Dein Weg zum Traumjob Die besten Lehrberufe

Dein Talent, deine Zukunft 200 Lehrberufe warten auf dich

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Dein Weg zum Traumjob Die besten Lehrberufe

Dein Talent, deine Zukunft 200 Lehrberufe warten auf dich


Die Holding Graz bietet dir rund 16 Lehrberufe in den verschiedensten Bereichen und unterstützt dich bei der Lehre mit Matura.
Herausgeber
Horst Futterer, Christian Klepej, Mag. Johannes Tandl
Medieninhaber
Klepej & Tandl Verlags GmbH
Redaktion
Mag. Josef Schiffer, Julia Gspandl BA MA, Peter K. Wagner BA, Kim Vas (Layout und Satz), Vanessa Fuchs (Organisation)
Lektorat
Pankarter-Printservice
Vertrieb & Kundenberatung
Horst Futterer
Redaktionsanschrift
A-8010 Graz, Schmiedgasse 38/II Telefon +43 316 671929*0
»Mostwanted« ist eine Publikation von Fazit.
Im Sinne einer besseren Lesbarkeit wurde von uns bei personenbezogenen Substantiven das generische Maskulinum gewählt. Dies impliziert selbstverständlich keinesfalls eine Benachteiligung des weiblichen oder anderer Geschlechter.

Chancen, die es so noch nie gab
Noch nie hatten junge Menschen so viele Möglichkeiten wie heute. Schule, Lehre, Studium oder Weiterbildung – die Auswahl an Bildungs- und Ausbildungswegen ist größer denn je. Genau hier setzt »Mostwanted« an. Wir geben dir Orientierung in einer Welt voller Optionen und zeigen dir, wie dein persönlicher Weg in Ausbildung und Beruf aussehen kann. Denn es gibt nicht den einen richtigen Weg, sondern viele, die zu deinen Interessen und Talenten passen.
Gleichzeitig verändert sich die Arbeitswelt rasant. In vielen Unternehmen müssen immer weniger Menschen immer mehr leisten. Das bedeutet Druck, eröffnet aber auch Chancen. Digitalisierung und technischer Fortschritt unterstützen dabei, neue Aufgaben zu übernehmen, Verantwortung zu tragen und sich weiterzuentwickeln.
Ob du deine Karriere mit einer Lehre beginnst oder eine höhere Schule, eine Fachhochschule oder eine Universität besuchst, ist längst nicht mehr entscheidend. Viel wichtiger sind Motivation, Lernbereitschaft und Talent. Wer neugierig bleibt und Chancen nutzt, kann heute in vielen Bereichen erfolgreich sein.
Krisen wie Inflation oder Energieknappheit zeigen: Wirtschaft und Berufe verändern sich ständig. Weiterbildung ist daher keine Ausnahme mehr, sondern Voraussetzung für langfristigen Erfolg.
Eine Lehre nach der Pflichtschule ist keine Einbahnstraße. Viele Unternehmen fördern engagierte Lehrlinge gezielt und bieten echte Aufstiegschancen – etwa durch interne Weiterbildungen, „Lehre mit Matura“, die Meisterprüfung oder berufsbegleitende Studien.
»Mostwanted« begleitet dich dabei. Wir zeigen Berufe, Chancen und Wege, die dir helfen, Entscheidungen zu treffen und deinen Platz in der Arbeitswelt zu finden.
Gutes Lesen, viel Erfolg mit »Mostwanted« Christian Klepej und Johannes Tandl Herausgeber


Dominik Fitz führt das Traditionsgeschäft in Feldbach in der fünften Generation. Doch der Weg dorthin war kein Selbstläufer.
Eine Lehre in der Metalltechnik-, Elektronikund Fahrzeugindustrie ist ein großartiges Fundament für eine Karriere. So kommst Du zu Deinem Traumjob!
Die Steirische Krankenanstalten GmbH (KAGes) gilt als Top-Arbeitgeber im Gesundheitsbereich. Warum ist die KAGes für junge Menschen so interessant?


44 Lebenstraum Wein
Schilcher im Glas, Zukunft im Kopf:
Wie für Verena Langmann aus der Leidenschaft für das Weingut ihrer Eltern eine echte Berufung wurde.
„Vegane Kochlehre“, sagen die Leut’; offiziell heißt es „Fachkraft für vegetarische Kulinarik“. Julia Kügerl macht diese Ausbildung in der Speis am Lendhafen Graz.

56 Bei SPAR durchstarten!
Mit über 2.500 Lehrlingen ist SPAR der größte private österreichische Lehrlingsausbildner. Insgesamt 24 Lehrberufe warten darauf, von dir entdeckt zu werden.

60 Dicke Kohle schon in der Lehre
Es gibt Berufe, da verdient man schon während der Lehrzeit richtig gut –ein Überblick über die lukrativsten Lehrberufe.

Fast geschafft! In wenigen Monaten hast du deinen Schulabschluss erreicht – ein bedeutender Schritt. Damit öffnen sich neue Wege und viele Chancen. In den nächsten Wochen wirst du Entscheidungen treffen, die deinen weiteren Weg prägen. Vielleicht bleibst du noch in der Schule, beginnst ein Studium an einer Universität oder Fachhochschule oder steigst direkt ins Berufsleben ein und startest eine Ausbildung. Wichtig ist, dass du dich gut informierst und dir Zeit für deine Wahl nimmst. Noch nie zuvor standen jungen Menschen so viele Bildungs-, Ausbildungs- und Karrierewege offen wie heute. Gleichzeitig steigen die Erwartungen: Jugendliche müssen lernbereit, engagiert und flexibel sein. Denn Wirtschaft und Arbeitswelt verändern sich rasant, technische Entwicklungen schreiten voran und neue Anforderungen entstehen laufend. Gerade deshalb ist Orientierung wichtiger denn je. Das Magazin »mostwanted« hilft dir dabei, den Überblick zu behalten und deinen persönlichen Weg zu finden. Auf den folgenden Seiten findest du daher eine umfassende Sammlung an Bildungsund Ausbildungsangeboten, die dich bei deiner Entscheidung unterstützen sollen. Ich wünsche dir viel Freude beim Lesen und alles Gute für den Weg, den du schließlich einschlagen wirst. Viel Erfolg bei deinen nächsten Schritten!
Elisabeth Meixner, Bildungsdirektorin für die Steiermark
Roundtable über die Zukunft der Industrielehre: Ausbildungsleiter, Personalverantwortliche und Lehrlinge von Wuppermann, AT&S und AVL diskutieren Chancen, Anforderungen und Karrierewege in der Metall-, Elektro- und Fahrzeugindustrie



Die steirische Industrie gehört zu den stärksten Ausbildern des Landes – und sie bietet jungen Menschen heute mehr Chancen denn je. Wer sich für eine Lehre in Metall-, Elektro- oder Fahrzeugtechnik entscheidet, startet nicht nur in einen Beruf, sondern in eine Zukunft voller Möglichkeiten mit modernen Arbeitsplätzen, starken Teams, persönlicher Betreuung, internationalen Perspektiven und echten Karrierewegen. Unternehmen wie Wuppermann in Judenburg, AT&S in Leoben und AVL in Graz zeigen eindrucksvoll, wie viel in die Ausbildung investiert wird – und warum gut ausgebildete Fachkräfte gefragter sind als je zuvor.
Die steirische Industrie steht heute vor vielen Herausforderungen –von schwankenden Märkten bis zu hohen Energiekosten. Doch eines bleibt völlig stabil: der Bedarf an jungen Menschen, die Lust auf Technik, Teamarbeit und eine berufliche Zukunft mit echten Chancen haben. In Gesprächen mit den Ausbildungsleitern und Personalverantwortlichen Werner Kollenz (Wuppermann Austria), Eduard Lackner (AT&S), Oliver Knapp (AVL List) sowie Helmut Röck von der Wirtschaftskammer zeigt sich sehr schnell Folgendes: Wer heute eine technische Lehre beginnt, startet in einen Bereich, der trotz Krise wächst, sich weiterentwickelt und jungen Menschen Möglichkeiten bietet, die es so früher schlicht nicht gab. Und das sagen jene, die in der Steiermark Tag für Tag Lehrlinge ausbilden und ihnen beim Wachsen zusehen.
Trotz einer angespannten wirtschaftlichen Lage setzen viele Unternehmen ganz bewusst auf Ausbildung. Während manche Branchen sparen müssen, halten Betriebe wie Wuppermann, AT&S oder AVL an ihren Lehrlingsprogrammen fest. Der Grund ist einfach: Die Zukunft gehört den Fachkräften. Und die besten Fachleute sind die, die man selbst ausgebildet hat.

Jana Selina Feiner,
Elektrotechnik/Anlagen- und Betriebstechnik, 3. Lehrjahr, AT&S
Ich habe nach einem Jahr in der HTL durch meine Mutter AT&S kennengelernt und gleich gemerkt, dass Aufgaben und Arbeitsumfeld gut zu mir passen. Jetzt arbeite ich in der Prozesstechnik und kontrolliere Leiterplatten, etwa beim Auftragen von Lötstopplack. Die Berufsschule in Knittelfeld liefert das nötige theoretische Wissen.

Thomas Gruber,
Elektrotechnik/Anlagen- und Betriebstechnik, 3. Lehrjahr, AT&S
Nach der HTL habe ich beim „Tag der Lehre“ AT&S entdeckt und die Aufnahmeprüfung dank Vorwissen gut geschafft. Ich kümmere mich um die Stromversorgung und ESD-Entstörung der Anlagen und mache parallel die berufsbegleitende Matura. In der BS Knittelfeld läuft alles gut, und ich möchte langfristig im Unternehmen bleiben.

Denise Chadim
Elektrotechnik, 3. Lehrjahr, AVL List
Nach der HLW für Textiltechnik und mehreren Jobs bin ich der Liebe wegen nach Graz gekommen und habe als Späteinsteigerin eine Lehre bei AVL begonnen. Im dritten Lehrjahr arbeite ich an Prüfständen und Softwarelösungen zur Datenspeicherung. Die Aufgaben gefallen mir sehr, und ich möchte nach der Lehre im Unternehmen bleiben.
Bei AT&S läuft die Entwicklung durchwegs positiv. Eduard Lackner sagt: „Wir hatten zwar herausfordernde Jahre, die von Corona und Marktschwankungen geprägt waren. Aber inzwischen schaut es wieder sehr gut aus. Rund zwanzig Lehrlinge stellen wir jährlich ein. Und diese Größenordnung wollen wir halten.“
Werner Kollenz von Wuppermann erklärt, dass man heuer drei Jugendliche aufgenommen habe und man insgesamt bei zehn Lehrlingen liege. Dieses Niveau wolle man auch langfristig halten. Für ein Industrieunternehmen ist das ein starkes Commitment und nachvollziehbar, da der Bedarf an gut ausgebildeten Facharbeitern nach hohen Investitionen in den vergangenen Jahren ansteigen wird.
Der steirische Technologiekonzern AVL befindet sich aktuell in einer eher schwierigen Phase. Daher hat man die Zahl der neuen Lehrlinge vorübergehend reduziert. Aber Ausbilder Oliver Knapp betont: „Das kann sich extrem schnell ändern. Es ist gut möglich, dass wir in ein, zwei Jahren wieder dringend mehr Lehrlinge brauchen.“
Die Umfrage der WKO Steiermark zum Thema Industrielehre bestätigt diesen Trend: „Auch jetzt können etwa ein Drittel der Industriebetriebe ihre Lehrstellen nicht besetzen“, erklärt Helmut Röck. „Es mangelt nicht an Angeboten – es mangelt an Bewerbern.“ Das hat für Jugendliche den Vorteil, dass ihnen gute Chancen und viele Türen offenstehen.
Für viele Jugendliche ist es oft überraschend, wie viel Geld ein Unternehmen in ihre Ausbildung steckt. Eduard Lackner rechnet offen vor: „Bis ein Lehrling fertig ausgebildet ist, sind etwa 100.000 Euro investiert. Und damit meine ich nicht die
Werner Kollenz (Wuppermann Austria) (2.v.r) in der Diskussion mit (v.l.) Helmut Röck (WKO Steiermark), Oliver Knapp (AVL List), Eduard Lackner (AT&S) und Johannes Tandl (Mostwanted): „Wir bilden nicht für den Markt aus, wir bilden für uns aus.“

Lehrlingsentschädigung, sondern die Ausbilder, Maschinen, Labors, die internen Strukturen und Schulungen.“
Das zeigt, dass Lehrlinge nicht einfach „mitlaufen“, sondern von Anfang an als wichtiger Teil des Teams angesehen werden. Bei allen Unternehmen klingt derselbe Gedanke durch. Werner Kollenz formuliert es besonders klar: „Wir bilden nicht für den Markt aus, wir bilden für uns aus.“ Dass das funktioniert, beweist auch der Anteil jener, die nach der LAP im Unternehmen bleiben. Bei Wuppermann sind rund zwei Drittel der Lehrlinge auch nach vielen Jahren noch im Unternehmen beschäftigt.
suchen die Unternehmen? Warum bist du vielleicht genau der oder die Richtige?
Es gibt weniger Jugendliche in Österreich als früher, gleichzeitig entscheiden sich viele zuerst für AHS oder HTL. Manchmal passt das gut, manchmal nicht. Genau hier bietet die Lehre eine echte Alternative. „Die Lehre muss endlich wieder als gleichwertiger Weg zur Matura gesehen werden“, sagt Eduard Lackner. „Sie ist kein Plan B, sondern ein Weg mit klaren Perspektiven.“
AVL zeigt eindrucksvoll, wie unterschiedlich die Bewerberlage je nach Beruf ist. Oliver Knapp erzählt: „Im kaufmännischen Bereich und in Coding-Lehrberufen haben wir extrem viele Bewerbungen, manchmal nahezu 1.000. In klassischen technischen Berufen ist es viel schwieriger, die passenden Jugendlichen zu finden.“
Die Industrielehre-Umfrage zeigt auch, dass Jugendliche Probleme mit Ma-
thematik oder dem räumlichen Denken haben. Das sind Fähigkeiten, die man in technischen Berufen dringend braucht. Das heißt aber nicht, dass man perfekt sein muss, denn die Unternehmen helfen gerne dabei, diese Defizite aufzuholen. Die Lehrlinge müssen nur entsprechend motiviert sein.
„Beim Schnuppern merkt man sofort, ob’s passt.“
Kein Unternehmen verlässt sich übrigens nur auf die Bewerbungsunterlagen. Schnuppern ist überall Pflicht, und alle Gesprächspartner sind sich einig: „Das ist der beste Weg, um herauszufinden, ob ein Beruf wirklich zu einem Jugendlichen passt.“
„Beim Schnuppern sieht man sehr schnell, ob jemand technisches Grundverständnis und handwerkliches Geschick mitbringt“, erklärt Werner Kollenz. Und bei AT&S sieht man das genauso: „Schnuppern ist oft der Moment, in dem beide Seiten erkennen: ‚Ja, das passt‘ oder eben ‚Nein, das funktioniert nicht‘“, sagt Eduard Lackner.
AVL hat übrigens ein besonders durchdachtes System. Erst gibt es einen Test, dann ein persönliches Gespräch, darauf folgt ein zwei- bis dreitägiges Gruppenschnuppern. „Da sehen wir, wie die Jugendlichen im Team arbeiten, wie sie sich verhalten und wie sie Herausforderungen anpacken“, sagt Oliver Knapp.
Auch die Lehrlinge erklären, dass gerade dieser erste Eindruck beim Schnuppern der Moment war, in dem sie gespürt haben: „Das könnte mein Beruf werden.“
Lehrlinge werden älter – und das ist ein Vorteil
Inzwischen starten Lehrlinge oft erst mit 16 oder 17 in die duale Ausbildung. Viele probieren es zuerst in der AHS oder der HTL. Nachdem sie erkannt haben, dass ihnen eine praktische Ausbildung eher liegt, brechen sie die Schule ab und steigen in die Lehre ein –oft bewusster und motivierter als mit 14 oder 15.
„Oberstufenabbrecher sind für uns eine wichtige Zielgruppe“, sagt Eduard Lackner. „Wenn sich jemand nach der HTL oder AHS für eine Lehre entscheidet, ist das meist eine reife Entscheidung.“
Auch Helmut Röck von der WKO bestätigt: „16- oder 17-jährige Lehranfänger sind heute normal. Sie sind reifer, zielstrebiger und wissen genauer, was sie wollen.“ Jugendliche mit Matura sind zwar selten, aber alle Betriebe würden sie sofort nehmen. In Deutschland ist die Kombination Lehre nach der Matura übrigens seit Langem völlig normal – in Österreich kommt sie erst langsam an.
Fast alle Ausbilder berichten, dass soziale Fähigkeiten wichtiger geworden sind. Werner Kollenz sagt: „Pünktlichkeit, Höflichkeit, Respekt – das klingt banal, ist aber leider nicht selbstverständlich.“

Abdel Rahman, Elektrotechnik, 3. Lehrjahr, AVL List Nach der BULME wurde mir die Ausbildung zu theoretisch, deshalb habe ich mich für eine Lehre entschieden. Nach dem PC-Aufnahmetest bin ich zu AVL gekommen und kalibriere nun vor allem Prüfstände. Die Berufsschule in Eibiswald ist weit weg, macht aber Spaß. Auch ich möchte nach der Lehre im Unternehmen bleiben.

