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Althaus modernisieren 10/11-2026

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Editorial

Liebe Leserin, lieber Leser, jetzt ist es an der Zeit, trotz des heißen Sommers – beim Schreiben des Editorials für die letzte Ausgabe hatte es knapp 40 Grad Außentemperatur –, über die nötige Wärme in den kalten Jahreszeiten nachzudenken. Wer noch ausschließlich mit Öl oder Gas heizt, wird perspektivisch mit gewaltigen Preissteigerungen rechnen müssen. Deshalb stellen wir ab Seite 30 verschiedene Möglichkeiten vor, mit einer Hybridheizung, also mit mehreren Systemen, für warme Räume und für genügend Warmwasser zu sorgen. Dabei kann zum Beispiel eine Gas-Brennwertheizung durchaus noch eine Rolle spielen, vor allem wenn es draußen extrem kalt werden sollte. Im Mittelpunkt stehen allerdings regenerative Möglichkeiten wie die Wärmepumpe, die Nutzung der Sonnenenergie oder von Biomasse. An dieser Stelle möchten wir, wie in der Vergangenheit schon öfters geschehen, nochmals an alle renovierungswilligen Hausbesitzerinnen und Hausbesitzer appellieren, sich einen individuellen Sanierungsfahrplan erstellen zu lassen. Auf dieser Grundlage ist es einfach, alle konkreten Maßnahmen am Gebäude künftig clever aufeinander abzustimmen. Die einzelnen Schritte, die Sie gehen sollten, stellen wir auf Seite 24 in einem entsprechenden Beitrag vor. Es wird in der Fachwelt oft diskutiert, ob man vor der Heizungserneuerung zuerst die Gebäudehülle sanieren soll. Selbstverständlich macht dieses Vorgehen Sinn, wenn das notwendige Budget vorhanden ist. Aber da jedes alte Haus einmalig ist, muss jeweils eine individuelle Lösung gefunden werden. Wer zum Beispiel die Fassade des Hauses sanieren möchte, sollte über eine hochwertige Wärmedämmung nachdenken. Da Außenwand nicht gleich Außenwand ist, haben wir ab Seite 26 wichtige Informationen rund um die möglichen Dämmvarianten für die jeweilige Ausgangssituation zusammengetragen. Spannend: Unser 16-seitiges Special „SolarE“ glänzt ab Seite 35 mit einer Übersicht, in der 24 Stromspeicher vorgestellt werden. Wer auf Photovoltaik setzt, erhält einen hohen Nutzwert. Und Energiesparkommissar Carsten Herbert stellt in seinem Beitrag das Kühlen mit Sonnenstrom in den Mittelpunkt. In Richtung Herbst und Winter sind die Langfinger verstärkt unterwegs, um in unzureichend gesicherte Häuser und Wohnungen einzubrechen. Ziel muss es sein, die Diebe von ihrem finsteren Vorhaben abzubringen. Deshalb finden Sie ab Seite 51 eine Menge Tipps und konkrete Vorschläge, wie Sie künftig Ihr Eigentum besser schützen können. Wenn die Tage kürzer werden, heißt das nicht, dass wir auch die OutdoorSaison beenden müssen. Ab Seite 56 präsentieren wir einige Ideen, wie sich das kühlere Draußen gestalten und genießen lässt.

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Inhalt

30

ERNEUERBARE ENERGIEN PRÄGEN HYBRIDE SYSTEME

REPORTAGEN Siedlungshaus

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Die vierköpfige Familie bewohnt jetzt ein fein modernisiertes Gebäude

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Da das Haus unter Denkmalschutz steht, gab es viele Vorgaben

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Die Bausubstanz war erbärmlich. Heute ist das Haus ein Blickfang

Lichtoase

Historisches Stadthaus

RATGEBER

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VERSCHLIESSBARE FENSTER & MEHR

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Ein Sanierungsfahrplan bildet die Basis für alle zukünftigen Arbeiten

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Wer die Außenwand warm einpackt, spart auf jeden Fall Energiekosten

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Hybridheizungen setzen auf mehrere Systeme für Wärme und Warmwasser

51

Schützen Sie sich mit bewährten Maßnahmen vor Einbrechern


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LIVING Herbstliche Outdoor-Ideen für die Terrasse und den Garten

ARCHITEKTENPAAR FÜHRT DAS HAUS IN DIE ZUKUNFT

Kamine und Öfen haben sich zu Lifestyleprodukten entwickelt

SERVICE 03

Editorial

06

News & Trends

70

Schaufenster: Für Sie ausgesucht

74

Immobilienkauf Französisch-Polynesien

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Vorschau

83

Adressen/Impressum

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16 SEITEN SPECIAL

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10/11 2026 Althaus modernisieren

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Ne ws & Trends

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Das Holzfurnier erlebt eine bemerkenswerte Renaissance. In einer Zeit, in der Wohnräume wieder natürlicher, nachhaltiger und individueller gestaltet werden, entdecken immer mehr Menschen die besondere Ausstrahlung echter Holzoberflächen. Kein anderes Material verbindet Natürlichkeit, Nachhaltigkeit und Einmaligkeit so harmonisch wie Furnier. Jedes Furnierblatt ist ein Unikat. Es ist geprägt von der individuellen Maserung, der Farbvielfalt und den charakteristischen Mustern des Baumes, aus dem es stammt. Diese natürliche Optik verleiht Möbeln und Wohnräumen eine warme, authentische Atmosphäre. www.furnier.de

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Furnier liegt im Trend

Photovoltaik: Neue Regeln ab dem Jahr 2027 Wer noch im Jahr 2026 eine Photovoltaikanlage in Betrieb nehmen möchte, sollte sich beeilen. Ab dem Jahr 2027 plant der Gesetzgeber grundlegende Änderungen bei der Vergütung von Solarstrom. Die Energieberatung der Verbraucherzentrale empfiehlt deshalb, die Wirtschaftlichkeit einer Anlage sorgfältig zu prüfen. Welche Änderungen vorgesehen sind und welche Folgen sie haben können, erläutert Martin Brandis, Experte der Energieberatung der Verbraucherzentrale. Hintergrund ist die beabsichtige Reform des ErneuerbareEnergien-Gesetzes (EEG). Nach dem Gesetzentwurf soll die bisher für 20 Jahre garantierte Einspeisevergütung für Strom aus neuen Photovoltaikanlagen wegfallen. Für eine Übergangszeit ist noch eine feste Vergütung vorgesehen, die höchstens drei Jahre lang gewährt wird. Danach ist eine gesetzliche Förderung für Solarstrom aus Hausanlagen nicht mehr vorgesehen. Es soll weiterhin möglich sein, dass eingespeister Überschussstrom vergütet wird. Dafür sollen Verbraucher ihren

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Strom jedoch direkt vermarkten. Statt einer festgelegten Einspeisevergütung erhalten sie dann einen Preis, der sich am Börsenpreis orientiert. Dieser kann sich saisonal und über die Jahre stark verändern. Mit der Reform soll auch die noch geltende Option der Volleinspeisung entfallen. Nur noch bis Ende des Jahres 2026 erhalten Betreiber eine höhere Einspeisevergütung für Strom aus Photovoltaikanlagen, der vollständig ins Netz eingespeist wird. Dazu Martin Brandis: „Die Wirtschaftlichkeit einer neuen Photovoltaikanlage für den eigenen Haushalt wird stärker als bisher davon abhängen, wie viel des erzeugten Stroms dort genutzt werden kann. Eine Vorhersage für die Höhe von Marktpreisen für eingespeisten Überschussstrom ist praktisch nicht möglich.“ Wichtige Informationen gibt es unter der bundesweit kostenfreien Hotline 0800–809 802 400. Die Energieberatung der Verbraucherzentrale wird gefördert vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie. www.verbraucherzentrale-energieberatung.de


Starker Preisträger

© FOTO: CONSTANTIN MEYER

Nachdem der „EIKO 365“ von MCZ bereits mit dem iF Design Award ausgezeichnet wurde, erhielt das Gerät nun eine weitere internationale Anerkennung: den Red Dot Award, Product Design 2026, einen der weltweit renommiertesten und bedeutendsten Designpreise. Mit dieser Auszeichnung wird erneut der innovative und gestalterische Wert von EIKO 365, dem ersten Pelletofen, der sowohl heizen als auch kühlen kann, hervorgehoben. Denn der EIKO 365 vereint in einem einzigen Gerät die Wärme eines Pelletofens im Winter mit der Frische einer Klimaanlage im Sommer und sorgt so zu jeder Jahreszeit für höchsten Klimakomfort. Ein einziges Produkt, das je nach Saison heizt oder kühlt und ein optimales Raumklima schafft. Gleichzeitig macht es den Kauf von zwei separaten Geräten überflüssig und ermöglicht so deutliche Einsparungen bei Platz, Energie und Kosten. Ohne Außeneinheit und ohne Kondensatablauf ist EIKO 365 nicht einfach eine Weiterentwicklung, sondern eine echte Revolution: ein System, das sich effizient an die Jahreszeiten anpasst und in jedem Wohnkontext höchste Leistung garantiert. www.mcz.it/de

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Ne ws & Trends

Bei der Sanierung eines Baudenkmales sind die Ansprüche an das Energiekonzept oft nicht einzuhalten. Die Fassade der Villa wurde saniert. Dabei wurden in Abstimmung mit der Denkmalschutzbehörde historischer Putz und Farbe beibehalten. Beim Fensteraustausch wurden die Profile der historischen Originalfenster wieder aufgenommen. Mit dem Dachausbau konnte mit Hilfe des Fachmanns auch die Qualität der Dämmung deutlich verbessert werden.

Expertentipp des VPB

Neben Änderungen bei der Förderung effizienter Heizungen wird auch bei der Förderung weiterer einzelner Effizienzmaßnahmen vieles neu geregelt. Nach wie vor können private Bauherren sich hierfür an das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) wenden. Analog zur Heizungsförderung sinken die maximal förderfähigen Ausgaben auch in diesem Bereich. Dies geschieht schrittweise mit der Zahl der Wohneinheiten: für die erste betragen sie 30 000 Euro, für die zweite bis sechste 15 000 Euro. Zugleich hat der Bund die Förderung aufgrund des individuellen Sanierungsfahrplans (iSFP) modifiziert. Der sogenannte iSFP-Bonus wird nun erst ab einem förderfähigen Mindestinvestitionsvolumen von 30 000 Euro gewährt. „Für private Bauherren, die sanieren wollen, wird es dadurch finanziell schwieriger“, betont Stefan Hubenschmid, Leiter des Regionalbüros Konstanz und stellvertretender Vorsitzender des Verbands Privater Bauherren (VPB). Lohnt sich der iSFP künftig erst bei der zweiten Sanierungsmaßnahme? „Diese Einschätzung greift zu kurz“, so Hubenschmid. Die Fördergrenze von 60 000 Euro je Wohneinheit und Kalenderjahr bei Maßnahmen aus einem iSFP bleibe zwar bestehen. Der zusätzliche iSFP-Bonus von fünf Prozentpunkten werde bei der neuen Regelung aber erst für förderfähige Ausgaben oberhalb von 30 000 Euro wirksam. „Das ist gerade für Einfamilienhäuser problematisch.“ Der Hintergrund: Dort besteht eine energetische Sanierung in der Regel nicht aus zwei großen Einzelmaßnahmen, sondern aus vielen kleineren, sinnvoll aufeinander abgestimmten Schritten: Fenster, Dämmung einzelner Bauteile, Kellerdecke, oberste Geschossdecke, Lüftung, Heizungsoptimierung oder spätere Fassadenarbeiten. „Der iSFP soll genau

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diese Maßnahmen in die richtige bauliche und zeitliche Reihenfolge bringen“, sagt Hubenschmid. „Er verhindert, dass Eigentümer planlos und jeweils nur nach dem billigsten Angebot sanieren – mit dem Risiko, dass spätere Schritte erschwert, verteuert oder energetisch entwertet werden.“ Wenn für Maßnahmen bis 30 000 Euro der finanzielle Vorteil des iSFP entfällt, wird dieser Anreiz erheblich geschwächt. „Viele Eigentümer werden dann kleinere Maßnahmen nur noch auf das gesetzliche Mindestniveau und möglichst kostengünstig ausführen lassen“, befürchtet Hubenschmid. „Das ist weder eine verlässliche Strategie für Werterhalt noch ein Weg zu einem insgesamt energetisch hochwertigen Gebäude.“ Dach und Fassade sind häufig die wenigen Bauteile, bei denen größere Maßnahmen in einem Zug sinnvoll oder notwendig sind. Die meisten übrigen Sanierungsschritte können und müssen Eigentümer dagegen über Jahre verteilt umsetzen. „Gerade dafür braucht es den Sanierungsfahrplan als verbindliche Orientierung, damit aus einzelnen Entscheidungen am Ende ein stimmiges Gesamtkonzept wird“, erläutert der Bausachverständige. „Im Idealfall liegt das Gebäude nach der Sanierung energetisch deutlich über den gesetzlichen Mindestanforderungen.“ So gilt auch nach Inkrafttreten des Gebäudemodernisierungsgesetzes und der damit neu justierten Bundesförderung für effiziente Gebäude: Private Bauherren sollten sich vor einer anstehenden Sanierung an Fachleute wenden. Die Bausachverständigen aus dem Netzwerk des VPB etwa haben technisch, energetisch und finanziell den Überblick. Sie weisen auf all diesen Ebenen den Weg zu optimalen Ergebnissen. www.vpb.de

Fotos: VPB

Wegweiser fürs energetische Gesamtkonzept


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R epor t age Siedlungshaus

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Dreh- und


Angelpunkt Das allseitig bedienbare würfelförmige Möbel im Erdgeschoss bildet das Kernstück des gründlichen Redesigns eines Gelsenkirchener Siedlungshauses. Eine weitere schöne Arbeit der Architekten Martina und Ole Wetterich.

Hinter den raumhohen Schranktüren bietet sich jede Menge Stauraum, sehr praktisch auch für das rechts vom Kubus befindliche Arbeitszimmer.

Links von dem Cube geht es zum Neben- und zum Haupteingang des Hauses. An der Decke sind beidseits die Führungen der weißen, in das Möbel integrierten Schiebetüren zu sehen. 10/11 2026 Althaus modernisieren

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R epor t age Siedlungshaus

Ein neuer Anbau ersetzt die zuvor verschachtelten Zubauten. Bei Küche, Möblierung und Leuchten führten die Bauherren Regie. Bodenbelag: Eiche.

Der schilfgrüne Kubus ist aus Mehrschichtplatten von Pfleiderer geschreinert. Per Schiebetüren lassen sich Arbeitsund Wohnzimmer abtrennen. Die Tür führt ins WC.

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Die Hauseingangstür liegt rechts am Ende des dekorativ gefliesten Ganges. Daneben ist der Treppenaufgang angeordnet, Visà-vis davon der Garderobenteil des Einbaumöbels.

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R epor t age Siedlungshaus Super Sichtachse: Von der Haustür fällt der Blick über die teils raumhoch verspiegelte Garderobe und den Esstisch hinweg direkt in den Garten. Die Treppe ist mit dem neuen Eichenbelag jetzt wieder vernünftig begehbar.

Komfortables Familienleben auf drei Ebenen. Unten die Gemeinschaftsräume mit großzügiger Anbindung an den Garten, in der Mitte der Elterntrakt, ganz oben zwei Kinderzimmer plus Bad.

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Ein schlüssiges Gesamtkonzept heißt auch, den Nutzer zu kennen, zu verstehen, Potenziale zu stärken und Mehrwert zu schaffen. Ole Wetterich, Architekt

VORHER Das Haus war in zweieinhalb Einheiten unterteilt und viele Jahre vermietet gewesen. Jetzt hat es wieder seine ursprüngliche Gliederung.

D

as heute von einer Familie mit zwei Kindern bewohnte Haus war zwischenzeitlich vermietet gewesen, und hierfür in drei unabhängige Wohneinheiten auf drei Etagen unterteilt worden. Der bauliche Zustand des über 120 Jahre alten Hauses erforderte eine umfassende Sanierung. Im Wunschkatalog der neuen, alten Besitzer (sie ist die Tochter des vorherigen Eigentümers und hier aufgewachsen), standen ein familienfreundlicher Grundriss, energieeffiziente Technik und Ausstattung sowie ein nachhaltiges Wärmekonzept unter Ausschluss fossiler Brennstoffe. Mit diesem Aufgabenkatalog betrauten sie das Archi-

tektenehepaar Martina und Ole Wetterich, Freunde hatten ihnen die Bochumer Althausspezialisten empfohlen. Auch die Referenzen auf deren Website überzeugten. Die erste Begehung des Objektes war recht speziell für die beiden. „Außen war das Haus großteils mit asbesthaltigen Platten verkleidet, ebenso die gartenseitig vorkragenden, im Lauf der Zeit dazugebastelten Anbauten“, sagt Ole Wetterich. „Und innen gab es quasi keinen Quadratzentimeter, der nicht mit Fliesen beklebt war, teils in vier Lagen und in abenteuerlichen Kombinationen.“ Irgendwie ein unangenehm klinischer Look, und quasi das Gegenteil von wohnlich. Das Entfernen 10/11 2026 Althaus modernisieren

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R epor t age Siedlungshaus

Das Bad grenzt „en suite“ direkt an das Elternschlafzimmer an. Die Eichen-Landhausdielen markieren den Übergang zum eigentlichen Nassbereich mit Dusche hinter der raumteilenden Zwischenwandscheibe.

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der Schichten brachte dann die unter einer solchen Versiegelung zu erwartenden, teils erheblichen Schäden zum Vorschein, es war also allerhöchste Zeit, einzugreifen. Klar war, dass auch der Balkonanbau würde weichen müssen. Ihn ersetzte später eine tiefere, dafür halb so breite und in Holzrahmenbauweise ausgeführte Wohnraumerweiterung, deren Dach wegen der Grenzabstände allerdings nicht als Balkon genutzt werden darf. Eine massive, gedämmte Mauer bildet nun als Seitenwand in diesem Bereich die Trennung zum Nachbarn, und auf das Dach möchte der technikaffine und handwerklich geschickte Bauherr Photovoltaik-Panels montieren. Im Rahmen der Entkernung wurden auch Zwischenwände entfernt und das Dach bis auf den Dachstuhl rückgebaut. Aus Kostengründen blieb allerdings die raumseitige Spalierverkleidung der Schrägen erhalten, also die in traditioneller Weise aus Dachlatten (Querschnitt: 2 x 1,5 cm) gefügten Flächen, die dereinst ein auch heute noch intaktes Finish aus Kalklehmputz erhielten. Zwischen- und Aufsparrendämmung sowie eine neue Deckung mit Betondachsteinen schützen jetzt nach oben und tragen ihren Teil zum Erfüllen


Links: Luftige Lage – die baumgrüne Trasse darf nicht bebaut werden. Die Luft-Wärmepumpe steht beim Nebeneingang.

Siedlungshaus mit grünem Hinterhof BAUJAHR um 1900 WOHNFLÄCHE ca. 165 m2 AUFGABE Umbau eines Zweifamilienhauses zu einem KfW-75-Einfamilienhaus MATERIALIEN Massivbauweise (Bestand), Anbau in Holzrahmenbauweise, Wärmedämmverbundsystem, Zwischensparren- und Aufsparrendämmung, Betondachziegel, Kunststofffenster, Bankirai-Dielen als Terrassenbelag und Verkleidung des Terrassensockels

der KfW-75-Kriterien bei. Ebenso die mit einem Wärmedämmverbundsystem verkleidete Fassade und die 12 cm dicke Dämmschicht auf dem Erdgeschossboden. „Die Raumhöhen ließen das zu, im Keller hätten wir hingegen nicht dämmen können, weil dort die Decken nicht hoch genug sind.“ Dennoch war im Erdgeschoss noch Platz für eine Fußbodenheizung. Parallel waren die Fachleute aus den anderen Gewerken zu koordinieren, die bei solchen größeren Maßnahmen obligatorisch sind, etwa für die Erneuerung der sanitären und elektrischen Infrastruktur. Mit Blick auf das Budget versuchten die Auftraggeber dabei immer, möglichst viel Eigenleistung zu erbringen. So installierte der Bauherr beispielsweise ein BUS-System weitgehend selber. Und er montierte akurat Bankirai-Dielen auf Sockel und Terrassenfläche des Anbaus. Unterm Strich ist hier ein schmuckes Gesamtresultat entstanden. Mit einem hoch funktionalen, bis ins Detail durchdachten und dazu noch schicken „Cube“ als Highlight im Erdgeschoss – definitiv ein Gewinn fürs Familienleben. Und handwerklich ist das Möbel, wie so vieles bei dieser vorbildlichen Modernisierung, vom Feinsten! I

ALT

Fotos: Jannis Wiebusch; Text: Bernhard Müller

Weiß abgesetzte Umrahmungen fassen jetzt wieder alle Fenster und Türen. Die tannengrün lackierte Hauseingangstür ist neu.

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R epor t age L i c hto a s e

Ein strahlendes Eine Oase aus Licht – treffender könnte man dieses atemberaubende

und lichtdurchflutete Anwesen nicht beschreiben. Dabei steht das Haus unter Denkmalschutz, deshalb mussten einige Auflagen erfüllt werden.

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Zuhause

Ein außergewöhnliches Zuhause, eingebettet in die Natur: GanzglasArchitektur trifft auf idyllische Gärten, um einen friedlichen Rückzugsort für Ruhe und Inspiration zu schaffen.

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Stilvolles Wohnen. Der schwarze Flügel prägt den Raum, von Zeit zu Zeit auch mit musikalisch anspruchsvollen Tönen.

Ich trinke morgens meinen Kaffee im versenkten Wohnzimmer und schaue über Holz, Beton und den Wasserteich in den Wald – Lebensqualität pur.

