REDEN SIE ÜBER NACHHALTIGKEIT! Wie Sie die Pflicht zum Bericht in eine Chance verwandeln
GUIDEBOOK Von den Daten bis zur Story: Nützliche Infos und Tipps zur Nachhaltigkeitsberichterstattung
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HINTER VIELEN DATEN STECKEN SPANNENDE GESCHICHTEN.
EDITORIAL
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CSRD GUIDEBOOK
Andrea Höbarth leitet die Corporate Publishing Agentur Egger & Lerch in Wien.
LIEBE LESERINNEN UND LESER! ÜBER NACHHALTIGKEIT BERICHTEN – ABER WIE? Eine neue Richtlinie der EU, die Corporate Sustainability Reporting Directive (CSRD), verpflichtet viel mehr Unternehmen als bisher, über die Auswirkungen der eigenen Geschäftstätigkeit auf Menschen und Umwelt zu berichten. Und auch wer von der Richtlinie nicht direkt b etroffen ist, wird künftig oft als Lieferant genaue Auskünfte geben müssen, wie nachhaltig seine Produkte oder Dienstleistungen sind. Das mag nach einer lästigen Pflicht klingen, aber Sie sollten es auch als Chance sehen. Denn nicht nur der Gesetzgeber, sondern auch die Gesellschaft legt immer höheren Wert auf nachhaltiges Wirtschaften. Wer zeigt, wie sehr er sich dafür einsetzt, stärkt sein Image. Welche Daten Sie brauchen, um Ihre Nachhaltigkeitsaktivitäten zu belegen, und wie Sie diese aufbereiten müssen, haben wir in
dieser Broschüre für Sie umrissen. Fachlich unterstützt hat uns dabei die CSR-Expertin Karin HuberHeim (siehe Interview Seite 6). Ein herzliches Dankeschön dafür! Hinter vielen dieser Daten und Aktivitäten stecken spannende Geschichten, die Sie effektvoll für Ihre Unternehmenskommunikation nutzen können. Wie erzählt man sie am besten für welche Zielgruppe? Und welche Kommunikationskanäle setzt man ein, damit sie ankommen? Unser Team aus Content-Konzeptionist:innen, Journalist:innen, Editorial-Designer:innen und Expert:innen für Bebilderung und Fotografie unterstützt Sie dabei, Ihre Nachhaltigkeitsthemen bestmöglich an die verschiedenen Zielgruppen zu bringen. Mit journalistischem Story telling verwandeln wir Ihre Daten in lebendige Inhalte und kreieren aus langweiligen Tabellen grafische Hingucker mit Aussagekraft.
Erfolg braucht gute Kommunikation – und gesellschaftlicher Wandel braucht sie auch. In diesem Sinne freuen mein Team und ich uns auf Ihr Projekt! Andrea Höbarth Agenturleitung Egger & Lerch
KONTAKT EGGER & LERCH Corporate Publishing velcom GmbH Vordere Zollamtsstraße 13 1030 Wien Andrea Höbarth Tel. +43 1 524 89 00-507 www.egger-lerch.at a.hoebarth@egger-lerch.at
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INHALT
VON DEN DATEN ZUR STORY
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„Den Kuchen müssen Sie selber backen“ Expertin Karin Huber-Heim im Interview über neue Reporting-Regeln.
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5 Mythen rund um Nachhaltigkeit ... und was Vorreiter-Unternehmen darüber denken.
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Sind Sie berichtspflichtig? Und wenn ja, ab wann? Mit drei Fragen finden Sie das rasch heraus.
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„Planen Sie ein Jahr Vorlaufzeit ein!“ Katharina Schönauer erklärt, wie die Einhaltung der neuen Vorgaben überprüft wird.
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Pflicht erledigt? Hier kommt Ihre Chance! Wie Sie emotionale Geschichten erzählen, die hinter nüchternen Zahlen stecken.
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4 Mal Inspiration: So geht’s! Best-Practice-Beispiele für Berichte und Magazine von 14 Egger & Lerch
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Ein guter Bericht braucht interne Kommunikation Kommentar von Renate Süß: So schaffen Sie Akzeptanz für den Mehraufwand.
Was sich alles ändert Die wichtigsten Neuerungen durch die CSRD, eine ReportingRichtlinie der EU. Hat die GRI eine Zukunft? Wie der bekannte Standard für Nachhaltigkeitsberichte zur CSRD passt. Wie Sie „wesentliche“ Themen erkennen So gehen Sie vor, damit auf kein relevantes Thema vergessen wird.
IMPRESSUM Herausgeber und Medieninhaber: EGGER & LERCH Corporate Publishing, velcom GmbH, Vordere Zollamtsstraße 13, 1030 Wien · Redaktion: Christoph Grabuschnig, Renate Süß, Florian Streb · Gestaltung: Elisabeth Ockermüller · Bilder: Ian Ehm (Höbarth), Sabine Hauswirth (Huber-Heim), Gerhard Berger (Meinschad), Klaus Ranger (Ringler), Vöslauer Mineralwasser/Katharina Gossow (Schlossnikl), Reinhard Lang (Mikes), KPMG (Schönauer), privat (Hirt, Content), Michael Krebs (Süß) · Bildbearbeitung: Reinhard Lang · Korrektorat: Iris Erber, Ewald Schreiber · Druck: Samson Druck GmbH, 5581 St. Margarethen · 1. Auflage, Stand Juni 2022
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EXPERTIN AM WORT
„DEN KUCHEN MÜSSEN SIE SELBER BACKEN“ Die Zeiten des „Greenwashings“ in der Nachhaltigkeitsberichterstattung sind bald vorbei. Unternehmen in der EU müssen ihre Fortschritte Jahr für Jahr mit Zahlen, Daten und Fakten belegen. Die Zutaten und Rezepte für verantwortungsvolles Wirtschaften liegen für alle bereit, erklärt Nachhaltigkeitsexpertin Karin Huber-Heim im Interview.
