Skip to main content

Deutsch–Evangelisch in Finnland zur Trinitatiszeit 2026

Page 1


Deutsch–Evangelisch in Finnland

Wir leben in einer Zeit, die das Durchhalten bewundert: das Funktionieren, das Starksein, das aufrechte Weitergehen ohne zu wanken. Es scheint wichtig zu sein, immer mehr auszuhalten, die Fassung zu bewahren und alles tragen zu können. Der Sommer jedoch spricht eine andere Sprache. Er lädt uns ein, langsamer zu werden, loszulassen und neu wahrzunehmen, was uns trägt. Für viele Kinder und Jugendliche ist dabei gar nicht entscheidend, was im Sommer alles geschieht — Hauptsache, er fühlt sich anders an als der gewohnte Alltag.

Für mich selbst ist der Sommer seit vielen Jahren eine intensive Zeit voller Konfirmandenfreizeiten und Sommerlager. Auch dort versuchen wir, Räume zu schaffen, die aus dem Alltag herausführen und neue Erfahrungen ermöglichen. Der Sommer ist außerdem eine Zeit der Feste und Begegnungen. Treffen mit Verwandten und Freunden werden möglich, die sonst an Zeitmangel oder Entfernungen scheitern würden. Im christlichen Glauben liegt in Begegnungen ein besonderer Segen. Sie laden uns dazu ein, offen füreinander zu bleiben — dafür, dass andere Menschen Güte, Einsicht und Bewahrung in unser Leben bringen können. Manche Begegnungen tragen Licht in unser Leben — oft leise und unerwartet. Deshalb lade ich Sie und euch herzlich ein zu unseren Sommercafés, Ausflügen, Konzerten und Gottesdiensten.

Unsere Kirche in Helsinki ist den ganzen Sommer über werktags als ‚Offene Kirche‘ zugänglich — ein Ort, an dem man einfach hereinkommen, verweilen und zur Ruhe finden kann. Möglich wird dies durch unsere Jugendlichen, die bei uns einen Sommerjob machen.

In diesem Jahr denke ich besonders an das Aufbrechen des Sommers: an das helle Grün der ersten Blätter, an die Schönheit der Natur, an neues Leben und an das stille Wunder des Wachsens. Das Grün der Bäume, das sich bis zum Hochsommer vertieft, erinnert uns an die liturgische Farbe Grün. Auch die Konfirmandinnen und Konfirmanden lernen, dass Grün für Hoffnung, Wachstum, Leben und die Schöpfung steht. Dafür wollen wir als Gemeinde stehen.

Für mich ist die Kirche ein Ort der Hoffnung, des Wunders und des Segens. Im Buch Jeremia verheißt Gott: „Ich gebe euch Zukunft und Hoffnung.“ Wachstum geschieht nicht nur in der Ruhe des Sommers. Es kann auch Verunsicherung bedeuten, Veränderung und Aufbruch. Neues kann Vertrautes infrage stellen oder ungeahnte Möglichkeiten eröffnen. Allen, die in diesem Sommer von Wachstumsschmerzen, neuen Chancen, Aufbruch oder vielleicht auch Verunsicherung berührt werden, möchte ich mit den bekannten Worten aus Psalm 139 Gottes Segen zusprechen:

„Herr, du erforschest mich und kennest mich. Ich sitze oder stehe auf, so weißt du es; du verstehst meine Gedanken von ferne. Ich gehe oder liege, so bist du um mich und siehst alle meine Wege.

Denn siehe, es ist kein Wort auf meiner Zunge, das du, Herr, nicht alles wüsstest.

Von allen Seiten umgibst du mich und hältst deine Hand über mir.“

Nach einem Sommer voller Leben, Wachstum und neuer Träume sehen wir uns wieder. Bis dahin wünsche ich Ihnen und euch alles Gute und Gottes reichen Segen.

Nadia Lindfors, Gemeindepädagogin

ABKÜNDIGUNGEN AUS DEN KIRCHENBÜCHERN

TRAUUNG

Antonia Maria Helena Aalto, Deutsche Gemeinde, und Jockum Backman, Grankulla Svenska Gemeinde.

TAUFE

Leah Alexandrine Sofia Gummerus am 21.2.2026.

Conrad Marco Wilhelm Tolppanen am 22.2.2026.

Leon Lauri Elian Tiivola am 22.2.2026.

Benjamin Alexander Maximilian Hagman am 14.3.2026.

Fredrik Edvard Eric Willamo am 12.4.2026.

BEERDIGUNG

Irma Katarina Heydemann, geborene Nikkola, geboren am 23.3.1936 in Helsinki (Helsingfors), gestorben am 6.2.2026 in Espoo (Esbo).

Katharina Ellengard von Fircks, geborene Lindh, geboren am 14.11.1943 in Wreschen, gestorben am 15.2.2026 in Helsinki (Helsingfors).

Heinz Bernd Brückner, geboren am 14.2.1950 in Gahlens (Deutschland), gestorben am 2.3.2026 in Järvenpää (Träskända).

Susanna Maria Kraaz, geborene Krause, geboren am 4.10.1957 in Helsinki (Helsingfors), gestorben am 2.3.2026 in Helsinki (Helsingfors).

Elise Ingeborg Niemeier, geborene Virtanen, geboren am 9.7.1932 in Turku (Åbo), gestorben am 21.3.2026.

Ulla Erika Holmbom, geborene Karrasch, geboren am 4.7.1944 in Turku (Åbo), gestorben am 9.5.2026 in Turku.

Die Gemeinde ist auch im Sommer für Euch da!

Auch während der Sommerzeit bleibt unsere Kirche ein offener Ort der Begegnung, der Ruhe und des Gebets. Die Kirche ist werktags von 10–16 Uhr geöffnet und wird in den Sommermonaten von unseren Sommerjugendlichen betreut.

Das Gemeindebüro ist bis Juhannus (22.6.) montags bis mittwochs von 10–14 Uhr geöffnet — telefonisch auch an anderen Tagen erreichbar. Im Juli erreicht man uns telefonisch +358 50 532 1975 oder E–Mail deutschegemeinde@evl.fi

Für unsere pastoralen Mitarbeitenden, hauptamtlichen Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner gelten im Sommer folgende Urlaubszeiten:

• Pastorin Päivi Lukkari vom 18.5.–29.6.2026

• Pastorin Tina Meyn vom 28.6.–25.7.2026

• Diakon Timo Sentzke vom 22.6.–24.7.2026 — Vertretung in dringenden Fällen ist Bernard Ruh, Telefon 050 594 2498

• Finanzverwalterin Kaija Härkänen vom 1.–19.6.2026

— bleibt fortwährend über das Gemeindebüro erreichbar!

Wir wünschen allen einen gesegneten, erholsamen und sonnigen Sommer!

Gemeindewahlen in diesem Jahr — Verantwortung gemeinsam gestalten Noch bis zum 15. September 2026 haben wir Zeit, geeignete Kandidatinnen und Kandidaten für die Gemeindewahlen zu finden. Die Wahl der neuen Kirchenbevollmächtigten findet zwar erst im November statt, doch bereits zwei Monate vorher müssen die Kandidierenden feststehen. Gesucht werden Menschen, die in den kommenden vier Jahren Verantwortung für die Entwicklung unserer Gemeinde übernehmen möchten: Menschen, die sich einbringen, mitgestalten und neue Ideen entwickeln wollen. Große Vorkenntnisse braucht es dafür nicht. Neben den gesetzlich festgelegten Bedingungen — konfirmiert zu sein, spätestens seit dem 15.8.2026 als Gemeindeglied eingetragen zu sein und am Wahltag (15.11.2026) das 18. Lebensjahr vollendet zu haben — braucht es vor allem die Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen und gemeinsam Kirche zu gestalten.

Eine erste Informationsveranstaltung im Onlineformat hat bereits am 26. Mai stattgefunden. Ein weiterer Infoabend wird nach der Sommerpause am 6. August um 17.30 Uhr hybrid organisiert. Dort besteht die Möglichkeit, auch aus der Ferne Fragen zu stellen, mit derzeitigen Gemeindevertretenden ins Gespräch zu kommen und mehr über die Aufgaben der Kirchenbevollmächtigten zu erfahren.

Die nächste öffentliche Versammlung der Kirchenbevollmächtigten (KBV) ist am 29. September 2026. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen, bereits einmal zuzuschauen.

 deutschegemeinde.fi / gemeindewahlen

Zum Titel: Einsteigen bitte! Gemeinsam unterwegs durchs Leben, durch den Glauben, durch den Sommer. Im Kirchenboot ist Platz für viele — zum Mitfahren, Mitrudern, Mitgestalten und vielleicht auch zum Entdecken des eigenen Platzes in der Gemeinde.

„… ich bin Daniel, der neue Zivi“

Daniel Svensk ist der neue Zivildienstleistende der Gemeinde. Er ist 19 Jahre alt und wohnt in Haaga. Im Jahr 2025 machte er sein Abitur und legte danach ein Gap Year ein. In seiner Freizeit verbringt er gern Zeit mit Freunden und ist außerdem gerne draußen in der Natur unterwegs. Für Daniel war schon früh klar, dass er seinen Wehrdienst als Zivildienst absolvieren möchte. Dass er seinen Dienst nun in einer Gemeinde machen kann, freut ihn besonders. Er nimmt selbst regelmäßig mit Freunden an Jugendabenden seiner Heimatgemeinde teil und absolvierte bereits während der Schulzeit ein Praktikum in einer Gemeinde. Als er die Stellenanzeige der Deutschen Gemeinde sah, sprach ihn diese sofort an — auch wegen der vielseitigen Arbeitsaufgaben. Daniel ist froh über seine Entscheidung und fühlt sich in der Deutschen Gemeinde sehr wohl. Jeden Tag lernt er etwas Neues und sammelt wertvolle Arbeitserfahrungen.

Olen Daniel Svensk, seurakunnan uusi siviilipalvelusmies. Kiinnostuin Saksalaisen seurakunnan siviilipalveluspaikasta erityisesti työn monipuolisuuden ja seurakuntatyön vuoksi. Viihdyn työssäni erittäin hyvin ja opin joka päivä jotain uutta.

Teddy

vermisst

seine Familie…

und auch einige Regenschirme, Schuhe und Schlüssel hoffen auf ein Wiedersehen

Nach Gottesdiensten, Gemeindefesten, Kinderaktionen und Treffen bleibt in unseren Gemeinderäumen immer wieder etwas zurück: ein kleiner Teddy, einzelne Schuhe, Regenschirme, Trinkflaschen, Schlüssel oder andere kleine Alltagsbegleiter, die offenbar sehnsüchtig auf ihre Menschen warten. Vielleicht vermisst also nicht nur jemand seinen Teddy — sondern auch der Teddy seine Familie.

Alle Fundsachen, die bis zum Erntedankgottesdienst am 3.10.2026 nicht abgeholt wurden, werden anschließend zum Kierrätyskeskus gebracht. Bitte schaut bis dahin doch einmal nach, ob etwas Euch gehört.

Die Fundsachen können im Gemeindesekretariat oder beim Küster abgeholt werden.

Renovierungsarbeiten im Gemeindehaus

In diesem Sommer werden die Fenster im Gemeindesaal — und etwas später im Eingangsbereich und Clubzimmer renoviert. Die Arbeiten beginnen mit den Sommerferien im Juni und sollen zum Schulbeginn Anfang August abgeschlossen sein. Aus diesem Grund kann der Gemeindesaal in den Ferien nicht — oder nur sehr eingeschränkt — genutzt werden.

Wenn die Fensterarbeiten abgeschlossen sind, beginnen wir voraussichtlich im Herbst mit einer Neugestaltung der kleinen Küche hinter dem Kaminzimmer.

Wir bitten um Verständnis für mögliche Einschränkungen während der Bauphasen und freuen uns schon jetzt auf frische Ausblicke aus dem Gemeindehaus und leckere Düfte aus der neuen Küche.

Mit sommerlichen Grüßen, Euer Küster Tobias Petruzelka

Mitfahrgelegenheiten zu unseren Gottesdiensten

— gemeinsam unterwegs !

Nicht alle kommen gleich leicht zum Gottesdienst oder zu Veranstaltungen der Gemeinde. Gleichzeitig gibt es viele Menschen, die noch einen freien Platz im Auto hätten. Warum also nicht miteinander fahren?

In diesem Sommer möchten wir ausprobieren, Mitfahrgelegenheiten für Gottesdienste und Gemeindeveranstaltungen unkompliziert über eine WhatsApp–Gruppe zu organisieren. Vielleicht entsteht daraus etwas, das vielen guttut: mehr Begegnung, mehr Gemeinschaft und ein leichterer Weg zur Kirche. Wer mit dem Auto unterwegs ist und andere mitnehmen könnte, darf sich genauso gern melden wie Menschen, die sich über eine Mitfahrgelegenheit freuen würden.

Die Koordination übernimmt Diakon Timo Sentzke über eine WhatsApp–Gruppe. Meldet Euch einfach bei ihm — ganz gleich, ob mit Auto oder ohne… kommt einfach direkt in die Gruppe mit dem QR–Code hier rechts auf der Seite.

Vielleicht wird daraus ja ein schönes neues Stück gelebter Gemeinschaft in unserer Gemeinde.

Diakon

In diesem Sommer freuen wir uns auf ein Wiedersehen mit…

Superintendent i. R. Reiner Rinne wird am Sonntag, den 12.7.2026, und Sonntag, den 19.7., die Gottesdienste in der Deutschen Kirche in Helsinki übernehmen.

Von 1988 bis 1994 war Reiner Rinne Hauptpastor unserer Gemeinde und lebte mit seiner Familie im Pfarrhaus. In diesem Sommer ist er in Finnland zu Gast und wir freuen uns auf die Begegnung mit ihm!

Sommerausflug für Familien nach Tallinn ins Proto–Museum

Am Samstag, den 6. Juni 2026, wollen wir gemeinsam das PROTO–Museum in Tallinn besuchen. Die „Erfindungsfabrik“ ist ein interaktives Technik- und Wissenschaftserlebniszentrum für alle Altersgruppen — mit viel zum Ausprobieren, Entdecken und Staunen. Wir können dort unter anderem Flugmaschinen testen oder virtuelle Abenteuer erleben. Das Museum befindet sich im Hafenviertel Noblessner in einer ehemaligen U–Boot–Werft.

Jede Familie bucht ihre Fährtickets selbst. Wir treffen uns um 13 Uhr direkt vor dem PROTO–Museum. Im Anschluss besteht die Möglichkeit, gemeinsam die Deutsche Gemeinde in Tallinn zu besuchen oder die Stadt auf eigene Faust zu erkunden.

Der Museumseintritt ist für Familien, bei denen mindestens ein Familienmitglied zur Deutschen Gemeinde in Finnland gehört, kostenfrei!

Alle anderen bitten wir um einen Unkostenbeitrag von 10 Euro pro Erwachsenen und 5 Euro pro Kind. Vorgeschlagene Fährverbindung für eine gemeinsame Reise mit der Eckerö Line vom Westhafen in Helsinki: Hinfahrt: 9–11.15 Uhr

Rückfahrt: 18.30–21Uhr

Wer möchte mitfahren? Bitte meldet Euch bis Mittwoch, den 4. Juni, bei Tina, tina.meyn@evl.fi, Telefon +358 50 594 2485 — auch per SMS, WhatsApp oder Signal. Wichtig!

Niemand soll aufgrund des Fährticketpreises zu Hause bleiben müssen… wer einen Zuschuss benötigt, melde sich bitte direkt bei Tina oder Timo, E–Mail timo.sentzke@evl.fi, Telefon +358 50 594 2498.

Gemeinsame Herbsttage in Sipoo und am

Meer…

Endlich wieder: Seniorenfreizeit in Sipoo — jetzt anmelden! Nach längerer Pause möchten wir im bunten Herbst endlich wieder einige gemeinsame Tage verbringen. Dafür ist das schöne Haus Nilsasgård der Sipoo-Gemeinde von Mittwoch, 30. September, bis Freitag, 2. Oktober 2026 für unsere Seniorenfreizeit reserviert.

Gemeinsam wollen wir diese Tage mit Gesprächen, Spielen, Spaziergängen, gutem Essen und Sauna gestalten. Außerdem planen wir einen Besuch der alten und der neuen Kirche in Sipoo und möchten die herbstliche Natur genießen, zur Ruhe kommen und Zeit füreinander haben.

Die Kosten für die Freizeit betragen ca. 120 Euro inklusive Vollverpflegung. Da die Plätze begrenzt sind, bitten wir um Anmeldung bis spätestens 31. August 2026 bei Timo Sentzke. Wer nicht die ganze Freizeit mitmachen kann, hat außerdem die Möglichkeit, uns am Donnerstag als Tagesgast zu besuchen. Auch unsere regelmäßigen Seniorentreffs starten nach der Sommerpause wieder:

Mittwoch, 9. September, 14 Uhr Seniorentreff mit Kaffee, Kuchen und gemeinsamer Fragesportrunde im Deutschen Seniorenwohnheim in Munkkiniemi (Nuottapolku 2)

Mittwoch, 7. Oktober, 14 Uhr Gemeinsames Erntedankfest im Seniorenwohnheim!

Wir freuen uns auf viele schöne Begegnungen und gemeinsame Stunden im Herbst!

Und wenn Ihr sonst noch etwas auf dem Herzen habt, bin ich gerne für Euch da. Vom 29.6.–26.7. bin ich allerdings im Sommerurlaub — während dieser Zeit bleibt Bernard Ruh jederzeit für Euch ansprechbar und erreichbar — selbe Telefonummer.

Ich wünsche uns allen einen schönen Sommer — sonnig, gut erträglich, voller kleiner Lichtblicke und mit vielen Gründen zum Lächeln.