Paul Kliemen
Mechatronik, 3. Lehrjahr, Wuppermann Austria
Nach einem Jahr HTL entschied ich mich für eine technische Lehre und kam nach einem positiven Test gemeinsam mit einem Freund zu Wuppermann. Zunächst begann ich im Maschinenbau, wechselte aber im dritten Lehrjahr auf Mechatronik, da ich während der Ausbildung gemerkt habe, dass ich meine Stärken eher in diesem Bereich habe. Wuppermann hat mich beim Wechsel des Lehrberufs unterstützt.
Oliver Knapp sieht Teamfähigkeit im Mittelpunkt moderner technischer Berufe: „Das Bild vom Einzelkämpfer gibt es nicht mehr. Es geht darum, gemeinsam Projekte umzusetzen.“
Die Sprachherkunft spielt hingegen keine große Rolle: „Motivation zählt mehr als der Pass“, sagt Knapp. Bei AVL haben etwa 10 bis 15 Prozent der Lehrlinge einen Migrationshintergrund.
Die technischen Lehrberufe in der Industrie gehören nicht ohne Grund zu den erfolgreichsten, denn hier werden die Lehrlinge von Anfang an gut betreut und auf die Berufsschule und die LAP vorbereitet. „Unsere Lehrlinge bestehen die LAP beim ersten Antritt zu 90 bis 95 Prozent“, bestätigt Lackner. Wuppermann bietet schulische Unterstützung im Bedarfsfall und fachliche Weiterbildungen während der gesamten Ausbildungszeit an. AVL organisiert für die Lehrlinge in der Lehrzeit fast hundert Schulungstage. Diese reichen von Kommunikation über Englisch bis hin zu fachspezifischen Trainings. AT&S integriert die Lehrlinge früh in die innerbetriebliche Weiterbildung und lässt sie von Anfang an bei neuen Anlagen und Prozessen mitlernen.
Die Lehre in der Industrie ist gut strukturiert und begleitet die Lehrlinge mit modernsten Methoden durch die Ausbildungsjahre. Das Ziel der Unternehmen ist klar: Niemand soll Angst vor der LAP haben.
Industrielehrlinge verdienen überdurchschnittlich gut!
Ein Lehrling in der Metalltechnischen Industrie und der Fahrzeugindustrie verdient beispielsweise im 4. Lehrjahr mindestens 2.152,- Euro und beide Branchen mit Lehrabschluss 2.975,- Euro als Mindestgehalt, ein Lehrling der Elektro- und Elektronikindustrie verdient im 4. Lehrjahr 2.385,Euro und mit dem Lehrabschluss 2.922,- Euro.
Auch Mädchen finden immer häufiger ihren Weg in technische Berufe. „Dort, wo Mädchen Technik wählen, sind sie meist extrem motiviert und leistungsstark“, ist Eduard Lackner überzeugt. Oliver Knapp betont, wie wichtig die Kultur im Team ist: „Wenn der Umgang stimmt, fühlen sich auch Mädchen langfristig wohl. Das ist unser Ziel.“ Viele Betriebe bieten heute Workshops zu Kommunikation, Teamverhalten oder Vorurteilen an – für alle Lehrlinge, nicht nur für Mädchen.
Eine technische Lehre öffnet heute Türen, die viele Jugendliche nicht auf dem Radar haben: Auslandspraktika, Fachkarrieren, Weiterbildungen, Meister, HTL, Studium, Führungsfunktionen.
„Unsere Lehrlinge können praktisch alles werden“, sagt Oliver Knapp. „Wir haben ehemalige Lehrlinge, die heute Abteilungsleiter oder hoch spezialisierte Experten sind.“ Werner Kollenz erzählt von einem jungen Mitarbeiter, der als Produktionstechnikerlehrling begann, später Matura machte und nun studiert: „Entwickeln darf sich bei uns jeder – wer will, bekommt seine Chance.“
Alle Gesprächspartner senden dieselbe Botschaft – und sie richtet sich direkt an junge Menschen: „Wenn du Motivation mitbringst, etwas lernen willst und eine Zukunft mit vielen Möglichkeiten suchst, dann bist du in der technischen Lehre genau richtig.“ Egal ob Metall-, Elektro- oder Fahrzeugtechnik: Diese Berufe bieten moderne Arbeitsplätze, gutes Geld, starke Teams, internationale Chancen und echte Karrierewege. Die Unternehmen brauchen Nachwuchs – heute, morgen und langfristig.

Julian Trink, Mechatronik, 3. Lehrjahr, Wuppermann Austria
Ich habe nach der Mittelschule ein Jahr HTL besucht, aber gemerkt, dass eine Lehre besser passt. Beim Schnuppern bei Wuppermann bekam ich einen guten Eindruck und freute mich auf den Start bei Wuppermann. Besonders spannend finde ich SPS und Programmierung. Nach der LAP möchte ich im Unternehmen bleiben.
Die Lehrlinge berichten aus erster Hand, warum die Industrieausbildung für sie echte Perspektiven bietet – mit modernen Lehrberufen, starken Betrieben und klaren Karrierechancen.


Es ist absehbar, dass sich die Situation aufgrund des demografischen Wandels weiter verschärfen wird: In den kommenden Jahren werden bald doppelt so viele Menschen in den Ruhestand wechseln wie ins Erwerbsleben nachrücken. Die Alterskohorte der 15-Jährigen ist heute nur mehr etwa halb so groß wie 1980. Zugleich bricht in den AHS jeder vierte Schüler ab oder wechselt den Schultyp, bei den BHS ist es sogar jeder dritte. Es gilt, dieser alarmierenden Entwicklung rechtzeitig gegenzusteuern, den gut ausgebildete Fachkräfte sind für unseren steirischen Wirtschaftsstandort unverzichtbar.
Mit dem Talentcenter versuchen wir, diesen negativen Tendenzen entgegenzuwirken. Für ganze Schulklassen erstellen wir dort laufend wissenschaftlich fundierte Profile – basierend auf den motorischen, kognitiven und sozialen Talenten der Jugendlichen. Die Ergebnisse zeigen jene Berufsfelder auf, die den jeweiligen Talenten und Interessen am besten entsprechen. Neben dem Talentcenter ist das neue Center of Excellence ein
Josef Herk, Unternehmer und Präsident der WKO Steiermark
Spricht man mit Unternehmerinnen und Unternehmern, hat auch in wirtschaftlich herausfordernden Zeiten die Suche nach qualifizierten Mitarbeitern oberste Priorität. Auch alle diesbezüglichen Umfragen gehen die gleiche Richtung und bestätigen, dass der Fachkräftemangel ganz weit oben auf der Agenda steht.
Schritt in die richtige Richtung, um den negativen Trends gegenzusteuern und die Ausbildung qualifizierter Fachkräfte zu sichern.
Eine Lehre bietet auf jeden Fall sehr viele Pluspunkte für den Start ins Berufsleben: Man hat die Chance, einen Beruf zu erlernen, mit dem man schon in jungen Jahren gutes Geld verdient, und gerade durch die Möglichkeit der Kombination mit der Matura sind auch für die Zukunft alle Wege fürs berufliche und persönliche Weiterkommen gesichert. Zudem entscheiden sich immer mehr junge Menschen für eine Lehre nach der Matura. Wer praktisch veranlagt ist und nach der Matura rasch in den Job einsteigen will, hat mit der daran anschließenden Lehre eine tolle Karrierechance, denn in vielen Branchen sind die Allgemeinbildung und Sprachkenntnisse von Maturanten gefragt. Auch in den internationalen Berufswettbewerben sieht man deutlich, dass der österreichische Weg der „Dualen Ausbildung“ eine Erfolgsgeschichte ist.
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Die Anzahl der jungen Menschen, die eine Lehre beginnen, ist seit Jahren stagnierend, in welchen Branchen fehlt Nachwuchs besonders?
Das Gewerbe und Handwerk bildet mit 44 Prozent nach wie vor die meisten Lehrlinge in der Steiermark aus. Allerdings haben wir generell sinkende Lehrlingszahlen, quer durch alle Branchen. Besonders stark ist die Nachfrage in technischen und handwerklichen Berufen und auch in den baunahen Gewerken. Der Grund ist der demografische Wandel: Es gibt insgesamt weniger Jugendliche, während der Bedarf an qualifizierten Fachkräften ständig steigt. Jeder junge Mensch, der eine Lehre in einem der vielen Ausbildungsbetriebe im Gewerbe und Handwerk machen möchte, ist herzlich willkommen!
Welche Maßnahmen könnten aus Ihrer Sicht helfen, Betriebe bei der Ausbildung von Lehrlingen zu unterstützen? Ganz zentral ist die Sicherung der bestehenden Lehrlingsförderung. Sie ist ein wesentliches Signal an die Betriebe, dass ihr Engagement für Ausbildung anerkannt wird. Darüber hinaus brauchen wir weniger Bürokratie und mehr Flexibilität in den Ausbildungsmodellen. Ebenso wichtig ist eine stärkere gesellschaftliche Wertschätzung für handwerkliche Berufe.
Hier sind Politik, Schulen und Medien gleichermaßen gefordert, realistische und positive Zukunftsbilder zu vermitteln.
Sie schlagen eine Vier-Tage-Woche für Lehrlinge vor, was versprechen Sie sich davon?
Wir müssen die Lehrausbildung stärker an die Lebensrealität junger Menschen anpassen. In vielen Betrieben, etwa im Baubereich, wird bereits mit flexibleren Arbeitszeitmodellen gearbeitet, Lehrlinge sind davon jedoch ausgenommen, weil sie an fünf Tagen im Betrieb anwesend sein müssen. Das ist nicht mehr zeitgemäß. Eine Vier-Tage-Woche würde die Lehre attraktiver machen, die Motivation erhöhen und Betrieben mehr Spielraum bei der Organisation geben.
Johann Reisenhofer WKO-Obmann Sparte Gewerbe und Handwerk


Egal ob du gern kreativ bist, Technik liebst oder gern mit Menschen arbeitest: In mehr als 200 Lehrberufen findest du im Gewerbe und Handwerk genau das, was zu dir passt.
Im Gewerbe und Handwerk wartet eine Welt voller Möglichkeiten auf dich – und zwar für wirklich jedes Talent und jedes Interesse. Vielfalt ist hier kein Schlagwort, sondern gelebter Alltag! Ob CNC-Maschinen, Laser, 3D-Druck oder digitale Planungstools: Hightech gehört zum Handwerk dazu. Und trotzdem bleibt es ein Berufsfeld, in dem dein Können, dein Geschick und dein Gefühl den Unterschied machen. Und für alle, die gern mit Menschen arbeiten, gibt es Berufe mit Herz und Hand: etwa Hörgeräteakustik, Fußpflege, Kosmetik, Massage, Orthopädieschuhtechnik oder Zahntechnik, wo du technisches Können mit Einfühlungsvermögen verbindest.
Berufe im Gewerbe und Handwerk sind krisensicher – und zwar ganz real, denn der Bedarf an gut ausgebildeten Fachkräften bleibt stabil. Du verdienst von Anfang an dein eigenes Geld, bist unabhängig und hast Karrierechancen bis hin zum eigenen Unternehmen. Viele Betriebe im Gewerbe und Handwerk sind familiengeführt, Lehrlinge werden von Anfang als Teil des Teams gesehen, und man kennt sich persönlich. Hier findest du ein tolles Miteinander, in dem du lernst, was Zusammenarbeit wirklich bedeutet: füreinander da sein und Wertschätzung zeigen.

Schon als Lehrling bist du ein wichtiger Teil „deines“ Unternehmens. Du wirst in Projekte eingebunden, lernst Entscheidungen zu treffen, Probleme zu lösen und Verantwortung zu übernehmen. Schritt für Schritt wächst dein Selbstvertrauen und du merkst, dass du gebraucht wirst. Teamgeist und Eigeninitiative sind im Gewerbe und Handwerk nicht nur Worte, sondern gelebte Realität!
Gewerbe und Handwerk ist greifbar: Du formst, baust, reparierst, gestaltest, berätst, unterstützt: Dein Können ist direkt sichtbar, ob Möbelstück, Maßschuhe oder perfekter Haarschnitt. Dieses unmittelbare Feedback macht jeden Arbeitstag motivierend und zeigt dir sofort, welchen positiven Impact du im Leben der Menschen hast.
Du trägst direkt dazu bei, dass regionale Betriebe, Traditionen und Strukturen gestärkt werden. Alles, was du lernst und machst, ist Teil deiner Lebenswelt. Du hilfst mit, dass lokale Unternehmen florieren, Nachbarschaften lebendig bleiben und Traditionen weitergetragen werden. Dein Können ist nicht nur dein größtes Asset: Es stärkt deine Region.

Gewerbe und Handwerk ist mehr als ein Job – es ist eine Community. Wenn du eine Lehre machst, wirst du Teil einer Gemeinschaft von Fachkräften, die ihre Berufe über Generationen pflegen und weiterentwickeln. Du lernst von erfahrenen Meister:innen, trägst Traditionen in die Zukunft und kannst stolz auf dein Können sein. Als Fachkraft kann man sogar Europa- und Weltmeisterschaften gewinnen – bei den EuroSkills und WorldSkills.
Mit einer Lehre im Gewerbe und Handwerk stehen dir viele Wege offen. Du kannst dich spezialisieren, Meister:in werden, Führungsaufgaben übernehmen oder deinen eigenen Betrieb gründen. Dein Erfolg hängt von deinem Können, deinem Engagement und deiner Kreativität ab, nicht zwingend von einem Studium. Wer handwerklich fit ist, kann sich jederzeit weiterentwickeln und Karriere machen, in Berufen, die immer gebraucht werden.



Lehrberufe hautnah erleben auf Instagram und TikTok!



