


UNSER GROSSER





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Nach drei Jahren Pause kehrt die Förderung für Effizienzhaus-55-Neubauten zurück – eine gute Nachricht für Bauherren, die damit wieder auf verlässliche Zuschüsse und ein bewährtes Effizienzniveau zählen können. Die Rückkehr macht zugleich deutlich, was bisher schieflief: 2022 strich die Regierung das Programm, weil der Standard damals als weit verbreitet galt. Viele Bauvorhaben lagen still, Familien mussten warten, Projekte verzögerten sich. Jetzt wird unter neuen Bedingungen befristet nachgesteuert: Das EH55-Haus darf keine fossilen Energien wie Öl oder Gas nutzen, und bei Antragstellung muss die Baugenehmigung vorliegen. Der Bundeshaushalt hat dafür 800 Millionen Euro bereitgestellt. Das Beispiel zeigt, woran es im Hausbau immer wieder scheitert: nicht am technischen Fortschritt, am schnellen Holz-Modul-Bau oder am Know-how von Architekten und Bauunternehmen, sondern an instabilen Rahmenbedingungen. Ähnlich sieht es beim Heizungstausch aus: Die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) soll 2026 Zuschüsse bereitstellen. Endgültige Sicherheit besteht jedoch erst, wenn die Haushaltsmittel offiziell freigegeben sind. Gleichzeitig werden die Mittel für energetische Sanierungen gekürzt. Für Bauherren ist heute kaum vorhersehbar, welche Technik in fünf Jahren noch förderfähig, erlaubt oder wirtschaftlich ist – zusätzlich erschweren unterschiedliche Landesregelungen und kommunale Sonderwege die Planung. Die Praxis zeigt, wie kurzsichtig das ist: Effizientes Bauen spart Energie, senkt langfristig die Kosten, schützt vor steigenden Energiepreisen und entlastet unsere Strom- und Wärmenetze.
HERZLICHST, IHRE


REBECCA FRICK Chefredakteurin







Mit 120 Jahren Know-How, heimischen Hölzern und natürlichen Materialien werden aus Ihren Wohnträumen individuelle Lebensmittelpunkte. Durchdacht, effizient und energetisch bis unters Dach.


RATGEBER
6 NEWS
WENN DER KELLER AUS DEM D-DRUCKER KOMMT
2 GELD VOM STAAT
NEUBAU-FÖRDERUNGEN
4 BAUQUALITÄT SICHERN
BAUMÄNGEL, DIE EFFIZIENZ KOSTEN
EFFIZIENT PLANEN & BAUEN
REIHENHAUS-SANIERUNG
HOCH GESTAPELT, SMART GEDACHT
14 HÄUSER 2026
BAUEN BRAUCHT VERTRAUEN
2 ERBSTÜCK MIT CHARME
NEUES LEBEN IM SANIERTEN KOTTEN
3 HAUS DER ZUKUNFT SO KÖNNTEN WIR 2050 WOHNEN
4 DENKMALSCHUTZ
ERBE BEWAHREN, ZUKUNFT GESTALTEN
6 ÖKOLOGISCHER WERKSTOFFMIX
EIN ZUHAUSE FÜR GENERATIONEN
ALTES TRAFOHAUS
VOM STROM- ZUM WOHNHAUS
MEHR PLATZ DURCH ANBAU
WOHNGLÜCK IM ALTEN SIEDLUNGSHAUS


GESUND WOHNEN
22 AUSSTATTUNG
WERTVOLL VON GRUND AUF
ENERGIE SPAREN



66 NACHHALTIG HEIZEN & LÜFTEN WO TECHNIK AUF WOHNKOMFORT TRIFFT
6 WÄRMEPUMPE
WÄRMEWENDE MIT WÄRMEPUMPE
4 SOLARSTROM
PHOTOVOLTAIK: IHR BONUS FÜR MEHR KÄSEKUCHEN
SMART HOME
KNX-SYSTEM IM NEUBAU
REDUKTION IST DAS NEUE SMART
2 SICHERHEIT
HINTER SCHLOSS & SENSOR
OUTDOOR
FRISCHER WIND
AUF DIE PLÄTZE, FERTIG...
64 GARTENHELFER AUFMÖBELN

















HIER ENTSTEHT EIN KELLER DIREKT AUF DER BAUSTELLE – VOLLAUTOMATISCH UND PRÄZISE NACH DIGITALEN PLÄNEN. DAS SPART ZEIT, REDUZIERT MATERIALVERBRAUCH UND ZEIGT, WIE HAUSBAU EFFIZIENTER WERDEN KANN.
Fotos: Aleksej Keksel

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in besonderes Bauprojekt präsentiert sich in Weißenhorn. Zum ersten Mal wird ein Keller im mobilen 3DBetondruckverfahren direkt auf der Baustelle realisiert. Das Vorhaben zeigt, welches Potenzial automatisierte Fertigungsprozesse im Hochbau bereits heute bieten. Rupp Gebäudedruck setzt das Projekt als ausführendes Unternehmen um. Unterstützt wird es von INSTATIQ mit dem mobilen 3D-Betondrucker, Heidelberg Materials mit einem speziell entwickelten Druckbeton, Remmers im Bereich Bauwerksabdichtung, INOTEC für Misch- und Pumptechnik sowie Liebherr für die mobile Energieversorgung. Gemeinsam erproben sie einen neuen, praxisnahen Ansatz für den 3D-Betondruckunter realen Baustellenbedingungen in Deutschland. Im Mittelpunkt steht der INSTATIQ P1 („Progress One“), ein mobiler Großraum-Roboter für den 3D-Betondruck. Das System kombiniert klassische Bauma-


schinentechnik mit präziser Robotik und setzt digitale Planungsdaten direkt auf der Baustelle um. Mit einer Reichweite von bis zu 26 Metern und einer Druckgeschwindigkeit von bis zu zehn Zentimetern pro Sekunde entstehen tragende Betonwände Schicht für Schicht. Der Druck erfolgt ohne Schalung, gleichzeitig mit hoher Maßgenauigkeit und gleichbleibender Qualität. „Mit dem ersten mobil 3D-gedruckten Keller zeigen wir, dass 3D-Betondruck nun auch für komplexere und hoch beanspruchte Strukturen bereit ist“, erklärt Markus Frasch, Geschäftsführer von INSTATIQ. Für den 3Dgedruckten Keller wurde ein speziell angepasster Beton von Heidelberg Materials verwendet. Er ist so entwickelt, dass er sich gut pumpen lässt, beim Drucken stabil bleibt und schnell fest wird – wichtige Voraussetzungen für den automatisierten Bau direkt auf der Baustelle. Die Abdichtung des Kellers übernahm Remmers.
1 | PREMIERE Erstmals weltweit wird ein Keller im mobilen 3DBetondruckverfahren direkt auf der Baustelle realisiert.
| EXPERTISE Erfahrung im Bereich bauchemischer Produkte und reaktiver Bauwerksabdichtungen wurde dabei eingebracht.
2 | MITGEDACHT Der mobile Energiespeicher von Liebherr versorgt auf der Baustelle in Weißenhorn unter anderem den 3D-Drucker.
| SCHICHTARBEIT Direkt auf der Baustelle entstehen tragende Betonwände – mit bis zu 26 m Reichweite, 10 cm/s Druckgeschwindigkeit.

Ausgefallenes Hausdesign
Raumhohe Glasflächen, Terrassenschiebetüren und Eckfenster
Höhere Räume im Erdgeschoss
Extrahohe Haustüren
Kubische Eingangsdächer
Fenster mit französischen Balkonen
Großzügige Grundrisse mit schönen Wellnessbädern

Zum Einsatz kam eine flexible Bauwerksabdichtung, die sich an die besondere Oberfläche der gedruckten Betonwände anpasst und den erdberührten Bereich dauerhaft vor Feuchtigkeit schützt. Das Material wurde im Spritzverfahren aufgetragen, was einen gleichmäßigen Auftrag und einen zügigen Bauablauf ermöglichte. Ein mobiler Energiespeicher von Liebherr lieferte den benötigten Strom auf der Baustelle, unter anderem für den 3D-Drucker, und gibt Energie nur bei tatsächlichem Bedarf ab. So lassen sich Emissionen und Lärm im Vergleich zu herkömmlichen Dieselaggregaten deutlich reduzieren. Die gesamte Anlagentechnik arbeitet elektrisch. Gleichzeitig wird nur so viel Beton eingesetzt, wie für die Konstruktion erforderlich ist, wodurch Materialverbrauch und CO 2 -Ausstoß gegenüber klassischen Bauweisen gesenkt werden.
Der Keller wurde innerhalb weniger Tage gedruckt. Der mobile 3D-Drucker war schnell einsatzbereit und stellte die Kellerwände vollautomatisch auf Basis eines digitalen Modells her. „Der Keller ist das Fundament jedes Bauwerks – und jetzt auch das Fundament einer neuen Bau-Ära“, sagt Michael Oßwald, Geschäftsführer Rupp Gebäudedruck. „Das Projekt in Weißenhorn zeigt, wie digitale Prozesse und mobile Robotik den Rohbau transformieren – mit höchster Präzision, weniger Material und klar getakteten Abläufen.“ (fri)







MARGE ARCHITECTEN HABEN DIESEM MEHR ALS 100 JAHRE ALTEN HERRENHAUS IM HERZEN VON GENT EIN ZEITGEMÄSSES UPDATE


VERPASST: VERSCHLANKT, NEU ORGANISIERT, UM EINEN GARTEN ERWEITERT UND DURCH INTELLIGENTE GEBÄUDETECHNIK ERGÄNZT.
Vorher-Fotos: Marge Architecten, Nachher-Fotos: Renson





Das altehrwürdige Haus in der Papegaaistraat stammt aus dem Jahr 1920. Hundert Jahre lang gab es keinen Garten am Haus. Bis Thomas Roelandts von Marge Architecten sich der Sache annahm und all sein Wissen sowie das sogenannte „Reiken“-Prinzip in den Umbau seines neuen Zuhauses einbrachte. „Wir haben das Bauvolumen reduziert, aber gleichzeitig mehr Raumqualität geschaffen“, schildert Roelandts. „Das Hinterhaus wurde abgerissen, um Platz für einen grünen Außenbereich zu machen. Im Hauptgebäude haben wir sowohl die Aufteilung als auch die Verarbeitung optimiert. Nicht immer sehr drastisch, aber oft mit chirurgischen Eingriffen, die sich sehr positiv auf die tägliche Nutzung auswirken. Das von uns entwickelte ‚Reiken‘-Modell ist eine Typologie, bei der das Leben im Haupthaus vertikal organisiert wird, ohne dass neue Anbauten hinzukommen; es wurden sogar Bauelemente entfernt. Man braucht nicht unbedingt mehr Platz, sondern ein gutes Raumkonzept. Das ist das Leitprinzip für zukunftsfähiges Wohnen in der Stadt“, so der Architekt weiter.
MACHEN DIE RÜCKFASSADE ZU EINEM ECHTEN BLICKFANG UND ZU EINEM AUSGEWOGENEN GEGENSTÜCK ZUR POLYCHROMEN VORDERFASSADE. « 2 1

Die Fassade des Reihenhauses steht zwar nicht unter Denkmalschutz, hat aber einen historischen Wert. Deshalb behielt die Denkmalschutzbehörde die Arbeiten ganz genau im Auge. Der polychrome Charakter des Hauses im Straßenbild verlangte nach einer entsprechenden Rückfassade.

Hier wurde durch den geschickten Einsatz von Farbe und Linearität ein echter Blickfang geschaffen. Roelandts erklärt das architektonische Konzept: „In den Wohn- und Nachtbereichen haben wir eine Anordnung von großen Fenstern. Das Treppenhaus wiederum verfügt über kleine Fenster. Diese beiden Größenordnungen bildeten einen roten Faden. Mithilfe weißer Ränder haben wir die beiden Formate in der Rückfassade optisch ein wenig angeglichen.“ Was die Farbe betrifft, suchte das Team von Marge Architecten für die Rückfassade nach einer fröhlichen Optik, die bestimmte Farben der Vorderfassade widerspiegelte. Durch iteratives Design und den Einsatz von Photoshop erkundete Roelandts verschiedene Farbpaletten. Für den Gebäudesockel wurde ein blauer Farbton gewählt, der auch ein wenig Gartenschmutz verträgt. Daran schließt sich nach oben hin ein sonniges Gelb an. Die Gebäudekrone mit ihrem ausdrucksstarken, gekrümmten Fassadendämmputz greift die blaue Farbe des Sockels wieder auf. Die Bandarchitektur mit weißen Rändern gleicht die unterschiedlichen Fenstergrößen geschickt visuell aus und bildet gleichzeitig einen Puffer zwischen den gelben und blauen Abschnitten, wodurch ein zu abrupter Übergang vermieden wird. „In der historischen Architektur sind die Schreinerarbeiten und Balustraden oft in einer anderen Farbe gehalten. Diesem Prinzip sind wir auch hier gerne gefolgt“, fügt Roelandts hinzu. „Wir haben uns für eine Farbe zwischen Orange und Lachsrosa entschieden.“
THOMAS ROELANDTS, MARGE ARCHITECTEN UND BAUHERR
» FARBE UND GERADLINIGKEIT
1 | IM BLICK Die Fassadenarbeiten wurden wegen ihres historischen Stellenwerts von der Denkmalschutzbehörde eng begleitet.
2 | FARBE PLUS GARTENGRÜN Neben der farbenfrohen Rückfassade verfügt das Haus nun auch über einen Garten.
Die fünf kleinen Fenster im Treppenhaus sind identisch und tief in die Fassade eingelassen. Die Außenwand war früher bereits 35 Zentimeter dick. Durch die Isolierung kamen hier noch einmal 22 Zentimeter hinzu. Dadurch liegen die kleineren Fenster so tief in der Fassade, dass die Glasfläche vollständig verschattet ist und keine Screens erforderlich sind. In den Wohnbereichen hingegen wurden die großen Fenster so weit wie möglich nach außen eingebaut, um ein Maximum an Innenraum zu schaffen. Da die Rückfassade nach Süden zeigt, mussten die Glasflächen hier mit einem Sonnenschutz versehen werden. Die großen Fenster wurden mit Screens von Renson ausgestattet, die sauber integriert und in der gleichen Farbe der Schreinerarbeiten lackiert wurden. So sind sie kaum sichtbar. Das unterste Fenster erhält dank des Pressgitters im darüberliegenden Geschoss im Sommer ausreichend Schatten und in den anderen Jahreszeiten ausreichend Licht.

Als Architekt weiß Roelandts, wie wichtig eine ausreichende Lüftung ist. Ein zentrales Lüftungssystem in das vertikale Wohnkonzept dieses Umbaus einzubauen, war ein kniffliges Unterfangen. „Die historische Fassade wies noch zu viele ‚Luftlecks‘ auf, um für ein balanciertes Zuluft-/Abluft-System vom Typ D in Frage zu kommen. Zum Glück haben wir mit der ‚Healthbox 3.0‘ von Renson, einem bedarfsgesteuerten C-System, gute Erfahrungen gemacht. Man kann das System sehr gut im Bau verschwinden lassen. Genau das ist das Schöne daran. Besonders bei Projekten wie diesem, wo es wenig Spielraum gibt. Das Gleiche gilt übrigens auch für die Fensterlüftungsgitter, die für die Zufuhr frischer Außenluft sorgen. Sie sind in der gleichen Farbe wie die Fenster lackiert, sodass sie kaum auffallen.“ Die Box – die für die Abfuhr der verunreinigten Raumluft sorgt – ist zentral im Haus installiert, in einer Kassette über der Toilette. Dort laufen alle Luftkanäle aus dem Badezimmer, der Küche und dem WC im Untergeschoss zusammen. Jeder Nassraum verfügt über andere Klappen, die mit den gewünschten Sensoren für die jeweilige Raumnutzung ausgestattet sind. Die Abfuhr der verschmutzten Raumluft erfolgt über das Dach, da Gitter in der Rückfassade unbedingt vermieden werden sollten. Ein einziger 2 3 1
1 | KOMPAKT Eine Ablufteinheit saugt die verbrauchte Raumluft ab. Die Einheit ist in einer Kassette oberhalb der Toilette untergebracht.
2 | FARBE ZÄHLT Auch bei der Raumgestaltung setzt der Bauherr auf ausdrucksstarke Farben. So erstrahlt das moderne Bad in elegantem Blau.
| IM DUO Einen schönen Kontrast zum blauen Farbkonzept im Bad- und Kücheninterior setzen die lachsfarbenen Fensterrahmen.


VIEL LICHT
Bauherr und Architekt
Thomas Roelandts erklärt, dass das Bauvolumen zwar verkleinert wurde, dabei aber die Raumqualität gestiegen ist. Im Hauptgebäude wurden Aufteilung und Verarbeitung gezielt verbessert. Entstanden sind helle, lichtdurchflutete Raumwelten.


THOMAS ROELANDTS, MARGE ARCHITECTEN
» MAN BRAUCHT NICHT UNBEDINGT MEHR PLATZ, SONDERN EIN GUTES RAUMKONZEPT. «

Schacht verläuft vom Untergeschoss durch die Küche in die darüberliegende Etage, wo er in eine Kassette integriert wurde, die das Erscheinungsbild definiert. Zierleisten rund um das Rohr sorgen dafür, dass sich der Schacht perfekt in das Gesamtbild einfügt. Im Badezimmer wiederum ist der Schacht in eine Nische hinter der Badewanne integriert. Auf diese Weise wird der notwendige Abfuhrschacht Teil des Interieurs.
Architekt und Bauherr Thomas Roelandts ist rundum glücklich im neuen Zuhause. „Zuvor waren wir etwas besorgt über die Küche im Untergeschoss. Dieser kompakte Raum mit seiner niedrigen Decke steht unter einer enormen Feuchtigkeitsbelastung. Glücklicherweise erwies sich unsere Sorge als unbegründet. Selbst wenn wir lange und ausgiebig kochen, führen die Umlufthaube und das Lüftungssystem die Kochdämpfe und überschüssige Feuchtigkeit ausreichend ab.“ Auch im ersten Sommer hat sich das neue Haus dank ausgeklügeltem Sonnenschutz bewährt: Selbst an sehr heißen Tagen überhitzte die Raumlandschaft nicht. Smart: Die Wärmepumpe trägt mit ihrer Kühlfunktion zum Komfort bei, während das Treppenhaus durch den Kamineffekt nachts passiv gelüftet wird. (fri)

DETAILARBEIT Das Reihenhaus wurde umfassend modernisiert, inklusive Böden, Wände, Decken, Fenster, Sanitär, Heizung und Einbauten.


BACKGROUND Im Lüftungssystem laufen alle Luftkanäle aus dem Badezimmer, der Küche und dem WC im Untergeschoss zusammen.
DACHLOGGIA

Harmonisch in das Dach integriert genießen die Bewohner im obersten Stockwerk einen kleinen Austritt ins Freie.


… FÜR EINE ENERGIEEFFIZIENTE, GESUNDE UND KOMFORTABLE SANIERUNG
1 | DÄMMUNG UND LÜFTUNG – HAND IN HAND Eine gute Dämmung spart Energie. Ein Lüftungssystem kann helfen, dass das Raumklima gesund bleibt. So verhindern Sie Feuchtigkeit und Schimmel.
2 | SONNENSCHUTZ UND WÄRME CLEVER
STEUERN Vermeiden Sie Überhitzung, indem Sie die Sonne vor den Fenstern blockieren –mit Textilscreens, Dachüberständen oder Bäumen. So bleibt es im Sommer kühl, im Winter nutzen Sie kostenlose Sonnenwärme.
| NACHHALTIGE MATERIALIEN WÄHLEN
Setzen Sie auf ökologische Baustoffe wie Holzfaserdämmung, Zellulose, Lehmputze oder Naturfarben. Sie verbessern das Raumklima und sind gut für die Umwelt.
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| WARTUNG UND INTELLIGENTES
NUTZERVERHALTEN Kontrollieren Sie regelmäßig Ihre Technik und steuern Sie Ihre Geräte smart. So bleibt Ihr Haus dauerhaft energieeffizient und komfortabel.


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Etwas lauert bei der Hausplanung immer im Verborgenen: das Unerwartete. FingerHaus sorgt mit persönlicher und kompetenter Beratung für Klarheit von Anfang an. Unsere Experten begleiten Sie mit Erfahrung und Verlässlichkeit –vom ersten Beratungsgespräch, über die Planung und den Bau, bis zum Einzug in Ihr Finger-Haus.
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HAUSBAU WAR NOCH NIE SO TECHNISCH AUSGEREIFT UND NACHHALTIG WIE HEUTE –TROTZDEM DÄMPFEN WECHSELNDE REGELN UND FRAGILE FÖRDERUNGEN DIE EUPHORIE VON BAUWILLIGEN. WAS LÄUFT GUT, WO BRAUCHT ES MEHR STABILITÄT –UND WELCHE ANTWORTEN MUSS DIE POLITIK 2026 „LIEFERN“?
VON DER VILLA ZUM MEHRFAMILIENHAUS Mit nachhaltigem Holzrahmenbau und vorgefertigten Elementen konnten hier zehn Wohnungen schnell entstehen, barrierefrei und flexibel nutzbar – ein anschauliches Beispiel, wie Nachverdichtung auf kleinem Grundstück funktioniert. Die Geschichte dahinter: Die einst wunderschöne Villa der Familie Häberle im Unterallgäu war in die Jahre gekommen, auch der große Garten mit Pool bedeutete zunehmend viel Pflegeaufwand für die knapp 80-jährige Mutter, die das 60er-Jahre-Haus mit vielen Treppen und Schwellen nach dem Tod ihres Mannes allein bewohnte. Renovieren war keine Option, eine Teilung nicht möglich. Die Lösung: Das Grundstück wurde genutzt, um ein Mehrfamilienhaus zu bauen – Mutter und beide Söhne besitzen jeweils eine Wohnung, die übrigen Wohneinheiten wurden zum Verkauf angeboten. Die Erdgeschosswohnungen sind barrierearm, altersgerecht gestaltet, mit zweiflügligen Fenstertüren zum großzügigen Außenbereich, schwellenlosen Holz-Terrassendecks, Lamellen-Sichtschutzwänden und Markisen für die oberen Etagen. Unter einer Glasüberdachung hat jede Wohnung ihren eigenen Eingang. Auf dem gleichen Grundstück, wo zuvor eine Person lebte, können heute rund 20 Menschen wohnen – schnell gebaut dank Vorfertigung und nachhaltig geplant im Holzrahmenbau. Baufritz



Heute,
morgen oder gar nicht? Haben wir noch den Mut, den Traum vom Haus anzupacken? Diese Frage beschäftigt die Gemüter – hitzig diskutierend am Küchentisch, grübelnd beim Notar oder stressgeladen direkt auf der Baustelle. Was sich Bauherren vor allem wünschen: Verlässlichkeit. Keine ständig wechselnden Regeln, keine Förderprogramme mit Ablaufdatum und keine Energiestandards, die sich schneller ändern als der eigene Baukalender. Wer baut, denkt in Jahrzehnten – und damit hat die Politik in den vergangenen Jahren gefremdelt. Die Hoffnung bleibt, auch weil der politische Wille da ist,
BAUHERREN-FAMILIE HÄBERLE

» WOHNRAUM IST KNAPP. UNS LIEGT VIEL AN NACHVERDICHTUNG. «



Impulse zu setzen. Förderprogramme wurden reaktiviert und an die Herausforderungen unserer Zeit angepasst. So gibt es mit dem KfW-Programm „Wohneigentum für Familien“ (KfW 300) weiter ein Instrument, das Familien beim Neubau klimafreundlicher Häuser unterstützt und dank zinsvergünstigter Kredite real entlastet. Parallel dazu hat die Regierung Fördermöglichkeiten für energieeffiziente Neubauten wie den Effizienzhaus-55-Standard im Dezember 2025 zumindest befristet wieder in Gang gebracht, um genehmigte Projekte zu realisieren und den sogenannten Bauüberhang zu verringern – jene hunderttausende Wohnungen, die zwar genehmigt, aber noch nicht gebaut sind.
Trotz positiver Ansätze bleibt vieles wackelig. Zwar stieg die Zahl der Baugenehmigungen zuletzt, bei Einfamilienhäusern etwa um rund 16 Prozent. Doch gemessen an den eigenen Zielen scheint das ernüchternd. Die Ampel-Koalition hatte sich das Ziel gesetzt, jährlich 400.000 neue Wohnungen entstehen zu lassen – ein Wert, der
mit zuletzt rund 216.000 erteilten Genehmigungen meilenweit verfehlt wird. Für viele Familien bleibt der Traum vom Eigenheim herausfordernd: Baukosten und Finanzierung lasten schwer. Hohe Preise und Zinsen setzen private Bauherren beim Hausbau unter Druck. Auch wenn Pandemie und Energiekrise hinter uns liegen, spüren wir ihre Nachbeben immer noch. Wer heute baut, rechnet aufs Komma genau, entscheidet bewusster und geht häufiger Kompromisse ein. Gleichzeitig zeigt sich: Bürokratie, Sonderregeln und uneinheitliche Vorschriften von Bundesland zu Bundesland machen die Planung vielerorts zum Kraftakt. Auch die Kluft zwischen Wohnungsbedarf und Bautätigkeit ist deutlich spürbar. In Städten wie Berlin, München oder Frankfurt übersteigt die Nachfrage das Angebot erheblich – und liefert eine Antwort darauf, warum bezahlbarer Wohnraum noch schwerer zu finden ist. Stand jetzt ist Deutschland weit von den Zahlen entfernt, die nötig wären, um strukturelle Engpässe zu beheben. Die Lücke zwischen Genehmigung und Umsetzung schafft aktuell einen Markt, in dem Bauherren zunehmend auf sich allein gestellt sind: Nach der Freigabe fehlt verlässliche Begleitung, während
MIT FLACHDACH Flachdachhäuser liegen im Trend, weil sie modernes Wohnen mit optimaler Raumausnutzung verbinden – wie dieses Haus für eine vierköpfige Familie aus Luxemburg zeigt. Das Gebäude fügt sich harmonisch in das Hanggrundstück ein und verfügt über eine weitläufige Terrasse mit idealem Ausblick. Dank des Flachdaches lassen sich Obergeschossräume ohne störende Dachschrägen optimal nutzen: Zwei große Kinderzimmer, das Elternschlafzimmer, Ankleide, Bad und ein zusätzlicher Hauswirtschaftsraum wirken großzügig, gleichmäßig proportioniert und lassen sich flexibel einrichten. Für die Bauweise setzt das Unternehmen auf Konstruktionsvollholz aus heimischen Wäldern. In Kombination mit digitaler Planung und präziser Vorfertigung entsteht ein Bausystem, das ökologisch und energetisch überzeugt und gleichzeitig viel Gestaltungsfreiheit bietet. Fingerhut Haus
HOLGER LINKE, GESCHÄFTSFÜHRENDER GESELLSCHAFTER VON FINGERHUT HAUS
SICH
EIN HAUS, DAS SCHLICHT UND MODERN IST, DABEI ABER FLEXIBEL BLEIBT, WENIG ENERGIE VERBRAUCHT UND SICH AN VERÄNDERTE LEBENSSITUATIONEN ANPASSEN KANN. DAS FLACHDACH BIETET DAFÜR DIE IDEALE GRUNDLAGE. «

