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Bauen & Renovieren 09/10-2026-Leseprobe

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Outdoor-Paradies

Perfektes Gartenglück

 Architektur + Öfen

So werten schöne Kamine und Öfen Ihr Eigenheim auf

 Fenstertausch

Wirtschaftlich sinnvoll und energetisch wirksam

 Dachausbau

Drei neue Wohnungen im Oberstübchen

Wand- und Bodendesign

Garagen & Tore

Trends, Tipps und Empfehlungen für den Abstellplatz von Auto, Motorrad, Fahrrad und Gartengerät

Wärmedämmung

Mit einem Hochleistungsdämmstoff wird die Immobilie von 1927 zu einem zeitgemäßen Wohnobjekt

 Tolle Rätselpreise: Akku-Schlagbohrschrauber zu gewinnen

EDITORIAL Immer schnittig

Die Sonne scheint, die Temperaturen schnellen in die Höhe und Regenwasser für die Gartenbewässerung wird knapp: Es ist Sommer in Deutschland. Die Sommerferien sind in den meisten Bundesländern „in full swing“. Beste Zeit, sich noch einmal um den heimischen Garten zu kümmern. Apropos Garten: Wer ist eigentlich dieser Typ rechts dieser Zeilen? Das ist unser Testredakteur – ebenfalls „in full swing“. Denn pünktlich zum Sommer und den Sommerferien hat er noch einmal eine Partie Gartengeräte auf unser Testgrün gestellt und beste Erfahrungen mit den Maschinen gemacht. Nein, den Freischneider, den Sie im Bild sehen, haben wir für diese Ausgabe nicht getestet. Das Gerät stammt noch aus dem vergangenen Jahr und hat es 2025 bereits in das Magazin Bauen & Renovieren geschafft. In diesem Jahr haben wir einen Mähroboter, eine elektrische Gartenhacke und einen Akku-Rasenmäher für Sie getestet. Aber nicht nur das Thema Garten finden Sie in dieser Ausgabe. Auch wer sich dem Thema Wärmepumpe im Altbau nähern möchte, findet fundierte Informationen. Dafür haben wir uns mit dem bekannten Online-Experten, dem Energiesparkommissar, zusammengetan. Sie werden begeistert sein.

Ein zweites Apropos wird fällig. Auch wenn es nicht in das Thema Bauen & Renovieren passt. Aber das kann und darf ich nicht verschweigen. In den USA sind gefährliche „Tiere“ ausgebrochen. Nein, das ist keine Sommerloch-Story. Die gefährlichen Tiere sind in Wirklichkeit KI-Modelle eines Herstellers. Bei einem Test der Fähigkeiten dieser neuen KI-Modelle sind sie aus ihrer Umgebung ausgebrochen und haben ein anderes KI-Modell eines anderen Herstellers angegriffen. Der Wolf war gestern. Schöne neue Welt. Aber keine Angst, beim Renovieren oder im heimischen Garten wird Sie keine KI angreifen. Da bin ich mir sicher.

Bleiben Sie uns gewogen!

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Titelfotos Stihl, Teckentrup, Puren

Wärmepumpen machen auch im Altbau

Sinn, weil sie nicht nur heizen, sondern im Sommer die Wohnräume zudem kühlen.

Moderne Garagen bieten geschützte Stellfläche für Autos, Fahrräder und Gartengeräte. Sie können aber noch mehr.

Tipps & Trends

6  Königlicher Besuch

7  Vorfahrt für grüne Gase

8  Tag des Bades am 19. September 2026

Heiztechnik

10 Wärmepumpe im Altbau: Darauf müssen Sie achten

Titelthema Garten & Terrasse

18 Test 1: Ein Rasenmäher für alle Fälle

20 Test 2: So schlägt sich ein Mähroboter am Hang

22 Test 3: Eine Akku-Bodenhacke erleichtert die Arbeit

24 Akku-Allianzen: Diese Hersteller arbeiten zusammen

26 Schritt für Schritt zum Rankgerüst für Rosen

32 Stein & Design: Der Garten erstrahlt in neuem Glanz

Special homes4future

35 Nachhaltig bauen und grüner Wohnen

Architektur

51 Einfühlsam eingebettet in die Kalahariwüste

Garagen & Tore

52 Trends, Tipps und Empfehlungen für die Garage

Energetische Sanierung

56 Vom Problemfall zum zukunftsfähigen Domizil

Garten & Terrasse

Der Garten wird ab dem Frühling zu unserem zweiten Wohnzimmer. In unserem Titelthema zeigen wir Ihnen, wie Sie Ihre Außenanlagen aufwerten können, zum Beispiel mit einem Rankgerüst für Rosen oder die Neugestaltung der Terrasse mit attraktiven Betonsteinen. Zudem haben wir einen Rasenmäher, einen Mähroboter sowie eine Akku-Bodenhacke getestet, um Ihnen bei der Kaufentscheidung zu helfen.

