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Geschäfts- und Nachhaltigkeitsbericht 2015

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GESCHÄFTS- UND NACHHALTIGKEITS­ BERICHT 2015


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Rückblick und Ausblick 6

Wichtige Ereignisse 8

Nachhaltige Unternehmensführung 10

Wichtigste Geschäfte 38

Umwelt 42

Kundinnen und Kunden 46

Mitarbeitende 50

Gemeinwesen 54

Jahresbericht Ökofonds 58

Corporate Governance 68

Finanzbericht Stammhaus 74

Daten und Fakten 82

GRI G4 Inhalts­index 84

Impressum


Franz Stampfli, Verwaltungsratspr채sident

Daniel Schafer, CEO


RÜCKBLICK UND AUSBLICK

IM EINSATZ FÜR BERN Energie Wasser Bern hält die Stadt am Laufen. Was im ersten Moment vermessen klingen mag, ist gleichzeitig eine Tatsache, eine Verpflichtung und ein Ansporn. Dafür steht unsere neue Vision: «Wir engagieren uns an 365 Tagen im Jahr während 24 Stunden für modernes Leben und Arbeiten in der Stadt und in der Umgebung von Bern.» Diese Vision ist ein Bekenntnis, dass wir auch unter den künftigen Marktbedingungen das Energieversorgungsunternehmen erster Wahl für die Bernerinnen und Berner bleiben wollen. Dafür tun wir einiges, zum Beispiel für die Versorgungssicherheit: Unsere Mitarbeitenden arbeiten in Schichten, leisten Pikettdienst und beheben jede Störung innert möglichst kurzer Zeit. Wer etwa bei einem Wasserleitungsbruch schon einmal beobachtet hat, wie schnell und versiert unsere Fachleute handeln, weiss: Hier sind Profis mit Berufsstolz am Werk, die den Kundinnen und Kunden den bestmöglichen Service bieten wollen.

«WIR SETZEN AUF EVOLUTION STATT REVOLUTION.»

OPTIMUM STATT MAXIMUM Als führender Spezialist für Gesamtlösungen rund um Energie tragen wir die Verantwortung für einen grossen Teil der Grundinfrastruktur in der Stadt und den umliegenden Gemeinden. Deshalb erarbeiten wir derzeit FRANZ STAMPFLI, ein systematisches Business Continuity ManageVERWALTUNGSRATSPRÄSIDENT ment, um für ausserordentliche Situationen noch besser gewappnet zu sein. Dazu analysieren wir, bei welchen Prozessen und Anlagen ein Ausfall besonders schwerwiegende Folgen hat, und ergänzen die bestehenden Notfallpläne bei Bedarf. So bereiten wir uns vor, um unsere Dienstleistungen auch in ausserordentlichen Situationen jederzeit erbringen zu können. Versorgungssicherheit bedeutet für uns allerdings nicht, alles technisch Machbare umzusetzen. Im Bereich Netze müssen wir beispielsweise laufend unsere Baustandards überdenken und die Instandhaltung bewusst optimieren. Die in der Energiebranche noch immer weit verbreitete Ansicht, «Nur das technisch Beste ist gut genug», musste schon lange einer neuen Devise weichen: Die Kundinnen und Kunden sollen mit unseren Leistungen rundum zufrieden sein. Und wir wollen preislich mit anderen Energieversorgern mithalten können. Das Kosten-Nutzen-Verhältnis wird ein zentraler Leitsatz, weil das finanzielle Korsett für Reserven keinen Platz mehr lässt.

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RÜCKBLICK UND AUSBLICK

«Versorgungssicherheit bedeutet für uns nicht mehr, alles technisch Machbare umzusetzen.» Daniel Schafer, CEO

DER MARKT SPIELT Die Gründe dafür sind vielfältig. Als Stromversorger mit grosser Eigenproduktion belasten uns vor allem die derzeit historisch tiefen Marktpreise. Ebenso spüren wir die Folgen von politischen und regulatorischen Auflagen sowie den verstärkten Wettbewerb. Im Jahr 2016 werden mehr als die Hälfte der Grossverbraucher in der Schweiz ihren Strom am freien Markt beziehen. Ihr Beschaffungsvolumen macht fast drei Viertel der frei handelbaren elektrischen Energie aus. Auch beim Erdgas steigt der Druck auf die Preise: Seit Herbst 2015 können auf Basis der Verbändevereinbarung noch mehr Industriekunden ihren Lieferanten frei wählen. Eine weitere Verzögerung erwarten wir dagegen bei der vollständigen Strommarktöffnung: Eine Umsetzung ab 2018 ist nicht mehr realistisch. Einerseits will der Bund die Liberalisierung und das Stromabkommen mit der EU aufeinander abstimmen. Andererseits regten bei der Vernehmlassung zur Marktöffnung zahlreiche Teilnehmer an, zunächst das erste Massnahmen-

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paket der Energiestrategie 2050 definitiv zu schnüren und erst dann den gesamten Strommarkt zu liberalisieren. Diese Stossrichtung unterstützen wir. Denn mit der Berner Energiewende wartet weiterhin viel Arbeit auf uns. Den wichtigsten Kompass dafür bildet der Energierichtplan 2035. Seine Umsetzung hat die Stadt Bern im Berichtsjahr mit der Energie- und Klimastrategie 2025 konkretisiert. Für unser Unternehmen ergeben sich daraus viele Berührungspunkte; insbesondere bezüglich der Energieproduktion, der Energieeffizienz und der Mobilität. Um die gesetzten Ziele zu erreichen, engagieren wir uns für einen intelligenten Technologie- und Energiemix. Die Erfolgsfaktoren heissen dabei Flexibilität, technische Machbarkeit und Finanzierbarkeit. Letzterer gilt ein besonderes Augenmerk: Die hohen Investitionen in Produktionsanlagen für erneuerbare Energien haben unsere Eigenkapitalquote in den letzten Jahren stark beansprucht. Um uns genügend Handlungsspielraum zu bewahren, streben wir eine Quote von mindestens 35 Prozent an.

ADIEU ANDRÉ MORO Mit André Moro haben wir im September 2015 nicht nur ein hochkompetentes Mitglied der Geschäftsleitung verloren, sondern vor allem auch einen lieben Kollegen. Er begegnete seinem Gegenüber – unabhängig von Alter und Funktion – mit Respekt und Wertschätzung. Durch seine Hilfsbereitschaft, die positive Lebenseinstellung und seine Frohnatur schaffte er ein Arbeitsumfeld, in dem sich seine Mitarbeitenden wohlfühlten und das sie motivierte. André Moro setzte sich stets zum Wohl von Energie Wasser Bern und der Mitarbeitenden ein. Wir vermissen ihn sehr.

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FIT FÜR MORGEN Firmen, die sich erfolgreich in einem komplexen Umfeld bewegen, beziehen dessen stetigen Wandel mit ein. Diese Flexibilität muss auch Energie Wasser Bern erreichen. Mit der Initiative «Fit für morgen – Schritt für Schritt» wollen wir das Unternehmen von innen heraus verändern und den heutigen Vorsprung mit vereinten Kräften weiter ausbauen. Die Kunst dabei ist, gut Funktionierendes bewusst beizubehalten und Verbesserungswürdiges konsequent zu optimieren. Wir setzen mit «Fit für morgen» also auf Evolution statt Revolution und auf Kundenorientierung als roten Faden. «Willkommen, ich mache es möglich», lautet die Denkhaltung, die wir einnehmen wollen. Damit der Kulturwandel möglichst rasch im ganzen Unternehmen spürbar wird, bildeten wir 2015 einerseits mehrere Mitarbeitende zu sogenannten Multiplikatoren aus. Andererseits lancierten wir beispielsweise das «Job Visiting», bei dem alle Mitarbeitenden von Energie Wasser Bern einen Einblick in den Berufsalltag einer Kollegin oder eines Kollegen aus einem anderen Bereich erhielten. So haben wir den Austausch und das Verständnis zwischen den Mitarbeitenden mit administrativen Funktionen und jenen mit überwiegend handwerklichen Tätigkeiten gefördert. Zusätzliche Schwerpunkte der Initiative «Fit für morgen» sind unter anderem die Weiterentwicklung unserer Dachmarke, das Projekt «smart for future» als Vorbereitung für die liberalisierten Märkte und die Einführung eines Innovationsmanagements.

CHANCEN NUTZEN Mit dem neuen Innovationskonzept legen wir die Basis für eine innovationsfreundliche Firmen­ kultur. Es definiert Rahmenbedingungen, Tätigkeiten, Organisation und Zuständigkeiten beim Innovationsmanagement. Innovationen bedeuten Chancen, erfordern aber auch Risikobereitschaft. Deshalb sind bei uns Innovations-, Chancen- und Risikomanagement eng miteinander verzahnt. Genutzte Chancen können etwa neue Produkte oder Dienstleistungen sein, wie unser Anfang 2015 eingeführtes Internetprodukt ewb.INTERNET beweist. Noch vor ein paar Jahren wäre ein solches Angebot für uns kaum denkbar gewesen. Inzwischen gehört ein schneller Internetanschluss aber genauso zur Grundversorgung wie Strom, Wärme oder Wasser und passt deshalb bestens in unser Produktportfolio. Wollen wir unseren Kundinnen und Kunden auch in Zukunft an 365 Tagen im Jahr während 24 Stunden als Gesamtenergiespezialist modernes Arbeiten und Leben ermöglichen, müssen wir uns also laufend weiterentwickeln. Das schafft nur ein gut funktionierendes Team. Deshalb brauchen wir Mitarbeitende und Führungskräfte, die voll hinter unserer Strategie stehen, diese umsetzen und ihren Beitrag zum Erfolg leisten.

Franz Stampfli

Daniel Schafer

Verwaltungsratspräsident

CEO

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WICHTIGE EREIGNISSE

WICHTIGE EREIGNISSE IM JAHR 2015

APRIL WASSERKRAFT AUS ITALIEN Die Beteiligungsgesellschaft Swisspower Renewables AG übernimmt im Piemont ihr erstes Wasserkraftwerk und ergänzt damit ihr bisheriges Produktionsportfolio von Windkraftanlagen in Deutschland.

JUNI ENERGIE- UND KLIMASTRATEGIE 2025 Die Stadt Bern präsentiert ihre Energie- und Klimastrategie 2025 und stellt damit die Weichen für die Berner Energiewende.

2015 JANUAR VERSPRECHEN EINGELÖST Energie Wasser Bern bezieht keinen Strom mehr vom Kernkraftwerk Fessenheim (KKF) und legt einen weiteren Meilenstein auf dem Weg zur Berner Energiewende.

FEBRUAR ULTRASCHNELLES BERNER INTERNET Energie Wasser Bern lanciert das Internetprodukt ewb.INTERNET auf dem Berner Glasfasernetz.

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JULI ERNEUERBARE ENERGIE AUS FÜNF LÄNDERN Die Kooperation Kleinkraftwerk Birseck AG (KKB) erwirbt Windparks in Deutschland und Frankreich, Fotovoltaikanlagen in der Schweiz und Italien sowie ein Wasserkraftwerk in Norwegen.

NOVEMBER WASSERKRAFT AUS NORWEGEN Die Kleinkraftwerk Birseck AG (KKB) unter­ zeichnet einen Kaufvertrag für ein Portfolio an Beteiligungen von Alpiq an fünf Wasserkraft­ werken in Norwegen.

ZURÜCK AN DIE STADT BERN Nach 60 Jahren übergibt Energie Wasser Bern das bereinigte Areal der alten Kehrichtverwertungsanlage Warmbächli an die Stadt Bern.

JULI WINDKRAFT AUS ITALIEN Die Kooperation HelveticWind unterschreibt einen Vertrag zum Kauf eines projektierten Windparks in Genzano di Lucania in Italien.

NOVEMBER IM DIALOG MIT DER POLITIK Am alljährlichen Stadtratsanlass von Energie Wasser Bern diskutieren Vertreter der Politik mit Verwaltungsrats- und Geschäftsleitungs­ mitgliedern energiepolitische Themen.

MEHR WASSERKRAFT AUS ITALIEN Die Swisspower Renewables AG kauft drei weitere Wasserkraftwerke in der Lombardei und im Piemont und baut ihre Marktposition damit weiter aus. «POWER TO ROCK» An der Ausgabe 2015 des Gurtenfestivals unterstützt Energie Wasser Bern als Hauptsponsor der Waldbühne erneut Schweizer Bands.

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2016


NACHHALTIGE UNTERNEHMENSFÜHRUNG

WESENTLICHE THEMEN DER NACHHALTIGKEIT Energie Wasser Bern versteht sich als nachhaltiger Gesamtenergiespezialist mit einer langfristig ausgelegten Strategie. Das Unternehmen orientiert sich konsequent an den Bedürfnissen seiner Anspruchsgruppen – vor allem seiner Kundinnen und Kunden. Auf diese Weise werden die Weichen für die Zukunftsfähigkeit des Energieversorgers gestellt.

Angesichts des Wandels in der Energiebranche hat Energie Wasser Bern auf allen Ebenen einen tief greifenden Veränderungsprozess eingeleitet und bereits im Geschäfts- und Nachhaltigkeitsbericht 2014 darüber berichtet. Im aktuellen Berichtsjahr wurde die Nachhaltigkeitsberichterstattung an die G4-Richtlinien der Global Reporting Initiative (GRI) angepasst. Im Rahmen dieser Umstellung wurde eine Wesentlichkeitsanalyse durchgeführt, um alle Themen zu identifizieren, die aktuell wesentlich für die nachhaltige Entwicklung des Unternehmens sind; Themen, die direkte oder indirekte Auswirkungen auf das Unternehmen haben und dabei entweder innerhalb oder ausserhalb der Organisation relevant sind. Die Wesentlichkeitsanalyse basiert auf der Unternehmensstrategie und den Erkenntnissen aus dem Austausch mit den verschiedenen Anspruchsgruppen. In einem mehrstufigen Prozess wurde zunächst eine unternehmensinterne Befragung zum Thema Nachhaltigkeit durchgeführt. Die entsprechenden Ergebnisse wurden von einer Projektgruppe weiterentwickelt und anschliessend von den zuständigen Schnittstellen sowie von der Geschäftsleitung validiert.

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Die so identifizierten wesentlichen Themen wurden anschliessend nach ihrer Bedeutung strukturiert (siehe Grafik Seite 9). Unter den wesentlichen Themen sind – sowohl aus interner wie externer Sicht – die Wettbewerbsfähigkeit von Energie Wasser Bern in zunehmend hart umkämpften Märkten und die hohe Versorgungssicherheit der Region von grösster Bedeutung. Ein breites Produktportfolio aus erneuerbaren Energien und Gesamtenergielösungen, starke Kundenorientierung und -bindung, die Reduzierung des ökologischen Fussabdrucks sowie die Kontinuität als verlässlicher und attraktiver Arbeitgeber sind ebenfalls von höchster Priorität. Aus strategischer Sicht des Managements sind die Arbeitssicherheit und der Gesundheitsschutz der Mitarbeitenden, die Entwicklung neuer Geschäftsmodelle sowie die Förderung von Innovation und neuen Technologien besonders wichtig. Von Seiten der Anspruchsgruppen zählen beispielsweise neue Angebote und Dienstleistungen, faire Lieferantenbeziehungen sowie gesellschaftliches Engagement zu den wesentlichen Bedürfnissen. Nicht zuletzt gibt es Themen wie die Einhaltung des eigenen Verhaltenskodex, den Schutz der Kundendaten, faire Arbeitsbedingungen oder eine transparente Kommunikation, die bereits gut im Managementsystem von Energie Wasser Bern etabliert sind.


Wesentliche Themen, die auf Bedürfnissen von Anspruchsgruppen basieren: l Neue Angebote und Services l Faires Lieferantenmanagement l Personalentwicklung für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf l Gesellschaftliches Engagement und Förderung

Für Unternehmen und Anspruchsgruppen zentrale Themen: l Zukunftsfähiges EVU im Wettbewerb l Versorgungssicherheit für die Region l Produktportfolio aus erneuerbaren Energien l Gesamtenergielösungen l Kundenorientierung und -bindung l Reduktion des ökologischen Fussabdrucks l ewb als verlässlicher und attraktiver Arbeitgeber

Themen, die gut im Managementsystem etabliert sind: l Einhaltung des Verhaltenskodex l Faire Arbeitsbedingungen l Schutz der Kundendaten l Transparente Kommunikation

Wesentliche Themen für die strategische Weiterentwicklung von ewb: l Arbeitssicherheit und betriebliches Gesundheitsmanagement l Neue Geschäftsmodelle l Innovationen und neue Technologien l Energieeffizienz im Betrieb

MITTEL

Wesentlichkeit aus Perspektive der Anspruchsgruppen

HOCH

WESENTLICHE THEMEN FÜR DIE NACHHALTIGE UNTERNEHMENSENTWICKLUNG

MITTEL

Wesentlichkeit aus Perspektive des Unternehmens

HOCH

BERICHTERSTATTUNG NACH DEN G4-RICHTLINIEN DER GLOBAL REPORTING INITIATIVE Energie Wasser Bern orientiert seine Nachhaltigkeitsberichterstattung seit 2006 an den international führenden Standards der Global Reporting Initiative (GRI). Mit dem vorliegenden Geschäfts- und Nachhaltigkeitsbericht 2015 sowie dem begleitenden GRI-Bericht 2015 setzt Energie Wasser Bern erstmals die neuen GRI-G4-Richtlinien auf Stufe «Kern» («core») um. Für den formalen GRI-Index und das GRI-Label siehe Seite 82. ewb.ch/gri-report

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WICHTIGSTE GESCHÄFTE: STROM

GUT UNTERWEGS ALS SELBSTVERSORGER Gemäss der Energie- und Klimastrategie 2025 der Stadt Bern muss die Berner Stromversorgung bis 2035 zu 80 Prozent mit erneuerbaren Energien abgedeckt werden. Durch die grosse Eigenproduktion kann Energie Wasser Bern diesen Anteil direkt steuern. Der ökologischere Strommix wirkt sich aber auch auf die Energietarife aus.

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Die Stromversorgung von Energie Wasser Bern basiert vor allem auf Eigenproduktion, wie dies in der Eignerstrategie der Stadt Bern vorgesehen ist. Diese Ausrichtung erleichtert es dem Unternehmen, die Ziele des Energierichtplans 2035 sowie der Energie- und Klimastrategie 2025 der Stadt Bern zu erreichen. Es ist bei der Umsetzung dieser Ziele auf Kurs. Der in der bisherigen Energiestrategie 2006–2015 vorgegebene Zuwachs an Strom aus erneuerbaren Energien wurde sogar übertroffen. Entsprechend fördert Energie Wasser Bern auch die Produktion sowie den Absatz von lokal produziertem Solarstrom. Gemäss dem Auftrag des Stadtrats wird der Anteil an Strom aus Sonnenenergie im Standardprodukt ewb.NATUR.Strom bis 2018 kontinuierlich auf fünf Prozent gesteigert. Diese Erhöhung erfolgt schrittweise: 2015 lag der Anteil bei zwei Prozent, 2016 beträgt er bereits drei Prozent. Ein signifikanter Anteil dieses Solarstroms stammt aus unternehmenseigenen Fotovoltaikanlagen in der Stadt und in der Region Bern.

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WICHTIGSTE GESCHÄFTE: STROM

BEVÖLKERUNG EINBEZIEHEN Die grösste Herausforderung der Energie- und Klimastrategie 2025 besteht für Energie Wasser Bern aber darin, die Bevölkerung einzubinden – vor allem bezüglich der Energieeffizienz. Denn ein grosser Teil des Energieverbrauchs lässt sich nicht durch die Stadtverwaltung und den Versorger beeinflussen, sondern bedingt Bewusstseinsund Verhaltensänderungen der Privatpersonen und Unternehmen. Deshalb will Energie Wasser Bern einerseits seine Kundinnen und Kunden noch stärker über die Möglichkeiten zur Steigerung ihrer Energieeffizienz informieren und andererseits die Zusammenarbeit mit wichtigen Mittelspersonen wie Planern, Architekten und Installateuren intensivieren. FOLGEN FÜR DIE TARIFE Bei der Umsetzung der Energie- und Klimastrategie 2025 schenkt Energie Wasser Bern der Wirtschaftlichkeit und Wettbewerbsfähigkeit ein

besonderes Augenmerk. Denn die Eigenproduk­ tion wirkt sich direkt auf die Energiepreise aus: Die Stromtarife werden auf der Basis von Ge­ stehungskosten der eigenen Anlagen kalkuliert. Seit dem Preiszerfall an den Strombörsen sind Selbstversorger wie Energie Wasser Bern gegenüber reinen Wiederverkäufern allerdings im Nachteil, da ihre Gestehungskosten für nach­ haltig produzierten Strom über den Marktpreisen liegen. Um kompetitiv zu bleiben, werden auch Kostensenkungen beim eigenen Netz angestrebt. Hier erzielt Energie Wasser Bern gute Erfolge: Dank interner Sparmassnahmen bei Betrieb und Unterhalt sinken 2016 die Netznutzungstarife in Bern. Aufgrund der insgesamt stabilen Gestehungskosten der eigenen Produktionsanlagen bleiben die Energietarife 2016 damit unverändert.

