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Althaus modernisieren 02/03-2026

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Althaus modernisieren NO. 2/3 | Februar/März 2026

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Althaus


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Wärmepumpen-Technik

So geht heizen heute  Dachfenster Neue Modelle verbessern den Wärmeschutz und die Wohnqualität

 Schönere Wohnräume Mit neuen Tapeten, Stoffen, Möbeln und Teppichen gegen die Tristesse

 Wintergärten & Glas Mit mehr Tageslicht und Sonne gegen den Winterblues

Energetische Sanierung Neue Dämmung, Fenster und Fassade: Ein Holzhaus wird fit für die nächsten Jahrzehnte

Garten & Außenbereich Flächenzugewinn für Relax-Oase: So entsteht eine neue Terrasse in steiler Hanglage

Blaue Seiten: Alles über die Wasserbehandlung

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Editorial

Liebe Leserin, lieber Leser, kurz vor Redaktionsschluss dieser Ausgabe haben wir nochmals deutlich vor Augen geführt bekommen, warum wir in unseren Breitengraden unbedingt eine funktionierende Heizung benötigen. Eis und Schnee sorgen für frostige Temperaturen, sie haben uns im Moment fest im Griff. Bei uns soll aber eine Heizung nicht nur funktionieren, sie muss auch den Ansprüchen an eine möglichst umweltfreundliche Wärmeerzeugung genügen. Und hier kommt das allseits bekannte „Heizungsgesetz“ ins Spiel, das eigentlich Gebäudeenergiegesetz (GEG) heißt und seit dem 1. November 2020 das geltende Energiesparrecht für Gebäude darstellt, egal ob Altbau oder Neubau. Damit ist das aktuelle GEG für Eigentümer die entscheidende Gesetzesgrundlage in allen Belangen einer Sanierung, also bei den Dämmvorschriften und bei den Regelungen zu alten Heizungen und zum Heizungstausch. Inzwischen ist die GEG-Version von 2020 schon mehrfach überarbeitet worden, die aktuelle Version trat Anfang 2024 in Kraft. Wie sieht die Zukunft aus? Klar ist, dass das neue Gebäudeenergiegesetz – der Name wird wohl auch mal wieder geändert – technologieoffener, flexibler und einfacher werden soll. Vielleicht schafft es die Politik, in den nächsten Monaten für Klarheit zu sorgen, damit Hauseigentümer und Hauseigentümerinnen wissen, was bei einer energetischen Sanierung eines Gebäudes auf sie zukommt. Das betrifft natürlich auch die Richtlinien für mögliche Förderprogramme. Alle reden über die Wärmepumpe – wir auch. Und damit Sie das nötige Basiswissen und gleichzeitig den aktuellen Stand der Technik und der Diskussion bekommen, haben wir unseren Fachautor um einen entsprechenden Überblick gebeten. Ab Seite 48 erfahren Sie alles Wissenswerte inklusive Informationen über die attraktive Zuschussförderung. In eigener Sache: Wir haben unser Magazin „Althaus modernisieren“, wie Sie bereits an der Titelgestaltung gesehen haben, überarbeitet – redaktionell und grafisch. Das neue Layout ist übersichtlicher, noch großzügiger, die Inhalte sind noch klarer strukturiert. Wir tun alles dafür, dass Ihnen das Magazin weiterhin, wie gewohnt, inspirierende Impulse rund ums Umbauen und Modernisieren bietet. Wir hoffen, dass Ihnen die moderne Optik gefällt, in der wir Ihnen künftig unsere gut recherchierten Informationen auf dem gewohnt hohen Niveau liefern werden.

