

Deutsch–Evangelisch in Finnland
Nachrichten der Deutschen Gemeinde

„Du hast mich gebildet im Mutterleibe. Ich danke dir dafür, dass ich wunderbar gemacht bin; wunderbar sind deine Werke; das erkennt meine Seele.“
Psalm 139, 13bf
Liebe Mitglieder, liebe Freunde und Freundinnen der Deutschen Gemeinde in Finnland, ums Wachsen geht es in dieser Ausgabe unseres Gemeindebriefes. Bis das Gras im Kirchgarten wieder wächst und die Blätter an den Bäumen sprießen, werden noch einige Wochen vergehen. Doch Wachstum meint viel mehr als nur die Natur im Frühling.
Ich denke zum Beispiel an das Wachsen von Freundschaften oder ökumenischer Beziehungen. Die deutschsprachigen katholischen Gottesdienste finden seit diesem Jahr zu einer neuen Uhrzeit und an einem neuen Ort statt — wenn wir dort einmal vorbeischauen, kann unsere Gemeinschaft sich vertiefen. Auch die Tagung der Konferenz der Kirchen in Europa in Helsinki stand im Zeichen der Stärkung der Ökumene.
Wachsen wollen wir auch als Gemeinde. Mit einer neuen Gemeindestrategie machen wir uns gemeinsam auf den Weg in die Zukunft. Und ganz konkret geht es in dieser Gemeindebriefausgabe auch um das Wachsen von Menschen: um Kinder, die bei uns getauft wurden und nun Schritt für Schritt größer werden. Zeichen wie das Taufkleid und das gemeinsame Erinnern an die Taufe — etwa im Tauferinnerungsgottesdienst — machen sichtbar, dass dieser Weg begleitet wird.
Die genannten Themen zeigen: Wachstum bedeutet Entwicklung. Beziehungen werden vertieft, Gemeindearbeit weitergedacht, Kinder entdecken die Welt. Wachsen heißt, neue Möglichkeiten zu ergreifen — und manchmal auch, Altes loszulassen, damit Raum für Neues entsteht.
Wenn der große Stift zum kleinen Stift sagt: „Wachs mal, Stift!“, schmunzeln wir — denn wir wissen, dass der kleine Stift nicht wachsen wird. Ein Wachsmalstift heißt so, weil er aus Farbwachs besteht, nicht weil er wachsen kann. Und doch steckt in diesem Wortwitz eine wichtige Wahrheit: Auch der kleine Stift ist schon ein Wachsmalstift — ganz gleich, ob er noch wächst oder nicht.

Das ist entscheidend: So wie der Wachsmalstift sind auch wir — und alles, was wir betrachten — schon etwas. In allem liegt bereits Gottes „Ja“ zu dieser Welt. Er hat jeden und jede von uns “wunderbar gemacht” und “wunderbar sind seine Werke” (Psalm 139,14).
Vieles wird noch wachsen und sich entwickeln. Und all das ist möglich, weil jede und jeder von uns — wie der kleine Stift — schon „Wachs–mal–Stift“ ist. Gott traut uns zu, uns zu entwickeln und Wachstum zu begleiten.
Dazu wünsche ich uns in diesem Frühling Mut, Kraft, Ausdauer und die Gewissheit, dass Gott mit uns auf dem Weg ist.
Eure Pastorin, Tina Meyn
ABKÜNDIGUNGEN AUS DEN KIRCHENBÜCHERN
TRAUUNG
Heidi Maria Margaretha Erä–Esko, Deutsche Gemeinde, und Emil Alexander Larma, Esbo svenska Gemeinde.
Jessica Charlotte Nilsson, Johannes Gemeinde, und Carl Anton Rythwold Nilsson, Deutsche Gemeinde.
Tinja Sofia Lindgren, Deutsche Gemeinde, und Tim Teodor Basili.
TAUFE
Hans August Akseli Salonen am 14.12.2025.
Hugo Alvar Stiebler am 21.12.2025.
Bianca Kristina Paulig am 10.1.2026.
Edvard Vilho Olavi Stucki am 11.1.2026.
Leonard Karl–Edvard Henn am 17.1.2026.

Wachs mal, Stift !
BEERDIGUNG
Sven–Erik Alexander Weber, geboren am 28.6.1926 in Helsinki (Helsingfors), gestorben am 29.12.2025 in Helsinki (Helsingfors).
Pirkko Kaarina Rohweder geborene Forsten, geboren am 29.2.1932 in Kemijärvi, gestorben am 1.1.2026 in Helsinki (Helsingfors).
Käthe Loreley Taht ehemals Hopia ehemals Tarola, geboren am 22.8.1941 in Helsinki (Helsingfors), gestorben am 9.1.2026 in Helsinki (Helsingfors).
Håkan Wilhelm Romantschuk, geboren am 20.5.1941 in Helsinki (Helsingfors), gestorben am 6.1.2026 in Sipoo (Sibbo).
Ing–Marie Gunilla Schmidt geborene Wikström, geboren am 9.8.1939 in Helsinki (Helsingfors), gestorben am 19.1.2026 in Vantaa (Vanda).
Käthe Marie Zilliacus geborene Schroeder, geboren am 24.5.1929 in Helsinki (Helsingfors), gestorben am 24.1.2026 in Helsinki (Helsingfors).
Mitmachen, mitgestalten, gemeinsam wachsen!
2026 ist ein wichtiges Jahr für unsere Gemeinde. Entscheidungen stehen an, neue Wege werden sichtbar, und viele Weichen für die kommenden Jahre werden gestellt. Umso mehr kommt es jetzt auf Beteiligung an — auf Menschen, die Lust haben, mitzudenken, mitzureden und mitzugestalten.
Ein zentraler Moment dafür ist der Gemeindetag am Sonntag, den 15. März 2026, in Helsinki. Er ist bewusst offen gestaltet: eingeladen sind alle, die zu unserer Gemeinde gehören — und ebenso alle, die neugierig auf unsere Arbeit sind. An diesem Tag geben wir Einblick in die neue Gemeindestrategie, stellen die Arbeit der Gremien vor und schaffen Raum für Austausch, Fragen und neue Ideen. Kurz gesagt: ein Tag, an dem sichtbar wird, wie vielfältig unsere Gemeinde ist — und was möglich wird, wenn viele ihre Gaben einbringen. Eine ausführliche Einladung mit Programm findet sich weiter hinten im Gemeindebrief.
Die neue Strategie der Gemeinde, an der in den vergangenen zwei Jahren rund fünfzig Haupt– und Ehrenamtliche mitgearbeitet haben, zeigt: Vieles ist bereits lebendig, bunt und gewachsen — vor Ort, digital und hybrid. Gleichzeitig gibt es Raum für Weiterentwicklung, etwa durch ein geplantes Jugendgremium sowie neue Beiräte für Kultur und Öffentlichkeitsarbeit, in denen Ideen entstehen und konkret wachsen können. Auch diese Arbeitsfelder werden am Gemeindetag vorgestellt — und laden zum Mitmachen ein.
In dieses Jahr fallen außerdem die KBV–Wahlen 2026. Im November werden in allen evangelisch–lutherischen Gemeinden in Finnland die Kirchenbevollmächtigten gewählt — auch in unserer Gemeinde. Die KBV entscheidet über zentrale Fragen der kommenden vier Jahre. Kandidaturen sind bis 15. September 2026 möglich. Gesucht werden Menschen mit unterschiedlichen Perspektiven und Lebensphasen — ausdrücklich auch Jüngere. Demokratie lebt von Beteiligung, und Gemeinde lebt davon erst recht.
Wachsen bedeutet dabei nicht nur, Verantwortung zu übernehmen. Wachsen braucht auch Zeiten des Innehaltens. Mit dem Aschermittwoch beginnt die Fastenzeit — eine Einladung, Gewohnheiten zu prüfen, neue Perspektiven zu gewinnen und dem Wesentlichen näherzukommen. Ein eigens für unsere Gemeinde entwickelter Fastenkalender begleitet diese Wochen mit täglichen Impulsen und stärkt persönliches wie gemeinschaftliches Wachstum.
Ob Gemeindetag, Strategie, Gremienarbeit, Wahlen oder Fastenzeit: 2026 ist ein Jahr des Wachsens — im Engagement, im Miteinander und im Glauben. Die Zukunft unserer Gemeinde liegt in vielen Händen. Lassen wir sie gemeinsam weiter wachsen.
Zum Titel: Gemeinsam wachsen — die neue Strategie für unsere Gemeinde weiterentwickeln. Jede und jeder wächst dabei auf seine Weise, bringt seine/ihre Gaben ein, und dabei wachsen wir alle zusammen: Zweige wachsen viele aus einem Stamm. Unser Stamm heißt Christus (EG 268)! Grün wird es und schön. Für uns und für andere. Eine Oase des Glaubens und des Miteinanders.
Liebe Gemeindeglieder, habt Ihr Euch schon einmal gefragt, wie Ihr unsere Gemeinde weiterentwickeln würdet? Oder warum keiner von denen, die schon seit Jahrzehnten in den Gremien sitzen, auf die schrecklich gute Idee gekommen ist, die Ihr schon habt?
Nun, wir die dort sitzen, können leider keine Gedanken lesen, aber wir würden die Idee schrecklich gern hören. Nun könnte man die Idee natürlich per Mitgliedseingabe im Gemeindebüro abliefern, aber dieses Jahr gäbe es noch eine deutlich bessere Alternative. Dieses Jahr sind nämlich KBV–Wahlen. Und da können auch die volljährigen konfirmierten Gemeindeglieder kandidieren, denen die gute Idee noch fehlt. Wir freuen uns über jeden Kandidaten und jede Kandidatin. Und ganz besonders über die Jüngeren. Und es ist ja nicht nur die KBV, unser Parlament, zu füllen. Da gibt es noch den Kirchenrat (unsere Regierung), die Direktionen, die Beiräte, die Ausschüsse — also alles, was man in der Demokratie so braucht. Meiner Schätzung nach mit den Suppleanten (Stellvertretern) so 80 Positionen, da gibt es für jeden etwas. Und notfalls kann man noch etwas dazufügen. Auf der Homepage sind die meisten vorgestellt. Und man muss nicht einmal im Großraum Helsinki wohnen — man kann an den meisten Sitzungen übers Internetz teilnehmen.
„Die Kirchenbevollmächtigtenversammlung, kurz KBV, ist unser Parlament.“
In dieses werden alle vier Jahre 15 Mitglieder nebst Suppleanten aus Listen gewählt, die von 10 konfirmierten, volljährigen Gemeindegliedern gegründet werden und dann 1–30 Kandidaten und Kandidatinnen aufstellen. Lieber ein paar mehr als man glaubt gewählt zu bekommen, da bei Verhinderungen aus der Liste des/der Kandidaten/ in nachgerückt wird. Wir hatten schon Listen, deren Kandidatinnen alle gewählt wurden, so dass niemand nachrücken konnte. Jede Liste hat zwei Verantwortliche, die nicht kandidieren dürfen, aber der Rest der Gründungsmitglieder darf. Und wer sich nicht die Arbeit mit der eigenen Liste machen will, kann sich auf der allgemeinen Liste aufstellen lassen, die wir vom Wahlausschuss aus organisieren werden. Die KBV ist Gemeindeparlament, wählt einen Teil der Gremien und hat das

letzte Wort in der Gemeinde, hat aber wenig praktische Arbeit zu tun. Deshalb sind viele KBV–Mitglieder auch in einem oder mehreren der vielen praxisorientierten Gremien tätig. Andererseits wirkt die KBV auch landesweit, da ihre Mitglieder ebenfalls an den Wahlen zur Bistumssynode und zur Kirchensynode teilnehmen. Sie können auch Kandidaten für die Synoden aufstellen. Auch zu den Bischofswahlen unseres Bistums entsendet die KBV unsere Laien–Vertreter. Aber ohne Sondersitzungen sind es nur zwei Sitzungen jährlich. Dazu kommen in den 4 Jahren noch einige Sondersitzungen.
Also Leute, wenn Ihr an der Gemeindearbeit teilnehmen wollt, oder der Meinung seid, etwas könnte besser laufen, schaut Euch das reichhaltige Angebot an Gremien an, meldet Euch im Gemeindebüro und sagt woran Ihr Interesse habt. Im Gemeindebüro gibt es auch die Formulare für die Listen, wenn ihr eine solche gründen wollt.
Mit freundlichen Grüßen!
Alexander Sannemann, E–Mail alexander.sannemann@netti.fi
Alexander Sannemann, seit 38 Jahren ehrenamtlich in der Gemeinde tätig — und davon über 25 in den Gremien.
deutschegemeinde.fi/ entscheidungsfindung
Ihr Lieben,
In diesem Herbst finden in ganz Finnland die Kirchenwahlen statt. In jeder Gemeinde werden die Mitglieder der Kirchenbevollmächtigtenversammlung, kurz KBV, für die nächsten vier Jahre gewählt. Als „Parlament“ der Gemeinde entscheidet die KBV über viele wichtige Themen – von der Gemeindestrategie bis hin zu unseren zahlreichen Aktivitäten, die landesweit stattfinden.

Wer darf mitmachen? Alle konfirmierten oder als Erwachsene eingetretenen Gemeindemitglieder. Was muss ich können? Deutsch! Alles andere kannst du in der Praxis lernen.

Damit die KBV und alle anderen Gremien die bunte Vielfalt unserer Deutschen Gemeinde repräsentieren, brauchen wir vielfältige Freiwillige — nicht nur die „alten Füchse“, die schon „immer“ dabei waren! Es muss übrigens nicht zeitintensiv sein: Die KBV tagt nur etwa dreimal im Jahr, und man kann auch online teilnehmen.
Interessiert? Dann melde dich einfach im Sekretariat, bei unseren Pastorinnen oder gerne auch bei mir. Wir freuen uns auf alle!
Liebe Grüße aus Osthelsinki,
Yann Pfau–Kempf, E–Mail yann.kempf@laposte.net
Gemeindesekretariat, E–Mail deutschegemeinde@evl.fi Telefon +358 (0) 50 532 1975
Herzliche
Einladung zum Gemeindetag in Helsinki am Sonntag, den 15. März ab 11.30 Uhr
Gemeindetag? — Noch nie gehört? Was ist das, und ist das überhaupt etwas für mich? Noch nie gehört… das stimmt möglicherweise, denn bisher gab es in unserer Gemeinde vor allem „Gremientage“. An diesen Arbeitsnachmittagen trafen sich alle, die in den Gremien engagiert sind, also zum Beispiel im Kirchenrat, in der Kirchenbevollmächtigtenversammlung, in der Diakoniedirektion oder im Musikbeirat. In diesem Jahr haben wir uns bewusst für ein neues Format entschieden, zu dem alle eingeladen sind, die zu unserer Gemeinde gehören — und auch alle, die sich für unsere Gemeindearbeit interessieren.
An diesem Sonntag wollen wir Einblick geben in unsere neue Strategie und in die Arbeit der Gremien der Gemeinde. Im Mittelpunkt stehen dabei der Austausch, das gemeinsame Nachdenken und das Entwickeln neuer Ideen für das Gemeindeleben.
Also: Kommt vorbei — ganz gleich, ob ihr schon lange zur Gemeinde gehört und bereits in den Gremien engagiert seid oder ob ihr neu seid. Alle sind willkommen!
Wir beginnen mit einem gemeinsamen Mittagsimbiss um 12 Uhr, der Raum für Begegnung und erste Gespräche bietet. Anschließend ist Zeit zum Diskutieren, Beraten und zum Schmieden neuer Ideen. Alle sind eingeladen, sich einzubringen, Fragen zu stellen und ihre Perspektiven zu teilen. Gegen 13 Uhr gibt es eine Einführung in die neue Gemeindestrategie und danach die Möglichkeit, in die Arbeit der Beiräte, Direktionen und Gremien „hineinzuschnuppern“, Fragen zu stellen und Ideen einzubringen.
Den Abschluss bildet um 17 Uhr ein Gottesdienst mit Liedern aus Taizé, der den Tag besinnlich ausklingen lässt. Sehr gerne können Kinder zum Gemeindetag mitgebracht werden. Es gibt eine Kinder–Spiel–Kreativ–Ecke, und um 17 Uhr sind alle Kinder zur Kinderkirchen–Muskari–Stunde „Kirche und Musik“ mit Cordula und dem KiGo–Team im Gemeindesaal willkommen.
Tina Meyn
Eine Strategie für die Gemeinde mit neuen Ideen: Jugendgremium, Beirat für Öffentlichkeitsarbeit und Beirat für Kultur…
In den vergangenen zwei Jahren haben gut fünfzig haupt– und ehrenamtliche Mitglieder unserer Gemeinde eine Gemeindestrategie erarbeitet. In zehn Kapiteln geht es um wichtige Themenfelder für unsere Arbeit, die wir in den nächsten Jahren weiterentwickeln wollen. Vieles in unserem Gemeindeleben ist bereits vielfältig, bunt und abwechslungsreich — vor Ort, digital oder hybrid. Doch es gibt Bereiche, in denen noch Potenzial und Raum für neue Entwicklungen liegen.
Jugendgremium
Ein wichtiges Aufgabenfeld ist hier die Beteiligung junger Menschen an den Entscheidungsprozessen der Kirchengemeinde. Dazu wollen wir in diesem Jahr ein „Jugendgremium“ gründen. Dazu sind Jugendliche willkommen, die konfirmiert und Mitglieder der Deutschen Gemeinde sind oder sich vorstellen können, dies zu werden. Wer daran Interesse hat, kann sich bei Gemeindepädagogin Nadia Lindfors oder Pastorin Tina Meyn melden.
Darüber hinaus sollen zur Umsetzung der Gemeindestrategie zwei neue Beiräte gegründet werden, denn Beiräte bieten die Chance, dass Ehren– und Hauptamtliche gemeinsam Ideen entwickeln können, die den aktuellen Bedürfnissen unserer Gemeindemitglieder entsprechen. Beiratsmitglied kann jede:r werden, der sich für das jeweilige Arbeitsfeld interessiert und hier seine Gedanken, Ideen und Gaben einbringen möchte.
Beirat für Kultur
In der Deutschen Kirche in Helsinki finden viele Konzerte und kulturelle Veranstaltungen statt. Diese sind ein wichtiges Angebot, um mit der Kirche und der Gemeinde in Kontakt zu kommen. Im Beirat für Kultur wird es darum gehen, wie Kirche und Kultur sich in unserer Gemeinde weiterentwickeln können. Welche Möglichkeiten bieten sich in Zukunft, zum Beispiel für das Konzept der „Offenen Kirche“ bzw. Tiekirkot? Welche Konzerte sind für unsere Kirche besonders interessant? Und wie können wir diese Angebote mit der Gemeindearbeit verknüpfen?
Beirat für Öffentlichkeitsarbeit
Neben dem Beirat für Kultur wollen wir einen Beirat für Öffentlichkeitsarbeit gründen. Hier geht es um Fragen wie: Welche Art Newsletter soll versandt werden und wie oft? Wie soll der Gemeindebrief in Zukunft gestaltet werden, und wie oft sollte er erscheinen? Sind Social–Media–Plattformen für die Gemeindearbeit wichtig? Alle, die Lust haben, an solchen Fragen der Öffentlichkeitsarbeit mitzuarbeiten und vielleicht sogar Erfahrung aus der Medienlandschaft mitbringen, sind eingeladen, in diesem Beirat mitzuwirken.
Auf dem Gemeindetag am Sonntag, den 15. März, werden wir erste Arbeitsgruppen gründen, aus denen sich dann hoffentlich in naher Zukunft die Beiräte entwickeln.
Also: Wer Interesse an Kultur und Öffentlichkeitsarbeit hat, sollte sich den Gemeindetag auf jeden Fall schon jetzt im Kalender notieren.
Unsere Gemeinde in Zahlen: Auszug aus dem Jahresbericht 2025
Wir arbeiten in unserer Gemeinde auf vielen Ebenen: mit Gemeindegliedern in unterschiedlichen Lebenssituationen — in Freud und Leid. Fast täglich finden Veranstaltungen statt: in Helsinki im Gemeindehaus, in Turku oder in den Räumen anderer Gemeinden — Gottesdienste, Konzerte und Feste. Unsere Kirche ist besonders in den Sommermonaten für Touristinnen und Touristen sowie andere Besucherinnen und Besucher geöffnet, sonst eher sporadisch. Zudem beschäftigen wir Praktikantinnen und Praktikanten sowie Zivildienstleistende.
Zahlreiche Gruppen und Kreise, Gremien und Beiräte beraten, entscheiden und gestalten die tägliche Arbeit der Gemeinde. Ohne die vielen ehrenamtlich Engagierten wäre nur ein Bruchteil dieser Arbeit möglich.
Auch unsere Gäste und Besuchenden werden statistisch erfasst — bei Gottesdiensten, Konzerten sowie bei Film– und Gesprächsabenden. So kommt eine ganze Menge Zahlenwerk zusammen, das wir Euch hier kurz vorstellen:
Gemeindeglieder: 2912
Davon im Ausland lebend: 549
Amtshandlungen
Taufen: 20
Trauungen: 22
Verstorbene: 34
Neu zugezogene: 43
Aus der Gemeinde Ausgetretene: 19
Gottesdienste und Andachten
In Helsinki: 82 mit 3940 Besuchenden
In weiteren Gemeindegruppen: 46 (inklusive Weihnachtsliedersingen)
Konzerte: 47 in der Deutschen Kirche mit 5163 Besuchenden
Vermietungen: 76 für Familienfeste (u. a. Trauungen) mit 3967 Besuchenden
Offene Kirche: 3800 Besuchende
Digitale Präsenz
Im vergangenen Jahr wurden 30 Veranstaltungen per Livestream übertragen: 27 Gottesdienste, ein Weihnachtskonzert der Gemeindemusikerinnen und -musiker in Verbindung mit dem traditionellen Weihnachtsliedersingen in der Deutschen Kirche sowie zwei auf Wunsch übertragene Trauergottesdienste.
Die Übertragungen standen jeweils 14 Tage online zur Verfügung und wurden — sowohl zeitgleich als auch im Nachhinein — auf der YouTube–Plattform der Gemeinde insgesamt 4469 Mal aufgerufen.
Darüber hinaus ermöglicht eine moderne Konferenztechnik, dass Sitzungen und Besprechungen hybrid stattfinden können. So ist es möglich, sowohl vor Ort als auch aus der Ferne teilzunehmen, mitzuberaten und mitzuentscheiden — ein großes Plus für unsere Deutsche Gemeinde im ganzen Finnland.
Damit ist die Gemeinde nicht nur vor Ort erlebbar, sondern bleibt auch digital zugänglich — und über räumliche Grenzen hinweg miteinander verbunden.
Erinnern, feiern, weiterwachsen…
Ihr habt euer Kind taufen lassen — wie schön! Jetzt wächst es, fängt an zu krabbeln und zu laufen und seine Welt zu erobern. Es ist wunderbar, die Entwicklung des Babys und der Kinder zu beobachten. Hin und wieder fragt ihr euch vielleicht, wie es jetzt mit dem weiter geht, was in der Taufe begonnen hat. Wie wächst der Glaubenssame, wie spricht man mit dem kleinen Kind über Gott, über seinen Segen. Wie betet man, welche Lieder singt man.
Wir laden alle Familien, die in den letzten zwei Jahren Taufe gefeiert haben, zu einem Tauferinnerungsgottesdienst ein!
Wir wollen gemeinsam singen und beten und uns fragen, was Gottes Segen für unsere Familien und in unserem Leben bedeutet. Zum Gottesdienst sind Kinder und Erwachsene aller Altersgruppen herzlich willkommen. Es darf gekrabbelt, gelaufen, gespielt und erzählt werden. Wir feiern den Gottesdienst im Gemeindesaal und benutzen — wie bei den meisten Taufen — alle drei Sprachen: Deutsch, Finnisch und Schwedisch.
Vi inbjuder alla familjer vars barn har döpts under de senaste par åren till en gemensam familjegudstjänst lördagen den 7.3 kl. 11 i församlingssalen i den Tyska kyrkan. Gudstjänsten ger utrymme för sång och bön och för att fundera över hur Guds välsignelse syns i barnfamiljens och i var och ens vardag och liv. Gudstjänsten är – liksom många av våra dop – flerspråkig. Vi talar tyska, finska och svenska. Efter gudstjänsten är alla hjärtligt välkomna att stanna kvar för kyrkkaffe, saft och kex och för att prata med varandra och lära sig känna.

