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EffizienzHäuser
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VOM ENERGIESPAR- BIS ZUM PLUS-ENERGIE-HAUS 12/1-2020 € 3,20 · Österreich € 3,70 · Schweiz sfr 6,40
EffizienzHäuser BeNeLux € 3,80 · Italien € 4,50 · Spanien € 4,50 · Slowenien € 4,50
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12/1-2020
EDITORIAL
Effizienzhäuser for future Liebe Leserin, lieber Leser, mit dem Bau eines Effizienzhauses sparen Sie nicht nur langfristig Heizkosten, sondern können Ihre persönliche CO2-Bilanz deutlich verbessern! Das Ziel, maximal zwei Tonnen CO2 pro Kopf und Jahr zu emittieren ist nämlich schwer und ohne deutliche Einsparungen im Gebäudesektor gar nicht zu erreichen. Ich versuche schon seit einiger Zeit, meinen ökologischen Fußabdruck zu verkleinern: Wir verzichten im Alltag aufs Auto, essen kaum noch Fleisch und vermeiden das Fliegen. Trotzdem beläuft sich meine persönliche Bilanz laut CO2-Rechner des Bundesumweltamtes (uba. co2-rechner.de) auf immer noch 8,6 Tonnen pro Jahr. Gerade mal drei Tonnen weniger als der deutsche Durchschnitt. Der größte Einzelposten ist die Heizung mit 1,97 Tonnen pro Jahr. Das überrascht mich nicht: Wir bewohnen zu dritt eine 115 Quadratmeter große Mietwohnung in einem 130 Jahre alten, weitgehend unsanierten Haus. Lebte ich in einem optimal gedämmten Passivhaus, könnte ich 90 Prozent meiner Heiz-CO2-Emissionen einsparen. Hätte dieses Haus dann noch eine eigene PV-Anlage könnte ich sogar den Strom für den Betrieb meiner Hausgeräte und einen Teil meiner Mobilität selbst ökologisch erzeugen und auch hier noch ein paar Kilogramm CO2 einsparen. Wäre dieses Haus aus Holz gebaut, könnte ich 40-80 Tonnen CO2, das die verarbeiteten Bäume während ihres Wachstums aus der Atmosphäre aufgenommen haben, langfristig speichern. Ich hätte sozusagen sogar einen kleinen CO2-Bonus... Wie schön dieser Bonus aussehen kann, zeigen wir Ihnen anhand vieler zukunftsorientierter Projekte auf den kommenden Seiten. Seit jeher steht die bessere Zukunft des Wohnens bei diesem Magazin, Effizienzhäuser, im Fokus. Um dies künftig stärker in den Vordergrund zu stellen, ändern wir 2020 unseren Namen: Ab März erscheint Effizienzhäuser unter dem neuen Titel „#H4F – homes4future“. So wünschen wir Ihnen nun bei der Lektüre der letzten Effizienzhäuser-Ausgabe viel Spaß und freuen uns darauf, Sie nächstes Jahr in „#H4F“ wieder begrüßen zu dürfen! Herzlichst, Ihre
»Wir lieben unser Finger-Haus, weil ... ... es unser ganz
individuelles Traumhaus ist.« Florian Fritsch, FingerHaus-Bauherr Golf-Professional
HOME-SELFIE : Genau so schön wie sie es wollten. Familie Fritsch vor ihrem Finger-Haus im Rhein-Neckar Kreis.
