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smart wohnen online:
Das
Das intelligente Haus 2/2019
intelligente Haus
www.das-intelligente-haus.de
Das
E N T E RTA I N M E N T
•
• Österreich E 5,50 Schweiz sfr 9,60 • BeNeLux E 5,70 • Italien E 6,50 Spanien E 6,50 • Portugal (cont.) E 6,50 Slowenien E 6,50 • Slowakei E 6,50
SICHERHEIT •
E N E R G I E S PA R E N
2/2019
intelligente Haus Magazin für cleveres Wohnen
Mehr Qualitiy Time: Smartes Familienhaus • Praxistest: 8 Online-Smarthome-Tools • Haus-Sanierung: Aus alt mach schlau • Smarte Küche: Clevere Helfer
en Die behsotm e
WER STEHT VOR DER TÜR?
Smart
Experten
PHOTOVOLTAIK UND HAUSBATTERIE
Aus alt mach
schlau!
• Selbst planen
IQ
8 Online-SmarthomeTest Tools im Praxistest
120
• Smarte Küche
SO WIRD IHR HAUS ZUM ÖKO-KRAFTWERK
Sprechanlagen vernetzt per WLAN oder Telefon
IQTest 120
Clevere Alltags-Helfer
• Digitale Heizung Einfach Energie sparen
VERNETZTE SCHALTER
Smarthome mit Dimmern, Tastern & Co. steuern
MEHR QUALITY TIME Familienhaus mit smartem Touch
Willkommen im intelligenten Zuhause. Das Gira Smart Home. Entscheiden Sie sich für eine neue Dimen sion des Wohnkomforts. Jalousien fahren bei Sonneneinstrahlung von selbst herunter. Leuchten schalten sich abends automatisch ein. Räume werden zur passenden Zeit, nämlich, wenn sie bewohnt werden, auf Wohlfühltemperatur gebracht – und alles lässt sich bequem zentral per Smartphone, Computer, Tablet oder Touchscreen an der Wand bedienen.
Hier erfahren Sie mehr: www.gira.de/smarthome
EDITORIAL | INHALT
Oliver Gerst, stellvertretender Chefredakteur
Smart wird selbstverständlich
16
Die großen Innovationen in der Smarthome-Technik gehen derzeit von einem eher gewöhnlichen Gerät aus – dem Wandschalter. Wir zeigen, wie Dimmer, Taster und Rollladenschalter die Keimzelle des intelligenten Hauses bilden.
Start smart 6 Intelligenz für die eigenen vier Wände:
Was ein Haus klüger macht als andere – aktuelle Beispiele fürs vernetzte Wohnen
Adressen Seite 65
V
Smarter Neubau
10 Ganz schön helle: Smart und altersgerecht ist das neue Zuhause für die dritte Lebensphase von Ehepaar Rust – ein Regnauer-Fertighaus
16 Schalternativen: So bilden Dimmer, Taster
und Rollladenschalter die Keimzelle des intelligenten Hauses – ohne großen Aufwand
24 Smarties fürs bequeme, sichere Wohnen:
Zum Beispiel schlaue Smart-TVs – als Oberfläche für intelligente Heimsteuerung
Intelligenter Altbau
28 Luxorliving von Theben: Ein Smarthome-
System im vermieteten Zweifamilienhaus – einfach und verständlich
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S marthome-Förderung: NachrüstungsMaßnahmen unterstützt der Staat großzügig – zum Beispiel durch die KfW-Bankengruppe
Smart wohnen
36 Smarte Küchen: Es gibt viele Helfer, die das
Leben leichter machen – wie Sensorik und Apps die gewünschte Prise Intelligenz liefern
40 Vernetzte Türsprechanlagen: Das Angebot ist groß – die verschiedenen Produktgattungen und Installationsmöglichkeiten im Überblick
Herzlichst Ihr
50
Der Trend zur Digitalisierung hat auch die Heizsysteme erreicht. Alle führenden Hersteller bieten vernetzte Steuerungen ihrer Wärmeerzeuger an. Lesen Sie, welche „Verbündete“ moderne Heizungen im intelligenten Haus finden und was sie in der Praxis bringen.