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Foto: casaluz.de

Und jetzt viel Freude beim Lesen unseres Magazins.

www.bauhaus.info

Kurt Jeni, Chefredakteur

Gemeinschaftswerbung der Gesellschaften (vgl. www.bauhaus.info/gesellschaften oder unter Tel. 0621/3905 1000) Gesellschaft für Bau- und Hausbedarf mbH & Co. KG Rhein-Main-Neckar, Bohnenbergerstr. 17, 68219 Mannheim


Inhalt

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BODENBELÄGE IN BESTFORM REPORTAGEN Dachausbau I 08

Eine große offene Traumwohnung

16

Zauberei unter der Schräge

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Historische Ansichten erhalten

Dachausbau II Haus mit Walmdach Dachaufstockung 76

Winzerhaus jetzt lichtdurchflutet

RATGEBER VILLA IN BERLIN WERTHALTIGES BAUWERK

22 4 Althaus modernisieren 2/3 2026

35

Guter Schutz vor Einbrechern

46

Strom selbst erzeugen wird gefördert

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Schlüsseltechnologie: Wärmepumpe

54

Zentrale Holzwärme fürs ganze Haus

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Bodenbeläge: pflegeleicht und robust

LIVING 66

Wohnraumgestaltung: Innentüren prägen den Wohnstil


16

DACHAUSBAU – HELLES AMBIENTE

LIVE VOR ORT 30

Wärmepumpe fürs Hallenhaus

32

Hybridheizung war gewünscht

SERVICE 03

Editorial

06

News & Trends

70

Schaufenster: Für Sie ausgesucht

73

Jahresinhalt 2025

74

Immobilienkauf in Kanada

82

Vorschau

83

Adressen/Impressum

35

WÄRMEPUMPE OHNE FLAMME HEIZEN

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10 SEITEN SPECIAL 2/3 2026 Althaus modernisieren

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Ne ws & Trends

Prämiertes Design Mit durchdachten Lösungen für den Küchenwasserplatz hat Blanco in 2025 die Jury des Red Dot Product Design Awards überzeugt. Mit kompromissloser Funktionalität, klarer Struktur und einer harmonischen Gestaltung bringen die Organisationssysteme von Blanco nicht nur Ordnung in den Spülen-Unterschrank, sondern perfektionieren den gesamten Küchenwasserplatz. Praktische Auszüge, die den Platz im Unterschrank optimal ausschöpfen (Orga Shelf und ausziehbarer Flat Drawer), kombiniert mit multifunktionalen Modulen wie der Universal Bag oder dem Storage Caddy, verbinden zeitloses Design mit maximalem Komfort für den Küchenalltag. www.blanco.de

Links: Platzsparend und darüber hinaus noch multifunktional zeigt sich die Universal Bag, auch als Tragetasche verwendbar. Oben: Hier kommt im Unterschrank rechts der Storage Caddy zum Beispiel für Reinigungsmittel dazu.

83 Prozent der deutschen Haushalte gaben in einer Umfrage in 2025 an, dass die Energiewende wichtig oder sehr wichtig ist. Das sind Ergebnisse des KfWEnergiewendebarometers, für das KfW Research etwa 5000 Privathaushalte in Deutschland repräsentativ befragen ließ. Allerdings sind immer weniger Haushalte bereit, die Energiewende auch durch eigene Aktivität voranzutreiben. Nur 59 Prozent äußerten eine hohe Handlungsbereitschaft, das ist der niedrigste Wert seit Start der Erhebung im Jahr 2018. „Viele einkommensschwache Haushalte stehen unter hohem Kostendruck. Sie haben wenig Spielraum, um in die Energiewende zu investieren. Auch diese Bevölkerungsgruppe gilt es in den Blick zu nehmen, um die bisher breite Zustimmung zur Energiewende und das private Engagement hochzuhalten“, sagt Dr. Dirk Schumacher, Chefvolkswirt der KfW. www.kfw.de

6 Althaus modernisieren 2/3 2026

Foto: E3/DC by HagerEnergy GmbH

Zustimmung zur Energiewende

Preiswürdig Das erst im Oktober 2025 vorgestellte neue Hauskraftwerk „one“ von E3/DC ist zügig mit dem German Design Award 2026 ausgezeichnet worden. Der Rat für Formgebung würdigt damit die gelungene Verbindung von Design und innovativer Energietechnik. Mit dem Produkt hat der Hersteller ein kompaktes und leistungsfähiges Stromspeichersystem mit hohem gestalterischen Anspruch entwickelt. www.e3dc.com


