Junge
Lektüren
Niveau 1
Gottfried August Bürger
ELI-Lektüren: Texte für Leser jeden Alters. Von spannenden und aktuellen Geschichten bis hin zur zeitlosen Größe der Klassiker.
Gottfried August Bürger
Themen Lügengeschichten, Geschichtenerzähler, Reisegeschichten, Fantasie A1
(Fit in Deutsch 1)
Niveau 2
A2
(Fit in Deutsch 2)
Niveau 3
B1
(Zertifikat Deutsch für Jugendliche - ZD J)
Klassiker
www.elireaders.com
Mit einem kostenlosen Heftchen zum Downloaden
DAF A 1
e in N se RE d n l. Ü un te .r. KT n ich -7 I s LE use ch 81 EL LI ha es -15 E h G 6 E nc n 3 G ü e -5 N M am -88 JU von ers 978 n nd ro wu SBN I
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Mit Audio-CD + vollständigem Hörtext als mp3-Download
Illustrationen von Agnese Baruzzi
Junge ELI Lektüren
Niveau 1
BARON VON MÜNCHHAUSEN
- Vereinfachter und gekürzter Text mit Erklärung schwieriger Wörter als Fußnoten - Übungen zu Leseverständnis, Wortschatz und Grammatik - Übungen zur Prüfungsvorbereitung A1 - Abschlusstest
G. A. BÜRGER
Den Baron von Münchhausen, der auch Lügenbaron Münchhausen genannt wurde, hat es wirklich einmal gegeben. Er reiste viel, vor allem durch Russland und liebte es, Geschichten zu erzählen. Dabei hielt er sich jedoch nicht immer ganz an die Wahrheit. Lest von den Geschichten, wie er einmal auf einer Kanonenkugel ritt, wie er selbst bei der Jagd von den Enten durch die Lüfte getragen wurde oder wie plötzlich nur die vordere Hälfte seines Pferdes am Brunnen stand und trank. Die fantasievollen Geschichten werden gut verständlich nacherzählt für junge Deutschlerner.
Niveau 1
Baron von Münchhausen und seine wundersamen Geschichten
DAF A1
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Die FSC-Zertifizierung garantiert, dass das für diese Veröffentlichung verwendete Papier aus zertifizierten Wäldern stammt und damit weltweit eine verantwortungsvolle Forstwirtschaft unterstützt.
Für diese Reihe an Lektüreheften wurden 5000 Bäume gepflanzt.
Gottfried August B端rger
Illustrationen von Agnese Baruzzi
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Baron von Münchhausen und seine wundersamen Geschichten von Gottfried August Bürger nacherzählt von Kerstin Salvador Übungen: Kerstin Salvador Redaktion: Iris Faigle Illustrationen von Agnese Baruzzi ELI-Lektüren Konzeption: Paola Accattoli, Grazia Ancillani, Daniele Garbuglia (Art Director) Grafische Gestaltung Sergio Elisei Layout Emilia Coari Produktionsleitung Francesco Capitano Fotos ELI © 2013 ELI s.r.l B.P. 6 - 62019 Recanati - Italien Tel. +39 071 750701 Fax +39 071 977851 info@elionline.com www.elionline.com Verwendeter Schriftsatz: Monotype Dante 13/18 Druck in Italien: Tecnostampa Recanati ERT112.01 ISBN 978-88-536-1581-7 Erste Auflage: Februar 2013 www.elireaders.com
Inhalt 6 8 10 18 20
Episoden Vor dem Lesen Kapitel 1 Das Pferd auf dem Kirchdach Aufgaben Kapitel 2 Erlebnisse bei der Entenjagd
28 30 38 40
Aufgaben Kapitel 3 Aufgaben Kapitel 4
48 50
Aufgaben Kapitel 5
58 60 70 72
Aufgaben Kapitel 6 Die Wette Aufgaben Zum Weiterlesen Gottfried August Bürger
74
Zum Weiterlesen Wer war eigentlich dieser
76
Zum Weiterlesen Literarische Epoche:
78 79
Teste dich selbst Syllabus
und andere Jagdgeschichten
Das geteilte Pferd Mein Ritt auf der Kanonenkugel und andere Abenteuer Das eingefrorene Posthorn und andere Reisegeschichten
Werke von Gottfried August Bürger
Baron von Münchhausen? Lügengeschichten
Aufklärung, Sturm und Drang Freimaurerei
Zeichen für die Hörtexte auf der CD Anfang Ende
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E D ISO
EP