Dominik Fitz führt das Traditionsgeschäft in Feldbach in der fünften Generation. Doch der Weg dorthin war kein Selbstläufer. Ein Gespräch über einen Auszug mit 15 Jahren, ein Millioneninvestment und Verwechslungsgefahr mit einem Profikicker.
Dominik, war dein Weg in die Backstube vorgezeichnet?
Eigentlich wollte ich alles andere machen, außer das. Ich wollte schauen, ob mir was anderes gefällt. Ich hab bei einem Computer-Fachmann reingeschnuppert, beim Sportgeschäft. Ich wollte wissen: „Ist es das oder was anderes?“ Mit 15 bin ich dann ausgezogen und nach Kärnten gegangen, um meine Konditorlehre in Pörtschach zu machen. Mein Vater wollte das früher auch, aber er musste
zu Hause bleiben. Ich wollte mir nie vorwerfen müssen: „Wäre ich doch bloß weggegangen.“
Du warst dann lange weg, unter anderem im Spitzenlokal im Salzburger Ikarus im Hangar 7 als Chefpatissier. Warum die Rückkehr?
Ich war dort Chef von sechs Leuten, hab mein eigenes Ding machen können und gut verdient. Dann ist das erste Kind unterwegs gewesen und wir haben uns entschieden, nach Feldbach zurückzukehren. Aber zwei Generationen
an einem Ort, das ist schwierig. Wir haben die Firmen erst einmal örtlich getrennt. Meine Eltern haben den Auftritt nach außen gemacht, ich hab meine eigene Marke in Gleichenberg gestartet.
Vom alten Traditionshaus ist heute nichts mehr zu sehen. Wie kam es zu diesem radikalen Bruch?
Das Haus ist eines der ältesten in Feldbach. Wir wollten es erst sanieren, aber das war nicht möglich. Also haben wir alles abgerissen, bis auf den Keller. Ich bin da kein großer Nachdenker: Ich hab eine Vision, geh zur Bank – danke Bank an dieser Stelle – und dann machen wir das. Wir haben 1,5 Millionen Euro investiert. Oben haben wir Wohnungen gebaut und verkauft, unten ist das Geschäft.
Das Design wirkt sehr modern, fast wie eine Galerie.
Der Künstler Andreas Stern hat das Geschäft gestaltet. Die Fliesen kommen aus einer Manufaktur in Italien, alle mit der Hand gemacht. Mein einziger Wunsch war die Vitrine, die die Firma Schweitzer aus Wels gebaut hat. Andreas hatte beim Rest freie Hand. Er hat sogar Designer-Sessel ausgesucht, die ein Vermögen kosten. Es ist jetzt alles sehr sauber, fast steril. Eigentlich hängt da fast nur meine Lego-Urkunde.
Warum hängt da eine Lego-Urkunde?
Ich war früher bei der Lego-Weltmeisterschaft in Wien, live auf Confetti TiVi. In meinem Geschäft steht heute auch ein original Lego-Tisch für Kinder.


Zwei große Bilder gibt es aber noch. Was hat es damit auf sich?
Das ist das Rezept für unseren „Schokotraum“, eigentlich eine Aufschlag-Ganache.
Was ist eine Ganache?
Ganache ist die Creme, die bei den Törtchen oben drauf ist. Der Künstler Andreas Stern hatte die Idee dazu: Er hat zwei Bilder gemacht, die zusammen ein großes ergeben, auf dem man das komplette Rezept lesen kann. Er hat gesagt, wenn schon alles so steril ist, dann muss wenigstens unser Rezept für die Leute sichtbar sein.

Bei euch ist ohnehin alles von eurem Handwerk sichtbar – aufgrund der großen Glasfront, die Einblick in die Patisseriearbeit gewährt.
Meine Idee ist einfach, dass die Leute sehen, dass wir wirklich alles von der Pike auf selbst machen. In einer traditionellen Konditorei ist die Backstube oft versteckt, aber ich will das Handwerk zeigen. Wir gießen alles mit der Hand aus, wir schleifen jeden einzelnen Krapfen händisch. Wir backen sogar unser eigenes Brot für die Brötchen und kochen jeden Tag frische Suppenansätze fürs Mittagessen. Wenn die Leute zuschauen können, verstehen sie auch den Wert der Arbeit.
Du arbeitest den ganzen Tag mit Süßem. Naschst du selbst viel?
Gar nichts. Ich mag gar nichts Süßes. Als Kind hab ich viel davon gegessen, aber heute bin ich wie ein Arzt: Der Arzt heilt gerne Kranke, will aber selber nicht krank werden. Ich arbeite gerne mit Zucker, aber ich mag ihn nicht essen. Kosten muss ich natürlich, aber das reicht dann auch. Mein Ausgleich ist das Laufen.
Sport ist ein gutes Stichwort. Wer deinen Name im Internet sucht, findet stets zuerst den Fußballer Dominik Fitz, der lange bei der Wiener Austria gespielt hat und jetzt in den USA aktiv ist. Wie geht’s dir damit, den Ruhm zu teilen?
Ein bisschen hätte ich schon gehofft, dass er nicht den Durchbruch schafft und ich bei Google die Nummer eins bleibe. (lacht) Aber ernsthaft: Ich bin selbst Fußball-Fan – seit meiner Kindheit bin ich mit meinem Vater zu Sturm Graz gegangen, seit zwei Jahren machen wir auch das süße Catering für die VIP-Bereiche, vom Business Club bis zur Skybox. Da hilft mein Vater auch noch mit. Mein älterer Sohn ist schon ständig im Stadion mit mir. Auch da hat sich etwas von Generation zu Generation weitergetragen.

Endecke die Zuckerbäcker auf Instagram
https://www.einfach-fitz.at/
Die Baulehre bietet dir eine Zukunft nach Plan – Schicht für Schicht, Stein für Stein. Für Dinge, die bleiben: Häuser, Straßen, Brücken, für heute und für kommende Generationen. Das wird wirklich gebraucht, und zwar immer!

In deinem Ausbildungsbetrieb legst du das Fundament: praktische Erfahrungen, echte Baustellen, moderne Maschinen und ein Team, das sein Wissen weitergibt. Von Anfang an wird mitgearbeitet, mitgebaut und mitgedacht.
In der Berufsschule geht es um Theorie: Baupläne lesen, Materialien verstehen, digitale Werkzeuge kennen, ökologische Standards umsetzen. Dieses Know-how sorgt dafür, dass die praktische Arbeit sicher, effizient und zukunftstauglich wird.
An der BAUAkademie in Übelbach verfeinerst du deine Fertigkeiten, lernst neue Technologien kennen. Das schafft die Grundlage für spätere Aufstiege: etwa zum Vorarbeiter, Polier oder du machst sogar die Baumeisterprüfung.


A wie Aufstieg:
Karriere von der Lehre bis zum Baumeister.
B wie BAUAkademie:
In Übelbach den Karriere-Feinschliff holen.
C wie Cash:
Über 1.308,54 Euro brutto schon im 1. Lehrjahr.
D wie Doppellehre:
Kombinierte Lehre für doppelte Chancen.
E wie Ergebnis:
Am Abend sehen, was du geschafft hast.
F wie Fundament:
Leg im Betrieb die Basis für deine Zukunft.
G wie Gehalt:
Im 4. Lehrjahr warten 2.944,22 Euro auf dich.
H wie Hochbau:
Errichte Bauwerke für viele Generationen.
I wie Infrastruktur:
Bau die Straßen und Netze von morgen.
J wie Job-Garantie:
Bauprofis werden überall dringend gesucht.
K wie Klimafit:
Lern in der Schule, wie man nachhaltig baut.
L wie Lehre:
Praxis + Theorie = Erfolg.
M wie Maschinen:
Bagger, Kräne und Hightech-Geräte steuern.
N wie Nachfrage:
Du bist die Fachkraft, ohne die nichts geht.
O wie Ordnung:
Bautechnische Zeichner liefern präzise Pläne.
P wie Praxis:
Vom ersten Tag an voll auf der Baustelle.
Q wie Qualität:
Was man richtig lernt, macht man richtig gut.
R wie Respekt:
Werde Teil eines Teams, das zusammenhält.
S wie Stabilität:
Ein sicherer Job, auch in schweren Zeiten.
T wie Tiefbau:
Straßen, Brücken, Tunnel – ohne Tiefbau geht nix.
U wie Untergrund:
Auf das richtige Fundament kommt es an.
V wie Vielseitigkeit:
Ziegel schleppen war gestern!
W wie Werkzeug:
Hammer oder Tablet: Tool bleibt Tool.
X wie X-tra stark:
Ein Beruf, der dich fordert und fit hält.
Y wie Your Turn:
Jetzt bist du am Zug – starte durch.
Z wie Zukunft:
Dein berufliches Zuhause für ein ganzes Leben.
Bewirb dich jetzt und leg deinen Grundstein für morgen!
Raiffeisen ist ein Arbeitgeber mit einem harmonischen, familienfreundlichen Arbeitsklima und langfristigen Perspektiven.Steiermark.

Gerade für serviceorientierte Unternehmen sind motivierte Mitarbeiter:innen die wichtigste Ressource. Raiffeisen Steiermark begeistert sowohl langjährige als auch zukünftige Mitarbeitende mit einem attraktiven Mix aus unterschiedlichen Berufsfamilien, Benefits und einem familienfreundlichen Arbeitsumfeld.
Der Raiffeisen-Leitsatz „WIR ist du“ steht stellvertretend dafür, worauf der Fokus des Unternehmens als Dienstgeber ausgerichtet ist: Auf Gemeinschaft, persönliche Entwicklung und
die aktive Mitgestaltung durch jede:n Einzelne:n. Auch Vielfalt ist ein wichtiger Grundsatz bei Raiffeisen: In den Teams treffen unterschiedliche Ausbildungen, Berufserfahrungen, Fähigkeiten, Talente und Persönlich -
keiten aufeinander, wodurch ein Klima der Offenheit und des gegenseitigen Respekts entsteht. Alter, Geschlecht oder individuelle Hintergründe spielen keine Rolle – Diversität wird als Bereicherung gesehen.
FLEXIBILITÄT
UND FAMILIENFREUNDLICHKEIT
Neue Mitarbeiter:innen werden mit Onboarding beim Einstieg unterstützt, später gibt es laufend Fortbildungsmöglichkeiten auf fachlicher und persönlicher Ebene und Mentoring begleitet die persönliche Entwicklung. All diese Faktoren eröffnen den Mitarbeitenden vielfältige Möglichkeiten. Die mehr als 3.000 Mitarbeitenden bei Raiffeisen Steiermark profitieren von einem harmonischen, familienfreundlichen Arbeitsklima, in dem Co-Working und Teamarbeit zum Alltag gehören. Das gilt auch für unterschiedliche Arbeitszeitmodelle, denn Vollzeit und Teilzeit werden gleichermaßen geschätzt. Bei Bedarf kann die Arbeitszeit flexibel angepasst werden, um auf veränderte Lebenssituationen einzugehen – ein wichtiger Aspekt für die vielfach prämierte Familienfreundlichkeit des Betriebs. Diese zeigt sich auch in der Möglichkeit zum Home-Office und anderen flexiblen Job-Maßnahmen.
Das Jobangebot bei Raiffeisen geht weit über das klassische Bankgeschäft hinaus und reicht vom IT-Sektor über Robotics und Datenanalyse bis hin zu Marketing und Logistik. Sowohl für Einsteiger als auch Erfahrene gibt es Karrierewege, die auf die individuellen Bedürfnisse abgestimmt sind. Besonders attraktiv ist die Lehrlingsausbildung, die für Maturant:innen eine verkürzte Lehrzeit ermöglicht und somit einen schnellen Start ins Berufsleben bietet. Für Schüler:innen ab 16 Jahren sowie Studierende bietet Raiffeisen die Möglichkeit, in Form von Ferialpraktika erste wertvolle Einblicke in die Arbeitswelt zu gewinnen. Für ambitionierte Akademiker:innen werden Weiterbildungsprogramme angeboten, die ideale Voraussetzungen für eine erfolgreiche Karriere schaffen.
Das Wohlbefinden der Mitarbeitenden ist für Raiffeisen von entscheidender Bedeutung. Ein umfassendes Angebot an Aktivitäten und Benefits stärkt Körper, Geist und Seele, sodass nachhaltiger Erfolg nicht nur für das Unternehmen, sondern auch für die Menschen möglich wird. Zum Gesundheitsaspekt tragen Sport- und Bewegungsmöglichkeiten, Trainings, Beratungen für körperliche und mentale Gesundheit und vieles mehr bei. Auch das Freizeit-, Fitness- und Kulturangebot ist attraktiv. Es reicht von Firmenevents wie Betriebsausflügen und Kabarettabenden über Feiern bis zu diversen Vergünstigungen bei Partnerbetrieben.



Jetzt bewerben! raiffeisen.at/stmk/jobs

Was 2018 als Experiment am Mikrofon begann, ist heute ein Paradebeispiel für modernes Nischen-Marketing. „Die beste Liga der Welt“ (#dbldw) zeigt, wie man mit Leidenschaft für den österreichischen Fußball eine Marke aufbaut, die weit über die Kopfhörer hinausgeht.
Als Fabio Schaupp im Jahr 2018 die Idee zu einem eigenen Fußball-Podcast hatte, war das Format in Österreich noch echtes Neuland. „Ich habe damals gespürt, dass die Aufmerksamkeit massiv in Richtung Podcasts wandert“, erinnert sich Schaupp, der in London Fußballmanagement studierte und heute als Scout im internationalen Fußball arbeitet.
Hinter dem ironischen Namen steckt eine Liebeserklärung an den österreichischen Kick. Anstatt nur über die großen Weltstars in England oder Spanien zu philosophieren, feiert #dbldw die heimische Bundesliga. Gemeinsam mit dem Journalisten Peter K. Wagner startete Schaupp das Projekt, das heute rund 25.000 Downloads im Monat allein auf der Plattform Spotify erreicht. Seit 2023 nehmen Wagner und Schaupp gemeinsam mit Thomas Seidl, Sturm-Stadionsprecher und Radio-Steiermark-Moderator, auf. Zuletzt holten sie mit Shady Janisi, die 2024 vom Branchenmagazin „Journalistin“ unter die Top 30-Journalst:innen unter 30 gewählt wurde, weibliche Verstärkung.
„Die beste Liga der Welt“ hat sich einen Namen gemacht und ist nicht nur der erfolgreichste unabhängige Fußballpodcast des Landes, sondern wahrscheinlich auch der reichweitenstärkste steirische Podcast ohne großen Verlag im Hintergrund.
Dass aus #dbldw mehr als nur Gerede geworden ist, beweisen die Projekte rundherum. Es entstand ein kleiner Buchverlag (Kinderbuch „A wie Alaba“, Biographie von Bundesliga-Bad-Boy Ilčo Naumoski), eine eigene Merchandising-Linie und österreichweite Event-Lesungen von Graz bis Wien.
„Wir leben nicht davon, aber wir haben uns eine Identität geschaffen“, so Schaupp. Und was kommt als Nächstes?
„Unsere Reise ist noch nicht zu Ende, schauen wir, in welche Ligen wir noch aufsteigen“, lacht Schaupp in bestem Fußballersprech.