Expertentipp des VPB

Die Prüfung der Wasserleitungen kann im Bestand wichtig sein Seit dem 12. Januar 2026 darf in Deutschland kein Trinkwasser mehr aus Bleileitungen kommen. Dies dient der Gesundheit, insbesondere für Kinder und Schwangere. Das Schwermetall reichert sich im Körper an, kann Krebs erregen sowie sich negativ auf geistige Fähigkeiten und Fortpflanzung auswirken. „Aus diesem Grund haben die Gesetzgeber in der EU und in Deutschland die Bleigrenzwerte in den vergangenen Jahren schrittweise immer weiter heruntergesetzt und zum 12. Januar 2028 ist eine weitere Halbierung vorgesehen“, erläutert Holger Freitag, Vertrauensanwalt des Verbands Privater Bauherren e. V. (VPB). „Aber schon, um den aktuellen Grenzwert einhalten zu können, schreibt die 2023 neu gefasste Trinkwasserverordnung vor, dass bis zum Ablauf des 12. Januar 2026 Trinkwasserleitungen oder Teilstücke aus Blei ausgetauscht oder stillgelegt werden mussten.“

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„Wer wissen möchte, ob sich noch Bleileitungen im eigenen Haus befinden, kann sichtbare Leitungen, etwa im Keller vor und hinter dem Wasserzähler, kontrollieren. Blei ist weicher als Kupfer oder Stahl. Es lässt sich mit einem Messer leicht einritzen oder abschaben und erscheint silbergrau. Auch eine fachgerechte Labormessung des Trinkwassers kann Aufschluss über die Bleibelastung geben. Solche Messungen sind jedoch kostenpflichtig. Vor der Probenentnahme sollte man das Wasser mindestens vier Stunden in der Leitung stehen lassen.

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Auch kleinere Teilabschnitte aus Bleileitungen können in Kombination mit anderen metallenen Werkstoffen zu hohen Bleigehalten im Wasser führen. Deshalb sollte man beim Austausch von Bleileitungen darauf achten, dass dies vollständig geschieht. Unabhängige Bausachverständige wie etwa vom VPB können Klarheit schaffen, ob beziehungsweise wo Handlungsbedarf besteht.

PREFA Aluminiumdächer sind mit rund 17-mal weniger Gewicht im Vergleich zu traditionellen Ziegeldächern eine besonders schonende Lösung für die bestehende Bausubstanz. Seit 1946 steht das Unternehmen für höchste Qualität und Langlebigkeit – produziert in Deutschland, um ein sicheres Zuhause für kommende Generationen zu bieten. Die extreme Widerstandsfähigkeit der Aluminiumdächer macht sie zu einer nachhaltigen Wahl, die nicht nur vor Wind und Wetter schützt, sondern auch den Wert Ihrer Immobilie steigert.

Gut zu wissen: Im hiesigen Bestand können sich lediglich in alten Häusern noch Bleileitungen befinden. In Teilen Bayerns und Baden-Württembergs kommen Bleileitungen schon seit Ende des 19. Jahrhunderts nicht mehr zum Einsatz. In Nord- und Ostdeutschland hingegen wurden Bleileitungen bereichsweise noch bis Anfang der 1970er-Jahre genutzt. Aber längst nicht alle vor 1973 gebauten Häuser sind zwangsläufig davon betroffen. Auch vor 1973 wurden schon häufig andere Werkstoffe verwendet, zum Beispiel Kupfer oder verzinkter Stahl. Häuser, die nach 1973 errichtet wurden, sind ohnehin nicht mehr betroffen.