Frau Huber-Heim, viele Unternehmen sehen sich nun zum ersten Mal mit Nachhaltigkeitsberichterstattung konfrontiert. Was müssen sie dafür im Gepäck haben? Karin Huber-Heim: Zuallererst ist es wichtig, sich damit vertraut zu machen, was überhaupt in einem Nachhaltigkeitsbericht stehen muss. Dafür braucht es eine klare Ausrichtung, wo ich das eigene Unternehmen in der Zukunft sehe. Denn die neue Corporate Sustainability Reporting Directive (CSRD) verlangt von betroffenen Unternehmen eine weit umfassendere Dokumentation darüber, wie sie heute dafür Sorge tragen, dass sich ihre Geschäftstätigkeit morgen nicht negativ auf Menschen und Umwelt auswirkt. Und mit „morgen“ meine ich nicht die nächsten drei Jahre, sondern viel längere Zeiträume. Der Umbau zu einer nachhaltigeren Wirtschaft und Gesellschaft hat bereits begonnen. Jetzt ist die Zeit gekommen, sich an-
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zuschauen, was der „Green Deal“ der EU für das Unternehmen bedeutet – für Transportwege, Ressourcennutzung oder die Lieferkette. Der Nachhaltigkeitsbericht wird dabei zu einem wichtigen Steuerungsinstrument für das Management. Es heißt „Große Dinge brauchen Visionen“. Braucht die Nachhaltigkeit nun Visionär:innen? Nein, Visionär:innen braucht es keine mehr, die Vision haben wir ja bereits. Sie wird von der EU mit dem Green Deal und global von den
„Der Nachhaltig keitsbericht wird zu einem wichtigen Steuerungsinstrument für das Management.“
Karin Huber-Heim ist wissenschaftliche Lehrgangsleiterin eines Masterprogramms für Sustainability & Responsible Management und doziert an Hochschulen im In- und Ausland zu Corporate Sustainability & Responsibility sowie StakeholderKommunikation. Neben ihrer wissenschaftlichen Tätigkeit begleitet sie seit vielen Jahren Nachhaltigkeitsaktivitäten von international tätigen Unternehmen in den unterschiedlichsten Industriesektoren. www.csr-and-communication.com
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Sustainable Development Goals (SDGs), zu denen sich nahezu alle Staaten bekannt haben, klar vorgegeben. Unternehmen haben Rezept und Z utaten also bei der Hand, den Kuchen müssen sie in Form von eigenen Roadmaps, Maßnahmen und Aktionen aber selbst backen. Dabei wird sich in vielen Fällen herausstellen, dass so manche Geschäftsmodelle künftig obsolet sind. Das heißt aber noch lange nicht, dass auch Know-how, Erfahrung oder Kreativität obsolet sind. Dieses Kapital gilt es nun zum Schutz unserer menschlichen und natürlichen Lebensgrundlagen einzusetzen. Kreislaufwirtschaft ist die Zukunft: regenerativ, ressourcenschonend und schadstofffrei. Kleinere Unternehmen sind da vermutlich sogar im Vorteil, weil sie schneller u msetzen können. Die CSRD verlangt die Dokumentation der wesentlichen Themen, hier bedarf es einer „doppelten Materialität“. Was heißt das konkret? „Doppelt“ bedeutet, dass alle Informationen eingeholt und bereitgestellt werden müssen, die darlegen, wie sich Nachhaltigkeitsaspekte auf Unternehmensaktivitäten auswirken – das nennt sich Outside-inPerspektive –, und welchen Einfluss sie umgekehrt auf Mensch und Umwelt haben – die Inside-outPerspektive. Dabei sind auch die finanziellen Auswirkungen auf die Unternehmensentwicklung, Wert-
„Nur oberflächliche Korrekturmaßnahmen zu setzen, reicht nicht mehr aus.“
schöpfung und Positionierung sowie die gesellschaftlichen, klimatischen oder ökologischen Auswirkungen miteinzubeziehen (siehe Seite 16). Bisher galt die Non-Financial Reporting Directive (NFRD). Diese „nicht-finanzielle“ Berichterstattung hat finanzielle Risiken, die durch den Klimawandel zu erwarten sind, oft vernachlässigt. Es wurden mitunter nur die „Quick Wins“ kommuniziert, die auf den zweiten Blick keinen großen Impact haben. Einem solchen Greenwashing soll die CSRD nun einen Riegel vorschieben. Den Ist-Zustand ein wenig zu skizzieren, um die eigene Reputation zu verbessern, und nur oberflächliche Korrekturmaßnahmen zu setzen, reicht nicht mehr aus. Letztlich geht es also darum, dass Unternehmen echte Verantwortung für ihr Tun in Sachen Nachhaltigkeit übernehmen. Genau. Künftig geht es bei der Berichterstattung vor allem um eines: messbare Zahlen, Daten und Fakten. Die westlichen Industrieländer sind über Jahre auf Kosten anderer reich geworden, weil Unternehmen in Billiglohnländern einkaufen oder
produzieren lassen, in denen die Arbeitsbedingungen schlecht und die Umweltstandards niedrig sind. Unser Wohlstand basiert auf einem geradezu „kolonialen Konzept“ und hat zu einer Auslagerung von Kosten für Menschen und Umwelt geführt. Mittlerweile zahlen wir aber bereits massive Umweltreparaturkosten, weil der Klimawandel keine (Staats-) Grenzen kennt. Welche Rolle wird k ünftig Kommunikation bei der Berichterstattung spielen? Eine ganz entscheidende! Im Bericht sind Unternehmen nun angehalten, ihr Handeln in Einklang mit ihren Worten zu bringen. Transparenz und Vergleichbarkeit entstehen auch dadurch, dass die „doppelte Wesentlichkeit“ den Dialog mit den Stakeholdern einfordert, also mit Lieferanten, Investoren, Kund:innen, Mitarbeitenden, Anrainer:innen oder Behörden. Das ist attraktiv für Investoren, denn es hilft ihnen, das Zukunftspotenzial ihrer Investments besser einzuschätzen. Gerade Mitarbeiter:innen und Kund:innen gegenüber ist natürlich auch authentisches Storytelling gefragt, denn es macht komplexe Themen begreifbar und weckt Emotionen (siehe Seite 22). Unternehmen übernehmen nämlich auch in der Kommunikation eine entscheidende Rolle: Sie müssen die Gesellschaft auf den nachhaltigen Transformationspfad mitnehmen!
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VORURTEILE & ERFAHRUNGEN
5 MYTHEN RUND UM NACHHALTIGKEIT Wir haben bei Unternehmen nachgefragt, die Vorreiter in Sachen verantwortungsvoller Betriebsführung sind. Was haben sie fünf der gängigsten Vorurteile entgegenzusetzen?
MYTHOS #1:
Nachhaltigkeit kostet nur Zeit und Geld. „Das stimmt zwar, aber unsere nachhaltige Firmenstrategie, basierend auf den 17 Nachhaltigkeitszielen der Vereinten Nationen, hat aufgezeigt, dass sich solche Investitionen in vielerlei Hinsicht lohnen. Unser Investment von rund 2,7 Mio. Euro am Standort Zirl in ein CO2-neutrales Energiekonzept amortisiert sich beispielsweise bereits in rund sieben Jahren und macht uns unabhängig von fossiler Energie. Unsere Kund:innen verlangen nach nachhaltigen Produkten, unser ökologisches Sortiment ist unser umsatz- und wachstumsstärkstes. Nicht zuletzt schätzen auch unsere Mitarbeiter:innen ihre Arbeit, die sinnstiftend ist. Initiativbewerbungen steigen und die Fluktuation hat sich deutlich reduziert.“ Simon Meinschad, Geschäftsführer HOLLU GmbH
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MYTHOS #2:
Nachhaltigkeit ist (nur) Klima- und Umweltschutz. „Der Fokus des europäischen Gesetzgebers und oft auch der Öffentlichkeit liegt zwar derzeit auf Umweltthemen. Wir betrachten das Nachhaltigkeitsthema allerdings als ESG-Thema, das Umwelt, Soziales sowie Governance umfasst. Wir legen großen Wert darauf, ganzheitlich zu denken und auch zu berichten. Die VIG war beispielsweise 2021 die erste Versicherung Europas, die eine Benchmark-Nachhaltigkeitsanleihe begeben hat – und nicht nur eine grüne Anleihe. Das Kapital wird sowohl in ökologische als auch soziale Projekte investiert.“ Petra Ringler, CSR-Verantwortliche bei der Vienna Insurance Group
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MYTHOS #4:
Nachhaltigkeit beeinträchtigt die Wettbewerbsfähigkeit.
