeber für zwei Monate nach Bangkok um bei der Eröffnung des Dusi Thani Hotels mitzuwirken. Aus den zwei Monaten wurden 38 Jahre.
genug, um sich hier niederzulassen. Die Reise nach Los Angeles war schnell storniert. „Die Harmonie der Geschmäcker ist in Thailand einzigartig. Selbst als Blinder weiß man hier immer genau was man isst. In anderen Ländern kann man oft nicht genau definieren ob man nun eine Forelle oder eine alte Ente isst“, so Kostner.
Es gibt sie noch – die guten, alten Kolonialhotels in Südostasien: Der exotische Garten im Mandarin Oriental ist bestes Beispiel dafür.
Norbert Kostner Den Aufstieg zum Chefkoch des „Mandarin Oriental“ in Bangkok hat sich der 1945 in St. Ulrich geborene Kostner hart erarbeitet: ohne reguläre Lehre und ohne Hotelfachschule. Die Grundregeln des Kochens lernte er im Restaurant Adua in Meran, das professionelle Handwerk in den exklusivsten Hotels der Schweiz: Vom Grand Hotel des Rasses über den Villars Palace sur Ollon bis hin zum Badrutt´s Palace. Kostner lebt seit 37 Jahren in Thailand, vor sieben Jahren hat er seine Frau verloren, mit ihr hat er zwei erwachsene Kinder.
kok war jetzt seine neue Heimat, hier steckte er all sein Herzblut rein. Erst für vier Jahre im Dusi Thani Hotel, dann ab 1974 im Mandarin Oriental. Hier zeigt er sich für sieben erstklassige Restaurants verantwortlich. Das bekannteste ist das „Le Normandie“, das sich mit seiner französischen Speisekarte auf Drei-Sterne-Niveau bewegt. Hier serviert Kostner etwa Rehnüsschen an karamelisierter Birne, Marktchampignons und Johannisbeersauce. In Thailand baute sich Kostner auch seine Familie auf. Seine Tochter (24) und sein Sohn (27) sind längst erwachsen und leben in London. Während seine Tochter gerade ihr Wirtschaftstudium abgeschlossen hat, tritt der Sohn in die Fußstapfen seines Vaters: „Er ist eigentlich Hoch- und Tiefbauingenieur. Doch vor zwei Jahren kam ihm die Idee Koch zu werden. Ich sagte, das hätte er sich auch früher überlegen können, aber er meinte ,Daddy, people change mind in life!‘“, erzählt der stolze Kostner. Eines scheint gewiss: Sohn eines Weltklassekochs zu sein, ist keine Garantie für eine schnelle Karriere. Im Gegenteil: „Als er in London bei Anton Mossedal war, habe ich darauf bestanden, dass er 13 Stunden am Tag arbeitet. Mossedal meinte, das verstoße gegen das Gesetz. Ich beharrte darauf, dass immer noch ich das Gesetz für meine Kinder bestimmen würde und nicht die Königin von England. Mein Sohn verstand natürlich nicht, warum er immer am längsten arbeiten musste. Ich wollte einfach nur sehen, ob er durchhält.“ Der Traum seines Sohnes ist übrigens in den USA zu kochen, gleich wie damals der seines Vaters. MEHR FERNWEH ALS HEIMWEH. Jedes
Jahr kommt Kostner für fünf Wochen nach St. Ulrich – einfach nur Freunde zu treffen. Eine Rückkehr nach Südtirol schließt er dennoch aus. Er möchte in die Welt hinaus um Sprachen zu lernen und ▶ Neues zu erfahren.
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„Minus von 30 Prozent“ Kaum jemand kennt die Lage der Gastronomie besser als er. Im Interview spricht Norbert Kostner über die Einbußen im Mandarin Oriental, die mangelnde Praxis der Jungköche und darüber, was die Grödner Holzschnitzer von Thailändern lernen können
Hoher Besuch: Der Grödner empfängt den Ex-Präsidenten George W. Bush
SÜDTIROL PANORAMA: Was können Südtiroler Hoteliers vom Mandarin Oriental lernen? NORBERT KOSTNER: Südtirol hat ei-
nige phantastische Hotels, leider fehlt es teilweise aber an der Freundlichkeit. Dem Gast die Tür zu öffnen, ihn anzulächeln und ein herzliches Grüß Gott zu sagen, das kostet nichts, zeigt dem Gast aber, dass er der Wichtigste ist. Ob Bill Gates oder ein Niemand bei mir zu Gast ist, das spielt für mich keine Rolle. Bei Bill Gates muss ich mich auch nicht für sein Kommen bedanken, er kann sich sowieso immer und überall das beste Essen leisten. Aber dem einfachen Mann, der ein halbes Jahr spart, um einmal im Oriental zu essen, muss ich zeigen, dass ich ihn brauche. Davon könnten die Grödner Holzschnitzer etwas lernen. Warum ausgerechnet die Grödner Holzschnitzer?
Weil sie den Fehler machen, nicht jeden Gast gleich zu behandeln. Sie bewerten den Gast nach seinem Aussehen und leiten davon ab, was er sich leisten kann. Spüren Sie die Wirtschaftskrise?
Und wie! Wir haben 30 Prozent weniger Gäste. Früher haben unsere Gäste Kaviar bestellt, heute Zwiebelsuppe. Deshalb drücken wir aber noch lange nicht die Preise, sondern bieten unseren Gästen
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Norbert Kostners Stolz sind seine zwei Kinder: Sohn und Tochter leben und arbeiten in London
einfach ein Mehrangebot: Statt einem Keks reichen wir heute zwei Kekse. Personal abbauen werden wir auch in Zukunft nicht, leider wird es im Moment aber auch keine Neueinstellungen geben. Welche Qualitäten und Kompetenzen erwarten Sie von Ihren Mitarbeitern?
Wer sich als Koch bei mir bewirbt, darf mich nicht fragen wie viel er verdient und wie viele Stunden er dafür arbeiten muss. Verdient wird am Ende und gearbeitet wird bis fertig ist. Ich gebe selbst immer 100 Prozent, jeden Tag von halb sieben bis 10 Uhr abends. Herrscht in Ihren Küchen ein strenges Regiment?
Streng würde ich nicht sagen. Auf jeden Fall nicht strenger als in einem anderen Hotel. Als Chef muss ich mit gutem Vorbild vorangehen. Denn ich kann meinen Mitarbeitern nicht das Rauchen verbieten, wenn ich selbst auch rauche. Ich kontrolliere meine Mitarbeiter aber schon sehr genau. Denn es gibt kein Gericht auf der Karte und kein Re-
zept in der Küche, das nicht von mir abgenommen wird. Ich bin auch auf jedem Event im Mandarin Oriental anwesend, schließlich spielt ein Orchester mit einem Dirigenten einfach besser. Stehen im Mandarin Oriental auch Südtiroler Gerichte auf der Speisekarte?
Aber ja, ich koche für meine Gäste Sauerkraut mit hausgemachten Hauswürsten oder Schlutzkrapfen mit Brennnesselfüllung. Die Thailänder sind verrückt danach. Stellen Sie auch Kontakte zwischen Südtiroler und Thailändischen Geschäftsleuten her?
Nein, denn ich bin kein großer Geschäftsmann. Man sagt mir nach, dass ich bereits pleite wäre bevor ich ein eigenes Restaurant eröffnen würde. Witzig, charmant und schlagfertig: Norbert Kostner beim Interview mit Verena Pliger in der Lobby des Mandarin Oriental in Bangkok.
LESEZEICHEN DIE EITELKEITEN DER BANKER
NEWS LUXUS & LIFESTYLE
World’s best Airport Business Lounges Businessclass-Tickets sind gleichzeitig die Eintrittskarte in die Lounges der Flughäfen. Wir zeigen Ihnen die schönsten Zwischenstopps
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„Galleries Lounge“ der British Airways, München
Englischer Charme und moderne Eleganz auf 300 qm: Ergonomische Sessel, coole Bars, kostenloser Wireless-LANZugang. Clubmitglieder können auch ihre Begleitperson mitnehmen.
INFOS: René Zeyer, „Bank, Banker, Bankrott: Sto-
rys aus der Welt der Abzocker“, Orell Füssli Verlag, 19,90 Euro
REISE INSIDER-TIPP
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„Virgin Atlantic Lounge“, British Airways, London Heathrow
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„The Pier“, Cathay Airways, Hongkonk
Wie ticken die Typen, die nur zu ihre Boni kommen wollen? Was treiben die Mächtigen der Finanzwelt? Wie konnte es denn soweit kommen, dass ein paar Finanzakrobaten weit über 1000 Milliarden Dollar verrösten konnten, ohne auch nur den kleinsten Rauch aufsteigen zu lassen? Süffisant entlarvt Autor René Zeyer Eitelkeiten, Intrigen, Ängste, Karrieresucht und Geltungsbedürfnis von Bankern, die den Bezug zur Realität schon längst verloren haben. Das Brisante: Alle Storys basieren auf dem wahren Leben der Finanzdienstleister.
London
Die ungewöhnlichste Airport-Lounge der Welt: Hier wechseln sich futuristische Elemente wie die hängenden Bubble-Chairs aus Acryl mit Retro-Chic ab. Wellness pur bietet das schwarz gekachelte Jacuzzi-Becken.
Ein Extra an Privatsphäre: Jeder der sechs Day-BreakRooms ist mit leistungsstarken Computern ausgestattet, hier kann jeder ungestört seine EMail abrufen, während er mit Essen und Trinken verwöhnt wird. Zur Erfrischung stehen Duschkabinen bereit.
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VON ANITA HOHENEGGER | Die Schlanderserin
Hier wird das Warten zum Erlebnis: Spektakuläre Wasserfälle beim Eingang, Sitzmöglichkeiten für 400 Passagiere, 18 Meter lange Cocktailbar, 20 Luxusbäder.
Um das „wahre“ London zu erleben, sollte man die überfüllte Oxford Street meiden und zum Shopping nach Westfield fahren, hier finden sich viele individuelle Boutiquen. Feinschmeckern empfehle ich samstags über den Borough Market zu schlendern. Der Eintritt in alle Museen ist frei, mein Tipp ist das Natural History Museum. ▶ Stylish residieren: Ein bezauberndes Boutique-Hotel für Design- und Kunstliebhaber. Soho Hotel (DZ ab 270 €) www.firmdale.com ▶ Cooles Ambiente: Erleben Sie visuelle Kunst und internationale Gourmetküche zwischen den Maschinen des ehemaligen Wasserkraftwerks „The Wapping Project“. www.thewappingproject.com ▶ Britische Tradition: Beim königlichen Hoflieferanten „Fortnum & Mason“ können Sie aus über hundert Teesorten Ihren ganz persönlichen Afternoon Tea zubereiten. ▶ Im Kaufrausch: 260 exklusive Boutiquen unter einem spektakulären Glasdach: Die MegaMall in Westfield ist auch sonntags geöffnet. Bequemes Einkaufen ermöglicht das „Handfree Shopping“, also die Tüten-Ablade-Vorrichtung.
„Qantas Lounge“, Singapur Changi Airport
MUST-HAVE DES MONATS
Blackberrys Newcomer Endlich ist es da: Das erste Business-Handy, das sich über einen Touchscreen bedienen lässt. Das berührungsempfindliche Display mit einer Auflösung von 480 x 360 Pixel lässt sich sowohl im Hoch- als auch im Querformat nutzen. Über das vorinstallierte Programm DataViz lassen sich Office-Dokumente (Word, Excel, PowerPoint) bearbeiten. Fotos knipst das Storm im 3,2Megapixel-Format. Mit an Bord sind GPRS, GSM, UMTS/HSDPA und Bluetooth. INFO: ab 399 €, www.blackberry.com oder www.vodafone.it
organisiert maßgeschneiderte Sprach- und Kulturreisen nach London. Hier lebt sie seit 9 Jahren.
BUSINESS PR-INFO
Fakten und Analysen als Grundlage für strategische Entscheidungen reichen nicht mehr aus: „Dr. Gruber & Partner“ bietet den Unternehmen deshalb die dazugehörende Beratung und Unterstützung.
Foto: Privat
Analyse für die richtige Strategie Gernot Gruber, Geschäftsführer von „Dr. Gruber & Partner“
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nalyse, Strategie und Kommunikation sind für jene Akteure notwendig, die in Interaktion, im Austausch mit der Öffentlichkeit stehen. All ihre Aktionen sind Public Affairs. Das politisch-gesellschaftliche Umfeld wird immer wichtiger. Wirtschaft und Politik können heute nicht mehr getrennt voneinander betrachtet werden. Politiker haben sich längst Marketinginstrumente der Wirtschaft angeeignet, während im Gegenzug Wirtschaftskapitäne bereits auf jene Beratungsleistungen zurückgreifen, die bis dato nur Politiker in Anspruch genommen haben. SUPPORT AN DER SCHNITTSTELLE. Die
Beratungsagentur „Dr. Gruber & Partner“ unterstützt ihre Kunden genau an der Schnittstelle zwischen Gesellschaft, Wirtschaft und Politik: dort wo es gilt, Entscheidungen zu managen. Die Tätigkeiten Analyse, Strategie und Umsetzung werden dabei als System verstanden, in dem alle Faktoren aufeinander wirken: Aus dem strategischen Ziel ergeben sich die Fragestellungen für die Marktforschung. Deren Ergebnisse wirken wiederum auf die Strategie. Die konsequente Umsetzung der Strategie in allen externen und internen kommunikativen Maßnahmen rundet das Ganze ab. Der Qualitätskreislauf, der dabei
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sondern auch klare Wurzeln in Südtirol. Wo die Dinge nicht gänzlich, aber doch hin und wieder etwas anders laufen.