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Astrid Barsuhn, Chefredakteurin
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EffizienzHäuser 3
INHALT
Titelhäuser: Regnauer, Schwörer, Viebrockhaus
MA G AZI N
Klimaschutz Mehr Solarenergie gefordert 07 Reportage Baufritz Barrierefrei – mit Energiegewinn 10
Dämmung
Lüftung
TITELTHEMA
Ratgeber Besichtigung 1 Häuser zum Anfassen Besichtigung 2 Erst schauen – dann bauen Ausstellungen Alle auf einen Blick
Effiziente Musterhäuser 16 Reportagen Weberhaus Wohnen mit Siri und Alexa 18 Regnauer Gelungene Dreifach- Kombination 24 Schwörer Haus Mit Weitblick geplant 30 Living Haus Effizienzhaus für Selbermacher 38
Beleuchtung
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EFFIZIENT BAUEN
Alle Magazine und Sonderhefte des Fachschriften-Verlags erhalten Sie beim Zeitschriftenhändler oder online im Shop auf www.fachschriften-verlag.de
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Reportage Fingerhut Mit hohen Ansprüchen Ratgeber Stets wohl dosiert Produkte Immer frisch
58 62 66
Reportage Bittermann & Weiss Ins rechte Licht gesetzt 68 Ratgeber Räume richtig ausleuchten 72 Interview Grundlagen der Lichtplanung 75 Produkte Stimmungsaufheller 76 Plus-Energie-Haus Selbst ist das Haus
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SE R V I C E
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Reportage Viebrockhaus Komplett ohne fossile Brennstoffe 46 Ratgeber Rundum ganz dicht 52 Produkte Allerhand für Dach und Wand 56
Ihre regionalen Baupartner: Nordrhein-Westfalen als attraktive Hausbauregion 78 Anschriften/Impressum 67 Vorschau Das gibt‘s im nächsten Heft 82
Magazin EFFIZIENT BAUEN
Es werde Licht Das „Gira System 3000“ integriert neben der Jalousie- nun auch die Beleuchtungssteuerung. Neben der manuellen und automatischen Steuerung von Funktionen erlaubt das universelle, übersichtliche System, auch die Programmierung und Bedienung über die „Gira Bluetooth App“: mit Smartphone oder Tablet bequem vom Sofa aus, ohne spezielle Programmiertools oder Netzwerk. Außerdem neu im System: LEDUniversaldimmer, die sich automatisch auf die Last einmessen. www.gira.de
Mehr Ökostrom nötig
Im neuen Musterhaus „Tegernsee“ von Isartaler soll ein sich bis unters Dach erstreckender Wintergarten den Anspruch nach Licht und Wärme erfüllen. In dem Effizienzhaus 55 sorgt eine moderne Pelletsheizung nach Herstellerangaben für eine nahezu CO2-neutrale Beheizung. Das Haus mit insgesamt 193 Quadratmetern Wohnfläche verfügt im Erdgeschoss neben dem offenen Wohn-, Ess- und Kochbereich, Diele und Gäste-WC noch über ein Arbeitszimmer. Im Obergeschoss liegen das Elternschlafzimmer mit Ankleide, Badezimmer und zwei Kinderzimmer mit eigenem Duschbad. Alle Räume werden über die Galerie erschlossen. Zu sehen ist das Haus in der Ausstellung Poing bei München. www.isartaler-holzhaus.de
und wirkungsvoll die Energiewende und den Klimaschutz, wenn er deutlich den Ausbau erneuerbarer Energien fördert. „Der Ausbau muss schneller erfolgen als bisher, schließlich kommen immer mehr Technologien, Geräte und Anlagen auf den Markt, die viel Strom verbrauchen.“ Die Zulassung von Elektroautos beispielsweise sei im letzten Halbjahr um 80 Prozent gewachsen, verglichen zum Vorjahreszeitraum. Da brauche es auch mehr Ökostrom. Ansonsten seien die Technologien doch wieder „dreckiger.“ www.polarstern-energie.de www.sonnen.de
Anschriften Seite 67
Mit Wintergarten