Buch-Tipp: Ilčo Naumoski –Der letzte echte Typ der Bundesliga, SC ABC 2025. www.scabc.at

Die beste Liga der Welt auf




27.THESAVEDATE Februar2026 HartKNAPPAG beiGraz

Du überlegst, ob eine Lehre das Richtige für dich ist? Vielleicht sogar im kaufmännischen Bereich? Dann lohnt sich ein Blick hinter die Kulissen von KNAPP – einem international erfolgreichen Technologieunternehmen mit Sitz in Hart bei Graz. Caroline ist eine von rund 140 Lehrlingen, die aktuell bei KNAPP ausgebildet werden. Sie hat sich für die Lehre zur Industriekauffrau entschieden – und erzählt, warum sie diesen Weg gewählt hat.
Jeder
Tag ist
anders – und genau das gefällt mir!
Was macht die Lehre bei KNAPP besonders?
Caroline: KNAPP legt großen Wert auf eine hochwertige, praxisnahe Ausbildung –und das seit über 30 Jahren. Die Lehrlingsausbildung ist staatlich ausgezeichnet und bietet nicht nur fachliche Tiefe, sondern auch viele Möglichkeiten zur persönlichen Weiterentwicklung. Besonders geschätzt wird das familiäre Arbeitsumfeld, in dem Teamgeist und gegenseitige Unterstützung großgeschrieben werden.
Was macht dir an deinem Job besonders Spaß?
Caroline: Mir gefällt besonders, dass ich bei KNAPP viel ausprobieren darf und jeden Tag etwas Neues lerne. Schon im ersten Lehrjahr war ich in vier verschiedenen Abteilungen – so bekomme ich einen richtig guten Überblick über das Unternehmen. Ich arbeite mit digitalen Tools wie SAP, prüfe Rechnungen, kontrolliere Lieferscheine und kommuniziere mit Lieferanten. Dabei bin ich immer Teil eines Teams, das mich unterstützt, wenn ich Fragen habe. Das macht die Arbeit abwechslungsreich und gibt mir Sicherheit.
Diese Benefits erwarten dich bei KNAPP:
Turnusausbildung: Abwechslungsreiche Einblicke in viele Unternehmensbereiche Berufsmatura: Vorbereitungskurse direkt im Haus – ideal für alle, die später studieren möchten
Sport & Bewegung: Lehrlingssport, Teamevents und gemeinsame Aktivitäten Internationale Erfahrung: Erasmus+-Praktika im Ausland möglich
Top-Verpflegung: KNAPPcafé und Werksrestaurant mit großer Auswahl
Gute Erreichbarkeit: Gratis Öffi-Ticket und Parkplätze für Mopeds und Autos

Neben der Ausbildung zur Industriekauffrau bzw. zum Industriekaufmann bietet KNAPP noch vier weitere spannende Lehrberufe an: Metalltechniker:in, Elektrotechniker:in, Applikationsentwickler:in, Mechatroniker:in Damit ist für technikbegeisterte genauso wie für organisatorisch talentierte junge Menschen etwas dabei. Ihr wollt mehr über eine Lehre bei KNAPP erfahren und spannende Einblicke hinter die Kulissen bekommen? Dann besucht uns online:

Viele Jugendliche hören schon früh, dass man nur mit einem Studium später einen guten und sicheren Job bekommt. Diese weit verbreitete Ansicht stimmt jedoch schon lange nicht mehr. Eine Lehre bietet sehr gute berufliche Möglichkeiten und kann genauso erfolgreich sein wie eine schulische Ausbildung mit Matura. Wer motiviert ist und eine Lehre im Handwerk oder in der Dienstleistung abschließt, hat oft sehr gute Chancen auf einen sicheren Arbeitsplatz und beruflichen Aufstieg.
Besonders gut stehen die Chancen für Jugendliche, die eine Lehre mit Matura kombinieren oder sich nach der Matura bewusst für eine Lehre entscheiden.
Bei der Berufswahl ist Mut gefragt. Es gibt viele verschiedene Berufe, und genau das macht die Entscheidung manchmal schwierig. Wichtig ist, dass du dich ohne Angst mit deiner Zukunft beschäftigst und ehrlich überlegst, was dir wirklich liegt.
Bevor du sich auf die Suche nach deinem Traumjob begibst, solltest du für dich folgende Fragen beantworten: Was macht mir eigentlich Spaß? Wofür interessiere ich mich? Was motiviert mich? Wofür stehe ich freiwillig fünf oder gar sechs Tage die Woche auf? In welche Aktivität habe ich schon immer gerne viel Energie reingesteckt? Überlege dir, was dir Freude macht, wofür du dich interessierst und womit du dich gerne beschäftigst. Wenn du etwas gefunden hast, das zu dir passt, solltest du dich darauf konzentrieren und gezielt danach suchen. Auch wenn sich dein Weg später noch ändern kann, hilft dir ein klares Ziel dabei, Chancen zu erkennen und zu nutzen.
Einen passenden Beruf findet man nicht, indem man nur abwartet. Wer eine Lehrstelle sucht, muss selbst aktiv werden. Das Internet ist heute eine der wichtigsten Möglichkeiten, um sich über Lehrstellen und Betriebe zu informieren. Auch Zeitungen oder Firmenwebseiten können hilfreich sein. Zusätzlich lohnt es sich, mit anderen darüber zu sprechen, dass man eine Lehrstelle sucht. Oft ergeben sich dadurch neue Möglichkeiten. Je mehr Einsatz du zeigst, desto besser sind deine Chancen.
Manchmal gibt es keine ausgeschriebene Lehrstelle im Wunschberuf. In diesem Fall kann eine Initiativbewerbung sehr sinnvoll sein. Dabei bewirbst du dich bei einem Unternehmen, obwohl gerade keine Stelle angeboten wird. Viele Firmen schätzen es, wenn Jugendliche Interesse zeigen und selbst den ersten Schritt machen. Eine solche Bewerbung wird immer persönlich an eine bestimmte Firma gerichtet und zeigt besonders gut, warum gerade du dort arbeiten möchtest. Der Vorteil ist, dass du deine Stärken freier darstellen kannst als bei einer klassischen Stellenanzeige.
Bei der Auswahl von Lehrlingen spielen nicht nur die Schulnoten eine Rolle. Natürlich ist es wichtig, lesen, schreiben und rechnen zu können, doch viele Betriebe achten genauso auf Verhalten und Auftreten. Freundlichkeit, Höf-
lichkeit und Zuverlässigkeit sind sehr wichtig. Wer respektvoll auftritt, richtig grüßt und Interesse zeigt, hinterlässt einen guten Eindruck. Auch Unterstützung durch die Eltern oder andere wichtige Bezugspersonen wird von vielen Betrieben positiv gesehen.
Eine große Hilfe bei der Berufsentscheidung ist die Schnupperlehre. Dabei kannst du für einige Tage oder eine Woche in einem Betrieb mitarbeiten und den Beruf kennenlernen. Gleichzeitig kann sich auch die Firma ein Bild von dir machen. Viele Unternehmen nehmen bevorzugt Lehrlinge auf, die bereits bei ihnen geschnuppert haben. Wer dabei motiviert ist, mitarbeitet und Fragen stellt, hat oft bessere Chancen als jemand mit einer sehr guten, aber nur schriftlichen Bewerbung.
Das Bewerbungsschreiben sollte zeigen, wer du bist und warum du genau diesen Beruf erlernen möchtest. Vorgefertigte Texte aus dem Internet wirken oft unpersönlich, weil viele Bewerber dieselben Formulierungen verwenden. Besser ist es, mit eigenen Worten zu erklären, warum dich der Beruf inter essiert und warum du gerne in diesem Betrieb arbeiten möchtest. Ehrlich keit ist dabei besonders wichtig, denn spätestens im Bewerbungsgespräch merkt man, ob jemand übertreibt.
Wenn deine Bewerbung überzeugt, wirst du zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen. Dabei geht es nicht nur um dein Wissen, sondern auch um deine Persönlichkeit. Du solltest freundlich, höflich und aufmerksam auftreten. Oft werden Fragen zu deiner Motivation, deinen Interessen und deiner Berufs wahl gestellt. Manchmal gibt es auch kleine Aufgaben oder Tests. Wichtig ist, ruhig zu bleiben und ehrlich zu antwor ten.
Ein respektvolles Auftreten ist im Ge spräch besonders entscheidend. Wer glaubt, schon alles zu wissen oder besser zu sein als andere, kommt meist nicht gut an. Arbeitgeber suchen Lehrlinge, die lernen wollen, motiviert sind und sich bemühen. Wenn du dich gut vorbereitest und echtes Interesse zeigst, hast du gute Chancen auf deine Lehrstelle.
Eine Bewerbung kann schriftlich oder mündlich erfolgen. Häufig verlangen Betriebe eine Bewerbungsmappe, mit der sie eine erste Auswahl treffen. Deshalb ist es besonders wichtig, dass die Unterlagen sorgfältig erstellt werden. Fehler bei Namen, Adressen oder im Text können einen schlechten Eindruck machen. Es ist sinnvoll, die Bewerbung vor dem Abschicken von einer erfahrenen Person durchlesen zu lassen. Als oberstes Blatt sollte die Mappe das Bewerbungsschreiben enthalten. Darunter folgt der Lebenslauf mit aufgeklebtem oder eingescanntem Foto, dahinter kommen das letzte Schulzeugnis und weitere Zertifikate bzw. die verlangten Dokumente (Staatsbürgerschaftsnachweis, Arbeits- und Aufenthaltsbewilligung etc.).




Die Baulehre ist mit dem Projekt „Baulehre 2020“ ins digitale Zeitalter gestartet. Und du startest deine Karriere! Jungen, motivierten, an Technik interessierten Menschen bietet die Baulehre beste Aufstiegschancen. Und jede Menge Schotter: Baulehrlinge zählen zu den bestbezahlten Lehrberufen Österreichs! Und mit Beginn der Lehre gibt’s ein kostenloses Tablet inkl. Tarif und Bau-Applikationen zur optimalen Vorbereitung auf die Lehrabschlussprüfung.

www.baudeinezukunft.at


Du möchtest gerne eine Lehre machen? Aber du fragst dich, ob du nicht lieber doch die Matura machen solltest. Die Lösung ist einfach: Lehre und Matura sind heute kein Entweder-Oder mehr.
Schon seit vielen Jahren können steirische Lehrlinge durch das Modell „Lehre mit Matura“ kostenlos die Berufsreifeprüfung ablegen. Diese entspricht einer Matura und berechtigt zum Studium an Universitäten, Fach- und pädagogischen Hochschulen.
Was ist die Lehre mit Matura?
Die „Lehre mit Matura“ ist ein Ausbildungsmodell, das speziell für Lehrlinge entwickelt wurde. Sie können schon während der Lehre die nötigen Kurse besuchen. Diese werden zur Gänze gefördert; für dich fallen also keinerlei Kosten an! Die Maturavorbereitungen finden beim Integrierten Modell in der normalen Arbeitszeit statt. Du musst dir also keine Sorgen machen, dass sich das Lernen zeitlich nicht ausgeht! Mitunter kann es allerdings sein, dass dein Lehrbetrieb diese Zeiten nicht als Arbeitszeit zählt. In diesem Fall verlängert sich deine Lehre aber nur um maximal 30 Arbeitstage pro Lehrjahr. Informiere dich einfach bei deiner Lehrstelle! Wenn dein Lehrbetrieb das Integrierte Modell nicht anbietet, gibt es noch die Möglichkeit des Berufsbegleitenden Modells, bei dem du Abend- oder Wochenendkurse besuchst.
Wie läuft das ab?
Die Berufsmatura ist in vier Teilprüfungen aufgeteilt: Deutsch, eine lebende Fremdsprache (meist Englisch), Mathematik und der Fachbereich. Welchen Fachbereich du wählen kannst, ist von deinem gewählten Lehrberuf abhängig. Nach dem Basiskurs, in dem Stoff in Deutsch und Mathematik wiederholt wird, kannst du selbst wählen, für welches Teilgebiet du den Vorbereitungslehrgang besuchen möchtest. Bis auf die Fachbereichsprüfung, die alternativ auch als Projektarbeit absolviert werden, finden die Prüfungen mündlich oder schriftlich statt. Für den Fachbereich hast du die Wahl zwischen:
- Betriebswirtschaft & Rechnungswesen
- Informationsmanagement & Medientechnik
- Gesundheit & Soziales
- Maschinenbau
- Elektrotechnik
Was sind meine Vorteile?
Bei der Lehre mit Matura musst du nicht zwischen Allgemeinbildung und praktischer Berufsausbildung entscheiden. Sie öffnet ebenso neben dem Beruf die Türe zu einem Hochschulstudium. Anders als bei der Studienberechtigungsprüfung wirst du nicht nur für ein Studienfach zugelassen: Wenn es soweit ist, steht es dir frei, jedes beliebige Studium zu wählen!
Interessiert? Dann besuche den Informationsabend an einer der Ausbildungsstätten! Alle Infos findest du bei der Lehrlingsstelle der WKO!
Lehrlingsstelle der WKO Steiermark
− Referat Lehrlingsausbildung: Körblergasse 111-113, 8010 Graz Tel: 0316/601-545
Web: www.wko.at/lehre/lehre-matura
Mit dem Antritt einer Lehre sind viele Fragen verbunden: Kann eine Lehrstelle auf mündliche Zusagen hin angenommen werden? Was tun, wenn sich niemand im Betrieb an eine solche erinnern will und einem so der Antritt der Lehre verwehrt ist? Wie lassen sich solche unangenehmen Situationen vermeiden?
Grundsätzlich gilt: Auch wenn eine Lehrstelle mündlich zugesagt wird, ist das keine sichere Grundlage. Die Ausbildung von Lehrlingen ist im Berufsausbildungsgesetz (BAG) geregelt. Dieses schreibt vor, dass es einen schriftlichen Lehrvertrag geben muss. Zwar entsteht ein Lehrverhältnis bereits, wenn ein Lehrling mit der Ausbildung im Betrieb beginnt, trotzdem ist es wichtig, möglichst früh einen schriftlichen Vertrag abzuschließen. Nur so sind beide Seiten abgesichert. Jugendliche sollten daher darauf bestehen, dass der Lehrvertrag unterschrieben und bei der Lehrlingsstelle eingereicht wird, bevor sie richtig im Betrieb starten. Bei Minderjährigen ist die schriftliche Zustimmung des gesetzlichen Vertreters (ein Elternteil reicht aus) erforderlich.
Was ist bei den formalen Kriterien eines Lehrvertrags zu beachten?
Der Lehrvertrag sollte beinhalten: genaue Angaben über den Lehrberechtigten, den Gegenstand des Unternehmens und den Standort, an dem der Lehrling ausgebildet werden soll, den Namen sowie alles Daten des angehenden Lehrlings. Weiters ist die exakte Bezeichnung des Lehrberufs erforder-
lich, den er oder sie erlernen soll, ebenso die für diesen Lehrberuf festgesetzte Dauer der Lehrzeit sowie Eintrittsdatum und das Ende des Lehrverhältnisses. Eine Aufzählung aller erforderlichen Inhalte eines Lehrvertrags findet sich im BAG.
Worauf
soll ein Jugendlicher aus rechtlicher
Das Berufsausbildungsgesetz legt die Pflichten des Lehrlings fest. Diese besagen, dass sich der Lehrling zu bemühen hat, die für das Erlernen des Lehrberufes erforderlichen Fertigkeiten und Kenntnisse zu erwerben. Darüber hinaus muss er Betriebsgeheimnisse wahren und mit den Werkstoffen, Werkzeugen und Geräten sorgsam umzugehen. Bei minderjährigen Lehrlingen übernehmen die Eltern oder Erziehungsberechtigten die Aufgabe, den Lehrling zur Erfüllung seiner Pflichten anzuhalten. Ein weiterer Punkt ist die Höhe der Lehrlingsentschädigung, zusätzlich gibt es oft Sonderzahlungen wie Urlaubs- oder Weihnachtsgeld. Es lohnt sich, nachzufragen und genau hinzusehen, was im Vertrag steht..
Informationen: jusline.at/gesetz/bag www.wko.at/service/bildung-lehre/lehrlingsausbildung
QR-Code direkt zur Domain:
www.akstmk.at/lehre














































































































































