TRANSPARENZ BEIM ENERGIEVERBRAUCH Mit einem neuen Verbrauchsmonitoring unterstützt Energie Wasser Bern Geschäftskunden dabei, ihre Energieeffizienz zu steigern: Das Produkt ewb.MONITOR stellt die Verbrauchswerte von Strom, Erdgas/Biogas, Fernwärme und Wasser im Online-Kundenportal grafisch dar. Der Energieverbrauch für die einzelnen Medien kann aggregiert, verglichen oder als Report ausgewertet werden. Damit bekommen die Geschäftskunden ein Instrument zur Verfügung gestellt, um ihren Energieverbrauch bzw. ihre Effizienzsteigerungsmassnahmen zu überwachen. ewb.ch/monitor

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WICHTIGSTE GESCHÄFTE: STROM

ERNEUERBARE ENERGIEN AUF DEM VORMARSCH Im Berichtsjahr hat Energie Wasser Bern einen weiteren Schritt in Richtung Berner Energie­wende gemacht. Durch die Beteiligung an zusätzlichen Windenergie-, Wasserkraft- und Solaranlagen im In- und Ausland ist der Anteil der erneuerbaren Energien im Produktionsportfolio weiter gestiegen. In der Region fokussiert sich das Unternehmen vor allem auf neue Fotovoltaikanlagen. Allein die Dächer der städtischen Liegenschaften bergen ein grosses Potenzial für die Solarstromproduktion. Um dieses besser zu nutzen, unterzeichneten Immobilien Stadt Bern und Energie Wasser Bern im Herbst 2014 einen Kooperationsvertrag zum Zubau von Fotovoltaikanlagen. Die Vereinbarung zeigte 2015 Wirkung: Nach der erfolgreichen Realisation von zwei Pilotanlagen projektierte und baute der städtische Energieversorger auf dem Kindergarten Sulgenbach und dem Entsorgungshof Schermen zwei weitere Solarkraftwerke. Allein in der Stadt Bern betreibt Energie Wasser Bern damit 16 Anlagen, die jährlich 1’800 Megawattstunden Solarstrom für rund 400 Vierpersonenhaushalte produzieren. Auch das ausländische Produktionsportfolio von Energie Wasser Bern ist 2015 gewachsen. Zusammen mit Schweizer Partnern evaluierte das Unternehmen weitere Standorte. So erwarb die Kooperation HelveticWind im Sommer 2015 einen zweiten Windpark in Italien. Zudem beteiligte sich das Unternehmen über die Swisspower Renewables AG an zehn italienischen Wasserkraftwerken und über Aventron (ehemals Kleinkraftwerk Birseck AG) an vier Wasserkraftwerken in Norwegen und zwei Windparks in Frankreich. ewb.ch/anlagen

VERSPRECHEN EINGELÖST Anlässlich der Abstimmung zum Ausstieg aus der Kernenergie im Jahr 2010 versprach Energie Wasser Bern, die Unterbeteiligung am Kernkraftwerk Fessenheim in wenigen Jahren aufzugeben. Der städtische Energie­ versorger hat Wort gehalten: Seit dem 1. Januar 2015 bezieht Energie Wasser Bern keinen Strom mehr aus Fessenheim. Der Energiebezugs­ liefervertrag aus der Beteiligung der BKW Energie AG am Kern­­kraftwerk wurde durch einen Energieliefervertrag für Schweizer Wasserkraft ersetzt.

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EIGENE ANLAGEN UND BETEILIGUNGEN

Solar Solarthermie Wasserkraft Wind

TOTAL INSTALLIERTE LEISTUNG IN MW (EWB-ANTEIL) Solar 65.4 (23) Solarthermie 30 (1.8) Wasserkraft 65.1 (14.1) Wind 459 (96.4)

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MIT BLICK FÜRS GANZE Vom Energierichtplan 2035 der Stadt Bern hat Energie Wasser Bern eine Wärmestrategie abgeleitet. Damit will der städtische Energieversorger die vorgegebenen Ziele erreichen und gleichzeitig die Wärmeversorgung sicherstellen. Eine wichtige Rolle spielt dabei das Fernwärmenetz.

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WICHTIGSTE GESCHÄFTE: WÄRME

Heute basiert die Wärmeversorgung in der Stadt Bern zu über 90 Prozent auf fossilen Energieträgern. Gemäss dem städtischen Energierichtplan sollen erneuerbare Energien wie Sonne, Erdwärme, Wasser oder Holz bis ins Jahr 2035 aber 70 Prozent der benötigten Wärme liefern. Die Energie- und Klimastrategie 2025 zeigt nun auf, wie sich dieses Ziel operativ umsetzen lässt. Vorgesehene Massnahmen dazu sind insbesondere Gebäudesanierungen, dezentrale Wärmeund Kälteverbünde und nicht zuletzt die Erweiterung des Fernwärmenetzes. Energie Wasser Bern stimmt sich eng mit dem städtischen Amt für Umweltschutz ab, um die Ziele des Energierichtplans und der Energie- und Klimastrategie zu erreichen. Die vom Unternehmen davon abgeleitete Wärmestrategie 2025 berücksichtigt sowohl ökologische als auch technologische und ökonomische Faktoren. Sie zeigt auf, wie der Wandel im Wärme­ bereich erfolgen kann, während die Werthaltigkeit der bisherigen Investitionen – insbesondere ins Gasnetz – dennoch gegeben ist.

DIE WEICHEN FÜR DIE BERNER ENERGIEWENDE SIND GESTELLT.

SOLLNETZE UND WÄRMEPRODUKTION PLANEN Dazu arbeiten die Netz- und die Vertriebsfachleute von Energie Wasser Bern eng zusammen. Im Berichtsjahr haben sie evaluiert, in welchen Gebieten der Stadt sich welche Optionen am besten eignen: ein Ausbau des Fernwärmenetzes, eine Gasnetz-Verdichtung oder Contracting-Lösungen für Wärmeverbünde. Dadurch lassen sich Parallelnetze vermeiden. Die finanziellen Konsequenzen aus den Sollnetz-Plänen sowie aus der Wärmeproduktionsplanung werden nun in die Unternehmensstrategie integriert, damit die finanziellen Folgen für das Unternehmen abgeschätzt werden können. Denn der Investitionsbedarf bis 2035 ist für Energie Wasser Bern hoch. Für die öffentliche Hand ist der Energierichtplan verbindlich, nicht aber für Privatpersonen. Darin liegt eine weitere Herausforderung für dessen Umsetzung. Erfahrungsgemäss achten Bauherren bei der Wahl des Heizungssystems nach wie vor in erster Linie auf den Preis – auch wenn das ökologische Bewusstsein zunimmt. Der historisch tiefe Ölpreis dürfte den Wechsel zu umweltschonenden Lösungen daher vorübergehend verlangsamen. Hinzu kommt, dass viele Mittelspersonen wie Architekten und Heizungsinstallateure noch immer auf klassische Systeme setzen, die auf fossilen Brennstoffen basieren. Umso wichtiger werden die Energieberatung und das klare Absatzkonzept von Energie Wasser Bern. bern.ch/energierichtplan

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WICHTIGSTE GESCHÄFTE: WÄRME

«Wir legen grossen Wert darauf, erneuerbare Energien zu nutzen.» Nach welchen Kriterien wählt die Burgergemeinde bei Heizungssanierungen das neue Heizsystem aus? Wir berücksichtigen unter anderem die Gegebenheiten des Objekts, die Möglichkeit, an ein Fernwärmenetz angebunden zu werden, und die Grösse des Sanierungsprojekts. Sind in der Stadt Bern die Voraussetzungen seitens Energie Wasser Bern und Burgergemeinde gegeben, entscheiden wir uns grundsätzlich für Fernwärme.

Vier Fragen an Nikos Tschannen, Leiter Facility Management der Burgergemeinde Bern

Weshalb? Der Anschluss an ein Fernwärmenetz bedeutet erstens für das Objekt und das Facility Management einen geringeren Wartungsaufwand und zweitens mehr Platz im Objekt, da die Installation im Verhältnis zu anderen Heizsystemen klein ist. Haben Sie im Heizungsbereich ökologische Ziele definiert? Die Burgergemeinde Bern legt grossen Wert darauf, erneuerbare und ökologisch sinnvolle Energien zu nutzen. Dafür braucht es jedoch ein passendes Gesamtpaket. Und die Lösung muss sich in vertretbarem Rahmen umsetzen lassen. Welche Objekte der Burgergemeinde nutzen künftig ebenfalls Fernwärme? Die Burgerbibliothek an der Münstergasse bezieht ab Frühjahr 2016 und das Kultur Casino Bern an der Herrengasse voraussichtlich ab Sommer 2019 Fernwärme. Das Burgerspital am Bahnhofplatz war bereits vor dem grossen Umbau ans Fernwärmenetz angebunden. Zu unserer Freude konnten wir es nun zusätzlich an das Fernkältenetz anschliessen. bgbern.ch

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WICHTIGSTE GESCHÄFTE: WÄRME

DAS FERNWÄRMENETZ WÄCHST Grosses Potenzial für das Erreichen der Wärmeziele birgt der Ausbau der Fernwärme. Deshalb ist Energie Wasser Bern bestrebt, das Berner Fernwärmenetz zu erweitern und zu verdichten: 2015 lag der Fokus auf dem Länggass-Quartier. Zudem ersetzte der Energieversorger die alten Übergabestationen im Stadtteil Holligen Süd durch eine neue, leistungsfähigere Anlage. In den nächsten fünf Jahren steht die Erschliessung weiterer Teile von Holligen Nord an, unter anderem der geplanten Überbauung «Strawberry Fields» auf dem Areal der ehemaligen Kehrichtverwertungsanlage Warmbächli. ewb.ch/fernwaerme

BERNER QUARTIERE MIT FERNWÄRME

Energiezentrale Forsthaus Forsthaus

Lorraine

Länggasse-Felsenau

Länggasse

Muesmatt

Bahnhof

Altenberg

Stadtbach

Schwimmbad Weyermannshaus Stöckacker

Inselspital

Bundeshaus

Holligen Monbijou Mattenhof-Weissenbühl

Sandrain

Weissenstein

DAS GASNETZ – KEIN AUSLAUFMODELL Auch in Zukunft lassen sich nicht alle Quartiere in der Stadt Bern an das Fernwärmenetz anschliessen. In solchen Gebieten sieht Energie Wasser Bern langfristig neue leitungsgebundene Energien als Lösung – insbesondere die Geothermie. In den nächsten Jahren hingegen führt kein Weg an Erdgas bzw. Biogas vorbei, weil es umweltschonender ist als Heizöl. In jenen Stadtteilen, die der Energierichtplan 2035 als Erdgasgebiete ausweist, will Energie Wasser Bern deshalb Ölheizungen durch Erdgasanlagen ersetzen. Besonders nachhaltig lässt sich die Ökobilanz verbessern, wenn die neuen Gasheizungen teilweise oder sogar vollständig mit Biogas betrieben werden. Eine ebenfalls umweltschonende Option ist die Erdgaswärmepumpe, die in den neuesten Mustervorschriften der Kantone im Energiebereich (MuKEn 2014) erstmals erwähnt wird. Das Potenzial, mit Erdgaslösungen den CO2-Ausstoss zu reduzieren, ist also noch längst nicht ausgeschöpft. ewb.ch/erdgas

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Zytglogge


ÖKOLOGISCH SINNVOLLE ENERGIE Die Berner Fernwärme wird aus der Abwärme der Kehrichtverwertungsanlage, des Holzheizkraftwerks und des Gas- und Dampf-Kombikraftwerks der Energiezentrale Forsthaus produziert. Die einschlägigen Berechnungsgrundlagen für die ökologische Beurteilung von Wärmesystemen in der Schweiz werten die Nutzung von Abwärme wie auch die Energie aus Holz und Kehricht als erneuerbar oder gleichwertig zu erneuerbar. In diesem Sinne hat die Berner Fernwärme einen erneuerbaren Anteil von 80 Prozent. Lediglich die restlichen 20 Prozent Erdgas für den Spitzenlastkessel gelten als nicht erneuerbar. Fernwärme wird also zu Recht als ökologisch sinnvolle und hochwertige Energie betrachtet. ewb.ch/oekobilanzdaten

ÖKOLOGIE DER BERNER FERNWÄRME 2015

17.8%

82.2%

NICHT ERNEUERBARE ENERGIE (ERDGAS SPITZENLASTKESSEL)

ERNEUERBARE ENERGIE UND HOCHWERTIGE ABWÄRME

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WICHTIGSTE GESCHÄFTE: MOBILITÄT

HÖCHSTE ZEIT ZUM UMSTEIGEN Die Medienaufmerksamkeit rund um die Abgasmanipulationen von Automobilherstellern hat 2015 gezeigt, dass die Sensibilität der Öffentlichkeit betreffend Umweltstandards von Fahrzeugen deutlich zugenommen hat und alternative Antriebe eine ökonomisch und ökologisch sinnvolle Mobilitätsform darstellen. Die Ereignisse bestätigen die Strategie von Energie Wasser Bern, sich für die Elektromobilität und Erdgas/Biogas als Treibstoff einzusetzen.

Um die künftigen CO2- und Schadstoffziele zu erreichen, führt kein Weg an den alternativen Antrieben vorbei. Erdgas/Biogas als Treibstoff produziert beim Verbrennen kaum Schadstoffe und deutlich weniger CO2 als Benzin und Diesel. Elektrofahrzeuge überzeugen durch ihre hohe Energieeffizienz und erzielen – sofern sie Strom aus erneuerbaren Energien nutzen – eine ausgezeichnete Ökobilanz.

ERFOLGSGESCHICHTEN 2015

568 186 34 345 3’000

zusätzliche ElectroDriveMietverträge neu immatrikulierte Erdgasautos in der Region Bern Prozent Anteil Biogas im verkauften Erdgasmix als Treibstoff* Tonnen zusätzlich verkaufte Menge Biogas mit Upgrade* Tonnen verkauftes Erdgas/Biogas an den Tankstellen von Energie Wasser Bern* * Angaben gerundet

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STEIGENDE VERKAUFSZAHLEN Deshalb engagiert sich Energie Wasser Bern seit vielen Jahren für diese Technologien und ist bei der eigenen Firmenflotte längst umgestiegen. Mit Kommunikationsmassnahmen, Beratung, Investitionen in die Infrastruktur und attraktiven Angeboten hat das Unternehmen als Pionier an vorderster Front mitgeholfen, den Markt für die alternativen Antriebe zu entwickeln. Die erneut deutlich höheren Verkaufszahlen von 2015 zeigen, dass die umweltschonenden Autos allmählich die Nische verlassen. Vor allem die Flottenbetreiber entscheiden über den Durchbruch, weil auf sie ein wesentlicher Teil der zugelassenen Neuwagen entfällt. Energie Wasser Bern hat den Verantwortlichen deshalb auch 2015 in persönlichen Gesprächen sowie bei Anlässen die Vorteile der alternativen Antriebe aufgezeigt und ihnen attraktive Angebote unterbreitet.


WICHTIGSTE GESCHÄFTE: MOBILITÄT

«Cool, das war mein erstes Mal, dass ich mit einem Elektroauto unterwegs war. Es war ein Vergnügen, mit dem Renault ZOE durch die Strassen von Bern zu cruisen.»

VORTEILE ERFAHREN Bei den Privatpersonen ist der erste Schritt für einen Umstieg meist eine Probefahrt. Mit «ElectroDrive weShare» bietet ihnen Energie Wasser Bern die Möglichkeit, Elektroautos stunden- oder sogar tageweise zu mieten. Das Carsharing-Angebot soll die Elektromobilität einer breiten Öffentlichkeit zugänglich machen.

Online-Bewertung des Benutzers Rudolf nach seiner Fahrt mit

Auch die Vorteile von Erdgasautos können interessierte Personen in der Region Bern buchstäblich erfahren. Mit verschiedenen Kommunikationsmassnahmen sorgte Energie Wasser Bern 2015 dafür, dass sich potenzielle Käuferinnen und Käufer direkt bei den Händlern nach Erdgasfahrzeugen erkundigen.

einem gemieteten Elektroauto von «ElectroDrive weShare»

ewb.ch/electrodrive ewb.ch/erdgasfahren ewb.ch/weshare

ELEKTROAUTOS BEQUEM AUFLADEN Mit den Ladestationen in vier öffentlichen Berner Parkhäusern verfügt Energie Wasser Bern über attraktive Standorte zum Aufladen von Elektroautos. 2015 wurden die bisherigen Stromtankstellen durch neue und in der Schweiz bereits etablierte Modelle ersetzt, die dem geplanten europäischen Ladestandard entsprechen. Damit wurde das verwendete System vereinheitlicht und an sämtlichen Standorten Ladestationen desselben Typs installiert. Wie bisher fliesst durch die Ladekabel ausschliesslich naturemade-star-zertifizierter Ökostrom. ewb.ch/ladestationen

ERDGASAUTOS KOMMEN IN FAHRT Die gemeinsame Förderaktion von Energie Wasser Bern und mehreren Händlern im Berichtsjahr entwickelte sich zur echten Erfolgsgeschichte: Mit 186 Erdgasautos wurden in der Region Bern fast doppelt so viele der umweltschonenden Fahrzeuge verkauft wie im Vorjahr. Damit hat Energie Wasser Bern die Zielsetzung deutlich übertroffen. Die seit Jahren aufgebauten und gepflegten Beziehungen zu den Importeuren und Händlern zeigen immer mehr Wirkung. Zudem sind Erdgasautos inzwischen nicht nur hinsichtlich der Gesamtkosten, sondern auch beim Anschaffungspreis attraktiv: Ein Modell von Fiat kostete im Rahmen der Förderaktion 2015 erstmals weniger als 10’000 Franken.

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«Mit unseren Erdgasautos sparen Sie ab dem ersten Kilometer.» Warum setzt sich Fiat für Erdgas/Biogas als Treibstoff ein? Bei den Erdgasautos gehören wir zu den Pionieren; Fiat tätigt schon seit 18 Jahren hohe Investitionen in diese Technologie, weil wir von ihren Vorteilen überzeugt sind. Die CO2-Bilanz fällt über die ganze Wertschöpfungskette gesehen sehr gut aus – vor allem in der Schweiz, weil hier dem Treibstoff durchschnittlich rund 20 Prozent Biogas beigemischt werden.

Im Gespräch mit Alessandro Paolucci, Managing Director Fiat Chrysler Automobiles

Sie haben 2015 eine grosse Kampagne für Erdgasfahrzeuge lanciert. Wie war die Resonanz der Kunden? Wir haben eine hohe Visibilität erreicht und ein gutes Feedback von der Verkaufsfront erhalten. Der kommerzielle Erfolg ist in den verschiedenen Regionen der Schweiz sehr unterschiedlich ausgefallen, weil er von der Unterstützung unserer Partner abhängt. Die Preise für die Erdgasmodelle von Fiat wurden Anfang 2015 stark gesenkt. Wie hat sich das auf die Verkaufszahlen ausgewirkt? 2015 haben wir viermal so viele Erdgasautos verkauft wie im Vorjahr. Das ist nicht nur der Preissenkung und unserer Kampagne zu verdanken, sondern auch regionalen Aktionen wie etwa in Bern. Für den Erfolg der Erdgasautos spielt die Beratung der Verkäufer eine besonders wichtige Rolle. Wie motivieren Sie diese, den Kunden die Vorteile von Erdgasautos vorzustellen? Durch die neuen Preise haben die Verkäufer gegenüber den Kunden ein starkes Argument erhalten: Mit unseren Erdgasautos sparen Sie ab dem ersten Kilometer. Unsere Erfahrungen zeigen, dass die Kunden vor allem auf solche finanziellen Anreize reagieren. fiat.ch/de/erdgas-natural-power

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WICHTIGSTE GESCHÄFTE: WASSER

AUF DEM WEG ZUM ZIELNETZ Dank dem neuen Instandhaltungskonzept für alle Versorgungsnetze hat Energie Wasser Bern deren Unterhalt und Sanierung weiter optimiert. Die risikobasierte Zielnetz- und Erneuerungsplanung sorgt dafür, dass pro Netzgebiet genau jene Arbeiten durchgeführt werden, die dem Zustand der Leitungen entsprechen. Beim Wassernetz trägt diese Methode auch dem sinkenden Wasserverbrauch Rechnung.

DIE BERNER WASSERVERSORGUNG IN ZAHLEN

13’949 13’353’000 106’000

Hausanschlüsse Kubikmeter Wasserverbrauch 2015 Liter/Minute maximale Bezugsmenge aus den grossen Fassungsgebieten

VON ENERGIE WASSER BERN GEWARTET UND GEPFLEGT

3’502 217

Energie Wasser Bern hat sich zum Ziel gesetzt, bei unverändert hoher Versorgungssicherheit mit Trink- und Löschwasser die Netzkosten zu senken. Mit einer Zielnetzplanung wird das heutige Verteilnetz schrittweise zu einem Idealnetz weiter­ entwickelt, das den definierten Versorgungsauftrag bei geringerem Kapitaleinsatz erfüllt. Beim Wassernetz lässt sich das vor allem durch die geringere Dimensionierung von Leitungen und das Aufheben von Parallelleitungen erreichen. Als erster Schritt auf dem Weg zum Zielnetz hat Energie Wasser Bern – neben der bestehenden Druckzone Matzenried – die drei Versorgungszonen Gurten, Mannenberg und Könizberg gebildet. Bis im Frühling 2016 werden in der Stadt Bern dazu fünf zentrale Schächte erstellt. Sie trennen die Zonen voneinander, lassen sich aber bei Bedarf jederzeit öffnen und werden regelmässig gespült. Diese Zonenbildung hat gewichtige Vorteile: Der Wasserverbund Region Bern kann die Reservoire dadurch leichter bewirtschaften und hat den Wasserfluss besser unter Kontrolle. Energie Wasser Bern wiederum profitiert davon, dass die Leitungen regelmässiger durchströmt werden und der Wasserwechsel garantiert ist, was auch im Sinne der Wasserqualität ist.

