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eco.nova SPEZIAL Lifestyle & Mobilität 2026

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LIFESTYLE & MOBILITÄT

AUTOFRÜHLING:

Die Modelleneuenfürs Rundum-Gänsehaut-Gefühl.

LEBE LIEBER LOCKER WAHRE SCHÖNHEIT HAT NICHTS MIT SPIEGELN ZU TUN.

GUT, WIE ES IST MIT ALTEM HANDWERK GEGEN DIE DAUERBESCHLEUNIGUNG.

OUT NOW!

Das PODCAST-MAGAZIN für Frauengesundheit

GENDERMEDIZIN: Neue Daten zur Frauengesundheit verpflichten.

BRUSTKREBS: Ein von Innovationen getriebenes Forschungsgebiet.

MENTALE ÜBERFORDERUNG: Mit Selbstfürsorge zurück ins Lot.

WEIL DER UNTERSCHIED EINEN UNTERSCHIED MACHT.

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Frauengesundheit: Verpflichtender Datenschatz

Simone Davidsen

Brustkrebs: Gute Nachrichten

Michael Hubalek

Tabubrüche für Athletinnen

Marlies Raich

Die Kraft der Selbstfürsorge Melanie Robertson

Endometriose: Schmerzhaftes Chamäleon

Beata Seeber

Onkologie: Quality of Life

August Zabernigg

Die Schilddrüse: Motor des Körpers

Gudrun Metzler

Beherzt handeln bei Baby-Notfällen

Daniela Scholer

Die Gebärmutter: ein Wunderwerk

Stephan Kropshofer

Frauensache Kreuzbandriss

Katja Tecklenburg

Medizinische Ernährungsberatung

Stefan Riml

Hebammenwesen: Frauenberuf unter Druck

Karin Berghammer

Im Bann der Attacken

Gregor Brössner

Selbstheilungs-Kick mit Eigenblut

Jürgen Oberladstätter

Schwindel: Symptom, das Angst macht

Claudia Unterhofer

TANZ MAL

eco.nova-Herausgeber Sandra Nardin (re.) und Christoph Loreck mit Chefredakteurin Marina Bernardi

DRÜBER NACH

Glück ist kein fernes Ziel. Oft sitzt es schon neben uns, man muss es nur umarmen.

Stellen Sie sich vor, jemand drückt Ihnen ganz unverhofft einen Strauß Blumen in die Hand. Genauso soll sich diese Ausgabe anfühlen. Wie ein freundliches Nicken im Vorbeigehen, wie Sonnenlicht auf der Haut nach einem langen Winter, wie ein Song, den man sofort lauter drehen möchte. Mit dieser Ausgabe zelebrieren wir wie immer die schönen Seiten des Lebens, ohne Stress, ohne Besserwisserei, ohne To-do-Listen. Ohne großes Tamtam, stattdessen mit viel guter Laune, Optimismus, Lust auf das Jetzt und der leisen Zuversicht, dass die positiven Dinge gerade besonders laut flüstern. Dass die Farbexperten von Pantone heuer mit „Cloud Dancer“ einen sanften Weißton als Farbe des Jahres auserkoren haben, passt da ganz gut. Cloud Dancer strahlt eine wunderbare Leichtigkeit aus. Wie eine unbeschriebene Leinwand liegt es da und wartet darauf, so bunt ausgemalt zu werden, wie wir unser Leben gerne hätten.

Diese Ausgabe möchte nicht antreiben, sondern begleiten, deshalb widmen wir uns gleich zu Beginn dem guten Gefühl, das bleibt, wenn man anfängt, wirklich auf sich zu schauen. Unser Wohlfühl-Teil soll daran erinnern, dass Selfcare nichts Großes sein muss. Oft reicht ein Perspektivenwechsel. Metabolic Beauty nennt sich der neue Lifestyle, der mehr ist als ein Trend. Es geht nicht um Optimierung um jeden Preis, sondern um Wohlbefinden von innen, das man auch im Außen sehen darf. Sich selbst zu mögen, ist kein Ziel, sondern ein Prozess mit Pausen, Umwegen und vielen kleinen Glücksmomenten. Es geht um kleine Rituale, große Gedanken und dieses warme Gefühl, wenn man merkt, dass man genau richtig ist, wie man ist, und dort, wo man sein soll.

Die nachfolgenden Seiten sind eine Einladung, das Leben einen Moment lang nicht so ernst zu nehmen und dem Alltag mit ein bisschen mehr Leichtigkeit zu begegnen. Wir zeigen Trends, die Spaß machen; Menschen, die Freude an kreativem Tun haben; Kulinarik, die man genießen will, nicht analysieren; und Inspirationen für Momente, die rundum guttun, egal, ob sie groß oder ganz klein sind. Zum Frühling rollen wir außerdem mit frischer Neugierde los. Die neuesten Autotrends zeigen, wie sich Bewegung heute anfühlt: nicht lauter, sondern smarter. Ein wortwörtlich spektakuläres Buch nimmt uns dabei mit auf kurvenreiche Passstraßen und zu außergewöhnlichen Genussadressen. Dorthin, wo die Straße zum Erlebnis wird und nicht einfach ein Weg von A nach B ist.

Diese Lifestyle-Ausgabe ist unser sanfter Reminder an Sie, dass das Leben gerade dann schön ist, wenn man es nicht zu kompliziert macht. Weniger Drama und mehr von allem, was gut tut! Ihre Redaktion der eco.nova

Besuchen Sie uns auf der Innsbrucker Frühjahrsmesse im Tiroler Autosalon Halle A.0 /

Stand A23

DER NEUE RENAULT CLIO

SCHON AB € 17.490,–1 BEI FINANZIERUNG UND VERSICHERUNG

1) Unverb. Kaufpreis inkl. USt, NoVA und Boni iHv € 2.500,-, zzgl. max. € 420,- Auslieferungspauschale exkl. NoVA, gültig auf Clio Evolution TCe 115 für Privatkunden bei Kaufvertragsabschluss vom 01.01. bis 31.03.2026. Kaufpreis beinhaltet Versicherungsbonus iHv € 500,- und Finanzierungsbonus iHv € 1.000, - von Mobilize Financial Services (eine Marke für RCI Banque SA Niederlassung Österreich), gültig nur in Kombination mit einem im Aktionszeitraum eingereichten und bei Auslieferung des ausgelobten Fahrzeugs abgeschlossenen Finanzierungs- und Versicherungsvertrages: Finanzierung-Mindestlaufzeit 24 Monate, Mindest-Finanzierungsbetrag 50 % vom Kaufpreis, Abschluss von Vollkasko- und Haftpflichtversicherung über carplus (Wr. Städtische) mit Mindestlaufzeit 36 Monate. Es gelten die Annahmerichtlinien der Versicherung. Keine Barablöse möglich. Änderungen, Satz- und Druckfehler vorbehalten. Symbolfoto. Kombinierter Verbrauch von 5,2–3,9 l/100 km, CO2-Emission von 118–89 g/km, homologiert gemäß WLTP. renault.at

STANDORTE

Innsbruck Neu-Rum, Serlesstraße 1

Tel. +43 50 2611, office@dosenberger.com

Dosenberger-Plaseller Zams, Buntweg 8

Tel. +43 50 2611 53, zams@dosenberger.com

Neurauter, Stams-Mötz, Staudach 23, Tel. 05263/6410 Schöpf, Imst, Industriezone 54, Tel. 05412/64526 Hangl, Pfunds, Nr. 432, Tel. 05474/5273 Wolf, Bach, Stockach 29, Tel. 05634/6156

FOTOS: MERAKI, CHRISTINA POSCHINGER, DINO BOSSNINI, ANDREAS FRIEDLE, CARL HANSEN, CALLWEY VERLAG, DS

10 LEBE LIEBER LOCKER

Gesundheits- und Schönheitskonzepte sind vor allem dann sinnvoll, wenn sie unterstützen, nicht kontrollieren, und wenn sie Spielräume öffnen, statt neue Regeln aufzustellen. Unsere Tipps fürs Wohlfühlen von Innen und Außen, kleine Glücksmomente und mentale Gesundheit. Und wir zeigen, warum Jammern manchmal durchaus guttut.

LIFE & STYLE

44 GUT, WIE ES IST

Altes Handwerk ist der leise Gegenentwurf zur Dauerbeschleunigung: Zu Besuch bei Restauratorin und Vergolderin Jenifer Matzohl, Meisterschneiderin Christina Poschinger und in Sandra Zegg’s Töpferstudio.

58 DIE ZEIT IN DER HAND

Alexander Schreiner hat sich in seinem Le Temps auf Vintageuhren spezialisiert. Ein Gespräch über Patina, Geduld und die Kunst, den wahren Wert einer Uhr zu erkennen.

74 WOHNEN ALS LEBENSGEFÜHL

Wohnen ist mehr als ein Dach über dem Kopf. Es ist ein Zustand und ein Spiegel unserer Lebensentwürfe. Die Häuser des Jahres.

86 DIE FREIHEIT HINTER DER THEKE

Wie eine Frau mit Kopftuch nach zwei Scheidungen und einem Kebapladen gelernt hat, sich selbst zu gehören. Und warum die Geschichte von Sultan Yildirim mehr über unsere Gesellschaft erzählt, als man meint.

91 GRENZENLOSE REZEPTE

Kochen ist eine Sprache, die überall verstanden wird. Wenn wir Zutaten teilen, Rezepte weitergeben und gemeinsam am Tisch sitzen, verschwinden Grenzen fast von selbst.

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AUTO & MOTOR

DIE STRASSE ALS ERLEBNIS

Alpenpässe sind mehr als nur Straßen auf Berge(n). Sie zu erleben, ist eine Fahrt zwischen Mythos, Maschinen und Momenten. Ein Buch nimmt mit auf Entdeckungsfahrten durch die Dolomiten und Norditalien, zeigt Routen, ikonische Sportwagen und kulinarische Empfehlungen.

120 VORHANG AUF!

Der Winter ist vorbei, die Lust am Fahren zurück: Die Neuheiten der Saison warten nur darauf, ausgeführt zu werden.

Frühlingsgefühle interpretiert auf vier Rädern.

136 IM PRAXIS - CHECK

136: DS N°8: elektrifiziertes französisches

Meisterstück

138: BYD Atto 3 Evo: smarter, elektrischer, besser

140: Toyota bZ4X Touring: Freiheitsliebe auf vier Rädern

04 EDITORIAL 08 FARBE DES JAHRES 38 HOTEL.TIPPS 42 DIE KLUGE SEITE 62 MODISCHES 70 SCHÖN ( HEITS ) DINGE 82 FEIN DAHEIM 98 KÜCHENGEFLÜSTER 102 LOKALAUGENSCHEIN 106 IN KLEINEN DOSEN 110 BLÄTTERN & LESEN 144 IM.GESPRÄCH

IMPRESSUM

HERAUSGEBER & MEDIENINHABER: eco.nova Verlags GmbH, Hunoldstraße 20, 6020 Innsbruck, 0512/290088, redaktion@econova.at, www.econova.at GESCHÄFTSLEITUNG: Christoph Loreck, Mag. Sandra Nardin ASSISTENZ: Martin Weissenbrunner CHEFREDAKTION: Marina Bernardi AUTOREN DIESER AUSGABE: Marian Kröll, Doris Helweg, Felix Kasse roler, Elisabeth Zangerl, Jürgen Schmücking ANZEIGENVERKAUF: Ing. Christian Senn, Yvonne Knoll, BA, Patrizia Schröter LAYOUT: Tom Binder LEKTORAT: Mag. Christoph Slezak DRUCK: Radin-Berger-Print GmbH COVER: Andy Wolf, das Model trägt Mod. 4642, erhältlich im Sehenswert in Wattens. Foto: Susan Buth. Gestaltung: Conny Wechselberger

UNTERNEHMENSGEGENSTAND: Die Herstellung, der Verlag und Vertrieb von Drucksorten aller Art, insbesondere der Zeitschrift eco.nova GRUNDLEGENDE RICHTUNG: Unabhängiges österreichweites Magazin, das sich mit der Berichterstattung über Trends in den Bereichen Wirtschaft, Wissenschaft, Architektur, Gesundheit & Wellness, Steuern, Recht, Kulinarium und Lifestyle beschäftigt. Der Nachdruck, auch auszugsweise, sowie anderwertige Vervielfältigung sind nur mit vorheriger Zustimmung des Herausgebers gestattet. Für die Rücksendung von unverlangt eingesandten Manuskripten und Bildmaterial wird keine Gewähr übernommen. Namentlich gekennzeichnete Beiträge stellen nicht unbedingt die Meinung der Redaktion dar. JAHRESABO: EUR 29,00 (13 Ausgaben) // Sind Beiträge in dieser Ausgabe in der Kopfzeile mit dem FIRMENNAMEN gekennzeichnet, handelt es sich um BEZAHLTE ANZEIGEN.

CLOUDLIKE ELEGANCE

Die „Rivelia“ von De’Longhi macht nicht nur guten Kaffee, sie ist in ihrem unschuldigen Weiß auch superchic. Das findet übrigens auch die Jury vom iF Design Award. 699,90 Euro.

MAN MUSS DAS LEBEN TANZEN.

CLOUD - DIPPED FINGERTIPS

Der Last-and-ShineNagellack „Angel Wing“ von Manhattan verleiht den Nägeln einen wolkenhellen Schimmer. 4,50 Euro.

Die globalen Farbexperten von Pantone haben auch für 2026 ihre Color of the Year gekürt. „Cloud Dancer“ ist es geworden, ein schwerelos wirkender Weißton, der ein Gefühl tiefer Gelassenheit vermitteln soll. Davon kann man momentan wahrlich nicht genug haben. Eine Nichtfarbe zu wählen hat auch irgendwie was, vor allem bietet das edelberuhigende Weiß die Möglichkeit, sich sein Jahr so bunt zu gestalten, wie man es selbst gerne hätte.

WINTERWEISS

LaMunt, die Südtiroler Bergsportmarke von Frauen für Frauen, kombiniert technische Performance mit nachhaltigen Materialien und einer überraschend sinnlichen Handschrift. Smart-Fit-Solutions erlauben individuelle Anpassungen, recycelte Fasern und PFAS-freie Imprägnierungen sorgen für Umweltbewusstsein. Unser Outdoorfavorit: das Warm-FullZip-Fleece „Jenny“ aus 100 Prozent recyceltem Octa-Material –federleicht, hoch isolierend und superweich. Um 220 Euro unter www.lamunt.com

KUSCHELIG

Superflauschiger und leichter Kapuzenbademantel „Texas“ von Vossen aus 100 Prozent Baumwolle. 75 Euro.

GOOD VIBES

Die elegante „Positivity“Kerze aus der SoulfulCollection von Rituals sorgt mit ihrem stimmungshebenden Duft aus Zitrus-, Blumenund Erdaromen von Bergamotte, Neroli und Vetiver für gute Stimmung. 44,90 Euro.

OH LA PALOMA

Ottomane „Paloma“ von Sedda mit organischfließender Silhouette. www.sedda.at

PANTONE FÜRS BAD

Wenn sich die Haut trockener anfühlt als eine Wüste, dann ist „Sultana of Soap“ von Lush eine echte Oase. Hinein kommt eine großzügige Portion getrockneter Früchte und vor allem Olibanumöl, das Feuchtigkeit spendet, speichert und die Haut beruhigt. Für einen feinen Duft kommt Bergamotteöl dazu. 100-g-Stück um 8 Euro.

CLEAN

Der luftige Strickpulli von mister*lady macht Lust auf Frühling. 19,99 Euro. Einen Store gibt’s im FMZ Imst.

DER ZARTE WEISSTON PANTONE 11-4201 SYMBOLISIERT RUHE IN EINER HEKTISCHEN WELT, DIE DEN WERT VON ACHTSAMKEIT UND STILLER REFLEXION NEU ENTDECKT, UND VERKÖRPERT EINE NEUE ÄRA DER KLARHEIT: EIN MOMENT

DES INNEHALTENS IN EINER WELT VOLLER REIZE, EIN SYMBOL FÜR HARMONIE, FOKUS UND LEISE RAFFINESSE.

FEDERLEICHTE FRISCHE

Die Mon Olive Longévité Crème Frappée von sophie‘s garden vereint eine seidig-weiche Textur mit tiefenwirksamer Anti-Aging-Power. Gibt’s bei Nägele & Strubell in Innsbruck. 50 ml um 360 Euro.

AUF LEISEN SOHLEN

Die Loafer „Cedric“ von högl aus Lammleder passen immer. 179,90 Euro. Einen högl-Shop gibt’s in den Innsbrucker RathausGalerien.

Schönheit trifft Gesundheit

Warum wahre Schönheit mehr mit dem Stoffwechsel zu tun hat als mit Spiegeln.

TEXT: MARINA BERNARDI

Redaktionstipp: Auch an stressigen Tagen sorgen die Produkte von Meraki für friedliche und entspannte Wohlfühlmomente. Wir mögen einfach alles daran – die skandinavische Ästhetik ebenso wie die Liebe der Schweden zur Natur. Tut außen und innen gut. Bestellen lassen sich die Produkte unter anderem unter www.nordicnest.de.

chönheit war lange eine Frage der Oberfläche. Cremes, Konturen, Korrekturen. Glatte Haut galt als Beweis für Disziplin, Falten als vermeidbares Versäumnis. Doch während wir noch über Seren und Selfcare-Routinen diskutieren, hat sich das Schönheitsideal leise verschoben. Weg vom reinen Außen, hin zu einem Begriff, der auf den ersten Blick technisch klingt, doch im Kern erstaunlich menschlich ist: Metabolic Beauty. Auch wenn der Terminus kein medizinisch standardisierter Fachbegriff ist, sondern eher aus dem Umfeld der Marketing- und Kosmetikbranche stammt, beschreibt er dennoch keinen weiteren kurzlebigen Beautytrend, der uns das neue Must-have der Saison verkaufen will, sondern einen Perspektivwechsel. Schönheit wird nicht länger als Ergebnis von Kontrolle verstanden, sondern quasi als – durchaus angenehmes – Nebenprodukt eines gut funktionierenden inneren Systems. Stoffwechsel, Hormonbalance, Entzündungslevel, Schlafqualität, Stressresilienz, all das rückt dabei in den Fokus. Und mit ihm die Erkenntnis: Wer sich langfristig wohlfühlt, sieht meist auch so aus.

Unser Stoffwechsel ist gewissermaßen die individuelle, innere Logistik unseres Körpers. Er entscheidet, wie effizient wir Energie gewinnen, speichern und verbrauchen. Wie gut Zellen regenerieren. Wie stabil unser Blutzucker bleibt. Und wie stark oder leise Entzündungsprozesse ablaufen. Lange wurde er vor allem im Kontext von Gewicht, Diäten oder Leistungsfähigkeit diskutiert. Metabolic Beauty denkt nun einen Schritt weiter. Ein gut regulierter Stoffwechsel zeigt sich nicht nur in Laborwerten und einer stabilen Energie über den Tag, sondern auch nach außen: in klarer Haut, gesunden Haaren und einem wachen Blick. Das Aussehen wird damit weniger zu einer Frage von Genetik oder Disziplin, sondern zu einer Art

GESUNDHEITS-

UND SCHÖNHEITSKONZEPTE SIND VOR ALLEM DANN

SINNVOLL, WENN SIE UNTERSTÜTZEN, NICHT

KONTROLLIEREN, UND WENN SIE SPIELRÄUME ÖFFNEN, STATT NEUE REGELN AUFZUSTELLEN.

Feedbacksystem. Der Körper signalisiert, dass er sich sicher fühlt, gut versorgt, nicht permanent unter Stress. Metabolic Beauty ist ein ganzheitlicher Ansatz. Statt einzelne Symptome zu kaschieren, stellen wir uns die nachhaltige Frage: Was braucht unser Körper langfristig wirklich? Damit verschiebt sich der Beautyfokus weg vom Optimieren und hin zum Unterstützen.

Wer sich mit Stoffwechselgesundheit beschäftigt, landet dabei schnell bei Themen wie regelmäßiger, nährstoffreicher Ernährung statt Dauer-Snacking oder Extremfasten, bei ausreichendem Schlaf als Regenerationsmotor, bei Bewegung, die nicht auslaugt, sondern stärkt, und echtem Stressmanagement. Das alles klingt wenig spektakulär, doch genau darin liegt auch eine Stärke. Denn während Trends kommen und gehen, sind diese Basics erstaunlich stabil. Studien zeigen seit Jahren, dass chronischer Stress, Schlafmangel und Entzündungen zentrale Risikofaktoren für zahlreiche Zivilisationskrankheiten sind – von Herz-Kreislauf-Erkrankungen über Diabetes bis hin zu neurodegenerativen Prozessen. So dockt Metabolic Beauty gleichzeitig an das große Trendthema Longevity an. Langlebigkeit wird längst nicht mehr nur in Lebensjahren gemessen, sondern in Lebensqualität. Die Frage lautet nicht: Wie alt werde ich, sondern: Wie gut

fühle ich mich dabei? Wer lernt, auf innere Signale zu hören, statt sie zu übergehen, betreibt im besten Sinne Prävention. Nicht aus Angst, sondern aus Respekt vor sich selbst.

KEIN LUXUS, SONDERN LOGIK

Das Wort „Wohlfühlen“ war lange nicht greifbar. Und noch immer ist das eigene Wohlgefühl mehr subjektives Empfinden denn objektiver Messfaktor. Dennoch beschäftigt sich auch die Forschung zusehends damit. Die Psychoneuroimmunologie etwa beforscht als interdisziplinäres Feld die Wechselwirkung zwischen Psyche, Nerven- und Immunsystem. Sie zeigt, wie psychischer Stress über Stressachsen wie Cortisol das Immunsystem schwächen kann, während positive soziale Beziehungen und Emotionen die Abwehrkräfte stärken. Stressforschung, Epigenetik … sie alle zeigen, wie eng körperliche Gesundheit, mentale Verfassung und emotionale Sicherheit miteinander verknüpft sind. Ein Körper, der sich permanent im Alarmzustand befindet, priorisiert das Überleben, nicht Regeneration. Schönheit, in welchem Sinne auch immer, steht dann weit unten auf der Liste. Wer dagegen regelmäßig Momente der Entspannung erlebt, soziale Verbundenheit spürt und sich selbst nicht ständig unter Druck setzt, aktiviert Prozesse, die Heilung und Erneuerung begünstigen.

© MERAKI

METABOLIC BEAUTY

beschreibt einen ganzheitlichen Ansatz, der den individuellen Stoffwechsel ins Zentrum stellt. Im Fokus stehen innere Prozesse wie Hormonbalance, Blutzuckerregulation, Entzündungslevel, Schlafqualität und Stressresilienz. Zunehmend kommen dabei auch Wearables und biometrische Messungen zum Einsatz, etwa zur Einschätzung von Stress oder Hautzustand, um Routinen und Produkte individueller abzustimmen. Die Idee dahinter: Funktioniert der Körper gut, zeigt sich das oft auch äußerlich. Metabolic Beauty versteht Wohlbefinden als Teil von Gesundheitsvorsorge und ordnet Schönheit in einen größeren Zusammenhang von Prävention und Longevity ein. Ohne Anspruch auf Perfektion.

In diesem Kontext sind Yoga-Retreats, Achtsamkeitspraktiken oder auch kleine Beautyhelferlein nicht bloß nette Extras. Richtig eingesetzt können sie Teil einer strategischen Selbstfürsorge werden. Unterstützt wird dieser Ansatz zunehmend auch durch technologische Entwicklungen: Wearables messen heute nicht nur Schritte und Schlaf, sondern auch Herzfrequenzvariabilität, Stresslevel oder Regenerationsfähigkeit – alles Parameter, die eng mit Stoffwechsel- und Hautgesundheit verknüpft sind. Ergänzend kommen biometrische Analysen zum Einsatz, etwa zur Messung von Hautfeuchtigkeit, Sebumproduktion oder Entzündungsneigung. Auf dieser Basis lassen sich Pflegeprodukte und Routinen immer weiter individuell anpassen. Wichtig bleibt jedoch: All diese Daten liefern Hinweise, keine medizinischen Diagnosen. Technologie kann die Selbstwahrnehmung schärfen, ersetzt allerdings nicht das eigene Körpergefühl.

SCHÖNHEIT NEU DENKEN

Metabolic Beauty lädt dazu ein, Schönheit neu zu definieren – nicht als Ziel, das erreicht werden muss, sondern als Beziehung, die gepflegt werden will. Der Ansatz folgt einer simplen inneren Logik: Wer beginnt, sich ernsthaft mit dem eigenen Körper auseinanderzusetzen, entwickelt ein feineres Gespür für Zusammenhänge, Bedürfnisse und Zwischentöne. Das ist grundsätzlich ein Gewinn. Gleichzeitig ist auch Metabolic Beauty nicht immun gegen Übertreibung. Dort, wo aus Selbstfürsorge erneut Selbstoptimierung wird, kippt das Konzept. Wenn komplexe

METABOLIC BEAUTY

GEHT ES NICHT UM OPTIMIERUNG

ODER PERFEKTION, SONDERN UM

NACHHALTIGE SELBSTFÜRSORGE UND

EIN GUTES

KÖRPERGEFÜHL.

biologische Prozesse auf einfache Hacks reduziert werden, individuelle Unterschiede untergehen oder Schuldgefühle entstehen, weil der Körper nicht wie erwartet „funktioniert“, verkehrt sich die Idee ins Gegenteil. Nicht jede Hautunreinheit ist ein Stoffwechselproblem. Nicht jede Erschöpfung Ausdruck mangelnder Achtsamkeit. Und nicht alles lässt sich durch Routinen, Supplements oder Atemtechniken lösen.

Auch der Longevity-Diskurs zeigt diese Ambivalenz. Die berechtigte Sehnsucht nach einem langen, gesunden Leben kann selbst zum Stressfaktor werden, wenn das ständige Bemühen, alles richtig zu machen, den Blick für das eigene Empfinden verstellt. Wer Gesundheit als Projekt begreift, das optimiert werden muss, übersieht leicht, dass Wohlbefinden nicht erzwungen werden kann. Es entsteht dort, wo Pausen erlaubt sind, wo Signale ernst genommen werden

und wo nicht jede Abweichung sofort korrigiert werden soll.

Und: Auch Metabolic Beauty wird inzwischen von Tests, Programmen, Pulvern und Coachings begleitet, die schnelle Ergebnisse versprechen. Doch nicht alles, was wissenschaftlich klingt, ist evidenzbasiert. Nicht jede Messung liefert relevante Erkenntnisse und nicht jede Investition zahlt sich langfristig aus. Gerade hier gilt: Hausverstand vor Marketing. Denn der eigentliche Kern von Metabolic Beauty lässt sich nicht kaufen. Er liegt in einer Haltung und im Interesse am eigenen Körper, ohne ihn ständig zu bewerten. Im Bewusstsein, Regeneration nicht als Schwäche zu sehen, und in der Bereitschaft, Gesundheit nicht erst dann wichtig zu nehmen, wenn sie fehlt. Metabolic Beauty versteht Schönheit sohin weniger als Ideal denn als Ausdruck von Harmonie. Wie gehe ich mit mir um? Höre ich zu, reagiere ich, oder übergehe ich Signale, solange noch „alles geht“? Das Konzept verspricht keine Lösung für alle Probleme, doch es erinnert daran, dass Gesundheit im Alltag entsteht: in kleinen Entscheidungen, tragfähigen Routinen und im bewussten Nichtstun. Das alles kann Räume öffnen für Entspannung, kleine Freuden und ein besseres Körpergefühl. Und vielleicht auch für eine neue Form von Schönheit: eine, die nicht perfekt ist, sondern stimmig, nicht laut, sondern präsent, nicht oberflächlich, sondern tief verankert. Auf sich zu achten und sich selbst wertzuschätzen ist weder Luxus und Egoismus. Es ist eine Form von Weitsicht und womöglich die eleganteste Art von Gesundheitsvorsorge, die wir haben.

MEIN SNACK.

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Lebe LIEBER locker

Metabolic Beauty funktioniert nicht nach dem Alles-oder-nichtsPrinzip. Es geht nicht darum, den Alltag komplett umzukrempeln, sondern darum, ihn an den richtigen Stellen ein wenig freundlicher für Körper und Haut zu gestalten. Ausgewählte Produkte können dabei als kleine Unterstützer dienen, die bestehende Routinen ergänzen, ohne sie zu dominieren. Ob Nahrungsergänzung, sanfte Pflege oder smarte Tools – sinnvoll eingesetzt können sie dazu beitragen, die innere Balance zu stärken und das äußere Wohlbefinden zu unterstützen. All das nicht als Versprechen auf Perfektion, sondern als Einladung, genauer in sich hineinzuspüren.

BEWEGUNG ALS BEAUTYRITUAL

Bewegung wirkt wie ein Glow-Booster von innen: Sie bringt den Stoffwechsel in Balance, kurbelt die Zellenergie an und lässt Haut und Körper frischer wirken. Ein Mix aus Krafttraining und entspannter Ausdauer sorgt für Spannkraft, gute Durchblutung und dieses „Ich-fühl-mich-gut“-Gefühl. Entscheidend ist die richtige Dosis, denn Stress soll es keiner sein. Wir tragen dafür gern die Sportswear von Bogner Fire+Ice, draußen zum Beispiel die leichte, wasserabweisende Funktionsjacke Yadira. 395 Euro.

NEUROGLOW

Was wäre, wenn Hautpflege nicht an der Oberfläche endet? Wenn unser Teint nicht nur zeigt, wie wir uns pflegen, sondern auch, wie wir fühlen, denken und leben. „feel your skin“ ist das erste Buch, das den unsichtbaren Dialog zwischen Haut und Gehirn verständlich macht –leicht zugänglich und dennoch wissenschaftlich fundiert. Es zeigt, wie Emotionen, Stress, Schlaf, Duft, Berührung und sogar unsere innersten Bedürfnisse die Haut formen. Und warum wir dann strahlen, wenn Körper, Geist und Haut im Einklang sind. Der Ratgeber zeigt, wie sanfte Atemtechniken, meditative Mikropausen, somatische Übungen und achtsame Selbstberührung das Nervensystem beruhigen und die Haut-HirnAchse positiv beeinflussen. Dazu gibt’s nährstoffreiche Rezepte. Erscheint am 18. März

FEEL YOUR SKIN, PETRA ORZECH & DR. MEIKE STREKER, GU VERLAG, 240 SEITEN, EUR 30,60

ALLTAGS-BUDDY

Mit der Venu 4 verbindet Garmin präzises Gesundheitstracking mit alltagstauglichem Lifestyle. Die Smartwatch analysiert ganz klassisch unter anderem Schlaf, Stress und Fitness und liefert mit personalisierten Trainingsimpulsen auch gleich ein digitales Coaching mit. Telefonieren und Bezahlen geht auch. Erhältlich mit 41 und 45 mm Durchmesser und (austauschbarem) Leder- bzw. Silikonarmband. Ab 549,99 Euro

„DAS BESTE MITTEL GEGEN STRESS HAT VIER BUCHSTABEN:

NEIN.“

Ansgar Simon Freigericht

ERGÄNZEND

1. In Omni Lactis 20 von Biogena sorgen hochdosierte Darmbakterien für ein gutes Bauchgefühl. 60 Kapseln um 58,90 Euro. www.biogena.com | 2. Corthea JOY unterstützt die Verdauung, sorgt für Energie und mentale Balance. Für einen wohltuenden Start in den Tag. 37,80 Euro unter www.corthea.com | 3. DNA Skin & Eye Cell Protect von Dr. Hauck trägt unter anderem mit natürlichem Zink zur Erhaltung von Haut, Haaren, Nägeln und Sehkraft bei. Um 54,90 Euro erhältlich im Kosmetikinstitut Aurora in Innsbruck oder online unter shop.kosmetik-aurora.at | 4. Die kompakte Funktionsmischung Metabol Active Komplex von Sunday Natural unterstützt zahlreiche Stoffwechselfunktionen im Körper. 120 Kapseln um 18,90 Euro unter www.sunday.at | 5. Der Stoffwechseldrink kommt direkt aus der bewährten Lanserhof-Kur und macht sich super in Smoothies. 89 Euro unter shop.lanserhof.com

POWER - BOOST

Die Kältekammer nutzt extreme Kälte bis –110 °C, um Regeneration, Energie und Widerstandskraft zu boostern. In nur drei Minuten werden Entzündungen reduziert, die Durchblutung angeregt und das Immunsystem gestärkt. Der kontrollierte Kälteschock aktiviert Stoffwechsel und Hormone, unterstützt Heilung nach Training oder Verletzungen und fördert Wohlbefinden. Kryotherapie ist ein kurzer, wissenschaftlich fundierter Power-Boost für Körper, Leistungsfähigkeit und Stressresistenz. Im stylish-eleganten CORTHEA Holistic Health Club in Innsbruck kann man (online) Einheiten buchen. Ab 54 Euro. www.corthea.com

SPA-DEZIMMER

Die Embrace-Ionen-Bronze-Trockenbürste von Sojourn verwandelt die tägliche Körperroutine in ein kurzes Spa-Erlebnis. Sie regt die Durchblutung an, bereitet die Haut optimal auf Pflege vor und sorgt für spürbar glattere Haut. Zusammen mit den Edelsteinseifen von Gemology wird die Dusche zum bewusstem Self-Care-Moment. Handgefertigt, nachhaltig und für alle Hauttypen geeignet, schenkt die Bürste ein strahlendes Hautgefühl und kleine tägliche Auszeiten. Im Set um 55 Euro unter www.sojourn-xo.com

„NICHTS BRINGT UNS AUF UNSEREM WEG BESSER VORAN ALS EINE PAUSE.“

Elizabeth Barrett Browning

5 KNACKIGE WOHLFÜHLTIPPS

1. KÄLTEKICK

Kurze, kalte Duschen oder Fußbäder aktivieren Stoffwechsel und Kreislauf.

2. KURZE PAUSE

Zwei bis fünf Minuten Dehnen oder Gesichtsmassagen zwischendurch senken Stress und schenken einen natürlichen Glow.

3. FERMENTIERTE POWER

Kefir, Kombucha, Kimchi oder Sauerkraut unterstützen die Darmflora, Nährstoffaufnahme und innere Schönheit.

4. AROMATISCHE ENERGIE

Der Duft von Zitrus (Bergamotte!) oder Rosmarin wirkt wie ein Mini-Kick für die Stimmung.

5. DIGITAL DETOX

Mindestens 30 Minuten (besser noch ein, zwei Stunden) ohne Bildschirm vor dem Schlafengehen beruhigen das Nervensystem und verbessern den Schlaf.

BITTER GERN

Schon Paracelsus und Hildegard von Bingen wussten: Bitterstoffe gehören zu einer ausgewogenen Ernährung dazu. Weil allerdings viele Menschen bittere Geschmäcker nicht mögen, verzichten viele Lebensmittelhersteller dummerweise darauf. So sind Bitterstoffe im Laufe der Jahre fast in Vergessenheit geraten. Mit dem Bitterspray von Sonnentor hat man seine Dosis bitter immer dabei. 50 ml um 12,90 Euro.

ENERGIESCHUB

Der énergie Emotion Booster von Neuraé ist ein kleiner SOS-Rollon für unterwegs. Der belebende Neuro-Duft mit grünen Noten aus Angelika, Zitronengras und Wacholderbeere bringt Energie, hebt die Stimmung und reduziert Müdigkeit – jederzeit, überall. Einfach aufrollen und sofort das Wohlfühlgefühl spüren. Um ca. 50 Euro gesehen in der Parfümerie Weigand in Innsbruck.

TIPPS

DARMFREUNDLICH

Ein ausgeglichenes Mikrobiom ist wie ein unsichtbarer Schutzschild unseres Körpers und wird nicht umsonst oft als „das zweite Ich“ bezeichnet. Dieses faszinierende Netzwerk aus Mikroorganismen ist tief mit unserem Körper verbunden und spielt eine entscheidende Rolle für unser allgemeines Wohlbefinden. Der Lanserhof Microbiome Complex ist ein hochwertiges Nahrungsergänzungsmittel, das eine sorgfältig entwickelte Mischung aus präbiotischen und pflanzlichen Inhaltsstoffen enthält. Es wurde speziell konzipiert, um unter anderem mit wertvollen Ballaststoffen das Gleichgewicht der Darmflora auf natürliche Weise zu unterstützen. 1-Liter-Flasche um 55 Euro unter shop.lanserhof.com

HIGHTECH FÜR DEN FINGER

Der Oura-Ring sieht tatsächlich aus wie ein Schmuckstück, kann jedoch mehr, als hübsch sein. Im Inneren sind quasi unsichtbar Sensoren samt Akku verbaut und überwachen von dort aus unter anderem die Herzfrequenz, Aktivität und Fitness, Stresslevel, den weiblichen Zyklus und vor allem den Schlaf. Der Ring ist kompatibel mit iOS und Android, wasserdicht bis zu 100 Meter und aus langlebigem, leichtem Titan. Kostenpunkt: ab 399 Euro (zuzüglich 5,99 Euro monatlich bzw. 69,99 Euro jährlich für die Oura-Mitgliedschaft), erhältlich in verschiedenen Ausführungen.

WISSENSCHAFT

TRIFFT HAUTPFLEGE

Precision Care mit hautidentischem, mikromolekularem Kollagen ist die High-EndLinie von QMS, die maximale Strahlkraft verleiht. Mit dabei ist unter anderem die luxuriöse COLLAgen3D-Creme. Wir mögen auch die kühlende Gel Mask, die der perfekte Booster für die Haut ist. Creme um 294 Euro, Maske um 185 Euro. Erhältlich im Kosmetikinstitut Aurora in Innsbruck, wo sie auch in einer neuen Signature-Behandlung zum Einsatz kommt.

READY, SET, RESET, GO

Auch wenn’s für Körper, Geist und Seele natürlich super wäre, so lässt sich nicht immer ein längerer Gesundheitsaufenthalt in den Alltag integrieren, selbst wenn die individuell wählbaren Programme basierend auf der Modernen Mayr-Medizin im Park Igls Medical Spa dafür ideale Voraussetzungen bieten. Umso wertvoller ist das Day Spa als kompakte Alternative: Eine kurze Auszeit, die bewusst Abstand vom täglichen Rhythmus schafft und dennoch spürbare Wirkung entfalten kann. Der Aufenthalt lädt dazu ein, zur Ruhe zu kommen, den Körper zu entlasten und neue Energie zu sammeln. Schon wenige Stunden genügen, um den Kopf freizubekommen und das eigene Wohlbefinden nachhaltig zu stärken. Als wohltuende Pause zwischendurch erweist sich das Day Spa im Park Igls damit als wirkungsvolle Möglichkeit, Regeneration auch ohne großen Zeitaufwand zu erleben. Der Spa-Bereich des Hauses kann dafür täglich zwischen 8 und 18 Uhr bzw. After Work von 17 bis 21 Uhr gegen Voranmeldung genutzt werden. Dabei kann man aus unterschiedlichen Optionen wählen, die Benutzung von Schwimmbad, Saunen, Dampfbad, Infrarotkabine sowie des modernen Panorama-Fitnessraums ist immer dabei, je nach Package sind außerdem Einheiten aus dem vielfältigen Bewegungs- und Entspannungsprogramm oder eine therapeutische Leistung nach Wahl inkludiert. Bleibt man den ganzen Tag, gibt’s mittags ein gesundes Vitalmenü nach der Modernen Mayr-Cuisine. www.park-igls.at

Bei den „Thermal Longevity Experience“-Programmen im AQUA DOME geht es um ganzheitliches Wohlbefinden mit der Unterstützung der Kraft des Wassers. In den drei Schalenbecken unter freiem Himmel und mit 360-Grad-Bergpanorama kommt man zur Ruhe, der 2025 neu gestaltete Thermendom bietet als Herzstück pure Entspannung, Yoga und Meditationseinheiten fördern die mentale Regeneration, im angeschlossenen Fitnessstudio und draußen in der Natur werden Körper und Geist mit (sanfter) Bewegung aktiviert und im Restaurant wird zur Abrundung wahlweise klassische Alpenbogen-Kulinarik, entlastendes Intervallfasten oder Clean Cuisine in speziellen Longevity-Menüs serviert. Dazu gibt es immer wieder praktische Alltagstipps für Zuhause.

LÄNGER GUT LEBEN

Longevity alltagstauglich machen: Zwei neue Programme im AQUA DOME geben dafür individuelle Inspirationen, die man im besten Fall langfristig mit nach Hause nimmt.

Ein Lifestyle-Thema ist derzeit in aller Munde: Longevity. Dabei ist das Wort etwas irreführend. Denn es geht nicht um die reine Anzahl der Lebensjahre, sondern darum, möglichst viele Lebensjahre mit Wohlbefinden und Gesundheit zu füllen, um etwa das eigene Alter selbstbestimmt und aktiv gestalten zu können. Auch wenn wir dem Älterwerden nicht entkommen, können wir Prozesse des Alterns positiv beeinflussen. Schließlich ist erwiesen, dass unser Lebensstil mehr als unsere Gene Einfluss darauf hat, wie wir unsere Lebensjahre gesund und ganzheitlich vital mit positiver Lebensenergie füllen können und zugleich den Alterungsprozess verlangsamen. Für alle, die gesünder und

erfüllter leben wollen, hat der AQUA DOME zwei neue „Thermal Longevity Experience“Programme gestaltet, wahlweise als Zweioder Fünf-Nächte-Version. Sie eignen sich für Longevity-Einsteiger*innen in jedem Alter. Ganz bewusst ist der Einstieg in das Thema im AQUA DOME niederschwellig als inspirierende Erfahrung gestaltet: ohne langwierige medizinische Tests und ohne Infusionen, Nahrungsergänzungsmittel gibt es allenfalls als Tipps. Das Ziel formuliert

AQUA DOME-Geschäftsführerin Bärbel Frey ganz klar: „Wir wollen ohne Einstiegshürden Interessierte ins Thema eintauchen lassen und ihnen Longevity alltagstauglich mit nach Hause geben.“ Neben den drei Säulen Bewegung, Ernährung und mentale Gesund-

heit wird „Thermal Longevity“ optimiert durch die heilsame Kraft des Längenfelder Thermalwassers, dessen Wirksamkeit als anerkannte Heilquelle schon im 16. Jahrhundert entdeckt wurde. „Wasser zum Baden und Schwimmen sowie spezielle Wasserrituale sind auch heute noch die DNA des AQUA DOME“, bekräftigt Bärbel Frey.

