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Althaus modernisieren 4/5-2019

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FACH SCHRIFTEN VERLAG

April/Mai 2019 € 3,50

Althaus modernisieren 4/5 2019

Österreich € 3,90; Schweiz sfr 6,30; BeNeLux € 4,20; Italien € 4,80; Slowakei € 4,80

Althaus

modernisieren

Sonnenschutz

Markisen, Rollos & Co. Strom selbst erzeugen

Reiche Ernte vom Dach oder Keller

Innenarchitektur

Wohnküchen sind gefragt Sanierungsfahrplan

So wird Ihr Haus wieder richtig fit

Die Natur genießen Klasse Ideen für Ihren Garten

Extra-Heft

Es funktioniert auch raumweise

Zentrale Lüftung nachrüsten

32 Seiten Basiswissen

Gesund & komfortabel

WohnungsLüftung Wer liefert was? Was bringen Lüftungsanlagen? Experten-Interview Zentral wirkende Systeme Das Raumklima optimieren Dezentrale Anlagenlösungen

Seite 2 Seite 4 Seite 8 Seite 10 Seite 16 Seite 20

2019

EXTRA Frische Luft im Haus

Umbau-Frühling


SICHERHEIT HAT EIN ZUHAUSE. IHRES. Machen Sie Ihr Zuhause zu einer smarten und sicheren Burg. Vom Rollladenmotor bis zur Premium Smart Home-Lรถsung ist Sicherheit bei allen Somfy-Produkten ein entscheidender Faktor.

Somfy passt auf, dass nichts passiert.


E D ITO RIA L

Liebe Leserin, lieber Leser

A

uch wenn es im Februar schon einige schöne Sonnentage gab, beginnt erst jetzt so langsam der Umbau- und Modernisierungsfrühling. Und wer im vergangenen Winter wieder einmal zu viel Öl und Gas fürs Heizen verbraucht hat, sollte über die ganz persönliche Energiewende nachdenken. Die Deutsche Energie-Agentur (dena), die sich für energetisches Bauen und Sanieren von Gebäuden und damit für den Erfolg der Energiewende einsetzt, fordert seit Langem auch eine Wärmewende. Denn Fakt ist nun mal, dass etwa 35 Prozent des gesamten deutschen Endenergieverbrauchs auf Gebäude entfallen. Insgesamt wenden die Deutschen für Raumwärme, Warmwasser, Beleuchtung und Kühlung in Wohn- und Nichtwohngebäuden rund 73 Milliarden Euro auf. Der größte Anteil des Energieverbrauchs in Gebäuden entfällt auf Wohnhäuser: In Ein- und Zweifamilienhäusern werden 39 Prozent der gesamten Energie genutzt, Mehrfamilienhäuser schlagen mit 24 Prozent zu Buche. Die restlichen 37 Prozent am Gebäudeenergieverbrauch gehen auf das Konto der Nichtwohngebäude. Der Gebäudebereich bietet somit große Energieeinsparpotenziale. Etwa 63 Prozent der Wohngebäude in Deutschland wurden vor dem Inkrafttreten der ersten Wärmeschutzverordnung im Jahr 1977 errichtet. Folglich sind die Effizienzpotenziale bei älteren Häusern besonders hoch: Sie verbrauchen bis zu fünf Mal mehr Energie als nach 2001 errichtete Neubauten, die einen Energieverbrauch von durchschnittlich rund 85 Kilowattstunden pro Quadratmeter und Jahr aufweisen. Was tun? Im ersten Schritt empfehlen wir, sich einen bundesweit geförderten „individuellen Sanierungsfahrplan“ von einem Experten erstellen zu lassen. Ab Seite 42 finden Sie dazu in dieser Ausgabe alle relevanten Informationen. Und wer nicht nur weniger Heizenergie verbrauchen, sondern auch unabhängig vom Stromversorger werden möchte, dem bietet der Beitrag ab Seite 46 das nötige Wissen, um Strom selbst erzeugen und nutzen zu können.

GANZ ENTSPANNT DURCH DEN STURM!

Und jetzt viel Freude beim Lesen unseres Magazins!