Die KAGes bietet jungen Menschen sichere Jobs und echte Entwicklungschancen.
Die Steiermärkischen Krankenanstalten GmbH – kurz KAGes – gilt als Top-Arbeitgeber im Gesundheitsbereich. Warum ist die KAGes gerade für junge Menschen besonders interessant?
KAGes: Die KAGes ist mit rund 19.000 Mitarbeiter*innen an 20 Standorten der größte Arbeitgeber der Steiermark. Was uns für junge Menschen besonders attraktiv macht, sind die enorme Vielfalt an Berufsbildern, die hohe Jobsicherheit und die Möglichkeit, schon früh Verantwortung zu übernehmen. Bei uns geht es nicht nur um einen Job, sondern um eine Tätigkeit mit Sinn –ganz nach unserem Leitbild „Menschen helfen Menschen“.
Viele Jugendliche möchten im Gesundheitsbereich arbeiten, aber nicht unbedingt Ärztin oder Arzt werden. Welche Alternativen gibt es bei der KAGes?
KAGes: Sehr viele! Wir beschäftigen Mitarbeitende in über 50 verschiedenen Berufsbildern. Neben Pflegeberufen gibt es zahlreiche Tätigkeiten in den medizinisch-therapeutisch-diagnostischen Berufen, etwa als Radiologietechnologin*-technologe, Physiotherapeut*in oder oder Biomedizinische/r Analytiker*in. Darüber hinaus bieten wir Jobs in der Verwaltung, IT, Technik, Küche, Logistik oder im Servicebereich. Der Gesundheitsbereich ist viel breiter als viele denken.
Wie finden Jugendliche heraus, welcher Bereich am besten zu ihnen passt?
KAGes: Der wichtigste Schritt ist, sich mit den eigenen Interessen auseinanderzusetzen. Wir empfehlen, berufspraktische Tage oder Praktika zu nutzen, um echte Einblicke zu bekommen. Zusätzlich stellen wir auf unserer Website im Bereich „Beruf & Karriere“ viele Informationen, Videos und Erfahrungsbe-
richte unserer Mitarbeitenden zur Verfügung. So bekommt man ein realistisches Bild vom Arbeitsalltag.
Welche Rolle spielt die Ausbildung für einen Einstieg in der KAGes?
KAGes: Ausbildung und Weiterbildung sind zentrale Säulen unserer Personalstrategie. Die meisten Ausbildungen im Gesundheits- und Pflegebereich erfolgen über Einrichtungen des Landes Steiermark, mit denen wir eng zusammenarbeiten. Nach abgeschlossener Ausbildung stehen bei der KAGes viele Türen offen – vom Berufseinstieg bis hin zu Spezialisierungen oder Führungspositionen.
Wie schaut es mit dem Lehrstellenangebot aus?
KAGes: Wir bilden natürlich auch Lehrlinge in insgesamt vierzehn Lehrberufen aus, darunter Bürokauffrau*-mann, Koch/Köchin, Elektrotechniker*in oder Betriebslogistikkauffrau*-mann. Auch die Karriere in der Pflege wurde mit einer eigenen Pflegeassistenzlehre, bei der Jugendliche direkt eine Ausbildung im Pflegebereich absolvieren können, revolutioniert. Unsere Lehrlinge profitieren von einer fundierten Ausbildung in einem großen, sicheren Unternehmen.
Welche Voraussetzungen sollten Jugendliche für eine Lehre oder Ausbildung bei der KAGes mitbringen?
KAGes: Neben einer abgeschlossenen Pflichtschule sind vor allem soziale Kompetenzen wichtig. Wer bei uns arbeitet, sollte Freude am Umgang mit Menschen haben, teamfähig sein und Einfühlungsvermögen mitbringen. Fachliches Wissen kann man lernen – Haltung und Motivation sind entscheidend.

Viele Jugendliche möchten erste Berufserfahrung sammeln oder sich in den Ferien etwas dazuverdienen. Welche
Möglichkeiten bietet die KAGes als Ferialjob?
KAGes: Wir bieten jedes Jahr zahlreiche Ferialjobs an unterschiedlichen Standorten in der Steiermark an. Einsatzbereiche sind zum Beispiel Pflegeassistenz, Service, Küche, Verwaltung oder Technik. Ein Ferialjob bei der KAGes ist ideal, um den Arbeitsalltag im Gesundheitswesen kennenzulernen, Verantwortung zu übernehmen und gleichzeitig Geld zu verdienen.
Ein oft diskutiertes Thema im Gesundheitsbereich ist die Belastung im Berufsalltag. Wie geht die KAGes damit um?
KAGes: Wir wissen, dass die Arbeit mit kranken Menschen anspruchsvoll ist – und genau deshalb setzen wir alles daran, die bestmöglichen Rahmenbedingungen für unsere Mitarbeitenden zu schaffen. Das betrifft zum Beispiel flexible Arbeitszeitmodelle, Mitsprache bei der Dienstplangestaltung und auch zahlreiche Benefits. So werden etwa Coaching und Supervision angeboten und je nach Standort das Jobticket oder Jobrad, um nachhaltig und umweltschonend zur Arbeit zu kommen.
Was macht einen Ferialjob bei der KAGes besonders?
KAGes: Neben fairer Bezahlung erhalten junge Menschen einen realistischen Einblick in ein komplexes Arbeitsumfeld. Viele nutzen den Ferialjob auch als Orientierungshilfe für ihre spätere Berufswahl. Nicht selten bleiben Ferialpraktikant*innen der KAGes langfristig verbunden – sei es durch eine Ausbildung oder einen späteren Fixjob.

Du willst auch aktiver Teil der KAGes sein? Dann bewirb dich am besten gleich!
Welche langfristigen Entfaltungs- und Aufstiegsmöglichkeiten gibt es?
KAGes: Das ist bedingt durch die Größe des Unternehmens erfreulicherweise ein sehr weites Feld: Die KAGes bietet sichere Arbeitsplätze mit vielfältigen Entwicklungs- und Aufstiegsmöglichkeiten. Wer Engagement zeigt und sich weiterbilden möchte, kann innerhalb des Unternehmens unterschiedliche Karrierewege einschlagen – auch über Berufsgruppen hinweg.
Wo können sich Jugendliche informieren oder bewerben?
KAGes: Alle Informationen zu Jobs, Ausbildungen, Lehrstellen und Ferialjobs finden sich auf unserer Website im Bereich „Beruf & Karriere“. Bewerbungen erfolgen unkompliziert über unser Online-Karriereportal. Außerdem sind wir regelmäßig auf Berufsund Bildungsmessen vertreten und auch auf Social Media aktiv.
Warum lohnt es sich, ein Arbeitsleben in der KAGes anzustreben?
KAGes: Weil man bei uns nicht nur arbeitet, sondern etwas bewirkt und tolle, engagierte Menschen kennenlernt. Die KAGes verbindet Sinn, Sicherheit und Entwicklungsmöglichkeiten – und bietet jungen Menschen die Chance, Teil eines starken Teams im steirischen Gesundheitswesen zu werden.
qualitativ hochwertige Ausbildung
Jahreskarte für die öffentlichen Verkehrsmittel
Radservice
Bildungstage und Lehrlingsausflüge
Lerneinheiten mit Deutsch- und Englischunterricht innerhalb deiner Dienstzeit
Lehre mit Matura und vieles mehr




Lehre, Berufseinstieg, Karriere: Wie Digitalisierung, KI und neue Arbeitsformen jungen Menschen Chancen eröffnen – Einblicke aus der Raiffeisen-Landesbank Steiermark.
RLB-Vorstandsdirektorin Ariane Pfleger gestaltet im Vorstandsressort „Transformation“ Zukunftsvisionen. Wir haben mit ihr über die Arbeitswelt von morgen gesprochen.
Digitalisierung, KI und agile Arbeitsformen prägen die Arbeitswelt immer stärker. Was bedeutet dieser Wandel speziell für junge Menschen am Beginn ihres Berufswegs?
Ariane Pfleger: Die Digitalisierung verändert den Arbeitsalltag grundlegend und eröffnet gerade jungen Menschen viele Chancen. Neue Technologien schaffen neue Berufsbilder und Entwicklungsmöglichkeiten – etwa für Lehrlinge, Berufseinsteiger:innen und junge Arbeitsuchende. Automatisierung, KI und Datenanalyse verändern Aufgaben und die Zusammenarbeit in Teams. Offenheit für Neues, Lernbereitschaft und kontinuierliche Weiterbildung sind daher zentrale Anforderungen.
Welche Kompetenzen sind in der digitalen Arbeitswelt besonders gefragt – und wie unterstützt Raiffeisen junge Talente dabei?
Ariane Pfleger: Neben fachlichem Know-how sind Flexibilität, Eigenverantwortung und die Bereitschaft, sich laufend weiterzuentwickeln, entscheidend. Die digitale Welt erfordert einen offenen Umgang mit neuen Tools und KI-Anwendungen. Eine frühe Einbindung ist dabei besonders wichtig: Wer Technologien von Beginn an nutzt, verliert Berührungsängste. Wir schaffen ein Umfeld, in dem junge Menschen lernen, ausprobieren und wachsen können.
Wie verändern sich Berufsbilder in einer zunehmend digitalisierten Bank?
Ariane Pfleger: Die Aufgaben in einer Bank sind heute deutlich vielfältiger als früher. Neben klassischen Bereichen wie Vertrieb, Recht, Marketing oder Compliance gewinnen digitale Rollen stark an Bedeutung – etwa in Datenanalyse, KI, Cybersecurity oder Prozessdigitalisierung. Dieses Zusammenspiel macht die Joblandschaft besonders spannend für technikaffine junge Menschen.
Welche Rolle spielt der Mensch in dieser digitalen Arbeitswelt?
Ariane Pfleger: Der Mensch steht klar im Mittelpunkt. Technologie soll unterstützen, monotone Aufgaben erleichtern und Freiräume für Kreativität, Zusammenarbeit und persönliche Entwicklung schaffen. So gestalten wir den digitalen Wandel verantwortungsvoll und gemeinsam.

Dr. Ariane Pfleger studierte Betriebswirtschaft an der KF-Universität Graz und ist seit 2005 in verschiedenen Funktionen bei der Raiffeisen-Landesbank Steiermark tätig. 2020 wurde sie zur Vorstandsdirektorin für das Ressort „Transformation“ bestellt. Sie verantwortet unter anderem die Bereiche Personal, IT und Nachhaltigkeit.
Karriereinfos unter: raiffeisen.at/stmk/jobs
Die Zahl der Lehrlinge in Ausbildung ist in der Steiermark seit Jahren im Wesentlichen stabil, wo gibt es Engpässe bei Fachkräftenachwuchs?
Engpässe gibt es quer durchs Land und in allen Branchen. Hauptgrund dafür ist die demographische Entwicklung, durch sie drängen nur mehr halb so viele Jugendliche auf den Arbeitsmarkt, wie in den 70er-Jahren. Dadurch verlieren wir aktuell jedes Jahr das Potential einer Stadt wie Weiz am Arbeitsmarkt – was unterm Strich dazu führt, dass auch in wirtschaftlich herausfordernden Zeiten wie diesen der Fachkräftemangel ein großes Problem bleibt.

Welche Karrierechancen bzw. Optionen tun sich für Jugendliche nach dem erfolgreichen Abschluss einer Lehre auf?
Mit einer abgeschlossenen Berufsausbildung stehen alle Karrierewege offen: Ob sofortiger Berufseinstieg, Spezialisierung im Betrieb, Aufstieg zur Fach- und Führungskraft, Meisteroder Befähigungsprüfung, der Weg in die Selbstständigkeit oder der Beginn einer weiterführenden Ausbildung bis hin zum berufsbegleitenden Studium – alles ist möglich. Denn die Bildungspfade sind heute viel durchlässiger als in der Vergangenheit und die Lehre ist ein vollwertiger, moderner Karriereweg mit langfristigen Aufstiegschancen.
Wie tragen die Lehrlings-Wettbewerbe Styrian bzw. Euro Skills unter den Jugendlichen zum positiven Image für Lehrberufe bei?
Wettbewerbe wie die StyrianSkills oder die World- und EuroSkills zeigen eindrucksvoll, welche Spitzenleistungen junge Fachkräfte erbringen. Sie schaffen damit starke Vorbilder, steigern Motivation und Selbstbewusstsein der Teilnehmenden und rücken die hohe Qualität der dualen Ausbildung ins öffentliche Rampenlicht. Diese Erfolge stärken das Ansehen der Lehre, zeigen berufliche Exzellenz und machen Lehrberufe für Jugendliche sichtbar attraktiver.
Josef Herk
Präsident der Wirtschaftskammer Steiermark





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Digitales Handwerk: Feile und Schraubstock haben hier zwar ihren Platz, aber ohne Bildschirm geht nichts mehr. Die Werkstätten sind „Multinutzungsflächen“: An den Werkbänken wird erst digital geplant und dann real geschraubt. Theorie und Praxis verschmelzen hier zu einer Einheit.
Im neuen Center of Excellence des WIFI Steiermark in Graz wird Berufs(aus) bildung nicht versteckt, sondern dank riesiger Glasflächen sichtbar. Ob Steine schneiden mit 2.000 Bar Druck, Cocktails mixen oder E-Autos warten – hier kriegst du die Fähigkeiten für 2026 und darüber hinaus.
Das Center of Excellence (CoE) umfasst 14.300 m² und öffnete im Herbst des Vorjahres seine Pforten. Es ersetzte eine Menge alter Werkstätten und Ausbildungsräumlichkeiten, die schon in die Jahre gekommen waren. Aber wofür braucht’s das? Als Ort der Zukunft auf der Hebebühne: In der Kfz-Technik geht es längst nicht mehr nur um den Ölwechsel. Im CoE lernen die Profis von morgen, wie man Hochvolt-Systeme bändigt und komplexe Fahrassistenzsysteme kalibriert. Das Ziel: Die Lücke zwischen freien Werkstätten und modernster High-Tech-Industrie zu schließen.
(Aus-)Bildung. Von Vorbereitungskursen über Lehrabschlussund Meisterprüfungen bis hin zu zahlreichen Fortbildungen: Modernere Räumlichkeiten hat kein anderes Bundesland zu bieten. Wir waren vor Ort und zeigen euch, was euch dort erwartet, wenn ihr eine Ausbildung oder Fortbildung anstrebt:
Peter K. Wagner
Der Schwergewichts-Park: So einen Maschinenpark gibt es in dieser Form in der ganzen Steiermark kein zweites Mal. Die CNC-Fräsen (wie die MV 60) sind das Herzstück der Fertigungstechnik. Hier wird Metall mit einer Präzision bearbeitet, die man früher nur aus der Raumfahrt kannte.

Warum gluckert das? Im realen Alltag von Installateur:innen verschwinden die Rohre meist in der Wand. Im CoE sind sie absichtlich sichtbar, sogar durchsichtig und außerdem mit Fehlern verbaut. So lernen Lehrlinge an gläsernen Wänden, wie Wasser fließt (oder eben nicht) und warum es in der Leitung gluckert, wenn geschlampt wurde. Ein tiefer Einblick in die Mechanik, den man auf einer normalen Baustelle nie bekommen würde.

Handwerk im Rampenlicht: Schweißen im CoE ist eine saubere Sache – dank modernster Absaugung und extrem heller, lichtdurchfluteter Kabinen. Durch die großen Schaufenster nach außen zur Straße wird die Arbeit der Schweißer zur öffentlichen Performance. Handwerk bekommt hier endlich die Bühne, die es verdient.


Gastro-Vibe mit Weitblick: Ob Service im Restaurant oder das Mixen an der Bar – hier wird Gastronomie simuliert. Die Lehrbar ist bewusst erhöht, damit man den Profis direkt auf die Finger schauen kann. Zusätzlich filmt eine Kamera von oben, wie Cocktails entstehen. Und gleich daneben finden sich die Küche und die Öfen – fürs Kochen wie auch für Konditor- und Patisserieausbildungen.

Schilcher im Glas, Zukunft im Kopf –Verena Langmann bei der Verkostung.

