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ALPHA 478

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SYMPHONY

4 &

PIANO CONCERTO

4

RESOUND BEETHOVEN VOL. 7

G OTTLI E B WALLI S C H

OR C H E S TE R WI E N E R AKAD E M I E MARTI N HAS E LB ÖCK


RESOUND BEETHOVEN

RESOUND BEETHOVEN

Mit RESOUND bringen wir Beethovens Symphonien und Konzerte in jene Konzerträume zurück, in denen sie zu Lebzeiten des Komponisten aufgeführt wurden. Vier der sechs Uraufführungsorte der neun Symphonien sind ebenso noch vorhanden wie die insgesamt acht Wiener Säle und Theater, in denen Beethovens Orchesterwerke zu seinen Lebzeiten gespielt wurden.

RESOUND brings Beethoven’s symphonies and concertos back into the concert halls in which they were performed during the composer’s lifetime. Four of the six venues for the premieres of the nine symphonies still survive, as do the eight Viennese halls and theatres in which Beethoven’s orchestral works were played during his lifetime.

RESOUND LOBKOWITZ: Der große Konzertraum im Palais des Fürsten Lobkowitz ist wohl der ungewöhnlichste Ort für Uraufführungen großer klassischer Kompositionen. Beethoven hatte hier Gelegenheit, mit einem hervorragenden Orchester seine neu entstandenen Orchesterwerke zu probieren und sie im halbprivaten Rahmen zur Aufführung zu bringen. So trat er hier im März 1807 als Pianist der Uraufführung seines 4. Klavierkonzerts und als Dirigent der ersten Aufführung seiner 4. Symphonie auf. Orchestergröße und Raumklang können wir die Bedingungen der Uraufführungen nachstellen und so ein lebendiges Bild dieser ersten Aufführung liefern.

RESOUND LOBKOWITZ: The great concert hall in the Palais of Prince Lobkowitz must surely be the most extraordinary venue for the first performances of the great classical masterpieces. Here Beethoven had the opportunity to try out his newly composed orchestral works, with an outstanding orchestra, and to perform them in semi-private surroundings. It was here in March 1807 that he appeared as piano soloist in the premiere of his Piano Concerto No. 4 and as the conductor of the first performance of his Symphony No. 4. We are able to reproduce the conditions of those first performances – the size of the orchestra, and the acoustic of the hall – to give a living image of how that first concert must have sounded.

Martin Haselböck

Martin Haselböck

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LUDWIG VAN BEETHOVEN

RESOUND BEETHOVEN RESOUND ramène les symphonies et concertos de Beethoven dans les salles de concert où ils furent joués du vivant du compositeur. Quatre des six endroits où ont été créées ses neuf symphonies existent encore aujourd’hui, ainsi que huit lieux de concert viennois où les œuvres de Beethoven ont été exécutées de son temps. RESOUND LOBKOWITZ : la grande salle de concert dans le palais du prince Lobkowitz est sans doute l’un des lieux les plus exceptionnels pour les premières exécutions de grandes œuvres de l’époque classique. Beethoven eut ici l’occasion de répéter les œuvres qu’il venait de composer avec un excellent orchestre et de les exécuter dans un cadre semi-privé. En mars 1807, il tint ainsi la partie de piano lors de la création de son quatrième concerto pour piano et orchestre et dirigea la première exécution de sa quatrième symphonie. Tant par la taille de l’orchestre que par l’acoustique du lieu, nous sommes en mesure de reproduire les conditions de ces créations et d’en donner ainsi une image vivante.

(1770-1827)

PIANO CONCERTO NO.4 IN G MAJOR, OP.58 1 I. ALLEGRO MODERATO

18’50

2 II. ANDANTE CON MOTO

3’48

3 III. RONDO. VIVACE

10’33

SYMPHONY NO.4 IN B FLAT MAJOR, OP.60 4 I. ADAGIO – ALLEGRO VIVACE

11’22

5 II. ADAGIO

9’56

6 III. ALLEGRO VIVACE

6’18

7 IV. ALLEGRO MA NON TROPPO

7’05

TOTAL TIME: 67’55

Martin Haselböck

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GOTTLIEB WALLISCH FORTEPIANO Fortepiano by Franz Bayer, Vienna, c.1825, walnut veneer, compass F’ to f’’’ Viennese action with Stiefeldämpfung, four pedals (dampers, moderator, bassoon, shift), from the collection of Gert Hecher, Vienna.

ORCHESTER WIENER AKADEMIE ON PERIOD INSTRUMENTS MARTIN HASELBÖCK CONDUCTOR FLUTE CHARLES BRINK, MARIE-CÉLINE LABBÉ OBOE EMMA BLACK, INGO MÜLLER CLARINET PETER RABL, REINHOLD BRUNNER BASSOON KATALIN SEBELLA, LÁSZLÓ FERIENCSIK HORN HERMANN EBNER, PÉTER HARSÁNYI TRUMPET CHRISTIAN GRUBER, MARTIN MÜHRINGER TIMPANI PAUL BRAMBÖCK VIOLIN 1 ILIA KOROL, MARKUS HOFFMANN, DIANA KIENDL-SAMAROVSKI, JA KYOUNG KIM VIOLIN 2 ANNA-MARIA SMERD, IRMA NISKANEN, CHRISTIANE BRUCKMANN-HILLER, JULIA MALY VIOLA WOLFRAM FORTIN, ÉVA POSVANECZ CELLO PHILIPP COMPLOI, KATHERINE STEPHENS DOUBLE BASS WALTER BACHKÖNIG, HERWIG NEUGEBAUER


DEUTSCH

4. KLAVIERKONZERT UND 4. SYMPHONIE VON MARKUS GRASSL Beethovens 4. Klavierkonzert und 4. Symphonie erlebten ihre Uraufführung im Rahmen von zwei Konzerten, die Fürst Joseph Franz Maximilian von Lobkowitz im März 1807 in seinem Wiener Stadtpalais veranstaltete. Diese Konzerte, bei denen außerdem die ersten drei Symphonien, die Ouvertüre zu Coriolan und Arien aus Fidelio erklangen, sind signifikant sowohl für die Wiener Musikkultur an der Wende vom 18. zum 19. Jahrhundert als auch für Beethovens damalige schaffensbiographische Situation.

konstatierte: „ So viel für die sogenannte Kammermusik gethan wird, so wenig Gelegenheit bietet sich für das volle Orchester, für Sinfonien, Conzerte, Oratorien.“ Umso bemerkenswerter sind vor diesem Hintergrund jene Initiativen, die speziell der Orchestermusik gewidmet waren. Dazu zählen etwa die Konzerte, die der Bankier Joseph von Würth zwischen 1803 und 1805 ausrichtete und bei denen unter anderem die ersten drei Symphonien von Beethoven gespielt wurden, oder die im November 1807 gestarteten, von einem Konsortium von Adeligen getragenen „Liebhaber-Konzerte“, die bereits einen regelrechten Beethoven-Schwerpunkt aufwiesen, die jedoch kriegsbedingt ihre erste Saison nicht überlebten. Ganz besonders ragt freilich auch in diesem Zusammenhang das Wirken des Fürsten Lobkowitz heraus.