Titelbilder: Theben, easyconnect, AVM, Murr-PhotoArt Simone Boettcher-Murr, Ivan Stevanovic
ernetzte Technik im EinfamilienhausNeubau wird zunehmend zur Selbstverständlichkeit. Und das nicht nur bei künftigen Bewohnern, die dem Thema immer aufgeschlossener gegenüberstehen, sondern auch bei den Hausanbietern – so haben zum Beispiel Fertighausfirmen immer häufiger viele Smarthome-Features standardmäßig im Programm. Stellvertretend zeigen wir das anhand der aktualisierten „Sunshine-Reihe“ von Weberhaus, die „flexibel, kreativ und digital“ junge Familien ansprechen will (Seite 44) sowie mit einem altersgerechten Haus von Regnauer, in dem Ehepaar Russ sich von vorne herein eine vernetzte Steuerung gewünscht hatte (10). Freilich ist das Thema Smarthome bei Weitem nicht nur eine Neubau-Angelegenheit, auch im Sanierungsfall gibt es einfache Möglichkeiten, seine vier Wände intelligent aufzurüsten. So geschehen bei einem alten Zweifamilienhaus mit einem System, das es allen Beteiligten leicht gemacht hat: Bauherr, Mieter und Installateur (28). Zum smarten Wohnen gehören natürlich auch viele Gadgets und Produkte aus dem Internet der Dinge – das reicht von der „BratIntelligenz“ in der Küche bis zum vernetzten Fahrradschloss. Die Redaktion hat einige Neuheiten getestet und mit einem IQ-Stempel versehen, der den jeweiligen Intelligenzgrad beziffert (66). Außerdem haben wir acht Online-Tools zur Planung des eigenen Smarthomes unter die Lupe genommen und ebenfalls mit einem IQ-Wert ausgewiesen (74). Ein zentrales Thema ist auch im intelligenten Haus die Wärmeerzeugung. Diesmal beleuchten wir, was vernetzte Heizungs-Steuerungen bringen (50) und wie Nachrüster ihren Komfort steigern und gleichzeitig Energie einsparen können (56). Wie immer stellen wir natürlich auch unsere aktuellen DiH-Smarthome-Experten vor, die Ihnen helfen, den richtigen Ansprechpartner zu lokalisieren (Seite 78). Viele weitere Themen finden Sie im Inhalt oder einfach beim Blättern durch das Heft. Viel Spaß dabei!
36 Smart und altersgerecht – so wünschte sich Ehepaar Russ sein neues Zuhause für die dritte Lebensphase. Das Ergebnis ist ein lichtdurchflutetes Holz-Fachwerkhaus mit offenen Räumen und unzähligen vernetzten Helfern für jede Lebenslage. Eine Entdeckungstour.
10
Der DiH-Intelligenz-Test: Wie cool ist das Tool? Acht Planungs-Konfiguratoren für die eigene Elektround SmarthomeAusstattung im Praxis-Vergleich.
IQTest
t
???
Auch in der Küche sollen uns smarte Geräte das Leben leichter machen. Es gibt viele Produkte, die durch Sensorik und Apps „das bisschen Haushalt“ wesentlich vereinfachen!
74
Energiemanagement 44 Hauskonzept: Weberhaus kombiniert zeit-
gemäße Optik mit zukunftsfähiger Energieund Smarthome-Technik – für junge Familien
50 Heizung sucht Partner: Führende Hersteller
bieten vernetzte Steuerungen für ihre Wärmeerzeuger – wir sagen, was sie können
56 Komfort steigern, Energie sparen: Wie
Smarthome-Steuerungen die Raumwärme regeln – und welche Systeme sich eignen
62 Stark und autark: Je besser Heizung, Strom
und E-Mobilität gekoppelt sind, desto unabhängiger die Energieversorgung – so geht‘s!
66 Smarties im Praxistest: Wie intelligent ist das
denn? Gadgets und Geräte aus dem Internet der Dinge auf dem Prüfstand!
Smarter Service
„Ein Haus mit dem wunder-
24
baren Werkstoff Holz
Viele bunte Smarties machen das Wohnen bequemer und sicherer. Darunter zum Beispiel echt smarte TVs, eine Fußbodenheizung, die aufs Wort hört, oder ein Raumluftwächter mit Alarmfunktion...
schenkt seinen Bewohnern ein unnachahmliches Raumklima, eine Quelle der Kraft, und einen Ort, an den man sich sicher und geborgen fühlt.”