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n diesem vom bekannten amerikanischen Architekten Frank Lloyd Wright inspirierten über 70 Jahre alten Haus mischen sich japanische und skandinavische Elemente. In Duchastel auf dem Mount Royal in Montreal schufen Besitzer und Architekt japanische Gärten mit dafür geeigneten Bäumen, um Ruhe zu erzeugen. „Man kann kaum glauben, dass man in einer Stadt lebt. Man weiß nicht, ob man in Kalifornien, Japan oder auf dem Land in Kanada ist“, sagt Jean Paul Chauvet über sein Zuhause. Chauvet arbeitete drei Jahre lang mit den Innenarchitekten Atelier Chardonnat und Salem Architecture in Montreal zusammen, um das Haus zu renovieren und gleichzeitig seinen ursprünglichen Geist zu bewahren. „Ich habe eine Leidenschaft für Architektur. Ich habe dieses Haus vor vier Jahren gekauft – es war ein Mid-Century-Haus, das nie renoviert wurde“, sagt Eigentümer Chauvet. „Wir wollten versuchen, ein altes Haus in etwas Moderneres zu

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Jean Paul Chauvet, Eigentümer

Auch in der Küche kreieren helle, moderne Akzente in Kombination mit Holz eine warme, sehr einladende Atmosphäre.


verwandeln, das aber die Vergangenheit des Hauses respektiert.“ Die Renovierung war darauf ausgelegt, den Großteil des Grundrisses des ursprünglichen Hauses zu bewahren und gleichzeitig einen Anbau auf der Rückseite des Hauses hinzuzufügen. „Wir haben ein Stockwerk mit großen Fenstern über der Garage hinzugefügt, somit sind die meisten Teile des Hauses verglast.“

Ein Quadrat ragt aus dem Haus

Auf den ersten Blick erkennbar: Japanische und skandinavische Einflüsse prägen das Gebäude. Wasserelemente rücken dabei selbstverständlich ins Zentrum.

„Beeindruckend auch das moderne Element, nämlich das Hauptschlafzimmer, ein großer Quadratblock, der aus dem Haus herausragt“, so Chauvet. Architekt Jad Salem schätzte Chauvets Beteiligung. „Die Eigentümer waren ein integraler Bestandteil unseres Teams und trafen viele Entscheidungen bezüglich der Architektur und des Innendesigns. Von Beginn der Projektentwicklung an beinhaltete unsere Arbeitsweise viele Meetings. Das ermöglichte es uns, mehrere Entwürfe schematisch zu testen, mit dem Vorteil, sofortiges Feedback

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von den Kunden zu erhalten.” So haben sie auch gemeinsam beschlossen, das neue Volumen des Hauptschlafzimmers vom bestehenden Dach zu trennen, was ein lineares Oberlicht über dem Wohnzimmer schuf. Jad Salem: „Als Architekt glaube ich, dass natürliches Licht das Schlüsselelement ist, das den Erfolg eines Projekts bestimmt. Das ist mein Lieblingsmerkmal der architektonischen Transformation.“ Wichtige Fakten nochmals zusammengefasst: Der straßenseitige Anblick – die Fassade durfte nicht verändert werden – lässt kaum erahnen, wie sehr Offenheit und GanzglasArchitektur die gegenüberliegende Seite des Hauses, die sich in den kunstvollen Garten eröffnet, prägen.

Völlig neues Konzept für die Rückseite Im Zuge dieser umfangreichen Sanierung und eines Zubaus wurde die Rückseite des 1954 erbauten Hauses neu gedacht und mit raumhohen, ausgedehnten Glasflächen versehen. Pure Ästhetik in jedem Detail! Wer die Lichtoase betritt, spürt sofort ein echtes Wohlgefühl. Gerade die extrem schmalen Rahmen der Schiebetür in Kombination mit dem optisch rahmenlosen Ganzglassystem sind die Bühne für den Blick nach draußen. Sie schaffen eine maximale Glasfläche und verbinden das Innen und Außen nahtlos zu einem harmonischen Ganzen. Lichtspiele und edles Design verschmelzen in diesem Haus zu einem Rückzugsort, der Wärme und Ästhetik ausstrahlt – ein atemberaubender Ort, der seit vielen Jahrzehnten Geschichten erzählt. Ein außergewöhnliches Zuhause, eingebettet in die Natur: Ganzglas-Architektur trifft auf Die frei stehende Badewanne befindet sich direkt vor einer großen Glasfront, die den Blick in den angrenzenden Wald ermöglicht.

Perfekt inszeniert mit filigranen Elementen. Der Treppenaufgang wirkt durch den Einsatz von Glas nicht so mächtig.

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idyllische Gärten, um einen friedlichen Rückzugsort für Ruhe und Inspiration zu schaffen. „In den Gärten haben wir viele japanische Bäume gepflanzt, es gibt keinen Rasen, der Boden ist mit kriechendem Thymian bedeckt, was ein japanisches Gefühl erzeugt. Es gibt viele Wasserelemente wie den Pool mit den Springbrunnen, die wir vorne und hinten am Haus hinzugefügt haben“, sagt Besitzer Jean Paul Chauvet zum Abschluss. I

Die extrem schmalen Rahmen der Schiebetür in Kombination mit dem optisch rahmenlosen Ganzglassystem sind die Bühne für den Blick nach draußen.

Haus wie eine Lichtoase PROJEKT Sanierung und Zubau BAUMASSNAHME Beachtung des Denkmalschutzes WOHNFLÄCHE 380 m² PRODUKTE Fenster & Terrassentür ONE App Innen: Eiche, gebürstet | N14 Moohreiche, handgeölt Außen: Alu | eloxiert Ganzglassystem & Schiebetür FixFrame ONE S App Innen: Eiche, gebürstet | N14 Moohreiche, handgeölt Außen: Alu | eloxiert

Das Haus steht unter Denkmalschutz, deshalb durfte die straßenseitig ausgerichtete Fassade nicht verändert werden.

Fotos: Adrien Williams

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Vom Profi beraten lassen Der sogenannte individuelle Sanierungsfahrplan unterstützt Eigenheimbesitzer, die erforderlichen Maßnahmen Schritt für Schritt zu planen. Er gibt außerdem einen langfristigen und detaillierten Überblick über mögliche Verbesserungen und deren Einsparpotenzial. Im Sanierungsfahrplan werden die einzelnen Maßnahmen so aufeinander abgestimmt, dass die Sanierung die größtmöglichen Einsparpotenziale bei kleinstmöglichem Kostenaufwand erzielt.

G

rundsätzlich wird die Erstellung eines Sanierungsfahrplans durch einen beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) gelisteten Experten sogar gefördert. Im Moment liegt die Unterstützung bei 50 Prozent des förderfähigen Beratungshonorars, maximal aber 650 Euro bei Ein- oder Zweifamilienhäusern. Wie das geht? Ihre Expertin oder Ihr Experte für Energieeffi-

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zienz beantragt den hierfür vorgesehenen Zuschuss selbst beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA). Sie brauchen nichts weiter zu tun. Es macht Sinn, sich auf folgende sechs Schritte zu konzentrieren:

Schritt 1: Erstes Beratungsgespräch führen Das Kernstück des individuellen Sanierungsfahrplans (iSFP) ist das Vor-Ort-

Gespräch in Ihren eigenen vier Wänden. Zusammen mit einer Expertin oder einem Experten für Energieeffizienz arbeiten Sie Ihre individuellen Wünsche und Bedürfnisse im Hinblick auf die Sanierung Ihres Eigenheims heraus. Auch zusätzliche, nicht energetische Maßnahmen können Teil des Beratungsgesprächs sein – ob altersgerecht umbauen, die Wohnfläche erweitern oder den Wohnkomfort steigern. Eine Expertin oder ein Experte für


Energie-EffizienzExperten beraten und begleiten den Prozess: von der Antragsstellung beim BAFA bis zur Begutachtung der fachlich korrekt ausgeführten Maßnahmen.

Energieeffizienz in Ihrer Nähe finden Sie in der Expertenliste für Förderprogramme des Bundes unter www.energie-effizienz-experten.de bei der Deutschen Energie-Agentur (dena).

Schritt 2: Energetischen IstZustand der Immobilie erfassen

Schritt 3: Sanierungsvorschläge entwickeln Sie haben ein erstes Vor-Ort-Gespräch geführt? Und den energetischen Ist-Zustand Ihrer Wohnimmobilie ermittelt? Dann schnürt Ihre Expertin oder Ihr Experte für Energieeffizienz nun für Sie einzelne Maßnahmenpakete mit konkreten Sanierungsmaßnahmen. Bei einer schrittweisen Sanierung können insgesamt 2 bis maximal 5 solcher aufeinander aufbauenden Maßnahmenpakete gebildet werden – mit je bis zu 5 Sanierungskomponenten. Zusätzlich erhalten Sie Informationen über die zeitliche Reihenfolge sowie die Höhe der Kosten der jeweiligen Effizienzmaßnahmen. Bitte beachten Sie: Der Individuelle Sanierungsfahrplan ist maximal 15 Jahre gültig. Für Maßnahmen, die außerhalb

dieser Frist umgesetzt werden, erhalten Sie keine Extraförderung.

Schritt 4: Individuellen Sanierungsfahrplan abstimmen und erstellen Kommen bei Ihrer Wohnimmobilie mehrere unterschiedliche Sanierungsfahrpläne in Frage? Dann können Sie sich nun für ein konkretes Vorgehen entscheiden. Sobald Sie Ihre Wahl getroffen haben, erstellt die Expertin oder der Experte für Energieeffizienz Ihren individuellen Sanierungsfahrplan.

Schritt 5: Abschlussgespräch führen Nach der detaillierten Ausarbeitung des individuellen Sanierungsfahrplans setzen Sie sich erneut mit Ihrer Expertin oder Ihrem Experten zusammen. Gemeinsam besprechen Sie dann die finalen Ergebnisse. Am Ende der Beratung erhalten Sie folgende Dokumente: „Mein Sanierungsfahrplan“ – mit übersichtlichen Informationen zum Ist-Zustand des Gebäudes und

den geplanten Sanierungsschritten. Dazu kommt der Bereich „Umsetzungshilfe für meine Maßnahmen“ – mit detaillierten Informationen zu den einzelnen Sanierungsschritten inklusive der jeweiligen Effizienzmaßnahmen.

Schritt 6: Umsetzen und sanieren Bevor Sie eine Maßnahme aus Ihrem individuellen Sanierungsfahrplan umsetzen wollen, sollten Sie sich zuerst nach den aktuell gültigen Förderungen erkundigen. Denn die Zuschüsse oder Kredite entlasten das Budget zum Teil deutlich. Einzelne Maßnahmen wie Dämmung oder neue Fenster fördert das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA). Für eine neue klimafreundliche Heizung oder eine Komplettsanierung sind Programme der staatlichen Förderbank KfW zuständig. Die Expertin oder der Experte für Energieeffizienz bestätigt im Rahmen der „Bestätigung zum Antrag“ (BzA), dass Sie die jeweilige Maßnahme entsprechend Ihres individuellen Sanierungsfahrplans umsetzen. Adressen Seite 83 I

Der individuelle Sanierungsfahrplan stellt Maßnahmenpakete vor, die sinnvoll aufeinander aufbauen.

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Quellen: dena, BAFA, Verbraucherzentrale BV Foto Seite 24: txn/VZBV/Adobe@Stockwerk-Fotodesign Fotos Seite 25: dena Fotothek Ute Grabowsky

Die fachmännische Analyse des energetischen Ist-Zustands hilft Ihnen, einen realistischen Gesamteindruck vom Effizienzniveau Ihrer Immobilie zu erlangen. Gleichzeitig erhalten Sie erste Hinweise darauf, welche Baukomponenten sanierungsbedürftig sind. Hinweis: Zur besseren Veranschaulichung wird der energetische Ist-Zustand Ihrer Immobilie in 7 verschiedenen Farbklassen ausgedrückt. Dunkelgrün entspricht dem höchsten Effizienzniveau und Dunkelrot dem niedrigsten.


R atgeb er Auße nwa n d

Dieses Wärmedämmverbundsystem basiert auf einer Holzfaserdämmung. Sie schützt zuverlässig vor Kälte, Hitze und Witterung, verbessert Schall- sowie Brandschutz und spart Energie. Steico

Energetisch sinnvoll optimieren Alle reden über die Heizungsoptimierung, wir auch. Dabei spielen für die Effizienz eines Hauses auch die Energieverluste über die Gebäudehülle eine große Rolle. Es lohnt sich, einen Blick auf die Möglichkeiten

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der Wärmedämmung für Außenwände zu werfen. ußenwand ist nicht gleich Außenwand. Aber für jede Fassade gibt es die Möglichkeit einer energetischen Optimierung. Wir stellen die wichtigsten Systeme vor und zeigen verschiedene Sanierungswege auf.

Wärmedämmverbundsysteme Die bekannten Wärmedämmverbundsysteme bestehen aus Dämmplatten,

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die an den Außenwänden eines Gebäudes befestigt und anschließend mit dem zugehörigen Putzsystem verputzt werden. Dieses besteht aus einem Armierungsputz mit Gewebeeinlage und einem Oberputz. Alternativ zum Oberputz können auch andere Oberflächenbekleidungen gewählt werden. Je nach Aufbau und Untergrund werden die Dämmplatten auf den Untergrund geklebt, geklebt und gedübelt oder mittels Schienen befestigt.

Sind die Dämmplatten an der Wand befestigt, kommt darauf zunächst der zugehörige Armierungsputz. Das ist ein Putz, der mit einem speziellen Glasfasergewebe verstärkt wird. Dabei wird das Glasfasergewebe in den frischen Mörtel eingebettet. Darauf folgen ein später sichtbarer Oberputz oder andere Oberflächen. Wärmedämmverbundsysteme bestehen aus Komponenten, die vom Hersteller aufeinander abgestimmt und


Jedes Gebäude ist ein Unikat – und stellt individuelle Anforderungen an die Wärmedämmung. Neben den gesetzlichen Vorgaben bringen Bauherren ihre Ansprüche ein – in Bezug auf Ökologie, Gestaltung, Effizienz und Wirtschaftlichkeit. Sto

Fachgerechte Verarbeitung Die fachgerechte Verarbeitung durch einen in die Handwerksrolle eingetragenen Meisterbetrieb des Stuckateur- und Malerhandwerks stellt sicher, dass ein Wärmedämmverbundsystem schadenfrei bleibt und gleichzeitig den gesetzlichen Anforderungen entspricht. Wärmedämmverbundsysteme finden sowohl im Neubau als auch bei der energetischen Modernisierung bestehender Gebäude Anwendung. Sie gibt es seit über 70 Jahren. Sie haben also bereits ihre Praxistauglichkeit bewiesen. Die Nutzungsdauer liegt nach Expertenangaben bei mindestens 50 Jahren. In der Praxis gibt es viele Beispiele dafür, dass

Wärmedämmverbundsysteme sogar noch deutlich länger halten. Bei bereits gedämmten Gebäuden kann im Rahmen einer Sanierung ein Wärmedämmverbundsystem auch überarbeitet oder aufgedoppelt werden, was den Wärmeschutz und die Lebensdauer nochmals erhöht. Wärmedämmputze sind mineralische Putzsysteme mit hohen wärmedämmenden Eigenschaften, ähnlich einem Dämmstoff. Die Dämmwirkung der Putze beruht auf einem hohen Anteil sehr leichter Zuschläge wie Polystyrol, Perlite, Blähglas, Mikrohohlglaskugeln oder Aerogel. Mit Dämmputzsystemen werden fugenlose Dämmschichten hergestellt, die Unebenheiten ausgleichen und sich problemlos den geometrischen Formen des Untergrundes anpassen können. Der eigentliche Wärmedämmputz bildet den Unterputz. Darauf kommt in der Regel ein Armierungsputz mit Gewebeeinlage und darauf der Oberputz. Wärmedämmputze sind sowohl außen als auch innen einsetzHochleistungsdämmputze, die unter Verwendung von Mikrohohlglaskugeln oder Aerogel hergestellt werden, weisen Wärmeleitfähigkeiten auf, mit denen die Dämmwirkung üblicher Dämmplatten wie Polystyrol und Mineralwolle erreicht oder sogar noch übertroffen wird. FAMA

bar. Häufig werden die diffusionsoffenen Wärmedämmputze als „Problemlöser“ bei der Sanierung und Rekonstruktion von Altbauten oder historischen Gebäuden eingesetzt. In der Vergangenheit konnte mit Wärmedämmputz die Dämmwirkung leistungsstarker Dämmplatten nicht erreicht werden.

Neue Hochleistungsdämmputze Wärmedämmputze, die unter Verwendung von zum Beispiel Mikrohohlglaskugeln oder Aerogel hergestellt werFotos (2): epr/Zierer Fassaden

geprüft werden. Dafür gibt es allgemeine bauaufsichtliche Zulassungen und Bauartgenehmigungen des Deutschen Instituts für Bautechnik (DIBt). Deshalb dürfen auch nur die jeweiligen Komponenten eines zugelassenen Systems miteinander kombiniert werden.

Vorgehängte, hinterlüftete Fassaden trennen Dämmschicht und die Bekleidung konstruktiv. Zierer (2)

Glasfaserverstärkter Kunststoff überzeugt durch Langlebigkeit, geringen Wartungsaufwand und Farbstabilität.

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50ER-JAHRE-HAUS MIT TOP-ENERGIEBILANZ Als das Paar das Reihenhaus kaufte, lag vieles im Argen. Um die Räume zu vergrößern, wurden zunächst Wände herausgerissen, Elektroleitungen neu verlegt. Das Dach wurde vollflächig mit einer bitumierten Weichfaserdämmplatte abgedichtet. Doch das alles reichte offensichtlich längst nicht aus. Denn an der Fassade im Norden behauptete sich hartnäckig Schimmel. Er kam sogar an den Innenwänden hinter den Schränken zum Vorschein. Den latenten Modergeruch wollten die Bewohner nicht dauerhaft in der Nase haben. „Ein gesundes Raumklima war für uns beim Dämmen ein zentrales Kriterium“, erzählt Hans-Georg F. Sie entschieden sich für ein putzfähiges Dämmsystem aus Holzfasern. Auch die an die Nachbarhäuser grenzenden Wände erhielten eine sechs Zentimeter dicke Dämmschicht. Holzfasern sind diffusionsoffen, sodass sie die Feuchtigkeit im Haus optimal regulieren. „Seither hat sich nie wieder Schimmel gebildet, auch die vorab berechneten energetischen Verbesserungen haben sich bestätigt“, sagt der Hausherr, der die Baumaßnahmen und deren Auswirkung auf den Energieverbrauch von Anfang an dokumentierte. Doch die Reduzierung der Heizkosten ist nicht der einzige Effekt: Im Sommer schützen die Dämmplatten vor zu hohen Temperaturen, indem sie die Hitze des Tages speichern. So sickert die Wärme erst in der zweiten Nachthälfte ins Innere des Hauses. Gewöhnlich lässt sich dieser Wärmeeintrag dann problemlos durch Lüften ausgleichen.

den, weisen jedoch Wärmeleitfähigkeiten auf, mit denen die Dämmwirkung üblicher Dämmplatten wie Polystyrol (EPS) und Mineralwolle erreicht beziehungsweise sogar noch übertroffen wird.

Vorgehängte hinterlüftete Fassade

Fotos: Udi Dämmsysteme

Als das Paar das Reihenhaus aus den 1950er-Jahren kaufte, lag vieles im Argen. Inzwischen wurden die Heizkosten über einen Zeitraum von 20 Jahren schrittweise um mehr als 70 Prozent gesenkt. Die Traufseiten im Norden und Süden wurden mit einer putzfähigen Holzfaserdämmung versehen.

Einen wesentlichen Beitrag zur Reduzierung der Heizkosten leistet die Holzfaserdämmung an Fassade, Innenwänden und Dach.

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Die Thermografieaufnahmen der Vorderseite zeigen eindrucksvoll den Unterschied bei den Oberflächentemperaturen gegenüber dem ungedämmten linken Nachbarhaus.

Bei der vorgehängten Fassade sind die Funktionen „Witterungsschutz“ und „Wärmedämmung“ konstruktiv voneinander getrennt. Erst kommt die Außenwand, darauf der Dämmstoff und dann mit einem gewissen Abstand zur Dämmstoffoberfläche der Witterungsschutz. In diesem Abstand kann die Luft frei zirkulieren. Deshalb heißt der richtige Fachbegriff auch „vorgehängte hinterlüftete Fassade“. Der Witterungsschutz besteht in der

Filigrane Vorhangfassade mit 3-StabOptik: Ein Profilbrett wirkt visuell wie drei einzelne, schmale Leisten. Osmo


Regel aus Putzträgerplatten, gehalten durch eine Unterkonstruktion mit speziellen Befestigungselementen. Diese Platten können mit einem dafür geeigneten Putzsystem über die Plattenfugen hinweg verputzt werden. Eine Vielzahl von Farben und Oberflächenstrukturen ist möglich. Neben der Putzoberfläche gibt es auch vorgehängte Fassaden, die unter Verwendung von anderen Materialien hergestellt werden. Auch PhotovoltaikElemente sind integrierbar.

