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Geschäfts- und Nachhaltigkeitsbericht 2017

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Geschäfts- und Nachhaltigkeitsbericht 2017


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Rückblick und Ausblick 6

Wichtige Ereignisse 8

Berner Gesamtenergiespezialist 12

Bern versorgt 20

Bern verwertet 26

Bern bewegt 32

Bern digitalisiert 36

Für die Umwelt 42

Für die Bernerinnen und Berner 48

Für die Mitarbeitenden 54

Für Bern 60

Jahresbericht Ökofonds 64

Corporate Governance 78

Finanzbericht Stammhaus 84

Daten und Fakten 92

GRI-Index 94

Impressum

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Franz Stampfli, Verwaltungsratspräsident

Daniel Schafer, CEO


RÜCKBLICK UND AUSBLICK

«Unsere Unternehmens­ kultur hat sich spürbar verändert.» Im Gespräch mit Franz Stampfli, Verwaltungsratspräsident, und Daniel Schafer, CEO

2017 war für die Schweizer Energiebranche ein entscheidendes Jahr; mit der Volksabstimmung über die Energiestrategie 2050 wurden die ersten Weichen für die nächsten Jahrzehnte ge­stellt. Was bedeutet das Ja des Stimmvolks zum neuen Energiegesetz für Energie Wasser Bern? Franz Stampfli (FS): Die Stadtberner Bevölkerung hat die Vorlage mit über 76 Prozent angenommen und damit ein klares Bekenntnis abgegeben: zu mehr erneuerbarer Energie aus der Schweiz, zur Steigerung der Energieeffi­ zienz, zu einem CO2-armen Produktionsportfolio und zum Ausstieg aus der Kernenergie. Die in der nationalen Energiestrategie definierten Ziele entsprechen dem von Energie Wasser Bern bereits vor Jahren eingeschlagenen Weg. Für uns bedeutet dies, unseren Weg konsequent fortzusetzen. Daniel Schafer (DS): Dank dem unmissverständlichen und generationenübergreifenden Votum wissen wir jetzt, wohin die Reise geht. Für unsere Branche, die seit Jahren in einem tief greifenden Umbruch steckt, ist diese Planungs-, Investitions- und Rechtssicherheit überlebens­ wichtig. Durch die Energiestrategie 2050 werden national die notwendigen Rahmenbedingungen geschaffen, damit wir auf regionaler und lokaler Ebene die Ziele des Energie­ richtplans sowie der Energie- und Klimastrategie der Stadt Bern erreichen. Wie packen Sie diese Herausforderungen an? DS: Indem wir als Gesamtenergiespezialist denken und handeln – das heisst, die verschiedenen Netze und

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Produktionsanlagen sowie die Anlagen der Kundinnen und Kunden als grosses Gesamtsystem sehen und dieses laufend optimieren. So erzielen wir Synergien und verbessern die Wirtschaftlichkeit. Vor allem können wir Energielösungen umsetzen, die beim bisherigen Denken der Energiebranche in einzelnen Medien wie Strom, Gas und Fernwärme kaum möglich gewesen wären. FS: Das verbindende Element für solche Lösungen ist die Informations- und Kommunikationstechnologie. Deshalb zeichnet einen erfolgreichen Gesamtenergiespezialisten aus, dass er die Chancen der Digitalisierung bereits heute für sich nutzt. Energie Wasser Bern zählt hier zu den Vorreitern in der Branche. Themen wie Steuerbarkeit, Speicherkapazitäten, flexible Eigenproduktion und smarte Technologien dominieren unsere strategische Ausrichtung schon seit Jahren. Die Basis für den rasant wachsenden Datentransport haben wir mit dem Berner Glasfasernetz gelegt. DS: So überzeugt wir in die digitale Zukunft investieren, so sehr sind wir uns auch bewusst, dass die Digitali­ sierung das bestehende Energiesystem grundlegend verändern wird. Geschäftsmodelle, mit denen wir seit Jahr­zehnten Gewinne erwirtschaften, verlieren an Bedeu­ tung – zum Beispiel, weil Eigenverbrauchsgemeinschaften ihren Strombedarf künftig grösstenteils selbst decken. Die gute Nachricht für uns: Solche dezentralen Systeme sind komplex, erfordern viel Fachwissen und sorgen in den kommenden Jahren für ein riesiges Auftragsvolumen. Als Gesamtenergiespezialist können und wollen wir uns in diesem neuen Markt von Anfang an stark positionieren.


RÜCKBLICK UND AUSBLICK

«Ein erfolg­reicher Ge­samt­ener­gie­­ spezialist nutzt die Chancen der Digitalisierung bereits heute.»

Wo steht Energie Wasser Bern auf dem Weg zum Gesamtenergiespezialisten? FS: Der Fokus auf Gesamtenergielösungen erfordert, alle Aktivitäten firmenweit zu überdenken und wenn nötig neu auszurichten. An diesen Aufgaben haben wir 2017 intensiv gearbeitet. Eine nächste Herausforderung besteht nun darin, das angepasste Produkt- und Dienstleistungs­ angebot mit den im Hintergrund laufenden Pro­zessen zu synchronisieren. Hier liegt das Augenmerk auf der Systemoptimierung, um die bestehende Infrastruktur – besonders auch die IT-Infrastruktur – bestmöglich auf die Kundenbedürfnisse abzustimmen. Ein Vorzeigebeispiel dafür ist das Projekt zum Ausbau des Fernwärme­netzes im Westen von Bern.

Franz Stampfli, Verwaltungsratspräsident

Als Gesamtenergiespezialist muss Energie Wasser Bern die Bedürfnisse der verschiedenen Kundensegmente genau kennen. Wie erfahren Sie, welche Erwartungen die Kundinnen und Kunden an den städtischen Energieversorger haben? DS: Unsere Mitarbeitenden sind täglich mit vielen Kun­ dinnen und Kunden im Kontakt. So erhalten sie ein detailliertes Bild von ihren Erwartungen an unser Unter­ nehmen. Zusätzlich erheben wir regelmässig quantitative Daten. Im Mai 2017 hat ein Marktforschungsinstitut in unserem Auftrag bei Privat- und Geschäftskunden eine Zufriedenheitsumfrage durchgeführt. Gemäss den Resul­ taten legen Privatkunden neben einem guten PreisLeistungs-Verhältnis besonderen Wert auf verständliche Ab­rechnungen sowie das kundenfreundliche Bearbeiten von Reklamationen. Geschäftskunden erwarten von uns zusätzlich zu konkurrenzfähigen Preisen auch Kulanz und eine flexible Angebotsstruktur. Beide Kundensegmente erhalten im Grossen und Ganzen das, was sie sich erhoffen. Denn die generelle Zufriedenheit erreicht sowohl bei Privat- als auch bei Geschäftskunden einen Wert von 8.2 auf einer Zehnerskala und fällt somit sehr erfreulich aus. Die Umfrage hat uns aber auch Handlungsbedarf aufge­ zeigt; etwa bei der Innovationsfähigkeit.

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«Geschäftsmodelle, mit denen wir seit Jahrzehnten Gewinne erwirtschaften, verlieren an Bedeutung.» Daniel Schafer, CEO

Innovation beginnt in den Köpfen der Mitar­ beitenden. Wie schaffen Sie eine solche Inno­ vationskultur? DS: Seit dem Start unserer Initiative «Fit für morgen. Schritt für Schritt.» vor drei Jahren hat sich die Kultur bei Energie Wasser Bern spürbar verändert. Unsere Mitarbei­ tenden sind beweglicher geworden, begegnen dem Wan­ del im Unternehmen konstruktiver. Sie suchen vermehrt bereichsübergreifend die besten Lösungen. Nach diesem intensiven «Fitnesstraining» war die Reorganisation im vergangenen Jahr wie ein erster Wettkampf. Die «Mann­ schaft» von Energie Wasser Bern musste sich all den Unsicherheiten stellen, die sich bei veränderter Aufstel­ lung und neuen Aufgabengebieten zwangsläufig erge­ ben. Das Ziel der Reorganisation war, kundenorientierter und flexibler zu werden, kürzere Entscheidungswege zu schaffen. Ich bin stolz darauf, dass uns das gelungen ist und sich die intensivere Zusammenarbeit schon nach wenigen Monaten gut eingespielt hat. FS: Eine Innovationskultur erfordert auch, dass die Führungskräfte die Strategie des Unternehmens mit­ entwickeln und vor allem mittragen. Darum hat Energie Wasser Bern die bisherigen drei Kaderstufen aufgelöst und stattdessen zwei Teams von Führungskräften ge­ bildet: Das Strategieteam unterstützt Verwaltungsrat und Geschäftsleitung bei der Strategieentwicklung, das Umsetzungsteam meldet allfälligen Anpassungsbedarf, der sich aus der praktischen Umsetzung ergibt.

DS: Apropos Anpassungen: Um noch schneller auf die Veränderungen am Markt zu reagieren, müssen wir unsere Agilität weiter steigern. Dafür steht unser Team­ gedanke «Zäme bewege». Ich bin überzeugt, dass er der Schlüssel zu unserem künftigen Erfolg ist. «Zäme bewege» heisst, Probleme dort zu lösen, wo sie anfallen, vorhandenes Wissen noch besser zu verknüpfen, auf Ideen mit einem «Ja, und …» statt einem «Ja, aber …» zu reagieren. Nach aussen signalisieren wir diese neue Dynamik mit dem verjüngten Corporate Design – zu erkennen etwa an unseren umbeschrifteten Fahrzeugen auf den Berner Strassen. Der von unserem Logo über­ nommene, orange Charmebogen schafft den Bezug zum Leitgedanken «Zäme bewege». Was wollen Sie 2018 bewegen? Welche Ziele hat sich Energie Wasser Bern gesetzt? DS: Wir wollen den Wandel zum Spezialisten für Ge­samt­­ lösungen rund um Energie vorwärtstreiben, gemäss dem Motto «Zäme bewege» eine Kultur des Miteinanders verankern und dadurch Innovationskraft und Anpassungs­ fähigkeit weiter erhöhen. Ein weiteres Hauptziel lautet, Digitalisierung und Automatisierung in möglichst viele Prozesse einzubauen. Nicht zuletzt streben wir eine höhere Wertschöpfung an. Denn die Ziele der nationalen, regionalen und lokalen Energiepolitik erreichen wir nur mit der richtigen Balance zwischen Wirtschaftlichkeit und Ökologie.

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WICHTIGE EREIGNISSE

Das Jahr 2017 im Überblick Wegweisendes «Ja» Mit 76 Prozent Ja-Stimmen gibt die Stadt­ berner Bevölkerung ein klares Bekenntnis zur Energiestrategie 2050 ab.

Kluge Eigenverbrauchslösung Energie Wasser Bern lanciert das ewb.SELBSTVERSORGERHAUS für mehr Autonomie bei der Stromversorgung.

2017 Januar

März

Mai

Februar

Schnelles Wohnzimmer Im neuen Showroom von Energie Wasser Bern können Kundinnen und Kunden gemütlich ewb.INTERNET testen.

April

Juni

Synthetisches Erdgas Energie Wasser Bern beteiligt sich am Bau des ersten in­ dustriellen Hybridkraftwerks der Schweiz zur Produktion von synthetischem Methangas.

Verjüngungskur Das Flusskraftwerk Felsenau wird generalüberholt und während den Instandhaltungs­ arbeiten stillgelegt.

Strom wird billiger Energie Wasser Bern senkt die Stromtarife um durchschnittlich 5.3 Prozent.

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«Güsche Date» Mit einer Dating-App vernetzt Energie Wasser Bern Singles am Gurtenfestival.

Kalte Küche Der Brand in einer Trafostation verursacht mittags im Mattenhof­ quartier einen Stromausfall.

Ausgezeichnetes Vorbild Energie Wasser Bern wird nach der internationalen Norm ISO 50001 für sein Energiemanagementsystem zertifiziert.

Juli

September

November

August

Bitte umsteigen Zusammen mit BLS eröffnet Energie Wasser Bern eine Ladestation mit Carsharingangebot am Bahnhof Spiez.

Oktober

2018 Dezember

Innovative Kehrichtverwertung Die AVAG AG und Energie Wasser Bern gründen gemeinsam die InnoWaste AG.

Hell erleuchtet Das Berner Münster erstrahlt wieder dank neuer Beleuchtung mit 90 Prozent tieferem Stromverbrauch.

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BERNER GESAMTENERGIESPEZIALIST

Der Wandel in vollem Gange Die Energiebranche befindet sich in einem tief greifenden Wandel. Um den damit verbundenen Herausforderungen zu begegnen, müssen Energieversorger ihre Geschäftsmodelle überdenken und sich neu erfinden. Energie Wasser Bern positioniert sich als Gesamtenergiespezialist. Weltweit ist die Energiebranche im Umbruch. Dabei wirken gleich mehrere Megatrends zusammen: Mit dem rasch fortschreitenden Klimawandel und der Vorgabe des Pariser Klimaabkommens, dass die Erderwärmung möglichst nicht über 1.5 bis 2 Grad Celsius hinausgehen darf, steht die grosse Heraus­ forderung der «Dekarbonisierung» des Energiesys­ tems im Raum, also das Ende des Zeitalters fossiler Brennstoffe. Die Katastrophe in Fukushima hat – zumindest in Mitteleuropa – praktisch zeitgleich den Ausstieg aus der Kernenergie forciert. Durch die geopolitischen Abhängigkeiten gibt es zudem starke Schwankungen bei den Erdöl- und Erdgaspreisen, was die langfristige Planbarkeit erschwert. Die erneuerbaren Energien tragen einerseits zur Lösung von Klima- und Umweltproblemen bei, sie führen andererseits aber auch zu neuen Heraus­ forderungen: Sinkende Strompreise als Folge von Subventionierung bringen viele klassische Energie­ versorger in Bedrängnis. Gleichzeitig muss die stark schwankende und wenig planbare Stromproduktion aus Sonnen- und Windenergie in das bestehende Energiesystem eingebettet werden. Ausserdem müs­ sen Energieproduktion und -nachfrage aufgrund der zunehmenden Dezentralisierung und der steigen­ den Anzahl sogenannter Prosumenten, die gleich­ zeitig Produzenten und Konsumenten sind, neu aus­ balanciert werden. Hinzu kommt, dass ursprünglich getrennte Energiesektoren wie Strom, Wärme und

Mobilität zunehmend miteinander vernetzt werden. Dabei wird die Gestaltung der Systeme nach dem Prinzip der Ressourceneffizienz und innerhalb ge­ schlossener Kreisläufe immer wichtiger. Schliesslich rücken individuelle Kundenbedürfnisse ins Zentrum. Immer mehr sind moderne, massge­ schneiderte und flexibel abrufbare Dienstleistungen gefragt. Die Nutzung von Angeboten für mehr Lebensqualität beim Wohnen, Arbeiten und in der Mobilität ist für viele Menschen heute wichtiger ­ als der Besitz. Neue Technologien und die weitrei­ chende Digitalisierung ermöglichen dabei völlig neue Lösungen. Deshalb entstehen derzeit viele neue Ge­schäftsmodelle im Energiebereich, die um die Aufmerksamkeit der Kundinnen und Kunden buhlen. Kurzum: Die Transformation der Energiebranche ist in vollem Gange. Im Sinne einer nachhaltigen Ausrichtung muss Energie Wasser Bern sein Geschäftsmodell an das veränderte Umfeld anpassen. Das Unternehmen positioniert sich neu als Gesamtenergiespezialist und damit als Wegbereiter der Energiewende, wie sie in der Energiestrategie 2050 des Bundes verankert ist. Auch der Energierichtplan sowie die daraus abge­ leitete Energie- und Klimastrategie der Stadt Bern berücksichtigen bereits wesentliche Elemente der «neuen Energiewelt».

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Vom klassischen Energieversorger ...

Primärenergie

Abschied vom Versorgermodell

Produktion

Handel

Verteilung

Vertrieb

Endenergie für Kunden

Bis vor zirka zehn Jahren war das Geschäftsmodell von Energie Wasser Bern als klassi­ schem Energieversorger quasi gesetzt: Entsprechend dem Leistungsauftrag der Stadt Bern lag der Fokus grösstenteils auf der sicheren, bezahlbaren und effizienten Lieferung von Energie an die Kundinnen und Kunden. Die Aufgabe des Unternehmens bestand einerseits darin, Primärenergie zu beschaffen – sei es durch eigene Produktion, Beteiligungen oder Energiehandel. Andererseits standen die effiziente Verteilung der Energie über die Versorgungsnetze und der möglichst reibungslose Vertrieb an die Kundinnen und Kunden im Vordergrund. Die Energie floss nur in einer Richtung; von den grossen Produktionsanlagen über internationale und nationale Transportnetze in die Städte und Gemeinden und von dort über die lokalen Verteilnetze zu den einzelnen Verbrauchern. Dadurch war die Rolle von Energie Wasser Bern in der Wertschöpfungskette klar defi­ niert und wichtige Schnittstellen zu Partnern wie Energielieferanten waren etabliert. Der Umsatz hing direkt von der abgesetzten Menge Energie und deren Preis ab. Im Betrieb konnte das Unternehmen auf spezialisierte Mitarbeitende mit langjähriger Erfahrung und eingehender Kenntnis der Produktionsanlagen und Verteilnetze zählen. Dem zunehmend zentralen Klima- und Umweltschutz wurde durch Massnahmen zur Erhöhung der Energieeffizienz und einen wachsenden Anteil erneuerbarer Energie Rechnung getragen. Doch bereits im letzten Jahrzehnt kamen die Vorboten eines weitreichenden, weltweiten Umbruchs in der Energiebranche. Davon war und ist auch Energie Wasser Bern stark betroffen: Während das Unternehmen seine Rolle als klassischer Energieversorger weiterhin erfüllt und die damit verbundenen Leistungen weiterhin erbringt, wird sein Geschäftsmodell derzeit umfassend umgebaut, moder­ nisiert und erweitert.

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... zum Gesamtenergiespezialisten

Engagement an 365 Tagen mal 24 Stunden im Jahr für modernes Leben und Arbeiten rund um Bern

Energie

Aufbau und Betrieb vernetzter Energielösungen und Opti­ mierung Gesamtsystem

Telekommuni­ kation

Gebäudetechnik Intelligente Energiedienstleis­ tungen für Kundenbedürfnisse mit passender Technologie

Gesamtlösung für Kunden Wasserversorgung

Mobilität Kehrichtverwertung

Umsetzung Projekte für Kundinnen und Kunden

Die Zukunft als Gesamtenergie­ spezialist

Energie Wasser Bern arbeitet auf eine Positionierung als Gesamtenergiespezialist hin und betreibt eine «Drehscheibe» mit Gesamtlösungen rund um Energie. Im Zentrum stehen die Kundinnen und Kunden – ob Grosskunden, KMU oder private Haushalte – mit ihren spezifischen Bedürfnissen rund um modernes Leben und Arbeiten. Ihnen bietet das Unternehmen umfassendes Know-how zum Aufbau und Betrieb vernetzter Systeme rund um Strom, Wärme, Gebäudetechnik, Mobilität, Telekommunikation, Wasserversorgung und Kehrichtverwertung an. Daraus werden massgeschneiderte und intelligente Lösungs­ pakete für die Kundinnen und Kunden entwickelt. Dies bedingt zahlreiche Änderungen im Geschäftsmodell von Energie Wasser Bern: Die Basis des finanziellen Ertrags wird verbreitert. Neben dem Energieverkauf rückt der Ertrag aus Projekten auf Dienstleistungsbasis in den Vordergrund. Dies wird nur möglich, wenn betriebsintern Planer, Projektmanager und Spezialisten bereichs- und medienüber­ greifend die jeweils besten Lösungen für die Kundinnen und Kunden konzipieren – ob individuell oder im Verbund. Zudem ist Energie Wasser Bern auf kompetente Geschäfts­ partner in neuen Geschäfts- und Technologiefeldern angewiesen und muss daher Teil eines Innovationsnetzwerkes sein. Umweltschutz wird nicht mehr eindimensional durch die Steigerung der Energieeffizienz umgesetzt, sondern wird von Anfang an als Teil des Systems geplant und realisiert, mit dem Ziel eines zunehmend CO2-neutralen Betriebs. Im Vordergrund steht immer die Erhöhung des Kundennutzens bei gleichzeitiger Opti­ mierung des gesamten Energiesystems. Indem Energie Wasser Bern die verschiedenen Netze und Produktionsanlagen in medienübergreifenden Gesamtlösungen verbindet, wird auch das Gesamtsystem laufend optimiert. Hierzu nutzt das Unternehmen auch die Möglichkeiten der fortschreitenden Digitalisierung wie Steuerbarkeit, Speicher­ kapazitäten, flexible Eigenproduktion und smarte Technologien.

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Vom klassischen Energieversorger zum Gesamtenergiespezialisten FRÜHER

HEUTE Seiten*

Finanzen

Ertrag durch Energieverkauf

Ertrag durch Energieverkauf, Bau und Betrieb von Infrastruktur und Projekte auf Dienstleistungsbasis

12, 14, 18, 28, 31, 36, 41, 42, 78

Know-how

Umfassendes Wissen über Anlagen und Netze, hohes Prozessverständnis, Verrech­ nungskompetenz

Umfassendes Wissen zum Aufbau und Betrieb vernetzter Systeme, breite Technologie­ kompetenz, Kundenmanage­ ment

14, 19, 20, 23, 32, 34, 36, 39, 50

Mitarbeitende

Mitarbeitende mit Kenntnissen und Erfahrungen zu spezi­ fisch-technischen Aspekten und mit Fokus auf Effizienz

Vernetzte und bereichsüber­ greifende Zusammenarbeit von Planern und Projekt­ managern mit Fachexperten und Spezialisten

42, 46, 48–51, 54

Kunden und Partner

Etablierte Positionierung und Partnerschaften in der Wert­ schöpfungskette, Bewirtschaf­ tung Grosskunden

Partnerschaften im Innova­ tionsnetzwerk, Beziehungs­ management mit allen Kundinnen und Kunden

15, 24, 25, 29, 30, 31, 38, 42–44

Infrastruktur

Produktions- und Verteil­ infra­struktur, Werterhalt durch qualitätsmaximierte Instand­ haltung, Versorgungssicherheit

Kostenoptimierter Betrieb zent­ raler Infrastruktur, professionelle Bewirtschaftung Anlagen und Netze Dritter, Versorgungssicher­ heit, Optimierung Gesamtsystem

12, 16, 20, 32, 34, 40, 54–57

Umwelt

Umweltschutz dank Steige­ rung der Energieeffizienz und dem Ausbau erneuerbarer Energien

Erneuerbare Energien, Umweltschutz durch inte­ grierte sowie effiziente und CO2-neutrale Systeme

12, 14, 16, 23, 26, 36–45, 61–63

* Die

angegebenen Seitenzahlen verweisen beispielhaft auf entsprechende Beiträge in diesem Geschäfts- und Nachhaltigkeitsbericht.

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BERN VERSORGT

Mehr Fernwärme für Bern Die Stadt Bern hat sich ein ehrgeiziges Ziel gesetzt: Bis 2035 soll ihre Wärmeversorgung zu 70 Prozent auf erneuerbaren Energien basieren. Fernwärme spielt eine wichtige Rolle bei der Umsetzung dieser Vorgabe. Deshalb will Energie Wasser Bern ihre Produktion in den kommenden Jahren schrittweise erhöhen. Für die Kundinnen und Kunden ist der Anschluss ans Berner Fernwärmenetz ein Sorglospaket: Sie ge­niessen einen hohen Komfort und brauchen sich nicht um eine eigene Heizung zu kümmern. Fern­ wärme von Energie Wasser Bern macht aber auch aus Sicht der Umwelt Sinn. Weil sie durchschnittlich aus rund 80 Prozent erneuerbaren Energieträgern entsteht, fällt der CO2-Ausstoss sehr gering aus. Zur guten Ökobilanz tragen auch die kurzen Transportwege in unterirdischen Leitungen bei. Aus diesen Gründen legt der städtische Energierichtplan 2035 einen Schwerpunkt auf die Fernwärme­ versorgung in Bern. Sie soll wesentlich dazu beitragen, dass der Anteil der erneuerbaren Energien im Wärmebereich von heute 10 Prozent auf 70 Prozent im Jahr 2035 steigt. Die Vorgabe steht im Einklang mit der Energiestrategie 2050 des Bundes.

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Energiezentrale Forsthaus Forsthaus

Bümpliz Nord

Länggasse

Muesmatt

Altenberg

Stadtbach

Bethlehem

Westside

Lorraine

Länggasse-Felsenau

Stöckacker

Holligen Monbijou Mattenhof-Weissenbühl

Sandrain

Weissenstein

Bümpliz

Bümpliz Süd

Niederwangen

Ausbau des Fernwärmenetzes

Energiezentrale Forsthaus

Ab 2018 werden weitere Stadteile im Westen von Bern mit Fernwärme aus der Energiezentrale Forsthaus erschlossen.

Fernwärmeleitung nach Westen Heute beziehen rund 500 Firmen, öffentliche Institutionen und Haushalte in der Stadt Bern Fernwärme zum Heizen und fürs Warmwasser – einzelne Unternehmen auch als Prozesswärme oder zur Erzeugung von Kälte. Um diese Zahl deutlich zu erhöhen, setzt Energie Wasser Bern auf zwei Stossrichtungen: Einerseits soll das bestehende Fernwärmenetz durch zusätzliche Kunden verdichtet werden. Andererseits sind für weitere Quartiere in der Stadt Fernwärmenetze geplant, wie die Richtplankarte 2035 zeigt. Denn die Energiezentrale Forsthaus verfügt über genügend Kapazität, um noch mehr Fernwärme zu produzieren. Weil für Energie Wasser Bern neben der Ökologie genauso die Wirtschaftlichkeit zählt, wird das Fernwärmenetz gemäss der Nachfrage in den einzelnen Stadtteilen aus­ gebaut. Den Anfang machen Quartiere im Westen Berns wie Stöckacker, Bümpliz und Bethlehem. Diese Gebiete eignen sich bestens für eine Fernwärmeversorgung. Viele Gebäude sind an Nahwärmeverbünde angeschlossen, deren Heizzentralen demnächst ohnehin das technische Lebensende erreichen und daher saniert oder abgelöst werden müssen. Die Nahwärmeverbünde im Westen der Stadt lassen sich mit kleinen Dörfern vergleichen, die Energie Wasser Bern durch das Fernwärmenetz nun mit­

bestehendes Fernwärmenetz in Planung

einander verbindet und über eine neue Leitung – eine Art Fernwärme-Autobahn – mit Wärme aus der Energie­ zentrale Forsthaus versorgt.

