GESCHÄFTS- UND NACHHALTIGKEITS BERICHT 2015
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Rückblick und Ausblick 6
Wichtige Ereignisse 8
Nachhaltige Unternehmensführung 10
Wichtigste Geschäfte 38
Umwelt 42
Kundinnen und Kunden 46
Mitarbeitende 50
Gemeinwesen 54
Jahresbericht Ökofonds 58
Corporate Governance 68
Finanzbericht Stammhaus 74
Daten und Fakten 82
GRI G4 Inhaltsindex 84
Impressum
Franz Stampfli, Verwaltungsratspr채sident
Daniel Schafer, CEO
RÜCKBLICK UND AUSBLICK
IM EINSATZ FÜR BERN Energie Wasser Bern hält die Stadt am Laufen. Was im ersten Moment vermessen klingen mag, ist gleichzeitig eine Tatsache, eine Verpflichtung und ein Ansporn. Dafür steht unsere neue Vision: «Wir engagieren uns an 365 Tagen im Jahr während 24 Stunden für modernes Leben und Arbeiten in der Stadt und in der Umgebung von Bern.» Diese Vision ist ein Bekenntnis, dass wir auch unter den künftigen Marktbedingungen das Energieversorgungsunternehmen erster Wahl für die Bernerinnen und Berner bleiben wollen. Dafür tun wir einiges, zum Beispiel für die Versorgungssicherheit: Unsere Mitarbeitenden arbeiten in Schichten, leisten Pikettdienst und beheben jede Störung innert möglichst kurzer Zeit. Wer etwa bei einem Wasserleitungsbruch schon einmal beobachtet hat, wie schnell und versiert unsere Fachleute handeln, weiss: Hier sind Profis mit Berufsstolz am Werk, die den Kundinnen und Kunden den bestmöglichen Service bieten wollen.
«WIR SETZEN AUF EVOLUTION STATT REVOLUTION.»
OPTIMUM STATT MAXIMUM Als führender Spezialist für Gesamtlösungen rund um Energie tragen wir die Verantwortung für einen grossen Teil der Grundinfrastruktur in der Stadt und den umliegenden Gemeinden. Deshalb erarbeiten wir derzeit FRANZ STAMPFLI, ein systematisches Business Continuity ManageVERWALTUNGSRATSPRÄSIDENT ment, um für ausserordentliche Situationen noch besser gewappnet zu sein. Dazu analysieren wir, bei welchen Prozessen und Anlagen ein Ausfall besonders schwerwiegende Folgen hat, und ergänzen die bestehenden Notfallpläne bei Bedarf. So bereiten wir uns vor, um unsere Dienstleistungen auch in ausserordentlichen Situationen jederzeit erbringen zu können. Versorgungssicherheit bedeutet für uns allerdings nicht, alles technisch Machbare umzusetzen. Im Bereich Netze müssen wir beispielsweise laufend unsere Baustandards überdenken und die Instandhaltung bewusst optimieren. Die in der Energiebranche noch immer weit verbreitete Ansicht, «Nur das technisch Beste ist gut genug», musste schon lange einer neuen Devise weichen: Die Kundinnen und Kunden sollen mit unseren Leistungen rundum zufrieden sein. Und wir wollen preislich mit anderen Energieversorgern mithalten können. Das Kosten-Nutzen-Verhältnis wird ein zentraler Leitsatz, weil das finanzielle Korsett für Reserven keinen Platz mehr lässt.
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RÜCKBLICK UND AUSBLICK
«Versorgungssicherheit bedeutet für uns nicht mehr, alles technisch Machbare umzusetzen.» Daniel Schafer, CEO
DER MARKT SPIELT Die Gründe dafür sind vielfältig. Als Stromversorger mit grosser Eigenproduktion belasten uns vor allem die derzeit historisch tiefen Marktpreise. Ebenso spüren wir die Folgen von politischen und regulatorischen Auflagen sowie den verstärkten Wettbewerb. Im Jahr 2016 werden mehr als die Hälfte der Grossverbraucher in der Schweiz ihren Strom am freien Markt beziehen. Ihr Beschaffungsvolumen macht fast drei Viertel der frei handelbaren elektrischen Energie aus. Auch beim Erdgas steigt der Druck auf die Preise: Seit Herbst 2015 können auf Basis der Verbändevereinbarung noch mehr Industriekunden ihren Lieferanten frei wählen. Eine weitere Verzögerung erwarten wir dagegen bei der vollständigen Strommarktöffnung: Eine Umsetzung ab 2018 ist nicht mehr realistisch. Einerseits will der Bund die Liberalisierung und das Stromabkommen mit der EU aufeinander abstimmen. Andererseits regten bei der Vernehmlassung zur Marktöffnung zahlreiche Teilnehmer an, zunächst das erste Massnahmen-
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paket der Energiestrategie 2050 definitiv zu schnüren und erst dann den gesamten Strommarkt zu liberalisieren. Diese Stossrichtung unterstützen wir. Denn mit der Berner Energiewende wartet weiterhin viel Arbeit auf uns. Den wichtigsten Kompass dafür bildet der Energierichtplan 2035. Seine Umsetzung hat die Stadt Bern im Berichtsjahr mit der Energie- und Klimastrategie 2025 konkretisiert. Für unser Unternehmen ergeben sich daraus viele Berührungspunkte; insbesondere bezüglich der Energieproduktion, der Energieeffizienz und der Mobilität. Um die gesetzten Ziele zu erreichen, engagieren wir uns für einen intelligenten Technologie- und Energiemix. Die Erfolgsfaktoren heissen dabei Flexibilität, technische Machbarkeit und Finanzierbarkeit. Letzterer gilt ein besonderes Augenmerk: Die hohen Investitionen in Produktionsanlagen für erneuerbare Energien haben unsere Eigenkapitalquote in den letzten Jahren stark beansprucht. Um uns genügend Handlungsspielraum zu bewahren, streben wir eine Quote von mindestens 35 Prozent an.
ADIEU ANDRÉ MORO Mit André Moro haben wir im September 2015 nicht nur ein hochkompetentes Mitglied der Geschäftsleitung verloren, sondern vor allem auch einen lieben Kollegen. Er begegnete seinem Gegenüber – unabhängig von Alter und Funktion – mit Respekt und Wertschätzung. Durch seine Hilfsbereitschaft, die positive Lebenseinstellung und seine Frohnatur schaffte er ein Arbeitsumfeld, in dem sich seine Mitarbeitenden wohlfühlten und das sie motivierte. André Moro setzte sich stets zum Wohl von Energie Wasser Bern und der Mitarbeitenden ein. Wir vermissen ihn sehr.
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FIT FÜR MORGEN Firmen, die sich erfolgreich in einem komplexen Umfeld bewegen, beziehen dessen stetigen Wandel mit ein. Diese Flexibilität muss auch Energie Wasser Bern erreichen. Mit der Initiative «Fit für morgen – Schritt für Schritt» wollen wir das Unternehmen von innen heraus verändern und den heutigen Vorsprung mit vereinten Kräften weiter ausbauen. Die Kunst dabei ist, gut Funktionierendes bewusst beizubehalten und Verbesserungswürdiges konsequent zu optimieren. Wir setzen mit «Fit für morgen» also auf Evolution statt Revolution und auf Kundenorientierung als roten Faden. «Willkommen, ich mache es möglich», lautet die Denkhaltung, die wir einnehmen wollen. Damit der Kulturwandel möglichst rasch im ganzen Unternehmen spürbar wird, bildeten wir 2015 einerseits mehrere Mitarbeitende zu sogenannten Multiplikatoren aus. Andererseits lancierten wir beispielsweise das «Job Visiting», bei dem alle Mitarbeitenden von Energie Wasser Bern einen Einblick in den Berufsalltag einer Kollegin oder eines Kollegen aus einem anderen Bereich erhielten. So haben wir den Austausch und das Verständnis zwischen den Mitarbeitenden mit administrativen Funktionen und jenen mit überwiegend handwerklichen Tätigkeiten gefördert. Zusätzliche Schwerpunkte der Initiative «Fit für morgen» sind unter anderem die Weiterentwicklung unserer Dachmarke, das Projekt «smart for future» als Vorbereitung für die liberalisierten Märkte und die Einführung eines Innovationsmanagements.
CHANCEN NUTZEN Mit dem neuen Innovationskonzept legen wir die Basis für eine innovationsfreundliche Firmen kultur. Es definiert Rahmenbedingungen, Tätigkeiten, Organisation und Zuständigkeiten beim Innovationsmanagement. Innovationen bedeuten Chancen, erfordern aber auch Risikobereitschaft. Deshalb sind bei uns Innovations-, Chancen- und Risikomanagement eng miteinander verzahnt. Genutzte Chancen können etwa neue Produkte oder Dienstleistungen sein, wie unser Anfang 2015 eingeführtes Internetprodukt ewb.INTERNET beweist. Noch vor ein paar Jahren wäre ein solches Angebot für uns kaum denkbar gewesen. Inzwischen gehört ein schneller Internetanschluss aber genauso zur Grundversorgung wie Strom, Wärme oder Wasser und passt deshalb bestens in unser Produktportfolio. Wollen wir unseren Kundinnen und Kunden auch in Zukunft an 365 Tagen im Jahr während 24 Stunden als Gesamtenergiespezialist modernes Arbeiten und Leben ermöglichen, müssen wir uns also laufend weiterentwickeln. Das schafft nur ein gut funktionierendes Team. Deshalb brauchen wir Mitarbeitende und Führungskräfte, die voll hinter unserer Strategie stehen, diese umsetzen und ihren Beitrag zum Erfolg leisten.
Franz Stampfli
Daniel Schafer
Verwaltungsratspräsident
CEO
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WICHTIGE EREIGNISSE
WICHTIGE EREIGNISSE IM JAHR 2015
APRIL WASSERKRAFT AUS ITALIEN Die Beteiligungsgesellschaft Swisspower Renewables AG übernimmt im Piemont ihr erstes Wasserkraftwerk und ergänzt damit ihr bisheriges Produktionsportfolio von Windkraftanlagen in Deutschland.
JUNI ENERGIE- UND KLIMASTRATEGIE 2025 Die Stadt Bern präsentiert ihre Energie- und Klimastrategie 2025 und stellt damit die Weichen für die Berner Energiewende.
2015 JANUAR VERSPRECHEN EINGELÖST Energie Wasser Bern bezieht keinen Strom mehr vom Kernkraftwerk Fessenheim (KKF) und legt einen weiteren Meilenstein auf dem Weg zur Berner Energiewende.
FEBRUAR ULTRASCHNELLES BERNER INTERNET Energie Wasser Bern lanciert das Internetprodukt ewb.INTERNET auf dem Berner Glasfasernetz.
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JULI ERNEUERBARE ENERGIE AUS FÜNF LÄNDERN Die Kooperation Kleinkraftwerk Birseck AG (KKB) erwirbt Windparks in Deutschland und Frankreich, Fotovoltaikanlagen in der Schweiz und Italien sowie ein Wasserkraftwerk in Norwegen.
NOVEMBER WASSERKRAFT AUS NORWEGEN Die Kleinkraftwerk Birseck AG (KKB) unter zeichnet einen Kaufvertrag für ein Portfolio an Beteiligungen von Alpiq an fünf Wasserkraft werken in Norwegen.
ZURÜCK AN DIE STADT BERN Nach 60 Jahren übergibt Energie Wasser Bern das bereinigte Areal der alten Kehrichtverwertungsanlage Warmbächli an die Stadt Bern.
JULI WINDKRAFT AUS ITALIEN Die Kooperation HelveticWind unterschreibt einen Vertrag zum Kauf eines projektierten Windparks in Genzano di Lucania in Italien.
NOVEMBER IM DIALOG MIT DER POLITIK Am alljährlichen Stadtratsanlass von Energie Wasser Bern diskutieren Vertreter der Politik mit Verwaltungsrats- und Geschäftsleitungs mitgliedern energiepolitische Themen.
MEHR WASSERKRAFT AUS ITALIEN Die Swisspower Renewables AG kauft drei weitere Wasserkraftwerke in der Lombardei und im Piemont und baut ihre Marktposition damit weiter aus. «POWER TO ROCK» An der Ausgabe 2015 des Gurtenfestivals unterstützt Energie Wasser Bern als Hauptsponsor der Waldbühne erneut Schweizer Bands.
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2016
NACHHALTIGE UNTERNEHMENSFÜHRUNG
WESENTLICHE THEMEN DER NACHHALTIGKEIT Energie Wasser Bern versteht sich als nachhaltiger Gesamtenergiespezialist mit einer langfristig ausgelegten Strategie. Das Unternehmen orientiert sich konsequent an den Bedürfnissen seiner Anspruchsgruppen – vor allem seiner Kundinnen und Kunden. Auf diese Weise werden die Weichen für die Zukunftsfähigkeit des Energieversorgers gestellt.
Angesichts des Wandels in der Energiebranche hat Energie Wasser Bern auf allen Ebenen einen tief greifenden Veränderungsprozess eingeleitet und bereits im Geschäfts- und Nachhaltigkeitsbericht 2014 darüber berichtet. Im aktuellen Berichtsjahr wurde die Nachhaltigkeitsberichterstattung an die G4-Richtlinien der Global Reporting Initiative (GRI) angepasst. Im Rahmen dieser Umstellung wurde eine Wesentlichkeitsanalyse durchgeführt, um alle Themen zu identifizieren, die aktuell wesentlich für die nachhaltige Entwicklung des Unternehmens sind; Themen, die direkte oder indirekte Auswirkungen auf das Unternehmen haben und dabei entweder innerhalb oder ausserhalb der Organisation relevant sind. Die Wesentlichkeitsanalyse basiert auf der Unternehmensstrategie und den Erkenntnissen aus dem Austausch mit den verschiedenen Anspruchsgruppen. In einem mehrstufigen Prozess wurde zunächst eine unternehmensinterne Befragung zum Thema Nachhaltigkeit durchgeführt. Die entsprechenden Ergebnisse wurden von einer Projektgruppe weiterentwickelt und anschliessend von den zuständigen Schnittstellen sowie von der Geschäftsleitung validiert.
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Die so identifizierten wesentlichen Themen wurden anschliessend nach ihrer Bedeutung strukturiert (siehe Grafik Seite 9). Unter den wesentlichen Themen sind – sowohl aus interner wie externer Sicht – die Wettbewerbsfähigkeit von Energie Wasser Bern in zunehmend hart umkämpften Märkten und die hohe Versorgungssicherheit der Region von grösster Bedeutung. Ein breites Produktportfolio aus erneuerbaren Energien und Gesamtenergielösungen, starke Kundenorientierung und -bindung, die Reduzierung des ökologischen Fussabdrucks sowie die Kontinuität als verlässlicher und attraktiver Arbeitgeber sind ebenfalls von höchster Priorität. Aus strategischer Sicht des Managements sind die Arbeitssicherheit und der Gesundheitsschutz der Mitarbeitenden, die Entwicklung neuer Geschäftsmodelle sowie die Förderung von Innovation und neuen Technologien besonders wichtig. Von Seiten der Anspruchsgruppen zählen beispielsweise neue Angebote und Dienstleistungen, faire Lieferantenbeziehungen sowie gesellschaftliches Engagement zu den wesentlichen Bedürfnissen. Nicht zuletzt gibt es Themen wie die Einhaltung des eigenen Verhaltenskodex, den Schutz der Kundendaten, faire Arbeitsbedingungen oder eine transparente Kommunikation, die bereits gut im Managementsystem von Energie Wasser Bern etabliert sind.
Wesentliche Themen, die auf Bedürfnissen von Anspruchsgruppen basieren: l Neue Angebote und Services l Faires Lieferantenmanagement l Personalentwicklung für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf l Gesellschaftliches Engagement und Förderung
Für Unternehmen und Anspruchsgruppen zentrale Themen: l Zukunftsfähiges EVU im Wettbewerb l Versorgungssicherheit für die Region l Produktportfolio aus erneuerbaren Energien l Gesamtenergielösungen l Kundenorientierung und -bindung l Reduktion des ökologischen Fussabdrucks l ewb als verlässlicher und attraktiver Arbeitgeber
Themen, die gut im Managementsystem etabliert sind: l Einhaltung des Verhaltenskodex l Faire Arbeitsbedingungen l Schutz der Kundendaten l Transparente Kommunikation
Wesentliche Themen für die strategische Weiterentwicklung von ewb: l Arbeitssicherheit und betriebliches Gesundheitsmanagement l Neue Geschäftsmodelle l Innovationen und neue Technologien l Energieeffizienz im Betrieb
MITTEL
Wesentlichkeit aus Perspektive der Anspruchsgruppen
HOCH
WESENTLICHE THEMEN FÜR DIE NACHHALTIGE UNTERNEHMENSENTWICKLUNG
MITTEL
Wesentlichkeit aus Perspektive des Unternehmens
HOCH
BERICHTERSTATTUNG NACH DEN G4-RICHTLINIEN DER GLOBAL REPORTING INITIATIVE Energie Wasser Bern orientiert seine Nachhaltigkeitsberichterstattung seit 2006 an den international führenden Standards der Global Reporting Initiative (GRI). Mit dem vorliegenden Geschäfts- und Nachhaltigkeitsbericht 2015 sowie dem begleitenden GRI-Bericht 2015 setzt Energie Wasser Bern erstmals die neuen GRI-G4-Richtlinien auf Stufe «Kern» («core») um. Für den formalen GRI-Index und das GRI-Label siehe Seite 82. ewb.ch/gri-report
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WICHTIGSTE GESCHÄFTE: STROM
GUT UNTERWEGS ALS SELBSTVERSORGER Gemäss der Energie- und Klimastrategie 2025 der Stadt Bern muss die Berner Stromversorgung bis 2035 zu 80 Prozent mit erneuerbaren Energien abgedeckt werden. Durch die grosse Eigenproduktion kann Energie Wasser Bern diesen Anteil direkt steuern. Der ökologischere Strommix wirkt sich aber auch auf die Energietarife aus.
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Die Stromversorgung von Energie Wasser Bern basiert vor allem auf Eigenproduktion, wie dies in der Eignerstrategie der Stadt Bern vorgesehen ist. Diese Ausrichtung erleichtert es dem Unternehmen, die Ziele des Energierichtplans 2035 sowie der Energie- und Klimastrategie 2025 der Stadt Bern zu erreichen. Es ist bei der Umsetzung dieser Ziele auf Kurs. Der in der bisherigen Energiestrategie 2006–2015 vorgegebene Zuwachs an Strom aus erneuerbaren Energien wurde sogar übertroffen. Entsprechend fördert Energie Wasser Bern auch die Produktion sowie den Absatz von lokal produziertem Solarstrom. Gemäss dem Auftrag des Stadtrats wird der Anteil an Strom aus Sonnenenergie im Standardprodukt ewb.NATUR.Strom bis 2018 kontinuierlich auf fünf Prozent gesteigert. Diese Erhöhung erfolgt schrittweise: 2015 lag der Anteil bei zwei Prozent, 2016 beträgt er bereits drei Prozent. Ein signifikanter Anteil dieses Solarstroms stammt aus unternehmenseigenen Fotovoltaikanlagen in der Stadt und in der Region Bern.
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WICHTIGSTE GESCHÄFTE: STROM
BEVÖLKERUNG EINBEZIEHEN Die grösste Herausforderung der Energie- und Klimastrategie 2025 besteht für Energie Wasser Bern aber darin, die Bevölkerung einzubinden – vor allem bezüglich der Energieeffizienz. Denn ein grosser Teil des Energieverbrauchs lässt sich nicht durch die Stadtverwaltung und den Versorger beeinflussen, sondern bedingt Bewusstseinsund Verhaltensänderungen der Privatpersonen und Unternehmen. Deshalb will Energie Wasser Bern einerseits seine Kundinnen und Kunden noch stärker über die Möglichkeiten zur Steigerung ihrer Energieeffizienz informieren und andererseits die Zusammenarbeit mit wichtigen Mittelspersonen wie Planern, Architekten und Installateuren intensivieren. FOLGEN FÜR DIE TARIFE Bei der Umsetzung der Energie- und Klimastrategie 2025 schenkt Energie Wasser Bern der Wirtschaftlichkeit und Wettbewerbsfähigkeit ein
besonderes Augenmerk. Denn die Eigenproduk tion wirkt sich direkt auf die Energiepreise aus: Die Stromtarife werden auf der Basis von Ge stehungskosten der eigenen Anlagen kalkuliert. Seit dem Preiszerfall an den Strombörsen sind Selbstversorger wie Energie Wasser Bern gegenüber reinen Wiederverkäufern allerdings im Nachteil, da ihre Gestehungskosten für nach haltig produzierten Strom über den Marktpreisen liegen. Um kompetitiv zu bleiben, werden auch Kostensenkungen beim eigenen Netz angestrebt. Hier erzielt Energie Wasser Bern gute Erfolge: Dank interner Sparmassnahmen bei Betrieb und Unterhalt sinken 2016 die Netznutzungstarife in Bern. Aufgrund der insgesamt stabilen Gestehungskosten der eigenen Produktionsanlagen bleiben die Energietarife 2016 damit unverändert.