Kosten-, Zeit- und Umsetzungsrisiken fast vollständig bei ihnen liegen. Und doch rückt in dieser schwierigen Phase das Einfamilienhaus wieder stärker in den Fokus – nicht als nostalgisches Ideal, sondern als Bauform, die vergleichsweise viel Gestaltungsspielraum bereithält.
Das Einfamilienhaus hat sich im positiven Sinn zu einem Experimentierfeld für neue Bauweisen, Standards und einen realistischen Umgang mit Kosten, Flächen und Technik gemausert. Jahrzehntelang galt: Größer, smarter und technischer ist besser. Dem begegnen heute Bautrends mit Reduktion, modularen Grundrissen, traditionellen Werkstoffen wie Holz oder Lehm und wiederentdeckten Low-Tech-Prinzipien. Und das gilt nicht als Rückschritt, sondern als Fortschritt. Politisch diskutierte Konzepte unterstützen das bereits: Mit dem sogenann-



TEIL DES BAUTEAMS, DACHDECKER JANEZ KRALJ
WÄRME AUS. DIE ARCHITEKTEN HABEN DAS HAUS HERVORRAGEND IN DIE LANDSCHAFT EINGEFÜGT. «




MINIMALISMUS MIT MEHRWERT Das Haus am Hang in Vinje, entworfen von Blaž Kandus und Kombinat arhitekti aus Ljubljana, zeigt, wie einfaches, funktionales Bauen ästhetisch und nachhaltig wirken kann. Das 18 Meter lange Wohnhaus kombiniert Ferien- und Familienhaus in einem und setzt auf einen klaren, geradlinigen Grundriss, der flexibel genutzt werden kann. Durch die Enfilade an der Südfassade lassen sich die Wohnräume mit Schiebetüren öffnen, während der Wohn-Ess-Bereich mit groß-

zügiger Raumhöhe überzeugt. Die Reduktion auf das Wesentliche zeigt sich auch im Werkstoff: Die Holzfassade und das „Prefalz“-Aluminiumdach fügen sich harmonisch in die Landschaft ein und unterstreichen den minimalistischen Ansatz. Das Gebäude ist ein gelungenes Beispiel dafür, wie durch bewusst einfache Konstruktion, klare Strukturen und gezielte Materialwahl moderne Einfamilienhäuser flexibel, langlebig und ressourcenschonend geplant werden können. Prefa



Vorher



EIN HAUS, UM DARIN ALT ZU WERDEN Die Villa aus den 1930er Jahren befand sich in einem veralteten Zustand. Aufgrund ihrer Hanglage und mit der Vision, ein langfristig nutzbares Heim für die vierköpfige Familie zu schaffen, erhielt sie den Namen „Bergheim Berlin“. Das Haus wurde von Grund auf modernisiert und energetisch saniert: Dach, Fassade, Heizung, Haustechnik und die Räume wurden komplett neu gestaltet. Ziel war es, das Haus zukunftsfähig zu machen und gleichzeitig die individuellen Ansprüche der Familie zu erfüllen. Langfristig zu planen war dabei entscheidend. Barrierefreiheit wurde von Anfang an berücksichtigt – mit Blick auf die regelmäßig besuchenden Eltern und auf das eigene Leben im Alter. Schwellenarme Zugänge, ein Aufzug im Haus und Bäder mit bodenebenen Duschen oder separatem Untergeschossbad sorgen dafür, dass das Haus flexibel, komfortabel und generationsübergreifend nutzbar ist. Geberit




MUTIG UND SETZT BEI ALLEM, WAS FEST VERBAUT IST, AUF QUALITÄT UND ZEITLOSE KLASSIKER. «
ten „Bau-Turbo“, der seit Ende 2025 im Baugesetzbuch verankert ist, sollen Planungs- und Genehmigungsverfahren beschleunigt werden. Kommunen erhalten die Möglichkeit, unter bestimmten Voraussetzungen von bestehenden planungsrechtlichen Vorgaben abzuweichen und Bauvorhaben schneller zu genehmigen –zum Beispiel ohne langwierige Änderungen von Bebauungsplänen. Ziel ist es, insbesondere den Wohnungsbau zu entlasten und Projekte zügiger in die Umsetzung zu bringen. Wie stark dieser Effekt tatsächlich ausfällt, hängt maßgeblich davon ab, ob und wie konsequent die Regelung vor Ort angewendet wird. Auch private Bauherren von Einfamilienhäusern können davon profitieren: Kleinere Projekte lassen sich unter Umständen schneller genehmigen, langwierige Abstimmungen entfallen, und Entscheidungen bleiben im unmittelbaren Einflussbereich der Bauherren. Dadurch sinkt nicht nur die Wartezeit, sondern auch das Planungsrisiko – besonders für Bauherren, die flexibel reagieren oder innovative Grundrisse, modulare Systeme oder Anpassungen im Bauverlauf umsetzen wollen. Politisch diskutiert wird der Bau-Turbo übrigens bereits seit 2023. Seine praktische Wirkung entfaltet er jedoch erst schrittweise. Der ebenfalls anvisierte „Gebäudetyp E“, der Bauherren mehr Freiheit von übererfüllten technischen Standards ermöglichen soll, befindet sich noch im Gesetzgebungsprozess – ein verbindlicher Rahmen wird frühestens 2026 erwartet. Für private Bauherren bedeutet das: Die Richtung stimmt,

spürbare Entlastungen entstehen aber nicht sofort, sondern zeitversetzt. Gerade deshalb bleibt das Einfamilienhaus eine Bauform, in der Innovation und individuelle Entscheidungen schneller zusammenfinden als in komplexen Großprojekten. Besonders sichtbar wird das in der Baupraxis: Serielle Fertigung zeigt, dass Qualität, Nachhaltigkeit und Wirtschaftlichkeit sich nicht ausschließen. In Werkshallen vorgefertigte Häuser werden auf der Baustelle effizient montiert – das spart Zeit, Kosten und Emissionen. Dass dabei häufig auf Holz gesetzt wird, ist kein Zufall: Der Werkstoff eignet sich ideal für modulare Prozesse, ist präzise vorfertigbar und bietet bauphysikalische Vorteile. Holz speichert CO2,



reguliert das Raumklima und schafft eine Wohnqualität, die Technik allein nicht leisten kann. Auch der Gebäudebestand profitiert von diesen Prinzipien. Aufstockungen oder Anbauten lassen sich passgenau realisieren, ebenso kann der Abriss eines nicht mehr zeitgemäßen Gebäudes und ein Neubau auf demselben Grundstück eine sinnvolle Nachnutzung sein. So wird Fläche effizienter genutzt, Infrastruktur bleibt erhalten und zusätzlicher Wohnraum entsteht ohne neue Versiegelung. Wirtschaftlich überzeugen kompakte Bauweisen und geringere Betriebs- und Instandhaltungskosten, nach-



MINIMALER FUSSABDRUCK Die einbeinige Hütte schwebt hoch über dem Lysefjord in Norwegen. Die voll ausgestattete, kompakte Unterkunft ist Teil der „The Bolder Sky Lodges“. Sie wurden bereits vom Forbes Magazine zu einem der 25 überraschendsten Schlafplätze der Welt gekürt. Und mit dem Ausblick von diesem atemberaubenden Standort ist man dem Schlafen in den Wolken so nah, wie es nur geht. Tom Norland kaufte die 170 Hektar unberührtes Land mit dieser einzigartigen Aussicht. Ursprünglich plante er, eine Reihe kleinerer Einsiedlerhütten zu bauen, erkannte jedoch bald, dass dieses Naturgrundstück etwas Eindrucksvolleres verdiente. Etwas Wagemutiges. „Meine Absicht war es, den Besuchern eine Reihe-1-Sitzplätze mit Blick auf einen der bekanntesten Fjorde der Welt zu bieten. Die Grenze zwischen Innen und Außen musste verschwimmen, um das Gefühl zu vermitteln, in der Natur zu schweben“, sagt Norland. Mit diesem Auftrag entwarf der Architekt John Birger Grytdal von Norgeshus einen zweistöckigen Würfel mit bodentiefen Fenstern, umhüllt von kanadischem Zedernholz, der auf einer Stahlstütze balanciert, die 3,5 Meter in den Boden gebohrt ist. Die Konstruktion minimiert den Eingriff in die Landschaft und zeigt, wie sich Architektur behutsam in die Natur einfügen kann. Die „Sky Lodge“ misst 22 Quadratmeter Wohnfläche und umfasst Küche und Essbereich, zwei Doppelzimmer sowie ein Badezimmer. Das Interieur ist sorgfältig auf die Aussicht abgestimmt: Dunkle Eichenwände
und -decken, Betonboden und eine dunkle Farbgestaltung dominieren den Raum. Die Einrichtung von Küche über Möbel und Beleuchtung bis hin zu Geschirr und Accessoires stammt von Vipp. Auch jenseits des beeindruckenden Panoramas setzt das Projekt wegweisende Impulse für die Zukunft des Wohnens: kompakte, hochfunktionale Räume, auf das Wesentliche reduziert; nachhaltige Materialien, ein minimaler Eingriff in die Natur und ein Design, das Innen- und Außenraum nahtlos miteinander verschränkt. So entsteht ein Wohnmodell, das zeigt, wie wir künftig leben könnten – ressourcenschonend, naturnah, flexibel und zugleich komfortabel. Unterm Strich eine Vision dafür, wie Architektur, Design und Lebensqualität harmonisch zusammenfinden können. Lust auf einen Besuch in der „Sky Lodge“? Unter www.thebolder.no lässt sich die Unterkunft für Ihren nächsten Urlaub buchen.














MIT EINLIEGERWOHNUNG Haus „Kaag“ verbindet klassische Villenarchitektur mit modernem Grundriss, nachhaltiger Haustechnik und durchdachten Wohnkonzepten. Das rund 32 Quadratmeter große Untergeschoss zeigt, wie private Bauherren zusätzlichen Wohnraum clever nutzen können. Ob als Einliegerwohnung für Gäste, als Homeoffice oder als Vermietung – hier entsteht ein eigener Rückzugsort mit separatem Eingang, der gleichzeitig Flexibilität und Mehrwert bietet. Eine Einliegerwohnung sammelt viele Pluspunkte: Gäste, Teenager oder ältere Familienmitglieder finden hier ihren eigenen Bereich, während Vermietung ein attraktives zusätzliches Einkommen ermöglicht. Die durchdachte Raumaufteilung sorgt dafür, dass das Untergeschoss hell, komfortabel und funktional gestaltet ist, sodass man sich hier genauso wohlfühlen kann wie in den großzügigen Familienräumen des Hauptgeschosses. Zusammen mit dem offenen Wohn-Ess-Bereich und der intelligenten Energieversorgung entsteht so ein zukunftsfähiges Zuhause, das sowohl ästhetisch als auch funktional überzeugt und die individuellen Bedürfnisse jeder Familie optimal erfüllt. Fertighaus Weiss



TIPP Wer beim Hausbau gleich eine Einliegerwohnung mit plant, spart im Vergleich zum späteren Ausbau oft Geld. Gleichzeitig lassen sich energieeffiziente Einheiten von der KfW mit zinsgünstigen Krediten von bis zu 150.000 Euro pro Wohneinheit fördern.
haltig der langfristig reduzierte Ressourcen- und Energiebedarf. Unabhängig davon rückt der Lebenszyklus in den Fokus: Wie anpassungsfähig ist ein Haus bei veränderten Lebensumständen? Wie dauerhaft verständlich und wartbar sind technische Lösungen? Im kleineren Maßstab lassen sich solche Fragen oft früh klären – etwa durch flexibel nutzbare Räume, die sich im Laufe der Zeit neu interpretieren lassen. Wohnbereiche können ihre Funktion wechseln, Einliegerzonen umgenutzt und Flächen wie Flure mehr sein als reine Erschließung, etwa als Arbeits- oder Aufenthaltsbereiche. Davon profitiert auch die soziale Dimension: Mehrgenerationenkonzepte oder kleine Wohncluster fördern Gemeinschaft und Nachbarschaft, ohne private Rückzugsräume aufzugeben. Bauen bedeutet heute, Räume zu schaffen, die mit dem Leben mitwachsen – flexibel, langlebig und offen für Veränderungen. (fri)

HUF Haus bedeutet freie Sicht ins Grüne, eine innige Verbindung mit der Natur, tägliches Erholungsprogramm für die Sinne - und umweltbewusstes Wohnen.
DER ALTE KOTTEN BEI MÜNSTER IST SEIT GENERATIONEN FAMILIÄRER MITTELPUNKT UND TEIL VON SEBASTIANS KINDHEIT. DANK EINER ENERGETISCHEN SANIERUNG HAT SICH DAS ERBE IN EIN MODERNES ZUHAUSE MIT GESCHICHTE VERWANDELT. Fotos: Brillux
BAUHERR SEBASTIAN LIEBT DIE OFFENE KÜCHE IM KOTTEN » HIER WIRD GEMEINSAM GEKOCHT, GESPIELT UND GEREDET.
WIR SITZEN DORT OFT STUNDENLANG MIT UNSEREM BESUCH. «
HARMONISCH Das grün-beige Farbkonzept zieht sich durch das Haus und zeigt, wie naturverbunden Sebastian und Yamel sind.


WOHLFÜHLZONE
Auch der gemütliche Wohnbereich lädt mit dem neuen Kamin zum Entspannen ein.


Wichtige Erinnerungen hängen für Sebastian an dem alten Kotten bei Münster: Als kleiner Junge hat er hier häufig seine Verwandtschaft besucht und viel erlebt. Seit 1950 ist das Haus in Familienbesitz und seitdem der Dreh- und Angelpunkt gemeinsamer Aktivitäten. Auch seine Großtante wusste um Sebastians Verbindung zu dem Grundstück und übertrug es ihm Jahrzehnte später. In einer aufwendigen energetischen Sanierung verwandelten Sebastian und seine Ehefrau Yamel das Familienerbe in ein modernes Zuhause voller Geschichte. Wer sich in Sebastians und Yamels Kotten – „kleines Wohnhaus“ im Mittelniederdeutschen – umschaut, der sieht ein modernes Heim mit wiederkehrendem Farbkonzept und ideal aufeinander abgestimmtem Mobiliar. Doch wer genauer hinsieht, findet auch einige historische Elemente, die sich aufgrund der liebevollen Restauration optimal in die modernen Räumlichkeiten einfügen. So erinnern beispielsweise die erhaltene Raumaufteilung, Schränke aus Massivholz sowie schwere Schiebetüren




1 | SEI HIER GAST
Angrenzend zum Gästezimmer ist ein Bad mit moderner Ausstattung für den Besuch vorgesehen.
2 | AUS EINEM GUSS
Naturmaterialien und eine bequeme Polsterlandschaft bestimmen das Ambiente im Wohnbereich.
| GROSSZÜGIG UND OFFEN Im einladenden Wohn-/Essbereich genießt das Paar Zeit zu zweit oder mit Gästen.
| PASSEN GUT
ZUSAMMEN Moderne und traditionelle Holzelemente vereinen sich im alten Kotten zu einer einzigartigen Eleganz.
an die Zeit von Sebastians Kindheit.Bis auf die steinernen Grundmauern ließen Sebastian und Yamel den alten Kotten zurückbauen. Das hatte auch energetische Gründe, denn das Paar legte Wert auf eine zeitgemäße Wärmedämmung. Mit dem Wärmedämm-Verbundsystem „Qju“ von Brillux fanden sie das passende Material, um die Fassade energieeffizient zu gestalten. Auch den ehemaligen Kamin ersetzten sie durch eine moderne, gläserne Alternative. Seine Bedeutung ist jedoch gleich geblieben: Häufig genießen Sebastian und Yamel die gemeinsame Zeit am Feuer, lesen ein Buch oder spielen Gitarre. „Wer braucht da schon einen Fernseher?“, lacht Sebastian. „Wir nutzen die Wand lieber für Fotos unserer unzähligen Reisen nach Lateinamerika.“ Die Erinnerungsstücke treten vor der ruhigen Wandgestaltung besonders klar hervor.
Ein strapazierfähiger Wandbelag bildet die Grundlage für glatte Oberflächen, ergänzt durch einen deckenden Anstrich mit feinem Erscheinungsbild. Ein warmer, sanfter Grünton verleiht den Räumen eine zurückhaltende Note. Diese zieht sich durch das gesamte Haus und harmoniert mit den natürlichen Sand- und Cremetönen der Inneneinrichtung. Auch das Holz der Deckenbalken und das Laminat in Holzoptik schaffen eine verbindende Konstante der Räume. Die Oberflächen erinnern an die umliegende Natur, die das Paar so liebt. „Weil ich aus einer
der größten Städte Mexikos komme, war das Leben auf dem Land etwas gewöhnungsbedürftig für mich“, erzählt Yamel. „Doch mittlerweile liebe ich die Ruhe dieser Umgebung.“
Geschichte und Modernität, Jung und Alt, mexikanisch und deutsch – der Kotten ist in Sebastians und Yamels Leben ein wichtiges Verbindungselement. Offen planten sie auch das Konzept der Räume und Inneneinrichtung. Deutlich zeigt sich das im großzügigen Wohn-/ Essbereich. Dieser bildet mit seiner Küche und der langen Tafel den zentralen Treffpunkt des Hauses. „Hier wird gemeinsam gekocht, gespielt und geredet“, sagt Sebastian. „Wir sitzen dort oft stundenlang mit unserem Besuch.“ Für die Unterbringung ihrer Gäste ist natürlich ebenfalls bestens gesorgt: Weil Yamels Familie aus Mexiko das Paar häufig besucht und es auch bei längeren Aufenthalten so bequem wie möglich haben soll, gestalteten die Hausbesitzer die Gästezimmer besonders schön. Das großzügige Zimmer mit Bett und Sofa im grün-beigen Stil der restlichen Räume lässt die Besuchenden sich richtig heimisch fühlen. Eine Digitaldrucktapete in Baumoptik holt die Natur ins Haus und schafft eine angenehme Wohlfühlatmosphäre. Angrenzend befindet sich ein helles und modernes Badezimmer: Die Gäste verfügen über einen eigenen Bereich, sodass sie auch bei längeren Aufenthalten Komfort genießen. (fri)

VINYL KREATIV KOMBINIEREN Die ChevronStäbe – hier „Eiche Oxford“ geschliffen – und die Fliesen – hier „Marmor Abbey weiß“ – setzen Akzente im Wohnraum. Parador/epr




BÖDEN UND MÖBEL PRÄGEN NICHT NUR DEN STIL EINES HAUSES, SIE BESTIMMEN, WIE WIR DARIN LEBEN. MIT LANGLEBIGEN, WOHNGESUNDEN MATERIALIEN SCHAFFEN SIE RÄUME, DIE GENERATIONEN ÜBERDAUERN.







PERFECT MATCH Wie schön Boden und Einrichtung harmonieren können, zeigt die organisch geformte Récamiere „Islet“ in Royalblau sowie ihr „Gegenspieler“ – ein Fliesenboden in schwarz-weißer Schachbrettoptik. Sofacompany
Parkett gilt als Fußboden der Könige. Sein royales Image stammt aus einer Zeit, in der nur Adelige ihre Paläste mit kunstvoll gearbeiteten Holzböden ausstatten konnten. Was einst reine Handarbeit war, entsteht heute in hochmodernen Fertigungsstraßen. Doch das Prinzip ist geblieben: Wissen über Holz, Respekt vor dem Material und der Anspruch an Dauerhaftigkeit. „In das ehrwürdige Handwerk ist schon lange Hightech eingezogen“, erklärt Michael Schmid, Vorsitzender des Verbands der Deutschen Parkettindustrie. „Holzmechaniker besitzen das gleiche Expertenwissen über Holz und seine Eigenschaften wie die alten Meister – nur arbeiten sie heute mit digital gesteuerten Anlagen.“ Genau darin liegt die Parallele zum modernen Hausbau: Zukunft entsteht dort, wo Tradition und Technik zusammenfinden. Wer heute baut, sollte nicht nur an Quadratmeter und Energiekennwerte denken, sondern an das, was täglich berührt, begangen und genutzt wird. Dazu ge-

BAHNENWARE Der Naturhaarteppich, erhältlich als Bahnenware, Fliese oder abgepasster Teppich, gibt durch seine griffige Rippenstruktur guten Halt. Auch die (Kinder-) Gesundheit profitiert: Die natürlichen Materialien nehmen bei Bedarf Feuchtigkeit aus der Umgebung auf und geben sie in trockenen Zeiten wieder an die Raumluft ab. Tretford
hören auch Böden und Möbel. Sie entscheiden mit darüber, ob ein Haus in Würde altert – oder schnell an Charakter verliert. Wertige Materialien, wohngesunde Oberflächen und langlebige Konstruktionen sind keine Frage des Luxus, sondern der Weitsicht.
Der Boden ist die größte zusammenhängende Fläche im Haus – und wird täglich beansprucht. Umso wichtiger ist es, seine Eigenschaften zu kennen und raumgerecht einzusetzen. Holz – als Massivdiele oder Parkett – gilt bis heute als der begehrteste aller Bodenbeläge. Nicht, weil es objektiv „besser“ wäre als jedes andere Material, sondern weil es Wärme, Natürlichkeit und Wertigkeit vereint wie kaum ein zweites. Ein Holzboden altert sichtbar, entwickelt Patina und erzählt Geschichte – er wird nicht einfach verbraucht, sondern lebt mit. Holz reguliert auf natürliche Weise die Luftfeuchte, nimmt überschüssige Feuchtigkeit auf und gibt sie wieder ab. Das
schafft ein ausgeglichenes Raumklima und wirkt sich positiv auf Gesundheit und Wohlbefinden aus. Voraussetzung ist allerdings, dass der Boden nicht mit dichten Lackschichten versiegelt wird. Wohngesund bleibt Holz vor allem mit offenporigen Oberflächen wie Öl oder Hartwachsöl. Sie schützen die Oberfläche, lassen das Material aber weiterarbeiten und verhindern, dass Emissionen im Raum entstehen. Geölte Böden lassen sich partiell ausbessern – ein Kratzer wird nicht zum Sanierungsfall, sondern zur Patina. Auch die Holzart spielt eine Rolle – ökologisch und funktional. Heimische Hölzer wie zum Beispiel Eiche, Buche, Esche oder Lärche sind besonders nachhaltig: kurze Transportwege, kontrollierte Forstwirtschaft und hervorragende


1 | DIELENCHARAKTER Der „Silentos“Laminatboden reduziert den Geh- und Trittschall dank integrierter Dämmung und sorgt so für eine entspannte Raumakustik. Der Boden ist PEFC-zertifiziert und in sechs Holzdekoren erhältlich. Logoclic/epr
technische Eigenschaften. Eiche gilt als robust und feuchteunempfindlicher, ideal für stark genutzte Wohnbereiche. Weichere Hölzer wie Kiefer oder Fichte wirken leichter und heller, zeigen Gebrauchsspuren schneller, lassen sich aber ebenso renovieren. Tropenhölzer sind aus ökologischer Sicht kritisch und sollten – wenn überhaupt – nur aus zertifizierten Quellen stammen. Kleines Manko von Holz: Es arbeitet, reagiert auf Temperaturschwankungen und Feuchtigkeit und ist empfindlicher gegenüber Kratzern. In Küche oder Badezimmer ist es daher nur mit guter Planung, fachgerechtem Aufbau und geeigneter Oberflächenbehandlung sinnvoll. Preislich liegt Holz im oberen Segment, rechnet sich jedoch über seine Lebensdauer. Ein Holzboden über-

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2 | ELEGANT & ZERTIFIZIERT Zusammen mit dem Zürcher Architekten und Designer Stephan Hürlemann entwickelte Bauwerk Parkett die Kollektion „Formpark“. Das Unternehmen verarbeitet ausschließlich Holz aus kontrollierter Forstwirtschaft. Bauwerk Parkett
| EINMAL IN XXL
Die großformatige Feinsteinzeugfliese „Ego“ lässt den Wohnraum noch größer wirken. Deutsche Fliese/Gepadi
| DOPPELT GUT Dank ihrer sehr guten Wärmeleitfähigkeit eignen sich Keramikfliesen für Fußbodenheizungen. Sie schaffen gesunde, langlebige Räume, die sowohl schön als auch komfortabel sind. Tile of Spain/epr
ITALIENISCHE HANDWERKSKUNST Böden von Herstellern wie Listone Giordano bringen die Schönheit von Massivholz ins Haus – wohngesund, designstark und atmungsaktiv. Listone Giordano

dauert mit der richtigen Pflege Generationen –und wird dabei schöner, nicht schlechter. Wer eine preisgünstige, pflegeleichte und dennoch stilsichere Alternative sucht, kann auf hochwertiges Laminat zurückgreifen.
Laminat ist holzbasiert, da seine Trägerplatte aus gepressten Holzfasern (HDF) besteht, und verbindet so den Look von Holz mit hoher Strapazierfähigkeit. Im Gegensatz zu Massivholz arbeitet Laminat kaum, reguliert die Luftfeuchte nicht und entwickelt keine Patina. Er lässt sich leicht reinigen und vergleichsweise einfach verlegen. Moderne Laminatböden imitieren Holz- oder Steinoptik täuschend echt. Damit ist es eine clevere Option für stark beanspruchte Räume oder Haushalte mit Kindern und Haustieren, die Stil, Funktionalität und Alltagstauglichkeit vereint.
Werfen wir einen Blick auf Kork. Er ist ein echter Allrounder: elastisch, leise, warm und von Natur aus antibakteriell. Ideal für Schlafräume, Kinderzimmer und Homeoffice. Er schont Gelenke und verbessert die Raumakustik. Moderne Korkböden sind robust und optisch vielseitig. Allerdings ist Kork druckempfindlicher als Stein oder Keramik und sollte in stark frequentierten
Bereichen gut versiegelt sein. Linoleum besteht aus nachwachsenden Rohstoffen wie Leinöl, Holzmehl und Jute. Es ist langlebig, pflegeleicht, hygienisch und wohngesund – ein Klassiker, der längst auch im Wohnhaus punktet. Außerdem reguliert es die Luftfeuchte und trägt so zu einem gesunden Raumklima bei. Nachteil: Der Werkstoff ist empfindlich gegen stehende Nässe und erfordert einen perfekt vorbereiteten Untergrund. Vinyl (LVT) hingegen ist aus Kunststoff gefertigt, extrem strapazierfähig und wasserfest, dafür weniger ökologisch und nicht atmungsaktiv. Für stark beanspruchte Bereiche wie Küche oder Bad kann Vinyl eine praktische Ergänzung sein, während Linoleum vor allem im Wohn- und Schlafbereich seine Stärken ausspielt. Keramik und Naturstein punkten mit Härte und Pflegeleichtigkeit. Sie sind ideal für Eingangsbereiche, Küche und Bad und harmonieren prima mit der Fußbodenheizung. Feinsteinzeug ist nahezu unverwüstlich. Naturstein wirkt besonders wertig, ist aber teurer und teils säureempfindlich. Beide Materialien sind fußkalt und akustisch hart – Textilien und Teppiche schaffen hier Balance.
Apropos Teppich: Als Flächenware verlegt, sorgt er für Ruhe, Wärme und eine hervorragende Akustik. Besonders in Schlafräumen und im Obergeschoss entsteht so eine spürbar behag-
MODULAR Das „Frame“-Regalsystem inszeniert Metall in verschiedenen Farben. Offene Fächer, Türen und variable Höhen machen es zur vielseitigen Wohnlösung – und zu einem charmanten
„Partner“ für Ihren Echtholzboden. Fantin