MYTHOS #3:
Nachhaltigkeit ist immer Greenwashing. „Über Nachhaltigkeit reden ist das eine, etwas dafür zu tun ist das andere. Für eine enkeltaugliche Zukunft müssen wir als Unternehmen gesamthaft nachhaltig denken und wirtschaften sowie dieses Engagement auch transparent und klar darstellen. Bei Vöslauer heißt das, dass wir nicht ,business as usual‘ machen und dann und wann ökologische Projekte umsetzen, sondern dass wir den Nachhaltigkeitsanspruch in alle Prozesse und Strukturen integrieren und kommunizieren. Nichtsdestotrotz hat dabei die Reduktion von CO2-Emissionen Priorität, und dieser Verantwortung kommen wir kontinuierlich nach.“ Herbert Schlossnikl, Geschäftsführer Vöslauer
„Ganz im Gegenteil. Unser langjähriger Fokus auf Nachhaltigkeit bringt uns große Wettbewerbsvorteile. Wir arbeiten für das Wohl der nächsten Generation, und da gehört das Sicherstellen einer lebenswerten Zukunft selbstverständlich dazu. Unsere Nachhaltigkeitsfortschritte transparent zu kommunizieren ist genauso wichtig. Deshalb haben wir bereits seit zehn Jahren einen Nachhaltigkeitsbericht. Damit sind wir nach wie vor das einzige Unternehmen in unserer Branche – das ist ein großes Alleinstellungsmerkmal.“ Olivia Hirt, Sustainability and Corporate Responsibility Managerin bei MAM Baby
MYTHOS #5:
Es gibt wichtigere Themen als Nachhaltigkeit. „Unternehmen können es sich heute nicht mehr leisten, Nachhaltigkeit ans Ende ihrer Agenda zu setzen. Wir sehen uns in der Zukunft mit einer Vielzahl an Risiken konfrontiert, die großen Einfluss auf Geschäftsmodelle nehmen – Klimawandel, ein damit einhergehender Wertewandel in der Gesellschaft oder die Energiewende. Mit einem vorausschauenden Nachhaltigkeitsmanagement, das Teil der Unternehmensstrategie ist, ist man darauf vorbereitet und stärkt nicht zuletzt auch sein eigenes Image als Arbeitgeber und verlässlicher Geschäftspartner.“ Claudia Mikes, Nachhaltigkeitsexpertin bei der HYPO NOE
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SIND SIE BERICHTSPFLICHTIG? UND WENN JA, AB WANN? Erfüllt Ihr Unternehmen zwei der folgenden Kriterien? • Bilanz höher als € 20 Mio. • Umsatz höher als € 40 Mio. • Über 250 Beschäftigte
NEIN
JA
Sie gelten als großes Unternehmen und müssen spätestens ab dem Geschäftsjahr 2023* einen Bericht vorlegen, wenn Sie nicht schon bisher dazu verpflichtet waren.
Ist Ihr Unternehmen mit Wertpapieren auf EU-Märkten vertreten?
JA
NEIN
Werden zumindest zwei dieser Kriterien erfüllt? • Bilanz höher als € 350.000 • Umsatz höher als € 700.000 • Über 10 Beschäftigte
JA
NEIN
Als kleineres oder mittleres Unternehmen, das Wertpapiere ausgibt, müssen Sie spätestens ab dem Geschäftsjahr 2026* berichten.
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Sie sind nicht berichtspflichtig. Seien Sie dennoch gut vorbereitet!
BITTE NICHT ZURÜCKLEHNEN! Auch wenn Sie keinen eigenen Bericht erstellen müssen, sollten Sie sich mit dem Sammeln und Teilen von Nachhaltigkeitsinformationen befassen. Das wird nämlich künftig für die meisten Unternehmen zum Alltag gehören. Stellen Sie sich vor, Sie beliefern ein berichtspflichtiges Unternehmen oder brauchen Geld von Ihrer Bank: Spätestens dann werden auch Sie zu Nachhaltigkeitsthemen von diesen Partnern befragt werden. Daher lohnt es sich, relevante Informationen zu erheben und jederzeit griffbereit zu haben. Außerdem können Sie diese Daten und Fakten gut für Ihre Kommunikation mit Kund:innen, Geschäftspartner:innen oder Mitarbeiter:innen nutzen. Wie Sie nackte Zahlen in spannende Storys verwandeln, lesen Sie ab Seite 22.
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ÜBERBLICK
WAS SICH ALLES ÄNDERT Ab 2023 löst die Corporate Sustainability Reporting Directive (CSRD) der EU die Non-Financial Reporting Directive (NFRD) ab. Was sind die wichtigsten Änderungen? Und warum kann es sich auch für nicht berichtspflichtige Unternehmen lohnen, einen Nachhaltigkeitsbericht zu erstellen?
*Verschiebung? Mehrere EU-Mitglieds staaten regten im Frühjahr 2022 eine Verschiebung der Anwendungsfristen an: Für bereits berichts pflichtige Unternehmen um ein Jahr, für bislang noch nicht berichtspflichtige Unternehmen um zwei Jahre. Mit einer Entscheidung durch das EU-Parlament ist im Oktober 2022 zu rechnen. Die angeführten Fristen könnten sich also noch ändern.
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MEHR UNTERNEHMEN BETROFFEN Aus 90 werden rund 2.000 Unternehmen: Die CSRD weitet den Kreis der berichtspflichtigen Unternehmen auch in Österreich stark aus. Ist Ihr Unternehmen betroffen? Unser Flowchart links gibt Auskunft. Ziel: Nachhaltigkeit soll Teil der Unternehmensstrategie in möglichst vielen Unternehmen werden.
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ÜBERBLICK
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NEUE, EINHEITLICHE BERICHTSSTANDARDS Die neuen von der EFRAG (European Financial Reporting Advisory Group) erarbeiteten Standards müssen von allen berichtspflichtigen Unternehmen angewendet werden. Für kleinere Unternehmen wird es vereinfachte Standards geben.
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INTEGRIERTE BERICHTERSTATTUNG Nachhaltigkeitsberichterstattung und finanzielle Berichterstattung werden zusammengeführt. Der Nachhaltigkeitsbericht wird Teil des Lageberichts. Ziel: Das Bewusstsein für die enge Verknüpfung von Nachhaltigkeit und langfristigem finanziellen Erfolg wird geschärft.
Ziel: Nachhaltigkeitsinformationen sind besser vergleich- und überprüfbar.
SCHRITT FÜR SCHRITT ZUM BERICHT Konzept
Freigabe Konzept, Redaktionssitzung
Wesentlichkeitsanalyse
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Themenfindung, Recherche
Risiken
Umfassende Analyse mit Stakeholdern, um wesentliche Themen zu erkennen
AUGUST
Vom ersten Konzept bis zum fertigen Geschäfts- und Nachhaltigkeitsbericht können viele Monate vergehen. Das liegt auch an den vielfachen Abstimmungsund Freigabeschleifen. Und: Vor allem beim ersten Mal kann die Datenerhebung und -validierung sehr viel mehr Zeit beanspruchen als unten dargestellt.
