Versorgungssicherheit und Energiewende gehen Hand in Hand
Verwaltungsratspräsident Michel Kunz und CEO Cornelia Mellenberger im Gespräch mit Sabine Krähenbühl, Leiterin Kommunikation von Energie Wasser Bern.
Sabine Krähenbühl: Das vergangene Jahr ist wohl nicht ganz einfach zu bilanzieren. Es gab einige Höhepunkte, aber auch Sondereffekte. Wie ist eure Einschätzung?
Michel Kunz: Am meisten hat mich gefreut, dass wir unseren eingeschlagenen Weg unermüdlich weitergegangen sind und unsere Strategie zur Versorgungssicherheit und Energiewende spürbar umgesetzt haben. Schwerpunkte im vergangenen Jahr waren sicher die Wärmetransformation mit dem Ausbau der Wärmenetze und die etappierte Umstellung auf Biogas. Hier sind wir mit der Energie- und Klimastrategie der Stadt Bern auf Kurs: Nach fünfjähriger Bauzeit konnten wir beispielsweise bereits 18 der geplanten 50 Kilometer Fernwärmeleitungen fertigstellen.
Cornelia, welches Fazit ziehst du?
Cornelia Mellenberger: Ich blicke zufrieden auf das vergangene Jahr zurück und möchte bewusst die Gesamtleistung von ewb würdigen, die ich sehr positiv bewerte. Wir haben im Sinne des Service public eine Vielzahl von Vorhaben für die Stadt Bern umsetzen können, die das Leben und Arbeiten in der Stadt Bern verbessern. Energie Wasser Bern hat den Auftrag, Bern sicher und zukunftsfähig mit Energie und Wasser zu versorgen. Diesen Leistungsauftrag haben wir auch im vergangenen Jahr vollständig erfüllt. Wir sprechen hier von 580 Kilometern Wasserleitungen, 3’500 Hydranten und 223 öffentlichen Brunnen, die gewartet und instand gehalten werden müssen. Mehr als die Hälfte der Mitarbeitenden sorgt rund um die Uhr für eine sichere und zuverlässige Infrastruktur.
Kannst du weitere Beispiele nennen?
Cornelia Mellenberger: Dank unserer FTTH-Erschliessung profitieren mittlerweile gut 97 Prozent der Berner Haushalte vom Anschluss ans Glasfasernetz. Dies ermöglicht digitales Fernsehen in höchster Auflösung und blitzschnelles Internet. Gleichfalls kurz vor dem Abschluss steht der Roll-out der intelligenten Stromzähler Smart Meter, die den Stromverbrauch digital messen und die Energieeffizienz verbessern. Zudem haben wir bei unserem Beitrag an die Klimaziele der Stadt Bern grosse Fortschritte erzielt, zum Beispiel bei der Wärmetransformation mit der Umstellung von vielen Gas- und Ölheizungen auf Fernwärme, was für die CO2-Reduktion der Stadt Bern sehr wesentlich ist.
Eine intakte Umwelt und eine zukunftsfähige Energieversorgung sind vielen Menschen wichtig. Entsprechend sehen sie auch ewb in der Verantwortung.
Michel Kunz: Diese Verantwortung nehmen wir wahr – und handeln danach. Bei unseren Projekten achten wir konsequent darauf, die Versorgungssicherheit zu stärken und gleichzeitig einen substanziellen Beitrag zur Energiewende zu leisten. Ein gutes Beispiel dafür ist die öffentliche Beleuch-
tung der Stadt Bern. Durch den Austausch der bisherigen Quecksilberdampflampen gegen LED-Leuchten wurden die Langlebigkeit und Zuverlässigkeit der Beleuchtung verbessert und der Energiebedarf um über 40 Prozent gesenkt. Die öf-
«Wir leisten einen wichtigen Beitrag an die hohe Lebensqualität in der Stadt Bern.»
fentliche Beleuchtung ist auch ein gutes Beispiel für einen Service public, den wir für die Stadt erbringen. Sie muss unterschiedlichen Anforderungen gerecht werden: dem Denkmalschutz, den Sicherheitsbedürfnissen der Menschen und dem Tierschutz.
Cornelia, kommen dir weitere Leistungen in den Sinn, die ewb für die Öffentlichkeit erbracht hat?
Cornelia Mellenberger: Ja, einige davon sind nicht sehr bekannt. So unterhalten wir beispielsweise den Uferabschnitt der Aare zwischen dem Altenberg und dem Engehaldekraftwerk – ein bei der Bevölkerung sehr beliebtes Naherholungsgebiet zum Schwimmen und Spazieren. Im Zusammenhang mit der Sanierung des Unterwerks Engehalde setzten wir ein stimmiges Begrünungskonzept um, das die Attraktivität dieses Uferabschnittes weiter erhöht. Ausserdem unterhalten wir die berühmten historischen Brunnen von Bern und kümmern uns um die öffentlichen Uhren. Das alles sind Beispiele, die die Lebensqualität erhöhen.
Trotz dieser positiven Entwicklungen gibt es einen Wermutstropfen: Verschiedene Sondereffekte bei ewb führen zu einem Gewinnrückgang. Wie geht ewb mit dieser Situation um?
Michel Kunz: Die verspätete Wiederinbetriebnahme des Kernkraftwerks Gösgen sowie das Urteil des Bundesgerichts über die Prüfung der Elektrizitätstarife 2009 und 2010 wirken sich direkt auf unseren Gewinn aus. Energie Wasser Bern arbeitet kontinuierlich daran, die Effizienz zu verbessern, konnte diese Einbusse jedoch nicht durch Sparmassnahmen kompensieren. Die notwendigen Investitionen in die Versorgungssicherheit und in die Ausbauprojekte der Energiewende sind davon jedoch nicht betroffen. Sie werden konsequent weitergeführt. Ohne diese beiden ausserordentlichen Effekte bewegt sich der Gewinn im Rahmen des Vorjahres. Dies zeigt, dass wir operativ und strategisch bei ewb auch 2025 gut gearbeitet haben.
Das Jahr 2025 im Überblick
Fünf Jahre Fernwärmeausbau
Der Ausbau des Fernwärmenetzes startet ins fünfte Jahr. Mittlerweile ist gut ein Drittel der neuen Wärmeversorgung gebaut –allein damit können bereits rund 20’000 Tonnen CO₂ eingespart werden.
Grünes Licht für den Wärmeverbund Bern-Wabern Die Gemeinde Köniz und ewb geben die Realisierung des Wärmeverbunds Bern-Wabern bekannt, der die angeschlossenen Liegenschaften künftig mit nachhaltiger Umweltwärme versorgen wird.
Umziehen leicht gemacht Mit dem neuen Umzugsprozess im Kundenportal kann die neue Wohnung einfach und rund um die Uhr bei ewb online angemeldet werden.
Solarstrom für den Technopark 1’000 Sonnenstunden pro Jahr sorgen bei der Photovoltaikanlage von ewb für eine zeitgemässe Energieversorgung des Business-Parks im Westen von Bern und für eine Senkung der Energiekosten um rund 10 Prozent.
Matteschwelle saniert Dank einer umfassenden Sanierung kann die hölzerne Matteschwelle ihre wichtige Funktion zum Schutz und Erhalt des Natur- und Kulturerbes der Stadt Bern weiterhin erfüllen.
Am Puls der Wasserkraft Die neue Staumauer Spitallamm wird eingeweiht, zeitgleich mit dem 100-jährigen Bestehen der Kraftwerke Oberhasli. Als Aktionärin gratulieren wir den KWO und bedanken uns für die langjährige Zusammenarbeit.
Strom- und Wärmevorrat für den Winter
6’000 im Sommer abgepackte und zwischengelagerte Abfallbälle liefern dann Energie, wenn sie am dringendsten benötigt wird – im Winter.
Doppelte Energiepower auf dem Rehhag-Areal In der Energiezentrale Rehhag wird nachhaltige Fernwärme produziert. Aber nicht nur. Mit der neu installierten Photovoltaikanlage können künftig auch 200 Haushalte mit nachhaltigem Solarstrom versorgt werden.
Verantwortungsbewusster
Arbeitgeber
Bereits zum dritten Mal wurde ewb mit dem Qualitätslabel «Friendly Work Space» ausgezeichnet, einem Gütesiegel für gesundheitsförderliche Arbeitsbedingungen.
Ausstieg aus der fossilen Gasversorgung Wer eine Liegenschaft mit Gasanschluss besitzt, wird brieflich über den Ausstieg aus der fossilen Gasversorgung mindestens 15 Jahre im Voraus informiert.
1’000 Fernwärmeanschlüsse für die Energiewende Das Brockenhaus Emmaus im Berner Kleefeld hat den 1’000. Fernwärmeanschluss bestellt. Die 1’000 neuen Fernwärmekunden leisten einen wichtigen Beitrag zur Energiewende.
2026
Energieeffizienz für Mensch und Tier Der Berner Tierpark Dählhölzli und die Umwelt profitieren künftig von den Sparmassnahmen, die unsere Energieberater vorgeschlagen haben.
Nachhaltigkeit: umfassend und durchdacht
Unser Strom stammt zu
92 % aus erneuerbaren Quellen.
Das umfassende Nachhaltigkeitsverständnis von Energie Wasser Bern ist im Verhaltenskodex und in der Eignerstrategie verankert. Umfassend heisst für Energie Wasser Bern: Als Energieversorger ist ewb Schlüsselpartner der Stadt bei der Umsetzung der Berner Energie- und Klimastrategie. Aber auch der betriebliche Alltag von ewb richtet sich konsequent an ökologischen, sozialen und ökonomischen Zielen aus. Und das alles mit System, deshalb wurde das Nachhaltigkeitsmanagement von ewb im Jahr 2025 wiederum mit den Zertifikaten nach den Normen ISO 9001, ISO 14001, ISO 27001 und ISO 45001 ausgezeichnet.