Mit Methoden des Neuromarketing lassen sich Übereinstimmung und Diskrepanz zwischen der Unternehmens- oder Produktmarke sowie einzelnen Zielgruppen messen und visuell darstellen. Ein großer Nutzen für Markenentwicklung und Markensteuerung.
entsteht, hat zudem noch den Vorteil, dass es keine „Transmissions-Probleme“ gibt: Als Dienstleister, die alles aus einer Hand liefern, spielt Dr. Gruber & Partner nicht „Stille Post“, bei der wichtige Informationen zwischen Marktforscher, Strategie berater, Werber, oder PR-Experten verloren gehen. Das Team von „Dr. Gruber & Partner“ hat nicht nur jahrelange internationale Erfahrung in all diesen Bereichen,
„Dr. Gruber & Partner“ bietet Unternehmen, Institutionen und politischen Einrichtungen unter anderem folgende Leistungen an: Marktforschung: Kontinuierlich und systematisch Entscheidungen für den Erfolg treffen. Kundenzufriedenheitsmessung: Zufriedene Kunden sind entscheidend, und ihre Erwartungen und Bedürfnisse sind messbar. Analyse der Markenwahrnehmung: Die Marke ist der Kern Ihrer Identität, also Ihrer Person oder Ihres Unternehmens Zielgruppensegmentierung: Die Lebenswelten der Milieus zu kennen, heißt, einen direkten Draht zu spannen und punktge◀ nau zu kommunizieren.
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DR. GRUBER & PARTNER J. Kravoglstraße 7 39100 Bozen Tel. 349 68 170 20 info@drgruber-partner.com www.drgruber-partner.com
TERMINE DES MONATS
MONTAG
DIENSTAG
MITTWOCH
DONNERSTAG
FREITAG
SAMSTAG
SONNTAG
05.03. – 08.03 BAUMEC & VIATEC Messe Bozen Die Fachmesse rund um Baumaschinen, Straßenbau und Infrastrukturbewirtschaftung. Der 7. März ist dem Thema Arbeitssicherheit auf Baustellen gewidmet. www.baumec.it
11.03.– 17.03
13.03.
Foto: stck.xchng/aegis
16.03. RISIKO IM AUSLAND EOS Erfahren Sie vom Auslandsexperten Horst Juranek wie Sie die wichtigsten Risiken im Auslandsgeschäft erkennen und vermeiden können. 159 Euro, www.eos-export.org
LEADER Eurac Bozen Was machen CocaCola und Swarovski besser? Beim eintägigen Seminar „Was Top-Unternehmen anders machen“ identifiziert Prof. Kurt Matzler Erfolgsfaktoren. 490€, www.eurac.edu
Foto: stck.xchng/Rosika
IHM Messe München Weltweit einzigartig wird auf der Internationalen Handwerksmesse der Motor der Handwerkswirtschaft präsentiert. Für alle Handwerksbranchen und den Mittelstand. www.ihm.de
19.03. – 21.03.
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MUMIENKONGRESS Eurac „Bolzano Mummy Congress“, so lautet der erste internationale Kongress zur Mumienforschung. Zeitgleich gastiert auch die weltweit größte Mumienausstellung in Bozen.
KRISE ALS CHANCE Forum Brixen Das fünfte Südtiroler Wirtschaftsforum widmet sich dem Thema „Wirtschaften in turbulenten Zeiten - Krisen als Chance nutzen“. Ab 14 Uhr, www.wirtschaftsforum.it
BAUKONGRESS Hotel Sheraton Der erste gemeinsame Kongress der elf Berufsgemeinschaften im LVH. Mit Workshops, Tätigkeitsberichten und einem Referat des Wiener Professors Erich Kirchler. www.lvh.it
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28.03
29.03. – 31.03.
BUSINESS-STIL WIFI, Bozen Erfolg im Geschäftsleben ist das Ergebnis Ihres überzeugenden Auftretens. Lernen Sie Ihr Unternehmen verkaufswirksam zu präsentieren. www.wifi.bz.it Teilnahmegebühr 189 €.
WIRTSCHAFTSBALL Forum Brixen Der erste Südtiroler Wirtschaftsball greift „Menschen für Menschen“ und „Südtirol hilft“ unter die Arme. Ehrengäste: Karlheinz und Almaz Böhm.
PRO WEIN Messe Düsseldorf Hier trifft sich das „Who is who“ der Wein- und Spirituosenbranche. Mit internationalen Verkostungen und einer Sonderschau von Delikatessen und Confisserie. www.prowein.de
02.04. – 06.04. VINITALY Messe Verona Zum 43. Mal findet diese europaweit wichtigste Weinmesse mit mehr als viertausend internationalen Ausstellern statt. www.vinitaly.it
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ARCHITEKTUR & AMBIENTE Dekoration schafft gute Laune! Gut gelaunte Kunden kaufen mehr. Attraktive und emotionale Wareninszenierung erfüllt Wünsche und weckt Kaufanreize. Das Produkt muss dabei aber immer im Mittelpunkt stehen. Dem ansonsten nüchternen Autohaus wird mit den silbernen Objekten Leben eingehaucht. Die opulenten Fieberglasgefäße mit Schlagmetallversilberung sind ein spektakulärer Blickfang und ergeben ein glänzendes Zusammenspiel mit den silbernen und schwarzen Autos. Die Faszination liegt in der schwebend leichten Anordnung der grünen Sansivieria Cilindrica, die frische Akzente zwischen den wuchtigen Objekten setzt.
Die Vollendung Mit der Liebe zum Detail und dem Blick für das Besondere beginnen erst die großen Gefühle. Erst die gekonnte Inszenierung von Dekoration belebt den Innenraum mit Leben und entfaltet seine volle Wirkung. Dekoration ist dabei nicht nur Blickfang, sondern vermittelt dem Kunden auch ein ästhetisches Erlebnis, das ihm guttut und ihn überzeugt. Südtirol Panorama zeigt wie aus gewöhnlichen Raumsituationen Fotos: Alexander Alber spektakuläre Ensembles werden. 36
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m Individualität zu zeigen, tragen wir ein elegantes, schlichtes NoName-Kleid zum Prada-Täschchen. Bei der Dekoration ist es genauso wie bei der Mode: Stilsichere Dekoration heißt Epochen und Stile mutig miteinander zu mixen. Dabei lautet der Grund-
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satz: Weniger ist meistens mehr. Ob bei der Ausstattung eines Unternehmens, Hotels oder auch der eigenen vier Wände: Der erste Eindruck zählt. Und das ist meist nicht die geradlinige Arbeitsfläche in der Küche, sondern etwa eine aufwendig verarbeitete Knochenporzellanvase
mit einem Strauß einfarbiger Tulpen, die auf der Anrichte steht. Das heißt, Inneneinrichtung wird erst dann zum Gesamtkunstwerk, wenn sie mit Innendekoration gekonnt inszeniert wird. Schlussendlich ist diese Kombination die Visitenkarte des Hauses - sie lässt die eigene Philosophie
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Kein Raum in der Wohnung hat so viel Kommunikationspotenzial wie die Küche. In der klassisch modernen Küche von Unternehmerfamilie Öggl in Nals dominieren klare Linien und dezente Farben. Wärme und Wohngefühl bringen aber erst die zwei mattweißen Porzellanvasen mit den einfarbigen Tulpen. Ihre pure Eleganz macht das Ambiente der nüchternen Küche behaglich. Die Liliengewächse wirken an ihrem Platz, kontrastieren aber gleichzeitig mit der glatten kühlen Arbeitsfläche.
im besten Licht erstrahlen, erzeugt Gefühle und kommuniziert mit der Außenarchitektur eines Gebäudes. Damit Kunden, Hotelgäste oder Geschäftspartner bei der gebotenen Dekoration aber auch ins Schwärmen geraten, ist die Zusammenarbeit von Innenarchitekten und Dekorateur
Minimalistisches Design nur etwas für Puristen? Im Gegenteil. Mit einem frühlingshaften Farbtupfer wird die edle Küche zu einem heimeligen Innenraum. Oben: Die geradlinige Einrichtung mit der dunklen Arbeitsfläche und dem hellen Cebranoholz wirkt stilvoll und stimmig. Um die Harmonie weiterzuführen, werden im Sinne der puren Eleganz ausschließlich weiße Gefäße aus Knochenporzellan mit Fingersansivieria und Calla verwendet. Mitte: Der romantisch moderne Lüster krönt den ansonsten sehr puristisch und farblich extrem reduziert gehaltenen Essbereich. Unten: Schlicht barock als Gegenstück zum puristischen Ambiente. Südtirol Panorama März | 2009
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Bodenständigkeit und alpenlän- ARCHITEKTUR discher Schick: Die Bergsteigerlegenden Leni Riefenstahl und Luis Trenker waren Freunde des Hauses und hängen heute in Großaufnahmen im Loungebereich dieses Hotels im Burggrafenamt. Ganz im Sinne der Alpentradition wird die Dekoration rund um die Bilder fast ausschließlich in Naturmaterialien wie Tannenzapfen, Holzspäne oder Moos gehalten. Als Gegenstück und gleichzeitig als Blickfang dominieren opulente Hirschgeweihe, Tierfelle und ein silbernes Hirschgefäß. Unten: Die rote Kaminwand liefert den nötigen Farbklecks, um sich hier wohlzufühlen.
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gefragt. Denn es ist der Albtraum eines jeden Architekten, wenn sein formvollendetes Konzept durch zu üppige oder zu bunte Dekomaterialien nicht mehr sein Ziel erreicht. Deshalb sollte der Dekorateur von Beginn an in die Planungen des Innenarchitekten miteinbezogen werden. Um seine Ideen und sein planerisches Konzept zu verstehen. „Dekoration muss nicht teuer sein, sie muss aber ein Konzept haben. Ein hochwertiges großes Silbergefäß kann seine Wirkung verlieren, wenn der Rest der Deko eine Mischung aus den verschiedensten Stilrichtungen ist oder längst in die Jahre gekommen ist. Dekoration muss harmonisch wirken und individuell ausgewählt werden“, meint Thomas Mair von der „Floralen Werkstatt“ in Lana. Jedes Hotel, jedes Unternehmen hat seinen eigenen Charakter, seine persönlichen Visionen aber auch seine spezielle Klientel. Diesen Ansprüchen muss durch Individualität Rechnung getragen werden. Nur wer dem Kunden oder Gast ein stimmiges Bild vermittelt, erweckt VERENA PLIGER Emotionen und damit auch sein Interesse.
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Das Mobiliar und die historischen Bilder dieses Hotels in Nals zeigen alpinen Lifestyle und majestätisches Wohlgefühl: Helles Holz gesellt sich zu den Stoffen und Möbeln in hellen sandigen Tönen. Hier muss Dekoration Stimmungen erzeugen, Perfektion ist hier fehl am Platz. Oben: Das warme atmosphärische Licht, der edle Holzboden und die weißen Ledersessel bringen kuscheliges Feeling in die Lounge. Als Tische fungieren rustikale Baumstämme, die daraufliegenden Tierfelle und kleinen Hirsche verleihen ihnen eine luxuriöse Note. Wiederholungen sind eine der Grundregeln der Dekoration. So werden in diesem Hotel die silbernen Hirsche immer wieder aufgegriffen, entweder als Einzelteile oder als Kerzenständer in einer 8erReihe.
Ein gutes Auge für ein stimmiges Ambiente: Fotograf Alex Alber und die beiden Dekorateure Theo Lesina Debiasi und Thomas Mair von der „Floralen Werkstatt“ beim DekoFotoshooting für „Südtirol Panorama“.
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Die neue Produktlinie S-Lite: Funktionalität verpackt in modernes Design
Provex-Geschäftsführer Oswald Fischnaller Präzision in der Produktion: Sonderanfertigungen geben Provex-Produkten eine persönliche Note
Wohlbefinden im Bad Duschkabinen von Provex bieten einfach mehr: an Wohlgefühl, an Service, an Funktionalität. Das Pustertaler Unternehmen garantiert mit über 30 Jahren Erfahrung ein grenzenloses Vergnügen im stilvollen Ambiente einer langlebigen Duschkabine.
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llein 35.000 Duschkabinen verlassen Jahr für Jahr die Firma Provex in der Brunecker Industriezone Nord. Der Großteil davon wird nach Italien und Deutschland exportiert. Bereits vor Jahren hat Provex erkannt, dass geschmackvolles italienisches Design, gepaart mit Qualität und Funktionalität, die Parameter für Erfolg sind. Die Mehrzahl der Produkte tragen die Handschrift des Studios Talocci in Rom, einem der renommiertesten Designbüros. Um die ästhetischen Raffinessen mit der technischen Funktionalität auf einen Nenner zu bringen, werden Aluminium und Glas stimmig und stilsicher eingesetzt, wobei das angewandte SMS-System einfache Montage und Reinigung garantiert. Der Bereich „Shower“ macht mit 55 Prozent den Hauptteil der drei ProvexProduktgruppen aus. Um den Duschkabi-
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Die untere Positionierung der Räder bei der Linie S-Lite ist ein neues Patent von Provex
nen eine persönliche Note zu verleihen, hat sich das Unternehmen dabei auf personalisierte Sonderlösungen spezialisiert. „Safety and Comfort“, so nennt sich der zweite Produktbereich von Provex, der 35 Prozent des Umsatzes ausmacht. Das Sitz- und das dazugehörende Griffsystem wird vor allem in der Altenpflege, Rehabilitation oder im
privaten Haushalt verwendet. Als drittes Segment hat sich der Bereich „Mirrors“ etabliert und mit seinen Kosmetikspiegeln zur Rasur, für das Make-up oder zum Einsetzen von Kontaktlinsen den internationalen Markt erobert. Mittlerweile sind die Badaccessoires selbst in Japan, Abu Dhabi oder Australien zu finden. Lust auf ProvexDuschkabinen? Eine große Auswahl finden Sie exklusiv bei der Firma Innerhofer ◀ in Bruneck, Bozen und Meran.