Euer Diakon Timo Sentzke.

Schulanfang: Klingt gut!

Mit dem ersten Schultag beginnt für viele Kinder und Familien ein neuer Lebensabschnitt voller Spannung, Neugier, neuer Freundschaften und vieler unbekannter Geräusche, Stimmen und Eindrücke. Deshalb feiern wir am Dienstag, den 11. August, um 17 Uhr in der Deutschen Kirche in Helsinki einen besonderen Einschulungsgottesdienst.

Willkommen sind alle Kinder, die nach den Sommerferien in die erste Klasse kommen — ganz gleich, ob sie eine finnische, schwedische oder die Deutsche Schule besuchen werden. Gemeinsam möchten wir die Erstklässlerinnen und Erstklässler segnen und sie mit guten Gedanken, Liedern und Gottes Begleitung auf ihren neuen Weg schicken.

Das Motto 2026 „Schulanfang: Klingt gut!“ entführt uns in die Welt der Töne, Klänge und Geräusche, zu der auch Singen, Tanzen und „Wimmeln“ gehören. Gemeinsam wollen wir entdecken, wie bunt, lebendig und vielfältig ein neuer Anfang klingen kann.

Wir feiern den Gottesdienst auf Deutsch mit finnischen und schwedischen Elementen, sodass für alle auch etwas in der eigenen Muttersprache dabei ist. Im Anschluss gibt es ein Eis für alle Kinder.

Kutsumme kaikki, missä tahansa koulunsa aloittavat ekaluokkalaiset perheineen siunaamistilaisuuteen torstaina 11.8. kello 17. Hartaushetken päätteeksi on kaikille lapsille tarjolla jäätelöä. Juhlimme jumalanpalvelusta saksaksi, jossa on suomen- ja ruotsinkielisiä elementtejä, jotta jokaiselle on tarjolla jotakin omalla äidinkielellään..

Välkommen med hela familjen till välsignelse inför skolstarten torsdagen den 11.8 klockan 17 i vår kyrka. Välsignelse betyder att vi samlas för att be Gud om allt gott: trygghet, hälsa, glädje, vänner och allt som vi tycker är viktigt. Det finns glass för alla efter andakten. Vi firar gudstjänsten på tyska med inslag av finska och svenska, så att det finns något för alla på deras modersmål.

Nadia Lindfors, Gemeindepädagogin

Von Erde, Wasser und kleinen Samenkörnern — Herbstreise

der Gemeindepastorin

Um Dankbarkeit geht es in den Erntedankgottesdiensten. Wir sind Gott dankbar, dass das, was wir im Frühjahr gesät haben, Erträge gebracht hat und wir auch in diesem Jahr genug zu essen und zu trinken haben. Zum Erntedankgottesdienst können allerlei Gaben mitgebracht werden, mit denen wir den Altar schmücken: Äpfel und Kartoffeln, Brot und Blumen, Pilze und Beeren.

In diesem Gottesdienst wird es aber auch um ganz andere Samen gehen, die gesät und gepflegt werden. Gute Erde braucht man und Wasser, um die Samen zu begießen. Und dann wächst da etwas in uns — schlägt Wurzeln, die uns tragen, treibt Blätter und Blumen aus, und wir selbst fangen an zu blühen…

… wie das geht? Kommt und seht und erlebt!

Nach den Gottesdiensten sind alle herzlich zum Kirchkaffee und –kuchen oder zur Bratwurst eingeladen. Denn Gemeinschaft und Gespräch miteinander brauchen wir genauso wie das Singen und Beten im Gottesdienst.

• Rovaniemi am Samstag, 5. September 2026, um 15 Uhr

• Oulu am Sonntag, 6. September

• Savonlinna am Freitag, 11. September, um 18 Uhr

• Lahti am Samstag, 12. September, um 18 Uhr

• Tampere am Sonntag, 13. September, um 15 Uhr

• Joensuu am Samstag, 26. September, um 12 Uhr

Seid herzlich willkommen!

Gottesdienst in Puumala

Herzlich willkommen zum finnisch–deutschen Gottesdienst am 19. Juli 2026 um 10 Uhr in der Kirche von Puumala zum gemeinsamen Gottesdienst für finnische Gemeindemitglieder und deutschsprachige Einwohner und Urlauber. Sprachen des Gottesdienstes sind Finnisch und Deutsch.

Nach dem Gottesdienst sind alle herzlich zum Kirchkaffee eingeladen. Dies bietet eine schöne Gelegenheit, miteinander ins Gespräch zu kommen und neue Kontakte zu knüpfen.

In Puumala und den angrenzenden Gemeinden leben zahlreiche deutschsprachige Menschen. Zudem halten sich viele Urlauber in der Region auf, die die deutsche Sprache beherrschen. Auf Veranlassung des Finnisch–Deutschen Vereins in Mikkeli wird dieser Gottesdienst von der Gemeinde Puumala in Zusammenarbeit mit der Deutschen Evangelisch–Lutherischen Gemeinde in Finnland durchgeführt. Der Gottesdienst wird von Päivi Lukkari, Gemeindepastorin der Deutschen Gemeinde in Finnland, zusammen mit Helena Castrén, Pastorin der finnischen Gemeinde, gestaltet.

„Aus

der Geschichte und Erinnerungen — ein Abend mit Zeitzeugen“

Im kommenden Jahr 2027 feiert die Deutsche Gemeinde in Turku ihr 100–jähriges Bestehen. Schon jetzt wollen wir beginnen, uns gemeinsam auf dieses besondere Jubiläumsjahr einzustimmen. Bei den Gemeindeabenden im Herbst 2026 und Frühjahr 2027 begegnen wir Zeitzeuginnen und Zeitzeugen aus verschiedenen Epochen der Gemeindegeschichte — Menschen, die erzählen können, wie Gemeinde früher gelebt, gefeiert und erlebt wurde.

Den Auftakt der Reihe bilden am 12. August um 18 Uhr die beiden Familien Sentzke: die Söhne und Schwiegertöchter von Propst Geert Sentzke, dem ersten Pastor der Gemeinde von 1928 bis 1946.

Der Abend wird von Päivi Lukkari moderiert — herzlich willkommen in Turku zum Gemeindeabend in der Kaskenkatu!

Zwischen Mittelalter und Moderne — Gemeindeausflug und Gottesdienst in Lieto

Mitten im Herzen von Lieto erhebt sich die St.–Petri–Kirche — eine der schlichten, aber eindrucksvollsten Granitkirchen in Varsinais-Suomi. Ihre Wurzeln reichen tief ins Mittelalter: Erste Erwähnungen der Gemeinde stammen aus dem Jahr 1331, und die heutige Steinkirche entstand nach neuesten Forschungen um das Jahr 1500. Unter ihren Mauern liegen vermutlich mehrere Generationen früherer Holzkirchen verborgen.

Wer die Kirche betritt, spürt Geschichte: die stillen Kirchpfeiler, die wenigen erhaltenen mittelalterlichen Weihekreuze und die geheimnisvollen, in Ziegel geritzten Schlüssel — das Zeichen des heiligen Petrus. Auch der Glockenturm aus dem Jahr 1766 und die historischen Glocken erzählen von Jahrhunderten des Glaubens und des Dorflebens. Nach einer umfassenden Renovierung in den Jahren 2021–2022 zeigt sich der Innenraum heute modern, offen und einladend. Der Altar steht nun in der Mitte der Gemeinde — ein kraftvolles Symbol für Gemeinschaft, Nähe und Erneuerung. Die neuen Orgeln, die 2024 eingeweiht wurden, verleihen dem Raum eine besondere Klangfülle.

Wir wollen gemeinsam diese besondere Kirche entdecken und dort auch Gottesdienst feiern.

Gottesdienst in Lieto am Sonntag, dem 23. August, um 12 Uhr in der St.–Petri–Kirche, Kirkkotie 14

Nach dem Gottesdienst zeigt uns Hauptpastor Risto Leppänen die Kirche und erzählt von der Geschichte und Gegenwart der Gemeinde. Danach sind alle herzlich zum Kirchkaffee und Gespräch eingeladen. Lassen wir uns von der Mischung aus mittelalterlicher Ruhe und moderner Offenheit inspirieren!

Märchenhaftes

Plauderstündchen mit Gebäck

Ab und zu begegnen wir bei den Brüdern Grimm auch dem Teufel — manchmal sogar samt Großmutter. Doch mit Klugheit, Mut und einer guten Portion List lässt er sich am Ende überwinden. Gemeinsam wollen wir zuhören, erzählen, lachen und entdecken, wie die alten Märchen von Gut und Böse, Angst und Hoffnung erzählen.

Dies märchenhafte Plauderstündchen mit Gebäck findet am Samstag, den 29. August 2026, von 15 bis 17 Uhr in der Kaskenkatu in Turku statt.

„Ahnenforschung — interessanter als jeder Krimi“

Woher kommen wir? Welche Geschichten verbergen sich hinter alten Namen, vergilbten Fotos und vergessenen Dokumenten? Wer einmal mit Ahnenforschung beginnt, merkt schnell: Familiengeschichte kann spannender sein als jeder Kriminalroman.

Beim Gemeindeabend in Turku am 10. September 2026 um 18 Uhr erzählt Conny Conrads von ihren Erfahrungen mit der Ahnenforschung und von den Möglichkeiten, die sie seit 1990 kennengelernt und ausprobiert hat. Dabei geht es um überraschende Entdeckungen, historische Spuren und die Freude am Suchen und Finden.

Deutsch–schwedischer Gottesdienst am 20. September um 11 Uhr in der Deutschen Kirche in Helsinki

Die deutsche Sprache ist das, was uns in der Deutschen Gemeinde verbindet. Deutsch ist aber auch mehr als nur eine Sprache. In unserer Gemeinde gibt es viele, deren Muttersprache Deutsch ist und sehr viele, die auf Schwedisch oder Finnisch aufgewachsen sind. Ein zweisprachiger Gottesdienst lebt ganz in der deutschen Gottesdienstkultur, nimmt aber gleichzeitig wahr, dass es hin und wieder wichtig sein kann, zwischen den Sprachen und Kulturen zu vermitteln. Das wollen wir tun und laden herzlich ein zum zweisprachigen, deutsch–schwedischen Gottesdienst mit Diakon Timo Sentzke und Gemeindepastorin Päivi Lukkari.

Låt oss fira gudstjänst på

två språk!

Hjärtligt välkomna till tysk-svensk gudstjänst på söndagen den 20.9 kl 11.00 i Tyska kyrkan.

Det tyska språket är det som förenar oss i vår församling. Men tyska är i det här sammanhanget också mer än bara ett språk. I vår församling finns det många människor som har tyska som modersmål och flera som har vuxit upp med svenska eller finska som modersmål. En tvåspråkig gudstjänst lever helt och hållet i den tyska gudstjänstkulturen, men använder båda språken.

Gudstjänsten kommer att firas med diakon Timo Sentzke och kaplan Päivi Lukkari.

„Identität

unterwegs

— Leben zwischen Jyväskylä und Jüterbog“

Identität ist nichts Statisches. Sie entsteht im Unterwegssein, im Erinnern und im Neuanfang. Zwischen Herkunft und neuer Heimat, zwischen vertrauten Sprachen und neuen Erfahrungen verändert sich oft auch der Blick auf sich selbst.

Bei unserer herbstlichen Gesprächsrunde in Jyväskylä wollen wir gemeinsam darüber nachdenken, was uns geprägt hat, was uns trägt und wie wir mit den Spannungen und Möglichkeiten eines Lebens zwischen verschiedenen Orten und Kulturen umgehen. Mit dabei ist Päivi Lukkari.

Herzlliche Einladung zu einem Gesprächsabend am Donnerstag, den 24. September 2026, um 18 Uhr im Äijälän talo, Äijälänkuja 6, Jyväskylä.

Märchenhaftes

Plauderstündchen mit Kartoffelpuffern

Von Fischerinnen und Spinnerinnen soll die Rede sein, von Himmel und Erde, von klugen Menschen und wundersamen Wendungen. Dazu gibt es Kartoffelpuffer mit Apfelmus und ein wenig herbstliche Dekoration mit Blick auf das bevorstehende Erntedankfest.

Herzlich willkommen am Samstag, den 26. September, von 15 bis 17 Uhr in der Kaskenkatu in Turku.TURKU

Ein besonderer Gottesdienst an einem besonderen Ort

Bevor die Kapellengemeinde Turku im kommenden Jahr ihren 100. Geburtstag feiert, gilt es in diesem Jahr schon ein wenig zu üben. Deshalb lädt sie Alt und Jung aus nah und fern trotz Ferienzeit in die Schule ein. Genauer gesagt in das Restaurant „Schule“, das Panimoravintola Koulu in der Eerikinkatu 18.

Am Sonntag, den 14. Juni, um 15 Uhr läutet unsere Pastorin Tina Meyn dort allerdings nicht die Glocke zum Unterricht, sondern ruft zum Gottesdienst. Gemeinsam wollen wir danken für 99 Jahre Deutsche Evangelische Gemeinde in Turku.

Warum gerade an diesem Ort? Weil hier alles begann…

… ein wenig Geschichte gefällig? Das passt doch bestens zur Schule: Vor langer Zeit, genauer gesagt im Jahr 1880, wurde in Helsinki auf Betreiben der Konsuln Baron von Lamezan und Gustav Paulig der konfessionsübergreifende „Deutsche Wohltätigkeitsverein“ ins Leben gerufen. Neben Tampere und Viipuri etablierte sich auch in Turku eine Unterabteilung des Vereins. Hier zahlten die Mitglieder allerdings nicht nur Beiträge zu karitativen Zwecken, sondern viele von ihnen auch in einen Kirchenfonds ein.

Es war „die erste deutsche Organisation in der alten finnischen Hauptstadt, in der es seit dem Mittelalter immer eine deutsche Kolonie gegeben hat“, schreibt Pastor Geert Sentzke 1972 in seiner Gemeindegeschichte.

Durch den Wohltätigkeitsverein wurde, so Sentzke, eine organisatorische Verbindung zwischen den deutschen Gruppen in Helsinki und Turku hergestellt. Es sei daher ganz natürlich gewesen, dass die deutschen Pastoren aus der neuen in die alte Hauptstadt reisten, um dort Gottesdienste zu feiern — was übrigens auch auf Tampere zutraf. Als erster besuchte Pastor Gustav von Rohden Turku im April 1891. Für die Gottesdienste wählte man ein gerade fertiggestelltes, wunderschönes Gebäude im Stil der Neorenaissance in der Eerikinkatu nahe des Marktplatzes. Dorthin war die „Svenska Fruntimmerskolan i Åbo“, für ihre Zeit eine sehr moderne Mädchenschule, 1889 gemeinsam mit ihrer Leiterin Wilhelmina Gripenberg aus der Piispankatu umgezogen.

Der Name der Schule änderte sich im Laufe der Jahre mehrfach: Aus der „Svenska Fruntimmerskolan i Åbo“ wurde die „Svenska Flickskolan i Åbo“, später das „Åbo Svenska Flicklyseum“ und ab 1966 die „Cygnaeus Skola“, bis schließlich 1997 mit dem Einbau der Braukessel begonnen wurde.

Zum 1. Advent 1929 fand die neu gegründete Gemeinde in der Scharfschützenkapelle des Doms schließlich eine neue Heimat. Bis dahin hatten ihre Gottesdienste in der Schulaula ihren festen Platz.

Hin und wieder wurde allerdings auch ein Raum in der Eskelinkatu 7 genutzt: der Saal des Frauenbibelvereins. Hier hielt der frisch ordinierte Geert Sentzke zu Himmelfahrt 1928 seine Turkuer Antrittspredigt und wurde noch am selben Tag vom Kirchenrat zum Gemeindepastor gewählt.

Wer mehr über diese spannende Geschichte erfahren möchte, ist übrigens schon jetzt herzlich zum nächsten Jubiläumsgottesdienst am 12. August eingeladen.

Zwischen Gemeinschaft,

Nachtisch und Abendmahl: Stimmen aus der Konfi–Zeit

Was gefällt Jugendlichen an der Konfirmandenzeit in der Deutschen Gemeinde? Worauf freuen sie sich, was hat sie überrascht — und was wünschen sie sich noch für die kommenden Monate?

Einige Gedanken und Stimmen unserer aktuellen Gruppe:

„Den Besuch meiner Freundinnen aus Deutschland.“

„Den gemeinsamen Gottesdienst.“ „Meine Konfi–Feier zu Hause.“

„Das Abendmahl.“

„Geld.“

Wenn ich an meine Konfirmation denke, freue ich mich besonders auf:

„Die Feier mit Verwandten und Freunden.“

„Das Essen und die Geschenke.“

„Mein schönes Kleid.“

„Die vielen netten Leute in der Gruppe — Konfis, Isos und Erwachsene.“

„Das Gemeinschaftsgefühl in den Gottesdiensten.“

„Die Gemeinschaft.“

„Die vielen Traditionen.“

„Der Staff.“

„Das Kirchengebäude.“

„Noch mehr singen und musizieren.“

„Eine schöne Konfi–Fahrt und viel Spaß mit unseren Freunden.“

Ich wünsche mir für die restliche Konfi–Zeit noch:

„Die Menschen.“

An der Gemeinde gefällt mir besonders:

„Dass es familiär ist.“

„Die Zusammenarbeit zwischen Jung und Alt.“

„Dass alle sich gut verstehen.“

„Das Essen im Gemeindesaal nach den Gottesdiensten.“

„Gesellige und entspannte Konfi–Treffen mit den Isos und anderen Jugendlichen.“

„Spannende Themen und gemeinsame Aktivitäten.“

Damit hatte ich gar nicht gerechnet:

„Dass wir so viele Treffen haben.“

„Dass ich neue Freunde bekommen würde.“

„Das gute Essen — vor allem der Nachtisch! Pudding mit der Gabel zu essen war lustig.“

„Dass ich viel über die Gemeinde und die Kirche gelernt habe.“

„Ich finde das Kirchengebäude schön mit all den verschiedenen Räumen.“

„Das Treffen beim Soldatenfriedhof an Weihnachten.“

„Viele schöne gemeinsame Erinnerungen.“

„Viel Geduld.“

„Eine ruhige und lustige Konfi–Fahrt.“

„Ein Haus am See für die Konfi–Fahrt.“

Sommer, Sonne, Sonnenschein!