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VON
N N E O R S BA N C H H A U MÜ
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Vor dem Lesen
Wortschatz 1 Wortgruppen. Welche Wörter kennst du? Ordne sie zu. das Auto – der Regen – das Pferd – die Sonne – der Zug – das Schwein – das Fahrrad – der Hund – der Vogel – der Bus– der Schnee – die Kutsche – der Nebel – die Katze – der Sturm
Tiere
Wetter
Fahrzeuge
das Pferd
2 Berufe. Bilde zu den Berufsbezeichnungen die weibliche Form und den Plural. der Lehrer
die Lehrerin die Lehrer / die Lehrerinnen _____________ _____________________
1 der Busfahrer _____________ _____________________ 2 der Bäcker
_____________ _____________________
3 der Arzt
_____________ _____________________
4 der Koch
_____________ _____________________
5 der Schüler
_____________ _____________________
6 der Student _____________ _____________________ 7 der Arbeiter _____________ _____________________ 8 der Ingenieur _____________ _____________________ 9 der Biologe
8
_____________ _____________________
3 Trenne die zusammengesetzten Wörter Apfelbaum
Apfel
Baum
Pferdekutsche Haustür Kirchturm Reisezeit Entenjagd Kanonenkugel Lesebuch Fantasiegeschichte Lügenbaron Schneelandschaft
4 Wortigel. Was fällt dir zum Thema Reise ein? Ergänze deine Ideen und Assoziationen. Ferien
Sommer Reise
Meer
5 Komposita. Bilde aus einem Wort aus dem linken Kasten und einem Wort aus dem rechten Kasten ein neues Wort. Mittag Sprache Stunden Haus lesen radieren Sonne Kugel Computer Abschluss Kinder Sommer Schokolade
Buch Gummi Brille Schreiber Programm Test Garten Ferien Eis Essen Schule Plan Aufgaben
Sonne + Brille = Sonnenbrille
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Kapitel 1
Das Pferd auf dem Kirchdach 2
Es war ein eisig kalter Winter, als ich mich zu meiner ersten Reise nach Russland aufmachte. Ich hatte mir den Winter als Reisezeit ausgesucht, weil dann die Straßen gefroren waren und nicht so matschig1 oder staubig2 wie sonst in dieser Region. Und natürlich reiste ich auf meinem guten alten Pferd, weil das viel praktischer ist, als zu Fuß so weit zu laufen. Leider war mein Mantel viel zu dünn und so fror3 ich von Tag zu Tag mehr. Wenn ihr einmal im Winter nach Russland reist, kann ich euch nur empfehlen4, euch warm anzuziehen. Das ganze Land war unter einer dicken Schneedecke begraben und man konnte keinen Weg, keinen Baum, keine Schilder erkennen. Alles war nur weiß vom vielen Schnee. So ritt ich nun den ganzen Tag frierend durch die Schneelandschaft. Als es Abend wurde, stieg ich von meinem Pferd und band es an einem matschig voll Schlamm staubig schmutzig, mit Staub bedeckt 3 frieren, fror, gefroren kalt sein 4 empfehlen einen Ratschlag geben 1
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Baron von Münchhausen
und seine wundersamen Geschichten
Ast fest, der aus dem Schnee herausschaute. Dann legte ich mich daneben und schlief die ganze Nacht so tief und fest wie ein Stein. Als ich wach wurde, schien die Sonne. Ich rieb mir die Augen und schaute mich um, wo ich war. Stellt euch vor: Ich lag mitten auf einem Friedhof1 und der Schnee war über Nacht weggetaut2. Dabei fühlte ich mich viel zu lebendig, um auf dem Friedhof zu liegen! Aber wo war mein Pferd? Ich blinzelte in die Sonne und entdeckte es wiehernd und zappelnd an der Kirchturmspitze3! Aber wie kommt ein Pferd auf eine Kirchturmspitze? Jetzt wurde mir klar, dass der Ast, an den ich es am Abend gebunden hatte, in Wirklichkeit der Wetterhahn4 auf dem Kirchturm war. Als in der Nacht der Schnee wegschmolz, blieb das Pferd dort oben kopfüber hängen. Ich nahm meine Pistole und schoss auf das Halfter5 des Pferdes. Als mein Pferd wieder auf den Boden gepurzelt war, setzten wir unsere abenteuerliche Reise fort. r Friedhof, "e Ort, wo Tote begraben liegen wegtauen Schnee, der schmilzt 3 Kirchturmspitze, n das spitze Dach einer Kirche 4 Wetterhahn, "e Hahnfigur auf der Spitze eines Kirchendachs 5 s Halfter, - Zaumzeug am Pferd 1