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ARCHITEKTUR & AMBIENTE
Schwebender Koloss
Über Rolltreppen gelangt man wie durch einen Geburtskanal in die, wie Schmuckschatullen anmutenden Ausstellungsräume
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Fotos: Delugan/Meissl
Der Sportwagenhersteller Porsche hat Ende Dezember in Stuttgart ein spektakuläres Automobilmuseum eröffnet. Entworfen und gebaut wurde es vom Meraner Architekten Roman Delugan. In Südtirol Panorama spricht er über die Machbarkeit des Unmöglichen, unkalkulierbare Fehlplanungen und der Krise in der Autoindustrie.
ARCHITEKTUR & AMBIENTE ative Ader des architektonischen Ausnahmeprojektes: Er hat zusammen mit seinem Wiener Architekturbüro Delugan Meissl Associated Architects das Museum entworfen. Um die Verteilung der gewaltigen Lasten berechnen zu können, musste eigens ein Computerprogramm entwickelt werden. Entscheidend waren schließlich neue Werkstoffe, die etwa den Beton fester machten. Der Bau hat nicht nur Statiker und Ingenieure an den Rand des Nervenzusammenbruchs gebracht, sondern auch
aber am Zaudern der Auftraggeber gescheitert. War Porsche Ihr idealer Partner? ROMAN DELUGAN: Das Museum ist
ohne Zweifel eines unserer wichtigsten Projekte, denn stärker als bei vorangehenden Bauten hatten wir hier die Chance, unsere Auffassung von Architektur umzusetzen und Entwurfsideen in ihrer Gesamtheit zu entfalten. Der gestalterischen Freiheit wurden keine Grenzen gesetzt, die architektonische
Konzentration aufs Wesentliche: Reines Weiß als schlicht-zurückhaltender Präsentationsrahmen für schnittige Sportwagen
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ebauter Widerspruch“, „fliegender Diamant“, Trutzburg, Raumschiff, Raubtier – sind nur einige der Assoziationen, die im gewaltigen Medienecho rund um die Eröffnung des Porsche Museums auftauchen. Der Bau hat wie kaum ein anderer in jüngerer Zeit für internationales Aufsehen gesorgt. Zu Recht. Der nur auf drei Stützpfosten ruhende massige Gebäudekörper sprengt in vieler Hinsicht bisher bekannte Dimensionen. Der 140 Meter lange und 70 Meter breite Monolith wiegt stolze 35.000 Tonnen, insgesamt wurden gut 10.000 Tonnen Stahl verbaut – mehr als beim Pariser Eiffelturm. Fachleute bezweifelten die technische Umsetzbarkeit des Entwurfs. Zu ausgefallen war die Form, zu respektlos der Umgang mit den Gesetzen der Statik. „Vor fünf Jahren wäre dieses Museum so nicht möglich gewesen“, sagt Roman Delugan. Der gebürtige Meraner ist die kre-
viel Zeit und Geld gekostet: Die für 2007 geplante Eröffnung wurde mehrfach verschoben und aus veranschlagten fünfzig wurden schließlich Baukosten von hundert Millionen Euro. Bei der Eröffnungsfeier gab es dafür etlichen Spott. PorscheVorstandschef Wendelin Wiedeking ließ es sich in seiner launigen Eröffnungsrede denn auch nicht nehmen, von einer „ganz beschissenen Kalkulationsgrundlage“ zu sprechen. Unbestritten sind dagegen die ästhetische Außenwirkung und die Präsentation der, wie in Schmuckschatullen ausgestellten Fahrzeuge. SÜDTIROL PANORAMA: Das Porsche Museum gilt als Krönung Ihrer bisherigen Arbeit und als herausragendes Beispiel moderner Museumsarchitektur. Zuvor hatten einige Ihrer ästhetisch und technisch anspruchsvollen Entwürfe zwar Wettbewerbe gewonnen, waren
Sprache wurde seitens der Auftraggeber in hohem Maße anerkannt. In seiner baulichen Erscheinung verkörpert das Museum durchgehend unsere architektonische Vision – ein „lupenreines“ Projekt. Ob glückliche Fügung oder weise Voraussicht der Entscheidungsträger: die Agilität und Lebendigkeit der Marke hat sich mit unserer architektonischen Auffassung im Sinne einer wahrnehmbaren Raumdynamik während des gesamten Entstehungsprozesses auf perfekte Weise ergänzt. Welcher war Ihr Ausgangsgedanke bei diesem Entwurf?
Der Bau verkörpert die Haltung der Marke: Exklusivität zu repräsentieren, ohne abzugrenzen, Tradition widerzuspiegeln, ohne auf lebendigen Austausch zu verzichten. Das Unternehmen Porsche mit den damit assoziierten Eigenschaften war also schon Inspiration an sich. Porsche wird mit Leidenschaft, mit Innovation, aber auch mit Tradition und der Neuinterpretation von Bewährtem assoziiert. Unserer Leitidee, der Dualität von „Erfahrung“ und „Erfahrbarkeit“, folgend, wurde der „schwebende“ Museumsbereich von der
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ARCHITEKTUR & AMBIENTE Basis entkoppelt und hochgehoben, um die Sonderstellung „Kosmos Porsche“ zu unterstreichen. Durch diese gestalterische Maßnahme wurde die konzeptuelle Trennung in inhaltlich unterschiedliche Bereiche auch von außen begreifbar. Ein wichtiges Thema ihrer Arbeit war ja immer der soziale Wohnbau. Wie bringt man soziales Engagement mit einem Prunkbau für Luxusautos unter einen Hut?
Als Architekten werden wir bei jedem Entwurfsprozess, unabhängig von seiner jeweiligen Nutzung und Funktion, unweigerlich von der räumlichen Wahrnehmbarkeit durch den zukünftigen Nutzer geleitet. Neben Funktionalität steht bei jeder Bauaufgabe die sinnliche Erfahrung im Zentrum der Konzeption. Räumliche Anordnungen, deren Übergänge und Wegrelationen erfordern eingehende Auseinandersetzung mit Geschwindigkeit und Bewegung. Unter diesem Aspekt war die Aufgabe, ein Museum für Porsche zu bauen, natürlich sehr passend, und dankenswerterweise wurde unsere Intention von den Bauherren verstanden und uneingeschränkt angenommen. Höchste Qualität steht selbstverständlich sowohl im Wohnbau als auch im Museumsbau an erster Stelle. Wie bei jeder Bauaufgabe verfolgten wir auch beim Museumsbau den Anspruch auf soziale Nachhaltigkeit. Das Museum entstand im Herzen einer vorstädtischen Industrielandschaft, an einem „Unort“, dem dadurch eine visuelle Identifikation verliehen wurde. Dieser Aspekt ist im Wohnbau von substanzieller Bedeutung, denn die Identifikation ist hier in noch höherem Maße auf den Menschen und sein Lebensumfeld bezogen. Es heißt, dieser futuristische Bau sei vor fünf Jahren technisch noch nicht machbar gewesen. Haben Sie also 2005 einen Entwurf abgeliefert, an dessen Realisierbarkeit Sie selbst Zweifel hatten?
Die Arbeitsweise unseres Büros impliziert den Austausch mit Experten aus verschiedensten Bereichen, die bei jeder neuen Herausforderung – ob bei der Planung eines Flughafens oder einer Yacht – von uns konsultiert werden. Dieser Austausch bildet einen wesentlichen Teil unserer Struktur. Unter-
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Spiegelnde Fassadenelemente unterstreichen das futuristische Design des Porsche Museums
„Ästhetik ist in Wahrheit nichts anderes als angewandte Physiologie“ Roman Delugan
schiedlichste Spezialisten wurden in den Entwurfsprozess des Porsche Museums einbezogen, um den Entwurf auf seine Umsetzbarkeit zu prüfen. Es war von Anfang an klar, dass die Realisierung höchste Ingenieurleistungen erfordern würde. Durch Verzögerungen während der Bauzeit eröffnet das Automobilmuseum inmitten der Weltwirtschaftskrise, die gerade die Autobranche besonders hart trifft. Wie empfinden Sie diesen Anachronismus?
Gerade in diesen Zeiten setzt eben dieses Projekt ein Zeichen des Optimismus, indem es die herausragenden Qualitäten und die Innovationskraft des Unternehmens hervorhebt. Das Museum
nimmt nicht ausschließlich Bezug auf die Autoindustrie, sondern vielmehr auf die 100-jährige Geschichte von Porsche. Die Eröffnung war ursprünglich für 2007 geplant, die Baukosten waren mit 100 Millionen Euro doppelt so hoch, wie zunächst veranschlagt. Wie kommt es zu solchen Fehlplanungen und wie gehen Sie persönlich damit um?
Eine der größten Herausforderungen bestand darin, ein Tragwerk zu konstruieren, das den geometrischen Anforderungen unseres Wettbewerbsentwurfes entsprach und mit dem sich zugleich auch die gewünschte räumliche Wirkung erzielen ließ. Im Zuge des Planungsprozesses erfolgte eine konstante Abstimmung des technisch-ästhetischen Zusammenspiels von Tragwerk und Gebäudetechnik. Die statische Berechnung derart komplexer Strukturen ist tatsächlich erst seit einigen Jahren in der Praxis möglich, seitdem eine entsprechende Software zur Verfügung steht. Zudem war der von den Bauherren anberaumte Zeitplan für die Umsetzung äußerst knapp bemessen – oder „sportlich“, wie es den Produkten unserer Bauherren eben zu eigen ist. Betrachtet man Ihre jüngeren Entwürfe, fallen Gemeinsamkeiten in der äußeren Gestalt auf. Aufstrebende und fallende
ARCHITEKTUR & AMBIENTE andersetzung mit Techniken und Materialien nicht aus: Das Büro umfasst eine Forschungsabteilung, die neue Anwendungen von Materialien untersucht und diese auf Einsetzbarkeit und Wirkung überprüft. Es heißt, in Ihrem Büro herrschen flache Hierarchien. Wie funktioniert die Zusammenarbeit konkret – gibt es eine strikte Aufgabenteilung oder entstehen die Entwürfe im Team?
Verschachtelt: Die Rückansicht spart ebenfalls nicht mit optischen Reizen
Architekt Roman Delugan Roman Delugan, geboren 1963 in Meran, studierte an der Wiener Hochschule für Angewandte Kunst Architektur. 1993 gründete er gemeinsam mit seiner Frau Elke das Architekturbüro Delugan Meissl, dem heute fünf Partner und 15 Mitarbeiter angehören. Zu Beginn beschäftigten sich Delugan-Meissl vorwiegend mit innovativen Systemen im Städtebau. In dieser Zeit entstanden u.a. die Wiener Wimbergergasse (2001), die Hauptverwaltung von Sandoz Novartis sowie die Wohnbebauung Wienerberg (2004). Den Durchbruch in der öffentlichen Wahrnehmung erzielten sie 2003 mit dem Bau der eigenen Loftwohnung „Ray1“. Aktuelle Projekte sind neben dem Porsche Museum der bevorstehende Bau des Filmmuseums Amsterdam und der ex-aequo-Sieg (gemeinsam mit Zaha Hadid) für das Opernhaus „Darat King Abdullah II“ im jordanischen Amman.
Konstanter Dialog bildet den Kern unserer Zusammenarbeit. Diese geht über den bürointernen Austausch hinaus und erfolgt – wie bereits erwähnt – mit Spezialisten aus unterschiedlichsten Fachgebieten. Der interdisziplinäre Austausch umfasst Bereiche von Philosophie über Naturwissenschaften bis hin zur Kunst.
Linien, spitze Winkel - Gebäude, die zumindest teilweise vom Boden abzuheben scheinen. Hat das mehr mit Ihrer Sicht auf Architektur oder auf die Präsentation von Kunst und Kultur zu tun?
Sie sind in Meran geboren, leben aber seit dem Studium in Wien. Wie stark sind Ihre Südtiroler Wurzeln und inwieweit ist Ihr architektonischer Stil durch Ihre Herkunft geprägt?
Eine durchgängige Semantik unseres architektonischen Ansatzes ist zweifelsohne an unseren Projekten ablesbar. Bei genauer Betrachtung unterscheiden sich die Projekte allerdings inhaltlich und ästhetisch sehr. Die physiologische Wirksamkeit des Raumes auf Körper und Sinne ist ein entscheidendes Kriterium. Dem Diktum „Ästhetik ist in Wahrheit nichts anderes, als eine angewandte Physiologie“folgend, manifestieren wir unsere Auffassung von Gebautem als Organismen, die immer als Teile eines gesamten Systems verstanden werden. Gleichermaßen wird der topografische Kontext in jedem Entwurfskonzept einbezogen und entsprechend der zu lösenden Aufgabe interpretiert.
Die eigene Herkunft lässt sich niemals leugnen, bekanntlich sind 40 Prozent unseres Wesens genetisch bestimmt. Die Affinität zur Architektur lässt sich sicherlich auf meinen familiären Hintergrund zurückführen. Piero Delugan hat mit seinen Bauten das Ortsbild von Meran mitgestaltet, meine Eltern hatten starken Bezug zum Bauhaus. Unser eigener architektonischer Zugang aber ist global und lässt sich nicht auf einen bestimmten Ort festschreiben.
Neben dem Ausloten von architektonischen Grenzen, geht es Ihnen in Ihrer Arbeit vordringlich auch um die Gestaltung des Raumes in seiner Dreidimensionalität. In welche Richtung werden Sie diese Grundidee in einer Zukunft mit immer neuen technischen Möglichkeiten weiterentwickeln?