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„Wenn Vermieter Trinkwasser zur Verfügung stellen, das die Grenzwerte nicht einhält, können sie sich strafbar machen“, sagt Freitag. „Für Eigentümer eines selbst bewohnten Einfamilienhauses sieht die Trinkwasserverordnung zwar beim zuständigen Gesundheitsamt einen Antrag auf Fristverlängerung vor, der vor allem für ältere Nutzer gedacht ist. Aber wenn schon nicht aus Interesse an der eigenen Gesundheit darauf geachtet wird, kein Trinkwasser aus Bleileitungen zu nutzen, sollte der Austausch für Kinder, Enkel, Erben und den Verkaufsfall trotzdem besser unverzüglich erfolgen.“ www.vpb.de


R epor t age Da c h a u s ba u

Präzise gedacht

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Einen seit Jahren leer gestandenen Dachraum verwandelte die Hamburger Innenarchitektin Annette E. Embert in eine große, offene Traumwohnung. Das erforderte auch ein tiefes Verständnis der bestehenden Struktur.

Der zentrale Küchentresen bildet das kommunikative Herz der Wohnung – ein skulpturales Element, das Funktionalität und handwerkliche Präzision verbindet.

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R epor t age Da c h a u s ba u

Beim Blick durch die zweiflügelige Balkontür lässt sich die Beschaffenheit der Außenhaut des im traditionellen Stil gebauten modernen Reetdachhauses ablesen: Das Sichtfachwerk ist mit Backstein ausgemauert. Im Hintergrund: eine Schreibtischnische für Büroarbeiten.

Zentral wichtig war das Lichtkonzept. Punktuell gesetzte Einbauleuchten und dezente Hängeleuchten zonieren den Grundriss und erzeugen ein überaus angenehmes Lichtklima. Die linke, hinzugefügte Stütze ist Fake, aber wichtig für die Raumstruktur. So entsteht eine atriumartige Situation.

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Oben: Kochen, Essen und Wohnen präsentieren sich als zusammenhängendes Raumkontinuum, das über eine großzügige Treppenöffnung mit der oberen Ebene verbunden ist. Links: Auch hier werden die Schrägen dezent für viel Stauraum genutzt.

Das Foto rechts zeigt die Situation, wie sie die Innenarchitektin vorfand. Das Dach war gedämmt, die Abmauerungen stammen von einer früheren Planung. 2/3 2026 Althaus modernisieren

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R epor t age D a c h a u s ba u

Sichtachse mit Blick auf den zweiten Balkon. Die Stahltreppe wurde vor Ort zusammengeschweißt. Das Board grenzt die Sitzlandschaft ab und fungiert auch als Bar.

Oben: Schlafzimmer und Bad lassen sich durch satinierte Glastüren abtrennen. Das neben der Küche angeordnete Weinregal (siehe auch Detailfoto) ist aus Eichenholz geschreinert und verfügt über einen integrierten Kühlschrank. Links: Die abgehängte Decke verbindet den Saunabereich und das Schlafzimmer. Die Tür links führt ins Kinderzimmer. Die eingebauten Schränke sind perfekt an die fast kathedralenartigen Schrägen angepasst. Farbton der Oberflächen: RAL 9016 Verkehrsweiß.

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D

er Ausbau des Dachgeschosses zu einer eigenständigen, großzügigen Wohnung erforderte präzises räumliches Denken und ein tiefes Verständnis der bestehenden Struktur. Ziel war es, den Charakter des Hauses zu bewahren und daraus eine zeitgemäße, klare und atmosphärisch dichte Wohnarchitektur zu entwickeln. Die Fachwerkkonstruktion bildete dabei den konstruktiven Rahmen: unregelmäßige Spannweiten, geneigte Dachflächen und sichtbare Tragelemente bestimmten den Entwurfsprozess. Diese Bedingungen wurden nicht als Einschränkung, sondern als räumliches Potenzial verstanden – als Ausgangspunkt für ein neues, vertikal und horizontal verbundenes Raumkonzept. Die räumliche Idee folgt einer offenen Grunddisposition mit klar definierten Funktionszonen. Kochen, Essen und