Hydranten

Brunnen

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WICHTIGSTE GESCHÄFTE: WASSER

TIEFERE INVESTITIONEN Die zweite Etappe hin zum Zielnetz besteht darin, das Netz innerhalb der drei Zonen umzubauen. Das geschieht aber nicht beschleunigt, sondern im Rahmen des ordentlichen Ersatzes und gemäss einer Risikobewertung. So ermittelt Energie Wasser Bern für alle Leitungen den richtigen Ersatzzeitpunkt. Dabei wird auch der sinkende Wasserkonsum berücksichtigt: Die gezielte Planung zeigt auf, welche Leitungen sich aufgrund des geringeren Durchflusses kleiner dimensionieren lassen. In diesem Fall werden die neuen Rohre mit kleinerem Durchmesser häufig direkt in die bereits bestehenden Leitungen eingelegt, was die Ersatzinvestitionen senkt.

SYSTEMATISCH SANIEREN 2015 hat sich die risikobasierte Methode bereits bewährt. Energie Wasser Bern sanierte weniger und dafür gezielter. Der Fokus lag dabei auf Gebieten mit schlechterem Netzzustand oder hohem Schadensausmass bei einem allfälligen Leitungsbruch. Die Zielnetzplanung erleichtert nicht zuletzt die Koordination mit der Stadt Bern bei anstehenden Baumassnahmen. Die Risikobewertung zeigt klar auf, in welchen Gebieten sich gemeinsame Bauprojekte realisieren lassen und wo ein Leitungsersatz seitens Energie Wasser Bern noch viele Jahre warten kann. ewb.ch/wasser

NEUE ZONEN DER WASSERVERSORGUNG BERN

Reservoir Mannenberg Reservoir Gurten Reservoir Könizberg Reservoir Matzenried

Die zusätzlich zur bestehenden Druckzone Matzenried neu gebildeten Versorgungszonen Gurten, Mannenberg und Könizberg.

FACHLEUTE FLEXIBEL EINSETZEN Infolge der risikobasierten Zielnetzplanung nimmt die Zahl der Sanierungen beim Wassernetz tendenziell ab. Dadurch werden bei den für die Projektierung und Realisierung zuständigen Teams von Energie Wasser Bern Ressourcen frei – und zwar genau zur richtigen Zeit: Der aktuelle Ausbau des Fernwärmenetzes ist mit viel Aufwand verbunden. Anstatt dass die Projektierungs- und Realisierungsarbeiten an Dritte vergeben werden, übernehmen diese nun die unternehmenseigenen Fachleute. Damit bewährt sich einmal mehr die Querverbundstrategie des städtischen Energieversorgers.

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«Wir erhöhen die Versorgungssicherheit weiter.» Wirkte sich die historische Trockenperiode im Sommer und im Herbst 2015 auf die Wasserversorgung in der Region Bern aus? Nein. Die riesigen Grundwasserströme unserer Fassungsgebiete im Aaretal und im Emmental verhalten sich sehr träge und reagieren – anders als Quellen – kurzfristig kaum auf das Wetter. Auch von den Wasserständen der beiden Flüsse hängen sie nicht direkt ab. Hinzu kommt, dass das Grundwasser vorwiegend im Winter und im Frühling angereichert wird und weniger im Sommer. Das Wasser von Gewitterregen beispielsweise verdunstet zum grossen Teil und gelangt gar nicht bis in die Tiefen des Grundwassers. Studien sagen vorher, dass vermehrt mit längeren Trockenperioden zu rechnen ist. Was bedeutet das für den Wasserverbund? Diese Modelle sind für uns nicht besorgniserregend. Denn wir haben in den letzten Jahren viel in die Versorgungssicherheit investiert: Dank zwei neuen Grundwasserfassungen im Gebiet Uetendorf/Uttigen betreiben wir in Zukunft auf beiden Seiten der Aare voneinander unabhängige Fassungsgebiete. Dadurch verfügen wir auch langfristig über genügend Wasser, um die bestehenden und zusätzlichen Aktionärsgemeinden zu versorgen. Auf unsere Quellen in der Region Schwarzenburg, deren Wassermenge bei langen Trockenperioden eher zurückgeht, sind wir nicht mehr angewiesen. Welche Rolle kommt Energie Wasser Bern als Hauptaktionär der WVRB AG bei der langfristigen Planung zu? Wir führen dazu Gespräche mit allen Aktionären, besonders auch mit Energie Wasser Bern. Die strategischen Weichen stellt unser Verwaltungsrat. Er legt fest, für welche Risiken wir gewappnet sein müssen und welche Sicherheitsreserven wir bereitzustellen haben. Gemäss diesen Rahmenbedingungen planen wir die notwendigen Ressourcen für die nächsten Jahre. wvrb.ch

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Bernhard Gyger, Geschäftsführer der Wasserverbund Region Bern AG (WVRB), zur Trockenheit im Sommer und im Herbst 2015


WICHTIGSTE GESCHÄFTE: TELECOM

«VOUGAS» AUF DEM BERNER GLASFASERNETZ SURFEN Ein schneller Internetanschluss gehört heute genauso zur Grundversorgung für modernes Leben und Arbeiten wie Strom, Wärme und Wasser. Daher ist es nur logisch, dass Energie Wasser Bern als Gesamtenergiespezialist neu auch ein eigenes Internetprodukt auf dem Berner Glasfasernetz anbietet.

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Das Berner Glasfasernetz wächst und wächst. Bereits sind rund 65 Prozent der sogenannten Nutzungseinheiten (Wohnungen sowie Geschäftsräume) in der Stadt Bern an das moderne Kommunikationsnetz angeschlossen. Auf dieser leistungsfähigen Grundinfrastruktur können alle Service-Provider ihre Produkte anbieten – ganz im Sinne einer grossen Auswahl und fairer Preise für Privat- und Geschäftskunden. Damit das Glasfasernetz möglichst intensiv genutzt wird, bearbeitet Energie Wasser Bern den Markt gemeinsam mit den Internetdienstanbietern. Bisher liessen sich die gesetzten Ziele mit diesem Geschäftsmodell aber nicht vollumfänglichen erreichen. Deshalb lancierte Energie Wasser Bern im Februar 2015 ein eigenes Internetprodukt. ewb.INTERNET hat gegenüber den meisten anderen Angeboten den Vorteil, dass Daten damit gleich schnell hoch- wie runtergeladen werden können. Diese sogenannt symmetrischen Verbindungen sind heute ein grosses

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WICHTIGSTE GESCHÄFTE: TELECOM

Plus, weil viele Kunden ihre Daten in der «Cloud» speichern und deutlich grössere Datenmengen hoch- sowie herunterladen als noch vor wenigen Jahren. ewb.INTERNET trägt damit dem sich ändernden Nutzerverhalten Rechnung.

AUF DAS WICHTIGSTE BESCHRÄNKT Viele Service-Provider bieten vorwiegend Kombiangebote an, die digitales Fernsehen, Festnetztelefonie, Internet, Speicherplatz und weitere Dienste umfassen. Energie Wasser Bern hat sich dagegen bewusst für ein reines Internetprodukt als Alternative entschieden: So bezahlen die Kundinnen und Kunden keine Zusatzkosten für Funktionen, die sie gar nicht benötigen. Sie wählen gemäss ihrem Bedarf zwischen fünf Verbindungsgeschwindigkeiten aus und können sich – vor allem bei einer geschäftlichen Nutzung –

zusätzlich für ein Support-Paket mit 7×24-StundenService entscheiden. Weitere Anwendungen können bei Bedarf einfach von den bevorzugten Anbietern dazu kombiniert werden. Dieser Fokus auf das Wichtigste kommt bei den Kunden gut an: ewb.INTERNET hat die Absatzziele im ersten Jahr deutlich übertroffen. Dafür verantwortlich sind nicht nur die überzeugenden Produkteigenschaften: Für viel Sympathie sorgen auch die typisch berndeutschen Namen der verschiedenen Angebote wie «Gschwing», «Tifig» oder «Vougas». In einem Bereich, in dem die Sicherheit immer wichtiger wird, setzen die Konsumentinnen und Konsumenten ausserdem gerne auf einen bewährten, vertrauenswürdigen Partner wie Energie Wasser Bern. ewwwb.ch

AUF DEM WEG ZUR SMART CITY Die smarten Technologien halten nicht nur bei der Energieinfrastruktur und in Gebäuden Einzug, sondern auch im öffentlichen Raum. In einer «Smart City» der Zukunft gibt es zum Beispiel Lichtsignale, die je nach Verkehrsfluss und Tageszeit anders gesteuert sind, oder Parkbänke mit Informationen für Touristen. Den dafür nötigen Datenfluss bewältigt das Glasfasernetz. 2015 ging Energie Wasser Bern einen ersten Schritt in diese Richtung und schloss Billettautomaten von BERNMOBIL an das Berner Glasfasernetz an.

ERSCHLOSSENE NUTZUNGSEINHEITEN SEIT PROJEKTBEGINN 2010

2’545

2011

22’991 37’295 47’354 54’947 59’696

2012 2013 2014 2015

Anzahl durch die Kooperation von Energie Wasser Bern und Swisscom erschlossene Nutzungseinheiten (Wohnungen sowie Geschäftseinheiten) in der Stadt Bern.

ewb.ch/erschliessung

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«Das ‹Internet der Dinge› macht das Glasfasernetz noch wichtiger.» Welche Bedeutung haben Glasfasern für das «Smart Grid» – das intelligente Netz der Zukunft? Damit sich Energie vermehrt dezentral in kleinen Anlagen produzieren und ins Verteilnetz einspeisen lässt, muss dieses deutlich intelligenter werden. Intelligenz bedeutet in diesem Zusammenhang der nötige selektive Umgang mit einer grossen Menge an Daten. Das Glasfasernetz verfügt über die dafür notwendigen Kapazitäten und stellt somit das entsprechende Nervensystem dar. Mit welchen Arbeiten hat Energie Wasser Bern die Netze im Jahr 2015 smarter gemacht? Erstens haben wir die konventionellen Zähler beim ordentlichen Ersatz durch elektronische Modelle ausgetauscht, die als «Smart Meter» eingesetzt oder aber zu solchen aufgerüstet werden können. Zweitens sind die Vorbereitungen respektive die Planung für den beschleunigten Ersatz – den Rollout der intelligenten Zähler – bereits fortgeschritten. Drittens testeten wir in einem Pilotversuch im Rahmen des Entwicklungsprojekts «Smart for Future» (s4f) Zähler, die direkt an das Glasfasernetz angeschlossen werden können und dabei die Energiedaten über unser eigenes Netz übermitteln. Und nicht zuletzt wollen wir auch ausgewählte Trafostationen smarter machen, um die Be- bzw. Auslastung des Stromnetzes besser überblicken und steuern zu können. Dadurch erhoffen wir uns wertvolle Informationen und Rückschlüsse für eine zukünftige Planung und Dimensionierung der Sollnetze. 2015 haben wir in diesem Zusammenhang eine intelligente, ebenfalls mit Glasfasern erschlossene Modell-Trafostation in Betrieb genommen. Das «Internet der Dinge» ist in aller Munde. Wie verändert es die Tätigkeit von Energie Wasser Bern? Wenn auch die Technik in den Häusern smart wird – zum Beispiel bei der Steuerung von Storen und Beleuchtung oder anderen Anwendungen, dann erleben wir eine regelrechte Explosion der IP-basierten Datenmengen. Das macht unsere Rolle als Infrastrukturdienstleister und damit auch unser Glasfasernetz noch wichtiger. Als Gesamtenergiespezialist wollen wir den Kunden zudem optimierte Energielösungen in einer zunehmend komplizierten und komplexen Energiewelt aufzeigen. Das Internet der Dinge eröffnet dabei neue Wege und Möglichkeiten.

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Drei Fragen an Marcel Ottenkamp, Leiter Energiewirtschaft von Energie Wasser Bern


GESAMTEFFIZIENZ WEITER ERHÖHT Im dritten Betriebsjahr der Energiezentrale Forsthaus waren technisch nur noch geringfügige Anpassungen nötig. Deshalb konzentrierte sich Energie Wasser Bern 2015 darauf, den Einsatz der drei Anlagenkomponenten zu optimieren, um Gesamteffizienz und Wirtschaftlichkeit weiter zu steigern.

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WICHTIGSTE GESCHÄFTE: KEHRICHTVERWERTUNG

Mit jedem Betriebsjahr der Energiezentrale Forsthaus steigt die Routine der Mitarbeitenden. Die Anlage mit ihren drei Teilen – der Kehrichtverwertungsanlage (KVA), dem Holzheizkraftwerk (HHKW) und dem Gas- und Dampf-Kombikraftwerk (GuD) – funktioniert planmässig und hat eine sehr hohe Verfügbarkeit erreicht: Im Berichtsjahr waren die Ausfallzeiten minim. Die Revision der KVA wiederum verlief erwartungsgemäss aufwendiger als in den letzten beiden Jahren, weil die Anlage inzwischen bereits viele Betriebsstunden geleistet hat. Das Gas- und Dampf-Kombikraftwerk war 2015 im Vergleich zu den Vorjahren deutlich öfter in Betrieb. In den Herbst- und Wintermonaten lief es praktisch ohne Unterbruch. Energie Wasser Bern setzt es nur dann ein, wenn die Wirtschaftlichkeit gegeben ist. Dies hängt von mehreren Parametern ab: primär von den Grosshandelspreisen für Strom und Erdgas/Biogas und vom Wärmebedarf, aber auch vom Preis für CO2-Emissionen. Entsprechend ist das GuD vor allem in den kalten Monaten in Betrieb, wenn sich seine Abwärme nebst der Stromproduktion auch für die Fernwärmeversorgung nutzen lässt.

WICHTIGSTE KENNZAHLEN 2015

121’068 54’682 341’497 230’445 44’925 207'093

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Tonnen verwertete Menge Kehricht Tonnen verwertete Menge Holz Megawattstunden verwertete Menge Erdgas/Biogas Megawattstunden abgegebene Fernwärme Megawattstunden abgegebener Dampf Megawattstunden produzierter Strom (netto)


WICHTIGSTE GESCHÄFTE: KEHRICHTVERWERTUNG

OPTIMIERUNGSTOOL BEWÄHRT SICH Seit Herbst 2014 nutzt Energie Wasser Bern die Software BoFiT, um den Einsatz aller Komponenten der Energiezentrale Forsthaus finanziell zu optimieren. Inzwischen ist das Tool gut auf die komplexe Anlage abgestimmt. Es liefert täglich einen stundengenauen Fahrplan und bezieht dabei zahlreiche hinterlegte Parameter mit ein. Die Anlage muss beispielsweise einen vorgegebenen Wärmenutzungsgrad erreichen. Nur dann erhält Energie Wasser Bern vom Bund die kostendeckende Einspeisevergütung für den mit dem Holzheizkraftwerk hergestellten Strom. Das Optimierungstool hat sich gut bewährt, um Wirtschaftlichkeit und Gesamteffizienz der Energiezentrale Forsthaus zu steigern. Die Anlage wird heute grösstenteils gemäss dem von der Software errechneten Fahrplan betrieben. Inzwischen wird BoFiT auch für langfristige Planungsszenarien und die Budgetplanung eingesetzt.

MEHR ENERGIE AUS HOLZ Um möglichst viel Energie aus regionalem Holz zu produzieren, optimiert Energie Wasser Bern auch laufend das Holzheizkraftwerk. 2016 soll dessen Leistung weiter gesteigert werden: Erreichen lässt sich das vor allem über die Feuerleistungsregelung und indem mehr Verbrennungsluft zugeführt wird. Dank der höheren Leistung wird das HHKW danach mehr Strom und Fernwärme aus dem erneuerbaren Energieträger produzieren. ewb.ch/energiezentrale

NEUE FERNWÄRMELEITUNG ZUR ARABERN

EINE AUSGEZEICHNETE ANLAGE Die Energiezentrale Forsthaus wurde bereits mehrfach mit wichtigen Architektur- und Ingenieur-Preisen ausgezeichnet. 2015 erhielt sie gleich zwei Auszeichnungen:

Mit dem Querverbund zwischen der Energiezentrale Forsthaus und der ARA Region Bern (arabern) wurde 2015 eine bereits vor mehreren Jahren entwickelte Idee realisiert: Die arabern bezieht neuerdings Fernwärme aus der Energiezentrale Forsthaus. Dadurch wird das in der Abwasserreinigungsanlage aus Klärschlamm gewonnene Biogas nicht mehr für interne Prozesse benötigt. Stattdessen wird dieses nun zu Erdgasqualität aufbereitet und ins Gasnetz von Energie Wasser Bern eingespeist – eine echte Win-win-Situation.

Die Stiftung «Auszeichnung Berner Baukultur» verlieh Energie Wasser Bern für die Kehrichtverwertungsanlage den ATU-PRIX – den grössten Architekturpreis des Kantons Bern für beispielhafte zeitgenössische und interdisziplinäre Werke und Planungen. Die Jury betonte insbesondere die zeitlos schöne Form des «wundersamen Bauwerks». Die Energiezentrale sei «ein Leuchtturm der Innovation und widerspiegelt den Zyklus des Lebens».

arabern.ch

Für die technischen Lösungen der Energiezentrale Forsthaus gewann die TBF + Partner AG den erstmals vergebenen Building-Award in der Kategorie «Energie» – eine «Auszeichnung für den Ingenieur am Bau». Das Ingenieurbüro war für die Gesamtprojektleitung sowie für die Projektierung der Verfahrens- und Elektrotechnik der Anlage verantwortlich.

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UMWELT

DIE NACHHALTIGE ENERGIEZUKUNFT BEGINNT IM EIGENEN BETRIEB Energie Wasser Bern orientiert sich konsequent an den Bed端rfnissen der Bernerinnen und Berner und verfolgt gleichzeitig das ambitionierte Ziel einer nachhaltigen Energiezukunft. Dabei geht das Unternehmen mit gutem Beispiel voran: Was es seinen Kundinnen und Kunden empfiehlt, setzt es auch selbst vorbildhaft um.

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Eine nachhaltige Energiezukunft ist nicht ohne die aktive Einbindung der Bevölkerung und deren Bedürfnissen realisierbar. Genauso sind integrierte Gesamtlösungen rund um Energie und innovative Geschäftsmodelle gefragt. Wie dies im konkreten Fall aussehen kann, zeigt das Beispiel der Komplettsanierung des Wohnhauses an der Stapfenstrasse 45: Die Energiebilanz der insgesamt 134 Wohneinheiten bezüglich Strom und Wärme soll bald schon möglichst ausgeglichen ausfallen. Die Fassaden und das Dach der Bümplizer Liegenschaft werden hierfür mit Solarpanels zur Stromerzeugung versehen. Eine Mikrogasturbine liefert zusätzlichen Strom und die nötige Heizwärme während der Wintermonate. Dadurch halten sich Energieverbrauch und -produktion des Wohnhauses etwa die Waage. Die Lösung liegt im sogenannten Energiecontracting, einem neuen Geschäftsmodell: Das Haus der Wohnbaugenossenschaft Bümpliz wird zum Selbstversorger mit eigener Produktions­ anlage. Energie Wasser Bern übernimmt als Contractor Investition und Betriebsführung der Gesamtanlage und gleicht Produktionsüberschüsse sowie Versorgungsengpässe über

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UMWELT

ENERGIE WASSER BERN: UNTERWEGS MIT BIOGAS UND ÖKOSTROM. das betriebseigene Stromnetz aus. Wird an der Stapfenstrasse 45 zu viel Energie produziert, speist Energie Wasser Bern den Überschuss ins eigene Stromnetz ein. Falls die Anlage nicht ausreichend Energie für den Eigenverbrauch produziert, liefert das Unternehmen die fehlende Strommenge aus dem eigenen Netz.

MIT GUTEM BEISPIEL VORAN Was Energie Wasser Bern seinen Kundinnen und Kunden empfiehlt, setzt das Unternehmen auch selbst beispielhaft um. Deshalb hat die Geschäftsleitung im September 2015 entschieden, dass das Unternehmen seine Pflichten aus dem Energie-Grossverbraucherartikel des Kantons auf der Basis einer Kantonalen Zielvereinbarung (KZV) erfüllen wird. Die KZV ist ein vertraglich geregeltes Programm mit einer Laufzeit von zehn Jahren, in der die Energieeffizienz von Grossverbrauchern um jährlich zwei Prozent gesteigert werden soll. Mit der Umsetzung will Energie Wasser Bern zugleich ein Energiemanagementsystem nach ISO 50001 aufbauen. Ein optimaler Leistungsausweis für den Spezialisten für Gesamtlösungen rund um Energie. Vorbild will Energie Wasser Bern auch bezüglich seiner Fahrzeugflotte sein. Mit Ausnahme eines Diesel-Nutzfahrzeugs hat das Unternehmen 2015 ausschliesslich umweltfreundliche Erdgasfahrzeuge angeschafft. Mittlerweile verfügt Energie Wasser Bern über insgesamt 72 Erdgasfahrzeuge, wobei als Treibstoff ausschliesslich klimaneutrales Biogas zum Einsatz kommt. Zunehmender Beliebtheit erfreuen sich auch die mittlerweile sechs Elektroautos, die insbesondere von jüngeren Mitarbeitenden nachgefragt werden.