Kurt Jeni, Chefredakteur

WWW.PREFA.COM


I N H A LT ALTHAUS M ODE RNISIERE N

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Titelhaus

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Wintergarten

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Unikat

R EPORTAGEN

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Schmuckes Häuschen Zurück aus Berlin in der schwä- bischen Provinz verwandelt die Bauherrin ein altes Tagelöhnerhaus in ein charmantes Eigenheim. Preisgekrönte Architektur Vom häßlichen Entlein zum Juwel: Genießen Sie einfach diese Metamorphose an der Ruhr. Modernes Holzgebäude Aluminiumdach, geölte Pappel an der Fassade und Eichendielen machen das Haus zum Unikat. Aber bitte mit Farbe Als farbenfrohes Gesamtkunstwerk präsentiert sich heute die Wohnwelt der Künstlerin Beate Kuhn. Wintergarten Ein Glashaus bildet die räumliche Brücke zwischen dem 250 Jahre alten Haus und einem Neubau.

R AT G E B E R

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Special Sonnenschutz Der heiße Sommer 2018 hat deutlich gemacht: Sonnenschutz ist Pflicht, nicht Kür. Wir erklären, wie Sie kühlen Kopf bewahren. 42 Energetische Sanierung Sanieren mit System: Mit unserem Fahrplan gelingt die energetische Ertüchtigung Ihres Eigenheimes. 46 Stromerzeugung Unabhängig vom Versorger? Das muss kein Traum bleiben! Wir zeigen Ihnen, wie Sie Ihr Eigenheim mit einer PV-Anlage oder Kraft-Wärme Kopplung nahezu autark machen.


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Prämierter Anbau

Kunstwerk

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Gartengestaltung

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Küchen

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Sanierungsfahrplan

PRO D UKT E UN D S E R VI C E

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Küchen Die Bereiche Kochen, Essen und Wohnen verschmelzen immer mehr. Diesem Trend passen sich auch Küchenmöbel und -geräte an. Lesen Sie, was gerade en vogue ist. 58 Gartengestaltung Gärten und Terrassen sind Refugien für Hausbesitzer. Hier finden Sie die besten Gestaltungstipps für das Wohnzimmer im Freien.

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Sonnenschutz

Leser-Service im Internet

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Aktuell Neues & Interessantes

Auf unserer Homepage finden Sie Ihre

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Interview Wärmepumpen

E-Paper-Version. Um Ihnen einen

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Schaufenster Erlesene Produkte

haben wir für Sie dafür eine extra

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Vorschau

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Adressen/Impressum

Zeitschrift auch als elektronische schnellen Zugang zu ermöglichen, Web-Adresse eingerichtet: Unter www.renovieren.de/epaper finden Sie die aktuelle Ausgabe bequem zum Blättern. Sie suchen darüber hinaus noch weitere Informationen zu Produkten, Herstellern und Anzeigen? Dann geht das ganz schnell: Sämtliche Internet- und E-Mail-Adressen im Online-Heft sind verlinkt. Einfach draufklicken.

renovieren.de

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Strom selbst erzeugen

4/5 2019 ALTHAUS MODERNISIEREN 5


REPO RTA GE AUFSTOCK UNG

6 ALTHAUS MODERNISIEREN 4/5 2019


vorher

Wieder zurück Nach vielen Jahren in Berlin zog Hildegard Betz-Pflüger wieder in ihr schwäbisches Heimatdorf. Ihr neues Domizil: ein liebevoll und top saniertes ehemaliges Tagelöhnerhaus.

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REPO RTA GE AUFSTOCK UNG Transparenz auch dank Glassteg, Wanddurchbrüchen und filigranen Geländern.


Die übereck gezogene Verglasung verleiht diesem Bereich besondere Qualitäten. Hier sitzt man quasi mitten in der Natur.

Neues Raumgefühl: Der Boden ist um 40 Zentimeter tiefer gelegt, zuvor betrug die lichte Raumhöhe im Erdgeschoss nur zwei Meter.

Der beheizbare Terrazzoboden ist besonders pflegeleicht. Ein Holzblock bildet die erste Treppenstufe. 4/5 2019 ALTHAUS MODERNISIEREN 9


REPO RTA GE AUFSTOCK UNG

H

Individuell und mit hochwertigen Komponenten gestaltet: das in Schwarz-Weiß gehaltene Bad. Rote Accessoires setzen farbige Akzente.