Jeweils mittwochs in den ersten drei Sommerferienwochen gibt es wieder Programm für Jugendliche. Wir starten am Mittwoch, den 3. Juni 2026, mit einem Ausflug auf die Insel Mustasaari und genießen gemeinsam Inselzeit mit leckerem Essen, Sauna, einer Andacht und vielleicht ja sogar schon einem Bad im Meer. Abfahrt ist um 18 Uhr von Taivallahti (Hiekkarannantie 3). Spätestens gegen 22 Uhr sind wir zurück. Natürlich kann man auch früher gehen oder nur an einzelnen Programmpunkten teilnehmen — ganz so, wie es passt. Die Teilnahme ist kostenlos.

Auch für Mittwoch, den 10., und Mittwoch, den 17. Juni, haben wir schon Ideen — wer wissen möchte, was geplant ist, und aktuelle Informationen erhalten möchte, tritt am besten gleich unserer Jugend–WhatsApp–Gruppe bei.

Wir freuen uns auf drei entspannte Sommernachmittage und –abende mit Euch!

und Tina

„So viele neue nette Leute von anderen Schulen kennenzulernen.“

„Dass wir so viele nette Leute kennenlernen.“

„Danke für die tolle Konfi–Zeit!“

„Ich wünsche allen einen schönen Sommer!

Zusammen unterwegs — jetzt anmelden zum Konfirmandenjahr 2026/2027 !

Wer bin ich, wer bist du, Gott — und wer sind wir als Gemeinschaft? In der Konfirmandenzeit stehen das Miteinander, die Freude an neuen Freundschaften und das Entdecken kirchlicher Traditionen im Mittelpunkt. Auch Gebet, Spiele und Andachten gehören dazu.

Ende August 2026 startet das neue Konfirmandenjahr, und Anmeldungen sind ab sofort möglich. Bitte nutzt dafür das Formular auf unserer Webseite. In der Regel nehmen Jugendliche aus der achten Klasse teil (Geburtsjahrgang 2012), Ausnahmen sind jedoch nach Absprache möglich. Die Treffen finden auf Deutsch statt, fließende Sprachkenntnisse sind aber nicht erforderlich. Bei Bedarf unterstützen wir euch gern auf Finnisch, Schwedisch oder Englisch. Die Konfi–Zeit umfasst meist ein Treffen pro Monat — entweder am Samstag oder Sonntag, manchmal auch unter der Woche. Zusätzlich gibt es ein gemeinsames Übernachtungswochenende in der Kirche sowie eine mehrtägige Freizeit.

Für mich ist alles drin !

„Die Übernachtung war schön und dass wir draußen zusammen Aufgaben lösen konnten.“  deutschegemeinde.fi/ konfirmation/anmeldung

„Die gute Gruppenatmosphäre und die schöne Gemeinschaft.“

… hat mir bisher gut gefallen:

„Die Rallye spät abends draußen im Dunkeln!“ „Ich habe neue Freunde kennengelernt.“

„Die gemeinsamen Gottesdienste, bei denen wir selber mitmachen dürfen.“

Das erste Kennenlerntreffen der neuen Konfirmandinnen und Konfirmanden findet am Freitag, den 28. August 2026, um 17 Uhr im Gemeindesaal statt. Um 18 Uhr feiern wir gemeinsam eine Andacht in der Kirche, zu der auch alle Eltern herzlich eingeladen sind. Anschließend gibt es — bei hoffentlich schönem Wetter — einen kleinen Abendimbiss im Kirchgarten.

Auch Jugendliche außerhalb des Großraums Helsinki sind herzlich zur Konfirmandenzeit in der Deutschen Gemeinde willkommen! Wir bemühen uns, bei Bedarf Teile des Unterrichts digital oder als Fernunterricht anzubieten, und helfen gern dabei, Übernachtungsmöglichkeiten in Helsinki zu organisieren. Wenn ihr Fragen habt — zur Anmeldung, zum Ablauf oder zu besonderen Umständen —, meldet euch!

Hauptpastorin

Warum tragen

Konfirmandinnen und Konfirmanden eine Albe?

Jeder weiß ungefähr, wie eine Albe aussieht: das lange weiße Gewand, das viele Konfirmandinnen und Konfirmanden am Tag ihrer Konfirmation tragen. Aber warum eigentlich?

Die Konfirmation war früher ein sehr wichtiger und festlicher Tag im Leben eines jungen Menschen. In Finnland galt man erst nach der Konfirmation als mündig. Man musste zeigen, dass man lesen und schreiben konnte und bereit war, Verantwortung als erwachsener Mensch zu übernehmen. Nur konfirmierte Personen durften heiraten, Paten werden oder sogar wählen.

Natürlich zog man zu diesem besonderen Anlass etwas Festliches und „Besseres“ an. Für viele junge Frauen und Männer waren die Konfirmationskleider zugleich die wertvollsten Kleidungsstücke, die sie besaßen. Oft wurden sie später noch jahrelang zu Festen getragen — manchmal sogar bei der eigenen Hochzeit.

Erst in den 1950er Jahren wurde in Finnland die Konfirmationsalbe eingeführt — zunächst hier in Helsinki, später im ganzen Land. In unserer Gemeinde gab es zumindest in den 1980er Jahren noch keine Alben. Damals mussten wir schwarze Hosen oder Röcke mit weißer Bluse sowie schwarze Schuhe tragen.

Pastor Fritz–Gert Mayer kontrollierte sogar die Schuhsohlen, damit auch wirklich alle Preisetiketten entfernt worden waren! Und Mädchen sollten möglichst keine Hosen tragen.

Später wurde dann auch in unserer Gemeinde die Albe (lat. alba = das Weiße) eingeführt.

Konfirmation mit Pastor Mayer 1981.

Die Albe ist — ähnlich wie das Taufkleid oder die Alben der Pastorinnen und Pastoren in finnischen Gemeinden — ein Symbol für Reinheit und den Glauben an Christus. Gleichzeitig drückt sie auch Gleichheit aus: Unter der Albe kann man zwar tragen, was man möchte (Hauptsache festlich!), aber man sieht nicht sofort, wer reich oder arm, groß oder klein, dick oder dünn ist. Und das ist vielleicht einer der schönsten Gedanken daran.

Ich bin gespannt, ob sich die Konfirmationsalbe irgendwann auch in Deutschland stärker verbreiten wird.

 deutschegemeinde.fi / konfirmation / anmeldung

Gemeinsam gewachsen —

ein Dank an Anja und Linnea

Viele Momente voller Kinderlachen, Kaffee, Kniereiter und Gemeinschaft: Die Krabbelgruppe am Montag ist für viele Familien ein erster Ort des Ankommens in der Deutschen Gemeinde geworden. Hier werden Freundschaften geschlossen, Erfahrungen geteilt und kleine wie große Entwicklungsschritte begleitet. Nach drei gemeinsamen Jahren geben Anja und Linnea die Organisation der Krabbelgruppe nach dem Sommer weiter. Zeit also, Danke zu sagen — für Herz, Zeit, Verlässlichkeit und unzählige Montagvormittage voller Leben.

–

Liebe Anja, liebe Linnea, wann habt Ihr eigentlich als Leitungsteam der Krabbelgruppe angefangen?

(L) Wir organisieren die Krabbelgruppe gemeinsam seit Herbst 2023. Vorher waren wir selbst als Mütter dabei. Als Urte, die damals die Krabbelgruppe geleitet hat, aufgehört hat, haben wir gerne übernommen, weil wir wöchentlich mit unseren Jüngsten hergekommen sind.

(A) So waren wir zunächst selbst Teil der Gruppe, kannten die Abläufe und haben dann die Organisation übernommen, um heute neue Familien und kleine „Krabbler“ herzlich willkommen zu heißen.

– Das ist ja großartig! Und seit wann kennt Ihr beide Euch schon?

(A) Kennengelernt haben wir uns in der Krabbelgruppe, damals mit unserem jeweils ersten Kind. In den folgenden Jahren besuchten wir die Gruppe auch mit unseren zweiten und dritten Kindern weiter als Teilnehmerinnen. Später engagierten wir uns schließlich selbst ehrenamtlich in der Organisation der Krabbelgruppe.

(L) Wir kennen uns inzwischen schon seit 12 Jahren!

– Wirklich schön, dass Ihr der Deutschen Gemeinde so verbunden seid! Gibt es einen schönsten, lustigsten oder vielleicht aufregendsten Moment in Eurer Zeit als Leitungsteam der Krabbelgruppe? Woran erinnert Ihr Euch gern?

(A) Einer der schönsten Momente, an die ich mich besonders gerne erinnere, ist, wenn man einen Kniereiter macht — zum Beispiel „Hoppe, hoppe Reiter“ singt — und die Babys dabei anfangen zu lachen und zu kichern.

(L) Wir haben viele schöne gemeinsame Momente erlebt in der Krabbelgruppe. Ich denke gerne an unsere Basteltage zu Ostern oder zum Laternenfest zurück, an gemeinsames Picknick auf der Wiese bei schönem Wetter, Spielplatzexkursionen im Sommer, gemeinsame Mittagessen nach der Krabbelgruppe und ab und zu auch Abendessen. Manchmal haben wir auch Konzerte zusammen besucht und mit ein paar Freunden sogar Wochenendreisen gemacht. Wir haben so schön gefrühstückt, uns unterhalten und uns über verschiedenste Babysachen beraten.

– Was gefällt Euch an der Krabbelgruppe?

(L) Mir gefällt die familiäre Atmosphäre in unserer Gruppe sehr. Ich bin auch immer so gut gelaunt nach der Krabbelgruppe. Ich finde es schön, dass es so eine Gruppe für Deutschsprachige gibt und man dadurch in das Gemeindeleben hineinwächst und mehr über Veranstaltungen in der Deutschen Gemeinde erfährt. Es war auch besonders schön, dass wir von der Deutschen Schule eingeladen wurden und dort einmal im Monat krabbeln konnten.

(A) Mir gefällt es sehr, dass man die Familien immer wieder mit wachsendem Nachwuchs trifft und dabei über die Jahre hinweg enge Freundschaften entstehen — nicht nur zwischen den Kindern, sondern auch unter uns Eltern. Auch das Miteinander und die Gemeinschaft sind etwas sehr Wertvolles. Die Krabbelgruppe hat uns viele schöne gemeinsame Momente geschenkt, an die wir uns sehr gerne erinnern werden.

– Eure Kinder sind inzwischen aus dem Krabbelalter herausgewachsen und Ihr seid beruflich wieder stärker eingebunden. Wie geht es für Euch persönlich weiter?

(L) Wenn sich nichts ändert, werde ich weiterhin in der Biotech–Firma arbeiten, in der ich jetzt bin, allerdings künftig wieder in Vollzeit.

(A) Ich werde ebenfalls künftig wieder mehr arbeiten und eine Vollzeitstelle antreten. Trotzdem plane ich, mich weiterhin gelegentlich mit den Müttern zu einem Mittagessen zu treffen und den Kontakt aufrechtzuerhalten. Außerdem möchte ich mich auch weiterhin aktiv in der Gemeinde einbringen — zum Beispiel bei der Repräsentation der Krabbelgruppe beim Erntedankfest, wenn Freiwillige gebraucht werden. Darüber hinaus planen wir bereits die nächste Faschingsfeier in der Gemeinde — das ist im Januar supergut angekommen!

– Wie geht es denn mit der Krabbelgruppe weiter. Ist schon klar, wer die Koordination der Gruppe nach dem Sommer fortführt?

(L) Ja, Beate & Karina werden die Krabbelgruppe übernehmen.

(A) Die beiden haben ebenfalls mit ihren Kindern an der Krabbelgruppe teilgenommen und kennen die Lieder und Abläufe schon sehr gut. Damit ist die Krabbelgruppe auch weiterhin in guten Händen!

Vielen Dank, liebe Anja und liebe Linnea, für Eure Zeit, Eure Herzlichkeit und Euer großes Engagement für die Familien in unserer Gemeinde!

Das Interview mit Anja und Linnea führte Hauptpastorin Tina Meyn Anfang Mai 2026.

Zwischen Einsamkeit und Hoffnung…

Am 14. und 15. April kamen Fachkräfte der Jugendarbeit aus unterschiedlichen Bereichen erneut zu gemeinsamen Fachtagen unter dem Namen ‚Nuori 2026‘ zusammen. Die Veranstaltung fand diesmal in der Finlandia–Halle in Helsinki statt. Thema der Tage war die Einsamkeit von Kindern und Jugendlichen.

Ich selbst nahm teil, um aktuelle Forschung kennenzulernen, Kolleginnen und Kollegen zu treffen und Vorträge sowie Diskussionen zu besuchen. Unter anderem informierte ich mich über aktuelle Themen der Seemannsmission, über Gefühlekarten, die Gemeindewahlen und neu erschienene Fachliteratur.

Da die Fachtage meist in verschiedenen Städten Finnlands organisiert werden, war die Anreise für mich in diesem Jahr ungewöhnlich unkompliziert. In der Finlandia–Halle herrschte am Dienstagmorgen eine angenehme kollegiale Atmosphäre — überall begegnete man motivierten und engagierten Menschen. An den großen Namensschildern konnte man schnell erkennen, wie breit die Jugendarbeit vertreten war. Auch die Kirche war stark präsent, und einige Vorträge richteten sich besonders an Mitarbeitende kirchlicher Jugendarbeit.

Am Dienstag besuchte ich zunächst einen Vortrag darüber, wie unsere gegenwärtige Zeit zu verstehen ist, sowie einen weiteren über die Erschöpfung von Familien. Der aus den sozialen Medien bekannte sogenannte „Vihatohtori“ Jani Sinokki sprach über Rassismus, Hass und darüber, warum es so schwer ist, Vorurteile abzubauen. Außerdem traf ich Kolleginnen und Kollegen beim Mittagessen und kaufte ein Andachtsbuch zur Unterstützung von Jugendandachten.

Besonders beschäftigt haben mich die bis heute spürbaren Auswirkungen der Corona–Zeit auf junge Menschen, der Einfluss von Individualismus auf Erschöpfung sowie die geschwächte

Resilienz vieler Familien. Auch die Frage, wie Vorurteile entstehen und warum es für das menschliche Gehirn so schwer ist, diese auf Aufforderung oder unter Druck abzubauen, blieb mir im Gedächtnis. Am Dienstagabend nahm ich zudem an einem eindrucksvollen Gottesdienst in der Agricolakirche teil.

Am zweiten Tag sicherte ich mir gleich am Morgen einen Platz bei einem Vortrag über den Umgang von Kindern mit Trauer und das Thema des Bösen. Es ist wichtig, mit Kindern über Leid, Trauer und das Böse sprechen zu können. Spiritualität gilt dabei als ein wichtiger Resilienzfaktor im Umgang von Kindern mit Tod und Verlust. Die Diskussion war lebhaft und emotional.

In einem weiteren Vortrag wurden die Ergebnisse der großen Konfirmandenbefragung der finnischen Kirche vorgestellt. Die Lebenszufriedenheit junger Menschen ist in den vergangenen zehn Jahren gesunken, ihr Zukunftsglaube ist schwach ausgeprägt, und viele fühlen sich einsam. Positiv wirkt sich hingegen das religiöse Interesse der Eltern auf den Zukunftsglauben der Jugendlichen aus. Viele junge Menschen erleben außerdem, dass die Konfirmandenzeit ihr geistliches Wohlbefinden stärkt. Im christlichen Glauben sprechen sie besonders Sicherheit und Beständigkeit, Akzeptanz und Barmherzigkeit an. Die Gemeinde wird als ein Ort erlebt, an dem gewöhnliche Menschen wertgeschätzt werden.

Am Nachmittag stand die Zukunft im Mittelpunkt — insbesondere der Einfluss von Künstlicher Intelligenz und digitalen Umgebungen auf die Jugendarbeit. Die Förderung psychischer Gesundheit wird dabei als eine der wichtigsten Aufgaben zukünftiger Jugendarbeit angesehen.

Insgesamt war ‚Nuori 2026‘ ein wertvoller Begegnungsort, an dem sich auch meine berufliche Identität stärkte. Ich erhielt Einblicke in aktuelle Forschung und konnte erleben, was Jugendarbeit heute in unterschiedlichen Organisationen und Regionen Finnlands bedeutet.

„Wir statt ich“ — Rückblick auf den Gemeindetag

Wie lebt eigentlich unsere Gemeinde? Wer arbeitet hinter den Kulissen mit? Welche Gruppen, Kreise und Gremien gibt es überhaupt? Und wie wollen wir als Deutsche Gemeinde in Finnland gemeinsam in die Zukunft gehen?

Beim Gemeindetag am 15. März kamen genau diese Fragen ins Gespräch. Mehr als fünfzig Menschen aus unterschiedlichen Gruppen der Gemeinde waren dabei — Ehrenamtliche, Hauptamtliche, Jugendliche und Interessierte aus Helsinki und anderen Teilen Finnlands. Zwischen gemeinsamem Essen, Gesprächen, Strategiearbeit, Begegnungen und einem abschließenden Taizé–Gottesdienst entstand ein intensiver Tag voller Ideen und neuer Verbindungen.