Ausbau in Etappen Im Jahr 2018 beginnen die Bauarbeiten für die Fernwärme­ leitung ab der Energiezentrale Forsthaus nach Westen. 2020 sollen erste angeschlossene Gebäude Fernwärme beziehen. Für die Zeit danach plant Energie Wasser Bern in Etappen, welche weiteren Gebiete hinzukommen. Das Ziel lautet, mittelfristig möglichst viele Häuser im Westen der Stadt mit Fernwärme zu beliefern – erstens, um die Vorga­ be des Energierichtplans 2035 zu erreichen, und zweitens, weil ein dichtes Netz für eine hohe Wirtschaftlichkeit sorgt. Das Kundeninteresse an Fernwärme ist in Bern gross, denn die Heizkosten lassen sich gut planen und sind vergleichs­ weise tief. Zudem fallen bei einem sogenannten Mittel­ temperaturnetz, wie es im Westen von Bern entsteht, die Investitionen für den Hausanschluss gering aus. Und nicht zuletzt zählt Fernwärme zu den zukunftssicheren Heiz­ lösungen. Selbst wenn der Kanton Bern seine Vorgaben an die Heizsysteme künftig weiter verschärft; Fernwärme erfüllt sie. ewb.ch/fernwaerme

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BERN VERSORGT

20%

45%

Erdgas

Klimaschonende Energie

Kehricht

Die Fernwärme aus der Energiezentrale Forsthaus schont das Klima. Denn die beiden Energiequellen Kehricht und Holz gelten als CO2-neutral. Nur rund ein Fünftel der gesamten Fernwärme wird aus Erd­gas und somit aus nicht erneuerbarer Energie gewonnen. Seit 2017 können die Bernerinnen und Berner an­ stelle des Standardprodukts ewb.NATUR.Fernwärme aber auch das 100 Prozent CO2-neutrale Produkt ewb.ÖKO.Fernwärme bestellen. Diese Fern­wärme entsteht ausschliesslich aus Kehricht und Holz.

Brennstoffmix der Berner Fernwärme

35% Holz

INNOVATION

Kluge Lösung für Selbstversorger Immer häufiger werden Kundinnen und Kunden mit eigener Fotovoltaikanlage zu Selbstversorgern. Sie produzieren einen möglichst grossen Teil ihres benö­tig­ ten Stroms selbst und beziehen nur den Rest aus dem Stromnetz. Je höher der Eigenverbrauch ausfällt, desto wirtschaftlicher funktioniert also die Solarstromanlage. Mit dem ewb.SELBSTVERSORGERHAUS unterstützt Energie Wasser Bern Kundinnen und Kunden dabei, ihren Eigenverbrauch zu optimieren. Das im Berichtsjahr lancierte Angebot eignet sich gleichermassen für Einfamilienhäuser und für Eigen­ verbrauchsgemeinschaften in Mehrfamilienhäusern. Es umfasst die Planung, die Realisierung und den Be­ trieb einer massgeschneiderten Fotovoltaikanlage. Für einen besonders hohen Eigenverbrauch besteht die Möglichkeit, zusätzlich einen leistungsstarken Batterie­

speicher einzubauen und beispielsweise den Betrieb des Boilers oder der Wärmepumpe auf die Stromproduktion abzustimmen. Auf Wunsch steuert Energie Wasser Bern alle Komponen­ ten des intelligenten Energiesystems und berücksichtigt Parameter wie den individuellen Strombedarf, den Lade­ stand des Batteriespeichers und sogar die lokalen Wetter­­­­­ prognosen. Bei der Pilotanlage im Berner Altenberg­ quartier ist es so gelungen, den Eigenverbrauch durch interne Speicherung und intelligente Steuerung auf bis zu 70 Prozent zu erhöhen. Ein weiteres Plus des Ange­ bots: Für alle Arbeiten von der Planung bis zur Wartung der fertigen Anlage haben die Auftraggeber nur einen einzigen Ansprechpartner. ewb.ch/selbstversorgerhaus

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Bei welchen Liegenschaften setzt Immobilien Stadt Bern auf Fernwärme? Fernwärme kommt vor allem in Bürogebäuden, aber auch in vielen Kulturgebäuden wie Theatern sowie bei Eis- und Wasseranlagen zum Einsatz. Bei einer Heizungssanie­ rung lautet unsere Regel: Wenn der Anschluss ans Fern­ wärmenetz möglich ist, hat er oberste Priorität. Schliess­ lich ist der Energierichtplan für uns behördenverbindlich und definiert die Fernwärmegebiete. Selbstverständlich prüfen wir immer die Kombination mit weiteren erneuer­ baren Energien, etwa mit Sonnenkollektoren.

«Wir wollen den Anteil Fernwärme systematisch steigern.» Drei Fragen an Kristina Bussmann, Bereichsleiterin Portfoliomanagement von Immobilien Stadt Bern*

Welchen Stellenwert hat Fernwärme als Energie­ träger für Immobilien Stadt Bern? Kristina Bussmann: Einen hohen Stellenwert. Rund ein Viertel des Endenergieverbrauchs unserer Liegen­ schaften entfällt auf Fernwärme. Diesen Anteil wollen wir systematisch steigern. Weil beispielsweise die Fernwärme der Energiezentrale Forsthaus gemäss ökologischer Be­­ urteilung als gleichwertig zu erneuerbarer Energie gilt, hilft sie uns, die Ziele des städtischen Energierichtplans zu erreichen.

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Bei der Wahl des Heizsystems spielt die Wirt­ schaftlichkeit eine wichtige Rolle. Wie schneidet Fernwärme diesbezüglich ab? Fernwärme ist nicht nur ökologisch, sondern auch wirt­ schaftlich interessant. Die im Vergleich mit anderen Techno­ logien höheren Anfangsinvestitionen werden durch die deutlich tieferen Betriebs- und Wartungskosten mehr als kompensiert. Zudem sind die Fernwärmepreise vergleichs­ weise stabil und lassen sich gut budgetieren. Weil Fern­ wärme viele Vorteile bietet, planen wir auch bei unseren anstehenden Sanierungsprojekten im Westen von Bern – es handelt sich vor allem um Schulhäuser – den Anschluss an die neue Fernwärmeversorgung. Wir zählen darauf, dass Energie Wasser Bern das Fernwärmenetz dort ter­ mingerecht umsetzt. * Immobilien Stadt Bern ist die Fachinstanz für Immobilienfragen in der Stadt Bern und bewirtschaftet die städtischen Liegenschaften.


BERN VERSORGT

Kraftwerk Felsenau rundum überholt Seit 1909 liefert das Flusskraftwerk Felsenau zuverlässig Strom. Im Berichtsjahr hat es Energie Wasser Bern für eine Verjüngungskur trockengelegt. Im Laufe der sechsmonati­ gen Sanierungsarbeiten wurden die massiven mechanischen Komponenten der Rohr­tur­ bine wie das 3.8 Meter hohe und 20 Tonnen schwere Laufrad, der Leitapparat oder die Turbinenwelle ausgebaut und mit dem Lastenkran ans Tageslicht gehievt. Per Spezial­ transport wurden die Teile ins Herstellerwerk nach Kriens befördert, dort generalrevidiert und anschliessend zurück nach Bern gebracht. Weil das Kraftwerk während der Sanierung stillstand, führte die Aare entlang der Restwasserstrecke mehr Wasser als üblich. Nach Abschluss der umfassenden Instandhaltungsarbeiten überprüften und optimierten die Fachleute von Energie Wasser Bern sämtliche Funktionen und nahmen die Anlage schrittweise wieder in Betrieb. Seit August 2017 liefert das Kraftwerk wieder mit voller Leistung naturemade-star-zertifizierten Ökostrom für 15’500 Berner Haushalte.

Neue Beteiligungen Durch die Beteiligung an weiteren Wasser- und Solarkraftwerken im In- und Ausland ist der Anteil der erneuerbaren Energien im Produktions­portfolio von Energie Wasser Bern auch 2017 gestiegen. Die aventron AG setzte ihren Akquisitionskurs im Berichtsjahr fort und übernahm fünf Kleinwasserkraftwerke in Norwegen mit einer Jahres­ produktion von 60.7 Gigawattstunden Strom sowie zehn Fotovoltaik­ anlagen in Italien mit einer Jahresproduktion von rund 17.2 Gigawatt­ stunden Solarenergie. Hierzulande erwarb die Beteiligungsgesellschaft zusammen mit UBS Clean Energy Infrastructure Switzerland und Swiss Solar City die aktuell grösste Fotovoltaikanlage der Schweiz: Das Kraftwerk am Neuenburgersee hat eine Fläche von 49’000 m2 oder umgerechnet die Grösse von sieben Fussballfeldern und produziert jährlich rund 8 Gigawattstunden Solarstrom. Damit umfasst das Kraft­ werkportfolio von aventron insgesamt 386 Megawatt. Energie Wasser Bern ist mit 15.1 Prozent der Aktien an der Gesellschaft beteiligt. Ebenfalls in der Schweiz realisierte die Solarkraftwerke Bigla AG im Verlauf des Jahres vier Fotovoltaikanlagen im Eigenverbrauchsmodell. Die Anlagen produzieren zusammen 550 Kilowattstunden Solarstrom pro Jahr und gingen Ende 2017 in Betrieb. Energie Wasser Bern hält einen Anteil von 51 Prozent am Joint Venture mit der Bigla Manage­ ment AG. ewb.ch/anlagen aventron.com

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BERN VERSORGT

Weiterhin sinkende Strompreise Obwohl der Netzzuschlag des Bundes zur Förderung der Stromproduktion aus erneuerbaren Energieträgern erhöht wurde, bezahlen die Stadtbernerinnen und Stadtberner 2018 durchschnittlich ein Prozent weniger für ihren Strom als im Vor­ jahr. Energie Wasser Bern konnte die Nutzungskosten für das eigene Verteilnetz weiter senken. Gleichzeitig reduzierte die nationale Netzgesellschaft Swiss­grid die Tarife für die Systemdienstleistungen und für die Nutzung des nationalen Übertragungsnetzes. Aufgrund der insgesamt tieferen Produktionskosten der eigenen Anlagen fielen zudem auch die Energiepreise von Energie Wasser Bern. strompreis.elcom.admin.ch

Die vier Komponenten des Stromtarifs Netznutzungstarif

Tarif

–0.41 Rp./kWh

(Preis für Stromtransport vom Kraftwerk ins Haus)

Systemdienstleistungen (SDL)

0.32 Rp./kWh

–0.08 Rp./kWh

Energiepreis

Tarif

–0.48 Rp./kWh

(Preis für gelieferte elektrische Energie)

Abgaben an das Gemeinwesen

1.40–2.65 Rp./kWh

Bundesabgaben

2.30 Rp./kWh

+/–0.00 Rp./kWh

+0.80 Rp./kWh

Erneuerbares Gas aus erneuerbarem Strom Energie Wasser Bern beteiligt sich am ersten industriellen Hybridkraftwerk der Schweiz, das erneuerbares Gas produziert. Es entsteht bei der Abwasserreinigungsanlage (ARA) von Limeco im zürcherischen Dietikon. Das Hybridkraftwerk wird Strom aus der be­ nachbarten Kehrichtverwertungsanlage nutzen, um das Klärgas der ARA im sogenannten Power-to-Gas-Verfahren vollständig in Methangas umzuwandeln. 15’000 Megawatt­ stunden dieses erneuerbaren Gases sollen pro Jahr ins bestehende Gasnetz strömen, was dem durchschnittlichen Gasverbrauch von etwa 600 Einfamilienhäusern entspricht. Wenn die Aufsichtsgremien von Limeco grünes Licht geben, beginnen die Bauarbeiten an der Power-to-Gas-Anlage bereits 2018. Energie Wasser Bern gehört wie Limeco zur Stadtwerkeallianz Swisspower. Daher liegt es nahe, dass sich das Unternehmen zusammen mit weiteren Swisspower-Stadtwerken an dem für die Energiewende wegweisenden Projekt beteiligt.

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Einwandfreies Berner Wasser Im Sommer 2017 berichteten verschiedene Medien über Pestizidrückstände im Schweizer Trink­ wasser. Auslöser war ein Bericht der Nationalen Grundwasserbeobachtung NAQUA, der Pesti­ zidrückstände an jeder fünften Grundwassermessstelle vermeldet hatte. Diese Aussagen verun­ sicherten auch viele Bernerinnen und Berner. Energie Wasser Bern und der Wasserverbund Region Bern (WVRB) erhielten eine ungewöhnlich hohe Zahl von Anfragen rund um die Trink­ wasserqualität. In einer gemeinsamen Medienmitteilung gaben sie deshalb Entwarnung: Eine Gefährdung durch Pestizide im Raum Bern konnte ausgeschlossen werden, weil der WVRB frühzeitig Massnahmen zum Schutz des Trinkwassers ergriffen hatte. So legte er in den letzten Jahren verschiedene Quellen und Fassungen still, die über ungenügend grosse Schutzzonen verfügten oder anderen Gefährdungen ausgesetzt waren. Im Einzugsgebiet der verbleibenden Fassungen Aeschau, Kiesen und Belpau wurde die landwirtschaftliche Nutzung zugleich stark eingeschränkt oder ganz verboten. Damit war und ist die ausgezeichnete Qualität des Berner Trinkwassers zu jeder Zeit sichergestellt. wvrb.ch

Pumpen im Überfluss Seit jeher werden die meisten Reservoire der Schweizer Wasserversorger in der Nacht gefüllt. Denn bis anhin war der dafür benötigte Strom dann am günstigsten. Der Wasserverbund Region Bern und Energie Wasser Bern gehen nun neue Wege: Mit der Unterstützung des Energieversorgers stimmt der WVRB den Pumpbetrieb auf die jeweilige Nachfrage nach Strom ab. Das heisst, die Pumpwerke Schönau und Belp gehen automatisch dann in Betrieb, wenn Strom im Überfluss vorhanden und der Preis dafür tief ist. Besteht umgekehrt eine hohe Energienachfrage, stehen die Pumpen still. Dank dieser intelligenten Bewirtschaftung optimiert der Wasserverbund seine Energiekosten.

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Neuer Rekord bei der Kehrichtverwertung 136’710 Tonnen Kehricht verwertete Energie Wasser Bern 2017 in der Energiezentrale Forsthaus – ein neuer Rekord. Als Folge davon erhöhte sich der Anteil erneuerbarer Energie bei der Fernwärmeproduktion auf rund 80 Prozent.

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BERN VERWERTET

2017 ist die in der Energiezentrale Forsthaus verwer­ tete Kehrichtmenge gegenüber dem Vorjahr um sechs Prozent gestiegen. Die Zunahme lässt sich einerseits damit erklären, dass Energie Wasser Bern die Anlieferpreise gesenkt hat. Andererseits wurde mehr Abfall von anderen Kehrichtverwertungsan­la­ gen (KVA) angeliefert, die entweder sehr stark aus­ gelastet waren oder wegen technischer Störungen vorübergehend eine reduzierte Verwertungskapazität hatten. Dank einer optimierten Revisionsplanung verzeichnete die Anlage auch mehr Betriebsstunden. Die höhere Kehrichtmenge schlug sich auf die Wärme­ produktion in der KVA der Energiezentrale Forst­ haus nieder: Energie Wasser Bern koppelte rund 30 Prozent mehr Wärme aus als im Vorjahr und musste weniger Fernwärme im Gas-und-Dampf-Kombikraft­ werk (GuD) produzieren. Der Anteil erneuerbarer Energie der Fernwärme stieg dadurch auf rund 80 Prozent. Dieser hohe Wert ist für Energie Wasser Bern wichtig, damit Fernwärme auch bei Neubauten mit Minergie-Standard als Heiz­energie infrage kommt.

Optimierter Wirkungsgrad Auch die Vorgaben für den Gesamtenergienutzungs­ grad von KVA und Holzheizkraftwerk (HHKW) hat der städtische Energieversorger 2017 erreicht. Der Gesamtenergienutzungsgrad ist ein Mass für die Effi­zienz, mit der die Anlagen Kehricht und Holz in Strom und Wärme umwandeln. Die Einhaltung

dieser Vor­gaben ist eine Bedingung dafür, dass Energie Wasser Bern für den in der KVA und im HHKW pro­duzierten Strom die kostendeckende Einspeise­ vergütung des Bundes (KEV) erhält. Die Ende 2016 vorgenommene Leistungssteigerung beim HHKW hat sich im Berichtsjahr ebenfalls be­­­ währt: Dank der höheren Ofenleistung ist die Strom­ produktion um 35 Prozent gestiegen. Eine weitere Steigerung wäre technisch möglich. Energie Wasser Bern prüft derzeit, ob sie auch wirtschaftlich Sinn macht.

Reparatur an Dampfturbine Das Gas-und-Dampf-Kombikraftwerk produzierte dagegen weniger Strom und Wärme als im Vorjahr, weil es zwei Monate weniger in Betrieb war. Schuld waren einerseits tiefere Strommarktpreise und an­ de­rerseits ein Stillstand aufgrund eines Getriebe­ schadens der Dampfturbine. Nach der Reparatur beim Lieferanten kam es während der Wiederinbe­ triebnahme zu einem Pumpenschaden. Deshalb ging das GuD fünf Wochen später ans Netz als geplant. Die Marktsituation für die Stromproduktion mit dem GuD präsentiert sich derzeit positiv. Die steigenden Strompreise machen es für Energie Wasser Bern wirt­ schaftlich interessant, die Anlage 2018 länger laufen zu lassen als in den vergangenen Jahren. ewb.ch/energiezentrale

Tieferer Druck, höhere Stromproduktion Im Holzheizkraftwerk der Energiezentrale Forsthaus gelangt ein Teil des Dampfs über eine direkte Leitung zur Fernwärmeproduktion. Damit sich der Dampf nutzen lässt, muss sein Druck durch eine Druckumformstation von 60 auf 12 Bar reduziert werden. 2016 beschloss Energie Wasser Bern, den Druck stattdessen mittels einer speziellen Turbine herabzusetzen und so zusätzlichen Strom zu produzieren. Im Berichtsjahr wurde dieses Projekt weiterentwickelt: In der nun vorgesehenen Entnahmegegendruck-Dampfturbine wird eine zusätzliche Turbinen­­ stufe eingebaut. Damit kann Energie Wasser Bern den Druck des Dampfs wie geplant auf 12 Bar reduzieren oder je nach Bedarf noch weiter auf 3 Bar senken – den passenden Druck für das neue Fernwärmenetz Bern West. Diese Lösung ist nicht nur versorgungstechnisch, sondern auch wirtschaftlich interessant, da die Stromproduktion durch die zusätzliche Turbinen­­ stufe steigt. Im Sommer 2018 wird die Entnahmegegendruck-Dampfturbine installiert.

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BERN VERWERTET

INNOVATION

Erfahrung nutzen

Saisonaler Wärmespeicher

Mit zunehmender Erfahrung mit dem Betrieb der Energiezentrale Forsthaus entwickeln die Fach­ leute von Energie Wasser Bern immer wieder Ideen, wie sich die einzelnen Anlagenteile weiter optimieren lassen. Diese Vorschläge werden mit den Herstellern besprochen und oftmals um­ gesetzt. Die Verbesserungen haben zum Ziel, entweder die Wirtschaftlichkeit zu erhöhen oder die Anfälligkeit für Störungen weiter zu redu­ zieren. 2017 optimierte Energie Wasser Bern zum Beispiel den Holzförderweg beim Holzheizkraft­ werk und die Luftvorwärmung (Anti-Icing) der Gasturbine beim Gas-und-Dampf-Kombikraft­ werk. Bisher bezog das Vorwärmsystem seine Energie über einen Wärmetauscher aus dem Fernwärmewasser. Neu liefert der Kühlkreislauf des Generators der Gasturbine die nötige Ener­gie – ein kleiner, aber wertvoller Effizienzgewinn.

In der Energiezentrale Forsthaus gewinnt Energie Wasser Bern aus Kehricht, Holz und Erdgas Energie für die Stadt Bern. Die dabei anfallende Wärme wird in das bestehende Fernwärmenetz einge­ speist. Durch weitere Optimierungsmassnahmen könnte noch zusätzliche Abwärme gewonnen werden. Doch insbesondere im Sommer kann diese nicht vollständig genutzt werden. Im Winter wiederum ist sie problemlos zum Heizen einsetzbar.

Die Betriebserfahrungen der letzten Jahre haben zudem gezeigt, dass eine Revision der KVA nicht mehr jährlich, sondern nur noch alle anderthalb Jahre nötig ist. Deshalb führte Energie Wasser Bern im August 2017 lediglich eine einwöchige Kurzinspektion mit Reinigungsarbeiten durch und konnte die Kehrichtverwertungsanlage zwei Wochen länger betreiben als in den Vorjahren. Die nächste reguläre Revision ist für April 2018 geplant. Positiv wirken sich auch die neuen Plat­­­ tenkatalysatoren der KVA aus. Weil sie we­­­­­­ni­ger stark verschmutzen als die bisherigen Kata­­­­ly­sa­ toren, braucht sie Energie Wasser Bern zwischen den Revisionen nicht mehr zu reinigen.

Deshalb beantragte Energie Wasser Bern im Oktober 2017 eine Bohrbewilligung für die Erschliessung eines Geospeichers auf dem Areal der Energiezentrale Forsthaus. Dessen Ziel ist es, die in den Sommermonaten ungenutzte Abwärme in den Sandsteinschichten in einer Tiefe zwischen 200 und 500 Metern zu speichern. Als Energieträger dient dabei heisses Wasser, das die Gesteine im Unter­ grund aufwärmt. In den Wintermonaten lässt sich die eingespei­ cherte Wärme wieder entziehen und in das Berner Fernwärmenetz abgeben. Die saisonale Zwischenspeicherung der Wärme erhöht somit die Effizienz der Energiezentrale: Der Anteil erneuerbare Energie bei der Fernwärmeproduktion steigt, während der Primärenergie­ bedarf und die Treibhausgasemissionen reduziert werden. Noch handelt es sich um ein Pilotprojekt zur Prüfung der technischen Machbarkeit des Geospeichers. Kommt Energie Wasser Bern zu einem positiven Ergebnis, wird das Unternehmen beim Kanton eine Betriebsbewilligung beantragen.

Bohrplatz

EZF 0m

Quartär –160 m

Mergel/Ton

–500 m ca. 100 m

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Sandstein

Hauptbohrung

Geospeicher

Nebenbohrung

Heisses Wasser

Beobachtungsbohrung


BERN VERWERTET

Die Energiezentrale Forsthaus in Zahlen

136’710 65’942 355’100 278’900 238’800

Tonnen verwerteter Kehricht Tonnen verwertetes Holz Megawattstunden verwertetes Erdgas/Biogas Megawattstunden abgegebene Wärme* Megawattstunden produzierter Strom (netto) * inklusive Dampf

Innovative Kehrichtverwertung Durch die technologische Entwicklung, die Digitalisierung und den gesellschaftlichen Wandel ergeben sich auch in der Kehrichtverwertung neue Möglichkeiten. Energie Wasser Bern und die AVAG AG für Abfallver­ wertung wollen diese Chancen nutzen und haben dazu gemeinsam die InnoWaste AG gegründet. Die Ge­ sellschaft hat den Auftrag, einerseits die Effizienz von bestehenden Prozessen zu steigern und andererseits neue Ideen und innovative Lösungen für die Kehrichtverwertung zu entwickeln – von der Logistik, über neue Separatsammlungen und die Verwertung von organischen Abfällen bis hin zur Wärmeversorgung. Zusätzlich unterstützt die InnoWaste AG die Aktionäre bei der Kehrichtakquisition. Für die Realisierung von Projekten wird sich das Unternehmen mit Partnern aus dem Kanton Bern und der ganzen Schweiz ver­ netzen und eine Rolle als Schalt- und Schnittstelle innerhalb der Branche übernehmen. Die InnoWaste AG hat Anfang 2018 ihre Tätigkeit aufgenommen.

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Ganz konkret: Wie könnte ein Projekt der InnoWaste AG aussehen? Nehmen wir als Beispiel die Kehrichtakquisition. Würden die einzelnen Verwerter noch besser zusammenarbeiten, liesse sich vor allem für grössere Kunden die Logistik bedeutend vereinfachen. Helfen könnte hier eine zentrale Plattform, welche die reibungslose Abwicklung gewähr­ leistet. Wenn wir eine solche digitale Lösung umsetzen, schaffen wir für die Unternehmen also einen echten Mehr­ wert und erleichtern unseren Aktionären gleichzeitig die Kehrichtakquisition.

«Unsere Arbeit kommt auch der Bevölkerung zugute.» Im Gespräch mit Simon Bürgi, Geschäftsführer der InnoWaste AG

Warum braucht es die InnoWaste AG? Simon Bürgi: Wir sind überzeugt davon, dass es einer unabhängigen Gesellschaft ausserhalb der bestehenden Organisationen leichter fällt, innovative Ideen zu entwi­ ckeln. Zudem macht es unsere Struktur einfacher, weitere Partner an Bord zu holen. Welche Rolle spielen die Aktionäre Energie Wasser Bern und AVAG? Als Eigentümer legen sie die Prioritäten und Schwerpunkte fest. Sie bestimmen den Rahmen, in dem die InnoWaste AG Projekte realisiert. Deshalb sind sie zentrale Player für unsere Organisation.

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Profitiert auch die Bevölkerung von der Arbeit der InnoWaste AG? Ja – und zwar gleich mehrfach. Erstens helfen wir mit, die bestehenden Dienstleistungen rund um den Abfall effizienter und somit auch kundenfreundlicher zu ge­­­stal­ ten. Zweitens entwickeln wir Ideen für neue An­ge­bote. Und drittens soll sich unsere Arbeit positiv auf die Ent­ sorgungspreise auswirken. Welche ersten Ziele haben Sie sich für Ihre Tätigkeit gesetzt? Zunächst geht es darum, die richtigen Projekte auszu­ wählen. In rund einem Jahr wollen wir dann erste konkrete Resultate vorlegen.