Wenn man Verena Langmann im Weingarten trifft, wirkt sie, als wäre sie schon ewig hier. Dabei ist sie erst 23 – und übernimmt gerade eines der traditionsreichsten Weingüter der Weststeiermark. Ein Betrieb mit über 250 Jahren Geschichte, unzähligen Ernten, Krisen, Erfolgen und einer Rebsorte, die es so nur in der Weststeiermark gibt. Gemeint ist der Blauen Wildbacher, aus dem der berühmte Schilcher entsteht.
„Die Geschichte bringt ganz viel Erfahrung mit“, sagt sie. „Das ist ein Schatz, weil wir mit der Natur arbeiten – und da kann man nicht alles planen.“ Dieses über Generationen weitergegebene Wissen ist für sie kein Ballast, sondern ein Rückhalt. Trotzdem will sie ihren eigenen Weg gehen. Und der ist ziemlich klar; moderner, mutiger, prickelnder.
Wer Langmann hört, denkt Schilcher. Doch Verena mischt die Tradition gerade ordentlich auf. Zusammen mit ihrem Vater arbeitet sie seit einigen Jahren daran, den Schilcher in eine neue Form zu bringen. Die Langmann erzeigen hochwertige Schaumweine, darunter die Große Reserve und eine lange Hefelagerung. Dinge, die man eher in der Champagne vermutet als in der Weststeiermark.
„Der Wildbacher ist unglaublich spannend für Sekt“, erklärt Verena. Und die hohen, kühlen Lagen – der Großteil des Weinguts liegt auf 500 Höhenmetern – spielen ihr dabei perfekt in die Karten. „Man braucht leichte Grundweine mit Spannung – und die haben wir.“
2017 entstand die erste Große Reserve. Verena ging damals noch in Klosterneuburg in die Weinbauschule, durfte aber schon „ein bisschen mitreden“, wie sie sagt. Heute entscheidet sie bei den großen Dingen ganz selbstverständlich mit; Und zwar von der Lese bis zur Degorgierung. „Sekt ist wie eine Zeitkapsel“, sagt sie. „Du brauchst Geduld, aber es macht extrem Spaß.“
Die Rieden der Langmanns liegen hoch. Sie sind steil, heiß, manchmal fast „heroisch“, wie Fachleute sagen. Für Verena gehört das alles dazu.
„Manchmal verfluchst du den Hang“, gibt sie zu. „Wenn’s heiß ist, steil ist, und du denkst: Warum tue ich mir das an?“
Aber dann kommt der andere Moment – wenn man oben steht, hinunterschaut, die Anstrengung spürt und weiß, warum man das alles macht. „Am Ende bist du immer glücklich“, sagt sie. „Jedes Jahr erzählt seine eigene Geschichte.“

Buschenschank:
Tradition plus Kreativität
Spätestens im Buschenschank merkt man, dass da eine neue Generation mitmischt. Statt nur Brettljause und Ei mit Kernöl gibt es plötzlich rote-Bete-Carpaccio, vegetarische Bowls, kreative kalte Küche – und trotzdem noch alles, was die Stammgäste lieben.
Das Ganze begann eigentlich zufällig, verrät Verena. Ein befreundeter Koch, ein bisschen Herumprobieren, viel Leidenschaft. Beim befreundeten Koch handelte es sich übrigens um den in der Haubengastronomie groß gewordenen Florian Dreshaj. „Wir sind Genießer“, sagt sie. „Gutes Essen macht kreativ.“ Und das Publikum? „Die Jungen feiern es total. Sie merken, dass es nicht ‚Ersatz‘ ist, sondern ein Plus.“
Für dieses Konzept hat das Weingut sogar einen Preis gewonnen – ein Signal, dass Tradition und Moderne sich nicht ausschließen müssen.
Bio sind die Langmanns noch nicht, aber sie arbeiten seit über 15 Jahren herbizid- und pestizidfrei. „Wir machen das mit Hand und Herz“, sagt sie. Schritt für Schritt soll es weitergehen – vielleicht irgendwann Richtung Bio oder sogar Demeter. „Aber ohne Stress“, sagt sie ehrlich. „Ich will das erst machen, wenn ich es wirklich vertreten kann.“
Viele junge Winzerinnen preschen gerade nach oben – in Rankings, Wettbewerben, Medien. Und wo sieht sich Verena? Überraschend entspannt.
„Ich definiere mich nicht über Preise“, sagt sie. „Ich will, dass sich der Wein richtig anfühlt und dass ich dahinterstehen kann.“ Ihre Handschrift soll sichtbar werden – auch wenn diese mitunter komplett anders aussieht als die ihres Vaters.

„Offener Dialog ist wichtig“, sagt sie. „Reibung erzeugt Energie.“
Un d verschmitzt fügt sie huinzu: „Da kann Großes entstehen.“
Ob Natur, Handwerk, Labor, Marketing oder Export – Winzerin sein bedeutet, alles gleichzeitig zu tun. Und das liebt sie daran. Praktika in der Wachau, Marketingstudium in Graz, Erfahrungen im Keller. „Es ist so vielfältig“, sagt sie. „Du siehst sofort, wofür du arbeitest, und andere freuen sich auch noch darüber.“
Die Exportmärkte passen übrigens perfekt zu ihren Weinen. Norwegen, Japan – Länder mit viel Fisch, frischer Küche und Liebe zu Säure. „Das harmoniert unglaublich gut mit unseren Weinen und Sekten“, sagt sie.
Wandern, Joggen, Natur. „Ich bin gern draußen – da bekomme ich den Kopf frei“, erzählt sie. Vereine? Weniger. „Ich war fünf Jahre im Internat, da hatte ich immer Menschen um mich herum. Jetzt genieße ich es, auch mal allein zu sein.“
Zeig, was du kannst, und entdecke dein Talent
• Ausprobierstationen
• VR-Welt
• Skills Activity Quiz
• Workshops und Vorträge
• Meet Your Heroes
• Alles zu Ausbildung und Beruf

Verena Langmann ist eine, die nicht laut auftreten muss, um etwas zu verändern.
Sie modernisiert ein Traditionsweingut, ohne es zu verraten. Sie denkt anders, probiert Neues aus, bleibt aber immer sie selbst.
Eine junge Winzerin, die zeigt, dass die Zukunft des Schilchers nicht nur rosa ist – sondern prickelt, leuchtet und ziemlich spannend schmeckt.


Anmeldung & alle Infos:





Was will ich später einmal machen? Worin bin ich gut? Und welcher Beruf passt wirklich zu mir?
Antworten auf genau diese Fragen liefern die Skills Activity Days 2026, die von 3. bis 4. März 2026 wieder auf dem Campus der WKO Steiermark stattfinden. Nach den erfolgreichen Veranstaltungen der letzten Jahre laden die Aktionstage Jugendliche im Alter von 13 bis 15 Jahren sowie Schulklassen ein, ihre Talente zu entdecken und die Welt der Berufe hautnah zu erleben.
Hier heißt es: Mitmachen statt nur zuhören! In abwechslungsreichen Ausprobierbereichen können Jugendliche selbst aktiv werden, Neues testen und herausfinden, was ihnen Spaß macht. Ob handwerklich, technisch, kreativ oder digital – bei den Skills Activity Days gibt es unzählige Möglichkeiten, eigene Stärken zu entdecken und vielleicht sogar den Traumberuf zu finden.
In spannenden Workshops arbeiten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer gemeinsam an praktischen Aufgaben und erleben, wie Berufe im Alltag wirklich aussehen. Dabei geht es nicht um Theorie, sondern um echtes Tun, Ausprobieren und Lernen. Unterstützt werden sie von Profis aus Wirtschaft und Ausbildung, die ihr Wissen gerne teilen und zeigen, worauf es im Berufsleben ankommt. Das „Skills Activity“-Projekt, bei dem jugendliche Schüler und Schülerinnen in die „Welt der Materialien und Elemente“ eintauchen können, liegt Angelika Ledineg, der Geschäftsführerin der WKO Skills Development GmbH sehr am Herzen: „Es ist beeindruckend, wie viel Zeit sich die Jugend zum Ausprobieren nimmt und mit welcher Freude sie dabei is. Man darf sie niemals unterschätzen.“



Kurze, motivierende Vorträge und Impulse geben zusätzlich Orientierung: Welche Ausbildungswege gibt es? Welche Berufe haben Zukunft? Und welche Skills sind morgen gefragt? Die Inhalte sind jugendgerecht aufbereitet und machen Mut, den eigenen Weg zu gehen.
Ein weiteres Highlight sind die persönlichen Beratungsangebote. Jugendliche können sich testen lassen und Fragen stellen, Interessen besprechen und individuelle Tipps für ihre nächsten Schritte bekommen. Auch Lehrkräfte profitieren von den vielfältigen Informationsangeboten rund um Berufsorientierung.
Die Skills Activity Days 2026 machen Lust auf Zukunft und zeigen: Jeder hat Talente – man muss sie nur entdecken. Schulen erhalten eine ideale Möglichkeit, Berufsorientierung lebendig, praxisnah und inspirierend zu gestalten.

Weitere Informationen zum Programm und die Möglichkeit der Anmeldung gibt es unter www.skills-activity.com

Julia Kügerl lernt das vegetarische Kochhandwerk in der Grazer Speis am Lendhafen.
Vegane Kochlehre heißt es salopp, „Fachkraft für vegetarische Kulinarik“ sagt man offiziell. Julia Kügerl macht diese Ausbildung jedenfalls. In der Speis am Lendhafen in Graz. Im Interview spricht die 25-Jährige über eine Lehre, über die viel diskutiert wurde, auf die sie aber schon lange gewartet hat und gibt uns Tipps für veganen Jus.
Peter K. Wagner
Julia, bist du jetzt eigentlich die offizielle Nummer eins als vegetarischer Kochlehrling oder war Noah Ruby in der Freunderlwirtschaft in Wien noch vor dir?
„Der Standard“ hat ihn zum ersten Europas gemacht. Ich habe meine Ausbildung im März begonnen. Damit wäre ich – zumindest offiziell angemeldet – tatsächlich die Erste.
Du bist 25, hast Matura und schon im Service gearbeitet. Warum jetzt doch noch mal die Schulbank – oder besser gesagt: der Herd?
Eigentlich wollte ich schon mit 14 in die Küche. Aber damals gab es die Option „vegetarisch“ in der Lehre einfach noch nicht. Da ich selbst seit über zehn Jahren vegetarisch lebe, wollte ich nicht den ganzen Tag Fleisch zerlegen müssen. Also habe ich erst mal Matura gemacht und im Service gearbeitet, unter anderem auf der Südsteirischen Weinstraße und in Salzburg. Aber der Wunsch, wirklich kreativ mit Lebensmitteln zu arbeiten, war immer da. Als die neue Ausbildung kam, wusste ich: Das ist es.
Wie reagiert dein Umfeld darauf? In der Steiermark ist das „Wurzelfleisch“ oder das „Backhendl“ ja fast schon heilig.
In den offiziellen Lehrbüchern für Köche gibt es gefühlt vier Seiten vegetarische Gerichte. Da steht dann sowas wie „Gemüselaibchen“. Das ist halt die Vorstellung von früher. Aber die moderne vegetarische und vegane Küche ist so viel mehr als nur Beilagen – und
das zeigt sich auch hier in der Speis am Lendhafen, wo ich die Möglichkeit bekommen habe, die Lehre zu machen. Ich merke das auch im WIFI-Kurs: Da sitzen Leute, die seit 13 Jahren im Krankenhaus kochen und jetzt die Prüfung nachholen. Wenn ich denen erzähle, was wir im Restaurant vegan und vegetarisch machen, schauen die mich manchmal groß an.
Du machst die Ausbildung über eine Stiftung und das AMS. Wie sieht dein Alltag aus?
Mein Tag startet meistens gegen 13:30 Uhr mit der Vorbereitung für den Abenddienst, zu Mittag haben wir keine Küche. Da lernst du Dinge, an die man daheim nie denkt: Wie plane ich für ein Catering? Wie kriege ich ein Gel, einen veganen Jus oder einen Espuma perfekt hin? Oder wie schrecke ich Gemüse so ab, dass die Farbe richtig knallt?
Gibt es etwas, das du aus deiner „privaten“ Küche mitgenommen hast?
Ich habe schon als Kind mit Küchenrolle „gekocht“ und meinem Papa Sand-Gerichte serviert. Später habe ich für die Verwandtschaft Vier-Gänge-Menüs für 15 Personen geschmissen. Meine Leidenschaft ist Pasta. Alles, wo man extrem exakt und kreativ zugleich sein kann. Ravioli-Füllungen zum Beispiel.
Du hast vorhin von „veganem Jus“ gesprochen. Wie bekommt man ganz ohne Fleisch diesen kräftigen Geschmack hin?
Das ist kein Hexenwerk! Man braucht Zwiebeln, Karotten, Sellerie und – ganz wichtig – Pilze für das Umami. Das röstet man richtig scharf an, damit Röstaromen entstehen. Dann mit Gemüsebrühe oder Rotwein aufgießen und extrem lange reduzieren lassen. Das schmeckt am Ende so intensiv, dass niemand das Fleisch vermisst.
Im November steht deine Lehrabschlussprüfung (LAP) an. Was kommt danach?
Ich würde wahnsinnig gerne ins Ausland, vielleicht nach Spanien oder Italien. Mein Traum ist irgendwann ein eigenes kleines Lokal.
Was würdest du jemandem raten, der auch überlegt, eine Lehre zu machen, aber vielleicht Angst davor hat?
Ich war in der Schule nie die Beste, weil mir das Praktische gefehlt hat. Jetzt, wo ich aktiv etwas tun kann, macht mir das Lernen viel mehr Spaß.


Vegetarische Kulinarik-Lehre
Was ist das?
Eine spezialisierte Ausbildung für alle, die Kochen lieben, aber keine tierischen Produkte verarbeiten wollen.
Dauer: In Julias Fall (mit Matura und Anrechnung) verkürzt auf ca. 1,5 Jahre.
Normallaufzeit: 3 Jahre.

Interview
Peter K. Wagner
Die 23-jährige Studentin Emmah Mandona mixt deutsche Schlager mit Afrobeats und bringt so Menschen aus unterschiedlichsten Kulturen zusammen. Ein Gespräch über ihre AfroWiesn, das fehlende Lachen in ihren Reels und peinliche Videos auf Musical.ly.
Emmah, wie kommt man auf die Idee, Afrobeats mit deutschem Schlager zu kreuzen?
Ich bin in Sambia geboren, und als ich ein Jahr alt war, sind wir nach Österreich gezogen. Ich habe dann vor zwei Jahren privat mit dem Auflegen begon-
nen und dachte mir irgendwann: „Es wäre doch lustig, diese beiden Welten zu verbinden.“ Schlager ist in Österreich ja fast schon Kulturgut, und Afrobeats sind meine Wurzeln. Also habe ich herumprobiert und die Videos auf Instagram und TikTok hochgeladen. Dass das so gut ankommt, hätte ich nie gedacht.
Deine „AfroWiesn“ ist nicht nur ein Musik-Mix, sondern eine Eventreihe. Was passiert da genau? Es geht ums Zusammensitzen, Essen und Musik. Jeder bringt eine Speise aus seinem Heimatland mit und teilt sie – „Cookout“ nennt man das in der afrikanischen Kultur. Der Fokus liegt nicht auf dem Alkohol, sondern auf der Gemeinschaft.
Wenn du tanzt, fällt dein Gesichtsausdruck auf. Du lachst nie. Warum?
Das stimmt. In meinen Videos lache ich nur aus Versehen. Ich habe das als Konzept begonnen. Die Menschen sollten sich nicht auf mich, sondern auf das fokussieren, was ich poste. Viele haben dann kommentiert, ich solle mal lachen – und da wusste ich: Das ist jetzt mein Ding. Ich rede etwa auch nicht in meinen Videos.
„Corporate Behaviour“ würde das ein Unternehmen nennen – du schaffst Wiedererkennungswert, indem du nicht lachst. Das bringt mich zu deiner aktuellen Ausbildung: Du studierst „Informationsdesign“ an der FH Joanneum. Wie passt dein Leben als Studentin mit dem Hype um dich zusammen?
Ich bin gerade im vierten Semester und werde mich wohl auf Mediendesign spezialisieren. Video und Social Media haben mich schon immer interessiert. Ich habe mich sogar mit einem Motivationsschreiben beworben, in dem ich über meine Zeit als Kind erzählt habe, als ich Kurzfilme mit meinen Geschwistern gedreht habe. Das Studium gibt mir das Handwerk, und auf Social Media kann ich mich kreativ austoben.
Wie lang bist du schon auf Social Media aktiv?
Ich habe schon mit 14 Jahren auf Musical.ly, dem Vorgänger von TikTok, begonnen und Tausende Follower:innen aufgebaut. Ich war damals mit meinem besten Freund Simon

Wimmer als „Shufflerin von Graz“ bekannt, wir haben Tanzvideos gemacht und sogar Kurse gegeben. Heute finde ich diese Videos total peinlich, aber ich denke mir: Wenn du dich heute für dein 14-jähriges Ich schämst, heißt das nur, dass du dich weiterentwickelt hast.
Du hast Kooperationsanfragen von großen Unternehmen, das ZDF ist extra nach Graz gekommen, um über dich zu berichten. Wie fühlt sich das alles an?
Ich war neulich in Köln auf einer Geburtstagsparty von „Ich bin Gina“ (Anm.: @ichbinginapunkt auf Instagram). Da saßen Influencer:innen neben Influencer:innen, und ich dachte mir nur: „Oh mein Gott, die kenne ich alle vom Bildschirm!“ Mit meinen Follower:innen kam ich mir da erst klein vor, aber am Ende sind das auch nur Leute, die so wie ich ihr Ding machen.
Wo soll die Reise noch hingehen?
Ich nutze jetzt jede Chance. Mein Motto für 2026 ist: Das Schlimmste, was passieren kann, ist ein „Nein“. Ich will weiter Content produzieren und arbeite aber genauso als Designerin.