TESTPLANUNG EINER STANDORTZENTRALISIERUNG Mitte 2015 startete Energie Wasser Bern ein städtebauliches Testplanungsverfahren für die geplante Zentralisierung sämtlicher Büroarbeitsplätze am Standort in Ausserholligen. Das Unternehmen will auch hier mit gutem Beispiel vorangehen und ein Vorzeigeobjekt bezüglich Ökologie und Effizienz entwickeln: Der für die Standortzentralisierung notwendige Neubau soll den Anforderungen von Cleantec und damit neusten Standards im nachhaltigen Bauen und Wirtschaften gerecht werden. Vorgesehen sind auch fortschrittliche Raumkonzepte gemäss dem «Büroarbeitsplatz der Zukunft». Weil das Areal in einem städtebaulichen Entwicklungsgebiet liegt, werden verschiedene bauliche Optionen geprüft, um auch für das umliegende Quartier Mehrwerte zu schaffen. Ein entscheidendes Kriterium bleibt dabei die Wirtschaftlichkeit des Projekts.

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NACHHALTIGE ENERGIE SETZT SICH DURCH Energie Wasser Bern baut sein Produktionsportfolio für Strom aus erneuerbaren Energieträgern laufend aus. Dementsprechend sind auch die Kundinnen und Kunden dazu aufgefordert, einerseits ihren Energieverbrauch zu senken und sich andererseits für ökologische Stromprodukte zu entscheiden. Tatsächlich wählen immer mehr Bernerinnen und Berner Strom aus nachhaltiger Produktion: Gemäss der Strommix-Erhebung 2014 haben die erneuerbaren Energien um weitere 4 Prozent zugelegt und machen insgesamt 60.6 Prozent des von Energie Wasser Bern gelieferten Stroms aus (siehe Grafik). Gleichzeitig ist der Verbrauch von Strom aus nicht erneuerbarer Energie um mehr als 5 Prozent auf 35 Prozent gesunken. Damit bewegen sich die Stadt Bern und ihre Bevölkerung kontinuierlich in eine nachhaltige Energiezukunft.

Stromkennzeichnung Wasserkraft Übrige erneuerbare Energien 1 Geförderter

Strom 2

Kernenergie

2009

2010

2011

2012

2013

2014

34.08 %

38.15 %

44.56 %

53.26 %

52.79 %

56.7 %

0.21 %

0.19 %

0.19 %

0.23 %

1.12 %

0.9 %

0.67 %

0.82 %

1.30 %

2.00 %

2.40 %

3.0 %

61.72 %

57.95 %

51.06 %

42.14 %

36.91 %

32.9 %

Fossile Energieträger

1.26 %

0.98 %

0.93 %

0.67 %

5.82 %

2.1 %

Abfälle

2.06 %

1.91 %

1.96 %

1.69 %

0.96 %

4.4 %

Nicht überprüfbare Energieträger

0.00 %

0.00 %

0.00 %

0.00 %

0.00 %

0.00 %

1

Sonnenenergie, Windenergie, Biomasse, Geothermie

Wasserkraft, Sonnenenergie, Windenergie, Biomasse und Biomasse aus Abfällen 2

ENERGIERADAR FÜR ENERGIE WASSER BERN Im November 2015 konnte Daniel Schafer, CEO, eine besondere Auszeichnung entgegennehmen: Anlässlich des alljährlichen Stadtratsanlasses von Energie Wasser Bern überreichte ihm Adrian Stiefel, Leiter Amt für Umweltschutz der Stadt Bern, einen «Energieradar». Die Skulptur aus massiver Buche gehört zu einer Serie von insgesamt 58 Kunstwerken. Diese werden den Partnerunternehmen der Klimaplattform der Wirtschaft als Zeichen der Wertschätzung für ihr Engagement zugunsten des Klimaschutzes vergeben. Seit der Gründung der Public Private Partnership 2006 haben deren Mitglieder 114’000 Tonnen CO2 eingespart – 57’000 davon im Raum Bern. klimaplattform.ch

BERNER UMWELTFORSCHUNGSPREIS Mit dem Berner Umwelt-Forschungspreis werden Forscherinnen und Forscher der Universität Bern für hervorragende wissenschaftliche Arbeiten ausgezeichnet, «die einen gesellschaftlich relevanten Beitrag zum besseren Verständnis von Umwelt- und Nachhaltigkeitsproblemen sowie deren Lösung leisten». Die Auszeichnung wird alle zwei Jahre mit der Unterstützung von Energie Wasser Bern und der CSL Behring AG vergeben. Den diesjährigen Hauptpreis gewinnt der Biologe Pierrick Buri für seinen Beitrag zur Verbesserung der Biodiversität in der Landwirtschaft. Der Anerkennungspreis geht an Bettina Scharrer, für ihre Lizenziatsarbeit über das Seensterben durch landwirtschaftliche Überdüngung. ufp.unibe.ch

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KUNDINNEN UND KUNDEN

RUND UM DIE UHR AUF PIKETT Fragt man die Kundinnen und Kunden, erwarten sie von ihrem Energieversorger in erster Linie eine sichere und zuverlässige Rundumversorgung mit Strom, Wasser und Wärme. Um diese jederzeit zu gewährleisten, stehen die Pikettdienste von Energie Wasser Bern rund um die Uhr im Einsatz.

Die Organisation des Piketts von Energie Wasser Bern ist ausgeklügelt, zuverlässig und effizient – ganz egal ob es sich um einen Stromausfall oder um einen Defekt an einer Gas-, Wasser- oder Fernwärmeleitung handelt. Wie das durchdachte Zusammenspiel der verschiedenen Pikettdienste bei Störungen funktioniert, wurde kurioserweise durch eine Ratte einem breiten Publikum bekannt. Im Berichtsjahr rekonstruierte ein Kamerateam des deutschen Fernsehens ZDF für die Sendung «Terra Xpress» einen aussergewöhnlichen Stromausfall im Berner Mattenhofquartier: Im September 2013 hatte sich eine Ratte Zugang zur Trafostation an der Brunnmattstrasse verschafft und mit einem satten Biss einen Kurzschluss verursacht. Dank dem postwendendem Einsatz der Pikettleute von Energie Wasser Bern hatten die rund 800 betroffenen Haushalte wenig später wieder Strom.

Leitstelle je nach Medium die Pikettgruppen «Gas/Wasser», «Fernwärme» oder «Elektrizität», die die Störung vor Ort beheben. Die zuständigen Pikettleute sind sofort oder – ausserhalb der regulären Arbeitszeiten – innerhalb von 30 Minuten im Einsatz. Ziel ist eine schnellstmögliche Wiederversorgung der Kundinnen und Kunden. Kann die Ursache der Störung nicht innert nützlicher Frist behoben werden, installieren die Fachleute einen Ersatzbetrieb mit Provisorien, bis der Schaden endgültig repariert ist. Bei schwerwiegenden Störungen wird zusätzlich das Führungspikett aufgeboten: Dieses steht in Kontakt mit der Geschäftsleitung und schaltet Polizei, Feuerwehr und andere betroffene Organisationen ein – so wie beim berühmten Rattenbiss und seinen Folgen im Mattenhofquartier.

ZUVERLÄSSIGES VERTEILNETZ Energie Wasser Bern verfügt über ein sehr zuver­ lässiges Stromnetz mit hoher Versorgungs­ sicherheit und tiefer Ausfallquote: Pro Jahr werden durchschnittlich nur 55 Störungen registriert – zwei Drittel davon tagsüber. Um noch besser auf ausserordentliche Notfallsituationen vorbereitet zu sein, baut das Unternehmen ein Business Continuity Management (BCM) auf. Das BCM definiert Massnahmen, die die Grundversorgung auch bei komplexen Störungsfällen mit hohem Organisations- und Koordinationsbedarf sicherstellen. Dazu wird auch eine spezielle BCM-Organisation inklusive Krisenstab aufgebaut. Mit regelmässigen Tests und Übungen des Krisenstabs bereitet sich Energie Wasser Bern auf mögliche Ernstfälle vor.

HERZSTÜCK DER GRUNDVERSORGUNG Dreh- und Angelpunkt der Pikettorganisation ist die Leitstelle am Hauptsitz von Energie Wasser Bern. Sie ist das Herzstück der Grundversorgung der Stadt Bern und getreu der Vision an 365 Tagen während 24 Stunden besetzt. Auf grossen Monitoren überwachen die Netzführer dort Tag und Nacht das Berner Versorgungsnetz. Geht eine Störungsmeldung ein, muss es schnell gehen: Bei Unterbrüchen im Stromnetz kann die Versorgung teilweise durch ferngesteuerte Umschaltungen von der Leitstelle aus wiederhergestellt werden. Ist dagegen ein Eingriff an Werkleitungen notwendig, mobilisiert die

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KUNDINNEN UND KUNDEN

KUNDENBETREUUNG VON A BIS Z Persönlich, kompetent, freundlich und effizient – so wollen die Kundinnen und Kunden betreut werden. Und das nicht nur, wenn sie Fragen haben, sondern auch, wenn sie sich beschweren möchten. Deshalb hat Energie Wasser Bern das Kundencenter im Juli 2015 personell verstärkt und dessen Aufgabenspektrum erweitert: Das dreizehnköpfige Team beantwortet seither nicht mehr «nur» Kundenanfragen rund um Strom, Erdgas/Biogas, Wasser, Telecom oder Mobilität, sondern hat auch das Beschwerdemanagement übernommen – eine wichtige Schnittstelle in der Kundenkommunikation. Durch die Umstrukturierung sind nun sämtliche Kundenanliegen in einer Abteilung gebündelt. Die dafür zuständigen Mitarbeitenden müssen Einfühlungsvermögen mitbringen, vor allem aber ein grosses Fachwissen und sehr gute Kenntnisse vom eigenen Betrieb. Regelmässige Schulungen der Teammitglieder sind daher Pflicht.

DIE KUNDEN SIND GEFRAGT Im Berichtsjahr wollte Energie Wasser Bern aus erster Hand erfahren, was die Kundinnen und Kunden bewegt, und deren Kreativität nutzen. Im Kundenmagazin DiREKT, per E-Mail, Facebook oder Twitter waren sie aufgerufen, ihre Verbesserungsvorschläge, Wünsche und Erwartungen an das Unternehmen zu richten. Zudem startete Energie Wasser Bern einen Ideenwettbewerb auf der Online-Brainstorming-Plattform atizo.com: Auf die Frage, welche Angebote sich die kreativen User von einer ewb-App wünschen, folgten rund 200 Antworten mit konkreten Vorschlägen. Die einfallsreichsten und wertvollsten Vorschläge wurden mit Prämien im Gesamtwert von 1’000 Franken belohnt. Aus allen eingegangenen Inputs generierte das Ressort Unternehmens­ entwicklung fünf konkrete Ideen, die nun weiterverfolgt werden.

OPEN INNOVATION AWARD Als führende Schweizer Open-Innovation-Expertin hat ATIZO 360° im Dezember 2015 erstmals den «Open Innovation Award» verliehen. Die Jury setzte sich aus der AtizoCommunity und Open-Innovation-Experten zusammen. Aufgrund der «visionären Arbeit» und des «erfolgreichen gemeinsamen Projekts» hat diese Jury Energie Wasser Bern zum Sieger in der Kategorie «Most visionary Energy Company» erkoren und einen «Open Innovation Award» verliehen. Im Juni 2015 hatte das Ressort Unternehmens­ entwicklung auf der Online-Brainstorming-Plattform atizio.com einen Ideenwettbewerb lanciert, um innovative Vorschläge für nützliche Funktionen und Anwendungen einer ewb-App zu sammeln (siehe oben).

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«Wir richten uns konsequent auf den Markt aus.» Die Energiewirtschaft steht vor einem grundlegenden Wandel. Der Wettbewerbsdruck steigt. Was bedeutet das für Sie konkret? Alle Unternehmen in dieser Branche stehen unter einem hohen Qualitäts-, Kosten- sowie Zeitdruck und müssen sich in neuen Marktstrukturen positionieren. Das tun wir auch und wir richten unsere Marke konsequent auf den Markt aus. Das ist keine reine Designaufgabe, sondern umfasst strategisch bedeutsame Prozesse. Wichtig ist dabei vor allem, dass wir unsere Wertschöpfungskette noch konsequenter am Leistungsversprechen der Marke ausrichten. Ich sehe im Wesentlichen drei strategische Stossrichtungen: Wir entwickeln passgenaue und einfache Produkte und Dienstleistungen, steigern Effizienz und Effektivität der gesamten Marketing- und Vertriebsorganisation und verbessern das Kunden­ erlebnis an allen Kontaktpunkten. Wie muss man sich das bei Energie Wasser Bern vorstellen? Es wächst der Bedarf, ganzheitliche und integrierte Lösungsansätze im Marketingmix zu entwickeln. Vor dem Hintergrund einer konsequenten Kundenorientierung wird Energie Wasser Bern seine Kernleistungen durch neue, vielfältige Dienstleistungsangebote, unter anderem in den Bereichen Telekommunikation oder Mobilität, ergänzen und sich als führender Spezialist für Gesamtlösungen rund um Energie positionieren. Indem wir attraktive Lösungspakete anbieten, können wir uns im Markt als zentrale Anlaufstelle eta­ blieren, denn die Kundinnen und Kunden erhalten bei uns sämtliche Dienstleistungen aus einer Hand. Was spricht aus Ihrer Sicht für Energie Wasser Bern? Die Nähe und Verbundenheit zu unseren Kundinnen und Kunden, für deren Wohl sich unsere Mitarbeitenden täglich engagieren: Wir schaffen lebenswichtige Grundlagen für das Leben und Arbeiten in Bern und Umgebung. Wir stellen die Versorgung der Stadt und der umliegenden Gemeinden mit Strom, Wärme und Wasser nachhaltig sicher und bieten massgeschneiderte, einfache Lösungen für Telekommunikation, Gebäudetechnik und Mobilität.

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Drei Fragen an Dirk Spilker, Leiter Marketing von Energie Wasser Bern


ARBEITEN AM PULS DER STADT Wann begegnen sich ein Lichtmonteur und eine Finanzexpertin bei der Arbeit? Wahrscheinlich selten bis nie. Dennoch verbindet beide bei Energie Wasser Bern ein gemeinsames Ziel: Sie halten die Stadt am Laufen. Damit das auch in Zukunft so bleibt, setzt das Unternehmen auf Innovation und fรถrdert den Teamgeist auf allen Ebenen.

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MITARBEITENDE

2015 hat die Geschäftsleitung von Energie Wasser Bern das «Job Visiting» lanciert. Die Initiative soll dazu beitragen, die 627 Mitarbeitenden des Unternehmens besser miteinander zu vernetzen und das gegenseitige Verständnis für andere Aufgabenbereiche zu fördern. Denn was wissen die «Bürogummis» schon von den «Büetzern» da draussen und umgekehrt? Leider viel zu wenig. Per Los wurden deshalb Mitarbeitende mit administrativen Funktionen und solche mit überwiegend handwerklichen Tätigkeiten einander zugeteilt, um jeweils einen Tag lang die Kollegin oder den Kollegen an seinem Arbeitsplatz zu besuchen. Die Resonanz auf die vielen Zufallsbekanntschaften und Einblicke in zuvor unbekannte Arbeitsbereiche fiel durchweg positiv aus, mit Kommentaren von «beeindruckend» über «war mir gar nicht bewusst» bis «megacool». Die Initiative hat ihr Ziel erreicht, den Horizont der Mitarbeitenden zu erweitern sowie Gemeinschaftsgefühl und Teamgeist im Unternehmen zu fördern. Das «Job Visiting» steht damit ganz im Zeichen der Initiative «Fit für morgen» (siehe Seite 48). Es ist Teil des angestrebten Wandels zu einer integrativen und innovativen Unternehmenskultur. Denn nur durch die Flexibilität der Mitarbeitenden und deren Offenheit für Neues – da ist sich die Geschäftsleitung sicher – wird Energie Wasser Bern auch in Zukunft Erfolgsgeschichten schreiben.

ÜBER 80% UNSERER MITARBEITENDEN SIND ZUFRIEDEN.

STOLZE UND ZUFRIEDENE MITARBEITENDE Gross sind die Herausforderungen der Energiewende, der tiefen Marktpreise für Strom und des zunehmenden Wettbewerbs. Energie Wasser Bern hat seinen Mitarbeitenden deshalb ein ambitioniertes Fitnessprogramm auferlegt. Doch wie erleben das die Betroffenen selbst? In der letzten Umfrage unter den Mitarbeitenden gaben mehr als 80 Prozent der Befragten an, dass sie mit ihrem Arbeitgeber zufrieden sind und sich mit ihm identifizieren. Dieses Resultat weist auf das grosse Engagement der Mitarbeitenden bei der Umsetzung der Unternehmensziele hin. Von den kritischen Beurteilungen wurden insgesamt 32 Massnahmen abgeleitet und bis zum Ende des Berichtsjahres umgesetzt. Arbeitszufriedenheit und Commitment der Mitarbeitenden von Energie Wasser Bern sind somit hoch. Das liegt auch an den attraktiven Arbeitsbedingungen. Das Unternehmen bietet ein überzeugendes Gesamtpaket mit gerechtem Lohnsystem, Gesundheitsförderung, flexibler Jahresarbeitszeit und der Möglichkeit zu Teilzeit und Home Office. Gerade bei jungen Eltern punktet es auch mit vorteilhaften Sozial­ leistungen. Zudem herrscht im Unternehmen schon heute ein starkes Wir-Gefühl, bei dem auch Stolz mitschwingt. Denn Energie Wasser Bern ist so etwas wie Berns Lebensader; das Unternehmen hält die Stadt am Laufen. Daniel Wehrle, Leiter Personalmanagement, bringt es auf den Punkt: «Wir sind als moderner Arbeitgeber auch wegen des hohen Sinngehalts attraktiv.»

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MITARBEITENDE

«FIT FÜR MORGEN» DANK INNOVATION 2014 hat sich Energie Wasser Bern ein internes Fitnessprogramm auferlegt. Die Initiative unter dem Namen «Fit für morgen» umfasst einen tief greifenden Kulturwandel, um das Unternehmen durch Effizienz, Flexibilität, Innovation sowie Team- und Unternehmergeist erfolgreich zu positionieren. Ausgebildete Multiplikatoren unter den Mitarbeitenden sollen den Prozess zusätzlich fördern. Der Ansatz ist erfolgreich, wie das Beispiel der Submission für die Stromlieferung an die Schweizerische Post zeigt: Energie Wasser Bern kam zum Zuge, weil die Mitarbeitenden speziell für den Kunden ein neues Abrechnungsmodell entwickelt hatten. In die gleiche Richtung zielt auch das 2015 verabschiedete, systematisch angelegte Innovationsmanagement: Das dynamische Umfeld erfordert von Energie Wasser Bern Agilität und Flexibilität, um mit neuen Geschäftsmodellen erfolgreich am Markt zu bestehen. Das Innovationsmanagement soll das Potenzial für neuartige Produkte und Dienstleistungen erschliessen, kontinuierliche Verbesserung und Kundenorientierung fördern und den Innovationsgedanken unternehmensweit verankern.

BETRIEBLICHES GESUNDHEITSMANAGEMENT Arbeitssicherheit und Gesundheitsförderung sind bei Energie Wasser Bern zentral. 2015 hat die Geschäftsleitung die Sicherheits-Charta der SUVA unterzeichnet und damit klar signalisiert, dass die Sicherheit der Mitarbeitenden an erster Stelle, vor Versorgungssicherheit und Wirtschaftlichkeit, rangiert. Daneben erweitert das Unternehmen sein bisheriges Engagement im Gesundheitsbereich zu einem Betrieblichen Gesundheitsmanagement (BGM) mit systematischer Steuerung und Evaluation. Dabei orientiert es sich an den Qualitätskriterien der Gesundheitsförderung Schweiz. Das BGM basiert auf dem bewährten dreistufigen Modell Prävention (gesundheitsfördernde Massnahmen), Intervention (kennzahlenbasiertes Absenzenmanagement) und Integration (Care und Case Management). Ziel ist es, die Gesundheit der Mitarbeitenden zu erhalten, ihre Motivation und Zufriedenheit zu steigern, die Mitarbeitenden im Krankheitsfall optimal zu begleiten und sie nach längeren Abwesenheiten wieder bestmöglich einzugliedern. Im Care und Case Management wird Energie Wasser Bern von der Versicherung elipsLife unterstützt (siehe Interview).

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«Der Erhalt der Arbeitsfähigkeit ist das oberste Ziel.» Was sind die wichtigsten Vorteile der Krankentaggeld­ versicherung? Im Krankheitsfall bieten wir neben der Lohnfortzahlung ein Care und ein Case Management. Damit erhalten die betroffenen Mitarbeitenden vom ersten Tag an eine Betreuung und nicht erst nach einer Wartefrist von 60 Tagen. Das ist ein grosser Vorteil für beide Seiten, Arbeitnehmende wie Arbeitgeber. Ziel ist es, die Arbeitsfähigkeit zu erhalten oder eine Wiedereingliederung zu ermöglichen. Damit kann man nicht früh genug anfangen. Wie funktioniert das Case Management konkret? Energie Wasser Bern hat einen persönlichen Case Manager, der zunächst mit dem Mitarbeitenden in einem Assessment-Gespräch Ziele und Massnahmen festlegt. Auch der jeweilige Arzt wird einbezogen und der Arbeitgeber wird im Rahmen des Datenschutzes informiert. Unser Case Manager berät den Mitarbeitenden in allen Belangen während des Case-Management-Prozesses.