Dank des grossen Engagements belegt Energie Wasser Bern beim zweijährlichen Nachhaltigkeitsvergleich der Energieversorgungsunternehmen durch das Bundesamt für Energie («EVU-Benchmark») wiederholt in allen Kategorien einen Spitzenplatz.
Wir setzen uns für eine nachhaltige Stadt ein Energie Wasser Bern übernimmt grosse Verantwortung bei der Umsetzung des Energierichtplans und des Klimareglements der Stadt Bern, die gemäss Energie- und Klimastrategie das Netto-Null-Ziel bis 2045 vorgeben. Zur Unterstützung der entsprechenden Transformation bietet ewb Produkte an, die im schweizweiten Vergleich überdurchschnittlich sind:
– Der Stromliefermix besteht zu 92 Prozent aus erneuerbaren Energien, wobei die Stromprodukte in der Grundversorgung zu 100 Prozent erneuerbar sind.
– Die Fernwärme kommt zu 87 Prozent aus Abwärme und erneuerbaren Quellen.
– Im Standardgasprodukt wird zudem ab 2026 der Biogasanteil von 40 auf 50 Prozent erhöht, was in der Treibhausgasbilanz der Stadt Bern zu einer Reduktion des CO₂-Ausstosses um jährlich 5’000 bis 6’000 Tonnen führt.
Unabhängig von unserem Fokus auf erneuerbare Energien bleibt die Zuverlässigkeit und Sicherheit der Energieversorgung der Stadt Bern unsere höchste Priorität.
Liegenschaften von Energie Wasser Bern
Auch als Unternehmen umweltbewusst
Auch im Unternehmensalltag setzt Energie Wasser Bern auf einen ressourcenschonenden und energieeffizienten Betrieb. In den vergangenen zehn Jahren konnte der Stromverbrauch in den betrieblichen Liegenschaften Monbijou und Ausserholligen um 22 Prozent gesenkt werden, was einer kumulierten Einsparung von rund 4’000 MWh entspricht. Erreicht wurde dies unter anderem durch die Nutzung von Abwärme aus Unterwerken, die Optimierung der Serverkühlungen oder den konsequenten Ersatz konventioneller Leuchten durch LED-Leuchten. Der geplante Umzug nach Ausserholligen wird diesen Weg fortsetzen und zu weiteren energetischen Verbesserungen beitragen. Auch in der Mobilität macht ewb grosse Schritte. Schon über 60 Prozent der Fahrzeuge der betriebsinternen Flotte werden elektrisch oder mit Biogas betrieben, was den Energieverbrauch und die CO₂-Emissionen von Energie Wasser Bern in den letzten Jahren deutlich reduziert hat.
Attraktiver Arbeitgeber
Energie Wasser Bern ist ein attraktiver, sozialer Arbeitgeber (siehe dazu Seiten 12 + 13). Dazu gehört beispielsweise das betriebliche Gesundheitsmanagement, das zum Ziel hat, gesundheitsrelevante Faktoren im Arbeitsumfeld positiv zu beeinflussen und die physische, psychische und soziale Gesundheit der Mitarbeitenden zu fördern. Energie Wasser Bern geht auch hier systematisch und strukturiert vor, um sowohl die Sicherheit am Arbeitsplatz als auch die langfristige Gesundheit der Mitarbeitenden kontinuierlich zu verbessern. Dieses Engagement wurde im Jahr 2025 wiederum mit dem Qualitätssiegel «Friendly Work Space» belohnt.
Darüber hinaus legt Energie Wasser Bern grossen Wert auf Ausbildung und Weiterentwicklung der Mitarbeitenden. Als Ausbildungsbetrieb bieten wir Lehrstellen in acht verschiedenen Lehrberufen, im Sport-KV und in der Lehre für Quereinsteigerinnen und -einsteiger an. Zudem unterstützt ewb Mitarbeitende mit grosszügigen finanziellen und zeitlichen Beiträgen für Aus- und Weiterbildung.
Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist heute ein wichtiges Bedürfnis. Daher ermöglicht Energie Wasser Bern den Mitarbeitenden auf allen Stufen die Teilzeitarbeit und ist grosszügig bei Betreuungspflichten.
Energie Wasser Bern berichtet im Geschäfts- und Nachhaltigkeitsbericht regelmässig über ökonomische, ökologische und soziale Nachhaltigkeit. Ergänzend dazu veröffentlicht Energie Wasser Bern alle zwei Jahre einen ergänzenden Nachhaltigkeitsbericht, der detaillierte Einblicke in entsprechende Aktivitäten und Leistungen gibt. Die Berichterstattung erfolgt in Übereinstimmung mit dem international anerkannten GRI-Standard.
Schwerpunktthemen 2025
Im vergangenen Jahr hat Energie Wasser Bern einen zweistelligen Millionenbetrag in die Versorgungssicherheit und die Energiewende investiert. Die einzelnen Investitionsprojekte sind sehr unterschiedlich und reichen von Instandhaltungsmassnahmen über die Sanierung des Unterwerks Engehalde bis zur Konzeption und Realisierung von grossen Wärmeverbünden.
Im Folgenden stellen wir einige ausgewählte Schwerpunktthemen kurz vor.
Infrastruktur und Instandhaltung
18’073
Strassenleuchten
Fernwärmeleitungen
Die Versorgungsinfrastruktur von Energie Wasser Bern ist sehr umfassend und vielfältig. Energie Wasser Bern versorgt rund 150’000 Kundinnen und Kunden jederzeit zuverlässig mit Strom, Wasser und Wärme. Dafür sind verlässliche Anlagen notwendig: über 1’300 Kilometer Stromleitungen, fast 600 Kilometer Wasserleitungen, rund 74 Kilometer Fernwärmeleitungen, 466 Kilometer Gasleitungen sowie 632 Trafostationen, 3’493 Hydranten, 18’073 Strassenleuchten und 223 öffentliche Brunnen. Hinzu kommen Grossanlagen wie die sechs Unterwerke, die drei Flusskraftwerke an der Aare und die grosse Energiezentrale Forsthaus.
Um die Versorgungssicherheit jederzeit zu gewährleisten, muss die gesamte Infrastruktur laufend gewartet werden. Im vergangenen Jahr geschah dies vielfach im Rahmen des Fernwärmeausbaus, um Synergien im Tiefbau zu nutzen und das öffentliche Leben so wenig wie möglich einzuschränken. Zahlreiche Instandhaltungsvorhaben wurden gemeinsam mit der Stadt umgesetzt, beispielsweise im Rahmen der Gleissanierung und Totalsperrung der Effingerstrasse, bei der sämtliche Werkleitungen und Netzanschlüsse saniert und erneuert wurden.
Im Westen von Bern wurden im vergangenen Jahr
128
neue Netzanschlüsse für Fernwärme realisiert.
Sanierung des Unterwerks Engehalde
Das Unterwerk Engehalde spielt eine zentrale Rolle für die Energieversorgung der Stadt Bern. Es stellt sicher, dass rund 35’000 Grosskunden, kleinere und mittlere Unternehmen sowie Privatpersonen Strom beziehen können. Die Anlage wurde vor rund 50 Jahren letztmals saniert. Um auch in Zukunft eine zuverlässige Stromversorgung zu gewährleisten, wird das Unterwerk seit Frühjahr 2022 schrittweise erneuert.
Der Neubau bietet Platz für die energietechnischen Anlagen mit modernster und sicherer Technologie in kompakter Bauweise. Die grosse Freiluftanlage wurde zurückgebaut, da sie nicht mehr benötigt wird. Durch den Wegfall der wartungsintensiven alten Anlagen konnte die Versorgungs- und Betriebssicherheit erhöht sowie ein effizienter Betrieb ermöglicht werden.
Das neue Unterwerksgebäude ist seit Frühjahr 2024 fertiggestellt. Der anspruchsvolle Bau musste parallel zu den noch in Betrieb befindlichen alten Anlagen errichtet werden. Zudem hat ewb die neuen Schaltanlagen und Transformatoren erfolgreich in das neue Gebäude integriert. Seit vergangenem Jahr sind die neuen Anlagen in Betrieb. Anschliessend erfolgte der Rückbau der alten Anlage und des letzten Gebäudetrakts. Ende des Jahres wird auch die Neugestaltung des Geländes abgeschlossen sein.
Energie Wasser Bern setzt mit der konsequenten Instandhaltung und Wartung seiner Anlagen alles daran, seine Kundinnen und Kunden sicher zu versorgen.
Wärmetransformation
Energie Wasser Bern leistet einen wichtigen Beitrag zur Energiewende. In Abstimmung mit der städtischen Energie- und Klimastrategie wird ein grosser Teil der Gasinfrastruktur schrittweise bis 2045 stillgelegt. Wer eine Liegenschaft mit einem Gasanschluss besitzt, wird dafür 15 Jahre im Voraus über die Stilllegung der eigenen Gasheizung informiert. Dieses Vorgehen ermöglicht eine frühzeitige Planung des Heizungsersatzes. Parallel dazu baut ewb nachhaltige Wärmelösungen wie Fernwärmenetze oder Wärmeverbünde aus. In Gebieten, in denen es keine technische oder wirtschaftliche Alternative gibt, ist eine Versorgung mit erneuerbarem Gas vorgesehen.