SEPTEMBER
Definition von Risiken und Managementkonzepten
OKTOBER
Text
Text/Layout
Datenerhebung Redaktion Festlegung und Erhebung aller Informationen und Kennzahlen
NOVEMBER
DEZEMBER
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EXTERNE ÜBERPRÜFUNG Wer einen zertifizierten Nachhaltigkeitsbericht erstellt, muss diesen künftig einer externen Prüfung unterziehen. Was das konkret bedeutet, haben wir Katharina Schönauer von KPMG gefragt. (Interview auf Seite 20)
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Ziel: Stakeholder erhalten durch die unabhängige Prüfung die Gewissheit, dass die nicht-finanziellen Informationen eines Unternehmens verlässlich und damit glaubwürdig sind.
Korrekturen, Übersetzung
Text/Layout
Finale Umsetzung im Layout (online/offline)
Abstimmung und Freigabe
ANALYSE ALLER AUSWIRKUNGEN Wie wirkt sich die Tätigkeit des Unternehmens auf Gesellschaft und Umwelt aus? Und wie beeinflussen Nachhaltigkeitsfaktoren den Unternehmenserfolg? Bei der „doppelten Wesentlichkeitsanalyse“ müssen beide Perspektiven jeweils für sich analysiert werden. (Näheres zum Konzept der „doppelten Wesentlichkeitsanalyse“ erfahren Sie ab Seite 16). Ziel: Damit wird das Bewusstsein dafür geschärft, dass Nachhaltigkeit für die Gesamtperformance eines Unternehmens wesentlich ist.
Freigabe und Druck
VERÖFFENTLICHUNG (gesetzlich verpflichtend bis Ende April)
Umsetzung Finale Umsetzung im Layout (online/offline) und Freigabe
Kennzahlen Bereitstellung aller Kennzahlen
JÄNNER
FEBRUAR
MÄRZ
APRIL 13
EUROPÄISCHE BERICHTSSTANDARDS
HAT DIE GRI EINE ZUKUNFT? Die Standards der GRI (Global Reporting Initiative) gelten seit vielen Jahren als Qualitätsmaß bei der Erstellung eines Nachhaltigkeitsberichts. Können sich Unternehmen trotz der bevorstehenden vereinheitlichten EU-Standards weiterhin an ihnen orientieren?
Die klare Antwort: Ja. Erst im Oktober letzten Jahres veröffentlichte die GRI angepasste Standards. Diese tragen bereits deutlich die Handschrift der CSRD: So geben sie eine Anleitung zum Prozess der Wesent lichkeitsanalyse (Überblick siehe Seiten 16–19), verlangen explizit die Integration der nicht-finanziellen Angaben in die finanzielle Berichterstattung und eine externe Prüfung der erhobenen Daten. Die GRI greift also die strengeren Berichtsregeln
der neuen EU-Richtlinie bereits auf und gibt damit den Weg zu einer einheitlichen und vergleichbareren Berichterstattung vor. Darüber hinaus kooperiert die GRI seit März mit dem standardsetzenden Gremium für finanzielle Berichterstattung (IFRS), um ihre Standards zu NachhaltigkeitsInformationen ebenfalls anzugleichen. Darüber spricht Sabine Content von der GRI im Interview.
„Ich empfehle, bereits 2023 freiwillig einen Bericht nach den neuen GRI-Standards zu erstellen. Damit durchläuft man eine Art Generalprobe und ist gut vorbereitet auf die künftige verpflichtende Berichterstattung.“ Nachhaltigkeitsexpertin Karin Huber-Heim
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3 FRAGEN AN … Sabine Content, GRI-Expertin, über die Rolle der GRI bei der Verein heitlichung von Standards in der Nachhaltigkeitsberichterstattung. Inwiefern profitieren Unternehmen von den GRI-Standards? Unsere Standards sind ein kostenloses öffentliches Gut und werden laufend aktualisiert. Wir helfen Unternehmen damit seit über 25 Jahren, ihre Auswirkungen auf Wirtschaft, Umwelt und Gesellschaft zu verstehen und auf die Transparenzanforderungen ihrer Interessengruppen eingehen zu können – Investoren, Regierungen, Kapitalmärkte und die Zivilgesellschaft. Neben den Standards bieten wir in der „GRI Academy“ – dem Online-Lernportal für Nachhaltigkeitsexpert:innen – Schulungen zur effektiven Anwendung an.
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72 %
Die Berichtsstandards der GRI setzen sich insgesamt aus 36 Modulen zusammen. Herzstück bilden die 33 themenspezifischen Standards, unterteilt in die Bereiche Umwelt, Wirtschaft und Soziales. Die darin enthaltenen Angaben dienen als Orientierungshilfe, welche Themen als wesentlich und damit berichtspflichtig einzustufen sind.
Rund 72 % der österreichischen Top-Unternehmen berichten nach den GRI-Standards.*
36 MODULE
Wie sehen Sie die Zukunft der Standards zur Nachhaltigkeits berichterstattung? In den letzten Jahren wurde der Druck stärker, Finanz- und Nachhaltigkeitsberichterstattung enger zu verzahnen. Dafür sind aufeinander abgestimmte Standards notwendig. Wir haben daher im März ein Arbeitsübereinkommen mit dem IFRS (International Financial Reporting Standards, Anm.) abgeschlossen. Es zielt darauf ab, unsere Multi-Stakeholder-Standards an deren anlegerorientierte Nachhaltigkeitsangaben anzugleichen. Der Berichtsaufwand für Unternehmen wird sich dadurch verringern.
Die GRI ist das weltweit am häufigsten verwendete Rahmenwerk zur Nachhaltigkeitsberichterstattung. Organisationen aus rund 90 Ländern greifen auf den Standard zurück. In Europa sind es aktuell mehr als 6.000.
Nun arbeitet man gemeinsam mit der EU an einer Vereinheitlichung des Standards. Warum? Eine Vereinheitlichung bringt bessere Vergleichbarkeit und Klarheit auch in der Erstellung. Wir wollen technisches Fachwissen teilen, um sicherzustellen, dass die neuen europäischen Standards so eng wie möglich an den GRI-Standards ausgerichtet sind. Immerhin greifen in der EU die meisten Unternehmen derzeit bereits auf GRI zurück.
90 LÄNDER
Sabine Content, Director Corporate & Stakeholder Engagements bei GRI Amsterdam
25 JAHRE
Die Global Reporting Initiative (GRI) wurde 1997 von der Coalition of Environmentally Responsible Economies und dem UN-Umweltprogramm ins Leben gerufen. Von Anfang an war es das Ziel, ökonomische, ökologische und soziale Auswirkungen von Unternehmen für unterschiedliche Anspruchsgruppen (Stakeholder) vergleichbar zu machen.
01.01.2023 Die neuen GRI-Standards gelten bereits für alle Berichte über das Geschäftsjahr 2022, die 2023 veröffentlicht werden.
* Studie „Nachhaltigkeitsberichterstattung österreichischer Top-Unternehmen 2021“ E&Y
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WESENTLICHKEITSANALYSE
WIE SIE „WESENTLICHE“ THEMEN ERKENNEN Bislang blickten Unternehmen in ihren Nachhaltigkeitsberichten oft nur auf erledigte Maßnahmen. Künftig muss auf alle relevanten Themen eingegangen werden – und die ermittelt man auf Basis der „doppelten Wesentlichkeitsanalyse“, die einen Blick über den Tellerrand verlangt.