GEWUSST WIE Zeitgenössische Innenarchitektur lebt vom Zusammenspiel verschiedener Materialien. Hersteller wie Team 7 setzen bei ihren Möbeln bewusst kontrastierende Elemente zum Naturholz ein: Farbglas schafft klare, präzise Flächen und Keramik bietet als mineralischer Gegenpol eine matte, robuste Oberfläche. Team 7
UNSERE 5 WICHTIGSTEN CHECKPUNKTE FÜR BODEN & MÖBEL
1 RAUMPROFIL ANALYSIEREN:
• Welches Nutzungsverhalten erwartet der Raum? (Kinderzimmer: robust, leicht zu reinigen; Schlafzimmer: warm, ruhig; Küche/ Bad: feuchtigkeitsresistent)
liche Atmosphäre. Entscheidend ist das Material: Teppiche aus Naturfasern wie Wolle, Ziegenhaar oder Kokos sind wohngesund, feuchtigkeitsregulierend und langlebig. Wolle zeigt sich zudem schmutzabweisend und elastisch – ideal für Wohn- und Schlafbereiche. Sisal oder Kokos wirken puristisch und robust, eignen sich für Flur oder Arbeitszimmer, sind jedoch härter und feuchteempfindlich. Für Allergiker empfiehlt sich kurzflorige Ware mit Prüfsiegeln wie „Blauer Engel“ oder „GUT“. Moderne Naturfaserteppiche sind frei von problematischen Ausdünstungen und tragen aktiv zu einem gesunden Raumklima bei.
Möbel folgen denselben Prinzipien. Vollholz, Metall, Glas und hochwertige Stoffe altern würdevoll und lassen sich meist reparieren. Massivholzmöbel regulieren Feuchte und behalten ihren Wert. Pressspanmöbel sind günstiger, aber meist kurzlebig. Unser Tipp: Wer Kosten im Blick behalten muss, investiert in zentrale Stücke – Esstisch, Sofa, Bett – und ergänzt sie mit einfacheren Elementen. Planen Sie Boden und Möbel gemeinsam. Ein lebendiger Holzboden braucht ruhige Formen, ein kühler Steinboden gewinnt durch textile Möbel und Teppiche an Wärme. Wiederkehrende Materialien und Farben schaffen Harmonie. Fazit? Ein zukunftsfähiger Hausbau endet nicht bei der Gebäudehülle. Wer heute bewusst auswählt, wohnt morgen gesünder, schöner und nachhaltiger. Boden und Möbel sind die stille Architektur des Alltags – sie tragen, im wahrsten Sinne des Wortes, Ihr Leben. (fri)
• Bodenbeläge und Möbel darauf abstimmen, nicht umgekehrt.
2 MATERIALMIX GEZIELT EINSETZEN:
• Kombinieren Sie Holz, Kork, Linoleum oder Teppich für Wohnkomfort und Akustik.
• Robuste Beläge in stark beanspruchten Bereichen, wohngesunde Naturmaterialien in Ruhebereichen
LANGLEBIGKEIT & PFLEGE EINPLANEN:
• Massivholz, Kork und Naturfasern lassen sich mehrfach renovieren oder ersetzen.
• Laminat, Vinyl oder Feinsteinzeug punkten mit einfacher Reinigung.
WOHNGESUNDHEIT PRÜFEN:
• Achten Sie auf Prüfsiegel wie „Blauer Engel“ oder „eco-Institut“.
• Emissionsarme Kleber, Oberflächen und Teppiche reduzieren Schadstoffe im Raum. MÖBEL & BODEN HARMONISCH
ABSTIMMEN:
• Helle Böden: kräftige Möbel als Akzent, dunkle Böden: helle Möbel für Leichtigkeit im Raum
• Teppiche zonieren offene Grundrisse und verbessern die Akustik ohne permanente Veränderungen.












































































































• bei Kauf, bei Neubau • bei Umbau und Sanierung • bei der Bauabnahme




Die Bauherrenberatung im VPB: Kompetent, unabhängig und bundesweit an Ihrer Seite.








































NACHHALTIGKEIT
WIRD BELOHNT
Hersteller wie Kampa bauen auf Wunsch Häuser, die die Förderbedingungen erfüllen.
DER STAAT BELOHNT, WENN SIE BEIM HAUSBAU AUF ENERGIEEFFIZIENZ UND KLIMASCHUTZ ACHTEN. DIESE FÖRDERUNGEN GIBT ES BUNDESWEIT FÜR NEU GEBAUTE EINFAMILIENHÄUSER.
€ * Als Haushaltseinkommen gilt: Das zu versteuernde Einkommen des Antragstellers und ggf. des Eheoder Lebenspartners oder des Partners aus eheähnlicher Gemeinschaft oder deren im zukünftigen Haushalt wohnenden Eheoder Lebenspartner. / Das durchschnittliche Einkommen des vorletzten und vorvorletzten Jahres. / Das Einkommen, das als zu versteuerndes Einkommen im Einkommensteuerbescheid steht.
Diese zwei Neubau-Förderungen sind für private Bauherren interessant: der „Klimafreundliche Neubau“ (KFN) und die Familienförderung. Wer gefördert wird, darf sich Geld vom Staat leihen. Da die Zinsen der Förderung nicht zwangsläufig viel günstiger sind als die der Banken, fressen die Mehrkosten – es kostet Geld, die Förderbedingungen umzusetzen und einen Auditor zu beauftragen –das gesparte Geld oft wieder auf. Pauschal lässt sich daher für beide Förderungen nicht sagen, ob sie sich lohnen.
„KLIMAFREUNDLICHER NEUBAU“ (KFW-PROGRAMM 2 , 2 )
KFN: bis zu 100.000 Euro pro Wohneinheit leihen
Ein Haus wird zum „Klimafreundlichen Neubau“ (KFN), wenn es die Effizienzhaus-Stufe 40 erreicht – also sehr gut dämmt und wenig Energie verbraucht. Zudem darf es bei Bau, Betrieb und Rückbau nur wenig Treibhausgase verursachen und nicht mit Öl, Gas oder Biomasse beheizt werden. Wer die Bedingungen erfüllt, darf sich bis zu 100.000 Euro pro Wohneinheit leihen. Hier kann sich eine Einliegerwohnung lohnen, denn die zählt als zweite Wohneinheit.
Zweite Förderstufe: mit QNG bis zu 150.000 Euro leihen Es gibt eine zweite, strengere Förderstufe: das QNG-Siegel (Qualitätssiegel Nachhaltiges Gebäude). Für das gibt es bis zu 150.000 Euro pro Wohneinheit. Das Siegel bestätigt, dass sich das Haus in allen Nachhaltigkeitsaspekten belegbar abhebt. Das Siegel will beispielsweise wissen, ob Hölzer aus nachhaltiger Forstwirtschaft stammen, ob sich gefährliche Stoffe im Parkett verstecken oder ob Materialien recycelt werden können.
„WOHNEIGENTUM FÜR FAMILIEN“ (KFW-PROGRAMM 3 )
Sie haben Kinder unter 18 Jahren und Ihr zu versteuerndes Haushaltseinkommen liegt unter den hier angegebenen Werten? Wenn Bauherren zudem keine andere Immobilie besitzen (auch nicht innerhalb einer Erbengemeinschaft), dürfen sie sich mehr Geld leihen. Auch bei dieser Förderung müssen die oben aufgeführten Bedingungen eines „Klimafreundlichen Neubaus“ erfüllt werden.
Anzahl KinderMax. Haushaltseinkommen* Max. Kreditbetrag bei KFN Max. Kreditbetrag bei KFN mit QNG 1
ab 5
€ für jedes weitere Kind220.000 €
Zum Vergleich: nur „KFN“ oder Familienförderung
€
€
Sie bauen nicht neu, sondern renovieren?
Auch dafür gibt es Fördergelder. In unserem Podcast „hurra-wir-bauen“ erklären wir in Folge 28 die Bausteine der immer noch gültigen „Heizungsförderung“. Zudem erklären wir dort, welche weiteren Förderungen es für Renovierer gibt. Unseren Podcast finden Sie in unserer Mediathek auf hurra-wir-bauen und u.a. auf Spotify.

Sie haben Ihr Bauvorhaben bereits geplant? Es ist bereits genehmigt, sie haben es aber noch nicht begonnen? Dann bewerben Sie sich ganz schnell für die wieder aufgelegte „KfW 55“ Förderung. Aber Achtung: Die Fördermittel von 800 Millionen Euro sind begrenzt. Schnell sein lohnt sich! Um die Förderung zu erhalten, muss das Haus drei Bedingungen erfüllen. Es muss ein Effizienzhaus 55 sein. Das bedeutet: Im Vergleich zum Referenzgebäude des Gebäudeenergiegesetzes darf es nur 55 Prozent der Primärenergie verbrauchen und muss besser gedämmt sein. Zudem dürfen Sie nicht mit Öl oder Gas heizen. Außerdem muss eine gültige Baugenehmigung vorliegen, wenn Sie den Antrag stellen. Wer die Bedingungen erfüllt, darf sich bis zu 100.000 Euro zinsgünstig von der KfW-Bank leihen. Das Programm gilt für den Neubau inklusive Ersterwerb von Wohngebäuden und soll helfen, den Überhang an genehmigten, aber noch nicht errichteten Bauten abzuschmelzen. Und spätestens hier merken Sie: Private Bauherren können sich zwar für die Förderung bewerben, aber profitieren werden davon vor allem Bauträger... Das sogenannte Windhundverfahren drängt zur Eile, weil nur die Schnellsten zum Zuge kommen. Kaufentscheidungen müssen entsprechend schnell gefällt, Verträge und Anträge zügig unterschrieben werden. Trotz allem Zeitdruck: „Damit dabei keine gravierenden Fehler passieren, sollte man sich systematisch vorbereiten“, sagt Corinna Merzyn, Hauptgeschäftsführerin des VPB (Verband Privater Bauherren).
Ansonsten gibt es weiterhin die Förderung für „Klimafreundliche Wohngebäude (KFN)“. Ein Haus wird zum KFN, wenn es die Effizienzhaus-Stufe 40 erreicht – also sehr gut dämmt und wenig Energie verbraucht. Zudem darf es bei Bau, Betrieb und Rückbau nur wenig Treibhausgase verursachen und nicht mit Öl, Gas oder Biomasse beheizt werden. Wer die Bedingungen erfüllt, darf sich bis zu 100.000 Euro pro Wohneinheit leihen. Erfüllt das Haus zudem die strengeren Förderbedingungen des Qualitätssiegels Nachhaltiges Gebäude (QNG), darf man sich 150.000 Euro leihen (s. Tabelle).
Bei der Familienförderung muss das Haus dieselben Bedingungen wie beim KFN erfüllen. Zudem muss die Baufamilie mindestens ein Kind haben, das jünger als 18 Jahre ist. Außerdem darf das zu versteuernde Haushaltseinkommen bei einem Kind nicht über 90.000 Euro liegen. (Pro Kind steigt die Grenze um jeweils 10.000 Euro.) Hier darf man sich – je nach Anzahl der Kinder und QNG-Siegel – zwischen 170.000 und 270.000 zinsgünstig leihen. (mla)




























Riverside 33064084

Lagoon 33025665

Solario 33064093

Sundance Oak 33025674

Sunshine Oak 33159962

Twilight Oak 33025683


DAS PROSIEBEN-WISSENSMAGAZIN GALILEO STELLT EIN VISIONÄRES ZUKUNFTSHAUS VOR. DAFÜR WURDE EIN MUSTERHAUS ZUM BEISPIELHAUS UMGEBAUT. DAS GIBT ANREGUNGEN, UNS DEN ALLTAG ZU ERLEICHTERN SOWIE DIE ENERGIEUND PLATZPROBLEME DER ZUKUNFT ZU LÖSEN.
Fotos: SchwörerHaus


VORBILD Das Haus zeigt, wie smarte Technik im Alltag Kinder, Eltern und Senioren gleichermaßen unterstützt.



1 | GLATTGEBÜGELT
Ein Dampfschrank zur schonenden Auffrischung und Glättung von Kleidung gehört ab sofort zum Alltag.
2 | MOOSWAND FÜRS BAD Verbessert das Raumklima, wirkt beruhigend, reguliert die Luftfeuchtigkeit und bringt Frische ins Bad.

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| ERNTEGLÜCK Im Gartenschrank lassen sich frische Kräuter und Salate im Wohnraum anbauen – inklusive automatischer Bewässerung.
Vor dem Hintergrund von Wohnraummangel, demografischem Wandel, Digitalisierung, neuen Familienformen und ökologischen Herausforderungen stellt das ProSiebenWissensmagazin Galileo in einer fünfteiligen Serie das Haus der Zukunft vor. Sie ist kostenlos auf der Streaming-Plattform „Joyn“ veröffentlicht oder lässt sich auf YouTube abrufen. Im Schwörer-Musterhauszentrum Oberstetten entstand das visionäre Projekt: Ein bestehendes Gebäude am Hang wurde umgebaut und zum „Galileo-Haus der Zukunft“ voller Produktneuheiten transformiert – ein Modell für das Wohnen von morgen, in dem Technik, Gemeinschaft, Gesundheit und Nachhaltigkeit ineinandergreifen. Neben den Bau-Profis des Hausherstellers lieferten Architektin Anne Kozlowski, Expertin für modulares Wohnen und Platzoptimierung, SmartHome-Influencer Simon42 und Zukunftsforscher Harry Gatterer den Input.
Das Ergebnis: ein Wohnkonzept, das Trends wie Konnektivität, Neo-Ökologie, Social Cocooning, Sharing Culture und Healing Architecture umsetzt – inklusive MehrgenerationenModell. Der Umbau beweist: Die Zukunft liegt nicht zwingend im Neubau, sondern in der intelligenten Umnutzung vorhandener Gebäude. Fertighäuser in Holzbauweise bie -

ten dafür ideale Voraussetzungen dank weniger tragender Innenwände. Für das „Galileo-Haus der Zukunft“ wurde die Grundstruktur eines bestehenden Schwörer-Musterhauses genutzt und an neue Bedürfnisse angepasst – übrigens war das Musterhaus bei seiner Errichtung im Jahr 2006 auch ein Zukunftshaus, das seinerzeit erstmalig barrierefreie Gestaltung, Komfort und Wohnlichkeit unter einem Dach vereinte. Der ehemals klassische Zuschnitt wurde in flexibel nutzbare Zonen umgewandelt. Räume lassen sich multifunktional belegen, Möbel sind modular, auf Rollen oder ein- und ausfahrbar. Statt fester Trennwände definieren Einbauelemente und Stauraum-Möbel Zonen und Nutzungen. Die Geschossaufteilung berücksichtigt das Mehrgenerationenwohnen: So wurde das Untergeschoss am Hang für Großeltern transformiert. Im Erdgeschoss bietet das Haus nun Platz für eine vier- bis fünfköpfige Familie. Hier befindet sich mit dem multifunktionalen Livingbereich die Gemeinschaftsfläche für alle. Oben bietet ein Staffelgeschoss mit Sauna und Dachterrasse Raum für Wellness und gemeinschaftliche Aktivitäten.
RAUMNUTZUNG & EINRICHTUNG
Multifunktionalität und Platzsuffizienz sind Kern des Wohnkonzepts. Gemeinschaftlich wohnen wird als Stärke gezeigt: Wahlfamilie statt Vereinzelung, geteilte Zonen, private
Bereiche nach Bedarf. Die Kombination aus Co-Living, Rückzug, Kommunikation und generationsübergreifender Unterstützung ist Teil des gestalterischen Konzepts. Eine Kochinsel auf Rollen, verschiebbare Möbel, ein Modul-Sofa und ein ausziehbarer Familientisch zeigen, wie flexibel Flächen nutzbar sind. Das Eltern-Schlafzimmer wandelt sich temporär zum Sport- oder Arbeitsraum. Das Bett fährt dort unter die Decke, um Platz für Fitness-Training oder Homeoffice freizugeben. Activity-Spiegel mit Fitness-Displays bieten interaktive Yoga-Sessions, Meditation oder Krafttraining mit Echtzeitanalyse. Die Küche verbindet Technik mit Wohnlichkeit. Der smarte Backofen erkennt die Speisen per Kamera und stellt Programme, Temperatur und Kochdauer entsprechend ein. Beim intelligenten Kühlschrank beispielsweise schaltet die Tür bei Bedarf in den Transparentmodus („Insta View“), sodass man den Inhalt begutachten kann, ohne dass Kälte beim Türöffnen entweicht. Das Kochfeld verschmilzt bei Nicht-Nutzung mit der Arbeitsplatte aus Mineralstoff, um Platzgewinn und klare Gestaltung zu vereinen. Eine Portaltür ermöglicht es, dass alle Fronten geschlossen werden können und ruhig erscheinen. Die Dusche mit Akzentwand ist mit pflegeleichtem Plattenmaterial ohne Fugen ausgestattet.
LICHTBLICK Lichtakzente sind clever gesetzt: egal ob unter den Treppenstufen, am Geländer oder über der Garderobe.










AN ALLE GEDACHT Der Seniorenbereich im Untergeschoss wurde mit Parkettboden, einer Küche und Stauraumlösungen runderneuert.
Das Familienbad fördert Wohlfühlatmosphäre durch modernes Design in klarem Weiß, gepaart mit warmem Holz für den Waschtisch und einer sattgrünen Mooswand hinter der Badewanne.
Ökologie zeigt sich im gesamten Projekt nicht als Zusatz, sondern als Grundprinzip. Natürliche Materialien ohne chemische Zusätze wie Holz, Kork, Seegras, Hanf sowie echte Heu- und Blütentapeten prägen das Ambiente. Schadstoffgeprüfte Bau- und Ausbaumaterialien sowie zertifizierte Farben sorgen für ein gesundes Innenraumklima. Kontrollierte Lüftung mit Wärmerückgewinnung, CO2- und Feuchtigkeitsmonitoring sowie natürliche Tageslichtführung unterstützen Energieeffizienz und Wohlbefinden. Die Eigenproduktion von Solarenergie wird in einem innovativen Ansatz vorgestellt: über Solarmöbel auf der Terrasse. Eine Solarbank mit Pflanzkasten, ein Solarschirm und ein Solartisch, dessen Tischplatte im idealen Winkel zur Sonneneinstrahlung gekippt werden kann, sind quasi kleine mobile Stromkraftwerke. Besonderes Augenmerk gilt dem Wasser: Die bodenebene Dusche bereitet Wasser direkt im Nutzungsvorgang auf und hält es auf Temperatur. Nach drei Minuten Frischwasserzufuhr wird auf Wasserkreislauf umgeschaltet. Das bedeutet: ausführ-






NEUE STRUKTUR Große Veränderungen im Wohnbereich: Er ist kleiner und multifunktionaler, Möbel lassen sich verschieben.




Aus dem 24 Quadratmeter großen Schlafzimmer, entstanden mit Vorbauten für Stauraum zwei komfortable Kinderzimmer mit Einbaubetten und praktischer Schiebetür.




WAND AUS PILZMYZEL Pilzmyzel breitet sich in wenigen Wochen auf Holz- oder Hanffasern auf mehrere Quadratmeter aus und kann direkt in die gewünschte Form wachsen.

liches Duschen ohne schlechtes Gewissen. Auch das Waschbecken fängt das Wasser auf und leitet es an die Toilette, die mit Grauwasser bestens funktioniert. Das Gäste-WC mit Biotoilette funktioniert komplett ohne Spülung. Hydrotower ermöglichen den Anbau von Kräutern, Salaten und Erdbeeren, sowohl indoor als auch outdoor. Ein Gartenschrank mit automatischer Bewässerung und Belüftung kann eine vierköpfige Familie mit Gemüse versorgen. Eine Wand aus Pilzmyzel – ein Prototyp der Uni Kassel – zeigt das Potenzial zirkulärer Baustoffe, während Möbel und Flächen langlebig, reparierbar und multifunktional konzipiert sind.
Technologie tritt als Alltagsbegleiter auf – intuitiv, sprachgesteuert und nicht zum Selbstzweck. KNXbasierte Smart-Home-Steuerung als offenes System, das mit neuen Features erweitert werden kann, Präsenzsensorik und Szenenautomationen erleichtern den Alltag. Sprachassistenten kommunizieren bidirektional, Gardinen öffnen sich automatisch, die kontrollierte Lüftung sorgt für konstant hervorragende Luftqualität. Sicherheit umfasst smarte Schlösser mit Gesichtserkennung und einen Saugroboter, der mittels Kamera das Zuhause bei Abwesenheit überwacht. Eine gute Ausleuchtung mit LED-Strahlern für eine freundliche Grundbeleuchtung und dazu Akzentbeleuchtung unterstützt die Orientierung. Gesundheit wird bis ins Detail gedacht: So überwacht das Bett in der Seniorenwohnung den gesunden Schlaf. Genauer: Der Bettrahmen überwacht Atem und Bewegung und schlägt im Notfall Alarm. Eine KI-Matratze passt Härte und Neigung an, erkennt Schnarchen und optimiert Schlafphasen. Der Toilettensitz misst EKG und Harnwerte, überträgt Daten ans Wand-Tablet und warnt bei Abweichungen. Der Dampfschrank frischt Kleidung auf, ohne Wäschegang. Ein digitaler Bilderrahmen, Haustier- und Spielroboter bringen emotionale Unterstützung. Licht, Materialien und Möblierung fördern Heilung, Ruhe und Stressreduktion. Kurzum: Das Musterhaus stellt unzählige Möglichkeiten vor, wie wir schon heute zukunftsbewusst leben können. (fri)
FAMILIENFREUNDLICH
Erker, Dachgaube und ein großer Garten: Im neuen Haus gibt es genug Platz und gemütliche Rückzugsorte für die dreiköpfige Familie.



ENDLICH ANGEKOMMEN Sina und Jan König sitzen mit ihrem Sohn Lennart auf ihrem Lieblingsplatz: dem Sitzfenster im Wohnzimmer.

DIE BAUHERREN WAREN GROSSSTADTMENSCHEN. MIT DEM NACHWUCHS ÄNDERTE SICH ALLES UND SIE MACHTEN SICH AUF DIE SUCHE NACH EINEM EINFAMILIENHAUS IM GRÜNEN
Fotos: FingerHaus
Dutzende Restaurants um die nächste Ecke, Einkaufsläden in kürzester Fahrradnähe und 75-Quadratmeter-Wohnung für zwei: So genossen Sina und Jan König das Leben in Frankfurt am Main. Dann kündigte sich Nachwuchs an und plötzlich sah die Zukunft in der Wohnung ganz schön eng aus. Eine größere Bleibe in der Großstadt wäre zu teuer. „Mehr Platz bedeutete Dorf“, fasst Sina König sachlich zusammen. Trotzdem mussten sie sich mit dieser Idee erst einmal anfreunden, besuchten Musterhausparks zur Inspiration und begannen immer mehr, sich auf das Projekt Hausbau zu freuen.
Als sie sich in das „Sento 403“ verliebten, war das Hausmodell noch so neu, dass es nur auf dem Papier existierte. Keine Musterhäuser, keine bereits gebauten Versionen, doch die Zeichnungen reichten schon: Mit diesem Haus wurde die Zukunft im Dorf greifbar. 174 Quadratmeter, eine gemütliche Dachgaube, ein großes Fenster mit Sitzbank. Das Traumhaus
war gefunden. Zur gleichen Zeit lief die stressige Suche nach einem Grundstück. Sie fanden es schließlich 60 Kilometer von der Großstadt entfernt. Die Lage passte perfekt: 3.000 Einwohner, eine Grundschule für den Sohn ist in der Gemeinde, der Supermarkt auch. Jan König schmiedete bereits Pläne, in seiner Freizeit die Fußball-Bambinis zu trainieren. Also schickten sie die Bewerbung um den Bauplatz los und erhielten tatsächlich die Zusage.
Doch es gab ein Problem: Das Haus passte nicht zum Bebauungsplan. Für die 1,5 möglichen Geschosse hatte ihr Dachgeschoss ein paar Meter zu viel. Zum Glück ließ sich das Haus anpassen: Sie reduzierten den Kniestock, das gemütliche Sitzfenster wanderte in einen Erker im Erdgeschoss und brachte dort vier Quadratmeter Wohnfläche mehr. „Ich habe anfangs nicht gewusst, wie flexibel man ist oder welche Wände man noch schieben kann“, erzählt der Bauherr. Dem Paar war wichtig, dass das Haus perfekt zu ihnen passt und





HAUSTYP: Einfamilienhaus
WOHNFLÄCHE: 174 m²
DACH: Satteldach
BAUWEISE: Holzrahmenkonstruktion in Großtafelbauweise
Erdwärmepumpe & Fußbodenheizung
Photovoltaik-Anlage bereits vorbereitet
Smart Home für Rollläden, Licht und Einzelraumregelung für Heizen und Kühlen Kontakt? www.fingerhaus.de
GRUNDRISSE IM FERTIGHAUS LASSEN
SICH SEHR FLEXIBEL GESTALTEN. Tragende Wände sind planbar – spätere Anpassungen sind oft einfacher als gedacht.




nicht zu groß wird. Sie verkleinerten das Gästezimmer, planten eine Dusche im Gäste-WC ein und verlegten das Arbeitszimmer in das Dachgeschoss.
SELBST IST DIE BAUFAMILIE Das Paar wollte in ihrem finanziellen Rahmen bleiben. Dabei half Eigenleistung: Sie dämmten, schlossen die Decken, verlegten Laminat, malerten und kümmerten sich selbst um die Küche.