Im Fernwärmeausbaugebiet im Westen von Bern wurden im vergangenen Jahr zusätzlich fast 10 Kilometer Fernwärmeleitungen gebaut und 128 neue Netzanschlüsse realisiert. Darüber hinaus konnten auch in Gebieten ohne Fernwärmenetz verschiedene Verbundlösungen weiterentwickelt werden. So wurde im März der Realisierungsentscheid für den Wärmeverbund Bern-Wabern gefällt. Dieser soll Teile von Berns Süden sowie Wabern mit nachhaltiger Umweltwärme aus Trinkwasser versorgen. Ein weiterer Wärmeverbund, der die Aare als Wärmequelle nutzt, ist im Berner Mattequartier geplant.
Zudem hat ewb das von den Kund:innen am häufigsten gewählte Standardprodukt in der Gasversorgung mit 50 Prozent Biogas aufgewertet. Damit bietet Energie Wasser Bern eines der hochwertigsten ökologischen Biogasprodukte in der Schweiz an.
Was wir bewegt haben
Entwicklungen in unseren Divisionen
Die Aufgaben von Energie Wasser Bern sind vielfältig und betreffen den Alltag der Menschen in der Region Bern direkt –von Energie und Wasser bis hin zur Kommunikation. In den einzelnen Geschäftsbereichen hat ewb im Berichtsjahr zentrale Projekte umgesetzt, die Versorgungssicherheit gestärkt und den Umbau hin zu erneuerbaren Energielösungen konsequent weitergeführt. Der folgende Überblick zeigt die wichtigsten Entwicklungen in den einzelnen Divisionen.
Elektrizität
Ausbau Photovoltaik und mehr Flexibilität
Im Juli 2025 ging zur Stärkung der inländischen Produktion und als Beitrag zur Schliessung der Winterstromlücke die erste hochalpine Photovoltaikanlage in Sedrun (Sedrun Solar) mit einer ewb-Beteiligung über die aventron AG in Betrieb. Zudem wurde auf dem Holzheizwerk Rehhag eine neue Stadtberner Photovoltaikanlage realisiert. Mit einer Jahresproduktion von rund 0,5 GWh liefert sie Strom für rund 200 Haushalte.
Die Energiemärkte waren im Berichtsjahr von volatilen Preisen geprägt, wodurch die Bedeutung flexibel einsetzbarer Kraftwerke weiter zunahm. Energie Wasser Bern arbeitet deshalb an verschiedenen Projekten, um die Energieproduktion besser an den Bedarf anpassen zu können – etwa durch die Kombination von Strom- und Wärmeerzeugung in der Energiezentrale Forsthaus oder durch zusätzliche flexible Speichermöglichkeiten bei der Kraftwerke Oberhasli AG (Grimsel 4).
Gas
Rückläufiger Bedarf und Biogas
Der Gasverbrauch in der Stadt Bern sinkt kontinuierlich. Gründe dafür sind höhere Temperaturen sowie der Umstieg auf andere erneuerbare Energieträger wie Fernwärme oder Wärmepumpen. Die Kundinnen und Kunden wurden im Berichtsjahr darüber informiert, dass bis 2045 Teile des heutigen Gasnetzes stillgelegt werden. Zur Erreichung der Klimaziele erhöht Energie Wasser Bern den Anteil an erneuerbarem Gas (Biogas) schrittweise. Im Jahr 2025 lag der Biogasanteil im Standardprodukt bereits bei 40 Prozent; ab 2026 steigt er auf 50 Prozent. Spätestens ab 2045 wird Energie Wasser Bern seine Kundschaft in Bern vollständig mit Biogas versorgen.
Wasser
Neues Reservoir Mannenberg
Nach einer Bauzeit von vier Jahren wurde das neue Trinkwasserreservoir Mannenberg in Ittigen im November 2025 in Betrieb genommen. Damit hat die Wasserverbund Region Bern AG einen wichtigen Beitrag zur nachhaltigen Wasserversorgung geleistet. Der Verbund wird von Energie Wasser Bern als Hauptaktionär sowie von 22 weiteren Aktionären aus Gemeinden, Werken und Unternehmen getragen. Mit einem Fassungsvermögen von 30’000 Kubikmetern ist es das grösste Trinkwasserreservoir im Kanton Bern. Rund 43 Millionen Franken wurden investiert, um die sichere Wasserversorgung von rund 300’000 Menschen in der Region Bern langfristig zu gewährleisten. Der über 100 Jahre alte Vorgänger bleibt teilweise als historischer Zeitzeuge erhalten. Die Bauarbeiten stellten hohe Anforderungen an Planung und Logistik, da die Wasserversorgung während der gesamten Bauzeit jederzeit sichergestellt sein musste.
Energielösungen
Wärmeverbünde und Energieberatung
In Gebieten, die nicht mit Fernwärme versorgt werden, wurden diverse Wärmeverbünde weiterentwickelt – so etwa im Mattequartier. Das Projekt ist dort inzwischen so weit fortgeschritten, dass allen, die eine Liegenschaft besitzen, ein konkretes Angebot unterbreitet werden kann.
Die Beratung von Geschäftskunden zur Umsetzung des Grossverbraucherartikels ist eine zentrale Aufgabe der Energieberatung von Energie Wasser Bern. Im Berichtsjahr erreichten mehrere Grossverbraucher das Ende ihrer ersten Zielvereinbarungsperiode. Alle Unternehmen erfüllten die vereinbarten Ziele und reduzierten ihren Strom- und Wärmebedarf deutlich. Die meisten von ihnen gelten auch künftig als Grossverbraucher und sind verpflichtet, erneut eine Zielvereinbarung mit dem Bund oder dem Kanton abzuschliessen. Entsprechend wurden die Verträge erneuert und zusätzliche Kunden gewonnen.
Fernwärme
Berner:innen heizen erneuerbar
Der Ausbau der Fernwärme verläuft weiterhin planmässig. Im November 2025 wurde mit der 1000. Auftragserteilung ein zentraler Meilenstein erreicht. Allein im Berichtsjahr stellten über 100 Kundinnen und Kunden auf Fernwärme um. Das unterstreicht die hohe Akzeptanz und das grosse Vertrauen in unsere Arbeit. Durch den weiteren Netzausbau werden in Bern laufend fossile Heizungen ersetzt. Parallel dazu erreichte Energie Wasser Bern auch in weiteren Wärmeprojekten wichtige Meilensteine. Ein zentrales Instrument für die Planung und Priorisierung ist dabei die digitale Wärmekarte. Über diese können Interessierte eine Anfrage für eine nachhaltige Heizlösung erfassen – eine wertvolle Grundlage für die Umsetzung.
Telekommunikation
Strategie und Glasfaserausbau
Erste Elemente der neuen Telekommunikationsstrategie wurden im Betrieb umgesetzt, weitere werden folgen. Zudem wurden bedeutende Optimierungen realisiert, um den Bereich zu stärken. Das Kerngeschäft von ewb wird zuverlässig durch Glasfaserkonnektivität unterstützt. Das Glasfasernetz sichert zum Beispiel die Datenübertragung der Smart Meter für Strom in der Stadt Bern. Der Verkaufskanal über die Beteiligungsgesellschaft Swiss Fibre Net wurde weiter ausgebaut und die indirekte Partnerschaft mit den Service-Providern gestärkt. Der Ausbau des Glasfasernetzes ist weit fortgeschritten und Energie Wasser Bern bietet eine äusserst stabile Breitbandinfrastruktur für Bern.
Netzdienstleistungen
Neue Beleuchtung für die Kornhausbrücke Im Rahmen der umfassenden Sanierung der Kornhausbrücke wurde auch die öffentliche Beleuchtung erneuert. Sie sorgt nicht nur für Sicherheit im Strassenraum, sondern trägt auch wesentlich zur Atmosphäre des städtischen Lebens bei. Moderne Leuchten können Energie sparen, die Sicht verbessern und die Architektur der Brücke stilvoll in Szene setzen, ohne dabei unnötig viel Licht in den Himmel abzugeben. Gemeinsam mit der Stadt Bern hat ewb ein Beleuchtungskonzept entwickelt, das Technik, Sicherheit und Nachhaltigkeit verbindet. Die denkmalgeschützten Leuchten wurden von konventionellen Leuchtmitteln auf moderne LED-Einsätze umgerüstet. Nun lassen sich die Leuchten dimmen, wodurch sich der Energieverbrauch und die Lichtverschmutzung weiter reduzieren.
Kehrichtverwertung
Optimierung der Wärmeproduktion
Die im Jahr 2024 erfolgreich eingeführte saisonale Kehrichtlagerung wurde im Berichtsjahr deutlich ausgebaut. In Zusammenarbeit mit der Deponie Teuftal AG wurden erneut Kehrichtballen gepresst und zwischengelagert. Insgesamt wurden fast 5’000 Tonnen Kehricht vom Sommer in den Winter verschoben. Diese Menge steht ab Anfang 2026 zusätzlich zur energetischen Verwertung zur Verfügung und kann in Fernwärme und Strom umgewandelt werden. Parallel dazu startete das Projekt Wärmerückgewinnung, mit dem aus den gereinigten, noch rund 140 °C heissen Abgasen aus dem Kamin Wärme gewonnen wird. Dadurch wird die Abwärmenutzung weiter optimiert und die Fernwärmeproduktion zusätzlich gestärkt.
Zusammenarbeit fördern und Entwicklungsmöglichkeiten stärken
Unsere Mitarbeitenden prägen massgeblich den Erfolg und die Zukunftsfähigkeit von Energie Wasser Bern. Ein moderner und verantwortungsvoller Umgang mit unseren Mitarbeitenden schafft die Voraussetzungen dafür, qualifizierte Fachkräfte zu entwickeln und Engagement nachhaltig zu fördern.
Weiterbildung als Erfolgsfaktor
Ein zentraler strategischer Pfeiler von Energie Wasser Bern ist die kontinuierliche Weiterentwicklung unserer Mitarbeitenden. Vor dem Hintergrund sich wandelnder Anforderungen und zunehmender fachlicher Komplexität haben wir das Weiterbildungsangebot in den vergangenen Jahren konsequent ausgebaut.