IN FUNDIERTEN MESSUNGEN MEHR ÜBER SICH SELBST ERFAHREN

Die Grundlage beider „Thermal Longevity Experience“-Programme bilden wissenschaftliche Messungen, die individuell über den jeweiligen Stoffwechsel wichtige Informationen geben: „Es ist wie ein kleiner Check-up, der sagt, was man am besten

essen soll und was einem wirklich gut tut“, erklärt Bärbel Frey. Ein kurzer Test misst dabei Stoffwechsel, Stress sowie Nährstoffverwertung und schlägt einen persönlichen Ernährungsplan für drei Monate vor: Rezepte und Tracking kommen dabei unkompliziert über eine App. „Über Atemgase wird zum Beispiel gemessen, ob man ein Eiweiß-, Kohlenhydrat- oder Fett-Typ oder ein Mischtyp ist“, erklärt Bärbel Frey: „Das hilft sehr, die eigenen Ernährungsgewohnheiten darauf einzustellen.“ Eine Leistungsanalyse (in der Fünf-Nächte-Variante inkludiert) geht noch einen Schritt weiter: Sie ist ein Check für Fitness und Regeneration – inklusive

das Outdoor-Aktivprogramm des AQUA DOME bietet eine große Auswahl: Mit drei Wanderführerinnen und einem Bikeguide kann man täglich das Draußen des Ötztals entdecken. Unser absoluter „Longevity“Tipp: beim „Stuibenbreath“ den höchsten Wasserfall Tirols tief einatmen. In der Umgebung des Stuibenfalls ist die Luft bis zu 70.000-fach mit negativ geladenen Ionen angereichert – eine Wohltat für die rund 70 Billionen Zellen unseres Körpers.

Felix Graf gibt zusätzlich noch persönliche Tipps, die später leicht in den Alltag zu integrieren sind: „Diese Übungen unterstützen Longevity, denn sie trainieren Beine

auf schonende und gesundheitsbewusste Zubereitungen gelegt. Wer ein „Thermal Longevity Experience“-Programm bucht, kann zwischen der klassischen AlpenbogenKulinarik, dem Intervallfasten oder einem speziellen Longevity-Menü wählen, das den Grundlagen der Clean Cuisine folgt. Hier geht es um frische und naturbelassene Lebensmittel – Gemüse, Obst, Eier, Nüsse, Öle, Fisch und Fleisch –, wo immer möglich aus der unmittelbaren Region. Ein Drittel der Gerichte sind dabei vegan. Das LongevityMenü basiert auf balancierten Nährwerten und sinnvollen Kalorien, verzichtet bewusst auf zu viel raffinierten Zucker wie zusätzliche

AUCH WENN WIR DEM ÄLTERWERDEN NICHT ENTKOMMEN, KÖNNEN WIR PROZESSE DES ALTERNS POSITIV BEEINFLUSSEN.ES IST

ERWIESEN, DASS UNSER LEBENSSTIL MEHR ALS UNSERE

GENE EINFLUSS DARAUF HAT, WIE WIR UNSERE LEBENSJAHRE

GESUND UND GANZHEITLICH VITAL MIT POSITIVER LEBENSENERGIE FÜLLEN KÖNNEN – UND ZUGLEICH DEN ALTERUNGSPROZESS VERLANGSAMEN.

täglichem Trainingsplan in der App. In der persönlichen Auswertung der Ergebnisse mit Fitnessleiter und Longevity-Coach Felix Graf wird dann unter anderem besprochen, wo im individuellen Fall der Fokus liegen sollte: auf mentalen Einheiten oder auf mehr Aktivität. Beides lässt sich im AQUA DOME in speziellen Wahleinheiten und Anwendungen gleich ausprobieren – im mentalen Bereich etwa bei Mental- und Meditationseinheiten, den vielfältigen Yoga-Angeboten, beim Sonnenaufgangswandern oder Waldbaden. Für Tiefentspannung sorgt auch das WasserRitual „Watsu“. Die Kombination aus ZenShiatsu und den heilenden Qualitäten des Thermalwassers in der AQUA DOMESoleschale wird dabei mit einem herrlichen 360-Grad-Bergpanorama garniert. Wer mehr in die Aktivität kommen sollte, kann als spielerischen Ansatz „Movosida“ im AQUA DOME testen. Das moderne, kreative Fitnesskonzept verbindet Tanzen, Singen und Musik: aerobe Aktivitäten, die die Stimmung heben und zugleich Stress reduzieren. Eine Personal-Training-Einheit gibt außerdem individuelle Impulse, ergänzend zum HighEnd-Fitnesscenter auf 500 Quadratmetern, das neben hochwertigen Geräten über 50 Fitnesskurse pro Woche anbietet. Und auch

und Po, Schultern und Rumpf gleichzeitig, stärken zudem die Knochen, schützen vor Muskelabbau und fördern Gleichgewicht und Körperkontrolle.“ Und zum Runterkommen kennt der Longevity-Coach des AQUA DOME Atemtechniken zur Linderung von akutem Stress.

G ANZHEITLICHE ERFAHRUNG

Zur „Thermal Longevity Experience“ passt auch das kulinarische Angebot im AQUA DOME: Essen ist hier nicht nur Genuss sondern essenzieller Bestandteil des ganzheitlichen Wohlbefindens, das den Aufenthalt im Thermenresort unterstützen soll. Die Kulinarik verbindet dabei die Vielfalt der Küche des Alpenbogens, Gesundheit und Nachhaltigkeit zu einem Erlebnis, das Körper, Geist und Seele in Einklang bringt.

Für einen gesunden Start in einen kraftvoll-glücklichen Tag sorgt bereits das Frühstücksbuffet: Es garantiert den „Longevity“-Boost für mehr Energie mit frisch gepressten Säften und Smoothies, frisch zubereiteten Omeletts, regionalem Superfood, leckeren Porridges, Proteinshakes und vielem mehr. Und auch abends wird im Zuge der Halbpension großer Wert

Butter und setzt auf die Wiederentdeckung fast vergessener Urgetreidesorten und schonende Gartechniken. Perfekt als Begleitung: Getränke aus dem alkoholfreien Premium-Sortiment. Neu sind die erfrischenden „EEA-Cocktails“ – Drinks, die ganz viele essentielle Aminosäuren beinhalten. PR

EXTRATIPP

Wer sich keine zwei oder fünf Tage Zeit für die „Thermal Longevity Experience“-Programme nehmen kann: Auch ein Day-Spa-Besuch in der AQUA DOME-Therme oder der frisch umgebauten Saunalandschaft wirkt schon regenerierend auf Körper und Geist –vielleicht ergänzt von einer lecker-gesunden Bowl im Thermen- oder Saunarestaurant. www.aqua-dome.at

Digna Obando Amaya ist am 28. März 1926 in Nicoya, Costa Rica, geboren. Ihr Rat für ein langes Leben: „Liebe dich selbst. Und trinken Sie etwas – täglich zum Mittagessen ein kleines Glas.“

Ein Stück vom Glück

Glück ist ein scheues Wesen. Es lässt sich nicht festhalten, nicht kaufen, nicht erzwingen. Oft glauben wir, es wohne in der Zukunft: im nächsten Erfolg, im nächsten Ort, in der nächsten Liebe. Doch je älter wir werden, desto eher wächst der Gewissheit, dass Glück weniger ein Ziel ist denn eine Haltung.

Als junge Menschen erleben wir Glück wie ein Feuerwerk. Laut, grell, aufregend. Glück heißt Bewegung, Geschwindigkeit, Entwurf. Wir möchten werden, auch wenn wir oft noch nicht wissen, was. Das Leben scheint eine Prüfung, und wir eilen von Antwort zu Antwort, ohne die Stille zwischen den Fragen zu hören. Mit den Jahren verändert sich nicht nur unser Spiegelbild, sondern auch unser Inneres, unsere Gedanken, unsere Wünsche und Hoffnungen. Das Leben stellt Fragen, manchmal sanft und leise, manchmal brutal laut. Dinge gehen verloren: Illusionen, Sicherheiten, Menschen. Andere Dinge kommen hinzu: Erfahrung, Tiefe, Erinnerung. Und langsam beginnt das Verständnis zu wachsen, dass Glück nicht immer Jubel ist, sondern Frieden. Ein inneres Aufatmen, ein leichtes „So ist es jetzt und das darf sein“. Vielleicht liegt das Glück des Älterwerdens darin, dass wir lernen, die Zwischentöne zu hören. Es braucht nicht mehr die große Bühne, vielmehr beginnen wir zu pflegen, was uns trägt: Beziehungen, Rituale, Formen der Zuneigung.

Gleichzeitig erinnert uns der Körper stets daran, dass Zeit nicht verhandelbar ist. Abschiede werden häufiger, Verletzlichkeit wird sichtbarer. Und doch liegt in dieser Verletzlichkeit eine ungeahnte Zärtlichkeit für das Leben. Gerade im Wissen um die Endlichkeit leuchtet das Einfache heller. Glück ist dann nicht mehr das Außergewöhnliche, sondern das Gegenwärtige. Nicht „irgendwann“, sondern „jetzt“. So ist vermutlich das größte Glück, zu begreifen, dass wir nicht perfekt sein müssen. Dass unser Wert nicht in der Leistung liegt, sondern im Menschsein. Dass Fehler keine Flecken sind, die es zu überschminken gilt, sondern Teil unserer Biografie. Fast unmerklich entdecken wir dabei auch das friedvolle Glück der Erinnerung. Diese kleinen Momente sind kein

„NEUGIERIG BLEIBEN, GESUND UND MASSVOLL ESSEN, VIEL BEWEGUNG – UND JEDE GELEGENHEIT NUTZEN, UM AUS VOLLEM HERZEN ZU LACHEN.“

Hanne Höftmann, 100 Jahre Aus: 100 Jahre Lebensglück

100 JAHRE LEBENSGLÜCK

Karsten Thormaehlen

Knesebeck Verlag, 136 Seiten, EUR 30,80

Eine eindrucksvolle Hommage an das lange Leben und ein Plädoyer für das Altern in Würde. 50 beeindruckende Biografien voller Kraft und Weisheit.

nostalgischer Rückzug in die Vergangenheit, sondern schweigsame Begleiter, Beweise, dass wir gelebt haben, geliebt, gehofft, verloren und wieder angefangen. So ist das Glück des Älterwerdens ein stilles. Eines, das Platz lässt für Dankbarkeit, für Humor, für Nachsicht. Es trägt weniger Glamour, aber mehr Wahrheit. Es ist nicht spektakulär, sondern liebevoll. Es verlangt nicht, es lädt ein. Es mag die späte Weisheit sein: zu verstehen, dass das Leben nicht gerecht sein muss, um schön zu sein. Dass Schmerz und Freude keine Feinde sind, sondern Nachbarn. Und dass Glück nicht darin besteht, alles zu haben, sondern genug – genug Zeit, genug Nähe, genug Mut, sich dem Leben immer wieder zu öffnen. Denn am Ende ist Glück nichts, was wir festhalten können. Aber wir können lernen, unsere Hände zu öffnen. Wie das gehen kann, zeigen die rund 50 Hundertjährigen, die Fotograf Karsten Thormaehlen in seinem Bildband „100 Jahre Lebensglück“ quer über den Globus porträtiert hat. Sie alle haben gewaltige gesellschaftliche, politische und soziale Umbrüche miterlebt. Und überlebt. „Gute Gene sind durchaus wichtig, aber nicht unbedingt nötig. Man muss auch Glück haben“, schreibt Helmut Luft, geboren am 11. November 1924 in Babenhausen bei Darmstadt, im Vorwort des Buches, zur Frage, was es denn brauche, um so alt zu werden. „Nur durch Glück habe ich den Krieg überlebt. Anders als damals all meine Freunde. Aber wir sind nicht unbeteiligt, jeder ist seines Glückes Schmied. Wir haben ein Mitspracherecht. Wir können entscheiden: Gebe ich dem Glück eine Chance?“ Helmut Luft ist einer der Porträtierten, zu denen Constanze Kleis schöne Texte liefert. Mit ihr haben sie mit viel Humor und Herz ihre Erfahrungen und ihr Wissen über Liebe, Gesundheit und ein erfülltes Leben geteilt, von dem wir alle das Unsere mitnehmen können.

Von innen leuchten

Oft ist es ein persönliches Schicksal, das Menschen auf den Weg zu ihrer wahren Berufung führt. Stefanie Pyka hat ihr Lebensweg von der äußeren in die innere Schönheit geführt – von der Kosmetikerin zur diplomierten Kräuterpädagogin, Ernährungstrainerin und Expertin für traditionelle europäische Medizin und Volksheilkunde. Ihren mittlerweile fundierten Wissensschatz und ihre wertvollen Rezepte gibt sie gerne weiter, um möglichst viele Menschen von innen heraus zum Leuchten zu bringen.

Wildkräuterbrot

Zutaten für 1 Kastenform:

250 g Dinkelvollkornmehl

250 g helles Dinkelmehl

600 ml lauwarmes Wasser

10 g Hefe

1 EL Honig

1–2 TL Salz (z. B. Kräutersalz)

1 EL Brotgewürz

150 g Samen oder Nüsse (z. B. Leinsamen, Sonnenblumenkerne, Sesam)

1 Handvoll frische, fein gehackte Wildkräuter (z. B. Löwenzahn, Giersch, Spitzwegerich, Schafgarbe, Labkraut, Frauenmantel)

so wirds gemacht:

1 Alle Zutaten in eine große Schüssel geben und mit den Knethaken eines Handrührgeräts oder per Hand gut vermengen. (Der Teig bleibt relativ weich.)

2 Die Schüssel abdecken und den Teig mehrere Stunden gehen lassen, bis sich das Volumen etwa verdoppelt hat.

3 Den Teig in eine mit Backpapier ausgelegte Kastenform füllen.

4 Im vorgeheizten Ofen bei 200 °C Ober-/ Unterhitze für 45–60 Minuten backen.

5 Klingt das Brot beim Klopfen auf der Unterseite hohl, ist es fertig. Brot aus der Form nehmen und vollständig auskühlen lassen.

TIPP: Schmeckt hervorragend mit Butter oder selbstgemachtem Kräuteraufstrich.

„GESUNDE, VITALE MITARBEITER UND BEWUSSTE ERNÄHRUNG STEHEN AUCH

BEI UNTERNEHMEN IMMER

MEHR IM FOKUS.“

Stefanie Pyka

Sich auf die Kraft der Natur zurückzubesinnen, hat Stefanie Pyka zu ihrer persönlichen wie auch beruflichen Lebensphilosophie gemacht. Aufgewachsen auf einem Bauernhof in Tulfes kam sie schon früh in Berührung mit der Natur und ihren wertvollen Schätzen. Bei kleineren wie größeren Wehwehchen war ihre Großmutter stets mit natürlichen Helfern wie Arnikatinkturen und Ringelblumensalben zur Stelle. Auch in Sachen Kochkunst stand im landwirtschaftlichen Haushalt Regionalität und Saisonalität im Vordergrund. Schon als kleines Kind hielt sich Stefanie gerne in der Küche auf, half beim Kochen mit und fing praktisch schon im Alter von neun Jahren an, ihr eigenes Business aufzuziehen, indem sie selbstgebackene Kuchen an kleinen Standln verkaufte. „Ich esse einfach gerne Gutes und Wertvolles. Wenn mir etwas nicht geschmeckt hat, habe ich mir einfach selbst etwas Anderes zubereitet“, erinnert sich die diplomierte Ernährungsberaterin und Kräuterpädagogin an ihre Kindheitstage.

In ihrer Pubertät verlor Stefanie diesen Bezug ein wenig und absolvierte eine Ausbildung samt Meisterprüfung zur Kosmetikerin und medizinischen Fußpflegerin. Doch nach gut zehn Jahren musste sie aus gesundheitlichen Gründen die Leitung eines Kosmetiksalons an den Nagel hängen. „Ich litt zusehends stärker unter meiner angeborenen Neurodermitis und Magen-Darm-Problemen. Weil mir schulmedizinisch nicht wirklich geholfen werden konnte, machte ich mich auf die Suche nach Möglichkeiten zur Selbsthilfe und fand diese in der Natur“, erzählt Stefanie über jene Zeit, in der sie sich auf den Weg machte, ihrer wahren Berufung zu folgen.

KOCHEN, WAS DA IST

Auf Grund ihrer gesundheitlichen Probleme besann sie sich in dieser Zeit wieder verstärkt auf die Schätze der Natur. Das Kochen mit saisonalen Zutaten und dem, was gerade verfügbar ist, nahm wieder mehr Raum in ihrem täglichen Leben ein – und es brachte ihr körperliches Wohlbefinden zurück. Ihre Freestyle-Rezepte, wie sie ihre spontanen Kreationen nennt, sind nicht nur schmackhaft, sondern strotzen nur so von gesunden Zutaten. „Ich kreiere gerne Rezepte mit dem, was im Moment gerade im Kühlschrank ist oder was uns die Natur gegenwärtig bietet. Das Reine und Unverarbeitete aus der Natur mit meinen eigenen Händen zu pflücken und daraus köstliche Gerichte zu kreieren, bereitet mir unglaublich viel Freude.“

WISSEN, WAS DRIN IST

Das Wissen um die Kraft der Kräuter, wo welche Pflanze wächst und welche positiven Eigenschaften sie für unseren Körper hat, hat Stefanie mit zahlreichen zertifizierten Ausbildungen untermauert. „Anfangs habe ich die Ausbildungen für mich selbst gemacht, um wieder gesund zu werden. Gestartet habe ich 2016 mit der Ausbildung zur zertifizierten Ernährungstrainerin und Kräuterpädagogin. Um auch Kräuterwanderungen anbieten zu können, absolvierte ich 2019 kurz vor meiner Hochzeit die Ausbildung zur Bergwanderführerin“, erzählt die Kräuterpädagogin. Mittlerweile hat sie zahlreiche weitere Fortbildungen erfolgreich abgeschlossen, beispielsweise als Beraterin für Darmgesundheit, in traditioneller europäischer Medizin und Volksheilkunde sowie Kurse an der Bachblütenakademie in Salzburg. Aktuell absolviert sie neben ihrer Aufgabe als Mutter zweier Töchter und ihren zahlreichen Workshops die Ausbildung zum Vital- und Nährstoffcoach.

Ob als Salat, im Smoothie oder als Gewürz: Es gibt unzählige Möglichkeiten, gesunde Wildkräuter in unsere Mahlzeiten einzubauen.

natur-purpur einen umfassenden Einblick in die Naturapotheke, wie Stefanie die kraftvollen Schätze unserer umliegenden Pflanzenwelt nennt. Nicht nur Privatpersonen schätzen die inspirierenden Workshops von natur-purpur, auch Firmen nutzen die vielseitigen Angebote gerne für Teambuilding-Events: „Gesunde, vitale Mitarbeiter und bewusste Ernährung stehen auch bei Unternehmen immer mehr im Fokus. Je nach Wunsch des Unternehmens schnüren wir individuelle Pakete, die ein gewünschtes Thema in einem Impulsvortrag behandeln und anschließend beim gemeinsamen Sammeln, Kochen und Genießen in geselligem Rahmen praktisch anwenden“, gibt sie einen Einblick.

VON DER WIESN AUFN TISCH

VON WORKSHOPS BIS TEAMBUILDING

Ihre Leidenschaft und ihr Wissen lässt die Kochkünstlerin und Ernährungsexpertin nicht nur in ihre Rezepte, sondern auch in ihre Kurse und Workshops einfließen. Beginnend mit verschiedenen Kräuterwanderungen, bei denen auf gemeinsamen Streifzügen durch die Natur die wertvollen Wildkräuter entdeckt und gesammelt werden, über Kochund Kräuterworkshops bis hin zur nachhaltigen Herstellung selbstgemachter Naturkosmetik bieten die Angebote von

„Wir kommen aus der Natur und brauchen sie auch für unser Leben. Es ist faszinierend zu erkennen, dass vieles von dem, was wir brauchen, direkt vor unserer Haustüre wächst, manchmal im eigenen Garten oder auf naheliegenden Wiesen und Wäldern.“ Dementsprechend begegnet Stefanie unserem Lebensraum mit einer großen Portion Achtsamkeit. „Sich Zeit nehmen, mit offenen Sinnen unsere Umwelt wahrnehmen und dabei die Pflanzen auch mal als Ganzes von der Wurzel bis zur Blüte betrachten, wirkt schon beruhigend auf unseren Körper.

Wildkräuter sind Pflanzen, die in der Natur wachsen und sich ihren Standort selbst auswählen, nämlich dort, wo für sie ideale Bedingungen vorherrschen. Fälschlicherweise

WildkräuterHummus

Zutaten:

1 Glas Kichererbsen (abgetropft)

1–2 Knoblauchzehen

1 TL Kümmel

Saft von ½ Bio-Zitrone

2 TL Tahin (Sesammus)

1 Prise Kurkuma (Kräuter-)Salz nach Geschmack

Etwas Olivenöl oder Kichererbsenwasser (Aquafaba)

1 Handvoll fein gehackte Wildkräuter so wirds gemacht:

1 Kichererbsen in ein Sieb abgießen und die Flüssigkeit auffangen.

2 Alle Zutaten in einen leistungsstarken Mixer geben und auf höchster Stufe zu einer feinen Creme pürieren. Bei Bedarf etwas Öl oder Kichererbsenwasser zugeben, bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist. Mit Zitronensaft und Gewürzen abschmecken.

TIPP: Der Wildkräuter-Hummus passt perfekt zu Gemüsesticks, Pellkartoffeln, Ofengemüse oder als Aufstrich zum Wildkräuterbrot.

„DAS REINE UND UNVERARBEITETE AUS DER NATUR MIT MEINEN EIGENEN HÄNDEN ZU PFLÜCKEN UND DARAUS

KÖSTLICHE GERICHTE ZU

KREIEREN, BEREITET MIR UNGLAUBLICH VIEL FREUDE.“

werden sie oft als Unkraut bezeichnet, doch sie sind sehr viel mehr als das. Sie sind vollgepackt mit Nährstoffen, Vitaminen und Mineralien, die unser Körper braucht, um optimal zu funktionieren. Meistens enthalten Wildkräuter auch eine höhere Konzentration an Nährstoffen als kultivierte Gewächse und sind zudem kostenfrei und nachhaltig“, weiß die Expertin um die zahlreichen Vorzüge von Wildkräutern. Für Stefanie stellen sie eine unverzichtbare und wunderbare Ergänzung zu unserer Ernährung dar, ob als Salat, im Smoothie oder als Gewürz: „Es gibt unzählige Möglichkeiten, diese wertvollen Schätze der Natur in unsere Mahlzeiten einzubauen.“

Was sie in ihren zahlreichen und wertvollen Rezepten eindrucksvoll belegt. Diese kann man übrigens auf Instagram unter @natur-purpur oder in gedruckter Form bei Sandl’s Hofladen (den Sie unter anderem in unserer letztjährigen Kulinarik-Ausgabe kennengelernt haben) in Lans erwerben. Für das Sammeln der Wildkräuter hält sie in ihren Kräuterwanderungen wertvolle Tipps bereit, wie die sichere Bestimmung der Pflanzen etwa, was ein guter Sammelort und -zeitpunkt ist oder wie man die Kräuter achtsam sammelt und verwertet.

KRAFTVOLLES FRÜHLINGERWACHEN

„Die Kraft der Wildkräuter und eine gesunde, ausgewogene und pflanzliche Ernährung sind meine Passion. Es ist für mich ein Geschenk, mit meiner Leidenschaft Geld verdienen zu dürfen“, sagt die Kräuter- und Kochkünstlerin. „Von innen heraus leuchten“ lautet demnach nicht nur ihr eigenes Lebensmotto, sondern auch die Philosophie ihrer selbstständigen Tätigkeit, der sie sich seit Mitte 2024 voll und ganz widmet.

Gerade zur Frühlingszeit beginnt die Natur wieder, mit voller Kraft zu sprießen. Als wehrhafte Pflanze gilt insbesondere die Brennnessel im Frühjahr als besonders kraftvoll, ihre frischen Triebe stärken das Immunsystem, wirken stark entgiftend und enthalten neben wertvollem Eisen auch Vitamin C und zahlreiche Mineralstoffe. Stefanie Pyka verwendet Brennnessel gerne als kostenlosen Spinatersatz oder bereitet Brennnessel-Chips zu. „Die Brennhaare werden beim Kochen oder Pürieren wirkungslos gemacht. Wer die zarten Blätter als Salat genießen möchte, walkt sie am besten kräftig mit einem Nudelholz“, rät die Naturköchin. Sie schwört jedoch auch auf ein weiteres „Unkraut“, nämlich den Löwenzahn: „Ent-

Auch in unseren Eisdielen in Pradl und der Reichenau genießen.
© Nicole Klumaier, Natasza Lichocka(4)

Wildkräuterknödel

Zutaten für ca. 18 Knödel:

600 g Knödelbrot (z. B. aus Dinkel)

800 g Spinat (frisch oder TK)

4 Handvoll Wildkräuter (z. B. Brennnessel, Giersch, Löwenzahn, Spitzwegerich)

2 Zwiebeln

4 Knoblauchzehen

400 ml Pflanzendrink oder Milch Salz, Pfeffer, Muskatnuss Petersilie (optional)

Butter (bei Bedarf vegan) geriebener Käse

so wirds gemacht:

1 Die Zwiebeln würfeln und in Olivenöl goldgelb anbraten. Den Spinat zugeben und zusammenfallen lassen. Die Wildkräuter waschen, fein schneiden, ebenfalls untermengen und die Mischung zum Abkühlen beiseitestellen.

2 Das Knödelbrot in eine große Schüssel geben. Die Spinat-Kräuter-Masse, Pflanzendrink (oder Milch) zugeben und kräftig mit Salz, Pfeffer und Muskat würzen. Alles gut mit den Händen vermengen und die Masse ca. 15 Minuten ziehen lassen. Mit feuchten Händen Knödel formen.

3 Die Knödel im Dampf (Topf mit Siebeinsatz) ca. 15 Minuten dämpfen.

4 Zum Servieren die Butter schmelzen, über die Knödel geben und mit Käse bestreuen.

TIPP: Knödel lassen sich roh sehr gut einfrieren.

gegen landläufigen Meinungen ist beim Löwenzahn die ganze Pflanze genießbar, von der Wurzel über den Stängel bis zu den Blättern und Blüten. Löwenzahn sollte jeder in seinen Alltag einbauen. Er versorgt den Körper mit Bitterstoffen, Flavonoiden, Aminosäuren, Spurenelementen und Mineralstoffen.“ So verfeinert Stefanie beispielsweise ihren Kartoffelsalat gerne mit Löwenzahnblättern und Gänseblümchen. „Auch Veilchen, Gundelreben und Schlüsselblumen haben im Frühling wunderschöne Blüten, die Gerichte zudem optisch aufhübschen.“

Die aufblühende Natur hält dazu noch zahlreiche weitere Schätze bereit – Giersch, Vogelmiere, Knoblauchrauke, Bärlauch oder Spitzwegerich zum Beispiel. Beim Sammeln sollte man jedoch wichtige Tipps beachten und auch nur jene Pflanzen mitnehmen, die man zu hundert Prozent sicher bestimmen kann: „Zudem sollte der Sammelplatz nicht in Straßen- oder Bahnnähe sein, auch Plätze, die Hunde gerne aufsuchen, sind nicht empfehlenswert. Besser eignen sich biologisch bewirtschaftete Flächen, unbelastete Wiesen und Felder oder der eigene Garten, dann muss man die Pflanzen vor dem Verzehr auch nicht unbedingt waschen.“

INNERE STRAHLKRAFT ERWECKEN

„Unser Körper strahlt genau das aus, was wir ihm geben. Wenn wir lernen, auf ihn zu hören, sagt er uns auch, was er braucht. Ich möchte aufzeigen, wie einfach und schmackhaft pflanzliche Ernährung sein kann und wie man sie positiv für die eigene Gesundheit nutzen kann“, liegt es Stefanie Pyka am Herzen, mehr Menschen an ihrem wertvollen Wissen über körperliches Wohlbefinden teilhaben zu lassen, ob in ihrem Koch- und Kräuterblog oder ihren Workshops.

Selbstgemachtes Löwenzahnsalz ist ein wunderbares Mitbringsel: Für die gelbe Variante braucht es vier bis sechs Löwenzahnblüten (nur die gelben Blütenblätter), für die grüne Version vier Esslöffel fein geschnittene Löwenzahnblätter und jeweils vier Esslöffel Salz. Für beide Varianten separat Kräuter und Salz im Mörser fein vermahlen, die Mischungen auf ein Blech streichen und ein bis zwei Tage bei Raumtemperatur trocknen lassen. Im Anschluss bei Bedarf nochmals mörsern und in Gläser füllen. Besonders dekorativ ist das Salz, wenn man beide Varianten schön schichtet.

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Gefährliche Gewohnheiten

Stress, Dauererreichbarkeit, Perfektionsansprüche und der Wunsch, allem gerecht zu werden: Viele Menschen funktionieren im Alltag scheinbar reibungslos und merken erst spät, dass etwas aus dem Gleichgewicht geraten ist. Versteckte Süchte und problematische Verhaltensmuster sind ein zentrales Thema unserer Zeit und eines, über das kaum gesprochen wird. Auch, weil viele dieser Verhaltensweisen gesellschaftlich akzeptiert und sogar positiv bewertet werden.

INTERVIEW: MARINA BERNARDI

icht immer sind es Krisen oder offensichtliche Brüche, die signalisieren, dass etwas im eigenen Leben nicht mehr stimmig ist. Oft ist es eine leise Verschiebung im Alltag, die lange unbemerkt bleibt, oder das Gefühl, ständig unter Strom zu stehen und nicht wirklich zur Ruhe zu kommen. Problematische Verhaltensweisen entwickeln sich selten plötzlich. Sie wachsen meist schleichend, eingebettet in Routinen, die zunächst sogar hilfreich erscheinen. Im Park Igls Medical Spa Resort in Innsbruck-Igls begegnen Gäste diesem Thema oft ganz beiläufig etwa in Workshops, im Austausch mit Ärztinnen und Ärzten oder in einem freiwilligen psychologischen Gespräch. Gerald Autengruber, Psychologe im Park Igls, erklärt, woran man problematische Entwicklungen erkennt, warum die Grenzen oft fließend sind und weshalb frühe Prävention so entscheidend ist.

ECO.NOVA: Wenn wir über das Thema Sucht sprechen: Ab wann wird ein Verhalten problematisch und was gilt heute überhaupt als Sucht? GERALD AUTENGRUBER: Gerade bei so genannten Verhaltenssüchten ist die Abgrenzung schwierig. Mit der ICD-11 wurden Glücksspielsucht sowie Computer- und Mediensucht offiziell als Suchterkrankungen anerkannt, da ähnliche biochemische Prozesse im Gehirn ab-

laufen wie bei Substanzkonsum. Begriffe wie Arbeits- oder Sportsucht sind wissenschaftlich nicht eindeutig klassifiziert und werden eher als problematische Verhaltensweisen bezeichnet. Entscheidend ist jedoch nicht die Definition, sondern der Leidensdruck. Wenn ein Verhalten andere Lebensbereiche wie Beziehungen, Erholung oder Gesundheit verdrängt, sollte man genauer hinschauen.

Wo verläuft die Grenze zwischen Gewohnheit und Problemverhalten? Diese Grenze ist tatsächlich sehr schwer zu ziehen, auch weil viele dieser Verhaltensweisen in erster Linie nicht problematisch sind bzw. erscheinen und gesellschaftlich anerkannt oder sogar erwünscht sind. Arbeit ist dafür ein gutes Beispiel. Engagement, Leistungsbereitschaft und ständige Erreichbarkeit werden häufig positiv verstärkt. Ein wichtiger Orientierungspunkt ist die Frage nach der Funktion: Wozu dient mir dieses Verhalten? Wenn ich merke, dass ich damit anderen Lebensbereichen ausweiche oder Verantwortung vermeide, liegt ein Problem vor, unabhängig davon, wie wir es benennen.

Wann und wie bemerken Menschen selbst, dass etwas aus dem Gleichgewicht geraten ist? Oft zeigen sich zunächst diffuse Anzeichen wie steigender Stress, innere Unruhe, Schuld- oder Schamgefühle, von denen nicht klar ist, woher sie kommen. Häufig dient das Verhalten auch dazu, andere Belastungen zu kompensieren. Jemand

arbeitet zum Beispiel sehr viel, weil ihn das Familien- oder Beziehungsleben überfordert. Dann ist das Verhalten problematisch, die eigentliche Not liegt jedoch tiefer.

Haben sich problematische Verhaltensweisen in unserer Zeit verändert oder verstärkt? Das lässt sich schwer verallgemeinern. Was sicher zugenommen hat, ist die Sichtbarkeit, vor allem durch soziale Medien. Probleme werden dort inszeniert, bekommen Aufmerksamkeit, Zuspruch und Likes. Gleichzeitig ermöglichen digitale Medien eine dauerhafte Ablenkung und Stimulation. Likes und neue Inhalte lösen Dopamin-Ausschüttungen aus, was zu einer Suchtspirale führen kann, da das Gehirn ständig neue Reize sucht und kaum mehr zur Ruhe kommt.

„PSYCHISCH GESEHEN

STEHEN BEI VERHALTENSSTÖRUNGEN

BZW. SÜCHTEN MEIST

INNERE KONFLIKTE IM HINTERGRUND: DER

WUNSCH NACH ANERKENNUNG, ANGST

VOR VERSAGEN, EIN BRÜCHIGER SELBST -

WERT ODER UNGELÖSTE EMOTIONALE BEDÜRFNISSE.

Gerald Autengruber

Gibt es klare Warnsignale, bei denen man aufmerksam werden sollte? Ein zentrales Warnsignal ist der Verlust von Kontrolle. Wenn es mir schwerfällt, selbst zu entscheiden, wann ich mit einer Tätigkeit beginne, wie lange ich etwas mache und wann ich wieder aufhöre, sollte ich genauer hinschauen. Auch das Verhalten außerhalb des passenden Kontexts ist ein Hinweis, etwa, wenn ich in sozialen Situationen ständig am Handy bin. Ein weiteres wichtiges Signal ist die Rückmeldung von außen – Angehörige klagen oft über den sozialen Rückzug von Betroffenen. Sehr häufig spüren Betroffene zudem einen steigenden (Leidens-)Druck, sobald das Verhalten unterbrochen wird. Ruhe wird nicht mehr als Erholung erlebt, sondern als Bedrohung. All diese Signale sind Hinweise darauf, dass ein Mensch versucht, mit innerem Druck umzugehen, und emotionalen Herausforderungen begegnet. Je früher sie wahrgenommen werden, desto größer ist die Chance, wieder zu einem gesunden, selbstbestimmten Umgang zurückzufinden.

Welche Hilfestellung kann der Aufenthalt im Park Igls bieten? Im Park Igls Medical Spa Resort sind die Einstiegshürden bewusst

VERSTECKTE SÜCHTE

Wenn von „versteckten Süchten“ die Rede ist, geht es um Verhaltensweisen, die auf den ersten Blick gesund, leistungsorientiert oder sozial erwünscht wirken, innerlich jedoch eine ähnliche Funktion erfüllen wie klassische Suchterkrankungen. Glücksspielsucht und Gaming Disorder (Computerspielstörung) wurden kürzlich offiziell als Suchterkrankungen anerkannt, andere Begriffe, die im Alltag häufig verwendet werden, wie Arbeitsoder Sportsucht, gelten bislang nicht als eigenständige Suchterkrankungen. Sie werden eher als problematische Verhaltensweisen oder Verhaltensstörungen eingeordnet. Gemeinsam ist all diesen Mustern, dass die bewusste Kontrolle über das eigene Verhalten schleichend verloren geht: Beginn, Häufigkeit, Dauer oder Beendigung einer Aktivität lassen sich immer schwerer steuern. Das Verhalten bekommt Vorrang vor anderen Lebensbereichen; Beziehungen, Erholung oder Gesundheit treten in den Hintergrund. Ein zentrales Warnsignal ist, dass das Verhalten trotz negativer Konsequenzen fortgeführt wird, selbst dann, wenn bereits ein spürbarer Leidensdruck entstanden ist.

niederschwellig. Viele Gäste kommen zunächst in offene Workshops oder Gespräche, um sich ein Bild zu machen. Oft entsteht daraus der Wunsch nach einem vertiefenden psychologischen Gespräch. Auch ärztliche Empfehlungen führen häufig zu dieser Auseinandersetzung. In unserem De-Stress-Programm zum Beispiel sind psychologische Coachings bzw. Gesprächstherapien von vornherein inkludiert. Viele Menschen spüren, dass sie gestresst oder erschöpft sind, wissen aber nicht, warum. Im Gespräch wird oft erst klar, welche Themen tatsächlich dahinterstehen. Für viele ist es eine große Erleichterung, das benennen zu können und zu merken, dass man nicht erst handeln muss, wenn alles zusammenbricht. In Wirklichkeit wäre es gut, viel früher anzusetzen. Mit präventiven Maßnahmen ließen sich sehr viele schlimme Verläufe vermeiden. Wenn Menschen das Gefühl haben, sie können nicht darüber reden, was sie belastet, oder nicht die passende Anlaufstelle dafür finden, kann das auf Dauer zu schwerwiegenden psychischen Erkrankungen wie Depressionen oder Angstzuständen und in letzter Konsequenz sogar zu Suizidgedanken führen.

Kann man Sucht- oder problematisches Verhalten durch gesündere Routinen ersetzen? Grundsätzlich klingt der Gedanke logisch. Das Nervensystem muss erfahren, dass Sicherheit und Stabilität auch ohne Zwang, Überleistung oder Daueraktivität möglich sind. In der Praxis sehen wir allerdings häufig, dass es dabei oft zu einer Verschiebung kommt. Ein klassisches Beispiel: Jemand reduziert die exzessive Arbeit, füllt den frei werdenden Raum aber sofort mit Sport. Problematisch ist es vor allem dann, wenn man mit seinem (Sucht-)Verhalten versucht, einen anderen Bereich seines Lebens zu kompensieren oder daraus zu flüchten. Wenn zum Beispiel das eigentliche Problem in der Familie oder in einer Beziehung liegt und ich deshalb viel arbeite, dann ist nichts gewonnen, wenn man seine Arbeit reduziert und die Zeit dann in Vereinsaktivitäten oder Kartenspielrunden investiert, nur um weiterhin nicht nach Hause zu müssen.

Die Wege zur Veränderung führen häufig über Achtsamkeit und Selbstbeobachtung. Kann man achtsam sein lernen? Die meisten Dinge lassen sich lernen, Verhaltens- genauso wie Denkweisen. Am Anfang

„VERSTECKTE SÜCHTE BLEIBEN OFT LANGE UNENTDECKT, WEIL SIE BELOHNT STATT HINTERFRAGT WERDEN. WER STÄNDIG ARBEITET, GILT ALS ENGAGIERT. WER EXTREM DISZIPLINIERT ISST ODER TRAINIERT, WIRD BEWUNDERT. WER IMMER ERREICHBAR IST, WIRD ALS ZUVERLÄSSIG WAHRGENOMMEN. DAS

MACHT DIE PROBLEMATIK BESONDERS TÜCKISCH.“

Gerald Autengruber

geht es dabei um Akzeptanz. Erst sobald ich erkannt habe, dass etwas in meinem Leben in Schieflage geraten ist und akzeptieren kann, dass ich eventuell Hilfe benötige, werde ich auch handeln können. Bei diesem ersten Vorstoß in Richtung Erleichterung kann eine psychologische Beratung helfen, den Status quo zu analysieren und nächste mögliche Schritte zu identifizieren. Letztlich ist Achtsamkeit nichts Mystisches, sondern vor allem Übung. Und Geduld mit sich selbst. Genau daran scheitert es allerdings oft. Ein einzelnes Yoga-Retreat oder ein Achtsamkeitswochenende reicht dafür in der Regel nicht aus. Es geht darum, sich immer wieder zu fragen: Was mache ich gerade? Wie geht es mir dabei? Und vor allem: Warum mache ich das eigentlich? Genau dafür bietet das Park Igls einen geschützten Raum. Entscheidend ist, gemeinsam herauszufinden: Was braucht diese Person gerade? Je individueller die Auswahl der Interventionen und Techniken, desto wirksamer sind sie. Oft haben wir auch sehr hohe Ansprüche an uns selbst. Ein Thema in der Arbeit ist daher, diese Ansprüche behutsam aufzuweichen, ohne Leistung oder Engagement grundsätzlich infrage zu stellen. Veränderung von problematischen Verhaltensmustern bedeutet nicht, Leistung, Disziplin oder Engagement aufzugeben. Es geht darum, frei wählen zu können statt innerlich getrieben zu sein. Wenn Menschen lernen, sich auch im Nichtfunktionieren wertvoll zu fühlen, verliert das versteckte Suchtverhalten seine Macht.

Was können Gäste aus dem Park Igls mit in ihren Alltag nehmen? Ich plädiere immer für kleine, realistische Veränderungen. Man sollte nicht versuchen, alles mitzunehmen, was während des Aufenthalts gut funktioniert, weil die geschützte Atmosphäre des Park Igls ein anderes Setting bietet als der Alltag zuhause. Kleine Schritte, die leicht umsetzbar sind, haben die größte Wirkung. Sie stärken die Selbstwirksamkeit und das Gefühl, tatsächlich etwas verändern zu können. Entscheidend ist, die Funktion hinter dem Verhalten zu verstehen und sich wieder Wahlfreiheit zu erarbeiten: selbst entscheiden zu können, wann und in welchem Ausmaß man etwas tut. Genau darin liegt der zentrale Wert psychologischer Begleitung und ein wichtiger Teil der präventiven Arbeit im Park Igls.