BERN BEWEGT

Spurwechsel in der Mobilität Bis 2020 sinkt der CO2-Zielwert für Personenwagen auf 95 Gramm pro Kilometer. So verlangt es die Energiestrategie 2050. Erreichen lässt sich dieser Wert nur, wenn die Zahl der Autos mit alternativem Antrieb steigt. Energie Wasser Bern leistet in der Region Bern einen wichtigen Beitrag dazu.

schlägt nun die Stunde der alternativen Antriebe. Elektround Erdgasfahrzeuge reduzieren den CO2-Ausstoss deut­­­lich – besonders mit Ökostrom in der Batterie und Bio­g as im Tank. Weil die Modellauswahl wächst und die alternativen Antriebe mittlerweile auch bezüglich Gesamtkosten und Leistung mithalten können, steigt ihr Marktanteil langsam, aber stetig. 2017 hat er erstmals die Fünf-Prozent-Marke überschritten.

Die Energiewende erfordert auch einen Spurwechsel in der Mobilität. Denn rund ein Drittel des Energiever­ brauchs in der Schweiz geht auf ihr Konto. Deshalb fokussiert sich die Energiestrategie 2050 nicht nur auf Strom und Wärme. Sie definiert genauso Massnahmen für eine umweltschonendere Mobilität. Die zwei wichtig­s­­ ten davon: Erstens sinkt der durchschnittliche CO2-Ziel­ wert für neue Personenwagen von bisher 130 Gramm pro Kilometer auf 95 Gramm im Jahr 2020. Zweitens führt die Schweiz auch für Lieferwagen einen CO2-Ziel­ wert ein. Erreichen die Fahrzeugimporteure die vom Bund gemachten Vor­gaben nicht, werden hohe Sank­ tionszahlungen fällig. Mit Benzin- und Dieselmotoren lassen sich die Zielwerte trotz immer effizienterer Technik kaum erreichen. Deshalb

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Infrastruktur als Erfolgsfaktor Ob die Verkaufskurve bald noch steiler nach oben zeigt, hängt wesentlich von der vorhandenen Tank- und Lade­ infrastruktur ab. Bei den Erd- und Biogas­tankstellen exis­ tiert in der Schweiz bereits ein nahe­zu flächendeckendes Netz. Allein in der Region Bern betreibt Energie Wasser Bern 11 Tankstellen.


BERN BEWEGT

In der Region Bern betreibt Energie Wasser Bern 11 Erdgastankstellen

Seit einigen Jahren baut der städtische Energiever­ sorger auch die Infrastruktur für die Elektromobilität aus. Sie gilt gemäss der Eignerstrategie von Energie Wasser Bern als Teil der Grundversorgung. Schweiz­ weit gesehen werden die allermeisten Elektroautos zwar zu Hause geladen. Doch im städtischen Ver­ sorgungsgebiet sieht die Situation anders aus: Ein grosser Teil der Stadtbevölkerung parkt das Auto in der blauen Zone oder auf gemieteten Aussenpark­ plätzen ohne Lademöglichkeit. Wenn auch diese Kundinnen und Kunden von Energie Wasser Bern in Zukunft elektrisch statt mit einem Benzin- oder Dieselfahrzeug unterwegs sein sollen, braucht es entsprechend mehr öffentliche Ladestationen.

Förderaktionen für Erdgasautos Um Käuferinnen und Käufern von Neu­ wagen den Umstieg auf Erdgasautos zu erleichtern, hat Energie Wasser Bern im Berichtsjahr wiederum einen marken­ unabhängigen Förderbeitrag von 1’000 Franken pro Fahrzeug ausbezahlt. Oft­ mals fällt der Preisvorteil aber noch viel höher aus. Denn die gute Zusammenar­ beit von Energie Wasser Bern mit Impor­ teuren und regionalen Händlern ermög­ licht immer wieder besonders attraktive Sonderaktionen: So boten Audi, Fiat, Seat, Škoda und VW ihre Erdgasfahrzeu­ ge 2017 mit einem Umweltbonus an, der je nach Modell mehrere Tausend Franken betrug. Nicht zuletzt deshalb wurden im Berichtsjahr allein in der Region Bern 127 Erdgasautos neu immatrikuliert.

Wachsendes Netz von Ladestationen 2017 hat Energie Wasser Bern den Ausbau der Lade­ infrastruktur für Elektroautos weiter vorangetrieben. Inzwischen stehen an 8 Standorten in Bern 15 Lade­­­ punkte des städtischen Energieversorgers zur Ver­ fügung. Zusätzlich betreibt das Unternehmen seit wenigen Monaten eine Schnellladestation in Spiez mit einer Ladeleistung von bis zu 100 Kilowatt. Damit ist

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BERN BEWEGT

die Batterie eines kompatiblen Elektroautos in kurzer Zeit geladen – ein ideales Angebot für Fahrerinnen und Fahrer auf der Durchreise. Bei der Standortwahl setzt Energie Wasser Bern auf Kooperationen. Die meisten Ladestationen befinden sich im halböffentlichen Raum, zum Beispiel in Parkhäusern. Zukünftig sollen Stromtankstellen im öffentlichen Raum hinzukommen. Sämtliche Ladestationen sind an das Zu­ gangs- und Abrechnungssystem easy4you angeschlos­ sen. Damit laden Fahrerinnen und Fahrer ihr Elektroauto besonders einfach: Neben App und Kundenkarte können sie alle gängigen Zahlungsmittel verwenden.

Für jeden Einsatzzweck Als Gesamtenergiespezialist unterstützt Energie Wasser Bern bewusst verschiedene alternative Antriebstechno­ logien. Denn die richtige Wahl hängt vom Einsatzzweck des Fahrzeugs ab: Während sich für Fahrprofile mit vielen Kurzstrecken Autos mit Elektromotor empfehlen, sind bei regelmässigen Langstrecken und für Nutzfahrzeuge Erdgasmodelle die geeignetere Option. Mit ihnen lassen sich dank des Power-to-Gas-Verfahrens dereinst auch die Vorteile der «Sektorkopplung» optimal nutzen: Dabei wird überschüssiger Strom aus erneuerbarer Energie in synthetisches Gas zum Tanken umgewandelt. ewb.ch/mobilitaet ewb.easy-4-you.ch

Erfolgsgeschichten 2017

519 127 33 444 2’252

zusätzliche ElectroDriveMietverträge neu immatrikulierte Erdgasautos in der Region Bern Prozent Biogas im verkauften Erdgasmix als Treibstoff * Tonnen zusätzlich verkaufte Menge Biogas mit Upgrade * Tonnen verkauftes Erdgas/Biogas an den Tankstellen von Energie Wasser Bern * * Angaben gerundet

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Kooperation fürs einfache Laden Die nachhaltige Entwicklung der Elektromobilität setzt ein schweizweit dichtes Netz von Ladestationen voraus. Zusätzlich zu den Aktivitäten in der Stadt Bern engagiert sich Energie Wasser Bern deshalb auch na­ tional für den Ausbau der Ladeinfrastruktur und hält seit 2017 eine Beteiligung an der MOVE Mobility AG. Die Gesellschaft betreibt ein Ladenetz mit über 300 Ladestationen. Damit zählt es zu den grössten in der Schweiz. Für Ivo Brügger, Direktor der MOVE Mobility AG, ist das nationale Engagement des städtischen Energieversorgers ein logischer Schritt: «Die Elektro­ mobilität kommt nur in Fahrt, wenn der Zugang zu

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den Ladestationen schnell und einfach funktioniert. Um ein kundenfreundliches, schweizweit etabliertes Zugangs- und Abrechnungssystem zu entwickeln, braucht es Kooperationen innerhalb der Energiebran­ che.» Ein weiteres Ziel des Unternehmens lautet da­­­her, die Dachmarke MOVE zu stärken: «Fahrerinnen und Fahrer von Elektroautos können sich an der Marke national orientieren und finden dann lokal Zugang zu Ladestationen», sagt Ivo Brügger. «Denn der Bau neuer Ladestationen bleibt eine lokale Aufgabe.» move.ch


INNOVATION

Zug und Elektroauto clever kombinieren Weite Strecken im Zug zurücklegen und die letzten Kilometer bis zum Ziel mit dem Elektroauto fahren; diese umweltschonende Art der Mobilität ermöglichen Energie Wasser Bern und die BLS neuerdings mit einem Pilotprojekt in Spiez. Direkt am Bahnhof befinden sich seit Sommer 2017 zwei Parkplätze mit einer Schnellladestation. Gleich daneben stehen für Reisende zwei Elektroautos – ein Tesla Model S und ein Renault Zoe – zur Miete bereit. Sie lassen sich bequem mit der Carsharing-App von Sharoo buchen. Das Pilotprojekt ist vorerst auf zwei Jahre angelegt. In dieser Zeit wollen Energie Wasser Bern und die BLS herausfinden, ob das innovative E-Mobilitätsangebot Anklang findet und auf weitere Bahnhöfe übertragen werden soll. Die Bilanz der ersten Monate fällt vielversprechend aus: Erwartungsgemäss wird insbesondere der Tesla rege genutzt. ewb.ch/e-station

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BERN BEWEGT

Heute stehen mehrere alternative Antriebe zur Auswahl. Warum entschied sich Ihr Unter­ nehmen für Erdgasautos? Wir haben alle Varianten geprüft. Die Erdgasautos mach­ ten letztendlich das Rennen, weil der Wechsel schnell möglich war und die Umweltbilanz bei der Verwendung von Biogas CO2-neutral ausfällt. Weiter sprach für die Erd­gasfahrzeuge, dass sie sich rasch betanken lassen. Wir sind aber auch an Elektrofahrzeugen interessiert. Ohne Zweifel wird sich die Technologie in den kommen­ den Jahren rasant entwickeln.

«Es ist uns gelungen, die Umweltbilanz rasch zu verbessern.»

Für Flottenbetreiber spielt die Wirtschaftlich­ keit eine wichtige Rolle. Wie schneidet Ihre Erdgasflotte hier ab? Gesamthaft gesehen fallen die Kosten für die Erdgasautos sogar etwas geringer aus als bei den bisherigen Fahrzeu­ gen. Der Wechsel hat sich also auch wirtschaftlich gelohnt, was aber eher ein positiver Nebeneffekt ist. Primär ging es uns darum, unsere Umweltbilanz rasch zu verbessern.

Die SPIE Schweiz AG ist ein Anbieter von ICT-, Multi­ technik- und Facility-Services. Seit Herbst 2017 setzt das Unternehmen für Wartungsarbeiten 30 Erdgas­autos ein. CEO Pierre Savoy erklärt, warum.

Wie fallen die ersten Erfahrungen mit den Erdgasautos aus? Von den Mitarbeitenden, die die Fahrzeuge fahren, habe ich nur positive Rückmeldungen erhalten. Sie sind stolz darauf, ihren Beitrag für eine umweltschonendere Mobili­ tät zu leisten. Die Beschaffung hat sich bewährt, weitere Fahrzeuge mit alternativem Antrieb werden folgen. Ich bin überzeugt; wir bewirken viel mehr, wenn wir unsere Flotte Schritt für Schritt mit den heute verfügbaren Mo­­dellen ökologisch aufwerten, statt auf den grossen Fortschritt der Technologien zu warten.

Was hat Sie dazu bewogen, Erdgasfahrzeuge zu beschaffen? Pierre Savoy: Wir erbringen Dienstleistungen für eine höhere Energieeffizienz. Da liegt es nahe, mit gutem Beispiel voranzugehen. Gerade weil unsere Mitarbeiten­ den viel mit dem Auto unterwegs sind, wollen wir unsere Verantwortung gegenüber der Umwelt auch bei der Mobilität wahrnehmen. Die Beschaffung neuer Fahrzeuge bot die Gelegenheit, einer umweltschonen­den Techno­ logie den Vorzug zu geben.

spie.ch

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Kleine Fasern, grosser Nutzen Die Energiezukunft ist smart: Schon bald werden die verschiedenen Versorgungsnetze, Produktionsanlagen und Energiespeicher mit­ einander kommunizieren, um sich perfekt abzustimmen. Für diesen Austausch riesiger Datenmengen braucht es das Glasfasernetz. Es ermöglicht also wesentlich mehr als «nur» schnelles Surfen. Smart in die Zukunft 2017 hat der städtische Energieversorger nach fünfjähriger Arbeit das Projekt «Smart for Future» beendet und damit die ersten Schritte in Richtung smarte Energie­zukunft abgeschlossen. Die Organi­ sation, die IT-Systeme und zahlreiche Prozesse des Unternehmens wurden auf die Anforderungen eines vernetzten Energiesystems und gleichzeitig auf die vollständige Strommarktöffnung vorbereitet. So erlaubt etwa die neu aufgesetzte Rundsteuerung des Stromnetzes, mehr Kundengruppen zu bilden als bisher, was spezifischere Steuerbefehle und ein exakteres Lastmanagement ermöglicht.

Messen, regeln, steuern – darum dreht sich alles im Energiesystem der Zukunft. Weil ein immer grösserer Teil der Energie dezentral entsteht, zum Beispiel in Fotovoltaikanlagen, wird der Ausgleich der Energieströme künftig noch wichtiger als heute. Ein intelligentes Netz stimmt Energiebedarf und -produktion laufend und automatisch aufeinander ab. Dazu müssen alle Komponenten des Energie­ systems miteinander vernetzt sein. Die Grundinfra­ struktur für diese digitale Vernetzung ist das Glasfa­ sernetz. Deshalb gehören sein Ausbau und Betrieb gemäss der 2016 revidierten Eignerstrategie zum Grundauftrag von Energie Wasser Bern.

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BERN DIGITALISIERT

Eine weitere Möglichkeit, auf das Stromnetz einzuwirken, sind smarte Trafostationen. Direkt ans Glasfasernetz an­ geschlossen, übermitteln sie der Leitstelle von Energie Wasser Bern laufend Informationen über ihren aktuellen Zustand. Dadurch lassen sich Störungen im Niederspan­ nungsnetz von der Leitstelle aus lokalisieren und rasch beheben oder im besten Fall sogar verhindern. Als Folge davon sinkt die Zahl der Piketteinsätze vor Ort. Aus Kostengründen macht es allerdings keinen Sinn, sämtliche Trafostationen in der Stadt Bern aufzurüsten. Gemäss einer im Berichtsjahr von Energie Wasser Bern erstellten Analyse genügt zur Fehlerlokalisierung im gesamten Berner Niederspannungsnetz ein Anteil smarter Trafo­ stationen von etwa zehn Prozent.

Smarte öffentliche Dienste Unerlässlich ist das Berner Glasfasernetz auch für SmartCity-Services wie beispielsweise die Verkehrslenkung, ein Parkleitsystem, die Reservation von Elektroauto-Lade­ stationen oder Füllstandsmeldungen von Containern. Wie beim smarten Stromnetz erfordern solche öffentlichen Dienste das Messen, Regeln und Steuern in Echtzeit, also den Transport grosser Datenmengen. Die Smart-CityServices haben zum Ziel, den Bernerinnen und Bernern zu noch mehr Lebensqualität zu verhelfen, die Umwelt zu entlasten und durch optimierte Abläufe Kosten zu

senken. Ausserdem erleichtern sie den Dialog zwischen der Bevölkerung und den städtischen Behörden. Ein erstes Smart-City-Angebot lanciert Energie Wasser Bern im Frühling 2018: Mit der ewb-App können Kun­ dinnen und Kunden beispielsweise defekte Strassen­ lampen oder andere Störungen melden. Jede Mitteilung löst einen Reparaturprozess aus, dessen Status auf der App ersichtlich ist. Die ewb-App ergänzt damit weitere, bereits bestehende digitale Dienstleistungen des städti­ schen Energieversorgers – zum Beispiel das Kunden­ portal, das den Nutzerinnen und Nutzern viele praktische Funktionen rund um ihren Energieverbrauch bietet, oder die Smart-Home-Lösungen, die den Einsatz von Foto­­vol­ taik­anlagen optimieren.

Synergien nutzen Damit in Bern immer mehr smarte Dienste verfügbar sind, unterstützt Energie Wasser Bern die Stadt beim Er­ar­beiten der Digitalstrategie, beteiligt sich an Pilot­­ projekten und sucht Kooperationen mit weiteren öffent­­lichen Unternehmen. Denn wie bei vielen Infrastrukturprojekten gilt auch für die Entwicklung von Smart-City-Services; je mehr Partner sich zusammen­ schliessen, desto grössere Skaleneffekte erzielen sie.

Erschlossene Nutzungseinheiten seit Projektbeginn 2010

2’545

2011 2012 2013 2014 2015 2016 2017

22’991 37’295 47’354 54’947 59’696 64’573 69’334

Von den insgesamt 92’000 Nutzungseinheiten in der Stadt Bern wurden seit dem Projektbeginn 2010 knapp 70’000 Wohnungen und Geschäftsräume durch Energie Wasser Bern und Swisscom erschlossen. ewb.ch/erschliessung

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BERN DIGITALISIERT

Smart Meter – ein Baustein für die Energiewende Bis 2027 müssen die Schweizer Netzbetreiber 80 Prozent der konventionellen Stromzähler durch kommunikations­ fähige Modelle – sogenannte Smart Meter – ersetzen. Das verlangt die neue Stromversorgungsverordnung, die ge­ mäss der Energiestrategie 2050 überarbeitet wurde. Auf diesen Schritt hat sich Energie Wasser Bern schon in den vergangenen Jahren vorbereitet, lange bevor die Vorgabe des Bundes feststand. Denn das Smart Metering ist nicht nur ein wichtiger Baustein zur Umsetzung der nationalen Energiestrategie, sondern auch des städtischen Ener­gie­ richtplans. Die intelligenten Zähler erlauben dem Energie­ versorger eine bessere Abstimmung von Stromproduktion und -verbrauch. So tragen sie dazu bei, die Versorgung bei zunehmend dezentraler Stromeinspeisung weiterhin sicherzustellen.

Ein Smart Meter speichert alle 15 Minuten den Stromverbrauch und übermittelt die Daten automatisch einmal pro Tag an Energie Wasser Bern. Die Mitarbeitenden des Ab­ lese-Services brauchen das Haus oder die Wohnung der Kundinnen und Kunden nicht mehr zu betreten. Um die Datensicherheit zu gewährleisten, überträgt der städti­ sche Energieversorger die Verbrauchsdaten verschlüsselt

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mit zertifizierten Geräten über die eigenen Strom- und Glasfasernetze. Auf diese Weise sind die Daten zu keiner Zeit für Dritte zugänglich. Die Kundinnen und Kunden können ihre eigenen Daten mit einem persönlichen Login über das Kundenportal einsehen. Ihr Smart Meter ermög­ licht ihnen somit, ihren Energieverbrauch zu beobachten und macht den Erfolg ihrer Sparmassnahmen ersichtlich.

Erfahrungen sammeln Schon in den letzten Jahren hat Energie Wasser Bern beim regulären Zählerersatz Smart Meter eingebaut. Diese wurden aber bisher noch konventionell ausgelesen, da ihre Kommunikationsfunktion nicht aktiviert ist und somit nicht genutzt werden kann. Die systematische Installation im gesamten Stadtgebiet – der sogenannte Rollout – be­ ginnt voraussichtlich im Frühling 2019 und dauert bei rund 80’000 Zählern etwa bis 2025. Um sich optimal auf diese Aufgabe vorzubereiten, führt Energie Wasser Bern 2018 einen Test-Rollout durch: Im Weissenbühl-Quartier installieren Fachleute in zwei Etappen insgesamt 5’000 Smart Meter. Das Gebiet eignet sich ideal, da es bereits an das Glasfasernetz angeschlossen ist. Der Test-Roll­ out dient dazu, Erfahrungen für den flächendeckenden Rollout zu sammeln. Im Fokus stehen die Logistik, das Handling und die Montage. Auch die Integration in seine IT-Systeme testet der städtische Energieversorger unter realen Bedingungen. Ausserdem untersucht Energie Wasser Bern verschiedene Kommunikationsanbindungen für die Smart Meter. In der Regel werden die Daten mit der Powerline-Technologie über Stromleitungen bis in die Trafostationen transportiert und von dort über Glasfasern in die Datenzentrale weiter­ geleitet. Das Unternehmen testet nun ein Verfahren, bei dem ein Smart Meter pro Gebäude direkt an das Glas­faser­ netz angeschlossen wird und als Konzentrator dient. Die übrigen Zähler des Gebäudes sind mit dem Konzen­trator verbunden, der ihre aggregierten Daten an die Zen­t ­rale übermittelt. Bei der Wahl der Kommunikationsanbindung ist die Datensicherheit ein Hauptkriterium. Um Manipula­ tionen durch Dritte auszuschliessen, führt Energie Wasser Bern im Rahmen des Test-Rollouts zusätzlich Sicherheits­ audits durch.


Mehr Speed für weniger Geld Im Dezember 2017 machte Energie Wasser Bern den Kundinnen und Kunden von ewb.INTERNET ein vorzeitiges Weihnachtsgeschenk und senkte die Preise der zwei schnellsten Internetprodukte «Bouzgredi» und «Vougas». Seither gehört das Unternehmen nicht nur zu den schnellsten, sondern auch wieder zu den günstigsten Providern. Von dieser Preisanpassung profitierten nicht nur Neu­ kunden, wie bei vielen anderen Providern üblich; Energie Wasser Bern senkte die Preise auch für die bestehenden Kundinnen und Kunden. ewwwb.ch

INNOVATION

Berns schnellstes Wohnzimmer Im Hauptsitz an der Monbijoustrasse hat Energie Wasser Bern den gemütlichsten Showroom der Stadt eröffnet: ein heimeliges Wohnzimmer, in dem sich Besucherinnen und Besucher in aller Ruhe über die Vorzüge der Internetprodukte von Energie Wasser Bern informieren können. Im bequemen Sessel geniessen sie einen Kaffee und lassen sich von einem Kundenberater in die Welt von ewb.INTERNET einführen. Dabei erfahren sie, warum sie über das Berner Glasfasernetz schneller surfen können, welches Abo am besten zu ihnen passt, welche Vorteile ein reines Internetprodukt hat und wie sie nach Bedarf weitere Dienste dazu kombinieren. Vor allem aber können sie in Berns schnellstem Wohnzimmer ewb.INTERNET ausgiebig testen und so die Zukunft des Home Entertainment erleben – Internet zum Anfassen sozusagen.

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FÜR DIE UMWELT

Gefragt sind intelligente Lösungen Energie Wasser Bern unterstützt seine Kundinnen und Kunden beim Energiesparen sowie bei der Steigerung ihrer Energieeffizienz und geht selbst mit gutem Beispiel voran – obwohl ein Energieversorger für seinen wirtschaft­ lichen Erfolg doch möglichst viele Kilowattstunden verkaufen sollte. Auf den ersten Blick ein Widerspruch – nicht so für Energie Wasser Bern. Lange Zeit bestand die Aufgabe des klassischen Energieversorgers einzig darin, Strom, Wärme und Wasser zu liefern. Inzwischen möchten die Kundinnen und Kunden aber nicht mehr nur zuverlässig mit Energie versorgt werden. Sie wollen auch wissen, woher die Energie stammt, wie sie produziert wurde und wie sie möglichst wenig davon verbrauchen – wenn möglich sogar aus eigener Produktion vom eigenen Hausdach. Private, Firmen und Gemeinden kümmern sich heute um ihren ökologischen Fussabdruck und suchen nach Alternativen zur alten Rolle des passiven Energiekonsumenten.

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Neue Bedürfnisse Die Energietarife spielen weiter eine Rolle, aber sie stehen nicht mehr alleine im Mittelpunkt. Auch das Energiesparen geschieht nicht mehr nur aus finanziellen Überlegungen, und es soll nicht mit einem Verzicht auf Komfort und mit Einschnitten bei den Ressourcen einhergehen. Für Energie Wasser Bern setzt dieser Wandel an der Basis des Unter­ nehmens an: Abgerechnet werden zwar weiter Strom, Erdgas, Fernwärme und Wasser. Aber eigentlich gefragt sind eine warme Wohnung ohne schwerwiegende Belas­ tung der Umwelt, funktionierende Elektroge­räte ohne fragwürdige Stromproduktion, individuelle Mobilität ohne gravierenden Schadstoffausstoss. Potenziale erkennen Energie Wasser Bern verfügt über ein immenses, medien­ übergreifendes Fachwissen. Als Gesamtenergiespezialist kann das Unternehmen das vorhandene Know-how so bündeln, dass es den Kundinnen und Kunden den grösst­­ möglichen Nutzen bietet. Diesen Erfahrungsschatz kön­­­­­­­­ nen Geschäftskunden mit einem Jahresverbrauch ab 10’000 Kilowattstunden einfach in Form einer standar­ disierten Energieberatung in Anspruch nehmen. Dabei handelt es sich nicht um eine Beratung am grünen Tisch: Bei einem Betriebsrundgang beurteilen Experten die Ge­bäudeinfrastruktur. In der anschliessenden Analyse werden Heizung, Lüftung, Klima, Kälte und Beleuchtung erfasst. Die Erkennt­nisse werden danach in einem Bericht zusammengefasst, der das Energiesparpotenzial und konkrete Massnahmen zur Verbesserung der Energie­ effizienz aufzeigt. Wenn es sich lohnt, wird eine vertiefte Energieberatung empfohlen. ewb.ch/energieberatung

Vorreiter im Energiemanagement Im eigenen Betrieb geht Energie Wasser Bern mit gutem Beispiel voran. Seit Jahren optimiert das Unternehmen den eigenen Energiehaushalt. Im Rahmen des internen Projektes «PROenergy» wurde nun ein Energiemanage­ mentsystem nach dem Standard ISO 50001 aufgebaut (siehe Seite 39). Die internationale Norm enthält klare Forderungen an die Entwicklung der Energieeffizienz

und die Optimierung der Umweltbilanz eines Unternehmens. Zudem verlangt sie, dass die Mitarbeitenden aktiv an der Um­ setzung teilnehmen. Die Kennzahlen, Auswertungen und Visualisierungen, die Energie Wasser Bern hierfür entwickelt hat, erlauben fundierte Einblicke in den Einsatz von Strom, Wärme, Kälte und Treibstoff im eigenen Betrieb. In vielen Bereichen hat der Energieversorger den Verbrauch in den letzten Jahren merklich gesenkt, mit positiven Auswirkungen auf den CO2-­Ausstoss.

