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Geschäfts- und Nachhaltigkeitsbericht 2020

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Geschäfts- und Nachhaltigkeitsbericht 2020


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Rückblick und Ausblick 6

Wichtige Ereignisse 8

Für einen positiven Impact 12

Für modernes Leben und Arbeiten 30

Für die Umwelt 33

Für die Bernerinnen und Berner 36

Für Bern 38

Für die Mitarbeitenden 40

Ökofonds naturemade Energie Wasser Bern 43

Jahresbericht Ökofonds 46

Corporate Governance 58

Finanzbericht Stammhaus 64

Daten und Fakten 74

Impressum

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RÜCKBLICK UND AUSBLICK

«Wir tragen wesentlich zur Umsetzung der Energiestrategie 2050 bei.» Im Gespräch mit Franz Stampfli, Verwaltungsratspräsident, und Daniel Schafer, CEO

Welche Erkenntnisse nehmen Sie bezogen auf Energie Wasser Bern aus der Coronakrise von 2020 mit? Franz Stampfli (FS): Ich nehme zwei Erkenntnisse mit. Erstens ist mir einmal mehr bewusst geworden, welchen verantwortungsvollen Auftrag unser Unternehmen erbringt. Wir müssen die Grundversorgung auch in Krisenzeiten dauerhaft sicherstellen – die Stadt Bern am Laufen halten. Die zweite Erkenntnis: Unsere intensive Vorbereitung der letzten Jahre auf verschiedene Krisenszenarien hat sich bewährt. Das Führungsteam konnte sofort auf unseren Massnahmenplan für eine Pandemie zurückgreifen. Dabei lautete das oberste Ziel, die Mitarbeitenden vor einer Infektion mit dem Coronavirus zu schützen – besonders jene mit kritischen Funktionen wie etwa in den Leit-

Franz Stampfli, Verwaltungsratspräsident

stellen. Wir haben rasch die notwendigen Voraussetzungen geschaffen, damit die Belegschaft auch unter diesen erschwerten Bedingungen funktionieren kann. Daniel Schafer (DS): In einer Krise braucht es die drei C: Command, Communication, Care. Ich habe den Eindruck, dass uns die Balance dieser drei Faktoren gut gelungen ist. Besonders wichtig war eine intensive, empathische und möglichst proaktive Kommunikation. Gleichzeitig sollten die Mitarbeitenden merken: Wir kümmern uns um sie und holen sie in ihren Ängsten ab. Denn trotz der hohen Arbeitsplatzsicherheit in unserem Unternehmen verunsicherte die Situation viele unserer Mitarbeitenden sehr.


Durch die Coronakrise gerieten zwei wichtige Weichenstellungen für die Energiebranche in den Hintergrund: Zuerst öffnete die Wettbewerbskommission im Frühling 2020 durch ein Urteil zur Gasversorgung in der Zentralschweiz faktisch den Gasmarkt. Im Herbst bekräftigte dann der Bundesrat, an der vollständigen Liberalisierung des Strommarkts festhalten zu wollen. Da kommt einiges auf Sie zu … DS: Mit beiden Marktöffnungen beschäftigen wir uns schon seit Langem. Unsere Unternehmensstrategie legt fest, nach welchen Grundsätzen wir uns in liberalisierten und in regulierten Märkten verhalten. Klar ist aber auch: Wenn viel mehr Kundinnen und Kunden ihren Strom- und Gasanbieter frei wählen können, reichen unsere heutigen

Wechselprozesse und die Systeme dafür nicht mehr aus. Deshalb haben wir Anfang 2020 das bereichsübergreifende Projekt «Marktöffnung 24» gestartet. Damit bereiten wir uns intensiv auf die zahlreichen praktischen Herausforderungen vor, die eine Marktöffnung mit sich bringt. FS: Die aktuelle Situation zwingt die Energiebranche dazu, besser mit Unsicherheit umgehen zu lernen. Denn bei der Strommarktliberalisierung kommt es wahrscheinlich zu einer Referendumsabstimmung – mit ungewissem Ausgang. Und beim Gasversorgungsgesetz ist unter anderem unklar, ab welchem Jahresverbrauch die Kundinnen und Kunden ihren Gaslieferanten wählen können. Das macht es schwierig, sich auf die Marktöffnung vorzubereiten. Umso mehr sind Agilität und Innovationskraft von uns gefordert.

Daniel Schafer, CEO

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RÜCKBLICK UND AUSBLICK

Wie sieht der Innovationsprozess von Energie Wasser Bern aus? DS: Wir stellen die Bernerinnen und Berner in den Mittelpunkt und versuchen, ihre Bedürfnisse und die Herausforderungen dahinter genau zu verstehen. Erst dann können wir Lösungen entwickeln. Dazu nutzen wir klassische Innovationsmethoden wie Design Thinking und Open Innovation. Das bedeutet, für Produktinnovationen sehr rasch erste Prototypen zu entwickeln und diese durch einzelne Kundinnen und Kunden in der Praxis testen zu lassen. Auf Basis ihrer Feedbacks verbessern wir die Produkte, bis sie marktreif sind. Wir binden unsere Kundinnen und Kunden also konsequent in die Entwicklung neuer Angebote ein. Können Sie ein Beispiel nennen? DS: Gemeinsam mit Kunden und Partnern haben wir das Assistenzsystem Siima für ältere Menschen entwickelt. Es vergleicht mittels intelligenter Stromzähler die aktuellen Stromlastdaten mit typischen Verhaltensmustern. Eine Abweichung vom üblichen Tagesablauf wird dabei rasch erkannt und löst einen Alarm aus, etwa wenn eine Person nach einem Sturz längere Zeit in der Wohnung liegen bleibt. Der Vorteil dieser diskreten Lösung liegt darin, dass sie mit wenig Aufwand installiert werden kann und passiv Sicherheit bietet. Der Berner Gemeinderat kommt im neusten Controllingbericht der Energie- und Klima­ strategie 2025 zum Schluss, dass sich die Stadt Bern insgesamt auf Kurs befindet. Welchen Anteil hat Energie Wasser Bern daran? FS: Es ist nicht überheblich, zu behaupten, dass wir einen substanziellen Beitrag leisten. In seiner Medienmitteilung zum Controllingbericht hat der Gemeinderat den Fernwärmeausbau als positives Beispiel für die erreichten Fortschritte genannt. Ich denke genauso an den stetig wachsenden Anteil an lokal produziertem erneuerbarem Strom. Oder an unsere systematische Umrüstung auf energieeffiziente Strassenleuchten, wodurch der Stromverbrauch der öffentlichen Beleuchtung in den letzten zehn Jahren um einen Drittel gesenkt wurde.

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DS: Natürlich gibt es aber auch viele Bereiche, die wir nur

indirekt beeinflussen können. Beim Heizungsersatz und bei den Gebäudesanierungen etwa beraten und unterstützen wir Hauseigentümer und Liegenschaftsverwaltungen bis hin zu Finanzierungs­lösungen. Doch letztlich müssen sie sich selbst für den Wechsel hin zu erneuerbaren Energien und mehr Energieeffizienz entscheiden. Nur gemeinsam erreichen wir das Ziel, den Anteil der fossilen Brennstoffe weiter zu senken. Gleich verhält es sich bei den alternativen Antrieben. Wir gehören zu den Schweizer Energieversorgern, die am meisten in die Infrastruktur für die Elektround die CNG-Mobilität investieren. Nun liegt es an den Lenkerinnen und Lenkern, auf klimaschonende Autos umzusteigen und diese Infrastruktur auch zu nutzen.

«Wir binden unsere Kundinnen und Kunden konsequent in die Entwicklung neuer Angebote ein.» Daniel Schafer, CEO


«Unsere intensive Vorbereitung der letzten Jahre auf verschiedene Krisenszenarien hat sich bewährt.» Franz Stampfli, Verwaltungsratspräsident

Ende Jahr veröffentlichte das Bundesamt für Energie die Resultate der mittlerweile fünften Vergleichsstudie unter den Schweizer Energieunternehmen. Das Abschneiden von Energie Wasser Bern dürfte zu Ihren Highlights von 2020 gehören … FS: Absolut. Das Benchmarking beurteilt objektiv, wie stark unser Unternehmen zu den Zielen der Energiestrategie 2050 des Bundes beiträgt. Beim Strom belegen wir unter allen teilnehmenden Energieversorgern den ausgezeichneten dritten Platz – obwohl wir nicht nur mit Elektrizität handeln, sondern diese auch produzieren. Unsere Zielerreichung bei Strategie, Produkten und Dienstleistungen für Energieeffizienz und erneuerbare Energien beträgt 88 Prozent, während es im Branchendurchschnitt 53 Prozent sind. Im Bereich Wärme haben wir sogar Rang zwei erreicht. Auch hier liegt unsere Zielerreichung mit 84 Prozent viel höher als der Durchschnitt von 50 Prozent. Mit diesen Ergebnissen sind wir das beste Querverbundunternehmen aller Teilnehmenden. DS: Das Resultat bestätigt, dass wir als Gesamtenergiespezialist auf dem richtigen Weg und ein Vorreiter in der Branche sind. Wir unterstützen die Energiestrategie nicht bloss ideell, sondern tragen wesentlich zu deren Umsetzung bei – unter anderem mit Grossprojekten wie dem Fernwärmeausbau und dem geplanten Geospeicher. Doch auch wenn uns die Studie attestiert, richtig gute «Büez» zu machen: Wir wollen uns weiter verbessern.

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Woran denken Sie? DS: Um das Energiesystem im Sinne der Energiestrategie 2050 und des städtischen Energierichtplans umzubauen, müssen wir als Gesamtenergiespezialist im Alltag noch viel mehr Synergien nutzen. Nur so entstehen optimierte Gesamtlösungen. 2020 hat sich ein interdisziplinäres Team erstmals der Frage gewidmet, wie das optimale Gesamtenergiesystem für die Stadt Bern aussieht. Diese Gesamtperspektive braucht es einerseits, um die ökologischen Ziele noch konsequenter zu verfolgen. Andererseits ist sie auch für den wirtschaftlichen Erfolg unseres Unternehmens zentral. Die für Ende 2024 geplante Zentralisierung auf dem Areal Ausserholligen wird es uns erleichtern, die besten Gesamtlösungen zu finden. Denn dort schaffen wir ideale Bedingungen für die Zusammenarbeit von Fachleuten aller Disziplinen.


WICHTIGE EREIGNISSE

Das Jahr 2020 im Überblick

Lockdown Energie Wasser Bern ist gut auf die Pandemie vorbereitet und hält die Stadt am Laufen. Jahresabschluss Im Geschäftsjahr 2019 erwirtschaftet Energie Wasser Bern ein Ergebnis von 56.4 Millionen Franken.

2020 Januar

März

Saniert Nach rund vierjähriger Bauzeit gehen die Sanierungsarbeiten an der Rathausgasse zu Ende.

Mai

Februar

April

Juni

Verkauft Die Bevölkerung stimmt dem Kauf des Gaswerkareals durch die Stadt Bern zu.

Ultra-Schnellladestation Energie Wasser Bern nimmt die erste Ultra-Schnellladestation der Stadt Bern in Betrieb.

Spatenstich Der Ausbau des Berner Fernwärmenetzes ab der Energiezentrale Forsthaus beginnt.

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Spitzenreiter Im EVU-Benchmarking des Bundesamts für Energie erzielt Energie Wasser Bern Spitzenplätze. Digitalisiert Die denkmalgeschützten Leuchten der Kirchenfeldbrücke werden saniert und mit dimmbaren LED-Modulen ausgerüstet.

Licht an BernCity, die Altstadtleiste und Energie Wasser Bern sorgen für eine stimmungsvolle Weihnachtsbeleuchtung in der Innenstadt.

Endlich Die Sanierungs- und Neugestaltungs­ arbeiten rund um das Gesamtprojekt «Dr nöi Breitsch» beginnen.

Juli

September

November

August

Oktober

Meilenstein Die öffentliche Mitwirkung zur Überbauungsordnung der Standortentwicklung Holligen startet.

Lichterlöschen Energie Wasser Bern ist «Partner für saubere Energie» von Rendez-vous Bundesplatz – das Lichtspektakel dauert leider nur kurz.

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2021 Dezember


FÜR EINEN POSITIVEN IMPACT

Gesamtenergiespezialist mit positivem Impact Derzeit erleben wir aufgrund der Coronakrise eine Welt im Wandel. Disruptive Entwicklungen kennt die Energiebranche schon seit einem Jahrzehnt. Dabei bleibt die Herausforderung des Klimawandels ein zentraler Treiber für eine Transformation des Energiesystems. Der politische Druck, die ambitiösen Klimaziele möglichst rasch umzusetzen, hat 2020 weiter zugenommen. Eine erfolgreiche Umsetzung braucht aber mehr als Energieeffizienz und erneuerbare Energien. Das gesamte Energiesystem muss neu durchdacht, geplant und umgebaut werden. Dies ist eines der Ziele der Transformation von Energie Wasser Bern zum Gesamtenergiespezialisten. Das Unternehmen sieht sich als Drehscheibe mit Lösungen rund um Energie. In ihrem Zentrum stehen die Kundinnen und Kunden – ob Grosskunden, KMU, Hauseigentümer oder Mieter – mit ihren spezifischen Bedürfnissen rund um modernes Leben und Arbeiten. Ihnen bietet Energie Wasser Bern umfassendes Know-how zur Planung, zum Aufbau und zum Betrieb vernetzter Systeme in den Bereichen Strom, Wärme, Gebäudetechnik, Mobilität, Telekommunikation, Wasserversorgung und Kehrichtverwertung an. Das Produkteportfolio des klassischen Energieversorgers wird Schritt für Schritt durch neue, zukunftsorientierte und nachhaltige Angebote sowie durch massgeschneiderte Lösungspakete für die Kundinnen und Kunden erweitert.

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Diese Transformation von Energie Wasser Bern zum Gesamtenergiespezialisten ist erforderlich, um als Unternehmen zukunftsfähig zu bleiben. Deren Erfolg muss sich aber sowohl in wirtschaftlicher Stabilität als auch in positiven Impacts für Mensch und Umwelt äussern:

Kunden Bern Mitarbeitende Know-how und Partner Infrastruktur Umwelt

Modernes Leben und Arbeiten dank passender Infrastruktur und Gesamtenergielösungen

Quartierentwicklung und Versorgungssicherheit dank optimierten Systemen

ukunftsfähige Arbeitsplätze und hohe Arbeitsmarkt­ Z befähigung dank hoher Kundenorientierung

Praktische Kompetenz verbunden mit vernetzter Innovation

Optimiertes Gesamtsystem mit allen Medien dank vernetzten, dezentralen Energie-, Gebäude- und Mobilitätslösungen

I ntegrierter Umweltschutz durch systematische Planung und Lebenszyklusbetrachtung

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FÜR EINEN POSITIVEN IMPACT

Energie Wasser Bern schafft Mehrwert für alle

Beratung, Planung, Beratung, Planung, Projektierung und Betrieb Betrieb Projektierung und

HLK-Installation HLKS-Installationen Heizung, Lüftung, Kälte Heizung, Lüftung, Kälte, Sanitär

Eigenversorgung Eigenversorgung Energie Energie

ElektroElektro-Installationen installationen

Contracting Contracting

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Gebäudehülle Gebäudehülle

Mobilität Mobilität


Für wen

Was

Wie und wo

Kunden

Einbindung der Kundinnen und Kunden bei der Entwicklung von Produkten

Innovationsmanagement, S. 33

Bern

Versorgungssicherheit und nachhaltige Quartierentwicklung für attraktives Wohnen

Pandemieplanung, S. 12 Systemoptimierung, S. 14 Quartierentwicklung, S. 15 Baustellen, S. 36

Aufbau von Kompetenzen und einem Arbeitsumfeld im Sinne eines Gesamtenergiespezialisten

Systemoptimierung, S. 14 Marktöffnung 24, S. 25 Arbeitswelt 4.0, S. 38

Realisieren von intelligent verknüpften Energiedienstleistungen zur Optimierung des Gesamtsystems

Systemoptimierung, S. 14 Quartierentwicklung, S. 15 Bächtelenpark, S. 16 Geospeicher, S. 20

Infrastruktur

Bestmögliche Abstimmung von Kunden­ bedürfnissen und Infrastruktur

Quartierentwicklung, S. 15 Bächtelenpark, S. 16 Fernwärmeausbau, S. 18 Gasversorgung, S. 22 Mobilitätsinfrastruktur, S. 26 Öffentliche Beleuchtung, S. 28

Umwelt

Aktive Umsetzung der Energiestrategien des Bundes und der Stadt Bern

Fernwärmeausbau, S. 18 Geospeicher, S. 20 Mobilitätsinfrastruktur, S. 26 Öffentliche Beleuchtung, S. 28 Auf Kurs, S. 30 Konkrete Massnahmen, S. 32

Mitarbeitende

Know-how und Partner

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FÜR MODERNES LEBEN UND ARBEITEN

Pandemieplanung hat sich bewährt Um für ausserordentliche Situationen wie eine Pandemie gewappnet zu sein, hat Energie Wasser Bern vor fünf Jahren ein systematisches Business Continuity Management erarbeitet. Denn als system­relevanter Betrieb trägt das Unternehmen eine besondere Verantwortung gegenüber den Bernerinnen und Bernern. Es muss die sichere Versorgung der Stadt mit Energie, Wasser und Internetdiensten gewährleisten – auch bei aussergewöhnlichen Ereignissen und in Krisen.

Frühzeitig Schutzmassnahmen ergriffen In der Coronakrise hat die implementierte Pandemieplanung ihre Bewährungsprobe bestanden. Energie Wasser Bern war damit gut auf die ausserordentlichen Umstände vorbereitet. Bereits Ende Februar setzte der städtische Energieversorger ein Pandemieteam bestehend aus Mitarbeitenden von Unternehmensentwicklung, Personalmanagement und Kommunikation sowie Geschäftsleitungsmitgliedern ein. Neben den Schutzmassnahmen des Bundesamts für Gesundheit traf das Unternehmen eine Vielzahl interner Zusatzmassnahmen.

Von links: Peter Seiler, Sicherheitsbeauftragter, Christof Scherrer, Leiter Nachhaltigkeitsmanagement, und Walter Schaad, Experte Nachhaltigkeit 12


Dazu gehörten unter anderem die Arbeit im Home­ office, die Verlagerung von Sitzungen auf digitale Kanäle, häufigeres Reinigen der Büroräumlichkeiten und der Arbeitsplätze sowie die Schaffung zusätzlicher Parkplätze, damit die Mitarbeitenden den ÖV nicht benutzen mussten. Ausserdem wurden personelle Reserven gebildet, um allfällige krankheitsbedingte Ausfälle kompensieren zu können. Der Bereich Netze teilte seine Teams zeitlich und räumlich auf, um bei Erkrankungen Ansteckungsketten zu verhindern. Alle diese Vorkehrungen sorgten dafür, dass der Betrieb jederzeit reibungslos weiterlief.

Mitarbeitende informieren und betreuen Die Aufgabe des Pandemieteams bestand ebenso darin, die Situation laufend zu beurteilen und Antworten auf die vielen konkreten Fragen zu finden, die sich in der Coronakrise stellten. Unter anderem ging es darum, Lösungen für Mitarbeitende zu finden, die zu den besonders gefährdeten Personen zählen, Betreuungspflichten nachgehen mussten oder durch die Schliessung von einzelnen Baustellen vorübergehend keine Aufgaben hatten. Ein weiterer Fokus des Kernteams richtete sich auf die interne Kommunikation. Die Coronakrise zeigte einmal mehr, wie wichtig diese in Krisensituationen ist. Energie Wasser Bern informierte die Mitarbeitenden laufend via Intranet und Mitarbeitenden-App. Sehr gut kamen etwa die regelmässigen Videobotschaften des CEO an.

Unterstützung fürs Gewerbe Bei vielen Gewerbebetrieben in der Stadt Bern liess der Lockdown im Frühling 2020 den Umsatz auf einen Schlag einbrechen. Es war absehbar, dass einige Unternehmen in Zahlungsschwierigkeiten geraten und ihre Energierechnung nicht mehr bezahlen können. Darum beschloss Energie Wasser Bern auch hier Sofortmassnahmen, um das lokale Gewerbe bei drohenden Liquiditätsengpässen nach Möglichkeit zu unterstützen. Der städtische Energieversorger setzte bei den Inkassoprozessen auf Kulanz und ein pragmatisches Vorgehen.

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FÜR MODERNES LEBEN UND ARBEITEN

Gesucht: das optimale Energiesystem Als Gesamtenergiespezialist fokussiert sich Energie Wasser Bern nicht mehr auf einzelne Medien wie Strom und Gas. Stattdessen geht es um die Frage, wie das optimale Energiesystem für die Stadt Bern als Ganzes aussieht. Damit nimmt der städtische Energieversorger einerseits seinen Auftrag wahr, die Energiewende in Bern umzusetzen, und stellt andererseits seine nachhaltige Unternehmensentwicklung sicher.