Die von den Bauherren gewünschte Offenheit spiegelt sich auch in der Gestaltung der Sauna wider. Annette E. Embert, Innenarchitektin bdia HAK

Die häufig frequentierte, verglaste Sauna bildet das Bindeglied zwischen den beiden Geschossen und nutzt diese Nische perfekt. Der wandbündige Einbau der großen Glasscheibe war äußerst subtil. 2/3 2026 Althaus modernisieren

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R epor t age Da c h a u s ba u

Wohnen bilden ein zusammenhängendes Raumkontinuum, das über eine großzügige Treppenöffnung mit der oberen Ebene verbunden ist.

Auch im Bad wurde um jeden Millimeter gerungen. Zum Einsatz kamen hier wieder Holzwerkstoffplatten in Betondekor. Spiegel vergrößern den Raum.

Sinnliche Materialwahl Die Treppe fungiert als zentrales räumliches Gelenk, um das sich Bewegung, Blickbeziehung und Lichtführung organisieren. Die Gliederung entsteht nicht durch Wände, sondern durch Übergänge, Höhenstaffelungen und Materialwechsel – ein fließender Grundriss, der dennoch Orientierung und Ruhe bietet. Ein besonderer Akzent ist die verglaste Sauna, die als vertikales Bindeglied zwischen den Geschossen fungiert und den architektonischen Anspruch des Projekts verdeutlicht: räumliche Großzügigkeit in Verbindung mit technischer Präzision. Die Materialwahl folgt dem Prinzip der reduzierten, sinnlichen Haptik: geöltes Holz, dunkler Naturstein, satiniertes Glas und feine Metalloberflächen erzeugen eine subtile Tiefe, ohne zu dominant zu wirken.

Herausforderungen gemeistert Das Lichtkonzept war von Beginn an integraler Bestandteil des Entwurfs. Lineare Profile und punktuelle Einbauleuchten inszenieren die Dachgeometrie, betonen Materialübergänge und unterstützen die Zonierung des Grundrisses. So entsteht ein Wechselspiel aus klarer Struktur und wohnlicher Atmosphäre. Die größte Herausforderung lag in der Integration moderner Haustechnik und Dämmung innerhalb der gegebenen Geometrie. Lüftung, Akustik und Klimakomfort wurden so abgestimmt, dass sie den offenen Charakter des Raums nicht beeinträchtigen. Ein Smart-Home-System sowie eine raumakustisch abgestimmte Audiointegration sichern zeitgemäßen Komfort und unterstützen die ruhige, kontrollierte Raumwirkung. Der Ausbau dieser Dachgeschosswohnung versteht sich als präzise Weiterentwicklung des Bestehenden. Durch klare räumliche Organisation, kontrollierte Materialwahl und integrale technische Planung entstand eine Wohnlandschaft, die Offenheit, Ruhe und handwerkliche Qualität vereint – ein Raum, der seine Struktur ernst nimmt und sie zugleich neu interpretiert. I

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Die Dachflächenfenster von Velux lassen sich automatisch öffnen und beschatten. Die beiden zwischen den Deckenscheinwerfern zu sehenden Lautsprecher sind Komponenten der ausgeklügelten, die ganze Wohnung beschallenden AudioInstallation. Für optimale Verrohrung ist die Duschtasse in ein flaches Podest eingelassen. Bodenbelag: Designvinyl.