Bewusster Umgang mit Energie Auch im eigenen, privaten Haushalt lässt sich durch einen bewussten Umgang und moderne Technik viel Energie sparen und die Effizienz steigern – ohne auf Komfort, Wärme oder Licht zu verzichten. Wie das geht, erfahren Bernerinnen und Berner bei der Energieberatung der Stadt Bern. Das Angebot wurde 2016 unter Federführung des Ökofonds (siehe Seite 61) in Zusammenarbeit mit dem Amt für Umweltschutz und Energie Wasser Bern initialisiert. Die zentrale Anlaufstelle beantwortet alle Fragen rund um den effizienten Einsatz von Strom und Heiz­energie sowie bezüglich Sanierungen und Modernisierungen. Die Beratung ist damit ein wichtiger Bau­ stein bei der Umsetzung des städtischen Energierichtplans. energieberatungstadtbern.ch

Wegbereiter der Energiewende Der Energieverbrauch sinkt also und Energie Wasser Bern arbeitet weiter daran, dass sich dieser Trend fortsetzt. Das ist nicht nur gut für die Umwelt, sondern es passt auch zur nach­ haltigen Ausrichtung des städtischen Energieversorgers: Als Gesamtenergiespezialist will das Unternehmen die Energie­ wende aktiv mitgestalten. Nicht nur die Anzahl verkaufter Kilowattstunden Strom, Erdgas oder Fernwärme soll zeigen, wie gut das Unternehmen arbeitet, sondern auch der nach­ haltige Umgang mit Energie. Dazu braucht es noch mehr dezen­ trale Produktionsanlagen, mehr erneuerbare Energie, eine smarte Vernetzung und intelligente Gesamtlösungen. Das ist das neue Geschäftsmodell von Energie Wasser Bern. Umwelt- und Energiekennzahlen von Energie Wasser Bern finden Sie auf den Seiten 90 und 91 dieses Geschäfts- und Nachhaltigkeitsberichts.

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FÜR DIE UMWELT

einen Energieverbrauch, mit dem wir unter den Grossver­ braucherartikel fallen. Das bedeutet, wir müssen inner­ halb der nächsten zehn Jahre unseren Energieverbrauch um 20 Prozent reduzieren. Das ist nicht wenig und muss sehr systematisch angegangen werden. Wie gehen Sie dieses Projekt an? Auf jeden Fall mit einem erfahrenen Partner. Auch wenn man sich im eigenen Haus gut auskennt, braucht man für eine gute Zielvereinbarung mit dem Kanton professionelle Unterstützung. Wir haben mehrere Anbieter angefragt und uns dann für Energie Wasser Bern entschieden. Bei den Vorbesprechungen haben wir sofort gemerkt, dass die Mitarbeitenden des Energieversorgers ein sehr breites Fachwissen und grosse Erfahrung mit den gesetzlichen Vollzugsinstrumenten haben. Wir erhielten rasch Antwor­ ten und konstruktive Vorschläge, wie wir unsere Energie­ effizienz steigern können. Sicher hat auch der Preis eine gewisse Rolle gespielt. Die Fachleute helfen uns auch bei den Absprachen mit dem Kanton, was unsere Arbeit er­ leichtert. Mit der Betriebsanalyse ging es ebenso schnell voran: Energie Wasser Bern hat uns die Ergebnisse mit detaillierten Empfehlungen präsentiert und dabei die Wirt­ schaftlichkeit sowie die Qualität der einzelnen Massnah­ men in den Vordergrund gestellt.

«Für eine gute Ziel­ vereinbarung braucht man professionelle Unterstützung.» Drei Fragen an Peter Leuthold, Leiter Technischer Dienst im Burgerspittel der Burgergemeinde Bern

Wie geht es nun weiter mit der Umsetzung des Grossverbraucherartikels? Wir entscheiden jetzt, welche Massnahmen wir umsetzen. Es geht um hohe Investitionen, die wir in den nächsten Jahren tätigen müssen. Natürlich werden sich diese auch bezahlt machen und über die Jahre refinanzieren. Die Umstellung wird aber ihre Zeit kosten, denn der laufende Betrieb darf nicht zu stark beeinträchtigt werden. Hier er­­ hoffen wir uns ebenfalls viel von der weiteren Zusammen­ arbeit mit Energie Wasser Bern. Die Fachleute struktu­ rieren den Ablauf und motivieren uns. Dieser Antrieb wird noch hilfreich sein, wenn wir mit der Umsetzung der Mass­ nahmen im Burgerspittel beginnen.

Der Burgerspittel ist nicht nur eine traditions­ reiche soziale Einrichtung, sondern auch ein Wirtschaftsbetrieb mit eigener technischer Infrastruktur. Erleben Sie das als besondere Herausforderung? Peter Leuthold: Sicher, und dabei geht es nicht nur um die Haustechnik. Wir haben auf der einen Seite eine grosse Zahl von betreuten Wohneinheiten mit Bewohnerinnen und Bewohnern mit besonderen Gewohnheiten. Im Alter gehören beispielsweise ausreichend Licht und eine etwas höhere Raumtemperatur einfach dazu. Auf der anderen Seite haben wir einige zentrale Einrichtungen und eine an­ geschlossene Gastronomie. Unter dem Strich ergibt das

derburgerspittel.ch

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INNOVATION

Ausgezeichnetes Energiemanagement Auch Energie Wasser Bern ist ein sogenannter Prosument: Einerseits produziert und verteilt das Unternehmen Ener­ gie, andererseits verbraucht es auch selber Strom, Wärme und Treibstoff. Als Gesamtenergiespezialist unterstützt es ausserdem seine Kundinnen und Kunden bei der Verbes­ serung ihrer Energieeffizienz sowie mit klugen Produk­ tions- und Verbrauchslösungen. Deshalb hat Energie Wasser Bern ein systematisches Ener­ giemanagementsystem aufgebaut. Es unterstützt das Unternehmen bei der Reduktion des eigenen Energiever­ brauchs und beim Ersetzen von nicht erneuerbaren durch erneuerbare Energieträger – sowohl in der Rolle als Ener­ gie­versorger als auch als -verbraucher. Im Berichtsjahr hat Energie Wasser Bern diese Kompetenz auszeichnen und sich als eine der ersten Firmen in der Schweiz nach

Energieverbrauch der Liegenschaften Der Stromverbrauch der Areale Monbijou und Holligen nimmt seit Jahren kontinuierlich ab. Der Wärmeverbrauch variiert mit den Heiztag­graden.

der internationalen Norm ISO 50001 zertifizieren lassen. Das Zertifikat wird an Unternehmen vergeben, die sich systematisch mit ihrem Energieverbrauch auseinander­ setzen und kontinuierliche Verbesserungen nachweisen können. Die Zertifizierung ist der logische Leistungsnachweis für die gelebte Vorreiterrolle von Energie Wasser Bern auf dem Weg zur Energiewende. Das Unternehmen arbeitet bereits seit Jahren an der Steigerung der eigenen Energieeffizienz und kann messbare Erfolge vorweisen: Der Energieverbrauch der eigenen Liegenschaften nimmt seit mehreren Jahren fortlaufend ab. Und dank dem konti­nuier­ lichen Ersatz der Fahrzeugflotte durch Erdgas-, Elektround Hybridfahrzeuge haben der Treibstoffverbrauch und die CO2-Emissionen deutlich abgenommen.

4’000 MWh 3’500 MWh 3’000 MWh 2’500 MWh 2’000 MWh 1’500 MWh 1’000 MWh

Wärme

500 MWh 0 MWh 2012

Der Treibstoffverbrauch und die CO2-Emissionen der Fahrzeugflotte wurden in den letzten Jahren ebenfalls merklich reduziert. CO2-Emissionen in g/km Liter Benzinäquivalente pro 100 km

g CO2 / km

Treibstoffverbrauch und CO2-Emissionen der Fahrzeugflotte

2013

2014

2015

2016

2017

450

16

350

14

300

12

250

10

200

8

150

6

100

4

50

2 0

0 2013

2014

39

2015

2016

2017

Liter Benzinäquivalent pro 100 km

Strom


FÜR DIE UMWELT

Das Münster strahlt wieder Zeitgleich mit dem ersten Schneefall erstrahlte das Berner Münster im Berichtsjahr wieder in vollem Lichterglanz und läutete so die Adventszeit ein. Damit ist auch die Fassaden­­ sanierung abgeschlossen und die imposante Kirche ist seit langer Zeit endlich wieder einmal ohne Baugerüst zu sehen. Das neue Beleuchtungskonzept brilliert durch eine präzise Ausleuchtung des bedeutenden Bauwerks und akzen­ tuiert bestimmte Bereiche und Elemente seiner Fassade. Gleichzeitig verhindern die exakt ausgerichteten Schein­ werfer unerwünschtes Streulicht und minimieren so die Lichtverschmutzung.

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Anstelle von bisher 74 Halogenlampen wird das Münster nachts neu mit 96 Metalldampf- und LED-Leuchten erhellt. Die neuen Leuchtmittel überzeugen nicht nur durch eine bedeutend längere Lebensdauer, bei weniger Wartung und Unterhaltskosten. Sie verbrauchen auch 90 Prozent weniger Strom. Bei 1’750 Betriebsstunden pro Jahr entspricht dies dem durchschnittlichen Jahresverbrauch von rund 25 Vier­ personenhaushalten. Um die fragile Sandsteinstruktur der Kirche zu schonen und zusätzliche Perforationen zu vermeiden, hat Energie Wasser Bern die neuen Scheinwerfer nicht direkt an der Fassade angebracht, sondern mittels Klemmvorrichtungen an speziell angefertigten Metallkonstruktionen fixiert.


Jeder Rappen zählt Im Berichtsjahr wurde mit der Unterstützung des Öko­ fonds eine alte Aue renaturiert: Im Winter 2007/2008 hatte sich ein Biber an der Bibere in Ferenbalm nieder­ gelassen. Schon bald lebte dort eine ganze Familie der Nage­tiere, die mit ihren Dämmen das umliegende Land­ wirtschaftsgebiet überflutete. Anstatt die Biberdämme immer wieder zu entfernen, galt es, eine nachhaltige Lösung zu finden. Pro Natura beschloss, die betroffene Landfläche zu kaufen und die alte Aue wieder zum Leben zu erwecken. Die Naturschutzorganisation überlässt es dabei dem Biber, das Gebiet umzugestalten. In den nächs­ ten Jahren dürfte sich die Landschaft dort markant ver­­ ändern und ein Sumpfgebiet mit entsprechender Arten­ vielfalt entstehen.

Die Wasserkraftwerke Matte, Engehalde und Felsenau produzieren zusammen Ökostrom für rund 18’000 Berner Haushalte und tragen das Qualitätslabel naturemade star. Hierfür erfüllen sie strenge Auflagen, damit die Pflanzen und Tiere im Umfeld der Anlagen möglichst wenig beeinträchtigt werden. Kundinnen und Kunden, die das Stromprodukt ewb.ÖKO.Strom beziehen, fördern aber nicht nur die nachhaltige Ener­ gieproduktion. Sie unterstützen gleichzeitig auch Projekte für Natur und Umwelt. Denn pro verkaufte Kilowattstunde Ökostrom fliesst ein Rappen in den Fonds für öko­logische Verbesserungsmassnahmen. Mit diesen Geldern finanziert Energie Wasser Bern regelmässig Projekte zur ökologischen Aufwertung der Gewässerlebens­räume.

pronatura-be.ch/Biberaue_Ferenbalm

Trend zu er­neuer­baren Energien hält an Energie Wasser Bern baut seine Pro­duktion von Strom aus erneuerbaren Energieträgern konsequent aus. Entsprechend sind auch die Kundinnen und Kunden gefordert, sich vermehrt für ökologische Stromprodukte zu entscheiden. Immer mehr Bernerinnen und Berner beziehen Strom aus nachhaltiger Produktion. Dieser Trend zeigt sich auch im Berner Strommix: Der Anteil erneuerbarer Energien hat 2016 weiter zugenommen.

1.91% 58.93%

1.96%

1.69%

0.96%

51.99%

42.81%

42.73%

55.49%

56.31%

2012

2013

4.4%

3.1%

3.2%

35.0%

34.7%

31.1%

60.6%

62.2%

65.7%

2014

2015

2016

46.05% 39.16%

ewb.ch/stromkennzeichnung 2010

2011

Erneuerbare Energien 1

Nicht erneuerbare Energien 2

1 Wasserkraft, Sonnenenergie, Windenergie, Biomasse, Geothermie, geförderter Strom und übrige erneuerbare Energien 2 Kernenergie, fossile Energieträger, Erdöl, Erdgas, Kohle

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Abfälle


Mobil denken Was in Sachen nachhaltiges Energiemanagement möglich ist, wenn wir auch im Kopf mobil sind, zeigt die peyer bern Umzüge und Transporte AG. Die Fahrzeugflotte des Unternehmens fährt umweltschonend, Strom wird auf dem eigenen Dach produziert und auf dem Firmen­ gelände steht eine Erdgastankstelle. Fast an allen Projekten beteiligt: die Spezialisten von Energie Wasser Bern.

Die Solaranlage auf dem Dach des Umzugs- und Transportunternehmens ist eindrucksvoll. Als sie der Geschäftsleiter Marc Peyer 2013 installieren liess, war sie die zweitgrösste in der Region – nur auf dem Stade de Suisse gab es noch mehr Fläche für Fotovoltaik. Mit einer Jahresproduktion von ca. 300'000 Kilowattstunden erzeugt die Anlage weit mehr Strom, als das Unternehmen selbst verbraucht – ein echtes Kraftwerk also. Was man nicht sieht: Die Solaranlage ist Teil einer integrierten Gesamtlösung, die nicht nur den Energieverbrauch im Gebäude, sondern auch auf der Strasse deckt. Den selbst produzierten Ökostrom braucht peyer unter anderem auch für seine Elektrofahrzeuge. Ausserdem betreibt die Firma als eines der ersten Schweizer Unternehmen eine betriebseigene Gastankstelle für seine insgesamt elf Erdgasautos und -nutzfahrzeuge. Ein klares Bekenntnis

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FÜR DIE BERNERINNEN UND BERNER

zu erneuerbaren Energien und umweltschonender Mobi­ lität, das Marc Peyer inzwischen auch privat umsetzt; mit einem privaten Elektroauto und einer Solaranlage auf dem eigenen Hausdach.

Gemeinsame Pilotprojekte Die Solaranlage sowie die Erdgas- und Elektromobilität sind Projekte, die peyer bern zusammen mit Fachleuten von Energie Wasser Bern realisiert hat. Für die Foto­vol­ taikanlage hat Energie Wasser Bern die Dachfläche auf den Lagerhallen der Firma gemietet. Der Energiever­sor­ ger hat die Solaranlage geplant, gebaut und betreibt sie nun auch. Dadurch hat peyer bern weder Aufwand noch Unterhaltskosten und wird zuverlässig mit günstiger Energie versorgt. Bei den leichteren Umzugsfahrzeugen bis 6.5 Tonnen setzt peyer bern auf Erdgasantrieb. Für die Projektierung einer entsprechenden Tankanlage war Energie Wasser Bern als lokaler Gasversorger wiederum schnell zur Stelle: Unter der Leitung seiner Fachleute wurde auf dem Firmenge­ lände die notwendige Infrastruktur mit betriebseigener Erdgastankstelle gebaut und an das städtische Erdgasnetz angeschlossen. Seither fahren die Erdgasfahrzeuge des Logistikunternehmens zu hundert Prozent mit CO2-neu­ tralem Biogas.

Für die Lastwagenflotte im Speditionsbetrieb und die Miet­fahrzeuge zum Zügeln hat die Autoindustrie bisher noch keine Elektro- oder Erdgasfahrzeuge im Angebot. Umweltschonend fährt peyer aber trotzdem. Denn seit 2015 ergänzen zwei Lastwagen, die mit 100 Prozent Bio­ diesel angetrieben werden, den Fuhrpark. Das reduziert den CO2-Ausstoss um bis zu 70 Prozent. Ausserdem ver­ meidet die Disposition Leerfahrten und plant die jeweils ökonomisch und ökologisch sinnvollsten Routen.

Gute Referenz Aufgrund der vielen Projekte und des Engagements von Marc Peyer ist die Kooperation mit dem Transport­unter­ nehmen für Energie Wasser Bern zu einer wert­vol­len Referenz geworden. Das Beispiel kann Nachahmer von der Tragfähigkeit einer integrierten, nachhaltigen Ge­ samtenergielösung überzeugen. Pionier Marc Peyer teilt seine Erfahrungen gerne mit anderen Interessenten – und Energie Wasser Bern unterstützt sie bei der Umsetzung ihrer eigenen massgeschneiderten Lösung. ewb.ch/contracting

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FÜR DIE BERNERINNEN UND BERNER

ist das ein echtes Anliegen. Mit myClimate waren wir die Ersten in der Logistikbranche, die CO2-neutral transpor­ tierten. Unsere Kunden haben zudem die Möglichkeit, den kompletten Umzug klimaneutral zu bestellen. Ist es schwer, Nachhaltigkeit im eigenen Unter­ nehmen konsequent umzusetzen? Ein paar Hürden gibt es schon. Die Mitarbeitenden waren anfangs skeptisch, ob das klappt mit der Elektromo­bili­tät und ob die Erdgasfahrzeuge mit der altbewährten Technik mithalten können. Aber die Sache war gut durchdacht und die alternativen Antriebe haben überzeugt. Es sind auch kleine Dinge, die dazu beigetragen haben; wenn ein Elektrofahrzeug morgens automatisch vorgeheizt wird und man keine Scheiben kratzen muss zum Beispiel.

«Die Umwelt­ belastung wird geringer und das Image gewinnt.»

Einen grossen Beitrag hat auch Energie Wasser Bern ge­ leistet. Wir mussten die Infrastruktur für Solarstrom und Erdgasmobilität ja erst bauen. Das sind Investitionen, das braucht Pla­nung und viel Know-how. Den nötigen Sachverstand und die notwendige Kompetenz haben wir bei Energie Wasser Bern gefunden. Wie auch die Bereitschaft, zu­sammen etwas Neues aufzubauen und Geld dafür in die Hand zu nehmen. Die Mitarbeitenden des städtischen Energieversorgers zeigten Engagement und haben die Sache aktiv vorangetrieben. Ohne ihre Unterstützung hätten wir jetzt nicht diese Gesamtlösung, höchstens Teile davon.

Drei Fragen an Marc Peyer, Geschäftsleiter der peyer bern Umzüge und Transporte AG

Sie sind offenbar ein Überzeugungstäter. Klimaneutrale Transporte, Solaranlage auf dem Dach, Biogas im Tank – woher kommt dieses Engagement? Marc Peyer: Wenn Sie im Transportgewerbe tätig sind, sind Lastwagen Ihr wichtigstes Werkzeug. Jeder sieht ein, dass sie notwendig sind, aber gern gesehen sind sie nicht wirklich – besonders in der Stadt. Die Umweltbelastung ist leider immer noch ein echtes Problem. Wenn man etwas dagegen tun kann, hat man doppelt etwas davon: Die Umweltbelastung wird geringer – soweit man das mit dem aktuellen Stand der Technik eben beeinflussen kann – und das Image des Unternehmens gewinnt. Uns

Haben Sie noch weitere Ambitionen für die Zukunft? Sicher, wir wollen ja nicht stehen bleiben. Gemeinsam mit Energie Wasser Bern arbeiten wir bereits an einer öffent­ lichen Schnellladestation für Elektrofahrzeuge. Wir wollen unsere umweltschonende Fahrzeugflotte weiter ausbauen und sehen, wie man nachhaltig und gleichzeitig wirt­ schaftlich fahren kann – warum nicht mit einem Elek­tro­ lastwagen, sobald ihn die Hersteller anbieten … peyerbern.ch

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INNOVATION

Neue Online-Services Die Website von Energie Wasser Bern wurde 2017 durch ein neues Kundenportal erweitert. Dank OnlineServices und personalisierten Funktionen können die Bernerinnen und Berner ihren Energieverbrauch nun ganz einfach per Mausklick regeln. Zudem wurde die neue Plattform für mobile Empfangsgeräte optimiert. Direkt auf der Einstiegsseite des Portals bekommen registrierte Nutzerinnen und Nutzer einen Überblick über ihre Produkte, ihr Konto und ihren Verbrauch von Strom, Wärme oder Wasser. Weitere Funktionen wie die Verfügbarkeit von Dienstleistungen an ihrem Wohnort, die Übersicht über bezahlte Rechnungen oder Adressänderungen sind mit nur einem Klick abrufbar. So können Kundinnen und Kunden ihre Angele­ genheiten rund um Energie schnell und unkompliziert abwickeln – auch ausserhalb der Bürozeiten. User, die sich auf dem Online-Kundenportal registrieren, können dort auch gleich anwählen, ob sie die Rechnungen von Energie Wasser Bern zukünftig nur noch per E-Mail erhalten möchten. Die neue elektro­ nische Rechnung bietet einen echten Mehrwert: Sie ist auf das Wesentliche reduziert, vermittelt eine ein­fache und verständliche Übersicht über sämtliche Energiekosten und ist mit nützlichen Zusatzinforma­ tionen ergänzt. Anhand von grafischen Darstellungen des Strom-, Erdgas-, Wärme- und Wasserverbrauchs können die Kun­ dinnen und Kunden beispielsweise feststellen, ob ihre Energiesparmassnahmen Wirkung zeigen. Auf jeden Fall haben sie dank der E-Mail-Rechnung schon mal das Papier gespart, auf dem sie bisher gedruckt wurde. kundenportal.ewb.ch

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w FÜR DIE BERNERINNEN UND BERNER

Positives Image Im Mai 2017 hat das Marktforschungsinstitut gfs Bern eine Auswahl von privaten, gewerblichen und industriellen Kundinnen und Kunden zu ihrem städtischen Energiever­ sorger befragt. Das erfreuliche Ergebnis: Das Angebot und die Dienstleistungen von Energie Wasser Bern werden grundsätzlich positiv bewertet und das Unternehmen als serviceorientiert wahrgenommen. Unterschiedlich sind die Bedürfnisse und Erwartungen der verschiedenen Kundensegmente, wie die Befragung ge­ zeigt hat: Private Kundinnen und Kunden legen grossen Wert auf ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis, verständ­ liche Abrechnungen sowie eine rasche und korrekte Be­­arbeitung von Anfragen und Beschwerden. Geschäfts­ kunden wünschen sich von ihrem Energieversorger nebst einem guten Preis-Leistungs-Verhältnis flexible, nicht zu stark standardisierte Angebote und Dienstleistungen sowie Innovationsfreude.

Energie Wasser Bern punktet insbesondere in den Kate­ gorien Zuverlässigkeit, Vertrauenswürdigkeit, Kompetenz, Sicherheit und Kundennähe. Ausserdem hat das Unter­ nehmen einen ausgesprochen hohen Bekanntheitsgrad in der Stadt und in der Region. Ein Beleg für die gelungene Ausrichtung auf die Kundenbedürfnisse ist zudem der sehr hohe Wert bei der allgemeinen Zufriedenheit: Auf der 10-Punkte-Skala erreicht Energie Wasser Bern den sehr erfreulichen Wert von 8.2. Allerdings wirkt das Bild eines Energieversorgers mit wenig spannenden Produkten im Portfolio nach. Gerade Geschäftskunden erwarten vom Unternehmen zukünftig ein noch agileres Auftreten. Über alle Kundengruppen hinweg sammelt Energie Wasser Bern wiederum Pluspunkte für die Verbundenheit mit der Stadt und der Region Bern und den «Berner Charme», den das Unter­ nehmen be­wusst pflegt. In diesem Sinne: Merci viumau!

Vierhundert Anfragen pro Tag Bis zu zweihundert Mal am Tag klingelt beim Kunden­ dienst von Energie Wasser Bern das Telefon. Hinzu kommen bis zu zweihundert schriftliche Anfragen per E-Mail. Einen sehr grossen Teil dieser Kundenanfragen beantworten die 16 Mitarbeitenden inzwischen direkt, ohne Rückfragen.

Dabei können sich die Mitarbeitenden des Kundendiensts nicht nur auf ihr grosses Wissen verlassen, das sie sich im Berichtsjahr in intensiven Schulungen angeeignet haben. Sie können auch auf ein computergestütztes System zur Kundenbetreuung zurückgreifen, das 2017 auf eine we­ sentlich leistungsfähigere Plattform umgestellt wurde.

Im Berichtsjahr hat sich der städtische Energieversorger noch konsequenter auf die Bedürfnisse der Bernerinnen und Berner ausgerichtet: Der Kundendienst wurde zur zentralen Anlaufstelle für sämtliche Fragen und Anliegen rund um Energie erweitert. Das garantiert den Kundinnen und Kunden eine hohe Erreichbarkeit und eine ganzheit­ liche Betreuung.

Ist eine Anfrage dennoch zu spezifisch, trifft der Kunden­ dienst intern bei den zuständigen Fachleuten die nötigen Abklärungen und gibt den betreffenden Kunden anschlies­­ send Auskunft. Wer sich also an Energie Wasser Bern wendet, darf erwarten, dass alles unternommen wird, um ihr oder ihm weiterzuhelfen. ewb.ch/kundendienst

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www

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FÜR DIE MITARBEITENDEN

Das Jahr der kreativen Unruhe Die Welt um Energie Wasser Bern dreht sich immer schneller. Wer nicht nur mithalten, sondern auch mitgestalten will, kann nicht stehen bleiben. Unter dem Motto «Zäme bewege» packt Energie Wasser Bern die Veränderungen zusammen mit den Mitarbeitenden aktiv an.

Innovation, Strukturwandel, Neuvernetzung – drei Schlag­ worte mit einem gemeinsamen Nenner: Veränderung. Die Initiative «Fit für morgen. Schritt für Schritt» von Energie Wasser Bern nimmt sich seit 2014 des für erfolg­reiche Veränderungen notwendigen Kulturwandels an und setzt immer wieder neue Impulse. So stand das Jahr 2017 unter dem Motto «Zäme bewege», das sich im doppelten Sinn verstehen lässt: Alle Mitarbeitenden sind in Bewe­ gung und alle bewegen etwas gemeinsam.

Reorganisation bringt Neuvernetzung Will ein Unternehmen agile Mitarbeitende mit genügend Bewegungsfreiheit, so braucht es eine entsprechende Organisation. Die klassisch hierarchische Unternehmens­

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struktur, in der die Vorgesetzten die Entscheidungen treffen und ihre Direktiven nach unten weitergeben, passt nicht mehr in eine Zeit, in der ständig neue Informationen berücksichtigt werden müssen und optimale Lösungen ein hohes Mass an Flexibilität und Fachwissen voraussetzen. Das Berichtsjahr stand deshalb im Zeichen einer grundle­ genden Reorganisation, die eine flachere Hierarchie und interdisziplinäre Teams im Fokus hatte. Die frühere Kader­ struktur wurde aufgelöst, der Begriff «Kader» abge­schafft. Damit wurde der Grundstein gelegt, um eine bis­­her zu wenig genutzte Ressource aufzuwerten und syste­ma­tisch zu erschliessen: die Eigeninitiative, die Ideen und die Erfahrungen jedes Einzelnen.