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Kapitel 1
Weil es im Winter in Russland so kalt ist, sollte man dort nicht auf einem Pferd reisen. Da oben friert man nämlich viel zu sehr. Deshalb besorgte ich mir einen Pferdeschlitten1 und spannte mein gutes altes Pferd davor. Und so trabten wir fröhlich in Richtung Sankt Petersburg. Als wir durch einen tiefen Wald fuhren, wurde mein Pferd plötzlich unruhig. Als ich mich umschaute, entdeckte ich einen riesigen Wolf, der sehr hungrig aussah! Der Wolf war sehr schnell und es war unmöglich, ihm zu entkommen2. Er kam immer näher und näher… Plötzlich sprang er mit einem mächtigen Satz über den Schlitten. Mit seinen Zähnen verbiss3 sich im Hinterteil meines Pferdes! Vermutlich schmeckten ihm Pferde besser als Menschen – welch ein Glück für mich! Mein armes Pferd lief vor lauter Schreck und Schmerz noch schneller als vorher. Der Wolf verschlang4 das Hinterteil wie ein Stück Schinken und fraß sich immer tiefer in mein Pferd. Ich nahm die Peitsche5 und schlug kräftig r Pferdeschlitten, - Schneefahrzeug, das von Pferden gezogen wird entkommen, entkam, entkommen fliehen 3 verbeißen, verbiss, verbissen, sich an etwas festbeißen 4 verschlingen, verschlang, verschlungen, auffressen 5 e Peitsche, n Gerte, um Pferde anzutreiben 1
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Kapitel 1
auf den Wolf ein. So versuchte ich, meinem Pferd zu helfen. Der aber fraß in aller Ruhe weiter. Ich peitschte und peitschte aber der Wolf ließ sich nicht stören. Nach einer Weile war von meinem Pferd nicht mehr viel übrig. Anstelle des Pferdes steckte nun der Wolf im Pferdegeschirr1 und zog den Schlitten. Und ich trieb ihn weiter mit der Peitsche an. So fuhren wir durch die Landschaft und erreichten schließlich Sankt Petersburg. Die Leute in den Straßen blieben stehen und starrten mit offenem Mund auf das seltsame Gespann2: Einen Wolf, der einen Pferdeschlitten zog, hatten sie noch nie gesehen. Gleich nach meiner Ankunft in Sankt Petersburg habe ich mich als Offizier bei der Armee beworben, musste aber viele Monate auf einen Bescheid3 warten. So hatte ich jede Menge Zeit, diese prächtige Stadt und ihre Leute besser kennenzulernen. Und ich muss sagen, die Menschen hier sind außerordentlich fröhlich und gastfreundlich. s Pferdegeschirr, e damit wird das Pferd vor den Schlitten gebunden s Gespann, e Verbindung aus Pferd und Wagen 3 r Bescheid, e Benachrichtigung, Information 1
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Kapitel 1
In Sankt Petersburg ist es Brauch1, die Gäste mit einem Becher Schnaps zu begrüßen. Überall in der Stadt gab es Feste, auf denen es sehr vergnüglich zuging und nicht gerade wenig2 getrunken wurde. Dies liegt wohl daran, dass die Wintermonate in Russland sehr lange dauern und Alkohol bekanntlich gegen die Kälte hilft. Manche Leute tranken so viel, dass man schon vom Zuschauen3 betrunken wurde. Am meisten aber vertrug ein alter General mit grauem Spitzbart. Er hatte ein leuchtend rotes Gesicht vom vielen Trinken. Der General hatte die Angewohnheit4, bei Tisch seinen Hut aufzubehalten. So etwas ist sehr unhöflich. Er entschuldigte sich dafür und sagte, dass ihm im Krieg gegen die Türken bei einem Säbelkampf die Schädeldecke5 abgeschlagen wurde. Deshalb kann er den Hut nicht absetzen. Beim Essen leerte er drei Flaschen Wodka und machte sich dann über den Weinbrand her. Ich fragte mich, wie ein Mensch so viel Alkohol trinken konnte, ohne dass er betrunken wurde. r Brauch, "e Sitte, Tradition nicht gerade wenig viel 3 s Zuschschauen, - hier nur vom Hinschauen 1