TRANSPARENZ BEIM ENERGIEVERBRAUCH Mit einem neuen Verbrauchsmonitoring unterstützt Energie Wasser Bern Geschäftskunden dabei, ihre Energieeffizienz zu steigern: Das Produkt ewb.MONITOR stellt die Verbrauchswerte von Strom, Erdgas/Biogas, Fernwärme und Wasser im Online-Kundenportal grafisch dar. Der Energieverbrauch für die einzelnen Medien kann aggregiert, verglichen oder als Report ausgewertet werden. Damit bekommen die Geschäftskunden ein Instrument zur Verfügung gestellt, um ihren Energieverbrauch bzw. ihre Effizienzsteigerungsmassnahmen zu überwachen. ewb.ch/monitor
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WICHTIGSTE GESCHÄFTE: STROM
ERNEUERBARE ENERGIEN AUF DEM VORMARSCH Im Berichtsjahr hat Energie Wasser Bern einen weiteren Schritt in Richtung Berner Energiewende gemacht. Durch die Beteiligung an zusätzlichen Windenergie-, Wasserkraft- und Solaranlagen im In- und Ausland ist der Anteil der erneuerbaren Energien im Produktionsportfolio weiter gestiegen. In der Region fokussiert sich das Unternehmen vor allem auf neue Fotovoltaikanlagen. Allein die Dächer der städtischen Liegenschaften bergen ein grosses Potenzial für die Solarstromproduktion. Um dieses besser zu nutzen, unterzeichneten Immobilien Stadt Bern und Energie Wasser Bern im Herbst 2014 einen Kooperationsvertrag zum Zubau von Fotovoltaikanlagen. Die Vereinbarung zeigte 2015 Wirkung: Nach der erfolgreichen Realisation von zwei Pilotanlagen projektierte und baute der städtische Energieversorger auf dem Kindergarten Sulgenbach und dem Entsorgungshof Schermen zwei weitere Solarkraftwerke. Allein in der Stadt Bern betreibt Energie Wasser Bern damit 16 Anlagen, die jährlich 1’800 Megawattstunden Solarstrom für rund 400 Vierpersonenhaushalte produzieren. Auch das ausländische Produktionsportfolio von Energie Wasser Bern ist 2015 gewachsen. Zusammen mit Schweizer Partnern evaluierte das Unternehmen weitere Standorte. So erwarb die Kooperation HelveticWind im Sommer 2015 einen zweiten Windpark in Italien. Zudem beteiligte sich das Unternehmen über die Swisspower Renewables AG an zehn italienischen Wasserkraftwerken und über Aventron (ehemals Kleinkraftwerk Birseck AG) an vier Wasserkraftwerken in Norwegen und zwei Windparks in Frankreich. ewb.ch/anlagen
VERSPRECHEN EINGELÖST Anlässlich der Abstimmung zum Ausstieg aus der Kernenergie im Jahr 2010 versprach Energie Wasser Bern, die Unterbeteiligung am Kernkraftwerk Fessenheim in wenigen Jahren aufzugeben. Der städtische Energie versorger hat Wort gehalten: Seit dem 1. Januar 2015 bezieht Energie Wasser Bern keinen Strom mehr aus Fessenheim. Der Energiebezugs liefervertrag aus der Beteiligung der BKW Energie AG am Kernkraftwerk wurde durch einen Energieliefervertrag für Schweizer Wasserkraft ersetzt.
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EIGENE ANLAGEN UND BETEILIGUNGEN
Solar Solarthermie Wasserkraft Wind
TOTAL INSTALLIERTE LEISTUNG IN MW (EWB-ANTEIL) Solar 65.4 (23) Solarthermie 30 (1.8) Wasserkraft 65.1 (14.1) Wind 459 (96.4)
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MIT BLICK FÜRS GANZE Vom Energierichtplan 2035 der Stadt Bern hat Energie Wasser Bern eine Wärmestrategie abgeleitet. Damit will der städtische Energieversorger die vorgegebenen Ziele erreichen und gleichzeitig die Wärmeversorgung sicherstellen. Eine wichtige Rolle spielt dabei das Fernwärmenetz.
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WICHTIGSTE GESCHÄFTE: WÄRME
Heute basiert die Wärmeversorgung in der Stadt Bern zu über 90 Prozent auf fossilen Energieträgern. Gemäss dem städtischen Energierichtplan sollen erneuerbare Energien wie Sonne, Erdwärme, Wasser oder Holz bis ins Jahr 2035 aber 70 Prozent der benötigten Wärme liefern. Die Energie- und Klimastrategie 2025 zeigt nun auf, wie sich dieses Ziel operativ umsetzen lässt. Vorgesehene Massnahmen dazu sind insbesondere Gebäudesanierungen, dezentrale Wärmeund Kälteverbünde und nicht zuletzt die Erweiterung des Fernwärmenetzes. Energie Wasser Bern stimmt sich eng mit dem städtischen Amt für Umweltschutz ab, um die Ziele des Energierichtplans und der Energie- und Klimastrategie zu erreichen. Die vom Unternehmen davon abgeleitete Wärmestrategie 2025 berücksichtigt sowohl ökologische als auch technologische und ökonomische Faktoren. Sie zeigt auf, wie der Wandel im Wärme bereich erfolgen kann, während die Werthaltigkeit der bisherigen Investitionen – insbesondere ins Gasnetz – dennoch gegeben ist.
DIE WEICHEN FÜR DIE BERNER ENERGIEWENDE SIND GESTELLT.
SOLLNETZE UND WÄRMEPRODUKTION PLANEN Dazu arbeiten die Netz- und die Vertriebsfachleute von Energie Wasser Bern eng zusammen. Im Berichtsjahr haben sie evaluiert, in welchen Gebieten der Stadt sich welche Optionen am besten eignen: ein Ausbau des Fernwärmenetzes, eine Gasnetz-Verdichtung oder Contracting-Lösungen für Wärmeverbünde. Dadurch lassen sich Parallelnetze vermeiden. Die finanziellen Konsequenzen aus den Sollnetz-Plänen sowie aus der Wärmeproduktionsplanung werden nun in die Unternehmensstrategie integriert, damit die finanziellen Folgen für das Unternehmen abgeschätzt werden können. Denn der Investitionsbedarf bis 2035 ist für Energie Wasser Bern hoch. Für die öffentliche Hand ist der Energierichtplan verbindlich, nicht aber für Privatpersonen. Darin liegt eine weitere Herausforderung für dessen Umsetzung. Erfahrungsgemäss achten Bauherren bei der Wahl des Heizungssystems nach wie vor in erster Linie auf den Preis – auch wenn das ökologische Bewusstsein zunimmt. Der historisch tiefe Ölpreis dürfte den Wechsel zu umweltschonenden Lösungen daher vorübergehend verlangsamen. Hinzu kommt, dass viele Mittelspersonen wie Architekten und Heizungsinstallateure noch immer auf klassische Systeme setzen, die auf fossilen Brennstoffen basieren. Umso wichtiger werden die Energieberatung und das klare Absatzkonzept von Energie Wasser Bern. bern.ch/energierichtplan
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WICHTIGSTE GESCHÄFTE: WÄRME
«Wir legen grossen Wert darauf, erneuerbare Energien zu nutzen.» Nach welchen Kriterien wählt die Burgergemeinde bei Heizungssanierungen das neue Heizsystem aus? Wir berücksichtigen unter anderem die Gegebenheiten des Objekts, die Möglichkeit, an ein Fernwärmenetz angebunden zu werden, und die Grösse des Sanierungsprojekts. Sind in der Stadt Bern die Voraussetzungen seitens Energie Wasser Bern und Burgergemeinde gegeben, entscheiden wir uns grundsätzlich für Fernwärme.
Vier Fragen an Nikos Tschannen, Leiter Facility Management der Burgergemeinde Bern
Weshalb? Der Anschluss an ein Fernwärmenetz bedeutet erstens für das Objekt und das Facility Management einen geringeren Wartungsaufwand und zweitens mehr Platz im Objekt, da die Installation im Verhältnis zu anderen Heizsystemen klein ist. Haben Sie im Heizungsbereich ökologische Ziele definiert? Die Burgergemeinde Bern legt grossen Wert darauf, erneuerbare und ökologisch sinnvolle Energien zu nutzen. Dafür braucht es jedoch ein passendes Gesamtpaket. Und die Lösung muss sich in vertretbarem Rahmen umsetzen lassen. Welche Objekte der Burgergemeinde nutzen künftig ebenfalls Fernwärme? Die Burgerbibliothek an der Münstergasse bezieht ab Frühjahr 2016 und das Kultur Casino Bern an der Herrengasse voraussichtlich ab Sommer 2019 Fernwärme. Das Burgerspital am Bahnhofplatz war bereits vor dem grossen Umbau ans Fernwärmenetz angebunden. Zu unserer Freude konnten wir es nun zusätzlich an das Fernkältenetz anschliessen. bgbern.ch
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WICHTIGSTE GESCHÄFTE: WÄRME
DAS FERNWÄRMENETZ WÄCHST Grosses Potenzial für das Erreichen der Wärmeziele birgt der Ausbau der Fernwärme. Deshalb ist Energie Wasser Bern bestrebt, das Berner Fernwärmenetz zu erweitern und zu verdichten: 2015 lag der Fokus auf dem Länggass-Quartier. Zudem ersetzte der Energieversorger die alten Übergabestationen im Stadtteil Holligen Süd durch eine neue, leistungsfähigere Anlage. In den nächsten fünf Jahren steht die Erschliessung weiterer Teile von Holligen Nord an, unter anderem der geplanten Überbauung «Strawberry Fields» auf dem Areal der ehemaligen Kehrichtverwertungsanlage Warmbächli. ewb.ch/fernwaerme
BERNER QUARTIERE MIT FERNWÄRME
Energiezentrale Forsthaus Forsthaus
Lorraine
Länggasse-Felsenau
Länggasse
Muesmatt
Bahnhof
Altenberg
Stadtbach
Schwimmbad Weyermannshaus Stöckacker
Inselspital
Bundeshaus
Holligen Monbijou Mattenhof-Weissenbühl
Sandrain
Weissenstein
DAS GASNETZ – KEIN AUSLAUFMODELL Auch in Zukunft lassen sich nicht alle Quartiere in der Stadt Bern an das Fernwärmenetz anschliessen. In solchen Gebieten sieht Energie Wasser Bern langfristig neue leitungsgebundene Energien als Lösung – insbesondere die Geothermie. In den nächsten Jahren hingegen führt kein Weg an Erdgas bzw. Biogas vorbei, weil es umweltschonender ist als Heizöl. In jenen Stadtteilen, die der Energierichtplan 2035 als Erdgasgebiete ausweist, will Energie Wasser Bern deshalb Ölheizungen durch Erdgasanlagen ersetzen. Besonders nachhaltig lässt sich die Ökobilanz verbessern, wenn die neuen Gasheizungen teilweise oder sogar vollständig mit Biogas betrieben werden. Eine ebenfalls umweltschonende Option ist die Erdgaswärmepumpe, die in den neuesten Mustervorschriften der Kantone im Energiebereich (MuKEn 2014) erstmals erwähnt wird. Das Potenzial, mit Erdgaslösungen den CO2-Ausstoss zu reduzieren, ist also noch längst nicht ausgeschöpft. ewb.ch/erdgas
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Zytglogge
ÖKOLOGISCH SINNVOLLE ENERGIE Die Berner Fernwärme wird aus der Abwärme der Kehrichtverwertungsanlage, des Holzheizkraftwerks und des Gas- und Dampf-Kombikraftwerks der Energiezentrale Forsthaus produziert. Die einschlägigen Berechnungsgrundlagen für die ökologische Beurteilung von Wärmesystemen in der Schweiz werten die Nutzung von Abwärme wie auch die Energie aus Holz und Kehricht als erneuerbar oder gleichwertig zu erneuerbar. In diesem Sinne hat die Berner Fernwärme einen erneuerbaren Anteil von 80 Prozent. Lediglich die restlichen 20 Prozent Erdgas für den Spitzenlastkessel gelten als nicht erneuerbar. Fernwärme wird also zu Recht als ökologisch sinnvolle und hochwertige Energie betrachtet. ewb.ch/oekobilanzdaten
ÖKOLOGIE DER BERNER FERNWÄRME 2015
17.8%
82.2%
NICHT ERNEUERBARE ENERGIE (ERDGAS SPITZENLASTKESSEL)
ERNEUERBARE ENERGIE UND HOCHWERTIGE ABWÄRME
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WICHTIGSTE GESCHÄFTE: MOBILITÄT
HÖCHSTE ZEIT ZUM UMSTEIGEN Die Medienaufmerksamkeit rund um die Abgasmanipulationen von Automobilherstellern hat 2015 gezeigt, dass die Sensibilität der Öffentlichkeit betreffend Umweltstandards von Fahrzeugen deutlich zugenommen hat und alternative Antriebe eine ökonomisch und ökologisch sinnvolle Mobilitätsform darstellen. Die Ereignisse bestätigen die Strategie von Energie Wasser Bern, sich für die Elektromobilität und Erdgas/Biogas als Treibstoff einzusetzen.
Um die künftigen CO2- und Schadstoffziele zu erreichen, führt kein Weg an den alternativen Antrieben vorbei. Erdgas/Biogas als Treibstoff produziert beim Verbrennen kaum Schadstoffe und deutlich weniger CO2 als Benzin und Diesel. Elektrofahrzeuge überzeugen durch ihre hohe Energieeffizienz und erzielen – sofern sie Strom aus erneuerbaren Energien nutzen – eine ausgezeichnete Ökobilanz.
ERFOLGSGESCHICHTEN 2015
568 186 34 345 3’000
zusätzliche ElectroDriveMietverträge neu immatrikulierte Erdgasautos in der Region Bern Prozent Anteil Biogas im verkauften Erdgasmix als Treibstoff* Tonnen zusätzlich verkaufte Menge Biogas mit Upgrade* Tonnen verkauftes Erdgas/Biogas an den Tankstellen von Energie Wasser Bern* * Angaben gerundet
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STEIGENDE VERKAUFSZAHLEN Deshalb engagiert sich Energie Wasser Bern seit vielen Jahren für diese Technologien und ist bei der eigenen Firmenflotte längst umgestiegen. Mit Kommunikationsmassnahmen, Beratung, Investitionen in die Infrastruktur und attraktiven Angeboten hat das Unternehmen als Pionier an vorderster Front mitgeholfen, den Markt für die alternativen Antriebe zu entwickeln. Die erneut deutlich höheren Verkaufszahlen von 2015 zeigen, dass die umweltschonenden Autos allmählich die Nische verlassen. Vor allem die Flottenbetreiber entscheiden über den Durchbruch, weil auf sie ein wesentlicher Teil der zugelassenen Neuwagen entfällt. Energie Wasser Bern hat den Verantwortlichen deshalb auch 2015 in persönlichen Gesprächen sowie bei Anlässen die Vorteile der alternativen Antriebe aufgezeigt und ihnen attraktive Angebote unterbreitet.
WICHTIGSTE GESCHÄFTE: MOBILITÄT
«Cool, das war mein erstes Mal, dass ich mit einem Elektroauto unterwegs war. Es war ein Vergnügen, mit dem Renault ZOE durch die Strassen von Bern zu cruisen.»
VORTEILE ERFAHREN Bei den Privatpersonen ist der erste Schritt für einen Umstieg meist eine Probefahrt. Mit «ElectroDrive weShare» bietet ihnen Energie Wasser Bern die Möglichkeit, Elektroautos stunden- oder sogar tageweise zu mieten. Das Carsharing-Angebot soll die Elektromobilität einer breiten Öffentlichkeit zugänglich machen.
Online-Bewertung des Benutzers Rudolf nach seiner Fahrt mit
Auch die Vorteile von Erdgasautos können interessierte Personen in der Region Bern buchstäblich erfahren. Mit verschiedenen Kommunikationsmassnahmen sorgte Energie Wasser Bern 2015 dafür, dass sich potenzielle Käuferinnen und Käufer direkt bei den Händlern nach Erdgasfahrzeugen erkundigen.
einem gemieteten Elektroauto von «ElectroDrive weShare»
ewb.ch/electrodrive ewb.ch/erdgasfahren ewb.ch/weshare
ELEKTROAUTOS BEQUEM AUFLADEN Mit den Ladestationen in vier öffentlichen Berner Parkhäusern verfügt Energie Wasser Bern über attraktive Standorte zum Aufladen von Elektroautos. 2015 wurden die bisherigen Stromtankstellen durch neue und in der Schweiz bereits etablierte Modelle ersetzt, die dem geplanten europäischen Ladestandard entsprechen. Damit wurde das verwendete System vereinheitlicht und an sämtlichen Standorten Ladestationen desselben Typs installiert. Wie bisher fliesst durch die Ladekabel ausschliesslich naturemade-star-zertifizierter Ökostrom. ewb.ch/ladestationen
ERDGASAUTOS KOMMEN IN FAHRT Die gemeinsame Förderaktion von Energie Wasser Bern und mehreren Händlern im Berichtsjahr entwickelte sich zur echten Erfolgsgeschichte: Mit 186 Erdgasautos wurden in der Region Bern fast doppelt so viele der umweltschonenden Fahrzeuge verkauft wie im Vorjahr. Damit hat Energie Wasser Bern die Zielsetzung deutlich übertroffen. Die seit Jahren aufgebauten und gepflegten Beziehungen zu den Importeuren und Händlern zeigen immer mehr Wirkung. Zudem sind Erdgasautos inzwischen nicht nur hinsichtlich der Gesamtkosten, sondern auch beim Anschaffungspreis attraktiv: Ein Modell von Fiat kostete im Rahmen der Förderaktion 2015 erstmals weniger als 10’000 Franken.
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«Mit unseren Erdgasautos sparen Sie ab dem ersten Kilometer.» Warum setzt sich Fiat für Erdgas/Biogas als Treibstoff ein? Bei den Erdgasautos gehören wir zu den Pionieren; Fiat tätigt schon seit 18 Jahren hohe Investitionen in diese Technologie, weil wir von ihren Vorteilen überzeugt sind. Die CO2-Bilanz fällt über die ganze Wertschöpfungskette gesehen sehr gut aus – vor allem in der Schweiz, weil hier dem Treibstoff durchschnittlich rund 20 Prozent Biogas beigemischt werden.
Im Gespräch mit Alessandro Paolucci, Managing Director Fiat Chrysler Automobiles
Sie haben 2015 eine grosse Kampagne für Erdgasfahrzeuge lanciert. Wie war die Resonanz der Kunden? Wir haben eine hohe Visibilität erreicht und ein gutes Feedback von der Verkaufsfront erhalten. Der kommerzielle Erfolg ist in den verschiedenen Regionen der Schweiz sehr unterschiedlich ausgefallen, weil er von der Unterstützung unserer Partner abhängt. Die Preise für die Erdgasmodelle von Fiat wurden Anfang 2015 stark gesenkt. Wie hat sich das auf die Verkaufszahlen ausgewirkt? 2015 haben wir viermal so viele Erdgasautos verkauft wie im Vorjahr. Das ist nicht nur der Preissenkung und unserer Kampagne zu verdanken, sondern auch regionalen Aktionen wie etwa in Bern. Für den Erfolg der Erdgasautos spielt die Beratung der Verkäufer eine besonders wichtige Rolle. Wie motivieren Sie diese, den Kunden die Vorteile von Erdgasautos vorzustellen? Durch die neuen Preise haben die Verkäufer gegenüber den Kunden ein starkes Argument erhalten: Mit unseren Erdgasautos sparen Sie ab dem ersten Kilometer. Unsere Erfahrungen zeigen, dass die Kunden vor allem auf solche finanziellen Anreize reagieren. fiat.ch/de/erdgas-natural-power
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WICHTIGSTE GESCHÄFTE: WASSER
AUF DEM WEG ZUM ZIELNETZ Dank dem neuen Instandhaltungskonzept für alle Versorgungsnetze hat Energie Wasser Bern deren Unterhalt und Sanierung weiter optimiert. Die risikobasierte Zielnetz- und Erneuerungsplanung sorgt dafür, dass pro Netzgebiet genau jene Arbeiten durchgeführt werden, die dem Zustand der Leitungen entsprechen. Beim Wassernetz trägt diese Methode auch dem sinkenden Wasserverbrauch Rechnung.
DIE BERNER WASSERVERSORGUNG IN ZAHLEN
13’949 13’353’000 106’000
Hausanschlüsse Kubikmeter Wasserverbrauch 2015 Liter/Minute maximale Bezugsmenge aus den grossen Fassungsgebieten
VON ENERGIE WASSER BERN GEWARTET UND GEPFLEGT
3’502 217
Energie Wasser Bern hat sich zum Ziel gesetzt, bei unverändert hoher Versorgungssicherheit mit Trink- und Löschwasser die Netzkosten zu senken. Mit einer Zielnetzplanung wird das heutige Verteilnetz schrittweise zu einem Idealnetz weiter entwickelt, das den definierten Versorgungsauftrag bei geringerem Kapitaleinsatz erfüllt. Beim Wassernetz lässt sich das vor allem durch die geringere Dimensionierung von Leitungen und das Aufheben von Parallelleitungen erreichen. Als erster Schritt auf dem Weg zum Zielnetz hat Energie Wasser Bern – neben der bestehenden Druckzone Matzenried – die drei Versorgungszonen Gurten, Mannenberg und Könizberg gebildet. Bis im Frühling 2016 werden in der Stadt Bern dazu fünf zentrale Schächte erstellt. Sie trennen die Zonen voneinander, lassen sich aber bei Bedarf jederzeit öffnen und werden regelmässig gespült. Diese Zonenbildung hat gewichtige Vorteile: Der Wasserverbund Region Bern kann die Reservoire dadurch leichter bewirtschaften und hat den Wasserfluss besser unter Kontrolle. Energie Wasser Bern wiederum profitiert davon, dass die Leitungen regelmässiger durchströmt werden und der Wasserwechsel garantiert ist, was auch im Sinne der Wasserqualität ist.