Orientierungsrahmen für die tägliche Arbeit und die lang­fristige Ausrichtung ist nicht mehr die klassische Abteilung, sondern die Aufgabe. Für grosse und kleinere Projekte werden vermehrt flexible Fachteams gebildet, die ihre Expertise quer durch das ganze Unternehmen zur Verfügung stellen. Diese Form des «Querverbunds» fügt sich in eine Branche ein, in der die politischen Vorgaben komplexer werden, das gesellschaftliche Umfeld und die Kunden höhere Ansprüche stellen und die Entwicklungen in Markt und Technik zeigen, wie viele Chancen in der Ver­­ bindung von unterschiedlichen wirtschaftlichen und tech­ nischen Systemen liegen. Horizontal verknüpftes Fachwissen kann zu neuen Kun­den­ lösungen führen. Beispielsweise dann, wenn bereichsüber­ greifende Projektteams über Angebote nachdenken, bei denen Energie Wasser Bern dem Hausbesitzer hilft, die Heizung auf erneuerbare Energieträger umzustellen, ihm gleichzeitig eine Solaranlage anbietet und auch gleich die Systemsteuerung zur Optimierung des Selbst­ verbrauchs übernimmt. In solchen integrierten Gesamt­ energiedienstleistungen sieht das Unternehmen seine Zu­­kunft. Und dafür braucht es vernetztes Denken im Querverbund. Der Weg zum Gesamtenergiespezialisten, der auf integ­ rierte Konzepte und intelligente Vernetzung baut, beginnt in den Köpfen der Mitarbeitenden. Grundlage für den Erfolg ist eine Kombination aus spezifischem Fachwissen, fundierter Erfahrung und der Bereitschaft, eigenes Wissen zu teilen und gleichzeitig von anderen zu lernen. Hier setzte die Reorganisation der einzelnen Unternehmens­ bereiche an, indem sie die Grundlage für neue Vernetzun­ gen innerhalb des Unternehmens schaffte.

Herausforderung Veränderung Wie jede tief greifende Veränderung bringt auch eine Re­organisation anfänglich vor allem Verunsicherung mit sich. Es ist selten leicht, sich in einer neuen Rolle einzu­ finden. Über lange Jahre Gelerntes und Eingespieltes fühlt sich vertrauter und auch effizienter an. Neue Wege zu gehen, verursacht eben auch Unruhe; nicht immer funktio­ niert alles auf Anhieb, wenn die alten Landkarten nicht mehr stimmen, und manch einem sind feste Strukturen auch eine Stütze.

Mehr Entscheidungsfreiheit auf allen Ebenen sowie ein Klima, in dem Wortmeldungen nicht nur gehört werden, sondern auch etwas bewirken, sind die positiven Seiten der Reorganisation. Wie man sich einfach und wirksam einbringen kann, zeigen die Mitarbeitenden, die den Unter­ halt der Netze und Anlagen von Energie Wasser Bern ver­antworten: Fällt ihnen bei ihrer täglichen Arbeit etwas auf, hinterlassen sie einfach ein Post-it mit ein paar Hinweisen am KVP-Brett. Die Anregungen werden regel­ mässig im Team diskutiert und die daraus resultierenden Veränderungsmassnahmen umgesetzt – eine echte kleine Erfolgsgeschichte, die gut zum Motto «Zäme bewege» passt.

Es funktioniert! Ein anderes Beispiel für erfolgreiche interne Vernetzung wird zurzeit im ehemaligen Postgebäude Schönburg Wirklichkeit: Hier entstehen 142 neue Wohnungen – ein ideales Projekt für Fernwärme, so sah es auch der In­ vestor. Da der Ausbau des Berner Fernwärmenetzes einem abweichenden langfristigen Plan folgt, brauchte es eine kluge Alternative. Die kreative Lösung beinhaltet in diesem Fall die vorgezogene Versorgung über das Block­ heizkraftwerk Viktoria; eine Interimslösung, die sich so­ wohl für Energie Wasser Bern als auch für den neuen Grosskunden lohnt. Abgestimmt wurde die Lösung im neu gegründeten BAK-Team. BAK steht für Betrieb-AssetManagement. Das Team koordiniert den umsichtigen Ausbau der Netzinfrastruktur mit kurzfristigeren Kunden­ bedürfnissen. Diese Beispiele zeigen: Es bewegt sich viel bei Energie Wasser Bern. Neue Formen der Zusammenarbeit, neue Konzepte, neue Angebote und Dienstleistungen ent­ste­ hen. Noch ist nicht jede Lösung gefunden, aber das Ziel ist klar: Die Mitarbeitenden von Energie Wasser Bern erneuern nicht nur das Unternehmen, sie wollen auch die Erwartungen ihrer Kundinnen und Kunden übertreffen.

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FÜR DIE MITARBEITENDEN

Welche Schritte hat Energie Wasser Bern 2017 zusätzlich zu den angepassten Prozessen unternommen, um sich zum Gesamtenergie­ spezialisten zu wandeln? Erstens ist die Organisation so angepasst worden, dass wir die definierten Prozesse im Alltag besser leben können. Zweitens haben wir die Verordnungen harmoni­ siert und kundenfreundlicher formuliert. Drittens sind unsere Produkte und Dienstleistungen nun anders segmen­ tiert und funktionieren nach dem «Köfferliprinzip»: Pro Bedürfnis oder Kundensegment nehmen wir die Ange­ bote aus dem jeweiligen «Köfferli» heraus, bieten sie also standardisiert und zu einem Pauschalpreis an. Damit werden wir den unterschiedlichen Bedürfnissen besser gerecht und erhöhen gleichzeitig die Wirtschaftlichkeit unseres Angebots- und Dienstleistungsportfolios.

«Die Mitarbeitenden verabschieden sich vom hoheitlichen Denken.» Drei Fragen an Martin Jutzeler, Experte Systemoptimierung von Energie Wasser Bern

Welche Herausforderungen stellen sich durch die Neuausrichtung von Energie Wasser Bern für die Mitarbeitenden? Bisher stand die Versorgungssicherheit an 365 Tagen mal 24 Stunden über allem. Neu sind die individuellen Bedürfnisse der verschiedenen Kundensegmente ge­ nauso zentral. Die Mitarbeitenden müssen sich deshalb vom hoheitlichen Denken verabschieden und vernetzter arbeiten. So hat früher beispielsweise eine eigene Unter­ haltsequipe alle Aufgaben für das Fernwärmenetz über­ nommen und war damit auch für die Versorgungs­ sicherheit verantwortlich. Neu sind die unterschiedlichen Arbeiten medienübergreifend auf verschiedene Teams verteilt. Damit in einer solchen Veränderungsphase die Motivation nicht leidet, braucht es Kommunikation und die Bereitschaft, Neues zu lernen. Deshalb haben wir 2017 unter anderem auch Anlässe durchgeführt, an denen wir den Mitarbeitenden die Notwendigkeit und die Vorteile des Gesamtenergiedenkens vermittelt haben.

Was unterscheidet den Gesamtenergiespezia­ listen Energie Wasser Bern vom bisherigen Querverbundunternehmen? Martin Jutzeler: Bisher standen die einzelnen Medien im Fokus: Strom, Gas, Wasser, Fernwärme, Telekommuni­ kation. Doch die Kundinnen und Kunden denken anders: in Bedürfnissen wie Licht, Wärme und schnellem Surfen. Als Gesamtenergiespezialist rücken wir diese Kunden­ optik ins Zentrum. Darauf richten wir die Prozesse aus. Neu arbeiten wir nicht mehr primär medienorientiert, sondern suchen stattdessen über alle Medien hinweg die beste Ge­ samtlösung.

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INNOVATION

Hundert Franken bar auf die Hand … Ein Hunderternötli in einem Couvert erhielt jede Mitarbeiterin und jeder Mitarbeiter von Energie Wasser Bern am 30. Oktober 2017, dazu eine Antwortkarte. Dabei ging es aber nicht um einen Bonus, sondern um Ideen und Investitionen, die das Unternehmen voranbringen sollen. Bis zum 31. Januar 2018 ausgeben oder zurückgeben, in eigener Verantwortung und nach eigenem Dafürhalten, das waren die Regeln. Und wozu der Geldschein, wenn das heute doch auch elektronisch geht? Weil es sich anders anfühlt, wenn man Geld in die Hand nimmt und es in eine Sache investiert, hinter der man persönlich steht. Doch was lässt sich mit hundert Franken schon bewegen? Sehr viel, wenn man sich zusammentut. «Für zäme z bewege, muess me zäme rede!», und geredet wurde schnell und viel: Zum Jahreswechsel waren es schon elf Projekte, die um das Geld der Kolleginnen und Kollegen buhlten. Die Bandbreite der Ideen zeigt, wie weit der Horizont und das Engagement der Mitarbeitenden von Energie Wasser Bern reichen. Ein interaktives Display zur digitalen Darstellung und Verknüpfung von Informationen aus unterschiedlichen Quellen fand ebenso Investoren wie ein gasbetriebenes Auto als Spende an eine gemeinnützige Organi­ sation oder eine Solar-Handyhülle. Projekte, die ausreichend Donatoren überzeugen konnten, werden nach Abschluss der Aktion Ende Januar 2018 umgesetzt. Viel bewirkt haben die hundert Franken aber schon davor – «zäme rede» ist eben ein gutes Rezept für «zäme bewege».

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FÜR DIE MITARBEITENDEN

«Ich möchte auch als Mutter weiter auf dem Bau arbeiten. Teilzeit halt. Hier muss sich in der Schweiz noch viel ändern.» Leila Schmid, 21, Schweisserin im Netzunterhalt

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FÜR DIE MITARBEITENDEN

Generation im Aufbruch Wer heute zwischen 20 und 35 Jahre alt ist und frisch ins Berufsleben einsteigt, möchte etwas bewegen. Die Generation Z gilt als leistungsbereit, aber auch als anspruchsvoll: Die jungen Arbeitskräfte legen Wert auf ständige Weiterentwicklung und es ist ihnen wichtig, dass ihre Arbeit einen Sinn hat, sagen die Meinungsforscher. Spannende Projekte, ein lebendiger Austausch mit anderen und der stete Zugang zu neuem Wissen spielen für die neue Generation mindestens eine ebenso grosse Rolle wie Karrierechancen und Gehalt. Hinterfragen und verbessern, Veränderungen anstossen, agil handeln und umsetzen: «Zäme bewege» ist ein Gedanke, der wie für die jungen Berufsleute geschaffen scheint. Flexibel soll es zugehen, gerade bei den Arbeitszeiten. Aber es soll auch Leitplanken geben, an denen man sich orientieren kann. Gut zehn Prozent der Mitarbei­ten­den von Energie Wasser Bern sind jünger als 30. Sie sind das Gesicht der Welt von morgen und wichtige Treiber für Veränderungen innerhalb des Unternehmens. Doch am Ende gilt das Glei­ che wie überall: Erst die richtige Mischung aus wertvoller Erfahrung der älteren und dem dynamischen Schwung der jüngeren Mitarbeitenden führt in eine erfolgreiche Zukunft.

Faires Lohnsystem Das Lohnsystem von Energie Wasser Bern basiert auf den drei Komponenten Funktion, Erfahrung und Leistung. Das Unternehmen achtet darauf, dass dieses diskrimi­nie­rungsfrei umgesetzt wird. Jährlich wird das System auf Ungereimtheiten überprüft und wenn nötig korrigiert. 2014 wurde die Lohngerechtigkeit von Energie Wasser Bern erstmals erfolgreich von der Schweizerischen Ver­einigung für Qualitäts- und Management-Systeme (SQS) nach den Kriterien der Association of Compensation  & Benefits Experts ge­­prüft. Das erlangte Zertifikat «Fair Compensation» be­scheinigt, dass beim städtischen Energie­versorger keine Lohndiskriminierungen aufgrund des Geschlechts festzustellen sind. Im Berichtsjahr wurde das Lohn­ system erfolgreich rezertifiziert.

Kennzahlen zu den Mitarbeitenden von Energie Wasser Bern finden Sie auf der Seite 89 dieses Geschäfts- und Nachhaltigkeitsberichts.

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FÜR BERN

Für noch mehr Lebensqualität in Bern Für die hohe Versorgungssicherheit in der Stadt Bern müssen sich die Netze in einem guten Zustand befinden. Das erfordert regelmässig Baumassnahmen. Energie Wasser Bern plant jedes Bauprojekt sorgfältig – auch, um die Be­ völkerung möglichst wenig zu beeinträchtigen und Störungen möglichst rasch zu beheben. Unbestritten, Baustellen sind ein Ärgernis. Sie bringen Verkehrsbehinderungen mit sich, und die Anwohnenden müssen Baulärm, die Aufhebung von Parkplätzen und manchmal einen erschwerten Zugang zum Haus in Kauf nehmen. Wer die Bauarbeiten von Energie Wasser Bern als unkoordiniert wahrnimmt, täuscht sich aber: Sämtli­ chen Eingriffen geht eine minutiöse Planung voraus.

Die richtigen Schwerpunkte setzen Die Bauprojekte werden zunächst priorisiert. An erster Stelle stehen immer Kundenprojekte; zum Beispiel der Anschluss eines Neubaus ans Strom-, Wasser-, Gas- und Glasfasernetz. Ähnlich hohe Priorität haben Bauprojekte von übergeordnetem Charakter, initiiert etwa durch die Stadt, den Kanton, BERNMOBIL oder die SBB. Bei solchen Vorhaben arbeitet Energie Wasser Bern meist im «Takt­ fahrplan» des Projekts. Danach folgen jene Projekte, die Energie Wasser Bern selbst anstösst. Sie dienen dem Ziel, durch eine hohe Versorgungsqualität an 365 Tagen während 24 Stunden modernes Leben und Arbeiten in der Stadt Bern zu ermöglichen. Fachleute von Energie Wasser Bern prüfen sorgfältig, in welchen Gebieten Ausbau- oder Sanierungsarbeiten nötig sind. Dabei betrachten sie immer alle Medien – also Strom-, Wasser-, Gas-, Fernwärme- und Glasfaserleitun­ gen. Muss in einem Quartier eines dieser Netze erneuert oder ausgebaut werden, saniert Energie Wasser Bern auch gleich jene, bei denen in absehbarer Zeit ohnehin Arbeiten nötig wären. Zudem koordinieren die Planungs­ spezialisten alle Projekte mit anderen Organisationen wie dem städtischen Tiefbauamt und den Betreibern von Telekommunikationsnetzen.

Umsicht gefragt Nach der Planung beginnt die Projektierung. Hier geht es darum, die festgelegten Bauprojekte im Detail aus­zu­ arbeiten und vorzubereiten. Sind Beeinträchtigungen für den Verkehr unumgänglich, sucht die Projektleitung zusammen mit den Verantwortlichen der Stadt oder des Kantons nach einer Lösung, die die Bedürfnisse aller Verkehrsteilnehmenden berücksichtigt. Besonders wich­ tig ist zudem, die Bevölkerung im jeweiligen Stadtgebiet rechtzeitig über die Bauarbeiten zu informieren. Am unangenehmsten für die Anwohnenden und genauso für Energie Wasser Bern selbst sind ungeplante Bauar­ beiten. Sie werden hauptsächlich durch Versorgungsunter­­ brüche und durch Lecks an Rohrleitungen nötig. Um die Zahl kurzfristiger Bauprojekte möglichst gering zu halten, nimmt der städtische Energieversorger an seinen Netzen regelmässig Kontroll- und Unterhaltsarbeiten vor. Sie haben zum Ziel, Unterbrüche zu vermeiden und einen all­ fälligen Sanierungsbedarf frühzeitig zu erkennen. Dazu setzt Energie Wasser Bern auf moderne Technik, zum Beispiel auf die Lecksuche anhand von Stromimpulsen, mit kleinen Mikrofonen oder mit sogenannten Schnüffel­ geräten. Neue Wege geht das Unternehmen zudem bei den Sanierungsverfahren: Begehbare Elektroschächte im Untergrund ermöglichen Netzarbeiten ohne Beein­ trächtigungen im öffentlichen Raum. Glasfaserkabel lassen sich mit einer innovativen Technik in bestehende Leitungen einziehen. Und das Rohrreduktionsverfahren wendet Energie Wasser Bern sogar als erstes Schweizer Unternehmen an (siehe Seite 55). Solche Innovationen

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betroffenen Liegenschaften meist durch Umschaltun­ gen über eine andere Leitung versorgen. Wenn nötig bietet der Pikettdienst Mitarbeitende des Netzbaus und ex­ter­ner Baufirmen auf, um beispielsweise ein Leck zu schliessen.

schonen die Nerven von Fussgängern, Velofahrerinnen und Automobilisten. Denn sie nehmen die Baustellen schlicht nicht mehr wahr.

Im Fall der Fälle Grössere Störungen bei der Energie- und Wasserversor­ gung sind selten. Wenn aber doch einmal eine auftritt, arbeiten die Fachleute von Energie Wasser Bern nach gut eingespielten Prozessen. Rund um die Uhr über­wa­ chen sie auf unzähligen Monitoren in der Leitstelle am Hauptsitz die Energie- und die Wasserversorgung der Stadt. Treten Störungen auf, koordinieren sie Sofortmass­ nahmen. Fällt etwa eine Stromleitung aus, lassen sich die

Damit Energie Wasser Bern bei Reparaturen am Nieder­ spannungsnetz die Stromversorgung im Quartier nicht unterbrechen muss, erledigen die Fachleute einige Arbeiten sogar unter Spannung. Denn egal, welches Netz von Energie Wasser Bern betroffen ist: Das Ziel lautet immer, den Versorgungsunterbruch so schnell wie möglich zu beheben.

INNOVATION

Schweizer Premiere Im September 2017 hat Energie Wasser Bern bei Sanierungsarbeiten am Wasserversorgungsnetz als erster Schweizer Energieversorger das sogenannte Rohrreduktionsverfahren (engl. Swagelining) angewandt: Eine Maschine zieht das neue Kunststoffrohr mit grosser Kraft durch eine Matrize ein und dehnt es so in die Länge. Dabei nimmt dessen Durchmesser etwa zehn Prozent ab – genug, um in die alte Leitung zu passen. Sobald die Zugkraft durch die Maschine nachlässt, vergrössert sich der Durchmesser des neuen Rohrs wieder. Es legt sich nahtlos an die Wand des alten. Durch dieses grabenlose Verfahren werden nicht nur Aufwand und Kosten, sondern auch die Beeinträchtigung der Öffentlichkeit verringert.

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© Hansueli Trachsel

FÜR BERN

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FÜR BERN

Wie stellt Energie Wasser Bern sicher, dass am gleichen Ort nicht schon nach wenigen Jahren wieder gebaut wird? In der Stadt Bern gilt für Arbeiten an derselben Stelle in der Regel eine Sperrfrist von fünf Jahren. Ausnahmen sind möglich bei Störungen, bei Neubauten oder beim Anschluss von bestehenden Gebäuden an eines unserer Netze. Die Stadt Bern hat mit der «Koordination öffent­ licher Raum» (KöR) einen Prozess definiert, um Bauarbei­ ten zu bündeln, sodass die Anwohner danach möglichst lange Ruhe haben. Wie funktioniert dieser Prozess? Wenn wir ein Bauprojekt planen, publiziert das Tiefbau­ amt der Stadt Bern das Vorhaben auf der Online-Platt­ form der KöR. Innerhalb einer gegebenen Frist können andere Organisationen wie das Tiefbauamt, BERNMOBIL oder Betreiber von Telekommunikationsnetzen zu unserem Vorhaben Stellung nehmen. Sie teilen uns mit, wenn sie in diesem Stadtgebiet ebenfalls Arbeiten planen und sich an dem Projekt beteiligen wollen.

«Wir wollen die Bevölkerung möglichst wenig einschränken.» Roland Weber, Leiter Projektmanagement Netze bei Energie Wasser Bern, über die Abwicklung von Bauprojekten

Wie berücksichtigen Sie bei Bauprojekten die Bedürfnisse der Anwohner? Wir berücksichtigen nicht nur die Bedürfnisse der An­woh­ ner, sondern auch jene des öffentlichen Verkehrs, der Fussgänger, Velofahrer und Automobilisten, von Menschen mit einer Behinderung oder von Blaulichtorganisationen. Unser Ziel ist, die Bevölkerung durch Bauprojekte möglichst wenig einzuschränken. Dazu gehört, die Sperrflächen für die Baustelleneinrichtung und das Material auf das nötige Minimum zu beschränken. Mit Besitzern von Läden und Restaurants besprechen wir oft individuell, wie wir für ihr Ge­­schäft während der Bauzeit Unannehmlich­keiten vermeiden können.

Wie weit im Voraus legt Energie Wasser Bern fest, wann wo gebaut wird? Roland Weber: Bei Projekten, die wir selbst anstossen, beträgt der Vorlauf üblicherweise zwei bis drei Jahre. Städtische Grossprojekte sind meist länger im Voraus bekannt. Handkehrum haben wir bei Kundenaufträgen, zum Beispiel bei Netzanschlüssen für Neubauten, oft nur wenige Monate Vorlaufzeit. Am kurzfristigsten fallen Bauarbeiten nach Störungen an. Hier müssen wir meist innert weniger Stunden Massnahmen treffen.

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FÜR BERN

Für eine lebendige Stadt Bern Getreu seiner Sponsoringstrategie engagierte sich Energie Wasser Bern das ganze Berichtsjahr hindurch für Kultur, Sport, Bildung und soziale Anliegen in der Stadt und der Region Bern. Im März unterstützte Energie Wasser Bern erstmals den Swiss Venture Club bei der Verleihung des Prix SVC Espace Mittelland. Der Preis ist eine Anerkennung für kleine und mittlere Unternehmen, die durch besondere Leistungen auf ihrem Gebiet aufgefallen sind. Im gleichen Monat öffnete der Energieversorger an der 15. Berner Museumsnacht sein Besucherzentrum in der Energiezentrale Forsthaus. Mehr als 1’600 Nacht­ schwärmer liessen sich durch die Anlagen führen, ent­ deckten in der Energiewerkstatt die Elektrostatik oder sangen Lieder mit Ueli Schmezer und MatterLive. Im Juni engagierte sich das Unternehmen traditionsbewusst als Sponsor des Mittelländischen Schwingfests auf dem Gurten. Kurz darauf waren in der ganzen Stadt die BernARTiner los: 102 Skulpturen waren 90 Tage lang verstreut in ganz Bern zu bestaunen. Zwei davon liess Energie Wasser Bern durch Mitarbeitende und einen Künstler ge­stalten und einen anschliessend zugunsten einer gemeinnützigen Organisation versteigern. Im Juli vernetzte der Energieversorger als Hauptsponsor der Waldbühne die Besucherinnen und Besucher des Gurten­festivals. Im August sorgte das Unternehmen als Hauptsponsor des «Kino im Kocher» für Unterhaltung im nahe­gelege­ nen Kocherpark. Im September beteiligte sich der Energieversorger mit eigenen Beiträgen und als Sponsor an der Nacht der Forschung der Universität Bern. Und am Finale der COOP Beachtour konnte sich Energie Wasser Bern bei Strand­ feeling auf dem Bundesplatz als Hauptsponsor präsen­ tieren. Ausserdem endete im Herbst die Sonderausstellung «Wasser unser» im Alpinen Museum, die das Unter­ nehmen als Partner unterstützt hatte.

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Who let the dogs out!? Im Sommer 2017 schmückten jede Menge bunte Hunde die Berner Innenstadt. Im Rahmen der Freiluftausstellung Bern­ ARTiner hatten Unternehmen, Institutionen und Privatper­ sonen über 100 Skulpturen des Schweizer Natio­­nal­hundes gestaltet. Auch Energie Wasser Bern beteiligte sich mit zwei BernARTinern an der Kunstaktion: Berna wurde von Mitarbeitenden des Unternehmens und DigiDog vom Berner Künstler Ata Bozaci gestaltet. An der Vernissage im Juni trafen die beiden auf dem Bundesplatz auf ihre Artgenossen. Danach waren sie im Schaufenster am Hauptsitz von Energie Wasser Bern und in der Spitalgasse zu bewundern. Im Oktober wurden die Kunstwerke im Hotel Schweizerhof zugunsten von gemeinnützigen Organisationen versteigert. Der Erlös für DigiDog ging an die Stiftung Terra Vecchia; eine Berner Non-Profit-Organisation, die Menschen in ausser­ordent­lichen Lebenssituationen unterstützt. Berna hingegen wurde zum Maskottchen des Energieversorgers und bewacht weiterhin das Schaufenster an der Monbijoustrasse.

Energie Wasser Bern verkuppelt Das Gurtenfestival steht für gute Musik, Feiern, Spass und natürlich auch für die eine oder andere prickelnde Begeg­ nung. Deshalb liess sich Energie Wasser Bern für die Ausgabe 2017 etwas Besonderes einfallen: Unter dem Motto «Energie Wasser Bern vernetzt» entwickelte der Hauptsponsor der Waldbühne eine Flirt-App. «Güsche Date» sollte es Besuche­ rinnen und Besuchern des Festi­vals erleichtern, potenzielle Flirtpartner im Publikum aus­zumachen. Die Nutzerinnen und Nutzer konnten sich die Profile möglicher Flirtpartner oder -partnerinnen anschauen und diese beurteilen. Fanden sich zwei sympathisch, kam es zu einem «Match» und die beiden konnten sich in der ewb-Lounge verabreden und kennenler­ nen. «Güsche Date» fand grossen Anklang bei den Musikfans und brachte die Luft auf dem Gurten zum Knistern: Noch be­ vor das Festival begonnen hatte, zählte die Kuppel-App bereits 2’500 flirtwillige Userinnen und User. Energie Wasser Bern hofft, dass es genauso gut verkuppelt wie vernetzt und dass sich dank der App viele Liebespaare gefunden haben.