Die Zukunft simulieren Ein Team mit Fachleuten aus allen Geschäftsbereichen hat dazu im Berichtsjahr ein breit abgestütztes Konzept erarbeitet. Es zeigt das Vorgehen auf, um das System­ optimum zu bestimmen: Mithilfe von Szenarien soll beurteilt werden, wie sich die Stadt Bern in Zukunft entwickeln könnte, welche Anforderungen diese Entwicklungen mit sich bringen und was das fürs Energiesystem bedeuten würde. Das Konzept sieht vor, dass Energie Wasser Bern pro Szenario Simulationen durchführt. Dabei passen die Fachleute verschiedene Rahmenbedingungen an, wie etwa politische und regulatorische Parameter sowie Kunden­bedürfnisse. Als Resultat wird ersichtlich, wie sich die Zielinfrastruktur und zentrale Kennzahlen wie Energieabsatz, Anteil erneuerbarer Energien, Emissionen, Wirtschaftlichkeit und Investitionsbedarf verändern. Anschliessend werden die Szenarien anhand mehrerer Kriterien bewertet. Dazu gehören unter anderem die Versorgungssicherheit, die technische Machbarkeit, die Robustheit, die Zukunftssicherheit und der Ressourcenbedarf. Neu sind bei diesem Vorgehen nicht nur die Simulationen, sondern vor allem auch die breite Verankerung im Unternehmen durch Teammitglieder mit unterschiedlichstem Hintergrund. Stand bisher bei ähnlichen Konzepten die Wärme im Mittelpunkt, gewinnt nun das Zusammenspiel mit dem Strom an Bedeutung – etwa weil Fotovoltaikanlagen, Wärmepumpen und Elektromobilität in der Stadt Bern immer wichtiger werden.

Wertvolle Entscheidungsgrundlagen Mit dem im Konzept skizzierten, iterativen Prozess erhält Energie Wasser Bern Aus­ sagen dazu, welche Anpassungen in den nächsten Jahren bei den Netzen und den Produktionsanlagen erforderlich sind, was dies für den geplanten Absatz bedeutet und wie hoch der langfristige Investitionsbedarf ausfällt. Solche wertvollen Erkenntnisse dienen der Geschäftsleitung als Entscheidungsgrundlage zur Weiterentwicklung des Energiesystems und der Unternehmensstrategie. Zudem lässt sich die Energieoptimierung in den Quartieren auf diese übergeordneten Erkenntnisse abstimmen (siehe Interview). So wird in der ganzen Stadt ein ähnlicher Ansatz verfolgt, eine Standardisierung erreicht und gleichzeitig der spezifischen Situation vor Ort Rechnung getragen. Die Umsetzung des Konzepts hat Energie Wasser Bern im Berichtsjahr bereits in Angriff genommen. 2021 wird der Prozess erstmals vollständig durchgespielt.

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«Die Energiewende spielt uns in die Hände.»

Können Sie schon Beispiele für Gesamt­ energielösungen in Quartieren nennen? Zurzeit arbeiten wir an konkreten Projekten für die Quartiere Ausserholligen, Wankdorf und Viererfeld/ Mittelfeld. Bei allen drei Standorten befinden wir uns in der Konzeptphase. Auch fürs Gaswerkareal stellen wir bereits Überlegungen an. Am Anfang eines solchen Projekts kann die Anfrage einer Kundin oder eines Kunden stehen oder wir werden selbst aktiv, zum Beispiel im Zusammenhang mit einem Stadtentwicklungsprojekt.

Drei Fragen an Walter Schaad, Experte Nachhaltigkeit

Energie Wasser Bern geht die Quartierentwicklung neu ganzheitlicher an als bisher. Was hat geändert? Wenn wir in der Vergangenheit von einem Grosskunden einen Auftrag erhielten, erledigten wir diesen wie bestellt – wir legten zum Beispiel eine Gasleitung und erstellten die Anschlüsse. Heute schauen wir in einem solchen Fall auch das Umfeld im Quartier genauer an: Für welche anderen Firmen oder Wohnüberbauungen im Perimeter könnte eine gemeinsame Lösung ebenfalls Sinn ergeben? Welche erneuerbaren Energieträger eignen sich in diesem Quartier am besten? Gibt es etwa eine Abwärmequelle, lässt sich Erdwärme zum Heizen oder Aarewasser zum Kühlen nutzen? Auf Basis solcher Überlegungen erarbeiten wir ein Energiekonzept. So erfüllen wir unseren Auftrag gemäss Energierichtplan, eine nachhaltigere Energieversorgung zu erzielen und den Anteil der erneuerbaren Energien zu erhöhen.

Die Energielösung für ein ganzes Quartier kommt nur zustande, wenn Sie mehrere Kunden davon überzeugen. Das ist einerseits mit einem enormen Aufwand verbunden und andererseits mit dem Risiko, dass das Projekt scheitert. Wie gehen Sie damit um? Es stimmt, dass wir die Schlüsselkunden frühzeitig ins Boot holen müssen. Doch unsere Erfahrung zeigt: Meist ist das Interesse gross, sich einem Energieverbund anzuschliessen. Denn die Kundinnen und Kunden erhalten ein Rundum-sorglos-Paket zu einem attraktiven Preis. Zudem spielt uns die Energiewende in die Hände. Spätestens wenn das verschärfte CO2-Gesetz in Kraft tritt, brauchen zahlreiche Haus­ eigentümerinnen und -eigentümer bei einer Heizungs­ sanierung eine ökologischere Wärmelösung. Wir können sie ihnen in vielen Fällen bieten.

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FÜR MODERNES LEBEN UND ARBEITEN

Rundum-sorglos-Paket für ein ganzes Areal Für die Überbauung Bächtelenpark in Wabern erhielt Energie Wasser Bern im Berichtsjahr einen interessanten Auftrag: Auf drei Gebäudekomplexen mit insgesamt 142 Wohnungen durfte der Energiedienstleister Fotovoltaikanlagen als Solarcontracting und die entsprechenden Zusammenschlüsse zum Eigenverbrauch (ZEV) realisieren. Die Initiative dafür ging von mehreren Stockwerkeigentümern der Wohnsiedlung aus. Sie wollten die Chance packen, auf den Dächern der rund fünf Jahre alten Gebäude Solarstrom zu produzieren und möglichst viel davon für den Eigenverbrauch nutzen. In den letzten Jahren hat Energie Wasser Bern viel Erfahrung als Dienstleister für ZEV gesammelt. Meist handelte es sich um Lösungen für Einzelgebäude. Beim Bächtelenpark konnte das Unternehmen seine Expertise nun erstmals für ein ganzes Areal unter Beweis stellen. Ausserdem gibt es bei diesem Projekt mehrere Zielgruppen: Stockwerkeigentümerinnen und -eigentümer, Investoren sowie Mietende. Damit die ZEV zustande kamen, galt es, auf all die unterschiedlichen Bedürfnisse einzugehen. Denn genau wie die Eigentümerinnen und Eigentümer mussten auch die Mietenden einer Beteiligung an den ZEV zustimmen.

Attraktives Solarcontracting Für die Eigentümerinnen und Eigentümer war das Solarcontracting ein starkes Argument. Dabei plant, realisiert, finanziert und betreibt Energie Wasser Bern die Fotovoltaikanlagen. Die Kundinnen und Kunden erhalten ein Rundum-sorglos-Paket: Sie brauchen sich um nichts zu kümmern und tragen weder Investitionskosten noch finanzielle oder technische Risiken für die Anlagen. Im Gegenzug verpflichten sie sich, bei Energie Wasser Bern als Contractor den Strom zu beziehen. Dieses Modell bewährt sich gerade bei grösseren Projekten mit vielen involvierten Parteien. Aus Sicht der Mietenden des Bächtelenparks wiederum ist es attraktiv, Strom über den ZEV statt wie bisher vom lokalen Energieversorger zu beziehen. Denn auf den Strom der eigenen Fotovoltaikanlage fallen keine Netznutzungskosten und keine staatlichen Abgaben an. Dadurch sind die Strompreise etwa 10 bis 15 Prozent tiefer.

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Alles aus einer Hand Ende 2020 wurden die Fotovoltaikanlagen auf den Gebäudedächern fertiggestellt. Der Einbau der benötigten ZEVPrivatzähler und die Inbetriebnahme der Solaranlage erfolgten im ersten Quartal 2021. Mithilfe der intelligenten Software ewb.EIGENVERBRAUCH erbringt Energie Wasser Bern für die ZEV alle administrativen Dienstleistungen aus einer Hand. Dazu gehört neben Messung, Abrechnung und Inkasso auch die optimale Abstimmung des Stromverbrauchs auf die Stromproduktion, um den Eigenverbrauchsgrad und die Wirtschaftlichkeit der Fotovoltaikanlagen zu erhöhen. Zusätzlich hat Energie Wasser Bern die neue Hauptverteilung so vorbereitet, dass sich eine Lade­ infrastruktur für Elektroautos in der Einstellhalle mit geringem Aufwand ausbauen lässt.

«Das Projekt beweist: Unsere ZEV-Dienstleistungen bewähren sich auch für grosse Areale ausserhalb unseres Netzgebiets.» Thomas Zürcher, Product Manager, Energie Wasser Bern


«Mich hat an dieser Lösung überzeugt, dass wir weder ein finanzielles Risiko tragen noch einen grösseren Verwaltungsaufwand haben. Gleichzeitig steigern die tieferen Strompreise die Attraktivität der Wohnungen auf dem Mietmarkt.»

«Ob bei Planung und Installation der Fotovoltaikanlagen oder beim Zählerwesen: Die Fachleute von Energie Wasser Bern und ich arbeiteten bei diesem Projekt Hand in Hand – ein professionelles Zusammenspiel, wie es sein soll.» Rafael Glogger, Installateur

Bernhard Widmer, Hauseigentümer

«Unser Solarcontracting macht es Stockwerkeigentümer-Gemeinschaften wie jenen des Bächtelenparks leicht, Fotovoltaikanlagen zuzustimmen. Deshalb bringen wir mit dem Angebot die Energiewende voran.» Thomas Gonschiorek, Projektleiter Gesamtenergiedienstleistungen, Energie Wasser Bern

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FÜR MODERNES LEBEN UND ARBEITEN

Ein Zukunftsprojekt nimmt Form an Mit einem symbolischen Spatenstich nahm Energie Wasser Bern im Januar 2020 eines der grössten Infrastrukturprojekte der Unternehmensgeschichte in Angriff: den Ausbau des Berner Fernwärmenetzes. Dessen Erweiterung um rund 36 Kilometer entspricht nahezu einer Verdoppelung der heutigen Kapazitäten.

Arbeiten verlaufen planmässig Ein Schwerpunkt des Grossprojekts richtet sich auf Berns Westen. Der Stadtteil wird mithilfe einer neuen Transportleitung ab der Energiezentrale Forsthaus entlang der Murtenstrasse erschlossen. In den westlichen Quartieren besteht ein Potenzial von rund 10’000 Liegenschaften, die bis ins Jahr 2035 mit Fernwärme versorgt werden können. Die entsprechenden Bauarbeiten verlaufen bisher planmässig, sodass die ersten Kundinnen und Kunden voraussichtlich bereits per Ende 2021 ans neue Verteilnetz angeschlossen werden können. Daneben wurde Anfang November 2020 eine weitere Bauetappe in Angriff genommen: die Fernwärme-Anbindung des Berner Länggasse-Neufeldquartiers. Hier dauert der Ausbau voraussichtlich bis Sommer 2023. So lässt sich beispielsweise die neue Schwimmhalle im Neufeld von Beginn an nachhaltig mit Fernwärme beheizen.

Produktion und Effizienz erhöhen Mit der angestrebten Verdopplung des Netzes reicht die Fernwärmeproduktion der Energiezentrale Forsthaus mittelfristig nicht mehr aus, um eine lückenlose Versorgung der Stadt Bern sicherzustellen. Aus diesem Grund ist ein zusätz­ liches Holzheizwerk im Südwesten der Stadt Bern geplant. Damit wird der Anteil erneuerbarer Energie in der Berner Wärmeversorgung in Zukunft zusätzlich erhöht. Gleichzeitig setzt Energie Wasser Bern alles daran, den Wirkungsgrad bei der Fernwärmeproduktion weiter zu optimieren; beispielsweise durch den geplanten Geospeicher (siehe Seite 20). Den Umstieg erleichtern Manche Hauseigentümerinnen und -eigentümer müssen ihre alten Heizungen ersetzen, noch bevor ihre Liegenschaft an das neue Nah- oder Fernwärmenetz angeschlossen wird. Ihnen bieten Energie Wasser Bern und der Ökofonds der Stadt Bern ein Förderprogramm für Übergangslösungen an. Es unterstützt sie bei der Finanzierung eines Provisoriums oder bei allfälligen Reparaturen der bestehenden Anlagen, damit die Versorgungssicherheit während der Übergangszeit gewährleistet ist. Bedingung ist, dass spätestens fünf Jahre nach der Gesuchstellung der Anschluss an ein Nah- oder Fernwärmenetz erfolgt, das – gemäss dem städtischen Energierichtplan – einen Anteil von mindestens 70 Prozent erneuerbarer Energie anstrebt. ewb.ch/fernwaerme ausbau-fernwaerme.be

In der dicht besiedelten Stadt Bern ist das Verlegen der Fernwärmeleitungen mit ihren grossen Durchmessern eine besondere Herausforderung.

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Ausbau des Fern­wärmenetzes Planung

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Projektleitung

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FÜR MODERNES LEBEN UND ARBEITEN

Berner Pioniergeist für eine bessere Energiebilanz Der Ausbau der Berner Fernwärmeversorgung verlangt nach einer noch effizienteren Verwertung der Abwärme aus der Energiezentrale Forsthaus. Mit einem Geospeicher will Energie Wasser Bern diese Energie noch besser nutzen. Im Sommer soll die überschüssige Wärme in Form von heissem Wasser in Sandsteinschichten in 500 Metern Tiefe gespeichert werden. Im Winter lässt sich das heisse Wasser wieder an die Oberfläche pumpen und ins Fernwärmenetz einspeisen. Auf diese Weise kann Energie mit einer Leistung von bis zu 10 Megawatt thermisch gespeichert und zurückgewonnen werden.

Bohrbeginn im Sommer 2021 Der geplante Berner Geospeicher ist in dieser Form schweizweit einmalig und erfordert ein umfassendes Ausschreibungs- und Bewilligungsverfahren. Dieses wurde in der ersten Hälfte des Berichtsjahres erfolgreich abgeschlossen. Dazu gehörte auch, dass sämtliche Anspruchsgruppen – insbesondere die Behördenvertreterinnen und -vertreter sowie die Anwohnerinnen und Anwohner – umfassend über das Bauvorhaben informiert wurden. Im September 2020 begannen dann die Installationsarbeiten auf dem Gelände der Energiezentrale. Zuerst wurde der Bohrkeller gebaut, der später die Bohranlage tragen muss. Ende Jahr folgte die Bauabnahme. Ausserdem war die Anschaffung eines speziellen Bohrgeräts notwendig. Dieses wurde im Frühling 2021 geliefert, sodass Energie Wasser Bern die Bohranlage im Sommer installieren und mit den ersten Bohrungen beginnen kann. Wärmespeicherpotenzial prüfen Damit der Geospeicher gebaut und betrieben werden kann, braucht es umfassende Informationen zu den verschiedenen Gesteinsschichten und ihrem Wärmespeicherpotenzial. Hierfür werden in einem ersten Schritt Sondierbohrungen vorgenommen, die Erkenntnisse über die Hydrogeologie liefern. Danach folgt eine umfassende Testphase, in der die Funktionsfähigkeit und die Betriebsstabilität der Anlage über verschiedene Zyklen überprüft werden. Der Schutz des Grundwassers und der waldnahen Umgebung hat für Energie Wasser Bern dabei höchste Priorität und wird mittels verschiedener Monitoringmassnahmen laufend überwacht. Bei planmässigem Verlauf des Projekts kann der Geospeicher voraussichtlich 2025 in das Fernwärmenetz eingebunden werden. ewb.ch/geospeicher

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Abwärme Energiezentrale Abwärme erhitzt Wasser 90°C

Abgekühltes Wasser wird erneut erhitzt

Sandstein funktioniert als Wärmespeicher

Erhitztes Wasser wird in den Sandstein gepumpt


FÜR MODERNES LEBEN UND ARBEITEN

5 Mythen zur Gasversorgung – und die Fakten dazu Mythos 1 «Eine Gasheizung ist fast so klimaschädlich wie eine Ölheizung.» Die Fakten: Schon das Standardprodukt von Energie Wasser Bern enthält seit März 2020 25 Prozent Biogas (siehe Seite 32). Damit fällt der CO2-Ausstoss um rund 45 Prozent geringer aus als bei einer Ölheizung. Wer sich für das Alternativprodukt mit 50 Prozent Biogas entscheidet, senkt den CO2-Ausstoss gegenüber einer Ölheizung um rund zwei Drittel und mit der CO2-Kompensation wird die Gasheizung sogar klimaneutral. Energie Wasser Bern wird den Anteil an erneuerbarem Gas weiter steigern. So tragen Gasheizungen dazu bei, die klimapolitischen Ziele der Stadt Bern zu erreichen.

Mythos 2 «Gas ist ein Energieträger von gestern und hat keine Zukunft.» Die Fakten: Gas hat mehrere Eigenschaften, die es zu einem wichtigen Element der Energiestrategie 2050 machen. Unter anderem lässt es sich speichern und aus erneuerbaren Energien künstlich herstellen. Dank diesen Vorteilen hilft es mit, eine der grössten Herausforderungen der künftigen Energieversorgung in der Schweiz zu lösen: die Verlagerung der Herstellung von erneuerbarer Energie vom Sommer in den Winter. Zum Beispiel kann überschüssiger erneuerbarer Strom mit der Power-to-Gas-Technologie in Gas umgewandelt und so in den bestehenden Gasspeichern saisonal zwischengelagert werden (siehe Textkasten). Auf dem Weg zu einer nachhaltigen Energiezukunft ist Gas also nicht Teil des Problems, sondern Teil der Lösung.

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Mythos 3 «Die beste Massnahme fürs Klima ist, die ganze Stadt Bern mit Fernwärme zu erschliessen und das Gasnetz rasch zurückzubauen.» Die Fakten: Energie Wasser Bern baut die Fernwärme massiv aus (siehe Seite 18). Doch erstens geschieht das über längere Zeit in Etappen, was in einigen Quartieren Übergangslösungen erfordert. Und zweitens lassen sich nicht alle Stadtteile ans Fernwärmenetz anschliessen. In beiden Fällen sind Gasheizungen eine ökologisch sinnvolle Lösung, um alte Ölheizungen abzulösen – vor allem, weil Energie Wasser Bern den Kundinnen und Kunden einen immer grösseren Anteil Biogas liefert. Was ebenfalls gegen einen flächendeckenden Rückbau des Gasnetzes spricht: Gas ist wichtig als Zweitstoff für Wärmeverbünde. Dabei deckt ein erneuerbarer Energieträger den Grundbedarf und Gas die Bedarfsspitzen.

Mythos 4 «Energie Wasser Bern steckt viel Geld in den Ausbau des Gasnetzes. Das sind verlorene Investitionen, weil das Gasnetz ein Auslaufmodell ist.» Die Fakten: Die Gasinfrastruktur von Energie Wasser Bern ist relativ jung und weist kaum Erneuerungsbedarf auf. Auch in den kommenden Jahren sind nur geringe Investitionen für die Instandhaltung zu erwarten. Die Strategie von Energie Wasser Bern sieht keinen weiteren Ausbau des Gasnetzes vor, sondern ein Halten – besonders im Hinblick auf die immer grösseren Mengen an erneuerbaren Gasen.