Im Vergleich zu anderen europäischen Metropolen war in Wien bis etwa 1810 ein öffentliches Konzertwesen, das sinfonischer bzw. Orchestermusik Raum bot, nur rudimentär ausgebildet. Zwar existierte der Usus, dass Komponisten ihre Werke dem Publikum fallweise in so genannten „Akademien“ präsentierten, doch mussten solche Konzerte gänzlich in Eigenregie und auf eigene Rechnung – und damit auf eigenes finanzielles Risiko – organisiert werden. Das zukunftsweisende Veranstaltungsformat, regelmäßige Subskriptionskonzerte bzw. -konzertreihen auf dauerhafter institutioneller Grundlage, sollte sich in Wien nachhaltig erst ab den 1810er Jahren etablieren, nicht zuletzt im Gefolge der Gründung der Gesellschaft der Musikfreunde 1812. Umso vitaler und reicher nahm sich demgegenüber um 1800 noch das private Konzertleben aus. In der Tradition höfisch-aristokratischer Musikpflege sorgten zahlreiche Angehörige des alten Adels, aber auch der „zweiten Gesellschaft“ – des Amtsadels, der hohen Beamtenschaft bzw. des wohlhabenden Bürgertums – für musikalische Darbietungen in ihren Häusern bzw. Wohnungen. So breit das Spektrum dieser Veranstaltungen auch war – es reichte von eher informellen, kurzen musikalischen Einlagen im Rahmen geselliger Zusammenkünfte bis hin zu abendfüllenden Konzerten –, so klein war freilich das Segment, das dabei groß besetzte, d.h. finanziell und logistisch aufwändige Aufführungen ausmachten. Es überrascht also nicht, wenn ein zeitgenössischer Beobachter des Wiener Musiklebens in den Vaterländischen Blättern 1808

Lobkowitz’ Rolle als einer der wichtigsten Förderer Beethovens ist seit langem allgemein bekannt. Es braucht nur daran erinnert zu werden, dass Lobkowitz im Frühjahr 1804 in seinem Palais erste Aufführungen der Eroica ermöglichte, Widmungsempfänger einer Reihe von Werken Beethovens ist (Dedikationen waren traditionsgemäß mit einer Geldzuwendung seitens des Widmungsträgers verbunden) und zusammen mit Erzherzog Rudolf und Fürst Kinsky dem Komponisten 1809 eine jährliche Rente zusicherte. Allerdings handelt es sich dabei nur um einen kleinen Teil von Lobkowitz’ geradezu exzessivem Mäzenatentum. Nicht nur förderte Lobkowitz neben Beethoven zahlreiche andere Musiker – ihre Auflistung ergäbe ein regelrechts „Who is Who“ der damaligen Wiener Musikszene –, vielmehr bediente er sich dabei einer Vielfalt von Mitteln und Wegen, und das in größtem Stil. Zur Abgeltung von Widmungen und zu direkten Unterstützungszahlungen kam etwa der großzügige Ankauf von Musikalien und die Finanzierung musikalischer Institutionen hinzu (so trug Lobkowitz als einer der Pächter der beiden Hoftheater seit 1807 einen wesentlichen Teil von deren Kosten). Kernstück von Lobkowitz’ Patronage waren freilich die von ihm laufend bewerkstelligten Aufführungen in seinen Wiener Palais und den beiden böhmischen Sommerresidenzen. Als einer der wenigen Aristokraten seiner Zeit unterhielt der Fürst noch eine Kapelle aus fest angestellten Musikern, die er nach Bedarf um zusätzlich engagierte Kräfte ergänzte, um immer wieder auch „großen“ Werken – Opern, Oratorien und

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Orchesterkompositionen, speziell Sinfonien – zur Realisierung zu verhelfen. Es ist gerade diese Facette von Lobkowitz’ Mäzenatentum, die ihn zu einer Schlüsselfigur für die Pflege sinfonischer Musik in Wien um 1800 machte und von der nicht zuletzt das Schaffen Beethovens profitierte. So fanden bei Lobkowitz eben die Erstaufführungen der 3. und der 4. Sinfonie, des 4. Klavierkonzerts und wahrscheinlich auch der 5. und 6. Sinfonie statt. Hinzukam eine Reihe von Folgeaufführungen (z.B. noch zwei weitere der Eroica im August 1804 und Januar 1805). Aus den Rechnungsbüchern des fürstlichen Haushalts kann man außerdem erschließen, dass es sich bei den beiden Realisierungen, welche die Eroica 1804 im Wiener Palais Lobkowitz erlebte, um Wiedergaben ohne Publikum bzw. Gäste handelte. Ihr Zweck dürfte u.a. darin bestanden haben, Beethoven einen ersten „echten“ Klangeindruck von seiner neuen Komposition zu verschaffen, der dem Komponisten im Weiteren noch einzelne Revisionen des Notentexts ermöglichte. Dies bedeutet freilich, dass Aufführungen bei Lobkowitz nicht nur der Bekanntmachung bzw. Verbreitung von Werken dienten, sondern bis zu einem gewissen Grad auch als „Hilfsmittel“ im Schaffensprozess fungieren konnten.