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JAHRESBERICHT ÖKOFONDS

Jahresbericht 2017 des Fonds für erneuerbare Energien Zweck und Finanzierung des Ökofonds Der städtische Leistungsauftrag an Energie Wasser Bern umfasst auch die aktive Förderung der Produktion und des Vertriebs von erneuerbaren Energien sowie die finanzielle Unterstützung von Projekten zur Steigerung der Energieeffizienz (ewr, Art. 6). Zu diesem Zweck wurde 2002 der Ökofonds eingerichtet. Finanziert wird der Fonds für erneuerbare Energien durch einen zweckgebundenen Rückbehalt von mindestens zehn Prozent des jährlich durch Energie Wasser Bern an die Stadt auszuschüttenden Gewinns. Mit den zur Verfügung stehenden finanziellen Mitteln werden Projekte gefördert, welche durch ihre Wirkung mithelfen, die Lebensbedingungen für Mensch und Tier positiv zu beeinflussen. Die 2016 revidierte Eignerstrategie verlangt, dass die Fördergelder für Kundinnen und Kunden in der Stadt Bern wie auch für Anlagen im Besitze von Energie Wasser Bern einzusetzen sind. ewb.ch/oekofonds

Die Fondskommission Die eingereichten Projekte werden durch die Mitglieder der Ökofondskom­ mission beurteilt. Gemäss der gültigen Verordnung setzt sich diese aus zwei externen Fachpersonen sowie drei Mitarbeitenden von Energie Wasser Bern zusammen. Das bisherige Mitglied Urs Balzli hat im Zuge seines Aus­ tritts aus dem Unternehmen sein Amt per 31. März 2017 niedergelegt. Als Nachfolger wurde Daniel Neuhaus, Leiter Marketing & Verkauf, bestimmt. Er hat sein Amt am 1. Januar 2018 angetreten. Der Kommission gehören per 1. Januar 2018 folgende Personen an: Funktion Name Präsident

Urs Frieden, Kommunikationsberater und ehemaliger Berner Stadtratspräsident

Mitglieder Bern

Adrian Stiefel, Leiter Amt für Umweltschutz der Stadt Bern

Martin Bretscher, Leiter Contracting von Energie Wasser Bern

Sekretariat

Dionne Iseli, Sachbearbeiterin von Energie Wasser Bern

Daniel Neuhaus, Leiter Marketing & Verkauf und Mitglied der Geschäftsleitung von Energie Wasser Bern

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JAHRESBERICHT ÖKOFONDS

Jahresrechnung Mit den zur Verfügung stehenden Mitteln konnte die Ökofondskommis­ sion bis heute den Bau von rund 1’500 Anlagen finanziell unterstützen. Die mit Geldern aus dem Ökofonds geförderten Projekte reduzierten den CO2-Ausstoss um rund 35’000 Tonnen pro Jahr. Über die zu erwar­ tende Lebensdauer der Anlagen werden somit rund 470’000 Tonnen CO2 weniger in die Umwelt ausgestossen.

Jahresrechnung

CHF

Einlagen aus den Jahresabschlüssen 2002 bis 2015

46’464’182

Einlage aus Geschäftsabschluss 2016

2’500’000

Total Einlagen

48’964’182

Bewilligte Projektbeiträge bis 31.12.2016

42’944’338

Korrektur Projektbeiträge 2016

–2’315’499

Bewilligte Projektbeiträge 2017

2’670’500

Total Projektbeiträge bis 31.12.2017

43’299’339

Bewilligte Projektbeiträge für das Jahr 2017 und folgende

3’737’000

CHF

Bewilligte Projektkredite Förderung erneuerbare Energie

22’041’374

Förderung Energieeffizienz

20’333’950

Förderung Erdgas/Biogas als Treibstoff

2’372’339

Kommunikationsmassnahmen und -kampagnen

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1’418’675


Förderprogramm «Heizungsersatz» Gemäss dem städtischen Energierichtplan soll die Berner Wärmeversorgung bis 2035 zu 70 Prozent auf erneuer­ baren Energieträgern basieren. Der Richtplan schreibt behördenverbindlich vor, welche Energieträger in welchen Gebieten der Stadt eingesetzt werden sollen. Als Grund­lage dienen die Richtplankarte, die den angestrebten Zielzu­ stand im Jahr 2035 darstellt, und die Umsetzungskarte mit einem Zeithorizont bis ins Jahr 2025. Beide sind auf bern.ch mit parzellenscharfen Informationen abrufbar. Die 2016 unter der Federführung des Ökofonds in Zusam­ menarbeit mit dem Amt für Umweltschutz und Energie Wasser Bern initialisierte Energieberatung Stadt Bern soll dazu beitragen, die ambitionierten Ziele der Energie- und Klimastrategie der Stadt Bern umzusetzen. Nahezu 50 Prozent der eingehenden Anfragen betreffen den Ersatz von Heizungen. Dabei spielen leitungsgebundene Energie­ systeme mit Erd- bzw. Biogas oder Fernwärme eine wichtige Rolle. Insbesondere die Berner Nah- und Fern­ wärmenetze sollen verdichtet und ausgebaut werden, um möglichst viele Liegenschaften zu erschliessen. Oftmals stimmt der Zeitpunkt eines anstehenden Heizungsersatzes

aber nicht mit dem Ausbau der neuen Wärmenetze überein. Je nach Standort kann es teilweise mehrere Jahre dauern, bis ein Anschluss an eine Nah- oder Fern­ wärmeleitung möglich ist. In dieser Situation schafft das 2017 vom Ökofonds lan­ cier­te Förderprogramm «Heizungsersatz» Abhilfe: Es soll Anlagebesitzer finanziell entlasten, die sich für ein leitungsgebundenes Energiesystem entscheiden, aber noch nicht an das entsprechende Versorgungsnetz angeschlossen sind. Das Förderprogramm kann immer dann beansprucht werden, wenn eine Überbrückungs­ lösung notwendig ist und dadurch Zusatzkosten entste­ hen. Es finanziert beispielsweise mobile Heizzentralen oder einen temporären Heizungsersatz, um in der Zeit zwischen anstehender Sanierung und Anschluss an das neue Wärmenetz die Wärmeversorgung sicherzustellen. Damit verhindert das Förderprogramm, dass interessierte Kundinnen und Kunden mangels Alternativen auf ein bisheri­ges Heizsystem zurückgreifen, und sorgt dafür, dass der Anteil an erneuerbarer Wärmeenergie in der Stadt Bern nachhaltig steigt.

Das Förderprogramm «Heizungsersatz» unterstützt Anlage­besitzer, die eine Überbrückungslösung benötigen.

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CORPORATE GOVERNANCE

Verantwortungsbewusst und transparent Soweit sich aus der Rechtsform des Unternehmens nichts anderes ergibt oder gesetzliche Bestimmungen entgegen­ stehen, orientiert sich Energie Wasser Bern an den allgemein anerkannten Corporate-Governance-Grundsätzen des Ver­ bandes der Schweizer Unternehmen economiesuisse (Swiss Code of Best Practice for Corporate Governance). Dadurch wird eine einheitliche und vergleichbare Berichterstattung sichergestellt. Das Reglement Energie Wasser Bern vom 15. März 2001 (ewb-Reglement) verpflichtet das Unternehmen zur Offenlegung von Vergütungen an die Mitglieder des Ver­ waltungsrats und der Geschäftsleitung. Massgebend für diese Angaben an den Gemeinderat und den Stadtrat der Stadt Bern sind die Bestimmungen von Artikel 663bbis und 663c des Obligationenrechts (OR). Diese gesetzlichen Vor­ gaben im Bereich der Corporate Governance richten sich primär an schweizerische börsenkotierte Unternehmen, so­ genannte Publikumsgesellschaften. Der Verwaltungsrat regelt seine Führungs- und Organisations­ grundsätze in einer Organisationsverordnung (OrgV ewb), die sich in den wesentlichen Punkten an den für den Ver­ waltungsrat einer Aktiengesellschaft massgebenden gesetz­ lichen Bestimmungen orientiert (insbesondere Artikel 716a OR, unübertragbare Aufgaben). Dadurch ergibt sich eine klare Zuweisung der Zuständigkeiten. Die OrgV wurde im Berichtsjahr einer Totalrevision unterzogen. Ergänzt wird die OrgV ewb durch die Geschäftsordnung für die Geschäfts­ leitung (GO GL), welche den Prozess und die Zuständig­ keiten für die Unternehmensführung auf operativer Ebene definiert.

Rechtsform von Energie Wasser Bern Energie Wasser Bern ist eine selbstständige, autonome öffentlich-rechtliche Anstalt im Eigentum der Stadt Bern und an den im ewb-Reglement definierten Leistungsauf­ trag gebunden. Das Unternehmen ist rechtsfähig und im Handelsregister eingetragen. Der Hauptsitz befindet sich an der Monbijoustrasse 11 in Bern. Energie Wasser Bern ist mehrheitlich in der Schweiz operativ tätig.

Unternehmensstruktur Die Führungsstruktur von Energie Wasser Bern ist in neben­ stehendem Organigramm abgebildet. Ausserdem verfügt das Energieversorgungsunternehmen über Beteiligungen an mehreren weiteren Unternehmen (siehe Seiten 17 und 45 im Online-Finanzbericht). ewb.ch/finanzbericht-2017

Kapitalstruktur Das Energie Wasser Bern von der Stadt Bern zur Verfügung gestellte Dotationskapital beträgt 80 Mio. Franken. Die Verän­ derungen des Eigenkapitals von 2017 und 2016 sind auf Seite 83 ersichtlich. Kapitalveränderungen aus dem Geschäftsjahr 2015 finden sich im Geschäftsbericht 2016 auf Seite 83. Marktgebiet und Kundensegmente In der Stadt Bern betreibt Energie Wasser Bern die Energieund Wasserversorgung sowie die thermische Kehricht­ verwertung für rund 70’000 Haushalte, 8’000 KMU sowie 100 Grosskunden. Daneben erschliesst das Unternehmen in Kooperation mit Swisscom die Stadt Bern flächendeckend mit einem Glasfasernetz. Überdies bietet Energie Wasser Bern den Kundinnen und Kunden verschiedene Produkte und Dienstleistungen an, welche das Kerngeschäft ergänzen; namentlich im Bereich der Energieberatung, der Gesamt­ energiedienstleistungen, der Mobilität und der Telekommu­ nikation. In weiteren rund 30 Gemeinden der Region Bern versorgt das Unternehmen Kundinnen und Kunden ebenfalls direkt oder indirekt mit Produkten und Dienstleistungen. Seit Januar 2009 können Grosskunden, die mehr als 100’000 Kilowattstunden Strom pro Jahr verbrauchen, ihren Strom­ lieferanten frei wählen. Energie Wasser Bern hat sich den Herausforderungen der ersten Phase der Strommarktlibe­ ralisierung gestellt und auch ausserhalb des Versorgungs­ gebietes neue Kundinnen und Kunden von seinem Angebot überzeugen können. Der Hauptfokus des Unternehmens liegt dabei auf einer hohen Qualität bei Beratung, Service und Angeboten mit ökologischem Mehrwert.

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Organigramm Stand 31. Dezember 2017

Verwaltungsrat Präsident Franz Stampfli Vizepräsident Dieter Többen Compliance Officer Alain Probst

Interner Revisor Peter Soltermann

CEO / C Daniel Schafer Stv. Marcel Ottenkamp

Unternehmens­ steuerung / C

Energie­wirtschaft / E

Finanzen & Services / F

Marketing & Verkauf / M

Netze / N

Daniel Schafer GL Stv. Marcel Ottenkamp

Marcel Ottenkamp GL Stv. Roland Hediger

Martin Moser a.i GL Stv. Charles Mauron

Daniel Neuhaus GL Stv. Hanspeter Blum

Martin Moser GL Stv. Kaspar Bieler

Generalsekretariat & Rechtsdienst / CG

Energie­handel / EH

Controlling & Risk Management / FC

Gesamtenergie­ dienstleistungen / ME

System­­optimierung / N

Urs Möri Stv. Alain Probst

Martin Schaub Stv. Andreas Bieri

Charles Mauron Stv. Stephan Mücher

Fabian Baerlocher Stv. Christoph Deutschle

Martin Jutzeler

Standortentwick­ lung Holligen / CH

Energie­ management / EM

Corporate Finance / FF

Kundendienst / MKD

Netzbetrieb / NB

Matthias Reinhard

Martin Schaub Stv. Christoph Hodel

Tobias Haefeli Stv. Raffaele Chiacchia

Karin Nölly Stv. Sandra Marti

Viktor Obrist Stv. Peter Walther

Informatik / CI

Energie­produktion / EP

Rechnungswesen / FR

Marketing-Kommu­ nikation / MMK

Netz­management / NM

Daniel Lörtscher Stv. Alexi Calonder

Roland Hediger Stv. Thomas Bücherer

Beat Caprez Stv. Urs Leuenberger

Raphael Bühler Stv. Bruno Spring

Kaspar Bieler Stv. Urs Spring

Unternehmens­ kommunikation  / CK

SCM & Immobilien

Product Management / MP

Netze Unterhalt & Montage / NU

Claudia Kohlschütter Stv. Raphaël Wyss

Esther Niffenegger Stv. Anita Haller

Patrick Hafner Ivo Kaeser

Roger Waldmeier Stv. Daniel Zürcher

Human Resources / CP

Verkauf / MV

Daniel Wehrle Stv. Michel Zahnd

Hanspeter Blum Beat Ducret

Unternehmens­ entwicklung / CU Simone Winter Stv. Simon Bürgi

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CORPORATE GOVERNANCE

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Umsichtig – die Geschäftsleitung und der Verwaltungsrat von Energie Wasser Bern. Von links: Daniel Neuhaus, Martin Moser, Marcel Ottenkamp, Daniel Schafer, Franz Stampfli, Reto Nause, Barbara Rigassi, Susanne Blank, Michel Kunz, Flavia Wasserfallen und Dieter Többen.

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CORPORATE GOVERNANCE

Verwaltungsrat Der Verwaltungsrat von Energie Wasser Bern setzt sich aus sieben Mitgliedern zusammen, wovon mindestens eines dem Gemeinderat der Stadt Bern angehören muss. Ein Sitz im Verwaltungsrat steht den Arbeitnehmenden zu. Mindestens zwei Mitglieder des Verwaltungsrats müssen in der Stadt Bern wohnen. Der bisherige Verwaltungsrat André Wehrli-Koch ist im Oktober 2016 von seinem Amt zurückgetreten. Er hatte den Sitz inne, der den Arbeitnehmenden gemäss den Vorgaben des ewb-Reglements zusteht. An seiner Sitzung vom 31. August 2017 hat der Berner Stadtrat Flavia Wasserfallen als seine Nachfolgerin und Vertreterin der Interessen der Arbeitnehmenden in den Verwaltungsrat gewählt.

Nachfolgende Aufstellung gibt Aufschluss über die Zu­ sammensetzung des Verwaltungsrats von Energie Wasser Bern am 31. Dezember 2017. Es werden die einzelnen Mitglieder, deren Nationalität und Geburtsjahr sowie ihre Ausbildung, ihre Funktion und das Jahr der erstmaligen Wahl in den Verwaltungsrat aufgeführt. Weitere Mandate und Interessenbindungen in bedeutenden Unternehmen, Organisationen und Stiftungen sowie dauernde Leitungsund Beraterfunktionen für wichtige Interessengruppen wie auch amtliche Funktionen und politische Mandate werden nach dem Prinzip der Selbstdeklaration ausgewiesen.

Mitglieder des Verwaltungsrats Franz Stampfli 1954, CH/I Ittigen Lic. rer. pol., Universität Bern, Präsident des Verwaltungsrats seit 1. März 2011.

Dieter Többen 1967, CH Zug Dipl. HLK-Ingenieur FH, KMU-HSG, NDS Umweltwissen­schaften, Mitglied des Verwal­tungs­rats seit 13. August 2009 und Vize­ präsident seit 1. Oktober 2014.

Verwaltungsrats- und andere Mandate: Bigla Office AG, Biglen, Präsident des Verwaltungsrats; BBB AG, Bern, Mitglied des Ver­ waltungsrats; Guggisberg Dachtechnik AG, Köniz, Präsident des Verwaltungsrats; tm concept AG, Aarau, Mitglied des Ver­ waltungsrats; switchplus AG, Zürich, Präsident des Verwaltungs­ rats; Verband openaxs, Freiburg, Präsident; Swisspower Energy, Präsident des Verwaltungsrats, und r&b engineering, Brugg, Mitglied des Verwaltungsrats.

Verwaltungsrats- und andere Mandate: Dr. Eicher+Pauli AG, Liestal, Bern, Biel, Luzern, Olten und Zürich, Vizepräsident des Verwaltungs­ rats; Ingenieurbüro Riesen AG, Bern und Zürich, Vizepräsident des Verwaltungsrats; ga-solutions AG, Bern und Zürich, Vizepräsident des Verwaltungsrats; RZIntegral AG, Bern, Mitglied des Verwaltungs­ rats; InnoWaste AG, Bern, Mitglied des Verwaltungsrats, und TGMHolding AG, Liestal, Präsident des Verwaltungsrats.

Best Board Practice® Label 2013 wurde der Verwaltungsrat von Energie Wasser Bern als schweizweit erstes Gremium eines Energiever­ sorgungsunternehmens mit dem Best Board Practice® Label der Schweizerischen Vereinigung für Qualitätsund Managementsysteme (SQS) ausgezeichnet. Mit dieser geschützten Garantiemarke hat der Verwaltungs­ rat erfolgreich dargelegt, dass das Gremium seine Aufgaben unabhängig, professionell und ganzheitlich wahrnimmt. Die Auszeichnung unterstreicht zudem die effiziente und effektive Struktur der Führung und Steuerung von Energie Wasser Bern. Nach der Rezertifizierung im August 2016 wurde im Berichtsjahr ein Aufrechterhaltungsassessment durchgeführt.

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Susanne Blank 1972, CH Bern

Verwaltungsrats- und andere Mandate: Schweizerische Post, Bern, Mitglied des Verwaltungsrats.

Lic. rer. pil., Volkswirtschaft und Politologie, Chefredaktorin der Zeitschrift «die Volkswirtschaft», Mitglied des Verwaltungsrats seit 1. Januar 2013.

Michel Kunz 1959, CH Schüpfen Dipl. El.-Ing. ETH, Mitglied der

Verwaltungsrats- und andere Mandate: BSI Business Systems Integration AG, Baden, Mitglied des Verwaltungsrats, und wls AG, Schüpfen, Präsident des Verwaltungsrats.

Geschäftsleitung SBB-Infra­ struktur, Mitglied des Verwaltungsrats seit 1. Oktober 2014.

Reto Nause 1971, CH Bern Lic. phil. I, Historiker und Politologe, Gemeinderat Stadt Bern, Mitglied des Verwaltungsrats seit 12. März 2009.

Barbara Rigassi 1960, CH Muri bei Bern Dr. oec. HSG, Managing Partner, BHP – Brugger und Partner AG,

Verwaltungsrats- und andere Mandate: Kraftwerke Oberhasli AG, Innert­kirchen, Mitglied des Verwaltungsrats; Kommission Wirtschaft der Regional­konferenz Bern Mittelland, Bern, Mitglied; Bernische Ortspolizeivereinigung (BOV), Bern, Mitglied des Vorstands; Ein­ bürgerungskommission, Bern, Präsident; Energiekommission, Bern, Vorsitz; Konferenz der städtischen Sicherheitsdirektorinnen und -direktoren (KSSD), Bern, Mitglied des Vorstands; Feuerwehr- und Zivilschutzkommission, Bern, Präsident; Stiftung Gurten-Park im Grünen, Bern, Mitglied des Stiftungsrats; Rudolf Seelhofer-Stiftung, Worb, Mitglied des Stiftungsrats; Bern Tourismus, Bern, Mitglied des Vorstands; Kontaktgremium Sicherheit Kanton-Gemeinden (KGSKG), Bern, Mitglied; Energiepolitische Kommission Städtever­ band, Präsident; Konferenz Kantonaler Energiedirekto­rinnen und -direktoren, Mitglied des Vorstands; Tierparkkommis­sion, Bern, Präsident; Verein CasaSegura, Bern, Präsident, und CVP Stadt Bern, Mitglied des Vorstands.

Verwaltungsrats- und andere Mandate: Schweizerische Mobiliar Genossenschaft, Bern, Mitglied des Verwaltungsrats; Stiftung atupri, Bern, Vizepräsidentin des Stiftungsrats, und compenswiss, Genf, Mitglied des Verwaltungsrats.

Mitglied des Verwaltungsrats seit 17. Oktober 2013.

Flavia Wasserfallen 1979, CH Bern Lic. rer. soc., Politologie und

Verwaltungsrats- und andere Mandate: Verein Bioabi, Bern, Präsidentin; KV Bern, Bern, Mitglied des Vorstands, und Pro Velo Bern, Bern, Mitglied des Vorstands.

Volkswirtschaft, Co-General­ sekretärin SP Schweiz, Mitglied des Verwaltungsrats seit 31. August 2017.

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CORPORATE GOVERNANCE

Wahl und Amtszeit Die Mitglieder des Verwaltungsrats werden durch den Berner Stadtrat für eine Amtsdauer von vier Jahren gewählt, wobei diese mit der Legislatur des Gemeinderats der Stadt Bern übereinstimmt. Der Stadtrat bestimmt auch die Präsidentin oder den Präsidenten. Im Übrigen konstituiert sich der Ver­ waltungsrat selbst. Mit Beschluss vom 26. Januar 2017 hat der Stadtrat, gestützt auf einen entsprechenden parlamentari­ schen Vorstoss, die bisher in der OrgV – im Sinne einer Selbst­ regulierung – vorgesehene Amtszeitbeschränkung (höchstens drei Amtsdauern) und Altersbeschränkung (längstens bis zum vollendeten 70. Altersjahr) für Mitglieder des Verwaltungs­ rats auch im ewb-Reglement festgeschrieben (Art. 15a und Art. 15b). Interne Organisation Gemäss Artikel 17 Absatz 1 ewb-Reglement verfügt der Ver­ waltungsrat im Rahmen des Leistungsauftrags über sämtliche Befugnisse, die nicht durch das ewb-Reglement oder durch ihn selbst an andere Stellen übertragen worden sind. Er fällt die strategischen Entscheide, überprüft die getroffenen An­ordnungen und überwacht ihren Vollzug sowie die Ein­ haltung und Erfüllung des Leistungsauftrags und sorgt für ein zweckmässiges Controlling (Artikel 17 Absatz 2 ewb-Regle­ ment). Der Verwaltungsrat kann zur Vorbereitung seiner Geschäfte Ausschüsse einsetzen. Die Zusammensetzung und das Pflichtenheft dieser Ausschüsse richten sich nach Anhang I der OrgV. Per 31. Dezember 2017 bestehen je ein Ausschuss zur Vorbe­ reitung von finanziell bedeutsamen oder politisch relevan­ ten Geschäften sowie zur Vorbereitung personalpolitischer Geschäfte. Im Berichtsjahr hielt der Verwaltungsrat sechs ordentliche Sitzungen und eine ausserordentliche Sitzung ab. Zusätzlich führte der Verwaltungsrat eine Klausur sowie zwei ganztägige Strategieworkshops durch. Der Verwaltungsratsausschuss tagte an drei ordentlichen Sitzungen. Gemäss den Bestimmungen der OrgV beruft der Verwal­ tungsratspräsident die Mitglieder des Verwaltungsrats oder des Verwaltungsratsausschusses nach Bedarf, mindestens aber viermal pro Jahr, zu den Sitzungen ein. Er erstellt auch

die Traktandenliste. Die übrigen Mitglieder des Verwaltungs­ rats oder der CEO können die Aufnahme eines Traktandums beantragen. Gestützt auf Art. 16 ewb-Reglement können über­ dies die externe Revisionsstelle, der Gemeinderat der Stadt Bern oder zwei Mitglieder des Verwaltungsrats schriftlich und unter Angabe der Gründe die unverzügliche Einberufung einer Sitzung verlangen. Der CEO nimmt an den Sitzungen des Verwaltungsrats mit beratender Stimme und Antragsrecht teil. Kompetenzregelung Der Verwaltungsrat wählt die fünf Mitglieder der Geschäfts­ leitung und bestimmt deren Vorsitzende oder Vorsitzenden (Artikel 20 ewb-Reglement). Die Geschäftsleitung leitet das Unternehmen nach den Bestimmungen des ewb-Reglements und den Vorgaben des Verwaltungsrats in allen technischen, betrieblichen und administrativen Belangen (Artikel 21 ewbReglement). Sie ist verantwortlich für die Geschäftsführung im Rahmen der ihr durch das ewb-Reglement und durch den Verwaltungsrat im Rahmen der OrgV zugewiesenen Zustän­ digkeiten. Sie kann ihre Kompetenzen an einzelne Mitglieder oder an Mitarbeitende delegieren (Artikel 22 ewb-Reglement). Die Geschäftsleitung setzt die durch den Verwaltungsrat gesetzten Ziele um. Informations- und Kontrollinstrumente gegenüber der Geschäftsleitung Der Verwaltungsrat überprüft seine Anordnungen und über­ wacht ihren Vollzug sowie die Einhaltung und Erfüllung des Leistungsauftrags. Zudem kontrolliert er, ob die Geschäftslei­ tung ihre Aufgaben rechtmässig und in Übereinstimmung mit der OrgV erfüllt. Er sorgt mittels entsprechender Vorgaben für ein zweckmässiges internes Kontrollsystem, für den verant­ wortungsvollen Umgang mit Risiken und für das Controlling. Zudem überwacht er die Umsetzung der Compliance-Mass­ nahmen, welche die Einhaltung von Gesetzen, internen Rege­ lungen und ethischen Grundsätzen zum Ziel haben. Ein besonderes Gewicht kommt in diesem Zusammenhang dem Verhaltenskodex von Energie Wasser Bern zu, der die Verhal­ tensregeln für den Umgang der Mitarbeitenden untereinander sowie mit Kundinnen und Kunden, Geschäftspartnern und Aufsichtsbehörden festlegt. Die Compliance-Stelle führt zwei­ mal jährlich Einführungsveranstaltungen für neu eingetretene Mitarbeitende durch. Dadurch wird sichergestellt, dass die Mit­ arbeitenden in Bezug auf die Compliance-Belange sensibili­ siert sind und diese in ihrer täglichen Arbeit beachten.