Wie wird sich der Klimawandel auf Ihr Geschäftsmodell auswirken? Wie wollen Sie steigende Recyclingquoten erfüllen? Haben Sie im Blick, wie die Arbeitsbedingungen bei Ihren Lieferanten aussehen? Und welches ökologische und soziale Engagement erwarten Ihre Investoren von Ihnen? Berichtspflichtige Unternehmen sehen sich damit konfrontiert, all das, was die Nachhaltigkeit betrifft, nach Einführung der CSRD weitaus umfassender erheben zu müssen. Bislang waren publizierte Angaben oftmals nicht ausreichend, um den sozialen und ökologischen Fußabdruck eines Unternehmens wirklich abzubilden. Häufig beschränkte sich die nicht-finanzielle Berichterstattung nämlich
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auf Themen, die im unmittelbaren Einflussbereich der Unternehmen lagen und nur den Ist-Zustand dokumentierten.
Beispiel 1: Fairness nur auf einer Seite Ein Unternehmen produziert Kaffee, der in Coffeeshops eines Vertriebspartners ausgeschenkt wird. Im Nachhaltigkeitsbericht wurde darüber berichtet, dass der Kaffee das Fairtrade-Gütesiegel trägt und daher aus nachhaltigen Anbaugebieten stammt. Keine Erwähnung fand aber, dass beim Vertriebspartner wichtige Arbeitnehmerschutznormen nicht eingehalten werden oder wie groß der CO2-Ausstoß beim Anbau in den Herkunftsländern ist.
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Darüber hinaus wurden Themen, die sich zweifellos auf Umwelt und Menschen auswirkten, häufig nicht erfasst, sofern sie für das Unternehmen nicht auch finanziell wesentlich waren.
Beispiel 2: Aus den Augen, aus dem Sinn Ein Unternehmen stellt Getränke in Dosen her, die oft achtlos weggeworfen werden. Das schlägt sich nicht unmittelbar in den Zahlen nieder, weshalb das Thema als nicht wesentlich eingestuft wurde. Aus ökologischer Sicht ist es aber von großer Bedeutung, wie viel Abfall das Unternehmen produziert.
Durchleuchten der gesamten Wertschöpfungskette Die bisherige Berichterstattung ließ also den Blick über den Tellerrand und in die Zukunft vermissen. Viele Unternehmen setzten sich nicht damit auseinander, wie sich ihre Produkte, haben sie einmal ihre Einflusssphäre verlassen, auf Menschen und Umwelt auswirken und welche finanziellen Folgen das auf längere Sicht hat. Oder noch deutlicher formuliert: Bislang konnten sich Unternehmen in ihrer Nachhaltigkeitsbericht
erstattung auf das beschränken, was sie gut gemacht haben. In Zukunft wird das nicht mehr möglich sein, dann können sich Unternehmen nicht mehr aussuchen, ob sie ein Thema für relevant halten. Berichtspflichtige Unternehmen müssen sich überlegen, wo in der gesamten Wertschöpfungskette wesentliche soziale, ökologische und ökonomische Auswirkungen vorliegen. Notwendig ist dafür ein intensiver Dialog mit allen Stakeholdern. Grundlage bildet die sogenannte „doppelte Wesentlichkeitsanalyse“, die durch die einheitlich anzuwendenden europäischen Berichtsstandards erstmals für alle berichtspflichtigen Unternehmen bindend wird. Wann ist ein Thema wesentlich? Vereinfacht gesprochen, spielen bei der Ermittlung von wesentlichen Nachhaltigkeitsthemen künftig zwei Perspektiven eine entscheidende Rolle: einerseits die finanzielle, andererseits die ökologische und soziale. Die CSRD stellt unmissverständlich klar, dass jede dieser beiden Perspektiven für sich betrachtet werden muss. Informationen, die aus beiden Perspektiven wesentlich sind, sind ebenso offenzulegen wie solche, die es nur aus einer Perspektive sind.
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WESENTLICHKEITSANALYSE
DER OUTSIDE-IN- UND INSIDE-OUT-ANSATZ UNTERNEHMEN Finanziell: Das sind nachhaltigkeitsrelevante Themen, die sich als Chancen oder Risiken auf den Geschäftsverlauf, das Ergebnis oder die Lage des Unternehmens auswirken (Outside-in-Perspektive).
Beispiel:. Kosten für Anpassungen an den Klimawandel, Versicherung, Recycling oder Energie, Gleichstellung etc.
Ökologisch und sozial:
ASPEKTE
Umwelt/Klima
Arbeitnehmer:innen
Soziales
Menschenrechte
Hier geht es um die Frage: Welche positiven und negativen Auswirkungen hat die eigene Geschäftstätigkeit auf Menschen und Umwelt? (Inside-out-Perspektive)
Beispiel: CO2-Emissionen, Energienutzung, Wasserverbrauch, Menschenrechte etc.
Compliance
Neues Vierstufenmodell Die GRI hat auf die strengeren Anforderungen bereits reagiert und ihre weltweit etablierten Standards für Nachhaltigkeitsberichterstattung angepasst. Im Oktober 2021 stellte sie ein neu organisiertes StandardsSet zur Ermittlung der wesentlichen Nachhalitkgeitsthemen vor (siehe Infografik). „Es ist davon auszugehen, dass damit der künftige europäische Berichtsstandard, der einheitlich für alle berichtspflichtigen Unternehmen gelten wird, vorgegriffen wird“, zeigt sich Nachhaltigkeitsexpertin Karin Huber-Heim überzeugt. Es stellt
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die Grundlage für die Ermittlung wesentlicher Themen in der Nachhaltigkeitsberichterstattung dar. Verantwortung übernehmen Mit dieser weit gefassten Wirkungsanalyse können Unternehmen Informationen darüber erlangen, was die eigene wirtschaftliche Tätigkeit für Gesellschaft und Umwelt bedeutet – und umgekehrt welche wirtschaftlichen Risiken diese für das eigene Unternehmen bergen. Sie entsprechen damit den Erwartungen der Zivilgesellschaft, von Verbraucher:innen, Mitarbeiter:innen sowie von Anleger:innen.
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IN VIER SCHRITTEN ZUR WESENTLICHKEIT Das neue Stufenmodell für die Analyse relevanter Nachhaltigkeitsthemen
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Den Unternehmenskontext verstehen
Tatsächliche und potenzielle Auswirkungen identifizieren
Die Bedeutung von Auswirkungen bewerten
Auswirkungen gewichten
Verschaffen Sie sich einen Überblick über die Geschäftsbeziehungen zu Stakeholdern wie Partner:innen, Kund:innen, Investor:innen oder Lieferant:innen. Wie stehen Sie und Ihre Stakeholder in Sachen Nachhaltigkeit zueinander in Beziehung? Der Blick geht dabei entlang der gesamten Wert schöpfungskette. Umfasst sein können auch Personen oder Gruppen, zu denen keine direkte Beziehung besteht (z. B. Arbeiter:innen in der Lieferkette).
Ermitteln Sie mögliche positive und negative Auswirkungen Ihrer Geschäftsbeziehungen auf Mensch und Umwelt und solche die von außen auf Ihr Unternehmen einwirken. Dabei geht es auch um Ereignisse, die erst später eintreten könnten.
Nicht alle Auswirkungen können auf einmal behandelt werden. Bewerten Sie daher positive wie negative Auswirkungen, um sie gewichten zu können.
Gewichten Sie die Themen, um feststellen zu können, welche davon wesentlich für Ihre Berichterstattung sind.