Zwar wächst derzeit das Ökostrom-Interesse, wie verschiedene Studien betonen, doch eine Analyse der angebotenen Stromtarife zeigt eine sinkende Ökostromqualität: Hatten 2016 noch knapp 70 Prozent der Ökostromangebote ein Gütesiegel, waren es 2019 nur noch 48 Prozent. „Der Anteil Ökostromtarife ohne jegliches Gütesiegel steigt“, stellt Florian Henle, Geschäftsführer des Ökoenergieversorgers Polarstern, fest. Dabei komme es gerade auf die Qualität der Stromtarife und auch der Anbieter an, um einen echten Klimavorteil zu bieten. Ökostrom unterstütze laut Henle nur dann langfristig
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EFFIZIENT BAUEN Magazin
Richtig einführen
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Lifes tyle l Luxu s l Wel lness
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LUX US PUR Glanzvolle Badneuheit en BAD PLA NUN Erstklassige G Wellness-O asen AUS STATTU Schöne Wan NG nen und Dus chen
...unter diesem Slogan präsentieren die Macher des Magazins „Exklusive Traumbäder“ aus dem Fellbacher TOP-DE FÜR PU SIGN Fachschriften-Verlag eine RISTEN Vielzahl an hochwertigen und exklusiven Bädern und Gestaltungsbeispielen. So bietet das 100-seitige Special Reportagen, die Anregungen für die Einrichtung des luxuriösen Badraums geben. Die Zeitschrift lädt ein zum Träumen und möchte die Leserinnen und Leser auf den ersten Schritten zum eigenen Traumbad begleiten. Und es ist für jeden Geschmack etwas dabei: Puristische Räume mit klaren Linien, extravagante und opulent ausgestattete Bäder mit außergewöhnlichem Charakter, stylisch-repräsentative Bäder, die vollkommen in den Wohnraum integriert sind und außergewöhnliche, edle Natursteinbäder mit Unikat-Charakter. Hohen Nutzwert bieten die Marktübersichten und Interviews. Preis: 5,80 Euro am Kiosk oder zu bestellen bei www.fachschriften-verlag.de/sonderausgaben
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SH 01 l 201 9 € 5,80
Exklus
Österre ich € 6,60; Schweiz Spanien BeNeLux € 6,90; sfr 10,40 € 7,90; Portuga Italien € 7,90;; Slowenien € 7,90; l (cont.) € 7,90; Slowak ei € 7,90
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EXK LUS
VE TRA UMB
IVE TRA UM
EXK LUSI
„Exquisites, Erlesenes und Edles“ ...
BÄD ER
Der FHRK (Fachverband Hauseinführungen für Rohre und Kabel e.V.) rät Bauherren und Planern, sich frühzeitig mit den zuständigen Versorgungsunternehmen über Lage und Art der Leitungseinführung abzustimmen. Da Netzbetreiber das Recht haben, vorzugeben, wie sie Kabel und Rohre in das Gebäude führen, können Bauherren, die dies versäumt haben, andernfalls ein kostspieliges Problem bekommen. Ausführliche Informationen gibt es im Internet unter www.fhrk.de
Alexa wärmt die Füße Fußbodenheizungen, die über das „Fonterra Smart Control“ des Herstellers Viega geregelt werden, sind jetzt auch komfortabel über Sprachbefehle steuerbar. Der Hersteller baut die Konnektivität seines Systems weiter aus und bietet eine weitere Möglichkeit zur Einbindung in Smart Home-Lösungen. Die Einzelraumregelung ist mit vielen Fußbodenheizungen kompatibel und ab sofort auch über Amazon Alexa über Zuruf steuerbar. Für die Steuerung über reine Sprachbefehle hat wurden sogenannte Skills für Amazon Alexa programmiert. Dadurch ist diese in der Lage, die Raumtemperatur abzufragen und diese auch individuell zu verändern. Ein einfacher Sprachbefehl wie beispielsweise „Alexa, stelle die Temperatur im Wohnzimmer auf 22° C“ reicht dann aus, um den Einstellwert am Raumthermostat zu verändern. Darüber hinaus kann die Abwesenheitsfunktion aktiviert und die Fußbodenheizung abgestimmt auf den geplanten Rückkehrzeitpunkt gesteuert werden. www.viega.de/Fonterra-Smart-Control