Herzlich willkommen zum Tauferinnerungsgottesdienst am 7. März um 11 Uhr im Gemeindesaal in Helsinki
Wenn ihr Interesse habt zu kommen, gebt uns gern eine kurze Rückmeldung, damit wir genug Kaffee, Kekse — oder was auch immer — da haben. Falls dann doch etwas dazwischenkommt oder jemand spontan dazukommen möchte, ist das natürlich ebenfalls jederzeit möglich. Wir freuen uns auf einen fröhlichen Vormittag mit euch!
Feiern wir gemeinsam Gottesdienst auf Deutsch und Schwedisch !
Die deutsche Sprache ist das, was uns in der Deutschen Gemeinde verbindet. Wer Bibeltexte auf Deutsch hören möchte, wer sich von einer deutschen Predigt angesprochen fühlt, wem der deutsche Gottesdienstablauf und die Kirchenlieder vertraut sind, der ist bei uns genau richtig!
Deutsch ist in diesem Zusammenhang mehr als Sprache. In unserer Gemeinde gibt es viele, deren Muttersprache Deutsch ist, und sehr viele, die auf Schwedisch oder Finnisch aufgewachsen sind. Ein zweisprachiger Gottesdienst lebt ganz in der deutschen Gottesdienstkultur, nimmt aber gleichzeitig wahr, dass es hin und wieder wichtig sein kann, zwischen den Sprachen und Kulturen zu vermitteln. Das wollen wir tun und laden herzlich ein:
Zweisprachiger, deutsch–schwedischer Gottesdienst mit Diakon Timo Sentzke und Pastorin Päivi Lukkari am Sonntag, dem 8. März um 11 Uhr in der Deutschen Kirche
Nach dem Gottesdienst sind alle herzlich eingeladen, noch beim Kirchkaffee und –saft und Keksen miteinander ins Gespräch zu kommen.
Kutsumme kaikki perheet, joiden lapsia on kastettu viimeisten parin vuoden aikana, yhteiseen perhejumalanpalvelukseen lauantaina 7.3. klo 11 Saksalaisen kirkon seurakuntasaliin. Jumalanpalveluksessa on tilaa laululle ja rukoukselle, sen pohtimiselle, miten Jumalan siunaus näkyy lapsiperheen ja meistä jokaisen arjessa ja elämässä. Jumalanpalvelus on – kuten suuri osa kasteistakin – monikielinen. Puhumme saksaa, suomea ja ruotsia. Jumalanpalveluksen jälkeen meillä on tilaisuus tutustua ja jutella kahvikupin, mehun ja keksien siivittämänä.
Mehr zum neuen Taufkleid der Gemeinde und zu unserer Reihe ‚Kirchenkleider‘ findet ihr im Artikel auf Seite 28 dieses Gemeindebriefes.
Päivi Lukkari, Telefon +358 40 540 8504, E–Mail päivi.lukkari@evl.fi, Nadia Lindfors, Telefon +358 50 354 8683, E–Mail nadia.lindfors@evl.fi
„Kommt! Bringt eure Last!“ — Weltgebetstag aus Nigeria
Am ersten Freitag im März, also am 6. März, treffen wir uns um 18 Uhr zu einem besonderen Gottesdienst im Gemeindesaal. Gemeinsam mit unserer Konfi–Gruppe feiern wir mit Melodien, Texten und Bildern aus Nigeria eine fröhliche Andacht mit vielen unterschiedlichen Beiträgen. Danach essen wir zusammen Köstlichkeiten, die das Küchenteam der Himmlischen Küche mit den Konfis vorbereitet hat. Kurzum: in Verbundenheit mit vielen Christ:innen auf der ganzen Welt, die alle an diesem Freitag den Weltgebetstag feiern, loben wir Gott und leben Gemeinschaft hier bei uns in Helsinki. Herzlich willkommen zu einem fröhlichen Abend mit allen Generationen!
Wer an diesem Sonntagmorgen nicht in der Deutschen Kirche in Helsinki sein kann und auch in der Ferne mitfeiern möchte… wir übertragen zeitgleich im YouTube–Kanal der Gemeinde.
Låt oss fira gudstjänst på två språk !
Hjärtligt välkomna till tysk-svensk gudstjänst på söndagen den 8.3. kl 11 i Tyska kyrkan i Helsingfors.
Det tyska språket är det som förenar oss i vår församling. Men tyska är i det här sammanhanget också mer än bara ett språk. I vår församling finns det många människor som har tyska som modersmål och flera som har vuxit upp med svenska eller finska som modersmål. En tvåspråkig gudstjänst lever helt och hållet i den tyska gudstjänstkulturen, men använder båda språken. Gudstjänsten kommer att firas med diakon Timo Sentzke och församlingspastor Päivi Lukkari.
Den som inte har möjlighet att vara på plats i Tyska kyrkan i Helsingfors denna söndagsmorgon, men ändå vill
fira gudstjänst på distans, kan göra det via vår direktsändning på församlingens YouTube-kanal.
youtube.com / deutschegemeindeinfinnland
Seniorentreffs im Frühling — Begegnung, Musik und Lebensgeschichten
Der Frühling bringt neue Farben, neue Energie und schöne Gelegenheiten zum Zusammensein. Auch in diesem Jahr laden wir herzlich zu unseren Seniorentreffs im Seniorenheim in Munkkiniemi ein. Wir treffen uns jeweils um 14 Uhr und freuen uns auf anregende Nachmittage mit Gesprächen, Musik und gemeinsamen Momenten.
Mittwoch, 18. März
Thema: Musikjubiläen — Stephan Gross stellt Musikerinnen und Musiker vor, die im Jahr 2026 ein rundes Jubiläum feiern, begleitet von Musik zum Kennenlernen oder Wiederhören — Erinnerungen und Entdeckungen inklusive.
Mittwoch, 22. April
Jule, unsere Praktikantin, erzählt von ihrer Zeit als Au–pair–Mädchen in Neuseeland. Eine persönliche Reisegeschichte aus einem fernen Land — mit Eindrücken, Erlebnissen und Begegnungen.
Mittwoch, 20. Mai
Wir begrüßen den Frühling ganz praktisch und genussvoll: mit einer frischen, selbst gemachten Maibowle und guter Gesellschaft.
Euer Diakon Timo freut sich auf eine rege Teilnahme und auf viele fröhliche und gemeinsame Stunden!
Timo Sentzke, Telefon +358 50 594 2498, E–Mail timo.sentzke@evl.fi
Eins, zwei, drei — Meins!
Brotversteigerung für einen guten Zweck am Palmsonntag
Am Sonntag vor Ostern, dem 29. März, feiern wir um 11 Uhr in der Deutschen Kirche einen fröhlichen Gottesdienst für Jung und Alt. Im Anschluss gibt es einen leckeren Mittagsimbiss der Himmlischen Küche für alle im Gemeindesaal, und es findet die traditionelle Brotversteigerung statt. Viele leckere selbstgebackene Brote und auch Kuchen warten darauf, ersteigert zu werden.
Die Aktion gehört zur Palmsonntagstradition unserer Gemeinde und zeigt auf schöne Weise, wie wir uns mit unseren Gaben gegenseitig unterstützen können. Wer backen kann, backt ein Brot oder einen Kuchen; wer mag, ersteigert etwas Leckeres für den Frühstückstisch oder die Kaffeetafel. Und Spaß haben wir auch dabei — denn das höchste Gebot erhält den Zuschlag! Der Erlös der Spendenaktion geht an den diesjährigen Schwerpunkt der Aktion Gemeinsame Verantwortung — mehr dazu auf den nächsten Seiten.
Für alle Kinder und Bastelbegeisterten gibt es nach dem Gottesdienst einen Kreativ–Tisch im Clubraum, an dem bunte Palmsonntagszweige geschmückt werden können. Darüber hinaus können dort Bilder für den Ostermalwettbewerb gestaltet und abgegeben werden — den Aufruf zum Malwettbewerb findet ihr auf den Kinderseiten hier im Heft. Wer Brot oder Kuchen spenden oder Portionen des Gemeindelunchs bestellen möchte, meldet sich bitte bei Küster Tobias Petruzelka oder bei Diakon Timo Sentzke.
Tobias Petruzelka, Telefon +358 50 323 9598, E–Mail tobias.petruzelka@evl.fi
Timo Sentzke, Telefon +358 50 594 2498, E–Mail timo.sentzke@evl.fi

Gemeinsam in der Osternacht
Unsere Kirche ist in der Osternacht von 18 bis 1 Uhr geöffnet — zum Innehalten, Schweigen, Beten und Kerzenanzünden.
Um 22.15 Uhr gehen wir gemeinsam zur orthodoxen Uspenski–Kathedrale nach Katajanokka. Dort feiern wir in ökumenischer Verbundenheit einen Teil der Osternacht, nehmen das Osterlicht mit und entzünden damit unsere Osterkerze.
Gegen 23.30 Uhr feiern wir eine Andacht in der Deutschen Kirche. Im Anschluss kann ein Osterlicht mit nach Hause genommen werden.
Osterkerze 2026 — Licht in der Dunkelheit: Ideen für das neue Motiv gesucht !
„Das Licht scheint in der Finsternis, und die Finsternis hat’s nicht ergriffen.“ — Johannes 1,5
Jedes Jahr in der Osternacht entzünden wir eine neue Osterkerze im dunklen Kirchraum. Das Licht bringen wir in ökumenischer Verbundenheit aus der Osternachtsmesse der finnisch–orthodoxen Gemeinde von der Uspenski–Kathedrale zur Deutschen Kirche. Der Lichtschein ist ein Zeichen dafür, dass Christus den Tod und alle Dunkelheit der Welt überwunden hat. Für uns Christinnen und Christen ist selbst die dunkelste Nacht nicht hoffnungslos, denn für uns gilt Christi Wort:
„Ich bin das Licht der Welt. Wer mir nachfolgt, wird nicht wandeln in der Finsternis, sondern wird das Licht des Lebens haben.“ — Johannes 8,12
Auf jeder Osterkerze sind verschiedene Zeichen und Symbole zu entdecken. Zuerst fallen oft die griechischen Buchstaben ins Auge: Alpha und Omega sind der erste und der letzte Buchstabe des griechischen Alphabets. Sie drücken aus, dass Christus vom Anfang bis zum Ende, von A bis Z, immer und überall mit uns ist — im Leben und im Sterben. (Römer 14,18). Auf jeder Kerze ist außerdem die Jahreszahl des Osterfestes zu finden. Das ist der Grund, warum bis Ostern die Jahreszahl des alten Jahres auf der Kerze stehen bleibt. Und natürlich fehlt auf keiner Osterkerze das Kreuz. Das Zeichen, das ursprünglich für Tod und Ende stand, ist für Christinnen und Christen durch Jesu Auferstehung zum Zeichen des Lebens und der Hoffnung geworden (1. Korinther 1,18f). Neben diesen Grundelementen variieren die weiteren Bilder und Ornamente auf Osterkerzen. Osterkerzen gibt es in vielen Farben und mit unterschiedlichen Motiven in Kirchenläden zu kaufen. Es ist aber auch möglich, die Kerzen selbst zu gestalten — so, wie wir es in den letzten Jahren in Helsinki getan haben. Das ist persönlicher und individueller, und Gemeindemitglieder können so Ideen, Vorschläge oder auch künstlerisches Talent in die Gestaltung der Osterkerze einbringen, die uns dann ein Jahr lang durch alle Gottesdienste begleitet.
In den letzten drei Jahren waren bei uns folgende Motive auf der Osterkerze zu sehen: Efeuranken mit Blättern, Früchten und Blüten im Jahr 2023. Als immergrünes Gewächs ist die Efeupflanze ein Symbol für das ewige Leben. Blüten, Blätter und Früchte stehen für den Kreislauf des Lebens, der mit Christus immer grün bleibt. Olivenzweige mit Früchten im Jahr 2024. Olivenbäume brauchen sehr lange, bis sie Früchte tragen; mehrere Generationen müssen sich um sie kümmern, damit das gelingt — und dafür ist Frieden im Land nötig. Darum, und weil in der Noahgeschichte (Genesis 8) eine Taube einen Olivenzweig als Zeichen des Endes der Sintflut zur Arche zurückbrachte, gelten Olivenzweige als Zeichen des Friedens.
Eine Mohnblüte — vom Samen über das Pflanzenwachstum bis zur vollen Blüte in Rot — im Jahr 2025. Das Samenkorn muss in die Erde fallen und sterben, damit es Frucht bringt (Joh 12,24). So wird es zur Metapher für Tod und Auferstehung Jesu. Durch den Tod entsteht neues Leben, wächst eine neue Pflanze, blüht neues Leben auf — in Rot wie die Farbe der Liebe, denn die Liebe ist stärker als der Tod (Hohelied 8,6).

Hat jemand Ideen für das neue Osterkerzenmotiv in diesem Jahr? Oder auch Lust, diese neue Osterkerze mitzugestalten?
Das Material stellt die Gemeinde zur Verfügung — und selbstverständlich stehen wir auch mit Tipps und Unterstützung zur Seite.
Wir freuen uns über eure kreativen Ideen für die Osterkerze 2026. Wäre es für unsere Gemeinde nicht auch schön, eine Motividee aus Rovaniemi oder einem anderen Ort in Finnland als Zeichen der Verbundenheit auf der Kerze in Helsinki zu sehen? Meldet euch gern aus Nah und Fern bei Pastorin
Tina Meyn mit euren Gedanken.
Tina Meyn, Telefon +358 50 594 2485, E–Mail tina.meyn@evl.fi
Gemeinsame Verantwortung • Gemensamt Ansvar • Yhteisvastuu 2026
— Solidarität zwischen Generationen und über Grenzen hinweg
In den vergangenen Jahren wurde als Spendenziel der großen Aktion der Finnischen Kirche entweder Jugendliche oder Seniorinnen und Senioren gewählt. Es gibt viele Organisationen in Finnland, die besonders mit diesen beiden Gruppen arbeiten und durch ihre Arbeit gesellschaftliche Diskrepanzen sichtbar machen wollen.
Jugendliche brauchen Unterstützung. Sie fühlen sich oft alleingelassen, suchen ihren Platz in der Gesellschaft manchmal sogar mit Gewalt. Sie kommen nicht immer in der digitalisierten Welt zurecht, und wir Erwachsenen — die selbst oft noch mit der Digitalisierung kämpfen und vieles erst erlernen müssen — können ihnen vielleicht gar nicht helfen: Wie ist das eigentlich mit der Künstlichen Intelligenz? Mit den Sozialen Medien? Wie kann ich meinen Jugendlichen helfen, ihren Platz in der Gesellschaft zu finden?
Nun, trotz all dem werden die Probleme der Seniorinnen und Senioren in diesem Jahr besonders hervorgehoben. Die Digitalisierung der finnischen Gesellschaft schreitet immer weiter voran. Bald können Anträge z. B. an Kela nur noch digital gestellt, Arzttermine reserviert und Bankangelegenheiten erledigt werden. Viele, besonders im höheren Alter, können mit dieser Entwicklung nicht mehr mithalten. Auch wenn eine ältere Person sonst noch körperlich und geistig fit wäre, kann es sein, dass man sich im „Digidschungel“ nicht zurechtfindet. Man fühlt sich alleingelassen. Aber nicht nur das. Im heutigen Finnland wird viel darüber diskutiert, wer noch aufgefangen werden kann, wer — wenn krank und allein — noch gepflegt werden kann. Sollen die Kinder für die Pflege der alten und kranken Eltern bezahlen (so wie in Deutschland)? Viele Seniorinnen und Senioren haben das Gefühl, eine Last zu sein. Sie möchten nicht, dass sie ihren eigenen Kindern zur Last fallen. „Die Kinder haben ihre eigenen Sorgen“, sagen viele.