70 Erlebnis-Messe: Viele Aussteller smarter
Produkte in der Musterhausausstellung Bad Vilbel – großes Publikums-Interesse
INFOS: Tel.: +49 2247 9172-30 www.stommel-haus.de
72 Infos online: Fortlaufend Planungshilfen und Unterstützung für Smarthome-Bauherren – www.das-intelligente-haus.de
Planung 74 Selbst planen: Wie cool ist das Tool? Die
Redaktion hat acht Konfiguratoren getestet – und IQ-Werte zwischen 95 und 110 ermittelt
Showrooms & Experten
78
Smarthome-Profis vor Ort:
65
Anschriften
82
Impressum & Vorschau
Regionale Fachbetriebe stellen sich und ihre Showrooms der Öffentlichkeit vor
44 Zukunftsweisende Energie- und Smarthome-Technik zeichnet Haus „Sunshine“ von Weberhaus aus. Beispiel: Die Wallbox im Carport betankt das Elektroauto mit Strom vom eigenen Dach – dank Hausbatterie kann das auch abends geschehen.
Foto: www.busch-jaeger.de
START SMART
Sicherheit und Kommunikation Das Haus merkt, wenn wir es verlassen und schaltet die vernetzten Sicherheitssysteme ein. Abends fahren Rollläden automatisch herab, die Innenbeleuchtung simuliert Anwesenheit. Bewegungsmelder und Türkamera erkennen, wenn sich jemand nähert und melden Besucher aufs Smartphone. Das schützt vor Einbrüchen, und wir bleiben unterwegs erreichbar.
Was macht mein
Begriffe wie Smarthome, Multiroom, Künstliche Intelligenz und Vernetzung sind in aller Munde – nicht zuletzt im Namen dieses Magazins. Doch was macht ein Haus wirklich klüger als andere? Wir gehen auf Spurensuche und zeigen aktuelle Beispiele.
Sind vernetzte Geräte intelligent? Das Kühlschrank-Display meldet Besucher vor der Haustür, die Waschmaschine zeigt auf dem TV-Gerät, wann der Waschgang fertig ist, das Licht geht an, sobald es draußen dunkel wird. Zu sehen war das bei vielen Ausstellern auf der diesjährigen IFA – etwa im Samsung Smart House (siehe auch Seite 36). Dabei verwenden Hersteller immer häufiger den Begriff der Künstlichen Intelligenz. Die ist allerdings nicht am Werk, wenn Vorgänge nach dem Motto „Wenn dies passiert, dann tu jenes“ ausgelöst werden. Künstliche Intelligenz hat einen höheren Anspruch: Sie muss Geräte dazu bringen, Vorgänge zu lernen und je nach Situation und Umgebungsbedingungen automatisch richtig zu reagieren. www.samsung.de
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Das intelligente Haus
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Unterhaltung
Foto: www.busch-jaeger.de
Musik ist nicht nur in jedem Zimmer zu hören. Sie startet passend zur Tageszeit oder je nachdem, was wir gerade tun. Morgens die Nachrichten, nach der Arbeit eine entspannende Musik-Playliste, zum Essen angenehme Hintergrundmusik – oder eben genau so, wie wir es am liebsten hören wollen. Immer mehr Smarthome-Systeme integrieren die Wiedergabe von Multiroomsystemen wie Sonos heute ganz selbstverständlich in ihre Szenen und Automatisierungen. Smartspeaker mit Sprachsteuerung spielen dabei eine immer wichtigere Rolle. Doch sie machen das Entertainment im Haus nicht wirklich schlauer. Sie bieten vor allem eine weitere Bedienungs-Möglichkeit, um solche Szenen aufzurufen. www.elektro-plus.com
Haus intelligent?