Mythos 5 «Energie Wasser Bern will jetzt noch schnell möglichst viele neue Gaskundinnen und -kunden gewinnen. Dazu werden die Kosten für neue Gasanschlüsse subventioniert und Prämien für neue Gasheizungen ausgerichtet.» Die Fakten: Energie Wasser Bern richtet keine solchen Prämien aus und subventioniert auch keine Anschlüsse ans Gasnetz. Bei den Netzanschlussbeiträgen verrechnet der städtische Energieversorger in den meisten Fällen einen einheitlichen Tarif, der sich an den mittleren Kosten eines Anschlusses orientiert. Was hingegen tatsächlich finanziell unterstützt wird – und zwar aus dem Ökofonds –, sind Anschlüsse an ein Wärmenetz und provisorische Heizungs­ lösungen für einen späteren Anschluss an ein Wärmenetz (siehe Seite 45). ewb.ch/gas ewb.ch/co2-kompensieren

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Gas aus Abwasser und Kehricht Energie Wasser Bern engagiert sich als Partner der ersten industriellen Power-to-Gas-Anlage der Schweiz, die derzeit in Dietikon (ZH) entsteht. Der Standort verfügt mit einer Kehrichtverwertungs- und einer Abwasserreinigungsanlage über die perfekten Voraussetzungen, um erneuerbares Gas zu produzieren: Die Anlage soll zukünftig erneuerbaren Strom aus der Kehrichtverwertung nutzen, um Wasserstoff zu produzieren. Dieser wird wiederum mit CO2 aus dem Klärgas gemischt, wodurch erneuerbares Methan­gas entsteht. Im Gasnetz ersetzt dieses fossile Energieträger, wodurch sich jährlich 4’000 bis 5’000 Tonnen CO2 einsparen lassen. Die Power-to-Gas-Anlage soll im Winter 2021/2022 fertiggestellt werden und ab dann erneuerbares Gas ins Netz einspeisen. powertogas.ch


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FÜR MODERNES LEBEN UND ARBEITEN

Mit klarer Strategie Richtung Marktöffnung In den Schweizer Energiemärkten stehen die Zeichen auf Liberalisierung. Einerseits hält der Bundesrat bei der Revision des Stromversorgungsgesetzes an der vollständigen Strommarktöffnung fest. Andererseits hat die Wettbewerbskommission im Frühling 2020 mit ihrem Entscheid zur Gasversorgung in der Zentralschweiz faktisch den Gasmarkt geöffnet. Das geplante Gasmarktgesetz könnte diese «wilde Liberalisierung» wieder in geordnete Bahnen lenken. Weil bei den Energiemärkten damit einschneidende Veränderungen bevorstehen, hat Energie Wasser Bern Anfang 2020 das Projekt «Marktöffnung 24» lanciert. Es soll aufzeigen, was die Liberalisierungsschritte für den städtischen Energieversorger bedeuten und wie er sie erfolgreich bewältigt.

Prozesse automatisieren Mit dem Projekt will Energie Wasser Bern Synergien bei der Marktbearbeitung von Strom- und Gaskundinnen und -kunden nutzen. Vor allem die künftige Zahl von Kundenwechseln könnte zur Herausforderung werden. Im heutigen teilliberalisierten Markt laufen die Wechselprozesse noch weitgehend manuell ab. Bei mehreren Tausend Wechseln pro Jahr braucht es hingegen automatisierte Prozesse. Die Aufgaben für Akquise, Bindung und Rückgewinnung von Kundinnen und Kunden sollen in wenigen Jahren ebenfalls hoch standardisiert ablaufen. Das erfordert sowohl passende IT-Systeme als auch organisatorische Anpassungen und neue Fähigkeiten.

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Grundstrategie festlegen Als ersten Schritt auf diesem Weg definiert Energie Wasser Bern die Grundstrategie. Sie legt für den Stromund den Gasmarkt beispielsweise fest, wie das Unternehmen seine Kundinnen und Kunden segmentiert, wie es auf Kundenverluste reagiert, welches Wachstum es ausserhalb des angestammten Netzgebiets anstrebt und in welchem geografischen Raum es dabei tätig sein will. Um diese grundlegenden Fragen mithilfe verlässlicher Fakten beantworten zu können, führte das Projektteam im Berichtsjahr eine detaillierte Analyse durch. Dabei untersuchte es etwa Daten aus den liberalisierten ausländischen Märkten.

Rechtzeitig bereit sein Wenn die Grundstrategie festgelegt ist, evaluiert Energie Wasser Bern in einem nächsten Schritt, welche Produkte eine Erfolg versprechende Marktbearbeitung ermöglichen. In dieser konzeptionellen Phase gilt es unter anderem, die Auswirkungen auf die benötigten Energiemengen zu erkennen und die nötigen Massnahmen zur Marktbearbeitung abzuleiten. Die Umsetzungsphase des Projekts beginnt Ende 2021. Mit diesem Terminplan ist Energie Wasser Bern rechtzeitig für die hohen Anforderungen an die Marktbearbeitung in den liberalisierten Märkten gerüstet.


FÜR MODERNES LEBEN UND ARBEITEN

«Es braucht mehr Lademöglichkeiten in städtischen Quartieren.»

Christoph Schreyer, Leiter Energieeffizienter Verkehr beim Bundesamt für Energie

«2020 war jeder achte neue Personenwagen in der Schweiz ein Steckerfahrzeug – also ein rein elektrisches Auto oder ein Plug-in-Hybrid. Das ist ein enormer Zuwachs gegenüber dem Vorjahr. Und die Verkäufe von Elektrofahrzeugen zeigen weiter steil nach oben. Ganz offensichtlich hat sich die Elektromobilität am Markt etabliert. Das liegt vor allem daran, dass inzwischen fast jeder Hersteller E-Autos im Angebot hat. Nun werde ich oft gefragt: Wie gut ist die öffentliche Ladeinfrastruktur in der Schweiz überhaupt auf die wachsende Anzahl Elektroautos vorbereitet? Aus meiner Sicht reicht sie aktuell völlig aus. Energie Wasser Bern und viele weitere Unternehmen haben frühzeitig in öffentliche Ladestationen investiert. Deshalb kommen hierzulande auf eine Ladestation bloss acht Steckerfahrzeuge. Das ist im europäischen Vergleich ein sehr guter Wert – wenn auch für die Betreiber solcher Stationen aus wirtschaftlicher Sicht eher problematisch. Die Kleinräumigkeit der Schweiz erweist sich bei der Elektro­ mobilität als Vorteil. Für die in unserem Land üblichen Strecken reicht die Batteriekapazität der meisten Elektroautos völlig aus. Zudem stehen entlang der Autobahnen auf vielen Raststätten und bald auch auf 100 Rastplätzen Schnellladestationen bereit. Die Herausforderung ist also nicht das öffentliche, sondern das private Laden von Steckerfahrzeugen. Gerade in den Städten verfügen zahlreiche Mieterinnen und Mieter, die auf ein eigenes Auto angewiesen sind, über keinen eigenen Einstellhallenplatz oder Aussenparkplatz. Sie parkieren ihre Autos in der blauen Zone. Damit sie ebenfalls auf Elektrofahrzeuge umsteigen können, braucht es mehr Lademöglichkeiten in städtischen Quartieren. Umso wichtiger sind Pilotprojekte, wie sie Energie Wasser Bern in der Stadt Bern durchführt. Dazu gehören die ersten, 2019 errichteten Ladepunkte in der blauen Zone und nun auch die 2020 in Strassenleuchten installierten Ladestationen. Niederschwellige Angebote dieser Art finde ich vorbildlich. Denn sie fördern die Sichtbarkeit der Elektromobilität in den Quartieren. Gleichzeitig liefern sie interessante Erkenntnisse zur Alltagstauglichkeit und zur Skalierbarkeit solcher Ladepunkte. Deshalb unterstützt EnergieSchweiz das Pilotprojekt fürs Laternenladen in Bern.

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Unternehmen wie Energie Wasser Bern, die sich früh für eine neue Technologie engagieren, gehen immer ein gewisses Risiko ein. Denn möglicherweise setzen sich andere Lösungen durch. Doch bei der ElektromobiStandorte lität erachte ich diese Gefahr als gering. Alles deutet darauf hin, dass bei den Personenwagen dem batterieelektrischen Ladestationen Antrieb die Zukunft gehört. Das zeigen auch die neusten Energieperspektiven davon des Bundes. Sind andere klimaschoSchnellladestationen nende Treibstoffe wie Biogas und Wasserstoff also vom Tisch? Nein, sie kommen künftig vor allem dort zum Ladepunkte Einsatz, wo der batterieelektrische Antrieb an seine Grenze stösst. Zum Beispiel bei schweren Nutzfahrzeugen auf langen Ladevorgänge Strecken – wobei wir hierfür auch einen sehr monatlich guten Schienen­güterverkehr haben. Ich bin überzeugt: In der klimaneutralen Schweiz von übermorgen ergänzen sich verschiedene Mobilitätstechnologien. Der batterieelektrische Antrieb wird dabei einen Grossteil der Bedürfnisse abdecken.»

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Das Ladenetz von Energie Wasser Bern in Zahlen (Stand Dezember 2020)

ewb.ch/ladestationen ewb.ch/erdgasfahren

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FÜR MODERNES LEBEN UND ARBEITEN

Die Stadt Bern ins rechte Licht gerückt Dank der LED-Technologie ist der Stromverbrauch für die Beleuchtung der Berner Gehwege, Strassen und Plätze in den letzten zehn Jahren um mehr als einen Drittel gesunken – obwohl die Zahl der Leuchtpunkte seither zugenommen hat. Auch mit den neuen Richtlinien der Stadt Bern für die öffentliche Beleuchtung bleibt eine möglichst hohe Energieeffizienz ein wichtiges Ziel. Gleichzeitig gewinnen andere Aspekte an Bedeutung. Einerseits soll eine gute Farbwiedergabe – die die Gesichtserkennung in der Nacht verbessert – das subjektive Sicherheitsempfinden erhöhen und den Aufenthalt im öffentlichen Raum angenehmer gestalten. Andererseits sorgt Energie Wasser Bern dafür, dass die Stadt in einem wärmeren, ästhetischeren Licht erscheint. Dabei gilt: so viel wie nötig und so wenig wie möglich beleuchten.

Warmweisses Licht für die Lauben Gut sichtbar ist das angenehmere Licht bereits in der Berner Altstadt. Energie Wasser Bern ersetzte im Berichtsjahr alle rund 300 Leuchtstofflampen in den Lauben durch warmweisse LED-Einsätze. Vorab klärte der städtische Energieversorger gemeinsam mit der Denkmalpflege ab, welche Lichtfarbe sich für das historische Stadtgebiet am besten eignet. Die neuen LED-Einsätze bringen gleich mehrere Vorteile mit sich. Dazu gehört neben dem ästhetischeren Stadtbild in der Nacht und dem geringeren Stromverbrauch die längere Lebensdauer. Leuchten dynamisch dimmen Um den Stromverbrauch und die Lichtverschmutzung zu senken, setzt Energie Wasser Bern künftig entlang vieler Strassen auf dynamisches Dimmen – auch Licht nach Bedarf genannt. Dabei wird die Helligkeit der Strassenleuchten in den späteren Abendstunden auf bis zu 30 Prozent der üblichen Leistung reduziert. Bewegungssensoren erkennen rechtzeitig, wenn sich ein Fussgänger, eine Velofahrerin oder ein Auto nähert. Die Leuchten erhöhen dann automatisch ihre Helligkeit und wechseln danach wieder in den Sparmodus. Damit niemand in die Dunkelheit gerät und das Licht ihnen immer ein wenig vorausgeht, kommunizieren die Leuchten per Funk miteinander und informieren sich über nahende Verkehrsteilnehmerinnen und -teilnehmer.

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Denkmalgeschützte Leuchten digitalisiert Die LED-Technologie kommt neuerdings auch auf der Kirchenfeldbrücke zum Einsatz. Die eiserne Überführung wird nachts von denkmalgeschützten konischen Leuchten erhellt. Allerdings strahlten diese Leuchtkörper ihr Licht bis anhin in sämtliche Richtungen ab. Das sorgte für viel Lichtverschmutzung. 2020 hat Energie Wasser Bern die Beleuchtung deshalb saniert. In die bestehenden Leuchtkörper wurden dimmbare und vernetzte LEDEinsätze eingebaut. Diese reduzieren stufenweise ihre Leuchtkraft. Ab Mitternacht wird die Brücke nur noch schwach beleuchtet. 2021 dürfte Energie Wasser Bern auch die Kornhausbrücke damit ausrüsten. ewb.ch/beleuchtung


«Was die Strassenbeleuchtung angeht, ist die Waldstätterstrasse im Wankdorfquartier der neue ‹Leuchtturm› in der Stadt Bern. Mit einer Planungssoftware haben wir die öffentliche Beleuchtung simuliert und optimiert. Damit können wir das Licht präzis dorthin lenken, wo es gebraucht wird. Die Leuchten sind zusätzlich mit einer intelligenten Steuerung vernetzt. So können wir jede einzelne direkt vom Arbeitsplatz aus ansteuern und sie kommunizieren untereinander. Zudem wurden nur noch warmweisse Leuchten installiert, die deutlich angenehmeres Licht verbreiten.» Philipp Streit, Leiter Öffentliche Beleuchtung

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Bild 1: Die Optik einer Leuchte bestimmt darüber, wie sie die Strasse ausleuchtet. Für breitere Strassen braucht es eine breit strahlende Optik und umgekehrt. Bild 2: Die Lauben in der Berner Altstadt erstrahlen seit 2020 in einem wärmeren, angenehmeren Licht. 2

Bild 3: Die Kirchenfeldbrücke mit gedimmter Beleuchtung und voller Leuchtkraft.

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FÜR DIE UMWELT

Auf Kurs … Energie Wasser Bern übernimmt bei der Umsetzung des Energierichtplans und der daraus abgeleiteten Energieund Klimastrategie der Stadt Bern eine Schlüsselrolle. Damit unterstützt das Unternehmen gleichzeitig auch die Energiestrategie 2050 des Bundes. Mit teils einschneidenden Massnahmen und umfangreichen Projekten wie beispielsweise dem Ausbau des Fernwär­ menetzes (siehe Seite 18), dem geplanten Geospeicher (siehe Seite 20), dem Ausbau der Ladeinfrastruktur für Elektroautos (siehe Seite 26), dem Verzicht auf Graustrom in der Grundversorgung oder der Erhöhung des Anteils von Biogas im Standardprodukt (siehe Seite 32) trägt Energie Wasser Bern aktiv zur Umsetzung der Energiestrategien des Bundes und der Stadt Bern bei. Dass der Stadtberner Energieversorger diesbezüglich auf Kurs ist, belegen das EVU-Benchmarking des Bundesamts für Energie (BFE) wie auch der Controllingbericht der Energie- und Klimastrategie 2025 (EKS 2025) der Stadt Bern.

Unter den Branchenleadern 2020 hat das Bundesamt für Energie bereits zum fünften Mal eine Vergleichsstudie unter den schweizerischen Energieversorgungsunternehmen (EVU) durchgeführt. Das freiwillige Benchmarking des BFE beurteilt, inwieweit die teilnehmenden Unternehmen mit ihrer Strategie, ihren Produkten und Dienstleistungen die Energieeffizienz und die erneuerbaren Energien im Bereich Strom und Wärme/ Gas fördern. Insgesamt haben im Berichtsjahr 100 EVU aus der ganzen Schweiz an der Vergleichsstudie teilgenommen; 93 davon im Bereich Strom. Im Durchschnitt erreichen diese 53 Prozent aller Ziele. Die Zielerreichung zeigt, wo die Energieversorger in Bezug auf die in den Kriterien operationalisierten Ziele stehen (siehe Grafik). Mit 88 Prozent erfüllt Energie Wasser Bern bereits einen Grossteil der formulierten Ziele und erzielt schweizweit das drittbeste Resultat.

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Im Wärme-/Gasbereich liegt die durchschnittliche Ziel­ erreichung der 61 beteiligten EVU bei 50 Prozent. Mit 84 Prozent erzielt Energie Wasser Bern hier sogar das zweitbeste Resultat. Mit diesen Ergebnissen ist der Stadtberner Energieversorger das beste Querverbundunternehmen unter allen Teilnehmenden des Benchmarkings.

Energie- und Klimastrategie greift Auch der Controllingbericht der Energie- und Klimastrategie 2025 zieht eine erfreuliche Zwischenbilanz. Die Stadt Bern überprüft darin in regelmässigen Abständen, wie sie sich ihren mittel- und langfristigen Zielen nähert. Die EKS 2025 definiert acht Ziele für die Stadtverwaltung und zehn Ziele für das Stadtgebiet. Bis heute wurden fünf der zehn gesteckten Ziele für das Stadtgebiet bereits erreicht, drei weitere knapp. Das ist in erster Linie das Verdienst der Bernerinnen und Berner. Energie Wasser Bern unterstützt sie dabei mit abgestimmten Beratungen, nachhaltigen Angeboten und der fortlaufenden Optimierung des Gesamtenergiesystems. Noch nicht erreicht wurden die angestrebte Erhöhung der Stromproduktion aus erneuerbaren Quellen sowie die anvisierte Steigerung der Energieeffizienz und des Einsatzes erneuerbarer Energie in der Mobilität. Hier sind zusätzliche Anstrengungen zu unternehmen. Gleichzeitig gilt es, die bisherigen Massnahmen weiterhin konsequent umzusetzen. Energie- und Klimastrategie: bit.ly/3kVg3hK newsd.admin.ch/newsd/message/ attachments/64563.pdf


Sparte Strom Unternehmensstrategie 100%

Förderprogramme und tarifliche Massnahmen

Intelligente Netze

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Vorbildwirkung

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Energiedienstleistungen

Lieferung erneuerbare Energie

Produktion erneuerbare Energie Gewässerschutz

Sparte Wärme/Gas Unternehmensstrategie 100%

Förderprogramme und tarifliche Massnahmen

80%

Intelligente Netze

60% 40% 20% 0%

Energiedienstleistungen

Vorbildwirkung

Lieferung erneuerbare Energie

Produktion erneuerbare Energie

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FÜR DIE UMWELT

Konkrete Massnahmen

Wiederverwenden statt entsorgen

Die erfolgreiche Umsetzung der Energie- und Klimastrategie der Stadt Bern erfordert konkrete Massnahmen in den Bereichen Strom und Wärme/Gas:

Immer mehr Unternehmen fördern die Kreislaufwirtschaft. So lässt sich Abfall reduzieren und die Lebensdauer von Materialien verlängern. Auch Energie Wasser Bern gibt nicht mehr gebrauchten Arbeitskleidern eine neue Bestimmung. Wegen des aufgedruckten Logos können diese nicht weitergegeben werden. Sie eignen sich aber bestens für ein sogenanntes Upcycling. Gefragt sind kreative Ideen, damit daraus hochwertige Produkte entstehen können. Ein erster Probelauf fand im Jahr 2020 statt: Aus Regenjacken entstanden Umhängetaschen, aus Faserpelz Laptophüllen.

Seit dem 1. Januar 2020 verzichtet Energie Wasser Bern in der Grundversorgung gänzlich auf Strom aus Kernkraft oder fossilen Energieträgern: ewb.BASIS.Strom wird zu 100 Prozent in Schweizer Wasserkraftwerken hergestellt. Damit besteht das Stromprodukt, wie auch ewb.NATUR.Strom und ewb.ÖKO.Strom, ausschliesslich aus erneuerbaren Energieträgern. Per 1. April 2020 hat Energie Wasser Bern den Anteil von CO2-neutralem Biogas im Standardprodukt von 10 auf 25 Prozent und im Alternativprodukt von 30 auf 50 Prozent erhöht – gänzlich ohne Mehrkosten für die Kundinnen und Kunden. Mit dem zusätzlichen Biogas steigt der Anteil erneuerbarer Energie in der Wärmeversorgung und sinkt gleichzeitig der CO2-Ausstoss der Stadt Bern um über 14’000 Tonnen pro Jahr. ewb.ch/stromprodukte ewb.ch/biogas

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Mit der Entwicklung von kreislauffähigen Angeboten verfolgt Energie Wasser Bern nicht nur ökologische und innovative, sondern auch soziale Ziele. Für die Verarbeitung der ausgedienten Arbeitskleider zu Upcycling-Produkten hat Energie Wasser Bern die Zusammenarbeit mit der Stiftung Terra Vecchia in Gümligen gesucht. Diese bietet Arbeitsplätze für Menschen, die im Rahmen der beruflichen Integration auf Begleitung und Unterstützung angewiesen sind.


FÜR DIE BERNERINNEN UND BERNER

Bewährtes infrage stellen, Neues austesten Die Zukunft eines Unternehmens hängt massgeblich von dessen Fähigkeit ab, marktrelevante Innovationen her­ vorzubringen. Solche erfordern manchmal einen radikal anderen Blick auf Gewohntes, Bekanntes. Nur so entstehen neue Perspektiven und Ideen. Dabei stellt Energie Wasser Bern die Bernerinnen und Berner in den Mittelpunkt und versucht, zu verstehen, welche Heraus- und Anforderungen hinter deren Bedürfnissen stecken. Erst dann können Ideen und Lösungen entwickelt werden, die optimal darauf abgestimmt sind. Im Berichtsjahr sind aus dem Innovationslabor zwei unerwartete Angebote für völlig unterschiedliche Anspruchsgruppen entstanden.