Dachdämmung

58 Sommerlicher Wärmeschutz inklusive

60 Von der Scheune zur modernen Wohnanlage

Dachausbau

64 Drei neue Wohnungen in hanseatischer Höhenlage Grundstücksabgrenzung

68 Privatsphäre schaffen und den Garten gestalten

Fenstertausch

70 So geht es besonders schnell

Vergleich: Smarte Thermostate

72 19 Produkte im Überblick

Fassade

78 Ästhetisches Glanzstück mit Schiefer ARCHITEKTUR+ÖFEN

79 Feuer wird zum Designstatement

Preisrätsel

94 Akku-Schlagbohrschrauber zu gewinnen

Neu & Interessant

96 Produktvorstellungen

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Bauhelden Media GmbH & Co. KG

Bauen & Renovieren

Welfenstraße 19, 70736 Fellbach

Tel.: 0711/5206-275 (Assistenz)

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Bau- und Renovierpraxis live Unser Internet-Angebot ermöglicht es Ihnen, sich auch auf ganz persönliche Themensuche zu begeben und bezüglich Ihres aktuellen Informationsbedürfnisses fündig zu werden. Auf www.renovieren.de finden Sie zudem detailliert baubegleitende Foto-Dokumentationen und wir schauen Handwerkern bei der Ausführung der Arbeiten über die Schulter, Schritt-für-Schritt. Videos zu allen unseren Themen und mehr finden Sie in unserem Bauhelden-Kanal auf YouTube

Einfühlsam in die südafrikanische Kalahariwüste eingebettet wurde diese spektakuläre Immobilie.

Diese landwirtschaftliche Liegenschaft hatte keine Zukunft – bis ein mutiger Bauherr kam.

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Mauern, Zäune und Tore sind ein beliebtes Mittel, um das eigene Grundstück abzugrenzen.

19 Produkte im Überblick: Mit smarten Thermostaten steuert man Heizkörper effizient.

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Wohnraum ist Mangelware. Hamburger Immobilienbesitzer haben das Dachgeschoss ihres Mehrfamilienhauses ausgebaut und damit drei neue, tageslichtdurchflutete Wohnungen geschaffen.

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Königlicher Besuch

Am Montag, den 18. Mai 2026, besuchte Seine Majestät König Charles III. Voysey House in Chiswick, den Hauptsitz der Sanderson Design Group, einer renommierten Marke des Interior Designs. Als Meilenstein feiert der Besuch das hundertjährige Jubiläum der Traditionsmarke Sanderson als Inhaberin eines Royal Warrant (Königlicher Hoflieferant), einer Auszeichnung, die erstmals 1924 verliehen und von seiner Majestät im

Dezember 2024 erneuert wurde. Im Showroom führte Vorstandsvorsitzende Lisa Montague den König durch die ausgestellte Kollektion. Dazu gehörte eine Einführung in Morris & Co. x The Huntington, eine neue Werkgruppe, die aus unvollendeten Arbeiten von Morris & Co. hervorgegangen ist, die im Archiv des kalifornischen Museums entdeckt und von Sanderson-Designern vollendet wurden. www.sandersondesigngroup.com

So arbeiten Wärmepumpen effizient

In vielen Haushalten machen sich steigende Heizkosten finanziell empfindlich bemerkbar. Allein von 2024 auf 2025 sind sie durchschnittlich um 15 Prozent gestiegen. „Wer im Bestand eine Wärmepumpe nachrüsten möchte, muss einige Dinge beachten, um nachher zum gewünschten Ergebnis zu kommen“, betont Jens Gierhardt, Leiter des Regionalbüros Aschaffenburg im Netzwerk des Verbands Privater Bauherren (VPB). „Beim Heizen und Dämmen gilt es, das Haus als Gesamtsystem zu betrachten, hierfür bedarf es unabhängiger, fachlicher Expertise.“ Ersetzt man eine Gas- oder Ölheizung durch eine Wärmepumpe, sinkt der Wärmebedarf des Hauses dadurch nicht. Dieser hängt vor allem von Dämmstandard, Fenstern, Luftdichtheit und Wärmebrücken ab. „Hier liegt ein entscheidender Hebel“, so Gierhardt. „Wenn man die Heizlast senkt, kann die Wärmepumpe kleiner dimensioniert werden und effizienter arbeiten.“ Meist seien dann auch weniger Eingriffe an Heizkörpern oder Heizflächen nötig. Ein geringer Wärmebedarf ist für Wärmepumpen relevant, weil diese mit einer niedrigen Vorlauftemperatur besonders effizient arbeiten. Eine klassische Verbrennerheizung arbeitet in der Regel mit etwa 70 Grad Celsius, eine Wärmepumpe üblicherweise mit maximal 55 Grad Celsius. www.vpb.de