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MARTIN HASELBÖCK Der österreichische Dirigent Martin Haselböck stammt aus einer berühmten Musikerfamilie. Nach seinem Studium in Wien und Paris und nachdem er zahlreiche Preise gewonnen hatte, erwarb er sich früh internationalen Ruf als Organist und arbeitete mit Dirigenten wie Claudio Abbado, Lorin Maazel, Wolfgang Sawallisch, Riccardo Muti und vielen anderen mehr. Als Hoforganist in Wien veranlasste ihn seine intensive Auseinandersetzung mit dem großen Repertoire der klassischen Kirchenmusik dazu, das Orchester Wiener Akademie zu gründen, das auf historischen Instrumenten spielt. Seit seiner Gründung 1985 wird das Orchester als eines der bedeutendsten dieser Art betrachtet und erhält besonders große Anerkennung für seine Interpretation von Werken der klassischen und romantischen Musik. 2014 rief Martin Haselböck eine bedeutende Konzertserie in Wien unter dem Namen RESOUND Beethoven ins Leben, bei der er mit dem Orchester Wiener Akademie alle Symphonien und andere Orchesterwerke des Komponisten in den Wiener Sälen interpretiert, in denen ihre ältesten öffentlichen Aufführungen stattfanden. Diese Serie errang enormen Erfolg und veranlasste das Label Alpha zu einer neuen Aufnahme der Symphonien sowie der von Beethoven komponierten Bühnenmusik zu Goethes Egmont. Der Erzähler wird dabei von John Malkovich in einer englischen Fassung interpretiert, die von Christopher Hampton geschrieben wurde. Martin Haselböck ist gefragter Gastdirigent weltweit führender Orchester und leitete in dieser Funktion bereits das Deutsche Symphonie-Orchester und Konzerthausorchester Berlin, Staatskapelle Weimar, Dresdner Philharmonie, Deutsche Radio Philharmonie Saarbrücken Kaiserslautern, Orchestra Giuseppe Verdi Milano, die Nationalphilharmonien Spaniens, Ungarns, Tschechiens, Estlands, Slowakei und Sloweniens, das Orchestre National de Lyon, das Mariinksy Orchester und viele andere. Weitere Engagements führten Martin Haselböck nach Nordamerika, Asien und Australien. Seit 2004 ist er zudem Chefdirigent des Musica Angelica Baroque Orchestra Los Angeles. Mit diesem Ensemble tritt er regelmäßig in Kalifornien und im Ausland auf.

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DEUTSCH

ORCHESTER WIENER AKADEMIE

PALAIS LOBKOWITZ

Seit der Dirigent und Organist Martin Haselböck 1985 das Orchester Wiener Akademie gegründet hat, erntet das

— 1689-1694 Nach einem Entwurf von Giovanni Pietro Tencalla lässt der kaiserliche Oberstallmeister Philipp Sigmund Graf von Dietrichstein ein Palais am damaligen Schweinemarkt erbauen, das Hauptportal stammt von Johann Bernhard Fischer von Erlach.

Orchester internationale Anerkennung für seine bemerkenswerte Musikalität, seine Originalität, die Differenziertheit seiner historischen Interpretationen und seine Energie. Es ist das einzige österreichische Originalklangorchester, dessen Repertoire von der Barockzeit über die Klassik und Romantik bis zum Beginn des zwanzigsten Jahrhunderts reicht, das aber auch zeitgenössische Werke auf modernen Instrumenten spielt. Das Orchester ist ebenso für seine Interpretationen der Werke Bachs, Mozarts, Haydns und Beethovens berühmt wie für die von Schumann, Brahms, Liszt und Bruckner.

— 1724-1729 Der Festsaal wird eingerichtet. Das Deckenfresko gestaltet Jacob van Schuppen, Direktor der Akademie der bildenden Künste, mit einer Allegorie auf alle in der Akademie vertretenen Kunstsparten.

Die Konzerte des jährlichen Zyklus, den das Orchester in Wien im Großen Saal des Musikvereins veranstaltet, sind

— 1745 Das Palais kommt in den Besitz der Familie Lobkowitz.

beliebte Treffpunkte auf dem Musikkalender der Stadt geworden. Zahlreiche Gastsolisten nehmen daran teil, wie

— 1799 Beethoven-Mäzen Joseph Franz Maximilian von Lobkowitz lässt den Festsaal für Konzerte umbauen. Das Palais wird zu einem zentralen Ort des Musiklebens in Wien und Beethoven regelmäßiger Gast im Haus.

etwa Daniel Hope, Cecilia Bartoli, John Malkovich, Sebastian Koch, Ronald Brautigam, Isabelle Faust, Thomas Hampson, Anne Schwanewilms, Sophie Karthäuser, Dorothee Mields und viele andere mehr. Das Orchester widmet sich neben dem barocken und klassischen Repertoire in jüngster Zeit auch vermehrt der Aufführung romantischer Literatur im Originalklang. Beim Lisztfestival Raiding – wo es als „Orchestra in residence“ fungiert – wurde die erstmalige Gesamtaufführung und -einspielung aller Orchesterwerke von Franz Liszt im Originalklang umgesetzt. In der Saison 2014 begann das Orchester Wiener Akademie unter der Leitung von Martin Haselböck den Konzertzyklus

— 1804 Unter Beethovens Leitung wird seine 3. Symphonie im Festsaal uraufgeführt, der später in „Eroica-Saal“ umbenannt wird. 1807 erfolgt hier auch die Uraufführung der 4. Symphonie. — 1812 Die Gründung der Gesellschaft der Musikfreunde wird im Palais Lobkowitz vollzogen. — 1814/15 Während des Wiener Kongresses finden im Haus zahlreiche Bälle und Veranstaltungen statt.

RESOUND Beethoven, ein Projekt neuer Art, bei dem Orchesterwerke von Beethoven an jenen historischen Orten in

— vor 1830 Der Platz vor dem Gebäude wird in Lobkowitzplatz umbenannt.

Wien interpretiert werden, an denen man sie zu Lebzeiten des Komponisten uraufgeführt oder gespielt hat. Das

— um 1850 Die Familie Lobkowitz zieht nach Raudnitz (Roudnice) in Nordböhmen und vermietet ihr Palais in Wien an die französische Botschaft (1869–1909), die tschechoslowakische Gesandtschaft (1919–1938), das „Haus der Mode“ (1938–1945) und das französische Kulturinstitut „Institut français de Vienne“ (1947–1979).