Die Organisation VALLI ry möchte Seniorinnen und Senioren dort auffangen, wo die heutige Gesellschaft nicht mehr hinreicht — sei es bei Digitalisierung, Einsamkeit oder Hilflosigkeit. Die ehrenamtlichen Mitarbeitenden der Organisation möchten helfen, wo es geht, damit niemand mit seinen Ängsten allein zurückbleibt. Es werden offene Treffpunkte eingerichtet, an denen man sich ohne vorherige Terminvereinbarung treffen kann — für Austausch, Freundschaften und alltägliche Fragen. Einen starken Schwerpunkt legt die Organisation auf die sogenannte „suchende Arbeit“, die niederschwellige Kontakte anbietet und aktiv versucht zu helfen. 30 % der Einnahmen erhalten die Gemeinden, 20 % die Organisation VALLI ry. Die andere Hälfte der Einnahmen wird an den Katastrophenfonds der Kirchlichen Auslandshilfe (Kirkon Ulkomaanapu / KUA) weitergeleitet. Dadurch können Menschen in


Kriegs– und anderen Krisengebieten unterstützt werden — etwa durch schulische Ausbildung von Kindern in Flüchtlingslagern oder Hilfe für Familien in Dürregebieten.
Gemeinsam helfen… die Spendenaktionen in unserer Gemeinde
Die diesjährige Aktion Gemeinsame Verantwortung / Yhteisvastuu 2026 wird in unserer Gemeinde von verschiedenen Veranstaltungen begleitet. Über mehrere Wochen hinweg gibt es Gelegenheiten, sich zu beteiligen und durch gemeinsames Feiern, Essen und Musikhören Solidarität zu zeigen — hier vor Ort und über Grenzen hinweg. Wichtige Bausteine der Spendensammlung sind die Kollekten am Estomihi–Sonntag und am Palmsonntag; an beiden Tagen wird zudem ein Gemeindelunch angeboten. Zum Palmsonntag gehört traditionell das Gemeindefest mit Brotversteigerung.
Am 21. März findet außerdem ein Konzert zugunsten der Aktion statt (näher beschrieben im Musikteil)— anschließend lädt ein Kuchenverkauf zum weiteren Unterstützen ein. Jede Spende — ob bei Gottesdienst, Lunch, Konzert oder Gemeindefest — hilft Seniorinnen und Senioren in Finnland ebenso wie Menschen in Krisen– und Katastrophengebieten weltweit.
Dank an alle, die sich beteiligen, mithelfen, mitfeiern und mittragen.

Der Präsident der Republik Finnland, Alexander Stubb, steht als Schirmherr hinter der Spendensammlung Yhteisvastuu — wie es seit Präsident Paasikivi jede Präsidentin und jeder Präsident in ihrer beziehungsweise seiner Amtszeit getan hat. „Lasst uns für diejenigen sorgen, die für uns gesorgt haben.“
Neu im Sammeljahr ist der Yhteisvastuu–Song „Jokainen ihminen on avun arvoinen“ („Jeder Mensch ist Hilfe wert“), eine frische und zeitgemäße Interpretation des unvergänglichen Klassikers von Veikko Lavi. Das Lied wird von der international anerkannten Musikerin Vilma Jää interpretiert.
yhteisvastuu.fi

Gemeindelunch — Köstlichkeiten aus und mit der Himmlischen Küche! Wir laden Euch herzlich zu folgenden Veranstaltungen ein, bei denen nicht nur die Seele, sondern auch der Leib bedacht wird:
6.3., 18 Uhr — Weltgebetstag im Gemeindesaal: Köstlichkeiten aus der Nigeria in Zusammenarbeit mit der Konfi–Gruppe.
15.3., ab 12 Uhr — Gemeindelunch zur Stärkung für den Gemeindetag!
29.3. — Palmsonntag: Gemeindelunch mit Brot– und Kuchenversteigerung zugunsten der Aktion Gemeinsame Verantwortung.
2.4. — Tischabendmahl am Gründonnerstag in der Kirche: ein besonderes Erlebnis. Wir sitzen in der Kirche an Tischen im Mittelgang, feiern Abendmahl wie es die Freunde und Freundinnen Jesu taten und teilen dabei Brot, Trauben, Wein und Käse.
5.4., 9.30 Uhr — Osterfrühstück im Gemeindesaal vor dem Gottesdienst am Ostersonntag: „Bring and share“ Für alle Grundnahrungsmittel ist gesorgt. Darüber hinaus freuen wir uns über Dinge, die für die gemeinsame Tafel mitgebracht werden.
24.5.2026 — Pfingstsonntag: Vorstellungsgottesdienst der Konfi–Gruppe; im Anschluss Gemeindelunch im Gemeindesaal.


„Deine Schritte für eine Frau“
— Wir pilgern an Himmelfahrt
Bis jetzt hat es immer gut geklappt: Das Wetter an Christi Himmelfahrt hat gut mitgespielt, und wir konnten in den letzten Jahren stets bei wunderschönem Frühlingswetter unsere Strecke gehen. Das ist in diesem Jahr hoffentlich genauso!
Wir wollen diesmal zusammen in Tampere pilgern — genauer gesagt in Pyynikki und Tahmela — auf der von der Ortsgemeinde entworfenen Pilgerstrecke (Ringstrecke) bis zum Gemeindehaus Pyynikki. Dort kommen wir am Ende der Wanderung zu einem gemeinsamen Gottesdienst und zum Kirchkaffee zusammen.
Zum ersten Mal wollen wir an der Aktion der Naisten Pankki „Kävele naiselle ammatti“ („Deine Schritte für eine Frau“) teilnehmen. Das heißt: Wir sammeln Spenden von allen, die mitlaufen, sowie von Menschen, die das Projekt sponsern möchten, und überreichen das Geld anschließend der Spendensammlung.
Herzliche Einladung zum gemeinsamen Pilgern am Donnerstag, dem 14. Mai, von 11–17 Uhr, in Tampere !
Treffpunkt: 11 Uhr an der Kirche Aleksanterin kirkko (Pyynikin kirkkopuisto, Pirkankatu, 33210 Tampere)
Ankunft: 15 Uhr Gottesdienst im Gemeindehaus und im Anschluss Kirchkaffee (Pyynikin seurakuntatalo Kisakentänkatu 18, 33230 Tampere)
An– und Abfahrt aus und nach Helsinki erfolgen individuell. Gern unterstützen wir bei der Suche nach Mitfahrgelegenheiten — sprecht uns einfach an.
Die Strecke ist ca. 5 km lang, stellenweise jedoch steil und deshalb physisch recht anspruchsvoll. Proviant bitte aus dem eigenen Rucksack mitbringen. Mehr Information, Anmeldung, und Mitfahrgelegenheiten bei Gemeindesekretärin Anne Breiling, E–Mail anne.breiling@evl.fi, und bei Gemeindepastorin Päivi Lukkari, E–Mail paivi.lukkari@evl.fi.
naistenpankki.fi/ kavele-naiselle-ammatti-lahjoita
750 Jahre Herzensbildung — Ein prägendes Erbe der finnischen
Kirche
Die finnische Kirche und wir als Teil von ihr feiern in diesem Jahr 750 Jahre gelebte Herzensbildung. Der finnische Ausdruck ‚sydämen sivistys‘ beschreibt eine Form der Bildung, die neben Wissen auch Menschlichkeit, Empathie und innere Reife umfasst. Seit 750 Jahren prägt dieser Geist das Denken, Handeln und Zusammenleben der Gemeinschaft — ein bis heute spürbares Erbe, das nun mit einem Jubiläumsjahr gewürdigt wird, das Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft miteinander verbindet.
„Sydämen sivistystä 750 vuotta“ oder 750 Jahre gelebte Herzensbildung…
Selbstverständlich gibt es zu diesem besonderen Jubiläum zahlreiche Veranstaltungen. Weitere Informationen werden laufend online aktualisiert. Es werden Dialoge und Gespräche angeregt. Bereits hervorzuheben ist der Lesetag am Agricola–Tag, dem 9. April 2026 — dem Tag der finnischen Sprache. An diesem Tag wird ein Vorlesetag für Kinder und Erwachsene organisiert.
Um dieses Jubiläum besser zu verstehen und zu würdigen, begeben wir uns nun in die Geschichte der finnischen Kirche. Das Erzbistum Turku wurde vor 750 Jahren, im Jahr 1276, gegründet und markierte den Beginn der öffentlichen Verwaltung, Bildung und Kultur in Finnland. Es ist somit das älteste bis heute bestehende Verwaltungsorgan des Landes. Bereits zuvor gab es den ersten Bischofssitz, der zu Beginn des 12. Jahrhunderts in Nousiainen (in der Nähe von Turku) gegründet wurde. Dieser wurde um das Jahr 1250 nach Turku verlegt. Das Domkapitel Turku wurde schließlich im Jahr 1276 gegründet. Nach der Reformation im Jahr 1554 wurde die Diözese Viborg gegründet, und die östlichen Gemeinden dieser Diözese wurden dem Erzbistum Turku zugesprochen. Bis weit ins 19. Jahrhundert hinein gehörten zwei Drittel aller Gemeinden zur Diözese Turku und wurden vom Domkapitel Turku verwaltet. Somit fungiert das Domkapitel seit 750 Jahren als Führungsgremium und Herz und Seele der finnischen Kirche.

Nun wollen wir auf die Errungenschaften des Domkapitels eingehen. Wir gehen hier nicht näher auf die wechselseitige Abhängigkeit zwischen Kirche und König im Mittelalter ein, können aber festhalten, dass das Domkapitel Turku bei der Gründung Finnlands im 13. Jahrhundert ein äußerst wichtiges „Werkzeug“ war. Erwähnt werden sollte auch, dass politische Reformen ebenfalls eng mit der Botschaft der Kirche verbunden waren und die Domkapitel Teil der kirchlichen Hierarchie waren. Die Kirche wiederum war im gesamten mittelalterlichen Europa eine politische Großmacht. Im Mittelalter verwaltete das Domkapitel ein Gebiet, das fast ganz Finnland umfasste, und war zudem Zentrum von Bildung, Schriftlichkeit, Archivwesen und Personalausbildung. Darüber hinaus verfügte es über eine Gerichtsbarkeit und trug so zur Ordnung im Land bei. Es behandelte eine Vielzahl rechtlicher Angelegenheiten, beispielsweise Teile des Eherechts, und hatte somit Einfluss auf die sozialen Normen. Ein ganz wichtiger Aspekt war die formale Bildung. Die ersten Schulen wurden von der Kirche gegründet, darunter die Kathedralschule in Åbo (schwedisch für Turku), die im Jahr 1276 vom Domkapitel gegründet wurde und somit in diesem Jahr ihr Jubiläum feiert. Der Unterricht, der sich an angehende Priester, Kantoren, Kirchenschreiber und Verwaltungsbeamte richtete, umfasste die Fächer Latein, Grammatik, Rhetorik, Dialektik, Arithmetik, Geometrie und Musik. Man kann diese Domschule als die Keimzelle des finnischen Bildungswesens bezeichnen. Zudem diente sie als Grundlage für die im Jahr 1640 gegründete Akademie. Dabei wurden die unteren Klassen der Domschule als Schule weitergeführt, während die höheren Klassen in die neue Universität integriert wurden. Durch diese lange Zeit einzige höhere Bildungseinrichtung formte das Domkapitel somit auch die politische Infrastruktur Finnlands, bevor es eine weltliche Verwaltung gab.

Auch die Entwicklung des Gesundheitswesens wurde von der Kirche initiiert. Im Mittelalter war das Gesundheitswesen nicht staatlich, sondern kirchlich organisiert. Das Domkapitel war der Hauptträger der medizinischen Versorgung. Es hatte die Aufsicht über kirchliche Pflegeeinrichtungen wie Hospitäler, Herbergen und Armenhäuser. An der Domschule wurde nicht nur Basiswissen, sondern auch die Kirchenlehre — also die sozialen Pflichten gegenüber Kranken — vermittelt. Das Domkapitel verwaltete Stiftungen zugunsten Kranker und prägte den Umgang mit Krankheit durch kirchliche Hygiene– und Moralvorschriften. Es war auch für die gesundheitsbezogene Seelsorge sowie die Archivierung und Weitergabe von medizinischem Wissen verantwortlich. Mit der schwedischen Reformation unter Gustav Vasa im Jahr 1572 wurde das Domkapitel Turku nicht aufgelöst, sondern als lutherisches Leistungsorgan weitergeführt. Seine neue Aufgabe war die Unterstützung der lutherischen Gelehrsamkeit. In diesem Zusammenhang ist Mikael Agricola (1539–1548) als Rektor und Begründer der finnischen Schriftsprache zu nennen. Die finnische Schriftsprache verbreitete sich beispielsweise durch Bibelübersetzungen, Katechismen und Gesangbücher. Anzumerken ist, dass ohne diese Volksbildung, durch die die Menschen das Lesen der Bibel lernten, vieles anders verlaufen wäre. Die Kirche hatte eine entscheidende Bedeutung — nicht nur für die Religion und den christlichen Glauben, sondern auch für Kunst, Musik und die Entstehung der finnischen Kultur. Darüber hinaus stand das Domkapitel über seine Kleriker mit Schweden, Deutschland und Rom in Austausch. So gelangten europäische Kulturrichtungen wie Gotik, Renaissancefrömmigkeit und Musiktraditionen nach Finnland. Zusammenfassend kann man sagen, dass Turku und insbesondere das
Domkapitel bis 1809 das kulturelle und gesellschaftliche Zentrum Finnlands waren — administrativ, akademisch und religiös.
Im Jahr 1809 wurde Finnland ein autonomes Großfürstentum. Im Jahr 1817 wurde der Turkuer Bischof Jacob Tengström zum ersten Erzbischof von Turku und ganz Finnland ernannt, wodurch das Domkapitel Turku zum kirchlichen Machtzentrum des gesamten Großfürstentums Finnland wurde. Die Kirche — und somit das Domkapitel — bewahrten die finnische Literaturtradition (Agricola, biblischer Sprachgebrauch), die lutherische Bildung, die soziale und kulturelle Ordnung sowie das lutherische Ethos in Verwaltung und Gesellschaft. In einer Zeit der politischen Neuorientierung wurde das Domkapitel zum Träger finnischer Kontinuität — stärker noch als jede weltliche Institution.
Seit 1917 fungiert das Domkapitel als eine Art kirchliche Personal– und Verwaltungsbehörde und ist bis heute ein moralischer und kultureller Orientierungspunkt. Es nimmt aktiv an gesellschaftlichen Debatten teil, wirkt in Netzwerken mit und trägt „zur Verwirklichung von Glauben und Liebe“ im öffentlichen Raum bei. Es ist das administrative, geistliche und symbolische Zentrum der evangelisch–lutherischen Kirche Finnlands und somit eine kulturell prägende Kraft im finnischen Gemeindeleben und in der nationalen Kirchenidentität.
Unsere Welt hat sich im Laufe der Jahrhunderte in vielerlei Hinsicht zum Besseren entwickelt und verändert, und der Beitrag der Kirche zu dieser Entwicklung war und ist immer noch von unschätzbarem Wert. Die Herausforderungen, vor denen unsere Seelen stehen, sind bekanntlich ewig. Und unsere Herzen brauchen auch im Jahr 2026 ebenso wie in den kommenden Jahrzehnten und Jahrhunderten eine Herzensbildung.
Norbert Erdmann
Alle Informationen und das vollständige Veranstaltungsprogramm finden sich auf den Webseiten der Finnischen Kirche im Internet.
evl.fi/ tietoa-meista/ kirkko-mukana-yhteiskunnassa/ 750-vuotisjuhla/
Sommer, Kirche, Job — passt!
Schon seit vielen Jahren möchten wir unseren Jugendlichen Sommerjobs in unserer Gemeinde anbieten. Damit soll die Möglichkeit zu einem „Erstjob“ geschaffen werden, der grundlegende Erfahrungen rund um das Arbeiten vermittelt: Pünktlichkeit, Gewissenhaftigkeit, aber auch arbeitsrechtliche Aspekte wie Bewerbungsschreiben, Vorstellungsgespräche, Arbeitsvertrag, Steuerkarte und natürlich die Gehaltszahlung.
In der Praxis handelt es sich in diesem Jahr um ein– bis zweiwöchige Jobs: Während der Schulferienzeit soll die Kirche werktags für ausländische Touristinnen und Touristen sowie andere Besucherinnen und Besucher geöffnet sein. Unsere jungen Sommerarbeiterinnen und Sommerarbeiter betreuen die Kirche, erklären bei Bedarf etwas über das Gebäude oder die Gemeinde, übernehmen einfache Aufgaben der Touristeninformation und stehen als Ansprechpersonen zur Verfügung. Wer möchte, kann sich außerdem an einem kleinen Sommercafé beteiligen, im Garten mitarbeiten oder einfache Aufgaben in der Gemeindearbeit übernehmen.
Dieser Sommerjob wird pro Person nur einmal vergeben — bewerbe Dich bis spätestens zum 10. April 2026.
Wann: während der Schulferien im Sommer, 1.6.–7.8.2026
Dauer: 1–2 Wochen
Wer: Jugendliche im Alter von 16 bis 18 Jahren
Was: werktags von 10 bis 16 Uhr Aufsicht in der Kirche, Betreuung von Besucherinnen und Besuchern
Bezahlung: 250 Euro pro Woche
Bewerbungen: bis Freitag, den 10.4.2026, per E–Mail an die Gemeindesekretärin Anne Breiling
Bewerbungsgespräche: Ende April 2026, Einarbeitung im Mai
Kontakt: Anne Breiling, E–Mail anne.breiling@evl.fi oder Jugendarbeiterin Nadia Lindfors, E–Mail nadia.lindfors@evl.fi

Jetzt anmelden zur Familienfreizeit am
See…
Vom Freitag, den 8.5., bis Sonntag, den 10.5., heißt es wieder: „Auf ins Abenteuer!“ Im Freizeitheim in Janakkala, das wunderschön direkt am See liegt, werden wir… singen, spielen und Spaß haben! … in der Sauna schwitzen und — wer mutig ist — schon in den See springen! … nette Leute treffen, interessante Gespräche führen, Andachten feiern. … basteln und kreativ sein, Fußball spielen, Freizeit genießen und vielleicht sogar schon ein Lagerfeuer entzünden und Stockbrot backen.
„Auf ins Abenteuer!“ — Familienfreizeit im Mai
Wir beginnen am Freitag mit dem Mittagessen II (päivällinen) gegen 17 / 17.30 Uhr. … es ist kein Problem, erst später anzureisen. Eure Anreisezeit kann auf dem Anmeldeformular vermerkt werden. Am Sonntag endet die Freizeit mit dem Mittagessen I (lounas) um 12 Uhr. Dazwischen gibt es jede Menge zu erleben. Wir spielen, basteln und beschäftigen uns in verschiedenen Altersgruppen — zum Teil alle gemeinsam oder auch in gemischten Gruppen. Es wird bunt und lustig, wild und tiefsinnig.
Eingeladen sind alle Familien aus ganz Finnland. Ob mit einem oder zwei Elternteilen, mit einem oder vielen Kindern. Kinder und Jugendliche ab 13 Jahren haben zum Teil ein eigenes Programm oder können als Teamer:innen in den anderen Gruppen mithelfen. Über die Interessen der möglichen Teamer:innen setzen wir uns Ende April mit den Angemeldeten in Kontakt. Anmeldung: Geht direkt und ganz einfach über den QR–Link auf der Website der Gemeinde.
Anmeldeschluss ist der 19. April.
deutschegemeinde.fi/ veranstaltungen