Die Bauherren interessierten sich von Anfang an für das Thema „Smart Home“ und nahmen das Ausstattungspaket mit. Rollläden und Licht steuern sie nun entspannt von jedem Raum aus, auch per Sprachbefehl. Geheizt wird mit Erdwärmepumpe. Die Bauherren freut, dass sie nicht auf Gas setzen müssen und so Geld und Zukunftssorgen sparen. Die Erdwärmepumpe nutzt die in der Erde gespeicherte Wärme und arbeitet so effizienter als eine Luft-Wärmepumpe. Sie kostet erstmal mehr, doch dafür sparen die Bauherren bei den laufenden Stromkosten. Gut so, denn die Photovoltaik-Anlage ist zwar bereits vorbereitet, aber noch nicht auf dem Dach. Das wird sich ändern, sagt Jan König. Spätestens, wenn das erste E-Auto vor der Tür steht. (tir)






Die smarte Wallbox zum Laden von Elektroautos für die rechtssichere Abrechnung der kWh bei Dienstwagen und für zukunftsorientierte Elektroautofahrer.
Schnelle Installation an jedem Standort (IP66) und komfortable Steuerung per App oder Browser (go-e Portal).






Kostenoptimiert laden mit PV-Überschuss (via go-e Controller oder anderem Energiemanagementsystem).
Kommunikation über WLAN, LTE, LAN. Hardwareseitig vorbereitet für bidirektionales Laden gemäß ISO 15118.



















DIE BAUHERREN WOLLTEN ZUKUNFTSSICHER BAUEN: DAS LICHTDURCHFLUTETE HAUS IST PERFEKT FÜR DEN DRITTEN LEBENSABSCHNITT VORBEREITET, LUXURIÖS UND ZUGLEICH UMWELTBEWUSST.
Fotos: Huf Haus

Nach vier gemeinsam gebauten Häusern und 45 Jahren Ehe brachte das Bauherrenpaar ungewöhnlich viel Erfahrung mit in den Hausbau: „Wir wussten genau, was in dieser Phase für uns wichtig ist“, erklärt der Bauherr. Das sind der Aufzug und die zwei Dachverglasungen, aber auch kleinere Details wie ein Wäscheabwurfschacht oder warmes Wasser im Außenbereich. Das Haus ist perfekt für die Zukunft vorbereitet: Schwellenlose Zugänge und eine Einliegerwohnung für Pflegekräfte oder Familie machen es barrierefrei und altersgerecht. Die nachhaltige Haustechnik, wie die Photovoltaik-Anlage, zwei
Wärmepumpen, Fußbodenheizung und die Ladesäule für das Elektro-Auto, erfüllt umweltbewusste Bauansprüche. Gesteuert wird die Technik durch das Smart-Home-System: „Uns geht es um die perfekte Mischung aus Komfort und Funktion“, schließen die beiden.
Die Bauherren lieben ihre Hauspflanzen so sehr, dass sie das Haus um sie herum geplant haben. Wenn sie ihr Zuhause betreten, empfängt sie ein Indoor-Pflanzgarten unter der Treppe. Überall
BLICKFANG Gardinen und Außenjalousien sorgen für Privatsphäre und sommerlichen Hitzeschutz in dem lichtdurchfluteten Glas-Fachwerkhaus.

NACH MASS Das gesamte Haus ist mit maßgeschreinerten Einbaumöbeln der Möbelmanufaktur „StilART“ ausgestattet. Einrichtungshighlight: Die moderne Küche mit Kochinsel.
HAUSTYP: Einfamilienhaus mit Einliegerwohnung
WOHNFLÄCHE: 433 m²
DACH: Satteldach
BAUWEISE: Glas-Fachwerkhaus
Barrierefreie Zugänge & Aufzug
Einliegerwohnung für Pflegekräfte oder Familie
Smartes Energiemanagement-System Kontakt? www.huf-haus.de
SCHON GEWUSST?
HOLZFERTIGBAU IST BESTENS FÜR
SMART-HOME-TECHNIK GEEIGNET. Leitungen, Sensorik und Technik lassen sich sauber und unsichtbar integrieren.
LICHTLIEBE Tagsüber fällt viel Licht durch die großzügigen Verglasungen. Nachts sorgen die Pendelleuchten für gemütliche Beleuchtung.


NEXT LEVEL sind die Sauna mit Fernblick und eine Duschrückwand aus brasilianischem Granit mit integrierter Lichtinstallation.


gibt es großzügige Fenster, die die Pflänzchen mit Tageslicht versorgen. „Wir haben sogar im Abstellraum Oberlichter eingeplant, damit es dort hell genug ist, um Pflanzen zu überwintern“, ergänzt die Bauherrin. Nicht nur die Pflanzen genießen die Sonne, auch die Bauherren wollen es überall hell: „Selbst das Badezimmer ist mit einer Glastür versehen, damit wir dort Offenheit und Licht haben“, erklärt die Bauherrin. Wie das mit der Privatsphäre funktioniert? Ganz einfach: Dusche und Sauna verstecken sich in Nischen, die Toilette in einem Nebenraum.
Die Einliegerwohnung im Kellergeschoss ist gefragt: Die Familie der Bauherren kommt häufig zu Besuch. Die meiste Zeit verbringt der Besuch aber oben bei den Bauherren. Die moderne Küche kommt dann richtig ins Brummen: „Eine zusätzliche Kochinsel mit Holztheke hatten wir zuvor noch nie – und wir bereuen es keine Sekunde“, freut sich die Bauherrin. Die große Familie war Teil der Planung. Überall im Haus gibt es Platz für gemeinsame Familienmomente: Am großen Esstisch, auf der umlaufenden Terrasse mit Blick in den insektenfreundlichen Staudengarten oder hinter dem Haus mit einem Gemeinschaftsplatz um die Feuerschale. (tir)


MAXIMALE WOHNQUALITÄT Wintergeschlagenes Mondholz ist dämmend, feuchtigkeitsregulierend, fest und widerstandsfähig.




IHR WOCHENENDHAUS MIT VOLLHOLZELEMENTEN VON HOLZIUS BIETET EINEM EHEPAAR AUS HAMBURG DEN PERFEKTEN RÜCKZUGSORT. Fotos: Andrea Kumm
Ein Steg im Wasser, direkter Seezugang, ein wohngesundes Haus im Wald – für viele ein Traum, für ein Gastronomen-Ehepaar heute Realität. Nach intensiven Jahren im eigenen Restaurant in Hamburg wuchs der Wunsch nach Rückzug und Entschleunigung. Über Freunde fanden sie ein Seegrundstück mit einem Bungalow aus den 1960er-Jahren. Der Kauf war schnell besiegelt, doch das Gebäude war in die Jahre gekommen: Statt Waldluft roch es nach Ölheizung. Zwei Jahre später fiel die Entscheidung, neu zu bauen – nach eigenen Vorstellungen. Von Beginn an sollte kein gewöhnliches Haus entstehen. Der Rückzugsort sollte sich selbst zurücknehmen und harmonisch in die Natur einfügen. „Wir wollten den Naturbaustoff Holz bestmöglich einsetzen und möglichst wenige andere Materialien verbauen. Unser
Ziel war praktischer Minimalismus für maximale Lebensqualität.“ Die Wahl fiel auf ein Vollholzhaus aus Mondholz – im Winter geerntetes Holz, das besonders formstabil, widerstandsfähig und langlebig ist. Über BALCK Naturhaus kam der Südtiroler Holzbauspezialist holzius ins Projekt. Die patentierten, werksseitig vorgefertigten Vollholzelemente kommen ohne Leim und Metall aus und nutzen die natürlichen Eigenschaften des Holzes: Quellen und Schwinden werden nicht unterbunden, sondern konstruktiv eingebunden. So entstehen stabile, wohngesunde Wand-, Decken- und Dachelemente in Sichtqualität – schnell montiert, effizient gebaut, dauerhaft schön. Eine planerische Herausforderung war der Bebauungsplan: Nur 50 Quadratmeter Grundfläche waren erlaubt. Die Lösung: eine zusätzliche halbe Etage unter einem gedrehten
Dach. Unten liegen Wohnraum, offene Küche und Bad, oben Schlafzimmer und Bad. Zentrum des Hauses ist der massive Betonsteinofen, der mit einem Feuer das gesamte Gebäude für bis zu zwölf Stunden wärmt. Das Brennholz stammt aus dem eigenen Wald. Den Abschluss bildet eine karbonisierte Holzfassade nach japanischer Technik. Durch gezieltes Flämmen wird das Holz widerstandsfähig – ganz ohne Lacke oder Öle. Das Haus fügt sich so selbstverständlich in die Umgebung ein. Heute ist das Mondholzhaus Teil der Lebensweise der Bauleute: einfach, natürlich, entschleunigt. Gemüse wächst im Garten, gekocht wird in der Wohnküche oder draußen. Mittlerweile waren viele Nachbarn zu Besuch – auch, um das wohngesunde Wochenendhaus mit den Vollholzelementen aus Mondholz genau begutachten zu können.
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SIE BUDGET UND DESIGN IM BLICK.
Fotos: Danwood Family

HAUSTYP: Einfamilienhaus
WOHNFLÄCHE: 145 m²
DACH: Walmdach
BAUWEISE: Holzfertigbau
Effizienzhaus 40 im Standard
Optional Effizienzhaus 40 Plus oder QNG-Siegel
Planbar mit Online-Hauskonfigurator Kontakt? www.danwoodfamily.de
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SCHON BEIM PLANEN LOHNT ES SICH, ALLTAGSSZENARIEN GEDANKLICH DURCHZUSPIELEN. So erkennen Sie unpraktische Verkehrsflächen oder fehlende Steckdosen, bevor Wände stehen und Änderungen im Nachgang teuer werden. Auch Möbel-Skizzen helfen.
1 | FÖRDERFÄHIG Durch die Energieeffizienzklasse entsteht ein finanzieller Spielraum, der die Finanzierung der Stadtvilla erleichtert.
2 | PLATZ GENUG Auf zwei Geschossen präsentiert sich eine moderne Wohnlandschaft, die Raum für individuelle Wünsche lässt.

on außen zeigt das „Family 144“ eine feine Stadtvilla: weiße Fassadenflächen, graue Akzente, ein dunkles Dach. Photovoltaik-Module sind sichtbar integriert. Damit wurde aus dem Effizienzhaus-Standard 40 ein Effizienzhaus 40 Plus. Für Bauherren bedeutet das: niedriger Energieverbrauch, geringere Nebenkosten, ein nachhaltiges Raumklima – und Zugang zu staatlicher Förderung. Genau darin liegt die Stärke des „Family“-Programms. Es richtet sich an Familien, die ein nachhaltiges Holzfertighaus suchen, das statt vielen Individual-Optionen mit durchdachten Ausstattungspaketen punktet. Diese lassen sich online im digitalen Hauskonfigurator zusammenstellen: Fliesen, Sanitärelemente, Elektroanschlüsse – alles mit Preisangabe. Auch von innen überzeugt das Haus: Das Erdgeschoss bietet einen großen Wohnbereich. Ein Zimmer mit knapp elf Quadratmetern ist als Arbeitszimmer eingerichtet: Es könnte ebenso als Gästezimmer genutzt werden – der Grundriss bleibt flexibel. Ergänzt wird die Etage durch ein Gäste-WC und den Technikraum. Dort ist die Haustechnik gebündelt: Luft-Wasser-Wärmepumpe, Fußbodenheizung in allen Räumen, zentrale Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung. Das „Family“-Technikpaket gehört hier zum Standard. Das Obergeschoss umfasst drei Schlafzimmer mit Flächen zwischen zwölf und 15 Quadratmetern. Ein besonderes Detail sind die beiden begehbaren Ankleidezimmer – vier und sechs Quadratmeter groß, ausgestattet mit offenen Regalsystemen. Das Bad mit knapp neun Quadratmetern ist so konzipiert, dass mehrere Personen es gleichzeitig nutzen können. (fri)
ALLE ZUSAMMEN Am großen Esstisch treffen sich große und kleine Bewohner.
FÜR FAMILIEN Das Badezimmer verfügt über eine bodengleiche Dusche, eine Badewanne und einen praktischen Doppelwaschtisch.

DANK SEINES L-FÖRMIGEN GRUNDRISSES SCHMIEGT SICH DAS KUNDENHAUS
„INGOLSTADT“ GEKONNT IN SEINE HANGLAGE. ENTSTANDEN IST EIN WOHNGESUNDES UND DESIGNORIENTIERTES ZUHAUSE FÜR DIE GANZE FAMILIE.
Fotos: Sonnleitner


ELEGANTE SYMBIOSE Holz und Feinsteinzeug bilden im Bad eine gelungene Kombination aus warmen und puristisch modernen Akzenten.
MODERNES INTERIOR Die Kücheninsel rückt im offenen Wohn-/Essbereich ins Zentrum, begleitet von Holz an Boden, Wand und Decke.

VORTEILE NUTZEN Der L-förmige Grundriss trennt Wohn- und Privatbereiche und bildet einen geschützten Gartenbereich.




GARAGE KLUG INTEGRIERT Die anspruchsvolle Topografie des Grundstücks erforderte eine Garage im Kellergeschoss, da eine ebenerdige Zufahrt nicht möglich war.
HAUSTYP: Einfamilienhaus
WOHNFLÄCHE: 183 m²
DACH: Satteldach
BAUWEISE: Massivholzbau
Luftwärmepumpe, Fußbodenheizung und Photovoltaik
L-förmiger Grundriss ideal für Hanglage
Massive, diffusionsoffene Bauweise Kontakt? www.sonnleitner.de
ES FREIZUSETZEN. Jeder Kubikmeter Holz bindet langfristig Kohlendioxid aus der Atmosphäre – ein echter Klimavorteil.
DREI ETAGEN WOHNGLÜCK Highlight? In jedem Kinderzimmer gibt es unter dem Dach eine eigene Hoch- oder Spielebene.



Eine durchgehende Massivholzfassade aus naturbelassener Lärche prägt das Haus auf den ersten Blick. Die Blockbohlen erhalten durch eine lineare 3D-Bearbeitung eine filigrane, zeitgemäße Struktur, die dem Gebäude Tiefe und Eleganz verleiht. Anthrazitfarbene Fenster- und Türelemente unterstreichen die klare Architektursprache. Große Fenster und ein schlanker Dachüberstand betonen die horizontale Linie des Hauses und lassen viel Tageslicht ins Innere. Die schwierige Hanglage des Grundstücks ließ sich durch eine smarte Garagenlösung im Kellergeschoss lösen, da eine ebenerdige Zufahrt nicht möglich war – funktional, platzsparend und architektonisch sauber integriert, präsentiert sich heute ein gut durchdachtes Familiendomizil.
Weiße Wandflächen treffen im Inneren auf warmes Holz. Die offene Raumgestaltung schafft fließende Übergänge zwischen den einzelnen Wohnbereichen. Im Zentrum des L-förmigen Grundrisses befindet sich die individuell geplante Küche. In matt-schwarzem Design mit Holzakzenten bildet sie einen spannenden Kontrast zur ansonsten warmen Umgebung. Die Winkelanordnung des Grundrisses trennt Schlaf-, Wohn- und Arbeitsbereiche klar voneinander, während die Küche als verbindendes Element fungiert. Der offene Sichtdachstuhl im Wohnzimmer zaubert ein luftiges, großzügiges Ambiente. Ein integriertes Sitzfenster setzt gemütliche Akzente mit Blick ins Freie. Im Obergeschoss befinden sich die privaten Rückzugsräume der Familie: das Elternschlafzimmer, zwei Kinderzimmer sowie ein großes Bad. Auch hier prägen große Fenster, helle Wandfarben und warme Holzoberflächen die Atmosphäre. Ein besonderes architektonisches Detail ist der Sichtdachstuhl, der durch eine integrierte LEDBeleuchtung gezielt in Szene gesetzt wird. So entsteht eine atmosphärische Ambientebeleuchtung, die den Wohnraum abends in ein ruhiges, behagliches Licht taucht und die Holzarchitektur sichtbar macht.
Auch die jüngsten Bewohner profitieren von der durchdachten Planung: Jedes Kinderzimmer verfügt im Firstbereich über eine eigene Hoch- oder Spielebene, die über eine Leiter erreichbar ist. Diese zusätzliche Ebene erweitert die nutzbare Raumhöhe und schafft vielseitige Nutzungsmöglichkeiten – als Schlafpodest, Spielbereich oder persönlicher Rückzugsort. So wird die Raumlandschaft nicht nur funktional vergrößert, sondern auch kindgerecht und fantasievoll gestaltet – ein smartes Detail, das zeigt, wie Architektur auch auf individuelle Lebensphasen reagieren kann. (fri)
FÜR JUNG UND ALT Zusammen mit ihren Eltern und ihrer Nichte lebt Bauherrin Jessica Caprez im neuen Zuhause.


WAS MACHT EINE PASSIONIERTE INNENAUSSTATTERIN, WENN SIE EIN FERTIGHAUS BAUT?
EIN PARADIES GANZ AUS HOLZ, NACHHALTIG, INDIVIDUELL UND WOHNGEMÜTLICH –UND DAS AUCH NOCH FÜR DREI GENERATIONEN. Fotos: Regnauer
&
HAUSTYP: Mehrgenerationenhaus
WOHNFLÄCHE: 202 m²
DACH: Flachdach
BAUWEISE: Massivholz-Riegel-Konstruktion
Flexibles Wohnkonzept für Mehrgenerationenwohnen
Wärmepumpe, 35 Quadratmeter große Photovoltaik-Anlage
Barrierefreie Planung inklusive Aufzug Kontakt? www.regnauer.de
Jessica Caprez hat ein gutes Händchen fürs Einrichten und Gestalten. Sie unterstützt mit ihrem Unternehmen Work in Progress Architekten und Bauherren bei der Innenarchitektur ihrer Projekte. Ihr Meisterstück hat die Schweizerin nun mit ihrem eigenen Zuhause geliefert, einem Regnauer-Vitalhaus für drei Generationen: Die Eltern der Kreativen leben im Erdgeschoss, sie selbst bewohnt den ersten Stock – mit eigenem Zugang. Und im Untergeschoss hat sie für ihre Nichte gerade den FitnessRaum in ein Studio verwandelt. So kann auch die Jüngste unter dem gemeinsamen Dach der Großfamilie ihre Studentenzeit verleben. Ebenfalls mit eigenem Eingang. Der Flachdachbau, der auf einem Hanggrundstück direkt
am Waldrand von Founex steht, ist nicht weiß, sondern Off-White gestrichen, um mit dem nahen Wald optisch zu verschmelzen.
EIN HAUS, DREI PARTEIEN, DREI ZUGÄNGE
Ein Lift verbindet die drei Wohneinheiten miteinander, sodass die Bewohner ein barrierefreies Zuhause genießen. Fließende Übergänge und offene Zonen sind auf allen Ebenen zu finden. Und es gibt noch mehr smarte Planungsideen: „Tote Räume mag ich nicht. Ich möchte, dass jeder Raum wirklich täglich genutzt wird“, sagt Caprez und entwickelte aus diesem Wunsch heraus eine ausgeklügelte Badezimmeridee: Die Bäder im Erd-
geschoss und im ersten Stock sind sowohl vom Schlafzimmer als auch vom Flur aus begehbar. Dabei kombinieren sie eine zentrale Duschzone im Zentrum mit zwei rechts und links davon angeordneten Toiletten- bzw. Waschbereichen, die individuell abschließbar sind. Eine der beiden Toiletten kann, wenn nötig, als Gäste-WC genutzt werden. In der übrigen Zeit dient sie als privates Bad. Neben dem Wohnzimmer ist jeweils noch Platz für eine Büroecke, die sich auch als Gästezimmer nutzen lässt. Abgesehen von diesen separaten Räumen sind beide Geschosse als großzügig ineinander fließende Wohnräume mit Ess- und Kochecke geplant. Neben dem mit reichlich Tageslicht versorgten, ehemaligen Fitnessraum im untersten Stock, nutzt die Bauherrin einen weiteren großen Raum als Atelier.
„So ist es perfekt für alle drei Generationen“, freut sich die Bauherrin, die natürlich die Innenarchitektur der Wohnungen gestaltet hat. Sandfarbene Kolorierungen und Erdtöne mit roten Akzenten für die ältere Generation, passend zu den Masken, Statuen und Teppichen, die die Eltern von vielen Reisen mitgebracht haben. Grau, Blau und Gelb für die eigene Wohnung, Einbauschränke für alle. „Die Farbstimmung drinnen deckt sich jeweils mit der draußen, unten mit den Farben des Waldes und der Wiese, oben mit den Farben des Himmels und der Sonne“, erklärt die Bauherrin. Alle Wohnungen im Haus sind bar-
FERTIGHÄUSER AUS HOLZ SIND
EXTREM LANGLEBIG. Bei guter Planung und Pflege erreichen sie problemlos eine Lebensdauer von weit mehr als 100 Jahren.

rierefrei gestaltet. Clever: Die „Silence“-Decke stellt sicher, dass sich die Bewohner untereinander nicht akustisch gestört fühlen. Eine Wärmepumpe versorgt das Haus mit energieeffizienter Heizenergie. Optische Wohlfühlwärme spenden zwei Kaminöfen, während eine 35 Quadratmeter große Photovoltaik-Anlage auf dem Dach das Haus mit Strom beliefert. (fri)
BLEIBEN Erdtöne sind im elterlichen Geschoss fast überall zu finden.


VOM FACH Mit viel Fingerspitzengefühl und Expertise hat die Bauherrin ihr InteriorKonzept umgesetzt.


NATUR IM BLICK
Ihr idyllisch gelegenes Hanggrundstück befindet sich direkt am üppig grünen Waldrand von Founex.

MASSIVE BLOCKHÄUSER SPEICHERN WÄRME UND FEUCHTIGKEIT UND GEBEN SIE ZEITVERZÖGERT AB. So bleibt das Raumklima ausgeglichen, selbst wenn Heizung oder Lüftung genutzt werden – für natürliche Behaglichkeit ohne zusätzliche Technik.


HIER TRIFFT MODERNE ELEGANZ AUF NORDISCHEN STIL: DAS BLOCKHAUS „REX“ ÜBERZEUGT MIT BARRIEREFREIER BAUWEISE, KOMPAKTEM GRUNDRISS UND NACHHALTIGEN WERKSTOFFEN.
Fotos: LéonWood

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1 | FARBE BEKENNEN
Die Küche in L-Form punktet mit viel Arbeitsfläche und setzt mit Farbe Akzente.
2 | WOHLFÜHLZONE
Der offene Wohn- und Essbereich mit angrenzender Küche bildet den Mittelpunkt des Hauses.
| PLATZ GEMACHT
Viel Bewegungsfläche bietet der Eingangsbereich. Ein breiter Flur führt zu den Räumen.


1 | AN ALLE GEDACHT
Mit Dino-Tapete und gemütlicher Holzwand fühlen sich auch die Kleinsten im Haus rundum wohl.

BEISPIEL GRUNDRISSE
2 | WELLNESS Highlight im Bad ist die freistehende Wanne. Große Fliesen und viel Holz prägen das Ambiente.

HAUSTYP: Bungalow
WOHNFLÄCHE: 141 m²
DACH: Satteldach
BAUWEISE: massive Holzblockbauweise
PREIS (BAUSATZ): ab 122.300 € (Wandausführung BIO-Doppelwand, schlüsselfertig auf Anfrage)
Wandausführung aus massiver Lärche und Fichte, Korkdämmung
Ebenerdige Bungalow-Bauweise
Konstruktiver Holzschutz durch große Dachüberstände Kontakt? www.leonwood.de
eine klare Architektur macht das ebenerdige Blockhaus „Rex“ zu einer unaufgeregten Wohnwelt für die ganze Familie. Warmes, rötliches Lärchenholz für die Außenschale dominiert die Optik – ergänzt durch weiße Dachbalken, Fenster- und Türrahmen sowie eine passende Eingangstür. Das flach geneigte Satteldach betont die horizontale Linienführung, während große Dachüberstände zuverlässig Schutz vor Wind und Wetter bieten. Die Giebel sind mit waagerechter Stülpschalung aus Lärche versehen. Zahlreiche Fenster und Terrassentüren – ohne Sprossen – sorgen für viel Tageslicht im Wohnraum. Zwei Terrassen, vom Wohnzimmer und der Küche aus begehbar, erweitern die Raumlandschaft ins Freie. Auf einer rechteckigen Grundfläche genießen die Bewohner 141 Quadratmeter Wohnfläche für individuelle Wünsche.
Im Inneren lässt sich das dänische Hygge-Lebensgefühl hautnah erleben. Natürliches Holz, Licht und moderne Elemente schaffen eine wohlig-warme Atmosphäre. Der offene Wohn- und Essbereich mit angrenzender Küche bildet das Herzstück des Hauses. Drei Schlafzimmer, ein modernes Bad, ein weiteres WC sowie Abstell- und Technikraum bieten großzügigen Wohnkomfort. Praktisch: Über eine Bodenauszugstreppe lässt sich der Stauraum im Dachstuhl bequem erreichen. Eine Doppelwand aus massiven Fichten- und Lärchenbohlen mit Korkdämmung bietet sehr guten Wärmeschutz. Dreifachverglaste Holzfenster und Terrassentüren unterstützen das nachhaltige Energiekonzept. (fri)
AUS EINEM MEHR ALS 100 JAHRE ALTEN HÄUSCHEN ENTSTEHT EIN LICHTDURCHFLUTETES ENSEMBLE, DAS WOHNEN UND ARBEITEN VEREINT. DER ANBAU VERBINDET
TRADITION UND GEGENWART ZU EINEM ARCHITEKTONISCHEN HIGHLIGHT. Fotos: Baufritz


ABSCHALTEN & GENIESSEN Mit Blick ins Grüne punktet das Wellness-Bad zu jeder Tageszeit.
DATEN & FAKTEN!
HAUSTYP: Anbau an bestehendes Gebäude
WOHNFLÄCHE: Anbau 139 m², Bestand 126 m²
DACH: Flach/Satteldach
BAUWEISE: Holztafelbau mit Großelementen
FIT FÜR DIE ZUKUNFT
Jedes Holzhaus des Herstellers bindet bis zu 40 Tonnen CO 2
Biologische Naturdämmung aus Hobelspan
Elektrosmog-Schutztechnik, abgeschirmte Leitungen
Kontakt? www.baufritz.com

FERTIGHÄUSER HABEN EINE SEHR KURZE BAUZEIT. Durch Vorfertigung im Werk steht das Haus oft schon in wenigen Tagen wetterfest.
DACHGESCHOSS ERDGESCHOSS