Warme Handtücher „Equilibrio“ ist ein modularer beheizter Handtuchhalter, der aus Edelstahl hergestellt ist, durch Schwachstrom angetrieben wird und daher sehr energiesparend arbeitet. Der modulare Entwurf ist laut Hersteller je nach Projektanforderungen einstellbar und seine klaren Linien seien perfekt für jede häusliche Umgebung. www.ceadesign.it
Magazin EFFIZIENT BAUEN
Extraklasse Mit dem neuen Musterhaus „Concept-M 163“ setzt BienZenker ein weiteres Highlight in der Unger-Park Musterhausausstellung Dresden. Den Mittelpunkt bildet der über 50 Quadratmeter große Koch-EssWohnbereich. Eine einladende „Fenstercouch“ und ein dekorativer Möbelkamin schaffen viel Wohnlichkeit. Lichtdurch-
flutet und großzügig präsentiert sich auch das Obergeschoss, das dank 1,60 Meter hohem Kniestock fast überall Kopffreiheit verspricht. Komfort bieten auf den rund 200 Quadratmeter Wohnfläche außerdem die Gebäudeautomation und die sogenannte „Wohlfühl-KlimaHeizung+“ mit Kühlfunktion. www.bien-zenker.de
Großzügig & modern Das neue Musterhaus „Selection-E-160“ in der Ausstellung Eigenheim & Garten in Fellbach bei Stuttgart besticht durch eine großzügige Planung mit architektonischen Highlights wie Erkern und Balkonen. Das Haus besitzt dank sogenannter „WohnraumPlus-Elemente“ ein neues Grundriss-Konzept, das ein außergewöhnliches Wohnambiente verspricht und ganz individuell nach den eigenen Wünschen geplant werden kann. Dank des Einsatzes einer Doppel-Wärmepumpe und eine Photovoltaikanlage entspricht es dem Energiestandard KfW-Effizienzhaus 40 Plus. www.schwabenhaus.de
Mehr Solarenergie gefordert Klimafreundliches Kältemittel Heizen mit Umweltwärme verursacht einen geringen Kohlendioxidausstoß, zumal bei stetig sinkenden Emissionen der Stromerzeugung. Wärmepumpen werden daher eine wichtige Heizungstechnologie der Zukunft sein. Derzeit nutzen sie jedoch noch überwiegend Kältemittel mit umweltschädlichen Treibhausgasen. Eine Wärmepumpe mit einer klimafreundlichen Alternative hat nun das Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE entwickelt. Sie nutzt das natürliche Gas Propan. Das Treibhauspotenzial ist laut ISE rund 500 mal niedriger als das herkömmlicher Kältemittel und somit äußerst gering. Ein weiterer Vorteil: Der Prototyp der neuen Sole-Wasser-Wärmepumpe benötigt bei gleicher Leistung nur ein Viertel der Kältemittelmenge im Vergleich zu marktverfügbaren Systemen. Eine auf dieser Entwicklung aufbauende Propan-Wärmepumpe wäre die erste dieser Art in Deutschland, die ohne zusätzliche Sicherheitsvorkehrungen in Innenräumen von Wohngebäuden aufgestellt werden darf. Die Technologie soll nun weiter verbessert werden. www.ise.fraunhofer.de
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Bis 2030 will die Bundesregierung den Anteil der Solarenergie an der Stromversorgung von derzeit 49 auf 98 Gigawatt (GW) verdoppeln. „Dieses Etappenziel müssen wir bereits in der Mitte der 20erJahre erreichen, wenn wir die Klimaziele ernst nehmen“, sagt Carsten Körnig, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbands Solarwirtschaft (BSW). Er fordert, Barrieren wie den 52-GWFörderdeckel zu entfernen und Ausbauziele im Erneuerbaren-EnergienGesetz anzuheben. Sonst sei die Versorgung mit klimafreundlicher Energie ab etwa 2025 gefährdet, wie jüngst ein Gutachten ergab. www.solarwirtschaft.de
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5 Gründe, warum sich Dämmen lohnt. Kaum etwas strahlt mehr Behaglichkeit aus als ein wohlig warmes Zuhause, wo vergangene Zeiten in guter Erinnerung bleiben. Doch die Zeit bleibt nicht stehen, die energetischen Anforderungen an ein Gebäude ändern sich. Eine zeitgemäße Dämmung bewahrt Altes und macht ihr Heim fit für die Zukunft. Wir zeigen Ihnen, warum sich eine Wärmedämmung für Sie und Ihr Haus auszahlt.