Wer meint, dass hochintelligente Menschen es im Leben automatisch leichter hätten, der irrt. Denn nur, wenn Begabungen rechtzeitig erkannt und gefördert werden, kann sich diese Intelligenz entwickeln. Die steirischen Schulen haben das erkannt und reagieren darauf.
Die Formel ist simpel, die Schlussfolgerung komplex: Ab einem Intelligenzquotienten von 130 gilt man in Österreich als hochintelligent. Nur: Was fängt man damit an und wie lenkt man diese Intelligenz in die richtigen Bahnen?
Pädagogen wissen schon lange: Werden Begabungen nicht früh genug erkannt und richtig und ausreichend gefördert, verkümmern nicht nur die Talente, sondern auch die Persönlichkeit. Abgesehen vom Schaden, der der Gesellschaft durch das Brachliegen der Talente entsteht, ist es für viele Kinder tatsächlich entwicklungshemmend: Kinder langwei-
len sich, bringen schlechte schulische Leistungen, fühlen sich unverstanden und weisen soziale Anpassungsprobleme auf, weil sie sich „andersartig“ fühlen.
Seltenes Phänomen
Etwa acht Prozent der Weltbevölkerung sind mit einer überdurchschnittlichen Intelligenz ausgestattet, zwei bis drei Prozent haben einen IQ über 130 und gelten damit als hochbegabt. Entsprechend disponierte Kinder hatte es schon immer gegeben; doch nur wenige hatten das Glück, in ihren Talenten so gefördert zu werden wie ein Wolfgang Amadeus Mozart, ein Blaise Pascal, oder auch ein Elon Musk. Im deutsch-
sprachigen Raum begann man erst in den 1980er Jahren, sich mit dem Phänomen genauer auseinanderzusetzen. Ausgangspunkt der öffentlichen Wahrnehmung waren die teils kontroversen Diskussionen, die die „World Conference of Gifted and Talented Children“ 1985 in Hamburg ausgelöst hatten, danach begann man, das Thema intensiv zu erforschen und wissenschaftlich zu hinterfragen.
Deutliche Anzeichen
Hochbegabungen zeigen sich meist bereits früh: Kinder mit entsprechender Disposition lernen früh zu laufen und zu sprechen. Sie langweilen sich schnell, brauchen permanent Beschäftigung und beschäftigen sich gerne mit Themen, die für Gleichaltrige in der Regel noch völlig uninteressant sind. Nicht selten bringen sich Kinder mit besonderer Begabung auch das Lesen oder Rechnen selbst bei. Sie hinterfragen komplizierte
Sachverhalte, bis sie sie verstehen und gehen ihrer Umgebung dadurch mit „ständiger Fragerei“ auf die Nerven. Wer eines oder mehrere dieser Anzeichen bei seinem Kind feststellt, ist gut beraten, eine eventuelle Hochbegabung von einem Psychologen abklären und bestätigen zu lassen, wobei Hochbegabung nicht unbedingt auf ein besonderes Talent – etwa besondere Musikalität oder Sprachbegabung – hinauslaufen muss. Hochbegabte zeichnen sich oft alleine durch überdurchschnittlich logisches und abstraktes Denkvermögen aus.
Stärken stärken
Im Wissen um die Bedeutung der Begabtenförderung hat das Land Steiermark zahlreiche Initiativen gesetzt. „Stärken stärken“ ist der Landesschuldirektion ein besonderes Anliegen: „Begabungs- und Begabtenförderung ist sowohl als gesellschaftlicher Auftrag als auch als Aufforderung an das Individuum selbst zu sehen“, ist Bildungsdirektorin HRin Elisabeth Meixner überzeugt. Sie verfolgt gemeinsam mit Anna Pongratz, der Landeskoordinatorin für Begabungsund Begabtenförderung für Pflichtschulen, mehrere Ansätze in der Förderung von begabten und hochbegabten Kindern. Einer davon ist die im Vorjahr herausgegebene Broschüre „Stärken im Fokus – eine Handreichung für steirische Schulen“. Sie steht auf der Website der Bildungs-
direktion (www.bildung-stmk.gv.at) zum Download bereit und bietet Direktoren, Lehrern und Schülern eine gute Zusammenfassung, die helfen soll, das Phänomen „Hochbegabung“ zu erkennen und mit ihm richtig umzugehen. Die Handreichung spannt den Bogen vom theoretischen Hintergrund über Maßnahmen und Ideen für die Praxis bis zu den außerschulischen Angeboten, die sich zum Ziel gesetzt haben, Begabte zu fördern und zu fordern.
Gütesiegel für Begabtenförderung
Auch die steirischen Schulen selbst haben die Bedeutung der gezielten Förderung erkannt. Schulen, die sich dem Thema intensiv widmen, werden von der Bildungsdirektion mit dem „Siegel für Begabungs- und Begabtenförderung“ ausgezeichnet. Die Siegel und Zertifikate werden im Rahmen eines öffentlichen Festaktes das nächste Mal am 26. Jänner von 13 bis 15.30 Uhr in der Aula der Pädagogischen Hochschule Steiermark am Hasnerplatz in Graz überreicht. Im Rahmen des Festaktes erläutert Univ. Prof. Dr. Aljoscha Neubauer von der Karl-Franzens-Universität Graz, „Warum wir auch im KI-Zeitalter noch menschliche Intelligenz und andere Begabungen brauchen werden – und was Schule dazu tun kann“.

Broschüre: �Stärken im Fokus –eine Handreichung für steirische Schulen�
Die SPAR-Lehrlinge Katharina und Tobias sind top in ihrem Beruf und haben sehr viel Spaß in der Lehre.

Mit über 3.000 Lehrlingen im In- und Ausland, davon über 2.500 in Österreich, ist der Lebensmittelhändler SPAR der größte private österreichische Lehrlingsausbildner. Insgesamt 24 Lehrberufe warten darauf, von Dir entdeckt zu werden: Von Einzelhandel und Feinkost über Bürokaufmann/-frau und Betriebslogistiker/-in bis hin zu Bäckerei, Fleischverarbeitung und Gastronomie.
Ein sicherer Arbeitsplatz, Beruf und Freizeit ohne Abstriche unter einen Hut bringen, flache Hierarchien und ein Betriebsklima, in dem Spaß und Selbstverwirklichung nicht zu kurz kommen: Das wünschen sich Jugendliche bei ihrer Berufswahl laut einer von SPAR initiierten, groß angelegten internen Studie. Befragt wurden österreichweit zufällig ausgewählte SPAR-Lehrlinge zu Themen wie Zukunftsperspektiven, SPAR als Arbeitgeber oder Qualität der Ausbildung. Ziel der Befragung ist es, Wünsche und Vorstellungen der Jugendlichen besser zu verstehen und die Ausbildungsangebote noch zielgerichteter anbieten zu können.
SPAR bietet allen Lehrlingen in der Steiermark tolle Zusatzausbildungen, wie z.B. als Regionalitätsmanager:in. Neben Impulsvorträgen und Workshops lernen die Lehrlinge, wie die steirischen Produkte am bestem im SPAR-Supermarkt platziert werden. Auch der Besuch steirischer Lieferanten steht am Programm, wie der Obsthof Neumeister oder Meisterbrenner Alois Gölles. Besonders hohe Praxisrelevanz hat das gemeinsame Zubereiten und Kochen von regionalen Speisen.
Auch das Thema Finanzbildung steht als tolle Zusatzausbildung am Lehrplan. In den SPAR-Akademie-Klassen der Landesberufsschule Bad Radkersburg erhalten die Lehrlinge in allen drei Lehrjahren eine Zusatz-Ausbildung für praxisnahes Finanz-Know-how.
Das Modell Lehre und Matura, das SPAR seit vielen Jahren unterstützt, boomt bei den Jugendlichen nach wie vor: Lehre und Matura heißt, dass die drei Jahre Lehrzeit mit dem Lehrabschluss und zumindest dem ersten Teil der Reifeprüfung abgeschlossen werden. SPAR freut sich, wenn Jugendliche diesen Weg einschlagen und hilft, wo es möglich ist. Im Normalfall absolvieren Lehrlinge bei SPAR die Vorbereitungskurse der Berufsreifeprüfung ab dem zweiten Lehrjahr. Bei Interesse übernimmt SPAR die komplette Organisation.
Die Ausbildung erfolgt im Rahmen eines professionellen Programms mit attraktiven Zusatzleistungen:
- Bis zu € 2.000 Prämie pro Lehrjahr bei sehr gutem Erfolg
- Lehrlingsentschädigung über dem Kollektivvertrag
- Abschlussprämie von 2.500 Euro bei ausgezeichneten Erfolgen über die gesamte Lehrzeit hinweg
- Zahlreiche Events, individuelle Unterstützung, Weiterbildung und Aufstiegsmöglichkeiten
Bewerbungen für den Lehrstart im Frühjahr ab sofort möglich Wer Teil der SPAR-Familie werden möchte, sich für Lebensmittel interessiert, Freude am Kontakt mit Menschen hat und über sehr gute Deutschkenntnisse verfügt, für den ist eine Lehrlingsausbildung bei SPAR genau das Richtige. Bewerbungen sind jederzeit online über die SPAR-Jobbörse auf www.spar.at/lehre möglich.
Kennenlernen und Schnuppern
Um den Beruf im Einzelhandel kennenzulernen und um zu sehen, ob er den Vorstellungen entspricht, kann in den SPAR-Märkten ein Schnuppertag vereinbart werden. Alle Infos dazu auf www.spar.at/karriere/lehre/kennenlernen-schnuppern

Tobias: „Voller Einsatz zahlt sich richtig aus und macht auch stolz auf die eigene Leistung.“
Was möchte ich nach der Schule machen? Diese Frage haben sich auch Katharina (20) und Tobias (18) gestellt. Ihre Antwort fanden beide im Lebensmitteleinzelhandel – genauer gesagt bei SPAR. Heute sind sie überzeugt: Die Lehre war der richtige Schritt für ihre Zukunft.
Kennengelernt haben Katharina und Tobias den Betrieb ganz unkompliziert – durch Schnuppern und Praktika. Schnell haben sie gemerkt: Hier zählt Einsatz, Interesse und Persönlichkeit. „Hier werden wir richtig gefördert“, erzählen sie. Also starteten beide ihre Lehre im Einzelhandel und haben mittlerweile sogar schon ihre Lehrabschlussprüfung mit Bravour bestanden.
Katharina liebt das Kochen und das Ausprobieren neuer Gerichte. Deshalb war für sie klar: Ein Beruf mit Lebensmitteln passt perfekt. Besonders gefällt ihr die Vielseitigkeit: „Kein Tag ist wie der andere.“ In ihrer Ausbildung lernte sie verschiedene Abteilungen kennen – von Obst und Gemüse über Feinkost bis hin zu Molkereiprodukten. Ihre Begeisterung für Käse führte sie sogar zur Spezialausbildung inklusive Käseexperten-Prüfung. Heute nimmt sie am Weiterbildungsprogramm „Next Step“ teil und plant bereits ihre nächsten Karriereschritte.
Auch Tobias schätzt die Abwechslung im beruflichen Alltag. Ob an der Kassa, bei Getränken oder im Obst- und Gemüsebereich – überall gibt es Neues zu lernen. Sein Ziel: Marktleiter werden. Besonders wichtig ist ihm, dass sein Arbeitgeber individuelle Stärken erkennt und gezielt fördert.

Katharina: „Bei SPAR habt ihr die Chance, euer Können zu beweisen und mit der Karriere im Handel durchzustarten.“
»Unsere Lehrlinge von heute sind unsere Führungskräfte von morgen.«
Welche Chancen bietet SPAR jungen Menschen, die eine Lehre machen wollen und was ist das Besondere an SPAR?
Als zu 100% österreichisches Familienunternehmen bieten wir nicht nur Jobs mit Sicherheit, sondern Lehrstellen, in denen man in einem tollen Team zusammenarbeitet. Wir bieten Lehrlingen ein spitzen Gehalt, das über die gesetzliche Lehrlingsentschädigung hinausgeht. Für sehr gute Leistungen kann man Prämien von bis zu 6.000 Euro dazuverdienen und den Besten bezahlen wir auch den Führerschein.
Welche Berufe und Handwerke können bei SPAR abgesehen vom Einzelhandel noch erlernt werden?
Wir bilden in der Steiermark insgesamt zwölf verschiedene Lehrberufe aus, u. a. Fleischverarbeiter/-in bei unserer TANN (dem größten Fleisch- und Wurstproduzenten in Österreich) oder zur/zum Bürokaufmann/-kauffrau. Weiters zum Bäcker/-in oder Konditor/in in der INTERSPAR-Bäckerei in Graz oder Koch/Köchin oder Systemgastronom/in bei unseren INTERSPAR-Restaurants.
Christoph Holzer
Geschäftsführer von SPAR Steiermark und Südburgenland
Wie sieht es mit Weiterbildungs- bzw. Aufstiegsmöglichkeiten für Lehrlinge nach dem Lehrabschluss bei SPAR aus?
Wir bieten während der Lehrzeit viele wertvolle Zusatzausbildungen wie bspw. die Ausbildung zum Regionalitätsmanager, bei der unserer Lehrlinge alles über die Bedeutung der regionalen Herkunft von Lebensmitteln lernen. Nach der Lehrzeit warten tolle Aufstiegschancen, denn unsere Lehrlinge von heute sind unsere Führungskräfte von morgen. Karriere mit Lehre ist bei SPAR kein Schlagwort, sondern gelebte Realität.