PASSEN ZUSAMMEN
Gebäudebestand und Anbau zeigen sich heute als gelungene Einheit für noch mehr Wohnkomfort im Zuhause.
Ursula Haede ist Architektin und Teil der HausDesigner, einer Vereinigung von Partnerarchitekten des Holzhausunternehmens Baufritz. Wo sie in der Regel berät, entwirft und plant, war sie dieses Mal ihr eigener Kunde. Es galt, ein rechteckiges, mehr als 100 Jahre altes Häuschen mit einstöckigem Anbau im Erdgeschoss zu erweitern, um Wohnen und Arbeiten in Zukunft bequem zu kombinieren. Der moderne Anbau ohne Dachüberstand sollte sich harmonisch in den Naturgarten einfügen und ein optisches Highlight setzen. Das Ergebnis: Ein zweistöckiges Ensemble mit großzügiger Wohn- und Arbeitsfläche getreu dem Motto „Klassik trifft Moderne“. Das Gemäuer des hinteren, bereits bestehenden Gebäudeteils ist in klassischem Weiß gehalten und prägt durch die rustikale Fassadenoptik den Bestand. Rote Fassadenplatten und weißer Mineralputz im Mittelteil schaffen einen fließenden Übergang zwischen alt und neu. Der vordere Baukörper, der Anbau, wirkt durch seine schmale, hohe Bauweise filigran und modern. Die naturbelassene Holzverschalung und der hohe Kniestock setzen frische Architektur-Akzente.
Praktisch und alltagstauglich ist die Grundrissplanung. So wurde die Gewerbefläche mit separatem Eingang im Erdgeschoss angesiedelt. Hier nehmen Hausträume künftiger Bauherren Gestalt an. Und wer seiner Kreativität einen kleinen Anstoß geben mag, lässt seinen Blick für ein paar Minuten hinaus in die Natur, durch den herrlichen Garten mit dem Naturteich wandern. Dank der speziellen Falt-Schiebe-Fenstertüren im Atelier lässt sich der Arbeitsbereich jederzeit um ein paar Quadratmeter Natur ergänzen. Eine kleine Teeküche sowie eine Gästetoilette im ehemaligen Anbau komplettieren das Architektenbüro. Der Privatbereich im Dachgeschoss ist durch eine Treppe im Altbau mit dem Erdgeschoss verbunden. Kommen die Bewohner von der Garage, bietet sich die Außentreppe als Zugang an. Hier hat sich die Architektin ihr persönliches Refugium geschaffen. Dem Eingangsbereich schließt sich der lichtdurchflutete Wohnbereich an. Von hier führt eine Treppe zu einer kleinen Empore. Direkt unter dem Dach findet die „Leseecke“ ihren Platz. Das Wellness-Bad mit Sauna wurde dem einstöckigen Anbau des Bestand-Gebäudes aufaddiert. Wohnküche und Schlafzimmer, welche beide im bestehenden Gebäudeteil liegen, runden das Raumangebot ab. (fri)

SCHÜTZT FEDERLEICHT
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17 X LEICHTER ALS HERKÖMMLICHE ZIEGELDÄCHER.
PREFA Aluminiumdächer sind mit rund 17-mal weniger Gewicht im Vergleich zu traditionellen Ziegeldächern eine besonders schonende Lösung für die bestehende Bausubstanz. Seit 1946 steht das Unternehmen für höchste Qualität und Langlebigkeit – produziert in Deutschland, um ein sicheres Zuhause für kommende Generationen zu bieten. Die extreme Widerstandsfähigkeit der Aluminiumdächer macht sie zu einer nachhaltigen Wahl, die nicht nur vor Wind und Wetter schützt, sondern auch den Wert Ihrer Immobilie steigert.
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MIA UND CHRISTIAN BEYER BAUTEN SICH IN EINER KLEINEN GEMEINDE IM RHEIN-SIEG-KREIS IHR 153 QUADRATMETER GROSSES TRAUMHAUS. EINZIGER HAKEN: ES MUSSTE AN DAS NACHBARHAUS ANGEBAUT WERDEN.
Fotos: Meisterstück-Haus
DATEN & FAKTEN!
HAUSTYP: Einfamilienhaus
WOHNFLÄCHE: 153 m²
DACH: Sattel/Giebeldach
BAUWEISE: Holz-Tafelbau
Trotz strenger Bauvorgaben entstand ein eigenständiges Einfamilienhaus mit Effizienzklasse A+ (KfW 40).
Wärmepumpe ohne Außeneinheit –ideal für dicht bebaute Grundstücke
Photovoltaik-Anlage mit Speicher Kontakt? www.meisterstueck.de
Wie war das mit dem geschenkten Gaul und dem Maul? Christian und Mia hatten großes Glück. In Familienbesitz befand sich ein Baugrundstück. 800 Quadratmeter, ruhige Lage, ein Traum. Während sich viele andere Bauherren schwertun, ein passendes Grundstück zu finden, bekamen es Beyers auf dem Silbertablett serviert. „Das hat uns den Weg zum eigenen Haus natürlich enorm erleichtert“, betonen die Bauherren. Die Herausforderung bestand an anderer Stelle: Die Bauvorschriften hatten es in sich.
Direkt an der Grundstücksgrenze war das Nebengebäude gebaut. Mia Beyer erklärt: „Daher konnten wir kein freistehendes Gebäude realisieren und mussten an einer Seite an das Nachbargebäude anbauen.“ Dass ihr Haus – genauer gesagt der Bestandsanbau, wie man im Baujargon sagt – trotz-
UNZERTRENNLICH Das Haus schmiegt sich rechts an das Bestandsgebäude.

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1 | STAURAUM Neben der Haustür ist eine großzügige Diele mit Garderobe – und damit Platz für Jacken und Schuhe. Wer genau hinsieht, erkennt in der Küche die Tür, die zum Vorratsraum führt.
2 | EINE TAPETE FÜR EIN
HALLELUJA Bud Spencer und Terence Hill blicken skeptisch in den Wohnbereich. Ob ihnen das Muster der Tapete zu wild ist? Wir finden, es harmoniert super zur Wand- und Sofafarbe.

NACHVERDICHTEN LOHNT SICH. Auf kleinen Grundstücken entsteht Wohnraum, ohne neue Flächen zu versiegeln – mit kurzen Wegen, guter Infrastruktur und oft geringeren Baukosten.




| ES WERDE HOLZ
Waschtisch, Regal, sichtbar gelassener Deckenbalken: Selbst im Bad greift die Familie auf Holz zurück.
| MEIN REICH Im Obergeschoss gibt es zwei gleich große Kinderzimmer. Da der Kniestock hoch ist, stört die Dachschräge nicht.
| UMS ECK GEDACHT
Von der Haustür geht’s, vorbei an Wangentreppe und Esstisch, ums Eck zur Sofaecke. Knapp 53 Quadratmeter misst der offene Lebensbereich.
dem wie ein separates Einfamilienhaus wirkt, ist den Architekten zu verdanken. Sie hoben den zweigeschossigen Anbau optisch klar vom Bestand ab. Während das Erdgeschoss grau verputzt ist, wurde das obere Geschoss bis zur Dachkante mit einer Holzverschalung versehen. Wer im Haus ist, könnte merken, dass es an einer Hausseite keine Fenster gibt. Aber da muss man sehr genau hinsehen, um das zu merken.
Wie viele andere Neubau-Bauherren, setzen Beyers auf eine LuftWasser-Wärmepumpe. Da ihnen das Bestandsgebäude eine Hauswand „blockiert“, wollten sie vor den übrigen Platz keine Außeneinheit aufstellen. Sie fanden eine Wärmepumpe, die keine braucht. Und die sogar kühlen kann und die Be- und Entlüftung übernimmt. Der dafür nötige Strom wird über die Photovoltaik-Anlage mit Speicher abgedeckt. Dank der effizienten Technik und der intelligenten Verschattung kommt das Haus der Beyers so auf die Effizienzklasse A+, was einem KfW-Effizienzhaus 40 entspricht. Das Haus zeigt: Selbst wenn die Bauvorschriften die Pläne einschränken, lässt sich ein Zuhause schaffen, das allen Wünschen der Familie gerecht wird. (mla)
FAMILIE SOMMER AUS ROSTOCK HAT SICH DEN TRAUM VOM EIGENHEIM ERFÜLLT.
ENTSTANDEN IST EIN EFFIZIENZHAUS 40 MIT QNG-SIEGEL , DAS MODERNES WOHNEN MIT NACHHALTIGEN STANDARDS VERBINDET.
Fotos: Arge-Haus

GRÜNE ZONE
Den großen Garten genießen sowohl die kleinen als auch die großen Bewohner –Vierbeiner inklusive.

Für Bauherrin Svea Sommer stand von Anfang an fest: „Uns war es wichtig, Wohneigentum zu schaffen und ein Stück Lebensqualität im Grünen zu gewinnen“. Auch die passende Nachbarschaft spielte eine große Rolle für die Familie: „Wir wollten, dass unsere Kinder in einem familienfreundlichen Umfeld aufwachsen – mit Spielkameraden in ähnlichem Alter. Genau das haben wir hier gefunden“, ergänzt Ehemann Martin Sommer. Das 198 Quadratmeter große Einfamilienhaus verbindet zeitgemäße Architektur mit klassischen Elementen. „Wir wollten ein Haus, das ein Gesicht hat“, erklärt der Bauherr. Mit Satteldach, Erkern und großzügigen Fensterflächen ist so ein üppiges Stadthaus entstanden, das gleichermaßen modern wie traditionell wirkt. Im Inneren dominiert eine helle, offene Raumlandschaft – ein Herzenswunsch der Bauherrin. Bodentiefe Fenster sorgen für viel Tageslicht, große Kinderzimmer punkten mit vielen Rückzugsbereichen. Da beide Elternteile regelmäßig im Homeoffice arbeiten, war dies für die Planung wichtig: Martin Sommer hat ein separates Arbeitszimmer, während Svea
Sommer von der Galerie aus mit Blick ins Grüne arbeitet. Zum Haus gehört ein 913 Quadratmeter großes Grundstück, das durch seine Lage mit unverbaubarer Sicht in die umliegende Natur überzeugt. Die besondere Zweiteilung des Geländes in zwei Ebenen wurde kreativ genutzt: Oben befindet sich die großzügige Terrasse und Rasenfläche, weiter unten ein Gewächshaus, in dem die Familie Tomaten, Gurken und Kartoffeln anbaut.
Auch auf das Thema Nachhaltigkeit legten die Bauherren bei der Planung großen Wert. Ihr Traumhaus haben sie in der KfW-Effizienzhaus-Stufe 40 verwirklicht und erfüllten zugleich die Anforderungen für das begehrte „Qualitätssiegel Nachhaltige Gebäude“ (QNG). Eine Luft-Wärmepumpe, Photovoltaik-Anlage und Wallbox für das Hybridauto gehören ebenso dazu wie das barrierearme Konzept. „Das gibt uns Zukunftssicherheit in unserem Haus und für unser Haus – für uns selbst, aber auch für unsere Kinder“, betont Martin Sommer. (fri)

GESAGT, GETAN Die Bauherrin hegte einen großen Wunsch fürs zukünftige Eigenheim: eine helle, lichtdurchflutete Raumlandschaft mit großen Fenstern.
HAUSTYP: Einfamilienhaus
WOHNFLÄCHE: 198 m²
DACH: Satteldach
BAUWEISE: Massivbauweise
KfW-Effizienzhaus 40 mit QNG-Siegel
Luft-Wärmepumpe, Photovoltaik-Anlage
Wallbox fürs Hybridauto Kontakt? www.arge-haus.de
MASSIVBAU SPEICHERT WÄRME BESONDERS GUT. Stein und Beton geben Wärme zeitversetzt ab und sorgen so für stabile Temperaturen und ein angenehmes Raumklima.




WENN MEHR ALS 160 KILOMETER ZWISCHEN WOHN- UND ARBEITSORT LIEGEN, KANN EIN ZWEITES ZUHAUSE DIE DISTANZ IM ALLTAG ÜBERBRÜCKEN. SO DIE SMARTE IDEE VON
DIETER SCHICKER UND SEINER EHEFRAU ANDREA HEINZ.
Fotos: WeberHaus
Wohnen und Arbeiten miteinander zu vereinen ist nicht immer einfach – vor allem, wenn – wie im Fall von Dieter Schicker und seiner Ehefrau Andrea Heinz – zwischen den beiden Lebensbereichen eine Distanz von mehr als 160 Kilometer liegt. Da das Paar fest an seinem Wohnort verankert ist, kam ein Umzug nie infrage. Stattdessen pendelten die beiden mit ihrem Wohnmobil regelmäßig hin und her. „Irgendwann kamen wir auf die Idee, Arbeiten und Übernachten in einem eigenen Haus zu verbinden“, so Dieter Schicker. Von ihrem neuen Zweitwohnsitz, der auch zum Arbeiten genutzt werden sollte, hatten Andrea Heinz und Dieter Schicker genaue Vorstellungen: „Wir wünschten uns einen Bungalow der höchsten Effizienzklasse mit einer Wohnfläche zwischen 130 und 145 Quadratmetern und einem hohen Autarkiegrad. Ein Bungalow deshalb, weil man in allen Lebenslagen Freude am Haus hat und nicht ständig die Treppen rauf und runter muss.“ Das Bauherren-Paar entschied sich für einen Flachdachbau, den sie in einen warmen Ockerton hüllten. Die Basis bildet ein vorgeplanter FertighausBungalow aus der Baureihe „myLife“. „In vielen Häusern werden wertvolle Quadratmeter durch lange Flure ver-
schenkt“, so Dieter Schicker. „Da jeder Quadratmeter Geld kostet, haben wir die Verkehrsflächen auf das Zweckmäßige reduziert und den gewonnenen Platz für die Wohnräume und für Abstellflächen genutzt.“ Herzstück ist der offen angelegte Wohn-, Ess- und Kochbereich. Breite Fensterflächen tauchen das Raumensemble in eine sonnige Atmosphäre und bieten Zugang zum Außenbereich. Ergänzt werden die Gemeinschaftsräume von einem Schlafzimmer mit Ankleide und Bad en Suite sowie einer Abstellkammer. Im vorderen Bereich des Bungalows befinden sich der Technikraum, ein separates Dusch-WC und zwei Büroräume.
Fürs Raumklima sorgt die FrischluftWärmetechnik – eine kontrollierte Beund Entlüftung mit integrierter Wärmepumpe. Den Antriebsstrom für die Frischluft-Wärmetechnik sowie auch einen Großteil des Haushaltsstroms liefert eine Photovoltaik-Anlage mit 18 Modulen. Energie, die nicht sofort im Bungalow verbraucht wird, fließt in einen Batteriespeicher. Gesteuert wird die Technik – von der Heizung über die Rollläden bis hin zur Beleuchtung –über ein Smart-Home-System. (fri)
RUNDUM GLÜCKLICH Der Bungalow war und ist für das Paar ein Herzensprojekt. Selbst im Nachhinein würden sie nichts daran ändern.
DATEN & FAKTEN!
HAUSTYP: Bungalow
WOHNFLÄCHE: 140 m²
DACH: Flachdach
BAUWEISE: Holztafelbauweise
Barrierefreie Planung
Photovoltaik-Anlage mit 18 Modulen und Batteriespeicher
Smart-Home-System Kontakt? www.weberhaus.de
HOLZ REGULIERT DAS RAUMKLIMA GANZ VON SELBST. Es nimmt überschüssige Feuchtigkeit auf, gibt sie bei Bedarf wieder ab und schafft so eine angenehme Luftfeuchtigkeit – ganz ohne technische Hilfsmittel.

VIELFALT Im Repertoire des „S-Linie“-Programms gibt es alle Hausformen und Größen von Bungalow bis Stadtvilla.


DAS NEUE MUSTERHAUS STEHT IN DER FERTIGHAUSWELT WUPPERTAL. MIT NACHHALTIGER HOLZTAFELBAUWEISE PUNKTET DER ENTWURF MIT VIEL GLAS UND MODERNEN RAUMKONZEPTEN.
Fotos: Danwood
INNOVATIV Das Musterhaus zeigt, wie modern und individuell sich ein Holzfertighaus heutzutage bauen lässt.
OBERGESCHOSS
1 | SÉPARÉE Im Schlafzimmer beeindruckt nicht nur der Raumteiler mit Motivtapete, sondern auch das trapezförmige Fenster.
2 | NATÜRLICH Die offene Inselküche setzt auf warme Holztöne und ein modernes Interieur mit anthrazitfarbenen Akzenten.
| VIEL GLAS Fast raumhohe Eckverglasungen fluten den Innenraum mit Tageslicht und öffnen den Blick nach außen.
| NACH OBEN Eine geradlinige Treppe aus Eichenholz und gläsernem Geländer führt in die Räume des Obergeschosses.
ERDGESCHOSS

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HAUSTYP: Einfamilienhaus
WOHNFLÄCHE: 158 m²
DACH: Sattel-/Flachdach
BAUWEISE: Holztafelbau
Luft-Wasser-Wärmepumpe, Fußbodenheizung, zentrale Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung
Optional Photovoltaik-Anlage mit Batteriespeicher
Optional Smart-Home-System Kontakt? www.danwood.de
GROSSE FENSTER LASSEN NICHT NUR
VIEL TAGESLICHT INS HAUS , sie vergrößern auch optisch den Raum. Frühzeitig geplant, sichern sie Sonnenwärme und Energieeffizienz.




Die „S-Linie“ des Hausherstellers überzeugt mit hohem Glasanteil, markanten Fassadenelementen, modernen Raumkonzepten (2,67 m Geschosshöhe im Erdgeschoss), raumhohen Eckverglasungen und stilvollen Ausstattungen. Seit Oktober können sich Bauinteressenten in der Fertighauswelt Wuppertal ein Musterhaus aus dem Programm live anschauen. Das steile, überstandlose Satteldach mit Flachdachvorbau und die Fassade aus anthrazitfarbenem Putz mit Holzelementen setzen von außen Blickpunkte. Der Grundriss im Erdgeschoss erinnert an ein H: Links sind Büro, Gäste-WC und der Technikraum untergebracht, rechts Wohnen und Essen sowie die offene Inselküche. In der Mitte befinden sich die Diele und im Verbindungsteil der beiden Trakte eine Treppe aus Eichenholz. Auf dem Weg nach oben genießen die Bewohner den Ausblick auf die begrünte Terrasse. Die nahezu raumhohen und wandbreiten Verglasungen im Erd- und Obergeschoss machen es möglich. In der oberen Etage verbindet eine Galerie auf der einen Seite ein frei nutzbares Zimmer mit danebenliegendem kleinem Duschbad und auf der anderen Seite ein Schlafzimmer. Inklusive Ankleide und En-Suite-Bad. Über dem Bett und der Ankleide, die durch eine hohe, beiderseits mit Fototapete in Szene gesetzte Wandscheibe voneinander getrennt sind, öffnet sich der Raum bis unter den Dachfirst. Dieser Form folgen die beiden Trapezfenster, sodass ein harmonisches Ganzes entsteht. Das Musterhaus ist in nachhaltiger Holztafelbauweise errichtet. Zur energieeffizienten Ausstattung gehören eine Luft-Wasser-Wärmepumpe mit Fußbodenheizung, eine zentrale Wohnraumlüftung mit Wärmerückgewinnung, eine Klimaanlage sowie eine Photovoltaik-Anlage mit Batteriespeicher. Außenjalousien, Temperatur, Lampen oder sogar die Musikanlage lassen sich über ein Smart-Home-System steuern. Eine Video-Gegensprechanlage mit elektrischem Türöffner sorgt für noch mehr Sicherheit. (fri)

DIE ARBEIT AM DENKMAL IST MEHR
ALS EINE BAULICHE AUFGABE – SIE
IST EIN SENSIBLER DIALOG ZWISCHEN VERGANGENHEIT UND GEGENWART. DREI PROJEKTE ZEIGEN, WIE BAUKULTURELLES ERBE WEITERLEBT.


Werdenkmalgeschützte Gebäude revitalisiert, achtet das Gewachsene und öffnet zugleich Raum für Neues. Historische Architektur verlangt Sensibilität – und den Mut, sie behutsam in ein zeitgemäßes Leben zu überführen. Ein Denkmal ist nicht automatisch ein Museumsstück. Oft verbirgt sich dahinter ein Zuhause, das Wärme ausstrahlt, Sicherheit gibt und im Alltag funktioniert. Energieeffiziente, barrierefreie Konzepte und der gezielte Einsatz smart gesteuerter Systeme für Licht und Klima gehören heute selbstverständlich dazu. Entscheidend ist, diese Technik so umzusetzen, dass sie den Charakter des Hauses nicht dominiert, sondern sich unauffällig einfügt – spürbar im Komfort, nicht in der Optik. Bereits vorhandene Materialien und Bausubstanz sollten dabei klug weitergenutzt werden, statt neue Ressourcen zu verbrauchen. Dabei spielen nicht nur eigene Wünsche eine Rolle, sondern auch ökologische, kulturelle und gesellschaftliche Aspekte. So entstehen individuelle Lebensräume, die Geschichte bewahren und zugleich zeitgeistig ticken. Besondere Projekte, etwa das Thürwachterhaus in Ingolstadt, das Vöhlinschloss in Frickenhausen oder das ehemalige Amtsgericht in Furth im Wald, zeigen, wie sich moderner Feinschliff präzise und dezent in jahrhundertealte Strukturen einfügen kann.

GESCHICHTE
ERZÄHLEN Dekorative Elemente gibt es nicht. Oberflächen und Materialien sind bewusst sichtbar gehalten.

In unmittelbarer Nachbarschaft zum mittelalterlichen Taschenturm in Ingolstadt hat das Büro Mühlbauer ein lange vernachlässigtes Denkmal-Ensemble behutsam in die Gegenwart geführt. Das Thürwachterhaus – ein ehemaliger Stadtbauernhof aus dem 16. Jahrhundert – steht heute exemplarisch für modernes Wohnen in historischer Substanz: mutig im Ausdruck, sensibel im Umgang mit dem Bestand. Statt historisierend zu ergänzen, setzt das Projekt auf authentischen Materialeinsatz, handwerkliche Präzision und eine reduzierte, fast asketische Formensprache. Die Planer haben gekonnt die Geschichte des Ortes respektiert und zugleich
neue räumliche Qualitäten geschaffen. Zwischen 2019 und 2024 wurde der Hof mit Wohnhaus, Stadel und Innenhof umfassend saniert und umgebaut. Entstanden sind drei Wohnungen mit insgesamt 180 Quadratmetern im Wohnhaus sowie eine eigenständige Maisonette mit 90 Quadratmetern in der ehemaligen Scheune. Zentrale Herausforderung? Die teils marode Bausubstanz mit zeitgemäßem Wohnkomfort und Energieeffizienz in Einklang zu bringen. Das galt allen voran dem instabilen Stadelmauerwerk. Um die historische Substanz zu bewahren, wurde eine Dämmebene ergänzt und eine neue innere Betonschale eingefügt – die rund 200 Jahre alten Außenmauern blieben unangetastet. Die Betonschale trägt und prägt zugleich


HARMONISCH Technische Einbauten, wie etwa die Elektroinstallation mit dem Programm „LS 990“ in Alpinweiß von Jung, sind im Thürwachterhaus unauffällig integriert.


den Raum, wird zum sichtbaren Gestaltungselement. Der Innenausbau folgt konsequent reduziert. Festeinbauten, Sichtbeton, naturbelassenes Holz und Glasbausteine erzeugen ruhige Räume. Der Kontrast zwischen warm und kühl ist harmonisch spannend inszeniert. Licht wird gezielt geführt und gebrochen. Auch die Technik ordnet sich unter: Die Elektroinstallation ist präzise integriert. Schlichte Schalter sitzen direkt auf Beton oder Holz. Die Architektursprache verzichtet auf Dekor und folgt dem Prinzip des Sichtbarmachens. So entsteht ein Ort, der Geschichte nicht museal konserviert, sondern als lebendigen Teil zeitgemäßen Wohnens weiterführt.

Mitten im Zentrum von Furth im Wald steht das Alte Amtsgericht, ein markanter Walmdachbau aus den Jahren 1862/63, der nach Jahrzehnten des Leerstands eine neue Rolle im städtischen Leben gefunden hat. Heute vereint das denkmalgeschützte Haus Stadtbibliothek, Tourist-Information, Kulturamt und das Drachenstichbüro – und ist damit zu einem identitätsstiftenden Ort für Kultur, Bildung und Begegnung geworden. Die Sanierung durch PH2 Architektur + Stadtplanung folgte dem Prinzip der behutsamen Erneuerung bei maximalem Erhalt der historischen Substanz. Türen, Fenster und Stuckdecken wurden restauriert, Mauerwerk, Dach und Fassade instandgesetzt. Gleichzeitig erhielt das


STARKE FARBEN Im Mittelpunkt der Sanierung des Alten Amtsgerichts steht das Farbkonzept. Ihm folgen auch Flächenschalter, Steckdosen, USB-Steckdosen und Anschlussdosen aus dem Programm „LS 990“ sowie „F50“-Taster von Jung.