Heizen: Holz ist die wichtigste erneuerbare Energiequelle Die Wärmewende wird häufig mit Wärmepumpen, Solarthermie und grünem Strom verbunden. Dabei wird oft übersehen, dass Biomasse seit Jahren die wichtigste erneuerbare Energiequelle im Wärmemarkt ist. Gerade in privaten Haushalten trägt Holz maßgeblich zur Wärmeversorgung bei und leistet einen erheblichen Beitrag zur Vermeidung von Treibhausgasemissionen. Insgesamt trugen laut Industrieverband HKI die erneuerbaren Energien im Jahr 2025 mit einem Anteil von 19 Prozent zur Wärmebereitstellung in Deutschland bei. Hierdurch wurden rund 40 Millionen Tonnen CO2 vermieden. Für private Haushalte sind dabei vor allem Scheitholz, Hackschnitzel und Pellets relevant. www.ratgeber-ofen.de

Foto Sanderson Design Group, Claire Menary
Foto HKI

Markantes Ferienhaus

Der baltische Modulhausanbieter Avrame sieht in kompakten A-Frame-Häusern ein zunehmend interessantes Modell für die touristische Vermietung in Deutschland. Hintergrund sind die hohe Nachfrage nach Ferienunterkünften, der anhaltende Boom im Deutschlandtourismus sowie das wachsende Interesse privater Anleger an überschaubaren, flexibel nutzbaren Sachwerten in wirtschaftlich herausfordernden Zeiten. www.avrame.com

Vorfahrt für grüne Gase

Die Gas- und Wasserstoffwirtschaft begrüßt das Gebäudemodernisierungsgesetz. Damit sei ein verlässlicher Rahmen für die Wärmewende im Gebäudebestand geschaffen worden. Positiv bewertet der Verband die gesetzliche Verankerung der Grüngasquote. „Klimaneutralität im Gebäudesektor wird nicht nur über den Austausch von Heizungen, sondern ebenso über die schrittweise Dekarbonisierung der eingesetzten Energieträger geschehen“, betont Verbandschef Timm Kehler. www.gas-h2.de

Prämiertes Wannendesign

Erneut ausgezeichnetes Design für Kaldewei: Die luxuriöse Wellness-Badewanne Nuio Duo Zen wurde mit dem renommierten Red Dot Award 2026 prämiert. Die internationale Jury würdigte damit die Verbindung aus außergewöhnlicher Gestaltung, innovativen Wellness-Technologien und nachhaltiger Materialqualität made in Germany. Die Wanne verbindet organische Form mit modernem Minimalismus. www.kaldewei.de

Tag des Bades am 19. September

Träumen Sie immer noch von einem schönen neuen Bad? Und fragen sich, wie es ausgestattet sein muss, damit es auch in zehn Jahren noch auf dem neuesten Stand ist? Oder sich Ihren steigenden Komfortbedürfnissen anpassen kann? Ihrem Lifestyle, Ihrem Geschmack? Welche Einrichtungs- und Styling-Trends sich heute im Bad umsetzen lassen? Und vor allem: Wie kommen Sie zu Ihrem Bad? Wann ist der

richtige Zeitpunkt? Antworten erhalten Sie am 19. September 2026, am Tag des Bades. Dann laden die Bad-Profis in Ihrer Nähe unter dem Motto „Mein gutes Bad“ dazu ein, sich in ihren Ausstellungen inspirieren und ganz unverbindlich beraten zu lassen. Der Tag des Bades ist eine Initiative aller Partner der Sanitärfachbranche, ausgerufen von der Vereinigung Deutsche Sanitärwirtschaft e.V. www.sanitärwirtschaft.de, www.gutesbad.de