Orchester geht außerdem auf ausgedehnte Tourneen: So war es im Jahr 2018 in Lateinamerika, den Vereinigten Staaten, in Südkorea und in mehreren Ländern Europas zu hören. Neben anderen CDs, die für das Label Alpha aufgezeichnet wurden, erhielten seine laufenden Aufnahmen der Symphonien Beethovens im Rahmen der RESOUND-Konzerte so begeisterten Beifall von Kritik und Publikum, dass die Reihe auf die Klavierkonzerte Beethovens ausgeweitet wurde. Bis 2020 werden alle Symphonien und Klavierkonzerte

— 1980 Die Republik Österreich kauft das Gebäude und lässt es grundlegend restaurieren. — 1991 Das Österreichische Theatermuseum bezieht das Palais.

Beethovens anlässlich des 250. Geburtstags des Komponisten bei Alpha aufgenommen. 16

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GOTTLIEB WALLISCH Der aus Wien stammende Gottlieb Wallisch stand mit sieben Jahren zum ersten Mal auf der Konzertbühne und debütierte im Alter von zwölf Jahren im Goldenen Saal des Wiener Musikvereins. Lehrer wie Heinz Medjimorec, Pascal Devoyon oder Oleg Maisenberg haben seinen musikalischen Weg mitbestimmt. Ein Konzert unter der Leitung von Lord Yehudi Menuhin gab 1996 den Startschuss zu Wallischs internationaler Karriere: Mit der Sinfonia Varsovia führte der damals 17-Jährige in Wien das 5. Klavierkonzert von Beethoven auf. Seitdem ist Wallisch in den wichtigsten Sälen und Festivals der Welt zu Gast: Carnegie Hall New York, Wigmore Hall London, Kölner Philharmonie, Tonhalle Zürich und im NCPA Beijing, aber auch beim Klavierfestival Ruhr, Beethovenfest Bonn, Lucerne Festival, Salzburger Festspiele, Dezember-Nächte in Moskau und dem Singapore Arts Festival. Unter den Dirigenten, mit denen er als Solist auftrat, sind Giuseppe Sinopoli, Sir Neville Marriner, Dennis Russell Davies, Kirill Petrenko, Louis Langrée, Lawrence Foster und Bruno Weil. Auch die Liste der Orchester, mit denen er spielte, führt große Namen, darunter die Wiener Philharmoniker, Wiener Symphoniker, Royal Liverpool Philharmonic, Gustav Mahler Jugendorchester, hr-sinfonieorchester, Festival Strings Lucerne oder das Stuttgarter Kammerorchester. Zahlreiche CD-Einspielungen entstanden für Labels wie LINN records, Deutsche Grammophon oder Alpha Classics. Neben seiner Konzerttätigkeit auf dem modernen Flügel widmet sich Gottlieb Wallisch seit einigen Jahren intensiv der Interpretation auf historischen Klavieren. Auf diesem Gebiet konnte er z.B. mit Christopher Hogwood und der Camerata Salzburg, dem Musica Angelica Baroque Orchestra Los Angeles oder dem Orchester Wiener Akademie unter Martin Haselböck zusammenarbeiten. Von 2010 bis 2016 leitete Gottlieb Wallisch eine Klavierklasse an der Haute École de Musique de Genève, 2016 folgte er einem Ruf auf eine Professur an die Universität der Künste Berlin.

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Le quatrième concerto pour piano de Beethoven et sa quatrième symphonie ont été exécutés pour la première fois lors de deux concerts organisés par le prince Joseph Franz Maximilian von Lobkowitz en mars 1807 dans son palais viennois. Ces deux concerts, au cours desquels furent jouées aussi les trois premières symphonies, l’ouverture symphonique de Coriolan et des airs extraits de Fidelio, sont très significatifs de la culture musicale viennoise au tournant du XIXe siècle, autant que de la période créatrice dans laquelle se trouvait alors Beethoven.

Cela étant, la part prise par les exécutions impliquant de nombreux musiciens, coûteuses et difficiles à organiser, restait évidemment très restreinte. On n’est donc pas surpris de lire cette constatation d’un observateur de la vie musicale viennoise dans les Vaterländische Blätter de 1808 : « Si l’on fait beaucoup pour ce qu’on appelle “musique de chambre”, rares sont les opportunités qui s’offrent aux orchestres au grand complet, aux symphonies, concertos et oratorios ». Dans ce contexte, les initiatives consacrées expressément à la musique orchestrale étaient d’autant plus remarquables. Mentionnons par exemple les concerts organisés par le banquier Joseph von Würth entre 1803 et 1805, lors desquels on entendit notamment les trois premières symphonies de Beethoven, ou encore les « concerts d’amateurs de musique », une série de concerts créée en novembre 1807 par un groupe d’aristocrates et dont les programmes comportaient déjà une part importante d’œuvres de Beethoven mais qui, en raison de la guerre, n’alla pas au-delà de la première saison. Le prince Lobkowitz joua à cette occasion également un rôle de premier plan.

Comparée aux autres métropoles européennes, l’organisation de concerts de musique symphonique ou orchestrale à Vienne resta assez rudimentaire jusqu’en 1810 environ. Il était certes d’usage que les compositeurs présentent occasionnellement leurs œuvres au public dans le cadre de ce qu’on appelait les « académies », mais ces concerts devaient être entièrement organisés par l’artiste lui-même, à ses propres frais, ce qui impliquait un risque financier personnel. Ce n’est qu’après les années 1810 que put s’établir à Vienne le type de manifestations qui devait s’imposer par la suite, celui des concerts réguliers ou des séries de concerts par souscriptions reposant sur une base institutionnelle durable, notamment grâce à la fondation de la Gesellschaft der Musikfreunde (« société des amis de la musique ») en 1812. Vers 1800 néanmoins, la pratique des concerts dans un cadre privé n’en était que plus riche et plus animée. Dans la tradition musicale de l’aristocratie de cour, de nombreux représentants de la vieille noblesse, mais aussi de ce qu’on appelait alors la « deuxième société » – les membres de la noblesse de robe, de la haute fonction publique et de la bourgeoise aisée – ouvraient les portes de leurs palais ou de leurs appartements à des manifestations musicales. Ces événements pouvaient prendre des formes très variées, allant de brefs intermèdes musicaux informels dans le cadre d’une réception mondaine à de véritables concerts s’étendant sur toute une soirée.