Komfort auf relativ kleiner Grundfläche – die Ausstattung lässt keine Wünsche offen. Dreifach verglaste Fenster sorgen für Tageslicht und Blicke ins Grüne.

Um die Kosten im Rahmen zu halten, erbrachte Hildegard Betz-Pflüger viel Eigenleistung.

„Die Reaktionen auf den Umbau sind hier am Ort durchweg positiv.“

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ildegard Betz-Pflüger war im Gebäude daneben aufgewachsen. Sie kannte das ehemalige Tagelöhnerhaus also von Kindesbeinen an. Vor wenigen Jahren konnte sie das desolate Haus gemeinsam mit ihrer Tochter Anna Pflüger kaufen, mit der Auflage, es in Einklang mit der Ortsbildsatzung zu sanieren. Die beiden beauftragten den Tübinger Architekten Gottfried Haefele. Kern des gemeinsam erarbeiteten Konzepts war, einerseits die Proportionen zu erhalten, andererseits modernes und offenes Wohnen zu ermöglichen. Die nähere Untersuchung des Fachwerkbaus ergab Ernüchterndes: Die Altvorderen hatten wohl wirklich an allen Stellen sparen müssen, sodass die notwendige Grundsanierung finanziell auf Neubauniveau zu taxieren war. Nichtsdestotrotz und mit großem Elan und viel Eigenleistung wurde das Projekt angegangen. Das Tieferlegen des Erdgeschosses um 50 Zentimeter besorgte Hildegard Betz-Pflüger größtenteils selber, befüllte dabei mehrere Schuttcontainer. Parallel wurden die Außenwände repariert und das Dach neu erstellt, dabei um 45 Zentimeter erhöht. Statt eines Wärmedämmverbundsystems ließ der Architekt vor das wieder komplettierte, mit Feldsteinen ausgemauerte Fachwerk eine tragende Aufdoppelung aus Kanthölzern schrauben, außen mit Holzweichfaserplatten beplanken und den Hohlraum mit Zellulose befüllen. Die großteils neu gefertigten Fenster rückten in die Dämmebene vor. Den Dachaufbau bildet im Wesentlichen eine 22 Zentimeter dicke, mit Zellulose

ausgeflockte Sparrenkonstruktion, vor der raumseitig eine vier Zentimeter starke Schicht Mineralsteinwolle unter Gipskartonplatten sitzt; als äußere Dämmschicht dienen Mineraldämmplatten. Für die Neustrukturierung der Grundrisse war einiges an Tüftelei nötig. Die zentrale Achse bildet das neue Treppen-


Zur Straßenseite hin zeigt sich das Häuschen dezent überarbeitet. Mit wohlproportionierter Gaube und höher gesetztem Dach.

vorher

Einsatz, auch bei der Farbgebung der großteils von der Bauherrin selber gestrichenen Wände war die Beschränkung auf Weiß zugunsten einer klaren, freundlichen und reduzierten Gestaltung konsequent. Außen dürfen hingegen farbige Klappläden und die roten Faserzementplatten (Trespa) Akzente setzen. Und natürlich die Blumen im liebevoll angeI legten Garten!

ALT ABBRUCH NEU

KOCHEN

BAD

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TERRASSE ZIMMER

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ZIMMER

OBERGESCHOSS

Der geschützt zwischen Bestand und Anbau liegende Freisitz wird vom vorkragenden Teil des Flachdachs überspannt.

FAK TEN Baujahr: 1861 Wohnfläche vorher: 45 m2 Wohnfläche heute: 80 m2 Bauweise: einfaches Fachwerk, Außenwände aufgedoppelt und mit Zellulose gedämmt, Dachdämmung zwischen und unter den Sparren, Anbau in Holzständerbauweise, KfW-70-Standard Heizung: Gas-Brennwerttherme Architekt: Haefele Architekten 72070 Tübingen Telefon 07071/407860 www.haefele-architekten.de

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Fotos und Text: www.bernhardmuellerfoto.de

haus. Beim Betreten des Gebäudes öffnet sich der Innenraum überraschend, auch nach oben ist der Blick frei, denn ein Teil der Decke wurde zugunsten eines Glassteges aufgelöst. Wenige Türen und geschickt gesetzte kleine Durchblicke und Öffnungen in den Innenwänden bieten zusätzliche Sichtachsen und optimieren das Raumgefühl. Allgemein kamen nur wenige verschiedene Materialien zum