Technische Möglichkeiten betrachten wir als Mittel zum Zweck, sie stehen in unsere Arbeit absolut nicht im Vordergrund. Haptik, Wahrnehmbarkeit, Emotion sind entwurfsbestimmende Parameter. Dies schließt allerdings unsere Ausein-
Wie sehen Sie die Architekturszene in Südtirol und wie beurteilen Sie das, was hierzulande in jüngerer Zeit gebaut wurde?
Das architektonische Niveau Südtirols ist äußerst hoch, leider bleibt das vorhandene Potenzial aber oft durch mangelnden Mut seitens der Politik ungenützt. Als Beispiel dafür steht die neue Therme in Meran, die durch ihre pragmatisch-rationale Gestaltung eine adäquate Neupositionierung der Thermalstadt, wie es beispielsweise in der Schweizer Therme Vals gelungen ist, bedauerlicherweise verfehlt hat. Auch das geplante Bibliothekszentrum Bozen stellt eine große Chance für die Region dar, wobei ich mir Mut seitens politischer und kultureller Entschei◀ dungsträger wünschen würde. INTERVIEW: ARIANE LÖBERT
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Das Land baut Moderne zeitgenössische Baukultur „built“ vom Land Südtirol: Noch nie zuvor hat die Landesverwaltung so viele architektonische Highlights gebaut wie in den letzten zwanzig Jahren. Dafür hagelte es Architekturpreise und internationale Lobeshymnen. Die schönsten Bauten wurden nun in einer Publikation zusammengefasst.
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ange Zeit galt die Architektur der Moderne, insbesondere das Flachdach, als Ausdruck fremdherrschaftlichen Bauens und widersprach dem Geist des Heimatschutzes. Doch spätestens seit der Jahrtausendwende hat die zeitgenössische Architektur nicht nur im städtischen Raum, sondern auch im ländlichen Raum und in den Dörfern Einzug gehalten. Plötzlich setzte man sich damit intensiv auseinander. Selbst ausländische renommierte und internationale Fachzeitschriften haben mittlerweile ihren Blick auf die Südtiroler Prestigebauten geworfen. ARCHITEKTUR ALS KULTURELLE MISSION. Den wohl größten Beitrag zur Um-
setzung moderner zeitgenössischer Baukultur hat die Landesverwaltung geleistet. In den letzten 20 Jahren wurden so viele wichtige Bauvorhaben realisiert wie nie zuvor: Schulen, Krankenhäuser, Sozialbauten und Straßen wurden neu errichtet, bestehende Strukturen umgebaut und den Ansprüchen einer sich rasch wandelnden Zeit angepasst. Um die gelungene Umsetzung der Bauvorhaben der vergangenen zwei Jahrzehnte zu veranschaulichen, hatte Landeshauptmann Luis Durnwalder vor drei Jahren die Idee, diese in einer Publikation zu dokumentieren. Dabei sollte nicht nur die Quantität der Bauvorhaben im Hoch-, Tief- und Straßenbau im Vordergrund stehen, sondern vor allem auch ihre Qualität. „Ein Gebäude zu bauen, Räume zur Verfügung zu stellen, nur funktionelle, technische Bedürfnisse zu erfüllen, das ist zu wenig. Es geht uns bei unseren Bauten um eine kulturelle Mission. Technische Unzulänglichkeiten kann man ausmerzen, architektonische Defizite sind dagegen nicht mehr korrigierbar. Deshalb muss die Qualität und Funktionalität im Vordergrund stehen“, das ist das Credo von Landerat Florian Mussner.
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Optisch ergänzt wird das Werk Südtiroler Architektur von Bildern des Fotografen Walter Niedermayr, einem ehemalige Mitarbeiter des Bautenressorts, der mittlerweile mit seinen Bildern internationale Erfolge feiert. WETTBEWERBE ALS ANTRIEBSMOTOR.
Der Bildband „Das Land baut“ führt auf eine architektonische Reise vom Regionalismus über die Postmoderne bis zur heutigen Moderne.
506 SEITEN LANGER BILDBAND. Der
Idee des Landeshauptmannes folgend, hat das Ressort für Bauten unter der Projektleitung von Ingenieur Heinrich Limacher und Geometer Daniel Bedin die Erarbeitung einer Publikation übernommen. Entstanden ist ein 506 Seiten langer Bildband mit dem Titel „Das Land baut“ - eine Art Werkverzeichnis öffentlichen Bauens der letzten zwanzig Jahren, welche die Tendenzen der vergangenen Jahre auf hohem Niveau wiederspiegelt. EIN WERK SÜDTIROLER ARCHITEKTUR.
Die Projekte, die in der Publiktion vorgestellt werden, reichen vom sogenannten Regionalismus über die Periode der Postmoderne bis hin zur Neomoderne. Die architektonisch eindruckvollsten Projekte werden über jeweils mehrere Seiten mit ausführlichen Beschreibungen, Fotos und Plänen vorgestellt. Alle anderen realisierten Projekte sind mit einem Steckbrief und detaillierten Angaben zur Planung, zur Bauzeit und den Baukosten versehen.
Allein ein Drittel der im Buch ausführlich vorgestellten Bauten ist über Wettbewerbe entstanden. Einer der diese Wettbewerbe als erster initiiert hat, ist der Architekt und Direktor des Ressorts für Bauten, Josef March. Er zeigte sich auch als Gesamtkoordinator des Bildbandes verantwortlich. „Obwohl das Ausschreiben von Wettbewerben bis zum Jahre 1990 nicht gesetzlich vorgeschrieben war, haben wir auf Landesebene bereits damals Wettbewerbe ausgeschrieben. Nicht zuletzt wegen der damit verbundenen Konkurrenz und dem Import neuer Ideen von außen, haben wir damit sicher einen wesentlichen Beitrag zur Verbesserung der Baukultur in Südtirol geleistet“, meint Ressortdirektor Josef March. Dabei setzt er sich auch für die Zukunft hohe Ziele und möchte bei der Realisierung von öffentlichen Bauten international federführend sein: „Unser Ziel ist es, künftig den Technikern und Ingenieuren einen Architekten zur Seite zu stellen, um qualitativ hochwertige Bauten auch optimal in das Landschaftsbild einzufügen. Ich möchte den Architekten auch die größtmögliche Freiheit lassen, damit sich die originellsten, innovativsten und funktionalsten Ideen durchsetzen.“ RETTUNG DER HAFLINGER BRÜCKE.
Eine der herausragenden und wohl auch schwierigsten architektonischen Bauvorhaben der letzten Jahre war die Sanierung der Haflinger Brücke über den Sinichbach. Vor zwanzig Jahren wurde die Brücke mit einer Gesamtlänge von 153 m im freien Vorbau als Dreigelenksbogen
ARCHITEKTUR & AMBIENTE
Foto: Rene Riller
PR-INFO
Anspruchsvolle Rettung: Die Haflinger Brücke über den Sinichbach hatte einen Knick in der Bogenmitte und war im Laufe der letzten zwanzig Jahre einen halben Meter absunken. Im letzten Jahr hat man sie mit einer filigranen externen Unterspannung stabilisiert und verstärkt.
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Büros Peters + Keller aus Stuttgart. Der 4,3 Millionen Euro teure Bau wurde vom Land bezahlt und von der Gemeinde Brixen zu 16 Prozent mitfinanziert. AUFATMEN AUF STILFSERJOCHSTRASSE. In diesem Jahr wurde beim „Pre-
mio Architettura Città di Oderzo“ neben der Haflinger Brücke noch ein weiteres Südtiroler Tiefbauprojekt ausgezeichnet.
Foto: Rene Riller
Der neue Kindergarten in Rosslauf (Brixen) gewinnt den „Premio Architettura Cittá di Oderzo“
Steinschlag ist auf der viel befahrenen Stilfserjochstraße keine Seltenheit. Mit der neuen Schutzgalerie vor Trafoi ist ein bisher gefährlicher Passstraßenabschnitt übertunnelt worden.
Baumaßnahmen zur Erhöhung der Tragfähigkeitsklasse der Brücke ausgeschrieben“, meint Landesrat Florian Mussner. Termingerecht gelang es innerhalb eines Jahres den ausgeprägten Knick im Scheitelgelenk zu beseitigen, die Fahrbahn zu verbreitern und die Tragfähigkeit entsprechend zu erhöhen. Seit der Sanierung entspricht die Brücke nicht nur den vorgegebenen Normen, sondern erweist sich auch als optischer Hingucker. „Dank der ausgezeichneten Zusammenarbeit aller am Bau beteiligten Firmen konnte der Verkehr Richtung Mölten stets aufrechterhalten bleiben“, so der Landesrat.
erfolgreich: die Steinschlagschutzgalerie vor Trafoi, die Haflinger Brücke und der Kindergarten im Roßlauf in Brixen.
PREMIO ODERZO GEHT NACH SÜDTIROL. Kaum eine andere Architekturaus-
zeichnung sorgt für ein so großes Echo wie der „Dedalo Minosse“. 2008 wurden 600 der weltbesten Projekte dafür eingereicht. Gleich vier Projekt, die mit einem Anerkennungspreis gekürt wurden, stammen aus Südtirol: Die Uni Brixen (Arch.
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Oberst & Kohlmayer), das MMM Schloss Sigmundskron (Arch. Tscholl), die Berufsschule Bozen (Arch. Höller & Klotzner) und Schloss Tirol (Arch. Angonese & Scherer). Erfolgreich sind Südtiroler Projekte aber auch bei dem jährlich von der Stadt Oderzo ausgelobten Preis „Premio Architettura Città di Oderzo“. Im letzten Jahr waren gleich drei eingereichte Projekte
Foto: Rene Riller
erbaut. Doch im Laufe der Jahre ist eine immer zunehmende Absenkung eingetreten, zuletzt hat man eine Absenkung von 60 cm gemessen. „Dadurch konnte die statische Sicherheit der Brücke für die neuen Lasten der geltenden Brückennorm nicht mehr garantiert werden. Um die Sicherheit wieder zu gewähren, haben wir im Jahre 2005 einen europaweiten Unternehmerwettbewerb für die
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STRUKTUR ZUR SPRACHFÖRDERUNG.
Im neuen Kindergarten neben dem Pädagogischen Gymnasium in Zinggen-Rosslauf sind seit September 2007 drei Kindergartensektionen in deutscher und eine in italienischer Sprache untergebracht. „Es ist in jeder Hinsicht eine einmalige Struktur, vor allem weil sie die beiden Sprachgruppen verbindet “, meint Bautenlandesrat Florian Mussner. Der Kindergarten ist als Reihe von fünf aneinander anschließenden zweigeschossigen Baukörpern konzipiert. Erd- und Obergeschoss sind über zweigeschossige Zonen räumlich verbunden, der Mehrzweckraum (Bewegungs-, Vortrags- und Konferenzraum) ist zweigeschossig ausgebildet. Insgesamt 104 Planungsbüros aus fünf verschiedenen Staaten haben sich an der Ausschreibung beteiligt. Gewonnen hat das Projekt des
Ein Projekt, das eine sichere Fahrt auf das Stilfserjoch garantiert. In den vergangenen Jahrzehnten musste die Stilfserjochstraße wiederholt wegen Steinschlags geperrt werden. Für Pendler und Touristen gab es keine Ausweichmöglichkeiten. Um dieses Problem zu beheben, wurde die Straße komplett auf die ortografisch linke Seite des Trafoibaches verlegt und mit einer rund 355 Meter langen Steinschlagschutzgalerie übertunnelt. Damit konnte der Verkehr während der dreijährigen Bauzeit über die bestehende Straße ◀ ungehindert abgewickelt werden.