Hydranten
Brunnen
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WICHTIGSTE GESCHÄFTE: WASSER
TIEFERE INVESTITIONEN Die zweite Etappe hin zum Zielnetz besteht darin, das Netz innerhalb der drei Zonen umzubauen. Das geschieht aber nicht beschleunigt, sondern im Rahmen des ordentlichen Ersatzes und gemäss einer Risikobewertung. So ermittelt Energie Wasser Bern für alle Leitungen den richtigen Ersatzzeitpunkt. Dabei wird auch der sinkende Wasserkonsum berücksichtigt: Die gezielte Planung zeigt auf, welche Leitungen sich aufgrund des geringeren Durchflusses kleiner dimensionieren lassen. In diesem Fall werden die neuen Rohre mit kleinerem Durchmesser häufig direkt in die bereits bestehenden Leitungen eingelegt, was die Ersatzinvestitionen senkt.
SYSTEMATISCH SANIEREN 2015 hat sich die risikobasierte Methode bereits bewährt. Energie Wasser Bern sanierte weniger und dafür gezielter. Der Fokus lag dabei auf Gebieten mit schlechterem Netzzustand oder hohem Schadensausmass bei einem allfälligen Leitungsbruch. Die Zielnetzplanung erleichtert nicht zuletzt die Koordination mit der Stadt Bern bei anstehenden Baumassnahmen. Die Risikobewertung zeigt klar auf, in welchen Gebieten sich gemeinsame Bauprojekte realisieren lassen und wo ein Leitungsersatz seitens Energie Wasser Bern noch viele Jahre warten kann. ewb.ch/wasser
NEUE ZONEN DER WASSERVERSORGUNG BERN
Reservoir Mannenberg Reservoir Gurten Reservoir Könizberg Reservoir Matzenried
Die zusätzlich zur bestehenden Druckzone Matzenried neu gebildeten Versorgungszonen Gurten, Mannenberg und Könizberg.
FACHLEUTE FLEXIBEL EINSETZEN Infolge der risikobasierten Zielnetzplanung nimmt die Zahl der Sanierungen beim Wassernetz tendenziell ab. Dadurch werden bei den für die Projektierung und Realisierung zuständigen Teams von Energie Wasser Bern Ressourcen frei – und zwar genau zur richtigen Zeit: Der aktuelle Ausbau des Fernwärmenetzes ist mit viel Aufwand verbunden. Anstatt dass die Projektierungs- und Realisierungsarbeiten an Dritte vergeben werden, übernehmen diese nun die unternehmenseigenen Fachleute. Damit bewährt sich einmal mehr die Querverbundstrategie des städtischen Energieversorgers.
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«Wir erhöhen die Versorgungssicherheit weiter.» Wirkte sich die historische Trockenperiode im Sommer und im Herbst 2015 auf die Wasserversorgung in der Region Bern aus? Nein. Die riesigen Grundwasserströme unserer Fassungsgebiete im Aaretal und im Emmental verhalten sich sehr träge und reagieren – anders als Quellen – kurzfristig kaum auf das Wetter. Auch von den Wasserständen der beiden Flüsse hängen sie nicht direkt ab. Hinzu kommt, dass das Grundwasser vorwiegend im Winter und im Frühling angereichert wird und weniger im Sommer. Das Wasser von Gewitterregen beispielsweise verdunstet zum grossen Teil und gelangt gar nicht bis in die Tiefen des Grundwassers. Studien sagen vorher, dass vermehrt mit längeren Trockenperioden zu rechnen ist. Was bedeutet das für den Wasserverbund? Diese Modelle sind für uns nicht besorgniserregend. Denn wir haben in den letzten Jahren viel in die Versorgungssicherheit investiert: Dank zwei neuen Grundwasserfassungen im Gebiet Uetendorf/Uttigen betreiben wir in Zukunft auf beiden Seiten der Aare voneinander unabhängige Fassungsgebiete. Dadurch verfügen wir auch langfristig über genügend Wasser, um die bestehenden und zusätzlichen Aktionärsgemeinden zu versorgen. Auf unsere Quellen in der Region Schwarzenburg, deren Wassermenge bei langen Trockenperioden eher zurückgeht, sind wir nicht mehr angewiesen. Welche Rolle kommt Energie Wasser Bern als Hauptaktionär der WVRB AG bei der langfristigen Planung zu? Wir führen dazu Gespräche mit allen Aktionären, besonders auch mit Energie Wasser Bern. Die strategischen Weichen stellt unser Verwaltungsrat. Er legt fest, für welche Risiken wir gewappnet sein müssen und welche Sicherheitsreserven wir bereitzustellen haben. Gemäss diesen Rahmenbedingungen planen wir die notwendigen Ressourcen für die nächsten Jahre. wvrb.ch
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Bernhard Gyger, Geschäftsführer der Wasserverbund Region Bern AG (WVRB), zur Trockenheit im Sommer und im Herbst 2015
WICHTIGSTE GESCHÄFTE: TELECOM
«VOUGAS» AUF DEM BERNER GLASFASERNETZ SURFEN Ein schneller Internetanschluss gehört heute genauso zur Grundversorgung für modernes Leben und Arbeiten wie Strom, Wärme und Wasser. Daher ist es nur logisch, dass Energie Wasser Bern als Gesamtenergiespezialist neu auch ein eigenes Internetprodukt auf dem Berner Glasfasernetz anbietet.
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Das Berner Glasfasernetz wächst und wächst. Bereits sind rund 65 Prozent der sogenannten Nutzungseinheiten (Wohnungen sowie Geschäftsräume) in der Stadt Bern an das moderne Kommunikationsnetz angeschlossen. Auf dieser leistungsfähigen Grundinfrastruktur können alle Service-Provider ihre Produkte anbieten – ganz im Sinne einer grossen Auswahl und fairer Preise für Privat- und Geschäftskunden. Damit das Glasfasernetz möglichst intensiv genutzt wird, bearbeitet Energie Wasser Bern den Markt gemeinsam mit den Internetdienstanbietern. Bisher liessen sich die gesetzten Ziele mit diesem Geschäftsmodell aber nicht vollumfänglichen erreichen. Deshalb lancierte Energie Wasser Bern im Februar 2015 ein eigenes Internetprodukt. ewb.INTERNET hat gegenüber den meisten anderen Angeboten den Vorteil, dass Daten damit gleich schnell hoch- wie runtergeladen werden können. Diese sogenannt symmetrischen Verbindungen sind heute ein grosses
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WICHTIGSTE GESCHÄFTE: TELECOM
Plus, weil viele Kunden ihre Daten in der «Cloud» speichern und deutlich grössere Datenmengen hoch- sowie herunterladen als noch vor wenigen Jahren. ewb.INTERNET trägt damit dem sich ändernden Nutzerverhalten Rechnung.
AUF DAS WICHTIGSTE BESCHRÄNKT Viele Service-Provider bieten vorwiegend Kombiangebote an, die digitales Fernsehen, Festnetztelefonie, Internet, Speicherplatz und weitere Dienste umfassen. Energie Wasser Bern hat sich dagegen bewusst für ein reines Internetprodukt als Alternative entschieden: So bezahlen die Kundinnen und Kunden keine Zusatzkosten für Funktionen, die sie gar nicht benötigen. Sie wählen gemäss ihrem Bedarf zwischen fünf Verbindungsgeschwindigkeiten aus und können sich – vor allem bei einer geschäftlichen Nutzung –
zusätzlich für ein Support-Paket mit 7×24-StundenService entscheiden. Weitere Anwendungen können bei Bedarf einfach von den bevorzugten Anbietern dazu kombiniert werden. Dieser Fokus auf das Wichtigste kommt bei den Kunden gut an: ewb.INTERNET hat die Absatzziele im ersten Jahr deutlich übertroffen. Dafür verantwortlich sind nicht nur die überzeugenden Produkteigenschaften: Für viel Sympathie sorgen auch die typisch berndeutschen Namen der verschiedenen Angebote wie «Gschwing», «Tifig» oder «Vougas». In einem Bereich, in dem die Sicherheit immer wichtiger wird, setzen die Konsumentinnen und Konsumenten ausserdem gerne auf einen bewährten, vertrauenswürdigen Partner wie Energie Wasser Bern. ewwwb.ch
AUF DEM WEG ZUR SMART CITY Die smarten Technologien halten nicht nur bei der Energieinfrastruktur und in Gebäuden Einzug, sondern auch im öffentlichen Raum. In einer «Smart City» der Zukunft gibt es zum Beispiel Lichtsignale, die je nach Verkehrsfluss und Tageszeit anders gesteuert sind, oder Parkbänke mit Informationen für Touristen. Den dafür nötigen Datenfluss bewältigt das Glasfasernetz. 2015 ging Energie Wasser Bern einen ersten Schritt in diese Richtung und schloss Billettautomaten von BERNMOBIL an das Berner Glasfasernetz an.
ERSCHLOSSENE NUTZUNGSEINHEITEN SEIT PROJEKTBEGINN 2010
2’545
2011
22’991 37’295 47’354 54’947 59’696
2012 2013 2014 2015
Anzahl durch die Kooperation von Energie Wasser Bern und Swisscom erschlossene Nutzungseinheiten (Wohnungen sowie Geschäftseinheiten) in der Stadt Bern.
ewb.ch/erschliessung
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«Das ‹Internet der Dinge› macht das Glasfasernetz noch wichtiger.» Welche Bedeutung haben Glasfasern für das «Smart Grid» – das intelligente Netz der Zukunft? Damit sich Energie vermehrt dezentral in kleinen Anlagen produzieren und ins Verteilnetz einspeisen lässt, muss dieses deutlich intelligenter werden. Intelligenz bedeutet in diesem Zusammenhang der nötige selektive Umgang mit einer grossen Menge an Daten. Das Glasfasernetz verfügt über die dafür notwendigen Kapazitäten und stellt somit das entsprechende Nervensystem dar. Mit welchen Arbeiten hat Energie Wasser Bern die Netze im Jahr 2015 smarter gemacht? Erstens haben wir die konventionellen Zähler beim ordentlichen Ersatz durch elektronische Modelle ausgetauscht, die als «Smart Meter» eingesetzt oder aber zu solchen aufgerüstet werden können. Zweitens sind die Vorbereitungen respektive die Planung für den beschleunigten Ersatz – den Rollout der intelligenten Zähler – bereits fortgeschritten. Drittens testeten wir in einem Pilotversuch im Rahmen des Entwicklungsprojekts «Smart for Future» (s4f) Zähler, die direkt an das Glasfasernetz angeschlossen werden können und dabei die Energiedaten über unser eigenes Netz übermitteln. Und nicht zuletzt wollen wir auch ausgewählte Trafostationen smarter machen, um die Be- bzw. Auslastung des Stromnetzes besser überblicken und steuern zu können. Dadurch erhoffen wir uns wertvolle Informationen und Rückschlüsse für eine zukünftige Planung und Dimensionierung der Sollnetze. 2015 haben wir in diesem Zusammenhang eine intelligente, ebenfalls mit Glasfasern erschlossene Modell-Trafostation in Betrieb genommen. Das «Internet der Dinge» ist in aller Munde. Wie verändert es die Tätigkeit von Energie Wasser Bern? Wenn auch die Technik in den Häusern smart wird – zum Beispiel bei der Steuerung von Storen und Beleuchtung oder anderen Anwendungen, dann erleben wir eine regelrechte Explosion der IP-basierten Datenmengen. Das macht unsere Rolle als Infrastrukturdienstleister und damit auch unser Glasfasernetz noch wichtiger. Als Gesamtenergiespezialist wollen wir den Kunden zudem optimierte Energielösungen in einer zunehmend komplizierten und komplexen Energiewelt aufzeigen. Das Internet der Dinge eröffnet dabei neue Wege und Möglichkeiten.
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Drei Fragen an Marcel Ottenkamp, Leiter Energiewirtschaft von Energie Wasser Bern
GESAMTEFFIZIENZ WEITER ERHÖHT Im dritten Betriebsjahr der Energiezentrale Forsthaus waren technisch nur noch geringfügige Anpassungen nötig. Deshalb konzentrierte sich Energie Wasser Bern 2015 darauf, den Einsatz der drei Anlagenkomponenten zu optimieren, um Gesamteffizienz und Wirtschaftlichkeit weiter zu steigern.
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WICHTIGSTE GESCHÄFTE: KEHRICHTVERWERTUNG
Mit jedem Betriebsjahr der Energiezentrale Forsthaus steigt die Routine der Mitarbeitenden. Die Anlage mit ihren drei Teilen – der Kehrichtverwertungsanlage (KVA), dem Holzheizkraftwerk (HHKW) und dem Gas- und Dampf-Kombikraftwerk (GuD) – funktioniert planmässig und hat eine sehr hohe Verfügbarkeit erreicht: Im Berichtsjahr waren die Ausfallzeiten minim. Die Revision der KVA wiederum verlief erwartungsgemäss aufwendiger als in den letzten beiden Jahren, weil die Anlage inzwischen bereits viele Betriebsstunden geleistet hat. Das Gas- und Dampf-Kombikraftwerk war 2015 im Vergleich zu den Vorjahren deutlich öfter in Betrieb. In den Herbst- und Wintermonaten lief es praktisch ohne Unterbruch. Energie Wasser Bern setzt es nur dann ein, wenn die Wirtschaftlichkeit gegeben ist. Dies hängt von mehreren Parametern ab: primär von den Grosshandelspreisen für Strom und Erdgas/Biogas und vom Wärmebedarf, aber auch vom Preis für CO2-Emissionen. Entsprechend ist das GuD vor allem in den kalten Monaten in Betrieb, wenn sich seine Abwärme nebst der Stromproduktion auch für die Fernwärmeversorgung nutzen lässt.
WICHTIGSTE KENNZAHLEN 2015
121’068 54’682 341’497 230’445 44’925 207'093
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Tonnen verwertete Menge Kehricht Tonnen verwertete Menge Holz Megawattstunden verwertete Menge Erdgas/Biogas Megawattstunden abgegebene Fernwärme Megawattstunden abgegebener Dampf Megawattstunden produzierter Strom (netto)
WICHTIGSTE GESCHÄFTE: KEHRICHTVERWERTUNG
OPTIMIERUNGSTOOL BEWÄHRT SICH Seit Herbst 2014 nutzt Energie Wasser Bern die Software BoFiT, um den Einsatz aller Komponenten der Energiezentrale Forsthaus finanziell zu optimieren. Inzwischen ist das Tool gut auf die komplexe Anlage abgestimmt. Es liefert täglich einen stundengenauen Fahrplan und bezieht dabei zahlreiche hinterlegte Parameter mit ein. Die Anlage muss beispielsweise einen vorgegebenen Wärmenutzungsgrad erreichen. Nur dann erhält Energie Wasser Bern vom Bund die kostendeckende Einspeisevergütung für den mit dem Holzheizkraftwerk hergestellten Strom. Das Optimierungstool hat sich gut bewährt, um Wirtschaftlichkeit und Gesamteffizienz der Energiezentrale Forsthaus zu steigern. Die Anlage wird heute grösstenteils gemäss dem von der Software errechneten Fahrplan betrieben. Inzwischen wird BoFiT auch für langfristige Planungsszenarien und die Budgetplanung eingesetzt.
MEHR ENERGIE AUS HOLZ Um möglichst viel Energie aus regionalem Holz zu produzieren, optimiert Energie Wasser Bern auch laufend das Holzheizkraftwerk. 2016 soll dessen Leistung weiter gesteigert werden: Erreichen lässt sich das vor allem über die Feuerleistungsregelung und indem mehr Verbrennungsluft zugeführt wird. Dank der höheren Leistung wird das HHKW danach mehr Strom und Fernwärme aus dem erneuerbaren Energieträger produzieren. ewb.ch/energiezentrale
NEUE FERNWÄRMELEITUNG ZUR ARABERN
EINE AUSGEZEICHNETE ANLAGE Die Energiezentrale Forsthaus wurde bereits mehrfach mit wichtigen Architektur- und Ingenieur-Preisen ausgezeichnet. 2015 erhielt sie gleich zwei Auszeichnungen:
Mit dem Querverbund zwischen der Energiezentrale Forsthaus und der ARA Region Bern (arabern) wurde 2015 eine bereits vor mehreren Jahren entwickelte Idee realisiert: Die arabern bezieht neuerdings Fernwärme aus der Energiezentrale Forsthaus. Dadurch wird das in der Abwasserreinigungsanlage aus Klärschlamm gewonnene Biogas nicht mehr für interne Prozesse benötigt. Stattdessen wird dieses nun zu Erdgasqualität aufbereitet und ins Gasnetz von Energie Wasser Bern eingespeist – eine echte Win-win-Situation.
Die Stiftung «Auszeichnung Berner Baukultur» verlieh Energie Wasser Bern für die Kehrichtverwertungsanlage den ATU-PRIX – den grössten Architekturpreis des Kantons Bern für beispielhafte zeitgenössische und interdisziplinäre Werke und Planungen. Die Jury betonte insbesondere die zeitlos schöne Form des «wundersamen Bauwerks». Die Energiezentrale sei «ein Leuchtturm der Innovation und widerspiegelt den Zyklus des Lebens».
arabern.ch
Für die technischen Lösungen der Energiezentrale Forsthaus gewann die TBF + Partner AG den erstmals vergebenen Building-Award in der Kategorie «Energie» – eine «Auszeichnung für den Ingenieur am Bau». Das Ingenieurbüro war für die Gesamtprojektleitung sowie für die Projektierung der Verfahrens- und Elektrotechnik der Anlage verantwortlich.
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UMWELT
DIE NACHHALTIGE ENERGIEZUKUNFT BEGINNT IM EIGENEN BETRIEB Energie Wasser Bern orientiert sich konsequent an den Bed端rfnissen der Bernerinnen und Berner und verfolgt gleichzeitig das ambitionierte Ziel einer nachhaltigen Energiezukunft. Dabei geht das Unternehmen mit gutem Beispiel voran: Was es seinen Kundinnen und Kunden empfiehlt, setzt es auch selbst vorbildhaft um.
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Eine nachhaltige Energiezukunft ist nicht ohne die aktive Einbindung der Bevölkerung und deren Bedürfnissen realisierbar. Genauso sind integrierte Gesamtlösungen rund um Energie und innovative Geschäftsmodelle gefragt. Wie dies im konkreten Fall aussehen kann, zeigt das Beispiel der Komplettsanierung des Wohnhauses an der Stapfenstrasse 45: Die Energiebilanz der insgesamt 134 Wohneinheiten bezüglich Strom und Wärme soll bald schon möglichst ausgeglichen ausfallen. Die Fassaden und das Dach der Bümplizer Liegenschaft werden hierfür mit Solarpanels zur Stromerzeugung versehen. Eine Mikrogasturbine liefert zusätzlichen Strom und die nötige Heizwärme während der Wintermonate. Dadurch halten sich Energieverbrauch und -produktion des Wohnhauses etwa die Waage. Die Lösung liegt im sogenannten Energiecontracting, einem neuen Geschäftsmodell: Das Haus der Wohnbaugenossenschaft Bümpliz wird zum Selbstversorger mit eigener Produktions anlage. Energie Wasser Bern übernimmt als Contractor Investition und Betriebsführung der Gesamtanlage und gleicht Produktionsüberschüsse sowie Versorgungsengpässe über
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UMWELT
ENERGIE WASSER BERN: UNTERWEGS MIT BIOGAS UND ÖKOSTROM. das betriebseigene Stromnetz aus. Wird an der Stapfenstrasse 45 zu viel Energie produziert, speist Energie Wasser Bern den Überschuss ins eigene Stromnetz ein. Falls die Anlage nicht ausreichend Energie für den Eigenverbrauch produziert, liefert das Unternehmen die fehlende Strommenge aus dem eigenen Netz.
MIT GUTEM BEISPIEL VORAN Was Energie Wasser Bern seinen Kundinnen und Kunden empfiehlt, setzt das Unternehmen auch selbst beispielhaft um. Deshalb hat die Geschäftsleitung im September 2015 entschieden, dass das Unternehmen seine Pflichten aus dem Energie-Grossverbraucherartikel des Kantons auf der Basis einer Kantonalen Zielvereinbarung (KZV) erfüllen wird. Die KZV ist ein vertraglich geregeltes Programm mit einer Laufzeit von zehn Jahren, in der die Energieeffizienz von Grossverbrauchern um jährlich zwei Prozent gesteigert werden soll. Mit der Umsetzung will Energie Wasser Bern zugleich ein Energiemanagementsystem nach ISO 50001 aufbauen. Ein optimaler Leistungsausweis für den Spezialisten für Gesamtlösungen rund um Energie. Vorbild will Energie Wasser Bern auch bezüglich seiner Fahrzeugflotte sein. Mit Ausnahme eines Diesel-Nutzfahrzeugs hat das Unternehmen 2015 ausschliesslich umweltfreundliche Erdgasfahrzeuge angeschafft. Mittlerweile verfügt Energie Wasser Bern über insgesamt 72 Erdgasfahrzeuge, wobei als Treibstoff ausschliesslich klimaneutrales Biogas zum Einsatz kommt. Zunehmender Beliebtheit erfreuen sich auch die mittlerweile sechs Elektroautos, die insbesondere von jüngeren Mitarbeitenden nachgefragt werden.