A K T UELL

BAUKNECHT WEISS WAS FRAUEN WÜNSCHEN Der Spruch, 1954 erfunden, hatte einen Bekanntheitsgrad von 96 Prozent, ehe er 2010 endgültig verschwand. Dafür feiert der Hersteller dieses Jahr den 100. Geburtstag. Der Erfinder und Ingenieur, Gottlob Bauknecht, hatte das Ziel, den Menschen, die damals schweren manuellen Tätigkeiten nachkamen, mit seinen Maschinen das Leben zu erleichtern. Dieser Gründungsgedanke treibt das Unternehmen bis heute an. www.bauknecht.de

EXZELLENTE KÜCHENARCHITEKTUR Die SieMatic Pure Collection wurde vom deutschen Rat für Formgebung mit dem German Design Award ausgezeichnet: als „Winner“ in der Kategorie „Excellent Product Design – Kitchen“. Gelobt wurde besonders das markante Spiel mit geraden Linien und Flächen, verbunden mit den perfekt aus-

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WENIG AUFWAND GROSSE WIRKUNG Maximale Heizleistung bei minimalem Energieverbrauch und mehr Wohnkomfort – dafür sorgt unter anderem auch ein Thermostatwechsel. Der Bund fördert Thermostatventile in Verbindung mit einem hydraulischen Abgleich mit einem Anteil von bis zu 30 Prozent auf den Netto-Rechnungsbetrag. Mehr unter https://arm.vdma.org/optimal-heizen.

Adressen Seite 83

Foto: epr/VDMA Armaturen/©Fotolia_152743893

gewogenen Proportionen. www.siematic.com/pure-collection


MEHR RAUM ZUM WACHSEN

Wintergärten von Solarlux Für Ihr Zuhause mit dem besonderen Wohngefühl – mehr Licht, mehr Transparenz, mehr Freiraum. Individuell für Sie gelöst. solarlux.com


A K T UELL

DER INTERNATIONALE WETTBEWERB DESIGN PLUS KÜRTE DIE GEWINNER Mitte März prämierte der international renommierte Wettbewerb Design Plus auf der internationalen Sanitärund Heizungsfachmesse (ISH) Produkte von Ausstellern, die Technik und Design auf smarte Weise verbinden. Der Rat für Formgebung führt den Design Plus Wettbewerb regelmäßig für die Messe Frankfurt durch. Der Wettbewerb bietet in diesem großen Angebot Orientierung und die Garantie einer herausragenden Produktqualität. Die ausgezeichneten Produkte bestechen durch intelligente Technik, hohe Funktionalität, Ästhetik und handwerkliche Präzision und setzen ebenso Maßstäbe in Sachen Nachhaltigkeit, Energieeffizienz und Ressourcenschonung. Im Bereich Bad zeichnete die Jury neben individuellen Badmöbeln, Waschtischen und besonderen Armaturen zum Beispiel auch innovative WCs und multifunktionale Duschkabinen aus. Im Segment der Heizungs-

BETTECRAFT – WASCHTISCH Skulpturale Waschtisch-Schale aus glasiertem Titan-Stahl in einer elegant gewölbten Form. Ein wunderschönes Stück aufwendiger Handwerkskunst und ein Statement

und Klimatechnik entschied sich die Jury unter anderem für Heizkörper mit optimiertem Design sowie Pellet- und Kaminöfen mit sauberer Verbrennungstechnik und cleverer Abbrandsteuerung. Wir stellen sechs Preisträger etwas näher vor.

für den Werkstoff Stahl-Email. www.bette.de

ZEHNDER DESEO VERSO – HEIZKÖRPER Mit seiner Oberfläche aus Glas wirkt der Elektroheizkörper elegant und hochwertig. Die Bedienleiste ist dezent und nutzerfreundlich auf Augenhöhe in die Platte integriert. Detail: ausziehbare Handtuchhalter, die bei Nichtgebrauch unsichtbar hinter dem Gerät verschwinden. www.zehnder-systems.de