Das Unternehmen bietet ein breit gefächertes Spektrum an Ausbildungs- und Entwicklungsmöglichkeiten über alle Bereiche hinweg. Neben internen Schulungen werden externe Aus- und Weiterbildungen sowie berufsbegleitende Lehrgänge grosszügig unterstützt. Dabei investieren wir gezielt in den handwerklichen und operativen Bereich.
Förderung in verschiedenen Bereichen Ergänzend zu den klassischen Weiterbildungsformaten setzen wir auch auf den systematischen Wissenstransfer und die individuelle Begleitung von Mitarbeitenden. Vor diesem Hintergrund wurde im Berichtsjahr erneut das Mentoring-Programm durchgeführt. Dieses bringt erfahrene Mitarbeitende mit jenen zusammen, die sich beispielsweise in einer neuen oder herausfordernden Phase ihrer beruflichen Entwicklung befinden. Das Programm fördert nicht nur den Wissensaustausch, sondern auch die Vernetzung innerhalb von Energie Wasser Bern.
Im Berichtsjahr stand erneut die gezielte Förderung unserer Auszubildenden im Fokus. Ergänzend zum regulären Lehrbetrieb wurden auch 2025 verschiedene zusätzliche Angebote und Anlässe umgesetzt, die sowohl die fachliche als auch die persönliche Entwicklung der Lernenden ermöglichen. So erhielten alle 30 Lernenden beispielsweise einen vertieften Einblick in aktuelle Fachthemen und energiewirtschaftliche Herausforderungen. Ein besonderes Austauschformat stellte das Speed-Dating der Lernenden des ersten Lehrjahres mit der CEO dar, das den Dialog auf Augenhöhe förderte. Neue Ausbildungsangebote wie der Quereinstieg in den Beruf der Netzelektrikerinnen und -elektriker eröffnen Menschen mit anderer Erstausbildung attraktive Karriereperspektiven und stärken gleichzeitig unser Fachkräftepotenzial.
Attraktive Entwicklungslandschaft
Ein Ziel im Berichtsjahr war es, die bestehenden Strukturen der Entwicklungslandschaft von Energie Wasser Bern zu prüfen und bei Bedarf anzupassen, um klare, attraktive Entwicklungspfade zu gewährleisten. Nachdem Anfang Jahr die Projektlaufbahn umgesetzt werden konnte, wurde als Nächstes die Fachlaufbahn bewertet. Die Analyse bestätigte weitgehend die bisherigen Einstufungen und das angewandte Vorgehen. Die neu geschaffenen Strukturen zeigen Fach- und Projektlaufbahnen nun transparent auf, was eine gezielte Entwicklung der einzelnen Mitarbeitenden möglich macht.
Vielfältige Diversity
Auch Menschen in herausfordernden Lebenssituationen erhalten bei Energie Wasser Bern gezielt Chancen: Jede Anfrage für einen Arbeitsintegrationseinsatz wird sorgfältig geprüft, um reale Einsatzmöglichkeiten zu schaffen und den Wiedereinstieg ins Berufsleben zu erleichtern. Die Zusammenarbeit mit verschiedenen Partnerinstitutionen wie dem Kompetenzzentrum Arbeit oder der GEWA funktioniert sehr niederschwellig. Im Berichtsjahr wurden sechs solche Arbeitseinsätze absolviert. Daraus sind zwei Festanstellungen entstanden.
Am Führungskräftehalbtag, der im Berichtsjahr erneut zweimal stattfand, wurde das Thema «Grenzen wahren, Grenzen setzen» intensiv diskutiert. Die Führungskräfte wurden damit für die Bedeutung von Grenzen im Arbeitsalltag sensibilisiert.
Batteriespeicher – mehr vom eigenen Solarstrom nutzen
Der Batteriespeicher erhöht den Eigenverbrauch bis zu 70 %
Eine Photovoltaikanlage produziert bei Sonnenschein tagsüber jede Menge Solarstrom. In vielen Haushalten ist der Stromverbrauch jedoch am Abend am höchsten – dann, wenn gekocht wird, der Geschirrspüler läuft oder der Fernseher eingeschaltet ist. Mit einem Batteriespeicher lässt sich der tagsüber produzierte Solarstrom speichern und später nutzen.
Batteriespeicher steigern damit den Eigenverbrauch von Solarstrom und verbessern die Wirtschaftlichkeit einer Photovoltaikanlage. Dies zeigt auch das Beispiel einer privaten PVAnlage mit einer Leistung von 17 kWp, bei der der Eigenverbrauch dank eines Batteriespeichers deutlich erhöht werden konnte. Rund 12 Prozent der Kosten des Batteriespeichers wurden dabei über das Förderprogramm von Energie Wasser Bern finanziert.
Solarstrom in den Abend retten
Das deckt sich mit den Erfahrungen von ewb: Mit einem Batteriespeicher kann der Eigenverbrauch der privaten PVAnlage massiv verbessert werden. Während eine typische Photovoltaikanlage auf einen Eigenverbrauch von Solarstrom von 30 Prozent kommt, erhöht der Batteriespeicher den Eigenverbrauch um bis zu 70 Prozent.
Energie Wasser Bern und der Ökofonds fördern die Installation eines Batteriespeichers mit einem einmaligen Beitrag in der Höhe von 100 Franken pro Kilowattstunde Speicherkapazität. Der Maximalbetrag liegt bei 5’000 Franken.
Im vergangenen Jahr wurden rund 120’000 Franken Förderbeiträge ausgeschüttet, damit konnten insgesamt 64 Batteriespeicher installiert werden.
Jahresbericht des Fonds für erneuerbare Energien
Der städtische Leistungsauftrag an Energie Wasser Bern umfasst auch die aktive Förderung der Produktion und des Vertriebs von erneuerbaren Energien sowie die finanzielle Unterstützung von Projekten zur Steigerung der Energieeffizienz (Art. 6 EWR-Abkommen). Zu diesem Zweck wurde 2002 der Ökofonds eingerichtet. Finanziert wird der Fonds für erneuerbare Energien durch einen zweckgebundenen Rückbehalt von mindestens 10 Prozent des jährlich durch Energie Wasser Bern an die Stadt auszuschüttenden Gewinns.
Mit den zur Verfügung stehenden finanziellen Mitteln werden Projekte gefördert, die durch ihre Wirkung mithelfen, die Lebensbedingungen für Mensch und Tier positiv zu beeinflussen, und die einen wichtigen Beitrag zur Zielerreichung der Energie- und Klimastrategie der Stadt Bern leisten. Die Eignerstrategie legt fest, dass die Fördergelder für Kundinnen und Kunden in der Stadt Bern sowie für Anlagen von Energie Wasser Bern einzusetzen sind.
Jahresrechnung Ökofonds für erneuerbare Energien CHF
Verfügbarer Betrag per 1.1.2025
Einlagen 2025
Verpflichtete Projektbeiträge 2025
Verfügbarer Betrag per 31.12.2025
1’023’945
1’800’000
-1’137’080
1’686’865
Total verpflichtete, noch nicht ausbezahlte Projektbeiträge per 31.12.2025 9’693’182
Total verpflichtete, noch nicht ausbezahlte Projektbeiträge per 31.12.2025 10’157’525
Verfügbarer Betrag per 1.1.2025 1’817’800
Einlagen 2025
Verpflichtete Projektbeiträge 2025
1’813’500
-3’631’300
Verfügbarer Betrag per 31.12.2025 0
Total verpflichtete, noch nicht ausbezahlte Projektbeiträge per 31.12.2025
Verantwortungsbewusst und transparent
Rechtsform von Energie Wasser Bern Energie Wasser Bern ist eine selbstständige, autonome öffentlich-rechtliche Anstalt im Eigentum der Stadt Bern und an den im ewb-Reglement definierten Leistungsauftrag gebunden. Energie Wasser Bern ist rechtsfähig und im Handelsregister eingetragen. Der Hauptsitz befindet sich an der Monbijoustrasse 11 in Bern. Energie Wasser Bern ist mehrheitlich in der Schweiz operativ tätig.
Sofern sich aus der Rechtsform von Energie Wasser Bern nichts anderes ergibt oder keine gesetzlichen Bestimmungen entgegenstehen, orientiert sich Energie Wasser Bern grundsätzlich am Swiss Code of Best Practice for Corporate Governance von economiesuisse, dem Dachverband der Schweizer Wirtschaft. Dadurch wird eine einheitliche und vergleichbare Berichterstattung sichergestellt. Das vom Stadtrat am 15. März 2001 erlassene und von den Stimmberechtigten der Stadt Bern am 23. September 2001 genehmigte Reglement Energie Wasser Bern (ewb-Reglement) verpflichtet das Unternehmen zur Offenlegung von Vergütungen an die Mitglieder des Verwaltungsrats und der Geschäftsleitung entsprechend den Vorgaben, wie sie für Publikumsgesellschaften gelten (Art. 734 ff. OR).
Der Verwaltungsrat regelt seine Führungs- und Organisationsgrundsätze in einer Organisationsverordnung (OrgV ewb), die sich in den wesentlichen Punkten an den für den Verwaltungsrat einer Aktiengesellschaft massgebenden gesetzlichen Bestimmungen orientiert. Dadurch ergibt sich eine klare Zuweisung der Zuständigkeiten. Ergänzt wird die OrgV ewb durch die Geschäftsordnung für die Geschäftsleitung (GO GL), welche die Arbeitsweise und die Zuständigkeiten für die operative Unternehmensführung (Geschäftsleitung und CEO) definiert.