TESTPLANUNG EINER STANDORTZENTRALISIERUNG Mitte 2015 startete Energie Wasser Bern ein städtebauliches Testplanungsverfahren für die geplante Zentralisierung sämtlicher Büroarbeitsplätze am Standort in Ausserholligen. Das Unternehmen will auch hier mit gutem Beispiel vorangehen und ein Vorzeigeobjekt bezüglich Ökologie und Effizienz entwickeln: Der für die Standortzentralisierung notwendige Neubau soll den Anforderungen von Cleantec und damit neusten Standards im nachhaltigen Bauen und Wirtschaften gerecht werden. Vorgesehen sind auch fortschrittliche Raumkonzepte gemäss dem «Büroarbeitsplatz der Zukunft». Weil das Areal in einem städtebaulichen Entwicklungsgebiet liegt, werden verschiedene bauliche Optionen geprüft, um auch für das umliegende Quartier Mehrwerte zu schaffen. Ein entscheidendes Kriterium bleibt dabei die Wirtschaftlichkeit des Projekts.
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NACHHALTIGE ENERGIE SETZT SICH DURCH Energie Wasser Bern baut sein Produktionsportfolio für Strom aus erneuerbaren Energieträgern laufend aus. Dementsprechend sind auch die Kundinnen und Kunden dazu aufgefordert, einerseits ihren Energieverbrauch zu senken und sich andererseits für ökologische Stromprodukte zu entscheiden. Tatsächlich wählen immer mehr Bernerinnen und Berner Strom aus nachhaltiger Produktion: Gemäss der Strommix-Erhebung 2014 haben die erneuerbaren Energien um weitere 4 Prozent zugelegt und machen insgesamt 60.6 Prozent des von Energie Wasser Bern gelieferten Stroms aus (siehe Grafik). Gleichzeitig ist der Verbrauch von Strom aus nicht erneuerbarer Energie um mehr als 5 Prozent auf 35 Prozent gesunken. Damit bewegen sich die Stadt Bern und ihre Bevölkerung kontinuierlich in eine nachhaltige Energiezukunft.
Stromkennzeichnung Wasserkraft Übrige erneuerbare Energien 1 Geförderter
Strom 2
Kernenergie
2009
2010
2011
2012
2013
2014
34.08 %
38.15 %
44.56 %
53.26 %
52.79 %
56.7 %
0.21 %
0.19 %
0.19 %
0.23 %
1.12 %
0.9 %
0.67 %
0.82 %
1.30 %
2.00 %
2.40 %
3.0 %
61.72 %
57.95 %
51.06 %
42.14 %
36.91 %
32.9 %
Fossile Energieträger
1.26 %
0.98 %
0.93 %
0.67 %
5.82 %
2.1 %
Abfälle
2.06 %
1.91 %
1.96 %
1.69 %
0.96 %
4.4 %
Nicht überprüfbare Energieträger
0.00 %
0.00 %
0.00 %
0.00 %
0.00 %
0.00 %
1
Sonnenenergie, Windenergie, Biomasse, Geothermie
Wasserkraft, Sonnenenergie, Windenergie, Biomasse und Biomasse aus Abfällen 2
ENERGIERADAR FÜR ENERGIE WASSER BERN Im November 2015 konnte Daniel Schafer, CEO, eine besondere Auszeichnung entgegennehmen: Anlässlich des alljährlichen Stadtratsanlasses von Energie Wasser Bern überreichte ihm Adrian Stiefel, Leiter Amt für Umweltschutz der Stadt Bern, einen «Energieradar». Die Skulptur aus massiver Buche gehört zu einer Serie von insgesamt 58 Kunstwerken. Diese werden den Partnerunternehmen der Klimaplattform der Wirtschaft als Zeichen der Wertschätzung für ihr Engagement zugunsten des Klimaschutzes vergeben. Seit der Gründung der Public Private Partnership 2006 haben deren Mitglieder 114’000 Tonnen CO2 eingespart – 57’000 davon im Raum Bern. klimaplattform.ch
BERNER UMWELTFORSCHUNGSPREIS Mit dem Berner Umwelt-Forschungspreis werden Forscherinnen und Forscher der Universität Bern für hervorragende wissenschaftliche Arbeiten ausgezeichnet, «die einen gesellschaftlich relevanten Beitrag zum besseren Verständnis von Umwelt- und Nachhaltigkeitsproblemen sowie deren Lösung leisten». Die Auszeichnung wird alle zwei Jahre mit der Unterstützung von Energie Wasser Bern und der CSL Behring AG vergeben. Den diesjährigen Hauptpreis gewinnt der Biologe Pierrick Buri für seinen Beitrag zur Verbesserung der Biodiversität in der Landwirtschaft. Der Anerkennungspreis geht an Bettina Scharrer, für ihre Lizenziatsarbeit über das Seensterben durch landwirtschaftliche Überdüngung. ufp.unibe.ch
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KUNDINNEN UND KUNDEN
RUND UM DIE UHR AUF PIKETT Fragt man die Kundinnen und Kunden, erwarten sie von ihrem Energieversorger in erster Linie eine sichere und zuverlässige Rundumversorgung mit Strom, Wasser und Wärme. Um diese jederzeit zu gewährleisten, stehen die Pikettdienste von Energie Wasser Bern rund um die Uhr im Einsatz.
Die Organisation des Piketts von Energie Wasser Bern ist ausgeklügelt, zuverlässig und effizient – ganz egal ob es sich um einen Stromausfall oder um einen Defekt an einer Gas-, Wasser- oder Fernwärmeleitung handelt. Wie das durchdachte Zusammenspiel der verschiedenen Pikettdienste bei Störungen funktioniert, wurde kurioserweise durch eine Ratte einem breiten Publikum bekannt. Im Berichtsjahr rekonstruierte ein Kamerateam des deutschen Fernsehens ZDF für die Sendung «Terra Xpress» einen aussergewöhnlichen Stromausfall im Berner Mattenhofquartier: Im September 2013 hatte sich eine Ratte Zugang zur Trafostation an der Brunnmattstrasse verschafft und mit einem satten Biss einen Kurzschluss verursacht. Dank dem postwendendem Einsatz der Pikettleute von Energie Wasser Bern hatten die rund 800 betroffenen Haushalte wenig später wieder Strom.
Leitstelle je nach Medium die Pikettgruppen «Gas/Wasser», «Fernwärme» oder «Elektrizität», die die Störung vor Ort beheben. Die zuständigen Pikettleute sind sofort oder – ausserhalb der regulären Arbeitszeiten – innerhalb von 30 Minuten im Einsatz. Ziel ist eine schnellstmögliche Wiederversorgung der Kundinnen und Kunden. Kann die Ursache der Störung nicht innert nützlicher Frist behoben werden, installieren die Fachleute einen Ersatzbetrieb mit Provisorien, bis der Schaden endgültig repariert ist. Bei schwerwiegenden Störungen wird zusätzlich das Führungspikett aufgeboten: Dieses steht in Kontakt mit der Geschäftsleitung und schaltet Polizei, Feuerwehr und andere betroffene Organisationen ein – so wie beim berühmten Rattenbiss und seinen Folgen im Mattenhofquartier.
ZUVERLÄSSIGES VERTEILNETZ Energie Wasser Bern verfügt über ein sehr zuver lässiges Stromnetz mit hoher Versorgungs sicherheit und tiefer Ausfallquote: Pro Jahr werden durchschnittlich nur 55 Störungen registriert – zwei Drittel davon tagsüber. Um noch besser auf ausserordentliche Notfallsituationen vorbereitet zu sein, baut das Unternehmen ein Business Continuity Management (BCM) auf. Das BCM definiert Massnahmen, die die Grundversorgung auch bei komplexen Störungsfällen mit hohem Organisations- und Koordinationsbedarf sicherstellen. Dazu wird auch eine spezielle BCM-Organisation inklusive Krisenstab aufgebaut. Mit regelmässigen Tests und Übungen des Krisenstabs bereitet sich Energie Wasser Bern auf mögliche Ernstfälle vor.
HERZSTÜCK DER GRUNDVERSORGUNG Dreh- und Angelpunkt der Pikettorganisation ist die Leitstelle am Hauptsitz von Energie Wasser Bern. Sie ist das Herzstück der Grundversorgung der Stadt Bern und getreu der Vision an 365 Tagen während 24 Stunden besetzt. Auf grossen Monitoren überwachen die Netzführer dort Tag und Nacht das Berner Versorgungsnetz. Geht eine Störungsmeldung ein, muss es schnell gehen: Bei Unterbrüchen im Stromnetz kann die Versorgung teilweise durch ferngesteuerte Umschaltungen von der Leitstelle aus wiederhergestellt werden. Ist dagegen ein Eingriff an Werkleitungen notwendig, mobilisiert die
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KUNDINNEN UND KUNDEN
KUNDENBETREUUNG VON A BIS Z Persönlich, kompetent, freundlich und effizient – so wollen die Kundinnen und Kunden betreut werden. Und das nicht nur, wenn sie Fragen haben, sondern auch, wenn sie sich beschweren möchten. Deshalb hat Energie Wasser Bern das Kundencenter im Juli 2015 personell verstärkt und dessen Aufgabenspektrum erweitert: Das dreizehnköpfige Team beantwortet seither nicht mehr «nur» Kundenanfragen rund um Strom, Erdgas/Biogas, Wasser, Telecom oder Mobilität, sondern hat auch das Beschwerdemanagement übernommen – eine wichtige Schnittstelle in der Kundenkommunikation. Durch die Umstrukturierung sind nun sämtliche Kundenanliegen in einer Abteilung gebündelt. Die dafür zuständigen Mitarbeitenden müssen Einfühlungsvermögen mitbringen, vor allem aber ein grosses Fachwissen und sehr gute Kenntnisse vom eigenen Betrieb. Regelmässige Schulungen der Teammitglieder sind daher Pflicht.
DIE KUNDEN SIND GEFRAGT Im Berichtsjahr wollte Energie Wasser Bern aus erster Hand erfahren, was die Kundinnen und Kunden bewegt, und deren Kreativität nutzen. Im Kundenmagazin DiREKT, per E-Mail, Facebook oder Twitter waren sie aufgerufen, ihre Verbesserungsvorschläge, Wünsche und Erwartungen an das Unternehmen zu richten. Zudem startete Energie Wasser Bern einen Ideenwettbewerb auf der Online-Brainstorming-Plattform atizo.com: Auf die Frage, welche Angebote sich die kreativen User von einer ewb-App wünschen, folgten rund 200 Antworten mit konkreten Vorschlägen. Die einfallsreichsten und wertvollsten Vorschläge wurden mit Prämien im Gesamtwert von 1’000 Franken belohnt. Aus allen eingegangenen Inputs generierte das Ressort Unternehmens entwicklung fünf konkrete Ideen, die nun weiterverfolgt werden.
OPEN INNOVATION AWARD Als führende Schweizer Open-Innovation-Expertin hat ATIZO 360° im Dezember 2015 erstmals den «Open Innovation Award» verliehen. Die Jury setzte sich aus der AtizoCommunity und Open-Innovation-Experten zusammen. Aufgrund der «visionären Arbeit» und des «erfolgreichen gemeinsamen Projekts» hat diese Jury Energie Wasser Bern zum Sieger in der Kategorie «Most visionary Energy Company» erkoren und einen «Open Innovation Award» verliehen. Im Juni 2015 hatte das Ressort Unternehmens entwicklung auf der Online-Brainstorming-Plattform atizio.com einen Ideenwettbewerb lanciert, um innovative Vorschläge für nützliche Funktionen und Anwendungen einer ewb-App zu sammeln (siehe oben).
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«Wir richten uns konsequent auf den Markt aus.» Die Energiewirtschaft steht vor einem grundlegenden Wandel. Der Wettbewerbsdruck steigt. Was bedeutet das für Sie konkret? Alle Unternehmen in dieser Branche stehen unter einem hohen Qualitäts-, Kosten- sowie Zeitdruck und müssen sich in neuen Marktstrukturen positionieren. Das tun wir auch und wir richten unsere Marke konsequent auf den Markt aus. Das ist keine reine Designaufgabe, sondern umfasst strategisch bedeutsame Prozesse. Wichtig ist dabei vor allem, dass wir unsere Wertschöpfungskette noch konsequenter am Leistungsversprechen der Marke ausrichten. Ich sehe im Wesentlichen drei strategische Stossrichtungen: Wir entwickeln passgenaue und einfache Produkte und Dienstleistungen, steigern Effizienz und Effektivität der gesamten Marketing- und Vertriebsorganisation und verbessern das Kunden erlebnis an allen Kontaktpunkten. Wie muss man sich das bei Energie Wasser Bern vorstellen? Es wächst der Bedarf, ganzheitliche und integrierte Lösungsansätze im Marketingmix zu entwickeln. Vor dem Hintergrund einer konsequenten Kundenorientierung wird Energie Wasser Bern seine Kernleistungen durch neue, vielfältige Dienstleistungsangebote, unter anderem in den Bereichen Telekommunikation oder Mobilität, ergänzen und sich als führender Spezialist für Gesamtlösungen rund um Energie positionieren. Indem wir attraktive Lösungspakete anbieten, können wir uns im Markt als zentrale Anlaufstelle eta blieren, denn die Kundinnen und Kunden erhalten bei uns sämtliche Dienstleistungen aus einer Hand. Was spricht aus Ihrer Sicht für Energie Wasser Bern? Die Nähe und Verbundenheit zu unseren Kundinnen und Kunden, für deren Wohl sich unsere Mitarbeitenden täglich engagieren: Wir schaffen lebenswichtige Grundlagen für das Leben und Arbeiten in Bern und Umgebung. Wir stellen die Versorgung der Stadt und der umliegenden Gemeinden mit Strom, Wärme und Wasser nachhaltig sicher und bieten massgeschneiderte, einfache Lösungen für Telekommunikation, Gebäudetechnik und Mobilität.
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Drei Fragen an Dirk Spilker, Leiter Marketing von Energie Wasser Bern
ARBEITEN AM PULS DER STADT Wann begegnen sich ein Lichtmonteur und eine Finanzexpertin bei der Arbeit? Wahrscheinlich selten bis nie. Dennoch verbindet beide bei Energie Wasser Bern ein gemeinsames Ziel: Sie halten die Stadt am Laufen. Damit das auch in Zukunft so bleibt, setzt das Unternehmen auf Innovation und fรถrdert den Teamgeist auf allen Ebenen.
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MITARBEITENDE
2015 hat die Geschäftsleitung von Energie Wasser Bern das «Job Visiting» lanciert. Die Initiative soll dazu beitragen, die 627 Mitarbeitenden des Unternehmens besser miteinander zu vernetzen und das gegenseitige Verständnis für andere Aufgabenbereiche zu fördern. Denn was wissen die «Bürogummis» schon von den «Büetzern» da draussen und umgekehrt? Leider viel zu wenig. Per Los wurden deshalb Mitarbeitende mit administrativen Funktionen und solche mit überwiegend handwerklichen Tätigkeiten einander zugeteilt, um jeweils einen Tag lang die Kollegin oder den Kollegen an seinem Arbeitsplatz zu besuchen. Die Resonanz auf die vielen Zufallsbekanntschaften und Einblicke in zuvor unbekannte Arbeitsbereiche fiel durchweg positiv aus, mit Kommentaren von «beeindruckend» über «war mir gar nicht bewusst» bis «megacool». Die Initiative hat ihr Ziel erreicht, den Horizont der Mitarbeitenden zu erweitern sowie Gemeinschaftsgefühl und Teamgeist im Unternehmen zu fördern. Das «Job Visiting» steht damit ganz im Zeichen der Initiative «Fit für morgen» (siehe Seite 48). Es ist Teil des angestrebten Wandels zu einer integrativen und innovativen Unternehmenskultur. Denn nur durch die Flexibilität der Mitarbeitenden und deren Offenheit für Neues – da ist sich die Geschäftsleitung sicher – wird Energie Wasser Bern auch in Zukunft Erfolgsgeschichten schreiben.
ÜBER 80% UNSERER MITARBEITENDEN SIND ZUFRIEDEN.
STOLZE UND ZUFRIEDENE MITARBEITENDE Gross sind die Herausforderungen der Energiewende, der tiefen Marktpreise für Strom und des zunehmenden Wettbewerbs. Energie Wasser Bern hat seinen Mitarbeitenden deshalb ein ambitioniertes Fitnessprogramm auferlegt. Doch wie erleben das die Betroffenen selbst? In der letzten Umfrage unter den Mitarbeitenden gaben mehr als 80 Prozent der Befragten an, dass sie mit ihrem Arbeitgeber zufrieden sind und sich mit ihm identifizieren. Dieses Resultat weist auf das grosse Engagement der Mitarbeitenden bei der Umsetzung der Unternehmensziele hin. Von den kritischen Beurteilungen wurden insgesamt 32 Massnahmen abgeleitet und bis zum Ende des Berichtsjahres umgesetzt. Arbeitszufriedenheit und Commitment der Mitarbeitenden von Energie Wasser Bern sind somit hoch. Das liegt auch an den attraktiven Arbeitsbedingungen. Das Unternehmen bietet ein überzeugendes Gesamtpaket mit gerechtem Lohnsystem, Gesundheitsförderung, flexibler Jahresarbeitszeit und der Möglichkeit zu Teilzeit und Home Office. Gerade bei jungen Eltern punktet es auch mit vorteilhaften Sozial leistungen. Zudem herrscht im Unternehmen schon heute ein starkes Wir-Gefühl, bei dem auch Stolz mitschwingt. Denn Energie Wasser Bern ist so etwas wie Berns Lebensader; das Unternehmen hält die Stadt am Laufen. Daniel Wehrle, Leiter Personalmanagement, bringt es auf den Punkt: «Wir sind als moderner Arbeitgeber auch wegen des hohen Sinngehalts attraktiv.»
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MITARBEITENDE
«FIT FÜR MORGEN» DANK INNOVATION 2014 hat sich Energie Wasser Bern ein internes Fitnessprogramm auferlegt. Die Initiative unter dem Namen «Fit für morgen» umfasst einen tief greifenden Kulturwandel, um das Unternehmen durch Effizienz, Flexibilität, Innovation sowie Team- und Unternehmergeist erfolgreich zu positionieren. Ausgebildete Multiplikatoren unter den Mitarbeitenden sollen den Prozess zusätzlich fördern. Der Ansatz ist erfolgreich, wie das Beispiel der Submission für die Stromlieferung an die Schweizerische Post zeigt: Energie Wasser Bern kam zum Zuge, weil die Mitarbeitenden speziell für den Kunden ein neues Abrechnungsmodell entwickelt hatten. In die gleiche Richtung zielt auch das 2015 verabschiedete, systematisch angelegte Innovationsmanagement: Das dynamische Umfeld erfordert von Energie Wasser Bern Agilität und Flexibilität, um mit neuen Geschäftsmodellen erfolgreich am Markt zu bestehen. Das Innovationsmanagement soll das Potenzial für neuartige Produkte und Dienstleistungen erschliessen, kontinuierliche Verbesserung und Kundenorientierung fördern und den Innovationsgedanken unternehmensweit verankern.
BETRIEBLICHES GESUNDHEITSMANAGEMENT Arbeitssicherheit und Gesundheitsförderung sind bei Energie Wasser Bern zentral. 2015 hat die Geschäftsleitung die Sicherheits-Charta der SUVA unterzeichnet und damit klar signalisiert, dass die Sicherheit der Mitarbeitenden an erster Stelle, vor Versorgungssicherheit und Wirtschaftlichkeit, rangiert. Daneben erweitert das Unternehmen sein bisheriges Engagement im Gesundheitsbereich zu einem Betrieblichen Gesundheitsmanagement (BGM) mit systematischer Steuerung und Evaluation. Dabei orientiert es sich an den Qualitätskriterien der Gesundheitsförderung Schweiz. Das BGM basiert auf dem bewährten dreistufigen Modell Prävention (gesundheitsfördernde Massnahmen), Intervention (kennzahlenbasiertes Absenzenmanagement) und Integration (Care und Case Management). Ziel ist es, die Gesundheit der Mitarbeitenden zu erhalten, ihre Motivation und Zufriedenheit zu steigern, die Mitarbeitenden im Krankheitsfall optimal zu begleiten und sie nach längeren Abwesenheiten wieder bestmöglich einzugliedern. Im Care und Case Management wird Energie Wasser Bern von der Versicherung elipsLife unterstützt (siehe Interview).