Drei Fragen an Estelle Mathys Head Care Management elipsLife

Wie erfolgreich ist Ihr Angebot? Die Erfolgsquote ist mit 70 Prozent erfreulich hoch. Wir sprechen von Erfolg bei Wiedereingliederung an einem Arbeitsplatz oder bei einer individuellen Lösung über die Sozialsysteme. elipslife.com

NEUE KRANKENTAGGELDVERSICHERUNG Seit dem 1. Mai 2015 verfügt Energie Wasser Bern über eine kollektive Krankentaggeldversicherung. Eine Win-win-Situation: Im Krankheitsfall sind die Mitarbeitenden noch besser abgesichert und Energie Wasser Bern profitiert von den professionellen Integrationsbemühungen für erkrankte Mitarbeitende und dem reduzierten Kostenrisiko.

DIE WICHTIGSTEN REGELUNGEN IM ÜBERBLICK l Absicherung der Lohnfortzahlung bei Arbeitsunfähigkeit gemäss Gesamtarbeitsvertrag (GAV) bis zu zwei Jahren. l Versicherung der Mitarbeitenden während dieser Zeit – auch dann, wenn sie während einer Kündigungsfrist schwer erkranken. l Anspruch auf Case Management vom ersten Tag an: professionelles Coaching während der Genesungszeit, beispielsweise bei Gesprächen mit Ärzten, mit der IV oder der Arbeitslosenversicherung. l Übertrittsmöglichkeit für Mitarbeitende in eine Einzelversicherung. l Unternehmen und Mitarbeitende tragen hälftig die Kosten.

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GEMEINWESEN

KOORDINIERTE BAUPROJEKTE SPAREN RESSOURCEN Bau- und Sanierungsprojekte wie an der Monbijoustrasse oder am Eigerplatz beeinträchtigen den Alltag vieler Bernerinnen und Berner. Eine gute Koordination zwischen den beteiligten Akteuren ist deshalb elementar, um Ressourcen zu sparen: Indem sich die städtischen Betriebe abstimmen, werden notwendige Eingriffe rascher und kostengünstiger ausgeführt.

Für die Sanierung des öffentlichen Raums sind Grossbaustellen oft unumgänglich. Dann sind sorgfältige Planung und enge Zusammenarbeit aller relevanten Akteure zentral. Die städtischen Betriebe sind diesbezüglich gut organisiert: Über die Vermittlung der «Berner Fachstelle für Koordination im öffentlichen Raum» ist Energie Wasser Bern jeweils schon früh in die Planung grosser Projekte involviert und kann bei Bedarf notwendige Sanierungs- oder Ausbauarbeiten am eigenen Versorgungsnetz einbringen. Komplexe Bauvorhaben in zentralen Gebieten, wie beispielsweise der Umbau der Berner Marktgasse 2013, werden minutiös geplant, genauestens etappiert und koordiniert abgewickelt – und dies in möglichst kurzer Zeit, um den Berner Alltag so wenig wie möglich zu beeinträchtigen.

auch sinnvoll, anstehende Bauprojekte für ohnehin fällige Arbeiten am eigenen Versorgungsnetz zu nutzen. Denn wird irgendwo in der Stadt der Asphalt aufgerissen, dann lohnt es sich, sofern angezeigt, bei dieser Gelegenheit auch gleich die darunterliegenden Werkleitungen zu sanieren oder auszubauen. Das reduziert die Kosten und die entsprechende Strasse muss in absehbarer Zeit nicht noch einmal unterbrochen werden. Zudem können sich die beteiligten Bauherren auch Aufwand und Kosten für die Information der Anwohnerinnen und Anwohner teilen. Die Kooperation unter Leitung der Berner Fachstelle wird in den Quartieren honoriert; so nimmt die Anzahl Beschwerden bezüglich Baustellen kontinuierlich ab. Und wenn es doch noch offene Fragen gibt, können sich die Betroffenen gezielt an die zuständigen Kontaktpersonen wenden, die jeweils auf Plakatwänden ausgewiesen sind.

SYNERGIEN NUTZEN Synergien nutzen, so lautet also die Devise. Das spart Zeit und Geld und steigert die Effizienz. Energie Wasser Bern ist stets darauf bedacht, sich koordiniert an Grossbaustellen zu beteiligen – schon allein zum Schutz der eigenen Infrastruktur. Denn Strom-, Gas- und Wasserleitungen stellen bei Umbauten nicht selten ein Hindernis dar und laufen deshalb Gefahr, bei den Arbeiten beschädigt zu werden. In vielen Fällen ist es

SANIERUNG DES EIGERPLATZES 2015 wurde die Planung zur bevorstehenden Neugestaltung und Sanierung des Eigerplatzes intensiviert. Der Baubeginn ist für das erste Halbjahr 2016 vorgesehen. Der Platz soll wieder ein belastbarer Verkehrsknoten und ein attraktives Zentrum des Stadtteils mit seinen 30’000 Bewohnerinnen und Bewohnern werden. Energie Wasser Bern nutzt auch diese Gelegenheit zur Sanierung der dortigen Strom-, Gas- und Wasserleitungen.

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GEMEINWESEN

PROJEKTE, DIE EINLEUCHTEN Gebäude besser zur Geltung: Speziell angefertigte Licht­ masken ermöglichen Helligkeitsunterschiede und akzentuieren bestimmte Bereiche der Fassade. Gleich­ zeitig verhindern die Schablonen unerwünschtes Streulicht.

Zwischen 2010 und 2015 hat Energie Wasser Bern sämtliche Quecksilberdampflampen in der Bundeshauptstadt durch moderne Metalldampflampen und LED-Leuchten ersetzt. Die effizienteren und umweltfreundlicheren Leuchtmittel erhöhen nicht nur die Sicherheit der Verkehrsteilnehmenden und verringern die Lichtverschmutzung. Mit dem flächendeckenden Armaturenersatz hat sich im Berichtsjahr auch der Stromverbrauch der öffentlichen Beleuchtung nochmals merklich reduziert (siehe Grafik). Mit dem gleichen Ziel hat Energie Wasser Bern 2015 die in die Jahre gekommene Fassadenbeleuchtung des Bernischen Historischen Museums durch modernste Projektortechnik ersetzt. Die neue Beleuchtungsanlage verbraucht 75 Prozent weniger Strom und bringt das historische

Im Rahmen eines Pilotprojekts hat Energie Wasser Bern im Berichtsjahr ausserdem auf Teststrecken Bewegungsmelder an den Strassenleuchten montiert. Damit werden die Praxistauglichkeit und das tatsächliche Stromsparpotenzial des «Lichts nach Bedarf» auf Stadtgebiet geprüft. Zwar können Bewegungsmelder den Energieverbrauch und die Lichtverschmutzung der öffentlichen Beleuchtung verringern. Allerdings ist deren Einsatz nur auf wenig frequentierten Strassen und Wegen zweckmässig und sicher.

INSTALLIERTE LEISTUNG UND ENERGIEVERBRAUCH DER ÖFFENTLICHEN BELEUCHTUNG VERBRAUCH IN KWH

9’243’625 8’879’271 8’481’277 8’098’939 7’789’534 7’191’312 6’541’539

INSTALLIERTE LEISTUNG IN KW 2009 2010 2011 2012 2013 2014 2015

2’530 2’440 2’380 2’300 2’160 1’600 1’563

Seit dem Beginn des flächendeckenden Armaturenersatzes 2010 haben sich die installierte Leistung und damit der Stromverbrauch der öffentlichen Beleuchtung in Bern merklich reduziert.

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«POWER TO ROCK» Auch 2015 ging Energie Wasser Bern mit der Berner Jugend auf Tuchfühlung: Bereits zum zweiten Mal war das Unternehmen am Gurtenfestival als Hauptsponsor der Waldbühne präsent und unterstützte die dort auftretenden Schweizer Bands. In der Energie-Lounge konnten die Musikfans deren Konzerte aus bester Lage geniessen: Die einzigartige Holzkonstruktion bot ein entspanntes Ambiente, in dem die Besucherinnen und Besucher verweilen, entspannen und «Power to Rock» für die weiteren Konzerte sammeln konnten. waldbuehne.ch

ZURÜCK AN DIE STADT BERN Nach 60 Jahren ist die alte Kehrichtverwertungsanlage Warmbächli endgültig Geschichte. Nach Abschluss der letzten Rückbauarbeiten hat Energie Wasser Bern das bereinigte Areal 2015 an die Stadt Bern übergeben. Wo einst der städtische Kehricht verbrannt wurde, entsteht in den nächsten Jahren ein modernes, urbanes Wohnquartier mit 250 Wohnungen. Damit wird ein neues Kapitel in der Quartiergeschichte aufgeschlagen.

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JAHRESBERICHT ÖKOFONDS

JAHRESBERICHT 2015 DES FONDS FÜR ERNEUERBARE ENERGIEN

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ZWECK UND FINANZIERUNG DES ÖKOFONDS Der städtische Leistungsauftrag an Energie Wasser Bern umfasst auch die aktive Förderung der Produktion und des Vertriebs von erneuerbaren Energien sowie die finanzielle Unterstützung von Projekten zur Steigerung der Energieeffizienz (ewr, Art. 6). Zu diesem Zweck wurde der Ökofonds eingerichtet. Finanziert wird der Fonds für erneuerbare Energien durch einen zweckgebundenen Rückbehalt von mindestens zehn Prozent des jährlich durch Energie Wasser Bern an die Stadt auszuschüttenden Gewinns. Mit den zur Verfügung stehenden finanziellen Mitteln werden Projekte gefördert, welche durch ihre Wirkung mithelfen, die Lebensbedingungen für Mensch und Tier positiv zu beeinflussen. Die Eignerstrategie 2009 verlangt, dass die Fördergelder für Kundinnen und Kunden in der Stadt Bern wie auch für Anlagen im Besitz von Energie Wasser Bern einzusetzen sind.

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JAHRESBERICHT ÖKOFONDS

DIE FONDSKOMMISSION Die eingereichten Projekte werden durch die Mitglieder der Ökofondskommission beurteilt. Gemäss der gültigen Verordnung setzt sich diese aus zwei externen Fachpersonen sowie drei Mitarbeitenden von Energie Wasser Bern zusammen. Das bisherige Mitglied Nicole Schirner hat sein Amt per November 2015 niedergelegt. Die Regelung der Nachfolge erfolgt im 1. Semester 2016. Der Kommission gehören per 31. Dezember 2015 folgende Personen an: Funktion Name Präsident

Urs Frieden, ehemaliger Berner Stadtratspräsident

Mitglieder

Adrian Stiefel, Leiter Amt für Umweltschutz der Stadt Bern

Urs Balzli, Leiter Finanzen & Services und Mitglied der Geschäftsleitung von Energie Wasser Bern

Martin Bretscher, Leiter Contracting von Energie Wasser Bern

Sekretariat

Dionne Iseli, Assistentin Key Account Management von Energie Wasser Bern

JAHRESRECHNUNG Mit den zur Verfügung stehenden Mitteln konnte die Ökofondskommission bis heute den Bau von über 1’200 Anlagen finanziell unterstützen. Die mit Geldern aus dem Ökofonds geförderten Projekte reduzierten den CO2-Ausstoss um rund 25’000 Tonnen pro Jahr. Über die zu erwartende Lebensdauer der Anlagen werden somit rund 375’000 Tonnen CO2 weniger in die Umwelt ausgestossen.

Jahresrechnung CHF Einlagen aus den Jahresabschlüssen 2002 bis 2013

41’646’182

Einlage aus Geschäftsabschluss 2014

2’500’000

Total Einlagen

43’964’182

Bewilligte Projektbeiträge bis 31.12.2014

36’079’639

Bewilligte Projektbeiträge 2015

2’272’500

Total Projektbeiträge bis 31.12.2015

38’352’139

Bewilligte Projektbeiträge für das Jahr 2016 und folgende

Bewilligte Projektkredite Förderung erneuerbare Energie Förderung Energieeffizienz Förderung Erdgas/Biogas als Treibstoff Kommunikationsmassnahmen und -kampagnen

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3’132’200

CHF 21’412’374 16’785’950 2’372’339 858’675


ENERGIEBERATUNG UND GEBÄUDESANIERUNGSPROGRAMM Das Gebäudesanierungsprogramm «bern-saniert», welches im Mai 2009 lanciert wurde, umfasst drei wichtige Standbeine: l Energiecoaching durch Fachleute, welche die Gebäudebeurtei-

lungen vornehmen und Verbesserungsmassnahmen definieren l Öffentlichkeitsarbeit l Basis schaffen, um die bestehenden Förderprogramme der

Stiftung Klimarappen, des Kantons sowie des Ökofonds und der Stadt Bern zu nutzen Bis Ende 2015 wurde das Programm von rund 750 Personen genutzt, um eine energietechnische Analyse ihrer Liegenschaft vorzunehmen und den Gebäudeenergieausweis zu erhalten. Die Kosten für Entwicklung und Umsetzung des Programms von rund 1.1 Mio. CHF wurden vom Ökofonds getragen. Ab Mitte 2016 wird nun das neu überarbeitete Gesamtkonzept gestartet. Die Energieberatung wird dabei eine zentrale Funktion einnehmen und alle Fragen rund um das Thema Energie den kompetenten Stellen zur Beantwortung zuführen. Auch das Programm «bern-saniert» wird als wichtiger Teil im neuen Konzept integriert und in angepasster Form weitergeführt. Bei allen Beratungstätigkeiten soll der Fokus noch stärker auf die Umsetzung des Energierichtplans 2035 respektive der Energie- und Klimastrategie 2025 der Stadt Bern gerichtet werden.

NAHWÄRME-VERBUND SCHÖNBERG OST

MOBILITÄT Rund ein Drittel des gesamten Endenergieverbrauchs in der Schweiz geht auf das Konto der Mobilität. Noch heute wird der grösste Teil der im Verkehr verbrauchten Energie durch fossile Energieträger abgedeckt. Alternative Antriebsformen bieten ein entsprechend grosses Potenzial punkto Energieeffizienz und Reduktion von Emissionen. Die Ökofondskommission unterstützt deshalb seit mehreren Jahren das Engagement von Energie Wasser Bern für die Elektromobilität und Erdgas/Biogas als Treibstoff sowie die entsprechenden Kundenangebote: l Mietpakete für E-Bikes l Leasingpakete für E-Autos (in Zusammenarbeit mit Mobility

Solutions AG; nur für Geschäftskunden erhältlich l E-Car-Sharing-Angebot «ElectroDrive weShare»

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In unmittelbarer Nähe zum Paul-Klee-Zentrum entstand in den letzten Jahren die Überbauung Schönberg Ost. Die notwendige Wärmeenergie für Raumheizung und Warmwasseraufbereitung des neuen Wohnquartiers wird zentral mit Holzschnitzeln und Erdgas zur Spitzenlastabdeckung produziert. Dank der Unterstützung des Ökofonds entstand eine Anlage, welche den energie­ politischen Zielsetzungen der Stadt Bern in hohem Masse entspricht.


CORPORATE GOVERNANCE

VERANTWORTUNGSBEWUSST UND TRANSPARENT Soweit sich aus der Rechtsform des Unternehmens nichts anderes ergibt oder gesetzliche Bestimmungen entgegenstehen, orientiert sich Energie Wasser Bern an den allgemein anerkannten Corporate-Governance-Grundsätzen des Verbandes der Schweizer Unternehmen economiesuisse (Swiss Code of Best Practice for Corporate Governance). Dadurch wird eine einheitliche und vergleichbare Berichterstattung sichergestellt. Das Reglement Energie Wasser Bern vom 15. März 2001 (ewb-Reglement) verpflichtet das Unternehmen zur Offenlegung von Vergütungen an die Mitglieder des Verwaltungsrats und der Geschäftsleitung. Massgebend für diese Angaben an den Gemeinderat und den Stadtrat der Stadt Bern sind die Bestimmungen von Artikel 663bbis und 663c des Obligationenrechts (OR). Diese gesetzlichen Vorgaben im Bereich der Corporate Governance richten sich primär an schweizerische börsenkotierte Unternehmen, sogenannte Publikumsgesellschaften. Der Verwaltungsrat regelt seine Führungs- und Organisationsgrundsätze in einer Organisationsverordnung (OrgV ewb), die sich in den wesentlichen Punkten an den für den Verwaltungsrat einer Aktiengesellschaft massgebenden gesetzlichen Bestimmungen orientiert (insbesondere Artikel 716a OR, unübertragbare Aufgaben). Dadurch ergibt sich eine klare Zuweisung der Zuständigkeiten. Ergänzt wird die OrgV ewb durch die Geschäftsordnung für die Geschäftsleitung (GO GL), welche den Prozess und die Zuständigkeiten für die Unternehmensführung auf operativer Ebene definiert.

RECHTSFORM VON ENERGIE WASSER BERN Energie Wasser Bern ist eine selbstständige, autonome öffentlich-rechtliche Anstalt im Eigentum der Stadt Bern und an den im ewb-Reglement definierten Leistungsauftrag gebunden. Das Unternehmen ist rechtsfähig und im Handelsregister eingetragen. Der Hauptsitz befindet sich an der Monbijou­strasse 11 in Bern. Energie Wasser Bern ist mehrheitlich in der Schweiz operativ tätig.

UNTERNEHMENSSTRUKTUR Die Führungsstruktur von Energie Wasser Bern ist in nebenstehendem Organigramm abgebildet. Ausserdem verfügt das Energieversorgungsunternehmen über Beteiligungen an weiteren Unternehmen (siehe Seiten 17 und 45 im Online-­ Finanzbericht). ewb.ch/finanzbericht-2015

KAPITALSTRUKTUR Das Energie Wasser Bern von der Stadt Bern zur Verfügung gestellte Dotationskapital beträgt 80 Mio. CHF. Die Verän­ derungen des Eigenkapitals von 2015 und 2014 sind auf Seite 73 ersichtlich. Kapitalveränderungen aus dem Geschäftsjahr 2013 finden sich im Online-Finanzbericht 2014 (ewb.ch/ finanzbericht-2014) auf Seite 6. MARKTGEBIET UND KUNDENSEGMENTE In der Stadt Bern betreibt Energie Wasser Bern die Energieund Wasserversorgung sowie die thermische Kehricht­ verwertung für rund 70’000 Haushalte, 8’000 KMU sowie 100 Grosskunden. Daneben erschliesst das Unternehmen in Kooperation mit Swisscom die Stadt Bern flächendeckend mit einem Glasfasernetz. Überdies bietet Energie Wasser Bern den Kundinnen und Kunden verschiedene Produkte und Dienstleistungen an, welche das Kerngeschäft ergänzen; namentlich im Bereich der Energieberatung, des Contractings, der Mobilität und der Telekommunikation. In weiteren rund 30 Gemeinden der Region Bern versorgt das Energieversorgungsunternehmen Kundinnen und Kunden ebenfalls direkt oder indirekt mit Produkten und Dienstleistungen. Seit Januar 2009 können Grosskunden, die mehr als 100’000 Kilowattstunden Strom pro Jahr verbrauchen, ihren Stromlieferanten frei wählen. Energie Wasser Bern hat sich den Herausforderungen der ersten Phase der Strommarktliberalisierung gestellt und auch ausserhalb des Versorgungsgebietes neue Kundinnen und Kunden von ihrem Angebot überzeugen können. Der Hauptfokus des Unternehmens liegt dabei auf einer hohen Qualität bei Beratung, Service und Angeboten mit ökologischem Mehrwert.

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ORGANIGRAMM STAND 1. JANUAR 2016

Verwaltungsrat

Compliance Officer Alain Probst

Präsident Franz Stampfli Vizepräsident Dieter Többen

Interner Revisor Peter Soltermann

CEO / C Daniel Schafer GL Stv. Marcel Ottenkamp

Business Development Telecom / CB

Personalmanagement / CP

Generalsekretariat / CG

Unternehmenskommunikation / CK

Unternehmensentwicklung / CU

Peter Zbinden

Daniel Wehrle Stv. Michel Zahnd

Urs Möri Stv. Alain Probst

Claudia Kohlschütter Stv. Raphaël Wyss

Simone Winter Stv. Simon Bürgi

Recht & Compliance / CGR

Nachhaltigkeitsmanagement / CUN

Alain Probst

Christof Scherrer

Energiewirtschaft / E

Netze / N

Marketing & Vertrieb / M

Finanzen & Services / F

Marcel Ottenkamp GL Stv. Roland Hediger

Martin Moser GL Stv. vakant

vakant GL Stv. Roger Riedo

Urs Balzli GL Stv. Charles Mauron

Produktion / EP

Netzbewirtschaftung / NB

Marketing / MM

Einkauf & Logistik / FE

Roland Hediger Stv. Thomas Bücherer

Martin Moser Stv. Urs Spring

Dirk Spilker Stv. Ivo Kaeser

Esther Niffenegger Stv. vakant

Handel / EH

Netzbau / NN Roger Waldmeier Stv. Rolf Moosmann

Key Account Management / MG

Informatik / FI

Markus Schellenberg Stv. Andreas Bieri Produktionsportfolio / ER

Netz Service / NS

Fabian Baerlocher Stv. Thomas Gonschiorek

Martin Schaub Stv. Beat Ducret Vertrieb Privat– & Geschäftskunden / MP

Viktor Obrist Stv. Peter Walther

Roger Riedo Stv. Martin Bretscher Mobilität / MO Ivo Brügger Stv. Daniel Hutter

Daniel Lörtscher Stv. André Iseli Controlling & Risk Management / FC Charles Mauron Stv. Stephan Mücher Rechnungswesen / FR vakant Stv. Urs Leuenberger Services & Facility Management / FS Matthias Reinhard Stv. Anita Haller Corporate Finance / FF Tobias Haefeli Stv. Anna Miriam Lucek

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CORPORATE GOVERNANCE

VERWALTUNGSRAT Der Verwaltungsrat von Energie Wasser Bern setzt sich aus sieben Mitgliedern zusammen, wovon mindestens eines dem Gemeinderat der Stadt Bern angehören muss. Ein Sitz im Verwaltungsrat steht den Arbeitnehmenden zu. Mindestens zwei Mitglieder des Verwaltungsrats müssen in der Stadt Bern wohnen. Nachfolgende Aufstellung gibt Aufschluss über die Zusammensetzung des Verwaltungsrats von Energie Wasser Bern

am 31. Dezember 2015. Es werden die einzelnen Mitglieder, deren Nationalität und Geburtsjahr sowie ihre Ausbildung, ihre Funktion und das Jahr der erstmaligen Wahl in den Verwaltungsrat aufgeführt. Weitere Mandate und Interessenbindungen in bedeutenden Unternehmen, Organisationen und Stiftungen sowie dauernde Leitungs- und Beraterfunktionen für wichtige Interessengruppen wie auch amtliche Funktionen und politische Mandate werden nach dem Prinzip der Selbstdeklaration ausgewiesen.