Unternehmensstruktur
Die Führungsstruktur von Energie Wasser Bern ist im Organigramm auf Seite 17 abgebildet. Ausserdem verfügt das Energieversorgungsunternehmen über Beteiligungen an mehreren weiteren Unternehmen (siehe Seiten 18 und 19 im Finanzbericht).
ewb.ch/finanzbericht-2025
Kapitalstruktur
Das Energie Wasser Bern von der Stadt Bern zur Verfügung gestellte Dotationskapital beträgt 80 Millionen Franken. Überdies bietet Energie Wasser Bern den Kundinnen und Kunden verschiedene Produkte und Dienstleistungen an.
Michael Jaun Netze
Netzmanagement
Netzprojektierung und Realisierung
Netzbetrieb
Organigramm
Stand 31. Dezember 2025
Energiewirtschaft
Marcel Ottenkamp (Stv. CEO)
Energieproduktion
Energiehandel
Energiemanagement
Verwaltungsrat
Präsident Michel Kunz
Vizepräsident Hansruedi Köng
Marketing und Verkauf
Moritz Bissegger
Verkauf
Dezentrale Energielösungen und Beratung
Marketing
Kundendienst
Finanzen und Services
Martin Moser
Corporate Finance
Controlling
Rechnungswesen
Informatik
Unternehmenssteuerung
Cornelia Mellenberger (a.i)
Informationssicherheit
Architektur
Netz- und Anlagenbau Marion Mattes
Netz GIS Kompetenzzentrum
Netz Letzte Meile
Produktmanagement und -innovation
CEM und Simplicity
Supply Chain Management
Immobilien
Basis Services Integration Planung
Software Engineering
Unternehmensentwicklung
Verwaltungsrat
Der Verwaltungsrat von Energie Wasser Bern setzt sich aus sieben Mitgliedern zusammen. Ihm gehört (als einfaches Mitglied) von Amts wegen jenes Mitglied des Gemeinderats an, das die für Energie Wasser Bern zuständige Direktion für Sicherheit, Umwelt und Energie (SUE) leitet. Ein Sitz im Verwaltungsrat steht den Arbeitnehmenden zu. Mindestens zwei Mitglieder des Verwaltungsrats müssen in der Stadt Bern wohnen und die Zusammensetzung trägt der Diversität der Geschlechter Rechnung.
Nachfolgende Aufstellung gibt Aufschluss über die Zusammensetzung des Verwaltungsrats von Energie Wasser Bern am 31. Dezember 2025. Es werden die einzelnen Mitglieder, deren Nationalität und deren Geburtsjahr sowie ihre Ausbildung, ihre Funktion und das Jahr der erstmaligen Wahl in den Verwaltungsrat aufgeführt. Weitere Mandate und Interessenbindungen in bedeutenden Unternehmen, Organisationen und Stiftungen sowie dauernde Leitungs- und Beraterfunktionen für wichtige Interessengruppen wie auch amtliche Funktionen und politische Mandate per 31. Dezember 2025 werden nach dem Prinzip der Selbstdeklaration ausgewiesen.
Mitglieder des Verwaltungsrats
Michel Kunz 1959, CH, Schüpfen
Dipl. El.-Ing. ETH, Mitglied des Verwaltungsrats seit 1. Oktober 2014 und Präsident des Verwaltungsrats seit 1. Januar 2022
Verwaltungsrats- und andere Mandate: WLS AG, Schüpfen, Präsident des Verwaltungsrats
Verwaltungsratsmitglied und Vizepräsident seit 1. Oktober 2025
Verwaltungsrats- und andere Mandate: Swissquote Group Holding AG, Zürich, Mitglied des Verwaltungsrats und Mitglied Nominations & Remunerations Ausschuss; Neue Bank AG, Vaduz, Liechtenstein, Präsident des Verwaltungsrats; OLZ AG, Bern und Zürich, Mitglied des Verwaltungsrats
Adrian Altenburger 1963, CH, Weinfelden
Prof. dipl. HLK-Ing. HTL / MAS Arch. ETH, Instituts- und Studiengangsleiter Gebäudetechnik und Energie an der Hochschule Luzern – Technik und Architektur, Horw, Mitglied des Verwaltungsrats seit 20. September 2018
Verwaltungsrats- und andere Mandate: Belimo Holding AG, Hinwil, Mitglied des Verwaltungsrats; Jobst Willers Engineering AG, Rheinfelden, Präsident des Verwaltungsrats; Artha AG, Schlieren, Mitglied des Verwaltungsrats; vyzn AG, Zürich, Mitglied des Verwaltungsrats; A2CE Consulting: Engineering, St. Niklausen, Inhaber Einzelfirma; Schweizerische Normenvereinigung (SNV), Winterthur, Präsident und Mitglied des Vorstands; Design Build Switzerland, Schlieren, Mitglied des Vorstands; Archijeunes, Basel, Vizepräsident und Mitglied des Vorstands, EKT Energiestiftung, Arbon, Mitglied des Stiftungsrats
Stefan Niedermaier
1962, CH, Muri bei Bern
MBA EDHEC (F), Verwaltungsratspräsident DV Bern AG, Verleger und Inhaber der Gassmann Media, Mitglied des Verwaltungsrats seit 1. Januar 2022
Mathias Prüssing 1967, CH, Muri bei Bern
Rechtsanwalt und Executive MBA HSG, Mitglied des Verwaltungsrats seit 1. Juli 2023
Verwaltungsrats- und andere Mandate: Groupe Gassmann SA, Biel, Mitglied des Verwaltungsrats; Newsroom Communication AG, Bern, Mitglied des Verwaltungsrats, Orxys AG, Bern, Mitglied des Verwaltungsrats
Alec von Graffenried 1962, CH, Bern
Rechtsanwalt, Gemeinderat Stadt Bern, Grüne Freie Liste Stadt Bern, Verwaltungsratsmitglied seit 1. Januar 2025
Verwaltungsrats- und andere Mandate: ara region bern ag, Präsident des Verwaltungsrats; Ritter Schumacher, Chur, Präsident des Verwaltungsrats; Sulzer AG, Winterthur, President Flow Division
Verwaltungsrats- und andere Mandate: Autoeinstellhalle Kasinoplatz AG (AKAG), Präsident; Autoeinstellhalle Waisenhausplatz AG (AWAG), Präsident des Verwaltungsrats; Bernische Ortspolizeivereinigung (BOV), Mitglied des Vorstands; Betriebskommission Fonds für Boden- und Wohnbaupolitik, Mitglied; Energie- und Klimakommission, Vorsitz; Energie- und klimapolitische Kommission Städteverband, Mitglied; Einbürgerungskommission, Vorsitz; Konferenz der Städtischen Sicherheitsdirektorinnen und -direktoren (KSSD), Mitglied des Vorstands; Kontaktgremium Sicherheit Kanton Gemeinden (KGSKG), Mitglied; Rudolf Seelhofer-Stiftung, Mitglied des Stiftungsrats; SSREI, Beirat, Stadtbildkommission, Einsitz auf Einladung (beratend); Stiftung Gurten Park im Grünen, Mitglied des Stiftungsrats; Stiftungsrat Stiftung Yehudi Menuhin Forum Bern, Mitglied; Tierparkkommission, Präsident; Verein CasaSegura, Präsident
Flavia Wasserfallen
1979, CH, Bern
lic. rer. soc., Politologie und Volkswirtschaft, Ständerätin Bern, Sozialdemokratische Fraktion, Mitglied des Verwaltungsrats seit 31. August 2017
Verwaltungsrats- und andere Mandate: Verein Bioabi, Bern, Präsidentin; Kommission für soziale Sicherheit und Gesundheit, Mitglied; Stiftung EQUAM, Bern, Präsidentin des Stiftungsrats; Swisstransplant, Präsidentin des Stiftungsrats; Schweizerische Gesundheitsligenkonferenz (GELIKO), Präsidentin; Bern Welcome, Mitglied des Verwaltungsrats
Governance
Wahl und Amtszeit
Die Mitglieder des Verwaltungsrats werden durch den Gemeinderat gewählt (Art. 15 ewb-Reglement). Die Amtsdauer beträgt vier Jahre. Der Gemeinderat bestimmt auch die Präsidentin oder den Präsidenten. Im Übrigen konstituiert sich der Verwaltungsrat selbst. Ein gewähltes Mitglied darf dem Verwaltungsrat während höchstens zwölf Jahren und längstens bis zum vollendeten 70. Altersjahr angehören (Art. 15a und 15b ewb-Reglement). Die Amtszeitbeschränkung gilt nicht für das Mitglied des Gemeinderats.
Die gewählten Mitglieder des Verwaltungsrats müssen mit unternehmerischem Denken vertraut sein. Der Gemeinderat erlässt nach Anhörung der zuständigen stadträtlichen Kommission ein Anforderungsprofil (Art. 14 Abs. 2 ewb-Reglement).
Interne Organisation
Gemäss Art. 17 Abs. 1 ewb-Reglement verfügt der Verwaltungsrat im Rahmen des Leistungsauftrags über sämtliche Befugnisse, die nicht durch das ewb-Reglement oder durch ihn selbst an andere Stellen übertragen worden sind. Er fällt die strategischen Entscheide, überprüft die getroffenen Anordnungen und überwacht ihren Vollzug sowie die Einhaltung und Erfüllung des Leistungsauftrags und sorgt für ein zweckmässiges Controlling (Art. 17 Abs. 2 ewb-Reglement).
Der Verwaltungsrat kann zur Vorbereitung seiner Geschäfte Ausschüsse einsetzen. Die Zusammensetzung und das Pflichtenheft dieser Ausschüsse richten sich nach Anhang 1 der OrgV ewb.
Seit 31. Dezember 2021 besteht ein ständiger Ausschuss zur Vorbereitung von finanziell bedeutsamen oder politisch relevanten Geschäften.