Wenn mindestens eine Person aus eurer Familie Mitglied der Deutschen Gemeinde in Finnland ist, kostet die Teilnahme an der Familienfreizeit: Erwachsene 100 Euro, 1. Kind 60 Euro, jedes weitere 50 Euro.
Bitte beachten: Die Person, die Gemeindemitglied ist, muss nicht selbst an der Freizeit teilnehmen. Wenn keine Person eurer Familie Mitglied in unserer Gemeinde ist, bitten wir um einen einmaligen Zusatzbeitrag von 30 Euro.
Ganz wichtig! Die Teilnahme soll nicht an den Finanzen scheitern. Es ist unkompliziert möglich, einen Zuschuss zu beantragen. Ihr könnt euch mit Fragen dazu direkt an unseren Diakon Timo Sentzke wenden. Noch Fragen? Dann meldet euch gerne und bitte direkt bei Gemeindepädagogin Nadia Lindfors und Pastorin Tina Meyn.
Wir freuen uns auf die Abenteuer–Familienzeit mit euch!
Timo Sentzke, Telefon +358 50 594 2498, E–Mail timo.sentzke@evl.fi
Nadia Lindfors, Telefon +358 50 354 8683, E–Mail nadia.lindfors@evl.fi
Tina Meyn, +358 (0)50 594 2485, E–Mail tina.meyn@evl.fi
Deutschsprachige katholische Messe — Begegnung und Gemeinschaft in Lauttasaari
Es gibt sie — die Gruppe der deutschsprachigen Katholiken in Helsinki. Die Gruppe ist klein, aber der harte Kern trifft sich regelmäßig zu einer deutschsprachigen Messe mit anschließendem Kirchkaffee.
Die Messen finden einmal pro Monat statt, und zwar an jedem ersten Samstag im Monat um 18 Uhr.
Katholische Messen auf Deutsch in Lauttasaari in der Jacobus–Kirche, Myllykallionrinne 1, Lauttasaari, Helsinki
Weitere Informationen gibt es auf den Internetseiten der Pyhän apostoli Jaakobin kirkko — Pyhän Henrikin katedraaliseurakunta.
Alle Interessierten sind herzlich eingeladen, bei uns vorbeizuschauen. Wir freuen uns immer über Besucher — und über diejenigen, die vielleicht ein bisschen öfter zu uns finden.
Herzlich willkommen!
henrik.katolinen.fi/ pyhan-apostoli-jaakobin-kirkko
Ein Familiengottesdienst zum Wachsen
!
„Wie Jesus klein war und groß wurde“ — ja, Jesus war auch einmal ein Kind. Zu Weihnachten haben wir seine Geburt gefeiert. Und er wuchs, spielte und musste viel lernen — wie jedes Kind. In diesem Familiengottesdienst wird gesungen, gespielt, nachgedacht und gebetet. Vorbereitet wird der Gottesdienst von Päivi und Esther, und beim Gottesdienst dürfen alle mitmachen!
Herzliche Einladung zum Familiengottesdienst in Turku am 21. März um 15 Uhr in der Kaskenkatu 1
Der Gottesdienst dauert etwa 30 Minuten und danach ist viel Zeit zum Erzählen, Basteln, Spielen, Kaffee, Saft und Kuchen!
Päivi Lukkari
Vielfältige Gemeindeabende in der Kaskenkatu:
Donnerstag, 12. März, 18 Uhr:
Ein Abend mit Katri Oldendorff
Katri, Krankenhausseelsorgerin an der Asklepios Klinik Altona in Hamburg, berichtet über ihre Arbeit und die Krankenhausseelsorge in (Nord–) Deutschland.
Die Asklepios Klinik Altona, ehemals eine städtische Klinik und vor 20 Jahren an Asklepios verkauft, ist eine Akutklinik und ein Maximalversorger im Hamburger Westen — mit mehr als 90.000 Patientinnen und Patienten im Jahr, über 20 Fachabteilungen und interdisziplinären Zentren sowie einer der größten Notaufnahmen Hamburgs.
Wir möchten noch auf den Termin am Vortag in Helsinki hinweisen: Katri ist am 11. März um 18 Uhr im Gemeindesaal in Helsinki zu hören. Wer Katri dort erleben möchte, ist herzlich eingeladen.
Dienstag, 24. März, 18 Uhr: Literarisches Plauderstündchen
Die wider den Stachel löckten:
Annette von Droste–Hülshoff
Eine Frau, gebildeter als ein Mann?! Die Dichterin des Münsterlandes — vorgestellt in Lyrik und Lied.
Donnerstag, 16. April, 18 Uhr:
Ein Malabend zum Thema „Licht“ mit Carmen Tsokkinen
Nach Ostern steht das Thema Licht im Mittelpunkt. Was hellt unseren eigenen Alltag auf? Wie malt man zum Beispiel Licht, das hinter Wolken hervorkommt — und wo es Licht gibt, da gibt es auch Schatten. In entspannter Runde wollen wir gemeinsam malen, und es darf dabei auch geredet werden. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich. Die maximale Teilnehmendenzahl beträgt 10. Bitte meldet euch an bis spätestens 13. April direkt bei Carmen per E–Mail carmen.tsokkinen@gmail.com.
„Die wider den Stachel löckten“ — drei literarische Plauderstündchen mit Bernd Oldendorff …
Annette von Droste–Hülshoff, Minna Canth, Else Lasker–Schüler — zwei deutsche und eine finnische Dichterin — sollen im Frühjahr drei literarische Abende ausfüllen.
„Wider den Stachel löcken“ — diesen Vorwurf macht Jesus dem zum Paulus werdenden Saulus. Widerstand, Auflehnung, sich der Mehrheitsmeinung entgegenstellen, sich gegen Autoritäten auflehnen — all dies verbirgt sich in diesem Ausdruck. Die Droste–Hülshoff, diese zarte, wohlbehütete Poetin — eine Rebellin? Lasst uns schauen: Es gab Zeiten, da reichte schon die Verbindung von Frau und Geist dafür aus! „Eine solche scharfe Klarheit des Verstandes, so unbefangen und tief … das Ganze gehalten von bedeutender Geisteskultur und Bildung“, urteilte ein Hamburger Kaufmannssohn.
Geist und Bildung sind auch zentrale Eigenschaften in der Würdigung der großen finnischen Frauenrechtlerin Minna Canth. Der zweite Satz des deutschen Wikipedia–Eintrags zu ihrem Leben lautet: „Die Arbeitertochter strebte gegen den Willen der Eltern einen höheren Bildungsabschluss an, scheiterte jedoch an den männlich dominierten Bildungseinrichtungen.“ Als erste Frau in Finnland erhielt sie die Ehre eines „Flaggentages“ — wie klingt sie auf Deutsch?
Else Lasker–Schüler — hier rückt eine andere Komponente des „Stachel“–Titels in den Vordergrund: sich „erbittert, aber meist vergeblich, gegen eine höhere Macht auflehnen“. Bereits in ihrer 1921 erschienenen Novelle Der Wunderrabbiner von Barcelona geht sie mit dem Antisemitismus aufs Schärfste ins Gericht, muss aber doch, nachdem ihr 1932 noch der Kleist–Preis verliehen wurde, im April 1933 vor der körperlichen Bedrohung durch Nazihorden ins Exil fliehen.
Geschichte lebendig halten — Vorbereitungen zum 100–jährigen Jubiläum der Deutschen Kapellengemeinde Turku
Im Juni 2027 feiert die Deutsche Kapellengemeinde Turku ihren 100. Geburtstag. Zur Vorbereitung wurde ein Jubiläumsteam gegründet, das sich in regelmäßigen Abständen trifft, um unter anderem eine Ausstellung für dieses Jubiläum zu organisieren. Dafür brauchen wir eure Hilfe! Wir suchen Gegenstände aus der Gründungszeit vor 100 Jahren, die nicht unbedingt direkt mit der Gemeinde zu tun haben müssen. Denkbar wäre zum Beispiel eine Kommode mit vielen Schubladen, in denen man etwas verstecken kann. Darüber hinaus bitten wir um Artefakte aus der Gemeindevergangenheit — etwa Briefe, Einladungen, Zeitschriften oder Bilder. Alles, was ihr uns überlasst, nehmen wir gerne entweder als Geschenk oder als Leihgabe entgegen.

Kontakt bitte per E–Mail: kapellengemeinde@ deutschegemeinde.fi
Verraten sei nur so viel: Die Feierlichkeiten beginnen bereits am 14. Juni 2026 mit einem Festgottesdienst um 15 Uhr im Restaurant „Panimoravintola Koulu“ in der Eerikinkatu — dort, wo im Jahr 1891 der erste deutsche Gottesdienst in der damaligen „Svenska fruntimmerskolan i Åbo“ stattfand.
Das Vorbereitungsteam dankt
Dienstag, 21. April, 18 Uhr: Literarisches Plauderstündchen
Die wider den Stachel löckten: Minna Canth — mal auf Deutsch. Theater, Recht und Bildung.
Dienstag, 26. Mai, 18 Uhr:
Literarisches Plauderstündchen
Die wider den Stachel löckten: Else Lasker–Schüler — Blaues Klavier und Blauer Reiter. Lyrik und Zeichung. „Unsere Töchter wird man verbrennen auf Scheiterhaufen nach mittelalterlichem Vorbild.“


Zu Gast im Frühsommer
— Pastorin Antje Mell
Von Mai bis Juni ist Pastorin Antje Mell aus der Nordkirche bei uns zu Gast. Antje lebt und arbeitet als Pastorin in Norderstedt in Schleswig–Holstein. In diesem Frühjahr nutzt sie die Möglichkeit, eine Auszeit vom Pfarralltag zu nehmen und den Norden zu entdecken. In dieser Zeit wohnt sie im Deutschen Seniorenwohnheim und freut sich darauf, unser Gemeindeleben kennenzulernen, hier und dort dabei zu sein und mitzugestalten. In aller Kürze stellt sie sich hier schon vor:

Das bin ich… Geboren und aufgewachsen in Zwickau/Westsachsen. Studium in Jena und Kiel. Einige Jahre in Süddeutschland/Württemberg gelebt. Ich gehöre ganz klar zum Team „Ostsee“. Verheiratet. Zwei wunderbare Kinder. Vorliebe für kalten Kaffee, Upcycling, Mascha Kaléko und Musik u. a. von Keimzeit und Paul Gerhardt.
Darum komme ich gerne… neugierig auf Land, Menschen, Religion und Kultur.
Darauf freue ich mich… gemeinsame Gottesdienste vorzubereiten und zu feiern. Die Natur Finnlands.
Jule — ein neues Gesicht im Gemeindeleben an der Seite von Diakon Timo

„Mein Name ist Jule Bach, ich bin 22 Jahre alt und studiere Diakoniewissenschaft und Internationale Soziale Arbeit an der Evangelischen Hochschule Ludwigsburg. Im Rahmen meines Studiums absolviere ich seit Anfang Januar ein Auslandssemester an der DIAK Hochschule in Helsinki — und parallel dazu ein Praktikum bei Diakon Timo Sentzke. Dabei werde ich ihn zu verschiedenen Veranstaltungen in der Gemeinde begleiten. Besonders regelmäßig werde ich beim Seniorinnentreff dabei sein.“
Wir freuen uns auf euch beide… herzlich willkommen in unserer Gemeinde in Finnland !
Sieben Wochen wachsen — unser Fastenkalender zur Passionszeit
Liebe Fastenfreudige, auch in dieser Passionszeit laden wir euch ein, den Weg Richtung Ostern achtsam zu gehen. Unser Fastenkalender begleitet durch sieben Wochen mit täglichen Impulsen — mal still, mal praktisch, mal herausfordernd, mal tröstlich.
Inspiriert vom Fastenkalender der Finnischen Kirche und der deutschen 7–Wochen–Ohne–Aktion, ergänzt durch eigene Ideen, ist ein Kalender entstanden, der Raum gibt für Sehnsucht, Weite, Verletzlichkeit, Mitgefühl, Nachfragen, sanfte Töne sowie Furcht und große Freude — und der dazu anregt, innerlich in Bewegung zu kommen, neue Perspektiven zu entdecken und sich im Glauben wie im Alltag weiterzuentwickeln.
Die Impulse laden dazu ein, innezuhalten, Gewohnheiten zu hinterfragen, Neues auszuprobieren und den Alltag bewusst zu gestalten — allein, in der Familie oder gemeinsam mit anderen.
17. Februar – 6. April 2026 — der Fastenkalender beginnt am Laskiaistiistai und endet am Ostermontag.
Jeden Tag ein kleiner Schritt — sieben Wochen auf dem Weg zum Licht von Ostern!
evl.fi/perhejuhlat-ja-pyhat/ pyhapaivat/paastokalenteri
Sehnsucht
Weite
Verletzlichkeit
Wer wartet auf dich?
Sag jemandem, dass du ihn oder sie wertschätzt.
Mitgefühl
Wer braucht heute deine Hilfe?
Nachfragen
Auf welchen modernen Komfort kannst du heute verzichten?
Sanfte Töne


Denke an deine Mutter. Wofür bist du dankbar? Deutsch–schwedische Andacht in der Kirche — was bedeuten andere Kulturen für dich? Ostermontag Christus ist auferstanden und zeigt sich den Jüngern.
Laskiaistiistai Modern oder traditionell? Wie magst du deinen Laskiaispulla?

Schaue ins Weite — am Meer, übers Feld, lange Straßen entlang.
Aschermittwoch Warum? Was bedeutet Fasten für dich?
Hilf jemandem.
Sieh das Gute in der Welt.
Bete für etwas, das unmöglich scheint.
Gib positives Feedback.
Gib von deinem so viel, dass du es merkst.
Was ist genug? Wie viel (ver)brauche ich? Ekopaasto.
Was kannst du loslassen?
Bitte um Entschuldigung.
Bereite jemandem eine Freude.
Weltgebetstag Beteilige dich. Was kannst du Gutes tun?
Genieße den Wintertag.
Wann hast du deinen Verbandskasten zuletzt erneuert?
Sehnsucht nach innerer Ruhe — Sonntag ist Ruhetag! Was fällt Dir ein, wenn Du heute an Ostern denkst?
Male es und schicke es an Tina: Malwettbewerb, siehe Seite 24 Bete für Frieden auf dieser Erde.
Sieh die Kinder.
Verschicke eine Postkarte.
Wer trauert heute oder hat es schwer? Bete für ihn oder sie.
Geh im Wald oder Park spazieren und suche Ruhe.
Faste — was regiert in deinem Leben?
Was bedeutet Gemeinschaft für dich? Mach mit am Gemeindetag!
Zu welchem Guten wirst du heute gerufen?
Säe Ostergras.
Tag der Gleichberechtigung / Minna Canth — wie kannst du dich beteiligen?
Was macht dich glücklich?
Yhteisvastuu–Konzert in der Kirche— beteilige dich an der Spendenaktion.
Marian ilmestyspäivä Wer ist dein Engel?
Genieße die längeren Abende
Was ist dir in diesem Jahr Gutes passiert?
Kleide dich in Schwarz. So beteiligst du dich an der Anti–Gewalt–Kampagne des Ökumenischen Rates der Kirchen.
Bastle deinen Osterzweig und bringe ihn an Palmsonntag in die Kirche.
Stimme dich durch Passionsmusik in die Karwoche ein.
Erster April Zeit für einen Aprilscherz?
Gründonnerstag Nimm an einem gemeinsamen Essen teil.
Karfreitag Christus ist für uns gestorben.
Freitag Donnerstag Mittwoch Dienstag
WWF Earth Hour, 20.30–21.30 Uhr Stecke deine Hände in die Erde und säe etwas für den Sommer. Furcht — da kommen die Gefühle oft nicht hinterher.
Palmsonntag Bringe deinen Osterzweig in die Kirche.
Ostersonntag Der Stein ist vom Grab gerollt. Was bedeutet das?
Sonntag Samstag
Kalender der Veranstaltungen zur Passion und in der Osterzeit
HELSINKI
So 22.2. 11 Uhr Gottesdienst zum Sonntag Invokavit (Martin Grahl)
Di 24.2. 18 Uhr Gemeindeabend mit Martin und Ruth Grahl
Do 26.2. 19 Uhr Filmabend
Fr 27.2. 17.30 Uhr Musizieren und Singen mit Martin und Ruth Grahl im Gemeindehaus
So 1.3. 11 Uhr Gottesdienst mit Abendmahl zum Sonntag Reminiszere (Martin Grahl) mit Deutsch–Finnischem Chor
Mo 2.3. 17 Uhr Frauentreff
Di 3.3. 16 Uhr ‚Singen–Basteln–Spielen‘ im Kaminzimmer, siehe Seite 24
Mi 4.3. 14 Uhr Bewohner:innencafé im Seniorenwohnheim; 16 Uhr Treffen der Konfirmanden und Konfirmandinnen zum WGT
Fr 6.3. 18 Uhr Andacht am Weltgebetstag mit Konfirmanden und Konfirmandinnen (Nadia Lindfors, Tina Meyn), Seite 6
Sa 7.3 11 Uhr Tauferinnerungsgottesdienst (Päivi Lukkari, Nadia Lindfors) für die Kleinsten der Gemeinde im Gemeindesaal, siehe Seite 6
So 8.3. 11 Uhr Deutsch–schwedischer Gottesdienst zum Sonntag Okuli (Päivi Lukkari, Timo Sentzke)

Mi 11.3. 16 Uhr ‚Singen–Basteln–Spielen‘ im Kaminzimmer, Seite 24; 18 Uhr Gemeindeabend mit Katri Oldendorff, Thema ‚Krankenhausseelsorge‘, Seite 13
Do 12.3. 18 Uhr Männerkreis; 18 Uhr Konzert anlässlich der „Tage der Slowakischen Kultur in Finnland“, siehe Seite 22
Sa 14.3. 11.30 Uhr Gottesdienst im Seniorenwohnheim (Tina Meyn); 18 Uhr Konzert: Cantabile–Chor, siehe Seite 22
So 15.3. 12 Uhr Gemeindetag im Gemeindehaus, siehe Seite 4; 17 Uhr Taizé–Gottesdienst zum Sonntag Lätare; Kinderkirche
Mo 16.3. 18.30 Uhr Ökumenischer Bibelkreis
Di 17.3. 16 Uhr ‚Singen–Basteln–Spielen‘ im Kaminzimmer, Seite 24
Mi 18.3. 14 Uhr Seniorentreff im DSWH in Munkkiniemi, siehe Seite 7
Do 19.3. 19 Uhr Filmabend
Sa 21.3. 18 Uhr Benefiz–Konzert zur Gemeinsamen Verantwortung: „Musik zur Ehre Marias und ihres Sohnes“, siehe Seite 21
So 22.3. 11 Uhr Gottesdienst zum Sonntag Judika (Päivi Lukkari)

Mi 25.3. 16 Uhr ‚Singen–Basten–Spielen‘ im Kaminzimmer, siehe Seite 24
Fr 27.3. 19 Uhr Konzert des Deutsch–Finnischen Chores, Seite 21
So 29.3. 11 Uhr Gottesdienst zum Palmsonntag; im Anschluss Gemeindelunch im Gemeindehaus mit Brotversteigerung (Yhteisvastuu)
Mo 30.3. 18 Uhr Passionsandacht (Timo Sentzke)
Di 31.3. 18 Uhr Musikalische Passionsandacht mit Telemann–Kantate (Päivi Lukkari), siehe Seite 22
Mi 1.4. 18 Uhr Passionsandacht (Tina Meyn) mit Deutsch–Finnischem Chor

Do 2.4. 18 Uhr Gottesdienst zum Gründonnerstag mit Agapemahl mitten in der Kirche (Tina Meyn, Nadia Lindfors)