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NEWS ARCHITEKTUR & AMBIENTE
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Energieeffizienz dank Schutzfolien Nach dem Hotel Sheraton – Four Points in Bozen hat sich nun auch das prestigereiche Grand Hotel Trento (im Bild) für eine moderne, effiziente und umweltfreundliche Beseitigung des Treibhauseffekts im Gebäudeinneren entschieden: Dank der den reflektierenden Sonnenschutzfolien des Unternehmens Serisolar. Die neue Hotelführung hat in allen Zimmern ein komplexes System zur Temperaturkontrolle montieren lassen. Ende Januar, als die Temperatur auf 19°C eingestellt wurde, erhoben die Sensoren Daten, anhand derer bereits das große Problem der Frühlings- und Sommerzeit vorauszusehen war: Die Temperatur in süd- und ostwärts ausgerichteten Räumen stieg nachmittags auf 26-27°C an. Anfang Februar hat Serisolar probeweise spezielle energiesparende Sonnenschutzfolien an den Fenstern eines nach Süden ausgerichteten Zimmers montiert. Bereits am nächsten Tag erhoben die Sensoren an der Innenseite der Fenster einen Temperaturunterschied von 10°C im Vergleich zum Nachbarzimmer. Die Temperatur in der Zimmermitte betrug im Verlgeich nur 23°C statt 27°. Infos unter www.serisolar.com
Der Möbelverleger Der 1,90 Meter große Designer Nils Holger Moormann verleiht sich selbst den Titel Möbelverleger und lebt im bayerischen Aschau fernab von den Designermetropolen dieser Welt. Seine Möbelkollektion, deren Produkte mit internationalen Designpreisen ausgezeichnet sind, wird ständig erweitert, die „simpel, aber auch sauber“ und um Himmels willen „nicht cool“ sein sollen. Das Regal „Egal“ (im Bild) ist eines davon: Es ist in der Höhe und in der Facheinteilung variabel und die in vier verschiedenen Höhen erhältlichen Fächer können beliebig aufeinander gestapelt werden. So ist es möglich, jede gewünschte Regalhöhe zu realisieren. Schiebetüren aus transluzentem Acrylglas und Schubkästen in verschiedenen Farben ergänzen das Egal-System. Als neue Erweiterung gibt verschließbare Türen, die an einzelnen Fächern individuell angebracht werden können, Rückwände ermöglichen die Verwendung des Egal-Systems als Raumteiler. Preis auf Anfrage, erhältlich bei Cubus im Kampillcenter im Bozen. www.cubus.it
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NEWS ARCHITEKTUR & AMBIENTE
Gerade Linien, zeitloses Design und komfortable Funktion sind die Merkmale der heutigen Innenarchitektur. Das Naturnser Unternehmen Ags-Systems hat sich diesem Trend schon frĂźh angeschlossen. Mit ächenbĂźndigen Sockelleisten hat es ein Produkt entwickelt fĂźr einen gleichmäĂ&#x;igen Abschluss zum Boden. TĂźren, Schränke, Lichtschalter und Sockelleisten gehen damit gleichmäĂ&#x;ig ineinander Ăźber. Zur einfachen Montage wird das „Lego“Prinzip eingesetzt: Alle Einzelteile der Sockelleisten basieren auf ausgereiften Steckverbindungen. Ob Innen- oder AuĂ&#x;enteile, fĂźr die Unterkonstruktion werden die Einzelteile mit einer HĂśhe von 45 bis 120 mm einfach aufgesteckt und befestigt. Um auch anspruchsvollem Design gerecht zu werden, stehen die verschiedensten Materialien, darunter alle gängigen Holzarten und Gesteinsmaterialen, zur Auswahl. Als extravagantes Detail hat Ags-Systems zusätzlich eine hintergrundbeleuchtete Sockelleiste entwickelt. www. ags-systems.info
Foto: stck.xchng/gerard79
Zauberwort funktionelles Design
Qualität aus einer Hand Die AnsprĂźche an modernen Wohnkomfort werden immer hĂśher. Die Zima-Wohngesellschaft hat sich dieser Anforderung bereits frĂźh gestellt und Klimahaus, groĂ&#x;ächige Terrassen, Schallschutz und FuĂ&#x;bodenheizung zum Standard erklärt. Als eines der erfolgreichsten Bauprojektmanagement-Unternehmen in SĂźdtirol Ăźbernimmt Zima die Projektierung, die Baubetreuung und Ăźberwacht Finanzierung und Kosten. Bei Unterzeichnung des Vorvertrages ist nur eine Bankgarantie von 30 Prozent vorzulegen. Die Zahlung erfolgt erst bei der notariellen Ăœberschreibung der Immobilie an den Kunden. Im ehemaligen „Pinzonerhof“ bei Neumarkt enstehen gerade 18 Wohneinheiten, in der Wohnanlage „Brigitte“ in Meran 22 Wohnungen und in Naturns in sehr zentraler ruhiger Lager 11 Wohneinheiten. Inmitten von GrĂźn wird in Pfalzen eine Familienimmobilie erbaut. www.zima.it
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Design trifft auf Funktionalität Die Unternehmensgruppe HOPPE ist europaweit Marktführer in der Entwicklung, Herstellung und Vermarktung von Beschlagsystemen aus Aluminium, Bronze, Edelstahl, Kunststoff und Messing für Türen und Fenster.
Das Mercedes-Benz-Center in Mailand zählt zu den internationalen Referenzprojekten von HOPPE
C
a. 3.000 Mitarbeiter in 9 Werken in Europa und den USA und eine weltweite Vermarktung sorgen dafür, dass durch den guten Griff Wohnkultur im Detail spürbar wird. Die HOPPE Holding AG in Müstair (CH) koordiniert die weltweiten Aktivitäten der Unternehmensgruppe. Die Produkte von HOPPE erfüllen zwei Kundenbedürfnisse, nämlich technisch zuverlässig das Öffnen und Schließen von Türen und Fenstern sowie die dekorative Mitgestaltung eines Wohn- oder Arbeitsraums. Trends setzt das Unternehmen immer wieder mit technischen Innovationen. Der „gute Griff “ ist aber mehr als ein technisches Funktionselement. Er ist „Wohnkultur im Detail“. Bei den qualitativ hochwertigen Produkten der Serie Acapulco stehen dekorative und ästhetische Elemente neben der Funktionalität im Vordergrund. Die puristisch und linear konzipierten GriffModelle sind eine Weiterentwicklung der aktuellen Design-Trends im Bereich der hochwertigen Türgriffe. Ausgehend von einer quadratischen Grundform entstand eine einzigartige Formensprache, welche die Härte des Linearen durch die Verwendung elliptischer Elemente durchbricht. Dadurch wirkt die Kombination Griff und Rosette feinsinniger und form-
vollendeter als bestehende, quadratische Griffmodelle. Erhältlich als Innentür-Garnitur auf Rosette und Schmalrosette, als Fenstergriff und Kreuzgriff, beeindruckt die neue Messing-Serie nicht nur durch ihre ästhetische Gesamtwirkung, sondern auch durch den hohen technischen Entwicklungsstandard. So verfügen die Rosetten-Garnitur und die Schmalrosetten-Garnitur über die neue HOPPE-Schnellstift-Verbindung, die es ermöglicht, die Türgriffe mit einer einzigen Bewegung dauerhaft zu fixieren. Wie bei allen Produkten gewährt HOPPE auch für die Serie Acapulco 10 Jahre Garantie auf die Funktion. Zusätzlich bietet HOPPE für alle Oberflächen dieser Serie (Messing glanz, Chrom satiniert-poliert, Chrom glanz und Chrom satiniert) Resista®, eine Garantie, die sich ebenfalls über einen Zeitraum von 10 Jahren erstreckt. Mit seinen Marken-Produkten bietet HOPPE technisch einwandfreie Lösungen in ansprechendem Design für alle Bauvorhaben. Speziell für den Objekt-Bereich hat HOPPE ein Sortiment definiert, das den Anforderungen der relevanten Normen wie DIN EN 1906, Benutzungs-Kategorie 4, und DIN 18255 gerecht wird. Diese Objekt-Türgriff-Garnituren zeichnen sich durch ihre langjährige Einsetzbarkeit aus. Der Grundsatz „Qualität ist die Überein-
stimmung der Ausführung mit der Vorgabe“ wird in allen Prozessen des Unternehmens berücksichtigt und garantiert den hohen Qualitäts-Standard. Viele renommierte Architekten aus dem In- und Ausland haben diese Vorzüge erkannt und sich für HOPPE bei der Ausstattung ihrer Objekte entschieden. Zu den HOPPE-Referenzen gehören bekannte Gebäude wie das Musée du quai Branly in Paris von Jean Nouvel, das Europäische Parlament in Straßburg vom Architecture Studio Paris oder auch das Mercedes-Benz-Center in Mailand. Nicht nur für große Architekturprojekte, sondern für alle, die ihre Wohnwelt verschönern wollen, bietet HOPPE hochwertige Qualität zu einem fairen Preis. Die Vielfalt von formschönen Beschlägen ermöglicht es, den jeweiligen Lebens- und ◀ Einrichtungsstil zu unterstreichen.
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Mit Serisolar wird Glas zum Sonnenschutz Der News-Dog aus mit Chrom beschichtetem Stahl trägt Zeitungen und Zeitschriften: Egal, ob man ihm eine gerollte Zeitung ins „Maul“ steckt oder ihm die Zeitschriften über den Rücken hängt.
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Seit mehr als 10 Jahren ist Serisolar Marktführer im Bereich der Glasschutzfolien: Sie schirmen die Innenräume vor einer übermäßigen Sonneneinwirkung ab, schützen die Privatsphäre und halten Vandalenakten und Explosionen stand. Im Besonderen lösen die Sonnenschutzfolien das Problem der Überhitzung bei
Neue Wege, neue Chancen Mit „wandernden“ Stühlen hat sich Karl Emilio Pircher in den Olymp der Top-Möbeldesigner gehievt. In Südtirol Panorama erzählt der gebürtige Bozner warum er kein Designer sein möchte und spricht von den Vorteilen der Wirtschaftskrise und der Rückkehr zu europäischem Design.
Glasfassaden und bewirken so eine Reduzierung der Klimatisierungskosten von bis zu 50 % - das hat wiederum einen geringeren CO2-Ausstoß zur Folge. SCHUTZ UND WOHLBEFINDEN ÜBER EIN JAHRZEHNT.
Zonenvertretung Südtirol Engelbert Rassler +39 335 6619444 Serisolar s.r.l. 38100 Trento Tel. +39 0461 950065 - Fax +39 0461 959196 info@serisolar.com - www.serisolar.com
Karl Emilio Pircher und Fidel Peugeot haben im Alten Rathaus in Linz eine überdimensionale Sitzlandschaft geschaffen. Hier erfahren Familien Interessantes über die „Kulturhauptstadt 09“.
NEUE IDEEN BRAUCHEN PLATZ.
WINTERGÄRTEN ZUR WOHNRAUM-ERWEITERUNG. Endlich geht der Traum von mehr Raum in Erfüllung: mit FINSTRAL Wintergärten, die sich harmonisch an Form und Stil Ihres Hauses anpassen. Hinter der attraktiven Optik verbirgt sich ein komfortables System zur großfl ächigen Öffnung. FINSTRAL – schaffen Sie sich neuen, lichtdurchfluteten Lebensraum.
Unmögliches möglich zu machen, das ist das Credo von Karl Emilio Pircher und seinem Partner Fidel Peugeot. Dieser „Panorama-Sessel“ dreht bis zu zehn Personen mithilfe eines Motors in neun Minuten um 360 Grad.
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undern Sie sich nicht, wenn sich Ihr Kunststoffstuhl bewegt und auf acht Beinen davonzieht. Sie haben es eindeutig mit einem Walking Chair zu tun, einer Erfindung, die dem Südtiroler Produktdesigner Karl Emilio Pircher und dem Schweizer Spezialisten für Typografie und Grafik Fidel Peugeot zum internationalen Erfolg verholfen hat. Ihnen ist damit die Equivalenz von Stillstand und Bewegung, von Zeit und Raum gelungen. ERFINDERGEIST. Neuheit, Funktionalität und Vielfältigkeit, so lautet die Philosophie der beiden Designer, die in Wien gemeinsam das Studio „Walking Chair“ führen. Designer gibt es viele: manche gute, deren Objekte Persönlichkeit vermitteln und viele schlechte, die den Modetrends nachhecheln. Karl Emilio Pircher sieht sich deshalb weniger als Designer, sondern mehr als Erfinder. Denn Erfindern sei es wichtig, dem Anspruch auf Neuheit zu genügen. Die Funktionalität der Arbeit sei dabei ein Gebot der Selbstverständlichkeit. Wenn es dann noch gelingt Vielseitigkeit zu realisieren, indem beispielsweise ein Objekt mehrere Funktionen erfüllt, sei es laut Pircher großartiges Design. „Bei den Designern ist es nicht anders als bei Spitzensportlern: Nur durch Training kann ein gewisses Niveau erreicht und über Jahre hinweg gehalten werden. Nur so kann ständig Neues entwickelt werden. Das trainierte Talent ist das Kapital des Designers“, erzählt der gebürtige Bozner. VIELSEITIGKEIT. Sein Wiener Designstudio deckt ein breites
Spektrum an Tätigkeiten ab. Neben Architekturprojekten wie einem Freischwimmbad in Bosnien, das für das Bozner Unternehmen Atzwanger realisiert wurde, der Gestaltung der Kronprinz-Rudolf-Ausstellung in Wien und verschiedenen Raumgestaltungen für Privatpersonen, arbeiten Pircher und sein Partner auch als Möbel- und Produktdesigner und verwirklichen Marketing- und Eventideen. Kürzlich haben sie für die europäischen Kulturhauptstadt Linz einen Infopoint für Familien realisiert. LEERE MESSEN ALS CHANCE. Von der derzeitigen Wirt-
schaftskrise spürt das Designstudio nichts: im Gegenteil. Die Unternehmen würden laut Pircher in Zeiten wie diesen dringend neue Inhalte und Produkte benötigen. „Wenn das Altbackene nicht mehr funktioniert, können Krisen neue Chancen bieten. Krisen sind deshalb auch wichtige Reflexionsmomente. Wenn hingegen alles perfekt funktioniert, suchen viele Unter-
FINSTRAL AG: GASTERERWEG 1 . I-39054 UNTERINN AM RITTEN (BZ) BOZEN . TEL.: 0471 296 611 . FAX: 0471 359 086 E-MAIL: FINSTRAL@FINSTRAL.COM . WWW.FINSTRAL.COM
ARCHITEKTUR & AMBIENTE nehmen nicht nach dem Neuen. Schlecht gehende Messen sind daher ein gutes Geschäft fĂźr die Designer“, meint Karl Emilio Pircher.
ist. Deshalb steigt auch die Nachfrage nach jenen Produkten, die ohne Kinderarbeit und unter BerĂźcksichtigung Ăśkologischer Gesichtspunkte hergestellt werden“, betont Pircher.
