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6. August 2025 · Nr. 32 · 46. Jahrgang

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Kreissanierung Raubling Wegen Straßenbauarbeiten wird die Kreisstraße RO 7 in der Gemeinde Raubling vom östlichen Ortsrand Kirchdorf am Inn bis zur Innbrücke ab dem 11. August vollständig gesperrt. Da die Arbeiten stark wetterabhängig sind, kann sich der Terminplan bei ungünstiger Witterung verschieben.

Die Umleitungsstrecke verläuft von Kirchdorf am Inn über die RO 7, die Staatsstraße 2363 nach Brannenburg, die Staatsstraße St 2359 über Nußdorf am Inn nach Neubeuern und die RO 7 wieder zur Innbrücke. Auch für den Radverkehr wird eine Umleitungsstrecke eingerichtet.

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„Nein sagen“

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Prävention sexualisierter Grenzverletzungen bei Jugendlichen

Volksfest Feldkirchen .................... S. 3

Die Beratungsstelle MaVia e.V. erhält künftig mehr finanzielle Unterstützung vom Landkreis Rosenheim – der Jugendhilfeausschuss hat in seiner Sitzung am 23. Juli einstimmig eine Erhöhung des jährlichen Zuschusses auf 60.000 Euro beschlossen. Hintergrund ist der zunehmende Bedarf an präventiver Aufklärungsarbeit in Schulen: Sexualisierte, grenzverletzende Verhaltensweisen unter Kindern und Jugendlichen nehmen spürbar zu, insbesondere im digitalen Raum. Sabine Stelzmann, Leiterin des Kreisjugendamts, spricht im Interview über die Ursachen, die Herausforderungen für Fachkräfte und Eltern – und über die wichtige Rolle der Präventionsarbeit.

Alles für den Schulanfang.............. S. 5

Im aktuellen Statement von MaVia heißt es: „Grenzverletzendes, sexualisiertes Verhalten von Kindern und Jugendlichen an Schulen nimmt beständig zu.“ – Was ist darunter zu verstehen? Wie sieht es in unserem Landkreis aus? Wir erhalten Informationen dazu sowohl von Schulen direkt als auch von den sozialpädagogischen Fachkräften, die an Schulen oder auch in der offenen Kinder- und Jugendarbeit tätig sind. Ob das sexualisierte, grenzverletzende Verhalten tatsächlich zunimmt, lässt sich nicht eindeutig mit Ja oder Nein beantworten. Es gibt jedoch eine deutliche Tendenz zu einer erhöhten Wahrnehmung und damit einer erhöhten Sensibilität in dem Bereich. Das bedeutet, dass Fachkräfte und Institutionen mehr Aufklärung erhalten haben, damit eine größere Sensibilität vorhanden ist und sich auch gesetzliche Verpflichtungen in den letzten Jahren verändert haben. Festzustellen ist auch, dass junge Menschen zunehmend früher auf soziale Medien zurückgreifen und diese nutzen. Damit sind sie anderen Einflüssen ausgesetzt als noch vor vielen Jahren. In unserem Landkreis haben wir eine große Anzahl an pädagogischen Fachkräften und Beratungsstellen, die Kinder und Jugendliche sowohl mit präventiven Angeboten als auch mit Beratungs- und Schutzangeboten unterstützen. Wie erklären Sie sich die-

Prien mei Hoamad .......................... S. 6 150 Jahre Feuerwehr Amerang...... S. 6 Hochzeit ........................................... S. 8 Mein Zuhause – meine Wohlfühloase..................... S. 11 Sexualisierte Grenzverletzungen beginnen oft im Digitalen die richtige Aufklärung für Kinder ist deshalb entscheidend.

sen starken Zuwachs des grenzüberschreitenden Verhaltens? Der Zuwachs lässt sich nicht durch einzelne Ursachen erklären. Vielmehr handelt es sich um ein komplexes Zusammenspiel verschiedener gesellschaftlicher, familiärer und individueller Faktoren. Zum einen werden Fachkräfte in dem Bereich in den letzten Jahren deutlich mehr geschult, unter anderem von MaVia e.V. Das führt dazu, dass Fachkräfte sensibler für unangemessenes Verhalten sind. Zum anderen ist eine gesellschaftliche „Enttabuisierung“ sexueller Themen spürbar, sodass mehr Offenheit und Sichtbarkeit vorliegen. Was früher übersehen wurde, wird heute eher bekannt, benannt, dokumentiert und auch gemeldet. Daneben führt die Nutzung von digitalen Medien zu Entgrenzungen im sexuellen Ausdruck. Kinder und Jugendliche kommen heute früher und oft ungefiltert und unvorbereitet mit Pornografie oder sexualisierten Bildern und Inhalten in Berührung, beispielsweise über TikTok, YouTube, Whats-App. Diese Inhalte vermitteln verzerrte Vorstellungen von Sexualität, Körper und Grenzen. Kinder wachsen damit in einer schnelllebigen, teils grenzenlosen Medienkultur auf. Wichtig ist, dass dieses Verhalten pädagogisch begleitet, eingeordnet und aufgearbeitet wird. Welche Bedeutung hat Ihre Präventionsarbeit aus Sicht des Jugendamts, und wie ist Ihre Behörde konkret in Maßnahmen zum Schutz von Kindern eingebunden? Präventionsarbeit hat für das Kreisjugendamt Rosenheim eine zentrale Bedeutung, da sie darauf abzielt, Risiken und Ge-