Im Rückblick sprechen Gemeindesekretärin Anne und Hauptpastorin Tina noch einmal über Eindrücke, Überraschungen und besondere Momente:

TINA Erinnerst Du Dich noch, wie wir überhaupt auf die Idee für einen Gemeindetag gekommen waren?

ANNE Ja, darüber hatten wir tatsächlich schon länger nachgedacht. Die Idee war vor allem, die Ehrenamtlichen aus den Gremien und die Menschen aus den Gruppen und Kreisen stärker miteinander in Kontakt zu bringen und natürlich auch der übrigen Gemeinde einmal sichtbarer zu machen, was hinter den Kulissen eigentlich alles passiert.

TINA Und das ist wirklich gelungen! Allein beim gemeinsamen Mittagessen waren über fünfzig Leute da. Es war richtig voll — im Kaminzimmer gab es irgendwann gar keine freien Plätze mehr.

ANNE Ja, gemeinsam zu essen war ein wunderbarer Anfang. Und Tobias hat uns wieder großartig bekocht!

TINA Danach ging es ja zunächst um die Gemeindestrategie und die kommenden Wahlen.

ANNE Das klingt als Thema vielleicht erst einmal nicht besonders aufregend — aber eigentlich war es unglaublich spannend. Mir wurde noch einmal bewusst, wie viele Menschen bereits an der Strategiearbeit beteiligt waren.

TINA Genau. Insgesamt gab es zehn Gruppen zu ganz unterschiedlichen Themenbereichen, und jede stellte ihre drei wichtigsten Punkte vor. Besonders schön fand ich die Gruppe ‚Strategie Finnland‘. Dort wurde die Technik im Clubraum genutzt, sodass sich Ehrenamtliche aus ganz Finnland zuschalten konnten. Da wurde ganz praktisch sichtbar, dass wir eben nicht nur Gemeinde für Helsinki sind, sondern für das ganze Land.

ANNE An diesem Tag konnten außerdem einige neue Beiräte gebildet werden. Auf dem Papier gab es sie zwar schon länger, aber jetzt begann die eigentliche Arbeit. Neu gestartet ist zum Beispiel der Beirat für Öffentlichkeitsarbeit, der künftig bei Fragen der internen und externen Kommunikation mitarbeiten soll.

TINA Und gleichzeitig entstand die Idee, dass der bestehende Musikbeirat enger mit einem neuen Kulturbeirat zusammenarbeiten könnte. Das passt eigentlich perfekt zusammen, denn

viele Kulturveranstaltungen in unserer Gemeinde sind ja Konzerte oder musikalische Projekte.

ANNE Genau. Da wurde wirklich ein Schritt nach vorne gemacht.

TINA Besonders gefreut hat mich auch, dass zwei Jugendliche aus unserer Jugendvertretung beim ersten Teil des Nachmittags mit dabei waren. Ich hoffe sehr, dass wir junge Menschen künftig noch stärker in Entscheidungsprozesse einbinden können.

ANNE Das ist wichtig. Die Strategie soll ja kein Papier bleiben, das irgendwo abgeheftet wird. Deshalb planen wir im August bereits ein „StrategieUpdate“–Treffen, um gemeinsam zu schauen, wie die Ziele konkret umgesetzt werden.

TINA Und dann natürlich der „Markt der Möglichkeiten“!

ANNE Ja! Die Idee mit den Staffeleien war wirklich genial.

TINA Absolut. Plötzlich wurde sichtbar, wie viele Gruppen, Kreise und Gremien es in unserer Gemeinde eigentlich gibt — und wie viele Menschen sich engagieren. Beim Herumgehen hörte ich immer wieder Sätze wie: „Ach, das gibt es bei uns auch?“ oder „Davon habe ich noch nie gehört!“

ANNE Besonders schön fand ich auch die kleinen Kommentare, die manche auf die Pinnwände geschrieben haben. Zum Beispiel die Anmerkung, dass auch Erwachsene gerne einmal basteln würden.

TINA Und weißt Du was? Das hatte tatsächlich Folgen. Bei den letzten Aktionen hieß die „Kinderbastelecke“ plötzlich „Kreativtisch“ — und damit war ganz selbstverständlich jedes Alter eingeladen.

ANNE Das ist eigentlich ein schönes Bild für den ganzen Tag.

TINA Ja. Und toll war auch, dass Menschen aus Turku gemeinsam angereist sind. Dadurch entstanden direkt neue Kontakte. Jemand aus dem Bibelkreis erzählte sofort, dass die Treffen hybrid stattfinden — und schon waren bei den nächsten Treffen auch Teilnehmende aus Turku dabei.

ANNE Sehr schön fand ich außerdem die Idee mit dem stillen Tisch in der Ecke der Kirche.

TINA Mit den Bibeln, Gesangbüchern und der Konkordanz?

ANNE Genau. Dort konnten Menschen anonym Bibelverse oder Liedzeilen zum Thema Gemeinschaft

aufschreiben. Die Idee stammte von Dorothea Grünzweig, und später wurden einige dieser Zitate im Taizé–Gottesdienst vorgelesen.

TINA Das war ein wirklich bewegender Abschluss.

ANNE Besonders in Erinnerung geblieben sind mir zum Beispiel diese Zeilen: „Wo Menschen sich verbinden, den Hass überwinden und neu beginnen, ganz neu, da berühren sich Himmel und Erde …“ Oder auch: „Einer trage des anderen Last.“

Und natürlich: „Wo zwei oder drei versammelt sind, da bin ich mitten unter euch.“

TINA Der Taizé–Gottesdienst hat den Tag wunderbar abgerundet. Nach all den Gesprächen, Ideen und Diskussionen tat diese Ruhe gut.

ANNE Besonders das Thema „Wir statt ich“ hat gut gepasst — auch zu den Gedanken von Frère Roger über Gemeinschaft und Zusammenhalt.

TINA Insgesamt war der Tag unglaublich intensiv. An manchen Stellen hätte man sicher noch stundenlang weiterdiskutieren können.

ANNE Stimmt. Und gleichzeitig war es erst ein Anfang.

TINA In zwei Jahren machen wir das bestimmt wieder!

Parallel zum Abschlussgottesdienst fand übrigens auch ein Kinderprogramm zum Thema „Kirche und Musik“ im Gemeindesaal statt. So wurde der Gemeindetag tatsächlich zu einem gemeinsamen Tag für alle Generationen.

ANNE Ich freue mich jetzt schon auf den nächsten Gemeindetag…

TINA … ich auch!

 deutschegemeinde.fi/ entscheidungsfindung

Ein Abschied und ein Dank: Pastor

Jörg Weissbach geht in den Ruhestand

In diesem Jahr verabschiedet die Schwestergemeinde in Stockholm ihren Pastor. Zehn Jahre lang hat Jörg Weissbach die Deutsche Gemeinde St. Gertrud in Stockholms Gamla stan als Hauptpastor geprägt. An diesem Wochenende, am 31. Mai 2026, wird er in einem festlichen Gottesdienst aus dem Amt entpflichtet — von Bischof em. Gothart Magaard der Nordkirche, in der Kirche, deren Turm er all die Jahre vor seinem Fenster hatte.

Zehn Jahre in der Altstadt: Das klingt nach Kontinuität, war aber alles andere als ruhig. Die Pandemie legte das Gemeindeleben fast still, das Gemeindehaus stand jahrelang im Umbau, und trotzdem — oder vielleicht gerade deswegen — wuchs zusammen, was zusammenwachsen sollte. Das 450–jährige Kirchenjubiläum, zunächst zweimal verschoben, wurde 2023 mit großem Feiern nachgeholt. Der Titel der Festschrift beschreibt die Gemeinde treffend: „Immer dieselbe, immer neu.“

Jörg Weissbach selbst sagt über seinen Beruf, er könne ihn jedem nur empfehlen — weil er Menschen verbinde und in einen großen Horizont stelle. Dieser Horizont war in Stockholm besonders weit: Botschaft, Königshaus, Ökumene, Schärengarten, Besucherströme aus aller Welt. Und doch war es vor allem das Nahestehende, das bleibt: die Mitarbeiterfamilie, das Grillen im Innenhof während der Pandemie, der Kirchenkaffee, die Menschen in Freude und Trauer.

Seine Frau Susanne, die ihn durch all diese Jahre begleitet und sich — besonders während der Pandemie — in

vielfältige ehrenamtliche Aufgaben der Gemeinde hineingewachsen hat, freut sich nun auf etwas scheinbar Kleines: Theaterkarten kaufen, ohne befürchten zu müssen, dass ein unvorhergesehener Sitzungstermin dazwischenkommt. Und nach vier Jahrzehnten in Pfarrdienstwohnungen direkt neben der Kirche ziehen die beiden nun in ihr eigenes Haus — und sind erstmals selbst für alles zuständig, was dazugehört.

Zum Festwochenende gehört auch ein Jubiläum: Die Bläserey der Gemeinde St. Gertrud feiert am Samstag, den 30. Mai 2026, ihr 25–jähriges Bestehen mit einem Konzert gemeinsam mit den Partnern aus Radebeul.

Wir aus der Deutschen Gemeinde in Finnland verbinden uns gern mit dem Dank der Stockholmer Gemeinde: für zehn Jahre treuen Dienstes, für Augenmaß und Güte, für das, was Jörg Weissbach in seiner Abschiedsreflexion so ausdrückt — dass das Leben ein Pilgern ist, geführt von Gott, Berg und Täler entlang.

A Dieu, Jörg und Susanne — bleibt Gott befohlen!

Hauptpastorin Tina Meyn

 svenskakyrkan.se/ deutschegemeinde

Lektüreempfehlung für den Sommer: Für alle — und besonders für diejenigen, die Gänseblümchen lieben!

In meinem Alltag zwischen Kirche, Gemeinde, Schule, Kindern und Küche, komme ich wenig — oder um ehrlich zu sein gar nicht — zum zweckfreien Lesen. Die allermeiste Lektüre benötige ich für den nächsten Gottesdienst, die Schulstunde, den Kirchenrat … was für ein überraschendes Glück, dass Dorothea Grünzweig mir in diesem Frühling ihren neuen Gedichtband für eine Vorstellung im Gemeindebrief ans Herz legte.

Schon der Umschlag weckte meine Neugierde und Vorfreude aufs Lesen: Sind es Birken mit blauem See im Hintergrund? Leuchtet die Abendsonne durch die grünen Blätter hindurch?

Während der Rückfahrt einer Sitzung des Evangelischen Bundes auf dem Weg zum Flughafen nach Berlin las ich die ersten Gedichte im Zug. Es hätte nicht besser passen können: die Landschaft, die draußen am Fenster vorbeizog und die Tiefe der Worte, die meine Gedanken mit auf Reisen nahm. Schon nach wenigen Gedichten wird klar: das ist hier keine leichte Kost, sondern diese Worte sind — wenn man sich ganz darauf einlässt — kostbar. Es sind Texte, die man nicht nur einmal, sondern immer wieder lesen kann und muss; und dabei immer wieder etwas Neues entdecken wird. Faszinierend ist die Kreativität, mit der Dorothea Grünzweig neue Worte erfindet — oder diese von ihr gefunden werden. In dem Gedicht „Auf ein geschwindiges Wiedertreffen mit meinen Wörtern“ ist von dieser „Wuchskraft“ der Sprache zu lesen,

die man spürt, wenn man sich die Wortschöpfungen auf der Zunge zergehen lässt.

Und das umfasst nicht allein die deutsche Muttersprache der Künstlerin. Auch die finnisch–deutschen Wortschöpfungen und Sprachspiele sind klug gewählt und tief durchdacht. Beim Lesen eröffnen sie ein „Mehr“ an Bedeutung, einen Sinnüberschuss, der nachklingt und in der eigenen Seele weiterarbeitet. Emotionen und Gedanken werden beim Lesen angeregt — und genau das macht gute, wertvolle Lektüre aus. Und spätestens dort, wo plötzlich auch noch englische Wörter oder Sprachwechsel auftauchen, wird deutlich, dass die Dichterin eine wahre Sprachkünstlerin ist, die mit Selbstverständlichkeit und Kunstfertigkeit zugleich arbeitet.

Nichts in diesem Gedichtband wirkt zufällig oder schnell notiert. Man spürt in jeder Zeile, in jedem Wort, die Konzentration, die Genauigkeit, die aus der Tiefe kommt.

Wirksame Bilder nehmen die eigenen Gedanken mit und klingen nach: Wälder, Tiere, Licht, Schnee, Elche, Schwäne, Wasser und Dunkelheit. Die Gegensätze der finnischen Natur und des Lebens im Norden — Licht und Dunkel, Stille und Bewegung, Winter und Neuanfang — durchziehen die Texte wie ein leiser Atem und werden beim Lesen so gegenwärtig, dass man die Worte nahezu körperlich spürt.

Autobiographische Motive klingen in den Gedichten an, ohne je privat oder verschlossen zu wirken. Und gerade darin liegt eine besondere Stärke: man kann mit den eigenen Erinnerungen, Erfahrungen und Sehnsüchten andocken.

Biblische Zitate, Anspielungen auf uralte Geschichten oder kirchliche Lieder tauchen auf — mitunter deutlich, dann wieder nur als leichte Ahnung. Ein Angebot, jedoch nicht vereinnehmend.

In den Texten ist die Tiefe des Lebens zu spüren. Hier schreibt jemand, der den Schmerz kennt und dennoch das Licht im Blick behält. Hoffnung klingt gerade dort durch, wo das Leben brüchig wird. Und es ist genau diese Bruchstelle, in der sich eine Leichtigkeit, gleichsam eine Verbindung zum Himmel, auftut.

Eigentlich hatten Dorothea und ich überlegt, hier ein einzelnes Gedicht besonders hervorzuheben oder gar abzudrucken — aber genau das würde

diesem Band nicht gerecht werden. Jedes Gedicht ist einzigartig und doch leben die Texte von und miteinander, als ob sie sich gegenseitig antworteten. Und in diesem Zusammenspiel entsteht eine ganz eigene Dynamik.

Darum bleibt am Ende vor allem dies: Lest selbst.

Ich jedenfalls werde diesen Gedichtband mit auf unsere Sommerinsel Baltrum nehmen.

Tina Meyn

Das Buch ist im Gemeindesekretariat in Helsinki erhältlich.

 Dorothea Grünzweig, geboren 1952, studierte Germanistik und Anglistik in Tübingen. Nach einer Tätigkeit an der schottischen Universität Dundee arbeitete sie als Lehrerin in Deutschland und Helsinki, wohin sie 1989 zog. Seit 1998 lebt sie als freie Schriftstellerin und Lyrik–Übersetzerin in einem Dorf in Südfinnland, hat sich aber seit ihrem ersten Buch 1997 einen festen Platz in der deutschsprachigen Gegenwartslyrik geschaffen. Erfasst von dieser Nachtverwandlung ist ihr achter Gedichtband — alle erschienen im Göttinger Wallstein Verlag: Mittsommerschnitt (1997) Vom Eisgebreit (2000) Glasstimmen lasinäänet (2004) Die Auflösung (2008) Sonnenorgeln. Eine Auswahl und ein Werkstatt–Essay (2011) Kaamos Kosmos (2014) Plötzlich alles da (2020)

Preise und Auszeichnungen: Lyrikpreis der Stiftung Niedersachsen (1997); Heinrich–Heine–Stipendium in Lüneburg (2000); Christian–Wagner–Preis (2004); Edenkoben–Stipendium (2006); Jahresstipendium des Landes Baden–Württemberg (2008); Anke–Bennholdt–Thomsen–Lyrikpreis (2010); Kurt Sigel Lyrikpreis des deutschen PEN (2018)

Buchumschlag: Der Künstler des Umschlagbilds „Schöner frischer Morgen“, ein der Dichterin naher Mensch, lebt in einer beschützenden Einrichtung in Württemberg — zu ihm und seiner Weise die Welt zu sehen, finden sich auch Gedichte im Buch.

 wallstein-verlag.de

Kalender der Veranstaltungen zur Sommerzeit

So 24.5. 11 Uhr Vorstellungsgottesdienst der Konfirmandinnen und Konfirmanden zum Pfingstfest (Nadia Lindfors, Tina Meyn); Kindergottesdienst; im Anschluss Gemeindelunch; 13 Uhr Konfi–Eltern–Treff zur Vorbereitung der Konfi–Fahrt und Konfirmation; 16 Uhr Konzert dreier Männerchöre, siehe Seite 20

Mo 25.5. 10 Uhr Letzte Krabbelgruppe vor der Sommerpause

Di 26.5. 17.30 Uhr Infoabend zu den Gemeindewahlen (hybrid); 18 Uhr Konzert der Sibelius–Akademie, siehe Seite 22

Mi 27.5. 17 Uhr Frühlingsliedersingen mit Kinderchor und DFC, siehe Seite 20

Do 28.5. 19 Uhr Konzert Esa Pietilä, siehe Seite 20

So 31.5. 11 Uhr Gottesdienst zum Sonntag Trinitatis (Antje M. Mell)

1.6.–7.8. Offene Kirche in den Sommermonaten werktags 10–16 Uhr

Di 2.6. 11 Uhr Letzter Plauderkreis vor der Sommerpause

Mi 3.6. 14 Uhr Sommercafé im Seniorenwohnheim in Munkkiniemi; 18 Uhr Letzte Probe des DFC vor der Sommerpause; 18 Uhr Jugendgruppe, Seite 9