Barrierefreie Audiotouren Die Idee zu KU:BE entstand im Rahmen eines OpenInnovation-Workshops zum Thema Smart City von Energie Wasser Bern mit der Stadt, der BLS, BERNMOBIL, Fachteams und Behindertenorganisationen. Interviews und Beobachtungen vor Ort hatten ergeben, dass die Stadt Bern zwar viel an Kultur und Sehenswürdigkeiten bietet, blinde und sehbehinderte Menschen jedoch kaum Zugang dazu haben. Gemeinsam haben die Projektpartner deshalb eine App entwickelt, die es den Nutzenden ermöglicht, die Stadt Bern über das Gehör und teilweise über den Tastsinn neu zu erleben. Eine Technologie mit mobilem Informationsund Leitsystem macht Kunst und Kultur im öffentlichen Raum auch für blinde und sehbehinderte Menschen zugänglich. Dennoch ist die Audiotour nicht ausschliesslich für Personen mit Sehbeeinträchtigung geeignet, sondern kann von allen Kulturinteressierten genutzt werden. ku-be.ch

Sicherheit im Alltag von Senioren Siima ist ein weiteres Beispiel einer kundenorientierten Innovation, die gemeinsam mit Kunden und Partnern entwickelt wurde. Jährlich erleiden Seniorinnen und Senioren schweizweit über 15'000 Sturzunfälle in ihren eigenen vier Wänden. Rund 1’500 von ihnen sterben an den unmittelbaren Folgen. Sie bleiben nach dem Sturz oftmals liegen, sind vielleicht bewusstlos und können keine Hilfe rufen. Um das zu verhindern, hat Energie Wasser Bern ein passives, unsichtbares und altersgerechtes Assistenzsystem entwickelt.

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Siima bietet den Seniorinnen und Senioren zusätzliche Sicherheit im Alltag, indem es in Notfällen automatisch deren Angehörige zu Hilfe holt oder eine Notrufzentrale informiert. Hierfür werden die Stromlastdaten mittels intelligenter Stromzähler laufend mit typischen Verhaltensmustern verglichen. Eine Abweichung vom üblichen Tagesablauf wird dabei unmittelbar erkannt, verifiziert und löst gegebenenfalls einen Alarm aus. siima.ch

Blick über den Tellerrand Die beiden Beispiele erfolgreicher Innovationen mögen auf den ersten Blick nicht gerade dem Kerngeschäft von Energie Wasser Bern entsprechen. Sie tragen aber massgeblich zur Lösung eines Problems von Kundinnen und Kunden bei und damit auch zum Erfolg des Unternehmens. Es liegt zudem in der Natur des Gesamtenergiespezialisten, über den Tellerrand des eigenen Betriebs hinauszuschauen und die vorhandene Infrastruktur auch für komplett neue Lösungsansätze einzusetzen.


FÜR DIE BERNERINNEN UND BERNER

Energie Wasser Bern zur Verfügung stellen wollen. Daran halten wir uns konsequent. Deshalb erfassen wir nur jene Kundendaten, die notwendig sind, um unsere Dienstleistungen zu erbringen, und sammeln diese nicht auf Vorrat.

Drei Fragen zum Datenschutz an Alain Probst, Leiter Recht & Compliance und Datenschutzbeauftragter

«Im Zweifelsfall hat immer der Datenschutz Vorrang.» Kundendaten fallen immer umfassender an und werden damit immer wertvoller. Über welche Daten seiner Kundinnen und Kunden verfügt Energie Wasser Bern? Energie Wasser Bern geniesst bei den Kundinnen und Kunden grosses Vertrauen. Dies soll auch in Bezug auf den Datenschutz so bleiben. Unsere Kundinnen und Kunden sollen immer selbst entscheiden können, welche Daten sie

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Wie stellt das Unternehmen sicher, dass diese nicht missbraucht werden oder in falsche Hände geraten? Mit der Anpassung der Europäischen Datenschutzverordnung (EU-DSGVO) im Mai 2018 sah sich auch Energie Wasser Bern veranlasst, die internen Datenschutzricht­ linien genau unter die Lupe zu nehmen. Im Rahmen des Projekts «ProDataTECT» haben wir eine neue Leitlinie und neue Prozesse ausgearbeitet, die den höheren gesetzlichen Anforderungen entsprechen und auch in Zukunft einen hohen Datenschutz garantieren. Diese Leitlinie ist für sämtliche Mitarbeitenden verbindlich. Energie Wasser Bern bekennt sich damit zu einem kundenfreundlichen Datenschutz. Dies bedeutet, dass im Zweifelsfall immer der Datenschutz Vorrang hat. Zu welchen Zwecken verwendet Energie Wasser Bern Kundendaten? Grundsätzlich verwendet Energie Wasser Bern die bestehenden Kundendaten nur, um den Energie- und Wasserverbrauch in Rechnung zu stellen. Diese dürfen nicht ohne Einwilligung der Kundinnen und Kunden für andere Zwecke verwendet werden. Sofern die Kunden einwilligen, dass wir ihre personenbezogenen Daten bearbeiten dürfen, gilt diese Einwilligung jeweils nur für eine bestimmte vom Kunden bestellte Anwendung; beispielsweise für die Analyse des Stromverbrauchs. Sobald die personenbezogenen Daten ihren Zweck erfüllt haben, werden sie vernichtet oder anonymisiert.


«Aues für di. Aues für Bärn.» So lautet der Titel der 2020 lancierten Kampagne von Energie Wasser Bern. Sie soll den Bernerinnen und Bernern wieder ins Kollektivgedächtnis rufen, wie viel in ihrem täglichen Leben davon abhängt, dass ihr Energieversorger gute Arbeit abliefert. Das ist vielen Leuten gar nicht mehr bewusst, hängt aber auch damit zusammen, dass das, was von Energie Wasser Bern von aussen wahrgenommen wird, im Normalfall fehlerfrei funktioniert und deshalb selbstverständlich ist. Das ist auch der Anspruch und darauf ist man stolz im Unternehmen: «Ich stehe voll und ganz hinter Energie Wasser Bern», sagt Jérôme Bürkli, Vorarbeiter. Er ist das Gesicht der neuen Kampagne und verkörpert alle Mitarbeitenden des Energieversorgers, die rund um die Uhr im Einsatz sind und die Stadt am Laufen halten. ewb.ch/aues-fuer-baern


FÜR BERN

Baue Gutes und sprich darüber Die Netzinfrastruktur von Energie Wasser Bern bildet das Rückgrat der sicheren, zuverlässigen und effizienten Versorgung der Stadt mit Energie, Wasser, öffentlicher Beleuchtung und Breitbanddaten. Zu den Hauptaufgaben des städtischen Energieversorgers gehört deshalb die systematische Instandhaltung der Werkleitungen. In Abstimmung mit den Unternehmenszielen saniert und erneuert Energie Wasser Bern seine Netze fortlaufend oder baut diese weiter aus.

Nicht weniger als 90 Bauprojekte Der Ausbau des Fernwärmenetzes (siehe Seite 18) ist nur das grösste Infrastrukturvorhaben, das Energie Wasser Bern in den kommenden Jahren realisiert. Daneben gibt es zahlreiche andere Bauprojekte, an denen der Energieversorger aktuell beteiligt ist. Die am meisten beachteten Baustellen dürften das Projekt «Dr nöi Breitsch», die Sanierung der Monbijoustrasse oder die Erneuerung des Unterwerks Engehalde sein. Im Bereich Netze sind 30 Mitarbeitende mit der Projek­ tierung und Realisierung von rund 90 Bauprojekten beschäftigt. Dazu gehören auch Bauvorhaben, die in einer sogenannten Bauherrengemeinschaft mit Partnern wie dem Tiefbauamt oder Bernmobil realisiert werden. Übergeordnetes Ziel dieser Bauherrengemeinschaften ist eine abgestimmte und koordinierte Vorgehensweise, um die Belastungen für die Anwohnerinnen und Anwohner so gering wie möglich zu halten, Synergien zu nutzen und die Baukosten zu minimieren.

Geduldsprobe für die Bevölkerung Die Herausforderung besteht aber nicht nur in der Arbeit im Graben. Eingriffe an Werkleitungen sind zwar notwendig, stellen aber auch die Geduld der Bevölkerung auf die Probe – sie verursachen Lärm, Staub, Dreck und Verkehrsbehinderungen. Auch die Mitarbeitenden von Energie Wasser Bern erleben auf den Baustellen immer mal wieder, dass ihre Tätigkeiten negative Reaktionen auslösen. Bei manchen Bauvorhaben kommt es zudem zu Einsprachen, was die gesamte Projektabwicklung verzögert und teilweise zu erheblichen Mehrkosten führt. Entsprechend wichtig ist es, die Anwohnerinnen und

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Anwohner zu sensibilisieren und ihnen den Grund und den Nutzen von Sanierungsarbeiten aufzuzeigen. Das bedingt eine gezielte, frühzeitige, transparente und effektive Baustellenkommunikation. Die Erfahrung zeigt: Werden die Betroffenen rechtzeitig über ein Bauvorhaben und dessen Zweck informiert, werden auch die unangenehmen Begleit­erscheinungen viel eher in Kauf genommen.

Vertrauen und Verständnis gewinnen Energie Wasser Bern hat entsprechende Bemühungen in den vergangenen Jahren weiter intensiviert. Neben Infor­ mationsflyern, die im Perimeter von Baustellen verteilt, und Baustellentafeln, die auf Platz aufgestellt werden, versendet der Energieversorger gerade bei umfangreicheren Projekten Medienmitteilungen, führt Informa­ tionsveranstaltungen durch und informiert auf eigens dafür erstellten Websites. Dort können sich Interessierte über anstehende Bauetappen, etwaige Lärmemissionen, Nachtarbeiten oder Verkehrsbehinderungen auf dem Laufenden halten. So schafft Energie Wasser Bern noch mehr Transparenz, Vertrauen und Akzeptanz. drnoeibreitsch.ch monbijoustrasse.be ewb.ch/engehalde


Sanierung Monbijoustrasse

Erneuerung Unterwerk Engehalde

«Dr nöi Breitsch»

Das Gaswerkareal geht an die Stadt Bern Mit 82.61 Prozent Ja-Stimmen hat die Berner Stimmbevölkerung am 9. Februar 2020 dem Erwerb des Gaswerkareals zugestimmt. Seit dem 1. Januar 2021 gehört dieses nun der Stadt. Auf der Industriebrache soll ein urbanes und vielseitig genutztes Quartier entstehen. Für die Entwicklung des Bauprojekts wird die Stadt Bern zuständig sein. Bis es so weit ist, muss das Gelände saniert werden. Aufgrund der jahrzehntelangen Gasproduktion ist es stellenweise noch mit Schadstoffen belastet. Es ist ein grosses Anliegen von Energie Wasser Bern, sich in Anstand vom Gaswerkareal zu verabschieden und es in tadellosem Zustand zu übergeben. Deshalb will das Unternehmen den betroffenen Bereich raschestmöglich sanieren und das Areal der Berner Bevölkerung für eine Nachnutzung zugänglich machen. Energie Wasser Bern plant den Start der Sanierung im dritten Quartal 2021 und den Abschluss der Arbeiten bis Ende 2023.

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FÜR DIE MITARBEITENDEN

Die Möglichmacher Die Energiebranche befindet sich im Wandel und mit ihr wandeln sich Energie Wasser Bern und seine vielen Mitarbeitenden. Sie erarbeiten sich neue Kompetenzen und gewinnen neue berufliche Perspektiven. Es entstehen neue Stellenprofile. Das bedingt wiederum eine Arbeitswelt, die sich den immer ändernden Gegebenheiten anpasst.

Neue Fähigkeiten und bewährtes Können Die erneuerbaren Energien stellen die Versorgung auf den Kopf; sie fliessen nicht mehr auf einer Einbahnstrasse von grossen Produktionsstandorten über die Verteilnetze zu den Verbrauchern. Die neuen Systeme und Prozesse sind wesentlich komplexer. Es gibt nicht mehr DIE Standard­ lösung, stattdessen geht es um die Frage, wie das optimale Energiesystem für die Stadt Bern als Ganzes aussieht (siehe Seite 14). Diese Gesamtperspektive braucht es einerseits, um das Energiesystem im Sinne der Energiestrategie 2050 und des städtischen Energierichtplans umzubauen, und andererseits, um die Zukunft des Unternehmens zu sichern. «Systemoptimierer» ist allerdings weder ein Ausbildungsberuf noch ein Studienfach. Zugleich braucht es hierzu ein breites Fachwissen, sowohl bezüglich Netzinfrastruktur und -konvergenz als auch bezüglich Energieproduktion – über alle Medien hinweg. Energie Wasser Bern sucht die dafür notwendigen Talente und Fähigkeiten sowohl in der eigenen Belegschaft als auch bei Neueinstellungen und unterstützt mit Weiterbildung. Gleichzeitig ist aber auch das bewährte Können der Mitarbeitenden unverzichtbar. Es ist nicht zuletzt die verstärkte Zusammenarbeit über die Fachgrenzen und Zuständigkeiten hinweg, die vieles in Bewegung setzt, Ansätze zur Verbesserung gibt und das Unternehmen zukunftsfähig macht.

Agilität dank mehr Austausch Deshalb will Energie Wasser Bern seine handwerklichtechnischen und administrativen Bereiche unter einem Dach vereinen. Die für Ende 2024 geplante Zentralisierung auf dem Areal in Ausserholligen soll ideale Bedingungen für die Zusammenarbeit von Fachleuten aller Disziplinen schaffen und unterschiedliche Arbeitsweisen fördern, um noch mehr Synergien zu nutzen. Dabei muss das neue Gebäude das können, was heute auch von Mitarbeitenden gefordert wird: anpassungsfähig und flexibel bleiben. Im Projekt «Arbeitswelt 4.0» geht es darum, im Hinblick auf die Zentralisierung ein Arbeitsumfeld zu schaffen, das optimal auf die verschiedenen Bedürfnisse der Mitarbeitenden abgestimmt ist: Anstelle fixer Arbeitsplätze sollen sie jeweils denjenigen Arbeitsort wählen können, der ihre aktuelle Tätigkeit bestmöglich unterstützt. Die neue Arbeits­ welt soll zudem den Austausch und die Begegnungsmöglichkeiten fördern und zukünftige Anpassungen rasch und unkompliziert ermöglichen.

Pilotversuch unter Realbedingungen Seit dem Berichtsjahr testen Mitarbeitende des Bereichs Marketing & Verkauf das Konzept auf seine Praxistauglichkeit. Viele Aspekte davon wurden pandemiebedingt sehr schnell vom Grossversuch zur Normalität. Die Coronakrise verlieh der neuen Arbeitswelt einen zusätzlichen Digitalisierungsschub und zeigte auf, wie schnell sich eine Arbeits­ situation ändern kann. Ein Grund mehr, weshalb Energie Wasser Bern in seiner zukünftigen Arbeitswelt auf maximale Flexibilität und gleichzeitig auf sein grösstes Kapital setzt: nämlich die Mitarbeitenden, die den Wandel überhaupt erst möglich machen.


Flavia Wasserfallen, Vertreterin der Arbeitnehmenden im Verwaltungsrat, und Kolinda Kropf, Diversity-Managerin

Amanda Burri, Lernende Netzelektrikerin

Vielfalt als Chance

Gewissenhafter Ausbildner

Die Arbeitswelt von morgen stellt Unternehmen und Mitarbeitende vor grosse Herausforderungen. Dazu gehören beispielsweise auch die Vereinbarkeit von Beruf und Familie, das Altern der Gesellschaft, die Globalisierung, die Frauenförderung sowie der sich abzeichnende Fachkräftemangel. Diese gesellschaftlichen Entwicklungen führen dazu, dass zunehmend Menschen mit unterschiedlichen Bedürfnissen und Vorstellungen zusammenarbeiten.

2020 beschäftigte Energie Wasser Bern 23 Lernende in sieben Lehrberufen. Vier davon absolvieren eine Sportlehre. Es ist ein grosses Anliegen des Gesamtenergiespezialisten, ihnen allen eine qualitativ hochstehende Ausbildung zu garantieren. Dabei werden das Ausbildungsangebot und die Anzahl Lehrstellen laufend ausgebaut. Zusätzlich en­ gagiert das Unternehmen immer wieder Praktikanten der Stiftung Rossfeld oder der GEWA. Auch für kurzfristige Lösungen bietet Energie Wasser Bern Hand und hat im Berichtsjahr einen Lernenden Metallbauer übernommen, dessen Lehrbetrieb verkauft wurde, sowie einen Praktikanten, der das Qualifikationsverfahren in seinem früheren Lehrbetrieb nicht bestanden hat und seinen Abschluss nun beim Energieversorger wiederholen kann.

Um neue Ansätze in einer sich schnell verändernden Welt zu finden, ist es von Vorteil, wenn im Unternehmen viele unterschiedliche Erfahrungen, berufliche Kompetenzen und persönliche Blickwinkel zusammenkommen. Vielfalt in der Belegschaft eröffnet neue Chancen. Um diese optimal zu nutzen und den unterschiedlichen Bedürfnissen noch besser entsprechen zu können, will Energie Wasser Bern dem Thema «Diversity Management» ein grösseres Gewicht geben. Denn Diversität entsteht nur selten zufällig.

gewa.ch rossfeld.ch

Deshalb hat das Unternehmen 2020 eine Diversity-Managerin für diese wichtige Aufgabe eingesetzt. Sie ist neu Ansprechpartnerin – nach innen wie nach aussen – bei allen Fragen zu betrieblichen Massnahmen rund um die personelle Vielfalt. So möchte Energie Wasser Bern zusätzliches Potenzial für eine erfolgreiche Zukunft des Unternehmens nutzen.

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ÖKOFONDS NATUREMADE ENERGIE WASSER BERN

Mit einem Rappen viel bewirken Mit dem Ökofonds naturemade engagiert sich Energie Wasser Bern für die Förderung der Artenvielfalt und den Schutz der Lebensräume von Tieren und Pflanzen in der Region. Entscheiden sich Kundinnen und Kunden für naturemade-star-zertifizierten Ökostrom, unterstützen sie dieses Engagement mit einem Rappen pro verbrauchte Kilowattstunde.

Das Lenkungsgremium Energie Wasser Bern verwaltet den Ökofonds naturemade, verantwortet die Fondsgelder sowie die damit getroffenen Massnahmen und deren Ausführung gegenüber dem Verein für umweltgerechte Energie (VUE). Zur Steuerung setzt der Energieversorger ein Lenkungsgremium ein, das aus Partnern der Organisation Pro Natura Bern, dem Fischereiinspektorat des Kantons Bern und dem Tiefbauamt der Stadt Bern besteht. Das fünfköpfige Gremium wird fachlich durch die Wasser Fisch Natur AG (WFN) Bern unterstützt. Es trifft sich mehrmals pro Jahr, um Beitragsgesuche zu behandeln, laufende Projekte zu besprechen sowie deren Kosten und Wirkung zu überprüfen. Im Weiteren

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leistet das Gremium Öffentlichkeitsarbeit, genehmigt den Tätigkeitsbericht und orientiert den VUE jährlich über die realisierten Projekte.

Perimeter und Beurteilungskriterien Der Projektperimeter umfasst primär das Konzessionsgebiet von Energie Wasser Bern, die stadtnahe Umgebung sowie das Berner Mittelland, das Emmental und das Aaretal. Vereinzelt werden auch Vorhaben ausserhalb dieses Perimeters unterstützt. Die Massnahmen werden jedoch immer mit dem örtlich zuständigen Ökofonds oder dem VUE abgestimmt. Damit ein finanzieller Förderbeitrag gesprochen wird, müssen Gesuche bestimmte Kriterien erfüllen: Unterstützt werden Konzepte, die neue Lebensräume nach ökologischen Prinzipien schaffen, Gebiete ökologisch aufwerten oder aber pflegerische Massnahmen wie beispielsweise die Neophytenbekämpfung bei einer Gewässeroder Moorrenaturierung oder die Algenentfernung nach einem Weiherbau für die Vollendung eines Projekts vorsehen. Dagegen finanziert der Ökofonds naturemade keine wiederkehrenden Unterhalts- oder Pflegemassnahmen.


Geschieberückgabe schafft wertvollen Lebensraum Ein Beispiel für ein erfolgreich umgesetztes Projekt ist die Geschieberückgabe in der Aare. Als Geschiebe werden die von einem Fliessgewässer mitgeführten Feststoffe wie Kies und Sand bezeichnet. Diese erfüllen zahlreiche wichtige Funktionen: Sie ersetzen durch Hochwasser erodiertes Material und sorgen für eine regelmässige Erneuerung von Kiesbänken und Grundmaterialien. Dadurch entstehen Laichsubstrat, an dem Fische ihre Eier heften können, sowie Lebensraum und Futterquellen für viele Wasserbewohner. Gewinn für Mensch und Natur Der Geschiebehaushalt der Aare unterhalb von Bern wird stark durch das Stauwehr Engehalde beeinflusst. Das Geschiebe lagert sich in dessen Rückstaubereich ab, was zu einer Verschärfung der Hochwassergefahr im Mattequartier in Bern führte. Nebst baulichen Massnahmen zum Hochwasserschutz wird der Kies im Schwellenmätteli deshalb periodisch ausgebaggert. Dadurch gelangt kaum noch Geschiebe in den Bereich der Engehalbinsel. Das verhindert, dass sich dort eine lebendige Fluss- und Auenlandschaft sowie vielfältige Strukturen und Strömungsmuster bilden können.