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«Der Erhalt der Arbeitsfähigkeit ist das oberste Ziel.» Was sind die wichtigsten Vorteile der Krankentaggeld versicherung? Im Krankheitsfall bieten wir neben der Lohnfortzahlung ein Care und ein Case Management. Damit erhalten die betroffenen Mitarbeitenden vom ersten Tag an eine Betreuung und nicht erst nach einer Wartefrist von 60 Tagen. Das ist ein grosser Vorteil für beide Seiten, Arbeitnehmende wie Arbeitgeber. Ziel ist es, die Arbeitsfähigkeit zu erhalten oder eine Wiedereingliederung zu ermöglichen. Damit kann man nicht früh genug anfangen. Wie funktioniert das Case Management konkret? Energie Wasser Bern hat einen persönlichen Case Manager, der zunächst mit dem Mitarbeitenden in einem Assessment-Gespräch Ziele und Massnahmen festlegt. Auch der jeweilige Arzt wird einbezogen und der Arbeitgeber wird im Rahmen des Datenschutzes informiert. Unser Case Manager berät den Mitarbeitenden in allen Belangen während des Case-Management-Prozesses.
Drei Fragen an Estelle Mathys Head Care Management elipsLife
Wie erfolgreich ist Ihr Angebot? Die Erfolgsquote ist mit 70 Prozent erfreulich hoch. Wir sprechen von Erfolg bei Wiedereingliederung an einem Arbeitsplatz oder bei einer individuellen Lösung über die Sozialsysteme. elipslife.com
NEUE KRANKENTAGGELDVERSICHERUNG Seit dem 1. Mai 2015 verfügt Energie Wasser Bern über eine kollektive Krankentaggeldversicherung. Eine Win-win-Situation: Im Krankheitsfall sind die Mitarbeitenden noch besser abgesichert und Energie Wasser Bern profitiert von den professionellen Integrationsbemühungen für erkrankte Mitarbeitende und dem reduzierten Kostenrisiko.
DIE WICHTIGSTEN REGELUNGEN IM ÜBERBLICK l Absicherung der Lohnfortzahlung bei Arbeitsunfähigkeit gemäss Gesamtarbeitsvertrag (GAV) bis zu zwei Jahren. l Versicherung der Mitarbeitenden während dieser Zeit – auch dann, wenn sie während einer Kündigungsfrist schwer erkranken. l Anspruch auf Case Management vom ersten Tag an: professionelles Coaching während der Genesungszeit, beispielsweise bei Gesprächen mit Ärzten, mit der IV oder der Arbeitslosenversicherung. l Übertrittsmöglichkeit für Mitarbeitende in eine Einzelversicherung. l Unternehmen und Mitarbeitende tragen hälftig die Kosten.
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GEMEINWESEN
KOORDINIERTE BAUPROJEKTE SPAREN RESSOURCEN Bau- und Sanierungsprojekte wie an der Monbijoustrasse oder am Eigerplatz beeinträchtigen den Alltag vieler Bernerinnen und Berner. Eine gute Koordination zwischen den beteiligten Akteuren ist deshalb elementar, um Ressourcen zu sparen: Indem sich die städtischen Betriebe abstimmen, werden notwendige Eingriffe rascher und kostengünstiger ausgeführt.
Für die Sanierung des öffentlichen Raums sind Grossbaustellen oft unumgänglich. Dann sind sorgfältige Planung und enge Zusammenarbeit aller relevanten Akteure zentral. Die städtischen Betriebe sind diesbezüglich gut organisiert: Über die Vermittlung der «Berner Fachstelle für Koordination im öffentlichen Raum» ist Energie Wasser Bern jeweils schon früh in die Planung grosser Projekte involviert und kann bei Bedarf notwendige Sanierungs- oder Ausbauarbeiten am eigenen Versorgungsnetz einbringen. Komplexe Bauvorhaben in zentralen Gebieten, wie beispielsweise der Umbau der Berner Marktgasse 2013, werden minutiös geplant, genauestens etappiert und koordiniert abgewickelt – und dies in möglichst kurzer Zeit, um den Berner Alltag so wenig wie möglich zu beeinträchtigen.
auch sinnvoll, anstehende Bauprojekte für ohnehin fällige Arbeiten am eigenen Versorgungsnetz zu nutzen. Denn wird irgendwo in der Stadt der Asphalt aufgerissen, dann lohnt es sich, sofern angezeigt, bei dieser Gelegenheit auch gleich die darunterliegenden Werkleitungen zu sanieren oder auszubauen. Das reduziert die Kosten und die entsprechende Strasse muss in absehbarer Zeit nicht noch einmal unterbrochen werden. Zudem können sich die beteiligten Bauherren auch Aufwand und Kosten für die Information der Anwohnerinnen und Anwohner teilen. Die Kooperation unter Leitung der Berner Fachstelle wird in den Quartieren honoriert; so nimmt die Anzahl Beschwerden bezüglich Baustellen kontinuierlich ab. Und wenn es doch noch offene Fragen gibt, können sich die Betroffenen gezielt an die zuständigen Kontaktpersonen wenden, die jeweils auf Plakatwänden ausgewiesen sind.
SYNERGIEN NUTZEN Synergien nutzen, so lautet also die Devise. Das spart Zeit und Geld und steigert die Effizienz. Energie Wasser Bern ist stets darauf bedacht, sich koordiniert an Grossbaustellen zu beteiligen – schon allein zum Schutz der eigenen Infrastruktur. Denn Strom-, Gas- und Wasserleitungen stellen bei Umbauten nicht selten ein Hindernis dar und laufen deshalb Gefahr, bei den Arbeiten beschädigt zu werden. In vielen Fällen ist es
SANIERUNG DES EIGERPLATZES 2015 wurde die Planung zur bevorstehenden Neugestaltung und Sanierung des Eigerplatzes intensiviert. Der Baubeginn ist für das erste Halbjahr 2016 vorgesehen. Der Platz soll wieder ein belastbarer Verkehrsknoten und ein attraktives Zentrum des Stadtteils mit seinen 30’000 Bewohnerinnen und Bewohnern werden. Energie Wasser Bern nutzt auch diese Gelegenheit zur Sanierung der dortigen Strom-, Gas- und Wasserleitungen.
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GEMEINWESEN
PROJEKTE, DIE EINLEUCHTEN Gebäude besser zur Geltung: Speziell angefertigte Licht masken ermöglichen Helligkeitsunterschiede und akzentuieren bestimmte Bereiche der Fassade. Gleich zeitig verhindern die Schablonen unerwünschtes Streulicht.
Zwischen 2010 und 2015 hat Energie Wasser Bern sämtliche Quecksilberdampflampen in der Bundeshauptstadt durch moderne Metalldampflampen und LED-Leuchten ersetzt. Die effizienteren und umweltfreundlicheren Leuchtmittel erhöhen nicht nur die Sicherheit der Verkehrsteilnehmenden und verringern die Lichtverschmutzung. Mit dem flächendeckenden Armaturenersatz hat sich im Berichtsjahr auch der Stromverbrauch der öffentlichen Beleuchtung nochmals merklich reduziert (siehe Grafik). Mit dem gleichen Ziel hat Energie Wasser Bern 2015 die in die Jahre gekommene Fassadenbeleuchtung des Bernischen Historischen Museums durch modernste Projektortechnik ersetzt. Die neue Beleuchtungsanlage verbraucht 75 Prozent weniger Strom und bringt das historische
Im Rahmen eines Pilotprojekts hat Energie Wasser Bern im Berichtsjahr ausserdem auf Teststrecken Bewegungsmelder an den Strassenleuchten montiert. Damit werden die Praxistauglichkeit und das tatsächliche Stromsparpotenzial des «Lichts nach Bedarf» auf Stadtgebiet geprüft. Zwar können Bewegungsmelder den Energieverbrauch und die Lichtverschmutzung der öffentlichen Beleuchtung verringern. Allerdings ist deren Einsatz nur auf wenig frequentierten Strassen und Wegen zweckmässig und sicher.
INSTALLIERTE LEISTUNG UND ENERGIEVERBRAUCH DER ÖFFENTLICHEN BELEUCHTUNG VERBRAUCH IN KWH
9’243’625 8’879’271 8’481’277 8’098’939 7’789’534 7’191’312 6’541’539
INSTALLIERTE LEISTUNG IN KW 2009 2010 2011 2012 2013 2014 2015
2’530 2’440 2’380 2’300 2’160 1’600 1’563
Seit dem Beginn des flächendeckenden Armaturenersatzes 2010 haben sich die installierte Leistung und damit der Stromverbrauch der öffentlichen Beleuchtung in Bern merklich reduziert.
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«POWER TO ROCK» Auch 2015 ging Energie Wasser Bern mit der Berner Jugend auf Tuchfühlung: Bereits zum zweiten Mal war das Unternehmen am Gurtenfestival als Hauptsponsor der Waldbühne präsent und unterstützte die dort auftretenden Schweizer Bands. In der Energie-Lounge konnten die Musikfans deren Konzerte aus bester Lage geniessen: Die einzigartige Holzkonstruktion bot ein entspanntes Ambiente, in dem die Besucherinnen und Besucher verweilen, entspannen und «Power to Rock» für die weiteren Konzerte sammeln konnten. waldbuehne.ch
ZURÜCK AN DIE STADT BERN Nach 60 Jahren ist die alte Kehrichtverwertungsanlage Warmbächli endgültig Geschichte. Nach Abschluss der letzten Rückbauarbeiten hat Energie Wasser Bern das bereinigte Areal 2015 an die Stadt Bern übergeben. Wo einst der städtische Kehricht verbrannt wurde, entsteht in den nächsten Jahren ein modernes, urbanes Wohnquartier mit 250 Wohnungen. Damit wird ein neues Kapitel in der Quartiergeschichte aufgeschlagen.
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JAHRESBERICHT ÖKOFONDS
JAHRESBERICHT 2015 DES FONDS FÜR ERNEUERBARE ENERGIEN
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ZWECK UND FINANZIERUNG DES ÖKOFONDS Der städtische Leistungsauftrag an Energie Wasser Bern umfasst auch die aktive Förderung der Produktion und des Vertriebs von erneuerbaren Energien sowie die finanzielle Unterstützung von Projekten zur Steigerung der Energieeffizienz (ewr, Art. 6). Zu diesem Zweck wurde der Ökofonds eingerichtet. Finanziert wird der Fonds für erneuerbare Energien durch einen zweckgebundenen Rückbehalt von mindestens zehn Prozent des jährlich durch Energie Wasser Bern an die Stadt auszuschüttenden Gewinns. Mit den zur Verfügung stehenden finanziellen Mitteln werden Projekte gefördert, welche durch ihre Wirkung mithelfen, die Lebensbedingungen für Mensch und Tier positiv zu beeinflussen. Die Eignerstrategie 2009 verlangt, dass die Fördergelder für Kundinnen und Kunden in der Stadt Bern wie auch für Anlagen im Besitz von Energie Wasser Bern einzusetzen sind.
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JAHRESBERICHT ÖKOFONDS
DIE FONDSKOMMISSION Die eingereichten Projekte werden durch die Mitglieder der Ökofondskommission beurteilt. Gemäss der gültigen Verordnung setzt sich diese aus zwei externen Fachpersonen sowie drei Mitarbeitenden von Energie Wasser Bern zusammen. Das bisherige Mitglied Nicole Schirner hat sein Amt per November 2015 niedergelegt. Die Regelung der Nachfolge erfolgt im 1. Semester 2016. Der Kommission gehören per 31. Dezember 2015 folgende Personen an: Funktion Name Präsident
Urs Frieden, ehemaliger Berner Stadtratspräsident
Mitglieder
Adrian Stiefel, Leiter Amt für Umweltschutz der Stadt Bern
Urs Balzli, Leiter Finanzen & Services und Mitglied der Geschäftsleitung von Energie Wasser Bern
Martin Bretscher, Leiter Contracting von Energie Wasser Bern
Sekretariat
Dionne Iseli, Assistentin Key Account Management von Energie Wasser Bern
JAHRESRECHNUNG Mit den zur Verfügung stehenden Mitteln konnte die Ökofondskommission bis heute den Bau von über 1’200 Anlagen finanziell unterstützen. Die mit Geldern aus dem Ökofonds geförderten Projekte reduzierten den CO2-Ausstoss um rund 25’000 Tonnen pro Jahr. Über die zu erwartende Lebensdauer der Anlagen werden somit rund 375’000 Tonnen CO2 weniger in die Umwelt ausgestossen.
Jahresrechnung CHF Einlagen aus den Jahresabschlüssen 2002 bis 2013
41’646’182
Einlage aus Geschäftsabschluss 2014
2’500’000
Total Einlagen
43’964’182
Bewilligte Projektbeiträge bis 31.12.2014
36’079’639
Bewilligte Projektbeiträge 2015
2’272’500
Total Projektbeiträge bis 31.12.2015
38’352’139
Bewilligte Projektbeiträge für das Jahr 2016 und folgende
Bewilligte Projektkredite Förderung erneuerbare Energie Förderung Energieeffizienz Förderung Erdgas/Biogas als Treibstoff Kommunikationsmassnahmen und -kampagnen
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3’132’200
CHF 21’412’374 16’785’950 2’372’339 858’675
ENERGIEBERATUNG UND GEBÄUDESANIERUNGSPROGRAMM Das Gebäudesanierungsprogramm «bern-saniert», welches im Mai 2009 lanciert wurde, umfasst drei wichtige Standbeine: l Energiecoaching durch Fachleute, welche die Gebäudebeurtei-
lungen vornehmen und Verbesserungsmassnahmen definieren l Öffentlichkeitsarbeit l Basis schaffen, um die bestehenden Förderprogramme der
Stiftung Klimarappen, des Kantons sowie des Ökofonds und der Stadt Bern zu nutzen Bis Ende 2015 wurde das Programm von rund 750 Personen genutzt, um eine energietechnische Analyse ihrer Liegenschaft vorzunehmen und den Gebäudeenergieausweis zu erhalten. Die Kosten für Entwicklung und Umsetzung des Programms von rund 1.1 Mio. CHF wurden vom Ökofonds getragen. Ab Mitte 2016 wird nun das neu überarbeitete Gesamtkonzept gestartet. Die Energieberatung wird dabei eine zentrale Funktion einnehmen und alle Fragen rund um das Thema Energie den kompetenten Stellen zur Beantwortung zuführen. Auch das Programm «bern-saniert» wird als wichtiger Teil im neuen Konzept integriert und in angepasster Form weitergeführt. Bei allen Beratungstätigkeiten soll der Fokus noch stärker auf die Umsetzung des Energierichtplans 2035 respektive der Energie- und Klimastrategie 2025 der Stadt Bern gerichtet werden.
NAHWÄRME-VERBUND SCHÖNBERG OST
MOBILITÄT Rund ein Drittel des gesamten Endenergieverbrauchs in der Schweiz geht auf das Konto der Mobilität. Noch heute wird der grösste Teil der im Verkehr verbrauchten Energie durch fossile Energieträger abgedeckt. Alternative Antriebsformen bieten ein entsprechend grosses Potenzial punkto Energieeffizienz und Reduktion von Emissionen. Die Ökofondskommission unterstützt deshalb seit mehreren Jahren das Engagement von Energie Wasser Bern für die Elektromobilität und Erdgas/Biogas als Treibstoff sowie die entsprechenden Kundenangebote: l Mietpakete für E-Bikes l Leasingpakete für E-Autos (in Zusammenarbeit mit Mobility
Solutions AG; nur für Geschäftskunden erhältlich l E-Car-Sharing-Angebot «ElectroDrive weShare»
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In unmittelbarer Nähe zum Paul-Klee-Zentrum entstand in den letzten Jahren die Überbauung Schönberg Ost. Die notwendige Wärmeenergie für Raumheizung und Warmwasseraufbereitung des neuen Wohnquartiers wird zentral mit Holzschnitzeln und Erdgas zur Spitzenlastabdeckung produziert. Dank der Unterstützung des Ökofonds entstand eine Anlage, welche den energie politischen Zielsetzungen der Stadt Bern in hohem Masse entspricht.
CORPORATE GOVERNANCE
VERANTWORTUNGSBEWUSST UND TRANSPARENT Soweit sich aus der Rechtsform des Unternehmens nichts anderes ergibt oder gesetzliche Bestimmungen entgegenstehen, orientiert sich Energie Wasser Bern an den allgemein anerkannten Corporate-Governance-Grundsätzen des Verbandes der Schweizer Unternehmen economiesuisse (Swiss Code of Best Practice for Corporate Governance). Dadurch wird eine einheitliche und vergleichbare Berichterstattung sichergestellt. Das Reglement Energie Wasser Bern vom 15. März 2001 (ewb-Reglement) verpflichtet das Unternehmen zur Offenlegung von Vergütungen an die Mitglieder des Verwaltungsrats und der Geschäftsleitung. Massgebend für diese Angaben an den Gemeinderat und den Stadtrat der Stadt Bern sind die Bestimmungen von Artikel 663bbis und 663c des Obligationenrechts (OR). Diese gesetzlichen Vorgaben im Bereich der Corporate Governance richten sich primär an schweizerische börsenkotierte Unternehmen, sogenannte Publikumsgesellschaften. Der Verwaltungsrat regelt seine Führungs- und Organisationsgrundsätze in einer Organisationsverordnung (OrgV ewb), die sich in den wesentlichen Punkten an den für den Verwaltungsrat einer Aktiengesellschaft massgebenden gesetzlichen Bestimmungen orientiert (insbesondere Artikel 716a OR, unübertragbare Aufgaben). Dadurch ergibt sich eine klare Zuweisung der Zuständigkeiten. Ergänzt wird die OrgV ewb durch die Geschäftsordnung für die Geschäftsleitung (GO GL), welche den Prozess und die Zuständigkeiten für die Unternehmensführung auf operativer Ebene definiert.
RECHTSFORM VON ENERGIE WASSER BERN Energie Wasser Bern ist eine selbstständige, autonome öffentlich-rechtliche Anstalt im Eigentum der Stadt Bern und an den im ewb-Reglement definierten Leistungsauftrag gebunden. Das Unternehmen ist rechtsfähig und im Handelsregister eingetragen. Der Hauptsitz befindet sich an der Monbijoustrasse 11 in Bern. Energie Wasser Bern ist mehrheitlich in der Schweiz operativ tätig.
UNTERNEHMENSSTRUKTUR Die Führungsstruktur von Energie Wasser Bern ist in nebenstehendem Organigramm abgebildet. Ausserdem verfügt das Energieversorgungsunternehmen über Beteiligungen an weiteren Unternehmen (siehe Seiten 17 und 45 im Online- Finanzbericht). ewb.ch/finanzbericht-2015
KAPITALSTRUKTUR Das Energie Wasser Bern von der Stadt Bern zur Verfügung gestellte Dotationskapital beträgt 80 Mio. CHF. Die Verän derungen des Eigenkapitals von 2015 und 2014 sind auf Seite 73 ersichtlich. Kapitalveränderungen aus dem Geschäftsjahr 2013 finden sich im Online-Finanzbericht 2014 (ewb.ch/ finanzbericht-2014) auf Seite 6. MARKTGEBIET UND KUNDENSEGMENTE In der Stadt Bern betreibt Energie Wasser Bern die Energieund Wasserversorgung sowie die thermische Kehricht verwertung für rund 70’000 Haushalte, 8’000 KMU sowie 100 Grosskunden. Daneben erschliesst das Unternehmen in Kooperation mit Swisscom die Stadt Bern flächendeckend mit einem Glasfasernetz. Überdies bietet Energie Wasser Bern den Kundinnen und Kunden verschiedene Produkte und Dienstleistungen an, welche das Kerngeschäft ergänzen; namentlich im Bereich der Energieberatung, des Contractings, der Mobilität und der Telekommunikation. In weiteren rund 30 Gemeinden der Region Bern versorgt das Energieversorgungsunternehmen Kundinnen und Kunden ebenfalls direkt oder indirekt mit Produkten und Dienstleistungen. Seit Januar 2009 können Grosskunden, die mehr als 100’000 Kilowattstunden Strom pro Jahr verbrauchen, ihren Stromlieferanten frei wählen. Energie Wasser Bern hat sich den Herausforderungen der ersten Phase der Strommarktliberalisierung gestellt und auch ausserhalb des Versorgungsgebietes neue Kundinnen und Kunden von ihrem Angebot überzeugen können. Der Hauptfokus des Unternehmens liegt dabei auf einer hohen Qualität bei Beratung, Service und Angeboten mit ökologischem Mehrwert.