DACHS 5.5 – BLOCKHEIZKRAFTWERK Der Dachs Generation 2 ist eine moderne KWK-Energiezentrale, die heizt und gleichzeitig Strom erzeugt. So unscheinbar und unprätentiös schlicht sich das Gerät von außen gibt, so sehr überzeugt die Hightech darin. Eine umweltfreundliche und wirtschaftliche Lösung für Wohnhäuser in solidem Design. www.senertec.de

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Mein Ratgeber rund ums Dach

PILAR – KAMINOFEN Der Kaminofen wirkt mit seiner säulenhaften Form zeitlos elegant. Die hohe Brennkammer mit ihrer großzügigen, flächenbündigen Glas-

64 Seiten kompaktes Wissen für alle Bauherren und Renovierer.

tür bietet einen schönen Blick auf das Flammenbild. Zur Steuerung der Zuluft stehen von manuell bis komplett automatisch drei Möglichkeiten zur Verfügung. www.attika.ch

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auch nachträglich einbauen lässt. Das sympathisch schlanke Design mit seinem


A K T UELL

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DREHBARER GARTENGRILLKAMIN Der innovative Gartengrillkamin Twist von Palazzetti mit modernem Design besitzt einzigartige und ausgefallene Merkmale: Er ist um 360 Grad drehbar, flexibel und verschließbar. Sie müssen sich nicht mehr vor plötzlichen Windböen fürchten, da sich der Gartengrillkamin durch eine einfache Drehbewegung um sich selbst in eine andere Position verstellen lässt. Der Twist ist zur Gänze aus extra starkem Stahl mit einer Hochtemperaturbeschichtung gefertigt. www.palazzetti.de

Die Grundsteuer soll modernisiert werden, das hat das Bundesverfassungsgericht entschieden. Wann und wie ist aber noch nicht absehbar. Bis dahin gehört die Grundsteuer zu den laufenden Nebenkosten, die Immobilieneigentümer jedes Jahr berappen müssen. Erhoben wird sie von der jeweiligen Kommune, und weil die Städte und Gemeinden finanziell knapp sind, neigten sie in der Vergangenheit dazu, die Grundsteuer regelmäßig zu erhöhen. Der Verband Privater Bauherren (VPB) rät Immobilienkäufern deshalb,

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sich vor dem Kauf eines Hauses oder einer Wohnung beim Vorbesitzer nach der Höhe der Grundsteuer für das Objekt zu erkundigen, damit sie die Nebenkosten besser abschätzen können. Die Grundsteuer ändert sich in der Regel nicht durch den Verkauf der Immobilie. Erst beim Umbau oder Ausbau kann sie sich verändern. Berechnet wird sie – bislang – vom Finanzamt aus dem Einheitswert, dem Grundsteuermesswert und dem Hebesatz. Beim Neubau müssen Bauherren also auf den Bescheid des Finanzamts

warten, um zu erfahren, wie hoch die Grundsteuer wird. Nicht verwechseln sollten Kaufinteressenten die Grundsteuer mit der Grunderwerbsteuer. Letztere fällt beim Kauf der Immobilie einmalig an und beträgt je nach Bundesland zwischen 3,5 und 6,5 Prozent des Kaufpreises. Während sich die Grundsteuer für ein Familienheim in der Regel noch in Hunderten Euro bemisst, schlägt die Grunderwerbsteuer mit dem Gegenwert eines Klein- oder Mittelklassewagens zu Buche. Weitere Informationen unter www.vpb.de.

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GRUNDSTEUER GEHÖRT ZU DEN LAUFENDEN NEBENKOSTEN


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A K T UELL INTERV IE W

„Energieeffizienz lässt sich messen“ Viele Heizungen tragen seit einigen Jahren ein Energielabel, ähnlich wie bei Haushaltsgeräten. Je weniger Energie eine Heizung braucht,

Michael Lechte, HeiztechnikExperte bei Mitsubishi Electric

um eine bestimmte Menge Wärme zu erzeugen, desto besser wird sie in eine Klasse eingestuft. Das ist genauso wie etwa beim Kühlschrank. Klar muss sein, dass für eine Kaufentscheidung im Bereich Heizung das Effizienzlabel allein nicht ausreicht, um eine Kaufentscheidung treffen zu können, dafür ist das Thema dann doch zu komplex.

Redaktion: Welchen Nutzen bietet die Einteilung von Wärmeerzeugern in Effizienzklassen?