Kampf dem Kohlendioxidausstoß

Beton ist der meistverwendete Baustoff der Welt – und zugleich einer der größten Treiber von CO₂-Emissionen. Die österreichische Baufirma Porr verwendet bei dem Projekt Zentralberufsschule Seestadt Aspern in Wien die CO2-reduzierte Zementsorte CEM II/C. Die erwarteten Treibhausgaseinsparungen belaufen sich laut Porr auf zirka 4200 Tonnen CO₂-Äquivalente. www.porr-group.com

Die jahrtausendealte Faszination für Seide

Anlässlich der diesjährigen Milan Art/Design Week entführte Rubelli, italienischer Traditionshersteller von luxuriösen Tapeten und Möbelstoffen, mit einem Projekt über Seide die Besucher des eigenen Showrooms in eine faszinierende Welt prunkvoller Seidenkunst voll aktivistischer Symbolik. Diese vielschichtige Ausstellung entstand in Zusammenarbeit mit dem chinesischen Künstler und Aktivisten Ai Weiwei und ist Ausdruck geteilter Leidenschaften, gegenseitigen Respektes und der Bereitschaft, voneinander und miteinander zu lernen. „Eine eindringliche und berührende Arbeit, die nachklingt“, resümiert Rubelli in einer Pressemitteilung. www.rubelli.com

Foto Claudia Zalla

Wiederaufforstung

Badmöbelproduzent Burgbad aus Bad Fredeburg engagiert sich zum wiederholten Mal bei der Wiederaufforstung eines „Käferlochs“ im Schmallenberger Stadtwald. Bei der inzwischen vierten Pflanzaktion wurden dieses Mal rund 500 junge Bäume – hauptsächlich Bergahorn – gesetzt. In schwierigem und steilem Gelände, halfen elf Mitarbeitende von Burgbad mit Spaten und sackweise gespendeten Setzlingen den Forstarbeitern. www.burgbad.com

Coole Dacheindeckung gegen die Bruthitze

In Aystetten bei Augsburg entsteht derzeit ein Mehrgenerationen-Wohnkomplex mit zwei verbundenen Zweifamilienhäusern. Ein wesentlicher Bestandteil des Energiekonzepts ist der weiße Dachziegel Level RS Cool Roof von Erlus. Seine hochreflektierende Oberfläche soll die Aufheizung der Gebäudehülle reduzieren und den sommerlichen Wärmeschutz verbessern. Der innovative Dachziegel verfügt über eine hochreflektierende Oberfläche, die die Wärmespeicherung reduziert.

„Messungen weisen für den Dachziegel einen solaren Reflexionsgrad von 68,4 Prozent aus“, betont der Hersteller. Dadurch nimmt die Dachoberfläche weniger Strahlungswärme auf als dunklere Dachdeckungen. Die geringere Erwärmung des Dachs kann dazu beitragen, die Innenräume an heißen Tagen länger auf einem angenehmenTemperaturniveau zu halten. Ein reduzierter Kühlbedarf wirkt sich zudem positiv auf Energieverbrauch und CO2-Emissionen aus. www.erlus.com

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Wärmepumpen sind keine Wärmeerzeuger, sondern Wärmetransportsysteme: Das Außengerät entzieht der Außenluft Wärme und schickt sie ins Haus. Wie ein Kühlschrank, nur andersherum. Das klappt auch bei Frost.

Passt öfter, als gedacht

Von Energiesparkommissar Carsten Herbert

Eine Wärmepumpe braucht keine Fußbodenheizung. Sie braucht lediglich eine niedrige Vorlauftemperatur. Bleibt diese im Winter unter 55 Grad, ist Ihr Altbau startklar. Wenn nicht, helfen Maßnahmen für wenige Hundert Euro.

Energiesparkommissar Carsten Herbert

Carsten Herbert arbeitete mehr als 20 Jahre als Energieberater. Heute teilt der Bestsellerautor als Energiesparkommissar sein Wissen mit einer stetig wachsenden Gemeinde auf YouTube (133 000 Abonnenten). Wir haben ihn gefragt, warum eine Wärmepumpe in fast jeden Altbau passt und wie günstig der Einstieg sein kann.

Eine Wärmepumpe passt in fast jedes alte Haus. Auch in Ihres. 2025 war jede zweite neu installierte Heizung bereits eine Wärmepumpe, und die wurden sogar überwiegend in Altbauten eingebaut. Es gibt das weitverbreitete Gerücht, dass sich eine Wärmepumpe nur im Neubau lohnt oder man zumindest eine Fußbodenheizung braucht. Das stimmt so nicht.