1. Heizkosten gespart Je schlechter ein Haus gedämmt ist, desto mehr Heizenergie verbraucht es. Mit einer guten Dämmung werden deutlich Heizkosten gespart und nebenbei zur Energiewende beigetragen Angenehmer Nebeneffekt: Auch die Wände werden wärmer und das Wohnklima verbessert sich. 2. Hoher Wohlfühlfaktor Eine Dämmung erhöht die Behaglichkeit, und zwar
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maßgeblich. So erhöht sich dank gedämmter Wände im Winter wie im Sommer die Wohnqualität. Ein weiterer Vorteil: Ein gedämmtes Haus ist auch gesünder, denn Dämmen schafft ein hygienisches Raumklima, und warme Wände senken die Luftfeuchtigkeit sowie das Schimmelrisiko. 3. Einfach mehr wert Eine Dämmung schützt die Bausubstanz des Hauses und bietet so langfristig einen wirkungsvollen Schutz
vor Witterungseinflüssen und mechanischen Schäden. Dadurch wird letztlich auch der Wert der Immobilie gesteigert, ob für die eigene Nutzung oder bei Verkauf und Vermietung. 4. Ein bleibender Eindruck Ein gepflegtes Äußeres ist mehr als nur Fassade. Es ist auch ein Zeichen von Verantwortung für das, was im Inneren steckt. Mit einer Wärmedämmung können Sie Ihrem Haus ein neues Gesicht ge-
ben. Oder das Alte bewahren. Und damit auch nach Jahrzehnten noch einen bleibenden Eindruck hinterlassen. 5. Der Umwelt zuliebe Dämmen schützt die Umwelt – sowohl durch Reduktion der klimaschädlichen CO2Emissionen als auch durch Schonung der natürlichen Ressourcen. In ökologischer Hinsicht amortisieren sich Fassadendämmungen innerhalb weniger Jahre.
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EFFIZIENZHAUS 55 Baufritz
Barrierefrei – mit Energiegewinn Es gibt Lebensumstände, die neue Denkansätze erfordern: Karoline Schweiger erkrankte an Multipler Sklerose. Weil sich ihr altes Haus nicht behindertengerecht umrüsten ließ, baute sie mit ihrem Mann ein neues, gesundheitlich unbedenkliches, energieeffizientes Effizienzhaus 55. In ihrem barrierefreien Domizil hat sie ihre Freiheit und Selbstständigkeit zurückgewonnen.
D
ie Diagnose MS stellte das Leben von Karoline Schweiger auf den Kopf. 2009 erhielt die Physiotherapeutin die niederschmetternde Nachricht – und es war klar, dass sie irgendwann in einem Rollstuhl sitzen wird. Zusammen mit ihrem Mann Albert und ihren beiden Kindern lebte sie in einem Haus in Kitzingen auf drei Ebenen mit Keller.
Neubau statt teure Umrüstung Der erste Gedanke war, einen Treppenlift montieren zu lassen. Weil das Treppenauge zu klein war, fiel dieser Plan flach. Das bauerfahrene Paar dachte dann an einen Aufzug, der an der Giebelseite angebracht werden sollte. Ein verglaster Wintergarten über zwei Ebe-
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Karoline Schweiger fühlt sich wohl im neu gebauten Eigenheim, weil sie hier ihre Selbstständigkeit zurück erhielt. Barrierefreiheit und hohe Energieeffizienz machen das Haus zukunftstauglich.
Baufritz EFFIZIENZHAUS 55
Von außen präsentiert sich das Haus mit einer naturbelassenen horizontalen Holzverschalung und einem klassischen Satteldach.
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EFFIZIENZHAUS 55 Baufritz
nen hätte ihn vor Wind, Regen und Kälte geschützt. Als beide den Kostenvoranschlag in Höhe von rund 150 000 Euro sahen, dachten sie lange über mögliche Optionen nach, und kamen zu dem Schluss neu zu bauen.