Fr 3.4. 11 Uhr Gottesdienst zum Karfreitag mit Vokalensemble (Tina Meyn)
Sa 4.4. In der Osternacht öffnet die Deutsche Kirche um 18 Uhr; 23.30 Uhr Andacht, Seite 7, (Tina Meyn, Timo Sentzke)
So 5.4. 9.30 Uhr Gemeinsames Osterfrühstück im Gemeindehaus; 11 Uhr Familiengottesdienst zum Ostersonntag (Tina Meyn)
Mo 6.4. 11.30 Uhr Gottesdienst am Ostermontag im Seniorenheim in Munkkiniemi (Päivi Lukkari)
Do 9.4. 18.30 Uhr Männerkeis
So 12.4. 11 Uhr Gottesdienst zum Sonntag Quasimodogeniti (Katja Baumann, Tina Meyn)

Mo 13.4. 17 Uhr Frauentreff
Do 16.4. 18 Uhr Taizé–Andacht; 19 Uhr Filmabend
So 19.4. 11 Uhr Gottesdienst zum Sonntag Miserikordias Domini (Päivi Lukkari); 17 Uhr Konzert Geistliche Vokalmusik, siehe Seite 22
Mo 20.4. 18.30 Uhr Ökumenischer Bibelkreis

Regelmäßige Gruppen und Kreise in Helsinki
Handarbeitsengel : einmal im Monat um 16 Uhr hybrid und im Gemeindehaus. KONTAKT Anne Breiling, 040 513 8287, bastelengel@deutschegemeinde.fi
Plauderkreis : dienstags um 11 Uhr im Kaminzimmer der Gemeinde. KONTAKT Karin Sentzke, 040 513 8287, plauderkreis@deutschegemeinde.fi
Besuchsdienst : … meldet, wenn ihr besucht werden wollt. KONTAKT Diakon Timo Sentzke, 050 594 2498, timo.sentzke@evl.fi Ökumenischer Bibelkreis : monatlich um 18.30 Uhr im Clubraum der Gemeinde. Der Kreis ist offen für alle Interessierten, nah und fern. Es besteht die Möglichkeit, hybrid teilzunehmen — einfach im Voraus Interesse mitteilen. KONTAKT Pastorin Tina Meyn und Jörg Hauer, bibelkreis@deutschegemeinde.fi
Deutsch–Finnischer Chor : mittwochs Proben 18.30–21Uhr im Gemeindesaal.
KONTAKT Kantorin Agnes Goerke, 041 517 9496, agnes.goerke@evl.fi
Frauentreff : an jedem ersten Montag im Monat um 17 Uhr im Kaminzimmer.
KONTAKT Karin Sentzke, 040 513 8287, frauentreff@deutschegemeinde.fi
Offenes Gemeindehaus für Jugendliche : mittwochs ab 14 Uhr ist das Gemeindehaus und die Krypta für Jugendliche geöffnet.
KONTAKT Nadia Lindfors, 050 354 8683, nadia.lindfors@evl.fi
Krabbelgruppe : montags 10–12 Uhr im Gemeindesaal oder in der DSH.
KONTAKT Linnea und Anja, 040 149 8225, krabbelgruppe@deutschegemeinde.fi
Männerkreis : an jedem 2. Donnerstag im Monat, 18.30 Uhr im Kaminzimmer.
KONTAKT Peter & Christian, Telefon 044 335 3590, mannerkreis@deutschegemeinde.fi
Kinderchor : donnerstags 16–16.45 Uhr im Gemeindesaal. KONTAKT Kantorin Agnes Goerke, 041 517 9496, agnes.goerke@evl.fi
Seniorentreff : einmal im Monat in Munkkiniemi im Seniorenwohnheim, immer an einem Mittwoch um 14 Uhr!
KONTAKT Diakon Timo Sentzke, 050 594 2498, timo.sentzke@evl.fi
Posaunenchor der Gemeinde : dienstags 17–19 Uhr im Gemeindesaal. KONTAKT Cornelia Mäkinen, Albert Steidel, posaunenchor@deutschegemeinde.fi
Sommercafés vom 3.6.–4.8.2026 abwechselnd im Kirchgarten der Deutschen Kirche und im Garten des Seniorenwohnheims in Munkkiniemi immer mittwochs ab 14 Uhr.
Offene Deutsche Kirche in den Sommermonaten vom 1.6.–7.8.2026 werktags von 10–16 Uhr.
Übertragungen… wer in der Ferne mitfeiern möchte, kann die Gottesdienste und Konzerte auf dem YouTube–Kanal der Gemeinde zeitgleich verfolgen.
Mi 22.4. 14 Uhr Seniorentreff im DSWH in Munkkiniemi, siehe Seite 7
So 26.4. 11 Uhr Gottesdienst zum Sonntag Jubilate (Hans–Christian Daniel)

Fr 1.5. Vappu
So 3.5. 11 Uhr Gottesdienst zum Sonntag Kantate (Tina Meyn, Antje Mell)
Mo 4.5. 17 Uhr Frauentreff
Do 7.5. 18 Uhr Konzert der Sibelius–Akademie, siehe Seite 22
Fr 8.–10.5. Familienfreizeit, Seite 12
Sa 9.5. 19 Uhr Konzert Äänenkannattajat
So 10.5. 11 Uhr Gottesdienst zum Sonntag Rogate (Antje Mell)

Di 12.5. 17.30 Uhr Öffentliche Sitzung der Kirchenbevollmächtigten; 18 Uhr Konzert der Sibelius–Akademie, siehe Seite 22
Do 14.5. 11 Uhr Pilgerwanderung an Christi Himmelfahrt in Tampere; im Anschluss Gottesdienst im Gemeindehaus Pyynikki, siehe Seite 10; 18.30 Uhr Männerkreis
So 17.5. 11 Uhr Gottesdienst zum Sonntag Exaudi (Päivi Lukkari)
Mo 18.5. 18.30 Uhr Ökumenischer Bibelkreis
Mi 20.5. 14 Uhr Seniorentreff im DSWH in Munkkiniemi, siehe Seite 7
Do 21.5. 18 Uhr Taizé–Andacht; 19 Uhr Filmabend

So 24.5. 11 Uhr Vorstellungsgottesdienst der Konfirmandinnen und Konfirmanden zum Pfingstfest (Nadia Lindfors, Tina Meyn); Kindergottesdienst; 16 Uhr Konzert dreier Männerchöre, siehe Seite 22
Di 26.5. 18 Uhr Konzert der Sibelius–Akademie, siehe Seite 22
Mi 27.5. 17 Uhr Frühlingsliedersingen mit Kinderchor und DFC, siehe Seite 22
So 31.5. 11 Uhr Gottesdienst zum Sonntag Trinitatis (Antje Mell)
1.6.–7.8. werktags 10–16 Uhr Offene Kirche in den Sommermonaten
Mi 3.6. 14 Uhr Sommercafé im Seniorenwohnheim in Munkkiniemi
Sa 6.6. Familienausflug des KiGo–Teams zum PROTO–Museum in Tallinn

So 7.6. 11 Uhr Gottesdienst mit Abendmahl zum ersten Sonntag nach Trinitatis (Tina Meyn, Antje Mell)
Mi 10.6. 14 Uhr Sommercafé im Kirchgarten der Deutschen Kirche, Bernhardinkatu
WEITERE TREFFPUNKTE
JOENSUU
Fr 10.4. 18 Uhr Österlicher Gottesdienst mit Abendmahl (Päivi Lukkari)
JYVÄSKYLÄ
Fr 20.2. 18 Uhr Gesprächsabend mit Päivi Lukkari im Äijälän talo, Äijälänkuja 6, 40420 Jyväskylä
Sa 18.4. 14 Uhr Österlicher Gottesdienst mit Abendmahl (Päivi Lukkari) in der Kirche Kortepohjan kirkko, Isännäntie 4
KOKKOLA • KARLEBY
Fr 17.4. 18 Uhr Österlicher Gottesdienst mit Abendmahl im Mikael–Saal, Läntinen Kirkkokatu 17, Kokkola
LAHTI • LAHTIS
So 19.4. 18 Uhr Österlicher Gottesdienst mit Abendmahl (Päivi Lukkari), Kirche Launeen kirkko, Tapparakatu 22, Lahti
MIKKELI • S:T MICHEL
Mi 8.4. 18 Uhr Österlicher Gottesdienst mit Abendmahl (Päivi Lukkari), im Kirkonmäen seurakuntatalo, Otavankatu 9
OULU • ULEÅBORG
Sa 11.4. 18 Uhr Feierlich–österlicher Gottesdienst mit Abendmahl (Päivi Lukkari) und Posaunenchören im Dom zu Oulu, Kirkkokatu 3 A, 90100 Oulu, siehe Seite 20
ROVANIEMI
So 12.4. 15 Uhr Österlicher Gottesdienst mit Abendmahl (Päivi Lukkari), Ounasrinteen kappeli, Saaruantie 3
SALO
So 26.4. 11 Uhr Gottesdienst mit Abendmahl (Päivi Lukkari); im Anschluss Kirchkaffee im Gemeindezentrum, Kirkkokatu 6
SAVONLINNA • NYSLOTT
Do 9.4. 18 Uhr Österlicher Gottesdienst mit Abendmahl (Päivi Lukkari) im Kappelikahvio, Kirkkokatu 17, Savonlinna
TAMPERE • TAMMERFORS
So 8.3. 15 Uhr Gottesdienst (Päivi Lukkari), Gemeindezentrum Pyynikki, Kisakentänkatu 18
So 12.4. 15 Uhr Österliche Andacht (Timo Sentzke), Gemeindezentrum Pyynikki, Kisakentänkatu 18
Do 14.5. 11–17 Uhr Pilgerwanderung und Gottesdienst (Päivi Lukkari), Gemeindezentrum Pyynikki, Kisakentänkatu 18, 33230 Tampere siehe Seite 10
TURKU • ÅBO
So 22.2. 15 Uhr Gottesdienst (Martin Grahl) in der Kirche Henrikin kirkko, Peltolantie 2, 20720 Turku
Sa 28.2. 15 Uhr Spielgruppe mit Esther in der Kaskenkatu 1
Mo 9.3. 17 Uhr Führung und Besichtigung der Orthodoxen Kirche am Markt; im Anschluss Kaffeetrinken und Jahreshauptversammlung des Finnisch–Deutschen Vereins Turku
Do 12.3. 18 Uhr Gemeindeabend mit Katri Oldendorff in der Kaskenkatu, siehe Seite 13
Sa 21.3. 15 Uhr Familiengottesdienst (Päivi Lukkari & Team) in der Kaskenkatu 1, siehe Seite 13
Di 24.3. 18 Uhr Literarisches Plauderstündchen zu ‚Annette von Droste–Hülshoff‘ in der Kaskenkatu, siehe Seite 13
Do 2.4. 18 Uhr Gottesdienst mit Abendmahl am Gründonnerstag (Päivi Lukkari) in der Casagrandenkapelle, Linnankatu 3, Turku
So 5.4. 15 Uhr Ostergottesdienst (Päivi Lukkari) in der Kirche Henrikin kirkko, Peltolantie 2
Do 16.4. 18 Uhr Gemeindeabend in der Kaskenkatu: ‚Malabend‘, Seite 13
Di 21.4. 18 Uhr Literarisches Plauderstündchen zu ‚Minna Canth‘ in der Kaskenkatu, S. 13
Sa 25.4. 15 Uhr Spielgruppe mit Esther in der Kaskenkatu 1
So 26.4. 15 Uhr Gottesdienst (Päivi Lukkari) in der Kirche Henrikin kirkko, Peltolantie 2
Do 14.5. 11–17 Uhr Pilgerwanderung und Gottesdienst (Päivi Lukkari), Gemeindezentrum Pyynikki, Kisakentänkatu 18, Tampere siehe Seite 10
Sa 16.5. 16–18 Uhr Maifeier–risteily auf der M/S Rudolfina, Anmeldung bis 12.4.2026 an Jens Grübl, E–Mail jens.gruebl@gmail.com
Sa 23.5. 15 Uhr Spielgruppe mit Esther in der Kaskenkatu 1
So 24.5. 15 Uhr Gottesdienst (Antje Mell) in der Kirche Henrikin kirkko, Peltolantie 2, 20720 Turku
Di 26.5. 18 Uhr Literarisches Plauderstündchen zu ‚Else Lasker–Schüler‘ in der Kaskenkatu, siehe Seite 13
VAASA • VASA
Do 16.4. 18 Uhr Österlicher Gottesdienst (Päivi Lukkari) in der Kirche Palosaaren kirkko, Kapteeninkatu 14–16, Vaasa

Kollektenzwecke
Sonntag Invokavit, 22. Februar: Für die Gemeindearbeit und Evangelisierung mit unseren Partnergemeinden; über die Finnische Missionsgesellschaft.
Sonntag Reminiszere, 1. März: Für die Arbeit mit Kindern; über unser Bistum.
Sonntag Okuli, 8. März: Für die Spendensammlung Gemeinsame Verantwortung
Sonntag Lätare, 15. März: Für die Friedensarbeit der Finnischen Missionsgesellschaft.
Sonntag Judika, 22. März: Für das Fördern von Kirchengesang bei Veranstaltungen, Fortbildung und Information; über den Verein für schwedischen Kirchengesang, Finlands svenska kyrkosångförbund rf. Palmsonntag, 29. März: Für die Friedensarbeit der lokalen Kirche in Ländern, die unter Krieg und Konflikten leiden; über die Finnische Missionsgesellschaft.
Karwoche, 30. März – 3. April: Für die Spendensammlung Gemeinsame Verantwortung (Yhteisvastuu 2026).
Ostersonntag, 5. April: Für die Kirchliche Auslandshilfe (Kirkon Ulkomaanapu, KUA). Ostermontag, 6. April: Für das Stiftshaus Lärkkulla.
Sonntag Quasimodogeniti, 12. April: Für die Arbeit der Organisation Open Doors.
Sonntag Miserikordias Domini, 19. April: Für das Retreathaus Snoan des Bistums in Ekenäs (Tammisaari).
Sonntag Jubilate, 26. April: Für die Freizeitarbeit mit geistigen Entwicklungsstörungen; über die Organisation FDUV.
Sonntag Kantate, 3. Mai: Für die Arbeit des Laestadianernas Fridsföreningars Förbund rf.
Sonntag Rogate, 10. Mai: Für die Organisation KRAN rf. Christi Himmelfahrt, 14. Mai: Für die Aktion ‚Kävele naiselle ammatti‘ — ‚Deine Schritte für eine Frau‘; über Naisten Pankki.
Sonntag Exaudi, 17. Mai: Für den Gideonverband.
Pfingstsonntag, 24. Mai: Für die Bibelübersetzungsarbeit in Afrika südlich der Sahara; über die Finnische Bibelgesellschaft.
Sonntag Trinitatis, 31. Mai: Für das Ermöglichen des Schulgangs in Krisengebieten; über die Kirchliche Auslandshilfe (Kirkon Ulkomaanapu).
Erster Sonntag nach Trinitatis, 7. Juni: Für die Arbeit gegen Marginalisierung Jugendlicher in armen Ländern; über die Finnische Missionsgesellschaft.
Wir unterstützen Kinder und Jugendliche in der Ukraine über die Kirchliche Auslandshilfe (Kirkon Ulkomaanapu / KUA).
Wie geht es denn den Kindern und Jugendlichen in der Ukraine heute? Und was genau wird mit unseren Spenden gemacht?
Hoffnung allein genügt nicht: Wie psychosoziale Hilfe und Berufsbildung Jugendlichen in der Ukraine eine Zukunft eröffnen
Von den zerstörten Städten im Norden bis zu den U–Bahn–Schulen im Osten — junge Ukrainerinnen und Ukrainer versuchen weiterhin, an eine Zukunft zu glauben. Doch ihr Alltag zeigt: Ohne gezielte Unterstützung ist dieser Glaube kaum zu halten.
In einem Metro–Tunnel in der ostukrainischen Stadt Charkiw sitzt ein Junge über seinen Heften. Über ihm dröhnen die Geräusche der U–Bahn — doch diese scheinen ihn nicht zu stören. Denn der Metro–Tunnel dient als Schutzraum — ebenso wie als Klassenzimmer. Szenen wie diese prägen den Alltag eines Landes mitten im Krieg.
Was wie normal erscheint, ist nicht normal. Fast zehn Millionen Menschen in der Ukraine haben ein hohes Risiko, psychische Störungen zu entwickeln. Besonders betroffen sind Kinder und Jugendliche, deren gesamte Lebenswelt im Ausnahmezustand steht.
Eine unabhängige Evaluation der humanitären Organisation Kirkon Ulkomaanapu (Finnish Church Aid, KUA) zeigt nun deutlich, wie entscheidend psychosoziale Unterstützung in diesem Alltag ist. In den Regionen Tschernihiw, Charkiw und Kiew habe das Programm das emotionale Wohlbefinden, die Belastbarkeit und die sozialen Fähigkeiten von Kindern, Eltern und Lehrkräften signifikant verbessert.
„Psychosoziale Unterstützung ist kein Luxus, sondern lebensnotwendig für alle, die mitten im Krieg leben“, sagt Patricia Maruschak, Landesdirektorin von KUA in der Ukraine. Doch trotz der Erfolge bleibt die Versorgungslage schwierig — insbesondere in ländlichen Gebieten fehlen Psychologinnen und Psychologen weiterhin.
… Aktuelles aus der Ukraine









Zwischen Luftalarm und Ausbildung: Die Sehnsucht nach einem Beruf mit Zukunft
Während psychosoziale Unterstützung den seelischen Alltag stabilisiert, kämpfen Schulen und Berufseinrichtungen darum, jungen Menschen eine Perspektive für morgen zu bieten. Das ist dringend nötig, denn der Bedarf an Fachkräften ist enorm: Millionen Ukrainerinnen und Ukrainer sind ausgewandert oder eingezogen worden, viele Berufe — besonders im technischen Bereich — fehlen dramatisch.
Im Ausbildungszentrum für Eisenbahnberufe in Tschernihiw ist die Werkstatt neuerdings der hellste Raum des Schulgebäudes. Hier trainieren angehende Schweißerinnen und Schweißer an modernen Geräten, die KUA finanziert hat. Der 17–jährige Oleksandr Shulga ist einer von ihnen. „Es ist ein cooler Beruf“, sagt er und wischt sich Funkenstaub von der Stirn. „Und wir haben hier bessere Geräte als in meiner Praktikumsfabrik.“
Doch selbst die beste Ausstattung bietet keine Garantie für einen regelmäßigen Unterricht: Sobald die Sirenen heulen, muss die gesamte Klasse in den Luftschutzbunker umziehen. Dort lässt sich nur Theorie vermitteln — praxisnahes Schweißen hingegen nicht.
Lehrer Jewhen Leheza weiß, dass die jungen Menschen trotz aller Widrigkeiten nach Anerkennung suchen. „Wir müssen das Bild der Berufsausbildung verändern. Es darf nicht länger als Option zweiter Klasse gelten.“ Der Fachkräftemangel bestätigt seine Worte: 265.000 offene Stellen in der ersten Hälfte des Jahres 2025 konnten nur zur Hälfte besetzt werden.
Frauen in technischen Berufen und die Kraft der Vorbilder
Weil viele Männer an der Front stehen, rücken zunehmend Frauen in traditionell männlich dominierte Berufsbereiche nach. Das Agrarunternehmen MHP, einer der größten Arbeitgeber des Landes, hat bereits 400 Frauen für technische Berufe weiterqualifiziert.
Fernunterricht, erst pandemiebedingt, dann wegen des Krieges. „Es ist schwer, technische Berufe online zu lernen“, sagt er. „Ich bat ständig darum, in die Schule kommen zu dürfen, um an den Maschinen zu üben.“
Ungewisse Träume — und der Preis der Hoffnung
Der Geschichts– und Biologielehrer Ruslan Shalamov, von KUA unterstützter Pädagoge und national ausgezeichneter „Lehrer des Jahres“, bringt es auf den Punkt: „Unabhängig von der Lage brauchen Jugendliche Optimismus und echte Beispiele für Menschen, die mehr tun als nur überleben.“
Doch für viele junge Menschen in der Ukraine klingt die Frage „Wovon träumst du?“ heute fremd.
Träume brauchen ein Umfeld, in dem Zukunft vorstellbar ist — und genau dieses Umfeld fehlt oft.
Warum internationale Unterstützung wichtiger ist denn je Trotz der Zerstörung läuft der Wiederaufbau bereits parallel zum Krieg. Schulen werden repariert, psychosoziale Zentren erweitert, Lehrkräfte geschult, technische Ausrüstung erneuert. Und dennoch reicht das nicht aus.
Finnlands Kirche, humanitäre Organisationen und europäische Partner investieren in Bildung, Gesundheit, Sicherheit und Berufsbildung. Doch auch die Wirtschaft ist gefragt: Energie, Verkehr, Logistik, Bau — überall eröffnet sich Raum für internationale Zusammenarbeit.