L’action de Lobkowitz en tant qu’un des principaux mécènes de Beethoven est bien connue depuis longtemps. Il suffit de rappeler que les premières exécutions de la symphonie « héroïque » eurent lieu dans son palais au printemps 1804, qu’il est le dédicataire d’une série d’œuvres de Beethoven (les dédicaces étaient traditionnellement liées au versement d’une somme d’argent par le dédicataire) et qu’il assura au compositeur une rente annuelle à partir de 1809, avec l’archiduc Rodolphe et le prince Kinsky. Il ne s’agit là toutefois que d’une petite partie du mécénat presque excessif du prince Lobkowitz. Outre Beethoven, il soutint de nombreux musiciens – leur énumération donnerait lieu à une sorte de « Who’s Who » de la vie musicale viennoise de l’époque – et employait pour ce faire une multitude de moyens et de procédés, avec une grande prodigalité. Aux sommes accordées en remerciements pour des dédicaces ou simplement offertes aux musiciens pour leur venir en aide s’ajoutaient l’achat généreux de partitions et le financement d’institutions musicales (Lobkowitz fut le preneur à bail des deux théâtres de la cour à partir de 1807 et, à ce titre, il supportait une grande partie de leurs coûts). Mais l’activité essentielle de son mécénat consistait dans l’organisation de concerts réguliers dans ses palais de Vienne et ses deux résidences d’été en Bohême. Il fut

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FRANÇAIS

CONCERTO POUR PIANO N°4 ET SYMPHONIE N°4 PAR MARKUS GRASSL


MARTIN HASELBÖCK Chef d’orchestre autrichien, Martin Haselböck vient d’une célèbre famille de musiciens. Après avoir fait ses études à Vienne et à Paris et avoir reçu de nombreux prix, il a acquis une réputation internationale comme organiste, travaillant avec des chefs d’orchestre comme Claudio Abbado, Lorin Maazel, Wolfgang Sawallisch, Riccardo Muti et bien d’autres encore. En tant qu’organiste de cour à Vienne, son immersion dans le grand répertoire de la musique d’église classique lui a donné l’idée de fonder l’Orchestre Wiener Akademie, qui joue sur des instruments d’époque. Depuis sa création, en 1985, l’orchestre a été reconnu comme l’un des principaux ensembles de ce genre, recevant des éloges en particulier pour ses interprétations d’œuvres musicales classiques et romantiques. En 2014, Martin Haselböck a créé une importante série de concerts à Vienne, RESOUND Beethoven, lors desquels il interprète, avec l’Orchestre Wiener Akademie, les symphonies et d’autres œuvres orchestrales du compositeur dans les salles viennoises où eurent lieu leurs plus anciennes exécutions publiques. Cette série a rencontré un énorme succès et a donné lieu à un nouvel enregistrement des symphonies pour le label Alpha, comprenant également la musique de scène composée par Beethoven pour Egmont de Goethe, avec John Malkovitch dans le rôle du narrateur dans une version anglaise réalisée par Christopher Hampton. Martin Haselböck est chef invité dans la plupart des principaux orchestres. Il a dirigé à ce titre le Deutsches Symphonie-Orchester et l’Orchestre du Konzerthaus de Berlin, la Staatskapelle de Weimar, la Philharmonie de Dresde, la Deutsche Radio Philharmonie Saarbrücken Kaiserslautern, l’Orchestre Giuseppe Verdi de Milan, les orchestres philharmoniques nationaux d’Espagne, de Hongrie, de République tchèque, d’Estonnie, de Slovaquie et de Slovénie, l’Orchestre National de Lyon, l’Orchestre Mariinksy et bien d’autres encore. D’autres engagements l’ont conduit en Amérique du Nord, en Asie et en Australie. Depuis 2004, il est en outre chef principal du Musica Angelica Baroque Orchestra de Los Angeles, avec lequel il donne régulièrement des concerts en Californie et à l’étranger

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FRANÇAIS

l’un des rares aristocrates de son temps à entretenir encore une chapelle composée de musiciens salariés qu’il renforçait, le cas échéant, par des musiciens supplémentaires afin de faire exécuter des œuvres de grandes dimensions : opéras, oratorios et compositions orchestrales, en particulier des symphonies. C’est précisément cet aspect de son mécénat qui fit de Lobkowitz un personnage-clef de l’histoire de la musique symphonique à Vienne vers 1800. L’œuvre musicale de Beethoven en bénéficia largement : ce fut ainsi chez le prince Lobkowitz qu’eurent lieu les créations des troisième et quatrième symphonies, du quatrième concerto pour piano et sans doute aussi de ses cinquième et sixième symphonies, auxquelles il faut ajouter plusieurs concerts ultérieurs – par exemple, deux exécutions de l’Héroïque, en août 1804 et en janvier 1805. Les livres de comptes du prince permettent en outre de conclure que les deux exécutions de l’Héroïque dans son palais viennois en 1804 se déroulèrent sans public, ou du moins sans invités. L’objectif était probablement de permettre à Beethoven d’avoir une première impression sonore « grandeur nature » de sa nouvelle œuvre, ce qui le conduisit à apporter ensuite des corrections à sa partition. Cela signifie que les concerts organisés chez Lobkowitz ne servaient pas seulement à faire connaître et à diffuser des œuvres, mais qu’ils pouvaient aussi, dans une certaine mesure, jouer un rôle dans le processus même de composition musical


GOTTLIEB WALLISCH

Depuis sa fondation en 1985 par Martin Haselböck, chef d’orchestre et organiste, l’Orchestre Wiener Akademie a obtenu

Né à Vienne, Gottlieb Wallisch donna son premier concert à sept ans et fit ses débuts à douze ans dans la grande salle

des éloges internationaux pour son remarquable sens musical, son originalité, sa finesse de jeu historique et son énergie.

du Musikverein de Vienne. Son parcours musical a été marqué par différents professeurs, Heinz Medjimorec, Pascal

C’est le seul orchestre autrichien à interpréter sur des instruments d’époque les œuvres d’un répertoire couvrant les

Devoyon et Oleg Maisenberg.