MITGLIEDER DES VERWALTUNGSRATS Franz Stampfli (1954, CH/I), Ittigen Lic. rer. pol., Universität Bern, Präsident des Verwaltungsrats seit 1. März 2011.

Michel Kunz (1959, CH), Schüpfen Dipl. El.-Ing. ETH, Mitglied der Geschäftsleitung SBB-Infrastruktur, Mitglied des Verwaltungsrats seit 1. Oktober 2014.

Verwaltungsrats- und andere Mandate: Bären Haustechnik AG, Köniz, Präsident des Verwaltungsrats; Bigla AG, Biglen, Mitglied des Verwaltungsrats; Guggisberg Dachtechnik AG, Köniz, Präsident des Verwaltungsrats; tm concept AG, Aarau, Mitglied des Verwaltungsrats; Homedia, Neuenburg, Mitglied des Verwaltungsrats; switchplus AG, Zürich, Mitglied des Verwaltungsrats; Verband openaxs, Freiburg, Mitglied, und Swisspower Energy, Präsident des Verwaltungsrats.

Verwaltungsrats- und andere Mandate: BSI Business Systems Integration AG, Baden, Mitglied des Verwaltungsrats; Photoglob AG, Hägendorf, Mitglied des Verwaltungsrats, und WLS AG, Schüpfen, Mitglied des Verwaltungsrats.

Dieter Többen (1967, CH), Zug Dipl. HLK-Ingenieur FH, KMU-HSG, NDS Umweltwissenschaften, Mitglied des Verwaltungsrats seit 13. August 2009 und Vizepräsident seit 1. Oktober 2014.

Verwaltungsrats- und andere Mandate: Kraftwerke Oberhasli AG, Innertkirchen, Mitglied des Verwaltungsrats; Kommis­ sion Wirtschaft der Regionalkonferenz Bern Mittelland, Bern, Mitglied; Bernische Ortspolizeivereinigung (BOV), Bern, Mitglied des Vorstands; Einbürgerungskommission, Bern, Präsident; Energiekommission, Bern, Vorsitz; Konferenz der städtischen Sicherheitsdirektorinnen und -direktoren (KSSD), Bern, Mitglied des Vorstands; Feuerwehr- und Zivilschutzkommission, Bern, Präsident; Stiftung Gurten-Park im Grünen, Bern, Mitglied des Stiftungsrats; Rudolf Seelhofer-Stiftung, Worb, Mitglied des Stiftungsrats; Bernische Genossenschaft für Feuerbestattung, Bern, Mitglied des Verwaltungsrats; Bern Tourismus, Bern, Mitglied des Verwaltungsrats; Kontaktgremium Sicherheit Kanton-Gemeinden (KGSKG), Bern, Mitglied; Energiepolitische Kommission Städteverband, Präsident; Konferenz Kantonaler Energiedirektorinnen und -direktoren, Mitglied des Vorstands; Tierparkkommission, Bern, Präsident, und CVP Bern, Mitglied des Vorstands.

Verwaltungsrats- und andere Mandate: Dr. Eicher+Pauli AG, Liestal, Bern, Luzern, Olten und Zürich, Vizepräsident des Verwaltungsrats; Ingenieurbüro Riesen AG, Bern und Zürich, Vizepräsident des Verwaltungsrats; RZIntegral AG, Bern, Mitglied des Verwaltungsrats, und TGM-Holding AG, Liestal, Präsident des Verwaltungsrats. Susanne Blank (1972, CH), Bern Lic. rer. pol. Volkswirtschaft und Politologie, Chefredaktorin der Zeitschrift «die Volkswirtschaft», Mitglied des Verwaltungsrats seit 1. Januar 2013. Verwaltungsrats- und andere Mandate: Schweizerische Post, Bern, Mitglied des Verwaltungsrats, und Geschäftsprüfungskommission Hilfswerk Brücke-le Pont, Fribourg, Mitglied.

Reto Nause (1971, CH), Bern Lic. phil. I, Historiker und Politologe, Gemeinderat Stadt Bern, Mitglied des Verwaltungsrats seit 12. März 2009.

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Fällt strategische Entscheide: der Verwaltungsrat von Energie Wasser Bern. Von links: Barbara Rigassi, Michel Kunz, Susanne Blank, André Wehrli-Koch, Franz Stampfli, Dieter Többen, Reto Nause

Barbara Rigassi (1960, CH), Muri bei Bern Dr. oec. HSG, Managing Partner, BHP – Brugger und Partner AG, Mitglied des Verwaltungsrats seit 17. Oktober 2013.

BEST BOARD PRACTICE® LABEL 2013 wurde der Verwaltungsrat von Energie Wasser Bern als schweizweit erstes Gremium eines Energieversorgungsunternehmens mit dem Best Board Practice® Label der Schweizerischen Vereinigung für Qualitäts- und Managementsysteme (SQS) ausgezeichnet. Mit dieser geschützten Garantiemarke hat der Verwaltungsrat erfolgreich dargelegt, dass das Gremium seine Aufgaben unabhängig, professionell und ganzheitlich wahrnimmt. Auf Anregung der auditierenden Stelle hat der Verwaltungsrat seine Prozesse punktuell angepasst und damit weiter optimiert.

Verwaltungsrats- und andere Mandate: Schweizerische Mobiliar Genossenschaft, Bern, Mitglied des Verwaltungsrats; Stiftung atupri, Bern, Mitglied des Stiftungsrats, und compenswiss, Genf, Mitglied des Verwaltungsrats. André Wehrli-Koch (1952, CH), Küttigen Mechanikerlehre, danach Schlosser und Lokomotivführer und pensionierter VPOD-Sekretär, Mitglied des Verwaltungsrats seit 1. Juli 2002. Verwaltungsrats- und andere Mandate: Verein und Stiftung der Angestellten sozialer Organisationen in der Schweiz, Vizepräsident.

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CORPORATE GOVERNANCE

WAHL UND AMTSZEIT Die Mitglieder des Verwaltungsrats werden durch den Berner Stadtrat für eine Amtsdauer von vier Jahren gewählt, wobei diese mit der Legislatur des Gemeinderats der Stadt Bern übereinstimmt. Der Stadtrat bestimmt auch die Präsidentin oder den Präsidenten. Im Übrigen konstituiert sich der Verwaltungsrat selbst. Im Rahmen der Zertifizierung mit dem Best Board Practice® Label evaluierte der Verwaltungsrat die durch ihn erlassene OrgV. Im Sinne einer Selbstregulierung beschränkte er dabei die Amtszeit seiner Mitglieder auf drei Amtsdauern. Zudem darf ein Mitglied dem Verwaltungsrat gemäss der revidierten OrgV längstens bis zum vollendeten 70. Altersjahr angehören. Das ewb-Reglement sieht derzeit noch keine Amtszeitbeschränkung vor. Die in der OrgV festgehaltene Regelung soll indessen, gestützt auf einen entsprechenden parlamentarischen Vorstoss, in absehbarer Zeit auch in das ewb-Reglement übernommen werden.

INTERNE ORGANISATION Gemäss Artikel 17 Absatz 1 ewb-Reglement verfügt der Verwaltungsrat im Rahmen des Leistungsauftrags über sämtliche Befugnisse, die nicht durch das ewb-Reglement oder durch ihn selbst an andere Stellen übertragen worden sind. Er fällt die strategischen Entscheide, überprüft die getroffenen Anordnungen und überwacht ihren Vollzug sowie die Einhaltung und Erfüllung des Leistungsauftrags und sorgt für ein zweckmässiges Controlling (Artikel 17 Absatz 2 ewb-Reglement). Der Verwaltungsrat kann zur Vorbereitung seiner Geschäfte Ausschüsse einsetzen. Die Zusammensetzung und das Pflichtenheft dieser Ausschüsse richten sich nach Anhang I der OrgV. Per 31. Dezember 2015 besteht ein Ausschuss (Verwaltungsratsausschuss). Im Berichtsjahr hielt der Verwaltungsrat sechs ordentliche Sitzungen ab. Zusätzlich führte der Verwaltungsrat eine Klausur, während der er insbesondere die bestehende Strategie kritisch evaluierte (Strategiereview) sowie eine halbtägige VR-Retraite und einen ganztägigen Strategieworkshop durch. Der Verwaltungsratsausschuss tagte an sechs ordentlichen Sitzungen. Gemäss den Bestimmungen der OrgV beruft in der Regel der Verwaltungsratspräsident die Mitglieder des Verwaltungsrats oder des Verwaltungsratsausschusses zu den Sitzungen ein und erstellt die Traktandenliste. Die übrigen Mitglieder des

Verwaltungsrats oder der CEO können die Aufnahme eines Traktandums beantragen. In besonderen Fällen können überdies die externe Revisionsstelle, der Gemeinderat der Stadt Bern oder zwei Mitglieder des Verwaltungsrats schriftlich und unter Angabe der Gründe die unverzügliche Einberufung einer Sitzung verlangen. Der CEO nimmt an den Sitzungen des Verwaltungsrats mit beratender Stimme und Antragsrecht teil.

KOMPETENZREGELUNG Der Verwaltungsrat wählt die fünf Mitglieder der Geschäftsleitung und bestimmt deren Vorsitzende oder Vorsitzenden (Artikel 20 ewb-Reglement). Die Geschäftsleitung leitet das Unternehmen nach den Bestimmungen des ewb-Reglements und den Vorgaben des Verwaltungsrats in allen technischen, betrieblichen und administrativen Belangen (Artikel 21 ewb-­ Reglement). Sie ist verantwortlich für die Geschäftsführung im Rahmen der ihr durch das ewb-Reglement und durch den Verwaltungsrat im Rahmen der OrgV zugewiesenen Zuständigkeiten. Sie kann ihre Kompetenzen an einzelne Mitglieder oder an Mitarbeitende delegieren (Artikel 22 ewb-Reglement). Die Geschäftsleitung setzt die durch den Verwaltungsrat gesetzten Ziele um. INFORMATIONS- UND KONTROLLINSTRUMENTE GEGENÜBER DER GESCHÄFTSLEITUNG Der Verwaltungsrat überprüft seine Anordnungen und überwacht ihren Vollzug sowie die Einhaltung und Erfüllung des Leistungsauftrags. Zudem kontrolliert er, ob die Geschäftsleitung ihre Aufgaben rechtmässig und in Übereinstimmung mit der OrgV erfüllt. Er sorgt mittels entsprechender Vorgaben für ein zweckmässiges internes Kontrollsystem, für den verantwortungsvollen Umgang mit Risiken und für das Controlling. Zudem überwacht er die Umsetzung der Compliance-Massnahmen, welche die Einhaltung von Gesetzen, internen Regelungen und ethischen Grundsätzen zum Ziel haben. Ein besonderes Gewicht kommt in diesem Zusammenhang dem Verhaltenskodex von Energie Wasser Bern zu, der die Verhaltensregeln für den Umgang der Mitarbeitenden unter­einander sowie mit Kundinnen und Kunden, Geschäftspartnern und Aufsichtsbehörden festlegt. Nachdem im Frühjahr 2013 sämtliche Mitarbeitenden von Energie Wasser Bern zu den Belangen der Compliance geschult wurden, führt die Compliance-Stelle zu dieser Thematik zweimal jährlich Einführungsveranstaltungen für neu eingetretene Mitarbeitende durch. Dadurch wird sichergestellt, dass die Mitarbeitenden in Bezug auf die Compliance-Belange sensibilisiert sind und diese in ihrer täglichen Arbeit beachten.

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Der Verwaltungsrat verfügt unter anderem über folgende Instrumente zur Überwachung der Geschäftsführung: l Quartalsreporting l Budget- und Mittelfristplanung l Jahresrechnung l Interne Revision, Revisionsplan l Riskmanagement und Risk Reports

Zudem informiert der CEO den Verwaltungsratspräsidenten mindestens einmal pro Monat über den allgemeinen Geschäftsgang, über die finanzielle Entwicklung sowie über besondere Geschäfte und Entscheide, welche die Geschäftsleitung oder er getroffen haben. Ebenfalls benachrichtigt der CEO den Verwaltungsratspräsidenten umgehend über Vorkommnisse von erheblicher Bedeutung für Energie Wasser Bern oder die Stadt Bern, von öffentlichem Interesse oder von grosser Tragweite für einzelne Personen. Der Verwaltungsratspräsident entscheidet über eine unverzügliche Information der restlichen Mitglieder des Verwaltungsrats. Ferner informiert der CEO den Verwaltungsrat an dessen Sitzungen über den Geschäftsgang.

Der Gesamtbetrag der durch Energie Wasser Bern ausgerichteten Vergütungen für die Geschäftsleitung betrug im Berichtsjahr 1’034’069 Franken (Vorjahr: 1’114’825 Franken). Nicht miteinbezogen sind Spesenentschädigungen, Sozialzulagen sowie allfällige weitere von Gesetzes wegen bestehende Ansprüche. Den höchsten auf ein Mitglied der Geschäftsleitung entfallenden Betrag von 251’846 Franken (Vorjahr: 253’946 Franken) bezog Daniel Schafer, CEO. Im Berichtsjahr wurden keine direkten oder indirekten Vergütungen an frühere Mitglieder des Verwaltungsrats und der Geschäftsleitung ausbezahlt, die in einem Zusammenhang mit der früheren Tätigkeit als Organ der Gesellschaft stehen oder nicht marktüblich sind. Darlehen und Kredite wurden keine gewährt. Ein Beirat wurde nicht eingesetzt. Angaben zu den Beteiligungen sind auf den Seiten 17 und 45 im Online-Finanzbericht zu finden. ewb.ch/finanzbericht-2015

VERGÜTUNGEN, BETEILIGUNGEN UND DARLEHEN Die Abgeltung der Mitglieder des Verwaltungsrats einschliesslich allfälliger Spesenentschädigungen wird vom Gemeinderat der Stadt Bern geregelt (Artikel 25 Absatz 3 ewb-Reglement). Die folgenden Angaben richten sich nach den Vorgaben von Artikel 663b OR. In den genannten Beträgen nicht enthalten sind die Spesenentschädigungen. Insgesamt entrichtete Energie Wasser Bern an die Mitglieder des Verwaltungsrats Vergütungen im Gesamtbetrag von 140’450 Franken aus, wovon an: Franz Stampfli, Präsident 1 Dieter Többen, Vizepräsident 1 Susanne Blank, Mitglied Michel Kunz, Mitglied Reto Nause, Vertreter des Gemeinderats*1 Barbara Rigassi, Mitglied André Wehrli-Koch, Mitglied, Vertretung der Arbeitnehmenden 1 Mitglied

CHF 53’775 CHF 20’425 CHF 13’200 CHF 13’725 CHF 14’325 CHF 12’400 CHF 12’600

des Verwaltungsratsausschusses

* Auszahlung an Stadtkasse gemäss Artikel 91 Absatz 3 der Gemeindeordnung der Stadt Bern vom 3. Dezember 1998.

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CORPORATE GOVERNANCE

GESCHÄFTSLEITUNG Die Geschäftsleitung besteht aus dem CEO und den Leitenden der vier Bereiche. André Moro, bisheriger Leiter Energiewirtschaft, ist im September 2015 nach schwerer Krankheit verstorben. An seiner Sitzung vom 16. November 2015 hat der Verwaltungsrat Marcel Ottenkamp, bisherigen Leiter Netze, zu seinem Nachfolger bestimmt, sowohl in der Funktion als Stellvertreter des CEO als auch als Leiter Energiewirtschaft. Mit Beschluss vom 17. Dezember 2015 hat der Verwaltungsrat in der Folge Martin Moser, bisherigem Leiter Netzbewirtschaftung und Stellvertreter von Marcel Ottenkamp, die Leitung des Bereichs Netze übertragen. Nicole Schirner, bisherige Leiterin Marketing & Vertrieb, hat das Unternehmen im November 2015 verlassen. Bis ihre Nachfolge bestimmt ist, wird der Be-

reich ad interim durch ihren Stellvertreter Roger Riedo, Leiter Vertrieb Privat & Geschäftskunden, geführt. Nachfolgende Aufstellung berücksichtigt die Zusammensetzung der Geschäftsleitung am 31. Dezember 2015. Es werden die einzelnen Mitglieder, deren Nationalität und Geburtsjahr sowie ihre Ausbildung, Funktion und das Jahr der Berufung in die Geschäftsleitung aufgeführt. Weitere Mandate und Interessenbindungen in bedeutenden Unternehmen, Organisationen und Stiftungen sowie dauernde Leitungs- und Beraterfunktionen für wichtige Interessengruppen wie auch amtliche Funktionen und politische Mandate werden nach dem Prinzip der Selbstdeklaration ausgewiesen.

MITGLIEDER DER GESCHÄFTSLEITUNG Daniel Schafer (1967, CH) Ing. él. dipl. EPFL, CEO seit 2008. Verwaltungsrats- und andere Mandate: Kraftwerk Sanetsch AG, Gsteig b. Gstaad, Präsident des Verwaltungsrats; pvenergie AG, Niederönz, Präsident des Verwaltungsrats; Geo-Energie Suisse AG, Zürich, Präsident des Verwaltungsrats; Geo-Energie Jura SA, Haute-Sorne, Präsident des Verwaltungsrats; Swisspower AG, Zürich, Vizepräsident des Verwaltungsrats; Gasverbund Mittelland AG, Arlesheim, Mitglied des Verwaltungsrats; Kernkraftwerk Gösgen-Däniken AG, Däniken, Mitglied des Verwaltungsrats; Bernexpo Holding AG, Bern, Mitglied des Verwaltungsrats; Messepark Bern AG, Bern, Mitglied des Verwaltungsrats; Bernexpo AG, Bern, Mitglied des Verwaltungsrats; Regionalwerke AG Baden, Baden, Mitglied des Verwaltungsrats, und Unigaz SA, Givisiez, Mitglied des Verwaltungsrats. Marcel Ottenkamp (1970, CH) Dipl. Maschineningenieur EPFL, Executive MBA in Management of Technology, Mitglied der Geschäftsleitung seit 2009 und Leiter Energiewirtschaft seit November 2015.

Daniel Schafer

Verwaltungsrats- und andere Mandate: Wasserverbund Region Bern AG, Bern, Mitglied des Verwaltungsrats; energiecheck bern ag, Bern, Präsident des Verwaltungsrats, und Energy Policy & Generation Committee, eurelectric, Brüssel, Mitglied.

64


Marcel Ottenkamp

Urs Balzli

Urs Balzli (1969, CH) Betriebsökonom FH, Master of Science in Finance, Mitglied der Geschäftsleitung und Leiter Finanzen & Services seit 2011. Verwaltungsrats- und andere Mandate: ewb Natur Energie AG, Bern, Vizepräsident des Verwaltungsrats; Leading Swiss Renewables AG, Münchenstein, Mitglied des Verwaltungsrats; Lignocalor AG, Bern, Mitglied des Verwaltungsrats; Bären Haustechnik AG, Köniz, Vizepräsident des Verwaltungsrats; Guggisberg Dachtechnik AG, Köniz, Vizepräsident des Verwaltungsrats; Kraftwerke Oberhasli AG, Innertkirchen, Mitglied der Finanzkommission; Anlagekomitee Personalvorsorge der Stadt Bern, Mitglied, und Ökofondskommission Energie Wasser Bern, Mitglied. Martin Moser (1972, CH) Betriebsökonom FH, Executive Master of Service Marketing and Management, Mitglied der Geschäftsleitung und Leiter Netze seit Dezember 2015. Verwaltungsrats- und andere Mandate: energiecheck bern ag, Bern, Mitglied des Verwaltungsrats.

Martin Moser

65


CORPORATE GOVERNANCE

MITWIRKUNGSRECHTE DER STADT BERN ALS EIGENTÜMERIN

INFORMATIONS- UND KOMMUNIKATIONSPOLITIK

Gemäss Artikel 25 ewb-Reglement wird Energie Wasser Bern durch den Gemeinderat der Stadt Bern beaufsichtigt. Dieser genehmigt unter anderem die Jahresbudgets sowie die Jahresrechnungen und entscheidet auf Antrag des Verwaltungsrats über die Gewinnverwendung. Die Mitwirkungsrechte der Gemeindebehörden richten sich im Übrigen nach Artikel 25ff. ewb-Reglement.