Fakten WOHNFLÄCHE OG, DG: insg. 350 m2 BAUWEISE Fachwerk, Reetdach, Trockenbau, Dämmstärken nach ENEV, Holzfenster, Velux-Dachflächenfenster, alle tischlerseitigen Einbauten (inklusive Bad und Küche), Stahltreppe und Sauna nach Entwürfen des Innenarchitekturbüros HEIZUNG Gas-Zentralheizung, Fußbodenheizung, Gaskamin: Maestro (www.drufire.com) LICHTPLANUNG LichtJa – Licht und Mehr GmbH 22393 Hamburg Tel. 040/6010414 www.lichtja.de

Fotos: Jan Haeselich, Redaktion: Bernhard Müller

AUDIOINSTALLATION INKLANG Lautsprecher Manufaktur GmbH 20539 Hamburg Tel. 040/180241100 www.inklang.de INNENARCHITEKTUR Embert Raumkonzept Innenarchitektur Dipl-Ing. Annette E. Embert Innenarchitektin bdia HAK Dompfaffenweg 8 22145 Hamburg Tel. 040/6443476 www.embert-raumkonzept.de

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R epor t age Da c h ges c h o s s V i l l a

Zauberei unter der Schräge Im Dachgeschoss wird man jetzt von einer lichtdurchfluteten Galerie empfangen. Das großflächige Fensterensemble am Treppenaufgang setzt sich mit der Lichtlösung „Duo“ links fort. Hier lädt ein Daybed zum Verweilen ein und bietet einen herrlichen Ausblick in den Himmel und die Baumkronen des Gartens.

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Was für eine Verwandlung von „dunkel und eng“ zu „lichtdurchflutet und luftig“ nach Öffnung der Dachgeschossdecke bis zum First und dem Einbau der Lichtlösung „Quartett“ von Velux. Sie kombiniert zwei Dachfenster nebeneinander und erweitert mit einem Zusatzelement die Lichtfläche nach unten. Neben dem enormen Tageslichtgewinn ist dank dieser Dachfensterlösung eine bequem begehbare Höhe im Treppenhaus entstanden.

VORHER: Der Treppenaufgang war sehr dunkel und eng, somit auch wenig einladend.

Als Familie Ibfelt das Dachgeschoss des Hauses kaufte, in dem sie bereits wohnte, träumte sie von einem hellen und modernen Ambiente. Geträumt, getan. Lichtdurchflutete Räume sind heute Realität.

N

ur knapp zehn Kilometer nördlich von Dänemarks Hauptstadt Kopenhagen entfernt liegt das Backsteinhaus der Familie Ibfelt in einer ruhigen Wohnstraße in der Kommune Søborg. Schon einige Jahre hatte das Ehepaar mit ihren zwei Kindern im Erdgeschoss des Hauses gewohnt. Mit dem Heranwachsen der Kinder wünschte sich die Familie zunehmend ein paar Quadratmeter mehr Wohnfläche. Als ihr älterer Nachbar auszog, ergab sich die Möglichkeit, das Dachgeschoss inklusive Spitzboden zu kaufen. Doch um die neuen Räume den Anforderungen der Familie entsprechend zu gestalten, brauchte es etwas mehr als einen Eimer weißer Farbe und eine liebevolle Umgestaltung. „Als wir das Obergeschoss übernahmen, gab es hier oben einen großen Raum mit einer Küche und zwei kleine zusätzliche Zimmer im Spitzboden. Es gab also zwei Ebenen und es

war sehr dunkel“, erinnert sich Jonas Ibfelt. Um die alten, dunklen Zimmer in helle und funktionale Räume zu verwandeln, beauftragten die Ibfelts einen Innenarchitekten. Zwar hatte die Familie bereits ihre konkreten Vorstellungen und Ideen, profitierte dabei jedoch von dem professionellen Blick auf das Modernisierungsprojekt. „Wir wollten ein modernes und helles Haus. Daher war schnell klar, dass wir zusätzliche Fenster einbauen. Der Innenarchitekt zeigte uns einige Lösungen, auf die wir selbst nicht gekommen wären“, erzählt Ibfelt. Im Zuge der Erneuerung des Daches inklusive zeitgemäßer Wärmedämmung spielte folglich der Wunsch nach mehr Tageslicht bei der Renovierung eine zentrale Rolle. Die vorhandenen Fassaden- und kleinen Dachfenster allein hätten nicht für ein helles Dachgeschoss, von dem die Familie träumte, ausgereicht. Ihren Traum setzte die Familie mit insgesamt 15 neuen Dachfenstern konsequent um.