Im Berichtsjahr hielt der Verwaltungsrat sieben ordentliche Sitzungen ab. Zusätzlich führte er eine zweitägige Klausur und einen Strategieworkshop durch. Der Verwaltungsratsausschuss tagte an sechs ordentlichen Sitzungen.
Gemäss den Bestimmungen der OrgV ewb beruft das VRPräsidium die Mitglieder des Verwaltungsrats nach Bedarf, mindestens aber viermal pro Jahr, zu den Sitzungen ein. Es erstellt auch die Traktandenliste. Die übrigen Mitglieder des Verwaltungsrats oder die CEO können die Aufnahme eines Traktandums beantragen. Gestützt auf Art. 16 ewb-Reglement können überdies die externe Revisionsstelle, der Gemeinderat der Stadt Bern oder zwei Mitglieder des Verwaltungsrats schriftlich und unter Angabe der Gründe die unverzügliche
Einberufung einer Sitzung verlangen. Die CEO nimmt an den Sitzungen des Verwaltungsrats mit beratender Stimme und Antragsrecht teil.
Kompetenzregelung
Der Verwaltungsrat wählt die Mitglieder der Geschäftsleitung und bestimmt deren Vorsitz (Art. 20 ewb-Reglement in Verbindung mit der OrgV ewb). Die Geschäftsleitung besteht aus mindestens drei Mitgliedern und leitet das Unternehmen nach den Bestimmungen des ewb-Reglements und den Vorgaben des Verwaltungsrats in allen technischen, betrieblichen und administrativen Belangen (Art. 21 ewb-Reglement). Sie ist verantwortlich für die Geschäftsführung im Rahmen der ihr durch das ewb-Reglement und durch den Verwaltungsrat gemäss OrgV ewb zugewiesenen Zuständigkeiten. Sie kann ihre Kompetenzen an einzelne Mitglieder oder an Mitarbeitende delegieren (Art. 22 ewb-Reglement). Die Geschäftsleitung setzt die durch den Verwaltungsrat gesetzten Ziele um.
Informations- und Kontrollinstrumente gegenüber der Geschäftsleitung
Der Verwaltungsrat überprüft seine Anordnungen und überwacht ihren Vollzug sowie die Einhaltung und Erfüllung des Leistungsauftrags. Zudem kontrolliert er, ob die Geschäftsleitung ihre Aufgaben rechtmässig und in Übereinstimmung mit der OrgV ewb erfüllt. Er sorgt mittels entsprechender Vorgaben für ein zweckmässiges internes Kontrollsystem, für den verantwortungsvollen Umgang mit Risiken und für das Controlling. Zudem überwacht er die Umsetzung der ComplianceMassnahmen, welche die Einhaltung von Gesetzen, internen Regelungen und ethischen Grundsätzen zum Ziel haben. Die Compliance-Fachstelle führt mehrmals jährlich Einführungsveranstaltungen für neu eingetretene Mitarbeitende durch. Dadurch wird sichergestellt, dass die Mitarbeitenden in Bezug auf die Compliance-Belange sensibilisiert sind und diese in ihrer täglichen Arbeit beachten.
Der Verwaltungsrat verfügt unter anderem über folgende Instrumente zur Überwachung der Geschäftsführung:
– Quartalsreporting
– Budget- und Mittelfristplanung (für OPEX und CAPEX, also für Betriebskosten und Investitionen)
– Jahresrechnung nach Swiss GAAP FER – Interne Revision, Revisionsplan – Bericht über das Chancen- und Risk Management
Zudem informiert die CEO den Verwaltungsratspräsidenten mindestens einmal pro Monat über den allgemeinen Geschäftsgang, über die finanzielle Entwicklung sowie über besondere Geschäfte und Entscheide, welche die Geschäftsleitung oder sie getroffen hat. Ebenfalls benachrichtigt die CEO den Verwaltungsratspräsidenten umgehend über Vorkommnisse von erheblicher Bedeutung für Energie Wasser Bern oder die Stadt Bern, von öffentlichem Interesse oder von grosser Tragweite für einzelne Personen. Ferner informiert die CEO den Verwaltungsrat an dessen Sitzungen über den Geschäftsgang.
Vergütungen, Beteiligungen und Darlehen
Die Abgeltung der Mitglieder des Verwaltungsrats einschliesslich allfälliger Spesenentschädigungen wird vom Gemeinderat der Stadt Bern geregelt (Art. 25 Abs. 2 ewb-Reglement). Die folgenden Angaben richten sich nach den Vorgaben von Art. 19 Abs. 2 ewb-Reglement. In den genannten Beträgen nicht enthalten sind die Spesenentschädigungen. Insgesamt entrichtete Energie Wasser Bern an die Mitglieder des Verwaltungsrats Vergütungen im Gesamtbetrag von 139’912 Franken:
Der Gesamtbetrag der durch Energie Wasser Bern an die Mitglieder der Geschäftsleitung ausgerichteten Vergütungen betrug im Berichtsjahr 1’643’726 Franken. Nicht miteinbezogen sind Spesenentschädigungen, Sozialzulagen sowie allfällige durch Drittgesellschaften an Mitglieder der Geschäftsleitung bis zu dem vom Verwaltungsrat festgelegten Höchstbetrag ausgerichtete Honorare. Den höchsten auf ein Mitglied der Geschäftsleitung entfallenden Betrag von 300’811 Franken bezog Cornelia Mellenberger, CEO. Im Berichtsjahr wurden keine direkten oder indirekten Vergütungen an frühere Mitglieder des Verwaltungsrats und der Geschäftsleitung ausbezahlt, die in einem Zusammenhang mit der früheren Tätigkeit als Organ der Gesellschaft stehen oder nicht marktüblich sind. Darlehen und Kredite wurden keine gewährt. Ein Beirat wurde nicht eingesetzt.
Angaben zu den Beteiligungen sind auf den Seiten 18 und 19 im Finanzbericht zu finden.
ewb.ch/finanzbericht-2025
CHF 11’725.–Alec von Graffenried, Mitglied, Vertreter des Gemeinderats 1,3
Stefan Niedermaier, Mitglied
CHF 14’075.–
CHF 10’375.–Mathias Prüssing, Mitglied 4
Flavia Wasserfallen, Mitglied, Vertretung der Arbeitnehmenden 2
1 Mitglied des Verwaltungsratsausschusses
CHF 12’262.–
CHF 14’875.–
2 Regelmässiger Austausch mit Personalvertretung
3 Auszahlung an Stadtkasse gemäss Art. 91 Abs. 3 der Gemeindeordnung der Stadt Bern vom 3. Dezember 1998
4 Mitglied einer VR-Begleitgruppe
5 Pro rata bis zum Austritt per 30. September 2025 resp. Eintritt per 1. Oktober 2025
Geschäftsleitung
Die Geschäftsleitung besteht aus der CEO und den Leitenden der Bereiche. Nachfolgende Aufstellung berücksichtigt die Zusammensetzung der Geschäftsleitung am 31. Dezember 2025. Es werden die einzelnen Mitglieder, deren Nationalität und deren Geburtsjahr sowie ihre Ausbildung, ihre Funktion und das Jahr der Wahl in die Geschäftsleitung aufgeführt. Weitere Mandate und
Interessenbindungen in Unternehmen, Organisationen und Stiftungen sowie dauernde Leitungs- und Beratungsfunktionen für wichtige Interessengruppen wie auch amtliche Funktionen und politische Mandate werden per 31. Dezember 2025 nach dem Prinzip der Selbstdeklaration ausgewiesen.
Mitglieder der Geschäftsleitung
1 Cornelia Mellenberger 1978, CH
lic. rer. pol., Master in Betriebs- und Volkswirtschaft (Bern/Madrid), CEO seit Januar 2022
Verwaltungsrats- und andere Mandate: Gasverbund Mittelland AG, Arlesheim, Mitglied des Comité Client; Swisspower AG, Bern, Mitglied des Verwaltungsrats; Kraftwerke Oberhasli AG, Innertkirchen, Mitglied des Verwaltungsrats
2 Marcel Ottenkamp 1970, CH
Dipl. Maschineningenieur EPFL, Executive MBA in Management of Technology, Mitglied der Geschäftsleitung seit November 2009 und seit 2015 Leiter Energiewirtschaft und stellvertretender CEO
Verwaltungsrats- und andere Mandate: ewb Natur Energie AG, Bern, Präsident des Verwaltungsrats; Kraftwerke Oberhasli AG, Innertkirchen, Vizepräsident des Verwaltungsrats; Kraftwerk Sanetsch AG, Gsteig b. Gstaad, Präsident des Verwaltungsrats; Officine Idroelettriche della Maggia SA und Officine Idroelettriche di Blenio SA, Locarno, Mitglied des Verwaltungsrats und Präsident der technischen Kommission; Kraftwerk Aegina AG, Obergoms, Mitglied des Verwaltungsrats; hydrosuisse, Mitglied der Kommission; Kernkraftwerk Gösgen-Däniken AG, Däniken, Mitglied des Verwaltungsrats und Präsident der Betriebskommission; AVAG Umwelt AG, Thun, Mitglied des Verwaltungsrats
3 Moritz Bissegger 1975, CH
Dr. phil. nat., Primarlehrer, Mitglied der Geschäftsleitung und Leiter Marketing und Verkauf seit August 2023
Mandate: Mitglied der Ökofonds-Kommission
4 Michael Jaun 1976, CH
Bauingenieur FH, Master of Business Administration Kellogg School of Management, Mitglied der Geschäftsleitung und Leiter Netze seit Juni 2023
Verwaltungsrats- und andere Mandate: energiecheck Bern AG, Bern, stv. Präsident des Verwaltungsrats; Wasserverbund Region Bern AG, Bern, Mitglied des Verwaltungsrats; Tram Bern Ostermundigen, Verwaltungsrat der TBO AG
5 Marion Mattes 1977, CH
Executive Diploma in Business Engineering (Universität of St. Gallen), Mitglied der Geschäftsleitung und Leiterin Informatik (CIO) seit Oktober 2021
6 Martin Moser 1972, CH
Betriebsökonom FH, Executive Master of Service Marketing and Management, Mitglied der Geschäftsleitung seit 2015 und Leiter Finanzen und Services seit März 2018
Verwaltungsrats- und andere Mandate: Wasserverbund Region Bern AG, Bern, Vizepräsident des Verwaltungsrats; ewb Natur Energie AG, Bern, Vizepräsident des Verwaltungsrats; Bären Elektro AG, Bern, Vizepräsident des Verwaltungsrats; Bären Haustechnik AG, Köniz, Präsident des Verwaltungsrats; Kraftwerke Oberhasli AG, Innertkirchen, Mitglied der Finanzkommission; Kohler & Partner Personalgewinnung und Organisationsberatung AG, Bern, Präsident des Verwaltungsrats; Burgergemeinde Bern, Bern, Vizepräsident der Finanzkommission; Pensionskasse der Burgergemeinde Bern, Bern, Stiftungsrat
Politische Steuerung und Aufsicht durch die Stadt Bern
In Anlehnung an die allgemein anerkannten Regeln für die strategische Führung, die politische Steuerung und die Aufsicht über öffentliche Unternehmen (Public Corporate Governance) obliegt die Oberaufsicht dem Stadtrat und die Kontrolle dem Gemeinderat, während für die operative und die strategische Führung die entsprechenden Gremien (Geschäftsleitung bzw. Verwaltungsrat) des Unternehmens verantwortlich sind.