Do 4.6. 18 Uhr Konzert Barockmusik–Studenten, siehe Seite 21

Sa 6.6. Familienausflug des KiGo–Teams zum PROTO–Museum in Tallinn, Einladung siehe Seite 4

So 7.6. 11 Uhr Gottesdienst mit Abendmahl zum ersten Sonntag nach Trinitatis (Tina Meyn, Antje Mell)

Mi 10.6. 14 Uhr Sommercafé im Kirchgarten der Deutschen Kirche, Bernhardinkatu; Jugendgruppe, siehe Seite 9

Sa 13.6. 11.30 Uhr Gottesdienst im Seniorenwohnheim (Antje Maria Mell)

So 14.6. 11 Uhr Gottesdienst zum zweiten Sonntag nach Trinitatis (Tina Meyn)

Mi 17.6. 14 Uhr Sommercafé im Garten des Seniorenwohnheims in Munkkiniemi; Jugendgruppe, siehe Seite 9

Sa 20.6. Juhannus (Mittsommerfest)

So 21.6. 11 Uhr Gottesdienst zum 3. Sonntag nach Trinitatis (Tina Meyn)

Mi 24.6. 14 Uhr Sommercafé im Kirchgarten, Bernhardinkatu

Do 25.6. 18 Uhr Konzert

Chalmers Sångkör, Seite 21

So 28.6. 11 Uhr Gottesdienst zum 4. Sonntag nach Trinitaits (Tina Meyn)

Mi 1.7. 14 Uhr Sommercafé im Garten des Seniorenwohnheims in Munkkiniemi

So 5.7. 11 Uhr Gottesdienst mit Abendmahl zum 5. Sonntag nach Trinitatis (Päivi Lukkari)

Mi 8.7. 14 Uhr Sommercafé im Kirchgarten, Bernhardinkatu

So 12.7. 11 Uhr Gottesdienst zum 6. Sonntag nach Trinitatis (Reiner Rinne, Päivi Lukkari)

Mi 15.7. 14 Uhr Sommercafé im Garten des Seniorenwohnheims in Munkkiniemi

So 19.7. 11 Uhr Gottesdienst zum 7. Sonntag nach Trinitatis (Reiner Rinne)

Mi 22.7. 14 Uhr Sommercafé im Kirchgarten, Bernhardinkatu

So 26.7. 11 Uhr Gottesdienst zum 8. Sonntag nach Trinitatis (Päivi Lukkari)

28.7.–2.8. Fahrt der Konfirmandinnen und Konfirmanden nach Lohja, Kanneljärven opisto

Mi 29.7. 14 Uhr Sommercafé im Garten des Seniorenwohnheims in Munkkiniemi

So 2.8. 11 Uhr Gottesdienst mit Abendmahl zum 9. Sonntag nach Trinitatis (Päivi Lukkari)

Mo 3.8. 17 Uhr Frauentreff

Di 4.8. 11 Uhr Erster Plauderkreis nach der Sommerpause

Mi 5.8. 14 Uhr Sommercafé im Kirchgarten, Bernhardinkatu; 18 Uhr Erste Probe des DFC nach der Sommerpause

Do 6.8. 17.30 Uhr Infoabend zu den Gemeindewahlen (hybrid)

So 9.8 11 Uhr Festgottesdienst mit Konfirmation am 10. Sonntag nach Trinitatis, (Tina Meyn)

Di 11.8. 17 Uhr Gottesdienst zur Einschulung (Tina Meyn), Einladung siehe Seite 5

So 16.8. 12 Uhr Gartengottesdienst zum 11. Sonntag nach Trinitatis in Munkkiniemi (Päivi Lukkari) mit Kinderprogramm

Regelmäßige Gruppen und Kreise in Helsinki

Handarbeitsengel : einmal im Monat um 16 Uhr hybrid und im Gemeindehaus.

KONTAKT Anne Breiling, 040 513 8287, bastelengel@deutschegemeinde.fi

Plauderkreis : dienstags um 11 Uhr im Kaminzimmer der Gemeinde.

KONTAKT Karin Sentzke, 040 513 8287, plauderkreis@deutschegemeinde.fi

Besuchsdienst : … meldet, wenn ihr besucht werden wollt. KONTAKT Diakon Timo Sentzke, 050 594 2498, timo.sentzke@evl.fi Ökumenischer Bibelkreis : monatlich um 18.30 Uhr im Clubraum der Gemeinde. Der Kreis ist offen für alle Interessierten, nah und fern. Es besteht die Möglichkeit, hybrid teilzunehmen — einfach im Voraus Interesse mitteilen. KONTAKT Pastorin Tina Meyn und Jörg Hauer, bibelkreis@deutschegemeinde.fi

Deutsch–Finnischer Chor : mittwochs Proben 18.30–21Uhr im Gemeindesaal. KONTAKT Kantorin Agnes Goerke, agnes. goerke@evl.fi

Frauentreff : an jedem ersten Montag im Monat um 17 Uhr im Kaminzimmer.

KONTAKT Karin Sentzke, 040 513 8287, frauentreff@deutschegemeinde.fi

Krabbelgruppe : montags 10–12 Uhr im Gemeindesaal oder in der DSH.

KONTAKT Beate und Karina, krabbelgruppe@deutschegemeinde.fi

Männerkreis : an jedem 2. Donnerstag im Monat, 18.30 Uhr im Kaminzimmer.

KONTAKT Peter & Christian, Telefon 044 335 3590, mannerkreis@deutschegemeinde.fi

Kinderchor : donnerstags 16–16.45 Uhr im Gemeindesaal. KONTAKT Kantorin Agnes Goerke, agnes.goerke@evl.fi

Jugendchor : donnerstags im Gemeindesaal. KONTAKT Kantorin Agnes Goerke, agnes.goerke@evl.fi

Seniorentreff : einmal im Monat in Munkkiniemi im Seniorenwohnheim, immer an einem Mittwoch um 14 Uhr! KONTAKT Diakon Timo Sentzke, 050 594 2498, timo.sentzke@evl.fi

Posaunenchor der Gemeinde : dienstags 17–19 Uhr im Gemeindesaal.

KONTAKT Cornelia Mäkinen, Albert Steidel, posaunenchor@deutschegemeinde.fi

Sommercafés vom 3.6.–4.8.2026 abwechselnd im Kirchgarten der Deutschen Kirche und im Garten des Seniorenwohnheims in Munkkiniemi — immer mittwochs ab 14 Uhr.

Offene Deutsche Kirche in den Sommermonaten vom 1.6.–7.8.2026 werktags von 10–16 Uhr.

 deutschegemeinde.fi/ veranstaltungen

Mo 17.8. 18.30 Uhr Ökumenischer Bibelkreis (hybrid)

So 23.8. 11 Uhr Gottesdienst zum 12. Sonntag nach Trinitatis, (Tina Meyn)

Mo 24.8. 17.30 Uhr Treffen der Strategiegruppen–Leitenden

Do 27.8. 18 Uhr Taizé–Andacht vor dem Ostseetag (28. August) am Meer in Munkkiniemi

So 30.8. 11 Uhr Gottesdienst zum 13. Sonntag nach Trinitatis, (Tina Meyn)

Do 3.9. 14.30 Uhr Treffen der Leitenden unserer Gemeindegruppen und Kreise im Gemeindehaus

So 6.9 11 Uhr Gottesdienst mit Abendmahl zum 14. Sonntag nach Trinitatis, Kindergottesdienst (Tina Meyn)

Mi 9.9. 14 Uhr Seniorentreff in Munkkiniemi, siehe Seite 5

Do 10.9. 18.30 Uhr Männerkreis

Sa 12.9. 11.30 Uhr Gottesdienst im Seniorenwohnheim (Tina Meyn)

So 13.9. 11 Uhr Gottesdienst zum 15. Sonntag nach Trinitatis (Tina Meyn)

Di 15.9. bis 16 Uhr Anmeldung zur Kandidatur für die Gemeindewahlen (KBV)

Do 17.9. 18 Uhr Taizé–Andacht

So 20.9. 11 Uhr Deutsch–schwedischer Gottesdienst zum 16. Sonntag nach Trinitatis (Päivi Lukkari, Timo Sentzke)

Mo 21.9. 18.30 Uhr Ökumenischer Bibelkreis (hybrid)

Mi 23.9. 14 Uhr Andacht, Konzert und Feier zu Ehren unserer Geburtstagsjubilare

Sa 26.9. Tag der Deutschen Sprache an der Deutschen Schule Helsinki

So 27.9. 11 Uhr Gottesdienst zum 17. Sonntag nach Trinitatis (Tina Meyn)

Sa 3.10. Konfirmandentag zu Erntedank; (Tag der Deutschen Einheit)

So 4.10. Familiengottesdienst mit Abendmahl zum Erntedankfest, mit den Kindergartenkindern und der Begrüßung des neuen Konfirmanden–Jahrgangs (Tina Meyn & KiGo–Team); im Anschluss Gemeindelunch

Mi 7.10. 14 Uhr Seniorentreff in Munkkiniemi, siehe Seite 5

Do 8.10. 18.30 Uhr Männerkreis

WEITERE TREFFPUNKTE

JOENSUU

Sa 26.9. 12 Uhr Erntedankgottesdienst (Päivi Lukkari) in der Kirche von Noljakka, Kervilänkuja 2

JYVÄSKYLÄ

Do 24.9. 18 Uhr Gesprächsabend: ‚Identität unterwegs‘ mit Päivi Lukkari im Äijälän talo, Äijälänkuja 6, 40420 Jyväskylä

LAHTI • LAHTIS

Sa 12.9. 18 Uhr Erntedankgottesdienst (Päivi Lukkari) in der Kirche Launeen kirkko, Tapparakatu 22

MIKKELI

Fr 11.9. 18 Uhr Erntedankgottesdienst (Päivi Lukkari) im Kappelikahvio, Kirkkokatu 17, Savonlinna

OULU • ULEÅBORG

So 6.9. Erntedankgottesdienst (Päivi Lukkari) — Ort und Zeit werden noch bekannt gegeben

PUUMALA

So 19.7. 10 Uhr Finnisch–deutscher Gottesdienst (Päivi Lukkari, Helena Castrén) in der Kirche Puumalan Johannes Kastajan kirkko, Kirkkotie 1, Seite 6

ROVANIEMI

Sa 5.9. 15 Uhr Erntedankgottesdienst (Päivi Lukkari) in der Kirche Somosen kirkko

SAVONLINNA • NYSLOTT

Fr 11.9. 18 Uhr Erntedankgottesdienst (Päivi Lukkari) im Kappelikahvio, Kirkkokatu 17, Savonlinna

TAMPERE • TAMMERFORS

So 13.9. 15 Uhr Erntedankgottesdienst (Päivi Lukkari), Gemeindezentrum Pyynikki, Kisakentänkatu 18 Mi 16.–19.9. Stiftsforum in Tampere

TURKU • ÅBO

Sa 23.5. 15 Uhr Spielgruppe mit Esther in der Kaskenkatu 1

So 24.5. 15 Uhr Gottesdienst (Antje M. Mell) in der Kirche Henrikin kirkko, Peltolantie 2, 20720 Turku

Di 26.5. 18 Uhr Literarisches Plauderstündchen zu ‚Else Lasker–Schüler‘ in der Kaskenkatu

So 14.6. 15 Uhr Gottesdienst zum 99. Jahrestag der ‚Deutschen Gemeinde in Turku‘ (Tina Meyn), Restaurant Panimoravintola Koulu, Eerikinkatu 18, siehe Seite 7

So 26.7. 15 Uhr Sommergottesdienst (Päivi Lukkari) in der Kirche Henrikin kirkko, Peltolantie 2

Mi 12.8. 18 Uhr Gemeindeabend in der Kaskenkatu: ‚Zeitzeugen‘ mit Päivi Lukkari, siehe Seite 6

Sa 22.8. 15 Uhr Spielgruppe in der Kaskenkatu 1

So 23.8. 12 Uhr Gemeindeausflug und Gottesdienst (Päivi Lukkari) in der Kirche Pyhän Pietarin kirkko, Kirkkotie 14, Lieto, siehe Seite 6

Sa 29.8. 15 Uhr Märchenhaftes Plauderstündchen mit Gebäck in der Kaskenkatu, siehe Seite 6

Do 10.9. 18 Uhr Gemeindeabend in der Kaskenkatu: ‚Ahnenforschung‘ mit Päivi Lukkari, siehe Seite 6

Sa 19.9. 15 Uhr Spielgruppe in der Kaskenkatu 1

Sa 26.9. 15 Uhr Märchenhaftes Plauderstündchen mit Kartoffelpuffer in der Kaskenkatu 1, siehe Seite 7

So 27.9. 15 Uhr Gottesdienst (Tina Meyn) in der Kirche Henrikin kirkko, Peltolantie 2

Sa 24.10. 15 Uhr Spielgruppe in der Kaskenkatu 1

 deutschegemeinde.fi/ veranstaltungen

Wer auch in der Ferne mitfeiern möchte und in den Gottesdiensten mit diesem kleinen Kamerasymbol nicht in der Deutschen Kirche in Helsinki sein kann… wir übertragen diese zeitgleich im YouTube–Kanal der Gemeinde.

 youtube.com / deutschegemeindeinfinnland

Kollektenzwecke

Pfingstsonntag, 24. Mai: Für die Bibelübersetzungsarbeit in Afrika südlich der Sahara; über die Finnische Bibelgesellschaft. Sonntag Trinitatis, 31. Mai: Für das Ermöglichen des Schulgangs in Krisengebieten; über die Kirchliche Auslandshilfe (KUA).

Erster Sonntag nach Trinitatis, 7. Juni: Für die Arbeit gegen Marginalisierung Jugendlicher in armen Ländern; über die Finnische Missionsgesellschaft.

Zweiter Sonntag nach Trinitatis, 14. Juni: Für die Arbeit mit jungen Missionsarbeitern; über die Organisation Såningsmannen rf.

Dritter Sonntag nach Trinitatis, 21. Juni: Für die Kirchliche Auslandshilfe (KUA).

Vierter Sonntag nach Trinitatis, 28. Juni: Für die Organisation Kyrkans Ungdom rf.

Fünfter Sonntag nach Trinitatis, 5. Juli: Für die Arbeit mit Kindern und Familien; über die Organisation Kyrkans Ungdom rf.

Sechster Sonntag nach Trinitatis, 12. Juli: Für den Katastrophenfonds der Kirchlichen Auslandshilfe (KUA).

Siebter Sonntag nach Trinitatis, 19. Juli: Für das Verbreiten von Bibeln und des Neuen Testaments in Schulen und Universitäten; über den Gideonverband in Finnland.

Achter Sonntag nach Trinitatis, 26. Juli: Für die Kinder– und Jugendarbeit, u. a. das Organisieren von Freizeiten in Finnland, über die Organisation Svenska lutherska evangelieföreningen rf.

Neunter Sonntag nach Trinitatis, 2. August: Für die Arbeit des Gemeindeverbands.

Zehnter Sonntag nach Trinitatis, 9. August: Für das Inspirieren und Weiterbilden von Ehrenamtlichen und Freiwilligen des Bistums Borgå; über den Gemeindeverband.

Elfter Sonntag nach Trinitatis, 16. August: Für die Lutherische Innenmission.

Zwölfter Sonntag nach Trinitatis, 23. August: Für die Diakoniearbeit in armen Ländern; über die Finnische Missionsgesellschaft.

Dreizehnter Sonntag nach Trinitatis, 30. August: Für das Verbessern der Auskommensmöglichkeiten der Jugendlichen; über die Kirchliche Auslandshilfe (KUA).

Vierzehnter Sonntag nach Trinitatis, 6. September: Für die Arbeit des Gemeindeverbands.

Fünfzehnter Sonntag nach Trinitatis, 13. September: Für das Verbessern der Lese– und Schreibfähigkeiten der Frauen in armen Ländern; über die Finnische Bibelgesellschaft.

Sechzehnter Sonntag nach Trinitatis, 20. September: Für das Unterstützen der psychischen Gesundheit der Seemänner auf den Fahrzeugen und die Arbeit mit Finnen, die im Ausland wohnen; über die Finnische Seemannsmission.

Siebzehnter Sonntag nach Trinitatis, 27. September: Für die christliche Arbeit in Schulen und Universitäten; über die Organisation Finlands Ev.-Luth. Student– och Skolungdomsmission rf.

Erntedankfest, Sonntag 4. Oktober: Für die Arbeit mit Jugendlichen; über die Organisation Kyrkans Ungdom rf.

Gott segne Geber, Empfänger und den Gebrauch, der von diesen Gaben gemacht wird.

… diesmal zum Abreißen, Anpinnen und Wiederfinden!

Unsere Kinder– und Familienseite als kleine Post–it–Sammlung für den Kühlschrank, die Schultasche oder den Familienkalender

Manchmal gehen gute Ideen oder schöne Termine zwischen Alltag, Brotdosen, Sporttaschen und Sommerplänen einfach unter. Deshalb ist unsere Kinderseite diesmal ein wenig anders gestaltet: wie eine bunte Sammlung kleiner Erinnerungszettel. Zum Aufheben, Ausschneiden, Anpinnen oder Weitererzählen. Zwischen Gottesdiensten, Ausflügen, Musik, Jugendabenden und Krabbelgruppe ist hoffentlich für jede Familie etwas dabei. Und vielleicht findet sich auf einem der kleinen Zettel genau der Termin, der in diesem Herbst zu Euch passt.

So 9.8. | 11 Uhr | Deutsche Kirche Festlicher Konfirmationsgottesdienst der Konfirmandengruppe Mit Musik, Segen und vielen festlichen Momenten.