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ORGANIGRAMM STAND 1. JANUAR 2016
Verwaltungsrat
Compliance Officer Alain Probst
Präsident Franz Stampfli Vizepräsident Dieter Többen
Interner Revisor Peter Soltermann
CEO / C Daniel Schafer GL Stv. Marcel Ottenkamp
Business Development Telecom / CB
Personalmanagement / CP
Generalsekretariat / CG
Unternehmenskommunikation / CK
Unternehmensentwicklung / CU
Peter Zbinden
Daniel Wehrle Stv. Michel Zahnd
Urs Möri Stv. Alain Probst
Claudia Kohlschütter Stv. Raphaël Wyss
Simone Winter Stv. Simon Bürgi
Recht & Compliance / CGR
Nachhaltigkeitsmanagement / CUN
Alain Probst
Christof Scherrer
Energiewirtschaft / E
Netze / N
Marketing & Vertrieb / M
Finanzen & Services / F
Marcel Ottenkamp GL Stv. Roland Hediger
Martin Moser GL Stv. vakant
vakant GL Stv. Roger Riedo
Urs Balzli GL Stv. Charles Mauron
Produktion / EP
Netzbewirtschaftung / NB
Marketing / MM
Einkauf & Logistik / FE
Roland Hediger Stv. Thomas Bücherer
Martin Moser Stv. Urs Spring
Dirk Spilker Stv. Ivo Kaeser
Esther Niffenegger Stv. vakant
Handel / EH
Netzbau / NN Roger Waldmeier Stv. Rolf Moosmann
Key Account Management / MG
Informatik / FI
Markus Schellenberg Stv. Andreas Bieri Produktionsportfolio / ER
Netz Service / NS
Fabian Baerlocher Stv. Thomas Gonschiorek
Martin Schaub Stv. Beat Ducret Vertrieb Privat– & Geschäftskunden / MP
Viktor Obrist Stv. Peter Walther
Roger Riedo Stv. Martin Bretscher Mobilität / MO Ivo Brügger Stv. Daniel Hutter
Daniel Lörtscher Stv. André Iseli Controlling & Risk Management / FC Charles Mauron Stv. Stephan Mücher Rechnungswesen / FR vakant Stv. Urs Leuenberger Services & Facility Management / FS Matthias Reinhard Stv. Anita Haller Corporate Finance / FF Tobias Haefeli Stv. Anna Miriam Lucek
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CORPORATE GOVERNANCE
VERWALTUNGSRAT Der Verwaltungsrat von Energie Wasser Bern setzt sich aus sieben Mitgliedern zusammen, wovon mindestens eines dem Gemeinderat der Stadt Bern angehören muss. Ein Sitz im Verwaltungsrat steht den Arbeitnehmenden zu. Mindestens zwei Mitglieder des Verwaltungsrats müssen in der Stadt Bern wohnen. Nachfolgende Aufstellung gibt Aufschluss über die Zusammensetzung des Verwaltungsrats von Energie Wasser Bern
am 31. Dezember 2015. Es werden die einzelnen Mitglieder, deren Nationalität und Geburtsjahr sowie ihre Ausbildung, ihre Funktion und das Jahr der erstmaligen Wahl in den Verwaltungsrat aufgeführt. Weitere Mandate und Interessenbindungen in bedeutenden Unternehmen, Organisationen und Stiftungen sowie dauernde Leitungs- und Beraterfunktionen für wichtige Interessengruppen wie auch amtliche Funktionen und politische Mandate werden nach dem Prinzip der Selbstdeklaration ausgewiesen.
MITGLIEDER DES VERWALTUNGSRATS Franz Stampfli (1954, CH/I), Ittigen Lic. rer. pol., Universität Bern, Präsident des Verwaltungsrats seit 1. März 2011.
Michel Kunz (1959, CH), Schüpfen Dipl. El.-Ing. ETH, Mitglied der Geschäftsleitung SBB-Infrastruktur, Mitglied des Verwaltungsrats seit 1. Oktober 2014.
Verwaltungsrats- und andere Mandate: Bären Haustechnik AG, Köniz, Präsident des Verwaltungsrats; Bigla AG, Biglen, Mitglied des Verwaltungsrats; Guggisberg Dachtechnik AG, Köniz, Präsident des Verwaltungsrats; tm concept AG, Aarau, Mitglied des Verwaltungsrats; Homedia, Neuenburg, Mitglied des Verwaltungsrats; switchplus AG, Zürich, Mitglied des Verwaltungsrats; Verband openaxs, Freiburg, Mitglied, und Swisspower Energy, Präsident des Verwaltungsrats.
Verwaltungsrats- und andere Mandate: BSI Business Systems Integration AG, Baden, Mitglied des Verwaltungsrats; Photoglob AG, Hägendorf, Mitglied des Verwaltungsrats, und WLS AG, Schüpfen, Mitglied des Verwaltungsrats.
Dieter Többen (1967, CH), Zug Dipl. HLK-Ingenieur FH, KMU-HSG, NDS Umweltwissenschaften, Mitglied des Verwaltungsrats seit 13. August 2009 und Vizepräsident seit 1. Oktober 2014.
Verwaltungsrats- und andere Mandate: Kraftwerke Oberhasli AG, Innertkirchen, Mitglied des Verwaltungsrats; Kommis sion Wirtschaft der Regionalkonferenz Bern Mittelland, Bern, Mitglied; Bernische Ortspolizeivereinigung (BOV), Bern, Mitglied des Vorstands; Einbürgerungskommission, Bern, Präsident; Energiekommission, Bern, Vorsitz; Konferenz der städtischen Sicherheitsdirektorinnen und -direktoren (KSSD), Bern, Mitglied des Vorstands; Feuerwehr- und Zivilschutzkommission, Bern, Präsident; Stiftung Gurten-Park im Grünen, Bern, Mitglied des Stiftungsrats; Rudolf Seelhofer-Stiftung, Worb, Mitglied des Stiftungsrats; Bernische Genossenschaft für Feuerbestattung, Bern, Mitglied des Verwaltungsrats; Bern Tourismus, Bern, Mitglied des Verwaltungsrats; Kontaktgremium Sicherheit Kanton-Gemeinden (KGSKG), Bern, Mitglied; Energiepolitische Kommission Städteverband, Präsident; Konferenz Kantonaler Energiedirektorinnen und -direktoren, Mitglied des Vorstands; Tierparkkommission, Bern, Präsident, und CVP Bern, Mitglied des Vorstands.
Verwaltungsrats- und andere Mandate: Dr. Eicher+Pauli AG, Liestal, Bern, Luzern, Olten und Zürich, Vizepräsident des Verwaltungsrats; Ingenieurbüro Riesen AG, Bern und Zürich, Vizepräsident des Verwaltungsrats; RZIntegral AG, Bern, Mitglied des Verwaltungsrats, und TGM-Holding AG, Liestal, Präsident des Verwaltungsrats. Susanne Blank (1972, CH), Bern Lic. rer. pol. Volkswirtschaft und Politologie, Chefredaktorin der Zeitschrift «die Volkswirtschaft», Mitglied des Verwaltungsrats seit 1. Januar 2013. Verwaltungsrats- und andere Mandate: Schweizerische Post, Bern, Mitglied des Verwaltungsrats, und Geschäftsprüfungskommission Hilfswerk Brücke-le Pont, Fribourg, Mitglied.
Reto Nause (1971, CH), Bern Lic. phil. I, Historiker und Politologe, Gemeinderat Stadt Bern, Mitglied des Verwaltungsrats seit 12. März 2009.
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Fällt strategische Entscheide: der Verwaltungsrat von Energie Wasser Bern. Von links: Barbara Rigassi, Michel Kunz, Susanne Blank, André Wehrli-Koch, Franz Stampfli, Dieter Többen, Reto Nause
Barbara Rigassi (1960, CH), Muri bei Bern Dr. oec. HSG, Managing Partner, BHP – Brugger und Partner AG, Mitglied des Verwaltungsrats seit 17. Oktober 2013.
BEST BOARD PRACTICE® LABEL 2013 wurde der Verwaltungsrat von Energie Wasser Bern als schweizweit erstes Gremium eines Energieversorgungsunternehmens mit dem Best Board Practice® Label der Schweizerischen Vereinigung für Qualitäts- und Managementsysteme (SQS) ausgezeichnet. Mit dieser geschützten Garantiemarke hat der Verwaltungsrat erfolgreich dargelegt, dass das Gremium seine Aufgaben unabhängig, professionell und ganzheitlich wahrnimmt. Auf Anregung der auditierenden Stelle hat der Verwaltungsrat seine Prozesse punktuell angepasst und damit weiter optimiert.
Verwaltungsrats- und andere Mandate: Schweizerische Mobiliar Genossenschaft, Bern, Mitglied des Verwaltungsrats; Stiftung atupri, Bern, Mitglied des Stiftungsrats, und compenswiss, Genf, Mitglied des Verwaltungsrats. André Wehrli-Koch (1952, CH), Küttigen Mechanikerlehre, danach Schlosser und Lokomotivführer und pensionierter VPOD-Sekretär, Mitglied des Verwaltungsrats seit 1. Juli 2002. Verwaltungsrats- und andere Mandate: Verein und Stiftung der Angestellten sozialer Organisationen in der Schweiz, Vizepräsident.
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CORPORATE GOVERNANCE
WAHL UND AMTSZEIT Die Mitglieder des Verwaltungsrats werden durch den Berner Stadtrat für eine Amtsdauer von vier Jahren gewählt, wobei diese mit der Legislatur des Gemeinderats der Stadt Bern übereinstimmt. Der Stadtrat bestimmt auch die Präsidentin oder den Präsidenten. Im Übrigen konstituiert sich der Verwaltungsrat selbst. Im Rahmen der Zertifizierung mit dem Best Board Practice® Label evaluierte der Verwaltungsrat die durch ihn erlassene OrgV. Im Sinne einer Selbstregulierung beschränkte er dabei die Amtszeit seiner Mitglieder auf drei Amtsdauern. Zudem darf ein Mitglied dem Verwaltungsrat gemäss der revidierten OrgV längstens bis zum vollendeten 70. Altersjahr angehören. Das ewb-Reglement sieht derzeit noch keine Amtszeitbeschränkung vor. Die in der OrgV festgehaltene Regelung soll indessen, gestützt auf einen entsprechenden parlamentarischen Vorstoss, in absehbarer Zeit auch in das ewb-Reglement übernommen werden.
INTERNE ORGANISATION Gemäss Artikel 17 Absatz 1 ewb-Reglement verfügt der Verwaltungsrat im Rahmen des Leistungsauftrags über sämtliche Befugnisse, die nicht durch das ewb-Reglement oder durch ihn selbst an andere Stellen übertragen worden sind. Er fällt die strategischen Entscheide, überprüft die getroffenen Anordnungen und überwacht ihren Vollzug sowie die Einhaltung und Erfüllung des Leistungsauftrags und sorgt für ein zweckmässiges Controlling (Artikel 17 Absatz 2 ewb-Reglement). Der Verwaltungsrat kann zur Vorbereitung seiner Geschäfte Ausschüsse einsetzen. Die Zusammensetzung und das Pflichtenheft dieser Ausschüsse richten sich nach Anhang I der OrgV. Per 31. Dezember 2015 besteht ein Ausschuss (Verwaltungsratsausschuss). Im Berichtsjahr hielt der Verwaltungsrat sechs ordentliche Sitzungen ab. Zusätzlich führte der Verwaltungsrat eine Klausur, während der er insbesondere die bestehende Strategie kritisch evaluierte (Strategiereview) sowie eine halbtägige VR-Retraite und einen ganztägigen Strategieworkshop durch. Der Verwaltungsratsausschuss tagte an sechs ordentlichen Sitzungen. Gemäss den Bestimmungen der OrgV beruft in der Regel der Verwaltungsratspräsident die Mitglieder des Verwaltungsrats oder des Verwaltungsratsausschusses zu den Sitzungen ein und erstellt die Traktandenliste. Die übrigen Mitglieder des
Verwaltungsrats oder der CEO können die Aufnahme eines Traktandums beantragen. In besonderen Fällen können überdies die externe Revisionsstelle, der Gemeinderat der Stadt Bern oder zwei Mitglieder des Verwaltungsrats schriftlich und unter Angabe der Gründe die unverzügliche Einberufung einer Sitzung verlangen. Der CEO nimmt an den Sitzungen des Verwaltungsrats mit beratender Stimme und Antragsrecht teil.
KOMPETENZREGELUNG Der Verwaltungsrat wählt die fünf Mitglieder der Geschäftsleitung und bestimmt deren Vorsitzende oder Vorsitzenden (Artikel 20 ewb-Reglement). Die Geschäftsleitung leitet das Unternehmen nach den Bestimmungen des ewb-Reglements und den Vorgaben des Verwaltungsrats in allen technischen, betrieblichen und administrativen Belangen (Artikel 21 ewb- Reglement). Sie ist verantwortlich für die Geschäftsführung im Rahmen der ihr durch das ewb-Reglement und durch den Verwaltungsrat im Rahmen der OrgV zugewiesenen Zuständigkeiten. Sie kann ihre Kompetenzen an einzelne Mitglieder oder an Mitarbeitende delegieren (Artikel 22 ewb-Reglement). Die Geschäftsleitung setzt die durch den Verwaltungsrat gesetzten Ziele um. INFORMATIONS- UND KONTROLLINSTRUMENTE GEGENÜBER DER GESCHÄFTSLEITUNG Der Verwaltungsrat überprüft seine Anordnungen und überwacht ihren Vollzug sowie die Einhaltung und Erfüllung des Leistungsauftrags. Zudem kontrolliert er, ob die Geschäftsleitung ihre Aufgaben rechtmässig und in Übereinstimmung mit der OrgV erfüllt. Er sorgt mittels entsprechender Vorgaben für ein zweckmässiges internes Kontrollsystem, für den verantwortungsvollen Umgang mit Risiken und für das Controlling. Zudem überwacht er die Umsetzung der Compliance-Massnahmen, welche die Einhaltung von Gesetzen, internen Regelungen und ethischen Grundsätzen zum Ziel haben. Ein besonderes Gewicht kommt in diesem Zusammenhang dem Verhaltenskodex von Energie Wasser Bern zu, der die Verhaltensregeln für den Umgang der Mitarbeitenden untereinander sowie mit Kundinnen und Kunden, Geschäftspartnern und Aufsichtsbehörden festlegt. Nachdem im Frühjahr 2013 sämtliche Mitarbeitenden von Energie Wasser Bern zu den Belangen der Compliance geschult wurden, führt die Compliance-Stelle zu dieser Thematik zweimal jährlich Einführungsveranstaltungen für neu eingetretene Mitarbeitende durch. Dadurch wird sichergestellt, dass die Mitarbeitenden in Bezug auf die Compliance-Belange sensibilisiert sind und diese in ihrer täglichen Arbeit beachten.
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Der Verwaltungsrat verfügt unter anderem über folgende Instrumente zur Überwachung der Geschäftsführung: l Quartalsreporting l Budget- und Mittelfristplanung l Jahresrechnung l Interne Revision, Revisionsplan l Riskmanagement und Risk Reports
Zudem informiert der CEO den Verwaltungsratspräsidenten mindestens einmal pro Monat über den allgemeinen Geschäftsgang, über die finanzielle Entwicklung sowie über besondere Geschäfte und Entscheide, welche die Geschäftsleitung oder er getroffen haben. Ebenfalls benachrichtigt der CEO den Verwaltungsratspräsidenten umgehend über Vorkommnisse von erheblicher Bedeutung für Energie Wasser Bern oder die Stadt Bern, von öffentlichem Interesse oder von grosser Tragweite für einzelne Personen. Der Verwaltungsratspräsident entscheidet über eine unverzügliche Information der restlichen Mitglieder des Verwaltungsrats. Ferner informiert der CEO den Verwaltungsrat an dessen Sitzungen über den Geschäftsgang.
Der Gesamtbetrag der durch Energie Wasser Bern ausgerichteten Vergütungen für die Geschäftsleitung betrug im Berichtsjahr 1’034’069 Franken (Vorjahr: 1’114’825 Franken). Nicht miteinbezogen sind Spesenentschädigungen, Sozialzulagen sowie allfällige weitere von Gesetzes wegen bestehende Ansprüche. Den höchsten auf ein Mitglied der Geschäftsleitung entfallenden Betrag von 251’846 Franken (Vorjahr: 253’946 Franken) bezog Daniel Schafer, CEO. Im Berichtsjahr wurden keine direkten oder indirekten Vergütungen an frühere Mitglieder des Verwaltungsrats und der Geschäftsleitung ausbezahlt, die in einem Zusammenhang mit der früheren Tätigkeit als Organ der Gesellschaft stehen oder nicht marktüblich sind. Darlehen und Kredite wurden keine gewährt. Ein Beirat wurde nicht eingesetzt. Angaben zu den Beteiligungen sind auf den Seiten 17 und 45 im Online-Finanzbericht zu finden. ewb.ch/finanzbericht-2015
VERGÜTUNGEN, BETEILIGUNGEN UND DARLEHEN Die Abgeltung der Mitglieder des Verwaltungsrats einschliesslich allfälliger Spesenentschädigungen wird vom Gemeinderat der Stadt Bern geregelt (Artikel 25 Absatz 3 ewb-Reglement). Die folgenden Angaben richten sich nach den Vorgaben von Artikel 663b OR. In den genannten Beträgen nicht enthalten sind die Spesenentschädigungen. Insgesamt entrichtete Energie Wasser Bern an die Mitglieder des Verwaltungsrats Vergütungen im Gesamtbetrag von 140’450 Franken aus, wovon an: Franz Stampfli, Präsident 1 Dieter Többen, Vizepräsident 1 Susanne Blank, Mitglied Michel Kunz, Mitglied Reto Nause, Vertreter des Gemeinderats*1 Barbara Rigassi, Mitglied André Wehrli-Koch, Mitglied, Vertretung der Arbeitnehmenden 1 Mitglied
CHF 53’775 CHF 20’425 CHF 13’200 CHF 13’725 CHF 14’325 CHF 12’400 CHF 12’600
des Verwaltungsratsausschusses
* Auszahlung an Stadtkasse gemäss Artikel 91 Absatz 3 der Gemeindeordnung der Stadt Bern vom 3. Dezember 1998.
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CORPORATE GOVERNANCE
GESCHÄFTSLEITUNG Die Geschäftsleitung besteht aus dem CEO und den Leitenden der vier Bereiche. André Moro, bisheriger Leiter Energiewirtschaft, ist im September 2015 nach schwerer Krankheit verstorben. An seiner Sitzung vom 16. November 2015 hat der Verwaltungsrat Marcel Ottenkamp, bisherigen Leiter Netze, zu seinem Nachfolger bestimmt, sowohl in der Funktion als Stellvertreter des CEO als auch als Leiter Energiewirtschaft. Mit Beschluss vom 17. Dezember 2015 hat der Verwaltungsrat in der Folge Martin Moser, bisherigem Leiter Netzbewirtschaftung und Stellvertreter von Marcel Ottenkamp, die Leitung des Bereichs Netze übertragen. Nicole Schirner, bisherige Leiterin Marketing & Vertrieb, hat das Unternehmen im November 2015 verlassen. Bis ihre Nachfolge bestimmt ist, wird der Be-
reich ad interim durch ihren Stellvertreter Roger Riedo, Leiter Vertrieb Privat & Geschäftskunden, geführt. Nachfolgende Aufstellung berücksichtigt die Zusammensetzung der Geschäftsleitung am 31. Dezember 2015. Es werden die einzelnen Mitglieder, deren Nationalität und Geburtsjahr sowie ihre Ausbildung, Funktion und das Jahr der Berufung in die Geschäftsleitung aufgeführt. Weitere Mandate und Interessenbindungen in bedeutenden Unternehmen, Organisationen und Stiftungen sowie dauernde Leitungs- und Beraterfunktionen für wichtige Interessengruppen wie auch amtliche Funktionen und politische Mandate werden nach dem Prinzip der Selbstdeklaration ausgewiesen.
MITGLIEDER DER GESCHÄFTSLEITUNG Daniel Schafer (1967, CH) Ing. él. dipl. EPFL, CEO seit 2008. Verwaltungsrats- und andere Mandate: Kraftwerk Sanetsch AG, Gsteig b. Gstaad, Präsident des Verwaltungsrats; pvenergie AG, Niederönz, Präsident des Verwaltungsrats; Geo-Energie Suisse AG, Zürich, Präsident des Verwaltungsrats; Geo-Energie Jura SA, Haute-Sorne, Präsident des Verwaltungsrats; Swisspower AG, Zürich, Vizepräsident des Verwaltungsrats; Gasverbund Mittelland AG, Arlesheim, Mitglied des Verwaltungsrats; Kernkraftwerk Gösgen-Däniken AG, Däniken, Mitglied des Verwaltungsrats; Bernexpo Holding AG, Bern, Mitglied des Verwaltungsrats; Messepark Bern AG, Bern, Mitglied des Verwaltungsrats; Bernexpo AG, Bern, Mitglied des Verwaltungsrats; Regionalwerke AG Baden, Baden, Mitglied des Verwaltungsrats, und Unigaz SA, Givisiez, Mitglied des Verwaltungsrats. Marcel Ottenkamp (1970, CH) Dipl. Maschineningenieur EPFL, Executive MBA in Management of Technology, Mitglied der Geschäftsleitung seit 2009 und Leiter Energiewirtschaft seit November 2015.
Daniel Schafer
Verwaltungsrats- und andere Mandate: Wasserverbund Region Bern AG, Bern, Mitglied des Verwaltungsrats; energiecheck bern ag, Bern, Präsident des Verwaltungsrats, und Energy Policy & Generation Committee, eurelectric, Brüssel, Mitglied.
64
Marcel Ottenkamp
Urs Balzli
Urs Balzli (1969, CH) Betriebsökonom FH, Master of Science in Finance, Mitglied der Geschäftsleitung und Leiter Finanzen & Services seit 2011. Verwaltungsrats- und andere Mandate: ewb Natur Energie AG, Bern, Vizepräsident des Verwaltungsrats; Leading Swiss Renewables AG, Münchenstein, Mitglied des Verwaltungsrats; Lignocalor AG, Bern, Mitglied des Verwaltungsrats; Bären Haustechnik AG, Köniz, Vizepräsident des Verwaltungsrats; Guggisberg Dachtechnik AG, Köniz, Vizepräsident des Verwaltungsrats; Kraftwerke Oberhasli AG, Innertkirchen, Mitglied der Finanzkommission; Anlagekomitee Personalvorsorge der Stadt Bern, Mitglied, und Ökofondskommission Energie Wasser Bern, Mitglied. Martin Moser (1972, CH) Betriebsökonom FH, Executive Master of Service Marketing and Management, Mitglied der Geschäftsleitung und Leiter Netze seit Dezember 2015. Verwaltungsrats- und andere Mandate: energiecheck bern ag, Bern, Mitglied des Verwaltungsrats.