Michael Lechte: Seit 2015 bieten die europaweit gültigen Ökodesignund Energielabel-Richtlinien einen guten Anhaltspunkt, um die Wirtschaftlichkeit von neuen Wärmeerzeugern schnell und auf einen Blick zu beurteilen. Mit den Effizienzklassen A++ bis G wurden bislang alle am Markt erhältlichen Wärmeerzeuger plakativ bewertet, wobei A++ für die beste und G für die schlechteste Effizienz steht. Bauherren erhalten somit eine unabhängige Bewertungsgrundlage für die Energieeffizienz des geplanten Heizungssystems. Ab Ende September 2019 lautet die Einteilung der Klassen auf den Produktetiketten dann „A+++“ bis „D“. Die Klassen „E“, „F“ und „G“ entfallen. Der Grund: Die Heiztechnologie entwickelt sich ständig weiter und bietet neue Möglichkeiten in puncto Wirtschaftlichkeit. Was sich 18 ALTHAUS MODERNISIEREN 4/5 2019

in den letzten Jahren bereits herauskristallisiert hat: Heizgeräte mit einer schlechten Effizienzbewertung wirken sich spürbar auf den Verkaufspreis und die Einschätzung einer Immobilie aus. Deswegen lohnt es sich, beim Heizungstausch auf besonders effiziente Technik zu setzen. Wärmepumpen sind aufgrund

Der Fachmann hilft Ihnen dabei, den richtigen Wärmeerzeuger zu finden.

ihrer fortschrittlichen Technologie grundsätzlich nur in den bestmöglichen Effizienzklassen zu finden, die beispielsweise Gas-Brennwertgeräte nicht erreichen können. Werden auch bereits laufende Wärmeerzeuger in ihrer Effizienz bewertet?

Ja – bereits im Betrieb befindliche Wärmeerzeuger werden je nach Alter ebenfalls in ihrer Effizienz bewertet und deutlich sichtbar mit einem „Altanlagenlabel“ gekennzeichnet. Der Grund dafür ist, dass es vielen Hausbesitzern nicht bewusst ist, wie es um ihre Heizung in Bezug auf Energieeffizienz steht. Wie nötig ein großflächiger Austausch alter, nicht mehr effizienter Heizungsanlagen ist, zeigt ein Blick auf die Zahlen. Etwa 14,5 Millionen Wärmeerzeuger – das sind 71 Prozent des Bestandes – sind unzureichend effizient und damit quasi unwirtschaftliche „Dreckschleudern“. Dabei muss man sich klar machen: Rund 75 Prozent aller Energie, die im Haushalt verbraucht wird, muss in die Wärme- und Warmwassererzeugung investiert werden. Das heißt: Wird hier gespart, macht sich


Wärmepumpen gelten als effizient, was gilt es trotzdem zu beachten?

Mit dem Label erhalten Wärmepumpen Kennzeichnungen für die Auslegungstemperaturen 35 Grad und 55 Grad Celsius, sofern sie beide Temperaturen leisten können. Sole/ Wasser- und Wasser/Wasser-Wärmepumpen erhalten grundsätzlich die bisher bestmögliche Kategorie A++, Luft/Wasser-Wärmepumpen meist A+. Darüber hinaus sind auf dem Effizienzlabel noch drei Klimazonen abgebildet sowie die in diesen Regionen zu erreichenden Leistungsangaben der Wärmepumpe. Außerdem werden bei Luft/Wasser-Wärmepumpen mit Innen- und Außengerät zusätzlich Angaben zum Schallleistungspegel im Inneren und Äußeren des Gebäudes gemacht. Eine Ausnahme bei der Einteilung bilden