Gemäss Art. 25 Abs. 3 ewb-Reglement wird Energie Wasser Bern durch den Gemeinderat der Stadt Bern beaufsichtigt. Dieser erlässt unter Beachtung des reglementarischen Leistungsauftrags für Energie Wasser Bern eine Eignerstrategie und bringt diese dem Stadtrat zur Kenntnis. Diese Eignerstrategie gilt für acht Jahre, wobei sie mindestens alle vier Jahre überprüft wird (Art. 25 Abs. 1 ewb-Reglement). Der Gemeinderat kann dem Verwaltungsrat Weisungen erteilen, soweit dieser die Eignerstrategie nicht umsetzt. Der Gemeinderat genehmigt das Jahresbudget, die Jahresrechnung und auch den Geschäftsbericht, entscheidet auf Antrag des Verwaltungsrats über die Gewinnverwendung und erteilt den Mitgliedern des Verwaltungsrats Decharge.
Die weiteren Informations- und Mitwirkungsrechte der Gemeindebehörden richten sich im Übrigen nach den Bestimmungen von Art. 25 ff. ewb-Reglement.
Für die Überwachung der Umsetzung seiner Eignerstrategie durch Energie Wasser Bern stützt sich der Gemeinderat auf ein Kennzahlensystem. Der Verwaltungsrat berichtet dem Gemeinderat im Rahmen des Kennzahlensystems zweimal pro Jahr schriftlich insbesondere über den Zielerreichungsgrad in Bezug auf die Versorgung bzw. die Versorgungssicherheit, die Werterhaltung, die verschiedenen Dimensionen der Nachhaltigkeit sowie über die Kooperationen.
Ebenfalls zweimal jährlich tauscht sich der Verwaltungsrat mit dem Gemeinderat auf der Grundlage einer gemeinsam festgelegten Tagesordnung über aktuelle Themen aus. Im Rahmen dieses Austauschs orientiert der Verwaltungsrat die Eigentümerin namentlich über den aktuellen Geschäftsgang.
Revisionsstelle
Der Gemeinderat der Stadt Bern setzt gemäss Art. 23 ewb-Reglement als Revisionsstelle eine fachlich ausgewiesene Treuhandgesellschaft ein. Derzeit hat die PricewaterhouseCoopers AG (PwC), Bern, dieses Mandat inne.
Die Revisionsstelle berichtet dem Verwaltungsrat und dem Gemeinderat umgehend über das Ergebnis ihrer Prüfung und empfiehlt die Annahme, mit oder ohne Einschränkung, oder die Rückweisung der Jahresrechnung. Stellt die Revisionsstelle bei ihrer Prüfung gravierende Mängel fest, meldet sie dies den zuständigen Gremien.
Personalvertretung
Die Personalvertretung (PV) vertritt die kollektiven Interessen der Mitarbeitenden von Energie Wasser Bern gegenüber dem Unternehmen. Sie trifft sich regelmässig mit der Personaladministration, der Geschäftsleitung und einer Vertretung des Verwaltungsrats. Die Mitwirkung der PV ist im Anhang 4 zum GAV geregelt.
Die PV besteht aus sieben Mitgliedern. Sie werden von den Mitarbeitenden von Energie Wasser Bern für vier Jahre gewählt. Eine Wiederwahl ist möglich.
Im Berichtsjahr wurde die Zusammenarbeit intensiviert und die Personalvertretung sichtbarer gemacht. Dies geschah bei PV-Kaffee-Veranstaltungen, bei der Mitarbeit an verschiedenen Events und beim Verteilen von Fruchtsäften an allen Standorten. Ein Mitarbeitender mit konkreten Anliegen wurde im Rahmen von Gesprächen unterstützt und teilweise begleitet.
Weil Ralph Umbreit das Unternehmen verlassen hat, musste ein neues Mitglied für den Bereich E gewählt werden. Gewählt wurde Samuel Casanova aus dem Ressort EPC.
Das Gremium setzt sich seit dem 1. Mai 2025 wie folgt zusammen:
Sandro Lüthi, IA Bereich C/I/U, 1 Sitz
Claudia Wolleb, FIM Bereich F, 1 Sitz
Alice Niederberger, MVV Bereich M, 1 Sitz
Manfred Hohner, NP Bereich N, 1 Sitz
Jasmine Hostettler, NP Bereich N, 1 Sitz
Lorenz Rohrer, NNWM Bereich N, 1 Sitz
Samuel Casanova, EPC Bereich E, 1 Sitz
Von links: Samuel Casanova, Manfred Hohner (Präsident), Claudia Wolleb, Jasmine Hostettler, Alice Niederberger, Lorenz Rohrer, Sandro Lüthi
Elektrizität
Stromproduktion und -beschaffung
Energiezentrale Forsthaus
Beteiligungen mit Stromlieferung
Total Produktion Beteiligungen mit Stromlieferung
Drittbezüge
Kleinproduktionsanlagen auf Stadtgebiet
Kleinwasserkraftwerke
Solarkraftwerke
Blockheizkraftwerke
Handelskäufe und Bilanzausgleich 866’311 836’934
Total Drittbezüge
Total Stromproduktion und -beschaffung
davon naturemade-star-zertifizierter Ökostrom
Strom aus Sonnenenergie 0 72
Strom aus Wasserkraft
Beteiligungen ohne Stromlieferung1
Schweiz, Produktion erneuerbarer Energie 2
Ausland, Produktion erneuerbarer Energie
Total Produktion in Beteiligungen ohne Stromlieferung
1 Die Werte des aktuellen Berichtsjahrs sind jeweils provisorisch und können erst im Folgejahr definitiv ausgewiesen werden.
2 Zuzüglich Solarkraftwerke aus Beteiligungen Schweiz mit Stromlieferung
Energieabgabe
Stromnetze
Verteilnetz:
Verteilnetz:
Öffentliche Beleuchtung3
Messung und Installationskontrolle
Im Verteilnetz installierte Zähler4
Smart Meter
Übrige im Netz installierte Apparate
Bearbeitete Installationsanzeigen (Strom)
3 Nur Stadt Bern, ohne Kantons-/Bundesstrassenbeleuchtung
4 Geräte ohne Zählwerke neu nicht mehr berücksichtigt
Wärme
Gas 2025 2024
Gasbezug (in MWh)
Gasverbund Mittelland (GVM) 1’157’600 1’152’946
ARA Region Bern (Biogas) 48’864 54’532
Total 1’206’464 1’207’478
Bezug Biogaszertifikate und Abbau Bestände 186’450 141’500
Gasabsatz (in MWh) geografisch
Stadt Bern (exkl. Energiezentrale Forsthaus) 695’862 714’569
3 Die Werte 2025 beziehen sich auf das Geschäftsjahr 2025, jedoch erfolgt die Auslesung einiger Messzähler nicht zum Jahresende. Daher kann es zu leichten Abweichungen kommen.