fährdungen für Kinder, Jugendliche und Familien frühzeitig zu erkennen und abzuwenden. Präventive Leistungen, die zumeist von Trägern der freien Jugendhilfe oder anderen Institutionen geleistet werden, haben das Ziel, junge Menschen auf Gefahren hinzuweisen und sie in ihren Kompetenzen zu stärken und zu befähigen, damit umzugehen, Gefahren abwenden zu können und auch in Gruppen Gleichaltriger „Nein“ zu sagen. Hier sind verschiedene Institutionen wie auch die Jugendbeamt:innen der Polizei (Gewaltprävention, Jugendschutz), die Richter am Amtsgericht Rosenheim („Mach Dein Handy nicht zur Waffe“), Suchtberatungsstellen wie NEON, Diakonie, die Bayerische Informationsstelle gegen Extremismus (Gemeinsam gegen Extremismus) und auch die Caritas Erziehungs-, Jugend- und Familienberatungsstelle Rosenheim (Persönlichkeitsentwicklung, Diversität) tätig. Daneben hält das Kreisjugendamt Rosenheim im Rahmen des präventiven Jugendschutzes auch eigene Angebote vor, wie zum Beispiel zum Umgang mit Cannabis oder K.O.-Tropfen, den Rauschparcours, aber auch zur politischen Bildung, wie Demokratiespiele, die ausgeliehen werden können. Dem Jugendamt kommen im präventiven Bereich planende, strukturierende und koordinierende Aufgaben zu, die bedarfsorientiert konzipiert und finanziert werden. Das Jugendamt stellt auch den sogenannten Schutzauftrag sicher, das heißt, wenn Gefährdungen für einzelne Kinder und Jugendliche erkennbar sind und es Eltern nicht gelingt, ihre Kinder zu schützen, wird das Jugendamt mit Schutzmaßnahmen tätig. Fortsetzung auf Seite 2

Wiesnbusse Fahrplan zum Herbstfest ausgeweitet „Während der Wiesn verlängern wir den Busbetrieb von Montag bis Mittwoch bis Mitternacht. Und an den Wochenenden fahren die Busse teilweise bis 4.00 Uhr morgens“, freut sich Oberbürgermeister Andreas März. „Außerdem pendelt heuer zwischen dem Bahnhof, der Stadtmitte und der Wiesn der beliebte Promille-Express. Sein Fahrplan wurde auf die Zugzeiten abgestimmt und zu Stoßzeiten wird es zusätzliche Fahrten geben.“ Der Promille-Express pendelt stündlich zwischen 18 und 24 Uhr zwischen dem Herbstfest und dem Bahnhof. Und auch das Wiesn-Bockerl fährt täglich von 11.30 bis 18.30 Uhr von der Wiesn über den Max-Josefs-Platz zum Bahnhof. Auch fürs Bockerl wurden die Fahrzeiten an die Zugabfahrten angepasst.

Bedienzeiten im Abendverkehr (jeweils letzte Abfahrten): Linie 420 (Traberhof–Happing–Kastenau): 23.35 Uhr (Mo–Mi), 3.35 Uhr (Do–Sa), Linie 421 (Aising–Pang–Schwaig): 23.50 Uhr (Mo–Mi), 3.50 Uhr (Do–Sa), Linie 422 (Schwaig–Pang–Aising): 23.35 Uhr (Mo–Sa), Linie 423 (Traberhof–Happing–Am Oberfeld): 0.05 Uhr (Mo–Sa), Linie 424 (Unterfürstätt–Egarten–Küpferling): 0.20 Uhr (Mo–Sa), Linie 426 (Erlenau–Westerndorf–Kaserne): 0.52 Uhr (Mo–Mi), 2.42 Uhr (Do–Sa), Linie 427 (Endorfer Au–Oberwöhr): 0.35 Uhr (Mo–Sa), Linie 429 (Aicherpark–Kolbermoor Süd): 0.10 Uhr (Mo–Mi), 2.35 Uhr (Do–Sa) Fortsetzung auf Seite 2

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