Du suchst einen Beruf, bei dem du schon während der Ausbildung ordentlich entlohnt wirst und auch danach beste Verdienstchancen hast? Dann lohnt sich ein Blick auf die unten angeführten Lehrberufe.
Eines sollte man jedoch nicht aus den Augen verlieren: Am wichtigsten bei der Entscheidung für einen Beruf ist, dass du an der Tätigkeit Spaß hast und auf Dauer damit glücklich bist. Ein hoher Verdienst allein ist nicht alles. Daher sollte man nicht nur auf das Gehalt während der Ausbildung schauen, sondern auch die persönlichen Talente und Interessen in die Planung der beruflichen Zukunft einbeziehen.
In Österreich ist es gesetzlich festgelegt, dass jeder Lehrling während der Ausbildung einen fixen Lohn als sogenannte „Lehrlingsentschädigung“ erhält. Diese wird über den Kollektivvertrag festgelegt, erhöht sich jedes Lehrjahr und wird je nach Branche und Firmenstandort ausbezahlt. Was im Kollektivvertrag steht, muss auf jeden Fall mindestens als Lohn gezahlt werden.
Zu beachten ist, dass Kollektivverträge jeweils für bestimmte Branchen gelten. Daher kann es auch sein, dass für denselben Lehrberuf (z.B. Industriekauffrau) in verschiedenen Branchen (z.B. Bauindustrie, Bekleidungsindustrie etc.) unterschiedlich hohe Lehrlingsentschädigungen festgesetzt sind. Die lukrativsten Lehrlingsentschädigungen sind in der Baubranche zu erreichen, so erhalten Hochbautechniker und verwandte Berufe im 1. Lehrjahr derzeit 1.309 Euro, was sich im 2. auf 1.963, im 3. auf 2.617 und im 4. auf 2.944 Euro brutto steigert. Volljährige Lehrlinge erhalten übrigens schon im ersten Lehrjahr 2.617 Euro pro Monat. Ebenfalls lukrativ ist die Gastronomie für die Berufe Koch und Gastronomiefachpersonal, wo sich die entsprechenden Lehrlingsentschädigungssätze in den vier Lehrjahren 1.050, 1.180, 1.400 und 1.500 Euro belaufen. Im Metall- und Elektrogewerbe startet man mit etwa 1.000 Euro, die dann im Verlauf der Lehre auf 1.149, 1.493 und 2.000 ansteigen. Beim Einzelhandelskaufmann startet man mit 1.026 Euro, die sich im 2. bzw. 3. Lehrjahr auf 1.200 bzw. 1.518 Euro steigern.
Grundsätzlich gilt, dass lukrative Lehrberufe auch den ausgelernten Arbeitskräften attraktive Gehälter bieten können. Natürlich hängt das auch vielfach von Zulagen für erschwerte Arbeitsbedingungen zusammen, sodass generelle Aussagen nicht so ohne weiteres zu treffen sind. Luftige Höhen beim Brutto-Lohnniveau erreichen jedenfalls laut Kollektivvertrag ausgelernte Dachdecker (2.880−3.200 Euro), Hochbauer (ab 3.170 Euro) oder Mechatroniker, z.B. für alternative Antriebstechnik (2.880−2.930 Euro). Ein ausgelernter Gleisbautechniker bekommt beim Einstieg ins Berufsleben sogar ab 3.100 Euro monatlich. Im obersten Verdienstsegment befinden sich ganz allgemein Berufe im erweiterten Baugewerbe, wie Brunnen- und Grundbauer, Fertigteilhausbauer, Schalungsbauer und Tiefbauer, vertreten. Sie erhalten im Durchschnitt ein Anfangsgehalt ab 2.300−2.970 Euro brutto. An vorderster Stelle der bestbezahlten Lehrberufe steht auch der Pflasterer mit einem Einstiegslohn von 2.970−3.430 Euro. Im vorderen Mittelfeld mit 3.080 bis 3.190 Euro brutto liegen weiter auch verbreitete Berufe wie Zimmerer, Installateur, Prozesstechniker sowie der Kälte- und Elektrotechniker.
Weitere Informationen: www.berufslexikon.at; www.gehaltsrechner.gv.at/lehrlinge/; www.lehrlingsportal.at; www.ewaros.at/lehrlingsentschaedigung; www.lehrstellenportal.at
Adrian Engel
Ein schmerzender Rücken, eine Kartoffel und eine gute Idee: Mehr braucht es manchmal für die eigene Karriere nicht. Die Sportwissenschaftlerin und Masseurin Michaela Hirzberger zeigt mit ihrem Massage-Start-up vor, wie Kreativität im Job oft schon die halbe Miete ist.
Stell dir vor, du sitzt zu Hause, dein Rücken tut weh, und dann verändert eine Kartoffel dein Leben. Klingt komisch? Genau so hat Michaela Hirzberger, Sportwissenschaftlerin und Heilmasseurin, den Grundstein für ihr Start-up „Kartoffel Klaus – Für Massage zuhaus“ gelegt. Heute zeigt sie damit vor, dass Kreativität und der Mut zum Risiko der Schlüssel zu einer ungewöhnlichen Karriere sein können. Es müssen nicht alle den vorgezeichneten Weg gehen. Anders sein ist okay.
Von der Sportwissenschaft ins Massage-Business Michaela wusste schon früh, dass sie etwas mit Bewegung und Gesundheit machen will. Sie studierte Sportwissenschaften, wo sie alles über Anatomie, Muskeln und Bewegungsabläufe lernte. Dann machte sie noch eine Ausbildung zur Heilmasseurin und ergänzte ihr Wissen mit einer Weiterbildung zur Ernährungstrainerin. „Das Wissen aus diesen Bereichen hilft mir bis heute, weil ich Menschen ganzheitlich unterstützen kann,“ sagt Michaela. Doch als Masseurin stieß sie schnell an ihre Grenzen. „Meine Hände wurden müde, und mein Tag hatte auch nur 24 Stunden. Ich wollte mehr Menschen helfen, als ich allein schaffen konnte.“ Die Lösung? Ein Produkt, das ihre Kund:innen selbst nutzen können, um Verspannungen zu lösen. Und so war die Idee für Kartoffel Klaus geboren.

Aus einer Kartoffel wird ein Start-Up
Die Idee kam Michaela buchstäblich in der Küche. Sie hatte Rückenschmerzen und nutzte spontan eine Kartoffel, um die Verspannungen zu lockern. Der Vorteil: Anders als ein Massageball rollte die Kartoffel nicht weg und erreichte tieferliegende Muskeln. Klar war aber auch: Eine echte Kartoffel ist keine dauerhafte Lösung. Ist halt mehr ein Nachtschattengewächs als ein Massage-Tool.
Michaela entwickelte darum eine Massageplatte mit fixierbaren, kartoffelförmigen Aufsätzen – perfekt, um Triggerpunkte zu bearbeiten. „Die Entwicklung hat über ein Jahr gedauert. Ich musste so viel ausprobieren, von Materialien über Prototypen bis hin zu Designfragen. Aber am Ende hat es sich gelohnt.“ Heute bestehen die Aufsätze aus regionalem Zirbenholz, das nicht nur gut aussieht, sondern auch angenehm riecht.
Selbstständigkeit: Am Anfang heißt es durchbeißen
Der Weg in die Selbständigkeit war für Michaela ein Abenteuer mit vielen Höhen und Tiefen. „Am Anfang war ich total unsicher. Ich wusste nicht, ob meine Idee überhaupt funktioniert,“ erinnert sie sich. Doch sie blieb dran, holte sich Rückmeldungen und suchte nach Lösungen, wenn etwas nicht klappte. „Ich habe anfangs jeden Ratschlag befolgt. Heute weiß ich: Es ist wichtig, nicht auf jeden zu hören“, zieht sie ein Fazit. Eine große Herausforderung ist bis

heute die Finanzierung. Michaela arbeitet nebenbei weiter als Masseurin, um Geld für den Unternehmensausbau zu verdienen. Am Anfang der Unternehmensgründung macht man viele leere Kilometer. Vor allem in die Produktentwicklung floss viel Zeit und Energie. Doch Selbständigkeit bringt auch viele Chancen: „Ich kann meine eigenen Ideen umsetzen und mein eigener Chef sein. Es ist unglaublich befriedigend zu sehen, wie mein Produkt anderen Menschen hilft.“
„Wer jung ist, hat nichts zu verlieren“ Wer selbst von einer ungewöhnlichen Karriere träumt, kann sich einiges von Michaela abschauen. Ihr erstes großes Learning: Bildung ist die Basis. „Eine gute Ausbildung gibt dir das Wissen und die Sicherheit, die du brauchst. Probiere aus, was dir Spaß macht, und entscheide dich auch mal um, wenn du neue Wege findest.“
Aber Wissen allein reicht nicht – dranbleiben ist entscheidend. Michaela
rät: „Es wird nicht immer leicht sein, aber wenn du an deine Idee glaubst, lohnt sich die Arbeit.“ Gleichzeitig ist es wichtig, offen für Hilfe zu sein. „Rede mit anderen über deine Idee, hol dir Feedback und lass dich beraten. Manchmal kommen die besten Einfälle durch Gespräche.“ Und vor allem: Hab keine Angst davor, Fehler zu machen. „Wenn etwas nicht klappt, sieh es als Chance, daraus zu lernen.“ Michaelas Tipp für junge Menschen lautet also vor allem: Einfach ausprobieren. „Das Schlimmste, was passieren kann, ist, dass du es wieder anders machst. Gerade im jungen Alter hat man nichts zu verlieren.“
Heute verkauft Michaela ihre Produkte online und bietet Workshops an, in denen sie zeigt, wie man Kartoffel Klaus richtig benutzt. Nebenbei arbeitet sie mit Sportler:innen und Physiotherapeut:innen zusammen, um ihr Produkt weiter bekannt zu machen.
„Es ist noch ein langer Weg, aber ich bin stolz darauf, was ich schon erreicht habe,“ sagt sie.
Welche Bedeutung hat das neue Center of Excellence für die zeitgemäße Lehrlingsausbildung?
Eine moderne Ausbildung braucht eine moderne Infrastruktur, das ist klar. Mit unserem neuen Technikzentrum „Center of Excellence“ ist uns am WIFI Steiermark aber noch mehr gelungen. Wir heben mit den großen Schaufenstern die Berufe unserer Kursteilnehmer, von der Klimatechnik über die KFZ-Technik bis zu den kulinarischen Berufen, auf jene Bühne, die ihnen gebührt. Und das zeigt sich, wenn Passanten stehen bleiben und durch die Fenster den Werkstättenbetrieb

beobachten. Wir bieten nicht nur Bildung, die lässig aussieht, sondern liefern Know-how für Macher.
Wie kann das WIFI Lehrlinge bei Lernschwierigkeiten und Bildungsdefiziten unterstützen?
Das hängt ganz von der Ausgangslage ab. Wir haben zum Beispiel in unseren Kursen zum Thema „Lehre mit Matura“ im doch recht anspruchsvollen Mathematikunterricht zum Beispiel einen Weg mit Virtual Reality gefunden. Mit der VR-Brille am Kopf können unsere Kursteilnehmer ohne Hemmschwelle und ohne Druck Relationen in Bezug auf Gewicht, Länge und Volumen lernen.
Welche Rolle spielt das Talentcenter der WKO als Entscheidungshilfe für einen Lehrberuf?
Bei uns im Talentcenter hängt ein wunderschöner Spruch an der Wand: „Talent is just the starting point“. Aber seine eigenen Talente zu kennen, kann eben auch ein entscheidender Startvorteil sein. Genau hier hakt das Talentcenter ein. Dabei lernen die Jugendlichen im Rahmen ihrer Testung nicht nur ihre Talente kennen, sie kommen auch mit Berufen in Verbindung, die sie vielleicht noch nicht gekannt haben.
Martin Neubauer nstitutsleiter des WIFI Steiermark





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Reportage
Peter K. Wagner
Faire Arbeitsbedingungen, recycelte Materialien und trotzdem günstig?
Das Startup NOBS Clothing zeigt, wie die Modeindustrie auch funktionieren kann –und revolutioniert nebenbei den Jeansmarkt.
Faire Arbeitsbedingungen, recycelte Materialien und trotzdem günstig? Das Startup NOBS Clothing zeigt, wie die Modeindustrie auch funktionieren kann – und revolutioniert nebenbei den Jeansmarkt.
Es begann mit einem Problem, das viele kennen: „Meine Jeans haben nie richtig gepasst und waren schnell kaputt“, erzählt Mario Holzlechner. Statt sich zu ärgern, beschloss der gebürtige Wiener, es besser zu machen. Heute ist der 35-Jährige Gründer von NOBS Clothing – und mischt mit seinem innovativen Geschäftsmodell die Modewelt auf.
„Die Kleidungsindustrie ist nach der Ölindustrie die zweitschädlichste für unsere Umwelt“, erklärt der Jungunternehmer.
„Viele Klamotten werden unter miesen Bedingungen produziert und landen dann auch noch als Müll in der Gegend.“
Seine Lösung? Eine Jeans, die nicht nur gut aussieht und hält, sondern auch noch erschwinglich ist.
Mode Made to Order
Der Trick dabei: NOBS Clothing produziert nur das, was auch wirklich bestellt wird. „Stell dir vor, es ist wie bei einem Crowdfunding“, erklärt Mario. „Ich designe die Jeans, ihr bestellt sie im Vorverkauf, und erst dann wird produziert.“
Made-to-Order-Strategie nennt sich das. Dadurch spart er sich teure Lagerkosten und Überproduktion – und konnte seine erste nachhaltige Jeans für 99,90 Euro anbieten, während vergleichbare Modelle sonst 160 bis 200 Euro kosten. „Gleichzeitig kann ich durch den Vorverkauf auch ungewöhnliche Größen berücksichtigen und Mehrwert für Leute schaffen, die Jeans in ihrer Größe im regulären Handel nicht finden.“
Die erste Kampagne über Kickstarter war erfolgreich – die ersten 120 Jeans wurden vor Weihnachten ausgeliefert. Das ist nicht selbstverständlich. „Im Modebereich werden nur ca. 29 % der Kampagnen erfolgreich finanziert und Kampagnen aus Österreich sogar nur zu 22 %“, weiß Mario. „Im besten Fall produziere ich nur die Anzahl an Kleidung, für die ich bereits eine Bestellung habe“, sagt er. Weiß aber auch: „Um das zu erreichen, brauche ich eine große Community, um die aufzubauen, werde ich auch regulär in einem Webshop und bei ausgewählten Einzelhändlern verkaufen.“ Nachhaltigkeit ist bei NOBS nicht einfach nur ein cooler Marketingspruch. Die „NO Bullsh!t Jeans“ besteht zu 70 Prozent aus recycelter Baumwolle. Gefärbt wird sie mit einer speziellen Methode namens SmartIndigo, die ohne giftige Chemikalien auskommt und stattdessen Strom verwendet. Produziert wird komplett in Europa, genauer gesagt in Estland und Italien, wo faire Arbeitsbedingungen garantiert sind.
Sogar an die typischen Schwachstellen wurde gedacht: „Wir haben zum Beispiel einen Zwickel im Schritt eingebaut, damit die Hose an dieser Stelle nicht so schnell reißt“, erklärt Mario. Das Material ist extra dick gewählt und aus 100% Baumwolle ohne Elastan – für eine längere Lebensdauer.
Know-how dank HTL und Studium Und woher hat er eigentlich all das
Know-how für sein Startup? Mario spezialisierte sich schon an der HTL Mödling im Bereich Umwelttechnik, dann ging’s an die Universität für Bodenkultur in Wien, wo er seinen Master in Chemie gemacht hat.
Der Social Business Hub Styria, der innovative Startups unterstützt und in dessen Programm Mario im Jahr 2024 war, ist von dem Konzept überzeugt. „NOBS Clothing zeigt, wie man grundlegende Probleme der Modeindustrie nachhaltig lösen kann“, sagt das Vorstandsteam Kirsten Tangemann und Rüdiger Wetzl. „Hochwertige Qualität, nachhaltige Produktion in Europa und konkurrenzfähige Preise – das alles bietet Mario Holzlechner aus einer Hand.“
Wer jetzt neugierig geworden ist: Auf www.nobsclothing.eu kann man die nächsten Kollektionen checken und bestellen. Und wer weiß – vielleicht revolutioniert ihr mit eurer Bestellung auch ein bisschen die Modewelt.


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