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Um dem entgegenzuwirken, wird auf Anregung des Fischereiinspektorats des Kantons Bern und mit der Unterstützung des Ökofonds naturemade ein Teil des entnommenen Geschiebes beim Wylerwald und oberhalb der ARA Worblental an die Aare zurückgegeben. Die dadurch entstandenen Kiesbänke sind nicht nur ein attraktiver Erholungsraum für die Bevölkerung, sondern bieten gleichzeitig auch fruchtbaren Lebensraum für viele Pflanzenund Tierarten.

Massnahmen zeigen Wirkung Der Ökofonds naturemade lässt periodisch von externen Partnern überprüfen, ob getroffene Massnahmen den gewünschten Effekt erzielen. 2016 wurden der Aare rund 4’400 Kubikmeter und 2018 rund 2’800 Kubikmeter Geschiebe zurückgegeben. Das Material wurde jeweils schon im ersten Jahr nach der Rückgabe fast vollständig erodiert und weitertransportiert. Eine Referenzstrecke ohne Kiesrückgabe zeigte keinerlei Zunahme an ökologischen Strukturen. Dementsprechend ist es naheliegend, dass die Massnahmen in der Aare die Strukturvielfalt begünstigen und neue Lebensräume schaffen. ewb.ch/oekofonds


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JAHRESBERICHT ÖKOFONDS

Jahresbericht des Fonds für erneuerbare Energien Zweck und Finanzierung des Ökofonds Der städtische Leistungsauftrag an Energie Wasser Bern verpflichtet das Unternehmen zum Schutz der natürlichen Lebensgrundlagen nach den Vorgaben von Artikel 8 der städtischen Gemeindeordnung. Gemäss der städtischen Eignerstrategie ist Energie Wasser Bern eine Hauptakteurin bei der Umsetzung des Richtplans Energie und der Energie- und Klimastrategie der Stadt Bern. Das Unternehmen wird gemäss Artikel 25 Absatz 6 ewb-Reglement verpflichtet, mindestens 10 Prozent des an die Stadt Bern auszuschüttenden Beitrags zurückzubehalten und zugunsten der Förderung von erneuerbaren Energien einzusetzen. Hierfür wurde der Ökofonds geschaffen. Der Gemeinderat hat im vergangenen Jahr im Übrigen entschieden, im Rahmen der Gewinnverwendung jeweils zu prüfen, ob anstelle der variablen Gewinnablieferung des Energieversorgers an die Stadt Bern dem Ökofonds zusätzliche, mit einer spezifischen Zweckbestimmung versehene Mittel zugewiesen werden sollen. Dies ist im Berichtsjahr erstmals aus der variablen Gewinnablieferung für das Geschäftsjahr 2019 erfolgt. Mit den zur Verfügung stehenden finanziellen Mitteln werden Projekte gefördert, die durch ihre Wirkung mithelfen, die Lebensbedingungen für Mensch und Tier positiv zu beeinflussen. Die Eignerstrategie verlangt, dass die Fördergelder für Kundinnen und Kunden in der Stadt Bern wie auch für Anlagen im Besitz von Energie Wasser Bern einzusetzen sind. ewb.ch/oekofonds

Die Fondskommission Die eingereichten Projekte werden durch die Mitglieder der Ökofondskommission beurteilt. Gemäss der gültigen Verordnung setzt sich diese aus zwei externen Fachpersonen sowie drei Mitarbeitenden von Energie Wasser Bern zusammen. Der Kommission gehören per 31. Dezember 2020 folgende Personen an: Funktion Name Präsident

Urs Frieden, Kommunikationsberater und ehemaliger Berner Stadtratspräsident

Mitglieder

Adrian Stiefel, Leiter Amt für Umweltschutz der Stadt Bern

Daniel Neuhaus, Leiter Marketing & Verkauf und Mitglied der Geschäftsleitung von Energie Wasser Bern

Martin Moser, Leiter Finanzen & Services und Mitglied der Geschäftsleitung von Energie Wasser Bern

Thomas Friederich, Leiter Energieberatung von Energie Wasser Bern

Sekretariat Noëlle Frey, Fachspezialistin und Bereichsassistentin von Energie Wasser Bern

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JAHRESBERICHT ÖKOFONDS

Jahresrechnung Mit den zur Verfügung stehenden Mitteln konnte die Ökofondskommission bis heute den Bau von rund 1’988 Anlagen finanziell unterstützen. Die mit Geldern aus dem Ökofonds geförderten Projekte reduzierten den CO2-Ausstoss um rund 48’500 Tonnen pro Jahr. Über die zu erwartende Lebensdauer der Anlagen werden somit rund 680’000 Tonnen weniger CO2 in die Umwelt ausgestossen. Der Gemeinderat informierte die Ökofondskommission im Mai 2020 über die ausserordentliche Auszahlung aus der variablen Gewinnausschüttung 2019. Diese Mittel werden zu je 50 Prozent für die Projekte «Beschleunigung Ausbau Fernwärme» und «Umstellung der Buslinien von BERNMOBIL auf elektrischen Antrieb» eingesetzt. Mit der Hälfte des für den Fernwärmeausbau vorgesehenen Betrags wurde der Bau der Quartierzentrale Holligen Nord mitfinanziert. Dadurch können in den nächsten Jahren rund 90 zusätzliche Kunden (private Hausbesitzer, Genossenschaften, öffentliche Hand, Firmen und Grossverbraucher) im Quartier etappenweise ans Fernwärmenetz angeschlossen werden. Jahresrechnung

CHF

Einlagen aus den Jahresabschlüssen 2002 bis 2018

53’964’182

Einlage aus dem Geschäftsabschluss 2019

2’257’000

Einlage aus variabler Gewinnausschüttung 2019

4’115’000

Total Einlagen

60’336’182

Bewilligte Projektbeiträge bis 31.12.2019

49’696’275

Bewilligte Projektbeiträge 2020

3’871’980

Total Projektbeiträge bis 31.12.2020

53’568’255

Bewilligte Projektbeiträge für das Jahr 2021 und folgende

2’730’760

CHF

Bewilligte Projektkredite Förderung erneuerbare Energie

26’262’239

Förderung Energieeffizienz

23’817’680

Förderung Erdgas/Biogas als Treibstoff

3’488’099

Kommunikationsmassnahmen und -kampagnen

2’730’997

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Klimaschonend heizen Mit standardisierten Förderprogrammen tragen der Ökofonds und Energie Wasser Bern aktiv zur Zielerreichung der Energie- und Klimastrategie der Stadt Bern bei. Hauseigentümerinnen und -eigentümer, die ihr Heizsystem gemäss dem Richtplan Energie erneuern und die definierten Voraussetzungen erfüllen, können auf Unterstützung zählen.

Nah- oder Fernwärme Das Förderprogramm «Nah- oder Fernwärme» unterstützt in der Stadt Bern Anschlüsse an ein Nah- oder Fernwärmenetz, die einen Anteil an erneuerbarer Energie von mindestens 70 Prozent anstreben. Übergangslösung Heizungsersatz Kann der Anschluss durch den Netzbetreiber nicht unmittelbar, sondern erst während der kommenden fünf Jahre realisiert werden, dann gewährleistet das Förderprogramm «Übergangslösung Heizungsersatz» die Versorgungssicherheit bis zum Zeitpunkt des Anschlusses an das Nahoder Fernwärmenetz. Wärmepumpe In Gebieten, in denen längerfristig kein Nah- oder Fernwärmenetz geplant ist oder der Richtplan Energie den Einsatz einer Wärmepumpe empfiehlt, können Liegenschaftsbesitzerinnen und -besitzer beim Ersatz ihrer alten fossilen Heizungsanlage durch eine Wärmepumpe das Förderprogramm «Wärmepumpe» beanspruchen.

Mehrwert Biogas Vom Förderprogramm «Mehrwert Biogas» profitieren Hauseigentümerinnen und Hauseigentümer, die nach dem Ersatz ihrer alten fossilen Heizungsanlage durch eine moderne Erdgasheizung den Biogasanteil für mindestens fünf Jahre auf 50 Prozent erhöhen. Nicht unterstützt werden entsprechende Vorhaben, falls in den nächsten fünf Jahren ein Anschluss an ein Nah- oder Fernwärmenetz möglich ist. Einzelgesuche Werden fossile Heizungsanlagen oder elektrische Widerstandsheizungen durch eine Holzheizung oder ein sonstiges mit erneuerbarer Energie betriebenes Heizsystem ersetzt, so kann beim Ökofonds ein Einzelgesuch für einen individuellen Förderbeitrag gestellt werden. Sonnenkollektoranlagen Wird das Heizsystem mit einer thermischen Solaranlage für das Brauchwarmwasser oder die Erstellung von Komfortwärme ergänzt, können die erwähnten Unterstützungsangebote mit dem Förderprogramm «Sonnenkollektoranlagen» erweitert werden. Die Mitglieder der Ökofondskommission sind überzeugt, dass die Förderprogramme im Bereich der Heizungssanierung einen wichtigen Beitrag zur nachhaltigen und klimaschonenden Wärmeversorgung der Stadt Bern leisten. ewb.ch/foerderprogramme

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CORPORATE GOVERNANCE

Verantwortungsbewusst und transparent Soweit sich aus der Rechtsform des Unternehmens nichts anderes ergibt oder keine gesetzlichen Bestimmungen entgegenstehen, orientiert sich Energie Wasser Bern grundsätzlich am Swiss Code of Best Practice for Corporate Governance von economiesuisse, dem Dachverband der Schweizer Wirtschaft. Dadurch wird eine einheitliche und vergleichbare Berichterstattung sichergestellt. Das vom Stadtrat am 15. März 2001 erlassene und von den Stimmberechtigten der Stadt Bern am 23. September 2001 genehmigte Reglement Energie Wasser Bern (ewb-Reglement) verpflichtet das Unternehmen zur Offenlegung von Vergütungen an die Mitglieder des Verwaltungsrats und der Geschäftsleitung. Zur Kenntnis zu bringen sind die Angaben gemäss den Artikeln 663bbis und 663c des Obligationenrechts (OR). Konzipiert und direkt anwendbar sind diese Bestimmungen indessen für bzw. auf schweizerische börsenkotierte Unternehmen, sogenannte Publikumsgesellschaften. Der Verwaltungsrat regelt seine Führungs- und Organisationsgrundsätze in einer Organisationsverordnung (OrgV ewb), die sich in den wesentlichen Punkten an den für den Verwaltungsrat einer Aktiengesellschaft massgebenden gesetzlichen Bestimmungen orientiert. Dadurch ergibt sich eine klare Zuweisung der Zuständigkeiten. Ergänzt wird die OrgV ewb durch die Geschäftsordnung für die Geschäftsleitung (GO GL), welche die Arbeitsweise und die Zuständigkeiten für die operative Unternehmensführung (Geschäftsleitung und CEO) definiert.

Rechtsform von Energie Wasser Bern Energie Wasser Bern ist eine selbstständige, autonome öffentlich-rechtliche Anstalt im Eigentum der Stadt Bern und ist an den im ewb-Reglement definierten Leistungsauftrag gebunden. Das Unternehmen ist rechtsfähig und im Handelsregister eingetragen. Der Hauptsitz befindet sich an der Monbijoustrasse 11 in Bern. Energie Wasser Bern ist mehrheitlich in der Schweiz operativ tätig. Unternehmensstruktur Die Führungsstruktur von Energie Wasser Bern ist in nebenstehendem Organigramm abgebildet. Ausserdem verfügt das Energieversorgungsunternehmen über Beteiligungen an mehreren weiteren Unternehmen (siehe Seiten 17 und 34 im Online-Finanzbericht). ewb.ch/finanzbericht-2020

Kapitalstruktur Das Energie Wasser Bern von der Stadt Bern zur Verfügung gestellte Dotationskapital beträgt 80 Millionen Franken. Die Veränderungen des Eigenkapitals von 2020 und 2019 sind auf Seite 63 ersichtlich. Kapitalveränderungen aus dem Geschäftsjahr 2018 finden sich im Geschäftsbericht 2019 auf Seite 63. Marktgebiet und Kundensegmente In der Stadt Bern betreibt Energie Wasser Bern die Energieund Wasserversorgung sowie die thermische Kehrichtverwertung für rund 70’000 Haushalte, 8’000 KMU sowie 100 Grosskunden. Daneben erschliesst das Unternehmen in Kooperation mit Swisscom die Stadt Bern flächendeckend mit einem Glasfasernetz. Überdies bietet Energie Wasser Bern den Kundinnen und Kunden verschiedene Produkte und Dienstleistungen an, die das Kerngeschäft ergänzen und das Gesamtsystem optimieren, namentlich im Bereich der Energieberatung, der Gesamtenergiedienstleistungen, der Mobilität und der Telekommunikation. In weiteren rund 30 Gemeinden der Region Bern versorgt das Unternehmen Kundinnen und Kunden ebenfalls direkt oder indirekt mit Produkten und Dienstleistungen. Seit Januar 2009 können Grosskunden, die mehr als 100'000 Kilo­ wattstunden Strom pro Jahr verbrauchen, ihren Stromlieferanten frei wählen. Bei der Gasversorgung wird die Marktöffnung derzeit auf Bundesebene gesetzgeberisch vorbereitet. Durch den Entscheid der Wettbewerbskommission vom 25. Mai 2020 betreffend Netzzugang EGZ und ewl ist der Gasmarkt faktisch jedoch bereits geöffnet. Energie Wasser Bern stellt sich den Herausforderungen der Marktliberalisierung und hat auch ausserhalb des Versorgungsgebiets neue Kundinnen und Kunden von seinem Angebot überzeugen können. Alle Produkte und Dienstleistungen werden von Energie Wasser Bern im Sinne eines Gesamtenergiespezialisten angeboten; Kundenbedürfnisse und Infrastruktur werden bestmöglich aufeinander abgestimmt, um das Gesamtsystem zu optimieren. Es wird jeweils jene Lösung angestrebt, die Kundenbedürfnisse optimal befriedigt und Synergieeffekte ermöglicht. Zentral dabei sind eine hohe Qualität von Service und Beratung sowie Angebote mit ökologischem Mehrwert.

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Organigramm Stand 31. Dezember 2020

Verwaltungsrat Präsident Franz Stampfli Vizepräsident Michel Kunz Compliance Officer Alain Probst

Interner Revisor Peter Soltermann

CEO / C Daniel Schafer Stv. Marcel Ottenkamp

Unternehmens­ steuerung / C

Energie­wirtschaft / E

Finanzen & Services / F

Marketing & Verkauf / M

Netze / N

Daniel Schafer GL Stv. Marcel Ottenkamp

Marcel Ottenkamp GL Stv. Roland Hediger

Martin Moser GL Stv. Tobias Haefeli

Daniel Neuhaus GL Stv. Hanspeter Blum

Hans-Peter Wyss GL Stv. Kaspar Bieler

Standortentwicklung Holligen / CH

Energie­handel / EH

Controlling / FC

Gesamtenergiedienstleistungen / ME

Netz­management / NM

Matthias Reinhard

Miriam Vonesch Stv. Andreas Bieri

Stephan Mücher Stv. Simon Jufer

Roland Wittwer

Kaspar Bieler Stv. Daniel Lerch

Informatik / CI

Energie­ management / EM

Corporate Finance / FF

Kundendienst / MK

Netze Projektierung & Realisierung / NP

N.N. Stv. Alexi Calonder

Martin Schaub Stv. Urs Spring

Tobias Haefeli Stv. Raffaele Chiacchia

Karin Nölly Stv. Sabrina Steffen

Peter Zbinden Stv. Bernhard Roth

Human Resources / CP

Energie­produktion / EP

Governance, Risk & Compliance / FG

Marke & Kommunikation / MM

Netzbetrieb / NB

Daniel Wehrle Stv. Michel Zahnd

Roland Hediger Stv. Thomas Bücherer

Urs Möri Stv. Alain Probst

Raphael Bühler Stv. Bruno Spring

Stefan Broder Stv. Peter Walther

Unternehmens­ entwicklung / CU

Immobilien & Facility Management / FI

Produktmanagement & -innovation / MP

Letzte Meile / NL

Simone Winter Stv. Christof Scherrer

Anita Graf Stv. Tobias Gastpar, Markus Lüthi

Patrick Hafner Stv. Stephanie Thomet

Roland Weber Stv. Michel Bürki

Verkauf & Support / MV

Netze Unterhalt & Montage / NU

Hanspeter Blum Stv. Stefania Truocchio

Roger Waldmeier Stv. Daniel Zürcher

Rechnungswesen / FR Beat Caprez Stv. René Valletti Supply Chain Management / FS André Häfliger Stv. Manuela Geissler

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CORPORATE GOVERNANCE

Verwaltungsrat Der Verwaltungsrat von Energie Wasser Bern setzt sich aus sieben Mitgliedern zusammen. Ihm gehört (als einfaches Mitglied) von Amts wegen jenes Mitglied des Gemeinderats an, das die für Energie Wasser Bern zuständige Direktion leitet. Ein Sitz im Verwaltungsrat steht den Arbeitnehmenden zu. Mindestens zwei Mitglieder des Verwaltungsrats müssen in der Stadt Bern wohnen. Nachfolgende Aufstellung gibt Aufschluss über die Zusammensetzung des Verwaltungsrats von Energie Wasser

Bern am 31. Dezember 2020. Es werden die einzelnen Mitglieder, deren Nationalität und Geburtsjahr sowie ihre Ausbildung, ihre Funktion und das Jahr der erstmaligen Wahl in den Verwaltungsrat aufgeführt. Weitere Mandate und Interessenbindungen in bedeutenden Unternehmen, Organisationen und Stiftungen sowie dauernde Leitungsund Beraterfunktionen für wichtige Interessengruppen wie auch amtliche Funktionen und politische Mandate werden nach dem Prinzip der Selbstdeklaration ausgewiesen.

Mitglieder des Verwaltungsrats Franz Stampfli 1954, CH/I Ittigen Lic. rer. pol., Universität Bern,

Verwaltungsrats- und andere Mandate: tm concept AG, Aarau, Mitglied des Verwaltungsrats; Verband openaxs, Freiburg, Präsident, und r&b engineering, Brugg, Mitglied des Verwaltungsrats.

Präsident des Verwaltungsrats seit 1. März 2011.

Michel Kunz 1959, CH Schüpfen

Verwaltungsrats- und andere Mandate: wls AG, Schüpfen, Präsident des Verwaltungsrats.

Dipl. El.-Ing. ETH, Mitglied der Geschäftsleitung SBB-Infrastruktur, Mitglied des Verwaltungsrats seit 1. Oktober 2014 und Vizepräsident des Verwaltungsrats seit 1. Juli 2018.

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Adrian Altenburger 1963, CH Weinfelden Prof. dipl. HLK-Ing. HTL / MAS Arch. ETH, Instituts- und Studiengangsleiter Gebäudetechnik und Energie an der Hochschule Luzern – Technik & Architektur, Horw, Mitglied des Verwaltungsrats seit 20. September 2018.

Susanne Blank 1972, CH Bern Lic. rer. pol., Abteilungsleiterin beim Bundesamt für Umwelt BAFU, Mitglied des Verwaltungsrats seit

Verwaltungsrats- und andere Mandate: Belimo Holding AG, Hinwil, Mitglied des Verwaltungsrats; Jobst Willers Engineering AG, Rheinfelden, Mitglied des Verwaltungsrats; BS2 AG, Schlieren, Mitglied des Verwaltungsrats; Pasquale Baurealisation AG, Zürich, Mitglied des Verwaltungsrats; A2CE Consulting: Engineering, St. Niklausen, Inhaber Einzelfirma; Schweizerischer Ingenieur- und Architektenverein (SIA), Zürich, Vizepräsident und Mitglied des Vorstands, und Schweizerische Normenvereinigung (SNV), Winterthur, Vizepräsident und Mitglied des Vorstands.

Verwaltungsrats- und andere Mandate: Ausserparlamentarische Fachkommission der VC-Lenkungsabgabe, Präsidentin; Ausserparlamentarische Kommission für das Beschaffungswesen Bund –  Kantone, Mitglied, und Leitungsgruppe NFP 73 «Nachhaltige Wirtschaft», Mitglied.

1. Januar 2013.

Reto Nause 1971, CH Bern Lic. phil. I, Historiker und Politologe, Gemeinderat Stadt Bern, Mitglied des Verwaltungsrats seit 12. März 2009.