Beispiel: Positiv nach außen wirkt es sich aus, wenn ein Unternehmen in einer Region mit hoher Arbeitslosigkeit eine neue Anlage eröffnet und damit der Region zu wirtschaftlichem Aufschwung verhilft.
Beispiel: In einem eher trockenen Gebiet ist der Wasserverbauch eines Unternehmens relevanter als dort, wo davon genug vorhanden ist.
Laufende Identifizierung und Bewertung der Auswirkungen
Wesentliche Themen: • • • • •
Bestimmung der wesentlichen Themen für die Berichterstattung
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EXPERTIN AM WORT
„PLANEN SIE EIN JAHR VORLAUFZEIT EIN!“ Warum gute Vorbereitung alles ist und wie die Wirtschaftsprüfung punkto Nachhaltigkeit ablaufen wird, verrät Katharina Schönauer von KPMG im Interview.
Frau Schönauer, mit der CSRD und dem viel größeren Kreis zu prüfender Unternehmen kommt auf Wirtschaftsprüfer:innen viel Arbeit zu. Wie bereiten Sie sich auf die neuen Anforderungen vor? Katharina Schönauer: Wir bauen gerade neue Kapazitäten auf. Gleichzeitig arbeiten wir sehr intensiv mit anderen Kanzleien und der Kammer für Wirtschaftsprüfer zusammen. Wir wollen eine einheitliche Ausbildung für alle Prüfer:innen etablieren, damit wir die Prüfung nach dem aktuellsten Stand der Regulatorik durchführen können. Sind die Unternehmen ausreichend vorbereitet? Das hängt ganz stark von ihrer Ausgangslage ab: Schon jetzt unterziehen 59 Prozent der größten heimischen Unternehmen ihre nicht-finanziellen Berichte einer freiwilligen Prüfung. Sie können naturgemäß leichter auf die neuen Anforderungen der CSRD reagieren.
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Katharina Schönauer leitet das Sustainability Service Team bei KPMG. Ihre Arbeitsschwerpunkte liegen in der Prüfung von Nachhaltigkeitsinformationen. Sie berät Unternehmen dabei, Nachhaltigkeit in der Geschäftsstrategie zu verankern und langfristig mess- und steuerbar zu machen.
Kleinere Unternehmen haben weniger Ressourcen. Sie sollten mindestens ein Jahr Vorlaufzeit einplanen, um Wissen aufzubauen und eine Berichtsbasis zu schaffen. Aber auch große Unternehmen, die bereits jetzt berichtspflichtig sind, müssen ihre Systeme rechtzeitig anpassen. Und Unternehmen, die noch nicht berichten müssen? Die haben in der Regel Geschäftspartner:innen, die bald berichtspflichtig werden und Nachhaltigkeitsinformationen von ihnen möchten. Was ist aus Ihrer Sicht am wichtigsten für die gute Vorbereitung? Eine fundierte doppelte Wesentlichkeitsanalyse. Dazu zählt auch, seine Stakeholder im Blick zu haben und sie in die Themenerhebung und -bewertung stark einzubeziehen. Nur so schafft man valide, messbare Daten, die auch der externen Prüfung standhalten.
Bitte skizzieren Sie kurz, wie die Prüfung der erhobenen Daten abläuft. Welches Ziel verfolgt sie? Die unabhängige Prüfung hat den Zweck, die Qualität, Aussagekraft und Glaubwürdigkeit der Daten zu heben. Zunächst wird überprüft, ob die Wesentlichkeitsanalyse dem entspricht, was der GRI-Standard, nach dem die meisten Unternehmen reporten, vorgibt. Wir schauen weiters, wer bei der Themenerhebung eingebunden wurde. Wir führen auch Interviews mit Fachverantwortlichen, um Konzepte und Prozesse besser zu verstehen, nehmen stichprobenartig Einsicht in Detailunterlagen und machen gegebenenfalls Vor-Ort-Begehungen. Und danach? Dann startet die Hauptprüfungs phase, in der uns Unternehmen erste Berichtsteile zur Verfügung stellen. Das Wichtigste: Alle quantitativen und qualitativen Aussagen,
die in den Bericht einfließen, müssen auch belegbar sein! Achten Sie auf konkrete, nicht werbliche Formulierungen. Denn nur wenn ihnen messbare Kennzahlen zugrunde liegen, können sie auch bestätigt werden. Am Ende des Prozesses sollte ein Bericht stehen, der Kennzahlen abliefert, die ein regelmäßiges Reporting zulassen, wie auch die Überwachung, ob die gesteckten Ziele tatsächlich eingehalten werden können. Was halten Sie davon, dass die CSRD Bußgelder vorsieht, wenn ein Unternehmen der Prüfpflicht nicht nachkommt? Für mich ist das eine theoretische Frage. Ich gehe davon aus, dass Bußgelder in der Praxis keine so große Rolle spielen werden, weil Unternehmen ein Interesse daran haben, die g esetzlichen Vorgaben einzuhalten.
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NACHHALTIGES STORYTELLING
PFLICHT ERLEDIGT? HIER KOMMT IHRE CHANCE! Nachhaltigkeit gut zu kommunizieren heißt mehr, als EU-Vorschriften zu erfüllen: Lassen Sie Ihren Datenschatz nicht ungenutzt liegen und geben Sie die Interpretation der Zahlen nicht aus der Hand, sondern erzählen Sie Geschichten und wecken Sie Emotionen, um Ihre Zielgruppen zu erreichen.
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„Ich will einen Mann mit Brille, der schlecht sieht, weil er immer diese kleinen Zahlen in den Börsespalten liest“, sagte Marilyn Monroe sinn gemäß im Kultfilm „Manche mögen’s heiß“. In etwa so stellte man sich auch lange den typischen Leser eines Reports vor: knochentrocken und rein auf Zahlen fixiert, kein Mensch, sondern eine wandelnde Rechenmaschine. Aber das ist nur ein Klischee. Leser:innen von Unternehmensberichten sind Menschen, die sich für Zusammenhänge interessieren, die das Unternehmen in seiner Gesamtheit erfassen wollen. Sie sollten ihnen also mehr bieten als einen nüchternen Report, der die Ansprüche der CSRD erfüllt.
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AUS INFORMATIONEN GESCHICHTEN MACHEN EINPRÄGSAM UND VERSTÄNDLICH Für andere Zielgruppen Ihrer Unternehmenskommunikation gilt das noch viel mehr: Wollen Sie die Kund:innen und Mitarbeiter:innen Ihres Unternehmens sowie die breite Öffentlichkeit überzeugen, dass Sie nachhaltig wirtschaften, ist ein allen Standards und Normen entsprechender Bericht nicht das ideale Medium. Aber die darin enthaltenen Informationen sind eine perfekte Basis dafür, glaubwürdige Geschichten über Ihr ökologisches und soziales Engagement zu erzählen. Das macht Ihre Marke lebendig, authentisch und vertrauenswürdig.
Geschichten gelingt es, Informationen in Emotionen zu übersetzen. Emotionen machen die Inhalte greifbarer und einprägsamer als nüchterne Zahlen, Daten und Fakten. Sie aktivieren zudem das Vorstellungsvermögen und machen dadurch komplizierte Zusammenhänge verständlicher. Nicht zuletzt bietet Ihnen Storytelling die Gelegenheit, die Zahlen aus dem Bericht selbst in einen Kontext zu setzen, statt deren Interpretation komplett aus der Hand zu geben.
