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Erklärung 3/2011

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das Magazin der ERklärung von bern

Weltbank

Widersprüchliche Energiepolitik

# 03 Juni_11

Trotz des Bekenntnisses zur CO2-armen Energieerzeugung, geht ein Grossteil der Weltbankkredite wei ter h in a n fo s s i l e Ener g i ep roj ekte.

Europa diskutiert über Energie, wieder einmal brauchte es dazu eine Katastrophe: Nach Fukushima werden endlich nicht nur technische und wirtschaftliche, sondern auch ethische Fragen angesprochen. Welche Energieversorgung ist sicher, günstig, ökologisch, sozial und gleichzeitig klimaverträglich? Text_Christine Eberlein/Titelbild_fotolia

Im Juli 2011 plant die Weltbank die Verabschie­ dung einer neuen Strategie für Kredite an den Energiesektor. Als Kreditgeber und Versicherer gehört sie zu den grossen Playern im Energie­

geschäft. Sie unterstützt im Süden Energieinfra­ strukturprojekte, die aufgrund der politischen Risiken sonst nicht gebaut werden könnten. Nach Schätzungen der Weltbank haben heute weltweit über 1,4 Mrd. Menschen keinen Zugang zu Strom. Das liegt zum einen an der fehlenden Produk­ tion, an fehlenden Stromnetzen und an schwa­ chen Behörden. Zum anderen auch schlicht an der fehlenden Kaufkraft. So kommt der Strom der meisten Energieprojekte vor allem grossen Roh­ stoff-Unternehmen und transnationalen Firmen zu, was immer wieder zu Interessenkonflikten führt. Denn Kohlekraftwerke, Öl- und Gaspipe­ F or tse tzung>>


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Erklärung 3/2011 by Public Eye - Issuu