Barbara Rigassi 1960, CH Muri bei Bern Dr. oec. HSG, Managing Partner, BHP – Brugger und Partner AG,

Verwaltungsrats- und andere Mandate: Kraftwerke Oberhasli AG, Innertkirchen, Mitglied des Verwaltungsrats; Bernische Ortspolizeivereinigung (BOV), Bern, Mitglied des Vorstands; Einbürgerungskommission, Bern, Präsident; Energiekommission, Bern, Vorsitz; Konferenz der Städtischen Sicherheitsdirektorinnen und -direktoren (KSSD), Bern, Mitglied des Vorstands; Stiftung Gurten – Park im Grünen, Bern, Mitglied des Stiftungsrats; Rudolf Seelhofer-Stiftung, Worb, Mitglied des Stiftungsrats; Bern Welcome AG, Bern, Mitglied des Verwaltungsrats; Kontaktgremium Sicherheit Kanton – Gemeinden (KGSKG), Bern, Mitglied; Energiepolitische Kommission Städteverband, Bern, Präsident; Konferenz Kantonaler Energie­ direktorinnen und -direktoren, Bern, Mitglied des Vorstands; Tierparkkommission, Bern, Präsident; Verein Casa Segura, Bern, Präsident; CVP Stadt Bern, Bern, Mitglied des Vorstands; CVP Kanton Bern, Mitglied des Vorstands; Immobiliengesellschaft Altes Tramdepot AG, Bern, Mitglied des Verwaltungsrats, und Stadtbildkommission, Bern, Mitglied der Kommission.

Verwaltungsrats- und andere Mandate: Schweizerische Mobiliar Genossenschaft und Schweizerische Mobiliar Holding, Bern, Mitglied des Verwaltungsrats, und Spitalrat Psychiatrische Universitätsklinik Zürich, Zürich, Vizepräsidentin.

Mitglied des Verwaltungsrats seit 17. Oktober 2013.

Flavia Wasserfallen 1979, CH Bern Lic. rer. soc., Politologie und Volkswirtschaft, Nationalrätin, Mitglied des Verwaltungsrats

Verwaltungsrats- und andere Mandate: Verein Bioabi, Bern, Präsidentin; Schweizerischer Fachverband Mütter- und Väterberatung, Bern, Präsidentin; Kaufmännischer Verband Bern, Bern, Mitglied des Vorstands; Pro Velo Bern, Bern, Mitglied des Vorstands, und Kommission für soziale Sicherheit und Gesundheit (SGK), Mitglied.

seit 31. August 2017.

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CORPORATE GOVERNANCE

Governance Wahl und Amtszeit Nach der Teilrevision des ewb-Reglements (siehe Seite 55) werden die Mitglieder des Verwaltungsrats neu durch den Gemeinderat (bisher Stadtrat) gewählt (Art. 15 ewb-Reglement). Die Amtsdauer beträgt vier Jahre. Der Gemeinderat bestimmt auch die Präsidentin oder den Präsidenten. Im Übrigen konstituiert sich der Verwaltungsrat selbst. Ein gewähltes Mitglied darf dem Verwaltungsrat während höchstens zwölf Jahren und längstens bis zum vollendeten 70. Altersjahr angehören (Art. 15a und 15b ewb-Reglement). Die Amtszeitbeschränkung gilt nicht für das Mitglied des Gemeinderats. Die gewählten Mitglieder des Verwaltungsrats müssen mit unternehmerischem Denken vertraut sein. Der Gemeinderat erlässt nach Anhörung der zuständigen stadträtlichen Kommission ein Anforderungsprofil (Art. 15 Abs. 1 ewb-Reglement). Das Exekutivorgan hat am 16. Dezember 2020 alle bisherigen Mitglieder des Verwaltungsrats für die Amtsdauer 2021 bis 2024 wiedergewählt und Franz Stampfli als Präsident bestätigt. Interne Organisation Gemäss Artikel 17 Absatz 1 ewb-Reglement verfügt der Verwaltungsrat im Rahmen des Leistungsauftrags über sämtliche Befugnisse, die nicht durch das ewb-Reglement oder durch ihn selbst an andere Stellen übertragen worden sind. Er fällt die strategischen Entscheide, überprüft die getroffenen Anordnungen und überwacht ihren Vollzug sowie die Einhaltung und Erfüllung des Leistungsauftrags und sorgt für ein zweckmässiges Controlling (Art. 17 Abs. 2 ewb-Reglement). Der Verwaltungsrat kann zur Vorbereitung seiner Geschäfte Ausschüsse einsetzen. Die Zusammensetzung und das Pflichtenheft dieser Ausschüsse richten sich nach Anhang 1 der OrgV ewb. Per 31. Dezember 2020 besteht ein ständiger Ausschuss zur Vorbereitung von finanziell bedeutsamen oder politisch relevanten Geschäften. Im Berichtsjahr hielt der Verwaltungsrat sechs ordentliche Sitzungen ab. Zusätzlich führte der Verwaltungsrat eine ganztägige Klausur sowie zwei ganztägige Strategieworkshops durch. Der Verwaltungsratsausschuss tagte an sechs ordent­ lichen und zwei ausserordentlichen Sitzungen. Gemäss den Bestimmungen der OrgV ewb beruft der Verwaltungsratspräsident die Mitglieder des Verwaltungsrats nach

Bedarf, mindestens aber viermal pro Jahr zu den Sitzungen ein. Er erstellt auch die Traktandenliste. Die übrigen Mitglieder des Verwaltungsrats oder der CEO können die Aufnahme eines Traktandums beantragen. Gestützt auf Artikel 16 ewbReglement können überdies die externe Revisionsstelle, der Gemeinderat der Stadt Bern oder zwei Mitglieder des Verwaltungsrats schriftlich und unter Angabe der Gründe die unverzügliche Einberufung einer Sitzung verlangen. Der CEO nimmt an den Sitzungen des Verwaltungsrats mit beratender Stimme und Antragsrecht teil. Kompetenzregelung Der Verwaltungsrat wählt die Mitglieder der Geschäftsleitung und bestimmt deren Vorsitzende oder Vorsitzenden (Art. 20 ewb-Reglement in Verbindung mit der OrgV ewb). Die Geschäftsleitung besteht aus mindestens drei Mitgliedern und leitet das Unternehmen nach den Bestimmungen des ewb-Reglements und den Vorgaben des Verwaltungsrats in allen technischen, betrieblichen und administrativen Belangen (Art. 21 ewb-Reglement). Sie ist verantwortlich für die Geschäftsführung im Rahmen der ihr durch das ewbReglement und durch den Verwaltungsrat gemäss OrgV ewb zugewiesenen Zuständigkeiten. Sie kann ihre Kompetenzen an einzelne Mitglieder oder an Mitarbeitende delegieren (Art. 22 ewb-Reglement). Die Geschäftsleitung setzt die durch den Verwaltungsrat gesetzten Ziele um. Informations- und Kontrollinstrumente gegenüber der Geschäftsleitung Der Verwaltungsrat überprüft seine Anordnungen und überwacht ihren Vollzug sowie die Einhaltung und Erfüllung des Leistungsauftrags. Zudem kontrolliert er, ob die Geschäftsleitung ihre Aufgaben rechtmässig und in Übereinstimmung mit der OrgV ewb erfüllt. Er sorgt mittels entsprechender Vorgaben für ein zweckmässiges internes Kontrollsystem, für den verantwortungsvollen Umgang mit Risiken und für das Controlling. Zudem überwacht er die Umsetzung der Compliance-Massnahmen, welche die Einhaltung von Gesetzen, internen Regelungen und ethischen Grundsätzen zum Ziel haben. Ein besonderes Gewicht kommt in diesem Zusammenhang dem Verhaltenskodex von Energie Wasser Bern zu, der die Verhaltensregeln für den Umgang der Mitarbeitenden untereinander sowie mit Kundinnen und Kunden, Geschäftspartnerinnen und Geschäftspartnern sowie den Aufsichtsbehörden festlegt. Die Compliance-Fachstelle führt in der Regel zweimal jährlich Einführungsveranstaltungen für neu eingetretene Mitarbeitende durch. Dadurch wird

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sichergestellt, dass die Mitarbeitenden in Bezug auf die Compliance-Belange sensibilisiert sind und diese in ihrer täglichen Arbeit beachten. Der Verwaltungsrat verfügt unter anderem über folgende Instrumente zur Überwachung der Geschäftsführung: l Quartalsreporting l Budget- und Mittelfristplanung (für OPEX und CAPEX,

also für Betriebskosten und Investitionen) l Jahresrechnung l Interne Revision, Revisionsplan l Bericht über das Chancen- und das Risk Management

Zudem informiert der CEO den Verwaltungsratspräsidenten mindestens einmal pro Monat über den allgemeinen Geschäftsgang, über die finanzielle Entwicklung sowie über besondere Geschäfte und Entscheide, welche die Geschäftsleitung oder er getroffen hat. Ebenfalls benachrichtigt der CEO den Verwaltungsratspräsidenten umgehend über Vorkommnisse von erheblicher Bedeutung für Energie Wasser Bern oder die Stadt Bern, von öffentlichem Interesse oder von grosser Tragweite für einzelne Personen. Ferner informiert der CEO den Verwaltungsrat an dessen Sitzungen über den Geschäftsgang.

Der Gesamtbetrag der durch Energie Wasser Bern an die Mitglieder der Geschäftsleitung ausgerichteten Vergütungen betrug im Berichtsjahr 1’219’093 Franken (Vorjahr: 1’166’953 Franken). Nicht miteinbezogen sind Spesenentschädigungen, Sozialzulagen sowie allfällige durch Drittgesellschaften an Mitglieder der Geschäftsleitung bis zu dem vom Verwaltungsrat festgelegten Höchstbetrag ausgerichtete Honorare. Den höchsten auf ein Mitglied der Geschäftsleitung entfallenden Betrag von 274’900 Franken (Vorjahr: 273’486 Franken) bezog Daniel Schafer, CEO. Im Berichtsjahr wurden keine direkten oder indirekten Vergütungen an frühere Mitglieder des Verwaltungsrats und der Geschäftsleitung ausbezahlt, die in einem Zusammenhang mit der früheren Tätigkeit als Organ der Gesellschaft stehen oder nicht marktüblich sind. Darlehen und Kredite wurden keine gewährt. Ein Beirat wurde nicht eingesetzt. Angaben zu den Beteiligungen sind auf den Seiten 17 und 34 im Online-Finanzbericht zu finden. ewb.ch/finanzbericht-2020

Vergütungen, Beteiligungen und Darlehen Die Abgeltung der Mitglieder des Verwaltungsrats einschliesslich allfälliger Spesenentschädigungen wird vom Gemeinderat der Stadt Bern geregelt (Art. 25 Abs. 2 ewb-Reglement). Die folgenden Angaben richten sich nach den Vorgaben von Artikel 19 Absatz 2 ewb-Reglement. In den genannten Beträgen nicht enthalten sind die Spesenentschädigungen. Insgesamt entrichtete Energie Wasser Bern an die Mitglieder des Verwaltungsrats Vergütungen im Gesamtbetrag von 139’350 Franken aus, wovon an: Franz Stampfli, Präsident1 Michel Kunz, Vizepräsident1 Adrian Altenburger, Mitglied Susanne Blank, Mitglied Reto Nause, Vertreter des Gemeinderats1* Barbara Rigassi, Mitglied Flavia Wasserfallen, Mitglied, Vertretung der Arbeitnehmenden

Best Board Practice® Label 2013 wurde der Verwaltungsrat von Energie Wasser Bern als schweizweit erstes Gremium eines Energieversorgungsunternehmens mit dem Best Board Practice® Label der Schweizerischen Vereinigung für Qualitäts- und Managementsysteme (SQS) ausgezeichnet. Mit dieser geschützten Garantiemarke hat der Verwaltungsrat erfolgreich dargelegt, dass das Gremium seine Aufgaben unabhängig, professionell und ganzheitlich wahrnimmt. Die Auszeichnung unterstreicht zudem die effiziente und effektive Struktur der Führung und Steuerung von Energie Wasser Bern. Nach der Rezertifizierung im Dezember 2019 hat der Verwaltungsrat im Berichtsjahr erfolgreich ein Aufrechterhaltungsassessment absolviert.

CHF 50’525 CHF 24’725 CHF 12’825 CHF 11’925 CHF 13’500 CHF 12’750 CHF 13’100

Mitglied des Verwaltungsratsausschusses *  Auszahlung an Stadtkasse gemäss Artikel 91 Absatz 3 der Gemeindeordnung der Stadt Bern vom 3. Dezember 1998. 1

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CORPORATE GOVERNANCE

Geschäftsleitung Die Geschäftsleitung besteht aus dem CEO und den Leitenden der Bereiche. Nachfolgende Aufstellung berücksichtigt die Zusammensetzung der Geschäftsleitung am 31. Dezember 2020. Es werden die einzelnen Mitglieder, deren Nationalität und Geburtsjahr sowie ihre Ausbildung, Funktion und das Jahr der Berufung in die Geschäftsleitung aufgeführt. Weitere Mandate und Interessenbindungen in bedeutenden Unternehmen, Organisationen und Stiftungen sowie dauernde Leitungs- und Beraterfunktionen für wichtige Interessengruppen wie auch amtliche Funktionen und politische Mandate werden nach dem Prinzip der Selbstdeklaration ausgewiesen.

Mitglieder der Geschäftsleitung Daniel Schafer 1967, CH Ing. él. dipl. EPFL, CEO seit 2008.

Marcel Ottenkamp 1970, CH Dipl. Maschineningenieur EPFL, Executive MBA in Management of Technology, Mitglied der Geschäftsleitung seit 2009 und Leiter Energiewirtschaft seit November 2015.

Verwaltungsrats- und andere Mandate: Kraftwerk Sanetsch AG, Gsteig b. Gstaad, Präsident des Verwaltungsrats; pvenergie AG, Niederönz, Präsident des Verwaltungsrats; Geo-Energie Suisse AG, Zürich, Präsident des Verwaltungsrats; Geo-Energie Jura SA, Haute-Sorne, Präsident des Verwaltungsrats; InnoWaste AG, Bern, Präsident des Verwaltungsrats; Ormera AG, Bern, Präsident des Verwaltungsrats; Swisspower AG, Bern, Vizepräsident des Verwaltungsrats; Gasverbund Mittelland AG, Arlesheim, Mitglied des Verwaltungsrats; Kernkraftwerk Gösgen-Däniken AG, Däniken, Mitglied des Verwaltungsrats; Regionalwerke AG Baden, Baden, Mitglied des Verwaltungsrats; Unigaz SA, Givisiez, Mitglied des Verwaltungsrats; Swissgas AG, Zürich, Mitglied des Verwaltungsrats, und Electrosuisse, Fehraltorf, Mitglied des Verwaltungsrats.

Verwaltungsrats- und andere Mandate: ewb Natur Energie AG, Bern, Präsident des Verwaltungsrats; HelveticWind, Bern, Präsident der Partnerversammlung; Kraftwerk Sanetsch AG, Gsteig b. Gstaad, Mitglied des Verwaltungsrats; Swisspower Renewables AG, Zug, Mitglied des Verwaltungsrats; Officine Idroelettriche della Maggia SA, Locarno, Mitglied des Verwaltungsrats und Präsident der technischen Kommission; Officine Idroelettriche di Blenio SA, Locarno, Mitglied des Verwaltungsrats und Präsident der technischen Kommission; Kraftwerk Aegina AG, Obergoms, Mitglied des Verwaltungsrats; Kernkraftwerk Gösgen-Däniken AG, Däniken, Mitglied des Verwaltungsrats und Präsident der Betriebskommission; AVAG AG für Abfallverwertung, Thun, Mitglied des Verwaltungsrats; Kraftwerke Oberhasli AG, Innertkirchen, Vizepräsident des Verwaltungsrats; Eurelectric Generation & Environment Committee, Brüssel, Mitglied; Energia Naturale Italia SRL, Mailand, Amministratore, und Berna Energía Natural España, Madrid, Administrador Mancomunado.

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Martin Moser 1972, CH Betriebsökonom FH, Executive Master of Service Marketing and Management, Mitglied der Geschäftsleitung seit 2015 und Leiter Finanzen & Services seit März 2018.

Daniel Neuhaus 1967, CH Lic. rer. pol., Executive MBA in Change & Innovation Manage­­ment, Mitglied der Geschäfts­­leitung und Leiter Marketing & Verkauf seit Januar 2017.

Hans-Peter Wyss 1960, CH Ingenieur FH, Executive MBA in General Management, Mitglied der Geschäftsleitung und Leiter Netze seit Juni 2018.

Verwaltungsrats- und andere Mandate: energiecheck bern ag, Bern, Präsident des Verwaltungsrats; Wasserverbund Region Bern AG, Bern, Mitglied des Verwaltungsrats; ewb Natur Energie AG, Bern, Vizepräsident des Verwaltungsrats; Bären Elektro AG, Bern, Vizepräsident des Verwaltungsrats; Bären Haustechnik AG, Köniz, Präsident des Verwaltungsrats; RESAG Recycling- und Sortierwerk AG, Bern, Mitglied des Verwaltungsrats; Lignocalor AG, Bern, Mitglied des Verwaltungsrats; Schweizerischer Verein des Gas- und Wasserfaches (SVGW), Zürich, Mitglied des Vorstands; Thun Solar AG, Thun, Präsident des Verwaltungsrats, und Kohler & Partner Personalgewinnung & Organisationsberatung AG, Bern, Mitglied des Verwaltungsrats.

Verwaltungsrats- und andere Mandate: MOVE Mobility AG, Granges-Paccot, Mitglied des Verwaltungsrats; Guggisberg Dachtechnik AG, Köniz, Präsident des Verwaltungsrats; Bären Elektro AG, Bern, Präsident des Verwaltungsrats; Bären Haustechnik AG, Köniz, Mitglied des Verwaltungsrats; Ormera AG, Bern, Mitglied des Verwaltungsrats, und Swiss Clever Energy AG, Bern, Präsident des Verwaltungsrats.

Verwaltungsrats- und andere Mandate: Nationalstrassen Nordwestschweiz (NSNW), Sissach, Mitglied des Verwaltungsrats; Verband Schweizer Abwasser- und Gewässerschutzfachleute (VSA), Glattbrugg, Mitglied des Vorstands, und InfraWattVerein für die Energienutzung aus Abwasser, Abfall, Abwärme und Trinkwasser, Schaffhausen, Mitglied des Vorstands und Vizepräsident.

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CORPORATE GOVERNANCE

Politische Steuerung und Aufsicht Die Anforderungen an die strategische Führung, die politische Steuerung und die Aufsicht über öffentliche Unternehmen (Public Corporate Governance) haben sich in den vergangenen Jahren verändert. Der Stadtrat hat das ewb-Reglement deshalb am 25. Juni 2020 teilrevidiert. Dabei wurden die neusten Erkenntnisse und Erfahrungen im Bereich der Public Corporate Governance berücksichtigt. Der Stadtrat hat durch punktuelle Anpassungen des ewb-Reglements die Verantwortlichkeiten zwischen dem Stadtrat, dem Gemeinderat und der Unternehmensführung geklärt und die Rollen der verschiedenen Gremien geschärft: Während für die operative und strategische Führung die entsprechenden Gremien (Geschäftsleitung bzw. Verwaltungsrat) des Unternehmens verantwortlich sind, obliegt die Kontrolle dem Gemeinderat und die Oberaufsicht dem Stadtrat. Gemäss Artikel 25 Absatz 3 ewb-Reglement wird Energie Wasser Bern durch den Gemeinderat der Stadt Bern beaufsichtigt. Dieser erlässt unter Beachtung des reglementarischen Leistungsauftrags eine Eignerstrategie für Energie Wasser Bern und bringt diese dem Stadtrat zur Kenntnis. Diese Eignerstrategie gilt für acht Jahre, wobei sie mindestens alle vier Jahre überprüft wird (Art. 25 Abs. 1 ewb-Reglement). Der Gemeinderat kann dem Verwaltungsrat Weisungen erteilen, soweit dieser die Eignerstrategie nicht umsetzt. Der Gemeinderat genehmigt auch das Jahresbudget und die Jahresrechnung, entscheidet auf Antrag des Verwaltungsrats über die Gewinnverwendung und erteilt den Mitgliedern des Verwaltungsrats Decharge. Die weiteren Informations- und Mitwirkungsrechte der Gemeindebehörden richten sich im Übrigen nach den Bestimmungen von Artikel 25 ff. ewb-Reglement.