Energie gerecht verteilen Moderne Häuser sollten zugleich auch Kraftwerke sein, so wie das neue Modellviertel „Future Living“ in Berlin Adlershof, das Ende 2019 eingeweiht werden soll. Die Solardächer sind, dem Sonnenverlauf über den Tag folgend, in verschiedene Himmelsrichtungen geneigt, ein zentrales Energiemanagement-System verteilt den erzeugten Strom je nach Bedarf auf Wärmepumpen, E-Auto-Ladestationen und den Haushalts-Strombedarf der Mieter. www.future-living-berlin.com
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START SMART
Prima Klima Vernetzte Sensoren und Programme tragen entscheidend zu einer optimalen Raumatmosphäre bei. Im Kinderhaus des Elektronikhändlers Conrad etwa überwachen Luftsensoren den Innenraum und geben Erzieherinnen Hinweise, wann sie lüften sollten. Außerdem sorgen smarte Leuchten mit einstellbarer Farbtemperatur fürs passende Licht zu jeder Tageszeit: Morgens aktivierendes, kühleres Licht, zur Mittagsschlaf-Zeit dagegen eher beruhigend warm und gedimmt. www.conradconnect.de
Start Smart Intelligente Neugier
Anschriften Seite 65
Per App einstellbares Licht, smarte Heizungssteuerung, Kühlschrank-Kameras – was ist von all den Gadgets zu halten? Das fragen nicht nur Redakteure und kritische Laien, sondern auch Forscher und Studenten. Die Berliner Hochschule der Künste hat dafür einen praktischen Forschungsraum gegründet – auf Deutsch: Die Smart WG. Hier leben Studenten für jeweils ein Jahr und testen in dieser Zeit alle möglichen smarten und vernetzten Produkte. Erlebnisse und Erfahrungen beschreiben sie in ihrem Blog www.diesmartwg.com.
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ADVERTORIAL
Bei der Planung der Elektroinstallation spielt natürlich auch die Form des Gebäudes eine Rolle. Der Konfigurator bietet entsprechende Optionen an.
Wie komfortabel soll es werden? Der Konfigurator führt den Anwender bedienerfreundlich durch die verschiedenen Planungsstufen.
Mit dem innovativen Smarter-Home-Konfigurator erleichtert Busch-Jaeger die Planung der Elektroinstallation für das eigene Zuhause.
Elektroplanung effizient – mit dem Smarter-Home-Konfigurator
Mehr r: te z da u un . w ww e eager.d h c bus -j
Mühelose Planung der Elektroinstallation fürs eigene Zuhause – dafür sorgt der innovative Konfigurator für smarte Gebäude von Busch-Jaeger. Der Bauherr profitiert von Gestaltungsfreiheit, der Elektroinstallateur von deutlicher Zeitersparnis.
Smart Home einfach gemacht Mit dem Smarter-Home-Konfigurator lässt sich die eigene Buschfree@home®-Anlage so einfach konfigurieren wie nie zuvor. Wie sehen die technischen Möglichkeiten aus, welche Komfort- und Sicherheitsfeatures möchte ich nutzen, und wie passt das in mein Budget? Bei allen Fragen nimmt der Konfigurator die Perspektive des Nutzers ein. Er ermöglicht eine detaillierte Planung – gemeinsam mit dem Elektroinstallateur oder zunächst in Eigenregie. Schritt für Schritt und Raum für Raum führt die selbsterklärende Benutzeroberfläche durch die verschiedenen Planungsstufen. Der Bauherr platziert Schalter, Steckdosen, Raumtemperaturregler und Displays per Drag-and-drop in einer Grundriss-Skiz-
ze. Auch Originalpläne kann er hochladen und für die Planung nutzen. Am Ende erscheint eine komplette Stückliste mit allen System-Komponenten und den entsprechenden Preisen.
Schnellplanung erleichtert Kalkulation Besonders fixe Ergebnisse liefert die integrierte Schnellplanung. Dieses Tool bietet Musterprojekte als Planungsgrundlage an und dazu eine Vorschlagliste, die nach den Empfehlungen der HEA – Fachgemeinschaft für effiziente Energieanwendung e.V. – konzipiert ist. Diese Komfort-Features erleichtern eine schnelle Kalkulation, ohne bereits im ersten Schritt die Anzahl und die Platzierung der einzelnen Elektro-Komponenten bedenken zu müssen. Der Smarter-Home-Konfigurator von Busch-Jaeger eignet sich sowohl für einzelne Wohnungen als auch für Ein- und Mehrfamilienhäuser. Die Möglichkeit, durchgeplante Räume oder auch Etagen zu duplizieren, erleichtert die Planung für größere Objekte. Weiterer Vorteil: Busch-free@home® und Busch-free@home® Wireless können in einer Planung miteinander kombiniert werden. Neben den System-Komponenten von Busch-free@home® lassen sich auch „klassische“ Schalter, Steckdosen, Bewegungsmelder oder Unterputz-Radios integrieren, die nicht in die zentrale Haussteuerung eingebunden werden sollen.