Für alle Gebäudetypen geeignet

Foto: vzbv/AdobeStock_@akf

Die vorgehängte hinterlüftete Fassade wird sowohl im Neubau als auch in der Modernisierung eingesetzt. Der erforderliche Aufwand ist – verglichen mit

Mit Hilfe der vielen Wahlmöglichkeiten bei den Dämmstoffen und Dämmsystemen lässt sich für jedes Gebäude eine passende Lösung finden. Sto

Für eine sichere Innendämmung sind geeignete Materialien und ein zuverlässiger Feuchteschutz entscheidend. VZBV

Foto: txn/Ursa

anderen Außenwandkonstruktionen – höher. Dem gegenüber stehen jedoch die lange Lebensdauer, der geringere Wartungs- und Instandhaltungsaufwand sowie sommerlicher Wärmeschutz. Über eine lange Tradition verfügt die sogenannte Klinkerfassade. Im Gegensatz zur „monolithischen“ Bauweise handelt es sich dabei um eine zweischalige Bauweise aus zwei massiven Mauerschalen mit einer dazwischenliegenden Wärmedämmschicht. Auch bestehende Gebäude können im Zuge einer energetischen Modernisierung nachträglich verklinkert werden. Dabei wird die vorhandene Außenwand mit Dämmplatten versehen und davor eine zweite Wand gemauert, wobei zwischen Dämmung und Verblendschale je nach Konstruktionsart eine Luftschicht sein kann. Diese Bauweise bietet einen dauerhaften Schutz gegen Wind und Wetter. Sie hält die hinter ihr liegende Wärmedämmschicht und das Innenmauerwerk trocken. Wartungskosten fallen – wenn überhaupt – erst nach Jahrzehnten an, sodass sich die höheren Investitionskosten am Ende wieder rentieren. Da die Vormauersteine oder Klinker mindestens neun Zentimeter breit sein müssen und meist ein zusätzliches Fundament

Die Einblasdämmung ist sowohl von außen als auch von innen möglich. Die losen Dämmstoff-Flocken schließen vorhandene Wärmebrücken – der Heizenergiebedarf sinkt. Ursa

benötigen, erfordert diese Bauweise entsprechend Platz. Bei einem Innendämmsystem wird die Dämmung auf der Innenseite der Außenwand eines Gebäudes angebracht. Dies empfiehlt sich zur energetischen Optimierung von Gebäuden, bei denen eine Außendämmung nicht möglich ist. Gründe sind zum Beispiel denkmal- und ensemblegeschützte oder stark gegliederte Fassaden, sehr dichte oder Grenzbebauung – zum Beispiel in engen Gassen – oder fehlender Dachvorsprung. Sinnvoll sind Innendämmsysteme darüber hinaus bei Gebäuden, die nicht regelmäßig oder nur kurzzeitig genutzt werden, wenn der Raum schnell aufgeheizt werden soll, wie zum Beispiel in Ferienwohnungen. Fazit: Je nach vorhandener Außenwand lassen sich verschiedene Produkte und Systeme – natürlich spielen oft auch die Kosten eine große Rolle – einsetzen, um eine energetische Optimierung zu erreichen. Da es auch um bauphysikalische Veränderungen geht, gehören die Maßnahmen auf jeden Fall in die Hände von Fachleuten. Adressen Seite 83 I 10/11 2026 Althaus modernisieren

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Quelle: Verband für Dämmsysteme, Putz und Mörtel e. V.

Foto: epr/Prefa/Croce & Einblasdämmung

Die wertigen Fassadenpaneele aus robustem Aluminium können vertikal, horizontal oder diagonal sowie mit oder ohne Schattenfuge verlegt werden. Prefa


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Mehr als nur eine Wärmequelle nutzen Hybridheizungen kombinieren mindestens zwei Energiequellen und Technologien, um Wärme zu erzeugen. Am häufigsten werden konventionelle Systeme wie eine Gas-Heizung um eine Solaranlage oder Wärmepumpe erweitert. Denn erneuerbare Energien wie Sonne und Umgebungswärme gibt es kostenlos.

Die Luft-WasserMonoblockWärmepumpe „Airflow-M“ lässt sich perfekt mit Biomassekesseln kombinieren. Durch dieses Zusammenspiel ergibt sich ein hocheffizientes hybrides Heizsystem – mit den Vorteilen beider Welten. Hargassner

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Solarthermie-Hybridheizung nur begrenzt einsetzbar: Ein typisches Hybridheizsystem kombiniert also mindestens zwei technologisch unterschiedliche Wärmeerzeuger, die jeweils unabhängig voneinander funktionstüchtig sind und wobei mindestens einer davon auf erneuerbaren Energien basiert. Die in der Vergangenheit beliebteste Hybridvariante, bestehend aus einem Gas- oder Öl-Brennwertkessel und einer Solarthermieanlage zur Warmwasser-

bereitung und Heizungsunterstützung, ist prinzipiell zulässig. Allerdings wäre es perspektivisch sinnvoll, gerade in älteren Bestandsgebäuden auf eine vergleichsweise große Kollektorfläche zu achten. Mit Blick auf das Kosten-/Nutzen-Verhältnis lohnt sich ein Solarthermie-Hybridsystem meistens nicht. Zudem belegen Solarwärmeanlagen eine umfangreichere Dachfläche, die dann für eine optionale Photovoltaikanlage nicht mehr zur Verfügung steht.

Foto (klein): Intelligent heizen Bjoern Luelf

L

aut Gebäudemodernisierungsgesetz (GModG) sind beim Heizungstausch wieder Systeme zulässig, die nicht die bisher geforderten 65 Prozent erneuerbare Energien nutzen. Dadurch erweitert sich zwar der Spielraum, aber eine auf die Zukunft ausgerichtete Anlage macht Sinn. So könnte ein Hybridheizsystem eine praxisnahe Lösung sein.


Photovoltaik (Strom)

Solarthermie (Wärme)

Warmwasser

Luft-WasserWärmepumpe

In den Übergangsmonaten kann ein Großteil des Energiebedarfs regenerativ erzeugt werden.

Kaminofen mit Wärmetauscher

Gas-/ÖlBrennwertheizung

Eine Hybridheizung kombiniert konventionelle und regenerative Heiztechnologien in einem System. Dadurch ermöglicht sie eine zuverlässige und flexible Wärmeversorgung. Herzstück eines hybriden Systems ist ein zentraler Wärmespeicher, in den beispielsweise eine Brennwertheizung, eine Wärmepumpe, eine Solarthermieanlage oder ein wasserführender Kaminofen Wärme einspeisen. Intelligent heizen

Bei Bedarf übernimmt der Heizkessel die Wärmeerzeugung. Wärmespeicher

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Foto: www.intelligent-heizen.info

Beim Systemanbieter für Heizungslösungen wird Photovoltaikstrom als integraler Bestandteil in der Heizwärmeversorgung mitgedacht. Wärmepumpe, Batteriespeicher, Photovoltaik- und gegebenenfalls eine Solarthermieanlage. Paradigma

Gut aufeinander abgestimmte Hybridsysteme lassen sich energetisch optimiert steuern. Beispiel: Bei längerer Abwesenheit im Winterhalbjahr – etwa während eines Urlaubs – kann die Raumtemperatur übrigens problemlos auf zwölf bis 15 Grad abgesenkt werden.

Oben: Der „Peleo Optima“ ist ein effizienter Pellet-Brennwertkessel, der die Energieausnutzung um bis zu 15 Prozent im Vergleich zu konventionellen Kesseln erhöht. Hier kombiniert mit einer Photovoltaik- und einer Solarwärmeanlage. Paradigma

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Wärmepumpe mit Brennwertheizung kombinieren

Vor- und Nachteile eines Wärmepumpen-Hybridsystems

Als bevorzugte Heizungssanierungslösung gelten Wärmepumpen. Doch deren Einbau kann vor allem in älteren Bestandsgebäuden mit großem Warmwasserbedarf und/oder hohem Heizwärmeverbrauch aus wirtschaftlichen und technischen Gründen problematisch werden. In solch kritischen Fällen bietet sich alternativ ein Wärmepumpen-Hybridsystem als Renovierungslösung an – insbesondere dann, falls die Gebäudehülle entweder nicht oder eher langfristig energetisch saniert werden soll. In der Praxis kombiniert so ein Hybridsystem meistens eine Luft-Wasser-Wärmepumpeneinheit mit einem Gas- oder Öl-Brennwertgerät, wobei zum Beispiel auch ein Pelletkessel als Partner möglich wäre. Prinzipiell möglich ist zudem auch eine andere Hybridkombination, bestehend aus zentralem Brennwertkessel und dezentralen, in den einzelnen Räumen installierten Luft-Luft-Wärmepumpen, also Split-Klimageräte, die nicht nur heizen, sondern die Raumluft auch filtern und an heißen Tagen effizient abkühlen und entfeuchten können.

Ein Wärmepumpen-Hybridsystem vereint somit nicht nur zwei Heizsysteme, die sich unabhängig voneinander installieren lassen, sondern nutzt auch zwei Energieträger. Dies könnte dann von Vorteil sein, wenn der alte Heizkessel plötzlich ausfällt. In so einem Fall ließe sich relativ rasch das neue Gas- oder Öl-Brennwertgerät installieren und in Betrieb nehmen. Die Wärmepumpe und weitere Komponenten, wie ein Pufferspeicher, könnte der Heizungshandwerker dann in Ruhe später montieren. Im späteren Betrieb ermöglicht das Zusammenspiel von Wärmepumpe und leistungsstarkem Brennwertgerät, dass im Bedarfsfall rasch selbst hohe Heizwasser- und Warmwasser-Temperaturen von deutlich über 55 Grad Celsius relativ energieeffizient bereitgestellt werden. Und sollte irgendwann einmal ein Anlagenteil ausfallen, kann das andere übergangsweise allein weiterarbeiten. Nachteilig ist vor allem, dass Betriebs-, Wartungs- und Brennstoffkosten für zwei Heizsysteme anfallen. Auch ein höherer Installationsaufwand und ein größerer Platzbedarf, eventuell mit Brennstoffla-


Komplett-Hybridsystem mit passendem Heizungsregler Eigentümer sollten ein herstellerseitig vorkonfektioniertes Hybridsystem mit aufeinander abgestimmten Komponenten bevorzugen. Dadurch werden Planung, Installation, Einregulierung und Bedienung vereinfacht. Denn beim Einsatz komplexerer Systeme sind mehr Fehlerquellen möglich. Zudem gibt es im Garantiefall nur einen Ansprechpartner. Der Fachmann muss die Wärmepumpeneinheit des Hybridsystems laut Vorschriften so dimensionieren, dass sie, je nach Betriebsweise, mindestens 30 bis 40 Prozent der Gebäudeheizlast decken kann. Außerdem ist ein gemeinsames Regelgerät vorgeschrieben. Dieses sorgt für eine zuverlässige Betriebsweise sowie für ein optimales ökologisches und wirtschaftliches Zusammenspiel der Hybridkomponenten: Bei kalten Außentemperaturen und in Phasen mit hoher Leistungsanforderung zur Warmwasserbereitung übernimmt das Brennwertheizgerät die komplette oder schwerpunktmäßige Wärmebereitstellung. In den wärmeren Übergangsphasen kommt dann die Wärmepumpe zum Zuge.

Ein Pufferspeicher kann sinnvoll oder erforderlich sein Der Fachhandwerker prüft des Weiteren, ob beim Einsatz von zwei oder noch mehr Energiequellen zur zentralen Raumheizung ein Heizwasser-Pufferspeicher ratsam oder zwingend erforderlich ist. Letzteres gilt dann, falls neben der Wärmepumpe und der Brennwertheizung weitere Wärmequellen ins Zentralheizsystem sofort oder nachträglich eingebunden werden sollen, wie zum Beispiel eine Solarthermieanlage oder ein wassergeführter Holz- oder Pellet-Zimmerofen. Auch der Einbau eines solarstrombetriebenen Elektroheizelements ist möglich. Wichtig ist, diese Komponenten schon bei der Speicherauswahl im Vorfeld zu berücksichtigen: im Hinblick auf eine ausreichende Zahl von Anschlussmög-

lichkeiten und ein ausreichend großes Speichervolumen. Außerdem muss der Fachmann die technische Umsetzung einer zentralen Warmwasserbereitung planen. Diese lässt sich mit dem Pufferspeicher in Kombination mit einer Frischwasserstation, einem speziellen Kombispeicher oder separatem Warmwasserspeicher realisieren. Kosten: Eine komplett neue Hybridheizung kostet im Jahr 2026 inklusive

Fotos: MCZ

Links: Die Allin-One-Wärmepumpenzentrale „Compact“ für anspruchsvolles Wohnen. Rechts: „Feel“ ist ein Slim-Pelletofen, entwickelt, um hohe Leistung mit minimalem Platzbedarf zu verbinden. MCZ

Installation im Durchschnitt zwischen 25 000 und 50 000 Euro. Die Preisspanne ist enorm. Wie viel die Technik und deren Einbau kosten, hängt ab von den gewählten Energiequellen sowie den Preisen der Hersteller und Installateure. Darüber hinaus kommt es darauf an, ob eine komplette Modernisierung oder eine Nachrüstung geplant ist. Ist schon eine Gas- oder Ölheizung im Haus vorhanden, wird es günstiger. Adressen Seite 83 I

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Quelle: www.intelligent-heizen.info

ger, sind im Vergleich zum Einzel-Wärmeerzeuger erforderlich. Zudem fallen die Gesamtinvestitionskosten höher aus – auch weil der fossile Wärmeerzeugeranteil im Rahmen der Heizungsförderung nicht bezuschussbar ist.


Fotos: Vaillant

R atgeb er Hybridheizung

UMWELTFREUNDLICH: HYBRID STATT DÄMMUNG Auf der Suche nach dem Traumhaus kann ein Altbau für Bauherrn einen speziellen Charme entwickeln. Sei es architektonisch besonders schön, preiswert oder – wie beim Reihenhaus aus den 60er-Jahren von Wim und Tanja Kaiser – in bester Lage. Wenn man dieses „alte Reihenhaus“ mit Liebe zum Detail und guter Planung kernsaniert, entsteht ein Schmuckstück, das mehr hermacht, als es zunächst scheint. Energetisch optimiert, heizen Wim und Tanja Kaiser ihren Altbau ohne dicke Fassadendämmung mit einer SplitWärmepumpe. Bei niedrigen Temperaturen oder hohem Warmwasserbedarf unterstützt ein Gas-Brennwertgerät. Diese Hybridtechnik ist ressourcenschonend und wirtschaftlich für einfach gedämmte Altbauten. • Modernste Heiztechnik statt dicke Dämmung Das rund sechs Jahrzehnte alte, 120 Quadratmeter große Reihenmittelhaus wurde nie umgebaut oder energetisch saniert. Für Wim und Tanja Kaiser war das perfekt: der günstigere Kaufpreis und die Möglichkeit, das Haus durch die Kernsanierung komplett nach ihren Vorstellungen umzugestalten. „Jeder Euro Investition rechnete sich, weil insbesondere die Heizungs- und Sanitärinstallationen nicht mehr dem heutigen Stand der Technik entsprachen. Zudem mussten auch Fassade und Dach erneuert werden. So konnten wir auch hier gleich eine zeitgemäße Wärmedämmung einsetzen.“ Aber in Maßen, denn die Häuser links und rechts sind im Originalzustand. Zu viel Fassadendämmung hätte einfach nicht gepasst. Das neu eingedeckte Dach bekam eine aufwendige Zwischensparrendämmung, die Fassade hingegen nur neun Zentimeter starke Hartschaumplatten. In Kombination mit neuen Fenstern und Türen drückte das den Heizwärmebedarf aber trotzdem schon auf etwa 64,5 kWh/m²a.

Projekt Reihenhaus Wohnfläche: 120 m2 Maßnahme: Kernsanierung Wärmedämmung Zwischensparrendämmung Fassade: Hartschaumplatten, 9 cm Heiztechnik: „aroTHERM“ Split-Wärmepumpe „ecoTEC“ Gas-Brennwertgerät Fußbodenheizung Hersteller: Vaillant Telefon 02191/18-0 www.vaillant.de

• Das Energiekonzept Luft-Wasser-Wärmepumpe und Gas-Brennwerttechnik für Spitzenlasten: Weil Familie Kaiser das aber nicht ökologisch genug war, spielten sie als nächstes die Karte „ressourcenschonende Heiztechnik“ aus: Gut beraten von Heizungsbaumeister Christoph Freissler ersetzten sie die alte Gasheizung durch eine Luft-WasserWärmepumpe mit 5 kW Leistung: „Das reicht in dieser Region völlig aus, um das Haus komfortabel mit Wärme zu versorgen. Vor allem, weil wir hier durch die neue Fußbodenheizung in allen Räumen nur noch eine Vorlauftemperatur von knapp 28 Grad Celsius haben.“ Für genügend Warmwasser, oder eben für knackig kalte Wintertage, kam dann noch ein Gas-Brennwertgerät hinzu. Eine Hybridlösung, so Freissler: „Die Wärmepumpe deckt über 95 Prozent der Grundlast im Heizbetrieb ab, die für einen 4-Personen-Haushalt entsprechend hohe Warmwassernachfrage übernimmt dann über dieselbe Steuerung das Gas-Brennwertgerät mit 20 kW Leistung.“ „Nur Solarthermie oder Photovoltaik kam aufgrund der kleinen Dachfläche als ökologische Ergänzung nicht mehr infrage“, bedauert Wim Kaiser. Ressourcenschonende Wärmepumpentechnik zahlt sich aus: Etwa ein halbes Jahr dauerte letztlich die Kernsanierung und verschlang inklusive Dachausbau und dem Beseitigen von Zwischenwänden einen gut sechsstelligen Betrag. „Doch jeder Cent davon hat sich gelohnt“, sind sich Wim und Tanja Kaiser sicher. „Jetzt entspricht das Haus nicht nur unseren Vorstellungen von komfortablem Wohnen, sondern ist gleichzeitig energetisch bestens ausgestattet. Und das ist uns gerade mit Blick auf die Zukunft unserer beiden Kinder mindestens genauso wichtig!“

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SINNVOLL NUTZEN!

Kühlen mit Solarstrom Wenn im Sommer die Sonne scheint, liefert die PV Strom und der kann zum Kühlen genutzt werden.

Mehr Lebensdauer für Wärmepumpen. Wie können da Steuerelektronik und ein Heizstab helfen?!

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SolarE SONNE


Foto: Tim Wegner

KÜHLEN

Kühlen mit Solarstrom Von Energiesparkommissar Carsten Herbert

Carsten Herbert arbeitete über 20 Jahre als Energieberater. Heute teilt der Bestsellerautor als ENERGIESPARKOMMISSAR sein Wissen mit einer stetig wachsenden Gemeinde auf YouTube (133 000 Abonnenten). Wir haben ihn angesichts des Hitzesommers gefragt, wie sich eine Kühlung kosteneffizient umsetzen lässt und was dabei beachtet werden muss.

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ie Klimaanlage hat in Deutschland ungefähr den Ruf eines Heizpilzes: Energieverschwendung mit Stecker. Der diesjährige heißtrockene Sommer hat zu einem Sinneswandel beigetragen. Ein Viertel der Menschen in Deutschland will sich in absehbarer Zeit ein Kühlgerät anschaffen. Das Statistische Bundesamt stellt fest, dass sich in den vergangenen zehn Jahren bei neu gebauten Wohnhäusern der Anteil mit Kühlanlage mehr als verdoppelt hat. Dabei geht es um mehr als Komfort, Schlaf oder gute Arbeitsbedingungen: Laut Schätzungen

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des Robert Koch-Instituts gab es in diesem Jahr bis Anfang August bereits rund 12 500 hitzebedingte Sterbefälle. Da die wenigsten noch darauf wetten, dass die kommenden Sommer kühler werden, stellt sich die Frage, was für eine Kühlung sinnvoll ist. Ermutigende Nachrichten gibt es gleichzeitig zur Photovoltaik: Im Juli 2026 war Solar die stärkste Stromquelle Deutschlands: 12 Terawattstunden öffentliche Nettostromerzeugung, deutlich mehr als Wind an Land mit 8 TWh und Braunkohle mit knapp 5 TWh. An den heißesten


KÜHLEN

Tagen des Jahres muss nicht nur am meisten gekühlt werden, sondern es kommt auch der meiste Strom vom Dach. Aktive Kühlung und Photovoltaik passen also perfekt zusammen. Der Haken ist die Uhrzeit. In den vier Stunden um den Sonnenhöchststand fallen überschlägig rund 40 Prozent der solaren Tagesernte an, in den letzten zwei Stunden vor Sonnenuntergang nur etwa 4 Prozent. Je mehr Solarstrom im Netz ist, desto billiger wird der Strom. Mittags ist er deshalb am günstigsten. Von negativen Strompreisen hat man an der Steckdose allerdings wenig – Netzentgelte, Steuern und Abgaben fallen selbst bei einem dynamischen Stromtarif auch dann an, wenn der Strom eigentlich nix kostet. Daher ist die eigene Solaranlage das beste Mittel zum Kühlen und dadurch den teuren Netzstrom zu ersetzen. Kühlen entlastet das Stromnetz nicht pauschal. Kühlen zur richtigen Tageszeit aber schon – und Ihre Stromrechnung gleich mit. Am besten kühlen Sie mittags vor und schalten das Kühlgerät gegen 16, spätestens 17 Uhr aus. Da das Gebäude die Kälte speichert, hält der Kühleffekt auch dann noch an, wenn die Klimaanlage längst nicht mehr läuft.

Passives Kühlen hat Vorrang!

Das Innengerät (links) von mobilen Klima-Splitgeräten ist über eine Kältemittelleitung mit dem Außenwärmetauscher (rechts) verbunden. Das Außengerät wird bei mobilen Geräten meist am Fensterrahmen eingehängt.

Fotos (2): Carsten Herbert

Bevor aktiv elektrisch gekühlt wird, lohnt es sich erstmal dafür zu sorgen, dass sich das Gebäude weniger aufheizt. Hauptverantwortlich für Überhitzung ist die Wärmestrahlung der Sonne, und zwar die, die durch die transparenten Flächen dringt, also durch die Fenster. Als größtes Wärmeeinfalltor würde man die Südseite vermuten. In einer eigenen Simulation habe ich aber festgestellt, dass die Ost- und Westfenster mehr als 60 Prozent der gesamten Wärmeeinträge verur-

sachen. Der Grund: Die tief stehende Morgenund Abendsonne trifft die Scheibe fast frontal, die hoch stehende Mittagssonne scheint aber nur schräg von oben auf die Südfenster. Knallt die Sonne auf zwei Quadratmeter moderne Wärmeschutzverglasung, ist das ungefähr so, wie wenn Sie einen 1000-Watt-Heizstrahler in die Wohnung vor das Fenster stellen. Bei einem mindestens dreißig Jahre alten Fenster kommen nochmal 500 Watt dazu. Deshalb braucht es unbedingt eine Verschattung, und zwar an der richtigen Stelle: Innen bringt eine Verschattung rund 10 Prozent, außen über 90 Prozent. Bei Dachflächenfenstern lassen sich oft Rollläden nachrüsten. Vor waagerechten Fenstern können Außenjalousien montiert werden. Alternativ lassen sich preiswerte Sonnenschutzfolien anbringen. Diese senken den Wärmeeintrag um rund 80 Prozent und kosten etwa 15 Euro je Quadratmeter, verdunkeln aber den Raum etwas. Steht ohnehin ein Fenstertausch an, empfehle ich zusätzlich zu den genannten Maßnahmen den Einbau einer Sonnenschutzverglasung, wie sie in südlichen Ländern bereits seit vielen Jahren üblich sind. Dazu kommt die Nachtlüftung: Sobald es draußen kühler ist als drinnen, ist es sinnvoll zu lüften, was das Zeug hält. So rettet man einen Teil der Nachtkühle in den nächsten Tag. Dieselbe Logik wie das Vorkühlen am Mittag, nur eben passiv, ohne Kühlgerät. Wer schon einen großen Baum vor dem Westoder Ostfenster stehen hat, besitzt die billigste Klimaanlage überhaupt: Eine ausgewachsene Linde bringt es auf 2,3 Kilowatt und damit fast auf die Leistung eines Klima-Splitgeräts. Bäume stehen lassen kühlt sofort, neu pflanzen hilft der nächsten Generation.