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Wir sind mehr als zufrieden mit dem Umbau und der Entscheidung für mehr Tageslicht durch die zahlreichen Dachfenster. Ehepaar Ibfelt

Durch die zwei neuen Dachfenster über den alten Dachbalken kommt jetzt zusätzliches Tageslicht direkt von oben.

Für das neue Elternschlafzimmer wurde die Decke entfernt und der Raum bis zum First geöffnet.

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Über eine Leiter gelangt man auf die Spielfläche im Spitzboden. Die beiden dort platzierten Dachfenster sorgen nicht nur für viel Tageslicht, sondern ermöglichen ein besonders effektives Lüften unter Ausnutzen des Kamineffektes. Im Sommer am Abend entweicht die heiße Luft oben aus den Fenstern, während im Erdgeschoss kühle Luft durch das offene Treppenhaus nachströmt.

Neue Weite und viel Licht im Treppenhaus Ein Highlight der neuen Velux-Fenster ist die Lichtlösung „Quartett“, die im Treppenaufgang eingebaut wurde. Die Fensterfläche kombiniert zwei Schwingfenster nebeneinander, die um jeweils ein feststehendes Zusatzelement nach unten erweitert werden. Der gesamte Treppenbereich vom Erdgeschoss bis ins Dachgeschoss ist jetzt von Tageslicht erfüllt. Gleichzeitig ist ein fließender Übergang zwischen den beiden Ebenen mit einem einmaligen Panorama-Ausblick entstanden. Die Fensterlösung erfüllt zudem eine praktische Funktion. „Wir hatten das Problem, dass die Stehhöhe im Treppenhaus etwas zu gering war. Die Lösung mit großen Dachfenstern brachte uns viel Licht, was fantastisch ist, aber auch eine begehbare Höhe im Treppenhaus“, so Ibfelt.

Keine Wünsche offen im hellen Dachgeschoss

Drei neue Dachfenster auf der der Straße zugewandten Seite des Hauses sorgen nach der Sanierung des Daches in einem der Kinderzimmer und im Spitzboden für mehr Tageslicht.

Oben angekommen, schließt sich jetzt eine offene Galerie im Dachgeschoss an. Durch Entfernen der Dachgeschossdecke wurde der Raum hier bis zum First geöffnet. Neben dem Treppenaufgang bietet die Velux-Lichtlösung „Duo“ mit zwei Dachfenstern in der beeindruckenden Länge von 1,80 Meter viel Tageslicht und Ausblick aus jeder Position. So lässt sich auch von dem hier platzierten Daybed der Blick in die Umgebung, den Himmel und die Baumkronen genießen – ein Platz, der zum Entspannen und Verweilen einlädt. Von der Galerie aus gelangt man in das Elternschlafzimmer und die beiden Kinderzimmer. Im Schlafzimmer entschied sich das Ehepaar ebenfalls für eine luftige Raumhöhe und ließ die Dachgeschossdecke entfernen. Die alten Dachbalken blieben erhalten und schaffen jetzt einen warmen Kontrast zur sonst modernen Einrichtung. Ergänzend zu den alten Fassadenfenstern sorgen zwei neue Dachfenster über den Dachbalken für Tageslicht von oben. Auch die Kinderzimmer von Tochter und Sohn profitieren von jeweils zwei neuen, fast bodentiefen Dachfenstern der Lichtlösung Duo, ergänzend zu den bestehenden Fassadenfenstern. Damit es nicht zu heiß wird, sind die Dachfenster mit einer transparenten Hitzeschutz-Markise ausgestattet, die die Sonnenstrahlen effektiv von außen abhält, aber trotzdem ausreichend Tageslicht in die Räume lässt. Ein Wabenplissee von innen sorgt für die nötige Verdunkelung zum Schlafen. Über den Kinderzimmern befindet sich ein ausgebauter Spitzboden, der über eine