DESIGN-TRENDS. Im Moment gehe der
Design-Trend zu Nachhaltigkeit und Individualität. „Die Menschen sind heute viel aufgeklärter. Nicht so, wie in den Achtzigerjahren, in denen man Markendesign blind gekauft hat. Die Markenbezogenheit besteht zwar noch immer, aber der Markt ist viel subtiler geworden. Die Menschen suchen vermehrt die persĂśnliche Note“, sagt Karl Emilio Pircher. NACHHALTIGKEIT. Eine immer wich-
tigere Rolle nimmt im Design der Ursprung des Produkts ein. Die Menschen wollen Ăźber den Kontext Bescheid wissen, sie wollen die Herkunft des Produkts, die Geschichte des Designers und die Philosophie der Herstellerfirma kennen. „Man kauft das Produkt nicht, weil man es in der Werbung gesehen hat und weil es „in“ ist, sondern weil man weiĂ&#x;, dass es etwas wert
WENDE. Viele europäische Firmen wßr-
Karl Emilio Pircher. Karl Emilio Pircher ist 1963 in Bozen geboren. Nach seiner MeisterprĂźfung zum Maschinenschlosser hat er an der Universität fĂźr Angewandte Kunst in Wien und am Royal College in London Design studiert. Im Jahre 2000 ist er mit dem Tiroler Landespreis ausgezeichnet worden. 2002 grĂźndet er mit Fidel Peugeot das Designstudio „Walking Chair“ in Wien. Mit dem motorbetriebenen Stuhl Walking Chair (r.) erfolgte der internationale Durchbruch.
den in letzter Zeit wieder gezielt in Europa produzieren lassen. AuĂ&#x;erdem gebe es laut Pircher in Ländern wie China eine immer grĂśĂ&#x;er werdene Käuferschicht, die sich fĂźr europäische Produkte interessiert. „Die Wirtschaftskrise wird diesen Trend zwar leicht bremsen, da die Konsumenten wieder verstärkt auf die Kosten achten, doch er wird sich schlussendlich durchsetzen. Genauso wie jener zur Individualität, denn Massen-Seller, die sich in der Vergangenheit wie warme Semmel verkauft haben, werden es in Zukunft sicher schwerer haben“, ist Karl Emilio Pircher Ăźberzeugt. Die nächste Ausstellung von „Walking Chair“ ďŹ ndet ab 14. April im Museum fĂźr Angewandte Kunst in Wien statt - mit dem bekannten Kurator Ron Arad. â—€
Object: .VTFP EJ 4UPSJB /BUVSBMF $BTUFMMP EJ .BMDFTJOF Project: (SVQQF (VU #P[FO " /PCFM 4US * -FJGFST #; 5FM 'BY JOGP!IPFMMFS DPN XXX IPFMMFS DPN
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Der Sextner Würfel Ein hölzerner Würfel triumphiert in der Dorfmitte von Sexten und sorgt damit für reichlich Gesprächsstoff.
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maßgeschneiderte Architektur, es handelt sich hier um kein Standardprodukt“, erklärt Ulla Hell. Als Hülle und Schutzschild zugleich wurde das Gebäude mit unterschiedlich großen Feldern aus Lärchenholzlatten bekleidet. Diese bewusst in Szene gesetzten Unregelmäßigkeiten machen nicht nur die Etagen optisch differenzierbar, sondern betonen auch die komplexe Geometrie des Hauses. Die Hülle aus Lärchenholzlatten ist das verbindende Element zwischen Terrain, Gebäude und Dachfläche. Individuell ist nicht nur die Außenfassade, sondern auch das Innere: Der ebenerdige Zugangsbereich verfügt über einen überdachten Parkplatz, der direkt in den Verlauf des Baukörpers einfließt. Von hier aus erreichen die Bewohner das schmal und dezent gehaltene Stiegenhaus. Ein langer Spalt in der Wand versorgt es ganztägig mit Tageslicht. Die Treppen führen zur mittleren Etage, dem Wohnbereich.
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Horizontale und vertikale Linien prägen die Außenfassade des „Cube“- Hauses in der Dorfmitte von Sexten.
Dass dieser Teil des Hauses am häufigsten genutzt wird, hat die Architektin bei der Planung ganz bewusst in der Planung berücksichtigt: Großflächige Glasplatten ermöglichen einen hervorragenden Ausblick, lange Holzterrassen eine Verschmelzung von Eigenheim mit natürlicher Umgebung. STRIKT UND KOMPAKT. In ihrer Planung
Foto: Cristobal Palma
KOMPLEXE GEOMETRIE. „Das Cube ist
Foto: Cristobal Palma
ange nicht mehr hat ein Gebäude im beschaulichen Sexten so für Gesprächsstoff gesorgt: Die Meinungen dazu gehen auseinander. Die einen halten es für zu futuristisch, andere für eine absolut gelungene Installation, die sich optimal an die Umgebung anpasst. Das Einfamilienhaus „Cube“ liegt in Hanglage im dichten Dorfkern. Die Ansprüche an Architektin Ulla Hell vom Plasma Studio waren hoch: Schließlich waren die Platzmöglichkeiten sehr beschränkt und die Lage äußerst exponiert. Das Gebäude „Cube“ besticht mit multifunktionalen Realisierungen und einer einmaligen Aussicht, bei der nicht mit Glas gespart wurde. Der horizontal und vertikal ausgerichtete Kubus stellt einen starken Gegensatz zur beschaulichen und überschaubaren Umgebung dar.
Wohnen und sich dabei wohlfühlen - mit naturbelassenen Elementen.
sind die Innenräume strikt und kompakt. Der offene Wohnraum in der oberen Etage wurde so angeordnet, dass die Erschließung den kleinstmöglichen Platz einnimmt. Auch wurden in der Wohnebene die einzelnen Funktionen um den zentralen Erschließungskern und um ein raumteilendes Element, das gleichzeitig Möbel,
Das an der Straße liegende Einfamilienhaus ist ein Blickfang für Passanten. Dank großer Lärchenholzterrassen bleiben die Bewohner vor den Blicken aber geschützt.
Ofen und Installationsschacht ist, organisiert. Von hier aus genießen die Bewohner einen traumhaften Ausblick auf die Sextner Dolomiten und den historischen Dorfkern.
Foto: Cristobal Palma
Foto: Cristobal Palma
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Der offene Wohnraum ermöglicht uneingeschränkte Dynamik und Nähe zur Natur.
HEIMISCHE MATERIALIEN. Für den Bau
des KlimaHauses A mit gutem Energiewert, regulierter Lüftung und Heizung wurden ausschließlich Materialen aus der örtlichen Umgebung benutzt. „Das för-
derte die Akzeptanz des zuerst befremdlichen Objektes und machte dessen Präsenz für die Bürger Sextens um einiges verdaulicher“, erklärt die Architektin. ◀ LISA ARI
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Foto: Jürgen Eheim
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Stolz auf Holz Die optisch gelungene und funktionale Verbindung von altem und neuem Bürogebäude war die Prämisse der Bauherren: Entstanden ist ein origineller und zugleich homogener Baukörper, der allen Elementen nachhaltigen Bauens entspricht.
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elbstbewusst und unaufdringlich zugleich thront ein kompakter und homogener Baukörper vor der Dorfmitte von Deutschnofen. Ringsum traditonelle alpenländische Baukultur. Das Unternehmen holz & ko hat damit seinen Firmensitz erweitert, der in seiner Größe und Kapazität nicht mehr den Ansprüchen genügt hat. Der schräge, scheinbar in der Luft schwebende Körper des Bürokomplexes hebt sich vom Gelände ab. Der westseitig ergänzte Neubau orientiert sich am bestehenden Bürogebäude, das die Bauherren ganz bewusst in die Planung inte-
Schräge Fassade mit bewusst unregelmäßig montierten Holzleisten.
grieren wollten. Der dadurch entstehende Mix aus Alt und Neu gibt dem Haus ein unverwechselbares Gesicht. Das Holzbauunternehmen holz & ko zählt zu den ersten Betrieben Südtirols, das sich auf die Produktion und Montage von Holzhäusern spezialisiert hat. Das Anforderungsprofil an den eigenen Firmensitz war also von Beginn an entsprechend hoch. Das war mit ein Grund, warum die Bauherren für die Projektierung einen Ideenwettbewerb ausgeschrieben haben. Gewonnen hat diesen das Architekturbüro „Comfort Architecten“ in Bozen. In nur
ARCHITEKTUR & AMBIENTE herein fest. Denn die Vorteile liegen auf der Hand: Die Dreifachverglasung der Wärmeschutzfenster und die regulierte Raumlüftung sorgen sowohl für einen geringen Wärmeverlust als auch für ein wohliges Klima. Der Heizenergiebedarf liegt damit unter 30 kWh/qma. Damit wird ein ganzjährig angenehmes Raumklima gewährleistet.
Foto: Jürgen Eheim
REPRÄSENTANZ. Die Anord-
Die abgeschrägte Böschung des nordseitig höher liegenden Geländes durchquert das Rauminnere und schmiegt sich an die hölzernen Treppen.
NEU: Spezielle Bodenbeläge für denkmalgeschützte Bauten!
fünf Monaten haben die beiden Architekten Michael Mumelter und Marco Micheli mit ihrer originellen und zugleich präzisen Planung eine optimale Anbindung an das bestehende Bürogebäude geschaffen.
KLIMAHAUS A PLUS. „Die
schräge Außenfassade demonstriert was der Holzbau alles kann. Man sieht, dass er trotz Nachhaltigkeit auch optisch ansprechend sein kann“, erklärt Michael Mumelter. Intelligenter Umgang
mit Energiehaushalt und Wärmezirkulation stand für die Bauherren von Beginn an im Vordergrund und ist gleichzeitig auch Teil ihrer eigenen Firmenphilosophie. Die Entscheidung für ein KlimaHaus A plus stand damit von vorn-
MAIR KG
des Mair Gert & Co
nung des westseitig ergänzten Neubaus orientiert sich in Bezug auf Volumen und Funktionen am bestehenden Bürogebäude sowie an der Topografie des Grundstückes. „Das hat nicht nur den Zweck, mehr Raum für Produktion und Verwaltung zu schaffen, sondern spielt auch eine repräsentative Rolle“, ergänzt Architekt Michael Mumelter. Das bestehende Bürogebäude blieb in seinen konstruktiven Elementen weitgehend erhalten. An der Schnittstelle des alten und neuen Volumens wurden der Eingangsbereich und das transparent gestaltete Foyer angeordnet, das durch
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Foto: Jürgen Eheim
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Foto: Jürgen Eheim
Die Dreifachverglasung der Fenster bietet nicht nur Schutz vor Kälte, sondern ermöglicht auch eine optimale Aussicht.
Das durch den Lichteinfall optisch vergrößerte Foyer gewährleistet Platz für Empfangsbereich, Schulungs- und Besprechungsräume.
einen dreigeschossigen Luftraum vertikal nach oben erweitert wird.
optisch verlängert“, erklärt Architekt Mumelter. HOMOGENES ÄUSSERES. Die
HARMONISCHER ÜBERGANG. Das Erdgeschoss wur-
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Creativ in Funktion und Form
de teilweise in den natürlichen Hang eingegraben. Das auf der Nordseite etwas höhere Gelände fließt sozusagen durch eine abgeschrägte Böschung in das offene Erdgeschoss hinein und setzt sich auch im Inneren des Gebäudes fort. „Dadurch haben die im Erdgeschoss angesiedelten Schulungs- und Besprechungsräume sowie der Empfangsbereich ausreichend Licht und die Räume werden
Dach- und Außenwandflächen des Bürokörpers wurden mit Holzplatten und einer offenen Holzschalung verkleidet. Für die Fassade wurden unregelmäßig geschnittene Holzleisten und Mehrschichtplatten aus Holz in unterschiedlichen Abständen montiert. Um den Charakter eines homogenen Baukörpers zu betonen, wurde auch die gesamte Dachfläche mit einer vorgesetzten offenen Holzschalung verkleidet. ◀ LISA ARI
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Pure Freude Wenn Siebenschläfer zum Egal greifen und vom Bookinist träumen... keine Sorge, unserer Redaktion ist kein Fehler unterlaufen. Es sind dies die Namen, die der renommierte Möbelverleger Nils Holger Moormann seinen Möbelstücken gibt. Dennoch: Moormann verkörpert das, was neues deutsches Design auf dem Weltmarkt erfolgreich macht.
Bookinist: Design Nils Holger Moormann, 2007. Dem Prinzip einer Schubkarre nachempfunden, kann der mobile Lesesessel an den Lieblingsplatz gerollt werden.
M
oormann-Möbel haben seltsame Namen wie Lese + Lebe, Erika, Dresscode, Buchstabler und Liesmichl. Sie sind meist puristisch, gelegentlich auch etwas schräg, aber immer überraschend. Die Möbel haben Charakter, weil sie immer eine kleine Erfindung sind - technisch und formal. Seit 1982 produziert und vertreibt der Autodidakt Nils
Foto: magazin.com
Siebenschläfer: Design Christoffer Martens/erstererster, 2007. Die Konstruktion des „Siebenschläfers“ ist metallfrei und lässt sich für den Transport auf ein geringes Packmaß reduzieren. Zum Aufbau werden die Teile von Siebenschläfer ohne Werkzeug zusammengesteckt.
Foto: Nils Holger Moormann GmbH
Foto: Nils Holger Moormann GmbH
Holger Moormann als einer der Protagonisten des „Neuen Deutschen Designs“ Entwürfe zumeist junger, unbekannter Designer. Den Leitgedanken Einfachheit, Intelligenz und Innovation folgend, zeichnen sich die Produkte zumeist durch „Erfindungen“, sowie präzise Detaillösungen und eine reduzierte Formensprache aus.
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Egal: Design Axel Kufus, 2001. Egal ist in der Höhe sowie in der Facheinteilung variabel. Die in vier verschiedenen Höhen erhältlichen Fächer können beliebig aufeinandergestapelt werden. So ist es möglich, jede gewünschte Regalhöhe zu realisieren.