„Eine unserer Sekretärinnen hat während ihres Mutterschaftsurlaubs den Führerschein für schwere Fahrzeuge gemacht“, berichtet Kseniia Motorina, Verantwortliche für Jugendprogramme bei MHP. „Wir müssen allen Mut machen, sich in neuen Berufsfeldern auszuprobieren.“
Auch für den 19–jährigen Kyryl Biletskyi — Absolvent einer landwirtschaftlichen Berufsschule — waren Vorbilder entscheidend. Sein eigener Großvater hatte denselben Bildungsgang durchlaufen. Doch Kyryls Ausbildung war geprägt von fünf Jahren
Expertinnen schätzen, dass die Wiederherstellung der ukrainischen Infrastruktur mindestens 500 Milliarden US–Dollar kosten wird. Ohne diese Investitionen — und ohne konsequente psychosoziale Unterstützung — haben junge Ukrainerinnen und Ukrainer kaum eine Chance auf einen stabilen Alltag. Doch eines bleibt die unverzichtbare Bedingung für ihre Zukunft: Der Krieg muss enden.
Päivi Lukkari
Der Artikel ist eine Zusammenfassung aus folgenden Artikeln: ‚Nuoret tarvitsevat tulevaisuuden, mutta se ei tule ilman investointeja – KUA‘; ‚Kirkon Ulkomaanapu vahvistaa lasten mielenterveyttä Ukrainassa – KUA‘; ‚Ukraina tarvitsee toivon lisäksi tekijöitä – KUA‘.
kua.fi
Konferenz Europäischer Kirchen in Helsinki formuliert klares Statement gegen russischen Imperialismus
Wie können die europäischen Kirchen angesichts des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine ein verantwortliches Friedenszeugnis ablegen?
Um diese Frage ausführlich zu beantworten, hatten die Konferenz Europäischer Kirchen (CEC), die Evangelisch–Lutherische Kirche Finnlands und die Orthodoxe Kirche Finnlands vom 1.–3. Dezember 2025 eine große Konferenz in Helsinki organisiert. Über 90 Vertreter:innen von Kirchen, internationalen Partnern und Wissenschaftler:innen folgten der Einladung zu dem ökumenischen Treffen, das unter dem Motto „Resisting Empire, Promoting Peace (Dem Imperialismus widerstehen, Frieden fördern)“ stand und im großen Konferenzsaal des Hotels Arthur stattfand. Auch mehrere Kirchenvertreter:innen und Wissenschaftler:innen aus der Ukraine nahmen teil.
Ergebnis der intensiven und ausführlichen Vorträge und Diskussionen war die am Ende formulierte sehr deutliche Stellungnahme der Konferenz „A Statement: Churches Confront the ‘Russian World’ Ideology“, die in ihrer Klarheit besonders ist. Sie übt scharfe Kritik an der „Russischen–Welt“–Ideologie („Russkii mir“), die von russischen Intellektuellen und russisch–orthodoxen Geistlichen geprägt wurde und eine russisch–nationalistische Expansion in einen kulturellen, geistlichen und geopolitischen Raum theologisch legitimiert. Mit ihr wird Russlands Angriffskrieg gegen die Ukraine als „heiliger Krieg“ dargestellt und sogar mit der Verheißung der Sündenvergebung für Soldaten verbunden.

Die Erklärung von Helsinki betont dagegen, dass die Behauptung, ein Soldat könne sich durch seinen Soldatentod von seinen Sünden reinigen, heretisch sei. Ebenso sei die Deutung des Krieges gegen die Ukraine als eines „heiligen Krieges“, wie sie etwa vom russisch–orthodoxen Patriarchen Kirill vorgenommen wird, und die Idee Russlands als eines „Katechon–Staates“ (ein Staat, der das globale Böse zurückhält) unvereinbar mit dem Evangelium.


Jeder Mensch trage das Bild Gottes in sich; keine Ideologie dürfe dieses unveräußerliche Ansehen untergraben.
Die Erklärung ruft die Kirchen dazu auf, sich an Christi königlicher, prophetischer und priesterlicher Berufung zu orientieren und dem russischen Imperialismus und der „Russischen–Welt“–Ideologie zu widerstehen. Dazu werden auch konkrete Unterstützungsmaßnahmen genannt, wozu etwa Gastfreundschaft und praktische Hilfe für Flüchtlinge und Vertriebene aus der Ukraine sowie ein deutliches Eintreten für die Opfer russischer Verbrechen gegen die Menschlichkeit — etwa für die ukrainischen Kinder, die nach Russland deportiert wurden — gefordert werden.
Die Erklärung endet mit einem Gebetsaufruf: „Wir beten für diejenigen, die an Russlands Aggression gegen die Ukraine beteiligt sind, dass Gottes Gnade sie zu den Wegen des Evangeliums führt, zur Umkehr inspiriert und den Pfad zu gerechtem Frieden und Versöhnung eröffnet.“
Prof. Dr. Katharina Kunter
Der vollständige Text der Erklärung „A Statement: Churches Confront the ‘Russian World’ Ideology“ kann auf den Webseiten der ‚Konferenz der Europäischen Kirchen‘ gelesen werden (QR–Code).
ceceurope.org

Interesse
an einem Jugendchor?
Wir möchten ein Jugendchorprojekt starten! Der Probentermin kann mittwochnachmittags oder donnerstags um 17 Uhr sein.
Wer von euch Jugendlichen hat Lust, mit Freundinnen und Freunden zusammen Gospels und mehrstimmige Musik zu singen?
Meldet euch bei Agnes.
AgnesGoerke, E–Mail agnes.goerke@evl.fi, Telefon 041 517 9496.
Gemeinsam musizieren — Querflötenensemble entsteht !
Spielst du Querflöte und hast Lust auf mehrstimmiges Musizieren mit weiteren Querflötenspielerinnen und Spielern? Wir sind bereits ein paar Spielerinnen und wollen uns unter der Leitung von Cordula Tröster zweiwöchentlich sonntags am frühen Abend zum Musizieren treffen.
Nimm gern Kontakt auf zu Cordula. Auch Kantorin Agnes Goerke und Pastorin Tina Meyn können weitere Informationen geben. Nur Mut.
Cordula Tröster, E–Mail troeco@gmx.de, Telefon 044 533 0128
Festlicher deutsch–finnischer Ostergottesdienst im Dom zu Oulu, 11. April, 18 Uhr Herzliche Einladung zu einem festlichen Gottesdienst in österlicher Freude. Liturgie und Predigt gestalten Pastorin Päivi Lukkari und Lauri Holma, Kaplan der Oulun tuomiokirkkoseurakunta Musikalisch wird der Gottesdienst von Mitgliedern des Posaunenchores der Deutschen Gemeinde, dem Posaunenchor Winsen (Luhe) und von Bläserinnen und Bläsern aus Oulu gestaltet.
Im Anschluss laden wir herzlich zum Kirchkaffee ein.


Barocke Klangwelten für einen guten Zweck: Konzert zugunsten der Gemeinsamen Verantwortung, 21. März, 18 Uhr
In diesem Konzert in der Deutschen Kirche mit dem Titel „Musik zur Ehre Marias und ihres Sohnes“ erklingen Werke von Zelenka, Lully, Telemann, Buxtehude, Biber, Bach und anderen. Zwischen den Gesangsstücken, die Lob, Sehnsucht, Trauer und Trost vermitteln, treten die Instrumentalistinnen und Instrumentalisten abwechselnd als Solistinnen und Solisten auf. Es musiziert das Floreus–Kollektiv. Es entstand organisch aus den Klassenkonzerten der Schülerinnen von Helena Tenhunen und setzt sich aus professionellen Musikerinnen und Musikern sowie fortgeschrittenen Hobbymusikerinnen und –musikern zusammen. Das Ensemble ist auf Barockmusik spezialisiert. Die Mitglieder verbindet die Liebe zur Musik dieser Epoche ebenso wie Offenheit, Mut und der Wille, sich dem gesamten Prozess des Entdeckens, Übens und Auftretens zu widmen.
Sängerinnen:
Silja Salorinne, Katri Tasala, Helena Tenhunen und Hanna Virta. Instrumentalistinnen und Instrumentalisten:
Johanna Honkanen–Mellberg (Barockgeige), Janne Vilėn (Barockoboe), Päivi Arjas (Barockvioloncello), Juha Hurskainen (Orgel) und Arto Wikla (Laute)
Der Eintritt ist frei, das Programm kostet 10 Euro. Und natürlich darf man mehr für die Spendenaktion Yhteisvastuu 2026 spenden.
Musikalische Exequien
— Chorwerke von Heinrich Schütz und Andreas Hammerschmidt Konzert des Deutsch–Finnischen Chores,
27. März, 19 Uhr
Von der Not zur Hoffnung, vom Dunkel zum Licht, von den Widrigkeiten des Lebens zur Erlösung im Glauben: Das Programm dieses Abends zeichnet einen Weg, der vom Gebet in tiefster existenzieller Not über die Hoffnung auf Rettung bis zum Lobpreis der Seele dem Licht entgegengeht. Im Zentrum des Konzerts stehen die Musikalischen Exequien, ein Werk, das Heinrich Schütz 1636 als „deutsche Begräbnis–Missa“ komponierte. Es ist die erste deutsche Requiem–Komposition überhaupt, angelegt in drei Teilen für Chor, Solisten und Basso continuo.
Schütz vertont darin in einem kunstvollen Geflecht biblische Sprüche und Choräle, in der doppelchörigen Motette des Mittelteils einen Trostpsalm sowie im dritten Teil den Lobgesang des Simeon, über dem in der Ferne schon die Seraphim wie aus dem Himmel erklingen.
Um diesen Kern gruppieren sich Werke, die das Flehen aus der Tiefe („Erhöre mich, wenn ich rufe“), die Verheißung auf Befreiung („Die mit Tränen säen, werden mit Freuden ernten“) und in tänzerischem Glanz den lebendigen Dank („Lobe den Herren, meine Seele“) ausstrahlen.
Neben der Musik von Heinrich Schütz (1585–1672), dem „Vater der deutschen Musik“, der von 1617 bis kurz vor seinem Tod als Hofkapellmeister in Dresden die kurfürstliche Musik prägte und die europäische Elite der Musik repräsentierte, erklingt Vokalmusik von Andreas Hammerschmidt, der zu seiner Zeit oft als der „Zittauer Schütz“ bezeichnet wurde. Der Ältere dem Jüngeren Vorbild, des Jüngeren Kompositionen auch vom Älteren sehr geschätzt, ließen beide den italienischen Barockstil mit seiner prachtvollen Mehrchörigkeit und seinem opernhaft ausdrucksstarken Sologesang in ihre Werke einfließen.
Beide mussten sich in der Zeit des Dreißigjährigen Krieges auf Kompositionen mit kleinster Besetzung beschränken. Aus dieser Not heraus entstanden auch die Kleinen
Geistlichen Konzerte, wie das in unserem Konzert zu hörende „Erhöre mich, wenn ich rufe“. Die Musik wird ganz intim — nur wenige Stimmen und Saiteninstrumente reichen aus, um eine ganze Welt des Flehens und Hoffens zu erschaffen.
Den Chor– und Sologesang begleiten Orgel, Gambe, Laute und Cembalo: die Orgel erdgebunden als tragendes Fundament, der sanft warme Klang der Gambe, die silbrig intim klingende Laute und das Cembalo mit strahlendem Glanz.
Herzlich willkommen zu einem Konzert voller Emotionen, die aus dem Dunkel ins Licht führen.

Freitag, 27. März 2026, 19 Uhr, in der Deutschen Kirche: Deutsch–Finnischer Chor
Mitwirkende:
Silja Salorinne und Annette Hänninen (Sopran), Terhi Lehtiniemi (Alt), Hannes Föst und Andrew Armstrong (Tenor), Risto Valtasaari (Bass), Daniel Kivivuori (Viola da gamba), Teuvo Taimioja (Laute) und Jasper Koekoek (Orgel und Cembalo)
Leitung: Agnes Goerke
Eintrittskarten: 15 Euro (10 Euro mit Studentenausweis)
Musik in der Heiligen Woche:
Dienstag, 31. März, 18 Uhr:
Musikalische Passionsandacht mit der Kantate „Der am Ölberg zagende Jesus“
Georg Friedrich Telemann (1681–1767) war Kantor am Johanneum und Musikdirektor der fünf Hauptkirchen Hamburgs. Zudem war er künstlerischer Leiter der Hamburger Oper, Veranstalter öffentlicher Konzerte und Verleger. Darüber hinaus wirkte er als Komponist von Kirchenkantaten, Passionen, Passionsoratorien, kirchlichen und städtischen Gelegenheitsmusiken, Opern, Opernintermezzi und Instrumentalmusik. Allein 1.750 Kirchenkantaten (!) schrieb Telemann.
Die Passionskantate „Der am Ölberg zagende Jesus“ für Bass, Streichquartett und Basso continuo vertont Jesu Angst, Zagen und Schmerz, sein Bitten: „Mein Vater, wenn’s dir wohl gefällt, so lass den Kelch jetzt von mir gehen“, auf eindrückliche Weise. Wir musizieren sie mit Torsten Groschup (Bass), Barockmusikern aus der Sibelius–Akademie sowie Agnes Goerke an Orgel und Cembalo.

Karfreitag, 3. April, 11 Uhr
In diesem Gottesdienst, der traditionsgemäß mit a–cappella–Musik gestaltet wird, also mit Gesang ohne Instrumentalbegleitung, singt das Vokalensemble der Gemeinde die Motetten „Und wie Mose in der Wüste eine Schlange erhöhet hat“ von Melchior Vulpius sowie Heinrich Schütz’ „Ehre sei dir, Christe“ aus seiner Matthäus–Passion.
Konzerte in der Deutschen Kirche…
Donnerstag, 12. März, 18 Uhr
— Legacy of Music
Im Rahmen der „Tage der Slowakischen Kultur in Finnland“, die die beiden Kulturstädte 2026 (Trenčín und Oulu) feiern, organisiert die slowakische Botschaft dieses Kammerkonzert mit klassischer Musik aus ganz Europa sowie slowakischen Volksliedern.
Gabriela Vávrová — Sopran
Martin Hrín — Klavier
Der Eintritt ist frei.
Samstag, 14. März, 18 Uhr
— Masterpieces
Der Cantabile Chor singt Klassiker der Chormusik u. a. von Bach, Bruckner, Duruflé, Mendelssohn, Mozart, Palestrina und Rheinberger. Der Chor wird geleitet von Dominik Vogt, an der Orgel spielt Eino Susitaival. Eintrittskarten kosten 25/20 Euro.
Sonntag, 19. April, 17 Uhr
— Geistliche Vokalmusik aus der Romantik mit dem Gesangsduo aus Wien
Nozomi Yoshizawa (Sopran) und Kurt Kempf (Tenor) berühren mit ihren klaren, warmen Stimmen. Die beiden Sänger aus Wien erhielten den „Prize of Honour“ als bestes Vocal Duo bei der 24. „Masterplayer International Music Competition Bruno Walter“.
Zusammen mit Agnes Goerke an der Orgel singen sie Arien sowie Mess–und Oratoriensätze von Mendelssohn, Fauré, Gounod und weiteren Komponisten der Romantikepoche — ein Programm voller stimmungsvoller Melodien, reicher Harmonik und von Bibeltexten, die in ihrem musikalischen Ausdruck unmittelbar ansprechen. Der Eintritt ist frei, das Programm kostet 10 Euro.
Sonntag, 24. Mai, 16 Uhr — Konzert dreier Männerchöre
Gemeinsam mit den Berliner Männerchören „Berliner Liedertafel 1884 e. V.“ und „Männerchor Cäcilia 1890“ singt der Seniorenchor „Konkarit“ des hiesigen Männerchores Viipurin Lauluveikot dieses Konzert. Der Konkarit–Chor war im September 2024 gemeinsam mit der Berliner Liedertafel auf Konzertreise in Berlin — dieses Konzert ist nun der Gegenbesuch der Berliner. Die Eintrittskarten kosten 10 Euro.
Konzerte der
Sibelius–Akademie in der Deutschen Kirche im Frühling:
Donnerstag, 7. Mai, 18 Uhr —
Abendbarock: Konserttokavalkadi
Vivaldi — Boccherini — J. S. Bach
Solistinnen und Solisten:
Ester Nurminen und Tähti Oksanen (Violoncello)
Martí Fusté Duch (Traversflöte)
Raffaello Chiodo (Violine)
Sofia Fernholm (Cembalo)
Dienstag, 12. Mai, 18 und 19 Uhr — Abendbarock: Traversoresitaaleja
18 Uhr: Nianrong Zhong (Traversflöte)
19 Uhr: Kaisa Kortelainen (Traversflöte)
Matias Häkkinen (Cembalo)
Dienstag, 26. Mai, 18 Uhr
— Abendbarock
Johann Sebastian Bach — François Couperin
Laura Pietiläinen (Violine)
Matias Häkkinen (Cembalo
Und im Frühling: Frühlingsliedersingen am 27. Mai, 17 Uhr
Diese Tradition führen wir weiter: Gemeinsam mit dem Kinderchor, dem Deutsch–Finnischen Chor und allen Besucherinnen und Besuchern wollen wir im Kirchgarten Frühlings– und Volkslieder singen und bei Grillwürstchen und Getränken Gemeinschaft feiern, bevor mit den Ferien eine Sommerpause in den Gemeindekreisen beginnt.

Herzliche Einladung an alle zum Mitsingen am Mittwoch, 27. Mai, um 17 Uhr!
‚Wo ein Mensch Vertrauen gibt‘
Wachstum lässt sich nicht erzwingen — weder im Garten noch in der eigenen Seele. Manchmal braucht es keinen Dünger, sondern einfach nur Mut. Davon erzählt das Lied ‚Wo ein Mensch Vertrauen gibt‘.
Die größten Veränderungen beginnen oft dort, wo es ganz leise ist: im Moment der Entscheidung, den Anderen zu sehen, jemandem die Hand zu reichen.