époques baroque, classique et romantique et le début du vingtième siècle, ainsi que des œuvres contemporaines sur

En 1996, un concert dirigé par lord Yehudi Menuhin, au cours duquel Wallish, alors âgé de dix-sept ans, interpréta le

des instruments modernes. Il est célèbre pour ses interprétations d’œuvres de Bach, Mozart, Haydn et Beethoven aussi

Cinquième concerto pour piano et orchestre de Beethoven avec l’Orchestre symphonique de Varsovie, marqua le début

bien que de Schumann, Brahms, Liszt et Bruckner.

de sa carrière internationale. Depuis lors, on l’entend dans les principales salles de concert et lors des festivals les plus

Les concerts du cycle annuel que donne l’orchestre à Vienne, notamment dans la salle du Musikverein, sont devenus

prestigieux : au Carnegie Hall de New York, au Wigmore Hall de Londres, à la Philharmonie de Cologne, à la Tonhalle

des rendez-vous populaires dans le calendrier musical de la ville. De nombreux solistes invités y ont participé, comme

de Zurich et au NCPA de Pékin, ainsi qu’au Festival de piano de la Ruhr, à la Beethovenfest de Bonn, au Festival de

Daniel Hope, Cecilia Bartoli, John Malkovich, Sebastian Koch, Ronald Brautigam, Isabelle Faust, Thomas Hampson, Anne

Lucerne et à celui de Salzbourg, aux Nuits de décembre de Moscou et au Arts Festival de Singapour. Il a travaillé avec

Schwannewilms, Sophie Karthäuser, Dorothee Mields et bien d’autres encore.

de nombreux chefs d’orchestre, dont Giuseppe Sinopoli, sir Neville Marriner, Dennis Russell Davies, Kirill Petrenko, Louis

Depuis 2014, avec le cycle de concerts RESOUND, l’Orchestre Wiener Akademie et son chef Martin Haselböck ont

Langrée, Lawrence Foster et Bruno Weil. La liste des orchestres avec lesquels il a joué comprend également de grands

lancé un projet d’un nouveau genre, dans lequel ils interprètent les œuvres orchestrales de Beethoven dans les salles

noms, comme l’Orchestre Philharmonique de Vienne, l’Orchestre Symphonique de Vienne, l’Orchestre philharmonique

historiques de Vienne où elles ont été créées ou jouées du vivant du compositeur. L’orchestre entreprend également de

royal de Liverpool, l’Orchestre des jeunes Gustav Mahler, l’Orchestre symphonique de la radio de Hesse, le Lucerne

vastes tournées : en 2018, on pourra ainsi l’entendre en Amérique latine, aux États-Unis et dans plusieurs pays d’Europe.

Festival Strings ou l’Orchestre de chambre de Stuttgart. Il a réalisé de nombreux enregistrements pour différents labels,

À côté d’autres disques réalisés pour le label Alpha, ses enregistrements en cours des symphonies de Beethoven dans

dont LINN records, Deutsche Grammophon ou Alpha Classics.

le cadre des concerts RESOUND ont été accueillis avec enthousiasme par la critique et par le public. La série a été

À côté des concerts qu’il donne sur des pianos modernes, Gottlieb Wallisch se consacre de manière intensive depuis

élargie pour comprendre les concertos pour piano de Beethoven. Toutes les symphonies et les concertos pour piano

quelques années à l’interprétation sur des instruments historiques. Dans ce domaine, il a joué notamment avec

du compositeur auront ainsi été enregistrés chez Alpha en 2020, deux-cent-cinquantième anniversaire de la naissance

Christopher Hogwood et la Camerata de Salzbourg, l’Orchestre baroque Musica Angelica de Los Angeles ou l’Orchestre

de Beethoven.

Wiener Akademie sous la direction de Martin Haselböck. De 2010 à 2016, Gottlieb Wallisch a enseigné le piano à la Haute École de Musique de Genève. Depuis 2016, il est professeur titulaire à l’Université des arts de Berlin.

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ORCHESTER WIENER AKADEMIE


— 1689-1694 Le comte Philipp Sigmund von Dietrichstein, grand écuyer impérial, fait construire un palais, d’après des plans de Giovanni Pietro Tencalla, sur la place du marché aux cochons. Le portail principal est de Johann Bernhard Fischer von Erlach. — 1724-1729 Aménagement de la salle des fêtes. Le plafond est peint à fresque par Jacob van Schuppen, directeur de l’Académie des Beaux-Arts, avec une allégorie de toutes les disciplines artistiques représentées à l’académie. — 1745 Le palais est acquis par la famille Lobkowitz. — 1799 Joseph Franz Maximilian von Lobkowitz, le mécène de Beethoven, fait aménager la salle des fêtes pour pouvoir y donner des concerts. Le palais devient un des principaux lieux de la vie musicale viennoise et Beethoven en est régulièrement l’hôte. — 1804 La Troisième Symphonie de Beethoven est créée sous la direction du compositeur dans la salle des fêtes, qui sera rebaptisée plus tard « Salle Eroica ». En 1807 y a lieu également la création de la Quatrième Symphonie de Beethoven. — 1812 La Société des amis de la musique (Gesellschaft der Musikfreunde) est fondée au Palais Lobkowitz. — 1814-1815 Pendant le Congrès de Vienne, un grand nombre de bals et des cérémonies ont lieu dans le palais. — Avant 1830 La place devant le palais est rebaptisée Place Lobkowitz. — Vers 1850 La famille Lobkowitz va s’installer à Raudnitz (Roudnice), au nord de Prague, et loue son palais viennois successivement à l’ambassade de France (1869-1909), à la légation de Tchécoslovaquie (1919-1938), à la « Maison de la mode » (1938-1945) et à l’Institut français de Vienne (1947-1979). — 1980 La République d’Autriche achète l’édifice et le fait entièrement restaurer. — Depuis 1991 Le palais abrite le Musée du théâtre autrichien. 26

PIANO CONCERTO NO. 4 AND SYMPHONY NO. 4 BY MARKUS GRASSL Beethoven’s Piano Concerto No. 4 and Symphony No. 4 were first performed during two concerts mounted in March 1807 by Prince Joseph Franz Maximilian von Lobkowitz at his palace in Vienna. These concerts, during which Beethoven’s first three symphonies, the Coriolan Overture and arias from Fidelio were also played, were an important stage in Viennese musical culture at the turn of the 18th and 19th centuries, and in Beethoven’s creative career at the time. In comparison with other major European cities, until about 1810 Vienna had only the rudimentary elements of a public concert life for symphonic or orchestral music. Although it was the custom for composers to present their works from time to time in so-called ‘Academies’, these concerts had to be entirely organised by the composer himself, and so at his own cost. It was only from the 1810s onwards that the innovatory concert promotion model of having regular subscription concerts or series underwritten by an institutional foundation established itself properly in Vienna, mainly after the formation of the Gesellschaft der Musikfreunde in 1812. On the other hand, private concert-giving around the year 1800 was all the more lively and prolific. Following the courtly tradition of an aristocratic musical culture, many members of the old nobility arranged musical performances in their houses or residences, as did the so-called ‘second tier’: those who had been raised to the nobility by virtue of their office, and the wealthy bourgeoisie. However wide the range of these performances – from rather informal, brief musical interludes during social gatherings to full-length evening concerts – only a small portion of the total was made up of larger-scale performances that needed larger numbers of performers, and so more lavish finance and organisation. It is therefore scarcely surprising when in 1808 a contemporary observer of Viennese musical life writing in the journal Vaterländische Blätter 27