JAMMERN für die Seele

Jammern hat einen schlechten Ruf, dabei kann ein bisschen Raunzen durchaus gut tun. Jammern darf sein, solange es bewusst geschieht und ein Sprungbrett in Richtung Veränderung bleibt. So sehen es die beiden Autorinnen Heike Abidi und Daniela Nagel, die mit „Achtsam jammern“ ein durchaus kluges Konzept geschaffen haben, wie wir finden. In ihr Buch haben sie Strategien und Übungen gegen das grassierende Dauer-Mimimi gepackt und begegnen dem Thema mit Humor. Und psychologischem Tiefgang.

ir jammern. Gerne und oft. Über das Wetter, die Arbeit, die Lage der Welt. Das ist manchmal durchaus angebracht und mitunter auch höchst nötig. Dennoch hat Jammern ein Imageproblem, dabei ist es zuweilen genau das, was wir brauchen: kurz Luft ablassen, Druck rausnehmen, weitermachen. „Achtsam jammern“ lädt dazu ein, dem gepflegten Sudern seinen Platz zu lassen, ohne es gleich zum Dauerabo zu machen. Heike Abidi und Daniela Nagel haben ein Buch über das wohldosierte Klagen geschrieben, das überraschend viel mit Selbstfürsorge zu tun hat. Ein Interview über Balance, Menschlichkeit und die befreiende Kraft eines gut platzierten Seufzers.

ECO.NOVA: Warum jammern wir so gerne? HEIKE ABIDI: Zunächst einmal ist Jammern ein Ventil. Manchmal muss man sich eben auskotzen, das gilt selbst für Optimisten. Zudem bekommen Menschen, die jammern, auch Aufmerksamkeit, Zuwendung, Verständnis, Mitleid oder Tipps und Hilfsangebote. Und dann gibt es noch das soziale Jammern, bei dem man sich durch ein gemeinsames Klagethema solidarisiert und sich dadurch nicht mehr so allein mit seinem Problem fühlt.

Wie viel bringt uns das Jammern tatsächlich? DANIELA NAGEL: Das ist wie mit der

ACHTSAM JAMMERN

Heike Abidi & Daniela Nagel Goldegg Verlag, 240 Seiten, EUR 19,–

Sudern, raunzen, klagen, lamentieren, … Kaum ein anderes Wort hat im deutschsprachigen Raum so viele Synonyme wie das Jammern. Ob beim Kaffee, im Büro, in der Familie oder auf Social Media: Klagen gehört wie das Gespräch über das Wetter längst zur Alltagskultur, meistens gehen Wetter und Jammern ja auch Hand in Hand. Doch was macht dieses permanente Klagen eigentlich mit uns? Wie können wir wieder die Kontrolle über diese schlechte Angewohnheit bekommen? Und ist ein bisschen Jammern nicht auch gesund? In ihrem neuen Buch gehen Sprachwissenschaftlerin Heike Abidi und Podcasterin Daniela Nagel dieser Frage mit Humor, Selbstironie und wissenschaftlicher Neugier auf den Grund.

Schokolade oder dem Wein – in Maßen genossen kann uns beides guttun oder zumindest Spaß machen. Manchmal ist aber schon ein Glas zu viel, vernebelt unsere Sicht, macht uns zu schlechten Gesprächspartner*innen und bereitet uns noch am nächsten Tag Kopfschmerzen, ohne dass sich unser Problem verbessert hätte. Im besten Falle bringt uns (achtsames) Jammern etwas mehr Klarheit über unsere Lage, Energie, die Situation zu ändern, oder das Gefühl der Nähe zu guten Zuhörer*innen oder Leidensgenoss*innen. Allerdings sollte Jammern nie Selbstzweck sein, sondern immer ein Sprungbrett für die Verbesserung der Situation. Nur dann bringt uns Jammern überhaupt irgendwas.

Was heißt es, achtsam zu jammern? HA: Es fängt damit an, sich selbst zu hören und zu registrieren, dass man mal wieder jammert. Dann ist es wichtig, sich zu fragen, ob dieses Jammern gerade guttut. Zum Beispiel weil wir dabei Dampf ablassen oder uns beim Reden das eigentliche Problem klarer wird. Vielleicht fällt uns dabei sogar eine Lösung ein. Dauernörgeln dagegen macht einfach nur schlechte Laune und hilft niemandem weiter. Wer achtsam jammert, richtet seinen Fokus stärker auf die positiven Aspekte des Lebens, und dazu gehört es auch, aktiv nach Lösungen zu suchen und Jammeranlässe zu beseitigen.

Wie merke ich, dass ich zu viel jammere?

DN: Wenn ich grundsätzlich alles negativ sehe, ist es auch wahrscheinlich, dass meine

Gespräche oder Monologe sehr jammerlastig sind. Das eigene Kommunikationsverhalten zu reflektieren, offenbart schnell ungesunde Muster. Hilfreiche Fragen dafür: Wie viel der Redezeit nehme ich in Anspruch? Wie fühle ich mich nach dem Gespräch? Erleichtert und verstanden oder nur bestätigt, dass ich Grund zum Jammern habe? Will ich Rat oder nur meinen Frust loswerden? Sind es immer dieselben frustrierenden Themen, um die es geht? Wie viel Freude macht es meinem Gegenüber, mit mir zu sprechen? Keine Frage, in schwierigen Zeiten ist es ein Geschenk, sich ausweinen zu können, und Gespräche dürfen hier für beide Seiten auch mal herausfordernd sein. Aber Dauerjammern, ohne etwas zu ändern, zementiert Probleme nur. Ganz Mutige fragen am besten ihr enges Umfeld, ob sie zu viel jammern.

Wie reagiere ich, wenn sich jemand zu viel bei mir ausjammert? DN: Das kommt sehr auf die Beziehung und die Umstände an. Bei einem guten Fundament hält eine Beziehung auch mal etwas mehr Jammern oder einseitige Kommunikation aus. Und wenn jemand aus unserem Umfeld gerade wirklich in einem Jammertal feststeckt, dann sollten wir ihm zur Seite stehen und

ist studierte Sprachwissenschaftlerin und schreibt seit über 20 Jahren erfolgreich als Werbetexterin, Romanautorin und Co-Autorin humorvolle Sachbücher. Mit viel Gespür für Lebensrealität, klugem Witz und emotionalen Zwischentönen widmet sie sich Themen, die Menschen in ihrem Alltag wirklich bewegen. In „Achtsam jammern“ verbindet sie pointierte Beobachtungen mit praktischer Orientierung: Warum jammern wir so gern? Wozu dient Klagen als Ventil und wann kippt es in eine ungesunde Dauerschleife? Unter mehreren Pseudonymen veröffentlicht sie außerdem Liebes- und Jugendromane. Abidi lebt in der Pfalz und engagiert sich aktiv in der Literaturszene.

unsere eigenen Befindlichkeiten auch mal hintanstellen. Manchmal ist es aber auch hilfreich, den anderen liebevoll darauf hinzuweisen, dass es bessere Lösungsstrategien als das Jammern gibt. In anderen Fällen ist es reiner Selbstschutz, sich ganz klar abzugrenzen und im Notfall die Kommunikation abzubrechen. Ganz oft reicht es jedoch schon, das Thema zu wechseln oder

DANIELA NAGEL, auch bekannt als Marie Adams, ist Autorin, Schreibcoach und Podcasterin. Seit über zehn Jahren schreibt sie erfolgreich Romane und Ratgeber, darunter die gefeierte Hebammen-Trilogie „Das Haus der Hebammen“ (Blanvalet). Sie betrachtet das Jammern aus einer psychologisch-reflektierten Perspektive – pragmatisch,empathisch und lösungsorientiert. In „Achtsam jammern“ zeigt sie, was Jammern tatsächlich bringen kann: Klarheit, Entlastung, Nähe, aber auch das Risiko, Probleme zu zementieren, wenn es nur noch um Bestätigung statt Veränderung geht. Dazu liefert sie alltagstaugliche Strategien, wie man sich selbst beim Jammern besser beobachtet, Gespräche bewusster führt und Grenzen setzt – besonders im Umgang mit Menschen, die dauerhaft klagen. Nagel lebt mit ihrer Familie in Köln.

JAMMERN IST NICHT

AUTOMATISCH

NEGATIV UND KANN

SOGAR HEILSAM

SEIN. SOLANGE WIR WISSEN, WANN SCHLUSS IST.

gezielt nach schönen Erlebnissen zu fragen. Wer außerdem die Bedürfnisse hinter dem übertriebenen Jammern erkennt, findet einfacher einen Weg, diese auf beiden Seiten zu erfüllen.

Nicht jeder jammert gleich. Welche unterschiedlichen Jammertypen gibt es? DN: Oh, da gibt es ganz verschiedene Typen, und je nach Gegenüber oder Lebensphase rutschen wir schnell mal in eine andere Rolle. Da gibt es den Opfertyp, bei dem immer alle anderen schuld sind. Oder die Märtyrerin, die vor allem Anerkennung für ihren Einsatz wünscht. Ein anderer möchte vielleicht keinen Neid wecken und redet vor Freunden sein Leben schlecht. Die Übergänge sind fließend, und wenn wir einen ehrlichen Blick auf uns haben, merken wir oft selbst, dass das Jammern ganz bestimmte Bedürfnisse erfüllen soll. Gleichzeitig hilft das Verständnis der Motivation anderer Jammerlappen uns auch, angemessen auf kräftezehrende Monologe oder Vorwürfe zu reagieren. Egal ob bei uns oder anderen, ein wohlwollender Blick und eine Prise Humor können hier Wunder wirken.

KÖLL
© GABY GERSTER

Fünf-Sterne-Gastlichkeit

im Herzen des Alpbachtals

Der Böglerhof – pure nature spa resort.

Als erstes und einziges Fünf-Sterne-Hotel im malerischen Alpbach vereint der von der Gastgeberfamilie Duftner geführte Böglerhof gelebte Herzlichkeit, geschichtsträchtigen Charakter und Kulinarik auf höchstem Niveau. Eingebettet in die Bergwelt der Kitzbüheler Alpen finden Erholungsuchende, Genießer, Aktivurlauber und Familien gleichermaßen einen ganzjährigen luxuriösen Rückzugsort.

WELLNESS & SPA

Entspannung für jede Generation: Das 2023 eröffnete Adults only pure natur.spa lädt mit Innen- und Außenpool, verschiedenen Saunen und Dampfbädern, großzügigen Ruhebereichen, einer Sonnenterrasse sowie einem Naturbadeteich dazu ein, dem Alltag zu entfliehen und neue Energie zu tanken. Für Familien bietet das Familienzeit.spa ein besonderes Erlebnis: Herzstück ist ein Pool, der Innen- und Außenbereich harmonisch verbindet. Textilsaunen ermöglichen einen entspannten Einstieg in die Saunakultur. Abgerundet wird das Wellnesskonzept durch ein umfangreiches Angebot an Massagen und Anwendungen sowie ein begleitendes Aktiv- und Entspannungspro-

gramm von Yogilates bis zu individuellen Coaching Sessions.

KULINARIK

Zu den Highlights des Hauses zählt neben dem historischen Weinkeller mit über 1.100 Positionen die rund 500 Jahre alte, mit drei Hauben ausgezeichnete Fuggerstube unter der Leitung von Küchenchef Hansi Treichl. Im Mittelpunkt stehen saisonale Produkte aus der Region, die mit handwerklichem Anspruch verarbeitet werden. Wie hier gekocht und gedacht wird, erleben Gäste auch abseits des Restauranttisches – etwa beim Kaiserschmarrenkochkurs oder beim „Böglerhof tischt auf“-Workshop, wenn Gastgeber Johannes Duftner oder die Lehrlinge des Hauses Einblicke hinter die Kulissen geben. Gäste genießen die Halbpension sowie weitere kulinarische Angebote in unterschiedlichen Stuben oder auf der Terrasse und können das Gourmetmenü in der Fuggerstube, wahlweise als Drei-, Fünf- oder Sieben-Gang-Menü, von Donnerstag bis Samstag hinzubuchen.

ZIMMER & SUITEN

Die 75 Zimmer und Suiten, die im alpinen Stil gestaltet sind, vereinen traditionellen

Charme mit modernem Komfort. Die Preise beginnen ab 288 Euro im Doppelzimmer und ab 252 Euro in der Suite.

AKTIV & NATUR

Die Lage im Alpbachtal eröffnet Gästen zu jeder Jahreszeit ein breites Spektrum an Freizeitmöglichkeiten. Im Winter profitieren Gäste von der Nähe zum Skigebiet Ski Juwel Alpbachtal Wildschönau sowie von Angeboten wie Winterwandern und Rodeln. In den Sommermonaten stehen Wandern, Mountainbiken, Tennis und zahlreiche weitere Outdoor-Aktivitäten im Fokus. Ein hoteleigenes Aktivprogramm ergänzt das Angebot mit geführten Touren, Bewegungseinheiten und Naturerlebnissen.

NACHHALTIGKEIT & ANGEBOTE

Der Böglerhof legt großen Wert auf Regionalität, Nachhaltigkeit und einen verantwortungsvollen Umgang mit Ressourcen. Dies zeigt sich sowohl im kulinarischen Konzept als auch in der Zusammenarbeit mit regionalen Partnern. Ergänzend bietet das Haus eine Vielzahl an saisonalen Pauschalen und Arrangements, die gezielt auf Wellness-, Aktiv- oder Familienurlaub abgestimmt sind. www.boeglerhof.at

© DANIEL ZANGERL, MICHAEL HUBER

ALL YOUCAN MIX!

Klare Küche direkt am See

Wo einst Künstler malten, speist man heute mit Blick auf die Schweizer Bergwelt.

Eingebettet in einen kleinen Privatpark und nur durch eine Wiese vom Ufer getrennt, liegt das Malereck in Langenargen unweit von Lindau direkt am Bodensee und ist für viele immer noch ein Geheimtipp. Prägend für die Atmosphäre ist Edith, die Gastgeberin. Sie stammt aus Südtirol und genau das spürt man: in der Herzlichkeit, im feinen Gespür für Gäste, im unaufgeregten Umgangston.

Nichts wirkt aufgesetzt, nichts inszeniert. Man fühlt sich willkommen, nicht bedient – ein feiner, aber entscheidender Unterschied. Das Ambiente unterstreicht

diesen Eindruck. Stilvoll, ruhig, mit Sinn für Details, ohne dekorative Übertreibung. Drinnen wie draußen herrscht eine angenehme Gelassenheit. Es gibt kaum schönere Plätze direkt am Bodensee, so sitzt man an warmen Sommerabenden auf der Holzterrasse und blickt auf die Segler, die heim in den Hafen fahren.

Die Küche ist italienisch, fein und klar, ganz unverkrampft und ohne Effekthascherei. Es geht um Qualität, um gute Produkte, um Aromen. Die Gerichte sind präzise, leicht und stimmig komponiert – so, dass man nach dem Essen zufrieden aufsteht, nicht erschlagen. Auch hier passt alles zur Umgebung:

mediterran, elegant, voller Geschmack. Die Weinkarte ist bemerkenswert vielfältig und zugleich klar kuratiert – mit einem starken Fokus auf den Bodensee, ergänzt durch ausgewählte Winzer aus Deutschland, Österreich, Italien und Frankreich. Ob charaktervolle Weißweine, elegante Rosés oder große Rotweine: Die Auswahl reicht von regionalen Entdeckungen bis zu renommierten Klassikern und bietet für jede Stimmung den passenden Begleiter.

SCHLAFEN MIT STIL

Mit der Neueröffnung „Das Ludwig“ in der Ludwigstraße 36/38 wird die Insel Lindau

um eine besondere Adresse reicher. In einem sorgfältig restaurierten Gebäude aus dem 15. Jahrhundert trifft individuelle Kunst auf exklusive Boutiqueatmosphäre. Die nur sieben Zimmer und Suiten haben jeweils eigene Farbkonzepte und sind individuell stilvoll ausgestattet. Mit viel Liebe zum Detail wurden die nachhaltigen Materialien ausgesucht und von der Hausherrin perfekt unaufdringlich inszeniert. Eine der Suiten bietet eine großzügige Dachterrasse mit Blick über die Dächer Lindaus, andere Spa-Erlebnisse mit hochwertigsten Kosmetikprodukten. Ergänzt wird das Ensemble durch moderne Annehmlichkeiten wie Lift, Klimaanlage und WLAN – dezent eingebettet in das denkmalgeschützte Bauwerk, das mit großem Respekt vor der Geschichte modernisiert wurde.

KUNST TRIFFT KOMFORT

„Wir wollten ein kleines Hotel realisieren, das Gäste ansprechen soll, die stilvolle Innenarchitektur, ansprechende Kunst und außergewöhnliche Küche schätzen. Wichtig war uns, dass klassischer Luxus und höchster Komfort in all unseren Zimmern Stan-

dard sein soll und das Haus unseren Gästen viel Privatsphäre in kleinem Rahmen bietet“, beschreibt Alexandra Unterberger die Idee hinter dem Projekt. Einrichtung und Innenarchitektur wurden auch von ihr geplant, ausgewählt und umgesetzt. Gemeinsam mit ihrem Mann Dieter Unterberger, Geschäftsführer der Unterberger Automobile Gruppe, wurde die Liegenschaft im März 2022 erworben und mit viel persönlichem Einsatz zu einem Ort verwandelt, an dem Design, Lebensqualität und Stil aufeinandertreffen.

Das Betreiberehepaar Claudia und Daniel Siebert ist eine gesetzte Größe in der Lindauer Gourmetszene. Seit vielen Jahren führen sie das Restaurant Valentin in der Grub. „Im Das Ludwig vereinen wir kulinarisches Handwerk mit persönlichem Service – ein Ort, an dem Geschmack, Kunst und Ambiente zusammenfinden“, so Daniel Siebert. Das Restaurant „ae – art&eat“ verfügt über nur 16 Sitzplätze: „Unser Ziel ist es, dass sich jeder einzelne Gast bei uns wie zuhause fühlt; die begrenzte Anzahl an Sitzplätzen macht dies möglich“, erklärt Claudia Siebert.

HERZENSPROJEKT MIT KLARER VISION

„Wir investieren nicht nur in Gebäude, sondern in Lebensqualität“, sagt Dieter Unterberger. „Mit Das Ludwig wollten wir einen Ort schaffen, der inspiriert, entschleunigt und den Gästen ein ganz besonderes Erlebnis bietet – in einem der schönsten Altstadtkerne am Bodensee.“ Rund 2,7 Millionen Euro netto wurden in das Projekt investiert. Die Projektplanung startete im Mai 2022 mit dem Architekturbüro BAU WERK STADT (Eric Lofner, Wasserburg), die Bauarbeiten begannen im Dezember 2023, realisiert mit ausschließlich regionalen Handwerksbetrieben. „Das Ludwig“ ist mehr als ein Hotel – es ist ein Rückzugsort mit Charakter, Charme und künstlerischer Handschrift.

TIPP: Wassersport Schattmair in Kressbronn-Gohren verchartert seit 1982 Segel- und Motoryachten. Auf Wunsch auch mit Skipper. Einfach online buchen.

restaurantmalereck.de dasludwig.li schattmeier.com

DIE KLUGE SEITE

Don’t let them treat you like a Monday. You are a motherfucking three day weekend.

„Ein Optimist ist ein Mensch, der alles halb so schlimm oder doppelt so gut findet.“

„Fast überall, wo es Glück gibt, gibt es Freude am Unsinn.“
FRIEDRICH NIETZSCHE

Ich wollte als Kind nie zum Zirkus. Jetzt bin ich mittendrin.

Fragewort mit zwei Buchstaben:

HÄ?

Wenn du eine Pechsträhne hast, färbe sie pink.

„Frauen sind da, um geliebt, nicht um verstanden zu werden.“
OSCAR WILDE
Du kannst nicht negativ denken und Positives erwarten.

Das sind keine Falten. Das ist ein Sixpack vom Denken.

Wenn Schwimmen schlank macht: Was machen Blauwale falsch?

„Es ist leichter, einen Mann zu finden, als ihn wieder loszuwerden.“

GINA LOLLOBRIGIDA

„Am Elternabend sprach ein Vater eine halbe Stunde über seinen Sohn. Jetzt bin auch ich davon überzeugt: Man kann sein Kind zum Genie saufen.“

Eine Reaktion auf die Apokalypse, einen Atomkrieg, den Klimawandel oder kein Brot im Haus.

Man denkt zu viel und tanzt zu wenig.

Man muss auch mal Wein sagen können.

Ich mache nie denselben Fehler zweimal. Ich mache ihn ö ter, nur um ganz sicher zu sein.

Schei** auf den guten Eindruck. Das Leben will genossen werden.

Für Pillepalle sind wir nicht zuständig.

HERZLICH WILLKOMMEN IM FALSCHEN FILM. Ist ein Wintereinbruch stra ar?

„Eine Lady ist eine Dame, die aus Männern Gentlemen macht.“

Altes Handwerk ist der leise Gegenentwurf zur Dauerbeschleunigung.

WIDER DAS TEMPO

Auch in Südtirol ist altes Handwerk höchst lebendig. Vor allem im Gröden scheint die Schnitzkunst fest in der DNA der Menschen verankert. Seit dem 17. Jahrhundert schnitzen Grödner Kunsthandwerker*innen Spielzeug – eine Tradition, die Judith Sotriffer heute mit viel Liebe weiterführt. Ihre Puppen, Hampelmänner und Holzfiguren entstehen in über 100 Arbeitsschritten und vereinen historisches Wissen mit zeitgemäßer Ästhetik. Jedes Stück trägt den Duft der Zirbelkiefer, die Wärme von Handarbeit und die Seele eines alten Kunsthandwerks. www.groednerpuppe.com

WÄHREND SICH UNSER ALLTAG IMMER WEITER BESCHLEUNIGT, PROZESSE OPTIMIERT UND ENTSCHEIDUNGEN AUTOMATISIERT WERDEN, STEHT DAS TRADITIONELLE HANDWERK FÜR

ETWAS, DAS SICH DIESEM TEMPO WIDERSETZT. NICHT AUS STURHEIT, SONDERN AUS ÜBERZEUGUNG.

s gibt Dinge, die fallen erst auf, wenn sie verschwinden. Das Knarzen einer Werkbank. Der Geruch von Holzstaub oder Leder. Hände, die wissen, was sie tun, ohne dass ein Bildschirm ihnen jeden Schritt erklärt. Altes Handwerk gehört zu diesen Dingen. Es ist nicht laut, nicht effizient im modernen Sinn, nicht skalierbar. Und genau deshalb ist es heute so wertvoll.

GUT, WIE ES IST

Während sich unser Alltag immer weiter beschleunigt, Prozesse optimiert und Entscheidungen automatisiert werden, steht das traditionelle Handwerk für etwas, das sich diesem Tempo widersetzt. Nicht aus Sturheit, sondern aus Überzeugung. Ein handgefertigtes Objekt entsteht nicht auf Knopfdruck. Es braucht Zeit, Erfahrung, Wiederholung und die Bereitschaft, sich auf Material und Moment einzulassen. In einer Welt, die ständig nach dem Nächsten sucht, erinnert es uns daran, dass nicht alles schneller werden muss. Manche Dinge dürfen bleiben, wie sie sind. Vom Aussterben bedrohte Handwerksberufe sind dabei mehr als nostalgische Randnotizen. Sie sind verdichtetes Wissen. Über Materialien, die sich nicht standardisieren lassen. Über Techniken, die über Generationen weitergegeben wurden. Über Fehler, aus denen gelernt wurde – nicht per Update, sondern durch Praxis. Dieses Wissen ist fragil. Wird es nicht weitergegeben, verschwindet es. Und mit ihm eine Form von Intelligenz, die sich nicht einfach digital archivieren lässt.

TRADITION ALS PROZESS

Oft wird altes Handwerk vorschnell als Gegenpol zum Fortschritt gesehen. Als romantische Verklärung einer Zeit, die vorbei ist. Doch das greift zu kurz. Tradition ist kein

Museum, sie ist ein Prozess. Auch Handwerk war nie statisch. Werkzeuge haben sich verändert, Materialien wurden neu entdeckt, Techniken verfeinert. Wer glaubt, dass Bewahren Stillstand bedeutet, verkennt, dass Anpassung schon immer Teil der Tradition war. Ein Betrieb, der heute überleben will, muss neue Wege finden: andere Zielgruppen, andere Vertriebsformen, manchmal auch neue Produkte. Das widerspricht der handwerklichen Idee nicht, es hält sie lebendig. Handwerk verbindet Beständigkeit mit Wandel. Es kennt seine Wurzeln, ist jedoch nicht blind für die Gegenwart. Gerade darin liegt seine besondere Stärke. Ein gutes Stück ist nicht deshalb gut, weil es immer schon so gemacht wurde, sondern weil es heute noch Sinn ergibt. Diese Haltung ist alles andere als rückwärtsgewandt. Sie ist reflektiert und vielleicht sogar erstaunlich modern.

In Zeiten von Automatisierung und künstlicher Intelligenz stellt sich zudem eine ganz grundsätzliche Frage: Was kann – und soll –ersetzt werden? Maschinen sind unschlagbar, wenn es um Geschwindigkeit, Präzision und Wiederholbarkeit geht. Doch sie haben kein Gespür. Keine Intuition. Keine Verantwortung für das Ergebnis im menschlichen Sinn. Ein Handwerker trifft Entscheidungen, reagiert auf Unregelmäßigkeiten, lässt sich auf das Material ein. Kreativität entsteht hier nicht aus Algorithmen, sondern aus Erfahrung und persönlichem Ausdruck. Das macht handge-

fertigte Dinge nicht automatisch besser. Aber es macht sie anders. Und dieses Anderssein ist relevant. Es schafft eine Beziehung zu Objekten, die nicht anonym sind, zu Herstellungsprozessen, die nachvollziehbar bleiben, und zu Menschen, deren Arbeit sichtbar ist. In einer zunehmend abstrakten Wirtschaft ist das ein nicht zu unterschätzender Wert. Letztlich erzählt altes Handwerk Geschichten – nicht in großen Worten, sondern in kleinen Details: in ihrer Patina, in Abnutzungsspuren, in kleinen Unregelmäßigkeiten, in Lösungen, die man nicht im Katalog findet. Es zeigt, dass Perfektion nicht immer Gleichförmigkeit bedeutet und dass Qualität mehr ist als das Erfüllen technischer Normen. Qualität hat mit Haltung zu tun.

Warum also lohnt es sich gerade heute, altes Handwerk zu erhalten? Weil es einen Kontrapunkt setzt. Weil es zeigt, dass Fortschritt auch aus bewusster Verlangsamung entstehen kann. Weil es Räume offenhält, in denen Menschlichkeit, Kreativität und Verantwortung nicht ausgelagert werden, und weil es uns daran erinnert, dass Zukunft nicht nur aus Neuem entsteht, sondern auch aus dem, was wir entscheiden, mitzunehmen. Nicht alles muss optimiert werden. Nicht alles braucht ein Update. Manche Dinge dürfen bleiben – und sich trotzdem weiterentwickeln. Altes Handwerk ist kein Relikt. Es ist ein Angebot an eine Gesellschaft, die sich fragt, was sie bewahren will, während sie nach vorne geht.

HANDWERK VERBINDET BESTÄNDIGKEIT MIT WANDEL. ES KENNT SEINE WURZELN, IST JEDOCH NICHT BLIND FÜR DIE GEGENWART. EIN GUTES STÜCK IST NICHT DESHALB GUT, WEIL ES IMMER SCHON SO GEMACHT WURDE, SONDERN WEIL ES HEUTE NOCH SINN ERGIBT.

GOLDENE HAND WERKS KUNST

Sie verbindet fachliche Präzision mit spürbarer Hingabe: Die Kappler Restauratorin und Vergolderin Jenifer Matzohl zählt zu den stillen Bewahrerinnen unseres kulturellen Erbes. In ihrem Atelier lässt sie Gemälde, Skulpturen, sakrale Kunst und historische Objekte in neuem Glanz erscheinen – stets getragen von einem ganz tiefen Verantwortungsbewusstsein.

TEXT: ELISABETH ZANGERL

Beim Arbeiten mit dem hauchdünnen Blattgold braucht es viel Feingefühl, Konzentration und eine ruhige Hand. Auch weil Gold in den vergangenen Jahren richtig teuer geworden ist.

„SEIT 2017 ZÄHLT DIE ALTE ZUNFT

DER VERGOLDER UND STAFFIERER

ZUM IMMATERIELLEN KULTURERBE –DAS VERGOLDEN GILT SOMIT

ALS KULTURELLE PRAXIS MIT LEBENDIGER TRADITION.“

Jenifer Matzohl

enn Kunstwerke Spuren der Zeit tragen, sind Menschen gefragt, die mit Expertise und Feingefühl ihre Geschichte erhalten. Eine davon ist Jenifer Matzohl aus Kappl. Ihre besondere Leidenschaft gilt der Restaurierung und Vergoldung. Speziell das Vergolden und Staffieren gehört zu den ältesten Handwerken der Menschheitsgeschichte: „Schon seit der Antike wurde dieses alchemistische Wissen von Generation zu Generation weitergegeben und fand in den Epochen des Barock und Rokoko seine Blütezeit. Seit 2017 zählt die alte Zunft der Vergolder und Staffierer zum immateriellen Kulturerbe – das Vergolden gilt somit als kulturelle Praxis mit lebendiger Tradition“, bekräftigt auch Jenifer Matzohl, eine wahre Meisterin dieses Fachs. Dass sie sich diesem alten Handwerk widmet und sich einer fundierten Ausbildung unterzogen hat, ist wohl dem Prinzip Zufall zuzuschreiben: „Beim Vergolden ist mir das Herz aufgegangen“, erinnert sich die heute 41-jährige Kapplerin an einen Moment während ihrer Ausbildung in der Fachschule für Kunsthandwerk und Design in Elbigenalp zurück. Diese hat sie 2004 abgeschlossen. Dem kreativen Schaffen hat sie sich jedoch schon als Kind gern gewidmet.

ABSTECHER IN DIE WELT

Anschließend an ihre Ausbildung arbeitete Matzohl zuerst in einem Angestelltenverhältnis als Restauratorin. Was sie auch tat: Sie bereiste die Welt. Ihre Wege führten sie von Peru über Bolivien, Skandinavien und das restliche Europa bis nach Indien, wo sie für ein Sozialprojekt im Einsatz war. Im Rahmen dessen arbeitete sie insgesamt vier Mal in einer Augenklinik im Norden Indi-

ens. Nach ihrer Heimkehr rief sie 2013 ihren Meisterbetrieb „Kunsthandwerk Aurea“ ins Leben – und widmete sich fortan vollständig ihren Kernbereichen: Vergoldung, Restaurierung, Konservierung, Denkmalpflege und Kunstmalerei. Im Laufe der Zeit hat sich Jenifer Matzohl mehr als umfangreich weitergebildet, etwa zur Vergolderund Staffierermeisterin. Zudem absolvierte sie in den Bereichen der Restaurierung und Konservierung Zusatzausbildungen über das Bundesdenkmalamt Mauerbach und in Bezug auf die Kunstmalerei einen Kurs bei Peter Riml.

EIN BESONDERER FUND

„Bei uns gibt es so viele schöne Barockkapellen“, sagt Jenifer Matzohl. Und manchmal stößt sie bei Restaurierungsarbeiten auch auf Überraschungen. So erzählt sie bei einem Besuch in der 1676 erbauten Maria-Hilf-Kapelle im Ischgler Ortsteil Ebene, dass das kürzlich genau hier geschah: „Beim Abtragen des Altars bin ich auf einen darunterliegenden Steinaltar gestoßen.“ Damit nicht genug: Darin befand sich eine weiße Kreide und ein geweihter Altarstein. „Reliquienkapseln sind in Kapellen eine Rarität, in Kirchen findet man solche öfters“, ergänzt Matzohl. Auf diesen Fund folgten Gespräche mit den Eigentümern der Kapelle, dem Bundesdenkmalamt, dem Tiroler Landesmuseum/Abteilung Konservierung sowie der Diözese Innsbruck: „Da aber in keinem Archiv Niederschriften gefunden wurden, gehen wir davon aus, dass es sich um keine bedeutende Reliquienkapsel handelt.“ Aktuell befindet sich die in ihrem Atelier in Kappl, bleibt jedoch verschlossen. Eine Vermutung, was sich im Inneren der Reliquienkapsel befindet, gibt es jedoch: „Vermutlich Stoff- oder Knochenreste“, sagt Jenifer Matzohl. Zu dieser Erkenntnis sei man nach

Die Kapplerin Jenifer Matzohl ist seit 2013 als Restauratorin und Vergolderin selbstständig.

„KIRCHEN UND KAPELLEN SIND ORTE DER RUHE, AN DENEN MENSCHEN BETEN, MEDITIEREN, IHRE SORGEN

ANBRINGEN ODER UM HILFE BITTEN. DAS SIND BESONDERE ORTE, VIELE MENSCHEN SEHEN DAS HEUTE LEIDER NICHT MEHR.“

Matzohl

Gesprächen mit Mag. Michael Weiskopf von der Diözese Innsbruck sowie mit dem Diözesankonservator Dr. Stefan Schöch gekommen. Zurückzuführen ist diese These auf den früheren Reliquienkult. Damals wurden Knochenreste und Kleidungsstücke von Märtyrern als heilige Reliquien verehrt und in Kirchen aufbewahrt. Mit der Restaurierung dieser Kapelle begann Jenifer Matzohl im Herbst 2025, die Fertigstellung ist noch für das Frühjahr 2026 geplant. Neben dem Altar werden auch Ölgemälde und Heiligenfiguren restauriert.

DIE KÖNIGSDISZIPLIN

„Kirchen und Kapellen sind Orte der Ruhe, an denen Menschen beten, meditieren, ihre Sorgen anbringen oder um Hilfe bitten“, sagt die Kappler Restauratorin, für die solche Orte Kraftplätze sind: „Das sind besondere Orte, viele Menschen sehen das heute leider nicht mehr“, bedauert sie. Am meisten begeistert sie die Polimentvergoldung – jene Technik, die nicht ohne Grund als Königsdisziplin des Vergoldens gilt. „Bis zur meisterlichen Beherrschung der Handwerkskunst dauert es fünf Jahre. Das Herzstück des Vergoldens bildet die Polimentvergoldung. Diese alte Technik wird aus natürlichen Materialien

wie Knochen- oder Hautleim, Kreiden und Bolus hergestellt“, erklärt Matzohl und: „Auf den mehrschichtigen Untergrund wird Blattgold aufgelegt und anschließend wird das auf Hochglanz poliert. Diese anspruchsvolle Technik erfordert viel Erfahrung und Geschick.“

Gold hat für Jenifer Matzohl eine tiefe Bedeutung: „In der christlichen Kunst symbolisiert Gold das göttliche Licht“, erzählt sie. Auch, dass die Polimentvergoldung wetter- und temperaturabhängig ist. Temperaturen unter null oder über 30 Grad eignen sich nicht. Für die Polimentvergoldung ist zudem eine absolut staubfreie Oberfläche unerlässlich. „Beim Vergolden braucht man eine ruhige Hand und viel Konzentration –Blattgold ist hauchdünn“, erklärt sie weiter. Auch, dass der Goldpreis in den vergangenen Jahren massiv gestiegen ist. So kostet das „Heft Blattgold“ (25 Blätter) heute das Dreifache wie vor zehn Jahren.

AUFWÄNDIGE RESTAURIERUNGSSCHRITTE

Das Arbeiten an sakralen Gegenständen oder Figuren erfordert jede Menge Feingefühl. „Wer bei einer Statue zu viel freilegt und Schichten entfernt, kann viel kaputt-

machen“, sagt Jenifer Matzohl. Ihre Arbeit beginnt deshalb immer mit einer genauen Befundung und Analysen. „Besonders ältere Statuen sind meist überfasst, das bedeutet, es sind viele Farbschichten übereinander. Hier muss man sich Schicht für Schicht zur Originalschicht und zum jeweiligen Trägermaterial hinarbeiten“, erklärt sie. Ziel einer Restaurierung ist stets die Erhaltung und Wiederherstellung der Originalfassung. Nach einer Befundung erstellt Jenifer Matzohl ein Restaurierungskonzept. Sollte es – etwa aufgrund des schlechten Zustands der Figur – nicht möglich sein, die Originalschicht herzustellen, dann erhält man das, was noch vorhanden ist, so die Fachfrau. Sofern jemand eine alte Statue findet, rät sie, diese schätzen zu lassen. Das ist entweder bei Fachleuten oder auch im Dorotheum möglich. Sehr selten werden hierzulande gotische Statuen gefunden, hauptsächlich welche aus den Epochen Barock und Rokoko. Vielfach auch von den bekannten Barockschnitzern aus der Region – darunter Andreas Kölle vom Oberen Gericht, der Kappler Johann Ladner oder Familienmitglieder der Schnitzerfamilie Witwer aus Imst, von denen unter anderem auch die Figuren in der Maria-Hilf-Kapelle stammen.

FACHWISSEN, FEINGEFÜHL

UND HANDWERKLICHES GESCHICK

Jenifer Mathols Antwort auf die Frage, was man in ihrem Beruf unbedingt mitbringen sollte, kommt wie aus der Pistole geschossen: „Ein sehr gutes Fachwissen, Feingefühl und ein handwerkliches Geschick.“ Kleiner Nachsatz: „Wenn man ein Gemälde restauriert, muss man wissen, wie ein Untergrund aufgebaut ist und wie man Farben mischen kann – man braucht daher auch ein kunsthistorisches Wissen, um Fragen zu klären, wie welche Materialien in der jeweiligen Zeit zum Einsatz kamen.“ Dabei kennt Jenifer Matzohl auch herausfordernde Momente: Bei der Restaurierung der Kapelle Wiese in Kappl im Jahr 2014 traf sie auf ein Bild des Gottvaters, dessen Oberfläche so porös war, dass sie mit besonderer Behutsamkeit arbeiten musste.

Neben ihrer Tätigkeit als Vergolderin und Restauratorin ist die verheiratete Mutter zweier Söhne auch künstlerisch aktiv. Als bildende Künstlerin stellte sie bereits mehrfach aus. „Mein inneres Gefühl sagt mir, dass ich zukünftig mehr im künstlerischen Bereich tätig sein möchte“, gesteht Jenifer. Ihr

Im Steinaltar einer Kapelle im Ischgler Ortsteil Ebene wurde eine Reliquienkapsel gefunden. Dieser Fund ist eine Seltenheit in einer Kapelle. Die Kapsel bleibt ungeöffnet und wird wieder in den Altar eingebaut.

Credo: „Ich möchte einfach Werke für die Zukunft schaffen, damit mein Handwerk erhalten bleibt“, und meint damit, dass irgendwann ihre Bilder restauriert werden sollen. „Das Handwerk, das ich gelernt habe, sollte dabei natürlich einfließen“, ge-

Schinken gut Ostern gut.

steht sie. Ihr Wissen gibt Jenifer auch gern weiter – etwa an Praktikantinnen. Ebenso an Teilnehmer*innen ihrer Kunstkurse, die sie seit November 2025 in der Schnitzschule Geisler-Moroder in Elbigenalp hält. Drei Kurse sind für heuer schon fixiert.

STICH FÜR STICH

Christina Poschinger hat sich einer Handwerkskunst verschrieben, die es nur noch sehr selten in unseren Landen gibt. In akribischer Feinarbeit fertigt sie in ihrer Meisterschneiderei „Herzgwond“ in der Wildschönau Trachten- und Kinderbekleidung mit einer großen Portion Liebe zum Detail – und mit dem richtigen Gespür für den perfekten Look.

TEXT: DORIS HELWEG

Mit präziser Fingerfertigkeit und ruhiger Hand geht

Christina Poschinger ihrer Leidenschaft nach und fertigt mit handwerklichem Geschick Trachtiges vom Feinsten.

b dem Zeitpunkt, als Christina Poschinger mit zwölf Jahren das erste Mal an einer Nähmaschine saß, wusste sie, dass sie Schneiderin werden möchte. Fokussiert und feinmotorisch werkeln war schon als Kind ihr großes Steckenpferd. Während ihrer dreijährigen Ausbildung an der Hauswirtschaftsschule Rotholz konnte sie tiefer in die Nähkunst eintauchen und lernte, wie man Pyjamas, eine einfache Tracht oder einen Tiroler Janker fertigt. Die anschließende Suche nach einer Lehrstelle als Schneiderin gestaltete sich ob mangelnder Ausbilder in Tirol nicht gerade einfach, dennoch gelang es der engagierten Jugendlichen schließlich, beim namhaften Kitzbüheler Bekleidungsunternehmen Sportalm ihre Ausbildung zur Schneiderin erfolgreich zu absolvieren. „Ich habe in dieser Zeit sehr viel gelernt und konnte in alle Bereiche hineinschnuppern, von der Alltagsbekleidung über Skianzüge bis hin zu Trachten war alles dabei“, erzählt Christina über ihre spannenden Lehrjahre. Nach ihrem Abschluss zur Damenschneiderin hängte sie gleich noch den Herrenschneider dran und belegte kurz darauf einen einjährigen Trachtenkurs in Salzburg. „Es ist nicht einfach, das Trachtenschneidern zu lernen, das war der einzige Kurs in Österreich, bei dem man sich auf das Nähen von Heimatgewändern spezialisieren kann.“ Ihrem großen Ziel, sich als Schneiderin selbstständig zu machen, schon ziemlich nahe, absolvierte die geschickte Näherin noch die Meisterprüfung zur Kleidermacherin. Im Herbst 2025 eröffnete Christina ihre eigene Meisterschneiderei in der Wildschönau. Und weil sie dabei mit sehr viel Herzblut bei der Sache ist, gab sie ihr schlichtweg den Namen „Herzgwond“. Klein und fein hat sie sich ihr eigenes Nährefugium am Hof ihres Lebensgefährten geschaffen mit der Option, künftig auch erweitern zu können. Sie scheint mit ihrer Spezialisierung auf Trachten in der Tat eine Nische zu besetzen, denn die Aufträge flat-

„ES GIBT SO VIELE VERSCHIEDENE VERARBEITUNGSTECHNIKEN, DIE MAN BEIM SCHNEIDERN VON HEIMATGEWÄNDERN ANWENDEN KANN. DIE MÖGLICHKEITEN SIND SO VIELFÄLTIG, DASS JEDES ‚HERZGWOND‘ ANDERS IST.“
Christina Poschinger

tern seit der Eröffnung nur so herein: „Die Nachfrage ist groß und ich bin schon mit einigen Großaufträgen von Musikkapellen und Trachtenvereinen ziemlich beschäftigt“, freut sich die sympathische Wildschönauerin über die vielen begeisterten Kund*innen.