1 Wo ein Mensch Vertrauen gibt, nicht nur an sich selber denkt, fällt ein Tropfen von dem Regen, der aus Wüsten Gärten macht.
2 Wo ein Mensch den andern sieht, nicht nur sich und seine Welt, fällt ein Tropfen von dem Regen, der aus Wüsten Gärten macht.
3 Wo ein Mensch sich selbst verschenkt, und den alten Weg verläßt, fällt ein Tropfen von dem Regen, der aus Wüsten Gärten macht.
Entstanden im Jahr 1975 im Rahmen der aufkommenden „Neuen Geistlichen Lieder“, ist das Lied bis heute ein Liebling im Konfirmandenunterricht. In einer Welt, die oft von Skepsis und Abgrenzung geprägt ist, wirkt das Lied wie ein Gegenentwurf.
Die Worte von Hans–Jürgen Netz fordern uns heraus, den ersten Schritt zu tun. Vertrauen ist der erste Tropfen, der den harten Boden der Selbstbezogenheit aufweicht. Wachstum beginnt dort, wo wir den Fokus von „nur mir selbst“ weglenken. „Sich und seine Welt“ zu verlassen, also den Tunnelblick aufzugeben, ist ein Wachstum durch Empathie — indem wir den anderen wirklich sehen. Da weitet sich unser eigener Lebensraum. „Sich selbst verschenken“ und „den alten Weg verlassen“ ist das radikalste Bild für Entwicklung. Wie eine Pflanze, die die schützende Hülle des Samens sprengt, müssen auch wir Altes loslassen, um Platz für das Neue zu schaffen. Wachstum bedeutet auch Bereitschaft zur Veränderung.
Die Melodie von Christoph Lehmann ist eingängig. Sie beginnt mit einer vertrauensvollen Aufwärtsbewegung im Dur–Dreiklang — wie ein Aufgehen, Gedeihen. Die Melodie schwingt weiter im selben Rhythmus zur Dominante. Das ist die Harmonie, die wie ein Doppelpunkt nach der Konsequenz fragt. Und nun folgt der Refrain, dessen Melodie in den kleinen Sprüngen die Regentropfen hörbar macht und in seiner guten Laune die Wüste blühen lässt. (Oder, wenn die gute Laune zu flapsig ist: in seiner beschwingten Zuversicht).
Mir gefällt bei dem Lied, dass wir keine fertigen Gärten aufweisen müssen, sondern dass wir mit einem Tropfen den Anfang machen können — und dass das Leben dort zu blühen beginnt, wo wir Vertrauen wagen. Die frohe, bewegte Melodie unterstreicht dieses Aufleben.
Kantorin Agnes Goerke
„Wo ein Mensch Vertrauen gibt“ ist ein Lied aus dem Evangelischen Gesangbuch — unter der Nummer EG 650 im Regionalteil vieler Ausgaben, z. B. Norddeutschland. Text von Hans–Jürgen Netz (1975), und Melodie von Christoph Lehmann.


Wie kommt Caroline zu ihrem Iglu?
Kannst du diese fünf Fragen beantworten?
1. Was versteckt der Osterhase?
a) Blumen b) Schmuck c) Süße Leckereien
2. Welches Tier legt die Ostereier?
a) Huhn b) Storch c) Keins
3. Welche Inseln gibt es nicht?
a) Adventsinseln b) Weihnachtsinseln c) Osterinseln
4. Was ist ein Eierbaum?
a) ein spezieller Baum in Australien
b) ein Baum, der mit ausgeblasenen verzierten Eiern behangen wird
c) ein in den Anden lebendes Säugetier
5. Was ist ein Osterfeuer?
a) Ein großes Lagerfeuer das zu Ostern angezündet wird
b) ein sehr scharfes Kartoffelgericht
c) die Lampe im Hasenstall

Welche beiden Schneemänner sehen gleich aus?
Kannst du fünf Unterschiede bei den beiden Schneefrauen finden?

Großer Malwettbewerb! Was bedeutet Ostern für Dich?
Ostern ist für uns ein ganz besonderer Tag: Wir feiern das Leben, weil Jesus auferstanden ist! Was gefällt dir besonders an diesem Tag und überhaupt an der Osterzeit? Das Zusammensein mit der Familie? Die ersten Blumen im Garten? Die warmen, hellen Sonnenstrahlen? Die Osterkerze in der Kirche oder zu Hause auf dem Tisch? Die bunten Eier? Das leckere Osterfrühstück in der Gemeinde… Wir freuen uns auf ein Bild oder eine kleine Bastelarbeit von dir zum Thema: „Das bedeutet Ostern für mich!“
Bring dein Bild im Sekretariat der Gemeinde vorbei oder bitte deine Eltern, dass sie uns das Bild oder einen Scan per E–Mail oder WhatsApp schicken. Die Teilnahme ist auf diese Weise aus ganz Finnland oder auch aus dem Ausland möglich, und wir freuen uns sehr über Beiträge aus dem ganzen Land und aus aller Welt!
Tina Meyn, E–Mail tina.meyn@evl.fi, Telefon und WhatsApp +358 50 594 2485 Die lustigen Ideen zur Kinderseite kommen diesmal vom Spielhaus Kerava. Wir sagen Dankeschön!
Wieviel Schneeflocken zählst du?
Die Bilder und Ausdrucke werden während des Osterfrühstücks am Ostersonntag und noch eine Zeit danach im Gemeindesaal und in der Kirche ausgestellt. Jedes Bild „gewinnt“, und alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer erhalten eine Kleinigkeit. Darüber hinaus wird eine Jury einige Bilder prämieren. Für die schönsten Einsendungen gibt es z. B. einen Gutschein für ein Schwimmbad (z. B. Serena), einen Gutschein für eine Eisdiele (z. B. Il Gelato in der Markthalle), einen Gutschein für einen Bastel– oder Spielzeugladen (z. B. Flying Tiger, XS–Lelut) oder einen Gutschein für einen Süßigkeitenladen (z. B. Candy Town) zu gewinnen.
Einsendeschluss 28.3. — und vor Ort die letzte Malmöglichkeit beim Gottesdienst am Palmsonntag, 29.3.2026.
Wer an Ostern in der Kirche ist, kann seinen bzw. ihren Preis direkt mitnehmen. Bei allen anderen melden wir uns und kümmern uns um die Übergabe bzw. den Versand. Also: ran an die (Wachsmal– :) Stifte! Nicht vergessen: Name, Alter und eine Kontaktmöglichkeit gut sichtbar auf der Rückseite des Bildes angeben.

Die Pastorin fragt… und die Gemeinde antwortet:
Wer oder wie ist für dich
Gott?
Immer wieder werden an uns Pastorinnen von Gemeindemitgliedern Fragen gestellt — Fragen, die mit Gott und der Welt, mit dem Glauben und mit dem Leben zu tun haben. Unter der Rubrik ‚Gemeinde fragt, Pastorin antwortet‘ versuchen wir, solche Fragen auch in Deutsch–Evangelisch zu beantworten. Heute einmal andersherum. Was denken Menschen, die hin und wieder bei uns zum Gottesdienst gehen, die sich mehr oder weniger aktiv am Gemeindeleben beteiligen, die Mitglieder unserer Gemeinde sind oder auch nicht, über Gott? Ich habe diese Frage an einige Menschen gestellt und zahlreiche Antworten bekommen — Antworten, die mich sehr bewegen, die zum Nachdenken und zum Gespräch anregen. Sie machen deutlich: Was Menschen über Gott denken und wie sie Gott in ihrem Leben erleben, kann sich im Laufe des Lebens verändern. Erlebnisse, Gespräche und Begegnungen prägen, wie wir über Gott denken, wie wir unsere Gedanken formulieren und wie wir Gott in unserem Leben wahrnehmen.
Ich möchte diese Frage nun an alle Leserinnen und Leser weitergeben: Wer oder wie ist für dich Gott?

Denkt darüber nach, sprecht miteinander, sprecht mit uns Mitarbeitenden der Gemeinde. Wer möchte, kann seine Gedanken gern aufschreiben. Ich freue mich über weitere Antworten und Anregungen. In kommenden Ausgaben des Gemeindebriefes veröffentlichen wir gern weitere Beiträge. Bitte gebt dabei an, ob eure Gedanken veröffentlicht werden dürfen. Weitere Antworten bitte per E–Mail an paivi.lukkari@evl.fi
„Hallo Päivi, das ist aber eine tolle Frage. Und da ist mir zuerst eingefallen, wie man Gott bildlich darstellt: als älteren Mann mit wallenden Kleidern und langem, grauem Haar.
Eben solche Bilder, die ich auch bei Google finde, die versuchen, Gott darzustellen. Und dann lache ich und stelle mir sofort vor, wie ein japanischer, indischer oder afrikanischer Christ so ein Bild malen würde. Das finde ich sehr amüsant. Ja, irgendwie sucht man ein Bild zur Person. Aber das habe ich bei Gott sein lassen. Auch um nicht darüber nachdenken zu müssen, ob Gott nun tatsächlich männlich oder weiblich ist. Es hilft nichts — Gott akzeptiere ich einfach ohne Bild.
Auch wenn ich darüber nachdenke, wie denn die Dreieinigkeit ausschaut: Jesus — als langhaariger Darsteller aus Hollywood, den Heiligen Geist als Wolke (?!?) und Gott … Nun ja, Bilder bringen einen nicht weiter.
Für mich ist Gott eher so etwas wie mein Vater. Ich hatte einen sehr guten Vater, darum kann ich mir das auch leicht so vorstellen. Aber viel besser als beim leiblichen Vater ist, dass Gott für mich jederzeit verfügbar ist. Egal wann und wo — ich kann immer zu ihm sprechen! Beim Autofahren, Wandern, Essen, bei der Arbeit, unter der Dusche oder in der Kirche. Mit dem Antworten hapert es manchmal, weil das nicht in meinem Ohr ankommt. Aber es tut meiner Seele gut, wenn ich mich aussprechen kann. Und ich habe schon das Gefühl, dass diese Gespräche etwas bewirken. In diesem Sinn fühle ich mich bei Gott sehr gut aufgehoben! Er ist gewiss so weise, dass ich den Ratschlägen folgen kann. Mit meinem eckigen, kantigen und ungeraden Leben bin ich sehr gut bei ihm aufgehoben.
Und ob Gott Spaß versteht? Da denke ich: Wer so viele Überraschungen in die Schöpfung eingebaut hat, kann kein bierernster Typ sein. Der Gedanke freut mich sehr, und ich denke dann weniger an einen strafenden Gott. Aber letztendlich hebe ich mir deine Fragen, Päivi, für den Moment auf, an dem ich meinem Schöpfer entgegentrete. Denn dann wird das alles ganz einfach beantwortet sein ;-)“
„Es gibt mehrere Texte, die sich der Frage stellen, ob Gott nicht eher als Frau anstatt als Mann gesehen werden sollte. Ohne sich an der Genderdebatte beteiligen zu wollen, könnte es sinnvoll sein, die Frage geschlechtsneutral zu betrachten und zu überlegen, wie denn Gott den weltlichen Geschlechtern gleichermaßen begegnet werden könnte.
Analytisch und geschlechtsneutral bietet sich hier der naturwissenschaftliche Ansatz an, den schon vor ca. 100 Jahren Heisenberg sinnbildlich ins Gespräch brachte: „Wenn man aus dem Glas der Physik trinkt, wird man sehr schnell zum Atheisten. Je mehr man jedoch aus dem Glas trinkt, umso klarer zeigt sich am Boden des Glases das lächelnde Wesen Gottes.“ Sehr ähnlich sah dies sein Zeitgenosse Einstein, der sich zu den Grenzen der Wissenschaft sinnbildlich äußerte: „Der Alte würfelt nicht“.
Somit geht es bei der Frage nach Gottes Wesen wohl weniger um Bio– oder Ideologie, sondern im Wesentlichen darum, was all dem übergeordnet ist. Das Wesen bleibt hierbei unmessbar, ohne jedoch die Existenz des Wesens infrage zu stellen.
Der Mann mit weißem Bart, am Wolkenrand sitzend, ist hierbei wohl genauso zutreffend wie jede Antwort der künstlichen Intelligenz. Wir wissen es nicht — und genau das macht es so interessant, hierüber intelligente und ergebnisoffene Gespräche zu fördern und zu führen.“
„Für mich ist Gott allgegenwärtig. Wenn ich ein Dutzend Mal in der Woche „Mein Gott“ sage, ist das nicht nur eine Floskel, sondern schon mehr ein Hilferuf.
Das bedeutet, dass es für mich in der heutigen konfusen Welt eine höhere Macht — einen Gott — geben muss, der seinen Geboten nach alles richten wird.
Und weil Gott in mir ist, habe ich bis jetzt überlebt und darf 80 werden.
Das macht mich demütig und ein wenig stolz. Und gibt mir Energie, fortfahrend aktiv sein zu dürfen.“
„Mein Zugang zu Gott drückt sich ganz wesentlich in dem Lied „Weißt du, wieviel Sternlein stehen …“ aus, das ich nun schon fast 50 Jahre meinen (Enkel–)Kindern beim Zubettgehen singe.
Die erste Strophe versichert mir Gottes Schöpfung und seine Sorge um selbige: zählen, damit nicht eines fehlet. Und sie gibt mir die Gewissheit der Beständigkeit vor dem Hintergrund des Wandels (stehen versus gehen). Die zweite Strophe spricht von Mücklein und Fischlein. Besonders erstere sind keine Sympathieträger, und doch: „Gott der Herr rief sie mit Namen …“ Hier erhalte ich die Gewissheit seiner bedingungslosen Liebe zu seiner gesamten Schöpfung und ihren Kreaturen. Als die Kinder der dritten Strophe verstehe ich uns alle; wir sind Kinder Gottes, und Gott sieht mich. Ich kann aber nicht leugnen, dass sich hier manchmal ein Wermutstropfen ins Denken einschleicht. Obwohl ich Gottes Liebe sicher sein kann, pickst mich manchmal eine Mücke, aber seit die Jahreslosung von vor einigen Jahren „Ich glaube; hilf meinem Unglauben!“ bei mir angekommen ist, geht es besser.“
„Eine wirklich schwierige Frage, zumal sich mein Gottesbild im Laufe meines Lebens geändert hat. Wie einfach war es als Kind! Gott sieht und hört alles — also sei brav und folgsam.
Dabei war das religiöse Leben im Elternhaus nicht sonderlich ausgeprägt. Der Einfluss von außen bewirkte viel mehr; bewusst wurde mir das zur Konfirmation, zu meiner Zeit der Eintritt ins Erwachsenenleben.
Ich erkannte, dass ich in meinem Tun und Lassen auf mich selbst geworfen war. Gott war da eigentlich keine Hilfe, die Entscheidungen lagen bei mir. Das fand ich wenig tröstlich, wenn ich an den Gott meiner Kindheit dachte.
Diese Erkenntnis ließ mich zweifeln, und ich empfand die Verbindung zu meinem Gott weniger eng, aber dennoch irgendwie richtungsweisend.
Die Frage, warum Gott so viel Böses in der Welt zulässt, ist mit dem Wissen, er überlässt dir die Entscheidung, zwar für mich, aber nicht für das Weltgeschehen beantwortet.
Da wünsche ich mir einen Gott, der auch noch dem Dümmsten einen für alle gangbaren Weg zeigt.
Und das vermisse ich heute!“
„Ich begegnete Gott in einem Nahtoderlebnis und möchte an dieser Stelle erwähnen, dass Gott für mich nicht eine Person ist, das heißt ein menschenähnliches Wesen mit eigenem Willen und Bewusstsein, sondern eine Ebene, wie ich sie in einem Nahtoderlebnis erfahren konnte.
Seit diesem Erlebnis bin ich davon überzeugt, dass es diese Ebene gibt. Ich möchte diese Ebene aber gern als göttlich bezeichnen.
Was denke ich über Gott? Wer oder wie ist für mich Gott?
Gott ist für mich in allererster Linie ein Tröster, ein Halt in schwierigen Zeiten, ein moralischer Kompass sozusagen. Gott ist für mich der Ursprung des Lebens und des Universums, was meinem eigenen Dasein einen tieferen Sinn verleiht. Im Gebet ist Gott mir oft ein vertrauensvoller Partner, dem man Ängste, Sorgen und Dankbarkeit anvertrauen kann. Und gerade in der heutigen Zeit eine Quelle der Hoffnung, und er gibt mir die Gewissheit über ein Leben nach dem Tod (natürlich nicht mit dem Irdischen zu vergleichen).
Ich hoffe, die Zeilen sind nicht zu schwierig geschrieben. Aber irgendwie ist das Verhältnis zu Gott auch immer ein sehr persönliches. Ich hatte das Glück, durch mein Erlebnis — wenn auch ein sehr dramatisches Erlebnis — dem Suchen näher gekommen zu sein.“
„Was denke ich über Gott? Wer oder wie ist für mich Gott? Eine gute Frage, eine aufrüttelnde Frage. Schnell geantwortet: Gott ist der Urgrund des Seins, als solcher umfassend und unpersönlich.
Persönlich ist Gott für mich Gesprächspartner — täglich, stündlich, morgens wie abends, nächtens.
Oft sind es nur Stoßgebete, Fürbittgebete, Dankgebete, Lobpreise. Habe viele Bewahrungen erlebt, bin geführt worden, „mir geschah über Bitten und Verstehen“, jetzt im hohen Alter buchstabiere ich Gott wieder neu — täglich, nächtlich.
Ich sehe mich auch getragen von den Gebeten meiner Vorväter und Vormütter. Ihre Segnungen liegen ganz offensichtlich auf mir, und ich versuche, diesen Segen weiterzugeben auf unsere Tochter und unser Enkelkind und die nachrückende Generation.“
„Ich bin u. a. in einem katholischen Klostergymnasium aufgewachsen, wurde mit 14 Jahren in der evangelischen Landeskirche getauft und konfirmiert, habe beruflich viel Zeit in orthodoxen und in muslimischen Ländern verbracht, war in zwei Freien Evangelischen Kirchen aktiv und engagiere mich jetzt in der evangelischen Auslandskirche.
Zu meinem Freundes– und Bekanntenkreis gehörten Juden und Muslime ebenso wie Christen. So habe ich im Laufe der Jahre zahlreiche Gläubige kennengelernt, die die unterschiedlichsten Gottesbilder vertraten. Dennoch war ein Gespräch über Gott mit ihnen immer möglich. Weil wir in einem übereinstimmten: Gott ist die Liebe.
Und so lautet meine Antwort auf deine Frage, was oder wie Gott für mich ist: Gott ist die Liebe. Sie spüre ich, wenn ich in der Bibel lese, wenn ich im Gottesdienst bin oder mit Freunden über „Gott und Welt“ rede. Ich spüre diese Liebe in guten wie in schwierigen Zeiten. Und sie ist unzerbrechlich. Egal, was passiert ist, ich kann mich immer wieder auf sie berufen.“
„Ich fange mit einer Frage an, die ich aus einem Lieblingsbuch von mir habe („Hallo Mister Gott, hier spricht Anna“):
Glaubst du an „Gott“, Anna? Ja. Weißt du, was „Gott“ bedeutet? Ja. Was bedeutet er also? Na eben, dass er „Herr Gott“ ist.
Zusammengefasst bedeutet das für mich: Gott ist eben alles zusammen und alles auf einmal.
Meine persönliche Erfahrung zu Gott habe ich erst durch Schicksalsschläge machen können. In meiner Familie waren Kirche und Religion kein Gesprächsthema — das war noch zu DDR–Zeiten. Der Tod unseres Vaters und die Trennung von meinen Geschwistern (ich wurde von Pflegeeltern in Westberlin aufgenommen) waren damals tiefe Veränderungen in meinem jungen Leben, z. B. neue Umgebung, neue Menschen und dann der Schulwechsel.
Durch die Schule lernte ich das Fach Religion kennen. Eine neue Welt tat sich für mich auf. Ich habe dieses Fach mit großem Interesse geliebt.
Ich habe gelernt, wie man betet, und dass ich durch das Beten Trost bekam, wenn die Sehnsucht nach den Geschwistern zu groß wurde.
Auf meinem weiteren Lebensweg bin ich zu der Erfahrung gekommen, dass Gott für mich ein stellvertretender Vater geworden ist. Ich habe mit ihm eine Beziehung aufgebaut und mich darauf eingelassen. Er trägt mich, auch wenn ich nicht immer einverstanden bin mit dem, was er aufträgt oder was in der Welt oder im eigenen Umfeld geschieht. Da kann ich ihn schon manchmal mit heftigen Fragen konfrontieren. Mit Geduld und Ausdauer merke ich plötzlich, dass ich für vieles besseres Verständnis finde.
„Glaube an den einen ewigen allmächtigen Gott.“
„Kirchenkleider“
In der letzten Ausgabe des Gemeindebriefes haben wir angekündigt, dass wir eine neue Serie beginnen wollen. Es soll hierbei um sogenannte Kirchenkleider gehen. Diesmal jedoch nicht um Antipendien am Altar oder Talare der Pastorinnen und Pastoren, sondern um Tauf–, Konfirmations– und zum Beispiel Sargalben.
Die Taufe ist das erste große Fest eines neugeborenen Familienmitglieds. Das Baby wird der Familie und Freundinnen und Freunden vorgestellt, der Vorname oft erst in diesem Zusammenhang „verraten“. Das Kind wird in eine Gemeinde eingeschrieben und in Finnland auch häufig erst dann im Bevölkerungsregister eingetragen.
Das ist ein schöner Grund zum Feiern!
In vielen Familien gibt es Taufkleider, in denen kleine Täuflinge schon seit Generationen als Babys getauft wurden. Wir haben in der letzten Ausgabe des Gemeindebriefes nachgefragt und daraufhin auch einige schöne Bilder und Geschichten zugeschickt bekommen. Herzlichen Dank dafür!
Aber woher kommt die Tradition der Taufkleider? Welche Symbolik verbirgt sich dahinter? Braucht man ein Taufkleid, um getauft zu werden? Und was ist, wenn man keines hat?
Nach verschiedenen Quellen wurden schon in der Spätantike Getaufte — etwa bei den „alten Römern“ — nach der Taufe in weiße Gewänder gekleidet. Die weiße Farbe ist ein Symbol für Reinheit und Freude und zugleich ein Zeichen des christlichen Glaubens. Im Galaterbrief der Bibel (Gal 3,27) heißt es: „Denn ihr alle, die ihr auf Christus getauft seid, habt Christus angezogen.“ Dies wird als Aufruf verstanden, Christus „anzuziehen“, etwas Weißes, Neues zu tragen — als Zeichen.
Im Mittelalter, als Kinder noch vollständig untergetaucht getauft wurden, wickelte man ihnen nach der Taufe ein weißes Tuch um. Seit dem 17. Jahrhundert hatten Hebammen oftmals Taufkleider bei sich, die sie besonders an ärmere Familien verliehen. Viele Gemeinden vermieteten sogar Taufkleider in verschiedenen Preisgruppen an Familien.
Im 19. Jahrhundert kam es in Mode, Täuflinge in ein überlanges Kleid zu
kleiden. Mal wurde das Kleid aus dem Hochzeitskleid oder dem Schleier der Mutter genäht, mal aus einfachem Leinenstoff. Die Kleider wurden mit feinen Spitzen verziert und/oder bestickt, manchmal gab es auch ein Unterkleid dazu. In dieser Zeit kann man durchaus von einer eigenen „Taufmode“ sprechen.
In vielen Gemeinden in Finnland gibt es heute Taufkleider für kleine Kinder oder Taufalben für etwas größere Kinder, die für das große Fest ausgeliehen werden können. Auch in unserer Gemeinde haben wir seit Neuestem ein Taufkleid. Das Kleid ist aus einer alten Altardecke genäht — auch darin lässt sich eine besondere Symbolik entdecken. Ein zweites, etwas größeres Kleid ist noch in Arbeit. Es soll mit gehäkelten Spitzen verziert werden, die Gemeindesekretärin Anne Breiling über Jahre hinweg von Gemeindegliedern gesammelt hat. Aber darauf soll es wirklich nicht ankommen: Man braucht kein Taufkleid, um getauft zu werden. Jugendliche und Erwachsene können bei der Taufe auch einfach eine Alba tragen — oder das, worin sie sich wohlfühlen.
Hier stellen wir einige der Taufkleider vor, zu denen uns Bilder und persönliche Erinnerungen erreicht haben. Jedes von ihnen erzählt seine eigene Geschichte — von familiären Traditionen über besondere Lebenswege bis hin zu kreativen Ideen für die Gemeinde heute. Gemeinsam zeigen sie, wie viel Bedeutung, Sorgfalt und Liebe in diesen Kleidern steckt und wie eng sie mit den Lebensgeschichten der Menschen verbunden sind, die sie getragen oder bewahrt haben.