Energie Wasser Bern hat den Anspruch, transparent, aktuell und verständlich zu kommunizieren. Das Unternehmen informiert die Stadt Bern als Eigentümerin sowie seine weiteren Anspruchsgruppen wie Kundinnen und Kunden, Geschäftspartner, Mitarbeitende, die Öffentlichkeit, die Medien und die Vertreterinnen und Vertreter der Politik umfassend und regelmässig über seine Tätigkeiten. Der jährlich erscheinende Geschäfts- und Nachhaltigkeitsbericht, der Online-Finanzbericht sowie der GRI-Bericht beinhalten Informationen über den gesamten Betrieb und finanzielle Informationen über die Tochtergesellschaften des Unternehmens (siehe konsolidierte Jahresrechnung Seite 40 im Online-Finanzbericht).

Am 18. März 2009 verabschiedete der Gemeinderat die Eignerstrategie, die in enger Zusammenarbeit mit Energie Wasser Bern erarbeitet worden war. Am 5. Mai 2010 beschloss der Gemeinderat, ein ausgebautes Kennzahlensystem einzuführen, um die Umsetzung der Strategie zu steuern und zu überwachen. Im Zentrum steht dabei die Einhaltung der Zielvorgabe, bis spätestens 2039 aus der Kernenergie auszusteigen. Diese Vorgabe aus der Eignerstrategie haben die Stimmberechtigten der Stadt Bern am 28. November 2010 in das ewb-Reglement übernommen (Annahme des Gegenvorschlags zur Initiative «EnergieWendeBern»). Der Verwaltungsrat berichtet dem Gemeinderat im Rahmen des Kennzahlensystems zweimal pro Jahr schriftlich insbesondere über den Zielerreichungsgrad in Bezug auf die Versorgung bzw. die Versorgungssicherheit, die Werterhaltung, die verschiedenen Dimensionen der Nachhaltigkeit sowie über die Kooperationen.

ewb.ch/finanzbericht-2015 ewb.ch/gri-report

Zu wichtigen aktuellen Ereignissen veröffentlicht Energie Wasser Bern Medienmitteilungen, informiert, wo erforderlich, direkt an Medienkonferenzen und beantwortet entsprechende Medienanfragen. Zielgruppenspezifische externe Kommunikationsinstrumente sind neben persönlichen Kontakten und Kundenmailings insbesondere Baustelleninformationsblätter, Informationsveranstaltungen und Mitteilungen im «Anzeiger Region Bern». Weitere externe Kommunikationsinstrumente sind die laufend aktualisierte Website ewb.ch, das dreimal jährlich erscheinende Kundenmagazin «DiREKT», Rechnungsbeilagen, Kundenveranstaltungen und Kampagnen. ewb.ch

Zweimal jährlich tauscht sich der Verwaltungsrat mit dem Gemeinderat auf der Grundlage einer gemeinsam festgelegten Tagesordnung über aktuelle Themen aus. Im Rahmen dieses Austauschs orientiert der Verwaltungsrat die Eigentümerin namentlich auch über den aktuellen Stand des Riskmanagements.

REVISIONSSTELLE Der Gemeinderat der Stadt Bern setzt gemäss Artikel 23 ewb-Reglement als Revisionsstelle eine fachlich ausgewiesene Treuhandgesellschaft ein. Dieses Mandat hat derzeit die PricewaterhouseCoopers AG (PwC), Bern, inne.

ewb.ch/direkt ewb.ch/medien

Daneben ist das Unternehmen auf den grössten Social-Media-­ Plattformen wie Facebook, Google+, Twitter und YouTube ver­ treten und betreibt das Besucherzentrum ewb, eine inter­aktive Wissensplattform. Kundinnen und Kunden wie auch andere Interessensgruppen können sich aber auch direkt an das Kundencenter oder das Beschwerdenmanagement von Energie Wasser Bern wenden oder eine E-Mail an info@ewb.ch senden. Sämtliche Anfragen werden in der Regel innerhalb von 48 Stunden be­ antwortet. ewb.ch/besucherzentrum

Die Revisionsstelle berichtet dem Verwaltungsrat und dem Gemeinderat umgehend über das Ergebnis ihrer Prüfung und empfiehlt die Abnahme, mit oder ohne Einschränkung, oder die Rückweisung der Jahresrechnung. Stellt die Revisionsstelle bei ihrer Prüfung gravierende Mängel fest, meldet sie dies den zuständigen Gremien.

Intern kommuniziert das Unternehmen an Mitarbeitenden- und Kaderanlässen sowie mittels Newslettern, Intranet und der dreimal jährlich verschickten Mitarbeiterzeitschrift «DiALOG». Am alljährlichen Stadtratsanlass haben die Parlamentarierinnen und Parlamentarier der Stadt Bern zusätzlich die Gelegenheit, sich mit den Mitgliedern der Geschäftsleitung und des Verwaltungs­rats über energiepolitische Themen auszutauschen. Die Wirkung aller internen und externen Kommunikationsinstrumente wird regelmässig überprüft.

66


Sie vertritt die Mitarbeitenden: die Personalvertretung. Von links: Daniel Rentsch, Marcel Zbinden, Manfred Hohner, Stefan Humbel, Alfred Wirth, Pascale Schneeberger

PERSONALVERTRETUNG Die Personalvertretung vertritt die gemeinsamen Interessen der Mitarbeitenden von Energie Wasser Bern gegenüber dem Unternehmen und trifft sich regelmässig mit dem Personalmanagement sowie der Geschäftsleitung. Gemäss Gesamtarbeitsvertrag (GAV) können die Mitglieder bei allen unter das Mitwirkungsreglement fallenden Themen oder Fragen zur Betriebsorganisation Stellung nehmen und mitwirken. Die Personalvertretung umfasst sieben Mitglieder, die von den Mitarbeitenden von Energie Wasser Bern für eine Amtsperiode von vier Jahren gewählt werden. Eine Wiederwahl ist möglich. Bei der Wahl ist auf eine angemessene Vertretung der verschiedenen Berufsgruppen und Unternehmensbereiche

zu achten. Wahlberechtigt und wählbar ist die Gesamtheit der dem GAV von Energie Wasser Bern unterstellten Mitarbeitenden. Die Personalvertretung konstituiert sich selbst. Die Aufgaben und Rechte der Personalvertretung sind im GAV festgelegt. Die Bereiche haben folgende Vertretungsansprüche: drei Sitze für den Bereich Netze, zwei Sitze für den Bereich Finanzen & Services, einen Sitz für den Bereich Marketing & Vertrieb und einen Sitz für den Bereich Energiewirtschaft. Im Rahmen der Gesamterneuerungswahlen 2014 konnte der zweite Sitz des Bereichs Finanzen & Services nicht besetzt werden und blieb mangels Kandidaten auch im Berichtsjahr vakant.

67


FINANZBERICHT STAMMHAUS

FINANZIELLER LAGEBERICHT STAMMHAUS 2015 Die nachfolgenden Zahlen und Kommentare beziehen sich auf die Jahresrechnung des Stammhauses (Einzelabschluss Energie Wasser Bern). Der vollständige Finanzbericht (Stammhaus und Konzern, inklusive Anhang und Erläuterungen) kann unter folgendem Link heruntergeladen werden: ewb.ch/finanzbericht-2015

DAS FINANZJAHR IM ÜBERBLICK Energie Wasser Bern schliesst das Geschäftsjahr 2015 mit einem Betriebsertrag von 442.4 Mio. CHF ab. Der 2015 erwirtschaftete Jahresgewinn beläuft sich auf 16.3 Mio. CHF. Damit liegt er 16.4 Mio. CHF unter dem letztjährigen Ergebnis. Das diesjährige Jahresergebnis widerspiegelt mehrere, wesentliche Sondereffekte: Der Methodenwechsel bei der Bilanzierung des Stilllegungs- und Entsorgungsfonds des Kernkraftwerks Gösgen belastete die Jahresrechnung von Energie Wasser Bern mit 17.3 Mio. CHF. Zusätzlich erforderten die historisch tiefen Marktpreise an den Strombörsen ein Impairment auf dem Produktionsteil der Energiezentrale Forsthaus von 8.1 Mio. CHF und der Buchwert der Beteiligung Bären Haustechnik AG wurde infolge Restrukturierung und strategischer Neuausrichtung um 5 Mio. CHF reduziert. Demgegenüber stehen einmalige Einnahmen aus dem Verkauf von zwei Liegenschaften im Umfang von 5.3 Mio. CHF. Werden die Jahresgewinne 2014 und 2015 um sämtliche, positiven und negativen Sondereffekte bereinigt, liegt der diesjährige Jahresgewinn 1.2 Mio. CHF oder 3 Prozent höher als 2014. Dies ist angesichts des schwierigen Marktumfeldes eine beachtliche Verbesserung.

UMFELD UND AUSBLICK Energie Wasser Bern beteiligt sich mit einem eigenen Produktionspark an der Umsetzung der beschlossenen Energiewende. Die Gestehungskosten für den in der Schweiz produzierten Strom aus erneuerbaren Energieträgern sind dabei substanziell höher als der Strompreis an den Strombörsen. Die historisch tiefen Strommarktpreise verschärfen zudem den Druck auf die grossen Energielieferverträge. Der damit verbundene wirtschaftliche Druck auf die einheimische erneuerbare Energie wird voraussichtlich auch in naher Zukunft eher zu- als abnehmen. Entsprechend wegweisend sind zukünftige Entscheide zu den Rahmenbedingungen für die einheimische Wasserkraft – auch für Energie Wasser Bern. Positiv wirkten sich hingegen die gesunkenen Erdgaspreise auf die Energieproduktion in der Energiezentrale Forsthaus aus. So konnte im 4. Quartal 2015 dank dem vermehrten Einsatz des Gas- und DampfKombikraftwerks rund dreimal mehr Energie produziert werden als in den ersten drei Quartalen des Berichtsjahres zusammen.

68


GEWINNENTWICKLUNG 2012 BIS 2015 Jahresergebnis

2012

Jahresergebnis ohne Sondereffekt

2013 2014

CASHFLOW

HF .C 50

25

M

M

io

io

0

.C

CH

HF

F

HF io M –2 5

2013 2014 2015 Geldfluss aus Investitionstätigkeit

HF .C

HF io 0 20

15

M

io M 0

M 10

50

0

M

.C

HF io

.C io

0

0 –5

.C

HF

F CH

HF io M

io M 0 –1 0

0 –1 5

.C

HF .C

HF .C io M

M 0 –2 0

Investition in Sachanlagen

2012

Eigenleistungen

2013 2014

69

HF

HF

.C io M 0 25

M 0 20

15

0

M

io

io

.C

.C

HF

HF 10

0

50

M

M

io

io

.C

.C

CH

HF

F

2015

0

0

M

io

io

.C

.C

HF

HF

Geldfluss aus Finanzierungstätigkeit

–2 5

Der über Jahre stabile Eigenleistungsanteil bei den Investitionen in Sachanlagen widerspiegelt die kontinuierliche und koordinierte Erneuerung und Modernisierung der verschiedenen Verteilnetze im Versorgungsgebiet von Energie Wasser Bern. Der signifikante Rückgang der Gesamtinvestitionen ab 2014 ist auf den Bauabschluss der Energiezentrale Forsthaus im Vorjahr zurückzuführen.

2012

Geldfluss aus Betriebstätigkeit

Mit der Inbetriebnahme der Energiezentrale Forsthaus im Jahr 2013 wurde eine Phase mit sehr hohen jährlichen Investitionen abgeschlossen. Seit 2014 sind die Cashflows aus Investitionstätigkeit deutlich tiefer als in den Vorjahren, was nicht zuletzt auf ein konsequentes Cashflow-­ Management zurückzuführen ist.

INVESTITIONEN IN SACH­ANLAGEN

.C

HF –5

–7 5

0

M

M

io

io

.C

.C

HF

HF .C io M 0 –1 0

M 5 –1 2

–1 5

0

M

io

io

.C

.C

HF

HF

2015


FINANZBERICHT STAMMHAUS

ABSCHLUSS ERFOLGSRECHNUNG

TCHF

2015

Nettoerlös aus Lieferungen und Leistungen

%

2014

421’185

415’276

Aktivierte Eigenleistungen

11’985

12’623

Andere betriebliche Erträge

9’229

3’442

%

Betriebsertrag

442’399

100.0

431’341

100.0

Energieaufwand und Wassereinkauf

–212’418

48.0

–197’288

45.7

Materialaufwand

–4’900

1.1

–5’544

1.3

Personalaufwand

–73’370

16.6

–72’373

16.8

Andere betriebliche Aufwendungen

–42’021

9.5

–38’546

8.9

–332’709

75.2

–313’751

72.7

Betriebsergebnis vor Abschreibungen, Zinsen und Steuern (EBITDA)

109’690

24.8

117’590

27.3

Abschreibungen und Wertberichtigungen

–72’920

16.5

–67’397

15.6

36’770

8.3

50’193

11.6

Betriebsaufwand

Betriebsergebnis (EBIT) Finanzergebnis Veränderung Spezialfinanzierungen Jahresergebnis vor Steuern

–23’676

–16’115

3’228

–1’330

16’322

Steuern

3.7

32’748

3.7

32’687

–60

Jahresergebnis nach Steuern

16’262

70

7.6

–61 7.6


BILANZ

TCHF Umlaufvermögen

31.12.2015

%

31.12.2014

%

138’167

7.3

135’458

7.1

Flüssige Mittel und kurzfristig gehaltene Aktiven mit Börsenkurs

19’955

16’543

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

72’973

79’782

10’471

11’800

1’673

3’353

33’095

23’980

Übrige kurzfristige Forderungen Vorräte und nicht fakturierte Dienstleistungen Aktive Rechnungsabgrenzung

Anlagevermögen

1’752’851

Sachanlagen

1’412’089

1’445’605

Finanzanlagen

308’079

295’800

32’683

29’449

Immaterielle Anlagen

Total Aktiven

Kurzfristiges Fremdkapital

92.7

1’770’854

1’891’018

100.0

1’906’312

100.0

161’368

8.5

167’713

8.8

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

27’687

Kurzfristige verzinsliche Verbindlichkeiten

45’395

74’186

Übrige kurzfristige Verbindlichkeiten

17’540

13’056

36’785

Kurzfristige Rückstellungen

17’960

17’782

Passive Rechnungsabgrenzung

52’786

25’904

Langfristiges Fremdkapital

1’120’331

Langfristige verzinsliche Verbindlichkeiten

59.2

1’120’542

965’000

965’000

Übrige langfristige Verbindlichkeiten

28’802

25’140

Langfristige Rückstellungen

126’529

130’402

Total Fremdkapital

92.9

58.8

1’281’699

67.8

1’288’255

67.6

Eigenkapital

609’319

32.2

618’057

32.4

Dotationskapital

80’000

80’000

Betriebsreserven

513’057

505’370

16’262

32’687

Jahresergebnis

Total Passiven

1’891’018

71

100.0

1’906’312

100.0


FINANZBERICHT STAMMHAUS

GELDFLUSSRECHNUNG

TCHF

2015

2014

Jahresergebnis

16’262

32’687

Veränderung Spezialfinanzierungen

–3’227

1’330

60’969

59’899

Abschreibungen Sachanlagen / immaterielle Anlagen Wertberichtigungen Finanzanlagen

6’227

288

Wertbeeinträchtigungen (Impairment)

11’951

7’498

Veränderung von fondsunwirksamen Rückstellungen

–467

6’517

Nicht liquiditätswirksamer Erfolg

–3’283

–2’283

Eigenleistungen für Investitionen

–11’985

–12’623

Gewinn aus Verkauf von Anlagevermögen

–5’486

–233

6’809

–209

1’681

–796

Veränderung der übrigen Forderungen und aktiven Rechnungsabgrenzungen

–9’184

–8’551

Veränderung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

–9’079

1’494

Veränderung der übrigen kurzfristigen Verbindlichkeiten und passiven Rechnungsabgrenzungen

27’138

–250

88’326

84’768

–44’439

–62’228

18’173

1’505

Veränderung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen Veränderung der Vorräte und nicht fakturierten Dienstleistungen

Geldfluss aus Betriebstätigkeit (operativer Cashflow)

Auszahlungen für Investitionen (Kauf) von Sachanlagen Einzahlungen aus Devestitionen (Verkauf) von Sachanlagen Eigenleistungen für Investitionen

11’985

12’623

Auszahlungen für Investitionen (Kauf) von immateriellen Anlagen

–4’560

–5’519

Auszahlungen für Investitionen (Kauf) von Beteiligungen

–10’180

–2’105

942

4’330

–12’179

–17’866

2’284

44’130

Geldfluss aus Investitionstätigkeit

–37’974

–25’130

Gewinnausschüttung

–22’500

–22’500

Einzahlungen aus Devestitionen (Verkauf) von Beteiligungen Auszahlungen für Investitionen (Kauf) von Finanzanlagen Einzahlungen aus Devestitionen (Verkauf) von Finanzanlagen

Speisung Fonds für erneuerbare Energien aus Gewinn

–2’500

–2’500

Veränderung Finanzverbindlichkeiten

–21’940

–26’482

Geldfluss aus Finanzierungstätigkeit

–46’940

–51’482

3’412

8’156

Veränderung des Fonds flüssige Mittel

Bestand flüssige Mittel am 01.01.

16’543

8’387

Bestand flüssige Mittel am 31.12.

19’955

16’543

72


VERÄNDERUNG DES EIGENKAPITALS TCHF Bestand am 01.01.2014

Dotationskapital

Kapitalreserven

Gewinnreserven

Total Eigenkapital

80’000

485’780

44’590

610’370

Jahreserfolg

–

–

32’687

32’687

Zuweisung

–

28’678

–28’678

–

Entnahme

–

–9’088

9’088

–

Verwendung (Ökofonds)

–

–

–2’500

–2’500

–

–

–22’500

–22’500

80’000

505’370

32’687

618’057

Ausschüttung an Stadt Bern Bestand am 31.12.2014 Jahreserfolg

–

–

16’262

16’262

Zuweisung

–

18’559

–18’559

–

Entnahme

–

–10’872

10’872

–

Verwendung (Ökofonds)

–

–

–2’500

–2’500

–

–

–22’500

–22’500

80’000

513’057

16’262

609’319

Ausschüttung an Stadt Bern Bestand am 31.12.2015

73


DATEN UND FAKTEN

ELEKTRIZITÄT

Energieerzeugung und -beschaffung

Brutto1 (erzeugte Energie)

Netto1 (ins Netz eingespeiste/gelieferte Energie)

2015 Anteil 2014 Anteil 2015 Anteil 2014 Anteil MWh in % MWh in % MWh in % MWh in %

Kraftwerk Felsenau

62’615

20.1

51’926

29.9

61’990

2.7

51’396

2.6

Dotierkraftwerk Engehalde

2’056

0.7

1’846

1.1

2’040

0.1

1’834

0.1

Kraftwerk Matte

7’348

2.4

7’079

4.1

7’235

0.3

6’971

0.4

Energiezentrale Forsthaus Holzheizkraftwerk

18’665

6.0

26’654

15.3

13’719

0.6

21’408

1.1

Kehrichtverwertungsanlage

79’047

25.4

63’469

36.5

60’201

2.7

45’045

2.3

Gas- und Dampf-Kombikraftwerk

135’255

43.5

17’430

10.0

133’173

5.9

17’059

0.9

Blockheizkraftwerke

4’116

1.3

4’341

2.5

7’183

0.3

4’278

0.2

Solarkraftwerke

1’678

0.6

1’134

0.6

1’678

0.1

1’134

0.1

Total werkeigene Anlagen 310’780

100.0

173’879

100.0

287’219

12.7

149’125

7.7

Kraftwerke Oberhasli AG

384’419

17.0

347’978

17.9

Kraftwerke Maggia AG

73’232

3.2

84’102

4.3

Kraftwerke Blenio AG

57’650

2.5

53’887

2.8

Kraftwerk Sanetsch AG

18’766

0.9

18’214

0.9

Kernkraftwerk Gösgen-Däniken AG

592’679

26.1

601’553

31.0

Kernkraftwerk Fessenheim (Elsass) 2

139’473

7.2

4’505

0.2

Aventron (ehem. Kleinkraftwerk Birseck AG) 3

4’479

Solarkraftwerke

0.2

1’189

0.1

1’355

0.1

Total Beteiligungen 1’132’414

50.0

1’251’067

64.4

224’669 Produktion erneuerbare Energien im Ausland 3

9.9

193’712

10.0

Bezug von Kleinproduktionsanlagen Dritter

8’907

0.4

8’171

0.4

Handelskäufe

583’338

25.7

310’421

16.0

Bilanzgruppe für erneuerbare Energien 3, 4

30’388

1.3

28’182

1.5

Total Drittbezüge 622’633

27.4

346’774

17.9

Eingespeiste/gelieferte Energiemenge 2’266’935

100.0

1’940’678

100.0

Davon naturemade-star-zertifizierter Ökostrom Strom aus Sonnenenergie

3’388

2’868

Strom aus Wasserkraft

71’265

60’201

1 Die

Brutto-Energieerzeugung bezeichnet die gesamte in der Anlage produzierte Energie. D ie Netto-Energieerzeugung bezeichnet die Differenz zwischen der Brutto-Energieerzeugung einer Anlage und ihrem eigenen Energieverbrauch.