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KÜHLEN

Welches Kühlgerät passt?

Klima-Splitgeräte sind zugleich Heizung

Passives Kühlen reicht heute in vielen Fällen nicht mehr aus. Beim aktiven Kühlen dominieren zwei Techniken. Am häufigsten werden mobile Monoblöcke angeschafft. Knapp 70 Prozent der Klimagerätebesitzer haben eines, so eine Befragung der Innofact AG. Die restlichen 30 Prozent setzen auf fest installierte KlimaSplitgeräte. Monoblöcke gibt es ab 200 Euro, ein Splitgerät kostet 1000 bis 2000 Euro. Dafür ist die Effizienz der Monoblöcke nach Berechnungen der Stiftung Warentest bis zu siebenmal geringer als die fest installierter Geräte, weshalb die Tester sie seit Jahren nicht mehr prüfen. Zudem kühlen sie langsamer. Um einen 14-Quadratmeter-Raum von 30 °C auf 24 °C zu kühlen, braucht der Monoblock 30 bis 45 Minuten, während das Splitgerät in weniger als 5 Minuten die Zieltemperatur erreicht. Nicht nur aufgrund der schlechten Energieeffizienz gehe ich nicht weiter auf Monoblöcke ein. Denn Klima-Splitgeräte können nicht nur kühlen, sondern auch sehr effizient und kostengünstig heizen, und können daher im Winter einen Teil der fossilen Heizung ersetzen.

mobiler Monoblock

mobiles Splitgerät

festes Splitgerät

Anschaffung

ab 200 €1

ab ca. 900 €2

ab 2500 € incl. Einbau

Strombedarf für selbe Kälte

bis zu 7x3

dazwischen

1x

Aufwand

Fenster muss offen bleiben, Schlauch hindurch, Abdichtung für 15–90 € nötig

aufstellen, Leitungen nach draußen führen, Außeneinheit auf Balkon oder fixieren

Kältefachbetrieb, Kernbohrung, Elektroanschluss

niemand, solange nichts fest montiert wird4

eigenes Haus: niemand; Miete: der Vermieter, Eigentümergemeinschaft: auf dem eigenen Balkon kaum zu verhindern5

Wer muss zustimmen?

Heizt im Winter

38

niemand

ja, ineffizient

ja, aus 1 kWh Strom werden 3 bis 4 kWh Wärme

ja

SolarE

Foto: Carsten Herbert

Im Sommer holen Klima-Splitgeräte – auch Luft-Luft-Wärmepumpen genannt – die Wärme aus dem Wohnzimmer und schaffen sie nach draußen. Im Winter drehen sie die Richtung um und entziehen der Außenluft Wärme, um sie als warme Luft an den Raum abzugeben. Aus jeder Kilowattstunde Strom, die eine Luft-LuftWärmepumpe im Heizbetrieb verbraucht, produziert sie im Verlauf eines Winters zwischen drei und vier Kilowattstunden Wärme. Damit liegt sie gleichauf mit einer zentral eingebauten Heizungswärmepumpe. Immer mehr Menschen machen heute von diesem Doppelnutzen gebrauch. Der Fachverband Gebäude-Klima (FGK) stellte fest, dass die Geräte seit 2022 im Wohngebäudebereich immer mehr zum Heizen genutzt werden.

Klimaanlagen können im Sommer und im Winter eingesetzt werden. Das Innengerät liefert je nach Bedarf gekühlte oder aufgeheizte Luft.

1

Verivox/Innofact 07/2026

2

Stiftung Warentest 2026

3

Stiftung Warentest, eigene Berechnung

4

Verbraucherzentrale

5

BGH-Urteil


KÜHLEN

Warentest: Heizen mit Klima-Splitgeräten ist immer günstiger und klimafreundlicher als das Heizen mit Gas.

Billig kühlen mit Solarstrom

it Kühlen m t ä Außenger

Wer noch keine Solaranlage hat, kann über dynamische Stromtarife mittags von den solaren Anders als bei mobilen Klimageräten sind die Komponenten wie hier das Außengerät fest installiert.

Foto: Carsten Herbert

Anders als bei der Luft-Wasser-Wärmepumpe spielt der Wärmeschutzstandard des Hauses dabei keine Rolle. Bei Heizungswärmepumpen gilt für die Vorlauftemperatur die 55-Grad-Regel. Damit die Heiztemperatur auch an den kältesten Tagen im Winter nicht überschritten wird, müssen häufig einige Heizkörper getauscht werden. Beim Klima-Splitgerät entfällt das: Das Innengerät kommt ab Werk mit niedrigen Temperaturen aus. Auch die Kälte draußen macht ihm wenig aus: Moderne Geräte arbeiten bis minus 15, einige sogar bis minus 25 Grad. So kalt wird es in Deutschland nur in den wenigsten Regionen. Ein Rechenbeispiel: Eine Kilowattstunde Wärme aus dem alten Kessel kostet einschließlich der Verbrennungsverluste aktuell zwischen 13 und 15 Cent. Dieselbe Kilowattstunde kostet Sie aus dem Klima-Splitgerät 7,5 Cent mit Strom aus dem Netz und 2 Cent mit Strom vom eigenen Dach. Das deckt sich mit der Stiftung

ADVERTORIAL

Sonne macht Warmwasser S

onniger Mittag, alle Anlagen im Land produzieren gleichzeitig, der Börsenpreis fällt ins Negative: Seit dem 25. Februar 2025 gibt es für alle neu in Betrieb genommenen PVAnlagen in diesen Stunden keine EEG-Vergütung. Die Anlage produziert weiter, bezahlt wird der PV-Strom nicht.

beitet marktpreisgesteuert: Bei positiven Börsenpreisen blockiert er die Wärmebereitung, damit eingespeist und vergütet wird. Fällt der Preis unter null, schaltet er frei und macht Wärme.

Die Antwort darauf ist einfach:

Bei einer angenommenen Einspeisevergütung von 7,94 Cent pro Kilowattstunde bringt ein Vier-Personen-Haushalt mit rund 10 kWh Warmwasserbedarf pro Tag etwa 70 Euro Mehrertrag im Jahr. Und die gesparten Kosten für die herkömmliche Wärmeerzeugung sind dabei noch gar nicht mitberechnet!

Den Strom selbst nutzen, und zwar für Wärme. Warmwasser für das abendliche Bad, ein geladener Pufferspeicher zur Heizungsunterstützung: Beides lässt sich mit Solarstrom erzeugen, der sonst gratis ins Netz fließen würde. Genau das übernimmt der my-PV SPO, der Solar Peak Optimizer – ein Feature der my-PV Cloud, mit wenigen Klicks bei Produkten für Wärme aus Photovoltaikstrom aktiviert. Er ar-

Foto: my-PV

Wenn der Börsenstrompreis negativ ist, liefert die PV auf dem Dach oft am meisten. my-PV macht aus diesem Überschuss Wärme.

Der Effekt ist bezifferbar

Mehr Infos unter www.my-pv.com/de/ anwendungen/my-pv-spo

SolarE

„Gut zu wissen“ Die Stunden ohne Vergütung werden an die 20-jährige EEG-Laufzeit angehängt. Ausbezahlt wird die Verlängerung aber nach Stunden, nicht nach Strommenge – der Ausgleich fällt also möglicherweise geringer aus als der entgangene Verlust.

39


KÜHLEN

Foto: Carsten Herbert

Das Außengerät kann auch auf dem Balkon „versteckt“ werden.

Preisvorteilen profitieren. Im Juli 2026 kostete Strom an der Börse mittags im Schnitt 1,6 Cent je Kilowattstunde, abends zwischen 17 und 20 Uhr 12,1 Cent. An jedem zweiten Julimittag lag der Preis sogar unter 0,3 Cent. Seit 2025 muss jeder Stromlieferant einen solchen dynamischen Tarif anbieten. Der Börsenpreis ist allerdings nicht Ihr Endpreis. Netzentgelte, Steuern und Abgaben machen rund 60 Prozent aus und fallen an, egal was die Börse tut. Aus 1,6 Cent mittags werden an Ihrer Steckdose rund 22. Dynamische Stromtarife benötigen zwingend ein intelligentes Messsystem. Bei PV-Anlagen ist es ab 7 Kilowatt Pflicht; Balkonkraftwerke sind ausgenommen. Ein digitaler Zähler allein reicht nicht, auch nicht mit einem Auslese-Aufsatz, wie ihn manche Anbieter früher akzeptiert haben. Vorsicht auch bei Anbietern, die ohne Messsystem abrechnen: Sie legen ein statistisches Standardlastprofil zugrunde. Den Einbau können Sie

Strom für die Klimaanlage

je Kilowattstunde

Standardtarif1

31 – 37 ct

Dynamischer Tarif, im Juli 2026 mittags2

rund 22 ct

Balkonkraftwerk3

4 – 15 ct

Eigene Dachanlage4

4 – 14 ct

beim Messstellenbetreiber verlangen. Er kostet einmalig bis zu 100 Euro, danach 30 bis 50 Euro im Jahr statt höchstens 25 Euro für den digitalen Zähler. Vier Monate hat er eigentlich dafür Zeit, aber nicht alle halten sich daran. Wirtschaftlich wird der dynamische Tarif nur, wenn ein relevanter Teil des Verbrauchs in die günstigen Stunden wandert. Möglich wird das nur mit einer intelligenten Steuerung in Verbindung mit großen Stromspeichern. Die Preise des nächsten Tages stehen schon am Vortagsmittag fest. Klima-Splitgeräte und Elektro-Autos lassen sich per App oder Display so programmieren, dass sie im günstigen Mittagsfenster vorkühlen bzw. laden und die teure Abendspitze überbrücken. Bei Wärmepumpe, Batteriespeicher oder Wallbox kommt ein automatisiertes Energiemanagementsystem infrage, das es möglich macht, den Stromverbrauch dahin zu verschieben, wenn der Strom wenig kostet.

1

Verivox 08/2026 und BDEW-Strom-

2

B örsenpreis Juli 2026 zuzüglich

preisanalyse 04/2026 Netzentgelten, Steuern und Abgaben nach BDEW 3

Eigene Abschätzung

4

Fraunhofer ISE, Stand 05.05.2026

Mini-Aufwand, Maxi-Wirkung: Das Buch führt durch die 25 wirtschaftlichsten Maßnahmen, um den Wärmeverbrauch zu senken – geordnet nach Rendite von der Null-EuroMaßnahme aufwärts. Zu jeder gibt es Kosten, Einsparung, Renditeberechnung und eine konkrete Anleitung.

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SolarE

Cover: Sti ftung

www.energiesparkommissar.de/buchaktion

Carsten Herbert, der ENERGIESPARKOMMISSAR, herausgegeben von der Stiftung Warentest

Ware ntes t

Einfach Sanieren – 25 kostengünstige Maßnahmen für Ihr Haus


ENERGIE FÜR ALLE

ADVERTORIAL

Sonnenstrom optimal nutzen: So gelingt intelligentes PV-Überschussladen für E-Autos. Der go-e Controller hilft dabei.

Der go-e Controller: Die smarte Ergänzung für deine Wallbox Der go-e Controller eignet sich besonders für Haushalte, die noch kein Energiemanagementsystem besitzen, das diverse Geräte gemeinschaftlich steuert. Da er den Energiefluss direkt am Hausanschlusspunkt misst, funktioniert er

Foto: go-e

W

er eine Photovoltaikanlage und ein Elektroauto besitzt, kann seine Stromkosten deutlich senken – vorausgesetzt, der überschüssige Solarstrom landet im Fahrzeug statt für eine geringe Vergütung im öffentlichen Netz. Genau das ermöglicht das sogenannte PV-Überschussladen. Immer wenn mehr Strom im Haushalt verfügbar ist, als benötigt wird, lässt sich dieser automatisiert über eine Ladestation ins Elektroauto speisen. Damit dies zuverlässig funktioniert, müssen Ladestation und Energiemanagement jedoch intelligent zusammenspielen. Eine besonders einfache Lösung dafür ist der go-e Controller in Kombination mit Ladestationen von go-e. Er wird im Sicherungskasten installiert und misst kontinuierlich die Energieflüsse im Haushalt. Sobald überschüssiger Solarstrom verfügbar ist, übermittelt er diese Information an den go-e Charger, der die Ladeleistung automatisch anpasst und den überschüssigen Strom ins E-Auto leitet. So lädt das Elektroauto bevorzugt mit selbst erzeugtem Strom – ganz ohne manuelles Eingreifen, denn jede kleine Änderung wird registriert und beim Ladevorgang berücksichtigt – effizienter und kostengünstiger geht es kaum.

sogar mit jeder PV-Anlage und jedem Wechselrichter – ohne dass eine direkte Kommunikation mit dem Wechselrichter erforderlich ist. Quasi eine herstellerunabhängige Lösung. Ein weiterer Vorteil ist die automatische Phasenumschaltung. Gerade bei kleineren PV-Anlagen oder wechselhaftem Wetter reicht der Solarüberschuss oft nicht für dreiphasiges Laden aus. In Kombination mit dem go-e Controller wechseln verbundene go-e Wallboxen automatisch auf einphasiges Laden. Dadurch beginnt der Ladevorgang bereits ab rund 1,4 kW PV-Überschuss, anstatt erst bei etwa 4,2 kW. So wird auch an bewölkten Tagen oder bei vielen gleichzeitig laufenden Haushaltsgeräten möglichst viel Solarstrom zum Laden genutzt. Der go-e Controller arbeitet zum Beispiel perfekt mit Ladestationen wie dem mobil verwendbaren go-e Charger Gemini flex 2.0 und stationären Varianten wie dem go-e Charger Gemini 2.0, CORE oder PRO CABLE zusammen und lässt sich bequem über die go-e App oder den Browser konfigurieren und überwachen.

SolarE

Mehr Infos unter: www.go-e.com

41


HEIZEN MIT PV

Mehr Lebensdauer für Wärmepumpen Wärmepumpen kosten viel Geld. Deshalb müssen sie lange laufen. Das geht mit einer Kombination, zu der die solarelektrische Haustechnik gehört. Von Markus Gundendorfer

Ein modernes Haus mit einer Wärmepumpe – durch solarelektrische Haustechnik wird die Wärmepumpe massiv geschont.

D

ie Wärmepumpe scheint sich immer mehr durchzusetzen. Die Verkaufszahlen steigen und im Neubau ist sie – zumindest in Deutschland – inzwischen die Technologie, die am meisten verbaut wird. Doch auch in Bestandsgebäuden laufen die Wärmepumpen gut. Hier kann sogar in den meisten Fällen die bisherige Infrastruktur inklusive Heizkörper weiterverwendet werden. Große Umbauten sind nicht zwingend notwendig. Doch die Investitionskosten sind hoch. Der Preis für die Wärmepumpe inklusive Einbau durch den fachkundigen Handwerker summiert sich für ein Einfamilien- oder Reihenhaus je nach Leistung und Gebäude auf 15 000 bis 25 000 Euro. Zwar gibt es derzeit noch gute Förderungen. Doch wie lange es diese noch gibt, ist unklar.

Seltener takten Umso wichtiger ist es, dass die Wärmepumpe möglichst lange hält, damit sie sich besser rechnet. Wichtig dafür sind nicht nur die fachgerechte Installation und Einstellung des Geräts sowie die regelmäßige Wartung. Die Lebensdauer hängt auch von den jährlichen Betriebsstunden ab. Dabei gilt grob: Die halbe Laufzeit verdoppelt die Lebensdauer der Wärmepumpe.

Wärmepumpe im Sommer ausschalten

Foto: my-PV

In der Regel ist es besser, wenn die Wärmepumpe über längere Zeiträume durchlaufen kann. Das ist im Winter, wenn Heizwärme gebraucht wird, weniger eine Herausforderung als in den Monaten von Anfang März bis Ende Oktober. Denn dann wird je nach Region in der Regel nur Warmwasser benötigt. Deshalb ist es

42

SolarE


HEIZEN MIT PV

Grafik: my-PV

Vergleichende Simulation einer Wärmepumpe bzw. einer Kombination Wärmepumpe mit AC•THOR von my-PV – und die daraus resultierenden Einsparungen.

sinnvoll, einen zweiten Wärmeerzeuger zu installieren, der sich einfach in das bestehende System integrieren lässt und die Wärmeversorgung im Sommer übernimmt.

reicht hier in der Regel nicht aus. Die Wärme wird bei solchen Systemen eine Grundvoraussetzung.

Mehr eigenen Solarstrom nutzen

Der Verdichter einer Wärmepumpe ist auf rund 60 000 Betriebsstunden ausgelegt. Läuft die Wärmepumpe 4000 Stunden im Jahr, beträgt die rechnerische Lebensdauer – je nach Wartungsaufwand, der betrieben wird – 12 bis 15 Jahre. Mit Unterstützung einer solarelektrischen Direktheizung sinkt die jährliche Laufzeit um ein Drittel auf rund 2667 Stunden. Damit steigt die Lebensdauer der Wärmepumpe rechnerisch auf 16 bis 22 Jahre.

Foto: my-PV

Wenn ein Elektroheizstab wie die AC ELWA 2 von my-PV oder ein Elektroboiler bzw. ein Heizstab mit einem Leistungssteller wie dem AC•THOR oder AC•THOR 9s gesteuert wird, kann auch der Solarstrom vom Dach effizienter genutzt werden. Denn durch die stufenlose Regelung fließt jede überschüssige Kilowattstunde in die Wärme. Schließlich benötigen solche Geräte keine Mindestleistung der Solaranlage, wie das bei einer Wärmepumpe notwendig ist. Zudem reguliert der Leistungssteller und auch die AC ELWA 2 automatisch die schwankende Produktion auf dem Dach aus. Der Eigenverbrauchsanteil steigt, die Lücke zwischen Photovoltaik und Wärmeerzeugung wird geschlossen. Der Kostenpunkt eines solchen zusätzlichen Systems liegt – je nach Variante und Systembedingungen – bei zirka 1000 bis 1300 Euro, also im Vergleich eine überschaubare Investition. Dies ist für autarke Inselsysteme noch wichtiger. Denn hier ist die PV-Anlage nicht ans Netz angeschlossen. Überschüsse müssen also vor Ort genutzt werden. Ein reiner Batteriespeicher

Ein Drittel weniger Laufzeit

Ein Warmwasserspeicher mit einem Heizstab, der stufenlos von einem AC•THOR angesteuert wird: So einfach ist solarelektrische Haustechnik.

Auch für Bestandsbauten geeignet Ähnliche Einsparungen ergeben sich bei der Nutzung des bivalenten Duos im Bestandsbau. Dort steigt aufgrund der schlechteren Dämmung der Bedarf an Raumwärme auf 10 952 Kilowattstunden pro Jahr. Der Warmwasserbedarf bleibt gleich. Bei gleicher Systemkonfiguration, aber abweichender Heizleistung bei der Wärmepumpe durch den veränderten Wärmebedarf, und am selben Standort müsste die Wärmepumpe 2263 Stunden pro Jahr laufen. Sie würde dazu aufgrund des höheren Bedarfs an Raumwärme 759 Mal ein- und wieder ausgeschaltet.

SolarE

Mehr dazu Ist das Erzeugen von Warmwasser mit PV-Strom wirtschaftlich? Sie wollen mehr über diese Lösung erfahren: www.my-pv.com/de/ anwendungen/warmwasser-mit-photovoltaik/

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SMART ENERGY

Mein Strom Mit einem Stromspeicher im Keller können Hausbesitzer ihren Grad der Autonomie vergrößern – wenn sie bereits eine eigene PhotovoltaikAnlage auf dem Dach haben. Das ist nicht nur für den Geldbeutel optimal, sondern hilft auch dem Klima.

Foto: E3/DC

Von Carsten Steinke

44

SolarE


SMART ENERGY

Allein bei der Batterietechnik gibt es eklatante Unterschiede. Blei-Säure-Akkus, wie sie auch in Autos verbaut werden, spielen als Solarstromspeicher keine Rolle. Akkus mit LithiumAnteil, wie zum Beispiel die bekannten Lithium-Ionen-Akkus, sind für Einfamilienhäuser relevant. Auf dem Vormarsch aus der Familie Lithium-Ionen sind aktuell die Lithium-Eisenphosphat-Akkus, auch LiFePO4, LEP und LFP genannt. Sie bringen eine hohe Sicherheit mit und sind robust. Ein Beispiel: Wird die Trennschicht im Inneren durchstoßen, wird kein Sauerstoff freigesetzt, der Überhitzungen und Zündungen begünstigen würde. Das ist ein großer Vorteil im Vergleich mit anderen Lithium-Ionen-Akkus. Nachteil der LFP- gegenüber klassischen Lithium-Ionen-Akkus ist die bei Lithium-Eisenphosphat-Akkus deutlich geringere Energie-

AC/DC oder AC UND DC Batteriespeicher können entweder nach dem Wechselrichter der PV-Anlage mit dem Wechselstromnetz des Hauses verbunden sein, dann spricht man von AC-gekoppelt, oder davor im Gleichstromkreis (DC-gekoppelt). Da der Stromspeicher Gleichstrom lädt, sind AC-gekoppelte Systeme zusätzlich mit einem Batteriewechselrichter ausgestattet. Beim Entladen muss der Gleich- wieder in Wechselstrom gewandelt werden. DC-gekoppelte Systeme benötigen keinen Batteriewechselrichter, da sie direkt den erzeugten Gleichstrom der PV-Anlage laden. Dadurch ergibt sich ein leicht höherer Wirkungsgrad.