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e Angewohnheit, en wunderliche Gewohnheit, Tick 5 e Schädeldecke, n Knochen auf dem Kopf 4
Baron von Münchhausen
und seine wundersamen Geschichten
Doch dann kam ich hinter sein Geheimnis: Ich entdeckte, dass er beim Trinkgelage1 hin und wieder seinen Hut etwas anhob. Neugierig, wie ich war, konnte ich darunter eine silberne Platte2 erkennen. Die war ihm als Ersatz3 für seine Schädeldecke eingesetzt worden. Jedes Mal, wenn der den Hut hob, stieg von dieser Platte der Alkoholdunst wie eine Wolke aus seinem Kopf. Der Alkohol verdunstete4 und der General war wieder nüchtern. Ich erzählte meinen Freunden davon, die mir nicht glauben wollten. Beim der nächsten Gelegenheit, als wieder einmal viel getrunken wurde, wollte ich es ihnen beweisen. Als der General seinen Hut hob, nahm ich ein Streichholz und hielt es an die Wolke. Sofort entzündete sich eine Flamme und Funken sprühten. Es sah aus, als ob ein Feuerwerk aus seinem Kopf schoss. Die Feuersäule umrahmte sein Gesicht wie ein Heiligenschein. Welch ein Spektakel! Auch der General war entzückt von diesem Experiment. Er bat mich sogar darum, ihn noch einmal anzuzünden. s Trinkgelage, - bei Tisch viel Essen und Trinken e Platte, n hier Stück Metall 3 r Ersatz etwas anstelle von … verwenden 4 verdunsten Flüssigkeit, die sich in Luft auflöst 1
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Lesen & Lernen 1 Richtig oder Falsch? 1 Münchhausen reist im Sommer nach Russland. 2 Münchhausen fährt mit dem Zug nach Sankt Petersburg. 3 Das Pferd hängt zappelnd auf dem Kirchturm. 4 Der Wolf frisst das Pferd auf. 5 Die Menschen in Sankt Petersburg feiern viel. 6 Der General lässt seinen Hut bei Tisch auf. 7 Aus dem Kopf des Generals kommt eine Wolke. 8 Münchhausen zündet die Wolke an.
R F
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Worte & Wörter 2 Eindringling Ein Wort passt nicht in die Gruppe. Welches?
das Pferd – der Wolf – das Schaf – das Kirchdach – der Vogel
1 Eis – Schnee – Sommer – Frost – Kälte 2 Russland – Italien – Deutschland – Sankt Petersburg – Frankreich 3 tanzen – lachen – feiern – Pferd – essen 4 groß – alt – schwer – hoch – reisen 5 zwei – hundert – blau – sieben – fünfundzwanzig
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Strukturen & Satzbau 3 Bilde die Negation zu den Sätzen.
schneit nicht. Nein, es ........................................
Schneit es?
1 Ist das Pferd im Stall?
Nein, es ........................................
2 Schläft Münchhausen im Hotel?
Nein, er ........................................
3 Ist seine Jacke warm?
Nein, sie .......................................
4 Kannst du reiten?
Nein, ich ......................................
5 Verreist du gerne?
Nein, ich ......................................
6 Warst du schon in Sankt Petersburg?
Nein, ich ......................................
7 Läuft der Wolf langsam?
Nein, er ........................................
8 Nimmt der General seinen Hut ab?
Nein, er ........................................
Fit in Deutsch 1 – Sprechen 4 Formuliere für jedes Wort zum Thema „Sprache lernen“ eine Frage.