ENGLISH

PALAIS LOBKOWITZ


Lobkowitz has gone down in history as one of Beethoven’s most important patrons – with reason. It was Lobkowitz who facilitated the first performance of the Eroica in his palace in the spring of 1804. He was also the dedicatee of a whole series of works by Beethoven (dedications being traditionally linked to a cash payment by the dedicatee). And in 1809, together with Archduke Rudolf und Prince Kinsky, he guaranteed the composer an annual income. Moreover, this is only a fraction of Lobkowitz’s extravagantly generous sponsorship for the arts. Not only did Lobkowitz support many other musicians as well as Beethoven – a list of them all would represent a veritable ‘Who’s Who’ of the Viennese musical scene of the time – but in doing so he employed a whole armoury of ways and means, in the very grandest style. As well as paying for dedications and direct personal support, he also bought up large quantities of published music scores, and funded entire musical institutions: for example, as one of the leaseholders of both court theatres since 1807, he paid a considerable portion of their costs. Yet surely the core activity of Lobkowitz’s arts patronage was the constant flow of performances at his palace in Vienna and his two Bohemian summer residences. The Prince was one of the few aristocrats of his time to keep a ‘Kapelle’, a body of permanently employed musicians that he would supplement with additional forces in order to mount the performance of large-scale works: operas, oratorios and orchestral compositions, particularly symphonies. It is really this aspect of Lobkowitz’s patronage of the arts that makes him a key figure for the cultivation of symphonic music in Vienna around 28

1800, from which Beethoven’s work was not the least to benefit. Lobkowitz’s residences witnessed the first performances of the Third and Fourth Symphonies, the Fourth Piano Concerto, and probably also the Fifth and Sixth Symphonies, as well as a number of repeat performances (e.g. two further airings for the Eroica, in August 1804 and January 1805). Furthermore, from the Prince’s household account books we can deduce that the two private performances of the Eroica at the Viennese Palais Lobkowitz in 1804 were given without any invited audience. One of their intended purposes was evidently to give Beethoven a first ‘true’ impression of the sound of his new composition, allowing the composer to make further small revisions in the score. Ths means of course that performances at the Lobkowitz residence were not just intended to diffuse the works and make them known, but also functioned to a certain extent as an aid for the composer’s creative process.

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declared: ‘Though much as is done for the so-called chamber music, there is little opportunity for the full orchestra: for symphonies, concertos, oratorios.’ Against this background, the enterprises that were specially dedicated to orchestral music stand out all the more. These include, for example, the concerts put on by the banker Joseph von Würth between 1803 und 1805, at which Beethoven’s first three symphonies were played, or the ‘Liebhaber-Konzerte’ that began in November 1807, funded by a consortium of aristocrats. Beethoven’s music was a highlighted feature of these concerts, though war prevented them from surviving beyond their first season. In this series too, Prince Lobkowitz played a particularly active part.


ORCHESTER WIENER AKADEMIE

The Austrian conductor Martin Haselböck was born into a well-known musical family. After his studies in Vienna

Since 1985, when the conductor and organist Martin Haselböck founded the Orchester Wiener Akademie, the

and Paris, and having won numerous prizes, he gained early fame as an organist, working with conductors such as

orchestra has won international applause for its outstanding musicianship, its originality, the subtlety of its period

Claudio Abbado, Lorin Maazel, Wolfgang Sawallisch, Riccardo Muti and many others.

interpretations, and its energy. It is the only Austrian period orchestra whose repertoire ranges from the baroque

In the historic post of Court Organist of Vienna, he explored the large repertoire of classical church music, and founded

through classical and romantic music to the early twentieth century, and which also plays contemporary works on

the Orchester Wiener Akademie, which plays on period instruments. Since its foundation in 1985 the orchestra has

modern instruments. The orchestra is equally famous for its interpretations of the works of Bach, Mozart, Haydn and

been regarded as among the foremost of its kind, receiving special recognition for its interpretation of both classical

Beethoven, as well as Schumann, Brahms, Liszt und Bruckner.

and romantic repertoires.

The concerts of the annual cycle mounted by the orchestra in the Golden Hall of the Musikverein in Vienna have

In 2014 Martin Haselböck inaugurated a major concert series in Vienna under the title RESOUND Beethoven, in which

become popular fixtures in the city’s music calendar. Many soloists participate as invited guests, such as Daniel

he and the Orchester Wiener Akademie perform all the composer’s symphonies and other orchestral works in the

Hope, Cecilia Bartoli, John Malkovich, Sebastian Koch, Ronald Brautigam, Isabelle Faust, Thomas Hampson, Anne

Viennese halls in which their earliest performances took place. This series was enormously successful, leading the

Schwanewilms, Sophie Karthäuser, Dorothee Mields, and many others.

Alpha label to make a new recording of the Beethoven symphonies, as well as the stage music to Goethe’s Egmont,

As well as the baroque and classical repertoire, the orchestra has recently increased its period performances of the

with John Malkovich as the narrator, in an English version of the text written by Christopher Hampton.

romantic musical literature. At the Liszt Festival in Raiding, where it is established as orchestra in residence, it played

Martin Haselböck is much in demand as a guest conductor of leading orchestras worldwide; he has conducted

and recorded the complete orchestral works of Franz Liszt for the first time on original instruments.

the Deutsche Symphonie-Orchester and Konzerthausorchester of Berlin, the Staatskapelle Weimar, the Dresden

In the 2014 season, the Orchester Wiener Akademie conducted by Martin Haselböck initiated the concert cycle

Philharmonie, the Deutsche Radio Philharmonie Saarbrücken Kaiserslautern, Orchestra Giuseppe Verdi Milano, the

RESOUND Beethoven, a new project in which the orchestral works of Beethoven are performed at the historic

National Orchestras of Spain, Hungary, the Czech Republic, Estonia, Slovakia and Slovenia, the Orchestre National de

locations in Vienna at which they were premiered or played during the composer’s lifetime. The orchestra also

Lyon, the Mariinsky Orchestra, and many others.

makes extensive tours: in 2018 it was heard by audiences in Latin America, the USA, South Korea, as well as in many

Further engagements have led him to the US, Canada, Asia and Australia.