Mi 3.6. | 18 Uhr Jugendausflug nach Mustasaari

Weitere Infos: nadia.lindfors@evl.fi

Sa 31.10. | Gemeindesaal

Reformationstag für Kinder

Mit Geschichten, Spielen und Aktionen.

So 6.9. | 11 Uhr | Deutsche Kirche

Kindergottesdienst parallel zum Hauptgottesdienst

Ab August wieder jeden Montag | 10–12 Uhr Krabbelgruppe im Gemeindesaal

Spielen, Singen, Kaffee trinken und andere Familien treffen.

Für Kinder von einigen Wochen bis ca. 3,5 Jahren.

So 4.10. | 11 Uhr | Deutsche Kirche

Familiengottesdienst zu Erntedank

Mit vielen großen und kleinen Mitwirkenden

Di 11.8. | 17 Uhr | Deutsche Kirche

„Schulanfang: Klingt gut!“

Einschulungsgottesdienst für alle Erstklässlerinnen und Erstklässler mit ihren Familien.

Donnerstags | 16–17 Uhr

Kinderchor im Gemeindesaal

Singen, Musik und gute Stimmung für Kindergarten- und Grundschulkinder.

Infos: agnes.goerke@evl.fi

Segen für Zuhause Gott, behüte unsere Familie mit deiner Liebe.

Sommerbild malen

Was war mein schönster Sommermoment? / oder schreiben …

Donnerstags | 17–18 Uhr

Jugendchor

Ganz neu — und offen für weitere Sängerinnen und Sänger!

Infos: agnes.goerke@evl.fi

Sa 6.6. | Familienausflug nach Tallinn Gemeinsam unterwegs ins PROTO-Museum!

Anmeldung bis 4.6. bei: tina.meyn@evl.fi

Mittwochs | 14–18 Uhr

Das Gemeindehaus ist offen für Jugendliche.

Zum Treffen, Reden, Spielen oder einfach Dasein.

So 16.8. | 12 Uhr | Munkkiniemi, Nuottapolku 2 Gartengottesdienst im Garten des Deutschen Seniorenwohnheims Mit Musik,Kinderprogramm, Gemeinschaft und Würstchen im Grünen.

 deutschegemeinde.fi/ fur-kinder-und-familien

EG+ 112: Wir haben

Gottes Spuren festgestellt

„Wir haben Gottes Spuren festgestellt“, ein Beispiel des Neuen Geistlichen Liedguts, ist eine deutsche Übertragung des französischen Liedes „Nous avons vu les pas de notre Dieu“, gedichtet 1973 von Michel Scouarnec und vertont von Jo Akepsimas. Ins Deutsche übertrug den Text 1981 der Dominikanerpater, Theologe und Lyriker Diethard Zils.

Gottes Gegenwart im Alltag und in der Welt thematisiert dieses Lied — nicht Gott im fernen Jenseits. Nein, es will JETZT Hoffnung und Zuversicht geben.

Diethard Zils hat den französischen Text recht frei übertragen. Die Fragen im französischen Refrain — Reviendra–t–il marcher sur nos chemins, changer nos cœurs de pierre? Reviendra–t–il semer au creux des mains l’amour et la lumière? — also: „Wird er wiederkommen, auf unseren Wegen gehen, unsere steinernen Herzen verändern? Wird er wiederkommen, in unsere leeren Hände Liebe und Licht säen?“ — verändert Zils in eine zuversichtliche Zusage:

„Zeichen und Wunder sahen wir geschehen in längst vergangenen Tagen, Gott wird auch unsre Wege gehn, uns durch das Leben tragen.“

Dieses freudige Wahrnehmen Gottes, seiner Spuren, und das befreiende Vertrauen auf seine Hilfe spürt man auch in der Melodie.

Freudig bewegt ist sie, fast tanzend. Und sie wechselt vom Moll in den Strophen in ein freudiges Dur im Refrain, schwingt sich auf in die Höhe.

In Strophe 2 nimmt das Lied Bezug auf den Auszug des Volkes Israel aus Ägypten. In Strophe 3 klingt der Prophet Jesaja an: „Dann werden die Augen der Blinden aufgetan und die Ohren der Tauben geöffnet werden. Dann werden die Lahmen springen wie ein Hirsch, und die Zunge der Stummen wird frohlocken“, Jesaja 35,5–6 ebenso Jesu Antwort auf die Frage, ob er der Messias sei: „Blinde sehen, Lahme gehen, Aussätzige werden rein, Taube hören, Tote werden auferweckt und Armen wird das Evangelium gepredigt“. Matthäus 11,5

Zeichen Gottes, Wunder, Verwandlung ins Gute. Ich mag auch die Bilder der blühenden Bäume, wo niemand sie vermutet (Strophe 2), und die Strahlen, die die Nacht durchbrachen (Strophe 3). Es gibt doch solche Überraschungen: unerwartet Schönes, Aufblühendes, Gelingendes, Tröstendes, Befreiendes, Lebendiges. Das kann Hoffnung geben! Gott ist da. Unsere Jahreslosung 2026 passt dazu: „Siehe, ich mache alles neu.“

Vielleicht ja auch durch unsere Hände, unser Lächeln. Gottes Spuren im Alltag — vielleicht ja auch im menschlichen Miteinander.

Kantorin Agnes Goerke

Musikalisches Wiedersehen: drei Männerchöre aus Berlin und Helsinki

Sonntag, 24. Mai, 16 Uhr

Gemeinsam mit den Berliner Männerchören ‚Berliner Liedertafel 1884 e.V.‘ und ‚Männerchor Cäcilia 1890‘ gestaltet der Seniorenchor ‚Konkarit‘ der Viipurin Lauluveikot dieses Konzert. Der Konkarit–Chor war im September 2024 auf Konzertreise in Berlin gemeinsam mit der Berliner Liedertafel. Dies Konzert ist nun der Gegenbesuch der Berliner — ein musikalisches Wiedersehen über Ländergrenzen hinweg.

Frühlingsliedersingen, 27. Mai, 17 Uhr

Gemeinsam mit Kinderchor, Deutsch–Finnischem Chor, Klarinette, Klavier und allen Besuchern wollen wir im Kirschgarten wieder Frühlings– und Volkslieder singen und bei Grillwürstchen und Getränk Gemeinschaft feiern, bevor mit den Ferien eine Sommerpause in den Gemeindekreisen beginnt. Kommt dazu, damit es ein lebendiger Sing–und Gemeindenachmittag wird.

Esa Pietilä, Solo–Saxophon Donnerstag, 28. Mai, 19 Uhr

Konzerte im Sommer in der Deutschen Kirche

„Defiance“ heißt das neue Soloalbum des Saxophonisten und Komponisten Esa Pietilä, das die Grenzen des Solo–Saxophonspiels ausdehnt. Pietilä bewegt sich mühelos an der Schnittstelle von zeitgenössischer Musik, Improvisation und Jazz, und auf diesem Album verschmelzen diese Welten zu einem intensiven und einzigartigen Ganzen.

Das Album umfasst acht Werke: Sphere, Colors of Liberation, Fire, Mist, Defiance, Ahoy!, Scenery with Blue Waves und Diamond Jor. Jedes Stück eröffnet seine eigene Klanglandschaft –kreisförmige Resonanzräume, fließende Wellen, neblige Texturen und klare, kristalline Klänge. Die Werke reichen von stillen, fragilen Momenten bis hin zu kraftvollen Ausbrüchen, in denen das Saxophon zugleich als sensibles und physisches Instrument erklingt.

Der Titeltrack „Defiance“ verkörpert den Geist des Albums: kompromisslos, experimentierfreudig und die Grenzen des Möglichen auslotend. Für Pietilä ist das Saxophon nicht nur ein Instrument, sondern ein Resonanzkörper, durch den Klang, Atem und Raum ein sich ständig wandelndes Ganzes formen.

Das Album setzt Pietiläs langjährige Auseinandersetzung mit den Möglichkeiten des Saxophons als Soloinstrument fort. Gleichzeitig lädt es den Hörer zu einer Klangreise ein, auf der jeder Atemzug, jede Resonanz und jede Stille eine neue Perspektive auf die Klangwelt eröffnet. „Defiance“ ist Pietiläs bisher kühnstes Solowerk — ein freies, intensives und einzigartiges Ganzes. Tickets an der Abendkasse 10 Euro.

KOSMOS–MOZART

Konzert des Finnischen Barockorchesters (FiBO) Mittwoch, 10. Juni, 18 Uhr

Ein Konzertabend mit den FiBO Players Irma Niskanen (Violine), Hanna Pakkala (Bratsche) und Juuli Holma (Violoncello).

Manche der größten Künstler hatten schon immer ein Händchen für Unterhaltung. Wolfgang Amadeus Mozarts Divertimento für Streichtrio (KV 563) ist ein wunderbares Werk.

Das 50–minütige Unterhaltungsstück ist wie ein perfekter Popsong oder eine Weltklasse–Musikdarbietung — nichts könnte hinzugefügt oder weggenommen werden.

Neben der Leichtigkeit der Klassik finden sich darin an Romantik grenzende Individualität und barocke Anspielungen — und fesselnde Wiener Tänze.

Die Uraufführung des Streichdivertimentos fand in Dresden am Hofe Friedrich Augusts III., des Kurfürsten von Sachsen, statt. Mozart selbst spielte die Bratsche in dem Trio. Das Konzert dauert eine Stunde. Die Karten kosten 25 Euro, ermäßigt 20 Euro (Rentner, Arbeitslose, Wehrpflichtige, Kinder). Schüler und Studenten 10 Euro an der Abendkasse.

Europäische Nacht — Jazz Freitag, 12. Juni, 19 Uhr

Pascal Schweren, Klavier, und Marko Aho, Gitarre, präsentieren in ihrem Konzert „Europäische Nacht“ europäischen Jazz und Jazz–Arrangements für Unterhaltungsmusik. Das abwechslungsreiche Repertoire umfasst international bekannte Film– und Unterhaltungsmusiken der 1950er–Jahre bis heute.

Pascal Schweren studierte klassisches Klavier an der Universität in Köln und Jazzklavier an der Folkwanghochschule Essen. Er hat zahlreiche CDs produziert und die Bühne mit bekannten deutschen und internationalen Jazz–Künstlern und –Künstlerinnen geteilt. Marko Aho spielt Gitarre und leitet das Orchester „Swing Doctors“ — eines der bedeutendsten Swing–Orchester Finnlands. Eintritt frei. Programm 10 Euro. Stimmen über der Ostsee Donnerstag, 25. Juni, 15 Uhr

Der schwedische Universitätschor Chalmers Sångkör kommt in die deutsche Kirche Helsinki! Eingeladen wird zu einem Nachmittagskonzert um 15 Uhr mit traditionellen Chorklängen, finnischen Sommerhits, selbst komponierter Musik und vielem mehr! Der Eintritt ist frei, und das Konzert dauert eine Stunde.

„The weight of the world” Donnerstag, 23. Juli, 18 + 23 Uhr

Erika Sirola und Murrettumeri vereinen in ihrem Konzert die Kraft und Schönheit von Orgel und Stimme und verwirklichen ein Projekt, das Herz und Seele berührt. Erika Sirolas Gesang — unerschrocken und mit der Fähigkeit, enorme emotionale Wucht in einem einzigen Ton zu transportieren — trifft auf Murrettumeris virtuoses Spiel auf der Orgel der Deutschen Kirche, dem Geburtsort des Projektes der beiden Musiker. Gemeinsam bewegen sie sich durch etwas, das sich uralt und zugleich vollkommen gegenwärtig anfühlt, und verwandeln die Kirche in einen Resonanzraum für Trauer, Staunen und das Unaussprechliche.

Es gibt zwei Aufführungen am selben Tag, die erste um 18 Uhr und die zweite als Nachtkonzert um 23 Uhr.

Der Eintritt ist frei. Kollekte am Ausgang.

Konzert zu Ehren unserer Geburtstagsjubilare

Mittwoch, 23. September, 14 Uhr Fröhliche Musik für Oboe und Orgel erklingt beim Konzert zu Ehren der Geburtstagsjubilare unserer Gemeinde. Es musizieren Aila Hettula (Oboe) und Agnes Goerke (Orgel). Der Eintritt ist frei. Anschließend geht der Nachmittag bei festlichem Geburtstagskaffee im Gemeindehaus weiter.

Herbstkonzert des Deutsch–Finnischen Chores Samstag, 3. Oktober, 18 Uhr Brahms, Mendelssohn, Beethoven, Mäntyjärvi, Ranta, Kuusisto

Was ist das Thema weltlicher Chormusik der Romantik? Es ist immer wieder die Schönheit der Natur, Liebe und Sehnsucht des Menschen nach Geborgenheit. Johannes Brahms hat dazu ganze Liederzyklen für Chor und Klavier geschrieben,— leidenschaftliche, farbige, temperamentvolle Musik. Sie steht im Mittelpunkt unseres Herbstkonzertes.

Deutsch–Finnischer Chor (DFC) Klavier: (wird noch bekanntgegeben) Leitung: Agnes Goerke

Der Eintritt ist frei. Programmverkauf.

 deutschegemeinde.fi/ konzerte

Konzert der Sibeliusakademie:

Abschlusskonzert von Tähti Oksanen, Barockcello

Dienstag, 6. Oktober, 18 Uhr

Der Eintritt ist frei.

Chorkonzert mit dem Harvestehuder Kammerchor (Hamburg)

Sonntag, 18. Oktober, 17 Uhr

Dona nobis pacem – gib uns Frieden: Unter diesem Motto steht ein Konzert des Harvestehuder Kammerchores (Hamburg), das Werke aus mehreren Jahrhunderten miteinander verbindet. Von Heinrich Schütz bis zu zeitgenössischen Stimmen wie Knut Nystedt entfaltet sich ein musikalischer Bogen zwischen Bitte, Klage und Hoffnung. Einen besonderen Akzent setzen Kompositionen ukrainischer Künstlerinnen und Künstler wie Hanna Havrylets, Iryna Aleksiychuk und Oleksandr Shchetynsky, die aktuelle Erfahrungen in eindringliche Klangsprache übersetzen. So wird das Konzert zu einem bewegenden Plädoyer für Frieden — zeitlos und hochaktuell zugleich.

Harvestehuder Kammerchor

Thomas Dahl, Orgel Edzard Burchards, Leitung

Der Eintritt ist frei. Das Programmheft kostet 10 Euro.

CANTA! Mädchenchor aus Lübeck zu Besuch Freitag, 30. Oktober, 18 Uhr

Der CANTA–Mädchenchor aus Lübeck unter der Leitung von Elena Pavlova. Der Chor mit seinen 25 Sängerinnen zwischen 9 und 21 Jahren präsentiert in seinem Konzert ein breites Spektrum der musikalischen Literatur aus unterschiedlichen Epochen.

Es erklingen Chor–, Solo– und Orgelstücke der Komponisten

Johann Sebastian Bach, Francesco Durante, Giovanni Pergolesi, Felix Mendelssohn Bartholdy, Léo Delibes, Sergej Rachmaninow, Karl Jenkins, Gerhard Pott und anderer sowie modern arrangierte internationale Volkslieder. An der Orgel wird der Chor von der Organistin der Lübecker Innenstadtkirchen Nataliya Abryutina begleitet.

Der Eintritt ist frei.

Musikleben in unserer Gemeinde — die Musikgruppen laden Dich ein!

Nach der Sommerpause startet das Musikleben in der Gemeinde Mitte August wieder. Bist du neu zugezogen und suchst musikalisch Gleichgesinnte?

Möchtest du nach einer Pause wieder dein Instrument spielen oder im Chor singen?

Sind die Kinder so groß, dass es wieder Zeit für ein eigenes Hobby gibt?

… dann herzlich willkommen in unseren Musikgruppen:

Deutsch–Finnischer Chor (DFC)

Der Deutsch–Finnische Chor mit gut 30 aktiven Sängerinnen und Sängern übt diesen Herbst für sein Konzert am 3. Oktober 2026 weltliche Musik für Chor und Klavier von Johannes Brahms und weiteren deutschen und finnischen Komponisten. Mit abwechselnder Besetzung singen wir monatlich einmal im Gottesdienst, im Dezember ist ein Höhepunkt das Singen der „Schönsten deutschen Weihnachtslieder” in Turku, diesmal auch in Porvoo, und in Helsinki. Die Proben sind mittwochs 18.30–21 Uhr im Gemeindesaal. Deutsche und Finnen singen im Chor — das ist ein schöner sprachlicher und kultureller Austausch.

Kontakt: Kantorin Agnes Goerke, E–Mail agnes.goerke@evl.fi

Querflötenensemble

Ab September trifft sich das neue Querflötenensemble jeden zweiten Sonntag zur Probe im Gemeindesaal. Querflötenspieler:innen jeden Alters sind herzlich willkommen. Bei Interesse meldet Euch gerne für mehr Informationen bei Cordula Tröster–Blomberg, Telefon +358 44 5330128, E–Mail troeco@gmx.de

Posaunenchor

Die kleine engagierte Gruppe von Trompeten–, Tenorhorn–, Bariton–und Posaunenspielern übt und spielt Posaunenchormusik für Gottesdienste, Gemeindefeste und Konzerte. Neue Mitspieler sind auch hier herzlich willkommen! Instrumente können von der Gemeinde gestellt werden. Die Proben sind dienstags von 17–19 Uhr.

Kontakt: Conni Mäkinen, Telefon +358 40 508 9671, und Albert Steidel, Telefon +358 400 354 677, E–Mail posaunenchor@deutschegemeinde.fi

Kinderchor

Der Kinderchor singt donnerstags von 16–16.45 Uhr im Gemeindesaal. Altersgruppe: hauptsächlich 4–6 Jahre. Nach den Herbstferien kommen mehr Grundschulkinder hinzu für das weihnachtliche Singspiel an Heiligabend. Spiel und Spaß, Singen und Musizieren und Aufführungen warten auf euch — kommt und macht mit!