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Fotos: Busch-Jaeger
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igenheimbesitzer können die Elektroinstallation ihres smarten Zuhauses ganz einfach selbst planen – mit dem Smarter-Home-Konfigurator von Busch-Jaeger. Er erleichtert den einfachen Einstieg ins Thema Smart Home mit einem intuitiv bedienbaren Online-Tool. Der Konfigurator ist optimal auf das erfolgreiche Smart-Home-System Busch-free@home® abgestimmt. Jalousie, Licht, Heizung, Klima oder Türkommunikation sind so komfortabel und sicher steuerbar: per Wandschalter, Touchpanel, Sprachsteuerung Smartphone und Tablet – ganz nach Wunsch.
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SMARTER NEUBAU
Ganz schön helle!
Neu, smart und altersgerecht – so wünschte sich das Ehepaar Russ sein neues Zuhause für die dritte Lebensphase. Das Ergebnis ist ein lichtdurchflutetes Traumhaus mit jede Menge offenem Raum und unzähligen vernetzten Helfern für jede Lebenslage.
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Leuchtendes Beispiel: Der Stil und die großzügigen Glasflächen des Musterhauses „Ambienti“ von Regnauer gefiel den Bauherren auf den ersten Blick sehr gut. Das eigene Haus wurde in verschiedenen Aspekten nach ihren individuellen Wünschen angepasst.
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arianne Russ hatte schon immer im oberbayrischen Pöring gelebt. Für die dritte Lebensphase wollte sie gemeinsam mit ihrem Mann auf einem geerbten Grundstück am Rande des kleinen oberbayrischen Ortes neu bauen – maßgeschneidert und altersgerecht, aber dennoch nach dem neuesten Stand der Haustechnik. Das Ehepaar dachte deshalb nicht lange darüber nach, ob der Neubau eine vernetzte Smarthome-Steuerung bekommen sollte oder nicht – sondern: welche? Marianne
Russ hätte am liebsten einen Bungalow realisiert, barrierefrei mit allen Funktionen auf einer Ebene. Da der Bebauungsplan dies nicht zuließ, wurde das neue Domizil als Eingeschosser mit ausgebautem Dach vom regionalen Anbieter Regnauer Hausbau umgesetzt: Die für einen rollstuhlgerechten Aufzug notwendigen Einbauten sind bereits vorgesehen, die komfortable, vernetzte Steuerung der Haustechnik von Anfang an integriert. „Man muss ja mit der Zeit gehen“, sagt Klaus Russ, der sich selbst intensiv in die 11
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Materie eingearbeitet hat und genau wusste, was er will. Das Ergebnis kann sich in jeder Hinsicht sehen lassen. Der Raumeindruck ist geprägt von viel Glas, viel Licht und wenig Wänden. Das geräumige Entree im Erdgeschoss geht direkt in den großzügigen Wohnbereich über. Eine Schiebetür kann die offene Küche mit Essplatz bei Bedarf dazuschalten oder trennen. Ebenfalls von der Haustüre aus gelangt man über eine Holztreppe ins Obergeschoss. Dort sind unter den Dachschrägen zwei Schlafzimmer angeordnet, jeweils mit zugehörigem Bad. Das Bad des „Master Bedrooms“ ist offen gestaltet, mit einer frei stehenden Badewanne und verbundener Ankleide. Die luftige Galerie nutzt das Ehepaar als Studio.
Vernetzte Heiz- und Kühltechnik Zusammen mit der Luft-Wasser-Wärmepumpe schaffen die optimal gedämmten Wände des Holzfertighauses angenehme Temperaturen. Die Wärmeverteilung der Heizungsanlage von Viessmann lässt sich über die vernetzte VitocomfortSteuerung des Herstellers für jeden Raum auf die jeweilige Komfort-Temperatur regeln, wobei das Ehepaar Russ das gesamte Erdgeschoss nach kurzer Zeit als einheitliche Heizzone definiert hat. „Die Schiebetür steht bei uns fast immer offen, da gibt es keine einzelnen Räume zu regeln“, erzählt Klaus Russ. Im Sommer lässt sich die Anlage auf Kühlung umstellen und klimatisiert den Innenraum dann sanft über die Böden. Auf dem Garagendach ist eine Photovoltaikanlage zur Nachrüstung vorbereitet, um den Strom für die Wärmepumpe eines Tages selbst zu erzeugen. Zwei Gaskaminöfen im Wohnzimmer sowie zwischen Schlafzimmer und Bad sorgen in der Übergangszeit rasch für kuschelige Wärme – und lassen sich daheim oder von unterwegs aus per App ansteuern.