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Der Verwaltungsrat verfügt unter anderem über folgende Instrumente zur Überwachung der Geschäftsführung: l Quartalsreporting l Budget- und Mittelfristplanung l Jahresrechnung l Interne Revision, Revisionsplan l Risk Management und Risk Reports

Zudem informiert der CEO den Verwaltungsratspräsidenten mindestens einmal pro Monat über den allgemeinen Geschäfts­ gang, über die finanzielle Entwicklung sowie über besondere Geschäfte und Entscheide, welche die Geschäftsleitung oder er getroffen haben. Ebenfalls benachrichtigt der CEO den Ver­ waltungsratspräsidenten umgehend über Vorkommnisse von erheblicher Bedeutung für Energie Wasser Bern oder die Stadt Bern, von öffentlichem Interesse oder von grosser Tragweite für einzelne Personen. Ferner informiert der CEO den Verwal­ tungsrat an dessen Sitzungen über den Geschäftsgang.

Der Gesamtbetrag der durch Energie Wasser Bern ausgerich­ teten Vergütungen für die Geschäftsleitung betrug im Be­ richtsjahr 1’031’946 Franken (Vorjahr: 964’414 Franken). Nicht miteinbezogen sind Spesenentschädigungen, Sozialzulagen sowie allfällige weitere von Gesetzes wegen bestehende An­ sprüche. Den höchsten auf ein Mitglied der Geschäftsleitung entfallenden Betrag von 270’946 Franken (Vorjahr: 253’749 Franken) bezog Daniel Schafer, CEO. Im Berichtsjahr wurden keine direkten oder indirekten Ver­ gütungen an frühere Mitglieder des Verwaltungsrats und der Geschäftsleitung ausbezahlt, die in einem Zusammenhang mit der früheren Tätigkeit als Organ der Gesellschaft stehen oder nicht marktüblich sind. Darlehen und Kredite wurden keine ge­ währt. Ein Beirat wurde nicht eingesetzt. Angaben zu den Beteiligungen sind auf den Seiten 17 und 45 im Online-Finanzbericht zu finden. ewb.ch/finanzbericht-2017

Vergütungen, Beteiligungen und Darlehen Die Abgeltung der Mitglieder des Verwaltungsrats einschliess­ lich allfälliger Spesenentschädigungen wird vom Gemeinderat der Stadt Bern geregelt (Artikel 25 Absatz 3 ewb-Reglement). Die folgenden Angaben richten sich nach den Vorgaben von Artikel 663bbis OR. In den genannten Beträgen nicht enthalten sind die Spesenentschädigungen. Insgesamt entrichtete Energie Wasser Bern an die Mitglieder des Verwaltungsrats Vergütungen im Gesamtbetrag von 143’975 Franken aus, wovon an: Franz Stampfli, Präsident1 Dieter Többen, Vizepräsident1 Susanne Blank, Mitglied Michel Kunz, Mitglied Reto Nause, Vertreter des Gemeinderats1* Barbara Rigassi, Mitglied Flavia Wasserfallen, Mitglied, Vertretung der Arbeitnehmenden

CHF 55’875 CHF 22’225 CHF 14’425 CHF 16’950 CHF 12’325 CHF 14’775 CHF 7’400

Mitglied des Verwaltungsratsausschusses *  Auszahlung an Stadtkasse gemäss Artikel 91 Absatz 3 der Gemeindeordnung der Stadt Bern vom 3. Dezember 1998. 1

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CORPORATE GOVERNANCE

Geschäftsleitung Die Geschäftsleitung besteht aus dem CEO und den Leitenden der vier Bereiche. Urs Balzli, bisheriger Leiter Finanzen & Services, hat das Unternehmen per Ende März 2017 verlassen. Bis zum Stellenantritt seines Nachfolgers wird der Bereich ad interim durch Martin Moser, Leiter Netze, geführt. Nachfolgende Aufstellung berücksichtigt die Zusammensetzung der Geschäftsleitung am 31. De­zem­ber 2017. Es werden die einzelnen Mitglieder, deren Nationalität und Geburtsjahr so­ wie ihre Ausbildung, Funktion und das Jahr der Berufung in die Geschäftsleitung aufgeführt. Weitere Mandate und Interessenbindungen in bedeutenden Unternehmen, Organisationen und Stiftungen sowie dauernde Leitungs- und Beraterfunktionen für wichtige Interessen­ gruppen wie auch amtliche Funktionen und politische Mandate werden nach dem Prinzip der Selbstdeklaration ausgewiesen.

Mitglieder der Geschäftsleitung Daniel Schafer 1967, CH Ing. él. dipl. EPFL, CEO seit 2008.

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Verwaltungsrats- und andere Mandate: Kraftwerk Sanetsch AG, Gsteig b. Gstaad, Präsident des Verwaltungs­ rats; pvenergie AG, Niederönz, Präsident des Verwal­ tungsrats; Geo-Energie Suisse AG, Zürich, Präsident des Verwaltungsrats; Geo-Energie Jura SA, Haute-Sorne, Präsident des Verwaltungsrats; InnoWaste AG, Bern, Präsident des Verwaltungsrats; Swisspower AG, Zürich, Vizepräsident des Verwaltungsrats; Gasverbund Mit­ telland AG, Arlesheim, Mitglied des Verwaltungsrats; Kernkraftwerk Gösgen-Däniken AG, Däniken, Mitglied des Verwaltungsrats; Bernexpo Holding AG, Bern, Mitglied des Verwaltungsrats; Messepark Bern AG, Bern, Mit­ glied des Verwaltungsrats; Bernexpo AG, Bern, Mitglied des Verwaltungsrats; Regionalwerke AG Baden, Baden, Mitglied des Verwaltungsrats, und Unigaz SA, Givisiez, Mitglied des Verwaltungsrats.


Marcel Ottenkamp 1970, CH Dipl. Maschineningenieur EPFL, Executive MBA in Management of Technology, Mitglied der Geschäftsleitung seit 2009 und Leiter Energiewirtschaft seit November 2015.

Martin Moser 1972, CH Betriebsökonom FH, Executive Master of Service Marketing and Management, Mitglied der Geschäftsleitung und Leiter

Verwaltungsrats- und andere Mandate: energiecheck bern ag, Bern, Präsident des Verwaltungsrats; ewb Natur Energie AG, Bern, Präsident des Verwaltungsrats; Energia Naturale Italia SRL, Mailand, Mitglied des Vorstands; HelveticWind, Bern, Präsident der Partnerversammlung; Kraftwerk Sanetsch AG, Gsteig, Mitglied des Verwaltungsrats; Swisspower Renewables AG, Zürich, Mitglied des Verwaltungsrats; Maggia Kraftwerke AG, Locarno, Mitglied des Verwaltungsrats; Blenio Kraftwerke AG, Locarno, Mitglied des Verwaltungsrats; Kernkraftwerk GösgenDäniken AG, Däniken, Mitglied des Verwaltungsrats und Präsident der Betriebskommission; Recycling und Sortierwerk Bern AG, Bern, Mitglied des Verwaltungsrats; AVAG AG für Ab­ fallverwertung, Thun, Mitglied des Verwaltungsrats; Kraftwerke Oberhasli AG, Innertkirchen, Mitglied des Verwaltungsrats; Kraftwerk Aegina AG, Obergoms, Mitglied des Verwaltungsrats, und EURELECTRIC Energy Policy & Generation Committee, Brüssel, Mitglied.

Verwaltungsrats- und andere Mandate: energiecheck bern ag, Bern, Mitglied des Verwaltungsrats; Wasserverbund Region Bern AG, Bern, Mitglied des Verwaltungsrats, und Schweizeri­ scher Verein des Gas- und Wasser­faches (SVGW), Mitglied des Vorstands.

Netze seit Dezember 2015.

Daniel Neuhaus 1967, CH Lic. rer. pol., Executive MBA in Change & Innovation Management, Mitglied der Geschäfts­ leitung und Leiter Marketing

Verwaltungsrats- und andere Mandate: MOVE Mobility AG, Granges-Paccot, Mitglied des Verwaltungsrats; Guggisberg Dachtechnik AG, Köniz, Mitglied des Verwaltungsrats; Bären Elektro AG, Bern, Mitglied des Verwaltungsrats, und Bären Haustechnik AG, Köniz, Mitglied des Verwaltungsrats.

& Verkauf seit Januar 2017.

73


74


CORPORATE GOVERNANCE

Mitwirkungsrechte der Stadt Bern als Eigentümerin Gemäss Artikel 25 ewb-Reglement wird Energie Wasser Bern durch den Gemeinderat der Stadt Bern beaufsichtigt. Dieser genehmigt unter anderem die Jahresbudgets sowie die Jahres­ rechnungen und entscheidet auf Antrag des Verwaltungsrats über die Gewinnverwendung. Die Mitwirkungsrechte der Gemeindebehör­ den richten sich im Übrigen nach Artikel 25 ff. ewb-Reglement.

Rahmen des Kennzahlensystems zweimal pro Jahr schriftlich insbesondere über den Zielerreichungsgrad in Bezug auf die Versorgung bzw. die Versorgungssicherheit, die Werter­ haltung, die verschiedenen Dimensionen der Nachhaltigkeit sowie über die Kooperationen. Im Berichtsjahr wurde das Kennzahlensystem überarbeitet und an die 2016 revidierte Eigner­ strategie angepasst.

Am 9. November 2016 hat der Gemeinderat die an die aktuellen Gegebenheiten (insbesondere das seit 2009 veränderte energiewirtschaftliche Umfeld) angepasste Eignerstrategie verabschie­ det. Die revidierte Eignerstrategie widerspiegelt insbesondere die Schlüsselrolle des Unterneh­ mens bei der Umsetzung des Energierichtplans und der daraus abgeleiteten Energie- und Klima­strategie der Stadt Bern. Überdies unter­ stützt Energie Wasser Bern die Stadt Bern auch massgeblich auf ihrem Weg zur «Smart City».

Zweimal jährlich tauscht sich der Verwaltungsrat mit dem Gemeinderat auf der Grundlage einer gemeinsam festgelegten Tagesordnung über aktuelle Themen aus. Im Rahmen dieses Austauschs orientiert der Verwaltungsrat die Eigentümerin namentlich auch über den aktuellen Stand des Risk Management.

Am 5. Mai 2010 beschloss der Gemeinderat, ein ausgebautes Kennzahlensystem einzufüh­ ren, um die Umsetzung der Eignerstrategie zu steuern und zu überwachen. Im Zentrum steht dabei die Einhaltung der Zielvorgabe, bis spätestens 2039 aus der Kernenergie auszu­ steigen. Diese Vorgabe aus der Eignerstrategie haben die Stimmberechtigten der Stadt Bern am 28. November 2010 in das ewb-Reglement übernommen (Annahme des Gegenvorschlags zur Initiative «EnergieWendeBern»). Der Ver­ waltungsrat berichtet dem Gemeinderat im

75

Revisionsstelle Der Gemeinderat der Stadt Bern setzt ge­­mäss Artikel 23 ewb-Reglement als Revi­sionsstelle eine fachlich ausgewiesene Treuhandgesell­ schaft ein. Dieses Mandat hat derzeit die PricewaterhouseCoopers AG (PwC), Bern, inne. Die Revisionsstelle berichtet dem Verwaltungs­ rat und dem Gemeinderat umgehend über das Ergebnis ihrer Prüfung und empfiehlt die Abnahme, mit oder ohne Einschränkung, oder die Rückweisung der Jahresrechnung. Stellt die Revisionsstelle bei ihrer Prüfung gravierende Mängel fest, meldet sie dies den zuständigen Gremien.


CORPORATE GOVERNANCE

Informations- und Kommunikationspolitik Energie Wasser Bern hat den Anspruch, transparent, aktuell und verständlich zu kommunizieren. Das Unternehmen informiert die Stadt Bern als Eigentü­ merin sowie seine weiteren Anspruchsgruppen wie Kundinnen und Kunden, Geschäftspartner, Mitarbeitende, die Öffentlichkeit, die Medien und die Ver­ treterinnen und Vertreter der Politik umfassend und regelmässig über seine Tätigkeiten. Der jährlich erscheinende Geschäfts- und Nachhaltigkeitsbericht, der Online-Finanzbericht sowie der alle zwei Jahre erscheinende ergänzende Nachhaltigkeitsbericht gemäss GRI-Standards beinhalten Informationen über den gesamten Betrieb und finanzielle Informationen über die Tochtergesell­ schaften des Unternehmens (siehe konsolidierte Jahresrechnung Seite 40 ff im Online-Finanzbericht). ewb.ch/finanzbericht-2017 ewb.ch/gri

Zu wichtigen aktuellen Ereignissen veröffentlicht Energie Wasser Bern Medien­ mitteilungen, informiert, wo erforderlich, direkt an Medienkonferenzen und beantwortet entsprechende Medienanfragen. Zielgruppenspezifische externe Kommunikationsinstrumente sind neben persönlichen Kontakten und Kunden­ mailings insbesondere Baustelleninformationsblätter, Informationsveranstal­ tungen und Mitteilungen im «Anzeiger Region Bern». Weitere externe Kom­ munikationsinstrumente sind die laufend aktualisierte Website ewb.ch, der sechsmal jährlich versendete E-Newsletter, das dreimal jährlich erscheinende Kundenmagazin «DiREKT», Rechnungsbeilagen, Kundenveranstaltungen und Kampagnen. ewb.ch ewb.ch/direkt ewb.ch/medien

Daneben ist das Unternehmen auf den grössten Social-Media-Plattformen wie Facebook, Google+, Instagram, LinkedIn, Twitter, Xing und YouTube vertreten und betreibt das Besucherzentrum ewb, eine interaktive Wissensplattform. Kundinnen und Kunden wie auch andere Interessengruppen können sich aber auch direkt an den Kundendienst oder das Beschwerdenmanagement von Energie Wasser Bern wenden oder eine E-Mail an info@ewb.ch senden. Sämt­ liche Anfragen werden in der Regel innerhalb von 48 Stunden beantwortet. ewb.ch/besucherzentrum

Intern kommuniziert das Unternehmen an Mitarbeitendenanlässen sowie mittels Newslettern, Intranet und der dritteljährlich publizierten Mitar­beiterzeitschrift «DiALOG». Am alljährlichen Stadtratsanlass haben die Parla­mentarierinnen und Parlamentarier der Stadt Bern zusätzlich die Gelegenheit, sich mit den Mit­ gliedern der Geschäftsleitung und des Verwaltungsrats über energiepolitische Themen auszutauschen. Die Wirkung aller internen und externen Kommunikationsinstrumente wird regelmässig überprüft.

76


Personalvertretung Die Personalvertretung vertritt die gemeinsamen Interessen der Mitarbeitenden von Energie Wasser Bern gegenüber dem Unternehmen und trifft sich regelmässig mit dem Personalmanagement sowie der Geschäftsleitung. Gemäss Gesamtarbeitsvertrag (GAV) können die Mitglieder bei allen unter das Mitwirkungsreglement fallenden Themen oder Fragen zur Betriebsorganisation Stellung nehmen und mitwirken.

derwahl ist möglich. Bei der Wahl ist auf eine angemes­ sene Vertretung der verschiedenen Berufsgruppen und Unternehmensbereiche zu achten. Wahlberechtigt und wählbar ist die Gesamtheit der dem GAV von Energie Wasser Bern unterstellten Mitarbeitenden. Die Perso­ nalvertretung konstituiert sich selbst. Die Aufgaben und Rechte der Personalvertretung sind im GAV festgelegt. Die Bereiche haben folgende Vertretungsansprüche: drei Sitze für den Bereich Netze, zwei Sitze für den Bereich Finanzen & Services, einen Sitz für den Bereich Marketing & Verkauf und einen Sitz für den Bereich Energiewirtschaft.

Die Personalvertretung umfasst sieben Mitglieder, die von den Mitarbeitenden von Energie Wasser Bern für eine Amtsperiode von vier Jahren gewählt werden. Eine Wie­

Sie vertreten die Mitarbeitenden: die Personalvertretung. Von links: Pascale Schneeberger, Manfred Hohner, Kolinda Kropf, Stefan Humbel (Vizepräsiden), Marcel Zbinden (Präsident), Alfred Wirth, René Valletti.

77


FINANZBERICHT STAMMHAUS

Finanzieller Lagebericht Stammhaus 2017 Die nachfolgenden Zahlen und Kommentare beziehen sich auf die Jahresrechnung des Stammhauses (Einzelabschluss Energie Wasser Bern).

Das Finanzjahr im Überblick Energie Wasser Bern schliesst das Geschäftsjahr 2017 mit einem Betriebsertrag von 413.8 Mio. CHF ab. Der 2017 erwirtschaftete Jahresgewinn fällt mit 24.0 Mio. CHF um 8.8 Mio. CHF tiefer aus als das Vorjahres­ ergebnis, liegt jedoch um 7.8 Mio. CHF höher als im Jahr 2015. Das diesjährige Jahresergebnis widerspiegelt mehrere Sondereffekte: Einerseits sind im Jahresabschluss Forderungsverzichte auf Darlehen sowie Wertberichtigungen auf Beteiligungen in der Höhe von insgesamt 10.0 Mio. CHF enthalten. Andererseits konnten ein Kapitalrückfluss aus einem Energieliefervertrag über 4.8 Mio. CHF sowie die positive Börsenentwicklung des Stilllegungs- und Entsorgungsfonds des Kernkraft­ werks Gösgen von 8.8 Mio. CHF die negativen Sondereffekte wieder auffangen.

Umfeld und Ausblick Am 21. Mai 2017 hat das Schweizer Stimmvolk das revidierte Energiegesetz angenommen. Dieses ist seit dem 1. Januar 2018 wirksam und sieht eine substanzielle Erhöhung der Energieeffizienz vor, soll erneuer­ bare Energien fördern und verbietet den Bau neuer Kernkraftwerke. Hier bestätigt sich der Weg, den die Stadt Bern und Energie Wasser Bern mit dem Ausstieg aus der Kernenergie bereits im Jahr 2010 einge­ schlagen haben. Im Nachgang zum neuen Energiegesetz hat das Parlament unter anderem mit der Aufweichung der Durchschnittspreismethode und der Marktprämie für Grosswasserkraftanlagen versucht, die Rahmenbedingungen der Schweizer Stromwirtschaft zu verbessern. Diese wirtschafts- und energiepolitischen Schritte sind wichtig für Energie Wasser Bern und stützen gleichzeitig die gesamte Branche. ewb.ch/finanzbericht-2017

78


Gewinnentwicklung 2013 bis 2017 Jahresergebnis

2013 2014 2015 2016

HF

HF

.C 50

45

M

M

io

io

.C io M 40

HF

HF io M 0 10

80

M

M

io

io

.C

.C

HF .C

HF 60

40

M

M

io

io

.C

.C

HF

F CH 0

20

–4

–2 0

0

M

M

io

io

.C

.C

HF

HF

HF

–6

0 –8

0

M

M

io

io

.C

.C

HF

HF .C io

Eigenleistungen (Basiswerte gemäss Geldflussrechnung)

2013 2014

Investitionen in Sachanlagen

2015 2016

79

HF

HF

.C io M 0 15

M 5 12

10

0

M

io

io

.C

.C

HF

HF .C io M 75

50

M

M

io

io

.C

.C

HF

F

HF

2017

25

Seit 2014 widerspiegeln die Investitions­ kosten die kontinuierliche und koordinierte Erneuerung und Modernisierung der verschiedenen Verteilnetze im Versor­ gungsgebiet von Energie Wasser Bern.

.C

HF

HF .C io M 2017

0

Im Jahr 2013 wurde mit der Inbetrieb­­nah­me der Energiezentrale Forsthaus (EZF) eine mehrjährige Phase mit sehr hohen jährlichen Investitionen abge­schlossen.

2016

CH

Investitionen in Sach­anlagen

2015

M

Die grössten Veränderungen 2016 und 2017 betreffen die gegenläufige Entwicklung beim Stilllegungs- und Entsorgungs­ fonds Kernkraftwerk Gösgen (KKG), der neu seit dem 1. Januar  2016 zum Markt­ wert bewertet wird.

2014

0

Der Free Cashflow zeigt die nach Abzug der Investitionen zum Abbau der lang­ fristigen Verbindlichkeiten zur Verfügung stehenden Mittel.

Free Cashflow

2013

–1 0

M 30

Free Cashflow

35

io

io

.C

.C

HF

HF

HF M 25

20

M

io

.C

.C

HF

HF io M 15

M

io

.C

.C 10

io 5

M

0

CH

F

HF

2017


FINANZBERICHT STAMMHAUS

Abschluss Erfolgsrechnung TCHF

2017

Nettoerlös aus Lieferungen und Leistungen Aktivierte Eigenleistungen Andere betriebliche Erträge

%

2016

391’066

396’926

13’260

12’308

9’499

4’079

%

Betriebsertrag

413’825

100.0

413’313

100.0

Energieaufwand und Wassereinkauf

–171’609

41.5

–179’104

43.3

–5’432

1.3

–4’131

1.0

Personalaufwand

–83’565

20.2

–72’528

17.5

Andere betriebliche Aufwendungen

–39’527

9.5

–42’004

10.2

–300’133

72.5

–297’767

72.0

Materialaufwand

Betriebsaufwand

Betriebsergebnis vor Abschreibungen, Zinsen und Steuern (EBITDA)

113’692

27.5

115’546

28.0

–64’638

15.6

–63’931

15.5

Betriebsergebnis (EBIT)

49’054

11.9

51’615

12.5

Finanzergebnis

–24’516

–19’575

–268

841

Abschreibungen und Wertberichtigungen

Veränderung Spezialfinanzierungen Jahresergebnis vor Steuern

24’270

Steuern

5.9

–228

Jahresergebnis nach Steuern

24’042

80

32’881

8.0

–53 5.8

32’828

7.9


Bilanz TCHF

31.12.2017

%

31.12.2016

%

Umlaufvermögen

151’473

8.2

138’181

7.5

Flüssige Mittel und kurzfristig gehaltene Aktiven mit Börsenkurs

23’570

16’152

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

67’779

69’870

Übrige kurzfristige Forderungen

30’724

13’378

2’644

2’039

26’756

36’742

Vorräte und nicht fakturierte Dienstleistungen Aktive Rechnungsabgrenzung

Anlagevermögen

1’695’575

91.8

1’712’555

Sachanlagen

1’377’461

1’393’205

Finanzanlagen

280’666

284’092

37’448

35’258

Immaterielle Anlagen

Total Aktiven

Kurzfristiges Fremdkapital Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen Kurzfristige verzinsliche Verbindlichkeiten Übrige kurzfristige Verbindlichkeiten Kurzfristige Rückstellungen Passive Rechnungsabgrenzung

Langfristiges Fremdkapital

1’847’048

100.0

1’850’736

100.0

84’293

4.5

158’355

8.6

27’012

27’776

75

75’848

22’061

15’063

18’461

19’161

16’684

20’507

1’146’567

Langfristige verzinsliche Verbindlichkeiten

62.1

965’000

Übrige langfristige Verbindlichkeiten Langfristige Rückstellungen

Total Fremdkapital

92.5

1’075’234

58.1

915’000

42’927

32’619

138’640

127’615

1’230’860

66.6

1’233’589

66.7

Eigenkapital

616’188

33.4

617’147

33.3

Dotationskapital

80’000

80’000

Betriebsreserven

512’146

504’319

Jahresergebnis

24’042

32’828

Total Passiven

1’847’048

81

100.0

1’850’736

100.0


FINANZBERICHT STAMMHAUS

Geldflussrechnung TCHF Jahresergebnis Veränderung Spezialfinanzierungen Abschreibungen Sachanlagen / immaterielle Anlagen Wertberichtigungen Finanzanlagen

2017

2016

24’042

32’828

268

–841

64’638

63’931

9’530

9’005

10’056

3’129

Nicht liquiditätswirksamer Erfolg

1’070

4’365

Eigenleistungen für Investitionen

–13’260

–12’308

–647

–209

Veränderung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

1’4 1 7

3’103

Veränderung der Vorräte und nicht fakturierten Dienstleistungen

–605

–366

–5’560

–9’986

–765

89

Veränderung von fondsunwirksamen Rückstellungen

Gewinn aus Verkauf von Anlagevermögen

Veränderung der übrigen Forderungen und aktiven Rechnungsabgrenzungen Veränderung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen Veränderung der übrigen kurzfristigen Verbindlichkeiten und passiven Rechnungsabgrenzungen

–457

–33’811

89’727

58’929

–35’524

–38’710

761

742

Eigenleistungen für Investitionen

13’260

12’308

Auszahlungen für Investitionen (Kauf) von immateriellen Anlagen

–3’885

–4’031

Geldfluss aus Betriebstätigkeit (operativer Cashflow)

Auszahlungen für Investitionen (Kauf) von Sachanlagen Einzahlungen aus Devestitionen (Verkauf) von Sachanlagen

Auszahlungen für Investitionen (Kauf) von Beteiligungen

–1’703

–2’246

Auszahlungen für Investitionen (Kauf) von Finanzanlagen

–6’579

–2’948

Einzahlungen aus Devestitionen (Verkauf) von Finanzanlagen Geldfluss aus Investitionstätigkeit

Free Cashflow

Gewinnausschüttung

2’134

16’701

–31’536

–18’184

58’191

40’745

–22’500

–22’500

Speisung Fonds für erneuerbare Energien aus Gewinn

–2’500

–2’500

Veränderung Finanzverbindlichkeiten

–25’773

–19’548

Geldfluss aus Finanzierungstätigkeit

–50’773

–44’548

Veränderung des Fonds Flüssige Mittel

7’418

–3’803

Bestand Flüssige Mittel am 1.1.

16’152

19’955

23’570

16’152

Bestand Flüssige Mittel am 31.12.