EDLES HEIMATGEWAND

Trachtenschneidern ist fürwahr Maßarbeit für ein mitunter lebenslanges oder gar generationenübergreifendes Kleidungsstück. Denn Trachten und Dirndln sind weit mehr als nur ein Kleidungsstück, sie sind Teil der alpenländischen Kultur und ein Ausdruck von Heimatgefühl und gelebter Tradition. Daher kommt es nicht selten vor, dass so ein edles Gewand oder Erbstück neu angepasst, geändert oder frisch aufgepeppt werden muss.

Ob für eine neue Tracht oder die Änderung beziehungsweise Aufarbeitung eines bestehenden Gewandes beginnt die Arbeit immer mit einem persönlichen Gespräch, professioneller Beratung und dem genau-

en Maßnehmen der Kund*innen. Dabei hat Christinas professioneller Blick alles im Auge: „Da gibt es sehr viel zu beachten. Kein Mensch ist gleich. Die eine Kundschaft hat eine Skoliose, die andere vielleicht ein Hohlkreuz oder schiefe Schultern“, weiß die Schneiderin über die körperlichen Unterschiede der Menschen. Diese genauen Beobachtungen fließen direkt in ihr Bild im Kopf, das meist bereits während des Gesprächs entsteht. „Bis jetzt wussten eigentlich die meisten Kundschaften, was sie wollen, zumindest in groben Zügen. Auch wenn Trachten als spezifische Kleidung einer bestimmten Region gewissen Vorgaben unterliegen, so gibt es doch Spielräume in der Ausarbeitung: Soll die Tracht oder das Dirndl hinten gereiht und die Schürze gesmoked sein? Das Mieder geschnürt, mit Knöpfen oder Reißverschluss versehen sein und in der Ausführung gesteppt oder paspeliert? Mit oder ohne Ärmel? Die Bluse einen Rundhals- oder V-Ausschnitt haben? Es gibt so viele Details, die man von Anbeginn berücksichtigen muss“,

erklärt die Trachtenschneiderin. Mit ihrem Gespür für Stoff- und Farbkombinationen und ihrem Blick für die individuelle Passform kreiert sie die wertvollen Gewänder so, dass sie den künftigen Träger*innen perfekt schmeicheln. „Dabei muss man mitunter auch mal den Mut haben, die Kund*innen mit feinfühligen Anmerkungen auf etwaige Unstimmigkeiten hinzuweisen“, sagt Christina und betont: „Eine Tracht lässt man sich meistens nur einmal im Leben nähen, da ist es besonders wichtig, dass sich die Besitzer*innen darin auch rundum wohlfühlen und die Ausarbeitung individuell auf sie abgestimmt ist.“

DER RICHTIGE STOFF

Ein wesentlicher Aspekt ist dabei die Wahl der Stoffe. Dafür hält Christina in ihrer Schneiderei eine beachtliche Auswahl an Stoffmustern bereit, die sie größtenteils von einer Weberei mit modernen Jacquard-Webstühlen am Chiemsee bezieht. Während sie für Mieder und Röcke gerne Woll- oder Seidenbrokat und Samt verwendet, kommen bei den Schürzen eher leichtere, fließende Baumwoll- oder Seidenstoffe zum Einsatz. Ist der Stoff ausgewählt, Maß genommen und der Schnitt gezeichnet, fängt die hohe Handwerkskunst des Schneiderns erst richtig an. Denn viele Schritte wie das Smoken, Paspelieren, Sticken und Einnähen der Perlen erfolgen in akribischer und stundenlanger Handarbeit. Dazu braucht es zweifelsohne eine ruhige Hand, Geduld und ein hohes Maß an Fingerfertigkeit. Aber auch an der Nähmaschine ist präzise Feinarbeit gefragt. „Diese vielfältigen Möglichkeiten bis ins winzigste Detail machen meine Arbeit für mich so spannend und abwechslungsreich. Da kann ich so richtig drin versinken“, schwärmt die Meisterschneiderin, die sehr sorgsam mit ihren Werken umgeht. Denn bei derart hochwertigen Stoffen muss jeder Stich präzise sitzen. Ebenso ist eine blitzschnelle Reaktion gefragt, wenn sie sich trotz

aller Achtsamkeit mal in den Finger piekst: „Das kommt leider auch hin und wieder vor. Deshalb muss man insbesondere bei Brautkleidern sehr vorsichtig ans Werk gehen.“

KASSETTL – EINE

BESONDERE TRACHT

Eine speziell im Unterinntal verbreitete Festtracht ist das sogenannte „Kassettl“. In früheren Zeiten kamen junge Frauen aufgrund ihrer Hochzeit in den Besitz dieses edlen Kleidungsstücks, das für sie zum Festgewand wurde und sie ein Leben lang begleitete. Heute leisten sich moderne Frauen ihr Kassettl selbst und lassen es sich von spezialisierten Trachtenschneiderinnen wie Christina Poschinger maßanfertigen. „Das Kassettl oder auch Röcklgwand genannt ist bei uns im Unterland eine der aufwändigsten Trachten. Es zeichnet sich durch seine durchgängig schwarze Farbe von Mieder und Rock und seinen rechteckigen Ausschnitt aus. Meist werden sie aus feinster schwarzer Schurwolle genäht und mit prachtvollen Stickereien in Samt und Seide veredelt.“ Je nach Region werden die Ärmel zum Teil gesmokt, eine sehr aufwändige Handarbeit: „Smoken ist eine Stick-

technik, bei der der Stoff mit Gummifäden gerafft wird, damit er dehnbarer wird. Dabei können beispielsweise auch feine Perlen eingearbeitet werden. Diese Technik wird vor allem bei Schürzen, beim Kassettl auch beim Arm eingesetzt. Beim Paspelieren wiederum werden feine längs gefaltete Stoffstreifen mit einer Schnur aus Stoff oder Rosshaar eingenäht und je nach Design durch Abnäher noch querverlaufende Muster geschaffen. In der Trachtenwelt fungieren diese Paspeln als Stilmittel bei Krägen, Ziernähten zum Betonen des Schnittes.“ Die Kassettlschürze wird aus großblumigem Seidenbrokat genäht – weiß zur Hochzeit, schwarz zur Beerdigung und dazwischen liegt das Leben. „Bei der Schürze sind alle Farben erlaubt, es wird jedoch großer Wert darauf gelegt, dass die Farbe mit der Trägerin harmoniert“, erklärt Poschinger.

FESTGEWAND FÜR GENERATIONEN

Es sind die vielen kleinen Details, die eine Tracht oder ein Dirndl zum ganz persönlichen Festgewand machen. Auch heute noch. Das Heimatgewand hat wieder Einzug gehalten in unseren Garderoben. Das einstige robuste Arbeitsgewand hat im späten 19. Jahrhundert eine Renaissance erfahren, nachdem Bürgertum und Adel traditionelle Elemente mit modischen verbanden und die Tracht salonfähig machten. Besonders bei traditionellen Festen, Hochzeiten oder Volksfesten sowie im Gastgewerbe erfreut sie sich mehr denn je großer Beliebtheit. Ist das edle Stück genäht und die letzte Anprobe erfolgt, tragen die Besitzer*innen ihre Maßanfertigung mit Stolz. Diese Freude von Kund*innen an ihren traditionellen und maßgeschneiderten Kleidungsstücken ist für Christina der größte Ansporn, ihr seltenes Handwerk stetig weiterzuverfolgen.

VON DER MAGIE

Wenn Sandra Zegg an ihrer Töpferscheibe sitzt und ihrer Intuition freien Lauf lässt, dann ist sie vollkommen bei sich. Sie hat in ihrem Leben gefunden, wonach viele Menschen suchen: ihrer wahren Berufung nachzugehen. In ihrem Töpferstudio in Pfunds verwirklicht sie ihre Kreativität und bringt Steinzeug hervor, bei dem man ihre Hingabe in jedem einzelnen handgefertigten Stück spüren kann.

ie selbst bezeichnet ihr Handwerk als „Hobby, das eskalierte“. Denn so richtig zum Töpfern fand Sandra Zegg aus Pfunds erst während der Pandemiezeiten. Ursprünglich wollte sie ihre kreative Ader als Goldschmiedin ausleben, doch diese Jobs waren in der Region rar gesät. Während ihrer Ausbildung an der HTL für Bildhauerei kam sie zwar erstmals mit Keramik in Berührung, doch der Funke wollte noch nicht so recht überspringen: „Die Ausbildung fokussierte sich mehr auf Statuen und Objekte, weniger auf das Töpfern mit der Scheibe“, erzählt die Tonkünstlerin. Während der coronabedingten Lockdowns jedoch keimte etwas in ihr auf. Es war die anfängliche Langeweile, die ihre kreative Ader noch mehr aufblühen ließ, denn schon als Kleinkind war sie stets am Basteln und Werkeln: „Ich musste immer schon etwas mit meinen Händen machen“, erinnert sich die Oberländerin an ihre Kindergarten- und Schulzeiten. Um der Untätigkeit in Pandemiezeiten zu entgehen, hat ihr Lebensgefährte kurzerhand selbst eine Töpferscheibe gebaut

und einen gebrauchten Brennofen aus einer Schule in Oberösterreich erstanden. Seit diesem Zeitpunkt war es um Sandra geschehen und ihre Reise in die Welt des Tons nahm ihren Anfang. „Zum ersten Mal in meinem Leben hatte ich das Gefühl, das Richtige für mich gefunden zu haben. Bis heute habe ich daran keine Sekunde gezweifelt“, sagt die Handwerkerin.

Stunde um Stunde verbrachte sie an der Töpferscheibe, vertiefte ihre Kenntnisse, übte und probierte alles Mögliche und Unmögliche aus. „Experimentieren ist meine Leidenschaft. Ich habe so viele Ideen in mir, die ich umsetzen möchte.“ Nur wenige Monate später fanden ihre Töpferwaren beim DreiLänder-Markt reißenden Absatz, eine Bestätigung für Sandra, dass sie mit dem Töpfern auf dem richtigen Weg war und immer noch ist. Ihre Leidenschaft teilt sie regelmäßig auf Instagram (@ steinzeug.keramik), wo sie Einblicke in ihre tägliche Arbeit und wertvolle Tipps für Hobbytöpfer*innen gibt. Dabei ist es ihr eine Herzensangelegenheit, mehr Menschen zu einer Tätigkeit zu inspirieren, die aus ihrer Sicht mehr Ausgleich und Balance ins Leben bringt: „In unserem hektischen Alltag sehnen sich viele nach einer Auszeit. Unser Gehirn wird jedoch kreativer, wenn wir etwas tun, wenn wir mit unseren Händen

DER GEDULD

arbeiten und Dinge ausprobieren. So kommt der Kopf automatisch in den Spielmodus, nicht perfekt, nicht geplant, sondern einfach pure Kreativität, die einen zentriert und in die eigene Mitte bringt.“

GEFÜHL UND FINGERFERTIGKEIT

Wenn sie mit dem Fußpedal die Töpferscheibe in Schwung bringt und mit ihren geschickten Händen aus einem Klumpen Ton Tassen, Schüsseln oder Vasen formt, ist Sandra Zegg zu hundert Prozent bei sich. So wie der Ton immer exakt in der Mitte der Scheibe platziert sein muss – damit die Gefäße nicht eiern –, so zentriert ist sie selbst, wenn der Ton durch ihre nassen Finger gleitet und schon durch kleinste Handbewegungen faszinierende Formgebungen entstehen. Je nach Tonstück kommen neben ihren feinfühligen und geschickten Händen auch Schwämmchen, Modellierhölzer oder Drehschienen zum Einsatz.

Während das Formen an der Töpferscheibe für Geübte in wenigen Minuten vollendet ist, braucht es für die Weiterverarbeitung Zeit. Denn die wohlgeformten Unikate müssen erst mal zum Trocknen für einen Tag ins Regal. Sobald sie „lederhart“ sind, werden sie beim sogenannten Abdrehen weiterverarbeitet. Dabei wird ihnen mit feinen Werkzeugen der Feinschliff verpasst. In diesem Zustand kommt auch Sandras malerisches Talent zum Einsatz: mit feinen Pinseln trägt sie geschickt die Farbmuster auf, im Fachjargon Engobe genannt. Dabei handelt es sich um eine farbige, flüssige Tonmineralmasse, die zum Dekorieren, Färben und Beschichten von Keramik verwendet wird. Im Anschluss heißt es für die Stücke ab in den Ofen für den ersten Schrühbrand. Bei diesem ersten Brand wird

„OBWOHL ES SIMPEL WIRKT, IST DAS TÖPFERN

EINE KOMPLEXE THEMATIK MIT ALLEN VIER ELEMENTEN: DIE ERDE ALS TON, DAS WASSER ZUM

BEARBEITEN, DAS FEUER ZUM BRENNEN UND DIE LUFT ZUM TROCKNEN.“

Sandra Zegg

der Brennofen langsam auf rund 950 Grad erhitzt, damit keine Spannungen an den Tonstücken entstehen. Nach dem Abkühlen und Glasieren erfolgt der zweite, mit über 1.200 Grad um einiges höher temperierte Glasurbrand. Kommt auf den edlen Stücken von Sandra noch die Farbe Gold ins Spiel, wandern die Steinzeuge ein drittes Mal in den Ofen.

GEDULDSSPIEL

Es ist Geduld gefragt, bis aus einem Klumpen Ton gebrauchsfertige Töpferwaren entstehen. Inklusive aller Bearbeitungsschritte sowie Trocken-, Brand- und Abkühlzeiten dauert es zwei bis drei Wochen, bis Sandra ihre Kreationen an ihre Kund*innen weitergeben kann. „Mich lehrt das Töpfern Geduld. Und es ist eine magische Erfahrung, mit einem lebendigen Material kreativ zu arbeiten. Obwohl es simpel wirkt, ist das Töpfern eine komplexe Thematik mit allen vier Elementen: Die Erde als Ton, das Wasser zum Bearbeiten, das Feuer zum Brennen und die Luft zum Trocknen.“ Nur wenn alles perfekt aufeinander abgestimmt ist, entstehen Gefäße, die nicht nur optisch einzigartig, sondern dank Glasurbrand auch frostsicher, geschirrspülertauglich und dicht sind. Insbesondere bei

Glasuren machen bereits geringe Temperaturunterschiede oder Brennzeitvarianten einen markanten Unterschied. „Dieses Experimentieren und Kreieren neuer Sachen ist meine absolute Leidenschaft“, sagt Sandra. Deshalb befindet sich auch bei Serienproduktionen stets ein neues Versuchsobjekt mit im Brennofen. Ihr kreatives Ausprobieren möchte sie auch in Zukunft auf jeden Fall beibehalten. „Genau das macht das Töpfern für mich so spannend und bringt mich dazu, an jeder neuen Herausforderung zu wachsen und immer wieder neue Ziele zu erreichen.“

Diese Liebe zu ihrem Handwerk ist in jedem einzelnen Produkt spürbar. Vielleicht ist es diese Magie, die Sandra beim Töpfern empfindet, die sich auf all ihre liebevoll hergestellten Produkte überträgt.

Diese Magie möchte sie auch in ihren Töpferkursen vermitteln. Dabei zentrieren die Teilnehmer*innen nach einer kurzen Demonstration den Ton selbst und dürfen diese magische Erfahrung machen, den Ton mit ihren eigenen Händen zu bearbeiten und zu formen. „Man gewinnt etwas Einzigartiges im Leben, wenn man selbst etwas schaffen kann, nämlich Freude und Erfüllung“, ist die leidenschaftliche Töpferin überzeugt.

STIMMUNGS MACHER

DIE

IN DER HAND

Alexander Schreiner hat sich in seinem Geschäft Le Temps in der Haller Altstadt sehr bewusst auf Vintageuhren spezialisiert. Ein Gespräch über Patina, Geduld und die Kunst, den wahren Wert einer Uhr zu erkennen. Und warum Understatement oft lauter spricht als Gold und Brillanten.

unterschätzte Marken und darüber, warum man manche Uhren lieber behält, auch wenn man mit ihnen gutes Geld verdienen könnte.

er Alexander Schreiner zuhört, merkt schnell: Hier redet jemand, der seit Jahrzehnten mit Uhren lebt. Jemand, der weiß, wie sich eine Uhr anfühlen muss, und der ihren Wert erkennt, bevor man ihren Preis beziffern kann. Schreiner handelt mit Vintage-Luxusuhren, selten, oft einzigartig, immer mit Geschichte. Seit bald 45 Jahren begleitet ihn die Faszination für Zeitmesser, zunächst als leidenschaftliches Hobby, später als Beruf. In seinem Geschäft Le Temps (franz.: die Zeit) geht es nicht um schnelle Trends oder laute Statussymbole, sondern um Zustand, Originalität, Seltenheit und Vollständigkeit. Und um richtig viel Erfahrung. Es geht um Uhren, die Patina tragen dürfen, und einen Markt, der sich bewegt wie die Mode, aber langfristig von Haltung lebt. Im Interview spricht Alexander Schreiner über Luxus, Fälschungen, Kindheitserinnerungen,

ECO.NOVA: Sie haben sich auf den Verkauf von Luxusuhren spezialisiert, insbesondere auf Vintagemodelle. Was bedeutet Vintage in diesem Fall? ALEXANDER SCHREINER: Vintage heißt für mich in erster Linie Uhren aus der Zeit von etwa 1950 bis 1990. Also keine neuen Uhren, sondern Stücke mit Geschichte, mit einem gewissen Leben. Ich verkaufe zwar auch neue Modelle, doch mein Herz schlägt ganz klar für Vintageuhren und hier vor allem für besondere Stücke, von denen es nur wenige gibt. Ausschlaggebend sind dabei immer mehrere Faktoren: der Zustand, die Seltenheit und vor allem die Komplettheit, dass also zur Uhr idealerweise alles dazugehört, was sie ursprünglich hatte, wie die originale Schachtel, Zertifikate, alte Preisschilder und Beschreibungen sowie die originale Kaufrechnung von damals. Das ist heute extrem selten, weil die Menschen früher gar nicht daran gedacht haben, dass diese Dinge einmal wichtig sein könnten.

Schachteln wurden weggeworfen, Papiere gingen verloren. Für heutige Sammler ist genau das aber entscheidend, weil es die Geschichte der Uhr nachvollziehbar macht.

Inwiefern schlägt sich das im Wert nieder? Ganz konkret: Eine alte Rolex Daytona kann ohne Papiere vielleicht 60.000 Euro wert sein, mit Originalpapieren liegt dieselbe Uhr plötzlich bei 80.000 oder 90.000 Euro. Das Stück Papier ist in dem Fall sehr viel Geld wert.

Sie beschäftigen sich seit fast 45 Jahren mit Uhren. Wie beginnt eine solche Leidenschaft? Sehr früh. Ich war zehn Jahre alt und meine Oma lag damals im Krankenhaus. Neben ihr lag ein alter Mann, der eine Taschenuhr am Bettbügel hängen hatte. Diese Uhr hat mich völlig fasziniert. Ich weiß noch genau, wie ich davorstand und sie mir immer wieder angeschaut habe. Ich wollte unbedingt so eine Uhr haben. Internet gab es ja noch keines, also hat mein Opa gesagt: Wir finden eine. Da hat meine Liebe angefangen und ich habe begonnen, mit meinem

„MAN TRÄGT BEI EINER PATEK PHILIPPE NICHT NUR EIN HOCHPRÄZISES UHRWERK AM HANDGELENK, SONDERN EIN STÜCK GELEBTE GESCHICHTE. GENAU DAS MACHT DEN UNTERSCHIED.“
„VIELE UHREN WERDEN HEUTE NEU AUFGELEGT, ABER DIE ALTEN MODELLE HABEN EINFACH MEHR: MEHR

CHARME, MEHR PATINA, MEHR AUTHENTIZITÄT.“

kleinen Ersparten auf Trödelmärkte zu gehen. Manche von den Uhren, die ich damals gekauft habe, besitze ich heute noch. Meine erste etwas teurere Uhr habe ich schließlich mit 13 oder 14 gekauft, eine Omega. Meine Oma hat mir die Hälfte dazugegeben, das war etwa 1983. Die Uhr war neu, stammte jedoch aus den 1970er-Jahren und war ein Ladenhüter, die kein Mensch haben wollte. Mir hat sie gefallen, vor allem, weil sie einen Weckmechanismus hatte. Das fand ich unglaublich interessant. Damals hat die Uhr rund 3.000 Schilling gekostet. Ich trug die Uhr viele Jahre lang und hab sie schließlich verkauft. Vor einem Jahr hab ich genau diese Uhr wieder zurückgekauft – um 3.000 Euro. Diese Uhren, die früher keiner wollte, die als Ladenhüter galten, sind heute gefragte Sammlerstücke. Das zeigt sehr schön, wie sich Geschmack und Markt über Jahrzehnte verändern.

Wann wurde aus dem Hobby schließlich ein Beruf? Geschäftlich mache ich das seit 2010. Davor war es immer ein Hobby, wenn auch ein sehr intensives. Dann bin ich unerwartet zu mehr Geld gekommen, habe mir teurere Uhren gekauft und bin bei einem Händler, bei dem ich selbst ein guter Kunde war, mit 50 Prozent eingestiegen. Wir haben das Geschäft in Innsbruck gemeinsam geführt und später gut verkauft. Mir hat das Arbeiten mit den Uhren allerdings so sehr gefehlt, dass ich mich mit einem eigenen Geschäft selbstständig gemacht habe.

Was sehen Sie heute als die größte Herausforderung in Ihrem Geschäft? Ganz klar: Fälschungen zu erkennen. Und damit meine ich nicht komplett gefälschte Uhren, sondern einzelne Teile. Vor allem Zifferblätter spielen hier eine riesige Rolle. Eine Uhr kann an sich echt sein, aber ein extrem seltenes Zifferblatt wird nachgemacht und eingesetzt. Dadurch vervielfacht sich der Wert der Uhr – zumindest auf den ersten Blick. Genau das ist die große Gefahr, denn die Fälschungen sind mittlerweile extrem professionell, vor allem aus Asien. Diese Teile sind perfekt gemacht und kommen oft über Italien nach Europa. Das zu erkennen braucht sehr viel Erfahrung, Wissen und ein geschultes Au-

LE TEMPS

Die Leidenschaft für Uhren begleitet Alexander Schreiner seit früher Kindheit. 2010 wurde aus dieser Leidenschaft sein Business, seit 2023 führt er sein eigenes Geschäft Le Temps in der Haller Rosengasse. Hier finden Liebhaber schöner und edler Zeitmesser Uhren der Luxusklasse unter anderem von Patek Philippe, IWC, Breguet, Rolex, Omega oder Cartier. Dabei handelt es sich vorwiegend um Uhren aus der Zeit von 1950 bis 1990, von denen nur wenige produziert wurden, oder um so genannte Full Sets, bei denen Uhren samt originaler Auslieferungsbox und dazugehörigen Dokumenten angeboten werden. Ein breites Netzwerk und gute Kontakte ermöglichen es ihm, für seine Kund*innen begehrte und am Markt schwer erhältliche Uhren aufzutreiben, für die Alexander Schreiner oft Reisen von bis zu 1.000 Kilometern in Kauf nimmt, um die jeweilige Uhr vor Ort zu begutachten. Das gesamte derzeitige Uhrensortiment ist auf der Homepage zu sehen. www.letemps.watch

ge. In Tirol gibt es nur sehr wenige, die sich wirklich darauf spezialisiert haben. Das ist sicher einer meiner größten Vorteile.

Der Uhrenmarkt hat in den letzten Jahren einige Ausschläge erlebt. Wie haben Sie diese Phase wahrgenommen? Es gab eine Zeit, in der plötzlich fast jeder mit Uhren gehandelt hat: Autohändler, Goldhändler, Quereinsteiger. Vor allem mit Rolex. Die Preise sind explodiert. Ich habe da bewusst nicht mitgemacht, weil ich mich auf Vintage konzentriere und neue Uhren nur sehr selektiv kaufe. Der Markt ist zwischenzeitlich eingebrochen und viele sitzen jetzt auf Lagerbeständen, die sie nicht mehr zu den Preisen verkaufen können, mit denen sie gerechnet haben.

Sind Luxusuhren trotzdem ein stabiles Investment? Grundsätzlich ja. Eine Rolex fällt quasi nie unter den Listenpreis, aber viele Erwartungen waren einfach überzogen. Es ist wie bei Aktien: Es geht schnell nach oben und genauso schnell wieder nach unten. Langfristig zählen Wissen, Geduld und Qualität.

Wie kommen Sie heute zu Ihren Uhren? Über verschiedene Wege: Kund*innen, die zu mir ins Geschäft kommen und wissen, dass ich ankaufe, über meinen Bekanntenkreis, ein Netzwerk aus Händlern, mit denen ich seit vielen Jahren arbeite, und auch aus Erbmassen. Jede Uhr hat ihren eigenen Weg zu mir.

Werden Sie auch von Kund*innen beauftragt, gezielt nach bestimmten Modellen zu suchen? Ja, auch und in meinem breiten Netzwerk versuche ich, diese Uhr aufzutreiben. Das ist nicht immer einfach. Das Internet hilft zwar dabei, aber man muss extrem vorsichtig sein, vor allem bei Uhren aus dem Ausland. Plattformen mit Treuhandkonten geben Sicherheit, verlangen jedoch teils hohe Provisionen. Direkt über ein Geschäft geht es persönlicher und in der Regel auch günstiger.

Was fasziniert Sie persönlich mehr an einer Uhr: die Technik oder deren Ge-

schichte? Beides gehört für mich untrennbar zusammen. Die Technik ist die Grundlage, ohne sie gäbe es diese Uhren nicht. Doch was eine Uhr wirklich groß macht, ist die Geschichte dahinter. Wie eine Marke entstanden ist, wer dahinterstand, welche Ideen und welche Menschen sie geprägt haben. Das beeinflusst den Wert mindestens genauso stark wie ein kompliziertes Werk. Für mich ist Patek Philippe dafür ein wunderbares Beispiel. Das ist in der Uhrenwelt das Höchste, vergleichbar mit einem Rolls-Royce beim Auto. Nicht nur wegen der Qualität der Uhren, sondern wegen der gesamten Geschichte, in der zwei völlig unterschiedliche Persönlichkeiten zusammengekommen sind: der polnische Uhrmacher und Geschäftsmann Antoine de Patek und der geniale französische Uhrmacher Adrien Philippe. Philippe war ein hochintelligenter Tüftler, der entscheidende Dinge erfunden hat, etwa den Kronenaufzug für Taschenuhren. Patek wiederum hatte das Gespür, daraus eine internationale Marke zu machen. Diese Kombination aus technischer Innovation und klugem Markenaufbau hat Patek Philippe zu dem gemacht, was es heute ist. Es gibt viele Marken, die technisch genauso gut oder teilweise sogar besser waren und sind, doch sie haben es nie geschafft, diesen Namen so aufzubauen. Und genau das spürt man bei den Uhren bis heute. Man trägt nicht nur ein Stück Technik am Handgelenk, sondern ein Stück Geschichte. Und das macht für mich den eigentlichen Reiz aus. Dazu kommt, dass Patek Philippe keinem Konzern gehört, sondern sich seit 1932 im Besitz der Familie Stern befindet.

Gibt es Marken, die Sie für unterschätzt halten? Ja, Girard-Perregaux zum Beispiel. Unglaublich viele Patente, hochkomplexe Uhren, technisch auf höchstem Niveau. Die Marke hat aber nie die Aufmerksamkeit bekommen, die sie verdient hätte. Für Sammler ist das hochinteressant.

Und Ihre persönliche Traumuhr? Ganz klar die Patek Philippe Nautilus. Wahrscheinlich geht es da vielen so, aber für mich vereint sie alles, was eine große Uhr ausmacht. Sie ist aus mehreren Gründen außergewöhnlich. Zum einen war sie 1976, als sie auf den Markt kam, die teuerste Stahluhr der Welt. Das allein war damals schon fast provokant, weil Luxusuhren bis dahin fast ausschließlich aus Gold oder Platin bestanden. Stahl galt schlicht nicht als angemessen für eine Uhr in dieser Preisklasse. Dazu kam das Design. Die Nautilus war anfangs alles andere als beliebt. Sie

war kantig, sportlich, völlig anders als das, was man von Patek Philippe kannte. Ihr Gehäuse erinnert an ein Bullauge, daher auch der Name. Entworfen wurde sie von Gérald Genta, einem der genialsten Uhrendesigner überhaupt. Interessanterweise sind genau die Uhren, die er für andere Marken wie IWC oder Audemars Piguet entworfen hat, heute absolute Ikonen, während seine eigene Marke nie dieselbe Strahlkraft erreicht hat. Was mich an der Nautilus besonders fasziniert, ist dieser Wandel: von einer Uhr, die viele nicht verstanden haben, hin zu einer der begehrtesten und bekanntesten Luxusuhren der Welt. Ein gutes Uhrengeschäft sollte immer eine Nautilus im Sortiment haben.

Schmerzt es Sie manchmal, ein schönes Stück Uhrmacherkunst hergeben zu müssen? Ja, schon. Das ist tatsächlich eines der größten Probleme in meinem Beruf. Es gibt Stücke, in die verliebt man sich so sehr, dass man sie kaum hergeben mag. Manche bepreise ich bewusst so hoch, dass sie niemand kauft. Und wenn doch, dann ist es in Ordnung, aber es tut weh.

Schauen Sie darauf, ob und welche Uhr Ihr Gegenüber trägt? Und sagt die Wahl der Uhr auch etwas über den Träger aus? Sehr viel, finde ich. Eine Uhr ist oft ehrlicher als viele andere Statussymbole. Es gibt Menschen, die viel Geld haben und sich eine Uhr kaufen, um genau das zu zeigen. Da geht es weniger um Liebe zur Uhr, sondern darum, dass sie auffällt, dass sie teuer wirkt. Viel Gold, viele Brillanten, möglichst präsent. Auch das ist legitim und erzählt eine bestimmte Geschichte. Auf der anderen Seite gibt es

Menschen, die sich sehr bewusst für Understatement entscheiden. Uhren, die auf den ersten Blick schlicht wirken, fast unscheinbar sind, aber in Wahrheit extrem wertvoll. Eine Patek Philippe Calatrava ist dafür ein gutes Beispiel: optisch zurückhaltend, keine Effekte, keine Show, jedoch von enormem Wert. Diese Uhren kauft man nicht für andere, sondern für sich selbst. Das ist etwas höchst Persönliches. Ich merke das oft, wenn ich Menschen begegne. Ich orientiere mich weniger daran, mit welchem Auto jemand vorfährt. Ein Auto kann man leasen oder sich kurzfristig leihen, das sagt wenig aus. Ich schaue eher auf Kleidung und auf die Uhr. Daran erkennt man meist, ob jemand Stil hat und sich wirklich mit Dingen beschäftigt oder nur nach außen wirken will. Eine Rolex Submariner etwa ist zweifellos eine schöne Uhr, doch die trägt in bestimmten Kreisen halt einfach jeder. Wenn jemand hingegen mit einer alten Ingenieur von IWC oder einer Audemars Piguet daherkommt, zeugt das von einer bestimmten Haltung.

Gibt es Uhrensammler, die Uhren als reines Investment sehen und dem Thema komplett emotionslos begegnen? Die gibt es tatsächlich, ja. Das ist ein wenig wie mit Kunst. Menschen kaufen Bilder ohne jedweden Bezug dazu und betrachten sie als Teil ihres Portfolios.

Also die Uhren liegen im Safe und die Zeit liest man am Smartphone ab? So ähnlich. Mein Zugang ist das allerdings nicht. Ich habe immer nur gekauft, was mir gefallen hat, nie nur als bloßes Investment, und ich bin damit immer gut gefahren.

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ITALIANITÁ

Diese Kreation aus der Mezzaluna-Kollektion von Al Coro vereint klassische Eleganz mit italienischer Lebensfreude. Gefertigt aus hochwertigem 750er-Gold und besetzt mit insgesamt 40 funkelnden Brillanten (zus. ca. 0,80 ct, W-si), besticht der Ohrring durch seine feminine Silhouette und das charaktervolle Design. Gesehen bei Juwelier Dallinger in Innsbruck.

„Stil zu haben, ist die vornehmste Art, stur zu sein.“

ERHARD BLANCK, SCHRIFTSTELLER

ALARM!

Das Label Ecoalf wurde im Jahr 2009 von Javier Goyeneche mit dem Ziel gegründet, der übermäßigen Ressourcennutzung und Abfallproduktion der Modeindustrie entgegenzuwirken. Das gefällt uns – ebenso wie die Jacke „Darwin“, mit der man auch im Regen nicht verloren geht. 189,90 Euro. www.ecoalf.com

EASY PEASY

Take it easy: Unser Motto der Ausgabe. Der Pullover von Miss Goodlife erinnert uns immer daran. Gesehen um 119,95 Euro im APFIs, wo wir sowieso immer gleich gute Laune kriegen

KUNTERBUNT

Junghans startet energiegeladen ins neue Jahr – mit drei neuen, limitierten Modellen der 1972 Chronoscope Sports Edition nämlich. Neben der grasgrünen Variante gibt es das Modell in leuchtendem Orange und fröhlichem Türkis. 890 Euro. Junghans Juwelieren Witzmann und Hampl.

DÄNENCHIC

Die Dänen können Design. Immer und überall. Das Label co’couture ist kürzlich im APFIs in Wattens eingezogen. Ballonhose und Oberteil um je 109 Euro.

CHARM - ANT

Bag-Charms machen aus jeder Handtasche einen ganz persönlichen Begleiter. Im Büro im Laden von Katrin Stiller in Hall haben wir diese Exemplare von Bon Ton Toys entdeckt. Snoopy und Woodstock um je 28,50 Euro, es gibt auch Keychains mit den zauberhaften Häschen von Miffy sowie Smileys in verschiedenen Farben.

TRAGBARE MEISTERWERKE

Immer wieder tut sich Swatch für seine Kollektionen mit unterschiedlichen Partner*innen zusammen. Das nächste Kapitel der Swatch-Art-Journey schlägt die Swatch-X-Guggenheim-Kollektion auf. Entstanden sind die Uhren – inspiriert von den Werken der legendären Künstler Edgar Degas, Paul Klee, Claude Monet und Jackson Pollock – in Kooperation mit dem Guggenheim New York und der Peggy Guggenheim Collection in Venedig. 100 bis 120 Euro.

WILLKOMMEN IM CLUB

Weil es manchmal einfach Farbe sein muss. Und weil dieser angesagte Korallenton so schön auffällt und Spaß macht. Die Club Campus von Nomos ist jung, frei und unkompliziert und kommt mit robustem und doch nur 8,2 Millimeter hohem Edelstahlgehäuse daher. Gesehen bei Juwelier Dallinger in der Innsbrucker Maria-Theresien-Straße.

MAXIMAL FLEXIBEL

Gefertigt aus 750er-Roségold (18 kt) zeigt das Armband von Fope die charakteristische Flex’it-Technologie: komplett aus Gold, ohne Verschluss, elastisch und geschmeidig. Gesehen bei Juwelier Dallinger in Innsbruck.

LEBENSLUST

Sofie Schnoor hat das Zeug, zu unserem neuen Lieblingslabel zu werden, weil’s dem Leben mit einem herrlich entspannten Augenzwinkern begegnet und dazu einlädt, alles mal einfach ein bisschen lockerer zu nehmen. Eine schöne Auswahl gibt’s im APFIs in Wattens, das Streifenhemd ist definitiv einer unserer Favoriten. 134,95 Euro.

GLÜCK ZUM MITNEHMEN

Der gesteppte Shopper von Miss Goodlife ist der perfekte Alltagsbuddy und zeigt gleich, wo’s langgeht: direkt Richtung Glück nämlich. Um 89,98 Euro erhältlich im APFIs.

einfach immer und jedem. Er trägt „Thomas“, sie „Emma“. Um je 240 Euro erhältlich im Sehenswert in Wattens.

FLAUSCHI

Weil man in Tirol nie genau weiß, wie lang der Winter wirklich dauert und ob er nicht doch nochmal wiederkommt, sollte man die warmen Jacken nicht frühzeitig im Schrank verstauen. Die Unisex-Teddyjacke haben wir aus dem Tirol Shop.

COOL

Einstoffen steht für superlässige, handgemachte Brillen, die mit lockerer Coolness daherkommen, ohne gewollt zu wirken. Die Sonnenbrillen sind meist aus Acetat, so auch das Modell Ærun, das wir um 379 Euro im Sehenswert in Wattens gesehen haben.

ARCHITEKTUR ZUM UMHÄNGEN

Ob Fashion Week oder Concept Store –ZILLA-Bags gehören mittlerweile zu begehrten Accessoires im internationalen Designkosmos. Was viele nicht wissen: Hinter den architektonischen Shapes und markanten Materialien steckt die Südtirolerin Sylvia Pichler – Architektin und Meisterin der Materialtransformation. Sie interpretiert Industriewerkstoffe, Aluminium oder Metallicfolien zu federleichten It-Bags neu, die komplett in Norditalien gefertigt werden. www.zilla.it

GUT BESOCKT

Socken sind eine der meistunterschätzten Kleidungsstücke, finden wir. Dabei halten sie nicht nur die Füßchen warm, sondern machen ein Outfit erst so richtig rund. Wir tragen aktuell gern die Icon-Socken von Ooley. Die werden aus bester BioBaumwolle in italienischen Familienbetrieben gefertigt. Gekauft um 19,50 Euro pro Paar im Büro im Laden in Hall.

MODISCH UNTERWEGS

Wer chic angezogen ist, soll auch chic reisen. Die Koffer von Samsonite sind immer ein guter Tipp. Kürzlich kam die neue NexisKollektion auf den Markt: robust, widerstandsfähig und in lässigen Farben, damit man die Dinger auch am Kofferband flugs findet. Ab 440 Euro. Einen Shop gibt’s in den Innsbrucker RathausGalerien.

STIMMUNGSMACHER

Der Schmuck von LULU sorgt sofort für gute Stimmung. Ringe gibt’s ab 29,95 Euro im APFIs, die passenden Armreifen liegen gleich nebenan.

Tanja Schaffenrath

Unser Angebot auf einen Blick:

Kompetente, individuelle Beratung

Sehstärkenbestimmung

Kontaktlinsenanpassung

Topaktuelle Brillenmode

Eigene Werkstatt

STIL IST NIEMALS VERGÄNGLICH

Bei Casazza findet sich Mode für Individualisten, die keinen Stempel aufdrückt, sondern jeden sein lässt, wie er ist. Kleidung und Accessoires spannender Labels werden ergänzt durch Konfektionen, die exklusiv für Casazza in Österreich produziert werden. Klasse statt Masse – für den optimalen Look und Wohlfühloutfits für jeden Charakter.

„Man kann ruhig ein bisschen verrückt sein. Aber es muss Stil haben.“

DER BESTE LOOK

Mode ist, was uns inspiriert, Stil, was uns ausmacht. Der individuelle Style ist wie ein Fingerabdruck, einzigartig und authentisch. Er entsteht aus Persönlichkeit, Mut und Experimentierfreude. Wir bei Casazza helfen Ihnen, Ihren eigenen Stil zu finden.

Casazza Damenmode | Pfarrgasse 1/2 | 6020 Innsbruck Tel.-Nr.: +43 (0) 512 554313 | Mobil: +43 (0) 664 5312622 info@casazza-damenmode.at | www.casazza-damenmode.at

GLOW WITH THE FLOW

SANFTE TEXTUREN, FRISCHE DÜFTE, KLEINE RITUALE. FÜR MOMENTE, IN DENEN ALLES LEICHT WIRD UND EINE HAUT, DIE LÄCHELT.

ALPEN - MAGIE

In die Produkte von Alpinulin von Eva Giesswein darf nur das Beste von den Bergen und der Natur. Heraus kommt eine Skincare, die pflegt, regeneriert und einfach rundum toll ist. Wir mögen auch die unaufgeregte Aufmachung sehr. Unser Favorit: Die leichte 24-StundenCreme „Alpine Air“ mit Hyaluronsäure, Edelweiß- und Alpenrosenextrakt, Squalan und Sheabutter. Um 59 Euro unter www.alpinulin.com

LATSCHEN - KRAFT

Die Sarner Latsche gilt seit Jahrhunderten als alpiner Bergsegen und wirkt schützend und belebend. In nachhaltiger Waldwirtschaft geerntet und schonend destilliert, entsteht aus 250 Kilo Latschenreisig ein Liter naturreines Öl, das die Macher des Südtiroler Naturkosmetiklabels Trehs in ihrer Pflegelinie verarbeiten. Alpine Urkraft trifft auf moderne Wissenschaft. Das Refreshing Leg Gel sorgt mit Latschenkiefer und Menthol für leichte Beine. 36,90 Euro unter www.trehs.com

AKTIVIEREND

Die Active Glow ILLUMIntense Cream von QMS Medicosmetics fördert die natürliche Strahlkraft der Haut, spendet langanhaltende Feuchtigkeit und stärkt die Hautschutzbarriere. Um 86 Euro eingepackt im Kosmetikinstitut Aurora in Innsbruck, wo wir unser Gesicht immer wieder gern verwöhnen lassen.