Übung
War die Übung schwer? ....................................................................................
1 Buch
....................................................................................
2 Lehrerin
....................................................................................
3 Grammatik
....................................................................................
4 Unterricht
....................................................................................
5 Vokabeln
....................................................................................
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Zum Weiterlesen
Gottfried August Bürger (1747–1794) Jugendzeit und Studium Gottfried August Bürger kommt aus einem Dorf in der Nähe von Quedlinburg im Harz. Sein Vater war der Pfarrer des Dorfes. Er war nicht besonders an der Ausbildung seines Sohnes interessiert. Sein Großvater kümmerte sich darum, dass Bürger in Halle Theologie studieren konnte. Später wechselte er an die Universität Göttingen und studierte Jura. Nach dem Studium arbeitete er als Amtmann in der Nähe von Göttingen. Dort hatte er viel zu tun, bekam aber nur wenig Geld und litt unter Geldsorgen. Er versuchte es mit Lotto spielen, gründete einen Verlag, versuchte eine andere Stelle zu bekommen – aber leider vergeblich.
Gottfried August Bürger
Privatleben und Lehre an der Universität 1774 heiratete er die Tochter eines Justizamtmanns. Aber die Ehe war nicht glücklich. Er war nämlich in Auguste, die jüngere Schwester seiner Frau, verliebt. Für sie schrieb er Gedichte. Seine Frau starb nach zehn Ehejahren. Ein Jahr später heiratete er Auguste, die aber kurze Zeit später bei der Geburt des Kindes ebenfalls starb. 1784 wurde er Privatdozent an der Universität Göttingen. Bis zu seinem Tod gab er dort Vorlesungen über Ästhetik, Stilistik, deutsche Sprache und Philosophie. Er erhielt 1787 die Ehrendoktorwürde und wurde 1789 zum Professor ernannt. Dennoch bekam er keine feste Stelle an der Universität und somit auch kein Gehalt. Er heiratete ein drittes Mal, ließ sich aber 1792 scheiden. Er starb schließlich 1794 an Schwindsucht.
72
Syllabus
Themen
Lügengeschichten Fantasie Reiseberichte: Russland, Orient Abenteuergeschichten Übertreibungen Tiere, Jagd Gastfreundschaft und Feste feiern Geschichten erzählen Militär Pferde und Reitkunst Sultan Irreales Literatur: Aufklärung, Sturm & Drang Sprachhandlungen Wortgruppen zuordnen Berufsbezeichnungen nennen Fragen zum Textverständnis Fragen stellen, Antworten geben Informationen zusammenfassen Sätze bauen, ergänzen, zuordnen Wörter erklären kurze Texte schreiben (E-Mail) Eigenschaften nennen Grammatik • trennbare Verben • zusammengesetzte Wörter • Verneinung • Infinitiv • Superlativ • Gebrauch von Adjektiven • lokale und temporale Präpositionen 79
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Niveau 1 Die Brüder Grimm, Frau Holle G. A. Bürger, Baron von Münchhausen und seine wundersamen Geschichten Niveau 2 Maureen Simpson, Tim und Claudia suchen ihren Freund B. Brunetti, So nah, so fern Anonym, Till Eulenspiegel Mary Flagan, Das altägyptische Souvenir Mary Flagan, Hannas Tagebuch Friedrich Schiller, Wilhelm Tell E.T.A. Hoffman, Nußknacker Niveau 3 E.T.A. Hoffman, Der Sandmann Maureen Simpson, Ziel: Karminia
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Themen Lügengeschichten, Geschichtenerzähler, Reisegeschichten, Fantasie A1
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Den Baron von Münchhausen, der auch Lügenbaron Münchhausen genannt wurde, hat es wirklich einmal gegeben. Er reiste viel, vor allem durch Russland und liebte es, Geschichten zu erzählen. Dabei hielt er sich jedoch nicht immer ganz an die Wahrheit. Lest von den Geschichten, wie er einmal auf einer Kanonenkugel ritt, wie er selbst bei der Jagd von den Enten durch die Lüfte getragen wurde oder wie plötzlich nur die vordere Hälfte seines Pferdes am Brunnen stand und trank. Die fantasievollen Geschichten werden gut verständlich nacherzählt für junge Deutschlerner.
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