Kontakt: Kantorin Agnes Goerke, E–Mail agnes.goerke@evl.fi

Jugendchor

Der Jugendchor trifft sich projektweise und singt Gospels sowie Musik von John Rutter und anderen Komponisten ansteckend schöner Musik. Proben sind donnerstags um 17 Uhr im Gemeindesaal. Komm mit Freunden dazu!

Kontakt: Kantorin Agnes Goerke, E–Mail agnes.goerke@evl.fi

Vokalensemble

Zu Projekten mit zwei Proben und einer Aufführung im Gottesdienst oder Konzert kommen die Sänger/innen des Vokalensembles zusammen.

Kontakt: Kantorin Agnes Goerke, E–Mail agnes.goerke@evl.fi

Gemeindemusiker

Für Kammermusik in Gottesdiensten, bei Festen, in Konzerten und im Zusammenspiel mit den Chören treffen sich Instrumentalisten unserer Gemeinde in unterschiedlicher Besetzung. Schüler, Erwachsene, Profis und Laien, Streichinstrumente von Violine bis Kontrabass, Block- und Querflöten, Klarinette – und willkommen sind auch hier neue Gesichter und Instrumente!

Kontakt: Kantorin Agnes Goerke, E–Mail agnes.goerke@evl.fi

„Osterjubel in Blech und Klang“ — Bläser aus Helsinki und Winsen waren zu

Gast bei

Oulu2026

Schon bei unserem Besuch im September 2025 in Helsinki hatte es sich angedeutet: Dieser Ausflug würde nicht die letzte Begegnung der Bläser aus Helsinki und Winsen sein. Seit Anfang des Jahres 2026 konkretisierten sich die Planungen, und so kamen wir Bläser aus Winsen zu der einmaligen Gelegenheit, im April im Dom der europäischen Kulturhauptstadt Oulu einen zweisprachigen Festgottesdienst mitzugestalten.

Gottfried Effe hatte vor Ort eine ganze Menge organisiert: Gastbläser angefragt, einen Probenraum organisiert und ein gemütliches Beisammensein mit einigen weiteren deutschsprachigen Einwohnern Oulus auf die Beine gestellt. Albert Steidel vom Posaunenchor in Helsinki hatte die Noten vorbereitet, sodass wir am Freitag in der Pyhän Tuomaan kirkko in Oulu ausgiebig proben konnten — eine sehr helle, moderne Kirche aus den 70er Jahren und ein besonderer Ort. Wir hatten außerdem noch vier Gäste vom Konservatorium dabei, sodass wir mit etwa fünfzehn Musikern spielen konnten — ein großes Vergnügen!

Die Winsener Bläser waren schon am Vortag angereist und nach der Besichtigung der Stadt mitten in ein wunderbares Studentenspektakel geraten: Alle Studenten waren in bunteste Overalls gekleidet, die jeweils ihre Fakultät verrieten — und auch, an wie vielen dieser Feste sie bereits teilgenommen hatten. Alle Kneipen Oulus waren überfüllt…

Und „wenn Engel reisen“, dann spielt natürlich auch das Wetter mit!

Bei frostigen Nächten war es tagsüber in der Sonne schon richtig warm. Ein ausgiebiger Spaziergang an die noch eisgesäumte Ostsee stand am Freitagvormittag ebenfalls auf dem Programm.

Der finnisch–deutsche Gottesdienst wurde von Päivi Lukkari und Lauri Holma gehalten, und man fühlte sich sofort zuhause — in einer traditionellen Form mit den vertrauten Gesängen. Die Veranstaltung wurde gestreamt, sodass auch unsere Angehörigen und Freunde in Deutschland den Gottesdienst am Samstagabend miterleben konnten. Bewegend war außerdem, dass Richard Altemeier dabeisein konnte, um zu erleben, wie „sein“ Posaunenchor in Oulu spielte.

Im Anschluss konnten wir das Fest gemeinsam mit Mitarbeitenden und Gemeindegliedern in der Krypta des Doms ausklingen lassen — man kann sich in der Deutschen Gemeinde in Finnland wirklich sehr wohlfühlen.

Während der Posaunenchor am Sonntagmittag per Flugzeug die Heimreise nach Deutschland antrat, hatte ich das Vergnügen, die Instrumente auf einer zweitägigen Tour mit dem PKW zurück nach Deutschland zu bringen. Diese Fahrt durch Finnland über Schweden und Dänemark ist einfach beeindruckend und sehr zu empfehlen — von den langen Strecken über Land bis zu den Etappen, die per Schiff zurückgelegt wurden.

Reinhard Gräler, Kreiskantor und Orgelrevisor, St. Marien Posaunenchor Winsen (Luhe)

Familienfreizeit 2026: Auf ins Abenteuer

— Mit Josef auf der Suche nach Versöhnung!

Am zweiten Maiwochenende hieß es wieder: Auf ins Abenteuer! Mit zwanzig Familien durften wir erneut im wunderschönen kirchlichen Freizeitheim Rantalahti in Janakkala zu Gast sein. In diesem Jahr hatten wir zusätzlich das kleine Haus „Torppa“ dazugebucht — und tatsächlich waren am Ende alle Zimmer belegt: zweiunddreißig Kinder im Alter von ein bis fünfzehn Jahren und achtundzwanzig Erwachsene waren dabei. Damit jede Familie ein eigenes Zimmer bekam, wurden noch ein paar Zustellbetten organisiert und getauscht — und schließlich passte alles genau nach Plan. Am Freitag füllte sich das Haus nach und nach mit Leben: Einige Familien kamen bereits vor dem Abendessen an, andere etwas später. Um 19 Uhr begann unser gemeinsames Wochenende dann offiziell mit einem fröhlichen Kennenlernabend voller Spiele, Spaß und guter Stimmung. Passend zur Josefsgeschichte gestalteten die Familien ihre Türschilder mit bunten Mänteln — schließlich bekam Josef von seinem Vater einen ganz besonderen Mantel geschenkt.

Nach einem leckeren Abendessen feierten wir mit Diakon Timo direkt am See eine stimmungsvolle Andacht. Gedanken zur Schöpfung und zur Sturmstillung begleiteten uns in den Abend hinein. Mit „Der Mond ist aufgegangen“ beschlossen wir — oder zumindest viele Kinder — den ersten Tag. Die Erwachsenen saßen später noch mit einem guten Getränk und Knabbereien zusammen und genossen die Gespräche.

Am Samstag waren die ersten Kinder bereits gegen sieben Uhr wach und erkundeten neugierig das Haus. Gut, dass die Legokiste und andere Spiele gleich bereitstanden — und sofort wurde fleißig gebaut.

Am Vormittag wurde in verschiedenen Gruppen gebastelt, musiziert und gespielt: Die kleineren Kinder erlebten mit Cordula Elemente aus der Josefserzählung als Klanggeschichte, während die älteren Kinder mit Esther Bilder zum Thema Versöhnung tuschten, Traumfänger bastelten und Herzen als Zeichen der Versöhnung — und passend zum Muttertag — webten. Die größeren Kinder tobten mit Nadia draußen im Sonnenschein über das Gelände. Parallel tauschten sich die Erwachsenen mit Jule über Resilienz aus:

Wie ist es Josef gelungen, trotz aller Schwierigkeiten an seinen Träumen festhalten und nicht aufgeben?

In der nächsten Runde wurde in der Musikgruppe fleißig gesungen und

musiziert. Besonders der Refrain unseres Mottoliedes entwickelte sich zu einem Ohrwurm:

„Wir feiern ein Fest, ein Freudenfest, weil Gott am Ende alles gut werden lässt!“

Währenddessen überlegten die älteren Kinder, was gegen Einsamkeit hilft — schließlich musste sich auch Josef in Ägypten oft fremd und allein gefühlt haben, als er dort in diesem neuen Land ankam. Gemeinsam wurden Schutzschilder gestaltet. Alle anderen Kinder spielten in zwei Altersgruppen draußen und entdeckten die wunderschöne Natur rund um das Haus.

Im Bastelraum konnte während des ganzen Wochenendes kreativ gearbeitet werden. Als großes Gemeinschaftsprojekt entstand ein riesiger Traumfänger. Nachdem die

Jugendlichen mit viel Geduld das Fadenmuster in die drei großen Ringe gewickelt hatten, wurde der Traumfänger von allen weiter geschmückt und gestaltet.

Nach dem Mittagessen genossen viele die freie Zeit: Es wurde gespielt, geredet, gelesen, spaziert — und natürlich auch im See gebadet.

Gestärkt mit einer Tasse Kakao, Kaffee oder Tee und Mokkapallo ging es dann am Nachmittag in altersgemischten Gruppen auf große „Rastirata“ rund um die Josefsgeschichte. Die sechs Gruppen mit den wunderbaren Namen „Blauwale“, „Grüne Katzen“, „Goldfische“, „Rotkehlchen“, „Bunte Chamäleons“ und „Blaue Elefanten“ gaben alles. Es wurden Hieroglyphen entschlüsselt, lange Schnüre für Josefs Mantel fingergehäkelt, Hindernisse überwunden, Vorräte für die „sieben schlechten Jahre“ gesammelt und prächtige Mäntel gestaltet.

Die Sprachen Deutsch, Finnisch, Englisch und Estnisch waren bei allen Aktivitäten zu hören — genau diese Sprachvielfalt und Offenheit macht unsere Familienfreizeit jedes Jahr besonders schön.

Am Ende hatten die „Blauwale“ die meisten Punkte gesammelt — aber natürlich gab es für alle Gruppen leckere Süßigkeitenpreise.

Der Samstagabend gehörte dann der Sauna, dem Lagerfeuer und Tikkupulla an der Grillhütte. Viele ließen den Abend noch bei Gesprächen ausklingen oder wagten ein letztes Bad im See.

Am Sonntag beschäftigten wir uns noch einmal in verschiedenen Gruppen mit der Josefsgeschichte — und es war beeindruckend zu sehen, wie viel die Kinder sich gemerkt hatten. Danach feierten wir gemeinsam einen fröhlichen Abschlussgottesdienst, in dem viele Elemente der vergangenen Tage vorkamen.

Die drei großen Ringe des Traumfängers sollen später noch zusammengesetzt werden — vielleicht finden sie sogar für einen besonderen Anlass einen Platz in unserer Kirche in Helsinki. Mögen sie unsere guten Träume festhalten und uns daran erinnern, dass auch Josef an seinen Träumen festgehalten hat.

Besonders schön war in diesem Jahr wieder die Atmosphäre in der Gruppe: Einige Familien kannten sich bereits

aus den vergangenen Jahren, neue Freundschaften entstanden fast wie von selbst und überall war Leben im Haus und auf dem Gelände. Die Kinder hatten viel Spaß miteinander und waren immer in Aktion – mit Bällen auf dem Flur, Flugzeugen in der Luft (oder auf dem Dach ;). Besonders beliebt war in diesem Jahr die Airtrack–Matte draußen in der Sonne. Dort wurde gesprungen, gelacht und getobt.

Auf den Feedbackbögen der Erwachsenen, was von diesen Tagen in Erinnerung bleiben wird, war unter anderem zu lesen:

„Basteln, die tolle Gemeinschaft, das tolle Haus und das wunderschöne Gelände, Lagerfeuer, Gespräche, gemeinsame Zeit, Begegnungen, das Gemüsespiel, berührende Momente, singen, draußen sein, spannende Lebensgeschichten, tolle Menschen, Schwimmen im See, Sonnenlicht – und Untergang, Springen auf der Matte, wie die „Kleinen“, die noch kleineren betreut haben, leckeres Essen und Fingerstricken”

Auch wenn sich viele auf Zuhause freuten, fiel der Abschied am Sonntag doch schwer.

„Zwei oder drei Tage länger wären schön gewesen!“

… war mehrfach zu hören — oder gleich eine ganze Familienferienwoche. Es waren drei intensive, fröhliche und sehr besondere Tage. Und wir freuen uns jetzt schon auf das nächste Jahr, wenn es wieder heißt:

Auf ins Abenteuer!

Tina Meyn

Prüfstein der Nächstenliebe

Im Februar 2026 endete das dreijährige Projekt Muistiopas der finnischen Alzheimer–Gesellschaft (Muistiliitto ry). Ziel des Projekts war es, für fremdsprachige Menschen mit Demenz sowie für ihre Angehörigen in Finnland, die Aufklärung und Unterstützung weiterzuentwickeln.

Ein großes Dankeschön gilt vor allem den vielen deutschsprachigen Ehrenamtlichen, die ihre Zeit und ihr Mitgefühl eingebracht haben. Ihr Engagement zeigt, was gelebte Nächstenliebe bedeuten kann.

Die Diagnose Demenz markiert für Erkrankte und ihre Angehörigen einen tiefen Einschnitt. Vertrautes verliert seine Selbstverständlichkeit, Sicherheiten geraten ins Wanken. Fragen drängen sich auf: Wie wird der Weg der Krankheit verlaufen? Was bleibt an Selbstständigkeit? Welche Folgen hat es für Ausländer in Finnland, wenn die erlernten Fremdsprachen Finnisch oder Schwedisch im Verlauf der Krankheit als erstes verschwinden?

In einer alternden Gesellschaft wird Demenz zunehmend zu einer gemeinsamen Herausforderung. Vielleicht darf man sie sogar als einen Prüfstein der gelebten Nächstenliebe betrachten. Denn sie stellt uns vor die Frage, wie wir mit Menschen umgehen, die nicht mehr leistungsfähig, nicht mehr „funktional“ im üblichen Sinn sind. Im Mittelpunkt steht die Zuwendung zum Mitmenschen — sich vom Leid anderer anrühren zu lassen und sich für ihr Wohlergehen zuständig zu wissen. Demenz berührt somit grundlegende Fragen unseres Menschenbildes. Ist menschliche Würde an Leistung, Vernunft oder Erinnerung gebunden? Was bleibt vom Menschen, wenn Sprache, Gedächtnis und „Effizienz” nachlassen? Demenz macht sichtbar, wie verletzlich wir sind — und wie sehr wir beizeiten alle darauf angewiesen sind, „vom Nächsten geliebt zu werden”.

Nächstenliebe durch Ehrenamt Ehrenamt heißt auch bei Demenz zunächst: Zeit schenken. Zeit, die nicht gemessen wird, und die nicht „effektiv“ sein soll, denn Ehrenamtliche müssen nichts heilen und nichts lösen. Darüber hinaus besitzt man als ausländischer Ehrenamtlicher etwas ganz Besonderes: die eigene Muttersprache und Kultur. Deren Stellenwert wächst noch einmal, wenn man im Ausland lebt und an Demenz erkrankt. Denn während viele anderen Erinnerungen durch die Demenz verblassen, bleiben die eigene Sprache und kulturelle Herkunft am längsten erhalten.

Das Projekt Muistiopas hat gezeigt, wie wichtig gerade muttersprachliche Unterstützung für Menschen mit Demenz ist, denn Sprache ist mehr als ein Kommunikationsmittel. Für deutschsprachige Demenzerkrankte in Finnland bedeutet ein vertrautes Wort, ein bekanntes Lied oder ein Gespräch in der eigenen Sprache oft Sicherheit und Geborgenheit. Hier spielen Ehrenamtliche eine unschätzbare Rolle.

Auch die Angehörigen dürfen nicht vergessen werden. Für sie ist Demenz oft eine lang andauernde Belastung. Sie erleben eine schleichende Veränderung der Beziehung, eine Trauer, die beginnt, bevor ein Mensch gestorben ist. Viele fühlen sich erschöpft, überfordert oder allein gelassen. Ehrenamtliche können hier Brücken bauen: durch ein offenes Ohr oder ein Gespräch, manchmal auch einfach durch das Dasein, das eine kleine Pause ermöglicht.

Viele unserer Ehrenamtlichen berichteten, dass sie durch die Begegnung mit Menschen mit Demenz selbst verändert wurden. Sie wurden mit Fragen

konfrontiert, die sonst leicht verdrängt werden: Fragen nach Identität, Heimat und Vergänglichkeit. Wer bin ich, wenn ich mich nicht mehr erinnern kann? Was trägt, wenn Gewissheiten schwinden? Solche Fragen berühren den Kern dessen, was es heißt, Mensch zu sein.

Die gesellschaftliche Dimension darf ebenfalls nicht ausgeblendet werden. Der finnische Staat steht unter finanziellem Druck und muss in vielen Bereichen einsparen — auch im Gesundheits– und Sozialwesen. Leistungen werden zurückgefahren, Strukturen verschlankt. Umso deutlicher wird: Freiwillige werden gebraucht. Ehrenamtliches Engagement kann staatliche Verantwortung nicht ersetzen, aber es kann Lücken füllen, Beziehungen schaffen und Menschlichkeit bewahren.

Demenz fordert uns heraus, neu über Nähe, Verantwortung und Würde nachzudenken. Sie erinnert daran, dass Menschsein mehr ist als Funktionieren. Vielleicht ist sie tatsächlich ein Prüfstein der Nächstenliebe: still, fordernd und tiefgehend. Wo Menschen einander Zeit schenken, wo sie bleiben, auch wenn es schwierig wird, dort wird dieser Prüfstein bestanden — leise, aber wirksam.

Ich danke der Deutschen Gemeinde für die Zusammenarbeit über die Projektzeit.

Sven Claes

 Für Info oder Hilfe aber auch bei Interesse an einer ehrenamtlichen Funktion kontaktieren Sie eine der 41 Niederlassungen der Muistiliitto.