Gebäude eine barrierefreie Erschließung und eine zeitgemäße technische Ausstattung – vom Aufzug bis zur digitalen Bibliotheksinfrastruktur. Prägend für die neue Atmosphäre ist das eigens entwickelte Farbkonzept. Auf Basis des Natural Colour-Systems entstand eine fein nuancierte Farbwelt, die natürliche Materialien wie Eiche und Putz mit Akzenten in Rot, Blau und Gelb verbindet. Historische Bezüge werden so in eine klare, zeitgemäße Sprache übersetzt. Die abgestuften Töne verleihen den Räumen Tiefe und Lebendigkeit. Ergänzt wird dies durch eine smarte Gebäudetechnik auf KNX-Basis, die Licht, Verschattung und Funktionen flexibel steuert. Lesetreppe, Lesecafé und offene Bibliotheksräume zeigen, wie präzise komponierte Farb- und Materialwelten Atmosphäre schaffen. Entstanden ist ein heller, freundlicher Ort, der Ruhe und Offenheit vereint – und dem historischen Bau eine neue Zukunft gibt.
Im Unterallgäu, in Frickenhausen, erhebt sich mit dem Vöhlinschloss ein
Bauwerk von nationaler Bedeutung. Seine Ursprünge reichen bis ins Jahr 1492 zurück, als die Handels- und Patrizierfamilie Vöhlin den wehrhaften Bau mit Rundtürmen, mächtigem Satteldach und repräsentativem Rittersaal errichten ließ. Bis heute prägt das Schloss das Ortsbild – und erzählt von Jahrhunderten wechselvoller Nutzung als Adelssitz, Pfarrhaus und privates Wohnhaus. Kern Architekten haben das Denkmal in enger Zusammenarbeit mit spezialisierten Handwerksbetrieben instandgesetzt und behutsam für eine zukünftige Wohnnutzung vorbereitet. Leitmotiv der Sanierung war der größtmögliche Erhalt der historischen Substanz, verbunden mit traditionellen Techniken und einem konsequent regionalen Materialeinsatz: Sand aus Frickenhausen, Kalk aus Altmannstein, Fichtenholz aus dem Sachsenrieder Forst, handgeschlagene Ziegel aus Oberbayern. Neben der denkmalgerechten Instandsetzung spielte die Ergänzung zeitgemäßer Elemente eine zentrale Rolle. Neue Eingriffe bleiben klar ablesbar, ohne den Bestand zu überformen. Historische Spuren bleiben sichtbar, während der Bau zugleich




IM ALTEN GEMÄUER Traditionelles Handwerk und regionale Materialien bestimmen die Sanierung des Vöhlinschlosses. Für die Elektroausstattung kommt das Schalterprogramm „LS 990“ in Alpinweiß von Jung zum Einsatz.


in die Gegenwart überführt wird. So entstand ein Wohngebäude, das heutigen Anforderungen entspricht und dennoch seinen Charakter bewahrt. Im Erdgeschoss öffnet sich das Schloss zudem mit einer halböffentlichen Zone als kultureller Begegnungsort für den ländlichen Raum. Die Auswahl der Ausstattung folgt einer zurückhaltenden Haltung bei höchstem Qualitätsanspruch. Der respektvolle Umgang mit den unterschiedlichen Zeitschichten macht das Gebäude als gewachsene Struktur erlebbar – und führt ein Stück Baugeschichte mit großer Sensibilität weiter. Für diese Leistung wurde das Projekt mit dem Bundespreis für Handwerk in der Denkmalpflege 2023, dem Denkmalpreis 2024 und der Denkmalschutzmedaille 2025 ausgezeichnet. (fri)
HALTEN SIE IHRE GARTENSCHAUFEL FEST: DIE OUTDOORSAISON STARTET IN EINE NEUE RUNDE. EGAL, OB SIE DEN GARTEN NEU ANLEGEN ODER UMGESTALTEN: TIPPS KANN JEDER GEBRAUCHEN. 1
Bevor im Garten Lichterketten funkeln oder der Mähroboter seine Bahnen zieht, braucht es eine solide Basis: Licht und Strom. Licht macht Ihren Garten gemütlich und sicher. Bewegungsmelder und eine smarte Steuerung sorgen für Energieeffizienz und Komfort. Sie wollen Ihr Gewächshaus für ganzjähriges Pflanzvergnügen mit Strom beheizen oder den Rasenmäher ohne Kabelsalat auch am hinteren Ende Ihres Gartens nutzen? Mit genügend Außensteckdosen bleibt die Kabeltrommel in der Garage. Beschränken Sie sich bei der Planung nicht nur auf Steckdosen an der Fassade. Verteilen

WER IM GLASHAUS SITZT … … genießt das im Wohngewächshaus „Livingten Lounge“ durch das Beschattungssystem und automatische Fensteröffner ziemlich komfortabel. Hoklartherm





Sie Stromanschlüsse gezielt im Garten. Wichtig: Denken Sie für die Zukunft vor. Wo jetzt noch die Kinder schaukeln, steht später vielleicht das lang ersehnte Saunahäuschen. Sofern Sie das nicht mit Holz befeuern, braucht auch das einen Stromanschluss.
Neben Strom und Licht sollten Sie an die Bewässerung denken. Ein üppig bepflanzter Garten ist schön, keine Frage. Aber: Pflanzen brauchen Wasser. Fällt das nicht vom Himmel, wird am Wasserhahn gedreht und das kostet. Wer nur selten auf Hahnenwasser zurückgreifen will, hat viele Stellschrauben, angefangen beim Boden. Über den geht besonders viel Feuchtigkeit verloren. „Eine fünf bis zehn Zentimeter hohe Mulchschicht hilft dabei, den Boden feucht zu halten, weil Wasser durch die Extraschicht nicht so schnell verdunstet“, verrät Gärtnermeisterin Sabine Benz. Auch die Art der Bepflanzung spielt eine Rolle. Einheimische und trockenheitsresistente Arten,

AUFGEPASST


Wie gut Ihre Schalter, Lichter und Steckdosen vor Wasser und Staub geschützt sind, verrät die IPSchutzart. IP steht für „International Protection“ und wird mit zwei Kennziffern ergänzt, die von null (kein Schutz) bis neun (höchstmöglicher Schutz) reichen. Die erste Ziffer gibt an, wie gut die Steckdose vor eindringenden Fremdkörpern geschützt ist und die zweite, wie gut vor Tropf-, Spritz- oder Strahlwasser. Wer einen Kurzschluss und Korrosion ausschließen möchte, verwendet im Außenbereich mindestens die Schutzart IP44. Damit stellen Sie sicher, dass Ihre Steckdose Spritzwasser sowie eindringenden Feststoffe bis zu einem Millimeter problemlos standhält.
1 | SCHICKE SCHALE Der „Caladio“-Schalensessel wird handgefertigt. Die Fasern, die zum Flechten von Sitzfläche sowie Arm- und Rückenlehne verwendet werden, bestehen zu 90 Prozent aus pflanzenbasierten Materialien. Dedon
2 | WELLNESSWÜRFEL Hochgedämmte Holzbauelemente sowie Drei-Scheiben-Isolierverglasung sorgen dafür, dass die Wärme in der „Taras“-Sauna bleibt. Klafs
| GELIEBTE PÖLSTERCHEN Metallrahmen und weiche Polster: Das modulare Sofa „Vincent“ setzt auf Kontraste. Sofacompany
LICHTBLICK Der Fuß der „Ambient Compass“Leuchte besteht aus Teakholz, der Schirm aus handgewebten Naturfasern. Praktisch: Die LED-Einheit im Inneren ist wetterfest und wiederaufladbar. Gloster



UNTER STELZEN Keine Sonne, etwas Sonne oder Sonne pur: Mit dem kippbaren Lamellendach der „Lamaxa L60“-Pergola bestimmen Sie den Lichteinfall selbst. Warema



etwa Präriepflanzen oder Klimabäume wie Maulbeere, Amberbaum oder Zypresse, kommen gut mit wenig Wasser zurecht. Die Faustregel: je kleiner das Blatt, desto geringer der Wasserbedarf.
Auch wenn die Trockenperioden in Deutschland immer länger werden: Irgendwann öffnet der Himmel sei-
WORK-LIFE-BALANCE Sie möchten eine klare Trennung zwischen Arbeit und zuhause? Warum verlagern Sie Ihr Büro nicht einfach in ein Mikrohaus im Garten? Das Häuschen ist ab einer Größe von neun Quadratmetern erhältlich und wird schlüsselfertig übergeben. gartana





AUF AN DEN STRAND Kein Grund für Fernweh: Wer sich im gepflegten Grünen nach Meer sehnt, holt sich mit dem „Narura“Strandkorb Küstenfeeling nach Hause. Garpa
Der Mähroboter „Freelexo Cam Plus 600“ eignet sich für Gärten bis 600 Quadratmeter und bis zu 25 Prozent Steigung. Einhell
ne Schleusen. Wer das Regenwasser später nutzen möchte, stellt eine Regentonne auf. Die dunkelblaue Tonne, die Sie aus Omas Garten kennen, fasst etwa 300 Liter. Damit können Sie 20bis 30-mal Ihre Gießkanne befüllen. Für die Geranien vor den Fenstern mag das genügen, ein großer Garten verbraucht den Inhalt einer Regentonne schnell an einem einzigen heißen Sommertag. Wollen Sie Ihren Garten länger bewäs-
sern, müssen Sie ein paar Dimensionen größer denken – und bereit dazu sein, ein großes Loch in den Garten zu schaufeln. Eine Zisterne sammelt über Fallrohre am Dach Regenwasser in einem Tank unter der Erde. Je nach Modell kann sie mehrere tausend Liter speichern. Kombinieren Sie Ihre Zisterne mit einer automatischen Bewässerungsanlage, nutzen Sie das gespeicherte Wasser effizient. Über im Garten




SIE KENNEN ES VIELLEICHT:
Erst regnet es wochenweise gar nicht und dann, auf einen Schlag, schüttet es wie aus Kübeln. Auf was müssen sich Ihre Gärten einstellen? Wie können Sie Ihren Garten planen und anlegen, damit er gegen Extremwetter und Co. gewappnet ist? In Folge 60 „Starkregen, Dürre, Klimawandel: So ist dein Garten gerüstet“ unseres Podcasts „hurra-wir-bauen“ erhalten Sie Antworten. Sie finden Ihn u.a. auf Spotify, YouTube und in unserer Mediathek auf hurra-wir-bauen.de
verlegte Tropf- oder Perlschläuche gelangt das Zisternenwasser gezielt und sparsam an die Wurzeln der Pflanzen.
Nicht nur die Pflanzen sollen sich im Garten wohlfühlen – Sie sollten das auch. Mit einer Terrasse erweitern Sie Ihren Wohnraum nach außen. Wichtig
I´M STILL STANDING Das Gewächshaus ist sturmsicher bis 120 km/h. Zieht schlechtes Wetter auf, müssen Sie sich keine Sorgen um Ihr Gemüse machen. Wama/epr
bei der Planung: der richtige Standort. Eine Terrasse auf der Nordseite liegt meist im Schatten und bleibt an heißen Tagen angenehm kühl. Eine Terrasse auf der Südseite profitiert von vielen Sonnenstunden – heizt sich im Hochsommer aber stark auf. Umso wichtiger, dass Sie für ausreichend Sonnenschutz sorgen. Ein Sonnensegel spannen Sie flexibel, vorausgesetzt, es sind aus-


SPEICHERN UND SPAREN Der „4rain Slim Stone Decor“-Wasserspeicher fasst bis zu 500 Liter Regenwasser und bietet eine stylische Alternative zur blauen Regentonne.

FÜR SONNENANBETER Das Sonnenbett „Nami“ bietet mit einer Liegefläche von 2 × 1,60 Metern den perfekten Rückzugsort, um in der Sonne zu entspannen. Manutti
reichend stabile Befestigungspunkte vorhanden. Achten Sie beim Kauf des Segels auf Kennzeichnungen wie „UV-Standard 801“ oder „UPF 50+“. Damit stellen Sie sicher, dass das Segel Sie vor schädlicher UV-Strahlung schützt. Eine andere Option ist eine Markise. Sie wird fest an der Hauswand montiert und kann je nach Wetterlage schnell aus- und eingekurbelt werden. Etwas mehr „Commitment“ und je nach Größe auch eine Baugenehmigung brauchen Sie für eine Pergola. Eine Pergola ist ein angebauter oder freistehender offener Rahmen. Er besteht aus Holz oder Metall und schafft eine Art halb-permanenten Außenraum. Ergänzt durch verstellbare Aluminium-

Lamellen oder ein Glasdach mit darunterliegendem Raffbaldachin, entsteht ein sonnen- und regengeschützter Wohlfühlort zum Entspannen.
Gehört zu Ihren Neujahrsvorsätzen, eigenes Gemüse anzubauen? In einem Gewächshaus wächst Ihr Gemüse ge-

TEAK IT EASY Die Loungemöbel-Kollektion der Serie „Joaquin“ besteht aus recyceltem Teakholz. Teak ist dank seiner hohen Faserdichte und Kautschuk- sowie Ölanteile besonders resistent gegenüber Feuchtigkeit und Schädlingen. Tikamoon
schützt vor Hagel, Starkregen oder hungrigen Tieren. Wollen Sie es in der kalten Jahreszeit nutzen, sollten Wände und Dach aus Isolierglas bestehen. Damit das Gewächshaus nicht zusätzlich auskühlt, stellen Sie es geschützt vor Wind auf einem Fundament aus Beton oder Pflastersteinen auf. Meiden Sie große Bäume. Die Wurzeln können das Fundament heben. Die Folge: Das Gewächshaus wird instabil, der Rahmen verzieht sich und die Scheiben können reißen. Zudem blockieren Bäume mit dichtem Blattwerk das Sonnenlicht, das Ihre Pflanzen zum Wachsen benötigen. Übrigens: Nicht nur Pflanzen fühlen sich im Gewächshaus wohl, Sie können das auch. Mit Gartenstühlen und Polstern erobern Sie Ihren neuen Rückzugsort im Glashaus: Sternensicht inklusive. Ihnen kribbelt es bereits in den Fingern? Dann nichts wie los! (lvl)
SONNE UND SEGEL Den Sonnenschutz können Sie mit Wind- und Sonnensensoren ausstatten. Wandert die Sonne, wandert das Segel mit. Bei schlechtem Wetter rollt es sich automatisch auf. Soliday/epr


CIAO GRAU! Wenn Holz im Außenbereich ergraut, verliert es schnell seinen natürlichen Charme. Mit Holz-Entgrauer lässt sich die ursprüngliche Schönheit des Naturmaterials wiederherstellen – und das sogar ganz ohne Schleifen. Wie funktioniert’s? Der Entgrauer wird auf Terrassendielen, Zäune, Gartenmöbel und Co. aufgetragen und mit einer Wurzelbürste und viel Wasser abgebürstet.°Wichtig: Damit das Holz lange schön bleibt, sollten Sie es anschließend ölen. Holzöl dringt tief in das Material ein, macht es elastisch, wetterfest und bringt die Maserung wieder schön zur Geltung. epr/Leinos
SIE FÜR FRISCHEN WIND IN IHREM GARTEN SORGEN, ERFAHREN SIE HIER.

ERFRISCHUNG GEFÄLLIG? Mit dem „Easy Orbit“-Akku-Schwingschleifer verhelfen Sie Holzmöbeln und Zaunlatten zu neuem Glanz. Der Schleifer kommt mit Mikrofilter-Staubbox, die Späne aufnimmt. Auf diese Weise bleibt der Arbeitsplatz sauber. Bosch
BEFREIUNGSSCHLAG Nach Schnee und Regen haben sich Moos und Grünbelag auf Ihrer Terrasse gebildet? Der „PCL 6“-Terrassenreiniger ist mit zwei Düsen und Walzen ausgestattet und befreit Holz- und Kunststoffböden sowie Steinfliesen von Schmutz. Kärcher
ZWEI IN EINS Ein neuer Zaun muss her – warum nicht zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen? Der Solarzaun sorgt für Sichtschutz und hilft beim Energiesparen. Osmo































WWEITSICHTIG Für seinen Bungalow wünschte sich der Bauherr ein nachhaltiges Heiz- und Lüftungssystem.

BEI DIESEM BUNGALOW-NEUBAU ÜBERNEHMEN WÄRMEPUMPE, SPEICHER SOWIE FLÄCHENHEIZUNG HEIZEN UND KÜHLEN. EINE ZENTRALE LÜFTUNG HÄLT DAS RAUMKLIMA IM GLEICHGEWICHT.
Fotos: Kermi

HARMONISCH Im Wohnraum hält sich die Wohnraumlüftung im Hintergrund – dank der dezenten Luftdurchlässe.
IM DOPPEL
Für eine effiziente Wärmeverteilung in den Räumen entschied sich der Bauherr für eine Flächenheizung/-kühlung. Eingesetzt wurde das „x-net C12“-Tackersystem.


Der Bungalow im bayerischen Tabertshausen bietet mit rund 100 Quadratmeter Wohnfläche Raum für zwei Personen – und unter dem Dach zusätzlich Platz für ein kleines Büro. In diesem Neubau in KfW-40-Bauweise kommt ein auf erneuerbare Energien basierendes Heizund Lüftungskonzept zum Einsatz. Die Anlage kombiniert Wärmepumpe, Speichertechnik, Flächenheizung sowie eine zentrale Wohnraumlüftung zu einem abgestimmten Gesamtsystem. Die Wärmeversorgung erfolgt über eine LuftWasser-Wärmepumpe, die im Außenbereich des Gebäudes aufgestellt ist. Sie übernimmt sowohl das Heizen als auch – über eine integrierte Funktion – das Kühlen der Räume. Die robuste Bauweise ermöglicht den Betrieb bei unterschiedlichen Witterungsbedingungen, der Geräuschpegel bleibt dabei niedrig.
Das erhitzte Wasser wird in einem Kombispeicher gesammelt, der sowohl Heizungs- als auch Warmwasser bereithält. Mit getrennten Volumina für beide Bereiche ist er auf den Bedarf des Bungalows ausgelegt. Der Speicher eignet sich auch für den Kühlbetrieb. Integrierte Heiz-

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ZUSAMMENSPIEL
Der Puffer- und Warmwasserspeicher fasst 127 Liter für die Heizung und 231 Liter für das Trinkwasser. Er stammt wie die Wärmepumpe aus der „pro“-Familie.


SMART Die Wärmepumpenregelung „x-center pro“ lässt sich unter anderem am Touch-Display oder per App auf PC, Tablet oder Smartphone bedienen.
HERZSTÜCK Aufgestellt im Außenbereich versorgt die LuftWasser-Wärmepumpe den Neubau umweltfreundlich mit Wärme.
stäbe erlauben einen temporären Betrieb unabhängig von der Wärmepumpe, etwa während Bau- oder Übergangsphasen. Die Regelungstechnik befindet sich im Speicher, wodurch kein separates Gehäuse erforderlich ist. Die Bedienung erfolgt über ein Display, webbasiert oder per App; eine Fernwartung ist ebenfalls möglich. Nachträglich wurde eine Photovoltaik-Anlage mit Batteriespeicher ergänzt. Über eine entsprechende Schnittstelle kann die Wärmepumpe überschüssigen Solarstrom für die Wärmeerzeugung nutzen. Für die Wärmeverteilung wurde eine Flächenheizung und -kühlung installiert. Im Bodenbereich verlegte das Team ein Tackersystem, das eine zügige Installation erlaubt. In einzelnen Zonen ergänzt eine Wandheizung das Konzept und reagiert dank geringer Rohrüberdeckung schnell auf Temperaturänderungen. Das alles rundet eine zentrale Wohnraumlüftung ab, die einen Luftaustausch sicherstellt. Das im Technikraum installierte Gerät arbeitet mit Wärmerückgewinnung, sodass ein Großteil der in der Abluft enthaltenen Wärme im Gebäude verbleibt. Die Regelung der Luftmengen erfolgt bereits im Verteilerkasten. So bleibt der Betrieb in den Räumen besonders leise. (fri)
1 | LÄUFT Bei der Inbetriebnahme der zentralen Wohnraumlüftung werden auch die Luftströme am Lüftungsgerät gemessen.
2 | ON AIR Das zentrale Lüftungsgerät „x-well S280“ ermöglicht einen kontinuierlichen, leisen Luftaustausch.

TRENDSETTERIN Die Wärmepumpe „CHA-Monoblock“ kann ihre Effizienzvorteile im Neubau laut Hersteller optimal ausspielen. Die Luft-Wasser-Wärmepumpe ist in drei Leistungsgrößen erhältlich. Sie nutzt das natürliche, umweltfreundliche Kältemittel Propan. Wolf

WER NACH DEM HAUSBAU SORGENFREI UND ZU NIEDRIGEN KOSTEN HEIZEN MÖCHTE, ENTSCHEIDET SICH FÜR EINE WÄRMEPUMPE. WARUM, SAGEN WIR IHNEN JETZT!

SPARSAMES KOMPAKTGERÄT Die Sole-Wasser-Wärmepumpen „Nibe S1156 und S1256“ eignen sich für Neubauten sowie für den Heizungstausch. Dank neu entwickeltem Kältekreis konnte der Wirkungsgrad laut Hersteller nochmals verbessert werden. Nibe
Mit dem Keramik-Klimaboden „Bekotec-Therm“ lässt sich laut Hersteller eine gesunde und komfortable Wohnatmosphäre schaffen. Für Renovierungs- und Sanierungsprojekte stehen Konstruktionsaufbauten mit niedrigen Aufbauhöhen zur Verfügung. Schlüter-Systems
ine Heizung muss nicht nur energieeffizient und klimafreundlich sein, sondern auch zukunftssicher. Ihr neues Heizsystem sollten Sie voll auf Nachhaltigkeit trimmen und daher um fossile Brennstoffe tunlichst einen weiten Bogen machen. Tun Sie das nicht, drohen Ihre Heizkosten auf absehbare Zeit aus dem Ruder zu laufen. Denn die staatlich verordnete CO2-Abgabe und globale Handelskonflikte treiben die Kosten für das Heizen mit Erdgas und Heizöl immer weiter in die Höhe. Wer auf eine elektrisch betriebene Wärmepumpe setzt, kann entspannt in die Zukunft blicken.






VAKUUMFLACHKOLLEKTOREN



Das Heizen mit der Kraft der Sonne bietet Bauherren und Sanierern große Vorteile in puncto Heizkomfort, Nachhaltigkeit und Kosteneinsparung. Die thermischen Solarkollektoren überzeugen dabei laut Hersteller mit überdurchschnittlicher Leistung.
Hargassner


Anders als bei einer traditionellen Gas- oder Ölheizung, findet bei einer Wärmepumpe keine Verbrennung statt. Um Ihr Zuhause zu heizen, bedient sich eine Wärmepumpe stattdessen an der in der Luft, dem Erdreich oder Grundwasser gebundenen Umweltwärme und hebt diese auf ein höheres Temperaturniveau. Und das ohne klimaschädliche Emissionen freizusetzen! Angetrieben wird eine Wärmepumpe durch elektrischen Strom. Wie effizient sie dabei ihre Arbeit verrichtet, lässt sich an der sogenannten Jahresarbeitszahl (JAZ) ablesen. Dabei gilt: Je höher, desto besser! Etwa drei Viertel der Gesamtenergie, die Wärmepumpen für die Erzeugung von Wärmeenergie benötigen, ist natürlichen Ursprungs. Nur etwa ein Viertel der für die Wärmeerzeugung eingesetzten Energie ist elektrischer Strom. In einem gut isolierten Neubau erzeugt eine
Wärmepumpenanlage dabei aus jeder eingesetzten Kilowattstunde Strom etwa 4,5 bis 5,5 Kilowattstunden Heizwärme. In einem Altbau mit schlechterer Dämmung und dem daraus resultierenden höheren Heizwärmebedarf, liegt die JAZ aber tendenziell etwas niedriger. Hier beträgt sie etwa 3 bis 4. Das beliebteste Wärmepumpenmodell der Deutschen ist die Luft-Wasser-Wärmepumpe. Denn bei ihrer Installation müssen keine Erdarbeiten oder -bohrungen durchgeführt werden – ein klarer Kostenvorteil. Allerdings ist die Luft-WasserWärmepumpe auch dasjenige Wärmepumpenmodell mit der geringsten Effizienz. Denn gerade dann, wenn Sie am meisten Heizwärme benötigen, nämlich an einem eisigen Wintertag, ist auch aus der Umgebungsluft am wenigsten Wärmeenergie zu holen. Das heißt, in solch einer Situation verbraucht die Wärmepumpe mehr Strom. Etwas effizienter sind Erd- und Grundwasser-Wärmepumpen. Denn diese bedienen sich an der im Erdreich oder Grundwasser gespeicherten Wärmeenergie, die über das Jahr hinweg ein nahezu konstantes Temperaturniveau zu bieten hat. Für beide Wärmepumpenmodelle muss jedoch ein höherer Montageaufwand in Kauf genommen werden. Das treibt nicht nur die Installationskosten in die Höhe, sondern ist in der Regel auch noch genehmigungspflichtig.







GROSSE POWER Dank kompakter Abmessungen ist eine einfache und platzsparende Aufstellung der „Ecodan“ Wärmepumpe möglich. Selbst tiefste Minustemperaturen beeinträchtigen die effiziente Heizleistung der Wärmepumpe nicht. Mitsubishi Electric









MAXIMALE UNABHÄNGIGKEIT
Die „AeroWIN Deluxe“ nutzt die kostenlose Energie der Luft und reduziert so die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen. Mit dem „Infinity Plus Hybridmanager“ lässt sich die Wärmepumpe nahtlos mit Holz- oder Pelletheizungen kombinieren. Windhager



MULTITALENT Die Luft-Wasser-Wärmepumpe „BLW Mono.1“ arbeitet mit dem natürlichen Kältemittel R290 und kann Vorlauftemperaturen bis 70 °C bereitstellen. Dadurch ist sie laut Hersteller sowohl für den Neubau als auch für den Gebäudebestand geeignet. Brötje

Damit Ihre Wärmepumpe durch einen geringen Stromverbrauch glänzen kann, muss die Temperaturdifferenz zwischen Wärmequelle und Wärmeverteilsystem so gering wie nur möglich sein. Der perfekte Partner für Ihre neue Wärmepumpe ist darum eine Fußbodenheizung. Einer Fußbodenheizung genügt eine Vorlauftemperatur von gerade einmal 35 Grad Celsius, um Ihre Wohnräume angenehm zu temperieren. Doch nicht allein aus Effizienzgründen weiß dieses Tandem zu überzeugen. Anders als etwa bei Heizkörpern, deren Konvektionswärme von vielen Menschen als weniger angenehm empfunden wird, sorgt eine Fußbodenheizung mit ihrer Strahlungswärme für ausgewogene Raumtemperaturen. Übrigens ist ein Flächenheizsystem auch unter dem Aspekt Wohngesundheit von Vorteil: Fußbodenheizungen wirbeln so gut wie keinen Staub auf, was besonders Allergikern zu Gute kommt. Und schließlich, das zeigen Studien, sinkt nach dem Verlegen einer Fußbodenheizung die Gefahr, dass sich in den Wohnräumen Schimmel bildet.










NACH WUNSCH


Dank Vorlauftemperaturen von bis zu 70 °C ist das Wärmepumpen-System in der Lage, allen Anforderungen gerecht zu werden – ideal für den Einsatz sowohl in Neubauten als auch in bestehenden Gebäuden. HDG Bavaria




EFFIZIENT IM BETRIEB Die ErdreichWärmepumpe „WPE-I Premium“ kann Vorlauftemperaturen von bis zu 75 °C bereitstellen und ist mit einem umweltfreundlichen Kältemittel ausgestattet. Sie ist in fünf verschiedenen Leistungsgrößen und optional mit einer passiven Kühlung erhältlich. Stiebel Eltron

JEDER SONNENSTRAHL ZÄHLT
Eine thermische Solaranlage auf dem Dach kann einen erheblichen Beitrag zur Reduzierung der Heizkosten leisten und die Abhängigkeit von fossilen Energieträgern verringern. Zudem senkt eine SolarthermieAnlage den CO 2 -Ausstoß deutlich. Paradigma
NACHHALTIG KLIMAFREUNDLICH Die Wärmepumpe „x-change dynamic pro“ ist laut Herstellerangabe dank umweltfreundlichem Kältemittel Propan R290 nachhaltig im Betrieb. Mit den Luft-Wasser-Modellen „M“ und „L“ lassen sich Leistungsanforderungen bis 20 kW abdecken. Kermi

INTELLIGENTE LÖSUNG

ZUKUNFTSSICHERE HEIZTECHNOLOGIE
Die „Altherma 4 H“ LuftWasser-Wärmepumpe mit dem natürlichen Kältemittel Propan (R290) ist eine energieeffiziente Heizlösung auf Basis erneuerbarer Energien für Neubauten und die Sanierung von Ein- und Mehrfamilienhäusern. Daikin


TECHNIK UND DESIGN Die LuftWasser-Wärmepumpe „WKM Pro“ erreicht dank des Kältemittels R290 eine Wassertemperatur von bis zu 75 °C. Durch die leise Betriebsweise kann das Außenmodul laut Hersteller in nahezu allen Wohngebieten eingesetzt werden. Remko

Mit den intelligenten Energiemanagement-Lösungen des Herstellers lassen sich die Energiekosten nachhaltig senken. Sie helfen Bauherren und Hauseigentümern, den Wärmepumpenbetrieb zu optimieren und den Eigenverbrauch ihrer PV-Anlage zu erhöhen. Vaillant
Eine sinnvolle Ergänzung für jedes Heizsystem ist eine Solarthermie-Anlage. Sie nutzt die Energie der Sonne, um damit Wärme zu erzeugen, die anschließend für die Warmwasserbereitung genutzt wird. Während der Heizperiode kann sie, falls sie technisch dafür ausgelegt wurde, auch dazu verwendet werden, die Heizungsanlage bei ihrer Arbeit zu unterstützen. Das Herz einer jeden Solarthermie-Anlage sind die Solarkollektoren auf dem Hausdach. Diese absorbieren die Sonnenstrahlung und wandeln sie in verwertbare Wärmeenergie um. In den Solarkollektoren zirkuliert eine Solarflüssigkeit, meist ein Gemisch aus Wasser und Frostschutzmittel, die sich bei Sonneneinstrahlung aufheizt und anschließend zu einem Solarspeicher transportiert wird. Dort wird die Wärmeenergie an den Speicher abgegeben und bevorratet, bis die Hausbewohner diese abrufen. Auch eine Photovoltaik-Anlage mit angeschlossenem Batteriespeicher kann eine sinnvolle Ergänzung für Ihr Heizsystem sein. Mit ihr erzeugen Sie elektrischen Strom, den Sie unter anderem für den Betrieb Ihrer Wärmepumpe nutzen können. Aber Achtung! Während der Heizperiode liefert eine PV-Anlage deutlich geringer Solarerträge als etwa im Frühjahr oder den Sommermonaten. Eine ehrliche KostenNutzen-Analyse ist daher unerlässlich. (bay)





„ALLES WIRD TEURER!” – AUSSER STROM, WENN SIE EINE PHOTOVOLTAIKANLAGE BAUEN. DIE SCHÜTZT VOR STEIGENDEN STROMPREISEN UND LÄSST SIE IHR GELD FÜR DIE SCHÖNEN DINGE AUSGEBEN.