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NACHHALTIGES STORYTELLING
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GROSSE UND KLEINE ABENTEUER
WOHIN MIT DEN INHALTEN?
Holen Sie die Menschen vor den Vorhang, die sich mit nachhaltigen Projekten befassen! Denn ihre Gesichter schaffen Nähe und wecken Emotionen. Machen Sie Ihre Mitarbeitenden zu individuellen Geschichtenerzähler:innen und lassen Sie sie als Expert:innen auftreten. Sie erleben täglich große und kleine Abenteuer, die die Identität Ihrer Marke ausmachen. Und ganz wichtig: Nachhaltigkeitskommunikation darf auch Spaß machen. „Persönlich halte ich Humor in der Nachhaltigkeit für vollkommen unterrepräsentiert“, sagt etwa auch Nachhaltigkeits expertin Karin Huber-Heim, „dabei ist er eine der wichtigsten Emotionen, die wir generieren können, um Verbindung zu schaffen.“
Wenn Sie jetzt fragen: „Und das soll alles in den Geschäftsbericht?“, lautet die Antwort: Es muss nicht, aber es kann. Viele Integrierte Berichte (und auch reine Nachhaltigkeitsberichte, aber die sieht die CSRD nicht mehr vor) setzen auf einen Magazinteil, der den formalen Part ergänzt. Sie können aber auch ein eigenes Nachhaltigkeits-Magazin gestalten – gedruckt oder online. Die Zielgruppe dafür ist sicher eine breitere als die der Berichtsleser:innen. Und selbstverständlich können Sie auch alle anderen Kommunikationskanäle dafür nutzen, nachhaltigen Content zu verbreiten: Ihre Website, SocialMedia-Auftritte, Newsletter, das Kundenmagazin und nicht zuletzt auch Paid-Media-Kampagnen.
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EINMAL RECHERCHIERT, MEHRFACH GENUTZT Das Erstellen eines Nachhaltigkeitsberichts ist ein guter Zeitpunkt, sich Gedanken darüber zu machen, wo Sie Ihre Zielgruppen am besten erreichen. Sie heben dabei einen umfangreichen Datenschatz – mit nicht unerheblichem Aufwand – und es gilt, daraus den größtmöglichen Nutzen zu ziehen. Denn es lohnt sich für Sie und für die Umwelt, wenn Sie andere vom eingeschlagenen grünen Pfad überzeugen und sich gemeinsam auf den Weg machen.
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# # DIE RICHTIGEN KANÄLE WÄHLEN
Je nach Kommunikationsziel und Zielgruppe gilt es dann, die passenden Kanäle zu bestimmen. Sie wollen Neukund:innen aus der breiten Masse akquirieren? Dann sind vielleicht Kurzvideos für Social-MediaKampagnen oder SEO-optimierte Artikel auf der Website das Richtige. Sie wollen eine ausgewählte Gruppe ansprechen, um Ihr Image zu stärken? Dann liegt ein Printprodukt nahe. Und wenn Sie jetzt sagen: „Drucken? Das ist doch nicht umweltfreundlich!“, haben wir gute Nachrichten für Sie: Wenn Sie auf entsprechende Zertifikate achten, können Sie bedenkenlos ein Magazin drucken lassen. Als höchster Standard gilt dabei das Cradle-to-CradlePrinzip, bei dem vom Papier über die Druckfarben bis zu den Energiequellen alles auf eine funktionierende Kreislaufwirtschaft ausgerichtet ist.
MIT PROFIS ZUSAMMENARBEITEN Klingt alles gut, aber furchtbar aufwendig und kompliziert? Genau hier kommen Agenturen wie wir ins Spiel: Wir wissen, wie man aus langen Excel-Tabellen verständlich aufbereitete und einprägsame Infografiken macht. Wir erzählen die Geschichte hinter jeder Kilowattstunde, die an Energie eingespart wurde. Wir erwecken Ihre Daten zum Leben, denn der Weg in eine verantwortungsvolle Zukunft erzählt viele Geschichten. Mit allen Irrungen und Wendungen – so wie es sich für eine spannende Geschichte gehört. Und wir entwickeln gemeinsam mit Ihnen passende Konzepte und Medien, damit die Geschichten dort landen, wo sie sollen: in den Köpfen Ihrer Zielgruppe.
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BEST PRACTICE
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2019 2020
4 MAL INSPIRATION: SO GEHT’S!
Vom Integrierten Bericht über ein NachhaltigkeitsMagazin bis zur Website mit animierten Infografiken: Diese Vorzeige-Projekte von Egger & Lerch haben in den letzten Jahren zahlreiche Preise abgeräumt.
2018
2017
Treten stets paarweise auf: Die Konzern- und Nachhaltigkeitsberichte der VIG.
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2021 Bereits zum fünften Mal in Folge entschied sich die VIG für Egger & Lerch als Agenturpartner.
VIELFÄLTIG UND DOCH AUS EINEM GUSS Jahr für Jahr prämiert: Die Berichte der VIG überzeugen mit kreativem Design und einer klaren und verständlichen Sprache.
Jedes Jahr mehrere Reports, jedes Jahr ein neuer kreativer Aufhänger, und immer zieht sich eine rote Linie durch alle Teile: Das sind die mehrfach preisgekrönten Konzern- und Nachhaltigkeitsberichte der Vienna Insurance Group (VIG). Seit 2017 gestaltet Egger & Lerch die beiden Reports, die in einer gemeinsamen Mappe als Einheit wirken, aber auch für sich alleine stehen können – ein Zugang, der sich ebenso bewährt hat wie die Zusammenarbeit über nun bereits fünf Jahre. Spannendes Storytelling für eine als zahlen- und paragrafenverliebt geltende Branche wird dabei mit exklusiver Umsetzung im Druck
kombiniert. Ein wiederkehrendes Thema ist die Vielfalt in dem Versicherungskonzern, zu der immer wieder ein erfrischender Zugang gefunden wird. Zum Beispiel durch ein Lentikularcover auf der Umschlagmappe, das schon optisch Vielfalt vermittelt, weil sich je nach Perspektive zwei verschiedene Bilder zeigen. Nicht nur die VIG ist von den Ergebnissen begeistert, sondern auch im Wettbewerb mit anderen Berichten stechen das Konzept und die Umsetzung immer wieder positiv hervor. Davon zeugen mehrere Fox Finance Awards in Gold und Silber sowie die Auszeichnung als „Winner“ bei den German Design Awards 2019.
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BEST PRACTICE
BERICHT ONLINE, JOURNAL GEDRUCKT Das nach GRI-Standards erstellte CSR-Journal „Nachhaltig finanzieren – nachhaltig wirtschaften“ der HYPO NOE spricht nicht nur Analyst:innen, Kund:innen und Partner:innen der Bank an. „In Nachhaltigkeit zu investieren und die Erfolge zu kommunizieren erhöht auch die Attraktivität als Arbeitgeber“, spricht Claudia Mikes, Leiterin des Bereichs Rating/ESG bei der HYPO NOE eine weitere wichtige Zielgruppe an. 2020 wurde das Journal mit einem Fox Finance in Gold sowie einem Fox Finance Visual in Silber
ausgezeichnet. Die Jury begründete dies mit den „klaren, sachlichen und verständlichen Inhalten“ sowie der „ansprechenden, aufgeräumten“ Optik, die dem Bericht „das Prädikat glaubwürdiger Transparenz verleihen“. Seit 2021 fließt die Nachhaltigkeitsberichterstattung der HYPO NOE in das ebenfalls von Egger & Lerch gestaltete „Bank & Land“ -Journal zum Jahresfinanzbericht ein. Der Report erscheint online, das Journal wird auch gedruckt an Partner:innen verschickt und zu vielen Geschäftsterminen mitgebracht.