Worauf es wirklich ankommt, ist die Vorlauftemperatur, also die Heizwassertemperatur, die zum Heizkörper oder zur Fußbodenheizung fließt. Die sollte möglichst niedrig sein. Je niedriger diese Temperatur ist, desto effizienter arbeitet die Wärmepumpe.

Warum ist das so? Um das zu verstehen, muss man zunächst wissen, dass eine Heizungswärmepumpe kein Wärmeerzeuger im herkömmlichen Sinne ist. Die Wärmepumpe ist vielmehr ein Wärmetransportsystem. Beispiel Kühlschrank: Auch der hat eine Wärmepumpe eingebaut. Diese transportiert Wärme vom Innenraum des Kühlschranks nach draußen. Bei der Heizungswärmepumpe ist das genauso, nur wird da die Wärme von draußen ins Haus transportiert.

Hoher Vorlauf kostet Strom Je höher aber die Temperatur ist, die die Wärmepumpe transportieren soll, desto mehr muss sie sich anstrengen und braucht für

Die meisten Heizungswärmepumpen nutzen die Außenluft als Umweltwärmequelle – sie transportieren die Wärme von draußen nach drinnen. Der Außenluft wird Wärme entzogen, indem sie abgekühlt wird. Das funktioniert sogar, wenn es draußen bereits sehr kalt ist.

die gleiche Wärmemenge mehr Strom für den Wärmetransport als bei geringeren Temperaturen.

Daher funktioniert eine Fußbodenheizung besonders gut, weil sie mit sehr niedrigen Temperaturen auskommt. Ein etwas größerer Heizkörper tut es aber auch. Und genauso hilft jede kleinste und gezielte, geringinvestive Effizienzmaßnahme, mit der wir die erforderliche Vorlauftemperatur senken können. Als Faustregel reicht fürs Erste ein Test: Schafft es Ihre Heizung, Ihre Wohnräume selbst am kältesten Wintertag mit höchstens 55 Grad Vorlauftemperatur auf Wohlfühl-

temperatur zu bringen, eignet sich Ihr Haus bereits für eine Wärmepumpe.

Auch anhand des Gebäudebaujahrs lässt sich einschätzen,

ob eine Wärmepumpe ein Gebäude ohne zusätzliche Maßnahmen beheizen kann. Warum ausgerechnet das Baujahr? Weil der Wärmeschutz mit jeder neuen Wärmeschutzverordnung einen Sprung machte. Die Häuser wurden mit der Zeit immer besser und brauchten weniger Heizenergie und daher auch ge-

ringere Vorlauftemperaturen. Häuser ab dem Baujahr 1995 sind sofort startklar. Dort muss man lediglich prüfen, ob die Heizkörper ausreichend groß sind. Wenn mal einer dabei ist, der zu klein ist und dadurch eine zu hohe Vorlauftemperatur braucht, wird er einfach durch einen größeren ersetzt.

Zwischen 1978 und 1995 reicht in den meisten Fällen der vorhandene Wärmeschutz vollkommen

aus, wobei zusätzliche Verbesserungen die Effizienz zusätzlich anheben können. Und selbst für den ungedämmten Altbau von vor 1978 gibt es funktionierende Lösungen. Das Baujahr ist also ein guter erster Richtwert, mit dem man die WärmepumpenTauglichkeit prüfen kann. Wie Ihr Haus wirklich dasteht, beantwortet mein kostenloser Wärmepumpen-Check: energiesparkommissar.de/waermepumpen-check

Die Förderkulisse für Wärmepumpen

bleibt gut

Seit 21. Juli gelten für die Förderung von Wärmepumpen neue Bedingungen. Dabei sind die maximalen förderfähigen Kosten von 30 000 € auf 28 000 € gesenkt worden und werden künftig halbjährlich um 750 € gesenkt. Wie viel Prozent man davon ausgezahlt bekommt, hängt vom zu versteuernden Einkommen, minderjährigen Kindern und der bisherigen Heizung ab. Der Prozentsatz erhöht sich, wenn eine alte fossile Heizung getauscht wird. Die Kürzung der Förderung ist in vielen Fällen moderat ausgefallen. Sie belohnt Familien und greift bei kleinerem Einkommen stärker unter die Arme. Wer sich früher für die Umstellung auf die Wärmepumpe entscheidet, erhält eine höhere Förderung.