Martin Moser
65
CORPORATE GOVERNANCE
MITWIRKUNGSRECHTE DER STADT BERN ALS EIGENTÜMERIN
INFORMATIONS- UND KOMMUNIKATIONSPOLITIK
Gemäss Artikel 25 ewb-Reglement wird Energie Wasser Bern durch den Gemeinderat der Stadt Bern beaufsichtigt. Dieser genehmigt unter anderem die Jahresbudgets sowie die Jahresrechnungen und entscheidet auf Antrag des Verwaltungsrats über die Gewinnverwendung. Die Mitwirkungsrechte der Gemeindebehörden richten sich im Übrigen nach Artikel 25ff. ewb-Reglement.
Energie Wasser Bern hat den Anspruch, transparent, aktuell und verständlich zu kommunizieren. Das Unternehmen informiert die Stadt Bern als Eigentümerin sowie seine weiteren Anspruchsgruppen wie Kundinnen und Kunden, Geschäftspartner, Mitarbeitende, die Öffentlichkeit, die Medien und die Vertreterinnen und Vertreter der Politik umfassend und regelmässig über seine Tätigkeiten. Der jährlich erscheinende Geschäfts- und Nachhaltigkeitsbericht, der Online-Finanzbericht sowie der GRI-Bericht beinhalten Informationen über den gesamten Betrieb und finanzielle Informationen über die Tochtergesellschaften des Unternehmens (siehe konsolidierte Jahresrechnung Seite 40 im Online-Finanzbericht).
Am 18. März 2009 verabschiedete der Gemeinderat die Eignerstrategie, die in enger Zusammenarbeit mit Energie Wasser Bern erarbeitet worden war. Am 5. Mai 2010 beschloss der Gemeinderat, ein ausgebautes Kennzahlensystem einzuführen, um die Umsetzung der Strategie zu steuern und zu überwachen. Im Zentrum steht dabei die Einhaltung der Zielvorgabe, bis spätestens 2039 aus der Kernenergie auszusteigen. Diese Vorgabe aus der Eignerstrategie haben die Stimmberechtigten der Stadt Bern am 28. November 2010 in das ewb-Reglement übernommen (Annahme des Gegenvorschlags zur Initiative «EnergieWendeBern»). Der Verwaltungsrat berichtet dem Gemeinderat im Rahmen des Kennzahlensystems zweimal pro Jahr schriftlich insbesondere über den Zielerreichungsgrad in Bezug auf die Versorgung bzw. die Versorgungssicherheit, die Werterhaltung, die verschiedenen Dimensionen der Nachhaltigkeit sowie über die Kooperationen.
ewb.ch/finanzbericht-2015 ewb.ch/gri-report
Zu wichtigen aktuellen Ereignissen veröffentlicht Energie Wasser Bern Medienmitteilungen, informiert, wo erforderlich, direkt an Medienkonferenzen und beantwortet entsprechende Medienanfragen. Zielgruppenspezifische externe Kommunikationsinstrumente sind neben persönlichen Kontakten und Kundenmailings insbesondere Baustelleninformationsblätter, Informationsveranstaltungen und Mitteilungen im «Anzeiger Region Bern». Weitere externe Kommunikationsinstrumente sind die laufend aktualisierte Website ewb.ch, das dreimal jährlich erscheinende Kundenmagazin «DiREKT», Rechnungsbeilagen, Kundenveranstaltungen und Kampagnen. ewb.ch
Zweimal jährlich tauscht sich der Verwaltungsrat mit dem Gemeinderat auf der Grundlage einer gemeinsam festgelegten Tagesordnung über aktuelle Themen aus. Im Rahmen dieses Austauschs orientiert der Verwaltungsrat die Eigentümerin namentlich auch über den aktuellen Stand des Riskmanagements.
REVISIONSSTELLE Der Gemeinderat der Stadt Bern setzt gemäss Artikel 23 ewb-Reglement als Revisionsstelle eine fachlich ausgewiesene Treuhandgesellschaft ein. Dieses Mandat hat derzeit die PricewaterhouseCoopers AG (PwC), Bern, inne.
ewb.ch/direkt ewb.ch/medien
Daneben ist das Unternehmen auf den grössten Social-Media- Plattformen wie Facebook, Google+, Twitter und YouTube ver treten und betreibt das Besucherzentrum ewb, eine interaktive Wissensplattform. Kundinnen und Kunden wie auch andere Interessensgruppen können sich aber auch direkt an das Kundencenter oder das Beschwerdenmanagement von Energie Wasser Bern wenden oder eine E-Mail an info@ewb.ch senden. Sämtliche Anfragen werden in der Regel innerhalb von 48 Stunden be antwortet. ewb.ch/besucherzentrum
Die Revisionsstelle berichtet dem Verwaltungsrat und dem Gemeinderat umgehend über das Ergebnis ihrer Prüfung und empfiehlt die Abnahme, mit oder ohne Einschränkung, oder die Rückweisung der Jahresrechnung. Stellt die Revisionsstelle bei ihrer Prüfung gravierende Mängel fest, meldet sie dies den zuständigen Gremien.
Intern kommuniziert das Unternehmen an Mitarbeitenden- und Kaderanlässen sowie mittels Newslettern, Intranet und der dreimal jährlich verschickten Mitarbeiterzeitschrift «DiALOG». Am alljährlichen Stadtratsanlass haben die Parlamentarierinnen und Parlamentarier der Stadt Bern zusätzlich die Gelegenheit, sich mit den Mitgliedern der Geschäftsleitung und des Verwaltungsrats über energiepolitische Themen auszutauschen. Die Wirkung aller internen und externen Kommunikationsinstrumente wird regelmässig überprüft.
66
Sie vertritt die Mitarbeitenden: die Personalvertretung. Von links: Daniel Rentsch, Marcel Zbinden, Manfred Hohner, Stefan Humbel, Alfred Wirth, Pascale Schneeberger
PERSONALVERTRETUNG Die Personalvertretung vertritt die gemeinsamen Interessen der Mitarbeitenden von Energie Wasser Bern gegenüber dem Unternehmen und trifft sich regelmässig mit dem Personalmanagement sowie der Geschäftsleitung. Gemäss Gesamtarbeitsvertrag (GAV) können die Mitglieder bei allen unter das Mitwirkungsreglement fallenden Themen oder Fragen zur Betriebsorganisation Stellung nehmen und mitwirken. Die Personalvertretung umfasst sieben Mitglieder, die von den Mitarbeitenden von Energie Wasser Bern für eine Amtsperiode von vier Jahren gewählt werden. Eine Wiederwahl ist möglich. Bei der Wahl ist auf eine angemessene Vertretung der verschiedenen Berufsgruppen und Unternehmensbereiche
zu achten. Wahlberechtigt und wählbar ist die Gesamtheit der dem GAV von Energie Wasser Bern unterstellten Mitarbeitenden. Die Personalvertretung konstituiert sich selbst. Die Aufgaben und Rechte der Personalvertretung sind im GAV festgelegt. Die Bereiche haben folgende Vertretungsansprüche: drei Sitze für den Bereich Netze, zwei Sitze für den Bereich Finanzen & Services, einen Sitz für den Bereich Marketing & Vertrieb und einen Sitz für den Bereich Energiewirtschaft. Im Rahmen der Gesamterneuerungswahlen 2014 konnte der zweite Sitz des Bereichs Finanzen & Services nicht besetzt werden und blieb mangels Kandidaten auch im Berichtsjahr vakant.
67
FINANZBERICHT STAMMHAUS
FINANZIELLER LAGEBERICHT STAMMHAUS 2015 Die nachfolgenden Zahlen und Kommentare beziehen sich auf die Jahresrechnung des Stammhauses (Einzelabschluss Energie Wasser Bern). Der vollständige Finanzbericht (Stammhaus und Konzern, inklusive Anhang und Erläuterungen) kann unter folgendem Link heruntergeladen werden: ewb.ch/finanzbericht-2015
DAS FINANZJAHR IM ÜBERBLICK Energie Wasser Bern schliesst das Geschäftsjahr 2015 mit einem Betriebsertrag von 442.4 Mio. CHF ab. Der 2015 erwirtschaftete Jahresgewinn beläuft sich auf 16.3 Mio. CHF. Damit liegt er 16.4 Mio. CHF unter dem letztjährigen Ergebnis. Das diesjährige Jahresergebnis widerspiegelt mehrere, wesentliche Sondereffekte: Der Methodenwechsel bei der Bilanzierung des Stilllegungs- und Entsorgungsfonds des Kernkraftwerks Gösgen belastete die Jahresrechnung von Energie Wasser Bern mit 17.3 Mio. CHF. Zusätzlich erforderten die historisch tiefen Marktpreise an den Strombörsen ein Impairment auf dem Produktionsteil der Energiezentrale Forsthaus von 8.1 Mio. CHF und der Buchwert der Beteiligung Bären Haustechnik AG wurde infolge Restrukturierung und strategischer Neuausrichtung um 5 Mio. CHF reduziert. Demgegenüber stehen einmalige Einnahmen aus dem Verkauf von zwei Liegenschaften im Umfang von 5.3 Mio. CHF. Werden die Jahresgewinne 2014 und 2015 um sämtliche, positiven und negativen Sondereffekte bereinigt, liegt der diesjährige Jahresgewinn 1.2 Mio. CHF oder 3 Prozent höher als 2014. Dies ist angesichts des schwierigen Marktumfeldes eine beachtliche Verbesserung.
UMFELD UND AUSBLICK Energie Wasser Bern beteiligt sich mit einem eigenen Produktionspark an der Umsetzung der beschlossenen Energiewende. Die Gestehungskosten für den in der Schweiz produzierten Strom aus erneuerbaren Energieträgern sind dabei substanziell höher als der Strompreis an den Strombörsen. Die historisch tiefen Strommarktpreise verschärfen zudem den Druck auf die grossen Energielieferverträge. Der damit verbundene wirtschaftliche Druck auf die einheimische erneuerbare Energie wird voraussichtlich auch in naher Zukunft eher zu- als abnehmen. Entsprechend wegweisend sind zukünftige Entscheide zu den Rahmenbedingungen für die einheimische Wasserkraft – auch für Energie Wasser Bern. Positiv wirkten sich hingegen die gesunkenen Erdgaspreise auf die Energieproduktion in der Energiezentrale Forsthaus aus. So konnte im 4. Quartal 2015 dank dem vermehrten Einsatz des Gas- und DampfKombikraftwerks rund dreimal mehr Energie produziert werden als in den ersten drei Quartalen des Berichtsjahres zusammen.
68
GEWINNENTWICKLUNG 2012 BIS 2015 Jahresergebnis
2012
Jahresergebnis ohne Sondereffekt
2013 2014
CASHFLOW
HF .C 50
25
M
M
io
io
0
.C
CH
HF
F
HF io M –2 5
2013 2014 2015 Geldfluss aus Investitionstätigkeit
HF .C
HF io 0 20
15
M
io M 0
M 10
50
0
M
.C
HF io
.C io
0
0 –5
.C
HF
F CH
HF io M
io M 0 –1 0
0 –1 5
.C
HF .C
HF .C io M
M 0 –2 0
Investition in Sachanlagen
2012
Eigenleistungen
2013 2014
69
HF
HF
.C io M 0 25
M 0 20
15
0
M
io
io
.C
.C
HF
HF 10
0
50
M
M
io
io
.C
.C
CH
HF
F
2015
0
0
M
io
io
.C
.C
HF
HF
Geldfluss aus Finanzierungstätigkeit
–2 5
Der über Jahre stabile Eigenleistungsanteil bei den Investitionen in Sachanlagen widerspiegelt die kontinuierliche und koordinierte Erneuerung und Modernisierung der verschiedenen Verteilnetze im Versorgungsgebiet von Energie Wasser Bern. Der signifikante Rückgang der Gesamtinvestitionen ab 2014 ist auf den Bauabschluss der Energiezentrale Forsthaus im Vorjahr zurückzuführen.
2012
Geldfluss aus Betriebstätigkeit
Mit der Inbetriebnahme der Energiezentrale Forsthaus im Jahr 2013 wurde eine Phase mit sehr hohen jährlichen Investitionen abgeschlossen. Seit 2014 sind die Cashflows aus Investitionstätigkeit deutlich tiefer als in den Vorjahren, was nicht zuletzt auf ein konsequentes Cashflow- Management zurückzuführen ist.
INVESTITIONEN IN SACHANLAGEN
.C
HF –5
–7 5
0
M
M
io
io
.C
.C
HF
HF .C io M 0 –1 0
M 5 –1 2
–1 5
0
M
io
io
.C
.C
HF
HF
2015
FINANZBERICHT STAMMHAUS
ABSCHLUSS ERFOLGSRECHNUNG
TCHF
2015
Nettoerlös aus Lieferungen und Leistungen
%
2014
421’185
415’276
Aktivierte Eigenleistungen
11’985
12’623
Andere betriebliche Erträge
9’229
3’442
%
Betriebsertrag
442’399
100.0
431’341
100.0
Energieaufwand und Wassereinkauf
–212’418
48.0
–197’288
45.7
Materialaufwand
–4’900
1.1
–5’544
1.3
Personalaufwand
–73’370
16.6
–72’373
16.8
Andere betriebliche Aufwendungen
–42’021
9.5
–38’546
8.9
–332’709
75.2
–313’751
72.7
Betriebsergebnis vor Abschreibungen, Zinsen und Steuern (EBITDA)
109’690
24.8
117’590
27.3
Abschreibungen und Wertberichtigungen
–72’920
16.5
–67’397
15.6
36’770
8.3
50’193
11.6
Betriebsaufwand
Betriebsergebnis (EBIT) Finanzergebnis Veränderung Spezialfinanzierungen Jahresergebnis vor Steuern
–23’676
–16’115
3’228
–1’330
16’322
Steuern
3.7
32’748
3.7
32’687
–60
Jahresergebnis nach Steuern
16’262
70
7.6
–61 7.6
BILANZ
TCHF Umlaufvermögen
31.12.2015
%
31.12.2014
%
138’167
7.3
135’458
7.1
Flüssige Mittel und kurzfristig gehaltene Aktiven mit Börsenkurs
19’955
16’543
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
72’973
79’782
10’471
11’800
1’673
3’353
33’095
23’980
Übrige kurzfristige Forderungen Vorräte und nicht fakturierte Dienstleistungen Aktive Rechnungsabgrenzung
Anlagevermögen
1’752’851
Sachanlagen
1’412’089
1’445’605
Finanzanlagen
308’079
295’800
32’683
29’449
Immaterielle Anlagen
Total Aktiven
Kurzfristiges Fremdkapital
92.7
1’770’854
1’891’018
100.0
1’906’312
100.0
161’368
8.5
167’713
8.8
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
27’687
Kurzfristige verzinsliche Verbindlichkeiten
45’395
74’186
Übrige kurzfristige Verbindlichkeiten
17’540
13’056
36’785
Kurzfristige Rückstellungen
17’960
17’782
Passive Rechnungsabgrenzung
52’786
25’904
Langfristiges Fremdkapital
1’120’331
Langfristige verzinsliche Verbindlichkeiten
59.2
1’120’542
965’000
965’000
Übrige langfristige Verbindlichkeiten
28’802
25’140
Langfristige Rückstellungen
126’529
130’402
Total Fremdkapital
92.9
58.8
1’281’699
67.8
1’288’255
67.6
Eigenkapital
609’319
32.2
618’057
32.4
Dotationskapital
80’000
80’000
Betriebsreserven
513’057
505’370
16’262
32’687
Jahresergebnis
Total Passiven
1’891’018
71
100.0
1’906’312
100.0
FINANZBERICHT STAMMHAUS
GELDFLUSSRECHNUNG
TCHF
2015
2014
Jahresergebnis
16’262
32’687
Veränderung Spezialfinanzierungen
–3’227
1’330
60’969
59’899
Abschreibungen Sachanlagen / immaterielle Anlagen Wertberichtigungen Finanzanlagen
6’227
288
Wertbeeinträchtigungen (Impairment)
11’951
7’498
Veränderung von fondsunwirksamen Rückstellungen
–467
6’517
Nicht liquiditätswirksamer Erfolg
–3’283
–2’283
Eigenleistungen für Investitionen
–11’985
–12’623
Gewinn aus Verkauf von Anlagevermögen
–5’486
–233
6’809
–209
1’681
–796
Veränderung der übrigen Forderungen und aktiven Rechnungsabgrenzungen
–9’184
–8’551
Veränderung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
–9’079
1’494
Veränderung der übrigen kurzfristigen Verbindlichkeiten und passiven Rechnungsabgrenzungen
27’138
–250
88’326
84’768
–44’439
–62’228
18’173
1’505
Veränderung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen Veränderung der Vorräte und nicht fakturierten Dienstleistungen
Geldfluss aus Betriebstätigkeit (operativer Cashflow)
Auszahlungen für Investitionen (Kauf) von Sachanlagen Einzahlungen aus Devestitionen (Verkauf) von Sachanlagen Eigenleistungen für Investitionen
11’985
12’623
Auszahlungen für Investitionen (Kauf) von immateriellen Anlagen
–4’560
–5’519
Auszahlungen für Investitionen (Kauf) von Beteiligungen
–10’180
–2’105
942
4’330
–12’179
–17’866
2’284
44’130
Geldfluss aus Investitionstätigkeit
–37’974
–25’130
Gewinnausschüttung
–22’500
–22’500
Einzahlungen aus Devestitionen (Verkauf) von Beteiligungen Auszahlungen für Investitionen (Kauf) von Finanzanlagen Einzahlungen aus Devestitionen (Verkauf) von Finanzanlagen
Speisung Fonds für erneuerbare Energien aus Gewinn
–2’500
–2’500
Veränderung Finanzverbindlichkeiten
–21’940
–26’482
Geldfluss aus Finanzierungstätigkeit
–46’940
–51’482
3’412
8’156
Veränderung des Fonds flüssige Mittel
Bestand flüssige Mittel am 01.01.
16’543
8’387
Bestand flüssige Mittel am 31.12.
19’955
16’543
72
VERÄNDERUNG DES EIGENKAPITALS TCHF Bestand am 01.01.2014
Dotationskapital
Kapitalreserven
Gewinnreserven
Total Eigenkapital
80’000
485’780
44’590
610’370
Jahreserfolg
–
–
32’687
32’687
Zuweisung
–
28’678
–28’678
–
Entnahme
–
–9’088
9’088
–
Verwendung (Ökofonds)
–
–
–2’500
–2’500
–
–
–22’500
–22’500
80’000
505’370
32’687
618’057
Ausschüttung an Stadt Bern Bestand am 31.12.2014 Jahreserfolg
–
–
16’262
16’262
Zuweisung
–
18’559
–18’559
–
Entnahme
–
–10’872
10’872
–
Verwendung (Ökofonds)
–
–
–2’500
–2’500
–
–
–22’500
–22’500
80’000
513’057
16’262
609’319
Ausschüttung an Stadt Bern Bestand am 31.12.2015
73
DATEN UND FAKTEN
ELEKTRIZITÄT
Energieerzeugung und -beschaffung
Brutto1 (erzeugte Energie)
Netto1 (ins Netz eingespeiste/gelieferte Energie)
2015 Anteil 2014 Anteil 2015 Anteil 2014 Anteil MWh in % MWh in % MWh in % MWh in %
Kraftwerk Felsenau
62’615
20.1
51’926
29.9
61’990
2.7
51’396
2.6
Dotierkraftwerk Engehalde
2’056
0.7
1’846
1.1
2’040
0.1
1’834
0.1
Kraftwerk Matte
7’348
2.4
7’079
4.1
7’235
0.3
6’971
0.4
Energiezentrale Forsthaus Holzheizkraftwerk
18’665
6.0
26’654
15.3
13’719
0.6
21’408
1.1
Kehrichtverwertungsanlage
79’047
25.4
63’469
36.5
60’201
2.7
45’045
2.3
Gas- und Dampf-Kombikraftwerk
135’255
43.5
17’430
10.0
133’173
5.9
17’059
0.9
Blockheizkraftwerke
4’116
1.3
4’341
2.5
7’183
0.3
4’278
0.2
Solarkraftwerke
1’678
0.6
1’134
0.6
1’678
0.1
1’134
0.1
Total werkeigene Anlagen 310’780
100.0
173’879
100.0
287’219
12.7
149’125
7.7
Kraftwerke Oberhasli AG
384’419
17.0
347’978
17.9
Kraftwerke Maggia AG
73’232
3.2
84’102
4.3
Kraftwerke Blenio AG
57’650
2.5
53’887
2.8
Kraftwerk Sanetsch AG
18’766
0.9
18’214
0.9
Kernkraftwerk Gösgen-Däniken AG
592’679
26.1
601’553
31.0
Kernkraftwerk Fessenheim (Elsass) 2
139’473
7.2
4’505
0.2
Aventron (ehem. Kleinkraftwerk Birseck AG) 3
4’479
Solarkraftwerke
0.2
1’189
0.1
1’355
0.1
Total Beteiligungen 1’132’414
50.0
1’251’067
64.4
224’669 Produktion erneuerbare Energien im Ausland 3
9.9
193’712
10.0
Bezug von Kleinproduktionsanlagen Dritter
8’907
0.4
8’171
0.4
Handelskäufe
583’338
25.7
310’421
16.0
Bilanzgruppe für erneuerbare Energien 3, 4
30’388
1.3
28’182
1.5
Total Drittbezüge 622’633
27.4
346’774
17.9
Eingespeiste/gelieferte Energiemenge 2’266’935
100.0
1’940’678
100.0
Davon naturemade-star-zertifizierter Ökostrom Strom aus Sonnenenergie
3’388
2’868
Strom aus Wasserkraft
71’265
60’201
1 Die
Brutto-Energieerzeugung bezeichnet die gesamte in der Anlage produzierte Energie. D ie Netto-Energieerzeugung bezeichnet die Differenz zwischen der Brutto-Energieerzeugung einer Anlage und ihrem eigenen Energieverbrauch.