CUBUS GmbH Innsbruckerstraße 27 39100 Bozen Tel. 0471 052 277 info@cubus.it www.cubus.it
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on änderte die sexuelle Revolutinicht Vor wenigen Jahrzehnten jedoch s. Die Zwänge wurden unser Sexualverständni de heute nur andere. zum Ge weniger, sondern sind Beitrag , hat am r ch he rts . pe Ko Kritisc Tamara Pardeller ergrup nders Premiere ofner Skifahrerin r Theat hla in Bozen | Die Deutschn von Henri Chenot rt von de err in Sc Das Biontologie-Labor aufgefüh rl Schönh rs Stück, lturhaus Ka Ku ichtinge Josef Fe27. Februar im Freitag Beilage zu ff 01/2009
Beilage zu
ff 09/2009
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Art. 2 Abs. 20/b - Ges.
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20/b - Ges.
662/96 - Filiale BZ
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Die vergessene
nkjahr
UMSTRITTEN Das geplante Mega-Kraftwerk am Ritten
Wohnen
Kulturso mm 2008 er Beilage zu
ff 24/2008
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200 – 26.02. Nr. 09
UMKÄMPFT Das Rennen um den Sitz im EU-Parlament
PHÄNOMEN
THOMMY Vom Schickimicki-Politiker zum Retter der Sammelpartei: Thomas Widmann auf dem Weg zur Macht und seine strategische Allianz mit Richard Theiner
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JOHANN STOCKER : Der Südtiroler, der Venedig vor dem Untergang retten soll
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ARCHITEKTUR & AMBIENTE
Auf den Zahn gefühlt Mit der Kombination von Funktionalität und verspieltem Design verleiht Architekt Gerd Bergmeister einer Brixner Zahnchirurgiepraxis elegante und unverwechselbare Anmut.
Foto: Alexander Alber
Die Aufmerksamkeit des Patienten wird auf den schwarzen Empfangstresen mit Messinghaube gelenkt. Die schwarz lackierten Wände sind ein willkommener Kontrastpunkt
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uturistisch, puristisch, modern, geradlinig. Die Wände sind in Weiß gehalten, der Boden in Schwarz. So präsentiert sich eine Praxis in Brixen/Rosslauf, wo nur Funktionalität und Technik im Vordergrund stehen.
Der Blick geht auf das Wesentliche und das Wesentliche ist für Bauherrn und Zahnarzt Andreas Oberrauch der Patient. „Da Lichteinfall, Raumatmosphäre und Farbgestaltung variieren, wird der Eindruck der nüchternen Geradlinigkeit
aufgehoben“, meint Oberrauch, der zu Beginn der Arbeiten keine genaue Vorstellungen zum Umbau hatte und damit die Umfunktionierung völlig in die Hände von Architekt Gerd Bergmeister legte. Entstanden ist dabei eine Oase der Eleganz
Innenausbau Zahnchirurgiepraxis DDr. Oberrauch Gerd Bergmeister Architekten, Brixen
building interior architecture
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www.barth.it
und Ruhe. „Einzige Vorgabe bei der Gestaltung der Ordinationsräumlichkeiten war die Beibehaltung bestehender Fensteröffnungen. Trotz Entkernung der Wohnung, galt es, das Bauvorhaben daran anzupassen. Die nach der Zusammenlegung übrig gebliebenen Tragwände wurden unterschiedlich erweitert und bearbeitet“, erklärt Architekt Bergmeister. Der 200m2 große Grundriss wurde den diversen Arbeitsschritten des Zahnchirurgen entsprechend aufgegliedert und in drei unterschiedliche Bereiche unterteilt.
Technik und Funktionalität stehen im Vordergrund. Die Unregelmäßigkeit der prismenförmigen grünen Trichter fangen die Blicke der Patienten und spielen mit den nüchternen Behandlungsräumen. Die Variation der Farben erzeugt mehrere unterschiedliche Raumatmosphären.
Foto: Alexander Alber
Foto: Alexander Alber
Foto: Alexander Alber
ARCHITEKTUR & AMBIENTE
BERUHIGENDES FARBENSPIEL. Den
nervösen oder sich mulmig fühlenden Patienten begrüßt eine beruhigend wirkende Oase der Feinheit und Eleganz. Die Theke der Eingangshalle sticht sofort ins Auge: Ihr goldenes, aus Messing angefertigtes Pult stellt einen interessanten Kontrastpunkt zu schwarzen Wänden und weißem Harzboden dar. Die Kombination von Schwarz und Weiß mag auf den ersten Blick ungestüm wirken, bei genauerer Betrachtung verfliegt dieser Effekt jedoch. Die Ursprungssubstanz der aus OSB-Platten hergestellten Wände ist dank zarter Bestreichung noch sichtbar, was dem Gesamtbild Härte und erdrückende Wirkung entwendet. Auch in Ordination- und Behandlungsraum umgibt uns ein Yin-Yangähnliches Spiel von Schwarz und Weiß. Im Gegensatz zu Eingangshalle und Warteraum sind hier Böden in Schwarz und Wände in Weiß gehalten.
FIKTIVER WOLKENHIMMEL. Den Blick
ALLES IM GRÜNEN BEREICH. Sobald
einen Moment lang von dem Pult abgewendet, schweift der Blick direkt auf das Wolkenmotiv am Ende des Wartebereichs. Hinter der kraftvoll leuchtenden Abbildung verbergen sich drei großflächige Fenster. „Dank transzendenter Beschaffenheit des fiktiven Wolkenhimmels kann uneingeschränkt Tageslicht in die Räume strömen. Diese ungewöhnlich umgesetzte Lösung des Lichteinfalls trägt mitunter zu einer freundlichen Atmosphäre und einem harmonischen Ambiente bei“, erklärt der Architekt. Eine zusätzliche Lichtquelle bietet ein an der Decke montierter Leuchtbalken. Dieser erstreckt sich über Empfangshalle und Warteraum und strahlt den gesamten Vorderbereich aus. Bauherr und Architekt waren sich einig, die Menge an Lampen zu reduzieren und auf unnötigen Schnickschnack zu verzichten.
der Patient den Behandlungsraum betritt, fällt sein Blick auf die unterschiedlich grün gerahmten Fenster. Sie verleihen der Ordination einen besonderen Charakter. Die prismenförmige Umrandung der Fenster hat einerseits eine beruhigende Wirkung, andererseits aber auch eine essenzielle Funktion. Ihre aus Gips bestehende Form verbirgt Heizkörper und Leitungen, die für das technische Equipment der Ordination benötigt werden. Der Behandlung selbst kann der Patient also sorgenlos entgegensehen, da ihn Aussicht und Blick auf Landschaft ohnehin auf andere Gedanken bringen. „Wir haben mit Prismen gespielt um verschiedene Kompositionen zu erreichen und die Blicke nach außen zu lenken“, erklärt Bergmeister. ◀
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ARCHITEKTUR & AMBIENTE PR-INFO
Foto: baukraft
Urlaub im Pfirsichgarten
Foto: Alexander Alber
Rubner Objektbau realisiert innovatives Biohotel in Gargazon
Foto: Alexander Alber
Das Untergeschoss mit dem Hallenbad, einem Wellness- und einem Saunacenter sowie der ebenerdige Bereich mit Rezeption, Bar, Restaurant, Konferenzraum und Bioladen wurden als längliche, zentral erschlossene Baukörper konzipiert. Die darüber angeordneten Etagen mit den Zimmern sind der Terrassenform von Weingärten nachempfunden.
HÖCHSTE BAUBIOLOGISCHE KRITERIEN. In nur zwölf Monaten Bauzeit
wurde ein Hotel aus massivem Holz errichtet, in dem ein von heimischen Hölzern geprägtes Raummilieu herrscht. Es entspricht den höchsten baubiologischen
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Foto: Alexander Alber
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as auf den ersten Blick wie ein gewöhnliches Hotel aussieht, entpuppt sich auf den zweiten als ein Urlaubsrefugium für Menschen mit ganzheitlichen Ansprüchen. „Theiner’s garten BIO Vitalhotel“ entstand auf einem Grundstück in Gargazon, das seit 25 Jahren natürlich bewirtschaftet wurde. In unmittelbarer Nähe befindet sich auch der Hof der Hoteliersfamilie Theiner. Sie zählt zu den Pionieren der biologischen Landwirtschaft in Südtirol und hält für ihre Gäste neben dem Hotel mit mediterranem Garten auch einen Lauf- und Fitnessparcours durch ihre Obstanlagen bereit. Ein konsequent durchdachtes Biohotel verlangt nach einer besonderen architektonischen Lösung, weshalb sich die Bauherren für einen von der Brixner Architektengemeinschaft „baukraft“ gestalteten Rubner Objektbau entschieden.
und bauphysikalischen Kriterien: Beim Bau und der Einrichtung aller 57 Zimmer wurde bewusst auf den Einbau von Elektrogeräten und die Verwendung von Leim und Metallnägeln verzichtet, wodurch sie antiallergen und frei von Elektrosmog sind. Schon am Äußeren des
Baus sollte das Thema der Naturverbundenheit zum Ausdruck kommen. Anregung für seine Gestaltung lieferten die in Südtirol vielerorts bestehenden Weinberge mit ihren Pergolen: Das Untergeschoss mit dem Hallenbad, einem Wellness- und einem Saunacenter sowie der
ARCHITEKTUR & AMBIENTE PR-INFO
ebenerdige Bereich mit Rezeption, Bar, Restaurant, Konferenzraum und Bioladen wurden als längliche, zentral erschlossene Baukörper konzipiert. Die darüber angeordneten Etagen mit den Zimmern sind der Terrassenform von Weingärten nachempfunden. Jede Raumeinheit verfügt über eine Loggia bzw. einen Balkon, der von einer Laube beschattet wird. Am Dach von Bar und Restaurant wurde ein ca. 200 qm großer Aroma- und Kräutergarten angelegt, den Abschluss des obersten Stockwerks bildet ein Bewegungs- und Fitnessraum mit Panoramablick bis Bozen und auf die Mendel. VEGETATIVE REGULATION DES KÖRPERS. Das Konzept des Biohotels kommt
am besten in den Gästezimmern zum Ausdruck. Jeder Raum verfügt über unterschiedliche gegenüberliegende Wandflächen, jeweils aus heimischem Zirbenholz und Lehmputz. In den mit Lehm
Daten zum Bau: ▶ Bauherr: Theiner’s garten Bio Vitalhotel, Gargazon ▶ Architektur: baukraft GmbH, Dominik Rieder, Georg Rubner, Brixen ▶ Generalunternehmen: Rubner Objektbau, Kiens ▶ Baukubatur: (oberirdisch 13.000 m3, unterirdisch 8.363 m3) ▶ Bauzeit: 12 Monate, Fertigstellung Februar 2009 ▶ Zimmer: 57
Foto: Rubner Objektbau
Foto: Rubner Objektbau
Beim neuen „Theiner’s garten BIO Vitalhotel“ fungierte Rubner Objektbau als technischer Berater für einen „biogerechten“ Gewerbebau aus Holzfertigteilen und übernahm zudem die Aufgabe einer schlüsselfertigen Bauabwicklung.
Naturverbundenheit: Fassadengestaltung mit einheimischem, unbehandeltem Lärchenholz.
verputzten Wänden befinden sich Wandheizungen, die für eine angenehme Strahlungswärme sorgen. Im Unterschied dazu wurden im Bereich der Kopfenden der Betten metall- und leimfreie Holzmassivwände mit einer Decklage aus Zirbenholz eingebaut, die aus Gründen des Schallschutzes installationsfrei und doppelt angeordnet sind. Auf diese Weise können die auf die vegetative Regulation des menschlichen Körpers positiv wirkenden Eigenschaften des Zirbenholzes besonders gut ausgenützt werden.
in der Planungsphase erfolgten Schulterschlusses zwischen Bauherren, Architekten und Rubner Objektbau konnten die Soligno-Wand- und Deckenelemente aber genau dort eingesetzt werden, wo sich ihre herausragenden Qualitäten in Bezug auf Umweltverträglichkeit, Nachhaltigkeit, Schall- und Wärmedämmung mit der gestellten Bauaufgabe eines Biohotels am besten ergänzen. Doch auch ein Biohotelbau-Projekt entsteht nicht „aus der Natur, wie sie Gott auf die Welt geschickt hat“, sondern wie alle anderen Bauvorhaben unter Gesichtspunkten der Kosten- und Zeitökonomie und somit unter strengen Auflagen an das Baumanagement. Um die kurze Bauzeit des Hotels zu gewährleisten, waren neben der Weitergabe von Knowhow auch eine genaue Planung und Koordination gefordert. So konnten unterschiedliche Produkte aus den Firmen der Rubner Gruppe kombiniert und die Arbeiten der am Bau mitwirkenden internen und externen Gewerke optimal aufeinander abgestimmt werden. ◀
KURZE BAUZEIT. In Bezug auf ihre Kons-
infobox
truktion bestehen die Bettentrakte im Wesentlichen aus dem innovativen Holzwerkstoff Soligno, einer neuen Produktlinie von Rubner Haus. Schon von sich aus ist Soligno ein Biomarkenprodukt, weil es aus mechanisch erzeugten Holz-zu-Holz-Verbindungen besteht. Aufgrund des schon
RUBNER OBJEKTBAU Handwerkerzone 2 39030 Kiens Tel. 0474 56 35 55 Fax 0474 56 35 00 info@objektbau.rubner.com www.objektbau.rubner.com
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Foto: Georg Hofer
ARCHITEKTUR & AMBIENTE
Foto: Rene Riller
Dank der gläsernen Verkleidung des Stiegenhauses haben die Patienten und das Pflegepersonal des Brixner Krankenhauses einen ausgedehnten Blick auf die prachtvollen Grünflächen rund um das alte Sanatorium.
Genesung mit Stil
Foto: Georg Hofer
Foto: Georg Hofer
Mit Liebe zum Detail und speziellem Fokus auf die Farbgebung entwickelten die Architekten Pardeller, Putzer und Scherer den Aus- und Umbau des Krankenhauses Brixen: Steriler Kälte und angsteinflößender Aura haben sie damit ein Ende gesetzt.