Die 730 Gramm Backmischung „Käsekuchen“ von Dr. Oetker kostete laut Verbraucherzentrale Hamburg einmal 3,99 Euro. Sie ist aus den Regalen der Supermärkte verschwunden. Kurz darauf erschien eine neue Backmischung – Kosten: 3,79 Euro. Gewicht: 370 Gramm. Die Verbraucherschützer haben einen Preisanstieg von satten 87 Prozent berechnet. Solche Preissprünge gibt es mit Photovoltaik nicht. Die Module sorgen für gleichbleibend niedrige Stromkosten. PV-Strom kostet weniger als normaler Netzstrom und gibt Ihnen finanziel-
ENERGIE FÜR DEN SOMMER URLAUB Kleine Stromspeicher mit tragbaren Solarpaneelen ver sorgen Sie auch im Campingurlaub mit Solarstrom. Varta
ANLAGE KAUFEN

len Spielraum für viele feine Kuchenbuffets. Nach 15 Jahren haben sich die meisten Anlagen amortisiert. Die Lebensdauer liegt zum Teil bei mehr als 30 Jahren.



Bevor Sie mit der Angebotssuche beginnen, sollten Sie eine wichtige Einheit kennen: Kilowatt-Peak (kWp). Ein KilowattPeak entspricht einer durchschnittlichen Stromproduktion
KLEINE SOLARANLAGE
Sie brauchen nur wenig Strom? Ein Balkonkraftwerk können Sie selbst installieren, ohne die Hilfe von Profis. Anker Solix


SO

NEUAN-
FANG Die IndachPhotovoltaik-Module ersetzen einige Dachsteine. Das spart Material im Vergleich zu einer klassischen Aufdach-Anlage. Nelskamp
SORGEN SIE DAFÜR, DASS MÖGLICHST VIEL SONNE AUF IHRE ANLAGE TRIFFT. WICHTIG IST, DASS DIE MODULE WENIG BIS GAR NICHT VERSCHATTET WERDEN.
NORDEN: Module mit Nordausrichtung produzieren zu wenig Strom. In sehr wenigen Einzelfällen (sehr große Anlage mit ein paar Modulen auf der Nordseite) rentiert es sich trotzdem.
OSTEN/WESTEN: Module mit dieser Ausrichtung liefern den meisten Strom morgens (Ost) oder abends (West). Zu diesen Zeiten verbrauchen Sie die meiste Energie, das sorgt für den höchstmöglichen Eigenverbrauch. Dennoch verlieren Sie um die 15 Prozent Modulleistung im Vergleich zur Südausrichtung.
SÜDEN: Hier bekommen Sie maximal viel Strom. Eine Südausrichtung lohnt sich besonders, wenn Sie mittags viel Strom verbrauchen können.
ZWISCHENAUSRICHTUNGEN wie Südost oder Südwest bilden einen Kompromiss zwischen Strommenge und Produktionszeit.
von 1.000 Kilowattstunden im Jahr und ungefähr sechs Quadratmeter Modulfläche. Inklusive Wechselrichter und Installation kostet ein Kilowatt-Peak zwischen 850 und 1.800 Euro. Sie merken an der Preisspanne, dass es sich lohnt, gut zu recherchieren und sich mehrere Angebote einzuholen. Eine grobe Faustregel besagt: Wenn ein Kilowatt-Peak unter 1.600 Euro kostet, rentiert sich die Anlage. Außerdem sollten Sie ungefähr wissen, wie viel Sonne Ihr Dach abbekommt. In den meisten Fällen lohnt es sich preislich, wenn Sie jeden Ziegel mit Photovoltaik-Modulen bedecken – allein wegen des Mengenrabattes. Die Montage einer PV-Anlage kostet auf jedem Einfamilienhaus ungefähr gleich viel. Egal wie groß die Anlage wird. Unser Tipp zur Anlagengröße: Sie sollte mindestens Ihren aktuellen Bedarf und den zukünftiger Verbraucher (E-Auto, Wärmepumpe, Pool etc.) abdecken. Werfen Sie also mal einen Blick auf Ihr Dach, in die Zukunft und auf Ihre aktuelle Stromrechnung. Dann können Sie feststellen, wie viel Energie Sie pro Jahr brauchen. Falls Sie sparen müssen: Kaufen Sie die Anlage zuerst und lassen Sie alles für den Speicher vorbereiten. Die Batterie kommt dann, wenn Ihre hohe Kante wieder hoch genug ist.
Eine Photovoltaik-Anlage verursacht Stromgestehungskosten von fünf bis zwölf Cent pro Kilowattstunde. Das deckt die Gebühren für Versicherung, Instandhaltung, Anschaffung und Entsorgung ab. Der Strompreis liegt aktuell bei knapp 30 Cent. Das bedeutet: Sie sparen für jede selbst verbrauchte Kilowattstunde aus der Photovoltaik-Anlage zwischen 18 und 25 Cent. Leider schaffen Sie es nicht, jede selbst erzeugte Kilowattstunde auch zu verbrauchen, egal wie sehr Sie es versuchen. Ohne Wärmepumpe, Speicher oder E-Auto erreichen Sie um die 30 Prozent Eigenverbrauch. Die restlichen 70 Prozent Solarenergie müssen Sie einspeisen. Dafür bekommen Sie aktuell etwas weniger als acht Cent pro Kilowattstunde. Deswegen sollten
Sie schon beim Anlagenkauf daran denken, den Eigenverbrauch zu erhöhen und die Einspeisung möglichst gering zu halten. Mit dem Komplettpaket, also mit Stromspeicher, Energiemanagement, Wärmepumpe und E-Auto, erreichen Sie eine Eigenverbrauchsquote von bis zu 90 Prozent und damit die maximale Ersparnis.
Ohne E-Auto und Wärmepumpe erreichen Anlage und Stromspeicher eine Eigenverbrauchsquote von etwa 60 Prozent. Der Speicher verdoppelt also Ihren Eigenverbrauch. Das sorgt dafür, dass er sich amortisiert. Finanziell lohnt sich ein Stromspeicher dann, wenn das Modell 600 Euro oder weniger pro Kilowattstunde kostet und mindestens die branchenübliche Garantiedauer von zehn Jahren erfüllt. Schauen Sie genau auf die Garantiebedingungen. Dort sollte drinstehen, dass Sie bei Problemen während der Garantiezeit ein neues Gerät bekommen. Große Stromspeicher sind pro Kilowattstunde günstiger als kleine. Sie sollten Ihren Speicher trotzdem richtig dimensionieren, damit Sie nur bezahlen, was Sie auch nutzen. Für die Speichergröße gibt es folgende Faustregel: Pro 1.000 Kilowattstunden
jährlichem Stromverbrauch sollten Sie ungefähr eine Kilowattstunde Speicherkapazität haben. Wichtig: Orientieren Sie sich nicht an der nominalen Speicherkapazität, sondern an der nutzbaren. Es müssen immer ein paar Prozent Energie im Speicher sein, sonst kommt es zur Tiefentladung und Ihr Stromspeicher geht kaputt. Ihr Speicher achtet von selbst darauf, dass nie zu wenig Energie in der Batterie ist. Übrigens: Viele Speicher sind modular aufgebaut. Sie können sie erweitern, indem Sie ein neues Batteriemodul kaufen.
ZWEI IN EINS Im Hauskraftwerk ist der Solarwechselrichter schon verbaut. Hausbesitzer müssen nur noch die PV-Module anschließen. E3/DC

Ein hochwertiger Stromspeicher hat eine hohe Zyklenzahl. Die beschreibt, wie oft der Stromspeicher ge- und entladen werden kann. Wenn Sie keinen Netzstrom über dynamische Stromtarife laden, brauchen Sie rund 300 Zyklen im Jahr. Das bedeutet: Der Speicher sollte mindestens eine Zyklenzahl von 3.000 sowie eine Leistungsgarantie von zehn Jahren aufweisen. Ein weiteres Qualitätsmerkmal: die Lithium-EisenphosphatTechnologie. Diese gilt als besonders sicher und langlebig. Schauen Sie auch auf die Lade- und

ENERGIEDACH Die Photovoltaik-Anlage versorgt das Haus mit Strom. Die Solarthermie-Kollektoren unterstützen die Heizung und erwärmen Wasser für die Dusche. Paradigma





Entladeleistung. Der Speicher sollte möglichst viel Energie auf einmal aufnehmen und wieder abgeben können. Sonst kann es sein, dass Sie Solarstrom einspeisen müssen, obwohl Ihr Speicher gerade leer ist und aufgeladen wird. Der Speicher kann dann nur einen Teil der Energie der PV-Anlage aufnehmen. Hilfreich: Die Hochschule für Technik und Wirtschaft in Berlin (HTW) führt jedes Jahr eine Stromspeicher-Inspektion durch. Dort finden Sie gute, effiziente Modelle.
Ein Energiemanagement-System hilft Ihnen dabei, Ihre Verbräuche an die Sonne anzupassen und den Eigenverbrauch zu erhöhen. Sehr häufig ist die Software bereits im Speicher integriert. Ansonsten können Sie so ein System nachrüsten. Das Energiemanagement aktiviert flexible Verbraucher wie Waschmaschine, Geschirrspüler, Speicher, Wallbox oder Wärmepumpe dann, wenn die Photovoltaik-Anlage genug Strom produziert. Wenn nicht genug Sonne da ist, kann das Energiemanagement auch Ihre flexiblen Verbraucher über einen dynamischen Stromtarif versorgen.
Ein dynamischer Stromtarif verfolgt die Schwankungen an der Strombörse und gibt sie an Sie als Verbraucher weiter. Das bedeutet: Wenn viel Strom im Netz ist, aber wenig verbraucht wird, sinkt der Preis. Er steigt, wenn weder Wind noch Sonne Strom liefern. Diese Hochpreiszeiten sollten Sie so gut wie möglich „aussitzen“ können. Das ermöglicht der Speicher, der günstigen Netzstrom zwischenlagern kann. Ein dynamischer Tarif lohnt sich meistens nur, wenn Sie die Niedrigpreiszeiten ausnutzen können, etwa indem Sie Ihr E-Auto laden. Heizen Sie mit Pelletheizung und fahren Ihren Verbrenner noch, bis er den Geist aufgibt, rentiert sich für Sie wahrscheinlich der klassische Tarif mit Festpreis. Falls irgendwann PV-Anlage und E-Auto kommen, können Sie immer noch wechseln. Apropos E-Auto ...
Ein E-Auto ist wie ein neues Familienmitglied, zumindest was den Stromverbrauch angeht. Deswegen sollten Sie die PV-Anlage direkt größer planen, selbst wenn es noch ein paar Jahre dauert, bis das E-Auto in der Garage steht. Die Wallbox ist diejenige, die Ihnen wirklich dabei hilft, den
LANGE STROM Der Hersteller gibt auf seine Module eine Garantie von 30 Jahren. Damit liefern sie auch lange nach der Amortisierung noch Strom. 1Komma5Grad


Eigenverbrauch zu erhöhen. Normale Wallboxen laden mit mindestens 4,1 kW. Das bedeutet: Kleine Überschüsse der PV-Anlage kann die Wallbox nicht verwenden … außer: Ihre Ladestation kann langsamer laden. Schon Stromüberschüsse ab 1,4 kW schicken moderne Ladegeräte mit Phasenumschaltung ins E-Auto. Das Auto lädt dann zwar länger, dafür nutzen Sie keinen Netzstrom. Laut einer Studie der Hochschule für Technik und Wirtschaft in Berlin kommen im Schnitt 53 Prozent der Energie des E-Autos vom Dach der untersuchten Haushalte. Mit Batteriespeicher waren es sogar 62 Prozent.
FAHREN NACH ZAHLEN
Wenn Sie mit der aktuell noch ausbaufähigen öffentlichen Ladeinfrastruktur und der etwas geringeren Reichweite umgehen können, den höheren Anschaffungspreis einplanen und über eine eigene Wallbox verfügen, kann ein E-Auto eine passende Wahl für Sie sein. Wir haben die Zahlen: Nehmen wir an, Sie fahren 12.000 Kilometer im Jahr. Dann

EFFIZIENT Der „go-e Charger” kann über einen dynamischen Stromtarif laden, wenn die Photovoltaik-Anlage gerade keinen Strom produziert. Das senkt die Energiekosten. go-e
RICHTIG LADEN Der „Solarwatt Charger” kann PV-optimiert laden. Und wenn dafür keine Zeit sein sollte, wechselt der User auf „Schnellladen”. Solarwatt



STYLISCH Die PhotovoltaikModule sind perfekt auf das Schieferdach angepasst. So entsteht ein einheitlicher und besonderer Stil. Rathscheck



können Sie bei 62 Prozent Sonnenstrom 7.440 Kilometer mit Solarenergie zurücklegen. Wenn wir weiter annehmen, dass Sie zehn Cent für die Kilowattstunde Solarstrom bezahlen, 30 Cent für die Kilowattstunde Netzstrom und Ihr Wagen 20 Kilowattstunden auf 100 Kilometer verbraucht, kommen wir auf 148,80 Euro Energiekosten für den Solarstrom und 273,60 Euro für den Netzstrom. Wir liegen dann bei jährlichen Energiekosten von 422,40 Euro. Ein Dieselfahrzeug verursacht auf 12.000 Kilometer bei einem Verbrauch von sechs Litern auf 100 Kilometern und einem Preis von 1,60 Euro pro Liter 1.152 Euro Energiekosten. Ohne PV-Anlage würden Sie für 12.000 Kilometer jährlich E-Auto fahren, 720 Euro bezahlen. Wenn Sie neben der Ersparnis durch PV mit einberechnen, dass Wartung und Service beim EAuto günstiger sind und die Kfz-Steuer bis 2030 ausgesetzt wurde, sparen Sie durch E-Auto und PV jährlich rund 1.500 Euro im Vergleich zum Benziner. Weil E-Autos aber mehr in der Anschaffung kosten, fahren Sie oftmals um die fünf Jahre, bis sich die Gesamtkosten angeglichen haben. Im sechsten Jahr wird dann gespart. Noch ein paar Annahmen: Das E-Auto fährt 15 Jahre und die Kfz-Steuer für E-Autos bleibt auch nach 2030 ausgesetzt. Dann spart Ihnen das E-Auto insgesamt rund 15.000 Euro im Vergleich zum Benziner. Allein davon können Sie sich einige Käsekuchen leisten. Auch wenn die Backmischung deutlich teurer geworden ist. (alj)

TEAMARBEIT
Das Energiemanagement-System „Senec. Power.Pilot” ist beim Stromspeicher „E4” direkt mit dabei. So erhöhen Anlagenbesitzer ihren Eigenverbrauch. Senec







OBEN MIT STIL Die Photovoltaik-Module verbinden sich mit der Dachplatte zu einer Einheit. Dadurch entsteht ein stilvolles Indach-System. Prefa





ÜBERALL PV Kein Platz auf dem Dach? Die Module passen sehr gut zur Terrassenüberdachung. Solarlux





Vor dem Hintergrund steigender Energiepreise überlegen Eigenheimbesitzer immer häufiger, wie sie die finanzielle Belastung abfedern können. In den letzten Jahren erfreuen sich deshalb Balkonkraftwerke immer größerer Beliebtheit. Denn die so gewonnene Solarenergie ist gleichzeitig nachhaltig und günstig. Um selbst Solarstrom zu erzeugen, braucht es heute keine klobigen, teuren Anlagen mehr. Balkonkraftwerke mit Speicher, wie sie von Anker Solix angeboten werden, können nach dem Plug-and-PlayPrinzip selbst aufgebaut und in Betrieb genommen werden. So wird beispielsweise das eigene Hausdach, der Garten oder die Terrasse ganz einfach zu einer kleinen Solaranlage, die günstigen Strom produziert. Dieser wird dann in einem Speicher, wie der modernen „Solarbank 3 Pro“, gespeichert, um anschließend im Haushalt verwendet zu werden. Zusätzlich unterstützt der KI-Assistent „Anker Intelligence“ dabei, den Strom optimal zu nutzen. Dieser erkennt automatisch, wann der bestmögliche Zeitpunkt ist, um mit dem selbst erzeugten Strom möglichst viel Geld

ÜBERALL
AUFSTELLEN
Ob auf dem Dach oder der Terrasse: Ein Balkonkraftwerk produziert günstigen Solarstrom.

zu sparen. Der Speicher „Solarbank“ überzeugt nicht nur durch sein elegantes Äußeres, sondern auch durch sein Plug-in-fähiges Design. Damit lassen sich jederzeit neue Batteriemodule mittels Aufsteckprinzip hinzufügen oder mehrere „Solarbanks“ parallel betreiben. So kann man mit einer kleinen Anlage anfangen und bei steigendem Strombedarf die Kapazitäten nach und nach erhöhen. Die „Solarbank 3 Pro“ ist durch ihre Wetterbeständigkeit und Zuverlässigkeit auch perfekt für den Einsatz in Gärten oder auf Terrassen
geeignet. Sie kann bei Temperaturen von minus 20 Grad bis zu 55 Grad Celsius ohne Einschränkungen betrieben werden. Durch die IP65-Zertifizierung ist sie zudem vor Regen und Staub geschützt. Und weil zu einer nachhaltigen Energieversorgung auch die Langlebigkeit der Geräte gehört, gewährt Anker Solix zehn Jahre Garantie und 15 Jahren Service-Support.
Weitere Informationen gibt es unterwww.ankersolix.com/de

DRAUSSEN Die „Solarbank 3 Pro“ kann auf der Terrasse aufgestellt werden. Sie hält Temperaturen von minus 20 bis plus 55 Grad Celsius aus.


NACHHALTIGE ENERGIE Die Balkonkraftwerke passen auch auf die Garage.



MODERNE WOHNWELT Der Neubau mit Terrasse und Pool misst 200 Quadratmeter Wohnfläche.
| CLEVER Jeder Raum verfügt über einen Tastsensor, über den sich Licht und Beschattung bequem steuern lassen. 2 3 1
WIE SICH SMARTE TECHNIK ALLTAGSTAUGLICH INS ZUHAUSE EINBRINGEN LÄSST, ZEIGT DIESER NEUBAU IM RAUM ELLWANGEN IN BADEN-WÜRTTEMBERG: MIT BEWUSSTER REDUKTION UND EINER LOKAL
ARBEITENDEN KNX-LÖSUNG. Fotos: PEAKnx
1 | ABWARTEN Die Familie zog im Frühjahr 2025 ein. Die KNX-Anlage wurde nach Bedarf um Funktionen erweitert.


2 | ZENTRALE Das KNXTouchpanel, an der Trennwand zwischen Küche und Flur angebracht, steuert alle Funktionen.


DasEinfamilienhaus mit Einliegerwohnung, Outdoor-Küche, Terrasse und Pool entstand über einen Zeitraum von rund eineinhalb Jahren und wurde im Frühjahr 2025 bezogen. Die KNX-Programmierung wurde nicht von Anfang an komplett festgelegt, sondern im Laufe des Projekts Schritt für Schritt an die Wünsche der Bauherren angepasst. Zentrale Bedienstelle ist ein fest installiertes Touchpanel („PEAKnx Controlmini“) mit der Visualisierungssoftware „YOUVI“, das an einer Trennwand zwischen Küche und Flur montiert ist. Ergänzend kommen in den Räumen 4-Tastsensoren von Gira zum Einsatz. Auf zusätzliche Bedienelemente an den Wänden haben die Planer weitgehend verzichtet. Beleuchtung, Beschattung und die Regelung der Fußbodenheizung lassen sich damit zentral oder raumweise steuern. Klar strukturiert zeigt sich die Benutzeroberfläche. Sie bildet die Räume übersichtlich ab und fasst wiederkehrende Funktionen, wie zum Beispiel das Ausschalten der Beleuchtung oder das Absenken der Beschattung, zusammen. Ziel war es, die Technik so einfach wie möglich zu gestalten, dass sie jeder intuitiv bedienen kann – ohne die dahinterliegende Komplexität zu sehen oder verstehen zu müssen.
GEBÜNDELT Das gesamte Licht – von Wand- und Deckenleuchten bis zu LED-Stripes in Wänden, Böden, Garderobe und Außenbereich – lässt sich über das Touchpanel steuern.
OHNE CLOUD
Die Lichtsteuerung bindet rund 120 Leuchten ein, von denen sich etwa 80 Prozent stufenlos und präzise regeln lassen, einzeln oder in Gruppen. Die Außenbeleuchtung schaltet sich zeit- oder lichtabhängig automatisch ein und aus – ganz ohne separates Logikmodul. Stattdessen kommen Funktionen innerhalb der KNX-Applikationen sowie zeitbasierte Einstellungen in der Visualisierung zum Einsatz. Das reduziert den zusätzlichen Hardwarebedarf und vereinfacht spätere Anpassungen. Die Photovoltaik-Anlage mit Wechselrichter und Batteriespeicher wurde nachträglich über eine IP-basierte Schnittstelle in die Visualisierung eingebunden. Über ein Energie-Monitoring lassen sich Erzeugung, Verbrauch und Ladezustand des Speichers darstellen, ohne dass dafür eine Cloud-Anbindung oder zusätzliche Komponenten erforderlich sind. Für den Bereich Sicherheit sind sieben Außenkameras sowie eine Türkommunikationslösung integriert, deren Bild- und Audiofunktionen ebenfalls über das Touchpanel abrufbar sind.

Wartung und spätere Anpassungen können bequem aus der Ferne erfolgen. Geplant ist für die Zukunft, auch die Pooltechnik über ein ModbusGateway einzubinden. Auf Sprachsteuerung wurde bewusst verzichtet; mögliche Erweiterungen sollen ohne Cloud und ausschließlich lokal im Haus funktionieren. Das Projekt zeigt, dass sich auch umfangreiche KNX-Installationen ohne aufwendige Zusatzlogik oder cloudbasierte Dienste realisieren lassen. Wichtig ist dabei eine klare Planung, bei der eine einfache Bedienung und leichte Instandhaltung möglich sind. (fri)



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IM WEG Die Aluminium-Rollläden bieten neben Sicht- und Wärmeschutz auch eine schützende Barriere zwischen Einbrecher und Fenster. epr/Schanz



ESMARTER FENSTERGRIFF
Den smarten Fenstergriff ver- und entriegeln Sie per App. Praktisch: Der Griff erkennt, ob ein Fenster geöffnet ist. Ist er mit smarten Thermostaten verbunden, regeln diese automatisch die Heizung runter, wenn Sie lüften. Siegenia

DIE ZAHL DER EINBRÜCHE STEIGT WIEDER. ABER LOHNT ES SICH, DESHALB IN EIN SMARTES ALARMSYSTEM ZU INVESTIEREN?
inbrecher ist keine sehr erfolgreiche Karriere. Fast die Hälfte aller Einbruchsversuche scheitern. Daran ist oft nicht der Dieb schuld: Die Armen müssen sich gegen einbruchsichere Fenster wehren, vor neugierigen Nachbarn fliehen und dann auch noch hoffen, dass keine Alarmsirene losgeht, sobald die Tür geknackt ist. Sie wollen es den Einbrechern noch ein bisschen schwerer machen? Dann haben wir ein paar Tipps für Sie!
Das Wichtigste zuerst: Verlassen Sie sich beim Thema Sicherheit niemals nur auf Kamera, Sensor und Co.! Hat Ihr Haus schon Fenster mit abschließbaren Griffen? Ist Ihre Haustür einbruchsicher? Haben Sie sich mal mit den Nachbarn bekannt gemacht und sie gebeten, Bescheid zu geben, wenn irgendetwas Komisches auf Ihrem Grundstück passiert?

Schließen Sie die Haustür zweimal ab, wenn Sie das Haus verlassen? Wenn Sie diese Fragen mit Ja beantwortet haben, dürfen Sie weiterlesen.