FRÜHJAHRSPUTZ

Das Berliner Label teethlovers hat mit seinem Bio-Zahnpulver eine natürliche, sanfte und nachhaltige Lösung für den Frühjahrsputz im Mund auf den Markt gebracht. Das Zahnpulver ist frei von Fluorid, Mikroplastik und künstlichen Zusätzen und eignet sich auch für Kids. Das Probierset gibt’s um rund 20 Euro, für danach sind Refills erhältlich. www.teethlovers.de

MAKE- UP - BERATUNG

Man sagt, wahre Schönheit kommt von innen, und das stimmt natürlich. Aber manchmal hilft es dem Wohlbefinden ganz ordentlich, wenn man sich auch gern im Spiegel anschaut. Sich schön zu fühlen, kann also auch der Seele richtig guttun. Make-up ist nicht nur Farbe im Gesicht, sondern manchmal auch ein kleiner Boost fürs Selbstgefühl. Und den darf und soll man sich ruhig gönnen. Gutes Make-up ist dabei wie Kunst. Und ab und an braucht man einen Profi als Muse. Expert*innen zeigen einem, welche Farben wirklich zu einem passen, und Tricks, wie man rundum gepflegt aussieht, ohne dass es aufgesetzt wirkt. Wir empfehlen dazu die professionelle Make-up-Beratung im Kosmetikinstitut Aurora in Innsbruck. Nach einer individuellen Typberatung vom Make-upProfi greifen Sie künftig immer zu den richtigen Produkten. Dazu gibt’s eine ausführliche Schminkanleitung und man darf sich sein persönliches Wunschprodukt aussuchen. 60 Minuten um 99 Euro, die sich wirklich lohnen. Infos unter www.kosmetik-aurora.at

FAMILIENZUWACHS

Die Super-Milk-Kollektion von Lush hat Zuwachs bekommen. Ab sofort stehen dem Conditioning Hair Primer auch ein Protein-Shampoo und ein Protein-Conditioner zur Seite. Drin ist unter anderem proteinreicher Tofu. 100 ml je 15 Euro.

BON VOYAGE

Wie süß ist das denn bitte?! Lush hat sich mit Paddington zusammengetan und wir sind schockverliebt. BärenBadebombe um 8 Euro, Marmeladen-SandwichSchaumbad um 12 Euro. Es gibt noch einige weitere Stücke im Sortiment, die man zum Verschenken am besten in die zauberhafte KofferGeschenkbox packt.

GLATT GERUBBELT

So wie das Gesicht freut sich der gesamte Körper darüber, wenn er mittels Peeling zwischendurch von abgestorbenen Hautschüppchen befreit wird. Wir rubbeln uns am liebsten mit dem Redemption Body Scrub aus fein gemahlenem Bimsstein, Bambus und aromatischem Piniennadel-Öl von Aesop ab. Um 39 Euro gesehen im Resort in Innsbruck.

STRAHLEND

Wer nach außen strahlen will, muss das auch von innen tun. Die Gesundheitsexperten von Corthea haben eigene Nahrungsergänzungsmittel für quasi alle Lebenslagen entwickelt. Mit dabei ist Glow, das gezielte Unterstützung für die Haut, den Zellschutz, das Haarwachstum und tägliche Wohlbefinden bietet. Erhältlich im lässig-eleganten Shop im Innsbrucker Palais Trapp oder online unter www.corthea.com 120 g um 39,90 Euro.

„Wenn es drinnen nicht stimmt, nützt die teuerste Creme nichts.“

ACHTUNG SONNE!

Auch wenn noch nicht Sommer ist, die Sonne ist trotzdem schon da. Und Sonnenschutz ist quasi ohnehin immer ein Muss. Unser Tipp: Das UV Glow Fluid von Weleda verbindet tägliche Pflege mit LSF 30 und Glow-Finish. 30 ml um 12,95 Euro. Da macht auch die Aufmachung gute Laune. Weleda gib’s unter anderem in ausgewählten Apotheken und Reformhäusern.

IMMER DER NASE NACH

Das Eau de Parfum Miss_U von Laboratorio Olfattivo riecht sinnlich-orientalisch nach Bergamotte, warmen Hölzern und Vanille. Gesehen im Kosmetikinstitut Aurora in Innsbruck. 100 ml um 110 Euro.

OLIVENKOSMETIK

Die Fattoria La Vialla kennen viele durch ihre wunderbaren toskanischen Lebensmittel. Die Bande, wie sich das Team selbst bezeichnet, kann aber auch Kosmetik. In der Linie OliPhenolia steckt unter anderem die ganze Kraft biologisch-biodynamischer Oliven. Das gefällt Gesicht, Körper und Haar gleichermaßen. Das Intensivserum ist einer unserer Lieblinge, feuchtigkeitsspendend, faltenreduzierend und regenerierend. 20-ml-Fläschchen um 27,60 Euro. Katalog bestellen unter www.lavialla.com

GUTE NACHT

Das Advanced Night Cleansing Gelée von Estée Lauder ist ein sanfter, unkomplizierter Gesichtsreiniger, der die Haut über Nacht regeneriert und fit für den nächsten Tag macht. Das Gel verwandelt sich mit Wasser in einen flauschigweichen Schaum, der gründlich reinigt. 100 ml um 48 Euro erhältlich in der Parfümerie Weigand in Innsbruck.

REVITALISIEREND

Das Sal&Saffron-Gesichtspeeling von Spa Ceylon entfernt sanft abgestorbene Hautzellen und glättet die Haut sichtbar. Feine pflanzliche Peelingpartikel reinigen gründlich, während Sal-Butter, Safran und Aloe vera die Haut beruhigen und regenerieren. 100 g um 27,99 Euro unter www.spa-ceylon.at

SOFORTHILFE

Der Vitamin-C-Shot von Dr. Hauck versorgt die Haut sofort mit Feuchtigkeit und sorgt für einen klaren Teint. Vitamin C reduziert Altersflecken, macht die Haut gleichmäßiger und stimuliert die Kollagensynthese. 50 ml um 98,90 Euro gesehen in Murat Coskuns Kosmetikinstitut Aurora in Innsbruck.

FRISCHEKICK

Ganzheitliche Pflege von innen: Das Beauty Kollagen von wellbe nutzt die RejuvaFormel für höchste Bioverfügbarkeit. Mit Peptan®-Kollagen, Hyaluron, Biotin und Zink werden Haut, Haare und Nägel spürbar regeneriert. Bestellen unter www.trywellbe.de

PUNKTLANDUNG

Die Düfte von Comme des Garcons überzeugen uns eigentlich immer. Bei „Dots“ gefällt uns nicht nur der sanfte Duft der Osmanthusblüte, sondern auch die Optik. Erschnuppert um 130 Euro im Resort in Innsbruck.

Wohnen als Lebensgefühl

WOHNEN IST WEIT MEHR ALS EIN DACH ÜBER DEM KOPF.

ES IST EIN ZUSTAND, EIN GEFÜHL, EIN SPIEGEL UNSERER LEBENSENTWÜRFE.

TEXT: MARINA BERNARDI

HÄUSER DES JAHRES

Claire Beerman, Eva Maria Herrmann, Callwey Verlag, 320 Seiten, EUR 61,70

Der Award „Häuser des Jahres“ wurde bereits zum 15. Mal verliehen und zählt zu den wichtigsten Awards der Branche. Die gleichnamige Publikation präsentiert die von einer Expertenjury ausgewählten 50 besten, von Architekt*innen geplanten Einfamilienhäuser im deutschsprachigen Raum. Die Häuser des Jahres 2025 werden in Text, Bild und mithilfe von Plänen ausführlich vorgestellt und gewähren so einen Einblick in 50 individuelle Planungsgeschichten von Architekt*innen und Bauherr*innen, die gemeinsam Wohn- und Lebens(t)räume realisiert haben – ob aus Stein, Holz oder Beton, am Hang, in der Stadt oder auf dem Land. 50 weitere beispielhafte Bauten werden in der Longlist mit je einem Bild gezeigt. Zudem überzeugen die besten ausgezeichneten Produktlösungen durch Innovation, Gestaltung und Nachhaltigkeit. www.haeuser-des-jahres.com

„WIR FORMEN UNSERE HÄUSER, UND DANACH FORMEN SIE UNS.“

ährend Nahrung und Kleidung grundlegende Bedürfnisse erfüllen, schafft Wohnen den Raum, in dem Leben überhaupt erst Gestalt annimmt. Hier ziehen wir uns zurück, hier öffnen wir uns anderen, hier ordnen wir die Welt und manchmal auch uns selbst. Wohnen ist damit kein bloßes Grundbedürfnis, sondern ein kulturelles, soziales und zutiefst persönliches Phänomen.

Rational betrachtet erfüllt Wohnen klare Funktionen: Schutz vor Witterung, Sicherheit, Privatsphäre, Organisation des Alltags. Grundrisse folgen Abläufen, Materialien technischen Anforderungen, Energiekonzepte ökonomischen und ökologischen Notwendigkeiten. Lage, Infrastruktur, Baukosten und Werthaltigkeit spielen ebenso eine Rolle wie Normen, Bauordnungen und Nachhaltigkeitszertifikate. Wohnen ist planbar, messbar, optimierbar. Zumindest auf dem Papier. Doch kein Wohnraum erschöpft sich in Zahlen und Fakten. Emotional beginnt Wohnen dort, wo Rationalität endet: im Gefühl von Geborgenheit, Identität und Zugehörigkeit. Ein Zuhause ist der Ort, an dem Erinnerungen entstehen, Rituale wachsen und Persönlichkeit sichtbar wird. Lichtstimmungen, Proportionen, Materialien oder Ausblicke wirken unmittelbar auf unser Wohlbefinden. Wohnen erzählt Geschichten von Herkunft und Zukunft, von Individualität und Gemeinschaft, von Sehnsüchten und Kompromissen. Deshalb kann ein Raum technisch perfekt und dennoch seelenlos sein oder einfach, aber zutiefst berührend.

In diesem Spannungsfeld erklärt sich auch die anhaltende Faszination fürs Einfamilienhaus. Für viele ist es nach wie vor das Maß aller Dinge und Sinnbild für Freiheit, Selbstbestimmung und Stabilität. Ein eigenes Haus steht für Ankommen, für Unabhängigkeit, für einen Ort, der dauerhaft gestaltet werden darf.

Es verkörpert den Wunsch nach Privatheit und Verwurzelung und wird zum Gegenpol zur Verdichtung und Beschleunigung unserer Zeit. Laut der Tiroler Wohnbaustudie 2025 der Sparkasse Tirol bleibt der Traum vom Eigenheim fest verankert. Trotz der aktuell widrigen Umstände möchten 72 Prozent der Tiroler*innen im Eigentum wohnen, jeder Dritte dabei am Land oder einem kleinen Ort in Stadtnähe. Dabei ist der Begriff des „Einfamilienhauses“ eigentlich irreführend, befindet unter anderem Johanna Adorján im Vorwort zum Buch „Häuser des Jahres“, das im Callwey Verlag alljährlich parallel zum gleichnamigen Award erscheint: „Weder muss in einem Einfamilienhaus eine FAMILIE wohnen noch EINE Familie. Noch handelt es sich hierbei zwangsläufig um ein Haus.“ Patchwork-Konstellationen, Mehrgenerationenwohnen (das sich laut Wohnbaustudie in Tirol übrigens sechs von zehn Befragten vorstellen könnten), Wohnen und Arbeiten unter einem Dach oder flexible Lebensmodelle sprengen die Definition längst. Was bleibt, ist weniger die Typologie als die Idee: ein individuell geprägter Lebensraum, der sich an den Menschen orientiert, nicht umgekehrt.

Gerade heute, im Angesicht von Klimawandel, Ressourcenknappheit und gesellschaftlichem Wandel, steht das Wohnen vor neuen Fragen. Wie viel Raum brauchen wir wirklich? Wie können wir nachhaltiger, gemeinschaftlicher und dennoch individuell wohnen? Und wie sieht das „Haus“ aus, das diesen Ansprüchen gerecht wird? Antworten darauf geben jedes Jahr herausragende Beispiele zeitgenössischer Architektur, prämiert vom Callwey Verlag und seinen Partnern mit den „Häusern des Jahres“.

Sie zeigen, wie vielfältig, innovativ und überraschend Wohnen heute gedacht werden kann. Nicht als Standardlösung, sondern als Haltung. Als Architektur, die mehr ist als gebauter Raum: nämlich gelebte Idee. Das Siegerprojekt und zwei regionale Beispiele haben wir für diesen Beitrag aus dem Buch herausgepickt.

Siegerprojekt

STRUKTUR TRIFFT EXPERIMENT

Das Zweifamilienhaus in der Gemeinde Feldkirchen bei München ist nicht nur ein Holzbau, sondern auch ein architektonisches Experiment. Es vereint zwei grundverschiedene Wohnkonzepte unter einem Dach, die sich spannungsvoll ergänzen und gegenseitig herausfordern. Während die eine Einheit klar strukturiert ist und klassische Holzbauprinzipien aufgreift, setzt die andere auf Offenheit, Flexibilität und räumliche Transparenz.

ANZAHL DER BEWOHNER: 2 + 4 (verteilt auf zwei Wohneinheiten)

GRUNDSTÜCKSGRÖSSE: 580 m2

WOHNFLÄCHE: 228 m2

BAUWEISE: Holzbau-Massivkonstruktion auf Keller aus Stahlbeton

FERTIGSTELLUNG: 12/2024

ARCHITEKTUR: Markus. O. Kuntscher, Andreas Tscherning / Kuntscher Tscherning Architekten und Stadtplaner PartGmbH, München. www.kuntscher-tscherning.de

FOTOGRAFIE: Florian Holzherr, Gauting. www.florian-holzherr.com

Es ist das elitäre Material, das elegante Erscheinungsbild, die lange Lebensdauer und die Nachhaltigkeit.

POOLKOMPETENZZENTRUM pools in edelstahl

Vereinbaren Sie Ihren persönlichen Beratungstermin! Polytherm GmbH | A-4675 Weibern | Pesendorf 10 | T +43 7732-3811 | office@polytherm.at www.polytherm.at

Ausgezeichnet mit dem Oscar der Schwimmbadindustrie

GESCHICHTE WEITERSCHREIBEN

Ein Bauernhof aus dem 14. Jahrhundert in Eppan an der Weinstraße in Südtirol wurde mit großem Respekt vor der Geschichte restauriert. Ein minimalistischer Neubau ergänzt die historische Substanz und schafft eine harmonische Verbindung von Alt und Neu. Während der Bestand weiterhin die Wohnräume beherbergt, wurde der Neubau als Küchen- und Essbereich konzipiert.

ANZAHL DER BEWOHNER: 2 + 4 (verteilt auf zwei Wohneinheiten)

GRUNDSTÜCKSGRÖSSE: 1.264 m2

WOHNFLÄCHE: 1.082 m2

BAUWEISE: Ortbeton

FERTIGSTELLUNG: 04/2024

ARCHITEKTUR: Jutta Winkler / Studio JAW Arch. Jutta Winkler, Bozen. www.studiojaw.it

FOTOGRAFIE: Francesco Giuliano, Bozen. www.francescogiuliano.com

HAUS AUF DER SEEWARTE

Zwischen Bregenzerwald und Dornbirn öffnet sich das Haus Seewarte zur Natur. Sein kompaktes Volumen, die klare Materialwahl und gezielt gesetzte Öffnungen rahmen den Wechsel der Jahreszeiten und den Blick auf die Weite des Bodensees. Die Innenräume zeichnen sich durch eine konsequente Reduktion der Materialien aus.

ANZAHL DER BEWOHNER: 2 (verteilt auf zwei Wohneinheiten)

GRUNDSTÜCKSGRÖSSE: 294 m2

WOHNFLÄCHE: 124 m2

BAUWEISE: Holzbauweise auf erdberührtem Massivbau

FERTIGSTELLUNG: 02/2025

ARCHITEKTUR: DI Philipp Berktold, DI Helena Weber / Berktold Weber Architekten ZT GmbH, Dornbirn. www.berktold-weber.com

FOTOGRAFIE: Adolf Bereuter, Dornbirn. www.adolfbereuter.com

Nll . gu n g

SO WOHNT TIROL

Sinkende Zinsen und das Auslaufen der KIM-Verordnung lassen den Traum vom Eigenheim wieder hochleben, wobei der Großteil der Tiroler*innen bereits im Eigentum lebt. Dass Tirol nach wie vor ein teures Pflaster ist, dafür braucht’s eigentlich keine Studie, andere Ergebnisse der Wohnbaustudie Tirol der Erste Bank und Sparkassen sind da schon überraschender.

71 %

DER TIROLER*INNEN WOHNEN IM EIGENTUM

36 % IN EINER EIGENTUMSWOHNUNG, 35 % IM EIGENEN HAUS. DER ÖSTERREICHSCHNITT LIEGT BEI INSGESAMT 53 %.

758 Euro

GEBEN TIROLER*INNEN IM SCHNITT MONATLICH FÜRS WOHNEN AUS.

DER ANTEIL DER WOHNKOSTEN AM HAUSHALTS-NETTOEINKOMMEN

LIEGT IM SCHNITT BEI 29 %. 2023 WAREN ES NOCH 33 %, OBWOHL

DIE DURCHSCHNITTLICHEN WOHNKOSTEN BEI 706 EURO LAGEN. 12 % ZAHLEN MEHR ALS 1.000 EURO, 7 % 1.500 UND MEHR. DER ÖSTERREICHSCHNITT LIEGT BEI 660 EURO.

61 %

DER BEWOHNTEN IMMOBILIEN SIND

17 BIS 60 JAHRE ALT.

111 m2

BETRÄGT DIE DURCHSCHNITTLICHE WOHNGRÖSSE.

72 %

BEVORZUGEN ES, IM EIGENTUM ZU WOHNEN.

ÖSTERREICH: 56 %

57 %

DER BEFRAGTEN LEBEN SEIT ÜBER ZEHN JAHREN IN IHRER AKTUELLEN WOHNFORM.

16 %

HABEN VOR, IN DEN NÄCHSTEN FÜNF JAHREN ZU ÜBERSIEDELN.

40 %

DER TIROLER*INNEN WÜNSCHEN SICH EIN EIGENES HAUS.

ÜBER DIE HÄLFTE HAT SICH IHREN TRAUM VOM EIGENHEIM BEREITS ERFÜLLT, 24 % HALTEN DIE ERFÜLLUNG FÜR UNREALISTISCH.

85 %

DER BEFRAGTEN SIND MIT IHRER WOHNSITUATION (SEHR) ZUFRIEDEN.

GRÜNDE FÜR DIE ZUFRIEDENHEIT:

1. WOHNQUALITÄT / WOHLBEFINDEN

2. LAGE

3. WOHNRAUM / AUSSTATTUNG

4. SOZIALES UMFELD / NACHBARN

5. INFRASTRUKTUR / UMGEBUNG

50 %

DER BEWOHNER*INNEN HABEN FÜR IHR DERZEITIGES ZUHAUSE EINEN KREDIT/EIN DARLEHEN AUFGENOMMEN.

ÖSTERREICH: 37 %

95 %

DER BEFRAGTEN FINDEN, DASS IMMOBILIEN (HÄUSER UND WOHNUNGEN) EINE WERTBESTÄNDIGE ANLAGE FÜR DIE ZUKUNFT SIND.

GRÜNDE FÜR UNZUFRIEDENHEIT:

1. GEBÄUDEEIGENSCHAFTEN / ZUSTAND

2. KOSTEN

3. WOHNUNGSGRÖSSE / RAUMAUFTEILUNG

4. WOHNUMGEBUNG / LAGE / AUSSTATTUNG

5. NACHBARSCHAFT / UMFELD

31 %

HABEN FÜR IHR DERZEITIGES ZUHAUSE EINE WOHNBAUFÖRDERUNG IN ANSPRUCH GENOMMEN.

ÖSTERREICH: 23 %

92 %

GLAUBEN, DASS SIE IM ALTER EINE SORGE WENIGER HABEN, WENN DIE WOHNUNG/DAS HAUS EINMAL ABBEZAHLT SIND.

34 %

WÜRDEN SICH MEHR WOHNFLÄCHE WÜNSCHEN.

33 %

WÜRDEN AUFS LAND ZIEHEN.

60 %

KÖNNTEN SICH MEHRGENERATIONENWOHNEN VORSTELLEN.

5 % LEBEN BEREITS IN EINEM MEHRGENERATIONEN-HAUSHALT

83 %

DENKEN, DASS SICH HÄUSER ODER EIGENTUMSWOHNUNGEN NUR BESSERVERDIENENDE LEISTEN KÖNNEN.

27 %

DER IMMOBILIEN WERDEN AKTUELL MIT EINER GASHEIZUNG/ -THERME BEHEIZT.

8 % DER HAUSBESITZER*INNEN PLANEN EINEN HEIZUNGSWECHSEL.

19 %

DER HAUSBESITZER*INNEN HABEN EINE THERMISCHE SANIERUNG VOR.

JEDER MUSS SEHEN, WO ER BLEIBT. WIR ZUM BEISPIEL

BLEIBEN AUCH MAL GANZ GERN ZU HAUSE.

Willkommen daheim

SIND WIR NICHT ALLE EIN BISSCHEN RETRO?

Mit dem 3er-Sofa Voulez-Vous zieht Fermob ins Wohnzimmer ein und das mit der gleichen kreativen Kühnheit und dem unverwechselbaren Designansatz, der schon die ersten OutdoorKollektionen geprägt hat. Individuell konfigurierbar – mit passenden Poufs – mit bis zu 44 Kombis. Das Bebop-Tischchen passt perfekt.

OUTDOOR - AUSBLICK

Das Modell Santorini von Paola Lenti verbindet mediterrane Leichtigkeit mit ikonischem Design und viel Komfort. Klare Linien, hochwertige OutdoorMaterialien und eine vielfältige Farbwelt machen es zum Blickfang auf der Terrasse und im Garten. Zu entdecken in der neuen Wetscher Gartenmöbel-Ausstellung, die am 21. März eröffnet wird.

„Wahrer Luxus besteht darin, Qualität zu verstehen und die Zeit zu haben, sie zu genießen.“
G. BRUCE BOYER

ORDNUNGSLIEBE

Die Rattankörbe von Broste Copenhagen sind perfekte Ordnungsmacher und noch dazu echt chic. Ab 49,95 Euro erhältlich im APFIs.

MAXIMAL MINIMAL

Die Glasvasen, die wir im House of Ambacht in Innsbruck gesehen haben, wirken schon mit einer einzelnen Blume. Kugelvase um 63 Euro, Zylindervase um 83 Euro.

INDIVIDUALIST

Die lässigen Vasen von ASA werden von Hand bemalt und machen jedes Stück zu einem Unikat. Die machen sogar ohne Inhalt was her. Verschiedene Varianten um je 44,95 Euro gesehen im APFIs in Wattens.

DANCE IT OUT

„Wenn die Braut nicht tanzen will, ist alles Fiedeln umsonst“, soll dereinst Ovid gemeint haben. Die Fußmatte von Rice erinnert daran, das Leben immer wieder zu tanzen. „Remember to dance“, 50 x 70 cm, um 30 Euro zu haben im Büro im Laden in Hall.

ARCHITEKTONISCHES STATEMENT

Mit der neuen T-Rox-Serie präsentieren Janua und das Designerduo Birgit Hoffmann und Christoph Kahleyss ein Möbelstück, das mehr ist als ein Tisch, sondern ein Statement. Kraftvoll im Ausdruck, klar in der Formensprache und kompromisslos in seiner Materialität. Janua gesehen bei Wohndesign Freudling in Fügen.

FLOWER - POWER

Minimalistisch, zeitlos, kreativ: Mit dem japanischen Kenzan gelingen stilvolle Blumenarrangements selbst mit wenigen Stielen. In der handgemachten Keramikschale, die an sich schon ein Hingucker ist, befindet sich dabei eine Art „Steckigel“, der Zweige, Blumen und Gräser unkompliziert an Ort und Stelle hält. Set gesehen bei House of Ambacht in Innsbruck um 78,90 Euro.

EIN DUFT WIE EIN NEUER ANFANG

Mit den ersten warmen Tagen verändert sich der Rhythmus des Alltags. Licht fällt anders ins Zuhause, Räume öffnen sich, Gedanken auch. Die Salzburger Manufaktur Looops empfiehlt für diese Zeit den Duft Blütezeit und wir gehen da vollumfänglich mit: Die blumigfrische Komposition aus Muskatellersalbei, Bergamotte, Lavendel und Niaouli schenkt Klarheit und neue Energie. 250-g-Kerze um 46 Euro. Es gibt auch Duftstäbchen, einen Duftspray und eine ätherische Ölmischung. www.looopsmoments.com

MINIMALISMUS IN REINKULTUR

Carl Hansen & Søn verkörpert alles, was wir beim Wohnen lieben: Minimalismus, Eleganz, Hochwertigkeit, Form und Funktion. Im Regal Tsugi, angelehnt an die traditionelle japanische Handwerkskunst Sashimono. ist all das. Ab 259 Euro. Carl Hansen ist bei Wohndesign Freudling in Fügen erhältlich.

HARMONISCH - ORGANISCH

Weil wir uns im neuen Jahr noch alles offenhalten wollen und weil wir uns vorgenommen haben, uns nicht mehr einengen zu lassen: Das Sitzprogramm Bézier von Minotti bietet nahezu unendliche Kombinationsmöglichkeiten, für drinnen und draußen. In den verschiedensten Ausführungen samt perfekter Planung erhältlich bei Wetscher in Fügen.

TIPP: Martin Wetscher hat übrigens mal wieder einen wunderbaren BlogBeitrag geschrieben und darin die Wohntrends des Jahres auf den Punkt gebracht. Zum Lesen einfach den QR-Code scannen.

WIE EIN OFFENES BUCH

Nomen est omen: Das Kopfteil von Book nach einem Design von Matteo Ragni für Twils erinnert an ein aufgeschlagenes Buch und auch sonst mögen wir die Detailverliebtheit des Bettes sehr. Ca. 3.000 Euro. Twils erhältlich bei mg interior in Innsbruck.

MODELMASSE

Der Armsessel „Round Duc“ von Studio Segers für Todus wirkt wie ein langbeiniges Supermodel und ist noch dazu echt fein. Für draußen um rund 750 Euro. Todus erhältlich bei mg interior in Innsbruck.

„Stil ist die Antwort auf alles.“

CHARLES BUKOWSKI

Das feine Duftwachs von Cait sorgt dafür, dass es daheim immer unaufdringlichangenehm gut riecht. Stövchen um 28,95 Euro, Wachs um 16,95 Euro, erhältlich im APFIs.

Das neue USM Haller Soft Panel. Eine weiche Note für den Klassiker –magnetisch, bunt, verspielt.

Gekommen,umzubleiben!

Die Freiheit hinter der Theke

Wie eine Frau mit Kopftuch nach zwei Scheidungen und mit einem Kebapladen gelernt hat, sich selbst zu gehören. Und warum die Geschichte von Sultan Yildirim mehr über unsere Gesellschaft erzählt, als man auf den ersten Blick sieht.

m Montag hat MISs Döner in der Innsbrucker Innstraße Ruhetag, an allen anderen Tagen steht Sultan hinter ihrer Theke. Aufmerksam, präsent, immer in Bewegung, während sich hinter ihr der markante Dönerspieß dreht, halbstündlich frisch gemachtes Brot in den Ofen kommt und knackig-frischer Salat auf seinen Einsatz wartet. Sultan begrüßt Gäste, wechselt ein paar Worte, fragt nach, hört zu. Die meisten kommen regelmäßig, manche seit Jahren, einige mehrmals die Woche, viele kennt sie mit Namen. Ihr Restaurant ist kein Durchgangsort, sondern ein sozialer Raum, der von Nähe lebt. Dass Sultan Yildirim heute hier steht, war so nicht geplant.

Zumindest nicht von ihr. „Das war nicht mein Traum“, sagt sie. „Das war der Traum von meinem damaligen Mann.“ Ihr mittlerweile Ex-Mann wollte einen Kebapladen eröffnen, kochte gern und gut, hatte allerdings seine Schwierigkeiten mit der deutschen Sprache. Sultan spricht Deutsch und so war sie es, die verstand, erklärte, übersetzte, Formulare ausfüllte, Kurse besuchte. Sie wollte unterstützen und helfen, selbständig sein wollte sie nicht. „Ich war eigentlich dagegen“, erzählt sie. „Ich wollte mein Leben, meine eigene Arbeit und meine Familie.“ Die Kinder waren noch klein und der anfängliche Kompromiss klang vernünftig: Er würde arbeiten, sie würde helfen, mittags, abends, ein bisschen. Doch aus dem bisschen wurde alles: „Ich bin rein- und nicht mehr rausgekommen.“ Kaum war sie zuhause, klingelte das Telefon. Stress,

zu viel los, ob sie kommen könne. Und irgendwann merkte sie, dass aus der anfänglichen Unterstützung eine große Verantwortung wurde. Sultan kaufte ein, organisierte, hielt den Laden zusammen und den Betrieb am Laufen. Als ihr Mann krank wurde, veränderte sich auch die Atmosphäre im Restaurant. Er erzählte den Gästen von seiner Krankheit, wollte darüber reden, vielleicht auch Mitleid und Aufmerksamkeit, Sultan hingegen wollte etwas anderes: „Für mich war wichtig, dass die Leute bei uns gut essen und sich wohlfühlen, nicht, dass sie unsere privaten Probleme kennen.“

Die Unterscheide in Erwartung und Haltung wurden größer, der Konflikt wuchs, nicht laut, aber zermürbend. Sultan arbeitete viel, organsierte, hielt durch. Die Anerkennung dafür jedoch fehlte: „Er konnte mein Tun nicht wertschätzen und es hat geheißen: Du musst das machen“, sagt Sultan. Zunehmend fühlte sie sich selbstverständlich gebraucht, aber nicht gesehen, und sie wurde müde. Nicht nur körperlich, sondern vor allem emotional. Nach 25 Jahren Ehe trennte sie sich, es war ihre zweite Scheidung: „Bei uns ist das schwierig. Einmal geschieden, das wird noch akzeptiert. Zweimal? Da wird gefragt, ob das Problem nicht bei dir liegt.“ Sultan wusste, was dieser Schritt bedeuten würde, für ihr Ansehen, für ihre Rolle in der Familie und der Community, für ihr Bild als Frau. Sie wusste aber auch: Wenn sie jetzt nicht geht, verliert sie sich selbst. Und ist gegangen. Sultan hat ihrem Mann angeboten, das Geschäft weiterzuführen. Er wollte nicht. Also machte sie es selbst.

DIE FREIHEIT, SEIN EIGENES

LEBEN ZU LEBEN

Was folgte, beschreibt Sultan als einen Wendepunkt. Nicht weil sie plötzlich – im wahrsten aller Sinne – allein dastand, sondern weil sich in ihrem Denken etwas Entscheidendes veränderte: „Ich habe gemerkt, dass ich bis jetzt ohnehin schon alles gemacht habe. Und plötzlich war es mein eigener Laden. Ich machte es von nun an für mich.“ Freiheit nennt sie dieses Gefühl. Die bedeutet in diesem Fall nicht weniger Pflicht und mehr Leichtigkeit, sondern Arbeit, Entscheidungen, Verantwortung für Lieferanten und Personal, Rechnungen, Reparaturen. „Am Anfang hab ich Panik bekommen, wenn etwas kaputt gegangen ist, heute habe ich eine Telefonliste von Handwerkern und lache darüber.“ Eine ihrer größten Ängste am Anfang der Selbständigkeit indes hatte weder mit Zahlen, Behörden oder Geld zu tun, sondern

mit einem sehr konkreten Detail des Alltags: dem Fleisch. „Das Schwerste war für mich der Dönerspieß“, sagt Sultan im Rückblick und muss selbst ein wenig schmunzeln. Rund 30 Kilo wiegt er, liegt in der riesigen Tiefkühltruhe oft ganz unten, tief und schwer erreichbar. „Du musst dich richtig runterbücken, und wenn du da allein bist, dann denkst du schon kurz: Geht das?“ Es ging. Wie so vieles. Der Spieß wird eingehängt, Tag für Tag und was am Anfang wie eine unüberwindbare Hürde schien, schrumpfte mit der Erfahrung. „Heute ist das kein Thema mehr“, sagt sie. „Damals war das mein größtes Problem.“ Es ist eine dieser kleinen, unspektakulären Geschichten, die viel darüber erzählen, wie Selbstständigkeit tatsächlich funktioniert: weniger als große Vision, sondern als Aneinanderreihung von Momenten, in denen man etwas Schweres anhebt und merkt, dass es geht.

Die neu gewonnene Freiheit hatte aber auch ihre nicht so schönen Seiten. Nach der Trennung nahm Sultan wenig mit. „Nur meine Bücher und meine Kleidung.“ Es gab eine Zeit, in der sie quasi zwischen Umzugskartons schlief. Die Wohnung war leer, der Kopf voll. Ihr Laden wurde ihr Halt: „Die Arbeit war für mich wie eine Therapie. Ich hatte keine Zeit zum Nachdenken, war abends immer sehr müde und das war gut.“ Heute sagt sie ohne Zögern: „Es war der beste Schritt meines Lebens.“

VON ALLEM DAS GUTE

Sultan Yildirim ist als Gastarbeiterkind nach Österreich gekommen. Mit fünf Jahren reiste sie mit dem Zug aus der Türkei nach Innsbruck, nachdem ihre Eltern bereits hier gearbeitet haben und sie mit ihren drei Geschwistern bei der Großmutter lebte. „Das war eine schöne Zeit. Meine Oma war eine

„Ich sage den Frauen immer: Seid nicht abhängig. Arbeitet,bildet euch weiter, steht auf eigenen Beinen. Geld allein macht nicht glücklich und ohne eigene Freiheit wird man unglücklich.“

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osmanische Frau, mit viel Liebe.“ Sie lebten auf einem kleinen Bauernhof, es gab viele Tiere, die Eltern kamen regelmäßig zu Besuch und brachten Geschenke aus Österreich mit. Als Sultan ins Land kam, war anfangs eine diffuse Angst da, auch der Eltern davor, die eigene Kultur zu verlieren: „Man hat uns gesagt, passt auf, die Österreicher sind nicht so nett und man soll nicht so viel Kontakt mit ihnen haben.“

Die Eltern arbeiteten viel, mit dem klaren Ziel, Geld zu verdienen, um irgendwann zurückzukehren. Doch dieses Zurückkehren fand nie statt. Die Kinder wurden größer, das Leben verankerte sich und in der Pubertät begann Sultan zu verstehen, dass die Warnung von damals nicht stimmte und dass das Leben zwischen den Kulturen kein Entweder-Oder sein muss, sondern man voneinander lernen und wählen kann. „Man kann von überallher etwas nehmen“, beschreibt es Sultan. „Die guten Dinge behalten, die schlechten weglassen.“ Das tat sie konsequent. Schon für die junge Sultan spielte Bildung dabei eine wichtige Rolle. Sie erinnert sich an Lehrerinnen, die sie unterstützt und gefördert haben, an Schule als Ort der Ermutigung. Während andere sich zurückzogen, wollte Sultan immer hinaus. Sie war Obfrau des Frauenvereins für Bildung und Kultur, engagierte sich für türkische Mädchen und Frauen, unterstützte Bildung, Dialog und Selbstständigkeit. „Ich kann nicht nur daheimsitzen. Ich muss raus und was tun.“

Diese selbstbestimmte Haltung zieht sich durch ihr gesamtes Leben und auch in ihren Glauben. Seit rund 20 Jahren trägt Sultan Kopftuch – nicht aus Zwang oder Anpassung, sondern aus eigener Entscheidung. „Für meine Eltern war das sehr schwierig. Sie haben gesagt: Du bist doch so modern, warum das?“ Für Sultan war es ein be wusster Schritt, dem eine tiefe Auseinandersetzung mit dem islamischen Glauben vorausging. Sie hat viel gele sen, hinterfragt, sich informiert, gleichzeitig war es ein Statement: „Ich habe gespürt, dass die Leute denken, Kopftuchträgerinnen können nur putzen und kochen

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„Vergiss nie, wo du hergekommen bist, hat meine Oma gesagt. Und vergiss deine Menschlichkeit nicht. Wenn man etwas hat, muss man es auch weitergeben. Oft sind es nur Kleinigkeiten, aber genau die machen den Unterschied.“
SULTAN YILDIRIM

und sonst nichts.“ Sultan wollte das Gegenteil zeigen, nicht laut, nicht kämpferisch, sondern konsequent und mit Haltung. Vorurteile erlebt sie bis heute, weniger oft zwar, aber immer noch vorhanden. Fragen, Blicke, Kommentare, Diskussionen darüber, dass sie in ihrem Restaurant keinen Alkohol verkauft. „Ich verkaufe nichts, was ich nicht selber esse und trinke“, argumentiert sie. „Das ist mein Konzept und wer es nicht akzeptiert, muss halt wieder gehen.“ Die meisten bleiben.

MISs Döner ist bewusst offen gestaltet, farbenfroh, fröhlich. Jede Ecke sieht anders aus, jeder findet hier seinen Lieblingsplatz und den gern immer wieder neu. „Ich bin bunt, weil meine Gäste bunt sind“, beschreibt Sultan. „Essen verbindet die Menschen und das ist etwas sehr Schönes. Du kannst dich hierhin setzen oder dort, du bist immer willkommen!“ Essen als gemeinsamer Nenner, Gespräche als verbindendes Element. Viele Gäste sind über Jahre geblieben, manche sind Teil ihres Alltags geworden. „Ich sehe meine echte Familie viel seltener als manche meiner Gäste.“ Wenn Stammgäste länger nicht kommen, schreibt sie ihnen, fragt nach – nicht aus Kalkül, sondern aus echtem Interesse. Menschen erzählen ihr ihre Geschichten von Liebeskummer und Sorgen, von Neuanfängen und Babys. Manche Kinder kennt Sultan, seit sie klein sind, heute kommen sie mit ihren ersten Freunden. Das alles, sagt Sultan, kann man nicht kaufen.

Sultan arbeitet viel. Von zehn Uhr vormittags bis zehn Uhr abends steht sie meist selbst im Laden, backt Brot, achtet penibel auf Sauberkeit, ist präsent aus Überzeugung: „Man muss da sein“, sagt sie. „Und menschlich bleiben“, weil sie weiß, wie hart das Leben sein kann und wie es ist, wenig zu haben. „Ich kann ein trockenes Brot mit Zwiebeln essen. Das schmeckt mir und ich bin glücklich. Das ist viel besser, als viel Geld zu haben, und trotzdem unglücklich zu sein.“

FRAUEN STÄRKEN

Sultan liegen vor allem andere (türkische) Frauen am Herzen, die Ähnliches erlebt haben. Frauen, die bleiben, obwohl sie unglücklich sind – aus finanzieller Abhängigkeit, aus Rücksicht auf andere. „Warum leben wir für andere Leute“, fragt Sultan. „Sie reden sowieso. Warum kümmern wir uns darum?“ Irgendwann habe sie entschieden, dass das nicht mehr ihr Maßstab sein soll. „Ich lebe jetzt mein Leben!“ Das ist die wahrscheinlich schönste Erkenntnis, die man haben kann. Es war ihre Oma, die ihr einen Satz mitgegeben hat, den sie nie vergessen habe: Wenn es dir schlecht geht, schau zurück und vergiss nicht, wo du herkommst. Und vergiss deine Menschlichkeit nicht. Vielleicht es ist genau das, was Sultan Yildirim und ihre Geschichte ausmacht. Dass sie sich erinnert, an die Oma im Dorf, an das Kind im Zug, an die Frau nach der Scheidung, ohne viel Geld, aber mit Willen. Und dass sie aus ihrem Leben keinen Mythos macht, sondern

ihren Alltag. Sie erzählt nicht, um zu beeindrucken, sondern um zu zeigen, was möglich ist, wenn man Verantwortung übernimmt – für andere und vor allem für sich selbst. Am heurigen Valentinstag hat Sultan auf Facebook geschrieben, dass Liebe zu groß sei für einen einzigen Tag. Dass Liebe bedeutet, jeden Tag zu fühlen, zu leben, zu teilen, dass ihre Gäste ihre Motivation seien, ihre Freude, ein Stück Familie. Und vielleicht ist genau das der Punkt: In einer Zeit, in der Zugehörigkeit wieder verhandelt wird und Menschlichkeit unter Druck gerät, steht Sultan Yildirim hinter ihrer Theke und tut, was sie immer getan hat: Sie öffnet einen Raum – für Essen, Gespräche und Respekt. „Liebe geben, Liebe nehmen“ steht an der Wand geschrieben. „Wenn ich Liebe gebe, dann kommt sie auch zurück. Manchmal nicht gleich, dann muss man ein bisserl Geduld haben“, ist Sultan überzeugt und zeigt damit, dass Mut manchmal ganz leise daherkommt. Und genau deshalb so stark ist.

Kochen verbindet

Kochen ist eine Sprache, die überall verstanden wird. Wenn wir Zutaten teilen, Rezepte weitergeben und gemeinsam am Tisch sitzen, verschwinden Grenzen fast von selbst. Die beiden Berliner Gastronomen Oz Ben David und Jalil Dabit laden in ihrem Kochbuch dazu ein, Neues kennenzulernen, Vertrautes wiederzuentdecken und sich offen zu begegnen – mit Neugier, Respekt und Freude am gemeinsamen Essen. Denn gutes Essen entsteht nicht nur im Topf, sondern auch im Miteinander.

Nachfolgende Rezepte aus…

KANAAN – KOCHEN OHNE GRENZEN

Oz Ben David & Jalil Dabit, südwest Verlag, 192 Seiten, EUR 28,80

Das Restaurant Kanaan in Berlin zeigt, dass Freundschaft und Verständigung über alle Grenzen hinweg möglich ist und dass gemeinsames Essen die Herzen öffnet. Der Israeli Oz und der Palästinenser Jalil kochen mit Menschen aus aller Welt und bereichern so ihre köstliche Nahost-Küche mit Zutaten und Gewürzen aus nah und fern: „Für uns geht es nicht nur darum, gutes Essen zuzubereiten und Gastgeber mit vollem Herzen zu sein. Wir wollen immer wieder neue Geschichten schreiben, mit jedem guten Moment, den wir gemeinsam erleben. Deshalb haben wir unsere Weggefährten eingeladen, mit uns zu kochen. So entstanden besondere Gerichte, die unsere Freundschaft und Gemeinschaft vertiefen.“ Dazu gibt’s schöne Geschichten und tolle Fotos von Elissavet Patrikiou.

Hummus mit Waldpilzen und Granatapfelreduktion

Zutaten für 5 Portionen

PILZMISCHUNG:

2 mittelgroße Zwiebeln

3 EL Olivenöl

Salz

500 g gemischte Pilze nach Geschmack:

Steinpilze, Champignons, Shiitake etc.