Mit dem neu erbauten Gebäudeflügel hat das Krankenhaus Brixen eine Kreuzform erhalten. Der Eingangsbereich besticht durch Geradlinigkeit.
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ARCHITEKTUR & AMBIENTE
Foto: Georg Hofer
Foto: Georg Hofer
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ie erste Etappe eines langen Vorhabens ist abgeschlossen: Der neu erbaute GebäudeflĂźgel des Krankenhauses Brixen hat sein Domizil in tetrisartiger Manier bezogen. Insgesamt vier Stationen - im ersten und zweiten Stock die Abteilungen fĂźr Pädiatrie und Chirurgie, im dritten und vierten die Medizin und die HNO - finden darin ihr neues Zuhause. „Es war der erste groĂ&#x;e Schritt, das Krankenhaus fĂźr Patienten und Personal attraktiver zu machen“, meint Architekt Josef Putzer vom BĂźro „Pardeller, Putzer, Scherer“ in Bozen, die vom Bauherrn, der Autonomen Provinz Bozen, den Zuschlag fĂźr den Umbau erhalten haben.
Ein harmonisches Zusammenspiel von Grßnäche, Parkanlage und Auffahrt. Das Mobiliar auf den vier neuen Patientenstationen ist in hellem Holz und warmen FarbtÜnen gehalten.
KREUZFORM. Bereits Ende der Neunzi-
gerjahre waren Bereiche der Notfallmedizin im Krankenhaus auf den neuesten Stand gebracht worden. Mit dem jetzt neu bezogenen Geflßgeltrakt ist die bestehende T-Form des Krankenhaustraktes zu einer Kreuzform ausgebaut worden. Die vier neuen Stationen bieten jeweils ßber 22 Betten, die beliebig und je nach Bedarf belegt werden kÜnnen. Bei Mangel an Liegestätten auf einer Station, haben die Patienten die MÜglichkeit in einer anderen Abteilung untergebracht zu werden. Jedem Patienten stehen in den Zweibettzimmern Tisch, Schrank und Sofa zur Verfßgung. Die darin eingebundenen Bäder verfßgen ßber Waschbecken, Dusche, WC und sind auf Menschen mit kÜrperlicher Einschränkung abgestimmt. Die ßber dem Bettbalken montierten Bilder sind von
Zimmer zu Zimmer unterschiedlich und verleihen der Räumlichkeit einen persĂśnlichen, individuellen Charakter. ĂœBERSICHTLICHES DESIGN. Wie die Pa-
tientenstationen im Hausinneren, so macht auch der AuĂ&#x;enbereich durch Funktionalität und Ăźbersichtliches Design auf sich aufmerksam. Bereits beim Eingangsbereich des Krankenhauses konzentrierten sich die Architekten auf ein harmonisches Zusammenspiel von GrĂźnfläche, Parkanlage und Gehweg. Einzelne Bausegmente wurden spielerisch verbunden und optisch aufeinander abgestimmt. Bei der Wahl von FarbtĂśnen, Materialien, Beton- und Ziegelarten orientierte man sich klar an der Struktur des ursprĂźnglichen Gebäudes.
GLÄSERNE VERKLEIDUNG. „Wir ha-
ben darauf Wert gelegt, eine angenehme Wohnatmosphäre zu schaffen, die zur Genesung der Patienten beiträgt“, erklärt Architekt Josef Putzer. Ein optisches Highlight ist die gläserne Verkleidung des Stiegenhauses. Sie bietet einen ausgedehnten Blick auf die GrĂźnflächen, die das Gebäude umgeben. „Vor allem der Park um das historische Gebäude des Sanatoriums ist einzigartig in dieser Form“, sagt Architekt Putzer. ABSCHLUSS IN FĂœNF JAHREN. Derzeit
laufen die Vorbereitungen fĂźr den Umbau des SĂźdflĂźgels, der im Sommer beginnen soll. Der gesamte Umbau soll 2014 abgeâ—€ schlossen sein.
Object: &SXFJUFSVOH ,SBOLFOIBVT #SJYFO  .B‡NzCFM
Project: "SDIJUFLUFO 1BSEFMMFS 1VU[FS 4DIFSFS
" /PCFM 4US * -FJGFST #; 5FM 'BY JOGP!IPFMMFS DPN XXX IPFMMFS DPN
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Pur wie das Wasser Das neue Wasserkraftwerk Tobl am Reinbach im Ahrntal dient nicht allein der Energiegewinnung, sondern auch als eine Art Bühne für den dramatischen Zusammenklang von natürlicher und gebauter Umwelt.
N
Farblich wurde das Kraftwerk seiner natürlichen Umgebung angepasst und somit optimal in die Landschaft integriert.
ur knapp drei Meter und zugleich exakt 100 Jahre trennen den aus der k. u. k. Zeit stammenden Tobl von seinem Nachfolger. Direkt am Reinbach ist damit ein technisch fortgeschrittenes und gleichzeitig ökologisch vertretbares Wasserkraftwerk entstanden. Um es optimal an die Landschaft anzupassen, hat der Klausner Architekt Stefan Gamper den Neubau direkt in den Berghang eingraben und an drei Seiten einschütten lassen. Dadurch verliert der Bau an erfassbarem Volumen und nimmt weniger Platz ein. Aus der Ferne sind nur mehr die talauswärts gerichteten Hauptfassaden und eine zurückhaltend schmale Nebenfassade, die den Neubau mit dem Ursprungsgebäude verbindet, zu erkennen. Die Flachdächer wurden begrünt und gehen direkt in den dahinter liegenden Wiesenhang über. RESPEKT VOR DEM ALTEN GEBÄUDE.
Das alte Kraftwerk (rechts) wird in den nächsten Jahren zu einem Schaukraftwerk umgestaltet
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„Aus Rücksicht vor der Landschaft ringsum haben wir die Turbinenhalle mit dem grauen Naturstein Serpentinit verkleidet und die große Glasfront mit rostbraunem Cortenstahl umrahmt. Die Farben dieser beiden Materialien stellen eine chromatische Verbindung zu den umliegenden Felswänden und den Baumstämmen der Wälder dar“, erklärt Architekt Stefan Gamper. Auch das Verwaltungsbüro und die Fassade der Transformatoren wurden zur
ARCHITEKTUR & AMBIENTE Das Verwaltungsbüro ist ganz mit Cortenstahl verkleidet. Die großformatigen Fenster sorgen für eine optimale Lichteinstrahlung.
Gänze mit Cortenstahl verkleidet. „Die dunklen Fassaden bewirken, dass das Bauvolumen des neuen Kraftwerks optisch kleiner wirkt als es tatsächlich ist. Auf diese Weise konnte auch vermieden werden, dass der große Neubau das viel kleinere alte Kraftwerkshaus optisch verdrängt – im Gegenteil: Der Neubau tritt respektvoll etwas beiseite und lässt den Blick frei auf den kleinen Altbau mit seiner für den Anfang des 20. Jahrhunderts typischen Architektur“, erzählt Gamper.
FILIGRANES INNERES. Der Besucher des
Neubaus betritt zunächst ein helles Foyer. Eine elegante Treppe mit tragender Struktur aus rostbraunem Cortenstahl und Natursteinstufen führt ihn hinauf in das Obergeschoss. Anstelle eines traditionellen Treppengeländers hat Architekt Stefan Gamper eine ungewöhnliche Lösung realisiert: Eine Reihe von sehr filigran wirkenden Stahlseilen wurde vertikal gespannt. Im Obergeschoss befinden sich das Verwaltungsbüro, ein Umkleideraum mit Dusche und WC sowie die Schaltwarte, von der aus das Wasserkraftwerk gesteuert und überwacht wird. Zudem gelangt man auf die Besuchergalerie der Turbinenhalle. AUSBAU ZUM MUSEUM. Das alte, inzwi-
Filigrane, feine Stahlseile geleiten zum Obergeschoss des neuen Gebäudes.
schen stillgelegte Kraftwerk, soll in den nächsten Jahren zu einem Schaukraftwerk umgestaltet werden. Ein museal aufbereiteter Rundgang wird vom historischen Kraftwerkshaus über einen gläsernen Verbindungsgang direkt in die Turbinenhalle des neuen Werks und somit in die Gegenwart der Südtiroler Stromproduktion führen. ◀
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PERSONALIEN
Was macht eigentlich … … Zeno Giacomuzzi? Seit er nicht mehr Präsident der Südtiroler Volksbank ist, ist es um den Brixner Altbürgermeister etwas ruhiger geworde. Jetzt wurde er mit dem Ehrenzeichen des Landes Tirol geehrt. Ein Gespräch über seine Zeit als Banker im Unruhestand. SÜDTIROL PANORAMA: Trotz Ihrer Pensionierung liest und hört man immer wieder von Ihnen: Ist Ihr Ruhestand eher ein Unruhestand?
Ich bin nur noch ein interessierter Beobachter.
ZENO GIACOMUZZI: Halb und halb. Es ist schon etwas ruhiger geworden, aber ganz ruhig nicht. Solange man gesund ist, sollte man etwas tun, sonst lässt’s nach – körperlich und auch im Kopf.
Leider sehr kritisch. Früher hatten Politiker eine andere Haltung, es ging mehr um den Zusammenhalt im Land und das Lösen von Problemen als um Einzelinteressen und persönliche Profilierung. Natürlich standen wir auch vor ganz anderen Problemen. Als ich 1968 Bürgermeister wurde, waren die Bombenjahre noch nicht ganz zu Ende und die Kompetenzen lagen noch überwiegend bei der Region. Damals pilgerte man nicht in der Früh zum Luis, wenn man etwas brauchte, sondern fuhr nach Trient. Es war natürlich auch weniger Geld da als heute ...
Und wie sehen Sie die aktuelle politische Situation im Land?
Was bedeutet Ihnen die Verleihung des Tiroler Ehrenzeichens?
Wie wichtig ist es für Sie, zu arbeiten?
Arbeit dient ja nicht nur dazu, den Lebensunterhalt zu sichern, jeder Mensch braucht eine Aufgabe. Es heißt ja nicht umsonst: „Müßiggang ist aller Laster Anfang.“ Aber Arbeit sollte Freude und Zufriedenheit bereiten, nur dann kann man wirklich etwas leisten. Hätte ich nicht mit 75 als Präsident der Volksbank zurücktreten müssen, hätte ich es gerne noch ein, zwei Jahre gemacht. Aber ein neuer Wind tut immer gut, Wechsel und Veränderung sind für alle Organisationen wichtig. Wofür haben Sie jetzt mehr Zeit?
Ich habe immer schon versucht, neben all meinen Tätigkeiten etwas Raum für einige Hobbys zu lassen. Das sind vor allem die Jagd und die Fischerei, aber auch das Skifahren. Sind Sie heute noch politisch aktiv?
Nein, seitdem ich aus dem Landtag ausgeschieden bin, habe ich mich völlig aus dem politischen Leben zurückgezogen.
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Foto: Südtiroler Volksbank
Es war schon eine Überraschung, aber es freut mich natürlich und ist wohl auch eine Anerkennung für viele Jahre Tätigkeit im privaten und öffentlichen Bereich.
Zeno Giacomuzzi ist seit gut einem Jahr im Ruhestand
Politiker und Banker Zeno Giacomuzzi, Jahrgang 1932, war 46 Jahre für die Volksbank tätig, davon 27 Jahre als Präsident. Von 1968 bis 1988 war er Brixner Bürgermeister, anschließend für eine Legislatur Landtagsabgeordneter und Regionalassessor. Außerdem war er Präsident der Kurverwaltung Brixen und des Landesfremdenverkehrsamtes, er saß im Ausschuss der Handelskammer, in der Sanitätseinheit, der Bezirksgemeinschaft und im Gemeindenverband. Am 20. Februar erhielt er das Ehrenzeichen des Landes Tirol. Seine Zukunftspläne sind bescheiden. Auf die Frage nach seinen Träumen antwortet er zurückhaltend: „Ältere Leute leben mehr von den Erinnerungen. Aber natürlich wünscht man sich, dass die Familie gesund bleibt und einem noch ein paar glückliche Jahre beschieden sein mögen.“
Würden Sie heute irgendetwas anders machen als damals?
Hinterher ist man immer schlauer. Aber eigentlich ist alles sehr positiv gelaufen, sowohl als Bürgermeister als auch bei der Volksbank. Einzig im Landtag und in der Region konnte ich wenig bewegen. Das lag auch an der undankbaren Funktion als Regionalassessor für den „Accordino“, also dem Abkommen über den Warenaustausch zwischen Österreich und Italien. Haben Sie einen Rat an die nachfolgende Generation?
Ratschläge zu geben, ist immer schwierig. Ich würde aber alle politisch Ambitionierten zur Rückkehr zu den alten Werten wie Zusammenhalt und Leistung für das Gemeinwohl ermuntern, statt der Verfolgung von Eigeninteressen und der Suche nach dem Rampenlicht. ARIANE LÖBERT
dramatisch
emotional
spannend
Fusion, Kauf, Verkauf: Wir beherrschen die Spielregeln Erfolg hängt nicht nur von guten Ideen ab – es gilt gute Ideen in ein rentables Geschäft zu transformieren. Lexington Company ist seit Jahren als Beratungsunternehmen europaweit tätig. In Südtirol sind wir Partner für Unternehmen aus allen Wirtschaftsbereichen. Unsere Schwerpunkte sind Fusionen, Beteiligungen und Verkäufe von Unternehmen. Umsetzungsstark und erfahren managen wir Unternehmensbewertungen und Integrationsaufgaben. www.lexington-company.com
Die Verbindung der 5 Elemente erinnert an Magie. Oder HOFER.
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