Bio-Dämmung mit Hobelspänen Durch einen glücklichen Zufall fanden sie schnell ein optimales Grundstück mit einer Größe von 900 Quadratmetern: Ideal, Die Solaranlage auf dem Dach produziert mehr Strom als die Familie verbraucht.
Große Fensterflächen sorgen für viel Helligkeit im Wohn-und Essbereich.
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Baufritz EFFIZIENZHAUS 55
um darauf ein Haus mit möglichst großer Grundfläche ohne Keller zu erstellen. Für Karoline Schweiger kam nur ein baubiologisch erfahrener Hausanbieter infrage. „Ich wollte ein gesundheitlich unbedenkliches Zuhause. Alles, was mich nicht belastet, ist gut für mich. Ich brauche meine Kräfte, um mit der Krankheit leben zu können“, erklärt die Bauherrin. Die konsequent nachhaltige Bauweise des Allgäuer Öko-Haus-Experten Baufritz, die schadstofffreie Biodämmung aus Hobelspänen und die patentierte Elektrosmog-Schutztechnik, die bis zu 96 Prozent aller hoch-
frequenten Mobilfunkstrahlen abhält, waren für sie entscheidende Vorteile. Detailliert planten die Bauherren auch ihr Energiekonzept. Eine große 17 KWPhotovoltaikanlage produziert deutlich mehr Strom als die Familie verbraucht. In Kombination mit dem aufgestellten Batteriepufferspeicher, wird rund 80 Prozent des Energiebedarfs gedeckt. Der Clou ist jedoch ein revolutionärer Langzeitwärmespeicher der Firma Deematrix, der unter dem Haus liegt. Überschüssiges warmes Wasser der Solarthermie wird im Sommer vom Dach unter der Bodenplatte ins Erdreich geführt, um es
Der Gemeinschaftsbereich mit Küche, Esstisch und Relaxzone wurde offen geplant. Karoline Schweiger kommt mit ihrem Rollstuhl überall hin.
dann zu erwärmen. Mit diesem Wärmedepot kann die Wärmepumpe im Winter sehr viel effektiver betrieben werden. Das innovative System aus vielen Bausteinen generiert so viel mehr CO2-neutrale Energie als es verbraucht.
Komplette Wohneinheit im Erdgeschoss Mit ihren Wunschvorstellungen eines behindertengerechten Domizils ging das Paar zum Ökohaus-Pionier. Schon der zweite Entwurf mit einer naturbelassenen horizontalen „Credo“ Holzverschalung und
einem klassischen Satteldach entsprach exakt ihren Vorgaben. Das Paar lebt jetzt auf einer Ebene mit knapp 158 Quadratmetern im Erdgeschoss, die Tochter und der Sohn, beide erwachsen, haben im Obergeschoss ihren eigenen Bereich. Die Hauseingangstür ist mit einer Breite von 1,45 m besonders großzügig gestaltet, sie lässt sich elektrisch öffnen und schließen. Der Gemeinschaftsbereich mit Küche, Esstisch und Relaxzone wurde offen geplant und durch viele Fenster lichtdurchflutet gestaltet. Eine breite, schwellenarme
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Das Waschbecken ist höhenverstellbar, so dass die Hausherrin es mit dem Rollstuhl unterfahren kann.
Hebe-Schiebeanlage verbindet ihn mit der neun Meter breiten Terrasse. Eine exklusive Designmarkise über die komplette Breite beschattet sie. Die Küche ist konventionell im 60er- Rastermaß ausgestattet. Backofen und Dampfgarer lassen sich vom Sitzen aus bedienen. „Zum Schnippeln finde ich den kleinen Tisch ideal“, sagt die Bauherrin.
Auch eine extra große ebenerdige Dusche erleichtert den Alltag.