Per App ferngesteuert Typische Smarthome-Funktionen wie Licht und Jalousien hat das e-Net Smart Home-System von Gira unter Kontrolle. Obwohl das Haus neu gebaut wurde und dabei die Wahl häufig auf ein KNX-Bussystem fällt, entschieden sich die Bauherren für das Funksystem. Entscheidend waren dabei für Klaus Russ der günstigere Preis und die flexiblere Programmierung des Systems. Bei e-Net Smart Home kann er Zeitprogramme und Automatiken selbst konfigurieren und jederzeit ändern, erklärt der Bauherr, während bei KNX-Systemen ein Fachbetrieb anrücken müsse. Licht und Jalousien lassen sich im Hause
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Sachte geöffnet: Das Erdgeschoss lässt sich mit Schiebetüren praktisch komplett öffnen. So entsteht eine lichtdurchflutete, zusammenhängende Fläche aus Wohnzimmer, Essbereich und Küche (oben). Eine breite Fensterbank ragt weit in Raum hinein und lädt zum entspannten Mittagsschlaf ein – bei Bedarf begleitet von sanfter Musik aus der Multiroom-Anlage.
Einladend: Von der Haustür aus glangt man direkt in den Wohnbereich oder über die luftige Holztreppe ins Obergeschoss. Neben der Eingangstür hängt ein iPad an der Wand, auf dem alle Apps für die verschiedenen Smarthome-Systeme und Geräte installiert sind.
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Wohl temperiert: Zwischen dem Schlafzimmer und dem offen ums Eck angeschlossenen Bad im Obergeschoss ist ein per App steuerbarer Gaskamin eingebaut. Der sorgt in der Übergangszeit schnell für wohlige Wärme auf dem Weg zur frei stehenden Badewanne.
Sicher beschattet: Die großzügigen Glasflächen rings um das Haus lassen sich mit Raffstores verschatten. Um Schäden durch die teils heftigen Unwetter in der Region zu vermeiden, fahren diese hoch, wenn ein Gewitter aufzieht – über die e-Net Smart Home-App klappt das auch aus der Ferne über das Internet.
Daten & Fakten zum Haus ANBIETER: Regnauer Hausbau GmbH & Co. KG, Pullacher Str. 11 83358 Seebruck, Tel. 08667/72-222 www.regnauer.de ENTWURF: Haustyp „Ambienti“ mit individuellen Anpassungen BAUWEISE: Massivholz-RiegelKonstruktion, Satteldach mit 30 Grad Dachneigung WOHNFLÄCHE: EG 142 m2, OG 72 m2 TECHNIK: Luft-Wasser-Wärmepumpe,
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Fußbodenheizung mit Kühlfunktion, zentrale Lüftung STEUERBARE KOMPONENTEN: Funksystem Gira e-Net zur Steuerung von Licht und Jalousien, Bedienung per Funktaster, Bewegungsmelder und App; Heizungssteuerung Viessmann Vitocomfort; Türsprechanlage Busch Welcome; Automatischer Garagentorantrieb; Alarmanlage mit Netzwerksteuerung, Fernüberwachung und IP-Kameras, Multiroom- Musik-System von Bose. www.gira.de; www.viessmann.de; www.busch-jaeger.de; www.bose.de
SICHERHEIT HAT EIN ZUHAUSE. IHRES.
Russ auf mehrere Weisen steuern: Alle wesentlichen Funktionen sind auf Schalter gelegt, zusätzlich hängt ein Tablet mit installierter e-Net Smart Home-App im Eingangsbereich an der Wand. Beim Segeln auf dem Chiemsee können die Hausbesitzer auch aus der Ferne per Handy überprüfen, ob in Pöring ein Gewitter aufzieht und dann mit der e-Net-App die Jalousien ferngesteuert hochfahren.
Machen Sie Ihr Zuhause zu einer smarten und sicheren Burg. Vom Rollladenmotor bis zur Premium Smart Home-Lösung ist Sicherheit bei allen Somfy-Produkten ein entscheidender Faktor.
Vielfalt der Systeme
Somfy passt auf, dass nichts passiert.