 Deutschsprachige Ehrenamtliche sind weiter aktiv. Die Ehrenamtliche Lea Schädlich gibt gerne Auskunft, E–Mail lea.muistihanke@gmail.com.

 muistiliitto.fi/ apua-ja-tukea

Die Reise unseres Lebens

Eine Glocke aus Kriegsschrott. Sieben Kutschen. Achtzehn Pferde. 191 Tage unterwegs. 3.600 Kilometer quer durch Europa. Und ein Satz aus dem Hebräerbrief, der unterwegs immer wieder zur Herausforderung wurde: „Jaget dem Frieden nach mit Jedermann.“ Mit einer Friedensglocke von Brandenburg bis nach Jerusalem.

Was wie der Beginn eines Romans klingt, wurde zwischen Mai und November 2025 Wirklichkeit. Der Verein „Friedensglocken e. V.“ machte sich mit Pferden, Wagen und einer fast 70 Kilogramm schweren Friedensglocke auf den Weg von Brandenburg bis nach Jerusalem. Nicht als politische Aktion. Nicht als touristisches Abenteuer. Sondern als Versuch, Menschen zu begegnen, zuzuhören, Grenzen zu überwinden und unterwegs wenigstens ein kleines Stück Verständigung wachsen zu lassen.

Die Idee entstand bereits 2019 im brandenburgischen Brück. Ziel war es, eine aus Kriegsschrott gegossene Glocke an die „Hand–in–Hand–Schule“ in Jerusalem zu bringen — eine der letzten Schulen in Israel, in der muslimische, jüdische und christliche Kinder gemeinsam lernen.

Auf der Glocke steht das Wort „Frieden“ in zwölf Sprachen. Und darunter jener Satz: „Jaget dem Frieden nach mit Jedermann.“

Der vollständige Reisebericht erzählt diese Reise nicht nur als große Route durch Europa, sondern vor allem als eine Folge unzähliger kleiner Begegnungen. Er erzählt von Menschen, die plötzlich auftauchten und halfen. Von Dörfern, in denen aus einem kurzen Halt spontane Feste wurden. Von Pferden, die überall Kinder anzogen wie Magnete. Und von einer Gruppe, die unterwegs lernen musste, dass Frieden nicht zuerst zwischen

Staaten beginnt — sondern morgens am Frühstückstisch neben dem Menschen, der nachts geschnarcht hat. Der Bericht beschreibt eindrücklich den Alltag des Trecks: Aufstehen um halb sechs. Pferde versorgen. Kaffee kochen. Frühstück vorbereiten. Lager abbauen. Koppeln versetzen. Wasser organisieren. Fahrzeuge beladen. Karten prüfen. Strecken abstimmen. Jeden Tag neu.

Während die Kutschen langsam über Landstraßen rollen, baut der sogenannte „Tross“ bereits das nächste Lager auf. Zelte, mobile Toiletten, Küchenzelt, Strom, Wasser, Pferdekoppeln. Oft irgendwo auf Wiesen hinter Feuerwehrhäusern, neben Sportplätzen oder unter Autobahnbrücken. Manchmal an wunderschönen Orten direkt an der Donau. Manchmal neben Kläranlagen oder am Rand einer Mülldeponie.

Und trotzdem entsteht immer wieder Gemeinschaft.

Besonders lebendig wird der Bericht dort, wo er die Begegnungen unterwegs schildert. In einem kleinen brandenburgischen Dorf erwartet den Autor eigentlich nur die Übergabe eines Schlüssels für die Sanitäranlagen. Stattdessen endet der Abend in einem improvisierten Dorffest mit Kuchen, Grill, Bier und selbstgemachten Marmeladen. In Österreich organisiert eine Friseurmeisterin spontan einen mobilen Friseursalon für den gesamten Treck. In Griechenland schenken Menschen Brot, in Ungarn Salami, in Deutschland Eingekochtes, überall Futter für die Pferde.

Der Text zeigt dabei immer wieder die Gegensätze dieser Reise: romantische Sonnenuntergänge am Lagerfeuer — und völlig durchnässte Zelte nach Balkanregen. Begeisterung am Straßenrand — und Streit innerhalb der Gruppe. Leuchtende Kinderaugen — und lähmende Bürokratie.

Besonders dramatisch wird der Bericht an der bulgarisch–türkischen Grenze. Zwölf Tage lang wartet die Gruppe mit Pferden und Wagen im Grenzgebiet. Formulare, Anträge, Genehmigungen. Immer neue Forderungen. Schließlich die Drohung: zurück nach Bulgarien oder Beschlagnahmung aller Tiere und Fahrzeuge.

Der Traum scheint gescheitert.

Doch dann beginnt „Plan B“. Ein Teil der Gruppe reist weiter, organisiert neue Kutschen, neue Pferde, neue Strecken. Die Reise verändert sich — aber sie geht weiter.

Der Bericht schildert eindrucksvoll, wie fragil eine solche Unternehmung wird: Menschen reisen ab, neue stoßen hinzu, Kräfte schwinden, Konflikte entstehen. Und trotzdem wächst unterwegs immer wieder etwas Neues.

Und dann schließlich Jerusalem. Weil die Pferde nicht nach Israel eingeführt werden dürfen, wird improvisiert. Die Friedenskutsche wird kurzfristig an einen Israeli „verkauft“ und wieder zurückgekauft, um überhaupt ins Land zu gelangen. Statt Pferden ziehen schließlich zwei Maultiere namens „Juliette“ und „Angelique“ den Glockenwagen durch Israel. 

Die letzten Kapitel des Berichts gehören den Eindrücken in Jerusalem: der Altstadt, dem Toten Meer, der Geburtskirche — und schließlich der „Hand–in–Hand–Schule“.

Am 13. November 2025 wird die Glocke übergeben.

Kinder tanzen auf dem Schulhof. Klassen machen Fotos vor der Kutsche. Viele lachen. Manche weinen heimlich. Und dann tragen drei Mädchen — ein jüdisches, ein muslimisches und ein christliches Kind — gemeinsam die Verantwortung für die Glocke weiter, indem sie sie zusammen läuten.

Für viele Teilnehmerinnen und Teilnehmer wird genau dieser Moment zum eigentlichen Ziel der Reise.

Der vollständige digitale Artikel erzählt diese außergewöhnliche Reise in großer Nähe und mit vielen Details weiter: von frostigen Nächten in Sachsen, vom Baden der Pferde in der Donau, von Begegnungen mit Feuerwehren, Bürgermeistern und Schulkindern, von gemeinsamen Festen auf dem Balkan, von Erschöpfung, Hoffnung und der Frage, warum Menschen überhaupt aufbrechen.

Vor allem aber erzählt er von etwas, das heute selten geworden ist: davon, sich langsam fortzubewegen. Offen zu sein für Begegnungen. Sich abhängig zu machen von der Freundlichkeit anderer Menschen.

Und vielleicht genau darin dem Frieden ein kleines Stück näherzukommen.

Die Reise unseres Lebens.

 Die vollständige, reich bebilderte Langfassung mit allen Bildern, Wegstationen und weiteren persönlichen Momenten könnt ihr an der Postillenwand der Gemeinde weiterlesen — online, digital über den Link und QR–Code.

 Für alle, die lieber auf Papier lesen: Der Bericht ist auch ausgedruckt und handgebunden erhältlich — ebenso als PDF per E–Mail. Meldet euch dafür gerne direkt bei Jörg Hauer, Telefon +49 163 2753844, E–Mail joerg.hauer@web.de

 postille.deutschegemeinde.fi/ die-reise-unseres-lebens

Auf dem Weg ins Leben

Manchmal braucht es Menschen, die einen ein Stück des Weges begleiten. Menschen, die unterstützen, ermutigen und helfen, den eigenen Platz im Leben zu finden. Auch das gehört zu unserer Gemeinde: miteinander unterwegs sein, Türen öffnen und Hoffnung weitergeben.

Emma lebte mit ihren Kindern von 2022 bis 2023 in Finnland und arbeitete in dieser Zeit unter anderem im Deutschen Kindergarten in der Bernhardinkatu in Helsinki. Ihr ältester Sohn Ryan nahm am Konfirmandenunterricht der Deutschen Gemeinde teil.

Als Vorsitzende des Vereins ‚Building Bridges Worldwide‘ möchte ich mich noch einmal sehr herzlich für die großartige Unterstützung bedanken, die wir aus Finnland und besonders aus der Deutschen Gemeinde für Keisha erhalten haben. Durch Ihren Beitrag haben wir in Kenia eine weitere Anwältin gewonnen, die ein Herz für Menschlichkeit und Gerechtigkeit hat!

Nach unserer Förderung ist es uns wichtig, dass junge Menschen ihren Weg in ein eigenständiges Leben finden. Bildung und Unterstützung sollen ihnen helfen, Verantwortung zu übernehmen und ihre Zukunft selbst zu gestalten. Bei Keisha ist das auf wunderbare Weise gelungen.

Um selbstständig zu werden und Neues zu lernen, kann ein Au–pair–Jahr eine wertvolle Erfahrung sein. In unserer Welt ist es wichtig, voneinander zu lernen sowie neue Kulturen und Sprachen kennenzulernen. Für mich persönlich war meine Zeit als junges Mädchen in Finnland prägend und wichtig. Deshalb ermutigen wir junge Frauen nach ihrem Schulabschluss, für eine Zeit als Au–pair im Ausland zu arbeiten. Vielleicht suchen Sie Unterstützung im Alltag — zum Beispiel im Haushalt oder bei der Kinderbetreuung? Zwei engagierte junge Frauen würden sich sehr freuen, als Au–pair in einer liebevollen Familie mitzuhelfen, neue Erfahrungen zu sammeln und gleichzeitig einen wichtigen Schritt in Richtung Selbstständigkeit zu gehen.

Joyce Keya

Joyce wurde im Jahr 2004 geboren. Aufgrund vieler Herausforderungen in ihrem Leben konnte sie ihre Schulzeit erst später abschließen. Mit viel Durchhaltevermögen und großer Entschlossenheit hat sie jedoch ihren Realschulabschluss erreicht — ein wichtiger Schritt auf ihrem Weg in eine selbstständige Zukunft.

Zurzeit besucht Joyce Computerkurse, um ihre Fähigkeiten weiterzuentwickeln und sich neue berufliche Möglichkeiten zu eröffnen.

Joyce hat bereits Erfahrung in der Kinderbetreuung gesammelt und sich liebevoll um Kinder vom Neugeborenenalter bis zu zehn Jahren gekümmert. Darüber hinaus beteiligt sie sich gern an verschiedenen außerschulischen Aktivitäten und treibt begeistert Sport. Sie ist eine freundliche und engagierte junge Frau und würde sich sehr freuen, als Au–pair in einer Familie mithelfen zu dürfen, neue Erfahrungen zu sammeln und gleichzeitig einen weiteren Schritt in Richtung Selbstständigkeit zu gehen.

Joyce ist Kenianerin, spricht Englisch, lernt derzeit Deutsch und lebt in Nairobi.

Ivyone Lugalisha

Ivyone wurde im Jahr 2002 geboren und schloss 2022 die Realschule ab. Im Jahr 2023 besuchte sie ein College, an dem sie ein Zertifikat im Bereich Hospitality Management (Hotel– und Gastgewerbe) erwarb.

Seitdem ist sie auf der Suche nach einer festen Arbeitsstelle, doch der Arbeitsmarkt gestaltet sich derzeit schwierig. Um weiterhin praktische Erfahrungen zu sammeln, absolviert Ivyone momentan ein Praktikum in einem Hotel in Nairobi. Sie hofft, durch diese Erfahrungen bald eine feste Anstellung zu finden und den nächsten Schritt in ein unabhängiges und selbstständiges Leben gehen zu können.

Durch ihre Ausbildung im Gastronomiebereich kann Ivyone hervorragend kochen, spricht Englisch und kann sich gut vorstellen, gemeinsam mit Kindern eine neue Sprache zu lernen… wir sind immer auf der Suche nach Bildungspartnern und neuen Möglichkeiten für junge Frauen und freuen uns über jeden Tipp und jede Unterstützung.

Herzliche Grüße, Emma Stieber

ANZEIGE

Zimmer gesucht — vielleicht in unserer Gemeinde?

Ende August bis Mitte Dezember 2026 kommt Adriano Pioletti für ein Erasmus–Semester nach Helsinki und sucht für diese Zeit ein Zimmer zur Untermiete.

Adriano ist 28 Jahre alt, bilingual in Rom aufgewachsen und studiert derzeit Mathematik und Wirtschaft im Master in Bonn und Köln. Er beschreibt sich als unkompliziert, ruhig und gesellig, hilft gerne im Haushalt und bringt außerdem viel Erfahrung als Nachhilfelehrer mit — unter anderem in Deutsch und Mathematik. In seiner Freizeit spielt er Klavier, singt in Chören, liebt Brettspiele und macht gerne Sport.

Vielleicht hat jemand aus der Gemeinde ein freies Zimmer oder kennt eine passende Möglichkeit?

Kontakt:

Adriano Pioletti

Telefon +49 160 97787602

E–Mail pioletti.adriano@gmail.com

Mehr Meer. Mehr miteinander.
Gartengottesdienst am 16. August!

Wir treffen uns wieder am 16. August um 12 Uhr im Garten des Deutschen Seniorenwohnheims in Munkkiniemi — mit Blick aufs Meer, unter alten Bäumen und mitten im Sommer.

Einmal im Jahr feiern wir hier gemeinsam Gottesdienst: große und kleine Menschen, junge und ältere Generationen, langjährige Gemeindeglieder und ganz neue Gesichter. In diesem Jahr geht es um Wasser, Erde und kleine Samen — und darum, was wachsen kann, wenn Menschen Hoffnung, Zeit und Liebe säen. Bringt Eure Familie, Freundinnen und Freunde und auch neugierige Nachbarinnen und Nachbarn mit — und bleibt nach dem Gottesdienst noch auf eine Bratwurst, ein Stück Kuchen oder einen Kaffee im Garten.

Für Kinder gibt es ein eigenes Programm! Wir freuen uns auf einen sommerlichen Sonntag voller Begegnungen, Musik, Gespräche und Gemeinschaft.

Herzlich willkommen!

Der nächste Gemeindebrief erscheint zum Erntedankfest — eure Artikel, Bilder, Leserbriefe und Rückfragen bitte bis zum 25. August 2026 an das Gemeindesekretariat per Post oder per E–Mail an redaktion@deutschegemeinde.fi schicken.

Alle Veranstaltungstermine finden sich übersichtlich auf den Seiten 16–17 in dieser Ausgabe des Gemeindebriefs, aktualisiert im Kalender im Internetfenster der Gemeinde unter der Adresse:  deutschegemeinde.fi/ veranstaltungen

Deutsche Evangelisch–Lutherische Gemeinde in Finnland / DELGiF www.deutschegemeinde.fi facebook.com/deutschegemeindeinfinnland postille.deutschegemeinde.fi

Gemeindesekretariat: dienstags bis donnerstags 10–13 Uhr geöffnet, telefonisch werktags von 9–15 Uhr erreichbar, Anne Breiling, Telefon +358 (0)50 532 1975 E–Mail anne.breiling@evl.fi

Finanzverwalterin Kaija Härkänen Telefon +358 (0)50 469 9920, E–Mail kaija.harkanen@evl.fi

Hauptpastorin Tina Meyn täglich außer freitags, Telefon +358 (0)50 594 2485, E–Mail tina.meyn@evl.fi

Gemeindepastorin Päivi Lukkari täglich außer montags und dienstags, Telefon +358 (0)40 540 8504, E–Mail paivi.lukkari@evl.fi

Diakon Timo Sentzke Telefon +358 (0)50 594 2498, E–Mail timo.sentzke@evl.fi

Gemeindepädagogin Nadia Lindfors

Telefon +358 (0)50 354 8683 (bis 30.6.2026), E–Mail nadia.lindfors@evl.fi

Kantorin Agnes Goerke täglich außer montags und dienstags, E–Mail agnes.goerke@evl.fi

Küster Tobias Petruzelka dienstags bis freitags 11–16 Uhr, Telefon +358 (0)50 323 9598, E–Mail tobias.petruzelka@evl.fi

Kindergarten und Vorschule der DSH: Telefon +358 (0)44 716 0440, E–Mail info@kiga.fi

Seniorenwohnheim: Gulmira Akbulatova–Loijas Telefon +358 (0)44 219 9586 (9–15 Uhr), Nuottapolku 2, 00330 Helsinki, E–Mail leitung@dswh.fi

Kapellengemeinde Turku (Åbo) und Nachmittagsbetreuung Turku: Suvi Mäkinen Telefon +358 (0)50 407 6512, Kaskenkatu (Kaskisgatan) 1, 20700 Turku (Åbo), E–Mail kapellengemeinde@deutschegemeinde.fi E–Mail info@saksankerho.fi

IMPRESSUM

DEUTSCH–EVANGELISCH in Finnland (DEiF) Gemeindebrief der Deutschen Gemeinde in Finnland Deutsche Evangelisch–Lutherische Gemeinde, PL (PB) 153, 00131 Helsinki (Helsingfors) E–Mail redaktion@deutschegemeinde.fi

Redaktion: Anne Breiling, Michael Diedrichs, Päivi Lukkari, Tina Meyn

Gestaltung: Michael Diedrichs

Druckerei: Painotalo Trinket Oy, Helsinki

Das Jahresabonnement kostet 45 Euro.

Gemeindekonto Nordea BIC/SWIFT NDEAFIHH

IBAN FI 91 2001 3800 5588 83

ISSN 1456–1042

Turn static files into dynamic content formats.

Create a flipbook
Deutsch–Evangelisch in Finnland zur Trinitatiszeit 2026 by |ˈpʌblɪʃɪŋ | - Issuu