Extra große Dusche im Wellnessbereich
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ERDGESCHOSS
OBERGESCHOSS
15,59 m
SCHLAFEN 18,5
11,84 m
Nicht missen möchte das Paar den Weinkühlschrank für ihre edlen Tropfen aus dem Frankenland, denn hier können sie nichts mehr im Untergeschoss lagern. Besonders großen Wert legten Schweigers auf den Schlaftrakt und Wellnessbereich. Neben dem Bett sind jeweils 1,45 cm Platz, damit sich Karoline mit ihrem Rollstuhl auch bequem drehen kann. Das höhenverstellbare Waschbecken lässt sich unterfahren. Die Dusche ist extra groß, damit sich die Bauherrin auch in einem kleineren Rolli darunter stellen kann. Für die Körperpflege eignet sich die beheizte Sitzbank. gw
WOHNEN/ ESSEN/ KOCHEN 57,5
ANKLEIDE 6,5
BAD 11,5
HWR 12
SPORT 17,5
LUFTRAUM
SCHLAFEN 18,5
ARBEITEN 15
DIELE 16,5 WC 2,5
DUSCHE 10,5
AR 14,5
GALERIE 11,5
GAST 43
Eine breite Schiebetür verbindet das Bad mit dem Schlafzimmer.
DATEN + FAKTEN
| Zuhause
ENTWURF: Haus Schweiger
HERSTELLER: Bau-Fritz 87746 Erkheim Tel. 08336/900-0
Was Eigenes schaffen, ein Stück Zukunft bauen, sich sicher fühlen, zufrieden und stolz sein, Glück empfinden...
WEITERE HÄUSER: www.bautipps.de/hersteller/baufritz
ENERGIEBEDARF: Primärenergie: 26,51 kWh/m2a Heizwärme: 20,53 kWh/m2a Endenergie: 5,3 kWh/m2a
KONSTRUKTION: Holztafelbau mit Großelementen, Holzfassade und Elektrosmog-Schutzhülle, Hobelspandämmung U-Wert: 0,12 - 0,20 W/m2K, Satteldach 25 Grad U-Wert 0,13 W/m2K, Holzfenster mit Dreifach-Verglasung Ug-Wert: 0,5 W/m2K
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Sole-Wasser-Wärmepumpe, Fußbodenheizung, Elektroheizkörper, VollWerte-Lüftung Plus, Solaranlage, Batteriespeicher, Holzofen
ABMESSUNGEN: 15,59 x 11,84 m
WOHNFLÄCHE: EG 157,5 m2, OG 98 m2
Weitere Informationen
Auf Anfrage beim Hersteller
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Haptisch erlebbar „Nur gucken, nicht anfassen“ gilt hier nicht. An Wände klopfen, Fenster öffnen und schließen... das und mehr ist in Musterhäusern ausdrücklich erlaubt.
Trendige Architektur Weil die Hersteller zeigen wollen, was sie architektonisch drauf haben, präsentieren sich die Häuser in attraktiver Optik und zeitgemäßem Baustil.
Top ausgestattet Auch wenn die meist sehr exklusive und teure Innenaustattung nicht 1:1 übertragbar ist, kann man sich doch wertvolle Anregungen für die Ausstattung der eigenen vier Wände holen. 16 EffizienzHäuser
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EFFIZIENTE MUSTERHÄUSER
Hausbesuche willkommen
Fotos: Baufritz, Eigenheim und Garten, Fingerhaus, Kampa, R. Otter, Schwörer, Weberhaus
Musterhäuser sind die Vorzeigestücke der Fertighausbranche: architektonisch anspruchsvoll, top ausgestattet und hoch effizient. Sicher sind diese Faktoren nicht eins zu eins auf die eigenen Bauwünsche und finanziellen Möglichkeiten zu übertragen. Aber wertvolle Anregungen für das eigene Haus – gerade auch hinsichtlich der Energieeffizienz – bringt ein Musterhausbesuch allemal. Auf den folgenden Seiten geben wir Tipps, wie Sie es richtig angehen.
Technisch innovativ Die Haustechnik ist stets auf dem neuesten Stand. Wärmepumpe, PV-Anlage, Batteriespeicher und immer öfter auch Smarthome sind Standard. 12/1-2020
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