Foto: www.regnauer.de
Anschriften Seite 65
Neben der Smarthome-Steuerung lassen sich im Hause Russ noch mehr Systeme und Geräte vernetzt steuern: Die Soundtouch Multiroom-Musikanlage von Bose etwa hat eine eigene App, ebenso wie die Telenot Alarmanlage, die ihrerseits mit mehreren Netzwerk-Kameras zusammenarbeitet. Kommt das Ehepaar im eigenen Auto nach Hause, dann öffnet sich wie von Geisterhand das Garagentor – eine vernetzte Antriebssteuerung mit Geofencing-Funktion macht‘s möglich. Besucher meldet die VideoTürsprechanlage Busch Welcome von BuschJaeger mit Bild und Ton an – im Haus ebenso wie übers Internet auf der zugehörigen App. Dass die verschiedenen smarten Systeme und Anwendungen lauter einzelne Apps haben, stört Familie Russ nicht – im Gegenteil. Eine Integration aller Funktionen auf einer Menüoberfläche hält Klaus Russ für zu unübersichtlich. Er hat lieber auf dem iPad an der Wand alle notwendigen Programme auf einen Blick parat. „Die Heizung oder die Alarmanlage funktionieren fast komplett automatisch, da öffne ich die Apps nur alle paar Wochen“ sagt er. Alle anderen Systeme im Haus hat das bestens vernetzte Ehepaar auch so stets unter Kontrolle. rot ❚
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Schalternativen
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Smarthome-Technik erfordert immer ein komplettes Umdenken in der Elektroinstallation? Von wegen! Die großen Innovationen gehen derzeit von einem eher gewöhnlichen Gerät aus – dem Wandschalter. Wir zeigen, wie Dimmer, Taster und Rollladenschalter eine Keimzellen des intelligenten Hauses bilden.
A
uf den vorigen Seiten ist ein brandneues Haus zu bewundern, das von seinen Besitzern bis unter den vollverglasten Giebel mit vernetzter Technik und Smarthome-Steuerungen bestückt wurde. Die Elektroninstallation des Einfamilienhauses wurde aber weitgehend klassisch aus Stromkreisen, Wandsteckdosen, schalt- oder dimmbaren Lichtauslässen und Jalousienanschlüssen umgesetzt. Um das Licht an der Decke einzuschalten, wird nach wie vor ein Stromkreis in der benachbarten Wand geschlossen. Es ziehen sich auch keine Steuerungs-Busleitungen kreuz und quer durch das Haus. Die Intelligenz der hier eingesetzten Technik steckt vielmehr in der Wand selbst – genauer gesagt: in den Schaltern und Dimmern. Sie schalten ihre angeschlossenen Verbraucher elektronisch ein und aus und tun dies wahlweise über einen Tastendruck am Schalter selbst oder, per Funk angestoßen, über einen Taster-Befehl an einem anderen Schalter. Oder über ein zentrales Steuerungsgerät, das den Befehl ebenfalls per Funk an die jeweilige Schaltstelle sendet.
Das Prinzip der variablen Schalter: In der Wand steckt die Elektronik für die eigentliche Schalt-Aufgabe. Davor steckt der Taster-Aufsatz, der wahlweise zur Programmierung oder für die FunkVernetzung zuständig ist. www.jung.de
Automatik aus der Dose So bleibt in der Basisinstallation im Haus zunächst einmal alles beim Alten, nur die Funktionen in den Installations-Einsätzen in der Wand wandeln sich – Smarthome aus der Dose sozusagen. Von billiger Konservenware kann indes kaum die Rede sein, denn die beteiligten Systeme sind höchst clever und modular aufgebaut. Der typische, vernetzbare Wandschalter besteht heute nämlich aus zwei Komponenten: ein elektronisches Schalt-, Dimm- oder Jalousienmodul, das in der Wand steckt, und ein passender Aufsatz, der sich darauf stecken lässt (siehe rechts). Letzterer kann je nach System unterschiedliche Funktionen besitzen. Besonders flexibel ist hier beispielsweise das Schalterprogramm von Jung: Die elektronischen Schalter lassen sich wahlweise mit ganz normalen Tastern bestücken, welche einfach die Funktion des Wandmoduls auslösen. Daneben gibt es programmierbare Schalter, mit denen sich etwa bei der Jalousiensteuerung eine
Alternative: Ältere, mechanische Wandschalter lassen sich mit Funk-Aktoren hinter dem Schaltermodul in die gleichen Systeme einbinden. Der Schalter davor kann das Licht weiterhin auch von Hand ein und ausschalten. www.rademacher.de
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