IMMER ERREICH-
BAR Die smarte Türklingel beobachtet mit HD-Auflösung und Nachtsicht in Farbe 24/7, was vor Ihrer Haustür passiert. Wenn jemand klingelt, kriegen Sie eine Nachricht und können mit dem Besucher sprechen – auch wenn Sie nicht zuhause sind! Ring
Die KfW-Bank unterstützt mit der Förderung „Altersgerecht Umbauen“ Maßnahmen, die Einbruchschutz und Barrierefreiheit stärken mit einem zinsgünstigen Kredit bis zu 50.000 Euro.
Überwachungskameras, Fenstersensoren und Co. können Sie gewöhnlich in Ihr Smart-Home-System aufnehmen. Sicherer ist ein smartes Alarmsystem, das auch bei Strom- oder Internetausfall funktioniert. Ein gutes System schickt Ihnen auf mehreren Wegen den Alarm aufs Smartphone, zum Beispiel über WLAN und Mobilfunk. Ein Sabotageschutz verhindert, dass Diebe die Zentrale finden und den Alarm einfach ausschalten können. Und das System ist so eingerichtet, dass Sie den Alarm nicht aus Versehen selbst auslösen können. Das funktioniert zum Beispiel so: In Ihrer Haustür ist ein smarter Zylinder verbaut, der erkennt, wenn die Haustür ordnungsgemäß von Ihnen geöffnet wird und schaltet den Alarm automatisch aus, bevor Sie eintreten. Sie sind sich unsicher, welches System wirklich sicher ist? Zertifizierungen wie das VdS-Siegel zeichnen vertrauenswürdige Anlagen aus.
Welche Sensoren Sie für Ihre smarte Sicherheit einsetzen sollten, hängt von Ihrem Ziel ab. Möchten Sie potenzielle Einbrecher abschrecken? Möchten Sie bereits einen Einbruchsversuch erkennen? Oder reicht es Ihnen, wenn das Smart Home später den Täter identifiziert? Beleuchtung mit Bewegungssensoren erschwert es Einbrechern, unentdeckt zu bleiben. Bei hochwertigen Sensoren können Sie selbst einstellen, wie empfindlich

SCHLAUER ALS GEDACHT

Sieht gar nicht smart aus, ist es aber! Die motorisierten Plissees lassen sich in Ihr Smart-HomeSystem einbinden. So können Sie Szenen programmieren oder den Sonnenschutz aus der Ferne steuern und so zum Beispiel Einbrechern vorgaukeln, Sie wären zuhause. Duette




BERUHIGUNGSMITTEL „Habe ich eigentlich das Garagentor geschlossen?“ Diese Frage beantwortet der smarte Garagentor-Öffner auch, wenn Sie im Büro oder am Strand sitzen. Außerdem können Sie das Tor aus der Ferne bedienen oder Zeitpläne einstellen, damit es sich abends automatisch schließt. Hama
sie reagieren. So schlagen sie nicht bei jedem Windhauch an. Ebenfalls abschreckend sind Sirenen, die Lärm machen, sobald Fenster- oder Türsensoren einen Einbruchsversuch wahrnehmen. Aber überlegen Sie sich gut, ob ein lauter Alarm für Sie sinnvoll ist. Wenn jemand bei einem Fehlalarm die Polizei ruft, kann der Einsatz auf Ihr Konto gehen.
Überwachungskameras schrecken Diebe ab und helfen Ihnen, den Einbrecher im Nachhinein zu identifizieren. Ein Vorteil von smarten Kameras mit WLAN-Verbindung ist die Live-Übertragung auf Ihr Smartphone. Erkennt die Kamera eine Bewegung, schickt Sie Ihnen einen Alarm und Sie können direkt nachsehen und eingreifen – auch wenn Sie nicht zuhause sind. Achten Sie vor dem Kauf auf die Qualität der Kamera: Mit Full HD und Nachtsicht können Sie Gesichter und Autokennzeichen rund um die Uhr erkennen und so später Einbrecher identifizieren.
Vergessen Sie gerne mal, ein Fenster zu schließen, wenn Sie das Haus verlassen? Das ist die perfekte Einladung für den faulen Einbrecher. Smarte Fensterkontakte helfen Ihnen. Sie erkennen, ob das Fenster geöffnet ist. Dann können Sie Ihr Smart-Home-System oder Ihre Alarmanlage so programmieren, dass Sie eine Warnmeldung bekommen, bevor Sie mit geöffneten Fenstern das Haus verlassen. Die Kontakte erkennen auch, wenn Türen oder Fenster unerwartet geöffnet werden und schicken Ihnen eine Warnung aufs Smartphone. Smarte Fenstergriffe sind die clevere Variante

SENSE & SECURITY Mit dem Fenster- und Türsensor „Door & Window“ bekommen Sie immer mit, ob sich in Ihrer Abwesenheit unerwartet ein Fenster oder eine Tür öffnet. Gut: Der Hersteller speichert die Daten nicht in einer Cloud oder Bridge und sichert so Ihre Privatsphäre. Eve

WIE EINBRUCHSICHER IHR FENSTER IST, ERKENNEN SIE AN DER WIDERSTANDSKLASSE.
RC 1 N Fenster lassen sich mit geringem Aufwand öffnen, für obere Stockwerke geeignet, günstig
RC 2 Mindestens drei Minuten Schutz gegen einen professionellen Einbruchsversuch, geprüftes Sicherheitsglas, empfohlen für die meisten Wohngebäude
RC 2 N Wie RC2, nur ohne Sicherheitsglas, dementsprechend günstiger
RC 3 Mindestens fünf Minuten Schutz gegen einen professionellen Einbruchsversuch, geprüftes Sicherheitsglas, empfohlen für Menschen mit hohem Sicherheitsbedürfnis und wertvollem Inventar
RC 4 - 6 Speziell konzipiert für Geschäftsgebäude wie Banken oder Kraftwerke, die einen besonderen Schutz benötigen

GUT VERNETZT Mit der Alarmanlage „XT4“ können Sie bis zu 480 Geräte verknüpfen: Definitiv genug Kapazität für Sensoren gegen Einbruch, Feuer, Wasserschaden und Co. Im Notfall alarmiert Sie die Alarmanlage über zwei Wege: Internet und Mobilfunk. Lupus


TIERFREUND Der Bewegungsmelder „II [+M]“ macht Lärm, wenn er unerwartete Bewegung erkennt und schickt Ihnen eine Push-Benachrichtigung aufs Smartphone. Dank Kleintierfilter können Haustiere bis 80 Zentimeter weiter durch das Haus stolzieren, ohne Fehlalarm auszulösen.

Bosch Smart Home
HIGHTECH-SPION Die Haustür kommt in den Sicherheitsstufen RC1, RC2 oder RC3. Für mehr Sicherheit sorgt der digitale Türspion mit Überwachungsbildschirm, der via App mit dem Smartphone verbunden ist. epr/Rodenberg

von diebstahlsicheren abschließbaren Griffen. Nebenbei erkennen Sie an ihrer Stellung, ob das Fenster geöffnet oder geschlossen ist. Manche schlagen sogar Alarm, wenn jemand am Fenster rüttelt oder die Scheibe einschlägt.
Die Garage ist bei Einbrechern beliebt. Hier lagern neben dem Auto auch Fahrräder, teures Werkzeug oder es gibt sogar eine Tür ins Haus. Auch hier gilt zuerst: Investieren Sie in ein robustes, einbruchsicheres Tor oder rüsten Sie Ihr altes Tor zum Beispiel mit einem Aufhebelschutz und einem sicheren Schloss nach und achten Sie darauf, dass die Fenster einbruchsicher oder vergittert sind. Ein motorisiertes, smartes Garagentor können Sie aus der Ferne schließen, wenn Sie es vergessen haben und so einstellen, dass es jeden Abend automatisch nach unten fährt. Auch gut für die Sicherheit: Die Tore erkennen, ob gerade noch ein Kind oder eine Katze hineinhuscht und schließen erst, wenn der Weg frei ist.

Smarte Gadgets sind eine zweischneidige Sache: Einerseits schützen sie Ihr Zuhause, andererseits können die Geräte selbst ein Einfallstor für Hacker werden. Am sichersten sind kabelgebundene Geräte, die nicht mit Ihrem WLAN verbunden sind. Dann können Sie sie nur zuhause bedienen – der Fernzugriff via Smartphone funktioniert nicht. Möchten Sie Ihr Smart Home aus der Ferne bedienen, schützen Sie sich durch starke Passwörter, regelmäßige Updates und ein eigenes Netzwerk für das Smart-HomeSystem. Sensible Daten – wie Videoaufnahmen – sind am sichersten, wenn sie lokal gespeichert werden. Wenn Sie Aufnahmen in der Cloud speichern wollen, achten Sie darauf, in welchem Land die Server stehen und welche Sicherheitsmaßnahmen Ihr Anbieter einsetzt. (tir)






IM BAYERISCHEN WALD ENTSTEHT EIN ALTERSRUHESITZ MIT EINLIEGERWOHNUNG.
NACH ÖKOLOGISCHEN PRINZIPIEN KOMMEN VOR ALLEM HOLZ, STROH, LEHM UND
KALK ZUM EINSATZ. Fotos: maxit Gruppe/Stefan Schopf/ Johannes Haidn

SMART Ein Großteil der Strohpanels konnte bereits im Werk bei der Vorfertigung der Wandelemente montiert werden. Das spart Zeit auf der Baustelle.
TEAMARBEIT Stroh und Holz regulieren die Luftfeuchtigkeit und leisten so einen wertvollen Beitrag zum Wohlfühlklima im Haus.
AUSBAU Bei den Innenwänden kamen Putzträgerplatten mit 22 Millimeter Stärke zum Einsatz.
Umgeben von Wiesen, Apfelbäumen und den sanften Hängen des Bayerischen Waldes steht in der Gemeinde Ringelai ein zukunftsweisendes Einfamilienhaus. Für die Bauherren, ehemalige Landwirte, war früh klar: Ihr Altersruhesitz soll im Einklang mit der Landschaft stehen – gestalterisch wie konstruktiv. Holz, Lehm, Stroh und Kalk sind für sie keine Trends, sondern vertraute Materialien, die sie seit jeher begleiten. Entsprechend konsequent entschieden sie sich für einen ökologischen Baustoffmix.



Geplant haben sie ein großzügiges Wohnhaus mit Einliegerwohnung. Letztere bietet Raum für Familienbesuche und zugleich Rückzug. Die Bauherren legten besonderen Wert auf ein gesundes Wohnumfeld, einen sparsamen Energieeinsatz und die konsequente Nutzung nachwachsender Rohstoffe über die gesamte Lebensdauer des Gebäudes hinweg. So besteht der Wandaufbau ausschließlich aus Massivholz, Lehm und mechanischen Verbindungsmitteln – ohne Leime, Borate oder chemische Zusätze. Die Wände dämmen eine Mischung aus Holzspänen und Lehmpulver, deren hohe Masse besonders gut vor sommerlicher Hitze


& HIMMEL Der Wohn- und Essbereich ist das Herzstück des Hauses. Mit Wohlfühlzonen punktet die Veranda.


schützt. Den Aufbau ergänzen Stroh-Putzträgerplatten. Sie fungieren sowohl als zusätzliche Dämmschicht als auch als Untergrund für den Putz. In Kombination erreicht die Außenwand einen U-Wert von 0,150 W/(m²K) und liegt deutlich unter den gesetzlichen Vorgaben. Gleichzeitig sorgt die hohe Speichermasse für ein ausgeglichenes Raumklima, sodass auf aufwendige Haustechnik weitgehend verzichtet werden kann. Auch sonst zeigen sich die Strohplatten von ihrer effizienten, wirtschaftlichen Seite: Sie sind leicht, gut zu verarbeiten, erzeugen kaum Staub und konnten größtenteils bereits im Werk montiert werden. So war das Gebäude bereits nach wenigen Tagen zuverlässig vor Witterungseinflüssen geschützt. Auch Brandschutz oder Schädlingsbefall spielen keine Rolle – die Platten sind baurechtlich zugelassen und entsprechend geprüft.
Im Inneren prägen sichtbare Holzdecken und Kalkputz das Bild. Ein großzügiger, lichtdurchfluteter Wohn- und Essbereich bildet das Zentrum. Zwei im Erdgeschoss angesiedelte Schlafzimmer mit mittig angrenzendem, geteiltem Bad legen den Grundstein hinsichtlich einer barrierefreien, zukunftsorientierten Planung. Übrigens kam im erdberührten Bereich Beton zum Einsatz – ein bewusster Kompromiss zugunsten einer dauerhaft stabilen Konstruktion. (fri)

BAUPHASE Aufgrund der Hanglage mussten die erdberührten Bereiche in Beton ausgeführt werden. Für alles andere gilt: natürliche, nachwachsende Baustoffe.




Foto: epr/Warema
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GEBÄUDE EINFACH UNGENUTZT STEHEN LASSEN? DAS IST PURE VERSCHWENDUNG.
ARCHITEKTEN VERWANDELTEN DIESES TRAFOHÄUSCHEN IN EIN

Fotos: Marcello Mariana studio
Das ehemalige Trafohäuschen stand ungenutzt auf dem Betriebsgelände von QuadroDesign. Das italienische Unternehmen wollte es wieder für praktische Zwecke einsetzen: Zum Beispiel als Unterkunft für Familienmitglieder oder für besuchende Künstler. Es war also Zeit für eine Intervention für die ehemalige Trafostation. Sie sollte sich in ein bewohnbares Tiny Haus verwandeln.

BLICKFANG
Das geschwungene Dach des ehemaligen Trafohäuschens sollte unbedingt bleiben, fanden die Architekten. Der Innenausbau passt sich der schmaler werdenden Form gekonnt an.
Die atypische Form des Trafohäuschens machte das Projekt sofort spannend für die Architekten von studio wok. Das bedeutete mehr Arbeit, aber auch mehr Raum für kreative Gedanken. Badezimmer, Mini-Küche und Aufenthaltsraum sind im Erdgeschoss angesiedelt, mit direkten Ausgängen auf die Terrasse. Nach oben hin wird das Haus schmaler. Über Metalltreppen erreichen die Bewohner zwei Zwischengeschosse. Auf dem ersten ist Platz für ein Bett. Das zweite Zwischengeschoss liegt direkt unter dem Dach. Ein bereits vorhandener Betonvorsprung wurde genutzt, um diesen kleinen Rückzugsort mit Himmelsblick aus dem Dachfenster zu schaffen.



GO GREEN Wenn Pflanzen über die Pergola wuchern, wird der Außenbereich zum grünen Schattenplatz.


NUR DAS NÖTIGSTE Die beiden Zwischenebenen wurden klein gehalten, damit das Tiny Haus seine Offenheit in die Höhe erhalten kann. Auf der ersten Ebene ist gerade genug Platz für ein Bett.



Große Schiebetüren locken die Bewohner nach draußen auf die Terrasse. Hier können sie sich richtig ausbreiten. Unter der Pergola findet eine großzügige Outdoor-Küche ihren Platz. Auf der Terrasse kommen passend dazu ein gemütlicher Essbereich oder eine Lounge problemlos unter. Doch das Highlight des Außenbereichs ist der Pool, der monolithisch aus dem Betonsockel ragt, auf dem das ganze Häuschen steht. So dient der Rand zugleich als Sitzbank.
Das Sanierungsprojekt gewann 2025 den „Maestri Comacini Award“°in der Kategorie „Restauration oder Wiederherstellung von existierenden Gebäuden“. Die Jury bewertete positiv, wie die Architekten das bereits vorhandene Gebäude verwandelten, ohne an den vorherigen Maßen des Trafohäuschens etwas zu ändern. Die Architekten selbst sind besonders stolz auf die Gestaltung des Tiny Hauses: „Die ungewöhnliche Form des Hauses hat uns erlaubt, radikal neu zu erfinden, wie Wohnhäuser aussehen können.“ (tir)

HAUS DER STILLE Die Materialien sollten einen neutralen, meditativen Ort schaffen. Dafür sorgen unbehandelte Holzoberflächen und strahlend weißer Stahl.















WIE VIEL POTENZIAL IN EINEM UNSCHEINBAREN, IN DIE JAHRE GEKOMMENEN HÄUSCHEN
STECKT, ZEIGT DAS BEISPIEL EINER FAMILIE AUS LÜBECK: EIN KLEINER ANBAU, DER AUSBAU DES SPITZBODENS UND NEUE DACHFENSTER
SCHAFFEN HEUTE MEHR WOHNFLÄCHE UND SPÜRBAREN WOHNKOMFORT.
Vorher-Fotos: privat; Nachher-Fotos: Velux Deutschland
Als ihre Töchter größer wurden, wuchs der Wunsch des Bauherrenehepaars, ihre zentral gelegene Altbauwohnung gegen ein Haus mit mehr Platz und Garten zu tauschen. Fündig wurden sie im begehrten Stadtteil Sankt Gertrud. Die Lage des zum Verkauf stehenden Einfamilienhauses aus den 1950er Jahren war einfach perfekt: im Grünen, nahe des Flusses Wakenitz und die Altstadt in zehn Minuten zu Fuß erreichbar. Das Haus war mit knapp 140 Quadratmeter Wohnfläche mit Abstand das kleinste Haus in der Gegend

Vorher





und merklich in die Jahre gekommen. „Als wir das Haus das erste Mal besichtigten, wurde schnell deutlich, dass es nicht sofort bewohnbar sein würde“, beschreibt die Bauherrin ihren ersten Eindruck. Es bestand großer Renovierungsbedarf, es war zu dunkel und etwas mehr Platz wünschten sie sich auch. Und doch erkannten die beiden schnell das Potenzial des 1.000 Quadratmeter großen Grundstücks. Zusammen mit den Architekten von Mißfeldt Kraß begann das große Sanierungsprojekt – ganz im Sinne der Familie. Sie wünschten


FÜRS FAMILIENBAD Im Dachgeschoss versetzte die Familie fürs neue Bad eine der Wände etwas nach rechts und erweiterte die Gaube.



IM ANSCHLUSS









sich ein eigenes Zimmer für beide Kinder, eine offene Küche mit Essplatz, Wohn- und Elternschlafzimmer sowie ein Familienbad, ein Gästezimmer und -bad. Zudem plante das Ehepaar einen Rückzugsort, in dem sie dem Familientrubel entfliehen können. Dieser war schnell gefunden – der bisher ungedämmte und nur als Speicher genutzte Spitzboden. Mit fünf Dachfenstern verwandelte sich die vorher düstere Abstellfläche in eine helle Raumlandschaft mit Blick ins Grüne. Die auf der Süd/West-Seite gelegenen Dachfenster erhielten Hitzeschutz-Markisen. Dem Bestandsgebäude fügten sie einen hölzernen, eingeschossigen Anbau hinzu, eingebunden in die neue Holzterrasse. Zudem erweiterten sie eine Gaube im Dachgeschoss etwas, sodass weitere Fläche entstand. Im Erdgeschoss sind nun eine offene Küche neben dem im Anbau platzierten Essplatz, ein großes Wohnzimmer sowie ein Gästezimmer und -bad untergebracht. Zusätzliche Fenster in Küche und Diele sowie eine neue Terrassentür im Wohnzimmer sorgen für viel Tageslicht und ein wohliges Ambiente.







An die offene Küche schließt der im Anbau befindliche Essplatz an. Der Blick vor dem Umbau zeigt den Raumgewinn.






Für das Dachgeschoss hat der Architekt den Grundriss leicht verändert und die Dachflächen für mehr Tageslicht durch Dachfenster geöffnet. So wurde etwa eine Wand versetzt, um Platz für ein zusätzliches großes Familienbad zu schaffen. Das ursprüngliche, kleine Bad mit WC und Waschbecken
VIEL LICHT Ein
zusätzliches Dachfenster sorgt für sicheren Tritt auf der vormals dunklen Treppe vom Erdins Dachgeschoss.

FREIE SICHT Vom Bett im Kinderzimmer lässt sich der Blick wunderbar in die Wolken oder ins Grüne richten.


Vorher






wurde modernisiert und das alte Dachfenster gegen ein größeres, solarbetriebenes Schwingfenster getauscht. Das Elternschlafzimmer hält ein kleines Highlight bereit: Direkt an den Raum grenzt eine auf dem Anbau eingerichtete Dachterrasse. Auch die beiden Kinderzimmer sind im Dachgeschoss untergebracht. Ein Kinderzimmer erhält ausreichend Tageslicht durch die Gaube und die Tür des französischen Balkons auf der Giebelseite. Auch im anderen Kinderzimmer gibt es einen französischen Balkon, allerdings ist die Gaube deutlich kleiner. Auch wenn mit der Wahl neuer Holzfenster mit schmalen Profilen, der Farbe des Ziegeldachs und weißen Außenputzflächen grundsätzlich die äußere Optik des Bestandgebäudes bewahrt werden konnte, so wurden die „inneren Werte“ des Hauses umfangreich modernisiert. Neben einer Wärmedämmung sorgt eine Brennwerttherme für angenehme Temperaturen; in Anbau,


GELIEBTER RÜCKZUG Das Klapp-SchwingFenster lässt sich bis zu einem Winkel von 45 Grad öffnen.
GELUNGEN Nur das kleine Fenster an der Giebelwand und der Schornstein erinnern noch an den vor dem Ausbau ungedämmten Spitzboden. Neu sind fünf Dachfenster mit SonnenschutzPlissees von Velux.


Dachgeschoss und allen Bädern gelingt das durch eine Fußbodenheizung. Nach dem Kauf des Siedlerhäuschens dauerte es 14 Monate, bis sie einziehen konnten: Sieben Monate wurde entworfen, getüftelt und die Sanierung geplant, weitere sieben Monate dauerte die Bauphase.
Die Erweiterung und Modernisierung kostete etwa 300.000 Euro. Für die Familie steht fest: „Es hat sich gelohnt. Wir sehen uns mehr als bestätigt, dass wir das Potenzial des alten Hauses nicht unterschätzt haben. Mit mehr Licht durch zusätzliche Dachfenster und leicht geänderten Grundrissen ist das wirklich ein Haus, das einem Neubau in nichts nachsteht –zudem aber noch den Charakter und die Geschichte eines Bestandsgebäudes auf einem natürlichen bewachsenen Grundstück mitbringt.“ (fri)
EINDRUCKSVOLL Das kleine Bad mit WC und Waschbecken im Dachgeschoss ist nach der Modernisierung kaum wiederzuerkennen.








SONNENKRAFT Das neue, längere Dachfenster sorgt für viel Tageslicht und frische Luft. Es ist solarbetrieben und lässt sich per Funksteuerung öffnen.












HÄUSER VERSCHENKEN POTENZIAL DURCH VERMEIDBARE BAUMÄNGEL. WELCHE DAS SIND UND WAS SIE KOSTEN, VERRÄT DER BSB.



BLOSS NICHT NACHLÄSSIG
Die Haustechnik – wie eine Lüftungsanlage – ist ein wichtiger Baustein für die Energieeffizienz. Doch Vorsicht: Selbst kleine Ausführungsfehler können große Folgen für Energieverbrauch, Nachhaltigkeit und Baukosten haben.
Es reicht eine kleine Nachlässigkeit auf dem Bau, und zack, plötzlich arbeitet
Ihre Anlage ineffizient und Sie müssen mehr Heizkosten zahlen. Oder schlimmer noch: Der Schaden muss repariert werden – zu Kosten, von denen Sie einen Kleinwagen kaufen könnten. Dass das gar nicht so selten vorkommt, fand eine Kurzstudie heraus, für die der BSB 100 baubegleitende Qualitätskontrollen von
Neubauten untersuchte. Wir verraten, welche Baumängel besonders häufig auftreten und wie diese die Effizienz verschlechtern.
UNBEMERKTE LECKAGEN
Ein typisches Problem betrifft die luftdichte Ebene im Dach- und Deckenbereich. In einem dokumentierten Fall blieb ein Bad im Obergeschoss
trotz funktionierender Heizung ungewöhnlich kalt. Schuld waren zahlreiche Bohrungen für Deckenspots, die die Folie der luftdichten Schicht perforiert hatten. Dadurch entwich warme Luft, Feuchtigkeit drang in die Dämmung ein und kondensierte. Das Risiko von Schimmel und Bauschäden war hoch. Für die Sanierung mussten Decke und Dämmung vollständig geöffnet werden – Kostenpunkt rund 18.000 Euro. Eine Zwischenmessung der Luftdichtheit während der Bauphase hätte den Schaden verhindert.
Auch technische Anlagen können Mängel aufweisen, die unbemerkt Energie kosten. In mehreren Fällen wurden Wärmepumpen oder Lüftungsanlagen ohne ausreichende Schall- und Wärmeisolierung installiert. Die Geräte liefen unruhig, verbrauchten mehr Strom und belasteten Bewohner durch Vibrationen oder Lärm. Diese Fehler sind selten sichtbar und verursachen über die Lebensdauer der Anlage hohe Zusatzkosten. Unerlässlich ist, die Aufstellung fachgerecht zu planen und die Effizienz der Anlage regelmäßig zu kontrollieren.
Energieeffizienz hängt von der richtigen Dimensionierung ab. In einem Doppelhaus wurde statt der berechneten 6-kW-Anlage eine 12-kW-Wärmepumpe eingebaut. Das System lief ständig in kurzen Takten, verbrauchte unnötig viel Strom und verschliss schneller. Eine andere Wärmepumpe musste her. Die Anlage auf eine angepasste auszutauschen, kostete etwa 8.000 Euro. Solche Planungsfehler lassen sich vermeiden, wenn Fachplaner frühzeitig eingebunden werden und die Heizlast präzise berechnet wird.
Die vollständige Kurzstudie „Die zehn häufigsten Mängel beim Neubau von Ein- und Zweifamilienhäusern mit Einfluss auf Energieeffizienz und Nachhaltigkeit“ können Sie hier herunterladen: www.bsb-ev.de/politik-presse/ analysen-studien
Gebäudeeffizienz bedeutet nicht nur, dass es im Winter warm ist. Es sollte ebenso im Sommer kühl bleiben. In einem Neubau verzichtete der Bauherr aus Kostengründen auf die geplanten Rollläden. Die Folge: Räume mit großen Süd- und Westfenstern heizten sich stark auf, Klimageräte mussten nachgerüstet werden. Die nachträgliche Installation von außenliegendem Sonnenschutz verursachte mehrere tausend Euro Zusatzkosten. Ein geplanter sommerlicher Wärmeschutz – etwa durch Sonnenschutzverglasung, Verschattung oder außenliegende Rollläden – ist daher kein Luxus, sondern Teil des Energiekonzepts.
In einem Fall führte Bauschmutz in den Leitungen der Lüftungsanlage zu einem stark verminderten Luftstrom, erhöhtem Stromverbrauch und hörbaren Strömungsgeräuschen. Es kostete rund 7.000 Euro, die Anlage zu reinigen und zu desinfizieren. Zentrale Lüftungsanlagen müssen während der Bauphase geschützt sein und vor Übergabe gereinigt, geprüft und regelmäßig gewartet werden. Nur so bleiben sie effizient und hygienisch.
FAZIT: TEURE FEHLER
Der Bauherren-Schutzbund (BSB) unterstützt Bauherren bei ihren Bauvorhaben oder Modernisierungsprojekten. 160 unabhängige Bauherrenberater und Vertrauensanwälte bieten eine bedarfsgerechte bautechnische und baurechtliche Beratung aus einer Hand. Der BSB führt deutschlandweit jährlich mehrere Tausend Verbraucherberatungen durch und betreut eine große Bandbreite an Bauvorhaben im Alt- und Neubau.
Weitere Infos: www.bsb-ev.de
Gebäudeeffizienz entsteht nicht nur durch energieeffiziente Technik, sondern ebenso durch saubere Planung, präzises Handwerk und regelmäßige Kontrolle. Fehler bei der Ausführung führen zu höheren Energiekosten, zu unnötigem Materialverbrauch, CO2-Emissionen und Sanierungsaufwand. Wer frühzeitig eine unabhängige Qualitätskontrolle einbindet, schützt seine Investition – und die Umwelt sowie den Geldbeutel gleich mit. (mla)
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