Wir danken allen Einsenderinnen und Einsendern herzlich für das Vertrauen und die Bereitschaft, diese mit uns zu teilen.
Ein Taufkleid, das weitergegeben wird: Drei Generationen, viele Taufen und ein Brunnenwasser, das verbindet
Hier ein (von meiner Mutter aufgenommenes) etwas dunkles Foto unseres Taufkleides. Es gibt dazu blaue und rosafarbene Bänder — je nachdem, welches Geschlecht getauft wurde.

Ich weiß, dass das Kleid kurz nach dem Krieg eine wichtige Anschaffung war. Die erste Taufe fand 1941 statt (Lea Lahtela, geb. Särkkä). Lea war die erste von vier Täuflingen in einer Geschwisterschar von 15 Kindern. Seitdem wurde das Kleid über drei Generationen hinweg verwendet — von meiner Mutter, meinem Bruder und mir sowie von den Kindern meines Bruders. Die letzte Taufe war im Jahr 2008 (Daniel Bauer). Das Kleid wurde außerdem an Verwandte und sogar an Bekannte ausgeliehen.
Meine eigenen Kinder hingegen wurden im Taufkleid der mütterlichen Familie getauft, das mindestens ebenso alt — wenn nicht sogar älter — ist.
Ein vielleicht ganz nettes Detail: Alle Kinder der Bauer–Cousinsschar (also die Kinder meines Bruders und meine) wurden mit Wasser aus dem Brunnen der Ferienhütte der Großeltern getauft.
Familie Bauer
Vom Hochzeitskleid zum Taufkleid:
Ein Festgewand wird zum Zeichen neuen Lebens
1899 wurde Hochzeit gefeiert. Das Hochzeitskleid sollte nun nicht nutzlos im Schrank hängen — man kam auf den Gedanken, es in ein Taufkleid zu verwandeln. Das war ein guter Gedanke.

Über all die Jahre hinweg wurde das Kleid von Generation zu Generation genutzt. Die letzte Taufe fand 2011 in Finnland statt — ein Mädchen wurde in diesem Kleid getauft.
Es war ein Risiko, das Kleid zu bügeln, da es über die Jahre sehr porös geworden ist. Zum Kleid gehören sowohl ein blaues als auch ein rosafarbenes Unterkleid sowie entsprechende Schleifen. Möge das Kleid einen ehrenvollen Platz finden.
Familie S.

Fünf Generationen unter Gottes Segen — ein Taufkleid auf langer Reise durch Zeit und Länder
Dieses Taufkleid gehört zu einer Familie, in der es seit Generationen für alle Täuflinge verwendet wird. Über mehr als ein Jahrhundert hinweg ist es sorgfältig aufbewahrt, behütet und weitergegeben worden — und wirkt bis heute fast wie neu. Je nach Taufe wurde das Kleid unterschiedlich ergänzt: Für Mädchen mit rosafarbenem Unterrock und rosa Schleifen, für Jungen mit hellblauen Akzenten. Insgesamt wurden 23 Kinder in diesem Kleid getauft — zwischen 1883 und 2021. Nach Familienüberlieferung wurde es von der Tante der ersten Kinder gefertigt.

Die Geschichte beginnt mit Benita, die im Jahr 1883 getauft wurde. Danach folgten ihre Brüder Victor (1884), Herbert (1887) und Edgar (1889) — alle vier Taufen fanden in Estland statt. Das Kleid blieb in der Familie von Victor und wurde bis heute bewahrt.
Victor hatte zwei Kinder: Edgar, 1923 in Berlin getauft, und Ingeborg, 1929 in Helsinki. Es folgten vier Enkelkinder, die alle in Finnland getauft wurden (1955, 1957, 1957 und 1959). Diese vier Enkel wiederum hatten insgesamt sechs Kinder, geboren zwischen 1983 und 1995. In der fünften Generation wurden bislang sieben Kinder zwischen 2009 und 2021 getauft. So spannt dieses Taufkleid einen beeindruckenden Bogen über fünf Generationen, mehrere Länder und ganz unterschiedliche Lebenswege — und bleibt doch ein verbindendes Zeichen des Anfangs, des Segens und der Zugehörigkeit.
Ein Taufkleid für die Gemeinde: Aus einer Altardecke genäht — ein gemeinsames Zeichen für neue Wege
Dieses Taufkleid wurde von mir eigens für die Gemeinde angefertigt. Es ist damit kein Familienerbstück, sondern ein bewusst neu gestaltetes Kleid, das künftig vielen Täuflingen zur Verfügung stehen soll.
Das Kleid wurde aus einer alten Altardecke genäht. Allein darin liegt eine starke Symbolik: Ein Textil, das über viele Jahre den Altar geschmückt und liturgische Feiern begleitet hat, erhält eine neue Form und einen neuen Ort — nah am Leben der Menschen, nah an den Anfängen eines neuen Lebenswegs. So verbindet das Kleid Altes und Neues, Tradition und Gegenwart, Gottesdienst und Familienfest.

Gedacht ist dieses Taufkleid als Gemeindekleid, das ausgeliehen werden kann — für Familien, die kein eigenes Taufkleid besitzen oder bewusst ein gemeinsames Zeichen der Gemeinde wählen möchten. Es steht damit für Offenheit, Teilhabe und die Zusage: Jedes Kind ist willkommen, unabhängig von Herkunft, Besitz oder Tradition. Ein zweites, etwas größeres Kleid ist bereits in Planung. Es soll mit gehäkelten Spitzen verziert werden, die ich über viele Jahre von Gemeindegliedern gesammelt habe — ein weiteres Zeichen dafür, wie aus vielen einzelnen Beiträgen etwas Gemeinsames wachsen kann!
Anne Breiling, Gemeindesekretärin der Deutschen Gemeinde in Finnland
Familie Mattila / Sjöstrand — mit Bild von Carita Herberz im Schoß ihrer Großmutter.
Mit dem Zug durch den Advent
Als Diakon muss man oft sehr schnell Dinge umplanen und sich an die Situation anpassen. Plötzlich sprang das Auto nicht an — was nun? Schnell eine Entscheidung treffen, den großen Rucksack packen und los zum Hauptbahnhof. Mit dem Zug geht es sehr gut, und wie man auf Finnisch sagt:
Junassa on hyvä matkustaa.
So bin ich nach Kokkola gefahren. In Kokkola anzukommen war eine Augenweide, denn hier lag Schnee, während es in Helsinki grau und trist war.
Am folgenden Tag bin ich mit dem Bus nach Jakobstad und Vaasa gefahren. Mit Bus oder Zug ging es gut; der Nachteil dabei ist, dass man von den Fahrplänen abhängig ist. Daher konnte ich einige persönliche Besuche nicht machen. Für mich war es bereits das zweite Mal, dass ich eine Adventsreise unternommen habe, um deutschsprachige Andachtsgottesdienste zu halten. Es war schön, wieder bekannte Gesichter zu sehen und dabei festzustellen, wie wichtig es für die Besucherinnen und Besucher ist, die deutsche Sprache zu hören. Im Durchschnitt waren es 16 Teilnehmende, und dabei hat jede Stadt ihren eigenen Charme. In Vaasa hat es mich besonders gefreut, dass auch Kinder dabei waren.
Am Sonntagmorgen, dem 14. Dezember 2025, kam ich um 6 Uhr mit dem Bus müde, aber wohlbehalten wieder in Helsinki an.

Auf dieser Reise habe ich gespürt, dass die deutsche Sprache für viele Menschen sehr wichtig ist und dass sie dadurch untereinander in Kontakt kommen. Ich wünsche allen Gemeindemitgliedern sowie allen deutschsprachigen interessierten Menschen nah und fern alles Gute und Gottes Segen. Euer Diakon Timo.
Timo Sentzke, Telefon +358 50 594 2498, E–Mail timo.sentzke@evl.fi
Segen für das Jahr 2026!
„…wir wünschen Euch ein fröhliches Jahr, Kaspar, Melchior und Balthasar!“
Auch in diesem Jahr haben die Sternsinger in Helsinki den Segen des Christkindes gebracht: zuerst in der Lichterkirche zum Epiphaniasfest in der Deutschen Kirche und einige Tage später im Deutschen Seniorenwohnheim in Munkkiniemi sowie in der Deutschen Botschaft auf Kuusisaari.
Die Kinder haben das Sternsingerlied gesungen, Verse aufgesagt und natürlich den Segen an die Türen geschrieben beziehungsweise Segensaufkleber zum Mitnehmen verteilt. Als Spende kamen dabei in unserer Gemeinde 124,57 Euro zusammen. Dieses Geld geht an das Sternsingermissionswerk, das sich in der diesjährigen Aktion gegen weltweite Kinderarbeit einsetzt.
In dem Informationsfilm zur Kampagne, den wir mit den Kindern zur Vorbereitung angeschaut haben, erfuhren wir, dass Kinder in Bangladesch zum Teil nur etwa einen Euro für mehr als sieben Stunden harte Arbeit in einer Fabrik verdienen. Mit dem gesammelten Geld wird es gelingen, dass bald mehr Kinder zur Schule gehen können.
Herzlichen Dank an alle, die diese Aktion unterstützt haben! Die Sternsingerkinder freuen sich schon jetzt auf das nächste Jahr — vielleicht sogar mit Verstärkung und weiteren Hausbesuchen, sodass noch lauter der Wunsch erklingt:
„Wir bitten nun, segne dieses Haus / und alle, die gehen da ein und aus. / Verleihe ihnen zu dieser Zeit / Frieden, Frohsinn und Einigkeit!“
Tina Meyn






Unsere Reise nach Tallinn!
In Deutsch–Evangelisch in Finnland Nr. 1 2025/2026 stand auf Seite 5 eine Anzeige: Senioren–Ausflug nach Tallinn am 10. Dezember 2025. Eine schöne Gelegenheit, um die Seniorinnen und Senioren der dortigen Deutschen Gemeinde zu treffen und ein bisschen durch Tallinn zu spazieren!
Wir — eine Gruppe von zehn Seniorinnen und Senioren mit Timo Sentzke — trafen uns am Westhafen und fuhren mit der Finlandia der Eckerö–Linie nach Tallinn. Dort holten uns zwei Mitglieder der Deutschen Gemeinde, Mariinna Hammerbeck und Frank Borchers, ab und brachten uns zum Heim der Gemeinde. Die Gemeinde in Estland hat keine eigene
Dann wurden wir von einem Senior, Herrn Hans Braun, in die Altstadt geführt: Er wollte uns die Kapelle der ukrainischen Gemeinde zeigen, die inzwischen wieder eingerichtet worden ist. In der Laboratorgasse, gleich neben der Stadtmauer, befindet sie sich in einem mittelalterlichen Gebäude. Sie ist etwas Besonderes, denn diese Gemeinde ist orthodox, aber mit lateinischem Ritus. Geweiht ist sie der Mutter Gottes mit den drei Händen. Es wurde schon dunkel, als wir durch die Altstadt über den Weihnachtsmarkt zur Nikolaikirche schlenderten; diese Kirche ist nicht mehr geweiht, sondern ein Museum. Dort gibt es einen sehr bekannten Totentanz, verschiedene Altäre und als Sonderausstellung einige Gemälde von El Greco — Leihgaben aus Toledo. Vom Turm aus hat man einen schönen Blick über die Stadt — im Sommer sicher sehr weit!

Kirche, sondern einen großen Raum und einen als Kapelle eingerichteten kleineren Raum im Untergeschoss eines Wohnhauses.
Dort wurden wir herzlich empfangen und mit Glühwein, Kaffee und allerlei Gebäck versorgt, bekamen aber auch Informationen über die Gemeinde. Sie hat etwa 200 Mitglieder in Tallinn und eine Nebenstelle in Tartu, wo es etwa 30 Mitglieder gibt. Die Gemeinde hat einen deutschen Pfarrer, dessen Gehalt sie selbst trägt und der zweimal im Monat einen Gottesdienst hält. In der Kapelle steht neuerdings eine richtige Orgel; sie wurde der Gemeinde von der Kirchengemeinde in Kaiserslautern überlassen, die sie nicht mehr benötigte. Frau Mariinna war so freundlich und spielte einige Kostproben für uns.
Danach wurde es Zeit, zum Hafen zurückzugehen; die Zeit reichte aber noch für ein paar Einkäufe. Das Schiff startete um 18.30 Uhr, und gegen 21 Uhr waren wir wieder im nebelig–feuchten Helsinki. Es war wirklich eine Reise, bei der wir Neues gelernt und viel Schönes erlebt haben. Wir danken der hiesigen Deutschen Gemeinde, dass sie diesen Ausflug möglich gemacht hat!
Mechtild Kostamoinen, im Seniorenwohnheim der Deutschen Gemeinde in Munkkiniemi
Deutsches Seniorenwohnheim in Helsinki: Schöne Studiowohnung 35,5 qm frei ab 1. April 2026

Wir haben eine renovierte Studiowohnung im historischen Gebäude zu vermieten: zweite Etage, hohe Decken, Parkettboden, moderne Küche, großes Badezimmer, Einbauschränke und Parkplatz. Die Studiowohnung verfügt über eine optimale Aufteilung in Schlaf–, Wohn– und Essbereich. Die Miete beträgt 1.092,73 Euro. Hinzu kommen 195 Euro für Gemeinschaftskosten und Dienstleistungen.
Ruhige Lage direkt am Meer im Stadtteil Munkkiniemi (Munksnäs), Nuottapolku (Notstigen) 2, 00330 Helsinki.
Anfrage zur Besichtigung bei Gulmira Akbulatova–Loijas, Leiterin des Deutschen Seniorenwohnheimes (DSWH): Telefon 044 219 9586
E–Mail leitung@dswh.fi www.dswh.fi

Der Stein ist weg: Halleluja!
Am Sonntag, dem 5. April, feiern wir gemeinsam Gottesdienst um 11 Uhr in der Deutschen Kirche in Helsinki.
„Die Platte am Grab ist weggerollt, die Gruft ist leer… statt Friedhofsluft ein helles Licht, weil Jesus auferstanden ist!“ Wir stimmen ein die Osterfreude und bringen die Steine, die uns den Weg versperren, ins Rollen. Aus dem, was schwer auf unserem Weg lag, wächst an diesem Morgen Hoffnung. Damit alle gut gestärkt sind, laden wir vorher herzlich zum Osterfrühstück um 9.30 Uhr in den Gemeindesaal ein. Alle sind herzlich eingeladen, etwas mitzubringen, sodass wir gemeinsam an der Ostertafel die Gaben teilen können. Während des Osterfrühstücks ist eine Teilnahme am Osterquiz 2026 möglich und in der Kinder–Kreativ–Ecke können Ostereier und Hoffnungssteine gestaltet werden. Ostereier zu finden gibt es vor und nach dem Gottesdienst.
Am 6. April laden wir zum Gottesdienst am Ostermontag um 11.30 Uhr in den Salon des Seniorenwohnheims in Munkkiniemi ein. In der Deutschen Kirche findet an diesem Ostermontag kein Gottesdienst statt.

Der nächste Gemeindebrief erscheint zur Sommerzeit — eure Artikel, Bilder, Leserbriefe und Rückfragen bitte bis zum 7. Mai 2026 an redaktion@deutschegemeinde.fi, oder per Post direkt an das Gemeindesekretariat schicken.
Alle Veranstaltungstermine finden sich übersichtlich auf den Seiten 16–17 in dieser Ausgabe des Gemeindebriefs, aktualisiert im Kalender im Internetfenster der Gemeinde unter der Adresse: deutschegemeinde.fi/ veranstaltungen

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Finanzverwalterin Kaija Härkänen
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Hauptpastorin Tina Meyn täglich außer freitags, Telefon +358 (0)50 594 2485, E–Mail tina.meyn@evl.fi
Gemeindepastorin Päivi Lukkari täglich außer montags und dienstags, Telefon +358 (0)40 540 8504, E–Mail paivi.lukkari@evl.fi
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