Unser Vergleich Welcher Stromspeicher ist nun ideal für Ihr Zuhause? Um dieser Entscheidung einen weiteren Schritt näher zu kommen, haben wir für Sie 24 Stromspeicher in einer Tabelle übersichtlich verglichen.

Mit einer App auf dem Smartphone sehen Sie jederzeit, wie viel Strom Sie über Ihre PV-Anlage erzeugen …

Foto: Viessmann

Der richtige Speicher

dichte. Das bedeutet, um dieselbe gewohnte Leistung zu erreichen, braucht man deutlich mehr Zellen, und das steigert den Preis. Ebenfalls eine nicht unwichtige Rolle bei PV-Stromspeichern spielt die Lithium-NickelMangan-Cobalt-Oxid-Batterie (LiNMC). Dabei wird, simpel ausgedrückt, Nickel, Mangan und Cobalt den Lithium-Ionen Akkus „beigemischt“. So wird die Energiedichte des Akkus erhöht.

Foto: Hager

N

och nie waren eine Photovoltaik-Anlage und ein Stromspeicher so wichtig. Klar, für die Klimawende, werden viele jetzt sagen. Nicht nur. Denken Sie an die aktuelle Diskussion um die Unabhängigkeit von russischem Öl und Gas. Ja, die Wärmepumpe ist mittlerweile quasi das Allheilmittel. Gut für die Unabhängigkeit und fürs Klima. Zwei Fliegen mit einer Klappe. Aber eine Wärmepumpe ist faktisch eine Stromheizung. Und da schlägt die Stunde der PV auf dem Dach und des Stromspeichers im Keller.

… und wo dieser Strom im Haus verbraucht oder wie viel davon im Stromspeicher „gelagert“ wird.

SolarE

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Hersteller

AXITEC Energy

AXITEC Energy

AXITEC Energy

AXITEC Energy

BYD

BYD

Produktname

AXIstorage Li SV1

AXIstorage Li SV2

AXIstorage Li SV3

AXIhycon ONE

Battery Box Premium HVS/ HVM

Battery Box Premium LVS

Markteinführung in D

2022

2022

2025

2026

ca. 2020

ca. 2020

Art des Systems (DC, AC, DC/AC)

DC

DC

DC

AC

DC

DC

Batterietechnologie

LFP

LFP

LFP

LFP

LFP

LFP

abh. von Wechselrichter

abh. von Wechselrichter

abh. von Wechselrichter

10,2–15

abh. von externen Wechselrichter

abh. von externen LVWechselrichter

Solarwechselrichter/ AC-Nennleistung

–

–

–

8–15

externer PV-WR

externer LVBatteriewechselrichter

Anschluss der Batterie

DC

DC

DC

DC

HV*1

NV*2, parallel

Lebensdauer Zyklenzahl

gemäß Garantie

gemäß Garantie

gemäß Garantie

gemäß Garantie

> 6000 Zyklen

> 6000 Zyklen

abh. von Wechselrichter

abh. von Wechselrichter

abh. von Wechselrichter

3

1–3

1–3

Nenn-Batterieleistung (von bis kW)

5,3–12,4

3,6–7,2

10,2–35,8

10,2–15

2,56–50

3,84 – 12,8 pro Turm

Nutzbare Batteriekapazität (von bis kWh)

10,12–23,64

6,7–13,5

9,7–34

9,7–34

HVS: 5,1–12,6 HVM: 8,3–22,1

4,0–24,0 pro Turm

Leerlauf- und StandbyVerbrauch (kWh)

k. A.

k. A.

k. A.

k. A.

< 10–15 W/ < 0,2 kWh/Tag

< 10 W/ < 0,15 kWh/Tag

Notstromfähig/ erweiterbar

abh. von Wechselrichter

abh. von Wechselrichter

abh. von Wechselrichter

3-phasiger Backup-Port

•/•

•/•

Einbindung in Smart-Home-System

• abh. von Wechselrichter

• abh. von Wechselrichter

• abh. von Wechselrichter

k. A.

• über Wechselrichter

• über LVWechselrichter

Preis des Produkts ohne Installation

k. A.

k. A.

k. A.

k. A.

k. A.

k. A.

Fotos: Hersteller

Hinweis: WR = Wechselrichter

Batteriewechselrichter/ max. Ladeleistung/ max. Entladeleistung

Gerät

Hinweis: HV = Hochvolt, NV = Niedervolt

Hinweis: LFP = Lithiumeisenphosphat

Hinweis:

• = ja / – = nein / k. A. = keine Angaben

SMART ENERGY

Anzahl Phasen

Anmerkungen: *1 BYD Anschluss der Batterie: Hochvolt (HV), seriell über Steckverbindung, *2 (LV / 48V Bus), *3 E3/DC Lebensdauer Zyklenzahl: keine Begrenzung innerhalb der Garantiezeit von 10 Jahren, *4 E3/DC Einbindung in Smart-Home-System: KNX, CAN-I/0, myGEKKO, Loxone, xComfort,

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SolarE


BYD

E3/DC

E3/DC

E3/DC

FENECON

Hager

Huawei

Battery Box Premium LVL

one

S10 Xplus COMPACT

S10 Xplus

FENECON Home 6, 10 & 15

Hager flow R3

Huawei LUNA2000-S1

ca. 2020

2025

2025

2025

2024

2026

2024

DC

DC/AC

DC/AC

DC/AC

DC, AC, DC/AC

DC/AC

DC

LFP

LFP

LFP

LFP

LFP

LFP

LFP

•

• 6 kW

6–12,5 kW

•

• 6 kW / 10 kW /

abh. von externen LV-Wechselrichter

6–12 kW

15 kW

•

•

–

6–12 kW

–

externer LV-Batteriewechselrichter

15 kW

15 kW

6 kW / 10 kW / 15 kW

•

–

12 kW

12 kW

–

NV*2, parallel

DC

DC

DC

AC und DC

DC

DC

> 6000 Zyklen

*3

*3

*3

12 Jahre / 6000 Zyklen

10 Jahre Garantie

k. ‚A.

1–3

3

3

3

3-phasig

3

–

12,8–15,4

6–12

11

11–24

8,6–160,6

6–30

3,5–10,5

15,4 kWh pro Modul

5,5–11,8

11,2

11,2–23,6

8,4–156,8

5,5–29,5

6,9–20,7 kWh

< 10–20 W

k. A.

k. A.

k. A.

k. A.

k. A.

< 0,05–< 0,14 kWh/ Tag

•/•

•/•

•/•

•/•

•/•

•/•

•/•

• über LV-Wechsel-

•*4

•*4

•*4

• Modbus/TCP-API

• Energiemanager *5

• durch Wechsel-

k. A.

k. A.

k. A.

k. A.

k. A.

k. A.

k. A.

richter

•

•

•

richter

*Rückmeldungen einer Herstellerbefragung der Redaktion und Recherchen in öffentlich zugängigen Daten mit Hilfe von KI, (Stand: August 2026), ohne Gewähr

SMART ENERGY

*5 Hager Einbindung in Smart-Home-System: über Hager Energiemanager (im Set enthalten) Einbindung in domovea Smart Home möglich

SolarE

47


Hersteller

IBC Solar

ION Energy

LG Electronics

LG Electronics

neoom group

Produktname

IBC Storage

All-in-One LiFe

Solution RESU FLEX

Solution RESU FLEX 17,2

KJUUBE Light S NEA

Markteinführung in D

2024

ca. 2020

ca. 2022/2023

ca. 2022/2023

ca. 2020

Art des Systems (DC, AC, DC/AC)

DC/AC

DC/AC

DC

DC

DC/AC

Batterietechnologie

LFP

LFP

Lithium-Ionen (NMC / Li-Po)

Lithium-Ionen (NMC / Li-Po)

LFP

Batteriewechselrichter/ max. Ladeleistung/ max. Entladeleistung

5 / 6 / 8 /10 / 12

systemintegriert / ca. 3,0–5,0 kW

abh. vom externen Wechselrichter

abh. vom externen Wechselrichter

systemintegriert / ca. 5–10 kW

Solarwechselrichter/ AC-Nennleistung

5 / 6 / 8 / 10 / 12

Integriert / 3,0–6,0 kW

Externe PV-WR

Externe PV-WR

Integriert (Master KJUUBE 10 kW PV-WR)

Anschluss der Batterie

DC

NV (LV)

HV*6

HV*6

HV*10

Lebensdauer Zyklenzahl

10 Jahre

> 6000 Zyklen

> 6000 Zyklen Garantie: 10 Jahre

> 6000 Zyklen Garantie: 10 Jahre

10 000 Zyklen

3

1 oder 3

1 und 3

1 und 3

3

Nenn-Batterieleistung (von bis kW)

7,68 / 10,24 / 12,8 / 15,36 / 17,92 / 20,48

3–10

ca. 4,3–8,5

ca. 4,3–11,0

5–10

Nutzbare Batteriekapazität (von bis kWh)

6,91 / 9,21 / 11,52 / 13,82 / 16,12 / 18,43

5,0–15,0

8,6–12,9

17,2

9,1–31,9

Leerlauf- und StandbyVerbrauch (kWh)

k. A.

ca. 0,2–0,5 kWh/ Tag

< 10 W / < 0,15 kWh/Tag

< 10 W / < 0,15 kWh/Tag

ca. 0,3 bis 0,6 kWh/ Tag

• / bedingt

• / •*7

• / •*8

•/•

• über integrierte App / Modbus

• über Wechselrichter*9

• über Wechselrichter*9

•*11

k. A.

k. A.

k. A.

k. A.

Hinweis: WR = Wechselrichter

Gerät

Hinweis: HV = Hochvolt, NV = Niedervolt

Hinweis: LFP = Lithiumeisenphosphat

Hinweis:

• = ja / – = nein / k. A. = keine Angaben

SMART ENERGY

Anzahl Phasen

Fotos: Hersteller

Notstromfähig/ erweiterbar

• / mit IBC-Wechselrichter

Einbindung in Smart-Home-System

• / Modbus TCP

Preis des Produkts ohne Installation

k. A.

Anmerkungen: *6 LG Anschluss der Batterie: HV, DC-seitig am Hybrid-WR, *7 LG Notstromfähig/erweiterbar: Ja (WR-abhängig)/Erweiterbar: Ja (2–4 Module), *8 LG Notstromfähig/erweiterbar: Ja (WR-abhängig)/Erweiterbar: Vollausbau (4 Module), *9 LG Einbindung in Smart-Home-System: oder LG ThinQ App / RESU Monitor, *10 neoom Anschluss der Batterie: Hochvolt (HV), seriell gekoppelt, *11 neoom Einbindung in Smart-Home-System: Integrierte NTSI Plattform / App (Modbus RTU/TCP),

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SolarE


RCT Power

Solarwatt

Sonnen

Sonnen

Viessmann

Xolta

RCT Power Storage System

Solarwatt Battery vision

sonnenBatterie 10 hybrid

sonnenBatterie 10 performance

Vitocharge VX3, Typ 8.0C

BAT-5 / BAT-10

ca. 2018/lfd. aktualisiert

2025

2025

2024

2025

ca. 2021

DC oder AC

DC/AC

DC/AC

AC

DC/AC

AC

LFP

LFP

LFP

LFP

LFP

LFP

systemintegriert / max. 11,5 kW (je nach Modul)

30 kW / 30 kW

•

2,5–10 kW / 2,5–10 kW

•

7–12 kW / 7–12 kW

Integriert (DC 4–10 kW)

–

10 kW

–

HV

DC/AC

AC oder DC

> 5000–6000 Zyklen

unbegrenzt

3-phasig

•

•

5,76 kW / 5,76 kW

systemintegriert / 3,6 kW

8 kW

•

– / reines AC-Speichersystem

AC

AC- oder DC-gekoppelt

AC-Netzanschluss

10 000 Zyklen/10 Jahre

10 000 Zyklen/10 Jahre

10 Jahre*17

> 6000 Zyklen

3

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1-phasig

4–10, abh. vom WR

3–30

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< 4 W im Standby

<15–200 W*13

k. A.

k. A.

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ca. 0,2–0,4 kWh/Tag

•/•

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• über SOLARWATT Manager

• via API

• via API

• EEBus*18

k. A.

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k. A.

k. A.

• über Xolta Cloud API / Web App

k. A.

*Rückmeldungen einer Herstellerbefragung der Redaktion und Recherchen in öffentlich zugängigen Daten mit Hilfe von KI, (Stand: August 2026), ohne Gewähr

SMART ENERGY

RCT Einbindung in Smart-Home-System: Über RCT Power App, Modbus TCP, Loxone, OpenWB u. a.*13 Solarwatt Leerlauf- und Standby-Verbrauch Watt: (cold / hot standby), *14 Sonnen Notstromfähig/erweiterbar: Easy Backup inklusive, *15 Sonnen Nenn-Batterieleistung: kWh, *16 Sonnen Notstromfähig/erweiterbar: Full-Home Backup integriert (inkl. AC-Insel, solares Nachladen, Schwarzstartfähigkeit, *17 Viessmann Lebensdauer/Zyklenzahl: auf mindestens 80 % der nutzbaren Kapazität oder bis Erreichen des maximalen Ladungsdurchsatzes, *18 Viessmann Einbindung in Smart-Home-System: CANBus, KNX, Modbus TCP *12

SolarE

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IMPRESSUM/ADRESSEN

Impressum

Anschriften Layout: Dolde Werbeagentur GmbH, Stuttgart

Bauhelden Media GmbH & Co. KG Welfenstraße 19 70736 Fellbach Telefon: (0711) 5206-1, Redaktion -275 E-mail: info@bauhelden.media www.bauhelden-media.de www.renovieren.de www.hausbauhelden.de

Herstellung: Anja Groth (Ltg.) Anzeigen: Wolfgang Loges (Leitung) loges@bauhelden.media Anzeigenverwaltung: Angelika Michailidou, Tatjana Berger dispo@bauheldenmedia.de

Geschäftsführung: Fabio Schoch Chefredakteur: Carsten Steinke (verantwortlich)

Alle Ratschläge in diesem Heft sind sorgfältig erwogen und geprüft, eine Garantie kann aber nicht übernommen werden. Die Haftung von Autoren und Verlag für Personen-, Sach- und Ver­mögensschäden ist ausgeschlossen.

Redaktion: André Schneider, Ute Schwammberger (Assistenz und Lektorat), Marion Zeisel (Assistenz und Lektorat) Druck: westermann DRUCK | pva Georg-WestermannAllee 66, 38104 Braunschweig

Titelfoto: E3/DC

Axitec Energy Tel. (07031) 62885186, www.axitecsolar.com BDEW – Bundesverband der Energieund Wasserwirtschaft e.V. Tel. (030) 3001990, www.bdew.de BGH – Bundesgerichtshof Tel. (0721) 159-0, www.bundesgerichtshof.de

Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme – ISE Tel. (0761) 4588-0, www.ise.fraunhofer.de go-e Tel. (0043) 4276/6240010, www.go-e.com Hager Tel. (06842) 945-0, www.hager.de

Herbert, Carsten – Der Energiesparkommissar BYD Europe Tel. (06073) 7250277, Tel. (0031) 20/70888, www.energiesparwww.bydeurope.com kommissar.de E3DC – HagerEnergy Tel. (0541) 760268-0, www.e3dc.com Fenecon Tel. (0991) 648800-321, www.fenecon.de

Innofact Tel. (0211) 862029-0 www.innofact.com

Sonnen Tel. Beratungshotline (0800) 9293340, www.sonnen.de

ION Energy Tel. (08661) 9838811, Stiftung Warentest www.ionenergy.eu Tel. (030) 2631-0, www.test.de LG Electronics Tel. (06196) 5821-100, www.lg.com/de

my-PV Tel. (0043) 7259/39328, www.my-pv.com neoom group Tel. (0043) 7942/20970, www.neoom.de

Huawei RCT Power Technologies Tel. (07531) 996770, Tel. (0800) 77886633, www.rct-power.com www.huawei.com/de Solarwatt IBC Solar Tel. (0351) 8895-0, Tel. (09573) 9224-0, www.solarwatt.de www.ibc-solar.de

Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen Tel. (0211) 91380-1000, www.verbraucherzentrale.nrw Verivox Tel. (06221) 7961100, www.verivox.de Viessmann Climate Solutions Tel. (06452) 70-0, www.viessmann.de Xolta Tel. (0045) 7060/2017, www.xolta.com

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Rundum sicher

Eine Alarmanlage, eingebunden in das Smart Home, gibt ein besonderes Gefühl der Sicherheit. Rademacher

Durch richtiges Verhalten und die richtige Sicherungstechnik können viele Einbrüche verhindert werden. Über ein Drittel der Einbrüche bleiben dadurch im Versuch stecken.

D

ie Mehrzahl aller Einbrüche wird nicht von „Profis“ verübt, sondern von Gelegenheitstätern, die zum Beispiel versuchen, mit einfachen Hebelwerkzeugen Fenster und Türen aufzubrechen. Leicht erreichbare und schlecht gesicherte Eingangstüren, Fenster und Kellerlichtschächte sind für sie günstige Gelegenheiten und kein großes Problem. Türen und Fenster werden oft schon in Sekundenschnelle überwunden. Aber auch offene und gekippte Fenster, die Eingangstür, die nur ins Schloss gezogen ist oder der sorglose Umgang mit Schlüsseln machen es den Dieben leicht, einzudringen. Bei Ihren Sicherungsplanungen sollten mechanische Sicherungen an oberster

Stelle stehen. Sie sind die wesentliche Voraussetzung für einen wirksamen Einbruchschutz. Zusätzlich eingebaute Einbruchmeldeanlagen (EMA) bieten darüber hinaus besonderen Schutz. Denn durch ihre Meldewirkung wird das Risiko für den Einbrecher, entdeckt zu werden, wesentlich erhöht. Zudem verhindert die Alarmanlage die Gefahr, einem Einbrecher in die Arme zu laufen, wenn Sie nach Hause kommen. Am besten ist es, die mechanische Sicherungstechnik mit der elektronischen Überwachung sinnvoll zu kombinieren. Bei Umbauten erhalten Sie durch den Einbau geprüfter einbruchhemmender Eingangstüren mit mindestens Widerstandsklasse RC2 einen guten Einbruchschutz. Diese Türen werden einer

Der „Homematic IP Türschlossantrieb – pro“ vereint komfortable Zutrittssteuerung mit Rundumschutz für die Tür. So wird nicht nur der Haustürschlüssel unnötig, sondern auch die Sorge vor Einbrechern. eQ-3

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Ein hochwertiges Sicherheitsschloss mit dem richtigen Profilzylinder macht den Unterschied zwischen 10 Sekunden und 10 Minuten Aufbruchzeit. Polizeiliche Kriminalprävention

schlösser, Beschläge, Schließbleche und auch Zusatzsicherungen in ihrer Wirkung sinnvoll aufeinander abgestimmt ist und fachgerecht eingebaut wird. Vor allem für Altbautüren haben sich geprüfte und zertifizierte Stangenriegelschlösser bewährt, deren Verschluss vertikal erfolgt. Diese sind auch bei Türen mit Kassetten oder Zierleisten einsetzbar. Türspion, Beleuchtung und Videosprechanlage: Bauen Sie in Ihre Hausoder Wohnungstür einen WeitwinkelSpion ein (mindestens 180-Grad-Winkel), damit Sie sehen, wer zu Ihnen will. Wenn Sie öffnen, dann nur mit vorgelegtem Sperrbügel! Der Bereich vor der Tür und der Zugangsweg sollten ausreichend beleuchtet sein. Die Schaltung kann auch automatisch durch einen Bewegungsmelder erfolgen. Um überprüfen zu können, wer zu Ihnen will, installieren Sie eine Türsprechanlage – eventuell in Kombination mit einer Videokamera. Die Widerstandsfähigkeit von Kelleroder Nebeneingangstüren sollte derjenigen von Eingangstüren entsprechen. Auch hier sind Sie mit einbruchhemmenden Türen gut geschützt.

Foto: epr/Internorm

R atgeb er E i n b ru c h sc h u t z

Statt der üblichen Verriegelungszapfen übernehmen hier integrierte Klappen die präzise und sichere Verriegelung des Flügels mit dem Rahmen. Diese sind im Fenster integriert und damit nach außen nicht sichtbar. Internorm

Einbruchhemmende Fenster

Ein gutes Zusatzschloss, zum Beispiel mit Sperrbügel, erhöht den Sicherheitswert einer Tür. Durch den Sperrbügel wird das Aufstoßen der spaltbreit geöffneten Tür verhindert. Polizeiliche Kriminalprävention

praxisgerechten Einbruchprüfung unterzogen. So ist sichergestellt, dass es in der Gesamtkonstruktion mit Türblatt, Zarge, Schloss und Beschlag keinen Schwachpunkt gibt. Es handelt sich damit um ein Türelement „aus einem Guss”.