Nachhaltigkeit für bestimmte Zielgruppen nochmals auf den Punkt gebracht: Journale eignen sich bestens für Geschäftstermine.
Kompakt und übersichtlich: „Bank & Land“ informiert über nachhaltige Themen im Journalformat.
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Mit Mitarbeiter:innen am Cover und im Bericht Emotionen wecken und Glaubwürdigkeit erhöhen.
NICHT VON SCHLECHTEN ELTERN Für den Babyartikelhersteller MAM setzte Egger & Lerch in den vergangenen Jahren drei Nachhaltigkeitsberichte um. Jeder ist inhaltlich anders konzipiert, jedes Mal gelingt aber der Spagat: Die Berichte entsprechen den strengen formalen Kriterien der GRI und sind gleichzeitig unterhaltsame, spannend wie ein Magazin zu lesende Publikationen für Eltern, CSR-Profis und Journalist:innen. Der Aufbau des Berichts für die Jahre 2015 und 2016 orientiert sich an den Phasen der Babyentwicklung – und zeigt gleichzeitig, wie sich das Unternehmen in den letzten 40 Jahren entwickelt hat. MAM positioniert Mitarbeiter:innen aus unterschiedlichen Geschäftsbereichen und Ländern als Expert:innen. Der Bericht für die Jahre 2017 und 2018 baut auf den brennendsten Fragen rund um ökologische und
soziale Produktionsprozesse auf. Nach Themen sortiert, schaffen wir mithilfe eines klaren Farbcodes inhaltlich Orientierung und damit einen wertvollen Nutzen für die Kernzielgruppe. Zwei Berichte erhielten eine eigene Website: Animierte Infografiken und Slideshows schaffen dort als Ergänzung zum klassischen gedruckten Bericht einen unterhaltsamen Mehrwert. Die Berichte wurden in den vergangenen Jahren mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet – darunter der ASRA Award für den besten Nachhaltigkeitsbericht österreichischer Klein- und Mittelbetriebe oder der FOX Finance Award.
Inhalte aus dem Bericht, verwandelt in kurzen und knackigen Online-Content.
Anschaulich illustrativ erklärt: Wie sich mit einer Babytrinkflasche CO2 einsparen lässt.
Klar geht das: ein Nachhaltigkeitsbericht, so fundiert, wie es das Gesetz verlangt, und zugleich unterhaltsam wie ein Magazin.
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BEST PRACTICE
Interviews, Berichte, Infografiken: 16 Seiten abwechslungsreiches Magazin, vier Seiten GRI-Index.
DEN GUTEN GESCHICHTEN AUF DER SPUR Der Anstoß für den ersten CSRReport der VTU-Gruppe kam von mehreren Seiten: „Einige Mitarbeiter:innen sind hier sehr engagiert. Auch Kunden meinten, wir sollten unsere Zertifizierungen mehr nach außen tragen. Da war klar: Wir wollen etwas tun. Aber wenn, dann richtig“, erzählt VTU-Geschäftsführer Friedrich Fröschl. „Richtig“ hieß im Falle des Konzerns, der HightechIndustrieanlagen plant, einen Bericht nach GRI-Standards zu erstellen. Dafür wurden erst mal Daten erhoben und ausgewertet. Auf die Suche nach den Geschichten dahinter begab sich das VTU-Team mit Egger & Lerch-Redakteurin Silke Ruprechtsberger. „Mitarbeitende hatten nicht immer präsent, was der
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Konzern alles macht. Dass die VTU Österreich 2020 zum fünften Mal als ,Great Place to Work‘ ausgezeichnet wurde, erfuhr ich eher nebenbei“, erzählt die erfahrene Journalistin. Die grafische Umsetzung in der Unternehmensfarbe Grün brachte Egger & Lerch das schönste Lob, das man im Corporate Publishing von einem Kunden bekommen kann: „Der Report ist so richtig VTU!“
Im Austausch mit erfahrenen Journalist:innen einen Schatz an interessanten Geschichten heben und erzählen.
Für 2021 folgte die Fortsetzung. Diesmal war manches einfacher, denn die VTU hat die Zeit nach dem ersten Bericht dazu genützt, um viele neue Daten zu erheben. Und gute Nachhaltigkeitsstorys gibt es in einem so regen und engagierten Unternehmen wie der VTU sowieso mehr als genug!
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EIN GUTER BERICHT BRAUCHT INTERNE KOMMUNIKATION
KOMMENTAR
Daten sammeln, Infos zusammentragen, Ergebnisse evaluieren: NachhaltigkeitsReporting beschert vielen Kolleg:innen Mehrarbeit – so schaffen Sie Akzeptanz dafür.
Renate Süß leitet die Redaktion bei Egger & Lerch.
„Sie brauchen Unterlagen zu unserem Prozessoptimierungs-Tool für den Nachhaltigkeitsbericht?“, fragt der Mitarbeiter, und der Gedanke „Als hätte ich sonst nichts zu tun!“ schwingt im Ton mit. So soll es nicht laufen! Keine Frage, einen Nachhaltigkeitsbericht zu erstellen macht Arbeit abseits des „Business as usual“ – und das in zahlreichen Abteilungen. Dafür gilt es, Akzeptanz zu schaffen, oder noch besser: Freude zu wecken. Wie? Mit guter interner Kommunikation. Wozu machen wir das eigentlich? Informieren Sie alle Mitarbeiter:innen nicht nur darüber, dass Sie einen CSR-Report machen werden, sondern auch, warum: Wer soll mit dem Report angesprochen werden? Wie bringt ein solches Projekt das Unternehmen weiter? Erzählen Sie von der gemeinsamen Jagd nach Daten und Fakten. Mit spannendem Storytelling in den internen Medien – von den Intranet-News bis zum Mitarbeitermagazin – wird der Bericht zum gemeinsamen Projekt. Und das stärkt auch das Zusammengehörigkeitsgefühl. Mehrwert für das Employer Branding All das ist Mehrarbeit – aber sie lohnt sich. Denn die Geschichten, die sich entwickeln, können vielfältig genutzt werden, unter anderem auch für den Auftritt als Arbeitgeber. Denn gerade jungen Talenten ist es wichtig, in einem Unternehmen zu arbeiten, das nachweislich nachhaltig agiert.
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VIELFACH PREISGEKRÖNT Nachhaltigkeits-Reports und -Magazine sowie integrierte Berichte von Egger & Lerch räumten in den letzten Jahren zahlreiche Awards ab. Wollen Sie auch gewinnen?
10 x Gold beim Fox Finance Award 2016–2021 x Silber beim Fox Finance Award 3 2016–2021 Winner beim German Design Award 2019 Finalist bei den ECON Awards 2016 Sieger bei den Austrian Sustainability Reporting Awards (ASRA) 2015
EGGER & LERCH Corporate Publishing velcom GmbH Vordere Zollamtsstraße 13 1030 Wien www.egger-lerch.at
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