2 Seit 3 Die

2015 bezieht Energie Wasser Bern keinen Strom mehr vom KKW Fessenheim. Werte des aktuellen Berichtsjahres sind jeweils provisorisch und können erst im Folgejahr definitiv ausgewiesen werden.

4 Bezug

des vom Bund mittels kostendeckender Einspeisevergütung geförderten Stroms.

74


Energieabgabe

2015

MWh Aufgewendete Pumpenenergie

2014

Anteil MWh in %

Anteil in %

104’955

4.6

115’573

6.0

Handelsverkäufe

905’085

39.9

586’724

30.2

Abgabe erneuerbare Energie an Dritte/ Einspeisevergütung im Ausland

229’148

10.1

198’217

10.2

Abgabe erneuerbare Energie an KEV 5 in der Schweiz

44’350

2.0

43’721

2.2

Verluste im Netz Bern

21’941

1.0

30’598

1.6

Energieabgabe an Kunden

961’456

42.4

965’845

49.8

Total abgegebene Energie 2’266’935

100.0

1’940’678

100.0

5 Kostendeckende

Einspeisevergütung

Stromnetze 2015 2014 Verteilnetz: Freileitungen (in km) Hochspannung 132 kV

91.9

91.9

Mittelspannung 11 kV

8.8

8.8

Niederspannung 400/230 V

6.5

7.6

Verteilnetz: Kabelleitungen (in km) Hochspannung 132 kV

28.3

28.3

Mittelspannung 11 kV

344.0

333.3

Niederspannung 400/230 V

747.2

717.5

Anzahl Unterwerke

7

7

Anzahl Trafostationen

642

645

Anzahl Trafos

1’049

1’048

Trafoleistung in MVA

573

565

Anzahl Netzanschlüsse (Kabel)

13’537

13’516

Anzahl Netzanschlüsse (Freileitung)

42

49

567.1

563.6

Freileitungen (in km)

3.6

4.4

Öffentliche Beleuchtung Kabelleitungen (in km)

Anzahl Strassenleuchten

18’695

18’623

Energieverbrauch der Strassenleuchten (in kWh)

6’541’539

7’191’312

Im Verteilnetz installierte Zähler

101’079

100’534

Übrige im Netz installierte Apparate

14’650

15’044

Aktive Verrechnungsstromkreise

99’155

98’836

1’938

2’059

Messung und Installationskontrolle

Bearbeitete Installationsanzeigen (Strom)

75


DATEN UND FAKTEN

WÄRME

Wärme

2015 2014

Erdgasbezug (in MWh) Stadt Bern und durch ewb direkt belieferte Gemeinden 1

1’021’951

988’956

Wiederverkäufergemeinden

143’479

136’502

Treibstoff

42’036

44’080

Total 1’207’466

1’169’538

Erdgasabsatz (in MWh) nach Verwendung Haushalt

4’742

5’030

Heizungen und Gewerbe

550’852

469’899

Grosskunden

410’357

461’763

Blockheizkraftwerke

56’000

52’264

Treibstoff

44’080

42’036

Wiederverkäufergemeinde Moosseedorf

15’274

13’174

Wiederverkäufergemeinde Muri

106’316

104’032

19’001

17’281

Wiederverkäufergemeinde Wohlen

2’888

2’015

Total 1’207’466

1’169’538

Wiederverkäufergemeinde Urtenen-Schönbühl

Davon Biogas

48’692

44’603

51.7

51.8

Gasleitungsnetz Stadt Bern und Region (in km) Hochdruckleitungen, 1–5 bar Mitteldruckleitungen, 0.1–1 bar

122.7

123.6

Niederdruckleitungen, 0.022–0.1 bar

163.7

164.5

Total 338.1 339.9 Netzanschlussleitungen (in km)

124.7

123.5

Anzahl Netzanschlüsse

8’776

8’592

Im Verteilnetz installierte Zähler

13’139

13’184

Übrige im Netz installierte Apparate

8’565

8’459

640

1’386

Messung und Installationskontrolle

Durchgeführte Abnahmekontrollen Erdgas (inkl. Druckprüfungen) 1 Bremgarten,

Ittigen, Kirchlindach, Köniz, Münchenbuchsee, Ostermundigen, Zollikofen

Fernwärme

2015 2014

Energieabgabe Anzahl Kunden

560

538

Wärmeverkauf (in MWh) 2

248’582

218’613

Heizgradtage

3’309

3’001

Fernwärmeleitungsnetz Stadt Bern (in km) Vorlaufleitungen

38.9 36.5

Rücklaufleitungen

38.6 36.2

2

Inkl. Nahwärme Blockheizkraftwerk Viktoria

76


CONTRACTING/WASSER

Contracting

2015

2014

Energieabgabe Anzahl Anlagen

70

63

Nutzenergieabgabe Wärme (in MWh)

87’101

84’711

Nutzenergieabgabe Kälte (in MWh)

14’537

10’837

Stromerzeugung (in MWh)

2’463

221

Wasser

2015

2014

13’353

13’262

Wasserverbrauch Stadt Bern in 1’000 m3 Jahresverbrauch Tagesverbrauch im Maximum

53

47

im Mittel

37

36

im Minimum

22

24

Versorgungsleitungen (in km)

378.5

380.3

Hausanschlussleitungen (in km)

199.6

199.3

Wasserleitungsnetz Stadt Bern

Anzahl Hausanschlüsse

13’949

13’782

Anzahl Hydranten

3’502

3’501

Anzahl öffentliche Brunnen 1

217

217

Im Verteilnetz installierte Zähler

15’966

15’971

Durchgeführte Abnahmekontrollen Wasser

264

524

Messung und Installationskontrolle

1

Das Wasser wird von Energie Wasser Bern unentgeltlich zur Verfügung gestellt.

77


DATEN UND FAKTEN

KEHRICHTVERWERTUNG/ NEW BUSINESS Kehrichtverwertung

2015

2014

Abfallentsorgung der Stadt Bern

35’453

36’392

Direktanlieferer Stadt Bern

25’973

26’194

Partneranlagen

5’898

4’835

Regionsgemeinden

16’216

16’310

Direktanlieferer Region

39’789

37’308

Total 123’329

121’039

Kehrichtanlieferung (in t)

Davon Sonderabfälle

2’174

1’099

Kehrichtverwertung (in t) Kehrichtverwertungsanlage (KVA) Bern

121’068

120’260

Externe KVA

0

172

New Business: Mobilität

2015

2014

186

101

Erdgas/Biogas als Treibstoff Anzahl geförderte Erdgasfahrzeuge Anzahl belieferte Erdgastankstellen 1

11

11

Erdgasabsatz Tankstellen (in MWh)

26’431

28’553

Biogasabsatz Tankstellen (in MWh)

15’605

15’527

Elektromobilität Anzahl ElectroDrive-All-in-Pakete

568

460

Abgesetzter Ökostrom für ElectroDrive-Pakete (in kWh)

164’000

36’276

Abgesetzter Strom an Ladestationen (nur Ökostrom) (in kWh)

21’714

21’756

1

Eigene Tankstellen im Versorgungsgebiet (8 Stk) und von ewb gewartete Tankstellen (3 Stk)

New Business: Telekommunikation

2015

2014

Verbaute Glasfaserkabel (in km)

902

724

Total durch Energie Wasser Bern und Swisscom erschlossene Nutzungseinheiten

59’696

54’947

Berner Glasfasernetz (FTTH*) 2

2

Bezieht sich auf erbrachte Leistungen von Energie Wasser Bern

* Fibre to the Home

78


MITARBEITENDE

Indikatoren sozialverantwortlicher Personalpolitik

Einheit

2015

2014

Personalbestand Anzahl Mitarbeitende total

Personen

627

632

Anzahl Mitarbeitende

Vollzeitäquivalente

583.7

590.5

Anzahl Teilzeitmitarbeitende

Personen

124

114

Anzahl Mitarbeitende mit befristeter Anstellung

Personen

2

2

Anzahl Neuanstellungen

Personen

46

55

Fluktuationsrate (ohne Pensionierungen)

%

4.8

5.5

Total Fluktuationsrate (inkl. Pensionierungen)

%

6.4

7.8

Personalvielfalt Anzahl Mitarbeitende mit Kaderfunktion

Personen

141

140

Anzahl Mitarbeitende ohne Kaderfunktion

Personen

471

478

Anzahl Lernende

Personen

15

14

Frauenanteil mit Kaderfunktion

%

8.9

7.8

Frauenanteil insgesamt

%

18.0

17.8

Mitarbeitende unter 30 Jahre

%

9.0

10.3

Mitarbeitende zwischen 30 und 50 Jahre

%

51.1

52.7

Mitarbeitende über 50 Jahre

%

39.9

37.0

Personalausgaben (Löhne und Sozialleistungen)

Mio. CHF

71.3

70.4

in Stunden pro Jahr

12.6

9.6

Aus- und Weiterbildungsausgaben in % der gesamten Personalkosten

1.0

1.0

Aus- und Weiterbildung Durchschnittliche Weiterbildungszeit pro Mitarbeitende/-n (Vollzeitäquivalente)

Arbeitsschutz Total Ausfalltage durch Berufsunfälle

Tage

146

354

Total Ausfalltage durch Nichtberufsunfälle

Tage

610

345

79


DATEN UND FAKTEN

UMWELT UND ENERGIE Energie- und Stoffbilanz-Versorgung

Einheit

2015

2014

Stromproduktion werkeigene Anlagen (netto)

MWh

287’219

149’125

Stromproduktion Beteiligungen

MWh

1’357’083

1’444’779

Verkauf an Endkunden MWh

887’419

1’037’598

Strom nicht erneuerbar

MWh

302’228

325’974

Strom nicht erneuerbar aus Abfall

MWh

0

0

Strom aus nicht überprüfbaren Energieträgern

MWh

0

0

MWh

1’207’466

1’169’538

MWh

48’692

44’603

Nah- und Fernwärme

MWh

241’006

218’613

Wasserabgabe an Stadt Bern

1’000 m3

13’553

13’262

Tonnen

148’052

93’051

Contracting-Anlagen

Tonnen

15’612

14’002

Blockheizkraftwerke

Tonnen

3’029

2’720

Gesamte Kehrichtverwertung in der KVA

Tonnen

121’068

120’260

Schlacke aus KVA

Tonnen

24’200

27’950

Hydroxidschlamm aus KVA

Tonnen

737

779

davon Biogas

Details siehe Seite 74

Verkauf innerhalb und ausserhalb des eigenen Netzgebietes

Strom erneuerbar

Erdgas

Kommentar

Ab 2015 werden nur noch Verkäufe von Herkunftsnachweisen an Stromkunden von ewb berücksichtigt

CO2-Emissionen eigene Produktionsanlagen Energiezentrale Forsthaus

Aus der Verbrennung von Abfall und Erdgas; Abfall gilt zu 50% als CO2-neutral; vermehrter Einsatz des GuD ggü. Vorjahren 1

Kehrichtverwertung

1 Das

Gas- und Dampf-Kombikraftwerk wird in Abhängigkeit von verschiedenen Parametern wie Wärmebedarf, Erdgaspreis, Strompreis am Markt, CO2-Preis sowie klimatischen und technischen Rahmenbedingungen eingesetzt.

80


Umweltkennzahlen eigener Betrieb

Einheit

2015

2014

Kommentar

MWh

9’846

9’231

ewb bezieht nur Strom aus erneuerbaren Energien

MWh

5’115

4’081

Für den Gebäudebereich bezieht ewb naturemade-star-zertifizierten Ökostrom

Wärmeenergie aus Biogas

MWh

548

419

Wärmeenergie aus Heizöl

MWh

54

24

Wärmeenergie aus Fernwärme

MWh

754

748

Treibstoff aus Biogas

MWh

554

528

Treibstoff aus Dieselöl

MWh

840

939

Treibstoff aus Benzin

MWh

233

373

Tonnen

360

410

Bürogebäude, Werkstätten, Magazine

Tonnen

68

55

Fahrzeugflotte, inkl. Geräten

Tonnen

292

355

Kehricht

Tonnen

72

73

Altpapier

Tonnen

27

71

Energie Strom erneuerbar davon zertifizierter Ökostrom

Spitzenlastdeckung am Standort Holligen

ewb bezieht als Treibstoff für Erdgasfahrzeuge ausschliesslich Biogas

Eigene Emissionen und Abfälle CO2-Emissionen

Gesamtzahl Firmenfahrzeuge

175

177

Anteil Gasfahrzeuge

%

41

36

Anteil Elektrofahrzeuge

%

4

4

Neue Berechnungsart gemäss Ökobilanz Fernwärme; Wert 2014 entsprechend korrigiert

Wasserverbrauch Grundwasserentnahme

1’000 m3

138

118

Trinkwasser

1’000 m3

21

24

81

Betrieb der Produktionsanlagen in der Energiezentrale Forsthaus


GRI G4 INHALTSINDEX

GRI G4 INHALTS­INDEX ALLGEMEINE STANDARDANGABEN GRI-Bezeichnung

SPEZIFISCHE STANDARDANGABEN

Referenz (Seite)

GRI-Bezeichnung

Strategie und Analyse G4-1 – G4-2

Referenz (Seite)

Wirtschaftliche Leistung GRI-Bericht, S. 15

Organisationsprofil

G4-DMA

GRI-Bericht, S. 6

G4-EC1 – G4-EC4

GRI-Bericht, S. 34

G4-3 – G4-16

GRI-Bericht, S. 17 – 19

Indirekte wirtschaftliche Auswirkungen

G4-EU1 – G4-EU5

GRI-Bericht, S. 20 – 21

G4-DMA

GRI-Bericht, S. 6

G4-EC7 – G4-EC8

GRI-Bericht, S. 35

Ermittelte wesentliche Aspekte und Grenzen G4-17

S. 82

G4-18

S. 82

G4-19

S. 82

G4-20

S. 82

G4-21

S. 82

G4-22

S. 82

G4-23

S. 82

Verfügbarkeit und Verlässlichkeit

S. 82

G4-24

S. 82

G4-25

S. 82

G4-26

S. 82

G4-27

S. 82

G4-DMA

GRI-Bericht, S. 6

G4-EU11 – G4-EU12

GRI-Bericht, S. 36 – 37

Materialien G4-DMA

GRI-Bericht, S. 7

G4-EN1 – G4-EN2

GRI-Bericht, S. 38 – 39

Energie G4-DMA

GRI-Bericht, S. 7

G4-EN3 – G4-EN7

GRI-Bericht, S. 39 – 41

Wasser GRI-Bericht, S. 27

G4-DMA

GRI-Bericht, S. 7

G4-EN8 – G4-EN10

GRI-Bericht, S. 42

Biodiversität

GRI-Bericht, S. 28 – 32

Ethik und Integrität G4-56 – G4-58

GRI-Bericht, S. 6

Systemeffizienz

Unternehmensführung G4-34 – G4-55

GRI-Bericht, S. 36

G4-DMA

Berichtsprofil G4-28 – G4-33

GRI-Bericht, S. 6

G4-EU10

Forschung und Entwicklung

Einbindung von Stakeholdern G4-21

G4-DMA

GRI-Bericht, S. 32 – 33

G4-DMA

GRI-Bericht, S. 7

G4-EN11 – G4-EN14

GRI-Bericht, S. 42 – 43

G4-EU13

GRI-Bericht, S. 44

Emissionen G4-DMA

GRI-Bericht, S. 7

G4-EN15 – G4-EN21

GRI-Bericht, S. 44 – 45

Abwasser und Abfall

Die Nachhaltigkeitsberichterstattung nach GRI G4 bezieht sich auf das Stammhaus Energie Wasser Bern ohne Tochtergesellschaften und Beteili­ gungen (G4-17). Die identifizierten wesentlichen Themen (G4-19, G4-20,

G4-DMA

GRI-Bericht, S. 7

G4-EN22 – G4-EN26

GRI-Bericht, S. 46

G4-21) finden sich in der Grafik auf Seite 9 sowie im GRI-Bericht, Seite 22.

Produkte und Dienstleistungen

Durch die Umstellung von den GRI-G3- auf die GRI-G4-Richtlinien wurden

G4-DMA

GRI-Bericht, S. 10

Informationen und Kennzahlen wo immer nötig an die neuen Richtlinien

G4-EN27 – G4-EN28

GRI-Bericht, S. 47

angepasst. Zu den wichtigsten Indikatoren gibt es keine grundsätzlich neue

Einhaltung von Rechtsvorschriften (Umwelt)

Darstellung von Informationen oder Veränderung der Berichtsgrundlagen (G4-22, G4-23). Relevante Anspruchsgruppen für Energie Wasser Bern sind Kundinnen und Kunden, Mitarbeitende, die Eignerin (Stadt Bern), Politik

G4-DMA

GRI-Bericht, S. 7

G4-EN29

GRI-Bericht, S. 47

Transport

und Gemeinwesen, Anwohnerinnen und Anwohner, Medien, Bevölkerung

G4-DMA

GRI-Bericht, S. 7

Übersicht zur Einbeziehung von Anspruchsgruppen und eingebrachte The-

G4-EN30

GRI-Bericht, S. 47

men, siehe GRI-Bericht, Seite 24 (G4-25, G4-26, G4-27).

Bewertung der Lieferanten hinsichtlich ökologischer Aspekte

der Stadt Bern, Gewerkschaften und Zulieferer (G4-24). Für eine detaillierte

ewb.ch/gri-report

82

G4-DMA

GRI-Bericht, S. 63

G4-EN32 – G4-EN33

GRI-Bericht, S. 48


GRI-Bezeichnung

Referenz (Seite)

Beschäftigung G4-DMA

GRI-Bericht, S. 8

G4-LA1

GRI-Bericht, S. 49

G4-EU15

GRI-Bericht, S. 49

G4-LA2 – G4-LA3

GRI-Bericht, S. 49

G4-EU18

GRI-Bericht, S. 50

Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz G4-DMA

GRI-Bericht, S. 8

G4-LA5 – G4-LA8

GRI-Bericht, S. 50 – 52

Aus- und Weiterbildung G4-DMA

GRI-Bericht, S. 8

G4-LA9 – G4-LA11

GRI-Bericht, S. 54

Vielfalt und Chancengleichheit G4-DMA

GRI-Bericht, S. 8

G4-LA12 – G4-LA13

GRI-Bericht, S. 54

Bewertung der Lieferanten hinsichtlich Arbeitspraktiken G4-DMA

GRI-Bericht, S. 8

G4-LA14 – G4-LA15

GRI-Bericht, S. 54

Beschwerdemechanismen hinsichtlich Arbeitspraktiken G4-DMA

GRI-Bericht, S. 8

G4-LA16

GRI-Bericht, S. 54

Gleichbehandlung G4-DMA

GRI-Bericht, S. 9

G4-HR3

GRI-Bericht, S. 55

Lokale Gemeinschaften G4-DMA

GRI-Bericht, S. 10

G4-SO1 – G4-SO2

GRI-Bericht, S. 55

G4-EU22

GRI-Bericht, S .56

Korruptionsbekämpfung G4-DMA

GRI-Bericht, S. 10

G4-SO3 – G4-SO6

GRI-Bericht, S. 56

Wettbewerbswidriges Verhalten G4-DMA

GRI-Bericht, S. 10

G4-SO7

GRI-Bericht, S. 57

Compliance – Einhaltung von Rechtsvorschriften G4-DMA

GRI-Bericht, S. 10

G4-SO8

GRI-Bericht, S. 57

Kundengesundheit und -sicherheit G4-DMA

GRI-Bericht, S. 11

G4-PR1 – G4-PR2

GRI-Bericht, S. 58 – 59

G4-EU25

GRI-Bericht, S. 59

Kennzeichnung von Produkten und Dienstleistungen G4-DMA

GRI-Bericht, S. 11

G4-PR3 – G4-PR5

GRI-Bericht, S. 59 – 60

Schutz der Privatsphäre von Kunden G4-DMA

GRI-Bericht, S. 11

G4-PR8 – G4-PR9

GRI-Bericht, S. 60

Zugang (Stromnetz) G4-DMA

GRI-Bericht, S. 11

G4-EU26 – G4-EU30

GRI-Bericht, S. 61 – 62

83


IMPRESSUM HERAUSGEBER Energie Wasser Bern (ewb) Monbijoustrasse 11, Postfach 3001 Bern Telefon 031 321 31 11 info@ewb.ch ewb.ch REDAKTION Raphaël Wyss, Energie Wasser Bern, Bern TEXT Alexandra Jäggi, Energie Wasser Bern, Bern Kinetics Kommunikation, Zürich Sustainserv GmbH, Zürich/Boston Raphaël Wyss, Energie Wasser Bern, Bern GRI-BERICHTERSTATTUNG Christof Scherrer, Energie Wasser Bern, Bern GESTALTUNG Polyconsult AG, Bern BERATUNG NACHHALTIGKEITSBERICHTERSTATTUNG Sustainserv GmbH, Zürich/Boston FOTOS Michael Blaser, Bern Andrea Campiche, bildlich.ch, Schönbühl Getty Images, gettyimages.ch Alexandra Jäggi, Energie Wasser Bern, Bern Thomas Jantscher, jantscher.ch, Colombier Adrian Moser, adrianmoser.ch, Biel LITHOGRAFIE Marti Media AG, marti-media.ch, Hinterkappelen DRUCK Stämpfli Publikationen AG, staempfli.ch, Bern

84


Energie Wasser Bern, Art. Nr. 6861-a, April 2016

Energie Wasser Bern Monbijoustrasse 11 3001 Bern

www.ewb.ch info@ewb.ch Tel. 031 321 31 11

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