Türen lassen sich nachrüsten Bereits eingebaute Türen können nachgerüstet werden, wodurch der Einbruchschutz deutlich verbessert werden kann. Wichtig ist, dass die Nachrüstung für Türblatt, Türrahmen, Türbänder, Tür-

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Durch den Einbau geprüfter einbruchhemmender Fenster und Fenstertüren (Balkon- und Terrassentüren) – mindestens Widerstandsklasse RC2 – ergibt sich ein guter Einbruchschutz. Diese Fenster werden einer praxisgerechten Einbruchprüfung unterzogen. So ist sichergestellt, dass es in der Gesamtkonstruktion mit Rahmen, Beschlag und Verglasung keinen Schwachpunkt gibt. Es handelt sich damit um ein Fensterelement „aus einem Guss“. Im Einzelfall kann die Widerstandsklasse RC2 N eingesetzt werden, bei der auf die Sicherheitsverglasung verzichtet wird. Bereits eingebaute Fenster und Fenstertüren können nachgerüstet werden, wodurch sich der Einbruchschutz deutlich verbessern lässt. Wichtig ist eine fachgerechte Montage der Sicherungen und Beschläge. Fensterbeschläge: Einfache Fensterbeschläge haben keine einbruchhemmende Wirkung. Deshalb sollten sie durch geprüfte einbruchhemmende Fensterbeschläge in Verbindung mit abschließbaren Fenstergriffen ersetzt werden. Bei Holz- oder Kunststofffenstern

Pilzzapfen sind spezielle Sicherheitsbeschläge, die in Fenstern und Türen verwendet werden, um das Aufhebeln zu verhindern. Sie bestehen aus gehärtetem Spezialstahl und bieten einen höheren Einbruchschutz im Vergleich zu normalen Rollzapfen. Polizeiliche Kriminalprävention


„WinSafe WS 33“ ist optimal für die Nachrüstung für Fenster sowie Terrassen- und Balkontüren in Ihrem Zuhause geeignet. Burg-Wächter

SICHERHEITSBEWUSSTES VERHALTEN • Wenn Sie Ihr Haus verlassen – auch nur für kurze Zeit – schließen Sie unbedingt Ihre Haustür ab! • Verschließen Sie immer Fenster, Balkon- und Terrassentüren. Denken Sie daran: Gekippte Fenster sind offene Fenster! • Verstecken Sie Ihren Schlüssel niemals draußen. Einbrecher finden jedes Versteck! • Wenn Sie Ihren Schlüssel verlieren, wechseln Sie den Schließzylinder aus! • Achten Sie auf Fremde in Ihrer Wohnanlage oder auf dem Nachbargrundstück! •G eben Sie keine Hinweise auf Ihre Abwesenheit!

mit Einhand-Drehkippbeschlägen kann ein Fachbetrieb den Beschlag um Sicherheitselemente erweitern bzw. gegen einen einbruchhemmenden Beschlag austauschen.

Auf Sicherheitsgläser setzen Übliche Isolierverglasungen haben keine einbruchhemmende Wirkung. Je nach Gefährdung können im Einzelfall einbruchhemmende Verbundsicherheitsglä-

ser nach DIN EN 356 ab der Klasse P 4 A nachgerüstet werden. Ob dies möglich ist, klären Sie am besten mit den Fachleuten der (Kriminal-)Polizeilichen Beratungsstelle bzw. dem Fachbetrieb. Fenster werden häufig aufgehebelt. Deshalb reicht die Nachrüstung mit einbruchhemmenden Gläsern allein nicht aus. Häufig gekippte Fenster, wie zum Beispiel WC-Fenster, können mit einem Fenstergitter gesichert werden. Wich-

Abschließbare Fenstergriffe allein reichen nicht aus, weil sie keinen Aufhebelschutz bieten. Ihre Anwendung ist nur in Verbindung mit einem einbruchhemmenden Fensterbeschlag sinnvoll. Polizeiliche Kriminalprävention

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R atgeb er E i n b ru c h sc h u t z

Der smarte Fenstergriff ist das innovative Upgrade manuell abschließbarer Fenstergriffe: Sicherheit und Komfort, magisch verbunden in einem Produkt. So entfällt nicht nur das Sicherheitsrisiko steckengebliebener Schlüssel, sondern auch die lästige Schlüsselsuche. Siegenia

An einem unauffälligen Ort angebrachte Außenhautüberwachung mit einem Glasbruchmelder. Polizeiliche Kriminalprävention

tig sind die Stabilität des Gitters, die fachgerechte Befestigung und die Sicherung gegen Demontage. Einen guten Einbruchschutz bieten geprüfte einbruchhemmende Gitter. Die Gitterelemente werden einer praxisgerechten Einbruchprüfung unterzogen. So ist sichergestellt, dass es in der Gesamtkonstruktion keinen Schwachpunkt gibt – zum Beispiel die Anbindung an das Mauerwerk. Kellerschächte werden als möglicher Einstiegsort ins Haus oft übersehen. Auch sie gilt es gut zu sichern. Polizeiliche Kriminalprävention

Gitter versperren den Weg Betonierte Kellerlichtschächte sollten möglichst mit geprüften einbruchhemmenden Gitterrosten ab der Widerstandsklasse RC2 oder mit Rollenrostsicherungen gesichert werden. Vergleichbare Sicherheit bieten einbruchhemmende Gitterroste nach der „alten“ DIN 18106 ab Widerstandsklasse WK 2. Gute einbruchhemmende Wirkung haben auch Elemente aus stahlarmierten Glasbetonbausteinen. Kommt dies nicht in Frage, sollten die Gitterroste wenigstens mit speziellen Abhebesicherungen (am besten an allen vier Ecken) gesichert werden. Die Sicherungen, idealerweise aus Flacheisen, sollten tief im Lichtschacht verankert sein. Bei Kunststofflichtschächten wird die Befestigung im Mauerwerk empfohlen. Mechanische Sicherungen, die sinnvoll aufeinander abgestimmt sind, stehen an erster Stelle. Sie können dem Täter einen

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Das Garagentor „LPU 67 Thermo“ zum Beispiel ist mit zertifizierter RC2-Sicherheitsausstattung erhältlich. Hörmann

Die Widerstandsfähigkeit von Keller- und Nebeneingangstüren sollte derjenigen von Eingangstüren entsprechen. Polizeiliche Kriminalprävention


Informieren Sie sich darüber, unter welchen Voraussetzungen eine Videoüberwachung zulässig ist und welche gesetzlichen Vorgaben dabei einzuhalten sind. Informationen zu den Anforderungen erhalten Sie bei den Landesämtern für Datenschutz. Polizeiliche Kriminalprävention

bestimmten Widerstand entgegensetzen und einen Einbruch unter Umständen verhindern. Daher sind sie eine wesentliche Voraussetzung für einen wirksamen Einbruchschutz.

Einbruchmeldeanlagen Wie oben bereits erwähnt, erhöht der Einbau einer Einbruchmeldeanlage (EMA) den Schutz deutlich. Mögliche Langfinger erkennen in der Regel die Gefahr, dass sie bei ihrer Tat nicht unentdeckt bleiben werden. Die Planung und Installation einer EMA sollte möglichst so erfolgen, dass bei einem Einbruchversuch der Alarm bereits ausgelöst wird, bevor Einbrecher die mechanischen Sicherungseinrichtungen überwunden haben. Grundsätzlich sollte

Das neu gestaltete Alarmsystem bietet eine intuitive Statusübersicht und ermöglicht einen schnellen Zugriff auf die wichtigsten Funktionen. Und: Funktionen zur Einbindung von „Homematic IP Sicherheitskameras“ erweitern die Möglichkeiten für Überwachung und Alarmierung im System. eQ-3

die EMA so erweitert werden, dass auch ein Überfallalarm ausgelöst werden kann. Wenn Sie in Ihrem Smart Home neben Komfort- und Energiemanagement auch Einbruchschutz erreichen wollen, empfiehlt die Polizei allerdings eine Alarmanlage mit Smart-Home-Funktion. Fazit: Es gibt eine Fülle von Möglichkeiten, das Eigenheim oder die Wohnung rundum sicherer zu machen. Es lohnt sich, das Gebäude von einem Profi auf Schwachstellen checken zu lassen . Adressen Seite 83 I Die Projektierung und Installation einer Einbruchmeldeanlage gehört in die Hände eines qualifizierten Errichterunternehmens. Polizeiliche Kriminalprävention

KOSTENLOSE BERATUNG VON EXPERTEN Für eine individuelle Beratung wenden Sie sich am besten an eine (Kriminal-)Polizeiliche Beratungsstelle. Dort können Sie sich von Fachleuten kostenlos und neutral über Sicherungsmaßnahmen beraten lassen, die aus Sicht der Polizei für Ihr Haus oder Ihre Wohnung sinnvoll und empfehlenswert sind. Die Adresse Ihrer nächstgelegenen Beratungsstelle erhalten Sie bei jeder Polizeidienststelle oder auch bequem im Internet unter www.k-einbruch.de/beratungsstellensuche. Geprüfte und zertifizierte einbruchhemmende Nachrüstprodukte finden Sie unter www.k-einbruch.de im Herstellerverzeichnis der Polizei. Darüber hinaus gibt es dort auch viele weitere wertvolle Tipps für einen effektiven Einbruchschutz.

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Foto: epr/Warema

L iving Outd oor

Moderne Terrassenmarkisen spenden nicht nur wohltuenden Schatten an sonnigen Tagen. Mit integrierter Beleuchtung und Heizstrahlern sorgen sie auch an kühleren Abenden für eine behagliche Atmosphäre. Und wenn die Herbstsonne tief steht, hält ein Volant-Rollo störende Blendungen fern. So bleibt der Freisitz ein Ort, an dem man gerne noch etwas länger verweilt. www.warema.de

Sonne, Regen, Wind und Schnee setzen Holz im Außenbereich das ganze Jahr über zu. Ein clever konzipiertes Produktsortiment lässt Gartenmöbel, Sichtblenden und sonstige Holzoberflächen wieder in frischem Glanz erstrahlen. www.osmo.de

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Mehr Zeit draußen genießen Foto: epr/Solarterrassen & Carportwerk GmbH

Auch wenn die Tage kürzer werden und die Temperaturen sinken, muss die Outdoor-Saison noch nicht enden. Wer seinen Außenbereich durchdacht gestaltet, kann die Zeit draußen bis weit in den Herbst hinein genießen.

Eine Solarterrasse vereint Design, Aufenthaltsqualität und autarke Energiegewinnung buchstäblich unter einem Dach. Zusätzlich kann sie zum Beispiel als lichtdurchfluteter Kaltwintergarten mit entsprechenden Glaselementen die Nutzung des Außenbereichs bereits an kühleren Tagen im Jahr ermöglichen. www.premium-solarglas.com

Die Outdoor-Küche „Dreams“ ist ein aufeinander abgestimmtes System: Rund um den Grill als Herzstück lässt sich die Outdoor-Küche Schritt für Schritt ergänzen – etwa um ein Kochfeld für die Zubereitung von Soßen oder Beilagen, einen Oberhitzegrill für extreme Temperaturen, ein vollständig ausgestattetes Spülmodul oder einen Outdoor-Kühlschrank für gekühlte Getränke und Zutaten direkt am Platz. Unterschiedliche Stauraummodule mit Schubladen oder Einlegeböden sorgen dafür, dass Grillhelfer, Gewürze und Geschirr immer griffbereit bleiben. Über 60 Zubehöre bieten darüber hinaus die Möglichkeit, die OutdoorKüche weiter auf die eigenen Wünsche zuzuschneiden. www.miele.de

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L iving Outd oor

Aufgrund des patentierten Butterfly-Systems kann das

Foto: epr/rainpro

Foto: epr/Soliday

Sitzmöbel „Sojo“ an drei Seiten in zwei individuell einstellbaren Positionen hochgeklappt werden. Der Rahmen aus edler Eiche sowie die Elemente aus Edelstahl kreieren dabei einen außergewöhnlichen, hochwertigen Look. www.soliday.eu

Wo die schönen Lichter locken: Wenn die Herbstsonne langsam am Horizont verschwindet und die Dämmerung den Garten in sanfte Schatten hüllt, wird die Beleuchtung zum Herzstück des Außenbereichs. Der Hersteller bietet ein dynamisches Duo für stimmungsvolle Outdoor-Lichtakzente, die sich nach Lust und Laune flexibel variieren lassen: den 12 V starken „FX Luminaire“ und das „Luxor“-Lichtsteuerungssystem. Dank LED-Technologie ist ein Spektrum von Lichtfarben verfügbar, mit denen sich Pflanzen, Deko-Elemente, Pool & Co. wunderbar in Szene setzen lassen. www.rainpro.de

Angenehme Lagerfeuerstimmung im eigenen Garten. Mit der Guss-Feuerschale „Trigon“ können Sie kühle Abende noch besser nutzen. Mit einem Durchmesser von 72 Zentimetern und einer tiefen Wölbung bietet die matt-schwarze Feuerschale genügend Platz für mehrere Holzscheite. Zusätzlich kann man die Feuerschale mit Windringen, als hochwertige Designelemente und auch als Schutz vor unangenehmen Ascheflug durch Windboen erweitern. Auch eine Grillplatte gibt es im Sortiment, durch welche dem Brat- und Grillspaß nichts mehr im Wege steht. www.leda.de

Endloser Urlaub auf der Terrasse: Bei kühlem oder regnerischem Wetter lässt sich das Glashaus – ob als Anbau oder frei stehende Variante – komplett verschließen. Senkrechte GlasElemente machen es zu einem wetterfesten Lieblingsplatz. So lässt es sich trotz schlechter Witterung gemütlich draußen frühstücken oder auf der Liege in einem Buch schmökern. Sobald sich wieder die ersten Sonnenstrahlen zeigen, ist der Platz an der Sonne garantiert: Die beweglichen Glasscheiben werden zur Seite geschoben und platzsparend geparkt, sodass sie nahezu unsichtbar werden. Zurück bleibt ein filigranes Terrassendach mit schlanker Aluminium-Konstruktion, das ein Gefühl vermittelt, geschützt im Freien zu sein. www.solarlux.de


Foto: Leda/Gutbrod

PLANEN I GESTALTEN I EINRICHTEN

AUSLESE DER AT TRAKTIVSTEN WÄRMESPENDER Für jeden Raum gibt es die richtige Ofenart


ARCHITEKTUR+ÖFEN AUSLESE

Moderne Wohnräume leben von Klarheit: Offene Grundrisse und helle Farben prägen den zeitgemäßen Einrichtungsstil. Wer so wohnt, wünscht sich auch beim Kaminfeuer ein Design ohne Kompromisse. Dafür stehen neue Heizkaminkassetten zur Verfügung, die sich flächenbündig in die Wand integrieren lassen und dabei Wärme und Stil auf elegante Weise vereinen. Oranier

Öfen gestalten Räume Kachelöfen, Grundöfen, moderne Speicheröfen, aber auch Heizkamine und Kaminöfen erleben derzeit eine beeindruckende Renaissance – allerdings nicht nur als nachhaltige und effiziente Wärmequelle. Sie werden zunehmend zum architektonischen Mittelpunkt eines Wohnraums.

I

n einem Zeitalter, in dem natürliche Materialien, authentische Oberflächen und individuelle Wohnkonzepte gefragter sind als je zuvor, setzen besonders handwerklich gefertigte Öfen gestalterische Akzente, die weit über ihre Heizfunktion hinausgehen.

Der Ofen: Ein Möbelstück, das den Raum definiert Wo früher der Ofen als rein funktionales Heizgerät galt, wird er heute als Designelement wahrgenommen. Eine häusliche Feuerstätte schafft Wohnatmosphäre, sie zoniert Räume, verleiht Struktur und wird – ob frei stehend oder architektonisch eingebunden – zum identitätsstiftenden Objekt im Haus. Die besondere Strahlungswärme eines Grund- oder Kachelofens zum Beispiel sorgt für Behaglichkeit auf physischer Ebene, während seine Formensprache eine ästhetische Wärme ausstrahlt, die sich harmonisch in moderne Wohnwelten einfügt. Damit wird er zum Herzstück eines Raumes – emotional, optisch und funktional.

Minimalismus, klare Linien und echte Materialien Kachelöfen von heute sind weit mehr als nostalgische Erinnerungen. Handwerksbetriebe setzen bei der Kachelverkleidung zunehmend auf puristische Designs, geometrische Formen und eine 60


große Bandbreite moderner Farbkonzepte. Glatte Oberflächen, natürliche Strukturen, matte Glasuren oder handgefertigte Einzelkacheln machen jeden Ofen zu einem Unikat.

Design- und Farbvielfalt • Minimalistische, kubische Formen, die perfekt zu einer modernen Architektur passen. • Weiche, organische Rundungen, die Wohnräumen Ruhe verleihen. • Kräftige oder erdige Farbtöne, die entweder deutliche Akzente setzen oder harmonisch mit Naturmaterialien wie Holz, Stein oder Lehm verschmelzen. Das bedeutet: Der Trend geht zu Authentizität und Materialehrlichkeit – denn Design wird zunehmend über echte Stoffe und handwerkliche Präzision definiert.

Gestalterisch knüpft „Sanna“ an die neue Formensprache an: Die ausgeprägte 3-D-Reliefstruktur in Guss verleiht der Oberfläche Tiefe und Präsenz. Die markante, eckige Grundform mit den weich gerundeten Kanten, prägt die klare Linienführung. Erhältlich ist dieser charakterstarke Speicherofen in Schwarz lackiert sowie in Weiß oder, wie hier, petrolblau emailliert. Leda

Der Ofen als langfristiges Designstatement Während viele Designtrends kommen und gehen, schaffen individuell gefertigte Öfen langlebige Werte. Eine häusliche Feuerstätte begleitet Hausbewohner über Jahrzehnte, ist reparierbar, veränderbar und passt sich auf Wunsch sogar neuen Wohnkonzepten an. Anders als kurzlebige Möbel oder technische Geräte bleibt der Ofen über einen langen Zeitraum ein festes, wertiges Element des Hauses – und steigert nicht nur den Wohnkomfort, sondern auch dessen architektonische Ausdruckskraft.

Wärme, Stil und Natur in einem Möbelstück Ein moderner Ofen verbindet Innenarchitektur, Wohntrend und nachhaltige Energiegewinnung auf einzigartige Weise. Er bringt natürliche Materialien ins Haus, schafft Atmosphäre und bildet das gestalterische Zentrum eines Raumes.

Kachelöfen und Kamine sind mehr als reine Wärmespender. Sie schaffen zum Beispiel mit einer prägenden hochwertigen Ofenkeramik – sie wird in traditioneller, handwerklicher Arbeit gefertigt – Atmosphäre und setzen gestalterische Akzente. Dank vielfältiger Formen, Glasuren und Dekore lassen sich individuelle Wohnideen verwirklichen – von klassisch bis modern. Gutbrod

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ARCHITEKTUR+ÖFEN AUSLESE

Ob minimalistisches Designobjekt oder farbintensiver Blickfang – ein handwerklich gefertigter Ofen ist eine Investition in Wohnqualität, Stilbewusstsein und nachhaltige Wärme. Kaminöfen: Ob klassisch, rustikal oder modern, ob mit Stahlblech, Naturstein oder Keramik verkleidet, für jeden Geschmack findet sich das passende Modell. Denn sie sind heute nicht mehr nur reine Heizgeräte, sondern auch Ausdruck von Gemütlichkeit und Lebensstil.

Öfen sollten die Aufgabe erfüllen, nicht als Fremdkörper aufzufallen, sondern Bestandteil der Architektur und des Wohnens zu werden. Moderne Kachelöfen, Kamine und Kaminöfen zählen inzwischen zu den Lifestyle-Objekten und sind integraler Bestandteil des Interior Designs. Liegeflächen, Sitzbänke, integrierte Regale oder Ablagen für Holzscheite oder zusätzliche Beleuchtungselemente machen viele Feuerstätten zu Raumobjekten, Kunstwerken oder sogar zu einem veritablen Möbel.

Der Anspruch „Die Wärme, die sich Ihnen anpasst“ bringt das Versprechen des Produkts auf den Punkt: Der mit Holz oder Pellets zu betreibende „Archie“ ist ein Ofen, der sich an verschiedene Tageszeiten, persönliche Nutzungsgewohnheiten und die Eigenschaften der Räume anpasst. Palazzetti

Hier verbinden sich ein hochwertiges Hybrid-Heizungssystem und erlesenes Design. „Infinity“ vereint die Zweckmäßigkeit von Pellets und das Knistern von Holz in einem Hybridofen. Innovative Technik und die handgefertigte Majolikakeramik zeichnen die Kollektion aus. Piazzetta

Der „600 Art“ ist ein moderner Ofen, der durch sein zeitloses Design und seine hohe Funktionalität besticht. Er bietet einen großzügigen Feuerraum und große Glasscheiben, die eine exzellente Sicht auf die Flammen ermöglichen. Verschiedene Lackfarben, Türgriffe und Fensteroptionen stehen zur Wahl, um den Ofen individuell an den jeweiligen Einrichtungsstil anpassen zu können. Attika 62

Quelle: HKI

Wohnlichkeit und Lifestyle


Wärme mit Ausdauer Design mit Charakter. Kaminofen Polar Neo Vantage W+ mit Speicherstein W+ und edler Natursteinverkleidung in Lavagrau

Technik für deine Familie. www.oranier.com


ARCHITEKTUR+ÖFEN HOLZFEUERUNGEN IM ÜBERBLICK

Foto: Nordpeis

Die richtige Ofenart wählen

Heizkamin Es gibt viele gute Gründe, sich für eine moderne

Heizkamin: Schmuckstück mit viel Feuersicht Optisch ähnelt der Heizkamin einem offenen Kamin, unterscheidet sich aber vor allem darin, dass er mit einem geschlossenen Feuerraum mit großem Sichtfenster auf die Flammen ausgestattet ist. Dieser sorgt für eine umweltgerechte Verbrennung und wenig Emissionen. Zusätzlich können auf Wunsch unterschiedliche Speichervarianten für lang anhaltende Wärme verbaut werden.

Holzfeuerung zu entscheiden: der Wunsch nach natürlicher Wärme, mehr Unabhängigkeit von der Heizung und steigenden Energiepreisen oder aber zur Unterstützung der Wärmepumpe. Kamin- oder Kachelofen, Heizkamin, Küchen-

Kachelofen: Handwerklich errichtet Den Namen verdankt der Ofen den Kacheln, die oft sein Äußeres schmücken. Maßgeblich ist die Kombination eines großen Feuerraumes mit einer relativ kleinen Sichtscheibe, sodass wenig Wärme

herd und Pelletofen bieten exzellente Lösungen für jedes Anforderungsprofil. Wir bieten eine Übersicht der gängigsten Ofentypen.