wenige, besonders effiziente Luft/ Wasser-Wärmepumpen wie das Ecodan-System von Mitsubishi Electric, welches der Kategorie A++ zugeordnet wird. Dank der Zubadan-Technologie gewährleistet diese Wärmepumpe bei Bedarf 100 Prozent ihrer Heizleistung bis zu einer Außentemperatur von –15 Grad Celsius. Auf teures Zuheizen mittels eines Elektroheizstabes kann daher verzichtet werden. Die Leistung herkömmlicher Luft-Wärmepumpen nimmt mit sinkenden Außentemperaturen ab. Die einwandfreie Funktion der Anlage mit dieser Technologie gewährleistet der Hersteller sogar bis –28 Grad Celsius. Mehr Informationen zum Energieeffizienzlabel sowie Antworten auf die wichtigsten Fragen gibt unter anderem die Internetseite www.my-ecodesign.de. Hausbesitzer sollten sich bei der Entscheidung für eine Heizung allerdings nicht nur auf das Effizienzlabel stützen. Um hohen Komfort bei gleichzeitig niedrigen Betriebskosten sicherzustellen, muss die Anlage an die Situation vor Ort optimal angepasst und ausgelegt werden. Deswegen ist und bleibt eine Beratung vom wärmepumpenkundigen Fachhandwerker unabdingbar. Qualifizierte Betriebe gibt‘s unter ecodan.de/fachpartner-finden bequem im Internet.

Lassen sie sich inspirieren! Foto: ronda design, www.rondadesign.it

das sofort bemerkbar – anders als beim Austausch von Leuchtmitteln zum Beispiel. Erlauben muss jeder Anlagenbesitzer das Labeln seiner Heizung in jedem Fall. Vorgenommen wird es in der Regel durch den jeweils zuständigen Bezirks-Schornsteinfeger, der bereits genaue Informationen über jede betriebsbereite Heizung in seinem Arbeitsbereich besitzt. Da das Alter der Heizungsanlage beim Thema Energieeffizienz eine wesentliche Rolle spielt, werden alte Wärmeerzeuger nach einem baujahrabhängigen Konzept gekennzeichnet. In 2016 waren dies beispielsweise alle Heizungen mit einem Baujahr bis 1986. In 2019 sind alle Heizungen bis einschließlich des Baujahrs 1995 betroffen. So sollen pro Jahr rund 2 Millionen Heizgeräte gelabelt werden. In wenigen Jahren sollen dann alle Heizgeräte ein Effizienzlabel tragen.

> Eine Heizung mit einer guten Effizienzklasse reicht allein nicht aus. Jede Anlage muss vor Ort durch einen Fachmann auch richtig konfiguriert werden. <

ausgabe 2019 Raum füR peRsönliche VeRwiRklichung Was lange währt, wird endlich gut Die neue wohnlichkeit Von Monochromie bis hin zum Stilbruch smaRt home Oder: ein Netzwerk voller Lebensqualität „l’intense“ Sternekoch Benjamin Peifer fattoRia la Vialla Toskanische Spezialitäten … unD Viele weiteRe themen!

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REPO RTA GE ANBAU

Alt und Neu in Harmonie: Ein Zechenhaus bekommt Zuwachs in Form eines holzverschalten Anbaus. Jetzt hat die Baufamilie richtig viel Platz und helle, moderne Wohnräume mit Blick auf einen Stausee in der Nähe.

Schöne Aussicht inklusive 20 ALTHAUS MODERNISIEREN 4/5 2019


Vom Dachstudio des kernsanierten Bestandsgebäudes geht es hinaus auf die Dachterrasse.

Durch den Rücksprung der Fassade im Eingangsbereich des Anbaus haben die Bauherren ein attraktives Portal geschaffen, das gleichermaßen einladend und repräsentativ wirkt.

vorher Neben dem Reiheneckhaus befand sich früher ein kleiner Anbau, in dem die Vorbesitzer ihre Gartengeräte und Vorräte gelagert haben.

4/5 2019 ALTHAUS MODERNISIEREN 21


REPO RTA GE ANBAU

Aus Schallschutzgründen haben die Bauherren im Dachgeschoss die Treppe durch Glaswände vom Rest des Raumes separiert.

Die schöne Holztreppe verbindet die drei Wohnebenen des Eigenheims.

22 ALTHAUS MODERNISIEREN 4/5 2019


Eine Holztreppe, die fast wie ein Kunstwerk wirkt. Der skulpturale Charakter des Objektes ist ein Highlight des Hauses.

In dem kernsanierten und erweiterten Eigenheim sind helle und moderne Wohn­ räume entstanden, die von warmen Holztönen geprägt werden.

Das großflächige Fensterelement erweitert die Küche hinaus auf die Terrasse.

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REPO RTA GE ANBAU

vorher Das alte Zechenhaus vom Garten aus betrachtet.

Die Holzfassade aus Weißtanne hebt den Anbau prägnant von der Putzfassade der Bestandsimmobilie ab.