2 Knoblauchzehen

1 TL gemahlener Kreuzkümmel

1 TL Kurkuma

1 TL Za ̓atar

frisch gemahlener schwarzer Pfeffer

2 EL Granatapfelmelasse

Schale von 1 Zitrone

Olivenöl zum Braten

HUMMUS:

1 Dose (400 g) Kichererbsen aus der Dose, abgetropft

2 EL Tahini

2 EL Zitronensaft

1 Knoblauchzehe

Salz

TAHINI-SAUCE:

150 g Tahini

1–2 EL Zitronensaft

Salz

FINISH:

etwas glatte Petersilie

SO WIRDS GEMACHT:

1 Die Zwiebeln abziehen und in dünne Scheiben schneiden. In einer Pfanne etwas Olivenöl leicht erhitzen. Die Zwiebeln hinzufügen und unter gelegentlichem Rühren bei niedriger Hitze braten, bis sie stark karamellisiert sind (ca. 15 bis 20 Minuten). Eine Prise Salz hinzufügen, um die Karamellisierung zu unterstützen.

2 Die Pilze zuerst säubern und dann in mittelgroße Stücke schneiden. Den Knoblauch abziehen und hacken. In derselben Pfanne wie die Zwiebeln in etwas Olivenöl erhitzen und den Knoblauch anbraten, bis er duftet. Die Pilze dazugeben und 5 bis 7 Minuten braten, bis sie weich und goldgelb sind. Mit Kreuzkümmel, Kurkuma, Zaʼatar, Salz und Pfeffer würzen. Die Granatapfelmelasse und die Zitronenschale unterrühren. Weitere 2 bis 3 Minuten braten lassen und dann vom Herd nehmen.

3 Für den Hummus Kichererbsen, Tahini, Zitronensaft, abgezogenen Knoblauch und nach Belieben Salz in einem Mixer vermengen. Nach und nach etwas Wasser hinzufügen, bis eine glatte und cremige Konsistenz erreicht ist.

4 In einer separaten Schüssel Tahini, 3 bis 4 EL Wasser, Zitronensaft und eine Prise Salz vermischen, bis eine glatte Masse entsteht.

5 Eine Schicht Hummus auf einem flachen Servierteller verteilen und darauf die sautierten Champignons und die karamellisierten Zwiebeln geben. Die Tahini-Sauce darüberträufeln und mit gehackter Petersilie bestreuen.

Tahdig mit Jaffa-Ceviche

Zutaten für 4–5 Portionen

TAHDIG:

2 Tassen Langkornreis (z. B. Basmati)

2 gehäufte TL Salz

0,1 g Safran

2–3 EL Raps- oder Sonnenblumenöl

1–2 Lawasch-Brot (ungesäuertes Fladenbrot, rund oder quadratisch)

CEVICHE:

Saft von 2–3 Limetten oder Zitronen etwas hochwertiges Olivenöl + etwas mehr zum Beträufeln

Salz frisch gemahlener schwarzer Pfeffer frischer Lachs oder fester Fisch, klein gewürfelt

Seebrasse (oder anderer Weißfisch), gewürfelt

1–2 reife Avocados je 1 rote, gelbe und grüne Paprikaschote

1 frische Chilischote

1 rosa Grapefruit

1 Orange frischer Koriander (optional) frische Minzblätter (optional)

SO WIRDS GEMACHT:

1 Für das Tahdig den Reis in einem feinen Sieb mit heißem Wasser so lange abspülen, bis das Wasser klar ist. 15 bis 30 Minuten in Salzwasser einweichen lassen.

2 In einem Topf (nicht Pfanne) Salzwasser und Reis (das Salzwasser sollte ca. 5 cm / 2 Fingerkuppen über der Reisoberfläche sein) zum Kochen bringen, bis die Reiskörner al dente sind (10–13 Minuten). Reis in einem Sieb abtropfen lassen.

3 Den Safran mörsern und in 1 EL heißem Wasser auflösen.

4 Das Lawasch-Brot in kleine Stücke (2 x 2 cm) schneiden.

5 Öl in eine beschichtete Backform geben. Für Extra-Knusprigkeit den ganzen Boden mit den kleinen Lawasch-Stücken auslegen.

6 Den Reis mit Safran mischen und als eine dünne Schicht einfüllen.

7 Die Backform mit einer Alufolie abdecken und im vorgeheizten Ofen bei 220 °C etwa 17 Minuten backen, bis eine goldbraune, knusprige Lawasch-Kruste entsteht. Vorsichtig auf eine Platte stürzen, sodass die Kruste oben liegt.

8 Für das Ceviche den Fisch waschen, trocken tupfen und würfeln.

9 Die Avocados halbieren, entkernen, das Fruchtfleisch mit einem Löffel herauslösen und würfeln. Die Paprikaschote waschen, halbieren, entkernen und in Würfel schneiden. Die Chilischote nach Geschmack entkernen und fein hacken. Die Grapefruit und die Orange schälen und in Würfel schneiden.

10 Fischwürfel, Avocado, Paprika, Chili und Zitrusfruchtstücke zur Sauce geben. Vorsichtig mischen. Abschmecken.

11 Das knusprige Tahdig mit der Ceviche-Mischung belegen. Nach Belieben mit frischen Kräutern garnieren und mit Olivenöl beträufeln.

TIPP: Sofort servieren, solange der Reis knusprig und die Ceviche frisch ist.

Pistazienkuchen

Zutaten für 1 Kastenform

KUCHEN:

etwas Butter zum Einfetten der Backform

150 g Pistazien

250 g Zucker

3 Eier

120 ml Öl (z. B. Sonnenblumenöl)

100 g saure Sahne oder milchfreier

Joghurt

Abrieb von 1 Zitrone

¼ TL Orangenblütenwasser (optional)

140 g Weizen- oder Dinkelmehl

1 TL Backpulver

1 TL Natron

1 Prise Salz

TOPPING:

150 g Puderzucker

2–5 EL Schlagsahne, Milch oder Zitronensaft

2 Tropfen Orangenblütenwasser

30 g grob gehackte Pistazien etwas Pistaziencreme

SO WIRDS GEMACHT:

1 Den Backofen auf 180 °C (Ober-/Unterhitze) vorheizen. Eine Brotbackform einfetten und mit Backpapier auslegen.

2 Die Pistazien und den Zucker in einer Küchenmaschine zu einer feinen Masse verarbeiten und beiseitestellen.

3 In einer großen Schüssel Eier und Öl verquirlen, bis sie sich verbinden. Saure Sahne, Zitronenschale und Orangenblütenwasser (falls verwendet) hinzufügen und gut verrühren.

4 Die Pistazien-Zucker-Mischung in die Schüssel geben. Mehl, Backpulver und Backnatron hineinsieben. 1 Prise Salz hinzufügen. Vorsichtig unterheben, bis alles gut vermischt ist.

5 Den Teig in die vorbereitete Form gießen und die Oberfläche glatt streichen. 40 bis 45 Minuten backen, Stäbchenprobe machen. Vor dem Herausnehmen aus der Form vollständig abkühlen lassen.

6 Puderzucker mit Sahne, Milch oder Zitronensaft verrühren, bis eine glatte, dicke Glasur entsteht. Nach Belieben Orangenblütenwasser hinzufügen. Die Glasur über den abgekühlten Kuchen gießen, mit gehackten Pistazien bestreuen und mit etwas Pistaziencreme beträufeln.

Nice to

EAT YOU

Kalorien kommen und gehen, guter Geschmack bleibt. Feines zum Essen und Trinken und alles, was Kochen und Essen noch schöner macht.

Coming soon!

HEIMATKÜCHE

NEU GEDACHT

Österreichische Küche. Vegetarisch, Martina Enthammer, Tyrolia Verlag, 184 Seiten, EUR 29,–

Die österreichische Küche wird oft mit deftig, üppig und herzhaft assoziiert. Und oft mit Fleisch. Martina Enthammer zeigt, dass es auch anders geht, und hat für ihr Kochbuch Hausmannskost und heimische Klassiker behutsam neu gedacht. Ursprünglich vegetarische Rezepte dürfen natürlich ihren festen Platz behalten, traditionelle Fleischgerichte werden mit raffinierten vegetarischen Zutaten wie Pilzen oder Tofu modern interpretiert. So entsteht ehrlicher Genuss, der wärmt, verbindet und überrascht.

SO MUSS BRETT

Was in keiner guten Küche fehlen darf, sind gscheite Messer und ein ordentliches Schneidebrett. Vor einiger Zeit sind uns die Natursteinbretter von Alpengranit untergekommen, die uns sofort überzeugt haben. Die sind nämlich nicht nur echt lässig, sondern auch hochwertig, langlebig, superhygienisch und in vielen verschiedenen Ausführungen zu haben. Und weil sie eben aus Naturstein sind, schaut auch jedes davon ein bisschen anders aus, solide sind sie alle. 40 x 30 x 2 cm, ab 98 Euro. Online bestellen unter www.alpengranit.at

HERZILEIN

Die zauberhafte Produktline von Bastion Collections sorgt für Herzklopfen in der Küche. Tasse um 18,95 Euro, Butterdose um 26,95 Euro, Zuckerdose um 26,95 Euro. Erhältlich im APFIs in Wattens.

GLÄNZENDE IDEE

Wenn man seine Gäste beeindrucken möchte, greift man am besten zu Besteck aus der Titanium-Kollektion von Mepra. Bei Wohndesign Freudling gibt’s noch mehr Tischaccessoires und Kochgeschirr.

„EINE PARTY OHNE KUCHEN IST NUR EIN MEETING.“

DIE KÜCHE IST ZUM TANZEN DA

Das neue Modell aus der Wetscher-Küchenkollektion zeigt sich in einem tiefen Dunkelrot – mutiger als gewohnt, ohne laut zu werden. Die Küche überzeugt mit klarer Linienführung und einer ausdrucksstarken, warmen Farbgebung, die modernes Design mit wohnlicher Tiefe verbindet. Die präzise gearbeiteten Rahmenfronten und die großzügige Naturstein-Arbeitsplatte unterstreichen den hohen handwerklichen Anspruch. www.wetscher.com

AUSGEZEICHNET

Die St. Johanner von Hörtnagl wurde als eines von insgesamt 23 hauseigenen Produkten beim 25. Internationalen Fachwettbewerb für Fleisch und Wurstwaren mit Gold ausgezeichnet. Unbedingt probieren! Und für den Osterbrunch – und für eigentlich immer –empfehlen wir den feinen Burgunderschinken aus mageren Schinkenteilen und mit zartem Fettrand. Mild-fein gepökelt und sanft mit einer leichten Rauchnote veredelt. www.hoertnagl.at

SPÜLEN MIT STIL

Wir lieben die natürlich-biologische Hautpflege von Meraki. Außerdem versteht das Label auch richtig was von Design. Wundern tut’s uns ja nicht und so räumen die Dänen auch in der Küche zeitlos-minimalistisch-chic auf. Den Bürsten- und Seifenhalter aus Steingut (40 Euro) haben wir nebst dem Spülmittel (15,90 Euro) und der dazugehörigen Bürste (14,90 Euro) im Resort in Innsbruck gesehen.

HENNE ODER EI?

Im Fall der entzückenden Keramik-Eierbecher von RICE würden wir sagen: beides! Erhältlich in Gelb oder Rosa im Büro im Laden in Hall. Je 15 Euro.

Zum Trinken …

NULLKOMMANIX

Seit 2014 wird am Schwoicher Stöfflhof das rebellische Bierol gebraut. Und das richtig kreativ und mittlerweile auch in rauen Mengen. Die neueste Produktentwicklung ist das „OHA“, ein alkoholfreies Pale Ale, das letztes Jahr in Zusammenarbeit mit der Innsbrucker Trainings- und Therapielocation BASEFIVE sowie Sportler*innen und Ernährungswissenschaftler*innen entwickelt wurde. Ab sofort ist das fruchtigfrische OHA exklusiv in ausgewählten MPREIS-Filialen zu haben.

EINFACH WEIN

CHARAKTERWEIN

Südtiroler Produkte stehen für Authentizität, regionale Wurzeln und Qualität. Auch beim Wein. Der Südtiroler Blauburgunder Riserva Prackfol DOC ist ein eleganter, tiefgründiger Pinot Noir aus den steilen Lagen von Völs am Schlern und zeigt, was alpine Weinbaukunst vermag. Zwölf Monate Barrique, acht Monate Flaschenreife, weicher und vollmundiger Körper – ein idealer Begleiter für die alpine Küche. Ab 26,50 Euro pro Flasche. Uns gefallen auch die Weißen des Hauses.

ALKOHOLISCHES ERFRISCHUNGSGETRÄNK

2025 feierte Mo’s aus Dornbirn mit seinem milden Lagerbier „Hell Yeah!“ und dem Motto „Straight outta Vorarlberg“ Premiere. Nun gibt’s den neuen Easy Drink „Cherry Baby!“ mit fruchtig-herb-erfrischendem Sauerkirschgeschmack dazu. Gesehen bei SPAR um 1,19 Euro für die 0,33-Liter-Flasche.

IM

EINKLANG MIT DER NATUR

Gemeinsam mit dem Start-up Feral hat der Südtiroler Sternekoch Norbert Niederkofler ein neues alkoholfreies Getränk auf den Markt gebracht, das auf den Namen „Feral No. 6: Cook the Mountain“ hört. Drin sind unter anderem fermentierte Weiße Bete, Lindenhonig, Latschenkiefer, Fenchelsamen und Apfelessig. Die 750-ml-Flasche gibt’s um 26 Euro. Weitere Infos und mehr fermentiertes Flüssiges unter www.feral-drinks.com

Aldo Sohm & Christine Muhlke Prestel Verlag, 288 Seiten, EUR 32,90

Bereits 2020 hat sich Aldo Sohm in „Einfach Wein“ mit der wunderbaren Leichtigkeit des Weins beschäftigt und einen illustrierten Guide vorgelegt, in dem er profundes Know-how in einen launigen Ratgeber verpackt hat. Fein geschriebene Texte und anschauliche Grafiken inklusive. Mit der Fortsetzung „Einfach Wein – genießen & perfekt kombinieren“ zeigt der Spitzensommelier auf zugängliche und unterhaltsame Weise, wie man in jeder Situation den passenden Wein auswählt – ob im Restaurant mit umfangreicher Weinkarte oder beim Griff zur Flasche für die private Dinnerparty. Das Schöne: Er gibt keine konkreten Weintipps zu bestimmten Speisen, sondern lehrt die Leser, selbst wie ein Sommelier zu denken. À votre santé!

ZUM AUTOR: Der gebürtige Tiroler Aldo Sohm ist einer der renommiertesten Sommeliers der Welt. Er ist Weindirektor des mit drei Michelin-Sternen ausgezeichneten New Yorker Restaurants Le Bernardin und Teilhaber der Aldo Sohm Wine Bar. 2007 zeichnete ihn die American Sommelier Association als Best Sommelier in America aus, 2008 wurde er von der Worldwide Sommelier Association zum besten Sommelier der Welt gekürt. Er ist Preisträger des renommierten Gastronomiepreises James Beard Award. www.aldosohm.com

AB IN DIE SCHÜSSEL

Ursprünglich kommt die Poke Bowl aus Hawaii, mittlerweile sind die Schüsselgerichte zum internationalen Foodtrend geworden. Auch daheim. Wir servieren sie am liebsten im Set von ASA, das wir im APFIs in Wattens gefunden haben. 32,95 Euro.

TISCHDEKO

Auf einem schön gedeckten Tisch darf eines nicht fehlen: Kerzen! Verwurzelt in britischer Tradition und zeitlosem Design zelebrieren die Kerzen von Pygmalion Kreativität, Qualität und die Schönheit des gemeinsamen Lebens. Jede Kerze wird mit natürlichem Wachs, Dochten aus 100 Prozent Baumwolle und natürlichen Farbstoffen handgemacht. Zu finden im House of Ambacht in Innsbruck. 32,90 Euro.

TELLER LÜGEN NICHT.“

Dan Barber

WÜRZ DICH GLÜCKLICH

Die Salze von Nicolas Vahé sorgen auf jedem Gericht für das perfekte i-Tüpfelchen. Wir mögen auch die Aufmachung sehr. Verschiedene Sorten um je 15,95 Euro ins Körbchen gepackt im APFIs.

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„Fine Dining“, also das noble, elegante Dinieren am Abend, macht gerade eine schwierige Zeit durch. Neue Konzepte und spannende Ideen sind gefragt. Gustav Jantscher, hochdekorierter Koch am Arlberg, hat für sich eine Antwort gefunden. Man könnte das Ganze „Fun Dining“ nennen. Es funktioniert so: Im unteren Bereich der Galzig-Abfahrt in St. Anton steht eine stattliche Hütte, die zum Gastroangebot des ehemaligen Skizampanos Mario Matt gehört. Ab 15 Uhr wird die Terrasse zur Showbühne, Tänzerinnen tanzen, DJs legen auf und die Ski-Party-Tigerinnen und -Tiger singen zu AprèsSki-Hits wie „Wie heißt die Mama von Niki Lauda?“. Davor aber, in einem kleinen Bereich drinnen in der Hütte, schickt Jantscher ein Gourmetmenü der Sonderklasse aus der Küche. Jantscher ist leidenschaftlicher Jäger, Sammler und Züchter, und das spürt und schmeckt man bei jedem Gang. Die Butter wird am Kieferknochen vom Rotwild serviert, der Steinbock kommt als enorm intensive und kompakte Essenz samt Milzschnitte. Längst ein Klassiker des Kochs. Beim Gang mit der Taube kombiniert der Koch Herz und Brust, dazu Granatapfel und Stangensellerie. Ein Highlight ist sicher die Gams. Neben traditionellem Filet liegt auch geröstete Gamsniere am Teller. In Pfeffersauce mit Tamarillo-Schupfnudeln. Nichts, nicht ein einziger Gang ist, was man auf einer Skihütte erwarten würde. Genau das macht den Besuch so empfehlenswert.

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ANSITZ HEUFLER, ANTHOLZ

In der ersten Stube rechts, im Eck, steht ein Tisch, der sich von den anderen deutlich unterscheidet. Keine weiße Tischdecke. Nur altes, wunderschönes Holz. Es ist der Stammplatz, den der Hausherr, Norbert Niederkofler, sich auserkoren hat und hier oft seine Schlutzkrapfen oder den Graukäse genießt. Immerhin sind wir im Ahrntal, und der Graukäse spielt eine zentrale Rolle in der kulinarischen DNA der Region. Danach spielt er mit Freunden Karten. Ein „Chef‘s Table“ der etwas anderen Art, sozusagen. Dass der Chef hier gerne einkehrt, verwundert nicht. Die Speisekarte ist eine Hommage an die bodenständige Küche Südtirols. Geführt wird der Ansitz Heufler vom Osttiroler André Cis, einem ausgewiesenen Profi in Sachen Wein und Gastlichkeit. Kurz gefasst: Der Ansitz Heufler ist ein Refugium und Entschleunigungsgarant. Ein Buch, Zeit und für den Abend etwas Appetit. Mehr ist nicht notwendig. ANTHOLZERSTRASSE 24, I - 39030 RASUN/ANTHOLZ, INFO @ ANSITZHEUFLER.COM, WWW.ANSITZHEUFLER.COM

ANSITZ 12, LIENZ

Bis Ende letzten Jahres wurde das Wirtshaus von Josef Mühlmann als „Goldener Stern“ betrieben. Ein Wiederbelebungsprojekt eines historischen Gasthofs. Anfang Jänner haben Anita und David Senfter den Stern übernommen und bespielen die ehrwürdigen Stuben mit ihrem „Ansitz 12“. Für David Senfter und Josef Mühlmann ist das nicht die erste Zusammenarbeit. Senfter war Mühlmanns Souschef am Gannerhof und hat dort die kulinarische Linie mitgestaltet. Danach ging er ins Hebbo nach Südtirol, wurde dort, in Südtirol, Gault&Millau-Newcomer des Jahres und kehrte danach in seine Heimat nach Osttirol zurück. Da ist er jetzt, in Lienz, und erfreut die Gaumen seiner Gäste mit einer Küche, die die Seele wärmt. Für den Service ist Davids Frau Anita verantwortlich. Eine Gastgeberin, wie sie im Buche steht. Professionell, kompetent, herzlich und sympathisch. SCHWEIZERGASSE 40, 9900 LIENZ, INFO @ ANSITZ12.AT, WWW.ANSITZ12.AT

JÜRGEN SCHMÜCKING ist Journalist und Fotograf, seine Themen sind Kulinarik, Gastronomie und Landwirtschaft. Ihn interessiert, wo und wie Lebensmittel hergestellt werden, wie sie schmecken und auf welchen Wegen sie die Gaumen der Konsument*innen erreichen. Außerdem ist er Chief Inspector für den Restaurantführer Gault&Millau in Österreich und Südtirol und macht ganz wunderbare Fotos. Wenn noch Zeit bleibt, schreibt (oder fotografiert) er Bücher.

DILON NICE ATTITUDE CLUB, INNSBRUCK

Am Anfang ist alles ein wenig mysteriös. Nein, mysteriös ist das falsche Wort. Ungewohnt. Neu. Man kennt die Location nicht. Auch nicht, was an dem Abend serviert werden wird. Und schon gar nicht kennt man die Menschen, mit denen man den Abend verbringen wird. Genau so startet der Abend. Eindeutig außerhalb jeglicher Komfortzonensicherheit. „Soziale Choreographie“, „Culinary Storytelling“ oder „Food Stageing“ nennen die Veranstalter das. Und es funktioniert. Beim Eintreffen kann es passieren, dass man eingeladen wird, der Person, die danach kommt, die Hände zu waschen. Im Raum selbst haben lange Tafeln einzelne Tische abgelöst. Bewegung und Veränderung statt eingefahrener Muster. Es kann sein, dass es von jedem Wein jeweils nur eine Flasche gibt und dass man sich nicht selbst nachschenken darf. Man ist vielmehr dafür verantwortlich, dass das Glas anderer stets voll ist. Rituale, die ihre Wurzeln in anderen Kulturen haben und die uns dabei helfen könnten, aus der instagrambedingten Scheuklappenhaltung auszubrechen.

Maja und Christian Schärmer sowie Thomas Bonora, drei Kreative mit Sitz in Innsbruck, sind für den Dilon Nice Attitude Club verantwortlich. „Dilon“ ist dabei ein Hybridwort aus Dinner und Salon. Auf der Website kann (und sollte) man sich für eine Teilnahme bewerben.

MARIA -THERESIEN - STRASSE 6, 6020 INNSBRUCK, NICE @ DILON.CLUB, WWW.DILON.CLUB

Der Einfluss des Obst- und Gemüsemarktes auf unseren Alltag

Reife Erdbeeren im Winter, knackiger Salat am frühen Morgen oder Früchte aus fernen Ländern bereichern unseren Speiseplan. Dieser Handel prägt unseren Alltag weit über den reinen Verkauf hinaus. Der Fruchthof Innsbruck verdeutlicht die enge Verknüpfung zwischen täglicher Ernährung, moderner Lebensweise und dem Transport der Waren.

Der Markt sichert die Versorgung der Menschen in der Region mit frischen Lebensmitteln. Produzenten, Großhändler sowie Abnehmer kommen hier zusammen, um die Ware schnellstmöglich weiterzugeben. Obst, aber auch Gemüse verdirbt leicht. Ihre Güte entscheidet sich auf dem Feld und hängt zusätzlich von einem zügigen, reibungslosen Transport ab. Gesundes Leben gewinnt an Bedeutung, weshalb diese Märkte immer wichtiger erscheinen. Viele Menschen greifen bevorzugt zu Obst

Frische, Logistik und kurze Wege

sowie Gemüse aus der Nachbarschaft, das gerade Saison hat. Die Anbieter passen ihre Auswahl genau an diesen Bedarf an. Kurze Wege vom Feld in das Regal, tägliche Lieferungen und der schnelle Verkauf verhindern lange Liegezeiten in dunklen Hallen. Diese Logistik garantiert die Knackigkeit der Waren.

Der Handel mit Obst und Gemüse zeigt deutlich, wie die Menschen aktuell leben. Indem er der Sehnsucht nach einer gesunden Ernährung die Möglichkeiten einer mobilen und urbanen Welt widerspiegelt, möchte er aufzeigen, dass frische Lebensmittel gerade dann zur Verfügung stehen müssen, wenn sie wirklich benötigt werden.

So zeigt sich: Der Markt ist kein statischer Ort, sondern ein lebendiges System in Bewegung. Zwischen Kisten, Paletten und Transportwegen wird sichtbar, wie Ernährung, Mobilität und moderner Lifestyle zusammenwirken.

Die volle Vitalität der Keimlinge

Durch einen natürlichen Keimprozess von Korn- und Saatgut vermehren sich Vitamine und Mineralstoffe um ein Vielfaches. Bei den Brotbuben kommen diese dann sogar ins Brot!

Die meisten unserer feinen Brot- und Gebäckspezialitäten enthalten diese gekeimten Energiebündel. Schonend getrocknet und vermahlen werden die Keimlinge dem Brotmehl beigemischt. Unsere Semmlinge sind damit fast so vital wie Vollkornbrot, die Krume bleibt aber weiß. Auch im Wurzelbrot sind die Keimlinge zu finden – die Brote & Gebäcke erhalten dadurch auch eine bessere Frischhaltung.

Kulinarischer Hochgenuss

Erlesenste Zutaten in ihrem unverfälschten Geschmack zu unvergesslichen Gaumenfreuden zu kombinieren, zählt wohl zur höchsten Schule der Kochkunst. Im Restaurant Fischiff werden Gäste immer wieder aufs Neue mit kulinarischen Hochgenüssen und exquisiten Kompositionen verzaubert.

Dem Genuss erlesenster Fischspezialitäten und fangfrischer Meeresdelikatessen sind der Haubenküche im Fischiff schon viele Gäste verfallen, darum werden auch die meisten zu Wiederholungstätern. Es bietet den idealen Rahmen für Feiern aller Art, bei denen der kulinarische Genuss die Hauptrolle spielt – mittags und am Abend.

Hörtnagl – Tradition trifft Genuss

Hörtnagl steht seit über 163 Jahren für beste Wurst- und Fleischwaren. Unser Fleisch stammt zu 100 % aus heimischer Landwirtschaft, und wir legen höchsten Wert auf Qualität, Regionalität und Nachhaltigkeit, das Sortiment reicht von traditionellen Tiroler Wurstspezialitäten bis zu feinen Schinken- und Fleischprodukten. Filialleiter Kay Schönherr und sein Team freuen sich darauf, Sie persönlich und kompetent zu beraten. TIPP: Von MO bis FR gibt es leckere Mittagsmenüs zu € 11,50, Mittwoch ist z. B. Schnitzeltag. Für das aktuelle Menü einfach QR Code scannen.

Der Geschmack von Frühling

So fühlt sich Ostern mit AperOlivo an. Sonnengereifte Oliven, cremige Dips und fein marinierte Antipasti bringen ein Gefühl mediterraner Leichtigkeit. AperOlivo – ein Gefühl von Dolce Vita, das man am besten gemeinsam erlebt. Kein Übermaß. Keine Kompromisse. Nur natürliche Zutaten, zeitlose Aromen und die Freude am Teilen.

Feinster Schafskäse, veredelt mit aromatischen Kräutern und goldenem Olivenöl – das ist purer, ehrlicher Genuss. Inspiriert von der mediterranen Küche braucht es nicht mehr. Denn: Qualität braucht keine Inszenierung – nur beste Zutaten.

Klebrig, süß und unwiderstehlich

Sticky Rice ist in Südostasien allgegenwärtig. Er wird zum Frühstück gegessen, als Snack zwischendurch oder als süße Nachspeise. Jeder, der schon einmal in Thailand war, kennt den Klassiker in der beliebten Kombination aus reifer Mango, Reis und Sesam. Der Klebereis hat eine klebrige, fast „Sushi-Reis“-ähnliche Textur, die die süße Kokosmilch aufsaugt und dadurch extrem köstlich wird. Die frische Mango durchschneidet die Reichhaltigkeit und gibt einen frischen Kick. Bei der Thai-Kitchen im Fruchhof gibts das himmlisch-cremige Dessert jetzt wieder. Es ist dazu noch vegan und glutenfrei. Lass Dich vom Duft verzaubern – ein Löffel und Du bist in Thailand.

Serviceleiterin Astrid Cappella und Chefkoch Reinhard Hamun

Kurz BÜNDIG

Life & Style in kleinen Dosen, häppchenweise Genuss, Kunst & Kultur und andere feine Dinge.

BARFUSS IN DEN FRÜHLING

In Monaten ohne „R“ im Namen darf man wieder barfuß laufen, sagt man. Mit den Schuhen von Vivobarefoot geht das das ganze Jahr. Gegründet wurde die Barfuß-Brand vor einigen Jahren von Galahad Clark, Schuster in siebter Generation aus der legendären Clark-Schuhdynastie. Sein Ziel: Minimalistische Schuhe, die den natürlichen Bewegungsablauf unterstützen, um die ursprüngliche Funktion der Füße wiederzuerlangen, die durch das Tragen herkömmlicher Schuhe vielfach verloren gegangen ist. Das hat er geschafft und noch dazu richtig lässig. Viele haben beim Wort Barfußschuhe zwar funktionale, aber wenig schöne Schuhe im Kopf, Vivobarefoot hat nebst der Funktionalität auch das Design im Blick. Wir tragen unsere Vivos selbst seit Längerem als Best Buddys beim (Fitness-)Training oder als Lifestyle-Variante im Alltag und können sie vollumfänglich empfehlen. Wer mag, geht damit auf Wanderschaft oder zum Trailrunning, die Modellauswahl ist riesig. Weil die Schuhe vorne breiter sind als herkömmliche, kann es sein, dass man sie eventuell eine Schuhgröße kleiner braucht. Für den Frühling haben wir die Sneakers jedenfalls schon bereitgestellt. Die sind zwar wasserabweisend, für den Winter ungefüttert allerdings ein bisserl zu kalt. Wir freuen uns, wenn sie wieder an unsere Füße dürfen.

Alexander Plaikner (li.) und Peter Heimerl (re.), beide UMIT TIROL –Campus Landeck, mit dem Siegerteam

GUTE IDEE!

Nach einem Jahr Pause ist die Lehrveranstaltung „Unternehmensgründung und Unternehmertum“ in neuer, weitergedachter Form zurück am Campus Landeck der Universität Innsbruck und UMIT Tirol. Innerhalb eines Semesters entstehen im Zuge dessenBusinesspläne, Prototypen und mutige Konzepte – getragen von Kreativität, Innovationsgeist und unternehmerischem Mut. Die jungen Teams zeigen eindrucksvoll, wie viel Potenzial in nachhaltigen, regionalen und tourismusnahen Ideen steckt. Beim großen Finale Anfang Februar präsentierten sechs Studierendenteams und ein Jungunternehmer ihre Projekte vor einer hochkarätigen Jury. Als Sieger gingen schließlich RegioTaste, eine digitale Plattform zur Vernetzung von Landwirtschaft, Gastronomie und Hotellerie, die Tiroler Skireise, ein Brettspiel rund um Tirols Skigebiete, sowie ResQ Kitchen als innovatives Food-Rescue-Konzept hervor. Bravo!

Obmann Hannes Kerschdorfer, der künstlerische Leiter Edwin Hochmuth, Festivalleiterin Gabi Schiestl, Regisseur Martin Leutgeb und die drei Hauptdarsteller Marcus Freiler, Heinz Tipotsch und Michael Krause präsentierten das Programm, auf dem heuer insgesamt 24 Veranstaltungen stehen.

WENN KONTROLLE ZUR KOMÖDIE WIRD

Das Zillertaler Kulturfestival „stummer schrei“ hat sich längst über die Grenzen des Tals hinaus einen Namen gemacht und schafft es immer wieder, ein wirklich lässiges Programm mit Haltung und Humor zusammenzustellen. Nach einem erfolgreichen Festivalsommer 2025 bietet das Programm von 5. Juni bis 1. August 2026 erneut Komödien, Kabarett und Konzerte. Im Zentrum steht dabei das neue Hauptstück im atmosphärischen Dorfbäckstadl: „Die Revision“, eine freie Bearbeitung von Nikolai Gogols Klassiker „Der Revisor“, wird von Martin Leutgeb inszeniert. Programm und Tickets unter www.stummerschrei.at

WAS BLEIBT, WENN GENERATIONEN WECHSELN

Die drei Schwestern Anna, Lisa und Pia haben schon vor einiger Zeit die Entscheidung getroffen, die etablierte Tiroler Gemüsekiste in der zweiten Generation gemeinsam weiterzuführen. „Für uns ist es nicht nur ein Familienunternehmen, es ist das Lebenswerk unserer Eltern, ein Geflecht aus Menschen, Erfahrungen und Vertrauen, das über viele Jahre gewachsen ist. Was hier weitergegeben wird, sind nicht nur Aufgaben und Verantwortung, sondern auch Haltung, Werte und die Überzeugung, dass gute Lebensmittel und Ehrlichkeit wertgeschätzt werden“, sagen die drei. Die Tiroler Gemüsekiste steht dabei sinnbildlich für das Miteinander. Sie verbindet Produzent*innen und Konsument*innen, Feld und Küche. Jede ausgelieferte Kiste erzählt davon, dass regionale Landwirtschaft nur dann bestehen kann, wenn viele daran glauben und sie mittragen. „Nun liegt es an uns, mit unserem täglichen Engagement, unseren Entscheidungen und unserer Führung die ersten Fußabdrücke für die Tiroler Gemüsekiste in der nächsten Generation zu hinterlassen. Am Ende bleiben der Mut und die Hoffnung, dass das Familienunternehmen in Zukunft mehr ist als nur ein Betrieb – nämlich ein Stück gelebter Geschichte mit Zukunft.“ Schön!

KUNST SICHTBAR MACHEN

Die Tage der Offenen Ateliers in Tirol (TOA) haben sich seit ihrer Gründung im Jahr 2020 zu einem fixen Bestandteil der Tiroler Kulturlandschaft entwickelt. Initiiert wurden sie erstmals 2020 vom kulturnetzTirol unter der Leitung der Architektin und Künstlerin Helga Madera in Kooperation mit weiteren Tiroler Kulturvereinen. Ziel war es von Beginn an, zeitgenössische Kunst sichtbar zu machen, direkte Begegnungen zu ermöglichen und einen niederschwelligen Zugang zu künstlerischem Schaffen zu eröffnen. Auch 2026 präsentieren wieder zahlreiche Künstler*innen ein vielfältiges Spektrum von Malerei und Grafik über Bildhauerei, Objektkunst und Fotografie bis hin zu Glaskunst und Schmuckdesign. Das besondere Ausstellungsformat ermöglicht Besucher*innen einen Einblick in das kreative Schaffen und den direkten Austausch mit den Kunstschaffenden in Ateliers, Werkstätten und Ausstellungsräumen. Stattfinden werden die Tage der Offenen Ateliers am 9. und 10. Mai quer über das gesamte Bundesland. Reinklicken unter www.kulturnetztirol.at

KLANGSTARK

Dovlet Nurgeldiyev als Idomeneo und Oliver Sailer als Die Stimme/ Neptun

Mit Idomeneo steht aktuell Mozarts Lieblingsoper am Spielplan des Tiroler Landestheaters. Mozart ist erst 24 Jahre alt, als er den Kompositionsauftrag für das Stück erhält, mit dem ihm ein Werk von überwältigender musikalischer Kraft gelungen ist. Die Arien sind psychologisch tief gezeichnet, die Chöre erschüttern durch ihre Wucht und die Orchesterfarben sind so reich, dass man das Meer tosen und die inneren Kämpfe der Figuren spürt. Auch die Handlung ist intensiv: Nach dem Trojanischen Krieg gerät König Idomeneo in einen Sturm und gelobt Neptun ein Opfer: das erste Lebewesen an Land –seinen Sohn Idamante. Zwischen Liebe, Eifersucht und göttlicher Rache droht Kreta zu zerbrechen. Doch am Ende siegt die Menschlichkeit. In der Titelpartie gibt der deutsch-turkmenische Tenor Dovlet Nurgeldiyev, der regelmäßig an renommierten Häusern wie der Bayerischen Staatsoper und der Berliner Staatsoper gastiert, sein Rollendebüt am Landestheater. In der Regie trifft Henry Mason auf Jan Meier, Ausstattungschef der Salzburger Festspiele. Premiere war am 14. Feber, gespielt wird bis 24. April im Großen Haus. www.landestheater.at

ÖTZTAL ZUM BLÄTTERN

Jetzt im Frühling, oder wie man im Ötztal sagt, im Spätwinter, wenn die Bäche wieder mehr Wasser ins Tal führen, wird einem die immense Bedeutung des Wassers für das Leben in den Bergen und darüber hinaus wieder stärker bewusst. Alles Leben hat im Wasser seinen Ursprung – eine wissenschaftlich belegte Tatsache. Der Sölder Fotograf Ernst Lorenzi hat in sechseinhalbjähriger Arbeit die Wege dieses Wassers nachgezeichnet und es in einen faszinierenden Bildband gepackt, der zugleich ein Lesebuch ist. „Ötztaler Wasser Vertikal“ ist 400 Seiten geballtes Wissen über das Wasser des Ötztals. Und weil Ernst Lorenzi auch mit dem Spektakel „Hannibal“ am Rettenbachferner eng verwoben ist, gibt es zum 25-jährigen Jubiläum des Gletscherschauspiels, das heuer am 10. April stattfindet, ein Buch, in dem man sich auf 200 Seiten durch ein Vierteljahrhundert Hannibal blättern kann. Die Bücher gibt es um 87 Euro bzw. 45 Euro direkt unter lorenzi@soelden.at.

© ANDREAS GÄNSLUCKNER, REGINA UNTERGUGGENBERGER

TRENDS UND INNOVATIONEN

Mit dem Tiroler Autosalon 2026 auf der Tiroler

Frühjahrsmesse vom 12. bis 15. März vereint Westösterreichs größte Autoschau wieder alle wesentlichen Marken in der Messe Innsbruck und präsentiert auf über 8.000 Quadratmetern die neuesten Modelle und Technologien. Von Elektroautos über Hybridmodelle bis hin zu sparsamen Verbrennern bietet der Autosalon eine umfassende Vielfalt. Dabei stehen Fachleute bereit, um zu beraten, Mobilitätsexperten geben Einblicke in alternative Antriebe und Verkehrssicherheit. Ein eigens errichteter Lounge-Cube vor der Messe dient außerdem als Raum für persönliche Beratungsgespräche mit den Tiroler Autohäusern. Infos unter www.fruehjahrsmesse.at

BIO-BURGER

Mit dem Burgerladen Ludwig in der Museumstraße gibt’s in Innsbruck seit Jahresanfang das erste Restaurant, das mit dem BIO-AUSTRIA-Zertifikat ausgezeichnet wurde. Seit dem Start im Jahr 2014 bekennt sich Inhaberin Angela Hauser klar zu Bio und Regionalität, jetzt ist das Ganze auch offiziell bestätigt. Im Ludwig wird ausschließlich Sonnberg Bio-Fleisch verwendet, die Buns kommen frisch von der Altstadt-Bäckerei Kröll und die Fries werden aus hochwertigen Bio-Kartoffeln vom Biohof Lumperer in Fritzens handgeschnitten. Durch die BIO-AUSTRIA-Zertifizierung im Dezember 2025 verpflichtet sich Ludwig Innsbruck zu den strengsten Bio-Richtlinien Österreichs. „Bio ist für uns kein Trend, sondern eine Haltung“, sagt Angela Hauser.

In der Sound-Gallery des AUDIOVERSUM ScienceCenter Innsbruck vebinden sich in „melt with me“ bildende Kunst und Sounddesign in kongenialer Weise.

WASSER IN BILD UND KLANG

Im Mittelpunkt der aktuellen Ausstellung „melt with me“ im AUDIOVERSUM Science Center in Innsbruck steht Wasser und das in all seinen Zuständen und Klängen. Die wunderbare Tiroler Künstlerin Hannah Philomena Scheiber verwandelt die Sound-Gallery dabei mit ihren raumfüllenden Bildern in eine immersive Landschaft aus Berg, Gletscher und Meer, in der Malerei, Klang und Raum miteinander verschmelzen. Gemeinsam mit Kuratorin Julia Sparber-Ablinger und Sounddesigner Peter Johannes Kollreider wird Wasser nicht nur sicht-, sondern vor allem hörbar: tropfend, fließend, schmelzend – und manchmal ganz still. Die Installation lädt dazu ein, bewusst zuzuhören und für einen Moment aus dem schnellen Alltag auszusteigen. Entstanden ist ein poetisches Erlebnis über Wandel, Zeit und das fragile Gleichgewicht zwischen Mensch und Natur. Bis Ende August lädt die Ausstellung zu einer sinnlichen Reise durch Klang und Verwandlung ein, gemeinsam mit der Künstlerin hat das AUDIOVERSUM auch eine Podcastfolge gedreht. Unbedingt reinhören. www.audioversum.at

LESE LIEBER UNGEWÖHNLICH!

Manche Bücher unterhalten oder berühren, andere machen klüger. Und einige tun alles zugleich. Unsere Tipps von leisen Geschichten zum Wohlfühlen über kluge Gedanken zum Weiterdenken bis hin zu fesselnden Pageturnern zum Abtauchen. Für ruhige Abende, lange Bahnfahrten und kleine Auszeiten.

RAUHNÄCHTE

ELLEN SANDBERG, PENGUIN VERLAG, 352 SEITEN, EUR 22,70

„Sie darf das nie erfahren. Du hast es mir versprochen.“ Ein Satz als Auslöser für die gesamte Handlung – geheimnisvoll, bedrohlich und emotional aufgeladen. An Heiligabend erfährt die 22-jährige Pia zufällig, dass sie adoptiert wurde. Erschüttert von der Lüge ihrer Eltern reist sie nach Wasserburg am Inn, um ihre Herkunft zu erforschen. In der mystischen Atmosphäre der Rauhnächte, in denen oft alte, gut gehütete Geheimnisse an die Oberfläche drängen, stößt sie auf düstere Hintergründe rund um ihre leibliche Mutter und gerät selbst in Gefahr. Ellen Sandberg verbindet Spannung mit emotionaler Tiefe und legt einen atmosphärisch dichten Roman vor, der bis zum Ende fesselt.