Foto: Camina

Kachelofen

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Die schönste Wärme für dein Zuhause. Kamine und Öfen schaffen einzigartige Momente Feuer ist seit jeher der Mittelpunkt des Hauses. Ein Ort, wo alle zusammenkommen und die Wärme genießen. Gleichzeitig macht das eigene Feuer unabhängig von Strom, Gas oder Öl. Moderne Öfen und Kamine sind nachhaltige und CO2-neutrale Optionen in hybriden Wärmekonzepten. Alle Infos über moderne Einzelfeuerstätten finden Sie unter ofenwelt.net


ARCHITEKTUR+ÖFEN HOLZFEUERUNGEN IM ÜBERBLICK

Kaminofen direkt in den Raum strahlt, sondern vielmehr den Speicher im Inneren aufheizt. Entweder als Bausatz geliefert oder in aufwendiger Handarbeit gefertigt, werden Kachelöfen individuell vom Ofenbauer errichtet. Beim Warmluftkachelofen ist im Inneren ein Heizeinsatz, der in Verbindung mit einem metallischen Wärmetauscher für schnelle, oder mit einem keramischen Speicher für lang anhaltende Wärme sorgt.

Schornsteine prüfen, bereits stillgelegte Züge reaktivieren oder neue Systeme nachrüsten Wer eine Holzfeuerung plant, denkt oft zuerst an den Kaminofen – und übersieht einen entscheidenden Punkt: den Schornstein. Dabei bestimmt er maßgeblich, welche Feuerstätte überhaupt infrage kommt und wie effizient sie später arbeitet. Wer seine Heizung zur nächsten Heizsaison ergänzen möchte, sollte deshalb frühzeitig die baulichen Voraussetzungen prüfen: Gibt es einen geeigneten Schornstein, lässt sich ein stillgelegter Zug reaktivieren oder ist eine Nachrüstung sinnvoll? Wer jetzt plant, kann Schornsteinfeger und Fachbetrieb rechtzeitig einbinden und gezielt klären, welche Feuerstätte zum Gebäude, zur vorhandenen Heizung und zum gewünschten Wärmebedarf passt.

Quelle: HKI; Foto: Schiedel

Foto: TermaTech

Schornstein-Check

Küchenherd

Der klassische Kaminofen

Pelletofen 66

Foto: La Nordica

Pelletofen: Optimal für die Grundwärme Ein Pelletofen wird mit kleinen, genormten Holzpellets befeuert, die als Sackware erhältlich sind. Die Brennstoffzufuhr erfolgt automatisch: Von einem Vorratsbehälter, der in die Feuerstätte integriert ist, gelangen die Pellets in den Brennraum und werden dort automatisch gezündet. Je nach Größe des Vorratsbehälters und der eingestellten Leistung kann der Ofen mehrere Tage für ange-

nehme Grundwärme sorgen, ohne dass man ihn nachfüllen muss. Bei tiefen Temperaturen heizt das Gerät schnell hoch und schafft eine gemütliche Atmosphäre. Ein Thermostat steuert dabei Brennstoffmenge und Luftzufuhr, um die gewünschte Raumtemperatur zu erreichen. Der Einfluss auf den Betrieb durch den Besitzer ist somit minimal.

Küchenherde: Die Grundversorgung ist gesichert Holzbefeuerte Küchenherde sind nach den neuesten technischen Kriterien konstruiert. Während früher ausschließlich auf Stahlkochplatten gekocht werden konnte, ist die Zubereitung der Speisen heute auch auf pflegeleichten Cerankochfeldern möglich. Mit ihnen lassen sich nicht nur Speisen zubereiten, sie sind auch eine zuverlässige Heizquelle, die unabhängig von der Öl-, Gas- und Stromversorgung wärmt. Selbst bei einem Stromausfall bleiben Küche und Wohnung warm.

Quelle: www.ratgeber-ofen.de

Foto: Cera Design

Kaminöfen werden industriell aus Stahl oder Gusseisen gefertigt. In der Regel sind sie mit einer großen Sichtscheibe ausgestattet, die den Blick auf das Flammenspiel freigibt. Oft sind die Standgeräte mit farbiger Keramik oder Sand-, Kalk- und Speckstein oder Granit verkleidet. Kaminöfen werden in großer Vielfalt angeboten – von rund bis eckig, über stylish bis verspielt und zum Teil sogar mit Backfach. Um die Wärme länger zu nutzen oder um dem geringen Wärmebedarf moderner Wohngebäude gerecht zu werden, bieten sich Kaminöfen mit integrierter Speichermasse an.


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Zeitloses Design, moderne Technik, hochwertige Materialien Der „Polar Neo Vantage W+“ zählt seit vielen Jahren zu den erfolgreichsten Kaminöfen im Oranier-Sortiment. Als echter Evergreen begeistert er mit seiner klaren Formensprache, seiner zuverlässigen Heizleistung und einer Ausstattung, die Komfort und Effizienz perfekt miteinander verbindet. Mit der neuen Natursteinverkleidung in edlem Lavagrau erhält der bewährte Klassiker nun eine besonders elegante Optik. Die fein strukturierte Steinoberfläche unterstreicht den hochwertigen Charakter des Kaminofens und fügt sich harmonisch in moderne wie auch klassische Wohnkonzepte ein.

Auch technisch überzeugend Neben seinem stilvollen Erscheinungsbild überzeugt der „Polar Neo Vantage W+“ mit zahlreichen Ausstattungsdetails. Der serienmäßige Wärmespeicherstein W+ mit rund 36 Kilogramm Speichermasse nimmt die erzeugte Wärme auf und gibt sie auch nach dem Erlöschen des Feuers noch über längere Zeit als angenehme Strah-

lungswärme an den Raum ab. Für eine saubere, effiziente und emissionsarme Verbrennung sorgt die intelligente Primärluftautomatik „airCon“. Das rein mechanische, stromlos arbeitende System regelt die Luftzufuhr temperaturabhängig vom Anheizen bis zum Abbrand und erhöht gleichzeitig den Bedienkomfort sowie den Wirkungsgrad. Klare Sichtscheiben und ein gleichmäßiger Abbrand sind weitere Vorteile dieser Technik.

Hochwertig und vielseitig Massive Gusselemente, eine serienmäßige Holzlegefachtür, der externe Verbrennungsluftanschluss sowie die Zulassung für den raumluftunabhängigen Betrieb runden die hochwertige Ausstattung ab. So verbindet der „Polar Neo Vantage W+“ zeitlose Gestaltung mit innovativer Technik und langlebiger Qualität – und beweist einmal mehr, warum echte Klassiker nie aus der Mode kommen.

1 + 2  Kaminofen „Polar Neo Vantage W+“ in Natursteinverkleidung Lavagrau – auch in anderen Varianten erhältlich.

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Oranier Heiztechnik GmbH Oranier Straße 1, 35708 Haiger Telefon 02771/2630-160 info-heiztechnik@oranier.com www.oranier.com

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ARCHITEKTUR+ÖFEN PROMOTION

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In Deutschland gegossen: Feuerstätten mit Charakter Seit mehr als 150 Jahren wird im ostfriesischen Leer bei LEDA mit flüssigem Eisen gearbeitet. Was als Eisengießerei begann, hat sich zu einem der führenden deutschen Hersteller hochwertiger Feuerstätten entwickelt. Konstruktion, Fertigung und Montage erfolgen bis heute am Stammsitz in Ostfriesland. Vom Gießen der Bauteile bis zur Endmontage entstehen hier Feuerstätten, die traditionelles Handwerk mit moderner Technik vereinen. 68

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Die Basis bildet ein Werkstoff, der den Ofenbau seit Generationen prägt: Gusseisen. Leda stanzt die Bauteile nicht aus Blech, sondern gießt sie aus rotglühendem Eisen. Dadurch entstehen feinste Konturen, außergewöhnliche Formen und formstabile Bauteile. Guss hat eine sehr hohe Wärmeleitfähigkeit, ist besonders formstabil und absolut spannungsfrei. Beim Erwärmen und Abkühlen des Ofens gibt es daher keine lästigen Knackgeräusche.

„KALA“ – Feuer und Architektur Mit seinen vielfältigen Modellvarianten eröffnet der Heizeinsatz „KALA“ zahlreiche Möglichkeiten der Wohnraumgestaltung: von der klassischen Frontsicht über Eck- und Durchsichtvarianten bis hin zur dreiseitigen Panoramasicht. Bei dieser Variante ist das Feuer über Front und Seiten zu sehen und wird zu einem prägenden Element der Wohnarchitektur. Ob als puristische Kaminanlage, mit zusätzlicher Speichermasse oder als individuell geplantes Einzelstück – mit dem Heizeinsatz „KALA“ kann der Ofenbauer Feuerstätten ganz nach den Wünschen des Bauherrn anfertigen.

„TURMA“ – Tradition neu gedacht Seit Generationen steht der Kachelofen für eine besondere Form der Wärmeerzeugung. Moderne Speicheranlagen greifen dieses Prinzip auf und verbinden es mit klarer, reduzierter Gestaltung. Das Herzstück bildet der leistungsstarke Heizeinsatz „TURMA“. Er nutzt die Kraft des Feuers und wandelt das Flammenspiel in lang anhaltende Speicherwärme um. Auf diese Weise entsteht angenehme Strahlungswärme, die noch lange nach dem Erlöschen der Flammen spürbar bleibt.

„MIKA“ – Design mit Profil Schlank, markant und außergewöhnlich: „MIKA“ zeigt, welche gestalterischen Möglichkeiten Gusseisen eröffnet. Seine charakteristische 3D-Struktur verleiht der Oberfläche sichtbare Tiefe. Je nach Lichteinfall entsteht ein lebendiges Wechselspiel aus Licht und Schatten. Mit einer Breite von nur 37 Zentimetern fügt er sich auch in kleinere Wohnräume harmonisch ein.

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„SANNA“ – Massive Speichermasse im nordischen Gewand Mit seiner eckigen Grundform, weich gerundeten Kanten und markanter Rillenstruktur folgt „SANNA“ einer klaren, nordischen Formensprache. Im Inneren arbeitet eine rund 470 Kilogramm schwere Schamotte- und Guss-Speichermasse. Bereits vier Kilogramm Holz sorgen für wohlige Wärme von über zehn Stunden. So verbindet „SANNA“ großzügige Feuersicht, kompakte Grundfläche und außergewöhnliche Speicherleistung.

„EDDA“ – Ikone trifft Hightech Das Design der 1940er-Jahre verleiht dem Kaminofen „EDDA“ seine unverwechselbare Ausstrahlung. Moderne Feuerungstechnik ergänzt die klassische Formensprache und sorgt für hohen Bedienkomfort. Die spezielle Muldenfeuerung mit seitlicher Luftzufuhr unterstützt eine saubere Verbrennung bei reduziertem Holzverbrauch. Zusätzlichen Komfort bietet eine elektronische Heizhilfe mit LED-Signal. Optional steht zudem ein Emissionsminderungsset mit Katalysator zur Verfügung.

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1  „KALA“: Die dreiseitige Panoramasicht eröffnet vielfältige Möglichkeiten für individuelle Kaminanlagen. 2  „MIKA“: Markante 3DStruktur aus Gusseisen und nur 37 Zentimeter breit. 3  „EDDA“: Charakteristische Standfüße, silberne Griffe und hochwertige EmailleOberflächen. 4  „SANNA“: Mit 470 Kilogramm Speichermasse besonders gut für Niedrigenergiehäuser geeignet. 5  „TURMA“: Herzstück moderner Speicheranlagen für lang anhaltende Strahlungswärme.

LEDA Werk GmbH & Co. KG Groninger Str. 10 26789 Leer Telefon 0491/6099-0 info@www.leda.de www.leda.de 69


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Energie aus der Luft Eine „Ecodan“-Luft-Wasser-Wärmepumpe verfolgt ein einfaches Grundkonzept: Energie aus der Umgebungsluft im Haus nutzbar zu machen. Dazu verfügt sie über eine Außen- und eine Inneneinheit, die miteinander verbunden sind. Die Außeneinheit nutzt die in der Luft verfügbare Energie und befördert sie zur Inneneinheit. Das funktioniert auch im tiefsten Winter bei zweistelligen Minusgraden. Aufgrund ihrer besonders effizienten Funktionsweise nutzen „Ecodan“-Wärmepumpen diese Energie besonders gut zur Erzeugung von Raumwärme und zur Trinkwassererwärmung. Der Aufstellort der Außeneinheit wird so geplant, dass die Lüftergeräusche optimal gedämpft werden, beispielsweise hinter Hecken oder Bäumen im Garten. Über einen Kältemittelkreislauf wird die Energie zur Inneneinheit transportiert und in den Heizungskreislauf übertragen. www.mitsubishi-les.com

Sicherheitsfaktor Garage im Blick Ein effektiver Einbruchschutz beginnt bereits bei der Wahl des richtigen Garagentores – denn nicht jedes Modell hält einem Aufbruchsversuch stand. Ein guter Anhaltspunkt für die Sicherheitsleistung eines Bauteils ist die Widerstandsklasse – kurz RC für „Resistance Class“. Diese gibt an, wie lange Bauteile wie Türen und Tore einem Einbruchsversuch standhalten. Für erhöhte Sicherheit sorgt zum Beispiel das Premium-Sektionaltor „ISO 45 Evolution“, das optional in einbruchhemmender Ausführung mit der Widerstandsklasse RC2 erhältlich ist. „Unser Tor mit zertifizierter RC2-Sicherheitsausstattung hält Aufbruchsversuchen zuverlässig mindestens drei Minuten stand – für Gelegenheitstäter ist dies oft eine zu große Hürde“, erklärt André Weyer, Produktmanager von Novoferm. „Wichtig ist zu wissen: Einbruchhemmende Garagentore haben nur dann ihre vollumfängliche Schutzwirkung, wenn sie nach den Angaben des Herstellers fachgerecht montiert werden.“ www.novoferm.de

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Novoferm bietet mehrere Optionen, um Garagentore zum Beispiel per Sprachsteuerung zu bedienen und in ein bestehendes SmartHome-System zu integrieren.


Besser mit unabhängiger Beratung • Modernisierung und Umbau • Energetische Sanierung • Heizungstausch • Altersgerechter Komfort Unsere Sachverständigen bieten individuelle Unterstützung bei Umbau- und Modernisierungsvorhaben. Unabhängig. Kompetent. Vor Ort.

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In Städten ist es im Sommer häufig heißer als im Umland. Dieses Phänomen wird als Wärmeinseleffekt bezeichnet und lässt sich durch gezielte bauliche Wellness-Refugien Maßnahmen entschärfen. Dazu zählen eine sparsame Direkt zu bestellen unter: Versiegelung, begrünte Dächer und eine Stadtplanung, www.renovieren.de/einzelhefte die die Luftzirkulation fördert. Gerade in dicht bebauten Gebieten kann auch die Dachkeramik zu einem spürbar kühleren Umfeld beitragen. 7654_Die_neuen_Baeder_1_8_Quer__91x58.indd 102 05.06.25 16:36 Dies beweist Erlus, einer der führenden Hersteller von Dachkeramik in Deutschland, mit dem „Level RS Cool Roof“. Der innovative Dachziegel zeichnet sich durch Unser Service für die Leser von Althaus modernisieren: eine helle Oberflächenbeschichtung aus, die das SonBestellen Sie Kataloge und Sonderausgaben rund ums nenlicht reflektiert, statt es zu absorbieren. Die hochBauen und Renovieren beim jeweiligen Anbieter oder reflektierende Oberfläche reduziert die Wärmespeichebesuchen Sie die Webseiten. rung, senkt die Gebäudetemperatur und minimiert somit den Hitzestress in den Städten. Die hohe Reflexionsleistung liegt übrigens deutlich über der von herkömmlichen, dunkleren Tondachziegeln. Dies wurde durch Untersuchungen der Hochschule für Technik Stuttgart wissenschaftlich bestätigt. Der weiße Dachziegel trägt somit aktiv zum Klima6,80 € schutz bei und ist eine Rollläden in jeder Form nachhaltige Lösung für und für jeden Winkel energieeffizientes und ONLINE zukunftsorientiertes SCHANZ ROLLLADENSYST E M E G M B H Bauen. BESTELLEN: INFO@SCHANZ.DE www.erlus.com/ www.renovieren.de/einzelhefte W W W. S C H A N Z . D E coolroof SCHÖN | WOHN

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Weniger Wärmeverluste im Winter Energiespartipps sind derzeit sehr gefragt. Dass auch clevere Sonnenschutzlösungen dabei helfen können, die Energiekosten zu senken, beweisen hochwertige Aluminium-Rollläden. Zwischen dem geschlossenen Rollladenpanzer und der Fensterscheibe bildet sich nämlich eine isolierende Luftschicht, die wertvolle Heizwärme im Wohnraum hält. Das spart Geld und schont die Umwelt. Die vielseitigen Beschattungshelfer reduzieren jedoch nicht nur Wärmeverluste im Winter, sondern verhindern auch eine Überhitzung der Wohnräume im Sommer. www.schanz-epr.de

Ferienimmobilien Martin Schneider, Autor der Dossiers „Zufrieden leben in Frankreich“, „Frankreich Wegweiser“ und „Europa Wegweiser“, lebt seit vielen Jahren in Frankreich und beantwortet gern Ihre Fragen. Rufen Sie ihn an unter Telefon 0033/296/369653 oder senden Sie ein Fax an die gleiche Nummer, E-Mail an wegweiser@orange.fr. Mehr Informationen finden Sie auch unter www.coin-sl.com

Arbeitsplatten mit Dekoren

Unter folgendem Link finden Sie diese und weitere Zeitschriften aus unserem Verlagshaus in Printversion: www.bauhelden-media. de/produkt-kategorie/altbau/. Sie suchen darüber hinaus noch weitere Informationen zu Produkten, Herstellern und Anzeigen? Dann geht das ganz schnell: Sämtliche Internet- und E-Mail-Adressen in der Online-Ausgabe sind verlinkt. Einfach draufklicken. Zusätzliche hochwertige Renovierthemen zum Nachlesen finden Sie auf www.renovieren.de sowie Videos in unserem Bauhelden-Kanal auf YouTube.

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Foto: epr/Logoclic

Leser-Service im Internet

Arbeitsplatten vereinen Funktion und Design in einer harmonischen Symbiose und überzeugen noch dazu mit einer ressourcenschonenden Herstellung. Die stoß-, kratz- und abriebfeste Kollektion wird aus PEFC-zertifiziertem Holz gefertigt und umfasst vier Design-Serien, die eine facettenreiche Auswahl an authentischen Holz- und Steindekoren bieten. Von klassischer Eleganz mit edlen Marmoroptiken über natürlich-warme Holznuancen bis hin zu puristisch-cleanen Varianten ist für jeden Wohnstil das passende Dekor verfügbar. www.logoclic.info


Licht passend zur Situation, automatisch gesteuert und flexibel bedienbar: Smarte Lichtsteuerung lässt sich auch in bestehenden Elektroinstallationen nachrüsten – ohne aufwendige Umbauten. Kompakte Aktoren werden unsichtbar hinter vorhandenen Schaltern oder im Leuchtenbaldachin installiert und nutzen die bestehende 230-VoltInstallation. Zusätzliche Leitungen sind nicht erforderlich. Eine solche Nachrüstlösung bieten die „Jung Home Pucks“. Mit dem System lässt sich die Beleuchtung zudem ganz einfach an den Tagesablauf anpassen. www.jung.group/junghome

Adressen Seite 83

Fotos: AI MODIFIED © JUNG

Beleuchtung smart nachrüsten

Sicht- und Wärmeschutz für Giebelfenster!

Foto: epr/Schanz

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en wohl besten und komfortabelsten Sicht- und Wärmeschutz bei frei geformten Dachgiebelfenstern bieten elektrisch nach oben schließende Aluminiumrollläden. Weitere Produktinformationen, praktische Tipps sowie hilfreiche Ratgeber zu den diversen Rollladensystemen finden Sie auf www.homeplaza.de!


Immobilienkauf Fra n zö si s c h - Po ly n e s i e n

Foto: stock.adobe.com, Mark

Polynesien bietet atemberaubende Natur und kristallklares Wasser.

Eine Reise in die Südsee Französisch-Polynesien besteht aus den fünf Hauptinselgruppen: Gesellschaftsinseln, Tuamotu-Archipel, Marquesas, Australinseln und Gambierinseln. Tahiti, die größte Insel, gehört zu den Gesellschaftsinseln und beherbergt die Hauptstadt Papeete. Die Inseln sind vulkanischen Ursprungs und von Korallenriffen umgeben.

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FRANZÖSISCH-POLYNESIEN Französisch-Polynesien ist eines der insgesamt 12 französischen Überseegebiete und liegt mitten im Pazifischen Ozean mit einer Gesamtlandfläche von 4167 Quadratkilometern, die sich auf einer Gesamtwasserfläche von 4 Millionen Quadratkilometern erstrecken, was knapp der Fläche der EU entspricht. Da es kein Überseedepartement (DROM), wie zum Beispiel Réunion, sondern eines der COM (COLLECTIVITES D’OUTRE MER) ist, ist es ein Teil der Französischen Republik, das mit weitgehender Autonomie ausgestattet ist und unterliegt einem besonderen Rechts- und Steuersystem, das sich vom französischen Festland unterscheidet. Es ist außerdem weder Mitglied der EU, noch des Schengenraumes oder der Eurozone. Daher bezahlt man in diesem

Teil Frankreichs mit dem CFP-Franc (XPF). 1 Euro sind knapp 120 XPF. Französisch ist aber dennoch die einzige Amtssprache.

Einreise und Aufenthalt EU-Bürger und Schweizer Bürger benötigen einen Reisepass, der über das Rückreisedatum hinaus noch 6 Monate gültig sein muss, sowie ein gültiges Rückflug- oder Weiterflugticket. Für Aufenthalte bis maximal 90 Tage benötigen Sie kein Visum. Wenn Sie planen, länger als drei Monate in Französisch-Polynesien zu bleiben, benötigen Sie ein Langzeitvisum (LS)/eine Carte de Séjour (CDS), das/die außerhalb(!) von Französisch-Polynesien bei einem französischen Konsulat oder einer französischen Botschaft beantragt werden muss (man kann das Antragsformular für das Langzeitvisum be-


quem von der offiziellen France-Visas-Website herunterladen).