Wege zur Wärmepumpe

Wenn Sie über den Einbau einer Heizungswärmepumpe nachdenken, liegt der nächste Gedanke nahe: Schnell Angebote einholen und loslegen. Doch halt! Wenn das Angebot perfekt zu Ihrem Haus passen soll, ist die Einholung eines Angebots erst der zweite Schritt.

Stattdessen brauchen Sie zuerst eine solide Vorplanung. Diese zeigt, was Ihr Haus wirklich braucht, welche Räume kritisch sind, welche Vorlauftemperatur an welchem Heizkörper nötig ist und ob überhaupt etwas nachzubessern ist. Ohne diese Vorplanung wird jedes Wärmepumpen-Projekt zum Blindflug, mit einer Wärmepumpe von der Stange, die vielleicht gar nicht zu Ihrem Haus passt. Zwei Fehler sind dann typisch.

Der eine: Die Wärmepumpe wird meist zu groß ausgelegt. Dann taktet sie, springt also ständig an und geht wieder aus. Das kostet Effizienz, verkürzt die Le-

bensdauer und macht den Betrieb teurer. Der andere: Ein kritischer Raum mit zu kleinem Heizkörper bleibt unentdeckt. Damit es in dem entsprechenden Raum trotzdem warm genug wird, braucht es eine höhere Vorlauftemperatur, die wiederum schlecht für die Effizienz ist. Die Überdimensionierung von Heizungen ist eine alte Gewohnheit. Bei Öl und Gas war das kein Problem, hier galt: lieber eine Nummer größer, sicher ist sicher. Bei der Wärmepumpe ist eine passende Vorplanung allerdings ein Muss.

Die Wärmepumpen-Planung besteht dabei aus zwei Schritten. Der erste ist die raumweise Heizlastberechnung. Sie ermittelt für jeden einzelnen Raum, wie viel Wärme verloren geht und daher vom Heizkörper an den Raum abgegeben werden muss. Erst mit der Heizlastberechnung weiß man, wie groß die Leistung der Wärmepumpe wirklich sein muss. Der zweite Schritt nimmt sich

Je größer der Heizkörper, desto weniger warm muss er sein. Ob ein Heizkörper passt, zeigt uns die Heizlastberechnung samt Heizkörper-Prüfung.

Foto LEA Hessen / Theresa Rundel

Ihre Heizkörper vor. Die Heizkörper-Prüfung zeigt, ob die einzelnen Heizflächen groß genug sind, um mit niedriger Vorlauftemperatur auszukommen. Gleichzeitig wird der hydraulische Abgleich berechnet, mit dem jeder Heizkörper so eingestellt werden kann, dass er genau die richtige Wärmemenge bekommt.

Die Vorplanung selbst wird von den Installateurbetrieben nur selten angeboten. Alternativ kann ein örtliches EnergieberatungsBüro mit Wärmepumpen-Erfahrung diese Aufgabe übernehmen oder auch eines der bundesweit aktiven Spezialanbieter für Wärmepumpen-Vorplanung für Privatkunden. Mit dem fertigen Plan in der Hand gehen Sie dann perfekt vorbereitet zum Fachbetrieb.

Im Altbau reichen oft schon kleine Schritte

Auch ein Haus mit hohem Verbrauch müssen Sie nicht immer kernsanieren. In der Regel reichen gezielte, kleinere Maß-

Über das Baujahr und den Sanierungszustand eines Altbaus lässt sich die Wärmepumpen-Eignung sehr gut einschätzen. Wer es ganz genau wissen will, muss unbedingt vorplanen.

Rechteckig ist nicht immer besser. Außer es ist die neue UltraRechteck-Deckung.

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Foto
Carsten Herbert

Eine gute WärmepumpenPlanung setzt eine gute Vorplanung voraus. Der erste Schritt: Die Aufnahme des Gebäudes für die raumweise Heizlastberechnung.

nahmen für einige Hundert bis wenige Tausend Euro, um die Wärmepumpe-Tauglichkeit zu verbessern. Mit jeder dieser kleinen Maßnahmen sinkt der Wärmebedarf, und damit auch der Temperaturhub, den die Wärmepumpe überwinden muss. Je kleiner dieser Hub, desto effizienter läuft sie.