Fernwärme
Wärmeabsatz gesamt (in MWh) 4
Absatz Fernwärme ab Energiezentrale Forsthaus (in MWh)
Produktion aus erneuerbaren Energieträgern und Abwärme (in MWh) 5
Produktion aus nicht erneuerbaren Energieträgern (in MWh)
Netzverluste (in %)
Fernwärmeleitungsnetz Stadt Bern
Hochtemperaturleitungen (in
Anzahl Netzanschlüsse Fernwärme in Betrieb
Messung und Installationskontrolle
Im Verteilnetz installierte Zähler
Übrige im Netz installierte Apparate
Durchgeführte Abnahmekontrollen Fernwärme 131 76
4 Inkl. Wärme des Blockheizkraftwerks Viktoria und des Holzheizwerks Rehhag
5 Inkl. Provisorium
Contracting/Wasser
Contracting
Anlagen- und Energiedaten
Anzahl Anlagen Wärme-/Kälte-Contracting
Anzahl Anlagen technisches Gebäudemanagement
Anzahl Anlagen PV-Contracting
Nutzenergieabgabe Wärme (in MWh)
Nutzenergieabgabe Kälte (in MWh)
Stromerzeugung (in MWh)
Stadt Bern in 1’000 m3
Wasserleitungsnetz Stadt Bern
Anzahl Netzanschlüsse
Anzahl Hydranten
Anzahl öffentlicher Brunnen
Messung und Installationskontrolle
Im Verteilnetz installierte Zähler
Durchgeführte Abnahmekontrollen Wasser
48
217
Kehrichtverwertung/Mobilität/ Telekommunikation
Kehrichtverwertung
Kehrichtanlieferung (in t)
Abfallentsorgung der Stadt Bern
Direktanlieferer Stadt Bern
Partneranlagen
Regionsgemeinden
Direktanlieferer Region
Entgegennahme Sonderabfälle
Kehrichtverwertung (in t)
Kehrichtverwertungsanlage (KVA) Bern
Externe KVA
Mobilität
Erdgas/Biogas als Treibstoff
Anzahl belieferter Erdgastankstellen
Erdgasabsatz Tankstellen (in MWh)
Tankstellen (in MWh)
Elektromobilität
Anzahl ewb-Ladestationen
Anzahl Ladepunkte
Abgesetzter Strom an Ladestationen (nur Ökostrom) (in MWh)
Telekommunikation
Glasfasernetz
Gesamtlänge Glasfasernetz (in km)1
Total durch Energie Wasser Bern und Swisscom erschlossene Nutzungseinheiten (FTTH)
Durchschnittliche Weiterbildungszeit pro Person in
Arbeitsschutz
Total Ausfalltage durch Berufsunfälle Tage 287 291
Total Ausfalltage durch Nichtberufsunfälle Tage 1010 792
Zur Stärkung der Produktion von erneuerbarer Energie im Inland ist ewb an verschiedenen hochalpinen Solarprojekten beteiligt. Sedrun Solar (Bild rechts) ging 2025 in Betrieb.
Finanzieller Lagebericht Stammhaus 2025
Die nachfolgenden Zahlen und Kommentare beziehen sich auf die Jahresrechnung des Stammhauses (Einzelabschluss Energie Wasser Bern).
Das Finanzjahr im Überblick
Der Jahresgewinn 2025 von Energie Wasser Bern beläuft sich auf 34.7 Mio. CHF und liegt damit deutlich unter dem Vorjahresergebnis von 90.3 Mio. CHF. Das diesjährige Resultat wurde insbesondere durch zwei Sondereffekte geprägt, die zwar als Risiko bekannt und ausgewiesen waren, im Berichtsjahr jedoch tatsächlich eingetreten sind: Ende Mai wurde das Kernkraftwerk Gösgen (KKG) im Rahmen einer geplanten Revision vom Netz genommen. Ergänzende sicherheitstechnische Abklärungen verzögerten die Wiederinbetriebnahme und führten zu einem ausserordentlichen Produktionsausfall mit Auswirkungen auf das Jahresergebnis. Das Bundesgericht hat nach einem jahrelangen Verfahren zwischen der Eidgenössischen Elektrizitätskommission (ElCom) und Energie Wasser Bern entgegen dem ursprünglichen Entscheid des Bundesverwaltungsgerichts und zugunsten der ElCom entschieden. Dieser Entscheid belastete das Jahresergebnis von ewb ebenfalls erheblich. Ohne diese Sondereffekte liegt das Jahresergebnis 2025 auf einem mit dem Vorjahr vergleichbaren Niveau.
Umfeld
Die Energiemärkte haben sich im Jahr 2025 etwas stabilisiert, obwohl die geopolitische Lage weiterhin angespannt war. Einzelne politische Ereignisse wie die US-Zölle sorgten für Volatilität auf den kurzfristigen Märkten, hatten aber keine nachhaltigen Auswirkungen. Die hohen Photovoltaik- und Windeinspeisungen führten auch im vergangenen Jahr regelmässig zu negativen Preisen, insbesondere während der Mittagszeit in den Sommermonaten. Die Verlängerung der Wartungsarbeiten am KKG Gösgen verteuerte die Winterproduktion, doch die Erwartung eines milden Winters sowie die überdurchschnittlich hohen Temperaturen in den ersten Wintermonaten führten insgesamt zu moderaten Energiepreisen. Auf dem Gasmarkt haben sich die Preise stabilisiert. Insbesondere die Aussicht auf Friedensverhandlungen mit der Ukraine könnte zu einer weiteren Abwärtsbewegung auf den Energiemärkten führen. Eine grosse Herausforderung war es, die Energiepreise weiter zu stabilisieren, während gleichzeitig massive Investitionen in die Energiewende notwendig wurden.
Ausblick
Es ist davon auszugehen, dass auch die kommenden Jahre aufgrund verschiedener geopolitischer Unsicherheiten von Instabilitäten geprägt sein werden. Der seit Jahren rückläufige Stromverbrauch könnte wieder zunehmen, Treiber dieser Effekte sind Digitalisierung, industrielle Elektrifizierung sowie die grössere Verbreitung von Wärmepumpen und Elektrofahrzeugen. Gleichzeitig gilt es, die Strominfrastruktur für die neuen Herausforderungen der dezentralen Stromproduktion und der nachhaltigen Energiesysteme fit zu machen. Die Netzinfrastruktur ist das Rückgrat einer sicheren Stromversorgung, ohne sie kann eine Transformation der Energiesysteme nicht gelingen. Der rasche Ausbau der erneuerbaren Energien hat zu einem Anstieg der Null- und Negativpreise auf den Energiemärkten sowie zu verstärkten Preisschwankungen beigetragen. Energie Wasser Bern steht vor der Herausforderung, die Sondereffekte der verzögerten Wiederinbetriebnahme des KKG Gösgen sowie des Bundesgerichtsurteils in den Tarifen abzubilden. Aufgrund der grossen, notwendigen Investitionen in die Instandhaltung und Sanierung der Versorgungsnetze und -anlagen sowie in den Ausbau einer nachhaltigen Wärmeversorgung wird die Verschuldung weiter zunehmen. Es ist davon auszugehen, dass sich zukünftige Gewinne von Energie Wasser Bern tendenziell auf dem Niveau des Berichtsjahres 2025 bewegen werden.
Risk Management
Das systematische Risikomanagement schafft Transparenz und fördert das Bewusstsein für die Chancen- und Risikosituation von Energie Wasser Bern. Dank unablässigem Überwachen des Geschäftsumfeldes sowie mittels Analysen und Interviews mit den internen Verantwortlichen können mögliche Chancen und Gefahren für die finanzielle Lage sowie die Reputation des Unternehmens frühzeitig erkannt werden. In einem standardisierten Risk-Management-Prozess unter Aufsicht eines Risikokomitees werden die erkannten Chancen und Risiken bewertet und deren Eintrittswahrscheinlichkeit sowie das finanzielle Ausmass geschätzt. Zusätzlich werden Massnahmen zur Risikominimierung entwickelt, überarbeitet und ihre Umsetzung überwacht. Mittels jährlicher ordentlicher Berichte sowie Ad-hoc-Analysen bei ausserordentlichen Situationen werden die Geschäftsleitung und der Verwaltungsrat von Energie Wasser Bern umfassend über die aktuelle Risikosituation informiert.
Die Investitionen in Sachanlagen liegen knapp unter dem Vorjahresniveau, wurden aber im Projekt Ausbau Fernwärme mit 30.5 Mio. CHF aus dem Ökofonds unterstützt.
Veränderung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
Veränderung der Vorräte und nicht fakturierten Dienstleistungen
Veränderung der übrigen Forderungen und aktiven Rechnungsabgrenzungen
Veränderung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
Veränderung der übrigen kurzfristigen Verbindlichkeiten und passiven Rechnungsabgrenzungen
Geldfluss aus Betriebstätigkeit (operativer Cash Flow)
Auszahlungen für Investitionen (Kauf) von Sachanlagen
Eigenleistungen für Investitionen –28’472 –19’039
Einzahlungen aus Devestitionen (Verkauf) von Sachanlagen
Auszahlungen für Investitionen (Kauf) von immateriellen Anlagen –15’010 –9’569
Auszahlungen für Investitionen (Kauf) von Beteiligungen
Einzahlungen aus Devestitionen (Verkauf) von Beteiligungen 5’887 21
Auszahlungen für Investitionen (Kauf) von Finanzanlagen –126 –15’707
Einzahlungen aus Devestitionen (Verkauf) von Finanzanlagen 2’610 18’450
Geldfluss aus Investitionstätigkeit
Speisung Fonds für erneuerbare Energien aus Gewinn –19’935 –19’978 Aufnahme von Finanzverbindlichkeiten
Rückzahlung von Finanzverbindlichkeiten
Geldfluss aus Finanzierungstätigkeit
am Anfang der Periode
Energie Wasser Bern definiert den Fonds wie folgt:
Die Veränderung in den fondsunwirksamen Rückstellungen betrifft im Wesentlichen den Ökofonds Ausbau Fernwärme. Im nicht liquiditätswirksamen Erfolg sind die Veränderungen aus Deckungsdifferenzen im Umfang von –41.8 Mio. CHF (Vorjahr –2.9 Mio. CHF) sowie aus der Veränderung Bewertung von Finanzanlagen im Wert von 5.5 Mio. CHF (Vorjahr 2.7 Mio. CHF) berücksichtigt. Die Veränderung der übrigen Forderungen und aktiven Rechnungsabgrenzungen resultiert aus tieferen aktiven Rechnungsabgrenzungsposten.
Der Geldfluss aus Betriebstätigkeit enthält Zuwendungen der öffentlichen Hand im Umfang von CHF 30’000.
Die Wertbeeinträchtigungen (Impairment) im Vorjahr enthalten im Wesentlichen Korrekturen auf dem Netz Gas.