Zur Autorin: Lidia Yuknavitch, geboren 1963, ist preisgekrönte US-Autorin mehrerer Romane, Kurzgeschichten und des gefeierten Memoirs „In Wasser geschrieben“. Ihr TED-Talk „The Beauty of Being a Misfit“ wurde mehr als zwei Millionen Mal angeschaut. Yuknavitch lehrt an der University of Oregon Kreatives Schreiben, Literaturwissenschaft und Womens Studies. Sie ist eine hervorragende Schwimmerin.

SCHLÄGE

LIDIA YUKNAVITCH, BTB VERLAG, 208 SEITEN, EUR 14,40

Lidia Yuknavitch zählt zu den herausragenden neuen weiblichen Stimmen der amerikanischen Literatur und ist in Inhalt wie Sprache gleichermaßen unerschrocken. In „Schläge“ schreibt sie roh, furchtlos und körpernah. Ihre Figuren taumeln durch Schmerz, Begehren, Verlust und Selbstzerstörung und ringen dennoch um Würde und Heilung. Ihre Texte sind direkt, manchmal brutal, zugleich poetisch verdichtet. Yuknavitch scheut keine Tabus und zwingt dazu, genau hinzusehen: auf Körper, Abhängigkeit, Trauer und Überleben. Eine verstörende, kraftvolle Sammlung, die lange nachhallt.

Robert Steffen ist ein international gefragter Keynote-Speaker und Experte für „Speaking with Purpose“. Der studierte Theologe verbindet tiefgehende Inhalte mit prägnanter Rhetorik und hilft Unternehmen und Expert*innen, ihre Botschaften authentisch zu vermitteln. Als Speaking-Coach bei TEDx und Trainer bei Greator, der größten deutschsprachigen Speaking-Plattform, teilt er sein Wissen mit neuen Rednergenerationen.

DAS ESPRESSO-PRINZIP

ROBERT STEFFEN, FRANKFURTER ALLGEMEINE

BUCH, 240 SEITEN, EUR 28,–

Robert Steffen begleitet seit vielen Jahren Menschen auf die kleinen und großen Bühnen dieser Welt und hat daraus eine Erkenntnis gewonnen: Wirksame Kommunikation funktioniert wie ein Espresso. Ein guter Espresso beginnt mit sorgfältig gerösteten Inhalten und einer geklärten Persönlichkeit. Er braucht eine klare Struktur, um Essenz zu extrahieren. Und er verlangt eine bewusste Präsentation, die Präsenz erzeugt und eine Botschaft mit Energie auf die Bühne bringt. Ein kluges Buch über die Fähigkeit, zu kommunizieren.

„ES KOMMT DARAUF AN, EINEM BUCH IM RICHTIGEN AUGENBLICK ZU BEGEGNEN.“

Hans Derendinger

IST HIER NOCH FREI?

FRANZ HOHLER, BTB VERLAG, 384 SEITEN,EUR 14,40

Das Buch versammelt pointierte Theaterstücke über Menschen in absurden, oft tragikomischen Situationen. Mit feinem Humor und viel Empathie zeigt Franz Hohler, wie nah Komik und Abgrund beieinanderliegen. Ob nach einem Zugunglück, im Callcenter oder in der Hochzeitsnacht. Hohler beobachtet scharf und schreibt dialogstark, manchmal leicht überspitzt, aber stets menschlich. Eine kluge, unterhaltsame Sammlung mit Tiefgang. Die Dialogform muss man natürlich mögen.

STURMSCHREIE

TINA N. MARTIN, BLANVALET, 576 SEITEN, EUR 17,50

Tina N. Martin wurde 1980 geboren und lebt in Boden an der schwedischen Grenze zu Finnland. Dort spielt auch ihre Reihe rund um Kriminalkommissarin Idun Lind, die in „Apfelmädchen“ erstmals ermittelt hat. „Sturmschreie“ ist der vierte Band, alle Bücher funktionieren aber auch eigenständig. Und wie man es von nordischen Thrillern kennt, ist auch der hier packend-spannend und thematisch topaktuell.

HÖRST DU DEN SCHREI?

JØRN LIER HORST & JAN-ERIK FJELL BLANVALET, 368 SEITEN, EUR 17,50

Lier Horst und Fjell erzählen einen packenden Thriller um alte Geheimnisse, falsche Verdächtigungen und dunkle Abgründe. Die Ermittlungen des Podcasters Markus Heger, der hier seinen ersten Fall in Angriff nimmt, sind spannend konstruiert, die norwegische Kulisse sorgt für eine beinahe beklemmende Stimmung. Der Nr.-1-Bestseller aus Norwegen. Aus Gründen!

Sachbuch

Marc Elsberg wurde 1967 in Wien geboren. Er war Strategieberater und Kreativdirektor für Werbung in Wien und Hamburg sowie Kolumnist der österreichischen Tageszeitung „Der Standard“. Heute lebt und arbeitet er in Wien. Mit seinem internationalen Erfolgsroman „Blackout“ etablierte er sich als Meister des Thrillers. Seitdem ist jedes seiner Bücher ein Bestseller und er ein gefragter Gesprächspartner für Politik und Wirtschaft.

DIE SPUR DER ANGST

KATHY REICHS, HEYNE VERLAG, 352 SEITEN, EUR 24,70

1997 ist Kathy Reichs erster Roman „Tote lügen nicht“ rund um Dr. Temperance „Tempe“ Brennan erschienen, nun ist der mittlerweile 24. Band am Start und es wird kein bisschen langweilig. In der aktuellen Geschichte führt eine Serie grausiger Tiertötungen Tempe Brennan auf die Spur eines Mörders, der vor nichts zurückschreckt. Reichs erzählt gewohnt forensisch detailreich, routiniert und temporeich, sodass man ihrer Hauptfigur gern durch die komplexe und unheimliche Handlung folgt. Ein intelligenter Thriller mit Tiefgang. Tempe Brennan bildet übrigens die Vorlage für die Serie „Bones – die Knochenjägerin“.

EDEN

MARC ELSBERG, BLANVALET, 768 SEITEN, EUR 28,50

„In ‚Eden‘ geht es darum, was geschieht, wenn die lebendigen Grundlagen unserer Gesellschaft und unseres Wohlstandes bröckeln oder verschwinden. In ,Blackout‘ reißen nur die Stromnetze und uns ging der Strom aus, in ‚Eden‘ reißen die Netze des Lebens selbst und uns geht die Natur aus. Wie man sich vorstellen kann, hat das Folgen“, beschreibt Marc Elsberg seinen neuen Roman. „Eden – wenn das Sterben beginnt“ besticht durch seine Mischung aus Thriller-Tempo und Elsberg-gewohnter akribischer (Wissenschafts)Recherche. Ein fesselnder, nachdenklich stimmender Roman, der zeigt, wie fragil unsere Welt ist!

DAS SIGNAL

URSULA POZNANSKI, KNAUR VERLAG, 400 SEITEN, EUR 25,50

Die Wienerin Ursula Poznanski zählt du den erfolgreichsten heimischen Spannungsautorinnen und legt jährlich je einen Jugend- und Erwachsenenthriller vor. Mit „Das Signal“ ist ihr ein raffiniertes Thriller-Kammerspiel gelungen, das zwischen echter Gefahr und Paranoia mäandert. Nach einem Unfall verliert Innenarchitektin Viola Decker ein Bein, ihr Mann Adam kümmert sich rührend. Doch tut er das tatsächlich?

ES GIBT VIELE GUTE GRÜNDE FÜR IHREN EINKAUF BEI TYROLIA

Weil wir Lese-Inspirationen, buchbegeistertes Fachpersonal und persönliche Lese-Empfehlungen für Sie haben.

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PORSCHE

Der Porsche 911 GT3 Touring ist ein puristischer Hochleistungssportwagen, der die Brücke zwischen Alltagstauglichkeit und Motorsport auf einzigartige Weise schlägt. Die Lackierung in einem dezenten, hellen Silbergrau betont die markante Linienführung, während die tiefe Frontschürze, die großen Lufteinlässe und das bündig eingepasste Aerodynamikpaket den Fokus auf Performance unmissverständlich klarstellen, beschreibt „Spektakulär“-Autor Michael Dörrenberg.

HARDFACTS: Heckantrieb, 4,0-Liter-Sechszylinder-Boxermotor, 500 PS bei 8.250 U/min, 460 Nm maximales Drehmoment, 3,4 Sekunden von 0 auf 100, 320 km/h Spitze

DIE STRASSE ALS ERLEBNIS!

Alpenpässe sind mehr als nur Straßen auf Berge(n). Sie zu erleben, ist eine Fahrt zwischen Mythos, Maschinen und Momenten. Ein Buch nimmt mit auf Entdeckungsfahrten durch die Dolomiten und Norditalien, zeigt Routen, ikonische Sportwagen und kulinarische Empfehlungen. Der Titel „Spektakulär“ trifft es dabei genau.

ÜBER DEN ÖTZTALER GLETSCHER NACH MERAN

Die Ötztaler Gletscherstraße ist ein hochalpiner Ritt bis an die Grenzen des ewigen Eises. Wer mag, schaut oben im 007 Elements vorbei. Hinauf aufs Timmelsjoch, das geheime Tor zwischen Norden und Süden. Die sechs monolithischen Skulpturen von Architekt Werner Tscholl der „Timmelsjoch Erfahrung“ sind unbedingt einen Stopp wert, ebenso wie das Top Mountain Crosspoint als höchstgelegenes Motorradmuseum Europas. Schwungvolle Kurven führen weiter zum Jaufenpass und über das Penser Joch in die Welt der Südtiroler Alpen. Dort, im Südtiroler Sarntal, liegt das Terra, ein exklusives Hotel und Sternerestaurant, das seinen Beinamen „The Magic Place“ völlig zu Recht trägt. Nach dem Mendelpass Richtung Gampenpass das Restaurant Cervo im Hotel Gasthof zum Hirschen mit gehobener Südtiroler Gasthausküche, Slow-Food-Philosophie inklusive. Und dann Meran. Mitten im Herz Südtirols, wo Autor Michael Dörrenberg wunderbare Übernachtungsmöglichkeiten in petto hat: Schloss Fragsburg zum Beispiel, Chalet Mirabell oder das Hotel Florestis rund eine Stunde von Meran entfernt. Viele weitere Tipps und wirklich lässige Strecken gibt’s im Buch, das schon beim bloßen Anschauen Freude macht.

s gibt Fahrten, die sind einfach nur Wege von A nach B. Und dann gibt es Straßen, die nicht nur Asphalt und Kurven sind, sondern Erlebnisse, Geschichten und Legenden. Die Alpen gehören zu den faszinierendsten Regionen für leidenschaftliche Autofahrer – kurvenreiche Passstraßen, eingebettet in eine atemberaubende Naturkulisse. Das sagen nicht wir, sondern das sagen die ersten Sätze der Einleitung zum wirklich spektakulären Buch „Spektakulär“, das letztes Jahr in seiner Neuauflage im Callwey Verlag erschienen ist und das wir allen Autoenthusiast*innen, Abenteurer*innen und Genussmenschen an dieser Stelle dringend ans Herz legen.

PURE FAHRFREUDE

Manchmal beginnt eine Reise nicht erst mit dem Startknopf, sondern mit einem Gefühl. Mit dieser leisen Unruhe, die entsteht, wenn der Blick auf die Karte fällt und eine Linie plötzlich mehr verspricht als nur Strecke. In den Alpen sind Straßen nie bloß Mittel zum Zweck. Sie sind Einladung, Herausforderung und Belohnung zugleich. Jede Kurve birgt ihre Geschichte, jede Passhöhe diesen einen Moment, der sich einprägt, egal, ob man ihn mit Vollgas oder im entspannten Rollen erlebt.

Hier oben verändert sich die Wahrnehmung. Die Luft wird klarer, die Geräusche präziser, der Rhythmus der Fahrt intensiver.

„SPEKTAKULÄR“

IST MEHR ALS EIN REISEBERICHT. ES IST EINE HOMMAGE AN DIE STRASSEN, DIE FAHRSPASS, TECHNIK UND SCHÖNHEIT IN EINZIGARTIGER WEISE MITEINANDER VERBINDEN.

Der Motor klingt anders zwischen Felswänden und weiten Tälern, das Lenkrad wird zum direkten Draht zwischen Mensch und Maschine. Wer diese Straßen fährt, spürt schnell: Es geht nicht um Geschwindigkeit allein. Es geht um Linien, um Timing, um das Zusammenspiel aus Technik, Landschaft und dem eigenen Instinkt.

„Spektakulär“ folgt genau diesem Gefühl. Es erzählt von frühen Morgenstunden, wenn der Asphalt noch kühl ist und der Tag den Bergen erst langsam Farbe verleiht. Von Serpentinen, die sich wie von Hand gezeichnet an den Hang schmiegen. Von Momenten des Innehaltens auf der Passhöhe, wenn der Blick schweift und klar wird, warum diese Orte eine besondere Anziehungskraft ausüben. Die Berge sind dabei kein Hintergrund. Sie sind Hauptdarsteller. Sie fordern Respekt, belohnen Hingabe und schenken jene seltenen Augenblicke, in denen alles zusammenpasst: Straße, Fahrzeug, Landschaft und Stimmung. Genau darum geht es auch auf den kommenden Seiten. Nicht um Rekorde oder Ankunftszeiten, sondern um das Erleben selbst.

SPEKTAKULÄR

Michael Dörrenberg, Callwey Verlag, 240 Seiten, EUR 51,40

Michael Dörrenberg ist ein passionierter Sportwagen-Enthusiast und Gründer der exklusiven „Circle Tour“. Mit seiner langjährigen Erfahrung in der Organisation von Networking-Events und seiner Leidenschaft für außergewöhnliche Fahrerlebnisse schafft er unvergessliche, luxuriöse Momente für alle, die das Besondere auf vier Rädern lieben. In diesem Buch versammelt er die beeindruckendsten Routen durch die Dolomiten und Norditalien: von anspruchsvollen Hochgebirgspässen bis zur entspannten Uferfahrt am Gardasee. Es geht über den Ötztaler Gletscher nach Meran, vom Stilfser Joch über den Berninapass, über die alpinen Pässe zum Comer See und von Como zur Villa Feltrinelli. Man dreht eine Garda- und Asiago-Runde, von Asiago geht’s in die Dolomiten und die dortigen Klassiker. Und man erlebt Stauseen und Tunnel. Mit detaillierten Karten, fahrerischen Einschätzungen und Empfehlungen für Hotels, Restaurants und Aussichtspunkte bietet es nicht nur Orientierung, sondern –fotografisch erstklassig inszeniert – echte Inspiration.

MERCEDES - BENZ S - KLASSE

Als weltweit meistverkaufte Luxuslimousine gilt die S-Klasse von Mercedes-Benz nicht umsonst als Aushängeschild des deutschen Automobilherstellers. So erscheint es kaum verwunderlich, dass Ende Jänner, perfekt zum 140. Jahrestag der Erfindung des Automobils 1886 durch Carl Benz, die Neuauflage der Luxusikone präsentiert wurde. Und das Update hat es definitiv in sich, ist es doch das bis dato größte innerhalb der S-Klasse-Familie. So sorgt erstmals ein optional beleuchteter Mercedes-Stern auf der Motorhaube für einen angemessenen Auftritt bei Nacht, ergänzt um einen größeren, nunmehr ebenso beleuchteten Kühlergrill. Das Interieur trumpft in gewohnt luxuriöser S-Klasse-Manier mit zahlreichen Technik- als auch Komforthighlights auf – vom serienmäßigen MBUX-Superscreen über charmante Details wie beheizbare Sitzgurte bis hin zum First-Class-Fond. Selbstverständlich liefert Mercedes auch in Sachen Antrieb nur das Allerfeinste, die Palette reicht von Reihensechszylinder-Benzinern oder Diesel bis hin zu einem Plug-in-Hybrid. Die Speerspitze bildet die S 580 4MATIC Langversion mit ihrem brachialen 395 kW (537 PS) starken V8 – die perfekte Kombination aus Luxus und Sportlichkeit. PREIS: ab 134.300 Euro

VORHANG AUF!

Der Winter ist vorbei, die Lust am Fahren zurück: Die Neuheiten der Saison warten nur darauf, ausgeführt zu werden. Frühlingsgefühle interpretiert auf vier Rädern.

ZUSAMMENSTELLUNG: FELIX KASSEROLER

140 JAHRE AUTOMOBIL

2026 steht bei Mercedes-Benz ganz im Zeichen eines besonderen Jubiläums. Vor 140 Jahren meldete Carl Benz sein „Fahrzeug mit Gasmotorenbetrieb“ zum Patent an – ein Datum, das als Geburtsstunde des Automobils gilt und den Beginn moderner Mobilität markiert. Dieser Pioniergeist prägt die Marke bis heute und bildet die Grundlage für ihre konsequente Weiterentwicklung. Im Jubiläumsjahr richtet Mercedes-Benz den Blick klar nach vorne und startet die bisher größte Produktoffensive der Unternehmensgeschichte. Ziel für die kommenden Jahre ist es, technologische Innovationen mit dem zu verbinden, wofür die Marke steht: Komfort, Sicherheit und das Gefühl des Ankommens. Fahrzeuge sollen dabei nicht nur Fortbewegungsmittel sein, sondern zunehmend als personalisierte Lebensräume verstanden werden. Bereits heute arbeitet Mercedes-Benz an zentralen Zukunftsthemen der Mobilität wie Solarlackierungen zur Reichweitensteigerung, energieeffizienten KI-Systemen für autonomes Fahren oder nachhaltigen Materialien und neuen digitalen Anwendungen im Fahrzeug. Auch wirtschaftlich startet das Unternehmen mit Rückenwind ins Jubiläumsjahr. 2025 war ein starkes Geschäftsjahr, getragen von hoher Nachfrage und wachsenden Anteilen elektrifizierter Modelle. Besonders Elektro- und Plug-in-Hybridfahrzeuge entwickeln sich dynamisch und unterstreichen die Bedeutung der Elektromobilität als Wachstumstreiber.

Zum 140-Jahr-Jubiläum begab sich Mercedes-Benz im Anschluss an die Weltpremiere der neuen S-Klasse Ende Jänner gemeinsam mit Kund*innen, Fans sowie Communities weltweit auf eine transkontinentale Reise. Über mehr als 50.000 Kilometer und durch sechs Kontinente hinweg steuert der Konvoi 140 ausgewählte Orte an, die sinnbildlich für die Geschichte, den Pioniergeist und die weltweite Präsenz der Marke Mercedes-Benz stehen – mit dabei fast selbstredend das Automobilmuseum Dr. Carl Benz in der ehemaligen Benz-Fabrik im deutschen Ladenburg. Die neue S-Klasse wird am Bild von einem goldenen Mercedes-Benz 300 SE (W 126, 1988) begleitet. Jutta Benz, die Urenkelin von Carl und Bertha Benz, sitzt auf einer Nachbildung des Benz-Patent-Motorwagens. Unter anderem führte die 140-Places-Tour auch über die Route Napoleon. Die neue S-Klasse bekam dabei einen Simplex-Klassiker zur Seite, einen ihrer Vorgänger.

OMODA 5

Anders als Jaecoo hat es der zweite Ableger des chinesischen Chery-Konzerns Omoda mit dem „5“ auf eine jüngere, dynamischere Zielgruppe abgesehen. Das ausschließlich als Vollhybrid konzipierte Kompakt-SUV ist in den Ausstattungsvarianten Comfort und Premium erhältlich. Angetrieben wird der Omoda 5 stets von einem 1,5-Liter-TGDI in Kombination mit einem Elektromotor und bringt es auf eine Systemleistung von 165 kW (224 PS). Im Innenraum finden sich zahlreiche Highlights, darunter ein elektrisches Schiebedach oder ein Soundsystem von Sony. Wie schon beim 7 der Schwesternmarke Jaecoo besticht auch der Omoda 5 vor allem durch seinen niedrigen Preis. Selbst die Premium-Variante ordnet sich unterhalb der 30.000-Euro-Grenze ein. PREISE: ab 26.490 Euro

OPEL ASTRA

Knapp fünf Jahre haben wir gewartet, doch mit diesem Jahr gibt es auch für den allseits beliebten Opel Astra ein grundlegendes Facelift. Das Ergebnis kann sich sehen lassen: Von nun an ist nicht nur der Opel Blitz beleuchtet, sondern erstmals auch der Opel Kompass, bei dem die vertikale Mittelachse der Front auf die im verschmälerten schwarzen Vizor eingebettete Lichtsignatur trifft. In Sachen Antrieb setzt Opel unter anderem auf Altbewährtes und bietet neben dem rein elektrischen Astra Electric mit einer maximalen Reichweite von bis zu 454 Kilometern derzeit auch eine Hybrid- und Plug-in-Hybrid-Variante an. Der Nachhaltigkeitsgedanke – außen wird vollständig auf Chrom verzichtet – setzt sich auch im Interieur fort. Für die Sitze werden zu 100 Prozent recycelte Materialien verarbeitet.

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VOLVO EX60

Wer sich trotz inzwischen unbegründeter Reichweitenangst noch vor dem Kauf eines Elektroautos scheut, dem gehen spätestens beim Blick auf das Datenblatt des neuen Volvo EX60 endgültig die Argumente aus. Bei einer Reichweite von bis zu 810 Kilometern beim Topmodell, dem P12 AWD, führt jedes verbliebene Argument schlicht ins Leere. Hinzu kommen beeindruckend kraftvolle, gesamt 500 kW (680 PS) starke Elektromotoren in Kombination mit einer 117-kWh-Batterie, die den Allradler in rasanten 3,9 Sekunden von 0 auf 100 km/h katapultieren. Und selbst die Einsteigervariante, ein Hecktriebler mit 275 kW (374 PS) und einer 83-kWh-Batterie, überzeugt mit konkurrenzfähigen 620 Kilometern nach WLTP. Typisch Volvo bleiben die markanten Thors-Hammer-Matrix-LED-Scheinwerfer auch dem EX60 erhalten. Für all jene, die noch etwas Zeit mitbringen, könnte außerdem die für 2027 geplante Cross-Country-Variante eine spannende Alternative werden. PREIS: ab 63.490 Euro

HYUNDAI IONIQ 6 N

Obgleich der Auflieferungsstart für Österreich noch nicht genau feststeht, dürfte Hyundai mit dem bereits im letzten Jahr vorgestellten Ioniq 6 N eine wahre Sportskanone geschaffen haben. Warum, zeigt sich anhand der Eckdaten: bis zu 650 PS und 770 Newtonmeter Drehmoment, eine für Elektrofahrzeuge ungewöhnlich hohe Höchstgeschwindigkeit von 257 km/h und eine Beschleunigung von 0 auf 100 km/h in gerade einmal 3,2 Sekunden. Ergänzt wird das brachiale Antriebskonzept von zahlreichen Designelementen, um die Zugehörigkeit zur N-Familie in keinster Weise in Frage stellen zu können. Dazu gehören sportlich optimierte Front- und Heckschürzen sowie N-Logos und Tasten im Innenraum. Derart viel Sportlichkeit nagt natürlich an der Reichweite, weshalb die angegebenen 469 Kilometer nach WLTP wohl nur in Ausnahmefällen realistisch sein werden. Das dürfte bei der rasanten Ladeleistung von bis zu 350 kW jedoch nicht weiter schlimm sein.

PREIS: noch offen

BMW IX3

Galt bei BMWs Nierendesign in den vergangenen Jahren noch das Motto „Je größer, desto besser“, überraschen die Bayern beim neuen iX3 nun mit zwei auffallend schmalen Flügeln, eingebettet zwischen der neuen, markanten Lichtsignatur. Doch nicht nur optisch hat BMW nachgeschärft, vor allem die Technik unter der Haube wurde umfassend modernisiert. Mit einer Reichweite von bis zu 805 Kilometern nach WLTP setzt der neue iX3 ein Ausrufezeichen in seiner Klasse. Verantwortlich dafür zeichnet unter anderem die 108,7 kWh große Batterie, die den Wagen nicht nur weit voranbringt, sondern auch schnell lädt: Dank einer Ladeleistung von 400 kW dauert der Sprung von zehn auf 80 Prozent gerade einmal 21 Minuten. Für Vortrieb sorgt ein kraftvoller 345 kW (469 PS) starker Elektromotor, der das knapp unter 2,4 Tonnen schwere SUV in gerade einmal 4,9 Sekunden von 0 auf 100 km/h befördert. Auch innen zeigt sich der neue iX3 selbstbewusst futuristisch.

PREIS: ab 73.982 Euro

Exklusive Sondermodelle zum Jubiläum

Highlights

• M Sportpaket

• elektr. Anhängerkupplung

• Adaptiver LED-Scheinwerfer

• Sitzheizung Fahrer & Beifahrer

• Komfortzugang

• Standheizung & Standklima

* Angebot der BMW Austria Leasing GmbH, BMW Selectleasing für den iX1 eDrive20, Anschaffungswert höchstens € 44.950,00, Anzahlung € 13.485,00, Laufzeit 48 Monate, Leasingentgelt ab € 229,02 mtl., genaue Höhe abhängig von Sonderausstattung und Zubehör gem. individueller Konfiguration, 10.000 km p.a., Restwert € 21.517,26, Rechtsgeschäftsgebühr € 252,06, Bearbeitungsgebühr € 260,00, eff. Jahreszins 1,49 %, Sollzins fix 0,99%, Gesamtbelastung € 46.507,28. Beträge inkl. NoVA u. MwSt. Angebot freibleibend.

€ 44.9 ,- statt € 52.842,Jubiläumspreis € 61.9 ,- statt € 74.028,-

Highlights

• M Sportpaket

• elektr. Anhängerkupplung

• Adaptiver LED-Scheinwerfer

• BMW Iconic Glow Exterieurpaket

• Driving Assistant

• Standheizung & Standklima

* Angebot der BMW Austria Leasing GmbH, BMW Selectleasing für den X3 30e PHEV xDrive Aut., Anschaffungswert höchstens € 61.950,00, Anzahlung € 18.585,00, Laufzeit 48 Monate, Leasingentgelt ab € 339,07 mtl., genaue Höhe abhängig von Sonderausstattung und Zubehör gem. individueller Konfiguration, 10.000 km p.a., Restwert € 31.558,14, Rechtsgeschäftsgebühr € 357,18, Bearbeitungsgebühr € 260,00, eff. Jahreszins 3,48 %, Sollzins fix 2,99%, Gesamtbelastung € 67.035,68. Beträge inkl. NoVA u. MwSt. Angebot freibleibend.

Begrenzte Stückzahl

Jubiläumspreis € 46.4 ,- statt € 56.022,-

Highlights

• M Sportpaket

• elektr. Anhängerkupplung

• Adaptiver LED-Scheinwerfer

• Sitzheizung Fahrer & Beifahrer

• Komfortzugang

• Standheizung & Standklima

* Angebot der BMW Austria Leasing GmbH, BMW Selectleasing für den X1 xDrive25e 14,2kWh Aut., Anschaffungswert höchstens € 46.450,00, Anzahlung € 13.935,00, Laufzeit 48 Monate, Leasingentgelt ab € 268,47 mtl., genaue Höhe abhängig von Sonderausstattung und Zubehör gem. individueller Konfiguration, 10.000 km p.a., Restwert € 22.935,41, Rechtsgeschäftsgebühr € 273,76, Bearbeitungsgebühr € 260,00, eff. Jahreszins 3,56 %, Sollzins fix 2,99%, Gesamtbelastung € 50.290,73. Beträge inkl. NoVA u. MwSt. Angebot freibleibend.

Fixzinsaktionen bis 31.03.2026. Änderungen und Irrtümer vorbehalten. Angebot gültig bei allen teilnehmenden BMW/MINI Händlern.

Jubiläumspreis € 62.9 ,- statt € 75.060,-

Highlights

• M Sportpaket

• elektr. Anhängerkupplung

• Adaptiver LED-Scheinwerfer

• BMW Iconic Glow Exterieurpaket

• Driving Assistant

• Standheizung & Standklima

* Angebot der BMW Austria Leasing GmbH, BMW Selectleasing für den X3 30e PHEV xDrive Aut., Anschaffungswert höchstens € 62.950,00, Anzahlung € 18.885,00, Laufzeit 48 Monate, Leasingentgelt ab € 345,91 mtl., genaue Höhe abhängig von Sonderausstattung und Zubehör gem. individueller Konfiguration, 10.000 km p.a., Restwert € 31.998,08, Rechtsgeschäftsgebühr € 363,52, Bearbeitungsgebühr € 260,00, eff. Jahreszins 3,48 %, Sollzins fix 2,99%, Gesamtbelastung € 68.110,28. Beträge inkl. NoVA u. MwSt. Angebot freibleibend.

JAECOO 7

Seit Ende letzten Jahres möchten die weltweit rasant wachsenden Marken Omoda und Jaecoo (teilweise auch gemeinsam vermarktet als Omoda|Jaecoo) nun auch in Österreichs Automobilsektor mitmischen. Jaecoo hat sich für den Marktstart den Fünfsitzer „7“ ausgesucht und setzt damit ein klares Zeichen: Luxus und Innovation müssen keinesfalls den finanziellen Rahmen sprengen. Der 4,5 Meter lange Jaecoo 7 ist wahlweise als Benziner mit 108 kW (147 PS) oder Plug-in-Hybrid mit 255 kW (347 PS) erhältlich. Letzterer kommt mit Frontantrieb, einer rein elektrischen Reichweite von rund 90 Kilometern sowie einer Gesamtreichweite von 1.200 Kilometern. Der Benziner wiederum ist ein Allrad. Im Innenraum dominiert ein Zentraldisplay im Hochformat, generell finden sich nur wenige Tasten im Cockpit. Vielversprechende Werte also, die eine große Nachfrage versprechen – nicht zuletzt aufgrund des lokalen Händlernetzes.

Die beiden Marken setzen statt auf Onlinehandel auf namhafte Autohäuser mit etabliertem Kundenstamm. PREIS: ab 35.990 Euro

FIAT GRANDE PANDA

Noch Ende letzten Jahres stellte Fiat seine grundlegend erneuerte Modellfamilie Panda vor, mit dabei auch der neue Fiat Grande Panda. Insgesamt ist dieser in drei Antriebsvarianten bestellbar. So wird neben einem 1,2-Liter-Dreizylinder-Turbobenziner mit 74 kW (100 PS) auch eine Kombination mit einem Elektromotor als Mildhybrid angeboten (Systemleistung 81 kW (110 PS)). Das Highlight ist der neue Fiat Grande Panda Elektro. Angetrieben von einem 83 kW (113 PS) starken Elektromotor bringt es der Italiener gepaart mit der 44-kWh-Batterie auf eine maximale Reichweite von bis zu 320 Kilometer. Zugegebenermaßen kein außerordentlich hoher Wert, doch jene Fahrten, für die ein Panda ohnehin am allermeisten vorgesehen ist – nämlich Stadtfahrten –, sollten einwandfrei machbar sein. Designtechnisch übernimmt der Grande viele Elemente der ersten Panda-Generation, aufgebessert um moderne Details wie die als Pixel angeordneten LEDs der Hauptscheinwerfer. Ganz dem Markenmotto „No More Grey“ entsprechend, gibt es auch den Grande Panda ausschließlich in kräftigen Farben.

PREIS: ab 17.400 Euro, Elektro ab 26.900 Euro

NISSAN MICRA ELECTRIC

Mit der 2026er-Generation kommt der Micra in der mittlerweile sechsten Ausführung erstmals auch vollelektrisch auf den Markt. Erhältlich ist der Kleinwagen mit zwei Batterieoptionen (40 kWh und 52 kWh) und Reichweiten von bis zu 317 bzw. 415 Kilometern, sodass auch außerorts etwas längere Fahrten kein Problem darstellen. Den Antrieb bildet abhängig von der Batteriekapazität ein 90 kW (122 PS) oder ein 110 kW (150 PS) starker Elektromotor. Erfreulich ist, dass der Micra trotz seiner kompakten Abmessungen von knapp unter vier Metern immer noch 326 bis 1.106 Liter Laderaumvolumen mitbringt und damit mehr als so manche Kompakt-SUVs.

PREIS: ab 27.900 Euro

Der Alpitronic HYC1000 in Vahrn/Südtirol liefert bis zu 1 MW Ladeleistung.

optimistisch in die

und Andreas

NEUE ÄRA: MEGAWATT - LADEN FÜR E - LKW IM ALPENRAUM

In Vahrn wurde Mitte November die erste öffentlich zugängliche Alpitronic-MegawattLadestation Italiens eröffnet – ein Meilenstein für emissionsfreie Logistik entlang der Brennerachse. An der Südtiroler kostner SERVICE STATION können moderne E-Trucks nun in kürzester Zeit Energie für hunderte Kilometer Reichweite laden.

da emobil, ein auf Elektromobilitätslösungen spezialisiertes Unternehmen mit Sitz in Innsbruck, unterstützt bei diesem Projekt die langjährigen Partner kostner Group 1947 und ide2n Energy Systems über Landesgrenzen hinweg als Hardwarelieferant, bei der Inbetriebnahme, beim Betrieb des gesamten Systems sowie bei der Abrechnung.

HOCHLEISTUNG FÜR DIE LOGISTIK VON MORGEN

Mit dem neuen dezentralen Ladesystem von Alpitronic ist in Vahrn eine der modernsten Megawatt-Ladestationen Europas entstanden. Elektrische Schwerfahrzeuge laden am Hochleistungshypercharger HYC1000 entweder an einem MCS-Ladepunkt (Megawatt Charging System) mit bis zu 1 Megawatt oder an drei CCS-Ladepunkten (Combined Charging System) mit bis zu 600 Kilowatt. MCS gilt weltweit als künftiger Standard für E-Lkw, insbesondere wenn hohe Ladeleistungen entscheidend sind. Am Eröffnungstag wurde ein Mercedes eActros der Autoindus-

triale Mobility Group – ein emissionsfreier Lkw neuester Generation – als Demonstrationsfahrzeug an der Station geladen. Vertreter der involvierten Unternehmen sowie der lokalen Politik zeigten sich von der Testladung begeistert: „Was wir hier umsetzen, ist weit mehr als ein technisches Upgrade“, betont Andreas Kostner, CEO der kostner GROUP 1947. „Mit der Megawatt-Ladestation in Vahrn zeigen wir, dass nachhaltige Mobilität im Schwerverkehr längst keine Zukunftsvision mehr ist. Sie ist da – und sie funktioniert.“ Bereits jetzt können E-Lkw mit großen Batteriekapazitäten in nur 30 bis 40 Minuten Energie für mehrere hundert Kilometer aufnehmen. Damit lässt sich die gesetzlich vorgeschriebene 45-Minuten-Pause optimal fürs Laden nutzen. Kraftfahrerinnen und Kraftfahrer verlieren so keine wertvolle Zeit in der eng getakteten Logistik.

EIN ZUKUNFTSWEISENDER LADEPARK

Das neue Ladesystem ergänzt den im Frühjahr 2025 eröffneten kostner E-CHARGE La-

depark, der mit mehreren Ladeplätzen, einer leistungsstarken Photovoltaikanlage, einer Clean & Fit Box für Fahrzeugpflege sowie einem nachhaltigen Lichtkonzept bereits europaweit als Vorzeigeprojekt gilt. Die Anlage wurde mehrfach ausgezeichnet und zählt zu den Top 10 der „Best EV Hubs“ weltweit. „Mit innovativen Ladelösungen wie hier in Vahrn gestalten wir die Mobilitätswende aktiv mit und ermöglichen eine nachhaltige Zukunft“, unterstreicht Alois Wach, CEO von da emobil.

WE LOVE THE WAY YOU MOVE Als führender Anbieter in der Elektromobilitätsbranche verfolgt da emobil das Ziel, E-Mobilität für alle zugänglich zu machen. Dafür betreibt das Unternehmen ein starkes öffentliches Ladenetz, bietet eine vorteilhafte Ladekarte, verwaltet zahlreiche Ladepunkte für Dritte und entwickelt maßgeschneiderte Lösungen für Fuhrparks, Logistik, Elektrofachkräfte, Planungsbüros, Handel, Gewerbe, Tourismus- und Freizeitbetriebe. www.da-emobil.com PR

Blicken
Zukunft (v. l. n. r.): Philipp
Kostner (beide kostner Group 1947), Benjamin Waldauf (da emobil), Peter Vikoler (ide2n Energy Systems), Alois Wach (da emobil), Lars Kuba und Markus Moroder (beide Alpitronic).

MERCEDES CLA SHOOTING BRAKE

Mit dem neuen CLA Shooting Brake mit EQ-Technologie hat Mercedes den ersten elektrifizierten Shooting Brake der Marke geschaffen – eine Karosserieform, die sich bei Mercedes seit ihrer Einführung beim CLS Shooting Brake 2012 großer Beliebtheit erfreut. Die Vorteile liegen auf der Hand: Die nach hinten höhere Dachlinie bietet mehr Komfort im Fond und auch das Ladeabteil kann sich sehen lassen, im konkreten Fall 455 bis 1.290 Liter plus 101 Liter vorne im Frunk. Dass der CLA nicht als reiner Lastesel konzipiert ist, liegt bei Mercedes quasi auf der Hand. So finden sich auch an der Kombivariante aus dem Coupé bekannte Highlights wie das sportliche Shark-Nose-Design oder das Frontpanel mit 142 einzeln animierten LED-Sternen in Chromoptik. Hinter der B-Säule beginnt schließlich die Verwandlung, angefangen beim fast nahtlos eingefassten Glasfestdach über die erhöhte Dachlinie für mehr Komfort im Innenraum bis hin zum elegant geformten Heck. Die Markteinführung für den Shooting Brake ist mit zwei Motorisierungen (200 kW/272 PS und 260 kW/354 PS) noch im März. PREIS: ab 57.360 Euro

POLESTAR 5

Obwohl er optisch eher unscheinbar wirkt, ist der neue Polestar 5 tatsächlich das leistungsstärkste Fahrzeug dieser Auflistung. Die Performancevariante liefert unglaubliche 650 kW (884 PS), ein maximales Drehmoment von 1.015 Newtonmeter und eine Beschleunigung von 0 auf 100 km/h in 3,2 Sekunden. Selbst die Basisvariante Dual Motor wartet mit beachtlichen 550 kW (748 PS), 812 Newtonmetern und einer Beschleunigung in rasanten 3,9 Sekunden auf. Trotz dieser brachialen Leistungsdaten bleibt die Reichweite beeindruckend hoch. Nach WLTP-Standard sollen bis zu 558 bzw. 678 Kilometer erreichbar sein. Möglich macht das eine Kombination aus 800-Volt-Batterietechnologie und 112-kWh-Akku. Offengestanden, derartige Leistungsdaten liegen jenseits von Gut und Böse, was sich wohl nicht grundlos im Preis für den Supersportwagen widerspiegelt.

PREIS: ab 118.900 Euro

RENAULT CLIO

Der allseits beliebte Renault Clio ist vom heimischen Straßenbild kaum mehr wegzudenken. Anfang 2026 hat die Auslieferung der zwischenzeitlich sechsten Generation begonnen. Beim Design wurde dabei ordentlich aufgefrischt, ohne die markante Silhouette zu sehr in ihren charakteristischen Elementen zu verändern. Bedeutet im Klartext: dynamische Lichtsignatur, schnittige Linien und nicht zuletzt knallige Farben. Modernisiert wurde auch das Cockpit, bei der neuen Generation besteht dieses optional aus einem 10,1 Zoll großen Touchscreen und einem 10,3 Zoll großen Instrumentencluster, je nach Ausstattungsvariante ergänzt um eine Ambientebeleuchtung. In Sachen Antrieb bleibt man klassisch und bietet die Wahl zwischen einem Benziner mit 84 kW (114 PS) und einem Vollhybrid, der im Vergleich zum Vorgänger mit 11 kW (15 PS) sowie 22 Newtonmeter Drehmoment zusätzlich eine Systemleistung von 116 kW (158 PS) bietet. Insgesamt ist der neue Clio in drei Ausstattungsvarianten erhältlich (Evolution, Techno und Esprit Alpine).

PREIS: ab 19.990 Euro

LEISTUNGSSIEGER

TOYOTA RAV4

Die Neuauflage des Toyota RAV4 scheint mit ihrem sportlichen Design und den kraftvollen Proportionen nicht nur optisch zu überzeugen, sondern wird vor allem fahrtechnisch ganz vorne mitspielen. Aktuell sind zwei Antriebskonzepte bekannt, wobei neben einem klassischen Hybrid, bestehend aus einem 2,5-Liter-Motor ergänzt um Hybridtechnologie, auch eine Plug-in-Hybrid-Variante geplant ist. Bei Letzterer wird aktuell eine Systemleistung von 224 kW (304 PS) sowie eine rein elektrische Reichweite von rund 100 Kilometern angegeben, die WLTP-Werte sind allerdings noch nicht verbindlich. Dank Schnellladefunktion lässt sich die 22,68-kW-Batterie in rund 30 Minuten wieder aufladen. Neben einer Allradvariante soll überdies auch eine rein frontgetriebene Version an den Start gehen, wobei man bei einem derartigen geländegängigen Fahrzeug wohl mit ersterer Wahl besser bedient ist. Kommen wird der neue RAV4 im Frühling oder Sommer. PREIS: noch offen

XPENG P7+

Mit der Einführung des P7+ bringt der erst seit Oktober 2025 in Österreich gestartete chinesische Automobilhersteller Xpeng neben dem G6 und dem G9 bereits das dritte Modell auf die heimischen Straßen. Angeboten als Heck- und Allradversion geht die Marke mit der neuen elektrischen Fastback-Limousine vor allem preislich auf direkten Kollisionskurs mit namhaften europäischen Automobilherstellern. Gefertigt bei Magna Steyr in Graz tritt der chinesische P7+ „made in Austria“ mit starken Leistungsdaten an: Die Palette reicht von 180 kW (245 PS) bis 370 kW (503 PS), die maximale Reichweite liegt bei rund 530 Kilometern nach derzeit noch vorläufigen WLTP-Werten. Ein besonderes Highlight ist die moderne 800-Volt-Architektur, die gemeinsam mit der beeindruckenden Ladeleistung von bis zu 446 kW bei der großen 74,9-kWh-Batterie echte Benchmark-Werte setzt. Das Ergebnis: Von 20 auf 80 Prozent dauert der Ladevorgang gerade einmal zehn Minuten. Auch der Innenraum ist State of the Art, der Fokus liegt auf Vernetzung, was durch den Touchscreen, das Kombiinstrument, das Headup-Display, den digitalen Rückspiegel und optional durch ein Fond-Display unterstrichen wird. PREIS: ab 47.600 Euro

ALPINE A390

Als einzig weibliche Kandidatin dieser Auflistung geht die neue Alpine A390 ins Rennen. Angetrieben von einem Elektromotorengespann mit einer Systemleistung von bis zu 345 kW (470 PS) und 824 Newtonmeter Drehmoment steht sie ihrer Konkurrenz allerdings um nichts nach. Ganz im Gegenteil. Das als erstes Modell von Alpine allradgetriebene Sport Fastback strotzt nicht nur vor Kraft, sondern liefert auch in Sachen Design absolute Bestwerte. Besonders eindrucksvoll präsentiert sich die unter anderem aus zahlreichen kleinen, dreieckigen LED-Segmenten bestehende Lichtsignatur, die dem Gesamtkonzept einen futuristischen Hauch vermittelt. Ergänzt um die dynamisch gezeichnete Fastback-Silhouette und einen angedeuteten Heckspoiler wird der sportliche Charakter auch nach außen getragen. Mit der 89-kWh-Batterie bringt es die A390 auf eine elektrische Reichweite von bis zu 551 Kilometern, die maximale Ladeleistung liegt bei 190 kW.