Folgende Maßnahmen haben sich meiner Erfahrung nach bewährt:

z In einem kritischen Raum ein Niedertemperatur-Heizkörper. Der hat eine größere Fläche und gibt schon bei niedriger Vorlauftemperatur genug Wärme ab, so kommt der Rest des Hauses mit niedriger Temperatur aus.

z Die Luftdichtheit im Dach prüfen und ggf. verbessern. Vor allem hinter alten Holzinnenverkleidungen fehlt oft eine dichte Ebene. Deshalb ent-

weicht dort warme Luft in großen Mengen. Ein Verlust, an den kaum jemand denkt.

z Die oberste Geschossdecke dämmen, also die Ebene unter dem Dachboden, am einfachsten per Einblasdämmung mit losem Dämmstoff. Wirtschaftlicher als das ist keine andere Wärmeschutzmaßnahme.

z Die Rohrleitungen im Keller dämmen. Alte, ungedämmte

Verteilleitungen verlieren erstaunlich viel: durchaus bis zu 25 Prozent des gesamten Energieverbrauchs, bevor die Wärme überhaupt im Wohnraum ankommt.

z Sitzt hinter der Kniestockwand im Dach noch eine ungedämmte Abseite, lässt auch die sich per Einblasdämmung nachträglich füllen.

Über genau solche Maßnahmen, die wenig kosten, aber dennoch viel bringen, habe ich ein Buch geschrieben. Kleine Schritte, große Wirkung: Ein Altbau ist kein Ausschlussgrund für die Wärmepumpe, er braucht einfach nur eine Handvoll gezielter, kleiner Verbesserungen.

Für kleinere Budgets gibt es auch bei den Wärmepumpen eine kostengünstige Alternative: das Heizen mit einer Klimaanlage.

Die Effizienz von Wärmepumpen kann durch eine Vielzahl von kostengünstigen Maßnahmen verbessert werden. Dazu zählt zum Beispiel auch das konsequente Dämmen von bisher ungedämmten Rohrleitungen.

Foto Carsten Herbert

Günstig Heizen mit der Klimaanlage Klima-Splitgeräte sind vollwertige Luft-Luft-Wärmepumpen. Sie entziehen der Außenluft Wärme und geben sie an die Innenräume als warme Luft ab. Im Sommer läuft das einfach umgekehrt: Dann holen sie die Wärme aus den Räumen und schaffen sie nach draußen. Als Kühlgeräte sind Klimaanlagen seit Langem bekannt. Heizen können sie aber genauso gut und effizient wie kühlen.

Die Umstellung auf Klima-Splitgeräte ist deutlich einfacher als auf zentrale Wärmepumpen. Die Geräte sind als fertige Komplettsysteme erhältlich. Die Vorplanung samt Heizlastberechnung, Heizkörper-Prüfung und hydraulischem Abgleich entfällt. Stattdessen richtet sich die Gerätegröße einfach nach dem Raum: Handelsübliche Geräte beheizen Flächen bis etwa 30 bis 40 Quadratmeter, für größere kommt ein zweites dazu. Die passende

Größe wählt die Fachfirma aus. Und der Preis? Ein Klima-Splitgerät gibt es inklusive Einbau schon für rund 1000 bis 1500 Euro pro Kilowatt Heizleistung (Stand 2026). Das ist der mit Abstand günstigste Einstieg in die Wärmepumpentechnik. Eine zentrale Wärmepumpe kostet pro Kilowatt leicht ein Vielfaches.

Einen Nachteil muss man ehrlich dazusagen: Das Innengerät bewegt Luft und erzeugt dabei Geräusche. Wer darauf empfindlich reagiert, sollte sich vor der Entscheidung ein solches Gerät erst mal in der Praxis anschauen.

Ein Klima-Splitgerät heizt immer nur den Raum mit warmer Luft, in dem sein Innengerät hängt. Für jeden Raum, den Sie beheizen wollen, brauchen Sie also ein eigenes Gerät. Räume ohne Gerät, etwa Bad kann weiterhin über die vorhandene Heizung beheizt werden. Klimaanlagen als Heizung sind daher in erster Linie eine gute und günstige Ergänzung zur vorhan-

Klimaanlagen, wie die von Mitsubishi Electric, können nicht nur kühlen, sondern auch sehr effizient und kostengünstig heizen. Wer noch eine funktionierende Öl- oder Gasheizung hat, kann mit den Klimageräten einen sanften Übergang, hin zur Wärmepumpe schaffen und erste Erfahrungen sammeln.

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Foto Mitsubishi Electric

denenHeizung, werden vereinzelt aber auch als vollständiger Ersatz der alten Heizung fürs ganze Haus genutzt.

Zu jedem Innengerät gehört eine Außeneinheit. Besonderheit: Mit einem sogenannten Multisplit-Außengerät können bis zu fünf Innengeräte betrieben werden. Das spart zwar Außengeräte an der Fassade, aber MultisplitModelle benötigen wegen der höheren Leistung einen Drehstromanschluss (Starkstrom), den man im Wohnhaus oft erst installieren muss.