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Holzleiter erreichbar ist. Hier haben die Kinder zusätzlichen Platz zum Spielen. „Mein Lieblingsprojekt bei der Renovierung war der Spitzboden, denn er wurde zum offenen Spielzimmer mit Fernseher und Playstation umfunktioniert, wo sich die Kinder jetzt gerne aufhalten. Ich finde, dass man die zusätzlichen Quadratmeter dort oben wirklich gut nutzen kann“, erzählt Ibfelt begeistert. Auch im Spitzboden ließ die Familie zwei neue Dachfenster einbauen. „Dadurch haben wir auch hier oben mehr Licht und vor allem eine Möglichkeit zum Lüften, denn im Sommer kann es dort oben sehr heiß werden“, ergänzt Jonas Ibfelt. Durch die Dachfenster kann der sogenannte „Kamineffekt“ genutzt werden, der über die drei Etagen

eine effektive Lüftung ermöglicht. Verbrauchte, warme Luft steigt nach oben und zieht über die Dachfenster ab, während unten frische, kühle Luft aus dem Erdgeschoss nachströmt. So werden die Räume im Sommer abends auf angenehme Weise abgekühlt. Heute ist die Villa in Søborg genauso, wie es sich die Familie Ibfelt erträumt hat. „Wir wollten von Anfang an ein modernes und helles Haus haben. Deshalb war es wichtig, Räume mit viel Licht zu haben. Und ich bin auch froh, dass wir dies durch große Fenster in allen Räumen erreicht haben. Ich würde immer empfehlen, sich bei einem Projekt wie unserem, professionelle Unterstützung von außen zu holen, um alle Möglichkeiten zu nutzen“, resümiert Ibfelt. I

Die alte Dachgaube mit kleinem Balkon wurde im Zuge der Dachsanierung zurückgebaut und durch Dachfenster ersetzt. Durch deren geneigte Lage fällt bis zu dreimal mehr Tageslicht in den Raum als bei den senkrechten Glasflächen in einer Gaube.

VORHER: Auf der Gartenseite waren vor dem Umbau nur drei Dachfenster und eine Gaube mit Austritt auf einen Balkon vorhanden.

VORHER: Auf die vor dem Umbau noch zu sehende Gaube inklusive Balkonaustritt verzichtete die Familie zugunsten von mehr Tageslicht im Dachgeschoss gern.

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Fakten BAUMASSNAHME Einfamilienhaus-Sanierung, Dachgeschoss mit Spitzboden

Mit der Lichtlösung „Duo“ verschmelzen zwei Dachfenster zu einem. Das Plus: erweiterter Ausblick und großer Lichteinfall. Ein idealer Platz zum Lesen und Entspannen im Kinderzimmer.

Fotos: Velux/Christina Kayser

Die zwei neu geschaffenen Zimmer im Dachgeschoss bieten jetzt viel Platz für die beiden Kinder. Zwei zusätzliche Dachfenster ergänzend zu den bestehenden Fassadenfenstern sorgen nun für reichlich Tageslicht.

PRODUKTE Galerie • Lichtlösung Duo: Schwingfenster • 2 x Hitzeschutz-Markise Tageslicht von außen • 2 x Wabenplissee Verdunkelung Treppenaufgang • Lichtlösung Quartett: elektrische Schwingfenster mit Untenelement • Schwingfenster Schlafzimmer • 2 x elektrisch betriebene Schwingfenster • 2 x Wabenplissee Verdunkelung Beide Kinderzimmer • 2 x Lichtlösung Duo: Schwingfenster • 4 x Hitzeschutz-Markise, Tageslicht von außen • 4 x Wabenplissee Spitzboden • 2 x Schwingfenster • 2 x Hitzeschutz-Markise, Tageslicht von außen Alle Fenster in KunststoffAusführung. HERSTELLER Velux, www.velux.de

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