Für die Überwachung der Umsetzung seiner Eignerstrategie durch Energie Wasser Bern stützt sich der Gemeinderat auf ein Kennzahlensystem ab. Im Zentrum steht dabei die Einhaltung der Zielvorgabe, bis spätestens 2039 aus der Kernenergie auszusteigen. Diese Vorgabe wurde als Folge der Annahme des Gegenvorschlags zur Initiative «EnergieWendeBern» am 28. November 2010 durch die Stimmberechtigten der Stadt Bern ins ewb-Reglement aufgenommen (Art. 44a ewb-Reglement). Der Verwaltungsrat berichtet dem Gemeinderat im Rahmen des Kennzahlensystems zweimal pro Jahr schriftlich insbesondere über den Zielerreichungsgrad in Bezug auf die Versorgung bzw. die Versorgungssicherheit, die Werterhaltung, die verschiedenen Dimensionen der Nachhaltigkeit sowie über die Kooperationen. Ebenfalls zweimal jährlich tauscht sich der Verwaltungsrat mit dem Gemeinderat auf der Grundlage einer gemeinsam festgelegten Tagesordnung über aktuelle Themen aus. Im Rahmen dieses Austauschs orientiert der Verwaltungsrat die Eigentümerin namentlich über den aktuellen Geschäftsgang sowie den Stand des Risk Management. Revisionsstelle Der Gemeinderat der Stadt Bern setzt gemäss Artikel 23 ewb-Reglement als Revisionsstelle eine fachlich ausgewiesene Treuhandgesellschaft ein. Dieses Mandat hat derzeit die PricewaterhouseCoopers AG (PwC), Bern, inne. Die Revisionsstelle berichtet dem Verwaltungsrat und dem Gemeinderat umgehend über das Ergebnis ihrer Prüfung und empfiehlt die Abnahme, mit oder ohne Einschränkung, oder die Rückweisung der Jahresrechnung. Stellt die Revisionsstelle bei ihrer Prüfung gravierende Mängel fest, meldet sie dies den zuständigen Gremien.

55


CORPORATE GOVERNANCE

Informations- und Kommunikationspolitik Energie Wasser Bern hat den Anspruch, transparent, aktuell und verständlich zu kommunizieren. Das Unternehmen informiert die Stadt Bern als Eigentü­ merin sowie seine weiteren Anspruchsgruppen wie Kundinnen und Kunden, Geschäftspartnerinnen und Geschäftspartner, Mitarbeitende, die Öffentlichkeit, die Medien und die Vertreterinnen und Vertreter der Politik umfassend und regelmässig über seine Tätigkeiten. Der jährlich erscheinende Geschäftsund Nachhaltigkeitsbericht, der Online-Geschäfts-, -Nachhaltigkeits- und -Finanzbericht sowie der alle zwei Jahre erscheinende ergänzende Nachhaltigkeitsbericht gemäss GRI-Standards beinhalten Informationen über den gesamten Betrieb und finanzielle Informationen über die Tochtergesellschaften des Unternehmens (siehe konsolidierte Jahresrechnung Seite 26 ff. im Online-Finanzbericht). ewb.ch/finanzbericht-2020

ewb.ch/gri Zu wichtigen aktuellen Ereignissen veröffentlicht Energie Wasser Bern Medienmitteilungen, informiert, wo erforderlich, direkt an Medienkonferenzen und beantwortet entsprechende Medienanfragen. Zielgruppenspezifische externe Kommunikationsinstrumente sind neben persönlichen Kontakten und Kundenmailings insbesondere Baustelleninformationsblätter, Informationsveranstaltungen und Mitteilungen im «Anzeiger Region Bern». Weitere externe Kommunikationsinstrumente sind die laufend aktualisierte Website ewb.ch, der sechsmal jährlich versendete E-Newsletter, das dreimal jährlich erscheinende Kundenmagazin «DiREKT», Kundenveranstaltungen und Kampagnen. ewb.ch ewb.ch/direkt ewb.ch/medien Daneben ist das Unternehmen auf den grössten Social-Media-Plattformen wie Facebook, Instagram, Kununu, LinkedIn, Twitter, Xing und YouTube vertreten und betreibt die Besucherplattform «Erlebnis Energie». Kundinnen und Kunden wie auch andere Interessengruppen können sich aber auch direkt an den Kundendienst von Energie Wasser Bern wenden oder eine E-Mail an kundendienst@ewb.ch senden. Sämtliche Anfragen werden in der Regel innerhalb von 48 Stunden beantwortet. ewb.ch/erlebnis-energie Intern kommuniziert das Unternehmen an Mitarbeitendenanlässen sowie mittels Mitarbeitenden-App, Intranet und der dritteljährlich publizierten Mitarbeiterzeitschrift «DiALOG». Am alljährlichen Stadtratsanlass haben die Parlamentarierinnen und Parlamentarier der Stadt Bern zusätzlich die Gelegenheit, sich mit den Mitgliedern der Geschäftsleitung und des Verwaltungsrats über energiepolitische Themen auszutauschen. Die Wirkung aller internen und externen Kommunika­ tionsinstrumente wird regelmässig überprüft.

56


Personalvertretung Die Personalvertretung vertritt die kollektiven Interessen der Mitarbeitenden von Energie Wasser Bern gegenüber dem Unternehmen und trifft sich regelmässig mit dem Personalmanagement sowie mit der Geschäftsleitung. Gemäss Gesamtarbeitsvertrag (GAV) kann die Personalvertretung bei allen unter das Mitwirkungsreglement fallenden Themen oder Fragen zur Betriebsorganisation Stellung nehmen bzw. mitwirken. Die Personalvertretung umfasst sieben Mitglieder, die von den Mitarbeitenden von Energie Wasser Bern für eine Amtsperiode von vier Jahren gewählt werden. Eine Wiederwahl ist möglich. Angestrebt wird eine möglichst gute Durchmischung in Bezug auf Alter, Dienstalter, Betriebsstandorte, Funktions­ stufen und Berufe. Weibliche Kandidaturen für einen Sitz in der Personalvertretung sind besonders erwünscht. Wahlberechtigt und wählbar ist die Gesamtheit der dem GAV von Energie Wasser Bern unterstellten Mitarbeitenden. Die Personalvertretung konstituiert sich selbst. Die Aufgaben und Rechte der Personalvertretung sind im GAV festgelegt. Die Bereiche haben folgende Vertretungsansprüche: drei Sitze für den Bereich Netze und je einen Sitz für die übrigen Bereiche (einschliesslich des Bereichs Unternehmenssteuerung).

Kolinda Kropf (Präsidentin), Ressortassistentin

Alfred Wirth (Vizepräsident), Spengler und Sicherungsspezialist

Manfred Hohner, Projektleiter

Stefania Truocchio, Leiterin Support

Olga Uehlinger, Unternehmensjuristin

René Valletti, Leiter Billing & Business-Services

Marcel Zbinden, Mechaniker Instandhaltung

57


FINANZBERICHT FINANZBERICHT STAMMHAUS STAMMHAUSENERGIE WASSER BERN

Finanzieller Lagebericht Stammhaus 2020 Die nachfolgenden Zahlen und Kommentare beziehen beziehen sich sich auf auf die die Jahresrechnung Jahresrechnung des des Stammhauses Stammhauses (Einzelabschluss Energie Wasser Bern). Die Konzernrechnung inklusive Vorjahr ist ab Seite 26 abgebildet.

Das Finanzjahr Finanzjahr im Das im Überblick Überblick Energie Wasser Bern schliesst das Geschäftsjahr 2020 mit EnergieBetriebsertrag Wasser Bern schliesst das Geschäftsjahr mit einem von 421.7 Mio. CHF ab. 2020 Der 2020 einem Betriebsertrag von 421.7 Mio. CHF ab. Der 2020 erwirtschaftete Jahresgewinn liegt bei 29.5 Mio. CHF. Dies erwirtschaftete liegt beiMio. 29.5CHF Mio.gegenüber CHF. Dies entspricht einerJahresgewinn Abnahme von 26.9 entspricht einer Abnahme von 26.9 Mio. CHF gegenüber der Vorjahresrechnung. der Vorjahresrechnung.

davon aus, dass sich die Energiemärkte erholen werden, der Mit grossem Interesse wasEnergiepreise sich in einem widerspiegelt. moderaten Anstieg der Energiepreise verfolgt Energie Wasser Bern die Entwicklungen der widerspiegelt. Mit grossem Interesse verfolgt Energie langfristigen Klimastrategie des Bundes und trifft dazu Wasser Bern die Entwicklungen der langfristigen Klimadie notwendigen Vorbereitungen (u.a. auch hinsichtlich strategie des Bundes und trifft dazu die notwendigen Marktöffnung sowohl im Strom als auch im Gas). Vorbereitungen (u.a. auch hinsichtlich Marktöffnung

Das diesjährige Jahresergebnis wurde von wesentlichen Das diesjährige Jahresergebnis wurde von wesentlichen Sondereffekten geprägt. Einerseits wurde im Jahr 2020 Sondereffekten geprägt. Einerseits wurde im Jahr 2020 das Gaswerkareal an die Stadt Bern verkauft, was zu das Gaswerkareal an die Stadt Bern verkauft, was zu einem einem positiven positiven Einmaleffekt Einmaleffektführte. führte.Andererseits Andererseitswurden wurden verschiedene Rückstellungen im Umfang von 40.4 Mio. verschiedene Rückstellungen im Umfang von CHF umfassen Rückstellung aufgrund 40.4 gebildet. Mio. CHFDiese gebildet. Diese eine umfassen eine Rückstellung

sowohl im Strom als auch im Gas). Ausblick Energie Wasser Bern hat im Rahmen der jährlich stattfinAusblick denden Überprüfung festgestellt, dass die UnternehmensEnergie Wasser Bern hat im hat Rahmen der jährlich stimmt. stattfinstrategie weiterhin Gültigkeit und die Richtung denden Überprüfung festgestellt, dass die UnternehmensAls Gesamtenergiespezialist nehmen wir die Bedürfnisse strategie weiterhinund Gültigkeit und die Richtung stimmt. unser Kundinnen Kundenhat ganzheitlich wahr und

des Bundesgerichtsentscheids bezüglich der Elektrizitätsaufgrund des Bundesgerichtsentscheids bezüglich der tarife 2009 und 2010, eine Rückstellung für die AHVElektrizitätstarife 2009 und 2010, eine Rückstellung für Überbrückungsrente sowie eine Erhöhung der Rücksteldie AHV-Überbrückungsrente sowie eine Erhöhung der Rückstellung für die Sanierung des Gaswerkareals. Im lung für die Sanierung des Gaswerkareals. Im Weiteren Weiteren der Stilllegungsund Entsorgungsfonds wirkte derwirkte Stilllegungsund Entsorgungsfonds im Jahr im Jahr 2020 weniger starkals positiv als im Vorjahr, in dem 2020 weniger stark positiv im Vorjahr, in dem dieser dieser zu einer deutlichen Ergebnisverbesserung geführt zu einer deutlichen Ergebnisverbesserung geführt hatte. hatte. Bereinigt die verschiedenen Sondereinflüsse, Bereinigt um dieum verschiedenen Sondereinflüsse, liegt der liegt der Jahresabschluss 2020 im Vergleich zum Vorjahr Jahresabschluss 2020 im Vergleich zum Vorjahr trotz den trotz den grossen Herausforderungen durch die Pandegrossen Herausforderungen durch die Pandemiesituation miesituation auf vergleichbarem Niveau. auf vergleichbarem Niveau.

Als Gesamtenergiespezialist nehmen wir die Bedürfnisse richten unser Wirken konsequent auf diese aus, immer mit unserer Kundinnen und Kunden ganzheitlich wahr dem Ziel, sowohl ökonomisch als auch ökologisch dieund richten unser Wirken konsequent auf2021 diese aus, sich immer Nachhaltigkeit sicherzustellen. Im Jahr richtet der Fokus unter den vom Bundökologisch gesetzlich die mit dem Ziel,anderem sowohl darauf, ökonomisch als auch geforderten Ersatz der Stromzähler Smart Metersich in Nachhaltigkeit sicherzustellen. Im durch Jahr 2021 richtet der Breite zu starten. Flankierend wird zudem eine der Fokus unter anderem darauf, den vom Bund gesetzlich strategische Initiativeder in Sachen Cyber Security lanciert, geforderten Umbau Zähler (hin zu intelligenten Smart die dafür sorgt, dass die Infrastruktur weiterhin vorzudem Meter) in der Breite zu starten. Flankierend wird Cyber-Attacken geschützt bleibt. In der Umsetzung des eine strategische Initiative in Sachen Cyber Security lanciert, Energierichtplans soll der Ausbau des Fernwärmenetzes die dafür sorgt, dass unsere Infrastruktur weiterhin vor zur Erreichung der Klimaziele weiter forciert werden. Cyber-Attacken geschützt bleibt. In der Umsetzung des

Umfeld Umfeld Wie in vielen anderen Branchen stellt COVID-19 auch die Wie in vielen anderen Branchen stellt COVID-19 auch Energiebranche vor grosse Herausforderungen. Dankdie Energiebranche vor grosse Herausforderungen. hoher Flexibilität unserer Mitarbeitenden und einemDank um­ hoher Flexibilität unserer Mitarbeitenden einem umfassenden Krisenmanagement konnte dieund Pandemie fassenden Krisenmanagement Pandemie bis bis dato erfolgreich gemeistert konnte werden.die Fokussiert auf dato erfolgreich gemeistert werden. Fokussiert auf die an die an Privat- und Firmenkunden ins Stromnetz der Stadt Bern gelieferte Energie resultiert im Jahr 2020 ein MinderPrivatund Firmenkunden ins Stromnetz der Stadt Bern absatz vonEnergie ca. 6–7resultiert Prozent,im wobei deutlich gelieferte JahrFirmenkunden 2020 ein Minderabsatz stärker betroffen waren. im Jahr 2021 wirdstärker die von ca. 6–7 Prozent, wobeiAuch Firmenkunden deutlich Pandemie anhalten, was am Markt kurzfristig zu Verwerbetroffen waren. Auch im Jahr 2021 wird die Pandemie fungen führen Nichtsdestotrotz geht Energie anhalten, was kann. am Markt kurzfristig zu Verwerfungen Wasser Bern davon aus, dass sich die Energiemärkte führen kann. Nichtsdestotrotz geht Energie Wasser Bern erholen werden, was sich in einem moderaten Anstieg

2 58

Energierichtplans soll der Ausbau des Fernwärmenetzes ewb.ch/geschaeftsbericht-2020 zu Erreichung der Klimaziele weiter forciert werden. ewb.ch/finanzbericht-2020

ewb.ch/geschaeftsbericht-2020 ewb.ch/finanzbericht-2020


Jahresergebnis Jahresergebnis (2017 restated)

2020 2019 2018 2017

F

Mi

60

Mi

o.

o.

CH

CH

F

F

F

CH 55

45

50

Mi

Mi

o.

o.

CH

F

F Mi

40

35

o.

o. Mi

Mi

30

CH

CH

F

F

o.

o. Mi

CH

CH

F

F

25

20

Mi

o.

o. Mi

o. Mi

15

10

CH

CH

F

F

CH

CH

io.

5M

0C

HF

2016

Free Cashflow Free Cashflow (2017 restated)

2020 2019 2018 2017

DieDie grössten Veränderungen seit 2016 grössten Veränderungen seitberuhen 2016 aufberuhen gegenläufigen Entwicklungen beim auf gegenläufigen Entwicklungen Stilllegungsund Entsorgungsfonds des beim Stilllegungsund Entsorgungsfonds Kernkraftwerks GösgenGösgen (KKG), der seit dem des Kernkraftwerks (KKG), der 1. Januar 2016 zum Marktwert bewertet wird. seit dem 1. Januar 2016 zum Marktwert Der Free Cashflow ist im Jahr 2020 höher, bewertet wird. Der Free Cashflow ist im trotz schlechterem Ergebnis. Dies infolge Jahr 2020 höher, trotz schlechterem zum Vorjahr gegenläufiger, fondswirksamer Ergebnis. Dies infolge zum Vorjahr gegenVeränderungen bei den Forderungen und läufiger, fondswirksamer Veränderungen Verbindlichkeiten sowie des Einmaleffekts denVerkauf Forderungen und Verbindlichkeiten ausbei dem des Gaswerkareals.

CH

5M

io.

0C

HF

Mi o. F C Mi H F 20 o. C H Mi o F 25 . CH Mi F 3 0 o. C H Mi o F 35 . CH Mi F 4 0 o. C Mi H F o 45 . C H Mi F o 50 . C Mi H F 55 o. C H Mi F 6 0 o. C H Mi F 65 o. C H Mi o F 70 . C H Mi F o 75 . C H Mi F o. 80 C Mi H F o 85 . CH Mi F o. CH F

2016

15

10

Der Free Cashflow zeigt nach Abzug Der Free Cashflow zeigt die die nach Abzug der der Investitionen zum Abbau der langInvestitionen zum Abbau der langfristigen fristigen Verbindlichkeiten zur stehenden Verfügung Verbindlichkeiten zur Verfügung stehenden Mittel. Mittel.

des Gaswerkareals.

Investitionen in Sachanlagen Eigenleistungen

2020

Fremdleistungen

2019

(Basiswerte gemäss Geldflussrechnung)

2018 2017

F CH

o.

65

Mi

o.

CH

F

F CH

o.

Mi

60

Mi

F

F CH

o.

Mi

55

50

Mi

o.

CH

F

F

CH

o.

CH

Mi

45

35

40

Mi

o.

CH

F

F CH

o.

Mi

30

25

Mi

o.

CH

F

F

o.

Mi

20

Mi

o.

CH

F

F

CH 15

Mi

o.

CH 10

0C

5M

io.

HF

2016

3 59

DieDie Investitionen in Sachanlagen sind vorvor Investitionen in Sachanlagen sind allem aufgrund des Ausbaus der Fernwärme allem aufgrund des Ausbaus der Fernhöher ausgefallen als im Vorjahr. DieVorjahr. Eigenwärme höher ausgefallen als im leistungen blieben im Geschäftsjahr in etwa Die Eigenleistungen blieben im Geschäftsaufjahr Vorjahresniveau. in etwa auf Vorjahresniveau.