2 Seit 3 Die
2015 bezieht Energie Wasser Bern keinen Strom mehr vom KKW Fessenheim. Werte des aktuellen Berichtsjahres sind jeweils provisorisch und können erst im Folgejahr definitiv ausgewiesen werden.
4 Bezug
des vom Bund mittels kostendeckender Einspeisevergütung geförderten Stroms.
74
Energieabgabe
2015
MWh Aufgewendete Pumpenenergie
2014
Anteil MWh in %
Anteil in %
104’955
4.6
115’573
6.0
Handelsverkäufe
905’085
39.9
586’724
30.2
Abgabe erneuerbare Energie an Dritte/ Einspeisevergütung im Ausland
229’148
10.1
198’217
10.2
Abgabe erneuerbare Energie an KEV 5 in der Schweiz
44’350
2.0
43’721
2.2
Verluste im Netz Bern
21’941
1.0
30’598
1.6
Energieabgabe an Kunden
961’456
42.4
965’845
49.8
Total abgegebene Energie 2’266’935
100.0
1’940’678
100.0
5 Kostendeckende
Einspeisevergütung
Stromnetze 2015 2014 Verteilnetz: Freileitungen (in km) Hochspannung 132 kV
91.9
91.9
Mittelspannung 11 kV
8.8
8.8
Niederspannung 400/230 V
6.5
7.6
Verteilnetz: Kabelleitungen (in km) Hochspannung 132 kV
28.3
28.3
Mittelspannung 11 kV
344.0
333.3
Niederspannung 400/230 V
747.2
717.5
Anzahl Unterwerke
7
7
Anzahl Trafostationen
642
645
Anzahl Trafos
1’049
1’048
Trafoleistung in MVA
573
565
Anzahl Netzanschlüsse (Kabel)
13’537
13’516
Anzahl Netzanschlüsse (Freileitung)
42
49
567.1
563.6
Freileitungen (in km)
3.6
4.4
Öffentliche Beleuchtung Kabelleitungen (in km)
Anzahl Strassenleuchten
18’695
18’623
Energieverbrauch der Strassenleuchten (in kWh)
6’541’539
7’191’312
Im Verteilnetz installierte Zähler
101’079
100’534
Übrige im Netz installierte Apparate
14’650
15’044
Aktive Verrechnungsstromkreise
99’155
98’836
1’938
2’059
Messung und Installationskontrolle
Bearbeitete Installationsanzeigen (Strom)
75
DATEN UND FAKTEN
WÄRME
Wärme
2015 2014
Erdgasbezug (in MWh) Stadt Bern und durch ewb direkt belieferte Gemeinden 1
1’021’951
988’956
Wiederverkäufergemeinden
143’479
136’502
Treibstoff
42’036
44’080
Total 1’207’466
1’169’538
Erdgasabsatz (in MWh) nach Verwendung Haushalt
4’742
5’030
Heizungen und Gewerbe
550’852
469’899
Grosskunden
410’357
461’763
Blockheizkraftwerke
56’000
52’264
Treibstoff
44’080
42’036
Wiederverkäufergemeinde Moosseedorf
15’274
13’174
Wiederverkäufergemeinde Muri
106’316
104’032
19’001
17’281
Wiederverkäufergemeinde Wohlen
2’888
2’015
Total 1’207’466
1’169’538
Wiederverkäufergemeinde Urtenen-Schönbühl
Davon Biogas
48’692
44’603
51.7
51.8
Gasleitungsnetz Stadt Bern und Region (in km) Hochdruckleitungen, 1–5 bar Mitteldruckleitungen, 0.1–1 bar
122.7
123.6
Niederdruckleitungen, 0.022–0.1 bar
163.7
164.5
Total 338.1 339.9 Netzanschlussleitungen (in km)
124.7
123.5
Anzahl Netzanschlüsse
8’776
8’592
Im Verteilnetz installierte Zähler
13’139
13’184
Übrige im Netz installierte Apparate
8’565
8’459
640
1’386
Messung und Installationskontrolle
Durchgeführte Abnahmekontrollen Erdgas (inkl. Druckprüfungen) 1 Bremgarten,
Ittigen, Kirchlindach, Köniz, Münchenbuchsee, Ostermundigen, Zollikofen
Fernwärme
2015 2014
Energieabgabe Anzahl Kunden
560
538
Wärmeverkauf (in MWh) 2
248’582
218’613
Heizgradtage
3’309
3’001
Fernwärmeleitungsnetz Stadt Bern (in km) Vorlaufleitungen
38.9 36.5
Rücklaufleitungen
38.6 36.2
2
Inkl. Nahwärme Blockheizkraftwerk Viktoria
76
CONTRACTING/WASSER
Contracting
2015
2014
Energieabgabe Anzahl Anlagen
70
63
Nutzenergieabgabe Wärme (in MWh)
87’101
84’711
Nutzenergieabgabe Kälte (in MWh)
14’537
10’837
Stromerzeugung (in MWh)
2’463
221
Wasser
2015
2014
13’353
13’262
Wasserverbrauch Stadt Bern in 1’000 m3 Jahresverbrauch Tagesverbrauch im Maximum
53
47
im Mittel
37
36
im Minimum
22
24
Versorgungsleitungen (in km)
378.5
380.3
Hausanschlussleitungen (in km)
199.6
199.3
Wasserleitungsnetz Stadt Bern
Anzahl Hausanschlüsse
13’949
13’782
Anzahl Hydranten
3’502
3’501
Anzahl öffentliche Brunnen 1
217
217
Im Verteilnetz installierte Zähler
15’966
15’971
Durchgeführte Abnahmekontrollen Wasser
264
524
Messung und Installationskontrolle
1
Das Wasser wird von Energie Wasser Bern unentgeltlich zur Verfügung gestellt.
77
DATEN UND FAKTEN
KEHRICHTVERWERTUNG/ NEW BUSINESS Kehrichtverwertung
2015
2014
Abfallentsorgung der Stadt Bern
35’453
36’392
Direktanlieferer Stadt Bern
25’973
26’194
Partneranlagen
5’898
4’835
Regionsgemeinden
16’216
16’310
Direktanlieferer Region
39’789
37’308
Total 123’329
121’039
Kehrichtanlieferung (in t)
Davon Sonderabfälle
2’174
1’099
Kehrichtverwertung (in t) Kehrichtverwertungsanlage (KVA) Bern
121’068
120’260
Externe KVA
0
172
New Business: Mobilität
2015
2014
186
101
Erdgas/Biogas als Treibstoff Anzahl geförderte Erdgasfahrzeuge Anzahl belieferte Erdgastankstellen 1
11
11
Erdgasabsatz Tankstellen (in MWh)
26’431
28’553
Biogasabsatz Tankstellen (in MWh)
15’605
15’527
Elektromobilität Anzahl ElectroDrive-All-in-Pakete
568
460
Abgesetzter Ökostrom für ElectroDrive-Pakete (in kWh)
164’000
36’276
Abgesetzter Strom an Ladestationen (nur Ökostrom) (in kWh)
21’714
21’756
1
Eigene Tankstellen im Versorgungsgebiet (8 Stk) und von ewb gewartete Tankstellen (3 Stk)
New Business: Telekommunikation
2015
2014
Verbaute Glasfaserkabel (in km)
902
724
Total durch Energie Wasser Bern und Swisscom erschlossene Nutzungseinheiten
59’696
54’947
Berner Glasfasernetz (FTTH*) 2
2
Bezieht sich auf erbrachte Leistungen von Energie Wasser Bern
* Fibre to the Home
78
MITARBEITENDE
Indikatoren sozialverantwortlicher Personalpolitik
Einheit
2015
2014
Personalbestand Anzahl Mitarbeitende total
Personen
627
632
Anzahl Mitarbeitende
Vollzeitäquivalente
583.7
590.5
Anzahl Teilzeitmitarbeitende
Personen
124
114
Anzahl Mitarbeitende mit befristeter Anstellung
Personen
2
2
Anzahl Neuanstellungen
Personen
46
55
Fluktuationsrate (ohne Pensionierungen)
%
4.8
5.5
Total Fluktuationsrate (inkl. Pensionierungen)
%
6.4
7.8
Personalvielfalt Anzahl Mitarbeitende mit Kaderfunktion
Personen
141
140
Anzahl Mitarbeitende ohne Kaderfunktion
Personen
471
478
Anzahl Lernende
Personen
15
14
Frauenanteil mit Kaderfunktion
%
8.9
7.8
Frauenanteil insgesamt
%
18.0
17.8
Mitarbeitende unter 30 Jahre
%
9.0
10.3
Mitarbeitende zwischen 30 und 50 Jahre
%
51.1
52.7
Mitarbeitende über 50 Jahre
%
39.9
37.0
Personalausgaben (Löhne und Sozialleistungen)
Mio. CHF
71.3
70.4
in Stunden pro Jahr
12.6
9.6
Aus- und Weiterbildungsausgaben in % der gesamten Personalkosten
1.0
1.0
Aus- und Weiterbildung Durchschnittliche Weiterbildungszeit pro Mitarbeitende/-n (Vollzeitäquivalente)
Arbeitsschutz Total Ausfalltage durch Berufsunfälle
Tage
146
354
Total Ausfalltage durch Nichtberufsunfälle
Tage
610
345
79
DATEN UND FAKTEN
UMWELT UND ENERGIE Energie- und Stoffbilanz-Versorgung
Einheit
2015
2014
Stromproduktion werkeigene Anlagen (netto)
MWh
287’219
149’125
Stromproduktion Beteiligungen
MWh
1’357’083
1’444’779
Verkauf an Endkunden MWh
887’419
1’037’598
Strom nicht erneuerbar
MWh
302’228
325’974
Strom nicht erneuerbar aus Abfall
MWh
0
0
Strom aus nicht überprüfbaren Energieträgern
MWh
0
0
MWh
1’207’466
1’169’538
MWh
48’692
44’603
Nah- und Fernwärme
MWh
241’006
218’613
Wasserabgabe an Stadt Bern
1’000 m3
13’553
13’262
Tonnen
148’052
93’051
Contracting-Anlagen
Tonnen
15’612
14’002
Blockheizkraftwerke
Tonnen
3’029
2’720
Gesamte Kehrichtverwertung in der KVA
Tonnen
121’068
120’260
Schlacke aus KVA
Tonnen
24’200
27’950
Hydroxidschlamm aus KVA
Tonnen
737
779
davon Biogas
Details siehe Seite 74
Verkauf innerhalb und ausserhalb des eigenen Netzgebietes
Strom erneuerbar
Erdgas
Kommentar
Ab 2015 werden nur noch Verkäufe von Herkunftsnachweisen an Stromkunden von ewb berücksichtigt
CO2-Emissionen eigene Produktionsanlagen Energiezentrale Forsthaus
Aus der Verbrennung von Abfall und Erdgas; Abfall gilt zu 50% als CO2-neutral; vermehrter Einsatz des GuD ggü. Vorjahren 1
Kehrichtverwertung
1 Das
Gas- und Dampf-Kombikraftwerk wird in Abhängigkeit von verschiedenen Parametern wie Wärmebedarf, Erdgaspreis, Strompreis am Markt, CO2-Preis sowie klimatischen und technischen Rahmenbedingungen eingesetzt.
80
Umweltkennzahlen eigener Betrieb
Einheit
2015
2014
Kommentar
MWh
9’846
9’231
ewb bezieht nur Strom aus erneuerbaren Energien
MWh
5’115
4’081
Für den Gebäudebereich bezieht ewb naturemade-star-zertifizierten Ökostrom
Wärmeenergie aus Biogas
MWh
548
419
Wärmeenergie aus Heizöl
MWh
54
24
Wärmeenergie aus Fernwärme
MWh
754
748
Treibstoff aus Biogas
MWh
554
528
Treibstoff aus Dieselöl
MWh
840
939
Treibstoff aus Benzin
MWh
233
373
Tonnen
360
410
Bürogebäude, Werkstätten, Magazine
Tonnen
68
55
Fahrzeugflotte, inkl. Geräten
Tonnen
292
355
Kehricht
Tonnen
72
73
Altpapier
Tonnen
27
71
Energie Strom erneuerbar davon zertifizierter Ökostrom
Spitzenlastdeckung am Standort Holligen
ewb bezieht als Treibstoff für Erdgasfahrzeuge ausschliesslich Biogas
Eigene Emissionen und Abfälle CO2-Emissionen
Gesamtzahl Firmenfahrzeuge
175
177
Anteil Gasfahrzeuge
%
41
36
Anteil Elektrofahrzeuge
%
4
4
Neue Berechnungsart gemäss Ökobilanz Fernwärme; Wert 2014 entsprechend korrigiert
Wasserverbrauch Grundwasserentnahme
1’000 m3
138
118
Trinkwasser
1’000 m3
21
24
81
Betrieb der Produktionsanlagen in der Energiezentrale Forsthaus
GRI G4 INHALTSINDEX
GRI G4 INHALTSINDEX ALLGEMEINE STANDARDANGABEN GRI-Bezeichnung
SPEZIFISCHE STANDARDANGABEN
Referenz (Seite)
GRI-Bezeichnung
Strategie und Analyse G4-1 – G4-2
Referenz (Seite)
Wirtschaftliche Leistung GRI-Bericht, S. 15
Organisationsprofil
G4-DMA
GRI-Bericht, S. 6
G4-EC1 – G4-EC4
GRI-Bericht, S. 34
G4-3 – G4-16
GRI-Bericht, S. 17 – 19
Indirekte wirtschaftliche Auswirkungen
G4-EU1 – G4-EU5
GRI-Bericht, S. 20 – 21
G4-DMA
GRI-Bericht, S. 6
G4-EC7 – G4-EC8
GRI-Bericht, S. 35
Ermittelte wesentliche Aspekte und Grenzen G4-17
S. 82
G4-18
S. 82
G4-19
S. 82
G4-20
S. 82
G4-21
S. 82
G4-22
S. 82
G4-23
S. 82
Verfügbarkeit und Verlässlichkeit
S. 82
G4-24
S. 82
G4-25
S. 82
G4-26
S. 82
G4-27
S. 82
G4-DMA
GRI-Bericht, S. 6
G4-EU11 – G4-EU12
GRI-Bericht, S. 36 – 37
Materialien G4-DMA
GRI-Bericht, S. 7
G4-EN1 – G4-EN2
GRI-Bericht, S. 38 – 39
Energie G4-DMA
GRI-Bericht, S. 7
G4-EN3 – G4-EN7
GRI-Bericht, S. 39 – 41
Wasser GRI-Bericht, S. 27
G4-DMA
GRI-Bericht, S. 7
G4-EN8 – G4-EN10
GRI-Bericht, S. 42
Biodiversität
GRI-Bericht, S. 28 – 32
Ethik und Integrität G4-56 – G4-58
GRI-Bericht, S. 6
Systemeffizienz
Unternehmensführung G4-34 – G4-55
GRI-Bericht, S. 36
G4-DMA
Berichtsprofil G4-28 – G4-33
GRI-Bericht, S. 6
G4-EU10
Forschung und Entwicklung
Einbindung von Stakeholdern G4-21
G4-DMA
GRI-Bericht, S. 32 – 33
G4-DMA
GRI-Bericht, S. 7
G4-EN11 – G4-EN14
GRI-Bericht, S. 42 – 43
G4-EU13
GRI-Bericht, S. 44
Emissionen G4-DMA
GRI-Bericht, S. 7
G4-EN15 – G4-EN21
GRI-Bericht, S. 44 – 45
Abwasser und Abfall
Die Nachhaltigkeitsberichterstattung nach GRI G4 bezieht sich auf das Stammhaus Energie Wasser Bern ohne Tochtergesellschaften und Beteili gungen (G4-17). Die identifizierten wesentlichen Themen (G4-19, G4-20,
G4-DMA
GRI-Bericht, S. 7
G4-EN22 – G4-EN26
GRI-Bericht, S. 46
G4-21) finden sich in der Grafik auf Seite 9 sowie im GRI-Bericht, Seite 22.
Produkte und Dienstleistungen
Durch die Umstellung von den GRI-G3- auf die GRI-G4-Richtlinien wurden
G4-DMA
GRI-Bericht, S. 10
Informationen und Kennzahlen wo immer nötig an die neuen Richtlinien
G4-EN27 – G4-EN28
GRI-Bericht, S. 47
angepasst. Zu den wichtigsten Indikatoren gibt es keine grundsätzlich neue
Einhaltung von Rechtsvorschriften (Umwelt)
Darstellung von Informationen oder Veränderung der Berichtsgrundlagen (G4-22, G4-23). Relevante Anspruchsgruppen für Energie Wasser Bern sind Kundinnen und Kunden, Mitarbeitende, die Eignerin (Stadt Bern), Politik
G4-DMA
GRI-Bericht, S. 7
G4-EN29
GRI-Bericht, S. 47
Transport
und Gemeinwesen, Anwohnerinnen und Anwohner, Medien, Bevölkerung
G4-DMA
GRI-Bericht, S. 7
Übersicht zur Einbeziehung von Anspruchsgruppen und eingebrachte The-
G4-EN30
GRI-Bericht, S. 47
men, siehe GRI-Bericht, Seite 24 (G4-25, G4-26, G4-27).
Bewertung der Lieferanten hinsichtlich ökologischer Aspekte
der Stadt Bern, Gewerkschaften und Zulieferer (G4-24). Für eine detaillierte
ewb.ch/gri-report
82
G4-DMA
GRI-Bericht, S. 63
G4-EN32 – G4-EN33
GRI-Bericht, S. 48
GRI-Bezeichnung
Referenz (Seite)
Beschäftigung G4-DMA
GRI-Bericht, S. 8
G4-LA1
GRI-Bericht, S. 49
G4-EU15
GRI-Bericht, S. 49
G4-LA2 – G4-LA3
GRI-Bericht, S. 49
G4-EU18
GRI-Bericht, S. 50
Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz G4-DMA
GRI-Bericht, S. 8
G4-LA5 – G4-LA8
GRI-Bericht, S. 50 – 52
Aus- und Weiterbildung G4-DMA
GRI-Bericht, S. 8
G4-LA9 – G4-LA11
GRI-Bericht, S. 54
Vielfalt und Chancengleichheit G4-DMA
GRI-Bericht, S. 8
G4-LA12 – G4-LA13
GRI-Bericht, S. 54
Bewertung der Lieferanten hinsichtlich Arbeitspraktiken G4-DMA
GRI-Bericht, S. 8
G4-LA14 – G4-LA15
GRI-Bericht, S. 54
Beschwerdemechanismen hinsichtlich Arbeitspraktiken G4-DMA
GRI-Bericht, S. 8
G4-LA16
GRI-Bericht, S. 54
Gleichbehandlung G4-DMA
GRI-Bericht, S. 9
G4-HR3
GRI-Bericht, S. 55
Lokale Gemeinschaften G4-DMA
GRI-Bericht, S. 10
G4-SO1 – G4-SO2
GRI-Bericht, S. 55
G4-EU22
GRI-Bericht, S .56
Korruptionsbekämpfung G4-DMA
GRI-Bericht, S. 10
G4-SO3 – G4-SO6
GRI-Bericht, S. 56
Wettbewerbswidriges Verhalten G4-DMA
GRI-Bericht, S. 10
G4-SO7
GRI-Bericht, S. 57
Compliance – Einhaltung von Rechtsvorschriften G4-DMA
GRI-Bericht, S. 10
G4-SO8
GRI-Bericht, S. 57
Kundengesundheit und -sicherheit G4-DMA
GRI-Bericht, S. 11
G4-PR1 – G4-PR2
GRI-Bericht, S. 58 – 59
G4-EU25
GRI-Bericht, S. 59
Kennzeichnung von Produkten und Dienstleistungen G4-DMA
GRI-Bericht, S. 11
G4-PR3 – G4-PR5
GRI-Bericht, S. 59 – 60
Schutz der Privatsphäre von Kunden G4-DMA
GRI-Bericht, S. 11
G4-PR8 – G4-PR9
GRI-Bericht, S. 60
Zugang (Stromnetz) G4-DMA
GRI-Bericht, S. 11
G4-EU26 – G4-EU30
GRI-Bericht, S. 61 – 62
83
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