European countries.

Since 2004 he has also been Chief Conductor of the Musica Angelica Baroque Orchestra of Los Angeles, appearing

Among other CDs made for the Alpha label, those of the symphonies recorded during the RESOUND concerts won

regularly with this ensemble in California and outside the US.

such enthusiastic praise from the audience and critics that the recordings were extended to include Beethoven’s piano concertos. By 2020 all the symphonies and piano concertos of Beethoven will have been recorded by Alpha, to mark the 250th anniversary of the composer’s birth.

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MARTIN HASELBÖCK


PALAIS LOBKOWITZ

GOTTLIEB WALLISCH

— 1689-1694 The Master of the Imperial Stables, Philipp Sigmund Graf von Dietrichstein, has a palace built on the former site of Vienna’s medieval Schweinemarkt, to a plan by Giovanni Pietro Tencalla; the mansion’s main entrance is designed by the architect Johann Bernhard Fischer von Erlach.

Born in Vienna, Gottlieb Wallisch first appeared on the concert platform when he was seven years old, and at the

— 1724-1729 The Banqueting Hall (Festsaal) is decorated and furnished; the ceiling fresco, painted by Jacob van Schuppen, the Director of Vienna’s Academy of Fine Arts, is an allegory of all the different branches of the arts represented in the Academy.

Varsovia, the seventeen-year-old pianist performed Beethoven’s ‘Emperor’ Concerto. Since then Wallisch has

— 1745 The palace comes into the possession of the Lobkowitz family. — 1799 Beethoven’s patron, Joseph Franz Maximilian von Lobkowitz, has the Banqueting Hall converted for concert use. The palace becomes a focal point of Viennese musical life, and Beethoven a frequent guest at the house. — 1804 With Beethoven conducting, his Third Symphony is given its first performance in the Banqueting Hall, later re-christened the ‘Eroica Hall’. Later, in 1807, the Fourth Symphony is also premiered here. — 1812 The foundation of the ‘Gesellschaft der Musikfreunde’ (Society of Friends of Music in Vienna) is formally enacted here at the Palais Lobkowitz. — 1814/15 During the Vienna Congress many balls and social events take place at the palace. — before 1830 The square facing the building is renamed ‘Lobkowitzplatz’. — ca. 1850 The Lobkowitz family moves to Raudnitz (Roudnice) in northern Bohemia, and leases their Viennese city palace in turn to the French Embassy (1869–1909), the Czechoslovak Legation (1919-38), the ‘House of Fashion’ (1938-45) and the French Cultural Institute in Vienna (1947-79).

age of twelve made his debut in the Golden Hall of the Vienna Musikverein. Among the teachers who influenced his musical direction were Heinz Medjimorec, Pascal Devoyon, and Oleg Maisenberg.

received invitations to the world’s most prestigious concert halls and festivals: Carnegie Hall New York, Wigmore Hall in London, the Cologne Philharmonie, the Tonhalle in Zurich, and the NCPA in Beijing, also the Ruhr Piano Festival, the Beethovenfest in Bonn, the Festivals of Lucerne and Salzburg, the December Nights in Moskow, and the Singapore Arts Festival. Conductors with whom he has performed as a soloist include Giuseppe Sinopoli, Sir Neville Marriner, Dennis Russell Davies, Kirill Petrenko, Louis Langrée, Lawrence Foster und Bruno Weil. The list of famous orchestras he has performed with includes the Vienna Philharmonic, Vienna Symphony Orchestra, Royal Liverpool Philharmonic, Gustav Mahler Youth Orchestra, Hessische Rundfunk Sinfonieorchester, Festival Strings Lucerne, and the Stuttgart Chamber Orchestra. He has made many recordings for labels such as LINN records, Deutsche Grammophon and Alpha Classics. Alongside his performances on the modern piano, in recent years Gottlieb Wallisch has also intensively studied the field of historic interpretation on early pianos, which has led to collaborations e.g. with Christopher Hogwood and the Camerata Salzburg, the Musica Angelica Baroque Orchestra Los Angeles, and the Orchester Wiener Akademie directed by Martin Haselböck From 2010 to 2016, Gottlieb Wallisch taught a piano class at the Haute École de Musique in Geneva. In 2016 he took up a post as Professor at the Universität der Künste in Berlin.

— 1980 The Republic of Austria purchases the building and has it thoroughly restored. — 1991 The Austrian Theatre Museum is installed in the Palais.

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A concert directed by Yehudi Menuhin launched Wallisch’s international career: accompanied by the Sinfonia


RECORDED LIVE IN APRIL 2018 AT THE EROICA HALL OF THE PALAIS LOBKOWITZ (VIENNA, AUSTRIA) STEPHAN REH, recording producer, editing & mastering JOACHIM EIDEN, piano technician ORCHESTER WIENER AKADEMIE MARTIN HASELBÖCK, artistic director JANA-KRISTINA KÖCK, orchestra manager ANDREA KLEIBEL, executive director MUSIKKONZEPT CHRISTOPH HASELBÖCK, production RESOUND BEETHOVEN SCIENTIFIC BOARD BIRGIT LODES, MARKUS GRASSL, KLAUS ARINGER, STEFAN WEINZIERL P hotos © ANDREJ GRILC JOHN THORNLEY english translation SILVIA BERUTTI-RONELT translation VALÉRIE LAGARDE design & GÉRALDINE CHAZEL artwork GAËLLE LOCHNER cover concept ANDREJ GRILC inside photos ALPHA CLASSICS DIDIER MARTIN director LOUISE BUREL production AMÉLIE BOCCON-GIBOD editorial coordinator ALPHA 478 P ORCHESTER WIENER AKADEMIE 2018 © ALPHA CLASSICS / OUTHERE MUSIC FRANCE 2018 THE NEW WAY TO DISCOVER HIGH QUALITY CLASSICAL MUSIC 30.000 TRACKS AVAILABLE EXCLUSIVE CONTENT TRY NOW ON WWW.ALPHAPLAY.COM


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