PREIS: noch offen

Mag. Emanuel Jahn, Geschäftsführer Autohaus Dosenberger Innsbruck | Zams

MOBILITÄT NEU DENKEN

Mobilität verändert sich, technisch, wirtschaftlich und vor allem gesellschaftlich. Gleichzeitig bleibt sie ein zentraler Faktor für Lebensqualität und unternehmerische Effizienz. Mit dem Markenrelaunch „Mehr Auto – mehr Leben“ geht unser Fokus weg vom klassischen Autohandel hin zum Mobilitätspartner. Diese strategische Neuausrichtung folgte einem längeren Pfad.

Wir feiern in diesem Jahr 65 Jahre Autohaus Dosenberger, haben mit Renault und Dacia die aktuell stärksten Automarken im Haus und konnten mit OMODA|JAECOO einen neuen Rising Star gewinnen. Dazu ergänzt in Zams die Marke Ford das Portfolio. 2025 war ein hervorragendes Jahr, denn wir verkaufen nicht nur Fahrzeuge, sondern konzentrieren uns darauf, Mobilitätsfragen zu lösen. Mobilitätsfragen, die 2026 komplexer sind denn je, wenn man sich die Vorgaben der Autohersteller und die politische Entwicklung ansieht.

Seit Langem arbeiten wir mit zahlreichen Tiroler Unternehmen zusammen und wissen, worauf es ankommt. Als Autohaus ist uns der 360-Grad-Blick wichtig. Entscheider*innen wollen Planbarkeit, Fuhrpark-Ausfallzeiten minimieren und die Effizienz steigern. Wichtiger jedoch ist die Total-Cost-of-Ownership-Perspektive. Sie entscheidet, ob Mobilitätspartner den Zuschlag erhalten. Hierbei liegen wir mit den Modellen von Renault und Dacia ziemlich gut im Rennen. Ähnlich gestaltet sich die Situation in der Elektromobilität. Unternehmer fragen sich vor allem, welche Modelle im Alltag wirklich funktionieren. Tiroler Winter, Bergstrecken und Ladeinfrastruktur stellen diesbezüglich besondere Anforderungen. Wir setzen im Autohaus deshalb auf praxisnahe Beratung, analysieren das jeweilige Fahrprofil, schätzen Reichweiten realistisch ein und planen Ladevorgänge objektiv und wirklichkeitsnah. Dank Renault und dessen immens hoher Kompetenz bei Elektroantrieben zählen wir hier zu den großen Gewinnern. Die von der Marke eigens dafür gegründete Gesellschaft Ampere hat ein großes Ziel: Herstellungskosten runter, Technologie rauf.

Ein wesentlicher Bestandteil unserer neuen Positionierung „Mehr Auto – mehr Leben“ ist die klare Markenstrategie, denn Mobilität ist nicht one size fits all. Vielmehr muss sie zum persönlichen Lebensstil, zur beruflichen Nutzung und zum individuellen Fahrprofil passen. Genau hier setzen wir mit einer breiten und leistbaren Markenwelt an. Die Erfolgsgeschichte von Dacia ist bekannt, der Relaunch von Renault spricht Bände. Mit den Marken OMODA|JAECOO wollen wir nun ein neues Kapitel aufschlagen. Der chinesische Automobilhersteller Chery Automobile setzt dabei nicht nur auf den europäischen Markt, er produziert auch im ehemaligen Nissan-Werk in Barcelona. So ist OMODA|JAECOO ein ähnlich europäisches Auto wie Volvo (im Besitz des chinesischen Geely-Konzerns) und Range Rover (im Besitz des indischen Tata-Motors-Konzerns).

Am Standort Zams kommt zusätzlich die Marke Ford hinzu, die wiederum ein Joint Venture mit Renault einging, um am europäischen Markt präsenter zu werden. Ford ist ein fixer Bestandteil vieler Fuhrparklösungen im Tiroler Oberland und bietet attraktive Modelle, weshalb wir an der Marke bewusst festhalten.

Unternehmensseitig ist es uns wichtig, im Bezirk integriert zu sein und zu wissen, was unsere Kund*innen brauchen. Die Standorte in Innsbruck und Zams sind für uns weit mehr als reine Verkaufsflächen. Sie sind zentraler Anlaufpunkt für Mobilität, Service und Beratung in Tirol. Wir leisten unseren Beitrag an der Gesellschaft, wir sind gerne Arbeitgeber. Für die Zukunft müssen klare Rahmenbedingungen, Infrastruktur und nachhaltige Förderung, die ganzjährig abrufbar sind, sichergestellt werden. Um E-Mobilität flächendeckend praktikabel zu machen, muss außerdem der Ausbau von Ladepunkten in Städten und Gemeinden erweitert werden.

VON EMANUEL JAHN
© ANDREAS FRIEDLE

HUNDERT FACH UM DIE WELT

Würde man die Fahrten in der 90-jährigen Geschichte von Taxi KratzerHeel in Hall zusammenzählen, ergäbe das in etwa eine fünfhundertfache Erdumrundung. Seit 1936, also einer Zeit, in der es nur vereinzelt Automobile gab, chauffiert das Haller Taxiunternehmen Personen in komfortablen Karossen an ihren gewünschten Zielort.

TEXT: DORIS HELWEG

s kommt nicht alle Tage vor, dass ein Unternehmen ein 90-jähriges Jubiläum feiert, als Taxiunternehmen noch weit seltener. Der Familienbetrieb Taxi Kratzer-Heel kann daher mit Stolz auf seine jahrzehntelange Geschichte zurückblicken, die in einer Zeit begann, in der Fahrdienste noch gegen Waren getauscht wurden. „Im Jahr 1936 gab es noch keine Personentaxis, so wie wir sie heute kennen. Als Mietwagenbetrieb haben meine Großeltern begonnen, im Tausch gegen Waren wie Kartoffeln, Obst oder Eier in der Region Fahrten durchzuführen“, erzählt Florian Heel, der den Betrieb heute in dritter Generation führt. Dabei agierte Firmengründer Anton Kratzer als Pionier seiner Zeit ziemlich findig und geschickt. „Da zu Kriegsbeginn schon ein Fahrzeug beschlagnahmt worden war, zerlegte mein Großvater im Jahr 1940 vor seinem Einrücken in den Kriegsdienst kurzerhand ein Auto und erklärte meiner Oma Emma sowie einigen Nachbarn die Rekonstruktion. Auf diese Weise konnte meine Großmutter die darauffolgenden Kriegsjahre allein meistern“, beschreibt der Taxiunternehmer die durchwegs turbulenten Anfangsjahre. Dazu kam gegen Kriegsende noch der Treibstoffmangel, dem Anton Kratzer nach seiner Rückkehr aus der Kriegsgefangenschaft 1946 wiederum mit einer genialen Idee begegnete: „Selbst die Benzin- und Dieselknappheit nach dem Krieg hielt meinen Großvater nicht auf. Als passionierter Bastler und Pionier baute er seine Gefährte so um, dass sie mit Gasflaschen am Dach betrieben werden konnten. Das Gas hat er dabei auch noch selbst durch Verbrennen von Holzkohle hergestellt“, weiß Heel. Zwar reichte ein solcher Gastank gerade mal für 60 bis 100 Kilometer, aber immerhin konnten Emma und Anton Kratzer damit erstmals auch Geld verdienen und die Autoflotte zügig erweitern, indem der geschickte Tüftler alte Autowracks von Schrottplätzen in ganz Tirol wieder zu von der Begutachtungsstelle zugelassenen Fahrzeugen zusammenbaute. 1950 erwarb er seinen ersten Omnibus, 1970 entschied man sich jedoch, sich ausschließlich auf den Taxibetrieb zu fokussieren. Das Taxifieber hat auch Tochter Elisabeth erfasst, die bereits im Alter von 18 Jahren ihren Taxischein erwarb und 1977 das Unternehmen übernahm. So wie der Firmengründer fast bis zu seinem Tod mit 86 Jahren am Steuer saß, so leidenschaftlich führten auch Elisabeth und ihr Mann Helmut den Taxibetrieb über Jahrzehnte weiter, bis 2014 deren Sohn Florian Heel die Geschäftsführung übernahm.

FAMILIENBUSINESS

Heute beschäftigt der renommierte Betrieb mehr als 30 Mitarbeiter*innen und ist mit einer Flotte von 15 Fahrzeugen

„ICH KÖNNTE MIR GAR NICHT VORSTELLEN, MEINEN LEBENSUNTERHALT MIT EINER ANDEREN TÄTIGKEIT ZU BESTREITEN.“

unterwegs, dazu kommen zwei Ersatzfahrzeuge sowie ein Oldtimer mit Wechselkennzeichen. 2024 hat Florian Heel den gesamten Fuhrpark sowie die Mannschaft vom Haller Taxibetrieb Rohregger übernommen, um seine regionale Stärke weiter auszubauen. Veränderungen in der Geschäftstätigkeit nehmen Florian Heel und seine Frau Claudia sehr wohl wahr: „Man merkt schon die wirtschaftliche Lage. Das Geschäft ändert sich in etwa alle 15 Jahre. In den letzten Jahren gab es eine Verschiebung hin zu mehr Krankentransporten und Teiletransporten für die Industrie, Behindertentransporten und Flughafentransfers. Das macht auch den bürokratischen Aufwand weitaus intensiver“, berichten die

1936 fungierte als erstes Auto ein Adler, seit gut 80 Jahren vertraut das Unternehmen nur mehr auf Mercedes.

Firmengründer Anton Kratzer zeigte sich in den Nachkriegsjahren durchaus erfinderisch und betrieb seine Fahrzeuge auf Grund der Benzin- und Dieselknappheit kurzerhand einfach mit selbsterzeugtem Gas.

Florian Heel mit seinen Eltern Elisabeth und Helmut sowie seiner Frau Claudia und den beiden
Jüngsten Maximilian und Alexander

beiden, während sie in alten Fotos stöbern. Dennoch bleiben ihnen ihre Stammkund*innen treu und auch die Fahrten für Geschäftskund*innen aus der Region zeigen sich mehr denn je als stabile Säule. „Die Kunden schätzen gerade in unruhigen Zeiten unsere Verlässlichkeit und unseren familiären Umgang umso mehr. Deshalb möchten wir auf diesem Wege auch all unseren Kunden und vor allem auch unserem Team danken“, betonen Claudia und Florian Heel. Denn eines liegt ihnen besonders am Herzen: „Wir wollen als Betrieb immer familiär bleiben.“ So ist es ihnen auch während der Pandemiezeiten gelungen, dank Kurzarbeit alle fix angestellten Mitarbeiter*innen zu behalten und nach der Öffnung auch alle Geringfügigen wieder zu beschäftigen. „Wir haben ein unglaublich starkes Team, das auch jederzeit füreinander einspringt“, finden die Heels dankbare Worte. Dass man als Taxifahrer bei so vielen Stammkund*innen mitunter auch in die Rolle des Seelsorgers schlüpft, kann durchaus vorkommen. „Jedenfalls ergeben sich vor allem auf längeren Strecken oft interessante Gespräche“, sagt Heel.

AUS LIEBE ZU AUTOS

Was das komplette Team eint, ist die Freude am Autofahren. Auch Florian Heel selbst liebt und lebt Autos. Ein Gen, das offenbar bereits über drei Generationen weitergegeben wurde. „Ich könnte mir gar nicht vorstellen, meinen Lebensunterhalt mit einer anderen Tätigkeit zu bestreiten. Bevor ich den Familienbetrieb übernommen habe, hatten mich meine Eltern allerdings dazu ermutigt, die Handelsschule zu absolvieren. Danach habe ich noch beim Retterwerk eine Lehre zum Karosseriebautechniker abgeschlossen und beim Bundesheer den LKW-Führerschein abgelegt“, erzählt der vielseitig begabte Unternehmer. Denn auch das „Basteln“ an seinen Fahrzeugen liegt ihm offenbar genauso im Blut wie seinem Vater und Großvater. In seiner hauseigenen kleinen Werkstatt wechselt er die Reifen und führt einfachere Reparaturen vor allem bei Fahrzeugen außerhalb der Garantiezeit selbst durch. Ansonsten vertraut er, wie bei allen

Florian Heel und sein 40-köpfiges Team sind an 365 Tagen zu jeder Tagesund Nachtzeit im Einsatz.

Fahrzeugen, auf die Qualität von Mercedes und die Werkstätte vom Retterwerk Pappas. Satte 400.000 Kilometer hat so ein Fahrzeug auf dem Buckel, bevor es seinen wohlverdienten Ruhestand antreten darf. Und selbst da achtet der Unternehmer auf Nachhaltigkeit und versucht jene Teile, die noch in Ordnung sind, als Ersatzteile wieder in anderen Autos einzusetzen. Durchaus sinnvoll, wenn man bedenkt, dass allein ein Taxi im Monat an die 15.000 Kilometer bewältigt und in einem Jahr fünf Garnituren Reifen benötigt.

365 MAL 24 STUNDEN IM EINSATZ

Egal zu welcher Tages- und Nachtzeit, ob Feiertage oder Katastrophenalarm, Florian Heel ist mit seinem Taxiunternehmen immer mit mindestens zwei Fahrzeugen am Weg. Dabei fungiert ein Fahrer sozusagen als Taxizentrale, wo alle Anrufe eingehen. Per Funk kommunizieren schließlich alle Fahrer*innen miteinander, um schnellstmöglich am gewünschten Zielort zu sein. Da kommt schon einiges an Organisatorischem im Hintergrund zusammen, angefangen von der Auftragsplanung bis hin zu den regelmäßigen Fahrzeugwartungen, die in etwa alle fünf bis sechs Wochen anstehen.

AUFWÄRTSSPIRALE

Die starke Familienbande und der unglaubliche Zusammenhalt aller Generationen haben das Haller Taxiunternehmen zu dem gemacht, was es heute ist – ein renommierter Betrieb, der seit 90 Jahren ein verlässlicher Player in der Region ist. „Wir sind immer weitergewachsen, haben immer mehr Mitarbeiter*innen eingestellt und somit die Konzessionen jedes Mal erweitert.“ Auf die Frage nach den Plänen für die Zukunft antwortet Florian Heel: „Wir möchten das Familiäre so beibehalten und bleiben, wie wir sind.“ Eines schwebt dem Taxiunternehmer vor allem auf Grund des aktuellen Platzmangels jedoch schon vor: „Eine eigene Werkstatt auf einem größeren Grund. Mal schauen, ob wir das bis zum 100-jährigen Jubiläum schaffen.“

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FRANZÖSISCHES FLAGGSCHIFF

Ausgehend von der Studie DS Aero Lounge Sport hat der französische Luxusautomobilhersteller mit dem DS N°8 (ausgesprochen numéro huit), ein elektrifiziertes Meisterstück auf die Straße gebracht.

Ausgezeichnete Reichweite, kraftvolle Antriebe und luxuriöse Optik inklusive farblich abgetrennter Motorhaube: Das auf der STLA-Medium-Plattform basierende elektrische SUVCoupé hat einiges zu bieten – auch zahlreiche durchdachte Details, die eindrucksvoll zeigen, wie viel Aufmerksamkeit die DS-Ingenieure dem N°8 gegeben haben.

BEEINDRUCKENDE REICHWEITE

Wie die Leistung beim Verbrenner steht bei Elektroautos vor allem die Reichweite im Vordergrund. Und die kann sich beim DS N°8 wirklich sehen lassen. Bis zu 750 Kilometer sind nach WLTP bei der Frontantriebsvariante mit der 97,2-kWh-Long-Range-Batterie machbar. Die Allradvariante steht dem mit bis zu 688 Kilometern nur um wenig nach, während die kleine 74-kWh-Batterie immerhin bis zu 550 Kilometer verspricht. Einzig die Ladeleistung dürfte im Vergleich zur Konkurrenz gerne etwas kraftvoller sein. Die ist mit 160 kW zwar grundsätzlich in Ordnung, führt allerdings dazu, dass die Ladezeit der Batterie beim Allrad von zehn auf 80 Prozent 43 Minuten dauert. Da ist die Konkurrenz deutlich schneller, kommt dafür aber auch nicht so weit. Möglich machen diese Reichweitenwerte die auf perfekte Aerodynamik getrimmte Karosserie, ergänzt um clevere Details wie Lufteinlässe mit beweglichen Klappen. Beim Antrieb lässt sich aus mehreren Varianten wählen. Zur Auswahl stehen die Einsteigervariante mit 169 kW (230 PS), eine mittlere mit 180 kW (245 PS) und die Allrad-Topvariante mit 257 kW (350 PS). In Kombination mit einem Drehmoment von 509 Newtonmetern galoppiert Letzterer in 5,4 Sekunden auf 100 km/h, Schluss ist bei allen drei Varianten bei 190 km/h.

OPTISCHE AUGENSCHMANKERL

Beim Design stand neben der Reichweitenoptimierung eine luxuriöse Optik im Vordergrund, die besonders in der besten Ausstattungslinie perfekt zur Geltung kommt. Wesentlich dazu bei tragen der markante DS-LUMINASCREEN-Kühlergrill mit seinem beleuchteten DS-Logo sowie die 21-Zoll-Felgen. Besonders gefällt uns die schwarze Motorhaube, die – sofern gewünscht – das SUVCoupé richtig erhaben anmuten lässt. Die Detailverliebtheit lässt sich aus der Lichtsignatur des V-förmigen, intelligenten DS-Pixelvision-Frontscheinwerfers erahnen. Das Muster, genannt Clous de Paris und damit ein liebevolles Andenken an die Herkunft der Marke, entstammt der traditionellen Uhrmacherei und findet sich auch im Innenraum an ausgewählten Stellen wieder. Doch nicht nur die Optik am Interieur gefällt, sondern auch die Haptik. Je nach Ausstat-

tungslinie gibt es Stoffsitze, Alcantara- oder Nappa-Leder, gerne auch mit der eigens für das SUV-Coupé konzipierten Farbe Eternal Blau. Für optimale Lichtverhältnisse sorgt das Panorama-Glasdach, ein Highlight sind für uns die Neckwärmer, kleine Luftdüsen im Nackenbereich der Vordersitze. Selbstverständlich hat der N°8 auch ein ordentliches Multimediasystem, bestehend aus einem 16 Zoll großen Infotainmentdisplay sowie einem 10,25 Zoll großen Instrumentendisplay, mit an Bord. Um das richtig auszukosten, gibt es je nach Ausstattungslinien ein neu entwickeltes Electra-3D-Surroundsystem von FOCAL.

Unterm Strich bringt der neue DS N°8 ganz starke Karten mit an den Tisch. Nicht zuletzt der Preis ab 55.600 Euro macht das 4 SUV-Coupé wirklich attraktiv. Wir sind gespannt, ob wir ihn auf heimischen Straßen fortan öfter zu Gesicht bekommen.

SMARTER, ELEKTRISCHER, BESSER

Von BYD selbst als „deutlicher Technologiesprung im elektrischen C-Segment“ bezeichnet, möchte der chinesische Automobilhersteller vor allem in Sachen Ladearchitektur neue Maßstäbe setzen. So soll der neue Kompaktklassewagen Atto 3 Evo mehr sein als nur ein Facelift des 2023 gleichzeitig mit der Marke in Österreich eingeführten Atto 3.

TEXT: FELIX KASSEROLER

Dass sich die Modelle von BYD mittlerweile auf Österreichs Straßen etabliert haben, lässt sich nicht bestreiten. Dass sie sich derart großer Beliebtheit erfreuen, liegt nicht zuletzt an der attraktiven Kombination aus moderner Technologie, hochwertiger Verarbeitung und dem günstigen Preis. Diesem Gedanken folgend orientiert sich auch der neue Atto 3 Evo mit einem Preis ab 36.490 Euro für die Einsteigervariante Design und ab 39.490 Euro für die Excellence-Ausstattungsvariante eher am unteren Ende. Obgleich nur minimal teurer als der Vorgänger, hat die Neuauflage doch um einiges mehr zu bieten. So beispielsweise eine gesteigerte Leistung. Als Hecktriebler bietet die Variante Design einen 230 kW (313 PS) starken Elektromotor an der Hinterachse mit einem maximalen Drehmoment von 380 Newtonmetern. Damit schießt selbst das Einsteigermodell in 5,5 Sekunden von 0 auf 100 km/h bis zur Höchstgeschwindigkeit von 180 km/h. Laut WLTP ist eine maximale Reichweite von bis

zu 510 Kilometern machbar. Die allradgetriebene Premium-Variante Excellence kommt mit insgesamt zwei Elektromotoren, die eine Systemleistung von 330 kW (449 PS) und ein maximales Drehmoment von 560 Newtonmetern generieren. Entsprechend rasant gelingt der Sprint von 0 auf 100 km/h ganz nach Sportwagenvorbild in gerade einmal 3,9 Sekunden bis hin zur Höchstgeschwindigkeit von 200 km/h. Die Reichweite ist mit bis zu 470 Kilometern nach WLTP naturgemäß etwas geringer.

KLASSENBESTER IM SCHNELLLADEN

Nicht nur die Leistung, auch die Ladetechnologie wurde ordentlich aufgewertet. Serienmäßig erhalten beide Modelle modernste 800-Volt-Ladearchitektur und dadurch eine Schnellladeleistung von bis zu 220 kW. Das Ergebnis: Mit einer Ladezeit von 25 Minuten von zehn auf 80 Prozent der 74,8-kWh-Batterie ist der Atto 3 Evo nach eigenen Angaben Klassenbester. Hinzu kommt die beispielsweise aus dem Sealion

7 bekannte Cell-to-Body-Technologie (CTB), bei der die Batteriezellen direkt in die Karosseriestruktur integriert sind und damit quasi den Unterboden des Fahrzeugs bilden. Das führt unterm Strich zu deutlichen Verbesserungen in Sachen Sicherheit, Fahrverhalten und nicht zuletzt dem Platzangebot. So ist vor allem das Ladeabteil im Vergleich zum Vorgänger um 50 Liter auf 490 (bis 1.360) Liter gewachsen. Hinzu kommt serienmäßig ein Frunk mit 101 Litern – beispielsweise zum Verstauen von Ladekabeln.

Auch der Innenraum präsentiert sich deutlich aufgewertet. So gibt es beispielsweise bei der Design-Variante beheizbare Vordersitze, großzügige Displays mit Google-Multimediasystem, ergänzt um KI-gestützte Sprachsteuerung und Google-App, sowie eine induktive Lademöglichkeit für das Smartphone. In der Excellence-Variante wird die Aussattung noch um ein Head-up-Display, beheizbare Rücksitze und nicht zuletzt ein Panorama-Glasschiebedach erweitert.

Innovative Mobilität von BYD

MEHR REICHWEITE.

Die BYD Modellpalette bietet innovative Elektro- und Super-Hybrid Fahrzeuge für unterschiedlichste Ansprüche – vom kompakten City-Flitzer bis zum geräumigen Oberklasse-SUV. Sämtliche Modelle sowie detaillierte Fahrzeugbeschreibungen sind unter bydauto.at zu finden.

Symbolfotos

STROM TRIFFT STAURAUM

Als Alternative zum Crossover-SUV bZ4X schickt Toyota ab Februar 2026 auch eine Kombi-Variante ins Rennen.

TEXT: FELIX KASSEROLER

Wahlweise als Vorder- oder Allradantrieb erhältlich, stellt der neue bZ4X Touring das geräumigere Schwesternmodell zur bekannten Variante dar und verspricht Standhaftigkeit und Komfort in einem. Hinzu kommen echte Offroad-Fähigkeiten, sodass auch jenseits der Straße ein Abenteuer nur einen Katzensprung entfernt ist.

OFFROAD - OPTIK

Auch wenn das Design – abgesehen vom Heck – in seinen wesentlichen Zügen mit jenem des bisherigen bZ4X übereinstimmt, gibt es doch einige Indikatoren, die den Touring als solchen verraten. Das Design? Insgesamt ein deutlich markanterer, geländetauglicherer Auftritt im Vergleich zum edlen, futuristischen Aussehen des normalen bZ4X. Dies gelingt durch kleine Details wie die Dachreling oder schwarz gehaltene Radkästen und Felgen und auffälliger durch die Palette neuer Lackierungen. Ergänzt

wird dies je nach Ausstattung um 18- oder 20-Zoll-Leichtmetallfelgen.

POWERHOUSE

Den Antrieb bildet beim Fronttriebler ein 165 kW (224 PS) starker Elektromotor mit einem maximalen Drehmoment von 268 Newtonmetern. Damit gelingt der Sprint von 0 auf 100 km/h in 7,2 Sekunden, die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 160 km/h. Die Allradvariante ist mit 280 kW (380 PS) und identem Drehmoment tatsächlich das stärkste Toyota-Elektromodell, das es hierzulande zu kaufen gibt. Die Beschleunigung von 0 auf 100 km/h schafft dieses in flotten 4,4 Sekunden, Schluss ist schließlich bei 180 km/h. Bei entsprechender Fahrweise sollen die beiden Varianten nach WLTP bis zu 591 (Frontantrieb) bzw. 528 (Allradantrieb) Kilometer hinbekommen. Nachgeladen werden kann die 74,7-kWh-Batterie serienmäßig entweder über den 11-kW-Onboard-Charger (op-

tional ist auch ein 22-kW-Charger erhältlich bzw. beim Topmodell serienmäßig) oder mittels Schnelllader. Bei Letzterem beträgt die Ladeleistung bis zu 150 kW, wodurch die Batterie in rund 28 Minuten von zehn auf 80 Prozent aufgeladen werden kann.

GERÄUMIGES INTERIEUR

Das Interieur präsentiert sich gewohnt modern, Highlight ist das zentrale 14-Zoll-Multimediasystem. Hinzu kommen bereits in der Einsteigervariante Teamplayer elektrisch verstellbare und beheizbare Vordersitze sowie ein beheizbares Lenkrad und eine Ambientebeleuchtung. In der Ausstattungsvariante Lounge wird dies ergänzt um ein Panoramadach, beheizbare und belüftete Sitze vorne und hinten sowie einen digitalen Rückspiegel. Besonders erfreulich ist das mehr als familientaugliche Kofferraumvolumen von überragenden 669 Litern – das alles bei einer Länge von nur rund 4,8 Metern. Dass der bZ4X Touring auch weg von der Straße glänzen kann, dafür hat ihm Toyota den X-Mode für unterschiedliche Geländebedingungen verpasst, der für ideale Traktion und hohe Fahrsicherheit auf zahlreichen Untergründen sorgt. Hinzu kommt die Grip-Control, wobei die Fahrbahneigenschaften konstant analysiert und die Fahrgeschwindigkeit entsprechend angepasst werden.

Zwar wird der neue bZ4X Touring erst im Frühjahr ausgeliefert, bestellbar ist das Modell bereits. Ob sich die Touring-Variante bewährt, muss sich noch zeigen, jedoch sprechen schon jetzt einige Argumente dafür. Hinsichtlich des Preises muss das allerdings jeder selbst mit sich ausmachen. Mit einem Preis ab 50.490 Euro startet der bZ4X besonders im Vergleich zur europäischen Konkurrenz im Mittelfeld, die Lounge-Variante liegt bei mindestens 58.190 Euro.

HouseAlpiconMusic FestivalVol.4 20.&21. März2026

LOUDER THAN EVER

Die vierte Auflage des Alpicon House Music Festivals verwandelt das Skigebiet Hochzillertal – Kaltenbach und Fügen am 20. und 21. März 2026 zum absoluten Festivalhotspot der Alpen. Internationale DJs & Liveacts, neun coole Locations, eine einzigartige Bergkulisse und kostenloser Eintritt inklusive. Das Event hat sich zum absoluten Publikumsmagneten entwickelt und ist ein Highlight für die ganze Region.

„DAS ALPICON HOUSE MUSIC FESTIVAL IST EIN HERZENSPROJEKT, DAS NEUE GÄSTE IN DIE REGION BRINGT UND MENSCHEN IM ZILLERTAL VERBINDET.“

Manfred Pfister, Geschäftsführer Tourismusverband Erste Ferienregion im Zillertal Fügen – Kaltenbach

Feel the Beat of the Alps – zwei Tage voller satter House-Beats, bester Pisten und cooler Vibes: So lautet das einmalige Erfolgsrezept des Alpicon House Music Festivals. Im Skigebiet Hochzillertal – Kaltenbach und Fügen versammelt es Jahr für Jahr Gäste aus aller Welt, um gemeinsam zu carven, zu grooven und zu feiern. Heuer am 20. und 21. März – mit House-, Discohouse-, Deephouse-, Clubhouse-und Tech-HouseBeats von lokalen und internationalen TopActs. Im Tal ebenso wie am Gipfel!

EINMALIGES KONZEPT

MIT FREE ENTRY

Bei der vierten Auflage des Alpicon House Music Festivals on Stage: David Penn, Lovra, Tom Novy und mehr als 30 weitere TopDJs und -Liveacts. Neben den acht gewohnt lässigen Locations – Kristallhütte, Albergo, Mountain View, PlatzlAlm, Wedelhütte, Postalm, Bawa und sChic – wartet mit dem KABOOOM in Kaltenbach eine neue auf die Festival-Crowd. Hoch oben im Skigebiet Hochzillertal – Kaltenbach sowie unten im Tal in Kaltenbach und Fügen ist also auch dieses Jahr einzigartige Festivalatmosphäre garantiert. Jede der Locations hat seinen eigenen, einzigartigen Charme – und so ist jeder Auftritt ein Happening für sich. Zudem ist der Festivaleintritt völlig kostenlos. Es wird lediglich ein Skipass benötigt, wenn die Lifte und Gondeln genutzt werden, um die Locations am Berg tagsüber zu erreichen.

VON DER SKIPISTE AUF

DIE DANCEFLOORS

Das Alpicon House Music Festival hat jedoch noch mehr zu bieten: Tagsüber laden perfekt präparierte Pisten zum Skifahren und Snowboarden, während entspannte elektronische Beats das Skigebiet beschallen. Nach Ende des Liftbetriebs werden die Abfahrten gegen die Dancefloors getauscht und die Party wird kurzerhand ins Tal verlegt, wo bis tief in die Nacht getanzt und gefeiert werden kann.

LAUTSTARKER HÖHEPUNKT

DER SKISAISON

Wenn die Tage länger werden, dreht das Alpicon House Music Festival noch mal richtig auf. Es zieht Menschen aus nah und fern an und erzeugt Resonanz weit über die Region hinaus. Wie ein treibender Beat zum Frühlingsbeginn bringt das Event frische Frequenz ins Tal, sorgt für volle Dancefloors und gut gebuchte Betten – und verbindet Wintersport, Musik und Menschen. „Das Alpicon ist für unsere Region ein echtes Herzensprojekt und der musikalische Höhepunkt des Sonnenskilaufs bei uns. Die einzigartige Verbindung aus alpinem Lebensgefühl, Sonne, Sound und Gemeinschaft macht das Festival so wertvoll für uns“, betont Manfred Pfister, Geschäftsführer Tourismusverband Erste Ferienregion im Zillertal Fügen – Kaltenbach.

ALPICON HOUSE MUSIC FESTIVAL

DJS & LIVEACTS:

• Adala* • ALMA • Benny Bombata

• Caleesi & Kreis • Chaz Washington

• Cristiano da Silva • David Penn

• der Alte • ENREY • Hoody • LENI

• LeSano • LOVRA • LUNNAS • Malu

• Marco Fehr • Mario Sanxez • Max

Grösswang* • MiBA • Mimi Love

• MÖWE • Natalie Blüme • Nena Polap

• Ninedegree • OZALID • PBH • Pete

• Pomboklap • Raoul Tosa • Rayco Santos • Saintro P. Sax Up* • Tom Novy • Vornelinks • Wankelmut

LOCATIONS:

• Kristallhütte • Albergo

• Mountain View • PlatzlAlm

• Wedelhütte • Postalm • Bawa

• sChic • Neu: KABOOOM

Alle Infos zum Festival unter www.alpicon.at @ alpicon.zillertal @ alpicon.zillertal

Na dann, see you soon am Alpicon House Music Festival am Freitag, den 20. und Samstag, den 21. März 2026, bei freiem Eintritt. *Liveacts

Li.: Hautarzt Alfred Grassegger mit Tiroler-Sparkassen-Vorständin Karin Svoboda und Kieferchirurg Gerald Gojer // re.: Gemeinsam für einen guten Zweck: Multiunternehmer Thomas Weber mit dem Neurologen Armin Muigg, Swarovski-Personalchefin Brigitte Scholl und Nordkettenbahn-Geschäftsführer Thomas Schroll, Alp-Art-Hotel-Chefin Nicole Ellinger, Stefan Nardin (BTV), Urologe Nicolai Leonhartsberger, IMAD-Chefin Barbara Traweger-Ravanelli und Kieferchirurgin Kerstin Gojer

Li.: Stadtfinanzdirektor Martin Rupprechter mit Rechtsanwältin Andrea Pegger sowie Spar-E-Commerce-Expertin Edith Ettlmayr mit Künstler Werner Sief und dessen Begleitung // re.: Rotary-Club-Innsbruck-Bergisel-Präsidentin Nicole Ellinger mit Alina Kühnel und Wolfgang Chwatal (beide Autistenhilfe Tirol)

Gemeinsam Berge versetzen

Unter diesem Motto lud der Rotary Club Innsbruck Bergisel zu einem unvergesslichen Abend auf die Seegrube. In luftiger Höhe und umgeben vom einzigartigen Bergpanorama über den Dächern von Innsbruck gab es Zeit zum Kennenlernen und zum gemütlichen Austausch. Umrahmt von kulinarischen Highlights präsentierte Werner Sief die von ihm kostenlos zur Verfügung gestellten Werke, deren gesamter Verkaufserlös sowie der Eintritt zum „Perspektivenwechsel“ zur Gänze an die Autistenhilfe Tirol gespendet wurde.

Oben: 16 Mitarbeiter*innen für ihre langjährige Treue ausgezeichnet // unten: Hausherr Hannes Haffner überreichte den Spendenscheck an Bürgermeister Christian Härting

435 JAHRE UND EINE SPENDE Kürzlich standen im Einrichtungshaus Föger in Telfs 16 Mitarbeiter*innen im Rampenlicht, die gemeinsam insgesamt 435 Jahre Unternehmensgeschichte repräsentieren. Zur Feier dieser beeindruckenden Betriebszugehörigkeiten bis zu 45 (!) Jahren hatte Föger zu einem gemütlichen Get-together ins hauseigene Restaurant eingeladen. Gleichzeitig spendete das Einrichtungshaus für den guten Zweck: Insgesamt 1.150 Euro kamen für den Verein „Telfer helfen Telfern“ zusammen, die 1:1 an jene fließen, die Hilfe benötigen.

HOLZ MIT ZUKUNFT

Bereits zum zehnten Mal bildete das von proHolz Tirol organisierte Ausstellungsareal „Holz ist genial“ einen zentralen Treffpunkt für die Holzbranche auf der Tiroler Hausbau- und Energiemesse. Im eigens gestalteten Areal präsentierten zahlreiche Holzunternehmen ihre Produkte und Dienstleistungen, zudem gab es nebst individueller Beratung ein vielfältiges Programm mit Fachvorträgen, Vorführungen und Mitmachstationen. Als Eröffnungsauftakt fand auch heuer der „Holz-Hoangart“ als etabliertes Netzwerktreffen der Holzszene statt. Eröffnet wurde die Veranstaltung von proHolz-Tirol-Vorstandsmitglied Kurt Ziegner: „Der Holz-Hoangart zeigt Jahr für Jahr, wie wichtig Vernetzung, Wissenstransfer und gemeinsame Begeisterung für den Werkstoff Holz sind – gerade mit Blick auf die Zukunft unserer Branche.“

Im Bild das proHolz-Team Kurt Ziegner (Vorstandsmitglied proHolz Tirol), Petra Seebacher (proHolz Steiermark), Simon Holzknecht (stv. Geschäftsführer und Clustermanager proHolz Tirol), Eva Moser (proHolz Tirol) und Rüdiger Lex (Geschäftsführer proHolz Tirol)

THE POWER OF PINK

Die Schneeschmelzgaudi ist ein Kompositum mit sozialem Background und hilft schnell und unbürokratisch. Seit 2018 konnten bereits weit über 200.000 Euro an Spenden dafür eingesammelt werden, die direkt an Familien und Menschen in Not gehen. Gesammelt wird nebst anderem im Zuge eines Benefiz-Skirennens in Rinn sowie bei der „Think Pink Party“ im Gasthof zur Arche, in der Hausherr Günther Eberl nicht nur alljährlich wirklich grandios (und selbstlos) aufkocht, sondern wo auch ordentlich gefeiert wird – Showacts inklusive. Heuer unter anderem dank des Engagements von Radio U1 mit dabei: die „Bomboleo“ Gipsy Kings, Gregor Glanz, Kayla Krystin, die für Tirol zur Song-Contest-Vorauswahl antrat, und der deutsche Sänger Marlon Falter. Luis aus Südtirol sorgte für Unterhaltung in der Küche. Wir freuen uns bereits auf 2027. Sie wollen auch helfen? Bitte hier lang: www.schneeschmelzgaudi.at

Oben: Auf Einladung der Wirtschaftskammer versammelten sich kreativ schaffende Handwerker*innen und Unternehmer*innen aus ganz Tirol in Innsbruck, um neue Impulse für Sichtbarkeit, Persönlichkeit und unternehmerische Stärke zu erhalten. // Unten: Das Organisationsteam rund um Bernadette Fritsch mit Keynote-Speakerin Nicole Walser

TIROL KREATIV

EIN BLICK HINTER DIE KULISSEN

Es ist noch nicht allzu lange her, dass die Olympioniken aus Italien zurückgekehrt und in Innsbruck gebührend empfangen wurden. Tags darauf war Horst Nussbaumer, Präsident des Österreichischen Olympischen Comités (ÖOC) und der erste ÖOC-Präsident seit 111 Jahren, der selbst an Olympischen Spielen teilgenommen hat, zum Frühstück im Bankhaus Spängler zu Gast. Er gab in einem Vortrag für Kund*innen und Freunde des Hauses einen Einblick in die Welt der Winterspiele, gleichzeitig nutzte das Bankhaus die Gelegenheit zur inoffiziellen (Wieder-)Eröffnung der neuen Filiale in der Innsbrucker Museumstraße. Dafür waren auch KR Heinrich Spängler mit Frau Eva und Sohn Carl Philipp sowie Vorstandsmitglied Nils Kottke aus Salzburg angereist.

Mit dem Halbtagesevent „kreativ –menschlich – wertvoll“ feiert Tirol nicht nur eine erfolgreiche Premiere, sondern setzt zugleich ein starkes Zeichen für die Menschen im Kunsthandwerk und kreativen Unternehmertum. Initiiert wurde das Veranstaltungsformat von Bernadette Fritsch, die mit ihrem s’Fachl über 200 Kreativschaffenden in Innsbruck ein Schaufenster gibt und mit diesem Event etwas Besonderes für jene geschaffen hat, die die Tiroler Wirtschaft mit Herz, Handwerk und Unternehmergeist prägen. Die Resonanz war überwältigend, wir hoffen auf Folgeveranstaltungen.

Gewaltprävention und Sensibilisierung

Gewalt gegen Frauen und Kinder und Ungleichbehandlung – gesellschaftliche Probleme, denen in der öffentlichen Wahrnehmung nach wie vor zu wenig Aufmerksamkeit zuteil wird. Zum zweiten Mal setzt die TIROLER VERSICHERUNG deshalb mit der Initiative FrauTIROLER ein deutliches Zeichen und fördert 31 Projekte mit insgesamt 100.000 Euro, die genau hier ansetzen. Bravo! Alle Projekte und Infos unter www.frautiroler.info

Nur eins von 31 Projekten, die ausgezeichnet wurden: „Sichere Räume. Gelebter Kinderschutz in der Praxis“ vom Verein Frauen im Brennpunkt. Im Bild: Soziallandesrätin Eva Pawlata, TIROLER-Vorständin Isolde Stieg, Claudia Birnbaum und Ina Köck (beide Frauen im Brennpunkt) und TIROLER-Vorstand Franz Mair

KR Heinrich Spängler mit ÖOC-Präsident Horst Nussbaumer // Eva und Carl Philipp Spängler // Spängler-Vorstandsmitglied Nils Kottke (re.) mit Georg Hofherr (P8), Mario Bernardi (Leitung Private Banking Innsbruck) und Many Klenk (mut) // Richter Hannes Seiser (li.) und Monika Cammerlander mit Guntram Kirchebner (Leitung Family Wealth Tirol)

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