82


Veränderung des Eigenkapitals TCHF Bestand am 1.1.2016

Dotationskapital

Kapitalreserven

Gewinnreserven

Total Eigenkapital

80’000

513’057

16’262

609’319

Jahreserfolg

–

–

32’828

32’828

Zuweisung

–

7’950

–7’950

–

Entnahme

–

–16’688

16’688

–

Verwendung (Ökofonds)

–

–

–2’500

–2’500

Ausschüttung an Stadt Bern

–

–

–22’500

–22’500

Bestand am 31.12.2016

80’000

504’319

32’828

617’147

Jahreserfolg

–

–

24’042

24’042

Zuweisung

–

20’002

–20’002

–

Entnahme

–

–12’174

12’174

–

Verwendung (Ökofonds)

–

–

–2’500

–2’500

Ausschüttung an Stadt Bern

–

–

–22’500

–22’500

80’000

512’146

24’042

616’188

Bestand am 31.12.2017

83


DATEN UND FAKTEN

Elektrizität Stromproduktion und -beschaffung

Kraftwerk Felsenau Dotierkraftwerk Engehalde Kraftwerk Matte

Nettoproduktion (ins Netz eingespeiste Energie)

Installierte Leistung (Beteiligungen: Anteil Energie Wasser Bern)

2017 MWh

2016 MWh

MW

31’541

66’710

11.5

1’027

1’974

0.5

7’500

7’1 1 1

1.1

Energiezentrale Forsthaus Holzheizkraftwerk

19’700

16’623

in GuD inbegriffen

Kehrichtverwertungsanlage

72’900

73’683

16.0

Gas-und-Dampf-Kombikraftwerk (GuD)

146’200

247’863

73.0

8’477

9’579

3.1 2.0

Blockheizkraftwerke Solarkraftwerke Total Produktion werkeigene Anlagen

Kraftwerke Oberhasli AG Kraftwerke Maggia AG

1’172

1’856

288’517

425’399

358’161

337’318

228.0

70’513

55’220

30.0

Kraftwerke Blenio AG

33’152

38’123

20.0

Kraftwerk Sanetsch AG

15’629

20’347

9.0

611’499

617’784

75.8

5’488

4’842

k. A. k. A.

Kernkraftwerk Gösgen-Däniken AG Aventron1 (Solar- und Kleinwasserkraftwerke Schweiz)

2’405

1’298

1’086’847

1’074’932

308’255

237’931

8’833

8’211

Handelskäufe

378’458

411’151

Total Drittbezüge

387’291

419’362

2’080’910

2’157’624

3’013

3’582

40’068

75’795

Solarkraftwerke2 Total Produktion Beteiligungen

Produktion erneuerbare Energie im Ausland1

Bezug von Kleinproduktionsanlagen Dritter auf Stadtgebiet

Total Stromproduktion und -beschaffung

Davon naturemade-star-zertifizierter Ökostrom Strom aus Sonnenenergie Strom aus Wasserkraft 1 Die

Werte des aktuellen Berichtsjahres sind jeweils provisorisch und können erst im Folgejahr definitiv ausgewiesen werden. 2 Thun Solar AG, pvenergie AG, Solarkraftwerke Bigla AG

84


Energieabgabe

2017

2016

MWh

MWh

Aufgewendete Pumpenenergie

120’431

124’216

Handelsverkäufe

421’852

581’957

Abgabe erneuerbare Energie an Dritte/ Einspeisevergütung im Ausland 1

313’743

242’773

Abgabe erneuerbare Energie an KEV 2 in der Schweiz

58’591

54’033

Verluste im Netz Bern

27’278

21’948

Energieabgabe an Kunden Total abgegebene Energie

1’139’015

1’132’697

2’080’910

2’157’624

1 Die

Werte des aktuellen Berichtsjahres sind jeweils provisorisch und können erst im Folgejahr definitiv ausgewiesen werden. Einspeisevergütung

2 Kostendeckende

Stromnetze

2017

2016

Hochspannung 132 kV

91.9

91.9

Mittelspannung 11 kV

8.8

8.8

Niederspannung 400/230 V

5.5

6.5

28.3

28.3

Verteilnetz: Freileitungen (in km)

Verteilnetz: Kabelleitungen (in km) Hochspannung 132 kV Mittelspannung 11 kV

334.0

333.1

Niederspannung 400/230 V

773.2

760.0

7

7

632

631

1’039

1’044

575

569

14’109

13’551

39

42

560.0

563.0

3.0

3.5

Anzahl Unterwerke Anzahl Trafostationen Anzahl Trafos Trafoleistung in MVA Anzahl Netzanschlüsse (Kabel) Anzahl Netzanschlüsse (Freileitung)

Öffentliche Beleuchtung Kabelleitungen (in km) Freileitungen (in km) Anzahl Strassenleuchten Energieverbrauch der Strassenleuchten (in kWh)

18’920

18’805

6’170’568

6’526’012

102’251

101’901

Messung und Installationskontrolle Im Verteilnetz installierte Zähler Übrige im Netz installierte Apparate Aktive Verrechnungsstromkreise Bearbeitete Installationsanzeigen (Strom)

14’063

14’315

100’348

99’966

1’708

1’910

85


DATEN UND FAKTEN

Wärme Gas

2017

2016

1’035’200

1’080’406

Erdgasbezug (in MWh) Stadt Bern und durch Energie Wasser Bern direkt belieferte Gemeinden 1 Wiederverkäufergemeinden

150’700

157’157

Treibstoff

44’700

43’559

Energiezentrale Forsthaus

355’100

588’700

1’585’700

1’869’822

2’723

3’045

Total

Erdgasabsatz (in MWh) nach Verwendung Haushalt (Kochgas) Heizungen und Gewerbe

614’000

449’381

Grosskunden2

453’500

627’980

Treibstoff

44’700

43’559

Wiederverkäufergemeinde Muri

114’300

119’177

Wiederverkäufergemeinde Wohlen Wiederverkäufergemeinde Moosseedorf Wiederverkäufergemeinde Urtenen-Schönbühl Total

2’900

3’203

15’000

14’837

18’500

19’940

1’265’623

1’281’122

53’500

50’744

50.9

51.7

127.2

122.6

Davon Biogas

Gasleitungsnetz Stadt Bern und Region (in km) Hochdruckleitungen, 1–5 bar Mitteldruckleitungen, 0.1–1 bar Niederdruckleitungen, 0.022–0.1 bar

168.6

163.9

346.7

338.2

Netzanschlussleitungen (in km)

125.8

124.9

Anzahl Netzanschlüsse

9’071

9’050

12’799

12’918

8’614

8’569

937

1’005

2017

2016

261'430

261'150

3'491

3'473

Total

Messung und Installationskontrolle Im Verteilnetz installierte Gaszähler Übrige im Netz installierte Apparate Durchgeführte Abnahmekontrollen Erdgas (inkl. Druckprüfungen) 1

Bremgarten, Ittigen, Kirchlindach, Köniz, Münchenbuchsee, Ostermundigen, Zollikofen Blockheizkraftwerken

2  Inkl.

Fernwärme Energieabgabe Wärmeverkauf (in MWh)³ Heizgradtage

Fernwärmeleitungsnetz Stadt Bern (in km) Vorlaufleitungen

48.7

46. 1

Rücklaufleitungen

48.4

46.0

615

602

Anzahl Netzanschlüsse 3 Inkl.

Wärme Blockheizkraftwerk Viktoria

86


Contracting/Wasser Contracting

2017

2016

74

73

97’054

95’787

14’833

14’832

272

286

2017

2016

13’516

13’133

Energieabgabe Anzahl Anlagen Nutzenergieabgabe Wärme (in MWh) Nutzenergieabgabe Kälte (in MWh) Stromerzeugung (in MWh)

Wasser Wasserverbrauch Stadt Bern in 1’000 m3 Jahresverbrauch Tagesverbrauch im Maximum

52

48

im Mittel

37

36

im Minimum

24

26

369.3

375.7

Wasserleitungsnetz Stadt Bern Versorgungsleitungen (in km) Hausanschlussleitungen (in km) Anzahl Netzanschlüsse Anzahl Hydranten Anzahl öffentliche Brunnen1

211.5

200.7

14’528

14’525

3’494

3’502

217

217

15’970

15’964

519

543

Messung und Installationskontrolle Im Verteilnetz installierte Zähler Durchgeführte Abnahmekontrollen Wasser 1

Das Wasser wird von Energie Wasser Bern unentgeltlich abgegeben.

87


DATEN UND FAKTEN

Kehrichtverwertung/Mobilität/ Telekommunikation Kehrichtverwertung

2017

2016

Abfallentsorgung der Stadt Bern

34’929

35’210

Direktanlieferer Stadt Bern

30’640

28’056

Kehrichtanlieferung (in t)

Partneranlagen

5’068

5’770

Regionsgemeinden

16’114

16’244

Direktanlieferer Region

47’289

41’965

134’041

127’245

1’915

2’975

136’710

126’937

411

0

2017

2016

Anzahl geförderte Erdgasfahrzeuge

127

112

Anzahl belieferte Erdgastankstellen1

11

11

Erdgasabsatz Tankstellen (in MWh)

26’200

28’222

Biogasabsatz Tankstellen (in MWh)

18’500

15’337

Total Davon Sonderabfälle

Kehrichtverwertung (in t) Kehrichtverwertungsanlage (KVA) Bern Externe KVA

Mobilität Erdgas/Biogas als Treibstoff

Elektromobilität Anzahl Ladestationen Energie Wasser Bern Anzahl ElectroDrive-All-in-Pakete Abgesetzter Ökostrom für ElectroDrive-Pakete (in kWh) Abgesetzter Strom an Ladestationen (nur Ökostrom) (in kWh) 1

9

5

519

485

129’800

127’250

27’000

18’837

Eigene Tankstellen im Versorgungsgebiet (8 St.) und von Energie Wasser Bern gewartete Tankstellen (3 St.)

Telekommunikation Berner Glasfasernetz

2017

2016

979

969

69’334

64’573

(FTTH*)2

Verbaute Glasfaserkabel (in km) Total durch Energie Wasser Bern und Swisscom erschlossene Nutzungseinheiten 2 Bezieht

sich auf erbrachte Leistungen von Energie Wasser Bern * Fibre to the Home

88


Mitarbeitende Indikatoren sozialverantwortlicher Personalpolitik

Einheit

2017

2016

Vollzeitäquivalente

582.5

585.7

Personen

624

628

davon Teilzeitmitarbeitende

Personen

129

123

davon Mitarbeitende mit befristeter Anstellung

Personen

1

0

Personalbestand Anzahl Mitarbeitende Anzahl Mitarbeitende total

Personen

50

53

Fluktuationsrate (ohne Pensionierungen)

Anzahl Neuanstellungen

%

3.6

5.7

Total Fluktuationsrate (inkl. Pensionierungen)

%

7.8

8.0

Personalvielfalt Geschäftsleitung und höheres Management

Personen

27

26

Mittleres Management

Personen

44

43

Anzahl Lernende

Personen

18

17

%

8.7

5.9

Frauenanteil mit Managementfunktion Frauenanteil insgesamt

%

18.4

18.5

Mitarbeitende unter 30 Jahren

%

11.5

10.2

Mitarbeitende zwischen 30 und 50 Jahren

%

48.8

49.9

Mitarbeitende über 50 Jahren

%

39.7

39.9

Mio. CHF

81.4 1

70.5

in Stunden pro Jahr

11.5

13.4

in % der gesamten Personalkosten

0.9

1 .1

Personalausgaben (Löhne und Sozialleistungen)

Aus- und Weiterbildung Durchschnittliche Weiterbildungszeit pro Anzahl Mitarbeitende/-n Aus- und Weiterbildungsausgaben

Arbeitsschutz Total Ausfalltage durch Berufsunfälle

Tage

336

206

Total Ausfalltage durch Nichtberufsunfälle

Tage

699

607

1

Davon Zahlung von CHF 10.7 Mio. in die Pensionskasse aufgrund Wechsel vom Leistungs- zum Beitragsprimat

89


DATEN UND FAKTEN

Umwelt und Energie Energie- und Emissionsbilanz lokale Produktion

Einheit

2017

2016

Kommentar

Energiezentrale Forsthaus Input Kehricht

MWh

483’200

442’400

Input Holz

MWh

220’800

193’400

Input Erdgas

MWh

355’100

588’700

Input Wasser (Grundwasser, Netzwasser)

m3

142’033

164’474

Produzierte Wärme

MWh

278’900

280’600

MWh

124’700

98’000

MWh

238’800

338’300

MWh

72’900

72’700

CO2-Emissionen aus Erdgas

t

72’085

119’506

CO2-Emissionen aus Kehricht

t

76’829

70’342

CO2-Faktor der produzierten Wärme

kg/MWh

65

83

Berechnung gemäss Ökobilanzdaten im Baubereich, KBOB 2009/1:2016

CO2-Faktor des produzierten Stroms

kg/MWh

297

352

Berechnung gemäss Ökobilanzdaten im Baubereich, KBOB 2009/1:2016

Erneuerbarkeit Wärme

%

80.0

68.1

Erneuerbarkeit Strom

%

39.0

26.2

Schlacke aus KVA zur Entsorgung

t

27’387

29’851

Verhältnis Schlacke zu Kehricht

%

20.0

23.5

Hydroxidschlamm aus KVA zur Entsorgung

t

1’266

1’005

NOX-Emissionen

t

119.0

127

Staubemissionen

t

1

1

davon aus KVA (CO2-neutral) Produzierter Strom davon aus KVA (CO2-neutral)

Contracting- und Nahwärmeanlagen

Für Spitzenlastkessel, Abhitzekessel und Gasturbine

Ins Wärmenetz eingespeist Nutzung hochwertiger Abwärme Ins Stromnetz eingespeist Nutzung hochwertiger Abwärme

Stand 2017: 74 Contractinganlagen sowie Nahwärmeverbund Viktoria

Gesamter Energieinput

MWh

120’828

121’793

Produzierte Wärme

MWh

106’981

107’052

Produzierte Kälte

MWh

14’833

14’832

Produzierter Strom

MWh

4’687

8’319

Total CO2-Emissionen

t

19’242

19’273

90

Energieträger sind Holz, Gas, Fernwärme, Heizöl und Strom


Energie- und Emissionsbilanz eigener Betrieb

Einheit

2017

2016

Liegenschaften

Kommentar Eigene Liegenschaften an den Standorten Monbijou und Holligen 1

Total Energiebezugsfläche (EBF)

m2

27’967

27’967

Total Wärmebedarf

MWh

1’371.9

1’428.3

Fernwärme

MWh

612.1

647.8

Fernwärme ist zu durchschnittlich 30% nicht erneuerbar bzw. fossil

Fossil (HEL)

MWh

364.1

298.6

Teilausfall Wärmepumpe, dadurch vermehrter Einsatz von Ölheizungen

Abwärme und Umweltwärme

MWh

242.9

561.4

Teilausfall Wärmepumpe, dadurch vermehrter Einsatz von Ölheizungen

Strom für Wärmepumpe

MWh

152.8

189.2

Anteil Erneuerbarkeit der Wärmeversorgung

%

68.0

84.3

Spezifischer Wärmebedarf bezogen auf EBF

kWh/m2

49.5

51.1

Total Strombedarf

MWh

1’947

1’858.3

Davon Ökostrom

%

100.0

100.0

Verbrauch Gerätebenzin

MWh

45.0

26.1

Wasserverbrauch (Trinkwasser ab Netz)

m3

4’826.0

5’388.0

CO2-Emissionen Liegenschaften (inkl. Geräten)

t

152.5

61.7

Hauskehricht

t

58.0

58.6

167

170

47.0

44.0

Ohne Korrektur Heizgradtage

Teilausfall Wärmepumpe, dadurch vermehrter Einsatz von Ölheizungen Ohne Heizgradtagkorrektur EBF: Energie­bezugsfläche

Betrieb mobiler Kleingeräte

Teilausfall Wärmepumpe, dadurch vermehrter Einsatz von Ölheizungen und mehr CO2-Emissionen

Mobilität Anzahl Fahrzeuge gesamte Flotte Anteil Gasfahrzeuge

%

Anteil Elektrofahrzeuge

%

Total gefahrene Strecke aller Fahrzeuge

km

Energieverbrauch Mobilität Biogas

7.0

6.5

1’325’028

1’412’192

MWh

1’493.4

1’587.8

MWh

545.1

534.5

Diesel

MWh

808.5

860.0

Benzin

MWh

132.8

186.3

Strom

MWh

CO2-Emissionen Mobilität

t

CO2/km

g/km

1

7.0

7.0

248.8

276.6

187.8

195.9

Mischflotte aus Nutzfahrzeugen und Personenwagen

Mischflotte aus Nutzfahrzeugen und Personenwagen

Entspricht dem Geltungsbereich der kantonalen Zielvereinbarung im Rahmen der Umsetzung des Grossverbraucherartikels.

91


GRI-INDEX

GRI-Inhalts­index GRI 101: Grundlagen 2016 GRI 102: Allgemeine Angaben 2016 GRI-Bezeichnung

Referenz (Seite)

Organisationsprofil

GRI-Bezeichnung

Referenz (Seite)

Stakeholdereinbeziehung

GRI 102-1

eNB, S. 23

GRI 102-40

S. 92

GRI 102-2

eNB, S. 23

GRI 102-41

S. 92

GRI 102-3

eNB, S. 23

GRI 102-42

S. 92

GRI 102-4

eNB, S. 23

GRI 102-43

S. 92

GRI 102-5

eNB, S. 23

GRI 102-44

S. 92

GRI 102-6

eNB, S. 23

Vorgehensweise bei der Berichterstattung

GRI 102-7

eNB, S. 23

GRI 102-45

S. 92

GRI 102-8

eNB, S. 24

GRI 102-46

S. 92

GRI 102-9

eNB, S. 24

GRI 102-47

S. 92

GRI 102-10

eNB, S. 24

GRI 102-48

S. 92

GRI 102-11

eNB, S. 24

GRI 102-49

S. 92

GRI 102-12

eNB, S. 24

GRI 102-50

eNB, S. 40

GRI 102-13

eNB, S. 26

GRI 102-51

eNB, S. 40

GRI 102-52

eNB, S. 40

Strategie GRI 102-14

eNB, S. 27

GRI 102-53

eNB, S. 40

GRI 102-15

eNB, S. 27

GRI 102-54

eNB, S. 41

GRI 102-55

eNB, S. 41

GRI 102-56

eNB, S. 41

Ethik und Integrität GRI 102-16

eNB, S. 29

GRI 102-17

eNB, S. 29

Unternehmensführung GRI 102-18

eNB, S. 30

GRI 102-19

eNB, S. 30

GRI 102-20

eNB, S. 30

GRI 102-21

eNB, S. 31

GRI 102-22

eNB, S. 31

GRI 102-23

eNB, S. 31

GRI 102-24

eNB, S. 31

diesen erfolgreich abgeschlossen (siehe GRI Icon oben). Die identifizierten

GRI 102-25

eNB, S. 31

wesentlichen Themen (GRI 102-47) finden sich im ergänzenden Nachhaltig­

GRI 102-26

eNB, S. 31

keitsbericht auf Seite 40. Ihnen liegt eine fundierte Wesentlichkeitsanalyse

GRI 102-27

eNB, S. 32

zugrunde (GRI 102-46): siehe ergänzender Nachhaltigkeitsbericht Seite 38.

GRI 102-28

eNB, S. 32

Durch die Umstellung von den GRI-G4-Richtlinien auf die GRI-Standards

GRI 102-29

eNB, S. 32

wurden Informationen und Kennzahlen wo immer nötig an die neuen Stan­

GRI 102-30

eNB, S. 33

GRI 102-31

eNB, S. 33

GRI 102-32

eNB, S. 33

GRI 102-33

eNB, S. 33

GRI 102-34

eNB, S. 33

GRI 102-35

eNB, S. 33

GRI 102-36

eNB, S. 33

gruppen und für eingebrachte Themen: siehe ergänzender Nachhaltigkeits­

GRI 102-37

eNB, S. 33

bericht, ab Seite 34 (GRI 102-41, GRI 102-42, GRI 102-43, GRI 102-44).

GRI 102-38

eNB, S. 34

GRI 102-39

eNB, S. 34

Die Nachhaltigkeitsberichterstattung nach den neuen GRI-Standards bezieht sich auf das Stammhaus Energie Wasser Bern ohne Tochtergesell­ schaften und Beteiligungen (GRI 102-45). Dieser Bericht wurde in Über­ einstimmung mit den GRI Standards: Berichtsoption Kern umgesetzt. Der Bericht wurde dem GRI Materiality Disclosures Service unterzogen und hat

dards angepasst. Zu den wichtigsten Indikatoren gibt es keine grundsätzlich neue Darstellung von Informationen und keine Veränderung der Berichts­ grundlagen (GRI 102-48 und GRI 102-49). Relevante Anspruchsgruppen für Energie Wasser Bern sind Kundinnen und Kunden, Mitarbeitende, die Eigne­ rin (Stadt Bern), Politik und Gemeinwesen, Anwohnerinnen und Anwohner, Medien, Bevölkerung der Stadt Bern, Gewerkschaften und Zulieferer (GRI 102-40). Für eine detaillierte Übersicht zur Einbeziehung von Anspruchs­

ewb.ch/gri

92


GRI 103: Managementansatz 2016 Themenspezifische Standards GRI-Bezeichnung

Referenz (Seite)

Auslassung

GRI-Bezeichnung

Referenz (Seite)

GRI 307: Umwelt-Compliance

GRI 200: Wirtschaft 2016 GRI 201: Wirtschaftliche Leistung

GRI 103-1/2/3

eNB, S. 55

GRI 103-1/2/3

eNB, S. 43

GRI 307-1

eNB, S. 55

GRI 201-1

eNB, S. 43

GRI 308: Umweltbewertung der Lieferanten

GRI 201-2

eNB, S. 43

GRI 103-1/2/3

eNB, S. 65

GRI 201-3

eNB, S. 43

GRI 308-1

eNB, S. 65

GRI 201-4

eNB, S. 43

GRI 400: Soziales 2016

GRI 203: Indirekte ökonomische Auswirkungen

GRI 401: Beschäftigung

GRI 103-1/2/3

eNB, S. 44

GRI 103-1/2/3

eNB, S. 56

GRI 203-1

eNB, S. 44

GRI 401-1

eNB, S. 56

GRI 203-2

eNB, S. 44

GRI 401-2

eNB, S. 56

GRI 205: Korruptionsbekämpfung

GRI 401-3

eNB, S. 56

GRI 103-1/2/3

eNB, S. 45

GRI 403: Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz

GRI 205-1

eNB, S. 45

GRI 103-1/2/3

eNB, S. 56

GRI 205-2

eNB, S. 45

GRI 403-1

eNB, S. 56

GRI 205-3

eNB, S. 45

GRI 403-2

eNB, S. 57

GRI 206: Wettbewerbswidriges Verhalten

GRI 403-3

eNB, S. 58

GRI 103-1/2/3

eNB, S. 45

GRI 403-4

eNB, S. 58

GRI 206-1

eNB, S. 45

GRI 404: Aus- und Weiterbildung

GRI 300: Umwelt 2016

GRI 103-1/2/3

eNB, S. 59

GRI 301: Materialien

GRI 404-1

eNB, S. 59

GRI 404-2

eNB, S. 59

GRI 404-3

eNB, S. 59

GRI 103-1/2/3

eNB, S. 46

GRI 301-1

eNB, S. 46

GRI 301-2

eNB, S. 47

GRI 302: Energie GRI 103-1/2/3

eNB, S. 47

GRI 302-1

eNB, S. 47

GRI 302-2

eNB, S. 48

GRI 302-4

eNB, S. 48

GRI 302-5

eNB, S. 49

GRI 405: Vielfalt und Chancengleichheit GRI 103-1/2/3

eNB, S. 60

GRI 405-1

eNB, S. 60

GRI 405-2

eNB, S. 60

GRI 406: Gleichbehandlung GRI 103-1/2/3

eNB, S. 61

GRI 406-1

eNB, S. 61

GRI 413: Lokale Gemeinschaften

GRI 303: Wasser GRI 103-1/2/3

eNB, S. 50

GRI 303-1

eNB, S. 50

GRI 303-2

eNB, S. 50

GRI 303-3

eNB, S. 51

GRI 304: Biodiversität GRI 103-1/2/3

Auslassung

eNB, S. 51

GRI 103-1/2/3

eNB, S. 61

GRI 413-1

eNB, S. 61

GRI 413-2

eNB, S. 61

GRI 414: Soziale Bewertung der Lieferanten GRI 103-1/2/3

eNB, S. 65

GRI 414-1

eNB, S. 65

GRI 304-1

eNB, S. 51

GRI 415: Politik

GRI 304-2

eNB, S. 51

GRI 103-1/2/3

eNB, S. 62

GRI 304-3

eNB, S. 51

GRI 415-1

eNB, S. 62

GRI 416: Kundengesundheit und -sicherheit

GRI 305: Emissionen GRI 103-1/2/3

eNB, S. 52

GRI 103-1/2/3

eNB, S. 62

GRI 305-1

eNB, S. 52

GRI 416-1

eNB, S. 62

GRI 305-2

eNB, S. 52

GRI 416-2

eNB, S. 63

GRI 305-5

eNB, S. 52

GRI 417: Marketing und Kennzeichnung

GRI 305-6

eNB, S. 53

GRI 103-1/2/3

eNB, S. 63

GRI 305-7

eNB, S. 53

GRI 417-1

eNB, S. 63

GRI 306: Abwasser und Abfall

GRI 417-2

eNB, S. 63

GRI 103-1/2/3

eNB, S. 54

GRI 418: Schutz der Kundendaten

GRI 306-1

eNB, S. 54

GRI 103-1/2/3

eNB, S. 64

GRI 306-2

eNB, S. 54

GRI 418-1

eNB, S. 64

GRI 306-3

eNB, S. 54

GRI 419: Sozioökonomische Compliance

GRI 306-4

eNB, S. 54

GRI 103-1/2/3

eNB, S. 64

GRI 306-5

eNB, S. 54

GRI 419-1

eNB, S. 64

eNB: ergänzender Nachhaltigkeitsbericht 2017 gemäss GRI-Standards

93


IMPRESSUM

Impressum Herausgeber Energie Wasser Bern Monbijoustrasse 11, Postfach 3001 Bern Telefon 031 321 31 11 info@ewb.ch ewb.ch Redaktion Raphaël Wyss, Energie Wasser Bern, Bern Text Kinetics Kommunikation, Zürich Sustainserv GmbH, Zürich/Boston Raphaël Wyss, Energie Wasser Bern, Bern GRI-Berichterstattung Christof Scherrer, Energie Wasser Bern, Bern Sustainserv GmbH, Zürich/Boston Gestaltung Polyconsult AG, Bern Fotos Markus Affentranger, Energie Wasser Bern, Bern Karin Aslani, BLS AG, Bern Andrea Campiche, Urtenen-Schönbühl Alexandra Jäggi, Energie Wasser Bern, Bern Adrian Moser, Biel Olivier Probst, Köniz Lithografie Marti Media AG, Hinterkappelen Druck Stämpfli AG, Bern

94


Energie Wasser Bern, Art. Nr. 6861-a, April 2018 Energie Wasser Bern Monbijoustrasse 11 Postfach, 3001 Bern

ewb.ch info@ewb.ch Tel. 031 321 31 11


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Geschäfts- und Nachhaltigkeitsbericht 2017 by Energie Wasser Bern - Issuu