Eine Wohneinheit mit zwei Gebäudeteilen: Der neue Anbau mit Holzfassade wertet das Ensemble auf. 24 ALTHAUS MODERNISIEREN 4/5 2019

Geschmackvoll eingerichtet: Die Möbel greifen stilsicher die Materialität des Bodenbelages auf.

Mit Ausblick: Das Flachdach des Anbaus bildet die Grund­ lage für die attraktive Dachterrasse des Ensembles.


Preisgekrönte Architektur: Das Team des Planungsbüros RuhrIng mit Geschäftsführer Dipl.-Ing. (FH) Bastian Walloschek (3. v. l.) wurde für diesen Anbau in der Kategorie Publikumspreis mit dem 1. Platz beim Heinze Architekten-Award 2018 ausgezeichnet.

Der neu geplante Anbau bietet sowohl einen repräsentativen Eingangs- als auch

einen Wohnbereich im Erdgeschoss mit Übergang in den Küchen-/Essbereich im Altbau. Hinzu kommen ein großes Kinderzimmer im ersten Obergeschoss und ein Studiobereich im Dachgeschoss mit angrenzender großer Dachterrasse, mit Blick

auf den nahegelegenen Stausee. Eine neue Treppenanlage mit quer verlaufenden Flurachsen verbindet hierbei die beiden Baukörper harmonisch miteinander. Diese ist offen gestaltet und wurde im Bereich des Dachgeschosses durch Glaswände vom Rest des Hauses separiert, um eine schallschutztechnische Trennung zu gewährleisten. Eine große, zur Dachterrasse ausgerichtete Fensteröffnung sorgt im gleichen Zuge dafür, dass das Treppenhaus natürlich belichtet wird. Der Wohnraum zeichnet sich durch seinen hellen und modernen Charakter aus.

FAK TEN Wohnfläche: 165 m2 Fassade: Weißtanne Projekt: Anbau in Holzständerbauweise an ein bestehendes Reiheneckhaus bei gleichzeitiger Kernsanierung des Bestandsobjektes

Das Bestandsgebäude wurde komplett

einen neuen Brennwertkessel mit Solarthermieanlage. Eine Herausforderung war es, die Außenwand des Bestandsgebäudes zu unterfangen, sodass ein neuer Keller unter dem Anbau errichtet werden konnte. Ebenso hat man drei große Durchbrüche als Verbindungsachse in den Altbau in der ehemaligen Mauerwerkswand hergestellt, die ebenfalls die Statik des alten Zechenhauses gefährdeten. Das Dach des Bestandsgebäudes musste im gleichen Schritt statisch verstärkt werden. Die alten Holzbalken sollten dabei aber I weiterhin offen gezeigt werden. kernsaniert und erhielt

Heizung: Gas-Brennwertkessel mit Solarthermie; Primärenergiebedarf: 92,00 kWh/(m2a) Energiestandard: KfW-Effizienzhaus 100 Planung: Ingenieurbüro RuhrIng GmbH Gerichtsstraße 3 58452 Witten Telefon 02302/24538 www.ruhring.com

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ARBEITEN

WASCHEN

OBERGESCHOSS

BAD

DACHGESCHOSS 4/5 2019 ALTHAUS MODERNISIEREN 25

Fotos: RuhrIng GmbH

I

m schönen Ruhrtal, am Stauseebogen in Essen, war es die Aufgabe, ein in die Jahre gekommenes, altes Zechenhaus energetisch zu sanieren und einen modernen und der Familiensituation angepassten Wohnraum zu schaffen. In diesem Zuge wurde der Wohnraum des Bestandes insgesamt neu definiert und durch einen modernen Anbau ergänzt. Ziel war es, den Neubau fließend mit dem Bestand zu verknüpfen. Die Fassade des Altbaus wurde dabei ebenfalls energetisch saniert. Die Erweiterung des Wohnhauses wurde in Holzständerbauweise ausgeführt. Dessen Fassade zeichnet sich durch ihre horizontale, thermobehandelte Weißtannenverkleidung aus. Diese gibt dem Haus einen wohnlichen, warmen Charakter. Durch den Rücksprung der Fassade im Eingangsbereich bildet sich ein großes Portal aus, welches den Besucher förmlich anzieht.


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