Häufig laufen die Geräte im Hybridbetrieb zusammen mit der vorhandenen Heizung. Die Klimaanlage übernimmt den Großteil der Heizarbeit, und an

den wenigen richtig kalten Tagen springt die alte Öl- oder Gasheizung ein. Das Schöne daran: Sie müssen nicht alles auf einmal umbauen. So können sie mit einem einzigen Gerät beispielsweise im Wohnzimmer anfangen, ausprobieren, wie gut sie damit zurechtkommen, und erst später Raum für Raum erweitern.

Ein wichtiger Rat von mir: Damit Ihr Wärmepumpen-Projekt zum maximalen Erfolg wird, lege ich Ihnen die Durchführung sämtlicher verfügbaren kleinen Maßnahmen ans Herz.

Aus diesem Grund habe ich in meinem Buch „Einfach Sanieren – 25 kostengünstige Maßnahmen für Ihr Haus“ im Auftrag der Stif-

Die neue aroTHERM pro von Vaillant gehört in allen Leistungsgrößen (5 kW, 7 kW und 11 kW) zu den kompaktesten Luft-Wasser-Wärmepumpen ihrer Klasse. Sie eignet sich damit besonders für freistehende Einfamilienhäuser mit begrenztem Platzangebot.

tung Warentest die 25 wichtigsten kleinen Maßnahmen zusammengetragen. Wer die in seinem Haus durchführbaren Maßnahmen konsequent umsetzt, kann durchaus ein Viertel bis ein Drit-

tel der bisher benötigten Heizenergie einsparen und das ganz ohne hohe fünf- oder sechsstellige Investitionen. Ich wünsche Ihnen schon heute viel Spaß beim Umsetzen und Sparen!

Einfach Sanieren – 25 kostengünstige Maßnahmen für Ihr Haus

Carsten Herbert, der ENERGIESPARKOMMISSAR, herausgegeben von der Stiftung Warentest Mini-Aufwand, Maxi-Wirkung: Das Buch führt durch die 25 wirtschaftlichsten Maßnahmen, um den Wärmeverbrauch zu senken – geordnet nach Rendite von der Null-Euro-Maßnahme aufwärts. Zu jeder gibt es Kosten, Einsparung, Renditeberechnung und eine konkrete Anleitung. Jetzt vorbestellen: Wer bis zum 9. September 2026 bestellt, bekommt zum Erscheinungstermin am 30. September ein handsigniertes Exemplar plus eine kleine Überraschung – versandkostenfrei.

Diese kompakte SoleWasser-WärmepumpenBaureihe von Nibe ist mit einem 180-Liter-Warmwasserspeicher ausgestattet und benötigt nur wenig Aufstellfläche.

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Ratgeber

Editors’ Choice

Sabo 54 Pro E Vario

Ein Mäher für alle Fälle

Von Carsten Steinke

Wie robust und langlebig kann ein Rasenmäher sein? Kann ein Akku-Antrieb einem Benzin-Mäher Paroli bieten? Wir haben einen ganz besonderen Mäher einem ganz besonderen Härtetest unterzogen: den Sabo 54 Pro E Vario.

Den deutschen Hersteller Sabo aus GummersbachDieringhausen verbinden sicher viele unserer Leserinnen und Leser mit starken, robusten Motor-Mähern. Aber aus der Maschinenfabrik im Oberbergischen Kreis kommt viel mehr als nur Benzin-Rasenmäher. Sabo hat auch exzellente AkkuMäher im Programm. Und einen solchen haben wir auf unser Testgrün gestellt: Konkret den Sabo 54 Pro E Vario.

Erst einmal kam der Mäher in einem großen Karton mit mehr als 50 Kilogramm Gewicht. Ja, ein Leichtgewicht ist dieser Mäher nicht, den der Hersteller selbst so beschreibt: „Dieser Mäher wurde für den anspruchsvollen Einsatz im professionellen Bereich entwickelt und hält auch den härtesten Bedingungen stand.“ Warum das so ist, sieht der Gartenfreund sehr schnell. Denn das Gehäuse ist nicht wie bei vielen Mitbewer-

Ob mit Schildkröten- oder Hasengeschwindigkeit, der Sabo-Mäher fährt souverän seine Bahnen. Beim „Hasen“ muss der Bediener schon anfangen zu joggen.

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