FINANZBERICHT FINANZBERICHT STAMMHAUS STAMMHAUSENERGIE WASSER BERN

Abschluss Erfolgsrechnung TCHF

2020

Nettoerlös aus Lieferungen und Leistungen

%

2019

387’9 1 7

424’845

Aktivierte Eigenleistungen

15’665

15’ 1 1 2

Andere betriebliche Erträge

18’103

2’998

%

Betriebsertrag

421’685

100.0

442’955

100.0

Energieaufwand und Wassereinkauf

–179’8 9 1

42.7

–187’805

42.4

–5’879

1.4

–4’198

0.9

Materialaufwand Personalaufwand

–8 1 ’350

1 9.3

–75’1 8 5

1 7.0

Andere betriebliche Aufwendungen

–50’492

1 2 .0

–42’860

9.7

–317’6 1 2

75.3

–310’048

70.0

Betriebsergebnis vor Abschreibungen, Zinsen und Steuern (EBITDA)

104’073

24.7

132’907

30.0

Abschreibungen und Wertberichtigungen

–62’97 1

14. 9

–64’9 4 1

1 4.7

Betriebsergebnis (EBIT)

41 ’1 02

9.7

67’966

15.3

Finanzergebnis

–14’239

–1 1 ’064

1’651

–768

Betriebsaufwand

Veränderung Spezialfinanzierungen Jahresergebnis vor Steuern

28’5 1 4

Steuern

6.8

972

Jahresergebnis nach Steuern

29’486

4 60

56’134

12.7

295 7.0

56’429

12.7


Bilanz TCHF Umlaufvermögen

31.12.2020

%

31.12.2019

%

209’553

1 1 .4

154’71 8

8.7

Flüssige Mittel und kurzfristig gehaltene Aktiven mit Börsenkurs

33’026

34’998

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

67’723

66’3 41

Übrige kurzfristige Forderungen

74’865

22’093

3’109

3’154

30’830

28’132

Vorräte und nicht fakturierte Dienstleistungen Aktive Rechnungsabgrenzungen

Anlagevermögen

1’621’1 2 3

Sachanlagen

1’290’7 4 1

1’306’769

268’005

272’647

62’377

49’502

Finanzanlagen Immaterielle Anlagen

Total Aktiven

Kurzfristiges Fremdkapital

88.6

1’628’9 1 8

1’830’676

100.0

1’783’636

100.0

129’1 9 1

7.1

105’693

5.9

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

36’099

29’843

Kurzfristige verzinsliche Verbindlichkeiten

15’052

25’044

Übrige kurzfristige Verbindlichkeiten

15’4 9 1

8’98 1

Kurzfristige Rückstellungen

37’593

2 5 ’6 1 3

Passive Rechnungsabgrenzungen

24’956

1 6 ’2 1 2

Langfristiges Fremdkapital

1’098’964

Langfristige verzinsliche Verbindlichkeiten

60.0

875’000

Übrige langfristige Verbindlichkeiten Langfristige Rückstellungen

Total Fremdkapital

Eigenkapital

1’082’336

60.7

890’000

68’766

57’650

155’ 1 9 8

134’686

1’228’155

67.1

1’188’029

66.6

602’5 2 1

32.9

595’607

33.4

Dotationskapital

80’000

80’000

Gewinnreserven

493’035

459’1 7 8

Jahresergebnis

29’486

56’429

Total Passiven

1’830’676

5 61

91.3

100.0

1’783’636

100.0


FINANZBERICHT FINANZBERICHT STAMMHAUS STAMMHAUS ENERGIE WASSER BERN

Geldflussrechnung TCHF Jahresergebnis

2020

2019

29’486

56’429

Veränderung Spezialfinanzierungen

–1’651

768

Abschreibungen Sachanlagen / immaterielle Anlagen

62’806

64’941

2’819

1’543

Wertberichtigungen Finanzanlagen Veränderung von fondsunwirksamen Rückstellungen

34’144

–2’924

Nicht liquiditätswirksamer Erfolg

–6’298

–14’735

Gewinn aus Verkauf von Anlagevermögen Veränderung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen Veränderung der Vorräte und nicht fakturierten Dienstleistungen

–15’973

–130

445

–5’032

45

–1’089

Veränderung der übrigen Forderungen und aktiven Rechnungsabgrenzungen

–3’3 1 9

148

Veränderung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

15’1 8 9

7’577

7’633

–9’986

Geldfluss aus Betriebstätigkeit (operativer Cashflow)

125’326

97’510

Auszahlungen für Investitionen (Kauf) von Sachanlagen

–43’540

–40’087

Eigenleistungen für Investitionen

–15’665

–15’1 1 2

Einzahlungen aus Devestitionen (Verkauf) von Sachanlagen

29’8 3 1

828

Auszahlungen für Investitionen (Kauf) von immateriellen Anlagen

Veränderung der übrigen kurzfristigen Verbindlichkeiten und passiven Rechnungsabgrenzungen

–14’306

–5’627

Einzahlungen aus Devestitionen (Verkauf) von immateriellen Anlagen

–

–1 3

Auszahlungen für Investitionen (Kauf) von Beteiligungen

–

–93

Einzahlungen aus Devestitionen (Verkauf) von Beteiligungen

–

230

–4’360

–2’007

8’707

5’ 7 1 0

–39’333

–56’171

85’993

41’339

–16’200

–16’200

Auszahlungen für Investitionen (Kauf) von Finanzanlagen Einzahlungen aus Devestitionen (Verkauf) von Finanzanlagen Geldfluss aus Investitionstätigkeit

Free Cashflow

Gewinnausschüttung Speisung Fonds für erneuerbare Energien aus Gewinn

–6’372

–1’800

Veränderung Finanzverbindlichkeiten

–25’000

–50’000

Geldfluss aus Finanzierungstätigkeit

–47’572

–68’000

38’421

–26’661

Fonds am Anfang der Periode

41’383

68’044

Fonds am Ende der Periode

79’804

41’383

Flüssige Mittel

33’026

34’998

Kontokorrent Stadt

46’778

6’384

Total Fonds

79’804

41’383

Veränderung des Fonds

Energie Wasser Bern definiert den Fonds wie folgt:

6 62


Veränderung des Eigenkapitals TCHF

Dotationskapital

Gewinnreserven

Total Eigenkapital

80’000

477’1 7 8

557’1 7 8

Jahresergebnis

–

56’429

56’429

Zuweisung

–

–

–

Entnahme

–

–

–

Bestand am 1.1.2019

Verwendung (Ökofonds)

–

–1’800

–1’800

Ausschüttung an Stadt Bern

–

–16’200

–16’200

80’000

515’607

595’607

–

29’486

29’486

Bestand am 31.12.2019 Jahresergebnis Zuweisung

–

–

–

Entnahme

–

-

–

Verwendung (Ökofonds)

–

–6 ’ 372

–6’372

Ausschüttung an Stadt Bern

–

–16’200

–16’200

80’000

522’5 2 1

602’5 2 1

Bestand am 31.12.2020

7 63


DATEN UND FAKTEN

Elektrizität Stromproduktion und -beschaffung

Werkeigene Anlagen Wasserkraftwerk Felsenau

Nettoproduktion (ins Netz eingespeiste Energie)

Installierte Leistung (Beteiligungen: Anteil Energie Wasser Bern)

2020 MWh

2019 MWh

MW

69’671

72’996

11.5

Wasserkraftwerk Engehalde

2’148

1’781

0.5

Wasserkraftwerk Matte

7’414

7’202

1.1

Holzheizkraftwerk

37’789

35’402

in GuD inbegriffen

Kehrichtverwertungsanlage

77’655

75’372

16

Gas-und-Dampf-Kombikraftwerk (GuD)

211’163

186’1 5 1

73

5’865

7’259

3.1 2

Energiezentrale Forsthaus

Blockheizkraftwerke

1’037

1’069

412’742

387’232

368’386

395’096

228

Kraftwerke Maggia AG (Wasserkraft)

75’377

78’851

30

Kraftwerke Blenio AG (Wasserkraft)

47’300

50’372

20

Solarkraftwerke Total Produktion werkeigene Anlagen

Beteiligungen mit Stromlieferung Kraftwerke Oberhasli AG (Wasserkraft)

Kraftwerk Sanetsch AG (Wasserkraft) Kernkraftwerk Gösgen-Däniken AG Solarkraftwerke Total Produktion Beteiligungen mit Stromlieferung

18’727

19’757

9

624’783

586’187

75.8

2’017

1’927

k. A.

1’136’590

1’132’190

Drittbezüge Kleinproduktionsanlage auf Stadtgebiet Kleinwasserkraftwerke Solarkraftwerke Blockheizkraftwerke fossil Handelskäufe und Bilanzausgleich Total Drittbezüge

Total Stromproduktion und -beschaffung

23

179

7’372

5’162

1’585

3’677

375’953

357’996

384’933

367’014

1’934’265

1’886’436

474

427

79’232

81’978

davon naturemade-star-zertifizierter Ökostrom Strom aus Sonnenenergie Strom aus Wasserkraft

Beteiligungen ohne Stromlieferung 1 Schweiz, Produktion erneuerbare Energie

14’680

10’774

Ausland, Produktion erneuerbare Energie

364’332

332’089

Total Produktion in Beteiligungen ohne Stromlieferung

379’012

342’863

1

D ie Werte des aktuellen Berichtsjahrs sind jeweils provisorisch und können erst im Folgejahr definitiv ausgewiesen werden.

64


Energieabsatz

2020

Aufgewendete Pumpenenergie Handelsverkäufe Abgabe erneuerbare Energie an KEV in der Schweiz

2

Netzverluste Energieabgabe an Kunden

2019

MWh

MWh

116’208

114’385

875’430

664’140

0

14’889

25’092

26’013

917’535

1’067’006

1’934’265

1’886’433

2020

2019

Hochspannung 132 kV

91.9

91.9

Mittelspannung 11 kV

6.9

6.9

Niederspannung 400/230 V

4.7

4.9

Total abgegebene Energie 2 Kostendeckende

Einspeisevergütung.

Stromnetze Verteilnetz: Freileitungen (in km)

Verteilnetz: Kabelleitungen (in km) Hochspannung 132 kV

29.3

28.3

Mittelspannung 11 kV

332.5

330.6

Niederspannung 400/230 V

790.0

771.7

Anzahl Unterwerke Anzahl Trafostationen Anzahl Trafos Trafoleistung in MVA Anzahl Netzanschlüsse (Kabel) Anzahl Netzanschlüsse (Freileitung)

8

7

639

637

1’067

1’056

595

582

14’745

14’705

26

29

618.0

613.8

Öffentliche Beleuchtung Kabelleitungen (in km)  Freileitungen (in km) Anzahl Strassenleuchten Energieverbrauch der öffentlichen Beleuchtung (in MWh) 3

1.6

2.9

20’207

20’ 179

5’961

5’937

103’289

104’ 1 1 1

8’ 1 1 8

8’062

Messung und Installationskontrolle Im Verteilnetz installierte Zähler davon Smart Meter Übrige im Netz installierte Apparate Aktive Verrechnungsstromkreise Bearbeitete Installationsanzeigen (Strom) 3 N ur

12’ 9 91

13’362

100’605

102’037

1’800

1’ 851

Stadt Bern.

65


DATEN UND FAKTEN

Wärme Gas

2020

2019

1 ’701 ’947

1’676’962

Gasbezug (in MWh) Gasverbund Mittelland (GVM) ARA Region Bern (Biogas) Total Bezug Biogas-Zertifikate und Abbau Bestände

51’300

56’922

1’753’247

1’733’884

70’200

19’490

Gasabsatz (in MWh) geografisch Stadt Bern (exkl. Energiezentrale Forsthaus)

803’382

810’895

Energiezentrale Forsthaus

509’788

484’200

Direkt belieferte Gemeinden 1

221’600

219’820

Wiederverkäufergemeinden 2

212’100

211’797

1’746’870

1’726’712

121’500

76’4 1 2

36’100

37’200

3’400

3’657

Heizungen und Gewerbe

565’800

555’094

Grosskunden, Blockheizkraftwerke

423’400

438’877

51.0

51.1

Mitteldruckleitungen, 0.1–1 bar

126 .9

127.0

Niederdruckleitungen, 0.022–0.1 bar

169.0

168.8

346.9

346.9

Total davon Biogas

Erdgasabsatz (in MWh) nach Verwendungszweck Treibstoff Haushalt (Kochgas)

Gasleitungsnetz Stadt Bern und Region (in km) Hochdruckleitungen, 1–5 bar

Total

Netzanschlussleitungen (in km) Anzahl Netzanschlüsse 3

127.2

127.3

10’270

10’265

12’530

12’582

8’67 1

8’678

783

782

Messung und Installationskontrolle Im Verteilnetz installierte Gaszähler Übrige im Netz installierte Apparate Durchgeführte Abnahmekontrollen Erdgas (inkl. Druckprüfungen) 1

Bremgarten, Ittigen, Kirchlindach, Köniz, Münchenbuchsee, Ostermundigen, Zollikofen. Moosseedorf, Muri, Urtenen-Schönbühl, Wohlen. Die Zahl umfasst auch alle Nebenanschlüsse.

2  Herzogenbuchsee, 3  Datenbereinigung:

66


Fernwärme Wärmeabsatz gesamt (in MWh) 4

2020

2019

261’ 1 1 9

261’727

252’700

252’400

Produktion aus erneuerbaren Energieträgern und Abwärme (in MWh)

221 ’ 874

221’600

Produktion aus nicht erneuerbaren Energieträgern (in MWh)

30 ’ 826

30’800

10.4

10.9

3 ’ 1 14

3’296

Vorlaufleitungen (in km)

55.3

52.6

Rücklaufleitungen (in km)

55.0

52.3

Anzahl Netzanschlüsse Fernwärme

657

639

Absatz Fernwärme ab Energiezentrale Forsthaus (in MWh)

Netzverluste (in %) Heizgradtage

Fernwärmeleitungsnetz Stadt Bern

4 Inkl.

Wärme Blockheizkraftwerk Viktoria.

67


DATEN UND FAKTEN

Contracting/Wasser Contracting

2020

2019

76

78

101’256

104’996

Nutzenergieabgabe Kälte (in MWh)

19 ’323

20’350

Stromerzeugung (in MWh)

4’606

2’808

2020

2019

13’075

13’597

im Maximum

44

51

im Mittel

36

37

im Minimum

24

25

367.6

368.9

Energieabgabe Anzahl Anlagen Nutzenergieabgabe Wärme (in MWh)

Wasser Wasserverbrauch Stadt Bern in

1’000 m3

Jahresverbrauch Tagesverbrauch

Wasserleitungsnetz Stadt Bern Versorgungsleitungen (in km) Netzanschlussleitungen (in km) Anzahl Netzanschlüsse Anzahl Hydranten Anzahl öffentliche Brunnen

212.4

212.1

14’545

14’542

3’495

3’498

217

217

16’ 176

16’267

294

283

Messung und Installationskontrolle Im Verteilnetz installierte Zähler Durchgeführte Abnahmekontrollen Wasser

68


Kehrichtverwertung/Mobilität/ Telekommunikation Kehrichtverwertung

2020

2019

Abfallentsorgung der Stadt Bern

33’053

34’031

Direktanlieferer Stadt Bern

39’984

34’103

Kehrichtanlieferung (in t)

Partneranlagen

4’ 2 13

3’658

Regionsgemeinden

16’ 1 3 1

15’528

Direktanlieferer Region Total Entgegennahme Sonderabfälle

51’708

49’858

145’089

137’178

2’216

1’636

144’032

138’194

307

821

2020

2019

Kehrichtverwertung (in t) Kehrichtverwertungsanlage (KVA) Bern Externe KVA

Mobilität Erdgas/Biogas als Treibstoff Anzahl belieferte Erdgastankstellen 1

11

11

Erdgasabsatz Tankstellen (in MWh)

21’100

22’100

Biogasabsatz Tankstellen (in MWh)

14’900

15’100

Elektromobilität Anzahl ewb-Ladestationen

32

29

Anzahl Ladepunkte

52

46

136’400

79’000

Abgesetzter Strom an Ladestationen (in kWh) 1

Eigene Tankstellen im Versorgungsgebiet (8 St.) und von Energie Wasser Bern gewartete Tankstellen (3 St.).

Telekommunikation

2020

2019

1’47 1

1’190

85’015

79’154

Glasfasernetz Gesamtlänge Glasfasernetz (in km) 2 Total durch Energie Wasser Bern und Swisscom erschlossene Nutzungseinheiten (FTTH 3) 2 Effektive 3 Fibre

Kabellängen inkl. technischer Reserven. to the Home.

69


DATEN UND FAKTEN

Umwelt und Energie Energie- und Emissionsbilanz lokale Produktion

Einheit

2020

2019

Alle Energiedaten werden als Heizwert (Hu) angegeben

Energiezentrale Forsthaus Input Kehricht

MWh

522’420

502’350

Input Holz

MWh

265’940

253’060

Input Erdgas

MWh

436’400

416’540

Input Wasser (Grundwasser, Netzwasser)

m3

143’078

141’384

Produzierte Wärme

MWh

282’000

283’200

142’500

141’100

326’601

296’704

77’655

75’372

davon aus KVA (CO2-neutral) Produzierter Strom

Kommentar

MWh

davon aus KVA (CO2-neutral)

Für Spitzenlastkessel, Abhitzekessel und Gasturbine

Ins Wärmenetz eingespeist

Ins Stromnetz eingespeist

CO2-Emissionen aus Erdgas

t

88’589

84’558

Gas- und Dampfturbine, Spitzenlastkessel

CO2-Emissionen aus Kehricht

t

83’065

79’874

Kehricht gilt als 50 % erneuerbar und 50 % nicht erneuerbar

CO2-Faktor der produzierten Wärme

kg/MWh

39

42

Berechnung gemäss Ökobilanzdaten im Baubereich, KBOB 2009/1:2016

CO2-Faktor des produzierten Stroms

kg/MWh

317

308

Berechnung gemäss Ökobilanzdaten im Baubereich, KBOB 2009/1:2016

Erneuerbarkeit Wärme

%

88

88

Erneuerbarkeit Strom

%

35

37

29’810

27’722

20.7

20.1

Schlacke aus KVA zur Entsorgung

t

Verhältnis Schlacke zu Kehricht

%

Hydroxidschlamm aus KVA zur Entsorgung

t

713

1’ 1 1 7

NOX-Emissionen

t

140

119

Staubemissionen

t

0.6

0.7

Stand 2020: 76 Contractinganlagen sowie Nahwärmeverbünde Viktoria und Brünnen

Contracting- und Nahwärmeanlagen Gesamter Energieinput

MWh

147’888

124’016

Produzierte Wärme

MWh

128’345

114’322

Produzierte Kälte

MWh

19’323

20’350

Produzierter Strom

MWh

10’471

6’938

Total CO2-Emissionen

t

22’429

18’959

70

Energieträger sind Holz, Gas, Fernwärme, Heizöl und Strom


Energie- und Emissionsbilanz eigener Betrieb

Einheit

2020

2019

Eigene Liegenschaften an den Standorten Monbijou und Holligen 1

Liegenschaften Total Energiebezugsfläche (EBF)

m2

27’967

27’967

Total Wärmebedarf

MWh

1’135.7

1’117.5

Fernwärme

MWh

453.0

348.7

Heizöl

MWh

252.7

210.9

Abwärme und Umweltwärme

MWh

262.5

347.1

Strom für Wärmepumpe

MWh

167.5

210.8

Anteil Erneuerbarkeit der Wärmeversorgung

%

74

78

Spezifischer Wärmebedarf bezogen auf EBF

kWh/m2

44.2

43.1

MWh

1’953

2’003

100

100

Total Strombedarf davon Ökostrom

Kommentar

%

Verbrauch Gerätebenzin

Liter

110

Wasserverbrauch (Trinkwasser ab Netz)

m3

35

3’749

5’065

CO2-Emissionen Liegenschaften (inkl. Geräten)

t

90

80

Hauskehricht

t

50.7

48.7

176

172

Ohne Heizgradtagkorrektur

Betrieb mobiler Kleingeräte

Mobilität Anzahl Fahrzeuge gesamte Flotte davon Personenwagen Anteil Gasfahrzeuge

%

Anteil Elektrofahrzeuge

%

Total gefahrene Strecke aller Fahrzeuge

km

Energieverbrauch Mobilität Biogas

66

67

44

45

11

8

1’706’588

1’479’078

MWh

1’877.5

1’573.6

MWh

686.5

608.1

Diesel

MWh

1’062.9

871.7

Benzin

MWh

121.5

85.6

Strom

MWh

6.6

8.2

CO2-Emissionen Mobilität

t

312.9

252.9

CO2 pro km

g/km

183.4

171.0

1

Mischflotte aus Nutzfahrzeugen und Personenwagen

Mehrfahrten wegen Coronamassnahmen (Arbeitsweg Mitarbeitende mit Betriebsfahrzeugen)

Mischflotte aus Nutzfahrzeugen und Personenwagen

Entspricht dem Geltungsbereich der kantonalen Zielvereinbarung im Rahmen der Umsetzung des Grossverbraucherartikels.

71


DATEN UND FAKTEN

Mitarbeitende Indikatoren sozialverantwortlicher Personalpolitik

Einheit

2020

2019

Vollzeitäquivalente

590

589

Personen

634

628

davon Teilzeitmitarbeitende

Personen

152

146

davon Mitarbeitende mit befristeter Anstellung

Personen

1

4

Personen

61

49

Fluktuationsrate (ohne Pensionierungen)

%

4.8

6.1

Total Fluktuationsrate (inkl. Pensionierungen)

%

8.2

7.7

Geschäftsleitung und höheres Management

Personen

24

25

Anzahl Lernende

Personen

23

20

Personalbestand Anzahl Mitarbeitende Anzahl Mitarbeitende total

Anzahl Neuanstellungen

Personalvielfalt

Frauenanteil mit Managementfunktion

%

15.5

11.9

Frauenanteil insgesamt

%

20.4

19.6

Mitarbeitende unter 30 Jahren

%

9.4

9. 8

Mitarbeitende zwischen 30 und 50 Jahren

%

51.5

50.4

Mitarbeitende über 50 Jahre

%

39.1

39.8

Mio. CHF

73.9

72.6

in Stunden pro Jahr

11.1

14.3

in % der gesamten Personalkosten

1.1

1.0

Total Ausfalltage durch Berufsunfälle

Tage

336

167

Total Ausfalltage durch Nichtberufsunfälle

Tage

828

732

Personalausgaben (Löhne und Sozialleistungen)

Aus- und Weiterbildung Durchschnittliche Weiterbildungszeit pro Mitarbeitende/n Aus- und Weiterbildungsausgaben

Arbeitsschutz

72


73


IMPRESSUM

Impressum Herausgeber Energie Wasser Bern Monbijoustrasse 11 Postfach, 3001 Bern Telefon 031 321 31 11 info@ewb.ch ewb.ch Redaktion Raphaël Wyss, Energie Wasser Bern, Bern Text Kinetics Kommunikation, Zürich Sustainserv GmbH, Zürich/Boston Raphaël Wyss, Energie Wasser Bern, Bern Gestaltung Polyconsult AG, Bern Fotos Alexandra Jäggi, Bern Daniela Kläusler, Interlaken Adrian Moser, Bern Nick Napodano, Bern Lithografie Stämpfli AG, Bern Druck Stämpfli AG, Bern

74


Energie Wasser Bern, Art. Nr. 6861-a, April 2021 Energie Wasser Bern Monbijoustrasse 11 Postfach, 3001 Bern

ewb.ch info@ewb.ch Tel. 031 321 31 11


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