Kauf einer Immobilie Europäische Bürger können in FranzösischPolynesien Immobilien auf die gleiche Weise erwerben wie Polynesier und Franzosen. Nicht-Europäer benötigen jedoch die Genehmigung der lokalen Regierung in Form eines „Certificat d‘Investissement“. Eigentumsbeschränkungen für Ausländer: Traditionelles Land (im Besitz indigener polynesischer Gemeinschaften) unterliegt erheblichen Beschränkungen für ausländisches Eigentum und für Küstengrundstücke können zusätzliche Vorschriften gelten.

Immobilienangebote In Französisch-Polynesien gibt es ein breites Angebot an Immobilien, von Stadthäusern und Villen bis hin zu charmanten Wohnsitzen auf dem Land. Von denen allerdings ein großer Teil auf der Hauptinsel Tahiti angeboten wird. Einige Beispiele: FAA’A TAHITI: Ebenerdiges Haus mit 150 Quadratmeter Wohnfläche und 1800 Quadratmeter Grundstück mit Pool und Bäumen, Wohnzimmer, großer Küche, vier Schlafzimmern und zwei Bädern ab 900 000 Euro. TARAVAO TAHITI: Haus mit 170 Quadratmeter Wohnfläche und 2044 Quadratmeter Grundstück mit Pool und schöner Sicht, Wohnzimmer, großer Küche, vier Schlafzimmern und zwei Bädern, Terrasse ab 430 000 Euro. PAPEETE TAHITI: Duplexhaus mit 120 Quadratmeter Wohnfläche und 460 Quadratmeter Grundstück, Wohnzimmer, großer Küche, drei Schlafzimmern, Büro und zwei Bädern, Terrasse ab 750 000 Euro.

Immobilienerwerb Einige Faktoren, die Sie vor dem Kauf einer Immobilie beachten sollten: Grenzen Sie geografisch ein, wo Sie kaufen möchten und welche Inseln die besten für Sie sind. Schauen Sie nach und kontaktieren Sie einen Makler. Bevor Sie irgendeinen Vertrag unterschreiben, überprüfen Sie die Carte Professionnelle des Maklers (sollte beispielsweise von FNAIM oder CNAB ausgestellt sein). Vereinbaren Sie mit dem Makler eine Besichtigung der Immobilie. Bei Objekten auf Tahiti wird das relativ unkompliziert sein, bei den anderen Inseln könnte es auf Grund der Entfernung und der Anreise mit dem Flugzeug komplizierter werden,

Dieser enthält Einzelheiten zu den zu zahlenden Gebühren, Fristen für den Nachweis Ihrer Finanzierung und etwaige Baugenehmigungsanforderungen. Auch für ausländische Käufer stehen Finanzierungsmöglichkeiten zur Verfügung, allerdings benötigen Sie möglicherweise eine höhere Anzahlung als einheimische Käufer. Üblicherweise beträgt die Anzahlung etwa 10 Prozent des Immobilienwerts, der bei Unterzeichnung des Vorvertrags vom Käufer an den Notar zu zahlen ist. Alle Transaktionen werden in CFP-Francs abgewickelt, der an den Euro gekoppelt ist, obwohl Immobilien häufig in anderen Währungen angeboten werden. Nach erfolgter Prüfung lädt der Notar zur

aber bei wirklichem Kaufinteresse ist die Besichtigung unbedingt notwendig, da Sie dem Notar gegenüber bestätigen müssen, dass Sie die Immobilie gesehen haben. Um sicherzustellen, dass Ihr Immobilienkauf dem französisch-polynesischen Recht entspricht, benötigen Sie einen Notar. Alle Käufergebühren werden an den Notar gezahlt, der Sie bei der Abwicklung des Kaufvertrags unterstützt. Kaufinteressenten müssen zunächst einen „Bon de Visite“ unterzeichnen, um die Besichtigung der Immobilie nachzuweisen. Der nächste Schritt ist die Unterzeichnung eines Vorvertrags, der als Vereinbarung zwischen Ihnen und dem Verkäufer dient.

Unterschrift unter den endgültigen Kaufvertrag ein, dann ist der Rest des Kaufpreises fällig, zuzüglich der mit dem Verfahren verbundenen Gebühren, die im Schnitt 11–12 Prozent des Kaufpreises ausmachen. Dazu kommen noch die Maklergebühren (3–5 Prozent) und die Grunderwerbsteuer, deren Höhe vom Kaufpreis abhängt. Der Immobilienkaufprozess kann mehrere Monate dauern, bringen Sie also etwas Geduld mit. Weitere Informationen unter: https://www. tahititourisme.de; https://lesdeuxpiedsdehors.com/de/leben-in-franzoesisch-polynesien-tahiti; https://www.wohnsitzausland. com/laender/franzoesisch-polynesien

Wenn Sie ein Haus oder eine Wohnung erwerben, sollten Sie sicherstellen, dass Ihr Immobilienkauf dem französisch-polynesischen Recht entspricht. Dafür benötigen Sie einen Notar.

Foto: stock.adobe.com, rouda100

Angebote finden Sie bei einer der Makleragenturen des Landes, wie https://www. aitoimmobilier.com/recherche/vente, https://www.cogep-immo.com/immobilierpolynesie/acheter/vente-maisons-polynesie/, https://www.jeanine-sylvain.com/ vente/maison oder verschaffen Sie sich einen Überblick bei https://www.fnaim.fr/ liste-annonces-immobilieres/17-achetermaison-polynesie-987.htm, https://www.immobilier.pf/ventemaison-tahiti

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Text: Martin Schneider, www.coin-sl.com

Immobiliensuche


R epor t age H i s to r i s c h e s St a d t h a u s

Besuchende der Altstadt von Thun passieren es unweigerlich, wenn sie von der Sinnebrücke her eintreten: das Haus an der Ecke, das den Brückenkopf fasst wie eine Klammer.

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Wie ein Gesamtkunstwerk

Das spätbarocke ehemalige Zunft-

haus mitten in der Thuner Altstadt Foto: Stadt Thun, Patrick Liechti

war stark sanierungsbedürftig. Die Architekten des Büros L2A ließen in Zusammenarbeit mit der Denkmalpflege Schicht für Schicht abtragen. Die Bausubstanz war in einem erbärmlichen Zustand. Heute ist davon nichts mehr zu sehen.

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R epor t age H i s to r i s c h e s St a d t h a u s

Das besondere Grün, das sich aus den alten Tapeten und Wandvertäfelungen ergab, bildet die Leitfarbe der neuen Schreinereinbauten.

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ier Geschosse, ein markantes Walmdach mit starkem Knick, strenge Dachgauben – und eine Erscheinung, die so selbstverständlich wirkt, als hätte sie sich direkt aus dem Boden heraus ergeben. Das ehemalige Zunfthaus zu Oberherren ist kein lautes Haus. Es behauptet sich still und präzise an diesem präsenten Ort und bildet gemeinsam mit dem gegenüberliegenden Haus eine städtebaulich wichtige Torsituation. Auf alten Grundmauern entstand 1749 ein homogener spätbarocker Baukörper, der die Substanz der Vorgänger in sich aufnahm, aber eine neue, einheitliche Form fand.

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Die Aare ist die Achse – und die Sinnebrücke war jahrhundertelang der wichtigste Handelsplatz der Stadt. Mitten drin das Engelhaus.


Dieses Haus war für uns wie eine Packung Überraschungseier. Paul Rossner, Architekt L2A Architekten AG

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R epor t age H i s to r i s c h e s St a d t h a u s Die Wandtäfelung wurde aus Massivholz gefertigt, gestemmtes Täfer in Anlehnung ans Original. Durch die geöffnete Tür ist die farblich auffallende Küche zu erkennen.

Das originale Kassettenparkett im ehemaligen Zunftsaal im ersten Obergeschoss konnte gesichert und wieder eingebaut werden.

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Fotos: Roland Trachsel Fotografie

Das satte Grün bleibt als Farbton an vielen Orten im Haus präsent. Hier beim Treppenaufgang, im Bad und bei der Küchenzeile im ersten Obergeschoss.

Heute heißt es Engelhaus. Der Name verweist auf die Goldschmieddynastie Engel, die das Haus 1866 nach der Zunft-Auflösung erwarb, und bis 1932 bewohnte und betrieb. Seither befindet sich das Haus im Eigentum der Stadt Thun.

Die Entdeckung der Mängel Die Stadt Thun wollte den aufgestauten Unterhalt endlich erledigen und das Haus gleichzeitig umnutzen: aus Laden, Wohnung und Dachboden sollten Ladenlokal im Erdgeschoss, eine 2,5-Zimmer-Wohnung im ersten und eine 4,5-Zim­mer-Maisonette-Wohnung im zweiten Ober- und Dachgeschoss werden. Die Ausgangs­lage schien beherrschbar. Was sich dahinter verbarg, war ein anderes Bild. Das ganze Haus hielt noch aus Zufall. Ein Zustand, der den die Statik überprüfenden Ingenieur erblei­chen ließ. L2A Architekten mussten die Wand komplett ersetzen, und mit ihr alle Böden und das originelle Wandtäfer. Ernüchternd war auch die Erkenntnis, dass die Oberflächen im Haus in einem weitaus schlechteren Zustand waren als erhofft. Die Folge: das Projekt verlängerte sich um ein ganzes Jahr.

Die Frage: Original oder Interpretation? Die größte konzeptionelle Herausforderung war keine technische. Sie war gestalterischer Natur. L2A Architekten entschieden sich für eine Anlehnung ans Vorbild, um atmosphärisch beim hypothetischen Original zu bleiben – aber nicht als historisieren­de Kopie, sondern als zeitgenössische Interpretation. Ein weiterer Ausgangspunkt jeder Entscheidung war die sorgfältige Farbanalyse durch

einen Restaurator. Aus den alten Tapeten und Wandtäfern trat ein sattes Grün hervor. Dieser Farbton blieb präsent. Die Täferwände wurden zweifarbig in feinen Warmgraunuancen gestrichen, die Decken in Weiß. Die Fas­sade erhielt nach dem Vorschlag des Restaurators einen gebrochenen Weißton für den Putz, Sandsteinton für die Gewände und die Eckbossierung, Kupferblech und klassisch grüne Fensterläden. Der Dachstuhl ist der Ort im Haus, wo die histori­sche Substanz unvermittelt zum Vorschein kommt. Kein anderer Raum führt so direkt auf die Anfänge des Hauses zurück, ein handwerkliches Dokument aus der Bauzeit, das keine Ergänzung braucht, um zu wirken.

Helle Maisonette-Wohnung Ein großzügiges Glaslamellen-Dachfenster bringt Licht in den hohen Raum unter dem Walmdach, von der Straße aus nicht einsichtig. Die dazugehörende Maisonette-Wohnung verbindet gehobenes städtisches Wohnen mit dem Erlebnis einer über 275 Jahre alten Tragstruktur über dem Kopf. Auf einen eigenen Außenraum hat die zweistöckige Wohnung zu verzichten. Die 2.5-Zimmer-Wohnung darunter verfügt über helle, großzügige Räume und über einen direkten Zugang zum historischen Gusseisen­ balkon. Das Erdgeschoss behält seine angestammte Nutzung als Ladenlokal; der Keller dient der Technik, Heizung und als Abstellraum. Durch die Stichbogenfenster im Innern fällt der Blick auf die Thuner Altstadt – sie verzieren die Fassade, die das Gesicht des Hauses zur Stadt war und bleibt. Das Engelhaus hat seinen historischen Geist zurückgewonnen, ohne in historisierende Imitation zu verfallen. I

Fakten PROJEKT Stadthaus Thun BAUHERR Amt für Stadtliegenschaften Thun BAUJAHR 1732 BAUMASSNAHME Komplettsanierung DETAILS Vollständige Erneuerung der Haustechnik, kompletter Innenausbau, Glaslamellen-Dachfenster ENERGIEKONZEPT Dach und Fassade optimiert, Stichbogenfenster erneuert, Luft-Wasser-Wärmepumpe ARCHITEKT L2A Architekten AG Untere Gasse 4 CH-3800 UnterseenInterlaken www.l2a.ch

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Vorschau Landhaus aus den 1930er-Jahren Das fast 100 Jahre alte Haus ist geprägt vom englischen Stil, eingebettet in ein großes Grundstück mitten im Grünen. Was zunächst nach einer kleinen Renovierung aussah, entwickelte sich allerdings schnell zu einer umfassenden Sanierung.

SO MACHEN´S ANDERE Foto: Kermi

Foto: Velux

Foto: Zukunft Altbau

Im Gegensatz zu neu gebauten Häusern, die sich im Grunde auch eins zu eins vervielfachen lassen, ist jedes alte Haus ein Unikat – mehr oder weniger wertvoll. Mit dem richtigen Architekten an der Seite lassen sich Traumhäuser entwickeln.

Heizungsmodernisierung

Licht unterm Dach

Flächenheizung

Am 21. Juli 2026 hat die KfW die Förderung umgestellt. Für Eigentümerinnen und Eigentümer, die jetzt eine alte Ölheizung gegen eine Wärmepumpe tauschen möchten, ändern sich die Rahmenbedingungen.

Das Ziel muss es sein, auch an trüben Herbst- und Wintertagen viel Helligkeit mit Hilfe von Tageslicht ins Haus zu holen. Wer unterm Dach wohnt, wird vor allem auf moderne Dachflächenfenster setzen.

Moderne Heizsysteme arbeiten mit niedrigen Vorlauftemperaturen – ideale Voraussetzung, um mit einer Flächenheizung als Verteilsystem über Boden, Wand und Decke möglichst viel Energie zu sparen.

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Foto: Brillux

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Adressen Althaus modernisieren

Impressum Althaus modernisieren Bauhelden Media GmbH & Co.KG, Welfenstraße 19, 70736 Fellbach, Telefon (0711) 5206-1, Redaktion -211 Telefax Redaktion (0711) 5206-307 E-Mail: info@bauhelden-media.de. www.bauhelden-media.de GESCHÄFTSFÜHRUNG: Fabio Schoch CHEFREDAKTION: Kurt Jeni (verantwortlich) REDAKTION: André Schneider, Ute Schwammberger (Assistenz und Lektorat) E-Mail: althaus@bauhelden.media www.renovieren.de STÄNDIGE MITARBEITER: Bernhard Müller, Jürgen Wendnagel ZEICHNUNGEN: Susanne Kronenberg LAYOUT: Dolde Werbeagentur GmbH, 70327 Stuttgart HERSTELLUNG: Anja Groth (Ltg.) ANZEIGEN: Wolfgang Loges (Leitung) E-Mail: loges@bauhelden.media Heike Durz (Mediaberatung) E-Mail: durz@bauhelden.media Tatjana Berger (Anzeigenmanagement) E-Mail: dispo@bauhelden-media.de DRUCK: westermann DRUCK | pva, Georg-Westermann-Allee 66, 38104 Braunschweig VERTRIEB: PARTNER Medienservices GmbH, Julius-Hölder-Str. 47, 70597 Stuttgart ABONNEMENT-SERVICE: Bauhelden Media GmbH & Co. KG, Aboservice, Welfenstraße 19, 70736 Fellbach, Telefon (0711) 5206-301, Telefax (0711) 5206-307, E-Mail: abo@bauhelden.media PREIS: Einzelheft 5,80 Euro (inkl. MwSt.). Direktbestellung im Verlag zuzüglich Versandkosten. Jahresabopreis (6 Hefte) 34,80 Euro inkl. Porto und MwSt. Ausland 42,80 Euro. Mindestbezugszeitraum 1 Jahr. BANKKONTO: HypoVereinsbank IBAN: DE72 670 201 900 025 059 506 BIC: HYVEDEMM489 EG Ust.-Id.Nr.: DE 147 321 116 Die veröffentlichten Beiträge sind urheberrechtlich geschützt. Alle Rechte, insbesondere das der Übersetzung in fremde Sprachen, sind vorbehalten. Nachdruck oder Reproduktion in irgendeiner Form sowie Speicherung und Wiedergabe durch Datenverarbeitungsanlagen, auch auszugsweise, sind nur mit schriftlicher Genehmigung des Verlages gestattet. Das Führen der Zeitschrift im Lesezirkel sowie der Export und Vertrieb im Ausland ist nur mit schriftlicher Genehmigung des Verlages gestattet. Artikel, die mit Autoren-Namen gezeichnet sind, stellen nicht unbedingt die Meinung der Redaktion dar. ISSN-Nummer: 0943-061x Bei Bauhelden Media erscheinen außerdem: bauen., Schwimmbad+Sauna, Bauen & Renovieren, HausbauHelden DM, Kamine & Kachelöfen, küche+architektur, ARCHITEKTUR+KÜCHE, Exklusive TRAUMBÄDER, homes4future, SolarE, ARCHITEKTUR+ÖFEN, Fertighäuser, smartlive. Dazu Supplements wie Wohnungslüftung und weitere Sonderpublikationen Mitglied im BAKA Bundesverband Altbauerneuerung e. V., Berlin

Attika Tel. (0041) 41/7848080 www.attika.ch

Internorm Tel. (0043) 7229/770-0 www.internorm.com

Rainpro Tel. (04131) 9799-0 www.rainpro.de

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Brillux Tel. (0251) 7188-0 www.brillux.de

Jung Tel. (02355) 806-0 www.jung-group.com www.jung.group/junghome

Schanz Tel. (0800) 9005055 www.schanz.de www.rollladen.de

Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) Tel. (06196) 908-0 www.bafa.de Bundesministerium für Wirtschaft und Energie Tel. (030) 18615-0 www.bmwi.de Burg-Wächter Tel. (02335) 965-30 www.burg-waechter.de Camina & Schmid Tel. (05402) 7010-10 www.camina-schmid.de Cera Design Tel. (02421) 12179-0 www.cera.de Deceuninck Tel. (09422) 821-0 www.deceuninck.de Deutsche Energie-Agentur (dena) Tel. (30) 726165-600 www.dena.de Deutsches Institut für Bautechnik (DIBt) Tel. (030) 78730-0 www.dibt.de eQ-3 Tel. (0491) 6008-600 www.eq-3.de Erlus Tel. (08773) 18-0 www.erlus.com www.erlus.com/coolroof FAMA Fassadenmanufaktur Tel. (040) 31795461 www.fassadenmanufaktur. com Gutbrod Tel. (09073) 99750-0 www.gutbrod-keramik.de Hargassner Tel. (0043) 7723/5274 www.hargassner.at HKI – Industrieverband Haus-, Heiz- und Küchentechnik Tel. (069) 256268-0 www.ratgeber-ofen.de

Kermi Tel. (09931) 501-0 www.kermi.com KfW Bankengruppe Tel. (0800) 5399002 www.kfw.de La Nordica Tel. (0039) 0445/804000 www.lanordicaextraflame.com Leda Tel. (0491) 6099-0 www.leda-werk.de Logoclic – Bauhaus Tel. (0621) 39051000 www.logoclic.info www.bauhaus.info

Solarlux Tel. (05422) 9271-0 www.solarlux.com Solarterrassen & Carportwerk Tel. (0800) 1437901 www.premium-solarglas.com Soliday Tel. (0043) 7673/2478-0 www.soliday.eu Steico Tel. (89) 991551-0 www.steico.de Sto Tel. (07744) 57-0 www.sto.de

Miele Tel. (05241) 89-0 www.miele.de

TermaTech Tel. (0045) 87/420035 www.termatech.com

Mitsubishi Electric Tel. (02102) 486-0 www.mitsubishielectric.de www.mitsubishi-les.com www.ecodan.de

Udi Dämmsysteme Tel. (0371) 337138-0 www.udidaemmsysteme.de

Nordpeis Tel. (0046) 3447/890408 www.nordpeis.de Novoferm Tel. (02850) 910-0 www.novoferm.de Oranier Tel. (02771) 2630-0 www.oranier-heiztechnik.de Osmo Tel. (02581) 922-100 www.osmo.de Palazzetti Tel. (0039) 0434/922922 www.palazzetti.de Paradigma Tel. (07157) 5359-1200 www.paradigma.de Pfleiderer Tel. (09181) 28-480 www.pfleiderer.com Piazzetta Tel. (0039) 0423/527-1 www.piazzetta.de

Hörmann Tel. (05204) 915-0 www.hoermann.com

Polizeiliche Kriminalprävention der Länder und des Bundes Tel. (0711) 5401-2062 www.polizei-beratung.de

Intelligent heizen – Wirtschaftsvereinigung Gebäude und Energie (VdZ) Tel. (030) 27874408-0 www.intelligent-heizen.info

Siegenia Tel. (0271) 3931-0 www.siegenia.com

MCZ Tel. (0039) 0434/599555 www.mcz.it/de

Hochschule für Technik Tel. (0711) 8926-0 www.hft-stuttgart.de

Initiative Furnier + Natur Tel. (0 171) 2116 650 www.furnier.de

Schiedel Tel. (089) 35409-0 www.schiedel.com

Umweltbundesamt (UBA) Tel. (0340) 2103-0 www.umweltbundesamt.de Ursa Tel. (0341) 5211-100 www.ursa.de Vaillant Tel. (02191) 18-0 www.vaillant.de Velux Tel. (040) 54707-0 www.velux.de Verband für Dämmsysteme, Putz und Mörtel (VDPM) Tel. (30) 403670750 www.vdpm.info Verband Privater Bauherren (VPB) Tel. (030) 278901-0 www.vpb.de Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) Tel. (030) 25800-0 www.verbraucherzentrale.de www.verbraucherzentraleenergieberatung.de Warema Tel. (09391) 20-0 www.warema.de

Prefa Tel. (036941) 785-0 www.prefa.de

Zierer Tel. (02565) 4471 www.zierer.de

Rademacher Tel. (2872) 933-0 www.rademacher.de

Zukunft Altbau Tel. (0800) 123333 www.zukunft-altbau.de

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